Bedienungsanleitung BMGZ650A eichfähig - Im

Bedienungsanleitung BMGZ650A eichfähig - Im
Bedienungsanleitung BMGZ 650A
Digitale eichfähige Förderbandwaage
Version 1.10 08/05 lm
Firmware Version 2.10
Hardware Rev. D
Diese Bedienungsanleitung ist auch in englisch erhältlich.
Bitte kontaktieren Sie die Vertretung im zuständigen Land.
This operation manual is also available in English.
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Bedienungsanleitung BMGZ650A
1 Sicherheitshinweise
1.1 Darstellung
a) Grosse Verletzungsgefahr für Personen
Gefahr
Dieses Symbol weist auf ein hohes Verletzungsrisiko für Personen hin. Es muss zwingend
beachtet werden.
b) Gefährdung von Anlagen und Maschinen
Warnung
Dieses Symbol weist auf eine Information hin, deren Nichtbeachtung zu umfangreichen Sachschäden führen kann. Die Warnung ist unbedingt zu beachten.
c) Hinweis für die einwandfreie Funktion
Hinweis
Dieses Symbol weist auf eine Information hin, die wichtige Angaben hinsichtlich der Verwendung enthält. Das Nichtbefolgen kann zu Störungen führen.
1.2 Liste der Sicherheitshinweise
Die Funktion der Förderbandwaage ist nur mit der vorgesehenen Anordnung der Komponenten zueinander gewährleistet. Andernfalls können schwere Funktionsstörungen
auftreten. Die Montagehinweise auf den folgenden Seiten sind daher unbedingt zu befolgen.
Die örtlichen Installationsvorschriften dienen der Sicherheit von elektrischen Anlagen.
Sie sind in dieser Bedienungsanleitung nicht berücksichtigt. Sie sind jedoch in jedem
Fall einzuhalten.
Schlechte Erdung kann zu elektrischen Schlägen gegen Personen, Störungen an der Gesamtanlage oder Beschädigung der Auswertelektronik führen! Es ist auf jeden Fall auf
eine gute Erdung des Gehäuses zu achten.
Bei der Version für 110V resp. 230V führen einige Kontakte 110V resp. 230V Spannung! Lebensgefahr! Vor Öffnen des Gehäuses Stromversorgung unterbrechen!
Die Funktion der Förderbandwaage ist nur mit der vorgesehenen Anordnung der Komponenten zueinander gewährleistet. Andernfalls können schwere Funktionsstörungen
auftreten. Die Montagehinweise auf den folgenden Seiten sind daher unbedingt zu befolgen.
2
Bedienungsanleitung BMGZ650A
Inhalt
1
Sicherheitshinweise ................................................................................... 2
1.1 Darstellung
1.2 Liste der Sicherheitshinweise
2
3
4
6
Einleitung
Ablauf der Eichprüfung
Eichbedingungen, Eichprüfung
Wichtige Punkte
6
6
6
7
Systembeschreibung................................................................................ 10
6.1
6.2
6.3
6.4
6.5
7
8
6
Auflagen, Richtlinien, Normen, Eichprüfung ........................................ 6
5.1
5.2
5.3
5.4
6
2
Begriffe ....................................................................................................... 5
Systembestandteile .................................................................................... 5
Genauigkeitsklasse .................................................................................... 6
4.1 Definition Klasse 2
4.2 Beschränkungen
5
2
Funktionsweise
Messrolle
Auswertelektronik
Externe Anzeigen
Blockschema
10
10
11
11
11
Abmessungen ........................................................................................... 12
Installation und Verdrahten .................................................................. 15
8.1 Einbaulage
8.2 Montage der Messrolle
8.3 Montage der Auswertelektronik
8.4 Montage des Schalttafeleinbaugehäuses (BMGZ 650A.S)
8.5 Anschluss des Verbindungskabels
8.6 Klemmenplan
8.7 Anschluss der Spannungsversorgung
8.8 Anschlussschema der RS232 Schnittstelle
8.9 Anschlussschema externe Anzeigen
8.10 Anschluss der digitalen Ein- und Ausgänge
3
15
17
19
19
20
21
22
22
23
23
Bedienungsanleitung BMGZ650A
9
Bedienung................................................................................................. 25
9.1
9.2
9.3
9.4
9.5
9.6
9.7
10
Betriebswerte
Betriebswert Identifikation
RS232 Schnittstellen Befehle / Status
Konfiguration der RS232 Schnittstelle
Parameterliste System
Parameterliste Anwendung
Parametrierung schematische Übersicht
Erklärung der Parameter
GSD Datei
BMGZ650A.P DP Slave Funktionsbeschreibung
Initialparameter
Konfiguration
Funktionscode
27
27
28
28
29
29
30
30
31
32
36
37
43
44
45
45
45
45
46
46
Fehlersuche .............................................................................................. 47
Ersatzteilliste............................................................................................ 48
16.1 Zusammenstellung flache Messrolle
16.2 Zusammenstellung gemuldete Messrolle
16.3 Stückliste
17
27
PROFIBUS Schnittstellenbeschreibung ............................................... 45
14.1
14.2
14.3
14.4
14.5
15
16
26
Schnittstelle PROFIBUS......................................................................... 44
13.1 Verdrahtung von PROFIBUS Datenkabel
13.2 Einstellen der PROFIBUS Adresse
14
26
Kalibrierung ............................................................................................ 36
12.1 Vorgehen für die Kalibrierung
12.2 Parameterliste Kalibrierung
12.3 Service-Modus 1
13
25
Parametrierung ....................................................................................... 30
11.1
11.2
11.3
11.4
12
25
Serielle Schnittstelle (RS232) ................................................................. 28
10.1
10.2
10.3
10.4
11
Ansicht des Bedienpanels
Schematische Übersicht Haupt-Bedienebene
Eingabe der anlagenspezifischen Parameter
Nullstellung
Abwägen einer Charge (manuell)
Abwägen einer Charge (automatisch)
Bedienung des Druckers (Option)
48
49
50
Technische Daten .................................................................................... 51
4
Bedienungsanleitung BMGZ650A
2 Begriffe
Messunsicherheit: Jedes Messinstrument hat eine gewisse Ungenauigkeit, die jedoch in
einem kleinen, definierten Toleranzbereich liegt. Diese Abweichung des Messwertes vom
tatsächlichen Wert wird als Messunsicherheit bezeichnet.
Messgenauigkeit: Verhält sich umgekehrt zur Messunsicherheit: Steigt die Messunsicherheit, sinkt die Messgenauigkeit und umgekehrt.
Kraftmesslager: Messelement, welches die Belastung der Messrolle mit Hilfe von
Dehnmessstreifen (DMS) in elektrische Signale umsetzt.
Initiator: Induktiver Distanzsensor zum verschleissfreien, berührungs- und kontaktlosen
Schalten.
3 Systembestandteile
Die Förderbandwaagen BMGZ650 bestehen aus folgenden Komponenten (siehe auch
Bild 1):
Messrolle
• Zur elektrischen Erfassung von Rollenbelastung und Bandgeschwindigkeit
• Flache oder gemuldete Messrollen
• Einfacher Einbau auch in bestehende Systeme dank universeller Montageelemente
• Alle Teile sind voll verzinkt
Auswertelektronik
• Für die Speisung der Aufnehmer und Verstärkung des Messsignals
• Mit Bedienpanel für die Parametrierung
• Anschlussmöglichkeiten für externe Anzeigen
• Digitale Ein- und Ausgänge für erweiterte Steuerfunktionen
• Schnittstelle RS232
• Schnittstelle PROFI-BUS®
Externe Anzeigen
• Fernzähler zur Anzeige des Chargenwertes
• Analoginstrument zur Anzeige der momentanen Förderleistung
Externer Drucker
• Zum Ausdrucken von Chargenwerten oder Tagesleistungen
• Angesteuert über RS232 Schnittstelle
(Kursive Komponenten als Option)
5
Bedienungsanleitung BMGZ650A
4 Genauigkeitsklasse
Die BMGZ650A ist in für die Genauigkeitsklasse 2 zugelassen.
4.1 Definition Klasse 2
Fehlergrenzen bei Förderstärken von 20% bis 100 %:
a) Max. Fehler bei der Eichprüfung (bei Inbetriebnahme / Eichung): +/- 1 % der jeweiligen
Fördermenge
b) Max. Fehler in Betrieb (Verkehrsfehler): +/- 2 % der jeweiligen Fördermenge
Die Prüfmenge für die Justage und die eichamtliche Abnahme entspricht der „kleinsten Abgabemenge“.
4.2 Beschränkungen
Waagen der Genauigkeitsklasse 2 dürfen nur zum Wägen von Sand, Kies, Abfällen und Abbruchmaterial verwendet werden.
5 Auflagen, Richtlinien, Normen, Eichprüfung
5.1 Einleitung
Diese Zusammenstellung enthält eine Zusammenfassung der wichtigsten Auflagen, Richtlinien von zutreffenden Normen und Herstellerempfehlungen für den Bau, die Prüfung und den
Betrieb von eichfähige Förderbandwaage des Typs BMGZ650A.
5.2 Ablauf der Eichprüfung
Zur Durchführung der Eichprüfung werden folgende Dokumente vor Ort benötigt:
- Bauartzulassung
- Bedienungsanleitung
Die Durchführung der Eichung wird durch den Kunde beantragt. Die Eichkosten werden
durch den Kunden getragen.
FMS-AG empfiehlt Kunden vorgängig mit dem Eichmeister den gesamten Prüfablauf und die
benötigten Vorkehrungen / Mittel abzuklären.
Bei der Eichprüfung werden Kontrollwägungen vom gewogenen Material durchgeführt. Eine
verlustfreie Aufgabe oder Abnahme vom Material muss gegeben sein. Die Kontrollwägung
hat auf einer geeigneten Prüfwaage zu erfolgen. Diese ist mit dem Eichmeister vorgängig abzuklären.
5.3 Eichbedingungen, Eichprüfung
Die Prüfmenge ist die „kleinste Abgabemenge“ (OIML R50-1, Nr. 2.3). Sie darf nicht grösser sein als die Menge, die mit noch vertretbarem Aufwand bei der Eichprüfung bewältigt
werden kann. Die örtlichen Gegebenheiten hinsichtlich der zur Verfügung stehenden Kontrollwaage sowie das Fassungsvermögen der üblichen Transportbehälter und Fahrzeuge müssen berücksichtigt werden.
6
Bedienungsanleitung BMGZ650A
Die „kleinste Abgabemenge“ ist gleich der grössten Menge, die sich aus den nachfolgenden
3 Bedingungen errechnet:
- Voller Gurtumlauf bei maximaler Förderstärke oder
- 2 % der in einer Stunde bei max. Förderstärke abgewogenen Menge oder
- 200 Ziffernschritte der Messwert-Anzeige, siehe OIML 2.3
Die Justage und Eichprüfung der Förderbandwaage am Aufstellungsort muss einfach und sicher mit Original-Schüttgut durchgeführt werden können. In der Nähe der zu prüfenden Förderbandwaage muss eine Kontrollwaage vorhanden sein. Die Fehlergrenze dieser Waage darf
max. 1/5 der Fehlergrenze der Bandwaage betragen. Bei der Entnahme und beim Transport
der Prüfmenge darf kein Schüttgut verloren gehen. Die Prüfungen sind unter normalen Verwendungsbedingungen zwischen 20 % und 100% der maximalen Förderstärke durchzuführen. Je Förderstärkenwert sind mindestens 2 Werte innerhalb der Fehlergrenze zu erreichen.
Die bei der Prüfung verwendete Schüttgutmenge muss mindestens der „kleinste Abgabemenge“ entsprechen. Die Gewichtskontrolle der Schüttgutmenge kann vor oder nach Durchlauf
der Förderbandwaage erfolgen. Die Voraussetzungen für die Prüfung mit Material sind bauseits vorzusehen.
5.4 Wichtige Punkte
5.4.1 Aufstellung der Förderbandwaage
Das Förderband muss auf einem festen und ggf. frostsicher fundamentierten Untergrund stationär oder fahrbar auf Schienen aufgestellt sein um einen schwingungsfreien Betrieb der Förderbandwaage zu gewährleisten (OIML R50-1 / Prüfstelle-Auflage).
5.4.2 Wechsel vom Aufstellungsort
Bei Wechsel des Aufstellungsortes des Bandförderers ist die Waage zu kontrollieren und gegebenenfalls neu zu eichen. (Prüfstelle Forderung).
5.4.3 Veränderungen am Förderband oder an der Waage
Folgende Änderungen am Förderband oder an der Waage bedingen eine Eichung der Waage:
- Auswechseln von benachbarten Tragrollen
- Auswechseln des Fördergurtes
- Änderung der Bandsteigung
5.4.4 Schutz gegen Witterung
Bei Aufstellung des Gurtförderers im Freien ist bauseits im Bereich der Waage ein Schutz
gegen Witterungs- und Windeinflüsse vorzusehen (Empfehlung FMS-AG)
5.4.5 Gurtspanneinrichtung
Die Gurtspannung muss konstant sein und u.a. frei von Temperatur- Abnützungs- und Belastungseffekten gehalten werden. Das Förderband muss mit einer Gewichts-Spannvorrichtung
versehen sein. Der Umschlingungswinkel der Spannrolle durch das Förderband muss mindestens 90° betragen (OIML R50-1 / Prüfstelle-Auflage)
5.4.6 Max. Gurtlänge
Die abgewickelte Gurtlänge sollte nicht grösser als 100m werden (Empfehlung FMS-AG)
7
Bedienungsanleitung BMGZ650A
5.4.7 Gurtreinigung
Der Bandförderer muss bei haftendem Schüttgut mit einer wirksamen Reinigungseinrichtung
(z. B. Abstreifer) versehen sein, wobei eine Beeinflussung des Wägebetriebes nicht eintreten
darf (OIML R50-1)
5.4.8 Gurt- und Materialführung
Die Bandführung muss ein seitliches Abwandern des Gurtes verhindern. Evtl. nötige seitliche
Führungsrollen dürfen nicht im Bereich der Wägestrecke eingebaut werden, ebenso nicht Materialführungen (Empfehlung FMS-AG).
5.4.9 Beruhigungsstrecke
Die Messstrecke sollte möglichst nahe bei der Materialaufgabe sein, jedoch muss sichergestellt werden, dass das Material auf der Messstrecke „beruhigt“ ist, d.h. das Material darf sich
nicht verschieben und nicht schwingen (Vorschrift FMS-AG).
5.4.10 Einbauort
Die Förderbandwaage ist möglichst weit entfernt von der Antriebstrommel zu montieren damit Gurtspannungseinflüsse minimiert werden. Die Förderbandwaage darf nur in einem gerade geführten Bandstück mit konstanter Muldung montiert werden (Empfehlung FMS AG).
5.4.11 Rollenabstand bei der Messstrecke
Der Rollenabstand für die Messstrecke wird anhand der Spezifikationen durch FMS-AG vorgegeben und muss eingehalten werden. Diese Stecke liegt üblicherweise im Bereich
0.5 bis 2 m. (Vorschrift FMS-AG)
Die Messstrecke muss mindestens 3-4 Bandbreiten von der Entmuldungs-Strecke entfernt
sein (Empfehlung FMS-AG).
5.4.12 Benachbarte Tragrollen
Es müssen mindestens je zwei Tragrollen vor und hinter den Messrolle mit der Messrolle in
einer Ebene liegen. Die Messrolle und jeweils die erste Tragrolle vor und hinter der Waagenbrücke müssen gegen Verschieben gesichert und mit der Fabriknummer der Waage gekennzeichnet sein. Sind die Durchmesser der genannten Rollen nicht gleich, so müssen diese Rollen gegen Abnahme gesichert werden (Vorschrift Prüfstelle).
5.4.13 Rundlauf benachbarte Tragrollen
Die benachbarten Tragrollen müssen ein präzisen Rundlauf aufweisen um Schwingungen des
Förderbandes zu verhindern ( Vorschrift FMS-AG)
5.4.14 Bandsteigung
Das Band muss geradlinig sein (horizontal oder mit einer konstanter Steigung). Die Maximalsteigung ist Materialabhängig und darf nicht zu gross sein, um so Eigenbewegung des Materials auszuschliessen (OIML R50-1, Eichforderung)
5.4.15 Bandentleerung
Jede Wägung muss mit leerem Band beginnen und enden (OIML R50)
8
Bedienungsanleitung BMGZ650A
5.4.16 Nullstellen der Waage
Die Waage muss nach dem Einschalten und dann wenigstens alle 3 Stunden nullgestellt werden.
Dieser Vorgang läuft bei der BMGZ650A nach Tastendruck während der Zeit von
2 Gurtumläufen vollautomatisch ab.
5.4.17 Reversierbare Bänder
Bei Reversierbändern gilt die Eichung der Waage nur für die Förderrichtung, bei der die Eichung durchgeführt wurde. Die Eichung kann nur für eine Richtung erfolgen (Eichforderung).
5.4.18 Rücklaufsperre des Bandes
Bei ansteigenden Gurtförderern muss eine Doppelwägung durch zurücklaufendes Band beim
Abschalten des Gurtförderern ausgeschlossen sein (Rücklaufsperre).
5.4.19 Ausfallsignal
Wenn die Wägeeinheit abgeschaltet wird oder ausfällt, muss das Förderband angehalten oder
ein akustisches oder optisches Signal ausgegeben werden (Prüfstelle Auflage).
FMS stellt dazu an der Elektronik ein digitalen Ausgang (Waage OK) zur Verfügung.
Das Relais 6 „BMGZ OK“ (Klemmen 219/220) ist immer geschaltet, falls die Auswertelektronik eingeschaltet ist und kein Fehler ansteht. Der Betreiber muss sicherstellen, dass wenn
dieses Relais abfällt das Förderband angehalten wird oder ein akustisches oder optisches Signal ausgegeben wird (Prüfstelle Vorschrift).
9
Bedienungsanleitung BMGZ650A
6 Systembeschreibung
Total
Charge
28 t
6.175 t
Bild 1: Prinzipschema der Förderbandwaagen BMGZ650A
Nullstellung
Q < 20% Qmax
Q > Qmax
Parameter
B650019d
6.1 Funktionsweise
Die Förderbandwaagen der Reihe BMGZ650A arbeiten nach dem Prinzip:
Förderleistung = Gewicht x Geschwindigkeit
Die Messrolle misst die Traglast auf dem Förderband und die Bandgeschwindigkeit. Diese Informationen werden an die Auswertelektronik übermittelt, welche die momentane Förderleistung, das Chargengewicht und den Tagesdurchsatz berechnet. Bei Verwendung eines Druckers kann die geförderte Menge jederzeit auf einem Chargenprotokoll ausgedruckt werden.
6.2 Messrolle
Die Messrolle ist zwischen zwei Tragrollenstationen unter dem Gurt angebracht. Die in der
Form dem Band angepasste Rolle ist beidseitig auf FMS Kraftmesslager abgestützt. Dadurch,
dass die Messlager die Kraft direkt am Entstehungsort aufnehmen und in Bandlaufrichtung
keine Empfindlichkeit aufweisen, sind Führungsgestänge zur Kraftentkopplung unnötig.
Die Messung der Bandgeschwindigkeit erfolgt mit zwei Impulsgebern, die in einem der
Kraftmesslager integriert sind.
Ein Kraftmesslager ist mit einem Temperaturfühler ausgerüstet. Damit können Temperaturschwankungen automatisch erfasst und temperaturbedingte Änderungen der Wiegecharakteristik automatisch kompensiert werden.
Die wartungsfreie, robuste und kompakte Konstruktion garantiert somit Unempfindlichkeit
gegen Temperaturschwankungen sowie grosse Zuverlässigkeit und Langlebigkeit.
10
Bedienungsanleitung BMGZ650A
6.3 Auswertelektronik
Die Auswertelektronik enthält einen Mikroprozessor zur Steuerung aller Abläufe, die hochstabile Speisung für die Kraftmesslager und zwei Messwertverstärker für die Messsignale der
Kraftmesslager und des Temperaturfühlers. Weiter sind die Tasten und ein 2x16 ZeichenDisplay in die Front der Elektronik integriert. Alle Eingaben werden ausfallsicher in einem
EEPROM gespeichert. Die Auswertelektronik verfügt über keine Jumper oder Trimmer, um
möglichst gutes Langzeit- und Temperaturverhalten zu gewährleisten.
Mit den digitalen Ein- und Ausgängen können auch erweiterte Steuerfunktionen (z.B. Dosiervorrichtungen) realisiert werden.
Die Förderbandwaage BMGZ650A unterstützt eine RS232-Schnittstelle. An die RS232Schnittstelle kann z.B. ein Leitrechner (PC) angeschlossen werden um sämtlich Betriebswerte
zu lesen. Es kann nur entweder ein Drucker oder der PC mit der RS232 betrieben werden!
Weitere Option ist eine Profibus-Schnittstelle.
6.4 Externe Anzeigen
An die analogen Ausgänge können Analoginstrumente zur Anzeige der momentanen Förderleistung angeschlossen werden. An die digitalen Impuls-Ausgänge (Relais) können Fernzähler zur Anzeige der Chargenwerte angeschlossen werden.
6.5 Blockschema
Bild 2: Blockschema Förderbandwaage BMGZ650A
11
B650020d
Bedienungsanleitung BMGZ650A
7 Abmessungen
Bild 3: Abmessungen flache Messrolle
B600014d
Bild 4: Abmessungen gemuldete Messrolle
B600015d
Gurtbreite
Typ
L
E
Flache Messrolle:
400
BMGZ 051.020... 1)
400
620...970
500
BMGZ 051.030...
500
720...1070
650
BMGZ 051.040...
650
870...1220
800
BMGZ 051.050...
800
1020...1370
1000
BMGZ 051.060...
1000
1220...1570
Gemuldete Messrolle:
500
BMGZ 061.02.... 1)
200
640...990
650
BMGZ 061.03....
250
740...1090
800
BMGZ 061.04....
315
850...1200
1000
BMGZ 061.05....
380
1065...1415
1200
BMGZ 061.06....
465
1200...1550
1) Kurzzeichen für Messlagergrösse wird bei der Auslegung festgelegt.
(Andere Ausführungen auf Anfrage.)
12
E1
H1
580
680
830
980
1180
150
150
150
150
150
600
700
810
1025
1160
180
180
180
240
240
H2
232
250
250
352
352
Bedienungsanleitung BMGZ650A
Bild 5: Abmessungen Montagewinkel für Messrollen
13
B600016d
Bedienungsanleitung BMGZ650A
Gehäusevariante
BMGZ650A.W
BMGZ650A.S
BMGZ650A.K
Beschreibung
Standardgehäuse für Wandmontage (Bild 6a)
Schalttafeleinbaugehäuse (ähnlich Bild 6b)
Standardgehäuse zusätzlich mit Schaltschrank 400x400x275mm
Bild 6a: Abmessungen der Auswertelektronik (Gehäuse „W“).
B600006d
in bracket: inches
Bild 6b: Abmessungen der Auswertelektronik (Gehäuse „S“).
14
B600033e
Bedienungsanleitung BMGZ650A
8 Installation und Verdrahten
Warnung
Die Funktion der Förderbandwaage ist nur mit der vorgesehenen Anordnung der Komponenten zueinander gewährleistet. Andernfalls können schwere Funktionsstörungen auftreten. Die
Montagehinweise auf den folgenden Seiten sind daher unbedingt zu befolgen.
Warnung
Die örtlichen Installationsvorschriften dienen der Sicherheit von elektrischen Anlagen. Sie
sind in dieser Bedienungsanleitung nicht berücksichtigt. Sie sind jedoch in jedem Fall einzuhalten.
8.1 Einbaulage
Es sind grundsätzlich drei Einbaulagen möglich: Horizontalförderer (Bild 7), Steigförderer
(Bild 8) und Förderer mit gekrümmter Bandführung (Bild 9). In jedem Fall soll die Messrolle
so weit wie möglich vom Antrieb entfernt montiert werden.
Bild 7: Die Messrolle ist so weit von der Materialaufgabe entfernt zu platzieren, dass
sich das Schüttgut bis zur Messrolle beruhigt hat.
B600001d
Bild 8: Um Gurtspannungseinflüsse zu minimieren, ist die Messrolle so weit wie möglich
vom Antrieb entfernt zu montieren.
B600002d
15
Bedienungsanleitung BMGZ650A
Bild 9: Die Messrolle ist so weit von der Krümmung entfernt zu montieren, dass der
Gurt im Wägebereich (Messrolle ±2...3m) unter allen Betriebsbedingungen auf den
Tragrollen aufliegt.
B600003d
Hinweis
Bei der Auslegung der Förderbandwaage wurde die Kraftmesslager-Grösse aufgrund von max.
Förderleistung, Bandgeschwindigkeit und Tragrollenabstand (Mass „a“) festgelegt. Daher muss
die Messrolle unbedingt mittig (±25mm) zwischen den benachbarten Rollen montiert werden. Die
Achsen von Messrolle und den benachbarten Rollen müssen parallel sein.
16
Bedienungsanleitung BMGZ650A
8.2 Montage der Messrolle
Bild 10: Die Montageelemente lassen sich vielfältig verstellen und ans Traggerüst anpassen
B600018d
Die Messrollen haben auf jeder Seite des Trägers ein Verschiebeteil für die leichte
und flexible Anpassung der Messrolle an die Breite des Traggerüstes (Bild 10). Die Verschiebeteile erlauben das stufenlose Verstellen der Breite in einem Bereich von 350mm. Sie
werden mit vier Befestigungsschrauben M12 festgeklemmt (Pos. „1“ in Bild 12).
Die Verschiebeteile können beliebig mit den Montagewinkeln kombiniert werden. So lassen
sich unterschiedlichste Einbaupositionen realisieren (Bild 11).
Bild 11: Durch geschickte Kombination der Montageelemente lassen sich viele verschiedene Einbaulagen realisieren
B600019d
17
Bedienungsanleitung BMGZ650A
Ausrichten der Messrollenhöhe
Bild 12: Der Mittelteil der Messrolle muss in der Höhe mit den benachbarten Tragrollen
fluchten
B600004d
Nach der Montage der Messrolle auf dem Traggerüst muss die Höhe der Messrolle sauber auf
die benachbarten Tragrollenstationen ausgerichtet werden(Bild 12). Dies geschieht wie folgt:
• Band mit Holzkeilen o.ä. anheben
• Zwei Schnüre über die angrenzenden Tragrollen spannen
• Seitliche Befestigungsschrauben „2“ an Montagewinkel und Verschiebeteil etwas lösen
(Achtung: Befestigungsschrauben „1“ nicht wieder lösen!)
• Messrolle in der Höhe verstellen, indem mit einem Holz- oder Kunststoffhammer am Verschiebeteil in die gewünschte Richtung geschlagen wird, bis die Messrolle die Schnüre gerade berührt
• Seitliche Befestigungsschrauben wieder festziehen
Ausrichten der Kegelscheiben (nur bei gemuldeter Messrolle)
Bild 13: Die Kegelscheiben (nur bei gemuldeter Messrolle) werden seitlich verschoben, bis
sie mit den benachbarten Seitenrollen fluchten
B600005d
Die Kegelscheiben werden wie folgt ausgerichtet (Bild 13):
• Band mit Holzkeilen o.ä. anheben
• Eine Schnur über die angrenzenden Seitenrollen spannen
• Gewindestift an der Verschiebehülse lösen
• Kegelscheibe verstellen
• Gewindestift an der Verschiebehülse festziehen
• Vorgang für andere Kegelscheibe wiederholen
18
Bedienungsanleitung BMGZ650A
8.3 Montage der Auswertelektronik
Die Auswertelektronik ist in folgenden Varianten lieferbar:
• BMGZ650A.W :
Wandgehäuse (Aluminium; IP54) (Bild 6a)
• BMGZ650A.S :
Schalttafeleinbaugehäuse (Stahlblech; Front IP54, Rückseite
IP00)
• BMGZ650A.K :
In Stahlblech-Schaltschrank 400x400x275 eingebaut (IP55)
Die Schutzart IP54 bzw. IP55 wird nur bei geschlossenem Gehäusedeckel erreicht. Für
Aussenmontage wird die robuste Schaltschrankversion (BMGZ650A.K) empfohlen.
8.4 Montage des Schalttafeleinbaugehäuses (BMGZ 650A.S)
Bild 13b: Montage BMGZ 650A.S
B600029d
Die Montage des BMGZ650A.S Panel für den Schaltschrank Schritt für Schritt:
1. Lösen aller vier Eckschrauben (siehe Bild 13b)
2. Entfernen aller Kabel, welche mit der Platine hinter dem Frontpanel verbunden sind
(steckbar)
3. Lösen der Erdung derselben Platine (Schraube)
4. Herausziehen des Frontpanels aus der Box
5. Nun kann das Frontpanel auf der Vorderseite des Schaltschranks in den passenden
Ausschnitt gesteckt werden
6. Auf der Rückseite des Schaltschranks die Box wieder an das Frontpanel führen.
7. Alle vier Eckschrauben wieder anschrauben
8. Kabel zurückstecken und Erdung wieder fixieren (Schraube)
19
Bedienungsanleitung BMGZ650A
8.5 Anschluss des Verbindungskabels
Die Verbindung zwischen Messrolle und Auswertelektronik muss mit dem mitgelieferten 10adrigen, paarverseilten Kabel (5x2x0.50mm2) ausgeführt werden. Die Länge des Kabels ist
nach Kundenspezifikation ausgeführt (bei
Bestellung angeben). Die Leitung muss
getrennt von leistungsführenden Kabeln
verlegt werden, damit keine Störungen ins
Messsignal induziert werden.
Auf Seite Messrolle wird der KunststoffBild 14: Anschluss der Abschirmung auf
mantel des Kabels auf einer Länge von ca.
Seite Elektronik
B600024d
14cm entfernt. Die Abschirmung wird an
Klemme 5 angeschlossen.
Auf Seite Auswertelektronik wird der Kunststoffmantel auf einer Länge von ca.
25−54cm entfernt. Die Abschirmung wird gemäss Bild 14 mit der PG-Verschraubung verbunden.
Die Kontakte sind gemäss Bild 15 resp. Klemmenplan auszuführen. Die Abschirmung des
Kabels muss auf beiden Seiten angeschlossen werden.
Bei Verwendung der Gehäuseversion „K“ (mit Schaltschrank) wird das Kabel mit einer Kabelverschraubung („11.3 Stückliste“, Pos.64) in den Schaltschrank geführt.
Bild 15: Anschluss der Messrolle an die Auswertelektronik
20
B650021d
Bedienungsanleitung BMGZ650A
8.6 Klemmenplan
Bild 16: Klemmenanordnung auf der Klemmenkarte
Anschlussbezeichnung
Messrolle
+5V Speisung
+ Signal
- Signal
Gnd Speisung
+24V
Gnd 24V
Initiator 1 Signal
Temperaturfühler 1
Temperaturfühler 2
Initiator 2 Signal
Analog Ausgänge
A1: 0...10V (Rolle)
Gnd
A1: 0/4...20mA (Rolle)
Gnd
Fernzähler
Relais 1 (Impuls)
Relais 1
Relais 2 (Reset)
Relais 2
Drahtfarbe
Klemme
blau
grau
rosa
rot
gelb
grün
braun
schwarz
violett
braun
109
110
111
112
113
114
115
201
202
207
B650007d
Anschlussbezeichnung
Digital Eingänge
+24V
Gnd 24V
Print Messrolle
Tarierung Messrolle
Charge aktiv Messrolle
Dig.Ausg. Messrolle
Relais 1 (Imp. ext. Zähler)
Relais 1
Relais 2 (Reset ext. Zähler)
Relais 2
Relais 3 (Vorabschalt)
Relais 3
Relais 4 (Charge Soll)
Relais 4
Relais 5 (Min./Max. GW)
Relais 5
Relais 6 (BMGZ OK)
Relais 6
RS232
TxD
RxD
Gnd
Hauptanschluss
24VDC
Gnd 24VDC
230VAC
Gnd 230VAC
Schutzleiter / Erde
16
17
18
19
209
210
211
212
Schalter S1
21
Drahtfarbe
Klemme
+
315
316
317
209
210
211
212
213
214
215
216
217
218
219
220
80
81
82
braun
blau
gelb/grün
„24V“
„GND“
„L“
„N“
PE
Bedienungsanleitung BMGZ650A
8.7 Anschluss der Spannungsversorgung
Die Auswertelektronik ist in Versionen für 24VDC oder 230VAC lieferbar. Bei der
24VDC Variante kann die Versorgungsspannung an den Klemmen 24V und GND angeschlossen werden. Der Schutzleiter kann an der Klemme PE angeschlossen werden. Bei
der 230VDC Variante ist auf der Anschlussplatine ein zusätzliches AC/DC-Modul montiert. Die Versorgungsspannung kann an den Klemmen L1, N und PE angeschlossen werden. Die Lage der Klemmen ist auf dem Klemmenplan ersichtlich (Bild 16).
Warnung
Schlechte Erdung kann zu elektrischen Schlägen gegen Personen, Störungen an der Gesamtanlage oder Beschädigung der Auswertelektronik führen! Es ist auf jeden Fall auf eine gute
Erdung des Gehäuses zu achten.
Gefahr
Bei der Version für 230VAC führen einige Kontakte 230V Spannung! Lebensgefahr! Vor
Öffnen des Gehäuses Stromversorgung unterbrechen!
8.8 Anschlussschema der RS232 Schnittstelle
A
Hauptplatine
Bild 17: Anschlussschema der RS232 Schnittstelle
B650022d
Eine sichere Verbindung ist bei max. 10m Kabel gewährleistet. Mit reduzierter Baudrate
und/oder guten Bedingungen können teilweise wesentlich grössere Distanzen überwunden
werden.
Der Anschluss an PC, etc. erfolgt mit einem 9- oder 25-poligen D-Sub-Steckverbinder.
22
Bedienungsanleitung BMGZ650A
8.9 Anschlussschema externe Anzeigen
650A
Bild 19: Anschluss der externen Anzeigen für Messrolle
B650023d
Fernzähler (momentaner Chargenwert)
Die Auswertelektronik stellt ein Impulssignal zur Verfügung, mit welchem ein Fernzähler
o.ä. angesteuert werden kann. Damit lässt sich z.B. eine Anzeige für den momentanen Chargenwert realisieren. Der Fernzähler (z.B. Saia CKG 366 M4) wird gem. Klemmenplan und
Bild 19 angeschlossen.
Die Skalierung des Signals (wie viel kg pro Impuls) wird parametriert mit dem Parameter Impulsausgang.
Analog-Anzeigeinstrument (momentane Förderleistung)
Analogsignale können gemäss Klemmenplan abgegriffen werden, sie sind proportional zur
momentanen Förderleistung . Damit können z.B. analoge Anzeigeinstrumente angesteuert
werden.
Der analoge Ausgang für die Messrolle 1 wird gem. Klemmenplan und Bild 19 angeschlossen.
Es stehen für die Messrolle je ein Spannungs -und Strom Analogausgang zur Verfügung.
Die Skalierung und eine eventuelle Filterung der Signale wird parametriert mit den Parametern Skalierung Ausg. bzw. Filter Ausg.
8.10 Anschluss der digitalen Ein- und Ausgänge
Die Version BMGZ650 besitzt weitere digitale Ein- und Ausgänge. Die digitalen Eingänge
werden aktiviert, indem sie mit 24VDC (Klemme +) beaufschlagt werden (Bild 20). Es kann
auch eine externe 24VDC Spannung verwendet werden, jedoch muss dann die externe Masse
mit Klemme „Gnd“ (Klemme -) verbunden werden.
Die digitalen Ausgänge sind intern auf Relais 24V / 1A geführt. Die Kontakte können beliebig an den Klemmen abgegriffen werden (Bild 20).Über Jumper stehen die Relaiskontakte als
Schliesser (default) oder Öffner zur Verfügung.
23
Bedienungsanleitung BMGZ650A
Bild 20: Anschluss der digitalen Ein- und Ausgänge
B650024d
Mit den weiteren digitalen Ein-und Ausgängen lassen sich einige Steuerungsfunktionen realisieren. Bild 21 zeigt einen Vorschlag für eine Dosiersteuerung:
Bild 21: Schaltplan für eine Dosiersteuerung. (Der Leistungsteil ist nicht dargestellt).
B611003d
Im Schema nach Bild 21 wird eine neue Charge durch die Start-Taste gestartet. Das Förderband wird bei Erreichen des Chargensollwertes automatisch gestoppt. Es kann aber auch manuell durch die Stop-Taste stillgesetzt werden.
Der Leistungsteil mit dem Anschlussplan für die Motoren ist in Bild 21 nicht dargestellt. Das
Anschlussschema für die Motoren muss vom Anlagenbauer individuell erstellt werden.
Parametrierung
Damit bei Erreichen des gewünschten Chargengewichts das Silo geschlossen und das Förderband gestoppt wird, muss der Auswertelektronik das gewünschte Chargengewicht mitgeteilt
werden. Dies geschieht mit dem Parameter Chargen-Sollwert Rolle 1. Das Silo wird geschlossen
bei Erreichen des Parameters Vorabschaltwert Rolle 1 (siehe „9.4 Erklärung der Parameter“).
24
Bedienungsanleitung BMGZ650A
9 Bedienung
9.1 Ansicht des Bedienpanels
Total
Charge
28 t
6.175 t
Nullstellung
Q < 20% Qmax
Q > Qmax
Parameter
5
Bild 22: Bedienpanel BMGZ650A
B650025d
9.2 Schematische Übersicht Haupt-Bedienebene
Bild 23: Schematische Übersicht BMGZ650A
25
B650009d
Bedienungsanleitung BMGZ650A
9.3 Eingabe der anlagenspezifischen Parameter
Damit die Auswertelektronik die Förderleistung korrekt berechnen kann, müssen bei der ersten Inbetriebnahme folgende anlagenspezifischen Parameter eingegeben bzw. überprüft werden (siehe „9. Parametrierung“):
• Bandlänge
• Durchmesser
• Impuls
• Distanz
• Nennkraft
• Max. Förderleistung
Hinweis
Die obigen Parameter haben unmittelbaren Einfluss auf die Genauigkeit der Förderbandwaage. Entsprechen die Angaben nicht den tatsächlichen Anlagenbedingungen, ist ein brauchbares Wägeresultat nicht gewährleistet. Ohne Eingabe bzw. Überprüfung dieser Parameter soll
die Förderbandwaage nicht in Betrieb genommen werden!
9.4 Nullstellung
Durch die Nullstellung wird die Anzeige der Förderleistung auf Null gesetzt. Dazu wird wie
folgt vorgegangen (siehe auch Bild 23):
• Förderband ohne Beladung starten
• Nullstellprogramm starten durch Drücken der Taste →0← während 3 Sekunden
• Die Auswertelektronik misst das leere Band während zwei kompletten Umläufen. In der
Anzeige wird die verbleibende Restzeit angezeigt. (Die Nullstellung kann jederzeit mit
der Taste ← abgebrochen werden.)
• Nach Beenden der Messung berechnet die Auswertelektronik aus dem durchschnittlichen
Messignal den neuen Offset-Wert.
• Falls sich alter und neuer Nullpunkt um mehr als 0.2% der max. Förderleistung unterscheiden, erscheint die Meldung „Offset Fehler! Bitte quittieren!“ Mit der Taste MODE
wird die Meldung quittiert.
• Nun wird in der Anzeige die ermittelte Vorlastmenge in [kg] angezeigt.
– Mit Taste ↵ wird der neue Offset-Wert in den Speicher übernommen. In der
Anzeige wird für drei Sekunden die Meldung „Offset-Wert gespeichert“ angezeigt.
– Mit Taste MODE wird der neue Offset-Wert verworfen. Es erscheint die Meldung
„Offset nicht gespeichert!“ (Für die Wägungen wird weiterhin der alte Offset-Wert
verwendet.)
Hinweis
FMS empfiehlt, das Nullstellprogramm täglich laufen zu lassen, damit Temperaturschwankungen, Änderungen in der Gurtspannung etc. berücksichtigt werden. Spätestens wenn die
Waage bei leerlaufendem Band langsam vorwärts oder rückwärts zählt, muss die Waage neu
auf Null gesetzt werden.
Hinweis
Bei häufigem Auftreten der Meldung „Offset Fehler! Bitte quittieren!“ sind zuverlässige Wägeergebnisse nicht mehr gewährleistet. In diesem Fall sollen die zeitlichen Abstände zwischen zwei Nullstellungen soweit verkürzt werden, bis die Meldung nicht mehr auftritt.
26
Bedienungsanleitung BMGZ650A
9.5 Abwägen einer Charge (manuell)
Für das Abwägen einer beliebigen Charge wird wie folgt vorgegangen:
• Leeres Förderband starten
• Anzeige mit Tasten ↑ ↓ auf „Charge“ schalten; Charge auf Null stellen durch drücken der
Taste CLR während 3 Sekunden
• Silo öffnen; gewünschte Menge Schüttgut über das Förderband laufen lassen
• Silo schliessen. Warten, bis Förderband leer gelaufen ist
• In der Anzeige kann nun unter „Charge“ die geförderte Menge abgelesen werden.
9.6 Abwägen einer Charge (automatisch)
Falls eine Dosiersteuerung eingerichtet ist (siehe „6.9 Anschluss der weiteren digitalen Einund Ausgänge“), kann eine Charge auch automatisch abgewogen werden:
•
•
•
•
In Parameter Chargen-Sollwert Chargengewicht eintragen (siehe „9. Parametrierung“)
Taste „Start“ betätigen (siehe Bild 20); Förderband startet und Silo öffnet automatisch. Das Schüttgut läuft über das Förderband. Nach Erreichen des Vorabschaltwertes (Parameter Vorabschaltwert) wird das Silo automatisch geschlossen. Das Förderband läuft weiter.
Wenn die Charge fertig abgewogen ist (Parameter Chargen-Sollwert), wird das Förderband automatisch gestoppt.
Mit der Taste „Stop“ kann jederzeit (auch vorzeitig) das Silo geschlossen und das
Förderband gestoppt werden.
9.7 Bedienung des Druckers (Option)
Manueller Ausdruck des Chargenprotokolls
Die aktuellen Chargenwerte können zur Protokollierung auf einem Drucker ausgegeben werden. Der Druck wird durch die Taste Mode im Menu Special functions gemäss Bild 24 ausgelöst. Nach dem Ausdruck des Chargenprotokolls wird die Chargennummer um 1 erhöht. Der
Chargenwert muss durch drücken der Taste CLR während 3 Sekunden auf Null zurückgesetzt
werden.
Der Ausdruck kann auch durch Anlegen der digitalen Eingänge Prt1 (Klemme 315) bzw.
Prt2 (Klemme 318) an 24VDC ausgelöst werden.
Automatischer Ausdruck des Chargenprotokolls
Falls der Parameter Chargen-Sollwert werte grösser als Null enthält, wird immer bei Rücksetzen des digitalen Eingangs „Charge aktiv“ (Klemme 317) der unter „Manueller Ausdruck
des Chargenprotokolls“ beschriebene Vorgang ausgelöst.
Mit dem Parameter RS232-Mode muss die RS232 dementsprechend parametriert werden!
Total
Charge
Q
v
.
.
.
t/h
m/s
Bild 24: Ausdruck, schematische Übersicht
27
B650027d
Bedienungsanleitung BMGZ650A
10 Serielle Schnittstelle (RS232)
Ein RS232 Schnittstellen Befehl besteht aus 6 ASCII-Zeichen und wird mit einem <CR>
abgeschlossen (z.B. XRV001<CR>). Mit dem ersten ASCII-Zeichen wird die Modulnummer bestimmt. Ein Antworttelegramm besteht aus max. 7 ASCII-Zeichen inkl. Dezimalpunkt (XXXXXXX), nicht benötigte Zeichen werden mit ‚blanks’ aufgefüllt, die
Antwort beinhaltet den aufrufenden Befehl (z.B. XRV001) nicht mehr sondern nur die
entsprechenden Daten.
Hinweis
Die RS232 Schnittstelle kann nur wahlweise einen Drucker oder den PC ansteuern.
10.1 Betriebswerte
Die Förderbandwaage BMGZ 650A hat folgende Betriebswerte: Totalisator, Chargenzähler, Förderleistung, Bandgeschwindigkeit, A/D-Wert brutto sowie die Identifikation.
Betriebswerte lesen
BMGZ 650A
BMGZ 650A
BMGZ 650A
BMGZ 650A
BMGZ 650°
Bezeichnung
RS232 Befehl
Rückmeldung
Totalisator lesen
Chargenzähler lesen
Förderleistung lesen
Bandgeschw. lesen
A/D-Wert brutto lesen
1RV001<CR>
1RV002<CR>
1RV003<CR>
1RV004<CR>
1RV005<CR>
XXXXXXX<CR>
XXXX.XX<CR>
XXXXX.X<CR>
XXXX.XX<CR>
XXXXX<CR>
Zahlenbeispiel Chargenzähler(185.55):
1RV002<CR>
185.55<CR>
1234567 (Zeichen)
10.2 Betriebswert Identifikation
Betriebswerte lesen
BMGZ 650A
Bezeichnung
RS232 Befehl
Rückmeldung
Identifikation
1RV009<CR>
BMGZ 650A<CR>
28
Bedienungsanleitung BMGZ650A
10.3 RS232 Schnittstellen Befehle / Status
Der Status ist einerseits eine Rückmeldung auf eine Aktion und zugleich signalisiert er
eventuelle Fehler. Ist ein Statusbit 1, wird so ein Ereignis signalisiert.
Status lesen
BMGZ 650 A
Statusbyte von
Teilnehmer
Bit 0
Bit 1
Bit 2
Bit 3
Bit 4
Bit 5
Bezeichnung
RS232 Befehl
Rückmeldung
Status
1ST001<CR>
BIT 0 … BIT F
BMGZ 650A
0 = Tarierung abgeschlossen
1 = Tarierung läuft
0 = Band läuft
1 = Band läuft nicht
Bit 6
Bit 7
Bit 8
Bit 9
Bit 10
Bit 11
Bit 12
Bit 13
Bit 14
Bit 15
10.4 Konfiguration der RS232 Schnittstelle
Die Baudrate kann mit dem System-Prameter ‚Baudrate’ eingestellt werden, Stop Bit 8,
Start Bit 1 und Parity Bit kein sind fix eingestellt.
29
Bedienungsanleitung BMGZ650A
11 Parametrierung
11.1 Parameterliste System
Parameter
Einheit
Default
Min
Max
Gewählt
Sprache
Filter Anzeige
Identifier
Baudrate
Zeit / Datum
Deutsch, Englisch
[Hz]
1.0
[-]
84
[-]
9600
0.1
2
4800
10.0
127
38400
_______
_______
_______
_______
_______
Min
Max
Gewählt
11.2 Parameterliste Anwendung
Parameter
Einheit
Default
Impulsausgang
Analog-Ausgang
Filter Ausgang
Skalierung Ausg.
Chargennummer
Vorabschaltwert
Chargen-Sollwert
Auswahl Grenzwert
Grenzwert
[kg]
100
0...20mA, 4...20mA
[Hz]
10.0
[t/h]
1000.0
[-]
0
[t]
0.00
[t]
0.00
Minimum, Maximum
[t/h]
1000.0
30
1, 10, 100, 1000
0.1
1.0
0
0.00
0.00
20.0
3200.0
10000
100.00
320.00
0.0
3200.0
_______
_______
_______
_______
_______
_______
_______
_______
_______
Bedienungsanleitung BMGZ650A
11.3 Parametrierung schematische Übersicht
Bild 25: Parametrier-Ebene BMGZ650A.
31
B650028d
Bedienungsanleitung BMGZ650A
11.4 Erklärung der Parameter
Der Parameter-Änderungsmodus wird aktiviert durch Drücken der Taste ↵ während 3 Sekunden. Generell können die Parameter dann mit folgenden Tasten geändert werden:
↵
↑
für Wählen
↓
←
↵
für Durchschalten der Wahlmöglichkeiten und um Zahlenwerte zu vergrössern bzw. zu verkleinern
zum Wechseln der Dezimalstelle (bei Eingabe eines Zahlenwertes)
zum Übernehmen der Eingabe
11.4.1 Erklärung der Parameterliste System
Sprache
Zweck:
Bereich:
Unter diesem Parameter kann die Sprache in der Anzeige gewählt werden. Zur Zeit stehen nur deutsch, und englisch zur Verfügung.
Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch
Filter Anzeige
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Die Auswertelektronik verfügt über einen Tiefpassfilter, um unerwünschte Schwankungen aus der Anzeige auszufiltern. Unter diesem Parameter
wird dessen Grenzfrequenz eingestellt.
Der Tiefpassfilter der Anzeige ist unabhängig von den übrigen Filtern.
0.1
bis
10.0
Default:
1.0
0.1
Einheit:
[Hz]
Identifier
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Dieser Parameter dient zur Identifikation des Gerätes bei Anbindung an
den PROFIBUS®.
2
bis
127
Default:
84
1
Einheit:
[-]
Baudrate RS232
Zweck:
Bereich:
Einstellung der Geschwindigkeit der RS-232-Schnittstelle.
4800, 9600, 19200, 38400 Baud
Default:
9600
32
Bedienungsanleitung BMGZ650A
Zeit / Datum
Zweck:
Bereich:
Die Auswertelektronik besitzt eine eingebaute Echtzeituhr. Um die Uhr
zu stellen, wird in diesem Parameter die aktuelle Uhrzeit und das aktuelle
Datum eingegeben. So kann z.B. die Sommerzeitumschaltung realisiert
werden. Beides wird auf den Chargenprotokollen aufgedruckt.
00:00 01.01.2000 bis 23:59 31.12.2099
33
Bedienungsanleitung BMGZ650A
11.4.2 Erklärung der Parameterliste Anwendung
Impulsausgang
Zweck:
Bereich:
Der Impulsausgang der Messrolle (Klemmen 209/210) gibt nach einer
gewissen Förderleistung einen Impuls aus. In diesem Parameter wird angegeben, wie viel Gewicht einem Impuls entspricht.
1, 10, 100, 1000
Default:
100
Einheit:
[kg]
Analog-Ausgang
Zweck:
Bereich:
Der Analog-Ausgang steht immer als Spannungssignal (0...10V) und
Stromsignal (0...20mA bzw. 4...20mA zur Verfügung. Dieses Signal ist
proportional zur Förderleistung der Messrolle. Mit diesem Parameter wird
das Stromsignal konfiguriert.
0...20mA, 4...20mA
Default:
0...20mA
Filter Ausgang
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Die Auswertelektronik verfügt über einen Tiefpassfilter, um unerwünschte Schwankungen aus dem Analog-Ausgang (Förderleistung Rolle; Signal programmierbar) auszufiltern. Unter diesem Parameter wird dessen
Grenzfrequenz eingestellt. Der Tiefpassfilter für den Ausgang ist unabhängig von den übrigen Filtern.
0.1
bis
20.0
Default:
10.0
0.1
Einheit:
[Hz]
Skalierung Ausgang
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Die in diesem Parameter angegebene Förderleistung ergibt ein Analogsignal von 10V bzw. 20mA. Die Auflösung ist 12 Bit.
1.0
bis
3200.0
Default:
1000.0
0.1
Einheit:
[t/h]
Chargennummer
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Enthält die Nummer der aktuellen Charge. Nach jedem Ausdruck der
Charge (siehe „7.7 Bedienung des Druckers“) wird der Wert in diesem
Parameter um 1 erhöht.
Die Chargennummer kann hier manuell auf 0 zurückgesetzt werden.
0
bis
10000
1
Einheit:
[-]
34
Bedienungsanleitung BMGZ650A
Vorabschaltwert
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Wenn die Differenz aus Chargen-Sollwert 1 und Chargengewicht 1 kleiner geworden ist als der in diesem Parameter eingetragene Wert, schaltet
das Relais 3 (Klemmen 213/214). Damit lässt sich z.B. eine Art Bremsrampe oder das Schliessen des Silos programmieren.
Der Wert in diesem Parameter soll etwa dem Schüttgutgewicht entsprechen, welches nach dem Schliessen des Silos noch auf dem Förderband
liegt und die Messrolle noch passieren muss.
0.00
bis
100.00
Default:
0.00
0.01
Einheit:
[t]
Chargen-Sollwert
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Wenn das Chargengewicht den hier eingetragenen Sollwert erreicht,
schaltet das Relais 6 (Klemmen 215/216). Damit lässt sich eine z.B. eine
Dosiervorrichtung programmieren.
0.00
bis
320.00
Default:
0.00
0.01
Einheit:
[t]
Auswahl Grenzwert
Zweck:
Bereich:
Mit diesem Parameter kann der Grenzwert als Minimum- oder Maximum
Grenzwert parametriert werden.
Minimum, Maximum
Default:
Max.
Grenzwert
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Falls der Parameter „Auswahl Grenzwert“ auf „Minimum“ parametriert
ist, ist das Relais 5 (Klemmen 217/218) geschaltet, solange der hier eingetragene Minimum-Grenzwert von der Messrolle unterschritten wird.
Falls der Parameter „Auswahl Grenzwert“ auf „Maximum“ parametriert
ist, ist das Relais 5 (Klemmen 217/218) geschaltet, solange der hier eingetragene Maximum-Grenzwert von der Messrolle überschritten wird.
0.0
bis
3200.0
Default:
1000.0
0.1
Einheit:
[t/h]
35
Bedienungsanleitung BMGZ650A
12 Kalibrierung
Total
Charge
Q
v
.
.
.
t/h
m/s
Bild 26: Kalibrierung, schematische Übersicht BMGZ650A
B650029d
12.1 Vorgehen für die Kalibrierung
Damit die Förderbandwaage die Förderleistung korrekt berechnen kann, muss sie bei der ersten Inbetriebnahme im Beisein eines amtlichen Eichmeisters kalibriert werden. Dazu wird wie
folgt vorgegangen:
• Kalibrierschalter S1 (im Innern des Gehäuses) auf Stellung „Ein“ setzen
• Parameter Bandlänge, Durchmesser Rolle, Impuls Rolle, Distanz, Nennkraft, Max. Förderleistung überprüfen bzw. eingeben (siehe „9 Parameter“)
• Förderbandwaage auf Null setzen (siehe „7.4 Nullstellung“)
• Anzeige mit Taste Mode auf „Charge“ schalten; Charge auf Null stellen mit Taste CLR
• Eine Kalibriercharge von beliebiger Grösse, z.B. 10 t, über die Förderbandwaage laufen
lassen und in einen LKW mit bekanntem Leergewicht verladen (siehe „7.5 Abwägen einer
Charge (manuell)“)
• Die Last auf der Fahrzeugwaage möglichst genau nachmessen im Beisein des amtlichen
Eichmeisters.
• Ermittelten Wert mit der Anzeige der Förderbandwaage vergleichen. Falls die Abweichung grösser ist als 1%, muss der Förderbandwaage das tatsächliche Gewicht mitgeteilt
werden. Dies geschieht mit der Parameterfunktion Kalibrierung Rolle (siehe Bild 26).
• Kalibrierschalter S1 (im Innern des Gehäuses) auf Stellung „Aus“ setzen
• Gehäuse schliessen und plombieren im Beisein des amtlichen Eichmeisters
Hinweis
Die Parameter für die Kalibrierung haben unmittelbaren Einfluss auf die Genauigkeit der Förderbandwaage. Entsprechen die Angaben nicht den tatsächlichen Anlagenbedingungen, ist
ein brauchbares Wägresultat nicht gewährleistet! Ohne Überprüfung bzw. Eingabe dieser Parameter soll die Förderbandwaage nicht in Betrieb genommen werden!
Hinweis
Die Förderbandwaage BMGZ650A wird bei der ersten Inbetriebnahme im Beisein eines amtlichen Eichmeisters durch den Kunden kalibriert. Messfehler beim Wägen der Kalibriercharge wirken sich voll auf die Genauigkeit der Förderbandwaage aus. Deshalb darf die Anzeige
des Chargengewichts während der Kalibrierung nicht gelöscht werden, und die Charge muss
so genau wie möglich nachgemessen werden.
36
Bedienungsanleitung BMGZ650A
Überprüfung der Kalibrierung
Es kann jederzeit nachgeprüft werden, ob die Kalibrierung der Förderbandwaage noch einwandfrei ist. Dazu wird wie folgt vorgegangen:
• Eine Charge von beliebiger Grösse, z.B. 10 t, über die Förderbandwaage laufen lassen und
in einen LKW mit bekanntem Leergewicht verladen (siehe „7.8 Abwägen einer Charge
(manuell)“)
• Die Last auf der Fahrzeugwaage möglichst genau nachmessen
• Ermittelten Wert mit der Anzeige der Förderbandwaage vergleichen. Die Abweichung
darf max. 2% betragen. Falls die Abweichung grösser ist, muss die Förderbandwaage neu
kalibriert werden.
12.2 Parameterliste Kalibrierung
Parameter
Einheit
Default
Min
Max
Gewählt
Gain
Offset
Bandlänge
Durchmesser
Impulse
Distanz
Nennkraft
Max. Förderleistung
Korrektur Gain –10
Korrektur Gain – 5
Korrektur Gain 0
Korrektur Gain +5
Korrektur Gain +10
Korrektur Gain +15
Korrektur Gain +20
Korrektur Gain +25
Korrektur Gain +30
Korrektur Gain +35
Korrektur Gain +40
Korrektur Gain +45
Korrektur Offset –10
Korrektur Offset – 5
Korrektur Offset 0
Korrektur Offset +5
Korrektur Offset +10
Korrektur Offset +15
Korrektur Offset +20
Korrektur Offset +25
Korrektur Offset +30
Korrektur Offset +35
Korrektur Offset +40
Korrektur Offset +45
[-]
[Digit]
[m]
[mm]
[-]
[mm]
[N]
[t/h]
[-]
[-]
[-]
[-]
[-]
[-]
[-]
[-]
[-]
[-]
[-]
[-]
[Digit]
[Digit]
[Digit]
[Digit]
[Digit]
[Digit]
[Digit]
[Digit]
[Digit]
[Digit]
[Digit]
[Digit]
1.000
0
10
108
4
2000
1000
0
1.010
1.007
1.004
1.003
1.001
0.999
0.997
0.996
0.994
0.992
0.989
0.988
-18
-15
-11
-8
-5
-2
0
2
5
8
11
13
0.100
-8000
1
10
1
100
1
1
0.512
0.512
0.512
0.512
0.512
0.512
0.512
0.512
0.512
0.512
0.512
0.512
-8000
-8000
-8000
-8000
-8000
-8000
-8000
-8000
-8000
-8000
-8000
-8000
9.000
8000
5000
1000
100
5000
5000
5000
2.048
2.048
2.048
2.048
2.048
2.048
2.048
2.048
2.048
2.048
2.048
2.048
8000
8000
8000
8000
8000
8000
8000
8000
8000
8000
8000
8000
_______
_______
_______
_______
_______
_______
_______
_______
_______
_______
_______
_______
_______
_______
_______
_______
_______
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_______
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37
Bedienungsanleitung BMGZ650A
12.2.1 Erklärung der Parameterliste
Gain
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Unter diesem Parameter wird der mit Kalibrierung Rolle 1 ermittelte
Wert abgespeichert. Falls die automatische Kalibrierung nicht angewendet werden kann, kann auch ein manuell ermittelter Wert eingegeben
werden.
0.100
bis
9.000
Default:
1.000
0.001
Einheit:
[-]
Offset
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Die Auswertelektronik speichert hier den bei der Nullstellung ermittelten
Wert in [Digit].
Bei einem Austausch der Elektronikeinheit können die von der vorherigen Elektronik ermittelten Werte auch manuell hier eingegeben werden.
-8000
bis
8000
Default:
0
1
Einheit:
[Digit]
Bandlänge
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
In diesem Parameter wird die abgewickelte Bandlänge der Rolle abgespeichert. Dieser Wert wird für die Tarierung benötigt.
1
bis
5000
Default:
10
1
Einheit:
[m]
Durchmesser
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
In diesem Parameter wird der Durchmesser der Rolle abgespeichert (siehe Typenschild Messrolle). FMS Messrollen haben standardmässig
108mm Durchmesser.
10
bis
1000
Default:
108
1
Einheit:
[mm]
Impuls
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Dieser Parameter enthält die Anzahl Flügel des Impulsgebers (siehe Typenschild Messrolle). Der Wert entspricht der Anzahl Impulse pro Messrollen-Umdrehung.
1
bis
100
Default:
4
1
Einheit:
[-]
Distanz
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
In diesem Parameter wird der Abstand zwischen den benachbarten Rollen
abgespeichert (2 x Mass „a“; siehe Bilder 7...9).
100
bis
5000
Default:
2000
1
Einheit:
[mm]
38
Bedienungsanleitung BMGZ650A
Nennkraft
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Um korrekte Werte zu erhalten, muss die Auswertelektronik die Nennkraft der verwendeten Kraftmesslager kennen (siehe Typenschild Messrolle). Die Nennkraft der Messlager ist kundenspezifisch ausgeführt.
1
bis
5000
Default:
1000
1
Einheit:
[N]
Max. Förderleistung
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
In diesem Parameter ist die maximale Förderleistung der Förderbandwaage abgespeichert. Unterschreitet die Förderleistung 5% dieses Parameters, integrieren die Zähler nicht mehr.
0
bis
5000
Default:
0
1
Einheit:
[t/h]
Korr. Gain -10
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Gain Temperaturdrift der Messrolle bei
–10°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
0.512
bis
2.048
Default:
1.010
0.001
Einheit:
[-]
Korr. Gain -5
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Gain Temperaturdrift der Messrolle bei
–5°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
0.512
bis
2.048
Default:
1.007
0.001
Einheit:
[-]
Korr. Gain 0
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Gain Temperaturdrift der Messrolle bei
0°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
0.512
bis
2.048
Default:
1.004
0.001
Einheit:
[-]
Korr. Gain +5
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Gain Temperaturdrift der Messrolle bei
+5°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
0.512
bis
2.048
Default:
1.003
0.001
Einheit:
[-]
39
Bedienungsanleitung BMGZ650A
Korr. Gain +10
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Gain Temperaturdrift der Messrolle bei
+10°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
0.512
bis
2.048
Default:
1.001
0.001
Einheit:
[-]
Korr. Gain +15
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Gain Temperaturdrift der Messrolle bei
+15°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
0.512
bis
2.048
Default:
0.999
0.001
Einheit:
[-]
Korr. Gain +20
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Gain Temperaturdrift der Messrolle bei
+20°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
0.512
bis
2.048
Default:
0.997
0.001
Einheit:
[-]
Korr. Gain +25
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Gain Temperaturdrift der Messrolle bei
+25°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
0.512
bis
2.048
Default:
0.996
0.001
Einheit:
[-]
Korr. Gain +30
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Gain Temperaturdrift der Messrolle bei
+30°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
0.512
bis
2.048
Default:
0.994
0.001
Einheit:
[-]
Korr. Gain +35
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Gain Temperaturdrift der Messrolle bei
+35°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
0.512
bis
2.048
Default:
0.992
0.001
Einheit:
[-]
Korr. Gain +40
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Gain Temperaturdrift der Messrolle bei
+40°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
0.512
bis
2.048
Default:
0.989
0.001
Einheit:
[-]
40
Bedienungsanleitung BMGZ650A
Korr. Gain +45
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Gain Temperaturdrift der Messrolle bei
+45°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
0.512
bis
2.048
Default:
0.988
0.001
Einheit:
[-]
Korr. Offset -10
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Offset Temperaturdrift der Messrolle bei
-10°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
-8000
bis
8000
Default:
-18
1
Einheit:
[Digit]
Korr. Offset -5
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Offset Temperaturdrift der Messrolle bei
-5°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
-8000
bis
8000
Default:
-15
1
Einheit:
[Digit]
Korr. Offset 0
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Offset Temperaturdrift der Messrolle bei
0°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
-8000
bis
8000
Default:
-11
1
Einheit:
[Digit]
Korr. Offset +5
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Offset Temperaturdrift der Messrolle bei
+5°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
-8000
bis
8000
Default:
-8
1
Einheit:
[Digit]
Korr. Offset +10
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Offset Temperaturdrift der Messrolle bei
+10°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
-8000
bis
8000
Default:
-5
1
Einheit:
[Digit]
Korr. Offset +15
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Offset Temperaturdrift der Messrolle bei
+15°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
-8000
bis
8000
Default:
-2
1
Einheit:
[Digit]
41
Bedienungsanleitung BMGZ650A
Korr. Offset +20
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Offset Temperaturdrift der Messrolle bei
+20°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
-8000
bis
8000
Default:
0
1
Einheit:
[Digit]
Korr. Offset +25
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Offset Temperaturdrift der Messrolle bei
+25°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
-8000
bis
8000
Default:
2
1
Einheit:
[Digit]
Korr. Offset +30
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Offset Temperaturdrift der Messrolle bei
+30°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
-8000
bis
8000
Default:
5
1
Einheit:
[Digit]
Korr. Offset +35
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Offset Temperaturdrift der Messrolle bei
+35°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
-8000
bis
8000
Default:
8
1
Einheit:
[Digit]
Korr. Offset +40
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Offset Temperaturdrift der Messrolle bei
+40°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
-8000
bis
8000
Default:
11
1
Einheit:
[Digit]
Korr. Offset +45
Zweck:
Bereich:
Inkrement:
Mit diesem Parameter wird der Offset Temperaturdrift der Messrolle bei
+45°C korrigiert. Der Wert wird werksseitig bei FMS eingegeben.
-8000
bis
8000
Default:
13
1
Einheit:
[Digit]
42
Bedienungsanleitung BMGZ650A
12.3 Service-Modus 1
Bild 27: Schematische Übersicht Service-Modus 1 BMGZ650A.
B650030d
Der Service-Modus 1 enthält den A/D-Wandler Wert der Messrolle zur Überprüfung der
Kraftmesslager sowie den A/D-Wandler Wert des Temperaturfühlers für die Temperaturerfassung. Der Service-Modus 1 wird aktiviert durch Drücken der Tasten CLR und PAR während 3 Sekunden.
A/D 0 Wert
Zweck:
Bereich:
Hier wird das Rohsignal der Messlager der Messrolle vor der Offsetkompensation angezeigt. Hilfreich für die Störungsbehebung.
–8192
bis
8191
Einheit:
[Digit]
(nur zur Ansicht)
A/D V Wert
Zweck:
Bereich:
Hier wird das Rohsignal der Messlager der Messrolle nach der Offsetkompensation (Offset und Korrektur-Offset) angezeigt.
–8192
bis
8191
Einheit:
[Digit]
(nur zur Ansicht)
A/D 1 Wert
Zweck:
Bereich:
Hier wird das Signal des Temperaturfühlers (NTC), der sich in der Messrolle befindet, angezeigt.
–1000
bis
1000
Einheit:
[Digit]
(nur zur Ansicht)
Temp.
Zweck:
Bereich:
Hier wird die Temperatur in der Messrolle, berechnet aus dem Signal des
Temperaturfühlers (NTC) angezeigt
–10
bis
40
Einheit:
[C]
(nur zur Ansicht)
43
Bedienungsanleitung BMGZ650A
13 Schnittstelle PROFIBUS
13.1 Verdrahtung von PROFIBUS Datenkabel
Anschluss der PROFIBUS Kabel
Für die PROFIBUS Datenleitung muss das standardisierte PROFIBUS Kabel Typ A (STP
2x0.342) verwendet werden. Die Kabel werden abisoliert und gemäss Anschlussschema
auf die Klemmen angeschlossen.
Die Abschirmung wird direkt an der PG-Verschraubung im Gehäuse befestigt.
Warnung
Die Abschirmung des PROFIBUS Kabels ist nur geerdet, wenn die dafür vorgesehene
PG-Verschraubung richtig verwendet wird. Der Kunststoffmantel muss daher ausschliesslich in der PG-Verschraubung befestigt werden.
Terminierung
Werden beide Kabel angeschlossen (Bus in und Bus out), muss sichergestellt werden,
dass die beiden Dip Switch für die Terminierung auf off stehen. Wird nur ein Kabel angeschlossen (Bus in), müssen die beiden Dip Switch für die Terminierung auf on gesetzt
werden .
Hauptplatine
J802
9
A (out)
9
B (in)
9
A (in)
9
PG
Bild 28: Profibusprint
Profibus
(rot)
B (out)
(gr n)
(rot)
(gr n)
(Farbcodierung Siemens)
E621009 Bild 29: Anschlussschema Profibus
B600030d
Hinweis
Das PROFIBUS Netzwerk muss korrekt terminiert werden. Andernfalls kann die Anlage
nicht in Betrieb genommen werden. Es muss sichergestellt werden, dass nur das letzte
Gerät in der PROFIBUS Kette terminiert ist.
44
Bedienungsanleitung BMGZ650A
13.2 Einstellen der PROFIBUS Adresse
Der Zugregler benötigt eine PROFIBUS Adresse, die ihn im gesamten PROFIBUS Netzwerk eindeutig kennzeichnet. Daher darf kein anderes PROFIBUS Gerät im Netzwerk die
selbe Adresse verwenden. Die Adresse muss im Bereich von 2...125 liegen.
Die PROFIBUS Adresse wird mit dem System Parameter Identifier eingestellt. (Siehe 9.4
Erklärung der Parameter). Wird der Systemparameter geändert, muss die Versorgungsspannung ausgeschaltet und wieder eingeschaltet werden.
14 PROFIBUS Schnittstellenbeschreibung
14.1 GSD Datei
Der PROFIBUS DP Master muss wissen, welche Geräte im PROFIBUS Netzwerk angeschlossen sind. Dazu wird die Gerätestammdatei (GSD) benötigt. Die GSD für die
BMGZ600A-serie Förderbandwaagen kann vom Internet von folgender Adresse bezogen
werden: http://www.fms-technology.com/gsd
Die GSD kann auf Wunsch auch auf Diskette bezogen werden. In diesem Fall kann Kontakt aufgenommen werden mit dem FMS Kundendienst.
Einlesen der GSD in den PROFIBUS DP Master
Wie die GSD in die Steuerung (DP Master) eingelesen wird, ist abhängig von der verwendeten Steuerung. Konsultieren Sie die Dokumentation der Steuerung für weitere Informationen.
Hinweis
Die GSD-Version muss mit der zugehörigen Firmware-Version des Zugreglers übereinstimmen. Andernfalls kann es zu Inbetriebnahmeproblemen kommen. Die Versionsnummern von Firmware und GSD stehen auf der Titelseite dieser Bedienungsanleitung.
14.2 BMGZ650A.P DP Slave Funktionsbeschreibung
Die Förderbandwaage BMGZ650A.P unterstützt eine PROFIBUS Anbindung, die das
PROFIBUS DP Protokoll nach EN 50170 unterstützt. Die Förderbandwaage funktioniert
dabei als DP Slave und die Steuerung als DP Master. Von der Steuerung müssen verschiedene Parameter eingestellt und eingehalten werden:
14.3 Initialparameter
Initialparameter werden bei der Initialisierung von der Steuerung zum Zugregler gesendet. Sie werden in der Regel mit dem Programmierwerkzeug der Steuerung für eine Anlage fix eingestellt.
Die ersten Bytes des Parameter Telegramms sind in der Norm EN 50170 definiert. Für
den Zugregler wird ein Benutzersegment von 4 Byte herstellerspezifisch definiert.
Byte
0
1
2
3
Verwendung
Initialparameter
Wert
0
0
0
0
45
Bedeutung
(Nicht benutzt)
(Nicht benutzt)
(Nicht benutzt)
(Nicht benutzt)
Bedienungsanleitung BMGZ650A
14.4 Konfiguration
Die Konfiguration bestimmt wie viel Nutzdaten (Byte und Word) in der zyklischen Übertragung von der Steuerung an die Förderbandwaage und von der Förderbandwaage an die
Steuerung gesendet werden. Sie wird in der Regel mit dem Programmierwerkzeug der
Steuerung für ein Programm fest eingestellt.
Um eine möglichst grosse Flexibilität beim Einsatz der Förderbandwaage sicherzustellen
sind mehrere verschiedene Module möglich. In einer Förderbandwaage kann nur ein Modul gleichzeitig aktiv sein.
Modul 1: Grundtelegramm
Von der Steuerung zur Förderbandwaage werden in jedem Datenzyklus 4 Bytes (2 Word)
übertragen und von der Förderbandwaage an die Steuerung auch 4 Bytes (2 Word).
Auftragstelegramm
(Master → Slave)
Antworttelegramm
(Slave → Master)
Byte 0
Funktionscode
Byte 1
Modulnummer
Byte 2
Leer
Byte 3
Leer
Funktionscode
Modulnummer Daten (Higher Daten (Lower
Byte)
Byte)
Modul 2: Reserviert
Modul 3: Grundtelegramm plus 4 Word Betriebswerte
Die Förderbandwaage antwortet mit den 4 Bytes des Grundtelegramm und zusätzlich
werden 4 Word Betriebswerte übermittelt (Total und Charge).
Auftragstelegramm
(Master → Slave)
Antworttelegramm
(Slave → Master)
Word 0
Total HW
(HB)/(LB)
Word 1
Total LW
(HB)/(LB)
Byte 0
Funktionscode
Byte 1
Modulnummer
Byte 2
Leer
Byte 3
Leer
Funktionscode
Modulnummer Daten (Higher Daten (Lower
Byte)
Byte)
Word 2
Word 3
Charge HW Charge LW
(HB)/(LB) (HB)/(LB)
Modul 4: Reserviert
14.5 Funktionscode
Master → Slave
Betriebswerte:
Wert
01
02
03
04
05
06
07
Bedeutung
Total HW
Total LW
Charge HW
Charge LW
Förderleistung
Bandgeschwindigkeit
A/D-Input-Wert brutto
Die Antwort der Förderbandwaage wird im zugehörigen Antworttelegramm übertragen.
46
Bedienungsanleitung BMGZ650A
15 Fehlersuche
Fehlerart
Charge wird nicht erhöht
Erste Zeile der Anzeige
blinkt
Anzeige „Offset Fehler!
Bitte quittieren!“
Anzeige „Offset Bereich!
Bitte quittieren!“
(Der Offset-Wert ist grösser
als ±8000 Digit)
Anzeige „Fehler Geschw.Erfassung!“
Anzeige „Err1 Rolle
negativer Istwert!“
Anzeige „Err2 Rolle
ist überlastet“
Anzeige „Err3 Ausgang
Rolle < min.“
Anzeige „Err4 Ausgang
Rolle > max.“
Anzeige „Band läuft nicht“
Ursache
Förderleistung ist < 5% Qmax
Förderleistung ist < 20% Qmax
Störungsbehebung
Förderleistung erhöhen
Bandbeschickung erhöhen
Förderleisutng ist > Qmax
Bei der Nullstellung unterscheiden sich alter und neuer Nullpunkt um mehr als 0.2% Qmax
Fehler während der Nullstellung
Bandbeschickung verkleinern
Meldung quittieren mit Taste CLR. Tritt die Meldung häufig auf, soll nach kürzeren Zeitabständen
neu tariert werden (siehe „7.4 Nullstellung“)
Meldung quittieren mit Taste CLR. Nullstellung
wiederholen
Meldung quittieren mit Taste CLR. Messlager
austauschen; Förderbandwaage neu kalibrieren
(siehe „10. Kalibrierung“)
Sicherstellen, dass das stehende Band an Ort bleibt
(z.B. mit Bremse o.ä.)
Meldung quittieren mit Taste CLR. Initiatoren und
Verkabelung überprüfen / ev. ersetzen
Verbindungskabel zu Messrolle überprüfen
Drähte an Klemmen 110/111 tauschen
Interne Verkabelung und Messlager der Messrolle
überprüfen
Rollenbelastung Messrolle überprüfen
Verbindungskabel zu Messrolle überprüfen
Messlager defekt
Band pendelt hin und her oder
Band läuft rückwärts
Initiatoren werden nicht sauber
erkannt
Kabelunterbruch
Fehler in der Verkabelung
Fehler in der Messrolle
Rollenbelastung zu gross
Kurzschluss im Kabel;
Eingangssignal >9.7mV
Analogausgang 1 wird mit
Werten < 0V angesteuert.
Die momentane Förderleistung
ist seit mehr als 5s negativ
Analogausgang wird mit Werten
> 10V angesteuert.
Die Nullstellung wurde bei
stehendem Band gestartet
Initiatoren oder Verkabelung
defekt
Initiatoren oder Verkabelung
defekt
Messrolle neu auf Null setzen (siehe „7.4 Nullstellung“)
Belastung der Messrolle kontrollieren;
Parameter Skalierung. Ausgang 1 anpassen
Förderband starten; Nullstellung erneut vornehmen
Initiatoren und Verkabelung überprüfen; ev. ersetzen
Keine Anzeige von Förderleistung oder Bandgeschwindigkeit
Förderband schaltet nicht ab Förderband ist leergelaufen,
beim automatischen Abwä- bevor der Chargen-Sollwert
gen einer Charge
erreicht wird
Initiatoren und Verkabelung überprüfen; ev. ersetzen
Fehlerart
Drucker druckt nicht
Störungsbehebung
Papierrolle ersetzen
Parameter RS232-Mode auf den jeweiligen Modus
setzen
Auswertelektronik aus- und wiedereinschalten
Drucker transportiert nicht
nach dem Rollenwechsel
Gesamtmengenzähler zeigt
unrealistische Zahl
Auf der Anzeige erscheint
keine Meldung
Ursache
Papier aufgebraucht
RS232 Schnittstelle falsch
parametriert
Drucker-Controller ist nicht
initialisiert
Pufferbatterie defekt
Stromversorgung nicht korrekt
Auswertelektronik defekt
47
Charge manuell stoppen;
anschliessend Parameter Vorabschaltwert geringfügig verkleinern
FMS Kundendienst benachrichtigen
Stromversorgung überprüfen / korrigieren;
Sicherungen in der Versorgungsleitung prüfen
FMS-Kundendienst benachrichtigen
Bedienungsanleitung BMGZ650A
16 Ersatzteilliste
16.1 Zusammenstellung flache Messrolle
Bild 28: Flache Messrolle
B650035d
48
Bedienungsanleitung BMGZ650A
16.2 Zusammenstellung gemuldete Messrolle
Bild 29: Gemuldete Messrolle. Bei Gurtbreiten über 1000mm können mehr als 1 Paar Kegelscheiben
angebracht sein.
B650034d
49
Bedienungsanleitung BMGZ650A
16.3 Stückliste
Pos.
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
Bezeichnung
Mittelrolle
Träger
Verschiebeteil
Montage-Winkel
Abdeckhaube
Kraftmesslager LMGZ203
Deckel A
Deckel B
-Deckel F
Papierdichtung LMGZ203
Impulsgeber Ø50, 4-zackig
-Seitenscheibe
Lagerungshülse
Deckel G
Typenschild
-V-Ring-Dichtung V-22A
Pendelkugellager 1203TV
Rillenkugellager 6009.2ZR
Nilos-Ring LSTO 45x75
Sicherungsring A17
Sicherungsring J40
Sicherungsring J75
Sicherungsring A45
-O-Ring 95x1.78
6kt.-Schraube M12x30
6kt.-Schraube M10x30
6kt.-Schraube M6x65
6kt.-Schraube M6x40
6kt.-Schraube M5x10
In-6kt.-Schraube M5x25
--
Pos.
Bezeichnung
36
-37
Zyl.-Schraube M4x8
38
Zyl.-Schraube M4x16
39
Gewindestift M8x6
40
6kt. Mutter M12, 0.5xD
41
6kt. Stop-Mutter M10
42
Unterlagscheibe M10
43
Unterlagscheibe M6
44
Unterlagscheibe M5
45
Unterlagscheibe Ø15/5.3x1.2
46
Federring M4
47
Zyl.-Blechschraube 4.2x6.5 F
48
Alu-Gehäuse A105
49
Initiator M12x1
50
Kabeldose 90°, 7-polig
51
Schaltflexkabel 2x2x0.25mm2
52
Kabelbinder
53
Anschlussklemmen MBK 2.5E
54
Deckel D-MBK 2.5E
55
Tragschiene gelocht NS15
56
Endhalter E_MBK 2.5E
57
Kabelverschraubung PG7
58
Kabelverschraubung PG11
59
Kabelverschraubung PG16
60
Kabelverschraubung M10
61
Gegenmutter PG16
62
Verschlussdeckel PG16
63
Kabelverschraubung PG11 1)
64
65
66
67
68
69
70
1) nur bei Version „K“ (mit Stahl-Schaltschrank)
50
Bedienungsanleitung BMGZ650A
17 Technische Daten
Auswertelektronik
Auswertung von 1 Messrolle
Min- und Max-Grenzwertrelais
Bandgeschwindigkeitserfassung
Bedienung
Anzeigemöglichkeiten
BMGZ650
ja
ja
ja
4 Tasten, LCD-Anzeige 2x16 Zeichen
Totale Fördermenge [t]
Tagesmenge bzw. Charge[t]
Momentane Förderleistung [t/h]
Bandgeschwindigkeit [m/s]
0...1000t: Auflösung 5kg
1000...10000t: Auflösung 10kg
10000...100000t: Auflösung 100kg
100000...1000000t: Auflösung 1000kg
0...1 Mio t: Auflösung 1000kg
-
Tagesmengen- bzw.
Chargenzähler
Gesamtmengenzähler
Drucker für Chargenprotokollierung
Analog-Ausgang
Relais-Impulsausgang
(z.B. für Fernzähler)
Schnittstelle RS232
Schnittstelle PROFI-BUS®
Messlageranschluss
Messlagerspeisung
Messlagersignal
Zykluszeit
Leistungsaufnahme
Temperaturbereich
Schutzart
Gewicht
Versorgungsspannung
Messlager (in der Messrolle)
Genauigkeitsklasse
Toleranz des Kennwerts
Temperaturkoeffizient
Temperaturbereich
Eingangswiderstand
Nennbereich Speisespannung
Nennkraft
Überlastsicherung
Bruchlast
Achsiale Belastbarkeit
-
Protokoll- oder A4 Drucker an RS232 (Option)
0...10V und 0/4...20mA frei skalierbar, 12 Bit
Kontaktbelastbarkeit 24VDC / 1A
Impulsdauer 100ms; max. 5 Zyklen / Sekunde
Option
Option
Für Messlager zu 350Ω
5VDC
0...9mV (max. 12.5mV)
4ms
7W (mit Drucker max. 20W)
-10...+40°C
IP54
1.5kg
24VDC (Standard)
230VAC (Option)
±0.3%
<±0.2%
±0.1% / K
–10...+60°C
350Ω
1...12V
abhängig von der max. Förderleistung (kundenspezifisch)
bei 150% Nennkraft
>1000% Nennkraft
20% Nennkraft
51
Bedienungsanleitung BMGZ650A
FMS Force Measuring Systems AG
Aspstrasse 6
8154 Oberglatt (Switzerland)
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