MAGIX Video Pro X6

MAGIX Video Pro X6
2
Copyright
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andere Verfahren reproduziert oder in eine für Maschinen, insbesondere
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Sämtliche Wiedergaberechte bleiben vorbehalten. Irrtum und inhaltliche
Änderungen sowie Programmänderungen vorbehalten.
Copyright © MAGIX Software GmbH, 2014. Alle Rechte vorbehalten.
MAGIX ist eine eingetragene Marke der MAGIX AG.
Bei den übrigen genannten Produktnamen kann es sich um eingetragene
Marken des jeweiligen Herstellers handeln.
http://pro.magix.com
Vorwort
Vorwort
Vielen Dank, dass Sie sich für MAGIX Video Pro X6 entschieden haben. Ihre
neue Software bietet Videobearbeitung und Postproduktion auf
professionellem Niveau, umfassende Formatunterstützung, leistungsstarke
Performance, High-End-Audiobearbeitung und alle Möglichkeiten für DVDAuthoring und Export.
Das ausgereifte Bedienkonzept von MAGIX Video Pro X6 hilft Ihnen, schon
nach kurzer Einarbeitungszeit anspruchsvolle Ergebnisse zu erzielen. Diese
Dokumentation bietet Ihnen am Anfang einen Überblick und einen
Schnelleinstieg. In den hinteren Teilen folgt eine detaillierte und systematische
Beschreibung der zahlreichen Funktionen.
Viel Erfolg mit Ihren Projekten und MAGIX Video Pro X6 wünscht Ihnen nun
Ihr MAGIX Team
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4
Inhaltsverzeichnis
Copyright
2
Vorwort
3
Kundendienst
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Bevor Sie starten
Packungsinhalt
Installation
Seriennummer
Systemvoraussetzungen
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14
14
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Einführung
Was ist MAGIX Video Pro X6?
Leistungsmerkmale
Hinweise für Nutzer von MAGIX Video deluxe
Projekte, Filme und Objekte
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17
17
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Schnelleinstieg
Programmstart
Videos auswählen, laden und abspielen
Videomaterial von Speicherkarte importieren
Videobearbeitung
Videos publizieren
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24
25
29
31
39
Bearbeitungsmodus
Standardmodus
Basismodus
Umschalten zwischen Standard- und Basismodus
40
41
42
46
Arbeitsflächen
Umschalten zwischen den Oberflächen
Oberfläche Bearbeiten
Oberfläche Brennen
47
47
48
81
Aufnahme
Aufnahmemethode auswählen
AVCHD / DVCPRO / AVC-Intra
HDV-Kamera
DV-Kamera
Video
82
82
83
86
86
93
http://pro.magix.com
Inhaltsverzeichnis
Audio
Einzelbild
Bildschirm
Bearbeitung nach der Aufnahme
97
100
103
104
Objekte
Objekte in das Projekt einfügen
Filmobjekte
Objekte markieren und gruppieren
Objekte vervielfältigen
Objekte verschieben
Ton und Bild voneinander trennen
Objektanfasser
Objektkanten
Objekte trimmen
Blenden
Lücken suchen
Einfacher Schnitt
Zweipunktschnitt
Dreipunktschnitt
Vierpunktschnitt
Inhalt getrimmter Objekte verschieben
Vorschau-Zoom
106
107
110
111
112
112
112
113
114
115
118
121
121
122
124
126
127
127
Marker
Abspielmarker
Projektmarker
Bereichsmarker (In- & Out-Points)
Kapitelmarker
Szenemarker
128
128
129
129
131
133
Multicam Editing
Vorbereitung
Quellspuren und Vorschaubilder
Multicam-Schnittfunktionen
Video-Objekte anhand der Tonspur synchronisieren
135
135
136
137
139
Titel
Titeleditor
3D-Text
Erweiterte Einstellungen
140
140
142
142
5
6
Titel aus Vorlage erstellen
Titel ohne Vorlage erstellen
Titel nachträglich bearbeiten
Titel positionieren
Datum als Titel einblenden
Timecode
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144
144
145
145
145
Effekte
Effekte auf Objekte anwenden
Videoeffekte im Media Pool
Bewegungseffekte im Media Pool
Stereo3D im Media Pool
Audioeffekte im Media Pool
Designelemente im Media Pool
Eigene Vorlagen im Media Pool
Zusatzeffekte
Objekte animieren, Effektkurven
Effektmasken erstellen
An Bildposition im Video heften
Überlagerungsgrafik/-animation erstellen
Bildstabilisierung
Bildverbesserungen für den gesamten Film
Bildverbesserungen für einzelne Objekte
148
148
151
161
168
168
169
170
170
173
182
188
188
190
191
194
Stereo3D
3D-Grundlagen
3D aufnehmen
3D-Bearbeitung vorbereiten
Wiedergabemodus für 3D einstellen
Bilder und Videos für 3D ausrichten
Kamerafahrten in 3D-Videos verwandeln
Exportieren und Brennen von 3D-Videos
195
195
196
198
199
200
202
203
Messinstrumente
Bedienung der Messinstrumente
Beschreibung der Messinstrumente
Einstellungen
205
205
206
212
Audiobearbeitung
Audiodateien laden und bearbeiten
Audioeffekte
214
214
215
http://pro.magix.com
Inhaltsverzeichnis
Mixer
5.1 Surround
Multitonspuren erstellen
Scrubbing
236
239
245
248
Disc-Menü bearbeiten
Vorschau und Bearbeiten
Menü
Vorlagen
Menüelemente bearbeiten
DVD-Menüs mit Xara Designer Pro oder Photoshop bearbeiten
250
250
252
252
253
263
Disc brennen
Brennassistent
Brenndialog
Speicherplatz
Encoder-Einstellungen
Hardwarebeschleunigung beim Rendern verwenden
273
274
275
277
279
280
Film exportieren
Video als AVI
Video als DV-AVI
Video als MPEG Video
Video als MAGIX Video
Video als Quicktime Movie
Video unkomprimiert
Video als MotionJPEG-AVI
Video als Folge von Einzelbildern
Windows Media Export
Video als MPEG-4 Video
Als Media Player ausgeben
Audio als MP3
Audio als Wave
Export als Blende...
Einzelner Frame als BMP
Einzelner Frame als JPG
Animiertes GIF
Filminformation als EDL exportieren
Ins Internet stellen (YouTube und Vimeo)
Ins Internet stellen (MAGIX Online Album und showfy)
Auf Gerät ausgeben
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283
283
283
284
284
284
284
285
285
286
287
287
288
288
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289
289
289
291
292
293
7
8
Als Media Player ausgeben
Als Videodatei ausgeben
293
294
Einstellungen und Verwaltung von Videoprojekten
Film- und Projekteinstellungen
Programmeinstellungen
Proxy- und Vorschau-Rendering
Sicherheitskopie
EDL-Dateien importieren & exportieren
Löschassistent
295
295
307
318
320
321
322
Assistenten und Spezialfunktionen
Proxy-Schnitt
Vorschau-Rendering
Backup-Projekt laden
Automatische Szenenerkennung
Movie-Edit-Touch-Projekte importieren
Musikalische Schnittanpassung
MAGIX Soundtrack Maker
Reiserouten-Animation
MAGIX Fotoshow Maker
Panoramabilder erstellen
Stapelkonvertierung
Blackmagic Design Videokarten
Filmvorlagen verwenden
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324
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328
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335
337
345
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350
353
354
Menüs
Menü Datei
Menü Bearbeiten
Menü Effekte
Menü Fenster
Menü Hilfe
356
356
365
375
382
385
Kontextmenü
Video-Objekte
Bildobjekte
Blenden
Audio-Objekte
Textobjekte
MAGIX 3D Maker-Objekte
Projektablage
387
387
392
396
396
400
403
406
http://pro.magix.com
Inhaltsverzeichnis
Spur
407
Probleme & Lösungen
Datei wird nicht geladen
Ruckelnde Wiedergabe
Tempo- und Takterkennungsassistent - Probleme und Abhilfe
Probleme bei der Aktivierung
408
408
408
408
409
Internetfunktionen
Integrierter Browser
MAGIX News Center
Flash-Videos in die eigene Website einbinden
411
411
413
414
Tastaturkürzel
Abspielfunktionen
Scrollen und Zoomen
Monitore
Projektfensteransicht
Ansicht bewegen
Mausmodi
Kontextmenü
Menü Datei
Menü Bearbeiten
Menü Effekte
Menü Fenster
Menü Hilfe
Tastaturkürzel bearbeiten
415
415
415
416
416
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417
418
418
419
421
422
422
423
Codecs aktivieren
Kostenpflichtige Aktivierung von Codecs
424
426
Anhang: Digitales Video und Datenträger
MPEG-Komprimierung
Allgemeine Hinweise zu AVI-Videos
Übersicht über die verschiedenen Disc-Typen
427
427
427
428
MPEG-4-Encoder-Einstellungen (Intel)
Video (H.264)
Audio (AAC)
Multiplexer
433
433
436
436
MPEG-4-Encoder-Einstellungen (Main Concept)
Video-Codec
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438
9
10
Audio-Codec
Multiplexer
447
449
MPEG-1/2-Encoder
Allgemeine Einstellungen
Videoeinstellungen
Erweiterte Videoeinstellungen
Audioeinstellungen
450
450
451
453
454
MPEG-Glossar
Bewegungsabschätzung
Bitrate
Block
Chroma-Format
Field
Frame
GOP
I-Frames
Interlace
P-Frames und B-Frames
Prediction
Quantisierungsskalierung
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456
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457
458
458
459
459
460
460
462
462
464
Glossar
465
Falls Sie noch Fragen haben
Tipps zur Programmhilfe
PDF-Handbuch
482
482
482
Stichwortverzeichnis
483
http://pro.magix.com
Kundendienst
Kundendienst
Lieber MAGIX Kunde,
es ist unser Ziel, Ihnen jederzeit komfortable, schnelle und lösungsorientierte
Hilfestellung zu leisten. Dafür stellen wir Ihnen ein umfassendes Angebot zur
Verfügung:
• Unbegrenzter Web-Support:
Als registrierter Kunde von MAGIX erhalten Sie unbegrenzten WebSupport über das komfortabel gestaltete MAGIX Service-Portal
support.magix.net. Hier haben Sie Zugang zu einem intelligenten
Hilfeassistenten, hochqualitativen FAQs, Patches und
Erfahrungsberichten, die fortlaufend aktualisiert werden.
Einzige Voraussetzung zur Nutzung ist die Registrierung Ihres Produktes
auf www.magix.com.
• Online-Community als Soforthilfe und Austauschplattform:
Die Online-Community www.magix.info steht Ihnen als MAGIX Kunde
kostenlos unbegrenzt zur Verfügung. Die Community umfasst über
175.000 Mitglieder und beinhaltet die Möglichkeit, Fragen zu MAGIX
Produkten an die Community zu stellen oder aber über die Suchfunktion
nach spezifischen Themen oder Antworten zu suchen. Der Wissens-Pool
enthält neben Fragen & Antworten ein Lexikon, Videoanleitungen
(Tutorials) und ein Diskussionsforum. Die vielen Experten, die tagtäglich
auf www.magix.info zu finden sind, garantieren schnelle Antwortzeiten
von teilweise nur wenigen Minuten.
• E-Mail-Support für MAGIX Produkte:
Für jedes neue MAGIX Produkt erhalten Sie ab Kaufdatum automatisch 12
Monate kostenlosen Kundendienst per E-Mail.
• Premium E-Mail-Support:
Für einen priorisierten Support oder aber wenn Sie möchten, dass Sie das
Supportteam bei der Lösung von nicht MAGIX bezogenen
Hardwareproblemen unterstützt, können Sie optional ein Ticket für
Premium E-Mail-Support erwerben. Bitte gehen Sie dazu folgendermaßen
vor:
1. Öffnen Sie die MAGIX Supportseite http://support.magix.net.
2. Melden Sie sich mit Ihren Zugangsdaten an.
3. Klicken in der Navigation auf „Zugangscode erwerben“.
Jedes Ticket bezieht sich auf einen bestimmten Problemfall und ist so
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lange gültig, bis dieser Problemfall gelöst ist. Ein Ticket ist nicht auf
eine einzelne E-Mail beschränkt.auf die MAGIX Supportseite
http://support.magix.net und klicken nach dem Login in der
Navigation auf „Zugangscode erwerben". Das Ticket bezieht sich auf
einen bestimmten Problemfall, bis dieser gelöst ist, und ist nicht auf
eine E-Mail beschränkt.
Bitte beachten Sie: Um den Premium E-Mail-Support und den kostenlosen
Produkt-E-Mail-Support via Internet in Anspruch nehmen zu können,
müssen Sie Ihr MAGIX Programm mit der Seriennummer registrieren. Die
Seriennummer finden Sie auf der Hülle der Installations-Disc (bzw. auf der
Innenseite der DVD-Box).
• Zusätzlicher Telefonkundendienst:
Über die zahlreichen kostenlosen Kundendienstleistungen hinaus steht
Ihnen kostenpflichtig der Kundendienst auch per Telefon zur Verfügung.
Sie erreichen den MAGIX Kundendienst telefonisch unter:
DEUTSCHLAND
Tel.:
Post:
0900-17 71 115
(1,24 EURO/Min. aus dem Festnetz von T-Home (*),
werktags 9:00 – 18:00 Uhr)
MAGIX Support
Postfach 200914
01194 Dresden
ÖSTERREICH
Tel.:
0900-45 45 71
(1,56 EURO/Min. (*), werktags 9:00 – 18:00 Uhr)
SCHWEIZ
Tel.:
0900-45 45 71
(1,50 CHF/Min.(*), werktags 9:00 – 18:00 Uhr)
(*) Die Gesprächspreise können je nach Anbieter variieren und sind aus dem
Mobilfunk oft erheblich höher.
http://pro.magix.com
Kundendienst
Bitte halten Sie folgende Informationen bereit:
• Welches MAGIX Programm verwenden Sie (Version)?
• Welches Betriebssystem verwenden Sie?
• Wie heißt Ihre Grafikkarte und in welcher Bildschirmauflösung wird sie
betrieben?
• Wie heißt Ihre Soundkarte? Oder benutzen Sie das eingebaute
Soundsystem Ihres Computers?
• Bei Videoprogrammen: Wie heißt Ihre Videokarte bzw. FireWire-Karte?
• Wie groß ist Ihr Arbeitsspeicher (RAM)?
• Welche DirectX-Version ist installiert?
MAGIX Vertrieb
Unser MAGIX Vertrieb ist werktags für Sie erreichbar und ist Ihnen bei
folgenden Anfragen und Problemen behilflich:
• Bestellungen
• Produktberatung (vor dem Kauf)
• Upgrade-Anfragen
• Retourenabwicklung
Tel:
+49 5741 3455-31
Montag – Donnerstag: 9:00 Uhr – 12:30 Uhr und
13:15 Uhr – 18:00 Uhr
Freitag: 9:00 Uhr – 12:30 Uhr und 13:15 Uhr – 17:30 Uhr
E-Mail:
[email protected]magix.net
Post:
MAGIX Software GmbH
Borsigstr. 24
32312 Lübbecke
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14
Bevor Sie starten
Packungsinhalt
DVD für Installation & Multimedia-Content
Auf der Installations-DVD befindet sich der Installationsmanager für MAGIX
Video Pro X6.
Druckhandbuch und PDF-Handbuch
Das Druckhandbuch enthält eine Einführung in die wichtigsten Funktionen
von MAGIX Video Pro X6.
Wenn Sie darüber hinaus Fragen haben, lesen Sie bitte die vollständige
Dokumentation, die sich als PDF-Datei im Programmordner von MAGIX
Video Pro X6 befindet. Zum Öffnen der PDF-Datei benötigen Sie ein
entsprechendes Anzeigeprogramm.
Tipp: Wenn Sie im geöffneten Programm auf die Taste „F1“ drücken, starten
Sie die Programmhilfe, die ebenfalls alle Infos enthält.
Installation
1. Schritt: Legen Sie die Programm-Disc in das Laufwerk ein. Unter Windows
startet der Installationsmanager automatisch. Sollte die Disc nicht
automatisch starten,
• öffnen Sie den Windows Explorer und klicken Sie den
Laufwerksbuchstaben Ihres CD/DVD-Laufwerks an und
• doppelklicken Sie auf „start.exe“, damit der Installationsmanager gestartet
wird.
2. Schritt: Um mit der Installation von MAGIX Video Pro X6 zu beginnen,
klicken Sie auf „MAGIX Video Pro X6“. Es erscheint der Installationsassistent
von MAGIX Video Pro X6.
Folgen Sie bitte den Anweisungen des Assistenten und klicken Sie auf
„Weiter“. Es werden alle Dateien auf die Festplatte kopiert.
http://pro.magix.com
Bevor Sie starten
3. Schritt: Ist die Installation abgeschlossen, bestätigen Sie diese Meldung mit
„Fertigstellen“. Später können Sie das Programm jederzeit über die Windows
Startleiste öffnen.
Seriennummer
Mit jedem Produkt wird eine Seriennummer ausgeliefert. Diese Seriennummer
wird zur Installation der Software benötigt und berechtigt Sie zur Nutzung von
weiteren Zusatzleistungen. Bitte bewahren Sie die Nummer daher gut auf.
Welchen Nutzen eine Seriennummer hat
Mit der Seriennummer wird Ihr MAGIX Video Pro X6 eindeutig Ihnen
zugeordnet. Damit ist eine bessere und gezieltere Kundenbetreuung möglich.
Durch die Seriennummer kann außerdem ein Missbrauch der Software
verhindert und somit auch weiterhin ein optimales Preis-/Leistungsverhältnis
für Sie gewährleistet werden.
Wo Sie die Seriennummer finden
Die Seriennummer befindet sich auf der Rückseite Ihrer CD/DVD-Hülle. Falls
Ihr Produkt z. B. in einer DVD-Box verpackt ist, finden Sie Ihre Seriennummer
auf deren Innenseite.
Bei den speziell für das Internet optimierten Versionen (Download-Version)
erhalten Sie Ihre Seriennummer zur Aktivierung der Software unmittelbar
nach dem Kauf per E-Mail.
Wann Sie die Seriennummer brauchen
Die Seriennummer wird dann gebraucht, wenn Sie MAGIX Video Pro X6 das
erste Mal starten bzw. wenn Sie es registrieren.
Hinweis: Wir empfehlen Ihnen ausdrücklich die kostenlose
Produktregistrierung, denn erst sie berechtigt Sie zum Herunterladen von
Programmaktualisierungen oder zur Nutzung der Webseiten des MAGIX
Kundendiensts (siehe Seite 11).
MAGIX Video Pro X6 freischalten
Nachdem MAGIX Video Pro X6 installiert und die Seriennummer eingegeben
wurde, lässt sich die Software zunächst für 30 Tage nutzen. Spätestens nach
diesen 30 Tagen muss MAGIX Video Pro X6 freigeschaltet werden.
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16
Systemvoraussetzungen
Für Microsoft Windows 7 | 8 | 8.1
64-Bit-Systeme
Minimale Systemvoraussetzungen
• Prozessor: Doppelkernprozessor mit 2,0 GHz
• Arbeitsspeicher: 2 GB
• Grafikkarte: Onboard-Grafikkarte mit einer Bildschirmauflösung von min.
1280 x 1024
• Festplattenspeicher: 2 GB freier Speicherplatz für die
Programminstallation
• Optisches Laufwerk: DVD-Laufwerk
Empfohlene Mindestvoraussetzungen
• Prozessor: Vierkernprozessor mit 2,8 GHz und besser
• Arbeitsspeicher: 4 GB
• Grafikkarte: dedizierte Grafikkarte mit min. 512 MB VRAM und DirectX
11-Unterstützung
http://pro.magix.com
Einführung
Einführung
Was ist MAGIX Video Pro X6?
MAGIX Video Pro X6 ist ein professionelles Videoschnittprogramm für den
Windows-PC. Alle gängigen Videoformate lassen sich direkt, d. h. ohne
Umwandlung in ein proprietäres Format, in die Spuren importieren. Die
Bearbeitungsmöglichkeiten umfassen Echtzeit-Effektbearbeitung, effizienten
Drei- und Vierpunktschnitt, intelligente Mausmodi für schnelle
Schnittvorgänge und einen Multicam-Modus mit Auto-Synchronisation auf
bis zu 9 Spuren.
Basierend auf der High-End Audio Engine von Samplitude wird eine perfekte
Synchronisation von Bild und Ton in Echtzeit realisiert. Die fertigen Projekte
lassen sich mit effektivem Batch-Rendering in sendefähige Formate
exportieren, auf DVDs, AVCHD- und Blu-ray Discs brennen oder direkt auf
gängige Videoportale und Mobilgeräte laden.
Leistungsmerkmale
Aufnahme
MAGIX Video Pro X6 bietet folgende Aufnahmemöglichkeiten:
• AVCHD/DVCPRO/AVC-Intra/Video-DSLRs/XDCAM/NXCAM (und
andere Laufwerke)*
• HDV-Kamera: HDV-Camcorder
• DV-Kamera: Mini-DV-Camcorder oder DV-Videorekorder
• Video: Analog-TV, Videoeingang, VHS-Rekorder, Webcam
• Audio: Mikrofon, Kassettenrekorder, MiniDisc-Player, Plattenspieler
• Bildschirm: der PC-Monitor.
• Einzelbild: Einzel- oder Serienbilder von Webcam, Videorekorder,
Videokamera oder TV-Karte
*Import von AVC-Intra und DVCPRO nach kostenpflichtiger Freischaltung
(siehe Seite 426)
Für analoge Aufnahmen können alle DirectShow-kompatiblen CapturingKarten verwendet werden. DV-Aufnahmen erfolgen über OHCI-kompatible
17
18
IEEE 1394-Hostadapter (FireWire oder iLink). Auch TV-Karten lassen sich
nutzen, um vom Videorekorder oder direkt aus dem laufenden TVFernsehprogramm aufzunehmen.
Im- und Exportformate
Unterstützte Importformate:
Folgende Standards und Formate lassen sich unter anderem importieren:
Video: DV, HDV, AVCHD, H.264, XDCAM, NXCAM, DVCPRO, AVC-Intra,
Stereo3D, AVI, MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4, M2TS, MJPEG, MKV, MTS,
MXV, QuickTime, WMV(HD), VOB, TOD, TS, DVR-MS, unkomprimiertes
Video
Audio: AAC, MIDI, MP3, OGG, WAV, WMA
Foto: BMP, GIF, JPEG, PNG, TIF, TGA
Unterstützte Exportformate:
Video: AVI, DV-AVI, MJPEG, MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4, WMV
Audio: MP3, WAV
Foto: BMP, JPEG
Hinweise: Dieses Programm benötigt für mehrere Funktionen eine
Internetverbindung. MP3-Export erfordert die Installation von Windows
Media Player ab Version 10. DVCPRO und AVC-Intra erfordern eine
kostenpflichtige Erstaktivierung.
Eine aktualisierte Liste unterstützter Formate lässt sich im Internet abrufen
unter format-support.magix.com.
Bearbeitung
• Programm- und Quellmonitor: Für optimalen Überblick sind zwei separate
Vorschaumonitore für das Quellmaterial und für das Projekt integriert.
• Projektablage: Die Projektablage ist Ihr Materiallager. Sie dient der VorabAuswahl aller benötigten Medien für Ihr aktuelles Projekt. Hier können Sie
Video-, Audio- oder Titeldateien und sogar bearbeitete Versionen oder
Ausschnitte aus Filmen zwischenlagern, um sie später an beliebigen
Stellen im Projekt zu verwenden.
http://pro.magix.com
Einführung
• Bildoptimierung: Farbverbesserung (RGB, Sättigung), Schärfe- (Scharfund Weichzeichnen), Helligkeitsregelung (Helligkeit, Kontrast) und AntiFlimmer-Filter.
• Tonoptimierung: Der Equalizer bietet Zugriff auf das Frequenzspektrum
z. B. für Höhenabsenkungen. Der Kompressor dient der Einschränkung der
Dynamik eines Signals. Mit dem Stereo FX-Prozessor wird die Position des
Tons im Stereopanorama justiert. Denoiser und Dehisser bieten
professionelle Rauschunterdrückung.
• Videoeffekte: zum Beispiel Kunstfilter, Verzerrung, Videomix
(Chromakey), Bewegungseffekte (z. B. Kamera-/Zoomfahrt oder
Rotation), Ausschnitte, Bild-in-Bild-Collagen, Videoeffekt-Plug-inUnterstützung.
• Automatische Szenenerkennung
• Multicam-Editing (siehe Seite 135) auf bis zu 9 Spuren. Die verschiedenen
Aufzeichnungen der Kameras können synchronisiert abgespielt und
zusammengeschnitten werden.
• MAGIX Fotoshow Maker macht aus Foto-Collagen automatische
Multimedia-Shows
• MAGIX Soundtrack Maker erstellt automatische Hintergrundmusik.
Brennbare Disc-Formate
Im Bereich „Brennen“ finden Sie folgende Brennoptionen:
• DVD
• Blu-ray Disc
• AVCHD (auf DVD- oder Blu-ray-Rohlingen)
Im Menü „Datei“ können Sie Sicherheitskopien erstellen und brennen.
Multimedial editierbare Disc-Menüs
Es werden viele Vorlagen für Disc-Menüs mitgeliefert, die später am
Fernseher für die Auswahlmöglichkeit von Filmen und Kapiteln sorgen. Ein
Großteil davon auch im 16:9-Breitbildformat. Sie können beim Brennen
übernommen werden und sorgen für ein professionelles Aussehen der Disc.
Jede Menüvorlage lässt sich aber auch noch beliebig umgestalten, z. B. mit
eigenen Fotos, thematischen Animationen, 3D-Bildunterschriften,
Sounduntermalungen, Intro-Videos u. v. m.
19
20
Hinweise für Nutzer von MAGIX Video
deluxe
Wenn Sie es gewohnt sind, mit MAGIX Video deluxe zu arbeiten, können Sie
die Benutzeroberfläche auch über das Menü „Fenster“ > „Fensteranordnung“
> „Minimal“ in die „klassische“ Fensteranordnung von MAGIX Video deluxe
versetzen.
Für alle, die MAGIX Video deluxe bisher nicht verwendet haben, empfehlen
wir die Fensteranordnung „Standard“. In dieser Betriebsart verfügen Sie über
die umfangreichsten Möglichkeiten.
Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die Unterschiede zwischen
MAGIX Video Pro X6 und MAGIX Video deluxe.
Videomonitore
• In der Fensteranordnung „Minimal“ gibt es wie in MAGIX Video deluxe
nur einen Vorschaumonitor, der sowohl als Programm- als auch als
Quellmonitor verwendet wird. Bei gestopptem Projekt lassen sich die
Dateien im Media Pool auswählen und mithilfe der Transportkontrolle
abspielen. Um das Projekt wieder abzuspielen, muss zunächst ins
Projektfenster geklickt werden.
• Die Fensteranordnung „Standard“ in <Progammname> bietet zwei
Vorschaumonitore: einen Programmmonitor für die Vorschau des Projekts
im Projektfenster und einen Quellmonitor für die Vorschau von Dateien im
Media Pool. Beide Vorschaumonitore verfügen über separate
Transportkontrollen, so dass die Vorschau des Media Pools und das
Abspielen des Projekts getrennt gesteuert werden. Für weitere
Informationen zu den Vorschaumonitoren lesen Sie bitte den
entsprechenden Abschnitt im Kapitel „Arbeitsflächen“ (siehe Seite 76).
Tastaturbelegung
Die voreingestellten Tastaturbelegungen unterscheiden sich und können über
das Menü „Datei > Einstellungen > Tastaturkürzel“ angezeigt werden.
In MAGIX Video Pro X6 können Sie sich auch ein Preset mit den
Tastaturkürzeln von MAGIX Video deluxe laden, wenn Sie mit den gewohnten
Tastaturkürzeln arbeiten wollen. Weitere Informationen zu den
Tastaturkürzeln finden Sie im Kapitel „Tastaturkürzel“ (siehe Seite 415).
http://pro.magix.com
Einführung
Dateien laden
• In MAGIX Video Pro X6 werden die Dateien mit gehaltener Maustaste
(Drag & Drop) auf die jeweilige Position im Projektfenster gezogen oder
mit den Befehlen des Einfügen-Menüs geladen. Zu den Befehlen des
Einfügen-Menüs lesen Sie bitte den Abschnitt „Einfüge-Modi“ im Kapitel
„Arbeitsflächen“.
• In Video deluxe können die Dateien zusätzlich auch per Doppelklick aus
dem Media Pool geladen werden. Videos und Bilddateien werden dabei in
die erste Spur an die Stelle des Abspielmarkers gestellt. Liegt dort schon
ein anderes Objekt, wird das neue Objekt hinter das letzte Objekt in der
ersten Spur angefügt. Titel erscheinen auf Spur 3 und 4, zusätzliches
Audiomaterial auf Spur 5.
Sie können das Verhalten unter „Datei > Einstellungen > Programm“ im Reiter
„System“ unter „Verhalten bei Doppelklick“ ändern.
Verhalten der Leertaste
In beiden Programmen können Sie das Abspielen mithilfe der Leertaste der
Computertastatur starten. Beim erneuten Drücken der Leertaste reagieren die
Versionen jedoch anders:
• In Video deluxe wird der Abspielmarker auf die letzte Stopp-Position
gesetzt.
• In MAGIX Video Pro X6 wird der Abspielmarker an der aktuellen Position
angehalten. Dies entspricht dem Verhalten einer Bandmaschine beim
Stoppen.
Das Abspielverhalten kann über den Dialog „Datei > Einstellungen >
Programm“ im Reiter „Wiedergabe“ umgestellt werden.
Projektablage
• In Video deluxe ist die Projektablage nicht verfügbar.
• In MAGIX Video Pro X6 ist die Projektablage ein separates Fenster im
rechten Bereich und dient der Zwischenlagerung oder Zusammenstellung
von Projektmaterialien aller Art. Weitere Informationen dazu finden Sie im
Abschnitt „Projektablage“ (siehe Seite 75) des Kapitels „Arbeitsflächen“.
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22
Projekte, Filme und Objekte
In MAGIX Video Pro X6 arbeiten Sie mit „Projekten“, „Filmen“ und
„Objekten“. Für ein schnelles und intuitives Arbeiten ist es wichtig, sich den
Unterschied dieser drei hierarchisch geordneten Begriffe klar zu machen.
Projekt
Film
Objekte
Ein „Projekt“ umfasst alles, was Sie auf Ihrer Disc unterbringen
wollen. In der Regel sind das ein oder mehrere Filme (mitsamt
einer Menüstruktur, um die Filme später auf der Disc auswählen
zu können). Projekte können als „MVP“-Dateien auf der Festplatte
gespeichert und später wieder geladen werden, z. B. um die
Bearbeitung der enthaltenen Filme fortzusetzen.
Der „Film“ kann ein einzelner Videofilm sein, aber auch eine
Kombination aus beliebigen Videos und Fotos. Neben dem
Bildmaterial kann er auch Musik, Titeltexte, Überblendeffekte und
vieles mehr enthalten.
Jeder Film lässt sich einzeln als Video exportieren. Das „Projekt“
kann als eine Art Schublade gesehen werden, in die Sie eine oder
mehrere Filme legen, um sie gemeinsam zu bearbeiten oder auf
Disc zu brennen.
„Objekte“ sind die einzelnen Teile eines Films. Es gibt ganz
unterschiedliche Objekttypen (siehe Seite 105): Videos, Fotos,
Titel, Blenden, Deko-Elemente, Audio (Ton).
Zusammengefasst: „Projekte“ enthalten „Filme“, „Filme“ enthalten
„Objekte“.
Projektverwaltung
In der Oberfläche „Bearbeiten“ bearbeiten Sie nicht nur Ihre Filme, sondern
verwalten auch die Projekte. D. h. Sie sortieren die Reihenfolge der Filme,
fügen neue Filme ein, entfernen vorhandene Filme aus dem Projekt oder
benennen die Filme um.
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Einführung
Jeder Film des aktuellen Projekts lässt sich über einen eigenen Reiter oberhalb
der Spuren ansteuern.
Um Filme umzubenennen, zu sortieren, zu laden oder aus dem Projekt
herauszulöschen, klicken Sie am einfachsten mit der rechten Maustaste auf
einen der Reiter. Im Kontextmenü können Sie dann auswählen, was zu tun ist.
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Schnelleinstieg
Dieses Kapitel erklärt die Grundfunktionen von MAGIX Video Pro X6 anhand
einer Schritt-für-Schritt-Anleitung. Eine systematische Beschreibung der
Programmfunktionen finden Sie in den darauffolgenden Kapiteln.
Tipp: Nutzen Sie auch die Online-Tutorialvideos, die Sie über das Menü
„Hilfe“ aufrufen können. Dazu benötigen Sie eine Internetverbindung.
Auch die Tastaturkürzel des Programms (siehe Seite 415) für häufig
verwendete Dialoge und Funktionen sind eine sinnvolle Unterstützung bei
der Arbeit.
Programmstart
Wenn Sie MAGIX Video Pro X6 das erste Mal starten, wird ein Startdialog
geöffnet.
In diesem Dialog können Sie u. a. entscheiden, ob Sie ein „Vorhandenes
Projekt laden“ oder ein „Neues Projekt erstellen“ möchten. Sie können dafür
einen „Neuen Projektordner anlegen“. Darin werden dann alle Dateien, die zu
diesem Film gehören, abgespeichert.
Außerdem haben Sie die Möglichkeit, eine Filmvorlage (siehe Seite 354) zu
verwenden. Filmvorlagen bieten eine Hilfestellung, um mithilfe von
vorgefertigten Platzhaltern und mitgelieferten Elementen bestimmte
Standard-Projekte schnell zu verwirklichen.
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Schnelleinstieg
Sollten Sie erstmal einen schnellen Einstieg in die Basisfunktionen von MAGIX
Video Pro X6 suchen, empfiehlt sich zudem der „Basismodus“ (siehe Seite
42), den Sie unter „Bearbeitungsmodus“ auswählen können.
Wir befinden uns noch ganz am Anfang und wollen uns erstmal einen
Überblick verschaffen. Beenden Sie den Dialog deshalb einfach mit „OK“.
Videos auswählen, laden und abspielen
Am besten Sie laden sich am Anfang erst einmal eine Videodatei zu
Testzwecken, um die Handhabung des Programms kennenzulernen.
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• Rechts oben sehen Sie den Media Pool, der in vier Reitern Zugriff auf alle
wichtigen Elemente, die Sie für Ihre Videoprojekte benötigen, bietet. Im
ersten Reiter finden Sie einen Dateimanager, der alle verwertbaren
Dateien (neben Videos auch Fotos, Bilder, Audiodateien, sogar RTFTextdateien für Titel) des aktuellen Ordners anzeigt.
• Die Navigation funktioniert genauso wie bei anderen Dateimanagern auch:
Ordner können Sie per Doppelklick öffnen. Mit den Pfeilschaltflächen
geraten Sie jeweils eine Stufe vor oder zurück. Sie können sich auch einen
Ordnerbaum mit der Ordnerhierarchie anzeigen lassen und mithilfe der
Suchfunktion (siehe Seite 68) Dateien nach verschiedenen Kriterien
aufspüren.
• Alle in der Dateiliste aufgeführten Dateien können Sie laden und
verwenden. Suchen Sie sich eine Videodatei, z. B. im Format *.mpg, *.mxv
oder *.avi.
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Schnelleinstieg
• Im oberen linken Bereich sehen Sie zwei Vorschaumonitore.
• Der linke Programmmonitor ist für die Wiedergabe der Objekte im
Projektfenster zuständig. Der rechte Quellmonitor dient der Vorschau von
Dateien im Media Pool.
• Um eine Videodatei aus dem Media Pool im rechten Quellmonitor
abspielen zu können, doppelklicken Sie zunächst auf die Datei in der
Dateiliste. Dadurch wird die Datei in den Monitor geladen.
• Auf diese Weise können Sie verschiedene Videodateien abspielen und
auswählen. Nach der Auswahl ziehen Sie die gewünschte Datei mit
gehaltener Maustaste aus dem Media Pool nach unten in das
Projektfenster. An der Stelle, an der Sie die Maustaste loslassen, erscheint
ein Objekt auf der Spur, das die Videodatei repräsentiert.
• Jedes Objekt im Projektfenster lässt sich mit der Maus verschieben –
sowohl horizontal auf einer Spur als auch vertikal zwischen den Spuren.
Ziehen Sie das Video-Objekt auf die erste Spur nach ganz links an den
Anfang der Spur.
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Hinweis: Wenn das Video auch über eine Tonspur verfügt, wird diese in
derselben Spur dargestellt. Im Kapitel „Objekte“ (siehe Seite 112) erfahren
Sie, wie Sie Ton und Bild voneinander trennen können.
• Nun haben Sie die erste Datei in das Projektfenster geladen, wo sie
geschnitten, bearbeitet und exportiert werden kann. Sie können jetzt
weitere Dateien laden und Videos, Audiodateien und Fotos miteinander
auf den Spuren kombinieren.
• Um das Projekt abzuspielen, klicken Sie mit der Maus auf die
Wiedergabe-Schaltfläche in der Transportkontrolle am linken
Programmmonitor.
Tipp: Bequemer geht das Abspielen und Stoppen übrigens mithilfe der
Leertaste der Computertastatur.
• Beim Abspielen wandert eine senkrechte Linie über das Projektfenster:
Das ist der Abspielmarker, der die aktuelle Position anzeigt. Er lässt sich
direkt per Mausklick versetzen, um an bestimmte Stellen zu springen.
• Sie können auch einen Abspielbereich definieren, z. B. um eine bestimmte
Stelle unabhängig von der Position des Abspielmarkers zu fixieren. Durch
einen Mausklick in die Bereichsleiste oberhalb der ersten Spur definieren
Sie einen In-Point, der den Startpunkt des Abspielbereiches kennzeichnet.
Wenn Sie mit der rechten Maustaste weiter rechts in der Bereichsleiste
klicken, erscheint dort der Out-Point, der entsprechend den Endpunkt des
Abspielbereiches kennzeichnet. Die Länge des Abspielbereichs wird in der
Mitte der Bereichsanzeige angezeigt.
• In- und Out-Point lassen sich mit der Maus verschieben bzw. direkt
setzen: Ein linker Mausklick setzt den In-Point, ein rechter den Out-Point
direkt.
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Schnelleinstieg
• Um die Wiedergabe des Bereiches zu starten, klicken Sie auf die
Schaltfläche „Bereichswiedergabe“ in der Transportkontrolle am
Programmmonitor.
Jetzt wissen Sie, wie Sie Mediendateien laden und auf verschiedene Weise
abspielen können. Vielleicht haben Sie Lust auf ein erstes eigenes Filmprojekt
bekommen?
• Wenn Sie mit eigenem Filmmaterial weitermachen wollen, wählen Sie im
„Datei“-Menü die Option „Neues Projekt“ und lesen die folgenden
Abschnitte zum Videoimport.
• Wenn Sie erst einmal weiter mit der Testdatei weiterarbeiten möchten,
überspringen Sie einfach das folgende Import-Tutorial und lesen den
übernächsten Abschnitt „Videobearbeitung“ (siehe Seite 31).
Videomaterial von Speicherkarte
importieren
• Verbinden Sie Ihr Speichermedium (Kamera, USB-Stick, SD-Karte o. ä.)
mit dem PC. Eine Kamera müssen Sie ggf. erst einschalten.
• Klicken Sie auf die rote Schaltfläche unterhalb des Quellmonitors, um den
Aufnahme-Auswahldialog zu öffnen.
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• Klicken Sie im Aufnahme-Auswahldialog auf „AVCHD/DVCPRO/AVC-
Intra“.
• Daraufhin öffnet sich der AVCHD-Importassistent. Wählen Sie als
„Videoquelle“ Ihr angeschlossenes Speichermedium aus. Es erscheint
dann die Dateiliste.
• Markieren Sie in der Dateiliste all die Aufnahmen, die Sie vom
Speichermedium importieren möchten.
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Schnelleinstieg
• Mit dem Vorschaumonitor in der Mitte des Dialogs können Sie sich Ihre
Aufnahmen anschauen und entscheiden, ob sie für Ihren Film geeignet
sind.
• Wenn alle Videos ausgewählt wurden, wählen Sie unter „Importoptionen“
noch aus, ob die Aufnahmen direkt in den Film übernommen werden
sollen oder nur auf eine Festplatte Ihres Computers (wird unter „In
folgendem Ordner speichern“ festgelegt) kopiert werden sollen. Sie
können sie auch nach dem Import automatisch vom Laufwerk löschen
lassen.
Videobearbeitung
Zeitachse-Modus
Alle Bearbeitungen nehmen Sie im Projektfenster vor. Im „Zeitachse-Modus“
werden Ihre Filme und Szenen „zeitgemäß“ dargestellt: Je länger das
stellvertretende Objekt in der Spur, desto länger ist auch der zugehörige Film.
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Anfasser: Alle Objekte lassen sich verkürzen, indem die Maus an eine der
unteren Ecken des Objekts geführt wird, bis der Mauszeiger zum StretchSymbol wird. Jetzt lässt sich das Objekt zusammenstauchen, bis die
gewünschte Länge erreicht ist. An den beiden oberen Ecken jedes Objekts
befinden sich zwei Fade-Anfasser, die nach innen gezogen werden können,
um das Objekt ein- bzw. auszublenden. Mit dem Anfasser oben in der Mitte
verstellen Sie die Lautstärke bei Audio-Objekten und die Transparenz bei
Video-Objekten.
Hinweis: Video-Objekte mit Tonspur werden automatisch in einer Spur
angezeigt. Diese haben statt fünf sechs Anfasser. Lesen Sie dazu auch das
Kapitel „Objekte“.
Objektauswahl: Für weitere Bearbeitungen, z. B. mit Effekten, müssen die
Objekte zunächst markiert werden. Einzelne Objekte lassen sich per
Mausklick markieren. Objekte ändern ihre Farbe, um die Auswahl anzuzeigen.
Mehrere Objekte lassen sich mit gedrückter Umschalt-Taste markieren.
Wenn Sie mit der Maus neben ein Objekt klicken, können Sie mit gehaltener
Maustaste ein Rechteck aufziehen. Alle darin befindlichen Objekte werden
markiert.
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Schnelleinstieg
Effektbearbeitung: Ausgewählte Objekte können mit den Effekten aus dem
Media Pool bearbeitet werden.
Die Einstellung des jeweiligen Effekts erfolgt direkt im Media Pool. Die
meisten Effekte lassen sich über Keyframe-Animationen bzw. Effektkurven
steuern. Dabei wird die Intensität des Effektes dynamisch über einzelne
Punkte (Keyframes) bzw. über eine zeichenbare Kurve gesteuert
(Effektkurve). Alle Schaltflächen für die Keyframe- bzw. EffektkurvenAnimation finden Sie nach Auswahl des Effekts im unteren Bereich des Media
Pools.
Hinweis: Um die Effektkurve zu aktivieren, muss vorher ein erster Keyframe
gesetzt worden sein.
Kontextmenü: Auch das Kontextmenü bietet eine Reihe von
Bearbeitungsmöglichkeiten für Objekte. Sie öffnen es durch einen rechten
Mausklick auf das Objekt. Hier lassen sich z. B. verschiedene Trim-Editoren
öffnen, die einen exakten Schnitt mit allen Überblendungsparametern
ermöglichen. Für Video-Objekte gibt es ein anderes Kontextmenü als für
Audio- und Titel-Objekte.
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Unbrauchbare Szenen herausschneiden
Um unbrauchbare Szenen aus dem Material herauszuschneiden, gibt es zwei
Möglichkeiten:
• Variante 1: Sie laden erst das komplette Material in Ihr Projekt und
schneiden danach die unbrauchbaren Szenen heraus.
• Variante 2: Sie schneiden das Material vor dem Import, und importieren
so nur die brauchbaren Szenen. Dieses Verfahren ist für lange Filme mit
viel Verschnitt empfehlenswert und funktioniert sowohl über den Media
Pool als auch über die Projektablage.
Videos im Projektfenster schneiden
Wir gehen davon aus, dass Sie Ihr Filmmaterial bereits in ein Projekt
importiert haben und es nun schneiden möchten.
• Spielen Sie Ihr Video ab, indem Sie auf die Abspieltaste an der
Transportkontrolle des Programmmonitors klicken (oder einfach die
Leertaste auf der Computertastatur drücken).
• Wenn der Abspielvorgang eine Szene erreicht, die Sie herausschneiden
wollen, klicken Sie ein zweites Mal auf die Abspieltaste an der
Transportkontrolle. Der Abspielmarker bleibt in der Nähe des Beginns der
unbrauchbaren Szene stehen.
Tipp: Bei langen Filmen oder zur schnelleren Suche können Sie den Film
auch schnell „durchspulen“ und dabei das Filmgeschehen am
Programmmonitor verfolgen. Dazu ziehen Sie den Abspielmarker mit
gehaltener Maustaste (nicht zu schnell!) über das Zeitlineal.
• Setzen Sie den Abspielmarker jetzt an den Anfang des unbrauchbaren
Materials. Um eine bessere Ansicht zu erhalten, empfiehlt sich bei
längeren Filmen die Verwendung der Zoomfunktion (die „+/-“
Schaltflächen in der rechten unteren Ecke des Projektfensters).
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Schnelleinstieg
• Drücken Sie die „T“-Taste auf der Computertastatur. Dadurch wird die
aktuelle Szene an der Stelle des Abspielmarkers in zwei Teile geschnitten.
• Wiederholen Sie diese Schritte auch für das Ende der unbrauchbaren
Szene. D. h. suchen Sie das Ende der Szene, stellen Sie den Abspielmarker
an den Endpunkt und drücken Sie noch einmal die „T“-Taste auf der
Computertastatur.
• Jetzt haben Sie die unbrauchbare Szene „isoliert“ und können sie einfach
über die „Entf“-Taste an der Computertastatur aus dem Film
herauslöschen. Vorher muss die Szene durch einen einfachen Mausklick
markiert werden.
• Wenn Sie beim Schneiden nicht ganz exakt gearbeitet haben, macht das
nichts: Anhand der unteren Objektanfasser können Sie die verbleibenden
Objekte jederzeit verlängern bzw. verkürzen und dabei Teile des
gelöschten Materials wieder „herausziehen“ oder überflüssige Reste der
gelöschten Szene „wegschieben“.
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• Nach dem Löschen entsteht natürlich eine Lücke in Ihrem Filmstreifen,
weil das unbrauchbare Material, das eben noch die Lücke füllte, ja gerade
herausgelöscht wurde. Wie bekommen Sie die Lücke aus dem Film? Ganz
einfach: indem Sie die hinteren Szenen soweit nach vorne ziehen, bis das
Ende der vorderen Szene direkt an den Anfang der späteren Szene
„andockt“. Bitte achten Sie aber darauf, auch alle weiter hinten liegenden
Objekte beim Ziehen „mitzunehmen“, sonst wird die Lücke lediglich nach
hinten „durchgereicht“. Nutzen Sie beim Vorziehen der hinteren Objekte
am besten den „Alle Spuren“-Mausmodus, der die weiter hinten liegenden
Objekte auf allen Spuren beim Verschieben automatisch „mitnimmt“.
Hinweis: Wenn Ihr Projekt neben der Bildspur auch eine Tonspur hat, ist es
meist notwendig, Ton- und Bildspur synchron zu schneiden. Nach dem
Kameraimport sind Bild- und Tonspur in einem Objekt zusammengefasst, d.
h. alle Schnitt- und Verschiebeaktionen wirken sich automatisch auf Bildund Tonspur gleichermaßen aus. Sollten Sie jedoch z. B. eine separate
Tonspur angelegt haben, die noch nicht mit dem Bildmaterial verbunden ist,
legen Sie vor den Schnittoperationen am besten eine Gruppe an. Dazu
markieren Sie sowohl das Video- als auch das Audio-Objekt mittels Strg +
Mausklick und wählen im Menü „Bearbeiten“ die Option „Gruppe bilden“
(oder klicken auf das Gruppieren-Werkzeug).
Alle Schnittarbeiten (wie auch alle anderen Editiervorgänge in MAGIX Video
Pro X6) sind non-destruktiv. D. h. das Originalmaterial auf Ihrer Festplatte
wird nicht verändert.
Einzelne Szenen aus längeren Videos importieren
Wenn Sie ein längeres Video als Datei auf der Festplatte gespeichert haben
und nur einen Ausschnitt daraus für Ihr Projekt verwenden wollen, gehen Sie
folgendermaßen vor:
• Doppelklicken Sie auf die gewünschte Datei im Media Pool. Durch den
Doppelklick wird die Datei in den Quellmonitor geladen und lässt sich nun
mithilfe der Transportkontrolle am Quellmonitor abspielen.
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Schnelleinstieg
• Suchen Sie den Bereich, den Sie importieren möchten. Stellen Sie den
Abspielmarker oberhalb der Transportkontrolle an die Anfangsstelle des
Bereichs und klicken Sie auf die Schaltfläche „In-Point setzen“.
• Stellen Sie anschließend den Abspielmarker an das Ende des Ausschnitts
und klicken Sie auf die Schaltfläche „Out-Point setzen“.
• Jetzt sehen Sie den aktuell gewählten Bereich als blauen Balken in der
Bereichsanzeige. Sie können diesen Bereich mit der Schaltfläche
„Bereichswiedergabe“ separat abspielen.
• Die Bereichsgrenzen lassen sich mit gehaltener Maustaste verschieben.
Wenn der Bereich dem Ausschnitt entspricht, den Sie importieren
möchten, klicken Sie auf das Vorschaubild am Monitor und ziehen Sie es
mit gehaltener Maustaste auf die Spur. Dort erscheint ein Objekt, das dem
gewählten Bereich entspricht. Wenn Sie noch nicht wissen, wo im Projekt
Sie den Ausschnitt verwenden wollen, können Sie ihn auch statt auf die
Spur in die Projektablage ziehen.
Tipp: Sie können auch Dateien, die sich in der Projektablage befinden, auf die
gleiche Weise schneiden. Eine einmal gekürzte Datei behält in der
Projektablage zudem die Informationen über In- und Out-Point, so dass Sie
diesen nicht immer neu einstellen müssen, wenn Sie das Video zu einem
späteren Zeitpunkt erneut importieren möchten. Sie können jede Datei direkt
aus dem Media Pool in die Projektablage ziehen.
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Szenen umgruppieren
Häufig werden Sie bestimmte Szenen oder ganze Szenengruppen an eine
andere Stelle im Film verschieben wollen. Dies funktioniert ganz intuitiv:
Einzelne Szenen können Sie per Mausklick markieren und mit gehaltener
Maustaste an die gewünschte Stelle verschieben. Sie können auch
Szenengruppen bilden und gemeinsam verschieben: Strg + Mausklick
ermöglicht die Auswahl mehrerer Szenen, Shift + Mausklick ermöglicht die
Auswahl aller dazwischen liegenden Szenen.
Zum Schluss noch drei Tipps für aufwändigere Arrangierarbeiten:
• Mit den Mausmodi für „Alle Spuren“ bzw. für „Eine Spur“ (siehe Seite 53)
verschieben Sie nicht nur die markierte Szene, sondern alle Objekte, die
sich hinter dem Objekt in derselben (Eine Spur) oder allen Spuren (Alle
Spuren) befinden.
• Durch die Befehle „Gruppieren“ (siehe Seite 370) bzw. „Gruppe auflösen“
(siehe Seite 370) lassen sich beliebige Szenen zu festen Gruppen
zusammenfügen, die dann gemeinsam als Block verschoben werden
können.
• Wenn Ihr Projekt durch die Schnitt- und Verschiebe-Arbeiten zu sehr an
einen Rangierbahnhof erinnert und unübersichtlich wird, sollten Sie
verstärkt die Projektablage nutzen. Hier können Sie alle Objekte
gewissermaßen zwischenlagern, um sie an anderen Stellen im Projekt zu
verwenden. Sie können die Objekte entweder direkt aus dem
Projektfenster in die Projektablage verschieben – dann werden sie
gleichzeitig aus der Spur gelöscht – oder Sie kopieren die Objekte in die
Projektablage. Dazu halten Sie beim Klicken & Ziehen die Strg-Taste
gedrückt. Sie können auch Dateien oder Ausschnitte aus Dateien aus dem
Media Pool direkt in die Projektablage ziehen.
Hinweis: Beachten Sie bitte, dass die Projektablage nur für das jeweilige
Projekt verfügbar ist. Ihr Inhalt wird zusammen mit dem Projekt gespeichert
und steht beim nächsten Öffnen desselben Projekts wieder zur Verfügung –
nicht aber beim Öffnen eines anderen Projekts.
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Schnelleinstieg
Videos publizieren
DVDs und Blu-ray Discs mit interaktiven Menüs brennen
Sie können Ihre Projekte auf DVD oder Blu-ray Disc brennen und dabei mit
einem interaktiven Menü ausstatten.
Hinweis: Das Authoring für DVDs und Blu-ray Discs funktioniert gleich.
Bei mehreren Filmen, die in einzelne Kapitel unterteilt sind, gewinnt das DiscMenü an Bedeutung, um später mit der Fernbedienung alle Filme und Kapitel
anspringen zu können. Um eine sinnvolle Kapitelunterteilung der Filme zu
erzielen, muss jeder Film mit Kapitelmarkern ausgestattet werden. Dazu
stellen Sie den Abspielmarker an die Stelle, an der ein neues Kapitel beginnen
soll, und wählen im Menü „Bearbeiten“ die Option „Kapitelmarker setzen“
(Tastaturkürzel: Umschalt- + Eingabetaste). Die Option „Kapitelmarker
automatisch setzen“ setzt Kapitelmarker automatisch an jeder geschnittenen
Szene im Film.
Wechseln Sie nun mithilfe der Schaltfläche oben rechts in die Oberfläche
„Brennen“.
Die Oberfläche „Brennen“ verfügt über zwei Ansichten, „Vorschau“ und
„Bearbeiten“. Die „Vorschau“-Ansicht dient vor allem zum schnellen Laden
einer Menüvorlage und anschließendem Brennen. Tiefergehende
Bearbeitungen wie das An- und Abschalten von Menüeinträgen, Erstellen
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neuer Menüseiten oder Individualisieren der Vorlagen findet in der
„Bearbeiten“-Ansicht statt.
Ist Ihr Menü fertig erstellt, können Sie anschließend eine Disc brennen, die Sie
sich am Player anschauen können.
Video als Datei exportieren
Neben dem Brennen können Sie Ihr Projekt auch als Videodatei exportieren.
Beim Dateiexport wird das gesamte Material im Projektfenster in eine einzige
Datei zusammengerechnet, die in einem beliebigen Ordner auf der Festplatte
abgelegt wird. Die verfügbaren Exportformate finden Sie im Menü „Datei“ >
„Film exportieren“.
Um das Video ins Internet zu stellen, gibt es unter „Datei“ > „Online“ zudem
eine direkte Anbindung an das MAGIX Online Album und die Internet-Portale
YouTube, Vimeo und showfy.
Bearbeitungsmodus
MAGIX Video Pro X6 bietet im Standardmodus eine Fülle von Menüs,
Werkzeugleisten und Steuerelementen, die für Neueinsteiger verwirrend
wirken kann.
Für einfache Videoschnittaufgaben wie zum Beispiel Rohschnitt oder
Formatkonvertierungen ist zudem bei weitem nicht der volle Funktionsumfang
von MAGIX Video Pro X6 erforderlich. Deshalb lässt sich die
Programmoberfläche von MAGIX Video Pro X6 in einen vereinfachten
Modus, den Basismodus, versetzen. In diesem Modus sind alle
Bedienelemente, Menüs und Werkzeugleisten auf das Notwendigste
reduziert.
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Bearbeitungsmodus
Standardmodus
Der Standardmodus bietet alle Funktionen von MAGIX Video Pro X6 zur
fortgeschrittenen Bearbeiten eines Projekts an.
• Programm- und Quellmonitor
• vollständiger Media Pool mit den Reitern „Blenden“, „Titel“ und „Effekte“
• Projektfenster, das als Szenenübersicht, Zeitachse-Modus und MulticamModus aktiviert sein kann
• vollständige Menü- und Werkzeugleiste
• Projektablage
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Basismodus
Im Basismodus sind alle Bedienelemente, Menüs und Werkzeugleisten auf
das Notwendigste reduziert.
• Die Fensteranordnung entspricht der Aufteilung in Video deluxe mit
Programmmonitor, Media Pool und Projekt.
• Das Projektfenster ist durch ein einspuriges Storyboard (siehe Seite 43)
ersetzt. In diesem lässt sich importiertes Filmmaterial in einzelne Szenen
zerschneiden und arrangieren. Steuerelemente und Menübefehle zur
Effekt- und Audiobearbeitung sind ausgeblendet.
• Es sind nur einfache Standardblenden und einfache Titel in der
voreingestellten Schriftart möglich.
• Der Media Pool ist nur für den Datei-Import nutzbar. Die Blenden-, Titelund Effekte-Reiter sind ausgeblendet.
• Neben den Schaltflächen zum Umschalten der Hauptoberflächen
Bearbeiten und Brennen (siehe Seite 273) gibt es eine weitere
Schaltfläche Exportieren (siehe Seite 44). Mit dem dazugehörigen
Exportdialog kann der fertige Film in verschiedenen Formaten gespeichert
und auf Internetplattformen hochgeladen werden.
• In der Brennen-Oberfläche fehlen die Steuerelemente zum Bearbeiten der
Menüvorlagen.
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Bearbeitungsmodus
Storyboard im Basismodus
Im Basismodus in der Oberfläche „Bearbeiten“ ist das Projektfenster gegen ein
Storyboard ausgetauscht. Im Storyboard werden Bilder und Videomaterial
(einschließlich seiner Tonspur) als Szenen dargestellt. Die Szenen werden
unabhängig von ihrer tatsächlichen Länge im Film einheitlich dargestellt.
Hinweis: Bei dieser Art der Darstellung bewegt sich der Abspielmarker bei
der Wiedergabe unterschiedlich schnell durch den Film. Bei längeren Szenen
läuft er entsprechend langsamer.
Sie laden eine Video- oder Bilddatei, indem Sie sie mit der Maus aus dem
Media Pool ins Storyboard ziehen. Für eine Vorschau des Videos ziehen Sie
die Datei zunächst in den Programmmonitor. Die Transportsteuerung des
Monitors wirkt dann nicht mehr auf das Storyboard, sondern spielt das Video
aus dem Media Pool ab.
Eine geladene Datei besteht zunächst aus einer einzigen langen „Szene“, sie
lässt sich jedoch in kleinere Szenen unterteilen. Dies kann entweder manuell
geschehen, über die Funktionen der Schnitt-Schaltfläche (siehe Seite 54) auf
der unteren Werkzeugleiste oder über die automatische Szenenerkennung
(siehe Seite 328) (Tastaturkürzel Umschalt + Z).
Danach können Sie die Szenen per Drag & Drop umsortieren und nicht
benötigte Szenen löschen.
An jeder Szene befinden sich folgende Schaltflächen:
Titel und Texte hinzufügen: Klicken Sie auf die Schaltfläche „T“,
um einen Titel hinzuzufügen. Tragen Sie Ihren Text direkt im
Programmmonitor ein. Der Titel lässt sich dort auch noch in der
Größe ändern. Der Titel wird am Beginn der Szene eingefügt
und 5 Sekunden angezeigt.
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Lautstärke einstellen: Die Lautstärke der Tonspur jeder Szene
lässt sich über die Lautsprecherschaltfläche einstellen.
Effekte-Menü: Über diesen Schalter erreichen Sie ein Menü mit
Kopieren/Einfügen-Funktionen, einigen wenigen
Spezialfunktionen („Szenenerkennung“, „Audio-Video-Offset“
bei Videos, „Automatisch bildfüllend beschneiden” und
„Fotolänge ändern” bei Bildern) und den Objekteigenschaften.
Übergänge/Blenden: Klicken Sie auf die große Schaltfläche
zwischen den Szenen, um einen Szenenübergang („Blende“)
auszuwählen. Möglich sind Kreuzblende und Schwarzblende,
jeweils eine Sekunde lang. Die Auswahl „Schnitt (keine
Blende)” entfernt die Blende wieder.
Bild drehen (nur bei Bilddateien): Wenn ein Bild oder Foto auf
der Seite liegt oder auf dem Kopf steht, klicken Sie auf diese
Schaltfläche. Dadurch wird das Foto um 90 Grad gedreht.
Anzeigedauer: Hier wird die Anzeigedauer für die Szene in
[Minuten]:[Sekunden]:[Frames] angegeben. Bei Bilddateien
können Sie auf die Zeit klicken und im folgenden Dialog die
Anzeigedauer anpassen. Diese Dauer lässt sich dort auch auf
alle Fotos im Film übernehmen.
Exportieren im Basismodus
Die Schaltfläche „Exportieren“ ruft einen Auswahldialog
mit den wichtigsten Exportfunktionen auf. Damit kann
der fertige Film in verschiedenen Formaten gespeichert,
auf Geräte ausgegeben und auf Internetplattformen
hochgeladen werden.
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Bearbeitungsmodus
Als Videodatei ausgeben (siehe Seite 294)
Für Gerät ausgeben (siehe Seite 293)
Als Media Player ausgeben (siehe Seite 293)
Ins MAGIX Online Album stellen (siehe Seite 292)
Ins Internet stellen (siehe Seite 291)
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Umschalten zwischen Standard- und
Basismodus
Um MAGIX Video Pro X6 in den Basismodus zu versetzen, wählen Sie Menü
„Fenster” > „Bearbeitungsmodus” > „Basismodus”.
Um MAGIX Video Pro X6 in den Standardmodus zu versetzen, wählen Sie
Menü „Fenster” > „Bearbeitungsmodus” > „Standardmodus”.
Hinweis: Falls Sie versehentlich in den Basismodus wechseln und Ihr MAGIX
Video Pro X6-Projekt geschnittenes und bearbeitetes Audio- und
Videomaterial auf mehreren Spuren enthält, wird dieses Projekt zunächst
nicht verändert. Wechseln Sie einfach wieder in den Standardmodus zurück.
Tipp: Wenn Sie aus dem Basismodus zurück in den Standardmodus
wechseln, können Sie über Menü „Fenster“ > „Fensteranordnung“ >
„Fensteranordnung zurücksetzen“ die vorherige Fensteranordnung von
MAGIX Video Pro X6 wiederherstellen.
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Arbeitsflächen
Arbeitsflächen
Dieses Kapitel soll Ihnen einen Überblick geben, welche Arbeitsflächen in
MAGIX Video Pro X6 zur Verfügung stehen.
Umschalten zwischen den Oberflächen
MAGIX Video Pro X6 enthält zwei Ansichten, in denen sämtliche Arbeiten
durchgeführt werden:
• Die Oberfläche „Bearbeiten“ ist die Hauptansicht. Hier laden Sie Videos
und bearbeiten sie in einem Projektfenster.
• Die Oberfläche „Brennen“ ist eine Spezialansicht zum Brennen von Discs.
Hier geht es vor allem um die Gestaltung eines Auswahlmenüs, wie es bei
DVDs und anderen Datenträgern zum Einsatz kommt.
Oben rechts können Sie zwischen beiden Oberflächen hin- und herschalten.
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Oberfläche Bearbeiten
1
Obere Werkzeugleiste (siehe Seite 49): Hier sind die
Schaltflächen für den Schnellzugriff auf wichtige Befehle.
2 Menüleiste: Über die Menüs erreichen Sie die meisten
Funktionen von MAGIX Video Pro X6.
3 Programm- und Quellmonitor (siehe Seite 76): Hier werden die
Video- und Bildobjekte gezeigt.
4 Media Pool: Über die vier Reiter erreichen Sie die Ordner Ihres
Computers, verschiedene Überblendungen, Titel und Effekte.
5 Schalter für Übersichtsmodus und Multicam-Modus: Hier
können Sie in den Übersichtsmodus umschalten. Dieser stellt
alle Objekte der ersten Spur dar und ermöglicht schnelles
Umsortieren der Szenen. Die rechte Schaltfläche aktiviert den
Multicam-Modus (siehe Seite 135).
6 Untere Werkzeugleiste: Hier lassen sich im Zeitachse-Modus u.
a. die Mausmodi für unterschiedliche Bearbeitungen auswählen.
7 Zeitlineal: Hier legen Sie den Abspielbereich fest. Es ist mit einer
Zeitskala ausgestattet.
8 Peakmeter: Das Peakmeter zeigt Ihnen die momentane
Lautstärke der Tonspuren in der Summe an.
9 Projektablage (siehe Seite 75): Hier können Sie alle benötigten
Dateien sammeln, die Sie für das Projekt brauchen.
10 Projektfenster (siehe Seite 59): Alle Dateien lassen sich aus
dem Media Pool oder der Projektablage per Drag & Drop auf die
Spuren ziehen.
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Arbeitsflächen
11 Scrollleisten: Die untere Scrollleiste kann zum Zoomen mit der
Maus auseinandergezogen und zusammengeschoben werden.
Die rechte Scrollleiste zoomt vertikal in die Spuren hinein.
Klicken Sie an den Rand der Scrollleisten, um bei gehaltener
Maustaste den sichtbaren Ausschnitt im Projektfenster zu
ändern.
Hinweis: Diverse Elemente der Oberfläche sind nur in der Grundeinstellung
„Standard“ (Menü „Fenster“ > „Fensteranordnung“) verfügbar.
Werkzeugleisten
Obere Werkzeugleiste
Die obere Werkzeugleiste befindet sich oben links am Monitor. Sie bietet
folgende Optionen:
Neues Projekt
Es wird ein neues MAGIX Video Pro X6-Projekt erzeugt. Dazu öffnet
sich der Start-Dialog
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50
Beim Programmstart und beim Laden eines neuen Projekts wird ein
Startdialog geöffnet. Hier können Sie wichtige Voreinstellungen für das
Projekt treffen. Später können Sie diese Einstellungen über das Menü „Datei“
> „Einstellungen“ jederzeit ändern.
Vorhandenes Projekt laden: Hier können Sie ein vorher gespeichertes Projekt
auswählen und laden.
Einführungsvideo ansehen: Hier starten Sie das Einführungsvideo mit
Informationen zur Arbeitsweise von MAGIX Video Pro X6.
Neues Projekt erstellen: Hier lässt sich ein Namen für das neue Projekt
vergeben.
Automatisch Proxy-Dateien erzeugen: Hierbei wird´das Originalmaterial
bereits vorab in ein passendes Zielformat konvertiert, was viel Zeit bei der
Bearbeitung und beim abschließenden Export sparen kann (siehe Seite 324).
Projektordner: Hier stellen Sie den Pfad zu dem Ordner ein, in den die
Projektdateien gespeichert werden sollen.
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Arbeitsflächen
Filmeinstellungen: Hier stellen Sie das Zielformat für den Film ein, den Sie
erzeugen wollen (Bildschirmnorm, Auflösung, Framerate). Diese Einstellung
hat keinen Einfluss auf die Qualität der internen Verarbeitung und kann
jederzeit über „Datei > Einstellungen > Film“ geändert werden.
Audio-Samplerate: Hier stellen Sie die Audio-Samplerate der Tonspuren ein.
Filmvorlage verwenden: Hier wählen Sie – als Grundlage für ein neues Projekt
– eine mitgelieferte Filmvorlage aus. Lesen Sie dazu auch den Abschnitt
„Filmvorlage verwenden“ (siehe Seite 354).
Bearbeitungsmodus: Zur Bearbeitung Ihrer Filme stehen Ihnen der
Standardmodus und der Basismodus (siehe Seite 42) zur Verfügung.
Tastaturkürzel:
Strg + N
Projekt laden
Mit dieser Option laden Sie ein Projekt oder eine Mediendatei. Beachten
Sie beim Laden eines Projektes, dass dazu auch alle zugehörigen
Mediendateien verfügbar sein müssen.
MAGIX Video Pro X6 sucht die verwendeten Audio- und Videodateien in den
Ordnern, in denen sie sich beim Speichern des Projekts befanden.
Tastaturkürzel:
Strg + O
Projekt speichern
Das aktuelle Projekt wird unter dem vorhandenen Namen gespeichert.
Sollte noch kein Name gewählt sein, öffnet sich ein Dialog, in dem Pfad
und Name bestimmt werden können.
Beachten Sie: In der Projektdatei (*.MVP) werden alle Informationen über
die verwendeten Mediendateien, Schnitte, Effekte und Titel gespeichert,
nicht aber das Bild- und Tonmaterial selbst. Dieses befindet sich immer in
den aufgenommenen bzw. importierten Mediendateien, die während der
gesamten Bearbeitung mit MAGIX Video Pro X6 unverändert bleiben. Um
einen Film vollständig in einen eigenen Ordner zu speichern, um ihn z. B. auf
einem anderen PC weiter zu bearbeiten, benutzen Sie den Befehl „Film und
Medien in Verzeichnis kopieren“.
Tastaturkürzel:
Strg + S
51
52
Rückgängig
Mit diesem Befehl können die letzten Bearbeitungen
zurückgenommen werden. So ist es kein Problem, kritische
Operationen auszuprobieren. Entspricht das Ergebnis nicht den
Erwartungen, gelangen Sie mit „Rückgängig“ wieder in den
Ausgangszustand zurück.
Ein Klick auf den Pfeil neben der Schaltfläche öffnet eine Liste der bisher
gemachten Änderungen, so dass sich auch mehrere hintereinander gemachte
Änderungen zurücknehmen lassen.
Hinweis: Die Länge der Liste lässt sich in den Programmeinstellungen den
eigenen Bedürfnissen anpassen. Generell gilt: Je länger die Liste ist, desto
mehr Arbeitsspeicher wird gebraucht.
Wiederherstellen
Dieser Befehl nimmt einen unmittelbar zuvor ausgeführten
Rückgängig-Befehl wieder zurück.
Ein Klick auf den Pfeil neben der Schaltfläche öffnet eine Liste der bisher
zurückgenommenen Änderungen, so dass sich auch mehrere hintereinander
gemachte Rückgängig-Befehle wiederherstellen lassen.
MAGIX News Center
Über MAGIX News Center erhalten Sie aktuelle Informationen, z. B. Links zu
Online-Workshops oder Tipps und Tricks zu bestimmten Anwendungen. Die
„News“ werden farblich nach Inhalten gekennzeichnet:
• Grün meldet praktische Tipps und Tricks für Ihre Software
• Gelb meldet die Verfügbarkeit neuer Patches und Updates
• Rot steht für Aktionen, Gewinnspiele und Umfragen
Sollte keine neue Nachricht vorliegen, ist die Schaltfläche grau. Wenn Sie
MAGIX News Center anklicken, werden Ihnen alle verfügbaren Informationen
angezeigt. Klicken Sie auf eine der Nachrichten, um zur entsprechenden
Webseite zu gelangen.
Untere Werkzeugleiste
http://pro.magix.com
Arbeitsflächen
Die untere Werkzeugleiste befindet sich oberhalb der ersten Spur. Sie bietet
folgende Optionen:
Objekt
Der Mausmodus für einzelne Objekte ist der voreingestellte
Mausmodus, in dem die meisten Arbeiten zu erledigen sind.
Mit einem linken Mausklick werden Objekte ausgewählt. Mit gehaltener
Maustaste kann ein ausgewähltes Objekt verschoben werden. Ein rechter
Mausklick öffnet das Kontextmenü.
Tastaturkürzel:
6
Eine Spur
Dieser Mausmodus verhält sich ähnlich wie der Mausmodus „Alle
Spuren“. Bei Verschiebeoperationen werden jedoch nur die Objekte mit
verschoben, die sich auf derselben Spur hinter dem ausgewählten
Objekt befinden.
Tastaturkürzel:
8
Alle Spuren
Dieser Mausmodus verhält sich ähnlich wie der „Objekt“-Mausmodus.
Bei Verschiebeoperationen werden jedoch alle Objekte hinter dem
ausgewählten Objekt mitverschoben.
Der komplette hintere Teil des Projekts, d.h. sämtliche Objekte und Lücken auf
allen Spuren, bleibt beim Verschieben also erhalten.
Dies ist praktisch, um ein komplettes Projekt zu verschieben, z. B. um einen
Vorspann einzufügen oder Lücken zu schließen.
Tastaturkürzel:
7
Weitere Mausmodi
MAGIX Video Pro X6 bietet weitere Mausmodi für spezielle
Anwendungen. Sie lassen sich über den kleinen Pfeil neben der
Schaltfläche aufrufen.
.
53
54
Stretchen
Dieser Spezialmodus dient zur Längenanpassung von Objekten. Dabei
wird das Objekt in voller Länge gespielt und die Abspielgeschwindigkeit
an die gestretchte Objektlänge angepasst.
Video-Objekte werden also beschleunigt bzw. verlangsamt abgespielt. AudioObjekte werden mittels Timestretching auseinandergezogen bzw. gestaucht,
ohne dass es zu Veränderungen der Tonhöhe kommt.
Hinweis: Falls die Objekte mittels Effektkurven animiert werden, sollte für die
Effektkurven die Option „Kurvenlänge mit Objektlänge verbinden“ (siehe
Seite 178) gesetzt werden.
Tastaturkürzel:
0
Kurve
Dieser Mausmodus ist speziell zum Zeichnen der Effektkurven gedacht.
Effektkurven steuern die Intensität des Effekts: Je höher der Kurvenpunkt,
desto intensiver der jeweilige Effektparameter an dieser Stelle. Sie lassen sich
sowohl für die Video- und Bildobjekte der Bildspuren als auch für die AudioObjekte der Tonspuren verwenden.
Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel „Objekte animieren“,
Abschnitt „Arbeiten mit dem Kurven-Mausmodus“.
Tastaturkürzel:
9
Vorhören
In diesem Modus lassen sich Audio-Objekte, solange die Maustaste
gedrückt bleibt, von vorne bis hinten vorhören.
Objekte lassen sich in diesem Modus nicht verschieben oder ändern.
Tastaturkürzel:
Alt + 6
Schnittschaltfläche
MAGIX Video Pro X6 bietet verschiedene Modi für den Videoschnitt. Sie
lassen sich über den kleinen Pfeil neben der Schaltfläche aufrufen.
http://pro.magix.com
Arbeitsflächen
Zerschneiden
Dieser Befehl schneidet ein ausgewähltes Objekt an der Position des
Abspielmarkers auseinander. Es entstehen zwei unabhängige
Objekte.
Tastaturkürzel:
T
Anfang entfernen
Dieser Befehl schneidet ein ausgewähltes Objekt an der Position des
Abspielmarkers auseinander und entfernt gleichzeitig alles Material
vor dem Abspielmarker.
Tastaturkürzel:
Z
Ende entfernen
Dieser Befehl schneidet ein ausgewähltes Objekt an der Position des
Abspielmarkers auseinander und entfernt gleichzeitig alles Material
hinter dem Abspielmarker.
Tastaturkürzel:
U
Hinweis: Wenn Sie die Befehle „Zerschneiden“ und
„Objektanfang/Objektende entfernen“ ohne eine Auswahl anwenden, so
werden alle Objekte an der Position des Abspielmarkers beschnitten.
Szene entfernen
Mit diesem Befehl können Sie ausgewählte Objekte entfernen. Die
nachfolgenden Teile werden automatisch an das Ende des Objekts vor
dem entfernten Objekt verschoben.
Tastaturkürzel:
Strg + Entf
Film trennen
Trennt den Film an der Position des Abspielmarkers in zwei
eigenständige Filme innerhalb des Projekts. Diese können über das
Menü „Fenster“ oder die Schaltfläche „Film zur Bearbeitung auswählen“
(s. o.) einzeln angesteuert werden.
Tastaturkürzel:
Alt + Y
55
56
Spezialfunktionen zum Einfügen neuer Objekte
MAGIX Video Pro X6 bietet verschiedene Modi zum Einfügen neuer
Objekte aus dem Media Pool. Sie lassen sich über den kleinen Pfeil
neben der Schaltfläche aufrufen.
Vor dem Einfügen neuer Dateien sollte zunächst der Einfügemodus überprüft
bzw. eingestellt werden. Um die Modi anzuwenden, gibt es zwei
Möglichkeiten:
• Entweder Sie wählen eine oder mehrere Dateien im Media Pool aus und
klicken anschließend auf die Einfüge-Schaltfläche in der unteren
Werkzeugleiste
• Oder Sie halten die Maus über der einzufügenden Datei kurz still und
klicken im daraufhin erscheinenden Fenster auf eine der ImportSchaltflächen.
Automatische Übernahme
Fügt die im Media Pool ausgewählte Datei im Projektfenster ein.
Video- und Bildobjekte werden immer hinter das letzte Objekt in die
erste Spur gestellt, Audio- und Textobjekte landen auf anderen
Spuren.
Einspur-Ripple
Fügt ein Objekt aus dem Media Pool an der Stelle des Abspielmarkers
ein und verschiebt gleichzeitig die weiter hinten liegenden Objekte auf
der Spur.
• Im Gegensatz zur automatischen Übernahme werden beim Einspur-Ripple
alle Objekte an der Position des Abspielmarkers eingefügt. Die Objekte
auf der Zielspur werden automatisch nach hinten, hinter das eingefügte
Objekt geschoben. Angrenzende Spuren bleiben unbeeinflusst.
• Videos und Bilder landen wie üblich auf der ersten Spur. Wenn sich an der
Position des Abspielmarkers ein anderes Objekt befindet, wird dieses
geschnitten und nach Ende des eingefügten Objektes fortgesetzt, so dass
der Anfang des neuen Objekts direkt an der aktuellen Position des
Abspielmarkers beginnen kann.
Mehrspur-Ripple
Das im Media Pool ausgewählte Objekt wird auf der Zielspur an der
Position des Abspielmarkers eingefügt. Alle Objekte, die sich auf Höhe
des Abspielmarkers befinden, werden aufgetrennt und um die Breite
http://pro.magix.com
Arbeitsflächen
des eingefügten Objektes verschoben. Alle nachfolgenden Objekte auf
der Spur werden ebenfalls verschoben.
• Im Gegensatz zur automatischen Übernahme werden alle Objekte an der
Position des Abspielmarkers eingefügt.
• Videos und Bilder landen wie üblich auf der ersten Spur. Wenn sich an der
Position des Abspielmarkers ein anderes Objekt befindet, wird dieses
geschnitten und nach Ende des eingefügten Objektes fortgesetzt, so dass
der Anfang des neuen Objekts direkt an der aktuellen Position des
Abspielmarkers beginnen kann.
• Befinden sich auf anderen Spuren an der Position des Abspielmarkers
andere Objekte, werden auch diese aufgetrennt und nach hinten
verschoben.
• Weiter hinten liegende Objekte auf allen Spuren werden nach hinten
verschoben.
Austauschen
Tauscht das markierte Objekt mit dem im Media Pool ausgewählten
Objekt aus. Bei einer Längenanpassung werden nachfolgende Objekte
mit verschoben.
Überschreiben
Überschreibt die Objekte in der Zielspur an der Position des
Abspielmarkers mit dem im Media Pool ausgewählten Objekt.
Hinweis: Im Gegensatz zum Austausch findet hier keine Längenanpassung
statt. Während „Austauschen“ also nachfolgende Objekte verschiebt, ersetzt
„Überschreiben“ diese (evtl. sogar nur teilweise), je nachdem, wie lang das
eingefügte Objekt im Verhältnis zum überschriebenen Objekt ist.
Titeleditor
Ruft den Titeleditor für das ausgewählte Foto-, Video- oder Titelobjekt
auf.
57
58
Kapitelmarker setzen
Setzt einen Kapitelmarker an der Position des Abspielmarkers. Dies
erzeugt einen Kapiteleintrag im Disc-Menü, wenn Sie den Film auf eine
Disc brennen.
Sie können Ihren Kapitelmarker umbenennen, indem Sie im Kontextmenü
„Umbenennen“ auswählen. Der Name erscheint auch im Kapitelmenü (siehe
Seite 252).
Objektraster
Über diese Schaltfläche schalten Sie das Objektraster ein bzw. aus. Bei
eingeschaltetem Objektraster rasten die Objekte aneinander ein, so dass
keine ungewollten Fugen entstehen.
Gruppe bilden
Alle markierten Objekte werden einer Gruppe zugeordnet, die dann mit
einem Mausklick ausgewählt und gemeinsam bearbeitet werden kann.
Tastaturkürzel:
G
Gruppe auflösen
Dieser Befehl zerlegt eine Objektgruppe wieder in unabhängige
Objekte.
Tastaturkürzel:
Umschalt + G
Mute Schaltfläche
Diese Schaltfläche schaltet die Tonausgabe stumm. Ein Klick auf das
Dreieck ermöglicht Einstellungen zum Scrubbing (siehe Seite 248)
sowie die Auswahl der Tonspur bei Multi-Tonspuren (siehe Seite
245).
Mixer
Mit dieser Option können Sie den Echtzeit-Mixer öffnen bzw. schließen.
Weitere Informationen erhalten Sie im Kapitel „Mixer“ (siehe Seite 236).
Tastaturkürzel:
M
http://pro.magix.com
Arbeitsflächen
Projektfenster
Das Projektfenster bietet eine professionelle Bearbeitungsoberfläche für die
Post-Produktion.
Übersichtsmodus
Die Szenenübersicht dient der Übersicht und dem Ordnen von Szenen. Alle
Szenen werden hintereinander aufgelistet und können kopiert, ausgeschnitten,
verschoben, gelöscht sowie eingefügt werden.
Im Übersichtsmodus gibt es keine Start-, Abspiel- und Endmarker. Die Szene,
die gerade abgespielt wird, erhält einen Rahmen.
Mit dem Zoomschieberegler
lässt sich die Ansicht
vergrößern oder verkleinern.
59
60
Dieser Regler bestimmt auch, wie viel Szenen dargestellt werden. Denn je
kleiner die Vorschaubilder dargestellt werden, desto mehr Szenen passen
gleichzeitig in die Übersicht.
Maximieren: Mit dieser Schaltfläche können Sie die Szenenübersicht auf
volle Bildschirmgröße maximieren.
Zeitachse-Modus
Im Zeitachse-Modus werden Ihre Szenen „zeitgemäß" dargestellt: Je länger
das stellvertretende Objekt in der Spur, desto länger ist auch der zugehörige
Film.
Außerdem haben Sie direkten Zugriff auf sämtliche Mediendateien sowie
Titel, Effekte etc., die im aktuellen Film verwendet werden.
Multicam-Modus
Der Multicam-Modus ist ein erweiterter Zeitachse-Modus mit dem Sie
Szenen aus verschienden Kameraperspektiven komfortabel
zusammenschneiden können, genannt Multicam Editing (siehe Seite 135). Die
beiden oberen Spuren dienen dabei als Zielspuren, auf die das Bild- und
Tonmaterial aus den verschiedenen Quellspuren kopiert wird.
Spuren
Das Projektfenster ist in Spuren untergliedert, auf denen das
Multimediamaterial positioniert und bearbeitet wird. Die Anzahl der
dargestellten Spuren lässt sich im Menü „Datei“ > „Einstellungen“ > „Film“
festlegen.
Grundsätzlich lassen sich auf allen Spuren alle Objektarten platzieren. Auch
innerhalb einer Spur können z. B. Video- und Bildobjekte mit MIDI- und
Audio-Objekten kombiniert werden. Die maximale Länge eines Films ist auf
sechs Stunden beschränkt.
http://pro.magix.com
Arbeitsflächen
Am Anfang jeder Spur befindet sich ein Spurkopf.
Schlosssymbol: Mit diesem Symbol sperren Sie die gesamte Spur und
alle auf Ihr liegenden Objekte für Bearbeitungen.
Spurnummer: Zur schnellen Orientierung werden alle Spuren
durchnummeriert.
Spur maximieren: Vergrößert die Spur. So können Sie leichter Details
bearbeiten, wie z. B. Schnittübergänge.
Solo: Schaltet die Spur auf „solo“. Es wird beim Abspielen des Projekts
nur diese Spur wiedergegeben.
Video-, Bild- und Titelobjekte ausblenden: Alle sichtbaren Objekte
werden transparent. Audio-Objekte sind weiter hörbar.
Transparenzregler: Hier stellen Sie die Transparenz für die gesamte Spur
ein.
Mute: Schaltet alle Audio-Objekte auf der Spur stumm. Video-, Bild- und
Titelobjekte werden weiterhin wiedergegeben.
Lautstärkeregler: Setzt die Lautstärke für alle Audio-Objekte auf der
Spur.
Spurname: Name der Spur. Sie können den Namen frei einstellen, indem
Sie in das Namenfeld klicken und einen Namen eingeben. Drücken Sie
zum Übernehmen anschließend die Eingabe-Taste.
Ein Rechtsklick auf den Spurkopf öffnet ein Kontextmenü, in dem Sie folgende
Optionen finden:
• Multicam > Quellspur: Hier können Sie eine Spur als Quellspur aktivieren
bzw. deaktivieren.
• Multicam > Masteraudiospur: Hier legen Sie die Masteraudiospur für den
Multicam-Schnitt (siehe Seite 137) fest.
• DVD-Tonspur: Falls Sie planen, mehrere Tonspuren (z. B. mehrere
Sprachen) auf eine DVD oder Blu-ray zu brennen, können Sie für reine
Audiospuren hier einstellen, an welcher Stelle sich die aktuelle Spur
befinden soll. Sobald Sie eine Option aus dem Untermenü auswählen,
öffnet sich ein Dialog, in dem Sie Ihrer Audiospur einen Namen geben
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62
müssen (z. B. „Deutsch“). Lesen Sie dazu auch das Kapitel
„Audiobearbeitung“ (siehe Seite 245).
• Spurhöhe: Stellen Sie ein, ob die angeklickte Spur oder alle Spuren groß,
klein oder standardmäßig groß angezeigt werden sollen.
Sie können die Größe aber auch mit der Maus anpassen. Ziehen Sie dazu
die untere Begrenzung einer Spurbox mit der Maus nach unten.
Zoomen
Mit den senkrechten Zoom-Funktionen
wird die Zahl der sichtbaren Spuren
eingestellt. Bei vielen Spuren ist ein
Vergrößern der Ansicht (Zoomen)
sinnvoll, um gezielt eine Spur oder ein
Objekt in Großansicht bearbeiten zu
können.
Mit den horizontalen Zoom-Funktionen lässt sich der sichtbare Ausschnitt
des Projekts auf der Zeitachse einstellen.
Durch Ziehen an der Unterkante der Spurbox kann die Hohe einer Spur
individuell eingestellt werden.
Objekt-Zoom: vertikale und horizontale Zoomstufe werden so
vergrößert, das alle ausgewählten Objekte in maximaler Größe
dargestellt sind.
Ansicht optimieren: zeigt das komplette Projekt in der Breite an. Die
Zoomstufe wird auf 100% gestellt.
Beim Ausschalten der Funktion wird die alte Zoomstufe wiederhergestellt.
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Arbeitsflächen
Scrollen
Die Scrollbalken dienen dem Navigieren im Projekt. Damit lässt sich der
sichtbare Ausschnitt des Projekts verschieben.
Der horizontale Scrollbalken lässt auch das Ändern der Zoomstufe zu, indem
man die Ränder des Scrollbalkens anklickt und mit gehaltener Maustaste
zieht.
Tipp: Zum Zoomen und Scrollen empfiehlt es sich, Tastaturkürzel zu
verwenden (siehe Seite 415).
Raster
Das Projektfenster ist mit einem framegenauen Raster unterlegt. Es sorgt
dafür, dass Video- und Bildobjekte exakt an den Grenzen eines Frames
einrasten.
Die Schrittweite dieses Rasters hängt davon ab, welche Framerate in den
Filmeinstellungen (Menü „Datei > Einstellungen > Film“) eingestellt ist. Sie
können zwischen der in Europa üblichen Framerate von PAL (25 Frames pro
Sekunde) und der in Amerika und Japan üblichen Framerate NTSC (29,97
Frames pro Sekunde) auswählen oder auch beliebig andere Frameraten
manuell vergeben.
Beim Verschieben eines Objekts können Sie in der Positionsanzeige verfolgen,
bei welchem Frame das erste Bild des Objekts gezeigt wird.
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64
Die Positionsanzeige erfolgt in Form
eines Tooltips beim Verschieben eines
Objekts.
Sie informiert über
„Stunden:Minuten:Sekunden:Frame“.
Hinweis: Audio-Objekte können samplegenau verschoben werden. Das
heißt, sie rasten, wenn sie nicht mit einem Video-Objekt gruppiert sind, nicht
am Frameraster.
Zusätzlich zum immer aktiven Frameraster lässt sich ein Objektraster
hinzuschalten. Es sorgt dafür, dass zwei direkt aufeinander folgende Objekte
automatisch nahtlos aneinander rasten, selbst wenn sie sich auf
verschiedenen Spuren befinden. Dadurch werden ungewollte Lücken oder
Überlappungen vermieden.
Das Objektraster schalten Sie über das Magnetsymbol in der unteren
Werkzeugleiste an und aus.
Vorschau-Rendering
Über diese Schaltfläche neben der Zeitachse erreichen Sie die
Funktionen zum Vorschau-Rendering (siehe Seite 325).
http://pro.magix.com
Arbeitsflächen
Media Pool
Struktur und Arbeitsweise des Media Pool ist an die des Windows Explorer
angelehnt, mit dem Unterschied, dass nur verwertbare Dateien angezeigt
werden. Er dient zum Ansteuern und Laden von Multimediadateien aller Art:
Videodateien, Fotos und andere Bilddateien, Audiodateien, Blenden, Titel,
Effekte und auch komplette Projekte.
Hinweis: Der Media Pool zeigt die Daten auf Ihrer Festplatte an. Wenn Sie
hier Daten löschen, können sie auch über den Windows Explorer nicht
wiedergefunden werden.
Wenn Sie mit der Maus über eine Mediendatei fahren, erscheinen drei
Symbole für die Funktionen Vorschau, Bereichsimport und Komplettimport.
• Vorschau: Alle verfügbaren Medien lassen sich über eine
Vorschaufunktion betrachten. Klicken Sie auf das Wiedergabesymbol,
wird das Medium im Vorschaumonitor wiedergegeben: Video- und
Bilddateien werden auf dem Vorschaumonitor angezeigt, Audiodateien
über die Soundkarte abgespielt. Auch für die mitgelieferten Vorlagen und
Effekte gibt es Vorschauen, aus denen ersichtlich wird, wie sie
funktionieren.
• Bereichsimport: Am Quellmonitor können Sie mithilfe der Schaltflächen
für den In- und Outpoint einen Importbereich definieren.
65
66
• Komplettimport: Mit dieser Schaltfläche wird die komplette Datei in das
Projektfenster geladen.
Beim Import mithilfe der Import-Schaltflächen lassen sich verschiedene
Einfüge-Modi einstellen (siehe Seite 56).
Die Dateien aus dem Media Pool können Sie alternativ auch per Drag & Drop
laden. Auch ganze Verzeichnisse lassen sich per Drag & Drop nach unten in
das Projektfenster ziehen. Wenn Sie mehrere Dateien gleichzeitig laden
wollen, müssen Sie sie erst im Media Pool markieren.
• Klicken Sie der Reihe nach mit gedrückter „Strg“-Taste auf die
gewünschten Einträge, um sie nacheinander auszuwählen.
• Wenn Sie eine fortlaufende Folge von Dateien laden wollen, halten Sie die
„Umschalt“-Taste gedrückt und klicken erst auf den ersten und dann auf
den letzten Eintrag. Alle dazwischen liegenden Einträge werden markiert.
• Mit der gehaltenen linken Maustaste können Sie auch über mehrere Bilder
hinwegfahren und sie so auswählen. Mit „Strg + A“ markieren Sie alle
Einträge eines Ordners im Media Pool.
Tipp: Machen Sie sich im Media Pool im Bereich „Import“ den Ordner mit
Ihren Mediendateien schnell zugänglich, indem Sie ihn als Verknüpfung fest
verankern. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf einen der
vorhandenen Einträge und wählen Sie im Kontextmenü „Verknüpfung
erstellen“. Geben Sie Ihren Medienordner an und bestätigen Sie über „OK“.
Hinweis: Durch die Funktion „Programmeinstellungen auf Standardwerte
zurücksetzen“ (Menü „Datei“ > „Einstellungen“) werden die eigenen
Verknüpfungen automatisch gelöscht.
Vorschaufunktion
Für sämtliche Einträge im Media Pool gibt es eine Vorschaufunktion, die sich
per Doppelklick oder über die Wiedergabetaste am Quellmonitor starten
lässt.
Über die Transportkontrollfunktionen am Quellmonitor lassen sich
Ausschnitte aus einer längeren Videodatei im Media Pool festlegen und laden.
Lesen Sie dazu den Abschnitt „Objekte in das Projekt einfügen“ (siehe Seite
76).
http://pro.magix.com
Arbeitsflächen
Import
Navigationsschaltflächen
Die Navigationsschaltflächen dienen zum Navigieren durch die Ordner und
Laufwerke Ihres Computers.
Vorwärts/
Rückwärts
Mit diesen Schaltflächen gelangen Sie in den
Ordner zurück, in dem Sie vorher waren.
Aufwärts
Diese Schaltfläche dient zum Ansteuern der
nächsthöheren Ordnerebene.
Ordnerbaum
Hier können Sie einen Ordnerbaum zur Navigation
durch Ihr Computersystem aktivieren.
Suchen
Mit der Suchfunktion können Sie schnell nach
bestimmten Dateien suchen. Sie können den
Dateityp, das Datum und bestimmte Ordner, die
durchsucht werden sollen, angeben.
Browse
History-Liste
und
Pfadangabe
Optionen
Anzeigeoptionen
Zoom
Oben in der Mitte befindet sich die
Pfadangabe des aktuellen Ordners.
Mit der Pfeil-Schaltfläche öffnen Sie
ein Menü, aus dem Sie die zuletzt
besuchten Ordner wieder aufsuchen
können.
Alle Funktionen des Kontextmenüs (Dateien
umbenennen oder löschen etc.) lassen sich
auch über die Optionen-Schaltfläche
erreichen.
Hier lässt sich einstellen, wie die Einträge
aufgelistet werden sollen.
In der Ansicht „Große Symbole“ lässt sich ein
Zoom-Schieberegler aktivieren, mit dem die
Größe und Anzahl der sichtbaren Symbole
eingestellt werden kann.
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Suche
Der Media Pool enthält eine komfortable Suchfunktion zum Auffinden von
Dateien auf dem Computer. Sie lässt sich mit der abgebildeten Schaltfläche
aktivieren und wieder ausschalten.
Dateiname: Geben Sie hier den gesuchten Dateinamen oder einen Teil des
Dateinamens ein. Das X-Symbol löscht die Eingabe wieder. Ein „?“ kann als
Platzhalter für ein einzelnes Zeichen verwendet werden, ein „*“ für beliebig
viele Zeichen.
Dateityp: Hier wird die Dateinamenserweiterung angegeben. Mehrere
Eingaben werden per Semikolon getrennt. Unter dem Eingabefeld lassen sich
auch verschiedene Voreinstellungen für oft verwendete
Dateinamenserweiterungen auswählen.
Datum: Hier lässt sich die Dateisuche auf einen bestimmten Zeitraum
eingrenzen. Wählen Sie einen Eintrag aus der Liste aus.
Ordner: Wenn Sie nicht auf dem gesamten Computer suchen wollen, sondern
nur auf einem bestimmten Datenträger oder innerhalb eines Ordners, können
Sie hier den gewünschten Suchpfad einstellen.
Suchtiefe: Hier stehen Ihnen verschiedene Optionen zur Verfügung, die
festlegen, ob noch weitere Orte als die angegebenen durchsucht werden
sollen.
• Indizierte Orte und den ausgewählten Ordner durchsuchen
• Indizierte Orte, den ausgewählten Ordner und Eigene Dateien
durchsuchen
• Indizierte Orte, den ausgewählten Ordner, Eigene Dateien und den
Projektordner durchsuchen
„Indizierte Orte“ sind Ordner, die durch den Indexdienst in Windows
durchsucht und katalogisiert werden. Wenn der Indexdienst aktiviert ist,
werden die Dateien in den eingestellten Ordnern indiziert, während sich der
Computer im Leerlauf befindet, so dass der vom Nutzer ausgelöste
Suchvorgang schneller durchgeführt wird.
http://pro.magix.com
Arbeitsflächen
Hinweis: In Microsoft Windows XP ist der Indexdienst standardmäßig
deaktiviert. Die Suchfunktionen, die es seit Windows Vista gibt, lassen sich
mit der aktuellen Version von „Windows Search“ nachinstallieren. Damit ist
es möglich, Ordner komfortabel dem Indexdienst hinzuzufügen. Bitte
beachten Sie dazu auch die Installationshinweise von Microsoft.
Computer
Mit der Verknüpfung „Computer“ wird die Laufwerksanzeige im Media Pool
angesprungen. Sämtliche Laufwerke werden mit ihren Laufwerksbuchstaben
aufgeführt und lassen sich per Doppelklick öffnen.
Benutzerverzeichnis
Mit der zweiten Verknüpfung – die den Namen des Benutzers trägt – wird der
persönliche Ordner des Benutzers angesprungen.
Eigene Medien
Die Verknüpfung „Eigene Medien“ ermöglicht die Auswahl der
Verknüpfungen „Projekte“, „Eigene Videos“, „Eigene Musik“, „Eigene Bilder“
und „Aufnahmen“.
Projekte: Hier wechseln Sie in den Ordner, in dem standardmäßig Ihre
Projekte und Filme abgelegt werden.
Im Kontextmenü eines Projekts finden Sie die Funktion „Inhalte des Projektes
anzeigen“. Damit können Sie alle Objekte eines Projekts anzeigen und in das
aktuelle Projekt kopieren, wobei der Bearbeitungs- und Effektstatus des
Objekts erhalten bleibt. Das heißt Sie müssen die Objekte nicht noch einmal
bearbeiten, um den Stand aus dem „alten“ Projekt zu erhalten. Aber natürlich
können Sie weitere Anpassungen am übertragenen Objekt vornehmen. Diese
Änderungen werden dann im aktuellen Projekt gespeichert.
Eigene Videos: Zeigt alle verwendbaren Dateien an, die unter „Eigene
Dateien\Eigene Videos“ liegen.
Eigene Musik: Zeigt den Inhalt des Ordners „Eigene Dateien\Eigene Musik“.
mufin player schlägt auch diesen Ordner vor, um Ihre Musiksammlung in der
Datenbank zu erfassen.
Fotoshow-Musik: Hier finden Sie mitgelieferte Musik, die sich zur
Nachvertonung nutzen lässt.
69
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Eigene Bilder: Wechselt in den Ordner „Eigene Dateien\Eigene Bilder“. Dieser
Ordner wird z. B. häufig von Digitalkameras und Scannern verwendet, die dort
standardmäßig die übertragenen Bilder ablegen. Auch das mitgelieferte
Programm MAGIX Foto Manager nutzt diesen Ordner beispielsweise beim
Importieren von Bildern.
Aufnahmen: Hier legt MAGIX Video Pro X6 standardmäßig alle Aufnahmen
ab.
MAGIX Tools
Die Verknüpfung „MAGIX Tools“ ermöglicht die Auswahl der Verknüpfungen
„Downloads“, „Datenbank“, „Online Album“ und „Internetmedien“.
XAR-Animationen: Hier finden Sie verschiedene Elemente, die Sie mithilfe des
Xara Designer Pro gestalten und in Ihren Projekten verwenden können. Sobald
Sie eines der Elemente in die Spur ziehen,wird der Xara Designer Pro
automatisch mit dem entsprechenden Element geöffnet. Weitere
Informationen zu Xara Designer Pro finden Sie unter http://pro.magix.com.
Downloads: Mit dieser Schaltfläche haben Sie Zugriff auf die Mediendateien,
die Sie mit Catooh - der Online-Medienmarktplatz heruntergeladen haben.
Datenbank: Mit dieser Schaltfläche gelangen Sie in die
programmübergreifende Datenbankansicht. Ein rechter Mausklick auf die
Schaltfläche öffnet die Datenbanksuche. Die Datenbank muss zuvor mit
einem anderen MAGIX Programm oder mit dem mitgelieferten
Zusatzprogramm MAGIX Foto Manager erzeugt werden.
Online Album: Über dieser Schaltfläche greifen Sie direkt auf Ihr MAGIX
Online Album zu. Damit ist es möglich, ohne Umwege Dateien hochzuladen
und zu löschen. Dazu müssen Sie bei MAGIX Online Album angemeldet sein.
Um Dateien hochzuladen gibt es mehrere Möglichkeiten:
• Wählen Sie die hochzuladenden Dateien im Media Pool (bei gehaltener
Strg-Taste) aus, wählen im Kontextmenü (rechter Mausklick) den Eintrag
„Kopieren“. Wechseln Sie anschließend in das MAGIX Online Album,
navigieren zum gewünschten Ordner und wählen Sie im Kontextmenü den
Eintrag „Einfügen“.
• Klicken Sie im Media Pool auf „Online Album“ und navigieren Sie zum
gewünschten Ziel. Öffnen Sie nun den Windows Explorer, wählen hier die
http://pro.magix.com
Arbeitsflächen
gewünschten Dateien mit gehaltener Strg-Taste aus und ziehen sie in den
Media Pool.
Bei beiden Varianten werden die entsprechenden Dateien in Ihr persönliches
MAGIX Online Album hochgeladen.
Hinweis: Diese Funktion benötigt eine Internetverbindung. Halten Sie für den
Zugriff außerdem Ihre Anmeldungsdaten (E-Mail-Adresse und Passwort)
bereit.
Internetmedien: Hier öffnet sich der integrierte Browser (siehe Seite 411) von
MAGIX Video Pro X6. Dieser bietet ihnen die Möglichkeit, direkt Medien aus
dem Internet zu sammeln, z. B. für den aktuellen Film zu verwenden.
Blenden
Hier finden Sie alle Blenden von MAGIX Video Pro X6, die in verschiedene
Kategorien einsortiert sind. Ein Klick auf eine Kategorie zeigt alle darin
enthaltenen Blenden an.
Zum Laden einer Blende ziehen Sie die gewünschte Blende mit gehaltener
Maustaste auf das Objekt, in das übergeblendet werden soll.
Weitere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt „Überblendungen
(Blenden)“ im Kapitel „Objekte“ (siehe Seite 118).
Titel
Hier finden Sie Titelvoreinstellungen und den Titeleditor (siehe Seite 140,
siehe Seite 140). Die Voreinstellungen sind in verschiedenen Kategorien
sortiert und können per Doppelklick oder Drag & Drop geladen werden.
Ebenfalls finden Sie hier 3D-Titelvorlagen.
Der Text von Titelobjekten lässt sich direkt im Vorschaumonitor per
Doppelklick anpassen oder im Eingabefeld neben „Titel:“.
Effekte
Hier erreichen Sie die Effekte, die anhand verschiedener Verknüpfungen in
verschiedene Bereiche sortiert sind. Lesen Sie dazu das Kapitel „Effekte“
(siehe Seite 148) für detailierte Informationen.
71
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Videoeffektvorlagen
Hier finden Sie vorkonfigurierte Effektvorlagen, die sich per Drag & Drop auf
ein Video- oder Bildobjekt ziehen lassen. Diese Effektvorlagen bestehen aus
einer Kombination verschiedener Effekteinstellungen, die Sie in den
zugehörigen Effektdialogen anpassen können.
Im Unterordner „Video-Mix-Effekte“ finden Sie Vorlagen zum
Zusammenmischen zweier Video- oder Bildobjekte. Dazu müssen zwei
Video- oder Bildobjekte auf zwei Spuren untereinander liegen. Um eine MixEffektvorlage anzuwenden, ziehen Sie sie auf das untere Objekt.
Videoeffekte
Hier finden Sie frei einstellbare Effekte für Video- und Bildobjekte. Die Effekte
können erst nach dem Auswählen des Objekts im Dialogfenster des
jeweiligen Effekts eingestellt werden. Mehr Informationen dazu finden Sie im
Kapitel „Effekte“ unter „Videoeffekte im Media Pool“ (siehe Seite 151).
Bewegungseffekte
Hier finden Sie die Bewegungseffekte, mit denen Sie das Bild z. B. durch
Zoom- oder Kamerafahrten animieren können. Weitere Informationen dazu
finden Sie im Abschnitt „Bewegungseffekte im Media Pool“ im „Effekte“Kapitel (siehe Seite 161).
Stereo3D
Hier erreichen Sie die Stereo3D-Funktionalität. Lesen Sie dazu bitte das
Kapitel „Stereo3D“ (siehe Seite 195).
Audioeffekte
Hier finden Sie viele Audioeffektvorlagen für Echo, Hall, Equalizer,
Kompressor, etc. Lesen Sie hierzu auch das Kapitel „Audiobearbeitung“ (siehe
Seite 214).
Designelemente
Collagen
Collagen funktionieren ähnlich wie normale Bild-in-Bild-Effekte, allerdings
werden hierfür mehrere Objekte verwendet. Je nach Collage arrangieren Sie
die gewünschten Objekte hintereinander und ziehen die Collage auf das erste
Objekt.
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Arbeitsflächen
Die Anzahl der benötigten Bilder und die Ausrichtung der Bilder
(Hochformat / Querformat) für die Collage sind an dem Symbol zu
erkennen. Im Namen der Collage ist außerdem das Seitenverhältnis
angegeben, für das sich die Collage am besten eignet.
Beispiel am abgebildeten Symbol:
Eigenschaft
Erkennungsmerkmal im Symbol
Eignet sich für 5 Bilder
Anzahl der Augen: 5
Zahl im Symbol: "5"
Zahl im Namen: "5"
Hochformat und
Querformat
Rahmen im Symbol
Im Namen der Collage: "^" und ">"
Resultierendes
Seitenverhältnis: 16:9
Im Namen der Collage
Testbilder
Es stehen professionelle Testbilder zum Kalibrieren Ihres Systems zur
Verfügung.
Hintergründe
Die Farbflächen sind eine Ansammlung verschiedener Hintergründe, die für
eigene Farbblenden oder als Texthintergrund benutzen werden können. Die
spezielle Vorlage „Benutzerdefiniert“ öffnet einen Farbauswahldialog, in dem
sich die gewünschte Farbe frei einstellen lässt.
Bildobjekte
Hier finden Sie verschiedene Bildobjekte wie z. B. schwarze Balken,
verschiedene Zeiger für Illustrationen, usw.
Weitere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt „Designelemente im
Media Pool“ im Kapitel „Effekte“ (siehe Seite 169).
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Eigene Vorlagen
Hier finden Sie den Ordner für eigene Effektvorlagen. Lesen Sie dazu bitte den
Abschnitt „Eigene Vorlagen im Media Pool“ im „Effekte“-Kapitel (siehe Seite
170).
Zusatzeffekte
Hier erreichen Sie die verfügbaren Effekt-Plug-ins. Lesen Sie dazu bitte den
Abschnitt „Zusatzeffekte im Media Pool“ im „Effekte“-Kapitel.
Verschiedene Darstellungen der Dateiliste
In der Dateiliste werden alle unterstützten Multimediadateien und die
Unterordner des aktuell ausgewählten Ordners aufgeführt. Drei verschiedene
Ansichten (Liste, Details, Große Symbole) sind per Rechtsklick über das
Media Pool-Kontextmenü einstellbar.
Liste: Die Dateien werden nur mit
ihrem Namen aufgelistet. Diese
Darstellung zeigt die meisten
Dateien gleichzeitig an.
Details: Zu jeder Mediendatei
werden neben dem Namen Typ,
Größe und Änderungsdatum
angezeigt.
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Arbeitsflächen
Große Symbole haben den Vorteil,
dass für jede Video- und Bilddatei
ein Vorschau-Frame in der
Dateiliste angezeigt wird. Dadurch
lässt sich abschätzen, um welches
Material es sich handelt.
Sobald Sie diese Ansicht aktivieren,
erscheint daneben die
Zoomfunktion. Damit können Sie
die Vorschaubilder zusätzlich
weiter vergrößern.
Projektablage
Die Projektablage ist eine Art Zwischenlager für Dateien oder Objekte. Die
Verwendungsmöglichkeiten sind vielfältig:
• Materiallager: Sie können
interessante Dateien aus dem
Media Pool in der
Projektablage
zusammenstellen, um sie von
dort aus in Ihr Projekt zu
laden.
• Schnitt: Sie können
verschiedene Ausschnitte aus
längeren Videos in der
Projektablage schneiden, um
sie dann als separate Objekte
im Projekt zu verwenden.
• Austausch: Sie können fertig
bearbeitete Objekte aus dem
Projektfenster in die
Projektablage ziehen, um sie
in anderen Projekten zu
benutzen.
Die Projektablage unterstützt in beide Richtungen Drag & Drop, das heißt, Sie
können Elemente der Projektablage in das Projekt ziehen und auch Objekte
oder Objektgruppen aus dem Projekt in die Projektablage.
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Über das Kontextmenü (siehe Seite 405) von Elementen der Projektablage
können Sie diese einzeln als Takes (*.tk2) abspeichern, um sie in anderen
Projekten wieder zu verwenden und diese Einträge umbenennen.
Öffnet den Import-Dialog. Über diesen Dialog lässt sich – alternativ
zum Drag & Drop aus dem Media Pool – eine Datei in die
Projektablage laden.
Hiermit legen Sie einen virtuellen Ordner in der Projektablage an. In
einem Ordner lassen sich keine weiteren Unterordner anlegen.
Hier speichern bzw. laden Sie den Inhalt der gesamten
Projektablage, um ihn in anderen Projekten zu benutzen.
Diese Schaltfläche dient zum Ansteuern der nächsthöheren
Ordnerebene.
Suchfeld: MAGIX Video Pro X6 durchsucht alle Dateinamen in der
Projektablage nach dem eingegebenen Text und listet anschließend
das Ergebnis auf.
Hier lässt sich einstellen, wie die Einträge der Projektablage
aufgelistet werden sollen.
Programm- und Quellmonitor
MAGIX Video Pro X6 verfügt über zwei Videomonitore: einen
Programmmonitor für die Objekte im Projektfenster und einen Quellmonitor
für die Vorschau von Dateien im Media Pool bzw. der Projektablage.
Vorschaumonitore einstellen
Programm- und Quellmonitor lassen sich variabel einstellen:
• Jeder Monitor lässt sich in der Größe verstellen. Klicken Sie dazu mit der
rechten Maustaste auf den Monitor und wählen Sie aus dem
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Arbeitsflächen
Kontextmenü entweder die gewünschte Größe aus dem Untermenü
„Auflösungsvoreinstellungen“ oder definieren Sie die Größe selbst
(„Andere Auflösung“).
• Jeder Monitor lässt sich frei positionieren. Klicken Sie dazu auf die oberste
Zeile des Monitorfensters und ziehen Sie sie mit gehaltener Maustaste an
den Ort Ihrer Wahl. Z. B. auf einen separaten Bildschirm, wo Sie ihn in
maximaler Größe nutzen können.
Vollbild-Ansicht
Über die Option „Videomonitor Vollbild“ im Kontextmenü der Monitore
lassen sich diese maximieren. Alternativ doppelklicken Sie einfach auf einen
der beiden Monitore oder selektieren Sie den gewünschten Monitor per
Mausklick und drücken Sie Alt + Eingabetaste.
Sie können die Monitore auch im maximierten Zustand verschieben und auf
das Kontextmenü (rechte Maustaste) zugreifen. Dort können Sie zusätzlich
zu den üblichen Einträgen die Transportkontrolle ein- und ausblenden.
Tipp: Über die Option „Videoeffekte bearbeiten“ im Kontextmenü können
Sie die Effekteinstellungen des Media Pools einblenden lassen und so
Effektbearbeitungen direkt am Vollbild vornehmen.
Mit „Esc“ gelangen Sie zur normalen Ansicht zurück (oder Sie klicken auf die
„Verkleinern“-Schaltfläche rechts oben im Vollbildmodus).
Filmüberblick
Die Option „Filmüberblick“ im Menü „Fenster“ ermöglicht eine
Überblicksdarstellung des gesamten Projekts. Sämtliche Objekte im
Projektfenster werden am Programmmonitor dargestellt. Die
Überblicksdarstellung ist insbesondere für die Arbeit an längeren Filmen
empfehlenswert, weil die verkleinerte Gesamtansicht im Programmmonitor
und die gezoomte Detailansicht im Projektfenster sich gut miteinander
kombinieren lassen.
Der Filmüberblick lässt sich zum Anspringen und Bearbeiten bestimmter
Stellen nutzen:
• Wenn Sie auf ein bestimmtes Objekt im Programmmonitor klicken, wird
im Projektfenster auf das Objekt gezoomt.
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• Wenn Sie im Programmmonitor mit der Maus einen Rahmen aufziehen,
wird im Projektfenster auf den entsprechenden Bereich gezoomt.
• Wenn Sie den Abspielmarker des Programmmonitors verschieben, wird
auch der Abspielmarker des Projektfensters entsprechend mitverschoben.
Tipp: Wenn Sie diese Funktion oft nutzen, können Sie zum schnellen
Wechseln das Tastaturkürzel (Umschalt + A) nutzen.
Monitorzoom
Die Vorschaubilder beider Monitore lassen sich ein- oder auszoomen, so dass
Sie entweder nach bestimmten Details im Bild fahnden (Zoom-in) oder das
Bild verkleinern können. Somit entsteht an den Bildrändern eine schwarze
Fläche, die von Ihnen als Arbeitsfläche für Animationen genutzt werden kann
(siehe Seite 180).
• Klicken Sie auf den Vorschaumonitor und zoomen Sie mithilfe der
gedrückt gehaltenen Strg-Taste und dem Mausrad.
Transportkontrolle
Die beiden Transportkontrollen ermöglichen das Abspielen des
Videomaterials.
Bereich: Oberhalb der Abspielfunktionen lässt sich der
Bereich zwischen In- und Out-Point mit der Maus
aufziehen.
Abspielmarker: Dieser Marker kennzeichnet die Stelle, die vom
Monitor gerade gezeigt wird.
In- / Out-Point setzen: Damit lassen sich Bereichsanfang und ende bestimmen.
Zu Bereichsanfang: Diese Schaltfläche setzt den Abspielmarker
zu Kontrollzwecken direkt an den Anfang des aktuellen Bereichs.
Wiedergabe um Frame: Ein kurzer Bereich um die Position des
Abspielmarkers wird wiedergegeben.
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Arbeitsflächen
Wiedergabe/Stopp (Pause): Die Wiedergabe-Schaltfläche in
der Mitte startet die Wiedergabe. Ein zweiter Klick beendet die
Wiedergabe.
Tipp: Im Menü „Datei“ > „Einstellungen“ > „Programm“ > „Wiedergabe“
können Sie festlegen, ob bei einem zweiten Klick (bzw. über die Leertaste)
der Abspielmarker an die Startposition zurückgestellt wird (Stopp-Funktion)
oder ob er an der aktuellen Stelle stehenbleibt (Pause-Funktion).
Bereichswiedergabe: Diese Schaltfläche spielt den aktuellen Bereich
ab.
Zu Bereichsende: Diese Schaltfläche setzt den Abspielmarker zu
Kontrollzwecken direkt ans Ende des aktuellen Bereichs.
Jog Wheel: Mit diesem Rädchen können Sie sich in
Einzelbildschritten innerhalb des Videos bewegen und
auch den Abspielmarker bei großen Zoomstufen exakt
positionieren.
Shuttle-Steuerung: Je weiter der Schieberegler zur Seite
bewegt wird, desto schneller wird das Projekt in der
entsprechenden Richtung abgespielt. So kann schnell
eine bestimmte Stelle „angefahren“ werden.
Hinweis: Jog Wheel und Shuttle-Steuerung sind nur auf Breitbildmonitoren
standardmäßig zu sehen. Um sie auf einem 4:3-Monitor anzuzeigen,
verbreitern Sie den Programm- oder Quellmonitor.
Vorschauqualitätsschalter
Wird die Performance wegen leistungsschwacher Hardware,
hochaufgelöstem Quellmaterial oder sehr komplexen Projekten schlecht,
können Sie mit dieser Funktion eine flüssigere Vorschau bei der Bearbeitung
„aktivieren“.
Im Auswahlmenü stellen Sie ein, welche
Funktionen Sie für die optimierte Vorschau
nutzen möchten, wenn Sie diese
Schaltfläche aktivieren: Auflösung
reduzieren, Framerate reduzieren, Plug-ins
deaktivieren, Effekte deaktivieren.
Voreingestellt sind „Auflösung reduzieren“ und „Framerate herabsetzen“.
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Haben Sie im Startdialog oder in den Filmeinstellungen (siehe Seite 296) die
Funktion Proxy-Dateien arbeiten aktiviert, erscheint zusätzlich „Proxy-Objekte
nutzen“.
Arbeitsfläche anpassen
Der Quell- und Programmmonitor, die Projektablage, das Projektfenster sowie
der Media Pool lassen sich frei positionieren oder auch ganz abschalten.
Eigene Konfigurationen der Oberfläche „Bearbeiten“ lassen sich über das
Menü „Fenster“ > „Fensteranordnung“ > „Speichern...“ speichern und jederzeit
abrufen.
Die ersten drei benutzerdefinierten Fensteranordnungen werden automatisch
mit den Tastaturkürzeln F10, F11 und F12 belegt, jeder weiteren lässt sich über
das Menü „Datei” > „Einstellungen” > „Tastaturkürzel...” ein Tastaturkürzel
zuordnen (siehe Seite 423).
Tipp: Mit dem Tastaturkürzel Strg + F9 können Sie zwischen der zuletzt
verwendeten Oberfläche – auch, wenn diese ungespeichert ist – und der
aktuellen Oberfläche hin- und herspringen.
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Arbeitsflächen
Oberfläche Brennen
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Menüvorschau: Hier sehen Sie eine Vorschau des Auswahlmenüs. Lesen
Sie hierzu auch das Kapitel „Disc-Menü bearbeiten“ (siehe Seite 250).
Ansicht wechseln: Hier schalten Sie zwischen der Vorschau- und der
Bearbeiten-Ansicht (siehe Seite 253) um.
Fernbedienung: Hiermit können Sie überprüfen, wie Ihre spätere Disc
reagieren wird, wenn Sie die Tasten der Fernbedienung Ihres Players
drücken (siehe Seite 250).
Ausgabe: Wählen Sie das gewünschte Format vor dem Brennen des
Projekts aus.
Vorschau abspielen: Hier spielen Sie die Menüvorschau ab, die Sie mit
der Fernbedienung testen können.
Vorlagenkategorie: Wählen Sie aus verschiedenen Kategorien mit
unterschiedlichen Menüs den gewünschten Bereich aus.
Menüvorlagen: Hier können Sie eine Vorlage zur Menügestaltung
auswählen.
Vorlagen anwenden: Hier wählen Sie aus, ob eine Vorlage der Seite, dem
Menü oder allen Menüs der Disc zugeordnet werden soll.
Mehr zum Thema finden Sie im Abschnitt „Brennen“ (siehe Seite 273).
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Aufnahme
Aufnahmemethode auswählen
Um eine Aufnahme zu starten, klicken Sie auf die rote Schaltfläche
„Aufnahme“ unter dem Vorschaumonitor.
Im folgenden Dialogfenster stehen zur Auswahl:
• AVCHD/DVCPRO/AVC-Intra für AVCHD/DVCPRO/AVC-IntraKameras, aber auch für Digitalkameras oder Video-DSLR mit
Speicherkarte oder Festplatte sowie P2-Speicherkarten für XDCAM. Auch
für den Import von Medien auf Wechseldatenträgern, USB-Geräten oder
Festplatten kann diese Option – als übersichtlichere Alternative zum
Media Pool – genutzt werden.
• HDV-Kamera für HDV-Kameras
• DV-Kamera für Mini-DV-Kameras und DV-Videorekorder
• Video für analoge Videokameras, Analog-TV, VHS-Rekorder, Webcam
u. ä.
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Aufnahme
• Audio für Mikrofon, Kassettenrekorder, MiniDisc-Player, Plattenspieler
u. a.
• Bildschirm: nimmt direkt vom Computerbildschirm auf.
• Einzelbild für Schnappschüsse oder Serienbilder von analogen
Videokameras, Analog-TV, VHS-Rekorder, Webcam u. ä.
AVCHD / DVCPRO / AVC-Intra
Diese Option öffnet einen universellen Importdialog, der sich nicht nur für
AVCHD-, DVCPRO- oder AVC-Intra-Kameras, sondern auch für externe
Festplatten, P2-Speicherkarten, Foto- oder Filmkameras, auf denen
verwendbare Dateien gespeichert sind, gleichermaßen eignet. MAGIX Video
Pro X6 erkennt automatisch die Ordnerstrukturen und zeigt nur die einzelnen
Takes an, so dass der Import komfortabel und übersichtlich ist.
Alternativ lassen sich solche Laufwerke auch direkt über den Media Pool
ansteuern. Der Importdialog bietet jedoch mit seinen Anzeigefiltern und
weiteren Optionen ein komfortableres Verfahren.
Hinweis: Der DVCPRO- und AVC-Intra-Import ist optional und muss
kostenpflichtig freigeschaltet (siehe Seite 424) werden.
Kamera anschließen
Geeignete Kameras gibt es grundsätzlich in drei Bauformen:
• Kameras mit Speicherkarte als Wechseldatenträger: Die Kamera bietet
einen Steckplatz für eine Speicherkarte. Ihr Computer sollte einen
Kartenleser für die entsprechende Speicherkarte besitzen, die Sie der
Kamera entnehmen und in den Kartenleser stecken. Verschiedene
Kameramodelle lassen sich auch per USB anschließen.
• Kameras, die direkt DVDs brennen, oft auch in kleiner Abmessung (80
mm Durchmesser statt der üblichen 120 mm): Die DVD kann der Kamera
entnommen und in das DVD-Laufwerk des Computers gelegt werden. Bei
einem sogenannten Slot in-DVD-Laufwerk schauen Sie unbedingt vorher
in dessen Bedienungsanleitung nach, ob es mit 80mm-DVDs (auch als
3"-DVD oder MiniDVD bezeichnet) umgehen kann.
• Kameras mit eingebauter Festplatte: Die Kamera meldet sich als Laufwerk
an, sobald sie über ein USB-Kabel am PC angeschlossen ist. Dieses
zusätzliche Laufwerk ist im Media Pool zu sehen.
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Hinweis: Die hier aufgelisteten Varianten und Vorgehensweisen spiegeln
unsere Erfahrung wieder. Dennoch empfehlen wir, sich die Anleitung der
Kamera zur genauen Vorgehensweise durchzulesen und im Zweifelsfall den
Hersteller zu kontaktieren.
Import
Die Option „AVCHD / DVCPRO / AVC-Intra“ ist keine Aufnahme im
eigentlichen Sinn, sondern ermöglicht das Übertragen der bereits erzeugten
Videodateien und deren Integration in das bestehende Projekt.
Auf älteren Systemen ist es unter Umständen hilfreich, die Dateien beim
Import in das MPEG-2-Format zu wandeln. Eine entsprechende Abfrage
erfolgt beim Import dieser Dateien automatisch.
Hinweis: Beim AVCHD-Import ist es aus Kopierschutzgründen notwendig,
den MPEG-4-Codec und den Surround-Sound Stereo/5.1 zu aktivieren
(siehe Seite 424). Dies wird von MAGIX Video Pro X6 automatisch
angeboten, sobald der Codec benötigt wird.
Nach der Auswahl der Aufnahmeoption öffnet sich der folgende Dialog.
Videoquelle: Hier steuern Sie das Laufwerk an, dem Ihre angeschlossene
Kamera entspricht.
In folgendem Ordner speichern: Hier legen Sie einen Zielordner für die zu
importierenden Dateien fest.
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Aufnahme
Erweiterte Einstellungen: Hier können Sie verschiedene Einstellungen zu den
Namen und zum Datum der zu erzeugenden Dateien festlegen.
Vorschaumonitor + Transportkontrolle: Hier können Sie die Clips in der
Dateiliste zu Vorschauzwecken abspielen und spulen.
Medium/Allgemein: Rechts neben dem Vorschaumonitor finden Sie einen
Info-Bereich zu den Dateien.
Dateiliste: Hier werden alle Inhalte des ausgewählten Laufwerks angezeigt.
Mit den Anzeigefiltern können Sie die angezeigten Dateitypen reduzieren. An
den kleinen Auswahlboxen können Sie jede Datei separat auswählen, um sie
später zu importieren. Rechts oben an der Liste finden Sie Optionen zur
Darstellung der Dateien.
Hinweis: Die Dateien sind farblich unterlegt. Die Farben symbolisieren
jeweils einen Aufnahmezeitpunkt, so dass Sie schnell erkennen können,
welche Aufnahmen zusammen entstanden sind.
Auswählen: bietet selbsterklärende Optionen zur Dateiauswahl („Alle“, „Nur
neue“ oder „Keine“).
Anzeigefilter: Hier wählen Sie, ob Sie „Filme“ oder „Fotos“ sehen möchten.
Mit der Option „Nur markierte anzeigen“ werden alle nicht markierten
Elemente ausgeblendet. Sie sollten diese Option also erst nutzen, wenn schon
Elemente markiert wurden.
In den Film importieren: Bei aktivierter Option werden die Medien direkt als
Objekte in das Projektfenster von MAGIX Video Pro X6 eingefügt. Bei
deaktivierter Option werden sie lediglich in den Zielordner kopiert und sind
danach jederzeit über den Media Pool ansteuerbar.
Ausgewählte Medien nach Import von Kamera löschen: Mit dieser Option
löschen Sie die ausgewählten Medien nach dem Import von der Kamera.
Importieren: löst den Importprozess der ausgewählten Dateien in den
Zielordner aus.
Abbrechen: schließt den Dialog ohne Import.
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Tipp: Im Grunde ist der AVCHD-Importdialog ein universeller Importdialog,
der sich für externe Festplatten, Foto- oder Filmkameras, auf denen
verwendbare Dateien zu finden sind, gleichermaßen eignet. Wenn Sie also
z. B. die Anzeigefilter auch für Ihren Fotoapparat nützlich finden, spricht
nichts dagegen, den Fotoapparat an den Computer anzuschließen und
danach in MAGIX Video Pro X6 die AVCHD-Aufnahme zu aktivieren.
HDV-Kamera
Mit dieser Option öffnen Sie den Aufnahmedialog für HDV-Camcorder. Dazu
muss ein betriebsbereiter HDV-Camcorder angeschlossen sein.
Die Optionen in diesem Dialog finden Sie weiter unten bei der DV-Aufnahme
erklärt.
DV-Kamera
DV- oder HDV-Kamera anschließen
• Verbinden Sie den digitalen Ausgang der ausgeschalteten Kamera mit der
DV-Schnittstelle des Computers (auch FireWire oder iLink genannt).
• Legen Sie die DV-Kassette bzw. den Datenträger in die Kamera ein.
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Aufnahme
• Schalten Sie die Kamera in die Betriebsart „Videorekorder“ oder
„Wiedergabe“.
Die Kamera ist jetzt bereit für das Überspielen des Videos auf den Computer.
Hinweis: Unter Umständen verwenden Sie eine HDV-Kamera im DVModus, um beispielsweise Aufnahmen im alten DV-Format zu übertragen.
Bei vielen Kameras wurden Probleme mit diesem Modus festgestellt, daher
die Empfehlung, auch den Aufnahmemodus der Kamera auf „DV“
umzustellen und die Kamera anschließend aus- und wieder einzuschalten.
Aufnahme von DV-Videorekorder oder -Kamera
• Klicken Sie im Aufnahme-Auswahldialog auf „DV-Kamera“.
Unkomprimierte DV-Aufnahmen benötigen ca. 220 MB pro Minute
Video. Wenn Sie Ihr Video stattdessen im platzsparenden MPEG-Format
aufnehmen wollen, aktivieren Sie vorher noch die Box „DV als MPEG
aufnehmen“.
• Daraufhin öffnet sich der eigentliche Aufnahmedialog. Prüfen Sie, ob ein
DV-Kamera-Treiber ausgewählt ist.
• Benennen Sie die Aufnahme. Wählen Sie einen aussagekräftigen Namen,
unter dem Sie später Ihren Film auf der Festplatte wiederfinden wollen.
• Mit den Schaltflächen der Fernsteuerung können Sie die passende Stelle
auf dem Band des Camcorders ansteuern: Spulen Sie vorwärts, rückwärts
und starten Sie die Wiedergabe zu Kontrollzwecken. Beginnen Sie die
Aufnahme mit der Aufnahme-Schaltfläche. Achten Sie dabei auf den
verbleibenden Festplattenspeicher.
• Beenden Sie den Aufnahmedialog mit „Stop“ und verlassen Sie den
Aufnahmedialog. Ihre Filmaufnahme sehen Sie im Projektfenster im
unteren Drittel des Bildschirms.
Tipp: Im DV-Aufnahmedialog lassen sich auch Ausschnitte aus dem DVVideo festlegen, die nacheinander aufgenommen werden (Stapelaufnahme).
Lesen Sie dazu das Thema „Stapelaufnahme“ (siehe Seite 89)
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Aufnahmedialog DV-Aufnahme
Hinweis: Achten Sie darauf, dass Sie vor jeder Aufnahme genügend
Speicherplatz auf der Festplatte vorhanden haben. DV-Aufnahmen
benötigen ca. 220 MB pro Minute Video.
DV-Gerätetreiber auswählen: Hier sollte der Gerätetreiber für Ihr DV-Gerät
aufgeführt sein. Wird „Audio aufnehmen“ deaktiviert, wird nur das Video
ohne Ton aufgenommen. „Audiovorschau“ aktiviert die Audioausgabe der
Aufnahme.
Hinweis: Die Audiovorschau wird zunächst immer deaktiviert, da DVKameras meist über eingebaute Lautsprecher verfügen.
Videodatei speichern als / In folgendem Ordner speichern: Hier geben Sie
den Titel Ihres aufzunehmenden Films ein. Außerdem können Sie den Ordner
auswählen, in den Ihre Videodatei gespeichert werden soll. Voreingestellt ist
der Standard-Aufnahmeordner, den Sie in den Pfadeinstellungen (siehe Seite
309) unter Menü „Datei“ > „Programmeinstellungen“ > „Ordner“ ändern
können.
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Aufnahme
Bearbeitung nach der Aufnahme: Hier erreichen Sie die automatischen
Bearbeitungsmöglichkeiten.
Gerät automatisch starten: Mit dieser Option wird das Abspielgerät (DVKamera oder Recorder) zeitgleich gestartet, wenn die Aufnahme-Schaltfläche
gedrückt wird. Das funktioniert jedoch nicht mit allen digitalen
Karten/Videogeräten.
Videovorschau: Auf dem Vorschaumonitor sehen Sie Ihr Video als Vorschau.
Originalgröße: Die Vorschau lässt sich in der Originalgröße anzeigen, also
gegebenenfalls Vollbild. Um wieder in den Dialog zurückzuschalten, drücken
Sie „Esc“ auf Ihrer Tastatur.
Aufnahmeliste
Hier lassen sich Start- und Endpunkte für die Aufnahme setzen. Sie können
also im Videoband zunächst alle zu verwendenden Aufnahmen heraussuchen
und in einer Liste für geplante Aufnahmen zusammenstellen. Diese wird beim
Aufnahmestart (rote Schaltfläche) der Reihe nach abgearbeitet, d. h.
automatisch aufgenommen. Sie müssen also nicht jede Szene einzeln
aufnehmen. Sie legen nur die Aufnahmezeitpunkte fest, der Computer erledigt
den Rest. Um den Start- und Endpunkt präzise einzustellen, klicken Sie auf die
Schaltfläche „Start-/Endpunkt eingeben“ (siehe Seite 91).
Aufnahmeliste: Über diese Schaltfläche lässt sich die
vorhandene Liste für bereits aufgenommene Videos
und geplante Aufnahmen anzeigen. Alle Einträge aus
der Liste lassen sich auswählen und löschen.
Jede Stapelaufnahme wird automatisch geloggt.
Umgekehrt wandert jede „manuelle“ DV- und HDVAufnahme in die Aufnahmeliste, um bei Bedarf
verlorengegangene Aufnahmen ohne großen Aufwand
wiederherzustellen.
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Stapelaufnahme: Hier lassen sich Start- und Endpunkte für die Aufnahme
setzen. Sie können also im Videoband zunächst alle zu verwendenden
Aufnahmen heraussuchen und in einer Liste für geplante Aufnahmen
zusammenstellen. Diese wird beim Aufnahmestart (rote Schaltfläche) der
Reihe nach abgearbeitet, d. h. automatisch aufgenommen. Sie müssen also
nicht jede Szene einzeln aufnehmen. Sie legen nur die Aufnahmezeitpunkte
fest, der Computer erledigt den Rest. Um den Start- und Endpunkt präzise
einzustellen, klicken Sie auf die Schaltfläche „Start-/Endpunkt eingeben“
(siehe Seite 91).
Aufnahme: Startet den Aufnahmevorgang. Enthält ebenfalls die
Aufnahmeliste geplanter Aufnahmen. Diese werden Schritt für Schritt
abgearbeitet („Stapelaufnahme“).
Stopp: Der Aufnahmevorgang wird gestoppt.
Snapshot! Mit Snapshot! erzeugen Sie ein Standbild direkt aus dem
Vorschaumonitor heraus. Starten Sie dazu den Camcorder und achten Sie auf
das Vorschaufenster. Wenn das gewünschte Bild erscheint, klicken Sie auf
„Snapshot“. Oder Sie navigieren sich mit der Fernsteuerung zu der
gewünschten Stelle auf dem Band und halten dort im Pause-Modus an. (Im
gestoppten Zustand liefert die DV-Camera kein Bild.) Die Bilder werden als
Grafikdatei in der angegebenen Auflösung im Aufnahmeordner gespeichert.
Fernsteuerung
Digitale Camcorder lassen sich bequem von MAGIX Video Pro X6 aus
fernsteuern. Das funktioniert jedoch nicht mit allen digitalen
Karten/Videogeräten. Wenn Ihre Hardware die Fernsteuerungsfunktion nicht
unterstützt, lassen sich die Schaltflächen auch nicht bedienen.
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Aufnahme
Die dafür benötigten Transporttasten finden Sie im DV- bzw. HDVAufnahmedialog.
Bandbezeichnung: Benennen Sie hier Ihr Band. MAGIX Video Pro X6 benötigt
diese Bezeichnung für die DV-Logging-Funktion.
Aufnahmeinformationen: Zeigt Ihnen verschiedene Informationen zu Ihren
Aufnahmen an.
Start-/Endpunkt eingeben: Hier lassen sich der Start- und Endpunkt oder
alternativ die Aufnahmelänge für eine Szene exakt eingeben.
Beide Werte können jeweils in ATN
(Absolute Track Number) oder als
Timecode (Zeitstempel) in
Stunden:Minuten:Sekunden:Fram
es eingegeben werden.
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DV als MPEG
Diese Option im Aufnahme-Auswahldialog ermöglicht es, die DV-Aufnahme
direkt im platzsparenden MPEG-Format auf die Festplatte zu überspielen.
Im „DV als MPEG“-Dialogfenster gelangen Sie über
„Erweitert“ an die Einstellungsoptionen des MPEGEncoders.
Außerdem haben Sie die Möglichkeit, Ihr DVMaterial ohne Zwischenschritt sofort auf eine Disc
zu brennen.
Aufnahmeliste
Hier lassen sich Start- und Endpunkte für die Aufnahme setzen. Sie können
also im Videoband zunächst alle zu verwendenden Aufnahmen heraussuchen
und in einer Liste für geplante Aufnahmen zusammenstellen. Diese wird beim
Aufnahmestart (rote Schaltfläche) der Reihe nach abgearbeitet, d. h.
automatisch aufgenommen. Sie müssen also nicht jede Szene einzeln
aufnehmen. Sie legen nur die Aufnahmezeitpunkte fest, der Computer erledigt
den Rest. Um den Start- und Endpunkt präzise einzustellen, klicken Sie auf die
Schaltfläche „Start-/Endpunkt eingeben“ (siehe Seite 91).
Aufnahmeliste: Über diese Schaltfläche lässt sich die
vorhandene Liste für bereits aufgenommene Videos und
geplante Aufnahmen anzeigen. Alle Einträge aus der Liste
lassen sich auswählen und löschen.
Jede Stapelaufnahme wird automatisch geloggt.
Umgekehrt wandert jede „manuelle“ DV- und HDVAufnahme in die Aufnahmeliste, um bei Bedarf
verlorengegangene Aufnahmen ohne großen Aufwand
wiederherzustellen.
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Aufnahme
Logging
Logging bedeutet, dass MAGIX Video Pro X6 den ursprünglichen Speicherort,
Position sowie weitere Informationen (Metadaten, z. B. Szene, Take,
Bewertung, Kommentar usw.) von DV-Videos und Audiodateien mit
abspeichert.
Alles, was per DV-Aufnahme, DV zu MPEG-Aufnahme und HDV-Aufnahme
kopiert wird, taucht automatisch in der Aufnahmeliste des entsprechenden
Aufnahmedialoges auf. So erscheinen Aufnahmen als „geplant“, wenn von
diesen das zugehörige Videomaterial auf der Festplatte fehlt.
Findet Video Pro X6 beim Laden eines Films dazugehörige DV- und WaveDateien nicht, fordert es automatisch dazu auf, das entsprechende DV-Band
in den Camcorder zu legen und liest die betroffenen Szenen vom DV-Band
automatisch wieder ein.
Es kann also auf die Sicherung der (u. U. sehr großen) DV-AVI- und
Audiodateien verzichtet werden. Wenn Sie zu einem späteren Zeitpunkt noch
einmal an einem Film arbeiten möchten, in der Zwischenzeit aber den
Festplattenplatz brauchen, löschen Sie die großen DV-AVI- und
Audiodateien.
Video
Mit dieser Option führen Sie eine Videoaufnahme von analogen Quellen
durch.
Analoge Videoquelle anschließen
Verbinden Sie den Videoausgang der Videokamera oder des Videorekorders
mit dem Videoeingang (TV-, Video- oder VideoIn-Grafikkarte) Ihres PCs und
den Audioausgang mit dem Line-Eingang Ihrer Soundkarte.
Weil die verfügbaren Gerätekonfigurationen sehr unterschiedlich sein können,
lässt sich schwer sagen, welche Kabel Sie für Ihr spezielles Gerät verwenden
müssen. Darüber informiert Sie im Zweifelsfall die Dokumentation Ihres
Rekorders bzw. Ihrer TV-, Video- oder Grafikkarte.
Beispiel: Viele Videorekorder bieten einen Scart, gelegentlich auch drei
Cinch-Ausgänge: zwei für die Stereo-Tonspur, einen für das Bild. In einem
solchen Fall brauchen Sie einen Scart-auf-Cinch-Adapter bzw. ein Kabel mit
drei Cinch-Steckern an jedem Ende.
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94
Scart/Cinch-Adapter Scart/Cinch-Adapter mit
3 Cinchkabeln
Stereo-Cinch/MiniKlinke-Adapter
Die meisten Soundkarteneingänge sind Stereo-Miniklinkenbuchsen. Um den
Audioausgang des VHS-Recorders mit dem Audioeingang der Soundkarte zu
verbinden, brauchen Sie einen Stereo-Cinch-zu-Miniklinke-Adapter.
Sie müssten sich also ein Kabel mit drei Cinch-Steckern und einen StereoCinch-zu-Miniklinke-Adapter aus dem Fachhandel besorgen.
Aufnahmedialog
Video-/Audiotreiber: Hier lassen sich die Videokarte oder die Soundkarte für
die Aufnahme einstellen. In praktisch allen Fällen ist die Installation der zur
Hardware mitgelieferten Treibersoftware erforderlich.
Eingang/Tuner-Settings: Unterstützt Ihre Videoaufnahmekarte mehrere
Quellen, z. B. wenn auf der Karte noch ein Fernsehtuner oder mehrere
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Aufnahme
Eingänge (SVHS, Composite...) vorhanden sind, können Sie hier die richtige
Aufnahmequelle und den aufzunehmenden TV-Kanal auswählen.
Videodatei speichern als / In folgendem Ordner speichern: Hier geben Sie
den Titel Ihres aufzunehmenden Films ein. Außerdem können Sie den Ordner
auswählen, in den Ihre Videodatei gespeichert werden soll. Voreingestellt ist
der Standard-Aufnahmeordner. Diesen können Sie in den Pfadeinstellungen
unter Menü „Datei > Programmeinstellungen > Verzeichnisse“ ändern.
Bearbeitung nach der Aufnahme: Hier erreichen Sie die automatischen
Bearbeitungsmöglichkeiten.
Aufnahmequalität: In der Listbox können Sie verschiedene vordefinierte
Aufnahmequalitäten wählen, je nach Verwendungszweck des Bildmaterials
und Computerleistung. Sie sind nach Bildqualität geordnet. Mit Konfiguration
können Sie die Qualität für das gewählte Preset noch feineinstellen. Selbst
erstellte Presets tauchen in dieser Liste mit auf, sofern sie in den
vorgeschlagenen Ordner gespeichert werden.
• Die mit MPEG gekennzeichneten Presets nehmen direkt ins MPEGFormat auf.
• Das Preset „AVI: Benutzerdefiniert“ erlaubt es, AVI-Videos mit den bei
MAGIX Video Pro X6 mitgelieferten Codecs aufzunehmen. Es gibt
unterschiedlichste Codecs für verschiedene Anwendungsbereiche,
beispielsweise den „MSU Screencapture Lossless Codec“, der auf
Bildschirmaufnahmen spezialisiert ist. Beachten Sie dazu auch die
Allgemeinen Hinweise zu AVI-Videos (siehe Seite 427).
Tipp: Nutzen Sie die MPEG-Presets bevorzugt, wenn Sie Ihre Aufnahmen
gleich brennen wollen, weil durch das sog. „Smart Encoding“ das aufwändige
Encodieren nach der Aufnahme entfallen kann.
Erweitert...: Öffnet den Einstellungsdialog des Videotreibers.
Aufnahmesteuerung: Hier befinden sich die rote Aufnahme-Schaltfläche und
die Stopp-Schaltfläche. Damit starten und stoppen Sie die Aufnahme.
Timer Aufnahme aktiv/Zeitbegrenzung: Hier können Sie eine
Aufnahmestartzeit und -länge einstellen, so dass Ihr Computer zu einem voll
funktionsfähigen Videorekorder wird.
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Snapshot!: Mit Snapshot! erzeugen Sie ein Standbild direkt aus dem
Vorschaumonitor heraus. Die Bilder werden als Grafikdatei in der
angegebenen Auflösung im Aufnahmeordner gespeichert.
Aufnahmeinformationen: Hier werden statistische Angaben gemacht über
die Aufnahme-Zeit, die verfügbare Plattenkapazität, die aufgenommenen
„Frames“ (Einzelbilder) und die „Dropped Frames“. Dropped Frames sind
„ausgelassene“ Bilder; sie entstehen, wenn der Computer für das ausgewählte
Bildformat und die eingestellte Aufnahmequalität zu langsam war und nicht
alle ankommenden Frames aufnehmen konnte.
Vorschau: Bei manchen Grafikkarten kann die Systembelastung reduziert
werden, wenn Sie die Videovorschau abstellen. Wenn Sie ein „Echo“ hören,
deaktivieren Sie die Audiovorschau.
Erweiterte Einstellungen im Videoaufnahme-Dialog
Diese Dialoge, sogenannte „Property Sheets”, werden von den
Videokartentreibern zur Verfügung gestellt. Die treiberspezifischen
Leistungsmerkmale können je nach Karte voneinander abweichen. Zudem
haben wir nur begrenzten Einfluss auf das Verhalten dieser Treiber. Sollte es
Probleme geben, kontaktieren Sie bitte den Hersteller Ihrer Videokarte und
fragen Sie nach Treiber-Updates.
Eingang: Stellt den sogenannten „Crossbar” (Kreuzschiene) der Videokarte
ein.
Damit wird festgelegt, von welchem Video- und Audioeingangssignal
aufgenommen wird. Die Kreuzschiene ist dem eigentlichen
Videoaufnahmechip vorgeschaltet. Im Feld „Output“ ist der Videoausgang
(der Kreuzschiene), also der Eingang des Aufnahmechips (Video- bzw.
Audiodecoder In) der Videokarte, einzustellen. Im Feld „Input“ wählen Sie die
Signalquelle aus, die die Videokarte zum Aufnehmen des Eingangs benutzen
soll. Manche Videokarten haben für Audio und Video getrennte
Kreuzschienen. Wenn es Probleme geben sollte, probieren Sie am besten
verschiedene Einstellungen durch, bis der richtige Ton mit dem richtigen Bild
kommt.
Composite In = der normale Videoeingang (i. a. Cinch-Buchse)
S-Video = S-Video-Eingang (Mini-DIN-Buchse)
S-VHS In = S-VHS-Eingang (Spezialkabel)
Tuner In = TV-Signal des eingebauten Tuners
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Aufnahme
Bildeinstellung
Videodecoder: Sollte Ihr Bild nur schwarzweiß sein oder flackern, kann der
Videostandard falsch eingestellt sein. In Deutschland wird PAL_B verwendet.
VideoProcAmp: Feineinstellungen für Farben, Helligkeit, Kontrast usw. Es
empfiehlt sich, die Herstellereinstellungen nicht zu ändern.
Format: Hier bitte keine Änderungen vornehmen. Einstellungen zum
Aufnahmeformat werden im Videoaufnahmedialog unter Aufnahmequalität
vorgenommen.
Senderwahl
Nur vorhanden, wenn auf der Videokarte ein TV-Tuner integriert ist.
Audio
Über die Audioaufnahme können eigene Sounds wie Gesang oder Sprache,
Geräusche oder Instrumente mit MAGIX Video Pro X6 aufgenommen
werden. Als Aufnahmequellen kommen ein angeschlossenes Mikrofon oder
verschiedene Audiogeräte, insbesondere die Stereoanlage, infrage.
Anschluss der Aufnahmequellen
Zunächst muss die Aufnahmequelle an den Computer angeschlossen werden.
Hier gibt es mehrere Möglichkeiten, die von Ihrem Equipment abhängen:
• Wenn Sie Musik von einer Stereoanlage überspielen wollen, benutzen Sie
den Line-In-Eingang. Wenn der Verstärker Ihrer Stereoanlage über
separate Line-out- bzw. Aux-out-Buchsen verfügt, sollten Sie diese
Buchsen benutzen. Dazu müssen Sie diese mit dem Line-In-Eingang des
Computers verbinden. Meistens bietet der Hi-Fi-Verstärker CinchBuchsen und der Computer Mini-Stereo-Klinkenbuchsen. Sie müssen sich
also zunächst ein entsprechendes Kabel mit zwei Cinch-Steckern und
einem Mini-Stereo-Klinkenstecker besorgen.
• Wenn der Verstärker über keine separaten Ausgänge (außer den
Boxenanschlüssen) verfügt, können Sie den Kopfhöreranschluss für die
Aufnahme benutzen. Dazu brauchen Sie (in der Regel) ein Kabel mit
Stereo- bzw. Mini-Stereo-Klinkensteckern. Dieser Anschluss hat den
Vorteil, dass der Pegel des Signals am Kopfhörerausgang mit einem
separaten Lautstärkeregler eingestellt werden kann. Allerdings sind die
Kopfhöreranschlüsse nicht sehr hochwertig. Deshalb sollten Sie, wenn
möglich, die Line-Out-Ausgänge verwenden.
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• Bei Kassettenüberspielungen von einem Tape-Deck können Sie die LineOut-Anschlüsse des Tape-Decks direkt an den Line-Eingang des
Computers anschließen.
• Bei Schallplattenüberspielungen sollten Sie die Ausgänge des
Plattenspielers nicht direkt an den Computer anschließen, weil das PhonoSignal erst vorverstärkt werden muss. Hier bleibt meist nur die Lösung
über den Kopfhöreranschluss oder über einen externen Vorverstärker.
• Wenn Sie Mikrofonaufnahmen machen wollen, verbinden Sie das
Mikrofon mit dem Mikrofoneingang des Computers.
Einpegeln des Signals und Aufnahme
Auch für die digitale Aufnahme über die Soundkarte ist die richtige
Aussteuerung unerlässlich für eine optimale Klangqualität.
Wenn die Aufnahmequelle an die Soundkarte angeschlossen ist, öffnen Sie
den Aufnahmedialog über die Aufnahme-Schaltfläche und starten die
Aufnahmequelle.
Die Aussteuerung kann anhand der LED-Ketten im Aufnahmedialog überprüft
werden. Dazu müssen Sie das Häkchen „Aussteuerung anzeigen” aktivieren.
Ist sie zu hoch, so dass sich Verzerrungen ergeben, muss das eingehende
Signal reduziert werden. Wenn Sie die Klangquelle über Line-out-Anschlüsse
vom Verstärker oder Kassettendeck mit der Soundkarte verbunden haben,
geht dies nur über das Mixerfenster Ihrer Soundkarte. Sie erreichen den Mixer
direkt aus dem Aufnahmedialog über die Schaltfläche „Aussteuerung”.
Wenn Sie hier die Eingangsempfindlichkeit anhand der Schieberegler (Fader)
reduzieren, reduzieren Sie gleichzeitig die Genauigkeit der Auflösung, mit der
das analoge Signal digitalisiert wird. Deshalb sollten diese Regler möglichst
laut gestellt werden.
Maßstab für die optimale Einpegelung ist natürlich die lauteste Stelle des
Materials. Diese sollte maximal ausgesteuert werden. Die eigentliche
Aufnahme beginnt, wenn die Schaltfläche „Aufnahme” im Fenster
„Audioaufnahme” angeklickt wird. Am Ende der Aufnahme erfolgt eine
Abfrage, ob die Aufnahme verwendet werden soll. Das neu aufgenommene
Material wird in der nächsten freien Spur an der aktuellen Position des
Abspielmarkers im Projekt platziert.
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Aufnahme
Dialog Audioaufnahme
Normalisieren nach der Aufnahme: Mit dieser Option wird das Material nach
getaner Aufnahme auf Maximallautstärke gebracht. Für möglichst gute
Klangergebnisse sollten Sie jedoch versuchen, die Klangquelle selbst
möglichst laut zu stellen, ohne zu übersteuern. Dabei hilft die PeakmeterAnzeige im Aufnahmedialog.
Audiotreiber: Hier muss die Soundkarte für die Aufnahme ausgewählt
werden.
Audiodatei speichern als.../In folgendem Ordner speichern...: Hier geben Sie
den Titel Ihrer aufzunehmenden Audiodatei ein. Außerdem können Sie den
Ordner auswählen, wohin die Datei gespeichert werden soll.
Aufnahmequalität: Hier stellen Sie die Klangqualität ein. Im Preset-Menü
können Sie wählen zwischen AM Tuner, FM Radio, CD Audio und DAT
(Digital Audio Tape).
Aussteuerung anzeigen (Monitor): Mit der Aussteuerungsanzeige
(Peakmeter) überwachen Sie die Stärke des Eingangssignals. Lesen Sie dazu
auch den Abschnitt zum Thema Einpegeln (siehe Seite 98).
Aufnahme: Diese Schaltfläche startet die eigentliche Aufnahme.
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Stopp: Diese Schaltfläche beendet den Aufnahmevorgang.
Abspielen während der Aufnahme: Diese Option ist besonders wichtig für
Sprecherkommentare o. ä. Wenn sie aktiviert ist, wird der ausgewählte Film
(oder die gewählte Szene, wenn in der Bearbeiten-Oberfläche aufgenommen
wird) während der Aufnahme abgespielt. Sie können sich also am
Filmgeschehen orientieren.
Erweitert: Über diese Schaltfläche erreichen Sie ein Fester, indem sich drei
Spezialfunktionen auswählen lassen.
Erweiterte Einstellungen
• Monoaufnahme: aktivieren Sie für eine Monoaufnahme. Dadurch wird der
benötigte Speicherplatz um die Hälfte reduziert. Monoaufnahmen sind vor
allem für Sprachaufnahmen zu empfehlen, bei denen nur ein (Standard)Monomikrofon verwendet wird.
• Echtzeitanpassung der Samplerate: Damit wird die Samplerate der neu
aufzunehmenden Datei automatisch an die Samplerate der Tonspur des
aktuellen Films angepasst (die Sie bei der Videoaufnahme einstellen).
• Lautstärkeabsenkung („Ducking”): Wenn Sie ein Video, das bereits mit
einer gut ausgesteuerten Tonspur ausgestattet ist, mit zusätzlichen
Sprecherkommentaren oder Tonmaterialien versorgen wollen, aktivieren
Sie im Aufnahmedialog die Option „Automatische Lautstärkeabsenkung
anderer Audiospuren”. Dadurch wird bei der Aufnahme an den Stellen im
Projekt, an denen sich Audio-Objekte befinden, automatisch die
Lautstärke abgesenkt. Dies erfolgt über eine automatisch konfigurierte
Lautstärke-Kurve: Vor und nach der Aufnahme wird aus- bzw. eingefadet,
so dass Sie eine homogene Gesamtlautstärke erreichen. (Das Absenken
der Lautstärke während des Sprecherkommentars wird auch „Ducking”
genannt.)
Einzelbild
Mit der Einzelbildaufnahme können Sie Schnappschüsse direkt aus einer
angeschlossenen Videoquelle aufnehmen. Notwendig dazu ist eine
DirectShow kompatible Videoaufnahme- oder TV-Karte oder ein
entsprechendes USB-Gerät (z. B. Webcam).
Mit der Zeitsteuerung lässt sich die Snapshotaufnahme auch automatisieren.
Einsatzgebiete wären beispielsweise:
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Aufnahme
• Fotostories aus Videos erstellen
• Animationsfilme (Stop-Motion-Aufnahme)
• Videoüberwachung
• Zeitrafferaufnahmen
Alle aufgenommenen Bilder werden in das geöffnete Projekt eingefügt.
Aufnahmedialog
Videoquelle: Hier lässt sich die Videokarte für die Aufnahme einstellen.
Bild speichern als: Hier geben Sie den Titel Ihrer aufzunehmenden
Schnappschüsse ein. Sie werden mit diesem Namen und einer fortlaufenden
Nummer gespeichert. Außerdem können Sie den Speicherordner auswählen.
Aufnahmequalität: Hier stellen Sie Auflösung der Aufnahme ein. Die
Auflösung richtet sich nach den von der Kamera bereitgestellten Auflösungen.
Mit dem Schieberegler können Sie die Bildqualität einstellen. Je höher die
Qualität, desto höher ist natürlich auch die Dateigröße der einzelnen
Aufnahmen. „Zurücksetzen“ setzt die die Bildqualität auf den voreingestellten
Wert zurück.
Erweitert...: Öffnet den Einstellungsdialog des Videotreibers.
Kamerageräusch bei der Aufnahme: Zur akustischen Kontrolle kann bei
jedem erfolgten Snapshot ein Klickgeräusch abgespielt werden.
Aufnahmesteuerung: Mit der roten Aufnahmeschaltfläche wird die Aufnahme
ausgelöst (bzw. die Aufnahmeserie bei Zeitsteuerung gestartet).
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Zeitsteuerung
Aufnahmeintervall: Wenn aktiv, wird mit Start der Aufnahme eine Bilderserie
aufgenommen. Im gewählten Zeitabstand werden automatisch Snapshots
gespeichert und fortlaufend nummeriert. Wenn Sie beispielsweise mit zwei
Sekunden Abstand Fotos aufnehmen und mit jeweils fünf Frames Länge in die
Fotoshow einfügen, erhalten Sie eine zehnfach beschleunigte
Zeitrafferaufnahme.
Fotolänge in Frames: Gibt an, mit welcher Länge das Foto in die Fotoshow
eingefügt werden soll.
Erweiterte Einstellungen
Hier können verschiedene Einstellungen des Videoaufnahmetreibers
vorgenommen werden. Diese Dialoge, sogenannte „Property Sheets“, werden
von den Videokartentreibern zur Verfügung gestellt. Die treiberspezifischen
Features können in gewissen Grenzen abweichen, auch hat das MAGIX Team
nur begrenzten Einfluss auf das Verhalten dieser Treiber. Sollte es Probleme
geben, kontaktieren Sie bitte auch den Hersteller ihrer Videokarte nach
Treiber-Updates.
Eingang: Stellt den sog. „Crossbar“ (= Kreuzschiene) der Videokarte ein. Mit
diesem wird festgelegt, von welchem Video- und Audioeingangssignal
aufgenommen wird. Diese Kreuzschiene ist dem eigentlichen
Videoaufnahmechip vorgeschaltet, im Feld Output ist der Videoausgang (der
Kreuschiene) also der Eingang des Aufnahmechips (Video bzw. Audio
Decoder In) der Videokarte. Im Feld Input wählen Sie die Signalquelle aus, die
die Videokarte zum Aufnehmen für diesen Eingang benutzen soll.
Composite In = der normale Videoeingang (i.a. Cinch-Buchse)
S-VHS In= S-VHS-Eingang (Spezialkabel)
Tuner In = TV-Signal des eingebauten Tuners.
Videodecoder: Sollte Ihr Bild nur Schwarzweiß sein oder flackern, kann es
daran liegen, dass der Videostandard falsch eingestellt ist. In Deutschland
wird PAL_B verwendet.
VideoProcAmp: Feineinstellungen für Farben, Helligkeit, Kontrast usw. Es
empfiehlt sich, die Herstellereinstellungen nicht zu ändern.
Format: Hier bitte keine Änderungen vornehmen! Einstellungen zum
Aufnahmeformat werden im Aufnahmedialog unter Auflösung vorgenommen.
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Aufnahme
Bildschirm
Mit der Bildschirmaufnahme können Sie alles aufnehmen, was sich auf Ihrem
Monitor bewegt. Dieses Verfahren wird auch als „Screen Capturing“
bezeichnet.
• Unter „Aufnahmequalität“ finden
Sie verschiedene Voreinstellungen
für unterschiedliche Zwecke. Sie
können entweder den kompletten
Monitor abfilmen oder einen
Rahmen in unterschiedlicher Größe
wählen, um z.B. den Monitor des
Windows Media Players oder eines
anderen Videoplayers abzufilmen.
Klicken Sie auf „Konfiguration“, um
eigene Größeneinstellungen
vorzunehmen.
Hinweis: Da viele Videoplayer mit
Overlay arbeiten, empfiehlt es sich,
den jeweiligen Player aufzurufen,
bevor Sie die Aufnahme starten. Nur
so kann das Wechseln in den
Overlay-Modus verhindert werden.
Tipp: Nutzen Sie die Vollbild-Voreinstellung unter „Aufnahmequalität“.
Dabei wird MXV, ein für Bildschirmaufnahmen besonders geeigneter VideoCodec, verwendet.
• Klicken Sie auf die Aufnahme-Schaltfläche des Aufnahmedialogs. Es
erscheint nun weiterer Dialog mit einer roten Aufnahme-Schaltfläche und
einer schwarzen Stopp-Schaltfläche, außerdem der Rahmen mit
gestrichelter Umrandung.
• Aktivieren Sie die Option „Mauszeiger aufnehmen“, um die Bewegungen
des Mauszeigers mit aufzuzeichnen.
• Deaktivieren Sie bei Bedarf „Mausklick animieren“, wenn dieser nicht
visualisiert aufgenommen werden soll.
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• Wählen Sie nun den aufzunehmenden Bildschirmbereich aus, z. B. den
Monitor des Videoplayers, in dem das Video abgespielt wird. Schieben Sie
dazu den Rahmen über den aufzunehmenden Bereich und passen Sie ihn,
wenn nötig, durch Ziehen an den Ecken noch auf die richtige Größe an.
Hinweis: Wenn Sie zuvor „Vollbild“ gewählt haben, so befindet sich der
Rahmen außerhalb des sichtbaren Bereichs.
• Die eigentliche Aufnahme starten Sie durch Betätigen der roten
Aufnahme-Schaltfläche. Die Aufnahme beginnt; im Infobereich der
Taskleiste (Tray) erscheint das Aufnahmesymbol.
• Wenn Sie mit allem fertig sind, klicken Sie auf das Aufnahmesymbol bzw.
die Stopp-Schaltfläche, um die Aufnahme zu stoppen. Die Aufnahme
endet, und der Aufnahmedialog wird wieder sichtbar.
Bearbeitung nach der Aufnahme
Der Dialog „Bearbeitung nach der
Aufnahme“ lässt sich aus den
Aufnahmedialogen „HDV-Kamera“,
„DV-Kamera“ und „Video“ heraus
öffnen.
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Aufnahme
Der Dialog bietet folgende Optionen:
• Automatische Szenenerkennung: Damit lässt sich das Material in Szenen
unterteilen. Lesen Sie dazu bitte den Abschnitt „Automatische
Szenenerkennung“ (siehe Seite 328).
• Automatisch Kapitelmarker setzen: Lesen Sie dazu bitte den Abschnitt
„Kapitelmarker automatisch setzen“ (siehe Seite 132) im Kapitel „Menü
Bearbeiten“ des PDF-Handbuchs oder der Hilfe (F1-Taste).
Projekt sofort nach der Aufnahme brennen: Mit dieser Option können Sie in
einem Durchgang aufnehmen und brennen. Wählen Sie das Format aus, das
Sie brennen wollen, legen Sie einen passenden Rohling in den Recorder und
aktivieren Sie die Aufnahme.
Hinweis: Stellen Sie sicher, dass die Voreinstellung dem Disc-Typ entspricht
(bei DVDs also die Voreinstellung „MPEG:DVD“).
Wenn Sie eigene Einstellungen für das MPEG Encoding verwenden (z. B.
halbe Bildauflösung für Long Play DVDs), stellen Sie sicher, dass diese für die
Aufnahme und für das anschließende Brennen dieselben sind, damit kein
erneutes Encoding stattfinden muss (Smart Encoding).
Nach der Aufnahme wird automatisch in die „Brennen“-Oberfläche
umgeschaltet, der Brenndialog geöffnet und gebrannt. Als Menülayout für die
DVD wird das jeweils zuletzt eingestellte Layout benutzt.
Tipp: Diese Funktion ist geeignet, um längere Projekte am Stück zu
absolvieren: Sie starten beispielsweise am Abend die Aufnahme und haben
am nächsten Morgen die fertige DVD.
Für mobiles Gerät exportieren: Der aufgenommene Film wird sofort in das
Format des ausgewählten mobilen Geräts gewandelt und auf das Gerät
übertragen. Im Listenfeld voreingestellt ist das Gerät, welches im Dialog
Video/Audio ausspielen (siehe Seite 293) ausgewählt wurde.
Einstellungen: öffnet den Dialog Exporteinstellungen (siehe Seite 282) für das
gewählte Zielgerät.
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106
Objekte
Im Zeitachse-Modus von MAGIX Video Pro X6 haben Sie es mit „Objekten“
zu tun. Unter diese allgemeine Bezeichnung fallen alle Medientypen, die auf
den Spuren des Projektfensters liegen. In MAGIX Video Pro X6 gibt es
grundsätzlich die folgenden Objekttypen.
Kombiobjekte: Kombiobjekte sind VideoObjekte mit einer Bild- und einer Tonspur.
Im Kontextmenü können Sie die
Wellenformdarstellung der Tonspur
hinzuschalten oder die Tonspur als
eigenständiges Audio-Objekt anlegen.
Video-Objekte: Video-Objekte enthalten in
ihrer Kopfzeile eine für Videos typische
Dateierweiterung (z. B. *.mpg, *.avi, *.mxv).
Je nach Länge eines Video-Objekts sehen
Sie mehrere Frames, die verschiedene
Stationen Ihres Videos anzeigen.
Bildobjekte: Bildobjekte sind Fotos oder
andere statische Bilder. Sie haben eine für
Bilder typische Dateierweiterung (z. B.
*.jpg, *.png, *.bmp). Im Gegensatz zu
Video-Objekten sehen Sie immer nur einen
Frame.
Filmobjekte: Filmobjekte enthalten ganze
Filme (siehe Seite 22). Damit lassen sich
immer wiederkehrende Filmsequenzen
oder komplexere Abschnitte als einfaches
Objekt platzieren. Änderungen in dem
zugrunde liegenden Film wirken sich auf
alle entsprechenden Filmobjekte aus.
Audio-Objekte: Alle Objekte die Ton
enthalten, gelten als Audio-Objekte. Sie
haben eine für Audio typische
Dateierweiterung (z. B. *.ogg, *.mp3,
*.wav). Per Rechtsklick können Sie zu
Audio-Objekten eine
Wellenformdarstellung anzeigen lassen.
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Objekte
Titelobjekte: Titelobjekte werden mit dem
Titeleditor (siehe Seite 140, siehe Seite
140) erzeugt und beinhalten Text, der in
Ihre Projekte eingeblendet wird. Sie haben
keine Dateierweiterung.
Im folgenden Kapitel wird beschrieben, was man mit diesen Objekten alles
anfangen kann. Denn die Arbeitsweise ist für alle Objekttypen einheitlich.
Objekte in das Projekt einfügen
Dateien laden
Dateien aus dem Media Pool lassen sich auf verschiedene Weise in das
Projektfenster laden:
• Der schnellste Weg: Sie nutzen „Einfügen“ von den Schnellfunktionen, die
erscheinen, sobald Sie mit der Maus über einer Mediendatei im Media
Pool fahren. Oder Sie ziehen die gewünschte Datei mit gehaltener Maus
direkt aus dem Media Pool auf die gewünschte Spur. Befindet sich auf
dieser Position bereits ein Objekt, wird die Datei an der gewählten
Zeitposition auf der nächsten leeren Spur darunter eingefügt.
• Mehrere Dateien laden: Wenn Sie mehrere Dateien aus dem Ordner laden
wollen, klicken Sie der Reihe nach mit gedrückter Strg-Taste auf die
Einträge, die Sie verwenden wollen. Wenn Sie eine fortlaufende Folge von
Dateien laden wollen, halten Sie die Umschalt-Taste gedrückt und klicken
erst auf den ersten und dann auf den letzten Eintrag. Alle dazwischen
liegenden Einträge werden markiert. Anschließend ziehen Sie alle
markierten Dateien mit gehaltener Maustaste auf die Spuren.
• Einfüge-Modi benutzen: Sie können auch die Menübefehle der
Schaltfläche „Einfügemodi“ nutzen. Dazu lesen Sie bitte den Abschnitt
„Einfügemodi“ (siehe Seite 56) im Kapitel „Arbeitsflächen“.
• Einfügen per Zwei-, Drei- oder Vierpunktschnitt: Diese professionellen
Einfügetechniken werden weiter hinten separat besprochen (siehe Seite
122).
• Projektablage: Wenn Sie Ihr Material erst noch gesondert
zusammenstellen möchten, empfiehlt sich die Verwendung der
Projektablage. Sie kann als eine Art Zwischenspeicher verwendet werden,
in den alle Dateien vorab einsortiert werden, die als Kandidaten für die
Verwendung infrage kommen. Dadurch entsteht mehr Übersicht, und Sie
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ersparen sich das wiederholte, umständliche Navigieren durch die Ordner
des Media Pools.
• Film als Filmobjekt (siehe Seite 110): In der Projektablage erscheinen alle
Filme des Projekts. Die Filme werden via Drag & Drop als Filmobjekt in
den aktuellen Film geladen.
Dateien mit mehreren Tonspuren
MAGIX Video Pro X6 lädt auch VOB-Dateien, die mehrere Tonspuren,
sogenannte Multitonspuren, enthalten. Nach dem Laden der VOB-Datei
klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das erzeugte Audio-Objekt und
wählen die gewünschte Tonspur aus.
Hinweis: Um Audio-Objekte im Projekt zu sehen und auszuwählen, muss
der Zeitachse-Modus eingestellt sein.
Szenenübersicht
Die Szenenübersicht dient der Übersicht und dem Ordnen von Szenen. Alle
Szenen werden hintereinander aufgelistet und können kopiert, ausgeschnitten,
verschoben, gelöscht sowie eingefügt werden.
Im Übersichtsmodus gibt es keine Start-, Abspiel- und Endmarker. Die Szene,
die gerade abgespielt wird, erhält einen Rahmen.
Mit dem Zoomschieberegler
lässt sich die Ansicht
vergrößern oder verkleinern.
Dieser Regler bestimmt auch, wie viel Szenen dargestellt werden. Denn je
kleiner die Vorschaubilder dargestellt werden, desto mehr Szenen passen
gleichzeitig in die Übersicht.
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Objekte
Maximieren: Mit dieser Schaltfläche können Sie die Szenenübersicht auf
volle Bildschirmgröße maximieren.
Bereiche aus längeren Videodateien laden
Bei längeren Videos empfiehlt es sich, vor dem Importieren ins Projekt die
Bereiche festzulegen, die importiert werden sollen. Dazu werden In- und OutPoints gesetzt, d. h. Bereichsgrenzen festgelegt. Dies geschieht
folgendermaßen:
• Wählen Sie die Datei im Media Pool per Doppelklick aus. Spielen Sie sie
mithilfe der Wiedergabefunktionen am Quellmonitor ab und ermitteln Sie
dadurch den Bereich, den Sie im Projekt verwenden wollen.
• Entweder verschieben Sie die Bereichsgrenzen direkt mit gehaltener
Maustaste oder Sie setzen sie mithilfe der Schaltflächen bzw. der
Tastaturkürzel I und O. Insbesondere beim genauen Anfahren der
Positionen mittels Shuttle und Jog Wheel sind die Tastaturkürzel sehr
nützlich.
• Klicken Sie auf das Monitorbild und ziehen Sie es mit gehaltener
Maustaste in das Projektfenster. Es erscheint ein Objekt in der Spur, das
dem gewählten Bereich entspricht.
• Sie können Ihre Auswahl auch erst in die Projektablage ziehen und später
in Ihrem Projekt verwenden, indem Sie es von der Projektablage in das
Projektfenster ziehen. Die Datei in der Projektablage erhält in diesem Fall
denselben Namen wie Ihre Originaldatei, erweitert mit einer laufenden
Nummer (001, 002...).
• Es lässt sich auch erst eine Datei aus dem Media Pool in die Projektablage
ziehen und dann von dort aus mithilfe des Quellmonitors schneiden. Die
dabei entstehenden In- und Out-Points werden beim Aufziehen des
Bereichs direkt gespeichert.
• Umgekehrt lassen sich Objekte aus dem Projektfenster in die
Projektablage verschieben. Falls das Objekt im Projektfenster und in der
Projektablage auftauchen soll, halten Sie dabei die Strg-Taste gedrückt.
Dabei werden alle objektbezogenen Einstellungen (Blenden, Effekte,
Animationen) mit abgelegt. Sie können also verschiedene Bearbeitungen
109
110
eines Objekts anfertigen und in der Projektablage zur weiteren
Verwendung ablegen.
Filmobjekte
Film, der dem Filmobjekt
zugrunde liegt
Filmobjekt in weiterem Film
MAGIX Video Pro X6 ermöglicht das Verwenden ganzer Filme als einzelnes
Filmobjekt innerhalb eines anderen Films.
Das Verwenden von Filmobjekten hat folgende Vorteile:
• Komplexe Abschnitte werden ausgelagert, ohne dass sie umständlich
gerendert und wieder importiert werden müssen.
• Häufig benötigte Szenen lassen sich vorbereiten und dann mehrfach als
Objekt nutzen.
• Wenn Änderungen an dem zugehörigen Film vorgenommen werden,
werden die Änderungen unmittelbar in das Filmobjekt übernommen.
Hinweis: Wenn Sie mehrere Filmobjekte verwenden, denen der gleiche Film
zugrunde liegt, werden Änderungen an diesem Film unmittelbar in alle
zugehörigen Filmobjekte übernommen.
• Filmobjekte verhalten sich ähnlich wie Video-Objekte. Die Arbeitsweise
für das Bearbeiten eines Filmobjekts ist deshalb identisch mit der des
Video-Objekts.
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Objekte
Filmobjekt erzeugen und importieren
Hinweis: Separat auf der Festplatte abgespeicherte Filmdateien müssen
zunächst als normaler Film im Projekt geöffnet werden, um als Filmobjekt
verwendet werden zu können.
1.
Neuen Film erstellen oder öffnen, der als Filmobjekt verwendet werden
soll.
Ergebnis: Der neue Film erscheint in der Projektablage (siehe
Abbildung).
Tipp: Benennen Sie den Film sinnvoll, damit Sie ihn schnell in der
Projektablage wiederfinden.
2.
Den entsprechenden Film aus der Projektablage via Drag & Drop in den
„Hauptfilm“ einfügen (siehe Seite 107).
Ergebnis: Der Film erscheint als Filmobjekt. Das Filmobjekt kann wie ein
Video-Objekt (siehe Seite 105) weiterverarbeitet werden.
Objekte markieren und gruppieren
Um Objekte über das Menü zu bearbeiten oder zu löschen, müssen sie
zunächst ausgewählt werden. Dazu klicken Sie auf das Objekt. Markierte
Objekte ändern ihre Farbe.
Mehrere Objekte werden mit gedrückter Umschalt-Taste ausgewählt. Noch
schneller geht es, indem Sie mit der Maus in einen leeren Bereich klicken und
mit gehaltener Maustaste ein Rechteck aufziehen: Alle vom Rechteck
berührten Objekte werden ausgewählt.
Beliebige Objekte lassen sich zu einer Gruppe zusammenfassen, z. B. um ein
versehentliches Verschieben untereinander zu verhindern oder um sie
gemeinsam zu bearbeiten. Dann muss ein Objekt der Gruppe angeklickt
werden, um die gesamte Gruppe zu markieren. Um Gruppen zu bilden oder
Gruppen wieder aufzulösen, nutzen Sie die entsprechenden Schaltflächen in
111
112
der Werkzeugleiste beziehungsweise die entsprechenden Befehle im
„Bearbeiten“-Menü.
Objekte vervielfältigen
Objekte können einfach vervielfältigt werden. Klicken Sie mit der Maus auf
das zu kopierende Objekt und halten Sie gleichzeitig die Strg-Taste gedrückt.
Dabei wird eine Kopie erzeugt, die sofort an die gewünschte Position gezogen
oder separat geschnitten werden kann.
Objekte verschieben
Alle markierten Objekte können mit gehaltener Maustaste (Drag & Drop) auf
beliebige Spuren und Positionen verschoben werden. Es empfiehlt sich jedoch,
zusammengehörige Objekte auch auf benachbarten Spuren zu platzieren und
separate Spuren für Audio- und Video-Objekte anzulegen. Videos, die
überblendet werden sollen, müssen i. d. R. auf einer Spur liegen.
Mit gehaltener Umschalt-Taste können die Objekte von einer Spur in die
andere verschoben werden, ohne dass sie in der Zeitposition verrutschen.
Ton und Bild voneinander trennen
Videos mit Tonmaterial erscheinen im Projektfenster als Kombiobjekt (Audio
und Video in einem Objekt).
Um das Audio- und das Bildmaterial getrennt voneinander zu bearbeiten,
klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Objekt und wählen Sie im
Kontextmenü den Befehl „Audiofunktionen“ > „Video/Audio auf separaten
Spuren“. Audio- und Video-Objekt werden dann miteinander gruppiert in zwei
Spuren angezeigt. Anschließend lassen sich die Objekte mit der Funktion
„Gruppe auflösen” (siehe Seite 370) im Menü „Bearbeiten“ oder mit der
entsprechenden Schaltfläche voneinander trennen.
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Objekte
Jetzt können Ton- und Bildspur ausgetauscht oder separat bearbeitet werden.
Die Spuren lassen sich anschließend mit der Funktion „Gruppe bilden” wieder
zusammenfügen.
Objektanfasser
Alle Objekte lassen sich an ihren unteren „Objektanfassern“ verkürzen, indem
die Maus an eine der unteren Ecken des Objekts geführt wird, bis der
Mauszeiger zum Doppelpfeil wird. Jetzt lässt sich das Objekt
zusammenstauchen, bis die gewünschte Länge erreicht ist.
5 „Anfasser“: Länge, Fade, Transparenz (Lautstärke)
Mit den Anfassern oben links bzw. rechts kann ein Objekt ein- bzw.
ausgeblendet werden. Durch das Ein- und Ausblenden von sich
überlappenden Objekten können Überblendungen (Crossfades) zwischen
verschiedenen Objekten realisiert werden. Die Länge der Überblendung kann
dabei direkt mit den Anfassern reguliert werden.
Mit dem Transparenz- bzw. Lautstärkeanfasser oben in der Mitte des Objekts
kann die Transparenz von Video- und Bitmap-Objekten bzw. die Lautstärke
von Audio-Objekten geändert werden.
Wenn Sie also den mittleren Anfasser eines Video-Objekts nach unten regeln,
wird das Objekt im Prinzip durchsichtig. Wenn es kein weiteres Objekt auf
einer darüberliegenden Spur gibt, scheint die Farbe schwarz durch, so dass
sich eine Reduzierung der Helligkeit ergibt.
113
114
Objektanfasser bei Kombiobjekten
Kombiobjekte haben einen zusätzlichen sechsten Anfasser.
• Die vier äußeren Anfasser haben dieselbe Funktion wie bei einfachen
Objekten.
• Der untere mittlere Anfasser regelt die Lautstärke der Tonspur des
Objekts.
• Der obere mittlere Anfasser regelt die Transparenz der Bildspur des
Objekts.
Objektkanten
Wenn Sie den Mauszeiger an eine der senkrechten Objektkanten führen, wird
er zu einem Doppelstrich.
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Objekte
Wenn das Objekt an kein anderes Objekt grenzt, unterscheidet sich die
Funktionalität nicht von dem unteren Anfasser, d.h. Sie können das Objekt
aufziehen oder zusammenschieben. Bei einem harten Schnitt oder einer
Überblendung wird der Objektübergang verschoben, d.h. Objektanfang und ende beider angrenzenden Objekte bleiben aneinander gekoppelt.
Objekte trimmen
Das Trimmen bezeichnet das genaue Einstellen von Objektgrenzen bzw. von
Ein-, Aus- und Überblendungen. Daher gibt es in MAGIX Video Pro X6 zwei
verschiedene Trimmer, die über das Kontextmenü eines Video- oder
Bildobjekts aufgerufen werden.
Allgemeine Bedienungshinweise für beide Trim-Editoren
Abspielfunktionen: Das Trim-Fenster verfügt über eigene Abspielfunktionen,
mit denen das Objekt einzeln oder im Zusammenhang des Projekts abgespielt
werden kann.
Die rechte Wiedergabe-Schaltfläche spielt das Projekt ganz normal ab. Dabei
kann die Bildwiedergabe ruckeln, weil der Prozessor ausgelastet ist. Dabei
werden Frames, die der Prozessor nicht mehr schnell genug errechnen kann,
ausgelassen.
Die mittlere Wiedergabe-Schaltfläche spielt den Abspielbereich „Frame by
Frame“, d. h. es werden keine Frames ausgelassen, die Wiedergabe ist also je
nach Prozessorauslastung verlangsamt, aber trotzdem flüssig.
Die linke Wiedergabe-Schaltfläche rendert vor dem Abspielen, d. h. die
aktuellen Einstellungen werden zunächst berechnet und dann ausgegeben.
Dies Verfahren sorgt für ein sicheres, ruckelfreies Abspielen.
Mit den Vor- und Zurückspulfunktionen wird der Bereichsanfang in der
Zeitachse versetzt. Auf diese Weise lassen sich die Übergänge zwischen zwei
Videos genau kontrollieren.
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116
Schrittweite: Ein Klick auf die Pfeil-Schaltflächen in den beiden Trim-Editoren
versetzt den jeweiligen Anfasser oder das Material innerhalb des Objekts
genau um ein Frame. Über die Strg-Taste lässt sich die Schrittweite auf 5
Frames pro Mausklick verlängern.
Trimmer für einzelne Objekte
In der Mitte des Trim-Fensters befindet sich eine schematische Darstellung
des ausgewählten Objekts mit seinen Anfassern.
Fade In/Out (4, 5): Diese Schaltflächen justieren die oberen Fade-Anfasser
des Objekts.
Objekt-Inhalt (3): Hier lässt sich das Videomaterial verschieben, das
abgespielt wird, ohne die Objektlänge zu verändern.
Position (2): Über diese Schaltflächen wird das Objekt auf der Spur
verschoben.
Erstes Frame / Ende Fade In (7): schaltet den linken Monitor zwischen
erstem Frame des Objekts und dem Ende der Einblendung um.
Start Fade Out / letztes Frame (8): schaltet den rechten Monitor zwischen
dem Start der Ausblendung und dem letzten Frame des Objekts um.
Linke/Rechte Pfeil-Schaltflächen (1, 6): Hier werden die unteren
Objektanfasser jusitiert.
Nächstes Objekt/Schnitt (9, 10): Die Schaltflächen ganz rechts unten
springen zum nächsten / vorherigen Objekt bzw. Schnitt im Projektfenster.
Dadurch können Sie sich im Projekt bewegen und Objekte trimmen, ohne den
Trimmer verlassen zu müssen.
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Objekte
Schnitttrimmer
In der Mitte des Trim-Fensters befindet sich eine schematische Darstellung
des ausgewählten Übergangs mit seinen Anfassern.
Linke Pfeil-Schaltflächen (1): verschiebt das letzte Frame des ersten Objekts,
das zweite Objekt wird nachgeführt. Die Länge des Übergangs bleibt
bestehen. Die Anzeige zeigt die relative Änderung im Vergleich zum
Ausgangszustand beim Öffnen des Trimmers an.
Position (2): verschiebt das zweite Objekt. Die Länge des Übergangs wird
dadurch verändert. Dies entspricht dem Verschieben des Objekts im
Projektfenster.
Objektinhalt (3): verschiebt den Film unter dem zweiten Objekt. Die Länge
des Übergangs und die Objekte selbst werden nicht verändert.
Kreuzblende (4): verändert die Übergangslänge symmetrisch zu beiden
Objekten. Die Objekte selbst bleiben gleichlang. Die Länge kann numerisch
eingegeben werden.
Mittlere Pfeil-Schaltflächen (5): verschiebt den bestehenden Übergang. Beide
Objekte bleiben an ihrer Position, nur der Schnittpunkt wandert.
Blende (6): zeigt die Art des Übergangs an. Ein Mausklick öffnet ein PopupMenü, in dem eine Blende ausgewählt werden kann.
Rechte Pfeil-Schaltflächen (7): verschiebt das Startframe des zweiten
Objekts. Das erste Objekt und der Übergang bleiben bestehen. Nur die Länge
des zweiten Objekts ändert sich.
Start Fade Out / letztes Frame (8): schaltet den linken Monitor zwischen
dem Übergangs-Start und dem letzten Frame des Objekts um.
Erstes Frame / Ende Fade In (9): schaltet den rechten Monitor zwischen dem
ersten Frame des hinteren Objekts und dem Übergangs-Ende um.
Nächster Schnitt (10) / nächstes Objekt (11): Diese Schaltflächen springen
zum nächsten/vorherigen Schnitt/Objekt im Projektfenster. Dadurch können
Sie sich im Projekt bewegen und Schnitte trimmen, ohne den Trimmer
verlassen zu müssen.
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Blenden
Wenn Sie Videodateien in das Projektfenster ziehen, folgen die einzelnen
Objekte normalerweise direkt hintereinander. Das wird als „harter Schnitt“
bezeichnet. Sie können aber die Filmszenen auch ineinander überblenden.
Dies bedeutet, dass für die Dauer der Überblendung zwei Objekte gleichzeitig
abgespielt werden und auf verschiedene Arten gemischt, „überblendet“,
werden können. Sie finden eine Vielzahl von Blenden im Blenden-Ordner des
Media Pools.
Einfacher Crossfade
Überblendungen im Projektfenster erzeugen Sie, indem Sie das zweite Objekt
über das erste ziehen. Dabei wird automatisch ein Crossfade (dt.
Kreuzüberblendung) erzeugt. Bei dieser Standardüberblendung werden
lediglich die Helligkeitswerte der beiden Objekte addiert, der erste Clip wird
ausgeblendet, der zweite gleichzeitig eingeblendet. Die Dauer des Crossfade
wird dabei im Projektfenster durch sich kreuzende weiße Linien dargestellt.
Ziehen am oberen Objektanfasser des zweiten Objekts regelt gleichzeitig die
Einblenddauer des zweiten und die Ausblenddauer des ersten Objekts, also
die Crossfade-Länge.
Zum Auswählen einer anderen Blende klicken Sie auf das
Überblendungssymbol, welches an einem markierten Objekt dargestellt
wird.
Es öffnet sich das Blenden-Menü. Das Icon des Überblendungssymbols ändert
sich entsprechend der gewählten Blende.
Blenden aus dem Media Pool
Tipp: Wenden Sie Blenden sparsam an. Wenn Sie sich Filme im Kino oder
Fernsehen aufmerksam anschauen, werden Sie bemerken, dass der „harte
Schnitt“ der Regelfall ist und Blenden eher die Ausnahmen sind. Videos
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Objekte
wirken schnell unprofessionell und überladen, wenn Sie an jedem
Szenenübergang überblenden.
• Klicken Sie auf die Schaltfläche „Blenden“ am Media Pool, um den
Blendenordner zu öffnen.
• Ein Doppelklick auf einen Eintrag ermöglicht wie immer eine Vorschau der
Blende.
• Ziehen Sie die gewünschte Blende auf den Übergang der beiden zu
überblendenden Objekte. Nur wenn sich der Mauszeiger über einem
Szenenwechsel befindet, verändert er sich von einem Sperrsymbol zu
einem Objektsymbol, d. h. Sie können die Blende dort platzieren. Das
hintere Objekt wird um die Dauer der Blende nach vorn verschoben.
Blenden können eine beliebige Länge haben, d. h. wenn die Überblendung
verkürzt wird, wird der Effekt entsprechend schneller abgespielt.
Einige Blenden lassen sich noch genauer einstellen. Dazu klicken Sie erneut
auf das Blendensymbol und wählen im Menü ganz unten die Option
„Einstellungen...“. Somit stellt ein Blendensymbol im Media Pool manchmal
eine ganze Gruppe von unterschiedlichen Effekten dar.
Die sog. Alpha-Blenden (in den Unterordnern „Formen und Objekte“, „Iris“,
„Zufällig“ usw.) sind eigentlich vorproduzierte Schwarz-Weiß-Videos, die in
Verbindung mit dem Alpha-Keying-Effekt zur Überblendung verwendet
werden.
Andere Blenden verwenden Soundeffekte. Schauen Sie sich am besten einmal
genauer um, was es alles so gibt, um für zukünftige Projekte einen Überblick
über die Möglichkeiten zu gewinnen.
Eigene Blenden durch Alpha-Keying
Sie können MAGIX Video Pro X6 sehr einfach um weitere Überblendeffekte
erweitern, indem Sie Videos produzieren, die einen wie auch immer gearteten
Übergang von Schwarz nach Weiß enthalten. Sie können ein solches Video
aus beliebigem (auch farbigem) Videomaterial erzeugen, indem Sie es als
Transition exportieren (Menü „Datei“ > „Film exportieren“ > „Export als
Blende“).
Dabei wird der geladene Film bzw. ein Ausschnitt davon als Schwarz-WeißVideo im MXV-Format exportiert und im Blendenordner abgelegt.
Anschließend ist es dort im Media Pool und auch im Blendenmenü verfügbar.
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120
3D-Blenden
3D-Effekte bieten abwechslungsreiche und spannende Möglichkeiten,
dreidimensionale Übergänge zwischen zwei Videos zu schaffen. Die 3DEffekte finden Sie unter „Blenden“ > „Räumliche Blenden“ im Media Pool.
Folgende Blendeneinstellungen stehen Ihnen zur Verfügung:
Anti-Aliasing: An den Kanten dreidimensionaler Objekte entsteht häufig ein
unschöner Treppeneffekt. Das Anti-Aliasing (Kantenglättung) verringert
diesen Effekt, benötigt aber auch mehr Rechenleistung. Die Einstellung gilt
global für alle 3D-Blenden, eine Umschaltung des Anti-Aliasing bei einer 3DBlende bewirkt also, dass auch alle anderen 3D-Blenden diese Einstellung
übernehmen.
Horizontal / Vertikal Mirror: Mit diesen Optionen kann die Bewegungsbahn
der 3D-Objekte innerhalb der Blenden beeinflusst werden. „Horizontal“
spiegelt die Bewegung des Objektes horizontal, also entlang der X-Achse.
„Vertikal“ spiegelt die Bewegung des Objektes vertikal, also entlang der YAchse.
3D-Folgen
Die 3D-Folgen stellen eine Weiterentwicklung der 3D-Blenden (siehe Seite
120) dar, wobei die Blenden thematisch geordnet sind. So können Sie z. B.
Fotos auf einer Pinnwand auf- und wegtauchen oder Bilder an den Wänden
einer Galerie erscheinen lassen.
Sie haben die folgende Möglichkeit, die 3D-Folgen für Fotos oder
Szenenwechsel aufzurufen:
• Klicken Sie im Media Pool auf „Blenden“ > „Räumliche Blenden“ >
„3D Folgen“. Wählen Sie die gewünschte 3D-Folge und ziehen Sie sie auf
den ersten Szenen- oder Bilderwechsel, ab dem die 3D-Folge beginnen
soll.
Im Dialog können Sie auswählen, wie viele der folgenden Blenden durch die
3D-Folge ersetzt werden sollen.
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Objekte
Lücken suchen
Sie können in MAGIX Video Pro X6 schnell nach Lücken zwischen Objekten
suchen, an denen sich kein Bildmaterial befindet. So verhindern Sie, dass
unbeabsichtigte schwarze Bildschirme entstehen. Sie finden diese Option
unter „Bearbeiten“ > „Lückensuche“. Es öffnet sich ein Dialog.
Ansicht optimieren: Zoomt auf den gewählten Lückenbereich.
Lücke als Bereich markieren: Zieht über der gewählten Lücke einen Bereich
auf.
Gewählte Lücke bearbeiten: die gewählten Einstellungen werden
übernommen aber keine zusätzliche Aktion ausgeführt.
Tastaturkürzel:
Strg + Umschalt + C
Einfacher Schnitt
Alle Objekte lassen sich zerschneiden. Jedes Objektteil wird dabei zu einem
völlig selbständigen Objekt:
• Markieren Sie das zu zerschneidende Objekt.
• Stellen Sie den Abspielmarker an die Stelle, an der geschnitten werden
soll.
• Wählen Sie in der Werkzeugleiste aus den Schnittfunktionen
„Zerschneiden“ oder drücken Sie einfach die Taste T auf der
Computertastatur.
Schnittschaltfläche: Hier können Sie zwischen verschiedenen
Schneidemodi (siehe Seite 54) auswählen.
Um zerschnittene Objekte später wieder zu verbinden, markieren Sie die
einzelnen Teile und wählen den Befehl „Gruppe bilden“. Alle markierten
Objekte werden zu einer Gruppe zusammenfügt.
Hinweis: Wenn Sie den Befehl „Zerschneiden“ anwenden, ohne ein Objekt
ausgewählt zu haben, werden alle Objekte an der Position des
Abspielmarkers zerschnitten.
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Tipp: Im Kapitel „Schnelleinstieg“ finden Sie eine detaillierte Schritt-fürSchritt-Anleitung, wie man unbrauchbare Szenen aus dem Material
herausschneidet.
Zweipunktschnitt
Zweipunktschnitt ist eine Vereinfachung des Datei-Imports, um schnell neue
Materialien an bestimmten Stellen in komplexen Projekten einzufügen. Dazu
wird jeweils ein Punkt im Projektfenster und ein weiterer im Quellmonitor
gesetzt, die sich in folgenden beiden Varianten nutzen lassen:
Variante 1: Source-In/Destination-In
Hier bestimmt der Punkt im Projektfenster den Ort, an dem das neue Material
ins Projekt eingefügt werden soll („Destination-In“), und der Punkt am
Quellmonitor, ab welcher Position das Material eingefügt werden soll
(„Source-In“).
• Stellen Sie den Abspielmarker im Projektfenster an die Stelle, an der das
neue Material eingefügt werden soll.
• Klicken Sie in der
Transportkontrolle des
Programmmonitors auf die
Schaltfläche für den
Bereichsanfang (In-Point).
• Doppelklicken Sie auf eine Datei im Media Pool, um sie in den
Quellmonitor zu laden.
• Suchen Sie sich am Quellmonitor die Stelle heraus, ab der das Material
eingefügt werden soll.
• Klicken Sie in der
Transportkontrolle des
Quellmonitors auf die
Schaltfläche für den
Bereichsanfang (In-Point).
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Objekte
Hinweis: Wenn Sie das komplette Material einfügen wollen, müssen Sie
keinen In-Point am Quellmonitor setzen. Source-In ist dann der Anfang des
Quellmaterials.
• Wählen Sie den Einfügemodus „Überschreiben“ (siehe Seite
57), um das Material im Projektfenster hinter dem In-Point zu
überschreiben.
• Oder nutzen Sie einen der zwei Ripple-Modi (Einspur-Ripple
oder Mehrspur-Ripple), um das Material an der Stelle des InPoints zu schneiden und nach hinten zu verschieben.
Beim Modus „Überschreiben“ ändert sich die Gesamtlänge des Projekts nicht.
Das neue Material wird lediglich an der Stelle des In-Points eingefügt:
Bei den Ripple-Modi wird das alte Material zusammen mit den weiter hinten
liegenden Objekten nach hinten ans Ende des neu eingefügten Objekts
verschoben. Dadurch ändert sich die Gesamtlänge entsprechend der Länge
des Objekts:
Variante 2: Source Out/Destination Out
Diese Variante geht im Prinzip genauso, nur dass Sie an beiden Monitoren
statt In-Points eben Out-Points setzen. Auf diese Weise wird das neue
Material vor den Out-Point im Projektfenster gesetzt. Mit dieser Variante
arbeiten Sie gewissermaßen von hinten nach vorne und definieren den
Szenenübergang.
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Dreipunktschnitt
Dreipunktschnitt ist ein erweitertes Einfüge-Verfahren, das mit drei
Bezugspunkten arbeitet. Es funktioniert in drei Varianten:
Variante 1: Destination In/Destination-Out/Source-In
In dieser Variante wird im Projektfenster ein Bereich definiert, in den dann das
neue Material eingefügt wird.
• Zunächst wird am Programmmonitor ein In- und ein Out-Point gesetzt
und dadurch im Projektfenster ein Bereich aufgespannt.
• Dann wird am Quellmonitor ein dritter Punkt gesetzt, der den Anfang
(„Source-In“) des einzumontierenden Materials bestimmt.
• Schließlich wird der Bereich im Projektfenster mit dem neuen Material
gefüllt. Am Bereichsende wird das neue Material automatisch
geschnitten.
Variante 2: Destination In/Destination-Out/Source-Out
Diese Variante funktioniert wie Variante 1, mit dem Unterschied, dass der
Punkt am Quellmonitor nicht den Anfang, sondern das Ende der neuen Szene
festlegt („Source-Out“). Hierbei legen Sie also den hinteren Szenenübergang
fest und lassen das neue Material dann nach vorne in den Bereich einfließen.
Am Anfang des Bereichs wird das neue Material automatisch geschnitten.
Variante 3: Source In/Source-Out/Destination-In
In dieser Variante wird ein Bereich im neuen Material definiert, der dann an
einer bestimmten Stelle im Projektfenster eingefügt werden soll.
• Zunächst wird ein Bereich im Quellmaterial durch einen In- und einen
Out-Point am Quellmonitor aufgespannt.
• Dann wird am Programmmonitor ein dritter Punkt festgelegt, der den
Anfang des einzumontierenden Materials bestimmt.
• Schließlich wird der Bereich aus dem Quellmonitor an der Position des In-
Points in voller Länge eingefügt.
Die Varianten 1 und 2 wollen wir anhand einer genauen Schritt-für-SchrittAnleitung näher illustrieren:
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Objekte
• Legen Sie im Projekt einen Bereich fest, der die Zeitspanne und Position
des zu importierenden Videos (Destination-In/Out) bestimmt.
Tipp: Der Übersicht halber ist es am Anfang empfehlenswert, das
vorhandene Material innerhalb des Bereiches zunächst zu schneiden und
nach hinten zu rücken bzw. aus dem Bereich zu löschen, so dass eine Lücke
entsteht.
• Laden Sie das neue Material, das Sie innerhalb des Bereichs zeigen wollen,
per Doppelklick in den Quellmonitor.
• Setzen Sie nun den Abspielmarker
im Quellmonitor an die Stelle, ab
der das Video übernommen werden
soll (Source-In).
• Falls Sie auf ein Szenenende
schneiden wollen, setzen Sie den
Abspielmarker im Quellmonitor an
die Stelle, die das Szenenende
markieren soll, und klicken Sie auf
die Schaltfläche für das
Bereichsende (Source-Out).
• Wählen Sie den Einfügemodus „Überschreiben“ (siehe Seite
57), um den Bereich im Projektfenster mit dem neuen Material
zu füllen und dabei das vorhandene Material auszutauschen.
• Oder nutzen Sie einen der zwei Ripple-Modi (Einspur-Ripple
oder Mehrspur-Ripple), um das Material an der Stelle des
Bereichanfangs zu schneiden und nach hinten ans Ende des
Bereichs zu verschieben.
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Beim Modus „Überschreiben“ ändert sich die Gesamtlänge des Projekts nicht.
Das neue Material wird lediglich in den aufgespannten Bereich eingefügt:
Beim Ripple wird das alte Material im Bereich zusammen mit den weiter
hinten liegenden Objekten nach hinten verschoben. Dadurch ändert sich die
Gesamtlänge entsprechend der Länge des Bereichs:
Vierpunktschnitt
Beim Vierpunktschnitt wird mithilfe von insgesamt vier zur Verfügung
stehenden Markerpunkten neues Material ins Projekt eingefügt.
Sie setzen sowohl im Quellmaterial als auch im Projekt jeweils einen Bereich
und betätigen anschließend einen der oben beschriebenen Einfüge-Modi. Die
Funktionsweise ist in allen Modi (Überschreiben und Ripple) gleich: Der
Ausschnitt aus dem Quellmaterial wird passgenau in den Bereich des
Projektfensters eingefügt.
Wenn beide Bereiche nicht zufällig gleich groß sind, was eher die Ausnahme
sein dürfte, wird das neue Material beim Einfügen automatisch gedehnt oder
gestaucht. Dabei wird die Abspielgeschwindigkeit des Videos analog zum
Timestretching der Tonspur geändert.
Weil ein Timestretching der Tonspur nur in einem gewissen Rahmen möglich
und sinnvoll ist, wird bei größeren Veränderungen (oberhalb des Faktors 2)
die Tonspur entfernt. Vorher erfolgt eine entsprechende Abfrage, so dass Sie
das Verfahren im Zweifelsfall auch abbrechen und alternativ z. B. einen
Dreipunktschnitt durchführen können.
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Objekte
Inhalt getrimmter Objekte verschieben
Sie können den Inhalt eines getrimmten Video-Objektes schnell und einfach
anpassen, ohne dass die Länge des Objektes geändert wird.
1.
2.
Markieren Sie das getrimmte Video-Objekt.
Wurde das Video nicht getrimmt, also eingekürzt, kann der Inhalt des
Video-Objektes nicht verschoben werden, weil das gesammte Video
angezeigt wird.
Drücken Sie die Tasten „Alt + Umschalt“ und halten Sie gleichzeitig die
linke Maustaste gedrückt und ziehen Sie sie nach links bzw. rechts, um
den Inhalt innerhalb des Video-Objektes zu verschieben.
Vorschau-Zoom
• Das Videobild der beiden Monitore
lässt sich mithilfe der ZoomSchaltflächen vergrößern bzw.
verkleinern.
Hinweis: Dieser Zoom betrifft nur
die aktuelle Darstellung im
entsprechenden Monitor und wird
nicht wie ein Videoeffekt
übernommen.
127
128
Marker
In MAGIX Video Pro X6 können Sie innerhalb Ihres Projektes verschiedene
Arten von Markern setzen oder setzen lassen.
Mit der Schloss-Schaltfläche (ganz vorn neben der Zeitachse)
lassen sich alle Marker (Sprungmarker, Kapitelmarker,...) gegen ein
versehentliches Verschieben oder Löschen sperren.
Abspielmarker
Der Abspielmarker markiert den Punkt, ab dem das
abzuspielende Material – entweder das Projekt oder eine
ausgewählte Datei im Media Pool – abgespielt wird. Es
gibt je einen Abspielmarker unterhalb jedes
Vorschaumonitors und zusätzlich einen oberhalb der
Zeitachse am Projektfenster.
Unterhalb der Monitore und in der Zeitachse ist der Abspielmarker ein rotes
Dreieck. Im Projektfenster wird die Abspielposition zusätzlich durch eine
senkrechte Linie angezeigt.
Um den Abspielmarker zu verschieben, klicken Sie auf die gewünschte Stelle
unterhalb des Monitors. Alternativ können Sie den Abspielmarker auch mit
gedrückter Maustaste verschieben. Während des Verschiebens wird das
aktuelle Bild am Monitor ausgegeben, so dass Sie sehen können, wo im
Material Sie sich befinden.
Den Abspielmarker im Programmmonitor können Sie zusätzlich im unteren
Teil der Zeitachse am Projektfenster verschieben. Dabei wird auch der
Abspielmarker am Programmmonitor mitversetzt – beide Marker sind
miteinander gekoppelt.
Die genaue Position des Abspielmarkers sehen Sie in der Zeitanzeige links
oben über dem jeweiligen Monitor. Dort können Sie die angezeigten Werte
(Stunde:Minute:Sekunde:Frame) auch direkt per Mausklick ändern, um einen
bestimmten Zeitpunkt anzusteuern. Geben Sie die gewünschte Zahl ein und
der Abspielmarker springt an die entsprechende Position.
Tipp: Unter „Datei“ > „Einstellungen“ > „Programm...“ können Sie im Reiter
„Wiedergabe“ einstellen, ob ein erneutes Drücken der Leertaste während der
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Marker
Wiedergabe den Abspielmarker an die aktuelle Position versetzt oder ob
dieser zurück an seine Ursprungsposition springt.
Projektmarker
Über das Menü „Bearbeiten“ oder die Tastenkombination „Umschalt +
Zifferntasten 1-0“ (0 für den zehnten Marker) gibt es die Möglichkeit, an die
aktuelle Position des Abspielmarkers einen Projektmarker zu setzen (siehe
Seite 372). Sie dienen beispielsweise als Gedankenstütze oder markieren
bestimmte Stellen oder Ereignisse im Projekt.
Nach dem Auswählen des Menüpunkts öffnet sich ein Dialog zur Eingabe
eines Namens für den zu erstellenden Marker. Die ersten zehn Projektmarker
lassen sich über die Kombination „Strg + Zifferntasten 1-0“ aufrufen. Damit ist
es möglich, schnell an bestimmte Positionen in einem längeren Video zu
springen, ohne lange zu suchen und zu scrollen.
Projektmarker lassen sich jederzeit über das Kontextmenü löschen oder
umbenennen. Sie haben keinen direkten Einfluss auf das Resultat, stellen aber
eine große Arbeitserleichterung dar.
Bereichsmarker (In- & Out-Points)
Bereichsmarker sind der In-Point (Bereichsanfang) und Out-Point
(Bereichsende). Sie dienen in beiden Monitoren dazu, einen bestimmten
Bereich zu markieren, der mit der Schaltfläche „Bereichswiedergabe“
unterhalb des entsprechenden Monitors wiedergegeben werden kann.
Links sehen Sie einen In-Point (Bereichsanfang), rechts einen Out-Point (Bereichsende).
Hinweis: Die Zahl zwischen den beiden Markern zeigt die Länge des
ausgewählten Bereichs nach dem Muster
(Stunden:)Minuten:Sekunden:Frames an.
Wiedergabebereich ändern
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Wiedergabebereich und damit den
Start- und Endmarker im Projekt zu verändern.
129
130
• Gesamten Bereich verschieben:
1. Drücken Sie die Strg-Taste und halten Sie diese gedrückt.
2. Klicken Sie in den blauen Bereich zwischen Start- und Endmarker.
3. Verschieben Sie die Mausposition nach links oder rechts, während Sie
die Strg-Taste und die linke Maustaste gedrückt halten.
• Bereichsgrenzen verschieben:
-
Klicken Sie in der oberen Leiste des Projektfensters auf einen der
beiden Marker und verschieben Sie diesen bei gehaltener Maustaste.
Klicken Sie auf einen der beiden Marker unterhalb des
Vorschaumonitors und verschieben Sie diesen mit gehaltener
Maustaste.
• Bereichsgrenzen neu setzen:
-
-
Mit Maus und Tastatur:
Setzen Sie den Abspielmarker auf die gewünschte Position und
drücken Sie die Schaltfläche „Bereichsanfang (In-Point)“ bzw.
„Bereichsende (Out-Point)“ unterhalb des Vorschaumonitors, um den
Start- bzw. Endpunkt Ihres Bereichs festzulegen.
-
Bereichsanfang per Maus
Klicken Sie in der oberen Leiste des Projektfensters mit der linken
Maustaste auf eine beliebige Stelle.
Der Bereichsanfang wird an diese Stelle gesetzt.
Wenn Sie hinter das Bereichsende klicken, wird der
Wiedergabebereich auf die gesamte Filmlänge eingestellt.
-
Bereichsende per Maus:
Klicken Sie in der oberen Leiste des Projektfensters mit der rechten
Maustaste auf eine beliebige Stelle.
Das Bereichsende wird an diese Stelle gesetzt.
Wenn Sie vor das Bereichsende klicken, wird der Wiedergabebereich
auf die gesamte Filmlänge eingestellt
Bereichsmarker im Quellmonitor
Im Quellmonitor setzen Sie die In- und Out-Points auf folgende Weise:
• Setzen Sie den Abspielmarker auf die gewünschte Position und drücken
Sie die Schaltfläche „Setzt Bereichsanfang (In-Point)“ bzw. „Setzt
Bereichsende (Out-Point)“ unterhalb des Monitors, um den Start- bzw.
Endpunkt Ihres Bereichs festzulegen.
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Marker
• Klicken Sie auf einen der beiden Marker unterhalb des Monitorbildes und
verschieben Sie diesen mit gehaltener Maustaste an die gewünschte
Position.
• Die Position des gesamten Bereichs können Sie verändern, indem Sie bei
gehaltener Strg-Taste auf den blauen Balken zwischen den beiden
Markern klicken und diesen verschieben.
Für die genauen Möglichkeiten von Bereichsmarkern im Quellmonitor lesen
Sie bitte auch den Abschnitt zum Thema „Bereiche aus längeren Filmdateien
laden“ (siehe Seite 109).
Kapitelmarker
Der Kapitelmarker bestimmt den Anfang eines neuen Kapitels.
Kapitel dienen zur besseren Navigation, wenn Sie Ihr Projekt auf
eine Disc brennen (siehe Seite 273).
Die nachfolgenden Optionen finden Sie im Menü „Bearbeiten“ > „Marker“
oder indem Sie mit der rechten Maustaste auf den Abspielmarker klicken.
Kapitelmarker setzen
Setzt einen Kapitelmarker an der Position des Abspielmarkers. Dies
erzeugt einen Kapiteleintrag im Disc-Menü, wenn Sie den Film auf eine
Disc brennen.
Sie können Ihren Kapitelmarker umbenennen, indem Sie im Kontextmenü
„Umbenennen“ auswählen. Der Name erscheint auch im Kapitelmenü (siehe
Seite 252).
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Kapitelmarker automatisch setzen
Diese Option setzt automatisch nach bestimmten Regeln Kapitelmarker im
Projekt, die im Filmmenü einer Disc als Kapitel erscheinen können. Dies ist
nützlich, wenn sofort nach einer Aufnahme eine Disc gebrannt werden soll.
Für die automatische Kapitelgenerierung gibt es verschiedene Optionen:
Am Beginn des Films: Der Film enthält nur ein Kapitel.
An den Objektanfängen in Spur: Jedes Objekt einer Spur erzeugt ein Kapitel,
voreingestellt ist Spur 1.
An der Position vorhandener Titelobjekte: Untertitel, z. B. als Zwischentitel
eingeblendet, geben die Position der Kapitelmarker vor.
Abstand vorgeben (Minuten)/Anzahl vorgeben: Wenn die
Kapitelunterteilungen keinen inhaltlichen Bezug haben und nur zum
schnelleren Navigieren benötigt werden, können Sie auch in vorgegebenen
Zeitabständen Kapitelmarker einfügen oder eine beliebige Anzahl
Kapitelmarker festlegen.
Zur Benennung der Kapitelmarker können Sie einen benutzerdefinierten
Namen mit fortlaufender Nummer verwenden oder den Objektnamen bzw
den Text aus den Textobjekten übernehmen.
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Marker
Optional können bestehende Kapitelmarker gelöscht und das automatische
Setzen der Kapitelmarker auf den Bereich zwischen Start- und Endmarker
beschränkt werden.
Kapitelmarker löschen / Alle Kapitelmarker löschen
Löscht einen bzw. alle Kapitelmarker. Dies entfernt Kapiteleinträge im DiscMenü, wenn Sie den Film auf eine Disc brennen.
Szenemarker
Szenemarker dienen zur Unterteilung eines kompletten Videos in Szenen. Sie
können ein beliebiges Video in MAGIX Video Pro X6 laden und anschließend
in Szenen unterteilen lassen.
Laden Sie hierzu zunächst das gewünschte Video in das Projektfenster.
Klicken Sie anschließend rechts auf das Video und wählen Sie
„Szenenerkennung“. Es erscheint folgender Dialog:
Nach einem Klick auf „Suche Starten“ wird Ihnen unter Szenenkontrolle eine
Übersicht über die gefundenen Szenen gegeben.
Szenemarker löschen: Hier können Sie einzeln aus der Liste ausgewählte
Szenemarker löschen.
Alle Marker löschen: Hiermit können Sie alle Marker löschen.
133
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Aktion bei OK: Sie haben drei Möglichkeiten. Entweder MAGIX Video Pro X6
zerschneidet Ihr Video in jede einzelne Szene („An allen Markern schneiden“),
Sie wählen eine Szene aus und schneiden nur an dieser Stelle („Am
markierten Marker schneiden“) oder Sie übernehmen alle Szenen in die
Projektablage.
Nachdem Sie sich für eine der Varianten entschieden haben,
erscheinen rote Szenemarker auf der Zeitachse. Die Szenen
können Sie dann je nach gewählter Option verschieben und
bearbeiten.
Hinweis: Ein wichtiger Unterschied zwischen Szene- und Kapitelmarkern ist,
dass Szenemarker nur innerhalb eines zusammenhängenden Videos gesetzt
werden können, während Kapitelmarker auch mehrere
hintereinanderliegende Videos umfassen können.
Weitere Informationen zur Szenenerkennung finden Sie im Kapitel „Objekte
bearbeiten“ (siehe Seite 328).
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Multicam Editing
Multicam Editing
Multicam Editing ermöglicht komfortables Schneiden von verschiedenen
Aufnahmen der gleichen Szene aus unterschiedlichen Kameraperspektiven.
Der Vorschaumonitor zeigt das Bildmaterial aus bis zu neun Quellen
nebeneinander an, aus denen dann per Mausklick das „Programm” in Echtzeit
geschnitten werden kann, wie in einer Bildregie im Studio.
Vorbereitung
Der Multicam-Schnitt ist ein besonderer Modus des Projektfensters. Die
beiden oberen Spuren dienen dabei als Zielspuren, auf die das Bild-und
Tonmaterial aus bis zu neun verschiedenen Quellspuren kopiert wird. Die
obersten beiden Spuren müssen daher beim Wechsel in den MulticamModus leer sein, gegebenenfalls werden bestehende Objekt auf eine andere
Spur verschoben.
Laden Sie zunächst Ihre verschiedenen Videoaufnahmen der gleichen Szene
ab Spur 3 untereinander in das Projektfenster.
Es ist wichtig, dass die einzelnen Quellen genau aufeinander synchronisiert
sind. Am besten, Sie suchen sich in allen Quellen eine markante Bewegung,
wenn O-Ton mit aufgezeichnet wurde, besser noch ein markantes Geräusch.
Hinweis: Um ein Geräusch in der Tonspur genau zu lokalisieren, müssen Sie
unter Umständen erst die Wellenformanzeige der Tonspur erzeugen. Klicken
Sie rechts auf die Tonspur und wählen Sie „Wellenformdarstellung
erzeugen”.
Benutzen Sie eine Filmklappe bei der Aufnahme, diese liefert beides,
behelfsweise tut es auch ein Klatschen eines Akteurs bei laufenden Kameras
vor Beginn der eigentlichen Szene. Setzen Sie in jedem Quellobjekt an diesen
Stellen framegenau einen Rastpunkt (Tastaturkürzel Alt + Umschalt + P).
Schieben Sie jetzt die Quellobjekte so übereinander, dass alle Rastpunkte
aufeinander einrasten.
Jeweils zwei Videoquellen mit Tonspur lassen sich auch automatisch anhand
ihres Audiomaterials synchronisieren. Benutzen Sie dazu die Funktion „An
anderen Audio-Objekten ausrichten” (siehe Seite 139) aus dem Kontextmenü
von Audio-Objekten.
135
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Wichtig ist außerdem, dass Sie alle Effektbearbeitungen des
Ausgangsmaterials (z. B. Video- oder Audio-Cleaning) vor dem MulticamSchnitt an den Objekten auf den Quellspuren und der Master-Audiospur
(siehe Seite 138) vornehmen. Diese Objekteffekte werden beim Schnitt mit
auf die Objekte in der Zielspur übertragen. Andernfalls müssten Sie die Effekte
auf jedes einzelne Objekt auf der Zielspur anwenden.
Sie aktivieren den Multicam-Modus mit dieser Schaltfläche oder mit
dem Befehl „Multicam” im Menü „Bearbeiten“.
Quellspuren und Vorschaubilder
Die Festlegung der Spuren als Quellspuren für den Multicam-Schnitt
geschieht automatisch. Dabei lassen sich maximal 9 Spuren gleichzeitig als
Quelle verwenden. Wenn der Multicam-Schnittmodus aktiviert wird, werden
die Quellspuren allen durch Video-Objekte belegten Spuren ab Spur 3
zugewiesen.
Sie können die Zuweisung aber auch manuell vornehmen oder ändern. Klicken
Sie dazu rechts in die Spurbox der entsprechenden Spur, um im Kontextmenü
eine Spur als Quellspur zu aktivieren oder zu deaktivieren.
Die Quellspuren werden farblich gekennzeichnet. Dies kann dann von Nutzen
sein, wenn mehr als 9 Quellspuren gebraucht werden.
Für jede zugewiesene Spur erscheint im Quellmonitor ein eigenes
Vorschaubild, die Farbe der Quellspuren findet sich als Umrandung an den
Vorschaubildern im Quellmonitor wieder, so dass Sie die Spur dem
entsprechenden Vorschaubild schnell zuordnen können.
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Multicam Editing
Befinden Sich durch Multicam-Schnitt angelegte Objekte auf der Zielspur,
wird für die Dauer der Wiedergabe das Vorschaubild der jeweiligen Quellspur
durch einen gelben Rahmen hervorgehoben.
Multicam-Schnittfunktionen
Sie können sowohl bei laufender Wiedergabe in Echtzeit als auch auch bei
gestoppter Wiedergabe die verschiedenen Quellen in die Zielspur schneiden.
Echtzeit-Multicam-Schnitt
So schneiden Sie die verschiedenen Quellen bei laufender Wiedergabe in
Echtzeit:
• Starten Sie die Wiedergabe.
• Klicken Sie auf die gewünschte Quelle im Vorschaumonitor. Ab diesem
Zeitpunkt wird das entsprechende Video in die Zielspur eingefügt.
• Für einen Wechsel der Quelle klicken Sie im Quellmonitor auf eine andere
Quelle. In der Zielspur wird ab diesem Zeitpunkt jetzt ein neues Objekt
mit der anderen Quelle erzeugt.
Wiederholen Sie den Vorgang so oft wie erforderlich.
Für den Feinschnitt in der Zielspur benutzen Sie die üblichen
Schnittfunktionen oder die Trimmer (siehe Seite 115). Achten Sie jedoch
darauf, dass Sie, solange Sie sich im Multicam-Schnittmodus befinden, nur die
Objektgrenzen verschieben, nicht aber die Objekte selbst. Sonst können
Lücken oder Bildsprünge entstehen, wenn Sie danach wieder die MulticamSchnittfunktionen nutzen.
Quelle eines Objekts ersetzen
So ersetzen Sie das Videomaterial eines Objekts in der Zielspur durch eine
andere Quelle:
• Wählen Sie in der Zielspur das Objekt aus, in dem die Quelle ersetzt
werden soll.
• Klicken Sie im Quellmonitor auf die Quelle, die das Videomaterial im
Objekt ersetzen soll.
Das Videomaterial wird durch die neue Quelle ersetzt. Die Länge des Objekts
bleibt erhalten.
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Schnitt einfügen
So fügen Sie das Material aus einer der Quellen zwischen einer beliebigen
Stelle der Zielspur und dem nächsten Objekt ein:
• Stellen Sie den Abspielmarker an die gewünschte Position.
• Klicken Sie auf die gewünschte Quelle im Programmmonitor.
Das Material aus dieser Quelle wird in die Zielspur eingefügt. Das neue Objekt
endet am nächsten Objekt. Der darunter liegende Teil eines vorhandenen
Objekts wird dabei überschrieben.
Bereich überschreiben
Sie können einen ausgewählten Bereich der Zielspur mit einem der
Quellvideos überschreiben.
• Wählen Sie am oberen Rand des Projektfensters einen Bereich für den
Schnitt aus, indem Sie mit der linken Maustaste den Bereichsanfang und
mit der rechten Maustaste das Bereichsende festlegen. Oder benutzen Sie
die entsprechenden Schaltflächen in der Transportkontrolle.
• Klicken Sie auf die gewünschte Quelle im Quellmonitor.
• Die Zielspur wird im gewählten Bereich mit dem Videomaterial aus der
gewählten Quelle überschrieben.
Master-Audiospur
Normalerweise werden die Videos der Quellspuren zusammen mit ihren
entsprechenden Audiospuren geschnitten. Da sich aber die O-Töne, bedingt
durch die verschiedenen Kamerapositionen, von Quelle zu Quelle deutlich
unterscheiden können, werden Sie es wahrscheinlich vorziehen, entweder den
O-Ton nur einer Kamera für alle Einstellungen zu verwenden oder aber den OTon gleich ganz zu ersetzen. (Bei Musikvideos verwenden Sie beispielsweise
die Studioversion des Originaltitels).
Klicken Sie rechts auf die Spurbox einer der Audiospuren der Quellen oder
einer anderen Audiospur und wählen Sie aus dem Kontextmenü „Multicam:
Masteraudiospur”, um die Masteraudiospur für den Multicam-Schnitt
festzulegen. Die Masteraudiospur wird im Projektfenster dunkelblau
eingefärbt.
Bei allen Multicam-Schnitten wird jetzt immer das Material der MasterAudiospur auf Spur 2 eingefügt, unabhängig von der benutzten Quellspur.
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Multicam Editing
Video-Objekte anhand der Tonspur
synchronisieren
Sie können Video-Objekte mit Tonspur anhand ihres Audiomaterials
synchronisieren. Dazu werden die Tonspuren auf Ähnlichkeiten verglichen.
Wenn die Videos aus der gleichen Aufnahmesituation stammen, werden sich
auch auf den Tonspuren die gleichen auffälligen akustischen Ereignisse finden,
z. B. das Knallen der Filmklappe.
Die Synchronisation ist für mehrere Objekte aus jeweils einer Spur möglich.
• Wählen Sie zuerst auf einer Spur alle Audio-Objekte aus, die als
Referenzpositionen dienen sollen.
• Wählen Sie danach auf einer anderen Spur alle Audio-Objekte aus, die
verschoben werden sollen.
• Wählen Sie aus dem Kontextmenü der Audio-Objekte die Funktion
„Andere Audio-Objekte an dieser Spur ausrichten”.
Hinweis: Sollte sich die gewünschte Audiospur in einem Kombiobjekt
befinden, finden Sie die Option „Andere Audio-Objekte an dieser Spur
ausrichten” im Untermenü des Punkts „Audiofunktionen“.
MAGIX Video Pro X6 versucht jetzt, die akustischen Ereignisse in den
Referenzobjekten in den Objekten der zweiten Spur wieder zu finden und
diese an die entsprechende Zeitposition zu verschieben. Da die AudioObjekte mit ihren dazugehörigen Video-Objekten gruppiert sind bzw. ein
gemeinsames Objekt bilden, werden die Videos dabei synchronisiert.
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Titel
Titel lassen sich für viele Anwendungsfälle nutzen: als Laufschrift (Ticker), als
Untertitel, in Sprech- und Denkblasen, zur Anzeige von Datum und Zeit und
für vieles mehr.
Titeleditor
Im Titeleditor bestimmen Sie das Aussehen Ihrer Titel. Wenn ein Titelobjekt
vorhanden ist, können Sie entweder das Titelobjekt oder das dazugehörige
Video-Objekt markieren und den Titeleditor über die Schaltfläche „Allgemein“
öffnen.
Sie können die Texteigenschaften auch für mehrere markierte Textobjekte
gemeinsam anpassen. Dabei werden nur die während der Markierung
geänderten Eigenschaften auf alle angewendet. Die individuellen
Eigenschaften bleiben erhalten.
Folgende Bearbeitungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung:
Schrift: Hier legen Sie Schriftart und -größe des Titels fest. Wenn Sie auf den
kleinen Pfeil neben der Schriftgröße klicken, können Sie die Schriftgröße
stufenlos anhand eines Schiebereglers ändern.
In den Symbolleisten darunter stellen Sie die Formateigenschaften ein.
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Titel
Fett/kursiv/unterstrichen
Linksbündig/zentriert/rechtsbündig
Schriftfarbe
Umrandung/Schatten/3D-Effekt/3D-Titelobjekt (siehe
Seite 141)
Effekte: Mit „Erweitert“ erreichen Sie die erweiterten Einstellungen des
Titeleditors (siehe Seite 142). „Text automatisch umbrechen“ bricht den Text
um, wenn das Ende des Textfelds erreicht wird. „Schriftgröße an Titelfeld
anpassen“ ändert die Schriftgröße zusammen mit der Größe des Textfelds.
Sie können diese Option temporär aktivieren bzw. deaktivieren, indem Sie die
Umschalttaste drücken, während Sie an den Anfassern des Textfeldes ziehen.
Animation: Hier können Sie vier Bewegungsrichtungen einstellen, um den
Titel durch das Bild zu bewegen. Sie können aber auch jeden anderen
Bewegungsverlauf einrichten. Lesen Sie dazu bitte das Kapitel „Objekte
animieren“ (siehe Seite 173).
Titelobjekt:
Die linke Schaltfläche zentriert das Titelobjekt auf dem Monitor
vertikal, die rechte horizontal.
Hier können Sie den Text für Ihren Titel eintragen, alternativ zur Bearbeitung
direkt am Programmmonitor.
Damit löschen Sie die selektierten Titelobjekte.
Nutzen Sie die Pfeiltasten unten am Titeleditor, um sich von
Titelobjekt zu Titelobjekt zu bewegen, ohne im Projektfenster
danach suchen zu müssen. Ausgenommen sind Bauchbinden.
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3D-Text
3D-Text lässt sich im Titeleditor erzeugen.
Diese Schaltfläche erscheint nur, wenn Sie ein Titelobjekt erstellt haben
und dieses im Projektfenster markiert ist.
• Öffnen Sie dann den Titeleditor und klicken Sie dort auf die
Schaltfläche für 3D-Titel.
Das Titelobjekt wird in ein MAGIX 3D Maker-Objekt umgewandelt. Falls Sie
zusätzlich MAGIX 3D Maker installiert haben, öffnet sich das Programm zur
Bearbeitung des Textes. Voreinstellungen finden Sie im Media Pool unter
„Titel“ > „3D“. Hier lässt sich der Text auch eingeben oder bearbeiten.
Hinweis: Für mehr Information zu MAGIX 3D Maker lesen Sie dessen Hilfe.
Sie lässt sich über die F1-Taste aus dem Programm heraus öffnen.
Erweiterte Einstellungen
Nur sichtbaren TV-Bereich verwenden: Der Text wird so gezoomt, dass er
sich in jedem Fall innerhalb des TV-Bereichs befindet, der in den
Effekteinstellungen des gesamten Films (siehe Seite 193) festgelegt wurde.
Hintergrund: Hier bestimmen Sie, ob der Hintergrund des Textes schwarz
oder weiß sein soll. Die ist allerdings nur von Bedeutung, wenn keine weiteren
Video- oder Bildobjekte als Hintergrund dienen.
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Titel
Texteffekte: Hier lassen sich die verschiedenen Texteffekte detailliert
bearbeiten. Für jeden Effekt lässt sich eine Farbe einstellen.
Schatten: Es kann die Position des Schattens auf der horizontalen und
vertikalen Achse in Punkten eingestellt werden.
Transparenz: Regelt, wie stark der Hintergrund durchscheint.
Unschärfe: Der Rand des Schattens wird weichgezeichnet.
Umrandung: Ein Rahmen umgibt die Buchstaben des Textes.
Breite: Hier lässt sich die Dicke des Rahmens in Punkten angeben.
Farbe: Ein Klick auf diese Schaltfläche öffnet einen Farbauswahldialog, mit
dem die Farbe des Rahmens bestimmt wird.
Ausgefüllt: Der Text wird mit der Farbe ausgefüllt, die im Titeleditor
angegeben wurde. Ist die Option deaktiviert, ist nur der Rahmen zu sehen,
statt der Farbfüllung scheint der Hintergrund durch.
3D: Die Schrift erscheint mit einer 3D-artigen Umrandung in der angegebenen
Farbe. Die Breite dieser Umrandung und die Stärke der 3D-Kontur (Höhe)
lässt sich in Punkten einstellen.
Titel aus Vorlage erstellen
Im Media Pool finden Sie im Reiter „Titel“ viele verschiedene Ordner, in denen
sich Titelvorlagen befinden.
• Öffnen Sie einen dieser Ordner und wählen Sie eine beliebige Titelvorlage
aus. Über die Schnellzugriffsfunktionen starten Sie eine Vorschau bzw.
fügen den Titel an der Stelle des Abspielmarkers ein.
Hinweis: Die Vorlagen lassen sich auch auf ein bereits existierendes
Titelobjekt anwenden. Dabei bleibt nur der Text erhalten, sämtliche
Formatierungseinstellungen gehen verloren.
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Titel ohne Vorlage erstellen
So erstellen Sie einen Titel ohne Vorlage:
• Stellen Sie den Abspielmarker im Projektfenster an die Position, an der Ihr
Titel erscheinen soll.
• Klicken Sie im Media Pool unter „Titel“ auf „Allgemein“.
• Klicken Sie im Programmmonitor auf die Stelle, an der der Titel
positioniert werden soll.
• Nun geben Sie einfach den Text über die Tastatur ein.
• Nach erfolgter Texteingabe klicken Sie auf das Häkchen im
Programmmonitor, um die Eingabe zu bestätigen.
• Anschließend können Sie den Titel über den Titeleditor im Media Pool
noch beliebig formatieren.
Sie können den Titeleditor auch über die T-Schaltfläche öffnen. Dann
wird ein Titelobjekt angelegt, so dass Sie sofort Text eingeben können.
Titel nachträglich bearbeiten
• Klicken Sie doppelt auf den Titel im Vorschaumonitor oder das Titelobjekt
im Projektfenster. Der Text lässt sich nach Belieben ändern und anpassen.
• Oder geben Sie im Media Pool im Bereich „Titel > Allgemein“ neben Titel
im Eingabefeld den gewünschten Text ein.
• Bestätigen Sie anschließend die Eingabe, in dem Sie auf das Häkchen
neben dem Positionierungsrahmen klicken.
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Titel
Titel positionieren
• Klicken Sie im Programmmonitor einmal auf den Titel, um den
Positionierungsrahmen zu erreichen. Nun verschieben Sie diesen
Positionierungsrahmen einfach per Drag & Drop.
• An den Ecken des Positionerungsrahmen lässt sich seine Größe einstellen,
dabei ändert sich auch die Größe des Textes. Dabei ändert sich auch die
Größe des Textes, wenn Sie die Funktion „Schriftgröße an Titelfeld
anpassen“ aktiviert haben.
Datum als Titel einblenden
MAGIX Video Pro X6 kann dem Bildmaterial eine Zeit- und Datumsangabe
beifügen. Dazu wählen Sie im Kontextmenü des Video-Objekts die Option
„Datum als Titel einblenden“.
Handelt es sich um eine DV-AVI-Datei (d. h. um eine digitale Aufnahme z. B.
aus einem Camcorder), wird das Aufnahmedatum der ausgewählten Stelle
verwendet. Handelt es sich um eine andere Datei, wird das Erstellungsdatum
der Datei als Timecode benutzt. Anschließend wird der Titeleditor geöffnet,
um die Vorgaben anzupassen.
Timecode
In der Rubrik „Timecode“ finden sich verschiedene Presets, die Sie für eine
Timecode-Einblendung nutzen können. Dabei wird ein spezielles TimecodeObjekt angelegt, das auf einer freien Spur unterhalb der Video-Objekte
angelegt wird.
Die Position des Timecodes können Sie anpassen, indem Sie das TimecodeObjekt auf dem Vorschaumonitor an die gewünschte Stelle schieben wie bei
einem Titel. Über den Rahmen mit den Anfassern können Sie die Größe
anpassen.
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Über „Einstellungen“ können Sie die Presets individuell anpassen.
Timecode-Quelle: Hier wählen Sie die Art des Timecodes aus. Zur Auswahl
stehen:
• Filmzeit: Die Zeitposition im Arranger von MAGIX Video Pro X6.
• Objektzeit: Die Zeitposition innerhalb des Timecode-Objekts, unabhängig
von der Filmlänge und der Positionierung im Projekt.
• Aufnahmedatum/-zeit: Das Datum und die Zeit, zu dem das Videos
aufgenommen wurde. Dieses muss im Video gespeichert vorliegen, sonst
bleibt die Anzeige leer.
• Aufnahme-Timecode: Der Timecode des Videos, der durch die Kamera
vorgegeben wird. Dieses muss im Video gespeichert vorliegen, sonst
bleibt die Anzeige leer.
Hinweis: Wenn im Quellmaterial Aufnahmedatum/-zeit und Timecode nicht
gespeichert sind, werden nur Platzhalter in Form von „-“ angezeigt.
Variable hinzufügen: Das Datums-/Zeitformat vom gewählten Preset wird als
Variablen in der Formatzeile dargestellt (eckige Klammern umschließen eine
Variable). Diese können beliebig gelöscht oder weitere hinzugefügt werden.
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Titel
Sie können außerdem eigenen Text hinzufügen und die Trennzeichen
zwischen den Variablen anpassen.
Schrift: Wählen Sie eine Schriftart.
Feste Zeichenbreite: Bei Schriftarten mit variabler Zeichenbreite
(Proportionalschriften) wackelt die Anzeige bei der Wiedergabe, weil z. B. die
1 schmaler als die 0 ist. Hier lassen sich solche Schriftarten in der
Auswahlliste ausblenden.
Farbe: Die Farbe der Schrift und des Hintergrunds können eingestellt werden.
Ist „Transparent“ aktiviert, wird der Hintergrund durchsichtig.
An Projektlänge anpassen: Passt das Timecode-Objekt auf die Länge des
Projekts an, damit der Timecode über das gesamte Projekt angezeigt wird.
Zählerstart/Fortschritt: Wenn Sie als Variable einen Zähler hinzugefügt
haben bzw. als Preset verwenden, können Sie hier dessen Verhalten
einstellen. Z. B. kann der Zähler bei 10 starten und der Fortschritt in 5erSchritten gezählt werden. Möchten Sie, dass der Zähler rückwärts zählt,
geben Sie unter „Fortschritt“ ein Minus vor die Zahl ein.
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Effekte
MAGIX Video Pro X6 bietet eine breite Palette verschiedener Videoeffekte.
Die am häufigsten benötigten Effekte sind direkt über den Media Pool zu
erreichen, einige andere über das Kontextmenü der Objekte bzw. im Menü
„Effekte“.
Effekte auf Objekte anwenden
Bei der Anwendung von Effekten gibt es verschiedene Vorgehensweisen:
• Videoeffekt- und Audioeffektvorlagen werden per Drag & Drop aus dem
Media Pool auf das entsprechende Objekt geladen.
• Effekte, die animiert werden können (im Media Pool unter „Effekte“ >
„Videoeffekte“ bzw. „Bewegungseffekte“), werden direkt auf das zuvor
ausgewählte Objekt angewendet, sobald im Media Pool Änderungen
vorgenommen werden.
Diese Schaltfläche setzt die aktuellen Effekteinstellungen zurück.
Hinweis: Falls der Effekt mittels Keyframes animiert wurde, ist vom
Zurücksetzen die gesamte Animation betroffen. Einzelne Keyframes lassen
sich durch anklicken und anschließendes Drücken der Entf-Taste löschen
(siehe Seite 175).
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Effekte
Effekteinstellungen übertragen
Sie haben in allen Effektseiten der Punkte Videoeffekte (siehe Seite 151),
Bewegungseffekte (siehe Seite 161) und Stereo3D (siehe Seite 195) die
Möglichkeit, Ihre aktuellen Effekteinstellungen auf andere Objekte zu
übertragen bzw. bereits gespeicherte Einstellungen zu laden. Öffnen Sie dazu
über die Pfeil-Schaltfläche oben rechts das Menü.
Videoeffekte speichern/laden: Sie können die aktuellen Effekteinstellungen
für eine spätere Verwendung in einem anderen Projekt speichern bzw. bereits
gespeicherte Einstellungen laden. In einem Dialog wählen Sie aus, welche
Effekte betroffen sein sollen.
Videoeffekte zurücksetzen: Setzt die Effekteinstellungen für das ausgewählte
Objekt zurück.
Videoeffekte kopieren/einfügen: Kopiert bzw. fügt die aktuellen
Einstellungen auf ein neues Objekt ein. Sie können in einem Dialog auswählen,
welche Einstellungen kopiert werden sollen.
Videoeffekte auf alle anwenden: Kopiert die aktuellen Effekteinstellungen auf
alle Objekte im Projekt. In einem Dialog legen Sie fest, welche Einstellungen
kopiert werden.
Videoeffekte auf alle folgenden Objekte anwenden: Kopiert die aktuellen
Effekteinstellungen auf alle nachfolgenden Objekte im Projekt. In einem Dialog
legen Sie fest, welche Einstellungen kopiert werden.
Effektmaske laden (zusätzlich in der Plus-Version): Zum markierten Objekt
kann eine Effektmaske geladen werden.
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Vergleichsbild im Quellmonitor
Beim Bearbeiten von Effekten in Video- und Bildobjekten bietet MAGIX Video
Pro X6 einen Vergleichsmodus, damit lässt sich der Vorher-/NachherZustand direkt vergleichen.
Markiertes Objekt ohne Effekte: außerhalb der Effektseiten wird das Objekt
komplett ohne Effekte angezeigt, innerhalb der Effektseiten ohne die Effekte
der aktuellen Effektseite. Haben Sie also z. B. die Effektseite „Farbe“ offen, so
werden alle Effekte außer Farbe angewendet. Der Abspielmarker wird bei
dieser Option zwischen Programm- und Quellmonitor synchronisiert.
Markiertes Objekt: das markierte Objekt wird mit allen angewendeten
Effekten angezeigt. So können Sie den Abspielmarker durch das Projekt
bewegen und z. B. den Anfang und das Ende eines bearbeiteten Objektes
miteinander vergleichen. Der Abspielmarker wird bei dieser Option nicht
zwischen Programm- und Quellmonitor synchronisiert.
Vorgänger des markierten Objekts: das in derselben Spur vor dem markierten
Objekt liegende Objekt wird angezeigt. So können Sie die Effektbearbeitungen
von aufeinander folgenden Objekten leichter miteinander vergleichen.
Nachfolger des markierten Objekts: das in derselben Spur nach dem
markierten Objekt liegende Objekt wird angezeigt. So können Sie die
Effektbearbeitungen von aufeinander folgenden Objekten leichter miteinander
vergleichen.
Objekt auswählen...: Via Mausklick kann das gewünschte Objekt ausgewählt
werden. So können Sie z. B. erst ein Objekt fertig bearbeiten und dieses für alle
nachfolgenden Effektbearbeitungen als Referenz verwenden.
Vergleichsbild entfernen: das Vergleichsbild wird aus dem Quellmonitor
entfernt
Hinweis: In den Programmeinstellungen lässt sich die Option „Vergleichsbild
im Quellmonitor beim Bearbeiten von Effekten im Media Pool“ aktivieren. Ist
diese Option aktiviert, wird beim Wechsel in die Effekte des Media Pools
automatisch der Vergleichsmodus „Markiertes Objekt ohne Effekte“ aktiviert
und beim Verlassen auch wieder deaktiviert. Dies dient dem Vergleich
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Effekte
zwischen originalem und bearbeitetem Objekt.
Bei deaktivierter Option wird diese Automatik unterbunden.
Videoeffekte im Media Pool
Die Videoeffekte können im Media Pool unabhängig von der Auswahl eines
Objektes immer geöffnet bleiben.
Im Programmmonitor wird immer das Bild an der Stelle des Abspielmarkers
angezeigt. Um die Auswirkungen der Effekteinstellungen zu sehen, müssen
Sie den Abspielmarker also immer an die Stelle versetzen, an der sich das
markierte Objekt befinden. Mit dem Abspielmarker lässt sich auch innerhalb
des Video-Objekts an verschiedene Stellen springen und per Wiedergabe und
Stopp das Resultat der Effektbearbeitung überprüfen.
Helligkeit & Kontrast
Auto-Belichtung: Mit dieser Schaltfläche können Sie Helligkeit und Kontrast
mit einem Klick schnell automatisch optimieren. Für zielgerichtetere
Anpassungen nutzen Sie die Schieberegler im Dialog.
Helligkeit /Kontrast: Mit den Schiebereglern erhöhen bzw. reduzieren Sie die
Helligkeit und den Kontrast des Bildes.
Gamma: Legen Sie den mittleren Grauwert fest, der sich aus verschiedenen
Farbbereichen ermitteln lässt. In der Preset-Liste wählen Sie unterschiedliche
Bereiche aus und bearbeiten nur die dunklen, mittleren oder hellsten Stellen
im Bild.
Mit dem Schieberegler lässt sich die Stärke der Aufhellung bzw. Abdunkelung
einstellen.
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HDR-Gamma: Im Gegensatz zu „Gamma“ werden sehr dunkle Bereiche
selektiv aufgehellt.
HDR-Blur: Verändert im Zusammenspiel mit „HDR-Gamma“ die Übergänge
zwischen hellen und dunklen Bereichen.
Farbe
Rote Augen
entfernen: Mit
dieser
Fotofunktion
können Sie
unnatürlich rote
Augen entfernen,
die durch Blitzlicht
entstanden sind.
Klicken Sie auf das
Augensymbol und
markieren Sie im
Vorschaufenster
mit der Maus den
Korrekturbereich
über den roten
Pupillen.
Weißabgleich: Ein falscher Weißabgleich macht sich durch einen
unnatürlichen Blau- oder Rotstich bemerkbar. Zum Anwenden des
Weißabgleichs klicken Sie auf die Schaltfläche „Weißpunkt“ und wählen Sie
im Bild einen Punkt, dem in der „wirklichen Welt“ weiß oder neutral grau
entspricht. Nun wird automatisch die Farbtemperatur korrigiert.
Tipp: Außergewöhnliche Farbeffekte können Sie erreichen, indem Sie statt
des weißen einen anderen Farbton wählen. Hier ist also Raum für
Experimente.
Farbton: Auf dem Farbkreis wählen Sie einen Farbton zur Nachfärbung des
Bildes aus.
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Effekte
Rot/Grün/Blau: Über die Schieberegler Rot/Grün/Blau können Sie das
Mischungsverhältnis des jeweiligen Farbanteils korrigieren.
Sättigung: Über den Schieberegler „Sättigung“ erhöhen bzw. reduzieren Sie
die Farbanteile des Bildes. Dabei kommt ein neu entwickelter Algorithmus
zum Einsatz, der die Farbveränderungen in Abhängigkeit anderer Parameter
(z. B. Kontrasteinstellungen) vornimmt, um eine möglichst natürliche Färbung
zu erreichen. Mit etwas Experimentierfreude erreichen Sie die erstaunlichsten
Ergebnisse - von ahnungsvoller Herbststimmung im Sommerbild bis hin zu
schräger PopArt.
Farbkorrektur
Mit der professionellen Farbkorrektur lassen sich die Helligkeitsbereiche
„Lichter“, „Mitten“ und „Schatten“ einzeln anpassen.
Tipp: Vor der Benutzung der komplexen Farbkorrektur sollten Sie prüfen, ob
evtl. die Möglichkeiten unter „Helligkeit/Kontrast“ bzw. unter „Farbe“ für
Ihre Zwecke gute Dienste leisten.
Farbtonwinkel: Bestimmt die Farbe im Farbrad, mit der das Bild im jeweiligen
Helligkeitsbereich eingefärbt werden soll.
Tastaturkürzel:
Umschalt + Mausrad über dem jeweiligen Farbrad
153
154
Korrekturstärke: Setzt die Stärke der Einfärbung für den jeweiligen
Helligkeitsbereich.
Tastaturkürzel:
Strg + Mausrad über dem jeweiligen Farbrad
Sättigung: Hiermit wird die Farbsättigung für den entsprechenden
Helligkeitsbereich eingestellt.
Farbbereiche einzeln bearbeiten
Über die sekundäre Farbkorrektur lassen sich einzelne Farbbereiche in Videound Bildobjekten anpassen. Dazu stehen prinzipiell 2 Ebenen, die Vorder- und
die Hintergrundebene, zur Verfügung. Weiterhin kann zusätzlich in der
Master-Ebene Einfluss auf das gesamte Bild genommen werden.
Die Vordergrundebene entspricht der erstellten Maske, das Bearbeiten der
Hintergrundebene ändert alle Bereiche außerhalb dieser Maske. Dieser Maske
lässt sich eine bestimmte Farbe oder mehrere Farben gleichzeitig zuordnen.
Um die Farbkorrektur zu öffnen, klicken Sie auf das Video- oder Bildobjekt und
öffnen im Media Pool unter „Videoeffekte“ den Eintrag „Farbkorrektur“.
Mit „Hinzufügen“ lassen sich mittels Pipette die gewünschten Farben
auswählen, um eine Maske zu erstellen. MAGIX Video Pro X6 stellt während
der Auswahl der Farben die Maske in schwarz-weißen Streifen dar, um die
aktuelle Auswahl zu verdeutlichen.
• Klicken Sie mit der Pipette
nacheinander die Farbe im
Programmmonitor an, die Sie
der aktuellen Ebene zuordnen
wollen, bis die Auswahl Ihren
Vorstellungen entspricht.
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Effekte
Unerwünschte Farben lassen sich wieder aus der Auswahl entfernen, in dem
Sie „Abziehen“ wählen und die entsprechende Farbe anklicken.
Wählen Sie die Ebene (Vorderoder Hintergrund), die bearbeitet
werden soll.
Nun lassen sich auf die übliche
Art Schatten, Mitten und Lichter
der ausgewählten Farbe und
Ebene separat bearbeiten (siehe
Seite 153).
Ein klassisches
Anwendungsbeispiel:
Die Sättigung aller
Helligkeitsbereiche in
der Hintergrundebene
wird heruntergesetzt,
die Farben der
Vordergrundebene
nach eigenem
Geschmack angepasst.
Chroma Key
155
156
Hier finden Sie die Effekte für das Chroma Keying, um zwei Videos zu Hinterund Vordergrund zusammenzumischen.
Hinweis: Das Hintergrundvideo muss in der Spur oberhalb des Objekts für
den Vordergrund liegen! Z. B.: Spur 1: Hintergrund, Spur 2: Vordergrund
Modus
Stamp: Das markierte Objekt wird in das Video der darüber liegenden Spur
„eingestanzt”. Das ist natürlich nur möglich, wenn das untere Video nur einen
Bildausschnitt einnimmt, ansonsten wäre nur das untere (aktuell markierte)
Video zu sehen. In der Regel muss also das Objekt zunächst verkleinert bzw.
verschoben werden. Dies erfolgt mithilfe des Effekts „Position/Größe“ (siehe
Seite 161) oder dem Untermenü „Ausschnitt” im „Effekte > VideoObjekteffekte“-Menü.
Color: Ziehen Sie im Vorschaumonitor mit dem Mauszeiger über der Farbe,
die transparent werden soll, einen Bereich auf. Das Video wird an den Stellen
mit dieser Farbe transparent, das Video auf der Spur darüber scheint durch.
Über die Regler „Schwellwert“, „Überblendbereich“ und „Antispill“ können Sie
das Ergebnis verfeinern, um z. B. Reflexionen der auszublendenden Farbe auf
Oberflächen zu entfernen oder um die Übergänge zu Objekten schärfer zu
zeichnen.
Mix: Diese Schaltfläche mischt beide Videos aufgrund ihrer Helligkeit
ineinander. Helle Stellen addieren sich in ihrer Helligkeit und erscheinen
schnell weiß; dunkle Stellen wirken sich weniger auf das Ergebnis aus.
Auszublendende Farbe
Grün/Blau/Schwarz/Weiß: Alle grünen/blauen/schwarzen/weißen
Bereiche des unteren Videos erscheinen durchsichtig. Damit ist es z. B.
möglich, einen vor einem blauen Hintergrund aufgenommenen Menschen in
eine beliebige Landschaft zu „setzen”.
Wasser: Lediglich die Konturen des oberen Video werden eingemischt,
woraus sich eine Art Wassereffekt ergibt.
Alpha: Dieser Videoeffekt verwendet die Helligkeit eines Videos, um einen
Überblendeffekt zwischen zwei weiteren Videos auf benachbarten Spuren zu
steuern. Diese zusätzlichen Videos sollten also direkt über und unter dem
Alpha-Keying-Objekt liegen.
An allen schwarzen Stellen des Alpha Keying-Objekts wird das obere Video
eingeblendet, an allen weißen Stellen wird das untere Video dargestellt. Graue
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Effekte
Passagen sind durchlässig für beide Videos und erzeugen eine Mischung. Bei
farbigen Passagen wird die Helligkeit des Farbtons zur Steuerung verwendet.
Video-Level
Ändert die Helligkeit des Videos, bevor weitere Videoeffekte hinzugefügt
werden. Dies kann erheblichen Einluss auf die Wirkung der Effekte,
insbesondere beim Chroma Keying, haben. Die Level-Einstellung lässt sich
automatisieren, so dass Sie zwei Videos dynamisch miteinander vermischen
können.. Lesen Sie dazu das Kapitel „Objekte animieren“ (siehe Seite 173).
Kunstfilter
Erosion: Das Bild wird durch kleine Rechtecke verfremdet zu einem
„Patchwork”.
Dilate: arbeitet ähnlich wie Erosion, verwendet zur Bildung der Rechtecke aber
helle statt dunkle Flächen.
Emboss: bildet ein Relief aus den Bildkanten, wobei alle starken
Kontrastunterschiede als Kanten interpretiert werden.
Substitution: Anhand der Regenbogenskala werden die Rot-, Grün- und
Blauanteile ausgetauscht. Schnell entstehen dabei surrealistische
Landschaften oder ein grünes Gesicht.
Verschieben: Die Farbwerte werden zunehmend umgekehrt. Blaue Farben
werden rötlich, grüne erscheinen violett.
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158
Quantisieren: Die Farbwerte werden je nach Einstellung auf- oder abgerundet,
so dass sich die Gesamtanzahl der Farben reduziert. Dabei entstehen
effektvolle Rasterungen und Muster.
Einfärben: Mit diesem Regler können Sie Ihr Video in den Farben Rot, Grün
und Blau (also den Grundfarben eines Fernsehbildes) einfärben.
Kontur: Das Bild wird in zwei Stärken auf seine Konturen reduziert (3 x 3 bzw.
5 x 5). Dabei können die vertikalen oder die horizontalen Konturen
ausgewählt werden.
Verzerrung
Motion: Bewegte Bildelemente werden verstärkt und verfremdet.
Echo: Die bewegten Bilder erzeugen ein optisches „Echo“; vorherige Bilder
bleiben stehen und werden stufenförmig heller, bis sie verschwinden.
Whirlpool: Das Bild wird strudelförmig verdreht.
Fisheye: Die Perspektive wird verzerrt, als würde das Bild durch eine
Fischaugen-Linse betrachtet.
Mosaik: Das Video wird als zusammengesetztes Mosaik dargestellt.
Lens: Das Bild wird an den Rändern dynamisch verzerrt.
Sand: Das Bild wird gekörnt dargestellt.
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Effekte
Kaleidoskop: Die linke obere Ecke wird horizontal und vertikal gespiegelt.
Horizontale/Vertikale Mitte spiegeln: Das Objekt wird vertikal bzw.
horizontal gespiegelt – es erscheint seitenverkehrt bzw. steht auf dem Kopf.
Schärfe
Schärfen: Mit dem Schieberegler erhöhen Sie die Schärfe des Bildes.
Weichzeichnen: Mit dem Schieberegler verringern Sie die Schärfe des Bildes.
Anwenden auf: Hier können Sie zusätzlich einstellen, inwiefern das Schärfen
oder Weichzeichnen auf Flächen bzw. auf Kanten wirken soll. Damit können
Sie konstante Bildstörungen (Rauschen) wirkungsvoll abschwächen.
Künstliche Unschärfe: Hier können Sie Ihr Bild auf alternative Weise
weichzeichnen. Die erzielten Effekte sind dabei wesentlich stärker, als wenn
Sie nur den Regler unter „Weichzeichnen“ einstellen.
Qualität: Stellt die Stärke der künstlichen Unschärfe genauer ein.
Tipp: Die künstliche Unschärfe lässt sich gut für Überblendungen nutzen.
Animieren Sie dazu (siehe Seite 173) das vordere Video so, dass es sehr
stark unscharf wird und lassen Sie das hintere Video mit starker Unschärfe
starten, ehe es langsam wieder normal angezeigt wird.
159
160
Geschwindigkeit
Mit dem Schieberegler lässt sich die Abspielgeschwindigkeit einstellen. Im
Bereich von 0 bis 1 wird das Video verlangsamt abgespielt, bei Werten über 1
beschleunigt. Bei erhöhter Abspielgeschwindigkeit wird die Objektlänge im
Projektfenster automatisch entsprechend verkürzt.
Framerate: Hier lässt sich die Framerate eines Videos direkt einstellen. Eine
Eingabe in dieses beeinflusst direkt den Geschwindigkeitsfaktor, das Ziehen
am Schieberegler ist umgekehrt auch in der daraus resultierenden Framerate
des Videos ersichtlich.
Algorithmus: Hier lässt sich auswählen, wie die Tonspur behandelt werden
soll. „Timestretching“ verändert die Abspielgeschwindigkeit, ohne die
Tonhöhe zu beeinflussen; „Resampling“ verändert die Abspielgeschwindigkeit
in Abhängigkeit von der Tonhöhe (je schneller, desto höher).
Rückwärts: Mit dieser Schaltfläche wird die Abspielrichtung umgekehrt (bei
gleichem Tempo).
Zwischenbilder interpolieren: Aktivieren Sie diese Option, falls Ihr Video
ruckelt, weil Sie es verlangsamt haben. MAGIX Video Pro X6 ergänzt dann
automatisch die fehlenden Bilder, so dass Ihr Video wesentlich sanfter
abgespielt wird.
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Effekte
Bewegungseffekte im Media Pool
Position/Größe
Werte in: Hier bestimmen Sie, ob die Angaben in Prozent oder Pixel gemacht
werden.
Position
Links: Geben Sie hier die Startposition ausgehend von der linken Bildgrenze
an.
Oben: Geben Sie hier die Startposition ausgehend von der oberen Bildgrenze
an.
Zentrieren: Ausgehend von der aktuellen Bildgröße, werden die
Anfangspunkte (Links & Oben) des Bildes so positioniert, dass es zentriert ist.
Hinweis: Es können natürlich auch negative Werte eingegeben werden. Die
Ränder des Bildes sind so außerhalb des sichtbaren Bereichs.
Größe
Breite: Geben Sie hier die Breite des Bildes an.
Höhe: Hier wird die Höhe des Bildes angegeben.
Maximieren: Das Bild wird auf die Auflösung des Films maximiert.
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162
Originalgröße setzen: Das Bild wird auf seine originale Größe skaliert.
Proportionen beibehalten: Diese Option sorgt dafür, dass das Bildmaterial
nicht gestreckt oder gestaucht wird. Das Verhältnis von Breite und Höhe
bleibt immer gleich.
Hinweis: Im Vorschaumonitor können Sie durch die Objektanfasser die
Größe des Objekts anpassen. Durch den zusätzlichen Anfasser für die
Rotation oben können Sie das Element kippen.
Zoom
Mithilfe des Zoom-Schiebereglers können Sie den kompletten Abschnitt
proportional vergrößern (Werte über 100) oder verkleinern (Werte unter
100).
Hinweis: Beim Zoom erfolgt stets eine automatische Zentrierung, sprich:
Ankerpunkt = Mittelpunkt
Ausschnitt
Ausschnitte lassen sich verwenden, um nur einen Teil des Bildes anzeigen zu
lassen.
Hinweis: Um den Ausschnitt mithilfe eines Bewegungseffektes durchs Bild
zu bewegen, lesen Sie bitte den nachfolgenden Abschnitt „Kamera/Zoomfahrt“ (siehe Seite 163).
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Effekte
Im Vorschaumonitor können Sie einen Bildausschnitt festlegen. Verkleinern
Sie dazu mithilfe der acht Anfasser den im Monitor angezeigten Rahmen und
verschieben Sie ihn an die gewünschte Position.
Vorschau: Mit dieser Schaltfläche können Sie sehen, wie Ihr
Ausschnitt im Film aussehen wird. Klicken Sie erneut auf die
Schaltfläche, um den Ausschnitt weiter bearbeiten zu können.
Proportionen beibehalten: In diesem Ausklappmenü können Sie das Format
für den Ausschnitt festlegen. Standardmäßig wird das Format des originalen
Bildes als Grundlage verwendet.
Bildfüllend: Wenn dieses Häkchen aktiviert ist, wird der Ausschnitt auf
Bildschirmgröße herangezoomt. Bei ausgeschalteter Option wird nur der
Ausschnitt des Bildes innerhalb des Rahmens gezeigt und der Rand schwarz
gelassen bzw. mit dahinter liegenden Objekten gefüllt.
Kamera-/Zoomfahrt
Mit diesem Effekt können Sie einen zuvor gewählten Ausschnitt auf
verschiedene Weise durchs Bild bewegen, so dass der Eindruck einer Kamerabzw. Zoomfahrt entsteht.
Bewegen in Richtung
Hiermit bestimmen Sie die Richtung, in die der gewählte
Ausschnitt bzw. das Bild im Verlauf der unter „Zeitraum“
gewählten Zeit bewegt wird. Dabei sind neben horizontalen und
vertikalen auch diagonale Bewegungen möglich.
163
164
Vorschau: Zeigt eine Vorschau des Ausschnitts an der Stelle des
Abspielmarkers.
Vom Ausschnitt: Hierbei wird zunächst der gewählte Ausschnitt
gezeigt und im Verlauf der unter „Zeitraum“ gewählten Zeit bis auf
die volle Bildgröße gezoomt. Ohne vorher gesetzten Ausschnitt wird
ein zentraler Ausschnitt von 50% des Bildes vergrößert festgelegt.
Zum Ausschnitt: Hierbei wird zunächst das komplette Bild gezeigt
und im Verlauf der unter „Zeitraum“ gewählten Zeit bis auf den
gewählten Ausschnitt verkleinert. Ohne vorher gesetzten Ausschnitt
wird ein zentraler Ausschnitt von 50% des Bildes vergrößert
festgelegt.
Richtung und Dauer
Die hier festgelegte Option bestimmt, an welcher Position die Keyframes des
jeweiligen Bewegungseffekts standardmäßig gesetzt werden. Sie bestimmen
die Positionen, an der eine Bewegung beginnt und endet.
Hinweis: Die so automatisch gesetzten Keyframes lassen sich
nachbearbeiten, dann wird die Option auf „Benutzerdefiniert“ gesetzt. Lesen
Sie dazu den Abschnitt „Keyframes eines Effekts nachträglich ändern“ (siehe
Seite 175).
Zurücksetzen: Diese Schaltfläche setzt die aktuellen Einstellungen
zurück.
Die Größe und Position des Bildes können Sie auch grob im Vorschaumonitor
angeben, indem Sie dort das Bild mit der Maus verschieben bzw. an dessen
Anfassern ziehen. Der Rahmen mit den Anfassern lässt sich auch per Tastatur
verschieben.
Tastaturkürzel zum Verschieben des Rahmens im Vorschaumonitor:
Rahmen um 1 Pixel verschieben:
Pfeiltasten
Rahmen um 5 Prozent verschieben:
Umschalt + Pfeiltasten
Für animierte Bewegungseffekte ist es oft sinnvoll, aus dem Vorschaumonitor
herauszuzoomen und die dabei entstehende Arbeitsfläche zu nutzen, z. B. um
ein verkleinertes Bild oder ein Textobjekt durchs Bild zu bewegen.
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Effekte
Tastaturkürzel für das Vorschaubild:
Vorschaubild ein-/auszoomen:
Strg + Mausrad
Vorschaubild verschieben:
Strg + linke Maustaste + Ziehen
Weitere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt „Animation von
außerhalb des Bildes“ (siehe Seite 180).
Rotation/Spiegelung
Drehen
Dreht das Bild um die horizontale Achse.
Dreht das Bild um die vertikale Achse.
Dreht das Bild um dessen Mittelpunkt.
165
166
Horizont begradigen
Mit dem Schieberegler lässt sich das Bild um die eigene Achse drehen. Dabei
wird automatisch so gezoomt, dass keine schwarzen Ränder überstehen.
Hilfslinien zeigen: Bei Aktivierung dieses Häkchens wird im Vorschaumonitor
ein Gitter angezeigt, das als Orientierung für die Horizontbegradigung dient.
Automatisch zoomen: Diese Funktion ist voreingestellt aktiviert. Unliebsame
schwarze Ränder, die bei der Hoizonzbegradigung sonst entstehen würden,
werden automatisch beseitigt, in dem in das Bild hineingezoomt wird.
Hinweis: Stimmt das Bildformat nicht mit dem aktuellen Filmformat überein,
gibt es bereits schwarze Ränder, die dann auch bei der Horizontbegradigung
nicht entfernt werden können.
Spiegeln/Drehen
Spiegelt das Bild an der vertikalen Achse.
Spiegelt das Bild an der horizontalen Achse.
Dreht das Bild um 90° im Uhrzeigersinn.
Dreht das Bild um 90° entgegen dem Uhrzeigersinn.
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Effekte
Bild am Monitor drehen
Zusätzlich zu den Einstellungsmöglichkeiten im Media Pool, können Sie ein
Video-Objekt auch direkt am Monitor drehen.
Verschieben Sie dazu den Anfasser, der sich oben in der Mitte innerhalb des
Bildes am Monitor befindet.
167
168
3D-Verformung
Hier können Sie Bilder perspektivisch verzerren und verschieben. Dadurch
entsteht ein 3D-Eindruck, wobei einige Teile des Bildes weiter vorne als
andere erscheinen.
Sie können alle Positionen der vier Eckpunkte numerisch eingeben oder im
Vorschaumonitor mit der Maus ändern.
Hinweis: Im Gegensatz zu Stereo3D findet keine wirkliche 3D-Positionierung
statt. Das Bild wird lediglich so verzerrt, dass es auf einem normalen,
zweidimensionalen Bildschirm dreidimensional wirkt.
Stereo3D im Media Pool
Hier erreichen Sie die Stereo3D-Funktionalität. Lesen Sie dazu bitte das
Kapitel „Stereo3D“ (siehe Seite 195).
Audioeffekte im Media Pool
Im Media Pool finden Sie zahlreiche Möglichkeiten, um auch Audio-Objekte
mit Effekten zu versehen. Ein Vorteil dieser objektbezogenen Effekte ist, dass
beim Verschieben von Objekten die Effekteinstellungen mitsamt den
Automationen direkt mitverschoben werden, weil sie am Objekt „hängen“,
nicht in der Spur.
Weitere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt „Audioeffekte“ (siehe
Seite 215).
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Effekte
Allgemein
Unter „Effekte“ >
„Audioeffekte“ > „Allgemein“
finden Sie Audioeffekte, die
sich mittels Effektkurven
animieren (siehe Seite 173)
lassen. Das bedeutet, dass
sich bestimmte
Effekteinstellungen während
des Abspielens ändern
können.
Diese Effektkurven sind immer objektbezogen, d. h. sie sind nur für ein Objekt
gültig und werden zusammen mit dem Objekt verschoben oder kopiert.
Hinweis: Die Fader AUX 1 und AUX 2 regeln die Lautstärke, mit der das
Signal des Objektes an die jeweiligen FX-Spuren im Mixer gesendet wird.
Weiterhin lässt sich hier Audio Cleaning (siehe Seite 217), Echo/Hall (siehe
Seite 222) und Timestrech/Resample (siehe Seite 224) aufrufen.
Hinweis: Die Lautstärke- und Balance-Kurven existieren zusätzlich in der
Spur. Die eingestellten Werte der Kurven addieren sich jeweils.
Audioeffektvorlagen
Im Media Pool finden Sie eine breite Palette an Effekteinstellungen, die sich
per Drag & Drop auf das gewünschte Audio-Objekt ziehen lassen.
Designelemente im Media Pool
In dieser Kategorie finden Sie eine große Auswahl an Dekorationselementen:
Vorlagen für Collagen, Farbflächen für eigene Hintergründe bzw. Testbilder
und frei positionierbare und animierbare Bildobjekte.
Hier sollten Sie in erster Linie einmal stöbern und nachgucken, was es alles
gibt.
• Öffnen Sie die Kategorien der Reihe nach und klicken Sie auf die Inhalte,
um einen Eindruck zu bekommen.
169
170
Ein Beispiel für die Verwendung liefern die Zeiger (Media Pool > Effekte >
Designelemente > Bildobjekte > Präsentieren). Das sind verschiedene
Pfeilsymbole, die mit einem Videomixeffekt ausgestattet sind. Mit diesen
können Sie bestimmte Teile Ihres Bildes markieren.
Die Designelemente ergeben eigene Objekte auf einer anderen Spur. Als
Objekte können sie wie üblich an den unteren Anfassern beliebig weit
aufgezogen oder zusammengeschoben werden. Auch durch Ein- und
Ausblendungen lassen sich hübsche Effekte erzielen.
Hinweis: Manche Designelemente erfordern eine freie Spur 6. Bei diesen
Elementen werden Sie per Dialog darauf hingewiesen, bevor Sie sie
anwenden können.
Eigene Vorlagen im Media Pool
Eigene bewährte Effektkonfigurationen im Media Pool lassen sich abspeichern
und für andere Anwendungsfälle übernehmen. Diese individuellen
Konfigurationen erreichen Sie im Media Pool-Ordner „Effekte“ > „Eigene
Vorlagen“. Sie lassen sich wie üblich direkt auf die Objekte ziehen.
Zunächst ist dieser Ordner natürlich noch leer, weil Sie zu Beginn noch keine
eigenen Konfigurationen vorgenommen haben.
Zusatzeffekte
Videoeffekt-Plug-ins sind Zusatzprogramme von Drittherstellern, mit denen
sich zusätzliche Videoeffekte auf Video-Objekte anwenden lassen. MAGIX
Video Pro X6 unterstützt dabei das Plug-in-Format für die freie VideoschnittSoftware „VirtualDub“ sowie der Programme „VitaScene" und „Adorage“ der
Firma „proDAD“. Eine Auswahl an getesteten VirtualDub-Plug-ins (.vdf
Dateien, auch „VirtualDub Filter“ genannt) kann als Installer-Paket direkt aus
MAGIX Video Pro X6 heruntergeladen werden.
Wichtige Anwendungsfälle für Plug-ins sind das Hinzufügen von
Spezialeffekten und nützlichen Tools zur Videobearbeitung.
Videoeffekt-Plug-ins einsetzen
Um Plug-ins einsetzen zu können, müssen Sie diese zunächst installieren.
MAGIX Video Pro X6 prüft, ob schon Plug-ins vorhanden sind, wenn nicht,
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Effekte
bietet es Ihnen an, diese aus dem Internet zu laden oder den Plug-in-Suchpfad
manuell zu setzen.
Um ein Videoeffekt-Plug-in einzusetzen, wählen Sie zunächst das Video- oder
Bildobjekt aus und öffnen im Media Pool aus dem Reiter „Effekte“ >
„Zusatzeffekte“ > „Plug-in-Manager“. Es öffnet sich der Manager-Dialog für
Videoeffekt-Plug-ins. Dieser listet alle verfügbaren Plug-ins auf der rechten
Seite des Dialoges auf.
Manager für Video-Plug-ins
Effektvorlagen für Plug-ins: MAGIX Video Pro X6 liefert selbst aus
lizenzrechtlichen Gründen keine Plug-ins mit.
Mit „Speichern“ können Sie eigene Einstellungen speichern,
mit „Löschen“ auch wieder aus der Liste entfernen.
Verfügbare Plug-ins: Hier werden alle verfügbaren Plug-ins aufgelistet.
Plug-in hinzufügen: Das ausgewählte Plug-in wird in die Bearbeitungskette (
Liste „Plug-ins auf aktuellem Objekt“ auf der rechten Dialogseite) hinzugefügt.
Sie können eine beliebige Anzahl Plug-ins gleichzeitig laden, diese werden
nacheinander in der Listenreihenfolge abgearbeitet. Die Plug-in-Reihenfolge
können Sie mit Drag & Drop in der Liste ändern.
171
172
Plug-in-Einstellungen: Damit öffnen Sie den Einstellungsdialog für das
ausgewählte Plug-in. Alle Plug-in-Einstellungen der gesamten Liste lassen
sich zusammen als Preset abspeichern (Effektvorlagen für Plug-ins).
Erweitert...: Öffnet den Dialog mit den erweiterten Einstellungen.
Navigationsschaltflächen: Hier können Sie mithilfe der
Navigationsschaltflächen ganz unten im Dialog von einem Video auf das
nächste wechseln.
Vom letzten übernehmen: Die Einstellungen des zuletzt eingestellten Videos
werden übernommen. Diese Option ist nur aktiv, wenn Sie mithilfe der
Navigationsschaltflächen (s. o.) ein Bild nach dem anderen bearbeiten.
OK: Die gemachten Einstellungen werden für das aktuelle Video
übernommen.
Auf alle anwenden: Die Effekte werden auf alle im Film enthaltenen Objekte
angewendet.
Abbrechen: Der Dialog wird geschlossen, die Einstellungen nicht mit
übernommen.
Erweitert...
Im „Erweitert“-Dialog wird der Suchpfad für die Plug-ins festgelegt. In diesen
Ordnern prüft MAGIX Video Pro X6 beim Programmstart nach vorhandenen
Plug-in-Dateien und nimmt diese in die Liste der verfügbaren Plug-ins auf. Mit
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Effekte
„Suchpfad hinzufügen“ werden neue Suchpfade hinzugefügt, mit „Suchpfad
löschen“ wieder aus der Liste entfernt.
Nur auf Dateiendung prüfen: Damit können Sie die Suche nach neuen Plugins bei einer großen Anzahl vorhandener Plug-ins beschleunigen, indem die
Plug-ins nicht nach Gültigkeit überprüft werden.
Unterordner durchsuchen: Die Suche wird auf Unterordner unter den
angegebenen Pfaden ausgedehnt.
Lokale Einstellungen
Videoeffekt-Plug-in auf Bitmaps für jeden Frame dynamisch neu berechnen:
Wenn Sie ein Plug-in auf ein Bitmap- (Bild-)Objekt anwenden, müssen Sie
diese Option aktivieren, wenn das Plug-in bewegte Effekte erzeugt.
Objekte animieren, Effektkurven
Im Reiter „Effekte“ unter „Videoeffekte“ und „Bewegungseffekte“ finden Sie
Effekte, die mittels Keyframes animiert werden können.
Folgende Objekte lassen sich animieren:
• Kombiobjekte
• Video-Objekte
• Bildobjekte (Standbilder)
• Titelobjekte
• Audio-Objekte (im Media Pool unter „Effekte“ > „Audioeffekte“ >
„Allgemein“)
• MAGIX 3D Maker-Objekte (3D-Texte)
Animation vorbereiten
• Wählen Sie zunächst im Projektfenster das Objekt aus, das animiert
werden soll. Bei komplexen Animationen empfiehlt es sich, vorher Marker
zur Orientierung zu setzen.
• Öffnen Sie im Media Pool den Reiter „Effekte“ und klicken Sie unter
„Videoeffekte“ bzw. „Bewegungseffekte“ auf den Effekt, den Sie animieren
möchten.
173
174
• Falls nötig, stellen Sie den Effekt so ein, wie es für den Beginn der
Animation gewünscht ist.
• Mit dieser Schaltfläche unten im Media Pool blenden Sie die
Zeitachse ein (und bei Bedarf auch wieder aus). Hier sehen Sie,
welche animierbaren Effekte für das ausgewählte Objekt aktuell
verwendet werden. Es können Keyframes gesetzt, ausgewählt,
verschoben und gelöscht werden.
In der Zeitachse zum Bearbeiten der
Bewegungen befinden sich zwei
gestrichelte Linien, die zur Orientierung
dienen. Mit diesen Linien erkennt man den
Anfang bzw. das Ende der Blenden.
Keyframe setzen
Mit einem Mausklick in die Zeitachse setzen Sie den Abspielmarker an die
Stellen, an denen ein Keyframe eingefügt werden soll.
Hinweis: Sie können zum exakten Positionieren auch die Zeitachse im
Projektfenster nutzen. Dabei empfiehlt sich die Verwendung von
Projektmarkern (siehe Seite 129).
• Mit dieser Schaltfläche setzen Sie einen Keyframe für alle in der
Animation benötigten Parameter.
• Weitere Keyframes fügen Sie hinzu, indem Sie zuerst den Abspielmarker
an die Stelle für den nächsten Keyframe setzen und anschließend direkt
den Effekt-Parameter ändern.
Die gesetzten Keyframes lassen sich auch nachträglich mit der Maus per Drag
& Drop verschieben.
Keyframe kopieren
• Wählen Sie den zu kopierenden Keyframe durch einen Mausklick
aus und klicken Sie die Schaltfläche zum Kopieren.
• Anschließend setzen Sie den Abspielmarker an die Stelle zum
Einfügen und klicken auf die Einfügen-Schaltfläche.
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Effekte
Keyframes einzelner Parameter anzeigen
Effekten werden immer mehrere Keyframes gleichzeitig zugewiesen, wenn sie
mehrere Parameter enthalten.
• Klicken Sie auf den kleinen Pfeil neben dem Namen des
animierten Effektes, um alle seine Parameter angezeigt zu
bekommen.
• Es lassen sich alle Keyframes der Effektparameter einzeln
zeitlich verschieben, löschen und aktivieren bzw.
deaktivieren.
Hinweis: Es werden nur die Parameter aufgelistet, die für die Animation
benutzt werden. Sobald beim Bearbeiten des Effektes ein weiterer Parameter
benötigt wird, wird er auch hier sichtbar.
Keyframes eines Effekts nachträglich ändern
Bereits gesetzte Keyframes lassen sich nachträglich sowohl zeitlich
verschieben als auch in ihren Parametern ändern.
• Keyframes lassen sich per Drag & Drop verschieben. Klicken Sie den zu
verschiebenden Keyframe an und ziehen Sie ihn an die gewünschte Stelle.
• Um eine Effekteinstellung an einem bereits gesetzten Keyframe zu ändern,
klicken Sie auf den Keyframe und passen anschließend im Media Pool den
Effekt an.
Keyframe löschen
Mit einem Mausklick auf den zu löschenden Keyframe
wählen Sie ihn aus.
Diese Schaltfläche entfernt den ausgewählten Keyframe.
Keyframe-Interpolation
Keyframe-Interpolation bezeichnet das Verfahren, wie zum nächsten
Keyframe überblendet wird. Dies kann entweder konstant („linear“) oder
abgeflacht („Bezier“) sein.
175
176
Die Interpolationsart stellen Sie für jeden animierten Effekt an den
Interpolationsschaltflächen vor der Keyframe-Leiste ein.
Neben den standardisierten Kurvenverläufen können Sie auch beliebig andere
Kurvenverläufe erzeugen (siehe Seite 177).
Lineare Interpolation
Standardmäßig ist lineare Interpolation eingestellt.
Hierbei werden die Werte eines Keyframes gleichmäßig, in Form einer
Gerade, in die des folgenden Keyframes überführt.
Weiche Bewegung
Die automatische Bezier-Interpolation sorgt für eine Näherungskurve
am Keyframe.
Dadurch werden die Bewegungsabläufe weicher und natürlicher.
Manuelle Bezier-Interpolation
Bei der manuellen Bezier-Interpolation lässt sich jeder Keyframe
separat einstellen.
Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf einen beliebigen Keyframe in
der Keyframe-Leiste. Dadurch öffnet sich ein Kontextmenü mit vier
Möglichkeiten.
Linear (Standardeinstellung): Keyframes mit der Einstellung „Linear“ werden
mit einer konstanten Parameteränderung angesteuert und wieder verlassen.
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Effekte
Ease In: Die Parameteränderung verlangsamt sich vor dem Keyframe. Die
Effektkurve vor dem Keyframe wird langsam abgeflacht. Die Effektkurve nach
dem Keyframe verläuft linear. Diese Einstellung ist für das erste Keyframe
nicht sinnvoll.
Ease Out: Die Parameteränderung startet nach dem Keyframe erst langsam
und wird nach und nach intensiver. Die Effektkurve nach dem Keyframe ist
erst flach und wird immer steiler. Die Effektkurve vor dem Keyframe verläuft
linear. Diese Einstellung ist für das letzte Keyframe nicht sinnvoll.
Ease In/Ease Out: Stellt die Optionen „Ease In“ und „Ease Out“ gemeinsam
ein.
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die Einstellungen für zwei aufeinander
folgende Keyframes immer zusammenwirken. D. h. wenn Sie einen
Keyframe auf „Linear“ stellen und den nachfolgenden Keyframe auf „Ease
In“, so erhält die Effektkurve trotzdem eine Krümmung. Eine komplett lineare
Änderung des Parameters zwischen den Keyframes erreichen Sie in diesem
Fall nur, wenn der zweite Keyframe auf „Linear“ oder „Ease Out“ steht.
Beispiel:
Linker Keyframe: Ease Out
Mittlerer Keyframe: Ease In/Ease
Out
Rechter Keyframe: Ease In
Effektkurve im Objekt bearbeiten
Effektkurve aktivieren: Für jeden animierten Effektparameter wird eine
eigene Kurve erzeugt, die über das Objekt gelegt wird. Klicken Sie auf
diese Schaltfläche, um die Effektkurve auf dem Objekt anzuzeigen.
Kurvenpunkte bearbeiten: Die Kurve kann
entweder über einzelne Kurvenpunkte
bearbeitet werden (im Standard-Mausmodus)
oder per Freihandzeichnen (im KurvenMausmodus) direkt gezeichnet werden.
Neue Kurvenpunkte lassen sich im Standard-Mausmodus per Strg +
Umschalt + Mausklick auf der Kurve hinzufügen, vorhandene werden auf
177
178
dieselbe Art und Weise gelöscht. Alle Kurvenpunkte können mit der Maus
horizontal und vertikal bewegt werden.
Hinweis: Die Schaltfläche zur Aktivierung der Effektkurve wird erst
angezeigt, nachdem ein erster Keyframe gesetzt wurde.
Effektkurven – weitere Funktionen
Das Kontextmenü lässt sich auch über den kleinen Pfeil neben der
Effektbezeichnung öffnen.
Effekt löschen: Der ausgewählte Effekt wird komplett entfernt.
Effektkurve löschen: Die Effektkurve wird entfernt und kann nun neu erstellt
werden.
Effektkurve kopieren: Die Effektkurve wird in die Zwischenablage kopiert und
kann an anderer Stelle wieder eingefügt werden.
Effektkurve einfügen: Eine zuvor kopierte Effektkurve lässt sich mit dieser
Funktion jederzeit woanders einfügen. Das kann ein anderer Effektparameter
im selben Objekt oder in einem anderen Objekt sein.
Hinweis: Wenn Sie die Kurve in ein längeres oder kürzeres Objekt einfügen
wollen, denken Sie daran, vor dem Kopieren die Option „Kurvenlänge mit
Objektlänge verbinden“ richtig zu setzen.
Kurvenlänge mit Objektlänge verbinden: Wenn diese Option gesetzt ist,
wirken sich Längenänderungen des Objekts entsprechend auch auf die
Effektkurve aus.
In der Praxis ist dieses Verhalten nur selten erwünscht, beispielsweise wenn
Objekte gestreckt oder gestaucht werden. Daher ist die Option
standardmäßig deaktiviert.
Effektkurve laden: Eine zuvor abgespeicherte Effektkurve lässt sich über
diesen Menüpunkt laden. Dies ist beispielsweise nützlich, wenn Sie eigene
Standardanimationen angelegt haben.
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Effekte
Hinweis: Die aktuelle Effektkurve wird durch das Laden einer anderen
überschrieben.
Effektkurve speichern: Effektkurven lassen sich als separate Datei
abspeichern. Das ist nützlich, wenn Sie eigene Standardanimationen anlegen
wollen, die sich an anderen Stellen wieder laden lassen.
Tipp: Beachten Sie, dass beim Speichern die Einstellung „Kurvenlänge mit
Objektlänge verbinden“ mit abgespeichert und beim Laden angewendet
wird.
Effektkurve bearbeiten
Dieser Dialog dient dem Strecken, Stauchen und Verschieben von
Effektkurven innerhalb eines Objektes. In der Titelzeile des Dialogs wird der
Effekt angezeigt, dessen Automationskurve gerade bearbeitet wird.
Position verschieben
Zeitachse: Mit jedem Klick auf den Pfeil nach vorne oder hinten verschieben
Sie die Effektkurve um den hier eingegebenen Zeitwert.
Effekt: Jeder Klick auf den Pfeil nach oben oder unten verschiebt die
Effektkurve um den eingegebenen Wert. Abhängig vom Effekt ist es möglich,
exakte oder prozentuale Werte anzugeben.
Strecken/Stauchen
Zeitachse: Die Effektkurve wird um den angegebenen Zeitwert gestreckt bzw.
gestaucht. Invertieren kehrt die Kurve zeitlich um, sie wird „rückwärts“
eingefügt. Dabei wird von der gesamten Objektlänge ausgegangen.
Effekt: Die Effektkurve wird in ihren Werten gedehnt oder gestaucht, eine
zeitbezogene Bearbeitung findet nicht statt. Bei der Bearbeitung ist die
gesetzte Option (siehe Tabelle) von entscheidender Bedeutung.
Spiegeln: Die gesamte Kurve wird auf der X-Achse gespiegelt, deren Lage
durch die folgende Option bestimmt wird.
...um Objektmitte: Die XAchse liegt genau in der
Objektmitte.
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180
...um Kurvenmitte: Die
X-Achse liegt zwischen
oberem und unterem
Automationspunkt.
...um Kurvenminimum:
Die X-Achse liegt auf
Höhe des untersten
Automationspunktes.
...um Kurvenmaximum:
Die X-Achse liegt auf
Höhe des obersten
Automationspunktes.
Animationen außerhalb des Bildbereiches
Animierte Effekte lassen sich gut nutzen, um Objekte oder Titel durchs Bild
„fliegen“ zu lassen. Hierbei empfiehlt es sich, den Start- und den Endpunkt der
Animation außerhalb des Bildes zu legen.
Dazu benötigen Sie ein Video-Objekt und ein zu animierendes zweites Objekt,
z. B. einen Titel oder ein verkleinertes Bild, das durchs Videobild fliegen soll.
So geht's:
• Klicken Sie auf den Programmmonitor und zoomen Sie aus dem Videobild
heraus (Strg + Mausrad). Dabei entsteht eine Arbeitsfläche an den
Rändern des verkleinerten Vorschaubildes.
• Wählen Sie den Effekt „Position/Größe“ (siehe Seite 161).
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Effekte
• Schieben Sie das zu animierende Objekt an die Stelle der Arbeitsfläche,
von der aus die Animation starten soll. Z. B. links neben das Vorschaubild:
• Setzen Sie den Abspielmarker an die Stelle, an der die Animation beginnen
soll.
• Setzen Sie einen Keyframe für den Start der Animation.
• Setzen Sie den Abspielmarker an die Stelle, an der das zu animierende
Objekt wieder aus dem Bild verschwunden sein soll.
• Schieben Sie das Objekt an die Stelle der Arbeitsfläche, an der die
Animation enden soll. Z. B. rechts neben das Vorschaubild.
• Es wird automatisch ein zweiter Keyframe für das Ende der Animation
gesetzt.
• Spielen Sie das Ergebnis ab.
Und schon fliegt das zu animierende Objekt von links nach rechts durchs
Videobild.
181
182
Effektmasken erstellen
Effektmasken mit MAGIX Video Pro X6 erstellen
Effektmasken helfen Ihnen, Effekte an verschiedenen Bereichen eines
Videobildes unterschiedlich stark anzuwenden. Als Maske wird dabei ein
bestimmtes Bild angewendet, durch das die Bereiche, an denen der Effekt zum
Einsatz kommen soll, bestimmt wird.
Typische Anwendungsfälle sind:
• Bildoptimierungen: Ein typisches Beispiel dafür sind horizontale
Videoschwenks mit Horizont, bei denen der obere bzw. untere Bildbereich
aufgehellt oder eingefärbt werden soll.
• Effektvolle Farbverläufe, Einfärbungen u. ä.
• Spezialeffekte wie z. B. das Verpixeln eines Autokennzeichens
Effektmasken sind ansonsten normale Bildobjekte und lassen sich wie diese
animieren oder an eine bestimmte Bildposition heften, um sie für bewegte
Videobilder nutzen zu können.
So geht's:
• Wählen Sie im Projekt zunächst das Objekt
aus, für das eine Effektmaske verwendet
werden soll.
• Öffnen Sie die gewünschte Effektseite im Media Pool. Es muss sich dabei
um Parameter aus dem Bereich „Videoeffekte“ handeln (ohne
„Geschwindigkeit“ und „Chroma Key“).
• Stellen Sie nun die Effektparameter im Media Pool ein, die mit der
Effektmaske angewendet werden sollen.
http://pro.magix.com
Effekte
• Klicken Sie auf der Effektseite auf
die Schaltfläche mit dem Pfeil nach
unten und wählen aus dem Menü
den Eintrag „Effektmaske laden“.
Im sich nun öffnenden Ordner finden Sie Vorlagen für SD- und HD-Material.
Doppelklicken Sie auf die Maske, die Sie anwenden möchten. Je heller die
Stelle in der Effektmaske, desto stärker wirkt der Effekt. Schwarz bedeutet:
Keine Effektwirkung; Weiß bedeutet: Volle Effektwirkung. Beim Verwenden
eigener farbiger Bilder werden einfach die Helligkeitswerte genutzt.
• In der Effektübersicht können Sie
anschließend einstellen, dass die
Effektmaske auch für andere Effekte
verwendet werden soll. Klicken Sie
auf die Maskierungs-Schaltfläche für
jeden Effekt, für den die Effektmaske
gelten soll.
• Um die Effektmaske wieder zu entfernen, klicken Sie wieder auf die
Schaltfläche mit dem Pfeil nach unten und wählen den Eintrag
„Effektmaske löschen“.
Um nun die Effektmaske auf einen bestimmten Bereich im Video
anzuwenden, müssen Sie sie weiter bearbeiten. Zum Bearbeiten der
Effektmaske gibt es mehrere Möglichkeiten:
• Sie können die Größe und Position der Effektmaske so festlegen, dass die
Maske genau auf das zu bearbeitende Bildelement passt. Lesen Sie dazu
den Abschnitt „Position/Größe“ (siehe Seite 161).
• Anschließend heften Sie die Maske an die Position im Video, damit sie
sich mit dem dazugehörigen Bildelement mitbewegt. Lesen Sie dazu den
Abschnitt „An Bildposition im Video heften“ (siehe Seite 187).
• Oder Sie animieren das Effektmasken-Objekt direkt. Zum weiteren
Vorgehen lesen Sie bitte den Abschnitt „Objekte animieren“ (siehe Seite
173).
T
Tipp: Sie können auch eigene Effektmasken nutzen. Jedes Bild oder Foto im
JPEG-Format lässt sich verwenden. Zeichnen Sie beispielsweise ein
183
184
passendes Bild mit einem Zeichenprogramm, speichern Sie es als JPEG ab
und laden Sie es mithilfe der Option „Effektmaske laden“ in MAGIX Video
Pro X6.
Effektmaske mit Xara Designer erstellen
Sie können auch animierte Effektmasken im Flash-Format erstellen, um die
Effektregulierung an die bewegten Videobilder anzupassen. Dazu muss die
Programmversion MAGIX Foto & Grafik Designer 2013 (oder neuer) bzw.
MAGIX Designer Pro X (oder neuer) auf dem PC installiert sein.
Gehen Sie dazu wie folgt vor:
1. Markieren Sie im Projekt das Bild-/Video-Objekt, für die Sie eine
Effektmaske erstellt möchten.
2. Öffnen Sie die gewünschte Effektseite im Media Pool, die als Effekt
angewendet werden soll. Klicken Sie auf die Schaltfläche mit dem Pfeil nach
unten und wählen Sie aus dem Menü „Effektmaske erstellen“.
Hier finden Sie auch einen Eintrag mit dem Sie die Effektmaske bei Bedarf
auch wieder löschen können.
MAGIX Foto & Grafik Designer bzw. MAGIX Designer Pro X startet nun mit
einem Animationsdokument und der geöffneten Frame-Galerie. Der erste
Frame wird automatisch angelegt und zeigt das Startbild des markierten Bild/Video-Objekt aus MAGIX Video Pro X6.
3. Effektmaske erstellen:
Hinweis: Beachten Sie dabei: Je heller die Effektmaske, desto stärker wirkt
der Effekt in MAGIX Video Pro X6 später. Schwarz bedeutet: keine
Effektwirkung; Weiß bedeutet: volle Effektwirkung. Am besten ist, Sie färben
http://pro.magix.com
Effekte
die Objekte, die später als Effektmaske dienen sollen, weiß ein und steuern
die Intensität des Effekts über MAGIX Video Pro X6 selbst.
• Erstellen Sie mit den Werkzeugen des Editors die gewünschte
Maskenform. Legen Sie also ein Objekt an, welches den Bereich markiert,
wo der Effekt später angewendet werden soll. Es wird automatisch dem
ersten Frame zugewiesen.
Mit der Funktion „Maske umkehren“ in MAGIX Video Pro X6 können Sie
indirekt auch genau den Bereich durch ein Objekt markieren, auf den der
Effekt nicht angewendet werden soll.
• Färben Sie das Objekt weiß ein.
• Geben Sie dem Objekt einen Namen, in dem Sie im Kontextmenü auf
„Namen...” klicken. Geben Sie unter „Namen” den Namen an und klicken
Sie auf „Hinzufügen” und „Schließen”.
• Erstellen Sie durch Klick auf „Kopieren“ in der Frame-Animationsgalerie
weitere Frames. Das Objekt, welches sich später bewegen soll, wird
automatisch in den neuen Frame übernommen.
Mit jedem neuen Frame wird automatisch an die korrespondierende Stelle
im Video gesprungen, so dass Sie das Objekt direkt an das Videobild
anpassen können, indem Sie sie an die richtige Stelle verschieben.
Tipp: Weitere Informationen zur Arbeit mit Flash-Animationen finden Sie in
der Dokumentation des Editors.
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4. Schließen Sie das Dokument des externen Editors. Sie müssen es nicht
speichern, denn es wird beim Schließen automatisch an MAGIX Video Pro X6
übergeben und als Effektmaskenobjekt unterhalb des Bild- oder VideoObjektes angelegt und damit verknüpft.
Möchten Sie die Effektmaske nachträglich bearbeiten, klicken Sie doppelt auf
das Effektmaskenobjekt, um den externe Editor mit der geöffneten Maske zu
starten.
Als Nächstes geht es darum, den Effekt einzustellen, der von der Effektmaske
geregelt werden soll.
5. Effekt einstellen:
• Markieren Sie das Ausgangsobjekt, zu dem Sie gerade eine Maske erstellt
haben.
• Stellen Sie im Media Pool die Effektparameter ein, die von der Effektmaske
reguliert werden sollen. Es muss sich dabei um Parameter aus dem
Bereich „Videoeffekte“ handeln (ohne „Geschwindigkeit“ und „Chroma
Key“).
Der Effekt wird zunächst auf das gesamt Objekt angewendet.
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Effekte
6. Effektmaske aktivieren:
Klicken Sie in der Effektübersicht am unteren Rand des Media Pools auf das
Maskensymbol für jeden Effekt, für den die Effektmaske gelten soll.
Sie können die Effektmaske umkehren, indem Sie mit dem Mauszeiger über
das Effektmasken-Objekt gehen und auf den kleinen Pfeil links klicken. Die
Effekte werden dann nicht auf die Maske entgewandt, sondern auf das
restliche Bild.
Maske umkehren
Sie können die Maske umkehren: Klicken Sie dazu auf den
Pfeil im Maskeneffektobjekt, der erscheint, sobald Sie mit
der Maus über dieses Objekt gehen. Alle dunklen Bereiche
werden dadurch hell, alle hellen Bereiche dunkel. Durch
erneutes Klicken heben Sie die Umkehrung wieder auf.
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An Bildposition im Video heften
Sie können ein Bildobjekt oder einen Titel an einen bewegten Bildinhalt eines
Videos „anheften“. Das angeheftete Objekt vollzieht die Bewegung des
Bildinhalts aus dem Video automatisch mit. Sie können zum Beispiel einer
Person im Video einen Hut aufsetzen, der immer auf dem Kopf bleibt, auch
wenn die Person hüpfend durch das Bild läuft.
So geht's:
• Platzieren Sie ein Bildobjekt (z. B. ein Hut-Foto) auf einer Spur unter ein
Video mit einem bewegten Bildinhalt (z. B. eine gehende Person).
• Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Bildobjekt und wählen Sie
„An Bildposition im Video heften“.
• Lesen Sie die Infos im Dialog und klicken Sie auf „Weiter“.
Hinweis: Wenn Sie zwei Objekte anheften wollen - z. B. einen Titel und eine
Sprechblase - , erscheint jetzt ein zusätzlicher Dialog, in dem Sie festlegen
können, welches der Objekte Sie an das Video anheften wollen.
• Im nächsten Dialog werden Sie aufgefordert, einen Rahmen um den zu
verfolgenden Bildinhalt zu zeichnen. Der Bildinhalt sollte dabei einen
möglichst hohen Kontrast zum Hintergrund haben.
• Anschließend wird die Bewegung automatisch berechnet und eine
entsprechende Reihe von Keyframes generiert, die den „Position/Größe“Effekt wunschgemäß steuern.
Überlagerungsgrafik/-animation erstellen
Erstellen Sie Vektorgrafiken bzw. -animation in einem externen Editor wie
Xara Designer Pro, um diese als Overlay-Objekte in MAGIX Video Pro X6
weiterzuverwenden. Ein typischer Anwendungsfall wäre das Zeichnen eines
Objekts, um im Video bestimmte Bereiche zu überdecken, z. B. ein schwarzer
Balken für die Augen einer Person. Overlay-Objekte sind nicht an das
Ausgangsmaterial durch Gruppierungen geheftet. Sie können frei verschoben
und weiterverarbeitet werden.
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Effekte
Hinweis: Dieser Menüeintrag wird nur sichtbar, wenn ein entsprechendes
Grafikprogramm auf dem PC installiert ist.
Zum Erstellen eines Overlay-Objekts, gehen Sie wie folgt vor:
1. Wählen Sie im Projekt das Bild- oder Video-Objekt aus, zu dem ein OverlayEffekt erstellt werden soll.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf dieses Objekt und wählen Sie im
Kontextmenü den Videoeffekt „Überlagerungsgrafik/-animation erstellen“.
Der externe Grafikeditor wird gestartet. Ihr ausgewähltes Objekt wird
angezeigt, damit Sie eine bessere Vorstellung bei der Erstellung des Overlays
haben.
3. Erstellen Sie die Vorlage für das Overlay-Objekt. Sie können alle Funktionen
des Editors nutzen.
4. Schließen Sie den Editor. Sie müssen das Projekt im Editor nicht speichern,
denn es wird beim Schließen des Programms automatisch an MAGIX Video
Pro X6 übergeben und als Overlay-Objekt unterhalb des Bild- oder VideoObjektes angelegt.
Dieses können Sie nun mit MAGIX Video Pro X6 nach Ihren Wünschen
weiter bearbeiten, z. B. mithilfe der Bewegungseffekte animieren (siehe Seite
161).
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190
Bildstabilisierung
Die Bildstabilisierung ist das Werkzeug Ihrer Wahl, um wackelige und zittrige
Bilder zu beruhigen. Diese Funktion lässt sich über das Kontextmenü eines
Video-Objektes oder das Menü „Effekte > Video-Objekteffekte“ aufrufen.
Funktionsweise
Die Bildstabilisierung gleicht ungewollte Bewegungen im Bild aus. Dazu
verschiebt sie das Bild entsprechend der fehlerhaften Bewegungen in die
jeweilige Gegenrichtung. Dadurch entstehen am Rand des verschobenen
Bildes einerseits überstehende Kanten, die automatisch weggeschnitten
werden, andererseits schwarze Streifen, die durch einen entsprechenden
Zoom aus dem Bild verbannt werden. Das Ergebnis: ein deutlich ruhigeres,
nahezu unmerklich vergrößertes Bild.
Anwendung
Zunächst muss das Bildmaterial auf Verwacklungen untersucht werden. Dazu
klicken Sie auf die Schaltfläche „Stabilisierung durchführen“. Anhand der
voreingestellten Parameter wird eine relative Verschiebung zwischen den
Bildern errechnet. Nach Abschluss der Analyse schauen Sie sich die
vorgeschlagene Korrektur an. Nutzen Sie dazu den Schieberegler (Fader).
Wenn Sie mit der Korrektur zufrieden sind, klicken Sie auf „OK“. Wenn nicht,
müssen Sie die unten aufgeführten Parameter ändern und die Analyse ggf.
wiederholen.
Bildstabilisierungsdialog
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Effekte
Stabilisierungsradius: Damit die Bildstabilisierung nicht jede Bewegung und
jeden Kameraschwenk als Verwacklung auffasst, können Sie hier den Radius
bestimmen, die die Verwacklungen einnehmen können: Je größer der
Stabilisierungsradius, desto größere Verwackler werden korrigiert. Wenn Sie
diesen Wert ändern, müssen Sie das Material neu analysieren.
Bereich für Analyse: Hier stellen Sie ein, welcher Bereich im Bildmaterial
analysiert werden soll. Voreingestellt ist die Bildmitte. Wenn die Verwacklung
in einem anderen Bereich stärker auftritt (z. B. bei einem Vordergrundelement
an der Bildseite), verschieben Sie den Analysebereich. Dazu benutzen Sie die
Maus, mit der Sie den verwackelten Bereich aufziehen. Je kleiner der
Analysebereich, desto schneller wird die Analyse berechnet. Denn auch bei
diesem Wert gilt: Wenn Sie diesen Wert ändern, müssen Sie das Material neu
analysieren.
Maximale Verschiebung: Bei der Korrektur wird das Bild entsprechend der
Wackelbewegungen verschoben. Das bedeutet, dass Randbereiche des Bildes
entfernt werden. Mit diesem Wert wird festgelegt, wie groß der Randbereich
ist, der durch die Ausgleichsbewegungen weggeschnitten werden darf: Je
kleiner der Wert, desto geringer fällt der Bewegungsausgleich aus.
Änderungen dieses Wertes sind sofort wirksam.
Zeitliche Glättung: Dieser Wert bestimmt die Geschwindigkeit der
Bewegungen, die als Verwacklungen gelten. Damit unterscheiden Sie
beispielsweise Kameraschwenks von nervösem Handzittern. Änderungen
dieses Wertes sind sofort wirksam.
Abbruch: verlässt den Dialog, ohne die Einstellungen zu übernehmen.
Rücksetzen: setzt die aktuellen Einstellungen zurück.
Bildverbesserungen für den gesamten
Film
Sie erreichen die „Effekteinstellungen Film“ über das Menü „Effekte“. Alle hier
getroffenen Einstellungen wirken sich auf den gesamten Film aus. Für jeden
Film im Projekt werden die Einstellungen separat vorgenommen.
Auf der rechten Seite sehen Sie eine Vorschau für die aktuellen Einstellungen.
Über den Positionsschieberegler steuern Sie verschiedene Stellen im Film an,
um zu sehen, wie sich die gerade gewählte Einstellung auf das Bildmaterial
auswirkt.
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Helligkeit/Kontrast
Helligkeit: Mit den Schiebereglern erhöhen bzw. reduzieren Sie die Helligkeit
des Objektes.
Selektive Helligkeit (Gamma): „Gamma“ legt den mittleren Grauwert fest, der
sich aus verschiedenen Farbbereichen ermitteln lässt. „Selektive Helligkeit“ ist
die wichtigste Funktion zur Bildverbesserung. In der Preset-Liste wählen Sie
unterschiedliche Regelkurven aus und bearbeiten nur die dunklen, mittleren
oder hellsten Stellen im Bild.
Mit dem Schieberegler lässt sich die Stärke der Aufhellung bzw. Abdunkelung
einstellen.
Kontrast: Mit den Schiebereglern erhöhen bzw. reduzieren Sie den Kontrast
des Objektes.
Farbraumanpassung: Diese Option wirkt gegen zu kräftige Farben, die gegen
die Fernsehnorm verstoßen und auf dem TV-Bildschirm nicht mehr korrekt
dargestellt werden können. Dabei wird die Farbsättigung des betroffenen
Materials soweit heruntergesetzt, bis der maximal zulässige Wert erreicht ist.
Farbe
Farbton: Auf der Farbtafel können Sie einen Farbton zur Nachfärbung des
Bildes auswählen.
Sättigung: Über den Schieberegler „Sättigung“ erhöhen bzw. reduzieren Sie
die Farbanteile des Bildes. Dabei kommt ein Algorithmus zum Einsatz, der die
Farbveränderungen in Abhängigkeit anderer Parameter (z. B.
Kontrasteinstellungen) vornimmt, um eine möglichst natürliche Färbung zu
erreichen.
Rot/Grün/Blau: Über die Schieberegler Rot/Grün/Blau können Sie das
Mischungsverhältnis des jeweiligen Farbanteils korrigieren.
Bildschärfe
Mit dem Schieberegler erhöhen (schärfen) bzw. reduzieren (weichzeichnen)
Sie die Schärfe des Objektes.
Feineinstellung: Stellen Sie ein, ob die Schärfe-Einstellung auf Flächen bzw.
auf Kanten wirken soll. Damit können Sie konstante Bildstörungen
wirkungsvoll abschwächen.
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Effekte
Stärke des Anti-Flimmerfilters: Das Anti-Flimmerfilter wirkt sich nur auf
Bilder aus. Es ist vor allem für Zoomfahrten bei Bildern mit vielen
kontrastreichen Übergängen/Kanten (z. B. Zäune, Gitter, Ziegelmauern)
gedacht. Solche hochfrequenten Bereiche erzeugen beim Verkleinern häufig
Flimmern. Durch das Filter werden diese Kanten etwas geglättet.
Die Stärke des Anti-Flimmerfilters sollten Sie nach persönlichem Geschmack
einstellen, da eine Glättung immer ein Kompromiss zwischen gutem Kontrast
und flüssigem Bildverlauf beim Abspielen ist..
Stärke des Anti-Flimmerfilters: Das Anti-Flimmerfilter wirkt sich nur auf
Bilder aus. Es ist vor allem für Zoomfahrten bei Bildern mit vielen
kontrastreichen Übergängen/Kanten (z. B. Zäune, Gitter, Ziegelmauern)
gedacht. Solche hochfrequenten Bereiche erzeugen beim Verkleinern häufig
Flimmern. Durch das Filter werden diese Kanten etwas geglättet.
Die Stärke des Anti-Flimmerfilters sollten Sie nach persönlichem Geschmack
einstellen, da eine Glättung immer ein Kompromiss zwischen gutem Kontrast
und flüssigem Bildverlauf beim Abspielen ist.
TV-Bild
Diese Option sorgt für eine optimale Anpassung der Bildgröße an das reale
Fernsehbild („Anti-Cropping“). Ohne eine Justierung würde der Fernseher ggf.
Bildrandbereiche abschneiden.
TV-Anzeigebereich in Vorschaumonitor einblenden: Mit dieser Option
werden die Bildränder des Fernsehers als Linien am Vorschaumonitor
angezeigt. Die vier Bildränder des TV-Anzeigebereichs lassen sich anhand der
vier Eingabefelder festlegen. Dazu muss natürlich die reale Größe des TVBildes bekannt sein. Um das festzustellen bietet sich folgendes Verfahren an:
Anhand der vier Eingabefelder lassen sich die vier Seitenränder des Bildes
prozentual frei justieren. Hier gilt es den besten Ausgleich zu finden zwischen
einer Verkleinerung, einer Balkenbildung und einem Beschnitt des Bildes:
• Wenn für alle vier Ränder der gleiche Wert eingegeben wird, wird das Bild
proportional verkleinert. Dabei treten keine Verzerrungen auf, jedoch
entstehen Balken an den Rändern.
• Wenn für die 4 Felder unterschiedliche Werte eingegeben werden, wird
das Bild unproportional verkleinert. Dadurch entsteht eine Verzerrung des
Bildes.
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Randbereiche anwenden auf: Mit dieser Option werden die Eingabewerte für
die vier Bildränder als Verkleinerung angewendet. Das Ergebnis lässt sich
sofort am Vorschaumonitor überprüfen.
Ermittlung des sichtbaren TV-Bildes
Um die Bildeigenschaften Ihres Fernsehers und die optimalen Einstellungen
des Bildgröße-Editors herauszufinden, sollten Sie einen Testdurchlauf
machen:
• Laden Sie das Projekt „Sichtbares TV-Bild“ aus dem Ordner „Eigene
Medien > Projekte > Sichtbares TV-Bild“ im Media Pool.
• Spielen Sie es ab und lesen Sie dabei die Erläuterungen am
Vorschaumonitor.
• Brennen Sie das Projekt auf DVD.
• Legen Sie den Datenträger in Ihren Player und spielen Sie den Testfilm ab.
Vergleichen Sie das Fernsehbild mit dem Bild, das Ihnen auf dem
Vorschaumonitor von MAGIX Video Pro X6 gezeigt wird.
• Anhand der vier Maßstäbe an den Rändern des Testbildes können Sie für
jeden Rand den prozentualen Wert ermitteln, der vom Fernseher
abgeschnitten wird.
• Geben Sie die abgelesenen Werte im Editor „Volle TV-Größe“ ein.
Jetzt haben Sie eine auf Ihr Fernsehbild optimierte Bildgröße. Beachten Sie
aber, dass sich die Beschnittwerte je nach Geräteeinstellung und
Datenträgertyp ändern können.
Bildverbesserungen für einzelne Objekte
Im Kontextmenü finden Sie verschiedene Anpassungsmöglichkeiten für
ausgewählte Video- oder Bildobjekte.
Interpolation für Interlace-Material: Wählen Sie diese Option, um
Kammstrukturen aus einem (Video-) Bild zu entfernen. Wenn Sie z. B.
Standbilder aus einem Video extrahieren, entstehen solche Kammstrukturen
in Bildteilen mit Bewegung.
Anti-Interlace-Filter: Wählen Sie diese Option für Standbilder, die sehr feine
Strukturen mit hohem Kontrast haben. Bei der Wiedergabe auf TV-Bildschirm
können Sie damit das Zeilenflimmern beseitigen.
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Stereo3D
Randbeschneidungsausgleich: Wählen Sie diese Option, wenn Randbereiche
bei der Wiedergabe am Fernseher abgeschnitten werden. Hierbei werden die
Werte aus „Effekteinstellungen Film“ (siehe Seite 193) verwendet.
Stereo3D
MAGIX Video Pro X6 ermöglicht das Verarbeiten und Erzeugen von „echten“
3D-Videos und -Fotos. Zunächst werden wir uns einen Einblick in dieses
komplexe Thema verschaffen, um die wichtigsten Grundlagen und goldenen
Regeln kennenzulernen. Anschließend beschäftigen wir uns detailliert mit den
einzelnen Arbeitsschritten.
Hinweis zur Nutzung von 3D-Inhalten: Manche Menschen verspüren
Unbehagen (wie z. B. Kopfschmerzen, Überanstrengung, Erschöpfung der
Augen oder Übelkeit), wenn sie sich 3D-Videos ansehen. Wir empfehlen
daher regelmäßige Pausen. Außerdem sollten Nutzer bei auftretenden
Problemen sofort den Gebrauch stoppen und einen Arzt oder Augenoptiker
aufsuchen. Auch das unsachgemäße Erzeugen von 3D-Inhalten ruft die
genannten Symptome hervor.
Warnung für Kleinkinder: Das Sehvermögen von kleinen Kindern (besonders
den unter Sechsjährigen) befindet sich noch in der Entwicklung. Wir
empfehlen Ihnen, den Arzt oder Augenoptiker Ihres Kindes aufzusuchen,
bevor Sie Kleinkindern erlauben, 3D-Videos zu schauen.
3D-Grundlagen
Die menschlichen Augen nehmen Gegenstände aus zwei verschiedenen
Blickwinkeln wahr, unser Gehirn „errechnet“ daraus das Bild, das wir sehen.
Auf diese Weise erkennen wir den Abstand und die Position eines
Gegenstands. Deshalb sollte das 3D-Material, das wir verarbeiten wollen,
schon nach diesem Ideal aufgenommen werden.
3D schauen
Eine gewöhnliche Leinwand oder ein einfacher Fernseher kann Bilder nur in
zwei Dimensionen darstellen, daher wurden verschiedene Techniken
entwickelt, um Bilder in 3D wahrnehmen zu können. Alle Techniken haben
bisher eines gemeinsam: Es werden spezielle Brillen benötigt, um dem linken
und rechten Auge verschiedene Informationen zu liefern. Auf diese Techniken
gehen wir später noch detailliert ein.
195
196
Drei goldene Regeln
• Grenzen bei der Aufnahme einhalten: Um eine 3D-Aufnahme (siehe Seite
196) mit natürlichen Tiefeninformationen zu erhalten, müssen gewisse
Grenzen eingehalten werden. Die wichtigste dieser Regeln ist, den
sogenannten Nahpunkt nicht zu unterschreiten. Der Nahpunkt ist die
Stelle im Bild, die der Kamera am nächsten ist.
• Nahpunkt umrahmen: Um die 3D-Wirkung hinter das Scheinfenster zu
bringen, müssen die beiden Teilbilder an der Stelle des Nahpunkts exakt
übereinander geschoben werden. Gleichzeitig müssen auf den Rändern
beider Teilbilder dieselben Objekte zu sehen sein, im Bedarfsfall benutzen
Sie dafür die Ausschnittfunktion im Media Pool (siehe Seite 162).
Hinweis: Das Scheinfenster ist eine Art erdachte Scheibe, hinter welcher sich
der 3D-Film abspielt. Sie markiert somit den Punkt, der am weitesten vorne
ist. Das Nichteinhalten dieser Regel kann eine Art „Herausspringen“ des
jeweiligen Gegenstands aus dem Scheinfenster hervorrufen, was bei
übertriebener Anwendung aber zu Unbehagen und Kopfschmerzen führen
kann.
• Natürliche Blickrichtung der Augen beachten: Gegenstände mit einer 3D-
Tiefenwirkung werden in einem Rot/Cyan-Bild (Anaglyph), das ohne Brille
betrachtet wird, als verschoben wahrgenommen. Diese Verschiebung
sollte nach Möglichkeit unter 1/30 des gesamten Bildbreite bleiben. Im
Extremfall schauen die beiden menschlichen Augen in entgegengesetzte
Richtungen (divergente Ausrichtung).
Hinweis: Verschiebungen darf es nur auf der horizontalen Achse geben.
Unterschiede auf der vertikalen Achse und verdrehte Teilbilder müssen
angeglichen werden!
3D aufnehmen
Der Abstand der menschlichen Augen beträgt ca. 65 mm, dieser bildet die
sogenannte „Stereobasisbreite“. Da unsere Augen aber beweglich sind und
wir „schielen“ können, ist es uns möglich, Objekte die näher sind, problemlos
zu fokussieren.
Es existieren verschiedene Techniken beim 3D-Aufnehmen. Jede hat ihre Vorund Nachteile:
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Stereo3D
• 3D-Kameras mit zwei Objektiven: Die Vorteile liegen auf der Hand – diese
Kameras liefern 3D-Material, ohne dass großer Aufwand betrieben
werden muss. Nachteilig kann hier sein, dass die Stereobasisbreite
(Objektivabstand) festgelegt ist.
• Zwei Kameras auf einer speziellen Halterung: Hier muss etwas größerer
Aufwand betrieben werden. Auf einer speziellen Halterung werden zwei
Kameras angebracht, die gleichzeitig jeweils das Material für die linke und
rechte Seite des 3D-Bildes aufnehmen, z. B. lassen sich hierfür
Mikrofonhalterungen für Stereoaufnahmen zweckentfremden.
Nachteilig ist hier beim Fotografieren, dass die Auslöser exakt zum
gleichen Zeitpunkt betätigt werden müssen, falls bewegte Objekte auf
dem Bild sind. Bei Videos müssen die beiden Filme vor dem
Weiterverarbeiten zeitlich synchronisiert werden.
Vorteile: Die Stereobasisbreite lässt sich mit dem Abstand der Kameras
variieren; größere Auswahl an Kameramodellen.
• Zwei Fotos mit derselben Kamera: Mit dieser Technik sind nur
Standbildaufnahmen möglich. Mit der Kamera werden einfach zwei Fotos
aus verschiedenen Blickwinkeln aufgenommen, die sich dann als linkes
und rechtes Bild verwenden lassen. Am besten verwenden Sie dafür ein
Stativ.
• Gleichmäßig schnelle Kamerafahrt, z. B. entlang einer Straße: Hier wird
nur eine einzige gewöhnliche Kamera gebraucht, dafür ist das
Einsatzgebiet sehr eingeschränkt. Dies ist die kostengünstigste Variante,
3D-Videos zu erzeugen. Bei einer Geschwindigkeit von ca. 6-15 km/h wird
Videomaterial aufgenommen. Beim Bearbeiten wird das erzeugte VideoObjekt dupliziert, eines der beiden Videos wird zeitlich versetzt
abgespielt. Aus der Fahrtrichtung ergibt sich dann, welches das linke und
rechte Bild ist. Mit dieser Technik lassen sich auch Standbilder in 3D
erzeugen.
Achtung, Mindestabstand!
Die Position des Gegenstands, der dem Objektiv bzw. den Objektiven am
nächsten ist, wird als „Nahpunkt“ bezeichnet. Dieser Nahpunkt darf eine
bestimmte Mindestentfernung nicht unterschreiten und lässt sich mit
folgender Formel leicht errechnen:
Hinweis: Brennweite des Objektivs (z. B. 25mm) x Stereobasisbreite (z. B.
65mm) x 1,5* /1mm**= Nahpunkt (2437,5mm ~ 2,44m)
*1,5 ist ein Faktor, der sich aus dem Verschnitt ergibt, der bei einer
Aufnahme durch das Objektiv entsteht.
197
198
**1mm ist die sog. Deviation bzw. das „Maß der Räumlichkeit“. Hierbei
handelt es sich auch nur um einen groben Richtwert.
Beispiele anhand von 3D-Kameras:
Panasonic HDC-SDT750 (Basisbreite 12mm): Nahpunkt liegt etwa bei 1,5m.
Fuji REAL 3D W3 (Basisbreite 75mm): Nahpunkt liegt bei 3m, für
Teleaufnahmen sogar bei 8m.
Im weiteren Verlauf der 3D-Bearbeitung nimmt dieser sogenannte Nahpunkt
noch eine wichtige Rolle ein.
3D-Bearbeitung vorbereiten
3D-Videos werden von den verschiedenen Kameras unterschiedlich
aufgenommen und gespeichert, das heißt: Je nach Kameramodell oder
Aufnahmemethode liegen die Videos oder Bilder in unterschiedlicher Form
vor.
In einer Datei
Viele Kameras, insbesondere für Fotoaufnahmen, erzeugen eine einzige Datei,
die linkes und rechtes Bild nebeneinander enthält.
• Ziehen Sie diese Dateien wie gewohnt aus dem Media Pool in das
Arrangement.
• Markieren Sie die erzeugten Objekte.
• Wählen Sie im Media Pool unter „Effekte > Stereo3D > Eigenschaften>
Stereo erzeugen den Eintrag „Side-by-Side (linkes Bild links/rechts)" für
Material mit halber Breite.
Hinweis: Wenn Sie selber Side-by-Side-Material erstellt haben (z. B. zwei
Fotos nebeneinander angeordnet in einer Bilddatei), verfahren Sie wie bereits
beschrieben, wählen jedoch zuletzt den Eintrag „Side-by-Side (linkes Bild
links/rechts)" für Material mit voller Breite.
In mehreren Dateien
Einige 3D-Kameras erzeugen jeweils eine Datei für linke und rechte Seite.
Falls Sie mit einer gewöhnlichen Fotokamera einfach zwei Fotos aus
verschiedenen Blickwinkeln aufgenommen haben, funktioniert diese
Arbeitsweise genauso.
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Stereo3D
• Öffnen Sie im Media Pool den Ordner, in dem die Dateien liegen.
• Sortieren Sie die Dateien am besten aufsteigend nach dem Datum. Somit
liegen alle Dateien paarweise untereinander.
• Markieren Sie nun die Dateien und ziehen Sie sie aus dem Media Pool in
das Arrangement.
• Markieren Sie nun alle neu erzeugten Objekte im Arrangement.
• Wählen im Media Pool unter „Effekte > Stereo3D > Eigenschaften >
Stereo erzeugen“ den Eintrag „Stereo3D-Paar linkes/rechtes Bild zuerst“.
Wiedergabemodus für 3D einstellen
Für die Wiedergabe von 3D-Videos gibt es verschiedene Techniken, die am
Computer zum Einsatz kommen können. Je nach verwendeter Technik lässt
sich der entsprechende Wiedergabemodus in MAGIX Video Pro X6
aktivieren.
In der oberen linken Ecke des Videomonitors wählen Sie den
3D-Modus aus, mit dem Sie arbeiten wollen.
Hier eine Auflistung der verfügbaren Techniken und den damit verbundenen
Voraussetzungen:
3D-Modus
Technik
Voraussetzungen
Darstellung zeilenweise
verschachtelt
Polfilter
• Polfilterbrille
• spezieller Monitor,
typischerweise als 3DMonitor o. ä. bezeichnet.
Hinweis: Sie können wählen zwischen rechtes bzw. linkes Bild zuerst, je
nachdem welche Darstellung auf Ihrem Monitor/Bildschirm bessere
Ergebnisse erzielt.
Shutterausgabe
Shutter-Modus
• nVidia 3D Vision Kit
• 120 Hz-Monitor/-Beamer
Side-by-SideDarstellung
Side-by-Side
• 3D-TV-Gerät
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200
Hinweis: Sie können wählen zwischen linkes Bild links bzw. rechts, je
nachdem welche Darstellung auf Ihrem Monitor/Bildschirm bessere
Ergebnisse erzielt.
Hinweis: Diese drei Modi sollten nur eingestellt werden, wenn das
Vorschaubild auf einem separaten Monitor oder TV-Gerät ausgegeben wird.
Der Shutter-Modus benötigt dazu auch zwingend eine 3D-fähige
Grafikkarte.
Anaglyphendarstellung
Farbanaglyphen • Rot/Cyan-Brille
Bilder und Videos für 3D ausrichten
Dafür empfiehlt sich die Anaglyphendarstellung, die sich im Videomonitor
(siehe Seite 199) einstellen lässt. Nur in diesem Modus ist ein exaktes
geometrisches Ausrichten der Bilder möglich.
Hinweis: Falls Sie 3D-Videomaterial bearbeiten wollen, empfiehlt es sich,
zunächst eine Szenenerkennung durchzuführen und damit das Video in seine
einzelnen Szenen aufzuteilen. Dies ist nötig, da linke und rechte Seite jeder
Szene einzeln ausgerichtet werden müssen.
Der sogenannte Nahpunkt ist die Stelle im 3D-Bild, die den Objektiven am
nächsten ist. Er bildet damit gewissermaßen das „Zentrum“ des 3D-Bildes
und muss daher in MAGIX Video Pro X6 auch als solches definiert werden.
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Stereo3D
Für diese Aufgabe gibt es im Media Pool unter „Effekte“ > „Stereo3D“ >
„Ausrichtung“.
Auf dieser Seite schieben Sie beide Inhalte exakt übereinander, so dass der
Nahpunkt beider Seiten auf dem Bildschirm an genau derselben Stelle liegt.
Zunächst sollten Sie aber ausprobieren, ob die Automatiken für das räumliche
Ausrichten und zeitliche Synchronisieren schon die gewünschten Ergebnisse
liefern. Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche „Automatisch“.
Sollten Sie feststellen, dass in Ihrem Material das linke und rechte Bild jeweils
auf der falschen Seite dargestellt werden, so klicken Sie auf die Schaltfläche
„Vertauschen“, um die Reihenfolge umzukehren.
Sollte dadurch nicht das gewünschte Ergebnis erzielt werden, gehen Sie nach
folgendem Schema vor:
• Suchen Sie im Bild den Nahpunkt.
• Falls die Bilder einen vertikalen Versatz haben, muss dieser unbedingt
über den unteren der beiden Schieberegler unter „Räumlich ausrichten“
ausgeglichen werden.
• Weisen die Bilder Unterschiede in der Rotation aus, passen Sie diese mit
dem Drehregler an.
• Versuchen Sie dann, mithilfe des oberen Schiebereglers den Nahpunkt
beider Seiten exakt übereinander zu legen.
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• Setzen Sie testweise die Rot/Cyan-Brille auf, um das Ergebnis zu
kontrollieren. Falls das Bild eine übermäßige räumliche Tiefe hat,
versuchen Sie, linke und rechte Seite mit den Schiebereglern unter
„Räumlich ausrichten“ näher übereinander zu legen.
• Nutzen Sie die perspektivische Korrektur, falls das rechte und linke Bild
nicht ganz in der richtigen Perspektive zueinander aufgenommen wurden,
um nun zu einem klaren 3D-Bild „zusammengesetzt“ zu werden. Geben
Sie entweder die Werte im Dialog ein oder ziehen Sie an den
Bereichskanten im Videomonitor.
Kamerafahrten in 3D-Videos verwandeln
Kamerafahrten lassen sich durch Doppeln und zeitliches Verschieben des
Videos in 3D-Videos umwandeln. Dazu nimmt man einfach nach der linken
oder rechten Seite auf, während man beispielsweise eine Straße entlang fährt.
Die Geschwindigkeit sollte beim Aufzeichnen zwischen 6-15 km/h (etwa
4-10 mph) liegen und hängt u. a. von der Framerate, der Brennweite und dem
Abstand der gefilmten Gegenstände ab. Bei höheren Geschwindigkeiten
laufen Sie Gefahr, dass der Raumeindruck zu stark und das Gefilmte dadurch
unnatürlich und unangenehm wirkt.
• Befindet sich das Video im Arrangement, lässt sich über den Media Pool
unter „Effekte > Stereo3D > Eigenschaften“ die Stereotiefe für das 2DObjekt einstellen.
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Stereo3D
• Abhängig von der Richtung, in der die Aufnahme gemacht wurde,
verschieben Sie den Regler einfach nach links oder rechts.
• Kontrollieren Sie das Ergebnis in der Anaglyphendarstellung mit einer
Rot/Cyan-Brille
• Eine unnatürliche Wirkung korrigieren Sie, indem Sie den Regler in die
entgegengesetzte Richtung schieben.
• Bei einer übermäßigen räumlichen Tiefe regeln Sie den Parameter einfach
etwas zurück.
Hinweise: Nicht nur Kamerafahrten, sondern auch anderes 2D-Material lässt
sich auf diese Weise im Raum staffeln.
3D-Material lässt sich wie 2D-Material mit allen Funktionen bearbeiten.
Exportieren und Brennen von 3D-Videos
Beim Exportieren und Brennen gibt es keine besonderen Voraussetzungen, die
noch erfüllt werden müssen. Es wird lediglich die gewünschte 3D-Technik
festgelegt.
Anaglyph: Diese Technik empfiehlt sich für die unkomplizierte Weitergabe
fertiger Videos oder das Wiedergeben auf gewöhnlichen TV-Geräten oder
Beamern. Die Zuschauer müssen nur eine Rot/Cyan-Brille aufsetzen und
können den 3D-Film genießen.
Side-by-Side: Hiermit erzeugen Sie 3D-Filme für ein 3D-fähiges
Wiedergabegerät, ohne Kompromisse bei der Qualität machen zu müssen.
Dabei ist es zunächst egal, ob Sie Ihr Video im Shutter-Modus oder per
Polfilter anschauen möchten.
• Abhängig vom Wiedergabegerät sollten Sie die doppelte Auflösung
einstellen, um ein voll aufgelöstes Bild für das linke und rechte Teilbild zu
erhalten.
• Nicht alle Wiedergabegeräte können mit der doppelten Auflösung
umgehen. In einem solchen Fall erhalten Sie zwei um 50 % gestauchte
Teilbilder. Die Qualität ist dennoch wesentlich höher als bei einer Ausgabe
in der Anaglyph-Technik.
203
204
Hinweis: Beachten Sie beim Exportieren in Side-by-Side-Formate, dass sich
die horizontale Auflösung aus der Summe beider Bilder ergibt, aber sich das
Seitenverhältnis (z. B. 16:9) auf ein Teilbild bezieht!
Nur linke/rechte Seite: Mit diesen Einstellungen wird kein 3D exportiert,
sondern nur eine Seite Ihrer 3D-Videos.
Wackelbild: Hiermit können Sie 3D-Material ohne 3D-Brille anschauen. Das
Material wird abwechselnd gezeigt, so dass der Eindruck entsteht, das Bild
würde wackeln.
Übereinander: Diese Exportoption ähnelt der Option „Side-by-Side“. Die
beiden Bilder werden nur nicht nebeneinander sondern übereinander
ausgegeben.
• Abhängig vom Wiedergabegerät sollten Sie die doppelte Auflösung
einstellen, um ein voll aufgelöstes Bild für das obere und untere Teilbild zu
erhalten.
• Nicht alle Wiedergabegeräte können mit der doppelten Auflösung
umgehen. In einem solchen Fall erhalten Sie zwei um 50 % gestauchte
Teilbilder. Die Qualität ist dennoch wesentlich höher als bei einer Ausgabe
in der Anaglyph-Technik.
Hinweis: Beachten Sie beim Exportieren in Übereinander-Formate, dass sich
die vertikale Auflösung aus der Summe beider Bilder ergibt, aber sich das
Seitenverhältnis (z. B. 16:9) auf ein Teilbild bezieht!
Dateien exportieren/Film ins Internet stellen
Alle Dateiexporte sind über das Menü „Datei > Film exportieren“ bzw. „Datei
> Online“ zu erreichen. Je nach Exportformat und -ziel lässt sich im
Exportdialog auch die gewünschte 3D-Technik auswählen, die verwendet
werden soll.
Brennen
Beim Brennen einer Blu-ray Disc oder DVD müssen Sie zunächst im
Brenndialog die Encoder-Einstellungen aufrufen und dort die gewünschte 3DTechnik einstellen. Anschließend brennen Sie die Disc ganz normal.
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Messinstrumente
Messinstrumente
In MAGIX Video Pro X6 gibt es 4 Messinstrumente, mit denen verschiedene
Anwendungsfälle abgedeckt werden. Die einzelnen Anwendungsfälle finden
Sie in den Beschreibungen der einzelnen Messinstrumente.
Es stehen folgende Messinstrumente zur Verfügung:
• Vektorskop
• Wellenform-Monitor
• RGB-Parade
• Histogramm
Bedienung der Messinstrumente
Voraussetzungen
• Der Computer ist mit einer Grafikkarte ausgestattet, die DirectX 11
unterstützt.
• Der Quellmonitor wird angezeigt.
• Im Projektfenster sind Video-Objekte oder Foto-Objekte arrangiert.
• Unter Programmeinstellungen > Anzeigeoptionen > Vorschau im
Arranger > Videomodus (siehe Seite 315) ist „Standard
(Hardwarebeschleunigung, Direct 3D)“ eingestellt.
205
206
Messinstrumente öffnen
1.
Öffnen Sie das Menü des Quellmonitors mit einem einfachen
Mausklick.
2. Wählen Sie den Eintrag für das gewünschte Messinstrument:
Vektorskop
-
Wellenform-Monitor
-
RGB-Parade
-
Histogramm
-
3.
Alle Messinstrumente nebeneinander
Setzen Sie den Abspielmarker im Projektfenster an die gewünschte
Stelle.
Das Messinstrument stellt in Echtzeit die Messwerte dar.
Beschreibung der Messinstrumente
Die Messinstrumente werden im Quellmonitor dargestellt und beziehen sich
immer auf den Inhalt im Videomonitor. Die Messinstrumente werden
entweder einzeln oder alle gemeinsam angezeigt.
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Messinstrumente
Vektorskop
• Das Vektorskop ist ein
gedachter Farbkreis mit
schwarzem Hintergrund
• Es sind nur die Stellen des
Farbkreises sichtbar, deren
Farbe auf dem Bild im
Videomonitor vorkommt.
• Das Vektorskop enthält
festgelegte Grenzpunkte:
R – Red
M – Magenta
B – Blue
C – Cyan
G – Green
Y – Yellow
• Zwischen den Grenzpunkten verlaufen die Farbsättigungsgrenzen.
-
Hinweis: Die Positionen der Grenzpunkte sind abhängig von den
Einstellungen der Messinstrumente (siehe Seite 212). Standardmäßig wählt
MAGIX Video Pro X6 die für ihr Material passende Einstellung aus.
Funktionsweise
• Im Vordergrund werden die im Bild vorhandenen Farben in den
entsprechenden Bereichen des Vektorskops dargestellt.
• Je häufiger eine Farbe im Bild vorkommt, desto intensiver wird sie im
Vektorskop dargestellt.
• Bei starker Häufung einer Farbe wird der jeweilige Bereich im Vektorskop
weiß dargestellt.
• Wenn eine Farbe übersättigt ist, ist die Farbsättigungsgrenze deutlich zu
erkennen.
Bei Übersättigung großer Bereiche des Bildes ist die jeweilige
Farbsättigungsgrenze weiß.
207
208
Anwendungsfälle für das Vektorskop
Bildmaterial auf Farbstiche prüfen
Farbstiche im Bildmaterial sind daran zu erkennen, dass sich die „Wolke“ in
eine bestimmte Richtung tendiert.
Einmessen von Kameras mithilfe von abgefilmten Testbildern
Hinweis: Das Einmessen muss für jede Filmsituation separat durchgeführt
werden.
1.
2.
3.
Kalibriertes Testchart abfilmen.
Aufgenommenes Video in MAGIX Video Pro X6 übertragen.
Die nötigen Anpassungen über die Videoeffekte vornehmen, bis die
Farbwerte des Testcharts in den korrekten Farbwinkeln des
Vektorskops dargestellt werden.
Farbübersättigung erkennen
Wenn das Bildmaterial auf dem Videomonitor übersättigt ist, tendiert die
„Wolke“ stark in den äußeren Bereich des Farbkreises. Bei starker
Übersättigung schneidet die Farbraumgrenzen die „Wolke“ hab.
Reduzieren Sie die Farbsättigung, die Wirkung der Effekte wird in Echtzeit im
Vektorskop aktualisiert.
Legalität der Farbwerte prüfen
Für die Einhaltung von Standards dürfen die Farbwerte die gegebenen
Farbraumgrenzen nicht überschreiten. Bereiche im Bild mit übersättigten
Farben sind im Vektorskop an Punkten zu erkennen, die außerhalb der
Farbraumgrenzen liegen.
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Messinstrumente
Wellenform-Monitor
Der Wellenform-Monitor
stellt die
Helligkeit des Videos grafisch dar. Dabei
bleibt der Bezug zur Position auf dem Bild
erhalten.
• X-Achse (horizontal)
Bildposition auf der horizontalen Achse
des Videomonitors.
• Y-Achse (vertikal)
Helligkeit des Videos (aufsteigend) an
der entsprechenden Bildposition
(X-Achse).
• Helligkeit
Je heller ein Bereich auf dem
Bezug zwischen Bild
Wellenform-Monitor dargestellt wird,
Messinstrument
desto mehr Bildpunkte gibt es an dieser
Position (X-Achse) in dem jeweiligen
Helligkeitsbereich (Y-Achse)
und
Die gestrichelten Linien am oberen und unteren Rand des WellenformMonitors entsprechen den Werten für digital 0 (schwarz) bzw. digital
255 (weiß).
Die Grenzlinien 0 und 100 am linken Rand entsprechen den Grenzwerten für
die analoge Übertragung von Videosignalen.
Die Intensität der Kurve wird über die Einstellungen der Messinstrumente
(siehe Seite 212) festgelegt.
Anwendungsfälle für den Wellenform-Monitor
Zu dunkle oder zu helle Bereiche auf dem Bild lokalisieren
Da die horizontale Achse des Wellenform-Monitors der horizontalen Achse
im Bild entspricht, kann leicht der Bezug zum Bild hergestellt werden:
• Hellere Anteile im oberen Drittel des Wellenform-Monitors:
Besonders viele Bildpunkte im oberen Helligkeitsbereich.
• Hellere Anteile im mittleren Drittel des Wellenform-Monitors:
Besonders viele Bildpunkte im mittleren Helligkeitsbereich.
209
210
• Hellere Anteile im unteren Drittel des Wellenform-Monitors:
Besonders viele Bildpunkte im unteren Helligkeitsbereich.
1.
2.
Übertragen Sie die horizontale Position der zu hellen oder zu dunklen
Bereiche auf das sichbare Bild im Videomonitor.
Lokalisieren Sie an dieser horizontalen Position im Bild die
entsprechende Stelle.
RGB-Parade
Das Messinstrument „RGB-Parade“ funktioniert grundsätzlich wie der
Wellenform-Monitor (siehe Seite 209), zeigt aber die Helligkeitsbereiche der
Farben Rot, Grün und Blau einzeln an.
Im Beispielbild (oben) dominieren warme Farben, deshalb ist der Blauanteil
geringer als der Grünanteil und insbesondere der Rotanteil. Ebenfalls ist gut
zu sehen, dass das Bild nur sehr wenige Bereiche mit hoher Helligkeit hat.
Jeder einzelne Farbbereich ist folgendermaßen aufgeteilt:
• X-Achse (horizontal)
Bildposition auf der horizontalen Achse des Videomonitors.
• Y-Achse (vertikal)
Helligkeit des Videos (aufsteigend) an der entsprechenden Bildposition
(X-Achse) dar.
• Helligkeit
Je heller ein Bereich auf dem Wellenform-Monitor dargestellt wird, desto
mehr Bildpunkte gibt es an dieser Stelle (X-Achse) in dem jeweiligen
Helligkeitsbereich (Y-Achse)
Die Intensität der Kurve wird über die Einstellungen der Messinstrumente
(siehe Seite 212) festgelegt.
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Messinstrumente
Anwendungsfälle für RGB-Parade
Helligkeitsverteilung der einzelnen Farben analysieren
Da die horizontale Achse jeder Farbe der horizontalen Achse im Bild
entspricht, kann leicht der Bezug zum Bild hergestellt werden:
• Hellere Anteile der Farbe im oberen Drittel des Wellenform-Monitors:
Besonders viele Bildpunkte im oberen Helligkeitsbereich.
• Hellere Anteile der Farbe im mittleren Drittel des Wellenform-Monitors:
Besonders viele Bildpunkte im mittleren Helligkeitsbereich.
• Hellere Anteile der Farbe im unteren Drittel des Wellenform-Monitors:
Besonders viele Bildpunkte im unteren Helligkeitsbereich.
Farbstich erkennen
Wenn bei einer der 3 Farben eine vertikale Verschiebung im Vergleich zu den
anderen Farben vorhanden ist, liegt ein Farbsicht vor. Regulieren Sie die
Sättigung mit den Videoeffekten, das Resultat ist unverzüglich im
Messinstrument „RGB-Parade“ sichtbar.
Histogramm
Das Histogramm zeigt die Helligkeitsverteilung auf dem Bild an.
• X-Achse (horizontal): Helligkeit aufsteigend nach rechts
• Y-Achse (vertikal): Häufigkeit aufsteigend nach oben
Anwendungsfälle für das Histogramm
Überbelichtung / Unterbelichtung erkennen und beseitigen
Wenn zu viele Weißanteile ist der rechte Rand (100% bzw. digital 255) weiß.
Bei zu vielen Schwarzanteilen ist der linke Rand (0% bzw. digital 0) weiß.
211
212
Ausnutzung des Helligkeitsraums analysieren und anpassen
Wenn Teilbereiche des Helligkeitsraums nicht genutzt werden, gibt es
Bereiche auf der horizontalen Achse, an denen der Häufigkeitswert 0 ist. An
diesen Stellen ist keine Kurve zu sehen.
Einstellungen
Norm
• Automatisch: MAGIX Video Pro X6 setzt
die korrekte Einstellung ausgehend von
den Filmeinstellungen (siehe Seite 296).
• Standard Definition Video BT.601: Dieser
Standard wird für Videos in
Standardauflösung verwendet (PAL).
Bei IBU-R BT.601 handelt es sich um einen
Standard für die Kodierung digitaler
Interlaced-Signale. Die Methoden des
Standards legen fest, wie analoge
Fernsehsignale mit 525 Zeilen/60 Hz und
625 Zeilen/50 Hz digitalisiert werden.
• High Definition Video BT.709: Dieser Standard wird für Videos in HD
verwendet.
Bei IBU-R BT.709(-5) handelt es sich um den Standard, der sämtliche
Parameter für HDTV festlegt.
Hinweis: Diese Einstellung wirkt auf die Messinstrumente „Vektorskop“,
„Wellenform-Monitor“ und „Histogramm“.
Intensität: Mit Intensität wird festgelegt, wie stark der Kontrast in den
Messinstrumenten ist. Weniger starke Werte eignen sich, um sehr häufig
vorkommende Werte besonders hervorzuheben.
Hinweis: Diese Einstellung wirkt nur auf die Messinstrumente „Vektorskop“,
„Wellenform-Monitor“ und „RGB-Parade“.
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Messinstrumente
Einfarbige Darstellung: Der Vordergrund des Vektorskops (also die Anzeige
des analysierten Bildes) wird grün dargestellt. Dies entspricht der Darstellung
bei analogen Messinstrumenten.
Farbige Darstellung: Der Vordergrund des Vektorskops wird in der
entsprechenden Farbe dargestellt. Das kann die Auswertung erleichtern.
75% Darstellung aktivieren: Die Farbraumgrenzen des Vektorskops werden
auf 75 % gesenkt, was den Grenzwerten bei analoger Bildübertragung
entspricht.
7.5 IRE Schwarzpegel anzeigen (NTSC): Die Grenzen im Wellenform-Monitor
werden für NTSC in den USA angepasst. Für NTSC in Japan deaktivieren Sie
diese Option.
Einstellungen der Messinstrumente ändern
Hinweis: Ändern Sie die Einstellung „Norm“ nur zu Testzwecken oder wenn
die automatische Erkennung fehl schlägt.
1.
2.
3.
Öffnen Sie das Menü des Quellmonitors mit einem einfachen
Mausklick.
Wählen Sie den Eintrag „Einstellungen Messinstrumente ...“.
Nehmen Sie die gewünschten Einstellungen vor.
Ergebnis: Die Änderungen wirken sich unmittelbar auf das
Messinstrument aus.
213
214
4.
Wählen Sie die Schaltfläche „X“.
Ergebnis: Der Dialog wird geschlossen.
Audiobearbeitung
Zur umfassenden Bearbeiten der Audiospur über die Anpassung der
Lautstärke hinaus muss das Audio auf einer eigenen Spur angezeigt werden.
1.
2.
Um das Audio auf eine eigene Spur zu legen, klicken Sie mit der rechten
Maustaste auf das gewünschte Objekt. Das Kontextmenü wird
geöffnet.
Wählen Sie „Audio und Wellenformdarstellung“ > „Audio auf eigener
Spur“ oder nutzen Sie das Tastaturkürzel „Strg + H“. Die Audiospur
dieses Objektes wird nun auf einer eigenen Spur direkt darunter
angezeigt und kann bearbeitet werden.
In MAGIX Video Pro X6 kann prinzipiell jede Spur als Tonspur dienen. Es gibt
somit keine verschiedenen Spurtypen. Sie können also auch andere Spuren
mit anderen Audios z.B. als Hintergrundmusik belegen. Jedoch ist es
übersichtlicher, wenn man verschiedene Objekttypen nicht innerhalb einer
Spur vermischt.
Audiodateien laden und bearbeiten
• Alle importierbaren Audiodateien können Sie über den Media Pool
ansteuern.
• Per Doppelklick auf den Dateinamen laden Sie die Datei aus dem Media
Pool in den Quellmonitor. Über die Transportkontrolle des Quellmonitors
können Sie sie dann vorhören.
• Die Dateien lassen sich mit gedrückter Maustaste in das Projektfenster
oder in die Projektablage ziehen (Drag & Drop). Auch Tracks von AudioCDs lassen sich per Drag & Drop integrieren.
• Per Rechtsklick auf ein Audio-Objekt lässt sich eine Wellenformanzeige
aktivieren, anhand derer der Lautstärkeverlauf im Objekt erkennbar ist.
• Schnitte, Feinpositionierungen, Lautstärke-Einstellung, Ein- und
Ausblendungen erfolgen mithilfe der Objektanfasser direkt im
Projektfenster.
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Audiobearbeitung
• Für Tonspuren lassen sich auch Effektkurven (siehe Seite 177) verwenden,
die verschiedene auswählbare Effekte, Lautstärke oder Stereopanorama
dynamisch steuern.
Audioeffekte
Lautstärkeabsenkung
Die Lautstärkeabsenkung im Kontextmenü von Audio-Objekten führt eine
automatische Lautstärkeabsenkung für die Länge des Objekts auf allen
anderen Spuren durch. Die Lautstärke auf der Spur des ausgewählten Objekts
bleibt also erhalten.
Nur Originalton: Hier lässt sich festlegen, ob nur der Originalton von VideoObjekten oder alle Tonspuren abgesenkt werden sollen.
Überblendungsdauer: Im Dialog lässt sich die Absenkung und die Länge der
Ein- und Ausblendung einstellen. Der Befehl lässt sich auch schon während
einer Audioaufnahme anwenden (Audioaufnahme (siehe Seite 99), erweiterte
Optionen).
Mono-Objekte erstellen
Haben Sie z. B. eine Mono-Mikroaufnahme erstellt, hören Sie auf der zweiten
Spur ein Rauschen. Dieses können Sie mit der Funktion „Nur linke Seite
verwenden“ bzw. „Nur rechte Seite verwenden“ deaktivieren (nicht bei MonoVideos).
Sie finden diese Funktion im Kontextmenü von Audio- und Video-Objekten
unter „Audiofunktionen“.
Audioeffekte einsetzen
Objekteffekte
Wie für Video-Objekte gibt es auch für Audio-Objekte individuell einstellbare
Effekte bzw. fertig eingestellte Effektvorlagen. Diese wirken nur auf das jeweils
215
216
ausgewählte Objekt. Sie sind im Media Pool unter „Effekte“ > „Audioeffekte“
oder im Menü „Effekte“ > „Audio-Objekteffekte“ (siehe Seite 168) zu finden.
Spureffekte
Spureffekte wirken immer auf alle Audio-Objekte einer Spur. Sie werden im
Mixer eingestellt (siehe Seite 216). Sie rufen den Mixer über die Taste M auf
Ihrer Tastatur auf.
Tipp: Im Spurkopf können Sie die Lautstärke für die gesamte Spur einstellen.
Audioeffekt-Plug-ins
MAGIX Video Pro X6 unterstützt VST- sowie DirectX Audio-Plug-ins. Dies
sind meist Effektmodule wie Hall, Equalizer, Dynamikkompressoren etc.
Installation
Vor der Verwendung von Audioeffekt-Plug-ins müssen die entsprechenden
Plug-ins installiert werden – dies richtet sich nach dem verwendeten Plug-in.
VST-Plug-ins werden typischerweise in einem bestimmten Ordner abgelegt,
dieses müssen Sie in den Pfadeinstellungen von MAGIX Video Pro X6
angeben (siehe Seite 309). Nachdem der Pfad angegeben wurde, scannt
MAGIX Video Pro X6 diesen nach funktionierenden Plug-ins und stellt diese
zur Verfügung. Es lassen sich auch mehrere Pfade angeben, in denen VSTPlug-ins installiert sind.
Plug-ins einsetzen
Im Kanalzug des Mixers für die entsprechende Spur sowie in
den FX Spuren befinden sich zwei sogenannte „Slots“ für
Spureffekte.
Wenn Sie hier auf das kleine Dreieck klicken, können Sie einen
beliebigen Effekt aus der Liste wählen. Mit der Wahl von „Kein
Effekt“ entfernen Sie ein Plug-in aus dem Slot.
Master-Effekte
Master-Effekte wirken auf die zusammengemischte Summe aller
Audiospuren. Dazu gibt es im Mixerfenster ein Master-Audioeffekt-Rack und
ebenfalls Plug-ins. Zusätzlich gibt es die spezielle MAGIX Mastering Suite für
den Gesamtsound.
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Audiobearbeitung
Audio Cleaning
Im Kontextmenü von Audio-Objekten öffnen Sie den Editor „Audio Cleaning“
zur Korrektur von Störungen im Audiomaterial.
Über die Schaltflächen oben im Dialog wählen Sie den gewünschten Effekt:
• Der Equalizer bietet Zugriff auf das Frequenzspektrum z. B. für
Höhenanhebungen bei zu dumpfen Dialogen.
• Der Kompressor ist ein dynamischer Lautstärkeregler, der den Sound
insgesamt dichter und druckvoller macht.
• Mit dem Stereo FX-Prozessor wird die Position des Tons im
Stereopanorama justiert.
• DeClipper, DeNoiser und DeHisser bieten professionelle
Rauschunterdrückung und Störgeräuschbeseitigung.
Voreinstellung: In den Voreinstellungs-Menüs finden Sie sinnvolle
Voreinstellungen.
Alle Effekte vorübergehend deaktivieren: Mit dieser Option schalten Sie die
Effekte global aus.
Auf alle anwenden: Mit dieser Option wenden Sie die aktuellen Einstellungen
sämtlicher Effekte auf alle Szenen des aktuellen Films an.
DeClipper
Wenn bei einer Audioaufnahme der Eingangspegel zu hoch war, kann es an
den lautesten Stellen, den Signalspitzen, zur Übersteuerung kommen. Diese
217
218
Verzerrung wird auch „Clipping“ genannt: An der übersteuerten Stelle werden
die zu hohen Pegelwerte abgeschnitten und es kommt zu den typischen, sehr
unangenehm klingenden Knacksern und Verzerrungen.
MAGIX Video Pro X6 enthält eine spezielle Funktion zur Beseitigung von
digitalem Clipping und analogen Verzerrungen. Dies funktioniert natürlich nur
bis zu einem gewissen Grad. Besser ist es, bereits bei der Aufnahme
Übersteuerungen zu vermeiden.
Mit dem Schieberegler kann eingestellt werden, ab welchem Pegel der
DeClipper das Signal als übersteuert ansieht und ggf. korrigiert (Clip Level).
Dies ist wichtig, da verschiedene Soundkarten unterschiedliches ClippingVerhalten zeigen. Je mehr der Regler aufgedreht wird, desto geringer ist der
Pegel, der vom Programm als übersteuert angesehen wird. Bei einem zu stark
eingestellten Clip Level kann es daher zu ungewollten Klangveränderungen
kommen.
Clip Level holen: Der Clip Level wird von der aktuellen Position des
Abspielmarkers genommen.
Vorgehensweise (Clip Level holen):
1.
2.
3.
Abspielposition knapp vor den lautesten Bereich stellen.
"Clip Level holen" drücken.
Bei Bedarf den Regler "Clip Level" feineinstellen.
DeNoiser
Der DeNoiser ist besonders für die Beseitigung von langanhaltenden
Störgeräuschen geeignet, beispielsweise Netzbrummen, Rauschen,
Störgeräusche von Soundkarten oder Erdschleifen, Einstreuungen auf
Audiogeräte mit hochohmigen Ausgängen (Plattenspieler), Trittschall oder
Rumpeln von Schallplatten.
Der DeNoiser benötigt hierzu eine Probe des reinen Störgeräusches. Es
stehen einige typische Störgeräusche zur Verfügung, die sich über das
„Preset“-Auswahlmenü aussuchen lassen.
Mit dem Schieberegler stellen Sie den Grad der Dämpfung des
Störgeräusches ein. Oft ist es sinnvoll, Störsignale nicht vollständig sondern z.
B. nur um 3–6 dB abzusenken, um die Natürlichkeit des Materials zu erhalten.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, ein Störgeräusch selbst zu erzeugen.
Benötigt wird ein kurzer Ausschnitt aus der Tonspur, in der nur das
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Audiobearbeitung
Störgeräusch erklingt. Wechseln Sie dazu über „Erweitert“ in den DeNoiserDialog.
Erweiterte Einstellungen
Schritt 1: Noise Sample auswählen
Zunächst muss eine Probe des zu entfernenden Störgeräuschs ausgewählt
werden, das sog. „Noise Sample“.
Sie haben zwei Möglichkeiten:
Typisches Störgeräusch aussuchen: Aus dem Flipmenü lassen sich
verschiedene typische Störgeräusche auswählen und verwenden. Wählen Sie
ein Störgeräusch aus und hören Sie es sich an, indem Sie „Abspielen“
betätigen. Wenn das mitgelieferte Noise Sample dem Störgeräusch Ihrer
Tonspur ähnlich ist, können Sie es verwenden (siehe „Schritt 2: Störgeräusch
entfernen“).
Neues Noise-Sample aus Tonspur extrahieren: Sie können auch aus der
vorhandenen Tonspur eine kurze Passage suchen, in der nach Möglichkeit das
reine Störgeräusch zu hören ist (z. B. am Anfang oder am Ende der Tonspur).
Automatische Suche: Ist die „Automatische Suche“ aktiv, wird das Material
nach besonders leisen Stellen abgesucht, an denen wahrscheinlich das reine
Störgeräusch zu finden ist.
Vorheriges / Abspielen / Nächstes: Mit diesen Schaltflächen können Sie sich
alle Fundstücke anhören und miteinander vergleichen.
Speichern unter: Wenn Sie ein Noise Sample gefunden haben, können Sie es
auf der Festplatte speichern. Nach der Speicherung erscheint es als weiterer
Eintrag im Flipmenü „Typische Störgeräusche“ und lässt sich für spätere
Projekte verwenden.
Wenn Sie das Noise Sample nur im aktuellen Projekt verwenden wollen,
brauchen Sie es nicht zu speichern, sondern können direkt in die Rubrik
„Störgeräusch entfernen“ wechseln.
Schritt 2: Störgeräusch entfernen
Noise Level: Hier muss die Einsatzschwelle der
Störgeräuschbefreiungsfunktion möglichst genau eingestellt werden. Zu
niedrige Werte äußern sich durch zu geringe Rauschdämpfung und durch
219
220
Artefakte wie Störtöne oder „Zwitschern“. Zu hohe Werte führen zu dumpfen
Ergebnissen – es werden auch die Höhen des Nutzsignals weggefiltert. Hier
lohnt sich also eine gründliche Suche nach der besten Einstellung.
Absenkung: Hier kann eine Balance zwischen Originalsignal und entstörtem
Signal eingestellt werden. Oft ist es sinnvoll, Störsignale nicht vollständig
sondern z. B. nur um 3 bis 6 dB abzusenken, um die Natürlichkeit des
Materials zu erhalten. Bei Brummen empfiehlt sich eine vollständige
Beseitigung.
DeHisser
Der DeHisser dient zur Beseitigung von gleichmäßigem, „weißem“ Rauschen,
wie es typischerweise von analogen Bandaufnahmen, Mikrofonvorverstärkern
oder AD-Wandlern verursacht wird. Mit dem Schieberegler kann die
Dämpfung des Rauschens in Dezibel eingestellt werden. Oft ist es sinnvoll,
das Rauschen nicht vollständig, sondern z. B. nur um -3 – -6 dB abzusenken,
um die Natürlichkeit des Materials zu erhalten.
Rauschpegel: Sie können zwischen verschiedenen Rauschstärken wählen. Die
Auswahl sollte möglichst genau eingestellt werden. Zu niedrige Werte äußern
sich durch eine unvollkommene Beseitigung des Rauschens. Zu hohe Werte
führen zu dumpfen Ergebnissen – es werden auch rauschähnliche Bestandteile
des Nutzsignals (z. B. Anblasgeräusche von Blasinstrumenten) weggefiltert.
Equalizer
Der 10-Band-Equalizer unterteilt das Frequenzspektrum in zehn Bereiche
(„Bänder“) und stattet sie mit separaten Lautstärkereglern aus. Dadurch
können von der einfachen Bassanhebung bis zur völligen Verfremdung viele
eindrucksvolle Effekte erreicht werden. Bei zu starker Anhebung besonders
von tiefen Frequenzen wird der Gesamtpegel so stark erhöht, dass
Verzerrungen auftreten können.
Schieberegler: Jeder der zehn Frequenzbereiche kann mit den zehn
Lautstärkereglern separat angehoben oder leiser gestellt werden.
Frequenzbänder koppeln: Mit diesem Schalter werden die Frequenzbereiche
flexibel miteinander verbunden, so dass künstlich klingende Überbetonungen
einzelner Frequenzbereiche vermieden werden.
Kompressor
Der Kompressor ist eine automatische, dynamische Lautstärkeregelung. Laute
Passagen werden leiser und die Gesamtlautstärke wird wieder angehoben.
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Audiobearbeitung
Somit wird die Lautstärke einheitlich und Sprache verständlicher. Ein
Kompressor ist vor allem dann sinnvoll, wenn Hintergrundgeräusche oder musik Sprachaufnahmen überlagern und eine reine Lautstärkeänderung der
einzelnen Objekte oder Spuren keine Besserung bringt.
Stärke: Dieser Schieberegler steuert die Stärke („Ratio“) der Kompression.
Funktion: Hier lässt sich die Arbeitsweise des Kompressors abhängig vom
Tonmaterial einstellen.
Stereo FX
Mit dem Stereoprozessor lässt sich die Ausrichtung des Audiomaterials im
Stereopanorama bearbeiten. Wenn Stereoaufnahmen schwammig und
undifferenziert klingen, kann eine Erweiterung der Stereo-Basisbreite häufig
für größere Transparenz sorgen.
Stereobreite: Hier wird die Basisbreite zwischen Mono (ganz links),
unveränderter Basisbreite (Mitte) und maximaler Basisbreite („Wide“, ganz
rechts) eingestellt.
Beim Verkleinern der Basisbreite kann es zu einer Anhebung des Pegels
kommen. Im Extremfall – wenn der linke und der rechte Kanal identisches
Material enthalten und der Basisbandbreitenregler ganz nach links auf „Mono“
gezogen wird – kommt es zu einer Pegelanhebung von 3 dB.
Bei einer Erhöhung der Basisbreite (Werte über 100) verschlechtert sich die
Monokompatibilität, d. h. es entsteht die Gefahr, dass sich einige
Frequenzbereiche gegenseitig auslöschen, wenn das Stereosignal auf einem
Monogerät abgespielt wird.
Steuerung der Effektgeräte
Manche Effektoptionen öffnen eine grafische Oberfläche, die einem
Effektgerät aus dem Tonstudio realistisch nachempfunden ist (z. B. die
Optionen aus dem Effekte-Menü „Echo/Hall“ oder „Timestretching“).
Diese virtuellen Effektgeräte werden entweder auf herkömmliche Weise über
Schieberegler, Drehregler oder Schaltflächen oder alternativ über grafische
Sensorfelder gesteuert.
221
222
Sensorfelder: Sensorfelder lassen sich mit Mausbewegungen
intuitiv beeinflussen, wobei sich die Grafik und die jeweilige
Effekteinstellung in Abhängigkeit voneinander ändern.
Powerschalter: Jedes Effektgerät im Rack lässt sich am Schalter links
oben separat ein- und ausschalten. Mit dieser Schaltfläche lässt sich
der neutrale, unbearbeitete Sound des Audio-Objekts und die
gewählte Effekteinstellung direkt miteinander vergleichen.
Reset: Jeder Effekt verfügt über eine Reset-Funktion (Zurücksetzen),
der das Effektgerät in den neutralen Ausgangszustand
zurückversetzt. In diesem Zustand wird keine Rechenleistung
verbraucht und kein Effekt in den Sound eingerechnet.
Preset-Auswahlliste: Jedes Effektgerät verfügt über eine
Auswahl an bewährten Voreinstellungen („Presets”), die
sich über ein Ausklappmenü auswählen lassen.
A/B: Der A/B-Schalter vergleicht zwei Einstellungen miteinander.
Wenn Sie z. B. ein Preset für den Effekt ausgewählt haben und die
Einstellungen anschließend manuell ändern, können Sie mithilfe des
A/B-Schalters den Original-Preset-Sound mit den neuen
Einstellungen vergleichen.
Hinweis: Die abgebildeten Grafiken sind nur Beispiele und unterscheiden
sich je nach Effektgerät.
Audioeffekt-Dialoge
Die folgenden Effekte lassen sich teilweise einzeln (Kontextmenü), teilweise
auch als Bestandteil des Spur- oder Master-Effekt-Racks aufrufen. Die
Funktionsweise ist jeweils identisch.
Echo/Hall
Das Echo/Hall-Effektgerät bietet Ihnen sehr realistische Hall-Algorithmen, um
Ihren Aufnahmen Räumlichkeit und Tiefe zu verleihen.
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Audiobearbeitung
Hall (Reverb)
Ein Hall ist wohl der wichtigste, aber gleichzeitig auch einer der am
schwierigsten zu erzeugenden Effekte.
Parameter
Der Reverb-Effekt bietet Ihnen folgende Parameter:
Size: Hiermit bestimmen Sie die Größe des Raums (bzw. bei Plate & Spring
der Systeme). Je größer ein Raum, desto länger ist der Schall zwischen
Wänden oder Gegenständen unterwegs. Bei geringen „Size“-Einstellungen
verringern Sie auch den Abstand der einzelnen Reflexionen zueinander,
dadurch können u. U. auch Resonanzen (hervorgehobene Frequenzbereiche)
entstehen, diese können bei zu viel Nachhallzeit „beklemmend“ wirken.
Time: Mit diesem Regler stellen Sie die Nachhallzeit ein und bestimmen,
inwieweit Echos absorbiert werden und damit auch die Ausklingzeit für den
Hall.
Color: Sie können hiermit in gewissen Grenzen die Klangeigenschaft des
Effekts beeinflussen. Die Wirkung dieses Reglers ist vom verwendeten Preset
abhängig, bei den Räumen regeln Sie mit „Color“ die Höhendämpfung des
Nachhalls (von dunkel nach hell) sowie eine „Vorfilterung“ des Signals. Bei
Plate- und Spring-Presets bestimmt dieser Regler auch die Dämpfung der
Bässe mit.
Mix: dieser Regler bestimmt das Mischungsverhältnis von Original- zu
bearbeitetem Signal. Bei Räumen lässt sich somit relativ ein Signal tiefer in
den Raum „hineinstellen“, indem der Effektanteil vergrößert wird. Die letzten
vier Presets sind für die Verwendung in einem Aux-Kanal des Mixers
vorgesehen und auf 100% eingestellt.
Presets
Die Presets stellen die Grundeinstellungen für die verschiedenen RaumAlgorithmen da, die Sie mit den restlichen Parametern noch variieren können.
Sie sind also mehr als reine Parameter-Sets.
Echo (Delay)
„Delay“ heißt eigentlich Verzögerung. Dieser Effekt wirkt wie ein Echo, da das
Signal verzögert wiedergegeben wird.
223
224
Delay: Hier kann die Zeitspanne zwischen den einzelnen Echos bestimmt
werden: Je weiter links der Regler eingestellt wird, desto schneller folgen die
Echos aufeinander.
Feedback: Hier lässt sich die Anzahl der Echos einstellen. Ganz links gibt es
überhaupt kein Echo, ganz rechts gibt es nahezu endlos viele
Wiederholungen.
Mix: Dieser Regler bestimmt das Mischungsverhältnis zwischen
unbearbeitetem Originalsound („Dry“-Signal) und Echoanteil („Wet“-Signal).
Bei Verwendung des Effekts in einem AUX-Bus sollte der Regler auf 100%
(ganz rechts) stehen.
Timestretch/Resample
Diese Option öffnet ein Effektgerät, mit dem die Geschwindigkeit und/oder
die Tonhöhe des Objekts verändert werden kann.
Pitch: Dieser Regler ändert die Tonhöhe unabhängig von der Geschwindigkeit
des Objekts („Pitchshifting”).
Tempo: Dieser Regler ändert die Geschwindigkeit unabhängig von der
Tonhöhe („Timestretching”). Das Objekt wird gewissermaßen in der Spur
zusammengestaucht bzw. auseinandergezogen.
Tones/BPM: Diese Felder dienen der numerischen Eingabe der Tonhöhenbzw. Geschwindigkeitsänderung. Für numerische Eingaben sind nur MAGIX
Soundpool-Dateien geeignet, da sie über Informationen zu Tonhöhe und
Geschwindigkeit verfügen.
Setup: Diese Schaltfläche öffnet einen Setup-Dialog, in dem verschiedene
Verfahren für Pitchshifting und Timestretching ausgewählt werden können.
• Standard: Timestretching und Pitchshifting in Standardqualität. Die
Methode ist für Audiomaterial ohne ausgeprägte Schläge geeignet. BeatMarker werden zur Verbesserung der Audioqualität ausgewertet.
• Geglättet: Timestretching und Pitchshifting für Audiomaterial ohne
impulshafte Bestandteile. Diese Methode eignet sich für mehrstimmige
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Audiobearbeitung
Orchesterinstrumente, Flächen, Sprache und Gesang. Beat-Marker
werden nicht ausgewertet.
Hier kommt ein wesentlich aufwendigerer Algorithmus zum Einsatz, der
eine höhere Rechenzeit fordert. Das Material kann auch bei sehr großen
Faktoren verarbeitet werden (0.2...50), ohne dass starke Artefakte
auftreten. Dafür wird das Material etwas „geglättet”, was sich in einem
weicheren Klang und in einer veränderten Phasenlage äußert. Diese
Glättung ist beispielsweise bei Sprache, Gesang oder Soloinstrumenten
kaum vernehmbar. Bei komplexeren Spektren - Klanggemischen von
verschiedenen Instrumenten oder fertigen Mixen - kann es dagegen
Probleme geben.
• Beat-Marker-Slicing: Beatsynchrones Timestretching und Pitchshifting
durch Zerschneiden und zeitliche Neupositionierung. Exakt gesetzte BeatMarker an den Schlägen bzw. Transienten werden benötigt. Die Marker
können in Echtzeit generiert werden (Automatisch) oder aus der QuellDatei ausgelesen werden, sofern sie hier vorhanden sind (Gepatchet). Im
MAGIX Music Editor 3 ist ein Patch-Werkzeug enthalten, mit dem der
Anwender die Marker selbst setzen kann. Der Algorithmus eignet sich für
rhythmisches Material, das in einzelne Schläge oder Noten aufgeteilt
werden kann. Hierzu bedarf es eines geringen Pegels vor bzw. nach den
einzelnen Schlägen oder Noten.
• Beat-Marker-Stretching: Beatsynchrones Timestretching und Pitchshifting
in Standardqualität. Das Material wird zwischen den Positionen der BeatMarker gestretcht, so dass die Schläge oder Attacks an den Positionen der
Marker durch das Stretchen nicht beeinträchtigt werden. Die Marker
können in Echtzeit generiert werden (Auto) oder aus der Quelldatei
ausgelesen werden, sofern sie hier vorhanden sind (Patched). Die
Methode eignet sich für rhythmisches Material, das nicht in einzelne
Schläge oder Noten aufgeteilt werden kann, weil sich die Schläge oder
Noten überlappen.
• Beat-Marker Stretching (geglättet): Beatsynchrones Timestretching und
Pitchshifting in hoher Audioqualität auch bei stärkeren
Zeitverlängerungen. Es werden Beat-Marker an den Schlägen bzw.
Transienten verwendet. Die Marker können in Echtzeit generiert werden
(Automatisch) oder aus der Wave-Datei ausgelesen werden, sofern sie
hier vorhanden sind (Gepatcht). Die Methode eignet sich für
rhythmisches Material, das nicht in einzelne Schläge oder Noten aufgeteilt
werden kann, weil sich die Schläge oder Noten überlappen. Diese
Methode benötigt relativ viel Rechenzeit, weshalb sie auf schwächeren
Systemen nur bedingt zum Einsatz kommen sollte.
225
226
• Universal HQ: Universalmethode für Timestretching und Pitchshifting in
sehr hoher Audioqualität. Geeignet für alle Arten von Audiomaterial. BeatMarker werden zur Verbesserung der Audioqualität ausgewertet. Diese
Methode benötigt sehr viel Rechenzeit, eine Echtzeit-Anwendung ist nur
im Ausnahmefall sinnvoll.
• Monophone Stimme: Timestretching und Pitchshifting für einstimmigen
Gesang, Sprache oder Soloinstrumente. Das Material darf keine
Hintergrundgeräusche enthalten, auch starker Hall kann die
Verwendbarkeit dieser Methode verringern. Bei geeignetem Material ist
die Audioqualität sehr hoch. Außerdem bleiben die Formanten beim
Pitchshifting erhalten.Beat-Marker werden nicht ausgewertet.
• Resampling: Tonhöhe und Tempo können nicht getrennt verändert
werden. Diese Methode benötigt eine sehr geringe Rechenzeit.
Audioeffekte im Mixer
Sie öffnen die Audioeffektgeräte im Mixer über die „FX“Schaltfläche jeder einzelnen Spur bzw. im rechten MasterBereich.
Dort finden Sie unter „Mastering“ auch die MAGIX
Mastering Suite.
„Reset“ setzt sämtliche Effekteinstellungen zurück.
10-Band-Equalizer
Der 10-Band-Equalizer unterteilt das Frequenzspektrum in 10 Bereiche
(„Bänder”) und stattet sie mit separaten Lautstärkereglern aus. Dadurch
können von der einfachen Bassanhebung bis zur völligen Verfremdung viele
eindrucksvolle Effekte erreicht werden. Bei zu starker Anhebung besonders
von tiefen Frequenzen wird der Gesamtpegel stark erhöht, so dass
Verzerrungen auftreten können. In diesem Fall sollte die Gesamtlautstärke
mithilfe des „Master Volume“-Reglers in der unteren Mitte des Effekt-Racks
zurückgeregelt werden.
Schieberegler: Jedes der 10 Frequenzbereiche kann mit den 10
Lautstärkereglern separat angehoben oder leiser gestellt werden.
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Audiobearbeitung
Link Bands: Mit diesem Schalter werden die Frequenzbereiche flexibel
miteinander verbunden, so dass künstlich klingende Überbetonungen
einzelner Frequenzbereiche vermieden werden.
Touchscreen (rechte EQ-Sektion): Dies ist das „Sensorfeld” des EQ: Sie
können mit der Maus eine beliebige Kurve zeichnen, die sofort in eine
entsprechende Reglerstellung auf der linken Seite des EQs übersetzt wird.
Kompressor
Der Kompressor ist eine automatisierte, dynamische Lautstärkeregelung:
Laute Passagen werden leiser bzw. leise lauter.Ein Kompressor lässt sich
sinnvoll einsetzen, damit sich Sprachaufnahmen besser gegenüber
Hintergrundgeräuschen oder -musik durchsetzen, wenn eine LautstärkeErhöhung der Sprach-Spur nicht die gewünschten Erfolge bringt. Hierfür
werden einige passende Presets bereits mitgeliefert, sie können die
Kompression aber auch manuell einstellen.
Ratio: Dieser Parameter steuert die Stärke der Kompression.
Threshold: Hier kann die Einsatzschwelle eingestellt werden, oberhalb oder
unterhalb derer die Kompression wirkt.
Attack: Hier kann die Zeit eingestellt werden, in der der Algorithmus auf
steigende Pegel reagiert.
Release: Hier kann die Zeit eingestellt werden, in der der Algorithmus auf
fallende Pegel reagiert.
Gain: Der Gain-Regler verstärkt das komprimierte Signal.
MAGIX Mastering Suite
Die MAGIX Mastering Suite ist ein spezielles Effekt-Rack für den Einsatz im
Mixer-Masterkanal. Die enthaltenen Effekte dienen dem sogenannten
„Mastering”, bei dem dem fertig abgemischten Musikstück der letzte „Schliff”
gegeben wird.
227
228
Mit den Power-Schaltern können die Effekte einzeln an- und
abgeschaltet werden. Jeder Effekt bietet eine Reihe von
Voreinstellungen, die sich aus einer Liste am unteren Rand des Effekts
auswählen lassen.
Die Einstellungen aller Effekte können auch
zusammen in einem Preset abgespeichert
werden, so dass Sie Ihre MasteringEinstellungen für andere Projekte
wiederverwenden können.
Jeder Effekt lässt sich mit Reset auf seine Grundeinstellungen
zurücksetzen.
Hinweis: Im 5.1-Surround-Modus (siehe Seite 239) stehen nur der
Kompressor (siehe Seite 227) sowie der parametrische Equalizer zur
Verfügung.
Parametrischer 6-Band-Equalizer
Der parametrische Equalizer besteht aus sechs Filter-„Bändern”, mit denen Sie
den Klang des Musikstücks formen können. Jedes Band ist ein Filter, der eine
typische „Glockenform” aufweist. In einem bestimmten Frequenzbereich um
eine einstellbare Mittenfrequenz (Frequenz) herum lässt sich der Signalpegel
um einen bestimmten Betrag (Gain) anheben- oder absenken. Die Breite
dieses Frequenzbereichs wird Bandbreite genannt. Die Bandbreite wird durch
den Q-Wert (Filtergüte) bestimmt, je größer der Q-Wert, desto schmaler und
steiler verläuft die Filterkurve.
Mit „breitbandigen” Anhebungen und Absenkungen bestimmter
Frequenzbereiche (kleiner Q-Wert) können Sie den „Grundklang” des Mixes
beeinflussen, um ihm z. B. mehr „Bauch” (untere Mitten 200-600 Hz) oder
mehr „Luft” (Höhen 10kHz) zu geben. Sie können aber auch schmalbandige
Absenkungen (hoher Q-Wert) im Frequenzgang vornehmen, um zum Beispiel
störende Frequenzen zu entfernen.
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Audiobearbeitung
Sensorfeld: Im Sensorfeld wird der resultierende
Frequenzgang des Equalizers dargestellt.
Waagerecht ist die Frequenz aufgetragen,
senkrecht die Anhebung bzw. Absenkung der
jeweiligen Frequenz.
Die blauen Kugeln 1-6 symbolisieren die sechs Frequenzbänder. Sie können
mit der Maus verschoben werden, um den gewünschten Frequenzgang zu
realisieren.
Mit dem Peakmeter können Sie den Ausgangspegel des Equalizers
kontrollieren, mit dem Master-Gain-Regler darüber können Sie
Pegeländerungen durch den EQ ausgleichen.
Wenn Sie auf eine der Kugeln klicken, öffnen sich die weiteren Einstellungen
für das Band.
Mit den Drehknöpfen stellen Sie die Werte für jedes Band ein, außerdem gibt
es für jeden Parameter der Bänder ein numerisches Werte-Eingabefeld
Gain: Hier stellen Sie die Anhebung oder Absenkung der Filter ein. Eine
Reglerstellung von 0 deaktiviert das Filter und verbraucht somit keine
Rechenzeit.
Freq: Mit dem Frequenzregler stellen Sie die Mittenfrequenz der einzelnen
Filter zwischen 10 Hz und 24 kHz ein. Durch die freie Wahl der Frequenz
229
230
können auch mehrere Filter auf die gleiche Frequenz eingestellt werden, um
eine größere Wirkung zu erzielen.
Q (Bandbreite): Hier kann die Bandbreite der einzelnen Filter zwischen 10 Hz
und 10 kHz eingestellt werden.
Band 1 und 6 enthalten eine Besonderheit: Ihre Filterkurve lässt sich in drei
verschiedenen Modi bearbeiten. die vier Arbeitspunkte in der Grafik erhalten
dabei jeweils verschiedene Funktionen.
Peaking: Hier wird die Effektkurve von beiden Seiten gleichzeitig an den
Arbeitspunkt angenähert, der den Höhepunkt (Peak) der Kurve darstellt.
Shelving (Grundeinstellung): Hierbei stellt der Arbeitspunkt den Anfang
der Filterkurve dar. Ab diesem Punkt erfolgt eine sanfte Anhebung bzw.
Absenkung der Frequenzen.
Hoch- bzw. Tiefpass: In Band 1 stellt der Arbeitspunkt die Frequenz dar,
ab der die höheren bzw. tieferen Frequenzen weggefiltert werden.
Multimax
Der Multimax ist ein Kompressor mit drei unabhängigen Frequenzbändern.
Die Dynamikbearbeitung erfolgt separat für jedes Band.
Der Vorteil eines Multibandkompressors gegenüber dem „normalen”
Kompressor liegt vor allem darin, dass die Pumpneigung und andere störende
Nebenwirkungen bei der Dynamikbearbeitung drastisch gesenkt werden. Es
wird beispielsweise verhindert, dass eine Pegelspitze im Bassbereich das
ganze Signal „herunterdrückt”.
Außerdem ermöglicht es die Multibandtechnik, einzelne Frequenzbereiche
gezielt zu bearbeiten.
Link: Wenn diese Funktion aktiviert ist, verändern sich beim Verstellen eines
Reglers alle anderen im gleichen Verhältnis. Die Art der Dynamikbearbeitung
wird dadurch aber nicht beeinflusst.
Einstellung der Frequenzbänder: Die Einstellung der Frequenzbänder erfolgt
direkt in der Grafik. Klicken Sie auf die Trennlinien und verschieben Sie diese.
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Audiobearbeitung
Lo/Mid/Hi: Mit diesen Drehreglern regeln Sie den Grad der Komprimierung
für jedes Frequenzband.
Presets: Im Multimax lassen sich Presets für spezielle Anwendungsfälle
aufrufen.
Stereo Enhancer
Mit dem Stereo Enhancer können Sie die Ausrichtung des Audiomaterials im
Stereopanorama bearbeiten. Wenn Stereo-Aufnahmen schwammig und
undifferenziert klingen, kann eine Erweiterung der Stereo-Basisbreite häufig
für größere Transparenz sorgen.
Mit der Maximize-Funktion lässt sich der Raumanteil in den Vordergrund
bringen und so die Stereoabbildung verbessern.
Lautstärkeregler: Hier kann für die einzelnen Kanäle die Lautstärke und damit
das Panorama insgesamt eingestellt werden. Unter den Reglern wird die
Dämpfung für links und rechts in dB angezeigt.
Pan-Direction: Mit diesem Regler können Sie die Klangquelle, die aus der
Mitte kommt, im Stereopanorama verschieben. Dabei bleiben die Signale an
den äußeren Rändern des Klangbildes unbeeinflusst.
Multiband: Damit versetzen Sie den Stereo FX in den Multiband-Modus. Die
Stereo-Bearbeitung bezieht sich jetzt nur auf das Mittenband, die Bässe und
Höhen bleiben unbearbeitet.
Basisbreiten-/Maximize-Sensorfeld: Hier wird die Basisbreite zwischen
„Mono” (ganz links), unveränderte Basisbreite („Normal -Stereo”) und
maximale Basisbreite („Wide“, ganz rechts) eingestellt. Bei einer Erhöhung
der Basisbreite (Werte über 100) verschlechtert sich die Monokompatibilität.
Das bedeutet, solche bearbeitete Aufnahmen klingen hohl, wenn Sie sie mono
abhören.
Über Maximize wird der Raumanteil der Aufnahme verstärkt, was ebenfalls
die Stereotransparenz erhöht, jedoch ohne die Monokompatibilität zu
beeinflussen.
231
232
Stereometer (Korrelationsgradmesser): Hier wird die Phasenlage des
Audiosignals grafisch angezeigt. Damit können Sie die Ausrichtung des
Signals im Stereopanorama und die Wirkung des Stereo-Enhancers
überprüfen. Um die Monokompatibilität zu bewahren, sollte die angezeigte
„Wolke“ immer etwas höher als breit sein.
Digital Audiometer
Am unteren Rand der MAGIX Mastering Suite befindet sich ein Digital
Audiometer, das für jeden Kanal für 10 Frequenzbänder separate
Aussteuerungsanzeigen liefert. Dieses Gerät dient zur Orientierung z. B. für
gezielte Equalizerbearbeitungen.
Limiter
Der Limiter verhindert Übersteuerungen, indem
er zu hohe Pegel automatisch herunterregelt.
Leise Passagen bleiben unbearbeitet. Im
Gegensatz zum Kompressor versucht er dabei
den Grundklang möglichst unverändert zu
lassen.
Audio-CDs
Das Laden einer Audio-CD funktioniert wie das Übernehmen von anderen
Dateien ins Projekt:
• Legen Sie eine Audio-CD ins Laufwerk.
• Wechseln Sie im Media Pool auf Ihr Laufwerk. Es erscheinen die einzelnen
Titel der CD in der Dateiliste
• Doppelklicken Sie auf einen Titel, um ihn vorzuhören.
• Mit Drag & Drop in eine Spur des aktuellen Projekts wird der CD-Titel
digital ausgelesen („gegrabbt”) und auf die Festplatte kopiert. Die Dateien
werden im Importordner gespeichert (einstellbar unter Menü „Datei“ >
„Einstellungen“ > „Programm“ > „Ordner“).
In der Spur erscheint der CD-Track als Audio-Objekt und kann sofort
abgespielt und bearbeitet werden.
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Audiobearbeitung
Audio CD Track(s) importieren
Außerdem gibt es für Audio-CDs eine maßgeschneiderte Option im Menü
„Datei“ > „Audio-CD-Track(s) importieren“, die ein komfortableres
Importieren mit zusätzlichen Funktionen ermöglicht.
Diese Option öffnet einen CD-Manager, in dem Tracks von Audio-CDs
ausgewählt und teilweise oder komplett ins Projekt geladen werden können.
Die Audiotracks werden im WAV-Format in einem auswählbaren Verzeichnis
gespeichert und in das Projekt importiert.
Trackliste
Die Tracks in der Liste lassen sich per Mausklick oder mit den
Tastenkombinationen Umschalt + Pfeiltasten bzw. Strg + Mausklick
auswählen.
Die Transportkontrolle im Dialog aktiviert die Vorhörfunktion. Der Abspielpfeil
startet die Audiowiedergabe des (ersten) markierten Tracks.
Alle Tracks auswählen: Mit dieser Option werden alle Audiotracks
ausgewählt, um die komplette CD zu kopieren.
Ausgewählte Tracks speichern: Diese Schaltfläche öffnet einen Dialog zum
Speichern der ausgewählten Tracks. Dabei können entweder alle Tracks in
einer WAV-Datei oder für jeden Track eine eigene WAV-Datei angelegt
werden. Im Projekt wird in beiden Fällen für jeden Track ein neues Objekt
angelegt.
233
234
CD-Laufwerksoptionen: Mit dieser Option erreichen Sie den Dialog „CD/DVD-Laufwerksliste“.
CD-/DVD-Laufwerksliste
Konfigurieren: Diese Schaltfläche öffnet den Konfigurationsdialog, in dem
diverse Spezialeinstellungen gesetzt werden können.
Hinzufügen: erzeugt einen neuen Laufwerkseintrag in der Liste, der noch mit
speziellen Einstellungen versehen werden muss.
Löschen: löscht das markierte Laufwerk aus der Liste.
Setup laden: Lädt die aktuelle Laufwerksliste und alle Konfigurationsdaten aus
einer *.cfg Datei.
Setup speichern: Speichert die aktuelle Laufwerksliste und alle
Konfigurationsdaten in einem *.cfg Datei.
Zurücksetzen: stellt die Laufwerkseinstellungen wieder auf Standard.
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Audiobearbeitung
CD/DVD-ROM-Konfiguration
Laufwerksname: Hier kann der Name des Laufwerks eingegeben werden. Das
ist nützlich, wenn mehrere Einträge für das gleiche physikalische Laufwerk
verwendet werden.
Host Adapter Nummer: Hier kann die Nummer des SCSI-Hostadapters
eingegeben werden – normalerweise 0.
Bus-ID: Hier kann die ID Ihres CD-ROM-Laufwerks angegeben werden.
Achten Sie auf die korrekte ID, es erfolgt keine Fehlerabfrage.
Bus-LUN: setzt den LUN Parameter, normalerweise 0.
Alias: Hier kann der Hersteller des CD-Laufwerks eingetragen werden.
Kopiermodus Normal: kopiert die Audiodaten ohne jede Softwarekorrektur.
Kopiermodus Sektor-Synchronisation: kopiert die Audiodaten mit einem
speziellen Korrekturalgorithmus. Dies ist besonders nützlich, da viele CDLaufwerke Probleme haben, eine bestimmte Position exakt wieder
anzusteuern, so dass Knackser auftreten können.
Kopiermodus Burst Copy: optimiert die Geschwindigkeit des Kopiervorgangs,
es wird keine Softwarekorrektur verwendet.
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236
Sektoren pro Zyklus: definiert die Anzahl an Audiosektoren, die in einem
Lesezyklus von der Audio-CD gelesen werden sollen. Je größer die Anzahl ist,
desto schneller läuft der Kopiervorgang. Allerdings haben viele SCSI-Systeme
Probleme mit mehr als 27 Sektoren.
Sync-Sektoren: setzt die Anzahl an Audiosektoren, die für die
Softwarekorrektur verwendet werden. Je größer die Anzahl ist, um so stabiler
arbeitet die Korrektur, wird gleichzeitig aber auch langsamer.
Mixer
Der Mixer kann mit der Taste M der Computertastatur oder über Menü
„Fenster“ > „Mixer” geöffnet werden.
Mixer-Kanäle
Im Mixer wird jede Spur des Projektfensters durch einen entsprechenden
Mixerkanal repräsentiert. Der Mixerkanal bietet eine Reihe von Möglichkeiten,
die Audiosignale der Objekte in der Spur gemeinsam zu regulieren.
FX: Hier wird das Audio-Effect-Rack geöffnet (siehe Seite 226).
Auto: aktiviert die Volumen- und Pan-Automation (siehe Seite
238).
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Audiobearbeitung
Plug-ins: Über die Dreiecksschaltflächen erreichen Sie die auf
dem PC installierten Audio-Plug-ins (siehe Seite 216).
Lautstärke: Mit dem großen Schieberegler lässt sich die
Lautstärke der Spur einstellen.
Stereo-Panorama: Mit dem Drehregler kann für jede Spur die
Stereo-Position festgelegt werden.
Hinweis: Ein Doppelklick auf den Lautstärke- oder PanoramaRegler setzt ihn wieder auf die passive Grundeinstellung zurück,
in der keine Rechenleistung verbraucht wird.
Solo/Mute: Die „Solo“-Schaltfläche schaltet eine Spur in den
Solo-Modus, d. h. alle nicht „solo“-geschalteten Spuren werden
stumm geschaltet. „Mute“ schaltet die Spur stumm.
Effektkanäle
Neben den normalen Mixerkanälen, die den Spuren im Projekt entsprechen,
lassen sich zwei separate Effektkanäle anlegen. Das Prinzip dahinter: Sie
können einen Signalanteil aus einem normalen Kanal in einen Effektkanal
leiten, wo der Signalanteil dann separat mit weiteren Effekten angereichtert
wird. Dies ist ein gängiges Verfahren aus der professionellen
Audioproduktion.
Unter den Plug-in-Slots befinden sich in jedem Mixerkanal zwei
FX-Send-Regler (FX 1 und FX2).
Hier bestimmen Sie, wie laut das Signal aus der Spur in die beiden
verfügbaren Effektkanäle geführt wird.
Die FX-Spuren sind im Mixer normalerweise verborgen. Sie werden links
neben der Mastersektion angezeigt, sobald ein FX-Send-Regler benutzt wird.
237
238
Ein Effektkanal ist ein kompletter zusätzlicher Mixerkanal mit
Lautstärke- und Panoramaregler, Effekt-Rack und zwei Plugin-Slots.
Im ersten Effektkanal ist standardmäßig der Hall aktiviert, da
dies die wichtigste Anwendung von Send-Effekten darstellt.
Der Volume-Regler dient zur Regelung der Lautstärke des
Effektkanals und entspricht somit einem AUX-Return-Regler.
„Mute” dient zum kompletten An- und Ausschalten des FXAnteils. Mit „Solo” kann der Effektkanal separat abgehört
werden. Die Peakmeter der Spuren, die auf die FX-Spur
senden, werden dabei grau dargestellt.
Masterkanal
Der Masterkanal befindet sich rechts von den einzelnen Kanälen. Er regelt den
Gesamtsound und bietet noch einmal alle Bearbeitungsmöglichkeiten:
Lautstärke, Panorama, Plug-ins und Effekte.
Die FX-Schaltfläche und die Plug-in-Slots funktionieren genauso wie in den
anderen Kanälen. Die FX-Schaltfläche ruft das Master Audio Effekt-Rack auf.
Mit „Reset“ können die kompletten Mixer-Einstellungen inklusive der
Effektkanäle zurückgesetzt werden.
Mastering: Hier wird die MAGIX Mastering Suite aufgerufen.
5.1 Surround: Diese Schaltfläche schaltet den Mixer in den Surround-Modus
(siehe Seite 242).
Die beiden Fader regeln die Gesamtlautstärke.
Link-Schaltflächen: Wenn Sie die LinkSchaltfläche deaktivieren, können Sie Lautstärke
des rechten und linken Kanals getrennt einstellen.
Volumen- und Panorama-Automation
Sie können den Lautstärke- und Panoramaverlauf für eine Spur
automatisieren. Das bedeutet, Sie können während des Abspielens die
Schieberegler für die Spurlautstärke und die Panorama-Regler bewegen und
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Audiobearbeitung
aufzeichnen. Damit können Sie zum Beispiel die Bewegung einer Schallquelle
von links nach rechts simulieren und Lautstärkeanpassungen direkt beim
Abspielen vornehmen.
Solange die Auto-Schaltfläche in einer Spur aktiv ist, werden alle
Bewegungen des Lautstärke- und Panoramareglers aufgezeichnet.
Die Automation wird in Form einer Kurve im Projektfenster dargestellt und
lässt sich dort mit der Maus auch im Nachhinein bearbeiten.
Hinweis: Automationskurven des Mixers sind spurbezogen, d. h. unabhängig
von den in der Spur enthaltenen Objekten.
5.1 Surround
MAGIX Video Pro X6 unterstützt die Wiedergabe und den Export in echtem
5.1 Surround.
Voraussetzungen
Zum Bearbeiten der Audiospuren im Surround-Modus brauchen Sie eine 5.1Surround-fähige Soundkarte in Ihrem Computer, die folgende Kanäle
bedienen kann:
• vorne links (L) / rechts (R)
• Mitte (C) / Tiefbass-Wiedergabe (Subwoofer) (LFE)
• hinten links (Ls) / rechts (Rs)
Die Surround-Wiedergabe ist mit allen Audiotreiber-Modellen (Wave,
DirectSound) möglich. Sie stellen diese in den Programmeinstellungen im
Reiter „Wiedergabe“ ein.
DirectSound wird von den meisten handelsüblichen Soundkarten unterstützt.
Wave-Treiber werden ebenso von vielen handelsüblichen Soundkarten
unterstützt, einzelne Audiokarten (z. B. Soundblaster) verlangen jedoch die
Ansprache über DirectSound.
Die Ausgabe der sechs Ausgangssignale erfolgt bei allen Treibermodellen auf
die Ausgangskanäle in der gleichen (genormten) Reihenfolge:
239
240
Kanäle 1/2: L- R
Kanäle 3/4: C - LFE
Kanäle 5/6: Ls – Rs
Bei Verwendung von WAVE-Treibern müssen normalerweise die
Lautsprechereinstellungen in der Systemsteuerung auf 5.1-Wiedergabe
umgestellt werden. Bei Verwendung von DirectSound kann dies auf den
meisten Systemen vom Programm selbst erledigt werden (Automatische 5.1
Surround Lautsprecherkonfiguration).
Import- und Export von Surround-Audiodateien
Import
Beim Import von MPEG-2-Dateien mit Surround-Sound Stereo/5.1-Tonspur
(z. B. VOB-Dateien von DVDs oder DVB-TV-Aufnahmen) kann zwischen
zwei verschiedenen Anwendungsfällen ausgewählt werden:
• Downmix: Der Surround-Ton wird als ein Audio-Objekt unter dem VideoObjekt dargestellt, die Wiedergabe der Surroundspur wird auf StereoWiedergabe heruntergerechnet. Benutzen Sie diese Option, wenn Sie den
Surround-Ton nicht bearbeiten wollen, sondern unverändert exportieren
wollen oder wenn Ihnen ein Stereo-Export ausreicht.
• Surround-Mix: Die einzelnen Surround-Kanalpaare (L-R, C-LFE, Ls-Rs)
werden in separaten Objekten auf drei Audio-Spuren verteilt und der
Mixer in den Surround-Modus (siehe Seite 241) versetzt. In diesem
Modus können Sie die Surround-Abmischung verändern.
In MAGIX Video Pro X6 erfolgt der Import von Surround-Sound Stereo/5.1
immer als Downmix. Außerdem kann MAGIX Video Pro X6 Interleaved
Wave-Dateien (Mehr-Kanal Wave-Dateien), Mehrkanal Windows Media
Audio und MP3surround Dateien importieren, dabei wird immer ein
Surround-Mix angelegt.
Export
Surround Mix-Exporte können in eines der folgenden Formate erfolgen:
• 6-Kanal-PCM-Dateien (Interleaved Wave)
• Windows Media Dateien (als Surround-Tonspur eines Windows Media
Videos oder WMV HD-Disc)
• MPEG-2-Dateien mit Surround-Sound Stereo/5.1-Tonspur
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Audiobearbeitung
Die entstehenden Dateien sind dabei voll kompatibel zu den normalen
Dateiformaten, d. h. sie werden auch auf nicht surround-fähigen Computern
(in normalem Stereo) abgespielt.
Der Export erfolgt über die gleichen Menübefehle (z. B. Menü „Datei“ > „Film
exportieren“ > „Audio als Wave“) wie der normale Stereo-Export. Es erfolgt
dann eine Abfrage, ob der Export in Stereo oder Surround erfolgen soll.
Surround-Sound per Smart Copy exportieren
Ausgangsmaterial mit Surround-Ton können Sie auch ohne Codec wieder auf
DVD brennen bzw. entsprechende MPEG-Dateien exportieren, wobei der 5.1
Surround-Sound erhalten bleibt. Dazu nutzen Sie die Möglichkeit des „Smart
Renderers“, wobei unbearbeitete Teile des Ausgangsmaterials ohne erneutes
Encodieren in die Zieldatei übernommen werden. Lesen Sie dazu im Anhang
MPEG-Encoder-Einstellungen, Abschnitt Allgemeine Einstellungen (siehe
Seite 450).
Hinweis: Der Import muss dabei als Downmix erfolgen, das Audiomaterial
darf nicht verändert werden (keine Blenden, kein Audio Cleaning, keine
Lautstärkeänderung). Harte Schnitte z. B. zur Werbespotentfernung sind
erlaubt, Sie erfolgen unter Umständen aber nicht framegenau, sondern an
den GOP-Grenzen.
Mixer im Surround-Modus
241
242
Um die Surround-Wiedergabe zu aktivieren, öffnen Sie den Mixer (Taste M)
und klicken Sie die Schaltfläche „5.1 Surround” im Master.
Im Master werden sechs Peakmeter für die einzelnen Kanäle angezeigt. Die
normale Panorama-Schaltfläche wird zu einer symbolischen Darstellung des
Surround-Editors (siehe unten (siehe Seite 242)), der sich mit einem Klick auf
die Darstellung öffnen lässt.
Der Surround Sound-Editor steht auch für die FX-Spuren zur Verfügung.
Somit kann z. B. die Originalspur auf die vorderen Lautsprecher L/R geschickt
werden, die FX-Spur aber mit einem Halleffekt auf die hinteren Lautsprecher
Ls/Rs.
Das Master-Volumen wird auf alle Kanäle angewandt, dabei beeinflusst der
linke Pegel die Kanäle L und Ls, der rechte Pegel die Kanäle R und Rs und der
Mittelwert beider Pegel die Kanäle C und LFE.
Die Master-Plug-ins werden nur auf die vorderen Kanäle angewandt.
Im Master FX Rack und in der MAGIX Mastering Suite gibt es im 5.1
Surround-Modus nicht die volle Effektpalette, sondern nur den Kompressor
und den parametrischen Equalizer (siehe Seite 228) (aus der Mastering
Suite). Die Einstellungen dieser Effekte wirken auf alle sechs Kanäle
gleichermaßen.
5.1 Surround-Editor
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Audiobearbeitung
Im 5.1 Surround-Editor der Mixerspur können Sie das Audiosignal der Spur
(dargestellt durch die zwei roten Schallquellen) im „gedachten“ Raum
anordnen. Dazu wird das Signal auf die 5 (blauen) Lautsprecher, welche die
einzelnen Surround-Kanäle darstellen, verteilt.
Es gibt 6 Kanäle:
L:
R:
C:
Ls:
Rs:
LFE:
vorne links
vorne rechts
Center
hinten links / links surround
hinten rects / rechts surround
Subbass (Low Frequency Effect) Kanal
Das Verteilen auf die 5 Lautsprecher erfolgt dabei nach dem sogenannten
Positions-Panning, wobei eine Schallquelle ein Schallfeld einer bestimmten
Ausdehnung aussendet (dargestellt durch die roten Kreise). Desto weiter die
Quelle von einem Lautsprecher entfernt ist, desto geringer ist dabei ihr Anteil
auf dem entsprechenden Lautsprecher-Kanal. Die Position der Quelle und der
Lautsprecher kann mit der Maus verschoben werden.
Der Subbass-Anteil (LFE) wird direkt im entsprechenden Wertefeld
eingestellt. Dieses auch durch Ziehen mit der Maus verändert werden kann.
Es gibt verschiedene Modi für den Umgang mit dem Quellsignal:
• Mono: Das (Stereo)-Quell-Signal wird als Mono-Material betrachtet, der
linke und rechte Kanal werden zusammengemischt und gemeinsam
angeordnet. Die ursprünglichen Stereo-Informationen gehen verloren.
• Stereo 1: Ähnlich dem Mono-Modus werden linker und rechter Kanal
gemeinsam bewegt, jedoch werden auf den linken Lautsprechern L und Ls
nur Anteile der linken Quelle hörbar und auf den rechten Kanälen R und Rs
nur Anteile der rechten Quelle. Die Stereo-Informationen bleiben somit
weitestgehend erhalten.
• Stereo 2: Linker und rechter Kanal können unabhängig voneinander
angeordnet werden, beim Verschieben der linken Quelle bleibt dabei der
Abstand zwischen linker und rechter Quelle erhalten. Eine einzelne Quelle
kann mit gedrückter Alt-Taste verschoben werden.
• Center / LFE: Nur der linke Kanal wird angeordnet. Dafür wird der LFE
Anteil ausschließlich aus dem rechten Kanal abgeleitet. Dieser Modus ist
nur für den Import von Surround-Material von Bedeutung.
243
244
Die „Breite“ bestimmt die Ausdehnung des Schallfeldes einer einzelnen
Quelle.
Automation:
Das Panning der Schallquelle auf die Lautsprecher ist automatisierbar, um
Bewegungen im Raum zu simulieren.
Hierzu muss „Automation“ aktiviert werden. Es gibt zwei Methoden,
Automationen zu erzeugen: Aufnehmen und Zeichnen.
Zum Aufnehmen wird die bei aktivierter Automation während der
Wiedergabe dieSchallquelle zwischen den Lautsprechern bewegt. Beim
Aufzeichnen der Automation leuchtet dabei die „Aufnehmen“-Checkbox rot
auf.
Eine alternative Möglichkeit für das Aufzeichnen komplexer Bewegungen ist
die Zeichnen-Funktion, bei aktiviertem Zeichnen-Modus werden alle
Bewegungen des Panners bei gedrückter Maustaste auf das Zeitintervall
zwischen Start und Endmarker übertragen. Sie zeichnen also die komplette
Bewegungskurve für den gewählten Zeitabschnitt ein.
Mit „Zurücksetzen“ wird die Surround Automation von der Spur gelöscht.
Hinweis: Es erfolgt keine Automation der Parameter für Breite und LFE, des
Abstandes zwischen linker und rechter Quelle im „Stereo 2“ –Modus sowie
der Lautsprecherpositionen.
Surround-Spuren aus Samplitude/Sequoia an MAGIX Video Pro X6
übergeben
Hinweis: Um Samplitude/Sequoia im Parallelbetrieb mit MAGIX Video Pro
X6 zu nutzen, müssen die Programme miteinander synchronisiert werden.
Lesen Sie dazu das Thema „Synchronisation von Samplitude/Sequoia mit
MAGIX Video Pro X6“ (siehe Seite 299).
Bestehende Surround-Vertonungen aus Samplitude/Sequoia werden direkt an
MAGIX Video Pro X6 übergeben. Stellen Sie dazu zuerst den Abspielmarker
in MAGIX Video Pro X6 an die Anfangsposition des Filmes, da die WaveDateien an die Position eingefügt werden, an der der Abspielmarker steht.
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Audiobearbeitung
Hinweis: In MAGIX Video Pro X6 müssen die letzten sechs Spuren frei sein,
damit eine korrekte Übergabe erfolgen kann. Stellen Sie die Spurzahl in den
Filmeinstellungen hoch, falls nötig.
• Wechseln Sie zu Samplitude/Sequoia.
• Rufen Sie für die Übergabe im Menü „Datei“ unter „Export“ den
Menüpunkt „Export in MAGIX Video Pro X6“ auf.
• Achten Sie beim Export darauf, dass Sie idealerweise eine Sampling-Rate
von 48 kHz eingestellt haben, da diese Sampling-Rate im Audio-Stream
von DVDs verwendet wird.
• Klicken Sie auf „OK“ und geben Sie im darauf folgenden Dialog den
Speicherort und einen aussagekräftigen Namen für Ihren Surround-Ton
an.
• Nach dem Export werden die sechs Surround-Kanäle direkt in MAGIX
Video Pro X6 geladen. Dabei wird auch der 5.1 Surround-Modus aktiviert
und die Kanäle werden mit den entsprechenden Spureinstellungen
versehen.
Multitonspuren erstellen
Multitonspuren dienen dazu, das abzuspielende Video mit mehreren
Tonspuren zu versehen, die man als Konsument dann später im Disc-Menü
auswählen kann. Vorrangig gibt es zwei Anwendungsgebiete:
• Tonspuren für verschiedene Sprachen erstellen
• Stereo- und Surroundmischungen separat erstellen
Diese beiden Anwendungen lassen sich auch kombinieren, da in MAGIX
Video Pro X6 bis zu 8 separate Multitonspuren zur Verfügung stehen.
Arbeitsweise
Im Kontextmenü der Spurbox lässt sich jede Spur zu einer „DVD-Tonspur“
definieren.
• Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Spurbox.
245
246
• Wählen Sie „DVD-Tonspur“ > „DVD-Tonspur: nicht verwendet“. Es
erscheint ein Dialog zur Benennung der Tonspur.
• Benennen Sie die Spur sinnvoll. Der hier eingegebene Name erscheint
später im Menü der gebrannten Disc.
Nun können Sie dieser DVD-Tonspur weitere Spuren des Projektfensters
zuweisen. Dazu setzen Sie im Kontextmenü der Spurboxen das Häkchen. Die
Option „Auf allen Tonspuren“ ist voreingestellt; sie sorgt dafür, dass das
Audiomaterial in der Spur auf allen Tonspuren zu hören ist.
Mehrere DVD-Tonspuren sollen normalerweise nicht gemeinsam abgespielt
werden. Deshalb können Sie über den kleinen Pfeil an der LautsprecherSchaltfläche die DVD-Tonspur auswählen, die im Projektfenster abgespielt
werden soll.
Tipp: Das Konzept der Multitonspuren können Sie gut für eine
Sprachauswahl nutzen. Definieren Sie zunächst für jede Sprache eine
entsprechende Multitonspur und ordnen Sie dann alle Spuren, die zu der
jeweiligen Sprachspur gehören sollen, entsprechend zu.
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Audiobearbeitung
Surround- und Stereospuren kombinieren
Hinweis: Die hier beschriebene Vorgehensweise empfiehlt sich nur, wenn
die Stereospur eine gesonderte Mischung erfordert, denn normalerweise ist
es nicht nötig, eine zusätzliche Stereospur hinzuzufügen. Die Abspielgeräte
nehmen bei Surround-Ton automatisch einen sogenannten Downmix von 5.1
Surround auf Stereo vor, wenn dies nötig ist.
Für den Fall, dass Sie trotzdem eine Disc erzeugen wollen, die sowohl eine 5.1
Surround-Spur als auch eine normale Stereo-Spur enthält, gehen Sie
folgendermaßen vor:
• Wählen Sie die DVD-Tonspur „Stereo“.
• Öffnen Sie den Mixer und führen Sie eine normale Stereoabmischung
durch.
• Schließen Sie den Mixer.
• Wählen Sie die DVD-Tonspur „Surround“.
• Öffnen Sie den Mixer und aktivieren Sie den 5.1 Surround-Modus. Führen
Sie die Surround-Abmischung durch.
Format der einzelnen Multitonspuren einstellen
Abschließend werden für die Multitonspuren noch die Formateinstellungen
vorgenommen. Dies findet in den MPEG Encoder-Einstellungen statt, die sich
aus dem Brenndialog heraus öffnen lassen.
Im vereinfachten Einstellungsdialog wird ein zusätzlicher Abschnitt für die
Multitonspuren angezeigt. Wählen Sie aus dem Flipmenü die einzustellende
DVD-Tonspur aus. Nun können Sie jeder Spur das gewünschte Format
zuweisen.
Ein Mausklick auf „Bearbeiten“ öffnet die erweiterten Audioeinstellungen des
MPEG-Encoders. Legen Sie nun fest, welches Format die ausgewählte DVDTonspur haben soll. Für nähere Informationen lesen Sie im PDF-Handbuch
den Abschnitt „Audioeinstellungen“ (siehe Seite 454) des Kapitels „MPEG
Encoder-Einstellungen“ (siehe Seite 450).
Hinweis: Auch wenn Sie sämtliche Multitonspuren in 5.1 Surround erstellen,
müssen Sie diese Einstellung für jede Spur separat vornehmen.
Tonspuren, die die Einstellung „Auf allen Multitonspuren vorhanden“ haben,
247
248
werden immer mit den anderen Multitonspuren gemischt, die dann im
jeweils eingestellten Format erzeugt wird.
Scrubbing
Scrubbing dient dem schnellen Vorhören einzelner Passagen eines Films oder
Musikstücks. Es spielt kurze Samples (Tonschnipsel) in der originalen
Geschwindigkeit ab.
Hinweis: Um einzelne Audio-Objekte komplett vorzuhören, gibt es den
Mausmodus „Vorhören“ (siehe Seite 54).
Scrubbing aktivieren
Das Scrubbing lässt sich über den
kleinen Pfeil neben der LautsprecherSchaltfläche aktivieren.
Scrubbing-Modi
Kein Scrubbing: Das Scrubbing ist deaktiviert. Beim Setzen und Verschieben
des Abspielmarkers wird kein Ton wiedergegeben.
Scrubbing (1 Frame): Das Scrubbing ist aktiv, die Samples sind immer 1
(Video-)Frame lang. Bei 25 fps also 1/25 Sekunde. Dieser Modus eignet sich
zur exakten Positionierung des Abspielmarkers.
Scrubbing (lang): Das Scrubbing ist aktiv, die Sample-Länge beträgt ungefähr
0,5 Sekunden. In diesem Modus ist besonders das Orten bestimmter Stellen
einfach.
Bei Scrubbing 1x abspielen: Bei aktivierter Option wird die angefahrene Stelle
nur einmalig wiedergegeben. Ist sie dagegen deaktiviert, wird wiederholt
abgespielt.
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Audiobearbeitung
Anwendung
Ist ein Scrub-Modus ausgewählt, setzen Sie den Abspielmarker mit der Maus
an eine bestimmte Stelle auf der Zeitachse. Halten Sie die Maustaste gedrückt
und schieben Sie den Abspielmarker an verschiedene Stellen im Projekt.
Auch beim Einsatz des Jog & Shuttle Wheels am Vorschaumonitor kann das
Scrubbing genutzt werden und damit auch für diverse Hardware-Controller,
wodurch sich die Software schon fast wie ein analoges Videoschnittsystem
anfühlt!
249
250
Disc-Menü bearbeiten
Sie wechseln zunächst in die „Brennen“-Oberfläche über die
abgebildete Schaltfläche.
Hier können Sie das Disc-Menü vor dem Brennen anpassen und anschließend
Ihre Filme samt Menü auf CD, DVD oder Blu-ray-Disc brennen.
Alle Filme, die im Projekt geladen sind, werden berücksichtigt. Wenn Sie
einige der geladenen Filme herausnehmen möchten, müssen Sie wieder in die
„Bearbeiten“-Oberfläche schalten und dort die Filme aus dem Projekt
herauslöschen. Dazu schalten Sie in den jeweiligen Film, öffnen dann das
Menü „Datei“ und wählen den Eintrag „Filme verwalten > Film entfernen“
(siehe Seite 358).
Hinweis: Bei Bildschirmauflösungen ab 1280 x 1024 Bildpunkten ist die
Programmdarstellung verändert. Dies dient der komfortableren Bedienung
des Programms. Die Bedienschritte bleiben trotz anderer Darstellung
dieselben.
Vorschau und Bearbeiten
MAGIX Video Pro X6 bietet zum Gestalten des Disc-Menüs zwei
verschiedene Modi an.
Der „Vorschau“-Modus simuliert das Verhalten eines
Abspielgeräts, z. B. DVD-Player oder Blu-ray-Player.
Sie können eine Vorlage für das Menü auswählen und Ihre
Disc brennen.
Beim „Bearbeiten“-Modus verfügen Sie über alle
Möglichkeiten zur Gestaltung des Disc-Menüs. Auch hier
stehen Ihnen die Vorlagen zur Verfügung, die Sie allerdings
flexibel anpassen können.
Fernbedienung
Die virtuelle Fernbedienung ist ein wichtiges Hilfsmittel, um das Verhalten der
späteren Disc zu überprüfen.
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Disc-Menü bearbeiten
Diese Fernbedienung steuert das Vorschaubild genauso wie die „reale“
Fernbedienung das Bild am Monitor oder Fernseher, wenn Sie die spätere Disc
mit Ihrem Projekt in Ihren Player einlegen. Die Navigation in den Menüs kann
jetzt auch mit den Pfeil- und OK-Tasten erfolgen. Aktivierte Schaltflächen
werden hervorgehoben.
Die Zahlentasten wählen einen Eintrag auf der Menüseite
aus. Alle Menüeinträge sind mit entsprechenden Zahlen
gekennzeichnet. Innerhalb eines Kapitelmenüs wird die
Wiedergabe ab dem jeweiligen Kapitel gestartet, im
Filmmenü wird in das entsprechende Kapitelmenü (wenn
vorhanden) gewechselt oder die Wiedergabe des Films
gestartet.
Navigationstasten: Diese Tasten dienen zur Navigation im
Menü der zu brennenden Disc. Es kann zwischen den
einzelnen Einträgen gewechselt und mit „OK“ bestätigt
werden. Die Fernbedienung verhält sich dabei genau wie
die eines echten DVD-/Blu-ray-Players.
Skip/Blättern vor/zurück: Bei laufender Wiedergabe wird
zur nächsten/vorherigen Szene gesprungen. Im Menü
können Sie damit von Menüseite zu Menüseite vor- und
zurückblättern.
Play: Die Wiedergabe wird mit dem ersten Menüeintrag
gestartet. Falls Kapitelmenüs vorhanden sind (siehe Seite
256), wird zuerst in das Kapitelmenü gewechselt. Drücken
Sie erneutl die Play-Taste, wird die Wiedergabe mit der
ersten Szene des Films gestartet.
Stopp: bricht die Wiedergabe ab.
Disc: wechselt auf die erste Seite des Filmmenüs.
Sub: wechselt in das Kapitelmenü (soweit vorhanden) des aktuell
ausgewählten Films.
251
252
Menü
Das Menü wird mit auf die Disc gebrannt und erscheint beim Einlegen in den
Player. Wie bei einer gekauften DVD oder Blu-ray Disc können Sie zwischen
Filmen auswählen oder gezielt Szenen innerhalb eines Filmes ansteuern.
Vorlagen
Im unteren Bereich finden Sie die Menüvorlagen.
Links befindet sich eine Baumstruktur zur Auswahl verschiedener Arten von
Menüvorlagen. Oberhalb davon sollten Sie zunächst einstellen, ob Vorlagen
im Verhältnis „16:9“ oder „4:3“ verwendet werden sollen.
• Animiert (DVD): Diese Vorlagen enthalten Hintergrund- und Intro-Videos
mit Musik. Die Bedienelemente werden in verschiedenen Zuständen
dargestellt. Die Vorlagen sind nur für Mini-DVDs, DVDs und AVCHDDiscs nutzbar.
• Statisch (nur 4:3; DVD): Hier finden Sie Vorlagen aus normalen
Hintergrundbildern und Bedienelementen.
• Individuell: Diese Vorlagen passen sich Ihrem Projekt an, d. h. die
verwendeten Filme und Szenen werden direkt in das Menü mit
eingebunden.
• HD statisch (nur 16:9; DVD, Blu-ray, AVCHD, WMV HD): Diese Vorlagen
enthalten gestochen scharfe und hochauflösende Hintergrundbilder, die
besonders auf HDTV-Geräten zur Geltung kommen.
• Filmvorlagen (nur 16:9): Hier finden Sie Menüvorlagen, die speziell für die
Filmvorlagen (siehe Seite 354) aus dem Media Pool erstellt wurden.
Hinweis: Für diese Menüs muss in der „Bearbeiten“-Ansicht unter „DiscOptionen“ „Filmmenü“ und „Kapitelmenü“ eingeschaltet bleiben.
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Disc-Menü bearbeiten
Haben Sie eine Art der Menüvorlagen ausgewählt, können Sie den
horizontalen Scrollbalken nutzen, um sich die verfügbaren Vorlagen
anzuschauen. Sie haben mehrere Möglichkeiten, die Vorlagen zu benutzen:
• Wenn Sie eine Vorlage für alle Menüseiten übernehmen wollen,
doppelklicken Sie auf die gewünschte Vorlage. Dadurch wird die gesamte
Vorlage übernommen.
• Sie können auch die Elemente verschiedener Vorlagen miteinander
kombinieren. Dazu müssen Sie zuerst in den Bearbeiten-Modus wechseln.
Wenn Sie z. B. das Textformat einer Vorlage mit dem Hintergrund einer
anderen kombinieren wollen, wählen Sie zunächst per Doppelklick die
Vorlage für den Hintergrund aus. Dann klicken Sie auf den Reiter „Schrift“
und wählen per Doppelklick eine Vorlage für die Schrift.
• Sie können das Layout (bzw. einzelne Layoutelemente) sowohl für die
aktuelle Menüseite (Film oder Szenen) als auch für alle Menüseiten
verwenden.
Hinweis: Einige Menüvorlagen liefern Introvideos mit fließendem Übergang
zur eigentlichen Menüseite.
Menüelemente bearbeiten
Zur Bearbeitung der einzelnen Menüelemente und der
Menüstruktur aktivieren Sie die Schaltfläche
„Bearbeiten“.
253
254
Menüelemente bearbeiten
Textfelder und grafische Elemente ziehen Sie mit gedrückter linker Maustaste
an die gewünschte Position. Durch Ziehen an den Ecken und Kanten der
Positionsrahmen können Sie die Größe ändern.
Rückgängig: Mit diesem Befehl können die letzten Bearbeitungen
zurückgenommen werden.
Wiederherstellen: Dieser Befehl nimmt einen unmittelbar zuvor
ausgeführten Rückgängig-Befehl wieder zurück.
Seitenverhältnis festsetzen: Um Verzerrungen zu vermeiden,
können Sie das Seitenverhältnis der Menüelemente festsetzen.
Gruppieren: Menüelemente werden zusammen mit
Beschreibungstext und Nummer verschoben oder skaliert.
TV-Anzeigebereich in Vorschaumonitor einblenden: Mit dieser
Option werden die Bildränder des Fernsehers (siehe Seite 193) als
Linien am Vorschaumonitor angezeigt.
Raster: Mit dieser Schaltfläche können Sie ein Raster aktivieren,
um die Positionsrahmen exakt aneinander auszurichten. Über den
kleinen Pfeil neben der Schaltfläche lässt sich ein Dialog zur
genauen Einstellung des Rasters aufrufen.
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Disc-Menü bearbeiten
PSD-Im-/Export
PSD importieren: Mit dieser Option importieren Sie eine
selbstgestaltete Menüvorlage im PSD-Format (z. B. aus Xara Designer
Pro, Photoshop,…)
PSD exportieren: Mit dieser Option exportieren Sie Ihr Menü als PSDDatei (z. B. für Xara Designer Pro, Photoshop,…)
Hinweis: Mit diesen beiden Optionen können Sie Ihr Menü schnell Ihren
individuellen Wünschen anpassen. Exportieren Sie einfach das Menü,
bearbeiten Sie es in einem Grafikprogramm, speichern Sie dieses ab und
importieren Sie dieselbe Datei. Mehr Informationen dazu gibt es im
Abschnitt DVD-Menüs mit Xara Designer Pro oder Photoshop bearbeiten
(siehe Seite 263) im PDF-Handbuch!
Navigation
Über die Navigation links oben erreichen Sie die Struktur der Menüeinträge.
• Alle Filme sind als erste Einträge aufgelistet. Die
entsprechende Menüebene ist das Filmmenü.
• Alle Szenen sind als zweite Einträge rechts
daneben aufgelistet. Die entsprechende
Menüebene ist das Kapitelmenü.
Wenn Sie das rote Häkchen ausschalten,
deaktivieren Sie den jeweiligen Eintrag im
Kapitelmenü. Die Szenen werden weiterhin im Film
angezeigt, sie sind nur nicht mehr direkt im Menü
anwählbar.
• Wenn Sie auf den übergeordneten Filmeintrag
klicken, wird das Filmmenü in der Vorschau zur
Bearbeitung geöffnet.
• Wenn Sie auf eines der Kapitel klicken, wird das
Kapitelmenü in der Vorschau zur Bearbeitung
geöffnet.
Disc-Optionen
Hier können Sie bestimmte Elemente oder auch die kompletten Menüs anund ausschalten.
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256
Hinweis: Um abwechslungsreiche Vorlagen zu schaffen, enthält nicht jede
Vorlagen alle Elemente, die ausgeschaltet werden könnten.
Introvideo: Über diese Schaltfläche lassen sich Videos laden, um sie als Intro
für die Disc zu verwenden. Unterstützt werden die Formate *.avi, *.mpg,
*.mxv, *.vob. Das Intro wird abgespielt, sobald die Disc in den Player eingelegt
wird. Anschließend erscheint das Menü. Ein Häkchen bei „Überspringen
verhindern“ sorgt dafür, dass das Introvideo beim Einlegen der Disc in jedem
Fall komplett abgespielt wird und nicht mithilfe der Fernbedienung
übersprungen werden kann.
Filmmenü, Kapitelmenü und Audiomenü
Das Disc-Menü besteht prinzipiell auf zwei Ebenen.
Filmmenü: Auf der oberen Ebene gibt es das Filmmenü, das nur dann
gebraucht wird, wenn in einem Projekt mehrere Filme enthalten sind.
Kapitelmenü: Dies ist die tiefere Ebene des Disc-Menüs, welches die
Kapitelmarker eines Films als Menüeinträge übernimmt. Mehr Informationen
dazu finden Sie im Thema Kapitelmarker (siehe Seite 131).
Hinweis: Ein Kapitelmenü kann maximal 99 Einträge enthalten. Wenn Ihr
Film mehr Kapitel enthält, brennen Sie den Film entweder ohne Kapitelmenü
oder zerteilen Ihren Film in mehrere Teile.
Audiomenü: Hat Ihr Projekt mehrere DVD-Audiospuren, wird auf der Disc ein
Menü eingefügt, in dem Sie die Audiospur auswählen können. Damit können
Sie z.B. eine englische und deutsche Audiospur auf die Disc brennen und
später die gewünschte Spur zur Wiedergabe auswählen.
Hinweis: Audiospuren legen Sie in der Bearbeiten-Oberfläche fest. Öffnen
Sie das Kontextmenü des Spurkopfes der Audiospuren und wählen Sie „DVD
Tonspur“. Vergeben Sie einen eindeutigen Namen für die Tonspur.
Wiederholen Sie diesen Vorgang mit jeder weiteren Audiospur, die als DVDTonspur erscheinen soll.
Vorschaubilder: Zeigt oder verbirgt die Vorschaubilder im Disc-Menü.
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Disc-Menü bearbeiten
Nummerierung: Die Zahlen an den Menüeinträgen können direkt mit der
Fernbedienung angewählt werden. Mit dieser Option werden sie ein- und
ausgeblendet.
Rahmen: Die Vorschaubilder sind mit Rahmen versehen. Sollten diese stören,
können sie mittels dieser Option ausgeschaltet werden.
Menühintergrund selbst erstellen
Den Menühintergrund können Sie frei bearbeiten oder neu erstellen.
Ein Klick auf diese Schaltfläche wechselt in die
Oberfläche „Bearbeiten“ und lädt den aktuellen
Menühintergrund als Film.
Hier können Sie den Hintergrundfilm beliebig gestalten und ändern. Der
Hintergrundfilm wird nach dem Speichern anschließend automatisch als
Menühintergrund übernommen.
Tipp: Wenn Sie einen neuen Menühintergrund gestalten möchten, löschen
Sie einfach alle vorhandenen Objekte aus dem Menüprojekt und laden neue.
Seite gestalten
Editieren: Hier haben Sie drei Möglichkeiten den Hintergrund einer Menüseite
einzustellen. Entweder Sie stellen einen bestimmten „Farbwert“ für den
Hintergrund ein oder Sie wählen eine Bilddatei, die sich auf Ihrer Festplatte
befindet. Alternativ können Sie auch einen bestimmten Frame aus einem
Video wählen, das sich im Projekt befindet.
Im externen Editor: Übergibt eine PSD-Datei (siehe Seite 255) direkt an das
Programm, das in den Programmeinstellungen als Menü-Editor (siehe Seite
313) ausgewählt wurde.
Es lassen sich auch neue Menüseiten hinzufügen oder überflüssige entfernen.
Eine neue Menüseite wird hinzugefügt.
Die ausgewählte Menüseite wird entfernt.
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258
Animierte Auswahlmenüs
Disc-Menüs lassen sich mit audiovisuellen Animationen versehen. Die
Hintergrundvideos werden bei Bedarf als Endlosschleife abgespielt, während
das Menü am Bildschirm angezeigt wird. Auch Hintergrundmusik in
verschiedenen Formaten oder beliebige Hintergrundbilder lassen sich für das
Menü verwenden.
Ton/Musik: Laden Sie eine Musikdatei, um sie für die Animation des
Menühintergrunds zu nutzen.
Video: Laden Sie eine Video- oder Grafikdatei, um diese für die Animation des
Menühintergrunds zu nutzen. Zusätzlich zu den Möglichkeiten der
Hintergrundgrafik (s. o.) können Sie einen Ausschnitt (Sequenz) aus einer
geladenen Fotoshow oder auch aus einer anderen Videodatei verwenden.
Optionen für Hintergrundvideos:
• Animierte Menüschaltflächen erzeugen: Die Vorschaubilder für die
einzelnen Filme des Filmmenüs werden als kleine Filme dargestellt. Mit
den Schiebereglern der Sequenzoption wird Startpunkt und Länge der
Animation eingestellt.
• Audiospur des Videos verwenden: Die Audiospur des Hintergrundvideos
wird für das Menü verwendet.
• Menüanimation im Endlosmodus abspielen: Der Hintergrundfilm (Audio
und/oder Video) wird in einer Endlosschleife abgespielt.
• Länge der Menüansicht wird bestimmt durch: Video/Audio oder das
jeweils längere Medium. Hier wird festgelegt, wie lang das
Hintergrundvideo ist. Das jeweils andere Medium wird in einer
Endlosschleife wiedergegeben.
Schaltfläche gestalten
MAGIX Video Pro X6 ermöglicht das einfache Bearbeiten aller Schaltflächen
mitsamt den zugehörigen Menüeinträgen.
Über diese Schaltfläche oder per Doppelklick auf die
Menüeinträge lassen sich selbst erstellte Menüeinträge
bearbeiten. Dazu öffnet sich der Dialog mit den
Eigenschaften des Menüeintrags (siehe Seite 260).
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Disc-Menü bearbeiten
Bearbeiten in MAGIX Foto Designer: Über diese
Schaltflächen können Sie MAGIX Foto Designer zum
weiteren Bearbeiten des ausgewählten Menüelements
öffnen.
Auf alle Objekte anwenden: Übernimmt die
Eigenschaften der markierten Schaltfläche auf alle
restlichen Schaltflächen.
Es lassen sich auch neue Menüeinträge hinzufügen und unerwünschte
Einträge entfernen.
Ein neuer Menüeintrag wird hinzugefügt.
Der ausgewählte Menüeintrag wird entfernt.
Tipp: Wenn Sie ungenutzte Menüeinträge einfach deaktivieren wollen,
können Sie das über die Navigation (siehe Seite 255) tun.
Über diesen Button oder per Doppelklick auf die
Menüeinträge lassen sich die selbst erstellten Menüeinträge
bearbeiten. Dazu öffnet sich der Dialog mit den
Eigenschaften des Menüeintrags (siehe Seite 260).
Hinweis: Das Kapitelmenü wird über die Kapitelmarker (siehe Seite 131)
gebildet und kann mit diesen detailliert beeinflusst werden.
Bearbeiten in MAGIX Foto Designer: Über diese
Schaltflächen können Sie MAGIX Foto Designer zum
weiteren Bearbeiten des ausgewählten Menüelements
öffnen.
Zur verknüften Seite springen
Um das Ziel eines Menüeintrags zu testen,
wählen Sie den gewünschten Menüeintrag
aus und klicken Sie auf diese Schaltfläche.
259
260
Eigenschaften des Menüeintrags/der Menüseite
Ein Doppelklick auf ein Vorschaubild oder einen Menüeintrag öffnet einen
Dialog, in dem Sie den Menüeintrag ändern bzw. das Vorschaubild auswählen
können.
Menütext
Im Texteingabefeld können Sie einen beliebigen Text passend zum
ausgewählten Menüeintrag angeben.
Hier stellen Sie die vertikale Ausrichtung des Textes ein (nach oben,
zentriert oder nach unten).
Hier stellen Sie die horizontale Ausrichtung des Textes ein
(linksbündig, zentriert oder rechtsbündig).
Textgröße: Hier stellen Sie die Höhe des Textes in Punkt ein.
Textfarbe: Hier wird die Vordergrundfarbe des Textes definiert.
Schriftart: Hier stellen Sie ein, welche Schriftart und welcher Style (Fett,
Kursiv etc.) verwendet werden soll.
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Disc-Menü bearbeiten
Umrandung: Hier geben Sie Ihrem Text eine farbliche Umrandung. Die Farbe
wählen Sie über das Farbfeld aus, die Größe der Umrandung legen Sie in Pixel
fest.
Schatten: Hier können Sie die Größe und Farbe eines Schattens, der unter die
Schrift gelegt werden soll, einstellen.
3D-Effekt: Wenn Sie Ihre Schrift dreidimensional erscheinen lassen wollen, so
können Sie hier einstellen, wie breit und hoch der 3D-Effekt sein soll und
welche Farbe er hat.
Auf alle anwenden: Mit Ausnahme des Textes werden alle getroffenen
Einstellungen auf sämtliche Einträge im aktuellen Menü übernommen.
Menübild
Frame aus Video verwenden: Mit dem Schieberegler stellen Sie ein, welcher
Frame im Video als Vorschaubild benutzt wird. Die numerischen
Eingabefelder sind folgendermaßen eingeteilt:
Stunden:Minuten:Sekunden:Frames (Einzelbilder).
Andere Grafik verwenden: Hier können Sie auch eigene Bitmaps als Ihre
Menübilder laden.
Hinweis: Es kann sein, dass in einigen Menüvorlagen keine Menübilder
vorgesehen sind. Dann bleibt eine Änderung des Menübildes ohne sichtbare
Wirkung.
Aktion am Filmende (nur Vorschaubilder im Filmmenü)
Hier können Sie angeben, welche Aktion nach Ende des abgespielten Films
ausgeführt wird. Zur Auswahl stehen:
• Wiedergabe stoppen: Diese Option ist abhängig vom verwendeten DVDPlayer. Die meisten DVD-Player zeigen nach dem Abspielen das DVD
Player-eigene Menü (oder Hintergrundbild) an.
• Sprung zum Filmmenü/Kapitelmenü: Es wird wieder in das zuletzt
angezeigte Menü gesprungen.
Tipp: Falls sich eine der beiden Optionen nicht auswählen lässt, sollten Sie
prüfen, welcher Menümodus eingestellt ist.
261
262
• Sprung zum nächsten Film: Der nächste Film wird ohne weiteres Zutun
abgespielt.
• Film im Endlosmodus abspielen: Sie können jeden Film auch als Loop auf
eine Disc brennen. Das bedeutet, dass der Film solange in einer
Endlosschleife abgespielt wird, bis Sie mit der Fernbedienung den
nächsten Menüeintrag ansteuern oder die Wiedergabe stoppen. Auf diese
Weise verwandeln Sie Ihren Fernseher in ein Aquarium, eine S-Bahnfahrt
oder was immer Sie sich endlos ansehen wollen.
Hinweis: Diese Option funktioniert nur bei DVDs, Mini-DVDs oder Blu-ray
Discs.
Eigene Menüeinträge bearbeiten
Für das Bearbeiten selbst erstellter Menüeinträge gibt es eine andere Ansicht
im Dialog. Hier lassen sich die Menüverlinkungen bearbeiten. So ist es
möglich, einen Menüeintrag mit einer bestimmten Aktion, einer Menüseite
oder mit einem Sprung zu einer bestimmten Stelle im Film zu verknüpfen.
Kein Link: Das Menüelement lässt sich nicht auswählen und hat keine
Funktion außer der Anzeige des Menütextes.
Link zu einer Seite im aktuellen Menü: Es kann auf eine einzustellende
Menüseite des aktuellen Film- oder Kapitelmenüs gesprungen werden.
Link zu einem anderen Menü: Ein anderes Film- oder Kapitelmenü wird
aufgerufen.
Link zum Kapitel eines Films: Bei Auswahl dieser Option tragen Sie Film und
Kapitelmarker ein, ab dem abgespielt wird.
Hinweis: Bei DVDs können nur Kapitel innerhalb des aktuellen Films
angesprungen werden.
Link auf Filmstart: Es wird der eingestellte Film von Anfang an abgespielt.
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Disc-Menü bearbeiten
DVD-Menüs mit Xara Designer Pro oder
Photoshop bearbeiten
Neben der Möglichkeit, die Menüvorlage in der Vorschau direkt zu bearbeiten
(siehe Seite 253), können Sie die Menüvorlage auch als Photoshop-Datei
(*.psd) exportieren und in einem externen Grafikprogramm bearbeiten. Dort
haben Sie die volle Kontrolle über das Aussehen der Menüs einschließlich
komplexer Texteffekte und Gestaltung der Highlight-Zustände.
Menü exportieren
Die Übergabe der Menüvorlage an das Grafikprogramm kann auf zwei Arten
erfolgen:
Wenn eine komplexe, längere Bearbeitung erforderlich ist oder Sie
sogar ein Menü ganz ohne Vorlage erstellt haben, benutzen Sie die
PSD-Im-/Export (siehe Seite 255)-Funktion der Menübearbeitung.
Öffnen Sie dann die PSD-Datei im Grafikprogramm ihrer Wahl.
Für kleinere Änderungen können Sie diesen Vorgang auch abkürzen: Klicken
sie in den „Disc-Optionen” bei „Seite gestalten” auf die Schaltfläche „Im
externen Editor”.
Es wird eine temporäre PSD-Datei angelegt und in dem Programm geöffnet,
das in den Programmeinstellungen als Menü-Editor (siehe Seite 313)
ausgewählt wurde. Nach Abschluss der Bearbeitungen und Speichern im
externen Programm wird die temporäre PSD-Datei wieder eingelesen und die
Menüseite sofort aktualisiert.
Menütexte bei externer Menübearbeitung
Sowohl beim PSD-Export als beim Import des bearbeiteten PSD werden die
Menüelemente als Bitmap übergeben. Das betrifft auch die im Menü
dargestellten Texte. Diese lassen sich normalerweise im Dialog
„Eigenschaften des Menüeintrags” ändern. Die Menütexte passen sich an,
wenn Filme oder Kapitel hinzugefügt oder entfernt werden.
263
264
Im PSD liegen diese Texte als Bitmap vor und lassen sich nicht mehr ändern.
Beim Wiederimport ersetzen die Bitmaps die ursprünglichen Texteinträge.
(Diese sind übrigens auch weiterhin vorhanden, Ihre Schriftgröße ist nur auf 0
gesetzt, damit die Texte nicht doppelt dargestellt werden), so dass das Menü
nach der externen Bearbeitung in Bezug auf die Texte erst einmal identisch
aussieht.
Es ist dann aber wichtig, dass nun dem Menü keine weiteren Filme bzw.
Kapitel mehr hinzugefügt werden dürfen. Sonst passen die Vorschaubilder, die
sich mit der geänderten Menüstruktur ebenfalls geändert haben, plötzlich
nicht mehr zu den Bitmap-Texten, denn die Bitmap-Texte passen sich nicht
an die geänderten Verhältnisse in den Menüstruktur an!
Ein Beispiel
Sie haben ein Kapitel-Menü mit zwei Einträgen. Eintrag 1 heißt
„Reisevorbereitungen”. Eintrag 2 heißt „Die Ankunft”. Jetzt wird zwischen 1.
und 2. Kapitel noch ein Kapitel Namens „Die Reise” eingefügt. Das 2. Kapitel
wird also zum 3. Kapitel und wandert auf die nächste Menüseite.
Normales Textverhalten: Der zweite Eintrag (jetzt mit Vorschaubild zum
neu eingefügten Kapitel) erhält den neuen Titel „Die Reise”. Auf der
nachsten Menüseite ist das Kapitel 3. als erster Eintrag mit Namen „Die
Ankunft”.
Text nach externer Menübearbeitung: Der zweite Eintrag hat immer noch
den Titel „Die Ankunft” (als Bitmap, quasi als Bestandteil der Schaltfläche),
aber das Vorschaubild zum neu eingefügten Kapitel „Die Reise”! Und auf der
nächsten Menüseite ist jetzt ebenfalls das Vorschaubild für Kapitel 3
(ehemals Kapitel 2, „Die Ankunft”), dies heißt jetzt aber
„Reisevorbereitungen” ! (Der Name ist als Bitmap Bestandteil der
Schaltfläche für den ersten Menüeintrag einer Seite, und die ist auf der
ersten Menüseite eben „Reisevorbereitungen”.) Ein schönes Durcheinander!
Wenn die Zahl der angezeigten Menüeinträge erhöht wird, geschieht das
durch die Kopie von Ebenengruppen (Layer) im PSD (siehe unten). Dabei wird
natürlich auch die gerenderte Textebene in der Ebenengruppe mitkopiert und
damit entsteht wieder ein „falscher" Text.
Am besten bearbeiten Sie die Texteinträge daher ganz am Schluss, wenn
keine Änderungen der Menüstruktur mehr nötig sind. Sollten dennoch
Veränderungen notwendig werden, gehen Sie folgendermaßen vor:
http://pro.magix.com
Disc-Menü bearbeiten
1.
2.
3.
Stellen Sie die „richtigen” Kapitel- bzw. Filmnamen wieder her, indem
Sie die Schriftgröße im Dialog „Eigenschaften des Menüeintrags”
wieder auf den Ausgangswert zurücksetzen. Es werden jetzt zwei Texte
angezeigt, der falsche als Bitmap und zusätzlich der richtige.
Exportieren Sie die Menüvorlage erneut als PSD.
Löschen Sie in der entsprechenden Ebene das falsche Bitmap-Objekt
und re-importieren das PSD.
Sie können natürlich die Menütexte auch von vornherein nur im externen
Grafikprogramm anlegen, um von den dort vorhandenen erweiterten
Möglichkeiten der Textgestaltung zu profitieren. Dann löschen Sie die
entsprechenden Bitmapobjekte gleich nach dem Export im PSD und ersetzen
sie durch eigene Text-Objekte.
Struktur und Aufbau der PSD-Datei
MAGIX Video Pro X6 erzeugt beim Export eine PSD-Datei, in der für jedes
Objekt der Menüvorlage eine Ebenengruppe angelegt wird. Dabei wird ein
Namensschema mit Vorzeichen verwendet, das die Zuordnung der Objekte in
der Datei zu ihrer inhaltlichen Bedeutung ermöglicht. Genauso werden
einzelne Ebenen mit besonderen Vorzeichen versehen, um ihre Funktion zu
kennzeichnen. (Dieses Namensschema ist an Adobe Premiere angelehnt und
nur an wenigen Stellen erweitert, um dort nicht darstellbare Mechanismen in
MAGIX Video Pro X6 zu beschreiben.)
Die Vorzeichen werden dabei folgendermaßen verwendet:
Vorzeichen für Ebenengruppen
(+-) oder
(+)
(++)
(+>)
(+<)
(+^)
(+*)
(^^)
Wiedergabe-Schaltfläche/Filmstart
Kapitelmenü-Schaltfläche
Nächste Seite
Vorherige Seite
Rootmenü-Schaltlfäche (Rücksprung aus Kapitelmenü)
Menütitel
Ebenengruppe wird ignoriert
Vorzeichen für einzelne Ebenen
(-)
(=1)
Ebene enthält Text
Ebene enthält eine Bitmap mit dem Highlight-Zustand des
Menüelements.
265
266
(%)
Vorschaubild/Thumbnail aus dem referenzierten Film
Die Bitmapinformation wird beim Import ignoriert und nur die
Größe und Position ausgelesen.
Menüvorlage bearbeiten
Die entstandene PSD-Datei wird nun in der externen Applikation geladen. Die
folgenden Schritte können sich dann je nach verwendeter Applikation ein klein
wenig unterscheiden. Folgende Arbeitsschritte werden am Beispiel Photoshop
CS, Photoshop Elements 8 und der Downloadversion von Xara Designer Pro
beschrieben.
Umarbeiten eines Menüs von 3 auf 5 Filme
Photoshop Elements:
In Photoshop Elements genügt es, die Objekte mit gedrückter <Alt>-Taste auf
dem Videomonitor anzufassen und eine Kopie davon auf den neuen Platz zu
ziehen. Dabei sollte jeweils eine Film-Schaltfläche und ein KapitelmenüSchaltfläche zweimal dupliziert werden.
Die Zuordnung zum Film geschieht später über den Index in der
Ebenengruppenhierarchie. Achten Sie darauf, dass die x-te KapitelmenüSchaltfläche in der Hierarchie auch optisch neben der x-ten Film-Schaltfläche
der Hierarchie landet. Ansonsten entsteht später Verwirrung beim Bedienen
der Oberfläche.
Speichern Sie das Ergebnis ab.
Photoshop CS1:
Wählen Sie in Photoshop CS1 im Kontextmenü der zu duplizierende
Ebenengruppe „Ebenenset duplizieren". Dies muss jeweils zweimal für die
Film-Schaltfläche und Kapitelmenü-Schaltfläche getan werden. Verschieben
Sie anschließend die entstandenen Ebenensets an die gewünschte Stelle.
Dazu muss das Ebenenset markiert sein und die <Ctrl>-Taste bei Klick
gedrückt werden.
Speichern Sie das Ergebnis ab.
Xara Designer Pro:
In Xara Designer Pro muss man nach dem Laden der PSD-Datei erst einmal
die Seiten- & Ebenen-Galerie öffnen. Dort werden aus jeder Ebene der PSDDatei entsprechende Xara-Ebenen mit einem enthaltenen Objekt erstellt. Die
Ebenengruppen sind über den Namen der einzelnen Xara-Ebenen abgebildet,
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Disc-Menü bearbeiten
indem sie wie Pfade dem PSD-Ebenennamen durch Backslash \ getrennt
vorangestellt sind.
Suchen Sie die Ebenen der Gruppe, die Sie duplizieren möchten. Im Beispiel
betrifft das 4 Ebenen der Film-Schaltfläche und zwei Ebenen der zugehörigen
Kapitelmenü-Schaltfläche. Für die visuelle Zuordnung zu den Objekten auf
dem Arbeitsbereich muss man etwas nachhelfen, da der Designer bei
markierter Ebene nicht die zugehörigen Objekte auf dem Arbeitsbereich
markiert und auch umgekehrt bei Selektion auf dem Arbeitsbereich nicht
automatisch die Ebene mit dem zugehörigen Objekt aufgeklappt und markiert.
Man öffnet in der Seiten- & Ebenen-Galerie eine Ebene und markiert das eine
enthaltene Objekt. Jetzt sieht man im Arbeitsbereich eine Selektion.
Nun werden die 6 Ebenen einzeln mit den zugehörigen Objekten in der
Seiten- & Ebenen-Galerie durch Klick auf „Duplizieren" kopiert. Die neu
entstehenden Ebenen werden immer an oberster Stelle eingefügt, man kopiert
also am sinnvollsten die bestehenden Ebenen beginnend mit dem untersten
nach oben. Ansonsten muss man im Anschluss die Reihenfolge der neuen
Ebenen per Drag & Drop wieder in die richtige Reihenfolge bringen.
Markieren Sie nun alle Objekte der zugehörigen Schaltfläche mit gedrückter
Umschalt-Taste und ziehen Sie sie an die neue Position. Im Regelfall muss
man dann noch die hinter den Highlightebenen liegenden Rahmen- und
Kapitelmenü-Objekte markieren und hinterherziehen. Multiselektion in der
Seiten- & Ebenen-Galerie ist nicht möglich, da die Objekte in verschiedenen
Ebenen liegen und das Programm deshalb die Multiselektion verhindert.
Diese Schritte müssen jetzt noch einmal für die zweite zusätzliche
Schaltflächen wiederholt werden.
Abschließend müssen die Änderungen noch als PSD-Datei gesichert werden.
Wählen Sie dazu im Dateimenü „Exportieren" („Speichern als..." würde
fehlschlagen).
Texte mit neuer Schrift versehen
Photoshop Elements:
In Photoshop Elements exportieren Sie die Vorlage am besten nachdem Sie
die Schriftgröße der zu bearbeitenden Schriften auf 0 gesetzt haben. Damit
erscheinen keine sichtbaren Schriften im exportierten PSD. Dieser Schritt ist
notwendig, da man in der Elements-Version in den entstandenen
Ebenengruppen nichts mehr anpassen kann und die bestehenden
Schriftebene deshalb nicht gezielt entfernt werden können.
267
268
Legen Sie mit dem Texttool die gewünschten Schriftobjekte an. Dabei
entsteht pro Schriftobjekt eine eigene Ebene. Benennen Sie die Ebene
eindeutig, indem Sie im Kontextmenü der Ebene „Ebene umbenennen"
wählen. Ändern Sie den Ebenennamen so, dass er mit „(-)" beginnt. Werden
noch andere Ebenen für das Schriftbild gebraucht (z.B.
Hintergrundbild/Rahmen etc.) müssen deren Namen auch mit „(-)" beginnen.
Fügen Sie abschließend die erzeugten Ebenen per Drag & Drop noch dem
zugehörigen Ebenenset hinzu, z.B. die neue Beschriftung der Film-Schaltfläche
dem zugehörigen „(+) menu entry" Layerset oder die neue Überschrift dem
„(+*) title"-Layerset. Dazu fasst man die Ebenen mit der Maus in dem
Ebenencontainer an und lässt sie auf die entsprechende Ebenengruppe fallen.
Speichern Sie das Ergebnis ab.
Photoshop CS1:
In Photoshop CS1 hat man Zugriff auf den Inhalt der Ebenengruppen und kann
daher erst einmal die Textebenen löschen, um sie dann mit eigenen
Textobjekten zu ersetzen. Ersetzen Sie die Beschriftung der FilmSchaltflächen, indem Sie alle „(+) menu entry" LayerSets aufgeklappt und die
Textlayer („(-) ...") löschen. Erzeugen Sie anschließend mit dem Texttool neue
Textobjekte, je eins neben jeder Film-Schaltfläche. Nutzen Sie dabei alle
Möglichkeiten des Programms, um Ihre Vorstellungen umzusetzen.
Ziehen Sie per Drag & Drop die Textebene im Ebenencontainer in die
zugehörigen Ebenensets. Passen Sie die Ebenennamen an. Also auf jede
Textebene wieder ein „(-)" an den Namensanfang. Zusätzlich könnte man
dazu noch anderen Ebenen generieren, die für den Text eventuell nötig sind
wie Schatten, Hintergrundrahmen oder -bitmap etc. Beim Reimport werden
alle Ebenen einer Gruppe mit (-) am Namensanfang zu einem Textobjekt
zusammengezogen.
Speichern Sie das Ergebnis ab.
Xara Designer Pro:
In Xara Designer Pro aktiviert man nach dem Laden der PSD-Datei das
Texttool und schreibt den gewünschten Text neben die Film-Schaltfläche.
Jetzt muss man die bestehenden Textebene für die einzelnen FilmSchaltfläche lokalisieren (Objektgalerietechnik s.o.). Jetzt kann man per Drag
& Drop das Textobjekt vom Hintergrund in die gefundenen Ebenen ziehen und
das dort schon bestehende Textobjekt löschen (<Entf> oder „Löschen" in der
Seiten- & Ebenen-Galerie). Da die Namensgebung in der umgebenden Ebene
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Disc-Menü bearbeiten
stattfindet und die Objekte selbst im Designer keine Namen haben, braucht
man auch nichts umbenennen.
Wiederholen Sie das für jede Film-Schaltfläche und „Exportieren" Sie das
Ergebnis abschließend.
Hintergrund und Schaltflächen anpassen
Photoshop Elements:
In Photoshop Elements kann nur den bestehenden Schaltflächengrafiken und highlight etwas hinzugefügt werden, da einzelne Ebenen in Ebenensets nicht
gezielt gelöscht und auch keine neuen Layersets angelegt werden können.
Das generelle Vorgehen ähnelt wieder dem beim Bearbeiten von Text: Neue
Ebenen anlegen und diese per Drag & Drop dem bestehenden Layerset
hinzufügen. Anschließend die Namen der Ebenen korrekt anpassen: Alle
Layer, die anzuzeigende Highlight enthalten, müssen wieder einen Namen
bekommen, der mit „(=1)" beginnt.
Sie können sich für Ihr neues Menü zum Beispiel Grafiken für die „Prev"- und
für die „Next"-Schaltfläche erstellen, die Sie nun einfach in das geöffnete PSD
ziehen. Das sind z. B. insgesamt 4 Ebenen, zwei Mal Schaltflächengrafik und
zwei Mal Highlight. Die Highlight-Ebenen müssen Sie dann wie beschrieben
umbenennen und skalieren und mit der Maus korrekt auf dem Bildschirm
platzieren. Schieben Sie die Ebenen per Drag & Drop in das „(+>) next
button"- bzw. „(+<) prev button"-Layerset gezogen.
Speichern Sie das Ergebnis ab.
Photoshop CS1:
In Photoshop CS1 funktioniert alles analog zu Photoshop Elements. Im
Unterschied dazu können die von MAGIX Video Pro X6 generierten Ebenen
auch gelöscht werden, so dass man Schaltflächengrafiken wirklich ersetzen
kann.
Xara Designer Pro:
In Xara Designer Pro ähnelt der Arbeitsfluss dem Erstellen neuer Texte. Bei
geöffneter Menüvorlage können Sie das vorbereitete PSD mit z. B. 2 neuen
Grafiken für die Navigationsschaltflächen per Drag & Drop auf die
Arbeitsfläche ziehen. Dabei entstehen in der Menüvorlage zwei neue Layer
mit den zwei Grafikobjekten. Ziehen Sie diese in die Layer mit den zu
ersetzenden Bitmaps. Das Umbenennen ist nicht nötig, da die umgebenden
269
270
Ebene dies abhandeln. Das Lokalisieren, Skalieren und Verschieben auf dem
Bildschirm ist analog zu Photoshop Programmen.
Menü in MAGIX Video Pro X6 zurückspielen
Nach der Bearbeitung ist eine PSD-Datei entstanden, die jetzt wieder in
MAGIX Video Pro X6 importiert und einer Menüseite als Vorlage zugewiesen
werden muss.
Im Falle des Aufrufs über „Extern bearbeiten”, siehe „Menü exportieren“
(siehe Seite 263), erfolgt das automatisch beim Speichern und
Schließen des Grafikprogramms. Ansonsten nutzen Sie die Schaltfläche
„PSD Importieren”.
Bei diesem Schritt wird das PSD eingelesen und konvertiert (und in einen
automatisch generierten Ordner im Content\DVD\LaytLayouts-Ordner
gespielt, das TPL-Datei zusammen mit den generierten Bitmapdateien).
DVD-Menüs ohne Vorlage erstellen
Es ist empfehlenswert, dass Sie erst einmal eine vorhandene Menüvorlage mit
einem Grafikprogramm anpassen. Durch diese Übung werden Sie die
Vorgehensweise und den Aufbau eines DVD-Menüs als PSD-Datei schnell
verinnerlichen und können anschließend ohne Vorlage Menüs entwerfen.
Sie können PSD-Dateien ohne Vorlage selbst erstellen, wenn Sie folgende
Dinge beachten:
• MAGIX Video Pro X6 kann aus der Menü-PSD-Datei nur Bitmapebenen
verwenden. Textebenen werden als Bitmap (Grafik) zurückgelesen, so
dass danach in MAGIX Video Pro X6 keine Veränderungen am Text
möglich sind. Ebeneneffekte etc. kann MAGIX Video Pro X6 nicht
einlesen. Deswegen müssen alle Ebenen mit erweiterten Features im
Grafikprogramm zu Bitmapebenen reduziert/zusammengefasst werden.
• Die richtige Benennung der Ebenen ist sehr wichtig! MAGIX Video Pro X6
weist die Ebenen und Ebenengruppen anhand ihrer Benennung den
Menüelementen zu und ist daher auf deren Korrektheit angewiesen.
Ausschlaggebend dafür sind die Vorzeichen zu beachten (siehe Seite
263), die den Ebenennamen vorn angefügt werden müssen.
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Disc-Menü bearbeiten
Ein korrektes Menü-PSD enthält folgende Elemente:
• den Hintergrund
• den Menütitel
• x Film-Schaltflächen mit Vorschaubild, Rahmenbitmap, Text für
Menüeintrag, Text für Nummerierung, Highlight
• eine Kapitelmenü-Schaltflächen pro Film-Schaltflächen mit Bitmap und
Highlight
• 3 Navigations-Schaltflächen: Vor, Zurück, und Rootmenü
Hintergrund: Als Hintergrund werden aus der PSD-Datei alle Ebenen von
ganz hinten bis zur ersten „verwertbaren" Ebenengruppe benutzt. Dabei
werden alle Ebenen bis dahin per Alphablending zusammengefasst. Sollte sich
das Aussehen des Hintergrundes im Grafikprogramm und in MAGIX Video
Pro X6 unterscheiden, so kann dieser Schritt auch schon im Grafikprogramm
vorgenommen werden. In Photoshop würde man alle zugehörigen Ebenen mit
der Hintergrundebene vereinigen.
Menütitel: Im nächsten Schritt sind die Layer des Menütitels anzulegen und
zu einer Ebenengruppe zusammenzufassen. Sie muss einen Namen
beginnend mit „(+*)" erhalten. Es kann hier neben der Textebene weitere
Ebenen mit Texthintergrund, Schatten etc. geben. Alle Ebenen werden beim
Import zu einer Ebene per Alphablending vereinigt.
Film-Schaltflächen: Die Ebenen für die Film-Schaltflächen werden jeweils zu
einer Ebenengruppe zusammengefasst, die den Präfix „(+-)" oder „(+)" am
Namensanfang haben muss. Die Ebenen selbst haben wieder unterschiedliche
Funktionen, die anhand eines Namensvorzeichens auseinandergehalten
werden.
Vorschschaubild: Der Name der Ebene für das Vorschaubild beginnt mit
„(%)". Hier liest MAGIX Video Pro X6 nur die Position und Größe der Ebene
aus und benutzt diesen Bereich zum Generieren des Vorschaubilds. Sind
mehrere Vorschaubild-Ebenen vorhanden, werden ihre Rechtecke beim
Import vereinigt.
Textebene: Dann kommen die Textebenen, beginnend mit „(-)". „(-) index
text" dient dabei als Kennung für die Nummerierung, alle anderen Textebenen
werden zur Beschriftung der Schaltfläche zusammengefasst.
271
272
Highlightebene: Die Highlightebene kommt als oberste in der Ebenengruppe.
Ihr Name beginnt mit „(=1)". Sie sollte eine Highlight-Version (z.B. veränderte
Farbe) des Rahmenbitmaps enthalten.
Alle anderen Layer werden zur Rahmenbitmap zusammengesetzt.
Kapitelmenü-Schaltflächen: Zum Schluss kommen die Ebenengruppen für die
Kapitelmenüs und Navigations-Schaltflächen. Sie werden unterschiedlich
benannt („(++)" bzw. „(+>)","(+>)" und „(+^)"), haben aber denselben
prinzipiellen Aufbau. Alle Highlightebenen (beginnend mit „(=1)") werden zur
Highlightbitmap, alle anderen Layer zur Schaltflächenbitmap per
Alphablending zusammengefasst.
Die Reihenfolge der Ebenengruppen aus der PSD-Datei wird von MAGIX
Video Pro X6 prinzipiell nicht berücksichtigt. Das Zeichnen im Programm
erfolgt in der hier skizzierten Reihenfolge, auch wenn die zugehörigen
Ebenengruppen in einer anderen Abfolge in der PSD-Datei abgelegt sind.
Eine Ausnahme machen die Film- und Kapitelmenü-Schaltflächen: Deren
Zuordnung im MAGIX Video Pro X6 erfolgt in der Reihenfolge der PSD-Datei.
Also gehört die erste gefundene Kapitelmenü-Schaltfläche zur ersten
gefundenen Film-Schaltfläche, der zweite zur zweiten Film-Schaltfläche usw.
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Disc brennen
Disc brennen
Sie wechseln zunächst in die „Brennen“-Oberfläche über die
abgebildete Schaltfläche.
Hier können Sie Ihre Filme samt Auswahlmenü auf CD, DVD oder Blu-rayDisc brennen.
Alle Filme, die im Projekt geladen sind, werden berücksichtigt. Wenn Sie
einige der geladenen Filme herausnehmen möchten, müssen Sie wieder in die
„Bearbeiten“-Oberfläche schalten und dort die Filme aus dem Projekt
herauslöschen. Dazu schalten Sie in den jeweiligen Film, öffnen dann das
Menü „Datei“ und wählen den Eintrag „Filme verwalten > Film entfernen“
(siehe Seite 358).
Hinweise
Beim ersten Brennen einer Blu-ray Disc erscheint ein Hinweis, dass zunächst
ein Audio-Erweiterungspaket kostenfrei heruntergeladen und installiert
werden muss. Bestätigen Sie diesen Dialog mit OK und warten Sie kurz, bis
der Audio-Encoder für Blu-ray- Discs installiert ist.
Bei Bildschirmauflösungen ab 1280 x 1024 Bildpunkten ist die
Programmdarstellung verändert. Dies dient der komfortableren Bedienung
des Programms. Die Bedienschritte bleiben trotz anderer Darstellung
dieselben.
Enthält das aktuelle Projekt Daten im Format BDMV/MVC (Stereo-3D),
kann der Brennvorgang nicht durchgeführt werden. Aufgrund der
Lizenzbestimmungen der Blu-ray Disc Association können Daten im Format
BDMV/MVC (Stereo-3D) nicht auf beschreibbare optische Datenträger
gebrannt werden.
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274
Brennassistent
Mit Klick auf „Brennen" öffnen Sie den Dialog zur Erstellung
einer DVD, Blu-ray Disc oder AVCHD-Disc samt Menü.
Wählen Sie aus, was für eine Disc Sie erzeugen möchten.
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Disc brennen
Brenndialog
Hier wählen Sie Ihren Brenner, das Datenträgerformat und die EncoderEinstellungen. Bei DVDs wird MPEG-2 verwendet. Blu-ray Discs verwenden
ebenfalls MPEG-2, allerdings mit höheren Bitraten, um die großen HDAuflösungen zu erreichen. AVCHD-Discs verwenden dagegen den wesentlich
komplexeren MPEG-4/H.264-Codec, der ausführlich im Anhang „MPEG-4Encoder-Einstellungen“ (siehe Seite 436, siehe Seite 432) des PDFHandbuchs bzw. der Hilfe (F1-Taste) dokumentiert ist.
Zum Brennen einer Disc gehen Sie folgendermaßen vor:
• Brenner und Brenngeschwindigkeit einstellen: Wenn Sie mehrere Brenner
installiert haben, können Sie über das entsprechende Auswahlmenü ein
Gerät auswählen.
• Encoder-Einstellungen: Über „Encoder-Einstellungen“ erreichen Sie einen
Auswahldialog, in dem Sie die Eigenschaften des MPEG-Encoders
(Speicherbedarf, Qualität und Dauer der MPEG-Konvertierung) einstellen
können.Über „Erweitert“ erreichen Sie den Dialog „Erweiterte
Einstellungen“. Hier lassen sich alle Feineinstellungen des MPEGEncoders vornehmen.
• Brennvorgang/Video-Encoding starten: Die Schaltfläche „Brennvorgang
starten“ startet den Brennvorgang. Bei jedem Brennen und jeder
Simulation wird das Projekt zunächst encodiert. Bitte beachten Sie, dass
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276
die MPEG-Datei nach dem Brennen nicht von der Festplatte gelöscht wird.
Je nach Länge des Projekts kann der Kodierungs- und Brennvorgang sehr
lange dauern. Die benötigte Zeit können Sie im Dialog ablesen.
ISO-Image erzeugen
Um auf einfache Weise ein ISO-Image zu erzeugen, wählen Sie unter
„Brenner" den Eintrag „Image Recorder" aus. Wenn der „Brennvorgang“
gestartet wird, müssen Sie einen Namen für die zu erzeugende Image-Datei
festlegen.
Optionen
Mit vorheriger Simulation: Wenn Sie sich über die ausgewählte
Brenngeschwindigkeit bzw. den benötigten Speicherbedarf auf der Disc nicht
im Klaren sind, können Sie vor dem eigentlichen Brennen einen Testdurchlauf
simulieren.
Buffer-Underrun-Schutz aktivieren: Viele Brenner unterstützen Techniken zur
Verhinderung des gefürchteten „Buffer Underruns“. Mit dieser Option können
sie diesen Schutz aktivieren und mit höherer Geschwindigkeit brennen, ohne
einen eventuellen Verlust des Rohlings in Kauf nehmen zu müssen.
DVD-/CD-RW-Medien komplett formatieren: Diese Option formatiert die
RW-Medien neu und löscht dabei sämtliches vorhandenes Datenmaterial.
PC nach Brennvorgang herunterfahren: Aktivieren Sie diese Option, um den
Computer nach abgeschlossenem Encoding und Brennen automatisch
herunterzufahren. So können Sie z. B. am Abend das Encoden und Brennen
starten, ohne dass Sie warten müssen, bis der Vorgang abgeschlossen ist, um
anschließend den PC herunterzufahren.
Standard-DVD-Video auf gleiche Disc brennen: Bei einer WMV HD-Disc
können Sie mit dieser Option zusätzlich zum WMV HD-Video noch ein
normales DVD-Video auf die Disc brennen. So können Ihre WMV HD-Discs
auch auf normalen Stand-alone-DVD-Playern abgespielt werden. Siehe MultiDisc.
Defektmanagement des Brenners einschalten: Ist eine bestimmte Stelle auf
der Disc defekt, wird diese vom Brenner erkannt, als solche gekennzeichnet
und kein Inhalt dort abgelegt.
Daten nach dem Schreibvorgang überprüfen: Dadurch wird die fertige Disc
nach dem Brennen auf Fehler überprüft.
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Disc brennen
CD/DVD Titel: Das ist der Titel der DVD, wie er als Datenträgername im
Computer angezeigt wird. Standardmäßig ist hier der Discprojektname
eingestellt.
Speicherplatz
Disc-Typ
Datenträger
Menü
Qualität
Länge (optimale
Qualität)
DVD
Blu-ray Disc
(siehe Seite
431)
AVCHD (siehe
Seite 431)
DVD
Blu-ray Disc
Ja
Ja
***
*****
98 Min.
110 Min.
DVD/Blu-ray
Disc
Ja
*****
30 Min./DVD
160 Min./Blu-ray Disc
* Bei einigen DVD-Playern kann die Anzeigedauer in dessen Menü bestimmt
werden. Je nach originaler Bildgröße (Dateigröße der Bilder) passen mehr
oder weniger Bilder auf einen CD- oder DVD-Rohling.
Insbesondere beim MPEG-2-Encoder ist es schwierig, verlässliche Angaben
zum benötigten Speicherplatz zu machen. Wenn die „Variable Bitrate“ des
MPEG-2-Encoders aktiviert ist, wird abhängig von den Bewegungen im Bild
unterschiedlich encodiert. Dann ist der benötigte Speicherplatz also abhängig
vom Filmmaterial: Ein Actionfilm z. B. braucht mehr Speicherplatz als ein
Heimatfilm.
Im Brenndialog von MAGIX Video Pro X6 gibt es eine Füllstandsanzeige, die
direkt abschätzt, wie viel Platz Sie auf dem ausgewählten Disc-Typ mit den
getroffenen Einstellungen belegen werden. Sobald Sie die EncoderEinstellungen (siehe Seite 279) ändern, wird die Füllstandsanzeige
aktualisiert.
Tipp: Die Füllstandsanzeige ist nur ein geschätzter Wert. Achten Sie deshalb
darauf, dass Sie den Speicherplatz der Disc nie komplett belegen, sondern
immer etwas Puffer lassen, falls die berechneten Daten doch etwas größer
als die Schätzung werden.
Wenn Sie Ihr Projekt nicht auf einem Rohling unterbringen können, müssen
Sie es in mehrere Teile trennen.
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278
Tipp: Weitere Informationen zur MPEG-Komprimierung und zu den
Formaten finden Sie im Kapitel „Anhang: Video und Datenträger“ (siehe
Seite 427) des PDF-Handbuchs.
Projekt auf mehrere Datenträger aufteilen
Automatisch: Wenn das Projekt mehr Speicherplatz benötigt als auf der Disc
zur Verfügung steht, erscheint vor dem Brennen eine Abfrage, ob das Projekt
automatisch auf mehrere Datenträger aufgeteilt werden soll. Bestätigen Sie
diesen Dialog mit „Ja“. Daraufhin wird das Projekt automatisch in einzelne
Projekte unterteilt und nacheinander auf mehrere Datenträger gebrannt.
Dieses Verfahren ist für Sie am bequemsten, weil alles automatisch abläuft
und Sie nur noch Ihre Rohlinge einlegen müssen.
Manuell:
Fall 1: Wenn mehrere Filme nicht gemeinsam auf einen Datenträger passen:
In diesem Fall schalten Sie zurück in die „Bearbeiten“-Oberfläche und löschen
so viele Filme aus dem Projekt, bis die verbleibenden Filme auf den
Datenträger passen. Die anderen Filme können Sie in einem zweiten Schritt in
ein neues Projekt laden und brennen.
Fall 2: Wenn ein überlanger Film nicht komplett auf den Datenträger passt:
In diesem Fall müssen Sie den Film in zwei oder mehr Teile zerschneiden, die
separat auf den Datenträger gebrannt werden.
• Schalten Sie zurück in die „Bearbeiten“-Oberfläche und stellen Sie den
Abspielmarker an die Stelle, an der Sie den Film aufteilen wollen. Wählen
Sie im Menü „Bearbeiten“ die Option „Schneiden > Film trennen“.
• Alle Passagen hinter dem Abspielmarker werden aus dem überlangen Film
entfernt und als eigener Film angelegt. Beide Filme lassen sich über
Filmreiter im Projektfenster ansteuern. Speichern Sie beide separat auf die
Festplatte (Menüoption „Datei“ > „Filme verwalten“ > „Exportieren“, z. B.
unter den Namen „Part1“ und „Part2“).
• Entfernen Sie einen der beiden Filme (z. B. „Part2“) aus dem Projekt
(Menüoption „Datei“ > „Filme verwalten“ > „Aus Projekt entfernen“ (siehe
Seite 358)).
• Schalten Sie in die „Brennen“-Oberfläche und brennen Sie den ersten Film
(„Part1“) auf CD oder DVD.
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Disc brennen
• Legen Sie ein neues Projekt an (Schaltfläche „Neu“) und laden Sie den
zweiten Film („Part2“).
• Schalten Sie in die „Brennen“-Oberfläche und brennen Sie den zweiten
Film („Part2“) auf CD oder DVD.
Encoder-Einstellungen
Über die Schaltfläche „Encoder-Einstellungen...“ erreichen Sie einen
Auswahldialog, in dem Sie die Eigenschaften des MPEG-Encoders
(Speicherbedarf, Qualität und Dauer der MPEG-Konvertierung) einstellen
können.
Preset: Hier finden Sie nützliche Voreinstellungen für den ausgewählten DiscTyp. Hier einige Presets am Beispiel einer DVD:
Longplay DVD Video
DVD mit extra langer Spieldauer. Dabei wird die
Bitrate auf Kosten der Bildqualität reduziert.
Longplay DVD Musik DVD mit extra langer Spieldauer für Musik. Dabei
wird die Bitrate für die Tonspur auf maximaler
Qualität belassen.
Standard DVD
Normale DVD
Breitbild DVD
Normale DVD im 16:9 Format
Hinweis: Sie können bei allen Einstellungen zwischen NTSC (USA und
Japan) und PAL (Europa) wählen.
Bitrate: Die Bitrate bestimmt den Speicherbedarf des fertigen Videos. Je
höher die Bitrate, um so größer wird die Datei, und um so kürzer ist die
maximale Spieldauer des Films, der auf eine Disc passt.
Bitrate anpassen: Es wird eine Abschätzung der erwarteten Dateigröße des
fertigen Videos vorgenommen, ausgehend von der eingestellten Bitrate.
Wenn das Video nicht auf die Disc passen würde, wird die Bitrate
entsprechend korrigiert.
Qualität: Hier wird die Qualität des Encodiervorgangs bestimmt. Je höher die
Qualität, um so besser sieht das fertige Video aus, aber das Encodieren dauert
entsprechend länger.
Smart Rendering: Mit Smart Rendering lässt sich der Encodieraufwand für
MPEG-Dateien bedeutend verringern. Bei der Erzeugung von MPEG-Dateien
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280
werden dabei nur die Teile des Films neu encodiert, die im Programm
verändert worden sind. Die im Film enthaltenen MPEG-Dateien müssen das
gleiche Format haben, d. h. Bitrate (variabel oder konstant), Bildauflösung und
Videoformat müssen übereinstimmen.
Anti-Interlacefilter: Diese Option sollten Sie nur für eine Wiedergabe am TVBildschirm aktivieren, dort verringert sie Zeilenflimmern an feinen Strukturen.
Videoeffekte auf GPU berechnen: Um den Exportvorgang zu beschleunigen,
können die Videoeffekte auf der Grafikkarte berechnet werden. Derzeit gilt
dies für Helligkeit, Gamma, Kontrast, Farbe, Sättigung, Bildgröße-,
Ausschnitts- und Positionseffekte sowie verschiedene Überblendungen und
Mischeffekte. Beachten Sie, dass z.B. externe Effekt-Plug-ins oder aufwendige
Kunsteffekte auf der CPU berechnet werden müssen und deshalb durch
Einsatz dieser Funktion kein Geschwindigkeitsvorteil erreicht werden kann.
Hinweis: Diese Funktion ist speziell für NVIDIA-Grafikkarten optimiert.
Unter Umständen erreichen Sie aber auch mit anderen Grafikkarten eine
höhere Geschwindigkeit bei der Effektberechnung.
3D-Modus: Falls sich in Ihrem Projekt 3D-Material befindet, das mit Stereo3D
bearbeitet wurde, können Sie hier auswählen, in welchem Modus dieses auf
die Disc gebrannt werden soll. Standardmäßig ist 3D ausgeschaltet.
Zum Zurücksetzen auf die Standardeinstellungen benutzen Sie die
Zurücksetzen-Schaltfläche.
Über „Erweitert“ erreichen Sie den Dialog „Erweiterte Einstellungen“. Hier
lassen sich alle Feineinstellungen des MPEG-Encoders vornehmen. Lesen Sie
dazu im Anhang „MPEG-1/2-Encoder-Einstellungen“ (siehe Seite 450) und
„MPEG-4-Encoder-Einstellungen“ (siehe Seite 436, siehe Seite 432).
Hardwarebeschleunigung beim Rendern
verwenden
MAGIX Video Pro X6 unterstützt für AVCHD-Exporte, AVCHD- und Blu-ray
Discs die Benutzung der Hardwarebeschleunigung. Dadurch lässt sich der
Encodiervorgang spürbar beschleunigen.
Welche Hardwarebeschleunigung verwendet wird, hängt vom verwendeten
Encoder und der im System verbauten Hardware ab.
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Disc brennen
• Quick Sync Video: Intel-Prozessoren ab „Sandy Bridge“ bei Verwendung
des Standard-MPEG-4-Encoders (siehe Seite 436, siehe Seite 432) und
des Main Concept-MPEG-4-Encoders (siehe Seite 436, siehe Seite 432).
• CUDA: NVidia-Grafikkarten bei Verwendung des Main Concept-MPEG-4Encoders (siehe Seite 436, siehe Seite 432).
• OpenCL: AMD-Grafikkarten bei Verwendung des Main Concept-MPEG4-Encoders (siehe Seite 436, siehe Seite 432).
Hinweis: Informieren Sie sich ggf. bei Ihrem Grafikkartenhersteller, welche
Hardwarebeschleunigung Ihre Grafikkarte unterstützt. Vergewissern Sie
sich, dass alle nötigen Treiber dazu installiert sind.
Sofern Ihr System Hardwarebeschleunigung unterstützt, können Sie diese im
Dialog „Encoder-Einstellungen“ unter „Erweitert...“ >
„Hardwarebeschleunigung“ aktivieren.
281
282
Film exportieren
Ein Film lässt sich über das Menü „Datei > Film exportieren“ in verschiedene
Videoformate exportieren. Je nach gewähltem Format können die
angebotenen Optionen variieren.
Voreinstellungen: Hier sind typische Einstellungen für das gewählte Format
für die wichtigsten Anwendungen aufgelistet.
Mit „Speichern“ können Sie eigene Einstellungen speichern; mit
„Löschen“ auch wieder aus der Liste entfernen.
Exporteinstellungen: Hier werden die allgemeinen Exportparameter wie
Auflösung, Seitenverhältnis und Framerate eingestellt. Sie können die
gängigsten Werte aus den Listenfeldern auswählen, für eigene Werte klicken
Sie auf die „...“ Tasten. Die spezifischen Einstellungen für das gewählte
Videoformat erreichen Sie über „Erweitert“. Mit „Datei“ können Sie Ihre Datei
in einen anderen Ordner als den Voreingestellten exportieren. Mit „Datei
ohne Rückfrage überschreiben“ können Sie mehrere Exporte immer in die
gleiche Datei ausführen.
Sonstiges
• Nur den markierten Bereich exportieren
• Anti-Interlacefilter verwenden (unterdrückt Zeilenflimmern)
• PC nach erfolgreichem Export herunterfahren
• Videoeffekte auf GPU berechnen
Nach dem Export ausspielen: Bei einigen Formaten werden spezielle
Optionen angeboten, z. B. DV-AVI auf die Kamera oder WMV-Export mit
Ausspielen über Bluetooth aufs Handy.
Hinweis: Das Brennen einer Disc findet unter der Oberfläche „Brennen“
(siehe Seite 80) statt. Lesen Sie dazu auch das Thema „Disc brennen“ (siehe
Seite 273).
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Film exportieren
Video als AVI
Bei einem Export als AVI-Videodatei lassen sich neben der Größe und der
Framerate des zu erzeugenden AVI-Videos die Kompressions-Codecs für
Audio (Audio-Kompression) und Video (Codec) festlegen und konfigurieren.
Beachten Sie auch die allgemeinen Hinweise zu AVI-Videos (siehe Seite 427).
Tastaturkürzel:
Strg + Alt + A
Video als DV-AVI
Mit dieser Option wird das Video als DV-codiertes AVI exportiert. Das
Projekt kann problemlos über die FireWire-Schnittstelle auf eine
angeschlossene Kamera übertragen werden.
Im Dialog werden Sie über die verfügbaren Optionen näher informiert. Sie
erreichen ihn über „Erweitert...“ im Exportdialog. Dort stellen Sie auch ein, für
welchen Videostandard die DV-Daten exportiert werden sollen – PAL
(Europa) oder NTSC (USA).
Tastaturkürzel:
Strg + Alt + D
Video als MPEG Video
MPEG steht für „Motion Picture Experts Group“ und ist ein sehr
leistungsfähiges Komprimierungsformat für Audio- und Videodateien.
Da es eine Fülle verschiedener Geräte und Anwendungsfälle für dieses Format
gibt, empfehlen wir, zunächst eine passende Voreinstellung aus der Liste
auszusuchen. Unter anderem finden Sie hier beispielsweise IntraframePresets (beginnend mit „Intra422“) für die Weitergabe von Filmen in
professionelle Studioumgebungen.
Details zu den Einstellungen des MPEG-Encoders finden Sie in der
Programmhilfe im Anhang „MPEG-Encoder-Einstellungen“ (siehe Seite 450).
Tastaturkürzel:
Strg + Alt + P
283
284
Video als MAGIX Video
Exportiert das Projekt ins MAGIX Videoformat.
Dieses Format wird von MAGIX Video Pro X6 für die Videoaufzeichnung
verwendet und ist für digitalen Videoschnitt mit hochqualitativem Material
optimiert.
Tastaturkürzel:
Strg + Alt + M
Video als Quicktime Movie
Exportiert das Projekt ins Quicktime Movie-Format. Dieses Format ermöglicht
eine Streaming-Wiedergabe von Audio- oder Videodaten über das Internet.
Hinweis: Für Quicktime Dateien (*.mov) muss die Quicktime Bibliothek
installiert sein.
Tastaturkürzel:
Strg + Alt + Q
Video unkomprimiert
Bei einem Export als unkomprimierte AVI-Videodatei lässt sich die Größe und
die Framerate des zu erzeugenden AVI-Videos festlegen. Das Videomaterial
wird jedoch nicht noch einmal durch einen Codec komprimiert.
Hinweis: Es entstehen sehr große Dateien.
Tastaturkürzel:
Strg + Alt + U
Video als MotionJPEG-AVI
Öffnet den Exportdialog für AVI-Videos im MotionJPEG-Format. Dieses
Format wird z. B. von einigen digitalen Bilderrahmen unterstützt.
Tastaturkürzel:
Strg + Alt + O
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Film exportieren
Video als Folge von Einzelbildern
Mit dieser Option wird das Video als Folge von Einzelbildern im BitmapFormat exportiert. Das bedeutet: Für jeden Frame des Videos wird eine
Grafikdatei erzeugt. Die Anzahl der Bilder lässt sich im Exportdialog unter
„Framerate“ festlegen.
Tastaturkürzel:
Strg + Alt + E
Windows Media Export
Exportiert das Projekt im Windows Media Format. Das ist ein universelles
Audio/Video-Format von Microsoft. Dementsprechend komplex sind die
Einstellungsmöglichkeiten im „Erweitert...“-Dialog.
Manuelle Konfiguration
Audio/Videocodec: Es sind verschiedene Codecs entsprechend der
verschiedenen Windows Media Versionen (7, 8, 9) möglich. Bei WiedergabeKompatibilitätsproblemen versuchen Sie einen älteren Codec mit einer
kleineren Versionsnummer.
Bitratenmodus: Es sind konstante und variable Bitraten möglich, für die
meisten Geräte und Streaming-Anwendungen sind konstante Bitraten
vorgeschrieben. Bei den VBR 2Pass Modi wird das Video in 2 Durchläufen
komprimiert, um die Bandbreite bei stark komprimierten Videos für das
Internet optimal auszunutzen.
Bitrate/Qualität/Audioformat: Die Bitrate bestimmt entscheidend die
Darstellungs- bzw. Audioqualität. Je höher diese ausfällt, desto besser sehen
die Videos aus, um so größer werden jedoch auch die Dateien und die
benötigte Encodierzeit. Bei variablen Bitraten wird die Bitrate dynamisch an
die Anforderungen des jeweiligen Bild- bzw. Tonmaterials angepasst. Dabei
lässt sich entweder ein Qualitätswert von 1–100 festlegen oder bei 2PassEncoding eine durchschnittliche oder maximale Bitrate. Bei Audio wird die
Bitrate zusätzlich durch das Audioformat festgelegt.
Import: Für die gängigsten Anwendungsfälle außer der Wiedergabe auf
mobilen Geräten (bei der Sie mit den mitgelieferten Voreinstellungen am
besten fahren), wie z. B. Internet-Streaming, liefert Microsoft diverse
Systemprofile mit, unter denen Sie wählen können. Wenn der Windows
Media Encoder 9 installiert ist, der bei Microsoft als kostenloser Download
285
286
erhältlich ist, können Sie die Profile auch bearbeiten oder eigene Profile
hinzufügen. Diese lassen sich dann mit „Import“ laden.
Unter Clip-Infos können Titel, Name des Autors, Copyright-Angaben und eine
Beschreibung eingefügt werden.
Tastaturkürzel:
Strg + Alt + V
Video als MPEG-4 Video
Hinter MPEG-4 verbirgt sich eine Sammlung hocheffizienter Codecs für
Video- und Audio nach dem MPEG-Standard. Gegenüber MPEG-2 ist z. B. bei
gleicher Qualität die resultierende Dateigröße geringer.
Empfehlung: Suchen Sie zuerst unter den vom Programm angebotenen
Voreinstellungen nach einer passenden Voreinstellung für den jeweiligen
Anwendungsfall bzw. das entsprechende Wiedergabegerät. Diese sind für
typische Anwendungsfälle optimiert.
Die erweiterten Einstellungen unter „Erweitert“ sind aufgeteilt in die drei
Bereiche „Video“, „Audio“ und „Multiplexer“.
Unter „Video“ gibt es die Wahl zwischen „MPEG-4 Simple“ (MPEG-4
Visual/MPEG-4 Part 2) (siehe Seite 444)und „MPEG-4 H.264“
(AVC/MPEG-4 Part 10) (siehe Seite 438).
Je nach Einsatzzweck des exportierten Materials kann einer dieser beiden
Encoder ausgewählt werden, um das Videomaterial zu komprimieren.
Schauen Sie dazu in die Bedienungsanleitung des Wiedergabegeräts, welcher
Encoder unterstützt wird.
Unter „Audio“ ist „AAC“ (siehe Seite 447) voreingestellt. Haben Sie in den
Voreinstellungen einen AVCHD-Transportstrom gewählt steht Ihnen
„AVCHD-Tonspur“ zur Verfügung.
Unter „Multiplexer“ können Sie bei bestimmten Voreinstellungen z. B.
Containerformat und Streaming-Eigenschaften angepasst werden. Dies ist nur
für Experten zu empfehlen.
Die Option „Als Webseite exportieren" erzeugt zusätzlich eine HTML-Seite
mit integriertem Flash Player, der das erzeugte Video abspielt. Lesen Sie dazu
http://pro.magix.com
Film exportieren
auch das Thema „Flash-Videos in die eigene Website einbinden“ (siehe Seite
413).
Tipp: Prüfen Sie zunächst, ob es im Exportdialog eine für Ihre Zwecke
passende Voreinstellung gibt. Fortgeschrittene Nutzer können unter den
erweiterten Einstellungen der drei Bereiche spezifische Änderungen
vornehmen.
Für detaillierte Informationen zum MPEG-4-Encoder lesen Sie das Kapitel
„MPEG-4-Encoder-Einstellungen“ (siehe Seite 436, siehe Seite 432).
Unter den Voreinstellungen finden sich auch verschiedene 4KVoreinstellungen, um besonders hochauflösendes Material zu exportieren.
Tastaturkürzel:
Strg + Alt + G
Als Media Player ausgeben
Hinweis: Diese Option ist im Exportieren-Dialog des Basismodus verfügbar.
Im Standardmodus ist sie über das Menü „Datei“ > „Video als MPEG 4“ >
„Voreinstellungen“ als „FlashPlayer“-Optionen errreichbar.
Um Ihren Film über den Internet-Browser wiederzugeben oder um ihn in
Homepages einzubinden, können Sie ihn als HTML-fähigen Media Player
ausgeben.
• Wählen Sie die gewünschte Qualität aus.
• Klicken Sie auf „Speichern“.
Im Zielordner werden eine HTML- und MP4-Datei zur Weiterverwendung
angelegt.
Audio als MP3
Hinweise: Für den MP3-Export benötigen Sie den Windows Media Player ab
Version 10.
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288
Der MP3-Encoder lässt sich nicht als Codec für die Tonspur von AVI-Audio
nutzen.
Optionen
Im Abschnitt „Optionen“ können Sie das Format und die Kompression für die
Audiodatei einstellen.
Bitrate: Die Auswahl bei „Bitrate“ bestimmt die Stärke der Kompression: Je
höher die Bitrate, desto höher wird die Qualität der exportierten Audiodatei
sein. Andererseits bestimmt die Bitrate die letztendliche Dateigröße: Je
kleiner die Bitrate, desto kleiner werden die Dateien.
Mono/Stereo/5.1 Surround: Viele mobile Geräte verfügen über nur einen
Lautsprecher. Um Speicherplatz zu sparen, können Sie daher auch in Mono
exportieren. Im 5.1 Surround Modus können Sie auch in MP3surround
exportieren. Lesen Sie dazu auch „Mixer im Surround-Modus“ (siehe Seite
241).
Normalisieren: Diese Funktion sollte immer aktiviert sein. Sie garantiert, dass
die Musik nicht zu laut/übersteuert oder zu leise abgespielt wird.
Übertragungsform
Hier können Sie bestimmen, ob die erzeugte Datei an ein per Bluetooth
angeschlossenes Gerät oder per E-Mail übertragen werden soll.
Audio als Wave
Die Tonspur des Films wird in das Audioformat Wave (*.wav) exportiert.
Tastaturkürzel:
Strg + Alt + W
Export als Blende...
Der Film wird als Alpha-Blende im MXV-Format exportiert. Die
Helligkeitswerte des Films bestimmen dabei, wie die Blende verläuft. Sie
können über die Option „Nur den markierten Bereich exportieren“ auch
festlegen, dass nur ein kleiner Teil, den Sie vorher durch In- und Out-Point
festgelegt haben, exportiert wird.
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Film exportieren
Wenn Sie den Speicherort nicht verändern, finden Sie die gespeicherte Blende
anschließend im Media Pool unter „Blenden > Standard“.
Tastaturkürzel:
Strg + Alt + T
Einzelner Frame als BMP
Exportiert das Bild, das am Abspielmarker anliegt und am Programmmonitor
angezeigt wird, als Bitmap (*.bmp)-Datei.
Tastaturkürzel:
Strg + Alt + B
Einzelner Frame als JPG
Exportiert das Bild, das am Abspielmarker anliegt und am Programmmonitor
angezeigt wird, als JPEG (*.jpg)-Datei.
Tastaturkürzel:
Strg + Alt + J
Animiertes GIF
Das Video wird als animierte GIF-Datei (auch als „AniGIF“ bezeichnet)
exportiert. Dieses Format wird auch von vielen älteren Handys unterstützt.
Tastaturkürzel:
Strg + Alt + F
Filminformation als EDL exportieren
Exportiert den aktuellen Film im Samplitude-kompatiblen EDL-Format als
Schnittliste. Dieser Export ist hauptsächlich zur Übergabe von Audiodateien
an Samplitude/Sequoia geeignet, da diese Programme nicht mit allen
Videoformaten umgehen können, die MAGIX Video Pro X6 beherrscht. Dabei
werden lediglich Objektschnitte, Spuren, Panorama und Lautstärke (mit
Verläufen) übertragen, da das EDL-Format nur begrenzte Informationen
speichert.
Nicht übertragen werden: Sämtliche Effekte, Surroundpositionen,
Videoblenden, Marker (Kapitelmarker, Szenemarker).
289
290
Die zugrunde liegenden Audio- und Videodateien werden nicht mit exportiert.
Sie werden vom EDL-importierenden Programm entweder automatisch
geladen (wenn sie z. B. im gleichen Ordner der EDL-Datei verfügbar sind)
oder beim Import angefragt.
Als Vorgehen bei der Verwendung einer Schnittliste im EDL-Format empfiehlt
sich:
• Speichern Sie vorher alle verwendeten Medien in einem Ordner ab (z. B.
durch Verwendung des Befehls Menü „Datei > Sicherheitskopie > Film
und Medien in Verzeichnis kopieren“).
• Exportieren Sie dann den Film als EDL-Schnittliste und legen Sie die EDLDatei im selben Ordner ab wie zuvor die Medien.
• Laden Sie die EDL-Datei im importierenden Programm (z. B. Sequoia). Die
EDL-Datei sorgt dann für die richtige Positionierung der einzelnen Medien.
Nach der Bearbeitung können Sie die Tonspur z. B. als WAV exportieren
und wieder in MAGIX Video Pro X6 importieren, wo sie dann die
vorhandenen Audio-Objekte ersetzt.
Hinweis: Sie können auch Schnittlisten aus anderen Programmen
importieren. Wählen Sie dazu im Menü „Datei > Schnittliste (EDL)
importieren“.
Tastaturkürzel:
Alt + D
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Film exportieren
Ins Internet stellen (YouTube und
Vimeo)
Über das Menü „Datei > Online“ können Sie Ihren Film direkt auf
verschiedene Plattformen wie YouTube, Vimeo oder Showfy hochladen.
YouTube ist ein Portal für selbstgemachte Clips aller Art. Vimeo ist ein
wachsendes Filmportal für anspruchsvollere Videofilme. Für den Upload auf
YouTube und Vimeo müssen Sie Ihren Film noch mit Zusatzinformationen
ausstatten. Dazu dient ein eigener Upload-Dialog.
Community: Hier wählen Sie die gewünschte Plattform aus.
Titel: Hier tragen Sie den Titel Ihres Films ein.
Beschreibung: Hier erstellen Sie eine Kurzbeschreibung Ihres Films, um die
anderen Mitglieder der Community über Ihren Film zu informieren.
Kategorie: Entscheiden Sie hier die Kategorie, in der Ihr Film laufen soll.
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Senden: Entscheiden Sie hier, ob der Film „Privat“, d.h. nur von Ihnen selbst
und von Ihnen berechtigten Personen, oder frei zugänglich, d.h. „Öffentlich“ zu
sehen sein soll.
Exporteinstellungen: Hier können Sie unterschiedliche Qualitätseinstellungen
wählen.
Ins Internet stellen (MAGIX Online
Album und showfy)
Über das Menü „Datei“ > „Online“ > „MAGIX Online Album“ bzw. showfy >
„Aktuellen Film als Video hochladen“ kommen Sie direkt zum jeweiligen
Login-Dialog. Im MAGIX Online Album können Sie Videos zusammen mit
Fotos und Musik in persönlich gestalteten Online Alben präsentieren. Mit
showfy können Fotos und Videos in sogenannten Streams organisiert und mit
ausgewählten Personen geteilt werden.
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Film exportieren
Auf Gerät ausgeben
Über das Menü „Datei“ > „Auf Gerät ausgeben“ können Sie Ihr Video an ein
angeschlossenes Abspielgerät übertragen.
Neben den Optionen „Camcorder“ für digitale Camcorder (DV/HDV) und
„VHS Recorder“ für das Ausspielen auf analoge Videorekorder bietet die
Auswahlliste eine Vielzahl an möglichen weiteren Abspielgeräten wie mobile
Videoplayer, Smartphones, PDAs oder Spielkonsolen.
Als Media Player ausgeben
Um Ihren Film über den Internet-Browser wiederzugeben oder um ihn in
Homepages einzubinden, können Sie ihn als HTML-fähigen Media Player
ausgeben.
• Wählen Sie die gewünschte Qualität aus.
• Klicken Sie auf „Speichern“.
Im Zielordner werden eine HTML- und MP4-Datei zur Weiterverwendung
angelegt.
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Als Videodatei ausgeben
Mit dieser Option können Sie einen Film mitsamt allen Objekten,
Effekteinstellungen, Blenden, Texten u. ä. in eine Videodatei umwandeln und
auf dem Computer speichern.
Im Dialog wählen Sie Qualität (z. B. DVD-Qualität) und Dateiformat (z. B.
MPEG-4) aus. Im Dialog werden Sie direkt über die Eigenschaften Ihrer
Auswahl informiert. Bitte beachten Sie, dass MAGIX Video Pro X6 bei
Änderung des Formats auch die Qualität anpasst, wenn diese für Ihr
gewähltes Format nicht optimal ausgewählt wurde.
Hinweis: Hier stehen nur die bekanntesten und beliebtesten Formate zur
Auswahl. Im Menü „Datei > Film exportieren“ (siehe Seite 282) gibt es noch
viele weitere Dateiformate.
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Einstellungen und Verwaltung von Videoprojekten
Einstellungen und Verwaltung von
Videoprojekten
Film- und Projekteinstellungen
Wenn Sie ein neues Videoprojekt anlegen, können Sie bereits im Startdialog
eine Reihe von Einstellungen vornehmen, die das neue Projekt betreffen. Diese
Einstellungen können Sie jederzeit erneut aufrufen und ändern.
Sämtliche Einstellungsdialoge erreichen Sie über das Menü „Datei >
Einstellungen“.
Filmeinstellungen
Die Filmeinstellungen öffnen Sie über das Menü „Datei > Einstellungen >
Film...“. Es öffnet sich folgender Dialog:
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Filmeinstellungen
Film im Loop-Modus abspielen: Der Film wird endlos abgespielt. Die
Wiedergabe startet beim Abspielmarker und fängt, nachdem das Projektende
erreicht wurde, wieder am Projektanfang an.
Einstellungen als Voreinstellungen für neue Filme verwenden: Ist diese
Option aktiviert, so erhalten alle neuen Filme die Einstellungen, die Sie in
diesem Dialog vorgenommen haben.
Neue Bilder automatisch bildfüllend beschneiden: Beschneidet alle Bilder und
Videos, die in das Projekt eingefügt werden automatisch so, dass sie den
kompletten Bildschirm ausfüllen.
Anzahl der Spuren: Hier kann die Spuranzahl umgeschaltet werden.
Audio-Samplerate: Die voreingestellte Samplerate beträgt 48 kHz. Diese
Samplerate wird bei allen Aufnahmen verwendet und ist auch für die Tonspur
von DVDs vorgeschrieben. Mit dieser Einstellung wird eine optimale
Tonqualität gewährleistet. Audiomaterial mit anderer Sampleraten (z. B. CDAudio mit 44 kHz) wird beim Laden automatisch angepasst (Resampling).
Ändern Sie diesen Wert nur, wenn Sie vorrangig mit Tonmaterial mit
abweichender Samplerate arbeiten wollen oder Ihre Soundkarte diese
Samplerate nicht unterstützt.
Hinweis: Die Audio-Samplerate kann nur in leeren Projekten geändert
werden. Sobald sich im Projekt ein Objekt befindet, ist diese Einstellung
gesperrt.
Videoeinstellung: Sie können die Standardeinstellungen für Bildformat und
Framerate für PAL bzw. NTSC Fernsehbilder auswählen oder auch ein eigenes
Format festlegen. Beachten Sie, dass die Angaben zu Ratio (Seitenverhältnis)
und Frames/s (Framerate) Ihrem Zielformat entsprechen müssen, damit der
fertige Film auf dem Zielbildschirm ruckelfrei abspielt, keine unerwünschten
schwarzen Ränder entstehen und alle Video-/Bildobjekte an den
gewünschten Positionen liegen. Hier finden Sie auch verschiedene
Einstellungen für 4K-Videos („Ultra HDTV“).
Hinweis: Für MPEG-Encoding muss der Wert für die Breite/Höhe des Bildes
ein Vielfaches von 8 sein.
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Einstellungen und Verwaltung von Videoprojekten
Synchronisation
Synchronisationsdialog
Hinweis: Hier finden Sie die Beschreibung zu allen Bedienelementen des
Synchronisationsdialogs. Eine Beschreibung, wie die Synchronisation
eingestellt wird, finden Sie im Abschnitt „Synchronisation einstellen“ (siehe
Seite 298).
Input-Synchronisation: Hier muss der Treiber angewählt werden, über den
MAGIX Video Pro X6 MIDI-Timecode empfangen soll. Diese Einstellung wird
auch für SMPTE benutzt. Achten Sie bei der Synchronisation über SMPTE
darauf, dass das eingestellte Gerät dem SMPTE-Eingang Ihres MIDIInterfaces entspricht.
Framerate: Hier legen Sie die passende SMPTE Framerate fest, z .B. 24 für
Kino-Film, 25 für PAL-Video und Audio-Synchronisation, 29.97 drop/non
drop bzw. 30 für NTSC-Video.
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Preroll: Hier kann eine Frame-Anzahl eingegeben werden, die MAGIX Video
Pro X6 ignoriert, bevor die Synchronisation startet. Damit kann der Tatsache
Rechnung getragen werden, dass analoge Geräte erst eine gewisse Zeit
brauchen, um die korrekte Geschwindigkeit zu erreichen. Damit nun MAGIX
Video Pro X6 nicht auf eine ungültige Zeit synchronisiert, kann diese mittels
Preroll-Frames übersprungen werden.
Output-Synchronisation: Hier muss der Treiber angewählt werden, über den
MAGIX Video Pro X6 MIDI-Timecode senden soll. Achten Sie bei der
Synchronisation über SMPTE darauf, dass das eingestellte Gerät dem SMPTEAusgang Ihres MIDI-Interfaces entspricht.
Start-Offset (SMPTE): Hier kann ein Zeitwert in Millisekunden oder in
SMPTE-Frames angegeben werden, der von der eintreffenden SMPTE-Zeit
abgezogen wird, bevor die Zeit zur Synchronisation verwendet wird. Mit
einem Offset von 60:00:00 (1 Stunde) kann also ein Band synchronisiert
werden, dessen SMPTE-Code bei 1 Stunde startet, MAGIX Video Pro X6
startet am Bandanfang dennoch bei 0.
Festlegen der Synchronisation
MAGIX Video Pro X6 ist in der Lage, sich von externen Quellen
synchronisieren zu lassen bzw. selbst externe Quellen zu synchronisieren.
Mittels virtueller MIDI-Kabel (z. B. „MIDI Yoke“ oder „Hubi's MIDI Loopback
Device“) ist es so auch möglich, MAGIX Video Pro X6 mit Samplitude oder
Sequoia zu synchronisieren. Voraussetzung dafür ist, dass ein solches
virtuelles MIDI-Kabel erfolgreich installiert wurde.
MAGIX Video Pro X6 als Master
Wenn MAGIX Video Pro X6 externe Quellen oder andere Programme
synchronisieren soll, gehen Sie folgendermaßen vor:
• Öffnen Sie die den Synchronisationsdialog (siehe Seite 297).
• Stellen Sie unter „Output-Synchronisation“ das entsprechende MIDI
Device ein, an dem das Gerät angeschlossen ist, das mit MAGIX Video
Pro X6 synchronisiert werden soll.
• Falls Sie ein anderes Programm (z. B. Samplitude oder Sequoia) über ein
virtuelles MIDI-Kabel mit MAGIX Video Pro X6 synchronisieren wollen,
achten Sie darauf, dass in beiden Programmen das entsprechende MIDI
Device eingestellt ist. Das zu synchronisierende Programm muss dazu
MTC unterstützen und als „Slave“ konfiguriert werden.
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Einstellungen und Verwaltung von Videoprojekten
• Verwenden Sie beispielsweise „MIDI Yoke NT 1“ unter „Output-
Synchronisation“, muss im zu synchronisierenden Programm ebenfalls das
Device „MIDI Yoke NT 1“ im MTC-Eingang eingestellt werden.
MAGIX Video Pro X6 als Slave
Als „Slave“ folgt MAGIX Video Pro X6 einer externen Quelle oder einem
anderen Programm beim Abspielen.
• Öffnen Sie die den Synchronisationsdialog (siehe Seite 297).
• Stellen Sie unter „Input-Synchronisation“ das entsprechende MIDI Device
ein, an dem das Gerät angeschlossen ist, mit dem MAGIX Video Pro X6
synchronisiert werden soll.
• Falls MAGIX Video Pro X6 von einem anderen Programm (z. B.
Samplitude oder Sequoia) über ein virtuelles MIDI-Kabel mit MAGIX
Video Pro X6 synchronisiert werden soll, achten Sie darauf, dass in beiden
Programmen das entsprechende MIDI Device eingestellt ist. Das
Programm, welches als Synchronisationsquelle dient, muss dazu MTC
unterstützen und als „Master“ konfiguriert werden.
• Verwenden Sie beispielsweise „MIDI Yoke NT 1“ unter „Input-
Synchronisation“, muss im Master ebenfalls das Device „MIDI Yoke NT 1“
im MTC-Ausgang eingestellt werden.
Synchronisation von Samplitude/Sequoia mit MAGIX Video Pro X6
Dieser Abschnitt soll Ihnen helfen, MAGIX Video Pro X6 mit
Samplitude/Sequoia für Surround-Produktionen zu synchronisieren.
Bei der hier aufgeführten Anleitung handelt es sich lediglich um ein Beispiel.
Dabei ist MAGIX Video Pro X6 der Master: - Samplitude/Sequoia folgt also
den Zeitinformationen von MAGIX Video Pro X6, schickt aber Informationen
der Transportkontrolle an MAGIX Video Pro X6. Auf diese Art und Weise
lässt sich die Wiedergabe aus beiden Programmen starten, während sie
immer miteinander synchron laufen.
Im Kapitel Übergabe eines Surround-Projektes an MAGIX Video Pro X6
(siehe Seite 244) wird erklärt, wie fertige Surround-Projekte aus
Samplitude/Sequoia an MAGIX Video Pro X6 übergeben werden und wie Sie
anschließend weiter verfahren.
299
300
Voraussetzungen
Da die Synchronisation über MTC (MIDI Time Code) erfolgt, ist es unbedingt
erforderlich, dass ein virtueller MIDI-Treiber installiert ist. Beispiele dafür sind
"MIDI Yoke" oder "Hubi's MIDI Loopback Device". Konfigurieren Sie ggf. den
Treiber so, dass mindestens zwei virtuelle MIDI Devices zur Verfügung
stehen.
Falls Sie Surround-Projekte erstellen wollen, benötigen Sie natürlich eine
Surround-fähige Soundkarte mit mindestens 6 Kanälen.
Einrichten von MAGIX Video Pro X6
• Öffnen Sie den Synchronisationsdialog
• Aktivieren Sie das Kästchen „Input-Synchronisation aktiv“
• Stellen Sie unter „Gerät“ das erste freie virtuelle MIDI Device ein (z. B.
„MIDI Yoke NT: 1“)
Jetzt erfolgt noch die Einstellung für die Transportsteuerung per MMC (MIDI
Machine Control):
• Klicken Sie auf die Schaltfläche „MMC Einstellungen“, um den Dialog
„MIDI Machine Control“ zu öffnen.
• Aktivieren Sie das Kästchen „MMC Befehle empfangen (Slave)“.
• Stellen Sie unter „Gerät“ das zweite freie MIDI Device ein (z. B. „MIDI
Yoke NT: 2“)
• Schließen Sie beide Dialoge mit der Schaltfläche „OK“.
Einrichten von Samplitude/Sequoia
• Starten Sie Samplitude/Sequoia, MAGIX Video Pro X6 kann geöffnet
bleiben.
• Öffnen Sie den Synchronisationsdialog von Samplitude/Sequoia. Klicken
Sie dazu mit der rechten Maustaste auf die Schaltfläche „Sync“ der
Transportkontrolle oder wählen Sie im Menü „Optionen“ den Eintrag
„Synchronisationseinstellungen“.
• Aktivieren Sie das Kästchen „Output-Synchronisation aktiv“.
• Stellen Sie unter „Gerät“ das erste freie virtuelle MIDI Device ein (z. B.
„MIDI Yoke NT: 1“).
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Einstellungen und Verwaltung von Videoprojekten
Jetzt erfolgt noch die Einstellung für die Transportsteuerung per MMC (MIDI
Machine Control):
• Klicken Sie auf die Schaltfläche „MMC-Einstellungen“, um den Dialog
„MIDI Machine Control“ zu öffnen.
• Aktivieren Sie die Kästchen „MMC Befehle senden (Master)“,
„Transportfenster als Fernsteuerung für externes Gerät verwenden“ und
„Leertaste für Fernsteuerung“.
• Stellen Sie unter „Gerät“ das zweite freie MIDI Device ein (z. B. „MIDI
Yoke NT: 2“).
• Schließen Sie beide Dialoge mit der Schaltfläche „OK“.
Nun können Sie bequem in Samplitude/Sequoia Ihr Video vertonen, während
Sie in MAGIX Video Pro X6 Ihr Video schneiden und anpassen. Die
Wiedergabe lässt sich von beiden Programmen aus starten, sie läuft immer
synchron.
MIDI Machine Control (MMC)
MMC-Modi
Im Synchronisationsdialog finden Sie die Einstellungen für die Fernsteuerung
per MIDI Machine Control. MAGIX Video Pro X6 unterstützt die Steuerung
externer Geräte bzw. durch externe Geräte per MMC.
MMC Fullframe senden/empfangen: Bei aktivierter Output-Synchronisation
(MAGIX Video Pro X6 ist Master) werden zusätzlich MMC-Befehle gesendet.
Ist die Option Input-Synchronisation (MAGIX Video Pro X6 ist Slave) aktiv,
empfängt MAGIX Video Pro X6 MMC-Befehle.
Beim Spielen eines Bereiches in MAGIX Video Pro X6 stoppt das MMCDevice, wenn das Ende des Bereiches erreicht ist. Start und Stop via Leertaste
wird nur an das MMC-Device weitergegeben, wenn die Option „Leertaste für
Fernsteuerung verwenden" gesetzt ist.
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Filminformationen
Über diese Option gelangen Sie zu einem Informationsfenster.
Name: Hier steht der Name des aktuellen Films.
Erstellt am: Hier steht der Zeitpunkt, an dem der Film erstellt wurde.
Letzte Änderung: Hier steht der Zeitpunkt der letzten Speicherung.
Anzahl verwendeter Objekte: Hier steht die Anzahl aller Objekte im Film.
Verwendete Dateien: Alle im Film verwendeten Dateien werden hier
aufgelistet.
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Einstellungen und Verwaltung von Videoprojekten
Projekteinstellungen
Hier können Sie die Einstellungen für das Projekt vornehmen. Ein Projekt kann
aus mehreren Filmen bestehen und wird mit einem eigenen Dateityp - MVP gespeichert.
Name und Pfad: Sie sehen den Namen des Filmes und wo dieser auf Ihrem
Computer gespeichert ist.
Beschreibung: Hier können Sie Ihrem Projekt eine aussagekräftige
Beschreibung geben – vielleicht ein paar Stichpunkte zum Bearbeitungsstand
o. ä. Dies ist eine Art Notizzettelfunktion.
Zeitpunkt: Hier können Sie Ihrem Projekt ein bestimmtes Datum verleihen.
Möglich sind sowohl eine reine Datumsangabe – z. B. „24.12.2010“ – als auch
ausgeschriebene Begriffe – z. B. „Weihnachten 2010“.
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Vorschau: Gemeint ist hier nur die Vorschau in einem Dateimanager wie dem
Windows Explorer. Sie können die automatische Auswahl für ein
Vorschaubild nutzen oder ein bestimmtes Bild von Ihrer Festplatte oder ein
Vorschaubild aus dem Film des Projekts auswählen.
Vorschaubild automatisch auswählen: MAGIX Video Pro X6 benutzt ein
automatisch ausgewähltes Vorschaubild.
Bilddatei verwenden: Mit einem Mausklick auf die Ordnerschaltfläche öffnet
sich ein Dialog zum Laden von Bilddateien. Navigieren Sie in diesem Dialog zu
dem Ordner, in dem die Bilddatei liegt, und wählen Sie diese mit einem
Doppelklick aus.
Vorschaubild aus Film verwenden: Mit dem Schieberegler wählen Sie einen
Frame aus dem entsprechenden Film aus.
http://pro.magix.com
Einstellungen und Verwaltung von Videoprojekten
Startdialog
Beim Programmstart und beim Laden eines neuen Projekts wird ein
Startdialog geöffnet. Hier können Sie wichtige Voreinstellungen für das
Projekt treffen. Später können Sie diese Einstellungen über das Menü „Datei“
> „Einstellungen“ jederzeit ändern.
Vorhandenes Projekt laden: Hier können Sie ein vorher gespeichertes Projekt
auswählen und laden.
Einführungsvideo ansehen: Hier starten Sie das Einführungsvideo mit
Informationen zur Arbeitsweise von MAGIX Video Pro X6.
Neues Projekt erstellen: Hier lässt sich ein Namen für das neue Projekt
vergeben.
Automatisch Proxy-Dateien erzeugen: Hierbei wird´das Originalmaterial
bereits vorab in ein passendes Zielformat konvertiert, was viel Zeit bei der
Bearbeitung und beim abschließenden Export sparen kann (siehe Seite 324).
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306
Projektordner: Hier stellen Sie den Pfad zu dem Ordner ein, in den die
Projektdateien gespeichert werden sollen.
Filmeinstellungen: Hier stellen Sie das Zielformat für den Film ein, den Sie
erzeugen wollen (Bildschirmnorm, Auflösung, Framerate). Diese Einstellung
hat keinen Einfluss auf die Qualität der internen Verarbeitung und kann
jederzeit über „Datei > Einstellungen > Film“ geändert werden.
Audio-Samplerate: Hier stellen Sie die Audio-Samplerate der Tonspuren ein.
Filmvorlage verwenden: Hier wählen Sie – als Grundlage für ein neues Projekt
– eine mitgelieferte Filmvorlage aus. Lesen Sie dazu auch den Abschnitt
„Filmvorlage verwenden“ (siehe Seite 354).
Bearbeitungsmodus: Zur Bearbeitung Ihrer Filme stehen Ihnen der
Standardmodus und der Basismodus (siehe Seite 42) zur Verfügung.
Öffnen
Mit dieser Option laden Sie ein Projekt oder eine Mediendatei. Beachten
Sie beim Laden eines Projektes, dass dazu auch alle zugehörigen
Mediendateien verfügbar sein müssen.
MAGIX Video Pro X6 sucht die verwendeten Audio- und Videodateien in den
Ordnern, in denen sie sich beim Speichern des Projekts befanden.
Tastaturkürzel:
Strg + O
Projekt speichern
Das aktuelle Projekt wird unter dem vorhandenen Namen gespeichert.
Sollte noch kein Name gewählt sein, öffnet sich ein Dialog, in dem Pfad
und Name bestimmt werden.
Tastaturkürzel:
Strg + S
Projekt speichern unter...
Es öffnet sich ein Dialog, in dem Sie den Pfad und den Namen des Projekts
festlegen können, unter dem es abgespeichert werden soll.
Tastaturkürzel:
Umschalt + S
http://pro.magix.com
Einstellungen und Verwaltung von Videoprojekten
Programmeinstellungen
In den Programmeinstellungen werden sämtliche Grundeinstellungen für
MAGIX Video Pro X6 festgelegt.
Sie können die Programmeinstellungen über das Menü „Datei“ >
„Einstellungen“ > „Programm...“ öffnen oder über die Taste „Y“.
Wiedergabe
Audiowiedergabe
Treiberauswahl: Stellen Sie ein, ob die Windows Wave-Treiber oder die
DirectSound-Treiber für die Soundausgabe benutzt werden sollen.
• DirectSound ist Bestandteil von DirectX und wird, falls notwendig,
zusammen mit MAGIX Video Pro X6 installiert. DirectSound bietet den
Vorteil, dass die Soundausgabe (bei allen modernen Soundkarten bzw.
Onboard Soundchips) durch andere, gleichzeitig geöffnete Programme
weiterhin nutzbar ist.
• Wave-Treiber empfehlen sich bei höherer Computerbelastung, da durch
die größeren Puffer Belastungsspitzen (die sonst Knackser erzeugen)
besser verkraftet werden.
Ausgabegerät: Diese Option bestimmt, welche Soundkarte die Wave-AudioObjekte wiedergibt. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie mehrere
Soundkarten, z. B. „Onboard“-Sound + zusätzliche Soundkarte, in Ihrem
Computer installiert haben.
Audiopuffer: Um ein flüssiges Abspielen eines komplexen Projekts zu
ermöglichen, legt MAGIX Video Pro X6 im Arbeitsspeicher einen Datenpuffer
an, in den die jeweils aktuellen Datenbereiche geladen werden. Es wird also
nicht das gesamte Projekt mit allen Spur- und Effekteinstellungen im Voraus
berechnet, sondern die Berechnung erfolgt Schritt für Schritt.
• Anzahl Puffer: Hier bestimmen Sie, wie viele Puffer verwendet werden
sollen. Mehr Puffer erhöhen die Sicherheit für ein knackfreies Abspielen
des Projekts, aber auch den Speicherbedarf. Wenn das Abspielen über
DirectSound erfolgt, wird automatisch nur ein Puffer benutzt.
Als Faustregel kann gelten: Bei zu langen Warte- und Ladezeiten sollte
Anzahl und Größe der Puffer verkleinert werden, bei Aussetzern oder
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fehlerhafter Echtzeitberechnung von Effekten sollte der Puffer vergrößert
werden. Da eine fehlerlose Wiedergabe meist wichtiger als eine schnelle
Reaktionszeit ist, sollte die Puffergröße bei Aussetzern auf 16384 oder
32768 erhöht werden. Die mögliche Anzahl der verwendeten PufferAktualisierungen liegt zwischen 2 und 10.
• Größe Mehrspur/Größe Vorhören: Hier lässt sich die Größe der Puffer
festlegen, die für das Abspielen des gesamten Projekts beziehungsweise
für das Vorhören von Waves in den Dateimanagern verwendet werden
sollen.
Videowiedergabe
Überlastoptimierung für Echtzeitwiedergabe: Hier können Sie einstellen, ob
bei Echtzeitwiedergabe des Projekts die Überlastoptimierung eingeschaltet
sein soll. Diese Funktion empfiehlt sich vor allem für weniger leistungsstarken
PCs.
Sofortiger Cache-Refresh im Multicam-Modus: Aktivieren Sie diese
Einstellung, damit der Cache in kurzen Abständen immer wieder geleert wird
und somit die Vorschau der Multicam-Bearbeitung im Videomonitor sofort
sichtbar wird. Dadurch kann es jedoch bei der Wiedergabe zu Rucklern
kommen.
Anzahl Spuren für Parallelspuroptimierung: Eine Begrenzung der Spuren ist
sinnvoll, wenn das Programm Speichermangel hat und viele Videos parallel im
Projekt vorhanden sind.
Projektfenster
Autoscroll während des Abspielens: Wenn Autoscroll aktiviert ist, scrollt die
Bildschirmdarstellung automatisch mit, sobald der Cursor bei der Wiedergabe
das rechte Ende des Bildschirms erreicht, was besonders bei der Bearbeitung
längerer Projekte von Vorteil ist. Für die Größe der Scrolling-Sprünge können
Sie zwischen „Schnell“ (Ganze Seiten) und „Langsam“ (Halbe Seiten) wählen.
Achtung: Das Scrolling beansprucht durch die Neuberechnung der
Bildschirmdarstellung Rechenzeit, die je nach Leistungsfähigkeit Ihres
Systems die Wiedergabe stören bis unterbrechen kann. Falls dies der Fall ist,
sollten Sie Autoscroll deaktivieren.
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Einstellungen und Verwaltung von Videoprojekten
Darstellung (Aktualisieren im Hintergrund): Die Aktualisierung der
Objektdarstellung nach Verschiebe- und Zoomoperatioen im Projektfenster
erfolgt im Hintergrund, um ein flüssiges Arbeiten zu gewährleisten.
Verhalten Leertaste: Sie können bestimmen ob ein Stoppen der Wiedergabe
mit der Leertaste den Abspielmarker an seine Ursprungsposition oder an die
aktuelle Position versetzt.
Wiedergabe von Bildmaterial
Größenänderung von Bildmaterial in hoher Qualität: Hiermit lässt sich die
Qualität von Bildgrößenveränderungen verbessern, insbesondere
Verkleinerungen von mehr als die Hälfte der Originalgröße, wie sie bei Bildim-Bild-Effekten auftreten. Dies erfordert andererseits einen erhöhten
Rechenaufwand.
Bildmaterial im Hintergrund laden: Bildmaterial wird im Hintergrund geladen
um Rechenleistung zu sparen.
Ordner
Hier lassen sich die Pfade einstellen, in denen
• die Projekte abgespeichert werden (Projekte)
• die exportierten (Exporte) bzw. importierten (Importe) Dateien sowie die
Aufnahmen abgelegt werden
• Disc Images gespeichert werden
• sich die EXE-Dateien für den externen Audio- und den Bild- und MenüEditor befinden, die sich über das Kontext- bzw. Effektmenü oder die
Oberfläche „Brennen“ starten lassen
• die VST-Plug-ins installiert wurden.
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Video/Audio
In diesem Tab finden Sie alle Einstellungsoptionen, die Video- und
Audiodateien betreffen.
Videostandard
Der richtige Videostandard stellt sich in der Regel automatisch ein. In Europa
wird PAL verwendet, in den USA und Japan NTSC.
Timeline
Einfache Darstellung von Video-Objekten (erstes und letztes Bild):
Aktivieren Sie diese Funktion, wenn Sie Performance-Probleme haben. Die
Vorschaubilder eines Videos im Projektfenster werden nur am Anfang und
Ende des Videos angezeigt.
Halbe Wellenformdarstellung: Für die einfache Audiobearbeitung reicht die
halbe Wellenformdarstellung (oberer Teil) völlig aus und ist deswegen
voreingestellt. Möchten Sie jedoch professionelle Audiobearbeitungen
vornehmen, können Sie die vollständige Wellenform darstellen lassen.
Video/Audio auf einer Spur: Möchten Sie, dass das importierte
Videomaterial standardmäßig als ein Objekt dargestellt wird, also Video und
Audio auf einer Spur liegen, dann aktivieren Sie diese Option. Sie können
jederzeit über das Kontextmenü eines Objektes Video und Audio trennen und
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Einstellungen und Verwaltung von Videoprojekten
auf separaten Spuren darstellen lassen, falls Sie das Audiomaterial doch
getrennt bearbeiten möchten.
Hilfslinien anzeigen: Bei Bedarf können Hilfslinien im Projektfenster
eingeblendet werden. Die Abstände der Hilfslinien passen sich an die
jeweilige Zoomeinstellung des Projektfensters an.
Import
Frametable beim Import automatisch erstellen: Manchmal ist das Erzeugen
der Frametable sinnvoll, um Probleme mit bestimmten MPEG-Dateien zu
lösen. Probleme können sich zum Beispiel in einer stockenden oder gar nicht
funktionierenden Navigation (Positionierung des Abspielmarkers, spulen)
äußern. Normalerweise wird beim Laden von MPEG-Video keine Frametable
erzeugt, der Ladevorgang beschleunigt sich dadurch deutlich. Wenn Sie sie
trotzdem erzeugen, sind MPEG-Dateien im Normalfall aber wesentlich
schneller und besser zu bearbeiten.
Wellenform beim Import automatisch erstellen: Mit dieser Option lässt sich
für die Tonspur eine automatische Wellenformdarstellung erzeugen. Diese
kann aber auch nachträglich jederzeit über das Kontextmenü erzeugt werden.
Video mit Ton importieren: Wenn eine Videodatei sowohl Video- als auch
Audiodaten enthält, wird, falls diese Option eingeschaltet ist, auch der
Audioanteil des Videos importiert. Dieser erscheint im Projekt als AudioObjekt direkt unter dem Video-Objekt. Beide werden automatisch zu einer
Gruppe zusammengefasst. Soll die Audiospur nachträglich bearbeitet oder
ersetzt werden, müssen Sie zunächst diese Gruppierung auflösen („Gruppe
auflösen“-Schaltfläche in der Werkzeugleiste oder über das „Bearbeiten“Menü).
Benutzerdefinierte Namen für aus VOBs extrahierten Sound zulassen: Damit
wird festgelegt, ob beim VOB-Import (VTS_01_1.vob) eine Abfrage für jede
importierte Datei erscheint, in dem Sie Ihren Film benennen können
(Checkbox ein) oder ob ein automatische erzeugter Name vergeben werden
soll (Checkbox aus).
Standardbildlänge: Geben Sie an, wie lange Bilder im Projekt angezeigt
werden sollen, bevor zum nächsten Objekt übergegangen wird.
Hinweis: Sollten Sie Überblendungen von Objekt zu Objekt verwenden,
werden die reinen Anzeigezeiten des Objektes verkürzt. Stellen Sie also die
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312
Standardbildlänge nicht zu kurz ein, wenn Sie wissen, dass Blenden
verwendet werden sollen.
Videos beschneiden: Es kann vorkommen, das Videos am Anfang und/oder
Ende der Datei kaputte Frames enthalten. Meistens sind diese dann grün,
schwarz oder unvollständig. Hier haben Sie die Möglichkeit, Videos direkt
beim Import automatisch zu beschneiden, wenn Ihr Videomaterial
grundsätzlich kaputte Frames enthält. Geben Sie an, wie viele Bilder (Frames)
am Anfang und am Ende des Videos weggeschnitten werden sollen.
Hinweis: Die Frames sind durch die Kürzung nicht verloren. Durch
Anpassung der Objektlänge im Projektfenster können Sie die
abgeschnittenen Frames wieder sichtbar machen.
Export
Automatische Vorschau exportierter Clips: Diese Option startet den Clip
direkt nach dem Export zu Kontrollzwecken.
Bildeffekte beim Export in MAGIX Online Dienste anwenden: Wenn diese
Option an ist, werden alle Bildeffekte in die versendete Datei eingerechnet.
Hardwarebeschleunigung beim MPEG-4/AVCHD-Export, falls möglich: Hier
können Sie einstellen, dass beim MPEG-4/AVCHD-Export die
Hardwarebeschleunigung (siehe Seite 439) standardmäßig aktiviert sein soll,
falls Ihr System dieses unterstützt.
Sonstiges
Bitmap-Auflösung für Vorschau reduzieren: Während des Abspielens von
Bilddateien wird deren Auflösung reduziert, so dass weniger Speicher
gebraucht wird. Dies belastet den Computer weniger als die Wiedergabe in
voller Auflösung, beim Export wird jedoch immer in voller Auflösung
gerechnet.
Speicher für Bitmaps in anderen Prozess auslagern: Ist diese Option aktiviert,
verbessert sich die Handhabung von Bitmaps, da diese in einem anderen
Prozess verarbeitet werden. Allerdings kann diese Funktion bei 32 BitSystemen zu Verzögerungen führen. Deaktivieren Sie diese Funktion in
diesem Fall.
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Einstellungen und Verwaltung von Videoprojekten
GPU-Beschleunigung für Standard-Blenden: Hier (de)aktivieren Sie die
Hardwarebeschleunigung Ihrer Grafikkarte für 3D-Effekte. Mehr
Informationen dazu finden Sie im Kapitel 3D-Blenden (siehe Seite 120).
Automatische Interlace-Verarbeitung: MAGIX Video Pro X6 erkennt
normalerweise automatisch, ob die geladenen Videodateien im Interlaceoder Progressive-Verfahren aufgenommen wurden, bei Videos im InterlaceVerfahren wird auch die Halbbildfolge erkannt. Falls die automatische
Erkennung fehlschlägt, können Sie sie hier abschalten und in den
Objekteigenschaften (siehe Seite 391) von Video-Objekten selbst die richtige
Verarbeitung einstellen.
System
Hinweisdialoge: Im neu installierten Zustand zeigt MAGIX Video Pro X6 eine
Anzahl von Sicherheitsabfragen an verschiedenen Stellen des Programms.
Jede einzelne von ihnen lässt sich abstellen, indem Sie die kleine Box am
unteren Dialogrand mit der Aufschrift „Diese Meldung nicht mehr anzeigen.“
aktivieren. Um sich diese Warnmeldungen wieder anzeigen zu lassen, wählen
Sie die Option „Hinweisdialoge reaktivieren“. Außerdem können Sie mit
„News ausblenden“ aktuelle Nachrichten zu MAGIX Video Pro X6 nicht mehr
anzeigen lassen und die Oberfläche abdunkeln lassen, wenn Dialoge
angezeigt werden.
Textgröße für Lesbarkeit und Touch: Standardmäßig ist als Textgröße für die
Programmoberfläche „Kleiner“ aktiviert. Diese bestimmt auch die Größen von
Schaltflächen, Menüs usw. Möchten Sie für die Touch-Bedienung oder zur
besseren Lesbarkeit größere Texte und Bedienelemente, wählen Sie „Mittel“
oder „Größer“.
Online-Konfiguration starten: Hier können Sie die verschiedenen Services der
MAGIX Online Welt konfigurieren.
Rückgängig/Wiederholen: Hier stellen Sie ein, wie viele Schritte maximal für
die Funktion „Rückgängig“ möglich sein sollen. Beachten Sie, dass der
Speicherbedarf steigt, um so mehr Schritte vom Programm
zwischengespeichert werden müssen.
Automatisches Speichern: Hierbei lässt sich die automatische BackupFunktion einstellen, die das Projekt als Backup-Datei mit der Endung „MV_“
(statt der normalen Projektdatei „MVD“) im Projektordner speichert. Sie
können auswählen, ob und in welchen Abständen Ihr Projekt als Backup
gespeichert werden soll.
313
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Sonstiges
Automatische Vorschau beim Wechsel von Blenden: Bei aktivierter Option
wird nach der Auswahl einer Überblendung zwischen zwei Objekten diese
kurz abgespielt.
Hohe Ausgabequalität bei dynamischem Zoom und Kombinationseffekten
verbessert die Darstellungsqualität bei Zooms und Effekten zu Lasten längerer
Ladezeiten.
Abspielmarker mitversetzen beim Auswählen des Objektes: Ist diese Option
aktiviert, so wird der Abspielmarker immer an den Beginn des ausgewählten
Objekts versetzt.
Bevorzugter Codec für Im- und Export von H.264: Auswahl des Codecs beim
Importieren und Exportieren von H.264-Videodateien. Wenn „MainConcept“
ausgewählt wird, muss dieser Codec kostenpflichtig aktiviert (siehe Seite
426) werden.
Importformate
Dateiformate, die Sie nie verwenden, können Sie hier abwählen, diese werden
dann nicht mehr importiert. Beachten Sie auch, dass es für manche
Dateitypen (AVI, WMA) mehrere passende Importmodule gibt, MAGIX
Video Pro X6 verwendet dann jeweils das schnellste. Wenn Sie Probleme
beim Import bestimmter Dateien haben, können Sie versuchsweise einzelne
Importmodule deaktivieren und MAGIX Video Pro X6 dazu zwingen, das zwar
langsamere, aber dafür kompatiblere Importmodul zu benutzen.
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Einstellungen und Verwaltung von Videoprojekten
Anzeigeoptionen
Videoausgabe aktivieren
Mit dieser Option können Sie Ihr Projekt auf einem zusätzlich angeschlossen
Bildschirm anzeigen lassen. Ohne zusätzliche Hardware können Sie mit dieser
Funktion eine Vorschau abspielen, um zu sehen, wie das Material am Ende
tatsächlich aussieht.
Vorschau im Projektfenster/Vorschau und Wiedergabe in
Videorekorder/Analogaufnahme
Sie können den Wiedergabemodus getrennt für das Projektfenster (inklusive
aller Vorschaufenster in den Effektdialogen) einerseits und die
Vorschaumonitore bei der Aufnahme und im Videorekorder andererseits
einstellen.
Immer DirectX9 verwenden: Für die Vorschau im Projektfenster ist
standardmäßig DirectX11 aktiviert. DirectX9 kann aktiviert werden für
Windows XP und Grafikkarten, die DirectX11 nicht unterstützen, oder bei
generellen Problemen.
Videomodus
Die Standardeinstellung ist hier „Hardwarebeschleunigung (Direct3D)“, die
Sie in der Regel nicht ändern sollten, weil sie die besten Ergebnisse liefert.
Sollten Probleme auftreten, z. B. das Bild schwarz bleiben, können Sie
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316
ausprobieren, ob die anderen Modi Abhilfe schaffen. Der
„Kompabilitätsmodus (VideoForWindows)“ schaltet die
Hardwarebeschleunigung völlig aus, sollte also am ehesten funktionieren.
Allerdings ist er auch der langsamste Modus, so dass das Projekt vermutlich
nicht flüssig abgespielt werden kann. Für den Dateiexport oder das Disc
brennen sind diese Optionen irrelevant.
Hinweis: Ändern Sie die Videomodi nur bei Problemen mit den
Voreinstellungen, z. B. Ruckeln oder dauerhaften Bildstörungen.
Vorschau im Projektfenster
Kompatibilitätsmodus (Video for Windows): Dies ist der (altbewährte)
Standardmodus, der auf allen Systemen funktioniert.
Hardwarebeschleunigung (Direct 3D): Dieser Modus bietet extreme
Geschwindigkeitsvorteile, da das Mischen, eine Vielzahl von Effekten und
diverse Blenden direkt auf der Grafikkarte berechnet werden. Abhängig von
der Grafikkarte kann die Leistungsfähigkeit um 300 % gesteigert werden.
Beim Export wird die Grafikkarte nicht benutzt.
Achtung: Für die Nutzung dieses Modus muss die Grafikkarte mindestens
128 MB eigenen Speicher zur Verfügung stellen. Es muss mindestens Direct
3D 9 installiert sein und der Grafikkartentreiber muss die „High Level Pixel
Shader Language 2.0“ unterstützen. MAGIX Video Pro X6 überprüft die
entsprechenden Eigenschaften, wenn dieser Modus eingestellt wurde und
setzt ihn bei Bedarf zurück.
Vorschau und Wiedergabe in Videorekorder/Analogaufnahme
Alternativmodus 1 (Overlay Mixer): In diesem Modus können Sie ein
Hardware-Deinterlacing für die Ausgabe auf dem PC Bildschirm oder
progressiv-scan fähigen Beamer nutzen, wodurch sich die Wiedergabequalität
von mit Interlace aufgenommenem Analog-Video deutlich verbessert.
Alternativmodus 2 (Video Mixing Renderer 9): Dieser Modus nutzt das
Hardware-Deinterlacing von modernen Grafikkarten in Verbindung mit
DirectX9. Stellen Sie sicher, dass Sie den neuesten Treiber für Ihre Grafikkarte
installiert haben, der mit DirectX9 kompatibel sein muss. Dieser Modus ist
nur für wenige Grafikkartenmodelle besser als der Modus „Standardmodus
(Overlay Mixer)“.
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Einstellungen und Verwaltung von Videoprojekten
Standard Renderer: Hier wird der Standard Renderer von DirectShow für die
Darstellung benutzt.
Bildaufbau im Vertical Blank Interval
Der Bildaufbau erfolgt in der Vertikalaustastlücke des Monitorsignals (bzw.
des angeschlossenen Fernsehgeräts). Damit werden Bildabrisse vermieden.
Die Option ist nur im Kompatibilitätsmodus (Video for Windows) wählbar.
Achtung: dies kostet wegen der eventuell notwendigen Wartezeit auf den
nächsten VBI nicht unbeträchtlich zusätzliche Rechenzeit.
Bei digitalen Displays wie TFT Monitoren können Sie die Option deaktiviert
lassen. Im Standardmodus (Overlay Mixer) erfolgt der Bildaufbau
grundsätzlich im VBI.
Beschleunigung für hochauflösende MPEG-Dateien
Diese Option ist nur im Videomodus „Hardware-Beschleunigung (Direct 3D)“
wählbar und bedeutet, dass Videos im MPEG-Format direkt von der GPU der
Grafikkarte verarbeitet werden. Je nach Leistungsfähigkeit der Grafikkarte
kann hier eine Leistungssteigerung von bis zu 300% erzielt werden.
Deinterlacing
In den Direct Show Modi „Overlay Mixer“ und „Video Mixing Renderer 9“
können Sie ein Hardware-Deinterlacing durch die Grafikkarte aktivieren. Zum
Deinterlacing allgemein und den Optionen „Top/Bottom Field first“ lesen Sie
bitte den entsprechenden Artikel Deinterlacing (siehe Seite 460) des PDFHandbuchs.
Vergleichsbild im Quellmonitor beim Bearbeiten von Effekten im
Media Pool
Ist diese Option aktiviert, wird beim Wechsel in die Effekte des Media Pools
automatisch der Vergleichsmodus „Markiertes Objekt ohne Effekte“ aktiviert
und beim Verlassen auch wieder deaktiviert. Dies dient dem Vergleich
zwischen originalem und bearbeitetem Objekt.
Bei deaktivierter Option wird diese Automatik unterbunden.
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Proxy- und Vorschau-Rendering
Die Proxy-/Vorschau-Rendering-Einstellungen betreffen die Art, wie MAGIX
Video Pro X6 im Projektfenster markierte Bereiche rendert. Sie erreichen sie
über das Menü „Datei“ > „Einstellungen“ > „Proxy- und Vorschau-Rendering“.
Tastaturkürzel: Alt + R
Info: Durch Proxy-/Vorschau-Rendering können Sie komplexe Passagen
Ihres Projektes für eine flüssige Videovorschau vorab rendern. Sie starten
diese Funktion über das Kontextmenü der Markerleiste. Mehr dazu finden
Sie im Abschnitt „Vorschau-Rendering“ (siehe Seite 325).
Voreinstellungen: Wählen Sie eine der Voreinstellungen aus, die für Ihren Fall
passt. Dementsprechend höher oder niedriger wird die Qualität der
Rendering-Dateien ausfallen und die Vorschau qualitativ festgelegt.
• Wiedergabe: Die niedrigste Qualitätsstufe. Vorschau-Rendering soll nicht
für den Export oder das Brennen genutzt werden, sondern nur für eine
bessere Performance bei der Wiedergabe im Programm. Diese Einstellung
ist voreingestellt.
• DVD-Ausgabe: Die Wiedergabe im Programm wird flüssiger und das
Erstellen einer Standard-Video-DVD wird beschleunigt.
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Einstellungen und Verwaltung von Videoprojekten
• HD-Ausgabe: Die Wiedergabe im Programm wird flüssiger und das
Erstellen einer Blu-ray/AVCHD wird beschleunigt.
• Manuelle Einstellung: Der Dialog wird erweitert:
Formateinstellungen: Hier können Sie bestimmen, in welchem Format
Bereiche gerendert werden sollen. Über „Erweiterte Einstellungen…“ können
Sie dann das ausgewählte Format Ihren Bedürfnissen anpassen. Selbst
erstellte Presets können Sie für kommende Projekte abspeichern.
Optionen
• Beim Rendering erzeugte Dateien beim Export und Brennen verwenden:
Wenn Ihnen die Aufllösung der gerenderten Dateien für den fertigen Film
ausreicht, können Sie diese für den finalen Export mitverwenden. Dadurch
wird die Zeit zur Erstellung des Films verkürzt.
Diese Funktion ist voreingestellt, wenn Sie in den Voreinstellungen für
DVD-Ausgabe bzw. HD-Ausgabe gewählt haben, da die Qualität auch für
den Export optimiert ist.
Haben Sie „Beste Performance bei der Wiedergabe“ gewählt, können Sie
diese Einstellung nicht wählen.
• Beim Erzeugen von Proxy-Dateien Audio extrahieren: Neben den ProxyDateien für Videos werden separate Audio-Dateien (*.wav) erstellt, um
die Performance bei der Wiedergabe zu verbessern.
• Stereo3D-Dateien für Vorschau-Rendering erzeugen: Sie können auch die
Vorschau in 3D sehen.
Bitte beachten Sie: Je nach gewähltem Format und Größe des aufgezogenen
Bereichs dauert das Rendern länger.
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Sicherheitskopie
Daten müssen gesichert werden, um sie im Fall eines Festplatten-Crashes
oder eines Fehlers, z. B. im Projekt, zurückholen zu können. Die nachfolgenden
Optionen finden Sie im Menü „Datei“ unter dem Punkt „Sicherheitskopie“.
Film/Projekt und Medien in Ordner kopieren
Mit diesem Menüpunkt können Sie einen kompletten MAGIX Video Pro X6
Film inklusive aller verwendeten Multimediadateien in einem Ordner ablegen.
Dies ist besonders nützlich, wenn Sie ein solches Projekt weitergeben oder
archivieren wollen, beziehungsweise wenn sich die Dateien auf mehreren
Datenträgern (CDs, DVDs etc.) befinden, so dass Sie diese beim Laden stets
wechseln müssen. Außerdem werden so auch alle verwendeten Effektdateien
in einem Ordner gemeinsam mit den anderen Dateien abgespeichert.
Wenn Sie die Option „Projekt und Medien in Verzeichnis kopieren“ wählen,
werden alle Filme des aktuellen Projekts mitsamt aller verbundenen Medien
zusammengesammelt und in den gewählten Ordner kopiert.
Hinweis: Außerdem gibt es die Möglichkeit des DV-Loggings. Dabei kann
auf die Sicherung der (unter Umständen sehr großen) DV-AVI und
Audiodateien verzichtet werden, indem MAGIX Video Pro X6 die Position
dieses Materials auf dem DV-Band speichert und beim erneuten Laden des
Projekts fehlende Dateien automatisch vom DV-Band wieder einliest.
Es öffnet sich ein Dialog, in dem Sie den Pfad und den Namen des Films
festlegen können, unter dem er abgespeichert werden soll.
Tastaturkürzel:
Film und Medien in Ordner kopieren
Projekt und Medien in Ordner kopieren
Umschalt + R
Alt + S
Film und Medien auf CD/DVD brennen / Projekt, Film und Medien auf
CD/DVD brennen
Damit wird der Film mitsamt allen zugehörigen Dateien auf eine Disc
gebrannt. Dazu muss ein Brenner im System vorhanden sein und ein Rohling
einliegen.
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Einstellungen und Verwaltung von Videoprojekten
Wenn Sie die Option „Projekt und Medien brennen“ wählen, werden alle Filme
des aktuellen Projekts mitsamt aller verbundenen Medien
zusammengesammelt und auf eine Disc gebrannt.
Auch größere Projekte können direkt auf Disc gebrannt werden. Dabei wird
das Projekt gegebenenfalls automatisch auf mehrere CDs verteilt. Ein auf die
erste CD eines solchen Backups gebranntes Wiederherstellungsprogramm
sorgt für das bequeme Wiedereinspielen des Backups.
Projekt von Video-Disc wiederherstellen
Mit diesem Menübefehl können Sie ein auf einer Disc gespeichertes ProjektBackup wiederherstellen. Dazu muss die Disc mit der Option „Projektbackup
hinzufügen“ gebrannt worden sein (siehe „Disc brennen“ Dialog -Optionen).
Sie können auswählen, welche der auf der Disc enthaltenen Filme
wiederhergestellt werden sollen, indem Sie diese in der Liste markieren.
Außerdem geben Sie an, in welchem Ordner das Projekt gespeichert wird. In
diesem Ordner wird für jedes wiederhergestellte Backup ein Unterordner
„Backupxx“ angelegt und darin alle Projektdateien von der Disc gespeichert.
Alle wiederhergestellten Filme werden daraufhin in MAGIX Video Pro X6
geladen und können bearbeitet werden.
Wenn Sie die Option „Nur die Bilddateien wiederherstellen“ auswählen,
werden nur die auf der Disc enthaltenen originalen Bilddateien
wiederhergestellt.
EDL-Dateien importieren & exportieren
EDL (Schnittliste) importieren
Über das Menü „Datei > Schnittliste (EDL) importieren...“ lassen sich
Schnittlisten im Samplitude EDL-Format in MAGIX Video Pro X6 importieren
und weiterverwenden. Wichtig ist hierbei, dass die Ordnerstruktur
unverändert bleibt. Die referenzierten Dateien müssen sich also beim Import
in MAGIX Video Pro X6 an demselben Ort befinden, an dem Sie beim
Erstellen der Schnittliste in Samplitude/Sequoia waren.
• Wenn ein leeres Projekt geöffnet ist, wird die komplette EDL-Datei
importiert.
• Schaltet man vor dem Import der EDL-Datei Spuren stumm, werden sie
nicht entfernt.
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322
• Wenn bereits Objekte im Projekt liegen, werden Sie gefragt, ob die Daten
in das Projekt importiert oder ob ein neues Projekt dafür angelegt werden
soll.
EDL exportieren
Im Menü „Datei > Film exportieren“ lassen sich mit der Funktion
„Filminformation als EDL exportieren...“ EDL-Dateien erzeugen, um diese
anschließend in anderen Programmen, wie z. B. Samplitude oder Sequoia,
weiterzuverarbeiten.
Hier gibt es eine komplett neue Eingabemaske. Per Checkbox kann gewählt
werden, ob Video und/oder Audio exportiert wird. Im Bedarfsfall kann noch
ausgewählt werden, ob die einzelnen Spuren gerendert oder als
Originaldateien im EDL referenziert werden. Videorendering erfolgt im DVAVI-Format, Audiorendering als WAV (Stereo. Bei Surround-Projekten
werden 6 Mono-Files gerendert).
Ein Export-Ordner kann per Auswahldialog bestimmt werden. Die EDL-Datei
und bei Bedarf die gerenderten Daten werden dorthin geschrieben.
Per Auswahlbox kann gewählt werden, ob die EDL-Datei direkt in ein
vorhandenes Sequoia geladen werden soll. Dieses wird entweder automatisch
hochgefahren oder die Daten werden direkt in die laufende Anwendung
eingefügt. Der Nutzer kann den Sequoia-Pfad in der Eingabemaske festlegen.
Löschassistent
Bei jedem Brennvorgang wird ein Disc Image angelegt, daher kann die
Festplatte schnell an ihre Grenzen kommen, wenn Sie sehr viele Discs
brennen. Mit dem Löschassistenten lassen sich Projekte, die darin
verwendeten Mediendateien von der Festplatte und die Disc Images löschen.
Nutzen Sie diese Funktion, um Festplattenplatz für neue Projekte
freizumachen.
Vorsicht: Wenn Sie die im Film verwendeten Dateien außerdem noch in
anderen Filmen verwendet haben (wie z. B. eigene Trailer, Titelmusiken etc.),
sollten Sie vorher von diesen Dateien Sicherheitskopien machen.
Bestimmte Dateien löschen
Wählen Sie diese Option, wenn Sie bestimmte Dateien zum Löschen
auswählen möchten. Im Dateiauswahldialog können Sie die gewünschten
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Einstellungen und Verwaltung von Videoprojekten
Dateien markieren. Im nächsten Schritt sucht der Löschassistent automatisch
nach weiteren Dateien, die zu Ihrer Auswahl gehören. Auf diese Weise
können Sie einen kompletten Film mitsamt allen zugehörigen Medien-, Hilfs-,
Projekt- und Backup-Dateien löschen. Vor dem Löschen erhalten Sie weitere
Informationen in den Dialogen. Zudem gibt es noch eine Sicherheitsabfrage.
Überflüssige Dateien suchen und löschen
Wählen Sie diese Option, wenn Sie überflüssige Dateien suchen oder Platz auf
Ihrer Festplatte freigeben möchten. Der Löschassistent sucht automatisch
nach Dateien, die während der Arbeit mit MAGIX Video Pro X6 entstanden
sind und nicht mehr benötigt werden. Vor dem Löschvorgang erhalten Sie
weitere Informationen in den Dialogen. Zudem gibt es noch eine
Sicherheitsabfrage.
Erweitert
Unter „Erweitert“ können Sie festlegen, welche Dateien und Ordner in den
Bereinigungsvorgang mit eingeschlossen werden sollen.
323
324
Assistenten und Spezialfunktionen
In diesem Kapitel stellen wir Ihnen einige besonders nützliche
Sonderfunktionen vor.
Proxy-Schnitt
Wenn die Performance wegen leistungsschwacher Hardware,
hochaufgelöstem Quellmaterial oder sehr komplexen Projekten schlecht ist
und die Wiedergabe ruckelt, ist es ratsam, Proxy-Dateien für die Bearbeitung
zu verwenden. Von den Originaldateien werden dabei Kopien mit einer
niedrigeren Auflösung in einem besser abspielbaren Format erstellt und für
den Videoschnitt verwendet. Beim Export werden standardmäßig die
Originaldateien in hoher Auflösung verwendet.
Sie können die Funktion „Automatisch Proxy-Dateien erzeugen“ direkt im
Startdialog aktivieren oder nachträglich unter „Datei“ > „Einstellungen“ >
„Film...“ > „Allgemeine Filmeinstellungen“. Standardmäßig ist diese Funktion
nicht aktiviert.
Ist die Funktion aktiviert, werden beim Import von Videodateien in das
Projektfenster oder in die Projektablage automatisch Proxy-Dateien erstellt.
Hinweis: Achten Sie auf ausreichend freien Speicherplatz, wenn ProxyDateien erstellt werden sollen.
Die Qualität der Proxy-Dateien stellen Sie im Dialog (siehe Seite 317) „Proxyund Vorschau-Rendering konfigurieren“ > „Voreinstellungen“ ein.
Tastenkürzel: Alt + R. Den Renderingvorgang können Sie über die Taste „Esc“
abbrechen. Es werden keine Proxy-Dateien erstellt, wenn die eingestellte
Qualität der Proxy-Dateien höher wäre als die Qualität des Quellmaterials.
• Es ist nicht möglich Proxy-Dateien auf einem FAT-Dateisystem (wie bei
einer SD-Karte) zu erzeugen, daher muss das Quellmaterial für welches
Proxy-Dateien erzeugt werden sollen auf einem NTFS-Laufwerk
(Windows-Standard) vorliegen.
Bei der Vorschau im Quellmonitor wird keine Proxy-Datei erzeugt. Wenn Sie
das Material vom Quellmonitor in die Projektablage ziehen, erfolgt der
Konvertierungsschritt. Jetzt kann im Quellmonitor bereits flüssiger getrimmt
werden.
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Assistenten und Spezialfunktionen
Tipp: Über die Schnellfunktion (siehe Seite 79) für eine flüssigere
Wiedergabe können Sie Proxy-Dateien aktivieren bzw. deaktivieren. Dies ist
zum Beispiel dann sinnvoll, wenn Sie während des Proxy-Schnittes kurz
sehen möchten, wie ein Effekt auf dem höher aufgelösten Originalmaterial
wirkt.
Proxy-Dateien beim Rendering verwenden: Wollen Sie Ihr HD-Material auf
DVD brennen, können Sie die Renderzeit verkürzen. Aktivieren Sie die
Einstellung „Beste Performance bei der DVD-Ausgabe“ im Dialog (siehe Seite
317) „Proxy- und Vorschau-Rendering konfigurieren“ bevor die Proxy-Dateien
erzeugt werden. Für die Ausgabe auf DVD ist die Qualität der Proxy-Dateien
damit ausreichend. Aktivieren Sie außerdem die Funktion „Beim Rendering
erzeugte Dateien beim Export und Brennen verwenden“, um die ProxyDateien beim Export zu verwenden.
Vorschau-Rendering
Sie können bestimmte Stellen im Film von MAGIX Video Pro X6 vorrendern
lassen. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn aufgrund von angewendeten
Effekten und Blenden eine flüssige Wiedergabe nicht möglich ist. Der Vorteil
gegenüber der Option „Audio und Video zusammenfassen“ im „Bearbeiten“Menü ist dabei, dass alle Objekte im Projekt erhalten bleiben. Das gerenderte
Material wird lediglich im Hintergrund abgespielt, wenn der Abspielmarker an
die entsprechende Position kommt.
Das Vorschau-Rendering steht Ihnen im Zeitachse-Modus und im
Multicam-Modus zur Verfügung.
Hinweis für den Multicam-Modus: Es werden die Quellspuren, aber
nicht die Zielspur gerendert.
MAGIX Video Pro X6 bietet zwei Möglichkeiten:
• Es kann alle zu rendernden Bereiche automatisch ermitteln.
• Oder Sie legen manuell fest, welcher Bereich vorgerendert werden soll.
Hinweis: Das Format, in welches gerendert wird, können Sie unter „Datei“ >
„Einstellungen“ > „Proxy- und Vorschau-Rendering“ (siehe Seite 317)
einstellen.
325
326
Automatisches Vorschau-Rendering
Beim automatischen Vorschau-Rendering müssen Sie sich keine Gedanken
darüber machen, welche Bereiche betroffen sein könnten. MAGIX Video Pro
X6 analysiert die Leistungsstärke Ihres Computers und bestimmt so die
Bereiche, die für das Vorschau-Rendering in Frage kommen.
Gehen Sie für das automatische Vorschau-Rendering so vor:
1. Schritt: Klicken Sie neben der Zeitachse über den Spurköpfen auf die
Vorschau-Rendering-Schaltfläche.
MAGIX Video Pro X6 analysiert nun, welche Bereiche vorgerendert werden
sollten. Es folgt ein Dialog, in dem angezeigt wird, wie viele Bereiche gefunden
wurden.
Die Bereiche werden zusätzlich in der Zeitachse von MAGIX
Video Pro X6 durch einen roten Balken markiert.
2. Schritt: Wählen Sie im Dialog „Ja“, um das Vorschau-Rendering zu starten.
Falls Sie „Nein“ wählen, können Sie das Vorschau-Rendering auch später noch
durchführen.
Nach dem Rendering wird der Balken in der Zeitachse grün. Sobald Sie in
einem vorgerenderten Bereich Bearbeitungen vornehmen, wird er wieder rot
und muss aktualisiert werden (siehe Seite 327).
Manuelles Vorschau-Rendering
Beim manuellen Vorschau-Rendering müssen Sie zunächst den Bereich
identifizieren, der Probleme macht.
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Assistenten und Spezialfunktionen
1. Schritt: Setzen Sie über dem Bereich,
den Sie rendern lassen wollen, einen
Start- und Endmarker.
2. Schritt: Klicken Sie anschließend auf die Vorschau-Rendering-Schaltfläche.
Es erscheint der Vorschau-Rendering-Dialog.
3. Schritt: Wählen Sie „Bereich“.
Der vorher definierte Bereich wird nun zusammengefasst.
Nach dem Rendern erscheint eine grüne
Linie in der Zeitachse, die symbolisiert,
dass dieser Bereich gerendert wurde.
Wie beim automatischen Rendern, bleibt der Bereich solange bestehen, bis
Sie Objekte innerhalb des Bereichs verschieben oder bearbeiten. Die grüne
Markierung wird dann rot und kann aktualisiert werden.
Vorschau-Rendering aktualisieren
Das Vorschau-Rendering ist immer nur so lange wirksam, so lange Sie keine
Veränderungen an dem vorgerenderten Bereich vornehmen. Sie erkennen
einen vorgerenderten Bereich am grünen Balken in der Zeitachse. Sobald Sie
ein Objekt in dem Bereich bearbeiten, wird der grüne Balken rot. Sie können
diesen dann jederzeit aktualisieren.
1.
2.
Bewegen Sie dazu den Abspielmarker in den zu aktualisierenden
Bereich.
Klicken Sie auf die Vorschau-Rendering-Schaltfläche.
327
328
3.
Wählen Sie im Vorschau-Rendering-Dialog „Bereich“, um nur den
Bereich unter dem Abspielmarker zu aktualisieren. Wenn Sie „Alle“
wählen, werden alle nicht vorgerenderten (roten) Bereiche gerendert.
Backup-Projekt laden
Mit dieser Option laden Sie ein automatisch angelegtes Backup eines Projekts.
Solche automatischen Backups erhalten die Dateiendung MV_ (Unterstrich).
Diese Option ist nützlich für Notfälle, z. B. wenn Sie während der Bearbeitung
unabsichtlich abgespeichert haben, aber wieder zur vorherigen Version des
Films zurückkehren wollen.
Tastaturkürzel:
Strg + Umschalt + O
Tipp: Unter „Datei > Einstellungen> Programm..." können Sie im Reiter
„System“ unter „Automatisches Speichern“ einstellen, wie oft ein solches
Backup erstellt wird.
Automatische Szenenerkennung
Über das Kontextmenü eines Video-Objekts lässt sich die automatische
Szenenerkennung aufrufen, ein Editor, mit dem jedes Video abgespielt und
nach auffälligen Farb- oder Bewegungswechseln überprüft werden kann.
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Assistenten und Spezialfunktionen
Automatisch angelegte „Time Stamps“ von digitalen Videogeräten – die
Zeitpunkte, an denen das Gerät ein- und ausgeschaltet wurde – werden
ebenfalls als Szene markiert.
• Zunächst klicken Sie unter „Szenenwechsel“ auf die Schaltfläche „Start“.
Danach beginnt die Suche nach möglichen Szenenübergängen. Dies kann
bei längerem Material einige Zeit dauern, doch die Analyse des
Bildmaterials muss für jede Aufnahme nur einmal vorgenommen werden.
Die Ergebnisse werden zusammen mit der Videodatei gespeichert.
Bei erneuter Ausführung der Szenenerkennung mit demselben
Videomaterial werden die gefundenen Szenenübergänge sofort angezeigt.
Falls Sie also mit Ihrer Szenenaufteilung nicht zufrieden sind, können Sie
sie ohne großen Zeitaufwand wiederholen und dabei korrigieren.
• Alle gefundenen Szenenübergänge in der Liste können im Dialog überprüft
werden. Jede Szenenmarkierung kann ausgewählt oder gelöscht werden.
Dabei wählen Sie aus der Liste der gefundenen Szenenübergänge eine aus
und überprüfen anhand der Vorschaubilder, ob es sich bei dem
gefundenen Übergang wirklich um einen Szenenwechsel handelt oder
nicht.
Tipp: Dies ist beispielsweise nützlich, wenn Blitzlicht in einer Szene
mitgefilmt wurde. An dieser Stelle im Film tritt eine sprunghafte
Helligkeitsveränderung im Bild auf, obwohl es eine zusammenhängende
Szene ist.
Die Vorschau der Szenenerkennung zeigt immer das Ende der vorherigen und
den Beginn der neuen Szene an. Wenn sich die Bilder bis auf die Helligkeit
nicht unterscheiden, wurde die Szene fälschlicherweise erkannt. Wählen Sie in
diesem Fall „Szenemarker löschen“.
Über die Zoom+/- Schaltflächen können Sie die Stelle im Projektfenster
vergrößern, an der die ausgewählte Szene beginnt bzw. die vorherige Stelle
endet.
Über den Schieberegler „Empfindlichkeit“ lässt sich die Empfindlichkeit der
Szenenerkennung verstellen, so dass je nach Einstellung unterschiedlich viele
Szenenwechsel gefunden werden.
Mit „Aktion bei OK“ können Sie festlegen, ob der Film am ausgewählten
Szenenübergang oder an allen Szenenübergängen geschnitten werden soll
und ob die gefundenen Szenen in die Projektablage eingefügt werden sollen.
329
330
Movie-Edit-Touch-Projekte importieren
Sie können Projekte aus der Windows 8 App MAGIX Movie Edit Touch in
MAGIX Video Pro X6 importieren, um diese dort weiter zu bearbeiten.
Hinweis: Ein Export zurück zu MAGIX Movie Edit Touch ist nicht möglich.
1. Schritt: Speichern Sie Ihr Projekt in MAGIX Movie Edit Touch mit der
Funktion „Projekt speichern“. Diese Funktion erreichen Sie über die App-Bar.
Falls Sie MAGIX Movie Edit Touch auf einem anderen System als MAGIX
Video Pro X6 verwenden (z. B. auf einem Tablet), wählen Sie als Speicherort
einen externen Datenträger, z. B. einen USB-Stick.
In diesem Fall erscheint ein Dialog, in dem Sie gefragt werden, ob die
verwendeten Mediendateien mit dem Projekt zusammen gespeichert werden
sollen. Bestätigen Sie diese Option mit „Ja“.
2. Schritt: Verbinden Sie ggf. Ihr Speichermedium mit dem Computer, auf
dem Sie MAGIX Video Pro X6 betreiben. Wählen Sie nun in MAGIX Video
Pro X6 die Option „Datei“ > „Öffnen…“. Navigieren Sie zur Projektdatei von
MAGIX Movie Edit Touch. Diese hat das Format „*.mxpl“. Doppelklicken Sie
auf die Projektdatei.
Falls aktuell bereits ein Film in MAGIX Video Pro X6 geöffnet ist, werden Sie
gefragt, ob dieser geschlossen werden soll.
„Schließen“ schließt den aktuellen Film, so dass nur noch Ihr Movie-EditTouch-Projekt in MAGIX Video Pro X6 geöffnet ist.
„Nicht schließen“ erstellt einen neuen Film, den Sie über die Filmreiter (siehe
Seite 22) anwählen können.
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Assistenten und Spezialfunktionen
Musikalische Schnittanpassung
Hinter der Option „Musikalische Schnittanpassung“ im Menü „Bearbeiten“
verbirgt sich die Möglichkeit, ein vorhandenes Projekt mit geschnittenen
Szenen an den Rhythmus eines Musikstücks anzupassen und so in einen
Videoclip zu verwandeln. Voraussetzung dafür ist, dass das Musikstück mit
Informationen zu Tempo und Takt ausgestattet wird.
• Legen Sie auf die oberste Spur (Spur 1) ein Projekt mit Videosequenzen,
für das die musikalische Schnittanpassung vorgenommen werden soll.
Das Projekt sollte möglichst genauso lang sein wie der dazugehörige Song
und viele Schnittwechsel enthalten.
• Laden Sie auf eine darunter liegende Spur den Song, der als Grundlage für
die Schnittanpassung dienen soll.
• Wählen Sie „Bearbeiten“ > „Musikalische Schnittanpassung“.
Normalerweise erscheint nun ein Info-Dialog, der Sie darüber informiert, dass
noch keine Taktinformationen für das ausgewählte Audio-Objekt vorliegen.
• Wählen Sie im Dialog die Option „Assistenten öffnen“.
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332
Daraufhin wird der Takterkennungsassistent „MAGIX Remix Agent“ geöffnet.
Mit diesem Werkzeug wird der Song rhythmisch analysiert.
Nachdem der BPM-Wert (= Beats per minute) des Musikstücks gefunden
wurde, lässt sich das Stück in kurze, gleichlange Passagen (Remix-Objekte)
zerlegen. Die dabei entstehenden, exakt einen Takt langen Einzelobjekte
bleiben aber zunächst gruppiert, damit Sie dass Musikstück nicht
versehentlich „umarrangieren“. (Es hindert Sie jedoch niemand, genau dieses
zu tun. Klicken Sie dazu auf „Gruppe auflösen“.)
Wichtig für das Schneiden sind nur die entstehenden Objektkanten. Da alle
Objekte stets an ihren Kanten „einrasten“, können Videos jetzt so arrangiert
werden, dass sie taktgenau, d.h. im Rhythmus der Musik, überblendet werden:
Die Stellen auf der Spur, an denen die Videos einrasten, liegen genau im Takt
der Musik
Überprüfung der Automatischen Tempoerkennung
Die Analyse erfolgt in vier Schritten:
Schritt 1: Überprüfung des Startmarkers
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Assistenten und Spezialfunktionen
Schritt 2: Tempoerkennung
Schritt 3: Taktanfänge festlegen
Schritt 4: Anwendung der BPM- und Takterkennung
Schritt 1: Überprüfung des Startmarkers
Bevor sie die Analyse beginnen, sollten Sie den Startmarker im Projekt an die
Stelle setzen, an der das rhythmische Material beginnt. Also z. B. hinter ein
Intro. Wenn der Assistent keine rhythmischen Informationen ermitteln kann,
fragt er im ersten Schritt danach, ob der Startmarker hinter dem Intro liegt. Sie
können ihn im Dialog an eine passende Stelle versetzen.
Wenn der Anfang des Musikstücks nicht über eine rhythmische Struktur
verfügt, erfolgt eine Abfrage, ob der Startmarker versetzt werden soll.
Schritt 2: Überprüfung der automatischen Tempoerkennung
Anschließend beginnt der Remix Agent mit der Analyse des Audiomaterials
und versucht dabei, das Tempo zu bestimmen. Das Objekt wird abgespielt,
wobei ein regelmäßiger Metronom-Klick ertönt sowie nummerierte grüne
Beat-Striche im Wellenformdisplay erscheinen.
Unter dem Wellenformdisplay befindet sich auf der linken Seite eine Anzeige,
in der das gefundene Tempo in BPM dargestellt wird. In der Mitte steht Ihnen
eine kleine Transportkontrolle zur Verfügung, um Ihnen die Navigation zu
erleichtern. Der Schieberegler dient als Positionskontrolle. Zur Steuerung der
Metronomlautstärke befindet sich auf der rechten Seite ein weiterer
Schieberegler sowie eine „Mute“-Schaltfläche.
Nicht immer klappt die automatische Tempoerkennung auf Anhieb. Wenn Sie
die Metronom-Klicks nicht im Rhythmus der Musik hören, klicken Sie auf die
Schaltfläche „Nein“ im oberen Teil des Dialogs, um zur manuellen
Tempoeingabe zu gelangen.
Für die Korrektur des Metronomtempos und einer eventuell auftretenden
Zeitverschiebung zwischen den Metronom-Klicks stehen Ihnen die
Tempokorrektur sowie die Schaltfläche „Tap Tempo“ zur Verfügung:
Tempokorrektur: Der Remix Agent bietet Ihnen verschiedene Tempi an.
Dabei ist das Tempo, welches der Remix Agent als das wahrscheinlichste
ermittelt hat, voreingestellt. Sollte das ermittelte Tempo nicht passen, wählen
Sie aus der Liste ein anderes, passenderes Tempo aus. Beim nächsten
Abspielen des Objekts sollte es mit dem Metronom-Klick synchron laufen.
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On-/Off-Beat-Korrektur: Nun kann es allerdings dazu kommen, dass zwar
das Tempo stimmt, aber die Schläge noch verschoben sind. Abhilfe dafür
schafft die „On-/Off-Beat-Korrektur“, die Ihnen Alternativen anbietet, die
Taktschläge je nach Komplexität des Rhythmus zu versetzen. Probieren Sie
die Alternativen aus, bis Sie hören, dass die Metronom-Klicks synchron zu
den Taktschlägen laufen.
Tap Tempo: Alternativ zur Tempoauswahl unter „Tempokorrektur“ können
Sie im Takt der Musik auf die „Tap Tempo“-Schaltfläche klicken oder die
Taste „T“ auf Ihrer Tastatur drücken. Dabei erscheinen zusätzlich blaue Linien
im Wellenformdisplay. Nach mindestens 4 Taps versucht der Remix Agent
das richtige Tempo aus der Liste im Bereich „Tempokorrektur“ auszuwählen.
Das Display neben der „Tap Tempo“-Schaltfläche zeigt dazu den aktuellen
Stand. „Tappen“ Sie solange, bis die rote Anzeige „Unlocked“ in die grüne
Anzeige „Locked“ wechselt.
Mit der Taste „0“ können Sie die Viertel während des Abspielens manuell
setzen. Umliegende Marker werden dabei automatisch so entfernt, dass das
eingestellte Tempo grundsätzlich erhalten bleibt.
Mit der Maus können Sie einzelne Marker verschieben. Wenn Sie gleichzeitig
die Taste „Strg“ gedrückt halten, werden alle folgenden Marker mit
verschoben
Stimmen nun die Metronom-Klicks mit dem Takt der Musik überein, können
Sie zum nächsten Schritt übergehen.
Schritt 3: Taktanfang und Taktart festlegen
Stellen Sie zunächst die Taktart ein. Voreingestellt ist immer der 4/4 Takt.
Nun korrigieren Sie gegebenenfalls den Taktanfang. Der Beat auf dem
Taktanfang sollte immer mit dem hohen, betonten Metronom-Klick bzw. der
roten Linie im Wellenformdisplay übereinstimmen.
Die Korrektur kann in nur einem Schritt erfolgen: Wenn der Taktanfang zu
hören ist, klicken Sie einmal mit der Maus auf die Schaltfläche „Tap Eins“ oder
betätigen die Taste „T“ auf der Tastatur.
Alternativ dazu können Sie auch direkt im Dialog wählen, um wieviele ViertelNoten die „Eins“ nach hinten zu schieben ist.
Mit der Taste „0“ können Sie außerdem die Position der Taktanfänge
während des Abspielens einzeln tappen. Dadurch haben Sie eine effiziente
Möglichkeit, die Taktanfänge längerer Abschnitte zu korrigieren.
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Assistenten und Spezialfunktionen
Stimmen nun auch die Taktanfänge des Songs, führen Sie den letzten Schritt
durch.
Schritt 4: Übernehmen
Mit dem letzten Schritt übernehmen Sie die musikalischen Informationen in
das Audiomaterial.
Auf Grundlage dieser Informationen werden nun die Schnitte des
Bildmaterials in Spur 1 neu gesetzt.
MAGIX Soundtrack Maker
Der MAGIX Soundtrack Maker generiert automatisch Musikstücke, die der
angegebenen Stimmung entsprechen. Selbst Stimmungswechsel sind
möglich.
Sie öffnen den MAGIX Soundtrack Maker über das Menü „Bearbeiten“ >
„Assistenten (siehe Seite 370)“.
Musikstil auswählen
Als Erstes wählen Sie den Musikstil aus. Mit der Option „Nur im markierten
Bereich anwenden“ können Sie die Länge der zu erzeugenden
Hintergrundmusik eingrenzen. Bereichsanfang und -ende (siehe Seite 129)
können Sie auch bei geöffnetem MAGIX Soundtrack Maker mittels linker und
rechter Maustaste setzen.
Stimmungswechsel festlegen
In der Liste können Sie aus den verfügbaren Emotionen eine auswählen.
Vorhören: Hier bekommen Sie eine Vorschau der ausgewählten Emotion.
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336
Position: Mit dem Positionsschieber können Sie eine bestimmte Stelle
anfahren, um anschließend Emotionen an bestimmten Stellen zu setzen. Sie
können stattdessen auch den Abspielmarker mit der linken Maustaste
versetzen. Gleichzeitig sehen Sie die Vorschau im Vorschaumonitor.
Emotion einfügen: Diese Schaltfläche fügt die ausgewählte Emotion an der
aktuellen Position ein. Danach schlägt der MAGIX Soundtrack Maker eine
neue Position für die nächste Emotion vor, in dem der Positionsschieber an
eine neue Stelle gesetzt wird. Sie können ihn natürlich an eine beliebige
andere Stelle setzen und weitere Stimmungen einfügen.
Emotion löschen: Die aktuelle Emotion wird gelöscht.
Hintergrundmusik generieren
Mit einem Klick auf „Soundtrack erzeugen“ wird ein neuer Soundtrack kreiert.
Unter „Bearbeitungsfortschritt“ wird Ihnen der aktuelle Status angezeigt.
Variationen: Wenn Ihnen die erzeugte Hintergrundmusik nicht gefällt, können
Sie Variationen erzeugen lassen. Dieses Verfahren kann sowohl für die
gesamte Hintergrundmusik als auch für eine einzelne Emotion angewendet
werden:
• Falls Sie die gesamte Hintergrundmusik variieren wollen, klicken Sie auf
„Variation erzeugen“.
• Wenn das nur für eine bestimmte Emotion geschehen soll, müssen Sie
diese vorher mit dem Positionsschieber im Dialog (oder dem
Abspielmarker auf der Hauptoberfläche) „anfahren“. Anschließend
aktivieren Sie die Option „Nur markierte Emotion variieren“. Klicken Sie
auf „Variation erzeugen“.
Automatische Schnittanpassung: Diese Option ordnet die Video- und FotoObjekte in Ihrem Projekt passend zur Musik neu an. Achten Sie also darauf,
wenn Sie dies nicht wollen, dass Sie diese Option ausschalten.
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Assistenten und Spezialfunktionen
Reiserouten-Animation
Über das Menü „Bearbeiten“ > „Assistenten“ > „Reiserouten-Animation“
lassen sich auf einfache Weise Reiserouten in MAGIX Video Pro X6
importieren und anschließend weiterverarbeiten.
Hinweis: Um immer aktuelle Kartendaten zu verwenden, werden diese von
der Reiserouten-Animation direkt aus dem Internet bezogen. Daher wird
eine Internetverbindung vorausgesetzt.
Nach dem Aufrufen der Funktion sehen Sie die hier abgebildete Oberfläche:
Karte: Das Kartenmaterial von openstreetmap.org wird Ihnen angezeigt.
Markierte Orte: Alle Orte, nach denen Sie über suchen, oder die Sie
selbst auf der Karte markieren, werden in der Liste angezeigt und mit
Stecknadeln auf der Karte markiert.
Kartenausschnitt + Zoom: Über die Pfeile können Sie sich in der Karte
bewegen. Über den Zoom können Sie in den aktuellen Ausschnitt
hineinzoomen (+), um mehr Details zu erkennen oder herauszoomen (-),
um sich einen Überblick zu verschaffen.
Linien anzeigen: Sind mindestens zwei Orte in der Karte markiert,
erscheint diese Funktion, um die Orte verbinden zu können. Linienfarbe
und -stärke sind einstellbar.
Animation: Sie können Ihre Reiseroute animieren lassen und als Video im
WMV-Format abspeichern.
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338
Bild speichern: Sie können den aktuellen Kartenausschnitt als Bild im
Format PNG, BMP, JPG und TIFF speichern.
Wegpunkte in der Karte markieren
Sie haben mehrere Möglichkeiten, um Orte in der Karte zu markieren und eine
Reiseroute zu erstellen.
Hinweis: Je nachdem wie viele Orte Sie markieren und wo diese liegen, passt
sich der Kartenausschnitt an. Möchten Sie Details um einen Ort sehen,
zoomen Sie über die „+“-Taste des Nummernblocks Ihrer Tastatur oder das
Mausrad in die Dateilansicht.
Orte suchen und markieren lassen:
1. Klicken Sie unter „Wegpunkte“ auf die Plus-Schaltfläche, um einen
neuen Eintrag anzulegen. Blau markiert wird dieser unter bestehenden
Orten in der Liste angelegt.
2. Geben Sie den Namen des gewünschten Ortes ein und drücken Sie die
Eingabetaste. Der Wegpunkt wird in der Karte ergänzt. Für Start und
Ende der Reiseroute wird zusätzlich ein Marker gesetzt.
Hinweis: Falls mehrere Orte bei der Suche in Frage kommen, wird eine
Liste mit möglichen Treffern geöffnet. Ein Mausklick auf den
gewünschten Ort legt den Wegpunkt an.
Sollen auch wichtige Zwischenetappen der Route einen
Marker erhalten, klicken Sie in den Eigenschaften (Pfeil nach
unten) eines Wegpunktes auf das Markersymbol.
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Assistenten und Spezialfunktionen
Wegpunkte manuell setzen:
1. Verschieben Sie den Kartenausschnitt durch Klick auf die Karte und
Festhalten der Maustaste so, dass der gewünschten Ort zu sehen ist.
2. Klicken Sie unter „Wegpunkte“ auf diese Schaltfläche, um das
manuelle Eintragen von Orten zu aktivieren oder nutzen Sie das
Tastaturkürzel „M“.
3. Klicken Sie in der Karte auf den Zielort. Ein Listeneintrag wird angelegt.
Wegpunkte umbenennen:
In den Eigenschaften (Pfeil nach unten) eines Wegpunktes
können Sie den Wegpunkt auch umbenennen, ohne dass der
Wegpunkt verändert wird.
Wegpunkt neu suchen:
Ist der Wegpunkt nicht korrekt, können Sie hier nach einem
neuen Ort suchen lassen und die Position des Markers wird
angepasst.
Geben Sie im Eingabefeld den neuen Namen an und klicken
Sie auf die Lupe oder drücken Sie die Eingabetaste.
GPX-Datei importieren:
Haben Sie eine Route mit einem GPS-Gerät erstellt und als GPX-Datei
gespeichert, können Sie diese hier importieren und die Route wird auf der
Karte angezeigt.
Hinweis: Je nach Umfang der Route, kann es einige Zeit dauern, bis diese
importiert ist und angezeigt wird.
Wegpunkte anpassen & löschen
Reihenfolge der Wegpunkte anpassen:
Die Reihenfolge der Wegpunkte in der Liste entspricht der Reihenfolge, in der
Sie die Wegpunkte eingetragen haben. Sie können die Etappen der Reiseroute
anpassen, indem Sie einen Ort in der Liste mit der Maus anfassen und an die
neue Position in der Liste verschieben (Maus wieder loslassen). Die Route in
der Karte wird angepasst. Das sehen Sie besonders gut, wenn Sie die Linie
aktiviert (siehe Seite 341) haben, um die Reiseroute besser darzustellen.
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Position des Wegpunktes anpassen:
Sie können Wegpunkte einer Route anpassen, indem Sie den Marker des
Wegpunktes in der Karte mit der Maus anfassen und ihn mit gehaltener
Maustaste an die neue Stelle in der Karte verschieben. Der Marker wird
verschoben, die Reiseroute angepasst und der neue Name des Wegpunktes
wird in der Liste automatisch verändert.
Hinweis: Sollte der Marker des Wegpunktes nicht
angezeigt werden, aktivieren Sie ihn in den Eigenschaften
(Pfeil nach unten) des Wegpunktes durch Klick auf das
Markersymbol.
Wegpunkt ausblenden:
Klicken Sie unter den Eigenschaften (Pfeil nach unten) eines
Wegpunktes auf das Auge. Der Wegpunkt bleibt in der Liste
erhalten, aber auf der Karte wird er ausgeblendet und in der
Route nicht mehr angezeigt. Klicken Sie erneut auf dieses
Auge, um den Ort wieder einzublenden.
Wegpunkt aus der Liste entfernen:
Um einen Wegpunkt aus der Liste & Route zu löschen, klicken Sie auf
diese Schaltfläche hinter dem Wegpunkt.
Route speichern & laden
Sie können die gesamte Liste Ihrer markierten Orte auch speichern, um Sie
später wieder zu laden, ohne alle Orte erneut suchen und markieren zu
müssen.
Liste speichern:
• Klicken Sie unter „Wegpunkte“ auf diese Schaltfläche oder nutzen Sie
das Tastaturkürzel „Strg + S“.
• Geben Sie im erscheinenden Dialog den Speicherort und den Namen
für die Ortsliste an.
• Ein Klick auf „Speichern“ sichert die Liste und schließt den Dialog.
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Assistenten und Spezialfunktionen
Liste öffnen:
• Um eine gespeicherte Ortsliste zu öffnen, klicken Sie unter
„Wegpunkte“ auf diese Schaltfläche oder nutzen Sie das
Tastaturkürzel „Strg + O“.
• Navigieren Sie sich im erscheinenden Dialog zum Speicherort der
Ortsliste und markieren Sie sie.
• Ein Klick auf „Öffnen“ schließt den Dialog und öffnet die Liste mit den
gespeicherten Wegpunkten.
Kartenausschnitt anpassen
Mit diesen Schaltflächen bewegen Sie den Kartenausschnitt nach
oben (Norden), rechts (Osten), unten (Süden) oder nach links
(Westen).
Über die Pfeiltasten Ihrer Tastatur können Sie diese Funktionen
ebenfalls aufrufen.
Klick auf den Punkt zwischen den Pfeilen bewegt den
Kartenausschnitt so, dass der markierte Wegpunkt mittig ist.
Zoomen Sie aus der Karte heraus (-) bzw. in die Karte hinein (+). Über
die Tasten „+“ und „-“ Ihrer Tastatur oder das Mausrad können Sie
ebenfalls zoomen.
Möchten Sie alle Wegpunkte einblenden und dabei so weit wie möglich
in die Karte hineinzoomen, klicken Sie auf diese Schaltfläche und der
Kartenausschnitt wird automatisch angepasst.
Möchten Sie nur die Strecke ohne die Marker einblenden, klicken Sie
hier und die Stecknadeln werden ausgeblendet. Mit erneutem Klick
werden sie wieder eingeblendet.
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Linien anzeigen (Wegpunkte verbinden)
Bei zwei und mehr Wegpunkten erscheint über der Karte die Funktion
„Linien“. Damit können Sie die Wegpunkte auf der Karte mit einer Linie
verbinden, um die Route besser darzustellen.
Klicken Sie auf dieses Symbol, um eine Verbindungslinie zwischen den
Wegpunkten anzuzeigen. Die Funktionen zur Transparenz, -stärke und farbe erscheinen rechts daneben.
Tipp: Die Reihenfolge der Wegpunkte in der Liste entspricht der Reihenfolge,
in der Sie die Wegpunkte eingetragen haben. Sie können die Etappen der
Reiseroute anpassen, indem Sie einen Ort in der Liste mit der Maus anfassen
und an die neue Position in der Liste verschieben (Maus wieder loslassen).
Die Route in der Karte wird angepasst und die Linie nimmt einen anderen
Verlauf.
Linie ausblenden: Um die Linie wieder auszublenden, klicken Sie erneut auf
die Schaltfläche unter „Linien“.
Transparenz und Linienstärke: Nutzen Sie diese Regler, um
die Transparenz der Linie (linker Regler) und die
Linienstärke (rechter Regler) zu verändern.
Linienfarbe: Stellen Sie die gewünschte Linienfarbe durch
das Farbfeld und den Schieberegler daneben ein.
Tipp: Sie können für die Verbindungslinie im Bereich „Animation“ (siehe
Seite 342) auch eine Bewegung einstellen und diese als Video speichern.
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Assistenten und Spezialfunktionen
Animation
Bei zwei und mehr markierten Orten erscheint die Funktion „Animation“.
Damit können Sie Ihre Reiseroute bewegt darstellen und als Film
im WMV-Format speichern, um sie z. B. in Urlaubsfilme
einzubauen oder zu verschicken.
Karte scrollen: Aktivieren Sie „Karte scrollen“, bewegt sich die Karte von Ort
zu Ort, wenn Sie die Animation abspielen.
Linie animieren: Die Verbindungslinie baut sich vom ersten bis zum letzten
markierten Ort Schritt für Schritt langsam auf. Sie ist dabei genauso schnell
wie ein animiertes Objekt.
Weiche Animation: Die Animation beginnt langsamer, wird schneller und
bremst vor jedem Ort wieder ab.
Objekt animieren: Sie können ein Objekt auswählen, das Ihrer Reiseroute
folgt, z. B. ein Auto oder Flugzeug.
Dauer in Sekunden: Sie können die Dauer der Animation, je nach Länge der
Route, beliebig anpassen. Geben Sie im Eingabefeld die Sekunden an und
testen Sie mit der Vorschau, ob die Animation wie gewünscht abläuft.
Vorschau: Bevor Sie eine Animation als Video speichern, testen Sie
durch Klick auf „Wiedergabe“, ob die Animation auch so abläuft, wie
Sie es sich wünschen.
Klicken Sie auf diese Schaltfläche, um die Animation als
WMV-Video zu speichern. Geben Sie dazu den Speicherort
und den Namen des Videos an.
Hinweis: Auf dieser Schaltfläche sehen Sie Höhe und
Breite des Videos. Diese Werte werden angepasst, sobald
Sie die Fenstergröße anpassen oder die Ortsliste ausbzw. einblenden (Pfeil neben „Wegpunkte“).
Ausblenden: Um den Animationsbereich zu verlassen, klicken Sie auf
„Schließen“.
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344
Bild einer Karte erstellen
Sie können von einem Kartenausschnitt (auch mit Wegpunkten) ein Bild
erstellen, um es beispielsweise auszudrucken.
1. Schritt: Zoomen Sie in die Karte, bis Sie die gewünschte Detailtiefe erreicht
haben.
2. Schritt: Klicken Sie auf diese Schaltfläche (Tastaturkürzel
„Strg + E“) und geben Sie im erscheinenden Dialog den
Speicherort und den Namen des Bildes an. Wählen Sie
außerdem das gewünschte Dateiformat für das Bild.
Hinweis: Auf dieser Schaltfläche sehen Sie Höhe und Breite des Bildes. Diese
Werte werden angepasst, sobald Sie die Fenstergröße anpassen oder die
Ortsliste aus- bzw. einblenden (Pfeil neben „Wegpunkte“).
3. Schritt: Mit einem Klick auf „Speichern“ wird das Bild erstellt und der Dialog
geschlossen.
Bei Bedarf können Sie die Liste der Wegpunkte links ausblenden, um
einen größeren Kartenausschnitt zu sehen.
Ein erneuter Klick auf diese Schaltfläche blendet die Liste wieder ein.
Tastaturkürzel
Manuelles Markieren von Orten
In die Karte hineinzoomen
Aus der Karte herauszoomen
Ortsliste speichern
Ortsliste laden
Kartenausschnitt (auch mit
Ortsmarkierungen) als Bild speichern
Kartenausschnitt nach Norden bewegen
(oben)
Kartenausschnitt nach Osten bewegen
(rechts)
Kartenausschnitt nach Süden Osten
bewegen (unten)
Kartenausschnitt nach Westen bewegen
(links)
Videoexport abbrechen
M
„+“-Taste des Nummernblocks
„-“-Taste des Nummernblocks
Strg + S
Strg + O
Strg + E
Pfeil hoch
Pfeil rechts
Pfeil unten
Pfeil links
Esc
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Assistenten und Spezialfunktionen
MAGIX Fotoshow Maker
Der Assistent MAGIX Fotoshow Maker ist ideal, um Standbildaufnahmen
automatisch in bewegte Bilder zu verwandeln und sie mit Effekten und
Hintergrundmusik zu versehen.
• Öffnen Sie den MAGIX Fotoshow Maker über das Menü „Bearbeiten“ >
„Assistenten“.
Stilvorlagen
Hier wählen Sie eine Vorlage aus, die Ihren Vorstellungen am nächsten
kommt.
Diese Schaltfläche spielt eine Beispielfotoshow mit der gewählten
Stilvorlage ab.
Intensität
Regelt den Anteil der Video- und Bildobjekte, die mit Effekten versehen
werden. Bei „Normal“ erhalten Sie einen ausgewogenen Anteil, bei „Schwach“
bzw. „Stark“ entsprechend weniger oder mehr Effekte.
Blenden
Über diese Schaltfläche lassen sich verschiedene Blenden einzeln zu- und
abschalten.
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346
Mit den Schiebereglern im Blendendialog wird der Anteil der einzelnen
Blendenarten eingestellt.
Dauer der Blenden: Hier stellen Sie die Länge der Blenden in Sekunden ein.
3D Blenden benutzen Stereo3D-Modus: Ist dieser Punkt aktiviert, wird von
3D-Blenden der Stereo3D-Modus verwendet.
Zufällige Blenden: Die Schieberegler werden auf zufällige Werte eingestellt.
Mit der Abspiel-Schaltfläche unter dem Vorschaumonitor lässt sich eine
Vorschau abspielen.
Effekte
Über diese Schaltfläche lassen sich verschiedene Effekte einzeln zu- und
abschalten.
Mit den Schiebereglern im Dialog werden die Anteile der jeweiligen
Effektarten dosiert.
Zufällige Effekte: Die Schieberegler, die die Effektanteile steuern, werden nach
dem Zufallsprinzip eingestellt.
Besondere Bildformate intelligent behandeln
Panoramen und Hochkantfotos können „intelligent“ behandelt werden. Ist
diese Option ausgewählt, bekommen Panoramen und Hochkantbilder
spezielle Effekte, die auf diese Formate abgestimmt sind. Diese Effekte lassen
sich ebenfalls in der Detailansicht an- und abwählen.
Ist die Option abgewählt, werden für diese Bilder die gleichen Effekte
verwendet wie für alle anderen Bilder auch.
Liste der Effekte / Blenden
Über das Listensymbol lassen sich Effekte oder Blenden der jeweiligen
Kategorie einzeln zu- und abschalten. Über die Pfeiltaste unter dem
Vorschaumonitor lässt sich eine Vorschau abspielen.
Eigenschaften & Titel
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Assistenten und Spezialfunktionen
Filmlänge
Resultierende Filmlänge: Dies ist eine Schätzung, wie lang der Film nach dem
Anwenden des MAGIX Fotoshow Makers sein wird.
Verfügbare Musik: Dies ist die Gesamtlänge der Musik, die momentan
ausgewählt ist. Unter „Hintergrundmusik“ (siehe Seite 348) lässt sich
detailliert einstellen, welche Musikstücke verwendet werden sollen.
Filmlänge an die Musik anpassen: Es wird versucht, die Länge von FotoObjekten an die Hintergrundmusik anzupassen. Ist der Film zu kurz, wird die
Musik abgeschnitten. Falls der Film zu lang ist, wird die Musik wiederholt.
Musiklänge an den Film anpassen: Foto-Objekte bekommen die hier
eingestellte Länge, der entstehende Film wird mit Musik aufgefüllt. Die Musik
am Ende des Filmes wird ausgeblendet.
Video-Objekte einbeziehen
Videos verarbeiten: Ist diese Option gesetzt, so werden auch Videos
automatisch mit Effekten und Blenden versehen.
Länge: Hier lässt sich einstellen, ob die Originallänge der Videos erhalten oder
eher gekürzt werden soll.
Vor- und Abspann
Hier lassen sich Texte für Vor- und Abspann festlegen.
Eigener Text: Hier geben Sie den jeweiligen Text für Vor- oder Abspann ein,
der von MAGIX Fotoshow Maker hinzugefügt wird.
Datei verwenden: Es lässt sich auch eine Titelvorlage, eine Video- oder
Bilddatei angeben, die jeweils verwendet wird.
Hinweis: Die mittels MAGIX Fotoshow Maker erzeugten Titel lassen sich
natürlich jederzeit nachbearbeiten (siehe Seite 140, siehe Seite 140).
Zusammengehörige Aufnahmen gruppieren
Bei aktivierter Option wird versucht, zusammengehörige Ereignisse anhand
ihres Dateidatums zu erkennen und die verschiedenen Ereignisgruppen
optisch voneinander zu trennen. Bei der Erkennung der einzelnen
Ereignisgruppen wird die Zeitspanne aller Ereignisse zu Grunde gelegt, um
eine sinnvolle Trennung zu erreichen.
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348
Gruppe mit Schwarzblende beginnen: Zwischen den verschiedenen
Ereignisgruppen wird eine Schwarzblende eingefügt.
Gruppe mit Datum/Uhrzeit unter Schwarzblende beginnen: Zwischen den
verschiedenen Ereignisgruppen wird eine Schwarzblende eingefügt. Zusätzlich
wird währenddessen ein Titel mit sinnvollen Zeitangaben eingeblendet - zum
Beispiel 1./2./3. Tag, wenn die Ereignisse sich über mehrere Tage erstrecken.
Gruppe mit Datum/Uhrzeit unter Bild beginnen: Zwischen den
verschiedenen Ereignisgruppen wird eine Schwarzblende eingefügt. Zusätzlich
wird nach der Schwarzblende ein Titel mit sinnvollen Zeitangaben
eingeblendet - zum Beispiel 1./2./3. Tag, wenn die Ereignisse sich über
mehrere Tage erstrecken.
Hintergrundmusik
Hier lässt sich festlegen, ob und welche Musikstücke als Hintergrundmusik
genutzt werden.
Hintergrundmusik verwenden: Es wird Hintergrundmusik eingefügt.
Datei(en) laden: Es öffnet sich ein Dateiauswahldialog, in dem Sie einen
Ordner mit Musikstücken ansteuern und die entsprechende Datei - oder
mehrere - auswählen können.
Entfernen: Die markierten Musikstücke werden aus der Liste entfernt und
nicht mehr verwendet.
Zufällige hinzufügen: MAGIX Video Pro X6 wählt zufällige Musikstücke aus
dem Ordner „Import > Eigene Medien > Fotoshow-Musik“ des Media Pools
aus.
Vorhören: Das markierte Musikstück lässt sich über diese Schaltfläche
vorhören.
Lautstärkeverhältnis: Über diesen Schieberegler wird das Lautstärkeverhältnis
zwischen Originalton (O-Ton) und Hintergrundmusik eingestellt.
Tipp: Musikstücke, die in der 5. Spur liegen, werden mit bei den
Musikstücken für die Hintergrundmusik aufgelistet und verwendet.
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Assistenten und Spezialfunktionen
Panoramabilder erstellen
Diese Spezialfunktion lässt sich für markierte Fotos unter „Effekte“ > „VideoObjekteffekte“ > „Panorama erstellen“ auswählen. Sie können damit mehrere
passende Fotos zu einem breiten Panoramabild zusammenfügen. Oder Sie
lassen Ihrer Fantasie freien Lauf und setzen alles zusammen, was Ihnen
gefällt.
Tipp: Optimieren Sie möglichst Ihre Fotos vorher, so dass im fertigen
Panorama nicht zu sehen ist, an welchen Stellen übergeblendet wurde.
Bilder für Panorama auswählen
Laden Sie, wie gewohnt, alle benötigten Bilder in den Film. Die Bilder, aus
denen Sie das Panorama erstellen wollen, klicken Sie nacheinander mit
gehaltener Strg-Taste an. Wählen Sie den Eintrag „Panorama erstellen“ aus
dem Kontextmenü oder dem Menü „Effekte“ (siehe Seite 375) > „VideoObjekteffekte“.
Reihenfolge der Bilder für Panoramabild umkehren
Manchmal werden Fotos versehentlich in der falschen Reihenfolge geladen.
Um die Fotos richtig anzuordnen, klicken Sie auf die Schaltfläche „Reihenfolge
umkehren“.
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350
Berechnung des Panoramabildes
Klicken Sie auf „Erstellen“; das Panoramabild wird nun berechnet. Je nach
Auflösung und Anzahl der originalen Bilder kann dies etwas Zeit in Anspruch
nehmen. Die ursprünglichen Fotos werden durch das erstellte Panoramabild
im Film ersetzt. Ihre Originaldateien auf der Festplatte bleiben erhalten.
Hinweis: Sie können maximal aus sechs Bildern ein Panoramabild erstellen.
Klicken Sie auf „Mehr Möglichkeiten“, um sich über das Upgrade zu
informieren.
Fertiges Panorama aus zwei Bildern
Stapelkonvertierung
Mit der Stapelkonvertierung ist es möglich, mehrere Videodateien, Filme,
Objekte oder auch ganze Projekte in einem Schritt in ein anderes Format zu
bringen.
Aufrufen der Stapelkonvertierung
Die Stapelkonvertierung kann mit verschiedenen Voreinstellungen aufgerufen
werden. Eine Vorauswahl erscheint aber nur, wenn Sie einen Film oder ein
Projekt geladen haben.
Folgende Szenarien gibt es:
• Die Stapelkonvertierung wurde über das Kontextmenü im Media Pool
aufgerufen: Die zuvor im Media Pool markierten Dateien werden in die
Auftragsliste übertragen und können in die verfügbaren Formate
konvertiert werden.
• Es ist nur ein leerer Film geöffnet: In diesem Fall erreichen Sie die
Stapelkonvertierung über das Menü „Datei“. Es öffnet sich zusätzlich zur
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Assistenten und Spezialfunktionen
Stapelkonvertierung ein Dialog, in welchem Videodateien ausgewählt und
geladen werden können, die in andere Formate konvertiert werden sollen.
• Ein Film mit Videomaterial und mehr als einem Objekt in der ersten Spur
ist geöffnet: Es erscheint zunächst ein Dialog, in dem Sie auswählen,
welche Aufträge für die Stapelkonvertierung angelegt werden sollen:
-
Alle Szenen im Film: Hier werden alle in der ersten Spur vorhandenen
Objektanfänge als Startpunkte für die einzeln zu exportierenden
Videodateien verwendet. Eine Anwendung könnte beispielsweise sein,
alle Szenenanfänge eines Films als Bitmap-Dateien zu exportieren
oder eine Sicherung für einen Film in Einzelszenen anzulegen.
Mehrere Filme: Der geöffnete Film wird als ganzes Video exportiert.
Im Dialog können weitere Filme zur Liste der Aufträge hinzugefügt
werden.
• Mehrere Filme mit Videomaterial sind geöffnet: Jeder geöffnete Film wird
als ganzes Video exportiert. Das lohnt sich für besonders große Projekte
mit vielen Einzelfilmen, so dass nicht jeder Film separat exportiert werden
muss.
-
Stapelkonvertierungsdialog
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352
Voreinstellungen: Hier können Sie die aktuellen Einstellungen speichern und
wieder laden. Diese enthalten sowohl die Liste der zu exportierenden Dateien
als auch die Exporteinstellungen und -namen für alle Einträge.
Hinweis: Die Stapelkonvertierung referenziert unmittelbar auf Projekte und
darin enthaltene Objekte. Bedenken Sie daher bei der Konvertierung ganzer
Filme und Projekte, dass das Quellmaterial vorhanden sein muss. Bei der
Konvertierung einzelner Objekte muss außerdem gewährleistet sein, dass die
Filmdatei zwischen dem Laden und Speichern einer Konfiguration nicht
verändert wurde.
Dies ist die Liste aller Objekte, die in das jeweils angegebene Format
konvertiert werden sollen. Dabei kann jeder Auftrag seine eigene
Exporteinstellung haben.
Dateien hinzufügen (nicht beim Konvertieren einzelner Objekte aus Filmen):
Hier können Sie Dateien manuell hinzufügen, dies schließt auch Filmdateien
und Projekte mit ein.
Markierte entfernen: Die markierten Aufträge werden aus der Liste entfernt.
Markierte duplizieren: Wenn Sie Aufträge in mehrere Formate exportieren
wollen, können Sie diese markieren, duplizieren und mit einer individuellen
Exporteinstellung versehen.
Formateinstellungen: Hier nehmen Sie Formateinstellungen für die
momentan ausgewählten Aufträge vor, dabei lassen sich auch mehrere
Aufträge gleichzeitig mit einer Einstellung versehen. Wählen Sie einen oder
mehrere Aufträge aus der Auftragsliste aus.
Hinweis beim Einstellen des Formats für mehrerer Aufträge: Hat einer der
markierten Aufträge vorher bereits eine individuelle Einstellung bekommen,
geht diese bei Auswahl eines anderen Formates verloren. Um das zu
verhindern, entfernen Sie die Markierung bei dem jeweiligen Auftrag per Strg
+ Mausklick
Stellen Sie in dem Flipmenü das Zielformat ein. Voreingestellt ist „Windows
Media Video“ (WMV).
Erweiterte Einstellungen: Hier öffnen Sie den Dialog zu den erweiterten
Formateinstellungen. Dieser entspricht dem Dialog beim normalen
Videoexport eines Filmes.
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Assistenten und Spezialfunktionen
Tipp: Wenn Sie für mehrere Aufträge den gleichen Dateinamen einstellen,
werden die erzeugten Dateien intelligent durchnummeriert. So können Sie
beispielsweise bequem mehrere thematisch zusammengehörige Filme
konvertieren und gleichzeitig die richtige Abspielreihenfolge sicherstellen.
Computer nach erfolgreichem Export herunterfahren: Diese Option ist
insbesondere dann nützlich, wenn Sie viele Filme mit langer Spieldauer
exportieren und dabei ein besonders hochwertiges und damit
rechenaufwändiges Zielformat verwenden. Sie können den Computer die
einzelnen Aufträge abarbeiten lassen, er wird nach dem Beenden aller
Aufträge regulär heruntergefahren.
Stapelkonvertierung starten: Klicken Sie auf „Verarbeitung starten“, um den
Vorgang zu starten. Nach Ende der Konvertiervorgänge wird in einem Fenster
eine Liste aller Exportvorgänge zusammen mit einer Erfolgsmeldung
angezeigt.
Hinweis: Während des Stapelkonvertiervorganges werden unkritische
Meldungen unterdrückt, die beim normalen Importprozess in MAGIX Video
Pro X6 erscheinen könnten. Ziel ist es, eine möglichst unterbrechungsfreie
Konvertierung aller Aufträge durchführen zu können.
Trotzdem gibt es einige wichtige Meldungen, die eine Eingabe erfordern
können. Stellen Sie daher vor einer langwierigen Stapelverarbeitung sicher,
dass die zu konvertierenden Dateien oder das Projekt problemlos geladen
werden können.
Blackmagic Design Videokarten
MAGIX Video Pro X6 unterstützt die Anzeige und Aufnahme von
Bildschirmen und Monitoren, die über bestimmte Blackmagic Design
Videokarten wie DeckLink und Intensity angeschlossen sind.
Vollbildvorschaumonitor
Das Bild aus dem Videomonitor wird auf einem externen Monitor angezeigt,
der an den Ausgang der Karte angeschlossen ist. Aktivieren Sie in
„Programmeinstellungen“ > „Anzeigeoptionen“ > „Videoausgabe auf externes
Gerät“ > „Videoausgabe aktivieren“ und wählen Sie das angeschlossene Gerät
aus.
Die Anzeige auf dem externen Monitor ist dabei von den Einstellungen des
aktiven Films abhängig (Auflösung/Framerate/Interlace-Eigenschaften). Dies
ermöglicht eine sehr exakte Vorschau des Films während der Bearbeitung.
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Aufnahme
Diese Karten können auch für die Aufnahme von verschiedenen Signalquellen
verwendet werden, u.a. von HDMI. Manche Kameras/DSLR geben ihr
Vorschaubild über HDMI aus, welches Sie nun unter Umgehung der
kamerainternen Bildkompression über den HDMI-Eingang direkt in ein
hochqualitatives und bearbeitungsfreundliches Format aufnehmen können.
Desweiteren kann HDMI-Capture auch für die Erstellung von Präsentationen
mit rechenintensiven Anwendungen nützlich sein. Das Bild eines PCs mit
HDMI-Out kann auf einem zweiten PC mit HDMI-In aufgezeichnet werden.
Filmvorlagen verwenden
Verwenden Sie Filmvorlagen, um mit wenigen Klicks eine komplette
Geschichte zu erstellen.
Sie können Filmvorlagen entweder im Startdialog ansteuern oder im
geöffneten Programm im Import-Reiter des Media Pool unter „Filmvorlagen“.
Per Doppelklick auf eine Vorlage wird diese im Storyboard-Modus geöffnet.
Eigenes Material einfügen
Überall wo Sie Platzhalter sehen (in der Abbildung mit einem Pfeil markiert)
können Sie Ihren Inhalt einfügen. Ziehen Sie das gewünschte Video aus dem
Media Pool auf den Platzhalter, den es ersetzen soll. Die Namen der
Platzhalter geben einen Hinweis, welche Art von Material eingefügt werden
sollte (z. B. „Gruppe“).
Ist Ihr Video für einen Platzhalter zu lang, sehen Sie unter dem Videomonitor
in der Mini-Zeitachse einen grünen Bereich. Diesen können Sie mit der Maus
anfassen und so verschieben, dass im Platzhalter genau der Abschnitt des
Videos erscheint, den Sie hier festlegen. Ist ein eingefügtes Video zu kurz,
wird es von MAGIX Video Pro X6 abgelehnt.
http://pro.magix.com
Assistenten und Spezialfunktionen
Tonspuren des eingefügten Materials
Die Filmvorlagen liefern einen eigenen Soundtrack mit.
Die Tonspur des eingefügten Materials wird deswegen
zunächst stummgeschaltet. Sie können diese allerdings
wieder einschalten, indem Sie in den auf das
Lautsprechersymbol im Vorschaubild klicken.
Es erscheint dann ein Lautstärkeregler, mit dessen Hilfe
Sie die Lautstärke der Original-Tonspur des
eingefügten Materials einstellen können.
Titel gestalten
Um einen mitgelieferten Titel umzugestalten, klicken
Sie auf das T-Symbol im Vorschaubild.
Im Titeleditor (siehe Seite 144) können Sie nun einen
eigenen Text eingeben.
355
356
Menüs
Im „Aufnehmen“- und „Brennen“-Fenster sind bestimmte Menüpunkte nicht
verfügbar. Die Menüreferenz beschreibt das vollständige Menü, wie Sie es im
„Bearbeiten“-Fenster vorfinden.
Menü Datei
Neues Projekt
Es wird ein neues MAGIX Video Pro X6-Projekt erzeugt. Dazu öffnet
sich der Start-Dialog
Beim Programmstart und beim Laden eines neuen Projekts wird ein
Startdialog geöffnet. Hier können Sie wichtige Voreinstellungen für das
Projekt treffen. Später können Sie diese Einstellungen über das Menü „Datei“
> „Einstellungen“ jederzeit ändern.
http://pro.magix.com
Menüs
Vorhandenes Projekt laden: Hier können Sie ein vorher gespeichertes Projekt
auswählen und laden.
Einführungsvideo ansehen: Hier starten Sie das Einführungsvideo mit
Informationen zur Arbeitsweise von MAGIX Video Pro X6.
Neues Projekt erstellen: Hier lässt sich ein Namen für das neue Projekt
vergeben.
Automatisch Proxy-Dateien erzeugen: Hierbei wird´das Originalmaterial
bereits vorab in ein passendes Zielformat konvertiert, was viel Zeit bei der
Bearbeitung und beim abschließenden Export sparen kann (siehe Seite 324).
Projektordner: Hier stellen Sie den Pfad zu dem Ordner ein, in den die
Projektdateien gespeichert werden sollen.
Filmeinstellungen: Hier stellen Sie das Zielformat für den Film ein, den Sie
erzeugen wollen (Bildschirmnorm, Auflösung, Framerate). Diese Einstellung
hat keinen Einfluss auf die Qualität der internen Verarbeitung und kann
jederzeit über „Datei > Einstellungen > Film“ geändert werden.
Audio-Samplerate: Hier stellen Sie die Audio-Samplerate der Tonspuren ein.
Filmvorlage verwenden: Hier wählen Sie – als Grundlage für ein neues Projekt
– eine mitgelieferte Filmvorlage aus. Lesen Sie dazu auch den Abschnitt
„Filmvorlage verwenden“ (siehe Seite 354).
Bearbeitungsmodus: Zur Bearbeitung Ihrer Filme stehen Ihnen der
Standardmodus und der Basismodus (siehe Seite 42) zur Verfügung.
Tastaturkürzel:
Strg + N
Öffnen
Mit dieser Option laden Sie ein Projekt oder eine Mediendatei. Beachten
Sie beim Laden eines Projektes, dass dazu auch alle zugehörigen
Mediendateien verfügbar sein müssen.
MAGIX Video Pro X6 sucht die verwendeten Audio- und Videodateien in den
Ordnern, in denen sie sich beim Speichern des Projekts befanden.
Tastaturkürzel:
Strg + O
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358
Zuletzt geöffnete Projekte
Projekte, die Sie zuletzt in MAGIX Video Pro X6 geöffnet haben, werden
aufgelistet und können schnell per Klick geöffnet werden.
Projekt speichern
Das aktuelle Projekt wird unter dem vorhandenen Namen gespeichert.
Sollte noch kein Name gewählt sein, öffnet sich ein Dialog, in dem Pfad
und Name bestimmt werden.
Tastaturkürzel:
Strg + S
Projekt speichern unter...
Es öffnet sich ein Dialog, in dem Sie den Pfad und den Namen des Projekts
festlegen können, unter dem es abgespeichert werden soll.
Tastaturkürzel:
Umschalt + S
Filme verwalten
Neu
Mit dieser Option legen Sie einen neuen Film für Ihre Aufnahmen und
importierten Dateien an. Da im Normalfall bereits ein Film geöffnet ist,
müssen Sie entscheiden, ob der Film dem bestehenden Projekt hinzugefügt
oder ein neues Projekt erstellt werden soll.
Tastaturkürzel:
Strg + Alt + N
Aus Projekt entfernen
Mit dieser Option entfernen Sie den aktuellen Film aus dem Projekt. Auf der
Festplatte ist er aber noch vorhanden und kann jederzeit wieder geladen
werden.
Tastaturkürzel:
Strg + F4
Anhängen
Mithilfe dieser Funktion können Sie an einen geöffneten Film einen weiteren
Film anhängen. Dieser wird ans Ende des bereits geöffneten Films gehangen
und übernimmt automatisch dessen Filmeinstellungen.
Importieren
Mit dieser Option importieren Sie einen Film in Ihr Projekt. Beachten Sie, dass
dazu auch alle zugehörigen Mediendateien verfügbar sein müssen. MAGIX
http://pro.magix.com
Menüs
Video Pro X6 sucht die verwendeten Sounds und Videos in den Ordnern,
unter denen sie sich beim Speichern des Films befanden.
Über die Tabs können Sie zwischen den Filmen umschalten.
Exportieren
Es öffnet sich ein Dialog, in dem ein Dateiname für den zu exportierenden Film
angegeben werden muss. Den Film können Sie in anderen Projekten wieder
importieren.
Hinweis: In der Filmdatei (*.mvd) werden alle Informationen über die
verwendeten Mediendateien, Schnitte, Effekte und Titel gespeichert, nicht
aber das Bild- und Tonmaterial selbst. Dieses befindet sich immer in den
aufgenommenen bzw. importierten Mediendateien, die während der
gesamten Bearbeitung mit MAGIX Video Pro X6 unverändert bleiben. Um
einen Film vollständig in einen eigenen Ordner zu speichern, um ihn z. B. auf
einem anderen PC weiter zu bearbeiten, benutzen Sie die Funktion Film und
Medien in Ordner kopieren (siehe Seite 320).
Tastaturkürzel:
Strg + Alt + L
Film exportieren
Hier finden Sie alle Exportformate, die von MAGIX Video Pro X6 unterstützt
und nicht durch das Brennen von Discs abgedeckt werden. Für weitere
Informationen lesen Sie „Exportieren“ (siehe Seite 282).
Projektablage
Mediendatei in Projektablage importieren
Die im Media Pool ausgewählte Datei wird geladen, erscheint aber nur in der
Projektablage (siehe Seite 75).
Projektablage bereinigen
Ungenutzte Mediendateien werden aus der Projektablage entfernt.
Hinweis: Diese Funktion bezieht sich auf das gesamte Projekt.
359
360
Aufnahme Audio / Bilder / Video
Es öffnet sich ein Auswahlfenster, in dem der gewünschte Aufnahmetyp
gewählt werden kann. Sie können es auch über die „Audio- oder
Videoaufnahme“-Schaltfläche in der Transportkontrolle erreichen.
Tastaturkürzel:
R
Audio-CD-Track(s) importieren
Sie können einen CD-Track wie eine normale Datei per Drag & Drop aus dem
Media Pool importieren. Falls diese einfache Methode fehlschlagen sollte,
können Sie mit diesem Menübefehl den CD-Manager öffnen, in dem Tracks
von Audio-CDs ausgewählt und komplett ins Projekt geladen werden können.
Mehr dazu finden Sie im Abschnitt „Audio-CD einlesen“.
Bild scannen
Scanner auswählen
Die Twain-Schnittstelle verbindet MAGIX Video Pro X6 mit fast allen
aktuellen Scannern oder Digitalkameras. So gehen Sie vor, wenn Sie erstmals
mit der Twain-Schnittstelle scannen:
1.
2.
3.
4.
Installieren Sie die Twain-Software des Geräts.
Starten Sie den Computer neu.
Starten Sie MAGIX Video Pro X6.
Klicken Sie auf „Datei“ > „Bild scannen“ > „Scanner auswählen“, wenn
der Scanner mit 32-Bit-Software arbeitet.
http://pro.magix.com
Menüs
5.
Klicken Sie im Dialogfeld das Gerät an, mit dem Sie arbeiten möchten.
Dieser Schritt ist fortan nicht mehr nötig, solange Sie dasselbe Gerät
weiterverwenden.
Scanvorgang starten
Das Scan-Fenster der Scan-Software erscheint. Machen Sie die Vorgaben zur
Auflösung und zur Farbtiefe. Ist der Scanvorgang abgeschlossen, schließt sich
die Twain-Software im Regelfall von allein – die eingescannte Bilddatei wird
automatisch in MAGIX Video Pro X6 eingefügt. Sollte das Twain-Fenster
geöffnet bleiben, so können Sie mehrere Bilder hintereinander scannen.
Schnittliste (EDL) importieren
Das Importieren von Schnittlisten im EDL-Format (siehe Seite 321) kann über
diesen Menüeintrag aufgerufen werden.
Tastaturkürzel:
Strg + D
Auf Gerät ausgeben
Dieser Befehl öffnet den Dialog für das Ausspielen des fertigen Videos oder
seiner Tonspur auf analogem oder digitalem Videorekorder/Camcorder oder
verschiedene mobilen Geräten wie Smartphones und Tablet-PCs.
Mehr Infos (siehe Seite 293)
Tastaturkürzel:
H
Stapelkonvertierung
Dieser Menüpunkt ruft die Stapelkonvertierung (siehe Seite 350) auf. Damit
konvertieren Sie schnell und effizient mehrere Dateien, Filme oder Projekte in
verschiedene Videoformate.
Tastaturkürzel:
S
CD/DVD brennen
Dateien manuell zusammenstellen
Öffnet MAGIX Speed burnR, um Videos oder andere Dateien auf CD/DVD zu
brennen. Die Dateiauswahl erledigen Sie per Drag & Drop aus dem MAGIX
Speed burnR-Explorer.
Tastaturkürzel:
Alt + Umschalt + R
361
362
CD /DVD direkt kopieren
Im Dialog haben Sie mehrere Möglichkeiten, eine Kopie zu erstellen:
• Kopie: Hier können Sie eine nicht kopiergeschützte CD oder DVD direkt
kopieren.
• Shrink: Damit komprimieren Sie eine DVD auf die Größe eines normalen
Single Layer DVD±R/RW-Rohlings. Dazu müssen alle Dateien der
originalen DVD schon auf der Festplatte liegen.
• Analoge Kopie: Damit kopieren Sie per analoge Aufnahme Ihr Video auf
eine Disc.
Lesen Sie dazu den entsprechenden Abschnitt im Kapitel zur Oberfläche „Aufnehmen“
(siehe Seite 82)
Kopie bereits erstellter Video-Disc brennen
Alle zum Brennen einer Disc notwendigen Dateien, die Menüs und
encodierten Videodateien, werden auf der Festplatte als Images
zwischengespeichert. Diese werden nach dem Brennen der Disc nicht
automatisch gelöscht. Sie können diese Images dazu benutzen, eine beliebige
Anzahl weiterer Discs zu brennen, ohne die Dateien erneut encodieren zu
müssen.
Wählen Sie im Dialog das gewünschte Image aus, danach werden alle
notwendigen Dateien an das MAGIX Brennprogramm MAGIX Speed burnR
übergeben.
Tipp: Für weitere Hinweise zur Bedienung von MAGIX Speed burnR lesen
Sie bitte die Hilfe des Programms.
Online
Hier finden Sie Menüeinträge zu allen Service-Dienstleistungen (siehe Seite
411), die direkt aus MAGIX Video Pro X6 erreichbar sind.
MAGIX Online Album/Catooh - der Online-Medienmarktplatz
MAGIX Online Album ermöglicht Ihnen das Veröffentlichen von Fotos und
Videos in Ihrem eigenen Online Album. Dieses können Sie mit Ihren Freunden
und Bekannten oder mit der ganzen Welt teilen.
Catooh - der Online-Medienmarktplatz bietet Ihnen die Möglichkeit, weitere
Medien und Vorlagen zu finden und zu erwerben. Über die Option „Medienhttp://pro.magix.com
Menüs
Backup importieren“ können Sie bereits erworbene Medien, die auf Ihrem
Computer gespeichert sind, erneut in MAGIX Video Pro X6 importieren.
Hinweis: Für Informationen zur MAGIX Online Welt wählen Sie den
Menüpunkt „Datei“ > „Online“ > „Mehr über MAGIX Online Welt
erfahren...“.
Zu magix.info - Multimedia Community exportieren
Mit diesem Befehl können Sie Ihren Film zu magix.info - Multimedia
Community exportieren.
Exportieren Sie dazu zunächst Ihr Projekt in eines der folgenden Formate: asf,
mov, mpg, mpeg, mp4, wmv, 3gp oder avi. Anschließend gelangen Sie über
den Menübefehl „Datei > Internet > magix.info - Multimedia Community >
Videos auf magix.info präsentieren“ direkt auf eine Seite, auf der Sie Ihr Video
hochladen können. Ggf. müssen Sie sich jedoch vorher bei magix.info Multimedia Community registrieren.
Zugangsdaten verwalten
In diesem Dialog können Sie Ihre Zugangsdaten (E-Mail-Adresse und
Passwort) für alle von MAGIX Video Pro X6 aus erreichbaren Dienste
eingeben und verwalten. Somit müssen Sie sich z. B. bei einem Export auf
Facebook (siehe Seite 363) oder in das MAGIX Online Album (siehe Seite
362) nicht jedes Mal anmelden.
Youtube / Vimeo / Showfy
Dies ist die direkte Verbindung zwischen MAGIX und verschiedenen Online
Communities.
Youtube/Facebook
Lädt den aktuellen Film auf das ausgewählte Portal bzw. auf die ausgewählte
Community hoch. Tragen Sie dazu die Daten zum Video in die dafür
vorgesehen Felder ein, damit die Suchfunktionen dieser Portale auch dieses
Video finden.
MAGIX Video Pro X6 nutzt dafür teilweise auch das Format H.264, welches
Bestandteil des MPEG-4-Codecs ist. Da Flash dieses Format direkt
unterstützt und die meisten Communities und Portale ohnehin dieses Format
verwenden, muss in diesem Fall der Film nicht erneut auf dem jeweilgen
Server gerendert werden. Somit werden weitere Qualitätsverluste vermieden.
363
364
Beim Hochladen von HD-Material wird das HD-Format 720p verwendet.
Im Media Pool markierte Medien hochladen
Lädt die im Media Pool markierten Medien auf das ausgewählte Portal oder
die ausgewählte Communty hoch.
Sicherheitskopie
Daten müssen gesichert werden, um sie im Fall eines Festplatten-Crashes
oder eines Fehlers, z. B. im Projekt, zurückholen zu können. Die nachfolgenden
Optionen finden Sie im Menü „Datei“ unter dem Punkt „Sicherheitskopie“.
Für detaillierte Informationen lesen Sie den Abschnitt „Sicherheitskopie“
(siehe Seite 320) im Kapitel „Assistenten und Spezialfunktionen“ (siehe Seite
324).
Backup-Projekt laden
Mit dieser Option laden Sie ein automatisch angelegtes Backup eines Projekts.
Solche automatischen Backups erhalten die Dateiendung MV_ (Unterstrich).
Diese Option ist nützlich für Notfälle, z. B. wenn Sie während der Bearbeitung
unabsichtlich abgespeichert haben, aber wieder zur vorherigen Version des
Films zurückkehren wollen.
Tastaturkürzel:
Strg + Umschalt + O
Löschassistent
Bei jedem Brennvorgang wird ein Disc Image angelegt, daher kann die
Festplatte schnell an ihre Grenzen kommen, wenn Sie sehr viele Discs
brennen. Mit dem Löschassistenten lassen sich Projekte, die darin
verwendeten Mediendateien von der Festplatte und die Disc Images löschen.
Nutzen Sie diese Funktion, um Festplattenplatz für neue Projekte
freizumachen.
Vorsicht: Wenn Sie die im Film verwendeten Dateien außerdem noch in
anderen Filmen verwendet haben (wie z. B. eigene Trailer, Titelmusiken etc.),
sollten Sie vorher von diesen Dateien Sicherheitskopien machen.
Für detaillierte Informationen lesen Sie den Abschnitt „Löschassistent“ (siehe
Seite 322) im Kapitel „Assistenten und Spezialfunktionen“ (siehe Seite 324).
http://pro.magix.com
Menüs
Einstellungen
Film...
Ruft die Filmeinstellungen des aktuell ausgewählten Films auf.
Programm...
Die Programmeinstellungen werden geöffnet.
Tastaturkürzel:
Y
Tastaturkürzel...
Dieser Menüeintrag öffnet einen Dialog zum Bearbeiten von Tastaturkürzeln
(siehe Seite 422). So können Sie MAGIX Video Pro X6 Ihren Bedürfnissen
anpassen.
Tastaturkürzel:
Strg + Umschalt + U
Proxy- und Vorschau-Rendering...
Dieser Menüeintrag öffnet den Dialog für die Proxy- und VorschauRendering-Einstellungen (siehe Seite 317).
Tastaturkürzel:
Alt + R
Programmeinstellungen auf Standardwerte zurücksetzen
Mit dieser Funktion werden alle Programmeinstellungen, die Sie in MAGIX
Video Pro X6 vorgenommen haben, auf die Standardwerte zurückgesetzt.
Beenden
Schließt MAGIX Video Pro X6.
Menü Bearbeiten
Rückgängig
Mit diesem Befehl können die letzten Bearbeitungen
zurückgenommen werden. So ist es kein Problem, kritische
Operationen auszuprobieren. Entspricht das Ergebnis nicht den
Erwartungen, gelangen Sie mit „Rückgängig“ wieder in den
Ausgangszustand zurück.
365
366
Ein Klick auf den Pfeil neben der Schaltfläche öffnet eine Liste der bisher
gemachten Änderungen, so dass sich auch mehrere hintereinander gemachte
Änderungen zurücknehmen lassen.
Hinweis: Die Länge der Liste lässt sich in den Programmeinstellungen den
eigenen Bedürfnissen anpassen. Generell gilt: Je länger die Liste ist, desto
mehr Arbeitsspeicher wird gebraucht.
Wiederherstellen
Dieser Befehl nimmt einen unmittelbar zuvor ausgeführten
Rückgängig-Befehl wieder zurück.
Ein Klick auf den Pfeil neben der Schaltfläche öffnet eine Liste der bisher
zurückgenommenen Änderungen, so dass sich auch mehrere hintereinander
gemachte Rückgängig-Befehle wiederherstellen lassen.
Rückgängig- und Cache-Speicher leeren
Mit dieser Funktion können Sie den Rückgängig- und Cache-Speicher leeren,
um speicherintensive Prozesse wie das Exportieren besser durchführen zu
können.
Objekte ausschneiden
Dieser Befehl entnimmt die markierte Szene und kopiert es in die
Zwischenablage. Von dort aus kann es im aktuellen sowie in jedem
anderen Film mit „Einfügen“ weiterverwertet werden.
Objekte kopieren
Dieser Befehl kopiert die markierte Szene (bzw. das markierte Objekt
im Zeitachse-Modus) in die Zwischenablage. Von dort aus kann es in
diesem oder jedem anderen Film mit „Einfügen“ weiterverwertet
werden.
Objekte einfügen
Dieser Befehl fügt das in die Zwischenablage kopierte Material (Szene oder
Objekt) an der aktuellen Position des Abspielmarkers ein.
http://pro.magix.com
Menüs
Objekte duplizieren
Dieser Befehl dupliziert alle markierten Objekte. Die Kopien erscheinen neben
dem Original leicht versetzt und können mit der Maus an die richtige Position
gezogen werden (Drag & Drop).
Tastaturkürzel:
D
Objekte löschen
Dieser Befehl löscht die markierte Szene (bzw. das markierte Objekt im
Zeitachse-Modus).
Tastaturkürzel:
Entf
Alle Objekte markieren
Alle im Projekt befindlichen Objekte werden gewählt.
Tastaturkürzel:
Strg + A
Schneiden
Die Schnittfunktionen sind auch über die Werkzeugleiste erreichbar. Wählen
Sie die Funktion dort, wird immer die zuletzt ausgewählte Funktion als
Schaltfläche angezeigt.
Szene zerschneiden
Dieser Befehl schneidet ein ausgewähltes Objekt an der Position des
Abspielmarkers auseinander. Es entstehen zwei unabhängige
Objekte.
Tastaturkürzel:
T
Szenenanfang entfernen
Dieser Befehl schneidet die Szene an der Position des Abspielmarkers
und entfernt gleichzeitig alles Material vor dem Abspielmarker.
Tastaturkürzel:
Z
Szenenende entfernen
Dieser Befehl schneidet die Szene an der Position des Abspielmarkers
und entfernt gleichzeitig alles Material hinter dem Abspielmarker.
Tastaturkürzel:
U
367
368
Szene entfernen
Wenn Sie nachträglich eine Szene aus einem Film herausschneiden
wollen, lassen sich mit dieser Option die hinteren Objekte, Titel und
Blenden auf allen Spuren automatisch nach vorne schieben, so dass
keine Lücke im Film entsteht.
Objekte auf anderen Spuren, die in den Bereich der ausgewählten Szene
hineinragen, werden beim automatischen Verschieben nicht berücksichtigt, d.
h. bleiben auf ihrer Position.
Tastaturkürzel:
Strg + Entf
Film trennen
Dieser Befehl trennt den Film an der Position des Abspielmarkers in
zwei selbständige Filme auf.
Im aktuellen Projektfenster verbleibt der Teil, der sich vor dem Abspielmarker
befindet. Der hintere Teil wird aus dem aktuellen Projektfenster entfernt und
als neuer Film angelegt. Sie erreichen diesen Film über das Menü „Fenster“.
Tastaturkürzel:
Alt + Y
Musikalische Schnittanpassung
Wenn Sie Ihre Hintergrundmusik mit dem Takterkennungsassistenten
bearbeitet haben und ein musikalisches Tempo ermittelt wurde, können Sie
Ihre Schnitte mit diesem Befehl automatisch an dieses Tempo anpassen.
Dabei werden alle Schnitte (auch Blenden) auf die musikalischen
Viertelnotenpositionen verschoben.
Tastaturkürzel:
Strg + Umschalt + H
Bereich bearbeiten
MAGIX Video Pro X6 stellt neben den objektbasierten Funktionen auch
„Band-orientierte” Schnittfunktionen zur Verfügung. Diese beziehen sich
immer auf das gesamte Projekt von der ersten bis zur letzten Spur und auf den
Bereich zwischen dem Start- und Endmarker.
http://pro.magix.com
Menüs
Ausschneiden
Der Bereich zwischen In- und Out-Point wird aus dem aktuellen Projekt
ausgeschnitten und in der Zwischenablage abgelegt. Er kann dann z. B. an
anderer Stelle wieder eingefügt werden.
Tastaturkürzel:
Alt + X , Umschalt + Entf
Kopieren
Der Bereich zwischen In- und Out-Point aus dem aktuellen Projekt wird in die
Zwischenablage kopiert. Er kann dann an anderer Stelle wieder eingefügt
werden
Tastaturkürzel:
Alt + C
Bereich löschen
Der Bereich zwischen Start- und Endmarker wird aus dem aktuellen Projekt
gelöscht und nicht in der Zwischenablage abgelegt.
Tastaturkürzel:
Alt + Entf
Einfügen
Der Inhalt der Zwischenablage wird an der Position des In-Point ins aktuelle
Projekt eingefügt.
Tastaturkürzel:
Alt + V
Extrahieren
Der Bereich zwischen In- und Out-Point bleibt erhalten, alles Material davor
und danach wird gelöscht. Nutzen Sie diese Option, um aus einem Projekt nur
einen Teil herauszulösen und einzeln weiterzuverarbeiten.
Tastaturkürzel:
Umschalt + X
Leerraum einfügen
Ein leerer Bereich von der Länge des Zeitabschnitts zwischen Start- und
Endmarker wird in der ersten Spur eingefügt. Nachfolgende Objekte werden
verschoben.
Tastaturkürzel:
C
369
370
Gruppe bilden
Alle markierten Objekte werden einer Gruppe zugeordnet, die dann mit
einem Mausklick ausgewählt und gemeinsam bearbeitet werden kann.
Tastaturkürzel:
G
Gruppe auflösen
Dieser Befehl zerlegt eine Objektgruppe wieder in unabhängige
Objekte.
Tastaturkürzel:
Umschalt + G
Assistenten
MAGIX Fotoshow Maker
Öffnet den MAGIX Fotoshow Maker (siehe Seite 345).
Tastaturkürzel:
Strg + M
Soundtrack Maker
Dieser Befehl ruft den MAGIX Soundtrack Maker (siehe Seite 335) auf.
Tastaturkürzel:
Strg + Umschalt + S
Reiserouten-Animation
Dieser Menüeintrag öffnet das separate Programm „Reiserouten-Animation“
(siehe Seite 337). Dieses ermöglicht einfaches Erstellen von animierten
Reiserouten mithilfe von Online-Karten.
Hinweis: Um immer aktuelle Kartendaten zu verwenden, werden diese von
Reiserouten-Animation direkt aus dem Internet bezogen. Daher wird eine
Internetverbindung vorrausgesetzt.
Audio zusammenfassen (Mixdown)
Mit dieser Option werden alle Audio-Objekte in eine einzige Audiodatei
umgerechnet („Mix Down“). Danach belegt das Tonmaterial im Projekt nur
noch eine Spur und kaum noch RAM-Speicher, dafür jedoch Platz auf der
Festplatte (circa 10 Megabyte pro Minute in Stereo). Sie erhalten also wieder
Übersicht und Platz für weitere Objekte.
http://pro.magix.com
Menüs
Die Audiodatei wird von MAGIX Video Pro X6 automatisch normalisiert, das
heißt, dass die lauteste Stelle der Wave-Audio-Objekte des Projekts exakt
dem höchsten Wert der 16-Bit-Auflösung entspricht. Dadurch werden
Klangeinbußen verhindert, selbst wenn Sie die Mixdown-Datei immer und
immer wieder im Projektfenster oder per Mixdown mit anderen Wave-AudioObjekten zusammenmischen. Die Mixdown-Funktion ist vor allem dann
zweckmäßig, wenn anschließend mit dem Mixdown-Objekt weitergearbeitet
werden soll.
Tipp: Es empfiehlt sich, statt der Mixdown-Funktion die verschiedenen
Optionen des Untermenüs „Film exportieren“ im Menü „Datei“ zu nutzen,
um eine finale *.avi- oder *.wav- (oder eine andere multimediale) Datei zu
erstellen.
Tastaturkürzel:
Umschalt + D
Audio und Video zusammenfassen
Zusätzlich zur Funktion „Audio zusammenfassen“ (s. o.) werden alle VideoObjekte einschließlich aller Effekte, Blenden und Schnitte in einer einzigen
MAGIX Videodatei (siehe Seite 284) zusammengefasst. Wenn Ihr Computer
leistungsmäßig an seine Grenzen stößt, können Sie so schnell Reserven
freimachen für eine weitere Bearbeitung.
Tastaturkürzel:
Umschalt + M
Vorschau-Rendering starten
Sie können für die Vorschau einen festgelegten Bereich rendern lassen oder
das Material automatisch nach kritischen Bereichen durchsuchen lassen.
Siehe Vorschau-Rendering (siehe Seite 325).
Tastaturkürzel:
Strg + R
Bereiche für Vorschau-Rendering entfernen
Alle gerenderten Vorschauen werden verworfen, es wird wieder das
Videomaterial aus dem Projekt in Echtzeit gerendert und abgespielt.
Rastpunkte bearbeiten
Objekte, Objektkanten, Marker oder der Abspielmarker springen automatisch
an bestimmte „Schlüsselpositionen“, sobald sie mit der Maus nah genug an
diese heranbewegt werden. Dies nennt man „Rasten“. Damit können Objekte
auch dann exakt positioniert werden, wenn das Projekt weit herausgezoomt
371
372
ist. Pro Objekt kann ein Rastpunkt bestimmt werden, um innerhalb eines
Objekts bestimmte Stellen zu markieren, an denen andere Objekte rasten.
Dies hilft z. B. wenn Sie einen Titel an einer bestimmten Stelle eines VideoObjekts einblenden wollen.
• Um einen Rastpunkt zu setzen, wählen Sie ein Objekt aus und setzen Sie
den Abspielmarker an die Stelle, an die Sie den Rastpunkt setzen möchten.
• Mit der Option „Rastpunkt setzen“, die Sie im Menü „Bearbeiten“ >
„Rastpunkte bearbeiten“ finden, wird ein Rastpunkt gesetzt. Mit
„Rastpunkt löschen“ wird er wieder gelöscht. Sobald Sie an einer anderen
Stelle im Objekt die Option „Rastpunkt setzen“ auswählen, wird dieser
automatisch verschoben.
• „Alle Rastpunkte löschen“ löscht die Rastpunkte in allen Objekten
innerhalb eines Films.
Tastaturkürzel für „Rastpunkt setzen“:
Strg + P
Marker
Projektmarker setzen
Mit dieser Option wird an der momentanen Abspielposition ein Projektmarker
gesetzt. Mehr Informationen zu Projektmarkern finden Sie im Kapitel „Marker“
unter „Projektmarker setzen“ (siehe Seite 129).
Tastaturkürzel:
Strg + Eingabe
Projektmarker löschen
Der ausgewählte Projektmarker (siehe Seite 129) wird gelöscht. Projektmarker
lassen sich auch über das Kontextmenü löschen und umbenennen.
Kapitelmarker setzen
Setzt einen Kapitelmarker an der Position des Abspielmarkers. Dies
erzeugt einen Kapiteleintrag im Disc-Menü, wenn Sie den Film auf eine
Disc brennen.
Sie können Ihren Kapitelmarker umbenennen, indem Sie im Kontextmenü
„Umbenennen“ auswählen. Der Name erscheint auch im Kapitelmenü (siehe
Seite 252).
http://pro.magix.com
Menüs
Kapitelmarker automatisch setzen
Diese Option setzt automatisch nach bestimmten Regeln Kapitelmarker im
Projekt, die im Filmmenü einer Disc als Kapitel erscheinen können. Dies ist
nützlich, wenn sofort nach einer Aufnahme eine Disc gebrannt werden soll.
Für die automatische Kapitelgenerierung gibt es verschiedene Optionen:
Am Beginn des Films: Der Film enthält nur ein Kapitel.
An den Objektanfängen in Spur: Jedes Objekt einer Spur erzeugt ein Kapitel,
voreingestellt ist Spur 1.
An der Position vorhandener Titelobjekte: Untertitel, z. B. als Zwischentitel
eingeblendet, geben die Position der Kapitelmarker vor.
Abstand vorgeben (Minuten)/Anzahl vorgeben: Wenn die
Kapitelunterteilungen keinen inhaltlichen Bezug haben und nur zum
schnelleren Navigieren benötigt werden, können Sie auch in vorgegebenen
Zeitabständen Kapitelmarker einfügen oder eine beliebige Anzahl
Kapitelmarker festlegen.
Zur Benennung der Kapitelmarker können Sie einen benutzerdefinierten
Namen mit fortlaufender Nummer verwenden oder den Objektnamen bzw
den Text aus den Textobjekten übernehmen.
373
374
Optional können bestehende Kapitelmarker gelöscht und das automatische
Setzen der Kapitelmarker auf den Bereich zwischen Start- und Endmarker
beschränkt werden.
Kapitelmarker löschen / Alle Kapitelmarker löschen
Löscht einen bzw. alle Kapitelmarker. Dies entfernt Kapiteleinträge im DiscMenü, wenn Sie den Film auf eine Disc brennen.
Bereichsanfang/-ende setzen
Setzt einen Bereichsanfang bzw. ein Bereichsende an der Stelle des
Abspielmarkers.
Tastaturkürzel:
I/O
Zum Bereichsanfang/-ende springen
Setzt den Abspielmarker an die Position des Bereichsanfangs bzw. des
Bereichsendes.
Tastaturkürzel:
Umschalt + I/Umschalt + O
Bereich über Leerraum
Der Bereichsanfang und das Bereichsende im Film werden an die jeweiligen
Grenzen des angeklickten Leerraums gesetzt.
Tastaturkürzel:
X
Markierten Bereich zurücksetzen
Löscht den Bereichsanfang und das Bereichsende.
Ansicht bewegen
Mit diesen Befehlen wird der sichtbare Ausschnitt zusammen mit dem
Abspielmarker im Taktlineal verschoben. Sie können ganz schnell zwischen
verschiedenen Markern (Sprung-, Kapitel-, Szene-, Werbemarker) und
Objektkanten hin- und herspringen.
Tastaturkürzel:
Siehe Tastaturkürzel, Abschnitt „ProjektfensterAnsicht“ (siehe Seite 417).
http://pro.magix.com
Menüs
Lücken suchen
Sie können in MAGIX Video Pro X6 schnell nach Lücken zwischen Objekten
suchen, an denen sich kein Bildmaterial befindet. So verhindern Sie, dass
unbeabsichtigte schwarze Bildschirme entstehen. Sie finden diese Option
unter „Bearbeiten“ > „Lückensuche“. Es öffnet sich ein Dialog.
Ansicht optimieren: Zoomt auf den gewählten Lückenbereich.
Lücke als Bereich markieren: Zieht über der gewählten Lücke einen Bereich
auf.
Gewählte Lücke bearbeiten: die gewählten Einstellungen werden
übernommen aber keine zusätzliche Aktion ausgeführt.
Tastaturkürzel:
Strg + Umschalt + C
Multicam
Mit diesem Befehl wechseln Sie in den Multicam-Modus.
Audiospuren stummschalten (Multicam)
Sobald Sie in den Multicam-Modus wechseln, werden alle Audiodateien der
Quellspuren stummgeschaltet. Sie hören nur die Audiospur des finalen Films.
Möchten Sie diese Funktion deaktivieren, entfernen Sie das Häkchen. Sie
können die Audiospuren nun gezielt über die Spurköpfe per Hand
stummschalten.
Menü Effekte
Effekteinstellungen Film
Dieser Menüpunkt ruft die Effekteinstellungen des Films (siehe Seite 191) auf.
Die dort getroffenen Einstellungen gelten für den gesamten Film.
Tastaturkürzel:
Strg + Umschalt + H
375
376
Video-Objekteffekte
Szenenerkennung
Öffnet die automatische Szenenerkennung (siehe Seite 328), um längere
Videos in einzelne Szenen zu schneiden und die Szenen im Ordner „Takes"
abzulegen.
Tastaturkürzel:
Umschalt + Z
Bildstabilisierung
Öffnet den Bildstabilisierungsdialog, mit dem sich „verwackelte“ Aufnahmen
korrigieren lassen. Lesen Sie dazu bitte das Kapitel „Bildstabilisierung“ (siehe
Seite 190).
Tastaturkürzel:
Strg + L
In externem Editor bearbeiten
Grafikdateien (BMPs oder JPEGs) können aus dem Projektfenster in einem
externen Grafikprogramm nachbearbeitet werden. Die markierte Bilddatei
wird automatisch geladen und nach Abschluss der Bearbeitung in MAGIX
Video Pro X6 anstelle des ursprünglichen Materials verwendet. MAGIX Video
Pro X6 liefert dafür das leistungsfähige Bildbearbeitungsprogramm „MAGIX
Foto Designer“.
Tastaturkürzel:
Alt + Umschalt + D
Fotos mit Effekten speichern
Damit können Sie verwendete Fotos speichern und dabei die in MAGIX Video
Pro X6 angewandten Objekteffekte (z. B. aus dem Media Pool) in das Foto
hineinrechnen.
Panorama erstellen ...
Öffnet den Dialog zum Erstellen eines Panoramas. Ordnen Sie vorher Ihre
Fotos in der richtigen Reihenfolge an und gleichen Sie Belichtung und Farbe
ab, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Dabei sollten Sie darauf achten, dass
die Fotos an den Überschneidungen harmonieren.
Videoeffekte
Hier finden Sie frei einstellbare Effekte für Video- und Bildobjekte. Die Effekte
können erst nach dem Auswählen des Objekts im Dialogfenster des
jeweiligen Effekts eingestellt werden. Mehr Informationen dazu finden Sie im
Kapitel „Effekte“ unter „Videoeffekte im Media Pool“ (siehe Seite 151).
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Menüs
Bewegungseffekte
Hier finden Sie die Bewegungseffekte, mit denen Sie das Bild z. B. durch
Zoom- oder Kamerafahrten animieren können. Weitere Informationen dazu
finden Sie im Abschnitt „Bewegungseffekte im Media Pool“ im „Effekte“Kapitel (siehe Seite 161).
Bewegungseffektvorlagen
Hier finden Sie Vorlagen für Bewegungseffekte. Diese lassen sich im Media
Pool per Doppelklick oder Drag & Drop in das Projekt laden.
Ausschnitt
Mit dieser Funktion lassen sich Video-Objekte in einen Teilbereich des
Bildschirms einpassen. Lesen Sie dazu bitte das Kapitel „Videoeffekte“ (siehe
Seite 162)!
Stereo3D
Hier erreichen Sie die Stereo3D-Funktionalität. Lesen Sie dazu bitte das
Kapitel „Stereo3D“ (siehe Seite 195).
Hintergrundgestaltung
Wählen Sie hier eine Farbe, ein Bild oder ein beliebiges Video auf Ihrer
Festplatte aus, das als Hintergrund für die gezeigte Szene oder das Foto
dienen soll. Dies ist vor allem nützlich, wenn Szenen oder Fotos schwarze
Ränder haben oder kleiner dargestellt werden.
Hintergrund zurücksetzen
Setzt die Einstellungen für die Hintergrundgestaltung (siehe Seite 377)
zurück.
Als Hintergrund verwenden
Verwendet das ausgewählte Foto oder Video als Hintergrund.
Videoeffekte laden
Mit diesem Befehl können Sie eine gespeicherte Effektkombination für das
aktuell ausgewählte Objekt laden. Wenn Sie mehrere Objekte ausgewählt
haben, so wird die Effektkombination auf jedes ausgewählte Objekt
angewendet.
Tastaturkürzel:
Alt + Umschalt + O
377
378
Videoeffekte speichern
Mit diesem Befehl können Sie die aktuell eingestellte Effektkombination für
jedes Objekt separat abspeichern.
Tastaturkürzel:
Alt + Umschalt + S
Videoeffekte zurücksetzen
Mit dieser Option schalten Sie alle aktuell verwendeten Effekte aus. Das
Material wird in den Zustand vor der Effektanwendung zurückgesetzt.
Tastaturkürzel:
Alt + Umschalt + H
Videoeffekte kopieren
Effekteinstellungen eines Objektes lassen sich in die Zwischenablage
kopieren, um sie bei anderen Objekten wieder einzufügen (siehe Seite 378).
Tastaturkürzel:
-
Videoeffekte einfügen
Videoeffekte lassen sich von anderen Objekten in das ausgewählte einfügen.
Dazu müssen die Einstellungen vorher in die Zwischenablage kopiert (siehe
Seite 378) werden.
Tastaturkürzel:
Umschalt + -
Videoeffekte auf alle anwenden
Die aktuellen Effekteinstellungen werden auf alle Szenen und Fotos des Films
übertragen.
Videoeffekte auf alle Folgenden anwenden
Die aktuellen Effekteinstellungen werden auf alle Szenen und Fotos des Films
übertragen, die hinter dem ausgewählten Objekt liegen.
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Menüs
Audio-Objekteffekte
Normalisieren
Die Funktion „Normalisieren“ hebt den Pegel eines Audio-Objekts auf die
maximal mögliche Höhe, ohne dass das Material übersteuert wird. Dazu wird
nach der größten Signalspitze im Audiomaterial gesucht und der Pegel des
Objekts so angehoben, dass diese Stelle exakt 0 dB (Vollaussteuerung)
entspricht.
Tastaturkürzel:
Umschalt + N
Lautstärkeabsenkung
Lesen Sie dazu das Kapitel Audioeffekte, Lautstärkeabsenkung (siehe Seite
215).
Tastaturkürzel:
Alt + L
Lautstärke setzen
Diese Funktion im Effekte- bzw. Kontextmenü regelt die Lautstärke für
einzelne Objekte, was auch stufenlos mithilfe der Objektanfasser direkt im
Projektfenster erfolgen kann.
Audio Cleaning
Öffnet den Dialog „Audio Cleaning“ (Mehr Informationen dazu finden Sie im
Abschnitt "Audio Cleaning" auf Seite 217).
Tastaturkürzel:
Alt + A
Echo/Hall
Lesen Sie dazu bitte den Abschnitt Echo/Hall.
Tastaturkürzel:
Umschalt + H
Timestretch/Resample
Lesen Sie dazu das Thema Timestretch/Resample (siehe Seite 224).
379
380
Audioeffekte laden
Mit diesem Befehl können Sie eine gespeicherte Effektkombination für das
aktuell ausgewählte Objekt laden. Wenn Sie mehrere Objekte ausgewählt
haben, so wird die Effektkombination auf jedes ausgewählte Objekt
angewendet.
Tastaturkürzel:
Strg + +
Audioeffekte speichern
Mit diesem Befehl können Sie die aktuell eingestellte Effektkombination für
jedes Objekt separat abspeichern.
Tastaturkürzel:
Umschalt + +
Audioeffekte zurücksetzen
Mit dieser Option schalten Sie alle aktuell verwendeten Effekte aus. Das
Material wird in den Zustand vor der Effektanwendung zurückgesetzt.
Tastaturkürzel:
Strg + Alt + +
Takterkennungsassistent
Lesen Sie dazu den Abschnitt Tempo- und Takterkennungsassistent im
Kapitel Audio.
Tastaturkürzel:
Alt + Umschalt + K
Wave extern bearbeiten
Hiermit wird die Tonspur bzw. das Audio-Objekt in den mitgelieferten AudioEditor MAGIX Music Editor 3 geladen.
Lautstärkekurve
Auf den wichtigsten Objektkurveneffekt, die Lautstärke, können Sie hier direkt
zugreifen. Die Lautstärke finden Sie auch im Media Pool unter „Effekte“ >
„Audioeffekte“ > „Allgemein“ (siehe Seite 168), sie lässt sich dort auch
animieren.
Tastaturkürzel:
Strg + Umschalt + V
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Menüs
Titeleffekte
Titeleditor
Ruft den Titeleditor für das ausgewählte Foto-, Video- oder Titelobjekt
auf.
Titelvorlage laden
Mit diesem Befehl können Sie einen vorher abgespeicherten Titeleffekt für das
aktuelle Objekt laden.
Tastaturkürzel:
Alt + Umschalt + T
Titelvorlage speichern
Sie können die aktuell eingestellte Effektkombination für jedes Titelobjekt
separat abspeichern und später auf andere Titelobjekte anwenden.
Tastaturkürzel:
Alt + T
Designelemente
Bild-in-Bild: Hier finden Sie verschiedene Presets für Bildverschachtelungen.
Collagen: funktionieren ähnlich wie normale Bild-in-Bild-Effekte, allerdings
werden hierfür mehrere Objekte verwendet. Je nach Collage arrangieren Sie
die gewünschten Objekte hintereinander und ziehen die Collage auf das erste
Objekt.
Testbilder: Es stehen professionelle Testbilder zum Kalibrieren Ihres Systems
zur Verfügung.
Hintergründe: Hier finden Sie statische und animierte Bild- und
Videohintergründe. Videohintergründe sind loopfähig, das heißt, dass Sie
durch Duplizieren beliebig verlängert werden können. Die spezielle Vorlage
„Benutzerdefiniert“ öffnet einen Farbauswahldialog, in dem sich die
gewünschte Farbe frei einstellen lässt.
Bildobjekte: Hier finden Sie verschiedene Bildobjekte wie z. B. schwarze
Balken, Denkblasen für Cartoons u. ä.
Weitere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt „Designelemente im
Media Pool“ im Kapitel „Effekte“ (siehe Seite 169).
381
382
Effektbibliotheken
Über diese Menüeinträge steuern Sie die entsprechenden Ordner mit dem
Media Pool an.
Menü Fenster
Fensteranordnung
Hier können Sie zwischen der klassischen Ansicht von Video deluxe mit
einem Videomonitor und der normalen Ansicht von MAGIX Video Pro X6
umschalten. Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel „Hinweise für
Nutzer von MAGIX Video deluxe“ (siehe Seite 20).
Video deluxe bzw Video Pro X stellen die Standard-Fensteranordungen der
entsprechenden Programme ein. Es lässt sich aber auch jede andere
Anordnug und Kombination von sichtbaren Fenstern abspeichern. Zwischen
diesen kann dann komfortabel per Menübefehl gewechselt werden. Nutzen
Sie dazu den Menüeintrag „Speichern...”.
Oben können Sie den Namen
festlegen, unter dem die
Fensteranordnung im Menü
angezeigt wird.
Unter „Media Pool” können
Sie noch zusätzlich festlegen,
ob auch der ausgewählte
Reiter (Hauptnavigation) und
Abschnitt (Unternavigation)
mit gespeichert werden soll.
Die ersten drei benutzerdefinierten Fensteranordnungen werden automatisch
mit den Tastaturkürzeln F10, F11 und F12 vergeben, jeder weiteren Anordnung
lässt sich über „Menu Datei” > „Einstellungen” > „Tastaturkürzel...” ein
Tastaturkürzel zuordnen (siehe Seite 423).
Jede benutzerdefinierte Fensteranordnung lässt sich selbstverständlich auch
wieder löschen. Dazu wird über den Menüeintrag „Fensteranordnung“ >
„Löschen...“ ein Dialog geöffnet, in welchem Sie die zu löschenden Anordnung
auswählen und anschließend auf die Schaltfläche „Löschen“ klicken.
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Menüs
Bearbeitungsmodus
In MAGIX Video Pro X6 stehen Ihnen 2 Bearbeitungsmodi (siehe Seite 40)
zur Verfügung: der vereinfachte Basismodus (siehe Seite 42) und der
Standardmodus (siehe Seite 41).
Schnitttrimmer
Zeigt bzw. verbirgt das Fenster „Schnitttrimmer“. Damit lassen sich die
Position der markierten Video- oder Bildobjekte und seine Anfasser sowie die
Überblendungseigenschaften (Blendenart, Länge) feinjustieren. Lesen Sie
dazu bitte das Kapitel Videos feinjustieren („Trimmen“) (siehe Seite 115).
Tastaturkürzel: N
Objekttrimmer
Zeigt bzw. verbirgt das Trimmer-Fenster. Damit lassen sich die Position des
markierten Video- oder Bildobjekts und seine Anfasser feinjustieren. Lesen Sie
dazu bitte das Kapitel „Videos feinjustieren“ („Trimmen“) (siehe Seite 115).
Tastaturkürzel:
Umschalt + N
Mixer
Mit dieser Option können Sie den Echtzeit-Mixer öffnen bzw. schließen.
Weitere Informationen erhalten Sie im Kapitel „Mixer“ (siehe Seite 236).
Tastaturkürzel:
M
Master Audio Effect Rack
Hier kann das Master-Effekt-Rack geöffnet bzw. geschlossen werden. Zu den
Audioeffekten lesen Sie bitte das Kapitel „Audioeffekte“ (siehe Seite 215).
Tastaturkürzel:
B
Mastering Suite
Hier rufen Sie die Mastering Suite auf.
Programmmonitor
Hiermit lässt sich der Programmmonitor ein- und ausblenden.
Tastaturkürzel:
Umschalt + V
383
384
Quellmonitor
Der Quellmonitor dient dem Vorschauen und -schneiden von Dateien aus
dem Media Pool, die sich dann in die Projektablage oder das Projekt per Drag
& Drop aus dem Quellmonitor übernehmen lassen.
Für die genauen Möglichkeiten zum Schneiden im Quellmonitor, lesen Sie
bitte auch das Kapitel „Bereichsmarker im Quellmonitor“ (siehe Seite 130).
Media Pool sichtbar...
Mit dieser Option lässt sich der Media Pool verbergen bzw. wieder sichtbar
machen.
Tastaturkürzel:
Strg + P
Projekt
Blendet das Projektfenster ein oder aus.
Projektablage
Blendet die Projektablage ein oder aus.
Tastaturkürzel:
Umschalt + B
Nächstes Fenster aktivieren
Schalten Sie zwischen den verschiendenen Fenstern (Oberflächenbereichen)
des Programms hin und her.
Filmüberblick
Damit kann der gesamte Film auf dem Vorschaumonitor im Überblick gezeigt
werden. Diese Option ist insbesondere geeignet für komplexe und lange
Filme, um den Überblick nicht zu verlieren. Sie haben Ihren ganzen Film im
Blick und sind trotzdem schnell am gesuchten Objekt – Sie können direkt am
Vorschaumonitor zoomen oder den im Projektfenster dargestellten
Ausschnitt verschieben.
Tastaturkürzel:
Umschalt + A
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Menüs
Filmansicht optimieren
Die Zoomstufe wird auf 100% gesetzt, so dass alle Objekte und der
gesamte Film zu sehen sind.
Außerdem werden die Bereichsmarker auf den Anfang bzw. das Ende gesetzt,
so dass der Film vollständig abgespielt werden kann.
Tastaturkürzel:
Strg + F
Zoom horizontal
Hier stehen Ihnen eine Reihe von Funktionen zum Ändern des sichtbaren
Zeitachsenausschnitts zur Verfügung.
Zoom vertikal
Die Anzahl der gleichzeitig sichtbaren Spuren lässt sich hier ändern. Je mehr
Spuren sichtbar sind, desto kleiner werden sie dargestellt.
Alle Filme aus Projekt entfernen
Aus dem geöffneten Projekt werden alle Filme entfernt.
Sollten Sie diese Filme mit den aktuellen Anpassungen wie Schnitten, Effekten
und Titeln später weiter verwenden wollen, exportieren Sie diese Filme vorher
über „Datei > Film verwalten > Exportieren“. Dabei wird der
Bearbeitungsstand der Filme gesichert, nicht aber das Ausgangsmaterial
selbst. Sollten Sie das Ausgangsmaterial löschen, kann der Bearbeitungsstand
auch nicht mehr wiederhergestellt werden.
Menü Hilfe
Hilfe
Dieser Befehl ist an fast allen Stellen des Programms verfügbar und ruft die
Programmhilfe mit dem passenden Themeneintrag auf. Nutzen Sie diesen
Befehl, um Hilfe über irgendeine Funktion vom MAGIX Video Pro X6 zu
erhalten.
Tastaturkürzel:
F1
385
386
Kontexthilfe
Damit verwandelt sich der Mauszeiger in einen Pfeil mit einem Fragezeichen.
Klicken Sie auf eine beliebige Schaltfläche der Hauptoberfläche, um die
Programmhilfe zu diesem Steuerelement zu öffnen.
Tastaturkürzel:
Alt + F1
Handbuch (PDF)
Öffnet das Handbuch im PDF-Format. Es enthält wie die Hilfe, die Sie über F1
aufrufen können, alle Hilfestellungen und Wissenswertes zum Programm.
Tooltips anzeigen
Tooltips sind kleine Informationsfenster, die automatisch aufklappen, wenn
der Mauszeiger über eine Schaltfläche kurz stillgehalten wird. Sie informieren
über die Funktion der Schaltfläche. Mit dieser Option lassen sie sich aus- und
einschalten.
magix.info - Multimedia Community aufrufen
Sie haben direkt aus dem Programm heraus Zugang zu magix.info, der
Multimedia Community von MAGIX. Hier finden Sie Antworten auf die
meisten gestellten Fragen zu MAGIX Produkten und Multimedia im
Allgemeinen. Finden Sie zu Ihrem Problem keine passende Lösung? Kein
Problem, stellen Sie einfach selbst die Frage.
Online-Workshops
Interessante Workshops und nützliche Tipps zum einfachen Arbeiten mit
MAGIX Video Pro X6.
Hinweis: Dafür wird eine Internetverbindung benötigt.
Online registrieren
Diese Option ruft die MAGIX Homepage zur Onlineregistrierung auf, wo Sie
sich als MAGIX Nutzer registrieren können.
Damit erhalten Sie Zugang zur MAGIX Support Website, auf der Sie
verschiedene Programmaktualisierungen und Hilfsprogramme nur
herunterladen können, wenn Sie als MAGIX Nutzer registriert sind.
http://pro.magix.com
Kontextmenü
Online aktualisieren
Diese Option ruft die MAGIX Homepage zur Onlineaktualisierung auf, wo Sie
Ihre Programmversion auf den neuesten Stand bringen können.
Videoeffekt-Plug-ins herunterladen
Mit diesem Befehl können Sie neue Videoeffekt-Plug-ins herunterladen.
Über MAGIX Video Pro X6
Es erscheinen Copyright-Hinweise und die Versionsnummer von MAGIX
Video Pro X6.
Kontextmenü
Das Kontextmenü öffnet sich durch Klick mit der rechten Maustaste auf eine
markierte Datei. Es bietet Funktionen an, die im Kontext sinnvoll und erlaubt
sind. Einträge aus dem Kontextmenü, die hier nicht beschreiben sind, werden
im Kapitel „Menüs“ (siehe Seite 356) erklärt.
Video-Objekte
Audiofunktionen
Wellenformdarstellung erzeugen
In den meisten Fällen wird die Wellenformdarstellung einer Audiodatei nicht
benötigt. Wenn Sie dies jedoch trotzdem wünschen, z.B. als Orientierungshilfe
beim Schneiden von Videos, lässt sich das Erzeugen der
Wellenformdarstellung über diese Funktion manuell starten.
Video/Audio auf einer Spur
Das Videomaterial mit dem dazugehörigen Audiomaterial (Originalton) wird
als ein Objekt auf einer Spur angezeigt. Über den oberen Objektanfasser kann
die Deckkraft für das Video angepasst werden. Über den unteren
Objektanfasser wird die Lautstärke dieses Objekts angepasst.
Video/Audio auf separaten Spuren
Das Audiomaterial wird auf einer eigenen Spur unter dem dazugehörigen
Videomaterial angezeigt. Weiterführende Anpassungen des Audiomaterials
über Lautstärkeanpassungen hinaus, sind damit besser zu handhaben.
387
388
Audio-Objekt entfernen
Entfernen Sie das Audio-Objekt, wenn dieses nicht benötigt wird.
Sie können den Originalton als „Audio-Objekt wiederherstellen“, falls er doch
verwendet werden soll.
Frametable (neu) erzeugen
Manchmal ist das Erzeugen der Frametable sinnvoll, um Probleme mit
bestimmten MPEG-Dateien zu lösen. Probleme können sich zum Beispiel in
einer stockenden oder gar nicht funktionierenden Navigation (Positionierung
des Abspielmarkers, spulen) äußern. Normalerweise wird beim Laden von
MPEG-Video keine Frametable erzeugt, der Ladevorgang beschleunigt sich
dadurch deutlich. Wenn Sie sie trotzdem erzeugen, sind MPEG-Dateien im
Normalfall aber wesentlich schneller und besser zu bearbeiten.
Schnitttrimmer
Zeigt bzw. verbirgt das Fenster „Schnitttrimmer“. Damit lassen sich die
Position der markierten Video- oder Bildobjekte und seine Anfasser sowie die
Überblendungseigenschaften (Blendenart, Länge) feinjustieren. Lesen Sie
dazu bitte das Kapitel Videos feinjustieren („Trimmen“) (siehe Seite 115).
Tastaturkürzel: N
Objekttrimmer
Zeigt bzw. verbirgt das Trimmer-Fenster. Damit lassen sich die Position des
markierten Video- oder Bildobjekts und seine Anfasser feinjustieren. Lesen Sie
dazu bitte das Kapitel „Videos feinjustieren“ („Trimmen“) (siehe Seite 115).
Tastaturkürzel:
Umschalt + N
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Kontextmenü
Audio-Video-Offset setzen
Hiermit gleichen Sie bei Video-Objekten mit Audiospur einen Zeitversatz
zwischen Ton und Bild aus. Ein positiver Offsetwert verschiebt das
Audiomaterial nach hinten, ein negativer verschiebt es nach vorn.
Tastaturkürzel:
Alt + O
Rastpunkte bearbeiten
Objekte, Objektkanten, Marker oder der Abspielmarker springen automatisch
an bestimmte „Schlüsselpositionen“, sobald sie mit der Maus nah genug an
diese heranbewegt werden. Dies nennt man „Rasten“. Damit können Objekte
auch dann exakt positioniert werden, wenn das Projekt weit herausgezoomt
ist. Pro Objekt kann ein Rastpunkt bestimmt werden, um innerhalb eines
Objekts bestimmte Stellen zu markieren, an denen andere Objekte rasten.
Dies hilft z. B. wenn Sie einen Titel an einer bestimmten Stelle eines VideoObjekts einblenden wollen.
• Um einen Rastpunkt zu setzen, wählen Sie ein Objekt aus und setzen Sie
den Abspielmarker an die Stelle, an die Sie den Rastpunkt setzen möchten.
• Mit der Option „Rastpunkt setzen“, die Sie im Menü „Bearbeiten“ >
„Rastpunkte bearbeiten“ finden, wird ein Rastpunkt gesetzt. Mit
„Rastpunkt löschen“ wird er wieder gelöscht. Sobald Sie an einer anderen
Stelle im Objekt die Option „Rastpunkt setzen“ auswählen, wird dieser
automatisch verschoben.
• „Alle Rastpunkte löschen“ löscht die Rastpunkte in allen Objekten
innerhalb eines Films.
Tastaturkürzel für „Rastpunkt setzen“:
Strg + P
Standbild erzeugen
MAGIX Video Pro X6 erzeugt ein Standbild des Objekts ab der Position des
Abspielmarkers.
389
390
Bewegung
Damit lassen sich Video-Objekte auf dem Bildschirm bewegen. Siehe
„Bewegung“ (siehe Seite 163) im Kapitel Videoeffekte.
An Bildposition im Video heften
Videos, Bilder oder (3D-)Textobjekte können mit dieser Funktion einer
Bewegung in einem Video effektvoll folgen. Lesen Sie dazu auch das Thema
„Magnetische Objekte“ (siehe Seite 187).
Interpolation für Interlace-Material
Wählen Sie diese Option, um Kammstrukturen aus einem (Video-) Bild zu
entfernen. Wenn Sie z. B. Standbilder aus einem Video extrahieren, entstehen
solche Kammstrukturen in Bildteilen mit Bewegung.
Anti-Interlacefilter
Wählen Sie diese Option für Standbilder, die sehr feine Strukturen mit hohem
Kontrast haben. Bei der Wiedergabe auf TV-Bildschirmen können Sie damit
das Zeilenflimmern beseitigen.
Randbeschneidungsausgleich
Wählen Sie diese Option, wenn Randbereiche bei der Wiedergabe am
Fernseher abgeschnitten sind. Hierbei werden die Werte aus
„Effekteinstellungen Film“ (siehe Seite 193) (Menü „Effekte“) verwendet.
Videoeffekte
Die Einträge dieses Untermenüs sind auch direkt im Media Pool verfügbar.
Objekte in die Projektablage einfügen
Jedes einzelne Objekt lässt sich in die Projektablage einfügen und später
wiederverwenden. Dabei bleiben alle Eigenschaften des Objektes erhalten.
http://pro.magix.com
Kontextmenü
Dies ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn Videomaterial erst vorgeschnitten
werden soll, um es dann in einem zweiten Schritt zu arrangieren.
Datum als Titel einblenden
MAGIX Video Pro X6 kann dem Bildmaterial eine Zeit- und Datumsangabe
beifügen. Dazu wählen Sie im Kontextmenü des Video-Objekts die Option
„Datum als Titel einblenden“.
Handelt es sich um eine DV-AVI-Datei (d. h. um eine digitale Aufnahme z. B.
aus einem Camcorder), wird das Aufnahmedatum der ausgewählten Stelle
verwendet. Handelt es sich um eine andere Datei, wird das Erstellungsdatum
der Datei als Timecode benutzt. Anschließend wird der Titeleditor geöffnet,
um die Vorgaben anzupassen.
Objekteigenschaften
Diese Funktion zeigt sämtliche Informationen über das gerade ausgewählte
Objekt an, zum Beispiel Dateiname, Position auf der Festplatte, Tempo etc.
Außerdem bietet der Objekteditor die Möglichkeit, die Hintergrundfarbe jedes
Objekts im Projekt zu definieren. Je nach Art des Objekts variieren die
angezeigten Elemente.
Allgemeine Informationen
Hier lässt sich der Name des gewählten Objekts sowie die Vorder- und
Hintergrundfarbe und das Seitenverhältnis für das Objekt im nicht
ausgewählten Zustand ändern. Außerdem wird neben weiteren Informationen
angezeigt, auf welche Datei das gewählte Objekt zeigt.
Zwischenbildberechnung (nur bei Video-Objekten)
Eigenschaften Interlace: Normalerweise werden hier durch MAGIX Video Pro
X6 automatisch passende Einstellungen gesetzt. Bei fehlerhaftem
Videomaterial müssen Sie jedoch Anpassungen vornehmen. Wenn die
Wiedergabe des exportierten Films am TV ruckelt, flimmert oder Effekte
unschön aussehen, können Sie die Halbbildreihenfolge des Quellmaterials
umkehren.
Optionen Deinterlace: Normalerweise braucht die Einstellung „Automatische
Interlace-Verarbeitung“ nicht geändert werden. Dabei werden die Halbbilder
getrennt verarbeitet und beim Export zum Encoder durchgereicht. Dabei wird,
wenn nötig, durch MAGIX Video Pro X6 ein hochwertiges Deinterlacing
durchgeführt. Bei „Keine Interlace-Verarbeitung“ wird davon ausgegangen,
dass das Quellmaterial Vollbilder enthält.
391
392
Für mehr Informationen lesen Sie das Thema „Interlace“ (siehe Seite 460).
Zwischenbilder interpolieren: Aktivieren Sie diese Funktion, um beim
Abspielen des Materials weichere Bewegungen zu erzeugen, also ein
flüssigeres Bild zu erhalten.
Tempo/Tonhöhe (nur bei Audio-Objekten)
Falls eine Tempoangabe vorliegt, lässt sich hier das Tempo verdoppeln oder
halbieren. Das Tempo ermitteln Sie mit dem Tempo- und
Takterkennungsassistent.
Metadaten (nur wenn Metadaten im Objekt vorhanden sind)
Metadaten von Bildern bzw. AVCHD-Videos werden hier – soweit vorhanden
– angezeigt. Damit erhalten Sie verschiedene zusätzliche Informationen zum
Objekt.
Bildobjekte
Die Optionen des Kontexmenüs für Bildobjekte finden sich auch im
Kontextmenü für Video-Objekte (s. o.), mit folgenden Ausnahmen.
Fotolänge ändern
In diesem Dialog lässt sich die Anzeigedauer des ausgewählten Fotos exakt
eingeben. Sie können zuvor auch mehrere Fotos auswählen, um deren
Anzeigedauer gemeinsam zu ändern.
Rastpunkte bearbeiten
Objekte, Objektkanten, Marker oder der Abspielmarker springen automatisch
an bestimmte „Schlüsselpositionen“, sobald sie mit der Maus nah genug an
diese heranbewegt werden. Dies nennt man „Rasten“. Damit können Objekte
auch dann exakt positioniert werden, wenn das Projekt weit herausgezoomt
ist. Pro Objekt kann ein Rastpunkt bestimmt werden, um innerhalb eines
Objekts bestimmte Stellen zu markieren, an denen andere Objekte rasten.
Dies hilft z. B. wenn Sie einen Titel an einer bestimmten Stelle eines VideoObjekts einblenden wollen.
• Um einen Rastpunkt zu setzen, wählen Sie ein Objekt aus und setzen Sie
den Abspielmarker an die Stelle, an die Sie den Rastpunkt setzen möchten.
• Mit der Option „Rastpunkt setzen“, die Sie im Menü „Bearbeiten“ >
„Rastpunkte bearbeiten“ finden, wird ein Rastpunkt gesetzt. Mit
„Rastpunkt löschen“ wird er wieder gelöscht. Sobald Sie an einer anderen
http://pro.magix.com
Kontextmenü
Stelle im Objekt die Option „Rastpunkt setzen“ auswählen, wird dieser
automatisch verschoben.
• „Alle Rastpunkte löschen“ löscht die Rastpunkte in allen Objekten
innerhalb eines Films.
Tastaturkürzel für „Rastpunkt setzen“:
Strg + P
Bewegung
Damit lassen sich Video-Objekte auf dem Bildschirm bewegen. Siehe
„Bewegung“ (siehe Seite 163) im Kapitel Videoeffekte.
Ausschnitt
Mit dieser Funktion lassen sich Video-Objekte in einen Teilbereich des
Bildschirms einpassen. Lesen Sie dazu bitte das Kapitel „Videoeffekte“ (siehe
Seite 162)!
An Bildposition im Video heften
Videos, Bilder oder (3D-)Textobjekte können mit dieser Funktion einer
Bewegung in einem Video effektvoll folgen. Lesen Sie dazu auch das Thema
„Magnetische Objekte“ (siehe Seite 187).
Automatisch bildfüllend beschneiden
Diese Funktion sorgt dafür, dass die Bilder keinen schwarzen Rand haben,
sollten sie nicht genau in das Format passen.
Anti-Interlacefilter
Wählen Sie diese Option für Standbilder, die sehr feine Strukturen mit hohem
Kontrast haben. Bei der Wiedergabe auf TV-Bildschirmen können Sie damit
das Zeilenflimmern beseitigen.
Randbeschneidungsausgleich
Wählen Sie diese Option, wenn Randbereiche bei der Wiedergabe am
Fernseher abgeschnitten sind. Hierbei werden die Werte aus
„Effekteinstellungen Film“ (siehe Seite 193) (Menü „Effekte“) verwendet.
393
394
Export in MAGIX Online Album
Loggen Sie sich in den Service MAGIX Online Album ein und laden Sie Bilder
und Musik in Ihr Album, um Sie Ihren Freuden und Bekannten jederzeit im
Internet präsentieren zu können. Der Assistent leitet Sie schrittweise bis zum
Hochladen der Bilder an. Danach können Sie Ihr aktualisiertes MAGIX Online
Album aufrufen.
Export in MAGIX Online Druck Service
Mit MAGIX Online Druck Service bestellen Sie Ihre Digitalfotos per Klick als
hochwertige Fotoabzüge oder gedruckt auf tollen Fotogeschenken direkt nach
Hause.
Videoeffekte
Die Einträge dieses Untermenüs sind auch direkt im Media Pool verfügbar.
Objekte in die Projektablage einfügen
Jedes einzelne Objekt lässt sich in die Projektablage einfügen und später
wiederverwenden. Dabei bleiben alle Eigenschaften des Objektes erhalten.
Dies ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn Videomaterial erst vorgeschnitten
werden soll, um es dann in einem zweiten Schritt zu arrangieren.
Objekteigenschaften
Diese Funktion zeigt sämtliche Informationen über das gerade ausgewählte
Objekt an, zum Beispiel Dateiname, Position auf der Festplatte, Tempo etc.
Außerdem bietet der Objekteditor die Möglichkeit, die Hintergrundfarbe jedes
Objekts im Projekt zu definieren. Je nach Art des Objekts variieren die
angezeigten Elemente.
http://pro.magix.com
Kontextmenü
Allgemeine Informationen
Hier lässt sich der Name des gewählten Objekts sowie die Vorder- und
Hintergrundfarbe und das Seitenverhältnis für das Objekt im nicht
ausgewählten Zustand ändern. Außerdem wird neben weiteren Informationen
angezeigt, auf welche Datei das gewählte Objekt zeigt.
Zwischenbildberechnung (nur bei Video-Objekten)
Eigenschaften Interlace: Normalerweise werden hier durch MAGIX Video Pro
X6 automatisch passende Einstellungen gesetzt. Bei fehlerhaftem
Videomaterial müssen Sie jedoch Anpassungen vornehmen. Wenn die
Wiedergabe des exportierten Films am TV ruckelt, flimmert oder Effekte
unschön aussehen, können Sie die Halbbildreihenfolge des Quellmaterials
umkehren.
Optionen Deinterlace: Normalerweise braucht die Einstellung „Automatische
Interlace-Verarbeitung“ nicht geändert werden. Dabei werden die Halbbilder
getrennt verarbeitet und beim Export zum Encoder durchgereicht. Dabei wird,
wenn nötig, durch MAGIX Video Pro X6 ein hochwertiges Deinterlacing
durchgeführt. Bei „Keine Interlace-Verarbeitung“ wird davon ausgegangen,
dass das Quellmaterial Vollbilder enthält.
Für mehr Informationen lesen Sie das Thema „Interlace“ (siehe Seite 460).
Zwischenbilder interpolieren: Aktivieren Sie diese Funktion, um beim
Abspielen des Materials weichere Bewegungen zu erzeugen, also ein
flüssigeres Bild zu erhalten.
Tempo/Tonhöhe (nur bei Audio-Objekten)
Falls eine Tempoangabe vorliegt, lässt sich hier das Tempo verdoppeln oder
halbieren. Das Tempo ermitteln Sie mit dem Tempo- und
Takterkennungsassistent.
Metadaten (nur wenn Metadaten im Objekt vorhanden sind)
Metadaten von Bildern bzw. AVCHD-Videos werden hier – soweit vorhanden
– angezeigt. Damit erhalten Sie verschiedene zusätzliche Informationen zum
Objekt.
395
396
Blenden
Das Kontextmenü für Blenden erreichen Sie über die A/B-Schaltfläche
am jeweils hinteren Objekt. Dort finden Sie neben verschiedenen
Blenden noch folgende Optionen:
Schnitttrimmer
Zeigt bzw. verbirgt das Fenster „Schnitttrimmer“. Damit lassen sich die
Position der markierten Video- oder Bildobjekte und seine Anfasser sowie die
Überblendungseigenschaften (Blendenart, Länge) feinjustieren. Lesen Sie
dazu bitte das Kapitel Videos feinjustieren („Trimmen“) (siehe Seite 115).
Tastaturkürzel: N
Audio-Objekte
Die Optionen des Kontextmenüs für Audio-Objekte entsprechen den
Optionen im Menü „Effekte“ > „Audioeffekte“ bzw. Menü „Bearbeiten“, mit
folgenden Ausnahmen.
Audio-Video-Offset setzen
Hiermit gleichen Sie bei Video-Objekten mit Audiospur einen Zeitversatz
zwischen Ton und Bild aus. Ein positiver Offsetwert verschiebt das
Audiomaterial nach hinten, ein negativer verschiebt es nach vorn.
Tastaturkürzel:
Alt + O
Rastpunkte bearbeiten
Objekte, Objektkanten, Marker oder der Abspielmarker springen automatisch
an bestimmte „Schlüsselpositionen“, sobald sie mit der Maus nah genug an
diese heranbewegt werden. Dies nennt man „Rasten“. Damit können Objekte
auch dann exakt positioniert werden, wenn das Projekt weit herausgezoomt
http://pro.magix.com
Kontextmenü
ist. Pro Objekt kann ein Rastpunkt bestimmt werden, um innerhalb eines
Objekts bestimmte Stellen zu markieren, an denen andere Objekte rasten.
Dies hilft z. B. wenn Sie einen Titel an einer bestimmten Stelle eines VideoObjekts einblenden wollen.
• Um einen Rastpunkt zu setzen, wählen Sie ein Objekt aus und setzen Sie
den Abspielmarker an die Stelle, an die Sie den Rastpunkt setzen möchten.
• Mit der Option „Rastpunkt setzen“, die Sie im Menü „Bearbeiten“ >
„Rastpunkte bearbeiten“ finden, wird ein Rastpunkt gesetzt. Mit
„Rastpunkt löschen“ wird er wieder gelöscht. Sobald Sie an einer anderen
Stelle im Objekt die Option „Rastpunkt setzen“ auswählen, wird dieser
automatisch verschoben.
• „Alle Rastpunkte löschen“ löscht die Rastpunkte in allen Objekten
innerhalb eines Films.
Tastaturkürzel für „Rastpunkt setzen“:
Strg + P
Takterkennungsassistent
Lesen Sie dazu den Abschnitt Tempo- und Takterkennungsassistent im
Kapitel Audio.
Tastaturkürzel:
Alt + Umschalt + K
Objekte in die Projektablage einfügen
Jedes einzelne Objekt lässt sich in die Projektablage einfügen und später
wiederverwenden. Dabei bleiben alle Eigenschaften des Objektes erhalten.
Dies ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn Videomaterial erst vorgeschnitten
werden soll, um es dann in einem zweiten Schritt zu arrangieren.
Wave extern bearbeiten
Audiodateien können aus dem Projektfenster in einem externen Waveeditor
nachbearbeitet werden. Die ausgewählte Audiodatei wird automatisch
geladen und nach Abschluss der Edition in MAGIX Video Pro X6 anstelle des
ursprünglichen Materials verwendet. MAGIX Video Pro X6 liefert dafür ein
leistungsfähiges Audiobearbeitungsprogramm: MAGIX Music Editor 3.
Tastaturkürzel:
Alt + Z
Lautstärkekurve
Auf den wichtigsten Objektkurveneffekt, die Lautstärke, können Sie hier direkt
zugreifen. Die Lautstärke finden Sie auch im Media Pool unter „Effekte“ >
397
398
„Audioeffekte“ > „Allgemein“ (siehe Seite 168), sie lässt sich dort auch
animieren.
Tastaturkürzel:
Strg + Umschalt + V
Audioeffektkurven
Hier haben Sie direkten Zugriff auf diverse Objekteffekte, die sich mittels einer
Kurve automatisieren lassen. Alle hier aufgelisteten Audioeffekte finden Sie
auch im Media Pool unter „Effekte“ > „Audioeffekte“ > „Allgemein“ (siehe
Seite 168).
Andere Audio-Objekte an dieser Spur ausrichten
Mit Video-Objekten gruppierte Audio-Objekte lassen sich nutzen, um
Aufnahmen aus verschiedenen Kameraeinstellungen miteinander zu
synchronisieren.
Für weitere Informationen lesen Sie das Thema „Video-Objekte anhand der
Tonspur synchronisieren“ (siehe Seite 139).
Stereo-Objekt in Mono-Objekte aufteilen
Ein Audio-Objekt im Stereoformat lässt sich mit dieser Funktion ganz leicht in
2 Mono-Objekte aufteilen. In der originalen Spur befindet sich das AudioObjekt mit dem linken Kanal, in einer automatisch hinzugefügten Spur das
Audio-Objekt mit dem rechten Kanal.
Dies ist beispielsweise nützlich, wenn bei der Aufnahme die Kanäle
versehentlich vertauscht wurden, zum Beispiel durch fehlerhafte Verkabelung.
In diesem Fall öffnen Sie den Mixer und setzen die Pan(orama)-Einstellung
der jeweiligen Kanäle auf die richtige Position.
Spurkurven anzeigen
Die zuletzt gewählte Spurkurve wird auf dem Objekt dargestellt und lässt sich
bearbeiten. Beim Verwenden einer Kurve wird der jeweils im Mixer gesetzte
Parameter nicht berücksichtigt.
Hinweis: Die Spurkurven von Audio-Objekten lassen sich genauso animieren
wie die Videoeffekte. Lesen Sie dazu das Kapitel „Objekte animieren“ (siehe
Seite 173).
http://pro.magix.com
Kontextmenü
Spurkurven zurücksetzen
Alle Spurkurven werden mit dieser Funktion zurückgesetzt. Ab jetzt gelten für
die Spur die gesetzen Einstellungen im Mixer wieder.
Achtung! Prüfen Sie vor der Anwendung dieser Funktion gründlich, ob keine
der Spurkurven weiterhin gebraucht wird.
Export in MAGIX Online Album
Loggen Sie sich in den Service MAGIX Online Album ein und laden Sie Bilder
und Musik in Ihr Album, um Sie Ihren Freuden und Bekannten jederzeit im
Internet präsentieren zu können. Der Assistent leitet Sie schrittweise bis zum
Hochladen der Bilder an. Danach können Sie Ihr aktualisiertes MAGIX Online
Album aufrufen.
Objekteigenschaften
Diese Funktion zeigt sämtliche Informationen über das gerade ausgewählte
Objekt an, zum Beispiel Dateiname, Position auf der Festplatte, Tempo etc.
Außerdem bietet der Objekteditor die Möglichkeit, die Hintergrundfarbe jedes
Objekts im Projekt zu definieren. Je nach Art des Objekts variieren die
angezeigten Elemente.
Allgemeine Informationen
Hier lässt sich der Name des gewählten Objekts sowie die Vorder- und
Hintergrundfarbe und das Seitenverhältnis für das Objekt im nicht
ausgewählten Zustand ändern. Außerdem wird neben weiteren Informationen
angezeigt, auf welche Datei das gewählte Objekt zeigt.
Zwischenbildberechnung (nur bei Video-Objekten)
Eigenschaften Interlace: Normalerweise werden hier durch MAGIX Video Pro
X6 automatisch passende Einstellungen gesetzt. Bei fehlerhaftem
Videomaterial müssen Sie jedoch Anpassungen vornehmen. Wenn die
Wiedergabe des exportierten Films am TV ruckelt, flimmert oder Effekte
unschön aussehen, können Sie die Halbbildreihenfolge des Quellmaterials
umkehren.
Optionen Deinterlace: Normalerweise braucht die Einstellung „Automatische
Interlace-Verarbeitung“ nicht geändert werden. Dabei werden die Halbbilder
getrennt verarbeitet und beim Export zum Encoder durchgereicht. Dabei wird,
wenn nötig, durch MAGIX Video Pro X6 ein hochwertiges Deinterlacing
durchgeführt. Bei „Keine Interlace-Verarbeitung“ wird davon ausgegangen,
dass das Quellmaterial Vollbilder enthält.
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400
Für mehr Informationen lesen Sie das Thema „Interlace“ (siehe Seite 460).
Zwischenbilder interpolieren: Aktivieren Sie diese Funktion, um beim
Abspielen des Materials weichere Bewegungen zu erzeugen, also ein
flüssigeres Bild zu erhalten.
Tempo/Tonhöhe (nur bei Audio-Objekten)
Falls eine Tempoangabe vorliegt, lässt sich hier das Tempo verdoppeln oder
halbieren. Das Tempo ermitteln Sie mit dem Tempo- und
Takterkennungsassistent.
Metadaten (nur wenn Metadaten im Objekt vorhanden sind)
Metadaten von Bildern bzw. AVCHD-Videos werden hier – soweit vorhanden
– angezeigt. Damit erhalten Sie verschiedene zusätzliche Informationen zum
Objekt.
Textobjekte
Titeleditor
Ruft den Titeleditor für das ausgewählte Foto-, Video- oder Titelobjekt
auf.
Alle Effekte aus
Alle auf den Text angewendeten Effekte werden deaktiviert.
Rastpunkte bearbeiten
Objekte, Objektkanten, Marker oder der Abspielmarker springen automatisch
an bestimmte „Schlüsselpositionen“, sobald sie mit der Maus nah genug an
diese heranbewegt werden. Dies nennt man „Rasten“. Damit können Objekte
auch dann exakt positioniert werden, wenn das Projekt weit herausgezoomt
ist. Pro Objekt kann ein Rastpunkt bestimmt werden, um innerhalb eines
Objekts bestimmte Stellen zu markieren, an denen andere Objekte rasten.
Dies hilft z. B. wenn Sie einen Titel an einer bestimmten Stelle eines VideoObjekts einblenden wollen.
• Um einen Rastpunkt zu setzen, wählen Sie ein Objekt aus und setzen Sie
den Abspielmarker an die Stelle, an die Sie den Rastpunkt setzen möchten.
• Mit der Option „Rastpunkt setzen“, die Sie im Menü „Bearbeiten“ >
„Rastpunkte bearbeiten“ finden, wird ein Rastpunkt gesetzt. Mit
„Rastpunkt löschen“ wird er wieder gelöscht. Sobald Sie an einer anderen
http://pro.magix.com
Kontextmenü
Stelle im Objekt die Option „Rastpunkt setzen“ auswählen, wird dieser
automatisch verschoben.
• „Alle Rastpunkte löschen“ löscht die Rastpunkte in allen Objekten
innerhalb eines Films.
Tastaturkürzel für „Rastpunkt setzen“:
Strg + P
Titelvorlage laden
Öffnet den Dialog zum Laden einer Titelvorlage.
Speichern als Titelvorlage
Hier können Sie eigene Kreationen für Titel als Vorlage ablegen. Mit der
Funktion „Titelvorlage laden“ lassen sich diese Vorlagen schnell
wiederverwenden.
Speichern als Spezialeffekt
Diese Funktion speichert den Titel mit allen Objekten ab, die mit dem
Titelobjekt gruppiert (siehe Seite 370) wurden. So erstellen Sie Titelvorlagen,
die beispielsweise alle benötigten Overlay-Objekte enthalten.
In 3D-Titel konvertieren
Wandelt ein Titelobjekt in ein MAGIX 3D Maker-Objekt um und öffnet
anschließend eine eingeschränkte Version von MAGIX 3D Maker.
An Bildposition im Video heften
Videos, Bilder oder (3D-)Textobjekte können mit dieser Funktion einer
Bewegung in einem Video effektvoll folgen. Lesen Sie dazu auch das Thema
„Magnetische Objekte“ (siehe Seite 187).
Randbeschneidungsausgleich
Wählen Sie diese Option, wenn Randbereiche bei der Wiedergabe am
Fernseher abgeschnitten sind. Hierbei werden die Werte aus
„Effekteinstellungen Film“ (siehe Seite 193) (Menü „Effekte“) verwendet.
Objekte in die Projektablage einfügen
Jedes einzelne Objekt lässt sich in die Projektablage einfügen und später
wiederverwenden. Dabei bleiben alle Eigenschaften des Objektes erhalten.
Dies ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn Videomaterial erst vorgeschnitten
werden soll, um es dann in einem zweiten Schritt zu arrangieren.
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Objekteigenschaften
Diese Funktion zeigt sämtliche Informationen über das gerade ausgewählte
Objekt an, zum Beispiel Dateiname, Position auf der Festplatte, Tempo etc.
Außerdem bietet der Objekteditor die Möglichkeit, die Hintergrundfarbe jedes
Objekts im Projekt zu definieren. Je nach Art des Objekts variieren die
angezeigten Elemente.
Allgemeine Informationen
Hier lässt sich der Name des gewählten Objekts sowie die Vorder- und
Hintergrundfarbe und das Seitenverhältnis für das Objekt im nicht
ausgewählten Zustand ändern. Außerdem wird neben weiteren Informationen
angezeigt, auf welche Datei das gewählte Objekt zeigt.
Zwischenbildberechnung (nur bei Video-Objekten)
Eigenschaften Interlace: Normalerweise werden hier durch MAGIX Video Pro
X6 automatisch passende Einstellungen gesetzt. Bei fehlerhaftem
Videomaterial müssen Sie jedoch Anpassungen vornehmen. Wenn die
Wiedergabe des exportierten Films am TV ruckelt, flimmert oder Effekte
unschön aussehen, können Sie die Halbbildreihenfolge des Quellmaterials
umkehren.
Optionen Deinterlace: Normalerweise braucht die Einstellung „Automatische
Interlace-Verarbeitung“ nicht geändert werden. Dabei werden die Halbbilder
getrennt verarbeitet und beim Export zum Encoder durchgereicht. Dabei wird,
wenn nötig, durch MAGIX Video Pro X6 ein hochwertiges Deinterlacing
durchgeführt. Bei „Keine Interlace-Verarbeitung“ wird davon ausgegangen,
dass das Quellmaterial Vollbilder enthält.
Für mehr Informationen lesen Sie das Thema „Interlace“ (siehe Seite 460).
Zwischenbilder interpolieren: Aktivieren Sie diese Funktion, um beim
Abspielen des Materials weichere Bewegungen zu erzeugen, also ein
flüssigeres Bild zu erhalten.
Tempo/Tonhöhe (nur bei Audio-Objekten)
Falls eine Tempoangabe vorliegt, lässt sich hier das Tempo verdoppeln oder
halbieren. Das Tempo ermitteln Sie mit dem Tempo- und
Takterkennungsassistent.
http://pro.magix.com
Kontextmenü
Metadaten (nur wenn Metadaten im Objekt vorhanden sind)
Metadaten von Bildern bzw. AVCHD-Videos werden hier – soweit vorhanden
– angezeigt. Damit erhalten Sie verschiedene zusätzliche Informationen zum
Objekt.
MAGIX 3D Maker-Objekte
Einstellungen bearbeiten...
Eine eingeschränkte Version von MAGIX 3D Maker öffnet sich, um das
ausgewählte Objekt zu bearbeiten.
Rastpunkte bearbeiten
Objekte, Objektkanten, Marker oder der Abspielmarker springen automatisch
an bestimmte „Schlüsselpositionen“, sobald sie mit der Maus nah genug an
diese heranbewegt werden. Dies nennt man „Rasten“. Damit können Objekte
auch dann exakt positioniert werden, wenn das Projekt weit herausgezoomt
ist. Pro Objekt kann ein Rastpunkt bestimmt werden, um innerhalb eines
Objekts bestimmte Stellen zu markieren, an denen andere Objekte rasten.
Dies hilft z. B. wenn Sie einen Titel an einer bestimmten Stelle eines VideoObjekts einblenden wollen.
• Um einen Rastpunkt zu setzen, wählen Sie ein Objekt aus und setzen Sie
den Abspielmarker an die Stelle, an die Sie den Rastpunkt setzen möchten.
• Mit der Option „Rastpunkt setzen“, die Sie im Menü „Bearbeiten“ >
„Rastpunkte bearbeiten“ finden, wird ein Rastpunkt gesetzt. Mit
„Rastpunkt löschen“ wird er wieder gelöscht. Sobald Sie an einer anderen
Stelle im Objekt die Option „Rastpunkt setzen“ auswählen, wird dieser
automatisch verschoben.
• „Alle Rastpunkte löschen“ löscht die Rastpunkte in allen Objekten
innerhalb eines Films.
Tastaturkürzel für „Rastpunkt setzen“:
Strg + P
Standbild erzeugen
MAGIX Video Pro X6 erzeugt ein Standbild des Objekts ab der Position des
Abspielmarkers.
Bewegung
Damit lassen sich Video-Objekte auf dem Bildschirm bewegen. Siehe
„Bewegung“ (siehe Seite 163) im Kapitel Videoeffekte.
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Ausschnitt
Mit dieser Funktion lassen sich Video-Objekte in einen Teilbereich des
Bildschirms einpassen. Lesen Sie dazu bitte das Kapitel „Videoeffekte“ (siehe
Seite 162)!
An Bildposition im Video heften
Videos, Bilder oder (3D-)Textobjekte können mit dieser Funktion einer
Bewegung in einem Video effektvoll folgen. Lesen Sie dazu auch das Thema
„Magnetische Objekte“ (siehe Seite 187).
Videoeffekte
Die Einträge dieses Untermenüs sind auch direkt im Media Pool verfügbar.
Objekte in die Projektablage einfügen
Jedes einzelne Objekt lässt sich in die Projektablage einfügen und später
wiederverwenden. Dabei bleiben alle Eigenschaften des Objektes erhalten.
Dies ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn Videomaterial erst vorgeschnitten
werden soll, um es dann in einem zweiten Schritt zu arrangieren.
Objekteigenschaften
Diese Funktion zeigt sämtliche Informationen über das gerade ausgewählte
Objekt an, zum Beispiel Dateiname, Position auf der Festplatte, Tempo etc.
Außerdem bietet der Objekteditor die Möglichkeit, die Hintergrundfarbe jedes
Objekts im Projekt zu definieren. Je nach Art des Objekts variieren die
angezeigten Elemente.
Allgemeine Informationen
Hier lässt sich der Name des gewählten Objekts sowie die Vorder- und
Hintergrundfarbe und das Seitenverhältnis für das Objekt im nicht
ausgewählten Zustand ändern. Außerdem wird neben weiteren Informationen
angezeigt, auf welche Datei das gewählte Objekt zeigt.
http://pro.magix.com
Kontextmenü
Zwischenbildberechnung (nur bei Video-Objekten)
Eigenschaften Interlace: Normalerweise werden hier durch MAGIX Video Pro
X6 automatisch passende Einstellungen gesetzt. Bei fehlerhaftem
Videomaterial müssen Sie jedoch Anpassungen vornehmen. Wenn die
Wiedergabe des exportierten Films am TV ruckelt, flimmert oder Effekte
unschön aussehen, können Sie die Halbbildreihenfolge des Quellmaterials
umkehren.
Optionen Deinterlace: Normalerweise braucht die Einstellung „Automatische
Interlace-Verarbeitung“ nicht geändert werden. Dabei werden die Halbbilder
getrennt verarbeitet und beim Export zum Encoder durchgereicht. Dabei wird,
wenn nötig, durch MAGIX Video Pro X6 ein hochwertiges Deinterlacing
durchgeführt. Bei „Keine Interlace-Verarbeitung“ wird davon ausgegangen,
dass das Quellmaterial Vollbilder enthält.
Für mehr Informationen lesen Sie das Thema „Interlace“ (siehe Seite 460).
Zwischenbilder interpolieren: Aktivieren Sie diese Funktion, um beim
Abspielen des Materials weichere Bewegungen zu erzeugen, also ein
flüssigeres Bild zu erhalten.
Tempo/Tonhöhe (nur bei Audio-Objekten)
Falls eine Tempoangabe vorliegt, lässt sich hier das Tempo verdoppeln oder
halbieren. Das Tempo ermitteln Sie mit dem Tempo- und
Takterkennungsassistent.
Metadaten (nur wenn Metadaten im Objekt vorhanden sind)
Metadaten von Bildern bzw. AVCHD-Videos werden hier – soweit vorhanden
– angezeigt. Damit erhalten Sie verschiedene zusätzliche Informationen zum
Objekt.
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Projektablage
Umbenennen
Mit diesem Befehl können Sie ein Objekt in der Projektablage umbenennen.
Der Name wird auch als Dateiname benutzt, wenn Sie das Objekt als Take
(*.tk2) speichern.
Speichern
MIt diesem Befehl können Sie einen Eintrag in der Projektablage (Objekt oder
Objektgruppe) als Takedatei (*.tk2) speichern. Mehr dazu im Kapitel Objekte,
Abschnitt Objekte separat speichern.
Löschen
Entfernt das Objekt aus der Projektablage. Die dazugehörige Quelldatei (Foto,
Video, Audio u.a.) wird nicht gelöscht.
Eigenschaften
Zeigt die Eigenschaften des Objektes (siehe Seite 391) in der Projektablage
an.
In Film einfügen
Das ausgewählte Objekt wird in den Film eingefügt.
Im Videomonitor öffnen
Das ausgewählte Objekt wird im Quellmonitor angezeigt.
Zugehörige Objekte im Film auswählen
Ein Objekt aus der Projektablage wird im Film markiert. Wird das Objekt im
Film mehrfach verwendet, werden alle markiert.
Zugehöriges Quellmaterial im Film auswählen
Alle Objekte im Film, die diesem Quellmaterial entsprechen, werden markiert.
http://pro.magix.com
Kontextmenü
Spur
Diese Menü öffnet sich beim Rechtsklick auf einen leeren Bereich in einer
Spur.
Objekte einfügen
Der Inhalt der Zwischenablage wird an der Klickposition eingefügt.
Bereich über Leerraum
Der Bereichsanfang und das Bereichsende im Film werden an die jeweiligen
Grenzen des angeklickten Leerraums gesetzt.
Tastaturkürzel:
X
Spurkurven anzeigen
Mit dieser Option lassen sich die Spurkurven der entsprechenden Spur einund ausblenden. Spurkurven gibt es nur für Lautstärke und Panorama einer
Audiospur. Sie entstehen, wenn diese aus dem Mixer heraus automatisiert
werden. Lesen Sie dazu den entsprechenden Abschnitt im Kapitel Tonspuren
(siehe Seite 238).
Tastaturkürzel:
Alt + -
Spurkurven zurücksetzen
Die Lautstärke- und Balance-Spurkurve wird zurückgesetzt, die Automation
der entsprechenden Mixereinstellungen (siehe Seite 238) entfernt.
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Probleme & Lösungen
Datei wird nicht geladen
Wenn sich Dateien nicht laden lassen, wird das Format entweder gar nicht
von MAGIX Video Pro X6 unterstützt oder der entsprechende Codec muss
freigeschaltet werden. Lesen Sie dazu die Abschnitte „Importformate“ (siehe
Seite 18).
Bei AVI-Dateien ist es möglich, dass der erforderliche Codec gar nicht
installiert ist. Lesen Sie dazu den Abschnitt „Allgemeine Hinweise zu AVI
Videos“ (siehe Seite 427) im „Anhang: Digitales Video und Datenträger“.
Ruckelnde Wiedergabe
Sollte es beim Abspielen im Computer ruckeln – keine Angst: das fertige
Errgebnis wird perfekt und absolut flüssig. Bedenken Sie, dass MAGIX Video
Pro X6 alle Effekte in Echtzeit berechnet. Sie sehen deshalb immer sofort, wie
Ihr Filmmaterial beeinflusst wird.
Aber viele Effekte können auch moderne PCs ins Schwitzen bringen. Ein
flüssiges Abspielen am PC ist dann nicht mehr möglich. Erst beim Rendern
einer DVD oder beim Export entsteht das ruckelfreie Resultat. Schneiden Sie
deshalb den Film erst roh und ohne Effekte. Sie haben dabei in der Regel eine
flüssige Vorschau und können zügig arbeiten.
Tempo- und Takterkennungsassistent Probleme und Abhilfe
Problem: Die Wiedergabe stottert, das Metronom setzen aus, der PC ist
überlastet ... (auf älteren Computern.)
Abhilfe: Wir empfehlen in diesem Fall, anstelle von Direct Sound auf WaveTreiber umzustellen (Taste P, Dialog „Abspielparameter”).
Problem: Das Metronom arbeitet nicht und es werden keine Striche in die
Wellenformdarstellung gezeichnet.
Mögliche Ursache: Das Material enthält keine Beats oder der Song enthält
eine Passage ohne Beats (beispielsweise nur Synthesizerflächen, nur Gesang
o. ä.).
http://pro.magix.com
Probleme & Lösungen
Abhilfe: Mit dem In-Point und dem Objektende sollte der Song so begrenzt
werden, dass nur noch rhythmische Passagen enthalten sind.
Mögliche 2. Ursache: Es wurde ungenau getappt oder ein falscher BPM-Wert
eingegeben.
Abhilfe: Wählen Sie ein Tempo aus der Liste oder tappen Sie erneut das
Tempo ein bis der Locked-Zustand erreicht ist.
Problem: Das Metronom erklingt ungenau oder holprig. Die Striche im
Wellenformdisplay sind unregelmäßig und dünn eingezeichnet.
Abhilfe: Mit dem Startmarker und dem Objektende sollte der Song so
begrenzt werden, dass nur noch rhythmische Passagen enthalten sind.
Problem: Die Offbeat-Korrektur gelingt nicht.
Abhilfe: Der Startmarker sollte kurz vor einen Beat eines Viertelnoten-Beats
(besser noch kurz vor den Beat eines Taktanfangs) gesetzt werden.
Problem: Mitten im Song klickt das Metronom plötzlich auf dem Offbeat
(oder umgekehrt...).
Mögliche Ursache: Mitunter sind Songs so komponiert, dass einzelne
Passagen um eine Achtelnote verschoben sind. Bei Techno-Songs ist es
beispielsweise ein beliebtes Stilmittel, Breaks mit einer Dauer von 7
Achtelnoten einzusetzen.
Abhilfe: Wenn der Song komplett in einzelne Takte zerschnitten werden soll,
muss der Tempo- und Takterkennungsassistent mehrfach angewendet
werden – einzeln auf die Passagen vor und nach der Verschiebung.
Probleme bei der Aktivierung
Problem: Der eingegebene Code stimmt nicht (Telefonische Aktivierung)
Überprüfen Sie zunächst die Eingabe, in den häufigsten Fällen wurde der Code
fehlerhaft eingegeben.
Lösungsvorschlag: Falls der Code nicht falsch eingegeben wurde, können Sie
sich die Telefonnummer unseres Call Centers ansagen lassen. Hier stehen
Ihnen unsere Mitarbeiter persönlich zur Verfügung.
Problem: Die MAGIX Webseite öffnet sich nicht
Lösungsvorschlag: Überprüfen Sie Ihre Internetverbindung, evtl. müssen Sie
sich vorher manuell einwählen.
Problem: Das Formular für die Post/Fax Bestellung öffnet sich nicht
Lösungsvorschlag: Überprüfen Sie, ob ein adäquates
Textverarbeitungsprogramm installiert und aktiviert ist (z. B. MS Word).
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Problem: Die E-Mail mit dem Aktivierungscode ist nicht eingetroffen
Lösungsvorschlag: Überprüfen Sie, ob Ihr Postfach überfüllt ist.
Lösungsvorschlag 2: Schauen Sie in Ihrem Spam-Ordner nach.
Problem: Ich habe MAGIX Video Pro X6 auf einem neuen Computer
installiert, in meinen alten Computer eine neue Festplatte (Soundkarte,
Speicher...) eingebaut oder mehrmals auf demselben Computer installiert.
Nun wird mein Aktivierungscode nicht mehr akzeptiert.
Lösungsvorschlag: Sollte Ihr Programm nach mehrmaliger Aktivierung nicht
erneut aktiviert werden können, so wenden Sie sich bitte an den MAGIX
Kundendienst (siehe Seite 11).
http://pro.magix.com
Internetfunktionen
Internetfunktionen
Integrierter Browser
Der integrierte Browser bietet ihnen nützliche Funktionen, um Material aus
dem Internet für Ihr Projekt zu sammeln. Bilder, Videos, Ton oder Text können
Sie mit dem Browser direkt in den aktuellen Film integrieren. Der Browser wird
auch für Catooh - der Online-Medienmarktplatz genutzt.
Hinweis: Für die Nutzung des integrierten Browsers muss eine Verbindung
zum Internet bestehen!
Öffnen des Browsers
Der integrierte Browser wird durch einen Klick auf die
Schaltfläche „Internetmedien“ im Media Pool (Reiter
„Import“) geöffnet.
Navigation im Browser
Eine Seite zurück: Wechselt auf die vorherige Internetseite.
Eine Seite vorwärts: Wechselt wieder auf die Seite, von der aus man
"Eine Seite zurück" gewechselt ist.
Abbrechen: Das Laden der angewählten Seite wird abgebrochen.
Aktualisieren: Die aktuelle Internetseite wird neu geladen.
Startseite: Hier kehren Sie zur Startseite zurück.
In der Adresszeile, neben den Navigationsschaltflächen, können Sie eine
Internetadresse eingeben, z.B. http://http://pro.magix.com. Mit der
Eingabetaste wird die entsprechende Seite aufgerufen.
411
412
Laden von Internetmedien
Diese Schaltflächen laden Internetmedien direkt in den aktuellen Film.
Dieselben Funktionen finden Sie auch im Kontextmenü des Browsers.
Ausgewählten Text speichern: Der markierte Text wird gespeichert.
Diesen können Sie später z. B. mit dem Titeleditor (siehe Seite 140,
siehe Seite 140) bearbeiten.
Bildschirmaufnahme starten: Öffnet den Aufnahmedialog, um eine
Bildschirmaufnahme zu starten.
Ausgewählte Bilder herunterladen: Die markierten Bilder werden auf
Ihrem Computer gespeichert.
Bildschirmfoto der aktuellen Internetseite übernehmen: Die geladene
Internetseite wird als Bilddatei gespeichert.
Audioaufnahme starten: Öffnet den Dialog für die Audioaufnahme.
Hinweis: Für Aufnahmen aus dem Internet ist es wichtig, dass der
Soundkartenausgang als Aufnahmequelle dient.
Medien nach Download übernehmen
Diese Option sorgt dafür, dass heruntergeladene Medien sofort in den
aktuellen Film geladen werden.
Speicherort für Internetmedien festlegen
Um den Speicherort für die Mediendateien festzulegen, klicken Sie auf das
Ordnersymbol und navigieren zum gewünschten Ordner. Anschließend
bestätigen Sie mit „OK“.
http://pro.magix.com
Internetfunktionen
MAGIX News Center
Über MAGIX News Center erhalten Sie aktuelle Informationen, z. B. Links zu
Online-Workshops oder Tipps und Tricks zu bestimmten Anwendungen. Die
„News“ werden farblich nach Inhalten gekennzeichnet:
• Grün meldet praktische Tipps und Tricks für Ihre Software
• Gelb meldet die Verfügbarkeit neuer Patches und Updates
• Rot steht für Aktionen, Gewinnspiele und Umfragen
Sollte keine neue Nachricht vorliegen, ist die Schaltfläche grau. Wenn Sie
MAGIX News Center anklicken, werden Ihnen alle verfügbaren Informationen
angezeigt. Klicken Sie auf eine der Nachrichten, um zur entsprechenden
Webseite zu gelangen.
413
414
Flash-Videos in die eigene Website
einbinden
Dazu benötigen Sie Grundkenntnisse im Erstellen von HTML-Webseiten und
alle technischen Voraussetzungen, um eigene Dateien auf Ihre Webseite
laden zu können.
Tipp: Wenn Sie keine HTML-Kenntnisse besitzen, empfehlen wir Ihnen
MAGIX Online Album. Ohne Vorkenntnisse können Sie Videos, Fotos und
Musik auf einer eigenen Webseite im Internet präsentieren – und das alles
kostenlos. Auch Videos aus MAGIX Online Album lassen sich in beliebige
andere Webseiten einbinden.
Beachten Sie, dass ein Flash-Video nicht direkt in eine HTML-Seite eingebaut
werden kann wie es z.B. bei einem Bild im JPEG-Format möglich ist. Sie
benötigen bei einem Flash-Video einen Flash-Player, der in die Webseite
eingebunden werden muss und dann das Video abspielt.
Ein solcher Player zur freien Verwendung gehört zum Lieferumfang von
MAGIX Video Pro X6.
Über Menü „Datei“ > „Film exportieren“ > „Video als MPEG-4“ öffnen Sie den
Exportdialog. Wählen Sie eine der Voreinstellungen aus, die mit „Flashplayer“
beginnt. Im Beispiel wurde die Datei „Demo.mp4" benannt, daher werden
folgende Dateien erzeugt.
• demo.html: eine Beispiel-Webseite, die die Verwendung des Players
demonstriert
• demo.mei: eine Beschreibungsdatei für das Flash-Video
• demo.mp4: ein Demo-Video, welches vom Flash-Player in der DemoWebseite angezeigt wird
• standalone_omk.swf - der Flash-Player
Jetzt brauchen Sie nur noch die erzeugte HTML-Datei anpassen oder den
HTML-Code ab dem Absatz „<object ...>“ bis „</object>“ in Ihre HTML-Datei
einfügen.
http://pro.magix.com
Tastaturkürzel
Tastaturkürzel
Abspielfunktionen
Start / Stopp
Wiedergabegeschwindigkeit stufenweise
erhöhen
Wiedergabe stoppen (Abspielmarker bleibt
an aktueller Position stehen)
Umgekehrte Wiedergabe bzw. stufenweise
zurückspulen
Vorwärtsspulen beschleunigen
Leertaste
L
Umschalt + L
K
Flüssige Wiedergabe für die Vorschau
aktivieren
P
J
Umschalt + J
Umschalt + Pfeiltaste rechts
(Tasten gedrückt halten)
Rückwärtsspulen beschleunigen
Umschalt + Pfeiltaste links
(Tasten gedrückt halten)
Neustart ab Abspielmarker
Rücktaste
Abspielmarker an den Anfang
Pos1
Abspielmarker ans Ende
Ende
1 Frame zurück
Pfeiltaste links
1 Frame vor
Pfeiltaste rechts
5 Frames zurück
Strg + Pfeiltaste links
5 Frames vor
Strg + Pfeiltaste rechts
Projektmarker setzen
Strg + Eingabetaste
Spiele von Bereichsanfang zu Bereichsende #
Wiedergabe um aktuellen Frame
+
Scrollen und Zoomen
Zum Scrollen und Zoomen im Projektfenster empfiehlt es sich, mit
Tastaturkürzel + Mausrad zu arbeiten. Zu Verfügung stehen folgende
Tastaturkürzel:
•
•
•
•
Mausrad: horizontales Scrollen
Alt + Mausrad: vertikales Scrollen
Strg + Mausrad: horizontaler Zoom
Umschalt + Mausrad: vertikaler Zoom (alle Spuren werden vergrößert)
• Strg + Alt + Mausrad: Ausschnitt verschieben
415
416
Monitore
Programmmonitor
Videomonitor Vollbild
Andere Auflösung
Videomonitor an Filmeinstellungen
anpassen
Videomonitor an markiertes Video
anpassen
Zeit Hintergrund transparent
Anaglyphendarstellung
Zeilenweise verschachtelt (linkes Bild
zuerst)
Standard (2D)
Side-by-Side-Darstellung
Quellmonitor
Videomonitor Vollbild
Andere Auflösung
Vergleichsbild: Markiertes Objekt ohne
Effekte
Vergleichsbild: Markiertes Objekt
Vergleichsbild: Vorgänger des markierten
Objekts
Vergleichsbild: Nachfolger des markierten
Objekts
Vergleichsbild: Objekt auswählen
Vergleichsbild entfernen
Alt + Eingabetaste
Alt + G
Strg + G
Strg + Umschalt + G
Strg + Alt + I
Strg + .
Alt + .
.
Umschalt + .
Alt + Eingabetaste
Alt + G
Alt + Umschalt + ,
Alt + ,
,
Strg + Umschalt + ,
Strg + ,
Umschalt + ,
Projektfensteransicht
Ausschnitt vergrößern
Ausschnitt verkleinern
Film im Vollbild abspielen
Filmüberblick ein-/ausblenden im
Videomonitor
Filmansicht optimieren
Zoom 1 Frame / 5 Frames
Zoom 1s / 10s / 1min
Zoom 10min
Strg + Pfeiltaste nach oben / Strg +
Mausrad nach oben
Strg + Pfeiltaste nach unten / Strg +
Mausrad nach unten
Alt + Eingabetaste
Umschalt + A
Strg + F
Alt + 1/2
Alt + 3/4/5
Strg + Alt + 6
http://pro.magix.com
Tastaturkürzel
Auf den markierten Bereich zoomen
Auf gesamte Filmlänge zoomen
Vorschau-Rendering
Alt + F
F
Strg + R
Ansicht bewegen
Zur nächsten Objektkante
Zur vorherigen Objektkante
Zum Filmanfang
Zum Filmende
Zum Bereichsanfang
Zum Bereichsende
Seite nach rechts/links
Rastereinheit nach rechts/links
Zum nächsten/
vorherigen Projektmarker
Zum nächsten/
vorherigen Szenemarker
Zum nächsten/
vorherigen Kapitelmarker
Gehe zum vorhergehenden/nächsten
Marker
Zum nächsten leeren Bereich
Zum vorherigen leeren Bereich
Zum nächsten/vorherigen ausgewählten
Objekt
Vorheriges/nächstes Objekt auswählen
Alt + W
Alt + Q
Pos 1
Ende
Strg + Pos 1
Strg + Ende
Bild auf/Bild ab
Strg + Bild auf/Bild ab
Strg + Umschalt + Bild auf/Bild
ab
Umschalt + Bild auf/Bild ab
Alt + Bild auf/Bild ab
Q/W
<
Umschalt + <
Umschalt + W
Umschalt + Q
Strg + W
Strg + Q
Mausmodi
Mausmodus für einzelne Objekte
Mausmodus alle Spuren
Mausmodus eine Spur
Kurvenmodus
Objekt Stretchmodus
Audio-Objekte vorhören
Kontexthilfe
6
7
8
9
0
Alt + 6
Alt + F1
417
418
Inhalt des getrimmten Objektes
verschieben
Alt + Umschalt + Maus gedrückt
halten und nach links/rechts
ziehen
Kontextmenü
Im Kontextmenü finden Sie neben bekannten Funktionen aus den Menüs auch
folgende zusätzliche Funktionen:
Audio-Video-Offset setzen
Objekteigenschaften
Alt + O
Strg + E
Audio und Wellenformdarstellung
Wellenformdarstellung erzeugen
Video/Audio auf einer Spur
Video/Audio auf separaten Spuren
Umschalt + E
Strg + U
Strg + H
Menü Datei
Neues Projekt
Projekt öffnen
Projekt speichern
Projekt speichern unter...
Projektablage > Projektablage bereinigen
Aufnahme Audio/Bilder/Video...
Schnittliste (EDL) importieren...
Auf Gerät ausgeben...
Stapelkonvertierung...
CD/DVD Brennen > Dateien manuell
zusammenstellen...
Löschassistent
Backup-Projekt laden
Beenden
Filme verwalten
Neu
Aus Projekt entfernen
Exportieren
Strg + N
Strg + O
Strg + S
Umschalt + S
Alt + Umschalt + X
R
Strg + D
H
S
Strg + B
Strg + Umschalt + Y
Strg + Umschalt + O
Alt + F4
Strg + Alt + N
Strg + F4
Strg + Alt + L
http://pro.magix.com
Tastaturkürzel
Film exportieren
Export als AVI
Export als DV-AVI
Export als Video als MPEG
Video als MAGIX Video
Video als Quicktime Movie
Video unkomprimiert
Video als Motion-JPEG-AVI
Video als Folge von Einzelbildern
Windows Media Export
Video als MPEG-4-Video
Audio als Wave
Export als Blende
Einzelner Frame als BMP
Einzelner Frame als JPEG
Animiertes Gif
Filminformationen als EDL exportieren
Strg + Alt + A
Strg + Alt + D
Strg + Alt + P
Strg + Alt + M
Strg + Alt + Q
Strg + Alt + U
Strg + Alt + O
Strg + Alt + E
Strg + Alt + V
Strg + Alt + G
Strg + Alt + W
Strg + Alt + T
Strg + Alt + B
Strg + Alt + J
Strg + Alt + F
Alt + D
Sicherheitskopie
Projekt und Medien in Ordner kopieren
Film und Medien in Ordner kopieren
Alt + S
Umschalt + R
Einstellungen
Film
Programm
Tastaturkürzel
Vorschau-Rendering
E
Y
Strg + Umschalt + U
Alt + R
Menü Bearbeiten
Rückgängig
Wiederherstellen
Objekte ausschneiden
Objekte kopieren
Objekte einfügen
Objekte duplizieren
Objekte löschen
Alle Objekte markieren
Strg + Z
Strg + Y
Strg + X
Strg + C
Strg + V
D
Entf
Strg + A
Schneiden
Szene zerschneiden
T
419
420
Szenenanfang entfernen
Szenenende entfernen
Szene entfernen
Film trennen
Z
U
Strg + Entf
Alt + Y
Musikalische Schnittanpassung
Strg + Umschalt + M
Bereich bearbeiten
Bereich ausschneiden
Bereich kopieren
Bereich löschen
Bereich einfügen
Bereich extrahieren
Leerraum in gewählten Bereich einfügen
Umschalt + Entf; Alt + X
Alt + C
Alt + Entf
Alt + V
Umschalt + X
C
Gruppe bilden
Gruppe auflösen
G
Umschalt + G
Assistenten
MAGIX Fotoshow Maker
Soundtrack Maker
Strg + M
Strg + Umschalt + S
Audio zusammenfassen
Audio und Video zusammenfassen
Vorschau-Rendering starten
Rastpunkt setzen
Umschalt + D
Umschalt + M
Strg + R
Strg + P
Marker
Projektmarker setzen
Kapitelmarker setzen
Kapitelmarker automatisch setzen
Kapitelmarker löschen
Alle Kapitelmarker löschen
Bereichsanfang setzen
Bereichsende setzen
Zu Bereichsanfang springen
Zu Bereichsende springen
Bereich über Leerraum markieren
Strg + Eingabetaste
Umschalt + Eingabetaste
Alt + Umschalt + Eingabetaste
Strg + Umschalt + Eingabetaste
Strg + Alt + Eingabetaste
I
O
Umschalt + I
Umschalt + O
X
Ansicht bewegen
Audiospuren stummschalten (Multicam)
siehe „Ansicht bewegen“ (siehe
Seite 417)
Alt + Umschalt + M
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Tastaturkürzel
Menü Effekte
Effekteinstellungen Film
Strg + Umschalt + H
Video-Objekteffekte
Szenenerkennung
Bildstabilisierung
Mit MAGIX Foto Designerbearbeiten
Umschalt + Z
Strg + L
Alt + Umschalt + D
Videoeffekte
Helligkeit
Kontrast
Gamma
Sättigung
Farbkorrektur
Chromakey Videolevel
Schärfe
Videoeffekt Plug-ins
Videoeffekte laden
Videoeffekte speichern
Videoeffekte zurücksetzen
Videoeffekte kopieren
Videoeffekte einfügen
Alt + Umschalt + H
Alt + Umschalt + O
Alt + Umschalt + G
Alt + Umschalt + F
Alt + Umschalt + C
Alt + Umschalt + B
Strg + Alt + S
Strg + Umschalt + P
Strg + Alt + Strg + Alt + Umschalt + -
Bewegungseffekte
Position/Größe
Ausschnitt
Kamera-/Zoomfahrt
Rotation/Spiegelung
Alt + Umschalt + I
Alt + Umschalt + P
Strg + Alt + Z
Alt + Umschalt + R
Audio-Objekteffekte
Normalisieren
Lautstärkeabsenkung
Audio Cleaning
Echo/Hall
Timestretch/Resample
Audioeffekte laden
Audioeffekte speichern
Audioeffekte zurücksetzen
Alt + N
Alt + L
Alt + A
Umschalt + H
Strg + Umschalt + Q
Strg + +
Umschalt + +
Strg + Alt + +
421
422
Takterkennungsassistent
Lautstärkekurve
Alt + Umschalt + K
Strg + Umschalt + V
Titeleffekte
Titeleditor...
Titeleffekte laden...
Titeleffekte speichern
Strg + T
Alt + T
Strg + Umschalt + T
Effektbibliotheken
Audio- und Videoeffekte
Überblendeffekte
Titeleffekte
Alt + Umschalt + E
Strg + Umschalt + B
Alt + Umschalt + L
Menü Fenster
Schnitttrimmer
Objekttrimmer
Mixer
Master-Audioeffekt-Rack
Programmmonitor
Media Pool
Projektablage
Nächstes Fenster aktivieren
Fensteranordnung zurücksetzen
Filmüberblick
Filmansicht optimieren
Zoom horizontal/vertikal
N
Umschalt + N
M
B
Umschalt + V
Umschalt + P
Umschalt + B
Strg + Tab
F9
Umschalt + A
Strg + F
siehe Projektfensteransicht
(siehe Seite 416)
Menü Hilfe
Hilfe
Kontexthilfe
Tooltips anzeigen
Über MAGIX Video Pro X6
F1
Alt + F1
Strg + Umschalt + F1
Alt + Umschalt + F1
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Tastaturkürzel
Tastaturkürzel bearbeiten
Über das Menü „Datei > Einstellungen > Tastaturkürzel“ öffnen Sie den Dialog
für die Tastaturkürzelbelegung.
In diesem Dialog können die Tastaturkürzel für alle Menüfunktionen von
MAGIX Video Pro X6 frei festgelegt werden. Dadurch ist es möglich, die
bestehenden Tastaturkürzel-Zuweisungen Ihren Bedürfnissen anzupassen,
Tastaturkürzel zu ändern oder zu ergänzen.
Die Einstellungen werden beim Beenden abgespeichert und stehen
automatisch beim nächsten Programmstart wieder zur Verfügung.
Im Dialog wird der komplette Menübaums von MAGIX Video Pro X6
angezeigt.
Tastaturkürzel hinzufügen
Um ein Tastaturkürzel hinzuzufügen gehen Sie folgendermaßen vor:
• Suchen Sie den gewünschten Menüpunkt und markieren Sie ihn mit einem
Mausklick. Unter „Aktueller Menüpunkt“ wird der derzeit markierte
Menüpunkt angezeigt.
• Klicken Sie in das Eingabefeld „Neues Tastaturkürzel“.
• Drücken Sie das Tastaturkürzel. Dazu können Sie Kombinationen aus einer
beliebigen Taste zusammen mit Umschalt, Alt und Strg verwenden.
• Klicken Sie auf „Tastaturkürzel zuweisen“. Sollte das Tastaturkürzel
bereits vergeben sein, wird ein entsprechender Warnhinweis ausgegeben.
Hinweis: Bitte verwenden Sie nicht die Leertaste, ESC oder Einfg (0 im
numerischen Feld), weil die Funktionen dieser Tasten in MAGIX Video Pro
X6 fest einprogrammiert sind und sich nicht verändern lassen.
423
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Tastaturkürzelliste
Zurücksetzen: Hier können die voreingestellten Tastaturkürzel wieder
aktiviert werden.
Laden: Vorher gespeicherte Tastaturkürzel werden geladen und aktiviert.
Tipp: Im Lieferumfang von MAGIX Video Pro X6 befinden sich weitere
Voreinstellungen für Umsteiger, die bisher mit anderer Software gearbeitet
haben. Diese Voreinstellungen erleichtern erheblich den Wechsel auf
MAGIX Video Pro X6.
Sollten Sie eine Version von MAGIX Video Pro X benutzt haben und dessen
Tastaturkürzel weiterverwenden wollen, laden Sie die entsprechende
Video_Pro_X.ssc.
Hinweis: Die aktuellen Einstellungen werden beim Laden überschrieben.
Speichern Sie Ihre aktuellen Tastaturkürzel vorher ab, wenn Sie sie behalten
wollen.
Speichern: Die aktuellen Tastaturkürzel lassen sich unter Angabe eines
Dateinamens abspeichern.
Auflisten: Öffnet ein Fenster, das eine komplette Liste der aktuellen
Tastaturkürzel enthält. Die Liste lässt sich mit Klick auf „Kopieren“ auch in die
Windows-Zwischenablage kopieren, um sie z. B. mit einem Texteditor zu
bearbeiten und auszudrucken.
Codecs aktivieren
Bei Bedarf können Sie Encoder/Decoder für verschiedene Dateiformate
freischalten. Die jeweiligen Aktivierungsdialoge erscheinen automatisch,
wenn der Codec das erste Mal gebraucht wird, z. B. beim Brennen einer DVD
für den dafür benötigten MPEG-2-Codec.
Warum gibt es eine Aktivierung?
Zum Import (Decoding) bzw. Export (Encoding) bestimmter Video- und
Audio-Formate benötigen Sie einen geeigneten Codec, um diese Formate
einlesen und ausgeben zu können. Sobald Sie den entsprechenden Decoder
oder Encoder benötigen, werden Sie von MAGIX Video Pro X6 darauf
hingewiesen und gefragt, ob Sie diesen aktivieren wollen. Das Aktivieren ist
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Codecs aktivieren
nur bei einer gültigen Registrierung von MAGIX Video Pro X6 möglich. Es
handelt sich hierbei um eine Kopierschutzmaßnahme, so dass nur
rechtmäßige Besitzer der Software das Programm in vollem Umfang nutzen
können.
Um die Codecs MPEG-2, MPEG-4 Basic V2 (Intel) und Surround-Sound
Stereo/5.1 nutzen zu können oder Blu-ray Discs oder AVCHD-Discs brennen
zu können, müssen Sie die Codecs gratis aktivieren, wenn sie das erste Mal
benötigt werden.
Hinweis: Diverse Codecs erfordern einen Neustart von MAGIX Video Pro
X6, um benutzt werden zu können.
Die Aktivierung kann direkt im Internet, per Post/Fax oder per Telefon
erfolgen. Der schnellste und einfachste Weg, einen Aktivierungscode zu
bestellen, ist die Aktivierung via Internet.
Aktivierungscode online bestellen
Klicken Sie einfach auf „Online bestellen...“ (Feld 1). MAGIX Video Pro X6 lädt
den entsprechenden Codec herunter.
Hinweis: Ggf. folgt bei der Freischaltung von Codecs noch eine Überprüfung
Ihrer Registrierungsdaten. Die Freischaltung von Codecs funktioniert nur,
wenn Ihre Programmversion bereits auf Ihren Namen registriert wurde.
Sollten Sie MAGIX Video Pro X6 noch nicht registriert haben, so können Sie
dies jederzeit nachholen.
Sollte Ihr PC keinen Internetanschluss haben, können Sie folgende
Möglichkeiten im Aktivierungsdialog nutzen:
Aktivierungscode im Service Center bestellen
Verwenden Sie diese Variante, um die Aktivierung über einen anderen PC
durchzuführen, der über einen Internetanschluss verfügt.
Aktivierungscode per Telefon bestellen
Im Aktivierungsdialog werden Ihnen eine Telefonnummer und die benötigten
Daten angezeigt, um die Aktivierung telefonisch vorzunehmen.
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Aktivierungscode eingeben
Nach Erhalt Ihres persönlichen Aktivierungscodes führen Sie erneut die
entsprechende Export- oder Importfunktion aus, um den Aktivierungsdialog
für das entsprechende Dateiformat wieder anzuzeigen. Dort können Sie dann
den Aktivierungscode eingeben.
Kostenpflichtige Aktivierung von Codecs
Damit sich die professionellen Videocodecs DVCPRO und AVC-Intra in
MAGIX Video Pro X6 verwenden lassen, müssen sie freigeschaltet werden.
Hierbei handelt es sich um eine kostenpflichtige Freischaltung.
Auch der Codec MPEG-4 Full von MainConcept lässt sich kostenpflichtig
nutzen. Er bietet aber gegenüber dem gratis verfügbaren Intel-Codec keine
Performance-Verbesserung.
Aktivierungscode online bestellen
Klicken Sie „Online bestellen...“ (Feld 1). Es öffnet sich der Internet-Browser, in
dem Sie zunächst Ihr MAGIX Video Pro X6 registrieren (falls noch nicht
geschehen). Danach werden Sie zu einer Website weitergeleitet, auf der Sie
Ihre entsprechende Aktivierung bestellen können.
Sollte Ihr PC über keinen Internetanschluss verfügen, können Sie die folgende
Möglichkeit zur Aktivierung nutzen:
Aktivierungscode per Post/Fax bestellen
Nach Klick auf „Per Post/Fax bestellen" (Feld 2) erscheint Ihr User Code.
Dieser ordnet Ihren persönlichen Aktivierungscode automatisch Ihrem PC zu.
Klicken Sie nun auf „Weiter zum Bestellformular", um Ihren Benutzercode
automatisch in das Post/Fax-Formular zu übertragen. Schicken Sie das
ausgefüllte und ausgedruckte Formular an die angegebene
Adresse/Faxnummer. Nach erfolgter Bezahlung wird Ihnen Ihr
Aktivierungscode innerhalb weniger Tage per Post bzw. Fax zugesandt
(optional bei Angabe einer E-Mail-Adresse auch per E-Mail).
Aktivierungscode eingeben
Nach Erhalt Ihres persönlichen Aktivierungscodes können Sie in Ihrem
Programm den Aktivierungsdialog für das entsprechende Dateiformat öffnen,
in dem Sie den Export für das jeweilige Format starten. Falls Sie den
Aktivierungscode per E-Mail erhalten, kopieren Sie ihn einfach in das
Eingabefeld im Dialog und klicken Sie auf „Aktivieren...".
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Anhang: Digitales Video und Datenträger
Anhang: Digitales Video und Datenträger
MPEG-Komprimierung
MPEG bedeutet „Moving Picture Experts Group“ und bezeichnet eine
Arbeitsgruppe, die mit der International Standards Organisation (ISO) sowie
der International Electro-Technical Commission (IEC) zusammenarbeitet, um
Standards für Video- und Audio-Codierung zu entwickeln.
Standardmäßig liegt die Bilddatenrate der Digital-Videonorm bei 167 Megabit
pro Sekunde, die unkomprimiert eine sehr hohe Speicherkapazität benötigt.
Eine einschichtige, einseitige DVD-5 mit 4,7 GB Speicherkapazität würde
gerade mal für 4 Minuten Video reichen. Aus diesem Grund muss das
vorhandene Bildmaterial effektiv komprimiert werden – eine Aufgabe, die mit
dem MPEG-Verfahren erreicht wird.
Diesem Verfahren liegt die einfache Tatsache zugrunde, dass bis zu 96% der
digitalen Videodaten aus Wiederholungen bestehen und ohne sichtbare
Verschlechterung der Bildqualität komprimierbar sind.
Jede MPEG-Komprimierung ist aber eine Datenreduktion und als solche mit
Informationsverlusten verbunden. Besteht das Video aus sehr umfangreichen
Details oder ändert sich der Inhalt sehr schnell, kann es vorkommen, dass das
Bild unscharf wird (abhängig von der Stärke der Kompression und der Qualität
des Encoders).
Fehler entstehen aber auch durch sogenannte Kompressionsartefakte. Dazu
gehören beispielsweise partielle Bildunschärfen, kleinere Farbfehler, ein zu
dunkles Bild, geschluckte Details und eine Art Schweben von
Vordergrundmotiven.
Bei durchschnittlichen Kompressionsraten unter 3 Megabit pro Sekunde ist es
sehr wahrscheinlich, dass Sie die reduzierte Qualität bemerken. Bei Raten um
6 Megabit pro Sekunde werden die Qualitätsverluste nahezu unsichtbar.
Allgemeine Hinweise zu AVI-Videos
Das AVI-Format (Audio Video Interleaved) ist eigentlich kein „richtiges”
Dateiformat. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Container, bei dem
nur sehr allgemein die Konventionen festgelegt werden wie Audio- und
Videodaten an ein Programm übergeben werden. Das genaue Speicherformat
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der Daten wird durch den Codec (Coder/Decoder) bestimmt. Ein Codec
komprimiert Audio-/Videodaten in sein eigenes Format, welches nur dieser
deuten kann und decodiert es beim Abspielen wieder.
Das bedeutet konkret, dass eine AVI-Datei, die auf einem PC erzeugt wurde
nur dann auf einem anderen PC geladen bzw. abgespielt werden kann, wenn
auf diesem PC derselbe Codec installiert ist.
Viele Codecs (z. B. Intel Indeo Video) sind mittlerweile Bestandteil der
Windows-Installation. Manche jedoch nicht. Wenn Sie also ein AVI mit einem
solchen Codec erzeugen und es auch auf anderen PCs nutzen wollen,
installieren Sie auch dort den entsprechenden Codec. Am besten, Sie kopieren
sich den Codec-Installer in Ihren Exportordner und brennen ihn immer mit,
wenn Sie auf dem Computer abzuspielende Video-Discs erstellen.
Problematisch sind bei älteren Videoschnittkarten bestimmte Codecs, die nur
mit der Hardware der entsprechenden Karten zusammenarbeiten. Derartige
AVIs lassen sich nur auf dem PC verwenden, auf dem sie erzeugt worden
sind. Vermeiden Sie die Verwendung dieser Codecs, wenn möglich.
Übersicht über die verschiedenen DiscTypen
In MAGIX Video Pro X6 stehen eine ganze Reihe verschiedener Disc-Typen
zur Verfügung, je nachdem, ob Sie einen Film oder eine Fotoshow brennen,
welchen Datenträger Sie verwenden (CD, DVD oder Blu-ray Disc), welches
Abspielgerät zum Einsatz kommen soll und welche Qualität angestrebt wird.
Die untenstehende Tabelle erklärt Ihnen, welche Disc-Typen Sie für welche
Zwecke einsetzen können, welche Qualitäts- und Funktionsunterschiede es
gibt und wie viel Speicherplatz die jeweiligen Formate benötigen.
Für weiterreichende Informationen lesen Sie bitte die Kapitel zu den einzelnen
Disc-Typen.
Disc-Typ
Datenträger
Menü
Qualität
Länge (optimale
Qualität)
DVD
Blu-ray Disc
(siehe Seite
431)
DVD
Blu-ray Disc
Ja
Ja
***
*****
98 Min.
110 Min.
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Anhang: Digitales Video und Datenträger
AVCHD (siehe DVD/Blu-ray
Seite 431)
Disc
Ja
*****
30 Min./DVD
160 Min./Blu-ray Disc
* Bei einigen DVD-Playern kann die Anzeigedauer in dessen Menü bestimmt
werden. Je nach originaler Bildgröße (Dateigröße der Bilder) passen mehr
oder weniger Bilder auf einen CD- oder DVD-Rohling.
Digital Versatile Disc (DVD)
Qualität
Bei einer Auflösung von 720 x 576 (PAL) und mit MPEG-2 kodiert werden bei
25 Bildern pro Sekunde sehr gute Ergebnisse erzielt.
Beschreibbare Datenträgerformate
Zwar war man sich über den Standard für das Nur-Lese-Medium DVD schnell
einig, doch bei der beschreibbaren DVD wurde der Markt vorerst in die drei
Lager „DVD-RAM“, „DVD+RW“ und „DVD-RW“ gespalten.
DVD-R/+R: Einmal beschreibbares Medium. Die DVD-R kann mit
Datenstrukturen der Formate DVD-Video, DVD-Audio oder DVD-ROM
beschrieben werden.
DVD+RW: Mit +RW-Laufwerken sollen sich wiederbeschreibbare DVDs
erstellen lassen, die von nahezu jedem handelsüblichen DVD-ROM oder
DVD-Player gelesen werden können. Die beteiligten Firmen sind
hauptsächlich Philips, Sony, Hewlett Packard (außerdem Ricoh, Yamaha und
Mitsubishi).
DVD-RW: Beschreib- und löschbare DVD-Technik, die von Pioneer und Sharp
gefördert wird. Dieses Format wurde von der Firma Pioneer entwickelt und
soll mit den bestehenden DVD-Playern kompatibel sein.
DVD-RAM: Die DVD-RAM-Medien, die zu einem Teil auf Phase Change und
zu anderen auf MO- und Festplatten- sowie bis dato unbekannter
Technologie basieren, sind zu nahezu 100% inkompatibel zu allen
vorhandenen Playern.
Aufgrund der geringen Speicherkapazität und der Inkompatibilität zu DVDPlayern lohnt es nicht, auf diesen Standard zu setzen.
Achtung: MAGIX Video Pro X6 unterstützt DVD±R und DVD±RW, jedoch
kein DVD-RAM.
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430
Rohlinge: Für alle DVD-Brennformate kommen derzeit einseitig beschreibbare
Rohlinge mit einer Kapazität von 4,7 Gbyte und einer Laufzeit von ca. 2
Stunden als Speichermedien zum Einsatz.
Kopierschutz
Makrovision (APS): Die Filmindustrie konnte durchsetzen, dass selbst DVDROM-Laufwerke und Decoder- oder Grafikkarten mit Composite- oder SVideo-Ausgang den „Analog Copy Protection“-Kopierschutz (APS) von
Macrovision unterstützen müssen. Nur einige ältere DVD-Player besitzen
APS noch nicht.
Bei APS werden den auf der DVD abgespeicherten Bilddaten vom DVD-Player
oder der Decoderkarte zusätzliche Signale beigemischt. Die Daten selbst sind
also bis auf wenige Bits im Header eines Sektors nahezu unverändert. Diese
Zusatzsignale bringen die Synchronisation und die automatische
Aufzeichnungsregelung der meisten Videorekorder durcheinander und
verhindern so die Aufzeichnung des Videos. Sie sind beim Betrachten des
Filmes auf dem Fernseher oder dem Monitor allerdings nicht zu bemerken.
Content Scrambling System: Dieses System verhindert, dass Sie Videotracks
einer DVD auf Festplatte speichern und vervielfältigen können. Mittlerweile
findet man kaum noch eine DVD, die nicht mit diesem System vor
unerlaubten Kopieranwandlungen geschützt ist. Das liegt vor allem daran,
dass das Content Scrambling System (noch) lizenzfrei genutzt werden kann.
Die VOB-Streams von DVDs ohne Content Scrambling System lassen sich
ansonsten wie andere Videodateien über „Import Video“ laden.
Neben APS und Content Scrambling System gibt es noch andere
Kopierschutzformen, die dafür sorgen, dass die im Handel oder in
Videotheken erhältlichen DVDs sich normalerweise nicht kopieren und auch
nicht ohne Störungen aufnehmen lassen.
Mini-DVD
Die Mini-DVD ist nichts anderes als eine CD-ROM, auf die das DVDDatenformat gebrannt wurde. Verwendet werden also MPEG-2-Encoder und
alle anderen Spezifikationen des DVD-Datenformats, nur der Datenträger ist
anders. Weil die CD-ROM nur etwa ein Sechstel der Datenmenge einer DVD
speichern kann, ist die Kapazität einer Mini-DVD entsprechend begrenzt auf
ca. 20 Minuten Video.
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Anhang: Digitales Video und Datenträger
Mini-DVDs sind vor allem für das Abspielen am Computer geeignet. Bei
Stand-Alone-Geräten muss im Einzelfall getestet werden, ob das Gerät mit
dem DVD-Format auf einer CD-ROM zurechtkommt.
AVCHD-Disc
Mit diesem Format erzeugen Sie ein hochauflösendes Video. Es lässt sich
sowohl auf Blu-ray-Rohlingen (BD-R/RE) als auch auf handelsübliche
DVD±R/RWs brennen. Im Gegensatz zur Blu-ray Disc (siehe Seite 431) wird
als Videoformat der MPEG-4/AVC-Codec (siehe Seite 436, siehe Seite 432)
verwendet, der bei vergleichbarer Bildqualität weniger Speicherplatz
verbraucht.
Kompatibilität
AVCHD-Disc auf Blu-ray-Rohling: Da es sich um ein BD-konformes Format
handelt, lässt sich die erzeugte Disc in vielen handelsüblichen Blu-ray Playern
abspielen. Abspielprobleme können daher fast immer auf Inkompatibilitäten
zwischen Blu-ray-Rohling und Blu-ray-Player zurückgeführt werden.
Konsultieren Sie in einem solchen Fall die Anleitung des Blu-ray Players oder
fragen Sie den Hersteller, welche Rohlinge mit dem Gerät kompatibel sind.
AVCHD-Disc auf DVD-Rohling: Die erzeugten DVDs mit AVCHD-Video
werden nicht von allen Blu-ray Playern unterstützt. Das Verhalten der Geräte
ist hier sehr unterschiedlich. Normale DVD-Player können die AVCHD-Disc
nicht wiedergeben, da sie das AVC-Format nicht unterstützen.
Das Abspielgerät muss dafür folgende Formate unterstützen:
• AVCHD-Disc: AVCHD 1.0
• AVCHD-Disc mit 50p-Frames: AVCHD 2.0
Blu-ray Disc
Die Blu-ray Disc (BD) gilt seit Anfang 2008 als offizieller Nachfolger der DVD
und bietet eine besonders hohe Speicherkapazität von bis zu 27 GB einlagig
(zweilagig sogar bis zu 54 GB), bei besonders wenig Schreibfehlern.
Die Bezeichnung Blu-ray Disc ist von der blauen Farbe des Lasers abgeleitet.
Da sich aber eine Farbe nicht als Warenzeichen eintragen lässt, wurde
kurzerhand das 'e' aus dem Wort Blue entfernt.
431
432
Die hohe Speicherkapazität der Blu-ray Disc eignet sich perfekt für
hochauflösende Videos, die durch das hohe Datenaufkommen (je nach
Material bis zu 40 MB/sek) mit sehr intensivem Speicherverbrauch zu Buche
schlagen oder auch Fotoshows in besonders guter Qualität. Als Codec wird
der MPEG-2-Codec verwendet.
Die Firmen, die an der Entwicklung der BD beteiligt sind, haben sich in der Bluray Disc Association (BDA) zusammengeschlossen.
Die Blu-ray Disc gibt es in drei Varianten:
• Als nur lesbare BD-ROM (vergleichbar mit DVD-Video),
• als wiederbeschreibbare BD-RE (vergleichbar mit DVD±RW bzw. DVDRAM)
• und als einmal beschreibbare Variante BD-R (vergleichbar mit DVD±R).
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MPEG-4-Encoder-Einstellungen (Intel)
MPEG-4-Encoder-Einstellungen (Intel)
In den „Erweiterten Einstellungen“ kann der Benutzer detailliert Einfluss auf
das Erstellen des MPEG 4-Datenstroms nehmen.
Die erweiterten Einstellungen sind aufgeteilt in die drei Bereiche „Video“,
„Audio“ und „Multiplexer“.
Video (H.264)
Bitraten-Modus: Die Bitrate gibt an, wie viel Daten pro Sekunde im Video (bei
Abspielgeschwindigkeit) gespeichert sind. Somit ist Bitrate der entscheidende
Parameter, wenn es um den Speicherplatz und Qualität des zu encodierenden
Videos geht. Mehr Bitrate bedeutet mehr Qualität, aber auch größere Dateien.
• Konstant: Es wird exakt der unter „Durchschnittliche Bitrate“ eingegebe
Wert verwendet, somit lässt sich die Größe des Videos genau berechnen.
• Variabel: Der unter „Durchschnittliche Bitrate“ eingetragene Wert wird als
Durchschnitt im Video verwendet und gilt als Richtwert. Die Größe des
Videos kann daher nur geschätzt werden.
• Konst. Quantisierungsparameter: Dieser Parameter sorgt für eine
gleichbleibende Qualität des Videos.
Durchschnittliche Bitrate (kbit/s): Die hier eingetragene Bitrate wird
annähernd im Durchschnitt im Video verwendet, sie gilt also als Richtwert.
Daher lässt sich die Größe des zu exportierenden Videos nur schätzen.
433
434
Maximale Bitrate (kbit/s): Dies ist die maximale Bitrate in dem VideoStream, also die maximale Anzahl Bits, die einem Dekoder pro Sekunde
übergeben werden darf. Dieser Parameter ist nur im Bitraten-Modus
„Variable“ wirksam.
Hardwarebeschleunigung: MAGIX Video Pro X6 unterstützt für AVCHDExporte, AVCHD- und Blu-ray Discs die Benutzung der
Hardwarebeschleunigung „Quick Sync Video“. Dadurch lässt sich der
Encodiervorgang spürbar beschleunigen.
Smart Copy: Wenn die Option aktiviert ist, wird unbearbeitetes AVCHDMaterial mit harten Schnitten unverändert übernommen. Das
Encodierverfahren wird dadurch extrem beschleunigt. Die Übernahme erfolgt
immer an den GOP-Grenzen und kann nicht frame-genau ausgeführt werden.
Maximale GOP-Länge: Hier wird die maximale GOP (siehe Seite 459)-Länge
festgelegt. Höhere Werte bedeuten bessere Kompression. Niedrigere Werte
bewirken eine stärkere Fehlersicherheit und ermöglichen besseren Zugriff auf
einzelne Frames zur Nachbearbeitung des Videos.
B-Frame-Intervall: Hier wird festgelegt, aller wieviel Frames ein B-Frame
(siehe Seite 462) erstellt wird. Einige Anwendungsfälle, z.B.
Videokonferenzen, erfordern hier die Einstellung „0“, also keine B-Frames, um
möglichst kurze Reaktionszeiten bei der Übertragung zu erreichen.
B-Frames speichern die Unterschiede zwischen dem aktuellen Bild und
einem vorhergehenden und nachfolgendem I- oder P-Frame. Sie speichern
nur das, was weder im Frame davor noch in dem danach gleich „geblieben“
ist. Es wird also in beide Richtungen geschaut, daher B(idirektional
predicted)-Frame.
P-Frame-Anzahl: Hier wird die Anzahl P-Frames pro Sekunde festgelegt.
P-Frames speichern nur die Unterschiede des aktuellen Bildes bezüglich
eines vorangegangenen I-Frames (Intra Frames). Man spricht von Prediction
(Vorausschau), daher P(redicted)-Frames.
HRD (Hypothetical Reference Decoder): Das Aktivieren dieser Option
bewirkt, dass ein virtueller Decoder den erzeugten Datenstrom schon
während des Enkodierens auf Kompatibilität zum Videostandard prüft.
Dadurch wird sichergestellt, dass das erzeugte Video kompatibel mit
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MPEG-4-Encoder-Einstellungen (Intel)
verschiedenen Abspielgeräten ist, aber es wird mehr Zeit für das Enkodieren
benötigt.
CPB (Coded Picture Buffer): Dieses Feld ist nur freigegeben, wenn der
Parameter „HRD“ (Hypothetical Reference Decoder) aktiviert ist. Der
eingetragene Wert bestimmt die Puffergröße für den HRD (Hypothetical
Reference Decoder).
Profil: Profile definieren, welche Merkmale des Encoders unterstützt werden.
Hinweis: Verändern Sie diese Einstellung nur, wenn Probleme beim
Abspielen des erzeugten Videos auftreten.
• Auto: Der Encoder wählt automatisch die passende Einstellung.
• Main: Ursprünglich war dies das Profil, das im Broadcast-Bereich und für
Sicherungszwecke verwendet werden sollte. Jedoch rückte es in den
Hintergrund, als das „High Profile“ für diese Anwendungszwecke
entwickelt war
• High: Dies ist das Profil für Broadcast- und Sicherungsanwendungen,
teilweise wird es auch im HDTV-Bereich (High Definition Television)
verwendet. So wird dieses Profil beispielsweise für die HD-DVD und Blu
ray-Disc genutzt.
Level: H.264 definiert verschiedene Level. Das Level bestimmt, welche Bitrate
und Auflösung für das Video zulässig sind.
Bei der Einstellung „Level Auto“ bestimmt der Encoder das Level automatisch,
unter anderem an der Auflösung des unter „AVC preset“ bestimmten
Videoformats, der eingestellten Bitrate und des Profiles.
435
436
Audio (AAC)
Samplerate: Hier wird die Samplerate für die Audio-Kodierung festgelegt. Bei
DVDs sind 48 kHz durch den Standard festgelegt. Wenn Sie die Einstellungen
hier ändern, kann es sein, dass der Ton oder das gesamte Video nicht
abgespielt werden kann.
Kanäle: Bestimmt die Anzahl der Audiokanäle.
• Mono: 1 Kanal, Mono-Ton
• Stereo: 2 Kanäle, jeweils einen für Links und einen für Rechts
• Surround: 6 Kanäle (5.1)
Durchschnittliche Bitrate (kbit/s): Hier wird die gewünschte Bitrate
angegeben.
Variable Bitrate (VBR): Wenn die Option aktiviert ist, werden nur dann hohe
Bitraten verwendet, wenn es erforderlich ist. Die erzielten Werte unter
„Druchschnittliche Bitrate (kbit/s)“ können leicht abweichen, daher ist die
voraussichtliche Dateigröße ein Schätzwert.
Multiplexer
Streamfähig: Das erzeugte Video ist für die Live-Wiedergabe auf Webseiten
geeignet.
HTML-Startdatei: MAGIX Video Pro X6 erzeugt eine HTML-Datei mit einem
Videoplayer, der die erzeugten Videodatei in der HTML-Datei öffnet und
abspielt.
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MPEG-4-Encoder-Einstellungen (Main Concept)
MPEG-4-Encoder-Einstellungen (Main
Concept)
Hinter MPEG-4 verbirgt sich eine Sammlung hocheffizienter Codecs für
Video- und Audio nach dem MPEG-Standard. Gegenüber MPEG-2 ist z. B. bei
gleicher Qualität die resultierende Dateigröße geringer.
Empfehlung: Suchen Sie zuerst unter den vom Programm angebotenen
Voreinstellungen nach einer passenden Voreinstellung für den jeweiligen
Anwendungsfall bzw. das entsprechende Wiedergabegerät. Diese sind für
typische Anwendungsfälle optimiert.
Die erweiterten Einstellungen unter „Erweitert“ sind aufgeteilt in die drei
Bereiche „Video“, „Audio“ und „Multiplexer“.
Unter „Video“ gibt es die Wahl zwischen „MPEG-4 Simple“ (MPEG-4
Visual/MPEG-4 Part 2) (siehe Seite 444)und „MPEG-4 H.264“
(AVC/MPEG-4 Part 10) (siehe Seite 438).
Je nach Einsatzzweck des exportierten Materials kann einer dieser beiden
Encoder ausgewählt werden, um das Videomaterial zu komprimieren.
Schauen Sie dazu in die Bedienungsanleitung des Wiedergabegeräts, welcher
Encoder unterstützt wird.
Unter „Audio“ ist „AAC“ (siehe Seite 447) voreingestellt. Haben Sie in den
Voreinstellungen einen AVCHD-Transportstrom gewählt steht Ihnen
„AVCHD-Tonspur“ zur Verfügung.
Unter „Multiplexer“ können Sie bei bestimmten Voreinstellungen z. B.
Containerformat und Streaming-Eigenschaften angepasst werden. Dies ist nur
für Experten zu empfehlen.
Die Option „Als Webseite exportieren" erzeugt zusätzlich eine HTML-Seite
mit integriertem Flash Player, der das erzeugte Video abspielt. Lesen Sie dazu
auch das Thema „Flash-Videos in die eigene Website einbinden“ (siehe Seite
413).
Tipp: Prüfen Sie zunächst, ob es im Exportdialog eine für Ihre Zwecke
passende Voreinstellung gibt. Fortgeschrittene Nutzer können unter den
erweiterten Einstellungen der drei Bereiche spezifische Änderungen
vornehmen.
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Video-Codec
MPEG-4 H.264
Der MPEG-4 H.264 (auch AVC)-Codec ist für alle Materialtypen gut
geeignet, benötigt aber eine höhere Rechenleistung zur späteren Decodierung.
In den erweiterten Encodiereinstellungen des AVC Encoders sind unter „Main
Settings“ hauptsächlich die Einstellungsmöglichkeiten unter „Generic“
interessant.
Man kann hier das AVC Preset und das Videoformat einstellen. Für eine DVD
Qualität sollte z.B. „DVD“ eingestellt werden. Das Videoformat sollte
länderspezifisch gewählt werden, damit die dort üblichen Geräte das Material
auch abspielen können. Zum Beispiel sollte für Deutschland „PAL“, Frankreich
„SECAM“ und z.B. für USA „NTSC“ eingestellt werden.
MVC
Multiview Video Coding (MVC) ist eine Ergänzung für stereoskopische
Anwendungen. Aktivieren Sie dieses, um MVC-Dateien zu exportieren.
Hinweis: MVC ist nur in den Video deluxe Pro-Versionen verfügbar.
2-Pass
Das zu exportierende Video wird 2 mal encodiert. Dabei dient der erste
Durchlauf der Berechnung der Datenrate für jeden Zeitabschnitt (bei Videos
etwa pro Frame). Im zweiten Durchlauf wird das eigentliche Erzeugen des
Videos mit den aus dem ersten Durchlauf berechneten Datenraten
durchgeführt. Das Ergebnis ist eine verbesserte Bildqualität, dafür nimmt das
Encoding aber auch in etwa die doppelte Zeit in Anspruch.
Smart Render und Smart Copy
Mit Smart Render lässt sich der Encodieraufwand für AVCHD-Material
bedeutend verringern. Bei der Erzeugung von AVCHD-Dateien werden dabei
nur die Teile des Films neu encodiert, die im Programm verändert worden sind
(z. B. durch Video Cleaning oder Effekte). Die im Film enthaltenen AVCHDDateien müssen das gleiche Format haben, d.h. Bitrate (variabel oder
konstant), Bildauflösung und Videoformat müssen übereinstimmen.
Der Spezialmodus des Smart Renderings „Smart Copy“ erlaubt es, AVCHDMaterial ohne jeglichen Encodieraufwand für das Zielmedium zu übernehmen
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MPEG-4-Encoder-Einstellungen (Main Concept)
und damit die Encodiergeschwindigkeit extrem zu beschleunigen. Das
Videomaterial darf dazu aber keinerlei Bearbeitungen aufweisen, nur harte
Schnitte (ohne Blenden) sind erlaubt. Diese werden auch nicht framegenau
ausgeführt, sondern finden immer an den nächsten GOP-Grenzen statt. Daher
sollten Schnitte etwas großzügiger angelegt werden.
Hardwarebeschleunigung - CUDA, Quick Sync Video, OpenCL
Der MPEG-4-Encoder von Main Concept unterstützt für AVCHD-Exporte,
AVCHD-Disc- und Blu-ray (H.264)-Disc-Encodieren (brennen) die
Benutzung der Hardwarebeschleunigung. Dadurch kann sich der
Encodiervorgang spürbar beschleunigen lassen.
Folgende Technologien der Hardwarebeschnleunigung werden unterstützt:
• Quick Sync Video (Intel)
• OpenCL (AMD)
• CUDA (NVIDIA).
Hinweis: Informieren Sie sich ggf. bei Ihrem Grafikkartenhersteller, welche
Hardwarebeschleunigung Ihre Grafikkarte unterstützt. Vergewissern Sie
sich, dass alle nötigen Treiber dazu installiert sind.
Sofern Ihr System Hardwarebeschleunigung unterstützt, können Sie diese im
Dialog „Encoder-Einstellungen“ unter „Erweitert...“ >
„Hardwarebeschleunigung“ aktivieren. Je nach unterstützter Technologie wird
diese vom Programm automatisch angewandt.
Erweiterte Videoeinstellungen
Generic
AVC preset
Hier wird der eigentliche zu exportierende Videostream festgelegt.
• Baseline: Entspricht dem ISO/ICE 11172-1/2-Standard
• Main: Entspricht dem ISO/IEC 13818-1/2-Standard
• High: High Profile
• SVCD: Entspricht der MPEG-2 Super-VCD
• D1: Entspricht der MPEG-2 DVD
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• DVD: DVD-Video
• Blu-ray: Blu-ray-Disc
• Blu-ray HD: Blu-ray-Disc in High Definition
• Sony PSP: Sony PSP-kompatibles Format
• HD 1280x720p: High Profile mit einer Auflösung 1280x720p
(progressive)
• HD 1440x1080i: High Profile mit einer Auflösung von 1440x1080i
(interlaced)
• Apple iPod: Apple iPod kompatibler Stream
Profile
Profile
Profile definieren, welche Merkmale des Encoders unterstützt werden.
• Baseline Profile: Vordergründig für Anwendungen mit begrenzter
Rechenleistung gedacht, beispielsweise für Videokonferenzen oder Videos
auf Mobiltelefonen.
• Main Profile: Ursprünglich war dies das Profil, das im Broadcast-Bereich
und für Sicherungszwecke verwendet werden sollte. Jedoch rückte es in
den Hintergrund, als das „High Profile“ für diese Anwendungszwecke
entwickelt war.
• High Profile: Dies ist das Profil für Broadcast- und
Sicherungsanwendungen, teilweise wird es auch im HDTV-Bereich (High
Definition Television) verwendet. So wird dieses Profil beispielsweise für
die HD-DVD und Blu ray-Disc genutzt.
Level
H.264 definiert verschiedene Level. Das Level bestimmt, welche Bitrate und
Auflösung für das Video zulässig sind.
Bei der Einstellung „Level Auto“ bestimmt der Encoder das Level automatisch,
unter anderem an der Auflösung des unter „AVC preset“ bestimmten
Videoformats, der eingestellten Bitrate und des Profiles.
Frame type
Mit „Picture type“ wird bestimmt, welche Teile eines Frames als Grundlage
der Encodierung benutzt werden:
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MPEG-4-Encoder-Einstellungen (Main Concept)
• Progressive Frame: Ein Einzelbild einer Videosequenz, auch Vollbild
genannt.
• Interlaced Field: Ein Halbbild, von denen immer zwei einen Frame bilden.
Lesen Sie dazu auch die Erklärung zu „Interlace“ (siehe Seite 460).
• Interlace Frame: Der Encoder erstellt ein „Frame field“ auf dessen
Grundlage die Encodierung stattfindet.
Field order
Hinweis: Dieser Parameter ist nur verfügbar, wenn unter „Frame type“ die
Einstellung „Field“ ausgewählt ist.
Bei Interlaced-Streams wird hier die Halbbildfolge eingestellt. Lesen Sie dazu
auch die Erklärung zu „Interlace“ (siehe Seite 460).
Slice count
Ein Frame kann zur Encodierung in mehrere Slices aufgeteilt werden. Hier
geben Sie an, wie viel Slices das maximal sein können. Bei der Einstellung „0“
wird die Anzahl automatisch bestimmt.
Rate control
Die Bitrate gibt an, wie viel Daten pro Sekunde im Video (bei
Abspielgeschwindigkeit) gespeichert sind. Somit ist Bitrate der entscheidende
Parameter, wenn es um den Speicherplatz und Qualität des zu encodierenden
Videos geht. Mehr Bitrate bedeutet mehr Qualität, aber auch größere Dateien.
Mode
• Constant Bitrate: Die konstante (gleichbleibende) Bitrate sollte nur
verwendet werden, wenn das Gerät, auf dem das Video abgespielt werden
soll, ausschließlich konstante Bitraten unterstützt.
• Variable Bitrate: Die Bitrate wird variiert. Bei schnellen Bewegungen im
Video wird die Bitrate erhöht, bei Standbildern oder langsamen Schwenks
reicht eine kleinere Bitrate aus, um das Video in gleichbleibender Qualität
zu erstellen.
Pass
Hier wählen Sie aus, ob Sie manuell Ein- oder Mehr-Pass-Encodings (2-Pass,
Multi-Pass) durchführen wollen.
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Hinweis: Es wird empfohlen, die 2-Pass-Option im Hauptdialog des MPEG4-Export zu nutzen. Damit werden automatisch 2 Encodier-Pässe
durchgeführt.
Wenn Sie das 2-Pass-Encoding manuell durchführen wollen, müssen Sie im
ersten Durchgang die Option „Multi-Pass-Analyse“, im zweiten Durchgang
„Multi-Pass-Encode“ wählen.
• Single Pass: Es findet nur der Encodiervorgang ohne vorherige Analyse
statt. Dies braucht die wenigste Zeit.
• Multi-Pass Analyse: Beim Encodieren werden Analysedaten ermittelt, die
beim Multi-Pass-Encode verwendet werden.
• Multi-Pass Encode: Setzt voraus, dass eine Analyse durchgeführt wurde.
Die ermittelten Analysedaten werden beim Encodieren verwendet, um das
Ergebnis zu optimieren.
Bitrate (Bits/s)
• Im Modus „Constant Bitrate“: Es wird exakt der eingegebe Wert
verwendet, somit lässt sich die Größe des Videos genau berechnen.
• Im Modus „Variable Bitrate“: Die hier eingetragene Bitrate wird annähernd
im Durchschnitt im Video verwendet, sie gilt also als Richtwert. Daher
lässt sich die Größe des zu exportierenden Videos nur schätzen.
HSS rate
Dies ist die maximale Bitrate, die in dem Video-Stream vorhanden sein soll,
also die maximale Anzahl Bits, die einem Dekoder pro Sekunde übergeben
werden darf.
Hinweis: Diese Option ist nur im Modus „Variable Bitrate“ verfügbar.
Außerdem muss „Use HRD“ aktiviert sein.
Aspect Ratio
„Aspect Ratio“ bedeutet so viel wie „Seitenverhältnis“. Im Filmbereich wird
damit das Verhältnis zwischen Breite und Höhe eines Rechtecks, Bildschirms
oder einer Leinwand angegeben.
Hier gibt es 3 verschiedene Größen, die in unmittelbarem Zusammenhang
stehen:
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MPEG-4-Encoder-Einstellungen (Main Concept)
• Picture Aspect Ratio (auch Display Aspect Ratio, DAR): Hiermit wird das
gewünschte Seitenverhältnis des zu exportierenden Videos angegeben.
Typische Seitenverhältnisse sind z.B. im Heimbereich 4:3, 16:9
(typischerweise bei Fernsehern) oder 16:10 (Breitbild-TFTs, Widescreen
Notebooks), 3:2 bei 35mm-Filmen und Fotos, in Kinos findet man am
häufigsten 1,85:1.
• Pixel Aspect Ratio (PAR, Pixelseitenverhältnis): Gibt das Seitenverhältnis
einzelnen Bildpunktes (Pixel) an. Die meisten Computerbildschirme haben
quadratische Pixel (PAR=1:1), bei analogen Fernsehbildschirmen (PAL bei
4:3) 128:117.
• Sample Aspect Ratio (SAR, auch Storage Aspect Ratio): Seitenverhältnis
der gespeicherten Auflösung (Anzahl der Pixel), z. B. 720:576 bei PAL. Sie
lässt sich auch aus der Picture Aspect Ratio und Pixel Aspect Ratio
berechnen: SAR = DAR / PAR.
Hinweis: Im Standardfall kann die „Aspect Ratio“ so eingestellt bleiben, wie
sie ist. Sie sollten die Einstellungen nur verändern, wenn das resultierende
Video gezerrt oder gestaucht exportiert wird oder Sie ein Video, das im
falschen Seitenverhältnis vorliegt, korrigieren wollen.
GOP Structure
Max GOP Length
Hier wird die maximale GOP (siehe Seite 459)-Länge festgelegt. Höhere
Werte bedeuten bessere Kompression. Niedrigere Werte bewirken eine
stärkere Fehlersicherheit und ermöglichen besseren Zugriff auf einzelne
Frames zur Nachbearbeitung des Videos.
Max B-Frames count
Hier wird die maximale Anzahl an B-Frames (siehe Seite 462) festgelegt.
Einige Anwendungsfälle, z.B. Videokonferenzen, erfordern „no B-frames“, also
keine B-Frames, um möglichst kurze Reaktionszeiten bei der Übertragung zu
erreichen.
Scene change detection
Bei aktivierter Option werden während des Encodierens Szenen erkannt, so
dass nach einen Szenenwechsel ein I-Frame (siehe Seite 460) gesetzt wird.
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MPEG-4 Simple
Sollte MPEG-4 H.264 auf Ihrem Wiedergabegerät nicht abgespielt werden
können, nutzen Sie MPEG-4 Simple.
Hinweis: Wir empfehlen nur fortgeschrittenen Nutzern, unter den
erweiterten Einstellungen Änderungen vorzunehmen. Orientieren Sie sich
dabei an den technischen Spezifikationen Ihres Wiedergabegeräts.
Erweiterte Videoeinstellungen
Generic
MPEG-4 Preset
Hier finden Sie verschiedene Voreinstellungen innerhalb des Encoders.
(A)[email protected]: (Advanced) Simple Profile im Level 0-5
(Q)CIF (Common Intermediate Format): CIF ist ein Videoformat, dass bereits
1990 mit dem Videokompressionsverfahren H.261 eingeführt wurde. Zum
damaligen Zeitpunkt wurde das Format für Videotelefonkonferenzen genutzt.
Das „Q“ bei QCIF steht für „Quarter“ und bedeutet „Viertel“, da die Auflösung
in der Höhe und Breite gegenüber CIF jeweils halbiert, die Gesamtgröße also
nur noch ein Viertel von CIF ist.
QCIF wurde bei den Herstellern von Mobiltelfonen beliebt, da dessen
Auflösung von 176x144 Pixeln bei den ersten erschwinglichen Smartphones
(144x176) sinnvoll erschien.
(Half)D1: D1 entspricht der MPEG-2 DVD. HalfD1 hat exakt die halbe
Gesamtpixelanzahl, das bedeutet, dass die Pixelanzahl von Höhe und Breite
jeweils 2/3 von D1 sind.
720p: Video-Stream mit einer Auflösung 1280x720p (progressive).
Apple iPod: Apple iPod kompatibler Stream.
Sony PSP: Sony PSP-kompatibler Stream.
Profile/Level
Profile: Profile definieren, welche Merkmale des Encoders unterstützt werden.
Level: Das Level bestimmt, welche Bitrate und Auflösung für das Video
zulässig sind.
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MPEG-4-Encoder-Einstellungen (Main Concept)
Picture type
Mit „Picture type“ wird bestimmt, welche Teile eines Frames als Grundlage
der Encodierung benutzt werden:
• Frame: Ein Einzelbild einer Videosequenz, auch Vollbild genannt.
• Field: Ein Halbbild, von denen immer zwei einen Frame bilden. Lesen Sie
dazu auch die Erklärung zu „Interlace“ (siehe Seite 460).
Field order
Hinweis: Dieser Parameter ist nur verfügbar, wenn unter „Frame type“ die
Einstellung „Field“ ausgewählt ist.
Bei Interlaced-Streams wird hier die Halbbildfolge eingestellt. Lesen Sie dazu
auch die Erklärung zu „Interlace“ (siehe Seite 460).
Slice count
Ein Frame kann zur Encodierung in mehrere Slices aufgeteilt werden. Hier
geben Sie an, wie viel Slices das maximal sein können. Bei der Einstellung „0“
wird die Anzahl automatisch bestimmt.
Rate control
Die Bitrate gibt an, wie viel Daten pro Sekunde im Video (bei
Abspielgeschwindigkeit) gespeichert sind. Somit ist Bitrate der entscheidende
Parameter, wenn es um den Speicherplatz und Qualität des zu encodierenden
Videos geht. Mehr Bitrate bedeutet mehr Qualität, aber auch größere Dateien.
Mode
• Constant Bitrate: Die konstante (gleichbleibende) Bitrate sollte nur
verwendet werden, wenn das Gerät, auf dem das Video abgespielt werden
soll, ausschließlich konstante Bitraten unterstützt.
• Variable Bitrate: Die Bitrate wird variiert. Bei schnellen Bewegungen im
Video wird die Bitrate erhöht, bei Standbildern oder langsamen Schwenks
reicht eine kleinere Bitrate aus, um das Video in gleichbleibender Qualität
zu erstellen.
• Constant Quality: Ähnlich wie im Modus „Variable Bitrate“ wird die
Bitrate je nach Videomaterial variiert. Die Qualität ist abhängig vom
gewählten Profil und lässt sich nicht ändern.
• Constant Quantizer: In diesem Modus wird eine feste Farbquantisierung
der Macroblöcke benutzt. Unter „Advanced Settings“ lässt sich abhängig
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vom jeweilgen Frame (I-Frame (siehe Seite 460), P-Frame oder B-Frame
(siehe Seite 462)) ein Wert zwischen 1 und 32 einstellen. Je höher der
Wert, desto stärker die Quantisierung: Kleine Werte bringen qualitativ
höherwertige Bilder, die Datenrate steigt; große Werte sorgen für hohe
Datenreduktion, worunter allerdings die Qualität leidet.
Bit-rate (Bits/s)
• Im Modus „Constant Bitrate“: Es wird exakt der eingegebe Wert
verwendet, somit lässt sich die Größe des Videos genau berechnen.
• Im Modus „Variable Bitrate“: Die hier eingetragene Bitrate wird annähernd
im Durchschnitt im Video verwendet, sie gilt also als Richtwert. Daher
lässt sich die Größe des zu exportierenden Videos nur schätzen.
Max. rate
Dies ist die maximale Bitrate, die in dem Video-Stream vorhanden sein darf,
also die maximale Anzahl Bits, die einem Decoder pro Sekunde übergeben
werden darf.
Hinweis: Diese Option ist nur im Modus „Variable Bitrate“ verfügbar.
Pixel Aspect Ratio
Legt das Seitenverhältnis der einzelnen Bildpunkte (Pixel) fest.
Meaning: Hier finden Sie die verschiedenen Fernsehnormen, in denen das
Pixelseitenverhältnis standardisiert ist. Wählen Sie eine Einstellung aus und
das resultierende Ergebnis wird unter „X“ und „Y“ dargestellt.
X/Y: Hier steht das eigentliche Pixelseitenverhältnis. Wenn unter „Meaning“
die Einstellung „Custom“ ausgewählt wurde, lässt sich hier ein eigenes
Seitenverhältnis einstellen.
GOP Structure
Max key interval
Hier wird die maximale GOP (siehe Seite 459)-Länge festgelegt. Höhere
Werte bedeuten bessere Kompression. Niedrigere Werte bewirken eine
stärkere Fehlersicherheit und ermöglichen besseren Zugriff auf einzelne
Frames zur Nachbearbeitung des Videos.
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MPEG-4-Encoder-Einstellungen (Main Concept)
B-Frames count
Hier wird die Anzahl an B-Frames (siehe Seite 462) festgelegt. Einige
Anwendungsfälle, z.B. Videokonferenzen, erfordern hier die Einstellung „0“,
also keine B-Frames, um möglichst kurze Reaktionszeiten bei der Übertragung
zu erreichen.
Scene change detection
Bei aktivierter Option werden während des Encodierens Szenen erkannt, so
dass nach einen Szenenwechsel ein I-Frame (siehe Seite 460) gesetzt wird.
Audio-Codec
Unter „Audio“ ist „AAC“ (siehe Seite 447) voreingestellt. Haben Sie in den
Voreinstellungen einen AVCHD-Transportstrom gewählt steht Ihnen
„AVCHD-Tonspur“ zur Verfügung.
AAC
AAC ist ein von der MPEG, Moving Picture Experts Group, entwickeltes
Audiodatenkompressionsverfahren, das als Weiterentwicklung von MPEG-2
Multichannel im MPEG-2-Standard spezifiziert wurde.
AAC ist gleichermaßen zur Codierung von allgemeinen Audioinformationen
geeignet und nicht speziell für bestimmte Arten Audiomaterial optimiert.
Der AAC-Ton kann variabel mit einer Samplerate von 8000, 16000, 24000,
32000 oder 48000 Hz und jeweils in Mono und Stereo kodiert werden.
Standardmäßig ist der Ton auf 48000 Hz Stereo eingestellt. Je höher die
Samplerate, desto größer wird die entstehende Datei und eine desto bessere
Tonqualität ist zu erwarten. Orientieren Sie sich dabei an den technischen
Spezifikationen Ihres Wiedergabegeräts.
Erweiterte Audioeinstellungen:
• Die Bitrate kann zwischen 6 und 512 KB/s eingestellt werden.
Standardmäßig ist als Bitrate 160 KB/s eingestellt. Je höher dieser Wert,
umso größer wird die entstehende Datei und eine umso bessere
Tonqualität ist zu erwarten. Ab einer bestimmten Grenze wird man aber
keine weitere Verbesserung der Tonqualität feststellen können. Bitraten
unter 64 kb/s sind in der Regel nicht empfehlenswert.
• Als MPEG-Version lassen sich MPEG-4 oder auch das bewährte ältere
MPEG-2 einstellen.
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• Als Datei-Header-Typ kann zwischen RAW und ADTS gewählt werden.
Als "Header" wird ein erklärender Kopf am Beginn eines Dateisegments
bezeichnet, der zwar weiteren Platz einnimmt, aber für die Decodierung
unter Umständen erforderlich ist.
-
Als RAW wird das Material bezeichnet, wenn es schlicht keine
Dateiheader im Audioformat enthält. Das Audiomaterial wird also
ohne besondere Zusatzinformationen direkt (roh) übertragen.
Hierbei wird erwartet, dass die Decodieroutinen das Material auch
ohne erklärende Dateiheader verarbeiten können. Besonders wenn
exotische Sampleraten eingestellt sind, kann es bei der RAWEncodierung zu Problemen kommen.
-
ADTS bezeichnet einen Datei-Header-Typ, in dem Informationen zum
encodierten Audiomaterial stehen. Im Zweifelsfall wählen Sie diesen
Datei-Headyer-Typ, da hier weniger Probleme zu erwarten sind.
Profile:
• Low Complexity: Die Daten liegen in einer Form vor, die bestimmte
Dekodieralgorithmen (Geräuschersetzung von ähnlich wahrgenommenen
Geräuschen) verhindert, aber andere (zeitlich angepasste
Geräuschformung) erst ermöglicht.
Hinweis: Beispielsweise erwartet ein Apple iPod die „Low Complexity
Codierung“. Allerdings brauchen Sie sich darum nicht kümmern, wenn Sie im
Exportdialog ein passendes Preset für den Apple iPod auswählen.
AVCHD-Tonspur
Haben Sie in den Voreinstellungen einen AVCHD, AVCHD-Transportstrom
bzw. Blu-ray (H.264) gewählt steht Ihnen „AVCHD-Tonspur“ zur Verfügung.
Hinweis: 5.1-Surround steht Ihnen nur in den MAGIX Video Pro X6 zur
Verfügung.
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MPEG-4-Encoder-Einstellungen (Main Concept)
Multiplexer
Der Multiplexer fasst Audio- und Videodatenströme zusammen, um sie auf
dem Wiedergabegerät abspielen zu können.
Output format
MPEG-4 file: Ein MPEG-Standard (ISO/IEC-14496), dessen ursprüngliches
Ziel es war, Geräte mit wenig Rechenleistung bei geringen Qualitätseinbußen
zu unterstützen. Mittlerweile hat das Einsatzgebiet von MPEG-4 eine große
Bandbreite erreicht, die von HD-Video bis zur Unterstützung von
Mobiltelefonen viele Anwendungsfälle abdeckt.
JPEG2000 file: Die DCI (Digital Cinema Initiative) hat das JPEG2000 Format
für die Videoenkodierung von Kinofilmen verabschiedet. Die aktuelle
Verbreitung und Präsentation von Filmrollen soll schon bald von digitalen
Projektoren abgelöst werden, die hochauflösende Mj2-Streams in
überragender Bild- und Tonqualität abspielen werden.
3GPP file: Ein Standard, der von vielen GSM- und UMTS-Mobiltelefonen
unterstützt wird. 3GPP ist dem MPEG-4-Standard sehr ähnlich, lässt aber
auch Formate zu, die in MPEG-4 nicht erlaubt sind.
Streambares Format
Aktivieren Sie diese Option, wenn Sie Dateien erzeugen wollen, die auf eine
Website gestellt werden sollen, um sie dort abzuspielen. Dadurch kann die
Datei bereits wiedergegeben werden, ohne dass sie vor der Wiedergabe
komplett „vorgeladen“ werden muss.
Hinweis: Wenn die Option „Als Webseite exportieren“ gewählt haben, ist
diese Einstellung von Vorteil.
For Sony PSP
Schalten Sie diese Option ein, wenn das Video mit der Sony PSP abgespielt
werden soll.
For iPod
Schalten Sie Sie diese Option ein, wenn das generierte Video mit einem Apple
iPod Video o.ä. abgespielt werden soll.
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MPEG-1/2-Encoder
Allgemeine Einstellungen
MPEG-Typ: Hier können Sie den Ausgabetyp des erzeugten MPEGs festlegen.
Sie können die Einstellungen des Encoders entweder völlig frei setzen, um Ihr
Video in das entsprechende Format zu exportieren, zur Weiterverwendung in
anderen Programmen oder zur Präsentation auf einer Webseite
beispielsweise.
Videoformat: Hier wird das Videoformat festgelegt, das Bildseitenverhältnis
und die Framerate (siehe Videoeinstellungen (siehe Seite 451)) wird
entsprechend automatisch angepasst. Es stehen PAL oder NTSC zur Auswahl.
Interlace-Modus: Der Film wird interlaced (also in Form von zwei Halbbildern,
Fields genannt) encodiert. Für die spätere Wiedergabe auf
Fernsehbildschirmen ist dies zwingend erforderlich. Wenn Sie den
exportierten Film nur auf dem Computer anschauen wollen und Wert auf
einen "Kinolook" legen, können sie auch frameweise encodieren (progressiv).
Auch einige Videobeamer unterstützen die Wiedergabe progressiv
encodierten Bildmaterials. Siehe auch: Interlace (siehe Seite 460).
Bitrate: Die Bitrate bestimmt den Speicherbedarf des fertigen Videos. Die zur
Verfügung stehende Datenmenge kann bei unterschiedlicher
Darstellungsqualität verschieden stark ausgenutzt werden. 20 Megabyte
können 4 Sekunden DVD Video sein oder auch 5 Minuten Internet-Stream in
Briefmarkengröße. Die Qualität eines MPEG-Videos wird an der „Breite“ des
erzeugten „Datenstromes“ gemessen, der Bitrate. Sie ist die Menge an
übertragenen Daten pro Zeiteinheit, sie wird in kbit/s bzw. Bit pro Sekunde
angegeben.
Qualität: Hier wird die Qualität des Encodiervorgangs bestimmt, genauer
gesagt die Qualität der Bewegungsabschätzung (siehe Seite 456). Um so
größer die Qualität, um so besser sieht das fertige Video aus, aber das
Encodieren dauert auch entsprechend länger. Der voreingestellte Wert 10 ist
ein guter Kompromiss zwischen Qualität und Geschwindigkeit.
Smart Render: Mit Smart Render lässt sich der Encodieraufwand für MPEGDateien bedeutend verringern. Bei der Erzeugung von MPEG-Dateien werden
dabei nur die Teile des Films neu encodiert, die im Programm verändert
worden sind (z. B. durch Video Cleaning oder Effekte). Die im Film
enthaltenen MPEG-Dateien müssen das gleiche Format haben, d.h. Bitrate
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MPEG-1/2-Encoder
(variabel oder konstant), Bildauflösung und Videoformat müssen
übereinstimmen.
Smart Copy (Schnelles, GOP-genaues Kopieren): Dieser Spezialmodus des
Smart Renderers erlaubt es, MPEG-Material ohne jeglichen Encodieraufwand
für das Zielmedium zu übernehmen und damit die Encodiergeschwindigkeit
extrem zu beschleunigen. Das Videomaterial darf dazu keinerlei
Bearbeitungen aufweisen, nur harte Schnitte (ohne Blenden) sind erlaubt.
Diese werden auch nicht framegenau ausgeführt, sondern finden immer an
den nächsten GOP-Grenzen statt. Daher sollten Schnitte etwas großzügiger
angelegt werden.
Um DVDs mit originaler 5.1-Surround-Tonspur ohne Neu-Encodierung zu
brennen, muss diese Option aktiviert werden.
Zusammenfassung: Zeigt eine Übersichtsdarstellung aller Einstellungen des
Encoders.
Aus Datei: Damit können Sie die notwendigen Einstellungen aus einer
vorhandenen MPEG-Datei „auslesen“. Das ist sehr nützlich, wenn Sie z. B.
bestehende MPEG-Dateien ohne erneutes Encodieren per Smart Render
zusammenfügen wollen.
Videoeinstellungen
Framerate: Für PAL ist 25 Bilder/sec., für NTSC 29,97 Bilder/sec. zwingend
vorgeschrieben. Beachten Sie: Ein Encodieren von NTSC Material als PAL oder
umgekehrt ist zwar möglich, führt aber zu Ruckeleffekten.
Seitenverhältnis: Hier lässt sich das Bildseiten bzw. Pixelseitenverhältnis
einstellen. Bei MPEG-2 wird das Bildformat als Bildseitenverhältnis
angegeben, es gibt dementsprechend 1:1 (quadratisches Bild, nicht
empfehlenswert), 4:3 (normales Video), 16:9 (Breitbild) und 2,21:1
(Cinemascope). Dies gilt unabhängig vom gewählten Videoformat .
Bei MPEG-1 wird stattdessen das Pixelformat festgelegt, es gibt ebenfalls 1:1,
CCIR601 (entspricht dem normalen 4:3 Video) für 625 Zeilen = PAL und 525
Zeilen = NTSC und das gleiche für 16:9.
Voreingestellt ist die Option Auto, bei der die Einstellungen hier entsprechend
der Filmeinstellungen (siehe Seite 370) gesetzt werden.
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Auflösung: Breite und Höhe des Videos, entspricht der Einstellung im
Exportdialog.
GOP-Struktur: Hier können sie die GOP (siehe Seite 459)-Sequenz ändern,
also die Anzahl der P-Frames und B-Frames pro I-Frame innerhalb einer GOP.
Beachten Sie, dass die Gesamtlänge der GOP 15 Frames nicht überschreiten
darf, dies entspricht der Default-Einstellung ( 1 I-Frame + 4 P-Frames + 5*2 BFrames =15 Frames).
Sie können jedoch (unter Einbußen der Bildqualität bei gleicher Bitrate) die
GOP-Sequenz verkürzen. Dies beschleunigt den Encodiervorgang erheblich,
da die beim Encoden von P- und B-Frames stattfindende
Bewegungsabschätzung (Motion Estimation) sehr rechenaufwändig ist. Auch
das Decodieren, also das Abspielen und der Import wird dadurch
beschleunigt.
Ist I-Frame auf 1 gesetzt, ist jeder Frame ein I-Frame, bei einem Wert gößer 1
legt die Einstellung die Gesamtlänge der GOP fest.
Auto-GOP: Geschlossene GOPs enthalten keine Bezüge zu Frames aus
nachfolgenden GOPs. MPEGs, in denen alle GOPs geschlossen sind,
erleichtern den MPEG-Schnitt, da nur bei geschlossenen GOPs an den IFrames einfach geschnitten werden kann. Auto GOP schließt GOPs an
Szenenwechseln, dabei kommen zwei unterschiedlich komplexe Verfahren
(„fast“ und „VCSD“) zum Einsatz.
Bitraten-Modus
Im Modus „Konstante Bitrate“ wird eine konstant gleichbleibende Bitrate
verwendet. Mit konstanter Bitrate kann die Leistungsfähigkeit der MPEGKompression nicht richtig ausgelastet werden, da bei einfachen, unbewegten
Szenen Bandbreite verschenkt wird.
Im Modus „Variable Bitrate“ wird versucht, den zur Verfügung stehenden
Speicherplatz den Gegebenheiten des zu encodierenden Videos anzupassen.
Dabei schwankt die tatsächliche Bitrate um einen Mittelwert. Bei ruhigen
Abschnitten im Video kann Sie bis auf einen Minimalwert absinken, bei
bewegten Szenen bis auf einen Maximalwert ansteigen. Zwei verschiedene
Regelungsverfahren („Bitratensteuerung“) sind verfügbar (Mode 1 und Mode
128).
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MPEG-1/2-Encoder
Erweiterte Videoeinstellungen
MPEG-Profile und Level: Der MPEG-2-Standard definiert verschiedene
sogenannte „Profiles“ und „Levels“. Für die Erzeugung von DVDs benutzen Sie
das „Main Profile & Main Level“. Das High Profile ergänzt den Datenstrom um
zusätzliche Eigenschaften, wie die Möglichkeit bei verminderter
Übertragungsqualität ein Bild mit geringerer Auflösung darzustellen (SNR
Scalable Profile) oder lokal skaliert darzustellen, beispielsweise einen HDTVDatenstrom auf einem Standard-TV-Gerät (Spatially Scalable Profile). Das
4:2:2 Profile wird benutzt, wenn die Bilddaten in alternativer ChromaAbtastung (siehe Seite 458) encodiert werden sollen. Diese Profile werden
jedoch nur von wenigen Decodern vorwiegend im Profibereich unterstützt.
Die Level definieren Einschränkungen in der Bildauflösung und maximalen
Datenrate. Low Level schafft nur eine verminderte Auflösung (352 x 2888 =
CIF), das High Level bzw. High-1440 ermöglicht Encodierung im HD-TVFormat.
Bewegungsabschätzung: Die Parameter hier werden über den Qualitätsregler
(siehe Allgemeine Einstellungen) gesteuert.
Sonstiges
Rauschempfindlichkeit: Dieser Faktor gibt an, wie empfindlich der Encoder
gegenüber Rauschen im Ausgangsmaterial reagiert. Wenn Ihr
Ausgangsmaterial wenig Rauschen enthält (digitale Aufnahmen,
Computeranimationen oder bereits durch das Videocleaning entrauscht),
brauchen Sie den Faktor (Standardwert: 4) nicht zu ändern bzw. können ihn
sogar verringern, um die Qualität noch zu erhöhen.
Wenn Sie verrauschtes Material encodieren wollen, erhöht ein zu niedriger
Faktor an dieser Stelle die Encodierdauer erheblich, ohne eine höhere Qualität
zu produzieren. Für unbearbeitetes Analogvideo können Sie den Faktor auf 8
bis 14 erhöhen.
Rauschreduzierung (Klick auf Rauschempfindlichkeit): Es kommt ein
Rauschfilter zum Einsatz, dessen Stärke zwischen 1-31 einstellbar ist.
Erweiterte Parameter
In der Baumstruktur rechts im Fenster gibt es eine große Anzahl zusätzlicher
Experteneinstellungen. Diese sollten nur von fachkundigen Anwendern
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geändert werden, denn sie wurden für die üblichen Anwendungen optimiert,
so dass eine Änderung nur in Ausnahmefällen nötig ist.
Audioeinstellungen
Audiotyp: Sie können MPEG-Layer-1/2 Audio oder „AVCHD-Tonspur“
benutzen. „Kein Audio“ wählen Sie im Exportdialog aus.
Samplerate: Sie können eine Samplerate von 32, 44,1 oder 48 kHz für die
Audiospur festlegen. Für VCD und SVCD sind 44,1 kHz, für DVD 48 kHz
vorgeschrieben, DVD benötigt 48 kHz. Um die Audiodatenmenge zu
verringern, sollten Sie besser die Bitrate reduzieren als die Samplerate.
Modus: Möglich sind Mono, Stereo, Joint Stereo und Dual Channel. Wenn der
Audiotyp „AVCHD-Tonspur“ verwendet wird, steht außerdem der Modus „5.1
Surround“ zur Verfügung.
• Dual Channel erlaubt die Encodierung von zwei Monospuren (z. B.
Sprachfassungen), die wiedergabeseitig umgeschaltet werden können.
• Joint Stereo ist ein optimierendes Stereo-Encoden, dabei wird die
Tatsache ausgenutzt, dass das Signal beider Stereokanäle zu großen
Teilen identisch ist. Nutzen Sie Joint Stereo, wenn Sie nur kleine AudioBitraten benutzen wollen oder können, aber trotzdem ein Stereosignal
benötigen.
• 5.1 Surround steht nur für Surround-Projekte beim Brennen von DVDs zur
Verfügung. Dabei werden alle 6 Surround-Kanäle in den Audio-Stream
encodiert.
ACHTUNG! Für Surround-Projekte sollte unter „Audiotyp“ „AVCHDTonspur“ und unter Modus „5.1 Surroundsound“ ausgewählt sein.
Bitrate: Hier können Sie die Bitrate des Audiosignals einstellen. Je höher die
Bitrate, umso besser die Wiedergabequalität. VCD erfordert 224 kBit/s, bei
SVCDs und DVDs können Sie zwischen 384 kBit/s und 448 kBit/s wählen.
AVCHD-Tonspur-Details
Hinweis: Diese Funktionen stehen nur im Modus „5.1 Surround“ zur
Verfügung.
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MPEG-1/2-Encoder
Dialog-Normalisierung: Hier geben Sie in dB an, wie laut gesprochene Dialoge
sind. Dieser Wert dient der Anpassung der Gesamtlautstärke zwischen DVDFilmen bzw. zwischen verschiedenen Programmen, die über DVB empfangen
werden können. Dazu müssen Sie vorher ausmessen, welche Lautstärke die
Sprechdialoge im Film haben. Die Werte 1 bis 31 entsprechen dabei einem
Lautstärkepegel von -1 bis -31 dB.
Hinweis: Nutzen Sie die Peakmeter des Mixers, um den Lautstärkepegel zu
bestimmen. Dieses Verfahren ist aber nur für eine annähernde Bestimmung
zu gebrauchen, da die genaue Messung einen Mittelwert erfordert, der mit
MAGIX Video Pro X6 nicht ohne Weiteres gemessen werden kann.
Der angegebene Wert dient ebenfalls als Referenzwert für „Dynamic Range
Control“. Stellen, die leiser als die Sprache sind, werden angehoben, lautere
Stellen werden abgesenkt - z. B. um Übersteuerungen zu vermeiden.
Rechenbeispiel für „Dialog-Normalisierung“
Angenommen, Sie haben einen Spielfilm in MAGIX Video Pro X6 erstellt und
mit Samplitude/Sequoia vertont. Nach der Übergabe der Surround-Spuren
aus Samplitude/Sequoia (siehe Seite 244) messen Sie die die Lautstärke der
gesprochenen Dialoge aus.
Der maximale Aussteuerungspegel liegt im AC3 Audio Stream bei 31 dB über
dem eingestellten Referenzwert von Surround-Anlagen. Daher steht bei der
Dialog-Normalisierung ein Wertebereich von 1-31 zur Verfügung, dieser
beschreibt die Lautstärke der gesprochenen Dialoge in dB.
Haben die gesprochenen Dialoge einen Lautstärkepegel von beispielsweise 21 dB, müssen Sie in der Dialog-Normalisierung den Wert „21“ angeben, damit
die Gesamtlautstärke auf den im Surround-Decoder oder -Verstärker
eingestellten Referenzpegel abgesenkt wird. Dieser liegt bei -31 dB unter der
digitalen Vollaussteuerung.
Gemessene
Lautstärke in
Sprechdialogen
-25 dB
-30 dB
-31 dB
-5 dB
Eingestellter Wert bei
„Dialog-Normalisierung“
25
30
31
5
Dämpfung im
AC3 Audio
Stream
-6 dB
-1 dB
0 dB
-26 dB
455
456
Hinweis: Der eingestellte Wert ändert nicht direkt das erzeugte AudioMaterial, sondern gibt dem Surround-Decoder nur eine Information über die
ideale Abdämpfung mit, so dass keine Einschränkung des Dynamikbereichs
die Folge ist.
Hintergrund: Actionreiche Spielfilme haben stärkere Lautstärkeunterschiede
zwischen Sprechdialogen und lauten Szenen (beispielsweise bei
Explosionen), dadurch sind Sprechdialoge leiser als in ruhigeren Filmen, die
höher ausgesteuert werden können.
Surround-Mix-Level/Center-Mix-Level: Diese Einstellungen bewirken eine
zusätzliche Absenkung der Surround-Kanäle und des Center-Kanals.
Voreingestellt stehen beide Einstellungen auf -3 dB.
LFE Kanal: Hier können Sie den LFE-Kanal (Low Frequency Effect) abschalten,
beispielsweise wenn Sie ungewollte Rumpelgeräusche in tiefen Frequenzen
ausblenden wollen. Im Normalfall sollten Sie diese Option aktiviert lassen.
LFE Filter: Der LFE-Filter ist ein Tiefpassfilter, das nur die tiefsten Frequenzen
passieren lässt. Falls Sie beispielsweise ein Surround-Projekt mit
Samplitude/Sequoia vertont und den LFE-Filter angewendet haben, können
Sie diese Funktion abschalten, da in diesem Fall bereits eine Filterung
durchgeführt wurde.
MPEG-Glossar
Bewegungsabschätzung
Neben der Prediction ist die Bewegungsabschätzung (Motion Estimation) ein
weiteres in der MPEG-Encodierung eingesetztes Mittel zur Datenreduktion.
Auch die Bewegungsabschätzung findet in den B- und P-Frames statt. Dabei
werden die nach der Prediction (siehe Seite 462) noch vorhandenen
Differenzbildinhalte untersucht. Im Umkreis eines jeden Macro-Blocks des Poder B- Frames (das sind für diesen Vorgang zusammengefasste Einheiten
von 2x2 Blöcken) wird mit komplizierten Algorithmen nach einem „in etwa“
originalen Auftreten des Macro-Blocks im Referenz-Frame gesucht, also nach
Bildinhalten, die lediglich verschoben worden sind, sei es durch eigene
Bewegung oder einen Kameraschwenk. Diese können im P- und B- Frame
weggelassen werden und statt dessen wird nur abgespeichert, um wieviel und
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MPEG-Glossar
wohin der Makroblock verschoben ist. Dieser Vektor wird Motion Vector
genannt.
Wie genau das oben genannte „in etwa“ ist, entscheidet über die Qualität des
endgültigen MPEG-Videos und wird mit dem Faktor „Qualität“ in den
allgemeinen Einstellungen des MPEG-Encoders (siehe Seite 450) festgelegt.
Dieser Faktor beeinflusst jedoch auch entscheidend die Encodierdauer - je
besser, umso länger dauert es.
Bitrate
MPEG ist nicht nur ein Speicher-, sondern vorrangig ein Übertragungsformat.
Bei älteren Formaten (z. B. Video1 AVI) kann genau gesagt werden: 20
Sekunden Film in einem gegebenen Bildformat erzeugen z. B. 20 Megabyte an
Daten. Die Dateigröße stellt somit ein direktes Maß für die Qualität dar.
Anders bei MPEG: Die zur Verfügung stehende Datenmenge kann bei
unterschiedlicher Darstellungsqualität verschieden stark ausgenutzt werden.
20 Megabyte können 4 Sekunden DVD-Video sein oder auch 5 Minuten
Internet-Stream in Briefmarkengröße. Die Qualität eines MPEG wird an der
„Breite“ des erzeugten „Datenstromes“ gemessen, der Bitrate. Sie ist die
Menge an übertragenen Daten pro Zeiteinheit, sie wird in kbit/s bzw. Bit pro
Sekunde angegeben.
Man spricht von Bits und nicht von Bytes, da selbst die Datenwortbreite den
Übertragungsgegebenheiten angepasst wird.
Aus der durchschnittlichen Bitrate lässt sich der Speicherbedarf für die Datei
ermitteln, wenn deren Länge bekannt ist:
F = (BRV + BRA) * t
F=Dateigröße
BRV=
Bitrate Video
BRA=
Bitrate Audio
t=Länge in s
Block
Für nahezu alle Bilddaten-Reduktionsverfahren wird das Bild in einzelne
Blöcke von 8 x 8 Pixeln (Bildpunkten) unterteilt. Dies gilt es zu beachten,
wenn Sie in benutzerdefinierter Bildauflösung (Breite/Höhe) arbeiten wollen.
Diese sollten daher immer ein Vielfaches von 8 sein.
457
458
Chroma-Format
Der Farbwert für jeden Bildpunkt, bestehend aus den Werten für die
Primärfarben Rot, Grün und Blau (RGB) wird traditionell aus technischen
Gründen in einen Helligkeitswert (Y = 0,299*R + 0,587*G + 0,114*B ) und
zwei Farbdifferenzwerte (U = R - Y, V = G -Y) gewandelt.
Der Y-Wert allein ergibt so das Schwarzweißbild. Diese Komponentensignale
erlauben es, Helligkeit und Farbinformationen getrennt zu behandeln. Schon
bei der zeilenweisen Abtastung des Bildes bei der Aufnahme findet hierbei
eine Datenreduktion statt. Da das menschliche Auge eine geringere
Farbauflösung als Helligkeitsauflösung hat, werden nur für jeden zweiten
Punkt einer Zeile (4:2:2) bzw. für jeweils vier zusammenhängende Pixel
(4:1:0) die Farbkomponenten aufgezeichnet (Unterabtastung der
Farbsignale).
4:2:2 Dies entspricht den gängigen Fernsehstandards. Pro Zeile werden für
zwei Pixel eine Farbinformation übertragen, dies entspricht einer Kompression
auf 2/3 der Ausgangsdaten.
4:1:0 Dies ist die bei der DVD und den meisten anderen ConsumerVideoanwendungen gebräuchliche Farbcodierung. Für jeweils 4
zusammenhängende Pixel zweier Zeilen wird eine Farbinformation
gespeichert. Dies entspricht einer Kompression auf die Hälfte der
Ausgangsdaten.
Field
Ein Halbbild, von denen immer zwei einen Frame bilden. (siehe De-interlacing
(siehe Seite 460))
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MPEG-Glossar
Frame
Ein Einzelbild einer Videosequenz, auch Vollbild genannt. PAL-Video enthält
25 Frames pro Sekunde, NTSC-Video 29,97 Frames.
Videoaufnahmen, mit Ausnahme von Computeranimationen und
Standbildern, enthalten keine Vollbilder, sondern eine doppelte Menge von
Halbbildern (Fields), die „interlaced“ übertragen werden. Trotzdem sprechen
wir von Frames, da sich viele Vorgänge der MPEG-Kompression auf solche
„gedachten“ Frames beziehen. Auch beim Videoschnitt wird immer von
Frames ausgegangen.
GOP
Group of Pictures, so wird die festgelegte Sequenz (Folge) von I-Frame und
dazugehörigen P- und B-Frames genannt.
z. B. I B B P B B P B B I ...
(Diese GOP hat eine Länge 9, mit 2 P-Frames und 2 B-Frames)
I-Frames enthalten die komplette Bildinformation eines Frames, P- und BFrames eine reduzierte Information. Mittel zur Reduktion sind die sogenannte
Prediction (siehe Seite 462) (Vorausbestimmung) und die
Bewegungsabschätzung.
Die Kombination P B B ..wird Subgroup genannt.
I-Frames müssen in regelmäßiger Folge im Datenstrom auftauchen, um Bild
und Ton zu synchronisieren. Zwischen den I-Frames sind nur eine begrenzte
Anzahl P- und B- Frames erlaubt. Das leuchtet ein: Da P-Frames und BFrames nur Differenzinformationen enthalten, würden diese Differenzen mit
der Zeit immer größer werden, da sich ja von Bild zu Bild immer mehr ändert.
Daher ist eine größere Anzahl unsinnig, die GOP Längen bewegen sich daher
bis maximal 15 (4P, 2B) bei PAL und 18 (5P, 2B) bei NTSC. (Mehr als 2 B
Frames zwischen P- Frames sind nicht gestattet.)
In einer geschlossenen GOP dürfen die B-Frames der letzten Subgroup nur
Backward Predictions enthalten, also Bezüge auf den vorherigen P-Frame,
aber keine auf den nachfolgenden I-Frame, denn dieser gehört zur nächsten
GOP.
459
460
I-Frames
Intra Frames. In diesen Bildern wird die gesamte Bildinformation eines Frames
gespeichert, dazu werden nur Informationen aus diesem Frame verwendet
(„intra-frame encoded“). Im Unterschied dazu gibt es im MPEG-Video PFrames und B-Frames, welche nur die Unterscheide des aktuellen Frames
gegenüber einem vorherigen und/oder einem nachfolgendem Frame
speichern (P-Frame = „predicted frame“, B-Frame = „bidirectional predicted
frame“, siehe Prediction (siehe Seite 462)).
Interlace
Historisch bedingt wurden Videobilder immer in der Form von zwei
Halbbildern aufgenommen und übermittelt, jeweils zuerst die Zeilen mit
gerader Nummer und dann die mit ungerader Zeilennummer. Diese
Halbbilder (fields) werden mit der doppelten Bildwechselfrequenz
(Framerate) abwechselnd gezeigt. Das (träge) Auge des Betrachters bzw. die
Nachleuchtdauer der TV-Bildröhre setzen die beiden Halbbilder wieder zu
einem ganzen zusammen.
Das Ausgangsbild
Erstes Halbbild
Zweites Halbbild
Normalerweise brauchen Sie sich um die richtige Halbbildverarbeitung nicht
zu kümmern. Das Videomaterial durchläuft die gesamte Verarbeitungskette in
Halbbildern und wird auch in Halbbildern wieder exportiert bzw. auf z.B. DVD
gebrannt und am TV später beim Abspielen der DVD wieder zu den richtigen
Vollbildern zusammengesetzt. Nur unter bestimmten Umständen ist es nötig,
in diese Problematik tiefer einzusteigen. In der Praxis können zwei Probleme
auftreten:
Interlace-Artefakte
Für die Anzeige am Computermonitor müssen jeweils zwei Halbbilder zu
einem Vollbild zusammengesetzt werden.
Diese zwei Halbbilder sind nicht gleich, da schon bei der Aufnahme zwei
Halbbilder entstehen, zwischen denen 1/50 Sekunde Zeit vergangen ist, so
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MPEG-Glossar
dass bei bewegten Objekten an senkrechten Kanten typische
Kammstrukturen auftreten können.
Typischer Interlacefehler.
Um diese Artefakte zu vermeiden, wird das sogenannte Deinterlacing
angewandt. Dabei wird ein Zwischenbild aus den beiden Halbbildern
errechnet (interpoliert). Also auch, wenn Sie Standbilder aus Videobildern sogenannte Stills - erzeugen wollen, muss unbedingt ein Deinterlace-Filter
angewendet werden.
In den Systemeinstellungen (Menü „Datei“ > „Einstellungen“) können für die
Vorschauanzeige bei der Videoaufnahme und den Videorekorder HardwareDeinterlacing eingestellt werden.
Falsche Halbbildfolge
Wenn im Videodatenstrom die Reihenfolge der Halbbilder vertauscht ist,
kommt es zu starken Ruckel- und Flimmereffekten. Bildobjekte bewegen sich
sozusagen im „Krebsgang“, zwei Schritt vorwärts, einer zurück, da ein zeitlich
späteres Halbbild vor dem früheren angezeigt wird. Innerhalb der
Verarbeitungskette kann dies auftreten, wenn Sie Videomaterial aus einem
Programm versehentlich mit der falschen Halbbildreihenfolge exportieren und
in ein anderes importiert.
Wir verwenden in allen Programmen bei analoger Aufnahme ins MXV oder
MPEG-Format „Top field first“ (oberes Halbbild = ungerade Zeilennummer =
„odd“ in anderen Programmen). DV-AVI dagegen wird mit „Bottom Field
First“ abgespeichert.
Sie können die Halbbildreihenfolge für jedes Video-Objekt in seinen
Objekteigenschaften korrigieren im Kontextmenü des Objekts korrigieren.
Siehe auch: Menü > Effekte > Objekteigenschaften
461
462
P-Frames und B-Frames
P-Frames speichern nur die Unterschiede des aktuellen Bildes bezüglich eines
vorangegangenen I-Frames. Man spricht von Prediction (Vorausschau), daher
P(redicted)-Frames.
B-Frames speichern die Unterschiede zwischen dem aktuellen Bild und einem
vorhergehenden und nachfolgendem I- oder P-Frame. Sie speichern nur das,
was weder im Frame davor noch in dem danach gleich „geblieben“ ist. Es wird
also in beide Richtungen geschaut, daher B(idirektional predicted)-Frame.
Näheres dazu unter Prediction (siehe Seite 462).
Prediction
Prediction ist eine beim MPEG-Verfahren eingesetzte Methode zur
Datenreduktion. Dabei werden aus vorherigen oder auch noch folgenden
Frames bereits bekannte Bildelemente aus dem Datenstrom entfernt.
Wie funktioniert es?
Der Encoder hat eine genau definierte GOP, z. B. IBBPBBPBB. Diese Sequenz
wird dem Decoder mit übermittelt, dieser weiß also stets genau, welcher Art
der nächste Frame sein wird. Wir unterscheiden I-, P- und B- Frames.
Hinweis: Wenn hier von Bildern gesprochen wird, sind die Frames des
Ausgangsvideos gemeint, mit I-, P- und B- Frames die Frames des
encodierten Videos. Wie für die Bewegungsabschätzung werden für die
Prediction die Blöcke (8x8 Pixel) zu Makroblöcken (16x16 Pixel)
zusammengefasst.
Der erste Frame ist immer ein I-Frame. Dieser wird komplett aus dem ersten
Bild encodiert. Danach wird das 4. Bild zur Erzeugung des ersten P-Frames
analysiert. Der Encoder und später auch der Decoder wissen, dass
dazwischen noch zwei B-Frames liegen. Auch dieses Bild wird komplett
encodiert, danach werden jedoch alle Makroblöcke, die sich gegenüber dem IFrame nicht verändert haben, gelöscht. Sie werden durch entsprechende
Verweise für den Decoder ersetzt, im Sinne von „was hier anzuzeigen ist, das
kennst du schon, das hole vom letzten I-Frame“.
Nun wird das 2. Bild ebenfalls zunächst komplett encodiert, dann jedoch um
alle identischen Makroblöcke aus dem davor liegendem I-Frame und dem
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MPEG-Glossar
folgenden P-Frame „erleichtert“. Bezüge auf vorherige Frames werden
backward predictions genannt, Bezüge auf nachfolgende Frames forward
predictions. Das 3. Bild wird genauso bearbeitet und wird zum zweiten BFrame.
Das vierte hatten wir schon, nun brauchen wir den nächsten P-Frame, das ist
also Bild 7. Bild 5 und 6 werden wieder B-Frames, die nach beiden Seiten hin
zu den P- Frames (Bild 4 und 7) verglichen werden und nun folgen noch die
zwei letzten B-Frames. Diese haben insofern eine Sonderstellung inne, denn
bei geschlossenen GOPs dürfen sie nur backward predictions enthalten, also
keine Bezüge auf das nächste I-Frame, denn das gehört ja schon zu nächsten
GOP.
Damit der Decoder die Frames korrekt decodieren kann, werden die P-Frames
immer vor den B-Frames übertragen. Oben erwähnte GOP wird also in der
Reihenfolge, wie oben beschrieben, encodiert und auch übertragen.
Original GOP
I0 B01 B02 P01 B11 B12 P02 B21 B22 I1
Datenstrom
I0 P01 B01 B02 P02 B11 B12 B21 B22 I1 ...
bei geschlossenen
GOPs
I0 P01 B01 B02 P02 B11 B12 I1 B21 B22 P11...
bei offenen GOPs
Man erkennt, dass bei einem direkten Videoschnitt mit dem MPEG-Material
aufgrund dieser verschachtelten Struktur aufwändige Berechnungen erfolgen
müssen. Erleichtert werden diese Berechnungen durch die Bildung einer
Frame Table. Eine Frame Table enthält eine Liste, wo genau sich die Daten
eines jeden Frames im Datenstrom befinden und um welche Art Frame es
sich handelt.
Durch die Bewegungsabschätzung (siehe Seite 456) werden die P- und BFrames ebenfalls datenreduziert.
463
464
Quantisierungsskalierung
Die einzelnen Bilder werden beim MPEG mit einer dem JPEG bei Bitmaps
vergleichbaren verlustbehafteten Kompressionsmethode gespeichert. Dazu
werden die einzelnen Bilder in 8 x 8 große Blöcke (siehe Seite 457) zerlegt.
Jeder dieser Blöcke wird nun mit einer DCT (Discrete Cosine Transformation)
genannten mathematischen Methode in eine 8 x 8 Matrix (Tabelle mit
Spalten und Zeilen) von ganzzahligen Werten umgeformt. Jeder dieser Werte
ergibt sich aus allen 64 einzelnen Pixeln des Blocks, jedoch sind die Werte in
der Matrix jetzt so angeordnet, dass die Bildinformation nach ihrer
Wichtigkeit angeordnet sind.
Diese Matrix wird nun mit einer weiteren Matrix multipliziert, der
Quantisierungsmatrix. Sie ist für die Qualität und für die Kompressionsrate
verantwortlich. Die Zielvorgabe: Das Ergebnis soll möglichst viele Nullen
enthalten. Diese Nullen entsprechen dabei erwähnten „unwichtigen“
Bildelementen und werden nicht mit übertragen.
Je nach Vorgabe des Encoders bezüglich einer zu erzielenden Bitrate werden
mehr oder weniger Werte der Matrix zu unwichtigen erklärt, indem die
Quantisierungsmatrix durch einen Faktor dividiert wird, den QuantisierungsSkalierungsfaktor. Da hier mit ganzen Zahlen agiert wird, kann bei einer
Division auch Null herauskommen, wenn man den Rest weglässt. Dieser
Faktor ist also ein direktes Maß für die zu erzielende Bildqualität des MPEGDatenstromes, insofern steht das Q in Q-Faktor für Quantisierung und
Qualität.
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Glossar
Glossar
1080i/1080p
1080i bzw. 1080p sind die sogenannten Full-HD-Auflösungen. Diese haben
eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln. Das „i“ steht für „interlaced“ (siehe
Seite 471) und bedeutet, dass wie beim Zeilensprungverfahren jeweils
Halbbilder gespeichert werden. „p“ steht für „progressiv“ und bedeutet, dass
ganze Bilder gespeichert werden.
720p
Dies ist die „kleine“ HD-Auflösung mit einer Größe von 1280 Pixel x 720 Pixel.
Das „p“ steht für „Progressive“, d. h. es werden immer Vollbilder dargestellt.
A
Aliasing
Als Aliasing oder Alias-Effekte werden Fehler bezeichnet, die beim digitalen
Abtasten von Tönen, Videos oder Bildern durch zu geringe Abtastfrequenz
(Signalverarbeitung) bzw. Rasterung (Bildverarbeitung) auftreten.
Anfasser
Anfasser sind die fünf kleinen Rechtecke an den Kanten von ausgewählten
Objekten. Sie lassen sich anklicken und mit gedrückter linker Maustaste
verschieben.
Längen-Anfasser: unten rechts und unten links. Mit ihnen kann die Länge
eines Objekts verändert werden.
Fade-Anfasser: oben rechts und oben links. Mit ihnen kann ein Objekt weich
ein- bzw. ausgeblendet werden.
Lautstärke/Helligkeits-Anfasser: oben in der Mitte. Mit ihnen kann die
Lautstärke bzw. die Helligkeit verändert werden.
Arbeitsspeicher, RAM (Random Access Memory)
Der Arbeitsspeicher, auch RAM (Random Access Memory) genannt, ist ein
schnelles Speichermedium in Computersystemen und wird zum
Zwischenspeichern von Daten benötigt. Dabei handelt es sich um einen
flüchtigen Speicher, Inhalte gehen beim Ausschalten oder Reset
(Zurücksetzen) verloren. Je größer dieser Speicher ist, umso schneller können
Sie mit Programmen arbeiten, also Daten verändern, speichern etc.
465
466
ATN
Diese Abkürzung steht für "Absolute Track Number". Dabei handelt es sich
um den eigentlichen Timecode (Zeitstempel) bei DV- und HDV-Aufnahmen,
der im Schrägspurverfahren aufgenommen wird.
Audio
Von "Audio" wird dann gesprochen, wenn das Tonsignal direkt als solches auf
dem Computer gespeichert ist. Hier wird der Klang an sich aufgezeichnet bzw.
abgespielt.
audioid
audioid ist ein Verfahren zur Ermittlung des Titels und Interpreten anhand
musikalischer Eigenschaften. Es wird eine Internetverbindung benötigt, um auf
die audioid-Datenbank im Internet zugreifen zu können.
AVCHD
Steht für „Advanced Video Codec High Definition“ und bedeutet soviel wie
"Erweiterte Videokodierung mit hoher Auflösung". Es handelt sich dabei um
ein HD-Format für Videokameras, dass gemeinsam von Panasonic und Sony
festgelegt wurde. Im Vergleich zum Format „HDV“ ist hier eine deutliche
Qualitätssteigerung zu verzeichnen.
Für die Videokodierung wird MPEG-4 AVC/H.264 und zur Audiokodierung
AAC bzw. AC3 benutzt. Die maximale Datenrate beträgt 25 Megabit/s.
AVI
Das AVI-Format (Audio Video Interleaved) ist eigentlich kein "richtiges"
Dateiformat. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Container, bei dem
nur sehr allgemein die Konventionen festgelegt werden wie Audio- und
Videodaten an ein Programm übergeben werden. Je nach Wunsch und
vorhandenen Codecs können Sie das Endformat festlegen.
B
Backup
Das Kopieren von Daten auf einen anderen Datenträger, um diese Daten zu
sichern, wird als Datensicherung oder auch Erstellung eines Backups
bezeichnet. Das Wort „Backup" lässt sich mit „Sicherheitskopie" und
„Sicherung“ übersetzen.
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Glossar
Browser
Ein Browser (auch Webbrowser, Internet Browser genannt) ist ein
Computerprogramm zur Darstellung von Internetseiten. Typische bekannte
Internet Browser sind Internet Explorer, Mozilla Firefox, Safari oder Opera.
Button
Bezeichnet ein Element der grafischen Benutzeroberfläche eines Programms.
Die Schaltfläche löst per linkem Mausklick eine Aktion im Programm aus.
C
Cache
Vereinfacht dargestellt ein Zwischenspeicher, in dem häufig benötigte Daten
abgelegt werden, damit diese beim nächsten Aufruf schneller bereitstehen.
Clip Level
Bezeichnet den Lautstärkepegel, bei der ein aufgenommenes Signal
übersteuert, auch als "Clipping" bezeichnet.
Clipboard
Die Zwischenablage wird beispielsweise verwendet, um Daten bei den
Befehlen „Kopieren" oder „Ausschneiden" zwischenzuspeichern. Sie wird oft
auch als „Clip" oder „Clipboard" bezeichnet.
Copyright
Recht zum Schutz von eigenschöpferisch-geistigen Leistungen.
CPU
Central Processing Unit ist wortwörtlich die zentrale Verarbeitungseinheit des
Computers. Die Verarbeitung von Daten und die Abarbeitung von
Programmen geschieht in der CPU. Moderne Computer verfügen sogar über 2
oder mehr Prozessoren bzw. einem Prozessor mit mehreren Kernen.
Crossfade
Überblendung, Kreuzblende. Damit können Sie Objekte ineinander
überblenden.
D
Dialog
Ein Dialog öffnet sich in Form eines separaten Fensters und dient der
Interaktion zwischen Nutzer und Programm. Das heißt, dass ein Dialog
467
468
Informationen an den Nutzer geben kann und/oder Eingaben vom Nutzer
erwartet.
Ein Dialog kann verschiedene Bedienelemente enthalten, die durch einfaches
Anklicken mit der Maus bedient werden. Auch Tastatureingaben sind
möglich.
Disc-Projekt
Ein "Projekt" umfasst alles, was Sie auf Ihrer CD oder DVD unterbringen
wollen. In der Regel sind das ein oder mehrere Filme mitsamt der
Menüstruktur und dem Menü-Design, um die Filme später auf der CD oder
DVD auswählen zu können.
Disc-Typen
Der Disc-Typ bestimmt, in welchem Format und auf welches Medium (CD,
DVD, Blu-ray Disc etc.) das aktuelle Disc-Projekt gebrannt wird.
DNS
Die Abkürzung DNS steht für Domain Name Service und meint die
Dienstleistung eines Anbieters von Internet-Dienstleistungen, Domainnamen
für Kunden zu registrieren.
Domain
Eine Domain ist die Internetadresse einer Website. Sie besteht aus dem
Namen des Internetprotokolls (i. d. R. http://) dem Computer- oder
Netzwerknamen (z. B. www), der Second-Level Domain (z. B. mufin) und der
Top-Level Domain (z. B. .de, .com).
Zusammengesetzt also: protkoll://netzwerkname.second-level domain.toplevel domain –> http://www.mufin.com
Domains werden von sogenannten NIC (Network Information Center) eines
Landes vergeben. In Deutschland ist das DENIC für die Vergabe von Domains
verantwortlich.
Domainumzug
Siehe KK (Konnektivitätskoordination). Falls Sie eine Domain haben, können
Sie von Ihrem bisherigen Provider zu einem anderen Provider umziehen.
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Glossar
Downmix
Ein in der Tontechnik angewandtes Verfahren, um den Ton eines
Mehrkanaltonformats zu einer Variante mit weniger Kanälen
zusammenzufassen. In den meisten Fällen ist dies eine Stereovariante.
Drag & Drop
Ermöglicht das Bewegen von Dateien und Objekten zwischen verschiedenen
Anwendungen oder innerhalb einer Anwendung durch „Ziehen und
Fallenlassen" mit Hilfe des Mauszeigers, der über die linke Maustaste
gesteuert wird.
F
Fader
Wird zur graphischen Eingabe von Werten genutzt. Ähnlich der
Lautstärkeregelung an einem Mischpult können mit Schiebereglern
verschiedenste Parameter gesteuert werden. Ein sehr häufig auftretendes
Beispiel dafür ist der Zoom-Schieberegler, um in Details eines Bildes zoomen
zu können.
Festplatte
Speichermedium mit der größten Speicherkapazität auf der alle
Betriebssysteme, Programme und Dateien gespeichert sind. Eine Festplatte
kann fest im Computer eingebaut sein, es gibt aber auch externe, die z.B. über
den USB-Anschluss an verschiedenen Computern betrieben werden können
(Wechseldatenträger oder externe Festplatte).
Field
Ein Halbbild, derer zwei immer ein Frame bilden (siehe Interlace).
Film
Als Film wird in MAGIX Video Pro X6 ein Arrangement aus verschiedenen
Objekten (Videos, Fotos, Szenen, Ton etc.) bezeichnet. Ein Film kann separat
gespeichert werden, um ihn in anderen Projekten weiter zu verwenden und
hat die Dateierweiterung "MVM".
Flipmenü
Flipmenüs stellen Listen mit verschiedenen Auswahlmöglichkeiten als Menü
dar. Sie sehen Texteingabefeldern sehr ähnlich, haben aber am rechten Rand
eine Schaltfläche, die einen Pfeil nach unten symbolisiert.
469
470
Frame
Ein Frame ist ein Einzelbild einer Videosequenz, auch Vollbild genannt.
Ein PAL-Video enthält beispielsweise 25 Frames pro Sekunde, NTSC 29,97
Frames.
H
Hard Disk Drive
Speichermedium mit der größten Speicherkapazität auf der alle
Betriebssysteme, Programme und Dateien gespeichert sind. Eine Festplatte
kann fest im Computer eingebaut sein, es gibt aber auch externe, die z.B. über
den USB-Anschluss an verschiedenen Computern betrieben werden können
(Wechseldatenträger oder externe Festplatte).
Hardware
Ist der Oberbegriff für alle internen Bestandteile eines Computers. Zum
Beispiel Festplatte, Grafikkarte, Mainboard etc. Ebenfalls zur Hardware
werden sogenannte externe Peripheriegeräte gezählt: Drucker, Scanner,
Monitor usw. Das Zusammenspiel der Hardwarebestandteile wird über die
Software gesteuert.
Hauptplatine
Ist zentraler Bestandteil der Hardware eines Computers. An das Mainboard
werden alle anderen Hardwarekomponenten wie CPU, RAM, Festplatte,
weitere Laufwerke, Grafikkarte(n) sowie Steckkarten für andere spezielle
Einsatzgebiete angeschlossen.
HDD
Speichermedium mit der größten Speicherkapazität auf der alle
Betriebssysteme, Programme und Dateien gespeichert sind. Eine Festplatte
kann fest im Computer eingebaut sein, es gibt aber auch externe, die z.B. über
den USB-Anschluss an verschiedenen Computern betrieben werden können
(Wechseldatenträger oder externe Festplatte).
HDTV
Diese Abkürzung steht für "High Definition Television" und bedeutet
übersetzt "hochauflösendes Fernsehen".
HTTP
Steht für Hyper Text Transfer Protocol ist eine Technologie, um Webseiten im
Internet zu übertragen (vom Webserver zum Browser). In Ihrem Browser
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Glossar
steht daher vor jeder Internetadresse immer das Kürzel http://, welches
automatisch gesetzt wird und somit nicht bei Eingabe von Internetadressen
mit eingegeben werden muss.
Hyperlink
Hyperlink (oder kurz Link bzw. Verknüpfung) sind Verweise auf andere
Webseiten bzw. Dokumente im Internet (oder anderen ComputerNetzwerken). Sie bilden die Basis des World Wide Web (WWW), da durch
Hyperlinks überhaupt erst die Vernetzung bzw. Verlinkung zwischen den
Milliarden von Websites möglich ist.
I
ID3-Tags
ID3-Tags enthalten Titelinformationen, die einem Musiktitel beigelegt werden
können. Dazu gehören der Titel, der Name des Interpreten, das Album, aber
auch das Genre, das Erscheinungsjahr und weitere Kriterien, die bei einer
Suche in der Datenbank hilfreich sein können. Anhand dieser Informationen
wird die Datenbank erstellt.
Info: Titelinformationen werden nur bei MP3s in sogenannten ID3-Tags
(Identify an MP3) gespeichert, andere Formate bieten ähnliche
Möglichkeiten, z.B. „Vorbis comment“ beim Ogg Vorbis-Format.
Image
Ein Image ist ein Abbild einer CD, DVD, Festplatte oder eines anderen
Datenträgers, welches als Datei gespeichert ist.
Im Unterschied zu einer Kopie oder einem Backup enthält ein Image
Informationen über die Struktur des Originaldatenträgers, da nicht nur die
einzelnen Dateien kopiert werden. So können 1:1-Kopien des gesamten
Datenträger reproduziert werden.
Achtung! Das Urheberrecht verbietet das Kopieren kommerzieller
CDs/DVDs, daher wird dies meist durch Kopierschutzverfahren
unterbunden.
IMAP
Steht für Internet Message Access Protocol und ist ein fortschrittliches
Verfahren zum Empfangen von E-Mails.
471
472
Interlace
Zu Deutsch "Zeilensprungverfahren", beschreibt die Darstellung eines
Vollbildes durch 2 Halbbilder (Fields).
Dabei werden abwechselnd alle geraden und ungeraden Zeilen als Halbbilder
dargestellt.
Vom menschlichen Auge werden die beiden in Folge angezeigten Halbbilder
als Vollbild wahrgenommen, so dass trotz langsamerer Bildwiederholrate (25
Hz bei PAL, 29,97 Hz bei NTSC) ein subjektiv flüssigeres Bild zu sehen ist.
Intro
"Intro" kommt aus dem Englischen und bedeutet "Einführung" oder
"Einleitung".
J
jpx
Ein MAGIX-eigenes Dateiformat, welches bei der Bearbeitung von Fotos
angelegt wird. Es ermöglicht mit Effekten frei zu experimentieren ohne dabei
das Originalbild zu verändern. Wenn die Fotos später mit einem anderen
MAGIX Programm geöffnet werden, werden die Effekteinstellungen mit
angezeigt.
K
KK
KK steht für „Konnektivitätskoordination“ und beschreibt, wie der Wechsel
eines Domainnamens (Domainumzug) von einem Provider zu einem anderen
stattfindet.
kompatibel
Wenn verschiedene Teile ohne Fehler miteinander funktionieren, sind sie
miteinander kompatibel.
Kontextmenü
Das Kontextmenü öffnet sich durch Klick mit der rechten Maustaste auf eine
markierte Datei. Es bietet Funktionen an, die im Kontext sinnvoll und erlaubt
sind.
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Glossar
M
Mainboard
Ist zentraler Bestandteil der Hardware eines Computers. An das Mainboard
werden alle anderen Hardwarekomponenten wie CPU, RAM, Festplatte,
weitere Laufwerke, Grafikkarte(n) sowie Steckkarten für andere spezielle
Einsatzgebiete angeschlossen.
Menü
Die Menüs enthalten nahezu alle Funktionen eines Programms. Sie werden
mit einfachem Mausklick auf das entsprechende Menü geöffnet. Außerdem
sind hinter den Menüeinträgen zusätzlich die dazugehörigen Tastaturkürzel
zu finden, falls vorhanden.
Die graphische Oberfläche von DVDs/CDs wird ebenfalls als Menü
bezeichnet.
Menüleiste
Fast jedes Programm verfügt über eine Menüleiste. Normalerweise befindet
es sich direkt unter der Titelzeile des Programms. Durch einen einfachen
Mausklick wird das entsprechende Menü geöffnet.
MIDI
MIDI-Dateien enthalten nicht den endgültigen Sound wie Audiodateien,
sondern nur Noteninformationen, die vom Synthesizer Chip der Soundkarte
oder einem externen Klangerzeuger erst abgespielt werden müssen.
MMC
MMC steht für MIDI Machine Control und ist Teil des MIDI-Protokolls.
Mittels MMC werden Transportsteuerung sowie Positionierungsangaben
übertragen.
Motherboard
Ist zentraler Bestandteil der Hardware eines Computers. An das Mainboard
werden alle anderen Hardwarekomponenten wie CPU, RAM, Festplatte,
weitere Laufwerke, Grafikkarte(n) sowie Steckkarten für andere spezielle
Einsatzgebiete angeschlossen.
MOV
MOV ist ein Quicktime Video- und Audioformat der Firma Apple, das
inzwischen aber auch für Windows verbreitet ist. Quicktime unterstützt viele
473
474
Kompressionstechnologien, die es möglich machen, Audio und Video und
sogar Grafik für das Internet, Multimedia- oder Videoanwendungen zu
optimieren. Handelsübliche (Hardware) DVD-Player beherrschen dieses
Format nicht.
MP3
MP3 (eigentlich MPEG-1 Layer 3) ist derzeit der wichtigste Standard zur
Kompression von Audiodateien.
MPEG
MPEG steht für "Moving Picture Experts Group" (engl. für "Expertengruppe
für bewegte Bilder") und bezeichnet damit ein Kommittee, das sich mit der
Standardisierung von Video- und Audiodatenkompression sowie sogenannten
Containerformaten beschäftigt.
MS Audio
Von Microsoft entwickeltes Verfahren zur Audiodatenkompression mit
ähnlichen Eigenschaften wie MP3.
MTC
MTC steht für MIDI Time Code und übermittelt die genaue Abspielposition
per MIDI. So lassen sich Programme und externe Geräte miteinander
synchronisieren.
MXV
Ist das MAGIX Videoformat und kann daher in MAGIX Produkten schnell
verarbeitet werden. Es bietet wenig Qualitätsverluste kann von
handelsüblichen DVD-Playern aber nicht wiedergegeben werden.
N
Noise Sample
Probe eines zu entfernenden Störgeräusches
NTSC
NTSC steht für "National Television Systems Committee" (zu deutsch
"nationales Fernsehsystemkomitee"). Sie stellt eine US-amerikanische
Institution dar, die das erste Farbübertragungssystem für Fernsehsignale
festlegte, dass in großen Teilen Amerikas und wenigen Ländern Ostasiens
verwendet wird. Die Bildwiederholrate bei NTSC beträgt 29,97 Hz.
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Glossar
O
Offset
Englisch "Versatz". Mit einem Offset von 60:00:00 (1 Stunde) kann
beispielsweise ein Band synchronisiert werden, dessen Zeitinformation bei 1
Stunde startet, MAGIX Video Pro X6 startet am Bandanfang dennoch bei 0.
OGG VORBIS
Dies ist ein neuentwickeltes, lizenzfreies Format mit ähnlichen Eigenschaften
wie MP3.
P
PAL
Phase Alternating Line - kurz PAL - ist ein Verfahren zur Farbübertragung
beim analogen Fernsehen, dass vor allem in Europa, aber auch in Australien,
Südamerika und vielen afrikanischen und asiatischen Ländern benutzt wird.
Die Bildwiederholrate bei PAL beträgt 25 Hz.
Playliste
Abspielliste, in der festgelegt wird, welche Musiktitel enthalten sind und in
welcher Reihenfolge sie abgespielt werden.
Plug-in
Plug-ins sind zusätzliche Programme, die das Hauptprogramm um Funktionen
erweitern. Sie klinken sich gewissermaßen in das Hauptprogramm ein (von
engl. „to plug in" = "anschließen").
POP3
Steht für „Post Office Protocol“ (Version 3) und ist eine Technologie zum
Empfang von E-Mails, welche in gängigen E-Mail-Programmen genutzt wird
(z.B. Outlook Express). Durch POP3 werden E-Mails vom E-Mail-Server Ihres
Providers abgeholt und in Ihr E-Mail-Programm geladen.
Projekt
Ein "Projekt" umfasst alles, was Sie auf Ihrer CD oder DVD unterbringen
wollen. In der Regel sind das ein oder mehrere Filme mitsamt der
Menüstruktur und dem Menü-Design, um die Filme später auf der CD oder
DVD auswählen zu können.
475
476
Provider
Ein Provider oder auch ISP (Internet Service Provider) ist ein Anbieter von
Internet-Dienstleistungen wie z.B. Webhosting oder Domains (DNS). Im Falle
des MAGIX Website Services ist MAGIX der Provider.
R
RedBook
Um die Datenstruktur von CDs zu vereinheitlichen und sie mit den CDLaufwerken abzustimmen, wurden für die verschiedenen CD-Typen
unterschiedliche Standards festgelegt. Die Namen dafür ergaben sich schlicht
aus der Farbe der Bücher, in denen die Standards niedergeschrieben wurden.
Der Ausdruck ”Red Book” ist die umgangssprachliche Bezeichnung für den
”Compact Disc Digital Audio Standard”. Die hier aufgeführten Vorgaben
müssen bei der industriellen Vervielfältigung von CDs im CD-Presswerk
beachtet werden. Audio-CD-Player lesen ausschließlich CDs, die dem RedBook-Format entsprechen. Daher müssen die Computerdateien zunächst in
diesen Standard konvertiert werden, bevor sie auf eine Audio-CD geschrieben
werden können, die mit jedem Audio-CD-Player kompatibel ist.
Restore
Das Wiederherstellen (auch zurücksichern) von Daten ausgehend von einer
Sicherungskopie/Backup wird als Restore bezeichnet.
RM
RealMedia umfasst alle Dateiformate des Software-Herstellers RealNetworks.
Insbesondere steht RealMedia für das Videoformat "RealVideo" und das
Audioformat "RealAudio". Die Qualität von RealVideo Dateien ist im
Allgemeinen bei hohen Komprimierungen vergleichsweise gut, aber dennoch
Verlust behaftet. Diese Formate können von (Hardware) DVD-Playern nicht
wiedergegeben werden.
S
Schaltfläche
Bezeichnet ein Element der grafischen Benutzeroberfläche eines Programms.
Die Schaltfläche löst per linkem Mausklick eine Aktion im Programm aus.
Schieberegler
Wird zur graphischen Eingabe von Werten genutzt. Ähnlich der
Lautstärkeregelung an einem Mischpult können mit Schiebereglern
verschiedenste Parameter gesteuert werden. Ein sehr häufig auftretendes
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Glossar
Beispiel dafür ist der Zoom-Schieberegler, um in Details eines Bildes zoomen
zu können.
Screenshot
Ein Screenshot ist ein Bild aller sichtbaren Bildschirmelemente (auch
Meldungen, geöffnete Dialoge etc.) zu einem bestimmten Zeitpunkt. Durch
Betätigen der „Druck"-Taste auf Ihrer Computertastatur legen Sie das Bild in
den Zwischenspeicher Ihres Computers. Öffnen Sie dann ein Programm, das
Bilder verarbeiten kann und wählen „Einfügen" (Tastaturkürzel: Strg + V),
erscheint der Screenshot im Programm und Sie können ihn bearbeiten und
abspeichern.
Hinweis: Drücken Sie gleichzeitig „Alt + Druck" auf der Tastatur, erscheint
auf dem eingefügten Bild nur das aktive Fenster.
Seitenverhältnis
Das Seitenverhältnis ist das Verhältnis zwischen der Breite und Höhe eines
Rechtecks. In der Praxis sind das z.B. Fotos, Bildschirme oder z.B. eine
Leinwand. Auch das Seitenverhältnis von Pixeln lässt sich so angeben.
Typische Seitenverhältnisse sind z.B. im Heimbereich 4:3, 16:9
(typischerweise bei Fernsehern) oder 16:10 (Breitbild-TFTs, Widescreen
Notebooks), 3:2 bei 35mm-Filmen und Fotos, in Kinos findet man am
häufigsten 1,85:1.
SMTP
Steht für Simple Mail Transfer Protocol und ermöglicht den Austausch von EMails in Computernetzwerken.
Software
Bezeichnet alle nichtphysischen Funktionsbestandteile eines Computers. Dies
umfasst vor allem Computerprogramme sowie die Daten, die zur
Verwendung mit Computerprogrammen bestimmt sind.
Symbolleiste
Hier finden Sie alle grundlegenden Funktionen des entsprechenden
Programms als Schaltflächen, die mit entsprechenden Symbolen versehen
sind. Per Klick werden hier ohne Umwege die dazugehörigen Funktionen
aufgerufen.
477
478
Szene
In MAGIX Video Pro X6: frei definierbarer Abschnitt eines Videos.
Im allgemeinen Sprachgebrauch ist eine (Film-)Szene ein Abschnitt eines
Films, der sich aus verschiedenen Einstellungen zusammensetzt und eine
bestimmte Handlung wiedergibt.
T
Top-Level Domain
Top-Level Domains (TLD) steht durch einen Punkt getrennt immer am Ende
einer Internetadresse (z.B. „http://www.magix.de“ < hier ist .de die Top-Level
Domain). Dazu zählen z.B. die Länder Top-Level Domains wie .de, .us, .co.uk,
aber auch so genannte Generic-Top Level Domains wie .com, .net, .org, .biz
und so weiter.
Traffic
Traffic (Datenverkehr) entsteht, sobald Daten durchs Internet bewegt
werden: z. B. indem Sie selbst Dateien hoch- oder runterladen, aber auch,
wenn jemand anderes Ihre Website aufruft.
U
Untermenü
Ein Menü kann neben normalen Einträgen auch Untermenüs beherbergen, die
weitere Funktionen zur Verfügung stellen. Sie dienen auf diese Art und Weise
der Übersichtlichkeit in den Menüs.
UPnP
Universal Plug and Play (UPnP) ist ein Netzwerkprotokoll, in der die
verschiedensten Geräte, PCs genauso wie Stereoanlagen, Videokameras,
PDAs oder Webserver miteinander Daten austauschen können. Durch UPnP
können unterschiedliche Geräte an einer netzwerkweiten Kommunikation
teilnehmen, d.h. eigene Funktionen bereitstellen und Funktionen anderer
Geräte nutzen. Dazu ist keine umständliche Konfiguration oder
Treiberinstallation erforderlich, die Geräte handeln sozusagen ihre Funktionen
und Datenquellen selbständig untereinander aus. Also Plug („Anstöpseln")
und Play („Spielen") im Netzwerk.
Mehr Informationen finden Sie unter unter http:/ /www.upnp.org
Urheberrecht
Recht zum Schutz von eigenschöpferisch-geistigen Leistungen.
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Glossar
URL
URL steht für „Uniform Resource Locator“ und beschreibt, wo sich eine
Ressource (z. B. eine Website) im Internet befindet. Auch die Adresse oder
Pfadangabe des Speicherorts einer Datei auf Ihrem PC wird als URL
bezeichnet.
Oft wird der Begriff „URL“ auch für den Begriff „Domain“ genutzt. So lautet die
URL der mufin Website: http://www.mufin.com
V
VirtualDub Plug-in
Plug-ins sind zusätzliche Programme, die das Hauptprogramm um Funktionen
erweitern. Sie klinken sich gewissermaßen in das Hauptprogramm ein (von
engl. „to plug in" = "anschließen").
VirtualDub Plug-ins werden auch "VirtualDub Filter" genannt und haben die
Dateiendung "VDF". Mit deren Hilfe lassen sich zusätzliche Videoeffekte auf
Video-Objekte anwenden.
VST- und DirectX-Plug-ins
Plug-ins sind zusätzliche Programme, die das Hauptprogramm um Funktionen
erweitern. Sie klinken sich gewissermaßen in das Hauptprogramm ein (von
engl. „to plug in" = "anschließen").
Für die Tonbearbeitung existieren derzeit die beiden Standards "VST"
(Steinberg) und "DirectX" (Microsoft), wobei sich "VST" mittlerweile am
stärksten durchgesetzt hat.
W
WAV
Wave (*wav) ist das unkomprimierte Standard-Audioformat.
Wave
Wave (*wav) ist das unkomprimierte Standard-Audioformat.
Wave File
Wave (*wav) ist das unkomprimierte Standard-Audioformat.
479
480
Webhosting
Bedeutet, dass ein Internetdienstleister (Internet Service Provider) seinen
Kunden Domains und Webspace (Speicherplatz) für eigene Websites zur
Verfügung stellt. Mit dem MAGIX Website Service bietet MAGIX seinen
Kunden Webhosting an.
Webmail
Webmail ermöglicht Kunden, Ihre E-Mail-Postfächer direkt online ohne eine
auf dem PC installierte E-Mail-Software abzurufen. Ebenso können E-Mails
gesendet werden. Kunden des MAGIX Website Service können dazu MAGIX
Webmail nutzen.
Webmaster
Ein Webmaster ist für die Administration und Pflege einer Website zuständig.
Oftmals ist der Webmaster auch der Inhaber der Website inklusive der
dazugehörenden Domain. Wenn Sie sich im MAGIX Website Service eine
Domain für Ihre Website registriert haben, wird Ihnen automatisch auch die
E-Mail-Adresse „[email protected]" eingerichtet.
Webserver
Als Webserver wird der Computer bezeichnet, auf dem ein Host alle
Internetseiten speichert und der täglich 24 Stunden am Netz zur Verfügung
steht, damit auf diese Websites jederzeit zugegriffen werden kann.
Werkzeugleiste
Hier finden Sie kleine Schaltflächen, die bei Klick nur eine Funktion ausführen.
Zum Beispiel schneiden Sie bei Klick auf die Schere ein markiertes Objekt aus.
Wiedergabemarker
Der Abspielmarker ist ein senkrechter Strich, der bei der Wiedergabe von
links nach rechts, vom Start- zum Endmarker, über die Spuren wandert. Er gibt
die aktuelle Abspielposition an.
WMA
Von Microsoft entwickeltes Verfahren zur Audiodatenkompression mit
ähnlichen Eigenschaften wie MP3.
WMV
Windows Media Video (WMV) ist ein urheberrechtlich geschützer VideoCodec von Microsoft. Haben Sie Windows auf Ihrem PC installiert, sollte es
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Glossar
kein Problem sein, WMV-Dateien abzuspielen. Jedoch beherrschen nur
wenige handelsübliche (Hardware) DVD-Player dieses Format. Informieren
Sie sich dazu in der Hilfe Ihres DVD-Players.
Dieses Videoformat ist sehr gut für Web-Videos geeignet, da er relativ hohe
Kompressionsraten erlaubt.
World Wide Web (WWW)
WWW steht für World Wide Web (Weltweites Netzwerk) und ist der wohl
am meisten genutzte Dienst des Internets. Im WWW werden mittels
Webbrowser (z.B. Internet Explorer) Informationen über Webseiten
dargestellt. Der Vorgang heißt dann umgangssprachlich „im Internet surfen“.
Z
Ziffernblock
auch bekannt unter: Zehnertastatur, Numpad
Zwischenablage
Die Zwischenablage wird beispielsweise verwendet, um Daten bei den
Befehlen „Kopieren" oder „Ausschneiden" zwischenzuspeichern. Sie wird oft
auch als „Clip" oder „Clipboard" bezeichnet.
481
482
Falls Sie noch Fragen haben
Tipps zur Programmhilfe
Sie öffnen die Programmhilfe durch Kick auf F1 Ihrer Tastatur, wenn Sie das
Programm geöffnet haben. Die Programmhilfe enthält detaillierte
Informationen zur Bedienung des Programms und viele Zusatzinfos. Viele
wichtige Begriffe sind im Text kursiv hervorgehoben und können für eine
kurze Erklärung angeklickt werden.
Kontexthilfe: Drücken Sie die Taste „F1“ auf der Computertastatur an
irgendeiner Stelle im geöffneten Programm und die Hilfe öffnet sich
automatisch mit dem passenden Artikel zum Thema.
Suchfunktion: Um nach bestimmten Wörtern in der Hilfe zu suchen, benutzen
Sie die Suchfunktion. Geben Sie entweder das einzelne Wort ein oder
verwenden Sie logische Operatoren (z. B. OR, AND, NEAR) bei mehreren
Suchwörtern, um die Suche zu verfeinern:
• OR (zwischen 2 Wörtern): Alle Themen, die eines der beiden Wörter oder
beide Wörter enthalten, werden aufgelistet.
• AND (zwischen 2 Wörtern): Es werden nur die Themen aufgelistet, die
beide Wörter enthalten.
• NEAR (zwischen 2 Wörtern): Es werden nur die Themen aufgelistet, die
beide Wörter enthalten. Allerdings dürfen zwischen den Suchwörtern
maximal 6 weitere Wörter liegen.
• NOT (vor einem Wort): Themen, die dieses Wort enthalten, werden nicht
aufgelistet.
Drucken: Nutzen Sie die Druckfunktion der Programmhilfe, um sich einzelne
Themen oder ganze Themengebiete auszudrucken. Sie finden die
Druckschaltfläche in der Werkzeugleiste des Hilfefensters ganz oben.
PDF-Handbuch
Das elektronische Handbuch (PDF) enthält wie die Programmhilfe die
vollständige Programmdokumentation. Sie finden es unter „Startmenü“ >
„Programme“ > „MAGIX“ > „MAGIX Video Pro X6“ im Unterordner
„Dokumentation“.
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Stichwortverzeichnis
Stichwortverzeichnis
2
2-Punkt-Schnitt ........................................................................................................122
3
3D.................................................................................................................................195
3D-Blenden............................................................................................................... 120
3D-Folgen ................................................................................................................. 120
3D-Verformung ....................................................................................................... 168
3-Punkt-Schnitt ....................................................................................................... 124
4
4K-Videos.......................................................................................................286, 296
4-Punkt-Schnitt ........................................................................................................126
5
5.1 Surround.................................................................................................... 239, 247
A
Abkürzungen ............................................................................................................ 415
Abspielen ............................................................................................................25, 415
Abspielmarker...........................................................................................................128
Alle Spuren Mausmodus........................................................................... 34, 38, 53
Alpha-Keying ...................................................................................................119, 288
An anderen Audio-Objekten ausrichten .................................................. 139, 398
An Bildposition im Video heften ......................................................................... 188
Analoge Videoaufnahme......................................................................................... 93
Anfang entfernen ...................................................................................................... 55
Anfasser ............................................................................................................... 31, 113
Anhängen..................................................................................................................358
Animieren...................................................................................................................173
Animiertes GIF.........................................................................................................289
Ansicht.......................................................................................................74, 385, 417
Anti-Flimmerfilter ....................................................................................................193
Anti-Interlace-Filter................................................................................................ 194
Arbeitsbereiche .......................................................................................................... 81
Audio Cleaning .........................................................................................................217
Audioaufnahme ......................................................................................................... 97
Audioeffekte .......................................................................................................72, 215
483
484
Audiomenü ...............................................................................................................256
Aufnahme ................................................................................................................... 82
Aufnehmen ................................................................................................................. 82
Ausschnitt & Zoom .................................................................................................162
Austauschen............................................................................................................... 57
Automation.............................................................................................173, 238, 242
Automatisch schneiden............................................................................... 328, 345
Automatische Lautstärkeabsenkung.................................................................. 100
Automatische Szenenerkennung ........................................................................328
Automatisieren ............................................................................................... 173, 238
AVCHD.................................................................................................................. 18, 83
AVCHD-Disc.............................................................................................................431
AVC-Intra ................................................................................................................... 83
B
Backup ............................................................................................................. 320, 328
Batch Capturing......................................................................................................... 89
Bearbeiten ....................................................................................... 48, 106, 365, 419
Bearbeitung nach der Aufnahme ........................................................................ 104
Benutzung von MAGIX Video Pro X6.................................................................. 24
Bewegungseffekte..............................................................................................72, 161
Bild optimieren..........................................................................................151, 191, 194
Bildschirmaufnahme................................................................................................103
Bildstabilisierung ..................................................................................................... 190
Blu-ray.........................................................................................................................431
BMP-Export ..............................................................................................................289
Brenndialog............................................................................................................... 275
Brennen................................................................................................................81, 273
Brennen fortsetzen .................................................................................................276
Button gestalten ......................................................................................................258
C
CD brennen................................................................................................................361
CD-Titel laden..........................................................................................................360
Chroma Key...............................................................................................................155
Codec ...............................................................................................................424, 427
Computer .................................................................................................................... 69
D
Datei ..................................................................................................................356, 418
Dateien öffnen ...................................................................... 18, 306, 321, 360, 364
Dateiformate ..................................................................................................... 18, 427
Datei-Import............................................................................................................... 67
Datum einfügen........................................................................................................145
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Stichwortverzeichnis
Declipper ....................................................................................................................217
Dehisser.....................................................................................................................220
Deinstallation .............................................................................................................. 14
Deinterlace.................................................................................................................317
Dekorieren .................................................................................................................381
Denoiser .....................................................................................................................218
Designelemente........................................................................................................381
DirectX-Plug-ins......................................................................................................236
Discformate ................................................................................................................. 19
Discmenü erstellen ........................................................................................252, 253
Drehung......................................................................................................................165
Dreipunktschnitt...................................................................................................... 124
Ducking.................................................................................................... 100, 215, 379
DV................................................................................................................................. 86
DV als MPEG.............................................................................................................. 92
DV-AVI......................................................................................................................283
DVCPRO...................................................................................................................... 83
DVD............................................................................................................................429
DVD brennen ........................................................................................................361
DVD einlesen ....................................................................................................... 108
DVD mit Surround-Ton .....................................................................................239
E
Echtzeit .......................................................................................................................215
EDL..................................................................................................................... 289, 321
Effekte .................................................................... 71, 148, 215, 239, 346, 375, 421
Effekte animieren .....................................................................................................173
Effekteinstellungen ......................................................................................... 149, 191
Effektkurven...............................................................................................................177
Effektmasken.............................................................................................................182
Eigene Medien ........................................................................................................... 69
Eigene Vorlagen....................................................................................................... 170
Eine-Spur-Mausmodus.............................................................................. 34, 38, 53
Einfache Ansicht........................................................................................................ 59
Einfügen..................................................................................................................... 107
Einstellungen ............................................................................................................305
Einzelbildaufnahme..........................................................................................90, 100
Einzelbildexport .......................................................................................................285
Ende entfernen........................................................................................................... 55
Equalizer .......................................................................................................... 220, 226
Exportformate ..........................................................................................................282
Exportieren.............................................................................................. 40, 240, 282
F
Farbe................................................................................................................... 152, 192
485
486
Farbkorrektur.............................................................................................................154
Fenster ............................................................................................................. 382, 422
Fernbedienung .........................................................................................................250
Fernsehbild festlegen ..............................................................................................193
Festplatten-Kamera.................................................................................................. 83
Film exportieren............................................................................................... 40, 282
Film trennen ............................................................................................................... 55
Filmeinstellungen ....................................................................................................295
Filmmenü ..................................................................................................................256
Filmüberblick .............................................................................................................. 77
Flimmern unterdrücken ..........................................................................................193
Fortsetzen .................................................................................................................276
G
Geschwindigkeit ...................................................................................................... 160
Gestalten ...................................................................................................................345
Gitter ............................................................................................................................ 58
Größe .......................................................................................................................... 161
Gruppieren........................................................................................................... 58, 111
H
H.264 ........................................................................................................................... 83
HDV.............................................................................................................................. 86
Helligkeit einstellen ............................................................................... 151, 192, 236
Hilfe .................................................................................................................. 385, 422
Hintergrundmusik ....................................................................................................215
Hinweisdialoge .........................................................................................................313
I
Importformate............................................................................................................. 18
Importieren ....................................................................................................... 67, 240
In-Point .......................................................................................................36, 109, 129
Installation ................................................................................................................... 14
Interlace......................................................................................................................310
Interpolation für Interlace-Material.................................................................... 194
J
JPEG-Export..............................................................................................................289
K
Kamera/Zoomfahrt .................................................................................................163
Kapitelmarker............................................................................................ 58, 131, 256
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Stichwortverzeichnis
Kapitelmenü .............................................................................................................256
Keyframes ..................................................................................................................173
Klangrestauration.....................................................................................................217
Kompressor .................................................................................................... 220, 227
Kontextmenü............................................................................................................... 31
Kontrast ..............................................................................................................151, 192
Kopieren ......................................................................................................................112
Kundendienst ............................................................................................................... 11
Kunstfilter...................................................................................................................157
Kurven............................................................................................................... 173, 238
Kurven-Mausmodus................................................................................................. 54
L
Laden.......................................................................................................... 51, 107, 306
Lautstärkeabsenkung .................................................................................... 100, 215
Lautstärkekurve ............................................................................................. 238, 380
Leertaste....................................................................................................................307
Limiter ........................................................................................................................ 232
Logging ........................................................................................................................ 93
Löschassistent ......................................................................................................... 322
Löschen......................................................................................................................367
M
MAGIX Fotoshow Maker ......................................................................................345
MAGIX Online Album ...........................................................................................292
MAGIX Tools ............................................................................................................. 70
MAGIX Video ..........................................................................................................284
MAGIX Video deluxe ............................................................................................... 20
Mastering......................................................................................................... 216, 238
Mausmodi ...........................................................................................................53, 417
Menü erstellen ................................................................................................252, 253
Mixer ................................................................................................ 58, 226, 236, 241
MMC .......................................................................................................................... 301
Modi (Storyboad/Timeline/Übersicht) .............................................................. 43
MotionJPEG-AVI.....................................................................................................284
MPEG ............................................................................................................... 283, 427
Multicam Editing ......................................................................................................135
Multicam-Modus .....................................................................................................135
Multimax ...................................................................................................................230
Multiton-Spuren ......................................................................................................245
Musik hinzufügen...................................................................................................... 97
Mute ............................................................................................................................. 58
MVC ...........................................................................................................................438
487
488
N
Navigation................................................................................................................. 255
Neues Projekt erstellen.................................................................................. 49, 295
Nested Sequences ............................................................................................... 110
News Center............................................................................................................... 52
O
Oberflächen ..........................................................................................................48, 81
Objektanfasser...........................................................................................................113
Objektbearbeitung .................................................................................................. 106
Objekte aller Spuren verschieben ......................................................................... 53
Objekt-Mausmodus ................................................................................................. 53
Objektraster................................................................................................................ 58
Objekt-Trimmer........................................................................................................ 116
Ordner........................................................................................................................309
Out-Point ...................................................................................................36, 109, 129
P
Packungsinhalt............................................................................................................ 14
Panorama ..................................................................................................................349
Panoramakurve........................................................................................................238
Pitchshift ...................................................................................................................224
Plug-ins nutzen ...................................................................................... 170, 216, 236
Polfilter....................................................................................................................... 199
Position & Größe...................................................................................................... 161
Preview ......................................................................................................................250
Programmmonitor .................................................................................................... 76
Projekt laden...................................................................................................... 51, 306
Projekt speichern.............................................................................................. 51, 306
Projektablage.............................................................................................................. 75
Projekte.............................................................................................................. 69, 303
Projektfenster...........................................................................................59, 307, 416
Projektmarker............................................................................................................129
PSD ............................................................................................................................. 255
Q
Quellmonitor .............................................................................................76, 130, 150
R
Randbeschneidungsausgleich.............................................................................. 194
Raster ........................................................................................................................... 58
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Stichwortverzeichnis
Reiserouten-Animation ......................................................................................... 337
Rotation & Spiegelung.............................................................................................165
Rückgängig.................................................................................................................. 52
S
Schärfe ...............................................................................................................159, 192
Schneiden.............................................................................................................34, 54
Schnelleinstieg ........................................................................................................... 24
Schnitte der Musik anpassen ...............................................................................345
Schnittliste ....................................................................................................... 289, 321
Schnitttrimmer...........................................................................................................117
Scrollen ........................................................................................................................ 63
Scrubbing ..................................................................................................................248
Seite gestalten.......................................................................................................... 257
Sekundäre Farbkorrektur ....................................................................................... 154
Seriennummer............................................................................................................. 15
Shortcuts ................................................................................................................... 415
Shutter-Modus ........................................................................................................ 199
Sicherheitskopie ......................................................................................................320
Soundtrack ................................................................................................................ 335
Speichern...................................................................................................................... 51
Spiegelung..................................................................................................................165
Spuren ........................................................................................................................236
Spurkurveneffekte ......................................................................................... 238, 242
Stapelaufnahme..................................................................................................89, 90
Startdialog................................................................................................................... 24
Stereo FX........................................................................................................... 221, 231
Stereo3D ....................................................................................................................195
Storyboard-Modus ................................................................................................... 43
StoryMaker .................................................................................................................. 71
Stretchen-Mausmodus............................................................................................ 54
Stummschalten.......................................................................................................... 58
Suchfunktion........................................................................................................ 25, 68
Support .......................................................................................................................... 11
Surround.......................................................................................................... 239, 247
Surround-Sound Stereo/5.1..................................................................................239
Synchronisation .......................................................................................................297
Systemvoraussetzungen .......................................................................................... 16
Szene entfernen......................................................................................................... 55
Szenemarker..............................................................................................................133
Szenenerkennung....................................................................................................328
T
Takterkennung ..........................................................................................................331
Tastaturkürzel .......................................................................................................... 415
489
490
Text einblenden .......................................................................................................... 71
Timer .......................................................................................................................... 102
Timestretch/Pitchshift ..........................................................................................224
Titel....................................................................................................................... 71, 140
Titeleditor.................................................................................................................... 57
Ton aufnehmen.......................................................................................................... 97
Tonspur.......................................................................................................................214
Tonspurexport .........................................................................................................288
Transportfunktionen................................................................................................. 78
Treiberauswahl ........................................................................................................307
Trimmer.......................................................................................................................115
Tutorial ........................................................................................................................ 24
TV-Bild festlegen......................................................................................................193
U
Überblenden............................................................................................. 71, 288, 345
Überblendungen........................................................................................71, 118, 288
Überschreiben............................................................................................................ 57
Übersicht........................................................................................................... 59, 384
Übersichts-Modus ........................................................................................... 59, 108
Ultra HDTV..................................................................................................... 286, 296
Undo............................................................................................................................. 52
Unkomprimiertes Video ........................................................................................284
V
Vergleichen............................................................................................................... 150
Verlauf von Lautstärke und Panorama ..............................................................238
Verschieben................................................................................................................112
Vertonen ..................................................................................................................... 97
Verzerrung .................................................................................................................158
Video ausspielen .....................................................................................................293
Video Comping.........................................................................................................135
Video exportieren ........................................................................................... 40, 282
Video schneiden........................................................................................................ 54
Videoeffekte ........................................................................................................72, 151
Vierpunktschnitt.......................................................................................................126
Vimeo................................................................................................................ 291, 363
Vollbild......................................................................................................................... 77
Vorhören-Mausmodus ............................................................................................ 54
Vorschau ...................................................................................................................250
Vorschau-Rendering ...............................................................................................318
VST-Plug-ins .............................................................................................................216
http://pro.magix.com
Stichwortverzeichnis
W
Wave (WAV) ..........................................................................................................288
Werkzeuge.................................................................................................................. 49
Wiederbeschreiben ................................................................................................276
Wiederherstellen....................................................................................................... 52
Windows Media Video..........................................................................................285
Y
YouTube ........................................................................................................... 291, 363
Z
Zeitachse-Modus....................................................................................................... 31
Zerschneiden.............................................................................................................. 55
Zoom ................................................................................................................... 62, 164
Zusatz-Effekte.......................................................................................................... 170
Zweipunktschnitt .....................................................................................................122
491
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