service - Marienhospital Stuttgart

service - Marienhospital Stuttgart
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marien
h o s p i t a l - z e i t s c h r i f t
Heft 7, 2. Quartal 2003
Zeitschrift für
Patientinnen, Patienten und Freunde
der Vinzenz von Paul
Kliniken gGmbH
Marienhospital-Ärzte
am marien-Telefon
Privatdozent Dr. Alfred Lindner
beantwortet Ihre Fragen rund ums
Thema neurologische Erkrankungen
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NEUE NASE
Alles gut nach langer
Leidensodyssee, Seite 7
ZENTRALSTERILISATION
Der „Steri“ hält 40 000 Instrumente keimfrei, Seite 8
ONKOLOGIE
Mit modernen Therapien
gegen Krebs, Seiten 4, 23
Inhalt:
Geschäftsführer
Klaus-Peter Kawaletz:
TITEL
Neurologie-Chef am marien-Telefon
Dr. Lindner beantwortet Patientenfragen
3
Vertreibt ein warmes
Frühlingslüftchen die
Winterdepression?
MEDIZIN
Erfolgreich gegen Krebs
Die neue Klinik für Onkologie
4
Neue Nase
Hilfe nach langer Leidensodyssee
7
Zentralsterilisation
Umbau zum 20-jährigen Bestehen
8
AUS DEN ABTEILUNGEN
Physiotherapie
Mit Qi-Gong ins Frühjahr
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Nichtraucherschutz
Neues Gesetz schützt Passivraucher
11
Qualitätsmanagement
Zahlreiche Verbesserungen beschlossen 15
Diabetesberatung
Neues Angebot für Patienten
16
BAD DITZENBACH
Gesundheitsurlaub
Pauschalangebot für 1200 Euro
17
HISTORIE
Angriffe aufs Marienhospital
NS-Diktatur und Zweiter Weltkrieg
18
KULTUR
Kulturkalender
Zwei Ausstellungen und ein Konzert
20
‘s Klosterlädle
„Himmlisches Brot“ aus Untermarchtal
22
FRAGEBOGEN
Privatdozent Dr. Claudio Denzlinger
Ärztlicher Direktor der Onkologie
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NEU! SERVICETEIL
Infos für Patienten und Besucher
Anfahrt und Parken
I
Stationäre Aufnahme
II
Pflege und Behandlung
II
Speis und Trank
III
Fernsehen, Radio, Telefon
VI
Liebe Leserinnen
und Leser,
bedingt durch die Sparmaßnahmen im
Gesundheitswesen käme auf unser
Haus 2003 ein Millionendefizit zu,
wenn wir so weiterarbeiten würden
wie in den Vorjahren. Das Marienhospital verhängte daher zu Jahresbeginn
einen Einstellungsstopp und weitere
Sparmaßnahmen für alle Bereiche des
Hauses. Als Folge der fehlenden Finanzen machte sich bei uns – wie wohl
in allen deutschen Kliniken – während
des Winters eine depressive Grundstimmung breit. Nun, pünktlich zum
Frühlingsbeginn, spürt man, dass der
kalte Wind, der den Kliniken nach wie
vor entgegenweht, ein wenig schwächer wird. Politiker aller Parteien betonten in den letzten Wochen, die Finanzprobleme der Kliniken rührten
nicht daher, dass sie zu viel Geld ausgeben. Das Problem enstehe vielmehr
auf der Einnahmenseite: Wegen der
hohen Arbeitslosigkeit zahlen immer
weniger Menschen in die Krankenversicherungen ein, und entsprechend wenig Geld steht dem Gesundheitswesen
zur Verfügung. Mit einer Portion Optimismus kann man aus den Politikeraussagen die Tendenz heraushören,
dass die Krankenhäuser zumindest vor
zusätzlichen Sparmaßnahmen verschont bleiben sollen.
Ob das laue Frühlingslüftchen aus
Berlin wirklich sonnigere Zeiten in den
Kliniken ankündigt, muss man abwarten. Denn die Regierung bastelt bereits
an einer neuen Gesundheitsreform. Bei
der sollen diesmal aber wohl nicht die
Kliniken, sondern die Beitragszahler
die Zeche zahlen; etwa durch private
Zusatzversicherungen fürs Krankengeld und diverse Zuzahlungen.
Aber ob es am Ende nicht doch
auch auf weitere Sparrunden in den
Krankenhäusern hinausläuft, weiß kei-
ner so genau. Doch egal wie’s weitergeht: Sparen müssen wir nach wie vor.
Aber bei alldem wollen wir nicht
vergessen, dass in einem Krankenhaus
das Sparen nicht Hauptziel werden
darf. Dass bei aller Sparerei auch die
Qualität der Patientenversorgung nicht
auf der Strecke bleibt, das belegen viele Artikel in diesem Heft. Etwa der
über unsere jüngste Abteilung, die sich
auf die Behandlung von Krebskranken
spezialisiert hat (Seite 4), die Reportage über die umgebaute Zentralsterilisation (Seite 8) oder der Bericht über die
vielfältigen Verbesserungen, die als
Folge unseres Qualitätsmanagements
in Angriff genommen werden (Seite
15).
Auch diese Zeitschrift hat übrigens
eine Verbesserung erfahren, die zugleich eine Kostensenkung darstellt.
Im hinteren Teil des Heftes finden Sie
ab sofort in jeder Ausgabe orangefarbene Serviceseiten mit Infos für Patienten und Besucher. Diese Seiten ersetzen die Broschüre „Informationen
für Patientinnen und Patienten“, die
bislang ausgegeben wurde. Der Wegfall der Broschüre spart Geld, und die
Serviceseiten in marien sind zudem
aktueller als die bislang nur einmal
jährlich aktualisierte Informationsbroschüre.
Eine unterhaltsame und informative Lektüre wünscht Ihnen
Ihr Klaus-Peter Kawaletz
TITEL
Privatdozent Dr. Lindner am marien-Telefon...
Der Chef der Neurologischen Klinik beantwortet Fragen von Patienten und Angehörigen
L
eiden Sie unter Muskelkrämpfen? Beunruhigt Sie öfter ein
Taubheitsgefühl in den Fingern? Fällt Ihnen das Sprechen manchmal schwer? Oder möchten Sie wissen,
woran man die Vorboten eines Schlaganfalls erkennen kann? Auf Ihre Fragen rund um das große Themenfeld der
neurologischen Erkrankungen gibt Ihnen Privatdozent Dr. Alfred Lindner
am marien-Telefon Antwort. In der
kommenden marien-Ausgabe, die im
Juli erscheinen wird, drucken wir die
am häufigsten gestellten Fragen sowie
Dr. Lindners Antworten darauf ab.
In den folgenden Ausgaben werden
wir weitere Telefonaktionen mit Marienhospital-Ärtzen durchführen. Bitte
beachten Sie aber, dass diese keinen
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Arztbesuch ersetzen können!
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Vom Kribbeln in den Fingern bis zur Multiplen Sklerose und zum Schlaganfall reicht das Fachgebiet
der Neurologie. Am Mittwoch, den 14. Mai von 14.00 bis 15.30 Uhr beantwortet Privatdozent Dr. Alfred Lindner am marien-Telefon Gesundheitsfragen von Betroffenen und ihren Angehörigen.
Privatdozent Dr. Alfred Lindner beantwortet Ihre Fragen
Die Klinik für Neurologie
Noch junges Kind mit schnellem Wachstum
D
ie Klinik für Neurologie ist eine der jüngsten Abteilungen des inzwischen
113 Jahre alten Marienhospitals. Sie wurde 1999 gegründet und hatte
zunächst 45 Betten. Wegen des positiven Rufs, den sich die Klinik schnell in
der Bevölkerung erarbeitete, wuchs sie rasch. Seit Herbst 2001 verfügt sie
über eine Lokale Schlaganfallstation, im Dezember 2002 wurde die Bettenzahl der Klinik auf heute 70 aufgestockt. Mit der neuen Klinik erhielt das Marienhospital 1999 auch einen hauseigenen „Gehgarten“. Schlaganfallpatienten und andere Erkrankte mit Gehproblemen können hier auf verschiedenen
Bodenbelägen von Kies bis zum Kopfsteinpflaster das Laufen wieder erlernen.
oben links: Messung der Gehirndurchblutung
oben recht: Visite im Krankenzimmer
unten: Untersuchung der Aktionsströme in der Muskulatur
marien-Telefonaktion
„Neurologische Erkrankungen“
Mittwoch, 14. Mai
14.00 bis 15.30 Uhr
Privatdozent Dr. Alfred Lindner,
Ärztlicher Direktor der Neurologischen Klinik am Marienhospital,
beantwortet Fragen von Patienten, Angehörigen und anderen
Interessierten. Das Themengebiet umfasst das komplette
Spektrum der Neurologie, also
beispielsweise:
Kopfschmerzen
Migräne
Schlaganfall
Epilepsie
Morbus Parkinson
Multiple Sklerose
Muskelschmerzen
Muskelerkrankungen
Schlafstörungen
und vieles mehr
Telefon: (07 11) 64 89-24 80
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MEDIZIN
Viele Krebserkrankungen lassen sich
heute erfolgreich behandeln
Seit August 2002 leitet Privatdozent Dr. Claudio Denzlinger das neue Zentrum für
Innere Medizin III mit den Schwerpunkten Onkologie, Hämatologie und Palliativmedizin.
Unterhalb des rechten Auges
hat sich eine fast eigroße, bösartige Geschwulst gebildet
Im Profil ist die Wucherung der
Lymphdrüsenzellen (Lymphom)
besonders gut zu erkennen
Tumor völlig verschwunden: Dr. Denzlinger untersucht seine 83-jährige Patientin
Immer mehr Menschen erkranken an Krebs. Um der steigenden Zahl
von Tumorpatienten besser gerecht werden zu können, hat das Marienhospital eine eigene Klinik für Onkologie eingerichtet. Sie verfügt
über 45 Betten, verteilt auf drei Stationen. Bislang kümmern sich sieben ärztliche Mitarbeiter und knapp 40 Pflegekräfte um das Wohl der
Patienten. Bei der Diagnose und Behandlung wird eng mit den anderen Fachkliniken im Hause zusammengearbeitet.
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MEDIZIN
V
„
iele Tumorpatienten können mit den heutigen Therapiemöglichkeiten endgültig geheilt werden“, sagt Dr. Claudio Denzlinger, Ärztlicher Direktor am Zentrum für Innere Medizin III.
Natürlich hänge die Überlebensrate stark von der Krebsart ab und davon, ob sich der Tumor in einem frühen oder bereits fortgeschrittenen
Stadium befinde. Doch selbst im letztgenannten Fall ist heute – durch
die medizinischen Entwicklungen bei der Diagnostik und der Therapie – oft eine Lebensverlängerung bei verbesserter Lebensqualität
möglich.
Für schwer krebskranke Patienten stehen in der onkologischen Klinik zehn palliativmedizinische Betten bereit (palliativ = Beschwerden
lindernd). Die Station, die sich im Gebäude St. Luise (Ebene 3) befindet, wird von Dr. Elisabeth Bürger oberärztlich betreut. Sie leitet bereits seit 1992 die Palliativstation der Radiologischen Klinik am Hause. Die übrigen 35 Betten des Zentrums verteilen sich auf zwei Stationen: Die größere mit 23 Betten liegt im Gebäude St. Veronika (Ebene 5), die kleinere mit 12 Betten befindet sich im Paulsbau (Ebene 2).
Mit Chemotherapie den Krebs besiegt
Mehr als die Hälfte der Patienten kommen aus anderen Abteilungen
des Marienhospitals. Die häufigsten Krankheitsbilder sind Darm- und
Magenkrebs, gefolgt von Lungenkrebs und Tumoren, die das Blut und
die blutbildenden Organe betreffen (hämatologische Tumoren). Zu
diesen gehört auch das Lymphom, an dem die 83-jährige Anna Lenz*
erkrankt war. Sie wurde von der HNO-Klinik an das Zentrum für Innere Medizin III überwiesen. Bei Anna Lenz hatte sich innerhalb weniger Wochen in der rechten Gesichtshälfte eine eigroße Geschwulst
gebildet. Sie drückte auf das Auge und bereitete große Schmerzen.
„Der Tumor von Frau Lenz war bösartig und ging von Lymphdrüsenzellen aus“, berichtet Dr. Denzlinger. Nach einer umfassenden Untersuchung entschied sich der Mediziner – trotz des hohen Alters der Patientin – für eine chemotherapeutische Behandlung.
„Die Entscheidung war nicht einfach“, äußert sich der Chefarzt
rückblickend, „denn eine solche Behandlung ist für den gesamten Organismus sehr belastend.“ Bei einer Chemotherapie erhält der Patient
Medikamente, so genannte Zytostatika, welche die Teilung der Tumorzellen behindern und so das Tumorwachstum hemmen. Gerade
Lymphome gehören aber zu den Krebsarten, die sich damit wirkungsvoll behandeln lassen. „Ich freue mich sehr, dass die Chemotherapie
auch bei Frau Lenz erfolgreich verlief“, so Dr. Denzlinger. Die Geschwulst ist völlig zurückgegangen, die Patientin gilt als geheilt.
Neue Therapieansätze erhöhen die Heilungsaussichten
Nur wenige Prozent aller Krebserkrankungen können ausschließlich
durch Chemotherapie geheilt werden. Bei den meisten Tumorarten ist
stattdessen eine Kombination verschiedener Verfahren notwendig.
„Gerade wurde ein junger Mann mit einem Osteosarkom an unsere
Klinik überwiesen“, berichtet Dr. Denzlinger. Der an Knochenkrebs
Erkrankte war bereits in München deswegen operiert worden. Doch
der Tumor ist zurückgekehrt. „Bei einem solchen Krankheitsverlauf
kann ein neoadjuvanter Therapieansatz erfolgreich sein“, meint der
Mediziner. Neoadjuvant bedeutet, dass der Patient, der erneut operiert
werden muss, schon vorab chemo- und/oder strahlentherapeutisch behandelt wird, um den Tumor zu verkleinern. Nach der Operation wird
dann bei dem Patienten noch einmal eine Chemotherapie angewandt.
„Um Krebspatienten optimal zu behandeln, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Abteilungen ganz entscheidend“,
meint Dr. Denzlinger. Einen wichtigen Beitrag stellt für ihn deshalb
die interdisziplinäre Tumorkonferenz dar, die jeden Donnerstag im
Haus stattfindet und an der alle Fachkliniken teilnehmen können. chu
Oberärzte der Inneren III
it der Eröffnung des Zentrums für Innere Medizin III sind auch zwei
neue Oberärzte ans Haus gekommen. Hier werden sie kurz vorgestellt:
M
Oberärztin Dr. Birgit Schmid
geboren in Heubach-Lautern,
Baden-Württemberg
1980–83 Gymnasium mit integriertem
Berufskolleg in Stuttgart
1983
Abitur und Abschluss als physikalisch-technische Assistentin
1986–93 Medizinstudium an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen
1994
Promotion
1995–99 Facharztausbildung an der Uniklinik Tübingen, am St. Franziskushospital in Flensburg und
an der Uniklinik in Dresden
1999
Fachärztin für Innere Medizin
1999–02 Oberärztin am St. Marienhospital
in Hamm, Nordrhein-Westfalen
2001
Schwerpunktsbezeichnung
Hämatologie und Internistische
Onkologie
1963
Oberarzt Dr. Jochem Walther
geboren in Essen, NordrheinWestfalen
1974–82 Gymnasium in Dachau bei
München, Abitur
1984–90 Medizinstudium an der LudwigMaximilians-Universität München
1993
Promotion
1991–98 Facharztausbildung am Klinikum Großhadern, München
1998
Facharzt für Innere Medizin
1999–02 Assistenzarzt an der Medizinischen Klinik und Poliklinik München (Hämato-Onkologische
Ambulanz, Hämato-Onkologische Schwerpunktstation)
1962
Oberärztin und Oberarzt der Inneren III:
Dr. Birgit Schmid und Dr. Jochem Walther
* Name von der Redaktion geändert
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MEDIZIN
Gesunde Schlemmereien
Ernährungs- und Diätberatung bietet wieder Koch- und Backkurse an
Gesund und lecker – wie man bei der Essenszubereitung beiden Vorgaben zugleich gerecht wird,
das zeigt die Ernährungs- und Diätberatung des Marienhospitals in ihren Koch- und Backkursen.
Primär richtet sich das Angebot an Patienten mit Stoffwechselstörungen – allen voran Diabetes mellitus – und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch auch Teilnehmer, die sich einfach für das Thema
„bewusste Ernährung“ interessieren, sind willkommen:
Schlank mit „5 am Tag“
Die Botschaft „5 am Tag“ ist einfach
aber weit reichend: Mit fünf Portionen
Obst und Gemüse am Tag können Sie
aktiv etwas für Ihre Gesundheit tun.
Wir kochen Gerichte, die Ihnen den gesunden Genuss erleichtern und sich zudem auch noch positiv auf Ihr Gewicht
auswirken.
• Dienstag, 6. Mai
laststoff-Lieferanten lassen sich jedoch
vielseitig zubereiten: als Curry, Brotaufstrich, Salat, Bratling, Nudelsauce
oder als Belag für pikante Kuchen.
• Dienstag, 30. September
Zu Gast in Schleswig-Holstein
Büsumer Krabben, Holsteiner Plockfinken, Helgoländer Fischtopf oder
klassische rote Grütze – SchleswigHolstein, das Land zwischen den Mee-
Unser Weihnachtsmenü
Genießen Sie mit Ihrer Familie zu
Weihnachten gesunde Schlemmereien.
Die Rezepte dieses Abends sind festlich und entsprechen doch den Anforderungen der Diabeteskost. Wir zeigen
Ihnen leckere Fleisch- und Fischgerichte, schmackhafte Gemüsezubereitungen, festliche Beilagen und köstliche Desserts.
• Montag, 1. Dezember
Fettarm kochen –
herzfreundlich genießen
Wenn Sie sich cholesterin- und fettarm
ernähren wollen, heißt das nicht, ständig Verzicht zu üben. In diesem Kurs
bereiten wir Gemüse-, Fleisch- und
Fischgerichte so zu, dass weder „Herzfreundlichkeit“ noch Genuss zu kurz
kommen. Ein Dessert bildet den süßen
Abschluss der Menüs.
• Montag, 16. Juni
Leichte Sommerküche
In den Gärten und auf Wochenmärkten
leuchten Früchte und Gemüse in allen
Farben: rote Himbeeren, grüne Stachelbeeren, gelbe Zucchinis und vieles
mehr. Das ist die Zeit für ein Grillfest
mit Salaten, Gemüsespießen und Auberginenröllchen. Als Dessert bereiten
wir eine grüne Sommergrütze.
• Donnerstag, 10. Juli
Den Europäern in den Topf geschaut
Haben Sie Appetit auf Züricher Geschnetzeltes? Oder bevorzugen Sie eine spanische Paella oder eher einen
österreichischen Topfenstrudel? Diese
und andere Gerichte unserer europäischen Nachbarn möchten wir mit Ihnen auf bekömmliche Art zubereiten.
• Mittwoch, 20. August
Hülsenfrüchte einmal anders
Viele kennen Hülsenfrüchte nur als
Linsen- oder Bohneneintopf. Hülsenfrüchte als Vitamin-, Mineral- und Bal-
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So lecker kann gesundes Essen sein. Diätlehrküche im Marienhospital
ren, hat viel zu bieten. Die Gerichte
sind herzhaft und bodenständig. Gehen
Sie mit uns auf eine kulinarische Reise
in den hohen Norden!
• Mittwoch, 22. Oktober
Himmlische Genüsse –
Weihnachtsbäckerei für Diabetiker
Freuen Sie sich bei diesem zweitägigen Backkurs auf den Duft nach Zimt
und Vanille! Mit Lebkuchen, Mandelblättern, Vanillekipferln und vielen anderen Sorten werden Sie eine reiche
Plätzchenauswahl für das adventliche
Kaffeetrinken daheim fertig stellen.
• Montag und Dienstag,
24. und 25. November
Anmelde-Infos
Die Kurse beginnen um 17.30 Uhr
und enden um 20.30 Uhr. Veranstaltungsort ist die Lehrküche des
Marienhospitals (Eierstraße 55).
Die Teilnahmegebühren inklusive
Rezeptbroschüre betragen 30 Euro. Der zweitägige Backkurs kostet
50 Euro.
Anmeldungen bis eine Woche
vor Kursbeginn schriftlich oder telefonisch an: Ernährungs- und
Diätberatung des Marienhospitals,
Böheimstraße 37, 70199 Stuttgart.
Telefon: (07 11) 64 89-28 50.
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MEDIZIN
Neue Nase für Giovanni Augelli
Süditaliener ließ sich nach langer Leidensodyssee im Stuttgarter Marienhospital operieren
„Wenn alles positiv verläuft, möchte ich in Italien im Fernsehen auftreten und allen zeigen,
wie gut es mir wieder geht“, so Giovanni Augelli. 19 Operationen im Gesichtsbereich hatte der 38-jährige Italiener nach einem schweren Autounfall ohne zufrieden stellendes Ergebnis über sich ergehen lassen. Doch jetzt,
nach zwei Eingriffen in der Klinik für Plastische
Gesichtschirurgie am Marienhospital, ist der
Polizist wieder voller Hoffnung, bald in ein
normales Leben zurückkehren zu können.
E
s geschah im Juli 1999. Auf einer Autobahn in Apulien drängte ein Lkw-Fahrer Giovanni Augelli aus der Spur. Das Auto des zweifachen Familienvaters überschlug sich,
und er erlitt schwerste Verletzungen im
Gesicht. Nach vier Wochen im Koma
begann für ihn eine lange Leidensodyssee. Das Gesicht war verbrannt, die
Nase total zerstört und auch die Augen
waren verletzt. Immer wieder legte
sich Giovanni Augelli auf den OPTisch, immer wieder zahlte er private
Honorare an HNO-Ärzte und Chirurgen – und immer wieder war die Enttäuschung groß. Sein Gesicht blieb entstellt. Als größtes Problem erwies sich
So sah die Nase des italienischen
Patienten aus, als er sich im Marienhospital vorstellte: Nasensteg und
Nasenscheidewand fehlten komplett
Patient Augelli und Oberarzt Fischer nach der zweiten OP
die Wiederherstellung seiner Nase.
„Das“, so weiß Giovanni Augelli mittlerweile „ist selbst für erfahrene Chirurgen ein sehr schwieriger Eingriff.“
Italienische Krankenkasse zahlt OP
Und weil Giovanni Augelli in Italien
keinen Arzt fand, der ihm helfen konnte, bewilligte ihm seine Krankenkasse
schließlich die Kostenübernahme für
eine stationäre Behandlung im europäischen Ausland. Giovanni Augelli
entschied sich sofort für das Marienhospital in Stuttgart. Hier hatte sich ein
süditalienischer Freund von ihm bereits vor Jahren die zerstörte Nase erfolgreich rekonstruieren lassen.
Nach der ersten OP blieb zunächst
ein sogenannter „Stil“ stehen.
Er versorgte die transplantierte Haut
in den ersten sechs Wochen mit Blut
Nasensteg und Scheidewand fehlten
An der Klinik für Plastische Gesichtschirurgie wurde Giovanni Augelli Mitte Dezember zum ersten Mal von
Oberarzt Dr. Helmut Fischer operiert.
„Die Nase war trotz Vorbehandlung total kaputt“, erinnert sich der Facharzt
für Plastische Chirurgie. „Der Nasensteg und die Nasenscheidewand fehlten. Die Nase hing einfach platt herunter und war unten offen wie eine Höhle.“
Mit einem Rippenknorpel und der
noch vorhandenen Nasenschleimhaut
erstellte der Chirurg zunächst eine innere Stütze für die Nase. Die Haut, die
benötigt wurde, um die neue Scheidewand zu umkleiden und die Nasenspitze zu rekonstruieren, entnahmen die
Plastischen Chirurgen an der Stirn.
„Die erforderliche Größe des zu transplantierenden Stirnlappens exakt zu ermitteln, ist der schwierigste Teil der
Operation“, so Oberarzt Fischer.
Nase an der Nabelschnur
Richtig über das Ergebnis freuen konnte sich Giovanni Augelli allerdings erst
nach einem weiteren Eingriff. Dabei
entfernten ihm die Ärzte das zu einem
runden Stil geformte Gewebe, das nach
der ersten OP die neu aufgelegte Haut
mit einem Stirngefäß verband und wie
eine Nabelschnur mit Blut versorgte.
Ja, er sei sehr zufrieden – mit dem
Marienhospital und mit seiner neuen
Nase, resümierte Giovanni Augelli, bevor er im Februar wieder nach Süditalien abreiste.
is
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MEDIZIN
Zentralsterilisation komplett renoviert
Seit 20 Jahren liefert der „Steri“ keimfreie Instrumente und Materialien für alle Abteilungen
Nicht nur der Zahn der Zeit, auch die chemischen Reinigungsmittel nagten an der alten Zentralsterilisation. Die neuen Reinigungsmaschinen sind speziell auf die Bedürfnisse des Marienhospitals
zugeschnitten und erfüllen die aktuellen Hygienestandards.
N
Maschinen und Instrumente litten
unter dem aggressiven Spülmittel
ur die Außenwände der „Zentralsterilisation und Versorgungsabteilung“ (ZSVA) im
Kellergeschoss des Marienbaus blieben erhalten. Ansonsten wurde beinahe das gesamte Inventar durch eine
moderne Ausstattung ersetzt. Bei laufendem Operationsbetrieb und mit viel
Einsatz der „Steri“-Mitarbeiter konnten die Baumaßnahmen durchgeführt
werden, ohne dass die ZSVA auch nur
einen Tag schließen musste. Nötig
wurde der Umbau, da die 20 Jahre alte Anlage zunehmend technische
Mängel aufwies und die Wartungskosten in die Höhe schossen. Außerdem
zerstörte das aggressive Spülmittel der
beiden Waschstraßen, den sogenannten „Taktstraßen“, viele Instrumente.
Moderne Methoden – mehr Arbeit
„Im Marienhospital wird sehr viel mit
der so genannten Schlüssellochtechnik, also minimal-invasiv operiert. Die
filigranen, empfindlichen Instrumente
mit ihren engen Hohlräumen mussten
bisher in aufwändiger Handarbeit gereinigt und desinfiziert werden“, sagt
Michael Barkow, OP-Abteilungsleiter
und für den Steri verantwortlich. Jetzt
werden diese Instrumente in speziellen Waschkörben an Schläuche angeschlossen, die innen und außen eine
ständige Spülung garantieren. Ein
dreifacher Zeitaufwand für Demontage, längere Spülzeiten und für die
sachgemäße Montage der Einzelteile
mit Funktionsprüfung bleibt jedoch
bestehen.
Minimal-invasive Geräte wurden in
mühsamer Handarbeit aufbereitet
Hygienische und saubere Spültechnik mit Hilfe neuer Waschkörbe
Trotz Umbaumaßnahmen wurde in
Steri und OP weitergearbeitet
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marien 2/2003
MEDIZIN
Flexible Reinigungsprozesse
In der neuen Taktstraße laufen nacheinander unterschiedliche Prozesse ab.
Zuerst werden mit kaltem demineralisiertem Wasser grobe Verschmutzungen und Blutbestandteile entfernt.
Dann folgt ein 65 Grad warmer Waschgang mit einem Reinigungsmittel.
Anschließend wird das Waschgut mit
93 Grad heißem Wasser desinfiziert.
Insgesamt ist der Reinigungsmittelverbrauch jetzt wesentlich geringer als
früher. Außerdem entfällt die energieund zeitaufwändige Ultraschallbehandlung. Durch die programmierbare
Steuerung sind Maschinenlaufzeiten
von sechs bis zwanzig Uhr möglich.
weils einen Instrumentensatz für einen
bestimmten Eingriff enthalten. Dies
geschieht jetzt an neuen Packtischen,
die höhenverstellbar sind und eine sitzende, lehnende oder stehende Arbeitsweise ermöglichen. „Für die 16 Mitarbeiter sind die arbeitsergonomischen
Verbesserungen sehr wertvoll, da die
körperliche Belastung beim Heben der
Körbe und Container enorm ist“, sagt
Michael Barkow und fügt hinzu: „Weitere Erleichterungen bringen Hubwagen zum Anheben der Boxen sowie Arbeitsleuchten mit Lupenfunktion zur
besseren Beurteilung der Instrumente.“
Außerdem befindet sich an jedem
Packplatz ein Computer. Mit einem
daran angeschlossenen Scanner wird
jeder Container registriert. Somit können die Aufbereitungsschritte aller Güter in der ZSVA dokumentiert und problemlos zurückverfolgt werden.
Eigenen Prototyp entwickelt
„Viel eigene Entwicklungsarbeit steckt
in den Maschinen“, sagt Betriebsingenieur Hermann Windinger, der detaillierte Energiemessungen für den
kompletten Reinigungsablauf durchgeführt hat. „Wir haben einige Firmen
ausprobiert, aber waren meist mit dem
Waschergebnis oder dem Energieverbrauch der Maschinen nicht zufrieden.
Schließlich haben wir der jetzigen Herstellerfirma unsere Zielwerte vorgegeben und die gelieferten Maschinen später noch weiterentwickelt“, sagt Windinger. Dabei waren auch maßgeblich
Daniel Schild, Diplomingenieur im
Haus, und Alfred Zehnle, der Leiter
der Zentralsterilisation, beteiligt.
Das Ergebnis ist eine maßgeschneiderte Lösung. Die Anlage erfüllt die
neuesten Euro-Normen. Sie reinigt und
desinfiziert in der gleichen Zeit die
doppelte Menge an Sterilgut, mit der
Hälfte an Energiekosten des vorherigen Maschinentyps.
Nach der Aufbereitung werden die
sauberen und desinfizierten Gerätschaften in Siebschalen sortiert, die je-
Dokumentation per Computer
Auch die Prozesse in den Sterilisatoren, wo die fertig gepackten Instrumentensätze mit heißem Dampf keimfrei gemacht werden, laufen computergesteuert ab. Was früher durch einfache
Kontrollkärtchen dokumentiert wurde,
findet sich heute detailliert auf Ausdrucken, den sogenannten Chargenetiketten, die 30 Jahre lang aufbewahrt
werden müssen. Später sollen die Daten auf CD gebrannt werden. Dem Engagement der EDV-Abteilung mit Ralf
Dieterle und Michael Knaebe ist es zu
verdanken, dass inzwischen die gesamte Anlage mit dem hausinternen EDVNetz verbunden ist.
Mit dem Fortschritt sind auch die
Ansprüche an das Personal gewachsen:
Eine aufbereitete Charge Sterilgut darf
nur noch von fachkundigem Personal,
dem geprüften „Sterilisationsassistenten“, freigegeben werden.
sr
Ergonomisch günstig eingerichteter
Packplatz mit Lupenlampe und PC
Das Steriteam freut sich über die
vielen Verbesserungen
20 Jahre Zentralsterilisation
Zahlen und Fakten
1983 wurde die Abteilung mit
acht Angestellten gegründet.
Heute reinigen, sterilisieren und
warten 16 Mitarbeiter die rund
40 000 Instrumente, die im Haus
im Umlauf sind. In 2000 Containern werden Skalpelle, Scheren,
Klemmen, Pinzetten, Sägen sowie minimal-invasive Geräte und
vieles mehr im Wert von etwa
5 Millionen Euro aufbewahrt.
Baubeginn des neuen „Steris“ war August 2000. Dem ging
eine fast zweijährige Planungsund Entwicklunsphase voraus.
Die moderne Anlage erfüllt
die neuesten Euro-Normen und
Hygienevorschriften. Vergleicht
man die alten und die neuen Maschinentypen miteinander, so
kann jetzt in der gleichen Zeit die
doppelte Menge an Sterilgut mit
der Hälfte der Energiekosten gereinigt werden.
Führungen geplant
Mitte des Jahres sind Führungen
durch die Zentralsterilisation und
Versorgungsabteilung vorgesehen. Weitere Informationen und
Termine werden über marien bekannt gegeben.
Hubwagen helfen beim Transportieren schwerer Container
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AUS DEN ABTEILUNGEN
Mit Qi-Gong ins Frühjahr
Einfach zu erlernen, aber effektiv
Die Physiotherapeutische Abteilung des Marienhospitals bietet wieder einen Qi-Gong-Kurs für Mitarbeiter, Patienten und alle übrigen Interessierten an. Der Kurs startet im April. Wer mitmachen
möchte, sollte sich schnell anmelden.
Qi Gong –
Wohltat für Körper und Seele
Qi Gong ist Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin. Es wird
auch heute noch in China praktiziert –
sowohl in Kliniken als auch auf öffentlichen Plätzen. Die sanften und
fließenden Bewegungsabläufe fördern
die Beweglichkeit der Gelenke. Im
Westen hat Qi Gong in den letzten
Jahren ebenfalls viele Anhänger gefunden, da es einfach zu erlernen ist
und überall ohne Hilfsmittel ausgeführt werden kann. Qi Gong steigert
das Wohlbefinden. Die Übungen wir-
ken beruhigend und harmonisierend
auf den ganzen Menschen.
Der Kurs wendet sich an Einsteiger und Fortgeschrittene. Er besteht
aus sechs Einzelterminen und findet
jeweils montags von 14.30 bis 15.30
Uhr statt (Beginn: 14. April, Ende: 26.
Mai 2003). Veranstaltungsort ist das
Gebäude Sankt Paul, Ebene P0,
Gymnastikraum. Die Kursgebühr beträgt 30 Euro. Kursleiter ist Hans-Peter Wanner. Infos und Anmeldung im
activum, Marienhospital Stuttgart,
Böheimstraße 37, 70199 Stuttgart, Tesr
lefon (07 11) 64 89-25 98
Qi Gong steigert das Wohlbefinden
Palliativverein
Infoveranstaltung „Fehlbisse“
Hilfe für Schwerstkranke
Alles zum Thema Bissanomalien
F
ast 180 000 Euro schoss der Palliativförderverein Sankt Vinzenz
im vergangenen Jahr bei den
Palliativstationen des Marienhospitals
zu. Die zwei Stationen betreuen
schwerstkranke Krebspatienten, bei
denen keine Heilung möglich ist. Der
Verein finanzierte unter anderem Musik- und Maltherapie, Ernährungsberatung, Krankengymnastik sowie eine
Pflegestelle und eine halbe Arztstelle.
Infos über Mitgliedschaft und
Spendenmöglichkeiten gibt es unter
Telefon (07 11) 64 89-29 17
rk
D
er „Förderverein Faziale Fehlbildungen“ (FFF) im Marienhospital Stuttgart veranstaltet
einen Informationsabend über die Behandlung von Bissanomalien. Der
Abend wird in Zusammenarbeit mit
Kieferorthopäden und Zahnärzten im
Marienhospital durchgeführt. Die Veranstaltung richtet sich an Patienten und
deren Angehörige. Sie findet statt am
Donnerstag, 22. Mai 2003 um 19.00
Uhr. Veranstaltungsort ist die Aula der
Krankenpflegeschule des Marienhospitals (Eierstraße 55).
Professor Dr. Dr. Konrad Wangerin,
Ärztlicher Direktor der Mund-, Kieferund Gesichtschirurgie, wird einen Vortrag über die „Behandlung von Fehlbissen durch Kieferorthopäden und Kieferchirurgen“ halten. Zudem gibt es
Gelegenheit, mit Experten aus den Bereichen Krankengymnastik, Ernährungsberatung, Zahntechnik sowie
Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
zu diskutieren. Zwei ehemalige Patientinnen stehen ebenfalls für Fragen zur
Verfügung. Es wird um eine Spende
von 5 Euro für den FFF gebeten.
sr
Kiosk im Marienhospital
(Eingangshalle M0)
Ess- und Trinkbares, Zeitungen, Zeitschriften, Wäsche, Süßigkeiten,
Geschenkartikel, Kosmetik, usw.
montags bis freitags
8.30 –13.00, 14.30–17.30 Uhr
Café MH
samstags, sonntags
11.00 – 17.00 Uhr
(Eingangshalle M0)
Genießen Sie im Café MH Kaffee, Kuchen, Eis, Getränke und kleine
Speisen. Im Sommer auch auf unserer Außenterrasse.
täglich
10.00 bis 18.00 Uhr
10
marien 2/2003
feiertags
13.00 – 17.00 Uhr
AUS DEN ABTEILUNGEN
NICHTRAUCHERSCHUTZ groß geschrieben
Geänderte Arbeitsstättenverordnung macht Nichtraucherschutz zur Arbeitgeberpflicht
Seit 3. Oktober 2002 ist es Gesetz: Nichtraucher sollen nicht länger durch den Zigarettenqualm der
rauchenden Kollegen gefährdet werden. Die Arbeitgeber sind jetzt verpflichtet, die nichtrauchenden Beschäftigten vor den Gefahren des Tabakqualms zu schützen.
M
it dem neuen Paragraph 3a
der Arbeitsstättenverordnung
(siehe blauer Kasten rechts)
wird erstmals der Nichtraucherschutz
gesetzlich verankert. Für Beschäftigte
bedeutet dies, dass sie nicht mehr juristische Schritte einleiten müssen, um
ihren Anspruch auf gesunde Atemluft
durchzusetzen. Jetzt sind die Behörden
gefordert, die Einhaltung der Schutzregelung zu überwachen. Wie die neue
Verordnung in die Praxis umgesetzt
wird, ist nicht festgelegt. Das bedeutet:
auch weiterhin ist gegenseitige Rücksichtnahme von Rauchern und Nichtrauchern erforderlich.
Raucherzonen wie an Bahnhöfen
Derzeit wird im Bauausschuss des Marienhospitals nach Lösungen gesucht,
die beiden Seiten gerecht werden sollen. Dabei wird zum Beispiel an die
Einrichtung von „Smoking Areas“ gedacht, also speziellen Raucherzonen,
wie sie auch an Bahnhöfen zu finden
sind. Außerhalb dieser Bereiche ist das
Rauchen dann für Mitarbeiter wie Patienten verboten.
„Das Krankenhaus sollte eigentlich
eine rauchfreie Zone sein. Wir wünschen nicht, dass im Haus geraucht
wird, und wir hätten gerne, dass unsere
Mitarbeiter nicht rauchen“, sagt
Schwester Nicola Maria Schmitt, Pflegedirektorin am Marienhospital. „In
manchen Fällen muss man sogar die
Mitarbeiter vor den rauchenden Patienten schützen“, sagt die Direktorin, die
verantwortlich ist für über 600 Pflegekräfte. So passiert es immer wieder,
dass rauchende Patienten oder Angehörige im Bereich der Einfahrt für
Liegendkranke stehen. Von dort zieht
der Qualm in die anliegenden Räume,
beispielsweise zum Patientenruf, und
belästigt dort die Mitarbeiter.
Lösungsvorschläge gesucht
Früher gab es im Marienhospital auf
praktisch jeder Station einen Raucherraum. Die meisten Raucherräume wur-
§3a Nichtraucherschutz
(Arbeitsstättenverordnung)
(1) Der Arbeitgeber hat die erforderlichen Maßnahmen zu treffen,
damit die nichtrauchenden Beschäftigten in Arbeitsstätten wirksam vor Gesundheitsgefahren
durch Tabakrauch geschützt sind.
Rauchertreff vor St. Maria
den inzwischen in Zimmer mit anderer
Funktion umgewandelt. Für die beiden
meist überfüllten Raucherräume im
Gebäude St. Maria wird ebenfalls eine
neue Lösung gesucht, denn der Rauch
zieht durch die Türen in den Gang. Patienten fühlen sich dadurch belästigt.
Hauswirtschaftsleiterin Schwester
Consolatrix Bradatschek sammelt momentan Anregungen von Mitarbeitern
und Patienten zum Thema Raucherzonen und Nichtraucherschutz.
Eindeutig Krebs erregend
Mitarbeiter, die sich an ihrem Arbeitsplatz durch rauchende Kollegen gestört fühlt, können sich jetzt mit ihrer
Beschwerde an den Betriebsärztlichen
Dienst des Hauses wenden. „Mit dem
neuen Gesetz folgt man den eindeutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen,
die grundsätzlich von der Gesundheitsschädlichkeit des Rauchens ausgehen“,
sagt Betriebsarzt Dr. Alois Jindra. Die
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und
Arbeitsmedizin hat in den „Technischen Regeln für Gefahrstoffe“ das
Passivrauchen unter der Rubrik „krebserzeugende Gefahrstoffe der Kategorie 1 mit gesicherter krebserzeugender
Wirkung beim Menschen“ eingestuft.
Die Entscheidung des Einzelnen zu
rauchen bleibt durch das neue Gesetz
unangetastet – sofern er dies ohne Gefährdung anderer tut.
sr
(2) In Arbeitsstätten mit Publikumsverkehr hat der Arbeitgeber
Schutzmaßnahmen nach Absatz 1
nur insoweit zu treffen, als die
Natur des Betriebes und die Art
der Beschäftigung es zulassen.
Informationen im Internet
www.ni-d.de (NichtraucherInitiative Deutschland)
www.weltnichtrauchertag
Beliebter Platz für Rauchpausen:
Die Feuertreppe von St. Maria
marien 2/2003
11
AUS DEN ABTEILUNGEN
Vorsicht Zytostatika!
Apotheke erfüllt höchste Hygieneansprüche bei Krebsmedikamenten-Zubereitung
Sicherheit für die Patienten und Sicherheit für das Personal sind oberstes Gebot
beim Umgang mit Zytostatika, also hochwirksamen Krebsmedikamenten. Hierfür
hat die Marienhospitalapotheke im Januar neue Räume in Betrieb genommen.
A
n einem durchschnittlichen
Arbeitstag sind zwei phar„
mazeutisch-technischeAssistentinnen und ein Apotheker fünf bis
sechs Stunden mit der Zubereitung von
Infusionslösungen für die ZytostatikaTherapie beschäftigt“, sagt Birgit Eisele, Apothekerin im Marienhospital. Im
Wechsel übernehmen sie und ihre fünf
Berufskolleginnen die Verantwortung
für die neue Zytostatika-Einheit im
Haus. Dort herrschen strengere hygienische Bedingungen als im Operationssaal. Einerseits dürfen keine Verunreinigungen in die Lösungen geraten,
andererseits keine winzigen Tröpfchen
entweichen oder gar Hautkontakt mit
den aggressiven Substanzen entstehen.
Denn was Krebs heilen soll, kann auch
Krebs erzeugen.
Beim Herstellen
der Infusionslösungen
herrscht unter
dem Abzug
absolute
Keimfreiheit
Im Vorraum ist eine weitere Assistentin
nötig, die Material durch eine spezielle
Durchreiche in den Reinraum gibt.
Vorher war diese Person im allgemeinen Arbeitsablauf der Apotheke eingegliedert und konnte auf Zuruf handeln.
Das ist jetzt nicht mehr möglich, denn
die neue Zytostatika-Einheit befindet
sich etwa 100 Meter entfernt von der
eigentlichen Apotheke. „Das hat nicht
nur Nachteile“, sagt Birgit Eisele: „Einerseits ist die Zytostatika-Herstellung
personalintensiver geworden, andererseits ist ein ungestörtes und sichereres
Arbeiten ohne Luftströme möglich.“
der Kühlschranktemperatur, über die
Reinigungsmaßnahmen, bis zum Luftdruck in der Schleuse. In der inneren
Schleusenkammer muss zum Beispiel
immer ein höherer Druck herrschen als
in der äußeren, damit keine ungefilterte Luft eindringen kann. Gleichzeitig
wird eventuell belastete Luft zurück in
den Arbeitsraum gedrückt.
Strenge Sicherheitsvorschriften
Vorgegangen wird nach dem „Vier-Augen-Prinzip“. Das heißt eine Person
stellt die Lösungen unter der gläsernen
Abzugshaube her. Eine weitere Person
reicht ihr Material zu und kontrolliert
nochmals Lösungsmittel, Medikament
und dessen Dosierung. Letztere wird je
nach Körperoberfläche für jeden Patienten neu berechnet. Unter dem Abzug
muss absolute Keimfreiheit herrschen.
Das wird regelmäßig durch mikrobiologische Untersuchungen kontrolliert.
Nebel, die eventuell beim Lösen der
Substanzen entstehen, werden durch
die Sogwirkung abgeleitet und können
die Abzugshaube nicht verlassen.
Kontrollierte Qualität
Zur „Good Manufacturing Practice
(GMP)“, den Leitlinien nach denen der
Herstellungsprozess abläuft, gehört die
Dokumentation aller Vorgänge – von
Temperaturüberwachung per Maus
Die sogenannten „Spyco Mouse“ , ein
Temperatur-Chip, überwacht und speichert alle Daten der Kühlanlagen rund
um die Uhr. Weitere Sicherheit bietet
ein Alarmsystem, an das alle Kühlschränke angeschlossen sind.
Von den beiden neuen Reinräumen
ist derzeit nur einer in Benutzung, da
für den parallelen Betrieb zu wenig
Personal vorhanden ist.
sr
Exakte Temperaturkontrolle in allen
Kühlschränken mit der Spyco-Mouse
Über die Durchreiche kommt Nachschub in den Reinraum
Zwei von drei Türen müssen in der
Schleuse immer geschlossen sein
12
marien 2/2003
AUS DEN ABTEILUNGEN
Eine Ausbildung für drei Pflegebereiche
Marienhospital beteiligt sich an Modellschule für integrative Pflegeausbildung
Gemeinsam mit zehn regionalen Kooperationspartnern aus den Bereichen Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege starteten im Oktober 2002 erstmals 28 Schüler eine „integrative Pflegeausbildung“. Vier von ihnen hatten ihren ersten Stationseinsatz im Marienhospital.
D
ie steigende Zahl langfristig
Pflegebedürftiger, die Ausweitung des ambulanten Pflegesektors sowie die zunehmend anspruchsvollere Medizintechnik stellen
immer höhere Anforderungen an die
Qualifikation der Pflegenden. Als Antwort auf diese Herausforderungen gilt
es, zukünftig mehr junge Menschen für
den Pflegeberuf zu gewinnen und ihnen ausreichende Perspektiven für den
Verbleib im Berufsleben zu bieten. Mit
der neuen integrativen Pflegeausbildung an der Modellschule des RobertBosch-Krankenhauses soll dies gelingen. Dort erhalten derzeit 21 Frauen
und 7 Männer zwei Jahre lang eine Basisausbildung in der Kinderkranken-,
Kranken- und Altenpflege. Nach dreieinhalb Jahren sind wahlweise ein oder
zwei Berufsabschlüsse möglich. Besonders ansprechend für einige Schülerinnen und Schüler ist, dass der Ausbildungsgang europaweit anschlussfähig
ist und sie später im Ausland arbeiten
können.
Erste Pflegeerfahrungen
Vier Auszubildende waren im Dezember zu ihrem ersten Stationseinsatz ans
Marienhospital gekommen. In einem
elfwöchigen Einführungskurs wurden
sie darauf vorbereitet. Zum Kurs
gehörten auch zwei
H o s p i t a t i o n s wo chen in bisher ganz
untypischen Einsatzgebieten
wie
Krankenkassen, Beratungs- oder Methadonvergabestellen
und Frauengesundheitszentren.
„Ich finde es gut, dass man eine
breit gefächerte Ausbildung und zwei
Berufsabschlüsse auf einmal bekommt. Die strikte Trennung der drei
Pflegebereiche Alten-, Kranken- und
Kinderkrankenpflege gibt es sowieso
nur in Deutschland“, sagt Judith Brühlke. Ihre Wahl ist bereits auf die Bereiche Erwachsenen- und Kinderkrankenpflege gefallen.
rechts:
Judith Brülke plant den
doppelten Abschluss in
Kranken- und Kinderkrankenpflege
Den jungen Leuten gefällt,
dass die neue Ausbildung europaweit anschlussfähig ist
„Der Unterricht läuft auch völlig anders ab, als wir das bisher gekannt haben“, berichtet eine weitere Pflegeschülerin. Frontalunterricht findet
kaum statt, vieles wird im Team und an
Fallbeispielen erarbeitet. Wenn Vergleiche beispielsweise zwischen Kranken- und Kinderkrankenpflege angestellt werden, ist jeweils eine Lehrkraft
aus beiden Lernzweigen anwesend.
Schwester
Anna-Luisa
Kotz,
Schulleiterin der Krankenpflegeschule
am Marienhospital, ist von den neuen
Lehr- und Lernmethoden überzeugt:
„Die Schülerinnen
und Schüler sind
sehr schnell in der
Lage, selbstständig
zu arbeiten. Die Lernsituation mit so
genannten Lernfeldern bricht die normale Fächersystematik auf.“ Das bedeutet zum Beispiel, dass die Auszubildenden nicht nur Anatomie oder Physiologie oder Pflege, sondern alles gemeinsam erlernen. Das fällt anfangs
schwer, da fächerübergreifendes Lernen für alle Beteiligten ungewohnt ist.
Durch diese neue Lernmethode sollen die Auszubildenden Zusammenhänge erkennen, indem sie eine Situa-
Lernen als
Herausforderung
tion oder ein Problem aus ganz unterschiedlichen Perspektiven betrachten.
„Die Schüler können Situationen in der
Praxis schneller wiedererkennen und
ihr angeeignetes Wissen umsetzen“,
sagt die Schulleiterin.
Eigeninitiative und Motivation
Die bisherigen Erfahrungen mit der
neuen Ausbildung haben gezeigt, dass
gerade in der Trägervielfalt ein großer
Gewinn für alle Beteiligten liegt. Die
Kooperationspartner gestalten die weitere Entwicklung und Umsetzung des
Modells gemeinschaftlich. Außerdem
kommen sie gemeinsam für die Finanzierung der 28 Ausbildungsplätze auf.
Wissenschaftlich begleitet und ausgewertet wird das Projekt vom Institut für
angewandte Pflegeforschung der Universität Bremen.
Eines können die angehenden Pflegekräfte jetzt schon sagen: „Es wird
viel Eigeninitiative und Motivation gefordert, dafür haben wir die Möglichkeit, uns das Wissen selbstbestimmt
und mit modernen Methoden und Multimedia-Techniken anzueignen.“ Das
zur Ausbildung gehörende Fach „Lernen als Herausforderung entdecken“
ist also mehr als nur Theorie.
sr
marien 2/2003
13
AUS DEN ABTEILUNGEN
Pflegequalität soll messbar werden
Pflegedirektorin des Marienhospitals arbeitet in bundesweiten Qualitätsnetzen mit
Es ist schon schwierig genug, die Qualität der ärztlichen Versorgung zu messen. Noch viel schwieriger aber dürfte es sein, die Qualität der Krankenpflege zu erfassen. Genau das verlangt der Gesetzgeber aber inzwischen von den Kliniken.
D
ie Politik hat in den vergangenen Jahren im Gesundheitsbereich Milliarden eingespart.
Und die Sparmaßnahmen dürften in
den kommenden Jahren noch schärfer
werden. So empfahl der gesundheitspolitische Berater der Bundesregierung
jüngst, 40 Prozent der deutschen Klinikbetten abzubauen. „Die noch bestehenden Krankenhäuser haben dadurch
immer mehr Patienten zu versorgen.
Ihre Budgets wachsen aber nicht, sondern schrumpfen weiter“, sagt Schwester Nicola Maria Schmitt, Pflegedirektorin am Marienhospital.
Qualität ist in Gefahr
Man muss kein Pessimist sein, um sich
angesichts dieser Tatsachen Sorgen um
die Qualität von Pflege und Medizin in
den deutschen Kliniken zu machen.
Schwester Nicola Maria hat die Zeichen der Zeit schon früh erkannt und
Konsequenzen gezogen. Sie engagiert
sich bereits seit zehn Jahren auf Bundes- und Landesebene in verschiedenen Verbandsgremien und Arbeitsgruppen, die sich mit dem Thema Pflegequalität befassen. Unter anderem ist
die Ordensfrau Mitglied im „Nationalen Netzwerk für Qualitätssicherung in
der Pflege“ sowie im Lenkungsgremium der baden-württembergischen
„Landesgeschäftsstelle Qualitätssicherung“.
Politisches Denken üben
Seit Anfang 2003 ist sie zudem in der
Qualitätsarbeitsgruppe für Hals-, Nasen-Ohren-Erkrankungen auf Bundesebene aktiv. Und seit September 2002
schult Schwester Nicola Maria im Auftrag des Landespflegerates Krankenpflegekräfte für Arbeitsgruppen, die
sich um die Pflegequalität in badenwürttembergischen Kliniken kümmern. Die Ordensschwester begleitet
dabei Pflegekräfte für die Gebiete Urologie, Orthopädie und Chirurgie.
„Neben der fachlichen Schulung ist es
wichtig, den Teilnehmern auch politi-
14
marien 2/2003
sches Denken und Gremienarbeit nahe
zu bringen. Denn Pflegekräfte waren
es bislang nicht gewohnt, ihre Anliegen auch gegenüber Ärzten, Verwaltungsleuten und Verbandsvertretern zu
Gehör zu bringen“, sagt die Ordensfrau. Die Landesqualitätsgruppen prüfen unter anderem die Pflegedokumen-
Schwester Nicola Maria Schmitt
tation von Kliniken und weisen die
Krankenhäuser gegebenenfalls auf
Missstände hin.
Qualitätsindikator Druckgeschwür
„Pflegequalität ist natürlich nicht ganz
leicht messbar. Ein wichtiger Indikator,
der herangezogen wird, ist die Dekubitus-Vorsorge.“ Unter einem Dekubitus
versteht man ein Druckgeschwür, das
ensteht, wenn Patienten lange liegen
müssen. „Durch geeignete pflegerische
Maßnahmen wie etwa regelmäßiges
Umbetten kann man einen Dekubitus
in der Regel verhindern. Kliniken, in
denen Dekubiti sehr häufig vorkommen, haben also vermutlich Defizite in
der Pflegequalität“, so Schwester Nicola Maria.
Arbeitsgemeinschaft Schlaganfall
In der „Arbeitsgemeinschaft Schlaganfall“, in der Schwester Nicola Maria
ebenfalls Mitglied ist, entwickeln Ärzte und Pflegekräfte zur Zeit ein EDVModul, mit dem die Qualität der
Schlaganfalltherapie gemessen werden
soll. Ab Mai 2003 wird das Modul in
20 baden-württembergischen Kliniken
getestet, darunter auch das Marienhospital. Sofern die Testphase erfolgeich
verläuft, soll das System voraussichtlich im Jahr 2004 in den Regelbetrieb
gehen. Der Arzt gibt in das EDV-Programm die Diagnose und die angeordnete Therapie ein. Ärzte und Pflegekräfte dokumentieren dann alle qualitätsrelevanten Behandlungs- und
Pflegeschritte. Sinn des Ganzen ist es,
Kliniken herauszufiltern, die wichtige
Behandlungsschritte unterlassen.
Bis vor kurzem waren qualitätssichernde Maßnahmen in Krankenhäusern noch freiwillig. Inzwischen
schreibt der Gesetzgeber sie in vielen
Bereichen vor, weil er fürchtet, dass
die Qualität unter den staatlich angeordneten Sparmaßnahmen leiden
könnte. „Vergisst“ ein Krankenhaus
bei einem Patienten die Qualitätsdokumentation, muss es hierfür in fast allen
Fällen zwischen 62 und 155 Euro Strafe zahlen. Führt das Krankenhaus die
Dokumentation durch, erhält es 3,10
Euro pro Patient.
Zeitaufwand zu hoch?
Grundsätzlich hält die Pflegedirektorin
Qualitätssicherung für sinnvoll. „Aber
der Zeitaufwand für die Dokumentation ist hoch, und manchmal fragt man
sich, ob sich das lohnt“, sagt sie. Zumal Pflegekräfte und Ärzte in vier getrennten Dokumentationssystemen oft
die gleichen Einträge machen müssen:
Handschriftliche Krankenakte, digitale
Krankenakte, Dokumentation für die
Abrechnung mit den Kassen und Qualitätsdokumentation. „Technische und
rechtliche Probleme verhindern bislang, dass alle wichtigen Einträge in
einem einzigen EDV-Programm erfolgen können“, so Schwester Nicola Maria. Ob und wann eine Vereinheitlichung erfolgen könne, sei derzeit unklar. „Frühestens in zwei bis drei Jahren“, vermutet sie.
rk
AUS DEN ABTEILUNGEN
Verbesserungen für Patienten und Mitarbeiter
Hausinternes Qualitätsmanagement bringt handfeste Erfolge
Im Marienhospital werden in den kommenden Monaten zahlreiche Veränderungen realisiert, die
Verbesserungen für Patienten und Mitarbeiter bringen sollen. Sie sind die ersten praktischen Ergebnisse des hausinternen Qualitätsmanagements, das im vergangenen Jahr aufgebaut wurde.
E
ines der Ziele des Qualitätsmanagements ist die Erlangung des
begehrten KTQ-Qualitätssiegels für das Marienhospital. Als ersten
Schritt auf dem Weg dorthin schreibt
die Zertifizierungsgesellschaft KTQ
die Erarbeitung eines Selbstbewertungsberichtes vor. Qualitätsmanager
Stephan Schmidt erstellte diesen Bericht im vergangenen Jahr gemeinsam
mit 22 zu Qualitätsbeauftragten geschulten Marienhospitalmitarbeitern.
men jedes Mitarbeiters sein handschriftliches Namenskürzel steht. So
kann man auch nach Jahren noch Einträge in Patientenakten leicht mit dem
dafür verantwortlichen Mitarbeiter in
Bezug setzen“, sagt Stephan Schmidt.
Handzeichenlisten existieren momentan erst in wenigen Abteilungen.
kennt. Außerdem soll ein von KTQ gefordertes Ethikkomitee gegründet werden, das Ärzten zum Beispiel in medizinischen Grenzfällen bei schwierigen
ethischen Entscheidungen helfen kann.
Eingeführt werden sollen zudem in
allen Abteilungen Mitarbeitergespräche, bei denen Vorgesetzte und
Verbesserungen in 15 Bereichen
„Die 150-seitige Ist-Analyse hat viel
Positives fürs Marienhospital ergeben.
Die für eine Zertifizierung nötige
Punktezahl hätte unser Haus schon
jetzt erreicht. Aber bevor wir das Zertifikat beantragen, wollen wir noch
wichtige Verbesserungen bewirken“,
sagt Stephan Schmidt. Die Qualitätsbeauftragten erarbeiteten daher auf
Grundlage der im Bericht aufgedeckten Mängel zunächst 15 Verbesserungsvorschläge. Im Februar entschied
die Marienhospitalleitung, dass alle 15
Vorschläge in die Tat umgesetzt werden sollen. Einige der Projekte sollen
noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden. Es wurde bereits damit
begonnen, entsprechende Arbeitsgruppen einzusetzen, an denen auch betroffene Mitarbeiter beteiligt sind.
Ein Beispiel für ein leicht realisierbares Projekt ist die von KTQ geforderte Einführung von Handzeichenlisten in allen relevanten Bereichen des
Hauses. „Eine Handzeichenliste ist ein
Blatt Papier, auf dem neben dem Na-
Von Datenmüll bis Ethikkomitee
Geplant ist auch eine Videoüberwachung der Eingänge, um zum Beispiel
Diebstähle, aber auch mögliche Entführungen von Neugeborenen zu verhindern, wie sie vergangenes Jahr in
zwei deutschen Kliniken vorgekommen sind. Auch der Abtransport und
die Vernichtung von Datenmüll sollen
optimiert werden.
Verbessert wird auch der Schutz
der Intimsphäre an zentralen Auskunftsstellen im Hause. Hierfür sind
Abstandslinien oder ähnliche Systeme
geplant, wie man sie von Banken
Manches ist zu teuer
Manche aufgedeckten Mängel werden
sich aber nicht so schnell beheben lassen; viele aus finanziellen Gründen.
Hierzu gehört ein neues hausinternes
Wegeleitsystem, das Kosten in sechsstelliger Höhe verursachen würde. rk
Der Abtransport und die Vernichtung
von Datenmüll werden optimiert
Mehr Sicherheit soll die Videoüberwachung der Eingänge bringen
An allen Auskunftsstellen soll die
Intimspähre verbessert werden
Entwickelten die Verbesserungsvorschläge: Die 22 Qualitätsbeauftragten
Mitarbeiter in einem klar strukturierten
Rahmen über ihre Ziele und Erwartungen sprechen. Schließlich soll auch ein
Vorschlags- und Beschwerdewesen installiert werden, das Anregungen von
Mitarbeitern und von Patienten aufgreift.
marien 2/2003
15
AUS DEN ABTEILUNGEN
Neues Beratungsangebot für Diabetiker
Barbara Klingler schult Gruppen und berät in Einzelgesprächen
Seit Januar informiert die neue Diabetesberaterin Barbara Klingler im Marienhospital über Blutzuckermessung, Spritztechnik und über alles, was mit Insulin und Diabetes zu tun hat. Das Schulungsprogramm wird in enger Zusammenarbeit mit der Ernährungsberatung durchgeführt.
M
it der Ärztlichen Direktorin
des Zentrums für Innere Medizin I, Privatdozentin Dr.
Monika Kellerer, kam auch ein
Schwerpunkt für Diabetologie ans Marienhospital. Seit Januar 2003 gehört
Barbara Klingler zum Diabetes-Team.
Bereits nach vier Wochen Aufbauzeit
konnte die Diabetesberaterin die erste
Gruppenschulung für Zuckerkranke
durchführen, die in stationärer Behandlung waren. Erfahrungen im Aufbau eines klinischen Beratungssytems
hat die gelernte Krankenschwester bereits 10 Jahre lang am Bürgerhospital
in Stuttgart gesammelt. „Es hat mich
gereizt, noch einmal von Anfang an ein
ganz neues Beratungsangebot aufzubauen und außerdem mit einer Fachfrau für Diabetologie zusammenzuarbeiten“, sagt sie.
Know-how für Diabetiker
Ziel der stationären Beratung ist es,
dass Klinikpatienten nach ihrer Entlassung eigenverantwortlich mit der
Krankheit und der Therapie umgehen
können. Der Stundenplan für die einwöchige Gruppenschulung der Typ-2Diabetiker, der vom sogenannten „Alterszucker“ betroffenen Menschen,
sieht deshalb Themen vor wie „Behandlungsmöglichkeiten“, „Unterzuckerung“, „Blutzuckerselbstkontrolle“,
„Umgang mit Insulin“ oder „Folgeerkrankungen bei Diabetes“. Dazu
gehören beispielsweise Gefäßerkrankungen an Herz, Augen, Nieren oder in
den Füßen.
Getrennt und doch zusammen
An drei Nachmittagen steht das Thema
Ernährung auf dem Plan. Dies wird
wie bisher von der Diätberatung im
Haus übernommen. „Organisatorisch
und inhaltlich sind die Bereiche Ernährungsberatung und Diabetesberatung
voneinander getrennt. Im Klinikalltag
jedoch arbeiten wir sehr eng zusammen“, betont Barbara Klingler.
Zuständig für alle Stationen
Obwohl die Diabetesberatung am Zentrum für Inneren Medizin I angesiedelt
ist, gilt das Beratungsangebot für alle
Stationen. „Wir wollen im ganzen
Haus eine Grundqualität in der Diabetiker-Versorgung erreichen“, sagt Barbara Klingler. Zum Beispiel können
seit kurzem Frauen mit Schwangerschafts-Diabetes auf der Gynäkologie
betreut und geschult werden.
Der Kontakt zur Diabetesberatung
wird über Pflegepersonal und Ärzte
vermittelt (Haustelefon 32 71, Funk
26 28). Nach Absprache finden Einzelgespräche laufend, Gruppenkurse derzeit alle 14 Tage statt.
sr
Ernährungsberaterin Sylvia Krupinski ist zufrieden: Kursteilnehmer stellen Diabetiker-Mahlzeiten zusammen
16
marien 2/2003
Diabetesberaterin Barbara Klingler
Lebenslauf
1950
geboren in Stuttgart
1968-71 Krankenpflegeausbildung am Robert-BoschKrankenhaus (RBK)
Stuttgart
1971-79 Krankenschwester am
RBK; 1973-75 Weiterbildung zur Intensivfachkraft
1979
Ausbildung zur Pflegedientsleitung (PDL)
1980-82 PDL in Schorndorf
1982-87 PDL am RBK
1987-90 PDL am Bürgerhospital
Stuttgart
1991-02 Diabetesberaterin am
Bürgerhospital; 1993-94
Ausbildung zur Diabetesberaterin mit Abschluss der Deutschen
Diabetes Gesellschaft
Barbara Klingler erklärt den Umgang mit modernen
Spritzhilfen und Blutzuckermessgeräten
BAD DITZENBACH
Gesundheitsurlaub für 1200 Euro
Zwei Wochen Entspannung in einem der schönsten Täler der Schwäbischen Alb
Die Vinzenz Klinik in Bad Ditzenbach gehört zum gleichen Klinikenverbund wie das Marienhospital.
Die Ditzenbacher Einrichtung hat ein besonderes Pauschalpaket geschnürt. Es ist für alle gedacht,
die sich einen erholsamen Urlaub gönnen und zugleich etwas für ihre Gesundheit tun möchten.
F
ür einen Festpreis von 1200 Euro können Erholungssuchende
zwei Wochen lang die Annehmlichkeiten der modern ausgestatteten
Vorsorge- und Rehaklinik in Anspruch
nehmen. Dazu gehören unter anderem:
Vollpension mit ausgewogener Kost,
freier Eintritt in das Thermalbad, Meditationsangebote, vier Massagen und
je nach Bedarf viermal Fango, Krankengymnastik oder Medizinische-Trainings-Therapie. Welche dieser Anwendungen individuell am sinnvollsten ist,
entscheiden die Gäste gemeinsam mit
dem Arzt, der die „Gesundheitsurlauber“ bei ihrem Aufenthalt begleitet.
Wer möchte, kann zudem eine kostenlose Ernährungsberatung in Anspruch
nehmen.
Kapelle im Haus Maria geben Möglichkeit zur Begegnung und Besinnung. Dazu laden ebenso die gepflegten Parkanlagen ein, die den Klinikkomplex auflockern.
Von der Natur verwöhnt
Die Vorsorge- und Rehabilitationsklinik liegt im oberen Filstal, einem der
reizvollsten Täler der Schwäbischen
Alb. Der Kurort Ditzenbach, der die
Klinik beheimatet, ist staatlich anerkanntes Heilbad. Hier lässt die Natur
gleich mehrere Heilquellen sprudeln.
Eine davon, die Canisiusquelle, liegt in
600 Metern Tiefe und ist mehrere tausend Jahre alt. Daher ist ihr Wasser
praktisch frei von schädigenden Umwelteinflüssen. Diese Quelle speist die
Der schmucke Quelltempel auf dem
Klinikgelände stammt von 1914
Die Vorsorgeund Rehaklinik liegt in einem der reizvollsten Täler
der Schwäbischen Alb
Die Vinzenz Klinik
Die Vinzenzklinik ist, wie auch das
Marienhospital, eine Einrichtung der
Barmherzigen Schwestern aus Untermarchtal. Sie bietet Platz für 150 Gäste. Diese überschaubare Größe – und
das Bemühen um den Einzelnen über
seine gesundheitlichen Beschwerden
hinaus – prägen die persönliche Atmosphäre des Hauses.
Auf Wunsch werden Doppelzimmer bereitgestellt, ansonsten erfolgt
die Unterbringung in Einzelzimmern.
Sämtliche Unterkünfte sind mit Bad
und Balkon ausgestattet. Aufenthaltsund Gemeinschaftsräume sowie die
vier unterschiedlich warmen Becken
des klinikeigenen Thermalbades. Zur
Therme gehören auch eine Sauna, ein
milder temperiertes Sanarium und eine
Dampfgrotte.
Das Pauschalangebot gilt noch das
ganze Jahr. Die Aufenthaltsdauer – und
damit ebenfalls die Kosten – können
auch halbiert werden. Ansprechpartnerin für nähere Informationen und Anmeldungen ist Schwester Bernharda
Steeb, Telefon (0 73 34) 7 61 03.
is
Bei jedem Wetter ein Vergnügen: Ein Bad in der Vinzenz Therme mit Innenund Außenbecken
marien 2/2003
17
HISTORIE
Das Marienhospital im Zweiten Weltkrieg
Unterdrückung und Elend während der Naziherrschaft
Den Kliniken in Deutschland geht es wirtschaftlich schlecht, daran gibt es nichts schönzureden.
Aber beim Blick in die Marienhospitalchronik stellt man fest, dass unser Krankenhaus schon weit
schwerere Krisen gemeistert hat. Die Jahre der Nazidiktatur und des Zweiten Weltkriegs dürften zu
den schwierigsten in der 113-jährigen Krankenhausgeschichte gehören...
D
em nationalsozialistischen Regime waren
kirchliche Krankenhäuser aus ideologischen Gründen suspekt. Die Nazis versuchten das Marienhospital auf verschiedenste
Weise zu schickanieren, um die rund 120 Ordensfrauen, die im Hause tätig waren, zur Aufgabe des
Krankenhauses zu bewegen. Unter anderem trieb
das Regime die Steuern derartig in die Höhe, dass
die Schwesterngemeinschaft nur knapp dem wirtschaftlichen Ruin entging. Die damalige Oberin
Schwester Mariophila Holzapfel schrieb bereits
1934 in ihrer Jahreschronik: „Manche finanzielle
Mehrbelastung wurde uns auferlegt, mancher Revision und Nachforschung mussten wir uns unterziehen, manche Bitterkeit musste in Kauf genommen werden.“
Die Nazis wollten die Klinik ausbluten
Die Machthaber zogen ihre eigenen, staatlich getragenen Häuser den konfessionellen vor. Um die
kirchlichen Krankenhäuser auszubluten, erließen
sie immer schärfere Bestimmungen über die Aufnahme von Krankenkassenpatienten und sogenannten „Patienten der öffentlichen Fürsorge“ in
nicht-staatliche Krankenhäuser. Doch das Marienhospital überstand die Folgen dieses Lenkungsversuchs praktisch unbeschadet; denn im gleichen
Maße, in dem die Zahl der Kassen- und Fürsorgepatienten zurückging, stieg die Zahl der Privatpatienten an, die im Marienhospital Heilung suchten. Schwester Mariophila vermerkte in ihrer
Chronik: „Gottes weise Vorraussicht zeigt sich
auch hier größer als weltliche Macht und Schlauheit.“
Nicht gezündete Bombe auf dem Klinikgelände im Jahr 1944.
Doch nicht alle Bomben, die aufs Marienhospital fielen, waren
Blindgänger
18
marien 2/2003
Kopfbau des Gebäudes Sankt Ludovika (heute
Sankt Luise) nach einem Bombenangriff.
Wie durch ein Wunder gab es keine Verletzten
HISTORIE
rette abgegeben, um die Krankenrationen aufzubessern. Dies werteten die
Nazis in einem Schauprozess als
schweren Verstoß gegen die Ernährungswirtschaft. Einige Schwestern
mussten dieses „Vergehen“ mit Haftstrafen abbüßen.
Die Schwestern durften auch nach
der Enteigungen weiter ihrer Arbeit
nachgehen – schließlich wurden sie gebraucht, was auch die Nazis einsahen.
1942 zogen aber sogenannte „Braune
Schwestern“ ins Haus ein, NS-treue
Krankenpflegerinnen, welche die Arbeit der Ordensfrauen „überwachten“.
Bei einem schweren Luftangriff 1943
wurde aber genau der Gebäudeteil des
Marienhospitals zerstört, in dem die
Nazi-Schwestern untergebracht waren.
Die ungebetenen Gäste zogen daraufhin aus und kamen nie zurück.
Offene Tür für jüdische Patienten
Das Marienhospital hatte bei der Aufnahme von Kranken nie nach Glaubensbekenntnis und Religionszugehörigkeit gefragt. Von diesem Grundsatz
ging es auch nach 1933 nicht ab. Seine
Pforten standen auch jüdischen Bürgern weit offen. Die Zahl der jüdischen
Patienten hatte 1933 bei 90 gelegen.
1938, ein Jahr vor Kriegsbeginn, erreichte sie ihren Höchststand mit 198
Patienten. 1941 wurde das Krankenhaus enteignet, ein NS-Stabsarzt von
der Stadt Stuttgart als Leiter des Hauses eingesetzt. Von diesem Zeitpunkt
an konnten keine Juden mehr aufgenommen werden. Nach dem Krieg
dankte die Israelische Kultusvereinigung Stuttgart dem Marienhospital dafür, dass es den rassisch Verfolgten
während der NS-Herrschaft die Tore
nicht verschlossen hatte.
Die Klinikleitung achtete sehr darauf, dass ihr Haus nicht von Nationalsozialisten unterwandert wurde. Dies
gelang weitgehend, aber nicht vollständig. Von den leitenden Ärzten sympathisierten zwei mit den Nazis. Einer
von ihnen war der Chef der 1933 errichteten Herzabteilung. Er schied aber
schon bald aus dem Dienst aus. Der
zweite, Chef der Gynäkologie, wurde
zu Beginn des Kriegs zur Wehrmacht
eingezogen und kehrte nicht mehr ans
Hospital zurück. Am Kriegsende durften zwölf Ärzte des Hauses als Folge
der radikalen Entnazifizierung durch
die Militär-Regierung ihre Tätigkeit
nicht mehr aufnehmen, allerdings nur
wenige von ihnen dauerhaft.
Nicht verhindern konnten die
Schwestern, dass die Nazis nicht-arische Mediziner aus dem Krankenhaus
vertrieben. Der erste, der das Haus verlassen musste, war 1933 Dr. Cäsar
Enteignung der Schwestern
Große Probleme verursachte der Medizinermangel, da die meisten Ärzte zur
Wehrmacht eingezogen wurden. Auch
die Zahl der Schwestern hatte sich verringert, weil viele in Lazaretten Dienst
taten. Im zivilen Bereich des Krankenhauses herrschte zudem große Enge.
Als Folge konnten bei weitem nicht
mehr alle Kranken aufgenommen werden, die Hilfe suchten.
Sorge bereitete auch die ab 1941
rückläufige Zahl der Ordensschwestern. Die Nationalsozialisten hatten
den Zugang junger Frauen zu Ordensgemeinschaften per Gesetz fast unmöglich gemacht.
Die Verfolgung der Schwestern
gipfelte 1941 in der Enteignung der
Ordensgemeischaft und aller ihrer Einrichtungen. Begründet wurde dies von
den Nazis damit, dass die Ordensfrauen gegen die Kriegswirtschaftsverordnung verstoßen hätten. Die Schwestern
hatten mehrere tausend Eier an Laza-
Operationen im Keller
Dennoch waren es schwere Zeiten bis
zum Kriegsende. Wegen der großen
Zahl von Fliegerangriffen mussten
mehrere unterirdische Stollen gebaut
werden, in denen Patienten und Mitarbeiter bei Angriffen Zuflucht suchten.
Die Schwerkranken verbrachten vorsorglich jede Nacht in den Stollen. Gegen Kriegsende wurden auch Operationen und Entbindungen nur noch in den
Luftschutzstollen durchgeführt.
1944 wurden große Teile des Krankenhauses bei einem Luftangriff völlig
zerstört. Doch das Hospital hatte einmal mehr Glück im Unglück: „Wie
müssen wir dem lieben Gott danken,
dass er unsere Kranken und uns alle
vor den vielen Fliegerangriffen so
wunderbar beschützte; trotz unmittelbarer Lebensgefahr gab es nie Tote und
Verletzte“, schrieb Schwester Mariophila am Kriegsende in die Chronik.rk
Teile des Marienhospitals
dienten während der Kriegsjahre
als Lazarett
Oberin des Marienhospitals
von 1930 bis 1948:
Schwester Mariophila Holzapfel
Eingang zu einem Stollen, in dem
sich Patienten und Mitarbeiter bei
Fliegerangriffen versteckt hielten
Hirsch, der Leiter der HNO-Abteilung.
Verfolgung einerseits, weiterhin religiöse und humanistische Weltoffenheit
im Marienhospital andererseits, in diesem Spannungsfeld befand sich das
Krankenhaus vor Kriegsbeginn.
Unmittelbar vor Kriegsausbruch
wurde das Marienhospital staatlich beschlagnahmt und zum Reservelazarett
erklärt. Die Wehrmacht beanspruchte
sofort 485 der 530 Klinikbetten. Innerhalb weniger Tage mussten 248 Kranke entlassen, die meisten übrigen in andere Kliniken verlegt werden. Die
Wehrmacht belegte am Ende nur 200
der zunächst angeforderten 485 Betten.
Aber es dauerte drei Monate, bis die
nicht benötigten Betten wieder für zivile Kranke freigegeben wurden.
marien 2/2003
19
KULTUR
Zwei Ausstellungen und ein Konzert
Kulturveranstaltungen im Marienhospital
Drei Kulturveranstaltungen organisiert der „Arbeitskreis Kultur“ des Marienhospitals in diesem
Quartal – zwei Gemäldeausstellungen sowie ein Posaunenkonzert. Eingeladen ist wie immer jedermann, egal ob Patient, Mitarbeiter oder Besucher des Hauses.
Die Bilder Hilde Reisers leben vom
Kontrast zwischen Licht und Dunkel
Schüler des Schickhardt-Gymnasiums zeigen ihre Arbeiten
Gedenkkonzert für
Masaaki Yamamoto († 1. 12. 2002)
Himmel und Erde
„Wo Himmel und Erde sich berühren“
nennt Hilde Reiser ihre Bilderschau.
Die Werke der Stuttgarter Malerin sind
vielen Marienhospitalmitarbeitern und
-patienten nicht unbekannt – Hilde
Reiser gestaltete die an moderne Ikonen erinnernden bemalten Holzkreuze,
die in vielen Patientenzimmern hängen. Vor drei Jahren stellte sie zudem
bereits im Marienhospital ihre Bilder
aus.
Von 1950 bis 1957 studierte Hilde
Reiser Bildhauerei und Malerei in
München und Stuttgart. Sie schuf Bilder für viele öffentliche Gebäude, wie
etwa das Kloster Birnau oder die Siemenswerke in München. Auch in mehreren Stuttgarter Kirchen und Schulen
sind ihre Werke als Kunst am Bau dauerhaft zu betrachten.
Die Arbeiten Hilde Reisers leben
vielfach vom starken Farbkontrast zwischen leuchtenden, dem Licht entspringenden Gestalten und der sie umgebenden Finsternis.
Donnerstag, 10. April (17.30 Uhr
öffentliche Vernissage), bis Sonntag,
18. Mai, täglich 9 bis 19 Uhr im Foyer
des Paulsbaus. Der Eintritt zur Vernissage und zur Ausstellung ist frei.
Kunst im Unterricht
Seit vier Jahren präsentiert das benachbarte Schickhardt-Gymnasium einmal
jährlich Schülerarbeiten im Marienhospital. Gezeigt werden diesmal Bilder von Schülerinnen und Schülern der
fünften bis dreizehnten Klasse. Die
Kunstlehrer geben die Themen vor, die
Schüler interpretieren sie dann auf
vielfältige Weise. Die Fünftklässler etwa präsentieren Arbeiten zum Thema
„Ich im Jahr 2022“, in denen sie ihre
Berufswünsche aufs Papier bringen
(Foto). Die Schüler der Klasse 7 hingegen bannten zum Thema „Missglückter Waschtag“ massenhaft verfärbte Wäsche auf den Malblock. Anspruchsvoll geht es in der Oberstufe
zu. Hier mussten sich die jungen
Künstler von Themen wie „Der Traum
vom Raum“ oder gar „Die Methamorphose der Schneckennudel“ inspirieren
lassen...
Besonders originell ist diesmal die
Ausstellungseröffnung: Schüler der 6.
Klasse präsentieren Musik auf selbstgebauten Instrumenten.
Donnerstag, 22. Mai (17.30 Uhr öffentliche Vernissage), bis Sonntag, 22.
Juni, täglich 9 bis 19 Uhr im Foyer des
Paulsbaus. Der Eintritt ist frei.
Posaunenquartett für M. Yamamoto
Manche Mitarbeiter und Patienten erinnern sich vielleicht noch an das Konzert für Posaune und Klavier im April
letzten Jahres. Präsentiert wurde es von
Masaaki Yamamoto, Posaunist im Radio-Sinfonieorchester des SWR. Der
55-jährige Japaner bedankte sich damit
auf seine Art für die gute Pflege und
Behandlung, die ihm als Marienhospital-Patient zuteil geworden ist. Dass er
damals schon schwer krebskrank war,
wollte er sich nicht anmerken lassen; er
wirkte optimistisch bis zum Schluss.
Nun möchte auch seine Witwe ihre
Dankbarkeit zum Ausdruck bringen für
die liebevolle Betreuung und das Mitgetragenwerden, das sie auf der Palliativstation des Hauses von allen Seiten
erfahren habe. Sie und einige ehemalige Schüler ihres Mannes werden als
Posaunen-Quartett ein bunt gemischtes, ernstes und heiteres Programm zu
Gehör bringen, das unter anderem
Kompositionen von Masaaki Yamamoto beinhaltet.
Sonntag, 25. Mai, 16.00 Uhr im
Foyer des Paulsbaus. Der Eintritt ist
frei. Die Ausführenden freuen sich aber
über Spenden zugunsten der Palliativstationen des Marienhospitals.
rk
20
marien 2/2003
KULTUR
Marienhospital-Mitarbeiterin gab Buch heraus
Maria Klampfl-Vogelmann nutzte die Elternzeit für ihr zweites Buchprojekt
Immer wenn Bestsellerautorin Hera Lind schwanger ist, schreibt sie einen Roman. Maria KlampflVogelmann macht es ähnlich, aber doch ganz anders. Denn erstens schreibt sie keine Romane, sondern Sachbücher und zweitens nicht in der Schwangerschaft, sondern in der Elternzeit.
S
Aufwand und höchster Effizienz
durchführen können“, so die Herausgeberin. Daher finden sich zu jedem
Kapitel neben den zu unterrichtenden
Fachinhalten auch didaktische Hinweise, kopierbare Handouts für die Teilnehmer sowie Overheadfolien, die man
entweder an die Wand projizieren oder
– in kleineren Gruppen – direkt im
Ordner präsentieren kann. Der Ringordner hat hierfür einen Mechanismus,
eit 1995 ist Maria Klampfl-Vogelmann am Marienhospital beschäftigt. Drei Jahre lang arbeitete sie als Lehrerin für Pflegeberufe an
der hauseigenen Krankenpflegeschule.
Dann bekam sie ihre Tochter Patricia
und – nahm ihr erstes Buchprojekt in
Angriff. Es trug den Titel „Pflege in
der Traumatologie“. Die junge Mutter
schrieb den Band gemeinsam mit weiteren Autoren, darunter Dr. Manfred
Felenda und Krankenpfleger Dirk Göbel, beide ebenfalls vom Marienhospital. Ein Jahr lang arbeitete Maria
Klampfl-Vogelmann danach wieder
mit einer halben Stelle an der Krankenpflegeschule; dann kam im Jahr 2000
Sohn Andreas zur Welt.
Geschrieben in den Nachtstunden
Und wieder nutzte sie die so genannte
„Elternzeit“ für ein Buchprojekt. „Geschrieben habe ich nachts, wenn die
Kinder schliefen“, sagt die Autorin, die
zugleich als Herausgeberin fungierte.
Das neue Buch trägt den Titel „Geprüfte Schulungsmaterialien für die Pflege
– Fortbildungsnachweise mit Sicherheit erbringen“ und erschien zu Jahresbeginn im Berliner Raabe-Verlag.
Der 320-seitige Band ist als Loseblattsammlung in einem Ringordner
angelegt. Er soll Vorgesetzten in ambulanten Diensten und in Einrichtungen
der stationären Altenhilfe Materialien
für Mitarbeiterschulungen an die Hand
geben. Aber auch Krankenhausperso-
Die Herausgeberin
mit Co-Autor Geier.
Der Band enthält
vielfältiges Lehrmaterial, bis hin zu
Präsentationsfolien
nal, das Mitarbeiterschulungen durchzuführen hat, kann von dem Buch profitieren. Schwerpunkt der einzelnen
Schulungsblöcke ist die Vermittlung
von Fachwissen zur Betreuung pflegebedürftiger Menschen; von der Körperwaschung bis zur Dekubitusprophylaxe und Injektion. Aber auch Themen wie Qualitätssicherung und Hygiene haben in dem Band ihren Platz
gefunden. Das Hygienekapitel schrieb
Martin Geier, Hygienefachkraft am
Marienhospital.
„Mein Ziel war es, dass beispielsweise Stationsleitungen notwendige
Schulungen neuer oder angelernter
Mitarbeiter mit geringstmöglichem
mit dem er sich aufstellen lässt. Selbst
die Testbögen, mit denen die Teilnehmer ihr erworbenes Wissen überprüfen
können, muss die schulende Pflegekraft nicht selbst am PC zusammenstellen. Zu jeder Schulungseinheit gehören ein kopierbarer Testbogen und
eine Teilnahmebestätigung.
Vierteljährlich Ergänzungsblätter
Der Band, der zudem auch noch eine
CD-ROM mit allen Lehrinhalten enthält, kostet 149 Euro und ist im Buchhandel erhältlich (ISBN-Nr. 3-81830513-7). Vierteljährlich können aktuelle Ergänzungslieferungen bezogen
werden.
rk
marien 2/2003
21
KULTUR
Waren mit himmlischer Atmosphäre
„‘s Klosterlädle“ im Stuttgarter Westen bietet klösterliche Produkte aus 10 Ländern
Seit drei Jahren bietet „‘s Klosterlädle“ an der Breitscheidstraße fast ausschließlich Waren an, die
in Klöstern hergestellt wurden. Mittlerweile hat sich der Freitag als absatzreichster Tag erwiesen.
Denn da liefern die Barmherzigen Schwestern des Klosters Untermarchtal, der Träger des Marienhospitals, frisches Brot und frische Eier.
links:
Der kleine Laden von Heinz Hoserek
ist voll mit feinen Waren aus Klöstern
unten links:
Bunte Auswahl an Leckereien
unten rechts:
Die Untermarchtaler Erzeugnisse
füllen einen ganzen Kühlschrank
B
eim Öffnen der Tür weht Kräutergeruch in die Nase, Gregorianische Gesänge der Ettaler
Benediktinermönche laufen im Hintergrund, in der Ecke erhebt sich eine Pyramide aus Bierflaschen. Wer das
Klosterlädle von Heinz Hoserek betritt,
erhält Einblick in die Vielfalt der Produkte aus 20 verschiedenen Klöstern.
Viele davon hat der 33-Jährige besucht. „Manchmal durfte ich sogar einem Mönch beim Herstellungsprozess
über die Schulter schauen“, sagt der
gelernte Koch und Industriekaufmann.
Sein eigener Chef wollte Hoserek
sein, als er vor etwa drei Jahren damit
begann, eine kleine Auswahl an Klosterwaren in seinem Laden anzubieten.
Die Idee dazu kam dem begeisterten
Motorradfahrer, nachdem seine Reisemitbringsel aus Klöstern immer sehr
gelobt wurden. „Bei einigen Klöstern
musste ich mich erst persönlich vorstellen und versichern, dass alles seriös
abläuft“, sagt Hoserek. Bei den französischen Klöstern wurde die Bestellung
einfach per E-Mail erledigt.
Fein säuberlich trägt Hoserek jede
verkaufte Ware in sein Buch ein. Eine
elektronische Kasse gibt es nicht.
„Hier hat man noch Zeit, das Kleingeld
herauszukramen und ein Schwätzchen
zu halten“, sagt der Kaufmann. Wer
will, kann aber auch mit EC-Karte bezahlen. Freitags liefert das Kloster Untermarchtal frisches Brot und Eier.
Dafür wird der Tisch mit den Weihrauchgefäßen freigeräumt – in den engen Räumen ist Improvisation angesagt. Mittlerweile gibt es sogar eine
Reservierungsliste, um alle Kunden mit
„himmlischem Brot“ zu versorgen. sr
Adresse
Breitscheidstraße 47
(Haltestelle Berliner Platz),
Telefon: (07 11) 61 34 24
Öffnungszeiten
Montags bis freitags 10 bis 18.30
Uhr, samstags 10 bis 14 Uhr
Warenangebot aus Klöstern
Bier, Wein, Magenbitter, Liköre,
Tees, Wurst, Senf, Körperpflegeund Gesundheitsprodukte, Honig, Süßigkeiten, Kerzen, Bücher,
Postkarten, CDs, Weihrauch, Rosenkränze, Kreuze und vieles
mehr.
Produkte aus Untermarchtal
Freitags werden frisch gebackenes Brot und Eier geliefert. Ständig im Sortiment sind Zwiebelschmalz, verschiedene Wurstsorten, Marmeladen und Gelees.
Wein- oder Likörproben
Termine auf Anfrage
22
marien 2/2003
FRAGEBOGEN
Privatdozent Dr. Claudio Denzlinger
Seit August 2002 ist der 45-jährige Internist Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin III
Seit acht Monaten leitet Privatdozent Dr. Claudio Denzlinger die jüngste Klinik des Marienhospitals,
die Innere Medizin III. Schwerpunkt der Klinik ist die Onkologie, also die Behandlung von Krebserkrankungen. Lesen Sie, was Dr. Denzlinger zu unserem Fragebogen eingefallen ist:
Welchen Zeitgenossen würden Sie
gerne persönlich kennen lernen?
Andrew Lloyd Webber (Komponist
von Musicals wie Cats, Phantom der
Oper usw.).
Worüber können Sie lachen?
Situationskomik.
Worüber können Sie wütend
werden? Über vermeidbare Fehler,
besonders wenn ich selbst dafür verantwortlich bin.
Welche historische Persönlichkeit
hätten Sie gern gekannt?
Den Philosophen Diogenes
von Sinope (der in der Tonne).
Was sollte sich am Marienhospital
ändern? Sobald durch äußere Vorgaben möglich: Ausweitung der personellen Ressourcen.
Wer ist Ihr persönliches Vorbild?
Ich versuche eher, mich an vorbildlichem Verhalten zu orientieren als an
einer Person.
Was ist Ihr Leibgericht?
Rahmschnitzel.
Was machen Sie am liebsten in der
Freizeit? Fahrradfahren, Gartenarbeit,
Klavier spielen.
Was ist Ihr Lieblingsreiseziel?
Rom.
Welche vier Dinge würden Sie mit
auf eine einsame Insel nehmen?
Meine Familie (wenn sie zustimmt),
ein Überlebens-Paket, Bücher, Rückfahrkarte(n) oder zumindest ein seetaugliches Boot.
Was schätzen Sie an Ihrer Arbeit?
Menschen helfen zu können.
Privatdozent Dr. Claudio Denzlinger
Welches Buch würden Sie Freunden
empfehlen? Winnie-the-Pooh von
Alan Alexander Milne.
Was ist Ihr Lieblingssachbuch?
Harrison’s „Principles of Internal
Medicine“ (obwohl ich es nie
geschafft habe, eine Auflage komplett
zu lesen).
Was mögen Sie an dieser Zeitschrift? Integrative Funktion durch
Information über die verschiedensten
Bereiche am Marienhospital.
Und was nicht? Unter Berücksichtigung der Zielgruppen und Aufgaben
der Zeitschrift kann ich keinen
Kritikpunkt erkennen.
rk
Lebenslauf
1957
Was ist Ihre Lieblingsmusik?
Sehr stimmungsabhängig;
alte Kirchenmusik bis Jazz.
1963–76
Was ist, außer Gesundheit, Ihr
größter Wunsch für die Zukunft?
Frieden.
1984–86
1976–83
1986–96
Und was nicht?
Bürokratismus.
Was war als Kind Ihr Traumberuf?
König, Lokführer, Polizist...
Welchen anderen Beruf könnten Sie
sich heute sonst noch vorstellen?
Keinen.
Welche drei Wünsche hätten Sie
an eine Fee?
Ein Optimum an Schaffenskraft,
Weitsicht und Zufriedenheit.
Welche Eigenschaft schätzen Sie an
Ihren Mitarbeitern und Kollegen
am meisten? Teamgeist.
Und welche bereitet Ihnen Schwierigkeiten? Egoismus auf Kosten von
anderen.
Was ist Ihrer Meinung nach Ihre
positivste Eigenschaft? Beharrlichkeit in der Verfolgung von Zielen, die
ich als wichtig erkannt habe.
1996
1997–
2002
geboren in Freiburg
im Breisgau
Schule in Freiburg und
Stuttgart; 1976 Abitur
Medizinstudium
in Freiburg
Wissenschaftlicher
Assisstent an der
Universität Freiburg
Wissenschaftlicher
Assistent am Münchener Klinikum Großhadern; Ausbildung zum
Internisten und
Hämato-Onkologen
Habilitation
Oberarzt an der Universitätsklinik Tübingen
Dr. Denzlinger ist verheiratet und
hat eine 15-jährige Tochter und einen 14-jährigen Sohn.
Und was Ihre negativste? Ungeduld.
marien 2/2003
23
SERVICE
Informationen für Patienten und Besucher
Wegweiser für Ihren Aufenthalt im Marienhospital
Auf den nächsten Seiten haben wir für unsere Patienten, ihre Angehörigen und Besucher wichtige
Informationen rund um den Aufenthalt im Marienhospital aufgelistet. Wir wünschen allen Patientinnen und Patienten eine gute Besserung!
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So finden Sie uns
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Haltestelle
Marienplatz
tr. U1, U14, Bus 41
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Zahnradbahn 10
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Luise
Informationstresen und
Anmeldekabinen
im Erdgeschoss.
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Haltestelle
Schreiberstraße
U1, U14, Bus 42
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die wichtigsten
MarienhospitalGebäude
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ANFAHRT MIT BUS UND BAHN
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Sillenbuch
Degerloch
27
zur A8, Abfahrt Degerloch
ANFAHRT MIT DEM AUTO
I
marien 2/2003
Marienhospital
Böheimstraße 37
Anfahrt mit Bus und Bahn
Falls Sie oder Ihr Besuch mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommen: Die
Haltestellen „Schreiberstraße“ und
„Marienplatz“ liegen fünf bis zehn
Gehminuten vom Marienhospital
entfernt (siehe Skizze links).
Informationen über Abfahrts- und
Ankunftszeiten erhalten Sie telefonisch beim Verkehrsverbund Stuttgart unter (07 11) 194-49 oder auf
dessen Internetseite www.vvs.de.
Anfahrt mit dem Auto
Natürlich führen viele Wege zum Marienhospital (siehe auch nebenstehende Skizze). Hier eine Beschreibung des einfachsten, wenn Sie von
außerhalb Stuttgarts kommen:
Verlassen Sie die Autobahn A 8 über die Abfahrt Degerloch. Von dort
aus halten Sie sich auf der B 27 Richtung „Stuttgart Degerloch“, „Stuttgart“ und dann „S-Zentrum“. Nach 4
Kilometern wählen Sie die Abfahrt
„Stuttgart Süd, West, Sonnenberg“
und folgen den Wegweisern in Richtung „Stuttgart Süd“. Nach weiteren
zirka 3 Kilometern fahren Sie zunächst in Richtung „Stuttgart West“
und dann entsprechend den Hinweisschildern „Marienhospital“. Das
Marienhospital liegt an der Ecke
Böheim-/Eierstraße in Heslach, einem Stadtteil im Süden Stuttgarts.
Parken
Wenn Sie aus Richtung Degerloch
kommen, liegt an der Böheimstraße
rechts der „Alte Marienbau“, ein
schlösschenähnliches denkmalgeschütztes Klinikgebäude. Von hier
aus können Sie zwei Parkhäuser anfahren: Die Einfahrt zur Tiefgarage
finden Sie an der Böheimstraße, direkt hinter dem alten Marienbau, auf
Höhe des Neubaus Sankt Paul. Zweite Möglichkeit: Unmittelbar vor dem
alten Marienbau fahren Sie rechts in
SERVICE
die Eierstraße. Nach etwa 300 Metern sehen Sie dann links das Besucherparkhaus des Marienhospitals
(Skizze siehe Vorseite).
Die Parkhäuser haben durchgehend geöffnet. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir eine Parkgebühr erheben müssen. Die Kosten für
unsere Parkhäuser bekommen wir
weder von den Krankenkassen noch
von Stadt oder Land ersetzt. Die Gebäude müssen sich daher finanziell
selbst tragen.
Die Parkgebühren betragen 1,00
Euro pro Stunde. Die Tagespauschale
beträgt 15,00 Euro (Stand April 2003,
Änderungen vorbehalten).
Tipp für die Rückfahrt
Falls Sie in der Tiefgarage des Gebäudes Sankt Paul an der Böheimstraße
parken, beachten Sie bitte, dass die
Ausfahrt nur nach rechts in Richtung
Innenstadt möglich ist. Wenn Sie zu
den Autobahnen A8 oder A81 zurückfahren wollen, können Sie an der
nächsten größeren Ampelkreuzung
rechts in die ausgeschilderten Richtungen „A8, A81, B14, Böblingen, SVaihingen“ abbiegen.
Was Sie mitbringen sollten
Medikamente
Bringen Sie bitte eine Liste der Arzneimittel mit, die Sie regelmäßig einnehmen müssen. Sie erhalten während Ihres Klinikaufenthaltes alle Medikamente vom Krankenhaus. Für die
ersten beiden Tage sollten Sie aber
nach Möglichkeit Ihre Arzneien von
zu Hause mitbringen, falls es bei uns
– etwa wegen eines Wochenendes
oder Feiertages – zu Verzögerungen
bei einer externen Medikamentenbestellung kommen sollte.
Weitere Dinge, die Sie benötigen
Daneben sollten Sie auch Dinge wie
Schlafanzüge, Bademantel, Unterwäsche, Waschzeug, Handtücher und
Kosmetikartikel von zu Hause mitbringen. Wertsachen sollten Sie nach
Möglichkeit zu Hause lassen (Wertsachenabgabe siehe Seite IX).
Wichtig außerdem: Ihre Krankenversicherungskarte sowie Unterlagen
über eventuell abgeschlossene Zusatzversicherungen.
Aufnahme
Anmeldekabinen
Hier findet der „bürokratische Teil“
Ihrer stationären Aufnahme statt (Unterschreiben der Aufnahmeverträge
etc.). Die Anmeldekabinen finden Sie
im Erdgeschoss des Hauptgebäudes
Sankt Maria, Ebene MO. Bitte ziehen
Sie zunächst eine Wartenummer. Betreten Sie die Kabine, wenn Ihre
Nummer aufgerufen wird.
Anmeldung
Bitte halten Sie bei der Anmeldung
für Ihren stationären Aufenthalt Ihre
Krankenversicherungskarte bereit.
Bei der Anmeldung bitten wir Sie
um verschiedene Angaben zu Ihrer
Person und zu Ihrer Krankenversicherung. Außerdem können Sie entscheiden, ob Sie kostenpflichtige Extras wie Telefon und Fernsehen am
Bett oder andere gesondert berechenbare Wahlleistungen wünschen.
Dazu gehören die Unterbringung im
Einzel- oder Doppelzimmer oder die
Behandlung durch den Chefarzt oder
einen seiner Stellvertreter. (Die Wahlleistungen „Einzel-“ und „Doppelzimmer“ sind nicht auf allen Stationen verfügbar.) Falls Sie gesetzlich
krankenversichert sind, müssen Sie
Wahlleistungen in aller Regel selbst
bezahlen. Wenn Sie Mitglied einer
privaten Krankenkasse sind oder eine stationäre Zusatzversicherung abgeschlossen haben, übernimmt diese unter Umständen die Wahlleistungskosten ganz oder teilweise. Bitte klären Sie vor dem Klinikaufenthalt mit Ihrer Versicherung ab, welche Kosten übernommen werden.
Bereits ausgefüllte Unterlagen
Um die stationäre Aufnahme zu erleichtern, werden von einigen Kliniken des Marienhospitals „Patientenmappen“ ausgeteilt oder zugeschickt. So erhalten Sie ihre Aufnahmeformulare bereits einige Zeit vor
dem Aufnahmetag. Sie können die
Formulare in Ruhe zu Hause durchlesen und ausfüllen. Bringen Sie die
Patientenmappe mit den Formularen
bitte zur stationären Aufnahme mit.
Je nach Klinik sollten Sie sich am
Aufnahmetag zunächst an der Anmeldung oder am für Sie zuständigen
Klinikambulanzschalter melden. In
der Regel hat Ihnen die Klinik die korrekte Anlaufstelle mitgeteilt. Falls
nicht, hilft Ihnen die Information im
Hauptgebäude Sankt Maria (Ebene
MO) gerne weiter.
Ihre Pflege
Ihre Pflege
Mit Schwestern und Pflegern haben
Sie während Ihres Krankenhausaufenthaltes am meisten Kontakt. Die
Pflegekräfte unterstützen Sie bei allen Tätigkeiten, die Sie in Ihrer momentanen Lebenssituation nicht
selbst ausführen können. Unser vorrangiges Ziel ist dabei immer, dass
Sie möglichst bald Ihre Unabhängigkeit wiedererlangen.
In der Regel ist nicht nur der Körper von einer Erkrankung betroffen,
sondern die ganze Person. Wir verstehen unter Pflege daher mehr als
nur „Tablettenverabreichung“ und
„Verbandwechsel“. Sie können sicher sein, dass man auch Ihre Ängste
und Nöte ernst nehmen und berücksichtigen wird.
Mit der roten Taste nehmen Sie
Kontakt zu einer Pflegekraft auf
Patientenruf
Ihr Nachttisch ist zugleich Ihre Notruf- und Informationszentrale. Wenn
Sie eine Schwester oder einen Pfleger rufen wollen, drücken Sie die rote
Taste mit dem Schwesternsymbol,
beziehungsweise betätigen Sie die
Schnurglocke, die man Ihnen eventuell bis an Ihr Bett herangeführt hat.
Innerhalb weniger Sekunden meldet
sich dann die Mitarbeiterin der Patientenrufzentrale über einen Lautsprecher. Sagen Sie ihr durch Sprechen in Richtung des Nachttisches,
warum Sie geklingelt haben, und sie
wird veranlassen, dass jemand zu Ihnen kommt.
marien 2/2003
II
SERVICE
Zu Ihrer Beruhigung: Gespräche im
Krankenzimmer können über die Patientenrufzentrale selbstverständlich
nur dann mitgehört werden, wenn
Sie zuvor einen Ruf ausgelöst haben.
Ihre Behandlung
Die Ärzte klären Sie über alle Behandlungsmaßnahmen auf; also über Untersuchungen, diagnostische
Eingriffe, Operationen und über die
Wirkungsweise der verordneten Medikamente. Tauchen weitere Fragen
auf oder sollten Sie Erklärungen nicht
verstanden haben, fragen Sie bitte
nach.
Ihre Vorgeschichte (Anamnese)
Eine erfolgreiche Behandlung erfordert das Gespräch zwischen Patient
und Ärzten. Bitte beantworten Sie alle Fragen so offen und vollständig,
wie es Ihnen möglich ist. Haben Sie
auch keine Scheu, scheinbare Nebensächlichkeiten zu erwähnen. Der
Arzt kann daraus unter Umständen
wertvolle Erkenntnisse gewinnen.
Falls Sie von zu Hause mitgebrachte Arzneien weiter nehmen
möchten, informieren Sie Ihren Arzt
bitte auch hierüber.
Medikamente
In manchen Fällen kann es vorkommen, dass ein verordnetes Medikament bei Ihnen Befindlichkeitsstörungen auslöst. Wenden Sie sich in
diesem Fall vertrauensvoll an Ihre
Ärztin oder Ihren Arzt. Auch das Pflegepersonal kann diese Informationen weiterleiten. Lassen Sie ein verordnetes Medikament keinesfalls ohne Rücksprache mit dem Arzt einfach
weg, denn dadurch gefährden Sie
den guten Behandlungserfolg.
Offenes Ohr für Ihre Fragen
Vor jedem größeren Eingriff holt Ihr
Arzt Ihre schriftliche Zustimmung ein.
Hierzu sind wir gesetzlich verpflichtet.
Information Ihrer Angehörigen
Das gesamte Krankenhauspersonal
unterliegt der Schweigepflicht über
alle Dinge, die mit Ihren persönlichen
Daten und insbesondere Ihrer Krank-
blau = Bettenbereiche
schwarz = Untersuchungs-, Behandlungs-,
und Servicebereiche
Pflegegruppe a, b
M9
Innere I
(Endokrinologie)
Innere II
(Gastroenterologie)
M8
Unfallchirurgie
Unfallchirurgie
M7
HNO
HNO
Allgemein- und
Viszeralchirurgie
M5 Allgemein- und Viszeral-1)
chirurgie, Zentrum Plast.
Allgemein- und
Viszeralchirurgie
M4
Gynäkologie
und Neugeborene
M6
St. Paul
PflegegrupPflegegruppe b Interdisziplinäre Station pen a, c
P5
P4
P3
P2
P1
P0
P01
P02
Neurologie
Neurologie
Zentrum
Augen, Zentrum
Plastische Chirurgie 1) Plastische Chirurgie 2)
Intermediate Care
Neurologie
M3
Gynäkologie
Gynäkologie
Technik
Intensivpflege Anästhesie,
M2 Schwerstbrandverletzte
Intensivpflege Innere I
Speis und Trank
Ihre Wochenspeisekarte
Über das aktuelle Speisenangebot
informiert Sie die Wochenspeisekarte. Jeder Patient bekommt sie bei der
Anmeldung und dann einmal wöchentlich auf der Station ausgehändigt. Tragen Sie auf dem Bestellformular der Speisekarte bitte Ihre
Essenswünsche für die nächste Wo-
1) Klinik für Mund-, Kiefer- und
Gesichtschirurgie, Plastische Operationen
2) Klinik für Plastische Gesichtschirurgie
3) Klinik für Handchirurgie, Mikrochirurgie
und Rekonstruktive Brustchirurgie
4) außerdem: Gynäkologische Chemotherapie,
Ergotherapie der Rheumatologie,
Schlaflabor, Dentallabor, Diätberatung
5) unter anderem: Lungenuntersuchung,
Ultraschall, EKG
St. Maria
Pflegegruppe c, d
heit zu tun haben. Wenn Sie möchten, dass Ihr Arzt einem Ihrer Angehörigen oder Freunde Auskunft
über Ihren Gesundheitszustand erteilt, müssen Sie ihn zuvor von der
Schweigepflicht entbinden. Das Pflegepersonal darf grundsätzlich keine
Auskunft geben. An der Schweigepflicht liegt es auch, dass Ihre Angehörigen von uns telefonisch nur
sehr zurückhaltende Auskünfte über
Sie bzw. Ihren Behandlungsverlauf
erhalten. Werten Sie das bitte nicht
als Unfreundlichkeit, sondern als
Maßnahme, die dem Schutz Ihrer
persönlichen Daten dient.
St. Veronika
Bereitschaftszimmer L6
V5 Innere III (Onkologie)
Palliativ (Radiologie) L5
V4
V3
Innere II
Radiologie
(Rheumatologie)
Innere II,
Palliativ (Innere III)
(Pneumologie)
Kinderstation Zentrum
Logopädie,
Ernährungsberatung 4) Plastische Chirurgie
Internistische BehandTechnikräume
lungsräume 5)
Innere I,
Innere I
Kreißsaal, Radiologie sowie Ambulanz- und BehandV2
Innere III (Onkologie) Übergang lungsräume aller Kliniken (außer Augen, Neurologie, Übergang
(Kardiologie)
M1
und Zentrum Plastische Chirurgie)
Zentrum
Zentrum
V1
Plastische Chirurgie 3) Plastische Chirurgie 3)
Eingang zu allen Gebäuden, Information, PatienPhysiotherapie mit
Neurologische
M0 tenaufnahme, Kapelle, Klinikkasse, Café, Kiosk,
V0
Geldautomat, Ambulanz Plastische Chirurgie 1) Übergang Aufenthaltsbereich
Bewegungsbad
Ambulanz
Übergang
2), 3)
Augen-Ambulanz/OP, Verbandszimmer ,
Küche, Klinikapotheke und technische sowie
Ambulanz Zentrum
Ambulanz Zentrum
M01
hauswirtschaftliche Einrichtungen
Plastische Chirurgie 2) Plastische Chirurgie 3)
Tiefgarage für Besucher,
Einfahrt vorm Gebäude St. Paul, Böheimstraße
WAS IST WO?
III
marien 2/2003
St. Luise
Fachbibliothek,
V6 Besprechungsraum
Lagerräume
L4
L3
L2
L1
L0
SERVICE
che ein und geben Sie das Formular
an eine Pflegekraft weiter.
Diät
Um den Krankheitsverlauf positiv zu
beeinflussen, kann eine Diät erforderlich sein. Diätpatienten haben in
der Regel keine oder nur sehr eingeschränkte Wahlmöglichkeiten beim
Essen. Über das Diätangebot informiert eine gesonderte Wochenspeisekarte.
Auch wenn’s schwer fällt: Um den
Erfolg der verordneten Diät zu gewährleisten, sollten Sie nichts weglassen und nichts zusätzlich essen.
Falls Sie bestimmte Speisen nicht
vertragen oder mögen, teilen Sie dies
bitte einer Pflegekraft mit.
Diätberatung und Diabetesberatung
Auf Wunsch und nach ärztlicher Anordnung kann ein Gespräch mit einer
Diätassistentin oder Diabetesberaterin vereinbart werden. Sie erhalten
Informationsmaterial und praktische
Anregungen für zu Hause. Falls Sie
beraten werden möchten, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Arzt.
Café
Das „Café MH“ rechts vom Eingang
des Hauptgebäudes Sankt Maria hat
täglich geöffnet (Öffnungszeiten auf
Seite XII).
Sie und Ihr Besuch können sich
dort mit Kaffee und Kuchen, Eis, Getränken und kleinen Mahlzeiten bewirten lassen.
Kliniken und Ärztliche Direktoren
Klinik für Allgemein- und
Viszeralchirurgie
119 Betten
Prof. Dr. Reinhard Bittner
Klinik für Unfallchirurgie
63 Betten
Prof. Dr. Karl-Klaus Dittel
Kiosk
Den Krankenhauskiosk finden Sie
auf der Eingangsebene MO im Hauptgebäude Sankt Maria. Dort erhalten
Sie neben Ess- und Trinkbarem auch
Zeitschriften, Taschenbücher, Kosmetikartikel, Postkarten, Briefmarken, Spielwaren, kleine Geschenkartikel und vieles mehr (Öffnungszeiten
auf Seite XII).
Zentrum für Innere Medizin I
83 Betten
Klinik für Allgemeine Innere
Medizin, Diabetologie, Endokrinologie, Internistische Intensivmedizin, Gefäßmedizin
Privatdozentin Dr. Monika Kellerer
Klinik für Kardiologie
Dr. Eberhard Silberer
Süßigkeiten- und Getränkeautomat
Ein Süßigkeiten- und Getränkeautomat steht auf Ebene M1 des Hauptgebäudes Sankt Maria. Den Automaten
finden Sie zwischen Gynäkologischer
Ambulanz und Kreißsaal, am Glasgang zum Gebäude Sankt Paul. Er ist
rund um die Uhr zugänglich.
1) Hauptgebäude Sankt Maria
2) Haupteingang zu allen Gebäuden
3) Gebäude Sankt Paul
4) Zufahrt zur Tiefgarage
(Böheimstraße 37)
5) Gebäude Sankt Luise
6) Gebäude Sankt Veronika
7) Alter Marienbau (Verwaltung)
8) Verwaltungs-/Technikgebäude
9) Krankenpflege-/Diätschule
10)Parkhaus (links an der Eierstraße)
Zentrum für Innere Medizin II
82 Betten
Allgemeine Innere Medizin,
Gastroenterologie, Hepatologie,
Rheumatologie,
Klinische Immunologie,
Pneumologie,
9
10
6
5
1
2
3
8
4
7
GEBÄUDEPLAN
marien 2/2003
IV
SERVICE
Schlafmedizin
Dr. Stefan Reinecke,
Dr. Ulrich Wellhäußer
Zentrum für Innere Medizin III
45 Betten
Onkologie, Palliativmedizin
Privatdozent Dr. Claudio
Denzlinger
Zentrum Plastische Chirurgie
91 Betten
Klinik für Handchirurgie,
Mikrochirurgie und
rekonstruktive Brustchirurgie
Prof. Dr. Michael Greulich
Klinik für Plastische
Gesichtschirurgie
Prof. Dr. Wolfgang Gubisch
Klinik für Mund-, Kiefer- und
Gesichtschirurgie und
plastische Operationen
Prof. Dr. Dr. Konrad Wangerin
Gynäkologie und Geburtshilfe
99 Betten
Prof. Dr. Hans Joachim Herschlein
Klinik für HNO-Krankheiten,
Kopf- und Halschirurgie
78 Betten
Dr. Leo Reich
Klinik für Neurologie
7o Betten
Privatdozent Dr. Alfred Lindner
Radiologische Klinik
inklusive Palliativstation
20 Betten
Prof. Dr. Dr. Helmut Metzger
Augenklinik (Belegabteilung)
9 Betten
Dr. Bernd Abel
Klinik für Anästhesiologie und
operative Intensivmedizin
inklusive Intermediate-CareStation
29 Betten
Dr. Wilfried Junginger
Abteilung für
Schwerstbrandverletzte
2 Betten
Dr. Wilfried Junginger,
Prof. Dr. Karl-Klaus Dittel
V
marien 2/2003
Besuch
Besuchszeiten
Auch Ihr Besuch ist uns herzlich willkommen! Ruhe und Entspannung
sind für die Genesung von großer
Wichtigkeit. Deshalb beachten Sie
bitte, dass Sie Besuch nur von 10.00
bis 12.00 und von 14.00 bis 19.30
Uhr empfangen sollten.
Bitte nicht zu viel Besuch!
Besonders für Ihre Mitpatientinnen
und -patienten, aber auch für Sie
selbst, kann Besuch sehr anstrengend sein. Bitte sagen Sie Ihren Besucherinnen und Besuchern, dass
sie in Gruppen von höchstens zwei
bis drei Personen ins Krankenhaus
kommen sollten. Besuche auf den
Intensivstationen sind nur nach vorheriger Absprache mit dem Arzt möglich.
Aufenthaltsräume und Grünanlagen
Wenn Sie aufstehen dürfen, können
Sie sich auch in den Aufenthaltsräumen oder in unseren Grünanlagen
ungestört mit Ihrem Besuch unterhalten. Ihre Mitpatienten werden es zu
schätzen wissen, wenn Sie Besucher,
sofern Ihnen das möglich ist, außerhalb des Krankenzimmers treffen.
Falls Sie keinen Besuch bekommen möchten, sprechen Sie mit Ihrer
diensthabenden Pflegekraft.
Blumen
Blumenvasen stehen auf allen Stationen zur freien Verfügung.
Topfpflanzen sind im Krankenzimmer leider tabu. Denn Blumenerde
ist ein Sammelbecken für Krankheitserreger.
wenden. Zu dessen weit gestecktem
Aufgabenbereich gehören unter anderem: Hilfestellung bei Fragen zur
Pflegeversicherung und zur Heimunterbringung, Vermittlung weiterführender Hilfen für die Zeit nach dem
Krankenhausaufenthalt und die Information über Möglichkeiten der Rehabilitation.
Falls Sie beraten werden möchten, teilen Sie dies bitte Ihrem behandelnden Arzt mit. Der Arzt kann
bei Bedarf einen Konsilschein ausstellen, mit dem die kostenlose Beratung durch den Sozialen Krankenhausdienst möglich wird (Telefonische Sprechzeiten für Patienten und
Angehörige siehe Seite XII).
Pflegeüberleitung
Wenn Patienten nach ihrem Klinikaufenthalt zu Hause weiter gepflegt
beziehungweise versorgt werden
müssen, hilft die Abteilung Pflegeüberleitung. Sie berät die Angehörigen bei pflegefachlichen Fragen
und informiert gegebenenfalls über
geeignete Pflegehilfsmittel wie Krankenbett, Wannenlift oder Toilettenstuhl. Auch Fragen rund ums Thema
Pflegeversicherung sowie über ambulante Hilfen wie Essen auf Rädern,
Hausnotruf, Nachbarschaftshilfe oder Pflegedienste beantworten die
Mitarbeiterinnen der Pflegeüberleitung. (Sprechzeiten für Patienten und
Angehörige siehe Seite XII).
Beratungs- und Hilfsdienste
Psychologe
Ein Krankenhausaufenthalt bringt in
aller Regel psychische Belastungen
mit sich. Nicht immer schaffen es die
Betroffenen, selbst oder mit Hilfe von
Familie und Freundeskreis mit diesen
Problemen fertig zu werden. In solchen Fällen ist häufig die Hilfe eines
Psychologen vonnöten.
Wenden Sie sich an Ihre Ärztin
beziehungsweise an Ihren Arzt, wenn
Sie möchten, dass der für unser Haus
tätige Diplom-Psychologe Ihnen weiterhilft.
Sozialer Krankenhausdienst
Falls Sie während Ihres Krankenhausaufenthaltes sozialrechtliche,
persönliche oder berufliche Fragen
haben, die im Zusammenhang mit Ihrer Krankheit stehen, können Sie sich
an den Sozialen Krankenhausdienst
Patientenbegleitdienst
Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen
des Patientenbegleitdienstes bringen Sie zu Fuß oder im Sitzwagen von
Ihrem Zimmer zum Untersuchungsraum und zurück. Wenden Sie sich
bei Bedarf bitte an eine Pflegekraft.
Haustiere
Hunde und andere Haustiere dürfen,
ebenfalls aus Hygienegründen, keine
„Krankenbesuche“ machen.
SERVICE
Besuchsdienst
Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer statten Patienten, die dies wünschen, Besuche ab. Der Besuchsdienst steht für Gespräche zur Verfügung, erledigt aber auch Aufgaben
wie kleinere Botengänge etwa zum
Krankenhauskiosk oder das Aufwerten der Chipkarte. Wenden Sie sich
bitte an Schwestern oder Pfleger,
wenn Sie den Besuchsdienst in Anspruch nehmen möchten.
Sitzwachen
Schwerkranke Patienten können von
Sitzwachen betreut werden. Die ehrenamtlichen Helfer wachen nachts
am Bett des Patienten, verrichten
kleine Handreichungen, lesen auf
Wunsch vor und können in Notfällen
das Pflegepersonal verständigen.
Wenden Sie sich bitte an Schwestern
oder Pfleger, wenn Sie diesen Dienst
in Anspruch nehmen möchten.
Kirche im Krankenhaus
Seelsorge
Krank sein heißt oft auch, eine innere Krise durchstehen zu müssen. Bisher Selbstverständliches wird auf
einmal fraglich, Grenzen und Sorgen
um die Zukunft machen sich bemerkbar. In solchen Situationen kann ein
seelsorgerisches Gespräch hilfreich
sein. Katholische und evangelische
Seelsorgerinnen und Seelsorger haben die Zeit, Kranke und auch deren
Angehörige zu begleiten. Dies gilt unabhängig von jeder Religions- und
Konfessionszugehörigkeit.
Die Krankenhausseelsorge ist direkt (Telefon siehe Seite XII) oder über das Pflegepersonal zu erreichen.
Krankenhauskapelle
Die Krankenhauskapelle befindet
sich im Erdgeschoss des Hauptgebäudes Sankt Maria (Ebene MO). Die
künstlerisch interessant gestaltete
Hauskapelle bietet die Gelegenheit
zum stillen Gebet und zu einigen ruhigen Minuten abseits des betriebsamen Krankenhausalltags. Die Kapelle
ist täglich von 6.00 bis 19.30 Uhr
geöffnet.
Die Gottesdienstzeiten können
Sie der Hinweistafel bei der Kapelle
oder dem Aushang auf Ihrer Station
entnehmen. Die Gottesdienste werden über Kanal IV oder V der Haushörfunkanlage auf die Zimmer übertragen (siehe Seite VII). Gottesdienstliche Feiern (Kommunion,
Abendmahl, Krankensalbung) finden
auf Wunsch auch in den Krankenzimmern statt.
Fernsehen, Radio, Telefon
Ihre Chipkarte
Bei der Aufnahme haben Sie eine
Chipkarte erhalten, die an ein Heftpflaster erinnert. Diese Karte benötigen Sie zum Telefonieren und Fernsehen. Bitte stecken Sie die Chipkarte
bei der Ankunft in Ihrem Krankenzimmer sofort in den dafür vorgesehenen Schlitz an Ihrem Telefon (in Pfeilrichtung bis zum Anschlag schieben).
Tun Sie dies bitte auch dann, wenn
Sie nicht telefonieren oder fernsehen
wollen. Denn nur bei eingesteckter
Chipkarte wissen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Information „automatisch“, in welchem Zimmer Sie liegen und können Besuchern den Weg zu Ihnen erklären.
Wenn Sie wollen, können Sie die
Karte nach fünf Minuten wieder aus
dem Gerät nehmen, sofern Sie nicht
fernsehen, telefonieren oder angerufen werden möchten.
Voraussetzungen
Wenn Sie fernsehen oder telefonieren wollen, müssen Sie einen „Antrag auf Bereitstellung eines Fernsprech- und/oder Fernsehapparates“
stellen, falls Sie das bei Ihrer Aufnah-
Stecken Sie bitte die pflasterähnliche
Chipkarte in Ihr Telefon
me nicht bereits getan haben. Erst
dann werden Telefon bzw. Fernsehgerät freigegeben. Das entsprechende Antragsformular erhalten Sie
an der Information im Erdgeschoss
des Hauptgebäudes Sankt Maria
(Ebene MO).
Aufwerten der Chipkarte mit Bargeld
Um telefonieren und fernsehen zu
können, werten Sie Ihre Chipkarte
bitte zunächst mit Bargeld auf. Benutzen Sie hierfür den Kassenautomaten direkt neben der Information
im Erdgeschoss des Hauptgebäudes
Sankt Maria (Ebene MO). Weitere Automaten stehen im Gebäude Sankt
Veronika auf den Ebenen V1 und V3
und im Gebäude Sankt Paul (Ebene
P4). Die Automaten akzeptieren
Münzen ab 50 Cent und Scheine von
5 bis 50 Euro. An den Automaten
können Sie auch den aktuellen Kontostand Ihrer Chipkarte überprüfen.
Mit mindestens 20 Euro aufladen
Wir empfehlen Ihnen, die Karte mit
mindestens 20 Euro aufzuwerten,
damit Sie nicht unnötig oft nach-
Ihr Telefon dient auch zur Steuerung des Fernsehempfängers
marien 2/2003
VI
SERVICE
zahlen müssen. Ein eventuell auf der
Karte noch vorhandenes Restguthaben erhalten Sie am Ende Ihres
Krankenhausaufenthaltes am Automaten zurückgezahlt (Seite X).
Bedeutung der Leuchtdioden
Die farbigen Leuchtdioden an Ihrem
Telefon haben folgende Bedeutung:
Wenn die grüne LED-Anzeige dauerhaft leuchtet, ist alles in Ordnung.
Beim ersten Einschieben kann die
LED-Anzeige zunächst bis zu zwei Minuten lang blinken, bevor das Dauerlicht anzeigt, dass die Anlage funktionsbereit ist. Beim wiederholten Einschieben beträgt die Zeit bis zum
dauernden Leuchten des grünen
Lichtes noch etwa 10 Sekunden.
Leuchten beim Einschieben alle
drei LED-Anzeigen (grün, gelb, rot),
ist vermutlich Ihre Chipkarte defekt.
Störungen können Sie unter Telefon
22 22 melden.
Die TV-Programmbelegung
11 ARD
12 ZDF
13 Südwest 3
14 Sonderkanal. Sendet nach
Ankündigung*
15 Marienhospital „intern-tv“
(Hausvideofilm)*
16 Gottesdienste aus der Hauskapelle nach Ankündigung*
17 RTL
18 SAT 1
19 PRO 7
20 Kabel 1
21 DSF
22 Euro-Sport
23 n-tv
24 ARTE/Kinderkanal
25 CNN
26 West 3
27 B 3
28 N 3
29 MDR
30 Super RTL
31 RTL 2
32 3 SAT
33 TRT 1
34 TV 5
35 VIVA
36 VOX
*gebührenfrei, Chipkarte muss
aber stecken
VII
marien 2/2003
Leuchtet die rote LED-Anzeige, haben
Sie entweder keinen Antrag auf die
Bereitstellung eines Fernsprech- oder
Fernsehapparates gestellt, oder Sie
haben noch kein Guthaben auf der
Karte. Das Telefon ist dann gesperrt,
auch für Anrufe von außerhalb. (Abhilfe: Seite VI, „Aufwerten der Chipkarte mit Bargeld“).
Leuchtet die gelbe LED, neigt sich
das Kartenguthaben dem Ende zu
(unter 8,00 Euro), und Sie sollten die
Chipkarte mit Bargeld aufwerten.
Fernsehempfang
An Tagen, an denen Sie das Fernsehgerät mehr als 5 Minuten lang eingeschaltet haben, wird Ihnen eine
Grundgebühr von 2 Euro von der
Chipkarte abgebucht.
Die Bedienung des Fernsehers erfolgt über Ihr Telefon. Damit Ihre Mitpatienten nicht gestört werden, ist
der Fernsehton nur über Kopfhörer zu
empfangen.
So schalten Sie Ihren Fernseher ein
· Chipkarte einschieben, bis grüne
Lampe dauerhaft leuchtet.
· Hörer abnehmen.
· Taste M1 drücken.
· Ziffer des gewünschten Programms
wählen.
· Mit den Tasten * und # können
Sie die Programme vor- und zurückschalten.
Einstellen des Kopfhörertons
a) im Gebäude Sankt Maria: Der
Kopfhörer wird über einen Hörschlauch am Nachttisch angeschlossen. Schalter am Nachttisch auf Stellung I bzw. TV stellen, damit Sie den
Fernsehton hören können. Dann
Kopfhörerlautstärke mit Drehknopf
am Nachttisch lauter oder leiser einstellen.
Ihre Chipkarte müssen Sie am Automaten mit Geld aufwerten
b) in den übrigen Gebäuden: Stecken
Sie den Kopfhörer direkt rechts am
Telefon ein. Anschließend Taste M2
drücken. Durch mehrmaliges Drücken der Tasten * bzw. # kann die Hörerlautstärke verändert werden.
Danach Hörer einhängen, da
sonst keine Telefongespräche empfangen werden können und kein
Programmwechsel möglich ist.
Programmwechsel
· Hörer abnehmen.
· Taste M1 drücken.
· Ziffer des gewünschten Programms
wählen oder mit den Tasten *
und # vor- und zurückschalten.
· Hörer wieder einhängen.
So schalten Sie Ihren Fernseher aus
· Chipkarte stecken lassen.
· Hörer abnehmen.
· Taste M4 drücken.
· Hörer einhängen (nur wenn der
Hörer eingehängt wurde, ist ein
erneutes Einschalten des Fernsehers möglich).
· Der Ton schaltet ab, das Bild bleibt,
falls Ihr Zimmernachbar fernsieht.
Die Gebührenabrechnung endet.
Hörfunkempfang
Der Radioempfang ist kostenlos.
Übertragen werden die SWR-Programme 1 bis 4. SWR 4 auf Kanal 5
wird meist zweimal täglich durch die
Sendung von Gottesdiensten aus der
Hauskapelle unterbrochen.
Hörfunkempfang im Gebäude
Sankt Maria
Einfach mit dem Schalter am Nachttisch das gewünschte Programm
wählen. Die Radiolautstärke regeln
Sie mit dem Drehknopf am Nachttisch. Den Ton empfangen Sie über
den Kopfhörer.
Wenn die grüne LED leuchet, können
Sie telefonieren und fernsehen
SERVICE
Hörfunkempfang in den übrigen
Gebäuden:
· Chipkarte stecken lassen.
· Telefonhörer abnehmen.
· Taste M3 drücken.
· Radiostation mit den Tasten 1 bis 4
wählen oder mit * vor- und mit
# zurückschalten.
· Telefonhörer einhängen.
Den Ton empfangen Sie über den
Kopfhörer. Um die Lautstärke einzustellen, drücken Sie die Taste M2.
Durch mehrmaliges Drücken der Tasten * oder # können Sie den Ton lauter und leiser stellen.
Kanalbelegung:Fernsehton = Kanal 1,
SWR 1 = Kanal 2, SWR 2 = Kanal 3
SWR 3 = Kanal 4, SWR 4 = Kanal 5.
Telefon
Wenn Sie telefonieren möchten,
muss die Chipkarte stecken, und das
grüne Licht am Telefon sollte leuchten. (Näheres zur Bedeutung der
Leuchtdioden, siehe Seite VII.) Nehmen Sie den Telefonhörer ab, und
drücken Sie die Ziffer „O“. Sobald Sie
den Amtston hören, können Sie die
gewünschte Rufnummer wählen.
Zum Beenden der Verbindung drücken Sie bitte die Trenntaste unten
links am Hörer.
An der rechten Hörerseite befindet sich der Lautstärkeschalter für
die Klingel, in der zweiten Tastenreihe rechts die Taste für Wahlwiederholung.
Telefonieren können Sie nur,
wenn Sie bei Ihrer Aufnahme die
Wahlleistung „Telefon“ vereinbart
haben. Falls Sie dies zu einem späteren Zeitpunkt nachholen möchten,
wenden Sie sich bitte an die Information im Erdgeschoss des Hauptgebäudes Sankt Maria (Ebene MO).
Taste M1 schaltet den Fernseher ein,
M3 das Radio
Sie möchten angerufen werden?
Anrufe entgegen nehmen können Sie
nur, wenn Sie sich für die Wahlleistung Telefon entschieden haben. Ihre
persönliche Rufnummer ist auf Ihrer
Chipkarte aufgedruckt. Rufnummer
für externe Anrufer: (07 11) 64 89
plus Rufnummer auf Ihrer Chipkarte.
Sie möchten keine Anrufe erhalten?
Sie können das Telefon sperren, indem Sie die Patientenkarte aus dem
Lesegerät ziehen. Möchten Sie später telefonieren, stecken Sie die
Chipkarte wieder ein.
Telefongebühren
Die Grundgebühr fürs Telefon beträgt
je angefangenem Tag 2 Euro. Die Kosten pro Gesprächseinheit betragen
0,10 Euro (Stand: April 2003, Änderungen vorbehalten). Die Grundgebühr wird auch an Tagen fällig, an denen Sie nicht telefonieren oder angerufen werden. Grundgebühr und
Einheiten werden automatisch von
Ihrer Chipkarte abgebucht oder in
Rechnung gestellt, falls der Pfandbetrag von 5 Euro unterschritten wird.
nativ können Sie auch an der Information im Erdgeschoss des Hauptgebäudes Sankt Maria (Ebene MO) einen Fußpflegetermin vereinbaren.
Frisör
Wenn Sie den Besuch eines Frisörs
wünschen, können Sie das Pflegepersonal bitten, Sie anzumelden.
Der Frisör kommt zu Ihnen ins Krankenzimmer. Die Kosten für den Frisörbesuch müssen Sie selbst tragen.
Geldautomat
Ein Geldautomat der Landesbank Baden-Württemberg steht in der Eingangshalle des Hauptgebäudes
Sankt Maria (Ebene MO), links von
der Information. Der Automat akzeptiert Eurocheqe-Karten aller Kreditinstitute.
Ihr Aufenthalt von A bis Z
Handys
Handys können die Funktion medizinischer Geräte negativ beeinflussen. Solche Geräte befinden sich
nicht nur in OPs und Behandlungsräumen, sondern teilweise auch auf
den Stationen und in den Patientenzimmern. Wir bitten Sie daher, im gesamten Haus Ihr Funktelefon ausgeschaltet zu lassen.
Fundbüro
Wenn Sie etwas verloren haben, melden Sie sich bitte an der Information
im Erdgeschoss (Ebene MO) des
Hauptgebäudes Sankt Maria (Haustelefon: 29 58). Falls Sie etwas gefunden haben, was Ihnen nicht gehört,
geben Sie es bitte ebenfalls dort oder
bei einer Pflegekraft ab.
Internet
Das umfangreiche Internet-Angebot
des Marienhospitals informiert über
unser medizinisches Leistungsangebot genauso wie über aktuelle Fortbildungsveranstaltungen, Stellenangebote, das Klinik-Kulturprogramm
und Neuigkeiten (www.marienhospital-stuttgart.de).
Fußpflege
Den kostenpflichtigen Besuch einer
Fußpflegerin vermittelt Ihnen ebenfalls gerne Ihr Pflegepersonal. Alter-
Münzwechsler
In der Eingangshalle des Hauptgebäudes Sankt Maria (Ebene MO) befindet sich links von der Information
Den Kopfhörer stecken Sie rechts ins
Telefon (Ausnahme: Sankt Maria)
Hier können Sie den Klingelton laut
und leise stellen
marien 2/2003
VIII
SERVICE
ein Multiwechsler. Er wechselt sowohl Scheine in Münzen, als auch
Münzen in Scheine.
Patientengarten
Unseren Patientengarten erreichen
Sie vom Erdgeschoss des Gebäudes
Sankt Luise oder über den Ausgang
auf Ebene M2 des Hauptgebäudes
Sankt Maria.
Auf der Ebene M4 im Hauptgebäude Sankt Maria befindet sich zudem der Zugang zu einer begrünten
Dachterrasse.
Patientenzeitschrift marien
Viermal jährlich informiert die Zeitschrift marien, die Sie gerade in Händen halten, über Aktuelles aus dem
Marienhospital. Die Zeitschrift liegt
kostenlos in vielen Wartebereichen
sowie an der Information im Hauptgebäude Sankt Maria aus (Ebene
MO).
Postkarten
Postkarten mit verschiedenen Marienhospital-Motiven erhalten Sie am
Klinikkiosk auf der Ebene MO im
Hauptgebäude Sankt Maria.
Rauchen
Wegen der Brandgefahr und um andere Patienten sowie Mitarbeiter
vorm Passivrauchen zu schützen, ist
das Rauchen im gesamten Krankenhaus verboten. Ausgenommen sind
nur ausgewiesene Raucherzonen
und unsere Grünanlagen.
Spaziergänge
Spazieren gehen sollten Sie nur mit
ärztlicher Einwilligung. Bitte melden
Sie sich auf der Station ab, damit
man Sie für eine vielleicht notwendig
gewordene Untersuchung nicht lange
suchen muss und auch Ihr Besuch
Sie nicht verpasst.
Video
Ein unterhaltsames und informatives
Video über das Marienhospital erhalten Sie zum Preis von 5 Euro an der
Information im Hauptgebäude Sankt
Maria, Ebene MO.
Erholung bietet Ihnen und Ihrem
Besuch der Patientengarten
Post
Post, die Sie von außerhalb bekommen, sollte über folgende Adressangaben verfügen:
Marienhospital
Ihr Name
Name Ihrer Station
Ihre Zimmernummer
Postfach 10 31 63
70027 Stuttgart.
Die Post erhalten Sie durch das Pflegepersonal. Falls Sie selbst schreiben möchten: Einen Briefkasten finden Sie in der Eingangshalle des
Hauptgebäudes Sankt Maria (Ebene
MO), links neben der Information.
Briefmarken bekommen Sie am Kiosk (siehe Seite IV). Wenn Sie bettlägrig sind, können Sie Ihre Post
beim Pflegepersonal abgeben.
IX
marien 2/2003
Wertsachen
Größere Geldbeträge, Schmuck und
andere Wertgegenstände sollten Sie
zu Hause lassen. In Ausnahmefällen
können Sie Wertsachen bei der Krankenhauskasse im Erdgeschoss des
Hauptgebäudes Sankt Maria (Ebene
MO) zur kostenlosen Verwahrung abgeben. (Öffungszeiten siehe Seite
XII).
Finanzielles
Die Berechnung der Krankenhausleistungen
Für Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherungen rechnen wir direkt mit der zuständigen Kasse ab.
Lediglich bestimmte Wahlleistungen
müssen Sie selbst bezahlen (siehe übernächster Abschnitt); es sei denn,
Sie haben eine Zusatzversicherung
abgeschlossen, welche diese Kosten
übernimmt.
Darüber hinaus sind alle Kliniken
verpflichtet, für jeden Krankenhaustag für maximal 14 Tage im Jahr einen
gesetzlich festgelegten Geldbetrag
zu berechnen. Aufnahme- und Entlassungstag zählen dabei jeweils als
ein Tag. Über die aktuelle Höhe des
Betrages informiert Sie unser Pflegekostentarif, den Sie bei der Aufnahme erhalten haben (Stand im April 2003: 9 Euro.) Begleichen Sie
diese Gebühr bitte am Entlassungstag an unserer Krankenhauskasse im
Hauptgebäude Sankt Maria (Ebene
MO).
Falls Sie ein sogenannter „Selbstzahler“ sind, werden Ihnen unsere
Leistungen nach der Entlassung in
Rechnung gestellt. In einigen Ausnahmefällen, z. B. dann, wenn Sie
sehr lange bei uns bleiben, bekommen Sie schon während Ihres Krankenhausaufenthaltes eine Zwischenrechnung.
Die Krankenhauskasse
Finanzielle Angelegenheiten, die Ihren Krankenhausauftenthalt betreffen (keine Bankgeschäfte!), können
Sie an der Krankenhauskasse begleichen. Sie hat ihren Schalter im Erdgeschoss des Hauptgebäudes Sankt
Maria (Ebene MO). Öffnungszeiten
siehe Seite XII.
Kostenpflichtige Extras –
Die Wahlleistungen
Unsere Regelleistungen werden von
allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Darüber hinaus können
unsere Patientinnen und Patienten
sogenannte Wahlleistungen in Anspruch nehmen. Hierzu gehören die
Unterbringung in einem Einbett- oder
Zweibettzimmer, die Behandlung
durch den Chefarzt, die Bereitstellung eines Telefonapparates oder
Fernsehgerätes oder die Unterbringung einer Begleitperson. Nicht alle
Wahlleistungen sind jederzeit auf allen Stationen möglich! Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Patientenaufnahme beraten Sie gerne über
Ihre individuellen Wahlmöglichkeiten.
Wahlleistungen
müssen Sie
selbst bezahlen; es sei denn, Sie
sind Mitglied einer privaten Krankenkasse oder Zusatzversicherung, welche die Kosten übernimmt. Für die
Gewährung der Wahlleistungen muss
ein besonderer Vertrag zwischen Patient und Krankenhaus geschlossen
werden. Dies geschieht in der Regel
SERVICE
bei der Aufnahme, kann aber auch
noch zu einem späteren Zeitpunkt
nachgeholt werden.
In diesem Zusammenhang beachten Sie bitte die „Allgemeinen Vertragsbestimmungen“ und das Blatt
mit den aktuellen Pflegesätzen, auf
dem unser Wahlleistungsangebot
nebst Kosten aufgeführt ist. Diese Informationsblätter haben Sie bei Ihrer
Aufnahme erhalten.
Ihre Entlassung
Rückgabe Ihrer Chipkarte
Am Entlassungstag stecken Sie bitte
Ihre Chipkarte in einen der Kassenautomaten (siehe Seite VI), um sich
ein eventuell auf der Karte befindliches Restguthaben auszahlen zu lassen. Bitte nehmen Sie die Karte nicht
mit nach Hause. Bei Nichtrückgabe
oder Verlust müssen wir Ihnen den
Selbstkostenpreis von 10 Euro in
Rechnung stellen!
Sollte das Restguthaben mehr als
25 Euro betragen, können Sie es
nicht am Automaten auszahlen lassen. In diesem Fall wenden Sie sich
bitte an die Information im Hauptgebäude Sankt Maria (Ebene MO).
Taxi
Taxis für Ihre Heimfahrt parken am
Taxistand vor dem Haupteingang an
der Eierstraße. Falls dort einmal kein
Fahrzeug bereitstehen sollte, können
Sie an der gelben Rufsäule eines anfordern. Nehmen Sie den Hörer ab,
und drücken Sie den grünen Knopf.
Es meldet sich dann die Taxizentrale,
die Ihnen umgehend einen Wagen
schickt. Falls Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren möchten oder
mit dem Auto abgeholt werden, vergleiche Seite I.
Die Zeit nach dem
Krankenhausaufenthalt
Ihr Klinikarzt wird Ihnen wahrscheinlich Ratschläge für künftiges Verhalten mit auf den Weg geben. Wir empfehlen Ihnen, diese Hinweise als Gedächtnisstütze aufzuschreiben. Ihr
Hausarzt bekommt darüber hinaus
einen schriftlichen Bericht. Eventuell
erhalten Sie vom Marienhospital
auch Informationsmaterial mit Hinweisen darüber, was Sie nach Ihrem
Klinikentlassung beachten sollten,
um Ihre Genesung weiter voranzutreiben.
Ambulante Physiotherapie
Einige Patienten benötigen auch
nach der Entlassung noch eine krankengymnastische Behandlung. Diese
wird von der Abteilung für Physiotherapie des Marienhospitals angeboten. Das zur Abteilung gehörende
activum an der Böheimstraße 44 leistet unter anderem ambulante wohnortnahe Rehabilitation nach einem
Klinikaufenthalt (Reha, Gerätetraining, Massagen etc. auf Rezept oder
für Selbstzahler). Auch wer vorbeugend etwas für seine Gesundheit tun
will, ist im activum herzlich willkommen. Es ist ausgestattet wie ein modernes Fitness-Studio und bietet unter anderem Krafttraining, Ausdauertraining und Gesundheitskurse wie
Aquajogging, Qi-Gong oder Rückenschule an. Haustelefon für Anmeldung: 25 98. Öffnungszeiten siehe
Seite XII.
Wie waren Sie mit uns zufrieden?
Damit wir wissen, ob und wie Sie mit
uns zufrieden waren und wie wir
eventuell vorhandene Mängel beseitigen können, führen wir regelmäßig
Patientenbefragungen durch. Eventuell erhalten Sie während oder nach
Ihrem Krankenhausaufenthalt einen
entsprechenden Fragebogen. Wir
würden uns freuen, wenn Sie ihn
ausfüllen. Einmal jährlich, meist in
der Juli-Ausgabe, veröffentlichen wir
die Befragungsergebnisse in dieser
Zeitschrift.
gründer der organisierten Krankenpflege. In der Zeit um den 30-jährigen Krieg, die von Verelendung,
Rechtlosigkeit, Hungersnöten und
Seuchen geprägt war, setzte sich Vinzenz mit großem sozialen Engagement für die „aktive Hilfe am Nächsten“ ein. Die Krankenbetreuung gehörte genauso zu seiner Arbeit, wie
die Sorge für Findelkinder, die Einrichtung von Volksküchen und der
Einsatz für Gefangene. Es gelang
ihm, Wohlhabende zur finanziellen
Unterstützung seiner Vorhaben zu
bewegen und zugleich Menschen aller Schichten zu schulen und zur
praktischen Mitarbeit zu gewinnen.
„Unser Leben wäre kein Gottesdienst und auch keine wirkliche Hilfe
für unseren Nächsten, wollten wir nur
Medizin und Brot verschenken.“ Dieser Gedanke Vinzenz von Pauls
gehört zum grundlegenden Selbstverständnis der Arbeit im Marienhospital.
Unsere Unternehmensleitlinien
Nächstenliebe, gepaart mit Professionalität, das ist auch heute – über
300 Jahre nach Vinzenz von Paul
– der Anspruch der etwa 70 Ordensschwestern im Marienhospital und
der rund 1700 weiteren Mitarbeiter.
Die Ziele unseres Hauses haben wir
Wir über uns
Auf den vergangenen Seiten haben
wir für Sie wissenswerte Informationen zu Ihrem Klinikaufenthalt zusammengestellt. Zum Schluss möchten
wir Ihnen auch noch einige Hintergrundinformationen über uns bieten:
Gesellschafter des Hauses ist die
Genossenschaft der Barmherzigen
Schwestern vom heiligen Vinzenz
von Paul in Untermarchtal e. V. Vinzenz von Paul, der Gründer dieser katholischen Ordensgemeinschaft, lebte von 1581 bis 1660 in Frankreich. Er
war Priester und gilt als einer der Be-
Der heilige Vinzenz. Er gründete den
Orden der Barmherzigen Schwestern
in Unternehmensleitlinien und in einem Pflegeleitbild formuliert.
In unseren Leitlinien heißt es unter anderem: „Unsere Arbeit fußt im
Spannungsfeld zwischen religiöser
Prägung und Weltoffenheit, Tradition
und Fortschritt.“ Die Leitlinien for-
marien 2/2003
X
SERVICE
dern innovatives Denken und Handeln, regelmäßige Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter und moderne, wirtschaftliche Betriebsführung
genauso wie eine ganzheitliche Betrachtung des Patienten als Geschöpf
mit Leib und Seele.
Das Pflegeleitbild
Die größte Berufsgruppe in unserem
Haus – die Pflegekräfte – haben aus
unseren Unternehmensleitlinien ein
Größte Berufsgruppe: die Pflege
eigenes Pflegeleitbild abgeleitet. Es
definiert Schwestern und Pfleger als
„lebenslang Lernende, die mit
schöpferischer Phantasie und Engagement die bestmögliche Pflegequalität erreichen“ wollen. Die Beziehung zum Patienten soll geprägt sein
von Vertrauen und Respekt, wohlwollendem Zuhören, Humor und Freude.
Wir sind uns der Spannung zwischen dem realen und dem in unseren Leitlinien eingeforderten Zustand
durchaus bewusst. Im Berufsalltag
fallen selbst gesteckte Ziele manchmal wirtschaftlichen oder sonstigen
Sachzwängen zum Opfer. Dennoch
versuchen wir, den Ansprüchen unserer Leitlinien so nah wie möglich
zu kommen.
Ein Heft mit unseren Leitlinien erhalten Sie auf Wunsch an der Information im Erdgeschoss des Hauptgebäudes Sankt Maria (Ebene MO).
Auch im Internet sind die Leitlinien
des Marienhospitals sowie unser
daraus entwickeltes Pflegeleitbild
abrufbar (www.marienhospital-stuttgart.de).
Entwicklung des Marienhospitals
Eingeweiht wurde das Marienhospital im Jahr 1890. Von einem kleinen
Gebäude mit 15 Ordensschwestern
und 90 Betten entwickelte sich das
Hospital im Laufe der Jahrzehnte zu
einem großen Krankenhaus mit heute fast 800 Betten. Für seine medizinischen, pflegerischen und Serviceleistungen hat das Marienhospital
zahlreiche Auszeichnungen erhalten.
Der „Stuttgarter Krankenhausführer“
verlieh dem Marienhospital 5 Sterne
(Bestwertung), und der Kliniktest der
Zeitschrift „Focus“ zählt das Marienhospital zu den beiden besten Stuttgarter Krankenhäusern.
Auf seinen Auszeichnungen will
sich das Marienhospital aber nicht
ausruhen. Regelmäßig durchgeführte
Patientenbefragungen und bedeutende Investitionen in qualitätssichernde Maßnahmen sollen dazu
beitragen, dass unsere Patienten
auch in Zukunft mit „ihrem Marienhospital“ zufrieden sind.
Krankenzimmer des Marienhospitals
im Jahre 1920...
... und heute
Einige Zahlen (Zirka-Angaben)
• Gesamtbettenzahl: 785
• stationäre Patientinnen
und Patienten pro Jahr:
27 000
• ambulante Patientinnen und
Patienten der Notfallpraxis
pro Jahr: 36 000
• sonstige ambulante Patientinnen
und Patienten pro Jahr:
52 000
• Geburten pro Jahr: 1600
• Mitarbeiterzahl: 1730
• Jahresbudget (ohne Bauten)
103 Millionen Euro
sr/rk
Der „Alte Marienbau“ war 1890 das Hauptgebäude des Krankenhauses. Heute ist er Sitz der Klinikverwaltung
XI
marien 2/2003
Öffnungszeiten
Service für Patienten und Besucher: Wann hat was geöffnet?
Hauptgebäude St. Maria, Ebene MO
Haupteingang
täglich
7.00 bis 20.45 Uhr.
Ab 20.45 Uhr Eingang über die Liegendkrankeneinfahrt beim Gebäude
Sankt Ludovika an der Eierstraße.
Information und Fundbüro
Fundsachen können an der Information in der Eingangshalle auf Ebene
MO abgegeben und abgeholt werden.
(Haustelefon 29 58)
täglich
7.30 bis 20.45 Uhr.
Besuchszeiten für Patienten
täglich
10.00 bis 12.00 Uhr
und 14.00 bis 19.30 Uhr
Kiosk
Hier erhalten Sie Ess- und Trinkbares, Zeitschriften, Ansichtskarten
des Marienhospitals, Briefmarken,
Kosmetikartikel, usw.
montags bis freitags
8.30 bis 13.00 Uhr
und 14.30 bis 17.30 Uhr.
samstags und sonntags
11.00 bis 17.00 Uhr.
feiertags
13.00 bis 17.00 Uhr.
Besucher-Café
täglich
10.00 bis 18.00 Uhr.
Kasse, Abrechnung
montags bis freitags
8.00 bis 13.00 Uhr.
Hauskapelle
täglich
6.00 bis 19.45 Uhr.
Gottesdienstzeiten:
siehe Infotafel am Kapelleneingang.
Seelsorge
Wenn Sie das Gespräch mit einem
katholischen oder evangelischen
Krankenhausseelsorger wünschen,
können Sie eine der folgenden Tele-
fonnummern anwählen. Dort sind
rund um die Uhr Anrufbeantworter
geschaltet. Die Seelsorgerinnen und
Seelsorger rufen Sie schnellstmöglich zurück:
Katholische Seelsorge:
Haustelefon 20 66 oder 29 50;
Evangelische Seelsorge:
Haustelefon 29 52
Alter Marienbau
Sozialer Krankenhausdienst
Beratung zu sozialrechtlichen,
persönlichen oder beruflichen
Fragen, die im Zusammenhang
mit Ihrer Krankheit stehen.
montags bis freitags
9.00 bis 10.00 Uhr.
Beratungsgespräche nach
telefonischer Vereinbarung unter
Haustelefon 29 62
Pflegeüberleitung
Beratung zur pflegerischen Versorgung zu Hause im Anschluss an den
Klinikaufenthalt.
Telefonische Sprechzeit und telefonische Terminvereinbarung:
montags bis freitags
9 bis 10 Uhr, Haustelefon 20 58
Rupert-Mayer-Haus
activum –
Ambulante Physiotherapie
(Reha, Gerätetraining, Massagen,
Fango und so weiter für Selbstzahler
und auf Rezept)
montags, donnerstags
7.30 bis 16.00 Uhr.
dienstags, mittwochs bis 18.00 Uhr.
freitags bis 15.00 Uhr.
Haustelefon für Anmeldung: 25 98
Parkhäuser
Die Tiefgarage unter dem Gebäude
Sankt Paul (Zufahrt über Böheimstraße) und das Parkhaus an der
Eierstraße haben durchgehend
geöffnet.
sr
Impressum:
REDAKTIONSADRESSE
Marienhospital Stuttgart
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Böheimstraße 37
70199 Stuttgart
Rainer Kruse
Telefon: (07 11) 64 89-20 40
Christine Unrath
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Susanne Roth-Utzschneider
Telefon: (07 11) 64 89-20 35
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Telefon: (07 11) 64 89-20 56
Telefax: (07 11) 64 89-20 38
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www.marienhospital-stuttgart.de
GEWERBLICHE ANZEIGEN
Büro für Marketing, Werbung
und Öffentlichkeitsarbeit
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Telefon/Fax: (07 11) 2 36 98 55
VERANTWORTLICH FÜR INHALT,
LAYOUT UND GESTALTUNG
Friedrich Heinzmann
Dr. Wilfried Junginger
Klaus-Peter Kawaletz
Sr. Adeltrudis Klink
Rüdiger Looß
Sr. Nicola Maria Schmitt
FOTOS, SOWEIT NICHT VON DER REDAKTION
Fotolabor Marienhospital (S. 4 rechts
oben und rechts unten; S. 7 links);
Diätschule (S. 6, großes Bild); Zentralsterilisation (S. 8, alle außer oben;
S. 9 Mitte); intern-Archiv (S. 18, 19, IV,
X, XI oben); Masaaki Yamamoto (S. 20
rechts), Dr. Claudio Denzlinger (S. 23)
TEXT, FOTOS, GRAFIK, LAYOUT
Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Marienhospitals
DRUCK
Offizin Chr. Scheufele
marien erscheint vierteljährlich,
das nächste Heft im Juli 2003.
Auflage: 8000 Exemplare.
Redaktionsschluss für das
Juli-Heft: 15. Mai 2003.
Wir bedienen nicht nur Kliniken und
Praxen mit dem kompletten medizinisch-technischen Bedarf, sondern
führen auch für den Privatgebrauch:
• Blutdruckmessapparate
für die Selbstkontrolle
• Inhalationsgeräte
• Faltfahrstühle
• Toiletten- und Zimmerfahrstühle
KATHOLISCHE
SOZIALSTATION
Sie wollen zu Hause gepflegt werden?
Oft kann der Krankenhausaufenthalt verkürzt werden,
wenn eine qualifizierte Pflege zu Hause gesichert ist!
Fragen Sie Ihren Arzt
nach dieser Möglichkeit.
Rechtzeitig an die Zeit nach dem Krankenhaus denken –
Beratung bereits im Krankenhaus,
auch bei Ihnen im Zimmer!
• Geräte für die Rehabilitation
• Gehhilfen usw.
Sprechen Sie mit
Schwester Ana Veskovic
Liststraße 91
direkt hinter dem Marienhospital
Telefon: (07 11) 24 08 82
Widdumhofstraße 12 • 70499 Stuttgart
Telefon: 88 12 38/39 • Fax: 8 87 20 31
BERATEN – HELFEN – PFLEGEN
Partner des Marienhospitals
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