Brandmeldesystem comfire 3000

Brandmeldesystem comfire 3000
Bedienungsanleitung
1.
A
ufl
ag
e
Brandmelderzentrale
comfire 3000
Seite Inhaltsverzeichnis
1.
1.1.
Bereitschaftsbetrieb.......................................................................................................3
Anzeige- und Bedienfeld .............................................................................................................3
2.
2.1.
2.2.
2.3.
LCD-Anzeige.............................................................................................................................4
Aufbau der LCD-Anzeige, falls Meldungen vorliegen..................................................................4
Anzeige von Systemstörungen....................................................................................................5
Aktuelle Zähler in der 4. Display-Zeile.........................................................................................5
3.
LED-Anzeigen..........................................................................................................................6
4.Zugangsberechtigung......................................................................................................7
5.Summer.....................................................................................................................................8
6.
Lampentest.............................................................................................................................8
7.
Übertragungseinrichtung ein/aus..............................................................................8
8.
Verzögerung ein/aus.........................................................................................................8
9.Tag-/Nacht-Schaltung (verzögerter Hauptalarm)...............................................9
9.1.
Tagbetrieb....................................................................................................................................9
9.2.
Nachtbetrieb.................................................................................................................................9
10.
Externe Signalgeber ein/aus.........................................................................................9
11.Sammel-Reset (Alarme, Störungen).............................................................................9
12.
12.1.
12.2
12.3.
Aus- / Einschalten am BMZ-Bedienfeld......................................................................10
Aus-/Einschalten adressierbarer Melder....................................................................................10
Aus- / Einschalten von Gruppen und Grenzwertlinien............................................................... 11
Aus-/Einschalten von Ausgängen.............................................................................................. 11
Hinweis
Alle technischen Angaben in dieser Beschreibung wurden mit größter Sorgfalt erarbeitet. Trotzdem sind
Fehler nicht ganz auszuschließen. Deshalb möchten wir darauf hinweisen, dass weder eine juristische
Verantwortung noch irgendeine Haftung für Folgen, die auf fehlerhafte Angaben zurückgehen, übernommen werden kann.
Durch Weiterentwicklung kann die Konstruktion und die Schaltung Ihres Gerätes von den in dieser Beschreibung enthaltenen Angaben abweichen.
Für die Mitteilung eventueller Fehler sind wir Ihnen jederzeit dankbar.
Wir weisen weiter darauf hin, dass die in der Beschreibung verwendeten Soft- und Hardwarebezeichnungen und Markennamen der jeweiligen Firmen im Allgemeinen warenzeichen-, marken- oder patentrechtlichem Schutz unterliegen.
Seite 1.
Bereitschaftsbetrieb
Der Bereitschaftsbetrieb ist der normale Betrieb, in dem die BMZ Meldungen von den Melderbaugruppen
(Loop- oder Linienkarten) empfängt und die entsprechenden Alarmierungsmaßnahmen trifft. Für diesen
Betrieb muss die Zentralentür geschlossen sein. Im LC-Display steht „Bereitschaft“.
1.1.Anzeige- und Bedienfeld
Seite 2.
LCD-Anzeige
Das LC-Display zeigt, sofern keine Meldungen vorliegen und keine Bedienung vorgenommen wird, in der
obersten der 4 Zeilen die aktuelle Uhrzeit und das aktuelle Datum (Ruhebild). In der 3. Zeile wird die Betriebsart „Bereitschaft“ angezeigt.
Die Beleuchtungssteuerung der Anzeige erfolgt automatisch, d.h. durch Drücken einer Taste, die eine
Eingabe erfordert oder durch Drücken einer der Cursortasten oben/unten schaltet sich die Beleuchtung
ein. Wenn keine weitere Taste gedrückt wird, dauert es ca. 60 Sekunden bis die Beleuchtung automatisch wieder ausgeschaltet wird. Werden weitere Tasten gedrückt, schaltet sich die Beleuchtung 60 Sekunden nach dem letzten Tastendruck wieder aus.
2.1.Aufbau der LCD-Anzeige, falls Meldungen vorliegen
Die LCD-Anzeige bringt automatisch eine ankommende Meldung zur Anzeige, unabhängig davon, ob es
sich um eine Alarm-, Stör- oder Abschaltmeldung handelt. Laufen sowohl Abschalt- oder Störmeldungen
als auch Alarmmeldungen ein, haben die Alarmmeldungen Vorrang vor den Störmeldungen und diese
Vorrang vor den Abschaltmeldungen, das heißt die Meldung mit der höheren Priorität verdrängt die Meldung mit der niedrigeren Priorität. Die Meldungen werden in folgendem Format angezeigt (Beispiel):
Meldungsart
Stö:
Gruppe
G0002 Melder ggf. Art der Störung
ggf. Erstwertkennung
M005
V!
*
Als Meldungsart stehen zur Verfügung:
„Al“
für Alarm
„Stö“
für Störung
„STA“
für Störung technischer Alarm (Störmeldergruppe)
„Aus“
für Abschaltung
„TA“
für Testalarm
„VA“
für Voralarm
„Hinw“
für Hinweis-Meldung à
„Linie“
= Grenzwert-Linie
„G“
= Gruppe (adressierbare Melder)
„M“
= Meldernummer innerhalb der Gruppe (für adressierbare Melder)
Als Art der Störung werden angezeigt:
„Ks“
= Kurzschluss
„Db“
= Drahtbruch
„V!“
= Verschmutzung
Wird für „Art der Störung“ nichts angezeigt, handelt es sich um einen adressierbaren Melder der entfernt
wurde oder defekt ist. Im obigen Beispiel handelt es sich um eine Verschmutzungs-Störung von Gruppe
2, Melder 5.
Die Gruppenzuordnung von Meldern wird weiter unten ausführlich dargestellt. Die erste einlaufende Meldung (Erstwertmeldung) erhält als Kennzeichnung ein „*“ am Ende der Zeile (nur bei Alarm und Störung).
Laufen mehrere Meldungen des gleichen Typs ein (z.B. 5 Alarme) wird die erste Meldung im LCD angezeigt, die folgenden Meldungen können über die Cursortaste „Pfeil nach oben“ bzw. „Pfeil nach rechts“
eingeblendet werden.
Testalarme sind Alarme, die mit „Revision“ oder „Meldertest“ hervorgerufen werden.
Voralarm gibt es nur in Verbindung mit adressierbaren Meldern. Ist der Parameter für Voralarm aktiviert
(„Systemparameter“), meldet die Zentrale deutlich unterhalb der eigentlichen Alarmschwelle einen lokalen Alarm, der nicht weitergeleitet wird und keine Sirenen ansteuert, sondern auf die Anzeigen an der
BMZ beschränkt bleibt.
Seite 2.2.Anzeige von Systemstörungen
Systemstörungen sind Störungen, die nicht durch Melder oder andere externe Geräten erfolgen, sondern
auf eine interne Störung der Zentrale hinweisen.
Die BMZ besitzt umfangreiche Überwachungsfunktionen, die gewährleisten, dass jede noch so kleine
Abweichung vom Sollzustand als Meldung angezeigt wird.
Diese Meldungen können unterschiedliche Prioritäten haben. Sie werden entweder im LC-Display in Klartextform angezeigt oder nur als LED-Anzeige. Nachfolgend sind die möglichen Systemstörungen mit den
zu treffenden Maßnahmen aufgelistet (sortiert nach Priorität):
Priorität
Anzeige
Bedeutung
Maßnahme
1
LED „System“ in Dauerlicht, Hupe in Dauerton
Störung des Zentralrechners, BMZ vermutlich
ohne Funktion
Sofort Störungsdienst benachrichtigen!
2
Störanzeige im LCD: „Stö- Loop- oder Grenzwertrung Melderbaugr. xx“
Interface mit der angegebenen Adresse für mind.
20 Sek. gestört, evt. auch
ausgefallen!!
3
Störanzeige im LCD: „Stö.
Checksumme RAM“ und
LED „System“ ein
2.3.
Überprüfen, ob Melderinformationen per Diagnosefunktion
abgerufen werden können und
Störungsdienst benachrichtigen;
Speicherfehler beim RAM- Störungsdienst benachrichtigen.
Speicher
Aktuelle Zähler in der 4. Display-Zeile
Sobald Meldungen vorliegen, zeigt das LC-Display in der untersten, vierten Zeile, drei Zähler an. Diese
dreistelligen Zähler sind direkt den Tasten senkrecht unter dem Display zugeordnet und zeigen die aktuelle Anzahl der jeweiligen Meldungen an, die gerade vorliegen.
Besonderes: Im Alarmzähler werden nur Meldungen unterschiedlicher Gruppen angezeigt.
Wenn z.B. zwei Melder von Gruppe 1 und drei Melder von Gruppe 2 in Alarmzustand sind, wird im Alarmzähler 002 angezeigt.
Durch Blättern mit den Cursortasten „Pfeil oben“ bzw. „Pfeil unten“ kann jeweils die erste Meldung einer
Meldergruppe angezeigt werden.
Wenn, wie im oben genannten Beispiel, mehrere Melder einer Meldergruppe in Alarm sind, erscheint
rechts im Display, neben der Erstmeldung ein Pfeil nach rechts. Mit der Cursortaste „Pfeil rechts“ können
diese weiteren Meldungen dann angezeigt werden
Die Tasten stehen unter dem Display in der Reihenfolge:
„Alarme“
„Störungen“
„Abschaltungen“
Mit Druck auf eine dieser Tasten kann der Betreiber sich die jeweiligen Meldungen im Display aufrufen.
Zeigt das Display z.B. momentan eine Alarmmeldung und der Störungszähler „001“ an, kann durch Druck
der Störungstaste die Störung im Display aufgerufen werden.
Liegen mehrere Störungsmeldungen vor, kann mittels der Cursortasten „Pfeil oben“ / „Pfeil unten“ durch
die Meldungen geblättert werden. Die Cursortaste „Pfeil oben“ blättert immer in Richtung der neueren
Meldungen, die Cursortaste „Pfeil unten“ immer in Richtung der älteren Meldungen.
Wurde die Alarmmeldungsanzeige verlassen, so springt die Anzeige nach 30 Sekunden wieder automatisch zur 1. Alarmmeldung.
Wurde durch Drücken der Cursortaste bis zur ältesten Meldung geblättert, wird mit dem nächsten Tastendruck die neueste Meldung wieder angezeigt (Blättern im Ring).
Seite 3.
LED-Anzeigen
Die LED-Anzeigen befinden sich in drei unterteilten Funktionsblöcken auf dem Bedienfeld
Darunter befinden sich optional die 8er-LED-Gruppenfelder für die Meldergruppen-Einzelanzeigen
Im 2. Funktionsblock befinden sich die Zustandsanzeigen der Brandmelderzentrale mit folgenden Bedeutungen:
„Netz“
„Betrieb“
„Alarm“
„Störung“
„Abschaltung“
„Prüfung“
- leuchtet bei vorhandener Netzspannung
- leuchtet sobald die BMZ in Bereitschaft ist und blinkt bei Servicebetrieb
oder im Programmiermodus
- leuchtet sobald ein Alarm vorliegt, blinkt bei Voralarm
- blinkt sobald eine Störung vorliegt
- leuchtet als Dauerlicht sobald eine Abschaltung vorliegt
- leuchtet, falls eine Linie oder ein Melder getestet wird und
blinkt, wenn eine (oder mehrere) Hinweismeldung(en) vorlieg(t)(en)
Im 3. Funktionsblock befinden sich die Anzeigen zur Stromversorgung, der Signalgerätelinie und zur Revision. Sie haben folgende Bedeutungen:
„Energieversorgung“
„Netz“
„Akku“
„Kurzschluss“
„System“
„ext. Signalgeber“
„Revision“
- leuchtet solange eine Energiequelle noch vorhanden ist und
blinkt bei Störung der „ext. 24Volt-Versorgung“
- blinkt bei Netzausfall
- blinkt bei Störung der Akkuladung
- blinkt bei Kurzschluss am Akku
- leuchtet bei Störung des Zentralrechners
- leuchtet bei Abschaltung, blinkt bei Störung der Steuerlinie für „ext.
Signalgeber“
- leuchtet nach Eintritt in den Revisionsmodus
Der 3. Funktionsblock beinhaltet ebenfalls die Anzeigen für den Bereich „Übertragungseinrichtung“, wenn
eine ÜE-Anzeigeplatine eingebaut ist.
Sie haben folgende Bedeutungen:
„Hauptalarm“
„Fw. alarmiert“
„Fw. rufen“
„SD-Alarm“
„SD entr.“
„Verzögerung“
„ÜE“
- es liegt ein Hauptalarm vor, d.h. es wird versucht, die Feuerwehr zu alarmieren
- die ÜE zur Feuerwehr wurde erfolgreich durchgeschaltet
- die ÜE wurde nicht durchgeschaltet, der Betreiber muss per Telefon die
Feuerwehr alarmieren
- Parallelanzeige zum Feuerwehrschlüsseldepot
- Parallelanzeige zum Feuerwehrschlüsseldepot
- leuchtet, falls verzögerte Weiterleitung aktiv
- leuchtet, falls ÜE abgeschaltet, blinkt bei Störung der Steuerlinie zur ÜE
Die Felder mit den Gruppen-Einzelanzeigen (LEDs darunter) zeigen die Zustände jeder einzelnen Linie
oder Gruppe.
Alarm wird durch die roten LEDs angezeigt, Störung und Abschaltung durch die gelben. Die Linie bzw.
Gruppe, die als erstes auf Alarm geht, wird durch rotes Blinklicht signalisiert, jede nachfolgende auf Alarm
gehende Linie bzw. Gruppe durch rotes Dauerlicht.
Eine Störung wird durch eine gelb blinkende LED dargestellt, eine Abschaltung einer ganzen Gruppe
durch gelbes Dauerlicht. Die Abschaltung einzelner Melder einer Gruppe, in der nicht alle Melder abgeschaltet sind, wird nicht per LED angezeigt, sondern nur per LCD.
Seite 4.Zugangsberechtigung
Die Zugangsberechtigung zum Bedienen der Zentrale erhält der Betreiber der Zentrale durch verschiedene Zifferncodes (Passwörter), die über den Ziffernblock eingegeben werden müssen.
Als Eingabeaufforderung zeigt die Zentrale z.B.:
Passwort: ____
Bestätigen mit „8 “
Jede eingegebene Ziffer wird verdeckt durch ein „*“ dargestellt.
Nach Eingabe der Ziffern ist die Entertaste „8 “ unten rechts im Ziffernblock zu drücken.
Dies gilt für fast alle Eingaben. Bei einer falschen Eingabe kann entweder mittels Cursortasten korrigiert
werden oder mit der Abbruchtaste „A“ die Eingabe abgebrochen werden.
Wird ein falsches Passwort eingegeben, ertönt ein kurzer Signalton, um eine Falscheingabe zu signalisieren. Dann wird nichts verändert und die alten Einstellungen bleiben erhalten. Durch Drücken der Abbruchtaste „A“ ist es möglich in das nächst höhere Menü zu gelangen.
Die Passwörter sind je nach Zugriffsebene gestaffelt. Es gibt folgende Zugriffsebenen und Passwörter:
Funktion
Zugriffsebene
Passwort
Summer aus
1
ohne
Lampentest
1
ohne
Sammel-Reset
2A
1111
Ein-/Ausschalten
2A
1111
Revision, Verzögerung
2A
1111
Wurde Zugang zu einer Ebene hergestellt, bleibt die Zugangsberechtigung aktiv, sofern innerhalb von 3
Minuten weitere Tasten gedrückt werden. Geschieht dies nicht, wird nach 3 Minuten die Zugangsberechtigung wieder aufgehoben.
Es besteht auch die Möglichkeit, schon vorzeitig den Zugang wieder zu sperren, indem im Ruhebild (Anzeige von Uhrzeit und Datum) das „A“ für Abbruch gedrückt wird. In diesem Fall sind alle Zugriffsebenen
erst wieder durch Eingabe eines Passwortes zugänglich.
Seite 5.Summer
Der Summer befindet sich auf der Front direkt unter dem Ziffernblock.
Im Alarmfall wird der Summer im Dauerton geschaltet, bei Störung intermittierend.
Einzige Ausnahme ist eine Systemstörung der CPU. In diesem Fall wird der Summer auch dauernd geschaltet und es leuchtet die gelbe LED „System“.
Durch den Taster „Summer aus“ wird der Summer ausgeschaltet.
6.
Lampentest
Die Lampentest-Funktion ist neben „Summer aus“ die einzige Funktion, die ohne Passwort aktiviert werden kann (Zugriffsebene 1). Sie schaltet alle LEDs und alle Pixel des LC-Display zur Funktionskontrolle 2
Sekunden lang ein. Lediglich die LCD-Anzeige leuchtet wie gewohnt noch ca. 60 Sekunden länger.
7.
Übertragungseinrichtung ein/aus
Sofern die Zugangsberechtigung vorliegt, kann mit dem Taster „ÜE ein/aus“ die Übertragungseinrichtung
(ÜE), z.B. ein Hauptfeuermelder, abwechselnd ein- und ausgeschaltet werden.
Der ausgeschaltete Zustand wird durch die leuchtende LED direkt über dem Taster und einen Eintrag im
LCD-Fenster signalisiert.
8.
Verzögerung ein/aus
Sofern die Zugangsberechtigung vorliegt, kann mit dem Taster „Verzögerung ein/aus“ die verzögerte Weiterleitung abwechselnd ein- und wieder ausgeschaltet werden. Dies bedeutet, dass in Kombination mit
der Tag-/Nacht-Schaltung der Hauptalarm verzögert durchgeschaltet wird, sofern vorher kein Reset des
Alarms vorgenommen wird. Allerdings müssen überhaupt Reaktions- bzw. Erkundungszeit programmiert
sein, damit diese Schaltung wirksam ist. Eine aktive Verzögerung wird durch die zugehörige leuchtende
LED und einen Eintrag im LCD-Fenster angezeigt.
Seite 9.Tag-/Nacht-Schaltung (verzögerter Hauptalarm)
9.1.Tagbetrieb
Tagbetrieb bedeutet, dass der Betreiber der Brandmelderzentrale morgens manuell die Funktion „Verzögerung ein“ aktiviert. Dies erfolgt mittels Taster auf der BMZ.
Die Verzögerung kann aber auch automatisch zu einem programmierten Zeitpunkt aktiv geschaltet werden.
Während des Tagbetriebes wird dann ein Hauptfeueralarm nicht sofort zur Feuerwehr durchgeschaltet,
sondern die BMZ startet die so genannte Reaktionszeit im Bereich von 30 bis 180 Sekunden (einstellbar
durch Errichter).
Wird während der Reaktionszeit die Taste „Summer aus“ gedrückt, also der Alarm durch Abstellen des
Summers quittiert, startet die BMZ die Erkundungszeit im Bereich von 1 bis 7 Minuten (einstellbar durch
Errichter).
Wird die Taste „Summer aus“ nicht gedrückt, wird nach Ablauf der Reaktionszeit der Hauptalarm zur Feuerwehr durchgeschaltet.
Wurde die Erkundungszeit gestartet, hat der Betreiber Zeit, die Ursache des Feueralarms zu „erkunden“.
Setzt er während dieser Zeit den Alarm zurück, erfolgt keine Meldung. Läuft die Erkundungszeit aber
vollständig ab, wird die Feuerwehr alarmiert. Die Feuerwehr wird ebenfalls alarmiert, wenn während der
Erkundungszeit ein Handfeuermelder betätigt wird.
9.2.Nachtbetrieb
Nachtbetrieb bedeutet, dass abends die Zentrale automatisch, aufgrund eines programmierten Schaltpunktes, auf „unverzögerte Feuerwehralarmierung“ schaltet. Dann wird ein Alarm sofort zur Feuerwehr
durchgeschaltet. Es laufen keine Reaktions- und Erkundungszeiten ab.
10.
Externe Signalgeber ein/aus
Sofern die Zugangsberechtigung vorliegt, kann mit dem Taster „ext. Signalgeber ein/aus“ die überwachte Linie für externe Sirenen oder Blitzleuchten abwechselnd ein- und ausgeschaltet werden.
Der ausgeschaltete Zustand wird durch die leuchtende LED direkt über dem Taster und einen Eintrag im
LCD-Fenster signalisiert.
Nur im eingeschalteten Zustand können die Signalgeber durch einen Feueralarm aktiviert werden.
11.Sammel-Reset (Alarme, Störungen)
Mit der Taste „Reset“ kann der Betreiber einen Sammel-Reset vornehmen, d.h. alle Meldungen der Zentrale werden gelöscht.
Aktivierte Module werden mit dieser Funktion ebenfalls zurückgesetzt.
Aktuelle Störungen von Meldern/Meldelinien werden zwar durch Drücken dieser Taste zurückgesetzt,
werden jedoch erneut aufgerufen, wenn die Störung noch ansteht.
Die Zugangsberechtigung muss durch Eingabe des richtigen Passwortes (s. Tabelle in Kapitel 4) in Zugriffsebene 2a erfolgen.
Seite 10
12.
Aus- / Einschalten am BMZ-Bedienfeld
Die BMZ bietet die Möglichkeit sowohl Meldergruppen als auch einzelne Melder vom Bedienfeld aus- und
einzuschalten.
Einzelne Melder können nur in einem adressierbaren System aus- bzw. eingeschaltet werden.
Die Funktion Linie/Gruppe aus-/einschalten ist für Grenzwertmelder und für adressierbare Melder möglich.
Die Linie oder Gruppe, die ausgeschaltet worden ist, wird durch eine gelbe Gruppen-LED in Dauerlicht
angezeigt.
Die Gruppen-LED wird nicht eingeschaltet, wenn nur ein Melder aus dieser Gruppe ausgeschaltet wurde.
Abgeschaltete Melder oder Linien können keine Alarme und Störungen signalisieren.
Wird ein Melder oder die ganze Linie oder Gruppe wieder eingeschaltet, erlischt die gelbe LED automatisch. Zur Ausführung der Aus-/Einschalt-Funktionen stehen die Tasten
„Einschalten“
„Ausschalten“
zur Verfügung.
Im Anschluss an die Funktionstaste muss eingegeben werden, ob der Melder oder die Linie geschaltet
werden soll. Unterstützt wird die Bedienung durch das LC-Display. Dieses zeigt an, welche Eingabe die
BMZ im Moment erwartet.
Eine sehr nützliche Besonderheit beim Aus-/Einschalten der einzelnen Melder ist, dass der Betreiber
mehrere Melder durch eine „von - bis“ Eingabe auswählen kann, so dass mehrere Melder innerhalb einer
Gruppe mit einer Eingabe aus- bzw. eingeschaltet werden können.
12.1.Aus-/Einschalten adressierbarer Melder
Beispiel für Melder 5 - 10 auf Gruppe 1 ausschalten:
· Taste „Ausschalten“ drücken
· Ggf. Passwort eingeben und mit „8 “ bestätigen
· Dialogfenster:
„Melder aus ?“
„Linie/Gruppe aus ?“
„Ausgang aus ?“
(A)bbruch
· Taste „Melder“ drücken
· Dialogfenster:
„Gruppe
: _“
„von Melder: _“
„bis Melder: _“
· Zunächst als Gruppe „1“ eingeben und mit „8 “ bestätigen
· Anfangsadresse der Melder eingeben, hier 5, und mit „8 “ bestätigen
· Endadresse der Melder eingeben, hier 10, und mit „8 “ bestätigen
Im LC-Display können die abgeschalteten Melder in Klartextform abgerufen werden.
Das Einschalten erfolgt in der oben beschriebenen Vorgehensweise, nur wird statt der Taste „Ausschalten“ hier die Taste „Einschalten“ betätigt.
Seite 11
12.2
Aus- / Einschalten von Gruppen und Grenzwertlinien
Beispiel für Grenzwertgruppe 5 ausschalten:
· Taste „Ausschalten“ drücken
· ggf. Passwort eingeben und mit „8 “ bestätigen
· Dialogfenster:
„Melder aus ?“
„Linie/Gruppe aus ?
„Ausgang aus ?“
(A)bbruch
· Taste „Gruppe“ drücken
· Dialogfenster:
„Linie/Gruppe :“
„von :“
„bis :“
· „5“ eingeben und mit „8 “ bestätigen
· Dialogfenster:
„Linie/Gruppe :“
„von :“
„bis :“
5
· erneut „5“ eingeben und mit „8 “ bestätigen
Im LC-Display wird die abgeschaltete Linie in Klartextform angezeigt und die gelbe Gruppen-LED leuchtet kontinuierlich. Es können auch mehrere Gruppen gleichzeitig aus- bzw. eingeschaltet werden.
12.3.
Aus-/Einschalten von Ausgängen
Die Funktions-Taste „Ausgang“ auf der BMZ-Front steht zum Abschalten der Störungsausgänge (Störungsweiterleitungslinie, Sammel-Störrelais und elektronischer Ausgang „Sammelstörung“) und zum Abschalten der Alarmausgänge auf dem Loop- oder Grenzwert-Interface zur Verfügung.
Dies ist nach Eingabe des Zifferncodes „1111“ möglich. Das Abschalten wird im LC-Display in Klartext
angezeigt. Vorgehensweise zum Abschalten der Sammel-Stör-Ausgänge:
· Taste „Ausschalten“ drücken
· Ggf. Passwort eingeben und mit „8 “ bestätigen
· Dialogfenster:
„Melder aus ?“
„Linie/Gruppe aus ?
„Ausgang aus ?“
(A)bbruch
· Taste „Ausgang“ drücken
· Dialogfenster:
„Ausgang
: _“
„Störausg.:0“
„Alarmausgang :1-24“
· „0“ eingeben und mit „8 “ bestätigen
Mit der Nummer eines Alarmausgangs (1 - 24) wäre es hier auch möglich bestimmte Alarmausgänge
passiv zu schalten. Diese würden dann bei Alarm der zugeordneten Meldergruppe nicht aktiv werden.
Beim Wiedereinschalten des Sammel-Störausgangs und der Alarmausgänge ist analog vorzugehen, der
Vorgang muss nur mit der Taste „Einschalten“ eingeleitet werden.
61110-701 (1)
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