future-l, -xl, -xxl
future-l, xl, xxl
schulze
Power-Drehzahlsteller für bürstenlose / sensorlose Motoren
elektronik
gmbh
Bedienungsanleitung ab V 1
Stand: 23 JUN 2011
Anschlussplan future-l-Serie
14
Abbildung future-l-32.115
7
12
4
3
14
8
o
r
b
b
r
o
5
13
14
1
2
6
9
Bildlegende:
11 b r o
10
14
b = braun
r = rot
o = orange
1 Anschlusskabel zum Empfänger, 3-polig
2 Akkuanschluss Minus (-). . schwarz
3 Akkuanschluss Plus (+). . rot
Hinweis:
Bei den future-l mit je zwei parallelen Kabeln müssen diese Kabel paarweise (+ und -) an
zwei Akkupacks angeschlossen werden (Parallelschaltung für höhere Belastbarkeit)
4 Motoranschluss* . . . . . rot
. . . . . . . . (für Drehrichtungsumkehr blau, schwarz)
5 Motoranschluss* . . . . . weiss, gelb . . . . . (für Drehrichtungsumkehr weiss, gelb)
6 Motoranschluss* . . . . . blau, schwarz . . . (für Drehrichtungsumkehr rot)
7
8
9
10
11
12
13
14
DIL-Schalter
. .
BalCab20-Stiftleiste
5 V-SIO . . . . . .
USB-Anschluss . . .
HALL-Eingang . . .
Temperatur-Eingang
Temperatur-Eingang
Befestigungslöcher
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
. .
.
.
.
.
.
.
.
.
zur Wahl der Betriebsart(en)
Balanceranschluss - Schulze BalCab20 kompatibel
Zum Auslesen der Logger-Daten und Firmwareupgrades
wie 9). Nicht bei spritzwassergeschützten Typen
Für Luftschrauben-Positionierung bzw. Acro-Betriebsart
Zum Anschluss des Motor-Temperatur-Fühlers (Oberseite)
Zum Anschluss des Akku-Temperatur-Fühlers (Unterseite)
Schrumpfschlauch um die Löcher entfernen und generell
Schwinggummi-Abstandsbolzen mit 3 mm Gewinde benutzen
(*) Zum Anschluss der Motoren und zur Drehrichtungsumkehr gilt grundsätzlich:
1) Es können sensorlose und sensorgesteuerte Motoren angeschlossen werden
(Bei sensorgesteuerten Motoren bleibt deren 5-polige Sensor-Buchsenleiste unbenutzt)
2) Die Anschlussreihenfolge der drei Motorkabel ist beliebig
3) Zur Drehrichtungsumkehr müssen zwei der drei Motorkabel getauscht werden
Schulze Elektronik GmbH • Prenzlauer Weg 6 • D-64331 Weiterstadt • Fon: 06150/1306-5, Fax: 1306-99
http://www.schulze-elektronik-gmbh.de
hotline@schulze-elektronik-gmbh.de
-1d-
future-l, xl, xxl
schulze
Power-Drehzahlsteller für bürstenlose / sensorlose Motoren
elektronik
gmbh
Bedienungsanleitung ab V 1
Stand: 23 JUN 2011
Anschlussplan future-xl-Serie
Abbildung future-xl-32.200 / 32.202 / 40.160 / 40.161 (WK)
7
12
4
14
14
3
8
o
r
b
5
b
r
o
14
1
2
6
9
13
11 b r o
10 14
Bildlegende:
b = braun
r = rot
o = orange
1 Anschlusskabel zum Empfänger, 3-polig
2 Akkuanschluss Minus (-). . schwarz
3 Akkuanschluss Plus (+). . rot
Hinweis:
Bei den future-xl mit je zwei parallelen Kabeln müssen diese Kabel paarweise (+ und -) an
zwei Akkupacks angeschlossen werden (Parallelschaltung für höhere Belastbarkeit)
4 Motoranschluss* . . . . . rot
. . . . . . . . (für Drehrichtungsumkehr blau, schwarz)
5 Motoranschluss* . . . . . weiss, gelb . . . . . (für Drehrichtungsumkehr weiss, gelb)
6 Motoranschluss* . . . . . blau, schwarz . . . (für Drehrichtungsumkehr rot)
7
8
9
10
11
12
13
14
DIL-Schalter
. .
BalCab20-Stiftleiste
5 V-SIO . . . . . .
USB-Anschluss . . .
HALL-Eingang . . .
Temperatur-Eingang
Temperatur-Eingang
Befestigungslöcher
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
. .
.
.
.
.
.
.
.
.
zur Wahl der Betriebsart(en)
Balanceranschluss - Schulze BalCab20 kompatibel
Zum Auslesen der Logger-Daten und Firmwareupgrades
wie 9). Nicht bei spritzwassergeschützten Typen
Für Luftschrauben-Positionierung bzw. Acro-Betriebsart
Zum Anschluss des Motor-Temperatur-Fühlers (Oberseite)
Zum Anschluss des Akku-Temperatur-Fühlers (Unterseite)
Schrumpfschlauch um die Löcher entfernen und generell
Schwinggummi-Abstandsbolzen mit 3 mm Gewinde benutzen
(*) Zum Anschluss der Motoren und zur Drehrichtungsumkehr gilt grundsätzlich:
1) Es können sensorlose und sensorgesteuerte Motoren angeschlossen werden
(Bei sensorgesteuerten Motoren bleibt deren 5-polige Sensor-Buchsenleiste unbenutzt)
2) Die Anschlussreihenfolge der drei Motorkabel ist beliebig
3) Zur Drehrichtungsumkehr müssen zwei der drei Motorkabel getauscht werden
-2d-
future-l, xl, xxl
schulze
Power-Drehzahlsteller für bürstenlose / sensorlose Motoren
elektronik
gmbh
Bedienungsanleitung ab V 1
Stand: 23 JUN 2011
Anschlussplan future-xxl-Serie
Abbildung future-xxl-40.300 / 40.303 K oder WK
14
14
2
3
4
8
b
r
o
5
7
1
3
2
6
14
15
14
Bildlegende:
11 b r o
10
b = braun
r = rot
o = orange
13
9
12
1 Anschlusskabel zum Empfänger, 3-polig
2 Akkuanschluss Minus (-). . schwarz
3 Akkuanschluss Plus (+). . rot
Hinweis:
Für eine ausreichend hohe Belastbarkeit müssen bei den future-xxl diese Kabel paarweise
(+ und -) an zwei Akkupacks angeschlossen werden (um diese parallel zu schalten).
4 Motoranschluss* . . . . . rot
. . . . . . . . (für Drehrichtungsumkehr blau, schwarz)
5 Motoranschluss* . . . . . weiss, gelb . . . . . (für Drehrichtungsumkehr weiss, gelb)
6 Motoranschluss* . . . . . blau, schwarz . . . (für Drehrichtungsumkehr rot)
7
8
9
10
11
12
13
14
DIL-Schalter
. . .
BalCab20-Stiftleiste .
5 V-SIO . . . . . . .
USB-Anschluss . . . .
HALL-Eingang + LED
Temperatur-Eingang
Temperatur-Eingang
Befestigungslöcher .
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
zur Wahl der Betriebsart(en)
Balanceranschluss - Schulze BalCab20 kompatibel
Zum Auslesen der Logger-Daten und Firmwareupgrades
wie 9). Nicht bei spritzwassergeschützten Typen
Für Luftschrauben-Positionierung bzw. Acro-Betriebsart
Zum Anschluss des Motor-Temperatur-Fühlers
Zum Anschluss des Akku-Temperatur-Fühlers
Generell zur Befestigung Schwinggummi-Abstandsbolzen
mit 3 mm Gewinde benutzen
15 „aldis-HV“ Ausgang . . . ist bei Vollgas aktiviert (Anschluss bei Bedarf nachrüstbar)
(*) Zum Anschluss der Motoren und zur Drehrichtungsumkehr gilt grundsätzlich:
1) Es können sensorlose und sensorgesteuerte Motoren angeschlossen werden
(Bei sensorgesteuerten Motoren bleibt deren 5-polige Sensor-Buchsenleiste unbenutzt)
2) Die Anschlussreihenfolge der drei Motorkabel ist beliebig
3) Zur Drehrichtungsumkehr müssen zwei der drei Motorkabel getauscht werden
-3d-
Sehr geehrter Kunde,
mit dem future-l, -xl oder -xxl haben Sie einen mikrocomputergesteuerten Drehzahlsteller für
bürstenlose und sensorlose 3-Phasen-Drehstrommotoren erworben, der vollständig aus deutscher Entwicklung und Fertigung stammt.
Die future gehören zu den leistungsstärksten Drehzahlstellern für Modelle aller Art weltweit.
Die future haben die intelligenteste und daher universellste Software, die Ihnen die Möglichkeit
eröffnet, nahezu alle auf dem Markt befindlichen bürstenlosen Motoren optimal mit diesem Drehzahlsteller (oder Regler) zu betreiben.
Das ips (intelligent programming system für future-l, -xl, -xxl), garantiert einfachste Konfigurierung auf alle Fernsteueranlagen sowohl vom Knüppelweg, wie auch der Betriebsmodi.: Die Konfiguration der Knüppelwege erfolgt im Flächenflugprogramm vollautomatisch, und der eingebaute
DIL-Schalter ermöglicht eine einfache und übersichtliche Einstellung aller Betriebsmodi.
Das integrierte Motorstecksysten, mit denen alle future ausgerüstet sind, ermöglicht einen
raschen Wechsel von einem zum anderen Modell.
Inhalt
Kapitel
1
2
3
4
5
6
7
8
8.1
8.2
8.3.1
8.3.2
8.3.3
8.3.4
8.3.5
9
10
11
12
13
14
15
16
Thema
Anschlusspläne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Warnhinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Hinweise zum störungsfreien und sicheren Betrieb . . . .
Typen, Anwendungsbereiche und Gemeinsamkeiten . .
Schutzschaltungen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kontrollanzeigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Einbau- und Anschlussvorschrift . . . . . . . . . . . . .
Steckverbindersysteme und Montagevorschrift . . . . .
Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Das intelligente Programmiersystem ips . . . . . . . . . . .
Symbole und Begriffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Betriebsart für Flächen-Flug-Modelle . . . . . . . . . . . . .
Betriebsart für Acro Flächen-Flug-Modelle . . . . . . . . .
Betriebsart für Hubschrauber-Modelle und wichtige Hinweise
Betriebsart für Auto-Modelle
. . . . . . . . . . . . . . . .
Betriebsart für Boots-Modelle . . . . . . . . . . . . . . . .
Tipps . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Schnittstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Schnittstellen-Protokolle . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zubehör . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Erweiterte Funktionen des future-xxl . . . . . . . . . . .
Rechtliches . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Produktübersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
-4d-
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Seite
.
1
.
5
.
6
.
7
.
8
.
9
.
10
.
12
. 13-21
.
13
.
14
.
15
.
16
.
17
.
20
.
21
.
22
.
23
.
24
.
25
.
26
.
27
.
28
.
28
1
Warnhinweise
Gehen Sie mit Motoren, die Schiffs- oder
Luftschrauben antreiben, sorgsam um.
Bei angeschlossenem Antriebsakku gilt:
Halten Sie sich niemals im Gefährdungsbereich der Antriebsschrauben auf!
Auch rotierende Teile eines Autos können
Verletzungen verursachen.
Technische Defekte elektrischer oder mechanischer Art können zum unverhofften
Anlaufen des Motors und/oder herumfliegenden Teilen führen, die Sie erheblich verletzen
können!
Das CE-Zeichen berechtigt Sie nicht zum
sorglosen Umgang mit Antrieben!
Den future dürfen Sie ausschliesslich in
Modellen verwenden. Der Einsatz in manntragendem Fluggerät ist verboten!
Der future ist nicht verpolungs- und verwechslungsgeschützt. Das bedeutet für Sie:
Vertauschen Sie niemals PLUS mit MINUS
(Verpolung)! Schliessen Sie den Antriebsakku niemals an die Motoranschlusskabel an
(Verwechslung)!
Folge: Irreparable Schäden am future!
Schützen Sie den future vor Feuchtigkeit.
Ein nass gewordenes und wieder getrocknetes Gerät sollten Sie überprüfen und reinigen
lassen!
Wir können Ihren future bei Bedarf gegen
Aufpreis durch Tauchlack gegen Spritzwasser schützen.
Betreiben Sie niemals den future an einem
Netzteil. Beim Abbremsen erfolgt eine Energierückspeisung.
Folge: Die dadurch resultierende Überspannung zerstört den future und/oder das Netzteil.
Vorsicht beim Ausschalten des Empfängerakkus: Je nach Empfängertyp können in
diesem Moment fehlerhafte Gasimpulse zum
future geschickt werden, der dann ungewollt
den Motor anlaufen lässt.
Trennen Sie niemals den Antriebsakku vom
future, wenn der Motor noch läuft, was zu
Schäden führen würde.
Vermeiden Sie Stoss- und Druckbelastung
auf den future.
Überschreiten Sie niemals die maximale
Länge der Anschlusskabel zwischen Akku
und future (max. Länge siehe Kapitel 6.3.1).
Die Verkabelung im Akku muss ebenfalls
kürzestmöglich sein. Strommessungen dürfen aus diesem Grund nur mit einer Stromzange und nicht mit einem Shunt durchgeführt werden, sonst sind Schäden unvermeidlich!
Halten Sie die Anschlusskabel zum Motor so
kurz wie möglich (max. Länge 10 cm).
Trennen Sie immer den Antriebsakku vom
future, wenn Sie ...
... Ihr Modell nicht benutzen und/oder
....den Antriebsakku aufladen wollen.
Der Ein-/Ausschalter bei einem Drehzahlsteller mit BEC trennt den Drehzahlsteller
nicht vom Akku!
Der future enthält Überwachungsschaltungen, die nur bei voll funktionstüchtigem Gerät
schützend eingreifen können.
Bei (Wicklungs-)Kurzschlüssen arbeitet die
Temperaturüberwachung zu träge. Stellen
Sie den Motor sofort aus, um dauerhafte
Schäden am Drehzahlsteller zu vermeiden!
Bedenken Sie: Die vorhandenen Überwachungsschaltungen können nicht jeden unzulässigen Betriebszustand erkennen wie z. B.
einen Kurzschluss zwischen den Motorkabeln. Auch eine Strombegrenzung bei blokkiertem Motor tritt nur dann ein, wenn der
Blockierstrom des Motors weit über dem
Spitzenstromwert des Reglers liegt. Wird z.
B. ein 20 A Motor an einem 80 A Regler/
Steller betrieben, wird die Stromüberwachung
im Blockierfall keinen unzulässig hohen
Strom erkennen.
Allgemeine Information
Wenn Sie einen future mit BEC benutzen,
dann schliessen Sie auf keinen Fall einen
Empfängerakku oder eine Akkuweiche an
Ihren Empfänger an. Es können Schäden am
Drehzahlsteller entstehen und/oder der Empfängerakku könnte sogar ungewollt den
Motor mit Strom versorgen.
-5d-
2
Hinweise zum störungsfreien und sicheren Betrieb
Verwenden Sie für die Steckverbindungen immer nur Typen gleicher Konstruktion, Materials und Hersteller.
Kontrollieren Sie regelmässig alle Akkuanschluss-, Empfänger- und Schalterkabel auf Bruch und blanke Stellen (Kurzschlussgefahr!), die die Empfängerstromversorgung lahmlegen können.
Achten Sie darauf, dass...
... der Empfänger und dessen Antenne
von allen Starkstrom führenden Kabeln,
dem Drehzahlsteller, dem Motor und auch
dem Antriebsakku mindestens 3 cm Abstand hat. Es können z. B. die Magnetfelder um die Starkstromkabel den Empfänger stören!
... alle Starkstrom führenden Kabel so
kurz wie möglich sind. Die maximale Gesamtkabellänge zum Motor sollte in der
Regel 10 cm, die Kabel zum Akkupack
dürfen niemals die in Kapitel 6.3.1 genannten Längen überschreiten.
... alle Starkstrom führenden Kabelpaare
ab 5 cm Länge verdrillt sein müssen. Im
Besonderen gilt dies für die Kabel vom
Drehzahlsteller zum Motor, die eine besonders hohe Störstrahlung abgeben.
... beim Auto, sofern keine Kurzantenne
verwendet wird, die Antenne in Empfängernähe mäanderförmig zusammengelegt
wird und das Ende in ein senkrecht dazu
montiertes Röhrchen eingeschoben wird.
... beim Flugzeug die Empfängerantenne
mit ca. halber Länge am bzw. im Rumpf
entlang verlegt und der Rest frei herunterhängt (Vorsicht, nicht drauftreten); keinesfalls zum Leitwerk spannen!
... beim Boot die Empfängerantenne mit
etwa halber Länge oberhalb der Wasserlinie verlegt wird und der Rest in ein senkrecht dazu montiertes Röhrchen eingeschoben wird.
Bevor Sie den Empfänger einschalten:
Vergewissern Sie sich, dass...
... Sie Ihre Sendefrequenz als Einziger
nutzen (gleiche Kanalnummer).
... der Gashebel in der Regel auf STOPP
steht und Sie erst dann Ihren Sender
einschalten (Ausnahmen siehe Kapitel 9).
Vergewissern Sie sich durch Reichweiteversuche (Senderantenne ganz eingeschoben, Motor auf Halbgas laufend) von
der vollen Empfangsleistung. Allgemein:
Empfangsstörungen treten bei BEC-Stellern oder -Reglern leichter auf, da bei
diesen die trennende Lichtstrecke eines
Optokopplers fehlt.
Beachten Sie: Beim Einsatz an der unteren Spannungsgrenze sinkt die Strombelastbarkeit indirekt drastisch. Durch hohe
Motorströme und die dadurch einbrechenden Akkuspannung wird der Motorstrom
dann zurückgeregelt bzw. abgeschaltet,
wenn die interne Spannungsversorgung
des future bzw. des BEC-Systems gefährdet ist. Benutzen Sie aus diesem
Grund immer hochwertige, niederohmige
Akkus. Weiterhin garantiert die sogenannte Inline-Verlötung die niedrigsten Verluste, das niedrigste Akkugewicht und die
kürzeste Kabellänge!
Von einer stabilen Spannungslage der
Akkus profitiert auch Ihr Empfänger, wenn
er von einem BEC-System versorgt wird.
Er arbeitet störungsfreier, wenn die BECSpannung stabil ist.
Das CE-Zeichen garantiert Ihnen, dass
alle Vorschriften zum störungsfreien Betrieb des Gerätes eingehalten werden.
Sollten Sie dennoch Probleme bei dem
Betrieb des future haben, so liegen die
Probleme oftmals an der unsachgemässen Zusammenstellung der Komponenten
der Empfangsanlage oder dem unbedachten Komponenteneinbau.
-6d-
3 Typen, Anwendungsbereich und Gemeinsamkeiten
Gemeinsamkeiten
Typen-Übersicht
Die future-l, -xl, -xxl sind alle universell einsetzbar für Flugzeuge, Hubschrauber, Boote und
Automodelle. Sie besitzen einen Optokoppler,
welcher für geringste Rückwirkungen mit Ihrem
Empfänger sorgt (Störungsarmer Betrieb).
Warnung: Wenn der Optokoppler durch die
Benutzung eines externen BEC-Systems überbrückt wird kann dieses zu Störungen führen.
future-l
Die future-l und -xl besitzen ganz bewusst eine
relativ grosse Leiterplatte mit viel Kupfer in den
Innenlagen. Sie dient als integrierter Kühlkörper,
die im Besonderen die Wärme, die im Besonderen beim Teillastbetrieb anfällt, gut verteilen und
ableiten kann.
„K“-Typen:
Alle future mit einem einzelnen „K“ in der Typenbezeichnung besitzen einen Rippenkühlkörper.
Damit wird eine extrem hohe Teillastfestigkeit
erreicht, d. h. ein überwiegender Betrieb mit
Teillast bei hohen Zellenzahlen führt nicht so
schnell zur Übertemperatur.
„WK“-Typen:
Diese Typen sind durch einen Tauchlack spritzwassergeschützt. Je nach Type sind sie zudem
noch mit einem (-l) oder zwei Wasser-Kühlrohr/en
(-xl) ausgestattet. Der -xxl besitzt einen AluKühlblock mit interner mäanderförmige Kühlung.
• “Auto-Scharf”-Funktion & “Power On Reset”.
• Äusserst feinfühlige Drehzahlsteuerung mit bis
zu 2048 Schritten im gesamten Stellbereich.
• RC-Car Programm mit proportionaler Bremse.
• RC-Car- und Boots-Programm mit zuschaltbarem Rückwärtsgang.
• “ips” (intelligent programming system). Keine
Potis! Der future arbeitet je nach Betriebsmodus
mit festen Knüppelwegen oder wird bei jeder
Inbetriebnahme automatisch auf die Knüppelwege des verwendeten Senders konfiguriert.
future-l-24.150WK
Für 10-24 Nickel- bzw. 3-8 Lithium-Zellen.
150 A Vollgas für 3 Ah, 200 A für 10 sec.
Durch den Kühlwasseranschluss und Spritzwasserschutz im Besonderen in Booten und
Autos einsetzbar.
future-l-32.115
Für 10-32 Nickel- bzw. 3-10 Lithium-Zellen.
115 A Vollgas für 3 Ah, 150 A für 10 sec.
future-l-32.115WK
Wie oben, jedoch durch den Kühlwasseranschluss und Spritzwasserschutz im Besonderen in Booten und Autos einsetzbar.
future-l-40.100
Für 10-40 Nickel- bzw. 3-14 Lithium-Zellen.
100 A Vollgas für 3 Ah, 133 A für 10 sec.
future-l-40.100WK
Wie oben, jedoch durch den Kühlwasseranschluss und Spritzwasserschutz im Besonderen in Booten und Autos einsetzbar.
future-xl
WK-Typen: Mit Kühlwasseranschluss und
Spritzwasserschutz, daher vorzugsweise in
Booten und Autos einsetzbar.
future-xl-32.200 / 32.202 WK
Für 10-32 Nickel- bzw. 3-10 Lithium-Zellen.
200 A Vollgas für 3 Ah, 260 A für 10 sec.
future-xl-40.160 / 40.161 (WK)
Für 10-40 Nickel- bzw. 3-14 Lithium-Zellen.
160 A Vollgas für 3 Ah, 210 A für 10 sec.
• Der Motor dient bei der Inbetriebnahme als
Lautsprecher zur akustischen Rückkopplung.
future-xxl
• Automatische Timing- und TaktfrequenzVerstellung.
future-xxl-40.300K / 40.303K bzw. WK
Für 12-40 Nickel- bzw. 4-14 Lithium-Zellen.
300 A Vollgas für 3 Ah, 400 A für 10 sec.
• Anschlüsse (Sensoren nicht enthalten):
2 Temperatursensoren, HALL-Sensor, 5V-SIO,
USB (nicht bei „W“-Typen).
Schulze BalCab20 Balancerkabel-Anschluss zur
Überwachung der einzelnen Lithium-Zellen im
Pack. Wird dieser nicht angeschlossen, erfolgt
eine automatische Gas-Abregelung bei 59 % oder
66 % der Ansteckspannung bei allen Akkutypen.
WK-Typen: Mit Kühlwasseranschluss und
Spritzwasserschutz.
future-xxl-40.333K bzw. WK
Für 12-40 Nickel- bzw. 4-14 Lithium-Zellen.
330 A Vollgas für 3 Ah, 440 A für 10 sec.
-7d-
4
Schutzschaltungen
4.4 Maximaldrehzahlüberwachung
Hinweis: Die Überwachungsschaltungen können
nicht jeden unzulässigen Betriebszustand erkennen.
4.1 Temperaturüberwachungen
4.1.1 Die Temperaturüberwachung der PowerMOSFETs und der Leiterplatte drosselt den Motor
kurz und schaltet ihn ab wenn kein Temperaturrückgang erfolgt. Diese Abschaltung können Sie
durch die „Auto-Scharf“-Funktion (Gashebel für
ca. 2 s auf Stopp stellen) zurücksetzen.
Bei Wicklungskurzschlüssen arbeitet die Temperaturüberwachung zu träge. Stellen Sie den Motor
sofort aus, um dauerhafte Schäden am Drehzahlsteller zu vermeiden.
4.1.2 Die Temperaturüberwachung über die
externen Sensoren drosselt den Motor auf 50%
der Leistung (Heli 90% der eingestellten SollDrehzahl) um dem Benutzer die Übertemperatur
zu signalisieren. Das auslieferseitige Limit für die
Motortemperatur ist 100°C, das Limit für die
Akkutemperatur ist 70 °C.
Die future nehmen das Gas zur Begrenzung der
maximalen Drehzahl zurück. Der Betrieb ist in
diesem Zustand nur für max. 1 Sekunde erlaubt,
da einige Motoren überhitzen können. Nach 2
Sekunden bei maximaler Drehzahl wird der Motor
abgeschaltet.
DAHER:
Motoren nicht ohne Luftschraube laufen lassen.
4.5 Minimaldrehzahlüberwachung
Um eine sichere Erkennung der Rotorposition im
Motor zu gewährleisten, gibt diese future Serie
eine bestimmte Minimaldrehzahl vor.
Diese Schutzfunktion führt bei Drehmomentüberlastung des Motors zum unwilligen Anlauf bzw.
sogar zur Abschaltung des Motors.
Bei unwilligem Anlauf muss ebenfalls gemessen
werden, ob der maximal zulässige Motorstrom bei
Vollgas überschritten wird. In jedem Fall muss z.
B. eine leichtere bzw. im Durchmesser kleinere
Luftschraube verwendet werden.
4.6 Betrieb mit nur 2 Motorphasen
4.2 Spannungsüberwachung
Beim Betriebsversuch mit nur 2 Motorphasen
wird nach kurzer Zeit erkannt dass der Motor
nicht folgen kann. Es passiert nichts und es ertönt
auch keine Ansteck-Melodie.
Beim Abfallen eines Motorsteckers im Betrieb
wird der future innerhalb von Millisekunden
unscharf geschaltet
Um die interne Betriebsspannung des future
nicht zu gefährden und keine Fehlfunktionen zu
provozieren, wird der Motor gedrosselt, sobald
der Antriebsakku die Unterspannungsgrenze
erreicht.
Bei anhaltender Drosselung wird der Motor nach
kurzer Zeit ganz abgeschaltet.
Diese Abschaltung können Sie durch die „AutoScharf“-Funktion (Gashebel für ca. 2 s auf Stopp
stellen) kurzzeitig zurücksetzen.
Das Modell bleibt auch trotz zwangs-abgeschaltetem
Motor so lange steuerbar, bis der Empfängerakku
leer wird.
4.3 Stromüberwachung
Die future haben eine Motor-Stromüberwachung,
die oberhalb des spezifizierten Maximalstromes
anspricht. Bei zu hoher Stromaufnahme wird z. B.
ein blockierter Motor gedrosselt und kurze Zeit
später abgeschaltet. Motoren mit zu hoher Stromaufnahme erreichen kein Vollgas, der Strom
bleibt unterhalb des spezifizierten Maximalwertes.
Diese Abschaltung können Sie durch die „AutoScharf“-Funktion (Gashebel für ca. 2 s auf Stopp)
zurücksetzen.
4.7 Falschpolungsschutz
Die future haben keinen Falschpolungsschutz!
4.8 Empfängersignalüberwachung
Beim Ausfall der empfängerseitigen Steuersignale bzw. der Über- oder Unterschreitung der
üblichen Impulslängen geht der future für ca. 300
ms (Heli = 1,5 s) in den Hold-Modus und wird
dann unscharf geschaltet.
Diese Warnfunktion gestattet es Ihnen, vor einem
eventuellen Modellverlust die Empfangsstörung
durch veränderten Einbau/Tausch der Fernsteuerkomponenten zu beseitigen.
4.9 Watchdog
Beim Ansprechen setzt der Drehzahlsteller kurz
aus und arbeitet dann normal weiter.
-8d-
4.10 Pieps-Codes
5
Unter bestimmten Bedingungen verweigern die
future nach dem Anstecken den Dienst und
piepsen - wenn möglich - einen Fehlercode:
5.1 Die future besitzen keine LED zur Anzeige von Betriebszuständen.
4 Piepse:
zu schwacher Akku (leer oder zu hochohmig)
oder zu lange Anschlusskabel
- Abhilfe z.B. durch low-ESR Zusatzelkos
passender Spannung und Kapazität direkt
am future, siehe auch Bild unten).
5 Piepse:
zu starker Motor oder Windungsschluss.
Kontrollanzeigen
5.2 Bei der Inbetriebnahme der future werden jedoch in Abhängigkeit der Konfiguration
des DIL-Schalters verschiedene Piepstöne
des Motors bzw. einen kurzen Drehzahleinbruch (in der Vollgasstellung) erzeugt (Siehe
auch die entsprechenden Kapitel 4.10 oder 8).
5.3 aldis- Anschluss (Alarm Display)
Bei Drucklegung der Bedienungsanleitung
nur verfügbar beim future-xxl.
6 Piepse:
Doppelklangpieps, Normalpieps, Doppel...
(future oder Motor defekt, Akku zu schwach)
Abhilfe wenn der future 4-mal piepst
Anbau von Zusatz-Elektrolytkondensatoren:
Die Elkos sollten vom gleichen Typ, gleicher
Kapazität und auch gleicher Spannung sein
wie auf dem future bestückt.
Zusatz-Elkos wie im Bild aneinanderkleben,
Beine waagerecht umbiegen und miteinander
verlöten, Verstärkungs-Draht oben und unten
auflöten.
Powerkabel in ca. 5 cm Abstand vom future
auf 5 mm abisolieren, verdrillen und vorverzinnen.
Überstehende Drähte polrichtig um die AkkuAnschlusskabel legen und verlöten.
Mit Klebeband/Schrumpfschlauch isolieren.
Hinweis: Durch die die Zusatz-Elkos wird die
Anti-Blitz Schaltung unwirksam.
D a s Hilfsmittel zur Optimierung des Antriebes, zur „Akku-leer“ Warnung und zur Hochtemperaturanzeige. Dies ist ein LED-rundumStrahler aus roten LEDs für 10...32* / 40** NiZellen oder 3...10* / 14** Li-Zellen, der unter
dem Hubschrauber an gut sichtbarer Stelle
befestigt werden kann.
Der Anschluss kann, wenn die Leiterplatte
geeignet ist, von uns nachgerüstet werden
(oder von Ihnen ohne Gewährleistungsansprüche - denn Vorsicht: auf dem Anschluss
liegt die Flugakkuspannung).
Dieser Anschluss wird immer dann aktiviert,
wenn ...
5.3.1 ... der Motor Vollgas gibt (im „const“Modus heisst das: ich kann Drehzahl nicht
halten, d.h.: Motor + Getriebe + Pitchwinkel =
falsch angepasst - oder: Akku leer, sofort
landen) und
5.3.2 ... der future sehr heiss ist (aldis geht
bei ca. 90°C an und bei ca. 80°C wieder aus).
(*) Bisherige aldis: max. 42 Volt
(**) Neu: aldis-HV: max. 60 Volt.
-9d-
6 Einbau- und Anschlussvorschrift
6.1 Anschluss an den Empfänger
6.3 Anschluss des Akkus
Das (dreipolige) Empfängerkabel des
future wird an den Kanalausgang des
Empfängers angeschlossen, den Sie
über Ihren Gasknüppel am Sender
oder über einen Schalter am Sender
betätigen.
Überschreiten Sie niemals die maximal erlaubte Kabellänge zum Antriebsakku - sonst sind Schäden am
future unvermeidlich!
Über diesen Empfänger-Kanalanschluss erhält der future seine Steuerimpulse.
Hinweis: Da der future kein BEC
besitzt und die Steuerimpulse vom
Empfänger durch einen galvanisch
trennenden Optokoppler in den future
übertragen werden benötigt Ihre Empfangsanlage einen Empfängerakku.
6.2 Einbau in den Rumpf
Die Befestigung mit Klettband im
Rumpf ist bei den future-l oder -xl
ideal. Natürlich können diese auch auf
Schwinggummis befestigt werden.
Der future-xxl ist im Rumpf in jedem
Fall auf Schwinggummis zu verschrauben.
Achten Sie in jedem Fall auf ausreichende Länge der Schwinggummis,
anderenfalls können mechanische,
und dadurch auch elektrische Schäden, auf der Leiterplatte entstehen
Vermeiden Sie einen Wärmestau im
future. Betten Sie ihn keinesfalls in
Schaumgummi.
6.3.1 Kabel-Länge Akku <--> future
Das gilt immer - auch für Antriebe mit
Klapptriebwerk oder sonstige Modelle.
Längere Leitungen müssen extra durch
zusätzliche Low-ESR Elektrolytkondensatoren direkt am future abgeblockt
werden! Lange Leitungslängen befinden sich im Besonderen in LithiumPacks mit ungerader Zellenanzahl, sie
entstehen aber auch bei Akkupacks,
dessen Rund-Zellen zick-zack verlötet
sind. Verwenden Sie daher in diesem
Fall nur inline (end to end) verlötete
Packs.
Die maximalen Kabellängen im Akkupack plus die Länge zwischen Akkupack und der future-Leiterplatte ist
folgendermassen:
fut-l:
35 cm rot, 35 cm schwarz
fut-xl: 25 cm rot, 25 cm schwarz
fut-xxl: 35 cm rot, 35 cm schwarz
6.3.2 Wahl der Steckverbindung /
Parallelschalten von Akkupacks
Die Belastbarkeit der Steckverbinder
muss zu der Stromaufnahme des Motors und der Belastbarkeit des Akkus
passen.
Daher besitzen fast alle future-l, -xl
und -xxl zwei Paar Akkukabel.
Lediglich der future-l-40.100(WK) ist
über nur einen 6 mm Steckverbinder
und einem bis auf 100 A belastbaren
Akku leistungs-adäquat angeschlossen.
- 10 d -
Bei höheren Strömen müssen Akkupacks parallel geschaltet werden.
Bei den future-l oder -xl geschieht
dieses am Einfachsten, in dem man
die zwei Kabelpaare mit je einem 4
mm Steckverbinderpaar verpolgeschützt ausrüstet. Polung beachten
(Kapitel 7).
Bei den future-xxl ist diese Vorgehensweise wegen der Belastbarkeit
der handelsüblichen Packs nicht ausreichend. Daher sollten mehr als zwei
Packs parallelgeschaltet werden und
diese mit 6 mm Steckverbindern verpolgeschützt angeschlossen werden.
Steckverbinder, die keine verpolsichere Isolierhülse haben, macht man
dadurch verpolsicher, in dem man das
Akku-Pluskabel des future an eine
Buchse, das Minuskabel des future
dagegen an einen Stecker anlötet.
Wählen Sie daher Ihre Steckverbindung aus der erprobten Auswahl und
der richtigen Belastung aus Kapitel 7 sonst entfällt die Gewährleistung!
6.3.3 Balancerkabel-Anschluss
Wenn ein Akkupack mit dem Schulze
BalCab20 Anschluss benutzt wird
benötigen Sie nur eine BalCab20-Verl
um die Verbindung herzustellen.
Wenn zwei derartige Packs parallelgeschaltet werden, dann sollte der Pack
mit der schwächsten Zelle (sofern man
das weiss) an den Balanceranschluss
des future angeschlossen werden.
Ansonsten benötigt man zusätzlich
eine LiPoDiMATIC-SE14.
Wenn Ihr Akku andere Balancer-Anschlüsse besitzt kann man mit unserem
BalCab20-Set arbeiten, Adapter benutzen oder LiPoDiMATICen mit entsprechenden Anschlüssen verwenden.
Der Anschluss der BalCab20-Buchse
(Balanceranschluss des Akkus) muss
VOR dem Anstecken der future-Betriebsspannung erfolgen. Nur dann ist
die Einzelzellen-Spannungsüberwachung eingeschaltet. Ab Firmwareversion V 3.20 erfolgt die Aktivierung der
Einzelzellen-Überwachung etwas später, nämlich beim ersten Gasgeben.
6.4 Anschluss des Motors
Die Kabellänge zum Motor ist aus
Gründen der Störsicherheit für die
Empfangsanlage so kurz wie möglich
zu halten. Lange Kabel wirken wie
Antennen, die Störungen abstrahlen.
Sie bringen ausserdem unnötiges Gewicht. Lange Kabel verdrillen. Reichweitetest mit auf Halbgas laufendem
Motor machen. Dabei Motor-Temperatur kontrollieren!
Kürzen Sie daher vorhandene Motorkabel auf max. 10 cm. Nur in Ausnahmefällen dürfen die Motorleitungen
verlängert werden - was in der Regel
keine Nachteile für den future selbst
bringt, aber eine verringerte Reichweite zur Folge haben kann.
Auf keinen Fall dürfen Ferritkerne o.ä.
in die Motorleitungen gewickelt werden!!!
Verlöten Sie dann die Kabel mit den in
die future Motorbuchsen eingesteckten pp60 Steckern. Lötvorschrift in
Kapitel 7.2 beachten! Anschlussreihenfolge siehe Deckblätter (Seite 1-3).
Vermeiden Sie Zugbelastung auf den
Motorkabeln und sichern Sie die 3
Motorstecker gegebenenfalls mit Gewebeklebeband gegen Herausziehen.
- 11 d -
7
Steckverbindersysteme und Montagevorschrift
7.1 CT4, 4 mm Goldstecksystem; belastbar bis ca. 80 A
+ rot
Hülse weit
Stecker
Buchse
Hülse eng
rot (
Akku
- schw.
akku)
future
Hülse eng
Buchse
Stecker
Hülse weit schw. (
akku)
Die Montage erfolgt in der Reihenfolge wie oben abgebildet, das Einpressen der
Kontakte wie folgt:
a. Kunststoffhülse mit nach unten gehenden Kabeln auf Schraubstockbacken
aufsetzen.
b. Backen soweit zudrehen, dass das Kabel noch beweglich ist.
c. Buchse unter Zuhilfenahme eines Steckers bis zur Rastung in die Hülse einhämmern.
d. Stecker unter Zuhilfenahme einer Buchse bis zur Rastung in die Hülse einhämmern.
7.2 pp60(-300), 6.0 mm Goldstecksystem; bis ca. 150 (300)A
+ rot
Schrumpfschlauch rot
Stecker+Lamelle
Buchse
Akku
- schwarz
+ rot (
akku)
future
Schrumpfschlauch schwarz
Buchse
Stecker.
-schwarz (
akku)
Die Montage erfolgt in der Reihenfolge wie oben abgebildet:
a. Kabel-Enden abisolieren, verdrillen, verzinnen.
b. Kontakt-Lamellen wegen der Überhitzungs-Gefahr vorsichtig mit Hilfe einer
Pinzette von den Stecker-Kernen entfernen.
c. Buchsen und Stecker an die Kabelenden löten. Polung, d. h. die Farben der
Kabel und den Kontakt-Typ, d.h. ob weiblich oder männlich, beachten.
d. Schrumpfschlauch-Abschnitte wie rechts im Bild gezeigt aufschrumpfen.
e. Zuletzt die Kontakt-Lamelle wieder aufstecken.
- 12 d -
8
Inbetriebnahme
8.1 ips, das intelligente Programmiersystem
zur bedarfsgerechten Konfigurierung des future-l, -xl, -xxl
8.1.1 Bei Sendern sollte der Servoweg auf + - 100 % gestellt sein. Trimmung neutral (Mittelstellung). Bei Problemen mit Multiplex-Sendern bitte die Servomitte auf 1,5 ms stellen (d. h. 22% Mitte/Neutralpunktverschiebung) bzw. UNI-Modus benutzen).
8.1.2 Der DIL-Schalter des ips gestattet die unterschiedlichste Beeinflussungsmöglichkeiten es ist daher nicht erforderlich irgendwelche Hilfsmittel (PC, Prog.-Leiterplatte) zu benutzen.
8.1.2.1+2 Die DIL-Schalter 1 und 2 dienen zur Einstellung des Betriebsmodus (Konfiguration auf den Einsatzzweck). Vollständige Erläuterungen auf den nachfolgenden Seiten.
8.1.2.3 Die Aktivierung der Bremse, der Drehzahlregelung oder des Rückwärtsgangs*
8.1.2.4 Festlegung des Sanftlaufes oder den Bereich der Drehzahlregelung*
8.1.2.5 Die automatischen Justage auf den mechanischen Senderknüppelweg oder die
Einstellung auf fest vorgegebene Senderknüppel-Impulsbreiten für z. B. Bremse u. Vollgas*
8.1.2.6 Auswahl des Unterspannungs-Grenzwertes der Pack- bzw. Zellen-Spannung
(*) in Abhängigkeit des gewählten Betriebsmodus.
Erläuterungen zu 8.1.2.5 - DIL-Schalter 5 = OFF
Die Justage auf den Knüppelweg orientiert sich an der bisher üblichen Inbetriebnahmeprozedur und erfolgt vollautomatisch:
8.1.2.5.1 Beim normalen Anwendungsfall gehen Sie daher wie bisher vor: 1. Sender auf
Stopp, 2. Empfänger einschalten, 3. Flug-/Fahrakku anstecken (future quittiert danach mit
„Power-On“ Tönen = Flug-/Fahrakku angesteckt), lernt danach die Stopp-Position und quittiert diese mit einem Pieps und ist scharf), 4. Modell in Startposition halten, 5. Vollgas geben
(future lernt Vollgaspunkt und quittiert mit kurzem Drehzahleinbruch), 6. Modell starten.
Es wird sowohl der Bremspunkt als auch der Vollgaspunkt konfiguriert, so dass zur Betätigung des
Motors immer der volle Knüppelweg zur feinfühligen Steuerung zur Verfügung steht.
8.1.2.5.2 Wenn der kurze Gaseinbruch bei der Vollgasstellung (Quittung für gelernte Vollgasposition) stört oder wer beim Start nicht Vollgas geben möchte, kann den Gasknüppel
statt dessen bei der Inbetriebnahme der Empfangsanlage und dem Anstecken des Flug-/
Fahrakkus auf Vollgas stellen. Der future quittiert nach den „Power-On“ Tönen mit 2 Pieptönen (d.h. Vollgasposition gelernt) und nachdem der Senderknüppel auf Stopp gestellt wurde, mit einem Piepston (d.h. Neutral/Bremsposition gelernt, future ist scharf). Modell mit
einer beliebigen Gasposition starten.
8.1.2.5.3 Bei den Auto- und Bootsprogrammen wird nur der Neutralpunkt gelernt, der Vollgaspunkt ist im festen Abstand zum gelernten Neutralpunkt.
8.1.2.5.4 Bei den Hubschrauberprogrammen ist keine Konfigurierung der Knüppelwege
durch den Anwender vorgesehen. Dort ist sowohl die Brems-/Leerlauf als auch die Vollgasposition fest vorgegeben.
Erläuterungen zu 8.1.2.5 - DIL-Schalter 5 = ON (z.B.: Stopp = 1,1 ms, Vollgas = 1,9 ms)
Die Vollbrems-, Leerlauf- und Vollgas-Position sind fest vorgegeben. Damit arbeiten Sie bei
allen Betriebsmodi so, wie in dem Heli-Programm in Kapitel 8.1.2.5.4 beschrieben.
Wenn der volle mechan. Senderknüppelweg bei „fest“ eingestellten Knüppelpositionen zum Variieren der Drehzahl ausgenutzt werden soll, muss u.U. der Servoweg im Sender reduziert werden.
Achtung: bei zu starker Reduzierung wird kein Vollgas - und und u.U. auch die Stoppstellung nicht mehr erreicht (schaltet nicht scharf!).
8.1.3 Sollte der future bei der Bremsstellung des Senderknüppels zwei Mal piepsen (Doppelpieps = Vollgasposition), muss man am Sender Servoreverse betätigen, denn sonst würde
der future entgegen Ihren Wünschen in der Vollgasstellung des Senders scharfschalten
(=Einfachpieps) und danach in der vermeintlichen Stoppstellung mit Vollgas laufen!
- 13 d -
8.2 Symbole und Begriffe
Gashebel, Pitchknüppel: bezeichnet den Sender-Gasknüppel.
Neutralposition (technisch: z.B. 1,36 ... 1,67 ms Pulsweite):
Gashebelposition, die bei selbstneutralisierendem Knüppel von selbst eingenommen
wird und den Motor zum Stillstand bringt.
Bremsposition bzw. Leerlaufposition: (technisch: z.B. 1,1 ms Pulsweite)
Gashebelposition, die den Motor zum Stillstand bringt (gebremst/ungebremst).
Vollgasposition: (technisch: z.B. 1,9 ms Pulsweite)
Gashebelposition, die den Motor mit höchster Spannungszufuhr drehen lässt.
Warten (z. B. 0,5 Sekunden):
Akustik-Darstellungen: Diese können nur mit angeschlossenem Motor
wahrgenommen werden, da der Motor die Lautsprecherfunktion übernimmt.
Power-On Melodie (Flug-/Fahrakku ist angesteckt)
Einfach-Pieps (Bremsstellung erkannt/gelernt, future ist scharf)
Doppel-Pieps (Vollgasstellung erkannt/gelernt, future ist unscharf)
Kurze Laufunterbrechnung (Vollgasstellung beim Motorlauf gelernt)
V / Z.
V = Volt; Z. = Zelle
Spannung einer einzelne Zelle aus z. B. einem 4s Lithium-Akkupack
AS. = Ansteck-Spannung
Die Spannung des Akkupacks wird zum Zeitpunkt des Ansteckens an den future
gemessen. Sie bleibt bis zum Abziehen des Akkupacks (unverändert) abgespeichert
- 14 d -





8.3.1 Betriebsart Flächen-Flug-Modelle
DIL-Schalter # 1 = 0 = air (Luft)
DIL-Schalter # 2 = 0 = wing (Fläche)
DIL-Schalter # 3 = 0 = Bremse Aus
1 = Bremse Ein
DIL-Schalter # 4 = 0 = Kurzer Sanftlauf f. Direktantrieb + Planetengetriebe
1 = längerer Sanftlauf für Zahnriemengetriebe
DIL-Schalter # 5 = 0 = Knüppelweg wird automatisch gelernt
1 = feste Knüppelwege (1,1 ms - 1,9 ms)
DIL-Schalter # 6 = 0 = LiPo-Abregelung bei 3,0 V / Z. oder 59 % AS.
1 = LiPo-Abregelung bei 3,3 V / Z. oder 66 % AS.
a
Empfänger aus (Flugakku abgezogen)
b
Senderknüppel auf Bremsposition stellen
c
Sender einschalten
d
Empfänger einschalten und Flugakku anstecken
e
future spielt die „Power-On“ Melodie...
f
...wartet ca. 1 Sekunde, quittiert Bremsposition mit
einem Pieps und ist scharf!
g
Modell in Startposition bringen, Gefahrenkreis um Luftschraube verlassen!
h*
Senderknüppel zügig auf Vollgasposition bringen und ...
TXon
RXon


... dort ca. 1 Sekunde stehen lassen. (Motor dreht!)
i*
future quittiert die Vollgasposition mit einer kurzen, kaum
merklichen Laufunterbrechung.
j
Der future ist vollständig konfiguriert, das Modell kann gestartet werden.
(*)
Bei „DIL-Schalter # 5 = 1“ muss bei „h“ kein Vollgas gegeben werden. Die Laufunterbrechung bei „i“ entfällt.
- 15 d -

8.3.2 Betriebsart Acro-Flug-Modelle (Kunstflug)
mit Proportionalbremse
DIL-Schalter # 1 = 1 = Land (!)
DIL-Schalter # 2 = 0 = Car (! Auto !)
Brücke über dem HALL-Eingang Pin 1+3 (braun+orange bzw. schwarz+weiss)
DIL-Schalter # 3 = 0 = Steller-Betrieb
1 = Gas-Nachregelung bei sinkender Akkuspannung
DIL-Schalter # 4 = 0 = Kurzer Sanftlauf für Direktantrieb
1 = längerer Sanftlauf für Zahnriemengetriebe
DIL-Schalter # 5 = - = Die Knüppelwege sind immer fest vorgegeben:
Voll-Bremse = 1,0 ms, Leerlauf = 1,5 ms, Voll-Gas = 2,0 ms
DIL-Schalter # 6 = 0 = LiPo-Abregelung bei 2,5 V / Z. oder 59 % AS.
1 = LiPo-Abregelung bei 3,3 V / Z. oder 66 % AS.
a
Empfänger aus (Flugakku abgezogen)
b
Senderknüppel auf Bremsposition
oder
oder Leerlauf stellen
c
Sender einschalten
d
Empfänger einschalten und Flugakku anstecken
e
future spielt die „Power-On“ Melodie...
f
...wartet ca. 1 Sekunde, quittiert Bremsposition mit
einem Pieps und ist scharf!
g
Der future ist vollständig konfiguriert.
h
Modell in Startposition bringen, Gefahrenkreis um Luftschraube verlassen!
i
Mit dem Senderknüppel Gas geben.
j
Das Modell kann gestartet werden.
- 16 d -
TXon
RXon



8.3.3 Betriebsart Hubschrauber-Modelle
DIL-Schalter # 1 = 0 = air (Luft)
DIL-Schalter # 2 = 1 = heli (Hubschrauber)
DIL-Schalter # 3 = 0 = Betrieb als Drehzahl-Steller für Helis
1 = Betrieb als Regler mit konstanter Drehzahl
DIL-Schalter # 4 = 0 = niedriger Drehzahlbereich*
1 = hoher Drehzahlbereich*
DIL-Schalter # 5 = 0 = Regelkonstanten: Standard
1 = Regelkonstanten: Expert
DIL-Schalter # 6 = 0 = LiPo-Abregelung bei 3,0 V / Z. oder 59 % AS.
1 = LiPo-Abregelung bei 3,3 V / Z. oder 66 % AS.
a
Empfänger aus (Flugakku abgezogen)
b
Pitchknüppel auf „Minimum Pitch“ stellen
(c) Nur bei Drehzahl-Regelung (DIL-Schalter # 3 = 1):
Schieber (bzw. Kippschalter) auf „Motor aus“ stellen
d
Sender einschalten
TXon
e
Empfänger einschalten und Flugakku anstecken
RXon
f
future spielt „Power-On“ Melodie...
g
...wartet ca. 1 Sekunde, quittiert Leerlaufposition mit
einem Pieps und ist scharf!

h
Modell in Startposition bringen, Gefahrenkreis um Rotorblätter usw. verlassen!
(i)
Nur bei Drehzahl-Regelung (DIL-Schalter # 3 = 1):
Schieber sehr zügig bzw. Kippschalter in Richtung
Schwebegas bis zur gewünschten Rotordrehzahl stellen
und warten bis die eingestellte Drehzahl erreicht ist
j
Pitchknüppel in Richtung „Schweben“ schieben, das Modell kann gestartet werden.
(*)
Siehe Kapitel 8.3.3.1 und folgende (umseitig)
- 17 d -


8.3.3.1 Allgemeines zur Hubschrauber-Betriebsart
• Feste Knüppelpositionen: Leerlauf (aus)=1,1 ms, Vollgas=1,9 ms
• Langsamer initialer Hochlauf bis zu 10 Sekunden
8.3.3.2 Erläuterungen zum Drehzahlbereich
Die Motor Polzahl kann man wie eine zusätzliche elektrische Untersetzung sehen. Ein 8Pol Motor dreht an der Achse bei gleicher elektrischer Drehzahlvorgabe viermal langsamer
als ein 2-Pol Motor. Ein 4-Pol Motor dreht zweimal langsamer als der 2-Pol Motor.
Wenn man dem future also eine (elektrische) Soll Drehzahl von 28000 Upm 2-polig einstellt, dann dreht der 2-Pol Motor (definitionsgemäss auch an der Motor-Achse) 28000
Upm. Der 4-Pol Motor dreht (an der Motor-Achse) aber nur 14000 Upm und der 8-Pol
Motor dreht nur 7000 Upm. Deswegen gibt es die beiden Drehzahlbereiche um alle im
Modell-Hubschrauber verwendeten Motoren und Untersetzungen abdecken zu können.
8.3.3.3 Auswahl des (elektrischen) Drehzahlbereiches
Der niedrige Drehzahlbereich wird in der Regel für 2-polige oder langsam drehende 4-Pol
Motoren benutzt. Ab 6 Polen können Sie immer den hohe Drehzahlbereich benutzen. Probieren Sie im Zweifelsfall aus, welche Betriebsart Sie benötigen. Beginnen Sie immer mit
dem niedrigen Drehzahlbereich. Wenn die maximal mögliche Drehzahl zum Kunstflug ausreicht, haben Sie den richtigen Modus gefunden. Ansonsten den hohen Bereich benutzen.
8.3.3.4 Einstellung des (elektrischen) Drehzahlbereiches im Sender
Der Gas-Kanal ist linear zum Knüppelweg aufgeteilt. Ca.-Angabe für 2-polige Motoren:
(Die %-Angaben beziehen sich auf die Servowege der mc18...mc24 Fernsteuerungen)
niedrig: Impuls 1,16 ms (-84,5%) = 3250 Upm,
1,9 ms (+100%) = 29500 Upm
hoch:
Impuls 1,16 ms (-84,5%) = 13000 Upm,
1,9 ms (+100%) = 118000 Upm
8.3.3.5 Beispiele
Beispiel 1: Logo600 HACKER C50-18XL mit 13er Ritzel und 8s (3-D Setup)
niedriger Drehzahlbereich, 1500 Upm = +16 %, 1900 Upm = +49 %
Beispiel 2: Logo600 Pletti Orbit 30-12 Heli Expert mit 15er Ritzel und 8s (normal Setup)
hoher Drehzahlbereich, 1400 Upm = +18 %, 1650 Upm = +40 %
Beispiel 3: Logo600 Pletti Orbit 30-12 Heli Expert mit 15er Ritzel und 10s (3D Setup)
hoher Drehzahlbereich, 1600 Upm = +36 %, 2000 Upm = +71 %
Beispiel 4: Joker Köhler Actro 32-3 mit 20er Ritzel und 10s LiPo
hoher Drehzahlbereich, 1350 Upm = -3 % 1600 Upm = +16 %
Beispiel 5: Acrobat Shark Kontronik Pyro 30-12 mit 20er Ritzel und 12s LiPo
hoher Drehzahlbereich, 1500 Upm = +32 %, 2000 Upm = +69 %
Hinweis: Ein %-Berechnungsprogramm „HeliCalc“ finden Sie auf unserer Homepage
in der Download-Rubrik C1 ganz unten.
8.3.3.6 Einstellen der Autorotations-Funktion
Wird der Gas-Kanal im Sender durch einen von einem Autorotations-Schalter betätigten
Mischer auf die Impulslänge der Minimal-Drehzahl zurückgezogen, dann kann die Autorotations-Landung einfach abgebrochen werden, in dem der Aurorotationsschalter die vorher
eingestellte Drehzahl wieder freigibt.
Beim Hochlaufen des Motors wird dabei nicht der initiale 10-sekündige Sanftlauf benutzt
sondern ein wesentlich schnellerer Sanftlauf.
Hinweis: Autorotations-Stellung nicht auf „Motor aus“ programmieren, sondern auf ca.
1,15 ms. Bei Graupner Fernsteuerungen sind das -87,5 %.
Wenn für die Autorotation im Gas-Kanal ein echtes „Motor aus“ (kleiner 1,14 ms) vorgeben
würde, dann könnte durch den dann aktivierten initialen 10-sekündigen Sanftlauf die Autorotations-Landung kaum abgebrochen werden!
- 18 d -
8.3.3.7 Drehzahlvorgabe
Um die Drehzahlvorgabe feinfühliger zu machen, sollte der Schieber bei Vollgasanschlag nur die maximal gewünschte Blattdrehzahl (z. B. für Kunstflug)
vorgeben. Dieses kann mit Hilfe der Servoweg-Reduzierung (und/oder notfalls
der Neutralpunktverstellung) erreicht werden. In der Regel legt man feste
Drehzahlen auf einen 3-fach Kippschalter (Aus/Schwebe-/Rundflug) oder
noch besser: Autorotation/Schwebe-/Rundflug und einen separaten AUSSchalter.
8.3.3.8 Anmerkung zur Konfigurierung
Feste Knüppelpositionen: Leerlauf (aus)=1,1 ms, Vollgas=1,9 ms heisst bei
Graupner Fernsteuerungen: + - 100% Knüppelweg.
Falls Sie Probleme beim Scharfschalten haben, stellen Sie daher Ihre Servowegverstellung zur Sicherheit auf ca. 105%...110% Servoweg ein.
Im Drehzahlregler-Betrieb wird die Drehzahl abhängig von der Gasstellung des
Zusatzkanales (Schieber) eingestellt und muss nicht notwendigerweise die
vollen 100% in Vollgasrichtung abdecken. Der „Servoweg“ kann so reduziert
werden, dass die max. Rotordrehzahl am Schieber-Ende übertragen wird.
Wichtig: Bei Steller-Betrieb muss das Servokabel des future an denjenigen
Empfängerausgang angeschlossen werden, der die im Sender eingestellte
Gaskurve bei Pitchbetätigung ausgibt.
Beim Betrieb als Drehzahlregler darf nicht derjenige Empfängerkanal angeschlossen werden der bei Pitchbetätigung eine Gaskurve ausgibt, sondern an
einen Kanal, der ungemischt (in Bezug auf Pitch) von einem Schiebe- oder
Drehgeber im Sender bedient wird. Ansonsten würde bei jeder Pitchverstellung die Motordrehzahl verändert werden!
8.3.3.9 Helimotoren (Wirkungsgrad / Temperatur)
Für Hubschrauberanwendungen sollte das Wirkungsgradmaximum der Motoren für Scale / Schwebeflug / Rundflug bei etwa 15-20 A liegen, bei 3-D Anwendungen dürfen es durchaus 30 - 40 A sein.
8.3.3.10 Drehzahlschwankungen bei Regelbetrieb (Hubschrauber)
• future in jedem Fall im Standard-Regelmodus betreiben und/oder probehalber (bei unruhiger Luft) im Steller-Modus betreiben. Treten immer noch Heckschwingungen auf, ist der Gyro (Kreisel) falsch eingestellt und/oder das Heckservo zu langsam und/oder die Umlenkmechanik bzw. das Heli-Chassis!!! zu
weich.
Kontrollieren Sie, dass kein Spiel in den Anlenkungen der Schiebehülse, der
Blätter, den Kugellagern in der Hülse oder den Heckblättern besteht!
• Riemenantriebe im Besonderen zum Hauptrotor müssen ausreichend gespannt sein!
• Empfangsstörungen können den Drehzahlsollwert verstellen und dadurch
Drehzahlschwankungen verursachen. Bei Betriebsart „Steller-Betrieb“ werden
diese Störungen meist nicht wahrgenommen. PCM-Empfänger oder Schulze
alpha oder delta Empfänger nehmen!
• Der Gyro (Kreisel) muss vorzugsweise auf dem Heckrohr, nicht im/am Chassis montiert werden!
- 19 d -
8.3.4 Betriebsart Auto-Modelle
DIL-Schalter # 1 = 1 = land (Land)
DIL-Schalter # 2 = 0 = car (Auto)
DIL-Schalter # 3 = 0 = Nur Vorwärtsfahrt (Keine Rückwärtsfahrt)
1 = Vorwärts- und Rückwärtsfahrt
DIL-Schalter # 4 = 0 = Kurzer Sanftlauf für hohe Beschleunigung
1 = Längerer Sanftlauf für wenig Grip
DIL-Schalter # 5 = 0 = Neutralstellung wird gelernt (Leerlauf +- 0,3 ms)*
1 = Feste Knüppelwege (1,2 / 1,5 / 1,8 ms)**
DIL-Schalter # 6 = 0 = LiPo-Abregelung bei 3,0 V / Z. oder 59 % AS.
1 = LiPo-Abregelung bei 3,3 V / Z. oder 66 % AS.
a
Empfänger aus (Fahrakku abgezogen)
b
Senderknüppel auf Neutralposition stellen (1,4...1,67ms)
c
Sender einschalten
d
Empfänger einschalten und Fahrakku anstecken
e
future spielt die „Power-On“ Melodie...
f
... wartet ca. 1 Sekunde und berechnet die Vollgas- und
Vollbremsposition (wenn DIL-Schalter # 5 = 0),
g
quittiert Leerlaufposition (neutral) mit Einfach-Pieps
und ist scharf!
h
Senderknüppel in Richtung Vollgas führt zur Vorwärtsfahrt.
i
Senderknüppel in Richtung Bremse führt zur Abbremsung
des Fahrzeugs
j
Bei aktiviertem Rückwärtsgang:
Senderknüppel für min. 1,2 Sekunden auf mindestens 3/4
Bremse (Leerlaufposition - 0,225 ms) gehalten führt zur
Rückwärtsfahrt mit langsamer Beschleunigung.
(*) Voll-Bremse = neutral - 0,3 ms; Voll-Gas = neutral + 0,3 ms
(**) Voll-Bremse = 1,2 ms; Leerlauf = 1,5 ms; Voll-Gas = 1,8 ms
- 20 d -
TXon
RXon


8.3.5 Betriebsart Boots-Modelle
DIL-Schalter # 1 = 1 = land (Land)
DIL-Schalter # 2 = 1 = boat (Boot)
DIL-Schalter # 3 = 0 = Nur Vorwärtsfahrt (Keine Rückwärtsfahrt)
1 = Vorwärts- und Rückwärtsfahrt
DIL-Schalter # 4 = 0 = Kurzer Sanftlauf für hohe Beschleunigung
1 = Längerer Sanftlauf
DIL-Schalter # 5 = 0 = Neutralstellung lernen (Positionen siehe b1/b2)*
1 = Feste Knüppelwege (1,2 / 1,5 / 1,8 ms)**
DIL-Schalter # 6 = 0 = LiPo-Abregelung bei 3,0 V / Z. oder 59 % AS.
1 = LiPo-Abregelung bei 3,3 V / Z. oder 66 % AS.
a
Empfänger aus (Fahrakku abgezogen)
oder
b1* Senderknüppel auf Neutral stellen (für vorwärts/rückw.) oder
b2* Senderknüppel auf Anschlag (für doppelten Knüppelweg)
c
Sender einschalten
d
Empfänger einschalten (Fahrakku anstecken)
e
future zeigt „Power-On“, wartet ca. 1 Sekunde und
f1* berechnet Vollgas- u. Rückw.-Position (wenn DIL-Schalter #5=0)
f2* berechnet (nur) die Vollgasposition (wenn DIL-Schalter # 5 = 0)
g
quittiert Leerlaufposition (neutral) mit Einfach-Pieps
und ist scharf!
h
Senderknüppel in Richtung Vollgas führt zur Vorwärtsfahrt.
i
Senderknüppel in Richtung Rückwärtsgang führt zur langsamen Abbremsung des Bootes
j
Wenn rückwärts aktiv (DIL-Schalter # 3 = 1) und b1* oder **:
Senderknüppel für min. 1,2 Sekunden auf mindestens 3/4
Rückwärts (Leerlaufposition - 0,225 ms) gehalten führt
zur Rückwärtsfahrt mit langsamer Beschleunigung.
TXon
RXon


(* b1, f1) Voll-Bremse = neutral - 0,3 ms; Voll-Gas = neutral + 0,3 ms
(* b2, f2) Neutralpunkt ist gelernt; Voll-Gas = neutral + 0,6 ms
(**) Voll-Bremse = 1,2 ms; Leerlauf = 1,5 ms; Voll-Gas = 1,8 ms
- 21 d -
9 Tipps
9.1 Anlaufprobleme / Steller-/Regler Defekte
Wir haben festgestellt, dass ein unzuverlässiger Motoranlauf meistens durch schlechte
Kontaktgabe der verwendeten Steckverbinder herrührt. Durch unzureichenden Kontakt
kann es zu Überspannungsdefekten kommen, weil eine hochohmige Verbindung die
Spannungs-Rückspeisung beim Takten - im Besonderen beim Bremsen - nicht in den
Akku zurückleiten kann, sondern eine Überspannung erzeugt.
9.1.1 Fehler-Beispiele und deren Abhilfe
• Lötzinn zwischen den Lamellen der Stecker
-> fabrikneue Stecker anlöten.
• Kolophonium (Flussmittel des Elektroniklots) unter den Lamellen der Stecker
-> mit Spiritus oder Kontakt WL reinigen.
• Zu lange Leitungen zwischen Akku und future
-> auf zulässige Länge kürzen (Kapitel 6).
• Ausgeleierte Lamellen auf den verwendeten Steckern
-> fabrikneue Stecker anlöten, Lamellen dabei unbedingt kühlen!
• Steckverbinder mangelhafter Qualität, d.h. Oxidierte Buchsen (innen schwarz)
oder verfärbte Goldschicht (grünlich, grau), weiche Lamellen (ausgeleiert).
-> Qualitätsstecker und Buchsen eines Markenherstellers benutzen
-> Keine geschlitzten Kontakte, die sind nur für wenige Steckzyklen gut.
-> Stecker z.B. mit Kupfer-Beryllium Lamellen benutzen, keine Eisenlamellen.
9.2 Motor-Übertemperatur
Weiterhin ist es bei den meisten Motoren untersagt, die aus dem Motor herausragenden Wicklungsdrähte zu kürzen. Die hochtemperaturfeste Isolierung lässt sich
nicht mit dem Lötkolben durchlöten. Es muss jeder einzelne Draht mechanisch komplett von der Lackschicht befreit werden. Nicht verlötete Drähte oder gebrochene
Litzendrähte haben einen erhöhten Stromfluss pro verbleibendem Draht zur Folge
und führen deshalb zu schlechterem Wirkungsgrad und erhöhter Erwärmung des
Motors.
9.3 Störungen
Wir haben festgestellt, dass einige Motoren Funkstörungen verursachen können.
Diese Störungen sind an Drehzahlstellern bzw. -reglern unterschiedlicher Hersteller
festzustellen.
9.4 Mehrmotoriger Betrieb
Prinzipiell empfehlen wir keinen mehrmotorigen Betrieb mit einem future.
Wir wissen von Kunden, dass dieses bei einigen (nicht allen!) Aveox, Hacker, Kontronik oder Lehner Motoren bei Einhaltung der zulässigen Maximalströme des Reglers durchaus funktionieren kann. Es ist aber auf keinen Fall gewährleistet, dass
sich beide Motoren in jedem Lastzustand drehen.
Keinesfalls dürfen Plettenberg und Köhler (Actro) Motoren parallel an einem future
betrieben werden: Benutzen Sie bitte für jeden Motor einen separaten future. Die
future dürfen aber durchaus gemeinsam von einem Antriebsakku gespeist werden kurze Leitungen und inline verlötete Akkus (Die im Becher!) vorausgesetzt!
- 22 d -
10 Schnittstellen
10.1 5 V-SIO Kommunikations-Schnittstelle
Über diesen Anschluss können die future auf den neuesten Firmwarestand upgedated
werden oder die Logger-Daten mit 9600 Bd ausgelesen werden. (Siehe auch Kap. 11.1)
Erforderliches Verbindungskabel zum PC: prog-adapt-uni
10.2 USB Kommunikations-Schnittstelle
Über diesen Anschluss können die future auf den neuesten Firmwarestand upgedated
werden oder die Logger-Daten bis zu 128 KBd ausgelesen werden. (Siehe Kapitel 11.1)
Erforderliches Verbindungskabel zum PC: USB-Kabel-mini
Erforderliche Treiberdatei für den PC: schulze-future-l-xl-xxl-64bit.inf
(Sie finden diesen im USB-Treiber-Downloadbereich C 4 auf unserer Homepage).
10.3 HALL-Sensor Eingang
10.3.1 An diesen Anschluss kann ein HALL-Sensor (Zur Erkennung von Magnetfeldern)
angeschlossen werden. Wenn der HALL-Sensor in der Betriebsart Flächen-Flugmodelle
angeschlossen ist und ein Magnet am Spinner oder an der Luftschraube polrichtig (Anleitung im Kapitel 12.6; Kontroll-LED auf dem -xxl leuchtet solange er unscharf ist) eingeklebt ist, dann wird der Motor bei aktivierter Bremse in der Stopp-Stellung so positioniert
(und für einige Sekunden gehalten), dass Sensor und Magnet aufeinanderstehen (Nur in
einer Raststellung des Motors möglich!). Ein Klapptriebwerk bei einem Segler kann dann z.
B. den Pylon einfahren oder eine Klappluftschraube an einem Segler waagerecht anklappen, so dass man nicht auf einem Luftschrauben-Blatt landet.
Sensor-Set: mcr-sss (bestehend aus mcr-sens und mcr-mag)
10.3.2 Über diesen Hall-Sensoranschluss kann zudem die echte Wellendrehzahl eines
Motors (1 Magnet an der Luftschraube) oder eines Hubschrauber-Rotors (üblich sind 3
Magnete auf dem Hauptzahnrad) ermittelt werden. Die Impulse werden als Drehzahlwert
in den Logger-Datensätzen abgespeichert.
10.3.3 Durch das Anstecken einer Brücke über die äusseren zwei Pins des 3-poligen
Anschlusses wird das Kunstflug-Flächenmodell-Programm in der Car-Einstellung aktiviert
(siehe Kapitel 8.3.2). Man verwendet dazu am Besten ein ausrangiertes Servokabel bei
dem man die mittlere Leitung entfernt und die beiden äusseren Leitungen stark kürzt,
abisoliert und dann miteinander verlötet und isoliert. Werden zwei benachbarte Pins gebrückt kann das zu einem Kurzschluss führen und den Regler beschädigen.
10.4 Motor-Temperatur Sensor-Eingang
Zur Messung der Motortemperatur kann z.B. bei Innenläufern(!) der Sensor aussen auf
das Motorgehäuse geklebt werden.
10.4.1 Temperatursensor für future-l und -xl : TempSens-3
Er wird auf die obere zwischen den Motorbuchsen befindliche 3-polige Stiftleiste aufgesteckt und muss mit der braunen Leitung zur mittleren Motorphase zeigen.
10.4.2 Temperatursensor für future-xxl : TempSens-2
Er wird in den hinteren (seitlichen, nahe zu den Motoranschlüssen befindlichen)
2-poligen Sockel eingesteckt und verriegelt.
10.5 Akku-Temperatur Sensor-Eingang
Zur Messung der Akkutemperatur möglichst zentral auf oder besser im Akku.
10.5.1 Temperatursensor für future-l und -xl : TempSens-3
Er wird auf der Unterseite auf die zwischen den Motorbuchsen liegende 3-polige Stiftleiste
aufgesteckt. Die braune Leitung muss zur mittleren Motorphase zeigen.
10.5.2 Temperatursensor für future-xxl : TempSens-2
Er wird in den vorderen (seitlichen, nahe zu den Akku-Anschlüssen befindlichen)
2-poligen Sockel eingesteckt und verriegelt.
- 23 d -
11 Protokolle auf den Kommunikations-Schnittstellen
11.1 Das Protokoll für das Firmware-Upgrade legen wir nicht offen. Benutzen Sie daher die
Akkusoft von Martin Adler in der jeweils neuesten Version (ab V 3.1.0.1).
Denken Sie daran, dass Sie unter Extras -> Firmwareupgrade -> den Dateityp future*.l,
future*.xl, future*.xxl, auswählen müssen.
In der Akkusoft muss darüberhinaus die richtige Schnittstelle gewählt werden. Da der
USB-Port auf eine virtuelle COM umgesetzt wird, muss nach der Konfigurierung der USBSchnittstelle (siehe Kap. 10.2) der bei angeschlossenem future im Geräte Manager**
angezeigte COM Port eingestellt werden. (**) XP: Rechtsklick auf Arbeitsplatz, Eigenschaften, Hardware, Geräte Manager, Anschlüsse (COM und LPT).
11.2 Die 5 V-SIO Schnittstelle kommuniziert mit 9600 Baud, No Parity, 1 Stop-Bit, 1 Start-Bit
11.3 Die USB Kommunikations-Schnittstelle kommuniziert mit bis zu 128 kBaud.
11.4 Der future schreibt bei jedem Motorlauf Daten in seinen (4 MByte) Speicherbaustein mit
einer von Ihnen wählbaren zeitlichen Auflösung.
Über beide oben genannten Schnittstellen können Sie die Logger-Daten auslesen.
Die Datenausgabe wird gestartet, wenn der future an die Stromversorgung (oder USBSchnittstelle) angeschlossen ist und vom PC ein Startsignal empfängt.
Dazu dienen in der Akkusoft zwei Start-Buttons r und x.
Die Akkusoft stellt auch die Einteilung der Y-Achsen im Kurvenfenster zur Verfügung
wenn Sie unter Kurvenauswahl future-l, -xl, -xxl auswählen.
11.5 Es gibt zwei verschiedene Datenformate: ASCII und SHORT.
Das ASCII Format ist für wenige gespeicherte Daten geeignet, die SHORT Variante dann,
wenn die Datenübertragung z.B. auf der 5 V-SIO nicht zu lange dauern soll.
11.5.1 ASCII, Start-Kommando ist ein kleines r, das Übertragungsformat sieht so aus:
Zeit[sssss.ss], Gasstellung[%%], Strom[mA]***, Steller-Temperatur[°C], AkkupackSpannung[mV], (elektrische) Motor-Drehzahl[U/min]*, HALL-Drehzahl[U/min]**, MotorTemperatur[°C], Akku-Temperatur[°C], Zelle1[mV],..., Zelle14[mV]
Nicht angesteckte Zellen werden nicht ausgegeben.
(*) Wellen-Drehzahl des Motors = ausgegebene (elektrische) Drehzahl dividiert durch die
Anzahl der Motor-Pol-Paare (ein 8-poliger Motor hat 4 Pol-Paare N/S).
(**) Luftschrauben-Drehzahl oder Hubschrauber-Hauptrotor-Drehzahl = ausgegebene
Drehzahl / Anzahl der Magnete.
(***) nur fut.-xl-32.202, -xl-40.161, -xxl-40.303. Andere Typen „0“ (Strom=Null). Ab
Firmware V 5 wird bei diesen ein errechneter Wert angezeigt (nicht genau) nachdem der
Motor einmal nach Akkuwechsel Vollgas hatte.
11.5.2 SHORT, Start-Kommando ist ein kleines x, das Übertragungsformat besteht aus max. 24
Bytes = 48 Nibbles +CR+LF.
Da dieses Format nicht in einem Texteditor lesbar ist wandelt die Akkusoft beim
Abspeichern der empfangenen Originaldaten diese in das ASCII Format um.
11.6 Das Setzen des Aufzeichnungs-Zeitrasters
Dazu dient in der Akkusoft ein Button welches die Ziffern 0, 1, 2, 5 oder 9 sendet.
Das Auslieferungs-Voreinstellung ist 2 = 200 ms, d. h. 5 Datensätze pro Sekunde.
0 = 50 ms, 1 = 100 ms, 2 = 200 ms, 5 = 500 ms, 9 = 1000 ms (1 sec).
11.7 Das Löschen der im future gespeicherte Daten
Der future stellt bei jedem Anstecken des Power-Akkus sicher, dass für eine Stunde
Daten aufgezeichnet werden können. Es wird immer die Menge der ältesten Logger-Daten
gelöscht um die genannte Stunde zu gewährleisten. Bei einer Dauer der jüngsten
Aufzeichnung von 15 Minuten mit 200 ms Auflösung dauert der Löschvorgang ca. 2,5
Sekunden bis zur Scharf-Schaltung. Bei doppelter Auflösung oder doppelter Aufzeichnungsdauer erhöht sich die Löschdauer proportional (d.h. auch auf das doppelte). Bei
max. Auflösung können bis zu 100 Sekunden vergehen. Das Lösch-Kommando für den
gesamt-Speicher ist ein e (Radiergummi Symbol in der Akkusoft).
- 24 d -
12 Zubehör
12.1 prog-adapt-uni
Aktives Adapterkabel zum Verbinden der
5 V-SIO des future-l, -xl und -xxl (und
auch des future-value) mit der RS232Schnittstelle (COMx) eines PC oder
Laptops
12.2 USB-Kabel-mini
Adapterkabel zum Verbinden der miniUSB-schnittstelle auf den future-l, -xl und
-xxl mit der USB-Schnittstelle eines PC
oder Laptops
12.3 TempSens-2
Kabel mit einem Halbleiter-Temperatursensor zum Einstecken in die Temperatur-Messeingänge auf dem future-xxl
12.4 TempSens-3
Kabel mit einem Halbleiter-Temperatursensor zum Einstecken in die Temperatur-Messeingänge auf den future-l und
future-xl
12.5 mcr-sss
Kabel mit einem HALL-Sensor (Magnetfeld-Sensor) zum Einstecken in den HallAnschluss auf den future-l, -xl und -xxl.
Enthält 3 Magnete (Polung beachten, die
Magnete müssen mit der Markierung auf
die Beschriftung des Hall-Sensors zeigen)
12.6 aldis-HV
Alarm-Display, zur Zeit nur für den future-xxl
- 25 d -
Bild siehe Kapitel 5
13
Erweiterte Funktionen des future-xxl
Dieses Kapitel listet die zusätzlichen Eigenschaften des future-xxl-40.303K bzw.-WK
und auch des future-xxl-40.333K bzw.-WK gegenüber des Vorgängermodells futurexxl-40.300K bzw.-WK auf.
Folgende Änderungen sind vorhanden, die hauptsächlich die Datenaufzeichnung
(Logger-Funktion) betreffen:
Messung des Motorstroms
Im Gegensatz zum Vorgänger, dessen Strommessung nicht genau genug war um die
Werte anzuzeigen, hat der 40.303 / 40.333 zusätzliche Bauteile für eine Strommessung
bekommen. Diese ist jetzt relativ genau und bringt - im Gegensatz zu einer Shunt-Widerstandsmessung - keine zusätzlichen Verluste.
Eingebaute Echtzeituhr
Wegen der Vielzahl der Messungen die intern abgespeichert werden können, haben wir
dem 40.303 / 40.333 eine Echtzeituhr eingebaut die die abgespeicherten Daten mit einem
Zeit- und Datums-Stempel versieht.
So findet man die zu einem Flug oder Fahrt passende Daten schnell wieder.
Die Echtzeituhr benötigt eine Lithiumbatterie: RENATA, 3 V, CR1632, 120 mAh.
Die Batterie ist ein Spezialtyp der bis 85°C Dauer-Betriebstemperatur ausgelegt ist.
Wenn diese leer ist, sollte sie nur durch diesen Typ ersetzt werden.
Nach dem Batteriewechsel muss die Zeit und das Datum neu eingestellt werden.
Datums- und Zeiteinstellung
Dazu muss, genau wie beim Auslesen der gespeicherten Messdaten, eine Verbindung
zum PC hergestellt werden.
Beim Anschluß über USB braucht man keinen Akku an den future anzustecken; beim
Anschluß über die 5V-SIO ist dagegen einen Versorgungsakku mit mindestens 7,4V erforderlich.
Der Zeitstempel wird bei jedem neuen Anschluß eines Akkus an den 40.303 / 40.333
ausgegeben bzw. bei den Logger-Daten abgespeichert:
* Date = 2010.06.01 Time = 16:36:46
Zum Stellen des Datums wird nach der Herstellung der Verbindung zum PC im
Hyperterminal oder im Onlinefenster der Akkusoft (Terminalmodus einstellen!!!) einfach
ein großes „D“ eingegeben, gefolgt von dem Jahr (4-stellig); das Jahr quittiert der 40.303 /
40.333 mit einem „.“. Danach gibt man den Monat ein (2-stellig); dieser wird abermals
vom 40.303 / 40.333 mit einem „.“ quittiert. Danach gibt man den Tag ein (2-stellig);
diesen quittiert der 40.303 / 40.333 dann mit „OK“ or „done“.
Zum Stellen der Uhrzeit wird, nach der Herstellung der Verbindung zum PC wie beim
Stellen des Datums: Einfach ein großes „T“ eingegeben, gefolgt von den Stunden (24h
Format, 2-stellig). Die Stunden quittiert der 40.303 / 40.333 mit einem „:“. Danach gibt
man die Minuten ein (2-stellig); diese werden abermals vom 40.303 / 40.333 mit einem „:“
quittiert. Danach gibt man die Sekunden ein (2-stellig); diese quittiert der 40.303 / 40.333
dann mit „OK“ or „done“.
p.s.: Die Schulze-Soft stellt einen Button zur Datum- und Zeit-Einstellung bereit.
- 26 d -
14
Rechtliches
14.1 Gewährleistung
Alle Schulze-Geräte prüfen wir vor dem Versand sorgfältig und praxisgerecht.
Sollten Sie Grund zur Beanstandung haben, schicken Sie das Gerät mit einer eindeutigen
Fehlerbeschreibung ein.
Der Text “Keine 100% Funktion” oder “Softwarefehler” reicht nicht!
Die Bearbeitung eines Gewährleistungsfalles erfolgt gemäss den aktuell gültigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (siehe Homepage).
Hinweise:
Wenn ein Problem mit einem Schulze-Gerät auftritt, dann schicken Sie es direkt zu uns,
ohne vorher daran herumzubasteln.
Um- oder Anbauten können zu Mehrkosten führen, wenn diese den Service erschweren
oder verhindern.
Nicht geeignete Komponenten werden ohne Rücksprache kostenpflichtig ersetzt oder das
Gerät in den Auslieferzustand zurückversetzt.
So können wir am schnellsten reparieren, erkennen Gewährleistungsfehler zweifelsfrei
und die Kosten bleiben daher niedrig.
Ausserdem können Sie sicher sein, dass wir nur Originalteile einsetzen, die in das Gerät
hineingehören. Leider haben wir schon schlechte Erfahrungen mit angeblichen Servicestellen gemacht. Hinzu kommt, dass bei Fremdeingriffen der Gewährleistungsanspruch
erlöschen kann. Durch unsachgemässe Reparaturversuche können Folgeschäden eintreten. In Bezug auf den Gerätewert können wir bei diesen Geräten unsere Reparaturkosten
nicht mehr abschätzen, so dass wir eine derartige Gerätereparatur unter Umständen ganz
ablehnen.
14.2 CE-Prüfung
Alle Schulze-Geräte genügen allen einschlägigen und zwingenden EU-Richtlinien:
Dies ist die
EMV-Richtlinie
nachfolgende
89/336/EWG: 3.Mai 1989 plus
Änderungen bis 3.1.1994
Das Produkt wurde nach folgenden relevanten EMV-Normen geprüft:
Störaussendung:
Störfestigkeit:
DIN EN 55014-1: 2003-09
DIN EN 55014-2: 2002-08
Sie besitzen daher ein Produkt, dass hinsichtlich der Konstruktion die Schutzziele der EU
zum sicheren Betrieb der Geräte erfüllt.
Dazu gehört die Prüfung der Störaussendung, d. h., ob das Gerät Störungen verursacht.
Drehzahlsteller werden praxisgerecht mit hohem Strom und einer hohen Zellenzahl auf
Einhaltung der Störgrenzwerte getestet.
Nicht praxisgerecht wäre z. B. die Messung mit nur geringem Motor-Strom oder mit geringen Zellenzahlen, bei denen die Schalt-Transistoren nur mit geringer Leistung arbeiten
brauchen.
In diesen Fällen würde der Drehzahlsteller nicht den maximalen Störpegel erzeugen.
Desweiteren wird die Störfestigkeit geprüft, d. h., ob sich der Drehzahlsteller von anderen Geräten stören lässt. Dazu werden die Drehzahlsteller mit HF-Signalen bestrahlt, die
in ähnlicher Weise z. B. aus dem Fernsteuer-Sender oder einem Funktelefon kommen.
- 27 d -
15 Technische Daten
Erklärung zur Produktübersicht future-l, -xl, -xxl in Kapitel 16
Masse
Angabe ohne Kabel - mit Kabel.
Stromangabe
Nennstromwert / Maximalstromwert
Die future Überstromerkennung liegt oberhalb des Maximalstromwertes. Der
Nennstromwert ist der Dauerstrom bei Vollgas, mit dem in der Regel die future
an einem 3 Ah-Akku ohne Zwangskühlung betrieben werden können. Der tatsächlich erreichte Nennstromwert kann bei unterschiedlichen Motortypen, Drehzahlen
und Zellenzahlen nach oben und unten differieren.
Gas, Bremse
Innenwiderstand der MOSFETs, aus Datenblattangaben berechnet (25°C). Bei
125°C ist der Widerstand ca. 40% grösser. Daher den future durch Kühlluftzufuhr
nicht heiss werden lassen.
Empfänger-Eingang
Spannung 4,5 V ... 8,4 V (2s LiPo),
Impuls-Höhe: 2,8 V ... 5,0 V
Impuls-Breite 0,8 ... 2,5 ms,
Zykluszeit 4 ms (HRS Modus) ... 30 ms
- Impuls-Zeiten
Drehzahl
Die Drehzahlangabe ist der Begrenzungswert für einen 2-poligen Motor (...P2). Es
gilt folgender Divisionsfaktor: P4= /2; P6= /3; P8= /4; P10= /5.
Teillast-Schaltfrequenz: 7 - 35,2 kHz. Die future messen den Motor beim Ansteckvorgang aus und
stellen dann die Frequenz vollautomatisch ein.
Sanftlauf
Der Sanftlauf von Gas und Bremse ist für alle Betriebsmodi unterschiedlich
(Flächenflug / Helikopter / Boot / Auto).
Übertemperatur Elektronik:
Übertemperaturschwelle bei ca. 110 °C
Übertemperatur Motor:
Übertemperaturschwelle bei ca. 90 °C
Übertemperatur Akku:
Übertemperaturschwelle bei ca. 70 °C
Aufzeichnungsdauer Logger
ca.
150 Minuten @ Auflösung 0 = 50 Millisekunden
50 Stunden @ Auflösung 9 = 1 Sekunde
Übertragungsdauer Gesamt-Loggerspeicher (4 MB); Akkusoft auf dem PC; „Automatik Kurvenfenster“
ein bzw. aus. Ü-Format =
ASCII
SHORT (on)
SHORT (off)
5 V-SIO / RS232 (9600 Bd): ca.
6 Stunden
2 h 30
2 h 20 min
USB („langsamer“ PC): ca.
1 h 30 min
1 h 20
5 min
USB („schneller“ PC): ca.
30 min
20 min
4 min
16 Produktübersicht future-l, -xl, -xxl
Typ
Einheit -->
24 / 8 Zellen
fut-l-24.150WK
32 / 10 Zellen
fut-l-32.115
fut-l-32.115WK
fut-xl-32.202WK*
40 / 14 Zellen
fut-l-40.100
fut-l-40.100WK
fut-xl-40.161*
fut-xl-40.161WK*
fut-xxl-40.303K*
fut-xxl-40.303WK*
fut-xxl-40.333K
fut-xxl-40.333WK
Strom
[A]
Nickel Lithium Abmessung
[Zellenzahl]
[mm]
Masse Kabel
[g] [mm2]
GasBremse Drehz. Bemerkung
[m] [m] [min-1]
150/200
10-24
3 - 8 95+BR*65*21 124-156
4*4,0
0,7/3
240k 1 Kühlrohr
115/150
115/150
200/260
10-32
10-32
10-32
3-10
95+B*65*21 113-145
3-10 95+BR*65*21 124-156
3-10 130+R*73*21 189-229
4*4,0 2*1,0 1,0/3
4*4,0 2*1,0 1,0/3
4*6,0 2*0,56 0,56/3
240k
240k 1 Kühlrohr
240k 1 Kühlrohr
100/133
100/133
160/210
160/210
300/400
300/400
330/440
330/440
10-40
10-40
10-40
10-40
12-40
12-40
12-40
12-40
3-14
3-14
3-14
3-14
4-14
4-14
4-14
4-14
2*6,0
2*6,0
4*4,0
4*4,0
4*6,0
4*6,0
4*6,0
4*6,0
95+B*65*21
95+BR*65*21
130*73*29
130+R*73*29
161+B*100*38
161+BR*100*34
161+B*100*38
161+BR*100*34
113-133
124-144
181-213
203-235
520-560
590-630
520-560
590-630
2*0,7
2*1,5
2*1,5
2*0,9
2*0,9
2*0,75
2*0,75
2*0,59
2*0,59
1,5/3 240k
1,5/3 240k 1 Kühlrohr
0,9/3 240k
0,9/3 240k 2 Kühlrohre
0,75/3 240k
0,75/3 240k Wasser0,59/3 240k
0,59/3 240k Wasser-kühlplatte mit Rohranschluss
Legende zu obiger Tabelle
+B
Motoranschluss-Buchsen = plus ca. 12 mm
+R
Kühlrohr = plus zwei Mal ca. 15 mm
*
Die Daten der Vorgängertypen 32.200, 40.160, 40.300 entsprechen den Daten in der Tabelle
- 28 d -
Was this manual useful for you? yes no
Thank you for your participation!

* Your assessment is very important for improving the work of artificial intelligence, which forms the content of this project

Download PDF

advertising