Montage- und Bedienungsanleitung

Montage- und Bedienungsanleitung
Technik, die dem Menschen dient.
Montage- und
Bedienungsanleitung
Regelung R2
Wolf GmbH · Postfach 1380 · 84048 Mainburg · Tel. 08751/74-0 · Fax 08751/741600 · Internet: www.wolf-heiztechnik.de
WOLF Klima- und Heiztechnik GmbH · Eduard-Haas-Str. 44 · 4034 Linz · Tel. 0732/385041-0 · Internet: www.wolf-heiztechnik.at
Art.-Nr.: 30
Montageund
61Bedienungsanleitung
596
Änderungen
Regelung
vorbehalten
R2
3061596_0106
03/06
D
AT1
Inhaltsverzeichnis
Sicherheitshinweise .................................................................... 3
Normen / Vorschriften ................................................................. 4
Montage / Elektrische Arbeiten ................................................ 5-6
Inbetriebnahme ........................................................................... 7
Regelung / Funktion / Bedienung ........................................... 8-10
Regelungsparameter anzeigen / ändern .................................... 11
Fachmannebene Parameter ................................................. 12-24
Störmeldungen ........................................................................ 25
Einstellprotokoll Parameter ...................................................... 26
Umstellung STB ....................................................................... 27
Fühlerwiderstände .................................................................. 28
Schaltplan Kesselregelung R2 ................................................ 29
Technische Daten ................................................................... 30
Notizen ..................................................................................... 31
2
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
Sicherheitshinweise
In dieser Beschreibung werden die folgenden Symbole und Hinweiszeichen verwendet. Diese wichtigen Anweisungen betreffen den
Personenschutz und die technische Betriebssicherheit.
"Sicherheitshinweis" kennzeichnet Anweisungen, die genau einzuhalten sind, um Gefährdung oder Verletzung von Personen zu
vermeiden und Beschädigungen am Gerät zu verhindern.
Gefahr durch elektrische Spannung an elektrischen Bauteilen!
Achtung: Vor Abnahme der Verkleidung Betriebsschalter
ausschalten.
Greifen Sie niemals bei eingeschaltetem Betriebsschalter an elektrische Bauteile und Kontakte! Es besteht die Gefahr eines Stromschlages mit Gesundheitsgefährdung oder Todesfolge.
An Anschlussklemmen liegt auch bei ausgeschaltetem Betriebsschalter Spannung an.
Achtung "Hinweis" kennzeichnet technische Anweisungen, die zu beachten
sind, um Schäden und Funktionsstörungen am Gerät zu verhindern.
Brennerzuleitung
Kesselfühler
Sicherheitstemperaturbegrenzer
Schutzleiteranschluss
Thermometer
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
3
Normen / Vorschriften
Installation / Inbetriebnahme
- Die Installation und Inbetriebnahme der Heizungsregelung und der
angeschlossenen Zubehörteile darf lt. DIN EN 50110-1 nur von
Elektrofachkräften durchgeführt werden.
- Die örtlichen EVU-Bestimmungen sowie VDE-Vorschriften sind
einzuhalten.
- DIN VDE 0100 Bestimmungen für das Errichten von Starkstromanlagen bis 1000V
- DIN VDE 0105-100 Betrieb von elektrischen Anlagen
- DIN EN 50165 Elektrische Ausrüstung von nichtelektrischen Geräten für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke
- EN 60335-1 Sicherheitstechnische Ausrüstung elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke
Ferner gelten für Österreich die ÖVE-Vorschriften sowie die örtliche
Bauordnung.
Warnhinweise
- Das Entfernen, Überbrücken oder Außerkraftsetzen von Sicherheits- und Überwachungseinrichtungen ist verboten!
- Die Anlage darf nur in technisch einwandfreiem Zustand betrieben
werden. Störungen und Schäden, die die Sicherheit beeinträchtigen, müssen umgehend beseitigt werden.
- Bei Einstellung der Brauchwassertemperatur über 60°C bzw. bei
Aktivierung der Legionellenschutzfunktion (65°C) ist für eine entsprechende Kaltwasserbeimischung zu sorgen (Verbrühungsgefahr).
Wartung / Reparatur
- Die einwandfreie Funktion der elektrischen Ausrüstung ist in
regelmäßigen Abständen zu kontrollieren.
- Störungen und Schäden dürfen nur von Fachkräften beseitigt
werden.
- Schadhafte Bauteile dürfen nur durch original Wolf-Ersatzteile
ersetzt werden.
- Vorgeschriebene elektrische Absicherungswerte sind einzuhalten
(siehe Technische Daten).
Achtung Werden an Wolf-Regelungen technische Änderungen vorgenommen, übernehmen wir für Schäden, die hierdurch entstehen, keine
Gewähr.
4
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
Montage / Elektrische Arbeiten
Montage
Bei der Montage der Regelung ist zu beachten, dass die Fühlerkapillaren nicht geknickt oder verdreht werden!
Bauseitige Leitungen für Fühler und Fernbedienung nicht zusammen
mit Netzleitungen verlegen.
Elektrische Verdrahtung gemäß Schaltplan.
Hinteren Regelungsdeckel nach Lösen der beiden Schrauben öffnen.
Kesselfühler
Kesselfühler
in beliebige Öffnung der Tauchhülse des Kessels stecken
Sicherheitstemperaturbegrenzer
Sicherheitstemperaturbegrenzer
Fühlerkapillare in beliebige Öffnung der Tauchhülse des Kessels
stecken
Schutzleiteranschluss
Schutzleiteranschluss
an die Regelungskonsole stecken
Thermometer
Thermometer für Kesseltemperaturanzeige
in beliebige Öffnung der Tauchhülse des Kessels stecken
AF = Außenfühler
SF = Speicherfühler
E1 = Parametrierbarer Eingang
eBUS
Elektrische Arbeiten
LP = Ladepumpe
Netz 230V
Brennerzuleitung
durch die Öffnung in der Regelungskonsole (links/rechts) führen, je
nach Schwenkrichtung der Kesseltüre.
KKP = Kesselkreispumpe
A1 = Parametrierbarer Ausgang
Brennerzuleitung
Hinweis
Alle eventuell nicht benötigte Stecker in die Steckerleiste stecken. Farbcodierung beachten.
Netzanschluss
Netzanschlusskabel mit dem mitgelieferten Stecker verbinden.
Stecker in den beschrifteten Platz der Steckerleiste stecken und
Kabel mit Zugentlastung sichern. Kabel durch die Aussparung in
der Kesselrückwand führen.
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
5
Montage / Elektrische Arbeiten
Pumpenanschluss
Die Wolf-Kesselkreis- und die Wolf-Speicherladepumpe sind werkseitig mit Stecker ausgeführt. Kabel durch die Aussparung in der
Kesselrückwand führen. Stecker in die beschrifteten Plätze der
Steckerleiste stecken und Kabel mit Zugentlastung sichern.
A1
parametrierbarer Ausgang
Anschlusskabel für Ausgang A1 mit dem mitgelieferten Stecker
verbinden. Stecker in den beschrifteten Platz der Steckerleiste
stecken und Kabel mit Zugentlastung sichern. Kabel durch die
Aussparung in der Kesselrückwand führen.
Außenfühler
Bauseitige Zuleitung des Außentemperaturfühlers mit dem mitgelieferten Stecker verbinden. Stecker in den beschrifteten Platz der
Steckerleiste stecken und Kabel mit Zugentlastung sichern. Kabel
durch die Aussparung in der Kesselrückwand führen.
Außentemperaturfühler an der Nord- oder Nordostwand 2 bis 2,5m
über dem Boden montieren.
Speicherfühler
(Zubehör)
Speicherfühler (Zubehör) in die Tauchhülse des Speichers stecken. Kabel
durch die Aussparung in der Kesselrückwand führen. Stecker in den
beschrifteten Platz der Steckerleiste stecken und Kabel mit Zugentlastung
sichern.
E1
parametrierbarer Eingang
Anschlusskabel für Eingang E1 mit dem mitgelieferten Stecker
verbinden. Stecker in den beschrifteten Platz der Steckerleiste
stecken und Kabel mit Zugentlastung sichern. Kabel durch die
Aussparung in der Kesselrückwand führen.
eBus-Zubehör
Fernbedienung, Funkuhrmodul, Funkuhrmodul mit Außenfühler,
Empfänger für Funkaußenfühler und analoge Funkfernbedienung.
Bauseitige Zuleitung des Zubehörs mit dem mitgelieferten grünen
Stecker (Aufschrift eBus) verbinden. Stecker in den beschrifteten
Platz der Steckerleiste stecken und Kabel mit Zugentlastung sichern. Kabel durch die Aussparung in der Kesselrückwand führen.
Hinweis:
Sollen mehrere eBus-Zubehörbauteile gleichzeitig angeschlossen
werden, müssen diese parallel zum eBus-Anschluss angeklemmt
werden.
6
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
Inbetriebnahme
Betriebsschalter EIN/AUS der Regelung einschalten.
Betriebsschalter EIN/AUS
Wird die Regelung am Betriebsschalter eingeschaltet, so wird mit der
Werkseinstellung der Betrieb der Heizungsanlage aufgenommen.
Hinweis:
Die Werkseinstellung der Regelung entspricht Erfahrungswerten. Je
nach Anlage bzw. Belegung können Regelungsparameter abweichend von der Werkseinstellung eingestellt werden! Änderungen
können über das Wolf-Regelungszubehör bzw. über PC/Laptop mit
der Wolf-Regelungssoftware vorgenommen werden. Alle Werkseinstellungen sind unverlierbar gespeichert.
Die Regelgung erkennt bei der Inbetriebnahme automatisch einen
angeschlossenen Speicher- und/oder Außenfühler.
Der Speicherfühler kann durch Abklemmen und Reset (Regelung)
abgemeldet werden.
Achtung Der Kesselfühler und der Außenfühler kann nicht abgemeldet
werden.
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
7
Regelung / Funktion / Bedienung
eBus-Anschluss
für PC/Laptop
Feinsicherung M 6,3 A
Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB)
Bedienung nur für
den Fachmann
Betriebsschalter EIN/AUS
Thermometer
Leuchtring
Bedienmodul BM
Resettaste
Betriebsschalter EIN/AUS
Bei Stellung 0 ist die Heizkesselregelung ausgeschaltet. Es erfolgt
kein Frostschutz.
Leuchtring zur Statusanzeige
Anzeige
Bedeutung
Grün blinkend
Stand by (Netz ist eingeschaltet, keine
Wärmeanforderung)
Grünes Dauerlicht Wärmeanforderung: Pumpe läuft,
Brenner aus
8
Gelb blinkend
Schornsteinfegerbetrieb
Gelbes Dauerlicht
Brenner ein, Flamme ein
Rot blinkend
Störung
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
Regelung / Funktion / Bedienung
Resettaste
1. zum Zurücksetzen aller Parameter auf Werkseinstellung.
- Betriebschalter muss in Stellung O (AUS) stehen.
- Resettaste drücken und gedrückt halten, während der Betriebsschalter in Stellung I (EIN) gebracht wird.
- Resettaste nach dem Einschalten der Anlage noch mind.
2 Sek. gedrückt halten.
2. zum Entriegeln vom Öl-Feuerungsautomat.
(nur in Kombination mit den entsprechenden Wolf-Komponenten)
- Bei einer Brennerstörung wird durch Drücken der Resettaste
über ein Entriegelungsrelais der Öl-Feuerungsautomat entriegelt.
Hinweis: Gaskessel müssen bei Brennerstörungen direkt am
Gas-Feuerungsautomat über eine Öffnung in der
Schalldämmhaube entriegelt werden.
60
80
40
20
0
100
°C 120
Thermometer
zur Anzeige der aktuellen Heizwassertemperatur
F 6,3
Feinsicherung
M 6,3 A zum Schutz der Regelungsplatine
eBus-Anschluss
zur Datenübertragung zwischen Regelung und PC/Laptop mit
dem „Software-Set für Kesselregelungen“ (Zubehör)
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
9
Regelung / Funktion / Bedienung
Sicherheitstemperaturbegrenzer STB
werkseitig auf 110°C eingestellt; wenn erforderlich auf 100°C
umstellbar.
Pumpenstandschutz
10
Der Pumpenstandschutz wird generell Mittags 12:00 Uhr aktiviert. Die Heizkreispumpe läuft für ca. 10 Sekunden an. Danach
laufen die Speicherladepumpen und die Zirkulationspumpe (falls
vorhanden) für 20 Sekunden an. Damit wird ein Festsetzen der
Bauteile verhindert. Sollte der Brenner während des Pumpenstandschutzes gerade in Betrieb sein, wird dieser für die Dauer
von ca. einer Minute abgeschaltet.
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
Regelungsparameter anzeigen / ändern
Eine Änderung bzw. das Anzeigen der Regelungsparameter ist nur über
das Bedienmodul BM möglich. Die Vorgehensweise ist der Bedienungsanleitung des Bedienmoduls BM zu entnehmen.
Achtung Änderungen dürfen nur von einem anerkannten Fachhandwerksbetrieb
oder dem Wolf-Kundendienst durchgeführt werden.
Achtung Bei unsachgemäßer Bedienung kann dies zu Funktionsstörungen
führen.
Bei der Einstellung von Parameter A09 (Frostschutz Außentemperatur) ist zu beachten, dass bei Temperaturen unter 0°C ein
Frostschutz nicht mehr gewährleistet ist. Dadurch kann die
Heizungsanlage mit all seinen Komponenten (z.B. Rohre, Heizkörper usw.) beschädigt werden.
Parameter-Überblick
(Einstellung und Funktion auf den folgenden Seiten)
Parameter
A09
A10
HG01
HG06
HG07
HG08
HG09
HG13
HG14
HG15
HG19
HG20
HG21
HG22
HG23
HG24
HG25
HG26
HG32
HG33
HG34
HG50
Frostschutzgrenze
Warmwasser-Parallelbetrieb
Schaltdifferenz Brenner (dynamisch)
Pumpenbetriebsart
Einstellbereich
Werkseinst.
-20 bis +10°C
+2°C
0/1
0
5 bis 30K
15K
0/1
0
Nachlaufzeit Kesselkreispumpe
0 bis 30min
3min
Maximalbegrenzung Kesselkreis TV-max
40 bis 90°C
75°C
Brennertaktsperre
1 bis 30min
4min
Parametrierbarer Eingang E1
1 bis 11
1
Parametrierbarer Ausgang A1
0 bis 14
0
1 bis 30K
5K
0 bis 10min
3min
Speicherhysterese
Nachlaufzeit Speicherladepumpe
max Speicherladezeit
0 bis 5h
2h
38 bis 90°C
38°C
Kesselmaximaltemperatur TK-max
50 bis 90°C
80°C
Warmwassermaximaltemperatur
60 bis 80°C
60°C
Warmwasser-Fühlerbetriebsart
1/2/3
1
0 bis 40K
10K
Kesselminimaltemperatur TK-min *
Kesselübertemperatur bei Speicherladung
Kesselanfahrentlastung
0/1
1
Rücklauftemperaturanhebung **
0 bis 70°C
30°C
Hysteresezeit
1 bis 30min
10min
eBus-Einspeisung
0/1/2
2
Testfunktionen
1 bis 5
-
* bei Betrieb mit Gasgebläsebrenner muss 50°C eingestellt werden
** bei Betrieb mit Gasgebläsebrenner muss 40°C eingestellt werden
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
11
Fachmannebene Parameter
Frostschutzgrenze
Parameter A09
A09
Unterschreitet die Außentemperatur den eingestellten Wert, läuft
die Kesselkreispumpe ständig. Sinkt die Kesselwassertemperatur
unter +5°C schaltet der Brenner ein und heizt den Kessel
mindestens auf 38°C auf.
2.0
Hinweis:
Die Werkseinstellung darf nur verändert werden, wenn
sichergestellt ist, dass bei niedrigeren Außentemperaturen ein
Einfrieren der Heizungsanlage und deren Komponenten nicht
erfolgen kann.
Werkseinstellung: 2°C
Einstellbereich: -20 bis +10°C
Individuelle Einstellung: ____
Warmwasser-Parallelbetrieb
Parameter A10
A10
0
Werkseinstellung: 0
Einstellbereich: 0 / 1
Individuelle Einstellung: ____
Achtung
12
Bei Warmwasser-Vorrangschaltung (0) wird während der
Speicherladung die Heizkreispumpe ausgeschaltet. Die Energie
des Kessels wird ausschließlich der Warmwasserbereitung zur
Verfügung gestellt. Die Speicherladepumpe läuft erst an, wenn die
Kesselwassertemperatur um 5°C wärmer ist, als die aktuelle
Speicherwassertemperatur. Sobald der Speicher die eingestellte
Temperatur erreicht hat, schaltet der Brenner ab und die
Heizkreispumpe ein. Die Speicherladepumpe läuft max. solange
nach, wie dies im Parameter HG19 (Nachlaufzeit Speicherladepumpe) eingestellt ist.
Im Warmwasser-Parallelbetrieb (1) bleibt die Heizkreispumpe
weiter in Betrieb. Ist die Kesselwassertemperatur um 5°C wärmer
als die Speichertemperatur, läuft die Speicherladepumpe an. Sobald
der Speicher die eingestellte Wassertemperatur erreicht hat, ist
die Speicherladung beendet. Die Speicherladepumpe läuft max.
solange nach, wie dies im Parameter HG19 (Nachlaufzeit
Speicherladepumpe) eingestellt ist.
Im Warmwasserparallelbetrieb (1) kann der Heizkreis zeitweise mit
einer höheren Temperatur beaufschlagt werden.
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
Fachmannebene Parameter
Schaltdifferenz Brenner
(dynamisch)
Parameter HG01
HG01
15
Die Brennerschaltdifferenz regelt die Kesseltemperatur innerhalb
des eingestellten Bereichs durch Ein- und Ausschalten des
Brenners. Je höher die Ein- Ausschalttemperaturdifferenz
eingestellt wird, desto größer ist die Kesseltemperaturschwankung
um den Sollwert bei gleichzeitig längerer Brennerlaufzeit und
umgekehrt. Längere Brennerlaufzeiten schonen die Umwelt und
verlängern die Lebensdauer von Verschleißteilen
Werkseinstellung: 15 K
Einstellbereich: 5 bis 30 K
Individuelle Einstellung: ____
Schaltdifferenz (K)
20
eingestellte Schaltdifferenz 15K
15
Hysteresezeit 10 Minuten
10
5
1
2
3
4
5
6
7
Brennerlaufzeit (Min.)
8
9
10
Abb.:
Zeitlicher Verlauf der dynamischen Brennerschaltdifferenz für eine
benutzerdefinierte Brennerschaltdifferenz von 15K und eine
gewählte Hysteresezeit (Parameter HG33) von 10 Minuten.
Pumpenbetriebsart
Parameter HG06
HG06
0
Werkseinstellung: 0
Einstellbereich: 0 / 1
Pumpenbetriebsart 0:
Heizkreispumpe bei Heizungsanlagen ohne Kaskadenschaltung und ohne hydraulische Weiche
Bei Wärmeanforderung Heizung läuft die Heizkreispumpe ständig.
Bei Speichervorrang wird die Heizkreispumpe während der
Speicherladung abgeschaltet.
Pumpenbetriebsart 1:
Zubringerpumpe bei Heizungsanlagen mit
Kaskadenschaltung und/oder hydraulischer Weiche
Die Zubringerpumpe läuft bei jeder Wärmeanforderung (Heizung /
Brauchwasser) mit Pumpennachlauf gemäß Einstellung Parameter
HG07.
Individuelle Einstellung: ____
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
13
Fachmannebene Parameter
Nachlaufzeit
Kesselkreispumpe
Parameter HG07
HG07
3
Besteht keine Wärmeanforderung mehr seitens des Heizkreises,
läuft die Kesselkreispumpe um die eingestellte Zeit nach, um einer
Sicherheitsabschaltung des Kessels bei hohen Temperaturen vorzubeugen.
Individuelle Einstellung: ____
Werkseinstellung: 3 min
Einstellbereich: 0 bis 30 min
Maximalbegrenzung
Kesselkreis TV-max.
Parameter HG08
HG08
75
Diese Funktion begrenzt die Kesseltemperatur im Heizbetrieb nach
oben hin und der Brenner schaltet ab. Bei der Speicherladung ist
dieser Parameter nicht wirksam und die Kesseltemperatur kann
während dieser Zeit auch höher sein. „Nachheizeffekte“ können ein
geringfügiges Überschreiten der Temperatur verursachen.
Individuelle Einstellung: ____
Werkseinstellung: 75°C
Einstellbereich: 30 bis 90°C
Brennertaktsperre
Parameter HG09
HG09
4
Nach jeder Brennerabschaltung im Heizbetrieb ist der Brenner für
die Zeit der Brennertaktsperre gesperrt.
Die Brennertaktsperre wird durch Aus- und Einschalten am
Betriebsschalter oder durch kurzes Drücken der Resettaste zurückgesetzt.
Individuelle Einstellung: ____
Werkseinstellung: 4 min
Einstellbereich: 1 bis 30 min
Parametrierbarer
Eingang E1
Parameter HG13
HG13
1
Der Eingang E1 kann mit folgenden Funktionen belegt werden:
Nr.
1
Bedeutung
Raumthermostat
Bei geöffnetem Eingang E1 wird der Heizbetrieb auch
unabhängig von einem digitalen Wolf-Regelungszubehör
gesperrt (Sommerbetrieb).
Werkseinstellung: 1
Einstellbereich: 1 bis 11
14
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
Fachmannebene Parameter
Nr.
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
Bedeutung
2
Maximalthermostat oder Anlagendruckwächter
Anschlussmöglichkeit für einen Maximalthermostaten,
Minimal-/Maximaldruckbegrenzer oder Anlagendruckwächter. Der Eingang E1 muss für eine Brennerfreigabe geschlossen werden. Bei geöffnetem Kontakt
bleibt der Brenner auch im Schornsteinfeger- und
Frostschutzbetrieb für Warmwasser und Heizung
gesperrt.
3
nicht belegt
4
nicht belegt
5
nicht belegt
6
Zirkulationstaster (bauseits)
Nach Betätigen des Tasters wird die Zirkulationspumpe
unabhängig vom Zeitprogramm oder der Stellung des
Programmwahlschalters (BM) für 5 Minuten eingeschaltet.
Wichtig: Ausgang A1 muss in jedem Fall auf
Einstellung 13 programmiert werden!
7
Sammlerfühler (Hydraulische Weiche oder Puffer)
Die Ausregelung der Kesseltemperatur im Heizbetrieb
und während der Speicherladung erfolgt nicht mehr
nach der gemessenen Temperatur des Kesselfühlers,
sondern der des Sammelfühlers.
Der Kesselfühler überprüft weiterhin die Kesselminimalund Kesselmaximaltemperatur des Wärmeerzeugers.
8
Brennersperrung
Geschlossener Kontakt, Brenner gesperrt.
Die Heizkreis- und die Speicherladepumpe laufen im
normalen Betrieb, jedoch ohne Anfahrentlastung. Bei
Schornsteinfegerbetrieb und Frostschutz ist der
Brenner freigegeben.
9
nicht belegt
10
Externe Brenneranforderung, Eingang E1 geschlossen
(z.B. Luftheizer, Schwimmbadanforderung,
2. Speicherladung mittels Thermostat)
Kesselsolltemperatur wird auf Kesselmaximaltemperatur minus 5K gesetzt.
Begrenzung durch maximale Vorlauftemperatur.
Heizkreis- und Speicherladepumpe wie im normalen
Betrieb.
Wichtig: Ausgang A1 muss in jedem Fall auf
Einstellung 14 programmiert werden!
11
Rücklauffühler
Nur in Verbindung mit Parameter HG32 (Rücklauftemperaturanhebung).
Wichtig: Ausgang A1 muss in jedem Fall auf
Einstellung 12 programmiert werden!
15
Fachmannebene Parameter
Parametrierbarer
Ausgang A1
Parameter HG14
HG14
0
Der Ausgang A1 kann mit folgenden Funktionen belegt werden:
Nr.
ohne Funktion
Ausgang A1 wird nicht angesteuert.
1
Zirkulationspumpe 100%
Ausgang A1 wird bei Zirkulationsfreigabe durch
Regelungszubehör (BM) angesteuert. Ohne Zubehörregler wird der Ausgang A1 ständig angesteuert.
2
Zirkulationspumpe 50%
Ausgang A1 wird bei Zirkulationsfreigabe durch
Regelungszubehör (BM) taktend angesteuert
5 Minuten ein und 5 Minuten aus. Ohne Zubehörregler
taktet der Ausgang A1 ständig im 5-Minutentakt.
3
Zirkulationspumpe 20%
Ausgang A1 wird bei Zirkulationsfreigabe durch
Regelungszubehör (BM) taktend angesteuert.
2 Minuten ein und 8 Minuten aus. Ohne Zubehörregler
taktet der Ausgang A1 ständig.
4
Alarmausgang
Ausgang A1 wird nach einer Störung und Ablauf von 4
Minuten angesteuert.
5
Flammenmelder
Ausgang A1 wird nach Erkennen einer Flamme
angesteuert.
6
nicht belegt
7
nicht belegt
8
Fremdentlüftung
Ausgang A1 wird invertiert zum Brenner angesteuert.
Die Abschaltung einer Fremdentlüftung (z.B. Dunstabzug) während des Brennerbetriebs ist nur bei raumluftabhängigem Betrieb des Wärmeerzeugers notwendig.
9
Versorgungsventil
Ausgang A1 wird nach Erkennen einer Flamme
angesteuert.
10
nicht belegt
11
Zubringerpumpe
Ausgang A1 wird bei jeder Wärmeanforderung
(Heizkreis bzw. Speicherladung) angesteuert.
12
Bypasspumpe für Rücklauftemperaturanhebung
Ausgang A1 wird angesteuert wenn die Rücklauftemperatur kleiner als die eingestellte Rücklauftemperaturanhebung (Parameter HG32) ist.
Wichtig: Eingang E1 muss in jedem Fall auf
Einstellung 11 programmiert werden!
Werkseinstellung: 0
Einstellbereich: 0 bis 14
Individuelle Einstellung: ____
16
Bedeutung
0
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
Fachmannebene Parameter
Speicherhysterese
Parameter HG15
HG15
5
Nr.
Bedeutung
13
Zirkulationspumpe
Ausgang A1 wird nach Betätigen eines Tasters
(Impuls Eingang E1) für 5 Minuten angesteuert.
Wichtig: Eingang E1 muss in jedem Fall auf
Einstellung 6 programmiert werden!
14
Augang A1 Ein
Ausgang A1 wird angesteuert wenn Eingang E1
geschlossen ist (externe Brenneranforderung).
Wichtig: Eingang E1 muss in jedem Fall auf
Einstellung 10 programmiert werden!
Mit der Speicherhysterese wird der Ein- und Ausschaltpunkt der
Speicherladung geregelt. Je höher die Ein- und Ausschalttemperaturdifferenz eingestellt wird, desto größer ist die Speichertemperaturschwankung um den Speichersollwert.
Beispiel: Speichersolltemperatur 60°C
Speicherhysterese 5K
Bei 55°C beginnt die Speicherladung und bei 60°C
wird sie beendet.
Werkseinstellung: 5K
Einstellbereich: 1 bis 30 K
Individuelle Einstellung: ____
Nachlaufzeit Speicherladepumpe
Parameter HG19
HG19
3
Nach Beendigung der Speicherladung (Speicher hat die eingestellte
Temperatur erreicht) läuft die Speicherladepumpe max. um die eingestellte Zeit nach. Sollte während der Nachlaufzeit die Kesselwassertemperatur bis auf 5K Differenz zwischen Kessel- und
Speicherwassertemperatur gesunken sein, so schaltet die Speicherladpumpe vorzeitig ab um den Kessel nicht unnötig stark auszukühlen.
Werkseinstellung: 3 min
Einstellbereich: 0 bis 10 min
Individuelle Einstellung: ____
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
17
Fachmannebene Parameter
max. Speicherladezeit
Parameter HG20
HG20
2
Werkseinstellung: 2 Std.
Einstellbereich: 0 bis 5 Std.
Individuelle Einstellung: ____
Kesselminimaltemperatur
TK - min.
Parameter HG21
HG21
38
Fordert der Speichertemperaturfühler Wärme, beginnt die Speicherladung. Bei zu klein ausgelegtem Heizkessel, verkalktem Speicher
oder permanentem Warmwasserverbrauch und Vorrangbetrieb,
würden die Heizungsumwälzpumpen ständig außer Betrieb sein. Die
Wohnung kühlt stark aus. Um dies zu begrenzen, besteht die Möglichkeit eine max. Speicherladezeit vorzugeben. Ist die eingestellte
Speicherladezeit abgelaufen, schaltet die Regelung auf Heizbetrieb
zurück und taktet im eingestellten Wechselrhythmus zwischen Heizund Speicherladebetrieb, unabhängig davon ob der Speicher seine
Solltemperatur erreicht hat oder nicht. Die Funktion bleibt auch im
Parallelbetrieb aktiv (Parameter A10 auf 1). Sie ist nur dann außer
Betrieb, wenn dieser auf 0 gestellt wird.
Bei Heizungsanlagen mit hohem Warmwasserverbrauch, z.B. Hotel, Sportverein usw. sollte dieser Parameter auf 0 gestellt werden.
Die Regelung ist mit einem elektronischen Kesseltemperaturregler
ausgestattet, dessen min. Einschalttemperatur einstellbar ist. Wird
diese bei Wärmeanforderung unterschritten, so wird der Brenner
unter Berücksichtigung der Taktsperre eingeschaltet. Liegt keine
Wärmeanforderung vor, so kann die Kesselminimaltemperatur
TK-min auch unterschritten werden.
Hinweis: Bei Betrieb mit Gasgebläsebrenner muss dieser Parameter auf 50°C eingestellt werden.
Werkseinstellung: 38°C
Einstellbereich: 38 bis 90°C
Individuelle Einstellung: ____
18
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
Fachmannebene Parameter
Kesselmaximaltemperatur
TK - max.
Parameter HG22
HG22
80
Die Regelung ist mit einem elektronischen Kesseltemperaturregler
ausgestattet, dessen max. Abschalttemperatur einstellbar ist (Kesselmaximaltemperatur). Wird diese überschritten, so wird der Brenner
ausgeschaltet. Eine Wiedereinschaltung des Brenners erfolgt, wenn
die Kesseltemperatur um die Brennerschaltdifferenz gesunken ist.
Überschreitet der Kessel eine Kesseltemperatur von 95°C (evtl.
Nachheizeffekt), wird die Kesselkreispumpe für eine begrenzte Zeit
auch im „Sommerbetrieb“ zugeschaltet. Dadurch wird ein Überhitzen des Kessels verhindert.
Werkseinstellung: 80°C
Einstellbereich: 50 bis 90°C
Individuelle Einstellung: ____
Warmwassermaximaltemperatur
Parameter HG23
HG23
60
In der zweiten Bedienungsebene ist die Einstellung der Warmwassermaximaltemperatur auf 60°C begrenzt. Sollte für gewerbliche Zwecke eine höhere Warmwassertemperatur benötigt werden, so kann
diese mit dem Parameter HG23 bis auf 80°C freigegeben werden.
Wird dies vorgenommen, dann läßt sich in der zweiten Bedienungsebene die Warmwassermaximaltemperatur über 60°C hinaus bis
auf den im Parameter HG23 eingestellten Wert erhöhen.
Bei aktivierter Legionellenschutzfunktion (BM) wird der Warmwasserspeicher bei der ersten Speicherladung des Tages auf 65°C aufgeheizt, sofern der Parameter HG23 auf diese Temperatur oder höher eingestellt ist.
Werkseinstellung: 60°C
Einstellbereich: 60 bis 80°C
Individuelle Einstellung: ____
Achtung
Es sind geeignete Maßnahmen für einen Verbrühungsschutz zu
treffen.
Der Parameter HG22 Kesselmaximaltemperatur sollte mind. 5K
höher eingestellt werden als die gewählte Warmwassermaximaltemperatur.
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
19
Fachmannebene Parameter
Warmwasser-Fühler
Betriebsart
Parameter HG24
HG24
1
Werkseinstellung: 1
Einstellbereich: 1 bis 3
Individuelle Einstellung: ____
Mit Hilfe der Warmwasser-Fühler-Betriebsart kann der
Warmwasserfühlereingang auf drei verschiedene Arten betrieben
werden.
Betriebsart 1 ist die Werkseinstellung für Speicherladebetrieb mit
elektronischen Speichertemperaturfühler (Zubehör).
Betriebsart 2 dient zur elektronisch angesteuerten Speicherladung
mit Speichertemperaturfühler und zusätzlich einer externen
Thermostatanforderung. Hierbei wird der externe Thermostat
(potentialfrei) bauseits parallel zum elektronischen Speichertemperaturfühler verdrahtet. Solange der externe Thermostat keine Wärme fordert (Kontakt geöffnet), funktioniert die Speicherladung normal. Fordert der externe Thermostat Wärme (Kontakt
geschlossen), werden die Kesselkreis- und Speicherladepumpe
weggeschaltet. Der Brenner heizt den Kessel mit max. Heizleistung
auf TK-max. auf. Bauseits muss über eine Schützansteuerung gewährleistet werden, dass eine externe Pumpe die Wärme zum externen Verbraucher führt (z.B. Luftheizer, Schwimmbad). Die
Thermostatanforderung hat auch im Standby Vorrang vor jeder anderen Wärmeanforderung.
Betriebsart 3 dient zur Ansteuerung der Speicherladepumpe mit
einem externen Thermostaten oder elektronischen Speichertemperaturfühler, jedoch ohne Anfahrentlastung. Die Speicherladepumpe läuft auch, wenn die Kessel-Ist-Temperatur kleiner als die
Warmwassertemperatur ist. Der externe Thermostat wird auf die
Klemme Speicherfühler (SF) potentialfrei geklemmt. Damit kann
der Ausgang der Speicherladepumpe zur Speicheransteuerung oder
zu sonstigen Zwecken verwendet werden. Das Schaltzeitenprogramm der Speicherladung (Bedienmodul) bleibt auch bei
reiner Thermostatansteuerung in Funktion. Der Brenner heizt
den Kessel auf Speichersolltemperatur + Kesselübertemperatur
Speicherladung.
Fühlereingang geschlossen: Pumpe ein
Fühlereingang offen:
Pumpe aus
Kesselübertemperatur bei
Speicherladung
Parameter HG25
HG25
10
Mit Parameter HG25 wird die Übertemperaturdifferenz zwischen
der Speichertemperatur und der Kesseltemperatur während der
Speicherladung eingestellt. Dabei wird die Kesseltemperatur weiterhin von der Kesselmaximaltemperatur (Parameter HG22) begrenzt. Damit wird gewährleistet, dass auch in der Übergangszeit
(Frühling/Herbst) die Kesseltemperatur höher ist als die Speichertemperatur und für kurze Ladezeiten sorgt. Überschreitet, während der Speicherladung im Sommerbetrieb, die Kesseltemperatur
95°C, schaltet sich automatisch die Heizkreispumpe für begrenzte Zeit ein, um ein etwaiges Auslösen des STB zu verhindern.
Werkseinstellung: 10 K
Einstellbereich: 0 bis 40 K
Individuelle Einstellung: ____
20
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
Fachmannebene Parameter
Kesselanfahrentlastung
Parameter HG26
HG26
1
Werkseinstellung: 1
Einstellbereich: 0 / 1
Die aktivierbare Kesselanfahrentlastung dient zum Schutz des Kessels gegen Korrosion, welche beim Aufheizen im kalten Zustand durch
Kondensatabscheidung im Taupunktbereich hervorgerufen werden
kann. Sinkt die Kesseltemperatur um 2K unter den eingestellten Wert
TK-min, wird die Kesselkreispumpe abgeschaltet. Die Freigabe der
Pumpe erfolgt, wenn die Kesseltemperatur den Minimalbegrenzungswert TK-min überschritten hat.
Wird der Brenner durch externe „Schütz-Schaltungen“ gesperrt (z.B.
Rauchgasthermostat Holzkessel), kann TKmin nicht erreicht werden
und die Heizkreis- und Speicherladepumpen bleiben aus.
Individuelle Einstellung: ____
RücklauftemperaturAnhebung
Parameter HG32
HG32
30
Für Heizungsanlagen mit Wasserinhalten größer als 20 Ltr./kW
Heizleistung muss eine Rücklauftemperaturanhebung vorgesehen werden. Die minimale Rücklauftemperatur beträgt bei
Heizkesseln mit Ölgebläsebrenner oder bei Gasheizkesseln mit
atmosphärischem Brenner 30°C und bei Heizkesseln mit Gasgebläsebrenner 40°C.
Werkseinstellung: 30
Einstellbereich: 0 bis 70°C
Individuelle Einstellung: ____
Hysteresezeit
Parameter HG33
HG33
10
Werkseinstellung: 10 min.
Einstellbereich: 1 bis 30 min.
Individuelle Einstellung: ____
Zur Optimierung der gewählten Brennerschaltdifferenz bei unterschiedlich starker Belastung des Kessels wurde der Regler mit
einer dynamischen Brennerschaltdifferenz ausgestattet. Durch
diese Funktion wird die eingestellte Brennerschaltdifferenz (Parameter HG01) durch die lastabhängigen Brennerlaufzeiten korrigiert. Steigt die Brennerlaufzeit bis zu der eingestellten Hysteresezeit an, wird die Brennerschaltdifferenz bis auf den minimalen Wert
von 5K reduziert. Dadurch ist bei einer geringen Belastung des
Kessels (schnelles Aufheizen = kurze Brennerlaufzeit) die eingestellte Brennerschaltdifferenz wirksam. Kurze Laufzeiten und häufiges Takten des Brenners werden wirksam verhindert. Bei längerer
Brennerlaufzeit (hoher Wärmebedarf) wird die Schaltdifferenz bis
auf 5K reduziert. Dadurch wird das Aufheizen des Kessels auf
unnötig hohe Temperaturen vermieden. Der Energieverbrauch der
Heizanlage wird optimiert.
Kurze Laufzeiten und häufiges Takten des Brenners werden durch
diese Funktion verhindert. Dadurch wird die Umwelt entlastet und
der Verschleiß minimiert.
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
21
Fachmannebene Parameter
eBus-Speisung
Parameter HG34
HG34
2
Mit Parameter HG34 kann die eBus-Einspeisung auf drei verschiedene Arten geschaltet werden.
Die Einstellungen haben folgende Bedeutung:
0 ! eBus-Einspeisung ausgeschaltet
1 ! eBus-Einspeisung eingeschaltet
2 ! automatische eBus-Einspeisung
Werkseinstellung: 2
Einstellbereich: 0 / 1 / 2
Individuelle Einstellung: ____
TEST-Funktionen
HG50
rEL
Mit Hilfe der Testfunktionen können folgende Regelungsausgänge
überprüft werden.
rEL1
rEL2
rEL3
rEL4
rEL5
rEL6
rEL7
rEL8
Heizkreispumpe
Speicherladepumpe
Ausgang A1
Entstörrelais
Brenner
nicht belegt
nicht belegt
nicht belegt
on
on
on
on
on
STB -TEST
Durch gedrückt Halten der Resettaste bei eingeschalteter Regelung
wird die Kesselmaximaltemperaturbegrenzung TK-max. außer Funktion gesetzt. Der Heizkessel heizt auf die eingestellte Temperatur
des Sicherheitstemperaturbegrenzers (STB) auf und verriegelt. Damit kann die einwandfreie Funktion des STB überprüft werden.
Reset
Um einen Reset durchzuführen, sind folgende Schritte einzuhalten:
- Betriebschalter muss in Stellung O (AUS) stehen.
- Resettaste drücken und gedrückt halten, während der Betriebsschalter in Stellung I (EIN) gebracht wird.
- Resettaste nach dem Einschalten der Anlage noch mind. 2 Sek.
gedrückt halten.
Bei einem Reset werden alle Parameter (individuelle Einstellung)
auf Werkseinstellung zurückgesetzt (nur Regelung ohne BM).
22
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
Fachmannebene Parameter
Die Anzeige der Betriebsart ist nur über das Bedienmodul BM möglich.
Die Vorgehensweise ist der Bedienungsanleitung des Bedienmoduls BM
zu entnehmen.
Betriebsart
(Anzeige im Bedienmodul BM)
Status HG
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
0
1
2
3
5
6
7
8
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
Standby
Schornsteinfegerbetrieb
Wärmeanforderung (Heizbetrieb)
Wärmeanforderung mit Taktsperre
Taktsperre
Frostschutz-Heizung
Anfahrentlastung
Speicherbetrieb
Frostschutz-Speicher
Pumpennachlauf-Speicher
Speicherparallelbetrieb
max. Speicherladezeit überschritten
Fühlerbetriebsart 2, geschlossener Kontakt
Fühlerbetriebsart 3, geschlossener Kontakt
23
Fachmannebene Parameter
Die Temperaturanzeige (Soll-/Istwerttemperatur) ist nur über das Bedienmodul BM möglich. Die Vorgehensweise ist der Bedienungsanleitung des
Bedienmoduls BM zu entnehmen.
Soll-/Istwerte
(Anzeige im Bedienmodul BM)
Anzeige
WW TEMP
AUSSENTEMP
AF-MITTEL
AF MAX MIN
RAUMTEMP
Name
Speicher-Isttemperatur
Speicher-Solltemperatur
Außentemperatur
Außentemperatur Mittelwert
Außentemperatur Maximalwert (0 bis 24Uhr)
Außentemperatur Minimalwert (0 bis 24Uhr)
Raumtemperatur Istwert
Raumtemperatur Sollwert
Betriebsart Heizkreis (Sonne, Mond, Stand by)
T-KESSEL
RUECKLAUF
Kessel-Isttemperatur
Kessel-Solltemperatur
Rücklauf-Isttemperatur
Status HG
BRENNER STD
BRENNER ST
24
Betriebsstunden Brenner
Brennerstarts des Heizgerätes
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
Störmeldungen
Ist eine Störung durch ein rotes Blinken am Leuchtring der Regelung zu erkennen, wird über das eBusfähige Wolf-Regelungszubehör ein Fehlercode angezeigt, dem mit Hilfe folgender Tabelle Ursache und
Auswirkung zugeordnet werden kann.
Die Auflistung der Störmeldungen soll dem Heizungsfachmann die Fehlersuche im Störungsfall
erleichtern.
Nr.
Störung
Ursache
Auswirkung / Maßnahme
1
TB Übertemperatur
Der externe Temperaturwächter hat abgeschaltet
Brenner aus, Pumpe ein
Service anfordern
4
Brennerströrung
Bei Brennerstart keine
Flammenbildung
Brenner aus, Pumpe ein
Service anfordern
6
TW Übertemperatur
Die Kesseltemperatur hat die
Brenner aus, Pumpe ein
Grenze für den TW (z.B. 95°C) Entstörknopf am Feuerungsüberschritten
automat bzw. Regelung drücken.
Lässt sich die Störung nach
mehrmaligem Betätigen des
Entstörknopfes nicht beheben,
Service anfordern
12
Kesselfühler-Defekt
Der Kessel-Temperaturfühler Brenner aus, Pumpe ein
oder die Zuleitung ist defekt
Service anfordern
14
Speicherfühler-Defekt
Der Sensor für die Warmwassertemperatur oder die Zuleitung ist defekt
für Heizbetrieb:
keine Auswirkung
Speicherladepumpe und Heizkreispumpe takten im Wechselrhythmus 1 Std. ein,
1 Std. aus
Service anfordern
15
Außentemperaturfühler-Defekt
Der Sensor für die Außentemperatur ist defekt
(Kurzschluss oder Bruch)
Auswirkung analog Außentemperatur unter Frostschutzgrenze
Service anfordern
79
Fehler Multifunktionsfühler (Sammlerfühler)
Der Sensor für den Sammelfühler ist defekt
(Kurzschluss oder Bruch)
Regelung auf Kesselsolltemp.
keine Auswirkung auf Kesselbetrieb
Service anfordern
79
Fehler Multifunktionsfühler (Rücklauffühler)
Der Sensor für den Rücklauffühler ist defekt
(Kurzschluss oder Bruch)
keine Auswirkung auf Kesselbetrieb
Bypasspumpe läuft weiter
Service anfordern
81
Fehler Eeprom
interner Gerätefehler
Service anfordern
91
Fehler eBuskennung
eine Busadresse wurde
mehrfach vergeben
Service anfordern
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
25
Einstellprotokoll Parameter
Wolf empfiehlt das Einstellprotokoll sorgfältig auszufüllen und aufzubewahren, damit im Servicefall und
bei einem Reset schnell geholfen werden kann.
Parameter
A09
A10
HG01
HG06
HG07
HG08
HG09
HG13
HG14
Frostschutzgrenze
Warmwasser-Parallelbetrieb
Schaltdifferenz Brenner
(dynamisch)
Einstellbereich
Werkseinstellung
-20 bis +10°C
+2°C
0/1
0
5 bis 30K
15K
Pumpenbetriebsart
0/1
0
Nachlaufzeit
Kesselkreispumpe
0 bis 30min
3min
Maximalbegrenzung
Kesselkreis TV-max
40 bis 90°C
75°C
Brennertaktsperre
1 bis 30min
4min
Parametrierbarer
Eingang E1
1 bis 11
1
Parametrierbarer
Ausgang A1
0 bis 14
0
HG15
HG19
Speicherhysterese
1 bis 30K
5K
Nachlaufzeit
Speicherladepumpe
0 bis 10min
3min
HG20
HG21
max Speicherladezeit
HG22
HG23
HG24
HG25
HG26
HG32
HG33
HG34
HG50
0 bis 5h
2h
Kesselminimaltemperatur *
TK-min
38 bis 90°C
38°C
Kesselmaximaltemperatur
TK-max
50 bis 90°C
80°C
Warmwassermaximaltemperatur
60 bis 80°C
60°C
Warmwasser-Fühlerbetriebsart
1/2/3
1
Kesselübertemperatur
bei Speicherladung
0 bis 40K
10K
Kesselanfahrentlastung
0/1
1
Rücklauftemperaturanhebung **
0 bis 70°C
30°C
Hysteresezeit
1 bis 30min
10min
eBus-Einspeisung
0/1/2
2
Testfunktionen
1 bis 5
-
Individuelle
Einstellung
* bei Betrieb mit Gasgebläsebrenner muss 50°C eingestellt werden
** bei Betrieb mit Gasgebläsebrenner muss 40°C eingestellt werden
26
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
Umstellung STB
Umstellung des Sicherheitstemperaturbegrenzers
(STB)
Der Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB) ist werkseitig auf 110°C
eingestellt.
Der STB kann bei Bedarf auf 100°C umgestellt werden.
Die Umstellung ist nicht rückstellbar!
Regelung spannungsfrei machen.
Kappe abschrauben
Abdeckung des Sicherheitstemperaturbegrenzers abschrauben
Halteschrauben des Sicherheitstemperaturbegrenzers lösen
Halteschrauben des vorderen Regelungsdeckels lösen und nach
vorne klappen
Sicherheitstemperaturbegrenzer herausnehmen.
Klemmschraube lockern. Stellscheibe auf 100°C gemäß Skala einstellen und Klemmschraube anziehen.
Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge.
Achtung: Wird der Sicherheitstemperaturbegrenzer auf 100°C
umgestellt, darf die Kesselmaximaltemperatur
(TK-max) nicht auf 90°C eingestellt werden.
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
27
Fühlerwiderstände
NTC
Fühlerwiderstände
28
Kesselfühler, Speicherfühler, Außenfühler, Rücklauffühler,
Sammlerfühler
Temp.
Widerst.
Temp.
Widerst.
Temp.
Widerst.
Temp.
Widerst.
°C
-21
-20
-19
-18
-17
-16
-15
-14
-13
-12
-11
-10
-9
-8
-7
-6
-5
-4
-3
-2
-1
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
Ohm
51393
48487
45762
43207
40810
38560
36447
34463
32599
30846
29198
27648
26189
24816
23523
22305
21157
20075
19054
18091
17183
16325
15515
14750
14027
13344
12697
12086
11508
10961
10442
9952
9487
9046
8629
°C
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
Ohm
8233
7857
7501
7162
6841
6536
6247
5972
5710
5461
5225
5000
4786
4582
4388
4204
4028
3860
3701
3549
3403
3265
3133
3007
2887
2772
2662
2558
2458
2362
2271
2183
2100
2020
1944
°C
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
Ohm
1870
1800
1733
1669
1608
1549
1493
1438
1387
1337
1289
1244
1200
1158
1117
1078
1041
1005
971
938
906
876
846
818
791
765
740
716
693
670
649
628
608
589
570
°C
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
113
114
115
116
117
118
Ohm
552
535
519
503
487
472
458
444
431
418
406
393
382
371
360
349
339
330
320
311
302
294
285
277
270
262
255
248
241
235
228
222
216
211
205
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
weiß
L1 N PE
L1 N PE
2
PE
PE
S1
F1
X1-20
STB
KKP
A1
LP
PE
AF
KF
SF
E1
eBus
X10
4
LP
blau
N PE L1
N PE L1
3
X11
- Betriebsschalter
- M 6,3 Amp.
- Klemmleiste
- Sicherheitstemperaturbegrenzer
- Kesselkreispumpe
- parametrierbarer Ausgang A1
- Ladepumpe
- Schutzleiter Kesselverkleidung
- Außenfühler
- Kesselfühler
- Speicherfühler
- parametrierbarer Eingang E1
- eBus
Notschalter bauseits
Netz 230V/50Hz
X10
F1
M6,3A
S1
V
0 1
1
5
A1
grün
N PE L1
N PE L1
X1
- blau
- braun
- schwarz
- weiß
- rot
- grau
- gelb/grün
KKP
braun
N PE L1
N PE L1
J
STB
7
bl
1
br
2
2
X3
1
5
br ws
X4
4 3
2
gr
rt
1
Brenner 1. Stufe
1 PE N T1 T2 S3 B4
sw ge/ bl
gn
6
KF 40°C ca.2,66 K W
AF -10°C ca.27,6 K W
SF 20°C ca.6,24 K W
Fernentriegelung
(Option)
8
Oder violett
AF
*SF
J
2
2
J
1
1
X5
5
blau
2
2
6
grau
1
1
7
60°C ca.1,24 K W
0°C ca.16,3 K W
45°C ca.2,18 K W
X20
8
2
2
eBUS
+ -
grün
1
1
2 1
80°C ca. 627 W
20°C ca.6,24 K W
60°C ca.1,24 K W
***
2
2
*E1
gelb
1
1
4 3
* Zubehör
** Brücke bei Verwendung des parametrierbaren Eingangs E1 (Parameter HG 13) entfernen.
bl
br
sw
ws
rt
gr
ge/gn
X11
6
KF
J
2
X7
1
Schaltplan Heizkesselregelung R2
29
Technische Daten
Technische Daten
30
Anschlußspannung:
230 V ± 10%
Netzfrequenz:
50-60 Hz
Gerätesicherung:
max. 6,3 A / Mittelträge
Leistungsaufnahme:
5VA (Regelung und Zubehör ohne Brenner und Pumpen, Stand by)
Schaltleistung Pumpen:
je 230 V/4(2)A gem. EN 60730, Teil1
Umgebungstemp.:
0....50°C
Lagertemperatur:
-20 bis 60°C
Datenerhalt:
EEPROM permanent
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
Notizen
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
31
Wolf GmbH · Postfach 1380 · 84048 Mainburg · Tel. 08751/74-0 · Fax 08751/741600 · Internet: www.wolf-heiztechnik.de
WOLF Klima- und Heiztechnik GmbH · Eduard-Haas-Str. 44 · 4034 Linz · Tel. 0732/385041-0 · Internet: www.wolf-heiztechnik.at
32
Montage- und Bedienungsanleitung Regelung R2
3061596_0106
Was this manual useful for you? yes no
Thank you for your participation!

* Your assessment is very important for improving the work of artificial intelligence, which forms the content of this project

Download PDF

advertisement