mcr-servo drehzahlregler .

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mcr-servo drehzahlregler
schulze
elektronik
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bedienungsanleitung
Kap. Inhalt
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Seite
CE-Prüfung
Hinweise zun störsicheren Betrieb
Allgemeine Warnhinweise
Anwendungsbereich & Eigenschaften
Begriffsbestimmung
Arbeitsweise
Kurz-Wegweiser Inbetriebnahme
Montage
Justage Minimumgas- und Vollgaspunkt
Aufteilung des Soll-Drehzahlbereiches
Einstellung Soll-Drehzahl (Drehzahlvorgabe)
Optimierung des Regelverhaltens
Kontrolle
Fehlerbeseitigung
Gewährleistung / Garantie
Technische Daten
Belegung Sender- & Empfängeranschlüsse
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k8-sim
Zubehör,
nicht enthalten
1) CE-Prüfung:
3) Allgemeine Warnhinweise:
Die beschriebenen Produkte genügen allen einschlägigen und
zwingenden EG-Richtlinien: Dies sind die
Helikopter sind gefährliche Maschinen, die einen sorgsamen
Umgang zum gefahrlosen Betrieb erfordern.
EMV-Richtlinien 89/336/EWG, 91/263/EWG, 92/31/EWG.
Das Produkt wurde nach folgenden Fachgrundnormen geprüft:
Halten Sie sich daher niemals neben oder im Gefährdungsbereich des Hubschraubers auf wenn der Motor läuft.
Störaussendung: EN 50 081-1:1992,
Störfestigkeit:
EN 50 082-1:1992 bzw. EN 50 082-2:1995.
Auch das CE-Zeichen der Drehzahlregler ist kein Freibrief
für den sorglosen Umgang mit Hubschraubern!
Für Sie als Anwender heißt das, daß Sie ein Produkt erworben haben, daß von der Konstruktion her die Schutzziele der
Europäischen Gemeinschaft zum sicheren Betrieb der Geräte
erfüllt.
Technische Defekte elektrischer oder mechanischer Art können
zum unverhofften Anlaufen des Rotors und herumfliegenden Teilen führen, die erhebliche Verletzungen verursachen können.
Dazu gehört, wie erwähnt, die Prüfung der Störaussendung, d.
h. die Prüfung, ob die Drehzahlregler Störungen verursachen. Die
vorliegenden Drehzahlregler sind mit Erfolg auf Einhaltung der
Störgrenzwerte getestet worden.
Eine weitere Prüfung ist die Prüfung der Störfestigkeit, d. h. die
Prüfung, ob sich die Drehzahlregler von anderen Geräten stören
lassen. Dazu werden die Drehzahlregler mit HF-Signalen bestrahlt,
die in ähnlicher Weise z. B. aus dem Fernsteuersender oder einem
Funktelefon kommen.
Die vorliegenden Drehzahlregler sind auch hier wieder praxisgerecht auf den gefährlichsten Störfall getestet: Der mcr-servo darf
nicht gasgeben, wenn Sie noch am Modell hantieren und ein Sender
mit großer Feldstärke auf das Modell einwirkt. (Beachten Sie:
Auch wenn die Ansteuerimpulse eines Servos stabil sind, kann sich
ein Servo u.U. bei Bestrahlung bewegen)
Sollten Sie dennoch Probleme bei dem Betrieb mit den Drehzahlreglern haben, so liegen die Probleme oftmals an der
unsachgemäßen Zusammenstellung der Komponenten der
Empfangsanlage oder dem unbedachten Einbau der Komponenten.
2) Hinweise zum störsicheren Betrieb:
Achten Sie darauf,
... daß der Empfänger und dessen Antenne von allen Kabeln, die
Impulse führen (z.B. dem Kabel vom und zum Hall Sensor),
mindestens 3cm Abstand hat.!
Vergewissern Sie sich vor der Inbetriebnahme Ihres Antriebes jedesmal - bevor sie den Empfänger einschalten - daß:
a) Ihr Sender eingeschaltet ist und der Gasknüppel auf STOP
steht und
b) Ihr Sender als Einziger auf der Frequenz Ihres Empfängers
sendet (gleiche Kanalnummer).
Beachten Sie weiterhin:
c) Elektronische Geräte vertragen keine Feuchtigkeit. Auch naß
gewordene und wieder getrocknete Drehzahlregler können z.B.
durch Grünspanansatz fehlerhaft arbeiten.
d) Vermeiden Sie Stoß- und Druckbelastung auf den Drehzahlregler.
e) Kontrollieren Sie von Zeit zu Zeit alle Kabel auf Bruch und/
oder blanke Stellen im Kabel (Kurzschlußgefahr), die Ihnen Ihre
5V-Empfängerstromversorgung im Modell lahmlegen können.
f) Die Drehzahlregler sind ausschließlich zur Verwendung in
Modellen bestimmt. Der Einsatz in manntragendem Fluggerät ist
verboten!
g) Hubschrauber mit Riemenantrieb (z.B. des Heckrotors) müssen durch verschiedene Maßnahmen vor statischer Aufladung
geschützt werden. Siehe dazu Kapitel 8) Montage.
h) Bevor Sie Ihren Empfänger ausschalten stellen Sie durch
Anhalten des Motors sicher, daß der Motor nicht ungewollt hochlaufen kann. Der auslaufende Kreisel erzeugt oftmals so viel
Spannung, daß der angeschlossene Empfänger gültige GAS-Signale an das Gasservo schickt und dieses dann den Motor hochlaufen läßt.
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mcr-servo drehzahlregler
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bedienungsanleitung
i) Durch den Einsatz des Drehzahlreglers werden ganz besondere Ansprüche an die Drosselbarkeit und das stotterfreie Gasgeben
Ihres Motors gestellt. Achten Sie daher auf optimalen Lauf unter
allen Betriebsbedingungen, auf ein spielfreies Gestänge mit günstigen Betätigungshebel-Angriffspunkten, vorzugsweise einer linearen Drosselanlenkung und ein schnelles Servo hoher Auflösung
und ruckfreiem Lauf zum Betätigen der Motordrossel. Das Gasservo muß in jedem Falle schneller laufen als die Pitch- Nick- und
Roll- Servos, sonst kann die Regelung nicht ohne größere Drehzahleinbrüche funktionieren!
j) Haftungsausschluß:
Sowohl die Einhaltung der Montage- und Betriebsanleitung, als
auch die Bedingungen und Methoden bei Installation, Betrieb,
Verwendung und Wartung der Drehzahlregler können von der Fa.
Schulze Elektronik GmbH nicht überwacht werden. Daher übernimmt die Fa. Schulze Elektronik GmbH keinerlei Haftung für
Verluste, Schäden oder Kosten, die sich aus fehlerhafter Verwendung und Betrieb ergeben oder in irgendeiner Weise damit zusammenhängen.
4) Anwendungsbereich & Eigenschaften:
Der mcr-servo ist ein Drehzahlregler der Sonderklasse, der hohe
Funktionalität mit leichter Bedienung vereint. Durch die Möglichkeiten der Beeinflussung der Regeleigenschaften ist er optimal auf
den jeweiligen Anwendungszweck und die Modelleigenschaften
abzustimmen. Um die Möglichkeiten des Reglers jedoch voll
ausschöpfen zu können, sollten Sie die nachfolgende Anleitung
sorgfältig durchlesen:
Der mcr-servo ist ein echter Drehzahl-Regler und speziell für
Verbrenner-Hubschrauber konzipiert.
Er besitzt einen Impulsausgang zum Anschluß des Gasservos.
Die Ist-Drehzahl des Rotors wird über einen Sensor abgetastet
und vom Regler in Gasservo-Steuersignale dergestalt umgesetzt,
daß die Rotordrehzahl nahezu konstant bleibt.
• Der vorliegende Regler ist mit einem HALL-Magnetfeld-Sensor
ausgestattet, der die Drehzahlinformation von 3 auf der Hauptrotorwelle (Antriebszahnradglocke) befestigten Permanentmagnete erhält.
• Er hat einen Zusatzkanalanschluß zur ferngesteuerten, stufenlosen Soll-Drehzahl-Vorwahl (auch im Flug) bzw. zur Abschaltung der Regelung (Bypass-Betrieb).
• Drei Leuchtdioden dienen zur Kontrolle der Reglereinstellungen
und zur Funktionskontrolle des Drehzahlsensors.
• Ein Taster dient zur Programmierung des Reglers (Steuerwegund -Richtungsfestlegung).
• Der Regler ist in klarem Schrumpfschlauch eingeschrumpft.
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5) Begriffsbestimmung:
In der vorliegenden Anleitung werden verschiedene Begriffe
gebraucht, die auch oftmals von Hersteller zu Hersteller eine
unterschiedliche Bedeutung haben. Deren Bedeutung wird im
nachfolgenden Text präzisiert:
5.1 Gaskanal: Damit ist der Kanal gemeint, wo beim Empfänger
ein Servo zur Ansteuerung des Drosselkükens angeschlossen wird.
Dies ist bei der mc18/20 der Kanal 1. Beachten Sie, daß dieser
Kanal von den verschiedenartigsten Einstellreglern im Sender
beeinflußt wird. Dies sind unter anderem:
a) der Autorotationsschalter,
b) die Gasvorwahl (bei der mc18/20 in der Regel bei allen
Pitchstellungen unterhalb des Schwebeflugpunktes wirksam),
c) der Pitchknüppel (mischt in den Gaskanal den Gasanteil dazu,
der bei erhöhter Pitchstellung den erhöhten Energiebedarf
des Rotors ausgleicht),
d) die Pitchtrimmung sowie weitere Mischfunktionen wie z. B.
bei der Betätigung des Heckrotors (Gier-Servo).
Gaskanal in STOP-Stellung heißt, daß alle Trimmhebel, Kippschalter, Knüppel, Schieber und Drehregler, die den Gaskanal beeinflussen, auf der Stellung stehen, die den Motor zum
Stillstand bringen (Ausnahme: Autorotationsschalter nicht in
Autorotationsstellung, sondern in normaler Flugstellung).
Gaskanal in Vollgas-Stellung heißt, daß in der Regel der
Pitchknüppel auf Maximum-Anschlag steht und damit auch
der zugemischte Gasanteil auf Maximum ist.
5.2 Drehzahlvorgabe(-Kanal): Dies ist ein Zusatzkanal, der bei
dem vorliegenden Regler benötigt wird, um den Regelbetrieb mit
einer bestimmten Drehzahl zu ermöglichen. Wird dieser Kanal
nicht angeschlossen, arbeitet der Regler im Bypass-Betrieb (s. u.).
Über diesen Kanal wird die Solldrehzahl (900-2000 U/min) für den
Regelbetrieb vorgegeben. Über diesen Kanal kann auch eine
Umschaltung auf reinen Steller-Betrieb erzwungen werden. Bei
der mc18/20 benutzen Sie bitte den Kanal 8, der im Sender von
einem Schieberegler oder Drehmodul betätigt werden kann. (siehe
Seite 4 - Beispiel Senderbelegung)
5.3 Gasknüppel, Pitchknüppel, Gas/Pitchknüppel: das ist der
eine Knüppel, der die Pitchstellung verändert und gleichzeitig auch
den Gaskanal (Kanal 1) zur Ansteuerung des Motors beeinflußt. Es
ist nicht der Geber für die Gasvorwahl gemeint!
5.4 Minimumgas: Bei der Einstellanleitung des Reglers wird
der Begriff MINIMUMGAS gebraucht. Das entspricht in der
Praxis einer leicht erhöhten Leerlauf-/Standgaseinstellung d. h. in
der Regel ist dies der Wert, der durch die GASVORWAHL am
Sender bei minimalem Pitchwinkel zum Gas-Servo gelangt. Dieses
Gas-Signal wird durch Ihre Gas/Pitchknüppelstellung, durch die
Trimmung, durch die Gasvorwahl und dem Autorotationsschalter
bestimmt. Diese MINIMUMGAS-Stellung wird vom Regler im
Regelbetrieb nicht unterschritten damit a) der Motor nicht ausgehen kann und b) noch genügend Drehmoment beim Gasgeben zur
Verfügung steht.
Dieser Einstellwert, d. h. die Impulslänge des Gaskanales die
dieser Minimumgaseinstellpunkt entspricht, ist auch der Umschaltpunkt, bei dem der Regler vom Regel- auf den Steller-Betrieb
zurückzuschaltet.
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6) Arbeitsweise:
7) Kurz-Wegweiser Inbetriebnahme:
6.1) Reiner Bypass-Betrieb:
Die Inbetriebnahme ist nicht so schwierig, wie es der Umfang
der vorliegenden Bedienungsanleitung vermuten läßt:
Solange die Drehzahlvorgabe auf AUS steht (oder die Drehzahlvorgabe nicht angeschlossen wird) reicht der Regler den
Gaskanal direkt (d. h. ohne regelnde Eingriffe) an das Gasservo weiter.
Im Bypass-Betrieb werden die Hubschrauber-Grundeinstellungen eingestellt und erflogen.
Vorsicht beim Einschalten der Gasvorwahl: Im Bypass-Betrieb
folgt das Servo-Signal direkt dem Gaskanal (Kanal 1).
Bei der mc18/20 empfiehlt es sich daher, über "CODE 92
Schalt.Zeitd." einen Sanftlauf von etwa 10s für die Gasvorwahl und auch für den Autorotationsschalter vorzugeben.
Die REGELUNG LED (grün) ist im Bypass-Betrieb aus.
6.2) Umschaltung auf Regler-Betrieb:
Wenn die Drehzahlvorgabe auf einen Wert von über 5% hinausgeht, der Gaskanal über den gelernten Minimumgaswert
hinausgeht und wenn die Drehzahl mindestens 800U/min
erreicht hat, schaltet der Mikroprozessor vom Bypass-Betrieb in den Regler-Betrieb um. Das selbständige, sanfte
Hochregeln zeigt den Übernahmepunkt an. Der Gasknüppel
hat keinen direkten Einfluß mehr auf die Drehzahl.
Die REGELUNG LED leuchtet sobald der Regelbetrieb eingesetzt hat - auch wenn die Nenndrehzahl noch nicht erreicht ist.
6.3) Zurückschalten auf Bypass-Betrieb:
a) entweder Sie reduzieren die Drehzahlvorgabe (Kanal 8) auf
unter 5% des Geberweges oder
• Installation des Hall-Drehzahlsensors, der Magnete (richtigherum!) und des Drehzahlreglers: Kapitel 8.1)
• Einspeichern der Minimum- und Maximumpunkte von Gaskanal und Drehzahlvorgabe in den Regler: Kapitel 9.1)
• Erfliegen der Gas- zu Pitch Abstimmung, wie gewohnt im
Bypass-Betrieb (Drehzahlvorgabe auf AUS!)
• Übernahme der erflogenen "optimalen" Drehzahl auf die
Drehzahlvorwahl (z.B. Schieberegler, Kanal 8): Kapitel 11)
• fertig
Anmerkungen:
1) Im Graupner-mc18/mc20 Sender wählen Sie bitte Modelltyp 8,
Heli (ohne! Drehzahlregler)
2) Hat Ihr Empfänger weniger als 8 Servoausgänge, so kann unser
k8-sim (Kanal 8 Simulator, Mini-Servotester) den fehlenden
Ausgang ersetzen. Die Soll-Rotor-Drehzahl kann dann nur am
Heli direkt vorgewählt werden.
Im Einzelnen gehen Sie dabei folgendermaßen vor:
8) Montage :
8.1) Hall-Sensor / Magnete:
WICHTIG: Die Einbaurichtung und die Montage des Sensors ist
nicht beliebig!
Achtung: Da die Gasvorwahl etwas oberhalb (nicht gleich!)
dem gelernten Minimum-Gaswert liegen soll, kann im normalen Flugbetrieb der Regler nicht ungewollt durch Veränderungen des Gas-/Pitchknüppels auf Bypass-Betrieb umgeschaltet werden.
Vor dem Einbau muß die aktive Fläche der Magnete im Zusammenspiel mit dem Sensor ermittelt werden. Dazu wird zuerst der
Regler mit dem Sensor verbunden, danach der Regler an den
Empfänger angeschlossen. Wenn Sie nun einen Permanentmagneten in die Nähe des Sensorkopfes halten, leuchtet nur dann die rote
SENSOR LED auf, wenn die passende Magnetseite der (z.B. der
beschrifteten) Sensorseite gegenüberliegt. Leuchtet die LED nicht,
so muß entweder der Magnet oder der Sensor gedreht werden.
Markieren Sie sich daher vor dem Einbau die für die entsprechende
Sensorseite passenden, aktiven Magnetseiten.
c) durch Drehzahlabfall unter einen bestimmten Wert (z. B.
mechanische Blockierung).
Der Sensor ist auf beiden Seiten, d. h. die eine Seite für den
Nordpol, die andere für den Südpol, gleich empfindlich.
d) Gaskanal 1, Drehzahlvorgabekanal 8 oder der Hall-DrehzahlSensor liefert keine Impulse mehr (Kabelbruch).
Bei dem Graupner/Heim System werden 3 Magnete mit einem
geeigneten Klebstoff (z.B. Silikonmasse) in die vorgesehenen
Vertiefungen des Hauprotor-Antriebszahnrades eingeklebt. Es
empfiehlt sich, die Vertiefungen mit einem schräg angebohrten
Entlüftungskanal von ca. 1mm zu versehen.
b) Sie ziehen den Gas/Pitchknüppel (Kanal 1) auf etwas weniger
als Minimumgas zurück. Die Drehzahl sinkt auf den Wert,
der der Knüppelstellung = Gasservostellung entspricht.
Die REGELUNG LED erlischt.
6.4) Drehzahlvorgabe:
Über den Drehzahlvorgabekanal muß eine hubschraubertypische SOLL-Rotordrehzahl vorgegeben werden.
Diese kann auch während des Fluges korrigiert werden (Schwebeflug- und Rundflugvorwahl).
6.5) Programmiertaster:
Zum Einlernen der Knüppelwege und Richtungen besitzt der
Regler eine Taste zur Ersteinstellung des Reglers.
Bei anderen Systemen muß u.U. die Magnetposition erst durch
Bohrungen im Antriebszahnrad hergestellt werden (5.1 mm Durchmesser, 1.5mm tief, im Abstand von genau 120° zueinander). Ein
bloßes, flaches Aufkleben ist aus Sicherheits- und Genauigkeitsgründen nicht zu empfehlen.
Der Hall-Sensor kann beim Graupner/Heim System in die vorgesehenen u-profilartigen Anspritzungen der Seitenteile in etwas
Silikonmasse eingelegt werden und dort mit zwei 7.5mm langen
Schrumpfschlauchringen befestigt werden. Bei anderen Systemen
empfiehlt es sich, den Sensor auf einem Aluwinkel oder einem
Stück Kiefernleiste festzuschrumpfen und diesen/dieses dann im
Abstand von 1-2mm über den Magneten zu montieren.
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mcr-servo drehzahlregler
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8.2) mcr-servo:
Die Kabel zu den Empfängerkanälen 1 (Gas) und 8 (Drehzahlvorgabe) sind mit den entsprechenden Kanalnummern versehen.
Das Kabel zum Hall-Sensor (Drehzahlaufnehmer), das ebenfalls
die Nummer 8, und das Kabel zum (Gas)-Servo das ebenfalls die
Nummer 1 trägt, können durch unpassende Steckverbinder nicht
fälschlich in den Empfänger eingesteckt werden.
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9) Justage:
9.1 Allgemeines
Durch das Rotary-Select Einstellverfahren des Reglers ist es
möglich, den Hubschrauber ohne Umbau der Servo-Anlenkung
oder Änderungen an der Servoumkehr mit dem Drehzahlregler
nachzurüsten!
Die Befestigung des Reglers mit Klettband am Rumpf ist ideal,
die Befestigung mit Kabelbindern möglich, wenn mit Moosgummi
gepolstert wird.
Beachten Sie, daß im Flugbetrieb der Schwebeflugzustand nicht
erst in der Vollgasstellung erreicht wird, da sonst keine Leistungsreserve zur Konstanthaltung der Drehzahl unter Last (Pitcherhöhung) zur Verfügung steht.
8.3) Wenn Sie einen Hubschrauber mit Riemenantrieb besitzen:
Dieses muß durch eine geeignete Auswahl des Motors und des
Getriebes sichergestellt sein.
Der Zahnriemen zum Heckantrieb wirkt wie ein Hochspannungsgenerator. Er lädt sich auf und gibt die Ladung in mehr oder
weniger regelmäßigen Abständen, z. B. bei Berührung mit dem
Heck-Rohr, wieder ab. Die gesamte Elektronik wird durch einen
Knack-Impuls gestört und im ungünstigsten Fall versagt der
Regler in der Luft seinen Dienst!
Das Gasservo und das Drosselküken sollten bei Schwebeflug in
Mittelstellung (50%) stehen, der Motor insgesamt in allen Vergaserstellungen und bei Lastwechseln optimal laufen.
1. Maßnahme: "Erden" Sie alle Metallteile in der Nähe des
Riemens, d.h.: Auch bei einem Verbrenner-Hubschrauber
muß das Metall-Heckrohr elektrisch leitend (Kabel) mit dem
Motorgehäuse verbunden werden. Weitergehende Maßnahmen wie das Verbinden des Heckrotor-Steuergestänges und
der Kufen mit dem Motor sind von Vorteil.
Die Neutral- und Wegeinstellungen sollten unverändert bei 0
bzw. 100% liegen,
es können aber auch, wie oben erwähnt, die bereits ohne Regler
erflogenen Werte für die Minimumgas- und Vollgasposition eingelernt werden. Die hier genannte Neutralpunkt- und Wegeinstellung
im Sender ist vor der untenstehenden Einstellung des MINIMUMGAS- und VOLLGASPUNKTES des Reglers vorzunehmen!
Die Wegeinstellung im Sender ist, ebenso wie die Einstellung
des Reglers, nur bei der ersten Inbetriebnahme erforderlich.
2. Maßnahme: Verbannen Sie alle elektrischen Leitungen, Servos, Bordspannungsanzeigen, Blitzer und natürlich den Empfänger selbst aus dem Umfeld des Riemens.
Eine Feineinstellung kann später noch durch die normale
Gaskurvenkorrektur (3-Punkt oder 5-Punkt Kurve) vorgenommen werden.
3. Sollte dies nicht genügen, kann die Verwendung von metallenen Abtriebs-Zahnrädern weiterhelfen.
Obwohl im reinen Regler-Betrieb diese Justage nicht unbedingt
notwendig wäre, empfiehlt sie sich doch im Hinblick darauf, daß
4. Auch eine Ladungsabnahme auf der Außenseite des Riemens
durch eine weiche, geerdete Metallbürste, die man sich auch
selbst z. B. mit Hilfe von breiter Lotsauglitze herstellen kann,
die bis auf ein ausgefiedertes Ende verlötet, und in Abrollrichtung des Riemens hinter dem Abtriebszahnrad befestigt
wird.
a) zusätzlich der Hubschrauber auch in der Bypass-Stellung
(Steller-Betrieb) geflogen werden kann und
5. Sprühen Sie den Riemen öfter mit GRAPHIT-SPRAY (Kontakt Chemie, Nr. 33, erhältlich in Läden mit Elektronikzubehör) ein. Er erhält dadurch einen leitenden Überzug.
b) sie für die optimale Ausnutzung der Eigenschaften des Reglers Vorteile bringt.
Hinweise:
Es ist zwingend erforderlich, daß beim Einlernen der umseitig
beschriebenen Justagepunkte sowohl der Kanal 1 als auch
der Kanal 8 betätigt werden. Wird aus Ermangelung von
genügend Empfangskanälen der Kanal 8 unbenutzt gelassen,
kann der mcr-servo nicht justiert werden! Abhilfe kann hier
unter Umständen der im Kapitel 10 beschriebene k8-sim
bieten.
Die oben beschriebene Wegeinstellung im Sender ist, ebenso
wie die unten genannte Einstellung des mcr-servo, nur bei
der ersten Inbetriebnahme erforderlich, da die Programmierdaten in einem EEPROM nichtflüchtig gespeichert werden.
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2) Drücken des Tasters während des Einschaltens der Empfangsanlage ununterbrochen mindestens 3 s lang.
REGELUNG LED blinkt langsam, da nun Programmiereingabe erwartet wird.
Achten Sie darauf, daß bei der nachfolgenden Einstellung
des MINIMUMGAS-Punktes sich die betreffenden Einstellregler (siehe Kapitel 5.4) in den korrekten Positionen befinden. Es empfiehlt sich, die Gasvorwahl vor dem Einlernen
etwas zu reduzieren (z.B. um 5% durch die Trimmung) oder
nach dem Einlernen etwas anzuheben damit im Flug beim
Zurückziehen des Gas/Pitchknüppels auf Pitchminimum keinesfalls ungewollt in den Bypass-Betrieb zurückgeschaltet
wird.
100%
Gassignal Sender Kanal 1
1) Sender einschalten, Neutralpunkt- und Wegeinstellungen des
Gaskanals (Kanal 1) im Sender wie unter 9.1 beschrieben
vornehmen: Wegeinstellung des Drehzahlvorwahlgebers (Kanal 8) auf + - 100%, Neutralpunkt auf 0%.
mcr - servo
Gasvorwahl im Flug
9.2) Einstellen (Einlernen, Programmieren)
des Minimum- und Vollgaspunktes
stand 25.3.96, seite 5 von 8
50%
0%
100%
Motor aus
GAS LED ist hell, REGELUNG LED blinkt langsam.
5) Gas/Pitchknüppel auf VOLLGAS,
Drehzahlvorgabe auf 2000 U/min
(beide Geber auf MAXIMUM-Anschlag verstellen!)
6) Programmiertaster kurz drücken, Gaskanal und Drehzahlvorgabewerte werden beide eingelernt.
GAS LED ist aus, REGELUNG LED ist aus.
Warten Sie nach dem Loslassen des Programmiertasters
noch 1-2 Sekunden und beobachten Sie die GAS LED.
Leuchtet die GAS LED nach dieser Zeit wieder auf, haben Sie
einen Fehler bei der Programmierung gemacht, wie z. B. nur
einen der Kanäle 1 oder 8 verändert oder die eingelernte
Wegdifferenz zwischen Minimum- und Maximumpunkt eines Kanales war zu kurz (unter 0.2ms Impulsdifferenz).
7) die Programmierung ist beendet. Gas/Pitchknüppel zur Sicherheit auf STOP stellen und die Drehzahlvorwahl auf AUS,
die GAS LED ist an.
Anmerkung:
Durch das Einlernen des senderseitigen Knüppelweges ergibt
sich automatisch die richtige Drehrichtung des Servos. Ein
Richtungsumschalter ist nicht notwendig. Außerdem haben
Sie es in der Hand, welche minimale Drosselstellung Ihr
Motor im Regelbetrieb einnehmen soll!
10) Aufteilung des Soll-Drehzahlbereiches:
Bypass-Betrieb: Ist die Drehzahlvorgabe (z.B. ein Dreh- oder
Schiebepoti der im Sender auf Kanal 8 wirkt) auf Minimum
gestellt, der Drehzahlvorgabekanal (Kanal 8) nicht am Empfänger
angeschlossen oder die Programmierung fehlerhaft verlaufen, arbeitet der mcr-servo im Bypass-Betrieb. Die Regelung ist abgeschaltet. Das bedeutet, daß die Gasservo-Impulse (Kanal 1), die in
den Regler hineingehen, unverändert an das Gasservo durchge-
Schwebeflug
Vollgas
3) Gaskanal (Kanal 1) auf MINIMUMGAS,
Drehzahlvorwahlgeber (Kanal 8) auf BYPASS-BETIEB
(Anschlag Minimum).
4) Programmiertaster kurz drücken, Gaskanal und Drehzahlvorgabewerte werden beide eingelernt.
50%
Minimumgas-Lernpunkt
Regelung aus/ein
Knüppelstellungen (Gas/Pitch)
reicht werden. (techn. Anmerk.: Die Länge des positiven Pulses ist
gleich, Pausen- und Wiederholzeit können differieren.)
Regel-Betrieb: Ist die Drehzahlvorgabe (z.B. ein Drehpoti oder
ein Schiebepoti das im Sender auf Kanal 8 wirkt) auf einen Weg
größer 5% gestellt (d.h. das Poti befindet sich zwischen 5% und
100% sozusagen im "oberen" Bereich), dann ist die Regelung
freigegeben.
Der Bereich der Regelung ist mit diesem Poti dann zwischen
900-2000 U/min
einzustellen. Dabei wird die Drehzahl am Senderpoti mit logarithmischer Kennlinie stufenlos vorgegeben, d. h. die Drehzahleinstellung erfolgt im unteren Drehzahlbereich feiner als im oberen
Bereich.
Voraussetzung für das ordnungsgemäße Funktionieren des Kanal 8 ist es, daß alle Einstellungen nach Kapitel 9.1 bereits vorgenommen worden sind, damit der Stellbereich und die Stellrichtung
des Drehzahlvorgabekanals (Kanal 8) dem mcr-servo bekannt ist.
Kann der Drehzahlvorgabekanal (Kanal 8) aus Ermangelung
von genügend Empfangskanälen nicht am Empfänger angeschlossen werden, kann der k8-sim oder der k8-sim+ (Kanal 8 Simulator)
angesteckt werden.
Damit ist es möglich, trotz eines fehlenden Drehzahlvorgabekanales im Empfänger, den mcr-servo zu justieren und später
im Regelbetrieb arbeiten zu lassen!
Sie müssen dann lediglich am Boden am k8-sim Ihre Wunschdrehzahl einstellen, die dann während des Fluges natürlich nicht
mehr verstellt werden kann.
Der Unterschied zwischen k8-sim und k8-sim+ ist der, daß
7 feste Drehzahlen am k8-sim+ über einen 8-fach DIL Schalter
gewählt werden, während an dem einfacheren k8-sim nur ein Poti
zur "gefühlsmäßigen" Drehzahlvorgabe vorhanden ist.
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11) Einstellung der Soll-Drehzahl für den
Regler-Betrieb (Drehzahlvorgabe):
Zunächst wird, der Hubschrauber im Bypass-Betrieb eingeflogen (Drehzahlvorgabe Kanal 8 auf AUS). Die Optimierung
von Gasstellung zu Pitch (gleich nahezu konstante Drehzahl)
sollte dabei ebenfalls vorgenommen werden.
1) Drehzahlvorgabe (Kanal 8) zunächst auf AUS.
2) Gas/Pitchknüppel in Drosselstellung.
3) Drehzahlvorgabe auf fast MINIMUM (nicht AUS! d.h. größer
5%) stellen.
4) Gasvorwahl am Sender aktivieren.
5) Gas/Pitchknüppel-Stellung langsam bis zur Schwebeflugstellung erhöhen. Da die Drehzahlvorgabe auf fast MINIMUM
steht, dürfte der Hubschrauber noch nicht abheben.
6) langsame Erhöhung der Drehzahlvorgabe (Kanal 8) bis der
Hubschrauber schwebt.
So ist der Drehzahlregler auf die optimale, durch die vorangegangenen Testflüge ermittelte Drehzahl des Rotors eingestellt!
Natürlich kann die gefundene Einstellung jederzeit korrigiert
werden - wobei dann auch die Pitcheinstellung anzupassen
ist.
Platinenskizze:
Potipositionen
RegelVerstärkung
-
GasVorsteuerung
+-
RV
schulze
+
GV
LEDs
Skizze zum Kapitel Optimierung
12) Optimierung des Regelverhaltens
(Nicht zur Ersteinstellung):
Das Betriebsverhalten des Reglers kann auf zweierlei Arten
verändert werden.
Durch die unterschiedlichen System-Massen (Holz- bzw. GFKBlätter ...) kann eine Optimierung des Regelverhaltens notwendig werden:
12.1) die Regel-Verstärkung kann durch das linke auf der
Leiterplatte befindliche Trimmpoti verändert werden (bitte
benutzen Sie einen Schraubendreher mit genau 2mm Klingenbreite); die Werkseinstellung ist auf dem Klebeetikett des
mcr-servo vermerkt.
Eine Rechtsdrehung bewirkt eine straffere Regelung mit
sehr geringen Drehzahleinbrüchen bei unterschiedlichen Lastbedingungen. Diese hat jedoch einen unruhigeren Motorlauf
zur Folge, da sofort auf kleinste Drehzahlschwankungen
reagiert und nachgeregelt wird.
Bei Linksdrehung wird die Regelung sanfter und ruhiger
mit etwas größeren Drehzahlabweichungen.
Beachten Sie auch, daß der Kreisel auf eine straffere
Regelung bei hoher Kreiselempfindlichkeit unruhiger als bei
sanfter Nachregelung bzw. bei geringer Kreiselempfindlichkeit reagiert.
Eine veränderte Potistellung wird nur nach Aus- und erneutem Einschalten der Empfangsanlage wirksam!
12.2) Rechts neben dem Poti befindet sich ein weiteres Poti, mit
dem die sogenannte Gas-Vorsteuerung eingestellt wird. Die
Vorsteuerung bewirkt ein nahezu perfektes Konstanthalten
der Drehzahl bei Erhöhung (bzw. Reduzierung) des Pitchwinkels, da der Regler dem Motor bereits vorab mehr (bzw.
weniger) Gas gibt bevor die Drehzahl schwanken kann. Diese
Vorabinformation bezieht der Regler aus dem Gassignal.
Daher sollte, um hier optimales Verhalten zu bekommen -wie
bereits erwähnt- die Pitch zu Gas Mischung stimmen.
Der Poti-Stellweg ist in 4 Teile eingeteilt: a) bei Linksanschlag ist die Gas-Vorsteuerung AUS, b) in der 11-UhrStellung wird ein Lastwechsel nur halb und nur in positiver
Pitchrichtung (Lasterhöhung) kompensiert, c) in der 13-UhrStellung werden positive wie negative Lastwechsel halb
kompensiert, d) bei Rechtsanschlag des Potis wird in negative und positive Pitchrichtungen voll kompensiert. Die Werkseinstellung entnehmen Sie wieder dem Klebeetikett des Reglers.
Die Stellungen b) und c) sind die unkritischsten, die
Vorsteuerung greift nicht zu stark in die Regelung ein.
Stellung d) kann bei ungünstiger Abstimmung des Systems
bei Pitcherhöhung sogar zu Drehzahlzuwachs (bzw. umgekehrt) führen!
Eine veränderte Potistellung wird nur nach Aus- und erneutem Einschalten der Empfangsanlage wirksam!
12.3) Oftmals soll die Soll-Drehzahl nicht stufenlos über einen
Schieberegler oder Drehmodul-, sondern über einen Kippschalter mit z. B. 3 Stellungen vorgegeben werden. In diesem
Fall ist ein kleiner Trick bei der Einstellung (Einlernen) des
STOP- und VOLLGASPUNKTES zu beachten:
Reservieren Sie in Ihrem Sender einen Modellspeicher,
den Sie z. B. "HeliJustage" nennen.
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.
mcr-servo drehzahlregler
bedienungsanleitung
In diesem Speicherplatz stellen Sie:
a) die Wegeinstellung/Neutralstellung für den Gaskanal (Kanal 1, betätigt durch den Pitchknüppel) auf Grundeinstellung
(z. B.: 85%, 0%, 100%) (85% bedeutet 15% Minimumgas bei
Knüppelanschlag) und
b) die -Weg-/Neutralstellung/+Wegeinstellung für die Drehzahlvorgabe (Kanal 8) auf 100%, 0%, 100% ein.
Bei der Einstellung nach "a) Einstellen des Minimum- und
Vollgaspunktes" wählen Sie das o. a. ´Modell´ "HeliJustage".
Nach dem Einlernen der Knüppelwege können Sie auf ein
anderes Heli-Programm umschalten und dort den Drehzahlvorgabekanal (Kanal 8) nahezu beliebig durch die Wegverstellung und Neutralstellung auf Ihre Wünsche anpassen.
c) Kippschalter auf "Minimum" (Steller-, Bypassbetrieb): Um in
jedem Fall den Bypass-Betrieb des Reglers zu erreichen,
vergrößern Sie den Weg für die Minimumrichtung auf 150%.
d) Kippschalter auf "Mitte": Eine mittlere Drehzahl kann dann
mit der Neutralpunktverschiebung gewählt werden,
e) Kippschalter auf "Maximum"-Stellung: Eine höhere Drehzahl ist mit der Wegverstellung (Reduzierung) des Maximum-Punktes vorzunehmen.
Anmerkung 1: Eine Verstellung des Neutralpunktes hat bei
verschiedenen Fernsteuerungen auch eine Verschiebung des
Min- und Maximumpunktes zur Folge.
Anmerkung 2: Werden die "verbogenen" Werte der Drehzahlvorgabe dem Regler neu eingelernt, nimmt er diese als neue
100% Werte und das Ergebnis ist nicht das gewünschte.
Daher wird ein spezielles Justageprogramm benötigt.
13) Kontrolle:
Bei dem vorliegenden Regler kann die Arbeitsweise anhand von
drei Leuchtdioden (LEDs) kontrolliert werden.
Die Helligkeit der GAS LED folgt in umgekehrter Weise der
Information des Gas/Pitchkanales und erlischt bei VOLLGAS.
Die REGELUNG LED leuchtet, wenn der Regler nicht als
Steller, sondern als Regler arbeitet (auch wenn die Nenndrehzahl noch nicht erreicht ist)
Die SENSOR LED leuchtet, wenn sich ein Magnet dem Drehzahlsensor nähert.
Die LED´s können einmalig nach der Montage des Reglers, über
einen Radius von größer 5mm, zur besseren Wahrnehmung
zum Betrachter hin gebogen werden. Eine schwarze Papphülse über die LED-Reihe kann bei Bedarf gegen Fremdlicht
schützen.
14) Fehlerbeseitigung
(wenn der Regler "spinnt"):
14.1) Wenn der Regler sich bei bzw. nach Kapitel 9.2:
Einstellung nicht einstellen läßt :
a) nach dem Loslassen der Taste nach Einschalten der Betriebsspannung bleiben die REGELUNG LED und GAS
LED aus:
Der Empfänger bzw. der Sender ist nicht eingeschaltet, der
Regler bekommt keine gültigen Signale vom Empfänger, der
Regler geht nach 10 s selbsttätig auf Normalbetrieb - mit den
alten, nicht gewünschten Lernwerten!
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stand 25.3.96, seite 7 von 8
b) nach dem Programmiervorgang erlischt die GAS LED
etwa 1 Sekunde lang und bleibt dann trotz Bewegung des
Gasknüppels an:
Sie haben nur einen Kanal beim Einlernen verändert bzw
der Autorotationsschalter war noch aktiv und hat eine Veränderung des Gaskanales verhindert. Zur Weglänge- und Richtungsfeststellung müssen Gas- und Drehzahlvorgabekanal
verändert werden. Die ordnungsgemäße Funktion der Kanäle
1 und 8 können Sie kontrollieren, indem Sie statt des Reglers
je ein Servo an die Empfängerkanäle anschließen und dann
die Geber am Sender betätigen. Auch bei zu geringer Wegdifferenz (kleiner 0.2ms Impulsdifferenz, normal sind etwa 0.61ms) zeigt Ihnen der Regler diese Störung an. Der Regler
arbeitet dann, falls sie die Programmierung nicht korrigieren,
nur im Bypass Betrieb.
14.2) Der Regler geht nicht in den Regelbetrieb über
(grüne LED leuchtet nicht):
a) Die Drehzahlvorgabe (Kanal 8) steht noch auf Bypass-Betrieb
(<5% Weg).
b) Sie haben noch keine 800 U/min erreicht.
c) Auf dem Gaskanal (Kanal 1) sind die Impulse noch unterhalb
der eingelernten MINIMUMGAS-Länge, weil die Gasvorwahl oder die Trimmung nicht stimmt oder der Autorotationsschalter noch auf Autorotation steht.
d) Sie haben einen Kabelbruch im Kanal 8 oder der Hall-SensorZuleitung.
14.3) Sie können den Motor nicht ausstellen:
Die Gasvorwahl ist noch eingeschaltet, der Gasknüppel ist
nicht in AUS-Stellung oder die Trimmung ist nicht weit
genug zurück.
Eventuell gibt der Autorotationsschalter nicht den korrekten AUS-Wert vor.
14.4) Bei rasanten Sinkflügen zeigt das Modell eine erhöhte
Systemdrehzahl:
Im Regel-Betrieb wird nie weniger Gas gegeben, als durch
die MINIMUMGAS-Stellung vorgegebenen ist, um ein Ausgehen des Motors zu verhindern. Durch die negative Pitchstellung und dem Freilauf dreht der Rotor von allein hoch.
Wenn der Motor mit hochdreht stimmt u. U. die Gemischeinstellung nicht!
14.5) Nach der Ladung bleibt die Systemdrehzahl trotz
minimaler Gasknüppelstellung zu hoch. Erst nach Erhöhung des Pitchwinkels nimmt die Drehzahl ab.
Im Regel-Betrieb wird nie weniger Gas gegeben, als durch
die MINIMUMGAS-Stellung vorgegebenen ist, um ein Ausgehen des Motors zu verhindern. Entweder ist die MINIMUMGAS Stellung zu hoch eingelernt, so daß das Drosselküken nicht weit genug zu geht oder das Kraftstoffgemisch ist
beim letzten Flug zu weit abgemagert, so daß sich daher eine
zu hohe Drehzahl ohne Last ergibt.
14.6) Die Regelung erfolgt nicht stetig sondern das Gasservo
wird abwechselnd auf- und zugesteuert:
a) Überprüfen Sie die Leichtgängigkeit Ihres Gasgestänges und
die einwandfreie, ruckfreie Arbeit des Gasservos.Das Gasservo muß in jedem Falle schneller laufen als die Pitch- Nickund Roll- Servos, sonst kann die Regelung nicht ohne größere
Drehzahleinbrüche funktionieren! Tauschen Sie es u. U.
gegen einen Typ mit höherer Auflösung und schnellerer
Stellgeschwindigkeit aus.
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mcr-servo drehzahlregler
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bedienungsanleitung
b) Überprüfen Sie die Gyro-Wirkung.
c) Verringern Sie die Regelverstärkungs-Einstellung am RVTrimmpoti durch Linksdrehung. Im Besonderen ist dies
das Mittel der Wahl, wenn der Regler eine zu geringe RotorSchwungmasse "sieht" und deshalb pumpt. Dieses Pumpen
kann auch beim schnellen Abstieg auftreten, wenn der Freilauf wegen erhöhter Rotordrehzahl auskuppelt. (Die Wirkung dieses für den Regelkreis ungünstige Auskuppeln des
Freilaufes kann man abschwächen, indem man die 3 Sensormagnete nicht an den vorgesehenen Stellen im Zahnkranz,
sondern auf einer fest mit der Hauptrotorwelle verbundenen Scheibe montiert die dadurch in jedem Fall die echte
Rotordrehzahl an den Regler weitermeldet.)
14.7) Der Regler regelt den Motor u. U. in bestimmten
Abständen während des Fluges kurz auf oder ab:
Dies ist in der Regel eine Empfangsstörung. Der Regler schaltet,
bis die Störung vorbei ist und zuvor ein gültiges Empfangssignal vorgelegen hat, auf Bypass-Betrieb um. Er signalisiert
Ihnen dadurch die Störung. Am häufigsten sind bei riemengetriebenen Hubschraubern die statischen Aufladungen die
Ursache! Sie treten auch ohne Drehzahlregler als Empfangsstörung zutage! Über deren Beseitigung lesen Sie bitte im
Abschnitt 8.3: Montage nach.
14.8) Wenn alles nicht hilft: Neuprogrammierung der Gaskanal- und Drehzahlvorgabedaten:
Die Regler besitzen ein EEPROM zum nichtflüchtigen Speichern von Daten (Ihre modellspezifischen Weg- und Richtungsinformation der Kanäle 1 und 8). Diese sind zwar mehrfach gesichert abgespeichert, können jedoch u. U. durch
statische Aufladung unlesbar werden. Wenn die Daten im
EEPROM zerstört sind, können diese, sofern kein physikalisch bedingter Defekt vorliegt, durch Neuprogrammierung
(Einlernen des Minimumgas- und VOLLGASPUNKTES)
wiederhergestellt werden.
stand 25.3.96, seite 8 von 8
15) Gewährleistung:
Alle mcr-servo sind vor dem Versand sorgfältig unter Praxisbedingungen mit Akkus am Motor geprüft worden.
Sollten Sie Grund zur Beanstandung haben, schicken Sie das
Gerät mit einer eindeutigen Fehlerbeschreibung ein. Der Text
"Keine 100% Funktion" reicht nicht! Testen Sie die mcr-servo
vor einer eventuellen Rücksendung noch einmal sorgfältig, da die
Prüfung eines funktionsfähig eingesandten Gerätes Kosten verursacht, die wir Ihnen berechnen! Dabei ist es unerheblich, ob das
funktionsfähige Gerät noch in der Garantiezeit oder danach eingesandt wird. Die Bearbeitung eines Gewährleistungsfalles erfolgt
gemäß den aktuell gültigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen,
die Sie aus unserem Katalog kennen.
Noch ein Hinweis: Wenn Sie ein Problem mit einem Gerät von
uns haben, schicken Sie es bitte direkt an uns zum Service ohne
vorher daran herumzubasteln. So erfolgt die Reparatur am schnellsten, die Kosten bleiben niedrig und Garantiefehler werden zweifelsfrei erkannt. Dann können Sie auch sicher sein, daß nur Originalteile eingesetzt werden, die in das Gerät hineingehören (Leider
haben wir schon schlechte Erfahrungen mit angeblichen Servicestellen machen müssen). Hinzu kommt, daß bei Fremdeingriffen
der Gewährleistungsanspruch erlischt. Da durch unsachgemäße
Reparaturversuche zudem Folgeschäden eintreten können, deren
Reparaturkosten von uns im Bezug auf den Wert des Gerätes nicht
mehr abgeschätzt werden können, wird eine Reparatur derartiger
Geräte unter Umständen von uns ganz abgelehnt.
16) Technische Daten
Betriebsspannung ca.
Gewicht mit Kabel + Taster ca.
Abmessungen ca.
Sollwert-Drehzahlvorgabe ca.
Regel-Übernahmepunkt ca.
4,8-6
38
50 x 32 x 10
900 - 2000
800
V
g
mm
U/min
U/min
17) Beispiel: Belegung der Senderund Empfängeranschlüsse:
a) Anschluß externer analog-Bedienungselemente
auf der mc18/20 Senderleiterplatte:
ch 5:
ch 6:
ch 7:
ch 8:
ch 9:
AUX.:
frei
Pitchtrim
Gyro-Empfindlichkeit
Drehzahlvorgabe für mcr-servo
Gasvorwahl
frei
b) Anschluß des Drehzahlreglers
an den Empfänger:
ch 1:
ch 2:
ch 3:
ch 4:
ch 5:
ch 6:
ch 7:
ch 8:
ch 9:
Taster
mcr-servo
Gasservo
1 Servo
Sensor 8
Drehzahlvorgabe 8
Gas 1
Gaskanal für mcr-servo
Roll 1
Nick 1
Gier (Heck)
frei / Nick 2
Pitch / Roll 2
Gyro-Empfindlichkeit
Drehzahlvorgabe mcr-servo
frei / Einziehfahrwerk / LED-Spannungskontrolle (blinki)
schulze elektronik gmbh • prenzlauer weg 6 • D-64331 weiterstadt • tel: 06150/1306-5, fax: 1306-99
internet: http://www.schulze-elektronik.com
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