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Fachzeitschrift der fenaco-LANDI Gruppe • www.ufarevue.ch • 7- 8 / 2014
Rodino
®
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Neu ig
Fert ung!
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das rapsherbizid
Unkrautfreier
Raps von Anfang an!
Spannungsfeld
Milchproduktion
Seite 10
Fahrbericht zum
neuen «Lintrac»
Seite 24
Rapsschädlinge im
Visier behalten
Seite 48
15 % der Milchkühe
gehen lahm
Seite 73
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1713 ST. ANTONI
GABAG Landmaschinen AG
3148 LANZENHÄUSERN, Staudenmann AG
3179 KRIECHENWIL, Hämmerli AgroTech AG
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Stephan Wyss Landtechnik GmbH
3324 HINDELBANK, Käser Agrotechnik AG
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3555 TRUBSCHACHEN, Wingeier Alfred
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4147 ANGENSTEIN/AESCH, Brunner Daniel
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Brack Landtechnik AG
8587 OBERAACH, Jakob Hofer AG
8722 KALTBRUNN, Steiner Berchtold AG
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Schuler Maschinen und Fahrzeuge AG
8934 KNONAU, Hausheer & Sidler
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Schedler Landtechnik AG
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LV-Maschinencenter Wittenbach AG
9445 REBSTEIN
LV-Maschinencenter Rebstein AG
9470 BUCHS, A. Stricker Landmaschinen
9494 SCHAAN, Wohlwend Damian Anstalt
9548 MATZINGEN
Schneider Landmaschinen AG
9562 MÄRWIL, Märla AG
9615 DIETFURT, Franz Bachmann AG
INHALTSVERZEICHNIS
EDITORIAL
Bild: Matthias Roggli
FENACO AKTUELL
Frauenpower in der fenaco-LANDI Gruppe
Führungsstarke Frauen im Gespräch
4
Auf ein Wort von Martin Keller
fenaco und AgroCleanTech
5
8
MANAGEMENT
Stolpersteine auf dem Weg zur IV-Rente
Einkommen, Gesundheit, Vorsorge
16
Kurzmeldungen
Bei steigenden Kosten die Rentabilität halten
Zentrale Auswertung: Einkommensschere öffnet sich
Biodiversität aus betriebswirtschaftlichen Überlegungen
Übergangsbeitrag: Was dazu gehört und was nicht.
Für Nahrung und Einkommen
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14
18
20
LANDTECHNIK
Rückblick auf den
EDF-Kongress
Europäische Milchprodzenten
diskutierten Vergleichszahlen
und lernten voneinander.
10
Drei Konzepte in einem Fahrzeug vereint
Fahrbericht zum «Lintrac 90»
24
Kurzmeldungen
Kreiselzettwender «KWT 1600» von Krone im Test
Zuwachs bei der Serie «5» von Deutz-Fahr
Kompaktes Kraftpaket: Bilderbogen zum «Metrac H7 SX»
Claas lanciert den «Arion 400» neu
Produktneuheiten
Fendt «300 Vario» mit neuem Power
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29
30
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PFLANZENBAU
Maschine mit Potenzial
Komfort und Schlagkraft verspricht
der von Krone auf diese Saison hin
neu lancierte Kreiselzettwender «KWT 1600».
26
Düngung
Schwefel in die Planung einbinden
46
Kurzmeldungen
Eintauchen in die Gemüsewelt
Vertiefte Pflanzenbau-Einblicke
Kommt die gelbe Revolution
Erfolgreich trotz Einschränkung
Rapsschädlinge im Visier behalten
Imkerei und Landwirtschaft brauchen einander
Bewirtschaftung von Kunstwiesen: Der Mix macht’s
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36
38
40
42
48
52
54
NUTZTIERE
Gezielter Herbizideinsatz
Trotz Einschränkungen von Glyphosatanwendungen kann die Unkrautbekämpfung mit einfachen
Massnahmen gelingen.
42
Kälbermast
Eisenzugabe bleibt wichtig
76
Kurzmeldungen: Galtphase verkürzen?
UFA aktuell: Neues Geburtsfutter für Sauen
Mischfutter: Trend zu Strukturvermahlung
«Abgesäugte Sauen sind selten»
Kurzmeldungen: Klimaregulation im Abferkelstall
Neue Empfehlungen zur P-Versorgung der Ferkel
Intercoop zu Besuch in der Schweiz
Futterbestellung und Beratung online
Ziegen: Abmessungen für Fressplätze
Welcher Entmistungsschieber putzt am saubersten?
Sehnenverkürzungen: Genetisch bedingt?
Merkblatt: Klauengesundheit bei Kühen verbessern
Stroh: Qualität steht im Vordergrund
Bio-Seite: «Ackerbohnen machen Freude»
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LANDLEBEN
Futterbestellung und
Beratung online
Das neue UFA-Portal erleichtert den
Einkauf und bietet betriebsspezifische Fachinfos.
69
UFA-REVUE · 7-8 2014
Effizienz mit Motivation steigern
Im September findet das Agro-Forum statt
84
Kurzmeldungen
Mit Geissen in den Kampf
Salami – Die Königin der Rohwürste
Rezepteseite von Esther Stauffacher
Gartenseite mit Thymian
Uno-Jahr der Familienbetriebe: Südafrika
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83
86
88
93
94
Dr. Roman
Engeler
Die wirtschaftliche Situation der
Schweizer Bauernbetriebe interessiert nicht nur die Landwirte selbst,
sondern ist von allgemeinem und
vor allem von politischem Interesse.
So verwundert es nicht, dass der
Beitrag in der Januar-Ausgabe der
UFA-Revue, der Beitrag über das
Viertel der Referenzbetrieb mit den
tiefsten Einkommen, auch im
Bundeshaus zu Bern eine aufmerksame Leserschaft – ob vor, nach oder
gar während den Sitzungen bleibe
dahingestellt – fand und zu
entsprechenden Reaktionen führte.
Namentlich wurde der Wunsch
geäussert, wenn man schon das
schlechteste Viertel beschreibe, wäre
es doch auch interessant zu wissen,
wie sich die Situation im oberen
Bereich der Skala darstelle.
Für die Redaktion war dies ein
willkommener Anlass, zusammen
mit den Forschern der Agroscope
eine entsprechende Auslegeordnung
anzupacken. «Die Analyse zeigt,
dass die Betriebe im obersten Viertel
in den letzten zehn Jahren ihren
Arbeitsverdienst deutlich steigern
konnten, während alle 5-%-Gruppen des untersten Viertels eine
Reduktion verzeichneten», schreiben
die Autoren in ihrem Beitrag auf
Seite 12. Die Einkommensschere hat
sich also im letzten Jahrzehnt
geöffnet. Eine Situation, die sich
auch in anderen Branchen offenbart,
und insbesondere für die Landwirtschaftsbetriebe im untersten Teil
dramatisch ist, weil dort die
Reduktion des Arbeitsverdienstes
stark zunimmt.
Die UFA-Revue wird an diesem
Thema dranbleiben und versuchen,
die effektiven Gründe für diese
Differenzen und die unterschiedliche
Entwicklung in Erfahrung zu
bringen.
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AKTUELL
FENACO
Frauenpower in der
fenaco-LANDI Gruppe
DAS GENOSSENSCHAFTSWESEN und der Agrarhandel sind eine Männerdomäne.
Auf allen Ebenen sind jedoch engagierte und führungsstarke Frauen nötig, die Brücken
schlagen zwischen der produzierenden Landwirtschaft und den Konsumenten.
Die Bäuerin Annekäthi Schluep traf
sich mit LANDI-Geschäftsführerin
Bernadette Kündig und ObsthallenLeiterin Marie-Therese Lütolf in
Sursee. Diskutiert wurde die Stellung
der Frauen, speziell der Bäuerinnen, in
der fenaco-LANDI Gruppe.
UFA Revue: Die fenaco zahlte im letzten
Jahr insgesamt 120 Mio. Fr. mehr an die
Schweizer Bauernfamilien in Form von
Bäuerinnen tragen zur
Schweizer Qualitätsproduktion bei,
erklären Marie-Therese
Lütolf, Bernadette
Kündig und Annekäthi
Schluep.
4
besseren Produktepreisen aus. Ist das auf
den Bauernbetrieben direkt spürbar, Frau
Schluep?
Annekäthi Schluep: Ja auf jeden Fall.
Nachzahlungen bei Weizen und bei
Raps sind willkommen. Das sieht man
Ende Jahr auf dem Konto und kann sich
entscheiden, ob man investieren oder
Einlagen in die Altersvorsorge machen
will. Man braucht auch nicht bis Ende
Jahr zu warten – wir verkaufen unsere
Tiere via Anicom, die zur fenaco gehört.
Am gleichen Tag, an dem das Tier geschlachtet wird, wird uns das Schlachtgewicht etc. via SMS mitgeteilt und 10
bis 14 Tage später ist das Geld auf dem
Konto. Das schätzen wir sehr.
Sie sind quasi in einer LANDI gross geworden. Was empfinden Sie, wenn Sie
heute in eine LANDI gehen?
Annekäthi Schluep: Ich gehe oft in
die LANDI und bin jedes Mal positiv
überrascht. Insgesamt hat sich das Genossenschaftswesen gewandelt. Die
LANDI und die fenaco sind grösser geworden. Wir brauchen den Handel und
zwar einen fairen Handel mit korrekten
Preisen. Umgekehrt müssen wir Bauern
uns für eine hohe Qualität einsetzen –
es ist nicht egal, was wir abliefern.
Bernadette Kündig: Ich bin nicht gegen importierte Nahrungsmittel, aber
das sind für mich Genussmittel, während die Schweizer Produkte – und die
Vielfalt ist auch hier gross - Lebensmittel
sind. Unsere landwirtschaftlichen Produkte stillen unsere Nahrungsmittelbedürfnisse, weil sie zu uns passen, zu
unserem Klima und zu unseren Standortbedingungen. Aber, was wir brauchen, ist Qualität – etwas anderes wird
nicht gekauft. Augen und Hände der
Konsumenten bewegen sich dorthin,
wo die Qualität stimmt.
Marie-Therese Lütolf: Wobei es
nicht nur um äussere Qualität geht, sondern auch um innere Qualität und Lebensmittelsicherheit.
Wird Qualität nicht manchmal auf die
Spitze getrieben?
Marie-Therese Lütolf: Punkto Qualitätsanforderungen bewegen wir uns
auf einem sehr hohen Niveau. Aber
Qualität ist auch im Interesse des Produzenten und steigert die Wertschöpfung auf den Betrieben.
Annekäthi Schluep: Wir arbeiten mit
der Natur und mit Tieren und manchmal
ist es extrem schwierig, die verlangte
Qualität abzuliefern. Manchmal scheint
mir, verlangt der Detailhandel dieses
und jenes und die Konsumenten ebenso. Gerne würde ich mal zurückfragen:
Zu welchem Preis wollt ihr das? Vielleicht sollte auch der Handel entsprechend argumentieren.
Unsere LANDI sind
eine Plattform, die auch
die Landfrauenvereine
nutzen können.
Marie-Therese Lütolf: Wir nutzen
diese Argumente in unserer Scharnierfunktion zwischen Produzenten und
Detailhandel. Aber wir befinden uns
nicht allein. Es gibt einen Markt und
Mitbewerber. Es ist ein Balanceakt. Unser Ziel ist es, die Produzenten zu unterstützen, ihre Produkte zu verkaufen.
Welchen Einfluss hat die Bäuerin auf die
Qualität der abgelieferten Produkte?
Marie-Therese Lütolf: Einen sehr
grossen. Bei zwei Dritteln der Obstbetriebe, die an uns liefern, sind es die
Frauen, die punkto Organisation, Personal anlernen, Sortierung oder Feinaufbereitung den Ton angeben, was für die
Qualität und Frische enorm wichtig ist.
Die Bäuerinnen sind interessiert und bilden sich weiter, auch an unseren Vor7-8 2014 · UFA-REVUE
AKTUELL
NATS
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FENACO
AUF EIN WORT
EN UN MOT
Bäuerinnen übernehmen
Verantwortung in
LANDI Genossenschaften
Gemeinsam mit den Mitglied-LANDI
beschäftigt die fenaco-LANDI Gruppe weit über
13 000 Personen und 900 Lernende.
Offene Lehrstellen werden laufend auf der
fenaco-Stellenbörse ausgeschrieben.
www.fenaco.com
ernteabenden, den Fachbesichtigungen
oder Winterveranstaltungen.
Annekäthi Schluep: Die Bedeutung
der Bäuerinnen in den arbeitsintensiven
Betriebszweigen ist gross. Dasselbe gilt
auch für alle andere Bereiche wie den
Gemüsebau, die Schweine- oder Geflügelhaltung
Bernadette Kündig: Auf Landwirtschaftsbetrieben müssen Mann und
Frau zusammenarbeiten. Wo das nicht
der Fall ist, wird es oftmals schwierig.
Ich geben Ihnen ein Beispiel: Punkto
Zahlungsmoral muss ich unseren Kunden ein Kränzchen winden, aber wenn
Rechnungen nicht bezahlt werden, ist
das oft bei Betrieben der Fall, wo die
Frau die Buchhaltung nicht macht. Dort
bleibt quasi das Management auf der
Strecke.
Marie-Therese Lütolf: Bäuerinnen
haben oft auch einen weiteren Blickwinkel – sie sehen die Bedürfnisse der Konsumenten, was bei Landwirten weniger
der Fall ist.
Bernadette Kündig: Ich habe aber
noch ein Anliegen an die Bäuerinnen
und Landfrauenvereine. Unsere LANDI
sind eine Plattform, die auch die örtlichen Landfrauenvereine bestens nutzen
UFA-REVUE · 7-8 2014
können. So stellen wir zum Beispiel
unseren Eingangsbereich Bauernfamilien zur Verfügung. Sie können dort ihre
Produkte am Samstagvormittag direkt
verkaufen. Das wird noch zu wenig genutzt. Gerne hätte ich zudem in unserer
LANDI mehr Backwaren von Bäuerinnen. Ich weiss auch, dass das nicht einfach ist. Es geht nicht nach dem Motto
«Jetzt habe ich viele Eier, dann backe
ich», sondern die Produkte müssen qualitativ einen hohen Standard aufweisen,
müssen regelmässig in gleichbleibender
Qualität geliefert werden. Aber wir
LANDI suchen vermehrt die Zusammenarbeit mit Bäuerinnen.
Annekäthi Schluep: Ich betrachte es
als grosse Chance, wenn Bäuerinnen mit
der regionalen LANDI zu einer Zusammenarbeit finden. Es gibt sicher viele
Möglichkeiten. Aber es muss sich für die
Bäuerinnen wirtschaftlich lohnen.
Der SBLV fordert eine bessere Vertretung
der Bäuerinnen in landwirtschaftlichen
Organisationen. Haben Sie diesbezüglich
Wünsche an die fenaco-LANDI Gruppe?
Annekäthi Schluep: Ja, das haben wir,
denn auch in ihrem Unternehmen sollen die Bäuerinnen besser vertreten
Bäuerliche Familienbetriebe haben
sich weltweit als die effizienteste
Form der Urproduktion durchgesetzt.
Die unternehmerische Verantwortung
und die Mithilfe der Familie bei
Arbeitsspitzen sind Gründe dafür.
Zudem wird dem bäuerlichen
Familienbetrieb von den Konsumentinnen und Konsumenten grosses
Vertrauen und viel Sympathie entgegengebracht.
Die Bäuerin ist das Rückgrat von
bäuerlichen Familienbetrieben.
Sowohl in Fragen der Betriebswirtschaft – insbesondere der Finanzen
und der Administration – als auch der
Entwicklung der Familiengemeinschaft und der einzelnen Familienmitglieder spielt die Bäuerin die
zentrale Rolle. Viele Bäuerinnen
betreuen einzelne Betriebsaktivitäten
eigenverantwortlich, wie z. B. Direktvermarktung, Kälbermast oder
Spezialkulturen. In anderen Fällen
tragen Bäuerinnen durch Nebenerwerb massgeblich zum Familieneinkommen bei.
Aufgrund dieser vielfältigen Aufgaben
und Kompetenzen der Bäuerinnen
sind sie bestens qualifiziert dafür, in
den LANDI Genossenschaften als
Mitglieder der Verwaltung Verantwortung zu übernehmen und Einfluss zu
nehmen. Es ist übrigens erwiesen,
dass gemischte Teams erfolgreicher
arbeiten als reine Männer- oder
Frauenteams.
Ich stelle mit Freude fest, dass es
immer wie mehr LANDI gibt, die ihre
Gremien mit Bäuerinnen verstärken.
Ich hoffe, dass diese Entwicklung
weitergeht, so dass wir zukünftig auch
in den regionalen und nationalen
Gremien der fenaco Genossenschaft
von der Erfahrung und Kompetenz
der Bäuerinnen profitieren können.
Fortsetzung
Seite 6
Martin Keller
Vorsitzender Geschäftsleitung fenaco
5
AKTUELL
FENACO
sein. Die Bäuerinnen arbeiten auf vielen Betrieben intensiv mit, wie dies die
erst kürzlich präsentierte Zeitbudgetstudie von Agroscope bewiesen hat.
Dieses Engagement der Bäuerinnen soll
in den landwirtschaftlichen Gremien
besser anerkannt werden. Unsere Offensive ist in das Projekt «Frauen und
Männer in der Landwirtschaft» eingebettet, welches vom Bundesamt für
Landwirtschaft unterstützt wird. Da die
fenaco-Verwaltung aus den Genossenschaftsvorständen rekrutiert wird, ist es
wichtig, dass sich die Bäuerinnen in
den regionalen LANDI-Vorständen
engagieren.
Bernadette Kündig: In vielen
LANDI-Vorständen sind Frauen
anzutreffen. Wir haben auch zwei
Frauen im Vorstand der LANDI
Schwyz. Aber das haben wir bewusst angestrebt. Das kommt nicht
von allein. Aber jetzt, und das ist
ein Aufruf an sämtliche Männer
in der Unternehmensgruppe,
bemüht euch um Frauen!
Annekäthi Schluep: Eine Frau
reagiert, wenn sie für ein Amt
angefragt wird, oftmals auf den ers-
Bernadette Kündig,
LANDI-Geschäftsführerin
Schwyz
Es gibt rund 218 Mitglied-LANDI in der Schweiz. Eine davon wird von
einer Frau geleitet: Es ist die LANDI Schwyz mit der Geschäftsführerin
Bernadette Kündig-Blättler. Angefangen hat sie 1985. Heute hat die
LANDI Schwyz 30 Mitarbeiter und ist massgeblich in den Geschäftsfeldern Agrar und Detailhandel tätig. Bernadette Kündig-Blättler war
lange Jahre politisch engagiert. Heute ist sie Präsidentin des Vereins FFS
(Freiwillig und ehrenamtlich für Schwyz). Sie habe den LANDI-Virus in
sich, erklärt Bernadette Kündig. Genossenschaft als Rechtsform sei sehr
gut, vor allem das Prinzip 1 Mitglied gleich 1 Stimme. Die LANDI-Geschäftsführer sind schweizweit in der Geschäftsführervereinigung
zusammengeschlossen, welche in Arbeitsgruppen Themen bearbeiten
und intensiven Kontakt zu den fenaco-Geschäftsbereichen und
Tochterfirmen pflegen. Bernadette Kündig leitet die Arbeitsgruppe
«Betriebswirtschaft/Aus- und Weiterbildung».
Mehr über die LAND Schwyz www.landischwyz.ch.
6
ten Blick abwehrend. Sie fragt sich, ob
sie Zeit dafür hat. Oder hat Zweifel, ob
sie dafür geeignet ist. Wälzt für sich Argumente hin und her. Aber die Frauen
können das genauso gut wie die Männer.
Marie-Therese Lütolf: Eigentlich
sollte es nicht auf das Geschlecht, sondern auf die Fähigkeiten ankommen.
Und es gibt genauso viele fähige Frauen,
wie es fähige Männer gibt. Ich unterstütze die Forderung der Landfrauen.
Schlussendlich gäbe es nur Gewinner
auf allen Seiten. Männer und Frauen
sind auf den Bauernbetrieben gleichberechtigte Partner und das muss auch in
den Gremien so sein.
Ist es nicht eine Frage der Branche: Im Bereich Bildung, Kultur und Soziales hat es
sehr viele Frauen, aber in Handelsunternehmen zählt vor allem der Umsatz und
es gibt kaum Frauen, das ist auch ausserhalb der Landwirtschaft so.
Bernadette Kündig: Dieses Argument wird durch jede Bäuerin, die ihre
Verantwortung wahrnimmt, widerlegt.
Bäuerinnen haben auf ihren Betrieben
mit Handel, Konsum, Umsatz, Einkommen und Finanzen zu tun. Ich finde:
Wenn unsere Unternehmensgruppe beschliessen würde, in fünf Jahren in all
unseren Gremien mindestens zwei Frauen zu haben, kann das ohne weiteres
realisiert werden.
Bäuerinnen kennen
die Bedürfnisse
der Konsumenten.
Marie-Therese Lütolf: Ja, das ist
möglich. Das Potenzial an engagierten
und kompetenten Bäuerinnen ist da. In
unserem Unternehmen wird strikt geplant, also kann unser Anliegen ohne
weiteres auch in eine Fünfjahresplanung
aufgenommen werden.
Sie geben mit zwei Frauen pro Gremium
eine Art Quote vor. Fordern Sie generell
eine Frauenquote?
Annekäthi Schluep: Eigentlich bin ich
gegen Quoten. Aber wir werden wahr-
scheinlich in diese Richtung gehen müssen. Besser wäre es, wenn Männer, die
in den nächsten Jahren aus landwirtschaftlichen Gremien ausscheiden, gezielt durch Frauen ersetzt würden. Die
fenaco-LANDI Gruppe zählt auf eine aktive und produktive Landwirtschaft und
muss Frauen in ihren Gremien haben.
Bernadette Kündig: Wir haben keine
Mühe, wenn es um Regionalquoten in
der fenaco-LANDI Gruppe geht. Dann
gibt es auch Quoten nach Produktionsrichtung, damit Milchwirtschaft genauso gut vertreten ist wie die Schweineproduzenten oder Ackerbauern. Aber
wenn es um Frauen geht, sind Quoten
plötzlich ein Problem?!
Annekäthi Schluep: Es gibt Quotengegnerinnen, die behaupten, bei einer
Quote, würden sie nur aufgrund des Geschlechts gewählt werden. Was absoluter Humbug ist, kein Mann hinterfragt
seine regionale Quote. Vorbildlich hat
es übrigens der Schweizer Bauernverband gemacht: Jahrzehntelang war nur
eine Frau im Vorstand, heute sind es
drei – eine Frau aus dem Jura, unsere
Präsidentin und die Vizepräsidentin.
7-8 2014 · UFA-REVUE
AKTUELL
FENACO
Marie-Therese Lütolf,
Leiterin Obsthalle Sursee
Die Obsthalle Sursee ist ein Geschäftsbereich der fenaco und gehört ins
Departement Landesprodukte. Dort
begann der Berufsweg von Marie-Therese
Lütolf. Die Obsthalle sei inzwischen fast
wie eine zweite Heimat für sie geworden,
meint sie. Dadurch konnte sie auch ein
gutes Umfeld und Beziehungsnetze
schaffen, was die Treue zum Unternehmen und umgekehrt, das ihrer Produzenten und Abnehmer zur Obsthalle, stärkt.
Marie-Therese Lütolf ist auf einem
Bauernbetrieb aufgewachsen, ihr Mann
war auch einst LANDI-Geschäftsführer.
Nichtsdestotrotz müsse man über den
Tellerrand hinaussehen und seinen
Horizont erweitern. Ein Weg dazu sind
Weiterbildungen. Während der
Sommermonate ist Hochbetrieb in der
Obsthalle. Gearbeitet werde viel und für
sie sei es ein Privileg, in der Landwirtschaft und für die Bauernfamilien tätig zu
sein. Mehr über die Obsthalle auf
www.obsthalle.ch.
Was würde sich ändern, wenn es mehr
Frauen hätte?
Marie-Therese Lütolf: Frauen sind
weder besser noch schlechter als Männer. Wir sind weder Opfer noch Übermenschen. Es braucht gemischte Gremien. Das steht für unsere Gesellschaft
und die Landwirtschaft.
Bernadette Kündig: Durch Frauen in
unseren Gremien sind wir näher am
Markt und an den Konsumenten.
Annekäthi Schluep: Auch ist die Gesprächskultur oft respektvoller.
Bernadette Kündig: Frauen bringen
eher Misstöne im Personalbereich zur
Sprache. Männer weichen solchen Gesprächen eher aus und schieben sie auf.
Mit der Folge, dass manchmal aus einer
Mücke ein Elefant wird - was für das Unternehmen äusserst negative Folgen haben kann.
Sind Frauen im Gegensatz zu Männern
nicht zurückhaltender, was Risikofreudigkeit und Investitionsverhalten betrifft?
Bernadette Kündig: Prioritäten werden vielleicht mal anders gesetzt. Aber
UFA-REVUE · 7-8 2014
Bei zwei Drittel
der Obstbetriebe
sind es Frauen,
die den Ton angeben.
wo zweigeschlechtliche Gremien sind,
balanciert sich das aus.
Marie-Therese Lütolf: Sie sehen hier
drei Frauen, jede ist anders auch punkto
Risikofreudigkeit und Investitionsverhalten. Diesbezüglich möchte ich Frauen, aber auch die Männer gar nicht klassifizieren. Was es braucht, ist das
Miteinander. Mann und Frau in einem
Team ergänzen sich und das Miteinander ist ein Gewinn.
Welches Amt sollen Frauen in einem Vorstand anstreben?
Marie-Therese Lütolf: Das hängt von
den Fähigkeiten der Person ab.
Annekäthi Schluep: Es soll einfach
nicht nach dem Motto gehen «Jetzt
brauchen wir noch eine Frau, die das
Protokoll schreibt». Protokollschreiben
kann auch ein Mann.
Bernadette Kündig: Ich habe mich
immer geweigert, mit dem Protokollschreiben auf das Abstellgleis geschoben
zu werden. Wer das Protokoll schreibt,
hat keine Zeit, Stellung zu beziehen.
Was kann getan werden, damit Frauen in
der fenaco-LANDI Gruppe besser vertreten sind?
Bernadette Kündig: Wenn in einer
Mitglied-LANDI keine Frau im Vorstand
vertreten ist, kann dies der örtliche
Landfrauenverein der LANDI gegenüber
zur Sprache bringen, auch einzelne
Bäuerinnen vorschlagen und sich für sie
einsetzen.
Annekäthi Schluep: Oder umgekehrt:
Die LANDI-Verantwortlichen kontaktieren den örtlichen Landfrauenverein
oder wenden sich an eine Bäuerin, um
sie zur Mitarbeit zu motivieren. Auch
ist es gut, wenn die Bäuerinnen an den
LANDI-Versammlungen teilnehmen
und ihr Interesse an der LANDI zeigen.
Marie-Therese Lütolf: Wir haben
vier Gruppenchefs in der Obsthalle, davon sind drei Frauen. Wichtig ist, dass
wir Frauen Freude, Grosszügigkeit und
Energie ausstrahlen. Das ist motivierend
für andere.
Annekäthi
Schluep-Bieri,
Schweizerischer
Bäuerinnen- und Landfrauenverband
Manchmal liest man, dass sich jemand
als Migros- oder Coop-Kind bezeichnet. Damit wird die Treue zu einem der
orangen Riesen bezeichnet, die aufgrund der
Einkaufsgewohnheiten der Eltern quasi frühkindlich begonnen hat.
Nun, Annekäthi Schluep-Bieri kann man getrost als LANDI-Kind
bezeichnen. Ihre Eltern führten während fast 40 Jahren die landwirtschaftliche Genossenschaft Bucheggberg in Hessigkofen und auch ihre
Brüder Christian und Martin wurden LANDI-Geschäftsführer. Während
der eine heute einen Bauernbetrieb führt, ist der andere Geschäftsleitungsvorsitzender der LANDI Seeland AG. Annekäthi Schluep-Bieri
bewirtschaftet mit ihrem Mann Ruedi einen Betrieb in Schnottwil (SO).
Sie betreiben auf 22 ha Getreide- und Futterbau und stellen zurzeit den
Betrieb von Weidemast auf Mutterkuhhaltung um. Die Bäuerin war
lange Jahre auf Gemeinde- und Kantonsebene politisch aktiv. Sie ist im
Vorstand des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands
und leitet die Kommission Familien- und Sozialpolitik.
Mehr darüber auf www.landfrauen.ch.
Interview Daniela Clemenz,
UFA-Revue, 8401 Winterthur
Danke für das
Gespräch.
www.ufarevue.ch
7-8 · 14
7
AKTUELL
FENACO
Engagiert für Energie und Umwelt
FENACO UND AGROCLEANTECH Die fenaco nutzt Energie effizient,
reduziert den CO2-Ausstoss und fördert den wirtschaftlichen Einsatz
sowie die Verbreitung von erneuerbaren Technologien. Dies auch mit
ihrem Engagement im AgroCleanTech-Netzwerk.
Ein Energieprojekt für die Bauern ist das Wärmerückgewinnungs-
AgroCleanTech-Vorstand mit Armin
Hartlieb (Geschäftsführer), Roland Künzler
(Agridea), Martin Rufer
(SBV), Anita Schwegler
(fenaco), Sabine PerchNielsen (Ernst Basler+
Partner) und Stefan
Mutzner (ÖkostromSchweiz).
projekt aus der Milchkühlung. Durch
Wärmerückgewinnung kann nämlich
die der Milch entzogene Wärme für die
Erhitzung des Reinigungs- und Brauchwassers verwendet werden. Für den
Landwirt entstehen dadurch Kosten in
der Grössenordnung von 4000 bis
10 000 Fr. Für solche Anlagen gibt es
nun Förderbeiträge, nicht flächendeckend schweizweit, sondern für die
Kantone St. Gallen, Aarau und Freiburg.
Diese Förderbeiträge sind dank des Engagements von AgroCleanTech (ACT)
zustande gekommen und betragen zwischen 1000 bis 2000 Fr. ACT hat sich
auch dafür eingesetzt, dass dieses Wär-
merückgewinnungsprojekt aus der
Milchkühlung voraussichtlich ab September 2014 auch auf die Kantone
Waadt, Luzern, Bern und Solothurn erweitert wird. Landwirte aus diesen
Kantonen können sich über das ACTFörderportal www.agrocleantech.ch anmelden. Neben dem Wärmerückgewinnungsprojekt hat ACT auch weitere
interessante Projekte in der Planung.
fenaco wirkt mit Seit 2012 ist die
fenaco Partner bei ACT und unterstützt
die Projekte im Bereich Energieeffizienz
in hohem Mass. Als Unternehmen in
den Händen der Schweizer Bauern ist
die fenaco dem Grundsatz der Nachhaltigkeit verpflichtet, denn nur ein
sorgsamer Umgang mit Natur, Umwelt
und Ressourcen führt zu langfristigem
Erfolg. Der Fachbereich «Energie und
Umwelt» sorgt in der Unternehmensgruppe für Energieeffizienz, Reduktion
des CO2-Ausstosses und wirtschaftliche
Nutzung von erneuerbaren Energien.
Mit ihrem Engagement in ACT erweitert die fenaco ihr Wirken nach aussen
und zwar vernetzt mit dem Schweizer
Bauernverband und weiteren Organisationen.
Effiziente Strukturen Das Interesse der landwirtschaftlichen Organisationen an ACT ist hoch. Seit der Gründung 2011 wurden die Aktivitäten
kontinuierlich ausgebaut. Das bringt
neue Partneranfragen mit sich. Auch
Forschungseinrichtungen wollen sich
verstärkt an ACT beteiligen. Ende Juni
hat ACT, aufgrund dessen sich von der
Rechtsform «einfache Gesellschaft» in
einen Verein und eine Akktiengesellschaft umgewandelt.
8
Verein dient als Wissensplattform Der Verein soll eine Plattform
für interessierten Kreise und in der Wissensvermittlung sowie als Anlaufs- und
Auskunftsstelle aktiv sein. Im Rahmen
dieses Vereins stellt die fenaco ihr Wissen und ihre Erfahrungen im Bereich
Energie und Klima Interessierten gerne
zur Verfügung.
Projektorientierte Aktiengesellschaft Mit dem zweiten Standbein,
der Aktiengesellschaft, sollen Projekte in
den Bereichen Energieeffizienz und Klimaschutz abgewickelt werden. Mitglieder sind der Schweizer Bauernverband,
fenaco, Ökostrom Schweiz, Agridea sowie der ACT-Verein. Zum Präsidenten
des Vereins und der AG wurde Martin
Rufer vom Schweizer Bauernverband gewählt. Die gemeinsame Geschäftsstelle
ist weiterhin beim Schweizer Bauernverband angesiedelt. Der offizielle Sitz beider Gesellschaften ist damit in Brugg.
Fazit Die fenaco sieht ihre Beteiligung an AgroCleanTech, sowohl im Verein als auch in der Aktiengesellschaft,
als Möglichkeit, erneuerbare Energiegewinnung in der Landwirtschaft zu fördern und damit im Sektor Landwirtschaft «Nachhaltigkeit» zu verankern
und Impulse für den Klimaschutz zu vermitteln.
䡵
fenaco Nachhaltigkeitsbericht
Anita
Schwegler
Bauernfamilien haben als Energiewirte Chancen auf ihren Betrieben,
beispielsweise mit der Nutzung von
Sonnenenergie, Biomasse, Erdwärme, energieeffizienten Gebäudesanierungen oder Wärmerückgewinnungsprojekten.
Autorin Anita Schwegler,
Umweltingenieurin,
Leiterin national fenacoFachbereich Energie
und Umwelt, Sursee
www.ufarevue.ch
7-8 · 14
7-8 2014 · UFA-REVUE
KURZMELDUNGEN
MANAGEMENT
AUS DEM BUNDESGERICHT
Forderungen nach Auslauf und nach Ausstand
Seit Jahren vermutete eine Veterinärbehörde, dass Landwirt A seinen
Kühen nicht genügend Auslauf gewähre. Der Kantonstierarzt liess eine Kontrolle durchführen. Dabei
wurden zwar Tierschutzmängel festgestellt, doch konnten mit Bezug
auf den Auslauf keine Verfehlungen
nachgewiesen werden. Der Kantonstierarzt informierte die Gemeindepräsidentin schriftlich über «gravierende Tierschutzmängel» auf
dem Hof von A und er ersuchte sie
um dessen Beobachtung. Ausserdem stellte er bei der Bezirksbehörde einen Antrag auf Videoüberwachung des Hofes, welche von der
Behörde zwar angeordnet, vom Gericht dann aber untersagt wurde. Als
A von den Vorkehrungen des Kan-
tonstierarztes Kenntnis erhielt, zeigte er diesen wegen Amtsgeheimnisverletzung an. Eine solche erblickte
er im Schreiben an die Gemeindepräsidentin. Nach Bekanntwerden
der Anzeige bestätigte der zuständige Regierungsrat gegenüber dem
Kantonstierarzt, dass das Vorgehen
gegen A mit ihm abgesprochen worden sei.
Während dem laufenden Strafverfahren gegen ihn nahm der Kantonstierarzt eine unangemeldete,
weitere Kontrolle auf dem Hof von
A vor. In zwei anschliessenden Verfügungen wurde A unter anderem
verpflichtet, die Klauen all seiner
Kühe schneiden zu lassen und es
wurde angeordnet, wie oft er den
Rindern Auslauf zu gewähren habe.
Gegen beide Verfügungen erhob A
Rekurs. Er verlangte dabei, dass der
Kantonstierarzt und der zuständige
Regierungsrat in den Ausstand zu
treten hätten.
Die Frage betreffend Ausstandspflicht kam bis vor das Bundesgericht. Dort konnte A mit dem Argument, der Kantonstierarzt müsse
infolge der gegen ihn erhobenen
Strafanzeige wegen Amtsgeheimnisverletzung in den Ausstand treten,
nicht durchdringen. Selbst wenn die
Herausgabe von Informationen an
die Gemeindepräsidentin bzw. deren Beizug zur Informationsbeschaffung über die Tierhaltung von A unrechtmässig gewesen wären, könnte
darin keine gravierende Amtspflichtverletzung erblickt werden, sagte
das Bundesgericht. Auch für den Regierungsrat habe kein Ausstandsgrund bestanden.
Urteil 2C_1007/2013, 23.05.2014
Andreas Wasserfallen, Dipl. Ing. Agr. ETH, Rechtsanwalt, Bern, www.agrarrecht.ch
UFA-Revue-Videoplattform
mit neuem Design
Aktuelle Lidlohnansätze
Haben mündige Kinder auf dem Betrieb ihrer Eltern oder Grosseltern
regelmässig Arbeitsleistungen erbracht und im gemeinsamen Haushalt gelebt, so können sie bei der
Hofübergabe oder spätestens bei
der Erbteilung eine Entschädigung,
den so genannten Lidlohn, verlangen. Im Vergleich zum Vorjahr ist
der Lidlohnanspruch 2012 gesunken, weil die Privatauslagen stärker
gestiegen sind als der Arbeitsverdienst. Für die Arbeit auf dem Betrieb sank er von 14 550 auf 14 310
Fr. und für die Arbeit im bäuerlichen
Haushalt von 12 360 auf 12 160 Fr.
Bezug der Lidlohn-Broschüre, 20 Fr.
(exkl. MwSt., Versand), Agriexpert,
Brugg, 寿 056 462 52 61.
Cadio Pericin, Agriexpert, SBV Brugg
UFA-REVUE · 7-8 2014
Schick und übersichtlich präsentiert
sich neu die Videoplattform auf
www.ufarevue.ch. Die Kurzfilme
sind nach Rubrik und zusätzlich
nach Erscheinungsjahr sortiert. Aktuelle Videos findet man an erster
Stelle des Scroll-Balkens unter dem
Menüpunkt «Neue Filme». Die Videoplattform wird regelmässig mit
neuem Filmmaterial gespeist. Besonders beliebt sind Präsentationen
neuer Maschinen, Berichte zu Feldbegehungen oder Praxisversuchen
und die Implementierung neuer
Stalltechnik. Ein Blick in die neue Videoplattform lohnt sich!
www.ufarevue.ch / Filme
Steuerbefreiung für Vereine
Juristische Personen mit ideellen
Zwecken sollen künftig nicht besteuert werden, sofern ihr Gewinn
20 000 Fr. oder weniger beträgt. Der
Bundesrat hat eine entsprechende
Botschaft verabschiedet. Für Gewinne oberhalb der Freigrenze setzt die
Steuerpflicht unabhängig davon ein,
ob eine juristische Person einen ideellen Zweck verfolgt oder nicht.
Nachhaltigkeit auf
Stufe Einzelbetrieb
Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) bietet mit ihrem Nachhaltigkeitsstandard eine
operable Möglichkeit, eine einzelbetriebliche Nachhaltigkeitsbewertung vorzunehmen. Der zeitliche
Aufwand dafür ist nicht allzu hoch,
sofern der Betrieb über eine gute
Datengrundlage verfügt, beispielsweise eine digitale Ackerschlagkartei. Für die Analyse der Indikatoren
werden die Daten aus der Ackerschlagkartei (Ökologie), dem Jahresabschluss (Ökonomie) und einem
Betriebsleiterfragebogen
(Soziales) entnommen. Für die Analyse der einzelnen Indikatoren werden jeweils Nachhaltigkeitsschwellen definiert. Der Betriebsleiter
erhält einen Prüfbericht als detaillierte Auswertung der Nachhaltigkeitsanalyse und damit einhergehend den «Nachhaltigkeitsstatus»
seines Betriebs. Die Kosten für das
DLG-Zertifikat «Nachhaltige Landwirtschaft» liegen beispielsweise für
einen 200-ha-Betrieb zwischen
1804 und 2640 Euro für drei Jahre.
Mit der unabhängigen Nachhaltigkeitsprüfung können Landwirte sich
am Markt behaupten beziehungsweise verlieren nicht den Anschluss
an diesen. Auch für die Beratungsdienste ist dieses Instrumentarium
wertvoll, um Stärken und Schwächen aufzuzeigen und zusammen
mit den Landwirten neue Betriebskonzepte zu entwickeln.
www.nachhaltigelandwirtschaft.info
Weiterbildung optimieren
Die Produktionskosten hätten eine
Schlüsselrolle für die betriebliche
Entwicklung, ist in der «Agrarforschung 6/14» nachzulesen. Deshalb
haben Agridea und der Schweizer
Bauernverband mit dem Bundesamt
für Landwirtschaft die Arbeitsgruppe «Opticost» gegründet . Ziel ist die
betriebswirtschaftliche Weiterbildung zu optimieren.
Tagesaktuelle Neuigkeiten
www.ufarevue.ch
9
MANAGEMENT
Bei steigenden Kosten die
Rentabilität halten
VOLLKOSTENVERGLEICH Milchproduzenten aus ganz Europa vergleichen im
Netzwerk «European Dairy Farmers» ihre Vollkosten. Nur 27% der Betriebe wären ohne
Direktzahlungen gemäss Auswertung des Jahres 2013 profitabel.
10
60
50
40
10
0
EU-neu
EU-alt
EU-alt, Bio.
Kanada
Schweiz
Ukraine
20
* Niederland Bio
* Frankreich Bio
* Spanien Bio
* Schweden Bio
30
Portugal
Grossbritannien
Deutschland
Spanien
Niederlande
Italien
Belgien
Frankreich
Dänemark
Schweden
Jakob (Jack) Frei ist seit 10 Jahren im EDF-Netzwerk dabei. Dieses Jahr
übergab er sein Präsidentenamt des nationalen EDF-Vereins an
Christoph Stampfli. Altershalber hat Jack Frei auf seinem Betrieb in
Engwilen (TG) 2014 die Milchproduktion aufgegeben. Aber all die Jahre
davor war er Mitglied im EDF-Netzwerk und hat sich mit seinen
Vollkosten beteiligt. Man brauche vier bis fünf Stunden, um jeweils die
Buchhaltung auseinanderzunehmen und den EDF-Fragebogen auszufüllen. Aber wer seine Daten beziehungsweise Vollkosten eingebe, habe
Zugang zum Vollkostenvergleich. «Durch den Vollkostenvergleich, die
Tagungen und den internationalen Austausch konnte ich für meinen
Betrieb enorm profitieren. Unsere Produktionskosten sanken annähernd
auf EU-Niveau», erklärt Frei. Die EDF-Farmer seien höchst professionell,
jeder Landwirt verfolge eine eigene Strategie.
«Ich wollte unbedingt am Austausch
aktiv beteiligt sein und so belegten
meine Frau und ich regelmässig
über die Jahre hindurch Englischkurse. Auch haben wir die
Kongressteilnahme jeweils mit
den Ferien verbunden», führt
Frei aus und weiter: «Mein
erstes Schlüsselerlebnis hatte ich
am Kongress in Frankreich. Ich
war erstmals dabei und
thematisiert wurde Lebensqualität in der Milchproduktion.
Etwas, was mich bis dahin nur
wenig beschäftigt hatte.» Nach
diesem Kongress plante sich
Frei bewusst einen freien
Donnerstagnachmittag pro
Woche ein. Zudem hätte
er den Arbeitsbeginn um
eine Viertelstunde
später angesetzt, und
abends eine Viertelstunde früher
aufgehört.
70
Tschechien
Polen
Slovakei
Kosten konnten massiv gesenkt werden
Grafik 1: Kosten Betriebszweig Milchproduktion
im europäischen Vergleich
EUR ct je kg ECM
Im Rahmen der Vereinigung «European Dairy Farmers» (EDF) werden
die Vollkosten von über 300 Milchviehbetrieben (auch von Schweizer
Milchproduzenten) aus 18 Ländern verglichen. Das ergibt keine repräsentativen Auswertungen, sondern erklärtes
nicht EUMärkte
䡵 Break-Even-Point ll (BEP II): Gesamtkosten (exklusive
Quotenkosten) – Nicht-Milcherlöse (Direktzahlungen).
䡵 Quotenkosten
䢇 Milchpreis ausbezahlt
Durchschnitt in den nationalen EDF-Gruppen (Betriebe mit Beginn der Buchführungsperiode im 2., 3. oder 4. Quartal in 2012 oder im 1. Quartal in 2013).
*Bio, weniger als 10 Betriebe in der Gruppe.
ECM: Energiekorrigierte Milch.
Quelle: Steffi Wille-Sonk, EDF-Produktionskostenvergleich 2014 (nicht repräsentativ)
Ziel des EDF-Netzwerkes ist es, dass die
beteiligten Milchproduzenten Vergleichszahlen haben und von profitablen Betrieben lernen können. Man könne nur vergleichen und verbessern, was
messbar sei. Die Milchproduzenten im
EDF-Netzwerk haben zwischen 17 und
2355 Milchkühe – was einen Durchschnitt von 252 Milchkühen pro Betrieb
ausmacht. Aber 50 % der Milchproduzenten haben weniger als 152 Milchkühe und 25 % haben weniger als 81 Kühe
auf dem Betrieb. Nur 25 % melken mehr
als 298 Kühe. Die EDF-Mitglieder verstehen sich als professionelle Milchproduzenten und sind stolz dazuzugehören.
Gleichwohl sieht die Bilanz der Auswertungen ernüchternd aus. So befinde sich
die Rentabilität der europäischen
Milchviehbetriebe seit mehreren Jahren
auf ähnlichem Niveau, erklärte Steffi
Willi-Sonk, wissenschaftliche Mitarbeiterin, am EDF-Kongress, welcher Ende
Juni in Winterthur stattfand.
Rentabilitätsgrenzen Es sei nur
wenigen EDF-Betrieben möglich gewesen, die Milchproduktionskosten in den
letzten Jahren zu reduzieren. Seit 2011
seien die Kosten kontinuierlich angestiegen und zwar ohne den Faktor Arbeit einzuberechnen (von 25.8 auf 30.5
7-8 2014 · UFA-REVUE
MANAGEMENT
Arbeitsstunden nach Herdengrösse und AMS
Grafik 2:
Planung für die Zukunft über den Tellerrand hinaus
AMS
> 250
160 – 250
92 – 160
< 92
0
200
400
600
800
Arbeitsstunden per 100 000 kg ECM
Durchschnitt
1000
1200
Die mittleren 50 % und 80 % der Betriebe
liegen in diesem Bereich
Europäisches Milchproduzenten-Netzwerk
Die Mitglieder von EDF Schweiz (Verein)
treffen sich in der nationalen Gruppe zur
Analyse der Ergebnisse. Der EDF-Kongress findet jeweils im letzten JuniWochenende in einem europäischen
Land statt. Offizielle Kongresssprache,
vor allem während der Referate, ist Englisch. Der nächste Kongress 2015 findet
in Deutschland statt. Die Kosten für den
dreitägigen Kongress muss jeder Teilnehmer selber tragen (Anreise, Übernachtung, Tagungskosten – geschätzte
1000 Fr. pro Person). Der Vereinsbeitrag
EDF Schweiz beträgt für Bauern, die
Daten abliefern 300 Fr. und für so
genannte Gastfarmer (ohne Datenablieferung) 360 Fr. Präsident von EDF
Schweiz ist Christoph Stampfli aus
Schüpfen und Geschäftsführer ist Lukas
Burger (Bild oben) aus Leutwil.
lukas.burger@dairyfarmer.ch.
www.dairyfarmer.ch
Präsidentin des europaweiten EDF-Netzwerkes ist die Französin Katrine Lecornu
(Bild oben r.) aus Nonant.
www.dairyfarmer.ne
Euro-Cent je Kilogramm energiekorrigierte Milch). In fast allen Ländern decke der Milchpreis kaum die Vollkosten
und insbesondere nicht die Arbeitskosten (Grafik). Es reiche aus, um die Lebenshaltungskosten zu tragen und laufende Rechnungen zu begleichen. Einen
UFA-REVUE · 7-8 2014
grossen Einfluss auf die Produktivität
haben Herdengrösse und Milchleistung.
Punkto Arbeitszeit schneiden die Betriebe mit automatischen Melksystemen (AMS-Melkroboter) am besten ab
(Grafik 2). Laut Lukas Burger, dem Geschäftsführer von EDF Schweiz, würden
aber Roboterbetriebe überproportional
viel Zeit in die Aussenwirtschaft als die
Vergleichsbetriebe mit Melkstand investieren. Deshalb müsse Effizienz über
die ganze Wertschöpfungskette in den
Fokus der Betriebsleiter, nicht nur die
Effizienz der einzelnen Arbeitsschritte.
Work-Life-Balance Wichtigste
Herausforderung für die Mchproduzenten mit einer Wachstumsstrategie ist die
Arbeitssituation. Nur ein Drittel der von
ihnen ist glücklich mit der Situation (Arbeit-Freizeit-Balance). 38 % der Betriebsleiter gönnen sich mehr als zwei
Wochen Ferien pro Jahr. Aber rund die
Hälfte der Betriebsleiter hat keinen freien Tag pro Woche und 6 % bezeichnen
sich als gar nicht glücklich.
Von Schweizern lernen Die Kostenstruktur der Schweizer Betriebe ist,
gemäss Lukas Burger, absolut vergleichbar mit den Europäern, zwar auf höherem Niveau aber der Milchpreis ist auch
höher. In einem Punkt sind die Schweizer Milchproduzenten den europäischen Kollegen voraus, nämlich, was
den Kraftfutterverbrauch betrifft. Der
Kraftfutterverbrauch der deutschen,
niederländischen oder dänischen Bauern sei dreifach so hoch. Der geringe
Kraftfutterverbrauch ergäbe sich aus
dem guten Grundfutter, wobei die Futtergewinnungskosten auf der anderen
Seite wieder ins Gewicht fallen.
Peter Suter und seine Frau Helen aus Mühlau (AG) besuchten in den
90er Jahren die Bauernunternehmensschulung (BUS). Ausgehend von
ihrem damaligen Kleinbetrieb hätten sie als Strategie «Wachstum durch
Kooperation» gewählt. Heute sind sie Mitglied der über 50 ha-grossen
Betriebsgemeinschaft «SchorenPlus», die mit einem weiteren Partner
eine Tierhaltergemeinschaft eingegangen ist. Gehalten werden 120
Kühe mit einem Liefervertrag von 1 Mio. kg. 2006 waren Suters
erstmals an einem EDF-Kongress dabei. Der Kongress fand in Dänemark
statt. «Wir waren damals noch nicht Mitglied, sondern nahmen als Gast
teil. Aber schnell merkten wir, dass wir umso mehr profitieren, wenn
wir unsere eigenen Vollkosten eingeben und damit unsere Daten mit
europäischen Kollegen vergleichen können», erzählt Peter Suter. Das
Positive sei der offene Austausch, im Übrigen würden nicht nur Kosten
verglichen, sondern es gehe auch um Fütterung, Aufzucht, Arbeitsoptimierung bis hin zu Stallbaulösungen. «Wir sehen und
erleben, wie in Europa Milch produziert wird.
Das verändert unsere Sicht auf die Zukunft.
Wir planen anders.» Der «Spirit» unter
den Teilnehmern sei, Chancen und
Veränderungsmöglichkeiten für den
eigenen Betrieb zu erkennen und
anzupacken. Jammern oder sich
aufregen über Sachen, die nicht zu
ändern seien, gehören nicht dazu.
«Trotz der Vollkostenauswertung
und der wirtschaftlichen Betrachtung geht es uns EDF-Milchproduzenten nicht nur ums Verdienen»,
fügt Suter an. Im nationalen
Schweizer EDF-Netzwerk hätte es im
Übrigen noch Platz für den einen oder
anderen Milchproduzenten,
beispielsweise aus der
Westschweiz, Bio oder
dem Berggebiet.
2015 wird in der EU die Milchquote
aufgehoben. Kann der Schweizer Weg
der Milchkontingentsauflösung ein Vorbild für die EU sein? Mit der Aufhebung
der Milchkontingentierung sei es nicht
getan, das sei ein erster Schritt gewesen,
erklärte René Schwager, Geschäftsführer
der Nordostmilch, in seinem Referat am
EDF-Kongress. Die in Zwischenschritten
realisierte Aufhebung der Milchkontingentierung sei nicht hilfreich gewesen,
zu kompliziert und hätte Ineffizienzen
verursacht. Sicherheitsnetze wie sie mit
der Quotenregelung bestünden, seien
nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen,
vor allem wenn nicht klar sei, wie es
weitergehen solle, forderte ein anderer
Referent. Auch würden seit der Kontingentsaufhebung die Milchpreise vermehrt schwanken. So mache sich ein
neuer Trend breit, dass Milchabnehmer
mit ihren Lieferanten während drei bis
sechs Monaten ein fixes Milchpreisniveau vereinbaren, um verlässlich planen
zu können.
䡵
Autoren Daniela
Clemenz, Matthias
Roggli und Cyril de
Poret, UFA-Revue,
8401 Winterthur
www.ufarevue.ch 7-8 · 14
11
SERIE: «ZENTRALE AUSWERTUNG VON BUCHHALTUNGSDATEN»
MANAGEMENT
Einkommensschere öffnet sich
ARBEITSVERDIENST IST UNGLEICH VERTEILT Agroscope hat untersucht, wie
sich der Arbeitsverdienst in den letzten 10 Jahren verändert hat: Während das
Viertel der Betriebe mit den höchsten Werten von deutlichen Steigerungen profitierte,
verzeichnete das unterste Viertel eine Abnahme.
Andreas
Roesch
Markus
Lips
Agroscope analysiert jährlich die
wirtschaftliche
Situation
der
Schweizer Betriebe. In der Januarausgabe der UFA-Revue erschien
ein Artikel über das Viertel der Referenzbetriebe mit den tiefsten Einkommen. In Ergänzung dazu behandelt dieser Beitrag die Veränderung im obersten
Viertel.
Arbeitsverdienst über drei Jahre
Die Bezugsgrösse bildet der Arbeitsverdienst, der das Einkommen einer
100-%-Familienarbeitseinheit misst.
Um den Einfluss der jährlichen Schwankungen zu reduzieren, wird nicht ein
einzelnes Jahr, sondern ein Zeitraum
von jeweils drei Jahren verwendet. Der
Vergleich bezieht sich auf die durchschnittlichen Arbeitsverdienste aus den
beiden Dreijahresperioden 2003/05
und 2010/12.
Bildung von 5-%-Gruppen Für
die Analyse werden alle Betriebsbeo-
Tabelle: Arbeitsverdienste in Fr. je Familienjahresarbeitseinheit.
Bereich
(5-%-Gruppen)
Alle Betriebe
Oberstes
Viertel
Dreijahresmittel
Differenz
2003 / 2005 2010 / 2012
37 400
42 100
+ 4 700
> = 95 % 135 800
141 500
+ 5 700
90 – 95 % 84 800
100 900
+ 16 100
85 – 90 % 72 500
85 400
+ 12 900
80 – 85 % 64 600
74 900
+ 10 300
75 – 80 % 58 000
66 500
+ 8 500
Unterstes
20 – 25 % 20 500
19 600
– 900
Viertel
15 – 20 % 17 000
15 000
– 2 000
10 – 15 % 12 700
9 200
– 3 500
5 – 10 %
6 400
1 400
– 5 000
< 5 % – 17 800
– 31 800
– 14 000
Die Resultate für alle Betriebe sind gewichtet, während die Angaben für
die 5-%-Gruppen ungewichtet sind.
12
bachtungen aus den drei Jahren zusammen betrachtet und nach ihrem durchschnittlichen Arbeitsverdienst geordnet
und anschliessend in 20 gleich grosse
5-%-Gruppen eingeteilt. Die unterste
Gruppe umfasst die 5 % mit den niedrigsten Arbeitsverdiensten (Gruppe
< 5 %). Die oberste Gruppe besteht aus
den 5 % mit den höchsten Arbeitsverdiensten (Gruppe > = 95 %). Für alle
Gruppen wird anschliessend der Mittelwert gebildet.
Nachfolgend werden 10 der insgesamt 20 Gruppen näher unter die Lupe
genommen. Es sind die je fünf Gruppen
des obersten und des untersten Viertels.
Die Mittelwerte werden dabei ohne Gewichtung nach der Häufigkeit der Betriebe berechnet. Dieser Aspekt ist
wichtig, wenn man die 5 %-Gruppen
mit der jährlichen Auswertung der
Buchhaltungsdaten quervergleicht. Im
Gegensatz dazu werden bei der jährlichen Auswertung der Buchhaltungsdaten die Betriebe entsprechend ihrer
Häufigkeit in der Betriebszählung gewichtet, da die Zusammensetzung der
Referenzbetriebe hinsichtlich Betriebstyp, Grösse und Region (Tal, Hügel oder
Berg) von denen der Gesamtlandwirtschaft abweicht.
Die Tabelle enthält die beiden Dreijahresmittel 2003/05 und 2010/12 des
Arbeitsverdienstes für die fünf Gruppen
im untersten und obersten Viertel. Der
mittlere gewichtete Arbeitsverdienst aller Betriebe ist von 37 400 Fr. (2003/05)
auf 42 100 Fr. (2010/12) gestiegen, was
einer Steigerung von 4700 Fr. oder gut
12 % entspricht.
Höhere Wachstumsraten Die
Arbeitsverdienste der obersten 5-%-
Gruppe sind für beide Dreijahresperioden mehr als dreimal höher als der
mittlere Arbeitsverdienst aller Referenzbetriebe. Sie haben im betrachteten
Zeitraum um 5700 Fr. oder gut 4 % zugenommen. Bei den übrigen 5-%-Gruppen des obersten Viertels sind die Zunahmen deutlich höher. Sie bewegen
sich zwischen 8500 Fr. und 16 100 Fr.
Die entsprechenden Wachstumsraten
liegen zwischen 14.7 % und 19 % und
sind deutlich grösser als der relative Zuwachs des Arbeitsverdienstes aller Betriebe.
Bei allen fünf analysierten Gruppen
des untersten Viertels liegt eine Verringerung des Arbeitsverdiensts vor, wobei
die absolute Reduktion nach unten zunimmt.
Oben Gewinne, unten Verluste
Die Analyse zeigt, dass die Betriebe im
obersten Viertel ihren Arbeitsverdienst
deutlich steigern konnten, während alle
5-%-Gruppen des untersten Viertels eine Reduktion verzeichneten. Folglich
hat die Streuung innerhalb der Referenzbetriebe in den letzten 10 Jahren
deutlich zugenommen. Es gilt in weiteren Untersuchungen die Gründe für
diese Differenzen und die unterschiedliche Entwicklung über die Zeit zu ermitteln.
䡵
Autoren Andreas Roesch ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe Ökobilanzen. Markus
Lips leitet die Forschungsgruppe
Betriebswirtschaft von Agroscope.
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UFA-REVUE · 7-8 2014
13
MANAGEMENT
Biodiversität aus betriebswirtschaftlichen Überlegungen
ÖKONOMIE UND ÖKOLOGIE Mit der Agrarpolitik 14 – 17 hat der Bundesrat
die Bedeutung einer breiten Biodiversität in der Landwirtschaft finanziell
unterstrichen. Unternehmerisch denkende Landwirte nehmen diesen Ball auf.
Bernhard
Koch
Verena
Doppler
Wie kaum je zuvor wurde im Vorfeld der neuen Agrarpolitik der Begriff «produzierende Landwirtschaft» als Schlagwort gegen die
neuen ökologischen und ausgebauten
Programme im Bereich der Direktzahlungen verwendet. Die damit versuchte
Aufspaltung der Landwirtschaft in zwei
Gruppen, wird der Vielfältigkeit und
Realität der Schweizer Landwirtschaft
und der Schweizer Landwirte nicht gerecht.
Alle Landwirtschaftsbetriebe stellen
Produkte her. Die einen liefern ihre Produkte einem Zwischenhändler und die
anderen direkt an die Konsumenten.
Oftmals wird für gesättigte Märkte produziert. Wer auf seinem Betrieb Biodi-
versität schafft, liefert in der Regel direkt
an die Konsumenten und in einen Markt
mit grosser Nachfrage. Biodiversität ist
also ein sehr unternehmerfreundliches
Produkt. Die Konsumenten nutzen das
Produkt als Augenweide (Menschen)
oder als Lebensraum (Tiere). Der Wert
dieser «Biodiversitätsprodukte» wird
über die Direktzahlungen und Anforderungen von Bund und Labelgebern bestimmt.
Diese Einleitung soll nicht dazu bewegen, dass Betriebe nur noch dieses
eine Produkt (Biodiversität) herstellen
sollen. Das wäre nicht gewollt und
schon gar nicht typisch für die Vielfalt
der Schweizer Landwirtschaftsbetriebe.
Die Aufgaben der Schweizer Landwirtschaft sind vielfältig. Im Bereich Biodiversität gehen die Anreize der Direktzahlungen stark in Richtung Qualität
und Vernetzung der Flächen. Qualität
ist ein Kriterium, welches unternehmerische Landwirte in allen Produktionsbereichen anstreben. Warum also nicht
auch bei der Biodiversität? So wie ein
gut gedeckter Ochse oder Weizen mit
einem hohen Hektolitergewicht höhere
Preise erzielen, wird auch eine qualitativ
hochwertige Wiese auf dem Markt besser abgegolten.
Standorteigenschaften bestimmen Nutzung Den oft sehr unterschiedlichen Standorteigenschaften auf
den Landwirtschaftsbetrieben kommt
entgegen, dass der schwere Weizen und
die Qualitätswiese nicht dieselben Ansprüche an den Boden haben. So konkurrenzieren sich diese beiden Kulturen
auf vielen Betrieben kaum. Das gilt auch
für Wiesen oder den Futterackerbau.
Nicht auf jeder Ecke des Betriebs herr14
schen die Standortbedingungen für eine
sehr intensive Naturwiese oder den Anbau von Silomais. Ein trockener und
flachgründiger Standort kann nicht mit
einem wirtschaftlich vertretbaren Düngereinsatz zu einem guten Futterbaustandort umgewandelt werden. Für eine
artenreiche extensive Wiese ist dieser
Standort aber wie geschaffen. Diese
Überlegungen gelten ebenso für feuchte
und schattige Lagen.
Für Betriebe mit unterschiedlichen
Standorteigenschaften, und das dürften
die meisten sein, lohnt es sich also auf
jeden Fall dem Betriebszweig Biodiversität die notwendige Aufmerksamkeit zu
schenken. Dieselbe Überlegung ist aus
betriebswirtschaftlicher Sicht auch auf
Betrieben mit Futterüberschüssen oder
in ackerbaulichen Grenzlagen angebracht. So lohnt sich auf Böden mit mässigen Standortbedingungen zum Beispiel der Anbau von Weizen oder
Körnermais gemäss einer Deckungsbeitragsauswertung unter Einbezug der Arbeitskosten kaum (Tabelle). Die Anlage
einer qualitativ hochwertigen und vernetzten Extensivwiese ist dort wirtschaftlich sinnvoller.
Fazit Daraus aber den Schluss zu ziehen, dass die extensive Wiese generell
dem Anbau von Nahrungsmitteln vorzuziehen sei, wäre nicht im Sinne der
Autoren. Die Erhaltung einer vielfältigen Kulturlandschaft und der Beitrag zur
Ernährungssicherheit gehören zu den
zentralen Aufgaben der Landwirtschaft
und bilden die Grundlage der vielfältigen Landwirtschaftsbetriebe in der
Schweiz. In dieser Vielfalt verdient es
die Biodiversität als Betriebs- oder Produktionszweig anerkannt und ebenso
7-8 2014 · UFA-REVUE
MANAGEMENT
professionell geführt zu werden. Bezüglich der Investitionen und einer möglicherweise unsicheren Zukunft dieses
Betriebszweigs zeigt sich ein weiterer
entscheidender Vorteil: Biodiversität
lässt sich mit sehr geringen Kosten aufbauen und ein Rückzug aus diesem Betriebszweig (soweit es die Mindestanforderungen zulassen) ist mit wenig
Ausstiegskosten verbunden. So müssen
keine Gebäude umgenutzt oder gar zurückgebaut und angeschaffte Maschinen können auf den Betrieben weiter
eingesetzt werden. Weiter tragen die
Erträge aus der Biodiversität dazu bei,
dass die Gesamtbetriebsergebnisse auch
in Jahren mit kritischer Witterung oder
schwankenden Märkten konstanter
bleiben.
Risikoarme und kostenextensive Betriebszweige sind in einer Landwirtschaft, welche zunehmend flexibler und
kostenbewusster arbeiten muss, gefragt. Professionell betriebene Biodiversität ist eine davon.
䡵
Tabelle:
Vergleich Weizen, extensive Wiese und Körnermais
auf einem wenig fruchtbaren Standort
Extensive Wiese
Ertrag
Heu
Körner
Stroh (ab Feld)
Menge
dt
27
Preis Betrag
Fr.
Fr.
30
810
Winterweizen
(mässiger Ertrag)
Menge Preis Betrag
dt
Fr.
Fr.
56
50
Direktzahlungen
Qualität 1
Qualität 2
Vernetzung
Versorgungssicherheitsbeitrag (Basis)
Zusatzbeitrag offene Ackerfläche
Graslandbasierte Milchund Fleischproduktion
Ertrag inklusive DZ
53
6
1500
1500
1000
450
Körnermais
(mässiger Ertrag)
Menge Preis Betrag
dt
Fr.
Fr.
2968
300
80
36.5
2920
900
400
900
400
200
5460
4568
4220
Saatgut
Düngung
Pflanzenschutz
Trockung, Annahmen, usw.
Vergleichbarer DB inklusive DZ
150
0
30
0
5280
230
300
280
300
3458
266
194
250
862
2648
Lohnarbeiten
Variable Maschinenkosten
Zinsanspruch
Deckungsbeitrag inklusive Beiträge
0
200
3
5077
440
390
30
2598
654
413
40
1541
Arbeit (in Stunden)
Ertrag zur Deckung
fester Strukturkosten und Gewinn
27
28
756
4321
42
28
1176
1422
39
28
1092
449
Datenquelle: Deckungsbeitragskatalog, Agridea 2013
Professionell betriebene Biodiversität
strategisch in die Betriebsplanung
einbeziehen, kann sich lohnen.
Autoren Bernhard Koch (Ing. Agr. FH.,
Geschäftsleitung Agrofutura) und Verena
Doppler (dipl. Biologin), Ackerstrasse
115, 5070 Frick, www.agrofutura.ch
Wissen Biodiversitätsförderflächen
sollten qualitativ hochwertig und mit
Vernetzungsprojekten kombiniert
angelegt werden. Ein umfassendes
gesamtbetriebliches Beratungsangebot
ist diesbezüglich das «Biodiversitätscoaching» der Agrofutura AG.
Agridea-Merkblatt «Der Weg zu
artenreichen Wiesen», Download auf
www.agridea.ch
www.ufarevue.ch
UFA-REVUE · 7-8 2014
7-8 · 14
15
MANAGEMENT
Stolpersteine auf dem Weg
zur IV-Rente
EINKOMMEN, GESUNDHEIT, VORSORGE Unfälle und Abnützungserscheinungen
von Schulter- oder Hüftgelenken sind in der Landwirtschaft nicht allzu selten.
Aber in entsprechenden Fällen auch eine IV-Rente zu erhalten ist manchmal harzig.
Unter Invalidität wird gemäss Gesetzgebung (Bundesgesetz über den
allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechtes ATSG Art. 6 – 8) eine
Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit
durch einen Gesundheitsschaden verstanden. Entscheidend, ob man eine IVRente bekommt, ist der Invaliditätsgrad.
Der Invaliditätsgrad wird nicht medizinisch gemäss eines Arztzeugnisses definiert, sondern besteht in einem Einkommensvergleich vor (Valideneinkommen)
und nach Eintreten des Gesundheitsschadens (Invalideneinkommen), wobei
der Fehlbetrag prozentual ausgedrückt
wird – ist also ein wirtschaftlicher Invaliditätsbegriff. Theoretisch wäre es zum
Beispiel möglich, zu 100 % arbeitsunfähig zu sein und trotzdem keine IV-Rente
Was ist, wenn die Ehefrau invalid wird?
Ist die Ehefrau Eigentümerin oder Miteigentümerin des Bauernbetriebs
gilt sie als selbstständigerwerbend. Der IV-Rentenanspruch wird analog
dem obigen Beispiel berechnet.
Gilt die Ehefrau als mitarbeitendes Familienmitglied wird sie für die IV
meistens wie eine Angestellte betrachtet. Ausschlaggebend sind nicht
die Betriebsbuchhaltung und das Einkommen, sondern es wird von den
Lohnrichtlinien für familienfremde Arbeitnehmende in der Landwirtschaft und landwirtschaftlichen Hauswirtschaft ausgegangen. In den
meisten Fällen (bei tiefen und durchschnittlichen Einkommen) ist die
Ausgangslage für den Erhalt einer IV-Rente positiver als im Falle
Eigentümerin-Miteigentümerin.
Für die Abklärungen der IV und das Resultat der Abklärungen spielt es
grundsätzlich keine Rolle, ob eine Bäuerin unentlöhnt auf dem Betrieb
mitarbeitet oder ob sie für ihre Mitarbeit einen Lohn bezieht.
Gemäss Roger Hofer macht eine Lohnzahlung an die Ehefrau aber nicht
nur bei anstehender Mutterschaft (Mutterschaftsversicherung) Sinn,
sondern auch im Bezug auf die güterrechtlichen Verhältnisse. Denn
sollte in Zukunft der nicht wünschenswerte Umstand einer Trennung
eintreffen, so wäre bei einer früheren Lohnzahlung an die Bäuerin ein
Teil der Errungenschaftsbeteiligung ausgeglichen, so dass die Liquidität
des Betriebes durch die güterrechtliche Trennung nicht allzu arg
strapaziert würde.
16
zu bekommen. Die Arbeitsunfähigkeit
entspricht dabei der medizinisch theoretischen Einschätzung eines Arztes betreffend Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit.
Ein IV-Grad wird allerdings auf
Grund der Erwerbsunfähigkeit berechnet. Dabei wird das Einkommen, welches der Betroffene ohne Behinderung
in der angestammten Tätigkeit erzielt
hat, mit dem Einkommen verglichen,
welches er in einer im Rahmen der so
genannten gesetzlichen Schadenminderungspflicht zumutbaren Tätigkeit erzielen könnte.
Bei einem Invaliditätsgrad unter 40 %
besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente und bei einem Invaliditätsgrad
von mindestens 70 % hat man Anspruch
auf die ganze Rente.
Das Invalideneinkommen entspricht jenem Erwerbseinkommen, das
die versicherte Person nach Eintritt der
Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch
eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte – dies ist exakt so umschrieben
im Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(Art. 16 ATSG). Für das Invalideneinkommen werden beispielsweise entfallene Erträge für Extensivierung, Kosten
für den Ersatz der Arbeitsleistung (Betriebshelfer, Lohnunternehmer) oder ein
entfallender Nebenerwerb berücksichtigt. Dieser Art. 16 ATSG impliziert aber
auch, dass vom Landwirt verlangt werden kann, dass er eine unselbstständigerwerbende Tätigkeit (Nebenerwerb/
Haupterwerb) aufnehmen muss, wenn
er bei dieser Tätigkeit ein höheres Einkommen erzielen kann, als dies mit
Behinderung in der ursprünglichen Tätigkeit noch möglich ist. Da die Einkommen in der Landwirtschaft im Vergleich
zur übrigen Wirtschaft eher tief sind,
wird dies also öfters der Fall sein.
Steuern sparen – manchmal kontraproduktiv Sofern man denn Anspruch auf eine IV-Rente hat, bemisst
sich die Höhe der Renten nach den anrechenbaren Beitragsjahren, dem Erwerbseinkommen und den Erziehungsund Betreuungsgutschriften. Die Spannbreite der Rentenleistungen liegt zwischen 1170 Fr. bis zum Maximalansatz
von 2340 Fr. Hier rächt es sich, wenn
man jahrzehntelang maximal abgeschrieben und die Buchhaltung steuerlich optimiert hat, um möglichst wenig
Steuern zu bezahlen und auch bei den
AHV- und IV-Abgaben zu sparen. Die
Folgen einer Steueroptimierung und der
tiefen Einkommen ergeben einen
grundsätzlich tieferen Anspruch auf
Rentenleistungen und eine tiefere Ausgangsbasis (Valideneinkommen), fasste
Roger Hofer von der IV-Stelle des Kantons Luzern die Konsequenzen für die
betroffenen Personen zusammen (Box).
Die konkrete, gesundheitlich bedingte,
finanzielle Notlage beeinflusst dabei
den Leistungsentscheid der Invalidenversicherung in keiner Art und Weise.
Ebenso wenig wird die familiäre Situation der Bauernfamilie berücksichtigt,
beispielsweise ob ein Betriebsnachfolger in absehbarer Zukunft da wäre.
Umschulungen und Hilfsmittel
Versicherte, die Leistungen der IV bean7-8 2014 · UFA-REVUE
MANAGEMENT
Problematik landwirtschaftlicher Einkommen und IV
Anhand von einem Beispiel lässt sich die
Problematik der im Vergleich zur übrigen Wirtschaft relativ tiefen Einkommen
in der Landwirtschaft nachvollziehen:
Landwirt F* hat massive Knie-, Hüftund Rückenprobleme. Aus gesundheitlichen Gründen darf er nicht schwer
heben und Traktorfahren kommt nur
mehr für kurze Distanzen in Frage. Für
die IV-Berechnungen wird das Einkommen der Bauernfamilie von 50 000 Fr.
prozentual nach Arbeitsleistung (basierend auf ART-Arbeitsvoranschlag) auf
Landwirt F* und seine Frau (gilt als mitarbeitendes Familienmitglied) aufgeteilt.
Im konkreten Fall trug die Arbeitsleistung des Ehemanns zu 60 % und die
seiner Ehefrau zu 40 % zum Einkommen
bei. So beträgt das Einkommen des
Ehemanns 30 000 Fr. Mit der Behinderung des Landwirts wäre aber gemäss
Abklärung des «Regionalen Ärztlichen
Dienstes» eine angepasste, leichte
Tätigkeit in einem Pensum von 50 %
möglich. Das diesbezüglich berechnete
Invalideneinkommen beträgt 27 900 Fr.
Die Differenz zwischen 30 000 Fr. und
27 900 Fr. ergibt prozentual bewertet
einen IV-Grad von 7 %. Mit der Folge,
dass sich kein Anspruch auf eine IVRente ergibt.
Beträgt bei gleicher Ausgangslage das
Einkommen 83 000 Fr., der Einkommensanteil des Mannes rund 50 000 Fr.,
so entsteht analog der obigen Zumutbarkeit (50 % Pensum à 27 900 Fr.) ein
IV-Grad von 44 % und ein IV-Rentenanspruch.
Steuern sparen ist gut und recht, aber es darf nicht zu Lasten von Gesundheit und Vorsorge gehen.
Im Fälle einer Invalidität hat man dann mit Nachteilen zu kämpfen.
tragen wollen, müssen sich bei der IVStelle ihres Wohnkantons melden. Das
Antragsformular ist bei den IV-Stellen,
den AHV-Ausgleichskassen, den AHVGemeindestellen oder unter www.ahviv.info erhältlich. Ein Rentenanspruch
entsteht frühestens ein Jahr nach Eintritt
des Gesundheitsschadens und frühestens sechs Monate nach der Einreichung
der Anmeldung. Wird ein Rentenanspruch festgestellt, so erfolgt die Auszahlung rückwirkend. Festzuhalten ist,
dass die IV-Stellen nicht nur Rentenentscheide fällen, sondern auch für weitere
Massnahmen sorgen, beispielsweise für
berufliche Wiedereingliederungsmassnahmen, Umschulungen oder Abgabe
von Hilfsmitteln.
UFA-REVUE · 7-8 2014
Dazu kommt, dass nach den Erfahrungen von Roger Hofer, IV-Stelle des
Kantons Luzern, vielfach einkommensstarke Betriebe betrieblich punkto
Mechanisierung besser eingerichtet sind
als einkommensschwache Betriebe.
Vorsorgelücken schliessen Die
nicht einfache Situation von betroffenen
Landwirten und Bäuerinnen bestätigte
auch Christian Kohli, Geschäftsführer
Agrisano Prevos: «Aufgrund der generell
tiefen Einkommen in der Landwirtschaft,
ist es schwierig, eine IV-Rente zu beziehen.» Umso wichtiger seien gerade in
der Landwirtschaft private Versicherungs- und Vorsorgelösungen, wie sie
der Bauernverband mit dem ganzheitlichen Agrisano-Ansatz anbietet, um Vorsorgelücken zu überbrücken und zu
schliessen.
Auskunft geben die landwirtschaftlichen Agrisano-Versicherungsberatungsstellen, die den kantonalen Bauernverbänden angeschlossen sind.
䡵
Autorin Daniela Clemenz, UFA-Revue,
8401 Winterthur
Quelle des Artikels war der Agridea-Kurs
«Invalidität in der Landwirtschaft», im
speziellen das Referat von Roger Hofer
von der IV-Stelle Luzern.
IV-Merkblätter auf www.ahv.ch
www.ufarevue.ch
7-8 · 14
17
DIREKTZAHLUNGEN
MANAGEMENT
Was dazu gehört und was nicht
ÜBERGANGSBEITRAG BERECHNEN Zur sozialverträglichen Abfederung ist bei
den Direktzahlungen ein Übergangsbeitrag vorgesehen. Dabei handelt es sich um
einen Differenzbeitrag zwischen dem früheren und heutigen Direktzahlungssystem.
Die Berechnung dieses Differenzbeitrages wirft immer wieder Fragen auf.
Rudolf
Streit
Der Übergangsbeitrag berechnet
sich aufgrund eines Basiswertes und
eines Faktors. Der Basiswert wird
2014 pro Betrieb einmalig festgelegt. In den folgenden Jahren wird der
Basiswert mit dem Faktor, der vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) jährlich bestimmt wird, multipliziert und so
der Übergangsbeitrag des betreffenden
Beitragsjahres berechnet. Damit ist der
im Jahr 2014 festgelegte Basiswert auch
für die folgenden Jahre von Bedeutung.
1. Schritt: Referenzjahr altes
System Für die Bestimmung der
Früher war relativ klar,
was man als Betrieb
für Direktzahlungen
erhält. Wie hoch der
Übergangsbeitrag sein
wird, sofern man denn
Anspruch darauf hat,
wird erst gegen Ende
Jahr klar sein.
18
Ausgangswerte ist von den Jahren 2011
bis 2013 das Jahr mit den höchsten allgemeinen Direktzahlungen nach altem
System zu bestimmen. Das massgebliche Jahr kann am einfachsten mit dem
Vergleich der drei Direktzahlungsabrechnungen festgestellt werden. Die
Abstufungen nach Fläche und Tierzahl
sowie allfällige Abzüge wegen Einkommen und Vermögen werden jedoch
nicht berücksichtigt, es wird mit den
vollen Beiträgen gerechnet. Zu den allgemeinen Direktzahlungen nach dem
alten System gehörten der Flächenbeitrag (inklusive Zusatzbeitrag für offene
Ackerfläche und Dauerkulturen), der
Beitrag für die Haltung Raufutter verzehrende Nutztiere (RGVE-Beitrag), der
Beitrag für die Tierhaltung unter erschwerten Produktionsbedingungen
(TEP-Beitrag) sowie die Hangbeiträge.
Neben dem Frankenbeitrag sind dann
aber auch die für die damalige Beitragsberechnung massgeblichen Betriebsdaten (Flächen, Tierbestand, Standardarbeitskraft) festzuhalten, da diese für die
Berechnung des Basiswertes von Bedeutung sind.
den Beitragsansätzen 2014 berechnet.
Bei den KLB können für die flächenbezogenen Beiträge die früheren beitragsberechtigten Flächen direkt übernommen werden (z. B. Hangbeiträge). Der
Steillagenbeitrag wird aufgrund des Anteils Steillagen an der LN festgelegt,
wobei erst ab einem Anteil von 30 %
ein Steillagenbeitrag berechnet wird.
Der Alpungsbeitrag wird aufgrund des
im Vorjahr gesömmerten Tierbestandes
2. Schritt: Berechnung AP 2014
mit alten Betriebsdaten Mit den
festgehaltenen Betriebsdaten des Referenzjahres werden dann die Kulturlandschaftsbeiträge (KLB) und die Versorgungssicherheitsbeiträge (VSB) mit
7-8 2014 · UFA-REVUE
DIREKTZAHLUNGEN
MANAGEMENT
ermittelt. Bei den VSB wird die beitragsberechtigte LN um die Fläche mit
Christbäumen und Chinaschilf reduziert, weil für diese Kulturen (mit Ausnahme des Offenhaltungsbeitrages für
Chinaschilf) neu keine KLB und VSB
ausgerichtet werden. Nicht abgezogen
werden aber die Flächen mit Hecken-,
Feld- und Ufergehölzen, Brachen und
Saum auf Ackerfläche, obwohl für diese
Flächen neu keine VSB ausgerichtet
werden. Auf diesen Flächen wird der
wegfallende bisherige allgemeine Flächenbeitrag ganz oder teilweise mit
höheren Biodiversitätsbeiträgen kompensiert.
Für den VSB-Basisbeitrag werden die
Flächen mit extensiven Wiesen, wenig
intensiven Wiesen, extensiven Weiden
und Waldweiden mit dem reduzierten
Beitragssatz berechnet. Für die Berechnung des Basiswertes wird das Kriterium
des Mindesttierbesatzes nicht angewendet. Bei viehlosen Betrieben wird
somit bei der Berechnung des Übergangsbeitrages der VSB eingerechnet,
Tabelle: Berechnungsweise des Übergangsbeitrags
Ausgangswerte = Jahr 2011, 2012 oder 2013 mit höchsten
allgemeinen Direktzahlungen (Referenzjahr)
Betriebsdaten alt
Betriebsdaten 2014
(übrige
Direktzahlungsbeiträge)
(übrige
Direktzahlungsbeiträge)
Allgemeine Direktzahlungen
• Flächenbeitrag
• Beitrag für offene Ackerfläche
und Dauerkulturen
• RGVE-Beitrag
• TEP-Beitrag
• Hangbeitrag
x Faktor =
Basiswert
• Kulturlandschaftsbeitrag (KLB),
ohne Sömmerungsbeiträge
• Versorgungssicherheitsbeitrag
(VSB)
Übergangsbeitrag
• Kulturlandschaftsbeitrag (KLB),
ohne Sömmerungsbeiträge
• Versorgungssicherheitsbeitrag
(VSB)
Zur elektronischen Berechnung der Direktzahlungen 2014 und des Basiswerts steht auf www.focus-ap-pa.ch ein Excel-Programm kostenlos zur Verfügung.
für die Berechnung der tatsächlichen Direktzahlungen 2014 hingegen wird kein
VSB berechnet.
3. Schritt: Basiswert und Übergangsbeitrag Die höchsten Allgemeinen Direktzahlungen nach altem
System abzüglich der mit den alten
Betriebsdaten berechneten Kulturlandschafts- und Versorgungssicherheitsbeiträge ergibt den Basiswert des Übergangsbeitrages. Dieser Basiswert wird
für 2014 voraussichtlich mit dem Faktor
0.6 multipliziert, um den Übergangsbeitrag 2014 zu berechnen. Der Faktor
wird jährlich im Herbst vom BLW neu
berechnet, sodass der effektive Übergangsbeitrag nicht bereits am Anfang
des Beitragsjahres bekannt ist. Weiter ist
zu berücksichtigen, dass für den Übergangsbeitrag die bisher geltenden Einkommens- und Vermögensgrenzen weitergeführt werden.
Eröffnung Basiswert Bereits ist in
einigen Kantonen der Basiswert den
Landwirten eröffnet worden. Spätestens
mit der Schlussabrechnung 2014 muss
dann in allen Kantonen der Basiswert
eröffnet worden sein, und die Landwirte
müssen gegen unrichtige Berechnungen
Einsprache erheben können.
Hofübergabe Der Übergangsbeitrag wird betriebsbezogen ausgerichtet.
Bei der Hofübergabe bleibt der Basiswert auch für den Nachfolger bestehen.
Mehr oder weniger Fläche Wird
ab 2014 mehr Fläche bewirtschaftet,
hat dies keinen Einfluss auf die Berechnung des Übergangsbeitrages, da dieser
mit den Betriebsdaten des ReferenzjahUFA-REVUE · 7-8 2014
Beitragsjahr 2014
res 2011 bis 2013 berechnet wird. Falls
aber ein zusätzlicher Betrieb übernommen wird (dieser ist demnach 2014 aufgelöst), so wird der höhere der beiden
Basiswert übernommen.
Muss ein Betrieb Fläche abgeben, die
neu von einem anderen Betrieb bewirtschaftet wird, so wird der Basiswert
nicht verändert (ausser die SAK werden
mit der Flächenabgabe um mehr als
50 % verringert).
Gemeinschaften Wenn zwei bisher unabhängige Betriebe zusammengeschlossen und gemeinsam bewirtschaftet werden (Betriebsgemeinschaft), werden die Basiswerte zusammengezählt. Falls später einer der Betriebsleiter aussteigt, der Betrieb aber
zusammen bleibt, wird der gemeinsame
Basiswert nur weitergeführt, wenn der
aussteigende Mitbewirtschafter zuvor
mindestens 5 Jahre mitbeteiligt war. Ansonsten wird der Basiswert anteilsmässig zur Personenzahl reduziert.
Wird eine Betriebsgemeinschaft aufgelöst und die Betriebe als selbstständige Betriebe weitergeführt, so wird der
Basiswert der Betriebsgemeinschaft im
Verhältnis zur Fläche aufgeteilt. Falls die
Betriebsgemeinschaft vor der Auflösung
weniger als 5 Jahre bestanden hat, so
wird der Basiswert aufgrund der eingebrachten Betriebe aufgeteilt.
Änderung SAK Wenn sich bei einem Betrieb die SAK um mehr als 50%
gegenüber dem Referenzjahr reduzieren, so wird der Übergangsbeitrag im
gleichen Umfang reduziert. Dies kann
beispielsweise bei der Aufgabe der Tierhaltung oder bei einer grösseren Flächenabgabe der Fall sein.
䡵
Autor Rudolf Streit,
Agriexpert, Schweizer
Bauernverbarnd,
Laurstr. 10, Brugg,
寿 056 462 51 11
Wissen Die Ausführungen stützen sich auf
den heutigen Kenntnisstand des Vollzuges der
Direktzahlungsverordnung. Vorbehalten
bleiben anderslautende
Auslegungen durch die
Vollzugsbehörden.
www.ufarevue.ch 7-8 · 14
19
MANAGEMENT
Für Nahrung und Einkommen
BÄUERLICHE FAMILIENBETRIEBE stehen im von der Uno ausgerufenen
Jahresthema 2014 im Mittelpunkt. Familienbetriebe leisten weltweit den
Hauptbeitrag zur Ernährungssicherheit. Referenten an der nationalen Tagung
forderten aber mehr Unternehmertum.
Dem IYFF-Jahr widmet
sich auch der CopaCogeca-Kongress vom
6. bis 8. Oktober 2014
in Brüssel. Diese
europäischen Landwirtschaftsorganisationen umfassen über 26
Millionen europäische
Landwirten mit ihren
Familienmitgliedern
sowie rund 38 000
landwirtschaftlichen
Genossenschaften.
Auf rund 30 % der Landwirtschaftsflächen produzieren bäuerliche
Familienbetriebe rund 70 % des
Nahrungsbedarfs. Sie sind das wirtschaftliche und gesellschaftliche Rückgrat der ländlichen Räume, insbesondere in Ländern, in denen der grösste Teil
der Bevölkerung in der Landwirtschaft
tätig ist. Auch die Schweizer Landwirtschaft besteht praktisch ausschliesslich
aus Familienbetrieben und sie garantieren eine hohe Qualität und Lebensmittelsicherheit sowie eine tierfreundliche
und umweltschonende Produktion,
schreibt der Schweizer Bauernverband.
Aber das Erfolgsmodell der bäuerlichen
Familienbetriebe käme unter Druck. Die
Globalisierung der Märkte und Auflösung der traditionellen Familienstrukturen führe zu einem beschleunigten
Strukturwandel.
Unternehmerischer Esprit Neben Ernährungssicherheit steht weltweit aber auch Wirtschaftlichkeit bei allen Familienbetrieben im Zentrum. An
der nationalen Tagung zum internationalen Tag der bäuerlichen Familienbetriebe in Grangeneuve erklärte Hans
Jöhr, Leiter Landwirtschaft Nestlé, dass
ihre Zulieferer in erster Linie kleine bäuerliche Familienbetrieb seien – genauer
gesagt waren es 2013 rund 686 000
Bauernfamilien.
Nestlé würde grundsätzlich Familienbetriebe fördern, beispielsweise mit
Ausbildung und Beratung im Rahmen
der SAIN-Landwirtschaftsinitiative. Angeschlossen sind der weltweit tätigen
SAIN-Plattform für eine nachhaltige
Landwirtschaft grosse Nahrungsmittelkonzerne wie Nestlé, Unilever, Arla, Danone – insgesamt rund 50 Mitglieder.
20
Deklaration zur Stärkung
der Familienbetriebe
IYFF-Logo: International Year
of Family Farming
Jöhr ist überzeugt, dass bäuerliche Familienbetriebe auch in Zukunft die
Mehrheit der Nestlé-Zulieferer darstellen würden. Die nächste Generation von
Familienbetrieben brauche aber mehr
«Esprit Agripreneur», um sich dynamisch und kontinuierlich den verändernden Marktbedingungen anpassen
zu können.
Engagement muss weitergehen
An der Tagung war auch Evelyne Nguleka aus Sambia zu Gast. Als Vizepräsidentin des Weltbauernverbands appellierte sie an die Verantwortlichen, dass
das Interesse an bäuerlichen Familienbetriebe nicht am 31. Dezember 2014
zu Ende gehen dürfe, sondern Familienbetriebe müssen darüber hinaus gefördert werden. Für Ernährungssicherheit und Bekämpfung des Welthungers
sei dies prioritär. Familienbetriebe sollen gefördert werden. Sie sollen ihre
Produktivität entfalten können. Das sei
wesentlich zur Bekämpfung von Hungerkrisen.
䡵
An der nationalen Tagung zum UNOJahr der bäuerlichen Familienbetriebe in
Grangeneuve (FR) wurde eine Deklaration verabschiedet. Festgehalten wird
dabei die Anerkennung der Ernährungssouveränität, gerechte Einkommen
sowie faire Regelungen bezüglich
Handel und dem Zugang zu Land und
Wasser. Auch soll die Multifunktionalität
der Landwirtschaft ökonomisch, sozial
und ökologisch gefördert werden, ebenso die Entwicklungszusammenarbeit für
bauernfamilienfreundliche Modelle und
die Rechte der Frauen sowie Forschung,
Bildung und Beratung. Die Deklaration,
unterzeichnet vom Schweizer Bauernverband, dem Bäuerinnen- und Landfrauenverband, Helvetas, der SAB und Swissaid
wird dem Bundesrat am 9. September
2014 übergeben.
Internationaler
Bäuerinnendialog
Swissaid und der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband planen
anlässlich des UNO-Jahrs einen internationalen Bäuerinnen-Dialog. Bäuerinnen
aus Asien, Lateinamerika, Afrika, Norwegen, USA und Argentinien besuchen
Schweizer Bäuerinnen auf ihren Höfen.
Dort werden jeweils öffentliche
Veranstaltungen mit Themen und Fragen
organisiert, die für Bäuerinnen aus Nord
und Süd relevant sind. Als Abschluss ist
ein Anlass zum «Tag der Bäuerin» an der
Olma geplant.
Autorin Daniela Clemenz, UFA-Revue,
8401 Winterthur
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7-8 · 14
7-8 2014 · UFA-REVUE
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寿 056 664 39 20
Traktoren: Simar,
Jg. 48, 1-Zylinder; Loki,
Jg. 51, 4-Zylinder,
Herkules; Ökonom,
Fabrikation: Bodmer
Rümikon, ca. Jg. 48,
2-Zylinder, Wisconsin
寿 079 928 88 07 oder
寿 052 337 11 68
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wenige Betriebsstunden
seit letztem Service,
guter Zustand,
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sehr guter Zustand;
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寿 033 673 20 01
Traktor Fiat 45-66 DT,
Jg. 90, 4-Radantrieb,
5500 Betriebsstunden,
wenig Betriebsstunden
seit letztem Service,
guter Zustand, Region
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寿 079 611 17 48
Zwiebelaufnahmegerät, Anbau Samro
Offset, neuwertig,
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Typ Serie L, neuwertig,
Fr. 3000; Randenkalibriermasch. Bandsystem, Fr. 1000; Heugebläse Wild Radial,
Typ A7, 11 Kw,
Fr. 1000; Futterautomaten Inox, 2 Stk, nach
Absetzen der Ferkel,
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Insektenschutznetz,
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für zweite Silofräse,
200 mm, Fr. 500, Kt. BL
寿 079 615 71 60
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Eigenbau; 3 Spaltkreuze, hydr. wechselbar, Leistungsbedarf ab
90 PS
寿 079 695 52 93
100 m, randverstärkt,
neu, Fr. 500 pro Rolle
寿 079 230 40 22 oder
寿 079 658 50 20
Motormäher Aebi HC
55 Hydrostat
寿 033 744 40 62
Boumatic
寿 079 243 75 25
Traktor Grammer,
Komfortsitz mit
Luftfederung
寿 033 744 40 62
Getreidetrocknungswagen, fahrbar, mit ca
3.5 t Inhalt; Rapsschere Zürn, mechanisch
寿 079 243 75 25
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Diesel, Verbrauch 4.5 l
auf 100 km, Fr. 7200
寿 033 744 40 62
Silohäcksler
寿 071 799 14 03
Kreiselheuer Pöttinger
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7.6 m, 6-teilig, hydr.
Klappung, vorderes
Tastrad, zentrale
Schrägstell-Einrichtung,
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寿 079 515 12 90 oder
寿 052 649 15 25
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TCI, 3-türig, blau-met.,
Inverkehrsetzung
01.07.2000, mit
Anhägerkupplung, Preis
Fr. 990
寿 079 778 10 87
Klingenrotor Rau, 3 m,
mit Packerwalze,
Umschaltgetriebe, stark
und in gutem Zustand
寿 079 778 10 87
Schüttelzubringer
Lanker, ca. 3 m lang,
mit Motor und Schalter,
guter Zustand
寿 079 778 10 87
Mistzange, neu zu
Hoflader, 90 cm breit;
Gebläsesystem
Stocker, für die Futterbergung aus dem Silo
寿 079 778 10 87
Feldspritze Fischer,
600 l, 15 m handklappbar mit Hydraulischem
Hub und Frischwassertank, Standeimer 25 l
寿 079 243 75 25
Holzbrüggliwagen, mit
Holzläden, zum unten
öffnen, Teile von
Selbstfanggitter Krieger;
Milchsammelstück
Orbiter und Boumatic;
Vakuumpumpe
Futterverteilwagen,
1.5 m3, mit Honda
Motor; Garagentor, mit
Servicetüre, 2.4 m breit,
2.12 m hoch; Breag,
auch als Dekoration zu
benutzen;
寿 079 634 79 40
Heckstapler Humus,
Jg. 1980, HH 1.8 m,
1200 kg, Seitenschub,
hydr. Oberlenker,
Fr. 850, Raum SH
寿 079 383 50 59
Rundballenanhänger,
2.5 x 7.7 m, LKW
4 Rad, Wagen grosse,
breite Bereifung,
Brückenhöhe 1.2 m,
bietet Platz für 22
Rundballen mit
Ø 1.5 m, 30 km/h,
Ausweis vorhanden,
auch geeignet für
Quaderballen, Preis ab
Hof Fr. 5800
寿 079 541 22 14
Ladewagen Mengele 330, 28 m3, mit
Schneidwerk, wenig
gebraucht; Heuschrotmesser Schmid+Mägert, mit Rückzugskabel
寿 079 888 74 83
Kreiselheuer DeutzFahr 5521, Arbeitsbreite 5.5 m, hydr.
Aufklappung und Randstreueinstellung,
Tandemachse, Nachtschwadgetriebe,
Schwenkbock, 4 Kreisel
mit je 7 Armen,
Warntafeln, guter
Zustand, Lieferung
möglich, Fr. 2900
寿 079 218 62 02
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Fr. 1200
寿 077 464 87 17
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Dosiergerät Witzig, an
Kleinballenpresse,
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Dosierwalze wurde
Komplet erneuert
寿 079 465 71 03
Dieselfässer, 200 l,
6 Stk., gebraucht, Fr. 50
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guter Zustand, Fr 1500,
Kt. Solothurn
寿 078 761 39 32
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Zustand, wenig
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Pferdeboxen, in div.
Ausführungen
寿 079 514 69 87
Fortsetzung
Seite 31
7-8 2014 · UFA-REVUE
KURZMELDUNGEN
LANDTECHNIK
Neue Futterernte-Technik bei Claas
Rund 40 neue Futterernte-Maschinen bringt Claas für die nächste Saison auf den Markt. Die Scheibenmähwerke sind alle ausgerüstet mit
dem neuen «Max Cut»-Messerbalken, dessen Wanne aus einem Stück
geprägt ist und so eine maximale
Festigkeit garantieren soll. Dank eines speziellen Schraubverfahrens
und ohne Schweissnähte soll eine
besonders hohe Verwindungsfähigkeit erreicht werden.
Die Schmetterlingskombination
«Disco 9200 C Business» mit Zinkenaufbereiter weist mit der Fronteinheit «Disco 3600 FC» eine Arbeitsbreite von 9.10 m auf und ist für
professionelle Lohnunternehmer
konzipiert. Diese Kombination gibt
es auch mit Schwadzusammenführung oder in der Version «Duo» für
Anwendungen in Schubfahrt. Als
Einsteigermodell ist die Kombination «Disco 8500 Trend», hier mit
Frontmähwerk «Disco 3200 F» und
einer Arbeitsbreite von 8.10 m gedacht.
Das «Max Spread»-Gutflusskonzept kommt nun bei vier weiteren
Kreiselheuer-Modellen zum Einsatz.
Dieses Konzept zeichnet sich durch
die tangentiale Anbindung der Zinken aus, was bewirkt, dass die
Streuarme wesentlich länger in
Fahrtrichtung ausgerichtet arbeiten.
Als Nachfolger des «Volto 1320 T»
kommt der neue «Volto 1300 T» mit
10 Kreiseln und einer Arbeitsbreite
Wochenende mit Power
Deutz-Treffen in Fahrwangen
Zum fünften Mal findet in Knutwil
vom 8. bis 10. August ein Tractor
Pulling statt. Bereits am Freitagabend steht der erste Höhepunkt
auf dem Programm, das SchwingerPulling. Sieben Grössen aus dem
Schwingsport messen sich für einmal nicht im Sägemehl, sondern auf
einem Traktor. Dabei sind unter anderem die Schwingerkönigin Sonia
Kälin, Martin Grab und Christoph
Bieri. Am Samstag stehen dann
Fahrzeuge mit bis zu 2500 PS auf
der Bahn und der Sonntag steht
ganz im Zeichen der verschiedenen
Meisterschaftsläufe.
Das nächste Deutz-Treffen findet am
Sonntag, 7. September 2014, ab 9
Uhr auf dem Areal von Familie Rodel, Reutmatthof, in Fahrwangen
statt (der Standort ist signalisiert).
Die Teilnahme am Treffen mit
Deutz-Traktor wird mit einem Mittagessen, gesponsert von Strebel
Traktoren in Buttwil, belohnt. Jeder
Traktor ist fein säuberlich mit Detailangaben zu Leistung, Anzahl Zylinder, Kühlung und Jahrgang angeschrieben, damit werden die
Besucherinnen und Besucher über
die verschiedenen Modelle informiert.
UFA-REVUE · 7-8 2014
von 13 m auf den Markt. Es ist momentan der grösste Kreiselheuer
von Claas. Mit den «Volto»-Modellen «80» und «60» (Bild) wird das
«Max Spread»-Konzept erstmalig
auch im Segment der kleinen Kreiseldurchmesser angeboten. Bei den
Schwadern bringt Claas drei neue
Modelle. Der Vierkreiselschwader
«Liner 3600» als Nachfolger des «Liner 3500» bringt es ohne Abnahme
der Zinkenarme auf eine Transporthöhe von unter 4 m. Die Zweikreisel-Seitenschwader «Liner 750» und
«650» werden durch die neuen Modelle «Liner 800» und hier «Liner
700». Die kompakten Modelle haben kein Hauptfahrwerk und bieten
neben der einfachen Seitenablage
auch die Funktion «Twin» für die
Zweischwadablage.
Zur neuen Ladewagen-Baureihe
«Cargos 8000» gehören die drei Modelle «8500», «8400» und «8300»
mit Ladevolumen von 41, 35.5 und
30 m3. Das Pickup dieser neuen Serie ist erstmals hydraulisch angetrieben und optional hydropneumatisch entlastet.
MF mit «Global Series»
Mit einem Investitionsvolumen von
über 350 Mio. US-Dollar sowie
nach sechs Jahren Forschung und
Entwicklung, beginnt Massey Ferguson mit der Markteinführung einer komplett neuen Generation an
Traktoren von 60 bis 130 PS. Konzipiert für den Weltmarkt, werden die
von Grund auf neu entwickelten
Baureihen an verschiedensten
Agco-Produktionsstandorten montiert und weltweit verkauft. Erstes
Produkt wird ein «MF 4708» sein,
ein einfach Traktor mit 82 PS.
Fendt überarbeitet
Erntetechnik
Fendt hat seine Mähdrescher der
Serien «C» und «L» für die nächste
Verkaufssaison überarbeitet. Die
Modelle der «C»-Serie bekommen
einen sechsreihigen Strohhäcksler
mit bis zu 88 Messern. Dann wird
das voll integrierte Spurführungssystem «Varioguide» verfügbar werden und die neue «Skyline»-Kabine
wird mit dem bekannten «Variotronic»-Bediensystem bestückt. Die
Palette der verfügbaren Schneidwerke bei der «S»-Serie wird um
das «Powerflow»-Schneidwerk mit
7.70 m Arbeitsbreite erweitert.
Bei der «L»-Serie wird künftig in
der «Proline»-Kabine ebenfalls das
Bediensystem «Variotronic» mit
dem 7 Zoll grossen Terminal zu sehen sein. Dieses Terminal umfasst
zudem neue Bedienelemente für
Licht und Klimaanlage. Die Siebverstellung erfolgt nun elektrisch.
Weiter gibt es eine praktische Überkehranzeige. Die Haspelgeschwindigkeit kann automatisch der Fahrgeschwindigkeit angepasst werden
und die Palette der Schneidwerke
wird um das Modell «Powerflow»
mit 6.80 m Arbeitsbreite erweitert.
Beim Häcksler «Katana» ist die
Markteinführung der Phase 2 abgeschlossen. Die Entwicklung wird insofern optimiert, als dass ein stationärer Häcksler aufgebaut wird, an
dem verschiedene Zustände simuliert werden können. Neu gibt es eine automatische Verstellung der
Gegenschneide und eine Erfassung
des Durchsatzes. Mit den beiden
Modellen «Katana 65» und «85»
möchte Fendt zudem den Sprung
über den Atlantik wagen und diese
Häcksler unter den Bedingungen in
Nordamerika erproben.
Tagesaktuelle Neuigkeiten
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23
FAHRBERICHT
LANDTECHNIK
Drei Konzepte vereint
«LINTRAC 90» Mit dem Leitspruch «drei Konzepte in einem Traktor» lancierte
Lindner im vergangenen Herbst seinen neusten Wurf, den «Lintrac 90». Dieser Traktor
soll die wesentlichsten Elemente eines Zweiachsmähers, eines Hofladers und jene
eines Standardtraktors in einer Maschine vereinen. Nun konnten die ersten VorserienMaschinen getestet werden.
Konzipiert wurde der «Lintrac 90»
vor allem für die Berglandwirtschaft
und den Kommunaleinsatz. Im Vergleich zu den Baureihen «Geotrac»
ist dazu die Kabine weiter vorne und
hinsichtlich Schwerpunkt günstiger, das
heisst, tiefer platziert worden.
Mitlenkende Hinterachse: Optional kann
der «Lintrac 90» mit
einer bis zu 20°
einschwenkenden
Hinterachse bestellt
werden.
Bild: Johannes Paar.
Mitlenkende Hinterachse Optional bietet Lindner für den «Lintrac
90» eine mitlenkende Hinterachse an,
die bis zu 20° einschwenken kann und
so die Wendigkeit erheblich verbessert.
Der Wendekreis wird mit dieser Option
auf unter 7m reduziert. Der «Lintrac 90»
bietet hinsichtlich Lenkung aber noch
mehr. Vier verschiedene Lenkungsarten
können mit Drucktastern auf dem an
der B-Säule angebrachten Terminal gewählt werden. Neben der Front- und
Allradlenkung gibt es die Variante, dass
die Hinterachse erst ab Einschlag vorne
von 15° mitlenkt. Beim Hundegang besteht die Option, den Winkel der Hinterachsräder manuell einzustellen.
Vier Fahrstrategien bietet der
«Lintrac 90». Standard ist die Strategie
«Drive», weiter gibt es die verbrauchsoptimierte «Eco»- und die leistungsfokussierte «Power»-Strategie. Im «Pro»Modus kann der Fahrer die Werte für
maximale Geschwindigkeit, Beschleunigung, Motordrückung, maximale und
minimale Motordrehzahl selbst definieren.
Highlight ist das stufenlose, leistungsverzweigte «TMT 09»-Getriebe, das
Lindner zusammen mit ZF speziell für
Zapfwellenleistungen von 90 PS entwickelte. Im Fussgas-Modus hängt die
Motordrehzahl direkt am Gaspedal. Die
Geschwindigkeit wird dann über den
«L-Drive»-Regler eingestellt. Im Zapfwellen-Modus lässt sich die Zapfwellendrehzahl mit der Motordrehzahl verbinden, unabhängig der gewählten
Fahrgeschwindigkeit. Im Kriech-Modus
kann man die Spreizung des Gaspedals
auf einen bestimmten Geschwindigkeitsbereich einstellen, so dass ein Ma-
Der «L-Drive»-Drehregler vereinigt
alle wichtigen Fahrfunktionen wie
Wahl des Fahrmodus, Allradzuschaltung und Differentialsperre, Modulation von Fahrgeschwindigkeit,
Beschleunigung und Motordrückung.
24
növrieren besonders feinfühlig erfolgt.
Vorwärts gibt es zwei Fahrbereiche bis
zur Maximalgeschwindigkeit von
43 km/h, rückwärts steht ein Fahrbereich bis 20 km/h bereit.
Der «L-Drive»-Drehregler vereinigt
alle wichtigen Fahrfunktionen wie Wahl
des Fahrmodus, Allradzuschaltung und
Differentialsperre, Modulation von
Fahrgeschwindigkeit, Beschleunigung
und Motordrückung. Als zentrales Anzeigeinstrument dient der vom «Geotrac» bekannte «IBC»-Monitor, dessen
Funktionen nun durch eine Fernbedienung an der rechten Armlehne erweitert
wurden.
Angetrieben wird der «Lintrac 90»
von einem Vierzylinder-Motor von Perkins mit 3.4 l Hubraum, CommonrailEinspritzung, 4-Ventil-Technik und Turboauflader. Die Nennleistung liegt bei
102 PS (nach ISO 14396), das maximale
Drehmoment wird mit 420 Nm bei
1400 U/min angegeben. Die Abgasnorm der Stufe 3b wird mit Dieseloxidations- und Partikelfiltern erreicht.
4-fach Zapfwelle Im Heck gibt es
eine 4-fach Zapfwelle mit den Geschwindigkeiten 430, 540, 750 und
1000 U/min. Optional kann eine stationäre Wegzapfwelle geordert werden.
Die Axialkolbenpumpe leistet bis zu
88 l/min bei 200 bar Druck. Zur Verfügung stehen bis zu fünf mengen- und
zeitgesteuerte EHS-Steuerventile. Die
Hubkraft beträgt 3500 kg, mit Hinterachslenkung allerdings dann nur bei
2800 kg. Im Frontanbauraum gibt es optional eine achs- oder rumpfgeführte
Fronthydraulik und Zapfwelle.
Mit einer Aussenbreite von 2.015 m
(minimal sind es sogar 1.676 m) kommt
7-8 2014 · UFA-REVUE
FAHRBERICHT
LANDTECHNIK
Steckbrief
«Lintrac 90»
Motor: 4 Zylinder, Perkins, 3.4 l mit
Commonrail und Turbolader,
102 PS/75 kW (nach ISO 14396),
420 Nm bei 1400 Umin. Abgasstufe 3b
mit Partikelfilter. 80 l Tankinhalt.
Getriebe: Stufenloses, leistungsverzweigtes «TMT 09»-Getriebe von ZF.
Zapfwelle: Lastschaltbar, 430, 540, 750,
1000. Option: Stationäre Wegzapfwelle.
Hydraulik: Axialkolbenpumpe BoschRexroth, 88 l/min. 2 d/w-Steuerventile
(optional bis 5) mit Schwimmstellung.
Hubwerk: 3500 kg (bei Hinterachslenkung: 2800 kg). Optional: EHR.
Bereifung: 375/70 R20 vorne,
420/85 R30 hinten.
Masse: Länge: 3.442 m; Breite: 2.015 m;
Höhe: 2.428 m; Radstand: 2.264 m;
Leergewicht: 3.750 kg; Zulässiges
Gesamtgewicht: 5800 kg (6400 kg).
Preis: 96 667 Fr. (ohne MWST).
Hinterachslenkung: 7290 Fr. (ohne
MWST).
(Herstellerangaben)
der «Lintrac 90» bei einer Bereifung von
420/85R28 schlank daher (ohne Hinterachslenkung). Die Höhe beträgt
2.428 m. Das Leergewicht wird mit
3750 kg angegeben. Mit einem zulässi-
gen Gesamtgewicht von 5800 kg resultiert zwar eine etwas knappe Nutzlast
von 2050 kg, für spezielle Anwendungen soll der «Lintrac 90» aber mit einem
Gesamtgewicht von 6400 kg homolo-
giert werden. Angriffig ist der Preis: Bereits ab 96 667 Fr. (ohne MWST, ohne
Hinterachslenkung) wird der «Lintrac
90» auf dem Schweizer Markt verfügbar
sein.
䡵
Autor Dr. Roman
Engeler, UFA-Revue,
8401 Winterthur
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Der starke Tiroler
PRAXISTEST
KNOW-HOW
Maschine mit Potenzial
KREISELZETTWENDER KRONE «KWT 1600» Komfort und Schlagkraft verspricht
der von Krone auf diese Saison hin neu lancierte, angehängte Kreiselzettwender «KWT
1600»: Eine Maschine mit einer Arbeitsbreite von 15.25 m und separatem Transportfahrwerk, das dank seiner intelligenten Lenkung zur Schonung der Grasnarbe beiträgt.
Der deutsche Erntetechnik-Spezialist Krone hat ein breites Programm
von Kreiselheuern im Angebot – im
Dreipunktanbau und in gezogenen
Varianten. Diese Produktpalette wurde
auf diese Saison nochmals erweitert, einerseits mit dem Modell «KW 11.22»,
dem mit einer Arbeitsbreite von
10.95 m grössten Anbau-Kreiselheuer
am Markt, anderseits mit dem angehängten Zetter «KWT 1600», der bei einer Arbeitsbreite von 15.25 m über ein
separates Transportfahrwerk verfügt.
Unterschiedliche Zinkenlängen
Der «KWT 1600» bearbeitet die 15.25 m
mit total 14 Kreiseln. Der Durchmesser
der Kreisel beträgt 1.53 m. An jedem
Kreisel befinden sich 6 Arme, an deren
gebogenen Enden Federstahl-Zinken
mit unterschiedlichen Längen montiert
sind. Über eine Sechskantschraube können die Zinken in drei Positionen auf weniger oder mehr Griff eingestellt werden.
Da der innere Zinken kürzer ist als der
äussere, sollte bei korrekter Einstellung
kein Zinken Bodenkontakt haben, was
die Futterverschmutzung reduziert und
somit die Futterqualität wesentlich verbessert. Ein kleines Detail: Die Zinken
sind je nach Drehrichtung grün oder gelb
gefärbt. Diese Farbgebung erleichtert
bei einem allfälligen Zinkenbruch die
richtige Ersatzteil-Bestellung.
Einstellung Der Kreiseldurchmesser entspricht einem mittleren Wert
der auf dem Markt verfügbaren Maschinen. Stets wird ja diskutiert, ob
grosse oder kleine Kreiseldurchmesser
vorteilhafter für Gutaufnahme und
-verteilung seien. Weit wichtiger als
dieser Wert ist jedoch die Einstellung
von Arbeitstiefe (manuell über eine
seitlich angebrachte Gewindespindel)
und des Streuwinkels. Letzterer lässt
sich beim «KWT 1600» zwischen 13 und
19° werkzeuglos über Steckbolzen und
Lochleisten verstellen. Die steile Position dient dabei zum Zetten, die flachere
zum Wenden. Steilere Winkel sind zudem bei langem und nassem Futter ge-
Praxisstimme zum Kreiselzettwender Krone «KWT 1600»:
«Handlich und effizient»
Hermann und
Thomas Gerber
26
Hermann und Thomas Gerber bewirtschaften in Vuarrens (VD), südlich des Neuenburgersees gelegen, einen 60 ha grossen
Betrieb mit Milchviehhaltung und Ackerbau. Auf rund 50 ha wird Futterbau betrieben, was jährlich eine Einsatzfläche von
gegen 200 ha für die entsprechende
Futterernte-Technik ergibt. Beim Kreiselzettwender «KWT 1600» kommt zudem
der Einsatz bei der Strohbergung hinzu.
Mit dem Krone «KWT 1600» wurde auf
dem Betrieb Gerber ein Kreiselheuer des
gleichen Herstellers mit 9 m Arbeitsbreite
ersetzt. «Wir suchten nach einer Maschine,
die uns ein effizientes, schlagkräftiges
Wenden ermöglicht und zudem beim
Transport mit geringem Reifenverschleiss
zu überzeugen vermag», betont Hermann
Gerber. «Wir haben den ‹KWT 1600› dann
an der Agritechnica am Stand von Krone
gesehen und für uns ein Exemplar aus der
ersten Produktionsserie reservieren lassen».
Die Maschine hat nun den Ersteinsatz
erfolgreich hinter sich. Die Handhabung sei
einfach und die intelligente Steuerung
sorge dafür, dass auch bis in die Parzellenecken hinein das Futter bearbeitet werden
könne. «Krone Maschinen arbeiten meiner
Ansicht nach am besten, es gibt keine
Haufen, die Verteilung und das Streubild
sind gleichmässig», betont Hermann
Gerber. Auch die Bodenanpassung sei gut,
«besser als bei kleineren Maschinen». Der
Zettwender sei robust konstruiert.
«Vielleicht ist etwas mehr Stahl und Eisen
dran als bei anderen Fabrikaten, letztlich
zahle sich das in einer besseren Hangstabilität wieder aus», meint Hermann Gerber.
Erstaunlich sei auch die Treibstoff-Ersparnis
im Vergleich zum Vorgängermodell.
Noch keine Angaben können die Gerbers
jedoch zu den Nachtschwaden machen,
das notwendige Zusatzgetriebe wird erst
nachgeliefert.
Gefahren wird der «KWT 1600» mit einem
85-PS-Traktor («diese Leistung reicht aus
auch bei viel frischem Gras») bei einer
Geschwindigkeit zwischen 7 und 8 km/h.
«Selbst bei grossen Futtermengen sind so
10 ha/h bei uns möglich», betonen die
Gerbers.
Mit den Vorserien-Maschinen will Krone
weitere Erfahrungen im Praxiseinsatz
sammeln. So hat der Ersteinsatz auf dem
Betrieb Gerber dafür gesorgt, dass für die
komplexe Lenkung des Fahrwerks bereits
eine technische Nachbesserung entwickelt
wurde.
Hermann Gerber ist überzeugt: «Diese
Maschine hat Potenzial – auch für
Schweizer Verhältnisse: Sie ist nämlich
handlich, unkompliziert in der Bedienung
und vor allem sehr leistungsfähig.» Und
Thomas Gerber fügt bei «Das Preis-/Leistungsverhältnis dieser Maschine stimmt.»
7-8 2014 · UFA-REVUE
PRAXISTEST
KNOW-HOW
Steckbrief
Kreiselzettwender
Krone «KWT 1600»
Anzahl Kreisel: 14.
Zinkenarme je Kreisel:
6.
Kreiseldurchmesser:
1.53 m.
Die vorgespannte Feder für den
Lastenausgleich drückt beim Aushub
der Kreisel die Deichsel nach unten.
Die Zinken sind je nach Drehrichtung
grün oder gelb gefärbt, was die
Ersatzteilbeschaffung vereinfacht.
Für den Antrieb der einzelnen Kreisel
greifen je acht Finger ineinander und
sorgen für Kraftschluss in jeder Lage.
Arbeitsbreite: 15.25 m.
fragt, eher flacher wird bei kurzem und
trockenem Futter gearbeitet.
Automatische Folgeschaltungen
Clevere Details Eine vorgespannte
Gewicht: 3490 kg.
Dank einer Folgesteuerung erfolgt das
Ein- und Ausklappen der Kreisel automatisch. Am Vorgewende werden die
Kreisel angehoben, die Rahmensegmente bewegen sich nahezu parallel
nach oben. Die Bodenfreiheit für ein
Wendemanöver ist ausreichend. In einem zweiten Schritt werden die ausgehobenen Kreisel um 90° nach vorne gekippt, dann klappen die zwei äusseren
Rahmensegmente nach innen. In einem
letzten Schritt schwenken die beiden
Ausleger zur Mitte und werden auf dem
Rahmen abgelegt. Die Träger für die
Rückleuchten und der seitliche Schutz
gehen automatisch in Transportposition. Für die komplette Bedienung des
Wenders sind übrigens nur gerade zwei
doppeltwirkende Hydraulikanschlüsse
notwendig.
Feder im oberen Bereich des 3-PunktAnbaubocks verhindert negative Stützlasten am Traktor beim Aushub am Vorgewende und garantiert ein ruhiges
Nachlaufverhalten. Optional gibt es ein
Aufsteckgetriebe: Dieses Getriebe ermöglicht eine reduzierte Kreiseldrehzahl, so dass mit dem «KWT 1600» auch
kleinere Nachtschwaden abgelegt werden können.
䡵
Bereifung Kreisel:
18/8.50 x 8 (Mitte),
16/6.50 x 8.
Transportlänge: 6.50 m.
Abstellhöhe: 2.80 m.
Transportbreite: 2.98 m.
Intelligente Lenkung Besonderes
Merkmal des «KWT 1600» ist die intelligente Lenkung. Befindet sich der Wender in Transport- oder Vorgewendeposition (Kreisel angehoben), so folgt
die Maschine exakt der Traktorspur. In
Arbeitsposition schwenkt die Lenkung
des Transportfahrwerks automatisch
um, so dass der Drehpunkt des Wenders
auf die Kreiselfahrwerke übertragen
wird. Dann laufen Kreisel- und Transporträder in einer Spur, was den Radiereffekt und Grasnabenschäden verhindert. Auch wird die Belastung der
Kreiselräder reduziert. Die Umstellung
der Lenkungsarten erfolgt hydraulisch
beim Ein- oder Ausklappen der
Kreiselsegmente.
Bereifung Fahrwerk:
19.0/45-17 oder
500/50-17.
Leistungsbedarf: ab
80 PS.
Hydraulik: 2 d/w
Steuerventile.
Preis: 59 800 Fr.
(Basisversion, exkl.
MWST).
(Herstellerangaben)
Beim Transport folgt das Fahrwerk in
der Spur des Traktors.
Hat Potenzial auch in
der Schweiz: Kreiselzerttwender Krone
«KWT 1600» mit einer
Arbeitsbreite von
15.25 m.
Autor Dr. Roman
Engeler, UFA-Revue,
8401 Winterthur
In loser Folge publiziert
die UFA-Revue unter
dem Titel «Praxistest»
Berichte über landwirtschaftliche Maschinen.
Die Interviewpartner,
respektive Eigentümer
dieser Maschinen,
werden jeweils in
Zusammenarbeit mit
den Herstellern oder
Importeuren ausgesucht.
www.gvs-agrar.ch
www.ufarevue.ch 7-8 · 14
UFA-REVUE · 7-8 2014
27
FAHRBERICHT
LANDTECHNIK
Zuwachs bei der Serie «5»
DEUTZ-FAHR hat die Serien «5P», «5C» und «5 TTV» bereits im vergangenen Jahr
vorgestellt. Nun gibt es mit den Modellen «5G» und «5D» Zuwachs. Im Zentrum
steht der neue, von Same Deutz-Fahr entwickelte, modular konzipierte Motor, der als
3- oder 4-Zylinder-Aggregat die Abgasnorm der Stufe 3b erfüllt – später sogar dann
auch die Stufe 4.
Als Nachfolge-Serie der Baureihe
«Agrofarm» bringt Deutz-Fahr die
Serie «5G» auf den Markt. Sie umfasst insgesamt elf Modelle in den
drei Ausstattungsvarianten «HD», «MD»
und «LD», die im italienischen Treviglio
gebaut werden.
Neuer Motor Ein Herzstück dieser
neuen Traktoren von Deutz-Fahr ist der
neue, von Same Deutz-Fahr selbst entwickelte und gebaute «Farmotion»-Turbo-Motor, den es in 3- oder 4-ZylinderAusführung mit Wastegate-Turbolader,
Ladeluftkühlung und elektronisch gesteuerter
Commonrail-Einspritzung
gibt. Diese modular konzipierten Motoren erfüllen die Abgasnorm der Stufe 3b
mit extern gekühlter Abgasrückführung
in Verbindung mit einem Dieseloxidationskatalysator, «Adblue» und Partikelfilter sind nicht nötig. Die Leistungen liegen bei der Serie «5G» zwischen 75 und
109 PS. Dieser Motor soll später gar die
Abgasstufe 4 erfüllen können.
4-Pfosten-Kabine Zweites Herzstück der Baureihe «5G» ist die neue,
von «Giugiaro Design» gestaltete 4Pfosten Kabine. Sie schafft die Möglichkeit, den Traktor noch besser nach Kundenwunsch ausstatten zu können:
Mechanische Handbremse oder hydraulische Feststellbremse, mechanische
Wendeschaltung oder hydraulisches
Powershuttle.
Der Schalthebel ist so konstruiert,
dass am Knauf mit der Komfortkupplung und der Lastschaltung alle wichtigen Funktionen integriert sind. Die übrigen Bedienelemente sind in den
gewohnten Farben gehalten: Blau für
die Heckhydraulik, grün für das Hubwerk, gelb für die Zapfwelle und orange
für das Getriebe.
Im Dach sind Kühlung, Heizung und
Klimaanlage untergebracht. Ein Glasdach wie die ausstellbaren Front- und
Heckscheiben gibt es als Option. Die
Kabine lässt Bereifungen in den Grössen
von 30, 34 und 38 Zoll zu.
Tabelle: Modellübersicht Serie «5G»
Modell
Ausführung
Zylinder
Leistung (PS)
Max. Gewicht
(kg)
5080G
LD
3
75
5500
Serie «5D»
Die neue Serie «5D»
ersetzt bei Deutz-Fahr
die Baureihen «Agroplus» und «Agroplus
Ecoline». Künftig gibt
es die vier Modelle
«5080D» (75 PS, 3-Zylinder-Motor), «5090D»
(88 PS, 3-Zyl.-Motor),
«5090.4D» (88 PS,
4-Zyl.-Motor) und
«5100.4D» mit 102 PS
und 4-Zylinder
«Farmotion»Motor.
5090G 5100G
LD/MD/HD LD/MD
3/4
3
88
97
5500 – 5500 –
7000
6200
5105D 5115G
MD/HD MD/HD
4
4
102
109
6200 – 6200 –
7000
7400
Vielfalt beim Getriebe Die Getriebe-Palette beginnt bei der mechanischen 4- oder 5-Gang-Version mit
Kriech- und Superkriech-Gängen, geht
weiter über ein Getriebe mit zweifacher
Lastschaltung und endet beim 5-GangPowershift-Getriebe mit drei Lastschaltstufen. Bei den Zapfwellen bietet die Serie «5G» die vier Drehzahlen 540, 540E,
1000 und 1000E.
Geblieben ist die «Stop&Go»-Funktion und die «SDD»-Schnelllenkung, die
vor allem bei Frontladereinsätzen das
Handling erleichtern.
Mit einer Pumpenleistung von
55 l/min können bis zu vier Steuerventile angesteuert werden. Das serienmässig mechanisch und optional elektrisch
geregelte Heckhubwerk vermag zwischen 3500 und 4800 kg zu heben. Das
maximal zulässige Gesamtgewicht liegt
je nach Ausstattungsvariante bei 5500,
6200 oder 7400 kg.
䡵
Mit elf Modellen bestückt Same
Deutz-Fahr die neue Serie «5G»,
insgesamt bietet die Serie «5»
54 verschiedene Modelle. Im Bild das
4-Zylinder-Modell «5115.4G».
Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue,
8401 Winterthur
www.ufarevue.ch
28
7-8 · 14
7-8 2014 · UFA-REVUE
BILDBERICHT
LANDTECHNIK
Kompaktes Kraftpaket
REFORM METRAC «H7 SX» Wendig, leicht, kraftvoll: Mit diesen Attributen
hat sich der «Metrac H7 SX» auf Anhieb einen festen Platz in der oberen
Leistungsklasse verdient. Und dabei ist er extrem hangtauglich und arbeitet
bodenschonend. Dank der starken Hubwerke und den hohen Achslasten
ist der «H7 SX» ein Multitalent für den Einsatz am Hang und noch für viel mehr.
w
revu
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ww
e.ch
Mit dem 70 PS starken 4-Zylinder
Motor (aus 3 l Hubraum) meistert
der Reform «Metrac H7 SX» steilstes Gelände sicher und bodenschonend. Der hydrostatische, stufenlose
Fahrantrieb kann wahlweise von automotiv auf manuell umgestellt werden.
Mit dem mechanischen Zwei-StufenGetriebe sowie der elektrohydraulischen Zwei-Stufen-Umschaltung stehen
dem Fahrer vier verschiedene Geschwindigkeitsbereiche für jeden Einsatz passend zur Verfügung. Die Lenk-
triebachsen verfügen über Endantriebe
zur Schonung des gesamten Antriebsstranges. Mit der Reform Allradlenkung
ist der «Metrac H7 SX» besonders flink
und wendig. Sie ist selbstverständlich
umschaltbar auf Front-, Heck- oder
Hundeganglenkung, je nach den Bedürfnissen des Fahrers.
Das Drehwinkel-Fronthubwerk mit
elektrohydraulischer Geräteentlastung
und Schwingungsdämpfung und integrierter, hydraulischer Seitenverschiebung wie auch das starke Heckhubwerk
haben eine Hubleistung von 1500 kg für
den Anbau von professionellen und leistungsfähigen Arbeitsgeräten.
Mit einem maximalem Gesamtgewicht von 3800 kg sowie Achslasten
von 2100 kg vorne und 2600 kg hinten
setzt sich der «H7 SX» an die Spitzenposition in seiner Klasse. In der geräumigen und übersichtlichen Klimakabine
fühlt sich der Fahrer auch am Steilhang
sicher. Sämtliche Bedienungselemente
sind griffgünstig und übersichtlich angeordnet.
䡵
Autor Agromont AG,
Reform Schweiz,
6331 Hünenberg
www.agromont.ch
www.ufarevue.ch 7-8 · 14
UFA-REVUE · 7-8 2014
29
LANDTECHNIK
Offensive bei den 4-Zylindern
CLAAS Das zweite Jahrzehnt in seiner Traktorenproduktion beginnt Claas mit
einer 4-Zylinder-Offensive. Neben dem neuen «Elios 200» ist es insbesondere
neue «Arion 400» mit sechs Modellen im Leistungsbereich von 90 bis 140 PS, mit
denen Claas im Markt punkten will.
Neue «Elios»Serie
Die Serie «Elios 200»
mit tiefem Schwerpunkt, niedriger Bauhöhe von unter 2.40 m
und guter Wendigkeit
(3.73 m Wenderadius)
wird ebenfalls neu aufgelegt und wird mit
einem vierten Modell
«Elios 240» nach oben
erweitert. Die maximalen Leistungen bewegen sich zwischen 75
und 103 PS (309 bis
406 Nm max. Drehmoment), die von einem
4-Zylinder-FPT-Motor
mit 3.4 l Hubraum
stammen. Dank Dieselpartikelfilter mit automatischer Regeneration
erfüllen die Traktoren
die Abgasnorm der
Stufe 3b.
Der neue «Arion 400» mit dem neuen Aggregat von FPT bietet nun
sechs Motorisierungen mit Maximalleistungen zwischen 90 und
140 PS. Der 4.5-Liter-Motor mit 1600bar-Commonrail-Einspritzung, Turbolader und Ladeluftkühlung erfüllt als erster seiner Klasse die Abgasnorm der
Stufe 4. Die Abgasreinigung erfolgt
zweistufig über einen Diesel-Oxydations-Katalysator, kombiniert mit einem
SCR-Katalysator. Dieses Abgasreinigungssystem kommt ohne externe Abgasrückführung und ohne zusätzlichen
Dieselpartikelfilter aus. Das Wartungsintervall wurde zudem um 20 % verlängert.
Traditionelles Getriebe Wie die
Vorgänger arbeiten auch die neuen Modelle mit dem 16 x 16 «Quadrishift»-Getriebe mit Vierfach-Lastschaltung und
kombiniert mit den vier elektrohydraulisch geschalteten Gruppen. Dies ermöglicht, die 16 Gänge ohne Kupplungspedal zu schalten.
Innovative Hydraulik Für alle Modelle sind drei verschiedene Hydraulikkreisläufe möglich: Ein offener Kreislauf
für
«Standardanwendungen»
mit
60 l/min, ein offener Kreislauf mit
98 l/min für Anwendungen mit hohem
Durchflussbedarf. Hier werden zwei
Pumpen mit 57 l/min für Steuergeräte
und 41 l/min für Heckkraftheber kombi-
niert. Bei sehr hohem Bedarf können
beide Pumpen per Knopfdruck zusammengeschaltet werden. Mit dem neuen
«Arion 400» bietet Claas erstmals in dieser Leistungsklasse einen Load-Sensing
Hydraulikkreislauf mit 110 l/min als
neue Topausstattung, optional mit
Power Beyond.
Panorama-Blick Die neue Baureihe
kommt gleich mit vier Kabinenstrukturen und vier Dachversionen daher. So
gibt es die Kabine entweder mit einteiliger Windschutzscheibe, mit aufstellbarer Windschutzscheibe, als 5-Pfosten
Kabine ohne rechte Tür oder als Highlight die neue «Panoramic»-Kabine mit
ins Dachfenster hineingezogener Frontscheibe. Die 2,41 m² grosse Panoramascheibe vermittelt dem Fahrer ein völlig
neues Raumgefühl. Die Windschutzscheibe und die Dachscheibe aus Polycarbonat sind ohne Querholm miteinander verbunden, so dass der Fahrer
ein uneingeschränktes 90°-Sichtfeld auf
den Frontlader hat.
Alle Kabinenvarianten der neuen
Baureihe haben ein verbessertes Ergonomie- und Bedienkonzept gemeinsam.
Dazu gehört serienmäßig der neue ergonomische Multifunktionsgriff. Er kombiniert die komplette Bedienung von
Frontlader, Getriebe, Heckkraftheber,
Motordrehzahl und optional zwei elektronischen Steuergeräten. Der Multifunktionsgriff liegt perfekt in der Hand
Tabelle: Modell-Übersicht «Arion 400»
Modell
Max. Leistung (PS)*
Drehmoment (Nm)
* ECE R120
30
Arion 460
140
570
Arion 450
130
550
Arion 440
120
520
Arion 430
110
480
Arion 420
100
435
Arion 410
90
405
Die neue Baureihe «Arion 400» bietet
verschiedene Kabinen-Versionen.
Highlight ist die «Panoramic»-Kabine
mit der ins Dach hineingezogenen
Frontscheibe.
und erlaubt über die Schaltwippe die
Bedienung der vollen Getriebefunktionalitäten. Mit nur einem Daumen lassen
sich so alle Gänge schalten und der Vorgewendegang aktivieren.
Vorderachsfederung Die neuen
«Arion 400»-Modell versprechen verbesserten Komfort: Claas bietet nämlich
eine gefederte Vorderachse und auch eine gefederte Kabine.
Claas wird seine 4-Zylinder-Palette
weiter ausdehnen. Für November ist die
Präsentation einer weiteren Baureihe
vorgesehen, die aus der Zusammenarbeit mit Same Deutz-Fahr entsteht. 䡵
Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue,
8401 Winterthur
www.ufarevue.ch
7-8 · 14
7-8 2014 · UFA-REVUE
NEUHEITEN
KNOW-HOW
Horsch: Effektive Grubber-Technik
Horsch «Terrano FX» ist ein kompakter 3-balkiger Grubber mit einem
enormen Einsatzspektrum. Ob zur
flachen Stoppelbearbeitung oder
zur intensiven Bodendurchmischung, der Allrounder «Terrano FX»
mischt in allen Tiefen zwischen 5
und 30 cm perfekt. Dank dem 85 cm
Rahmenhöhe und 30 cm Strichabstand mischt der «Terrano FX» auch
unter schwersten Bedingungen alle
Rückstände homogen ein. Die längere Verweildauer des Bodens im
«Terrano FX» gegenüber 2-balkigen
Modellen und die spezielle Form der
Schare sorgt für einen optimierten
Mischeffekt. Gleichmässige Einebnung und tief gehende Rückverfestigung runden die Arbeitsqualität der
Maschine ab und erzielen bei jedem
Arbeitsgang ein optimales Saatbett.
Der DLG-Fokus-Test bescheinigte
dem «Terrano FX» bereits 2003 seine
absolute Leichtzügigkeit. Bei bester
Arbeitsqualität brauchte der Grubber 20 % weniger Diesel gegenüber
dem Durchschnittsverbrauch aller
Testkandidaten. Die Horsch «Terrano FX»-Modelle sind lieferbar in den
Breiten 3.0, 3.5, 4.0 und 6.0 m. Zwei
Varianten mit den Arbeitsbreiten
von 4.0 und 5.0 m sind auch mit
Fahrwerk lieferbar.
GVS Agrar AG, 8207 Schaffhausen
寿 052 631 19 00
info@gvs-agrar.ch
www.gvs-agrar.ch
Pöttinger: Neuer Seitenschwader «Top 662»
Pöttinger bietet mit dem «Top 662»
einen neuen Seitenschwader mit einer Arbeitsbreite von 6,55 m. Die
Transportbreite beträgt wahlweise
2.55 oder 2.90 m, die Transporthöhe liegt unter 4 m. Eine hohe Wendigkeit am Vorgewende wird durch
den hohen Lenkeinschlag und die
kompakten Abmessungen erzielt.
Der «Top 662» bietet eine hohe Vorgewendefreiheit. Der Seitenschwa-
der ist mit der neuen «TopTech plus»
Kreiseleinheit mit jeweils 12 Zinkenarmen ausgestattet. Die Zinkenarmträger sind leicht über nur zwei
Schrauben austauschbar. Kommt es
einmal zu einer Kollision mit einem
Hindernis, lassen sich die beschädigten Zinkenarmträger schnell ersetzen. Das Kreiselgetriebe ist massiv ausgeführt, läuft im Fliessfett
und ist komplett abgeschlossen. Die
neue Kreiseleinheit garantiert mehr
Schlagkraft, Stabilität und Zuverlässigkeit bei gleichzeitig hoher Wartungsfreundlichkeit.
Eine grosse Auswahl bietet Pöttinger beim Kreisel-Fahrwerk: Vom serienmässigen 3-Rad-Fahrwerk bis
zum 5-Rad-Fahrwerk (Tandemausführung). In allen Varianten lassen
sich die einzigartigen Multitasträder
vor dem Kreisel montieren.
GPS-gesteuerter Teilbreitenschaltung und mit vollständiger, automatischer Reinigung ausgerüsten.
Kuhn bietet ein komplettes Maschi-
nenprogramm an Dreipunktspritzen
im Heckanbau von 200 bis 2000 l,
Front-Tanklösungen mit 1000 oder
1500 l sowie das komplette Programm an gezogenen Feldspritzen
mit 2400 bis 7700 l an.
Pöttinger AG, 5413 Birmenstorf
寿 056 201 41 60
info@poettinger.ch
Kuhn: «Metris» in neuem Gewand
Kuhn baut sein Angebot an gezogenen Feldspritzen kontinuierlich aus
und bringt die «Metris» mit einem
neuen Behältervolumen von 3200 l
auf den Markt. Diese Feldspritze, bis
dato erhältlich mit 4100 l und Aluminiumgestängen mit 18 bis 36 m
Arbeitsbreite, wird so für neue Anwender interessant: Für alle, die mit
geringen Aufwandmengen, aber
breiten Gestängen (über 30 m) ar-
Fortsetzung
von Seite 22
LANDTECHNIK
zu verkaufen
Kipper, Masse 2.7/ 1.8,
Gesamtgewicht 6000
kg, eigene Hydraulikanlage, Kippsäule verliert
einwenig Öl, Fr 900
寿 076 453 42 00
Weidezelt, 3.6 x 3.6 m,
Montage auf Panels,
UFA-REVUE · 7-8 2014
beiten möchten oder für jene, die
eine Maschine am neuesten Stand
der Technik für weniger «intensive»
Einsätze suchen. Diese Ausführung
mit 3200 l lässt sich vom Anwender
folgendermassen konfigurieren:
• Mit oder ohne Achsfederung.
• Deichsel-/Achsschenkellenkung.
• Mit/ohne Hauben (Verkleidung).
Die Anhängespritze lässt sich mit
kontinuierlichem Durchfluss, mit
Dachkonstruktion und
Plane bis auf Boden,
inkl. 3 Panelen,
Fr. 1850; Rundbogenhallen, neu, optional,
in div. Grössen; Kunststofftank, Aktion,
1000 l, Fr. 35; Panels,
Sonderaktion, 3 m x
1.6 m, robust, neu,
Fr. 136; Aktion Lüfter,
fahrbar, 42’000 m³ pro
Std., neu, Tropenmotor,
Fr. 1500; Gummimatten, Aktion, für alle
Tiere; Supper 80
Behandlungsstand,
Supperaktion, Fr. 5800,
geliefert inkl. Mwst. der
Meistverkaufte; EcoRaster, 50 mm, ab
Fr. 17 pro m², Aktuelle
Rolltore; Aktion
Sattelschränke, 2teilig, Fr. 700; Aktion
Zaunpfähle/Zaunband
寿 079 514 69 87
Klauenstand Berweger,
Fr. 1600; Güllenbrügli
Hochdorf, Fr. 500;
Heuschrotmesser
Schmid und Mägert,
Kuhn Center Schweiz,
8166 Niederweningen
寿 044 857 28 00
www.kuhncenterschweiz.ch
mit Kabelrückzug,
Fr. 800; Schneckenpumpe Hochdorf,
Fr. 3500; Motormäher
Rapid, 505, Fr. 1800;
Holzgarette, Fr. 150;
Bio-Kuhtrainer, für
9 Plätze, Fr. 3000, ist
bereits demontiert;
Klauenstand Amhof,
Fr. 1500
寿 079 575 25 52
Motorrechen Agrar, gut
erhalten; Heuma, 6teilig, gut erhalten;
Frontrotorrechen, mit
Marktplatz
Anhängervorrichtung,
für Hürliman, altes
Modell, mit doppel UAchse, gut erhalten; 2
Agrarworbmachinen,
gut erhalten; 2
Anhänger Chassis,
geeignet für Tränkewagen mit 1000 l plastik
Tank; Vorderteil, von
Anhänger Chassis, samt
Stützrolle; Stützrolle,
starkes Modell;
4 Zapfenwellen, verschiedene Längen;
4 Mostfässer, aus Holz,
200 – 400 l Inhalt;
6 Plastikfässer, blau, à
100 l Inhalt, Preis nach
Absprache
寿 071 393 23 85
Fortsetzung
Seite 33
31
LANDTECHNIK
Mit neuem Power
DIE NEUE SERIE FENDT «300 VARIO» umfasst noch vier Modelle im Leistungsbereich von 110 bis 138 PS, die von einem 4-Zylinder Agco-Power-Motor mit 4.4 l
Hubraum stammen, der die Abgasnorm der Stufe 4 erfüllt. Ein taillierter Halbrahmen
sorgt für eine bessere Wendigkeit auch bei grösserer Bereifung. Von den grösseren
Modellen stammt die Kabine mit der ins Dach hineingezogenen Frontscheibe.
Die neue Serie Fendt «300 Vario» in
den Ausführungen «Power» und
«Profi» umfasst noch vier Modelle
(der «309 Vario» verschwindet) und
rückt leistungsmässig leicht nach oben.
Mit der Umsetzung der Abgasnorm der
Stufe 4 (mit Dieseloxidationskatalysator,
extern gekühlter Abgasrückführung und
SCR-Technik) kommen anstelle der
Deutz-Motoren hauseigene 4-Zylinder
Aggregate von Agco-Power mit 4.4 l
Hubraum, Commonrail-Einspritzung
und elektrisch gesteuertem WastegateTurbolader zum Einsatz.
Der Drehmomentanstieg bewegt sich
zwischen 42 und 55 %. Der neue Motor
ermöglichte auch die Konstruktion eines taillierten Halbrahmens mit integriertem Frontkraftheber (3130 kg), so
dass der Lenkeinschlag vergrössert werden konnte. Zudem wurde Radstand um
7 cm auf 2.42 m verlängert, die Fahrzeuge sind aber leichter geworden, so dass
mehr Nutzlast bei gebliebenem Gesamtgewicht von 8.5 t möglich ist.
Neue Bedienkonsole In der «Visio-Plus»-Kabine, sie stammt von den
grösseren Serien und weist die typische,
Weitere Neuheiten
Neu auf die Abgasnorm der Stufe 4 stellte Fendt auch die Baureihe
«700» um. Die sechs Modelle mit Leistungen von 145 bis 240 PS haben
einen 6-Zylinder-Motoren von Deutz und sind mit einer 4-fach
Heckzapfwelle bestückt. Eine neue Konstruktion der Hinterachse
ermöglicht nun den Einbau einer Druckluftbremsanlage.
Ab Ende 2015 verfügbar ist die Serie
«Vario 1000» mit vier Modellen, die mit
14 t Leergewicht, 3.60 m Höhe und bis zu
500 PS bei den Standardtraktoren eine
neue Leistungsklasse definiert. Unter der
Haube sitzt ein 6-Zylinder-Motor von
MAN mit 12.4 l Hubraum (Bild).
32
Tabelle: Modellübersicht Fendt «300 Vario»
Modell
Motor
Nennleistung (bei 2100 Umin in PS, ECE R24)
Maximale Leistung (PS, ECE R24)
Maximales Drehmoment (Nm)
ins Dach hineingezogene gewölbte
Frontscheibe auf, findet man einen auf
der Seitenkonsole positionierten Multifunktionsgriff, der als Kreuzhebel ausgebildet ist. Neben Beschleunigung und
Verzögerung kann man auch die Wendeschaltung bedienen und den Tempomat aktivieren.
In der Ausstattungsvariante «Profi»
hat der Joystick weitere Funktionen:
Das dritte und vierte Ventil mit
Schwimmstellung sowie vier Vorgewende-Sequenzen und jeweils eine Taste für
die Motordrehzahl sowie zwei Einstellungen für den Tempomaten. Standardmässig ist ein 7-Zoll «Vario»-Terminal installiert, bei dem die Bedienung über
Druck- und Drehtasten erfolgt. Optional verfügbar ist zudem eine Isobus-Gerätesteuerung.
Hydraulik Die automatische Hydraulikölsummierung benötigt kein Eingreifen des Fahrers und sorgt damit für
310
311
312
313
4 Zylinder, 4.4 l, Agco Power (Sisu)
93
107
116
126
110
119
129
138
485
524
559
596
eine höhere Effizienz. Serienmässig wird
«300 Vario Power» eine Konstantpumpe
mit einer Ölfördermenge von 83 l/min
verbaut. Optional aufrüstbar, und in der
«Profi»-Ausführung serienmässig, ist eine Axialkolbenpumpe (Load-Sensing)
mit bis zu 110 l/min. Durch die hohe Ölfördermenge kann mit niedriger Motordrehzahl gearbeitet werden und der
Traktor verbraucht dadurch weniger
Kraftstoff. Zusätzlich gibt es eine externe Bedienung eines Hydraulikventils.
Die neue gefederte Vorderachse mit
Längsschwinge ist mit einem Lenkwinkelsensor für Allrad- und Differenzialsperre ausgestattet.
䡵
Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue,
8401 Winterthur
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altem Profil, 11.25 x 24 Zoll; Traktor
Hürlimann, E 100 L, Jg.
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寿 079 741 61 01
Gussroste, für Ferkel,
80 cm; Stallfenster
und Türe, Kunststoff;
diverses von Schweinestall
寿 079 612 34 78
Regendach, für Beeren,
System Brühwiler,
5 x 20 m, demontiert,
top Zustand
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Motormäher Aebi,
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Dreipunkt Stapler,
ca. 1200 kg Hubkraft,
Fr. 850
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Säüberwachung,
4 Reihen, zu Monosem
Mais, Erntewagen
Deutz-Fahr 6.37
寿 052 741 21 90
Doppelräder Schaad,
20.8 x 38, passend zu
20.8 x 38
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Federzahnegge
Kongskilde, 2.9 m breit,
mit Planierschild und
Doppelkrümmler,
einsatzbereit
寿 079 230 32 02
Traktor John Deere
4020, Jg. 1970, mit
Hydraulik und 2 DW
Steuergeräten, in sehr
gutem Zustand
寿 079 230 32 02
Traktor John Deere,
Typ A, läuft sehr gut
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Traktor Farmall, Typ H,
in sehr gutem Zustand
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Traktor Farmall Cub,
mit Mähbalken, in sehr
gutem Zustand
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John Deere, Typ D, in
sehr gutem Zustand
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Typ B, läuft sehr gut
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Rasentraktor John
Deere, Typ 110, läuft
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Motormäher AEBI AM
8, mit Doppelräder und
Gitterräder, Mähbalken
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Zustand
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Motormäher Aebi AM
70, mit Gabeleingrasvorrichtung, in sehr
gutem Zustand
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507, mit BE, hydrostatischer Antrieb, guter
Zustand, ab Service, mit
Schneepflug 160 cm,
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anbauen, komplett
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nach Vereinbarung;
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Futterrüben-Vollernter
BVL, mit Bunker,
Jg. 1988, Rübenbröckler BVL, mit Reinigung
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3 Liegeboxenbügel,
gebraucht, für Jungvieh,
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Viehtransporter
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GVE, 2500 kg Gesamtgewicht, Jg. 1982,
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Ansaugtrichter für
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Traktoren, zum
Restaurieren, Vevey
584 + 583, Hürlimann
D80, Holzpflug antik
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Lanker, Kranmodell,
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auf Holzherd wurde nie
gefeuert, Holzherdrechts elektro, links
Rauchabzug hinten,
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u/min, 3 Zyl. Slanzi
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/ Griesser, 10 PS
Elektromotor, mit 13 m
Kabel, I 25, dazu 200 l
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Region TG, Verwendung Futtergetreide
gemahlen, guter
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Container, 5 m lang,
2 m breit, mit 2 WC’s
und Waschgelegenheit,
kalt und warm Wasser
寿 032 396 13 51
Fortsetzung
Seite 37
7-8 2014 · UFA-REVUE
KURZMELDUNGEN
PFLANZENBAU
Gewinner Agro-Kalk-Wettbewerb
Anlässlich der Agroline-Feldtage
konnten die Besucher am AgroKalk-Stand ihr Wissen unter Beweis
stellen. Nun stehen die glücklichen
Gewinner fest. Robert Niederhauser
und Susanne Baud aus Wichtrach
gewannen den Hauptpreis – ein Arrangement für drei kulinarische
Wellness-Verwöhntage im Schwarzwald. Der Preis wurde am 1.Juli in
Wichtrach dem Gewinner übergeben. Überreicht wurde der Preis von
Hubert Löffler von der Firma HeidelbergCement und Adrian Moser von
der fenaco Bereich Pflanzennahrung. Den zweiten Gewinn, 40 kg
UFA-Samen «430 Highspeed», durfte Reto Wyrsch aus Buochs in Empfang nehmen. 500 kg «Suplesan»
war der dritte Preis, welchen Erwin
Corrodi aus Marthalen gewann.
Agro-Kalk hilft den pH-Wert im Boden zu optimieren. So werden Nährstoffe im Boden mineralisiert und
Bodenlebewesen gefördert.
Novum Triticalebrot
Vierte RekordErdbeer-Ernte
Beiträge angepasst
Am Jubiläumsanlass 30 Jahre biodynamische Getreidezüchtung Peter
Kunz (GZPK) präsentierte Cora Schibli (Bild unten) als Premiere ein Triticalebrot. Das Triticalebrot aus
Brottriticale entwickelte GZPK zusammen mit Franz Dolderer vom
«Haus des Brotes» Winterthur. Erhältlich ist es ab Ende September
auf den Wochenmärkten Winterthur und Zürich Oerlikon. Die GZPK
wird weiterhin Sorten züchten, die
sich, trotz geringem Klebergehalt,
zur Herstellung von Hefeteigbroten
eignen werden.
www.gzpk.ch
In den letzten drei Jahren wurden jedes Jahr rekordhohe Erdbeerernten
verbucht. Auch dieses Jahr zeichnet
sich eine erneute Steigerung ab, bis
Ende Juni wurden bereits 6957 t Erdbeeren in der Schweiz geerntet. Die
hohen Erntemengen wurden einerseits mit grösseren Anbauflächen und
andererseits mit Produktivitätssteigerungen erreicht. Trotz grosser Preisunterschiede zwischen inländischen
und importierten Erdbeeren im Detailhandel ist die Schweizer Erdbeerproduktion erfolgreich.
GVO-Anbau in der Schweiz
Gentechnisch veränderte Pflanzen
(GVO-Kulturen) dürfen in der
Schweiz ausschliesslich zu Forschungszwecken angebaut werden.
Ende Juni und Anfang Juli 2014 haben das BAFU und das (BLW) mit den
betroffenen Kreisen verschiedene
Optionen erörtert, die nach Ablauf
des GVO-Moratoriums im Dezember
2017 in Betracht kommen.
UFA-REVUE · 7-8 2014
Das Bundesamt für Landwirtschaft
präzisiert in Anlehnung an die AP
14-17 die Beiträge für reduzierte Bodenbearbeitung in drei Beitragskategorien Mulchsaat (250 Fr./ha),
Streifenfrässaat/Strip-till (200 Fr./ha)
und Direktsaat (150 Fr./ha). Der Zusatzbeitrag für Herbizidverzicht beträgt bei allen Kategorien 400 Fr.
Resistente Zuckerrüben
Nach Abschluss intensiver und umfangreicher Züchtungsarbeiten gehen die im Rahmen der Kooperation
von KWS und Bayer CropScience
entwickelten ALS-toleranten Zuckerrüben in ihre abschliessende
Entwicklungsphase. Für die ersten
neuen Sorten werden dazu in
Europa in Kürze die offiziellen Feldversuche beginnen. Die gemeinsam
entwickelte Technologie wird den
Zuckerrübenanbau durch neue
Möglichkeiten in der Unkrautbekämpfung einfacher, flexibler und
auch nachhaltiger machen.
Richtpreise
Brotgetreide
Die Kommission «Markt-Qualität
Getreide» von Swiss granum hat
die Ernterichtpreise für Brotgetreide 2014 festgelegt: Nach gründlicher Analyse der Marktsituation
wurden diese wie folgt festgelegt:
für Weizen der Klasse Top
52Fr./dt, für Klasse I 50 Fr./dt, für
Klasse II 49 Fr./dt und für Weizen
der Klasse III 45 Fr./dt. Der
Ernterichtpreis für Biskuitweizen
beträgt 49 Fr./dt, für Roggen
40 Fr./dt und für Dinkel 56 Fr./dt.
Die Preiserwartungen der Produzenten- und der Absatzseite konnte erstmals nach 2012 wieder in
Übereinstimmung gebracht werden. Die Ernterichtpreise bleiben
bis mindestens am 30. September
2014 gültig. Wenn keine Herbstrichtpreise verhandelt werden,
bleiben sie bis zur nächsten Ernte
in Kraft. Zusammen mit den Übernahmebedingungen von swiss
granum bilden die Preise die
Grundlage für die erfolgreiche
Vermarktung der diesjährigen Ernte. Die Richtpreise für Futtergetreide und Eiweisspflanzen der
Ernte 2014 wurden bereits im
März bestimmt.
Swiss granum hat in Absprache
mit den Partnern der Wertschöpfungskette Anbauempfehlungen
für die Ernte 2015 veröffentlicht.
Beim Anbauentscheid sind die
Qualitätsanforderungen der Abnehmer zu beachten und im Dialog mit den Sammelstellen standortgerecht umzusetzen.
Tagesaktuelle Neuigkeiten
www.ufarevue.ch
35
PFLANZENBAU
Eintauchen in die Gemüsewelt
GMÜESFESCHT KERZERS 2014 Das grosse Schweizer Gemüsefest findet vom
5. bis 7. September unter dem Motto «Hightech in the Green» im bernischen
Kerzers statt. Es werden über 20 000 Besucher erwartet, die einen Einblick in die
verschiedenen Etappen der Gemüseproduktion erhalten werden.
Anfang September
werden am Gmüesfescht vertiefte
Einblicke in die
Gemüsproduktin
vermittelt.
Das Seeland ist eines der wichtigsten Gemüseanbaugebiete der
Schweiz. Die Produktion findet hier
in konzentrierter Form statt. Viele
Verteiler und Weiterverarbeiter, die die
Wertschöpfung des Schweizer Gemüses
fördern, haben im Seeland ihren Standort. Anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens präsentiert die Gemüseproduzenten-Vereinigung Bern und Freiburg
(GVBF) alle Akteure des Gemüsebausektors und gewährt der Bevölkerung
einen speziellen Einblick in die moderne
Gemüseproduktion, ganz nach dem
Motto «Hightech in the Green». Seit der
letzten Auflage des Gemüsefests im Jahr
1989 haben sich die Produktionstechniken der verschiedenen beteiligten Akteure sehr stark gewandelt, ähnlich wie
die Erwartungen der Konsumenten und
die Anforderungen der verschiedenen
Produktionslabels. Während beim letzten Gemüsefest in dieser Region noch
kaum Gewächshäuser zu finden waren,
haben die modernen erdlosen Hors-Sol-
Programm
Gemüsefest 2014
Produktionstechniken die traditionellen, idyllisch gelegenen Bauernhöfe ersetzt, obschon letztere in der Werbung
eine nach wie vor wichtige Rolle spielen.
Das Gmüesfescht 2014 wird am
5. September mit der Interkantonalen
Fachtagung Zwiebelanbau beginnen.
Diese Tagung mit obligatorischer Anmeldung richtet sich an Zwiebelproduzenten und -spezialisten. Sie findet vorgängig zur offiziellen Festeröffnung
statt, an der auch Bundesrat Ueli Maurer teilnehmen wird.
Die Welt des Gemüses entdecken Am Samstag und Sonntag soll
der Bevölkerung die unbekannte Seite
rund ums Gemüse nähergebracht werden. Die Besucher können bei Begehungen und an Ausstellungen die gesamte
Wertschöpfungskette im Gemüseanbau
entdecken, von der Saatgutproduktion
über die Verarbeitung bis hin zur Verpackung der Endprodukte, wie sie im Handel erhältlich sind. Viele unterhaltsame
Attraktionen für Gross und Klein werden bereit stehen. Von Hüpfburgen
über Helikopterflüge hin zu Abendprogrammen mit Musikveranstaltungen hat
die GVBF alles vorbereitet, damit das
Gmüesfescht 2014 für alle Gemüsekonsumenten vom Knirps bis zum Senior zu
einem unvergesslichen Anlass wird. 䡵
36
Freitag, 5. September 2014
09.30 – 15.30 Uhr: Interkantonale Fachtagung Zwiebelanbau (auf Anmeldung)
ab 16.00 Uhr:
• Eröffnung, Gästeempfang
• Märitstände, Ausstellungen
• Festwirtschaft / Unterhaltungsprogramm/Bar/Tombola
• Gmües-VIP- und Sponsoren-Anlass
• Ansprache von Bundesrat Ueli Maurer
• Musikalische Unterhaltung mit
ComBox und Sarah-Jane, freier Eintritt
Samstag, 6. September 2014
ab 09.00 Uhr:
• Besichtigungen
• Märitstände, Ausstellungen
• Gemüsegärtner: dein Beruf
• Helikopterflüge,
Flug im Heissluftballon
• Festwirtschaft/Unterhaltungsprogramm/Bars/Tombola
• Abendunterhaltung mit der Band
«Stromstoss-Örgeler», freier Eintritt
Sonntag, 7. September 2014
von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr:
• Besichtigungen
• Festakt 75 Jahre GVBF
• Unterhaltungsprogramm, Kinderspiele, Tombola
• Konzert der Musikgesellschaft Kerzers
Das Festprogramm mit allen Einzelheiten finden Sie auf dem
Internet unter www.gmuesfescht.ch
Autor Gaël Monnerat, UFA-Revue,
1510 Moudon
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7-8 · 14
7-8 2014 · UFA-REVUE
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37
PFLANZENBAU
Vertiefte Pflanzenbau-Einblicke
VERSUCHSPLATTFORMEN 2014 Bei der diesjährigen Präsentation der fenaco
Pflanzenbau-Versuchsfelder in Bünzen (AG) und Bussy (FR) standen neben den
traditionellen Getreidesorten heuer auch die Kulturen Mais, Raps, Zuckerrüben und
Gründüngungen im Vordergrund. Zudem wurden Themen wie Qualitätsproduktion,
Einsatz innovativer Techniken und Nachhaltigkeit behandelt.
1 · Werner Widmer.
Leiter Pflanzenschutz
fenaco Ostschweiz,
bei der Versuchsbesichtigung in Bünzen.
2 · Beispiele von
Maschinen für die
mechanische Unkrautbekämpfung in Mais.
3 · Verschiedene
Themeninseln bei der
Besichtigung in Bussy.
Mit vollem Elan engagierte sich das
Departement Pflanzenbau der
fenaco, den Ackerbauern ein vielfältiges Programm bei den Besichtigungen der in Bünzen (AG) und Bussy
(FR) angelegten Getreide-, Mais-, Rapsund Zuckerrüben-Versuche bieten zu
können. Im Spannungsfeld einer sich
noch mehr nach Ökologie und Nachhaltigkeit ausrichtenden Agrarpolitik,
ging es bei der Präsentation auch darum, die Bedürfnisse des Marktes hinsichtlich Quantität und Qualität zu thematisieren und all diese Aspekte in
Sorten- und Bewirtschaftungsempfehlungen von der Aussaat bis zur Ernte zusammenzufassen.
Proteinqualität Beim Brotgetreide
stand neben der allgemeinen Sortenwahl und einer den Marktanforderungen entsprechend optimierten Aufteilung zwischen den Klassen «Top»
(halten), «1» (halten) und «2» (steigern,
siehe auch UFA-Revue 6/2014) vor allem die Thematik rund um die Proteinbezahlung im Zentrum des Interesses.
Fachleute von fenaco-GOF (Getreide,
Ölsaaten und Futtermittel) wiesen in
ihren Ausführungen auf die zunehmende Bedeutung des Proteins in der
Getreidevermarktung hin. Präsentiert
wurde dabei das entwickelte Qualitätsbezahlungsmodell, das von der Branchenorganisation «swiss granum» für
das nächste Jahr vorgesehen ist. Forscher von Agroscope zeigten zudem die
Zusammenhänge zwischen Krankheitsdruck sowie den klimatischen Rahmenbedingungen auf und gingen auf die anbautechnischen Möglichkeiten ein, wie
5
4 · Eine Bodenkamera
gab einen Einblick in
das Bodenleben im
Wurzelbereich.
5 · Jean-Paul Krattiger,
UFA-Samen Moudon,
führte durch die
Parzellen mit Gründüngungen.
1
3
2
4
6 · «Landor vor Ort»:
Zu jeder Kultur die
richtige Pflanzennahrung.
7 · Geneviève Gassmann, Direktorin des
landwirtschaftlichen
Instituts Grangeneuve,
im Gespräch mit
Werner Kurt, Leiter
Departement Pflanzenbau fenaco.
6
8 · Die informativ
angelegten Versuchsparzellen gaben den
Getreidebauern
wertvolle Impulse für
ihren Anbau.
38
7-8 2014 · UFA-REVUE
PFLANZENBAU
der Proteingehalt beim Getreide positiv
beeinflusst werden kann.
Wie weiter nach dem Neonicotinoid-Verbot? Bei den Rapskulturen
richtete sich das Interesse auf die möglichen Auswirkungen, die das Verbot
von Neonicotinoid-haltigen Beizmitteln
mit sich bringen könnte. Es wurde dabei
darauf hingewiesen, die Bestände regelmässig zu überwachen und falls nötig,
mit entsprechender Bewilligung chemisch einzugreifen.
«HOLL»-Raps ist weiterhin eine Kultur, die noch Potenzial hat. Die Forschung hat mittlerweile einige Lösungsansätze zu Problemen wie Hydrierung
und Transfett-Säuren gefunden. Ein
Nachfolgeprojekt «HOVLL»-Raps (higholeic, very-low-linolenic) soll den eingeschlagenen Weg weiter verfolgen, damit
der Linolensäure-Gehalt noch besser auf
die Bedürfnisse der Industrie abgesenkt
werden kann (unter 2 %).
Mechanische Unkrautbekämpfung Verschiedene Dünge- und
Pflanzenschutz-Massnahmen standen
bei den sechs angebauten ZuckerrübenSorten im Fokus. Die Besucher konnten
sich ein gutes Bild machen, wie sich die
einzelnen Massnahmen auf das Erscheinungsbild der Kulturen auswirkten,
wenngleich der Erntetermin für eine
endgültige Beurteilung noch weit entfernt ist.
In den Maiskulturen wurde die Wirkungsweise verschiedener Geräte für
die mechanische Unkrautbekämpfung
demonstriert. Wichtiges Thema bei dieser Kultur ist und bleibt die Vermeidung
der Bodenerosion.
7
9
Tiefer Einblick Ein beinahe zwei
Meter tiefer Graben am Rande eines Zuckerrübenfelds gab einen Einblick in
die Bodenbeschaffenheit. Speziell thematisiert wurde bei dieser Kultur ausserdem Bekämpfungsmassnahmen gegen Krankheiten und Schädlinge. Eine
neuartige Bodenkamera gab einen Einblick in das unbekannte, aber äusserst
interessante Bodenleben im Wurzelbereich.
Gründüngungen Ein Teil des Versuchsgeländes war den Gründüngungen
gewidmet. Die Vor- und Nachteile der
verschiedenen Arten und Mischungen
je nach Bodenverhältnissen und Verwendungszweck wurden erklärt und
insbesondere aufgezeigt, wie solche
Kulturen die organische Substanz im
Boden anreichern können.
䡵
8
10
12
11
13
9 · Kam noch nicht
zum Einsatz, zeigte
aber die technischen
Möglichkeiten der
Getreideernten auf:
Mähdrescher Claas
«Lexion 670».
10 · Serge Zbinden
(Landor), Dario Fossati,
Cécile Brabant (beide
Agroscope Changins)
und Organisator
Olivier Delay (fenaco,
v.l.n.r.) informieren
über die Möglichkeiten, den Proteingehalt
beim Brotweizen zu
verbessern.
11 · Beim Brotgetreide
stand neben der
allgemeinen Sortenwahl und einer den
Marktanforderungen
entsprechend optimierten Aufteilung auch die
Thematik rund um die
Proteinbezahlung im
Zentrum des Interesses.
12 · Im Spannungsfeld
einer sich noch mehr
nach Ökologie und
Nachhaltigkeit
ausrichtenden
Agrarpolitik, ging es
bei der Präsentation
auch darum, die
Bedürfnisse des
Marktes hinsichtlich
Quantität und Qualität
zu thematisieren.
13 · Georges Collaud
von «Soil Conseil»
zeigt das Bodenprofil
unterhalb eines
Zuckerrüben-Bestands.
Autoren Dr. Roman
Engeler und Gaël
Monnerat, UFA-Revue,
8401 Winterthur
www.ufarevue.ch 7-8 · 14
UFA-REVUE · 7-8 2014
39
PFLANZENBAU
Kommt die gelbe Revolution?
RAPS- UND WEIZENERNTE fanden in den letzten Jahren häufig im gleichen
Zeitraum statt. Dies führte bei Sammelstellen, Mähdruschunternehmen aber auch bei
den Bauern zu Schwierigkeiten und vor allem zu zusätzlichen Kosten. Spätere Rapssorten, die nach dem Weizen geerntet werden, könnten dieses Problem entschärfen.
Lukas
Aebi
Die Verkaufspreise für Feldfrüchte
werden vom Markt bestimmt. Der
Landwirt kann sie nur geringfügig
beeinflussen. Zur Optimierung der
Deckungsbeitragsrechnung hat er lediglich die Möglichkeit, die Ausgaben zu
senken oder die Rendite zu erhöhen.
Raps ist eine finanziell interessante
Kulturpflanze. Die Hektarerträge im
Raps sind in den vergangenen Jahren
stets gestiegen. Jedoch dürfen im Hinblick auf die finanzielle Belastung, die
Maschinen- und Personalkosten nicht
ausser Acht gelassen werden. Allerdings
nahm die finanzielle Belastung, wie etwa Maschinen- und Personalkosten, in
den vergangenen Jahren spürbar zu. Ein
Grund hierfür ist, dass die Rapsernte
vermehrt gleichzeitig mit der Weizenernte stattfand. Logistische Probleme
waren die Folge.
Ursachen für die gleichzeitige
Abreife
• Intensiver Anbau, der Einsatz von
Fungiziden und Fortschritte in der Resistenzzüchtung (Phoma und SkleroDie ideale Rapspflanze:
8 bis 10 Blätter,
Wurzelhalsdurchmesser mindestens
8 mm und eine
Pfahlwurzellänge von
15 bis 20 cm.
40
tinia) haben zur Folge, dass die Pflanzen bis zum Zyklusende gesund bleiben, was die Reife verzögert.
• Raps ist widerstandfähiger gegen
Körnerausfall geworden. Starker Regen oder Windstösse verursachen inzwischen weniger Körnerverluste.
• Der Weizen hat an finanzieller Attraktivität verloren. Er wird extensiv angebaut, was seine Reifung beschleunigt.
• Die inländischen Sortenzüchter haben in den letzten Jahren verstärkt
daran gearbeitet, frühere Sorten zu
erzeugen. So soll der Einfluss von
Wetterrisiken wie Sommerunwetter
oder Trockenheit im Frühling abgeschwächt werden.
• Das praktische Wissen der Landwirte
wird zunehmend besser. Mittlerweile
ist bekannt, dass 2/3 des Rapsertrages aus den unteren Schoten stammen und somit die vollständige Pflanzenreife abgewartet werden sollte.
All diese Faktoren tragen dazu bei, dass
die Raps- und Weizenernte immer häufiger zur gleichen Zeit erfolgen.
Lösungsmöglichkeiten Gegenwärtig ist die Wahl späterer Weizensorten keine Option. Aufgrund der Qualitätsstrategie und der Merkmale der in
der Schweiz gezüchteten Weizensorten,
können diese nicht durch ausländische
Sorten ersetzt werden. Eine denkbare
Lösung bieten hingegen spätere Rapssorten. Um die Arbeitsspitzen während
der Ernte merklich zu entschärfen, sollten die Rapssorten eine spätere Reife
von etwa 10 Tagen aufweisen. Momentan sind vorwiegend frühreife Sorten erhältlich. Möglicherweise könnte in Zukunft die eine oder andere spätreife
Sorte eine Alternative bieten. Selbstverständlich sind für höher gelegene Anbauregionen frühe Sorten besser geeignet. Für die Aussaat 2014 stehen einige
interessante Sorten für unterschiedliche
Bedürfnisse zur Verfügung.
Klassische Sorten Für diese Anbaukampagne sind zwei neue Sorten erhältlich: «RGT Bonanza» und «SY Carlo».
«NK Petrol» und «RGT» wurden von der
empfohlenen Sortenliste gestrichen.
«RGT Bonanza» ist die produktivste Sorte, die gegenwärtig erhältlich ist. Diese
mittelspäte Sorte weist eine ausgezeichnete Phoma-Resistenz und Standfestigkeit sowie einen hohen Ölgehalt auf
und könnte in gewissen Fällen nach
dem Weizen geerntet werden. Sie ersetzt die Sorte «RGT Sensation».
«SY Carlo» ist die zweite Neuheit dieses Jahres. Sie verfügt über ein interessantes Ertragspotential. Ihre frühe Blüte
kann in Regionen mit starkem Rapsglanzkäferdruck von Vorteil sein. «Visby» gehört zu jenen Sorten mit der
höchsten Produktivität und überzeugt
in der Praxis durch gleichmässigen
7-8 2014 · UFA-REVUE
PFLANZENBAU
Wuchs und Abreife, vor allem auf
schwierigen, wenig tiefgründigen oder
kiesigen Böden. Die Sorte «Avatar»
vereint im Gegensatz zu anderen derzeit
erhältlichen Sorten viele positive Eigenschaften. Sie weist einen ausgezeichneten Ertrag auf und zeichnet sich durch
eine frühe Blüte und eine mittelfrühe
Abreife aus. Es handelt sich um eine
standfeste Sorte mit guter Phomaresistenz und guten Druscheigenschaften.
«Hybrirock» überzeugt durch ein äusserst hohes Ertragspotential. Leider sind
die Erträge unregelmässiger als bei «Visby» und «Avatar». «Sammy» ist die einzige, derzeit erhältliche Liniensorte. Sie
weist eine gute Produktivität einen sehr
frühen Blühbeginn aus und ist auch in
Bio-Qualität erhältlich.
klassiges Öl mit einem hohen Anteil an
Ölsäure und mit einem gleichzeitig reduzierten Gehalt an Linolsäure unter
3 % zu gewährleisten, müssen die folgenden Empfehlungen eingehalten werden:
• Isolationsabstand von 50 m zwischen
klassischen und «Holl»-Rapssorten.
• Durchwuchs von konventionellem
Raps verhindern.
• Trennung von klassischem Raps und
«Holl»-Sorten bei der Lieferung.
Die Sorte «V 280 OL» erzielt die besten
Erträge, wenn am Ende der Vegetationsperiode gute Bedingungen herrschen.
«V 316 OL» zeichnet sich durch eine allgemein sehr gute Gesundheit aus. Besonders hervorzuheben ist die gute
Standfestigkeit.
«Holl-Sorten» Dieses Jahr stehen
Fazit In diesem Jahr ist das Rapssaat-
zwei «Holl»-Rapssorten zur Auswahl:
«V 280 OL» und «V 316 OL». Für den
Anbau dieses Sortentyps, muss ein spezieller Vertrag mit der zuständigen LANDI abgeschlossen werden. Um ein erst-
gut nicht mit Insektiziden aus der Familie der Neonicotinoide gebeizt. Somit ist
ein Schutz gegen den Rapsglanzkäfer
während des Auflaufens nicht gewährleistet. Es wird daher empfohlen, die
Zielvorgabe: Pflanzen im 8- bis 10-Blattstadium, Wurzelhalsdurchmesser mindestens 8 mm und Länge der Pfahlwurzel 15 – 20 cm.
Saatzeit: 25. August bis 10. September
Saatdichte bei optimalen Bedingungen:
50 – 60 Körner/m2, Liniensorten: 55 – 65 Körner/m2.
Saatdichte bei schlechten Bedingungen:
Hybridsorten: 65 – 75 Körner/m2, Liniensorten: 70 – 80 Körner/m2.
Stickstoffdüngung im Herbst: Grundsätzlich nicht notwendig. Wenn
grosse Strohmengen eingearbeitet wurden oder bei schlechter
Mineralisation ist eine Stickstoffgabe von 30 kg/ha Stickstoff sinnvoll.
Fungizid: Eine Anwendung im 4- bis 6-Blattstadium wirkt sich positiv
aus. Stärkung der Pfahlwurzel, eine grössere Wurzelmasse, Reduktion
der Schossung im Herbst und Stärkung der Winterfestigkeit.
Schnecken: Flächen mit vielen Ernterückständen oder Flächen mit
reduzierter Bodenbearbeitung müssen besonders sorgfältig kontrolliert
werden.
Rapsparzellen vom Zeitpunkt des Auflaufens bis zum Vier- oder Fünfblattstadium regelmässig zu kontrollieren. Bei
schwerem Befall und unter Berücksichtigung der Bekämpfungsschwelle ist eine Flächenbehandlung gegebenenfalls
erforderlich.
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Erfolgreich trotz Einschränkung
GLYPHOSAT ist in den letzten Jahren, aufgrund von Negativschlagzeilen vermehrt in
Kritik geraten. Damit Landwirte auch in Zukunft von dem hochwirksamen Totalherbizid
profitieren können, sollte es intelligent und sparsamen zum Einsatz zum kommen. Dabei
sollte das Pflanzenstadium, die Witterung und die Unkrautpopulation stets im Auge
behalten werden.
Daniel
Günter
Im Zuge der Umsetzung der AP
14 – 17 sollte sich jeder Betriebsleiter Gedanken zu seiner Betriebsstrategie machen. Diese Möglichkeit kann belastend wirken, darf jedoch
durchaus auch als Chance betrachtet
werden. So bieten die Ressourcen-Effizienz-Beiträge (REB) die Möglichkeit,
flexibel Parzellen-, Kultur- und witterungsangepasst über die Bodenbearbeitung beziehungsweise Saatverfahren zu
entscheiden. Wird ein Verfahren mit reduzierter Bodenbearbeitung gewählt,
können für diese Fläche Ressourcen-Effizienz-Beiträge angefordert werden
(siehe Kasten).
Glyphosateinsatz, ja – aber beschränkt Totalherbizide mit dem
Wirkstoff Glyphosat geraten zunehmend in die Kritik, da oft von einem
übermässigen Einsatz gesprochen wird.
Verschiedene Faktoren wie geringe
Produktkosten, eine hohe Wirkungssicherheit und der Einsatz in Unkrautbeständen während eines suboptimalen
Wachstumsstadiums förderten in den
vergangen Jahren sicherlich einen teilweise leicht überhöhten GlyphosatEinsatz.
Diesem soll nun eine zusätzliche Auflage bei den REB entgegenwirken. So
darf auf einer Fläche, welche beim REB
für schonende Bodenbearbeitung angemeldet wird, nur noch eine beschränkte
Menge Glyphosat von 1.5 kg/ha eingesetzt werden. Die Menge von 1.5 kg/ha
gilt für den Reinwirkstoff. Dies bedeutet, dass bei der Verwendung eines Produkts mit einem Glyphosatgehalt von
360 g/l, eine Produktemenge von 4.1 Liter eingesetzt werden darf. Die Tabelle
gibt einen Überblick, über die am Markt
42
Tabelle: Erlaubte Aufwandmengen nach Produkt
Produkt
Roundup Power Max
Roundup Profi
Roundup Turbo
Glifonex
Glyfos
Toxer Total
Touchdown System 4
Glyphosate
Anbieter
Stähler
Leu + Gygax
Leu + Gygax
Leu + Gygax
Bayer
Omya
Syngenta
diverse
geläufigsten Produkte und deren Glyphosatgehalt.
Diese maximale Wirkstoffmenge von
1.5 kg/ha ist innerhalb einer Kultur zu
betrachten. Das heisst, es darf im Zeitraum zwischen der Ernte der Vorkultur
bis nach der Ernte der Hauptkultur nicht
mehr Glyphosat eingesetzt werden.
Erfolg als Herausforderung Eine
sichere Unkrautvernichtung für ein sauberes Saatbeet mit einer Aufwandmenge von 4.1 l/ha erscheint äusserst
schwierig und unsicher. Der Erfolg hängt
von vielen Faktoren ab, welche nun verstärkt berücksichtig werden müssen.
Folgende Punkte sind wichtig:
• Nicht bei Temperaturen über 20 °C
behandeln (Verdunstungsverluste)
• Morgens in abtrocknendes Tau spritzen (bessere Blattaufnahme)
• Geringe Wasseraufwandmenge von
maximal 200 l/ha
• Hartes Wasser vor Herbizidzugabe
ansäuern (Je nach Produktqualität)
• Genügend Blattmasse der zu vernichtenden Pflanzen vorhanden
• Reduzierter Erfolg in Hitze- und Trockenperioden
Gehalt
g/l
480
480
450
360
360
360
360
360
erlaubte Einsatzmenge
in l/ha im REB
3.13
3.13
3.33
4.17
4.17
4.17
4.17
4.17
Falls diese Punkte beachtet werden
können, wird die Glyphosatspritzung
auch mit einer geringen Aufwandmenge
erfolgreich sein. Insbesondere die einjährigen Unkräuter und Ungräser, werden so sicher erfasst. Weist die Parzelle
jedoch einen Anteil an Wurzelunkräutern wie Winden, Disteln oder alten Blackenstöcken auf, so werden die Erfolgsaussichten ungewiss. Ebenso ist die
Wirkung gegen Ungräser (Quecke) oder
auch Kulturgräser (Raigrasstöcke oder
Knaulgras) nicht absolut sicher. Winden,
Disteln und Blacken sind mit einer Herbizidmischung zu bekämpfen. Durch die
Ergänzung des Glyphosats durch den
Wirkstoff Dicamba («Banvel 4 S», «Effendi», «Lunar») oder auch 2,4-D wird
eine erfolgreiche Bekämpfung sichergestellt. Diese Mischungen wurden bereits
eingesetzt, so dass erfahrungsgemäss
von einer sehr guten Wirkung gesprochen werden kann. Beim Zusatz eines
dieser Produkte muss mit der Ansaat der
Folgekultur 5 - 6 Wochen gewartet werden, da sonst die auflaufende Saat geschädigt werden kann. Bei der Gräserbekämpfung tragen die beiden oben
genannten Wirkstoffe als Zusatz nichts
zu einer Wirkungsverstärkung bei. Bei
7-8 2014 · UFA-REVUE
PFLANZENBAU
Ressourcen-Effizienz
Beiträge
Für Saatverfahren, bei welchen auf den
wendenden Einsatz des Pflugs verzichtet
wird, können folgende Beiträge ausgelöst werden:
• Direktsaat:
250.–/ha
• Streifenfrässsaat und
Strip Till:
200.–/ha
• Mulchsaat:
150.–/ha
Keine Beiträge werden für die Saat von
Zwischenkulturen und Gründüngungen
ausgerichtet. Ebenfalls nicht beitragsberechtigt sind die Mulchsaat von Kunstwiesen sowie die Ansaat von Weizen
oder Triticale nach Mais (Fusariumrisiko)
Es besteht keine Verpflichtung, wie etwa
im Ressourcenprogramm des Kantons
Bern, auf der ganzen Betriebsfläche auf
den Pflugeinsatz zu verzichten. Dies ermöglicht eine sinnvolle Flexibilisierung.
den Gräsern ist der absolut wichtigste
Faktor, dass genügend Blattmasse vorhanden ist.
zel schwach. Deshalb müssen
Wurzelunkräuter vier bis besser fünf
Wochen gewachsen sein, damit genügend Blattmasse vorhanden ist.
Ist die Zeit zur Verteilung von Glyphosat
in der Pflanzen zu knapp, kann die Wirkung unbefriedigend ausfallen. Da viele
Wurzelunkräuter oft nesterweise auftreten, sollte zumindest an diesen Stellen
die Bekämpfung konsequent erfolgen.
Unnötigen
Glyphosateinsatz
vermeiden Wagen wir einen Blick
zurück und betrachten die Geschichte
des Atrazins, eines andern bekannten
Wirkstoffs. Als Folge des übermässigen
Einsatzes hat Atrazin die Zulassung verloren. Dessen Umweltverhalten ist zwar
nicht mit Glyphosat vergleichbar, trotzdem sollte man eine Lehre daraus ziehen. Wird ein Pflanzenschutzmittel viel
und oft angewendet, landet es schlussendlich auch in der Umwelt. Dement-
sprechend steigt die Kritik und somit
auch der Druck seitens der Konsumenten. Landwirte sind gut beraten, wenn
sie den Einsatz von Glyphosat auf ein
wirklich notwendiges Mass beschränken. Wo gepflügt wird, darf kein Glyphosat eingesetzt werden. Bei einer korrekten Einstellung des Pflugs ist eine
Herbizidanwendung in der Regel auch
nicht notwendig. Auch in Verfahren mit
reduzierter Bodenbearbeitung muss der
Glyphosateinsatz nicht zum routinemässigen Pflichtprogramm gehören.
Kurz gesagt
• Auch mit eingeschränkten Glyphosatmengen ist ein erfolgreicher Totalherbizideinsatz möglich.
• Pflanzengrösse und Witterung haben
einen entscheidenden Einfluss
• Für die Bekämpfung von Winden,
Disteln und Quecken braucht es zwei
Monate Zeit.
䡵
Die Bekämpfung von
Winden benötigt
2 Monate. Dabei sollte
Glyphosat effizient
eingesetzt werden.
Bild: www.agrarfoto.com
Zeit als Erfolgsfaktor Im Zusammenhang mit Totalherbiziden wird oft
auch über die notwendige Dauer zwischen Applikation und Bodenbearbeitung gesprochen. Dabei sollte zwischen
den beiden Phasen Aufnahme und Verteilung unterschieden werden. Unter
Aufnahme versteht man die Zeit von der
Applikation bis das Produkt in die Pflanze eingedrungen ist. Dieser Zeitraum
kann je nach Pflanzenart und Witterung
stark schwanken. Auch die Formulierung des Produkts hat einen Einfluss auf
die Aufnahmegeschwindigkeit. Nach
der Aufnahmephase kann eine Bodenbearbeitung durchgeführt werden, da
die einjährigen Unkräuter absterben
werden.
In der zweiten Phase wird der Wirkstoff über die Saftströme in der Pflanze
verteilt. Bei Winden, Quecken und Disteln ist es äusserst wichtig, dass der
Wirkstoff bis zu den Wurzelspitzen
transportiert wird, um ein Wiederaustreiben zu verhindern. Zwei Grundsätze
gilt es zu beachten:
• Bei wüchsigem Wetter laufen die
Saftströme aktiver, wodurch die Verteilung des Wirkstoffs in der Pflanze
rascher abläuft.
• In jungen, kleinen Pflanzen ist der
Saftstrom nach unten Richtung WurUFA-REVUE · 7-8 2014
Autor Daniel Günter,
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43
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berücksichtigen. Italienisches Raigras als Basis und Rotklee sowie Luzerne als Kleepartner sind ideal im überwinternden Zwischenfutterbau.
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sie weniger geeignet.
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kg/ha
Zusammensetzung
Winterhärte
(je nach Winterklima)
sehr unterschiedlich)
Bemerkung
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40
Westerwoldisches Raigras,
Alexandrinerklee, Perserklee
gering
UFA Weluz
35
Westerwoldisches Raigras, Luzerne
mittel
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200 (175)
Grünschnitthafer, Sommerwicken,
(Futtererbsen)
Friert ab
Sehr hoher Frischmasseertrag, sehr gute
Siliereigenschaften
Sehr hoher TS Ertrag,
sehr gute Silierbarkeit
Sehr hohe Grünschnitterträge, sehr konkurrenz-
UFA 200/Tetra
35
Italienisches Raigras, Rotklee
überwinternd
UFA 210/CH
30
überwinternd
UFA Regina Gold
33
Ital. und Westerw. Raigras, Rotklee,
Alexandrinerklee
Ital.- und Westerw. Raigras, Luzerne
UFA Lolinca
30
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Im nicht überwinternden Zwischenfutterbau muss bei den Gräsern das Westerwoldische Raigras
gewählt werden. Es ist das am
schnellsten wachsende Gras, jedoch
wenig ausdauernd und wenig winter-
7-8 · 14
Überwinternd
Ital. und Westerw. Raigras, Rotklee
Inkarnatklee
Ital.-, Westerw.- Raigras und
Bastard Raigras
überwinternd
Überwinternd
überwinternd
Bringt ausgeglichene hohe
Erträge Herbst/Frühjahr
Bringt im Herbst den
Hauptertrag
Dank Luzerne sehr hoher TSErtrag und Gehalt
Sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis, zum Silieren
Für Spätsaaten bis Mitte
Oktober
7-8 2014 · UFA-REVUE
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der Anbauflexibilität
Unter dem Begriff Hyvido fasst Syngenta
das Sortiment an Hybrid-Wintergerstensorten zusammen.
Werden einfache aber entscheidende Anpassungen in der Produktionstechnik beachtet, lassen
sich mit Hyvido Gerstensorten Jahr für Jahr unter
allen Anbaubedingungen hervorragende Erträge
erzielen. Für den Produzenten zur Auswahl stehen
die Sorten Hobbit, Zzoom und Wootan.
Ausgeprägtes Wurzelwerk mit hoher
Stickstoffeffizienz
Die Hyvido Hybrid-Wintergerstensorten entwickeln
ein besonders leistungsstarkes Wurzelsystem. Im
Vergleich zu Liniensorten besitzen die Hybriden
mehr Wurzeln und eine stärkere Bestockung. Daraus resultiert eine deutlich effizientere Wasserund Stickstoffaufnahme.
Auf den meisten Standorten sind auch Spätsaaten
ohne grössere Ertragseinbrüche möglich.
Stärkere Bestockung und mehr Wurzeln bei Hybriden
(links) gegenüber Liniensorten
Top-Ergebnisse der Hyvido Sorten
Unter den drei Hyvido Sorten Hobbit, Zzoom und
Wootan, die in der Schweiz angeboten werden,
ist es insbesondere Hobbit, welche den hohen
Erwartungen der Produzenten entspricht. Mit
dieser Sorte werden Hektolitergewichte auf demselben hohen Niveau erreicht wie bei Zweizeilersorten – und dies bei gleichzeitig hohen Erträgen.
Die ausserordentlich guten Ergebnisse von HobIP[ ^LYKLU ]VU Vɉ
aPLSSLU :[LSSLU ILZ[p[PN[ :LP[
ÄUKL[ KPL =LYTLOY\UN ]VU /VIIP[ a\KLT
grösstenteils in der Schweiz statt.
Erfahren Sie mehr über die diesjährige Ernte in
einer nächsten Ausgabe.
Fortsetzung
von Seite 37
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寿 079 563 42 72
Fortsetzung
Seite 50
45
PFLANZENBAU
Schwefel in die Düngung einplanen
DIE ORGANISCHE SUBSTANZ im Boden ist heute neben Hofdüngern die
wichtigste natürliche Schwefelquelle. Vor allem im Frühling ist jedoch mit
Engpässen in der Schwefelversorgung zu rechnen. Deshalb ist es unbedingt notwendig,
den Schwefel bei der Düngeplanung einzubinden.
René
Vogel
Walter
von Flüe
Die seit 1980 eingeleiteten Massnahmen zur Luftreinhaltung führten
zu stetig abnehmenden SchwefelEinträgen aus der Atmosphäre.
Durchschnittlich werden nur noch ca.
6 kg S/ha aus der Luft eingetragen. Dies
ist zwar für die Gesundheit von Mensch,
Tier und Umwelt von Vorteil, aber den
Pflanzen fehlt ein wichtiger Nährstoff.
lung wie Raps, Winterweizen oder Wintergerste kommt die natürliche Zufuhr
von Sulfat zu spät. Es ist somit vor allem
im Frühjahr mit Engpässen in der
Schwefelversorgung zu rechen und eine
Zufuhr von Schwefel über die Düngung
unerlässlich.
Schwefel im Frühling Die organi-
einer Dynamik, die grosse Ähnlichkeiten
zu der des Stickstoffs aufweist. Sulfat
wird ebenso wie Nitrat kaum an Bodenpartikel sorbiert, so dass es mit dem Sickerwasser leicht verlagert oder ausgewaschen werden kann. Deshalb findet
man Schwefelmangelsymptome auch
sche Substanz im Boden ist heute neben
Hofdüngern die wichtigste natürliche
Schwefelquelle. Durch Mineralisation
wird Sulfat, jedoch erst in der wärmeren
Jahreszeit (ab Ende Mai), freigesetzt. Für
Kulturen mit einer frühzeitigen Entwick-
46
Ähnliches Verhalten wie Stickstoff Schwefel unterliegt im Boden
Ursachen Schwefelmangel
Diese Bedingungen beeinflussen die
Schwefelversorgung im Frühling negativ:
• Leichte, humusarme, flachgründige
Böden
• Verdichtete Böden (eingeschränkter
Wurzelraum)
• Hohe Niederschlagsmengen während
der Wintermonate
• Frühjahrstrockenheit
• Niedrige Temperaturen
• Langjährig viehlose Betriebe mit
Böden ohne Zufuhr org. Dünger
Eine ausgewogene und gut geplante
Versorgung von Kulturpflanzen
mit Nährstoffen schafft die Voraussetzung für hohe Ernteerträge mit
einer top Qualität.
7-8 2014 · UFA-REVUE
ag
Sc
hw
ef
el
M
PFLANZENBAU
ne
Kultur
Bedarf (kg S/ha)
Raps, Kohl
70 – 80
Futterbau
30 – 60
(je nach Nutzungsintensität)
Zuckerrüben, Mais
30 – 40
Getreide, Kartoffeln
20 – 25
bei Sommerkulturen wie Zuckerrüben und Mais, welche unter normalen Bedingungen die S-Freisetzung
aus dem Boden besser nutzen können, als Kulturen mit einem frühen
Vegetationsstart wie Raps und Wintergetreide.
Stickstoff und Schwefel
kombinieren Da die Pflanze
Stickstoff und Schwefel zum gleichen Zeitpunkt benötigt, ist es optimal, wenn der Schwefel im Frühling gemeinsam mit der N-Gabe
ausgebracht wird. Dadurch kann die
S-Versorgung bis zur Einsetzung der
S-Mineralisierung aus dem Boden
im Mai und Juni gesichert werden.
Optimalerweise bewegt sich das
Verhältnis Stickstoff zu Schwefel im
Bereich 5:1 und 4:1.
Bessere
Qualität
dank
Schwefel Alle Kulturen benötigen Schwefel, aber nicht alle benötigen die gleiche Menge (siehe Tabelle). Schwefel ist Bestandteil
essentieller Aminosäuren (Cystein,
Cystin und Methionin) und daher
für Proteingehalt und -qualität verantwortlich. Akuter Schwefelmangel äussert sich in einem Rückgang
der Chlorophylldichte. Die grüne
Pflanzenfarbe wird heller. Dies ist an
den jüngsten Blättern zu beobachten, da Schwefel in der Pflanze nicht
verlagert werden kann.
In der Praxis tritt latenter S-Mangel bei weitem häufiger auf als akuter S-Mangel. Dieser äußert sich
nicht in sichtbaren Symptomen an
der Pflanze, sondern durch vergleichsweise niedrige Erträge oder
geringe Qualitäten, trotz ausreichender Versorgung mit anderen
Nährstoffen. So muss beispielsweise bei Brotweizen bei SchwefelMangel mit niedrigeren Proteingehalten und -qualitäten gerechnet
werden, die dann zu einer insgesamt verminderten Backqualität
führen können. Bei Raps und Kohlarten ist Schwefel für die sekundären Inhaltsstoffe verantwortlich.
um
si
Tabelle: Schwefelbedarf
verschiedener
Kulturen
Diese sind zuständig für den Geschmack aber auch für die Abwehr
von Schadorganismen.
St
ick
sto
ff
Schwefel im Grünland Neben
Raps hat Grünland den höchsten
Schwefelbedarf. Intensiv geführtes
Grünland mit häufiger Schnittnutzung weist den höchsten S-Bedarf
auf. Hofdünger enthalten zwar auch
Schwefel, das Problem ist aber, dass
dieser in geringen Mengen und in
organisch gebundener Form enthalten ist. Auch hier gilt, speziell für die
ersten Aufwüchse, wo noch nicht
genügend Schwefel für die Deckung
des Bedarfs zur Verfügung steht, mit
S-haltigen Mineraldüngern zu arbeiten.
Schwefel übers Blatt Sollen
nur Schwefel-Bedarfsspitzen abgedeckt werden oder latentem
Schwefelmangel vorgebeugt werden, ist eine Blattdüngung anzuraten, etwa mit «YaraVita Azos». Die
im Blattdünger enthaltenen Nährstoffe können gut von der Pflanze
aufgenommen werden, wirken unmittelbar und können mit Pflanzenschutzmaßnahmen kombiniert
werden.
䡵
Mg-Ammonsalpeter +
Schwefel
24 % N + 5 % Mg + 7 % S
Bor-Ammonsalpeter +
Schwefel
26 % N + 14 % S + 0,3 % B
Sulfamid
30 % N + 3 % Mg + 10 % S
stoff
k
c
i
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PFLANZENBAU
Rapsschädlinge im Visier behalten
BEKÄMPFUNG VON ERDFLÖHEN Mit der Einführung des Moratoriums für
Neonicotinoide darf Rapssatgut nicht mehr mit diesen Insektiziden gebeizt werden.
Herbstschädlinge wie Erd- oder Rapserdfloh haben so einfaches Spiel. Umso wichtiger
ist es, die Rapskulturen regelmässig zu kontrollieren, um bei einem Befall eine allfällige
Spritzung durchzuführen.
Der Rapsanbau kann
2014 nicht mehr
vom systemischen
Schutz durch Neonicotinoide profitieren.
Kontrollen der Pflanzen
auf Schädlinge werden
deshalb unumgänglich.
Bild: www.kuhn.com
48
In der Schweiz wurde bis anhin nahezu 100 % des Rapssatguts mit
Neonictinoiden gebeizt, was einen
systemischen Schutz gegen Schädlinge bezweckte. Allerdings stehen systemische Insektizide seit einigen Jahren
im Verdacht, Bienen zu schädigen, woraufhin ein Moratorium für Neonicotinoide in Kraft getreten ist. Es gibt zwar
Alternativen, die regelmässige Kontrolle
der Rapsflächen steht jedoch diesen
Herbst definitiv im Vordergrund.
Vorbeugen ist besser als heilen
Durch den Einsatz von behandeltem
Saatgut konnte die Anzahl der Larven
um rund 50 % gesenkt werden, wodurch der Schädlingsdruck unter Kontrolle gehalten werden konnte. Mit dem
Inkrafttreten des Moratoriums fällt dieser Schutz nun weg. Daher sind ab 2014
vorbeugende Massnahmen und Kontrollen wieder aktuell. Der Rapserdfloh
wandert im September in die Rapsfelder
ein und legt seine Eier in Pflanzennähe
in den Boden. Die Larven dringen an der
Oberseite des Blattstiels in eines der ältesten Blätter einer Pflanze ein. Sie fressen das Pflanzengewebe an und arbeiten sich zum Wurzelhals vor, von wo aus
sie im Rapsstängel hochwandern. Es
kann vorkommen, dass sie bis zur Endknospe gelangen. Die vom Rapserdfloh
befallenen Pflanzen weisen einen buschigen Wuchs und eine verzögerte
Achtung Erd- und Rapserdfloh
Erdflöhe, die den Käfern zugeordnet
werden, verursachen in vielen Kulturen
Schäden. Merkmal für einen Käferbefall
sind kleine runde Frasslöcher in den
Blättern. Man unterscheidet zwei Arten
von Erdflöhen: den Rapserdfloh (Psylliodes chrysocephala) einerseits und den
Erdfloh (Phyllotreta spp.) andererseits.
Der Rapserdfloh verursacht die grössten Schäden in Rapskulturen. Sowohl
die Erdflöhe als auch die Rapserdflöhe
fressen die Blätter und Keimblätter der
Rapspflanze, was jedoch selten zu erheblichen Schäden führt. Weitaus
schlimmer sind die Frassgänge, die die
Rapserdflöhe in den Halmen und Blattstielen verursachen.
Die Frassgänge schwächen die Pflanzen und behindern die Zirkulation des
Pflanzensafts. Ein weiteres Problem ist,
dass Wasser in die Bohrgänge eindringen und gefrieren kann, wodurch die
Stängel aufplatzen können. Bei einem
Befall sind erhebliche Ertragsverluste zu
befürchten. Im Gegensatz zu den Rapserdflöhen haben die Erdflöhe ihren Lebenszyklus im Sommer auf Kohlkulturen
und sind keine Gefahr für die Rapskulturen.
7-8 2014 · UFA-REVUE
PFLANZENBAU
Schossphase auf. Durch einen Befall mit
Rapserdflöhen kommt es zu einem unregelmässigen Abreifen der Rapspflanzen und so zu Ertragseinbussen.
In den ersten Entwicklungsstadien ist
der Raps besonders empfindlich gegenüber Frassschäden, die eine ganze Kultur zerstören können. Die erste vorbeugende Massnahme besteht in einer
Frühsaat. Durch ein rasches Auflaufen
befindet sich die Rapskultur beim Einwandern der Rapserdflöhe bereits in einem fortgeschrittenen Pflanzenstadium,
was die Wirkung der Frassschäden abschwächt. Dennoch darf die Aussaat
nicht zu früh erfolgen, damit die Rapspflanzen nicht bereits im Herbst in die
Schossphase übergehen. Das heisst,
beim Saatzeitpunkt muss ein Kompromiss zwischen Widerstand gegen Rapserdflöhe und Winterhärte getroffen
werden.
Zur Direktbekämpfung von Rapserdflohlarven ist zurzeit kein Produkt
zugelassen. Aus diesem Grund müssen
die adulten Käfer auf befallenen Flächen bekämpft werden. Im Stadium 10
(vollständig entwickelte Keimblätter)
ist die Schadschwelle dann erreicht,
wenn 50 % der Pflanzen Frassschäden
aufweisen. Im Stadium 15 (5 Blätter
entfaltet) müssen 80 % der Pflanzen
Frassschäden aufweisen, damit eine Intervention gerechtfertigt ist. Beim ÖLN
ist für eine chemische Intervention gegen den Rapserdfloh eine Bewilligung
der kantonalen Pflanzenschutzstelle erforderlich.
Die Verwendung von Saatgutresten,
die mit Imidacloprid («Gaucho» etc.),
Clothianidin («Poncho», «Smaragd»
etc.) oder mit Thiamethoxam («Actara»,
«Cruiser», «Flagship» etc.) behandelt
wurden, ist durch das Moratorium für
Neonicotinoide untersagt. Sprich: Saatgutreste aus dem vergangenen Jahr, die
mit diesen Stoffen behandelt wurden,
dürfen nicht mehr verwendet werden.
Es wurde bereits angekündigt, dass
Kontrollen durchgeführt werden, um
die Einhaltung dieses Moratoriums zu
überprüfen, das für die Bevölkerung
emotional bedeutsam ist.
Fazit Durch das Moratorium für den
Einsatz von Neonicotinoiden wird dem
Raps der systemische Schutz gegen einen
Rapserdflohbefall entzogen. Aus diesem
Grund ist es besonders wichtig, vorbeugende Massnahmen zu treffen. Dazu gehören die Frühsaat und die Sorge um ein
gutes Auflaufen der Kultur. Weiter ist eine regelmässige Kontrolle der Kulturen
angezeigt, damit bei einem starken
Schädlingsbefall interveniert werden
kann. Hierbei sollten immer die Schadschwellen berücksichtigt werden. Beim
ÖLN ist für den Einsatz von Insektiziden
eine Bewilligung der kantonalen Pflanzenschutzstelle erforderlich. Es ist untersagt, gebeizte Saatgutresten aus den vergangenen Jahren zu verwenden. Wer
eine allfällige Aufhebung des Moratoriums in zwei Jahren abwarten möchte,
muss das mit Neonicotinoiden gebeizte
Saatgut nicht entsorgen, sondern kann
dieses auch aufbewahren.
䡵
Tritt ein Befall mit
Rapserdflöhen
während des Keimblattstadium auf, kann
die Rapskultur
zerstören werden.
Bild: www.gembloux.ulg.ac.be
Autor Gaël Monnerat,
UFA-Revue,
1510 Moudon
www.ufarevue.ch 7-8 · 14
UFA-REVUE · 7-8 2014
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Fortsetzung
Seite 64
7-8 2014 · UFA-REVUE
Ausfallgetreide
im Raps – Kontrolle
im Griff?
Ausfallgetreide im Raps ist zunehmend ein Thema. Im Besonderen
neue Anbausysteme (kurzfristige und
pfluglose Anbauverfahren) begünstigen das Auflaufen des Getreides in
der Folgekultur. Aus Gründen der
Feldhygiene (z. B. Halmbruch) sollte
das Ausfallgetreide nicht überwintern, damit im nächsten Herbst der
Weizen ohne Fusskrankheiten starten
kann. Mehrmalige, oberflächliche Bodenbearbeitung nach der Getreideernte ist arbeitsintensiv und reicht
in den meisten Fällen nicht aus, das
Ausfallgetreide vor der Rapssaat vollumfänglich zum Keimen zu bringen.
Demzufolge ist eine Nachbehandlung
im Raps mit einem selektiven Gräserherbizid (Select 0.5 – 1.0 l/ha + Gondor 0.5 l/ha) oftmals unumgänglich.
Es gilt diese Massnahme früh im
Herbst mit anderen Pflanzenschutzmassnahmen zu kombinieren. Diese
sind, die Bekämpfung der Erdfloh
(Talstar SC 2 dl/ha) oder den vorbeugenden Fungizideinsatz gegen Wurzelhalsfäule (Fezan 1.0 l/ha).
Rapserdfloh – wie weiter?
Für die kommende Rapssaat ist das
Saatgut nicht mehr gegen Erdfloh gebeizt. Wir sind vor neue Herausforderungen gestellt; deshalb stellen sich etliche Fragen:
• Was passiert mit dem auflaufenden
Raps – ohne Beizung gegen Erdfloh?
• Gibt es in jedem Fall einen Erflohbefall – und wann?
Erdflohschaden an auflaufenden Rapspflanzen kennen wir nicht mehr. Bis anhin war es ganz einfach: Der Raps wurde gesät und die Beizung wirkte mehr
oder weniger lang, aber sicher bis ca. 4Blattstadium. Eine allfällige Erdflohbekämpfung war erst Ende September aktuell, vor der Eiablage, um den Schaden
der überwinternden Erdflohlarven zu
minimieren.
Neu: die Rapssaat ohne Erdflohschutz
verändert die Massnahmen grundlegend. Bereits frisch auflaufende Rapspflanzen können von Erdflöhen befallen
werden (analog ungebeizte Rübensaat).
Bei allfälliger Trockenheit ist das Wachstum gebremst und ein allfälliger Schaden umso wahrscheinlicher. Durch die
praxisübliche Herbizidbehandlung im
Vorauflauf konzentriert sich der Erdfloh
auf die auflaufenden Rapskeimlinge; es
Rapserdfloh: neu
sollte die Schädlingskontrolle bereits beim
auflaufenden Raps
kontrolliert werden.
fehlt an Ablenkungsfutter (Unkraut).
Dass Erdflöhe Kreuzblütler besonders
lieben, wissen die Rübenpflanzer. Der
Ausfallraps und andere Kreuzblütler in
den Rüben sind bevorzugte Zielpflanzen für Erdflöhe.
Die neue Situation ohne InsektizidBeizung des Rapssaatgutes erfordert
besondere Beachtung: Neu muss die
Erdflohkontrolle zusätzlich bereits einige Tage nach der Saat, beim Auflaufen des Raps erfolgen. Bei hohen Temperaturen oder/und Bisenlage können
die Erdflöhe grosse Aktivität/Frass
Schäden bei jungen Pflanzen verursachen. Dabei ist in diesem frühen Stadium genau zu unterscheiden, ob es
sich um Schnecken- oder Erdflohschaden handelt.
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Pflanzenschutzmassnahmen im Herbst
Massnahme
Saat
Unkrautregulierung
Nacktschnecken
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Ausfallgetreide
Ausfallgetreide im Raps muss
im Herbst bekämpft werden
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ÖLN*: 80 % der Pflanzen mit Frass-Stellen
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Auflaufen
Keimblatt
4 Blattstadium
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3.0 l/ha
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5.0 kg/ha
Talstar SC
0.2 l/ha
Select
0.5 l/ha
+
Gondor
0.5 l/ha
Talstar SC
0.2 l/ha
Fezan
1.0 l/ha
* Kantonale Regelung für Sonderbewilligung beachten.
UFA-REVUE · 7-8 2014
51
PFLANZENBAU
Imkerei und Landwirtschaft
brauchen einander
MIT IHRER BESTÄUBUNGSLEISTUNG SIND BIENEN wichtige Nutztiere. Allerdings haben sie seit einigen Jahren mit diversen Problemen zu kämpfen. Gerade die
Landwirtschaft kann mit einfachen Massnahmen etwas zum Schutz der Bienen beitragen.
Wussten Sie, dass ein Drittel der
weltweiten Nahrungsmittelproduktion von der Bestäubung der Bienen
und anderen Insekten abhängig ist?
Was würde passieren, wenn es keine
Bienen mehr geben würde? Ohne deren
Bestäubungsleistung gäbe es weder
Früchte und Gemüse, noch Kräuter und
Beeren und selbstverständlich keinen
Honig. Unser Speiseplan wäre unter diesem Szenario sehr eintönig. Aber nicht
nur die Landwirtschaft ist auf Bienen angewiesen, sonder auch andersherum.
Diverse Feldkulturen stellen für die Bienen wichtige Trachtenquellen dar.
Kennzeichnung von
Samentüten, die für
Bienen attraktive
Pflanzen enthalten.
52
Imkerei in Gefahr In der Schweiz
ist das Bienensterben bisher kein so
grosses Problem wie in anderen Gegenden Europas oder gar in den USA. Die
Imkerei profitiert hierzulande von vielfältigen Trachten (Futterquellen) aufgrund kleinräumiger Landwirtschaft,
Fruchtfolgevorschriften und ökologischen Ausgleichsflächen wie etwa Brachen, Hecken und Hochstammbäumen.
Zudem profitieren die Bienen von grossen Waldflächen.
Der Bestäubungswert der Bienen
liegt für die Schweizer Landwirtschaft
bei über 300 Mio. Franken pro Jahr – bis
heute ohne Kosten für die Bauern. Somit ist die Biene, auch ohne Berücksichtigung ihres Beitrages an die Biodiversität, das drittwichtigste Nutztier nach
Rind und Schwein. Derzeit gibt es in der
Schweiz schätzungsweise 17 000 Imker
mit insgesamt circa 160 000 Bienenvölkern. Pro Jahr werden bis zu 2500 t
Honig mit einem Verkaufswert von rund
50 Mio. Franken erzeugt. Dies könnte
sich jedoch ändern, sobald der gegenwärtige Imker-Boom vorbei ist: Tote
Bienen und belasteter Honig (Stichwort
Streptomycineinsatz zur Feuerbrandbekämpfung) bereiten keine Freunde an
einem Hobby, das zwar für die Landwirtschaft und die Gesellschaft wichtig,
aber kaum kostendeckend ist.
Bienenschutz einfach gemacht!
Ein Faktor, der den Bienen neben der
Varroa- und Sauerbrutproblematik besonders zusetzt, ist die moderne Landwirtschaft. Lebensraum und Nahrungsgrundlagen nützlicher Insekten werden
etwa durch das Mähen und durch den
Pflanzenschutzmitteleinsatz beeinträchtigt. Beachten Landwirte gerade beim
Mähen ein paar Regeln, tragen sie automatisch zum Schutz der Biene und dem
Erhalt ihrer Bestäubungsleistung bei
(siehe Kasten).
Bienen und andere Blütenbesucher
benötigen blumenreiche Flächen als Lebensgrundlage. Durch das Anlegen von
Bienenweiden, Bunt- und Rotationsbrachen oder artenreichen Heuwiesen können Bauern dazu beitragen, für nektar-
Bienenschonendes Mähen
• Mähen in den frühen Morgenstunden
oder am Abend.
• Beobachten des Bienenfluges im Feld:
• Wenn sich keine Bienen im Feld
aufhalten, kann problemlos gemäht
werden.
• bei mehr als 0.5 Bienen/m² ist das
Mähen mit Mähaufbereitern und
Mulchmähgeräten zu vermeiden.
• bei mehr als 2 Bienen/m² ist jegliches
Mähen mit Rotationsmähwerken zu
unterlassen.
• Wenn möglich Einsatz von Mähwerken ohne Aufbereiter.
suchende Insekten eine wichtige Futtergrundlage während der trachtlosen Zeit
bereitzustellen. Besonders vielversprechend ist eine von der Hochschule für
Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL in Zusammenarbeit mit
Imkern, landwirtschaftlichen Organisationen und der fenaco neu entwickelte
Saatmischung für Bienenweiden. Versuche zeigten, dass sich in der Bienenweide etwa 5-mal mehr Bienen befanden
als in der Buntbrache. Diese und weitere
passende Samenmischungen werden im
Feldsamenkatalog 2014 von UFA Samen detailliert beschrieben. Für die
Saison 2015 wird die Bienenweide
nochmals verfeinert, damit sie als ökologische Ausgleichsfläche zählt.
Mit einem neuen Kompetenzzentrum rund um die Biene leistet
die fenaco-LANDI Gruppe seit diesem
Frühjahr einen wichtigen Beitrag zur
Minimierung des Bestäubungsrisikos.
«Bestäubung ist in vielen Kulturen ein
wichtiger Produktionsfaktor, der bis
7-8 2014 · UFA-REVUE
PFLANZENBAU
heute selbstverständlich und gratis
war», erklärt Kaspar Stiefel, Leiter des
Kompetenzzentrums am UFA-SamenStandort im Niderfeld (WinterthurWülflingen, ZH). Um langfristig die
Bestäubungssicherheit für die produzierende Schweizer Landwirtschaft aufrechtzuerhalten, werden derzeit zwei
unterschiedliche Bereiche aufgebaut.
Zum einen das fenaco-interne Kompetenzzentrum Bestäubung als Ergänzung
und Erweiterung des Beratungsangebots von UFA-Samen, zum anderen der
Handel mit Produktionsmitteln für Imker, speziell für Magazinimker.
Ausblick
Kaspar Stiefel,
Leiter des BienenKompetenzzentrums, überprüft
die Magazine.
Landwirtschaft und Imkerei brauchen
einander und stehen direkt im Zusammenhang. Herausforderung der Zukunft
wird sein, die Beziehung zwischen
Landwirten und Imkern weiter zu fördern. Dabei müssen sich Landwirte bewusst werden, dass die Biene durch die
Bestäubung einen grossen Beitrag zur
Pflanzenproduktion leistet. Dementsprechend sollten Pflanzenschutz und
Mäharbeiten möglichst klug und bienenfreundlich eingesetzt werden. Aber
auch Imker müssen Verständnis für die
moderne, produzierende Landwirtschaft aufbringen, die für Brot und Butter unter dem feinen Schweizer Honig
sorgt.
䡵
Autorin Anna Steindl, UFA-Revue,
8401 Winterthur
Obstbau ohne Bienen? Ein Ding der Unmöglichkeit.
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UFA-REVUE · 7-8 2014
53
PFLANZENBAU
Die Mischung macht’s
DAS ANLEGEN UND DIE BEWIRTSCHAFTUNG VON KUNSTWIESEN
fordern von Landwirten einiges an Know-how. Faktoren wie Bodeneigenschaften,
Schnittzeitpunkt, Nutzung oder Betriebsform müssen berücksichtigt werden.
Besonderes Augenmerk sollte immer auf einer standortangepassten Mischung liegen,
um bei der Ernte hohe Erträge und eine gute Qualität zu erzielen.
Hanspeter
Hug
Kunstwiesen sind, anders als alle
anderen Kulturen, aus verschiedenen Einzelarten einer Artenfamilie
zusammengesetzt. Je länger die
Standzeit der Kunstwiese (Nutzungsjahre), desto wichtiger wird die Zusammensetzung, denn es wachsen immer
diejenigen Arten am besten, welche die
besten Wachstumsbedingungen vorfinden. Leistungsfähige Kunstwiesen mit
hohen Erträgen können sowohl in günstigen wie auch in weniger günstigen
Lagen erzielt werden. Wichtig ist, angepasste Arten auszusäen. Im Kunstfutterbau spielt das zuckerreiche, hoch verdauliche, ertragsstarke Raigras eine
Hauptrolle. Doch genau diese Raigräser
stellen die höchsten Anforderungen an
Standort und Bewirtschafter:
• Klima: Mildes Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit, sonnige Lagen, ohne
lange Schneedecken. Während Italienisches Raigras eine minimale mittlere Jahrestemperatur von 8 – 9 °C be-
nötigt, benötigt das Englische Raigras, je nach Sortentyp und Frühreife
6.5 – 9 °C. Extreme Sonnenlagen
(Reblagen) behagen dem Raigras
ebenso wenig wie Schattenlagen
oder Nordhänge.
• Wasserhaushalt: gut verteilte Niederschläge von 900 –1200 mm sind ideal
für das Raigras. Staunässe sowie
flachgründige Standorte behagen
dem Raigras nicht. Raigras reagiert
empfindlich auf Sommertrockenheit.
• Bodentyp: mittelschwere, krümelige
Braunerdeböden sind ideal. Vorsicht:
Raigras verträgt keine Bodenverdichtungen, die aus der Vorkultur, der Bodenbearbeitung zur Mischungssaat
oder durch Fahrspuren bei Ernte- und
Düngearbeiten entstehen können.
• Nährstoffe: Raigras benötigt eine
reichliche, ausgewogene Nährstoffversorgung an Stickstoff, Phosphor
und Kali. Stickstoff sollte durchs ganze Jahr hindurch gedüngt werden,
Raigras ist ein sehr guter Hofdüngerverwerter.
• Nutzung: Italienisches Raigras sollte
höchstens 5-mal geschnitten werden,
wobei bei längerdauernder Nutzung
alle zwei Jahre ein Sommeraufwuchs
absamen muss. Das Englische Raigras
ist auch ein Weidegras, das sehr gut
bestockt und dichte Grasnarben bildet. Es kann in regelmässigen Abständen oft geschnitten oder beweidet
werden.
• Höhenlagen: in milden Lagen kann
das Raigras sich bis 1000 m ü. M. über
eine lange Zeit behaupten, während
es in rauen, schattigen, schneereichen Lagen nur bis 700 m ü. M. gedeiht.
Mischungswahl nach Schnittzeitpunkt Futterbaubetriebe wachsen stetig. Es müssen immer grössere
Vieherden gefüttert werden. Der Anteil
an Grünfutter, das täglich frisch einge-
Tabelle: Geeignete Zuchtsorten für den Futterpflanzenbau
54
Art
Wiesenrispe
Kammgras
Rotschwingel
Wuchsform
Rasenbildend
Rasenbildend
Rasenbildend
Ausdauer
Lang
Lang
Lang
Futterwert
Gut
Mittel-gut
Mittel bis gut
(nur Zuchtsorten)
Gut
Mittel
Knaulgras
Timothe
Horstbildend
Horstbildend
Lang
Lang
Wiesenschwingel
Rohrschwingel
Horstbildend
Horstbildend
Mittel
Lang
Wiesenfuchsschwanz
Rasenbildner
Lang
Gut
Gut
(nur Zuchtsorten)
Gut
Goldhafer
Weissklee
Horstbildend
Rasenbildend
Lang
Lang
Gut
Sehr gut
Rotklee
Luzerne
Pfahlwurzler
Pfahlwurzler
Kurz
kurz
Gut
Gut
Beschreibung
Weidegras für nasse wie trockene Standorte
Weidegras auch für höhere Lagen
Untergras: Wenn hoher Anteil im Bestand =
Magerkeitszeiger
Muss häufig genutzt werden, sehr hohe Erträge
Hohe Erträge im Frühling,
im Sommer schwächere Aufwüchse
Eher konkurrenzschwach, idealer Mischungspartner
Neue Zuchtsorten bringen Vorteile,
sehr trockenheitsresistent
Sehr frühreifes Mähgras.
Im Sommer sehr blattreich, sehr ertragsstark
Heuwiesengras für Trockenstandorte
Braucht gute Wasserversorgung, tiefe Erträge,
schmackhafte Qualität
Hohe Erträge, schlechte Eignung zur Dürrfutterbereitung
Sehr trockenheitsresistent, sehr hohe Erträge,
stellt hohe Ansprüche an Boden und Landwirt
7-8 2014 · UFA-REVUE
PFLANZENBAU
grast und verfüttert wird, nimmt ab. Immer mehr Kunstwiesen werden siliert.
Während man beim Hochsilo gewisse
Nutzungsflexibilität hat, wird beim
Fahrsilosystem möglichst die gesamte
Futterfläche auf einmal gemäht und
konserviert. Eine gestaffelte Ernte würde einen zu grossen Aufwand hinsichtlich des Ab- und Zudeckens der ganzen
Fahrsilofläche verursachen. So müssen
grosse, schwerwiegende Kompromisse
beim Schnittzeitpunkt gemacht werden.
Mischungen, die zu früh oder zu spät
geschnitten werden, bringen keine optimalen Erträge. Zudem werden durch
falsch angesetzte Schnittintervalle, Einzelarten über- oder unternutzt. So verschwinden sie aus dem Bestand oder
nehmen überhand. Lücken entstehen,
die durch geringwertige Lückenfüller
geschlossen werden. Ertrags- und Qualitätsverluste sind die Folge. Schnell
wachsende Italienisch-Raigras-Mischungen (200er) haben einen früheren
Schnittzeitpunkt, als längerdauernde
(300er und 400er) Mischungen. Darum
macht es Sinn, die Frühreife der Kunstwiese auf die Parzelle abzustimmen, damit dann die gesamte Fläche zu einem
bestimmten Zeitpunkt siliert werden
kann. In der Praxis heisst das, an sonnenexponierten, frühen Lagen spätreifere Mischungen ansäen, schattigere,
spätere Parzellen mit frühreiferen Mischungen anlegen.
Mischungswahl nach Parzelleneigenschaften Jede Einzelart hat
ihre eigenen Standortansprüche. Nur
standortangepasste Einzelarten bringen
jeweils die höchsten Erträge. Je sonniger
und trockener der Standort, desto tiefwurzelnder und trockenresistenter muss
die Futterpflanze sein. Für solche Standorte eignen sich horstbildende Grasarten, Luzerne und Rotklee (siehe Tabelle). Umgekehrt, in schattigeren und
nässeren Parzellen, können mit flachwurzelnden Typen sehr schöne Erträge
eingefahren werden. Als absolutes Joker-Gras entpuppt sich der Wiesenfuchsschwanz. Er gedeiht nicht nur an
nassen schattigen Standorten, sondern
auch an sonnigen trockeneren Parzellen,
vorausgesetzt die Bodenbeschaffenheit
ist tiefgründig mit einem höheren TonLehmanteil. Das Raigras zeigt am
schnellsten seine Grenzen auf. Bei länUFA-REVUE · 7-8 2014
gerdauernden Mischungen sollte die
Raigrasfähigkeit des Standorts regelmässig und genau überprüft werden.
Mischungswahl nach Nutzung
Eine grosse Rolle spielt, ob eine Mischung nur siliert oder geheut wird. Der
grösste Unterschied bei der Mischungswahl muss bei der Weidefähigkeit gemacht werden. Weidefähige Gräser zeigen weder eine ausgeprägte Sonnenbzw. Trocken- noch eine Schatten- bzw.
Nässeresistenz auf. Kompromisse müssen gemacht werden. Muss in feuchteren Lagen geweidet werden, kommt
man dort um den Wiesenfuchsschwanz
nicht herum. In trockenen Lagen wurden jüngst sehr gute Erfahrungen mit
den neuen Zuchtsorten des Rohrschwingels gemacht. Bei beiden
Mischungspartnern sollte man bei der
Bewirtschaftung auf die Mähweidenutzung setzen. Diese zwei Einzelarten
müssen ein bis zwei Mal geschnitten
werden. Nur so können gute Standorteigenschaften in höchste Erträge überführt werden.
Bio-Mischungswahl? Im Futterbau spielt die Bewirtschaftungsform
(Bio, ÖLN) keine Rolle. Im Bio-Anbau
muss der standortangepassten Arten-
wahl eine noch grössere Bedeutung geschenkt werden, weil nicht mit kurzfristigen Lenkungsmassnahmen (schnellwirkende Handelsdünger) eingegriffen
werden kann, wenn sich ein Bestand in
eine ungewünschte Richtung zu entwickeln droht. Je weniger Stickstoff gedüngt wird, desto mehr Klee wird sich
durchsetzen. Die Mischungsrezeptur
deshalb zu ändern, um damit zu versuchen den Grasanteil hoch zu halten,
macht keinen Sinn. Grosse Gräseranteile
erfordern mehr Stickstoff und genau der
ist ja oftmals auf Biobetrieben knapp. Ist
ein dichter Grasbestand das Ziel, muss
auch unter Biobedingungen so gedüngt
werden, dass dieser sich erhalten kann.
Je breiter die Rezeptur
einer Mischung ist,
desto besser kann sie
sich an den Standort
und an die Bewirtschaftung anpassen.
Als Beispiel die
Mischung «UFA Queen
Gold» (Bild).
Fazit Je genauer die Mischung an
Standort und Bewirtschaftung angepasst ist, desto höher ist der Ertrag und
desto besser ist die Qualität. Die Mischungswahl anhand des theoretischen
Ertragspotenzials der Einzelarten auszusuchen, bringt weniger Ertrag, wenn die
Einzelart nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen kann. Raigras stellt die höchsten Anforderungen an Standort und Bewirtschafter. Ein genaues Abschätzen
der Raigrasfähigkeit und der Parzelleneigenschaften hat vielen Landwirten zu
einem Mehrertrag verholfen.
䡵
Autor Hanspeter Hug,
UFA-Samen,
8401 Winterthur,
www.ufasamen.ch
www.ufarevue.ch 7-8 · 14
55
KURZMELDUNGEN
NUTZTIERE
Abort – warum?
Galtphase
verkürzen?
Neuere Studien aus dem Ausland
schlagen vor, die Galtphase von
Hochleistungskühen zu verkürzen.
Ziel ist, damit den Verzehr der Kühe hoch zu halten und die negative Energiebilanz nach dem Abkalben zu minimieren. «Aus eutergesundheitlichen Aspekten sehe
ich die Verkürzung der Galtphase
als nicht realistisch an. Ausserdem
kommen diese Lösungsansätze
aus Ländern mit einer wesentlich
kürzeren Nutzungsdauer der Kühe, welche für mich nicht erstrebenswert ist», kommentiert Michèle Bodmer von der Wiederkäuerklinik der Universität Bern
im Newsletter des Rindergesundheitsdienstes. Schlüsselperiode in
der modernen Milchviehhaltung
sei die Transitphase drei Wochen
vor bis zirka einen Monat nach
dem Abkalben. Läuft in dieser Zeit
alles glatt, stehen die Chancen auf
eine erfolgreiche Laktation gut.
Das heisst: Die Futterration wird
in der Galtphase idealerweise
«verdünnt», aber nicht komplett
anders gestaltet als in der Produktionsphase. Stärkereiche Futtermittel der Startphasen-Ration
müssen zwei Wochen vor dem
Abkalben langsam angefüttert
werden. Nach dem Kalben das
Kraftfutter maximal um 1.5 kg je
Woche steigern, um nicht die Anpassungsfähigkeit der Pansenmikroorganismen zu überfordern.
Tagesaktuelle Neuigkeiten
www.ufarevue.ch
56
Enden in einem Milchviehstall mehr
als 10 % der Trächtigkeiten mit einem Abort, spricht man von einem
Herdenproblem.
Unter anderem können folgende
Faktoren zu einem Abort führen:
• Infektionen durch Viren (BVD),
Bakterien (Streptokokken, E. Coli,
Salmonellen, Clostridien usw.)
oder andere Erreger (Neosporen,
Pilze).
• Mykotoxine (Pilzgifte).
• Schwermetalle.
• Selenmangel.
• Missbildung.
Ein Abort nach mehr als drei Monaten Trächtigkeit muss dem Tierarzt
gemeldet werden. Tritt das Problem
vermehrt auf, lohnt es sich, in Absprache mit dem Tierarzt, zusätzli-
che Untersuchungen zu den gesetzlich vorgeschriebenen IBR-, Bangund Rickettsiose/Coxiellose-Analysen durchführen zu lassen. Hierzu
müssen der Fetus, die Nachgeburt
und das Blut des betroffenen Rinds
ans Labor geschickt werden.
Für 25 bis 30 % der Aborte in der
Schweiz ist laut Universität Zürich
der Parasit Neospora caninum verantwortlich. Zirka 90 % der Tiere,
die im Labor positiv auf Neosporen
getestet werden, sind bereits im
Mutterleib von der Mutter angesteckt worden. Vorbeugen lässt sich
einer Neosporen-Infektion wie
folgt:
• Nachgeburten und abortierte Feten so entsorgen, dass Hofhund
und andere Kühe nicht davon
fressen (Ansteckungs- bzw. Verbreitungsgefahr).
• Hunde soweit möglich von Weiden und Futter fernhalten.
• Futter vor Nagern schützen, weil
diese eventuell ebenfalls zur Neosporen-Verbreitung beitragen.
Weidekühe benötigen
20 % mehr Energie
Mehrmals füttern:
Nicht immer vorteilhaft
IP-Suisse: RAUS für Kälber
Agroscope hat in einem Versuch
festgestellt, dass der Energiebedarf
weidender Milchkühe rund 20 %
höher liegt als bisher angenommen.
Als mögliche Gründe werden die
Zusammensetzung moderner Kuhkörper (mehr Protein), die Aktivität
auf der Weide und Unausgewogenheiten in der Ration erwähnt. Auch
stallgefütterte und nicht laktierende
Kühe sollten laut ausländischen Versuchen energiereicher gefüttert
werden. Erhalten hochleistende
Milchkühe zu wenig Energie, bauen
sie Körperreserven ab, was zu Ketose und weiteren Problemen führen
kann.
In einem kanadischen Versuch sind
der Verzehr und die Milchleistungen
nicht gestiegen, wenn die Futtermischung den Kühen drei Mal statt
einmal pro Tag vorgelegt wurde.
Dennoch ist es beispielsweise bei
Hitze ratsam, die Mischung mehrmals vorzulegen.
Unfälle mit Tieren vermeiden
Pro Jahr sterben in der Schweiz zwei
bis drei Personen in Folge eines Unfalls mit Tieren. Zu den Gründen gehören laut Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft
(BUL) eine falsche Einschätzung des
Tierverhaltens (32%) und Unkonzentriertheit (10%). Vorbeugen lässt
sich etwa durch den Einsatz von Behandlungsständen, mobilen Fanganlagen mit Fixiereinrichtung, einen
Personenschlupf in der Abkalbebox
oder sichere Zäune.
Cool bleiben vor Besamung
Milchkühe sollten insbesondere in
der Zeit vor der Besamung nicht zu
heiss haben. In einer Untersuchung
der Freien Universität Berlin zeigten
Tiere, die 21 Tage vor der Besamung
Hitzestress ausgesetzt waren, eine
61% tiefere Trächtigkeitsrate als
Kolleginnen, die unter normalen
Temperaturen gehalten wurden. Litten die Kühe am Tag der Besamung
unter Hitzestress, fiel die durchschnittliche Trächtigkeitsrate um
39% niedriger aus. Bei der Temperaturregelung muss es vor allem darum gehen, starke Schwankungen
zu vermeiden
Quelle: Dr. Michael Hässig,
Universität Zürich
Ab 2015 müssen Kälber, die über
den IP-Suisse Kanal vermarktet werden sollen, die RAUS-Vorgaben erfüllen. Wer noch einsteigen will,
teilt IP-Suisse bis 15. November
2014 mit, ab wann der Auslauf bezogen werden kann.
Nabelerkrankung
früh erkennen
Bis zu 5% der neugeborenen Kälber
erkranken an Nabelentzündungen.
Wichtig ist die regelmässige Kontrolle und frühes Handeln im Erkrankungsfall, um ein Vordringen einer
Infektion in den Bauch zu verhindern. Nabelentzündungen zeigen
sich an Mattigkeit, geringem Verzehr, einer Körpertemperatur über
39.5°C sowie verdicktem, warmem
Nabel, eventuell mit eitrigem Ausfluss. Hygiene und Sauberkeit bei
der Geburtshilfe und in der Abkalbebox (kein Sägemehl) gehören zu
den wichtigsten Vorbeugemassnahmen. Betroffene Kälber sollten von
der Zucht ausgeschlossen werden.
7- 8 2014 · UFA-REVUE
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Zehn Tage vor dem Absetzen erfolgt die schrittweise Umstellung
auf das Starterfutter UFA 304 piccolo, das bis zehn Tage nach dem
Absetzen verabreicht wird.
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UFA-REVUE · 7-8 2014
57
UNTERWEGS MIT...
EN ROUTE AVEC…
… Geflügelspezialist Pascal Rusch
Kontinuierlich am Optimieren und Investieren
Pascal Rusch kennt die vielseitigen Facetten des Geflügels: Wie man Eier und
Fleisch produziert und – als gelernter
Koch – wie man sie am besten zubereitet und geniesst. Mehrere Jahre arbeitete er auf einem Legehennenbetrieb
mit. Diese Tätigkeit hat ihn so fasziniert,
dass er sich für die Ausbildung zum Geflügelzüchter entschied. Im Anschluss
absolvierte er den Meisterkurs und
sammelte weitere Erfahrungen in einem
Geflügelvermehrungsbetrieb mit Aufzucht, bevor er im Januar 2013 als
Geflügelspezialist in den UFABeratungsdienst Wil eintrat
und aktuell Betriebe in den
Kantonen St. Gallen, Appenzell, Glarus sowie Teilen von
Schwyz betreut.
Stundenlohn Zu den
Futterkunden von Pascal gehört auch Familie Eigenmann
aus Berg. Ihr schön gelegener
Betrieb oberhalb von Arbon am
Bodensee hat in 35 Jahren eine rasante Entwicklung durchgemacht.
Wichtige Stationen waren der Einstieg in die Geflügelproduktion und
der Ausbau des Hofladens. Nach der
Betriebsübernahme (2012) hat René Eigenmann das Tempo seiner Eltern Bruno und Edith fortgesetzt. Jedes Jahr
wird optimiert und investiert. Bei der
Beurteilung seiner Produktionszweige
ist für den Betriebsleiter der erzielbare
Stundenlohn entscheidend. Wichtigste
Standbeine des Betriebs sind die Legehennen und die Direktvermarktung,
welche eng mit dem eigenen Obstanbau, Gemüsegarten und der Kälbermast
verknüpft ist.
Hohe Legeleistung Als erster Coop
Naturafarm Legehennenproduzent hat
René Eigenmann UFA-Futter mit Donau-Soja bezogen (siehe Kasten): UFA
521 bis zirka 14 Tage nach dem Einstallen, UFA 544 bis zur 35. Alterswoche
und in der zweiten Legephase UFA 545.
René Eigenmann begrüsst das Angebot
von Futter mit Donau-Soja aus ökologischen Überlegungen. Bei den Tieren hat
er nach der Umstellung (von Alpstein zu
UFA) keine Veränderung festgestellt.
«Finanziell ist es eine Nullrunde, weil
BLICKPUNKT
POINT DE VUE
der Eierpreis entsprechend der erhöhten Futterkosten gesteigert wurde», bestätigt der Betriebsleiter. Dank moderner Genetik, guter Betreuung (4 – 5
Kontrollgänge pro Tag) und optimiertem Stall liegen die Legeleistungen auf
auf hohem Niveau und oftmals auch
beim Ausstallen noch bei über 90 %.
Gestufter
Wintergarten Obwohl dies nicht in den Lehrbüchern
steht, hat Federpicken durch die Stufung des Wintergartens bei Eigenmanns
deutlich abgenommen: «Die Hühner
haben mehr Fluchtwege, um sich vor
aggressiven Kolleginnen zu schützen»,
begründet René. Nachteil der vielseitigen Wintergarten-Gestaltung ist der
höhere Reinigungsaufwand.
Hochdruckverneblung Geflügel
schwitzt nicht. Ist es zu heiss, setzt bei
den Tieren die Schnabelatmung ein.
Wenn diese zu lange andauert, reichert
sich im Tierkörper CO2 an, was in Kürze
zum Tod führen kann. Um die Tempe-
2
Familie Eigenmann, Berg (SG)
«Mit dem DonauSoja-Sortiment der
UFA machen wir
gute Erfahrungen»
1
Pascal Rusch, 9242 Oberuzwil
Familie
ledig (verlobt)
Geboren
29. Januar 1985
Ausbildung Koch, Geflügelzüchter mit MeisterDiplom, im UFA-Beratungsdienst seit
Januar 2013
Hobbys
Fussball, Marathon, Schwimmen,
Kochen
Motto
«Durch optimale Beratung zum
nachhaltigen Erfolg.»
58
7-8 2014 · UFA-REVUE
ratur unter dem Dach bei Hitze zu regulieren, hat Familie Eigenmann eine
Hochdruckvernebelung installiert. Obwohl die Anlage nur an einzelnen Tagen
benötigt wird, ist man froh, über diese
einfach montierbare Kühlungsmöglichkeit. Als positiver Nebeneffekt binden
die kleinen Wassertröpfchen Staub; die
Eier bleiben sauberer. Ist die Luft allerdings bereits mit Feuchtigkeit gesättigt,
darf kein zusätzliches Wasser verspritzt
werden. «Sonst wird die Einstreu zu
nass», beobachtet René Eigenmann.
Feuchte Einstreu erhöht die Gefahr von
Infektionen und wirkt sich negativ auf
das Stallklima aus.
Kompoststreuer Kürzlich hat der
Betrieb Eigenmann einen Kompoststreuer angeschafft, um den Geflügelmist auf Wiesland feiner und breiter
(20 m) verteilen zu können. «Das Er-
3
gebnis begeistert», freut sich der Betriebsleiter, der jeweils um 3 bis 4 t je
Hektare düngt. Bei Hitze sei es wichtig, den Mist möglichst bald nach dem
Mähen zu streuen, um Verbrennungen
beim Gras zu vermeiden. Etwas Regenfall vorausgesetzt, ist es nach dem Ausbringen des Hühnermists gemäss René
Eigenmann bereits nach zwei Wochen
wieder möglich, Rindvieh zu weiden.
Kraftfutters erfolgt neun Mal täglich automatisiert mit einem «Feedcar». Zwei
Mal pro Tag wird die Befüllung (drei
Förderschnecken) des «Feedcar»-Behälters per Handschalter ausgelöst. «Die
Erfahrungen sind sehr positiv», bilanziert René Eigenmann. Die Laktationsleistungen liegen bei rund 10 200 kg je
Kuh. Gegenüber früher spart Familie Eigenmann dank «Feedcar» rund eine
Stunde Arbeit pro Tag. Die Futterration
besteht aus Gras und Dürrfutter sowie
einer Eigenmischung, UFA-Speciflor,
UFA 173 F (Startphase) und UFA-Ketonex (Startphase) aus dem «Feedcar».
«Feedcar» Die
Milchproduktion
(für Appenzeller Käse) macht dem Betriebsleiter besonders Freude. Aus wirtschaftlichen Gründen verfolgt er aber
das Ziel, den Arbeitsaufwand in diesem
Bereich zu minimieren. 2012 wurde der
1984 erbaute Anbindestall modernisiert. Viel Eisen wurde demontiert und
eine Kalkstrohmatratze installiert, um
die Bewegungsfreiheit und den Komfort zu erhöhen. Die Verteilung des
2 · Die Etagen im
Wintergarten
dienen als Fluchtwege und reduzierten Federnpicken.
3 · Im Hofladen
werden zwei
Vollzeitangestellte
beschäftigt.
Luftentfeuchter für Heustock
Bei der Einrichtung eines einfachen
Luftentfeuchters als Ergänzung zur Heubelüftung ging es René Eigenmann um
die Minimierung der Bröckel- und
Nährstoffverluste. Jetzt kann das Dürrfutter bereits nach einem Tag Trocknen
und nur einem Kreiseldurchgang eingeführt werden. Die Flexibilität bei der
Dürrfutterernte ist gestiegen und das
konservierte Heu riecht bestens.
䡵
Betriebsspiegel
René und Sandra Eigenmann mit Anja
(5 Jahre), Sabrina (3) und Fabian (1),
9305 Berg
Nutzfläche: 14 ha, Talzone,
450 m über Meer
1 · Familie Eigenmann aus Berg (SG).
4 · Auch Anbindeställe können
Komfort bieten –
bei Eigenmanns
in Form einer
Kalkstrohmatratze.
5 · Mit dem
«Feedcar» konnte
die Arbeit um eine
Stunde pro Tag
reduziert werden.
6
Tiere: 25 Holstein-Kühe,
5000 Legehennen
4
Pflanzen: 1.5 ha Obstplantage,
20 a Gemüse, Wiesen und Weiden
Speziell: Direktvermarktung und
Eventraum
Arbeitskräfte: Betriebsleiter-Ehepaar,
Eltern Bruno und Edith Eigenmann,
2 Vollzeitangestellte im Hofladen,
1 Praktikantin, 1– 2 Lehrlinge, Teilzeitverkäuferinnen auf Bauernmarkt
5
Erster Betrieb mit Donau-Soja
René Eigenmann war der erste Produzent von Coop Naturafarm (CNf) Eiern,
der seine Legehennen mit dem DonauSoja-Sortiment der UFA füttert. Mittlerweile sind weitere dazugekommen. Ihre
bisherigen Erfahrungen sind rundum
positiv. Seit Sommer 2014 setzt Coop
auch in der CNf-Geflügelmast auf Donau-Soja. Für ihre Kunden achtet UFA
sowohl auf die Wirtschaftlichkeit (Qualität, Preis, Beratung, Lieferservice etc.)
als auch auf ökologische Aspekte (EnerUFA-REVUE · 7-8 2014
giehaushalt, Optimierung der Transportlogistik, nachhaltig produzierte Rohstoffe etc.).
UFA unterstützt die Ziele des Schweizer Netzwerks für nachhaltig produzierte Soja, indem Sojaprodukte gemäss den Netzwerk-Leitstandards
(«Proforest») eingesetzt wird. Neu forciert Coop in Zusammenarbeit mit
UFA/fenaco zudem den Anbau GVOfreier Qualitätssoja in der Donau-Region (Kroatien, Serbien, Ungarn und
Rumänien) – als Basis für eine qualitativ hochwertige, herkunftsgesicherte
Futterproduktion und als wichtiger
Beitrag für eine verbesserte europäische Eiweissversorgung.
6 · Der Betrieb
Eigenmann macht
als Referenzbetrieb
im UNO-Jahr der
Landwirtschaft mit.
59
ERFOLG IN DER PRAXIS
SUCCÈS DANS LA PRATIQUE
LESE-FUTTER
À LIRE
Neuer Ratgeber für
Mutterkuhhalter
Ein neuer UFA-Ratgeber enthält
alle wichtigen Angaben für eine
erfolgreiche Fütterung in der
Mutterkuhhaltung. Besonders
auf die Kälberfütterung wird
eingegangen. Das Sortiment der
sojafreien UFA-Futter ist
übersichtlich dargestellt.
Faszination Mühlentechnik
Familie Hunziker, Monts-de-Pully (VD).
Gute Erfahrungen mit UFA Kuh Kick
In der Waadtländer Gemeinde Montsde-Pully bewirtschaftet Familie Hunziker einen 90 ha grossen Landwirtschaftsbetrieb. 30 ha werden für die
Getreideproduktion genutzt: Brotweizen, Gerste und Triticale. Zu den weiteren Ackerkulturen gehören Raps
und Eiweisserbsen. Auf dem Rest der
Fläche stellen Ernest und sein Sohn
Fabien Hunziker Raufutter her.
Ein Laufstall bietet Platz für 70 Holstein-Milchkühe. Das Lieferrecht beläuft sich auf 600 000 kg Milch pro
Jahr. Abnehmer ist Prolait. Auf Kuhkomfort und eine gute Tiergesundheit
wird hoher Wert gelegt. «Der neue
UFA Kuh Kick hat mich interessiert
und nach dem Gespräch mit meinem
UFA-Milchviehspezialisten habe ich
dieses Kräuterprodukt getestet», erklärt Fabien, der eine halbe Kartouche
UFA Kuh Kick zum Abkalben und eine
weitere Hälfte fakultativ bei allfälligem Appetitmangel verabreicht. «Basis ist eine ausgeglichene, bedarfsgerechte Futterration; der UFA Kuh Kick
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die Kühe in der Startphase mehr fressen», erklärt Fabien. Ein hoher Verzehr verringert die negative Energiebilanz in der Startphase und beugt
Komplikationen wie Ketose vor.
Zwei Tage im Jahr stossen die Tiere
des Betriebs auf besondere Bewunderung. Dann kommen nämlich Kinder
der Primarschule Lausanne zu Besuch
und erhalten von Mélanie Hunziker
einen unvergesslichen Einblick in die
landwirtschaftliche Produktion.
Ein neuer Film gibt Einblick in
den spannenden Beruf des
Futtermüllers, der bei der UFA
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058 434 12 00
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7-8 2014 · UFA-REVUE
NUTZTIERE
Trend zu Strukturvermahlung
DIE EXPANDERTECHNOLOGIE kommt in der Mischfutterproduktion weltweit
mehr und mehr zum Einsatz. Gründe sind alte und neue Erkenntnisse hinsichtlich
Fütterungseffizienz und Gesundheitseffekt auf die Tiere. Die Nährstoffe aus den Futterrohstoffen sollen bestmöglich aufgeschlossen werden, ohne dabei die Strukturwirkung
zu reduzieren.
Joachim Behrmann ist Vorsitzender
der Internationalen Forschungsgemeinschaft Futtermitteltechnik e.V.
(IFF), Braunschweig (Deutschland).
Die IFF hat zum Ziel, technologische
Probleme, die bei der Herstellung von
Mischfutter auftreten, zu klären und die
Verfahrenstechnik weiterzuentwickeln.
UFA-Revue: Wohin geht die Entwicklung in der Mischfuttertechnologie?
Joachim Behrmann: Von wachsender
Bedeutung ist die Expandierung von
Einzelkomponenten oder Rezepturmischungen. Ein Expander wird in der
Regel von Produktionslinien vor der Pelletpresse oder als Endbehandlung eingesetzt. Weltweit sind eine Abkehr von
der Feinvermahlung und ein deutlicher
Trend zur so genannten Strukturvermahlung von Futtermischungen zu beobachten.
Warum?
Bei Mastgeflügel bewirken zu feine
Mischfutterstrukturen organische Fehlentwicklungen wie eine krankhafte Vergrösserung des Vormagens oder eine
Verkümmerung des Muskelmagens.
Verdauungsmechanismen werden beeinträchtigt und die Tiere sind deutlich
anfälliger gegenüber Salmonellen. Auch
bei den Schweinen kann die Feinvermahlung des Futters zu gravierenden
Gesundheits- und Leistungsproblemen
führen.
Was bedeutet «Strukturvermahlung»?
Damit ist die gleichförmig grobe Zerkleinerung von Futtermischungen und
Komponenten mittels Walzenstühlen
gemeint. Eine gröbere Futterstruktur
hat als wirksame Vorbeugung gegen Gesundheitsprobleme eine positive Wirkung. Daher geht der Trend weg von der
klassischen Vermahlung mit Hammermühle hin zur groben Vermahlung.
«Bei der Expandierung bleiben grobe
Futterpartikel trotz
intensiver Druckund Knetbeanspruchung weitgehend erhalten.»
Joachim Behrmann,
Internationale
Forschungsgemeinschaft Futtermitteltechnik e.V. (IFF)
Lässt sich die Strukturvermahlung mit
anschliessender Produktion von Pellets
vereinbaren?
Beim Pressvorgang werden gröbere Futterpartikel durch die Kollerrollen der
Pelletpressen erheblich nachzerkleinert,
so dass sich die Korngrössenverteilung
der Primärpartikel derjenigen von Pellets aus feinvermahlenen Mischungen
annähert. Positive Strukturwirkungen
werden daher nicht oder nur eingeschränkt wirksam.
Welche Alternativen gibt es?
Bei der Expandierung bleiben grobe
Futterpartikel trotz intensiver Druckund Knetbeanspruchung weitgehend
erhalten. Zudem ist seit Langem bekannt, dass eine Expandierung positive
Effekte auf den Stärke- und den Rohfaseraufschluss hat. Zudem resultieren eine höhere Rohfettverdaulichkeit, eine
Eliminierung schädlicher Inhaltsstoffe
und die Steigerung der verwertbaren
Energie.
䡵
Interview Matthias Roggli, UFARevue, 3360 Herzogenbuchsee. Dieser
Artikel basiert auf einer Publikation
im «Feed Magazine/Kraftfutter» vom
5-6/2014.
Wie hier im Mischfutterwerk Biblis
wird UFA-Futter auch
in den Werken Sursee
und St. Margrethen
expandiert.
UFA-REVUE · 7-8 2014
Bei der UFA kommt die Expandertechnologie, verbunden mit Strukturvermahlung mittels Walzstühlen, seit
über zehn Jahren zum Einsatz. Auch
gewürfeltes Futter durchläuft vor der
Pelletierung den Expander.
www.ufarevue.ch
7-8 · 14
61
FUTTER DES MONATS
NUTZTIERE
«Abgesäugte Sauen sind selten»
SAUGFERKEL-FÜTTERUNG Milchersatz oder Prestarter liefern Saugferkeln
wertvolle Nährstoffe, da sie aus den besten Rohstoffen hergestellt werden.
Um die Sauen zu entlasten und die Verdauung der Ferkel auf das Absetzen
vorzubereiten, ist ein so genanntes Fresstraining erforderlich.
Barbara
Eichenberger
Gerhard
Affolter
Schon ab dem siebten Lebenstag
bietet Hansjörg Kunz seinen Ferkeln
«UFA 302 Prestarter» an. Dadurch
werden die Sauen entlastet: «Abgesäugte Sauen sind selten bei uns», stellt
der Ferkelproduzent aus Graffenried fest
(siehe Kasten).
Fresstraining für Enzymbildung
Zu Beginn können Ferkel naturgemäss
vor allem Milchzucker (durch Laktase),
Fett (durch Lipase) und Protein (durch
Trypsin) verdauen. Erst nach rund drei
Wochen sind die Enzyme für die Verdauung von Stärke und anderen Kohlenhydraten (Amylase, Maltase) und weiteren
Proteinen (Pepsin) aktiv. Nimmt das Ferkel nun bereits vorher stärkehaltiges Trockenfutter auf, wird die Sekretion dieser
Enzyme früher angeregt.
Was ist ein guter Prestarter?
Um ein effektives Enzymtraining zu ermöglichen, müssen Prestarter gewisse
Voraussetzungen erfüllen. Sie sollen
hochverdaulich (hoher Anteil an Milchprodukten), energiereich (16.5 MJ) und
schmackhaft sein. Für Jungtiere weniger
gut verdauliche Futter wie Getreide
oder Soja können zur Vermehrung unerwünschter Bakterien im Verdauungstrakt führen. Weil jedoch Getreide in
der späteren Aufzucht die wichtigste
Energiequelle darstellt, wird bereits im
Prestarter eine Mindestmenge an aufgeschlossenem Mais oder aufgeschlossenem Weizen angeboten.
«UFA 305» für die Nursery
Für sehr früh abgesetzte Ferkel eignet
sich «UFA 305». Durch die mehlige
Struktur fliesst dieses Nursery-Futter
ähnlich gut wie Milchpulver. «UFA 305»
wird an spezifischen Breifutterautomaten eingesetzt. Eigenschaften:
• Zum Anfüttern vor «UFA 304 piccolo».
• Ermöglicht Frühabsetzen grosser Ferkel
beziehungsweise ganzer Würfe.
• Auffütterung zurückgebliebener Ferkel
beim Absetzen.
• Löst sich gut in Wasser auf.
Bio-Betriebe können «UFA 455 Bio»
einsetzen. Dieses Ferkelfutter erfüllt alle
Anforderungen der Richtlinien für BioBetriebe.
Geschmack durchziehen Parallel
zur Aufnahme von Festfutter lernen die
Ferkel, Wasser zu trinken und gewöhnen sich an den Futtergeschmack. Es
macht deshalb Sinn, das Folgefutter
(Starterfutter), welches zirka zehn Tage
vor dem Absetzen schrittweise eingeführt wird, auf den Prestarter-Geschmack abzustimmen. Dasselbe gilt für
das spätere Aufzuchtfutter, das – wenn
möglich – erst rund zehn Tage nach dem
Absetzen eingeführt wird, um den Stress
beim Stallwechsel zu minimieren und
einem Wachstumsknick vorzubeugen.
Besser wenig als nichts In einem
Versuch der Landesanstalt Sachsen-Anhalt in Iden wurde der tägliche Verzehr
eines Prestarters ab der zweiten Säugewoche untersucht. Die Auswertung von
25 Würfen ergab eine durchschnittliche
Futteraufnahme pro Tag von 2.9 g in der
zweiten, 12.6 g in der dritten und 31.6 g
Für Hansjörg Kunz hat die
Schmackhaftigkeit des Prestarters
erste Priorität.
62
7-8 2014 · UFA-REVUE
FUTTER DES MONATS
NUTZTIERE
UFA 302 Prestarter: «Ideale Strukur»
Seit anfangs Mai ist es im Label «Coop Naturafarm» untersagt, einzelne Ferkel frühzeitig
von der Mutter abzusetzen und in der Nursery (künstliche Amme) aufzuziehen. Betroffen
ist auch Hansjörg Kunz, der in der Betriebsgemeinschaft (BG) Regiofarm einen Ferkelproduktionsbetrieb mit 80 Sauen, 23 Abferkelbuchten und 260 Aufzuchtplätzen führt. An
Stelle des Nursery-Futters «UFA 305» wird jetzt deshalb der Prestarter «UFA 302»
eingesetzt. Erstes Wahlkriterium war die Schmackhaftigkeit. Denn insbesondere
zwischen dem dritten bis fünften Wurf geben einige Sauen so viel Milch, dass die Ferkel
nicht auf zusätzliches Futter angewiesen wären. In der Folge ist der Anreiz für die Ferkel
gering, fressen zu lernen. Entsprechend stellt sich ihr Enzymsystem später auf Festfutter
ein, was beim Absetzen zu Stress und einem Wachstumsknick führen kann.
Erste Priorität hat für Hansjörg Kunz, dass die Ferkel ihren Anteil Kolostrum nach der
Geburt abrufen. Schwache Tiere werden hierbei unterstützt. Schon in der ersten
Lebenswoche verabreicht der Betriebsleiter Wühlerde. Ab rund sieben Lebenstagen wird
«UFA 302» zur Wühlerde gemischt. «Die neue Struktur dieses Prestarters ist ideal»,
kommentiert der Züchter das klein gewürfelte Anlern-Futter. Dass Sauen abgesäugt
werden, kommt laut Hansjörg Kunz nur ganz selten vor.
Um einen sanften Übergang zu ermöglichen, werden die Phasenfutter wie empfohlen
überschnitten. Zudem wird konsequent darauf geachtet, den gleichen Geschmack
und ein wirksames Krankheitsabwehrsystem beizubehalten. Nach «UFA 302 Prestarter»
erfolgt deshalb der Wechsel auf den Starter «UFA 304 piccolo» und schliesslich auf
«UFA 313-6» (alle mit «intelligenten» Wirkstoffen).
Zu Gunsten der Qualität seiner Mastjager ist Hansjörg Kunz bereit, etwas zu investieren.
So wurde einer von zwei identischen Jagerställen umfassend erneuert. «Entscheidend
sind die verkauften, nicht die abgesetzten Ferkel», begründet Hansjörg Kunz. Dank
Einbau von isolierten Ferkelnestern ist es nun möglich, im Stall zwei Klimazonen zu
schaffen. Der Unterschied bei den Leistungen der Jager ist enorm, die Abgänge sind
massiv gesunken. Durch das bessere Klima hat sich auch die Ordnung verbessert und die
Arbeit entsprechend abgenommen. Einen Quantensprung hat ausserdem die LawsonienImpfung bewirkt, obwohl keine eindeutigen Symptome festgestellt worden waren.
Jungsauen werden mit 160 bis 180 Tagen zugekauft und seit einiger Zeit mit dem
Jungsauenfutter UFA 467 bis zum Decken konditioniert. «Die Jungsauen entwickeln sich
seither deutlich besser; die Fruchtbarkeit und Langlebigkeit haben sich spürbar
verbessert», stellt Hansjörg Kunz erfreut fest.
in der vierten Säugewoche. Jedoch waren die individuellen Schwankungen
sehr gross (bis ± 21.6 g). Auch bei geringer Aufnahme ist die Zufütterung eines
Prestarters zu empfehlen, schreiben
Msc. Jelena Kecmann und Professor Dr.
Martin Wähner von der Hochschule Anhalt, Bernburg, in einem Kommentar.
Denn die Tiere lernen mit dem Prestarter zu fressen und die Entwicklung des
Verdauungssystems wird gefördert. Resultat ist eine hohe Gewichtszunahme in
der Aufzucht.
Die frühe Gewöhnung an feste Nahrung ist auch deshalb sinnvoll, weil eine
gute Zusatzmilch oder eine höhere Sauenzahl, um alle Ferkel ausreichend ernähren zu können, schlussendlich mehr
kostet.
Unterschiede zwischen Würfen
Die frühe Beifütterung der Ferkel zielt
darauf ab, die Aufzuchtleistung der Sau
zu unterstützen. Eine Zufütterung ist
beim ersten, zweiten und ab dem sechsten Wurf wichtiger denn je, weil dann
die Sauen zu wenig Milch geben, um bei
den Ferkeln die erwünschten Tageszunahmen von rund 200 g in der ersten
Säugewoche zu ermöglichen.
Fazit Da Saugferkel aufgrund des ge-
So wurde der Jagerstell umgebaut (links = vorher, rechts = nachher).
ringen Verzehrs nur einen kleinen Teil
ihres Energiebedarfs decken können,
gilt der Milchleistung und der entsprechenden Fütterung der Sau (siehe UFARevue 6/14) höchste Priorität. Aber
auch die frühe Zufütterung der Ferkel
macht Sinn. Denn es geht dabei darum,
das Verdauungssystem der Ferkel auf
Festfutter abzustimmen, das Risiko für
einen Wachstumsknick beim Absetzen
dank Stressreduktion zu minimieren
und die Sau zu entlasten.
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UFA 302 Prestarter
wird dank neuer
Struktur hervorragend
gefressen. Es wird in
einem sehr schonenden
Verfahren als 2 mm
Würfel hergestellt.
Autoren Dr. Barbara Eichenberger,
Ressortleiterin Forschung & Versuche,
UFA AG, 3360 Herzogenbuchsee.
Gerhard Affolter, Schweinespezialist im
UFA-Beratungsdienst, 3052 Zollikofen.
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UFA-REVUE · 7-8 2014
7-8 · 14
63
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7-8 2014 · UFA-REVUE
KURZMELDUNGEN
NUTZTIERE
Klimaregulation im Abferkelstall
Das Klima im Abferkelstall ist massgeblich an der Überlebensrate der
Ferkel beteiligt und beeinflusst den
nächsten Wurf der Sau. Schweine
regeln die Körpertemperatur vor allem durch die Steuerung der Wärmeerzeugung.
Wenn es über 20 °C warm ist,
sinkt die Futteraufnahme der Sau.
Sie zehrt aus Körperreserven,
was einen negativen Effekt auf
die Fruchtbarkeit haben kann.
Ideal sind 15 bis 18 °C bei 60
bis 80 % Luftfeuchtigkeit.
Bei den Ferkeln verfolgt die
Klimaregulation das Ziel, dass
die aufgenommene Energie
vorwiegend für das Wachstum
und nicht für die Produktion
von Körperwärme eingesetzt
wird. Bei Kältestress im Winter sind
die Ferkel anfälliger für Infektionen.
Halten sie sich ausserhalb der Säugezeit im schön warmen Ferkelnest
auf, sinkt die Erdrückgefahr. Für das
Ferkelnest wird eine Temperatur
von mindestens 30 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 % empfohlen. Je tiefer die Raumtempera-
tur, desto wichtiger ist es, die Ferkel
nach der Geburt trocken zu reiben.
Von hoher Bedeutung ist die Vermeidung von Temperaturschwankungen, weil diese Krankheiten fördern. Am gezieltesten lässt sich das
Klima in gut isolierten Ställen und
Ferkelnestern regulieren. Wo keine
Unterflurlüftung installiert ist,
wird die Luft vorzugsweise auf
der Nordseite im Schatten angesaugt. Grosse Luftvolumen führen
zu einer besseren Luftqualität im
Stall. Direkte Sonneneinstrahlung
sollte möglichst vermieden werden.
aus Vortrag von Geri Affolter,
UFA, im Arbeitskreis Schweinezucht
Wärmeplatten praxistauglich
Nachts weniger heizen?
Infrarot-Wärmeplatten
bieten für Ferkelställe
eine prüfenswerte Alternative. Im Zentrum
Haus Düsse sind solche
Platten seit vier Jahren
im Einsatz. Messungen
ergaben, dass die Infrarot-Platten bis 75 %
weniger Energie verbrauchen als ein Warmwasser-System, wobei die Wirtschaftlichkeit
vom Strom- beziehungsweise Gaspreis abhängt. Die Infrarot-Platten
lassen sich gemäss Haus Düsse gut
steuern und seien bei geeignetem
Unterbau stabil. In einer Doktorarbeit an der Hochschule Hannover
führten die Infrarot-Platten (Vesuw)
zu 4 % höheren Wurfabsetzgewichten und 0.6 zusätzlich abgesetzten
Ferkeln pro Sau und Jahr.
In einem amerikanischen Versuch
liessen sich in der Ferkelaufzucht
30 % Brennstoff und 20 % Strom
einsparen, indem die Stalltemperatur während der Nachtzeit (19 bis 7
Uhr) gegenüber der Tagestemperatur um 6°C reduziert wurde. Die
Leistungen und der Gesundheitszustand der Aufzuchttiere seien durch
diese Massnahme nicht negativ beeinflusst worden, schreiben die Wissenschaftler. Trotz diesem Versuch:
Da Ferkel auf Veränderungen der
Stalltemperatur und des Stallklimas
sehr sensibel reagieren können, sollten Anpassungen nur vorsichtig vorgenommen werden.
Zuchterfolg: Sinkende
Saugferkelverluste
Musculus semitendinosus
In einer kanadischen Studie wiesen
Ferkel des dritten und vierten Wurfs
einer Sau die besten Muskeleigenschaften (Musculus semitendinosus)
auf. Untersucht wurden 143 Ferkel
von 81 Muttersauen. Das Geburtsgewicht, das Muskelgewicht und
der Faseranteil stiegen mit zunehmender Wurfzahl an.
UFA-REVUE · 7-8 2014
Der in der Schweine-Kernzucht erarbeitete Fortschritt kommt in der
Mastferkelproduktion an, zeigt eine
umfassende Analyse der Suisag
(1300 Betriebe). Die Wurfgrösse bei
der Geburt steigt nur noch wenig an,
dafür sinken die Saugferkelverluste.
Sauen aus F1-Kreuzungen (Primera)
leisten mehr und länger als Edelschwein-Sauen.
BEA 2014: Gewinner des
UFA-Wettbewerbs
Am diesjährigen UFA-Wettbewerb,
der anlässlich der BEA in Bern stattgefunden hatte, gingen die ersten
zehn Preise an: 1. Patrick Allemann,
Welschenrohr (Reka Gutscheine für
400 Fr.); 2. Ruth Hegg, St. Ursen
(Futtergutschein für 200 Fr.); 3. Rudolf Berchtold, Alchenstorf (Futtergutschein für 100 Fr.); 4. Roland
Gerber, Signau (Tranchierset für
30 Fr.); 5. Corinne Tüscher, Richigen
(dito); 6. Franz Braun, Lützelflüh (Taschenmesser); 7. Mathyas Kehrli, Innertkirchen (dito); 8. Méline
Schwab, Lignières (sechs Tassen für
20 Fr.); 9. Monika Mühlethaler, Bollodingen (dito); 10. Tamara Marschall, Neuenegg (dito). Herzliche
Gratulation!
Sommer- oder
Herbstloch?
Das Problem des so genannten
«Sommerlochs» beginnt in der
Ferkelproduktion zwar im Hochsommer, kommt aber erst im
Herbst deutlich zum Ausdruck.
Steigt die Temperatur im Abferkelstall über den kritischen Wert
von 20° C, fallen die Sauen durch
zunehmende Fressunlust in ein
Energiedefizit. Mit der Unterversorgung aus der Laktation gehen
die Sauen in die nächste Trächtigkeit, sofern sie in Rausche kommen und diese während der reduzierten Sommerkontrolle erkannt
wird. In der Trächtigkeitsphase
wird dann das Galtsauenfutter
verabreicht, während die Aussentemperatur wieder fällt und der
Erhaltungsbedarf steigt. Wird die
Futtermenge nicht regelmässig
angepasst, laufen die Sauen erneut in ein Energiedefizit und bauen Fettreserven ab. Ab einem kri-
tischen, individuellen Punkt wird
der bereits vorhandene Gelbkörper zurückgebildet. Auch ein
Frühabort ist im Anfangsstadium
der Trächtigkeit möglich.
Die Massnahmen gegen das
«Herbstloch» setzen bei Hitze im
Sommer an: Spermalagerung in
Thermobox, gute Wasserversorgung, Fütterungszeiten in kühle
Stunden verlegen, mehr hochverdauliche Energie anbieten, konzentrierte Stimulation durch Eber,
Rauschekontrolle mehr als zwei
Mal täglich mit Eber, beschattete
Ausläufe und Sauenduschen.
UFA-Beratungsdienst
Tagesaktuelle Neuigkeiten
www.ufarevue.ch
65
NUTZTIERE
Phosphoreffizienz maximieren
DIE STEIGENDEN PREISE für Phosphate, die Importabhängigkeit der Schweiz
von diesem Rohstoff und die berechtigte Forderung nach einer ökologischen
Tierproduktion erfordern Massnahmen in der Fütterung. Neue Versuchsresultate
zeigen auf, was in der Ferkelaufzucht möglich ist.
Patrick
Schlegel
Tonnen Phosphor (P) pro Jahr
2500
14
10 50
0
8000 davon
6000 als
Phosphat
60
00
45
00
0
3
0
300
00
daulichem P eines Schweins (VDP) ist
die Summe des Erhaltungs- (0.011 g/kg
Lebendgewicht LG) und Produktionsbedarfs (5.3 g/kg Zunahme). Die erforderliche VDP-Konzentration im Futter
1
40
Überangebot reduziert die Zunahmen Der Tagesbedarf an ver-
Quelle: BAFU,
Schema vereinfacht
00
Eine Frage des Einsatzes Bei der
Betrachtung des P-Kreislaufs wird deutlich, dass die Umwelt durch die P-Ausscheidung der Tiere an sich nicht belastet wird, wenn die Düngerzufuhr auf
den Bedarf der Pflanzenkulturen abgestimmt ist. Im Hinblick auf die Umweltbelastung stellt sich eher die Frage, wie
die P-Effizienz in der Schweineproduktion maximiert werden kann.
00
2
Tiermehl und Klärschlamm Pro
Jahr führt die Schweiz 16 500 t P in ihren
Kreislauf ein und 11 000 t via Schlachtkörper und Klärschlamm aus (Grafik 1).
Tiere speichern einen hohen P-Anteil in
den Knochen. Tiermehl ist P-reich. Auch
Klärschlämm enthält viel P, weshalb
Möglichkeiten zu dessen Extraktion aktuell erforscht werden. Die Wiedereinführung der P-Quellen Tiermehl und
Klärschlamm in den Kreislauf würde den
Importbedarf von Phosphaten reduzieren und die Nachhaltigkeit der P-Nutzung erheblich verbessern.
66
Grafik 1: P-Kreislauf in der Schweiz
35
Andreas
Gutzwiller
Der Preisindex von Phosphat hat
seinen Gipfel im Herbst 2008 erreicht. In der Tendenz entwickeln
sich die Phosphatpreise jedoch seit
15 Jahren steigend. Dies zeigt, dass sich
die Rahmenbedingungen verändert haben und Quellen mit qualitativ gutem
Phosphor (P mit wenig Schwermetall)
rar werden.
30 000
30 000
2500
P-Import durch Industrie, Haushalte
P-Import durch Landwirtschaft
P-Verluste durch Klärschlamm, Kehricht, tierische Abfälle,… (Deponien, Verbrennung)
Importe: 16 500 t P | Verluste: 11 000 t P, davon 4000 t exportiert
1
2
3
beläuft sich auf rund 3 g/kg bei 10 kg
LG und 3.5 g/kg bei 20 kg LG (14 MJ
VES/kg). Die empfohlenen Werte beinhalten Sicherheitsmargen. Im Hinblick
auf die P-Effizienz ist es sinnvoll, diese
zu prüfen.
Agroscope hat zwei Ferkelversuche
durchgeführt, in denen die Ca- und PGehalte des Futters variiert wurden.
Das Ca-VDP-Verhältnis der mit Phytase
ergänzten Futter (14 MJ VES) war konstant. Die Ergebnisse zeigen, dass mindestens 3.5 g VDP/kg nötig sind, um eine optimale Mineralisierung der
Knochen zu erreichen. Höhere P-Gaben (4.5 g VDP/ kg) reduzierten die
Wachstumsleistungen (Grafik 2). Bei
tieferen P-Gaben (2.5 g VDP/kg) verschlechterte sich die Knochenmineralisierung. Für eine Futterverwertung von
1.59 waren 3.5 g VDP/kg (14 MJ
VES/kg) während der Periode nach
dem Absetzen ausreichend.
Abhängig von Ca-Zufuhr Die
Nutzung des P durch das Schwein hängt
eng mit jener von Kalzium (Ca) zusammen. Im Schweinekörper befinden sich
75 % des P und 95 % des Ca im Skelett.
Kommen VDP-reiche Futter zum Einsatz, ist die Sensibilität gegenüber dem
Ca-Angebot relativ gering, wogegen eine reduzierte VDP-Sicherheitsmarge die
Bedeutung einer passenden Ca-Verabreichung erhöht.
• Zu wenig Ca im Futter? Das Schwein
kann den absorbierten P nicht ausreichend für die Knochenmineralisierung nutzen. P-Ausscheidungen via
Urin reduzieren die Effizienz.
• Zu viel Ca im Futter? Im Verdauungstrakt kann sich das überschüssige Ca
7-8 2014 · UFA-REVUE
NUTZTIERE
Um den Phosphor (P) im Futter effizient
zu nutzen, müssen folgende Prinzipien
beachtet werden:
• Phasengerecht füttern: Verabreichung
an verdaulichem P (VDP) auf den
Bedarf der Schweine abstimmen.
• Keine exzessiven Sicherheitsmargen im
Futter: P-Verluste und Futterkosten
werden dadurch reduziert.
• Futter mit erhöhter P-Verdaulichkeit
favorisieren: Mikrobielle Phytase oder
gegebenenfalls Rohwaren einsetzen,
die über eine erhöhte pflanzliche
Phytase-Aktivität verfügen. Resultat
ist eine Reduktion der P-Verluste.
• Optimales Ca:VDP-Verhältnis: Es gilt,
eine ausreichende Versorgung mit
Kalzium (Ca) sicherzustellen, ohne die
P-Verfügbarkeit zu reduzieren.
• Genügende Versorgung mit Vitamin D:
Ein Mangel reduziert die Absorption
von Ca und P.
Die Kosten einer P-Quelle beasieren auf
dem Gehalt an VDP, nicht auf dem
totalen P-Gehalt.
an die Phosphate binden und deren
Absorption limitieren. Auch hier ist
die Effizienz der P-Nutzung reduziert.
Gewisse Ca-Quellen (z. B. Carbonat)
haben ausserdem einen Puffereffekt
und können dadurch den pH-Wert im
Magen erhöhen, was beim Ferkel unerwünscht ist.
Agroscope hat zwei Versuche mit steigendem Ca-Gehalt im Ferkelfutter
durchgeführt. Die Futter enthielten
Phytase und 3 g VDP/kg. Eine erhöhte
Ca-Verabreichung verschlechterte die
Zunahmen und die Futterverwertung.
Die Ca-Gehalte im Blut und Urin stiegen, während die P-Gehalte sanken.
Bei einem Versorgungsniveau von 10 g
Ca/kg Futter wurde anhand der Blutanalyse ein P-Mangel festgestellt, da
sich der P-Gehalt im Grenzbereich von
2.5 mmol/l befand (Grafik 3). Der
Aschegehalt der Knochen und deren
Bruchfestigkeit erreichten bei einem
Ca-Gehalt von 6.5 g/kg Futter ein Maximum. Bei einem höheren Versorgungsniveau blieb der Aschegehalt stabil, während sich die Bruchfestigkeit
verschlechterte.
Tieferes Ca : VDP-Verhältnis Werden Ferkel mit einem Futter ohne VDPSicherheitsmarge ernährt, ermöglicht
eine Versorgung mit 6 bis 7g Ca/kg Futter (Ca : VDP-Verhältnis 2.1 : 1 – 2.4 : 1)
eine Optimierung der P-Nutzung. In einem solchen Ferkelfutter führt ein
Ca : VDP-Verhältnis unter 1.5 : 1 zu einem Ca-Mangel, ein Ca : VDP-Verhältnis von über 2.8 : 1 jedoch zu einem PMangel. Bis heute lag das empfohlene
Ca : VDP-Verhältnis für Ferkel bei 2.8 : 1.
Für Futter mit geringeren Sicherheitsmargen und der Zugabe mikrobieller
Phytase legen die Versuchsresultate
Grafik 2: Einfluss der P-Versorgung bei Ferkeln
110 %
Relativ zu 4.5 g VDP/kg
Regeln für die Phosphorversorgung des Schweins
105 %
䡵 Zuwachs
䡵 Knochenaschegehalt
100 %
95 %
90 %
85 %
80 %
2.5
3.5
4.5
5.5
Verdaulicher Phosphor im Futter [g/kg]
6.5
Grafik 3: Einfluss der Ca-Versorgung bei Ferkeln
5.0
Serum-Ca [mmol/l]
Serum-P [mmol/l]
4.0
3.0
2.0
Harn-Ca [mol/mol Kreatinin]
Harn-P [mol/mol Kreatinin]
1.0
0.0
3.0
4.0
5.0
6.0
7.0
8.0
Kalzium im Futter [g Ca/kg]
9.0
10.0
den Schluss nahe, dass dieses Ca : VDPVerhältnis reduziert werden muss.
Zweifellos spielte in den Versuchen die
mikrobielle Phytase eine wichtige Rolle,
weil diese nicht nur die Verdaulichkeit
des pflanzlichen P, sondern auch jene
des pflanzlichen Ca verbessert.
䡵
Die Empfehlungen
zur Phosphor- und
Kalziumversorgung
der Ferkel werden
angepasst.
Autoren Dr. Patrick
Schlegel und Dr.
Andreas Gutzwiller,
Agroscope, Institut für
Nutztierwissenschaften,
1725 Posieux,
www.agroscope.ch
www.ufarevue.ch 7-8 · 14
UFA-REVUE · 7-8 2014
67
NUTZTIERE
Internationaler Austausch
VERTRETER DER KOOPERATIV ORGANISIERTEN MISCHFUTTERHERSTELLER
aus elf europäischen Ländern treffen sich regelmässig, um neue Erkenntnisse
auszutauschen. Via UFA gelangt das internationale Futterwissen aus diesen Konferenzen
in die Schweiz.
Vom 18. bis 20. Juni 2014 fand in
Stein am Rhein bereits der 57. Intercoop-Tierernährungskongress statt.
Fütterungsexperten aus elf europäischen Ländern diskutierten Forschungsergebnisse und tauschten Erkenntnisse
aus der Futterherstellung aus. Gastgeber
war dieses Jahr UFA/fenaco.
Kostengünstige Produktion als
Ziel In seiner Ansprache betonte
Vertreter aus elf
Ländern Europas
nahmen an der
diesjährigen IntercoopTagung teil.
Martin Keller, Geschäftsleitungsvorsitzender der fenaco, die Wichtigkeit der
Zusammenarbeit zwischen den kooperativ organisierten Mischfutterherstellern. Das Know-how spielt eine entscheidende Rolle, um Futter den
Tierhaltern zu bestmöglichen Konditionen anbieten zu können.
Peter Hofer von der UFA-Geschäftsleitung stellte die Energiesparnassnahmen der UFA vor. Seit 2008 konnten die
CO2-Emissionen pro Tonne Futter um
20 % reduziert werden. Wesentlich dazu
beigetragen haben das System der Wärme-Kraft-Koppelung und Wärmerückgewinnungs-Massnahmen. So wird im
modernisierten UFA-Milchwerk Sursee
fast ein Drittel der Abwärme zurückgewonnen und dadurch Heizöl eingespart.
Dass das Potenzial in der Futterproduktion – auch nach Meilensteinen wie
dem mannlosen UFA-Mischfutterwerk
Sursee – noch lange nicht ausgeschöpft
ist, ging aus dem Referat von Michael
Lierau, Bühler AG, hervor. Der weltweit
grösste Mühlenbaukonzern aus Uzwil
(SG) testet mehrere Innovationen auf
Basis moderner Informationssysteme,
um den Nutzen der Hersteller und Tierhalter weiter zu verbessern.
Konsumtrends Konsumentinnen
und Konsumenten wünschen Nahrungsmittel, die neben geschmacklichen, preislichen und gesundheitlichen
Aspekten auch hohe Anforderungen an
die Art und Weise der Produktion und
Verteilung erfüllen, zeigte Dr. Mirjam
Hauser vom Gottlieb Duttweiler Institut
auf. Dennoch sollten die Vorteile eines
Produkts am Ladentisch möglichst einfach kommuniziert werden.
Hier zu Lande stossen Produkte aus
tierfreundlicher Produktion auf eine gute Nachfrage. Die Schweizer Tierschutz-
Peter Hofer (UFA, 1. v. l.), Hans-Melk
Halter (UFA, 2. v. l.) und Martin Keller
(fenaco) können auf einen gelungenen
Kongress zurückblicken.
vorschriften beruhen auf wissenschaftlichen Untersuchungen, wurden mit
Übergangsfristen und teilweise gegen
Entschädigung für nötige Investitionen
via Direktzahlungen (RAUS, BTS) eingeführt, erklärte Dr. Beat Wechsler,
Bundesamt für Lebensmittelsicherheit
und Veterinärwesen (BLV), in seinem
Referat.
Resultate von UFA-Bühl In den
Workshops wurden fachspezifische Aktualitäten im Geflügel-, Schweine- und
Rindviehbereich behandelt. An den Intercoop-Tagungen stossen jeweils auch
die Resultate aus dem UFA-Versuchsbetrieb Bühl auf Interesse.
䡵
Autor Matthias Roggli, UFA-Revue,
3360 Herzogenbuchsee
Intercoop Europe ist ein Verein
europäischer Landwirtschaftsgenossenschaften. Sein Zweck ist, die spezifischen
Bedürfnisse seiner Mitglieder auf internationaler Ebene wahrzunehmen.
Fachausschüsse in verschiedenen
Gebieten und Arbeitsgruppen unterstützen den Verein in dieser Aufgabe.
www.ufarevue.ch
68
7-8 · 14
7-8 2014 · UFA-REVUE
NUTZTIERE
Bestellung und Beratung online
IM NEUEN UFA-PORTAL profitieren Kunden von neuen Vorteilen,
welche den Futterbezug vereinfachen. Zusätzlich werden verschiedene
Beratungsdienstleistungen über das Netz angeboten, um die Effizienz für
den Tierhalter und die UFA zu steigern.
ww
Immer mehr Tierhalter nutzen die
Möglichkeit, Bestellungen bei der
UFA online aufzugeben.
5 Fr. Rabatt bei Lieferfenster
Die Registration und Anmeldung erfolgt
über die Einstiegsseite des neuen Portals https://portal.ufa.ch (siehe Kasten).
Wer ein Lieferfenster von drei Tagen
einräumt, erhält 5 Fr. Rabatt pro Lieferung. Kleinere Futtermengen (weniger
als 1 Palette) können in der LANDI abgeholt werden.
fa
w.u
revu
e.ch
Wie anmelden?
Das neue UFA-Portal ist via https://
portal.ufa.ch abrufbar. Auf der Einstiegsseite befindet sich ein Registrationsformular. Auch eine detaillierte
Bedienungsanleitung ist aufgeschaltet.
Ein kleiner Film (Link unter https://
portal.ufa.ch) zeigt die Vorteile und
neuen Möglichkeiten des UFA-Portals.
Zu jeder Zeit Internet-Bestellungen
der Vorratskontrolle beim Silo möglich,
ohne dass extra der Computer gestartet
werden muss. Die Zugangsadresse lautet: http://shop.ufa.ch/mobile
sind unabhängig von den Bürozeiten
möglich. Die Lieferintervalle verkürzen
sich und Missverständnisse werden vermieden.
Mit dem UFA-Mobileshop sind Futterbestellungen sogar direkt während
Bedienungsfreundlich Um die
Kundenvorteile erneut zu verstärken,
hat die UFA-Informatik den OnlineShop mit praktischen Funktionen ergänzt. Das Portal https://portal.ufa.ch
ist jetzt noch übersichtlicher und bedienungsfreundlicher gestaltet. Als Grundlage für den Futtereinkauf können neu
frühere Bestellungen herangezogen
werden. Der Lohnmischsaldo wird unter
der Betriebsadresse angezeigt.
Effizienzgewinn Landwirte haben
tagsüber vielseitige Aufgaben zu bewältigen und erledigen Büroarbeiten oft am
Abend oder Wochenende. Im Sinne
einer raschen, unkomplizierten Kommunikation und Beratung nutzt der
UFA-Beratungsdienst den geschützten
Bereich auf https://portal.ufa.ch, um
betriebsspezifische Dokumente wie
Mastauswertungen, Milchkontrollergebnisse oder Futterpläne bereitzustellen. Sowohl für die UFA als auch den
Tierhalter bedeutet dies ein Effizienzgewinn.
Solche Effizenzgewinne auf allen
Stufen waren es, die den Preisabschlag auf dem UFA-Futter im
Frühling 2014 ermöglicht haben.
UFA geht den eingeschlagenen Weg
konsequent weiter, um das PreisLeistungs-Verhältnis weiter zu verbessern.
䡵
Jürg
Lanz
Oskar
Waeber
Der UFA-Shop ist
jetzt noch übersichtlicher gestaltet.
Autoren Jürg Lanz,
Leiter Informationstechnik, UFA AG,
3360 Herzogenbuchsee.
Oskar Waeber, Ressortleiter im UFABeratungsdienst,
3052 Zollikofen.
www.ufa.ch
www.ufarevue.ch 7-8 · 14
UFA-REVUE · 7-8 2014
69
STALLBAU & -TECHNIK
NUTZTIERE
Massgebend sind die Kleinsten
ZIEGEN verbringen einen wesentlichen Teil ihrer Zeit am Futtertisch. Um eine
bequeme Futteraufnahme zu gewährleisten, muss der Fressbereich einige Kriterien
erfüllen. Die emfohlenen Abmessungen orientieren sich an der Widerristhöhe der
Tiere. Unangepasste Masse können zu Verletzungen führen.
Nina
Keil
In der Ziegenhaltung gibt es relativ
wenige bauliche Standards, und die
Ställe sind häufig in Altgebäude integriert. Über die passende Kombination aus Krippen- beziehungsweise
Futtertischhöhe und gewünschter
Reichweite ist es in Abhängigkeit von
der Widerristhöhe der Tiere möglich,
den Fressbereich angepasst an die betrieblichen Gegebenheiten tiergerecht
und arbeitswirtschaftlich passend zu gestalten (Tabelle). Die Tiere müssen in
normaler Körperhaltung alles Futter erreichen und dürfen durch das Fressgitter
nicht beeinträchtigt werden.
Ein Niveauunterschied von der
Standfläche zum Futtertisch von mindestens 10 cm sollte keinesfalls unterschritten werden, da die Ziegen am
Fressplatz keinen Weideschritt ausführen können. Die Tiergrösse, die sich in
einer Herde je nach Rasse und Alter beträchtlich unterscheiden kann, wirkt
sich zwar nur unterproportional auf die
Reichweite beim Fressen aus. Bei der
Wahl der Futtertischhöhe und der Krippenboden- beziehungsweise Futtertischtiefe sollten sich die Abmessungen
dennoch an den kleinsten Tieren der
Tabelle: Empfehlungen für Abmessungen (Masse in cm)
Widerristhöhe
der Ziege
Krippen-/
Futtertischhöhe
max. Reichweite
10 15 20 25
60
35
60
20 25 30 35
70
45
70
23 28 33 37
80
55
80
25 30 35 40
Beispiel: Eine Ziege mit einer Widerristhöhe von 60 cm kommt auf der
gesamten Fressplatzbreite (35 – 40 cm) bei einer Krippen-/Futtertischhöhe
von 10 cm auf eine maximale Reichweite beim Fressen von 20 cm.
70
Max. Höhe Max. EinstiegsKrippenhöhe ins
abtrennung Fressgitter
Agroscope hat neue Empfehlungen für die Gestaltung von
Ziegen-Fressplätzen herausgegeben.
Herde orientieren, damit alle Tiere bequem ans Futter kommen.
Krippenabtrennung Ein Augenmerk ist auch auf die Höhe der Krippenabtrennung zu legen. Ist diese nicht an
das kleinste Tier der Herde angepasst,
liegt zumindest ein Teil der Tiere beim
Fressen mit dem Hals auf der Abtrennung auf, so dass Verletzungen entstehen können. Eine Antrittshöhe von bis
zu 20 cm hat nachweislich keinen Einfluss auf die Reichweite der Ziegen beim
Fressen. In der Praxis sind Antrittshöhen
von mehr als 20 cm aber durchaus üblich, um ein zu häufiges Ausmisten der
Tiefstreu zu umgehen. Für grössere Antrittshöhen dürfte aufgrund der dann
stärkeren Beugung des Rückens die
Reichweite abnehmen.
䡵
Autorin Dr. Nina Keil, Zentrum für
tiergerechte Haltung: Wiederkäuer
und Schweine, Agroscope Tänikon,
8356 Ettenhausen
Baumerkblatt Das von Agroscope
herausgegebene Baumerkblatt «Ziege –
Fressplatzgestaltung im Laufstall» enthält
Empfehlungen für die Abmessungen
verschiedener Fressgittertypen sowohl
für befestigte Fressplätze wie auch
Fressplätze mit Tiefstreu und Antritt.
Das Baumerkblatt kann unter
www.agroscope.ch → Publikationen
(bei Volltextsuche «Baumerkblatt Ziege»
eingeben) kostenfrei heruntergeladen
oder in Papierform gegen Gebühr
bestellt werden.
www.ufarevue.ch
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7-8 2014 · UFA-REVUE
STALLBAU & -TECHNIK
KNOW-HOW
Entmistungsqualität verbessern
SAUBERE UND TROCKENE LAUFFLÄCHEN wirken sich positiv auf die
Klauengesundheit, die Sauberkeit der Tiere und die Ammoniak-Emissionen
aus. Wie die Entmistungsqualität bei planbefestigten Laufflächen verbessert werden
kann, untersuchte Agroscope in Tänikon.
Planbefestigte Laufflächen werden
in der Praxis mit unterschiedlichen
Entmistungswerkzeugen gereinigt.
Nach dem Entmistungsvorgang verbleibt die so genannte Restverschmutzung. Diese zurückbleibende Masse des
Kot-Harn-Gemisches lässt Rückschlüsse
auf die Qualität der Entmistung zu.
Neue Methode Um die Restverschmutzung als Indikator für die Entmistungsqualität präzise zu bestimmen,
entwickelte Agroscope in Tänikon im
Rahmen einer Masterarbeit in Zusammenarbeit mit der Universität Ljubljana
(Slowenien) eine Methode im halbtechnischen Massstab. Dabei wird eine 1 m2
grosse Versuchsfläche nach dem Entmistungsvorgang mit einem Rahmen
abgegrenzt. Die Restverschmutzung innerhalb des Rahmens wird mit einer definierten Wassermenge verdünnt, abgesaugt und anschliessend die Masse
gewogen. Diese Methode hat sich sowohl im halbtechnischen Massstab als
auch bei einem Testlauf auf einem
Milchviehbetrieb bewährt.
Boden-Schieber-Abstimmung
Entscheidend für die Entmistungsqualität bei stationären Schiebern ist unter
anderem das Zusammenspiel von Entmistungswerkzeug und der Bodenoberfläche. Im Hinblick auf eine optimierte
Entmistungstechnik erfolgten systematische Versuche zur Boden-SchieberAbstimmung. Mit der neu entwickelten
Methode wurden fünf verschiedene
Entmistungswerkzeuge (Metallschieber,
harte Gummilippe, weiche Gummilippe, Bürste, Kombination von harter
Gummilippe & Bürste) auf zwei unterschiedlichen Bodentypen (Gummimatte, Betonboden) verglichen. Entmistungswerkzeuge mit Gummilippe oder
Bürsten wiesen eine geringere Restverschmutzung auf als ein Metallschieber.
Bei allen Entmistungswerkzeugen war
die Restverschmutzung auf dem Gummiboden deutlich geringer als auf dem
Betonboden.
Befeuchtung Beim Abtrocknen des
Kot-Harn-Gemischs können sich auf den
Laufflächen Schmierschichten bilden.
Dies hat eine Verschlechterung der Entmistungsqualität zur Folge, da sich die
Schmierschichten bei der Entmistung
mit dem Schieber häufig nicht beziehungsweise nicht vollständig lösen. Um
diese aufzuweichen, wird in der landwirtschaftlichen Praxis zum Teil Wasser
zugegeben. Insbesondere mit Blick auf
den Wasserverbrauch und die damit
einhergehende Erhöhung des Güllelagerbedarfs ist eine gezielte Befeuchtung
anzustreben. Im halbtechnischen Massstab erfolgten Versuche zur Entmistung
einer standardisierten Schmierschicht
mit einem Schieber mit harter Gummilippe auf einer Gummimatte mit unterschiedlichen Befeuchtungsvarianten:
ohne Befeuchtung; 0.3; 0.6 und 0.9 l
Wasser pro m2 Fläche. Mit der Befeuchtung verbesserte sich die Entfernung der
Schmierschicht beim Entmisten wesentlich. Für die verfahrenstechnische Umsetzung einer gezielten Befeuchtung in
die landwirtschaftliche Praxis sind jedoch noch Entwicklungsschritte nötig.
Fazit Diese Studie dient als methodische Grundlage für Untersuchungen zur
Optimierung der Entmistungstechnik,
auch im Zusammenhang mit der Minderung und Quantifizierung von Ammoniak-Emissionen im Praxismassstab. Die
Ergebnisse der Untersuchungen im
halbtechnischen Massstab zeigen Potenziale und Ansätze zur Verbesserung
der Entmistungsqualität bei der BodenSchieber-Abstimmung und durch gezieltes Befeuchten.
䡵
Jernej
Poteko
Sabine
Schrade
Die Reinigungsqualität
verschiedener Entmistungswerkzeuge wurde
im halbtechnischen
Massstab systematisch
untersucht:
1 · Metallschieber,
2 · harte Gummilippe,
3 · weiche Gummilippe,
4 · Bürste sowie
5 · die Kombination
von harter Gummilippe
und Bürste.
Autoren Jernej Poteko
und Dr. Sabine Schrade,
Agroscope, Institut für
Nachhaltigkeitswissenschaften INH,
8356 Ettenhausen,
www.agroscope.ch
www.ufarevue.ch 7-8 · 14
UFA-REVUE · 7-8 2014
71
GENETIK
NUTZTIERE
Wenn die Beine nicht mitmachen
SEHNENVERKÜRZUNGEN treten vor allem bei Kälbern auf, die im Bauch
der Mutter nicht genügend Platz vorfanden, um die Beine zu strecken.
Oft genügt es, betroffene Tiere aufzurichten. In schwereren Fällen können mit
Hilfe von Brettchen oder Verbänden gute Resultate erzielt werden.
werden unten abgerundet. Ziel ist, die
Beugesehnen allmählich zu strecken.
Nach etwa zwei Wochen lösen sich die
Bretter von selbst wieder.
Kälber, die an der so genannten
«Sehnenstelzfuss»-Störung leiden,
gehen gebeugt, weil Beugesehnen
und -muskeln verkürzt sind. Meist
sind beide vorderen oder beide hinteren
Beine betroffen. In leichten Fällen können die Tiere auf der Klauenspitze stehen, in schwereren Fällen knicken sie
um und fussen auf den Fesseln.
Genetisch bedingt? «Hier zu Lande haben wir vorwiegend leichte Fälle,
die sich mit Physiotherapie recht schnell
normalisieren», stellt Dr. Monika Guélat-Brechbühl von der Vetsuisse Fakultät, Wiederkäuerklinik Bern, fest. Häufig
sind Kälber betroffen, die im Verhältnis
zur Mutter gross sind. Dazu gehören vor
allem männliche Kälber aus Rassen mit
hohem Geburtsgewicht (DoppellenderRassen wie Blanc-Bleu-Belge). Laut Literatur wurden auch bei der Einkreuzung von Montbéliarde in die
Fleckviehpopulation vermehrt Sehnenverkürzungen beobachtet. Weiter scheinen Tiere aus Zwillingsträchtigkeiten
und Hinterendlage-Geburten einem höheren Risiko ausgesetzt zu sein.
Nicht ganz auszuschliessen ist eine
erbliche Komponente der Krankheit.
Deshalb sollte in schwereren Fällen der
Zuchtausschluss folgen.
Virusinfektionen zu einem bestimmten Entwicklungszeitpunkt im
fötalen Leben werden ebenfalls als
mögliche Ursache erwähnt (Schmallenberg-, Blauzungen- oder BVD-Virus).
Zudem kann die Verfütterung grosser
Mengen an giftigen Pflanzen (Lupinen,
Tabak, Gefleckter Schierling) an trächtige Kühe zu verkrümmten Beinen der
Kälber führen. Allerdings werden bei
72
Stützverband Schaffen es die Tiere
nicht, mit Brettchen zu stehen, ist der
Stützverband eine Alternative. Entscheidende Voraussetzung: Es muss möglich
sein, die Gelenke von Hand zu strecken.
Betroffene Glieder werden mit Watte
gepolstert. Danach wird die korrigierte
Stellung des Beins mit einem Schienenverband fixiert und so zirka drei Wochen
belassen. Eine intensive Kontrolle des
Verbandes auf Druckstellen ist nötig.
Wichtig ist auch, Patienten auf weicher,
rutschfester Unterlage zu halten, damit
sie keine Schürf- oder Druckwunden
entwickeln.
Durchtrennung der Sehnen? In
Virusinfektionen und Vergiftungen eher
alle Beine steif oder krumm und meist
sind noch andere Missbildungen vorhanden.
Bei grossen Kälbern
ist das Risiko für eine
Sehnenverkürzung
erhöht.
Bild: agrarfoto.com
schweren Fällen und falls alle vier Beine
betroffen sind, kann eine Durchtrennung der oberflächlichen und tiefen
Beugesehnen erfolgen. «Obwohl diese
Methode zu guten Resultaten führen
kann, ist aus Tierschutzgründen davon
abzuraten», betont Monika Guélat.
Brettchen Wichtig ist, Sehnenver-
Fazit Wird rechtzeitig eingegriffen,
kürzungen frühzeitig anzugehen. Monika Guélat empfiehlt: «In leichten Fällen
genügt es, das Kalb aufzustellen und die
Füsse richtig zu positionieren. Bei
schwereren Fällen kommen ‹Brettli›
oder Verbände zum Einsatz.»
Holzbrettchen (Format 60 x 80 mm,
Dicke 8 mm) werden mit Harzkleber unter den Klauensohlen befestigt, so dass
sie die Klauenspitzen um 3cm überragen. Das fötale Klauenkissen wird vorsichtig entfernt, die Brettchen-Ränder
lassen sich Sehnenverkürzungen in der
Regel therapieren. Weil eine Erblichkeit
nicht ausgeschlossen werden kann, sollten Tiere in schwereren Fällen nicht zur
Zucht herangezogen werden.
䡵
Autor Matthias Roggli, UFA-Revue,
3360 Herzogenbuchsee
www.ufarevue.ch
7-8 · 14
7-8 2014 · UFA-REVUE
MERKBLATT
NUTZTIERE
Welche Massnahmen
greifen wirklich?
KLAUENERKRANKUNGEN sind ein wichtiges Gesundheitsproblem bei
Milchkühen. Durch regelmässige funktionelle Klauenpflege und weitere Managementmassnahmen lässt sich jedoch vorbeugen.
Wo setzen Milchviehbetriebe am
besten an, um die Klauengesundheit ihrer Herde zu verbessern? Aktuelle Erkenntnisse und Empfehlungen bietet eine Studie der Nutztierklinik
der Vetsuisse Fakultät Bern, die in Zusammenarbeit mit der Schweizer Klauenpfleger Vereinigung (SKV), des VPHI
(Veterinary Public Health Institute) der
Vetsuisse Fakultät Bern und der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) durchgeführt
wurde. Die Klauenprobleme von 1449
Schweizer Milchkühen auf 78 Betrieben
wurden während der routinemässigen
Klauenpflege durch die Untersucherinnen und Untersucher vor Ort erfasst.
Um mögliche Faktoren mit Einfluss auf
die Klauengesundheit ausfindig zu machen, wurden neben der Sauberkeit der
Tiere weitere Betriebs- und Managementdaten aufgenommen.
Zahl der an Mortellaro erkrankten Tiere
und betroffenen Betriebe (29.1/73.1 %).
In den letzten zehn Jahren hat sich Mortellaro zur wichtigsten Klauenerkrankung mit stark negativen Konsequenzen
für das Wohlbefinden und die Wirtschaftlichkeit von Schweizer Milchkühen entwickelt. Aber auch Weisse-Linie
-Defekte (80.7/100 %), signalisierende
Klauenerkrankung (65.6/98.7 %), Ballenfäule (34.2/88.5 %), schwere Sohlenblutung (27.9/87.2 %) und Rusterholz'sche Sohlengeschwüre (11.5/
74.4 %) kamen häufig vor. Subklinische
Klauenrehe (5.4/47.4 %), chronische
Klauenrehe (3.3/25.6 %), eitrig-hohle
Wand (4.7/42.3 %), Sohlenspitzeninfektion (4/42.3 %), Zwischenklauenwarze
(3.1 /33.3%), Doppelsohle (2.6/33.3 %),
Sohlengeschwür (0.4/6.4 %), tiefergehende Verletzung (0.4/6.4 %) und Grippeli (0.1/1.3 %) traten seltener auf.
15 % lahm Rund 15 % der Kühe
Ursachen und Vorbeugung Die
funktionelle Klauenpflege ist, korrekt
und regelmässig angewendet, ein wichtiges und effektives Mittel zur Vorbeugung von Klauenproblemen: Obwohl
bei 66 % der Kühe während der Klauenpflege ein Klauendefekt (signalisierende Klauenerkrankung) erkennbar
war, zeigten lediglich 15% der Kühe eine Lahmheit. Die Klauenpflege bietet
also eine gute Möglichkeit zur Früherkennung und frühen Korrektur von
Klauenproblemen. Die sorgfältige Reinigung und Desinfektion der Materialien
ist jedoch wichtig, ansonsten droht die
Übertragung von ansteckenden Krankheiten wie Mortellaro. Weitere Studienergebnisse: Auf Betrieben mit Silagefütterung gab es vermehrt Tiere mit
chronischer Klauenrehe sowie Ruster-
(80 % der Betriebe) waren von Lahmheit
betroffen. Erschreckend hoch war die
Interesse des Tierhalters
«Die Klauen tragen die Milch». Eine Kuh
ohne optimale Klauengesundheit bleibt
unter ihrem Leistungspotenzial. Wichtig
ist, täglich auf auftretende Lahmheit zu
achten. Gute Klauengesundheit benötigt
das Interesse des Tierhalters sowie eine
gute Zusammenarbeit zwischen
Tierhalter, Klauenpfleger und Tierarzt.
Interessierte finden mehr Tipps auf der
Folgeseite!
UFA-REVUE · 7-8 2014
holz'schen Sohlengeschwüren. Betriebe
mit vorwiegend Holstein Kühen waren
häufiger von Mortellaro betroffen als jene mit Fleckvieh oder Braunvieh. Braune hatten im Gegensatz zu Holstein Kühen zudem seltener Klauendefekte.
Tierhalter, denen die Klauengesundheit
ihrer Kühe sehr wichtig war, hatten seltener Lahmheiten auf dem Betrieb zu
verzeichnen. Interesse und Kenntnisse
zum Thema sowie häufiges Beobachten
der Tiere auf Lahmheitsanzeichen helfen, bereits leichte Lahmheitsfälle zu erkennen und frühzeitig behandeln lassen
zu können, bevor es zu schwereren Leistungseinbussen durch Entzündung und
Schmerz kommt. Aus den bekannten
Fakten können verschiedene Empfehlungen für die Praxis abgeleitet werden
(siehe Kästen).
䡵
Johanna
Becker
Eine regelmässige
Klauenpflege dient
auch zur Früherkennung von Problemen.
73
MERKBLATT
NUTZTIERE
Klauengesundheit: Einflussfaktoren und Massnahmen
Sauberkeit
Genetik
Funktionelle Klauenpflege
Saubere Läger, häufiges Laufenlassen des
Schiebers (mindestens sechs Mal je Tag)
und regelmässiges Waschen der Beine
und Klauen (Klauenbad, von Hand) sind
wichtige Helfer gegen Klauenprobleme!
Wo der Mist das Horn aufweichen kann,
sinkt die Hornqualität und die Abwehr –
saubere Tiere mit hartem Horn sind
seltener von Lahmheit und Problemen
wie Mortellaro, Ballenfäule, eitrigen
Wänden und Geschwüren betroffen.
Geringe Trachtenhöhe und hohe Milchleistung sind oftmals mit einer höheren
Anfälligkeit für Klauenprobleme wie
Mortellaro, Geschwüre und eitrig-hohle
Wände verbunden. Bei der Zucht auf
gute Klauen und Langlebigkeit achten!
Regelmässige, funktionelle Klauenpflege
(zwei Mal pro Jahr, je nach Haltung und
Anfälligkeit der Kuh öfters) durch einen
gut ausgebildeten Klauenpfleger ist
unerlässlich. Richtig ausgeführt hilft sie,
Klauenerkrankungen vorzubeugen und
den Kuhkomfort zu verbessern. Wichtig:
Reinigung und Desinfektion der
Materialen nach jedem Betrieb und nach
jeder an Mortellaro erkrankten Kuh, um
die Übertragung zu verhindern!
Vorhandensein weiterer
Erkrankungen
BCS
Silagefütterung
Einen optimalen BCS (body condition
score) anstreben! Passt der BCS nicht
zum Laktationsstadium (magere
Hochlaktierende, verfettete Trockenstehende), Fütterung anpassen und
vorbeugend Klauen pflegen.
Bei Fütterung von Silage – insbesondere
bei Verwendung eines Mischwagens –
auf genügend Struktur, gute Durchmischung und optimale Hygiene in der
Gesamtfutterration achten!
Eine Kuh mit Ballenfäule erkrankt häufig
auch an Mortellaro. Daher: Ballenfäuleklauen ganz genau (Zwischenklauenspalt!) untersuchen, denn bei Mortellaro
ist eine schnelle Erkennung und Behandlung akut erkrankter Tiere das A
und O, um die Verbreitung innerhalb
der Herde gering zu halten.
Geschwüre und andere Läsionen führen
aufgrund der Lederhauterkrankung leicht
zu einer Zwischenklauenwarze – gut
beobachten!
Auslauf
Bewegung fördert die
Durchblutung der Klauen
und damit gesundes
Hornwachstum. Es sollte auf
einen gut befestigten,
funktionellen Boden der
Ausläufe geachtet werden.
Autorin Dr. Johanna Becker, Wiederkäuerklinik, Vetsuisse-Fakultät Universität
Bern, 3012 Bern
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74
7-8 · 14
7-8 2014 · UFA-REVUE
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UFA-REVUE · 7-8 2014
75
50 JAHRE UFA-KÄLBERMILCH
NUTZTIERE
Eisen bleibt wichtig
UNTERSUCHUNGEN AUF UFA-BÜHL belegen die hohe Bedeutung einer angepassten
Eisenversorgung in der Kälbermast. Das Angebot von Raufutter beeinflusst die
Versorgungssituation mit verfügbarem Eisen in den entscheidenden ersten Mastwochen
nur unwesentlich. Eine Eisenergänzung über eine mit Eisen angereicherte Startermilch
oder ein Zusatzprodukt ist für einen erfolgreichen Maststart notwendig.
Stephan
Roth
Samuel
Halter
Seit September 2013 muss den Kälbern ab der zweiten Lebenswoche
permanent ein geeignetes Raufutter
(zusätzlich zu Stroh) zur Verfügung
gestellt werden. Dadurch kann sich der
Pansen entwickeln; die Fütterung ist
wiederkäuergerecht. Aber welchen Einfluss hat Raufutter auf die Versorgung
mit Eisen?
Stärkung des Immunsystems
Eine bedarfsgerechte Eisenversorgung
ist gerade zu Beginn der Mast entscheidend, um die Kälber bei guter Gesundheit zu halten. Eisen leistet einen wich-
tigen Beitrag bei der Blutbildung und für
ein starkes Immunsystem. Ein Eisenmangel zeigt sich an der blassen Farbe
der Schleimhäute im Maul oder auf der
Innenseite der Augenlider. Zudem reagieren die Kälber anfälliger auf Krankheitserreger.
Wie viel wird gefressen? Neue
Untersuchungen auf UFA-Bühl zeigen,
dass das in den ersten zehn Mastwochen angebotenes Raufutter nicht zur
Eisenversorgung der Kälber beiträgt,
Grund: Die Tiere frassen maximal 300 g
Raufutter-TS und nahmen damit nur um
Eisenstrategien (Mengen je Kalb)
Kälber-/Munimast
• Zum Einstallen: 8 – 10 ml UFA-Eisenpaste.
• 1. – 10. Lebenstag: 30 g/Tag UFA topstart oder Einsatz einer Startermilch
wie UFA 209 start.
• Danach 30 g/Tag UFA top-fit (2 x
7 – 10 Tage) oder 40 g/Tag UFA toppunch (3 – 4 Wochen).
• Zur freien Verfügung: Raufutter
(z. B. Heu oder UFA 215 Fibrafit) und
UFA-Mineralleckstein für Kälber.
Aufzucht/Geburtsbetrieb (zu Vollmilch)
• 1. – 3. Tag: Kolostrum.
• 3. + 5. Lebenstag: je 8 – 10 ml
UFA-Eisenpaste.
Die Leistungen in
der Kälbermast
werden von der
Eisenversorgung
entscheidend
beeinflusst.
• Ab 7. Lebenstag: Heu und UFAMineralleckstein für Kälber zur freien
Verfügung.
• 14. – 24. Lebenstag: 30 g/Tag UFA
top-start (Alternativen bei stabilem
Eisenversorgungsstatus: 80 g/100 kg
Lebendgewicht UFA top-fit oder
40 g/Tag UFA top-punch während
3 – 4 Wochen)
Um eine auf Ihren Betrieb abgestimmte
Strategie zu eruieren, nehmen Sie
Kontakt mit dem UFA-Beratungsdienst
Ihrer Region auf.
76
7-8 2014 · UFA-REVUE
50 JAHRE UFA-KÄLBERMILCH
NUTZTIERE
Ein interessanter Ansatz wurde in einer
Studie am Institut für Tierernährung in
Hannover gestestet: Eine Eisengabe in
Form von Eisen-Aminosäure-Chelaten an
Galtkühe. Jedoch wiesen in der Folge
weder die Versuchskühe noch die
Versuchskälber einen besseren
Eisenstatus aus.
die 10 mg Eisen pro Tag auf. Als zusätzliche Schwierigkeit zum unterschiedlichen Verzehr gesellt sich die Tatsache,
dass Eisen aus Raufutter für die Kälber
nur beschränkt verwertbar ist und die
Gehalte insbesondere in Dürrfutter stark
schwanken können.
Tränker oft unterversorgt Um
zu prüfen, wie viel Eisen letztlich in den
Kälbern «ankommt», eignet sich der
Hämoglobin-Gehalt im Blut. UFA-Messungen zeigen, dass die Streuung der
Hämoglobin-Werte zwischen den Tieren bei identischer Eisenversorgung vor
der Schlachtung erheblich sein kann.
Eine Hauptursache für die Differenzen ist der unterschiedliche Versorgungsstatus der Tränker. So waren in
Untersuchungen auf UFA-Bühl (2007)
ganze 74 % der Tränker ungenügend mit
Eisen versorgt.
Enges Optimum Ein Eisenmangel
führt zu einem tieferen Milchkonsum,
geringeren Zunahmen und steigert die
Anfälligkeit für Krankheiten. Zu viel Eisen dagegen führt – je nach Eisenquelle
– zu höheren Direktkosten. Auf die Tageszunahmen hat ein «Eisenüberschuss»
keinen positiven Effekt, wie eine weitere UFA-Bühl-Auswertung ergab. Ziel ist
ein Hämoglobin-Gehalt von über 90 g
pro Liter Blut. Ab 120 g Hämoglobin pro
Liter Blut steigt die Gefahr, dass das
Fleisch im Schlachthof als Rindfleischfarbig klassiert wird. Das heisst, die
Bandbreite für eine optimale Eisenversorgung des Mastkalbes ist eng.
Auch in der Milchviehaufzucht geht’s nicht ohne
Ebenso wie in der Kälbermast hat die Eisenversorgung auch in der
Milchviehaufzucht eine hohe Bedeutung. An der Lehr- und Versuchsanstalt Hofgut Neumühle wurden 50 Kälber untersucht. Am vierten
Lebenstag litten 33 % der Tiere unter einem schweren Eisenmangel. Bei
25 % trat ein leichter Mangel auf. Nach einer Eisengabe über das Maul
(Gruppe A) waren am 14. Lebenstag 92 % der Kälber ausreichend
versorgt, nach einer Eiseninjektion (Gruppe B) 82 %. Aufgrund dieses
Versuchs betonen die Wissenschaftler die Bedeutung einer gezielten
Eisenergänzung in der Aufzucht. Als Methode, um einen mangelnden
Versorgungsstatus bei der Geburt aufzubessern, eigne sich neben der
Injektion auch die Eisenpaste (Grafik).
Beim Einsatz einer oralen Eisenpaste und Milchzusätzen stellt die Überdosierung keine Gefahr dar, da das überschüssige Eisen nicht resorbiert
wird. Bei der Injektion von Eisen kann hingegen eine Überdosierung
die Gefahr von Oxidationsprozessen im Blut und Streptokokkenbefall
auslösen. Daher werden heutzutage vermehrt orale Eisenpräparate
angewendet.
Grafik: Auswirkungen einer Eiseninjektion
und oralen Eisenergänzung
7.0
Verschiedene Lösungen Im Vergleich zum täglichen Eisenbedarf reicht
die Zufuhr via Raufutter und Vollmilch
(0.5 mg pro Liter) bei Weitem nicht
aus. Im Kasten «Eisenstrategien» ist eine mögliche Ergänzungsvariante aufgeführt. Je nach Situation (Genetik,
Futtermittel, Abnehmer usw.) eignet
sich eine andere, betriebsspezifische
Strategie.
䡵
6.0
Hb mmol/l
Mehr Eisen für die Kuh?
Hämoglobin (Hb):
4. Lebenstag
14. Lebenstag
5.0
4.0
3.0
Kontrolle
Eiseninjektion
Eisen oral
Quelle: Driemer
Autoren Stephan
Roth, Ressortleiter
Forschung und
Entwicklung, UFA AG,
3360 Herzogenbuchsee.
Samuel Halter, Kälbermastspezialist im
UFA-Beratungsdienst,
6210 Sursee.
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www.ufarevue.ch 7-8 · 14
UFA-REVUE · 7-8 2014
77
NUTZTIERE
Qualität steht im Vordergrund
IMPORTSTROH Eine hohe Strohqualität ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg in
der Tierproduktion. Die vielseitige Auswahl an Strohprodukten bietet für jeden Betrieb
und jedes Tier eine passende Lösung. Wichtig ist, den Bedarf frühzeitig zu reservieren.
Wer das Stroh gleich bei der Anlieferung kontrolliert und nur trockene, saubere Ware
einstreut, minimiert die Mykotoxin-Gefahr sinnvoll.
Daniel
Beyeler
In den Hauptbeschaffungsländern
Deutschland und Frankreich hat die
diesjährige Getreideernte etwa zwei
Wochen früher als gewohnt begonnen. Die ersten Lieferungen ab Ernte
sind mit vielversprechender Qualität bei
Kunden eingetroffen.
Die Auswahl an Strohprodukten
Christoph
Meierhans
Heu und Emd
ab Ernte 2014
Auch für Dürrfutter gilt:
Reservieren Sie bei
Ihrer LANDI frühzeitig
den Bedarf. Heu und
Emd sind als Kleinballen, Quaderballen oder
Rundballen für
folgende Tiergattungen
erhältlich: Milchvieh,
Galtvieh, Jungvieh,
Mutterkühe, Kleinvieh
und Pferde.
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78
ist breit (Tabellen 1, 2). Weizenstroh bewährt sich dank seiner Saugfähigkeit besonders gut. Gerstenstroh wird hauptsächlich zur Zufütterung oder als
Einstreu bei Rindvieh verwendet. Bei
Pferden und Schweinen können die
Gerstegrannen die Atemwege reizen.
Hygiene muss stimmen Schimmel, Hefen, Mykotoxine – die Anforderungen an die Hygiene haben zugenommen. Bei trockenem, gesundem Stroh
ist die Gefahr einer Kontamination gering. Durch Häckseln lässt sich die
Keimbelastung zusätzlich reduzieren.
Für eine aussagekräftige Strohanalyse
ist die Entnahme repräsentativer Musterentnahmen ein nicht zu unterschätzender Knackpunkt.
Kontrolle vor Ablad Bei der Anlieferung sollten Strohprodukte vor und
während des Abladens kontrolliert werden. Wichtig ist, die ganze Lieferung anzuschauen und stichprobenweise eine
oder mehrere Ballen zu öffnen. Dabei
wird geachtet auf:
• Feuchtigkeit: Am besten mit einem
Messgerät, zumindest aber tasten.
• Geruch: Die Ware darf auf keinen Fall
muffig oder schimmelig riechen.
• Sauberkeit: Verschmutzte Stellen
können vorkommen, müssen aber
unbedingt entfernt werden.
2014 hat die Getreideernte in Deutschland und Frankreich
früher als gewohnt begonnen. Bild: agrarfoto.com
• Farbe: Wird meist überbewertet. Lieber etwas dunkler, dafür trocken und
gesund riechend!
• Gewicht: Der Chauffeur muss korrekte Lieferpapiere mit Wiegeschein in
gedruckter oder in handgeschriebe-
ner Form mitführen. Wenn Kunden
das ausgewiesene Gewicht überprüfen wollen, lassen sie das Fahrzeug
vor und nach dem Entladen des
Strohs auf einer öffentlichen, geeichten Brückenwaage ermitteln. Auf-
Tabelle 1: Strohballenformate
Bezeichnung
Länge x Breite x Höhe1)
Gewicht 2)
Grossballen (Quader)
240 x 120 x 90 cm
ca. 450 kg
Rundballen
150 cm
ca. 200 kg
Kleinballen umgepresst
80/100/120 x 40 x 30 cm
ca. 28 kg
Grossballen werden nach Bedarf in Kleinballen umgepresst. Diese werden stärker gepresst
und sind daher schwerer; das Stroh wird dabei etwas kürzer und die Ballen lassen sich gut
aufschütten. Feldgepresste Kleinballen werden auf Anfrage angeboten.
Pakete
wie Grossballen
12 bis 16 umgepresste Kleinballen werden zu einer Grossballe (Paket) zusammengebunden
und können dadurch maschinell verladen werden.
1)
Standardformate. Andere Formate auf Anfrage.
2)
Die Ballengewichte können je nach Pressdichte stark variieren.
7-8 2014 · UFA-REVUE
NUTZTIERE
• Bei Lieferung von Rundballen
(höheres Volumen – weniger
Ladegewicht) wird die Ladung jeweils
mit zwei bis vier Grossballen (Quader)
stabilisiert
Zufahrts- (inklusive mögliche Bewilligungen) und Ablademöglichkeiten müssen
vor Ort (Domizil) gewährleistet sein.
grund nachträglicher Wägungen
einzelner Ballen oder Posten können
keine Gewichtskorrekturen mehr geltend gemacht werden.
Versteckte Mängel Ist das Stroh
einmal abgeladen, gilt es gemäss Han-
Stroh geschnitten
(mit 12 bis 24 in die Ballenpresse
eingebauten Messern)
Feldhäckselstroh (vor der Ballenpresse eingebauter Häcksler)
Strohhäcksel (normales Stroh,
in einer industriellen Anlage kurz
gehäckselt und teilentstaubt)
Strohwürfel (Stroh gemahlen und gewürfelt)
Strohkrümel (gebrochene Strohwürfel)
delsusanzen als akzeptiert und es können nur noch versteckte Mängel reklamiert werden. Dazu gehören Fehler, die
weder durch sorgfältige Kontrolle von
aussen, noch bei stichprobeweisem Test
im Innern der Ballen ermittelt werden
konnten.
䡵
䢇
䢇
䢇
䢇
䢇
䢇
䢇
䢇
䢇
Schlafen
im Stroh
䢇
Erdbeeren
䢇
䢇
䢇
䢇
Futterstroh
Weizen
Gerste
Weizen
Gerste
Geflügel
Pferde
Stroh normal
• Anhänger: ca. 10 t
• Motorwagen: ca. 10 t
Schweine
• Anhängerzug: ca. 20 t
Mastkälber
Wer Stroh oder Dürrfutter über
LANDI/fenaco Raufutter bezieht, kann
wie folgt beliefert werden:
Schwemmentmistung
Tabelle 2: Strohprodukte und deren Einsatzbereiche
Liegeboxen
Tiefstreue
Lieferkapazität für Stroh
und Dürrfutter
䢇
䢇
䢇
䢇
䢇
䢇
䢇
䢇
䢇
䢇
䢇
䢇
䢇
䢇
䢇
䢇
䢇
Autoren Daniel Beyeler und Christoph
Meierhans, Handel Stroh und Heu,
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UFA-REVUE · 7-8 2014
79
BIO-SEITE
Aus Überzeugung auf
Futterkulturen gesetzt
DER BETRIEB BRACHER nutzt seine topographischen und klimatischen
Voraussetzungen, um gesuchte Bio-Ackerkulturen anzubauen. Ein grosser Teil der
Felder ist mit Futterfrüchten abgedeckt. Und dies nicht nur wegen den Preisen.
Seit 2012 bewirtschaftet Familie
Bracher ihren Betrieb «Oberhuus»
in Alchenstorf (BE) nach Bio-Richtlinien. Wichtigstes Standbein ist die
Schweinezucht. Auf den Äckern baut
Andreas Bracher bewusst Futtergetreide
und Eiweisskulturen an, um zur Versorgung der Schweiz mit eigenen Futterrohstoffen beizutragen.
Früh räumende Gerste Das
Preisniveau für Bio-Futtergetreide liegt
mehr als doppelt so hoch wie auf dem
konventionellen Markt. Per 2014 wurden die Richtpreise für alle Futtergetreidearten um Fr. 2.– pro 100 kg angehoben. Für Bio-Futtergetreide wird bereits
im ersten Umstellungsjahr der volle
Knospe-Preis bezahlt.
Neben den stabil hohen Erlösen bietet Bio-Futtergetreide weitere Vorteile.
Dazu gehört beispielsweise bei Gerste
der frühe Erntetermin. Nach Gerste folgen auf dem Betrieb Bracher zwei Hackdurchgänge, um das Unkraut zu bekämpfen. Anschliessend wird eine
Gründüngung gesät. Diese hat noch genügend Zeit heranzuwachsen, um mit
Betriebsspiegel
Andreas und Ursula Bracher-Gantenbein mit Judith (16 Jahre) und
Michael (14), 3473 Alchenstorf
Nutzfläche: 19.3 ha, Talzone
Pflanzen: 1.3 ha Industriekartoffeln, 1.8 ha Saatkartoffeln, 1.2 ha Acker bohnen, 1.2 ha Eiweisserbsen-Gerste-Mischkultur, 0.3 ha Topinambur,
1.8 ha Körnermais, 3 ha Futterweizen, 2.2 ha Gerste, 1 ha Brotweizen,
0.5 ha Emmer
Tiere: 70 Muttersauen, 20 Mastsauen
Weitere Betriebszweige: Agrotourismus, Direktvermarktung
Arbeitskräfte: Betriebsleiter-Ehepaar, Lernende Alexandra Junker,
Fritz Gantenbein
80
der gewünschten Grösse in den Winter
zu gehen.
Hohe Erträge mit Futterweizen
Positive Erfahrungen macht Andreas
Bracher auch mit Bio-Futterweizen.
«Unter konventionellen Bedingungen
brachte Gerste bei uns je Are 5 bis 7 kg
mehr Ertrag als Futterweizen. Mit der
Umstellung auf Bio hat sich dieses Verhältnis ausgeglichen, wobei sicher auch
die Sorte eine Rolle spielt», stellt er
fest.
Ein wesentlicher Bestandteil der
Fruchtfolge ist weiter der Körnermais,
der in günstigen Lagen im Bio-Landbau
beste Deckungsbeiträge (Agridea:
4084 Fr./ha ohne Beiträge) liefert. Die
Unkräuter werden im Mais in fünf
Durchgängen bekämpft: striegeln vor
Saat, blindstriegeln, striegeln nach Auflaufen und zwei Mal hacken.
LANDI als Chance
Die geernteten Ackerkulturen vermarktet Familie Bracher über die LANDI. Die
Abrechnung des Futtergetreides und der
Futtereiweisskulturen erfolgt nach dem
UFA-Lohnmischfuttersystem, wodurch
ein besonders attraktiver Produzentenpreis resultiert.
Im landwirtschaftlichen Genossenschaftswesen sieht Andreas Bracher eine
grosse Chance: «Ziel ist, einander zu
helfen, so dass jeder profitiert.» Die
Hauptaufgabe der LANDI – gemeinsam
Hilfsstoffe günstig einkaufen und Erntegüter zu besten Bedingungen vermarkten – sei nach wie vor aktuell. «Die
LANDI investieren in zukunftsgerichtete
Strategien, die wiederum der Landwirtschaft zugutekommen, und geben ihre
Gewinne als Rückvergütung jährlich an
ihre Mitglieder, die Landwirte, weiter.»
Als Vorstandsmitglied und Präsident der
LANDI Koppigen hat Andreas Bracher
mitgeholfen, die örtliche Genossenschaft
weiterzuentwickeln und den Agrarbereich zu stärken.
Bohnen als Stickstofflieferant
Nach Körnermais und bodenschonendem, flachem Pflügen (als Vorbeugung
gegen Mykotoxine) sind Ackerbohnen
an der Reihe. «Die Ackerbohnen machen echt Freude», findet Andreas Bracher, der in den letzten zwei Jahren sehr
gute Erträge ernten konnte.
Als Leguminose bringen Ackerbohnen mehr als 100 kg Stickstoff in den
Boden, was fast dem Jahresbedarf einer
mittelintensiven Wiese entspricht. Der
Einsatz von Bio-Handelsdünger wird auf
dem Betrieb Bracher denn auch auf
Weizen, Gerste, Körnermais und Kartoffeln beschränkt.
Andreas Bracher sät die Ackerbohnen
7cm tief. So verankern sich die Pflanzen
gut im Boden (Standfestigkeit) und ertragen das Striegeln besser. Vor Bestan-
desschluss wird das Bohnenfeld mit
dem Striegel und der Hacke möglichst
unkrautfrei gehalten, um einer Spätverunkrautung vorzubeugen.
Zu den Nachteilen der Ackerbohnen
gehören ihre lange Kulturzeit (Winterackerbohnen rund 320 Tage) und ihr
hoher Wasserbedarf.
Eiweisserbsen auf der Fluh
Auf
flachgründigen Standorten sät Andreas
Ursula und Andreas Bracher
machen beste Erfahrungen
mit Bio-Ackerbohnen.
7-8 2014 · UFA-REVUE
BIO-SEITE
KURZMELDUNGEN
Das Beste für die Ferkel
Werden Ferkel früh an Festfutter
gewöhnt, meistern sie die Zeit nach
dem Absetzen besser.
Daniel Schmied, Schweinespezialist
und Ressortleiter im UFA-Beratungsdienst, 3052 Zollikofen
Die Genetik, welche in der Bio-Schweinehaltung zum Einsatz kommt,
entspricht dem konventionellen Zuchtniveau. Für die Fütterung stellt
dies auf Bio-Betrieben eine Herausforderung dar. Andreas Bracher
verabreicht seinen Ferkeln ab dem dritten Lebenstag Wühlerde und
«Bokashi» (Effektive Mikroorganismen). Ab dem fünften Tag mischt er
immer grössere Anteile des Ferkelfutters «UFA 455» hinzu. Während
der sechswöchigen Säugezeit soll ein Ferkel bis zu 2 kg Trockenfutter
aufgenommen haben, damit zum Stress der Haltungs- und Fütterungsumstellung beim Absetzen nicht noch ein Nährstoffmangel hinzukommt. Durch die frühe Zufütterung der Ferkel lässt sich ein zu starkes
Absäugen der Muttersauen vermeiden.
«UFA 455» ist ein Alleinfutter für Ferkel, das bis zur zwölften Lebenswoche zur freien Verfügung vorgesetzt wird. Dank seiner Crumbs-Struktur wird dieses Starterfutter sehr gern gefressen. Zu erwähnen ist weiter
die hohe Energie- und Proteinqualität, die ein
schnelles Wachstum begünstigt.
Für eine gute Entwicklung der Ferkel ist auch das
Gruppenmanagement entscheidend. Andreas
Bracher bevorzugt es, die Ferkel erst nach dem
Absetzen nach Grösse zu sortieren: «Beim Gruppensäugen animieren sich die Ferkel gegenseitig,
Festfutter aufzunehmen», begründet er.
Rabatt 7 Fr. pro 100 kg UFA 455 –
bis 30. August 2014.
Bracher daher Eiweisserbsen. Diese
werden im Frühling als Mischkultur zusammen mit Gerste in einem Reihenabstand von 12 cm angebaut, sobald die
Felder befahrbar sind. Eiweisserbsen
entwickeln sich schnell, decken den Boden rasch ab und bringen Stickstoff in
den Boden. Die Sommergerste dient zur
Unkrautunterdrückung in den Reihen
und als Stützfrucht der Erbsen.
Entgiften
mit
«Topinambur»
Auch Topinambur, eine Pflanze aus derselben Gattung wie die Sonnenblume
(Korbblütler), ist bei den Brachers anzutreffen. Bei der Herbsternte sind Erträge
von bis 120 dt Trockensubstanz je Hektare möglich.
Topinambur hat eine entgiftende
Wirkung und wird auf dem Betrieb Bracher frisch an Galtsauen verfüttert.
Wichtig: Drei Wochen vor dem Abferkeln muss Topinambur abgesetzt werden, weil die Ferkelgesundheit sonst gefährdet ist.
䡵
Autor Matthias Roggli, UFA-Revue,
3360 Herzogenbuchsee
www.ufarevue.ch
UFA-REVUE · 7-8 2014
7-8 · 14
Flurbegehung: Mehr aus dem
Boden machen
Für eine gute Struktur der Gemüse- und
Ackerbauböden ist die Kunstwiese in der
Fruchtfolge und der Einsatz von
Hofdünger unverzichtbar, betonte Martin
Bucher an der Flurbegehung vom 9. Juli
2014 auf seinem Bio-Betrieb in Feren balm (BE). Am von den LANDI Seeland
und Bern-West organisierten Anlass
zeigte Walter von Flüe, Landor, wie sich
Hofdünger aufwerten lassen (z.B. mit
«Bio-Lit»). Fazit aus dem Referat von Ueli
Zürcher, fenaco Landesprodukte, war,
dass aktuell fast alle Bio-Pflanzenkulturen
gesucht sind. Und für all diese Kulturen
bieten die LANDI das passende BioSaatgut an, ergänzte Mike Bauert, UFASamen. Kurz und bündig erklärte UFAMilchviehspezialist Martin Ruchti zudem
die Vorteile von Startphasenfutter wie
«UFA 174F» auf die Futtereffizienz und
Kuhgesundheit.
Ressourceneffizienz-Beiträge:
Schälpflug erlaubt
Der Bund hat die Bedingungen für die
Ressourceneffizienz-Beiträge «schonende
Bodenbearbeitung» überarbeitet. Wer
Beiträge für Mulchsaat (150 Fr./ha) erhält
und sich zudem für den Zusatzbeitrag
«Herbizidverzicht» anmeldet (400 Fr./ha),
kann ab 2015 den Pflug einzusetzen,
vorausgesetzt, eine Bearbeitungstiefe von
10 cm wird nicht überschritten.
Bio-Brot auf dem Vormarsch
Bei 13.2 % der Brote, die 2013 im
Detailhandel verkauft wurden, handelte
es sich gemäss dea Marktberichts des
Bundesamtes für Landwirtschaft um BioBrote. Der Anteil der Bio-Brote am gesamten Brotumsatz betrug sogar 17.5 %.
Der Bio-Brotmarkt wuchs in den letzten
zwei Jahren sowohl mengen- als auch
wertmässig um rund 4 %.
EU-Milchbetriebe im Minus
Bio-Milchproduktionsbetriebe, die im
Rahmen des EDF (European Dairy
Farmers e. V.) ausgewertet werden,
können die Vollkosten mehrheitlich nicht
decken. Analysiert wurden Bio-Betriebe
aus Spanien, Holland, Frankreich und
Schweden. Die konventionelle Milchproduktion schneidet laut EDF besser ab.
81
KURZMELDUNGEN
LANDLEBEN
Die Arbeit der Bäuerinnen
Verlosung
AgriexpertTaschenlampe
Agriexpert hiess früher SBV Treuhand und Schätzungen und noch
früher Schätzungsamt. Nun feiert
der Bereich sein 100-jähriges Bestehen. Unzählige Bauernfamilien
haben sich während all dieser Jahre mit ihren Fragen zu Hofübergabe, Pachtrecht, Raumplanung,
Ertrags- und Verkehrswertschätzungen an die «Agriexperten» gewandt. Tappen auch Sie nicht länger im Dunkeln und rufen Sie das
Auskunftstelefon von Agriexpert
(寿 056 462 51 11) an.
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UFA-Revue verlost drei Agriexpert-Taschenlampen im Wert von
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Einsendeschluss 15. August 2014.
Gewinner UR 6/2014
Je zwei Agrisano-Touch-Pen haben Regula Belz, Tanja Bösch,
Margrit Braschler, Marc Leutwyler, Alexandre Mévaux, Ruth
Schenk, Peter Stähli, Kurt Thomas, Stefan Weitnauer und Mathias Wolfisberg gewonnen. Damit lässt sich das Smartphone
oder Tablet einfach, präzise und
ohne Fingerabdrücke zu hinterlassen bedienen. Nützlich
und vorteilhaft sind auch die
Versicherungslösungen im
landwirtschaftlichen Personen- und Sachversicherungsbereich der Agrisano.
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Tagesaktuelle Neuigkeiten
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82
In ihrer an der nationalen Tagung
zum internationalen Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe präsentierten Studie untersuchte AgroscopeForscherin Ruth Rossier (Bild), wie
viel Zeit die Bäuerinnen für Haushalt, Garten, Familie, Betrieb, Administration, Landwirtschaft und
Nebenerwerb aufwenden. Ausgewertet wurden dafür insgesamt
7457 Arbeitsrapporte von 179
Bäuerinnen aus der ganzen Schweiz.
Laut der Zeitbudgeterhebung beträgt die zeitliche Beanspruchung
der Bäuerinnen im Durchschnitt
65 Stunden pro Woche. Rund ein
Drittel dieser Zeit wird für den Landwirtschaftsbetrieb sowie administrative und landwirtschaftsnahe Tä-
tigkeiten aufgewendet. 13 % entfallen auf die ausserbetriebliche Erwerbstätigkeit. Familie und Haushalt beanspruchen die Hälfte ihrer
Zeit. Seit 1974 sei der Zeitaufwand
der Bäuerinnen für Haushalt und
Betrieb gesunken, jener für Erziehung und ausserbetriebliche Erwerbsarbeit habe zugenommen,
schreibt Ruth Rossier in «Agroscope
Transfer 21, 2014». Es gäbe inzwischen auch dreimal mehr Bäuerinnen mit nichtlandwirtschaftlicher
Ausbildung als damals. Im Durchschnitt sind die an der Zeitbudgetstudie beteiligten Bäuerinnen 48
Jahre alt, ihre Haushaltsgrösse beträgt 4.4 Personen (1974: 6.4 Personen). Auch die Kinderzahl ist seit
1974, als das letzte Mal so eine Zeitbudgetstudie durchgeführt wurde,
gesunken. Gemäss Ruth Rossier zeigen die Ergebnisse der Zeitbudgeterhebung deutlich, dass Bäuerinnen
eine wichtige Rolle auf den Schweizer Familienbetrieben einnehmen.
Sie würden dafür aber oft nicht entsprechend honoriert.
Zwischenstop im Alpsommer
Landwirte an den Swiss Skills
Pia’s Tipp
Kräuterbutter
250 g Butter, weich
2 Bund gemischte Kräuter
(Petersilie, Schnittlauch, Kerbel
und Majoran)
½ KL Salz
Pfeffer
2 EL Zitronensaft
Kräuter fein hacken und mit den
anderen Zutaten und der weichen Butter gut vermischen.
Haltbarkeit: Im Kühlschrank ca.
zwei Wochen; Tiefgekühlte zwei
bis drei Monate.
Variationen
• Knoblauchbutter: 3 Knoblizehen zur Butter pressen und
mischen.
• Chilibutter: 2 Chilischoten halbieren, entkernen, fein hacken
unter die Butter mischen.
• Tomatenbutter: 6 getrocknete
Tomaten sehr fein hacken und
unter die Butter mischen
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Der Film «Sommerzeit – Alpwirtschaft: Tradition mit Zukunft?» von
Pascale Gmür zeigt, wie erfahrene
und motivierte Älplerinnen und
Älpler für die Betreuung der Tiere
und die Herstellung von Alpprodukten zentral sind. Der Film kostet
28 Fr. Erhältlich ist die DVD mit Untertiteln in D, F, E. auf:
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Agrisano mit gutem Ergebnis
Die Agrisano als Unternehmensstiftung und als Eigentümerin der Agrisano Krankenkasse AG und der
Agrisano Versicherungen AG konnte 2013 den Versichertenbestand –
sei es bei den Grund, Taggeld-, Zusatz-, Unfall- oder Rechtsschutzversicherungen – erhöhen. Und mit
3.9 Mio. Fr. weist die Agrisano ein
erfreuliches Gesamtergebnis 2013
aus.
Patrik Hasler-Olbrych, Agrisano
Vom 17. bis zum 21. September
2014 finden in Bern erstmals die
Schweizer Berufsmeisterschaften
statt – die so genannten Swiss Skills.
OdA AgriAliForm ist Träger des
landwirtschaftlichen Auftritts. Teilnehmen werden 36
Personen im Beruf
Landwirtin/ Landwirt
EFZ. Hauptsponsor
des landwirtschaftlichen Auftritts ist die
fenaco.
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Copyright: SRF/Merly Knörle
7-8 2014 · UFA-REVUE
RARITÄTEN & NOSTALGIE
LANDLEBEN
Mit Geissen in den Kampf
SAGEN UND FESTE Die Schweizer Vergangenheit war
manchmal kriegerisch und um die Schlachten ranken sich
viele Mythen und Sagen. Das Städtchen Gruyères lässt am
1. August 2014 eine dieser Erinnerungen hochleben.
Bild: Daniel Sudan, Epagny
Was ist
das?
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Einsendeschluss ist
der 15. August 2014.
Es war ein zermürbender Kampf –
die Schlacht von Sauthaux zog sich
bis in die Nacht hinein. Die Frauen
hatten sich inzwischen gemeinsam
mit ihrem Vieh – den Ziegen – in der
Stadt verrammelt. Als dann die Schlacht
am Moléson kein Ende nehmen wollte,
kamen die Frauen auf eine Idee: Sie befestigten Fackeln auf den Hörnern der
Geissen und jagten sie gegen das gegnerische Heer. Die Berner dachten den
Greyerzern käme ein Höllenheer zu Hilfe
und ergriffen die Flucht. Anschliessend
feierten die Greyerzer die Geissen wie
Helden. In Erinnerung daran feiert das
historische mittelalterliche Städtchen
Gruyères den 1. August 2014. Ab 10 Uhr
kann das Publikum, neben einem Handwerkermarkt, auch die verschiedenen
Geissenrassen in 14 Gehegen im ganzen
Städtchen bewundern. Auch auf dem
Handwerkermarkt steht die Ziege mit
Käse, Seife und Wolle im Mittelpunkt.
Daneben zeigt ein Schindler sein Handwerk und ein Käser produziert Vacherin
fribourgeois. Musikalisch erzählt Dominique Pasquier begleitet vom Violonist
Mike Perroud die alte Legende. Ab
22Uhr startet eine Geissenparade beim
Schloss. Und in Erinnerung an die siegreiche Schlacht sind die Ziegen mit Lichtern geschmückt.
䡵
Verlost wird ein LANDIGutschein im Wert von 50 Fr.
Rapid gestern und heute
In Zusammenarbeit mit dem Rapid
Museum Schöftland und dem Verkehrshaus der Schweiz findet vom 26. Juli bis
zum 3. August 2014 in Luzern die Rapid
Sonderausstellung statt. Die Geschichte
des Schweizer Traditionsunternehmens
kann hautnah miterlebt werden mit Vorführungen und Testfahrten vom Oldtimer bis zur aktuellen EinachsgeräteModellpalette und weiteren HightechBauteilen der Rapid-Kundenfertigung
für Schienen- und Luftfahrzeuge sowie
die Automobilindustrie.
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in 8 Minuten mit der Bahn bis Haltestelle «Luzern Verkehrshaus» erreichbar
oder aber auch 30 Gehminuten entlang
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ehemals die Feinde
vertrieben. Heute
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Bild: Daniel Sudan, Epagny
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UFA-REVUE · 7-8 2014
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83
LANDLEBEN
Effizienz mit Motivation steigern
AGRO-FORUM 2014 Die Vereinigung der Agrokaufleute sowie die Alumniorganisation der HAFL-Absolventen organisieren am 12. September 2014 in Bern ein
Agro-Forum für Führungspersönlichkeiten der Agrar- und Lebensmittelbranche. Urs
Schneider, stellvertretender Direktor des Schweizer Bauernverbands, referiert an diesem
Anlass zum Thema Personalmotivation im Zusammenhang mit dem ESAF 2010.
Matthias
Zurflüh
Talon einsenden bis
spätestens am
31. August 2014:
AgrokaufleuteVereinigung,
Cécile Ferro
Max-Daetwyler-Platz 1
3014 Bern.
✘
«Motivation als zentrales Element
guter Leistungen» – Urs Schneider,
als ehemaliger OK-Präsident des
Eidgenössischen
Schwingfestes
(ESAF) in Frauenfeld weiss, wovon er
spricht. Auch beruflich leitet er viele
Kampagnen und Projekte wie zum Beispiel die Imagekampagne mit Prominenten im Edelweisshemd, die Auftritte
der Schweiz an der Internationalen Grünen Woche Berlin, viele Abstimmungskampagnen und zuletzt die Unterschriftensammlung für die «Initiative für
Ernährungssicherheit». Derzeit ist
Schneider an den Vorbereitungen für
den Auftritt der Schweizer Land- und
Ernährungswirtschaft an der Weltausstellung «Expo Milano 2015».
Matthias Zurflüh: Sie sind eine engagierte Persönlichkeit. Was motiviert Sie?
Urs Schneider: Spannende Aufgaben,
die warten und die Zusammenarbeit mit
hervorragenden Teams für verschie-
denste Aufgaben und Projekte. Beim
Einsatz in der Landwirtschaft setzt man
sich schlussendlich für 60 000 Bauernfamilien ein. Das ist eine äusserst dankbare und erfüllende Aufgabe.
Wenn man Ihre Mitarbeiter fragen würde, wie würden diese Ihren Führungsstil
beschreiben?
Ich denke (und hoffe), da kämen Begriffe wie kooperativ, motivierend, engagiert und bestimmt vor. Wahrscheinlich
würden meine Mitarbeiter sagen,
«manchmal enthusiastisch» und vielleicht noch «militärisch», wobei darunter wohl vor allem das Talent zum Organisieren zu verstehen ist.
Warum haben Sie 2010 das OK-Präsidium des ESAF in Frauenfeld übernommen?
Ich fühle mich traditionellen Werten
verbunden, bin Sportfan und war schon
vor dem ESAF 2010 bei der Organisation von zahlreichen kleineren und grös-
Anmeldung
Ich melde mich ans Agro-Forum am 12. September 2014 an
Vorname, Name
Strasse, Hausnummer
Postleitzahl, Ort
Mail
Ausbildung
Funktion
Unterschrift
Bitte so rasch wie möglich retournieren (Agrokaufleute-Vereinigung, Erlachstrasse 5, 3012 Bern) oder
sich auf www.swissagroforum.ch online anmelden.
Motivation als zentrales
Element guter Leistungen
Unter diesem Titel referieren (nur
deutsch) am Agro-Forum der erfolgreiche Fussballtrainer und Fernsehkommentar Hanspeter Latour, Nadine
Gembler (Leiterin Personal/Ausbildung
Coop national), Annina Scherrer (Institut
fur Arbeitsmedizin), Bernard von Muralt
und stellvertretender Direktor SBV Urs
Schneider. Das Agro-Forum findet am
12. September 2014 am Feusi Bildungszentrum in Bern statt (7.30 bis 16.30
Uhr). Ab 16.30 Uhr Apéro riche Valais.
Die Kosten betragen 159 Fr. pro Person.
Anmeldung auf www.swissagroforum.ch
oder mit dem untenstehenden Talon.
seren Anlässen dabei. Ausserdem gibt es
eine Verbindung zu meiner beruflichen
Tätigkeit und meinen weiteren Engagements. Das ESAF 2010 war der grösste,
an einem Wochenende stattfindende
Sportanlass in unserem Land. Diesen zu
organisieren war gleichermassen eine
Herausforderung wie auch eine Ehre.
Zudem machte es echt Spass.
Mit welchem System haben Sie die 3700
Helfer rekrutiert?
Ziel war es, einen grossen Teil der Helfer
über Vereine zu rekrutieren und dabei
den Rekrutierungsrayon je nach Verlauf
des Anmeldungseingangs immer weiter
auszudehnen. Den Bedarf und die Aufgaben haben wir über Orientierungen
an den kantonalen Delegiertenversammlungen der Thurgauer Sportverbände sowie durch die direkte Kontaktnahme mit Vereinen sowie Aufrufen in
Medien und auf der Homepage bekannt
gemacht. Das Konzept war erfolgreich,
rund 90 % der Helfenden wurden über
7-8 2014 · UFA-REVUE
LANDLEBEN
Agro-Forum 2014 am 12. September 2014 am Feusi Bildungszentrum, Bern.
Vereine rekrutiert und der überwiegende Teil kam aus dem Thurgau. Es war
unproblematisch die Helfer zu finden.
Welches waren die Anreize, die Sie für die
Helfer geschaffen haben?
Das Wichtigste war wohl die Aussicht
auf ein einmaliges, spannendes Erlebnis
und die Mitwirkung an einem Grossanlass. Erhalten haben die Helferinnen
und Helfer einen Basis-Stundenlohn für
die geleistete Arbeit, welcher aber zum
grössten Teil in die Vereinskassen floss,
Helferbekleidung und kostenlose Verpflegung im Helferzelt. Ab fünf geleisteten Helferstunden gab es einen persönlichen Gratiseintritt zur Helfer-Tribüne
in der Schwing-Arena. Alle erhielten eine Einladung zum Helferfest.
Wie muss man Personen führen, wenn Sie
freiwillig helfen?
Genau gleich wie in einem Unternehmen oder einer Organisation. Die Führungsgrundsätze bleiben immer gleich.
Klare Aufgaben und Ziele sind wichtig.
Eines meiner Mottos ist auch «Ehrenamtlichkeit schützt nicht vor Qualität».
Wie motiviert man Helfer, während eines
solchen Anlasses den nötigen Effort zu erbringen?
Urs Schneider, stv. Direktor des
Schweizer Bauernverbands als Vorbild
dafür, wie man Mitarbeiter und Helfer
motiviert. Bild: SBV, Brugg
UFA-REVUE · 7-8 2014
Weil das Schwingen «in» ist, aber auch
weil wir eine gute Kommunikation
machten, gelang es uns, eine riesige
Vorfreude auf das ESAF zu wecken. Das
trug sehr dazu bei, dass alle etwas beitragen wollten, das Fest zum Erfolg zu
machen. Vom OK-Präsidenten über die
Abteilungsleiter, die Ressortchefs bis hinunter zum Verantwortlichen am
Wurststand ist es wichtig, Einsatz vorzuleben und Vorbild zu sein.
Gibt es bei der Führung der freiwilligen
Helfer einen Unterschied zu Angestellten
im bezahlten Arbeitsverhältnis?
Man muss mehr orientieren, weil alles
neu und einmalig ist. Ansonsten gibt es
kaum einen Unterschied.
Würden Sie rückblickend etwas anders
machen?
Es gibt immer Sachen, die man besser
machen kann. Im Ressort «Personelles»
würde ich kaum etwas ändern.
Danke für das Gespräch.
Autor Matthias Zurflüh absolvierte
2005 bis 2007 den feusi-Lehrgang
Agrokaufmann HF. Er leitet den Bereich
«Internationaler Warenverkehr und
Logistik» bei Swisscofel, Bern. Als
Präsident der ehemaligen Agrokaufleute
steht der dem OK für das Agroforum
vor. www.agro-vereinigung.ch
www.ufarevue.ch
7-8 · 14
85
LANDLEBEN
Salami – die Königin der Rohwürste
WURSTWAREN SIND BRÜH-, KOCH ODER ROHWÜRSTE. Die Salami gehört zu
letzteren und wird luftgetrocknet, ist also eine Dauerwurstsorte, die klassischerweise
einen grauweissen Naturschimmelbelag (Edelschimmel) aufweist. Früher enthielten die
italienischen Salami oft Esel- und Maultierfleisch. Heute jedoch werden Salamis
ausschliesslich aus Schweine- und Rindfleisch oder nur aus Schweinefleisch hergestellt.
Heini
Hofmann
Ganze Salami kühl und
trocken lagern. Bei
angeschnittener Salami
die Schnittfläche mit
Butter, Haushaltfolie
oder feuchtem Tuch
abdecken und im
Kühlschrank lagern.
Aufgeschnittene
vakuumverpackte
Salami im Kühlschrank
lagern. Aufgeschnittene offene Salami
sofort konsumieren.
Bild: Ernst Sutter AG
86
Unter den Rohwürsten ist die Salami die bekannteste und beliebteste.
Rohwurst bedeutet: ohne Kühlung
haltbar und ohne Erhitzung geniessbar. Rohwursterzeugnisse werden entweder kaltgeräuchert mit Nachtrocknen
(Landjäger) respektive kaltgeräuchert
mit abgebrochener Reifung (Saucisson)
oder eben luftgetrocknet statt geräuchert (wie die Salami).
Zu den luftgetrockneten, schimmelüberzogenen Rohwürsten gehören neben den verschiedenen Salamitypen –
Salami fein (Typ Milano), Salami grob
(Typ Nostrano), Salami Varzi (mit Speckwürfeli), Schweizersalami und Salami
pur porc – auch Salsiz, Salametti, Knoblauchwurst.
satz zu Brüh- und Kochwürsten, die in
dicke Scheiben zertrennt werden, und
zwar schräg geschnittene, um dem Auge
grösseres Volumen vorzutäuschen.
Auch sprachlich betrachtet ist Wurst
nicht gleich Wurst. Im Italienischen ist
die einzelne Wurst eine salame (Salzwurst), wogegen salami den Plural bedeutet. Doch in der Deutschen Sprache
mutierte die italienische Mehrzahl zur
Einzahl, Salami, die wir durch einen
künstlichen Plural wieder zu Salamis
machen müssen. Ein Salami-Geschenk,
bestehend aus nur einer Wurst, ist also,
etwas maliziös ausgedrückt, Vorspiegelung falscher Tatsachen. Zudem streitet
man sich in der Schweiz, ob man die
oder der Salami sagt.
Sei un Salame! Wenn ein Tessiner
einen Mitmenschen solchermassen bezichtigt, ist dies gleichbedeutend wie
Hanswurst auf Deutsch. Und in Politik
und Militär kennt man die Salamitaktik,
das Vereinnahmen in kleinen Schritten,
so wie man die Salami in dünne Scheibenrädchen schneidet, ganz im Gegen-
Rohmaterial und Verarbeitung
Trotz technischem Fortschritt werden
Salamis heute traditionsverhaftet hergestellt, wobei dem Rohmaterial und den
Verarbeitungsschritten grösste Wichtigkeit zukommt. Eine Salami entsteht in
mehreren Arbeitsgängen: Brätherstellung, Abfüllen in Wursthülle, Trocknung
und Reifung. Je nach Spezialität wird
reines Schweinefleisch oder eine Mischung aus Rind- und Schweinefleisch
verwendet.
Die ausgeruhten Schlachttiere müssen gesund, gut gemästet, aber nicht zu
fett sein und es werden eher ältere Tiere
benötigt. Wichtig sind hygienische
Schlachtung und Verarbeitung, die Tierkörper müssen mindestens 48 Stunden
durchkühlen, sollen aber nicht länger als
4 bis 5 Tage abhängen, da sonst Nährstoffe verloren gehen. Zwei Drittel des
Fleisches sollen eine Verarbeitungstemperatur von zirka –2 °C haben, ein Drittel kann frisch verarbeitet und dann mit
dem leicht angefrorenen Fleisch vermengt werden.
Der Speck wird gut ausgekühlt in Würfel geschnitten und zwei bis drei Tage im
Gefrierraum ausgetrocknet. Die Verarbeitungstemperatur soll bei zirka -6°C
liegen. Das angefrorene Kuh- und/oder
Schweinefleisch und der Rückenspeck
werden zusammen zerkleinert mit Scheffel und Knetmaschine oder Scheffel und
Blitz oder mit dem Blitz allein, und zwar
je nach Salamispezialität in unterschiedlicher Körnung. Die Aromatisierung erfolgt durch Beigabe von Salz, Gewürzen
oder Pfeffer, bei einigen Sorten auch
Knoblauch oder Wein.
Aus Brät wird Wurst Während
das Brät früher in der traditionellen
Mengmulde (marna) mehrmals durch
die Hände des Charcutiers ging, übernehmen heute moderne Mengmaschinen (Tumbler) das Mischen des fetten
mit dem mageren Anteil. Vom Tumbler
wird das Brät in die Knetmaschine umgefüllt und hier drei bis fünf Minuten
durchgewalkt. Damit der in der Luft enthaltene Sauerstoff den Speck nicht ranzig werden lässt, erfolgen diese Arbeitsgänge unter Vakuum.
Nun kann das fertige Brät sorgfältig in
Natur- oder Kunstdärme abgefüllt werden. Die Fülltemperaturen für feinkörniges Brät (Typ Milano) sollen bei zirka
-2°C liegen, für grobkörniges Brät (Typ
Nostrano) bei rund 0°C. Letzter Herstellungsschritt ist das Binden. Salamisorten
erster Qualität werden auch heute noch
durch qualifiziertes Personal von Hand
gebunden, wobei dies eine Frage der
Ästhetik ist und nichts mit der Qualität
zu tun hat, weshalb auch nicht gebundene Sorten von gleicher Wertigkeit
7-8 2014 · UFA-REVUE
LANDLEBEN
sind. Jetzt ist die Salami zwar formmässig fertig, aber noch lange nicht genussreif; denn nun folgt die hohe Kunst der
Trocknung und Reifung.
Nach Abhängen über Nacht werden
die Salamis an Stöcke gehängt und in
die Trockenräume gebracht, wo sie fünf
Tage bei absteigender Temperatur und
Luftfeuchtigkeit
verbleiben
(von
24 °C / 95 % rel. Feuchte bis runter auf
14 °C / 80 %). Ab dem sechsten Tag folgt
die Reifung in den Lagerräumen bei 12
bis 14 °C und 80 – 85 % relativer Feuchtigkeit. Der Reifungsvorgang dauert bei
kleinen Sorten zwei Wochen, bei grossen von einem Kilogramm Gewicht bis
zu drei Monate. Durch das langsame
Trocknen verliert die Salami je nach
Grösse bis zu einem Drittel an Gewicht.
Umrötung und Salpeterabbau
Auch im Lebensmittelbereich basiert alles auf chemisch-physikalischen und biologischen Vorgängen, die exakt gesteuert
werden müssen. Der pH-Wert des Rohmaterials, der nicht mehr als 5.9 betragen darf, muss bei der Rohwurstreifung
bis zum 10. Tag kontinuierlich absinken
auf zirka 5.2 und sich bis zur Schnittreife
auf rund 5.5 bis 5.7 einpendeln. Mit zunehmender Abtrocknung muss auch die
Luftbewegung verringert werden. Ebenfalls die Luftfeuchtigkeit muss nach dem
Schwitzprozess (bei Beginn der Reifung)
gesenkt werden, jedoch so, dass die Differenz nicht zu gross wird, weil es sonst
zur Trockenrandbildung kommt.
Die anfänglich hohen Temperaturen
schaffen optimale Bedingungen für die
Mikroorganismen, damit eine gleichmässige pH-Absenkung erfolgt, welche
für die Wasserabgabe und Umrötung
ideale Voraussetzungen schafft. Das
Kochsalz fördert die Brätbindung und
wirkt konservierend, weil es unerwünschte Bakterien hemmt. Beim Salpeterabbau wird Nitrat bakteriell zu Nitrit abgebaut. Dieses zerfällt in einem
chemischen Vorgang zu Stickoxyd und
geht mit dem Eisen des Muskelfarbstoffes Myoglobin eine Verbindung ein. Daraus resultiert im Umrötungsprozess
Stickoxid-Myoglobin, auch Pökelrot genannt. Zuckerstoffe schliesslich bilden
die Nahrung für die Mikroorganismen,
es kommt zur Bildung von Milchsäure,
die ihrerseits für die Senkung des pHWertes verantwortlich ist. Während des
UFA-REVUE · 7-8 2014
Reifeprozesses wird das Brät, das heisst
das Gemisch aus Muskelfleisch, Speck
und Fleischsaft (Sol) verfestigt, indem
mit fallendem pH der Sol zu Gel erstarrt.
Voraussetzung für eine gleichmässige
Trocknung der Rohwurst ist also ein optimales Zusammenspiel von pH-Wert,
Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung.
Starterkulturen Wie dies zuerst
bei der Herstellung von Joghurt, Quark
und Käse der Fall war und heute auch
bei Brot, Wein, Oliven, Salzgurken und
manch anderen Lebensmitteln gang und
gäbe ist, werden auch in der Technologie der Salamireifung Bakterien und
Edelschimmelpilze als Starterkulturen
gezielt eingesetzt; sie beeinflussen die
pH-Wert-Senkung, den Reifungsvorgang, die Farbhaltung, die Konsistenz
und den Geschmack positiv, all das also,
was die Salami zur Königin der Rohwürste macht.
Milchsäurebakterien bilden aus den
zugegebenen Kohlehydraten Milchsäure, welche die Reifung beschleunigt.
Mikrokokken bauen das Nitrat aus dem
Pökelhilfsstoff ab und haben zusammen
mit Hefen einen günstigen Einfluss auf
Farbe und Aroma der Salami. Edelschimmelpilze schliesslich (die Rohwürste werden in einem Tauchbad mit
deren Sporen überzogen) schützen die
Salami vor Sauerstoff und Licht und verhindern so Ranzigwerden und Austrocknung sowie unerwünschtes Schimmelpilzwachstum – und verleihen der
Rohwurst-Königin ihr unverwechselbares Äusseres.
Salami sollte bei
Zimmertemperatur
genossen werden,
da – wie bei Wein
und Käse – sich nur
dann das volle
Aroma entwickelt.
Naturkeller und Klimakammer
Die Reifung ist ein Wesensmerkmal der
Salami. Früher erfolgte sie im Naturkeller, weshalb naturgereifte Rohwürste in
unseren Breitengraden nur in den Wintermonaten hergestellt werden konnten. Heute wird die Naturreifung in der
Schweiz nur noch in kleinen, traditionellen Handelsbetrieben oder von Bauern im Tessin ausgeübt. Grossbetriebe
sind längst zur Reifung in Klimakammern übergegangen, was eine ganzjährige Produktion erlaubt.
䡵
Autor Heini Hofmann,
Zootierarzt und freier
Wissenschaftspublizist,
Rapperswil-Jona (SG)
www.ufarevue.ch 7-8 · 14
87
REZEPT
LANDLEBEN
Würzige Geheimnisse
aus der Bauernküche
NACH EINER WANDERUNG im schönen Toggenburg lässt es sich nirgends
besser schlemmen als im Buurebeizli Dergeten. Einige ihrer Spezialitäten
hat die Bäuerin und Beizli-Betreiberin Esther Stauffacher für die Leser verraten.
Knöpfli mit
Schnittlauchpesto
200 g Schnittlauch
3 Knoblauchzehen
50 g gemahlene Mandeln
100 geriebener Greyerzer
1 dl Rapsöl
1 Prise Salz
Hausgemachte Knöpfli
Knöpfli in einer beschichteten Pfanne
goldgelb rösten. Für das Pesto alle weiteren Zutaten in eine Schüssel geben
und mit dem Stabmixer gründlich pürieren. Schnittlauchpesto (Bild oben rechts)
unter die Knöpfli mischen oder dazureichen. Dazu passt Cordon bleu, gefüllt
mit Mostbröckli, Schwägalpkäse und
dünnen Apfelschnitzen.
Esther Stauffacher (47) betreibt mit ihrem
Mann Melchior Milchwirtschaft mit Alpbetrieb in Nesslau (SG) nach Bio Suisse
Richtlinien. 2009 eröffnete die Bauernfamilie das Buurebeizli Dergeten. Die Bauern
aus der Umgebung aber auch Wanderleute
aus der ganzen Welt werden dort mit vorzüglicher Bauernküche verwöhnt. Mehr
dazu unter www.buurebeizli-dergeten.ch. In
der Küche setzt die Bäuerin auf natürliche,
frische, regionale und möglichst biologische
Produkte. Einmal im Jahr wird auf dem Hof
die Dergeten Kilbi mit Jodlerklub und
Oldtimertreffen veranstaltet. In ihrer Freizeit
besetzt die engagierte Bäuerin mehrere
Ämter, sei es im Vorstand der IG Laad oder
des Agrotourismus Toggenburg. Der Hof
Stauffacher macht übrigens beim Projekt
«Stallvisite» mit.
88
Toggenburger
Schlorzifladen
1 Kuchenteig (rund)
Schlorzi
500 g gedörrte Birnen
etwas Rohrzucker
1 Msp. Nelken- und Zimtpulver
1 – 2 EL Zitronensaft
1 EL Kirschwasser
Guss
6 dl Vollrahm
1 grosses Ei
1 EL Mehl
2 EL Zucker
Für das Schlorzi, die gedörrten Birnen
einige Stunden einweichen lassen, danach zu einem Mus verarbeiten. Restliche Zutaten mit der Masse vermischen.
Ofen auf 180 °C Umluft einstellen. Für
den Guss den Vollrahm mit Ei, Mehl und
Zucker mit dem Schneebesen verquirlen. Den Teig auf ein Kuchenblech auslegen, an den Seiten gut andrücken und
den Boden mit einer Gabel einstechen.
Schlorzi auf dem Teig gleichmässig verteilen. Guss über dem Schlorzi verteilen
und 45 min im Ofen backen.
Die Bäuerin ist eine
kreative Köchin und
zaubert mit einfachsten Zutaten in
Windeseile für ihre
Familie ein komplettes
Menü. Besonders
raffiniert ist ihr
leichtes Sommerdressing mit vielen
frischen Gartenkräutern (Bild unten).
Leichtes
Sommerdressing
2 – 3 Tomaten
1 mittelgrosse Zwiebel
1 Handvoll frische Gartenkräuter
2 dl Rapsöl
1 dl Essig
Tomaten, Zwiebeln und frische Gartenkräuter grob hacken und mit den anderen Zutaten in eine Schüssel geben. Mit
dem Stabmixer eine sämige Sosse zaubern. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Passt perfekt zu grünem Salat.
䡵
Autorin Anna Steindl,
UFA-Revue,
8401 Winterthur
www.ufarevue.ch 7-8 · 14
7- 8 2014 · UFA-REVUE
Gratistag!
155 Jahre
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1. Tag: Linienflug von Zürich nach Buenos Aires via
London. Ankunft am nächsten Morgen.
2. Tag: Nach Ankunft am Flughafen Buenos Aires
werden Sie von der Reiseleitung erwartet und Sie
begeben sich auf eine Stadtrundfahrt (Mittagessen
inklusive). Am Nachmittag einchecken im Hotel in
Buenos Aires. Abend zur freien Verfügung.
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3. Tag: Nach dem Frühstück Transfer zum Hafen
von Buenos Aires und Einschiffung. Sie verbringen
die erste Nacht in in Buenos Aires an Bord Ihres
Schiffes.
4. Tag: Nach dem Mittag sticht Ihr schwimmendes
Hotel in See in Richtung Brasilien.
5. + 6. Tag: Erholung auf See.
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berühmteste Stadt Brasiliens zieht jährlich Millionen
Besucher an. Machen Sie einen Ausflug auf den
Zuckerhut oder flanieren Sie an der berühmten
Copacabana.
8. Tag: Erholung auf See.
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9. Tag: Heute haben Sie die Gelegenheit eine der
schönsten Städte Brasiliens zu entdecken. Salvador
de Bahia bietet für jeden etwas. Gehen Sie von Bord
und erleben Sie südamerikanisches Flair.
10. Tag: Erleben Sie die Stadt Maceio, auch die
«Stadt der Wasser» genannt, auf eigene Faust, oder
nehmen Sie an einem fakultativen Ausflug von Costa
teil.
11. Tag: Ihr Schiff trifft am Morgen im Hafen von
Recife ein, der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Pernambuco.
12. – 17. Tag: Überquerung des Atlantiks.
18. Tag: Heute legt Ihr Schiff im Hafen von St. Cruz
de Teneriffa an. Teneriffa gehört zu den kanarischen Inseln und hat einen vulkanischen Ursprung.
Erleben Sie diese einmalige Landschaft und gehen
Sie von Bord.
19. Tag: Erholung auf See.
20. Tag: Nach dem Mittag Ankunft im Hafen von
Malaga. Malaga liegt im Süden Spaniens und ist auf
jeden Fall einen Besuch wert. Entdecken Sie einen
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• Vollpension an Bord
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der ältesten Häfen des Mittelmeers. Ein weiteres
Merkmal dieser Stadt ist die imposante Kathedrale.
21. Tag: Erholung auf See.
22. Tag: Morgens Ankunft in Marseille. Marseille
gehört zu den wichtigsten französischen Hafenstädten und ist die zweitgrösste Stadt Frankreichs.
Gehen Sie auf Stadtrundfahrt oder nehmen Sie an
einem Ausflug nach Aix-en-Provence teil.
23. Tag: Ihre traumhafte Kreuzfahrt endet heute
in Savona. Nach dem Frühstück verlassen der Kabine. Geniessen sie bis zum Mittag die Zeit noch
an Bord, danach Ausschiffung und Rückfahrt mit
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Der Duft des Südens
THYMIAN machte bei den alten Ägyptern zum Einbalsamieren
Karriere. Heilkraut war die niedliche Gewürzpflanze schon
immer. Sie hat aber auch das Talent zum ganz grossen Auftritt
in Topf und Garten. Sie füllt Plattenfugen, schmückt
Trockenmauern und kann mit Absenkern vermehrt werden.
Edith
Beckmann
1 · Filigraner Nasenschmeichler: Thymian
blüht auch in sanften
Pastelltönen.
Bild: Uschi Dreiucker/pixelio.de
2 · Logenplatz: Auf
einer sonnigen
Mauerkrone fühlt sich
Thymian wohl
und überspielt die
Konturen.
Bild: Gartenberatung.info
3 · Zwei die sich
mögen: Wärme
speichernde Steine
und Thymian, die sie
lieblich umgarnen.
Bild: Joujou/pixelio.de
Im Hochsommer blüht Thymian zu
Hochform auf und verbreitet seinen
herrlich aromatischen Duft bis im
Herbst. Die einzelnen Lippenblüten
sind zwar winzig klein. Doch sie erscheinen in solcher Fülle, dass sie farbenprächtige Blütenpolster bilden. Etwa als
Beeteinfassung, wo sie sogar als Schneckenbarriere wirken, oder auf Mauerkronen, die sie lieblich umspielen und
damit harte Konturen brechen.
Robust und pflegeleicht Der
kaum zehn Zentimeter hohe Sand-Thymian und andere niedrige Varianten
malen schmucke Blütenbänder zwischen breite Plattenfugen. Nimmt sein
Ausbreitungsdrang überhand, kann der
Wuchs mit dem Rasenmäher auf höchster Schnitteinstellung gebändigt werden. Auch für einen Duftrasen oder als
Dachbegrünung machen die niedlichen
Sträuchlein eine prima Figur.
Genauso wie in Schalen mit weiteren
Sonnenanbetern, etwa Portulak, Hauswurz, Fetthennen und anderen Sukkulenten. Ein paar hübsche Steine sollten
für ein eindrucksvolles Gesamtbild nicht
fehlen. Auf Dünger kann man verzichten, denn Thymian liebt kargen Boden,
Sonne über alles und Steine, die in kühlen Nächten gespeicherte Tageswärme
abgeben.
Aromen in Varianten Das geschätzte Heilkraut, vorwiegend gegen
Husten und Erkrankungen der Atemwege, schmückt sich rund ums Jahr mit
kleinen, sattgrünen Blättchen. Besonders attraktiv sind Sorten mit silbrig
oder goldgelb gemustertem Laub.
Bei Zitronen- und Orangen-Thymian
verbindet sich der herbe Duft mit erfrischendem Zitrusaroma, was sie für den
kulinarischen Genuss besonders begehrenswert macht.
Sogar im Winter darf man immer wieder einmal ein paar Zweiglein ernten.
Doch auch trocknen lässt sich das Kraut
perfekt. Entweder zu kleinen Büscheln
gebunden und an luftig schattigen
Plätzchen aufgehängt, oder ausgebreitet auf unbedrucktem Papier.
Nachwuchs zum Nulltarif Im
Sommer ist die Zeit günstig, Thymian zu
Grüne Tipps für den Nutzund Ziergarten
• Kohlgewächse auf Raupen des Kohlweisslings kontrollieren und ablesen.
• Abgetragene Himbeerruten bodeneben abschneiden; junge Triebe, 8 bis
10 pro Laufmeter, aufbinden, überzählige entfernen.
• Ideale Schnüre für Bindearbeiten im
Garten, weil sehr elastisch und
wetterfest, sind in etwa 5 cm breite
Streifen geschnittene alte Strumpfhosen.
• Salat beim Rüsten kurz in gesalzenes
Wasser legen, dann sinken allfällige
Blattläuse auf den Gefässboden.
• Für einen zweiten Flor im Herbst:
Verwelkte Blüten von Rittersporn,
Stockrose, Lupine, Frauenmantel und
Katzenminze handbreit über dem
Boden abschneiden.
• Knollen von Türkenbund und
Madonnenlilien müssen bereits im
August in den Boden.
vermehren. Dazu herabhängende Seitentriebe flach auf die Erde drücken und
mit einer Klammer oder einem Stück
gebogenem Draht fixieren. Erde zwei
Finger breit anhäufeln. Hat der Absenker Wurzeln gebildet, wird er von der
Mutterpflanze abgeschnitten und versetzt. Diese Methode klappt auch bei
Lavendel, Salbei, Bergbohnenkraut und
Rosmarin.
䡵
Autorin Edith Beckmann, Freie
Journalistin BR aus Frauenfeld (TG),
leidenschaftliche Gärtnerin mit Wurzeln
in der Landwirtschaft.
www.ufarevue.ch
UFA-REVUE · 7-8 2014
7-8 · 14
93
UNO-JAHR DER FAMILIENBETRIEBE 2014
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kann im
Prinzip
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sein
LID-Serie «UnoJahr der Familienbetriebe»
2014 ist das Uno-Jahr
der Familienbetriebe.
Monatlich stellt die
UFA-Revue in einer
Kürzestversion gemeinsam mit dem landwirtschaftlichen Informationsdienst (LID) eine
Bauernfamilie aus der
ganzen Welt vor. Der
ausführliche Bericht
über die Bauernfamilie
ist auf www.lid.ch
nachzulesen.
94
Alex und Kevin Taylor bewirtschaften rund 1700 ha Eigen- und 800 ha
Pachtland. Sie halten 1400 Rinder,
150 südafrikanische Merino-Schafe sowie 300 Ziegen. Die Gegend ist trocken
und karg im südafrikanischen KwaZuluNatal Midland. «Wir haben die Farm
während 13 Jahren gemeinsam bewirtschaftet», erzählt Alex. «Aber als ich
meine 70 Jahre erreicht hatte, beschloss
ich, mich nur noch auf die Buchhaltung
zu konzentrieren. Kevin war kompetent
genug, die Farm selbst zu managen.» Eine Farm könne nicht optimal funktionieren, wenn mehr als eine Person Anweisungen gebe. Seit Kevin die Farm
übernommen habe, gäbe nun der Junior den Ton an, fährt Alex Tayler fort.
Gehe es aber um eine Anschaffung, so
werde Pro und Kontra besprochen und
gemeinsam überlegt, ob sich die Farm
das leisten könne oder ob die Anschaffung überhaupt nötig sei. «Wir handeln
nie überhastet», sagt Kevin Tayler.
Wenn es zwischen Vater und Sohn,
Buchhalter und Chef, zu Meinungsverschiedenheiten komme, gehe er, Kevin,
auf einen Spaziergang auf die Farm raus,
um seine Gedanken zu ordnen. Der Vater tue dasselbe in seinem Büro. Da-
nach sei meistens ein praktikabler Kompromiss möglich.
Alex hat immer so geplant und investiert, dass er im Falle seines Todes keine
Schulden für Kevin und dessen Familie
hinterlasse. So hält das auch der Junior
– prinzipiell wird deshalb stets alles vollständig und in bar bezahlt. Ihre Zahlungsphilosophie ist in der Region bekannt und sie werden dafür respektiert.
Einzig für die Erweiterung des Farmlandes haben sie einen Kredit aufgenommen. «Banker mögen uns nicht, weil sie
mit uns kein Geld machen können»,
grinst Alex. Auch wenn Alex alles im
Blick hat, mussten die beiden mittlerweile einen Berater für Steuerfragen engagieren. Ein neues Steuersystem habe
dies nötig gemacht, beklagt sich der Senior. Er habe aber noch immer die volle
Kontrolle darüber, wie viel Geld von der
Farm weggeht und wie viel reinkommt.
Kevin und seine Frau Sue haben mittlerweile drei Kinder. Diese interessieren
sich für die Landwirtschaft und werden
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Theorie und Praxis
im Dialog
Schmalspurig in
den Reben
Mit der richtigen
Sorte punkten
Ohne Kolostrum
geht’s nicht
Schnaps in der
Selbstversorgung
In der neuen UFA-RevueSerie diskutieren jeweils
ein Landwirt oder eine
Bäuerin mit einem
Vertreter aus Wissenschaft
und Forschung.
Mit dem Fendt «208 V
Vario» brachte Fendt die
stufenlose Getriebetechnologie auch in das
Segment der Spezial-Traktoren ein.
Um eine Basis für gute
Erträge im Wintergetreide
zu schaffen, sollten
Landwirte vor der Aussaat
das Augenmerk auf die
Sortenwahl legen.
Um sicherzustellen, dass
alle Ferkel ausreichend
Kolostrum und Milch
erhalten, wenden manche
Betriebe das so genannte
«Split-nursing» an.
Hofeigene Schnäpse lassen
sich mit Beeren und
Wildfrüchten wunderbar
in feine Liköre umwandeln. Das ist ein feines
Mitbringels vom Hof.
info@ufarevue.ch
Impressum
UFA-Revue
Die Mitglieder-Fachzeitschrift
der fenaco-LANDI Gruppe.
Die Ausgaben Nr. 1, 3, 5, 7-8,
9 und 11 erscheinen mit im
Abonnement inbegriffener
Beilage des LANDI-Contact.
ISSN 1420-5106.
Herausgeber
fenaco Genossenschaft,
Erlachstrasse 5, 3001 Bern
Hans Peter Kurzen,
Publizistische Leitung
UFA-REVUE · 7-8 2014
Mitherausgeber
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Die Beteiligungen der Herausgeber an anderen Unternehmungen sind in den gültigen
Geschäftsberichten aufgeführt.
Erhältlich beim Verlag.
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Fax 058 433 65 35
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Hirschi, Gaël Monnerat, Cyril de
Poret und Matthias Roggli.
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Fabienne Elmer
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8618 Oetwil am See
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