Bedienungsanleitung - Gigahertz Solutions

Bedienungsanleitung - Gigahertz Solutions
Made in Germany
NFA 1000
NFA 400
NFAsoft
Auswertungs- und
Konfigurationssoftware
3D-NiederfrequenzAnalyser
mit Datenlogger
Bedienungsanleitung
(Version 6.7)
Made in Germany
Danke!
Wir danken Ihnen für das Vertrauen, das Sie uns mit dem Kauf dieses Gerätes bewiesen haben. Es erlaubt Ihnen eine professionelle Analyse elektrischer und magnetischer niederfrequenter Wechselfelder gemäß internationalen Messvorschriften und
den Empfehlungen der Baubiologie.
Über diese Anleitung hinaus bieten wir Praxisseminare und auf unserer Website
Schulungsvideos zum fachgerechten Einsatz des Gerätes an.
Hinweis zur Anleitung
Der einzige für diese Anleitung relevante Unterschied zwischen dem NFA 1000 und
dem NFA 400 liegt darin, dass das NFA 1000 eine dreidimensionale potentialfreie
E-Feldmessung erlaubt, während das NFA 400 nur eindimensional potentialfrei
E-Felder messen kann. In den entsprechenden Kapiteln wird auf diese Unterschiede
eingegangen.
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Inhalt
1
Kurzanleitung ................................................................................................... 2
2
Übersicht: Bedienelemente.............................................................................. 3
3
LEDs / Display / Ton ........................................................................................ 4
4
Schalter / Taster / Buchsen ............................................................................. 7
5
Vorgehen: Messung / Aufzeichnung .............................................................. 13
6
Stromversorgung ........................................................................................... 15
7
„NFAsoft“ ....................................................................................................... 17
8
Firmware-Update ........................................................................................... 24
9
Was tun, wenn… ........................................................................................... 25
Diese Anleitung basiert auf Firmware Version 58 und NFAsoft Version 150.
Firm- und Software werden ständig aktualisiert und sind per e-mail oder über unsere homepage erhältlich.
Aktuell noch nicht implementierte Funktionen sind im Folgenden GRAU beschrieben.
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Juli 2014
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1 Kurzanleitung
Diese bezieht sich auf die Voreinstellungen im Auslieferungszustand. Individuelle
Anpassungen sind mit der Software „NFAsoft“ einfach möglich.
Wenn Sie das Gerät einschalten wird zunächst kurz "batt." und die verbleibende
Betriebszeit im Betriebsmodus „Log.“ beim aktuellen Ladezustand des Akkus
angezeigt.
Alle Schalter nach oben! (Auto, tRMS, M3D und On)
Das ist wörtlich zu nehmen! So erhalten Sie ohne weitere Kenntnisse über das Gerät
die ersten brauchbaren Messergebnisse.
Das Display zeigt nun das resultierende (3D) Magnetfeld, die Frequenz-LEDs oberhalb des Displays deren Frequenzzerlegung. Die jeweils dominierende Achse wird
per LED rechts neben dem Display signalisiert. Das war's - keine weiteren Schalter,
Knöpfe, Aktionen.
NFA 1000:
Für eine erdpotentialbezogene Messung des E-Feldes schließen Sie einfach ein
Erdkabel an. Sofort werden die entsprechenden Messwerte und Frequenzen angezeigt. Durch kurzes Drücken der "Mode"-Taste können Sie zwischen dieser Anzeige
und der des 3D- Magnetfelds hin und her wechseln.
Für das dreidimensionale, potentialfreie E-Feld schalten Sie auf E3D und halten
das Messgerät an einer potentialfreien Stange oder stellen es auf eine solche Unterlage. Durch kurzes Drücken der "Mode"-Taste können Sie zwischen dieser Anzeige und der Anzeige der
Z-Achse des Magnetfeldes hin und her wechseln.
NFA 400:
Für eine E-Feldmessung schalten Sie auf Ey. Sie haben zwei Möglichkeiten:
Wenn das Erdkabel angeschlossen und mit dem Erdpotential verbunden ist, messen Sie diese „gegen Erde“
Wenn Sie das Gerät an einer potentialfreien Stange halten oder es auf eine solche
Unterlage stellen, messen Sie diese „potentialfrei“.
Durch kurzes Drücken der "Mode"-Taste können Sie zwischen dieser Anzeige und der des 3D- Magnetfelds
hin und her wechseln.
Das Gerät reagiert anders als erwartet?
Häufige Fragen werden am Ende dieser Anleitung beantwortet (Kapitel 9)!
Hinweis: Die höchste Genauigkeit bei potentialfreier E-Feld-Messung wird ohne das gelbe Silikonholster erreicht.
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2 Übersicht: Bedienelemente
Übereinstimmend zwischen NFA1000 und NFA400
NFA 1000
AC/DC
3D-NF-Analyser
5 Hz - 1000 kHz
Y
Z
Mode
Auto
Band
Freq.
/
X
mV
nT
mG
V/m
M3D
XYZ
E3D
Signal
tRMS
NFA 400: „Ey“
Power
TCO-Band
I
On
II
Hold
Log
Peak
Off
I/O
X
Y
Z
GIGAHERTZ
Mode
R
Made in G er m any
Rec.
12-15 V
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3 LEDs / Display / Ton
3.1 LEDs und Display
Welche Einheit hat der Messwert auf dem Display?
Die Einheit steht neben der grün leuchtenden LED.
Durch ein regelmäßiges, kurzes Aufblitzen wird die Einheit des durch
kurzes Drücken der „Mode >“ Taste wählbaren alternativen Messparameters signalisiert.
Bei sehr großen magnetischen Feldstärken erfolgt die Anzeige uT (Mikrotesla). Dies wird durch die „x 1000“ – LED angezeigt („mal Tausend“, vormals
„Level“ genannt) . Entsprechend zeigt die mV-LED in diesem Fall Volt an. Zur Vermeidung von Irrtümern wechselt die LED Farbe in diesem Falle auf rot und sie beginnt
zu blinken.
Sonder-Displayanzeigen
„Low Batt“: Akku laden!
„Err.“: Steht für „Error“, also „Fehler“. Messtechnisch unsinnige Einstellung: Z.B.
Erdkabel oder Netzteil angeschlossen und zugleich potentialfrei E-Feld-Messung
eingestellt. Andere Schalterkombination wählen!
„----“: Keine zuverlässige Messwertanzeige möglich, Gerät schwingt ein oder der
Messwert ist im Bereich des Eigenrauschens.
„CHAr“: Gerät wird geladen.
(Aus technischen Zwängen wird vorher kurz „FULL“ angezeigt, das ist jedoch zu ignorieren)
„FULL“: Beim Laden wird mit dieser Anzeige das Ende des Ladezyklus angezeigt.
Im normalen Betrieb bedeutet diese Anzeige: Die SD Karte ist voll.
Zeitanzeigen erfolgen als
„XXXd“: XXX Tage („d“ für days) oder
„Xd.XX“: X Tage („d“ für days) und XX Stunden oder
„XX.XX“: XX Stunden und XX Minuten.
„XX.XX“: (mit blinkenden Punkt): XX Minuten und XX Sekunden.
Sie werden beim Einschalten angezeigt und beim Loggen (siehe Kapitel 5.4). Die
Restlaufzeit im Betriebsmodus „On“ ist aufgrund des höheren Stromverbrauchs
(LEDs, Ton, etc.) bis zu 30% kürzer.
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„Status“-LED
Die Status LED signalisiert den aktuellen Betriebszustand nach dem Ampelprinzip:
„Rot“ heißt „Gerät wird geladen“.
„Gelb“ heißt „messen OHNE Aufzeichnung“.
„Grün“ heißt „messen MIT Aufzeichnung“.
In der Schalterstellung „log.“ wird auch diese Status LED ausgeschaltet um Strom zu sparen.
LEDs für die Indikation der Frequenzanteile:
Die Frequenz-LEDs sind farbveränderlich und folgen ebenfalls dem Ampelprinzip.
„16,7 Hz“: Bahnstrom mit erster Oberwelle.
„50/60 Hz“ 1: Netzstrom. Erfasst werden nur die Einzelfrequenzen von 50 Hz und 60 Hz mit ihren jeweiligen Fangbereichen.
1
„100/120 Hz“ : Summe der ersten 4 „geraden“
Oberwellen.
Treten in Haushalten sehr selten auf. Die Frequenz der stärksten Oberwelle ist mit „Freq.“ als Zahlenwert darstellbar.
„150/180 Hz“ 1: Summe der ersten 4 „ungeraden“ Oberwellen.
In vielen Haushalten und fast allen Büros in beachtlichem Umfang zu finden. Die Frequenz der stärksten Oberwelle ist mit „Freq.“ als Zahlenwert darstellbar.
„R < 2kHz“: „Restliche Frequenzen kleiner als 2 kHz“.
Diese LED zeigt nicht das ganze Band an sondern nur die Summe derjenigen Frequenzen unterhalb von 2 kHz,
die nicht durch die LEDs links davon abgedeckt werden.
„> 2 kHz“: Umfasst über das obere TCO-Band hinaus Frequenzen bis zu 1 MHz.
„x 1000“-LED
Leuchtet rot, wenn der angezeigte Messwert in der nächsthöheren Einheit abzulesen
ist.
1
Der NFA detektiert automatisch die relevante Netzfrequenz und passt die Oberwellenindikation an, mit „Freq.“
kann jederzeit die tatsächliche Frequenz angezeigt werden. Die LEDs für 16,7 Hz, Netzstrom und dessen Oberwellen bis 2kHz haben einen angemessenen „Fangbereich“ um auch Netzschwankungen mit zu erfassen.
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Es gibt zwei Anzeigemodi für die Frequenz-LEDs:
2
„Einfach/Ruhig“: Ruhigere Anzeige (=Voreinstellung)
Die LED der stärksten Frequenz leuchtet rot, die der zweitstärksten gelb. Mit
grünen LEDs wird der angezeigte Frequenzbereich bei breitbandiger Darstellung signalisiert.
„Vollständige Info/Unruhig“: Weniger selbsterklärend aber mit mehr Informationen (konfigurierbar mit NFAsoft)
Der Anteil des jeweiligen Frequenzbandes am Gesamtsignal wird angezeigt.
3
Diese Anteile werden dabei wie folgt signalisiert :
ROT
= DOMINIEREND (> 50%)
GELB
= MITTEL (< 50%)
GRÜN = KLEIN (< 10%)
3.2 Tonsignal
Das Tonsignal ist jeweils an die Anzeige gekoppelt und hat eine „GeigerzählerCharakteristik“, d.h. mit stärkerem Signal wird das „Knattern“ schneller.
Bei Einstellung des „Mode“-Schiebeschalters auf „ / “ kann die Lautstärke durch
wiederholtes, kurzes „Klicken“ der Taste „Mode>“ lauter und der Taste „Rec.>“ leiser gestellt werden - solange kein Erdungskabel angeschlossen ist.
Zu Beachten: Für besonders hohe Präzisionsanforderungen sollte das Tonsignal
leise oder ganz ausgestellt werden.
2
Für eine möglichst ruhige LED-Anzeige ist in diesem Modus ein Hochpassfilter zugeschaltet. Mit NFAsoft sind
diese Filter auf 16,7 und 50 Hz konfigurierbar, als subjektiv optimal für den Freihandbetrieb hat sich die Kombination 16,7 Hz für Magnetfelder und 50 Hz für elektrische Felder entpuppt. Elektrische Felder der Bahnstromfrequenz 16,7 Hz sind in Innenräumen äußerst selten und können im „Band“ Modus trotz dieser Voreinstellung
ermittelt bzw. mit NFAsoft separat betrachtet werden.
3
Aus benutzerergonomischen Gründen werden Frequenzanteile, die unterhalb der nominalen Displayauflösung
liegen (< 0,1 V/m oder < 1 nT) nicht mehr per LED angezeigt, allerdings bis zur Rauschgrenze hin aufgezeichnet.
Hysterese: 9/12% bzw. 45/50%.
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4 Schalter / Taster / Buchsen
4.1 Ein- / Ausschalter („Power”)
„On“ = Messen
LEDs und Tonsignal sind aktiviert für optimale Information während der Messung.
„Log“ = Loggen/Langzeitaufzeichnung
Sämtliche LEDs und das Tonsignal sind deaktiviert um den Stromverbrauch für
Langzeitaufzeichnungen zu minimieren. In diesem Modus erreicht das Gerät seine
höchste Genauigkeit.
„Off“ = Gerät abschalten
4.2 Feldauswahl für die 3D Messung
M3D = Magnetfeldmessung (3D)
Der isotrope Punkt befindet sich unter dem auf dem Gehäusedeckel aufgedruckten Koordinatensystem. Die dominierende Achse wird durch die
entsprechende LED rechts neben dem Display signalisiert.
Y
Z
X
XYZ = Achsenanzeige
Beim NFA 1000 wird jeweils diejenige Feldart in den drei Einzelkomponenten angezeigt, von welcher aus der Schalter auf „XYZ“ gestellt wurde. Beim NFA 400 nur die
Einzelkomponenten des Magnetfeldes. Mit der Taste „Mode >“ kann man die Achsen „durchklicken“. Details hierzu und zur zyklischen Darstellung in einer Endlosschleife finden sich im Kapitel 4.9
E3D(NFA1000) / Ey(NFA400) = Potentialfreie E-Feldmessung
Die Feldplattenpaare der X-, Y- und Z-Achse (Richtungen gemäß Aufdruck) befinden
sich jeweils außen im Gerät direkt unter der Gehäuseoberfläche. Für eine sinnvolle
Messung muss das Gerät isoliert aufgestellt oder mit einer isolierenden Stange gehalten werden (Zubehör) und es darf kein Kabel und keine Sonde mit dem Gerät
verbunden sein. Auf dem Display wird „Err.“ angezeigt bis nichts mehr angeschlossen oder auf Magnetfeldmessung umgestellt ist. Die messende Person sollte hektische Bewegungen vermeiden und einen Abstand von mindestens 1,5 m einhalten.
Zur E-Feldmessung gegen Erdpotential Erdungskabel anschließen und
- beim NFA 1000 auf „M3D“ stellen (Umstellung erfolgt automatisch)
- beim NFA 400 auf „Ey“ stellen.
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4.3 Eingänge und Erdanschluss
AC/DC = Kombinierter AC/DC-Eingang
Sobald eine externe Sonde angeschlossen ist, wird automatisch deren
Signal in mV angezeigt und ggf. aufgezeichnet („Mode“-Schalter auf „Auto“).
AC: 2000 Digits entsprechen „1VSpitze-Spitze“4.
DC: +/- 0,1 bis 1500 mV, d.h. bei einem angeschlossenen HF59B im
groben Messbereich (Einstellung auf 1V) werden Messwerte von
1µW/m² bis ca. 30.000 µW/m² aufgezeichnet. Das Display zeigt mV
5
an.
Für die Aufzeichnung von Hochfrequenz merken Sie sich unbedingt die eingestellten
Parameter am angeschlossenen HF-Analyser, da diese nicht mit aufgezeichnet werden! Sie können dafür die Audio-Notiz-Funktion verwenden.
Ein Magneto- und ein Elektrostatiksensor zum Anschluss an diesen Eingang ist optional von uns erhältlich.
= Eingang für Handelektrode
Eingang zum Anschluss einer Handelektrode zur Messung der Körperankopplung
(„Körperspannung“). 4 mm Bananenbuchse. Damit diese angezeigt und aufgezeichnet werden, muss der "Mode" - Schalter auf / stehen und das Erdungskabel
angeschlossen sein.
Dieser Anschluss kann als einziger nicht automatisch erkannt werden (da einpolig!).
= Anschluss für Erdungskabel
Dient zum Anschluss eines Erdungskabels für eine E-Feldmessung gegen Referenzpotential Erde (z.B. gem. TCO). Der Anschluss eines Erdungskabels wird automatisch detektiert und die Anzeige auf die E-Feldmessung gegen Referenzpotential
Erde umgestellt.
Aufnahme für die TCO-konforme Tellersonde auf der
Stirnseite des Geräts
Dient zum Anschluss der optional erhältlichen TCO konformen Tellersonde („TCO3“)
von Gigahertz Solutions.
4
Hinweis: Die AC-Funktionalität ist noch nicht getestet. Die Frequenzzerlegung eines demodulierten, gepulsten
HF-Signals ergibt naturgemäß keine sinnvollen Aussagen.
5
Für alle Messbereiche, auch mit Verstärker oder Dämpfungsglied, bietet NFAsoft eine Umrechnungsfunktion.
Messwerte unter 0,1µW/m² lassen sich aufgrund des Rauschens nicht mehr sinnvoll darstellen oder aufzeichnen.
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4.4 Mode = Auswahl des Messmodus
Mode
Auto
Band
Erschließt im Zusammenspiel mit dem Wahl-Schalter für die Feldart
sowie der Taste "Mode >" alle Mess- und Darstellungsmodi des Geräts. Technisch unsinnige Schalterkombinationen werden dabei
durch „Err.“ auf dem Display angezeigt bis die Schalterstellung korrigiert wird.
erkennt der NFA angeschlossene Sonden
In der Einstellung
und zeigt deren Messwerte an. Wenn nichts angeschlossen ist, wird
/
die eingestellte 3D-Feldart angezeigt. Ein „Klick“ auf die „Mode >“ –
Taste wechselt zwischen diesen beiden Anzeigen. Die jeweils „im
Hintergrund“ gemessene Größe wird durch kurzes Blitzen der entsprechenden Einheiten-LED signalisiert.
Freq.
und
= Anzeige der einzelnen Frequenzbänder
bzw. der exakten Frequenz dieser Frequenzbänder
Die Auswahl der einzelnen Bänder erfolgt durch Klicken der Taste „Mode"6. Details
hierzu und zur zyklischen Darstellung in einer Endlosschleife im Kapitel 4.9.
= Kapazitive Körperankopplung / Lautstärke
/
In dieser Schalterstellung wird das Signal einer angeschlossenen Handsonde in
Millivolt angezeigt. Dazu muss auch das Erdungskabel angeschlossen sein. Zur
Lautstärkeanpassung siehe Kapitel 3.3.
4.5 Signalbewertung
Signal
tRMS
Hold
Peak
peak
tRMS
= true RMS
tRMS = „true Root Mean Square” = „echter Effektivwert”. Die angezeigten / aufgezeichneten Messwerte können direkt mit den baubiologischen Richtwerten verglichen werden.
Dies ist die richtige Standardeinstellung des NFA, auch bei der Aufzeichnung von Spitzenwerten eines angeschlossenen HF-Analysers.
= Spitzenwert
Echte Spitzenwertmessung, d.h. gemessen wird der obere Scheitelpunkt der Welle7.
Die Funktionalität der Spitzenwertmessung ist hier erstmals in einem für die baubio-
6
Wenn mit dem Konfigurationsteil von NFAsoft der 50 Hz Hochpassfilter gesetzt wurde (eventuell als Voreinstellung), so bleibt die 16,7 Hz LED dunkel. Der Filter betrifft jedoch nur die Displayanzeige im Modus „Auto“ und
Aufzeichnung im Kanal „All3D“. Ziel ist die „Beruhigung“ der Displayanzeige. Dennoch können mit „Band“ und
„Freq.“ auch eventuell vorhandene Frequenzanteile bei 16,7 Hz am Gerät aufgerufen werden.
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logische Messtechnik ausreichend empfindlichen Breitbandmessgerät realisiert und
hat noch experimentellen Charakter. In der Hochfrequenz längst als entscheidende
Kenngröße etabliert, eröffnet die Spitzenwertmessung in der NF die-selben „Tugenden“: Kritischere Signalformen, wie beispielsweise durch elektronische Dimmer extrem verzerrte Sinuswellen, werden damit quasi „automatisch“ direkt proportional
zum Grad der Verzerrung kritischer bewertet, als unverzerrte Signale. Auch für die
Bewertung von „Dirty power“ kann die breitbandige Spitzenwertmessung wichtige
Anhaltspunkte liefern.
Hold
= Maximalwert halten („Max hold“)
Bei schwankenden Messwerten wird die maximale Displayanzeige in derjenigen
Signal-Bewertung (tRMS oder Peak) gehalten, von welcher aus der Schalter auf
„hold“ gestellt wurde, ist also wahlweise ein „tRMS hold“ oder ein echter „Peak
hold“. (Das „hold“ bezieht sich nur auf die Anzeige, aufgezeichnet werden selbstverständlich die tatsächlichen Echtzeitwerte.)
4.6 SD-Karte
Hier befindet sich die Aufnahme für die SD Karte. Um einen versehentlichen Auswurf zu vermeiden, muss diese bis innerhalb der Gehäuseaußenkante eingeschoben werden, damit sie einrastet (ggf.
Fingernagel oder Stift verwenden). Zum Entnehmen nochmals eindrücken, so dass sich die Einrastung wieder löst.
Auf der mitgelieferten high-speed SD-Karte (4 GB, SDHC) befinden
sich die aktuellen Version der PC-Software NFAsoft sowie Speicherplatz für mehrere
36-h-Lang-zeitaufzeichnungen.
Die SD Karte wird über ein USB - Kabel oder beim Einschieben in einen entsprechenden Kartenleser Ihres PCs direkt als externes Speichermedium erkannt und
kann als solches mit den Standardfunktionen der Betriebssysteme Windows und
Linux bedient werden. Mit der SD Karte lassen sich Daten bis zu 40 mal schneller
8
übertragen als über das USB-Kabel.
Hinweis: Die SD Karte nicht bei laufendem Gerät entnehmen!
7
Nicht zu verwechseln mit der „Hold“-Funktion, mit welcher bei schwankenden Messwerten die jeweils höchste
Displayanzeige quasi „eingefroren“ wird. Die Frequenzzerlegung bei der (eigentlich breitbandigen) Spitzenwertbetrachtung berücksichtigt keine Phaseninformation, sie ist also quasi eine „worst-case-Betrachtung. Die Toleranzen sind deutlich höher als bei tRMS. Z.Zt. nicht sinnvoll mit der potentialfreien E-Feld-Messung einsetzbar.
8
Um diesen Geschwindigkeitsvorteil auszunutzen muss ihr SD Kartenleser mit „SDHC“ spezifiziert sein. Bei
Computern ab dem Baujahr 2008 ist das standardmäßig der Fall. Für ältere Geräte gibt es preiswerte USB 2.0
bzw. SDHC-Adapter.
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4.7 USB-Buchse
USB 1.0-Buchse zum Anschluss des NFA für die Konfiguration mit
der Software NFAsoft. Verbindung bitte nur bei ausgeschaltetem
Gerät herstellen oder lösen!
4.8 Ladebuchse
Zum Anschluss externer Spannungsquellen:
12-15 V
Externe Spannungsversorgung für den Dauerbetrieb: 12 Volt Batterie/Akku oder DC-Netzteil. Das Gerät wird nicht geladen.
Laden: 15 - 18 Volt Batterie/Akku oder DC-Netzteil. Eine Messung/Aufzeichnung parallel zum Laden ist zwar technisch möglich, jedoch kein spezifizierter Betriebszustand und deshalb nicht zu empfehlen.
4.9 „Mode“ und „Rec.“ - Tasten zur Navigation
und zur Sprachaufzeichnung
Die Tasten „Mode“ und „Rec.“ erschließen im Zusammenspiel mit dem „Mode“ Schalter und dem Wahl - Schalter für die Feldart die umfangreichen Sonderfunktionen des Geräts.
Für das einfache Messen des 3D-Magnetfeldes oder des E-Feldes werden sie nicht
benötigt.
„Mode“ = Wechsel des Anzeigemodus oder
„Schritt vorwärts“
Die Belegung der „Mode“ – Taste ist kontextsensitiv. Wenn der linke „Mode“ Schalter auf „Auto“ steht, erkennt der NFA angeschlossene Sonden und zeigt deren
Messwerte an. Wenn nichts angeschlossen ist, wird die eingestellte Feldart angezeigt.
Ein „Klick“ auf die „Mode >“ – Taste wechselt zwischen beiden Anzeigen. Die
jeweils „im Hintergrund“ gemessene Größe wird durch kurzes Blitzen der entsprechenden Einheiten-LED signalisiert.
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Wenn der linke „Mode“ - Schalter auf „Band“ oder „Freq.“ steht, wird bei einem
Klick auf die „Mode >“ – Taste das nächste Frequenzband ausgewählt (signalisiert durch die entsprechende(n) LED(s)), im Modus „XYZ“ zusätzlich die
Achsen pro Band
Klick auf „Mode >“ und „Rec >“ gleichzeitig: Automatisch werden die Bänder,
Frequenzen und/oder Achsen in einer Endlosschleife nacheinander angezeigt
bis eine der Tasten erneut geklickt wird.
„Rec.“ = Audionotiz diktieren
Solange dieser Taster gedrückt ist wird das interne Mikrofon aktiviert, damit Sie die
Messung kommentieren können. Das Mikrofon ist oberhalb des „Rec.“-Tasters im
Gehäuse montiert (markiert durch das Loch im Gehäusedeckel). Es ist ausreichend
empfindlich, um Sprache auch aus einigen Metern Abstand aufnehmen zu können.
Während „Rec.“ für die Sprachaufzeichnung gedrückt ist, werden diese diktierten
Notizen in einer WAV-Datei aufgezeichnet und zwar parallel zur Messwertaufzeichnung. Diese Audionotizen werden in der Grafik von NFAsoft direkt den jeweiligen
Aufnahmezeitpunkten zugeordnet.
4.10 I/O - Mikrofon / Kopfhörer
Anschlussmöglichkeit für ein Mono-Headset zum Diktieren bzw. Hören der Audioanalyse.
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5 Vorgehen: Messung / Aufzeichnung
5.1 „Live“ - Messung
Selbstverständlich können Sie das Gerät quasi „konventionell" verwenden, also einfach einschalten, gewünschte Messparameter einstellen und Ergebnisse ablesen.
Die Status-LED leuchtet gelb.
Darüber hinaus kann das Gerät sämtliche Einstellungen und die Messwerte aller 4
Kanäle (also die drei Feldachsen und eine weitere Messgröße) auf der SD-Karte mitprotokollieren. Diese Funktion wird aktiviert, indem der „Power“-Schalter kurz auf
„Log.“ gestellt wird und zwar bis die Status-LED gelb leuchtet. Dann wieder zurück
auf „On“ stellen. Zu beachten: Wird das aufzuzeichnende 3D-Feld (M/E) gewechselt,
so wird die Aufzeichnung unterbrochen und eine neue Datei begonnen.
Diese Aufzeichnungen können in Echtzeit mit diktierten Audionotizen versehen werden, welche automatisch dem jeweiligen Messergebnis zugeordnet werden.
Die folgenden Kapitel 5.2 und 5.3 beziehen sich nur auf das NFA 1000.
5.2 Geführte Schlafplatzmessung
(„Neun-Punkt-Messung“)
Die Richtlinie des VDB schlägt bezüglich der elektrischen Wechselfelder eine ausführliche potentialfreie Vermessung von Schlafplätzen an neun Punkten vor (je drei im Kopf-, Rumpf- und Fußbereich, jeweils knapp oberhalb der Matratze, die äußere Kante
des Messgeräts sollte ca. 10 cm von der Bettkante entfernt sein).
Die Messwertaufnahme und Visualisierung wird vom NFA 1000
und NFAsoft effizient unterstützt.
Vorbereitung und Beginn der Messung:
Benutzen Sie eine potentialfreie Teleskopstange (Montagehilfe PM5s) oder den
Messgerätehalter PM1 (mit einer stabilisierende Unterlage, beispielsweise einem
festen Karton oder einem Sperrholzbrettchen)
Schalten Sie den “Power”-Schalter auf "On", wählen Sie „E3D”, „Auto“ und
„tRMS“. (Für Magnetfelder „M3D” wählen)
Halten Sie die “Mode”-Taste gedrückt bis 9Pt angezeigt wird und lassen Sie
dann los. Ein erster Piepser bestätigt die Aktivierung der 9-Punkt-Messung.
Der NFA führt den Benutzer mittels kurzer Tonsignale („Piepser“) durch die neun
Messpunkte. Diese werden immer in der gleichen Reihenfolge „abgearbeitet“ und
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zwar beginnend am Kopfende: Links – Mitte – rechts, dann in der Bettmitte: Links –
Mitte – rechts und desgleichen im Fußbereich.
Die Piepser sind nicht etwa zeitgesteuert, sondern der NFA passt sich an Ihren
persönlichen Arbeitsrhythmus an, indem er „merkt“, ob er bewegt wird oder
nicht9. So können Sie in weniger als einer Minute eine 9-Punkt-Messung abschließen, brauchen sich aber nicht von den Piepsern „durch die Messung hetzen zu lassen“, wenn Sie es etwas ruhiger mögen.
Der Algorithmus ist wie folgt: Nach der Aktivierung (siehe oben) wartet der NFA
auf eine erste Bewegung (… nämlich die Bewegung des Geräts zur ersten Mess10
position: Kopfende links) und erst wenn das Gerät einige Sekunden ruhig an
dieser Stelle verblieben ist (… um einen unverfälschten Messwert aufnehmen zu
können) bestätigt ein zweiter Piepser, dass dieser Messwert abgespeichert wur11
de. Jetzt können Sie ohne Eile zum nächsten Messpunkt übergehen .
Hinweis: Um diesen Algorithmus zu unterstützen, bewegen Sie den NFA eher
ruckartig vom einen zum nächsten Punkt und setzen ihn mit einem kleinen Stoß –
als klares Ende der Bewegung – auf die Unterlage12.
Zur Auswertung der Daten verwenden Sie NFAsoft.
5.3 Geführte Arbeitsplatzmessung
(„Sechs-Punkt-Messung“)
Der NFA und NFAsoft unterstützen auch die Vermessung von
Arbeitsplätzen. Hierbei werden sechs Messpunkte entsprechend
der nebenstehenden Zeichnung aufgenommen. Zur Auswahl der
Arbeitsplatzmessungen halten Sie die „Mode“-Taste gedrückt
bis „6Pt“ auf dem Display erscheint und lassen dann los. Das
weitere Vorgehen erfolgt analog zur oben beschriebenen 9Punkt-Messung und zwar in der Reihenfolge Kopf, Ellbogen, Po,
Hände, Knie und Füße.
5.4 Langzeitaufzeichnung
In der Baubiologie wird üblicherweise das Magnetfeld und zwar als tRMS aufgezeichnet. Die Aufzeichnung des elektrischen Feldes bringt meist wenig Erkenntnisgewinn, stiftet aber oft Verwirrung durch schwer nachvollziehbare Messwerte.
9
Der Zeitraum von Piepser zu Piepser kann, entsprechend Ihrem Arbeitsrhythmus und Ihren Bewegungsmustern
zwischen 3 und bis zu 20 Sekunden betragen.
10
Diese „Verzögerungszeit“ ist mit NFAsoft einstellbar.
11
Der NFA wartet nach jedem Piepser bis zu 20 Sekunden auf eine Bewegung.
12
Auf diese Weise erkennt der NFA deutlicher, ob er in Bewegung oder in Ruhe ist. Bei Verwendung der Teleskopstange bewegen Sie das Gerät nach dem Aufsetzen nicht mehr, bei Verwendung eines Messgerätehalters
ziehen Sie sich nun zügig auf einen Abstand von mindestens1,5 Meter zurück und bewegen Sie sich nicht mehr,
um durch Ihre Bewegung induzierte „Pseudofelder“ zu vermeiden.
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Das Aufzeichnungsintervall des NFA ist auf 10 vollständige Datensätze pro Sekunde
voreingestellt.
Starten der Langzeitaufzeichnung am Gerät
Für eine Langzeitaufzeichnung über mehrere Stunden oder Tage stellen Sie den
„Power“-Schalter auf „Log.“. In diesem Modus sind die LEDs und der Ton abgestellt
um Strom zu sparen und die Langzeitaufzeichnung erfolgt automatisch nach wenigen Sekunden. Die Displayanzeige zeigt in einer Endlosschleife die Logfile-Nummer
(„L...“), die verstrichene Aufzeichnungsdauer und die verbleibende Restlaufzeit bis
der Akku leer oder die SD Karte voll ist. Anzeigeformat: Siehe Kapitel 3.1.
Aufgezeichnet werden diejenigen Parameter, die am Gerät eingestellt sind. Der vierte Messkanal zeichnet bei Einstellung auf M3D automatisch das E-Feld mit auf.
Wenn allerdings am AC/DC-Eingang beispielsweise ein HF-Analyser angeschlossen
ist, dann wird automatisch dieser mit aufgezeichnet.
Gerät „verriegeln“
Damit eine Langzeitaufzeichnung beim Kunden nicht versehentlich zunichte gemacht wird, können Sie das Gerät mit Ihren gewünschten Messeinstellungen „verriegeln“. Dazu wählen Sie die gewünschten Messeinstellungen, entnehmen die SD
Karte, stellen diese mit dem hierfür links oben an der Karte vorgesehenen Mikroschalter auf „lock“ oder „write protect“ und setzen sie wieder ein (keine Sorge: Es
wird trotzdem darauf aufgezeichnet!).
WICHTIG: Bitte nicht vergessen, die SD-Karte nach einer „verriegelten“ Langzeitaufzeichnung wieder zu „entriegeln“.
6 Stromversorgung
6.1 Akkus
Das Gerät ist mit hochwertigen Lithium Ionen Akkus ausgestattet (2 x 3,7 V). Bei voller Ladung ermöglichen diese eine Daueraufzeichnung von 36 h13.
Entscheidend für die Lebensdauer von Lithium Ionen Akkus ist es, eine Tiefentladung unbedingt zu vermeiden. Die Schaltung des NFA verhindert zwar eine Tiefent13
Beachten Sie, dass Li-Ionen-Akkus auch bei optimaler Lagerung bereits nach einem bis zwei Jahren die Nominalkapazität nicht mehr ganz erreichen und eine „Lebenserwartung“ von etwa 250-500 Ladezyklen haben. Wenn,
dann immer beide Akkus gleichzeitig austauschen. Zur Initialisierung der Kapazitätsanzeige einmal komplett
entladen und wieder voll laden. Möglichst kühl lagern!
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ladung im laufenden Betrieb, aufgrund der unvermeidlichen Selbstentladung sollte
das Gerät nie mit „fast leerem“ Akku länger als wenige Wochen gelagert werden.
Also entweder mit geladenem Akku lagern oder – noch besser – Akku entnehmen.
6.2 Laden
Zum Laden verwenden Sie bitte das 15 V Netzteil. Wenn das Gerät ausgeschaltet
ist, wird während des Ladens auf dem Display im Wechsel „CHAr“ und die mit dem
aktuellen Ladezustand erreichbare Gerätelaufzeit angezeigt. Eine Mesung / Aufzeichnung parallel zum Laden ist zwar technisch möglich, jedoch kein spezifizierter
Betriebszustand und deshalb nicht zu empfehlen.
Bei leeren Akkus genügt bereits 1 Stunde Ladezeit um das Gerät für einige Stunden
zu betreiben. Die maximale Laufzeit wird jedoch erst nach ca. 12-15 Stunden Ladezeit erreicht. Das Gerät bricht die Ladung dann automatisch ab und zeigt „FULL“ auf
dem Display.
6.3 Betrieb mit externer Stromversorgung
Verwenden Sie hierzu das 12 V Netzteil. Nach einer Aufzeichnungsdauer von mehr
als der üblichen 24 bis 48 Stunden steigt die Wahrscheinlichkeit eines ungewollten
Abbruchs aufgrund unerwarteter Betriebszustände deutlich an. Längere Aufzeichnungsdauern können also nicht garantiert werden.
Langzeitaufzeichnungen des dreidimensionalen Magnetfeldes und ggf. auch des
AC-Eingangs sind auch bei Netzbetrieb möglich. In diesem Falle sollte das Netzteil
so weit wie möglich vom Messgerät entfernt positioniert werden und ggf. so in eine
Position gedreht werden, dass das resultierende Magnetfeld möglichst gering wird14.
14
Um die Höhe des Störfeldes durch das eigene Netzteil zu bestimmen, gehen Sie folgendermaßen vor:
- Messgerät und Netzteil in den geplanten Positionen ablegen
- Netzteil am Netz und am Gerät anschließen und warten, bis sich die Anzeige eingependelt hat.
- Netzteil vom Messgerät trennen, ohne dessen Position zu verändern. Erneut warten bis sich die Anzeige
eingependelt hat.
Da dieser Vorgang auch mit aufgezeichnet wird, mit Audionotiz kommentieren, damit die Stelle in der Auswertung am PC wieder gefunden wird. Jetzt können eventuelle Störungen jeder Achse einzeln zugeordnet werden
und bei der Auswertung der geführten Messungen berücksichtigt werden.
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7 „NFAsoft“
Die mitgelieferte Software ...
dient zur Auswertung der mit dem NFA aufgezeichneten Daten
zur Konfiguration des NFA gemäß Ihren Gewohnheiten und Präferenzen.
Ein Doppelklick auf das Dateisymbol
öffnet das nebenstehende Fenster. Hier können Sie zwischen dem Pround dem zur benutzergrammteil zur Datenauswertung
spezifischen Konfiguration Ihres NFA
auswählen.
Das Programm wird ständig verbessert. Die aktuellste Version finden Sie auf unserer Website zum Download.
Systemvoraussetzungen
NFAsoft benötigt Windows (ab XP) oder LINUX. Wenn diese auf Ihrem Rechner laufen, so sind alle Systemvoraussetzungen erfüllt. NFAsoft braucht NICHT installiert
zu werden und gewährleistet so eine maximale Kompatibilität, Stabilität und Sicherheit Ihres PC. Einfach doppelklicken und starten!
Virenschutzprogramme ggf. vor dem Öffnen ausschalten, da diese NFAsoft nicht
kennen und daher evtl. sperren oder gar löschen. Anschließend auf deren „whitelist“
setzen (muss evtl. für jede neue NFAsoft-Version wiederholt werden).
SD Kartenleser oder USB-Schnittstelle. Der NFA wird mit „Class 6 SDHC”-SD Karte
ausgeliefert (kann mit Lesegeräten ab ca. 2008 gelesen werden, für ältere Geräte
sind Adapter erhältlich).
7.1 Datenauswertung: Dateitypen
Ein Klick auf den Button
öffnet das eigentliche Programmfenster und ein
Windows-Fenster zur Auswahl der aufgezeichneten Log-Datei. Die folgenden Dateitypen stehen zur Auswahl (die Nummerierung erfolgt fortlaufend und unabhängig
vom Dateityp):
LOG00001.TXT
Logdatei (Langzeitaufzeichnung)
LOG00002.9PM
9-Punkt-Messung (Schlafplatzmessung; nur NFA 1000)
LOG00003.6PM
6-Punkt-Messung (Arbeitsplatzmessung; nur NFA 1000)
REC00004.WAV
Audiodatei (Sprachnotiz).
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7.2 Datenauswertung: Langzeitaufzeichnung
Nach Auswahl der entsprechenden Datei öffnet sich folgendes Fenster:
Im linken Teil „Statistik/Kanäle“ finden sich
statistische Werte zu den verschiedenen
Frequenzen beziehungsweise Frequenzbereichen.
Im rechten Teil findet sich das eigentliche
Diagramm der ausgewählten Messwerte
über der Zeit.
Konvention: Links unter „Kanäle“ werden
immer und in Echtzeit die Werte für den jeweils ausgewählten Zeitachsenabschnitt
des Diagramms angezeigt.
Diagrammfenster
Die Y-Achse hat eine dimensionslose Skalierung. Die Maßeinheit für die Graphen
ergibt sich aus den angegebenen Einheiten im „Statistik/Kanäle“-Fenster. So können im selben Diagramm mehrere Graphen mit unterschiedlichen Einheiten angezeigt werden.
An der Zeitachse stehen unten im Bild die Zeitangaben. In der grauen Fußleiste stehen rechts und links unterhalb des Diagramms die Start- und Endzeit des jeweils zur Darstellung gewählten Ausschnitts. Mit einem
Mausklick auf die Statuszeile unterhalb des Diagramms öffnet sich
ein Fenster zur Einstellung der Start- und Endzeit des darzustellenden Zeitausschnitts (auch über den Menüpunkt „Ansicht“ einstellbar).
Das Diagramm ist gemäß der Aufteilung des Standards baubiologischer Messtechnik eingefärbt
Grün für „keine Auffälligkeit“
Gelb für eine „schwache Auffälligkeit“
Rot für eine „starke Auffälligkeit“
Violett für eine „extreme Auffälligkeit“.
Wenn Sie zwei Kanäle mit unterschiedlichen Einheiten gewählt haben, wird jeweils
die SBM-Einfärbung des in der „Statistik/Kanäle“-Liste fett markierten Kanals angezeigt.
Navigation im Diagramm
Eine Maus mit Scrollrad erleichtert die Navigation ganz erheblich. Bewegen Sie das
Maussymbol in das Diagramm. Die Skalierung der X-Achse wird
beim Scrollen nach oben – eingezoomt (alternativ Pfeiltaste nach oben)
beim Scrollen nach unten – ausgezoomt
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wobei der Mittelpunkt des Zoomens jeweils genau an der momentanen XAchsen-Position der Maus liegt. So können Sie blitzschnell Details aus der Nähe
betrachten.
Im vollständig eingezoomten Zustand kommen Sie nach rechts oder links im Bild,
indem Sie mit der linken Maustaste das Bild einfach in die gewünschte Richtung
schieben. Alternativ mit den Pfeiltasten nach rechts oder links ( → ← ).
Die Skalierung der Y-Achse können Sie über das Menü (unter Ansicht/Y-Skalierung)
auch manuell anpassen.
Kommentare direkt in das Diagramm eingeben
Besonders auffällige Stellen im Diagramm können direkt mit einem Kommentar versehen werden. Dazu einfach an besagte Stelle gehen, rechte Maustaste drücken, in
dem sich öffnenden Fenster den Kommentar eingeben.
Audionotizen anhören
Während der Messung oder Aufzeichnung
diktierte Audionotizen werden im Diagramm
an der entsprechenden Stelle angezeigt.
Zum Abhören einfach anklicken, die Audionotizen wird über den Standard Audio Player des Rechners abgespielt. Im grauen Balken wird der Dateiname in blau sowie eine
Pegelvorschau angezeigt.
Die Audiodatei (wav.) darf nicht umbenannt
werden und muss sich im selben Ordner befinden wie die Langzeitaufzeichnung.
Kanal-/Datenfenster
Durch Klicken auf das Dreieck links neben der Kanalbezeichnung werden diese in
der Grafik dargestellt und deren statistische Auswertung sichtbar.
Ein Klick auf die Kanalbezeichnung lässt den entsprechenden Graph im Diagramm fett werden.
Die oberen fünf Werte sind gängige statistische Werte15. Die Zahlenangabe „Flanken pro Stunde“ ist eine experimentelle Funktion zur Analyse steiler Flanken. Sie
können diese unter dem Menüpunkt „Kanal/Flankenkriterien“ parametrieren.
HINWEIS: Wenn mit dem Konfigurationsteil von NFAsoft der 50 Hz Hochpassfilter
gesetzt wurde (eventuell als Voreinstellung), so betrifft dieser nur die Kanäle „All3D“,
„AllX“, „AllY“ und „AllZ“. Dennoch werden auch eventuell vorhandene Frequenzanteile bei 16,7 Hz im gleichnamigen Kanal aufgezeichnet. In diesem Fall kann es also
sein, dass die Summe aus den frequenzspezifischen Kanälen höher ist, als „All3D“.
15
Das 95. Perzentil wird heuristisch ermittelt. Wenn die mögliche Toleranz mehr als 10 % beträgt, so wird diese
Toleranz als Absolutwert in Klammern mit angegeben.
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Das hellblaue Feld unter den Zahlen zeigt die Häufigkeitsverteilung der MesswertIntensitäten („Histogramm“) dieses Kanals. Sie ist selbstskalierend und liest sich
folgendermaßen:
Ganz links auf der X-Achse ist automatisch der kleinste vorkommende Wert dieses Kanals abgetragen, ganz rechts der größte.
Der höchste Balken („Berggipfel“) markiert den Wertebereich, der am häufigsten
vorkam. Ein sehr kleiner Balken markiert selten vorkommende Werte an der Stelle, die dem jeweiligen Messwert entspricht.
Menüleiste
Aus Standardprogrammen bekannte Funktionen werden nicht extra vorgestellt.
Bearbeiten
„Alles kopieren“: ein Klick befördert die links ausgewählten Kanäle sowie das große
Diagrammfenster, so wie es gerade eingestellt ist, in die Zwischenablage. Von dort
kann es an beliebiger Stelle direkt in Ihr Messprotokolls eingefügt werden.
Entsprechend funktionieren die beiden weiteren Menüpunkte.
Ansicht
„Flankenanzeige“
Über den Menüpunkt Ansicht/Flankenanzeige kann man die Flankenanzeige aktivieren. Die Flankenanzeige erleichtert das Auffinden auffälliger Feldstärkeschwankungen. Sie markiert steile Flanken im Diagramm an, und zwar in den entsprechenden
Farbkodierungen für den markierten Kanal fett, die anderen dünn. So hat man immer
einen Überblick, was in den anderen Kanälen passiert, auch wenn man sich gerade
zum Beispiel auf den 3D-Wert konzentriert. Der Schwellenwert für die Anzeige einer
Flanke lässt sich unter dem Menüpunkt „Kanal/Flankenkriterien setzen“ einstellen
„Zeitbereich setzen“
Es öffnet sich ein Fenster um die Grafik auf bestimmte Zeitausschnitte zu skalieren.
„Y-Skalierung“
Automatisch - die Y-Achse wird automatisch so skaliert, dass der gerade gewählte Ausschnitt der Messwerte optimal dargestellt wird.
Manuell - hier können Sie die Skalierung der Y-Achse manuell einstellen. Das ist
zum Beispiel dann nützlich, wenn Sie sehr kleine Messwerte (beispielsweise über
2 kHz) unterhalb von sehr großen Messwerten genau betrachten möchten.
„Alles“ zoomt die X-Achse wieder vom ersten bis zum letzten aufgezeichneten
Messwert aus. Drücken des Buchstabens „A“ auf der Tastatur bewirkt dasselbe.
Alternativ können die Pfeiltasten die entsprechenden Mausfunktionen übernehmen.
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Kanal
Flankenkriterien setzen (experimentell!)
Diesen Menüpunkt ist eine Neuentwicklung, die Fachleuten die Möglichkeit geben
soll Phänomene von „Dirty Power“, die über die heutige Definition hinausgehen, zu
analysieren und zu diskutieren. Um diesen Menüpunkt benutzen muss zunächst
„Flankenanzeige“ im Menü „Ansicht“ aktiviert werden.
Mit dieser Funktion wird ein Schwellenwert eingestellt, ab welchem eine steile Flanke im Graph in der Flankenanzeige als solche angezeigt wird. Dieser kann für jeden
Kanal einzeln eingestellt werden, wobei sinnvolle Voreinstellungen hinterlegt sind.
Beim Klicken öffnet sich folgendes Fenster:
absoluter Anstieg = Steigerung des Messwerts von
einem auf den nächsten Punkt um mehr als ... nT
relativer Anstieg = Steigerung des Messwerts von
einem auf den nächsten Punkt auf das ... – fache.
Flankensteigung = Anstieg um ... nT / Sek., d.h. bei
einem (hypothetischen) Aufzeichnungsintervall von 1
Sekunde entspricht sie dem „absoluten Anstieg“.
Jedoch ist diese Zahl unabhängig vom Aufzeichnungsintervall, so dass mithilfe dieses Kriteriums
auch Aufzeichnungen mit unterschiedlichen Aufzeichnungsintervallen verglichen werden können.
abs. Schwellenwert = beliebige Anstiege, die über diese Schwelle hinaus gehen.
Das ausgewählte Flankenkriterium wird unter „Kanäle“ mit dem festgelegten Wert
und der resultierenden „Flanken pro Stunde“ angezeigt. Alle Werte und Markierungen werden in Echtzeit für den gewählten Ausschnitt angezeigt, so dass man beim
Einstellen direkt mitverfolgen kann, welche Zahlenwerte welche Veränderung bzgl.
der Anzahl der markierten Flanken bewirken.
Beim Klicken von „ok“ wird das ausgewählte Kriterium und der eingestellte Wert in
die statistischen Werte des Kanals übernommen. Bei erneuter Auswahl des Menüpunkts „Flankenkriterien setzen“ werden wieder die voreingestellen Werte angezeigt. (under construction)
HF-Einheit festlegen
Diese Funktion wird nur angezeigt, wenn „CH 4“ im „Kanäle“-Fenster ausgewählt ist
und die in diesem Kanal aufgezeichneten Daten
von einer externen Quelle stammen (also in mV
aufgezeichnet sind). Bei Auswahl dieses Punkts
öffnet sich das folgende Fenster für die Auswahl
der am HF-Analyser während der Aufzeichnung
eingestellten Schalterstellungen.
nT <> mG
Diese Funktion erlaubt die nachträgliche Umrechnung des ausgewählen Kanals von
Nanotesla in Milligauss und umgekehrt.
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Einheiten umrechnen
Dient dazu, beliebige Größen, die über den AC/DC – Eingang aufgezeichnet wurden,
direkt in der Original-Einheit anzuzeigen. So kann z.B. auch eine HF-Aufzeichnung in
µW/m² oder in V/m angezeigt werden. Dabei wird ein neuer Kanal erzeugt, es gehen
somit keine Daten verloren.
Dieses Fenster wird noch vereinfacht und um häufige Einheiten zur Schnellauswahl
ergänzt.
Kanal umbenennen, Kanal löschen
Erlaubt die Umbenennung oder das Löschen des markierten Kanals.
Kanäle summieren
Die „aufgeklappten“ Kanäle werden summiert („quadratische Addition“) und als neuer Kanal eingefügt. Die Summe aus 100/120, 150/180, R<2kHz und >2kHz wird als
die relevante Parameter für die Bewertung von „Dirty Power“ betrachtet.
Extras
Die ersten Menüpunkte sind bereits an andere Stelle erklärt.
KML-Datei erzeugen
Wird für das in BETA-Stadium befindliche Plugin für die Verknüpfung mit GPSDaten, NFA-Aufzeichnungen und Google Earth benötigt. Bitte erfragen Sie die aktuelle Anleitung per e-mail.
7.3 Datenauswertung: 9-Punkt-Messung / 6-PunktMessung (nur NFA 1000)
Zur Erstellung der grafischen Auswertung doppelklicken Sie bitte die entsprechende
Datei mit der Endung ".9PM”. Die Auswertung erfolgt frequenzspezifisch, wobei zu
beachten ist, dass die Messwerte der Kanäle X, Y und Z sowie “All CH4” von der
Position des Messgeräts abhängen und dass die Farbdarstellung nur eine orientierende Interpolation darstellt. Unter dem Menüpunkt “Bearbeiten” können Sie die
Grafiken, auch einzeln, in Ihr Messprotokoll kopieren. Die Auswertung der 6-PunktMessung erfolgt analog zur 9-Punkt-Messung.
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7.4 Benutzerspezifische
Konfiguration des NFA
Mit diesem Teil von NFAsoft kann ihr NFA benutzerspezifisch konfiguriert werden.
Die Einstellungen werden in dem NFA in der Datei „CONFIG.NFA“ zur Verfügung
gestellt. Der NFA verwendet sie beim nächsten Start automatisch, wenn sie auf der
SD Karte abgespeichert ist.
Für den schnellen Zugriff können mehrere benutzerspezifische Voreinstellungen für
NFAsoft erstellt werden. Dazu die Einstellungen so auswählen, wie gewünscht und
die Schaltfläche „als Voreinstellung für NFAsoft speichern" klicken. Sämtliche Voreinstellung werden in der Datei „NFAsoft.ini“ abgespeichert und stehen NFAsoft zur
Verfügung, wenn sich diese Datei im selben Ordner befindet.
Zur Synchronistation der
Uhrzeit sollte die SDKarte im Gerät über das
USB-Kabel mit dem
Computer verbunden
sein. Die Synchronisation
erfolgt entweder automatisch, sobald „CONFIG.NFA“ auf die SD Karte gespeichert wird, oder
es wird in diesem Moment
die manuell eingestellte
Zeit übertragen.
Wenn der 50HzHochpass gesetzt ist, so
betrifft dieser nur die
breitbandige Anzeige
bzw. Aufzeichnung, um
den Einfluss bewegungsinduzierter Feldanteile zu
reduzieren. Zur vollständigen Information werden
Frequenzanteile von Sinuswellen bei genau 16,7
Hz trotzdem separat aufgezeichnet und sind mit
NFAsoft anzeigbar.
Wenn dieser Filter gesetzt ist, kann es also durchaus sein, dass die summarische
Anzeige „All3D“ kleiner ist als die Anzeige für 16,7 Hz, eben weil der Signalanteil bei
16,7 Hz nicht mit in die Gesamtsumme von „All3D“ eingeht.
Im Übrigen werden die Pegel bei unterschiedlichen Frequenzen „quadratisch addiert“ so dass bei simpler Addition der Einzelpegel ebenfalls ein anderes Ergebnis
als bei „All3D“ herauskommt. (hierzu siehe auch Kapitel 9)
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8 Firmware-Update
16
Die sog. „Firmware“ (Datei: „firmware.nfa“) ist das Betriebssystem des NFA . Ähnlich wie man das vom PC her kennt, wird diese ständig verbessert und kann mit
dem nachfolgend beschriebenen Vorgehen aktualisiert werden.
Vorgehen zum Update:
Die neue „firmware.nfa“ auf Ihre SD-Karte kopieren. Ggf. vorhandene Vorversionen von der
Karte überschreiben. Es darf nur EINE „firmware.nfa“ auf der Karte sein und nicht umbenannt werden.
Die SD Karte verriegeln, indem Sie den Schieber auf der linken Seite der Karte auf „lock“ stellen.
SD-Karte in den ausgeschalteten NFA einstecken.
NFA einschalten. Es erscheint „CodE“ auf dem Display, die Frequenz LEDs wechseln während des Update-Prozesses sukzessive die Farbe von Grün auf Rot. Dann
schalten sich alle LEDs aus, bis auf die Status LED. Sobald diese grün leuchtet ist
der Update-Prozess abgeschlossen.
Während des Update-Prozesses nicht abschalten!
Zum Arbeiten mit der neuen Firmware „Entriegeln“ der Karte nicht vergessen!
Welche Firmware ist auf ihrem NFA aktiv?
Durch Drücken der „Mode“-Taste während des Einschaltens wird kurz die Versionsnummer der aktuell benutzten Firmware angezeigt.
Es sind immer zwei Versionen der Firmware im Speicher des NFA. Um zwischen
beiden Versionen hin und her zu wechseln die beiden Tasten „Mode“ und „Rec.“
beim Einschalten gleichzeitig gedrückt halten.
16
Zur Abgrenzung: Mit „NFAsoft“ kann man über die Datei „CONFIG.NFA“ die Firmware des NFA benutzerspezifisch einstellen. Dies hat nichts mit dem Firmwareupdate zu tun.
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9 Was tun, wenn…
Antworten auf häufige Fragen zum NFA1000
Stellen Sie sicher, dass Sie immer die aktuellste Firmware verwenden!
Das Gerät reagiert nicht auf Umschaltung oder Tastendruck.
SD-Karte entriegeln! (Mikro-Schiebeschalter
links an der SD-Karte nach oben schalten)
Neustart: Alle Schalter nach oben – ausschalten - einschalten.
RESET: Batteriefach öffnen, die beiden Batteriestecker
lösen, nach etwa 1 Minute Batterien wieder einlegen und
wieder einschalten.
Es erfolgt keine Aufzeichnung (Status LED wird nicht grün).
SD-Karte einführen oder entriegeln! (Mikro-Schiebeschalter
links an der SD-Karte nach oben schalten).
Es ist keine Langzeitaufzeichnung über mehrere Stunden oder Tage möglich.
Lösung 1: Führen Sie einen Firmwareupdate durch.
Lösung 2: Auf der SD Karte ist ein Dateisystemfehler. In diesem
Fall die „guten“ Dateien sichern und die Karte neu formatieren.
(„Schnellformatierung“ oder einfaches Löschen genügt nicht).
Vorsicht: Windows XP formatiert die SD-Karten nicht normgemäß (Vista und
Windows 7 sind ok). XP-Benutzer können direkt vom SD-Konsortium ein normgemäßes Formatierungstool herunterladen:
http://www.sdcard.org/consumers/formatter_3/SDFormatterEN2905.zip
Die Messung des elektrischen Feldes gegen Erdpotential
ist nicht möglich.
Der Wahlschalter für die Feldart muss auf „M3D“ stehen, dann
wird automatisch das erdpotentialbezogene elektrische Feld
angezeigt, sobald man einen Erdkabel einsteckt. Mehr hier zu
der Kurzanleitung ganz am Anfang dieser Broschüre.
Das Gerät verfügt über Messkanäle, die immer parallel arbeiten. Drei davon werden
für die 3D-Messung benötigt, der vierte erfüllt die gewählte andere Messaufgabe.
Das Gerät schaltet sich nach einer Viertelstunde ab.
Mit NFAsoft können Sie die Zeitspanne bis zur automatischen
Selbstabschaltung verändern.
(Selbstabschaltung ist bei Aufzeichnung deaktiviert!)
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Die Summe aus den frequenzspezifischen Kanälen
ist höher als der Wert unter „All3D“
Die Pegel bei unterschiedlichen Frequenzen werden „quadratisch addiert“ so dass bei simpler Addition der Einzelpegel ein
höheres Ergebnis herauskommt als bei „All3D“.
Beispiel: 500 nT bei 16,7 Hz +1000 nT bei 50 Hz
ergibt bei einfacher Addition 1500 nT
bei quadratischer Addition (= „All3D“) allerdings nur 1118 nT
Die 16,7 Hz LED leuchtet nicht, obwohl mit „Band“ oder
„Freq.“ Messwerte bei dieser Frequenz angezeigt werden
Wenn mit dem Konfigurationsteil von NFAsoft der 50 Hz Hochpassfilter gesetzt wurde (eventuell als Voreinstellung), so bleibt
die 16,7 Hz LED dunkel. Der Filter betrifft jedoch nur die Displayanzeige im Modus „Auto“ und Aufzeichnung im Kanal
„All3D“. Ziel ist die „Beruhigung“ der Displayanzeige. Dennoch
können mit „Band“ und „Freq.“ auch eventuell vorhandene
Frequenzanteile bei 16,7 Hz am Gerät aufgerufen werden.
NFAsoft zeigt Messwerte bei 16,7 Hz an, obwohl der 50 Hz
Hochpass gesetzt ist
und
die Summe aus dem Kanal 16,7 Hz und den anderen
Kanäle höher als der Wert unter „All3D“
Wenn mit dem Konfigurationsteil von NFAsoft der 50 Hz Hochpassfilter gesetzt wurde (eventuell als Voreinstellung), so betrifft
dies nur die Kanäle „All3D“, „AllX“, „AllY“ und „AllZ“, dennoch
werden auch eventuell vorhandene Frequenzanteile bei 16,7 Hz
im gleichnamigen Kanal aufgezeichnet. In diesem Fall kann es
also durchaus sein, dass die Summe aus allen
frequenzspezifischen Kanälen höher ist, als „All3D“.
Der NFA wurde mit NFAsoft benutzerspezifisch
konfiguriert, NFAsoft zeigt beim nächsten Öffnen
aber wieder die ursprünglichen Werkseinstellungen.
Die Datei „CONFIG.NFA“ auf der SD-Karte überträgt benutzerspezifische Konfigurationen auf den NFA. NFAsoft kann diese
Datei nur schreiben, nicht lesen. Sie können mit NFAsoft also
nicht „nachschauen, welche Einstellungen der NFA hat“ sondern diesen nur neue Einstellungen „mitteilen“.
Sie können sich häufig verwendete Voreinstellungen in ein
„Dropdown-Menü“ unter NFAsoft abspeichern.
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Welche Datei dient wozu und wo wird sie gespeichert?
„CONFIG.NFA“ -> Benutzereinstellungen des NFA -> SD-Karte
„NFAsoft.ini“ -> Voreinstellungen für NFAsoft -> selber Ordner
wie NFAsoft
„FIRMWARE.NFA“ -> Betriebssystem des NFA -> SD-Karte
9-Punkt-Messung des elektrischen Feldes („E3D“) …
… im (fast) feldfreien Raum: Die rote LED geht mal an, mal aus
und das in unterschiedlichen Frequenzbändern
In minimalen Feldern ist die Anzeige der dominierenden Frequenz reine Stochastik.
… im (fast) feldfreien Raum ergibt sich dennoch eine Anzeige
Die Einstellung „Peak“ funktioniert nicht in Kombination mit
„E3D“ und einer Aufzeichnung (der Schreibvorgang auf die
SD-Karte erzeugt periodische Spitzen von 10-20 V/m).
Bei Verwendung an der Teleskopstange: Möglicherweise handelt es sich um bewegungsinduzierte Felder oder wechselnde
elektrostatische Felder durch Reiben an der Teleskopstange.
Lösung: In Konfigurationsteil von NFAsoft können Sie Hochpassfilter bei 16 Hz oder 50 Hz setzen. Diese unterdrücken den
größten Teil dieser „Pseudofelder“, der 50 Hz Filter naturgemäß
noch stärker als der 16 Hz Filter. Eine in der baubiologischen
Praxis bewährte Einstellung ist es, den 16 Hz Filter für das
Magnetfeld und den 50 Hz Filter für das elektrische Feld zu setzen. Der Grund ist, dass bezüglich des Bahnstroms das elektrische Feld im Haus meist nicht so stark beeinflusst ist.
… im (fast) feldfreien Raum und bei Verwendung des PM1 zeigt
die Auswertung mit NFAsoft an zumeist nur einem einzigen
Punkt dennoch einen hohen Messwert insbesondere im Kanal
„R<2k“, der in einer „normalen“ Messung nicht auftritt.
Das sind fast immer „Pseudo-Felder“, die durch Bewegung oder Elektrostatik in der Umgebung des Messgerätes erzeugt
wurden (zum Beispiel durch die sich vom Messpunkt wegbewegende Person). Eine detaillierte Anleitung zur Durchführung
einer verfälschungsfreien Messung finden Sie im Kapitel 5.2.
Solche Pseudowerte können nachträglich gegebenenfalls aus der Grafik entfernt
werden, indem die .9PM-Datei mit einem Texteditor geöffnet und der entsprechende
Zahl durch den „0,0“ ersetzt wird.
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Erdkabel: Stecker fällt aus der Buchse oder es gibt einen
Wackelkontakt.
Stecker ist zu weit in die Isolierung geschraubt, so dass
es keinen Kontakt gibt.
Lösung: Mittelkontakt mit einer
Zange festhalten und Isolierung
etwas zurückschrauben
FALSCH
RICHTIG
Schlieren und „Kratzer“ auf der Displayfolie?
Um eine hochauflösende, potentialfreie E-Feldmessung zu gewährleisten, musste über des eigentlichen Display eine hochempfindliche, metallbedampfte Folie montiert werden. Die genannten optischen Mängel sind leider nicht ganz zu vermeiden.
Viele sehr kleine TXT-Dateien auf der SD-Karte?
Lösung 1: Sie haben die Option „dauernd loggen“ aktiviert, was
dazu führt, dass nicht nur in der Schalterstellung „Log", sondern bei jedem Einschalten eine neue Datei angelegt wird, und
folglich auch bei jedem Umschalten, auch im „normalen“
Messmodus.
Lösung 2: Auf der SD Karte ist ein Dateisystemfehler. In diesem
Fall die „guten“ Dateien sichern und die Karte neu formatieren.
(„Schnellformatierung“ oder einfaches Löschen der Dateien genügt nicht!).
Vorsicht: Windows XP formatiert die SD-Karten nicht normgemäß (Vista und
Windows 7 sind ok). XP-Benutzer können unter fowir lgendem Link ein normgemäßes Formatierungstool herunterladen:
http://www.sdcard.org/consumers/formatter_3/SDFormatterEN2905.zip
Eine vorhandene Audionotiz wird nicht im Diagrammfenster von NFAsoft angezeigt.
Die Audiodatei (.wav) darf nicht umbenannt werden und muss
sich im selben Ordner befinden wie die Langzeitaufzeichnung.
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Hersteller / Manufacturer / Fabricant / Fabricante:
Gigahertz Solutions GmbH
Am Galgenberg 12
90579 Langenzenn
Germany
Tel : +49 (9101) 9093-0
Fax : +49 (9101) 9093-23
www.gigahertz-solutions.de
… .com / ... .fr / … .es / ... .it
Ihr Partner vor Ort / Your local partner
Votre partennaire local / Su socio local:
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