Gymnasium Helveticum Nr. 3/07

Gymnasium Helveticum Nr. 3/07
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Seite 1
Gymnasium
Helveticum
Nr. 3/07
Gymnasiallehrkräfte fordern Maturitätsreform
Les enseignants de gymmnase réclament
une réforme de la maturité
11.6.2007
8:56 Uhr
Seite 2
Jeunesse et Economie
www.jeco.ch
GH_3_2007.qxd
Input «Pétrole»
Le pétrole est l’une des principales
matières premières dans le monde. Elle
nous accompagne sous de multiples
formes dans notre quotidien. Le commerce du pétrole est de première importance pour l’économie mondiale et
pour l’économie suisse. La brochure
décrit la chaîne de valorisation du produit et se penche sur les conséquences
environnementales de son utilisation.
Modules de l’E-Lesson «Pétrole»:
I Produits pétroliers et consommation
de pétrole
I La matière première pétrole
I Commerce du pétrole
I Pétrole et environnement
I Test
Recevoir Input sur abonnement
I 3– 4 numéros d’Input
+ 1 numéro Input Spécial: Fr. 35.–/an
(frais de port non compris)
I Input exemplaire unique: Fr. 6.–
I Input 10 exemplaires du même
numéro: Fr. 20.–
Abonnez-vous!
www.jeco.ch, arys@essentielcom.ch
Tél. 022 702 16 50, Fax 022 702 16 57
Silvano Moeckli
Das politische System der
Schweiz verstehen
Wie es funktioniert – Wer partizipiert – Was resultiert
Der Autor zeigt, wie der Staat organisiert ist, was er kostet,
was er leistet, wie Entscheidungsprozesse ablaufen und
wer darauf, wie Einfluss nimmt. Zahlreiche Abbildungen
und Tabellen veranschaulichen und verdichten den Stoff,
Merksätze heben wichtige Zusammenhänge hervor. Aus
diesem Buch können nicht nur Lehrpersonen und Lernende ab Sek. 2 Gewinn ziehen, sondern auch interessierte Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sowie Politikerinnen und Politiker.
• klar strukturiert
• zahlreiche Abbildungen, Tabellen
und Merksätze
• geschichtlicher und internationaler
Vergleich
«... Die tief verankerte direkte Demokratie ist auf allen
Ebenen unseres föderalen Gemeinwesens ohne informierte und engagierte Menschen nicht denkbar.»
Aus dem Vorwort von Bundespräsidentin
Micheline Calmy-Rey
1. Auflage 2007
168 Seiten, Hardcover, CHF 38.–
ISBN 978-3-85612-168-6
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Seite 3
Gymnasium
Helveticum
Nr. 3/07
Schwerpunkt
Sujet spécial
VSG
SSPES
Christoph Haldimann
Zu diesem Heft – Éditorial
4
Dorit Bosse
Kompetenzorientierung und gymnasiales Bildungskonzept
5
MAR / ORRM
Medienmitteilung des VSG: Gymnasiallehrkräfte fordern Maturitätsreform
Communiqué de presse de la SSPES: Les enseignants de gymnase réclament une réforme de la
maturité
10
Hans Peter Dreyer
Notiz des Präsidenten: Leonhard Euler
L’avis du Président: Leonhard Euler
13
13
CC SSPES
Anita von Arx
15
10
Anita von Arx
Lobbyarbeit für das Gymnasium im eidgenössischen Parlament
16
CC SSPES
Christa Dubois-Ferrière
18
Le testament politique de Christa Dubois-Ferrière
19
Neu im Zentralvorstand des VSG: Marcel Bayard
21
Neu im Zentralvorstand des VSG: Daniela Grawehr
22
Neu im Zentralvorstand des VSG: Jacques Mock Schindler
23
Nouveau membre du Comité central de la SSPES: David Wintgens
24
Hans Peter Dreyer
Zur Efffizienz des Gymnasiums
25
Au sujet de l’efficacité du gymnase
25
David Wintgens
Rencontre SSPES–EPFL: Les points de vue convergent
29
Gisela Meyer Stüssy
Magazin
Magazine
Titelbild:
Bellis perennis
(Foto: GS)
gh 3 • 07
Biildungspolitische Fahrten
31
Information Bildungsforschung / Information sur la recherche éducationnelle
Orientations et réorientations des étudiants gennevois après la maturité gymnasiale
Bildungswege der Genfer Jugendlichen nach der Matur
32
32
Ethikwoche vom 12.–16. 2. 2007 des Gymnasiums Thun Seefeld und der FMS
Une semaine d’éthique au Gymnase de Thoune Seefeld
34
34
wbz aktuell
Kurse mit offenen Plätzen!
Cours avec des places libres!
36
39
39
Bildungspolitische Kurzinformationen
40
Petites informations suisses
42
3
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Zu diesem Heft
Éditorial
Christoph Haldimann
gh 3 • 07
Seite 4
nterdessen weiss ich, dass der Fotograf nur Unsinn abliefert, wenn ich
ihn bitte, zu einem bestimmten Thema ein
Bild zu schiessen. Deshalb sagte ich ihm
diesmal, er solle doch einfach etwas Schönes
fotografieren. Da hat er ein paar Margritli
geknipst. «Schön», sagte ich. «Ja, schön», sagte der Fotograf, «sogar sehr, sehr schön, auf
Deutsch heisst dieses Blümchen nicht nur
Massliebchen oder Gänseblümchen, sondern
auch Tausendschön. Die Botaniker nennen
es Bellis perennis, und das bedeutet ‹Schönheit ist unsterblich›.»
Ich staunte über die botanischen Kenntnisse des Fotografen, aber seine Übersetzung
des wissenschaftlichen Namens erschien mir
höchst zweifelhaft. Um diesem Zweifel Ausdruck zu geben, wollte ich eben die erste Zeile von Schillers Gedicht «Nänie» über die
Sterblichkeit des Schönen zitieren, als mir
mit Schrecken einfiel, dass dieses Editorial
übersetzt werden muss und dass Zitate aus
der deutschen Literatur im französischen
Text zu für die Übersetzerin lästigen Fremdkörpern werden. So war ich zum Schweigen
verdammt.
Später, ich war schon wieder zu Hause,
wollte ich doch wissen, ob meine Zweifel an
der Behauptung des Fotografen berechtigt
gewesen waren. Ich holte mir mein etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen aus dem Büchergestell.
Hier muss ich, damit das Editorial nicht
zu kurz wird, noch erwähnen, dass die Etymologie botanischer Pflanzennamen nicht
nur meine Leidenschaft ist, sondern dass ich
auch zutiefst davon überzeugt bin, dass dieser interdisziplinäre Wissenschaftszweig in
der Schule nicht die ihm gebührende Beachtung findet. In meinem bescheidenen Wirkungskreis tue ich jedenfalls alles mir zu Gebote Stehende, um diesem Missstand abzuhelfen.
Ich blätterte also in meinem Wörterbuch,
und was ich dort über die Bedeutung von
Bellis perennis las, verblüffte mich: «Es ist
immer Krieg.» Das kann doch nicht sein,
dachte ich, so ein hübsches Blümlein und so
ein Name! Aber das Wörterbuch wird es ja
wissen, und vielleicht sollte ich einfach mal
etwas glauben und nicht immer alles besser
wissen wollen.
Christoph Haldimann
U
4
yant, avec le temps, réalisé que le
photographe ne me livrait que des
clichés absurdes lorsque je lui demandais une
photo illustrant un thème précis, je l’ai prié,
cette fois, de simplement photographier
quelque chose de joli. Le résultat ne se fit pas
attendre et je découvris quelques pâquerettes.
«Joli...». «Oui, joli», se réjouit le photographe.
«Et même très très joli! La pâquerette bleue
s’appelle „félicie“ et symbolise donc le bonheur, et pour les botanistes, la pâquerette
commune n’est autre qu’une „bellis perennis“,
ce qui signifie „beauté éternelle“.»
Je ne manquai pas de m’étonner des
connaissances du photographe en matière de
botanique; néanmoins, sa traduction du nom
scientifique me parut douteuse. Pour illustrer
mon doute, je pensai d’abord à citer le premier vers de «Nänie», un poème de Schiller,
sur la beauté éphémère, mais me souvins juste à temps que cet éditorial devait être traduit,
et que la traductrice ne manquerait pas de me
reprocher l’utilisation de citations littéraires
allemandes intraduisibles. Je me retrouvai
donc réduit au silence.
Un peu plus tard, de retour chez moi, je
tenais cependant absolument à savoir si mon
doute était justifié, et m’emparai de mon dictionnaire étymologique botanique. Afin que
cet éditorial ne se réduise pas à la taille d’une
pâquerette, je me sens obligé de mentionner
ici que l’étymologie des noms de plantes n’est
pas seulement ma passion, mais que je suis
profondément convaincu que cette discipline
hautement interdisciplinaire n’occupe pas,
dans l’enseignement actuel, la place qu’elle
mérite. Je m’efforce donc constamment, dans
la mesure de mes maigres moyens, de la
promouvoir partout où j’en ai l’occasion. Je
feuilletai donc mon dictionnaire étymologique, et ce que j’y découvris sur la signification de «bellis perennis» me laissa pantois:
«guerre éternelle». Comment une si jolie fleur
pouvait-elle être affublée d’un nom pareil?!
Je n’en revenais pas. Mais le dictionnaire ne
peut se tromper, et peut-être devrais-je, au
moins une fois, croire quelque chose plutôt
que toujours vouloir savoir mieux que les
autres.
A
Christoph Haldimann
(trad./adapt.: Ch. Jacob)
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Dorit Bosse
Seite 5
Kompetenzorientierung und gymnasiales
Bildungskonzept
Als vor sechs Jahren die erste PISA-Studie veröffentlicht wurde, fand neben den Ergebnissen
auch das der Studie zugrunde liegende Bildungskonzept grosse Beachtung. Der Literacy-Ansatz von PISA hat zu einem Wiederaufleben der Bildungsdebatte geführt. Dabei wurde das
Grundbildungskonzept von PISA vielfach als umfassendes Allgemeinbildungskonzept missverstanden. Dem entspricht es weder in Zielsetzung noch in seinem materiellen Gehalt. Das
Literacy-Konzept von PISA wird im Folgenden einer Vorstellung von gymnasialer Bildung gegenübergestellt, die in der Tradition der neuhumanistischen Idee gymnasialer Allgemeinbildung steht. In der Gegenüberstellung soll verdeutlicht werden, dass das Literacy-Konzept eine Herausforderung für die Bildungsidee des Gymnasiums darstellt. Und umgekehrt soll aufgezeigt werden, inwiefern die Vorstellung gymnasialer Bildung auf die Begrenztheit des
Literacy-Konzepts hinweist.
Das angelsächsische Literacy-Konzept ist
funktional-pragmatisch ausgerichtet, es konzentriert sich auf den Gebrauchswert von
Bildung und beschreibt Kompetenzen für
Lebenswelt und Beruf (vgl. Messner 2003).
Literacy bedeutet wörtlich übersetzt «zum
Lesen und Schreiben fähig zu sein», im übertragenen Sinne meint Literacy über Kompetenzen mit lebenspraktischer und alltagsweltlicher Dimension zu verfügen. Lesen wird als zentrale
Prof. Dr. Dorit Bosse, 1957 in Goslar/Harz
Schlüsselqualifikation begeboren, 1976 Abitur, Gymnasiallehramtstrachtet, wobei es neben
studium mit den Fächern Deutsch und
Reading Literacy auch um
Kunst in Münster, Braunschweig und KasMathematical Literacy, Sciensel; Erstes und Zweites Staatsexamen
tific Literacy und Computer
1983/1985, Lehrtätigkeit als Studienrätin
Literacy geht, also um das
bis 1991; 1995 Promotion, Lehrtätigkeit als
Zurechtfinden in unterWissenschaftliche Mitarbeiterin in der
schiedlichen SprachsysteLehrerbildung an der Universität Kassel bis
men und Fachbezügen, oder,
2005, 2002–2003 Mitglied der vom Hessikonkreter gesagt, um die
schen Kultusministerium und WissenTeilhabe am mathematisch
schaftsministerium einberufenen Expertenanwendungsbezogenen
kommission zur Reform der Lehrerbildung
Denken und an einer naturin Hessen; seit 2003 Mitglied der Forscherwissenschaftlichen und ingruppe Empirische Bildungsforschung der
formationstechnologisch geUniversität Kassel, seit 2005 DFG-Projekt
prägten Kultur.
Computergestützte Arbeitsjournale (JourWas ist das Neue des Linal Writing) in der gymnasialen Oberstufe;
teracy-Konzepts? Am Beiseit Wintersemester 2005/06 Professur für
spiel von Reading Literacy
Gymnasialpädagogik an der Bayerischen
möchte ich verdeutlichen,
Julius-Maximilians-Universität Würzburg,
was Lesekompetenz bei PIForschungsschwerpunkte: UnterrichtsforSA bedeutet. Lesen wird als
schung, Schulentwicklung am Gymnasium,
die Fähigkeit verstanden,
Mediendidaktik, ästhetische Bildung.
Textinhalte aktiv zu rekonstruieren (vgl. Artelt u. a.
gh 3 • 07
5
2001). Es geht um die Fähigkeit, aus Texten
Wissen zu entnehmen, um weiteres Wissen
generieren zu können. Dabei wird auf das
Vorwissen der Jugendlichen gesetzt. Die PISA-Aufgaben sind so konzipiert, dass sie
möglichst einen Bezug zur erfahrbaren
Wirklichkeit von 15-Jährigen aufweisen. Insgesamt wird der Anwendungs- und Lebensbezug betont. Literacy bedeutet, auch bezogen auf die anderen Fachdisziplinen, über
grundlegende Dekodierungskompetenzen in
unterschiedlichen Zeichensystemen zu verfügen, die selbstständiges Weiterlernen über
das ganze Leben hinweg ermöglichen.
Das Literacy-Konzept von PISA ist
funktional-pragmatisch ausgerichtet. Eine
Analyse von PISA-Aufgaben, auch zu literarischen Texten, zeigt, dass die intelligente Informationsaufnahme und die Generierung
von problembezogenem Wissen im Vordergrund stehen. PISA bedeutet eine Mobilisierung von Bildung im Hinblick auf die praktischen Zukunftsaufgaben der Gesellschaft.
Das Literacy-Konzept akzentuiert zentrale
Bereiche des Lebens, denen die traditionelle
gymnasiale Bildung wenig Raum gibt, gemeint sind die Bereiche Arbeitswelt, Wirtschaft und Technik.
Darauf hat das neue achtjährige Gymnasium in Bayern reagiert. Jetzt gibt es in den
Jahrgängen 5 bis 7 jeweils drei Stunden das
Fach Natur und Technik, das bei den Gymnasiasten frühzeitig einen forschenden Zugang
zu Phänomenen der Naturwissenschaft und
Fragen der Technik ermöglichen soll. Und
für die neue Kollegstufe sind die beiden Se-
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Seite 6
minare über das wissenschaftspropädeutische
Arbeiten hinaus vor allem dafür vorgesehen,
einen Einblick in die Arbeitswelt zu bekommen und Berufsorientierung zu leisten. Dabei ist zu betonen, dass das Seminar 2 berufsorientierende und keine berufsvorbereitende
Funktion haben soll. Berufsorientierung ist
in diesem Zusammenhang als Teil eines
modernen Allgemeinbildungskonzepts zu
verstehen. Die Vorstellung einer vertieften
Allgemeinbildung ist nicht überholt, das
gymnasiale Bildungsangebot muss aber lebensbezogener und stärker auf die gestiegenen gesellschaftlichen Anforderungen an den
Einzelnen ausrichtet sein.
Mit der Einführung der beiden Seminare
befindet sich Bayern übrigens im bundesweiten Trend, wie die folgende Übersicht über
das, was sich in diesem Bereich in Deutschland derzeit tut, zeigt:1
– In Thüringen gibt es seit einigen Jahren
ein Seminarfach, das vor allem wissenschaftspropädeutisches Arbeiten fördern
soll. Weitere Kompetenzbereiche, die mit
dem Seminarfach abgedeckt werden sollen, sind Teamfähigkeit, selbstständiges
Arbeiten und problembezogenes Denken.
– In Baden-Württemberg gibt es so genannte Seminarkurse, die allerdings als besondere Lernleistung gelten und frei wählbar
sind. Es geht vor allem um die Förderung
neuer Lernkulturen, selbstständiges und
projektorientiertes Arbeiten sowie das für
die allgemeine Studierfähigkeit besonders
relevante interdisziplinäre Lernen.
– In Schleswig-Holstein kann optional ein
Seminar mit fächerübergreifender Thema-
Abb. 1
Gymnasiale Bildung und
Kompetenzorientierung
Kompetenzorientiertes
Literacy-Konzept
fordern sich
gegenseitig
heraus
Gymnasiale
Bildung
• Lebensweltbezug, Pragmatismus
• reflexiv-kritische Dimension
• Erweiterung des
Unterrichtskonzepts durch
selbstgesteuertes Lernen
• ästhetische Dimension
• religiös-wertbezogene
Dimension
• Kognitive Aktivierung im
gesamten Lernprozess
gh 3 • 07
• Selbstbestimmung
und verantwortliche Weltgestaltung
6
tik zur Vorbereitung auf universitäres Arbeiten belegt werden.
– In Berlin gibt es seit einigen Jahren eine
neue Kategorie von Grundkursen, die als
Seminarkurse bezeichnet werden. Sie sind
fächerübergreifend angelegt, müssen aber
einem Fach zugeordnet werden können.
Die Seminarkurse zielen vor allem darauf
ab, der individuellen Begabung und ausserschulisch erworbenen Kompetenzen
der Oberstufenschüler gerecht zu werden.
– Im Saarland ist ebenfalls ein Seminarfach
neu eingeführt worden. Hier spielt neben
den bereits mehrfach erwähnten Soft
Skills, die gefördert werden sollen, vor allem die Präsentation mit neuen Medien
eine wichtige Rolle. Das Seminar soll insbesondere der Studienvorbereitung dienen.
– Und schliesslich: In Hessen gibt es zwar
keine eigens eingerichteten Seminare, aber
zumindest ist festgelegt, dass die Gymnasiasten in der Qualifikationsphase zwei
fächerübergreifende oder projektorientierte Lernangebote erhalten.
Anhand der kleinen Reise durch die deutsche
Bildungslandschaft dürfte deutlich geworden
sein, dass im Gymnasium und speziell in der
gymnasialen Oberstufe hinsichtlich einer
stärkeren Kompetenzorientierung einiges in
Bewegung geraten ist. Aber, nebenbei bemerkt, dürfen die Seminare wiederum auch
nicht zu «Kompetenz-Inseln» werden, die eine Alibifunktion für den übrigen Unterricht
bekommen.
Es wurde ausgeführt, dass PISA nur einen Teilbereich der Inhalte und Dimensionen dessen erfasst, was gymnasiale Bildung
im Idealfall ausmachen kann. Inwiefern fordern sich die beiden Konzepte gegenseitig
heraus?
Die Gegenüberstellung in Abb. 1 zeigt
auf, dass sich das Gymnasium mit seinem
Bildungskonzept durch das pragmatische
Lernverständnis von PISA herausfordern lassen sollte. Umgekehrt verweisen die aufgelisteten Dimensionen gymnasialer Bildung auf
das, was das Literacy-Konzept nicht erfasst:
Das Reflexiv-Kritische, das gymnasiale Bildung kennzeichnet, die einem umfassenden
Bildungsverständnis inhärente ästhetische
Dimension, eine religiös-wertbezogene Haltung sowie der Aspekt der Selbstbestim-
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Seite 7
mung, der eine verantwortliche Weltgestaltung einschliesst. Dieses von der Aufklärung
geprägte Verständnis menschlicher Bildung
geht weit über das lebenspraktisch ausgerichtete Literacy-Konzept hinaus. Am Beispiel
der ästhetischen Dimension soll dieses Mehr
an menschlicher Erfahrungsmöglichkeit illustriert werden.
Es sei an Friedrich Schillers «Ästhetische
Briefe» erinnert, in denen der berühmte Gedanke festgehalten ist: «Der Mensch spielt
nur, wo er in voller Bedeutung des Worts
Mensch ist, und ist nur da ganz Mensch, wo
er spielt.» Gemeint ist mit dem Spiel der
ästhetische Zustand, in dem der Mensch
zwischen Verstand und Sinnlichkeit hin und
her pendelt, wo Denken und Fühlen in ein
harmonisches Wechselverhältnis gebracht
werden. Es ist ein Zustand, der z. B. in der
Begegnung mit Kunst ausgelöst wird. Wir
kennen diesen Zustand alle gut, etwa wenn
wir Musik erleben – als Hörer oder selbst
musizierend –, die uns tief berührt. Es ist ein
Zustand, der uns leicht entrückt vorkommt,
die Beschränkungen des Alltags lösen sich,
Offene Aufgabenformate,
Beispiel
Mit einem Fallschirm auf
dem Rücken stürzen sich
Base-Jumper von Felsen,
Brücken und Häusern.
Der 32-jährige Felix Baumgartner ist der Star der
Szene. Besondere Berühmtheit erlangte er durch einen
Sprung aus der Hand der
Jesus-Figur in Rio de Janeiro.
Frage:
Wie hoch ist wohl diese Figur
ungefähr?
Begründe sorgfältig deine
Schätzung.
Quelle: Dockhorn/Leiss (2002, S. 40)
gh 3 • 07
7
die Musik geht uns unter die Haut. Diese
Sicht auf den Menschen und seine Erfahrungsmöglichkeiten sollten wir im Blick behalten und zu bewahren versuchen bei dem
Bemühen, das humanistische Bildungsverständnis Wilhelm von Humboldts zu überdenken und neu zu fassen.
Kehren wir zurück zum kompetenzorientierten Literacy-Konzept, um auf den Aspekt
der «Kognitiven Aktivierung» näher einzugehen. Wie kann erreicht werden, dass im
Unterricht das kognitive Potenzial der
Schüler herausgefordert wird? Bereits durch
die TIMS-Studie wurde deutlich, dass die
vorherrschende direkte Steuerung durch die
Lehrkraft durch Phasen selbstständigen Lernens der Schüler erweitert werden sollte. Die
Folge war das bundesweite SINUS-Programm, das versucht, den mathematischen
und naturwissenschaftlichen Unterricht zu
reformieren.
Durch die so genannten neuen Aufgabenformate sollen Schüler als Ergänzung zu
den herkömmlichen Aufgaben stärker kognitiv aktiviert werden. Das Ziel solcher
Bemühungen ist der Erwerb von geordnet
strukturiertem, flexibel einsetzbarem Wissen,
das als lebendiges Wissen im Gegensatz zu
«trägem» Wissen bezeichnet wird. Die
Schüler sind allein oder im Team gefordert,
komplexe Aufgabenstellungen konstruktiv
anzugehen. Insgesamt geht es darum, Schüler
dazu zu befähigen, eigenständig kognitiv anspruchsvolle Herausforderungen zu meistern.
Sie sollen in die Lage versetzt werden, ihr in
dieser Weise erworbenes Wissen flexibel einsetzen zu können, das fachliche Wissen
ebenso wie das strategische, das sie dabei zugleich erwerben.
Wie muss ein Unterricht aussehen, in
dem eine Aufgabe wie in Abb. 2 Platz findet
und in dem Gymnasiasten gemäss ihrer individuellen Fähigkeiten lernen können? Das
bisherige Unterrichtskonzept, in dem der
darbietend-erarbeitende Unterricht überwiegt, muss hinsichtlich einer ausgeprägteren
Adaptivität des Unterrichts erweitert werden.
Die Schüler sollten stärker als bisher in ihrer
Selbstständigkeit oder, im Sinne des Konstruktivismus, im Ko-Konstruieren und Restrukturieren herausgefordert werden. Durch
entsprechende diskursiv-dialogische Lernumgebungen sollten Schüler die Chance er-
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Seite 8
halten, auch voneinander lernen zu können
(Peer-tutoring, Lernen durch Lehren).
Dabei ist zu betonen, dass die Bedeutung
des Lehrers bei schülergesteuerten Lernformen enorm wichtig bleibt. Er muss strukturieren helfen, produktive Lernhilfen anbieten
und gezielte Rückmeldungen geben. Er muss
zaghaften Schülern Mut zusprechen, Leistungsschwächeren Erfolgserlebnisse verschaffen und besonders Begabten mit einer
Extraportion an kniffligen Fragestellungen
genügend Anreize geben. Insgesamt dürfte
unstrittig sein, dass der Unterricht am Gymnasium in den zu erbringenden Leistungen
damit anspruchsvoller wird. Das ist für Lehrkräfte wie Schüler, vor allem auch angesichts
der Verkürzung des gymnasialen Bildungsgangs auf 12 Jahre, eine grosse Herausforderung.
Es ist Aufgabe der Hochschulen, die
Gymnasien dabei zu unterstützen, und zwar
in zweierlei Weise. Einmal, indem angehende Gymnasiallehrer vermittelt bekommen,
wie Unterrichtsarrangements gestaltet sein
müssen, damit Schüler – neben dem nach wie
vor wichtigen lehrergelenkten Unterricht –
auch selbstgesteuert lernen können. Und zum
anderen, indem die Universitäten über die
Grundlagenforschung hinaus mit gezielter
Unterrichtsforschung den Prozess der Weiterentwicklung der Gymnasien unterstützen
und begleiten.
Da die Universitäten ins Spiel gebracht
wurden, soll auf eine Entwicklung eingegangen werden, die aus Sicht der Gymnasialpädagogik nur mit Sorge verfolgt werden
gh 3 • 07
8
kann: Gemeint ist die Ausweitung der Praxis
an den Universitäten, Hochschulzugangstests
einzuführen. Man könnte meinen, die Hochschulen trauten den wissenschaftlich ausgebildeten 10–15 Lehrkräften, die an der Beurteilung von Abiturienten letztendlich beteiligt sind, nicht zu, ein fundiertes Urteil über
die Leistungsfähigkeit ihrer Schüler fällen zu
können, die sie zumeist über mehrere Jahre
begleitet haben. In diesem Zusammenhang
sei auf eine Studie verwiesen, die Eckhard
Klieme (2000) vorgelegt hat. Im Rahmen der
als Ergänzung zu TIMSS durchgeführten
Oberstufentests wurden Hochschullehrern
aus acht unterschiedlichen Fachdisziplinen
verschiedene Mathematikaufgaben vorlegt.
Die Professoren sollten einschätzen, ob das
Lösen der Aufgaben für ihr Studienfach von
Bedeutung sei. Es zeigte sich, dass die Beurteilungen in hohem Masse von dem Studienfach abhingen, das die Hochschullehrer vertraten:
– Elementar-Statistische Aufgaben wurden
von Mathematikprofessoren als relativ unbedeutend eingeschätzt; für das Studium
der Betriebswirtschaftslehre, Soziologie und
Psychologie hingegen wurden die Aufgaben
als sehr bedeutsam bewertet;
– für angehende Bauingenieure wurden Geometrieaufgaben als besonders wichtig eingeschätzt;
– der Bereich Funktionen war vor allem für
die Elektrotechnik und Informatik relevant;
– die Analysis hatte für Hochschullehrer der
Physik und der technischen Studiengänge
hohe Relevanz.
Diese Ergebnisse zeigen, dass die Vorstellungen über fachliche Voraussetzungen für erfolgreiches Studieren zwischen den Studienfächern stark divergieren, auch wenn es sich
lediglich um die fachlichen Kompetenzen
eines einzigen Schulfachs, wie in diesem Fall
die Mathematik, handelt. Was lässt sich
daraus schlussfolgern? Bisher garantierte die
mit dem Abitur erworbene Allgemeine
Hochschulreife Zugang zu den meisten Studiengängen an deutschen Universitäten. Derzeit erproben einige Hochschulen, oder genauer: einzelne Studiengänge an Hochschulen, studiengangsbezogene Eingangstests, um
Studenten gezielt aussuchen zu können.
Jürgen Baumert und Olaf Köller haben in
einer Studie (2002) die sich ausweitende Pra-
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
1 Die Angaben beruhen auf einer Recherche, die dankenswerterweise Franziska
Lutz übernommen hat.
gh 3 • 07
Seite 9
xis an deutschen Hochschulen beleuchtet,
sich die Studierenden selbst auszusuchen. Bei
ihrer Studie unterscheiden Baumert und Köller zwischen Kenntnistests, Studierfähigkeitstests, Fremdsprachentests, Essays und Interviews, die bisher vor allem im europäischen
und aussereuropäischen Ausland zur Feststellung der Studierfähigkeit eingesetzt wurden. Die beiden Forscher kommen zu dem
Ergebnis, dass sich in Deutschland die
Durchschnittsnote im Abitur als prognostisch äusserst valide erwiesen hat. So wurde
der Medizinertest Ende der neunziger Jahre
auf Beschluss der Kultusministerkonferenz
wieder abgeschafft mit der Begründung, dass
die Abiturnote ein solider Indikator für allgemeine Studierfähigkeit sei. Die durchschnittliche Abiturnote ist, so Baumert und
Köller, eines der besten Einzelmasse zur Prognose des Studienerfolgs: Je besser der Abiturdurchschnitt, desto höher die Leistungen
in Universitätsprüfungen. Demnach setzen
sich erfolgreiche Schulkarrieren, die sich in
guten schulischen Abschlussnoten niederschlagen, an der Universität fort. Interessanterweise hat sich sogar gezeigt, dass die Abiturdurchschnittsnote für das erfolgreiche Absolvieren eines Anglistikstudiums valider ist
als die Abschlussnote im Schulfach Englisch.
Und was ist mit den leistungsschwächeren
Abiturienten? Baumert und Köller stellen
fest, dass diese Abiturienten auch eine geringere Studierneigung zeigen, es demnach so
etwas wie eine Selbstselektivität gibt.
Resümierend kann festgehalten werden,
dass eine vertiefte Allgemeinbildung nach
wie vor Ziel gymnasialer Bildung sein sollte.
Ein breites Allgemeinwissen bildet die
Grundlage, um sich in Studium und Beruf
anschliessend einem spezifischen Bereich aus
Wissenschaft, Kultur oder Wirtschaftsleben
eingehender widmen zu können und bereichsspezifische Kompetenz zu erwerben.
Das Gymnasium sollte sich vom pragmatischen Literacy-Konzept herausfordern lassen, ohne sein an der individuellen Entwicklung des Menschen ausgerichtetes umfassendes Bildungsverständnis aufzugeben. Dieses
sollte kompetenzorientiert erweitert werden,
damit Abiturienten den neuen Anforderungen, die sich durch weltweit wandelnde Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse ergeben,
gewachsen sind.
9
■ Literatur
Artelt, Cordula, Stanat, Petra, Schneider,
Wolfgang & Schiefele, Ulrich (2001):
Lesekompetenz: Testkonzeption und
Ergebnisse. In: Deutsches PISA-Konsortium (Hrsg.): PISA 2000. Basiskompetenzen von Schülerinnen und Schülern
im internationalen Vergleich. Opladen,
S. 69–137.
Baumert, Jürgen & Köller, Olaf (2002): Das
Abitur – immer noch ein gültiger Indikator für die Studierfähigkeit? In: Beilage
zur Wochenzeitung Das Parlament: Aus
Politik und Zeitgeschichte. B 26, S. 12–19.
Dockhorn, Christian & Leiss, Dominik
(2002): PISA weitergedacht. Grundbildungsorientierte Aufgaben für den Mathematikunterricht. Wiesbaden.
Klieme, Eckhard (2000): Fachleistungen im
voruniversitären Mathematik- und Physikunterricht: Theoretische Grundlagen,
Kompetenzstufen und Unterrichtsschwerpunkte. In: Jürgen Baumert, Wilfried Bos
& Rainer Lehmann (Hrsg.): TIMSS/III –
Dritte Internationale Mathematik- und
Naturwissenschaftsstudie. Band 2: Mathematische und physikalische Kompetenzen am Ende der gymnasialen Oberstufe.
Opladen, S. 57–128.
Messner, Rudolf (2003): PISA und Allgemeinbildung. In: Zeitschrift für Pädagogik, 49. Jg., H. 3, S. 400–412.
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
MAR/ORRM
Seite 10
Medienmitteilung des VSG: Gymnasiallehrkräfte fordern Maturitätsreform
Communiqué de presse de la SSPES: Les
enseignants de gymnase réclament une
réforme de la maturité
Das EDI und die EDK haben eine Teilrevision des Maturitätsanerkennungsreglements (MAR)
in die Vernehmlassung gegeben, die mehrheitlich auf Zustimmung stiess, aber auf Betreiben
einzelner Akteure zurückgewiesen wurde. Damit sich die Bedingungen am Übergang Gymnasium–Hochschule nicht erst 2018 verbessern, fordern die Gymnasiallehrkräfte, dass die
kleine Revision des MAR rasch durchgeführt wird.
Le DFI et la CDIP ont mis en consultation une révision partielle du règlement de reconnaissance de la maturité (ORRM). Quoique ce projet ait été en général bien accueilli, certaines
motions présentées à l’instigation de certaines instances concernées ont été rejetées. Afin
de ne pas attendre 2018 pour que les conditions en vigueur lors du passage du Gymnase à
l’Université s’améliorent, les enseignants de gymnase demandent expressément que la révision partielle de l’ORRM soit rapidement menée.
Der Verein Schweizerischer Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer (VSG) hat zusammen mit der Konferenz der Gymnasial-
La Société Suisse des Professeurs de l’Enseignement Secondaire (SSPES) et la Conférence des Directeurs de Gymnases Suisses
$ER 3CHWEIZER "ILDUNGS UND 3ACHBUCHVERLAG
#JMEVOH
.FEJFO
,PNNVOJLBUJPO
XXXIFQWFSMBHDI
EFS CJMEVOHTWFSMBH
$EAN -ARTIN 2
:WISCHEN &ICHTENBAUM UND 0ALME
+OMMENTIERTE¬4EXTSAMMLUNG¬FàR¬DEN¬INTERKULTURELLEN¬
$EUTSCHUNTERRICHT¬AN¬-ITTELSCHULEN
"ESTELLUNGEN
$,3¬,EHRMITTEL¬!'
.BSUJO3%FBO
;8*4$)&/ '*$)5&/#"6.
3PEERSTRASSE¬
6/% 1"-.&
,PNNFOUJFSUF5FYUTBNNMVOHGSEFO
#(¬7IL
JOUFSLVMUVSFMMFO%FVUTDIVOUFSSJDIUBO.JUUFMTDIVMFO
NJU'PUPTWPO.BSUJO#JDITFM
&ON¬¬¬¬
&AX¬¬¬¬
¬àBERARBEITETE¬!UmAGE¬
¬3EITEN¬¬X¬¬CM¬BROSCHIERT
#(&¬¬å¬n
)3".¬
%-AIL¬DLS TBWILCH
/USMANE¬NEBEN¬5RS¬,EYLA¬NEBEN¬3TEFANIE¬$ASS¬+INDER¬UND¬*UGENDLICHE¬AUS¬VERSCHIEDENSTEN¬
HEP¬VERLAG¬AG
+ULTUREN¬DIESELBE¬3CHULBANK¬DRàCKEN¬IST¬HEUTE¬!LLTAG 4ROTZDEM¬GIBT¬ES¬NACH¬WIE¬VOR¬6ORURTEILE
"RUNNGASSE¬
$IESE¬WILL¬DER¬"ASLER¬3CHRIFTSTELLER¬-ARTIN¬2¬$EAN¬3OHN¬EINES¬INDISCHSTËMMIGEN¬6ATERS¬AUS¬
0OSTFACH
¬"ERN¬
4RINIDAD¬UND¬EINER¬3CHWEIZERIN¬ENTKRËFTEN¬¬UND¬HAT¬DAFàR¬DIE¬KOMMENTIERTE¬4EXTSAMMLUNG¬FàR¬
&ON¬¬¬¬
DEN¬5NTERRICHT¬IN¬-ITTELSCHULEN¬ZUSAMMENGESTELLT¬$IE¬4EXTE¬REGEN¬DAZU¬AN¬GEMEINSAM¬àBER¬
INFO HEPVERLAGCH
&REMDSEIN¬NACHZUDENKEN
-EHR )NFORMATIONEN WWWHEPVERLAGCH
gh 3 • 07
10
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Seite 11
rektoren massgeblich dazu beigetragen, dass
EDI und EDK eine Arbeitsgruppe einsetzten, die Verbesserungen an der MAR von
1995 formulierten. Hauptpunkte der angestrebten Revision sind die Verstärkung der
Natur- und der Geisteswissenschaften durch
die Einzelzählung der Fächer Chemie, Biologie und Physik, Geographie und Geschichte. Neu soll die Informatik in die Liste der
Ergänzungsfächer aufgenommen werden
und die Maturarbeit zum Bestehen zählen,
wie es auch die Schülerorganisationen wünschen.
Dass die EDK unter dem Druck einzelner Kantone kürzlich die Kommission Schuwey mit ihrem Paket «zurück auf Feld 1» geschickt hat, ist vor allem auf ideologischen
Widerstand gegen die Veränderungen bei
den «Kombifächern» zurückzuführen. Ursprünglich unter dem Schlagwort «Reduktion der Typen und Fächer» erfunden und
nachträglich durch den Deckmantel «Interdisziplinarität» legitimiert, sind sie ein wichtiger Grund für den von Lehrpersonen und
Schulleitern – nota bene in der Mehrheit
nicht Naturwissenschaftler – diagnostizierten Qualitätsverlust. 12 Jahre Praxis haben
gezeigt, dass Kombi-Noten nicht fächerübergreifendes Arbeiten, sondern Leistungsminimalismus fördern. Der VSG und weite Kreise, die an der Qualität gymnasialer Bildung
interessiert sind, verlangen deshalb jeder Naturwissenschaft wieder das frühere Gewicht
zu geben und auch die «Geistes- und Sozialwissenschaften», zu denen die Geographie
(Treibhauseffekt als Gesellschaftsphänomen?) gehört, in voll zählende Einzelfächer
aufzulösen: Im heutigen Reglement haben
diese Fächer nur einen Drittel des Gewichts
von Gestalten oder Englisch!
Der VSG weiss, dass in Schulfragen unter 26 Kantonen und unzähligen Lobby-Organisationen nie Einigkeit zu erreichen ist.
Er erwartet deshalb, dass einzelne Kantone
ihre Partikulärforderungen im Interesse des
Ganzen zurücknehmen, so dass spätestens
2012 die Maturazeugnisse auf Grund eines
realistischeren Rahmens ausgestellt werden.
gh 3 • 07
11
ont largement contribué à la mise sur pied –
par le DFI et la CDIP – d’un groupe de travail chargé de proposer des améliorations
pour l’ORRM de 1995. Les points essentiels
de la révision envisagée sont le renforcement
des sciences naturelles et des sciences humaines au moyen de notes distinctes pour la
chimie, la biologie, la physique, la géographie
et l’histoire, ainsi que la possibilité de choisir
l’informatique comme option complémentaire et, conformément aux souhaits des organisations d’élèves, le travail de maturité doit
être évalué et sa note prise en compte pour le
succès de la maturité.
Sous la pression de quelques cantons, la
CDIP a récemment renvoyé la Commission
Schuwey et ses propositions à la case de départ. Ceci s’explique certainement du fait
d’une opposition idéologique à l’idée de modification des «branches intégrées». Introduites au nom de la réduction des profils et
des disciplines, légitimées ensuite sous le couvert de l’interdisciplinarité, elles représentent
une des raisons importantes de la perte de
qualité diagnostiquée par les enseignants et
les directeurs d’établissement, lesquels, soit
dit en passant, ne sont en majorité pas des
scientifiques. Douze ans de pratique ont
montré que les notes combinées n’encouragent en aucun cas le travail interdisciplinaire
mais, bien au contraire, le minimalisme au niveau des compétences et des prestations. La
SSPES et les autres instances intéressées à la
qualité de la formation gymnasiale réclament
donc, pour chaque science naturelle et pour
chaque science «humaine et sociale», y compris la géographie (l’effet de serre, un phénomène de société?), la notation distincte initiale. Dans le règlement actuel, le poids de
ces disciplines équivaut à un tiers de celui des
arts visuels ou de l’anglais!
La SSPES est consciente du fait qu’en
matière de politique scolaire, l’unanimité ne
peut être atteinte par 26 cantons et d’innombrables groupes de pression. Elle attend cependant que, dans l’intérêt de l’ensemble, certains cantons retirent leurs exigences, de manière à pouvoir établir, en 2012 au plus tard,
des certificats de maturité dans un cadre réaliste.
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Seite 12
Nord-Süd-Beziehungen
Menschenrechte
Nachhaltige Entwicklung
Rassismusprävention
Friedenserziehung
Bildung und Entwicklung, die Fachstelle für Globales Lernen,
sucht per 1. November 2007
Zentralsekretär/in 100%
Eine ausführliche Stellenbeschreibung, das AnfordeUXQJVSUR¿O XQGDOOHZHLWHUHQ$QJDEHQ¿QGHQ6LHXQWHU
www.globaleducation.ch
Stiftung Bildung und Entwicklung, Zentralsekretariat,
Monbijoustrasse 31, Postfach 8366, 3001 Bern.
Tel. 031 389 2020, zs@globaleducation.ch
Lernmedien
Aus- und Weiterbildung
Beratung
Vernetzung
Finanzierung von Schulprojekten
gh 3 • 07
12
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Hans Peter Dreyer
Seite 13
Notiz des Präsidenten: Leonhard Euler
L’avis du Président: Leonhard Euler
Hans Peter Dreyer, Präsident VSG /
Président SSPES
gh 3 • 07
Im Gegensatz zu Wilhelm Tell ist Eulers
Person historisch tadellos belegt: Er wurde
vor 300 Jahren in Basel geboren und ist zweifellos der bedeutendste Schweizer Mathematiker. Manche zählen ihn zu den zehn grössten Mathematikern aller Zeiten, so dass es
sicher gerechtfertigt ist, wenn die Universität
Basel ihm die beiliegende und anregende
Nummer der UNI NOVA widmet. (Sie können ein Gratisabonnement bestellen.)
Ich möchte Ihnen, liebe Kolleginnen und
Kollegen, Leben und Werk von Euler als Gegenstand von fächerübergreifendem Unterricht empfehlen: Der junge Leonhard erhielt
Mathematikunterricht (>Mathematik) von
den Brüdern Bernoulli (hochbegabt? >Psychologie). Nach der Lateinschule (>Latein
und Griechisch) musste er auf Druck des Vaters Theologie (>Religion) studieren, doch
wechselte er in die >Physik, wo er mit 20 Jahren eine Dissertation im Bereich des Schalls
verfasste. Weil er auf dieser Basis in Basel
keine Professur erhielt, ging er für Physiologie (>Biologie) nach St. Petersburg (>Geographie), dem von Zar Peter dem Grossen
gebauten «Brasilia des 18. Jahrhunderts»
(>Geschichte). Die dortige Akademie hatte
anfänglich nicht genug Schüler, also schrieb
Euler für die Gymnasien der Umgebung
neue Lehrmittel (ohne Lehrplan und Stan-
13
Contrairement à celle de Guillaume Tell,
l’existence historique d’Euler n’est pas
contestée. Né il y a 300 ans à Bâle, il est sans
doute le mathématicien suisse le plus connu.
Certains le comptent même parmi les dix
plus grands mathématiciens de tous les
temps. Il semble donc tout à fait justifié que
l’Université de Bâle lui consacre le numéro
d’UNI NOVA que vous trouvez en annexe de
ce cahier (vous avez par ailleurs la possibilité
de bénéficier d’un abonnement gratuit).
L’enseignement interdisciplinaire vous intéresse-t-il? Je vous recommande vivement de
vous pencher sur la vie et l’œuvre d’Euler: le
jeune Leonhard étudie les mathématiques
avec les frères Bernouilli (surdoué? > psychologie). Après avoir étudié le latin (> latin,
grec), il se lance dans la théologie (> religion),
avant d’opter pour la > physique, études qu’il
termine par un doctorat dans le domaine du
son. Cette base ne lui permettant pas d’obtenir une chaire à Bâle, il se décida pour la
physiologie (> biologie) et se rendit à SaintPétersbourg (> géographie), la grande métropole du 18e siècle construite par le tsar Pierre
le Grand (> histoire). Sa faculté étant, à ses
débuts, dépourvue d’étudiants, Euler se lança
dans la rédaction de nouveaux manuels scolaires pour les gymnases des environs (sans
plans-d’étude ni standards!).
On le retrouve à partir de 1741 invité de
l’académie berlinoise, pratiquement collègue
de Carl Philipp Emanuel Bach (> musique),
concevant – parallèlement – pour Frédéric II
les fontaines du château de Sanssouci. Ce faisant, il s’attire les moqueries de son supérieur
(> philosophie), les installations ne laissant
échapper, au lieu des jets d’eau prévus, que de
maigres glouglous. De récentes recherches
ont cependant montré que le maître des lieux
était le seul responsable: pour économiser (>
économie et droit), il avait en effet – et contre
le conseil d’Euler – fait remplacer les conduites de métal (> chimie) par des tuyaux de
bois, ceci provoquant une friction trop importante.
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Seite 14
dards!). Ab 1741 wirkte der «Gastarbeiter» in
der Berliner Akademie, quasi als Kollege von
Carl Philipp Emanuel Bach (>Musik). Nebenbei musste er für Friedrich II die Springbrunnenanlage in Schloss Sanssouci entwerfen und bauen. Doch das Wasser blubberte
bloss, was weiteren Anlass für Gespött (>Philosophie) von Seiten seines obersten Chefs
bot. Allerdings hat neue Forschung gezeigt,
dass der Landesherr selbst schuld war, denn
um zu sparen (>Wirtschaft und Recht) liess
er gegen Eulers Ratschlag die Leitungen statt
aus Metall (>Chemie) aus Holz verlegen, so
dass zu viel Reibung entstand. Erfreulicher
war das Echo auf die berühmten «Lettres à
une princesse d’Allemagne», an die 16-jährige Frederike von Brandenburg. Die populärwissenschaftlichen Schriften sind heute in
sämtliche modernen Sprachen übersetzt
(>Sprachen). Bevor Euler dem Ruf der lebenslustigen Zarin Katharina II zurück nach
St. Petersburg folgte, verfasste er als Teil seiner Mechanik eine allgemeine Ballistik (>
Sport).
Die abgebildete alte Zehnernote setzte
Euler ein Denkmal. Man erkennt seine heute noch aktuellen Bemühungen um die Himmelsmechanik, um farbfehlerfreie Linsen
und um Wasserturbinen. Der produktivste
Mathematiker aller Zeiten gibt auf viele Arten (von Segelschiffmasten bis zu Witwenrenten …) Anlass zu gymnasialer Zusammenarbeit über die engen Grenzen der beiden «Kombifächer» hinaus. Und die
schönste, natürlich auf Euler zurückgehende,
Formel der gymnasialen Mathematik, illustriert trefflich den Unterschied zwischen
Skills und Bildung: Ihre Bedeutung und Eleganz kann nur erfassen, wer zu mehr fähig ist,
als 1 und 2 und Pi und e aus dem Web herunterzuladen!
Hans Peter Dreyer, Präsident VSG
gh 3 • 07
14
Les «Lettres à une princesse d’Allemagne», adressées à Frederike von Brandenburg, alors âgée de 16 ans, furent saluées par
la critique de l’époque – et ces écrits, qui mettent la science à la portée du public, sont aujourd’hui traduits dans la plupart des langues
modernes (> langues). Avant de rejoindre à
Saint-Pétersbourg la tsarine Catherine II et
sa cour trépidante, Euler eut encore le temps
de rédiger les chapitres «ballistique»(> sport),
de son traité complet de mécanique.
L’ancien billet de dix francs a rendu hommage à Euler. Aujourd’hui encore, on reconnaît ses recherches en matière de mécanique
des astres, de lentilles de couleur parfaites (>
arts visuels) et de turbines hydrauliques. Le
mathématicien le plus productif de tous les
temps (des mâts de voiliers aux rentes de
veuves …) offre d’innombrables possibilités
de collaboration gymnasiale, autant de
chances permettant de dépasser le carcan des
deux sœurs ennemies, sciences naturelles et
sciences humaines. N’oublions pas non plus
que nous devons à Euler la plus belle des formules mathématiques enseignées au gymnase, laquelle illustre parfaitement la différence
entre les «skills» et la formation. On la retrouve bien entendu sur Internet … mais
pour en saisir la signification et l’élégance, il
ne suffit pas de décharger un 1, un 2, un Pi
ou un e!
Hans Peter Dreyer, Président SSPES
(Trad./adapt.: Ch. Jacob)
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
CC SSPES
Anita von Arx
gh 3 • 07
Seite 15
Anita von Arx
«Dame: Titre donné à une femme détentrice
d’un droit de souveraineté». Mais aussi «Dame:
Pièce maîtresse de certains jeux». Les deux définitions me semblent convenir. Dès mon arrivée au Comité central, je fus impressionnée par
cette femme, toujours tirée à 4 épingles, qui
inspirait le respect au premier regard. Anita ne
participe pas aux séances du Comité central,
Anita y trône. Discrète, elle suit les débats
d’une oreille attentive, on la croirait parfois même absente. Soudain sa main se lève – et on se
tait, on écoute. Les coulisses de la politique
n’ont aucun secret pour elle, pas plus que les
rouages des conseils d’administration. Grâce à
elle, qui tutoie les parlementaires, nous faisons
nos premiers pas au Palais fédéral, abordons les
autorités, leur remettons le «Positionspapier»
qu’elle a soigneusement travaillé et retravaillé.
Grâce à elle, nous disposons d’informations de
première main sur les changements à venir au
niveau national. Grâce à elle, la Commission
pour la formation initiale et continue a échappé à l’extinction et s’est dotée d’un nouveau
mandat. Et que dire de son talent d’organisation?
La «Check-list» d’Anita pour les Assemblées
des Délégués et les Assemblées plénières a
maintes fois fait ses preuves; du concierge
du bâtiment au conférencier, personne n’y a
trouvé à redire, même le caissier s’est laissé aller
à un sourire. «Pièce maîtresse», oui, définitivement.
Anita et son talent d’organisation. La
Rédaction ne m’a accordé qu’une place restreinte, alors qu’on pourrait y consacrer un numéro entier du GH. Cette femme qui respire
le calme et la sérénité est en effet capable de
15
jongler, en quelques heures, entre des examens
de maturité fédérale, plusieurs séances diverses
pour ou en plus de la SSPES, une
ou deux conférences... le tout agrémenté
de cours d’arabe, de préparation de voyages accompagnés, et de remplacements (n.r.: Merci!)
qui se transforment même quelquefois en
postes d’enseignement à long terme! Non seulement Anita arrive à une séance CC munie de
tous les dossiers nécessaires, mais elle a encore eu le temps de les annoter! Imbattable.
Lorsque ses yeux pétillent au-dessus de ses
lunettes, c’est une autre Anita, moins connue.
Avec son humour et ses pointes bien lancées.
Celle qui parle avec amour et enthousiasme de
ses voyages, des cultures découvertes, des rencontres inédites.
Six ans de Comité central, six ans de
travail, six ans de mise à disposition de ses
énormes expériences et de ses nombreuses relations. Six ans de conseils. «Femme détentrice d’un droit de souveraineté». Nous nous inclinons, chapeau bas. Merci pour tout, Madame von Arx! Et merci à vous, Monsieur von
Arx, d’avoir accepté si souvent d’être abandonné par votre épouse pour le bien et la
pérennité de la SSPES!
En ce qui me concerne, promue bien
malgré moi, vu ton départ et celui de Christa,
au titre de doyenne du Comité central, il me
faudra apprendre à ne plus compter que sur
moi-même pour disposer, lors des réunions, de
tous les papiers nécessaires... et je peux te le dire, compte tenu de la dernière séance: tu me
manques déjà!
Christine Jacob
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Anita von Arx
Seite 16
Lobbyarbeit für das Gymnasium
im eidgenössischen Parlament
Anita von Arx ist Ende 2006 aus dem Zentralvorstand des VSG zurückgetreten. Sie hat dem
«Gymnasium Helveticum» ein paar Fragen zu ihrer Arbeit im VSG beantwortet.
«Gymnasium Helveticum»: Was ist Ihnen
aus Ihrer Arbeit im Zentralvorstand des VSG
besonders in Erinnerung geblieben?
Anita von Arx war von
1999 bis 2006 Mitglied des
Zentralvorstandes des VSG.
gh 3 • 07
Anita von Arx: Als ich im Herbst 1999
als Mitglied des ZV gewählt wurde, erfolgten
verschiedene organisatorische Umstrukturierungen. Die anstehenden Vereinsarbeiten
wurden gruppiert und in Ressorts aufgeteilt,
welche den einzelnen Vorstandsmitgliedern
zur Bearbeitung übertragen wurden. Das
Ressort «Politisches» wurde neu geschaffen
und mir übergeben, da ich aus meiner
langjährigen Tätigkeit als Mitglied des Grossen Rats des Kantons Luzern und in interkantonalen Kommissionen verschiedene politische Erfahrungen hatte.
Damals standen brennende Fragen betreffend Dauer des Gymnasiums und die universitäre Ausbildung der Gymnasiallehrpersonen an, und es fanden erste Hearings über
einen künftigen Bildungsrahmenartikel statt.
Kaum im neuen Amt, begann ich zu lobbyieren, sandte verschiedenen Mitgliedern des
National- und Ständerates Informationsmaterial des VSG, nahm mit ihnen Kontakte
auf, insbesondere mit jenen der WBK, der
Kommission für Wissenschaft, Bildung und
Kultur. Einige zeigten sich für den VSG sehr
interessiert und waren sofort bereit, mich zu
einem Gespräch zu empfangen, wollten aber
vor der telefonischen Fixierung des Datums
nochmals genauere Auskunft über die Zielsetzungen des VSG. Verschiedene gaben mir
dann zu verstehen, dass andere Berufsgattungen weit grössere Probleme hätten als die
Gymnasiallehrpersonen und dass, in Anbetracht des überladenen Terminkalenders, ein
Gespräch hinausgeschoben werden müsse.
Ein Nationalrat war sogar der Meinung, der
VSG habe etwas mit Versicherungsschutz
zu tun, was ihn interessieren würde. Als
ich ihm jedoch klargelegt hatte, VSG sei die
Abkürzung für Verein der Schweizerischen
Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer,
entgegnete er, er könne im Moment wirklich
keine Zeit für elitäre Schulen aufbringen,
16
denn im Nationalrat ständen gewichtigere
Fragen zur Vorbereitung an.
Was schloss ich aus den kurzen Telefonanrufen und E-Mails? Der VSG war der
Unbekannte. Er hatte im Parlament keine
Lobby. Das Gymnasium wurde vielfach als
kostenintensive, elitäre Schule betrachtet,
im Gegensatz zur Berufsschule, die auf die
Arbeitswelt vorbereit. Trotz einigen verallgemeinernden, teils negativen Aussagen über
das Gymnasium galt es für mich nun erst
recht, für den VSG im eidgenössischen Parlament ein Kontaktnetz aufzubauen und die
gymnasiale Ausbildung als das bekannt zu
machen, was sie ist, nämlich in erster Linie
eine gute Vorbereitungsschule auf die Hochschulstudien.
GH: Welches waren Ihre positivsten
Erfahrungen im VSG?
Anita von Arx: Bereits in meiner ersten ZVSitzung, wo ich als neues Mitglied aus der
Zentralschweiz noch etwas «beschnuppert»
wurde, erfuhr ich viel Kollegialität und spontanes Vertrauen, dass ich das neu geschaffene
Arbeitsfeld nach den Vorstellungen und
Wünschen der «altgedienten» ZV-Mitglieder
und VSG-Mitglieder gut versehen werde.
Ich machte mich gleich an umfangreiche
Vorarbeiten für eine neu zu schaffende Informationsschrift des VSG zu aktuellen bildungspolitischen Fragen. Als die «groupe politique», eine Subkommission des ZV, nach
verschiedenen, um gewisse Stellungnahmen
zu bildungspolitischen Fragen zäh ringenden
Sitzungen das erste Positionspapier erstellt
hatte und es in der Wandelhalle des Bundeshauses persönlich führenden Bildungspolitikerinnen und -politikern vorgestellt werden
konnte, gab es viele positive Reaktionen. Es
sei eine kurze, bündige, für Aussenstehende
gut lesbare Information zur Bildungspolitik
des VSG, war der allgemeine Tenor. Genau
diese Art Unterlagen, anstatt ellenlange Abhandlungen, wünschten sich die Politikerinnen und Politiker.
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Seite 17
Ebenso positiv motivierend für die bildungspolitische Arbeit im ZV VSG war die
Einladung des Präsidenten der WBK an den
ehemaligen Präsidenten, Michel Aubert, und
mich, im Rahmen der Arbeitstagung der
WBK in Luzern die Anliegen des VSG der
Kommission vortragen und mit einzelnen
Kommissionsmitgliedern Gespräche führen
zu können.
Auch in positiver Erinnerung habe ich
die ZV-Sitzungen in verschiedenen Regionen der Schweiz. Nach Sitzungsende kam es
zu sehr wertvollen Gesprächen mit Schulleitern, kantonalen und kommunalen Politikerinnen und Politikern vor Ort. Dabei lernte
man nicht nur schulische Eigenheiten des
Tagungsortes, sondern auch politische und
kulturelle Strukturen, ja das Leben einer
ganzen Region näher kennen.
GH: Welches waren Ihre negativsten
Erfahrungen im VSG?
Anita von Arx: Die negativste war zweifelsohne die nicht namentliche Erwähnung des
Gymnasiums im neuen Bildungsrahmenartikel. Dies umso mehr, weil der ZV VSG, insbesondere die «groupe politique», seit den
ersten Hearings über die vorgeschlagenen
Ergänzungen der Verfassungsartikel über die
Bildung am Ball war. Der ZV nahm an der
Vernehmlassung teil. Er beantragte und begründete, dass das Gymnasium nebst den obligatorischen Schulen, Sonderschulen und
Berufsschulen ebenfalls namentlich zu erwähnen sei. Als er bemerkte, dass im Entwurf des Bildungsrahmenartikels, der den
eidgenössischen Räten zur Beratung vorgelegt wurde, das Gymnasium fehlte, liess er es
nicht damit bewenden, sondern gelangte an
den juristischen Experten der vorbereitenden
Kommission. Einzelne Mitglieder scheuten
auch keine Mühe, im Vorfeld und während
der parlamentarischen Beratung Mitglieder
des National- und Ständerates auf diese Unterlassung aufmerksam zu machen und sie zu
bitten, während der Ratsverhandlungen die
Aufnahme des Gymnasiums zu beantragen.
Die Enttäuschung war gross, als der Antrag des VSG weder in der ersten noch in der
zweiten Beratung aufgenommen wurde und
dann das Volk einen Bildungsrahmenartikel
ohne namentliche Erwähnung des Gymnasiums guthiess.
gh 3 • 07
17
Eine negative Erfahrung ganz anderer
Art machte ich in verschiedenen Lehrerkollegien. Ich musste feststellen, dass vor allem
jüngere Gymnasiallehrpersonen um eine gute
Qualität ihres Unterrichts zwar sehr bemüht
sind, sich aber kaum für ihre Berufsverbände
und schon gar nicht für ihren Berufsdachverband interessieren. Die Begründungen tönten jeweils ähnlich: Der Unterricht und die
administrativen Arbeiten absorbiere sie dermassen, dass sie sich nicht noch weitere Arbeiten aufladen könnten. Es war aber auch
zu vernehmen, dass ihnen Berufsverbände
wenig bringen. Anstellungsbedingungen und
Löhne seien ja so oder so geregelt.
GH: Welche Ratschläge geben Sie dem
Zentralvorstand des VSG für seine künftige
Arbeit?
Anita von Arx: Ich habe zwei interessante,
abwechslungsreiche und arbeitsreiche Amtsperioden im ZV VSG erlebt und dabei viel
Neues erfahren und gelernt. Mein Weggehen
aus dem ZV VSG heisst keineswegs, dass ich
nun zur Kategorie der «Après moi le déluge»
gehöre. Im Gegenteil, das künftige Vereinsgeschehen des VSG wird mir immer nahe gehen.
Natürlich könnte ich Erfahrungen anbringen und Vorschläge für die künftige Vereinsarbeit machen, aber… Mit den Neuwahlen hielt im ZV die junge Generation Einzug. Sie durchlief andere Schulungsarten,
hat andere Vorstellungen von Vereinsarbeit,
Kontakten mit der Politik und politischer
Öffentlichkeitsarbeit. Geben wir ihr eine
Chance, ihre Ideen zu verwirklichen!
Ich will deshalb nicht mit moralisierenden Ratschlägen aufwarten, sondern lediglich
drei Wünsche äussern:
– Der VSG soll sich weiterhin dafür einsetzen, dass das Gymnasium in erster Linie
auf Hochschulstudien vorbereitet und
dass der Unterricht von qualifizierten
Gymnasiallehrpersonen erteilt wird.
– Der VSG soll mit dem LCH und dem
BCH eine gute Zusammenarbeit anstreben, sich jedoch nicht ins Boxhorn jagen
lassen und seine Eigenständigkeit beibehalten.
– Der VSG soll seine Vereinsstrukturen
zeitgemäss weiterentwickeln, damit er
auch für jüngere Gymnasiallehrpersonen
attraktiv ist.
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
CC SSPES
Christa Dubois-Ferrière
gh 3 • 07
Seite 18
Christa Dubois-Ferrière
Avec toi, chère Christa, le CC de la SSPES
risque de perdre son cœur: son cœur syndicaliste, au moins. Mais tu as réussi à nous implanter, tout au long des nombreuses années
de ta collaboration au CC, le virus de la lutte
et du combat.
Imprégrée par ton travail à l’Union de
corps enseignant genevois, tu n’as jamais cessé de nous rendre attentifs aux conséquences
possibles de certaines décisions politiques,
ceci en nous rappelant toujours la situation
complexe dans un canton-phare tel que le
tien. C’est avec verve et passion – une vraie
passionaria – que tu as défendu la cause des
enseignntes et des enseignants.
Élue il y a très exactement dix ans, en novembre 1996, c’est donc notre doyenne – au
moins en ce qui concerne ton ancienneté et
non pas l’éternelle jeunesse physique et intellectuelle que tu affiches – qui quitte aujourd’hui le CC. A te voir en face à face ou sur les
18
photos dans le GH, ces années ne se voient
pas, au contraire. Mais ton passage au CC
laisse bien des traces: La réforme des structures envisagée, le rapprochement des associations cantonales au sein de la SSPES, c’est
le fruit de ton engagement inlassable. Tu as
été la rédactrice de nos réponses aux nombreuses consultations. À chaque consultation
future, nous nous rappellerons les temps où
nous pouvions être sûrs que tu ferais l’enquête auprès des associations affiliées et que tu
rédigerais la réponse.
Tu nous as représentés – toujours avec la
verve qui est la tienne – dans de nombreuses
commissions de la CDIP dont je cite la
Commissiion pour la reconnaissance des diplômes et auprès de LCH. Le lien entre le
SER et la SSPES, c’est encore toi qui l’as fait.
Tu as ainsi jeté des ponts comme dans un
autre domaine.
Ton cheval de bataille du côté enseignement, c’est les langues. Professeur d’allemand
à Genève, tu as corrigé non seulement les copies de tes élèves, mais aussi les épreuves du
GH, tu as aidé à entretenir des liens avec la
SPASRI et tu as été un des moteurs de la
Commission des langues vivantes, la CLV de
la SSPES et j’en passe …
Toi, plutôt thé ou infusion, moi, pluôt
café – les différents prédilections, goûts ou
opinions n’ont jamais assombri notre collaboration au CC. J’aime me rappeler nos discussions animées, soit pendant ou après les
réunions, soit le mercredi matin au petit-déjeuner avant les réunions, toujours un peu en
retard par rapport à nos collègues un peu plus
matinaux que nous. Je ne sais, si notre président m’a confié la tâche de m’adresser à toi
pour cette dernière particularité qui nous rapprochait. Je te remercie au nom de tout le CC
et de toute la SSPES de tout ce que tu nous
as apporté.
Il me reste à te souhaiter une bonne continuation, un peu de repos – si tu le souhaites
– mais j’ose espérer aussi que tu auras de
temps en temps la nostalgie du temps passé
avec nous au CC, de nous et des moments de
convivialité vécus ensemble de sorte qu’on se
retrouvera çà ou là.
Ciao Bella, Arrivederci!
Urs Tschopp
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Christa Dubois-Ferrière
Seite 19
Le testament politique
de Christa Dubois-Ferrière
Au moment de quitter le comité de la SSPES/VSG après 10 ans d’activité, Christa DuboisFerrière résume les grandes lignes de son engagement, son sentiment d’inachevé et les
espoirs qu’on peut raisonnablement nourrir pour l’avenir de l’enseignement gymnasial en
Suisse. C’est bien sûr surtout sur l’amélioration de l’enseignement des langues en Suisse
qu’elle a concentré ses efforts et toute son énergie, avec son lot de réussites et d’échecs.
■ Enrichissement personnel
Après dix ans d’activité,
Christa Dubois-Ferrière a
quitté le Comité central de
la SSPES.
Les expériences de 10 années d’activité sont
forcément multiples. D’abord les déplacements du CC et les contacts avec les responsables sur place m’ont permis de me faire une
certaine idée de l’atmosphère qui y règne – ou
régnait, au moment de la visite du moins – et
de faire la connaissance de gens engagés. Des
collègues et responsables nous ont accueillis
la plupart du temps dans de vieux murs propices aux échanges. Aux noms de St. Gall,
Wettingen, Coire, Liestal, Altdorf, Schwyz,
Sarnen, Lucerne, Bellinzona, St. Ursanne,
Langenthal, Zurich, Aarau, Soleure... et j’en
passe, surgissent les images et souvenirs de
beaucoup de personnalités rencontrées. Je
demande pardon aux cantons romands de ne
pas avoir mentionné Lausanne, Fribourg,
Neuchâtel et Genève, lieux qui forcément
paraissent moins «exotiques» à une habitante
de cette dernière ville, ni Olten et Berne, où
les «piliers» de la conférence des présidents
et des commissions ont le plaisir de se voir
régulièrement.
■ Débuts difficiles
La diversité suisse des systèmes cantonaux
d’instruction publique a été un long apprentissage tout autant que le contact avec les collègues aux mentalités différentes. De ce point
de vue le travail au Comité central a été un
formidable enrichissement et il est évident
qu’au début de mes fonctions tant l’intégration dans le CC que la connaissance des dossiers n’étaient pas faciles.
Pour ainsi dire en première loge, ébahie et
parfois médusée, travaillant pour l’association
gh 3 • 07
19
cantonale genevoise, j’ai assisté à des décisions en matière d’instruction publique qui
ont été plus d’une fois bien éloignées de la
pratique. Dans le cadre de mon activité au
CC de la SSPES il n’en allait pas autrement.
Voici un exemple aux enseignements multiples.
■ Concept des langues
La première chose importante dans ma carrière de membre du CC a été la synthèse des
réponses à la consultation du «concept général des langues»1 en 1998. Le délai extrêmement court de moins de deux mois – dont un
mois pendant les vacances d’été – a pu interroger et révolter. Est-ce que les directeurs
cantonaux croyaient le choix des langues enseignées si peu important ou craignaient-ils
au contraire le caractère explosif de la question des langues en Suisse?
Les associations de la SSPES ne s’y sont
pas trompées, elles y ont vu un danger pour
la cohésion nationale, et selon elles, le «rapport Lüdi» a manqué de sagesse politique. Le
fait que la faisabilité, le bien-fondé pédagogique ou linguistique n’aient pas été étudiés
par les experts et laissé volontairement de
côté a rencontré leur incompréhension totale.
Pour les praticiens qui ont rédigé les réponses, cautionner un «rapport d’experts» qui
ne prévoit pas de programmes, qui n’envisage
pas les implications au niveau des dotations
horaires, qui ignore l’existence et les exigences
des autres disciplines et qui ne se pose pas de
questions d’ordre fondamental, telle que l’influence de la langue première sur la langue
seconde, le rapport était d’une légèreté coupable. Selon eux, le «concept général des
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Seite 20
langues» excluant les langues anciennes et faisant fi des conséquences pratiques témoignait
d’un manque certain de connaissances pratiques voire d’un populisme inquiétant.
Actuellement la politique des langues
continue sur cette lancée. Début 2006 LCH
publie un communiqué de presse intitulé:
«Misére linguistique sans changement» 2 qui
résume les manquements d’ordre financier et
pratique on ne saurait plus clairement. Je traduis: «Les promesses de salut incroyables avancées par des aventuriers académiques totalement
à côté de la réalité scolaire suisse ne suscitent que
le dépit des enseignantes et enseignants expérimentés. Que l’on cesse de s’en remettre à des experts qui garantissent, sur la base d’enquêtes
faites parmi les enfants bilingues en bas âge, le
succès d’apprentissage de la langue française ou
anglaise en deux leçons hebdomadaires par des
élèves de huit ans. Ce n’est pas de cette manière
qu’on rétablit la confiance du corps enseignant.»
■ Désabusée? Que nenni!
1 Le «concept général des langues» appelé
également «rapport Lüdi» du nom du
président du groupe d’experts responsable de sa rédaction, a permis à la CDIP
de ne pas décider de l’ordre et de la
nature des langues à enseigner pendant
la scolarité obligatoire, mais de spécifier
uniquement les buts à atteindre. De
cette manière il incombe dorénavant au
cantons de régler le moment de l’introduction de la langue étrangère. Vous
savez que beaucoup de cantons alémaniques ont opté depuis pour l’introduction de l’anglais avant le français avec
les protestations des Romands.
2 Je cite: Medienmitteilung vom 26.
Februar 2006, Sprachenpolitik: «Misere
unverändert»… «Nur Kopfschütteln
wecken bei erfahrenen Lehrpersonen
die unglaublich abenteuerlichen Heilsversprechen vieler akademischer Schreibtischtäter, welche völlig an der Schulrealität in der Schweiz vorbei argumentieren. Wer mehr Vertrauen von der Lehrerschaft will, soll aufhören sich auf Experten zu berufen, welche aufgrund von
Untersuchungen bei zweisprachig aufwachsenden Kleinkindern Erfolgsgarantien für Achtjährige mit zwei Lektionen
Französisch oder Englisch pro Woche
ausfertigen.» …
gh 3 • 07
Le parcours du concept général des langues
qui passe d’une consultation bâclée aux promesses populistes, qui fait abstraction totale
de la faisabilité et dont la seule issue est la
fuite en avant ressemble à beaucoup de nouveautés introduites durant mon activité à la
SSPES. Certaines, passées de mode, ont disparu dans les oubliettes sans bruit. Dans ce
cas je reste convaincue que nos interventions
y étaient pour quelque chose.
D’autres inventions pédagogiques plus
tenaces ont été imposées aux enseignants sans
que ceux-ci disposent des moyens nécessaires
pour les appliquer d’une manière satisfaisante. Il faut alors beaucoup de persévérance
pour répéter inlassablement dans tous les
milieux que les changements ne se font pas
grâce à un coup de baguette magique mais
qu’ils nécessitent une formation spécifique
des enseignantes et enseignants, des horaires
adéquats, des infrastructures adaptées, etc. etc.
10 ans de travail associatif ne suffisent
pas toujours pour suivre les dossiers jusqu’à
l’obtention d’un compromis acceptable.
20
■ La suite
Les nouveaux responsables de notre association auront à réaffirmer le point de vue des
«experts de terrains» sans trop se faire d’illusions sur la bienveillance de leurs interlocuteurs. Pour cela il faut beaucoup de volonté de
travail, d’opiniâtreté et de capacité de mobiliser les membres. Une formation pour cet
aspect syndical du travail au sein du CC est
à mon sens hautement souhaitable.
■ Inachevé
En conférence des présidents, nous avons
poursuivi la réflexion sur les structures et le
rôle des associations cantonales au sein de la
SSPES qui, à mon sens, doit offrir une plateforme pour la discussion de problèmes politiques qu’elles sont amenées à résoudre chacune dans leur canton. Car ce n’est pas au
niveau de l’association faîtière que les problèmes politiques les plus urgents se posent.
C’est au niveau cantonal qu’il faut intervenir
pour exiger les moyens à la hauteur des ambitions fédérales.
Toutefois, les associations cantonales
affiliées à la SSPES savent très bien que leur
force dépend, d’une part, du nombre des
adhérents et de leur combativité, de leur
volonté de s’investir dans le travail associatif,
et, d’autre part, de l’association faîtière qui
relaie les exigences pour leur conférer une importance fédérale. Afin de se faire entendre
d’une manière efficace l’une sera plus forte au
moment où elle peut compter sur le concours
de l’autre.
C’est pourquoi je pense qu’il est nécessaire que les associations cantonales trouvent
un lieu de discussion spécifiquement politique au sein de la SSPES pour débattre des
problèmes qui les préoccupent au niveau cantonal pour enrichir les travaux du CC. Le rôle
et la forme d’une telle plate-forme restent à
définir.
Avec mes remerciements à toutes celles et
tous ceux que j’ai eu la joie de rencontrer pendant ces dix ans!
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Marcel Bayard
Seite 21
Neu im Zentralvorstand des VSG:
Marcel Bayard
GH: Was für ein Mensch sind Sie?
Marcel Bayard: Sich selbst zu beschreiben ist
doch recht schwierig. Ich denke, das überlasse ich meinen Mitmenschen.
Weshalb engagieren Sie sich für den VSG?
Marcel Bayard arbeitet seit
1999 an der zweisprachigen Handels- und Fachmittelschule in Siders, wo die
Studentinnen und Studenten eine Kaufmännische
Berufsmaturität DeutschFranzösisch
absolvieren
können. Seine Fächer sind
Deutsch und Geografie.
Es gibt mehrere Gründe, warum ich mich für
den VSG engagiere. Sicherlich engagiere ich
mich einmal für eine qualitativ hochstehende Bildung auf der Sekundarstufe II (Gymnasium, Handels- und Fachmittelschulen).
Zudem zeigt sich immer mehr, dass die Reformen im Schulsystem vermehrt auf
Schweizer Ebene stattfinden, und deshalb ist
ein starker VSG ein Muss.
Natürlich interessiert mich aber auch die Arbeit im VSG, der Kontakt mit anderen Menschen, die Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen und Verbänden.
Bildungswegen in der Schweiz wird noch einige Arbeit auf den VSG zukommen. Mein
Wunsch wäre es, trotz Sparmassnahmen an
allen Fronten und verschiedensten Reformen
eine qualitativ hochstehende Bildung für die
Studenten/Studentinnen zu garantieren und
einen für die Lehrpersonen attraktiven Arbeitsplatz.
Vergessen wir nicht: Bildung ist unser wichtigster Rohstoff. Die Schweiz als rohstoffarmes Land braucht eine sehr gute Bildung
(Humankapital).
Wie wünschen Sie sich den VSG der Zukunft?
Alle Lehrpersonen der Sekundarstufe II
Mitglieder des VSG …
Welche Ziele möchten Sie als
Mitglied des Zentralvorstan-
psi forum – das Tor zur Wissenschaft
des des VSG erreichen?
Da ich aus dem Bereich
Handels- und Fachmittelschule komme, werde ich
mich im Rahmen des VSGVorstandes vor allem für diese Gebiete einsetzen. Eines
meiner Ziele wird also ganz
klar die neu gegründete
Fachmittelschule sein: Fragen zu bearbeiten, die sich
im Zusammenhang mit dem
Bildungsangebot dieser Institutionen, insbesondere an
der Nahtstelle von FMS und
FH, stellen. Dies wird durch
die neu gegründete Kommission des VSG «Kommission
Fachmittelschulen–Fachhochschulen KFF» gestützt.
Wie wünschen Sie sich das
Gymnasium der Zukunft?
Nun, mit Harmos und den
verschiedenen gymnasialen
gh 3 • 07
21
erleben, erforschen, erkennen…
Forschung live erleben
am Paul Scherrer Institut
– im Besucherzentrum psi forum
NEU: 3-D-Film zum Klimawandel
So: 13–17 Uhr, Mo bis Fr: 13–16 Uhr
Freie Besichtigung
– bei einem Rundgang durch die
Forschungsanlagen
Geführte Gruppen nach Voranmeldung
PAUL SCHERRER INSTITUT
Paul Scherrer Institut, Telefon +41 (0)56 310 21 11
Besucherdienst, Telefon +41 (0)56 310 21 00
5232 Villigen PSI, Schweiz
www.psiforum.ch • psiforum@psi.ch
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Daniela Grawehr
Seite 22
Neu im Zentralvorstand des VSG:
Daniela Grawehr
GH: Was für ein Mensch sind Sie?
Daniela Grawehr: Ich bin ein sehr engagierter, bewegungsfreudiger Mensch, der offen
für Neues ist. Grosse Befriedigung empfinde
ich bei meiner Arbeit mit Jugendlichen und
hoffe, dass es mir gelingt, dabei auch immaterielle Werte weiterzugeben.
Weshalb engagieren Sie sich für den VSG?
Daniela Grawehr unterrichtet an der Kantonsschule
Kollegium Schwyz Mathematik und Physik.
Bildung ist aus meiner Sicht das Wichtigste,
was man einem jungen Menschen mit auf
seinen Weg geben kann. Grundsätzlich sind
sich alle Bildungsverantwortlichen darüber
einig, dass eine gute Ausbildung ermöglicht
werden muss. Leider scheitern aber viele guten Ideen an finanziellen Aspekten. Wenn das
Gymnasium ein Ort bleiben soll, an dem Bil-
Ecole d'Humanité, internationales reformpädagogisches Internat
auf dem Hasliberg ist eine Schule für rund 150 Kinder und Jugendlichen zwischen 10 und 20 Jahren aus 18 Ländern.
Wir haben ein amerikanisches und ein schweizerisches Schulsystem, unterrichten auf Englisch und auf Deutsch. Lehrer / innen
sind bei uns gleichzeitig Erzieher/innen. Wir bieten eine ganzheitliche Lebensform an einem wunderschönen Ort.
Keine Noten, kleine Lerngruppen, Blockunterricht, persönlichen
Kontakt, Idealismus, Bergluft.
Weckt dieses Bild bei Ihnen alte Sehnsüchte oder reizt sie die Lust
auf Neues?
Wir suchen ab August 2007 Lehrer/innen für die Fächer:
Sek l
Französisch, Mathematik und Sport
Sek ll Biologie, Chemie und Geschichte
und eine
Primarlehrer/in
Weitere Informationen finden Sie unter offene Stellen auf
www.ecole.ch.
Ihre schriftliche Bewerbung senden Sie bitte an Sarah Hudspith.
gh 3 • 07
22
dung nach unseren Vorstellungen vermittelt
wird, braucht es eine politische Organisation
auf der Lehrerseite, die sich für ein Gymnasium mit Zukunft einsetzt – ein Gymnasium,
an dem man als Lehrperson gerne tätig ist.
Welche Ziele möchten Sie als Mitglied des
Zentralvorstandes des VSG erreichen?
Dass die Rahmenbedingungen des Lehrens
weiterhin so angemessen sind, dass das Lehrersein für junge Leute einen attraktiven Beruf darstellt und dass man diesen Beruf auch
bis zur Pensionierung mit Freude ausüben
kann.
Wie wünschen Sie sich das Gymnasium der
Zukunft?
In der heutigen Zeit bieten sich für Jugendliche viele unterschiedliche Ausbildungswege, besonders die Berufsmatura stellt eine
ernst zu nehmende Konkurrenz fürs Gymnasium dar.
Ich wünsche mir eine klare Positionierung
des Gymnasiums innerhalb der sich in Bewegung befindenden Bildungslandschaft, bei
der klar das Ziel Bildung (im Gegensatz zu
Ausbildung) im Vordergrund steht.
Wie wünschen Sie sich den VSG der Zukunft?
Ein innovatives Gremium mit einfachen
Strukturen, das sich in Zusammenarbeit mit
den Regional- bzw. Fachverbänden mit dem
nötigen politischen Gewicht in Bildungsfragen engagiert.
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Jacques Mock Schindler
Seite 23
Neu im Zentralvorstand des VSG:
Jacques Mock Schindler
GH: Was für ein Mensch sind Sie?
Wie wünschen Sie sich das Gymnasium der
Jacques Mock Schindler: Ich bin ein Mann
der Tat und bereit, Neues zu riskieren. Gelegentlich bin ich etwas undiplomatisch, aber
immer ehrlich und der Sache gegenüber loyal.
Zukunft?
Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.
Das Gymnasium soll weiterhin eine Bildungsstätte sein, welche den leistungsstärksten Jugendlichen eine umfassende Allgemeinbildung vermittelt und damit einen prüfungsfreien Zugang zu allen Hochschulen
sicherstellt.
Welche Ziele möchten Sie als Mitglied des
Wie wünschen Sie sich den VSG der Zukunft?
Zentralvorstandes des VSG erreichen?
Der VSG soll eine selbstbewusste Standesorganisation sein, welche im Bewusstsein der
wertvollen Arbeit ihrer Mitglieder deren Interessen gegenüber allen Partnern im Bildungssystem Schweiz vertritt.
Weshalb engagieren Sie sich für den VSG?
Jacques Mock Schindler
unterrichtet an der Kantonsschule Büelrain Winterthur Wirtschaft & Recht.
Grundsätzlich geht es mir darum, dass das
Gymnasium und die dort engagierten Lehrpersonen von den politischen Entscheidungsträgern wahrgenommen werden. Deshalb möchte ich meinen Teil dazu beitragen,
die Strukturen des VSG an die Erfordernisse der Zukunft anzupassen.
The World of Macintosh
Beratung und Verkauf
Kompetente Verkäufer und ein grosses Macintosh-Sortiment finden Sie in
unseren sieben Filialen.
Online Shop www.dataquest.ch – täglich aktuell
Sie finden über 2’000 Artikel mit Produktebeschrieb und Bild im Shop.
Schulen und Institute
Edukative Institutionen, Lehrer und Studenten erhalten Spezialrabatte auf
Apple Rechner und diverse Software.
24 Stunden Lieferservice
Alle Bestellungen, die bis 15.30 Uhr bei uns eingehen, werden am gleichen
Tag (sofern ab Lager lieferbar) per Post «Priority» versandt.
Service und Support
Für Notfälle wählen Sie unsere Hotline 0900 57 62 92 (SFr. 3.13 pro Min.).
Vermietung
Mieten Sie Apple Rechner und Peripherie zu günstigen Preisen für HardwareEngpässe, Messen und Präsentationen, Tel. 044-745 77 19.
gh 3 • 07
23
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
David Wintgens
Seite 24
Nouveau membre du Comité central de la
SSPES: David Wintgens
GH: Quel genre d’homme êtes-vous?
David Wintgens: Je me définirais actuellement comme «heureux de vivre» et «curieux».
J’aime discuter avec les gens … et je cherche
encore et toujours à comprendre le monde qui
m’entoure. Mes loisirs sont partagés (dans
l’ordre décroissant de temps à disposition)
entre la vie de famille, la politique, la chorale, la bande dessinée.
Pourquoi vous engagez-vous pour la SSPES?
David Wintgens enseigne
la chimie aux Lycées JeanPiaget et Denis-de-Rougemont de Neuchâtel.
J’aime l’enseignement pour de multiples raisons: contact avec les élèves, idéal (transmission du savoir, développement de la maturité
personnelle) que je trouve noble, lien avec la
société civile. Mais je regrette le peu de collaborations entre les lycées, entre les cantons.
Kantonsschule Hohe Promenade
Gymnasium
Zürich
Auf Beginn des Herbstsemesters 2008 (August 2008) sind an unserem
Gymnasium folgende Lehrstellen neu zu besetzen:
Lehrstelle mbA für Mathematik (100%)
Lehrstelle mbA für Schulmusik II (75 –100%)
Les enseignant-e-s sont cloisonné-e-s, parfois sans grande perspective professionnelle.
La SSPES permet d’élargir l’horizon.
Quels objectifs voulez-vous atteindre en tant
que membre du comité central de la SSPES?
Je veux développer la SSPES dans les cantons
romands. La SSPES ne dispose d’association
cantonale ni à Neuchâtel (mon canton actuel), ni dans le Jura (mon canton d’origine).
Il faut corriger cela, en (re)donnant l’envie
aux enseignants de se fédérer.
Qu’espérez-vous pour le lycée à l’avenir?
Selon moi, le lycée est et doit rester un lieu de
vie. L’âge de nos étudiant-e-s correspond à un
âge-clé, où l’on s’éloigne des parents, on
s’ouvre au monde … on découvre la complexité, la beauté mais aussi les blessures du
monde. Le lycée doit accompagner cette ouverture d’esprit, transmettre un savoir tout en
faisant aimer l’inconnu. Il n’y a pas de méthode miracle pour y arriver. Mais il y a une
équipe d’enseignant-e-s qui pour être enthousiastes et enthousiasmant-e-s doivent
pouvoir travailler dans une structure saine et
reconnue de tous.
Lehrstelle mbA für Schulsport (100%)
Qu’espérez-vous pour la SSPES à l’avenir?
Die Kantonsschule Hohe Promenade ist ein Langgymnasium mit altund neusprachlichem Profil, ergänzt mit einem Immersionsangebot
Deutsch-Englisch. Sie hat eine überschaubare Grösse und liegt im
Zentrum von Zürich.
Die Anstellung erfolgt gemäss Mittel- und Berufsschullehrerverordnung
des Kantons Zürich als «Lehrperson mit besonderen Aufgaben».
Bei den ausgeschriebenen Pensen von 100% ist auch die Übernahme
eines kleineren Pensums (mind. 50%) möglich.
Vorausgesetzt werden:
– ein abgeschlossenes Hochschulstudium
– das Diplom für das Höhere Lehramt
– Unterrichtserfahrung auf der Mittelschulstufe
Vor der Anmeldung ist beim Sekretariat der Kantonsschule Hohe
Promenade Gymnasium, Tel. 044/268 36 36, Auskunft über die einzureichenden Ausweise und die Anstellungsbedingungen einzuholen.
Bewerbungen sind bis zum 30. Juni 2007 dem Rektorat der Kantonsschule Hohe Promenade, Gymnasium, Promenadengasse 11, Postfach,
8090 Zürich, einzureichen.
Die Schulkommission der
Kantonsschule Hohe Promenade
gh 3 • 07
24
Je veux que la SSPES reste un partenaire incontournable de la politique d’éducation, et
ce dans la Suisse tout entière. Qu’elle continue de défendre avec force les intérêts des enseignants du secondaire II, ceci pour garantir
aux étudiants une formation de très bonne
qualité. Les parents qui financent les études
et la société dans son ensemble le demandent.
A plus long terme, je souhaite que la SSPES
soit perçue comme une force d’innovation
plutôt que de réaction. Qu’elle fasse rêver.
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Hans Peter Dreyer
Seite 25
Zur Effizienz des Gymnasiums
Au sujet de l’efficacité du gymnase
Unterricht nützt nichts! – Analyse einer skurrilen Behauptung im Bildungsbericht Schweiz
2006
L’enseignement ne sert à rien! – Analyse d’une grotesque assertion citée dans le rapport
2006 sur l’éducation en Suisse
Dipl. Phys. ETH Hans Peter
Dreyer, Ebnat-Kappel, unterrichtet Mathematik und
Physik an der Kantonsschule Wattwil und ist Präsident
des Vereins Schweizerischer
Gymnasiallehrerinnen und
Gymnasiallehrer.
Dipl. Phys. ETH Hans Peter
Dreyer, Ebnat-Kappel enseigne les mathématiques
et la physique au gymnase
cantonal de Wattwil et préside la Société Suisse des
Professeurs de l’Enseignement secondaire.
gh 3 • 07
«Es muss nicht damit gerechnet werden, dass
die Schulleistungen sinken, wenn die
Schuldauer von 13 auf 12 Jahre verkürzt
wird, wie eine diesbezügliche Analyse der
gymnasialen TIMSS1 Daten 1995 zeigt» – so
lautet die lapidare Feststellung im Kapitel
«Gymnasium» des Bildungsberichts2. Diese
Behauptung lässt aufhorchen. Denn: Wenn
sie wahr wäre, würden ungeahnte Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung im Bildungswesen eröffnet – zumindest auf gymnasialer
Stufe.
Natürlich stimmt es nicht, dass man Unterricht ohne Qualitätsverlust eliminieren
kann. Eine Detailanalyse der umfangreichen
neuesten PISA-Daten3 zeigt im gleichen Bildungsbericht das Gegenteil: Leistungen im
Fach Mathematik korrelieren gut mit der
Unterrichtszeit auf der Sekundarstufe I. Die
Überzeugung, dass Unterricht einen Nutzen
aufweist, wird auch von den Experten geteilt,
die unter der Leitung von Gerhard Schuwey
2006 einen Vorschlag für die Teilrevision des
MAR ausgearbeitet haben. Zur Kritik an der
Matur schreiben sie in ihrem Bericht an das
EDI und die EDK4: «Die Kritik […] ist
zweifellos nicht nur dem MAR anzulasten.
Hinzuweisen ist auch auf die zunehmende
Tendenz, die gymnasiale Ausbildungsdauer
zu verkürzen.»
Der Widerspruch zwischen der «wissenschaftlichen Erkenntnis» und dem Common
Sense erklärt sich zumindest teilweise aus der
Motivation gewisser Forscher. Eine der im
Bildungsbericht angegebenen Quellen ist der
Artikel «Does School Duration Affect Student Performance in Switzerland?» von Vegard Skirbekk5. In einer Zusammenfassung
hält der Autor – Statistiker im International
25
«Comme le montre une analyse effectuée en
1995 sur la base de données TIMSS11, il est
peu probable que les performances scolaires
diminuent si l’on abaisse la durée de la scolarité obligatoire de treize à 12 ans» – constatation lapidaire citée dans le chapitre «Gymnase» du Rapport sur l’éducation12 qui fait
dresser l’oreille. En effet: si elle s’avérait exacte, des possibilités insoupçonnées d’amélioration de l’efficacité du système d’éducation se
présenteraient – à l’échelon gymnasial du
moins.
Bien entendu, l’affirmation selon laquelle
on pourrait diminuer le temps d’enseignement sans aucune perte de qualité ne tient
pas la route, une analyse détaillée des nouvelles données d’ensemble livrées par l’étude
PISA13 – dans le même rapport sur l’éducation – prouvant le contraire: les compétences
en mathématiques corroborent parfaitement
le nombre de leçons dispensées au Degré Secondaire I. La conviction de l’utilité de l’enseignement est également partagée par les experts qui ont préparé en 2006, sous la direction de Gerhard Schuwey, une proposition de
révision partielle de l’ORRM. Au sujet des
critiques émises à l’encontre de la maturité, ils
écrivent dans leur rapport à l’intention du
Département fédéral de l’Intérieur et de la
CDIP14: «La critique (…) ne saurait être imputée à la seule ORRM. Il faut pointer également la tendance croissante à raccourcir la
durée des études gymnasiales.»
La contradiction entre la «constatation
scientifique» et le simple bon sens s’explique
en partie par la motivation de certains chercheurs. Une des sources mentionnée par le
Rapport sur l’éducation est l’article «Does
School Duration Affect Student Performan-
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Seite 26
Institute for Applied Systems Analysis in
Laxenburg – vermutlich zuhanden der an
Volkswirtschaft interessierten Politiker unzweideutig fest: «This suggests that one could
decrease school length from 13 to 12 years
without decreasing student performance levels.» Die empirische Basis für diese skurrile
Aussage findet sich in Tabelle 3 seines Artikels: Ganze 110 Schüler/-innen (bei insgesamt über 14 000 Maturanden/Maturandinnen) bilden die Referenzgrösse für die Bewertung der 12-jährigen Schuldauer.6 Von
diesen stammen 57 aus dem Kanton Wallis,
der von jeher 13 Jahre bis zur Matur vorschreibt … Das Laxenburger Recycling der
TIMSS-Daten von 1995 bleibt unglaubwürdig, selbst wenn es beeindruckend genau
meldet, dass 7,27 % «five or more times skipped a class»!
Wesentlich zurückhaltender hat sich
seinerzeit Erich Ramseier von der Erziehungsdirektion Bern bei der ersten Analyse
der TIMSS-Daten zum gleichen Sachverhalt
geäussert7: «Zwischen Kantonen mit unterschiedlicher Ausbildungsdauer ist aber kein
ce in Switzerland?» de Vegard Skirbekk15.
Dans un résumé, l’auteur – statisticien de
l’International Institute on Applied Systems
Analysis de Laxenbourg – soutient, probablement à l’intention des politiciens intéressés à l’économie publique: «This suggests that
one could decrease school length from 13 to
12 years without decreasing student performance levels.» La base empirique de cette
grotesque assertion se trouve dans le 3e tableau illustrant son article: 110 élèves en tout
et pour tout (sur 14 000 maturistes) servent
d’étalon de référence pour l’évaluation des 12
ans de scolarité16. 57 de ces maturistes ont
fait leurs études en Valais, un canton qui prescrit depuis toujours une durée de 13 ans jusqu’à la maturité … Le recyclage laxenbourgeois des données de TIMSS 1995 paraît peu
digne de foi, même si on y lit – et la précision
ne manque pas d’impressionner – que 7,27%
«five or more times skipped a class»!
De son temps, Erich Ramseier (direction
bernoise de l’Instruction publique) s’exprimait à ce sujet de manière bien plus discrète
lors de la première analyse des données TIM-
Wissen – Aktuell • Übersichtlich • Verständlich
Neu!
Sonderheft
Der Verlag Fuchs hat zu zwei wichtigen Aspekten im Unterricht
– Ökologie
– Ethik
ein Sonderheft produziert.
Christina Mihajlovic-Wachter
Claudio Caduff
Ökologie
Zwei wichtige Aspekte im Unterricht
Ethik
Jedes Buch:
– Der Staat 2007
– Die Volkswirtschaft 2007
– Staat/Volkswirtschaft/Recht 2007
– Der Staat/Die Volkswirtschaft/Das Unternehmen 2007
– Die Betriebswirtschaft 2006
– Das Recht 2006
– Betriebswirtschaft/Volkswirtschaft/Recht 2006
enthält dieses Heft als Sonderbeilage kostenlos.
Das Sonderheft kann auch einzeln bezogen werden.
Einzelpreis: CHF 12.–
2007
Verlag Fuchs
Nächstes Jahr werden die beiden Aspekte in verschiedenen
Büchern integriert.
Verlag Fuchs • www.verlag-fuchs.ch
Höchweid 14 • 6023 Rothenburg • Telefon 041 280 62 66 • Telefax 041 280 60 45 • info@verlag-fuchs.ch
gh 3 • 07
26
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Peter Gloor
Seite 27
Leistungsunterschied in gymnasialer Mathematik und Physik festzustellen.» Man fragt
sich, weshalb, und vermutet: Zum einen ist
die Ausbildungsdauer kein guter Parameter.
Sie stimmt jedenfalls im Fach Physik keineswegs mit der Unterrichtszeit überein. Andere Variablen, insbesondere die Maturitätsquote und die erst mit PISA erfasste Qualität
der spezifischen Vorbildung spielen offenbar
eine derart grosse Rolle, dass bei einer so kleinen Stichprobe keine Leistungsunterschiede
zum Vorschein kommen. Zum andern ist die
mit TIMSS gemessene Leistung nur bedingt
aussagekräftig. Die Testanlage samt komplexer Rohdateneichung war darauf ausgerichtet, «Fairness bei internationalen Schulleistungsvergleichen» zu gewährleisten. Es wurde das Wissen und Können geprüft, das in
allen Testländern vorhanden war. Daher die
Feststellung: «Es ist zu vermuten, dass Stoffe gelernt und Fähigkeiten erworben werden,
die in TIMSS nicht getestet werden.»8 Voilà:
Das in länger dauerndem und deshalb weiter
führendem Unterricht Gelernte – beispielsweise räumliche statt nur ebene Vektorgeo-
œ˜˜>ŠÌÀiÊ>Û>˜ÌÊ`iʍÕ}iÀ
œVՓi˜Ì>̈œ˜Ê`ˆ`>V̈µÕiÊÃÕÀʏ>ʓˆ}À>̈œ˜ÊiÌʏ½>ȏiÊ`iÃ̈˜jiÊ
>ÕÝÊjmÛiÃÊ`iÊ`iÀ˜ˆmÀiÊ>˜˜jiÊÃVœ>ˆÀiÊiÌÊ`iÊ`i}ÀjÊÃiVœ˜`>ˆÀiÊ
1˜ÊÈÌiÊëjVˆ>i“i˜ÌÊ`j`ˆjÊ>ÕÝÊ
>`œiÃVi˜ÌÃ
ÜÜÜ°ÜiL`iÍi՘ið>ȏi°>`“ˆ˜°V…
iÃ̈˜>̈œ˜Ê-ՈÃÃiÊqÊ>ʈ}À>̈œ˜ÊiÌÊ
½>ȏiÊi˜Ê-ՈÃÃiÊ
>…ˆiÀÊ`iʏ¼jmÛiÊiÌÊ`œVՓi˜Ì>̈œ˜Ê`¼>««ÕˆÊ
«œÕÀʏiÊVœÀ«ÃÊi˜Ãiˆ}˜>˜Ì°Ê
œ““>˜`iÊ\Ê
ÜÜÜ°L՘`iëÕLˆŽ>̈œ˜i˜°>`“ˆ˜°V…ÉvÀ°…Ì“¶
/jÊ\ÊäΣÊÎÓxÊxäÊxä
ÌiˆiÀʈ}À>̈œ˜
œ`ՏiÃÊ`¼iÝ«œÃˆÌˆœ˜Êˆ˜ÌiÀ>V̈vÃÊVœ˜Ã>VÀjÃÊ
>ÕÝÊ̅m“iÃÊÃՈÛ>˜ÌÃÊ\Ê*ÀjÕ}jÃÊÉʈ`jiÃÊ̜ÕÌiÃÊ
v>ˆÌiðÊ>Ê-ՈÃÃi]ÊÌiÀÀiÊ`¼ˆ““ˆ}À>̈œ˜ÊiÌÊ
`¼j“ˆ}À>̈œ˜°ÊˆLÀiÊVˆÀVՏ>̈œ˜Ê`iÃÊ«iÀܘ˜iÃÊ
>ÛiVʏ¼1°Ê*ÀœÌiV̈œ˜ÊVœ˜ÌÀiʏiÃÊ«iÀÃjVṎœ˜Ã°Ê
˜Ìj}À>̈œ˜°Ê,jÃiÀÛ>̈œ˜Ê`iʏ¼>ÌiˆiÀÊ\Ê
ÜÜÜ°Lv“°>`“ˆ˜°V…Ɉ˜`iÝ°«…«¶ˆ`rÈÈÈEr£
/i\ÊäΣÊÎÓxÊnxÊäÓ
gh 3 • 07
27
SS17: «Zwischen Kantonen mit unterschiedlicher Ausbildungsdauer ist aber kein Leistungsunterschied in gymnasialer Mathematik
und Physik festzustellen18.» On se demande
pourquoi, et on suppose, premièrement, que
la durée de formation ne constitue pas un bon
paramètre. En physique en tout cas, elle ne
correspond absolument pas au nombre de leçons dispensées. D’autre variables, en particulier les taux de réussite à l’examen de maturité ou la qualité de la pré-formation ciblée
(évaluée pour la première fois au moyen de
PISA), jouent probablement un rôle si important qu’aucune différence de compétence
ne ressort de l’analyse effectuée sur le faible
échantillon pris en compte. Par ailleurs, la
compétence mesurée au moyen de TIMSS
doit être jugée avec précaution: le test, y compris l’étalonnage complexe des données
brutes, était destiné à garantir «Fairness bei
internationalen Schulleistungsvergleichen19».
On a donc examiné le savoir et les connaissances disponibles dans chacun des pays testés. D’où la constatation: «Es ist zu vermuten,
dass Stoffe gelernt und Fähigkeiten erworben
werden, die in TIMSS nicht getestet werden20». Autrement dit, ce qui est appris au
cours d’un long – et de fait approfondi – enseignement, comme par exemple la géométrie
vectorielle en 3 et non seulement en 2 dimensions, n’a pas pu être évalué, règlement
oblige!
Une première conclusion en découle: en
matière d’éducation, la recherche empirique a
lieu sur un terrain complexe, de plus mal délimité lorsqu’il s’agit du gymnase. La précaution est de rigueur. Le Rapport sur l’éducation s’en fait l’écho à plusieurs endroits:
«Wird der individuelle Zuwachs an fachlichen Kompetenzen durch die Institution
selbst beurteilt, sind die Ergebnisse für die
externe Beurteilung nur eingeschränkt
brauchbar; sie finden deshalb in diesem Bericht keine Verwendung.»21 Au contraire, aucun scepticisme au moment où on affirme
que l’enseignement des mathématiques en
13e année n’apporte rien (on rappelle au passage les réductions de la durée de la scolarité
projetées à Genève ou en Argovie) – affirmation dont les conséquences politiques sont
évidentes. Rien de scientifique ici: aucune
conséquence radicalement nouvelle ne peut,
même au moyen des statistiques les plus raf-
GH_3_2007.qxd
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
11.6.2007
8:56 Uhr
TIMSS: Third International Mathematics
and Science Study. Daran nahmen 1995
rund 4000 von 14 000 Schüler/-innen
aus Gymnasien und Lehrerseminarien der
Schweiz teil.
Bildungsbericht Schweiz 2006, Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung, Aarau 2006, p. 95
In PISA 2003 sind rund 24 000 Schüler/innen getestet worden. In: Bildungsbericht p.76
Bericht der Arbeitsgruppe für die MAR
Revision an EDI und EDK, Bern 2006, p.5
Vegard Skirbekk: Does School Duration
Affect Student Performance in Switzerland? Findings from Canton-Based Variations in Swiss Educational Length,
Schweizerische Zeitschrift für Volkswirtschaft und Statistik, 2006 I-4,
p.115–145.
Skirbekk p. 125
Erich Ramseier, Carmen Keller, Urs
Moser: Bilanz Bildung. Eine Evaluation
der Sekundarstufe II auf der Grundlage
der TIMSS, Chur-Zürich 1999, Rüegger,
p. 172
Ramseier p. 204
Bildungsbericht p. 99
Ramseier p. 149
TIMSS: Third International Mathematics
and Science Study. En 1995, env. 4000
des 14 000 élèves de gymnases et d’écoles normales de Suisse y ont participé.
L’éducation en Suisse, rapport 2006;
centre suisse de coordination pour la
recherche en éducation, Aarau 2006, p.
95.
PISA 2003 a évalué env. 24 000 élèves.
In: Rapport sur l’éducation, p.76.
Rapport du groupe de travail concernant
la révision de l’ORRM à l’intention du
Département fédéral de l’Intérieur et de
la CDIP, Berne 2006, p.6.
(www.cdep.ch/PDF_Downloads/Vernehmlassungen/mar/Bericht_mar_f.pdf)
Vegard Skirbekk: Does School Duration
Affect Student Performance in Switzerland? Findings from Canton-Based Variations in Swiss Educational Length,
Schweizerische Zeitschrift für Volkswirtschaft und Statistik, 2006 I-4,
p.115–145.
Skirbekk, p. 125
Erich Ramseier, Carmen Keller, Urs
Moser: Bilanz Bildung. Eine Evaluation
der Sekundarstufe II auf der Grundlage
der TIMSS, Chur-Zürich 1999, Rüegger,
p. 172
On ne constate aucune différence des
compétences gymnasiales en mathématique et en physique entre les cantons
connaissant des durées de formation différentes.
L’équité lors des comparaisons internationales de compétences scolaires.
On doit supposer que TIMSS ne teste pas
certaines des matières apprises ni certaines des compétences acquises. In: Ramseier p. 204.
Rapport sur l’éducation, p. 96
En comparaison avec l’ensemble des
compétences évaluées par TIMSS, celles
des Suisses (en physique, à l’échelon
gymnasial) se situent sensiblement audessous de la moyenne internationale.
gh 3 • 07
Seite 28
metrie – konnte auf Grund der Versuchsanordnung nicht erfasst werden!
Daraus ergibt sich eine erste Folgerung:
Empirische Bildungsforschung findet in einem komplexen Feld statt, das im Fall des
Gymnasiums schlecht kartiert ist. Vorsicht ist
am Platz. An manchen Stellen des Bildungsbericht taucht sie auf: «Wird der individuelle Zuwachs an fachlichen Kompetenzen
durch die Institution selbst beurteilt, sind die
Ergebnisse für die externe Beurteilung nur
eingeschränkt brauchbar; sie finden deshalb
in diesem Bericht keine Verwendung.»ix Bei
der Wiedergabe des politisch brisanten Forschungsergebnisses «Mathematikunterricht
im 13. Gymnasialjahr bringt nichts» (Verkürzungspläne u.a. in den Kantonen AG und
GE) scheint hingegen nicht die geringste
Skepsis auf. Das ist unwissenschaftlich: Aus
einer einzigen Untersuchung mit einem anderen Untersuchungsfokus und einer kleinen
Stichprobe kann man auch mit raffinierter
Statistik keine radikal neue Wahrheit gewinnen. Deshalb sollten die Bildungsforscher zur
Förderung von Wissenschaft und Schulqualität mit den «Feldarbeitern» (Lehrpersonen
und Schulleitungen) kooperieren, statt
grundsätzlich deren Sachverstand anzuzweifeln.
Daran schliesst eine zweite Folgerung:
Auch in der Schweiz sollten politische Konsequenzen aus denjenigen Befunden der Bildungsforschung gezogen werden, die unumstrittenen sind. In der Bundesrepublik
Deutschland beispielsweise führten die mageren Mathematikresultate von TIMSS dazu, das auch von der Lehrerschaft positiv aufgenommene SINUS-Förderprogramm zu
lancieren. In der Schweiz hingegen verhallten
die Ergebnisse von TIMSS ungehört. Dabei
hätte folgender Befund zu denken geben
müssen: «Beim Vergleich der ganzen
TIMSS-Population liegen die schweizerischen Leistungen [in gymnasialer Physik]
statistisch signifikant unter dem internationalen Mittelwert.»10 Doch mit der neuen
Maturitätsregelung wurde der Physikunterricht weiter geschwächt!
Es ist höchst bedauerlich, dass mit dem
vielseitigen Bildungsbericht Schweiz 2006
wenige und falsche Schlüsse aus TIMSS 95
publiziert und den Entscheidungsträgern als
«Steuerungswissen» unterbreitet werden.
28
finées, être tirée d’une seule analyse menée
sur un petit échantillon. Pour promouvoir la
science et améliorer la qualité des écoles, les
chercheurs devraient donc, en matière d’éducation, coopérer avec les «gens de terrain»
(enseignants et directeurs d’école), plutôt que
de chercher à tout prix à remettre en question
leurs connaissances en la matière.
De là une seconde conclusion: en Suisse
aussi des conséquences politiques devraient
être tirées des résultats incontestés de la recherche en matière d’éducation. En Allemagne par exemple, les piètres résultats
TIMSS en mathématiques ont contribué à
lancer le programme SINUS, lequel a été
également salué par les enseignants. En Suisse au contraire, les résultats TIMSS ont été
passés sous silence. L’un d’eux aurait cependant dû offrir matière à réflexion: «Beim Vergleich der ganzen TIMSS-Population liegen
die schweizerischen Leistungen [in gymnasialer Physik] statistisch signifikant unter
dem internationalen Mittelwert.22» Or, le
nouveau règlement de maturité a encore affaibli l’enseignement de physique!
Il est hautement regrettable que le long
Rapport 2006 sur l’éducation en Suisse se
fasse l’écho de quelques conclusion erronées
de TIMSS 95, lesquelles sont ainsi transmises
aux autorités, au risque de leur servir de «gouvernail du savoir».
(Trad./adapt.: Ch. Jacob)
Le bac français en 2006
Le mouvement de grève qui a frappé les
écoles françaises au printemps 2006 a interrompu les cours pendant 4 semaines, et parfois davantage. On aurait pu craindre un
taux d’échec au bac plus élevé que les
années précédentes.
Il n’en est rien. 81,9% des candidats ont
réussi leur bac en 2006, contre environ 70%
à 72% les années précédentes. Et ce résultat
surprenant n’est pas dû à une complaisance
particulière des correcteurs. On peut se
demander si les élèves travaillent mieux
quand ils n’ont pas l’école, ou si cette situation anormale les stimule.
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
David Wintgens
Seite 29
Rencontre SSPES–EPFL:
Les points de vue convergent
Dans le but d’améliorer l’interface gymnase – Ecole Polytechnique, une délégation de la
SSPES a rencontré au mois de février les responsables de l’enseignement de l’EPFL. La délégation de la SSPES était composée de quatre personnes: M. H.-P. Dreyer (président), M. D.
Wintgens (membre du comité central), Mme E. McGarrity (présidente de la Société Suisse
des Professeurs de Mathématique et de Physique) et Mme Christine Keller-Kursner (déléguée SSPES à la CDIP). L’EPFL était représentée par M. Prof. G. Margaritondo (vice-président
des Affaires académiques), M. Prof. D. Bonvin (doyen Bachelor & Master), et M. Prof. H.-J.
Ruppen (directeur du Cours de Mathématiques Spéciales).
■ Un bilan de compétence pour
aider les étudiants à bien se situer
David Wintgens
gh 3 • 07
La réunion commence par un constat: le taux
de réussite au 1er examen propédeutique de
l’EPFL a baissé ces dernières années. Selon
les enseignants de l’EPFL concernés, cela est
dû entre autres à des lacunes en mathématiques (les étudiants ayant suivi «maths 2» au
gymnase s’en sortent mieux) et à une capacité
d’analyse déficiente. Les étudiants consultés
sur la raison de leur échec mettent également
en avant le manque de régularité dans leur
apprentissage: ils se sont laissés «décrocher».
Or, un retard de trois semaines ne se rattrape
plus!
Quelle solution apporter? L’EPFL se définit comme une institution de formation, et
non de sélection. Dès lors, elle rejette catégoriquement l’idée d’un examen d’admission
(position identique de la SSPES: les examens
de maturité ont déjà permis de vérifier les
connaissances des élèves!).
Pour offrir aux étudiants de meilleures
conditions de réussite, l’EPFL a donc mis en
place un bilan de compétence en mathématiques ainsi qu’une brochure résumant le savoir-faire nécessaire en mathématiques. Le
bilan est un test confidentiel effectué le premier jour du premier semestre. Il porte sur les
connaissances supposées acquises avant d’entrer à l’EPFL, mais qui seront revues au cours
du premier semestre. Le résultat de ce test et
la brochure l’accompagnant indiquent aux
étudiants si la matière qu’ils ne maîtrisent pas
sera vue un peu, beaucoup … ou pas du tout
pendant les cours de l’année à venir.
Mis en place il y a deux ans, ce système
donne satisfaction:
29
– Les étudiants avec des lacunes en prennent
rapidement conscience et se mettent plus
vite au travail.
– Beaucoup d’étudiants «faibles» au départ
se rattrapent effectivement en cours d’année. Des exercices supplémentaires sur Internet les aident dans leur démarche.
– Sur la base des résultats de l’ensemble de
la volée, les enseignants peuvent choisir
d’expliquer plus longuement un chapitre
globalement mal maîtrisé.
■ Un semestre de rattrapage lorsque
cela s’avère nécessaire
Il reste malgré tout des cas où les lacunes
semblent trop importantes pour pouvoir être
comblées tout en suivant les cours réguliers
de la première année. Pour ces cas-là, mais
aussi pour ceux qui ont manqué le début de
l’année en raison d’un service militaire, d’un
séjour linguistique ou d’une expérience professionnelle par exemple, l’EPFL met en place dès la prochaine rentrée académique le
cours «Polymaths» (http://cms.epfl.ch/PolyMaths/). Ce cours est donné pendant les 14
semaines du semestre d’été, à raison de 32
périodes hebdomadaires. Il permet aux étudiants de se remettre dans un bon rythme de
travail, de choisir ou vérifier leur orientation
académique, mais aussi et surtout d’affûter
leur connaissances en mathématiques, en
physique, en éléments transversaux. Ce cours
est limité à 80 personnes; les inscriptions se
font jusqu’en décembre. On comprend donc
qu’il ne constitue pas un «pré-requis»: la voie
normale reste l’immatriculation dans une des
sections de l’EPFL directement après l’obtention de la maturité gymnasiale.
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Seite 30
Cela suppose toutefois que la maturité
reste de haut niveau! Les responsables de
l’EPFL mettent en garde les organes politiques: à trop vouloir couper la durée des
études gymnasiales et leur contenu, la nécessité des cours de rattrapage risque de
s’étendre. Il faut absolument éviter les fausses
économies dans l’éducation: une année d’étude à l’EPFL coûte notablement plus cher aux
parents qu’une année d’études au secondaire
II. Et l’on retrouve à nouveau le point de vue
défendu par la SSPES: il faut maintenir la
durée et la qualité des études gymnasiales …
Institut für
Übersetzen und
Dolmetschen
Ihre Tasse Tee?
Missverständnis oder schräge Bedienungsanleitung? Die professionelle Kommunikation zwischen verschiedenen Sprachen
und Kulturen, zwischen Fachleuten und Laien, wird laufend
anspruchsvoller. Wer sie souverän beherrscht und kompetent steuert, ist eine gesuchte Person. Vor allem mit einem
Abschluss der Zürcher Hochschule Winterthur.
Neu eingerichtet.
Das Bachelor-Studium «Sprache und
Kommunikation» mit den beiden
Studienrichtungen:
. Mehrsprachige Kommunikation
. Technikkommunikation
Wenn Sie mehr wissen wollen, besuchen Sie unsere Webseite
und informieren Sie sich. www.zhwin.ch/sk
Anmeldeschluss Studienjahr 2007/08: 31. Mai 2007
gh 3 • 07
30
Zürcher Fachhochschule
Zürcher Hochschule Winterthur
Institut für Übersetzen und Dolmetschen
Theaterstrasse 15c · 8401 Winterthur
Telefon 052 260 60 60 · E-Mail iued@zhwin.ch
■ En vrac
Voici encore quelques informations, idées
et points de vue apportés par les responsables
de l’EPFL pendant la discussion:
– La biologie de l’avenir sera plus encore
qu’actuellement basée sur les sciences fondamentales (chimie, physique, mathématiques).
– Après la victoire d’Alinghi, le nombre
d’inscriptions en mathématiques a doublé!
Le projet «Solar Impulse» de Bertrand
Piccard donne une image positive des
sciences; c’est notamment pour cette raison que l’EPFL a décidé d’en être partenaire.
– Les standards de l’EPFL ne sont pas négociables: ils répondent aux accréditations
internationales pour ses 17 programmes de
master. Sont pris en compte lors d’une accréditation: les objectifs d’apprentissage, la
méthode pour y arriver, le devenir des étudiants après leur formation, les liens tissés
avec les industries.
– Certains apports de la maturité version
ORRM 95 sont intéressants: le travail de
maturité apprend l’autonomie (si le mentor ne s’implique pas exagérément), la vision interdisciplinaire est utile. Cependant, l’EPFL soutient la séparation des
sciences naturelles en trois branches: physique, chimie et biologie, ceci afin de ne
pas occulter l’importance de connaissances
mathématiques et scientifiques fortes.
– Il ne faut pas considérer le bachelor comme un diplôme professionnel, mais comme
une offre de mobilité pour les étudiants.
– L’EPFL n’a pas été consultée dans le cadre
d’EVAMAR II.
– Une OC informatique (option actuellement discutée dans le cadre de la réforme
partielle de la maturité) pourrait inclure
une introduction à la programmation de
robots, et ainsi être tournée vers la technologie et l’ingénierie enseignée à l’EPFL.
– L’EPFL dispose d’un bureau de l’égalité
des chances, offrant soutien et documentation spécifiques aux futures étudiantes.
David Wintgens
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Gisela Meyer Stüssi
Seite 31
Auf dem dünnen Glas stand ich da …
Bildungspolitische Fahrten
Gisela Meyer Stüssi,
Mitglied des ZV VSG
Die Bildungspolitik gleicht der Autobahn A1
zwischen Bern und Zürich. Vor den eidgenössischen Baustellen von EVAMAR II
und HarmoS gibt es einen längeren Rückstau. Auf den kantonalen Baustellen wie Umsetzung des KLM (Bern, Kantonaler Lehrplan für Maturitätsschulen), Umgestaltung
der Sek. I (Solothurn) oder der Einführung
eines Elitegymnasiums (Aargau) wird emsig
gearbeitet, wobei manchmal der neue Belag
aufgetragen wird, bevor die Richtung der
Fahrbahn bestimmt ist. Kurz vor dem Ziel
trifft man auf die Baustelle der MAR-Revision, da steht alles quer, denn die Bauführer
sind sich nicht einig, wer die Reisenden einzeln wie in einem Tropfenzähler durchwinken darf.
Der Zug zwischen Bern und Zürich lässt
alle Baustellen links liegen. Lehrkräfte und
Bildungsforscher sitzen im Abteil beim Gespräch. Zitiert werden ausgiebig die genannten Studien und Projekte, die Staus auf der
Autobahn werden kaum beachtet.
Hören wir in dieses Gespräch hinein:
Ein VSG-Vorstandsmitglied berichtet
von seiner Arbeit auf den Bildungsbaustellen
und erzählt schliesslich: «Meine Tochter hat
mich gebeten, ihre Maturarbeit zu korrigieren. Ich musste sie zu einer Überarbeitung
zurückschicken, die Rechtschreibung und
Kommasetzung waren allzu zufällig. Hätte
sie das nicht früher lernen sollen?»
Der emeritierte Bildungsexperte erläutert
länger seine Einstellung zu Standards und
schliesst mit: «Bei meinen Enkeln habe ich
gesehen, dass sie schon viel früher hätten gefordert und gefördert werden wollen.»
Dem jeweils letzten und schlagenden Argument aus den Erfahrungen der eigenen
Umgebung können die Gesprächspartner
keine Argumente aus Studien entgegensetzen.
Welche Gesprächsbeiträge hätten da die
Lehrkräfte, Schüler und Eltern, die weder auf
der Autobahn noch im Intercity unterwegs
sind, sondern im Tram mit Prüfungsstationen
oder im Regionalzug mit Anschlussschwierigkeiten?
Eine schöne Fahrt mit offenen Ohren
auch in den Regionalzügen und Bergbahnen
wünscht
Gisela Meyer Stüssi
PS: Wissen Sie, wer unter dem Glase ist und von welchem berühmten deutschen Dichter das
zitierte Gedicht stammt?
Für die richtige Antwort an gm@fgb.ch erhalten die ersten 10 Antwortenden einen VSGKugelschreiber.
PPS: Das Zitat im letzten GH: «Heureux, qui comme Ulysse, a fait un beau voyage …» ist die
Titelzeile eines Gedichts von Joachim du Bellay (1522–1560). Vier richtige Antworten haben
mich erreicht.
gh 3 • 07
31
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
Information
Bildungsforschung
Information sur la recherche
éducationnelle
8:56 Uhr
Seite 32
Orientations et réorientations des étudiants genevois après la maturité gymnasiale
Bildungswege der Genfer Jugendlichen
nach der Matur
■ Brève description de la recherche:
Cette recherche genevoise qui s’inscrit dans
«Evamar», l’examen national de la réforme
entreprise progressivement depuis 1995 dans
la formation qui mène à la maturité, met en
évidence le fait que la réforme n’a pas fondamentalement changé les orientations dans les
filières post-gymnasiales, notamment universitaires et à l’école polytechnique fédérale.
Des nuances sont certes observables, mais
elles seraient à confirmer sur plusieurs volées
successives. Si des différences existent, elles
sont plutôt à chercher dans la formation choisie au Collège, qui peut modifier le profil des
étudiants qui entrent à l’université et à l’école polytechnique fédérale. Ceci est le plus
perceptible dans la préparation aux études
scientifiques. En 2001, 66% des étudiants des
facultés des sciences, de médecine et de l’école polytechnique fédérale étaient porteurs
d’une maturité de type scientifique; en 2004,
la proportion d’étudiants de ces mêmes facultés qui avaient au Collège une option spécifique dans le domaine des mathématiques
et sciences expérimentales était certes de
74%, mais un cinquième seulement (21%)
avaient un profil renforcé (options spécifique
et complémentaire dans ce domaine) et un
niveau avancé de mathématiques. En revanche, l’option spécifique «économie et
droit» donne une préparation plus ciblée à un
nombre important d’étudiants qui vont s’engager dans les facultés de sciences économiques et sociales et de droit.
Les élèves genevois profitent relativement
peu de l’offre étendue d’options spécifiques
au Collège. En effet, trois options drainent à
elles seules le 57% de la volée. C’est l’option
«biologie et chimie» qui attire le plus grand
nombre d’élèves (24%), autant de filles que de
gh 3 • 07
32
garçons, alors que dans le même domaine
l’option spécifique «physique et applications
des mathématiques» n’est choisie que par 8%
d’élèves, essentiellement des garçons. Cette
différence entre genres se retrouve dans les
orientations post-gymnasiales, notamment à
l’école polytechnique fédérale, qui reste un
fief masculin.
L’option «espagnol», nouvellement introduite dans le cursus gymnasial, est au 2e rang
du «palmarès» des options (17%) et contribue
à donner de l’importance au domaine langues
modernes. Elle recrute davantage de filles,
comme les autres langues, mais n’est pas significativement associée à l’une ou l’autre
catégorie socioprofessionnelle. Quant aux
orientations universitaires, les élèves de cette
option choisissent un peu plus la faculté des
sciences économiques et sociales que les
élèves des autres options du domaine langues
modernes et un peu moins la faculté des
lettres. Ils sont aussi un peu plus nombreux
dans la filière des hautes écoles spécialisées.
L’option spécifique «économie et droit», également nouvelle, occupe à quelques «voix»
près la troisième place dans le choix des options (17%). C’est sans doute celle qui contribue le plus à changer les orientations gymnasiales et universitaires, en attirant notamment
des garçons qui, dans l’ancien système, s’engageaient dans la filière scientifique. Le profil artistique (options «arts visuels» et «musique»), qui acquiert avec ce nouveau règlement une reconnaissance fédérale, ne voit pas
ses effectifs augmenter par rapport à la maturité artistique. Ce sont les étudiants de ce domaine qui s’orientent le plus dans une haute
école spécialisée ou dans des formations non
universitaires.
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Seite 33
■ Kurzbeschreibung:
Diese sich ins schweizerische EvamarProjekt (Evaluation des erneuerten Maturitätsanerkennungsreglements) einfügende
Genfer Untersuchung zeigt, dass die Neuerungen keine grundlegenden Änderungen im
Wahlverhalten bei Abschluss des Gymnasiums bewirkt haben, vor allem nicht was die
Universitäten und die ETH angeht. Gewisse
kleine Veränderungen deuten sich zwar an,
bedürften aber noch einer Bestätigung in den
kommenden Jahren. Und wo das MAR 95
Auswirkungen gezeitigt zu haben scheint,
betrifft dies eher das Wahlverhalten im
Gymnasium selbst als beim Übergang an die
Hochschule, wobei dies natürlich ebenfalls
das Profil der in die Hochschule Übertretenden verändert. Am besten sichtbar ist dies im
Fall der naturwissenschaftlichen Studien.
2001 hatten 66% der Studierenden in der
Naturwissenschaftlichen, in der Medizinischen Fakultät und an der ETH eine Matur
des Typs C; 2004 lag der Anteil der Studierenden dieser Fächer, welche im Gymnasium
den entsprechenden Schwerpunkt belegt hatten, gar bei 74% – aber nur ein Fünftel (21%)
hatten ein «starkes» naturwissenschaftliches
Profil (sowohl Schwerpunkt- wie Ergänzungsfächer in den Naturwissenschaften)
und zugleich ein hohes Niveau in Mathematik. Das Profil «Wirtschaft und Recht» hingegen ist eine recht klare Vorbereitung auf
die für ein Studium der Rechtswissenschaftlichen oder an der Wirtschafts- und der sozialwissenschaftlichen Fakultät.
Die breite Palette an möglichen Schwerpunktbildungen wird an den Genfer Gymnasien vergleichsweise schlecht genutzt. Die
drei beliebtesten Optionen teilen sich schon
57% des «Markts». Am häufigsten wird mit
24% der Schwerpunkt «Biologie und Chemie» gewählt, von ebenso vielen Mädchen
wie Jungen, während «Physik und Anwendungen der Mathematik» nur 8% anzieht,
grösstenteils Jungen. Dieser Unterschied
zwischen den Geschlechtern pflanzt sich im
Tertiärbereich fort, besonders an den ETH,
welche eine Männerbastion geblieben sind.
Der neu eingeführte Schwerpunkt Spanisch hat sich den zweiten Platz auf der Liste der bei den Genfer Maturandinnen und
Maturanden beliebtesten Schwerpunkte erogh 3 • 07
33
bert (17%) und verstärkt das Gewicht der
modernen Sprachen. Wie bei den anderen
Sprachen, so dominieren auch hier die Mädchen; hingegen sind Zusammenhänge mit
sozioprofessionellen Variablen nicht festzustellen. Die Schülerinnen und Schüler mit
diesem Schwerpunkt gehen auf der Tertiärstufe etwas häufiger in Richtung Sozial- und
Wirtschaftswissenschaften und etwas seltener in Richtung Phil. I (Lettres). Auch an
den Fachhochschulen sind sie leicht übervertreten. Der Schwerpunkt «Wirtschaft und
Recht» landet einiger weniger «Stimmen»
wegen knapp dahinter auf Platz 3; seine
Einführung hat wohl am meisten Veränderungen in der Studienfachwahl auf Gymnasial- und auf Tertiärstufe bewirkt, zieht er doch namentlich Jungen an, die unter dem alten MAV-Regime (Maturitätstyp C) zu einer
Laufbahn im Bereich Mathematik und Naturwissenschaften tendierten. Die musischen
Schwerpunkte, die neu eine eidgenössische
Anerkennung erfahren, haben nicht mehr
Zulauf als die in Genf schon vorher angebotene «maturité artistique». Es sind die Jugendlichen mit diesem Typ Matur, die sich
am häufigsten für eine Fachhochschule oder
eine andere nichtuniversitäre Ausbildung
entscheiden.
Publications. Veröffentlichungen:
Davaud, Clairette; Hexel, Dagmar. Orientations et réorientations des étudiants genevois
après la maturité gymnasiale. Genève; DIP,
SRED, août 2006, 8 p. (Notes d’information
du SRED; 27)
Méthodes de recherche. Methoden:
enquête écrite (questionnaire; N = 1205, taux
de réponse: deux tiers)
Type de recherche. Art des Projekts:
dans le cadre des tâches régulières du SRED,
en partie dans le cadre du programme d’évaluation Evamar
© Schweizerische Koordinationsstelle für
Bildungsforschung
Centre suisse de coordination pour la recherche
en éducation
Entfelderstrasse 61, 5000 Aarau
http://www.skbf-csre.ch
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Gymnasium Thun Seefeld
Gymnase de Thoune Seefeld
Seite 34
Ethik fängt beim einzelnen Menschen an
L’éthique peut-elle s’apprendre?
Ethikwoche vom 12.–16.2.2007 des Gymnasiums Thun Seefeld und der FMS
Une semaine d’éthique au Gymnase de Thoune Seefeld
Die letzte Projektwoche vor der Matura bzw.
den FMS-Schlussprüfungen trägt den Titel
«Gesellschaft und Ethik». Den Auftakt bildete der Film «Brokeback Mountain», welcher ausreichend Stoff für Gespräche über
ethische Themen lieferte. Fragen, wie unsere
Gesellschaft mit Andersartigkeit, Unbekanntem und Neuem umgehen sollte oder wie
weit man eigene Werte ausleben darf, bildeten spannende Diskussionsansätze.
Auch an den übrigen Tagen dieser Woche
wurde viel nachgedacht, diskutiert, überdacht, kritisiert, gelacht, gefühlt, erlebt und
nach neuen Ansichten über uns und unsere
Gesellschaft gesucht. Aber was genau beinhaltet Ethik? Ethik bedeutet die kritische
Reflexion über bestehende Normen und
Werte, über Gut und Schlecht.
In dieser Woche ist klar geworden, dass
Ethik alle Bereiche des Lebens und jeden
einzelnen Menschen betrifft. In verschiedenen Projekten konnten die Primaner/-innen
und FMS1-Schülerinnen während drei Tagen Einblicke in Themen wie Spital- und
Tierethik, Medien- und Sprachmanipulation, Asylwesen, Weltreligionen und Kulturvielfalt gewinnen.
Zum Beispiel wurde im Projekt Spitalethik ein Seelsorger eingeladen, der den Schüler/-innen Fragen zum
Thema Sterbehilfe und
Abtreibung beantwortete. Ist es ethisch vertretbar, ein Leben künstlich
zu verlängern, und daher
unethisch, über das Ende
eines Lebens zu bestimmen?
Die Gruppe, welche
sich mit dem Thema
Asylwesen beschäftigte,
behandelte unter anderem die Verschärfung
gh 3 • 07
34
La semaine qui précède l’examen de maturité à Thoune est consacrée au thème de
«Ethique et Société». Le coup d’envoi est
donné par la projection du film «Brokeback
Mountain», qui fournit matière à discuter des
thèmes d’éthique. On y aborde des problèmes
de société comme l’approche de l’autre, de la
nouveauté et de l’inconnu.
Les jours qui suivent sont consacrés à une
réflexion critique sur notre société. L’éthique
peut se définir comme une réflexion critique
sur les normes et les valeurs communément
admises dans notre société, et par exemple sur
la notion du bien et du mal.
Comme l’éthique touche tous les domaines de la vie, les élèves consacrent trois
journées entières à se plonger dans des
thèmes comme la multiplicité culturelle, le
droit d’asile, les religions, l’éthique en milieu
hospitalier, ou vis-à-vis des animaiux.
Dans le seul exemple de l’éthique en milieu hospitalier, un psychologue est invité à
parler du problème de la séparation et de l’accompagnement aux mourants. Est-il éthique-
Von rechts: Evelyne Müller, Alessandra Mühlemann,
Kaja Maier, Maria Reuteler
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Seite 35
des Asylgesetzes und das Aufnahmeverfahren Asylsuchender. Ein Vertreter des Bundesamtes für Migration (BFM) lieferte aufschlussreiche Inputs zu dieser Problematik.
Zudem konnte sich diese Gruppe mit Fragen
direkt an eine Flüchtlingsperson wenden.
Wie können Entscheidungen über Aufnahme und Ausweisung ethisch begründet werden?
Auch die Auseinandersetzung mit dem
Buddhismus und dem Hinduismus ermöglichte neue Einsichten und Erfahrungen. Dazu gehörte ein Besuch in einem Hindu- und
Buddhatempel.
Ziel dieser Tage war nicht nur die Reflexion allgegenwärtiger Konflikte, sondern
auch, das eigene Wesen und den eigenen
Körper bewusst wahrzunehmen. Bei der Beantwortung der Frage, wo die Seele geblieben
sei, die sich ein anderes Projekt stellte, konnte man erkennen, dass die Suche bei einem
selbst beginnt. Auch im Workshop «Von
Kopf, Herz und Hand» stand der Mensch
mit seiner Befindlichkeit und der Arbeit an
sich selbst im Vordergrund.
Im Zusammenhang mit der Ethik ist es
wichtig, nicht nur nachzudenken, sondern
auch zu handeln. So wollte das Theaterprojekt «Agit-Prop» mit seinen Strasseninszenierungen die Passanten zum Nachdenken,
aber vor allem zum Handeln bewegen.
Eine Ausstellung zu den verschiedenen
Projektarbeiten und eine Schlussdiskussion
rundeten die Woche am Freitag ab. Welche
Handlungen oder Denkensarten ethisch
sind, kann aber auch nach dieser intensiven
Auseinandersetzung nicht pauschal beantwortet werden. Dass es keine einfachen Antworten auf ethische Fragen gibt, ist allen klar
geworden. Ein sinnvoller Anfang jedes ethischen Denkens und Handelns bildet aber die
Toleranz. Es ist uns bewusst geworden, dass
es wichtig ist, mit sich selbst im Einklang zu
sein, um in der Gesellschaft ethisch agieren
zu können. Bevor man anderen tolerant begegnen kann, muss man sich selbst akzeptieren und schätzen lernen – und das ist nicht
immer einfach.
Diese Woche gab jedenfalls einige Impulse, bewusster und verantwortungsvoller zu
leben.
Evelyne Müller, Maria Reuteler, Kaja
Maier, Alessandra Mühlemann
gh 3 • 07
35
ment admissible de prolonger artificiellement
une vie, ou de décider de la fin d’une vie?
Le groupe d’élèves qui s’occupe du droit
d’asile étudie les dispositions légales en vigueur et le processus d’acceptation des demandes d’asile, en collaboration avec un délégué du Bureau fédéral des migrations, et en
interrogeant un vrai réfugié. Est-ce que les
décisions peuvent être prises de manière éthiquement acceptable?
De même, la confrontation avec le bouddhisme et l’hindouisme produit une nouvelle
vision du monde.
Ces journées permettent certes d’approcher les conflits qui secouent le monde, mais
elles donnent aussi à chacun l’occasion de se
plonger dans l’univers de sa propre conscience. La recherche des réponses aux questions
extérieures est souvent à trouver d’abord au
fond de soi.
Il est également important de réaliser que
la réflexion est utile, mais qu’elle ne suffit pas.
Il faut agir. C’est ce que propose le projet
d’activité théâtrale «Agit-prop» qui aborde les
passants dans la rue, pour les pousser à agir.
La semaine se termine par une discussion
générale, et la présentation publique des projets et des travaux. Il apparaît assez vite que
le choc des idées ne conduit pas toujours à
une action éthiquement acceptable. Même si
les questions d’éthique amènent souvent des
réponses ambigües, elles mettent en évidence
l’importance de paramètres comme la tolérance. Il semble que chacun des participants
finisse par se convaincre qu’il est fondamental d’être d’abord en harmonie avec soi-même, avant de pouvoir agir sur la société de
manière éthiquement acceptable.
Avant de manifester de la tolérance envers
autrui, il faut d’abord s’accepter soi-même et
s’estimer soi-même, et ce n’est pas toujours
évident!
Quand bien même l’adoption de cette vérité serait le seul effet positif de cette semaine, elle aurait valu la peine d’être vécue.
Evelyne Müller, Maria Reuteler, Kaja
Maier, Alessandra Mühlemann
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Seite 36
wbz cps Aktuell
E d i to r i a l / É d i to r i a l
Schulen bewegen sich…
Liebe Leserin, Lieber Leser
Ohne Bewegung kein Preis!
Wo Lehrpersonen zusammenarbeiten, bewegen sie
sich aufeinander zu, es entstehen Kooperationsprojekte und Interaktionen, die
dem Unterricht zugute kommen. Solche gelungene Best practices belohnen wir
mit dem WBZ Preis 2007. Die Eingabefrist läuft noch
bis am 4. Mai 2007.
Auch bei Projekten zu gutem Unterricht oder hin zur
Einführung einer zweisprachigen Matur oder der
Optimierung bilingualen Unterrichts bewegen sich
die Schulen. Schulinterne und externe Weiterbildungen wie Netzwerktagungen unterstützen die
Lehrpersonen auf dem Weg in die Zukunft.
Mögen Geduld und auch Durchhaltevermögen Ihren
Zukunftsprojekten Erfolg bringen!
H. Derungs-Brücker
Vizedirektorin WBZ-CPS
Les écoles bougent…
Madame, Monsieur,
On n’a rien sans rien! Lorsque les enseignants travaillent ensemble et vont à la rencontre les uns des autres, cela donne souvent des projets de coopération et des interactions qui ne peuvent que profiter à l'enseignement. Et c’est précisément ces exemples de bonnes pratiques que le «Prix CPS
2007» souhaite récompenser. La date de
présentation des dossiers est fixée au 4 mai
2007.
Les écoles engagent aussi leurs efforts dans
différents projets : enseignement de qualité,
introduction d’une maturité bilingue ou
encore optimisation de l’enseignement
bilingue. Les formations continues internes
et externes à l'établissement encadrent les
enseignants dans leur progression.
Puissent la patience et l’endurance couronner de succès vos projets!
H. Derungs-Brücker
vice-directrice WBZ-CPS
Rücktritt von Heidi Derungs-Brücker
Départ de Heidi Derungs-Brücker
Ende April 2007 verlässt Heidi Derungs-Brücker die
WBZ. Als Mitglied der Geschäftsleitung und seit
2005 als Vizedirektorin hat Heidi Derungs in den
letzten fünf Jahren einen wichtigen Beitrag geleistet
bei der Vernetzung der WBZ mit dem Hochschulbereich und nachhaltig die Kompetenz der WBZ im
Bereich Weiterbildung (Fremd-)sprachen erhöht. Als
neue Leiterin der Weiterbildung der PH St.Gallen in
Rorschach nimmt sie eine neue Herausforderung an,
die mit weniger Reisetätigkeit verbunden ist. Wir
danken Heidi Derungs für die intensive Zusammenarbeit und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute!
Ein Teil der Aufgaben von Heidi Derungs wird von
Jacqueline Peter, Leiterin ictgymnet, übernommen,
die dazu ihren Anstellungsgrad bei der WBZ ab
August 2007 von 20% auf 80% erhöhen wird.
36
A la fin avril 2007, Heidi Derungs-Brücker
quitte le CPS. Pendant cinq ans, elle a,
comme membre de la direction et, depuis
2005, comme directrice adjointe, beaucoup
contribué à établir le lien entre le CPS et les
hautes écoles et à développer de façon durable les compétences de notre centre dans le
domaine de la formation continue en langues (étrangères). Heidi Derungs va maintenant prendre la direction de la formation
continue au sein de la HEP st-galloise à Rorschach, fonction qui exige moins de voyages
à travers toute la Suisse. Nous lui disons un
grand merci pour sa collaboration intense et
étroite et nous lui adressons nos meilleurs
vœux pour l’avenir.
Une partie des activités de Heidi Derungs
sera prise en charge par Jacqueline Peter,
responsable du réseau ictgymnet, dont le
degré d’engagement pour le CPS passera de
20 % à 80 % à partir du mois d’août 2007.
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Seite 37
wbz cps Aktuell
Z e r t i f i ka ts le h rg a n g PI CTS 2 0 0 7 –
« P ä d a g o g i s ch e r I CT- S u p p o r t »
Bereits in früheren GH-Nummern haben wir darauf
hingewiesen, dass sich die WBZ am von der PHZH
und der FHNW PH AG entwickelten Lehrgang beteiligt. Unser Anliegen ist es, auch den Lehrpersonen
der Sekundarstufe II Gelegenheit zu geben, sich vertieft mit dem Thema, wie der Einsatz von digitalen
Medien an den Schulen Bereits in früheren GHNummern haben wir darauf hingewiesen, dass sich
die WBZ am von der PHZH gefördert werden kann,
auseinanderzusetzen.
Im Lehrgang werden neben aktuellen Aspekten wie «Jugendliche und Medien» auch die
Chancen und Aufgaben von ICT im Bereich
Unterrichts- und Schulentwicklung wie auch
die Beratung von Kolleginnen und Kollegen
zu ICT-Einsatzmöglichkeiten thematisiert.
Weitere Informationen sind auf
http://www.picts.ch zu finden.
Kontakt:
Jacqueline Peter, j.peter@ictgymnet.ch
abschliessende Antwort formuliert werden.
So viel ist klar: An vielen Schulen gibt es
eine wunderbare technische Infrastruktur zu
Computer und Internet – und Lehrpersonen,
die sich nicht dafür zu interessieren brauchen, wie sie diese in den Unterricht einbinden können um zum Thema der allgemeinen
Medienbildung einen Beitrag zu leisten.
Hierzu ist zu bemerken, dass das Thema
«Informationsgesellschaft und Bildung /
Schule» sowohl vom Bundesrat (Strategie
vom Januar 2006) als auch von der EDK
(Strategie vom März 2007) thematisiert wird.
Für die Schulen bedeutet dies, dass nicht
nur einzelne interessierte Lehrpersonen
gefragt sind, die handeln; vielmehr ist gibt
es hier ein weiteres Kapitel im Bereich der
Schulentwicklung und der Unterrichtsentwicklung, das es zu bearbeiten gilt!
S ch i L w - N et z ta g 2 0 0 7 – P rof.
H i l b e r t M e y e r z o g S ch a re n a n … .
Über 140 interessierte Lehrpersonen, Verantwortliche für schulinterne Weiterbildung und Schulleitungsmitglieder der Sekundarstufe II kamen am 14.
März an den Netztag zum Thema «SchiLw und Unterrichtsentwicklung» in die Kantonsschule Olten. Hilbert Meyer erläuterte den Zusammenhang zwischen
Unterrichtsstandards für kompetenzorientiertes
Lehren und Lernen, Unterrichtsentwicklung und
SchiLw. Das Projekt «Guter Unterricht» am Berufsbildungszentrum Biel zeigte auf, wie an einer
Schule die Merkmale guten Unterrichts konkret umgesetzt werden. In Gruppen wurden
Möglichkeiten ausgelotet, wie die 10 Merkmale guten Unterrichts in der schulinternen
Weiterbildung genutzt werden können.
Den Umsetzungsprojekten an Schulen wird
der nächste SchiLw-Netztag gewidmet sein,
der Mitte März 2008 stattfinden wird.
37
W BZ , P o s t f a ch , 6 0 0 0 L u ze r n 7, Te l . 0 4 1 2 49 9 9 1 1 , M a i l : w b z- c p s @ w b z- c p s . ch
CP S , Fa u b o u r g d e l ’ H ô p i t a l 6 8 , C a s e p o s t a l e 556 , 2 0 0 2 N e u ch â t e l ,
Té l . 03 2 8 89 8 6 57, M a i l : b u r e a u - r o m a n d @ w b z- c p s . ch
Eine Frage, die im ictgymnet-Kreis immer wieder
gestellt wird, ist die nach dem Mittel, wie Kolleginnen und Kollegen dazu gebracht werden können,
den pädagogischen Einsatz von ICT auszuprobieren.
So auch am Vernetzungsnachmittag vom 13. März
2007. Nach einem Inputreferat von Claude Müller,
Assistent am IGB der Universität Zürich zum Thema
«Gestaltung lerneffektiver multimedialer Lernumgebungen», tauschten die 50 Personen aus 26 Mittelschulen und 4 Institutionen der Tertiärstufe in Themen- oder Fachschaftsgruppen ihre Erfahrungen
aus.
Verschiedentlich kam dabei zur Sprache, dass in
verschiedenen Schulhäusern einige Kurse aus
abwechslungsreichen Weiterbildungsangeboten zu
ICT-/Computer mangels Interesse nicht durchgeführt
werden können. Die Fragen, die sich in diesem
Zusammenhang stellen: Braucht es Druck von Seiten der Schulleitungen? Wie viel Verpflichtung
braucht es «von oben»? Auch hier konnte keine
wbz cps
i ct g y m n et – D i s k u s si o n e n z u I CT
a n S ch u le n u n d i m U n te rr i ch t
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Seite 38
wbz cps Aktuell
N et z w e r k ta g I m m e rsi o n /
z w ei s p ra ch i g e M a t u r
Bilingualer Unterricht ist immer mehr «in». Mehr als
die Hälfte der über 70 Lehrpersonen, die am 16.
März 2007 am 8. Netzwerktag teilnahmen, sind
«neue»; d.h. sie sind an ihrer Schule auf dem Weg
zur bilingualen Matura. Gemäss Basler Zeitung vom
14.3.2007 ist diese bereits an 65 Gymnasien in 17
Kantonen möglich und jedes Jahr kommen weitere
dazu.
Die Linguistin Prof. Erika Werlen zeigte an der
Tagung auf, welche Kompetenzen Lehrpersonen für
den bilingualen Unterricht aus fachlicher, fachdidaktischer und methodischer Perspektive haben
sollten. Zwei Lehrer, ein irischer Sprachassistent
und ein Schüler der Kantonsschule Baden
berichteten über ihre Erfahrungen. In den 6
Ateliers von Kolleg/innen aus Luzern, Thun,
Küsnacht, Morges und Baden erhielten die
Anwesenden konkrete Inputs für den immersiven Unterricht; wie erteilen sie z.B.
Geschichte, Chemie, Mathematik auf Englisch oder Französisch, wie und wozu werden
«native speakers» eingesetzt. Die Tagung
hat gezeigt, dass Inputs und Austausch an
Erfahrungen, Materialien sehr geschätzt
werden.
Kontakt: derungs.heidi@wbz-cps.ch
J o u r n é e d e l’ i m m e rsi o n et d e la
m a t u r i t é b i li n g u e
L’enseignement bilingue a le vent en poupe. Plus de
la moitié des 70 enseignant-e-s qui ont assisté à la
journée de l’immersion du 16 mars 2007 provenaient d’une école qui venait de s’engager sur le chemin de la maturité bilingue. Selon la Basler Zeitung
du 14 mars 2007, la maturité bilingue est d’ores et
déjà proposée dans 65 gymnases de 17 cantons. Au
cours de la journée du 16 mars, la linguiste Prof.
Erika Werlen a expliqué quelles compétences devait
développer un professeur impliqué dans l’enseignement bilingue, tant sur le plan didactique que
méthodologique. Deux enseignants, un assistant de
linguistique et un étudiant du gymnase de Baden
ont partagé leurs expériences avec les participants. Des ressources concrètes pour
l’enseignement par immersion ont été récoltées par les participants dans les divers ateliers animés par des collègues de Lucerne,
Thoune, Küsnacht, Morges et Baden. La
journée a démontré que l’échange de ressources et d’expériences était recherché par
les participants.
Personne de contact:
derungs.heidi@wbz-cps.ch
Li te ra t u rh i n w ei s :
W i r ksa m e W ei te r b i l d u n g
Die WBZ hat Richard Bessoth den Auftrag gegeben,
in der deutsch- und englischssprachigen Literatur
zu recherchieren, wie wirksame Weiterbildung aussieht und wie sie (um-)gestaltet werden kann. Dabei
war es für die WBZ – wie auch für Richard Bessoth –
wichtig, die Weiterbildung als Element nicht aus
ihrem Handlungskontext herauszulösen und sie isoliert zu betrachten. Die nun vorliegende Studie von
Richard Bessoth gibt wichtige Hinweise für die
zukünftige Ausrichtung der Weiterbildung für Lehr-
38
personen und Kader an unseren Mittelschulen. Seine Hauptaussage ist: Weiterbildung
ist nur dann wirksam, wenn sie nachweisbar, direkt oder indirekt, zum Lernen der
Schülerinnen und Schüler beiträgt.
Das Buch ist zu beziehen beim
Verlag Sauerländer: www.sauerlaender.ch
(ISBN: 978-3-0345-0208-5)
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Seite 39
Kurse Cours
K u rs e m i t of fe n e n P lä t z e n !
C o u rs a v e c d e s p la c e s li b re s !
Erstsprache / Langue première
07.01.26
Arbeiten mit einem Lese-Portfolio
Mi 27. 6. 2007–Fr 29. 6. 2007, Meissen
Zweitsprachen / Langues secondes
07.02.03
07.02.04
07.02.27
Using SwissEduc – English for Student Activities
We 23. 5. 2007, Zürich
Podcast in Unterricht
Fr 8. 6. 2007; Fr. 14. 9. 2007, Zürich
Sur le chemin de Saint Jacques
D1 5. 8. 2007–Ve 10. 8. 2007, Bourgogne
07.05.90
07.05.91
wbz cps
Physik / Physique
Strömungen in Forschung und Anwendung
Mo 25. 6. 2007–Fr 29. 6. 2007, Bad Honef (D)
Allgemeine Relativitätstheorie
Mo 9. 7. 2007–Fr 13. 7. 2007, Bad Honef (D)
Biologie / Biologie
07.07.01
07.07.91
Ökologische Feldmethoden anwenden, auswerten und interpretieren
Sa 15. 6. 2007, Zürich
Zugvögel im Frühjahr – Beobachtungen im Riet
Fr 11. 5. 2007, Pfäffikersee, Aathal
Geschichte / Histoire
Erweiterte Lernformen im Geschichtsunterricht
Do 24. 5. 2007–Sa 26. 5. 2007, Hertenstein
Informationstechnologien / Technologies de l’information
07.18.01
07.18.02
07.18.21
Arbeiten mit Foren, Chat und Wikis
Do 14. 6. 07, Zürich
Kursdesign: Von der Idee zur Umsetzung
Do 28. 6. 2007, Zürich
Weiterbildungstagung zum Thema Open Source Software im Unterricht
Sa 2. 6. 2007, Zürich
Die Detailausschreibungen finden Sie auf
www.webpalette.ch
wo Sie sich direkt anmelden können.
Vous trouverez les annonces détaillées
sur Internet. N’hésitez pas à vous inscrire
via www.webpalette.ch.
39
W BZ , P o s t f a ch , 6 0 0 0 L u ze r n 7, Te l . 0 4 1 2 49 9 9 1 1 , M a i l : w b z- c p s @ w b z- c p s . ch
CP S , Fa u b o u r g d e l ’ H ô p i t a l 6 8 , C a s e p o s t a l e 556 , 2 0 0 2 N e u ch â t e l ,
Té l . 03 2 8 89 8 6 57, M a i l : b u r e a u - r o m a n d @ w b z- c p s . ch
07.12.45
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Seite 40
Bildungspolitische Kurzinformationen
Walter E. Laetsch
■ Bildungsforschung
Die Bildungsforschung in der Schweiz sei
ungenügend und zu wenig stark in internationale Netze eingebunden, meint ein Expertenbericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(OECD). Der Anteil empirischer Forschung
sei zu klein und die Wirkung der Forschungsergebnisse auf Politik und Verwaltung relativ gering. Zudem sei der Finanzierungsmechanismus zu wenig wettbewerbsfördernd und fordere kaum Rechenschaft.
Walter E. Laetsch
Die Universität bietet ab dem Herbst als erste Universität in Europa einen Studiengang
in Psychotraumatologie an. Das Nachdiplom-Studium dauert vier Semester.
■ Eidgenössische Technische Hochschulen
ETH Zürich
■ Universitäten
Zürich
inserat_177x130.ai
erweitert werden. Um gegen Plagiate anzukämpfen, sollen alle Fakultäten und Institute auf einheitliche Richtlinien verpflichtet
werden.
◆◆◆
Die Disziplinarordnung aus dem Jahre 1976
soll revidiert werden. Neu soll Plagiat als eigener Disziplinarfehler definiert werden. Zu17.01.2005
Uhr der Sanktionen sinnvoll
dem soll13:41:24
die Palette
Ab Sommer 2007 bietet die ETH erstmals
das sogenannte Weiterbildungsdiplom ETH
an, das von der Bedeutung her zwischen dem
zeitlich weniger aufwendigen Zertifikat und
dem anspruchsvolleren Master of Advanced
Studies anzusiedeln ist.
Dienst Leistung Schulbuch
Lehrmittel bequem und einfach einkaufen
Der starke Partner für Ihre Lehrmittel
Ihre Vorteile:
Bezug aller Lehrmittel an einem Ort
Sehr kurze Lieferzeiten
Rabatte wie beim Bezug ab Verlag
Portofreie Lieferung an Ihre Schuladresse
Rückgaberecht
Freundliche und kompetente Bedienung
Zusammenstellen der Lieferung nach Ihren Wünschen
DLS Lehrmittel AG
Speerstrasse 18
CH 9500 Wil
Tel.
071 929 50 20
Fax
071 929 50 30
E-Mail dls@tbwil.ch
gh 3 • 07
Seit über 10 Jahren ein zuverlässiger Partner
NEU jetzt auch mit Internet – Shop
Informationen unter: www.dls-lehrmittel.ch
40
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Seite 41
■ Fachbereiche
Medizin
An den Universitäten Basel, Bern, Freiburg
und Zürich haben sich 2171 Personen für ein
Studium in Humanmedizin angemeldet, 459
mehr als im Vorjahr. Es stehen aber lediglich
583 Studienplätze zur Verfügung.
■ Fachhochschulen
Die Zürcher Hochschule Winterthur bietet
ab kommendem Herbst eine neue Studienrichtung Material- und Verfahrenstechnik an.
■ Mittelschulen
Die Vernehmlassung über eine Teilrevision
des Maturitätsanerkennungs-Reglements bei
den Bildungsdirektionen sowie Organisationen der Gymnasien, der Universitäten und
der Lehrerschaft hat zu keinen klaren Ergebnissen geführt. Über den Inhalt der Teilrevision gehen die Meinungen auseinander.
Zürich
Bisher begannen in Kanton Zürich die
mündlichen Maturitätsprüfungen im Gegensatz zu den meisten Kantonen erst nach den
Sommerferien. Weil der Semesterbeginn an
den Hochschulen im Rahmen der BolognaReform ab diesem Herbst gesamtschweizerisch um rund fünf Wochen vorverlegt wird
und damit der zeitliche Abstand zum Semesterbeginn kürzer wird, will die Bildungsdirektion des Kantons Zürich eine zeitliche
Neuregelung prüfen.
◆◆◆
Nach dem Bibelunterricht soll eine weitere
Sparmassnahme im Bildungswesen teilweise
rückgängig gemacht werden. Die Bildungskommission will die abgeschafften Hauswirtschaftskurse an den Mittelschulen in veränderter Form wieder einführen. Der Regierungsrat lehnt sowohl eine entsprechende
Volksinitiative als auch den Gegenvorschlag
der Kommission ab. Das Volk wird das letzte Wort haben.
■ Volksschulen
Der Basler Regierungsrat will den Schulen eine Strukturänderung verpassen und sie an das
schweizerische Mehrheitsmodell (6/3) anpassen. Dieser Entscheid für «HarmoS» hat zur
Folge, dass der vergangenes Jahr ins Auge gefasste Plan zur Optimierung des bestehenden
Systems nicht mehr weiter verfolgt wird.
41
Der Zürcher Kantonsrat stimmt der Finanzierung des neuen Faches «Religion und Kultur» zu, das als Gegenvorschlag zur Volksinitiative für die Wiedereinführung des Fachs
Biblische Geschichte eingeführt werden soll.
◆◆◆
Maturität
gh 3 • 07
Dreiundzwanzig Bündner Gemeinden aus
verschiedenen Regionen haben sich entschieden, vom kommenden Spätsommer an in den
ersten Klassen in der rätoromanischen Standardsprache zu unterrichten. Die Kinder lernen nicht mehr im regionalen Idiom, sondern in Rumantsch Grischun lesen und
schreiben.
◆◆◆
Die Zürcher Bildungsdirektion überarbeitet
den sogenannten Sozialindex, der verschiedene Faktoren vereinigt, die das soziale Gefüge einer Gemeinde ausmacht. Gemeinden
mit schwierigen sozialen Bedingungen erhalten mehr Lehrer pro Schüler als andere Gemeinden.
◆◆◆
Im Kanton Thurgau wird ab dem Schuljahr
2009/2010 das Fach Englisch in der dritten
Klasse Primarschule eingeführt. Der Französischunterricht beginnt wie bisher im fünften
Schuljahr.
◆◆◆
Der Nidwaldner Landrat korrigiert seinen
Entscheid aus dem Jahre 2005, Französisch
aus der Primarschule zu verbannen. Künftig
lernen auch die Nidwaldner Kinder ab der 3.
Klasse Englisch und ab der 5. Klasse Französisch.
■ Verschiedenes
Radio DRS baut den Bereich Wissenschaft
aus mit der jeweils am Samstag um 12 Uhr
40 auf der zweiten Senderkette platzierten
Wochenrubrik «Wissenschaft DRS 2».
■ Volksentscheide
Die Baselbieter Stimmbürger stimmen der
Vorlage für eine gemeinsame Trägerschaft
der Universität Basel deutlich zu. Damit wird
Baselland zum Universitätskanton. Die Universität Basel ist die erste Universität in der
Schweiz, die von zwei Kantonen gemeinsam
finanziert und geführt wird.
Abgeschlossen: 28. März 2007
Walter E. Laetsch
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Walter E. Laetsch
Maurice Cosandey
Seite 42
Petites informations suisses
Médiocrité de la recherche sur l’éducation
Economie ménagère
Selon un expert de l’OCDE, la recherche sur
l’éducation n’est pas assez développée en
Suisse, et pas assez connectée aux réseaux internationaux qui fonctionnent en Europe. De
plus, l’importance attribuée aux recherches
empiriques est trop faible, et reste pratiquement sans effet sur la politique et sur l’administration. Enfin les mécanismes liés au financement de ces travaux sont lourds et peu
stimulants.
Le Canton de Zurich avait l’intention de
supprimer les cours d’économie ménagère,
afin de faire des économies. Mais la Commission d’éducation a repoussé cette éventualité. Le peuple tranchera.
Plagiat à l’Université de Zurich
L’ordonnance de 1976 en matière disciplinaire va être rénovée. La notion de plagiat doit
être présentée comme une faute grave. La palette des sanctions doit être élargie. Les facultés et instituts devront établir des directives homogènes pour lutter contre le plagiat.
Nouveaux diplômes
L’EPFZ va offrir un nouveau certificat intitulé «diplôme de perfectionnement ETH»
dont la valeur sera intermédiaire entre le certificat, qui exigeait peu d’heures de cours, et
le Master en études avancées, dont le niveau
était beaucoup plus élevé.
Une nouvelle formation va être introduite à
l’Université de Zurich: la psychotraumatologie. Les études dureront 4 semestres.
23 communes des Grisons ont décidé d’introduire le romanche standard comme langue
première à l’école primaire. Tous les cours seront donnés en Rumantsch Grischun dès la
rentrée de l’été 2007, et plus en dialecte régional.
Religion et culture
Le Conseil d’Etat du Canton de Zurich lance une contre-proposition à l’initiative populaire pour la réintroduction de l’Histoire biblique à l’école. Il propose un cours de «Religion et culture».
Indice social
Le Canton de Zurich cherche à introduire ce
qu’il appelle un indice social, qui tienne
compte des structures sociales de chaque
commune. Les communes ayant des conditions sociales difficiles recevront plus de
maîtres par élève que les autres.
Avalanche de candidats en médecine
Anglais et français
Les Facultés de médecine des Universités de
Bâle, Berne, Fribourg et Zürich ont enregistré 2171 inscriptions pour l’an prochain, soit
459 de plus que l’an passé. Et il n’y a malheureusement que 583 places disponibles au
total.
Les cantons de Thurgovie et de Nidwald vont
innover en 2009: l’anglais sera enseigné dès la
3ème année primaire et le français dès la
5ème dans ces deux cantons.
Révision de la maturité
Une consultation a été lancée auprès des cantons et des sociétés de branche au sujet de la
révision partielle de l’ORRM. Selon la CDIP,
le dépouillement des résultats n’a pas donné
de résultats probants. Le problème retourne
entre les mains du Groupe de travail.
Date de l’examen de maturité
Jusqu’à aujourd’hui, le canton de Zurich se
distinguait des autres en organisant les examens oraux de maturité en août-septembre.
Ceci ne pourra pas se reproduire à l’avenir, vu
que le premier semestre universitaire démarre
à mi-septembre déjà et dès l’année 2007.
Le Canotn élabore une nouvelle réglementation.
gh 3 • 07
Le romanche à l’école
42
Radio et sciences
La Radio suisse alémanique DRS a décidé de
reporter sur sa deuxième chaîne l’émission du
samedi à 1240 qui était consacrée aux
sciences.
Université des deux Bâle
Les citoyens de Bâle-Ville et Bâle-Campagne
ont accepté que l’Université de Bâle soit soutenue en commun par les deux cantons. Bâle-Campagne devient donc un canton universitaire. Et l’Univerité de Bâle devient la
première université de Suisse qui est dirigée
et financée en commun par deux cantons.
Achevé le 28 mars 2007
Walter E. Laetsch et Maurice Cosandey
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Seite 43
Gymnasium
Helveticum
Zeitschrift für die schweizerische Mittelschule
Revue de l’enseignement secondaire suisse
Rivista della scuola secondaria svizzera
61. Jahrgang 2007 ISSN 0017-5951
Erscheint 6x jährlich / Paraît tous les deux mois:
31. 1., 28. 2., 2. 5., 13. 6., 5. 9., 31.10.
Verlag / Édition
VSG – SSPES
Postfach 8742, CH-3001 Bern, Tel. 031 311 07 79, Fax 031 311 09 82,
E-Mail: info@vsg-sspes.ch
Alle Rechte vorbehalten. Die Zeitschrift und ihre Teile sind urheberrechtlich
geschützt. Jede Verwertung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen
bedarf deshalb der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlages.
Le magazine et tous les articles et illustrations qu’il contient sont protégés par la
loi. Toute utilisation en dehors des strictes limites de la loi sur les droits d’auteur
est illicite et répréhensible sans l’accord de la rédaction. Ceci est valable particulièrement pour les reproductions, traductions, micro-films et pour la mise en
mémoire et le traitement sur des programmes et des systèmes électroniques.
Redaktion / Rédaction
Verantwortlicher Redaktor:
Christoph Haldimann, Rötelsteig 15, 8037 Zürich, Tel. 044 364 51 18
E-Mail: gh.vsg@bluewin.ch
Rédacteur romand:
Maurice Cosandey, Etourneaux 1, 1162 Saint-Prex, tél. 021 806 12 20
courriel: maurice.cosandey@bluewin.ch
Druck / Impression
REGIA HighPack AG
Nordringstrasse 16, CH-4702 Oensingen, Tel. 062 834 13 13, Fax 062 834 13 53
Inserate / Annonces
Lenzin + Partner GmbH, Inserat-Agentur, Postfach, 4653 Obergösgen
Tel. 062 844 44 88, Fax 062 844 44 89, www.lenzinundpartner.ch
Preise für Inserate und Beilagen / Prix pour les annonces et Ies annexes
Verlangen Sie das Mediablatt bei Lenzin + Partner GmbH
Redaktionsschluss
Inserateschluss
Délai rédactionnel
Délai annonces
recommandations
4/07
9. 5. 07
29. 5. 07
5/07
31. 7. 07
20. 8. 07
Jeunesse et Economie
Sekretariat / Secrétariat
VSG / SSPES
Postfach 8742, 3001 Bern, Tel. 031 311 07 79, Fax 031 311 09 82,
E-Mail: info@vsg-sspes.ch
Internet: http://www.vsg-sspes.ch
www.jeco.ch
Herausgeber / Éditeur
Verein Schweizerischer Gymnasiallehrer (VSG)
Société suisse des professeurs de l’enseignement secondaire (SSPES)
Società svizzera degli insegnanti delle scuole secondarie (SSISS)
Input «Assurances»
Chacun de nous évalue le risque de son
propre point de vue. Quelles sont les possibilités qu’offrent les assurances de couvrir
tel ou tel risque? Et d’où vient l’argent que
les assurances versent en cas de sinistre?
Dans ce cahier, vous trouverez les réponses
aux questions de fond ainsi qu’une présentation claire et concise des différents types
d’assurances.
Modules de l’E-Lesson «Assurances»:
I Sinistre, contrat d’assurance,
proposition d’assurance
I Situations à risque dans la vie de
personnes jeunes
I Quelles assurances couvrent quels
sinistres
I Risques pour les assurances, primes
en fonction du risque
I Réassurance
I Test
Recevoir Input sur abonnement
I 3– 4 numéros d’Input
+ 1 numéro Input Spécial: Fr. 35.– /an
(frais de port non compris)
I Input exemplaire unique: Fr. 6.–
I Input 10 exemplaires du même
numéro: Fr. 20.–
Abonnez-vous!
www.jeco.ch, arys@essentielcom.ch
Tél. 022 702 16 50, Fax 022 702 16 57
gh 3 • 07
43
GH_3_2007.qxd
11.6.2007
8:56 Uhr
Seite 44
Kosten
los
Großen es Training zu
m
Schu
Lateinis lwörterbuch
ch-Deu
tsch
Nachschlagen und Trainieren
Das besonders übersichtlich strukturierte
Latein-Wörterbuch
• Über 50.000 Stichwörter und Wendungen
mit dem Wortschatz aller relevanten Schriftsteller, die im Unterricht gelesen werden
• Alle Hauptstichwörter in Blau
• Deutsche Übersetzungen zu allen
lateinischen Anwendungsbeispielen
• Blau hervorgehobene Inhaltsübersichten
Zum Nachschlagen auf dem PC:
Langenscheidt
e-Wörterbuch Lateinisch-Deutsch
ISBN 978-3-468-90863-7
sFr 61,00
Zum Üben:
„Vademecum – Gradus ad Perfectionem“
Arbeitsheft zum Großen Schulwörterbuch
Lateinisch-Deutsch
ISBN 978-3-999-99120-7
kostenlos
• Rund 100 Seiten hilfreiche Extras
Langenscheidt
Großes Schulwörterbuch Lateinisch-Deutsch
1.415 Seiten
ISBN 978-3-468-07204-8
sFr 38,70
Infos & mehr
www.langenscheidt.de
Langenscheidt
Verb-Fix Latein
ISBN 978-3-468-34055-0
sFr 3,70
Langenscheidt AG
Postfach 45 31 · CH-6304 Zug
Tel. 0 41/710 83 00 · Fax 0 41/710 83 25
Was this manual useful for you? yes no
Thank you for your participation!

* Your assessment is very important for improving the work of artificial intelligence, which forms the content of this project

Download PDF

advertising