ME 3830B Bedienungsanleitung
GIGAHERTZ
SOLUTIONS
R
GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHE
SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIO
GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAH
SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUT
TZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGA
NS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLU
RTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIG
Kombi-Feldstärkemeßgerät
fürSOLUTIONS
elektrische und
magnetische
ONS
SOLUTIONS SOLUTIONS
SOLUTIONS
SOL
Wechselfelder
von
5
Hertz
bis
100
Kilohertz
ERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ G
TIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SO
HERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ G
UTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS S
AHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ
LUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS
IGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHER
OLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTION
GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHE
SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIO
GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAH
SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUT
GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGA
SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLU
GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIG
SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOL
GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ G
SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SO
GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ G
SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS S
GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ
SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS
GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHER
SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTION
GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHE
SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIO
GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAH
SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUT
GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGA
SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SOLU
GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIG
Bitte lesen Sie diese Bedienungsanleitung unbedingt vor der ersten Inbetriebnahme aufmerksam durch.
SOLUTIONS SOL
Sie gibt wichtige Hinweise für die SOLUTIONS
Sicherheit, den GebrauchSOLUTIONS
und die Wartung des Geräts.
GIGAHERTZ GIGAHERTZ GIGAHERTZ G
SOLUTIONS SOLUTIONS SOLUTIONS SO
1
ME 3830B
Bedienungsanleitung
GIGAHERTZ
SOLUTIONS
R
Die Feldstärkemeßgeräte der Baureihe ME 3 von GIGAHERTZ SOLUTIONS® setzen neue
Maßstäbe in der Meßtechnik für niederfrequente Wechselfelder: Professionelle Meßtechnik wurde
mit einem weltweit einmaligen Preis-Leistungsverhältnis realisiert. Möglich wurde dies durch den
konsequenten Einsatz innovativer und teilweise zum Patent angemeldeter Schaltungselemente
sowie modernste Fertigungsverfahren.
Das von Ihnen erworbene Gerät ermöglicht eine qualifizierte Aussage zur Belastung mit elektrischen und magnetischen Wechselfeldern gemäß den vorgeschriebenen Meßverfahren der international anerkannten Richtlinien für Bildschirmarbeitsplätze (TCO / MPR) und im vollen vom
“Standard der baubiologischen Meßtechnik” (Maes 1998) empfohlenen Frequenzbereich, also von
5 Hz bis 100 kHz.
Das ME 3830B ist konform mit den einschlägigen CE-Richtlinien 98/336/EWG, 92/31/EWG,
EN50082-1 und EN55011.
Wir danken Ihnen für das Vertrauen, daß Sie uns mit dem Kauf des ME 3830B bewiesen haben.
Wir sind überzeugt, daß es Ihre Erwartungen voll erfüllen wird und wünschen Ihnen nützliche
Erkenntnisse mit dem Gerät.
Inhaltsverzeichnis
Seite
Sicherheitshinweise ........................................................................................................................2
Vorbereitung der Messung, 16 Hz Filter .........................................................................................3
Meßanleitung - elektrische Wechselfelder ......................................................................................3
Meßanleitung - magnetische Wechselfelder ...................................................................................5
Auto-Power-Off, Literaturhinweise .................................................................................................7
Technische Daten ..........................................................................................................................8
Sicherheitshinweise:
Bitte lesen Sie diese Bedienungsanleitung unbedingt vor der ersten Inbetriebnahme aufmerksam
durch. Sie gibt wichtige Hinweise für die Sicherheit, den Gebrauch und die Wartung des Geräts.
Die für die Messung des elektrischen Feldes notwendige Erdung des Meßgeräts mit dem beigefügten Erdungskabel sollte an einem blanken Wasser-, Gas- oder Heizungsrohr durchgeführt werden. Wenn keine andere Erdungsmöglichkeit besteht, kann der Elektrofachmann behelfsweise
auch am Schutzleiter der Schukosteckdose erden. In diesem Fall besteht die Gefahr von
Stromschlägen, wenn die Erdungsklemme mit der stromführenden Phase in Berührung kommt.
Das Meßgerät nicht in Berührung mit Wasser bringen oder bei Regen benutzen. Reinigung nur von
außen mit einem schwach angefeuchteten Tuch. Keine Reinigungsmittel oder Sprays verwenden.
Vor der Reinigung des Geräts oder dem Öffnen des Gehäuses ausschalten und alle mit dem Gerät
verbundenen Kabel entfernen. Es befinden sich keine durch den Laien wartbaren Teile im Inneren
des Gehäuses.
Aufgrund der hohen Auflösung des Meßgeräts ist die Elektronik hitze-, stoß- und berührungsempfindlich. Deshalb nicht in der prallen Sonne oder auf der Heizung o.ä. liegen lassen, nicht fal© by GIGAHERTZ SOLUTIONS® GmbH, 90579 Langenzenn
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GIGAHERTZ
SOLUTIONS
Meßanleitung
len lassen oder im geöffnetem Zustand an den Bauelementen manipulieren.
Dieses Gerät nur für die vorgesehenen Zwecke verwenden sowie nur mitgelieferte oder empfohlene Zusatzteile verwenden.
Meßanleitung
Vorbemerkung
Hintergrundinformationen zu den Auswirkungen von elektrischen und magnetischen
Wechselfeldern auf den menschlichen Organismus, zur Meßtechnik und zu Abhilfemaßnahmen
finden Sie in der beiliegenen Broschüre.
Vorbereitung der Messung
1. Batteriefach öffnen. Batterie an den Batterieclip anschließen, ins Batteriefach einlegen und
Batteriefach wieder verschließen.
2. Für die eine Haus- oder Arbeitsplatzmessung sollten alle typischen Verbraucher eingeschaltet
sein, auch solche, die sich nur manchmal selbsttätig einschalten, z.B. Kühlschrank, elektrische
Speicherheizung (auch in Nebenräumen). Durch Ein- und Abschalten einzelner Verbraucher
kann man die wesentlichen Verursacher eingrenzen. Durch Abschalten des ganzen
Stromkreises mittels der Sicherungsautomaten im Haussicherungskasten kann man feststellen,
welche Felder im Haus und welche außerhalb erzeugt werden, z.B. durch Hochspannungsleitungen, Bahnstrom, Trafohäuschen oder Installationen angrenzender Nachbarwohnungen.
3. Eine Skizze des zu vermessenden Ortes und mitprotokollierte Meßwerte erlauben eine nachträgliche Analyse der Situation. Auf diese Weise können zweckmäßige Abhilfemaßnahmen
abgeleitet werden. Insbesondere die Schlaf- und Hauptaufenthaltsorte untersuchen!
4. Das zuschaltbare, feldstärkenproportionale Tonsignal vereinfacht eine sondierende Messung.
5. Um eine Freihandmessung zu vereinfachen ist das Gerät ab Werk
mit einem internen 16 Hz Hochpaß-Filter versehen. Für eine
Stativmessung ab 5 Hz kann dieser mit dem MikroSchiebeschalter auf der kleinen Platine im Innern des Gehäuses
aktiviert (Schalterhebel ist unten) / deaktiviert (Schalterhebel ist
oben) werden.
Abb. 01
Meßanleitung - elektrische Wechselfelder
Für zuverlässige, reproduzierbare Ergebnisse gemäß den einschlägigen Richtlinien (TCO, MPR II,
TÜV) muß vor der Messung elektrischer Wechselfelder das Meßgerät mittels des beigefügten
Erdungskabels mit Erdpotential verbunden werden. Eine zuverlässige Aussage über elektrische
Wechselfelder ist ohne vorschriftsmäßige Verbindung zum Erdpotential nicht möglich.
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GIGAHERTZ
SOLUTIONS
R
Meßanleitung
Erdung des Meßgeräts und der messenden Person
Abb. 02
Zur Erdung mit dem beiliegenden Erdungskabel eignet sich
besonders ein metallisches Wasser-, Gas- oder Heizkörperrohr
ohne Lackierung ggf. mit Hilfe der Erdungsklammer STV0008 (als
optionales Zubehör erhältlich). Alternativ kann der Elektrofachmann auch mit der Krokoklemme direkt am Schutzleiter einer
Schukosteckdose erden (Vorsicht: in diesem Falle Gefahr durch
Stromschlag bei Berührung der Phase!).
Den Klinkenstecker des Erdungskabels in die dafür vorgesehene
Buchse (“Erdung”, “Erdungssymbol”) stecken und das Kabel an
der Seite des Gehäuses nach hinten führen.
Achtung: Liegt das Erdungskabel oder ein Finger vor der
Vorderkante des Meßgeräts so verfälscht dies den Meßwert.
Abb. 03
2. Durchführung der Messung (elektrische Wechselfelder)
Gerät einschalten und Schalter “Feldart” auf “E” für elektrisches Wechselfeld stellen.
Für gute Erdung der eigenen Person sorgen. Bei der Messung immer darauf achten, daß das
Erdungskabel nach hinten weggeführt wird und daß sich die messende oder andere anwesende
Personen hinter dem Meßgerät aufhalten.
Das Meßgerät nahe vor den Körper halten (je weiter das Meßgerät vom Körper weg gehalten bzw.
sogar abgelegt wird, desto mehr wird die Anzeige nach oben verfälscht). Auf die vermuteten
Feldquellen “zielen” bzw., wenn keine konkreten Feldquellen bekannt sind, systematisch den
Raum untersuchen. Dabei folgendermaßen vorgehen:
- für einen ersten Überblick langsam durch den Raum gehen
- dabei häufig stehenbleiben und die Feldstärke nach hinten, links, rechts und oben messen.
Dabei immer darauf achten, daß das Erdungskabel jeweils nach hinten weggeführt wird.
- die Messung in die Richtung der stärksten Anzeige fortsetzen um die Feldquelle zu identifizieren, oder,
- wenn eine typische Stelle für längere Aufenthalte, z.B. das Bett oder der Arbeitsplatz erreicht
ist, gemäß obiger Anleitung alle Richtungen überprüfen und das Gerät in der Position der höchsten Anzeige festhalten.
- der Meßwert, der in der Richtung der höchsten Anzeige gemessen wird, kann in erster
Näherung als die resultierende Feldstärke herangezogen werden.1)
Auch bei einer Messung auf einem Stativ oder bei abgelegtem Meßgerät muß sich für eine genaue
Messung eine Person oder für eine reproduzierbare Messung eine Metallplatte (50 x 50 cm) orthogonal und zentriert im Abstand von 5 cm hinter dem Meßgerät befinden.
1) Nähere Informationen zur Werksseitigen Kalibrierung Ihres Gerätes erhalten Sie auf Anfrage.
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GIGAHERTZ
SOLUTIONS
Meßanleitung
Für eine Schlafplatzuntersuchung sollte in jedem Falle auch unter “Schlafbedingungen”, d.h. mit
ausgeschalteter Nachtischlampe gemessen werden. Das elektrische Feld kann beim Ausschalten
unter bestimmten Bedingungen sogar ansteigen (aufgrund des höheren Spannungsabfalls).
Grenzwertempfehlung für elektrische Wechselfelder:
unter 10 V/m, möglichst sogar unter 1 V/m (bei 50 Hz).
Meßanleitung - magnetische Wechselfelder:
Gerät einschalten und Schalter “Feldart” auf “M” für magnetisches Wechselfeld stellen.
Anders als bei den elektrischen Wechselfeldern braucht das Gerät für eine zuverlässige Messung
der magnetischen Wechselfelder nicht geerdet zu werden. Die Messung wird auch nicht durch
anwesende Personen oder Massepotentiale vor der Gerätevorderseite beeinflußt.
Mit dem Meßgerät auf die vermuteten Feldquellen “zielen” bzw., wenn keine konkreten
Feldquellen bekannt sind, systematisch den Raum untersuchen. Dabei folgendermaßen vorgehen:
- für einen ersten Überblick langsam durch den Raum gehen. Der Sensor ist so im Meßgerät
positioniert, daß die häufigsten Feldverursacher im Haushaltsbereich bei etwa waagerecht
gehaltenem Gerät gemessen werden. Zusätzlich können immer wieder alle drei Dimensionen
überprüft werden, wie in den Abbildungen 04 - 06 zu sehen.
- Praktisch ist es sinnvoll, für die Identifikation der Feldquelle zunächst diejenige Ausrichtung des
Geräts zu ermitteln, in welcher der höchste Meßwert angezeigt wird. Die Messung ist dann in
diejenige Richtung fortzusetzen, in welche die Anzeige weiter ansteigt. Die Ausrichtung des
Geräts ist dabei vorläufig beizubehalten. Für eine exakte Messung das Gerät ruhig halten.
- an den entscheidenden Stellen, wie z.B. dem Arbeits-, Sitz- oder Schlafplatz sollte die Messung
in jedem Falle in alle drei Dimensionen erfolgen, wie nachfolgend beschrieben.
Bestimmung der magnetischen Feldstärke bei mehreren Feldquellen
Hierzu müssen zunächst drei separate Messungen durchgeführt und der jeweilige Meßwert
notiert werden: das Gerät ist dabei gemäß den Abbildungen auszurichten: nach vorne (Abb. 04),
nach oben (Abb. 05) und nach vorne um 90 Grad seitwärts verdreht (Abb. 06).
Wichtig: Vor dem Ablesen des Meßwertes in jeder Position ca. 2 Sekunden warten, bis sich die
Anzeige “eingeschwungen” hat. Die Gesamtbelastung kann dann wie folgt ermittelt werden.
Faustformeln zum Abschätzen des resultierenden Gesamtfeldes
Meßwerte
resultierendes Gesamtfeld entspricht
- Ein hoher, zwei niedrige Werte
~ größter Wert
- Zwei hohe, ein niedriger Wert
~ größter Wert + halber zweitgrößter Wert
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®
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GIGAHERTZ
SOLUTIONS
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Meßanleitung
- Drei ähnliche Werte
~ eineinhalb mal größter Einzelwert
Abb. 04
Abb. 05
Abb. 06
Grenzwertempfehlung für magnetische Wechselfelder:
unter 200 nT, möglichst sogar unter 20 nT (bei 50 Hz).
Das resultierende Gesamtfeld (die “Summe” der Einzelfeldstärken, “3-D-Meßwert”) läßt sich
anhand folgender Formel auch exakt ermitteln
resultierende Feldstärke = Wurzel aus (x² + y² + z²)
Abb. 07 illustriert die Richtung des resultierenden Feldes (Res.), auch als Ersatzfeld bezeichnet.
Die Abbildungen 04 - 06, auf denen die Einzelmessungen der drei Dimensionen gezeigt wurden
sowie die Abbildung 08 wurden in einer typischen Meßsituation in der Küche fotografiert. Wenn
man die angezeigten Werte der Einzelmessungen in obige Formel einsetzt kommt tatsächlich
(fast) genau derjenige Wert heraus, der in der Abb. 08 angezeigt wird, bei dem das Gerät senkrecht zum resultierenden Feld gehalten wird.
x
Res.
y
z
Abb. 07
6
Abb. 08
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Auto-Power-Off, Literaturhinweise
GIGAHERTZ
SOLUTIONS
Meßanleitung - TCO-konforme Messung
Mit dem ME 3830B können z. B. Computermonitore auf Konformität zur TCO ’99 in Bezug auf das
besonders relevante sogenannte “untere Frequenzband” überprüft werden. Hierzu sind die einschlägigen Vorschriften über Abstand zum vermessenden Objekt und Vorgehen der Messung einzuhalten. Genauere Informationen hierzu gibt es im Internet www.tco-info.com oder bei GIGAHERTZ SOLUTIONS®.
Auto-Power-Off
Diese Funktion dient zur Verlängerung der realen Nutzungsdauer.
1. Wird vergessen, das Meßgerät auszuschalten oder wird es beim Transport versehentlich eingeschaltet, so schaltet es sich nach einer Betriebsdauer von durchgehend 40 Minuten ab.
2. Erscheinen in der Mitte des Displays zwei Punkte (low batt.), so wird das Meßgerät bereits nach
3 Minuten abgeschaltet, um unzuverlässige Messungen zu vermeiden.
Literaturhinweise
Wolfgang Maes: Stress durch Strom und Strahlung, IBN Institut für Baubiologie + Ökologie,
Holzham 25, 83115 Neubeuern (Durch viele leicht verständliche Praxisbeispiele und einfache
Darstellung der technischen Hintergründe besonders für technische Laien zu empfehlen)
Katalyse e. V.: Elektrosmog, C.F. Müller Verlag, Heidelberg (guter Überblick über physikalische
Grundlagen, Stand der Forschung sowie die aktuelle Grenzwertdiskussion)
König/Folkerts: Elektrischer Strom als Umweltfaktor, Richard Pflaum Verlag, München (technikorientiert, viele nachvollziehbare Hinweise zur feldminimierenden Elektroinstallation)
In den oben genannten Büchern finden sich noch umfangreiche weitere Quellen.
© beim Herausgeber: GIGAHERTZ SOLUTIONS® GmbH, Mühlsteig 16, D-90579 Langenzenn.
Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Broschüre darf in irgendeiner Weise ohne schriftliche
Genehmigung des Herausgebers reproduziert oder verbreitet werden.
© by GIGAHERTZ SOLUTIONS® GmbH, 90579 Langenzenn
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GIGAHERTZ
SOLUTIONS
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Technische Daten
für magnetische und elektriME 3830B Kombimeßgerät
sche NF-Wechselfelder von 5 Hz bis 100 kHz
Seriöse Meßtechnik - günstiger Preis
Universelle Anwendungen
Der Digitale Elektrosmog Analyser ME 3830B setzt neue
Standards bezüglich der technischen Daten in dieser Preisklasse: vergleichbare Leistungsmerkmale finden sich weltweit
nur in der professionellen Meßtechnik.
Magnetische und elektrische Wechselfelder haben unterschiedliche Ausbreitungseigenschaften, die es sinnvoll
machen, beide Feldarten zu untersuchen.
Der ME 3830B erfüllt die Kernforderungen der Baubiologie
zur aussagefähigen Messung von "Elektrosmog" durch
Wechselfelder.
· Mißt magnetische und elektrische Wechselfelder.
· Kompensierter Frequenzgang , einschließlich der
Bahnstromfrequenz von 16,7 Hertz bis 100 Kilohertz.
· Hohe Empfindlichkeit: Skalenbeginn 1 nT bzw. 1 V/m.
Für Feldverursacher außerhalb der Wohnung (z.B.
Hochspannungsleitungen, Bahnstrom, Trafohäuschen,
Elektroinstallationen beim Nachbarn) sind primär die magnetischen Wechselfelder zu untersuchen, da diese Mauerwerk
prak-tisch ungehindert durchdringen, während elektrische
Wechselfelder weitgehend abgeleitet werden.
Besonders für die Untersuchung von Schlafplätzen ist die
Analyse der elektrischen Wechselfelder wichtig, da diese
auch- bei ausgeschalteten Verbrauchern auftreten.
· Hohe Genauigkeit: < ± 2 % bei 100 nT bzw. V/m.
Typische Frequenzverläufe
Filter 1 400V/m
-1dB 400V/m
-3dB 400V/m
magnetische Flussdichte
[nT]
elektrische Feldstärke
[V/m]
ohne_Filter 400V/m
450
400
350
300
250
200
150
100
50
0
1
10
100
1000
10000
Frequenz [Hz]
100000 1000000
ohne_Filter 1000nT
Filter 1 1000nT
-1dB 1000nT
-3dB 1000nT
1200
1000
800
600
400
200
0
1
10
100
1000
10000
Frequenz [Hz]
100000 1000000
Technische Daten
Garantierte Qualität
Meßverfahren gemäß den international anerkannten Richtlinien für Bildschirmarbeitsplätze TCO und MPR:
Innovative Elektronik: mehrere Patente für Verfahren und
Schaltungen angemeldet.
Magnetische Flußdichte, eindimensional in Nanotesla.
· Meßbereich 2.000 nT, Auflösung 1 nT.
Dauerhafte Präzision durch selbstkalibrierende Schaltungselemente.
Elektrische Feldstärke gegen Erdpotential in Volt/Meter.
· Meßbereich 2.000 V/m, Auflösung 1 V/m.
· Erdungskabel im Lieferumfang enthalten.
Made in Germany , hergestellt in modernster SMDFertigungstechnologie.
Genauigkeit: ± 2 %, ± 20 digits bei 50 Hertz (bei 20° C, 45 %
Luftfeuchtigkeit gegen kalibriertes Normal).
Kompensierter Frequenzgang mindestens von 5 Hz bis
100 kHz (besser als -2 dB).
Einsatz hochwertiger Bauteile, FR4-Basismaterial und reproduzierbarer Fertigungsverfahren.
Zwei Jahre Garantie
sachgemäßem Einsatz.
auf
Verarbeitungsmängel
bei
Interner 16 Hz Frequenzfilter > 5. Ordnung, deaktivierbar.
Weitere Frequenzfilter nachrüstbar.
Feldstärkeproportionales Tonsignal (mit "Geigerzählereffekt",
zuschaltbar) zur orientierenden Messung.
3,5-digit LCD mit großen, gut lesbaren Ziffern und Anzeige
der aktuell gemessenen Feldart.
Abmessungen 74 x 180 x 32 mm, Gewicht ca. 178 Gramm.
Gebrauchsanleitung und Hintergrundinfos zum Thema
"Elektrosmog" sowie praktische Hinweise zur Reduktion der
Belastung im Lieferumfang enthalten.
Stromversorgung
9 Volt E-Blockbatterie. Mittlere Betriebsdauer mit Alkali-manganbatterie 24 bis 36 Stunden, abhängig vom
Betriebsmodus.
Low batt.-Anzeige und Auto-Power-Off Funktion.
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DRU0079 KW431999
© by GIGAHERTZ SOLUTIONS GmbH, 90579 Langenzenn
®
Digitaler Hochfrequenz Analyser HF35C
HF35C
Hochfrequenz-Analyser für Frequenzen von
800MHz bis 2,5GHz
Professionelle Technik
Die Feldstärkemeßgeräte von GIGAHERTZ
®
SOLUTIONS setzen neue Maßstäbe in der
Messtechnik für hochfrequente Wechselfelder: Messtechnik professionellen Standards
wurde mit einem weltweit einmaligen PreisLeistungs-Verhältnis realisiert. Möglich wurde
dies durch den konsequenten Einsatz
innovativer und teilweise zum Patent
angemeldeter Schaltungselemente sowie
modernste Fertigungsverfahren.
Das von Ihnen erworbene Gerät ermöglich
eine qualifizierte Aussage zur Einschätzung
Ihrer Belastung mit hochfrequenter Strahlung
von 800MHz bis 2,5GHz. Dieser Bereich wird
aufgrund der großen Verbreitung des Mobilfunks, schnurloser Telefone, Mikrowellenherden und den Zukunftstechnologien UMTS
und Bluetooth als baubiologisch besonders
relevant angesehen.
Wir danken Ihnen für das Vertrauen, daß Sie
uns mit dem Kauf des HF35C bewiesen haben und sind überzeugt, dass Ihnen dieses
Gerät nützliche Erkenntnisse bringen wird.
Bedienungsanleitung
Revision 2.3
Diese Anleitung wird kontinuierlich aktualisiert, verbessert und
erweitert. Unter www.gigahertz-solutions.de finden Sie immer
die aktuellste Fassung zum download.
Bitte lesen Sie diese Bedienungsanleitung unbedingt vor der
ersten Inbetriebnahme aufmerksam durch.
Sie gibt wichtige Hinweise für den Gebrauch, die Sicherheit
und die Wartung des Gerätes.
Außerdem enthält sie wichtige Hintergrundinformationen,
die Ihnen eine aussagefähige Messung ermöglicht.
© Gigahertz Solutions GmbH, D-90579 Langenzenn
Über diese Anleitung hinaus bieten wir zusammen mit unseren Partnerunternehmen
Anwenderseminare zur optimalen Nutzung
unserer Messtechnik sowie zu wirksamen
Abhilfemaßnahmen an.
Bei irgendwelchen Problemen bitten wir Sie,
uns zu kontaktieren! Wir helfen Ihnen schnell,
kompetent und unkompliziert.
© beim Herausgeber: GIGAHERTZ SOLUTIONS GmbH, Mühlsteig 16, D-90579 Langenzenn. Alle Rechte vorbehalten. Kein
Teil dieser Broschüre darf in irgendeiner Weise ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers reproduziert oder verbreitet werden.
Stand vom 1.10.2003 (Revision 2.3)
Inhaltsverzeichnis
Funktions- und Bedienelemente
2
Vor Inbetriebnahme /Funktionsprüfung
2
Messanleitung
-
Vorbemerkungen
3
-
Vorbereitung des Messgerätes
4
-
Durchführung der Messung
5
-
Grenz-, Richt- und Vorsorgewerte
7
-
Audio-Frequenzanalyse
8
Batterie
8
Weiterführende Analysen
8
Abschirmung
9
Umrechnungstabelle
10
Garantie
10
Sicherheitshinweise:
Bitte lesen Sie diese Bedienungsanleitung unbedingt vor der
ersten Inbetriebnahme aufmerksam durch. Sie gibt wichtige
Hinweise für die Sicherheit, den Gebrauch und die Wartung
des Geräts.
Das Meßgerät nicht in Berührung mit Wasser bringen oder bei
Regen benutzen. Reinigung nur von außen mit einem schwach
angefeuchteten Tuch. Keine Reinigungsmittel oder Sprays
verwenden.
Vor der Reinigung des Geräts oder dem Öffnen des Gehäuses
ausschalten und alle mit dem Gerät verbundenen Kabel entfernen. Es befinden sich keine durch den Laien wartbaren
Teile im Inneren des Gehäuses.
Aufgrund der hohen Auflösung des Messgeräts ist die Elektronik hitze-, stoß- und berührungsempfindlich. Deshalb nicht in
der prallen Sonne oder auf der Heizung o.ä. liegen lassen,
nicht fallen lassen oder im geöffnetem Zustand an den Bauelementen manipulieren.
Dieses Gerät nur für die vorgesehenen Zwecke verwenden.
Nur mitgelieferte oder empfohlene Zusatzteile verwenden.
Seite 1
Digitaler Hochfrequenz Analyser HF35C
Funktions- und Bedienelemente
1
AudioAnalyse
Lautstärkeregler für den Lautsprecher zur
Audioanalyse. Während das feldstärkepro.
genutzt wird,
portionale Tonsignal
sollte der Lautstärkeregler ganz nach links
gedreht werden.
Lautstärke
HF 35C
Antenne
3
Messbereich
4
2) Anschlussbuchse für das Antennenkabel. Die Antenne selbst kann senkrecht
in den Schlitz auf der Gerätestirnseite
gesteckt werden.
5
3) Wahlschalter für den Messbereich.
199,9µW/m² = fein
1999µW/m² = grob
HF-Analyser
800 MHz-2500 MHz
Auto-Power-Off
6
199,9
µW/m²
1999
µW/m²
2
SignalBewertung
1) Wahlschalter für die Signalbewertung.
Standardeinstellung: Spitzenwert
Betrieb
Mittelwert
Spitzenwert
AUS
Ein vorschaltbares Dämpfungsglied zur Erweiterung des Messbereichs um den Faktor 100 nach
oben finden Sie auch in unserem Lieferprogramm.
Siehe Kontaktdaten auf der letzten Seite dieser
Anleitung.
4) Ein-/Ausschalter. In der obersten Schalterstellung . ist ein feldstärkeproportionales Tonsignal zugeschaltet. In der
.
ist die
mittleren Schalterstellung
Audioanalyse aktiviert (1).
Leistungsflussdichte in µW/m²
5) Das Gerät ist mit einer Auto-Power-OffFunktion ausgestattet um ungewolltes
Entladen zu vermeiden.
GIGAHERTZ
SOLUTIONS
R
Made in Germany
Inhalt der Verpackung
Auszug Frequenzbelegung
GSM900 CT1+
GSM1800 MIKROuplink downlink GPS zivil
downlink WELLE
GSM1800
CT1+ GSM900
VIDEO BLUEuplink downlink DAB uplink
DECT TOOTH
GPS
militär
UMTS
800 1000
1500
2000
2500
Frequenz in MHz
Messgerät, aufsteckbare Antenne mit Antennenkabel, Alkalimanganbatterie (evtl. im Gerät),
ausführliche
Bedienungsanleitung
(deutsch), Hintergrundinformationen zum
Thema „Elektrosmog“
Der HF-Teil des Geräts ist durch ein internes Blechgehäuse am Antenneneingang gegen Störeinstrahlung geschirmt
(Schirmungsmaß ca. 35 - 40 dB)
© Gigahertz Solutions GmbH, D-90579 Langenzenn
Stand vom 1.10.2003 (Revision 2.3)
Vor Inbetriebnahme
Einschalten
Falls nach dem Einschalten keine Anzeige
auf dem Display erscheint, neue Batterie einsetzen. (Siehe Kapitel „Batteriewechsel“)
Überprüfung der Batteriespannung
Wenn eine „Low Batt.“-Anzeige senkrecht in
der Mitte des Displays angezeigt wird, so ist
keine zuverlässige Messung mehr gewährleistet. In diesem Falle die Batterie wechseln.
Benötigt wird ein hochwertiger Alkalimangan
E-Block mit 9 Volt Nennspannung („9-VoltBlock“). Die Verwendung von 9 Volt Akkus ist
nicht zu empfehlen.
Funktionsprüfung
Grundlagen
Jedes Messgerät kann nur mit einer gewissen Toleranz eingestellt werden. Außerdem
können Außeneinflüsse und Alterung diese
beeinflussen.
Besonders unangenehm macht sich diese
Toleranz bei Werten nahe bei Null bemerkbar
(„Offset“ oder „Nullpunktabweichung“). Deshalb wird diese entscheidende Toleranzangabe von sehr vielen Messgeräteherstellern
in dieser Preisklasse einfach weggelassen.
Das heißt selbstverständlich nicht, dass die
Toleranz nicht existiert – es sieht nur besser
aus! Das Wichtigste bei der Benutzung eines
Seite 2
Digitaler Hochfrequenz Analyser HF35C
Messgerätes (neben einem vernünftigen
Funktionsumfang) ist es, sicher sein zu können, dass die Toleranzen angegeben und
eingehalten werden. Gerade bei der Hochfrequenzmesstechnik sind die technisch
machbaren Toleranzen um ein Vielfaches
höher, als diejenigen in der Niederfrequenzmesstechnik.
Eigentliche Funktionsprüfung
Gerät ohne angeschlossene Antenne einschalten und einige Sekunden warten, bis
sich das Display „beruhigt“ hat. Der dann
angezeigte Wert ist das Grundrauschen plus
Offset. Werte bis 20 Digits (also Ziffern, unabhängig von einem eventuellen Dezimalpunkt) liegen innerhalb der spezifizierten Toleranz.
Hinweis
Jeder Schaltvorgang (z.B. Messbereichswechsel) führt zu einer kurzen Übersteuerung, die auf dem Display dargestellt wird.
Messanleitung
Vorbemerkungen zu den Eigenschaften hochfrequenter Strahlung
Vorab: Weitere Hintergrundinformationen
finden Sie in der beiliegenden Broschüre. In
dieser Anleitung konzentrieren wir uns auf
diejenigen Eigenschaften, die für die Messung im Haushalt von besondere Bedeutung
sind.
Wenn hochfrequente Strahlung des betrachteten Frequenzbereichs (und darüber hinaus)
auf irgendein Material auftrifft, so
1. durchdringt sie es teilweise
2. wird sie teilweise reflektiert
3. wird sie teilweise absorbiert.
Die Anteile hängen dabei insbesondere vom
Material, dessen Stärke und der Frequenz
der HF-Strahlung ab. Z.B. Holz, Gipskarton,
Dächer und Fenster sind oft sehr durchlässige Stellen in einem Haus.
Eine sehr gut recherchierte und visualisierte Übersicht
über die Dämpfungswirkung verschiedener Baustoffe
im Haushalt sowie umfangreichen Tipps zur Reduktion
der Belastung findet sich in dem Internetportal:
www.ohne-elektrosmog-wohnen.de .
Die umfangreichste Sammlung von genauen Daten zur
Abschirmwirkung verschiedener Baustoffe liefert die
ständig aktualisierte Studie „Reduzierung hochfrequenter Strahlung - Baustoffe und Abschirmmaterialien“ von
Dr. Moldan / Prof. Pauli. Zu beziehen über
www.drmoldan.de .
Mindestabstand
Erst in einem bestimmten Abstand von der
Stahlungsquelle kann Hochfrequenz in der
© Gigahertz Solutions GmbH, D-90579 Langenzenn
Stand vom 1.10.2003 (Revision 2.3)
gebräuchlichen Einheit „Leistungsflussdichte“ (W/m²) quantitativ gemessen werden.
Dieser Abstand beträgt bei höheren Frequenzen wenige Meter bei niedrigeren einige –zig
Meter. Wenn Sie also eine DECTSchnurlostelefon-Basisstation oder ein Handy direkt vor die Antenne halten, so wird
zwar ein sehr hoher Wert angezeigt, der aber
von der genauen Zahl her keine Aussage hat
(wohl visualisiert er die hohe biologische Relevanz der Strahlung besonders im Nahbereich).
Polarisierung
Wenn hochfrequente Strahlung gesendet
wird, so bekommt sie eine „Polarisierung“ mit
auf den Weg. D.h. die Wellen verlaufen entweder in der horizontalen oder der vertikalen
Ebene. Im besonders interessanten Mobilfunkbereich zumeist vertikal, im innerstädtischen Bereich jedoch teilweise auch schon
horizontal oder sogar 45 Grad verdreht. Auch
durch Reflexion und dadurch, dass die Handys selbst irgendwie liegen können oder
gehalten werden, kommen auch andere
Polarisationskomponenten dazu. Es sollten
also immer beide Polarisationsebenen
gemessen werden (definiert durch die
Ausrichtung der Messantenne).
Örtliche und zeitliche Schwankungen
Durch - teilweise frequenzselektive – Reflexionen kann es besonders innerhalb von Gebäuden zu punktuellen Verstärkungen oder
Auslöschungen der Strahlungsdichte kommen. Außerdem strahlen die meisten Sender
und Handys je nach Empfangssituation und
Netzbelegung über den Tag bzw. über längeSeite 3
Digitaler Hochfrequenz Analyser HF35C
re Zeiträume mit unterschiedlichen Sendeleistungen.
Alle vorgenannten Punkte haben Einfluss auf
die Messtechnik und in besonderem Maße
auf das Vorgehen beim Messen und die
Notwendigkeit mehrfacher Messungen.
Vorbemerkungen zur Messtechnik für
hochfrequente Strahlung
Die mitgelieferte, logarithmisch-periodische
Antenne
hat
eine
ausgeprägte
Richtcharakteristik. Auf diese Weise ist es
möglich, die Quelle der Belastung zuverlässig
aufzuspüren bzw. „anzupeilen“ um deren
Beitrag zur Gesamtbelastung zu ermitteln.
Die Kenntnis der Einstrahlrichtung ist auch
Grundvoraussetzung für eine zielgerichtete
Sanierung. Die fehlende Richtcharakteristik
von Teleskopantennen ist auch einer der
Gründe, weshalb diese für eine zuverlässige,
baubiologische HF-Messung ungeeignet
sind.
Auf dem Display angezeigt wird immer die
Leistungsflussdichte am Messort bezogen
auf das Raumintegral der „Antennenkeule“
also aus der Richtung auf welche die Antenne zeigt. Dabei kommt neben der Mittelwertmessung in diesem Gerät als besonders
wichtiges technisches Detail eine echte Spitzenwertmessung zum Einsatz, d.h. bei gepulster Strahlung wird nicht etwa nur der
Mittelwert der Belastung erfasst, sondern der
volle Pegel der Einzelpulse, der z.B. bei der
Basisstation eines DECT-Telefons durchaus
bei einem Faktor 100 des Mittelwerts liegen
kann.
© Gigahertz Solutions GmbH, D-90579 Langenzenn
Der betrachtete Frequenzbereich umfasst die
Mobilfunkfrequenzen
GSM900
und
GSM1800 (in Deutschland: D1, D2, E-plus),
schnurlose Telefone nach dem DECTStandard, Mobilfunkfrequenzen nach dem
kommenden UMTS-Standard, wLAN nach
dem Bluetooth-Standard, sowie einige weitere kommerziell genutzte Frequenzbänder und
natürlich Mikrowellenherde. Selbstverständlich auch sämtliche dazwischen liegenden
Frequenzen. In diesem Frequenzbereich konzentrieren die von kritischen Stimmen als
besonders kritisch angesehenen, gepulsten
Signalformen.
Insbesondere in der Nähe von Rundfunkund Fernsehtürmen, größeren Sendeanlagen,
sowie von starken privaten Sendern können
auch diese in tieferen Frequenzbändern sendenden Verursacher hochfrequenter Strahlung große Belastungen verursachen. Die
Verwendung preiswerter Teleskopantennen
zu deren quantitativen Messung ist aus technischer Sicht sehr kritisch zu beurteilen. Von
Gigahertz Solutions sind kompensierte
Messgeräte mit echten logarithmisch periodischen Antennen zur Messung dieser Belastungen für das Frühjahr 2004 zur Markteinführung vorgesehen.
Sonderfall: Radar
Für die Flugzeug- und Schiffsnavigation wird
von einer langsam rotierenden Sendeantenne
ein eng gebündelter „Radarstrahl“ ausgestrahlt. Deshalb ist dieser bei ausreichender
Signalstärke nur alle paar Sekunden für wenige Millisekunden messbar, was zu einer
besonderen Messsituation führt.
Die von uns verwendetet Gleichrichterschaltung führt zu einer geringfügigen Unterbewertung kleiner Radarsignale. In Abwägung
Stand vom 1.10.2003 (Revision 2.3)
mit einer für die Preisklasse bahnbrechend
hohen Genauigkeit dieser Schaltung bei allen
kontinuierlichen oder kontinuierlich gepulsten
Signalen (von GSM bis DECT) nehmen wir
diesen Umstand billigend in Kauf. Wichtig:
Durch die längere Signaldauer bei kleineren
Abständen zur Quelle, also insbesondere bei
stärkeren Radarsignalen fällt diese ohnehin
geringe Unterbewertung nochmals deutlich
weniger ins Gewicht.
Vorbereitung des Messgerätes
Messgerät und Antenne gemäß dem Kapitel:
„Vor Inbetriebnahme“ überprüfen.
Anschluss der Antenne
Dazu wird der Winkelstecker der Antennenzuleitung an der Buchse rechts oben am Basisgerät angeschraubt. Festziehen mit den
Fingern genügt (ein Gabelschlüssel sollte
nicht verwendet werden, weil damit das Gewinde überdreht werden kann).
Diese SMA-Verbindung mit vergoldeten Kontakten ist die hochwertigste industrielle HFVerbindung in dieser Größe.
Vorsichtig den festen Sitz der Steckverbindung an der Antennenspitze überprüfen. Die
Steckverbindung an der Antennenspitze sollte möglichst nicht geöffnet werden.
Antenne in den senkrechten Schlitz an der
abgerundeten Gerätestirnseite stecken. Die
Antenne kann sowohl an der Stirnseite des
Messgeräts befestigt, als auch freihändig
verwendet werden. Bei der freihändigen Verwendung darauf achten, dass die Finger
Seite 4
Digitaler Hochfrequenz Analyser HF35C
nicht den ersten Resonator oder Leiterbahnen auf der Antenne berühren. Es empfiehlt
sich also möglichst weit hinten anzufassen.
Ein einfacher Griff ist in Vorbereitung. Für
eine Präzisionsmessung sollte die Antenne
nicht mit den Fingern gehalten werden, sondern in der Halterung an der Stirnseite des
Messgeräts verwendet werden.
Je nach Antennentyp können kleinere Stücke
einer Kupferfolie auf die eigentliche Antenne
aufgeklebt sein. Diese dienen dem Feinabgleich und sollten deshalb nicht entfernt oder
beschädigt werden.
Überprüfung der Batteriespannung
Wenn eine „Low Batt.“-Anzeige senkrecht in
der Mitte des Displays angezeigt wird, so ist
keine zuverlässige Messung mehr gewährleistet. In diesem Falle die Batterie wechseln.
Durchführung der Messung
Wenn Sie ein Gebäude eine Wohnung oder
ein Grundstück HF-technische „vermessen“
möchten so empfiehlt es sich immer, die Einzelergebnisse mit zu protokollieren damit
Sie sich im nachhinein ein Bild der Gesamtsituation machen zu können.
Ebenso wichtig ist es, die Messungen mehrere Male zu wiederholen: Erstens zu unterschiedlichen Tageszeiten und Wochentagen
um die teilweise erheblichen Schwankungen
nicht zu übersehen. Zweitens aber auch sollten die Messungen auch über längere Zeiträume hinweg gelegentlich wiederholt werden, da sich die Situation oft quasi „über
© Gigahertz Solutions GmbH, D-90579 Langenzenn
Nacht“ verändern kann. So kann schon die
versehentliche Absenkung eines Transponders
um
wenige
Grad,
z.B.
bei
Montagearbeiten
am
Mobilfunkmast
gravierenden Einfluss haben. Insbesondere
aber wirkt sich selbstverständlich die enorme
Geschwindigkeit
aus,
mit
der
die
Mobilfunknetze heute ausgebaut werden.
Dazu kommt noch der geplante Ausbau der
UMTS-Netze, der eine starke Zunahme der
Belastung erwarten lässt, da systembedingt
das Netz an UMTS-Basisstationen deutlich
dichter gewebt sein muss, als bei den
heutigen
GSM-Netzen.
Auch wenn
Sie eigentlich die Innenräume
vermessen möchten, so empfiehlt es sich,
zunächst auch außerhalb des Gebäudes eine
Messung in alle Richtungen durchzuführen.
Dies erlaubt erste Hinweise auf die „HFDichtigkeit“ des Gebäudes einerseits, und
auf mögliche gebäudeinterne Quellen andererseits (z.B. DECT-Telefone, auch von
Nachbarn).
Außerdem sollte man bei einer Innenraummessung immer beachten, dass diese über
die spezifizierte Genauigkeit der verwendeten
Messtechnik hinaus eine zusätzliche Messunsicherheit durch die beengten Verhältnisse
mit sich bringt. Nach der „reinen Lehre“ ist
eine quantitativ genaue HF-Messung prinzipiell nur unter sogenannten „Freifeldbedingungen“ reproduzierbar möglich. Dennoch
wird in der Realität selbstverständlich auch in
Innenräumen Hochfrequenz gemessen, da
dies die Orte sind, wo die Messwerte benötigt werden. Um diese systemimmanente
Messunsicherheit möglichst gering zu halten,
sollte man aber genau die Hinweise zur
Durchführung der Messung beachten.
Stand vom 1.10.2003 (Revision 2.3)
Wie bereits in den Vorbemerkungen erwähnt,
können die Messwerte schon durch geringe
Veränderung der Messposition relativ stark
schwanken (meist deutlich stärker als im Bereich der Niederfrequenz). Es ist sinnvoll
das lokale Maximum für die Beurteilung
der Belastung heranzuziehen, auch wenn
dies nicht exakt mit dem zu untersuchenden
Punkt, z.B. dem Kopfende des Bettes übereinstimmt.
Der Grund liegt in der Tatsache begründet,
dass oft schon kleinste Veränderungen der
Umgebung zu recht großen Veränderungen
der lokalen Leistungsflussdichte führen können. Z.B. beeinflusst die messende Person
den genauen Ort des Maximums. Insofern
also eine zufällig geringer Messwert am relevanten Platz evtl. am nächsten Tag schon
wieder viel höher sein. Das lokale Maximum
aber verändert sich meist nur, wenn sich an
den Strahlungsquellen etwas ändert, ist also
repräsentativer für die Beurteilung der Belastung.
Orientierende Messung
Bei der orientierenden Messung geht darum,
einen groben Überblick über die Situation zu
gewinnen. Die echten Zahlenwerte sind dabei
von untergeordnetem Interesse, so dass es
in der Regel am einfachsten ist, nur anhand
des feldstärkeproportionalen Tonsignals vorzugehen („Betrieb“-schalter auf Stellung:
)
Vorgehen:
Messgerät und Antenne gemäß dem Kapitel:
„Vorbereitung des Messgeräts“ überprüfen.
Seite 5
Digitaler Hochfrequenz Analyser HF35C
Zunächst den Messbereich (Schalter „Messbereich“) auf 1999µW/m² einstellen. Nur
wenn ständig Werte unter ca. 100µW/m² angezeigt werden, in den Messbereich
199,9µW/m² umschalten.
Den Schalter „Signalbewertung“ auf „Spitzenwert“ einstellen.
In jedem Punkt und aus allen Richtungen
kann die Strahlungseinwirkung unterschiedlich sein. Wenngleich sich die Feldstärke in
der Hochfrequenz im Raum sehr viel schneller ändert als in der Niederfrequenz, ist es
kaum möglich und auch nicht notwendig, in
jedem Punkt in alle Richtungen zu messen.
Da es nicht um eine quantitative, sondern um
eine orientierende, qualitative Einschätzung
der Situation geht, kann man die Antenne
aus der Aufnahme auf der Stirnseite des
Messgeräts entnehmen (ganz hinten anfassen) und so aus dem Handgelenk die Polarisationsebene der Antenne (vertikal oder horizontal) verändern. Man kann aber genauso
gut das ganze Messgerät mit montierter Antenne verwenden.
Da man für die orientierende Messung nicht
auf das Display sehen, sondern nur auf das
Tonsignal hören muss, kann man problemlos langsamen Schrittes und unter ständigem
Schwenken der Antenne bzw. des Messgeräts mit aufgesteckter Antenne in alle Himmelsrichtungen die zu untersuchenden Räume bzw. den Außenbereich abschreiten, um
einen schnellen Überblick zu bekommen.
Gerade in Innenräumen kann auch ein
Schwenken noch oben oder unten erstaunliche Resultate zeigen.
Wie weiter oben bereits erwähnt: Es geht bei
der orientierenden Messung nicht um eine
© Gigahertz Solutions GmbH, D-90579 Langenzenn
Quantitative (zahlenmäßige) Messung
Wert wird als Maß für die kritische „Reizwirkung“ hochfrequenter Strahlung angesehen.
(Eine illustrierende Grafik folgt in einer der
nächsten Revisionen dieser Anleitung, die
auch unter www.gigahertz-solutions.de abrufbar sein wird.)
Wenn mit Hilfe des im vorigen Kapitel beschriebenen Vorgehens die eigentlichen
Messstellen identifiziert sind, kann die eigentlich Messung beginnen.
Dazu den Schalter „Signalbewertung“ auf
„Spitzenwert“ einstellen. In dieser Schalterstellung kann man das Gerät als Standardeinstellung stehen lassen.
exakte Aussage, sondern lediglich darum,
diejenigen Zonen zu identifizieren, wo es örtliche Spitzenwerte gibt.
Messbereichseinstellung
Schaltereinstellung wie im Kapitel „Orientierende Messung“ beschrieben. Grundsatz für
die Wahl des Messbereichs: So grob wie
nötig, so fein wie möglich. Wenn das Messgerät auch im Messbereich „1999µW/m²“
übersteuert (Anzeige „1“ links im Display),
d.h. die Messwerte den Messbereich des
Geräts übersteigen, können Sie noch um den
Faktor 100 höhere Belastungen messen, indem Sie das als Zubehör erhältliche Dämpfungsglied von Gigahertz Solutions einsetzen
(Miniatur-Zwischenstecker für den Antenneneingang).
Wenn das Messgerät übersteuert (Anzeige
„1“ links im Display), d.h. die Messwerte den
Messbereich des Geräts übersteigen, können
Sie noch um den Faktor 100 höhere Belastungen messen, indem Sie das als Zubehör
erhältliche Dämpfungsglied von Gigahertz
Solutions
einsetzen
(Miniatur-Zwischenstecker für den Antenneneingang).
Signalbewertung
Vorbemerkung: Als Spitzenwert (im Gegensatz zum Mittelwert) wird der Scheitelpunkt
der eigentlichen Welle bezeichnet. Dieser
Stand vom 1.10.2003 (Revision 2.3)
Die Signalbewertung „Mittelwert“ ermöglicht
mit sehr viel Erfahrung in der Gegenüberstellung zur Spitzenwertbetrachtung eine zusätzliche Aussage. Fausregel: Je weiter die beiden Messwerte auseinanderliegen (bei
DECT-Telefonen bis zu einem Verhältnis in
der Größenordung von 1:100), desto höher
ist ein eventueller DECT-Anteil am Gesamtsignal bzw. desto weniger Kanäle eines Mobilfunksenders sind belegt.
Für den Hausgebrauch liegt der größte Nutzen in der Visualisierung der möglichen Fehleinschätzung gesundheitlicher Risiken durch
gepulste Strahlung, wenn man nur den Mittelwert zur Bewertung heranziehen würde
(wie in manchen Messgeräten heute noch
üblich): Durch die „Vermittelung“ der spitzen
Pulse ist eine Unterbewertung um bis zu dem
Faktor 100 möglich z.B. bei DECT-Telefonen
möglich.
Eigentliche Messung
Dann wird die Antenne wieder auf das
Messgerät aufgesteckt, da auch die Masseanordnung hinter dem Messgerät einen
Einfluss auf das Messergebnis hat. Das Gerät
sollte nun am locker ausgestreckten Arm
Seite 6
Digitaler Hochfrequenz Analyser HF35C
gehalten werden, die Hand nicht zu weit vorne am Gehäuse.
Nun wird an der Stelle eines lokalen Maximums Positionierung des Messgeräts verändert, um die effektive Leistungsflussdichte
(also den zahlenmäßig interessanten Wert) zu
ermitteln. Und zwar:
- Durch Schwenken „in alle Himmelsrichtungen“ zur Ermittlung der HauptEinstrahlrichtung (dabei darf man nach
rechts und links aus dem Handgelenk
schwenken, für die Einstrahlung von hinten
muss man aber sich selbst aber wieder
hinter das Messgerät bringen)
- Durch Drehen um die Messgerätelängsachse um die Polarisationsebene der
Strahlung zu berücksichtigen und
- Durch Veränderung des Messposition (also des „Messpunkts“), um nicht zufällig
genau an einem Punkt zu messen, wo
lokale
und
rein
antennentechnisch
bedingte Auslöschungen auftreten.
Einzelne Hersteller verbreiten die Meinung,
dass die effektive Leistungsflussdichte durch
Messung in drei Achsen und Bildung der resultierenden gebildet werden sollten. Diese
Auffassung teilen die meisten Hersteller professioneller Messtechnik jedoch nicht.
Allgemein anerkannt ist die Auffassung,
den höchsten Wert aus der Richtung des
stärksten Feldeinfalls zum Grenzwertvergleich heranzuziehen.
Im Einzelfall, wenn z.B. von einer DECTTelefonanlage im Haushalt eine ähnlich hohe
Belastung ausgeht, wie von einem Mobil© Gigahertz Solutions GmbH, D-90579 Langenzenn
funkmast außerhalb des Hauses, könnte es
sinnvoll sein, zunächst den Wert „von außen“
bei ausgeschalteter DECT-Anlage zu ermitteln, dann denjenigen von der DECT-Anlage
und für den Vergleich dann die Summe aus
beiden Werten heranzuziehen. Ein definiertes
Vorgehen gibt es derzeit nicht, da nach Auffassung der nationalen Normungsinstitutionen, wie bereits weiter oben ausgeführt, ohnehin eine quantitativ zuverlässige, gerichtete
und reproduzierbare Messung nur unter
„Freifeldbedingungen“ möglich ist.
Um beim Grenzwertvergleich ganz sicher zu
gehen, sollten Sie den angezeigten Wert mit
dem Faktor 4 multiplizieren und das Ergebnis
als Basis für den Vergleich heranziehen. Dieser
Faktor für die Messunsicherheit erscheint auf den ersten Blick
sehr hoch, relativiert sich jedoch vor dem Hintergrund, dass
sogar bei professionellen Spektrumanalysern von einem Faktor 2 ausgegangen wird.
Unabhängig von der technisch bedingten
Messunsicherheit des Messgeräts selbst wird
bei der Vermessung von Mobilfunk-Sendeanlagen noch zusätzlich bis zu einem Faktor
4 auf den Messwert „aufgeschlagen“ um die
mögliche maximale Leistungsflussdichte bei
Vollauslastung der Anlage gegenüber der
minimalen Leistungsflussdichte zu berücksichtigen. Die minimale Leistungsflussdichte
tritt auf, wenn nur der Organisationskanal
sendet, der unabhängig von der Auslastung
ist. Um einen möglichst realistischen Basiswert für die kalkulatorische Maximalauslastung zu erhalten sollte man zu verschiedenen
Zeiten messen, insbesondere in normalerweise auslastungsschwachen Zeiten z.B. am
frühen Sonntag morgen o.ä..
Stand vom 1.10.2003 (Revision 2.3)
Grenz-, Richt- u. Vorsorgewerte
Vorsorgliche Empfehlungen
für Schlafplätze bei gepulster Strahlung
Unter 0,1 µW/m²
(Standard der baubiologischen Messtechnik)
unter 10 µW/m²
(Landessanitätsdirektion Salzburg)
Die „offiziellen“ Grenzwerte in Deutschland
liegen sehr weit über den Empfehlungen von
Umweltmedizinern, Baubiologen, vielen wissenschaftlich arbeitenden Institutionen und
auch denen anderer Länder. Sie befinden
sich deshalb zwar in heftiger Kritik, gelten
aber als Grundlage für Genehmigungsverfahren etc. Der Grenzwert ist frequenzabhängig
und beträgt im betrachteten Frequenzbereiche etwa 4 bis 10 Watt pro Quadratmeter
(=1.000.000 µW/m²). Das liegt weit über dem
Messbereich dieses Gerätes, da es darauf
hin optimiert ist, insbesondere die Messwerte
im Bereich baubiologischer Empfehlungen
möglichst genau darzustellen.
Der „Standard der baubiologischen Messtechnik“, kurz SBM, bezeichnet Leistungsflussdichten von weniger als 10µW/m² bei
ungepulster Strahlung als „keine Anomalie“
für Schlafplätze. Für die gepulste Strahlung
liegt der Richtwert um den Faktor 100 niedriger, also bei 0,1µW/m².
Der "Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland e. V." (BUND) schlägt einen
Grenzwert von 100 µW/m² im Außenbereich
vor, woraus angesichts üblicher AbschirmSeite 7
Digitaler Hochfrequenz Analyser HF35C
wirkungen von Baustoffen (außer Trockenbaumaterialien) für den Innenbereich resultiert, dass hier deutlich geringere Werte angestrebt werden sollten.
Im Februar 2002 wurde von der Landessanitätsdirektion Salzburg aufgrund von "empirischen Erkenntnissen der letzten Jahre" eine
Senkung des geltenden „Salzburger Vorsorgewertes“ von 1.000 µW/m² vorgeschlagen,
nämlich für Innenräume ein Wert von 1
µW/m² und im Freien ein Höchstwert von 10
µW/m².
Das ECOLOG-Institut in Hannover gibt nur
eine Empfehlung für den Außenbereich ab,
nämlich 10.000 µW/m². Dieser Wert liegt
deutlich höher als die Empfehlungen der
Baubiologie und stellt eine Kompromissformel mit dem Ziel dar, auch in der Industrie
Akzeptanz zu finden und ein Chance auf Niederschlag in der Festlegung öffentlicher
Grenzwerte zu finden. Einschränkend wird
von den Autoren festgestellt,
- dass dieser Wert für maximal mögliche Emissionen von verursachenden Sendeanlagen ausgeht. Reale Messwerte sollten also
deutlich kritischer bewertet werden da die
reale Auslastung der Sendeanlagen in der
Regel nicht bekannt ist.
- dass von einer einzelnen Sendeanlage nicht
mehr als ein drittel dieses Werts ausgehen
sollte.
- dass auch umfangreiche Erfahrungen und
Erkenntnisse einzelner Umweltmediziner und
Baubiologen über die negative Wirkung deutlich geringerer Belastungen nicht bei der
Grenzwertfestlegung berücksichtigt werden
konnten, weil keine hinreichende Dokumentation dieser Ergebnisse vorhanden ist.
© Gigahertz Solutions GmbH, D-90579 Langenzenn
Die Autoren schließen: „Eine wissenschaftliche Überprüfung dieser Hinweise ist
dringend erforderlich.“
- dass nicht alle in der Literaturauswertung
aufgeführten Effekte [...] auf zellulärer Ebene
berücksichtigt werden konnten, da deren
Schadenspotenzial noch nicht sicher abgeschätzt werden kann.
In Summe also eine Bestätigung von deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten
liegender Vorsorgewerte.
Hinweis für Handybesitzer:
Ein problemloser Handy-Empfang ist auch
noch bei deutlich geringeren Leistungsflussdichten als dem strengen Richtwert des SBM
für gepulste Strahlung möglich, also Werten
unter 0,1µW/m².
Audio-Frequenzanalyse
Innerhalb des betrachteten Frequenzbandes
von 800MHz bis 2,5GHz werden vielerlei
Frequenzen für unterschiedliche Dienste genutzt. Zur Identifizierung der Verursacher
von HF-Strahlung dient die Audioanalyse des
modulierten Signalanteils.
Zunächst Messgerät vorbereiten (siehe entsprechendes Kapitel). Dann die Lautstärke
am Drehknopf für die Audioanalyse rechts
oben auf der Geräteoberseite ganz nach links
(„-„) drehen, da beim Umschalten während
eines sehr hohen Feldstärkepegels plötzlich
sehr lauf werden kann. Insbesondere selbstverständlich dann, wenn ohne Audioanalyse
gemessen werden soll. Der Drehknopf ist
nicht festgeklebt um ein Überdrehen zu verStand vom 1.10.2003 (Revision 2.3)
meiden. Sollten Sie versehentlich über den
Anschlag hinausdrehen, so können durch
drehen über den Anschlag in der anderen
Richtung den Versatz wieder ausgleichen.
stellen. Töne
„Betrieb“-Schalter auf
und Klänge sind schriftlich sehr schwer zu
beschreiben. Am einfachsten ist es, sehr nahe an bekannte Quellen heranzugehen und
anzuhören, wie sich das Geräusch anhört.
Ohne detailliertere Kenntnisse kann man
leicht das charakteristische Tonsignal der
folgenden Verursacher ermitteln: DECTTelefon (Basisstation und Mobilteil) und Mobiltelefon (Handy), jeweils unterscheiden zwischen „während des Gesprächs“, im „Standby-Modus“ und, insbesondere beim Handy,
dem „Einloggen“. Auch die charakteristischen Audiosignale eines Mobilfunkmasts
lassen sich so ermitteln. Dabei sollte man zu
Vergleichzwecken eine Messung während
der Hauptbelastungszeit und irgendwann
nachts machen, um die unterschiedlichen
Geräusche kennen zu lernen.
Mit dem „Lautstärke“-Drehknopf kann die
Lautstärke reguliert werden. Hinweis: Der
Stromverbrauch des Lautsprechers ist direkt
proportional zur Lautstärke.
Eine „Musik“kassette mit den charakteristischen Tonsignalen unterschiedlichster, auch
seltenerer Signaltypen ist zu beziehen bei
deren Autor, Herrn Dr. Ing. Martin H. Virnich,
Baubiologe aus D-41063 Mönchengladbach.
Eine überarbeitete CD, die auch UMTS umfassen wird, ist in Vorbereitung und wird
auch bei uns erhältlich sein.
Einige typische Audiosignale finden Sie demnächst auch als .mp3-Audiodateien auf unserer homepage (www.gigahertz-solutions.de).
Seite 8
Digitaler Hochfrequenz Analyser HF35C
Hinweise für Benutzer des E-Smog-Handy´s,
HF-Digitmeters, Lamda-Fox oder HFDetektors zum Verständnis der unterschiedlichen Audioanalyse im vorliegenden Gerät
finden Sie im Internet unter www.gigahertzsolutions.de
Batterie
Das Gerät benötigt zum Betrieb sog. „9 Volt
E-Blocks“. Aufgrund des relativ hohen
Stromverbrauchs sind jedenfalls hochwertige
Alkalimanganzellen zu empfehlen.
Aufgrund der geringen Kapazität von 9-VoltE-Block-Akkus sind diese weniger empfehlenswert. Gleiches gilt für billige Zink-KohleBatterien. Prinzipiell kann man natürlich auch
mit diesen arbeiten, die Batterielebensdauer
ist entsprechend kürzer.
Das Gerät ist ab Werk mit einer hochwertigen Alkalimanganbatterie von einem Markenhersteller ausgestattet.
Batteriewechsel
Das Batteriefach befindet sich auf der Geräteunterseite. Zum Öffnen im Bereich des gerillten Pfeils eindrücken und den Deckel zur
unteren Stirnseite des Geräts abziehen.
Durch den eingelegten Schaumstoff, drückt
die Batterie gegen den Deckel damit sie nicht
klappert. Das Zurückschieben muss also
gegen einen gewissen Widerstand erfolgen.
Auto-Power-Off
Diese Funktion dient zur Verlängerung der
realen Nutzungsdauer.
© Gigahertz Solutions GmbH, D-90579 Langenzenn
1. Wird vergessen, das Messgerät auszuschalten oder wird es beim Transport versehentlich eingeschaltet, so schaltet es sich
nach einer Betriebsdauer von durchgehend
ca. 40 Minuten automatisch ab.
2. Erscheint in der Mitte des Displays ein
senkrechtes „low batt.“ zwischen den Ziffern), so wird das Messgerät bereits nach
etwa 3 Minuten abgeschaltet, um unzuverlässige Messungen zu vermeiden.
Weiterführende Analysen
Über dieses Messgerät hinaus fertigen wir
weitere Hochfrequenzmessgeräte mit zusätzlichen, professionellen Analysemöglichkeiten.
Auch im Bereich der Niederfrequenz (Bahnund Netzstrom inkl. künstlichen Oberwellen)
fertigen wir eine breite Palette preiswerter
Messtechnik professionellen Standards. Bitte
informieren Sie sich bei Interesse auf unserer
homepage unter www.gigahertz-solutions.de
oder rufen Sie uns an und lassen Sie sich
beraten bzw. die Produktinformationen zuschicken. Tiefergehende Analysen erfordern
allerdings auch eine tiefgehendere Beschäftigung mit der Materie.
Wenn Sie unsicher sind, wie Sie die Messergebnisse interpretieren sollen, welche
Abschirmmaßnahmen sinnvoll sind, wenn
Sie tiefergehende Analysen für sinnvoll
halten, sich aber damit technisch überfordert fühlen und insbesondere dann, wenn
Sie ein Gesamtbild Ihrer häuslichen Umgebung aus baubiologischer Perspektive
haben möchten, dann sollten Sie einen
qualifizierten Fachmann zu Rate ziehen.
Stand vom 1.10.2003 (Revision 2.3)
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eine zuverlässige Schutzmaßnahme
Physikalisch nachweisbar wirksam sind
fachgerecht ausgeführte Abschirmungen.
Dabei gibt es eine große Vielfalt von Möglichkeiten. Bei der Abschirmung können jedoch leicht große Fehler gemacht werden,
wodurch aus der geplanten Abschirmung
statt dessen eine riesige Antenne im Raum
entsteht, also genau das Gegenteil des gewünschten Effektes erzielt wird.
Der „Abschirmbaldachin von der Stange“
zum Beispiel kostet viel Geld und birgt große
sicherheitstechnische Risiken. Für die Abschirmung ist es in jedem Falle ratsam, einen
Fachmann zu Rate zu ziehen, der Ihnen eine
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baubiologischen
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Seite 9
Digitaler Hochfrequenz Analyser HF35C
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© Gigahertz Solutions GmbH, D-90579 Langenzenn
Umrechnungstabelle
Conversion Table
µW/m² mV/m µW/m² mV/m µW/m² mV/m
0,01
0,02
0,03
0,04
0,05
0,06
0,07
0,08
0,09
0,10
0,12
0,14
0,16
0,18
0,20
0,25
0,30
0,35
0,40
0,50
0,60
0,70
0,80
0,90
1,94
2,75
3,36
3,88
4,34
4,76
5,14
5,49
5,82
6,14
6,73
7,36
7,77
8,24
8,68
9,71
10,6
11,5
12,3
13,7
15,0
16,2
17,4
18,4
1,0
1,2
1,4
1,6
1,8
2,0
2,5
3,0
3,5
4,0
5,0
6,0
7,0
8,0
9,0
10,0
12,0
14,0
16,0
18,0
20,0
25,0
30,0
35,0
40,0
50,0
60,0
70,0
80,0
90,0
19,4
21,3
23,0
24,6
26,0
27,5
30,7
33,6
36,3
38,8
43,4
47,6
51,4
54,9
58,2
61,4
67,3
72,6
77,7
82,4
86,8
97,1
106
115
123
137
150
162
174
184
100
120
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160
180
200
250
300
350
400
500
600
700
800
900
1000
1200
1400
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868
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1228
1373
1504
1624
1737
1842
Stand vom 1.10.2003 (Revision 2.3)
Garantie
Auf das Messgerät, die Antenne und das
Zubehör gewähren wir zwei Jahre Garantie
auf Funktions- und Verarbeitungsmängel.
Danach gilt eine großzügige Kulanzregelung.
Antenne
Auch wenn die Antenne filigran wirkt, so ist
das verwendete FR4-Basismaterial dennoch
hochstabil und übersteht problemlos einen
Sturz von der Tischkante. Die Garantie umfasst auch solche Sturzschäden, sollte doch
einmal einer auftreten.
Messgerät
Das Messgerät selbst ist ausdrücklich nicht
sturzsicher: Aufgrund der relativ schweren
Batterie und der großen Zahl bedrahteter
Bauteile können Schäden in diesem Falle
nicht ausgeschlossen werden.
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