Montage- und Bedienungsanleitung

Montage- und Bedienungsanleitung
Montage- und Bedienungsanleitung
Dezentrales Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung
BAYERNLÜFTER Typ Comfort
BV-WRG-C
2015-01-11-15:02
www.BAYERNLUFT.de
Ihrem Gerät liegt ein gesondertes Beiblatt mit ergänzenden Hinweisen zur bereits gedruckten
Bedienungsanleitung bei. Es befindet sich auf der Rückseite des Warenausgangs-Kontrollscheines
und gilt als Bestandteil dieser Anleitung.
INHALTSVERZEICHNIS:
1
VORWORT .......................................................................................................................................... 5
2
SICHERHEITSHINWEISE ................................................................................................................... 5
2.1
GEFAHR EINES STROMSCHLAGES ........................................................................................... 5
2.2
GEFAHR VON HERABFALLENDEN EISZAPFEN ............................................................................ 6
2.3
GEFAHR VON RAUCHGASEN ................................................................................................... 6
2.4
VERLETZUNGSGEFAHR........................................................................................................... 6
2.5
REGIONALES RECHT .............................................................................................................. 6
3
BAUARTZULASSUNG ....................................................................................................................... 6
4
BESTIMMUNGSGEMÄßER EINSATZ................................................................................................ 6
5
LIEFERUMFANG................................................................................................................................. 6
6
NAMEN DER TEILE ............................................................................................................................ 7
7
BEDIENUNG UND PROGRAMMIERUNG.......................................................................................... 8
7.1
GERÄT ÖFFNEN ............................................................................................................................. 8
7.2
GERÄTE-SELBSTTEST AUSLÖSEN (STANDARDEINSTELLUNGEN WERDEN GESETZT) ............................ 8
7.3
SENSOFOIL-BEDIENFELD ............................................................................................................... 9
7.4
GRUNDFUNKTIONEN ...................................................................................................................... 9
7.4.1 Ein- / Ausschalten ................................................................................................................... 9
7.4.2 Leistung wählen ...................................................................................................................... 9
7.4.3 Leistung fixieren (optional mit Feuchtesensoren)................................................................... 9
7.4.4 Timer-MAX-Betrieb (Intensivlüftung) ...................................................................................... 9
7.4.5 Wiederholungs-Funktion (Repeat)........................................................................................ 10
7.5
SPEZIELLE FUNKTIONEN .............................................................................................................. 10
7.5.1 Programmierung der Timer-MAX-Taste................................................................................ 10
7.5.2 Tastenbestätigungs-Ton.........................................................................................................11
7.5.3 Kindersicherung .....................................................................................................................11
7.5.4 Abtaufunktion .........................................................................................................................11
7.5.5 Windows-Konfigurations-Tool ................................................................................................11
7.5.6 Externe Ansteuerung der Timer-MAX-Funktion.....................................................................11
7.5.7 Einlegen der Speicherschutz-Batterie .................................................................................. 12
7.6
SENSOR-STECKPLÄTZE ............................................................................................................... 12
8
MONTAGE DES GERÄTES .............................................................................................................. 12
8.1
AUSWAHL DES RICHTIGEN MONTAGEORTES................................................................................... 12
8.2
EMPFOHLENE HILFSMITTEL Z.B. BEI ZIEGELWÄNDEN...................................................................... 13
8.3
MONTAGE OHNE GEEIGNETE AUßENWAND ..................................................................................... 13
8.4
MARKIERUNG DER BOHRLÖCHER.................................................................................................. 14
8.5
BOHREN DER FRISCH- UND FORTLUFTLÖCHER .............................................................................. 14
8.6
EINSCHIEBEN DER ROHRE IN DIE WAND ........................................................................................ 15
8.7
EINSCHÄUMEN DER ROHRE .......................................................................................................... 15
8.8
STROMANSCHLUSS ...................................................................................................................... 16
8.8.1 Steckernetzteil ...................................................................................................................... 16
8.8.2 Unterputz-Netzteil (unsichtbare Stromzufuhr) ...................................................................... 16
8.9
ROHRÜBERGANG ABDICHTEN (! - W ICHTIG - !) ............................................................................... 16
8.10
BEFESTIGUNG DER AUßENBLENDEN.............................................................................................. 17
9
FUNKTION DES AUTOMATISIERTEN FROSTSCHUTZES............................................................ 17
10
WARTUNG UND REINIGUNG .......................................................................................................... 17
10.1
FILTERMATERIAL .......................................................................................................................... 17
Seite 3 von 26
10.2
10.3
10.4
FILTERWECHSEL .......................................................................................................................... 18
REGELMÄßIGE REINIGUNG ........................................................................................................... 18
REINIGUNG DES W ÄRMETAUSCHERS ............................................................................................ 18
11
STÖRUNGSBESEITIGUNG.............................................................................................................. 19
12
WISSENSWERTES SOWIE TIPPS & TRICKS ................................................................................ 19
12.1
GRUNDLAGEN ............................................................................................................................. 19
12.2
FEUCHTE RÄUME......................................................................................................................... 19
12.3
SCHLAFZIMMER ........................................................................................................................... 20
12.4
ENERGIEEINSPARUNG .................................................................................................................. 20
BEHAGLICHKEIT ........................................................................................................................................ 20
12.5
KONDENSWASSER UND EISZAPFEN............................................................................................... 21
13
ERWEITERUNGEN ........................................................................................................................... 21
14
SOFTWARE-UPDATE....................................................................................................................... 21
15
ENTSORGUNG ................................................................................................................................. 21
16
TECHNISCHE DATEN ...................................................................................................................... 22
17
GARANTIE ........................................................................................................................................ 22
18
KONFORMITÄTSERKLÄRUNG....................................................................................................... 23
19
MONTAGEBOHRUNGEN ................................................................................................................. 24
20
KURZANLEITUNG ............................................................................................................................ 25
21
PLATZ FÜR IHRE NOTIZEN............................................................................................................. 26
Seite 4 von 26
1
Vorwort
Sowohl bei Neubauten als auch bei energetischen Sanierungsmaßnahmen wird inzwischen auf eine
dichte Gebäudehülle geachtet. Der Entfall von Zugluft durch Ritzen und Spalten führt nicht nur zu einer
entsprechenden Energieeinsparung sondern steigert auch in erheblichem Maße die Behaglichkeit.
Besonders im Sanierungsbereich wird dabei leicht übersehen, dass dichte Fenster und Türen mit
besonderen Anforderungen an das Lüftungsverhalten einhergehen. Ein zu geringer Luftwechsel führt zu
einer Anreicherung der Raumluft mit Schadstoffen (Sick-Building-Syndrom) und vor allem von
Feuchtigkeit. Letztere bildet die Grundlage für feuchte Wände und Schimmelpilz-Wachstum. Selbst wenn
man die Wohnung durch häufige Fensterlüftung schimmelfrei halten kann, so bedeutet dies im Gegenzug
nur, dass die ursprünglich einzusparen gehoffte warme Luft doch wieder durch das Fenster hinaus
gelüftet wird. Die hereingelassene kalte Frischluft muss jedes Mal erneut von der Heizung erwärmt
werden, was sich erst in der Heizkostenabrechnung wieder spiegelt.
Abhilfe schafft das Lüften mittels kontrollierter Wohnraumlüftung (KWL) mit integrierter Wärmerückgewinnung (WRG). Durch den darin enthaltenen Wärmetauscher (WT) strömt sowohl die hereinkommende als auch die hinausgehende Luft, während sie durch feine Lamellen voneinander getrennt ist.
Die Wärme überträgt sich dabei mit einer Wärmerückzahl von bis zu 90% von der warmen auf die kalte
Luftmasse. In einem konkreten Praxis-Beispiel strömt Frischluft mit einer Außentemperatur von 0°C ins
Gerät. Diese wird mit der Energie der abgesaugten, 20°C warmen Raumluft erwärmt und strömt
vorgewärmt mit beispielsweise 15°C (bis zu 18°C sind möglich) in den Raum. Die Differenz zwischen 0°C
(Fensterlüftung) zu den 15°C (mit WRG) stellt eine sofort sichtbare Ersparnis dar.
Da beim Abkühlen der warmen Raumluft im Winter auch der Taupunkt unterschritten wird, kann
Luftfeuchtigkeit im Wärmetauscher auskondensieren und nach außen abgeleitet werden. Dies stellt einen
entscheidenden Schritt in Richtung Schimmelfreiheit dar. Darüber hinaus erlaubt die stufenlose
Leistungsregulierung eine individuelle Anpassung an die Raum-Feuchteemissionen. In einem
Kinderzimmer wird das Gerät mit sehr viel weniger Leistung betrieben als in einer Küche, in der es
gerade dampft.
Wärmerückgewinnung wirkt übrigens auch im Sommer! Da der Wärmetauscher immer wie eine Art
„Temperaturbarriere“ wirkt, bleibt auch die große Sommerhitze beim Lüften draußen. Lassen Sie Ihre
Rollläden künftig tagsüber geschlossen (keine solare Einstrahlung) - das Lüften übernimmt ab jetzt Ihr
neues Lüftungsgerät und sorgt dafür, dass beim Lüften nicht mehr so viel Wärme in den Raum gelangt.
Allergiker profitieren von den optional erhältlichen Pollenfiltern und sogar eine Bestückung mit günstigen
Aktivkohle-Filtern ist möglich (z.B. bei Geruchs- und Abgasbelastung).
Dieses Gerät verfügt über einen sehr universellen I²C-Bus, für den bereits optionale Feuchtesensoren
erhältlich sind. Sofern diese eingesteckt sind (auch einfach nachrüstbar), ermöglichen Sie dem Gerät
einen vollautomatischen Betrieb, der die Lüftungsleistung intelligent an die Umgebungsverhältnisse
anpasst.
Freuen Sie sich also auf den Betrieb Ihres neuen Lüftungsgerätes mit WRG, das speziell hinsichtlich der
Wünsche unserer Kunden optimiert wurde und somit für noch mehr Komfort und Lebensqualität sorgt.
2
Sicherheitshinweise
Für einen sicheren Umgang und lange Freude am Gerät, lesen Sie dieses Anwenderhandbuch bitte
zunächst sorgfältig und vollständig durch, bevor Sie das Gerät montieren und in Betrieb nehmen. Bitte
bewahren Sie diese Anleitung für sich und künftige Anwender auf. Eine stets aktualisierte PDF-Version
halten wir auf unserer Internetseite zum Download bereit.
2.1
Gefahr eines Stromschlages
Das im Standard-Lieferumfang enthaltene Steckernetzteil darf nur in eine passende Steckdose gesteckt
werden, sofern es unbeschädigt und trocken ist. Ein als Zubehör erhältliches Unterputz-Netzteil darf nur
von einer qualifizierten Elektro-Fachkraft an die Netzspannung angeschlossen werden. Setzen Sie das
Netzteil keinesfalls Feuchtigkeit oder mechanischen Belastungen aus. Betreiben Sie das Gerät nie ohne
Netzteil! Das direkte Anschließen an eine Steckdose führt zwangsweise zur Zerstörung des Gerätes! Für
Schäden, die durch falschen Anschluss bzw. unsachgemäße Handhabung entstehen, wird nicht gehaftet.
Seite 5 von 26
2.2
Gefahr von herabfallenden Eiszapfen
Häufig wird dieses Gerät zur Bekämpfung von Schimmel und feuchten Wänden eingesetzt. Bitte
beachten Sie, dass es besonders im ersten Winter (wenn die Wände noch feucht sind) zu einer
verstärkten Bildung von Eiszapfen an der äußeren Tropflippe kommen kann. Da auch im künftigen
Betrieb die Bildung von Eiszapfen nie ausgeschlossen ist, empfehlen wir die Montage an einem Ort, an
dem eine Gefährdung durch herabstürzende Eiszapfen ausgeschlossen ist (z.B. keinesfalls im Bereich
über Eingangstüren). Andernfalls sind die Eiszapfen jeweils rechtzeitig zu entfernen.
2.3
Gefahr von Rauchgasen
In Räumen mit Feuerstätte muss sichergestellt sein, dass diese raumluftunabhängig arbeitet. Ihr
Schornsteinfeger hilft Ihnen im Zweifelsfall bei der Beurteilung und kann u.U. den Einsatz einer
Sicherheitseinrichtung fordern. Einen günstigen Rauchgas-Thermostat finden Sie zu diesem Zweck in
unserem Online-Shop. Auch wenn dieses Gerät im Normalbetrieb druckneutral arbeitet, so schreibt der
Gesetzgeber dies trotzdem für den Fall einer Fehlfunktion vor.
2.4
Verletzungsgefahr
Achten Sie bereits vor der Montage des Gerätes auf eine ordnungsgemäße Sicherung des
Arbeitsbereiches. Führen Sie keine Arbeiten aus, durch die Personen oder Gegenstände zu Schaden
kommen könnten z.B. durch herabfallendes Werkzeug oder Arbeiten auf wackeligen Leitern.
2.5
Regionales Recht
Unterschiedliche Länder haben unterschiedliche Rechtsvorschriften. Bitte halten Sie die für Ihr Land
gültigen Bestimmungen ein, auch wenn diese nicht explizit in dieser Anleitung erwähnt werden.
3
Bauartzulassung
Für dieses neue Gerät ist eine DIBt-Zulassung erst in Vorbereitung. Bitte beachten Sie, dass z.B. die KfW
üblicherweise eine Zulassungsnummer voraussetzt, um Fördermittel freizugeben. Da die Fördermöglichkeiten in Zeiten leerer Staatskassen jedoch ohnehin oft nur gering ausfallen (z.B. zinsgünstiges Darlehen
zur Finanzierung), ist es angesichts der effektiven Energieeinsparung durch das Gerät oft nicht zweckdienlich unbedingt auf eine Förderung zu bestehen. Bitte erkundigen Sie sich jedoch im Zweifelsfall ob
diese Zulassung für Ihr Bauvorhaben erforderlich ist.
4
Bestimmungsgemäßer Einsatz
Dieses dezentrale Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung dient zur Belüftung und dem Feuchteschutz
von Innenräumen. Es wechselt bis zu 20 m³ Raumvolumen pro Stunde. Bei einem kleinen Raum mit z.B.
16 m² Wohnfläche und 2,5 m Zimmerhöhe würde somit das Raumvolumen von 40 m³ (16 m² x 2,5 m)
rund alle 2 Std. gewechselt werden (40 m³ / 20 m³). Da kaum jemand in der Vergangenheit alle 2 Stunden
(Tag und Nacht) stoßgelüftet haben dürfte, wird schnell ersichtlich, welchen Gewinn diese KWL darstellt
und weshalb das Gerät von vielen Kunden, selbst bei deutlich größeren Räumen, nicht ständig auf
-1
größter Stufe betrieben wird. Zum reinen Feuchteschutz (Luftwechsel 0,2 h lt. DIN 1946-6) könnten 100
m³ Raumvolumen belüftet werden, was bei 2,50 m Zimmerhöhe bis ca. 40 m² Wohnfläche ausreichend
wäre. Wir empfehlen die Raumwerte durch geeignete Messgeräte zu überwachen. Bei besonders großen
Räumen oder hohen Emissionen können mehrere Geräte im Raum verteilt werden.
5
Lieferumfang
Bitte prüfen Sie anhand folgender Stückliste die Vollständigkeit des Lieferumfanges:
1 x Lüftungsgerät
1 x 12 Volt Netzteil
2 x Kunststoff-Rohre Ø 50 mm x 500 mm
4 x Schaumstoffringe (mit Kern)
2 x Außenblenden (mit / ohne Tropflippe)
4 x Dübel + Schrauben
2 x Staubfilter G3 (Standard)
1 x Lithium-Batterie CR2032 (ggf. in der Platine)
1 x Bohrschablone
1 x Montage- und Bedienungsanleitung
1 x Frostschutz-Schieber mit Fenster + Vlies
1 x Frostschutz-Schieber geschlossen
Seite 6 von 26
6
Namen der Teile
11
14
19
20
4
5
6
7
14
12
20
8
2
14
18
12
3
13
13
15
18
1
17
12
12
13
20
20
9
10
16
[Abb. 1: Geöffnetes Gerät]
[1] Wärmetauscher
[2] Abluft-Motor
[3] Frischluft-Motor
[4] Frostschutz-Motor
[5] Frostschutz-Schieber
[6] Abluft-Filter
[7] Frischluft-Filter
[8] Frischluft-Rohr
[9] Fortluft-Rohr
[10] Zuluft-Schlitze
[11] Abluft-Schlitze
[12] 4 Befestigungslöcher
[13] 3 Sensor-Steckplätze
[14] 3 Motor-Steckplätze
[15] Elektronik-Platine
[16] Buchse für 12V DC
[17] Kondensatfolie
[18] 2 freie Fächer
[19] Schallschutzwand
[20] 2 Magnetschnäpper
Seite 7 von 26
Leistungswahl-Bereich
Power-Taste
Timer-MAX-Taste
[Abb. 2: Bedienfeld]
3
1
2
5
4
5 4 3 2 1
[Abb. 3: Elektronik-Platine]
(Die Abbildung kann geringfügig abweichen)
[1] 12 Volt-Buchse
[2] 12 Volt-Klemmleiste
[3] USB-Schnittstelle
7
7.1
[4] Klemme zur externen Ansteuerung
[5] Batteriehalterung für 1 Lithium CR2032
Bedienung und Programmierung
Gerät öffnen
Fassen Sie nicht in laufende Lüftermotoren. Wir empfehlen daher das Gerät vor dem Öffnen abzustellen.
Die Gerätetür wird innenseitig von zwei Magnet-Schnäppern gehalten, während sich auf der rechten
Seite das Scharnier befindet. Um das Gerät zu öffnen ziehen Sie kräftig an der links leicht überstehenden
Tür. Achten Sie beim späteren Schließen darauf, dass die Kondensatfolie vor dem Wärmetauscher
aufrecht ist und beide Magnete einschnappen.
7.2
Geräte-Selbsttest auslösen (Standardeinstellungen werden gesetzt)
Seit Firmware 1329000C.hex startet der Selbsttest nicht mehr automatisch, nachdem das Gerät vom
Stromnetz getrennt war. Stattdessen läuft es danach automatisch auf der zuletzt gewählten Leistung
weiter.
Da das Gerät beim Selbsttest in die Werkseinstellungen zurückgesetzt wird, führen Sie diesen bitte nicht
durch, sofern Sie Ihr Gerät vorparametriert (z.B. mit Feuchtesensoren) erhalten haben. Die Einstellungen
würden ansonsten verloren gehen und müssten von Ihnen neu gesetzt werden.
Um den Selbsttest (z.B. auf Anweisung unseres Support-Personals) auszulösen bleiben Sie ca. 9
Sekunden auf der Power-Taste, bis das Gerät 4 Tonsignale gegeben hat. Lassen Sie dann die PowerTaste los.
Sobald Sie die Taste losgelassen haben, wird das Gerät einen kurzen Ton geben.
Danach werden die Sensorsteckplätze der Reihe nach auf Funktion geprüft:
Fortluft (rechts unten) – Frischluft (rechts oben) – Abluft (links oben) – Zuluft (links unten)
Seite 8 von 26
Die Töne unterscheiden sich wie folgt:
Kurzer Ton Sensor vorhanden und einsatzbereit
Langer Ton Sensor nicht vorhanden oder defekt
In der üblichen Konfiguration mit einem Temperatursensor (Frostschutz) würden sich die Tonsignale also
wie folgt anhören: lang - kurz - lang - lang
Ist Ihr Gerät mit Feuchtesensoren bestückt, ergibt sich folgende Reihenfolge:
lang - kurz - kurz - kurz
Nach den Tonsignalen werden noch der obere Frostschutz-Motor, der rechte Frischluft-Motor und der
linke Abluft-Motor gestestet, bevor das Gerät mit 3 Tonsignalen den Selbsttest beendet.
7.3
Sensofoil-Bedienfeld
Zur Bedienung Ihres Gerätes kommt eine berührungssensible Sensorfläche zum Einsatz. Machen Sie
sich zu Beginn mit deren Funktion vertraut, indem Sie das Gerät einschalten und mehrfach verschiedene
Leistungsstufen auswählen. Sie werden feststellen, dass der erforderliche Fingerdruck nicht all zu hoch
ist. Entscheidend ist, dass die Berührung aus Sicherheitsgründen erst nach einer Druckdauer von
0,5 Sekunden übernommen wird. Eine kurze unabsichtliche Berührung bleibt somit folgenlos. Im
Auslieferzustand wird jeder akzeptierte “Tastendruck” durch ein kurzes akustisches Signal quittiert. In
einem späteren Kapitel werden Sie erfahren, wie dieser Ton auf Wunsch deaktiviert werden kann.
7.4
Grundfunktionen
7.4.1 Ein- / Ausschalten
Ein entsprechend langer Druck (1/2 sec.) auf die Power-Taste schaltet das Gerät ein. Es läuft jetzt wieder
mit der Leistung, bei der es zuletzt ausgeschalten wurde. Die rote LED signalisiert ein kurzes Blitzen im
Sekundentakt.
Zum Ausschalten drücken Sie die Power-Taste erneut.
7.4.2 Leistung wählen
Drücken Sie mit dem Finger an eine Stelle auf dem keilförmigen Leistungswahl-Bereich (links kleine
Leistung, rechts große Leistung). Die Leistung kann nahezu stufenlos zwischen Minimum und 100%
gewählt werden. Die Aufteilung verläuft linear zum Luftdurchsatz, so dass bei einem Druck in die Mitte
des Bereiches auch der halbe Maximaldurchsatz gelüftet wird.
7.4.3 Leistung fixieren (optional mit Feuchtesensoren)
In einem automatischen Feuchteprogramm (Kellermodus / Behaglichkeitsmodus) kann das Gerät die
Leistung selbständig ändern. Möchten Sie die Automatik vorübergehend deaktivieren und eine Leistung
manuell fixieren, so drücken Sie rund 3 Sekunden auf die entsprechende Stelle am keilförmigen
Leistungswahl-Bereich, bis das Gerät einen doppelten Ton ausgibt. Es leuchten nun alle 3 LED’s und das
Gerät wird die gewählte Leistung dauerhaft beibehalten. Soll die Automatik wieder frei gegeben werden,
so genügt ein kurzer Druck auf eine beliebige Stelle des Keils, bis das Gerät einen Ton ausgibt.
7.4.4 Timer-MAX-Betrieb (Intensivlüftung)
Die Timer-MAX-Taste ist werkseitig mit den Parametern (Leistung = 100% und Intervall = 1 Std.) belegt.
Diese Programmierung kann (wie in einem späteren Kapitel beschrieben) geändert werden.
Mit jedem Druck auf die MAX-Taste erhöht sich der Timer, mit dem das Gerät beispielsweise auf voller
Leistung läuft, um einen Intervall-Schritt (werkseitig 1 Std.). Auf der Platine leuchtet jetzt zusätzlich zur
grünen LED die blaue Timer-LED.
Anwendungsbeispiel 1 (stärkere Lüftung zeitlich begrenzt):
Das Gerät hängt in einer Küche und läuft mit 20% Leistung im Dauerbetrieb. Nachdem mit viel Dampf
und Geruch gekocht wird, soll zwei Stunden lang intensiv gelüftet werden = 2 x MAX-Taste drücken. Nach
Ablauf der zwei Stunden kehrt das Gerät automatisch auf die 20% Grundlüftung zurück.
Um die Intensiv-Lüftung vorzeitig zu verlassen, drücken Sie auf den keilförmigen Leistungswahl-Bereich
oder schalten Sie das Gerät mit der Power-Taste aus.
Seite 9 von 26
Anwendungsbeispiel 2 (schwächere Lüftung zeitlich begrenzt):
In einem Konferenzraum legen Sie Wert auf gute Luftqualität, weshalb das Gerät zwischen den Meetings
mit voller Leistung betrieben wird. Um das Lüftungsgeräusch für die Dauer der Konferenz unter die
Hörschwelle im Raum abzusenken, haben Sie die Belegung der MAX-Taste (wie in einem späteren
Kapitel beschrieben) wie folgt geändert: Leistung 40% und Intervall = 2 Std.
Zu Beginn der Konferenz genügt nun ein einziger Tastendruck auf die MAX-Taste um die Leistung
temporär für 2 Stunden zu reduzieren. Ohne es vergessen zu können, kehrt das Gerät nach Ablauf der
Zeit wieder in die Intensivlüftung zurück. Diese Funktion ist auch für Heimkinos beliebt.
7.4.5 Wiederholungs-Funktion (Repeat)
Die Elektronik Ihres BAVARIAVENT-Lüftungsgerätes ist mit einer internen Uhr versehen, welche es Ihnen
erlaubt, täglich wiederkehrende Lüftungsvorgänge zu automatisieren. Um die Wiederholungs-Funktion zu
aktivieren, drücken Sie bitte nach dem setzen des Timers rund 3 Sekunden lang (2-facher Ton) auf die
MAX-Taste (nicht länger als 6 Sekunden).
Anwendungsbeispiel (täglich wiederkehrende Intensivlüftung):
Das Gerät hängt in einem Schlafzimmer und läuft nachts mit 20% Leistung sehr ruhig im Dauerbetrieb.
Nach dem Aufstehen möchten die Bewohner dass 10 Stunden lang mit 100% Leistung gelüftet wird, um
bis zum Abend das Raumvolumen mehrfach gegen frische Luft zu wechseln und angereicherte
Feuchtigkeit auszuleiten. Die Programmierung der MAX-Taste befindet sich im Auslieferzustand (Leistung
= 100% und Intervall = 1 Std.).
Es genügt nun ein einziges Mal die folgenden Schritte durchzuführen, um das tägliche Lüften zu automatisieren:
Wählen Sie zur gewünschten Einschaltzeit (nach dem Aufstehen) im Leistungswahl-Bereich die
gewünschte Grundlüftung von z.B. 20% für die Nacht aus. Drücken Sie jetzt 10 mal auf die Timer-MAXTaste um das 10-stündige intensive Intervall zu starten. Drücken Sie nun erneut auf die Timer-MAX-Taste
und halten Sie diese für min. 3 Sekunden gedrückt (2x Ton). Sie haben damit bereits die WiederholungsFunktion aktiviert und das Gerät wird ab jetzt alle 24 Std. für 10 Stunden intensiv lüften, bevor es in der
restlichen Zeit wieder in die Grundlüftung zurück kehrt. Auf der Platine leuchtet die grüne Betriebs-LED,
und die blaue Timer-LED blinkt.
Um den Wiederholungsmodus zu verlassen, drücken Sie erneut ca. 3 Sekunden die Timer-MAX-Taste,
bis das Gerät wieder 2x piept. Bei aktiviertem Wiederholungsmodus kann durch einen kurzen Druck auf
die Timer-MAX-Taste zwischen den beiden Leistungsstufen gewechselt werden.
Hinweis:
Sollten Sie während des Timer-Betriebes die Leistung durch einen Druck auf den keilförmigen
Leistungswahl-Bereich manuell verändern oder das Gerät ausschalten, so geht hierdurch die TimerProgrammierung nicht verloren. Sie können also beispielsweise im Schlafzimmer während der IntensivLüftung die Leistung reduzieren um einen Mittagsschlaf in ruhiger Umgebung abzuhalten. Das Gerät wird
trotzdem am nächsten Morgen wieder zur Intensiv-Lüftung übergehen.
Die blaue LED hat zwei Blink-Geschwindigkeiten:
Lang = Der Timer ist aktiv und das Gerät lüftet in der für die MAX-Taste hinterlegten Intensität
Kurz = Der Timer ist aktiv und das Gerät lüftet in der Intensität vor dem Drücken der MAX-Taste (Sleep)
7.5
Spezielle Funktionen
7.5.1 Programmierung der Timer-MAX-Taste
Der Timer-MAX-Taste können zwei Werte zugewiesen werden:
a) Leistung zuweisen
Wählen Sie die gewünschte Leistung durch einen Druck auf den keilförmigen Leistungswahl-Bereich aus.
Drücken und halten Sie nun die MAX-Taste rund 6 Sekunden lang, bis 3 Töne zu hören waren. Lassen
Sie nun die Taste los und der Wert wird gespeichert.
b) Timer-Intervall zuweisen
Im Auslieferzustand beträgt das Intervall 1 Stunde. Um das Intervall pro Tastendruck auf beispielsweise
5 Stunden zu erhöhen, drücken Sie die MAX-Taste 5x. Danach drücken und halten Sie die MAX-Taste ca.
Seite 10 von 26
9 Sekunden, bis das Gerät 4x piepst. Der Wert wurde gespeichert und in Zukunft reicht ein Tastendruck
um 5 Stunden intensiv zu lüften.
Hinweis: Wenn Sie den o.g. Schritt b) erneut durchführen, so ist die MAX-Taste bereits mit 5 Std. pro
Tastendruck programmiert. Würden Sie die Taste also beispielsweise jetzt 2x drücken und dann durch
langes Halten den Wert wieder speichern, so haben Sie die MAX-Taste mit 10 Stunden (2 x 5 Std.)
belegt. Möchten Sie die Taste mit einem kürzeren Wert belegen, so führen Sie zunächst eine
Rückstellung wie im Kapitel „Auf Standardeinstellungen zurücksetzen“ beschrieben durch.
7.5.2 Tastenbestätigungs-Ton
Um den serienmäßigen Tastenbestätigungs-Ton ein-/auszuschalten drücken Sie bitte auf die Power-Taste
und halten Sie diese für min. 3 Sekunden gedrückt (2x Ton).
Hinweis:
Sobald Sie in den Programmiermodus (z.B. für die Timer-MAX-Taste) gehen, aktiviert sich der
Tastenbestätigungs-Ton temporär um Ihnen die Programmierung zu erleichtern. Sobald Sie den
Programmiermodus verlassen, lässt sich das Gerät wieder ohne Piep-Ton bedienen, sofern der Ton
vorher deaktiviert war.
7.5.3 Kindersicherung
Drücken und halten Sie die Power-Taste ca. 6 Sekunden, bis das Gerät 3x piepst. Das Bedienfeld ist nun
gesperrt und lässt sich nur mit der selben Vorgehensweise wieder entsperren.
7.5.4 Abtaufunktion
Wurde z.B. übersehen den Frostschutz-Schieber neben dem Frostschutz-Motor rechtzeitig bei Winterbeginn zu entfernen, so kann es zu einer Vereisung im Wärmetauscher kommen. Diese ruft keine
Beschädigung hervor, da das Eis nach dem Verschließen der Fortluftkanäle nicht weiter wächst. Es geht
jedoch Wirkungsgrad verloren und das Gerät muss manuell abgetaut werden.
Da während des Abtauvorganges eine erhebliche Menge Schmelzwasser frei werden kann, sollten Sie
vorher überprüfen ob das Fortluftrohr frei und nicht auch mit Eis verschlossen ist. Dieses müsste vorher
z.B. mit kochendem Wasser abgetaut werden (Vorsicht Verbrühgefahr). Bitte verwenden Sie keinen Fön
o.ä. da dies den Wärmetauscher beschädigen könnte.
Zum Start der Abtaufunktion drücken Sie bei laufendem Gerät die Timer-MAX-Taste bis das Gerät 5x
hintereinander gepiepst hat. Verschließen Sie das obere Frischluftrohr mit einem der beiden
aufbewahrten Schaumstoff-Kerne (Kapitel Montage) oder mit einem Lappen.
Die Abtaufunktion endet automatisch nach einer Stunde, kann jedoch auch früher mit der Power-Taste
beendet werden. Bitte beachten Sie, dass in diesem Modus eine Asymmetrie zwischen Frisch- und
Fortluft herrscht, was zu einem leichten Unterdruck im Raum führen kann. Entfernen Sie den Stopfen aus
dem Frischluftrohr.
7.5.5 Windows-Konfigurations-Tool
Eine sehr komfortable Möglichkeit zur Programmierung bietet unser Windows-Tool zur Kommunikation
über die USB-Schnittstelle. Die Dokumentation dazu befindet sich bei der Software, die von unserer
Homepage herunter geladen werden kann: www.bayernluft.de/support
7.5.6 Externe Ansteuerung der Timer-MAX-Funktion
Seit Softwareversion 13080000 (Update kostenlos auf unserer Homepage) kann das Gerät durch externe
Taster, Schalter oder Relais ferngesteuert werden. Diese Funktion ist sehr nützlich wenn das Gerät z.B.
nicht direkt im Raum zugänglich ist, es über das Relais eines Lichtschalters (Toilette) oder Bewegungsmelders (Raucherzimmer) angesteuert werden soll oder die Bewohner mehrere Geräte gleichzeitig z.B.
beim Verlassen des Gebäudes in die Intensivlüftung schicken möchten (viele weitere Anwendungen
möglich).
Auf Abbildung Nr. 3 dieser Anleitung (Platine) ist die grüne Klemmleiste Nr. 4 zu erkennen. Wird zwischen
Pin 1+2 der Kontakt geschlossen, so hat es dieselbe Funktion, als wenn am Gerät die Timer-MAX-Taste
gedrückt wird, welche in Leistung und Dauer frei programmierbar ist. Dabei gibt es folgende
Anwendungsmöglichkeiten:
Seite 11 von 26
•
•
Wird der Kontakt >0,5 aber <3 Sekunden geschlossen, so erkennt das Gerät dass ein Taster
bedient wurde und pro Tastendruck wird das Intervall um einen Intervallzeitraum verlängert. Im
Auslieferzustand bringt also jeder Tastendruck 1 Std. Intensivlüftung mit 100% Leistung.
Wird der Kontakt >3 Sekunden geschlossen, so erkennt das Gerät dass entweder ein Schalter
oder ein Relais angeschlossen ist und bleibt solange in der Intensivlüftung, wie der Kontakt
geschlossen ist. Hierbei kann über das Windows-Tool auch eine Nachlaufzeit definiert werden, so
dass z.B. nach dem Abfallen eines Relais, das mit dem Lichtschalter einer Bad-Beleuchtung
gekoppelt ist, das Gerät nicht sofort in die Grundlüftung zurückkehrt.
Bitte schließen Sie an die beiden Pins der Klemme nur Schalter, Taster, Relais o.ä. an und legen Sie
keine Spannung an, da dies die Zerstörung der Platine zur Folge hätte.
7.5.7 Einlegen der Speicherschutz-Batterie
Grundsätzlich kann das Gerät ohne eingelegte Batterie verwendet werden. Das Betriebssystem sowie die
werkseitigen Parameter befinden sich in einem nicht flüchtigen Speicher.
Da das Gerät über einen integrierten Timer verfügt, der bei Stromausfall stehen bleiben würde, kann für
dessen Backup eine Lithium Batterie vom Typ CR2032 in die Halterung auf der Platine eingelegt werden.
Dies erspart z.B. nach einem Gewitter das erneute Starten des Timer-Repeat-Betriebes.
Auf der Platine befinden sich empfindliche Schaltkreise, die nicht berührt werden sollten. Es ist ratsam
vor dem Herausziehen der Elektronik einen geerdeten Gegenstand anzufassen (Wasserhahn, Heizkörper
o.ä.) um eine evtl. statische Ladung abzuleiten.
Um die Batterie einzulegen ziehen Sie die Platine ca. 4-5 cm aus dem Gerät heraus. Die Halterung
befindet sich nun auf der rechten Seite. Legen Sie die Batterie mit dem Plus-Pol (+) nach rechts in die
Halterung ein (Aufschrift der Batterie lesbar) und drücken Sie diese leicht fest. Schieben Sie danach die
Platine in ihr Fach zurück.
Die interne Uhr läuft dank der Batterie also auch bei Stromausfall weiter. Die automatische Umstellung
zwischen Sommer-/Winterzeit erfordert jedoch, dass das Gerät zum Umschalt-Zeitpunkt per 12 Volt
Netzteil mit Strom versorgt wird, da nur dann der Hauptprozessor aktiv ist.
7.6
Sensor-Steckplätze
Ihr Lüftungsgerät verfügt über drei Steckplätze, von denen der rechte obere bereits im Auslieferzustand
mit einem Temperaturfühler bestückt ist. Bitte versuchen Sie nicht den Sensor heraus zu ziehen, da
dieser zum Schutz vor Kondenswasser versiegelt ist. Die restlichen beiden Steckplätze links vom
Wärmetauscher dienen der Aufnahme von optionalen Feuchtesensoren.
8
Montage des Gerätes
Bitte beachten Sie, dass Abweichungen von nachfolgender Beschreibung in Abhängigkeit Ihres
Maueraufbaus möglich sind! Fragen Sie im Zweifel beim Errichter Ihrer Wände nach.
8.1
Auswahl des richtigen Montageortes
Ihr Lüftungsgerät sollte möglichst direkt an einer Außenwand montiert werden. Dies ermöglicht kürzeste
Rohrwege und eine sehr einfache Montage.
Da die Raumluft üblicherweise bei einer Heizquelle aufsteigt und an der kühleren Außenwand absinkt,
saugt das Gerät oben die verbrauchte Luft ab und bläst die frische Luft unten ein. Somit verstärkt es die
natürliche Raumzirkulation, was zu einer guten Vermengung der frischen Luft mit der Raumluft führt.
Besondere Zugerscheinungen sind dabei übrigens nicht zu befürchten. Im Gegenteil sorgt die bessere
Luftzirkulation oft für weniger kalte Füße, da sich die warme Luft nicht mehr nur unter der Zimmerdecke
staut.
Folgende Punkte sind hauptsächlich bei der Auswahl des Montageortes zu beachten:
•
•
Montieren Sie das Gerät nicht direkt über einem Wandheizkörper. Die aufsteigende Warmluft
strömt entgegen der gewünschten Zirkulations-Richtung und hatte noch keine Gelegenheit
Feuchtigkeit im Raum aufzunehmen.
Verstecken Sie das Gerät nicht hinter Gardinen oder Schränken, da auch das die Zirkulation der
Seite 12 von 26
•
•
•
•
8.2
Empfohlene Hilfsmittel z.B. bei Ziegelwänden
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
8.3
Luft behindern würde.
Halten Sie von der Geräteunterkante zum Boden min. 30 cm Abstand und von der
Geräteoberkante zur Decke min. 10 cm ein. Bewährt hat sich eine Montage in etwa auf
Augenhöhe, da dies sowohl eine gute Zirkulation als auch eine einfache Bedienung ermöglicht.
Falls das Gerät in einem oberen Stockwerk montiert wird und die Außenblenden nicht z.B. über
ein Gerüst erreichbar sind, ist auch eine Montage neben einem Fenster denkbar, so dass die
Rohrblenden vom Fenster aus aufgesetzt werden können. An dieser Stelle möchten wir nochmals
an entsprechende Sicherheitsvorkehrungen erinnern um z.B. einen Absturz des Monteurs zu
verhindern!
Bei Nasszellen wählen Sie die Platzierung so aus, dass weder das Gerät noch das Netzteil
direktem Spitzwasser ausgesetzt wird.
Achten Sie bei der Auswahl des Montageortes darauf, dass dahinter keine Leitungen verlaufen
und durch die späteren Bohrungen keine tragenden Teile geschwächt werden.
Bohrmaschine mit SDS-Aufnahme
65 mm Hartmetall-Bohrkrone mit SDS-Verlängerung
6 mm Steinbohrer
Leitungssuchgerät
Schraubendreher
Eimer
Handschuhe
Schutzbrille
Montageschaum
Fugensilikon
Metallsägeblatt
Schutzfolie + Klebeband + Wischtücher
Montage ohne geeignete Außenwand
Sonderformen stellen meist Dachböden ohne ausreichend hohe Wand (Dachschräge) und Keller ohne
Außenwand über Erdniveau dar.
Sofern keine ausreichend hohe Außenwand zur Verfügung steht, kann das Gerät auch auf eine
„künstliche Wand“ z.B. aus Gipskarton montiert werden, die entweder mit Abstand vor die Dachschräge
oder um 90° gedreht vor eine Innenwand gebaut wird. Sollte das Verziehen der Rohre nötig werden, so
wählen Sie bitte keine unnötigen Umwege um die Rohrlänge möglichst gering zu halten, verwenden Sie
so wenig Knicke wie möglich und achten Sie auf ein kontinuierliches Gefälle, damit kein Kondenswasser
in Senken sitzen bleibt. Rohrlängen von bis zu 2 Metern sind dabei ohne nennenswerten Leistungsverlust
möglich. Größere Abstände sollten mit entsprechend größeren Rohrquerschnitten z.B. DN75 überbrückt
werden.
Bitte beachten Sie, dass die Rohre im Winter von eiskalter Luft durchströmt werden und daher eine
dampfdiffusionsdichte Dämmung (z.B. übergezogener Armaflex-Schlauch) erforderlich ist, damit sich kein
Schwitzwasser an den Rohren bildet. Diese Aufgabe übernimmt bei „normaler Montage“ der Bauschaum.
Bei Kellerräumen unter Erdniveau muss die Frage der Kondensatableitung geklärt werden, da das
Wasser entgegen der Luft in den Rohren, nicht nach oben geführt werden kann. Aus diesem Grund sollte
im Fortluftrohr ein passendes T-Stück (50 mm HT-Standardrohr) eingesetzt werden, welches nach unten
abzweigt. Der Schwerkraft folgend wird hier das Kondenswasser abgeschieden und kann entweder zur
Kanalisation oder notfalls in einen Kanister abgeleitet werden, der bei Bedarf geleert werden muss. Die
Verbindung zur Kanalisation sollte mit einem reduzierten Rohr- / Schlauchdurchmesser (Ø ca. 5-10 mm)
und einem Siphon hergestellt werden.
Sofern ungenutzte Fensterflächen zur Verfügung stehen, so ist auch hier die Montage auf einer
Verbundplatte möglich, die anstelle der Glasfläche eingesetzt wird. Gebohrt wird dann die Platte und nicht
die Wand.
Seite 13 von 26
8.4
Markierung der Bohrlöcher
Das Gerät wird üblicherweise mit 4 Schrauben und Dübeln an
der Wand befestigt. Die Wand muss tragfähig und senkrecht
sein. Eine leichte Neigung der Geräteoberseite nach außen ist
tolerierbar, während eine Neigung nach innen durch geeignete
Ausgleichsmaßnahmen verhindert werden muss. Aufgrund des
abzuleitenden Kondenswassers ist auch keine Montage im
Querformat möglich.
Zum Anzeichnen der Bohrlöcher halten Sie die beiliegende
Bohrschablone aus Karton senkrecht an die Wand. Lediglich
eine minimale Neigung nach rechts darf im Zweifelsfall toleriert
werden. Die Schablone kann auch vorübergehend mit etwas
Klebeband an der Wand fixiert werden. Mit einem spitzen
Gegenstand werden nun die 4 Befestigungspunkte und die
Mittelpunkte für die beiden Kernbohrungen auf die Mauer
übertragen.
Mit einem 6 mm Steinbohrer werden jetzt sowohl die vier
Löcher für die Dübel als auch die Zentrierbohrungen für die
Lüftungsrohre gebohrt. Letztere bereits mit einem leichten
Gefälle nach außen.
8.5
Bohren der Frisch- und Fortluftlöcher
Bitte führen Sie besonders nachfolgende Arbeiten nur dann selbst aus, wenn Sie handwerklich
entsprechend qualifiziert sind.
Vor dem Bohren sollte der Bereich unter den Bohrlöchern mit einer ausgelegten Folie geschützt werden,
die mit Klebeband an der Wand befestigt werden kann.
Bei den meisten Mauerwerken empfiehlt sich das Bohren mittels einer Hartmetall-Bohrkrone, wie sie
preiswert in unserem Online-Shop erhältlich ist. Möglicherweise können Sie diese auch günstig in Ihrem
Baumarkt vor Ort ausleihen.
Ausnahmen sind z.B. Wände aus Beton oder in Holzständerbauweise. Beton stellt besondere Ansprüche
an das verwendete Werkzeug, weshalb eine Fachfirma hinzugezogen werden sollte. In den Gelben
Seiten wird man z.B. unter den Stichworten „Kernbohrung“ oder „Diamantbohrung“ fündig.
[Abb. 4: Hartmetall-Bohrkrone mit Widia-Zähnen und SDS-Aufnahme aus unserem Online-Shop]
Bei Holzständerbauweise muss auf einen dichten Übergang der Rohre durch die Dampfsperre geachtet
werden. Möglicherweise bietet der Errichter Ihrer Wände sogar passende Systemkomponenten zur
Durchführung von Rohren an. Da hier meist auch kein Montageschaum zur Fixierung der Rohre
eingesetzt wird, sollten sie z.B. mit einer Hülle aus Armaflex o.ä. vor dem Schwitzen geschützt werden.
Auf jeden Fall müssen die Rohre mit einem leichten Gefälle von 2 bis 3° nach Außen in der Wand fixiert
werden (Kondenswasserablauf). Es ist also ratsam bereits die Bohrungen im entsprechenden Winkel
einzubringen. Achten Sie auf diesen Punkt besonders dann, wenn Sie die Bohrungen von einer
Fachfirma ausführen lassen, da diese es üblicherweise gewohnt ist genau rechtwinklig zu bohren.
Seite 14 von 26
Sofern Sie die Bohrung mit einer Bohrkrone (Ø 65 bis 70 mm) selbst vornehmen (z.B. bei Ziegelwänden,
Ytong oder Kalksandstein), setzen Sie nun die Bohrkrone (mit passender Bohrmaschine) zunächst
waagerecht mit dem Zentrierbohrer in der Zentrierbohrung an. Nun heben Sie das hintere Ende der
Bohrmaschine leicht um ca. 3 cm an, um das nötige Gefälle zu erreichen. Wir empfehlen die gleichzeitige
Staubabsaugung durch einen Helfer mit Staubsauger oder zumindest das Unterhalten einer
Kehrbesenschaufel. Bohren Sie ohne Schlagfunktion und wählen Sie Druck und Drehzahl so aus, dass
die Bohrkrone zwar warm aber nicht zu heiß wird. Zu hoher Druck und Drehzahl verringern die Standzeit
des Werkzeugs und können im Extremfall zum „Verbrennen“ der Widia-Zähne führen.
Je nach verwendeter Bohrkrone haben Sie nun ca. 5 cm Arbeitstiefe, bevor die Bohrkrone vollständig mit
dem Bohrkern ausgefüllt ist. Ziehen Sie die Bohrkrone aus der Wand und entleeren sie diese in einen
Eimer. Möglicherweise ist der Bohrkern in der Wand geblieben und muss unter Zuhilfenahme eines
Werkzeugs (z.B. Eisenstange) abgeknickt bzw. heraus gesaugt werden. Sobald das Bohrloch wieder frei
ist, können die nächsten 5 cm gebohrt werden. Achten Sie dabei stets darauf im selben Winkel zu
bohren, um nicht in der Wand zu verkeilen.
Damit beim Durchbrechen der Mauer auf der Außenseite kein Putz ausbricht, sollte kurz vorher der Druck
auf das Bohrwerkzeug reduziert werden. Hierfür kann eine Markierung der Mauerstärke auf der
Bohrkrone angezeichnet werden oder ein Helfer beobachtet wann außen zunächst die längere
Zentrierspitze erscheint. Die Schneidwirkung der Hartmetall-Zähne ist wirklich hervorragend, so dass
meist nur geringste Ausfransungen zu erwarten sind, welche später leicht durch die Außenblenden
verdeckt werden. Vergrößerungen für die Blenden sind ebenfalls in unserem Shop erhältlich.
Achten Sie vor dem Durchbrechen auch darauf, dass der Bohrkern herabfallen und eine Gefahr z.B. für
Passanten darstellen kann, gegen die entsprechende Vorkehrungen getroffen werden müssen!
8.6
Einschieben der Rohre in die Wand
Sollten die im Lieferumfang enthaltenen Rohre für Ihre Mauerstärke zu kurz sein, so können Sie
handelsübliche 50 mm HT-Rohre (Abwasser-Rohre) verwenden, die Sie günstig vor Ort im Fachhandel
oder Baumarkt erhalten. Diese sollten aus grauem Polypropylen sein, um ein Ausgasen von schädlichen
Substanzen an die Atemluft zu verhindern. Die große Muffe am Ende eines solchen Abwasser-Rohres
wird nicht benötigt und kann einfach abgesägt werden.
Zum Absägen der Rohre eignet sich ein fein gezahntes Sägeblatt wie z.B. für Metall. Sofern die
Außenseite der Wand gut erreichbar ist, können Sie das Rohr erst nach dem Einschäumen ablängen. Es
darf außen 5-8 mm aus der Wand heraus ragen und wird später von der Blende verdeckt. Sofern Sie das
Rohr bereits vor dem Einschäumen ablängen, kürzen Sie es auf Mauerstärke + 1,5 cm. Der entstehende
Grat sollte z.B. mit einem Taschenmesser entfernt werden.
Um das spätere Aushärten des Montageschaumes zu unterstützen, feuchten Sie die Rohre am besten
mit etwas Wasser an (bei Verwendung von handelsüblichem Schaum, der mittels Luftfeuchtigkeit
aushärtet). Nehmen Sie nun zwei Schaumringe (zwei Kerne davon bewahren Sie bitte auf) und ziehen je
einen Ring auf ein Rohr. Nun schieben Sie die Rohre durch die Wand nach draußen und dichten den
Spalt zwischen Rohr und größerem Bohrloch mit den Schaumringen ab (innenseitig). Die Schaumringe
dürfen 1-2 mm aus der Innenwand heraus ragen, die Rohre zunächst ca. 2 cm.
Als nächstes setzen wir das Gerät auf die noch leicht herausragenden Rohre und schrauben es
provisorisch mit den 4 Schrauben an die Wand. Die Rohre rutschen dabei weiter in die Wand und
müssen ganz in der rückseitigen Ausdrehung der Geräterückwand sitzen (ggf. nach dem Anschrauben
von außen an den Rohren schieben). Der korrekte Sitz sollte auch geprüft werden, indem man durch die
geöffnete Gerätetür zu den Anschlüssen blickt. Das Gerät muss bereits jetzt mit der Wasserwaage
senkrecht ausgerichtet werden.
8.7
Einschäumen der Rohre
Nachdem die Rohre nun in ihrer endgültigen Position sitzen und das Gerät senkrecht hängt, kann der
Montageschaum von außen in den Spalt um die Rohre eingespritzt werden. Schütteln Sie die Dose vor
Gebrauch und beachten Sie die jeweilige Anleitung des Schaum-Herstellers. Stecken Sie den Schlauch
von außen in den Spalt zwischen Rohr und Mauerbohrung. Schäumen Sie den Spalt aus, während Sie
den Schlauch heraus ziehen. Beachten Sie, dass der Schaum aufquillt und bei zu großzügiger Dosierung
zu Triefnasen an der Wand führen kann. Hören Sie rechtzeitig auf und verschließen Sie die letzten
Zentimeter des Spalts indem Sie pro Rohr einen der beiden verbleibenden Schaumringe in den Spalt
Seite 15 von 26
stopfen. Verwenden Sie z.B. einen Schraubendreher, damit die Schaumringe ca. 10 mm tiefer in der
Wand stecken (Platz für die spätere Außenblende).
Sollten Ihre beiden Bohrungen nicht exakt übereinander zur Außenwand gelungen sein, so kann vor dem
Aushärten des Schaumes noch großzügig im Bereich der Außenblenden-Überdeckung korrigiert werden.
8.8
Stromanschluss
Während der Schaum aushärtet, ist nun der richtige Zeitpunkt, um sich Gedanken über den Stromanschluss zu machen. Im nächsten Schritt wird das Gerät noch einmal von der Wand genommen, so
dass ggf. ein Unterputz-Netzeil angeschlossen werden kann.
8.8.1 Steckernetzteil
Im Standard-Lieferumfang ist ein Steckernetzteil enthalten, welches über ca. 1,5 Meter Kabel und einen
passenden Stecker verfügt. Befindet sich eine Steckdose in Reichweite, so kann der 5,5 mm Stecker am
Ende des Kabels später bequem in die Buchse an der Geräteunterseite eingesteckt werden. Zum
Verbergen der Anschlussleitung eignet sich ein feiner Kabelkanal, den es günstig im Bau- oder
Fachmarkt vor Ort zu Kaufen gibt. Sollte das Anschlusskabel zu kurz sein, so kann es mit einfacher
zweiadriger Leitung (z.B. Klingeldraht oder Lautsprecherkabel) verlängert werden. Bitte achten Sie
darauf, die richtige Polung beizubehalten. Passgenaues 12 Volt Verlängerungskabel mit Stecker/Buchse
ist bei uns günstig erhältlich.
8.8.2 Unterputz-Netzteil (unsichtbare Stromzufuhr)
Sofern Sie bereits in der Bauphase den Einsatz der Geräte geplant haben, wurde vielleicht eine
entsprechende Unterputzdose gesetzt, in welche nun nur noch das passende Unterputz-Netzteil (optional
erhältlich) eingesetzt wird. Da diese Dose später vom Gerät verdeckt wird, erlaubt sie eine unsichtbare
Stromzufuhr von hinten. Das UPU-Netzteil wird mittels passender Klemmen direkt an die 230 Volt Leitung
in der Dose und auf der anderen Seite mittels eines kurzen Kabelstückes an den 12 Volt Eingang der
Platine geklemmt. Um das Kabel zur Platine führen zu können, befindet sich hinter dem Platineneinschub
ein kleiner Schlitz im schwarzen Schaumstoff (Panaskin) der Geräterückwand.
Die 12 Volt Klemmleiste trägt auf Abbildung 3 die Bauteilnummer 2. Diese Klemmleiste kann übrigens
auch verwendet werden, sofern ein zentrales 12 Volt-Netzteil zum Einsatz kommt, welches z.B. alle
Geräte einer Wohneinheit mit Strom versorgt. In der Klemme befindet sich bisher eine rote und eine
schwarze Ader, welche zur Strombuchse an der Geräteunterseite führt. Da diese Buchse bei Verwendung
eines Unterputz-Netzteils nicht benötigt wird, können diese Adern ausgeklemmt werden, um an selber
Stelle die Adern Ihres Netzteils anzuklemmen. Bitte achten Sie auf einen polrichtigen Anschluss!
Um bequem an der Spannungsklemme arbeiten zu können, kann die Platine ca. 3-4 cm aus dem Gerät
heraus gezogen werden.
Bitte schützen Sie die blanken Kabelenden der blind im Gerät verbleibenden Adern (zur Spannungsbuchse) mit etwas Isolierband, damit sie keinen Kurzschluss auf der Platine verursachen können.
Arbeiten an 230 Volt (UPU-Netzteil) dürfen nur durch eine qualifizierte Person ausgeführt werden!
8.9
Rohrübergang abdichten (! - Wichtig - !)
Nachdem der Montageschaum angezogen hat, können Sie die 4 Schrauben noch einmal lösen und das
Gerät kurz von der Wand nehmen. Nur für den Fall, dass Ihre Mauerstärke weit mehr als die
Schlauchlänge des Montageschaumes beträgt, nehmen Sie die Schaumringe noch einmal heraus und
schäumen auch hier den Spalt um das Rohr aus, bevor Sie die Schaumringe wieder einsetzen. Der
Schaum hat nicht nur die Aufgabe die Rohre zu fixieren, er verhindert auch ein Schwitzen der Rohre
aufgrund des Temperaturunterschiedes im Winter.
Schließen Sie nun ggf. die externe Spannungsversorgung lt. vorangegangenem Kapitel an.
Wichtig: Jetzt drücken Sie ausreichend Fugensilikon in die untere rückseitige Ausdrehung in der
Geräterückwand (Fortluftrohr), um einen dichten Kondenswasser-Übergang vom Gerät zum Rohr
sicherzustellen. Das Gerät wird danach wieder auf die Rohre aufgesetzt und nachdem es mit der
Wasserwaage ausgerichtet wurde, dürfen alle vier Schrauben angezogen werden. Ein dabei vermutlich
herausquellender Überschuss an Silikon im unteren Fortluftrohr, sollte durch die geöffnete Tür glatt
Seite 16 von 26
gestrichen werden, um einen wulstfreien Übergang vom Gerät zum Rohr zu erhalten, ohne dass sich an
dieser Stelle später Kondenswasser staut.
8.10 Befestigung der Außenblenden
Tragen Sie am vordersten Ende des Rohrumfanges (nicht an der Stirnfläche) ringsherum eine großzügige
„Wurst“ aus Silikon oder Sikaflex auf. Danach schieben Sie die jeweilige Rohrblende auf. Die untere
Blende zeigt mit der Tropflippe nach unten, die obere Blende mit dem kleinen Dach nach oben.
9
Funktion des automatisierten Frostschutzes
Ihr Lüftungsgerät ist bereits in der Basis-Version mit einer Bus-Leitung, einem Temperaturfühler sowie
einem Frostschutz-Motor ausgestattet. Während Außentemperaturen über 0°C sollte zur Ausnutzung des
vollen Wirkungsgrades die geschlossene Trennwand (rechts neben dem Frostschutz-Motor)
eingeschoben bleiben.
Sobald im Winter die Außentemperaturen nachhaltig unter 0 bis -5°C (Toleranzbereich) abzusinken
beginnen, sollte diese Trennwand rechtzeitig herausgezogen und gegen den Wintereinschub (hat einen
Fensterausschnitt, der mit Filterflies bedeckt ist) getauscht werden. Die herausgenommene Trennwand
kann in einem der zwei Leer-Fächer aufbewahrt werden. Wird das Herausziehen übersehen, so wird die
Drehzahl des Frostschutz-Motors bis in einen deutlich hörbaren Bereich hoch geregelt und erinnert so
den Anwender daran. Das automatische Herunterfahren der Arbeitsmotoren schützt dann das Gerät.
Ist der halbdurchlässige Wintereinschub eingesetzt und sinkt die Außentemperatur weiter ab, so wird der
Frostschutz-Motor sanft anlaufen und exakt so viel warme Luft (quasi im Umluftbetrieb) mit durch den
Wärmetauscher beimengen, so dass das anfallende Kondenswasser flüssig bleibt.
Die Wärmerückgewinnung (WRG) wird hierbei etwas absinken, jedoch ist die verwendete Wärme gut
investiert, da nach einem Vereisen des Fortluftrohres oder des Wärmetauschers der Wirkungsgrad auf
null zurückgehen würde. Das ablaufende Kondenswasser bleibt bekanntlich nur bis rund 0°C flüssig.
Während bei Geräten mit manuellem Frostschutz die Klappe meist vorsorglich weiter als nötig geöffnet
wird, kann der Frostschutz-Motor seine Leistung automatisch anpassen und auch reduzieren, sobald z.B.
tagsüber höhere Außentemperaturen vorherrschen als in der Nacht. Man fährt somit stets nahe des
maximal möglichen Wirkungsgrades.
Besonders in manch vermieteten Objekten möchten sich die Anwender nicht um den Wechsel der beiden
Einschübe kümmern. Bitte lassen Sie in diesem Fall ganzjährig den Einschub mit Fenster und weißem
Vlies eingesetzt. Die einzigen Nachteile sind eine etwas geringere WRG in Zeiten, in denen garantiert
kein Frost vorherrscht und eine etwas verringerte Außenschalldämpfung.
10 Wartung und Reinigung
10.1 Filtermaterial
Zum Einsatz kommen rechteckige Filtermatten der Abmessungen 126x90 mm mit einer Stärke von bis zu
20 mm, welche im Vergleich zu speziellen Filterpatronen mancher Mitbewerber für äußerst geringe
Folgekosten sorgen.
Im Standard-Lieferumfang enthalten sind Filter der Klasse G3, welche den Wärmetauscher vor rascher
Verschmutzung und die Bewohner vor eindringendem Grobstaub schützen. Das Gerät kann grundsätzlich
auch ohne Filter betrieben werden, wodurch sich jedoch die Reinigungsintervalle für den Wärmetauscher
entsprechend verkürzen.
Feinere Filter sind optional erhältlich, wobei zu beachten gilt, dass feinere Filter den Luftdurchsatz
verringern und das Gerät somit ggf. auf höherer Stufe betrieben werden muss.
Als Spezialfilter sind Pollenfilter und Aktivkohle-Filter zu erwähnen. Letztere reduzieren die Belastung
durch Abgase und Gerüche. Sie haben sich sowohl in viel befahrenen Innenstädten als auch in ländlichen
Gegenden bewährt, in denen viel mit Holz und Kohle geheizt wird.
Um die Symmetrie zwischen Zu- und Fortluft beizubehalten, sollten immer zwei gleiche Filter (links und
Seite 17 von 26
rechts) eingelegt sein. Bei Aktivkohle-Filter rechts kann links auch der Standard-Filter eingelegt bleiben.
Hat Ihr Filter eine flauschige und eine harte Seite, so liegt die härtere unten auf dem Gitter auf.
10.2 Filterwechsel
Spätestens 1x pro Jahr sollten die Filter komplett gewechselt werden. Aktivkohle-Filter bereits früher, im
Fall von nachlassender Wirkung.
10.3 Regelmäßige Reinigung
Je nach Umgebungsverschmutzung sollten die Filtermatten min. 2x im Jahr mit dem Staubsauger
gereinigt werden. Bei höherer Belastung entsprechend öfter. Dabei sollten die Filter zwischen Frischluftund Abluft-Seite nicht vertauscht werden, die Filter nur von der Oberseite her abgesaugt werden und
auch mit dieser nach oben wieder in das Gerät eingesetzt werden. Bitte bedenken Sie, dass all der
Staub, den Sie hier konzentriert von den Filtern absaugen, an anderer Stelle in Ihren Räumen ausbleibt!
Vor der kalten Jahreszeit sollte der Frostschutz-Motor auf Staubablagerungen untersucht und ggf. mit
dem Staubsauger (Fugendüse), einem Tuch oder passendem Pinsel gereinigt werden.
Sollte das Gerät weitere Verschmutzungen aufweisen, so kann es mit einem weichen Tuch und mildem
Reinigungsmittel (z.B. Spüli) abgewischt werden. Staubablagerungen in den Luftkanälen können mit dem
Staubsauger oder ebenfalls mit einem Tuch entfernt werden. Achten Sie darauf das Gerät vorher
abzustellen und keine Beschädigungen an feinen Bauteilen oder Kabeln herbeizuführen. Bringen Sie
keine Feuchtigkeit auf die Elektronik-Platine. Organische Ablagerungen im Bereich des KondenswasserAblaufes werden mit Spiritus oder Chlor-Reiniger entfernt.
Besonders in der Zeit, in welcher die Pusteblumen blühen, kann sich das Gitter der oberen Rohrblende
mit angesaugten Fasern von außen verschließen. Dies sollte regelmäßig geprüft werden. Sofern die
Außenblende nicht leicht zugänglich ist (z.B. oberes Stockwerk), so reicht es mit dem scharfen
Wasserstrahl einer alten Sprühflasche von innen durch das Rohr zu spritzen, damit der „Filz“ außen
abfällt. Bitte achten Sie dabei auf vorbeigehende Passanten!
10.4 Reinigung des Wärmetauschers
Das transparente Material des Wärmetauschers erlaubt einen guten Einblick und ermöglicht so das
frühzeitige Erkennen von Verschmutzungen. Wird das Gerät mit Filtern betrieben, so wird eine Reinigung
des WT oft erst nach mehreren Jahren erforderlich.
Ziehen Sie hierfür den WT nach vorne aus dem Gerät heraus, während Sie ihn mit den Fingern möglichst
ganz hinten anfassen (Video auf unserer Homepage). Würden Sie den Wärmetauscher vorne anfassen,
so würde er wie eine Ziehharmonika auseinander gezogen, was zum Reißen seiner Schweißnähte führen
könnte. Merken Sie sich bitte in welcher Ausrichtung der WT eingeschoben war, da dies nicht beliebig ist.
Bei den Ablagerungen handelt es sich meist um feinste Partikel, welche den Filter durchdringen konnten
und die in Verbindung mit Kondenswasser verkrustet sind. Diese Ablagerungen setzen sich fast
ausschließlich in den Fortluftkanälen fest, da meist nur in diesen Kondenswasser entsteht. Dies stellt im
übrigen einen enormen hygienischen Vorteil gegenüber Geräten dar, bei denen sowohl die verbrauchte
als auch die frische Luft durch die selben Kanäle strömt (z.B. Keramikkörper mit reversierender
Strömungsrichtung).
Um die Ablagerungen weitgehendst aufzulösen, legen Sie den Wärmetauscher in eine Wanne mit
lauwarmem Wasser und einem kräftigen Schuss Chlorreiniger. Verwenden Sie bitte geeignete
Schutzhandschuhe / Schutzbrille und kein Wasser das wärmer als 50°C ist. Der WT sollte gut 1-2 Std.
eingeweicht werden und in dieser Zeit mehrfach geschwenkt werden. Das Reinigen in einer
Geschirrspülmaschine sollte unterbleiben, da dies zu Beschädigungen führen kann und meist keine so
gute Reinigungswirkung erzielt.
Nach dem Klarspülen und Abtropfen kann der WT sofort wieder ins Gerät eingesetzt werden. Da der
Wärmetauscher aus verrottungsfestem Material besteht, handelt es sich bei evtl. verbleibenden
Verfärbungen meist nur um Restverschmutzungen, welche die Funktion nicht beeinträchtigen.
Ein Wechsel des Wärmetauschers muss meist nur erfolgen, falls dieser beschädigt wurde oder sich seine
Kanäle aufgrund fehlender Wartung komplett verschlossen haben. In diesen seltenen Fällen erhalten Sie
gegen Rücksendung des defekten WT einen vergünstigten neuen zum subventionierten Preis (siehe
Online-Shop).
Seite 18 von 26
11 Störungsbeseitigung
Störung
Mögliche Ursache / Beseitigung
Das Gerät arbeitet nicht
Kein Strom, mangelhafter Kontakt oder falsche Polung.
Bitte prüfen Sie ob das Netzteil Strom liefert, die Polung (+/-)
korrekt angeschlossen ist und die grüne LED auf der
Geräteplatine leuchtet.
Ein Motor läuft nicht oder das Gerät Ein Stecker hat keinen Kontakt. Bitte prüfen Sie welcher
reagiert nicht auf Tastendrücke
Stecker sich entweder bei der Platine oder an den
Motorsteckplätzen gelöst hat und drücken Sie ihn wieder fest.
Der Luftdurchsatz ist zu gering
Filter oder Gitter der Rohrblenden verstopft.
Reinigen oder ersetzen Sie die beiden Filtermatten.
Möglicherweise hat sich das Gitter der äußeren Rohrblende
mit angesaugtem Staub verstopft und muss gereinigt werden.
Die Frischluft wird nicht vorgewärmt
Der Wärmetauscher ist vereist.
Möglicherweise muss die Trennwand neben dem FrostschutzMotor herausgezogen werden. Tauen Sie das Gerät
entsprechend des Kapitels „Abtaufunktion“ ab.
Das Gerät surrt sehr laut
Bitte prüfen Sie ob sich ein Lüftermotor in seiner Halterung
verschoben hat. Der Motor muss von dem umgebenden
Schaumpolster gehalten werden und darf keinen direkten
Kontakt zum Gehäuse haben (Resonanzentkopplung)
Streift möglicherweise ein Kabel oder ein loser Gegenstand an
den Flügeln der Lüftermotoren?
Es ist bekannt, dass sich neue Motoren erst eine Weile
einlaufen müssen. Bitte geben Sie ihm ggf. etwas Zeit falls es
nur ein leises Surren ist.
Der Timer-Betrieb wird unterbrochen
Die Lithium-Speicherschutz-Batterie ist leer und muss gegen
eine frische ersetzt werden.
Das Gerät reduziert ohne gesetzten Es herrschen sehr niedrige Außentemperaturen vor, was am
Timer seine Leistung
laufenden Frostschutz-Motor zu erkennen ist. Die
geschlossene Trennwand rechts neben dem Motor darf nicht
eingeschoben sein. Wird nun die Leistung der Arbeitsmotoren
gedrosselt, so ist dies nur vorübergehend, solange die
Außentemperatur die Leistungsfähigkeit des FrostschutzMotors übersteigt.
12 Wissenswertes sowie Tipps & Tricks
12.1 Grundlagen
Luft kann je nach Temperatur unterschiedlich viel Feuchtigkeit aufnehmen (je wärmer umso mehr). Kühlt
man feuchte Luft ab, so muss sie unter einer gewissen Temperatur (Taupunkt) wieder Feuchtigkeit
abgeben. In der Natur erkennen wir dieses Auskondensieren anhand von Nebel- oder Wolkenbildung. In
unseren Räumen kondensiert die Luft auch dort zuerst wo es am kühlsten ist und umso früher, je feuchter
die Luft ist.
12.2 Feuchte Räume
Besondere Vorsicht gilt bei kühlen Kellerräumen. Hier besteht im Sommer die große Gefahr, dass durch
zu viel Lüften enorme Feuchtigkeitsmengen eingetragen werden. Die schwülwarme Sommerluft bringt
nicht nur Wärme sondern auch viel Feuchtigkeit mit sich. Kühlt die Luft dann an den kühlen Kellerwänden
ab, so wird die Feuchtigkeit frei und reichert sich im Mauerwerk an.
Eine Faustformel um kühle, feuchte Räume zu trocknen lautet also: Viel lüften in kühlen, trockenen
Stunden und wenig in heißen, schwülen Stunden. Genau dies erreichen Sie durch den Einsatz der
optionalen Feuchtesensoren im Kellermodus automatisch. Findet das Lüften über ein Fenster statt, so hat
dies auch den Nachteil, dass durch das Lüften in kalten Stunden der Raum noch weiter ausgekühlt wird,
wodurch sich das Problem noch weiter verstärken kann. Das intelligente Lüften mittels WRG bringt hier
Seite 19 von 26
Abhilfe und notfalls sollte man den Lüftungszeitpunkt über den integrierten Timer auf die Nacht- und
Morgenstunden begrenzen (kühlere und trockenere Frischluft nach dem Tau-Ausfall an Blättern und
Gräsern). Zusammen mit den optionalen Feuchtesensoren nutzt das Gerät vollautomatisch jede Stunde
mit Außenluft, die zum Trocknen geeignet ist.
12.3 Schlafzimmer
Häufig ist von Bewohnern zu hören, dass Schlafzimmer nicht beheizt werden und die Wärme ausreicht,
welche aus benachbarten Räumen kommt. Bitte bedenken Sie: Auch hier kommt nicht nur Wärme,
sondern damit auch viel Feuchtigkeit in einen kühlen Raum! Manchmal riecht man es schon wenn man
solche Zimmer betritt. Es riecht muffig und man hat das Bedürfnis zu lüften. Es kostet nicht mehr Energie
die Heizung im Schlafzimmer leicht zu temperieren und dafür die Tür geschlossen zu halten. Die Wärme
aus den anderen Räumen ist dann nicht mehr nötig und vor allem kann deren Feuchtigkeit nicht mehr
herein.
Ruhe ist ein Grundbedürfnis in unseren Schlafräumen. Da Luftströmung auch immer mit
Luftströmungsgeräuschen einhergeht, wurde bereits bei Vorgängergeräten gerne eine Zeitschaltuhr
verwendet um das Gerät nachts abzustellen. Die verbrauchte Luft wird am folgenden Tag wieder
mehrfach gegen Frischluft gewechselt und angereicherte Feuchtigkeit ausgeleitet. Die Mauerputze haben
dann wieder Kapazität Feuchte zu puffern, ohne dass es zur gefürchteten Kondensation kommt.
Der große Vorteil Ihres neuen Gerätes besteht nun darin, dass es nachts nicht mehr per externer
Zeitschaltuhr komplett ausgeschaltet werden muss, sondern per integriertem Timer auf eine reduzierte
Lüftung gedrosselt werden kann. Somit bleibt ganz automatisch ein Frischluftbeitrag erhalten, der
entsprechend der Raumgröße und dem individuellen Empfinden, unterhalb der Hörschwelle angepasst
werden kann.
12.4 Energieeinsparung
Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb Unsummen für Dämmung und dichte Fenster ausgegeben werden,
während die bezahlte Wärme dann doch wieder nur ungenutzt zum Fenster hinaus gelüftet wird.
-1
Möchte man beispielsweise den in der DIN 1946-6 vorgegebenen Luftwechsel von 0,5 h einhalten, so
ergibt sich bei einer Wohnung mit 120 m² Wohnfläche und 2,5 m Zimmerhöhe folgende Beispielrechung
zur Ermittlung des lüftungsbedingten Heizenergieverlustes (Außentemp. 0°C, Raumtemp. 22°C):
0,5
Luftaustausch
x
x
120
Fläche
x
x
2,5
Höhe
x
x
1,29
Luftmasse
x
x
1,09
Energie
x
x
22
∆T
=
=
4,64 MJ/h
Energiemenge
Mit anderen Worten lüftet man jede Stunde rund 1,29 kWh unwiederbringlich zum Fenster hinaus. Bei
einer Wärmerückgewinnung von bis zu 90% könnten somit jede Stunde bis zu 1,16 kWh eingespart
werden, sofern die Wohnung mit diesen Geräten ausgestattet wäre.
Behaglichkeit
Trotz steigender Energiepreise sollte auch das
Wohlbefinden der Bewohner nicht vernachlässigt
werden.
Der
Zusammenhang
zwischen
Behaglichkeit mit Temperatur + Luftfeuchtigkeit
spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Die nebenstehende Grafik (Behaglichkeitsfeld)
veranschaulicht, wie eng krankheitsfördernde
Umstände damit verbunden sind. Die einfache
Regelung des Lüftungsgerätes erlaubt es Ihnen,
die Leistung individuell an Ihre Raumverhältnisse
anzupassen. Im Winter kann überschüssige
Feuchtigkeit sehr gut ausgeleitet werden und im
Sommer führt die kontrollierte Lüftung zu weniger
Schwüle, die man durch ein offenes Fenster
schnell im Raum hätte.
Seite 20 von 26
12.5 Kondenswasser und Eiszapfen
Kondenswasser wird überwiegend in der kalten Jahreszeit anfallen, sobald im Wärmetauscher der
Taupunkt unterschritten wird. Im Sommer ist die Temperaturdifferenz hierfür meist nicht ausreichend,
jedoch besteht an den warmen Innenwänden auch kaum die Gefahr einer Kondensation. Bevor die
Oberflächentemperatur der Wände im Winter absinkt, kann das Gerät bereits viel Feuchtigkeit ausleiten.
Sinken die Außentemperaturen in den negativen Bereich, so werden sich vermutlich auch bei Ihnen
Eiszapfen an der Tropflippe der Außenblende bilden. Ein schönes Beispiel für die Wirkung des Gerätes
ist, dass die Eiszapfen im ersten Jahr meist deutlich größer sind als in den Folgejahren. Dies beruht in
den zunächst oft noch nassen Wänden vor der Montage und zeugt dafür, dass nach deren „Entladung“
nur noch die akut anfallende Feuchtigkeit ausgeleitet werden muss.
Da sich übrigens auch in den zwei Ablagefächern im Gerät etwas Kondensat bilden kann, sollten dort
keine feuchtigkeitssensiblen Gegenstände gelagert werden. Das Fach für die Platine befindet sich auf der
Warmseite und ist deshalb nicht von Kondensation betroffen.
Bitte prüfen Sie besonders an den ersten kühlen Tagen nach der Monatage, ob das Kondensat korrekt
nach außen abgeleitet wird und keine Undichtigkeiten bestehen!
13 Erweiterungen
Bereits im Frühling 2013 wurden die optionalen Feuchtesensoren verfügbar, welche eine automatische
Leistungsanpassung an Temperatur und Feuchte ermöglichen. Im Kellermodus wird dadurch erreicht,
dass Feuchte ausschließlich ausgeleitet aber keinesfalls z.B. bei schwüler Witterung in den Keller gelüftet
wird. Der Behaglichkeitsmodus ist nicht nur darauf ausgerichtet einen Raum zu trocknen, vielmehr regelt
er die Leistung so, dass je nach Umgebungsparametern ein behagliches Raumklima erzeugt wird. In
Bädern fährt er das Gerät nach dem Duschen automatisch hoch und nach dem Auslüften der Feuchte
wieder herunter. Bei zu trockener Heizungsluft und nebliger Witterung wird er die Lüftungsleistung
erhöhen, um die Luftfeuchtigkeit im Raum bis zu einem behaglichen Maße anzuheben.
Da der verwendete Microcontroler über seinen SPI-Bus auch spätere Erweiterungen ansprechen kann,
ist ein optionales WLAN-Aufsteckmodul in Arbeit. Damit wird sowohl die Integration in ein Heimnetzwerk
als auch die Bedienung über eine Smartphone-App möglich.
Bitte besuchen Sie ab und zu unsere Internetseite, um die Verfügbarkeit zu prüfen oder schreiben Sie
uns eine formlose E-Mail mit der Bitte um unseren kostenlosen Newsletter.
14 Software-Update
Damit das Gerät später mit neu entwickelten Bauteilen zusammen arbeitet und Sie in den Genuss neuer
Funktionen kommen können, wurde die Möglichkeit eines System-Updates geschaffen. Die nötige
Software kann von unserer Homepage herunter geladen und über das enthaltene Windows-Tool per
USB-Kabel zur Platine übertragen werden. Die weitere Dokumentation über den Update-Vorgang und die
neuen Funktionen ist im Softwarepaket enthalten.
15 Entsorgung
Wenn das Gerät einmal ausgedient hat, dann entsorgen Sie es bitte ordnungsgemäß. Geben Sie das
Gerät an einer Sammelstelle für Elektroschrott ab. Werfen Sie es nicht in den Hausmüll. Entsorgen Sie
auch die Verpackungsmaterialien ordnungsgemäß und umweltgerecht. Diese sind Rohstoffe und können
wieder verwendet werden. Informieren Sie sich bei Ihrer örtlichen Verwaltung über die aktuell geltenden
Entsorgungsbestimmungen.
Batterieverordnung:
Im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Batterien und Akkus oder mit der Lieferung von Geräten, die
Batterien oder Akkus enthalten, sind wir gemäß Batterieverordnung verpflichtet, Sie als Verbraucher auf
folgendes hinzuweisen: Batterien und Akkus dürfen nicht in den Hausmüll gegeben werden. Sie sind zur
Rückgabe gebrauchter Batterien und Akkus als Endverbraucher gesetzlich verpflichtet. Sie können diese
nach Gebrauch in unserer Verkaufsstelle, in einer kommunalen Sammelstelle oder auch im Handel vor
Ort unentgeltlich zurückgeben. Sie können diese auch per Post an uns zurücksenden. Schadstoffhaltige
Batterien oder Akkus sind mit einem Zeichen, bestehend aus einer durchgestrichenen Mülltonne und dem
chemischen Symbol (Cd, Hg oder Pb) des für die Einstufung als schadstoffhaltig ausschlaggebenden
Schwermetalls versehen.
Seite 21 von 26
16 Technische Daten
Abmessungen Grundkörper HxBxT
40x30x10,5 cm
Abmessungen Gerätetür (Standard) HxBxT
44,5x32x1 cm
Gewicht inkl. standard Zubehör und Verpackung
4,5 kg
Wärmerückzahl
Bis zu 90%
Lüftungsrohr-Außendurchmesser
50 mm
Durchmesser Außenblenden
80 mm
Luftdurchsatz
5 bis 20 m³/h
Schalldruckpegel
22 dBA bis 38 dBA
Außengeräuschdämpfung
Bis zu 45 dB
Standby-Stromaufnahme
< 0,5 Watt
Stromaufnahme im Betrieb
1,5 bis 6 Watt
Geringfügige Änderungen im Zuge technischer Weiterentwicklungen bleiben vorbehalten.
17 Garantie
Wir übernehmen für dieses Gerät eine Garantie für die Dauer von zwei Jahren ab Verkaufsdatum. Tritt
innerhalb der 2-Jahres-Garantie ein Material- oder Fabrikationsfehler auf, wird das Gerät auf unsere
Kosten repariert oder ersetzt.
Die Garantieleistung setzt voraus, dass ein ausreichender Beleg, z.B. eine ordentliche Rechnung,
vorgelegt wird und der Garantieanspruch innerhalb der Garantiefrist erhoben wird.
Die Garantie erstreckt sich nicht auf Geräteteile, die normaler Abnutzung ausgesetzt sind (z.B. Filter) und
somit als Verschleißteile angesehen werden können.
Die Garantie verfällt, wenn das Gerät beschädigt, nicht sachgemäß benutzt oder gewartet wurde.
Im Falle eines Garantieanspruches empfehlen wir zunächst mit uns in Kontakt zu treten.
Seite 22 von 26
18 Konformitätserklärung
Der Hersteller BAVARIAVENT UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG
erklärt, dass das Produkt „Dezentrales Lüftungsgerät mit Wärmegrückgewinnung“,
Typenbezeichnung BV-WRG-C
bei bestimmungsgemäßer Verwendung den folgenden Bestimmungen und Richtlinien
entspricht:
EN 61000-6-1:2007
EN 61000-6-3:2007
EN 60335-1:2012, EN 60335-2-65
Fachgrundnorm EMV - Störfestigkeit
Fachgrundnorm EMV - Störaussendung
(Sicherheit elektrischer Geräte für den
Hausgebrauch und ähnliche Zwecke)
gemäß den Bestimmungen der Richtlinie 2004/108/EG und 2006/95/EG
(Niederspannungsrichtlinie).
Das Lüftungsgerät sowie das Netzteil tragen die CE-Kennzeichnung
Hersteller-Anschrift:
BAVARIAVENT UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG
Landshuter Str. 6
84056 Rottenburg
Deutschland
Handelsregister:
Amtsgericht Landshut HRA 10532
Tel. 08781-529442
Fax 08781-940040
Mail: [email protected]
Rottenburg, 02.01.2015
Ort, Datum
________________________________
Unterschrift Leo Sonntag
Konformitätsbeauftrager
Seite 23 von 26
19 Montagebohrungen
Seite 24 von 26
20 Kurzanleitung
Power-Taste:
Druckdauer
ca. 0,5 sec
ca. 3 sec
ca. 6 sec
ca. 9 sec
Tonsignale
1
2
3
4
Funktion
Gerät ein/aus
Tastenton an/aus
Kindersicherung an/aus
Auf Werkseinstellungen zurücksetzen
Tonsignale
1
2
3
4
5
Funktion
Timer aktivieren/Automatikstufe wechseln
Täglicher Wiederhol-Modus an/aus
Timer-Leistung zuweisen
Timer-Dauer zuweisen
Abtaufunktion
Aktion
Leuchtet
Leuchtet
Blitzt
Leuchtet
Blinkt
Leuchten
gemeinsam
Bedeutung
Spannungsversorgung hergestellt
Rauchgasmodus aktiv
Das Geräte ist eingeschaltet
Die Timer-Taste wurde gedrückt
Täglich wiederholender Timer aktiv
a) Bootloader-Modus aktiviert
b) Bei einem Gerät mit Feuchtesensoren
wurde die Leistung fixiert
Timer-Taste:
Druckdauer
ca. 0,5 sec
ca. 3 sec
ca. 6 sec
ca. 9 sec
ca. 12 sec
Led-Signale
Farbe
Grün
Rot
Rot
Blau
Blau
Grün – Rot – Blau
Seite 25 von 26
21 Platz für Ihre Notizen
______________________________________________________________________
______________________________________________________________________
______________________________________________________________________
______________________________________________________________________
______________________________________________________________________
______________________________________________________________________
______________________________________________________________________
______________________________________________________________________
______________________________________________________________________
______________________________________________________________________
______________________________________________________________________
______________________________________________________________________
Seite 26 von 26
Was this manual useful for you? yes no
Thank you for your participation!

* Your assessment is very important for improving the work of artificial intelligence, which forms the content of this project

Download PDF

advertisement