QUALITÄTSBERICHT 2006

QUALITÄTSBERICHT 2006
QUALITÄTSBERICHT
2006
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EINLEITUNG
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Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
liebe Patientinnen und Patienten,
Sie interessieren sich für die Leistungen und die Qualität der Leistungen des Klinikums Links der Weser. Qualität ist
sicherlich eines der wichtigsten Themen in der Krankenhausbehandlung. Gern kommen wir der gesetzlichen Verpflichtung nach, alle zwei Jahre einen strukturierten Qualitätsbericht zu veröffentlichen, da uns dies die Gelegenheit gibt, unsere Leistungsfähigkeit und Leistungsqualität transparent und vergleichbar darzustellen. Für Ihr
Interesse möchten wir uns herzlich bedanken.
Unsere Leistung
Das Klinikum Links der Weser ist ein Unternehmen der gesundheit nord – Klinikverbund Bremen gGmbH.
2006 wurden über 24.000 Patienten stationär und über 22.000 ambulant behandelt. Hierfür sind fast 1.500
Mitarbeiter der verschiedensten Berufsgruppen in unserem Hause beschäftigt. Damit sind wir ein bedeutender
Arbeitgeber im Stadtteil.
Zu den Leistungen des Klinikums Links der Weser als Schwerpunktkrankenhaus gehört vor allem die umfassende
Betreuung und Behandlung von Herzerkrankungen. Zusammen mit weiteren angeschlossenen Instituten, wie der
Kardio-logischen Praxis, der Praxis für Elektrophysiologie und dem RehaZentrum Bremen, bilden wir das Herzzentrum Bremen. Daneben verfügt das Klinikum über das angegliederte Hotel visit.
Das Herzzentrum Bremen gehört zu den wenigen Einrichtungen, die eine umfassende kardiologische Versorgung
von der ambulanten Untersuchung über die invasive Behandlung bis zur Herzchirurgie und anschließenden ambulanten Rehabilitation systemübergreifend und aus einem Guss für Erwachsene und Kinder anbieten können.
Unterstützt wird das Herzzentrum hierbei von der Abteilung Rettungs- und Notfallmedizin des Hauses. Am Klinikum Links der Weser sind zwei Rettungshubschrauber und ein Notarzteinsatzfahrzeug stationiert.
Neben diesem Schwerpunkt verfügt das Klinikum Links der Weser darüber hinaus über ein breites Spektrum medizinischer Fachdisziplinen, das wir Ihnen auf den folgenden Seiten vorstellen wollen.
Hervorzuheben ist, dass das Klinikum Links der Weser schon seit mehreren Jahren die geburtenstärkste Klinik Bremens ist. 2006 durften wir 1.573 Familien bei der Geburt begleiten. Seit 1998 (Rezertifizierung 2005) führen wir die
Qualitätsauszeichnung „Babyfreundliches Krankenhaus“ der WHO/UNICEF. Die Frauenklinik kooperiert von Anfang
an eng mit der Kinderklinik. Das Konzept der „integrierten Wochenpflege“ ist auf die besondere Situation von Mutter
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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EINLEITUNG
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und gerade auch kranken Neugeborenen zugeschnitten. Geschaffen wird eine Atmosphäre der Geborgenheit, die
das Kennenlernen von Mutter und Kind und auch das Stillen fördert.
Mit der Inbetriebnahme des Ambulanten Versorgungszentrums Anfang 2007 ist das Leistungsangebot ausgebaut
worden. Es sind weitere Arztpraxen, eine Apotheke, ein ambulantes OP-Zentrum und eine Erweiterung des RehaZentrums hinzugekommen.
Die Leistungsfähigkeit unseres Hauses wurde auch durch eine Studie (http://www.accenture.com/Countries/Germany/default.htm) von Accenture und dem Institut für Gesundheitsökonomik (IfG) München bestätigt, die feststellte:
„Bei den untersuchten öffentlichen Kliniken nimmt das Klinikum Links der Weser in Bremen als Haus der Schwerpunktversorgung mit rund 450 Betten einen Spitzenplatz ein. Das Klinikum Links der Weser überzeugt durch seine gute Versorgungsleistung, die sich gleichermaßen beim Ressourceneinsatz, bei der Patientenorientierung und bei der Behandlungsqualität widerspiegelt. Bezüglich der erreichten Verweildauern liegt das Haus bei allen einbezogenen DRGs weit
vorne. Das gute Ergebnis auf dem Gebiet der Versorgungsleistung korrespondiert mit überdurchschnittlichen Werten
bei der Nutzung von Evidenz.“
Qualitätsmanagement
Qualitätsmanagement hat in unserem Hause eine lange Tradition. Bereits 1993 hat sich die Geschäftsführung
entschieden, eine Abteilung Qualitätsmanagement aufzubauen.
Seitdem beteiligen wir uns kontinuierlich an der Entwicklung und Durchführung von Qualitätsprojekten zur Verbesserung der Versorgungsabläufe im Krankenhaus (Einführung von Audits, Modellkrankenhaus KTQ®). Unser
Engagement wurde 2003 und 2006 mit dem KTQ®-Prüfsiegel für herausragende Qualität belohnt. Besonders
hoben die KTQ-Visitoren das hohe Engagement und die Qualifikation der Mitarbeiter, das gute Hygiene-Regime
sowie die strategische zukunftsorientierte Ausrichtung des Klinikums hervor. 2005 erhielten wir als familienfreundliches Unternehmen das Zertifikat der Hertie-Stiftung durch das audit berufundfamilie®.
Seit 2002 erheben wir alle externen Qualitätssicherungsdaten nach § 137 SGB V und leiten sie an die Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung (BQS) in Düsseldorf weiter (s. Tab. Basisteil C 1). Über diese verpflichtenden
Maßnahmen hinaus nehmen jedoch fast alle Kliniken an zusätzlichen Studien und Maßnahmen zur Qualitätssicherung teil.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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EINLEITUNG
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Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Wir wissen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unsere wichtigste Ressource sind. Deshalb legen wir
nicht nur Wert auf gut ausgestattete Arbeitsplätze und klare und transparente Arbeitsstrukturen, sondern auch
auf ein umfangreiches Fort- und Weiterbildungsangebot. Unsere Fort- und Weiterbildungseinrichtung in der visit
Academy vernetzt das Krankenhaus mit Fach- und Bildungseinrichtungen in der Region, d. h. das Angebot richtet
sich an unsere Beschäftigten genauso wie an externe Teilnehmer.
Als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen versorgen wir unsere Patientinnen und Patienten
individuell auf medizinisch und pflegerisch hohem Niveau. Angehenden Ärzten bieten wir ein breites Ausbildungskonzept an. Hierzu gehören unter anderem die Teilnahme am Stationsdienst, die Möglichkeit zum Erlernen apparativer Diagnostik, regelmäßig praxisorientierter Unterricht, regelmäßige ärztliche Fortbildungen sowie
Fallbesprechungen. Das Klinikum ist darüber hinaus ausbildender Betrieb für Gesundheits- und Krankenpfleger/innen, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-innen, Bürokaufleute, Arzthelfer/-innen sowie Operationstechnische Assistenten/-innen (OTA).
Danke
An dieser Stelle möchten wir uns bei unseren Patientinnen und Patienten für das entgegengebrachte Vertrauen,
bei unseren Kooperationspartnern sowie einweisenden Ärztinnen und Ärzten für die gute Zusammenarbeit und
bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz bedanken.
Der folgende Bericht enthält detaillierte Angaben über unser Leistungsspektrum, unsere Struktur und die Abläufe
im Klinikum Links der Weser. Weitere Informationen erhalten Sie von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
oder auf unserer Homepage unter www.klinikum-bremen-ldw.de.
Wir laden Sie herzlich ein, sich ein umfassendes Bild von uns zu machen.
Die Geschäftsführung des Klinikums Links der Weser gGmbH
Dr. P. Stremmel Kaufmännischer Geschäftsführer
A. Dick
Prof. Dr. G. Klose
Pflegerische Geschäftsführerin Ärztlicher Geschäftsführer
Die Krankenhausleitung, vertreten durch Herrn Dr. Peter Stremmel, Kaufmännischer Geschäftsführer, ist verantwortlich für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben im Qualitätsbericht.
Verantwortlich für die Erstellung des Qualitätsberichtes: Truus Storm
Weiterführende Informationen: www.klinikum-bremen-ldw.de www.gesundheitnord.de
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) III
Inhaltsverzeichnis
A
Struktur und Leistungsdaten des Krankenhauses .................................... 4
A-1
Allgemeine Kontaktdaten des Krankenhauses................................................ 4
A-2
Institutionskennzeichen des Krankenhauses .................................................. 4
A-3
Standort(nummer)............................................................................................ 4
A-4
Name und Art des Krankenhausträgers .......................................................... 4
A-5
Akademisches Lehrkrankenhaus .................................................................... 4
A-6
Organisationsstruktur des Krankenhauses...................................................... 5
A-7
Regionale Versorgungsverpflichtung für die Psychiatrie................................. 6
A-8
Fachabteilungsübergreifende Versorgungsschwerpunkte des
Krankenhauses................................................................................................ 6
A-9
Fachabteilungsübergreifende medizinisch-pflegerische
Leistungsangebote des Krankenhauses ....................................................... 10
A-10
Allgemeine nicht-medizinische Serviceangebote des Krankenhauses ......... 10
A-11
Forschung und Lehre des Krankenhauses.................................................... 13
A-12
Anzahl der Betten im Krankenhaus nach §108/109 SGB V .......................... 14
A-13
Fallzahlen des Krankenhauses ..................................................................... 14
B
Struktur- und Leistungsdaten der
Organisationseinheiten/Fachabteilungen ................................................. 15
B-1
Innere Medizin ............................................................................................... 15
B-2
Kardiologie und Angiologie............................................................................ 34
B-3
Kinder- und Jugendmedizin ........................................................................... 52
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
)1
B-4
Kinderkardiologie und angeborene Herzfehler.............................................. 76
B-5
Neonatologie.................................................................................................. 91
B-6
Allgemein- und Unfallchirurgie..................................................................... 104
B-7
Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie.............................................................. 125
B-8
Frauenheilkunde .......................................................................................... 141
B-9
Geburtshilfe ................................................................................................. 158
B-10
Anästhesie, Operative und allgemeine Intensivmedizin, Notfallmedizin ..... 174
B-11
Palliativmedizin und Schmerztherapie......................................................... 188
B-12
Kindertagesklinik.......................................................................................... 203
B-13
Tagesklinik Onkologie.................................................................................. 212
B-14
Tagesklinik Gynäkologie.............................................................................. 218
B-15
Tagesklinik H.E.L.P. .................................................................................... 223
C
Qualitätssicherung .................................................................................... 227
C-1
Teilnahme an der externen vergleichenden Qualitätssicherung nach
§137 Abs.1 Satz 3 Nr.1 SGB V (BQS-Verfahren) ....................................... 227
C-2
Externe Qualitätssicherung nach Landesrecht gemäß §112 SGB V .......... 245
C-3
Qualitätssicherung bei Teilnahme an Disease-ManagementProgrammen (DMP) nach § 137f SGB V..................................................... 245
C-4
Teilnahme an sonstigen Verfahren der externen vergleichenden
Qualitätssicherung ....................................................................................... 246
C-5
Umsetzung der Mindestmengenvereinbarung nach § 137 Abs. 1 Satz 3
Nr. 3 SGB V ................................................................................................. 248
C-6
Ergänzende Angaben bei Nicht-Umsetzung der
Mindestmengenvereinbarung nach § 137 Abs.1 S.3 Nr.3 SGB V
(Ausnahmeregelung) ................................................................................... 248
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
)2
D
Qualitätsmanagement ............................................................................... 249
D-1
Qualitätspolitik ............................................................................................. 249
D-2
Qualitätsziele ............................................................................................... 252
D-3
Aufbau des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements........................... 255
D-4
Instrumente des Qualitätsmanagements..................................................... 259
D-5
Qualitätsmanagement-Projekte ................................................................... 265
D-6
Bewertung des Qualitätsmanagements....................................................... 271
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
)3
A
Struktur und Leistungsdaten des Krankenhauses
A-1
Allgemeine Kontaktdaten des Krankenhauses
Das Klinikum Links der Weser gGmbH gehört seit 01.01.2004 zum Klinikverbund der Gesundheit Nord gGmbH Bremen.
Krankenhausname:
Hausanschrift:
Klinikum Links der Weser gGmbH Bremen
Senator-Weßling-Str. 1
28277 Bremen
Postfach:
Senator-Weßling-Str. 1
28277 Bremen
Telefon:
Fax:
0421 879-0
0421 879-1599
URL:
EMail:
www.klinikum-bremen-ldw.de
mailto:[email protected]
A-2
Institutionskennzeichen des Krankenhauses
Das zur Gesundheit Nord gGmbH gehörende Klinikum Links der Weser ist ein modernes
Gesundheitszentrum mit folgenden medizinischen Fachdisziplinen: Allgemein- und Unfallchirurgie, Innere Medizin, Kardiologie, Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Kinder- und Jugendmedizin und Allgemeine Intensivmedizin. Es bildet zusammen mit weiteren angeschlossenen Instituten und Spezialpraxen das Herzzentrum Bremen. Daneben verfügt das Klinikum über ein ambulantes RehaZentrum und das
angegliederte visit:Hotel.
Institutionskennzeichen: 260400048
A-3
Standort(nummer)
Standort:
A-4
28277
Name und Art des Krankenhausträgers
Name:
Gesundheit Nord gGmbH, Klinikverbund Bremen
Art:
öffentlich
A-5
Akademisches Lehrkrankenhaus
Lehrkrankenhaus:
Ja
Universität:
Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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A-6
Organisationsstruktur des Krankenhauses
Die Organisationsstruktur des Klinikums Links der Weser ist im Organigramm dargestellt.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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A-7
Regionale Versorgungsverpflichtung
für die Psychiatrie
Es handelt sich nicht um ein psychiatrisches Krankenhaus.
A-8
Fachabteilungsübergreifende Versorgungsschwerpunkte des Krankenhauses
Herzinfarktzentrum
Das Klinikum Links der Weser ist Herzinfarktzentrum für Bremen und das niedersächsische Umland. Die von den Kooperationspartnern genutzten Herzkatheterlabore haben eine 24-Stunden-Rufbereitschaft.
Durch eine enge kooperative Zusammenarbeit aller Rettungsdienste, Fachkliniken
sowie niedergelassenen Praxen wird gewährleistet, dass jeder Patient mit einem
akuten Herzinfarkt umgehend behandelt wird. Im Jahr werden ca. 1.500 Patienten
mit einem akuten Herzinfarkt behandelt, die meisten davon mit einer Herzkatheteruntersuchung in Kombination mit einer Ballondilatation (Gefäßaufdehnung). Bei der
Indikation wird in das wiedereröffnete Herzgefäß ein Stent (Stützgerüst) gelegt.
Nach aktueller Studienlage ist bei akuten Herzinfarkten die Erfolgsquote bei einer
Behandlung mittels Herzkatheter und Ballondilitation besser als bei einer LyseBehandlung. Dies ermöglicht Patienten mit einem akuten Herzinfarkt jederzeit eine
leitliniengerechte und optimale Versorgung. Komplikationen werden durch die enge
Zusammenarbeit der Kardiologen mit den Intensivmedizinern, den Elektrophysiologen und den Herzchirurgen beherrschbar. Die Verweildauer beträgt sechs bis vierzehn Tage.
Herzzentrum Bremen
Das Klinikum Links der Weser bildet zusammen mit den rundum angesiedelten Kooperationspartnern das Herzzentrum Bremen. http://www.herzzentrum-bremen.de/
Ziel des Herzzentrums Bremen ist die medizinische und menschlich erstklassige
Versorgung herzkranker Menschen. Von der Diagnose über die Therapie bis zur
Rehabilitation. Betreut werden Herzpatienten aller Altersgruppen: vom Säugling bis
ins hohe Lebensalter (ambulant oder stationär).
Das Zentrum setzt sich aus den Fachabteilungen des Klinikums (s. Abschnitt B,
Struktur- und Leistungsdaten) und folgenden Kooperationspartnern zusammen:
ƒ Kardiologische Praxis
Dres. Kallmeyer, Scherer, Lange, Börner, Hachmöller, Hegler-Molkewehrum, Gkanatsas
http://www.kardiologie-bremen.com/
[email protected]
ƒ Kardiologie-Elektrophysiologie-Bremen
Privatdozent Dr. Langes, Dres. Siebels, Dudeck, Hebe, Vollmer
http://www.ep-bremen.com/
mailto:[email protected]
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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ƒ RehaZentrum Bremen GmbH
Dr. M. Guha (Ärztl. Ltg. Kardiologie)
Dr. H. Schütte-Mönning (Ltg. Orthopädie)
Dr. R. Bendorf (Ltg. Physikalische u. Rehabilitative Medizin)
http://www.rehazentrum-bremen.de/
mailto:[email protected]
Ambulante und Teilstationäre Rehabilitation
Fachabteilungen, die an dem Versorgungsschwerpunkt beteiligt sind:
RehaZentrumBremen
Dr. M. Guha (Ärztl. Ltg.)
Senator-Weßling-Str. 1
28277 Bremen
www.rehazentrum-bremen.de
[email protected]
Schwerpunkte: Kardiologie, Orthopädie, Traumatologie
Nach der Akutbehandlung im Klinikum Links der Weser kann sofort die ambulante
Rehabilitation im angegliederten RehaZentrum beginnen.
Durchgeführt werden alle sinnvollen und notwendigen Maßnahmen zur Wiederherstellung und Stabilisierung der körperlichen Leistungsfähigkeit bei Herzerkrankungen und alle krankengymnastischen Methoden zur Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Bewegungsapparats. Daneben werden begleitende Informationen
zur Ernährung, zum Konsumverhalten und anderen gesundheitsrelevanten Themen
angeboten (u.a. Diätberatung, Schulungen, Stress- und Schmerzbewältigung).
Psychologische Betreuung und soziale Beratungen während der Reha runden das
Programm ab und sollen den bewussten Umgang mit den Krankheitsfolgen und der
dadurch bedingten neuen Lebensweise unterstützen. Ziel ist die möglichst vollständige berufliche Wiedereingliederung.
Brustzentrum
Das Brustzentrum ist eine Kooperation der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Klinikums Links der Weser mit der Frauenklinik des Klinikums BremenMitte.
Die beiden Kliniken kooperieren, um an Brustkrebs erkrankte Frauen mit einem
sehr hohen Qualitätsstandard flächendeckend zu versorgen. Durch die Vereinbarung haben sie sich verpflichtet, ihre Therapien an die im Brustzentrum angewandten Leitlinien und Schemata anzupassen. Die Ärzte der Kliniken nehmen an der
wöchentlichen Fachkonferenz im Brustzentrum teil. Außerdem haben sie sich vereinbart, ihre Arbeitsergebnisse zu dokumentieren und dem Brustzentrum zur Verfügung zu stellen. Für die Patientinnen in Bremen und Umgebung bedeutet diese Erweiterung des Brustzentrums eine ganzheitliche Versorgung. Dabei geht es z.B. um
Brust erhaltende Therapie oder genetische Beratung bei familiärer Vorbelastung.
Das Brustzentrum im Klinikum Bremen Mitte ist nach den Richtlinien der Deutschen
Krebsgesellschaft zertifiziert, das bedeutet höchst mögliche Behandlungsqualität.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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Perinatalzentrum
Das Zentrum ist seit mehreren Jahren die geburtenstärkste Klinik Bremens (Perinatalzentrum Level, 1 höchste Versorgungsstufe).
Im Zentrum werden Kinder mit dem höchsten Risiko (z.B. sehr früh geborene Kinder) optimal versorgt. 2006 fanden hier 1.573 Geburten statt. Die durchschnittliche
Verweildauer nach einer Entbindung (vaginal) beträgt ein bis vier Tage, nach einem
Kaiserschnitt fünf bis sieben Tage.
Während der Geburt erfolgt grundsätzlich eine selbstbestimmte Geburtsleitung unter Berücksichtigung der besonderen Wünsche der Schwangeren. Keine Kompromisse werden bei den medizinisch erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen gemacht.
So finden in regelmäßigen Abständen CTG-Überwachungen statt. Zur Schmerzbehandlung stehen die gängigen Schmerzmittel wie Periduralanästhesie (Rückenmarksnarkose), Homöopathie und Akupunktur zur Verfügung. Selbstverständlich
werden die gesetzlich vorgeschriebenen Vorsorgeuntersuchungen und die "U1"
durchgeführt. Außerdem bieten wir das Hörscreening und ein Screening auf angeborene Fehlbildungen der Nieren und des Harntraktes an.
Detaillierte Angaben finden sie unter: Klinik für Frauenheilkunde u. Geburtshilfe,
Klinik für Kinder- u. Jugendmedizin, Abt. Neonatologie (s. Abschnitte B-5, B-9).
Kontinenz-Zentrum
Das Klinikum Links der Weser wurde 2004 von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e.V. als Kontinenz-Zentrum zertifiziert. Im Kontinenz-Zentrum arbeiten folgende Fachabteilungen des Klinikums Links der Weser eng zusammen: Klinik für
Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin (insbesondere Kindernephrologie, Kindergastroenterologie und Kinderpsychosomatik), Klinik
für Allgemein- und Unfallchirurgie und dem Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin.
Institut für Radiologie
Das Institut für Radiologie kooperiert mit den Fachabteilungen des Klinikums und
den angegliederten Praxen.
Dr. Steinberg (Leitender Arzt)
mailto:[email protected]
Das Institut ist in die Bereiche Röntgendiagnostik, Nuklearmedizin, Gefäßdiagnostik
und -therapie mit Schwerpunkt interventionelle Radiologie und Strahlenschutz gegliedert. Ein Schwerpunkt ist die Behandlung von Gefäßerkrankungen. In einer Gefäßsprechstunde (1-mal wöchentl.) werden Patienten nach einem beratenden Gespräch und Screening (Farbdopplersonographie) über mögliche therapeutische
Maßnahmen informiert.
Die Therapie von Arterienerkrankungen erfolgt mit nahezu allen zur Verfügung stehenden Mitteln, einschl. Aortenprothesen. Aneurysmen werden minimal-invasiv behandelt (Zusammenarbeit mit Herzchirurgie). Der große Umfang der Eingriffe hat
zur Anerkennung als Ausbildungszentrum für diese Technik geführt.
Neben der onkologischen Nuklearmedizin der Schilddrüsen, Lungen- und Nierendiagnostik werden als Spezialuntersuchungen nuklearkardiologische Untersuchungen vorgenommen. Am Institut für Radiologie werden Strahlenschutzkurse zum Erwerb und Erhalt der Fachkunde angeboten.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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Zentrallaboratorium
Die Abteilung für Klinische Chemie, Zentrallabor wird geleitet durch Prof. Dr. E.
Gurr [email protected], in Kooperation mit dem Zentrallabor
im Klinikum Bremen Ost.
Zentrale Aufgabe des Zentrallabors ist die Unterstützung der klinischen Abteilungen
des Hauses in Diagnosefindung und Therapieüberwachung. Hierzu werden Leistungen aus allen labormedizinischen Fachbereichen (ausgenommen Bakteriologie)
einschließlich eines Konsiliardienstes angeboten. Das Zentrallaboratorium ist 24
Stunden und 7 Tage besetzt und verfügt über einen akademischen Hintergrunddienst. Alle Arbeitsplätze arbeiten nach schriftlichen Arbeitsanleitungen. Die analytische Qualitätssicherung wird entsprechend der Vorgaben der Bundesärztekammer durchgeführt. Der Informationsaustausch wird durch tägliche Morgenbesprechungen, wöchentliche Besprechungen der akademischen Mitarbeiter, Rundschreiben sowie ein EDV-gestütztes Informationssystem sichergestellt. Über die Krankenversorgung hinaus beteiligt sich das Zentrallaboratorium an der Lehre (MTAUnterricht, Studentenunterricht), an Untersuchungen zur Methodenevaluation sowie
an medizinischen Dissertationen.
Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Das Zentrum kooperiert mit allen bettenführenden Abteilungen des Klinikums Links
der Weser und dem angegliederten RehaZentrum Bremen.
Dr. R. Bendorf (Ärztl. Ltg.) [email protected]
Anke Redel (Physiotherap. Ltg.) [email protected]klinikum-bremen-ldw.de
Im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin sind Physiotherapeuten
(Krankengymnasten), Masseure und Medizinische Bademeister klinikübergreifend
tätig. Als Ausbildungsstätte für Physiotherapie-Schüler können hier die erforderlichen Praktika abgeleistet werden, in denen die Auszubildenden praxisnah angeleitet werden. Das Zentrum verfügt über Multifunktionsräume für die vielen verschiedenen Behandlungsmethoden wie z.B. Bewegungstherapie, Bewegungsbad, Wassergymnastik, Massage, Physiotherapie, Krankengymnastik und Physikalische Therapie. Notwendige physikalische Wundbehandlungen werden im Zentrum durchgeführt.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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A-9
Fachabteilungsübergreifende
medizinisch-pflegerische Leistungsangebote
des Krankenhauses
Ambulantes OP-Zentrum
Im Ambulanten OP-Zentrum können kleinere chirurgische und gynäkologische Operationen ambulant durchgeführt werden. Durch Herausnahme der ambulanten Eingriffe aus
dem normalen OP-Programm kommt es nur selten zu Wartezeiten bzw. Verzögerungen.
Die anstehenden Untersuchungs- und OP-Termine werden vorab zwischen Ambulanz/Sprechstunde und einweisenden Ärzten und Patienten abgestimmt (Erstkontakt).
Die vorstationären Untersuchungen und das Bestätigen der Indikationsstellung erfolgt in
der Regel in der Woche vor der geplanten Operation. Bei Änderungen im OP-Plan werden die Patienten frühzeitig informiert.
A-10
Allgemeine nicht-medizinische
Serviceangebote des Krankenhauses
Cafeteria
In der Cafeteria im Sockelgeschoss finden die Patienten täglich eine große Auswahl an Kuchen, Torten und Getränken. Im Sommer können die Patienten auch im
Freien auf der Terrasse Platz nehmen und z. B. Eisspezialitäten genießen.
Friseursalon
In dem Verbindungsgang zwischen Haupteingang und Haupthaus befindet sich der Frisör. Zum Angebot gehören alle Leistungen "rund um das Haar" einschließlich Beratung
und Beschaffung von Haarteilen und Perücken. Auf Wunsch kann die Behandlung auf
der Station erfolgen.
Geldautomat
In der Eingangshalle steht ein Geldautomat der Bremer Landesbank, der auch für Sparkassenkunden gebührenfrei zu nutzen ist.
Für die Versendung Ihrer Post befindet sich in der Eingangshalle neben den öffentlichen Fernsprechern ein Briefkasten, der montags bis freitags um 11.00 Uhr geleert
wird.
Kiosk / Einkaufsmöglichkeiten
Neben Zeitschriften, Obst, Süßigkeiten, Getränken und Eis gehören auch Hygieneartikel und vieles mehr zum Angebot des Kiosks in der Eingangshalle.
Geöffnet ist der Kiosk:
montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr
samstags von 8.00 bis 12.00 Uhr
sonntags und feiertags von 15.00 bis 17.00 Uhr.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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Blumenladen
Unseren Blumenladen finden die Patienten gleich neben dem Haupteingang. Angeboten werden Schnittblumen, eine begrenzte Auswahl an Topfblumen, Geschenk- und
Hygieneartikel und Briefmarken.
Öffnungszeiten:
montags bis freitags von 10.00 bis 18.00 Uhr
samstags von 12.00 bis 18.00 Uhr
sonntags von 15.00 bis 17.00 Uhr.
Kirchlich-religiöse Einrichtungen (Kapelle, Meditationsraum)
Im Neubau II steht für alle Patienten, Angehörige und Mitarbeiter ein Meditationsraum
zur Verfügung. Unsere Seelsorgerinnen führen hier ihre Gottesdienste durch.
Klinikeigene Parkplätze für Besucher und Patienten
Das Klinikum liegt verkehrsgünstig. Durch die unmittelbare Lage zum Hauptverkehrsnetz (Autobahn ca. 1,5 km, Flughafen ca. 2,5 km und Hauptbahnhof ca. 5,5 km) ist das
Klinikum sehr gut zu erreichen.
Direkt vor dem Haupteingang ist die Bushaltestelle für den Stadtverkehr, in unmittelbarer Nähe die Straßenbahnhaltestelle "Krankenhaus Links der Weser" (Verbindung zur
Innenstadt und Hauptbahnhof).
Der Parkplatz direkt vor dem Krankenhaus steht gebührenfrei zur Verfügung. Kurzzeitparkplätze und Parkplätze für gehandicapte Patienten sind separat ausgewiesen. Außerdem sind Fahrradständer aufgestellt. Eine Erweiterung des Parkplatzes ist in Planung. Die Anfahrtswege (einheitliches Wegeleitsystem) sind innerhalb des Krankenhausgeländes (auch für Notfälle) durch Hinweisschilder gekennzeichnet.
Internetzugang
In der Eingangshalle haben wir für Sie einen Internet-Terminal installiert. Für 1,- Euro
können Sie 20 Minuten "chatten" oder einfach so durch das "world wide web" surfen.
Kulturelle Angebote
Einige Kliniken bieten regelmäßig kulturelle Angebote an (z.B. "Musik im Hof" in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin).
Maniküre / Pediküre
Bei Bedarf können Sie sich gerne an das Pflegepersonal auf den Stationen wenden, es
vermittelt den Kontakt.
Parkanlage
Der "Krankenhauspark" mit kleinem See hat sich in den vergangenen Jahren zu einem
naturnahen Biotop entwickelt und lädt zu Spaziergängen und zum Verweilen ein.
Rauchfreies Krankenhaus
Das Klinikum Links der Weser ist ein rauchfreies Krankenhaus. Auch in der Cafeteria
darf nicht geraucht werden.
Raum der Stille
In der Nähe des Eingangsbereichs befindet sich der "Raum der Stille", der als Rückzugsmöglichkeit von Patienten, Angehörigen und Mitarbeitern genutzt werden kann.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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visit:Hotel
Egal ob Sie als Patient zum Krankenhaus kommen, beispielsweise um einen Gesundheitsscheck durchführen zu lassen, als Begleitperson eines Patienten oder einfach nur
stilvoll logieren wollen - Sie werden sich in unserem visit:Hotel wohlfühlen.
Das Hotel hat 12 Doppelzimmer, 14 Einzelzimmer und 2 Suiten und daneben ein exquisites Restaurant. Wir garantieren individuellen Komfort.
Die Zimmer überzeugen durch ihre Ausstattung und bieten auch sonst alle Annehmlichkeiten eines First-Class Hotels. Zur Zimmerausstattung gehören:
Vollbad, Telefon, analoger Fax-/Modem-Anschluss, Kabel-TV, Safe, Kosmetikspiegel,
Fön und Minibar. Zeitweise werden Special-Arrangements angeboten, z.B. "BremenKennenlern-Arrangement" (1-mal Begrüßungsdrink, 2-mal Übernachtung inkl. Frühstück, 1-mal Candle light Dinner, Erhalt der Erlebniskarte, 1-mal Weser- und Hafenrundfahrt oder 1-mal Stadtführung).
visit: Restaurant
Das visit:Restaurant ist über das Foyer des visit:Hotels zu erreichen. In einem freundlichen und hellen Ambiente, servieren wir Ihnen unsere stets frisch und schonend zubereiteten internationalen Gerichte und kredenzen Ihnen unsere ausgesuchten Weine.
Lassen Sie sich einmal richtig verwöhnen - unsere erfahrenen Mitarbeiter in Service
und Küche, stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.
visit:Academy
Wenn Sie in angenehmer Umgebung entspannt tagen wollen, stellt Ihnen die visit:Academy im visit:Hotel gerne komfortable, klimatisierte und mediengerecht ausgestattete Seminar- und Kongressräume auf dem aktuellen Technologiestand zur Verfügung.
Apotheke
Die "Apotheke am Klinikum Links der Weser" befindet sich direkt im Eingangsbereich
des Foyers (Haupteingang). Das Sortiment ist speziell auf die Bedürfnisse der stationären und ambulanten Patienten des Klinikums ausgerichtet.
Die Angebote beinhalten u.a.:
- Produkte zur enteralen Ernährung, Ernährungspumpen etc.
- Kosmetik/ Körperpflege/ Hygiene
- Produkte für den Säugling (Verleih von Milchpumpen und Babywaagen)
Für die individuelle Beratung steht eine Kosmetikerin zur Verfügung.
Bestellungen können direkt an den Lieferservice gerichtet werden.
Öffnungszeiten:
montags bis freitags von 9.00 – 19.00 Uhr
samstags von 9.00 – 13.00 Uhr
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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A-11
Forschung und Lehre des Krankenhauses
Das Klinikum Links der Weser ist ein Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen. Wir bilden Medizinstudenten sowie junge Ärzte aus. Mit der Teilnahme an wissenschaftlichen
Studien helfen unsere Spezialisten dabei, die medizinischen Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten immer weiter zu verbessern.
Darüber hinaus ermöglichen wir Auszubildenden in medizinischen und Verwaltungsberufen, bei uns die nötigen Grundlagen für ihren Beruf zu erlernen.
Studien u.a.:
- LIPSIA-NSTEMI-Studie, Multicenterstudie: Wann ist der beste Zeitpunkt zur Herzkatheteruntersuchung?
- Anwendungsbeobachtung Stentimplantation (Protégé Ever Flex Start): Akute Erfolgsnote und Langzeit-Ergebnisse nach 12 Monaten
- Prä-/Periinterventionell, Pap-Maskenbeatmung bei akutem Koronarsyndrom: Verkürzung Intervall Aufnahme/ Intervention, Vermeidung einer Therapieeskalation, Verminderung Liegezeit Intensivstation/Krankenhaus
- Behandlung Pfad Lungenembolie, Beteiligung PEITHO-Studie. Ziel: Vereinheitlichung
der Therapie als Kardiol. Zentrum. Zusätzlich Behandlungsschwerpunkt schaffen
- Etablierung IABP im Kardiogenen Schock beim Kardiologischen Patienten: Ziel Qualitätsverbesserung in der Behandlung des kardiogenen Schocks, Vermeidung Eskalation Multiorganversagen in Kooperation mit Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie
- Strahlenschutz im Herzschrittmacher-OP. Ziel: Verbesserung des Strahlenschutzes
- Stammzelltransplantation bei akutem Herzinfarkt, geplant 2007. Ziel: Verbesserung der
LV-Funktion
Fort- und Weiterbildung u.a.:
- Fachweiterbildung für Intensivpflege und Anästhesie
Die zweijährige Weiterbildung qualifiziert für komplexe Aufgaben in der Betreuung und
Versorgung von Intensivpflegepatienten und für Aufgaben in der Anästhesie (OP).
- Weiterbildung "Palliativ Care", wird im Modul-System angeboten, sie qualifiziert Pflegende für den besonderen Umgang mit Menschen, die unheilbar erkrankt sind
- Weiterbildungslehrgang "Breast Nurse", qualifiziert Pflegende, die mit Krebserkrankten
in Brustzentren arbeiten. Durch das erworbene Know-How wird die Qualität der pflegerischen Versorgung gesteigert und die interdisziplinäre Zusammenarbeit gefördert
- Weiterbildung Intermediate Care
Die Weiterbildung qualifiziert Pflegende für Aufgaben, die auf einer Überwachungsstation/-einheit erforderlich sind
- Seminar für Strahlenschutz am Institut für Radiologie
Zielgruppe: Ärzte, MRT und Personen mit einer abgeschlossenen sonstigen medizinischen Ausbildung, es werden Unterweisungs-, Grund-, Spezial- und Aktualisierungskurse angeboten
- Kauffrau/Kaufmann im Gesundheitswesen
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 13
A-12
Anzahl der Betten im Krankenhaus nach
§108/109 SGB V
Betten:
A-13
441
Fallzahlen des Krankenhauses
Vollstationäre Fallzahl: 22.093
Ambulante Fallzahl:
Fallzählweise:
20.311
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 14
B
Struktur- und Leistungsdaten der
Organisationseinheiten/Fachabteilungen
B-1
Klinik für Innere Medizin
B-1.1
Allgemeine Angaben der Klinik für Inneren Medizin
Chefarzt:
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Klose
Prof. Dr. Klose, OÄ Dr. Spehn, Dr. Ramsauer
Klinikpflegeleitung:
Edith Panten, Tel: 0421 879-1294
Fon:
Fax:
0421 879-1230
0421 879-1674
URL:
EMail:
http://www.klinikum-bremen-ldw.de/
mailto:[email protected]
Einleitung
Aufgrund des medizinisch-technischen Fortschrittes, der demographischen Entwicklung
und neuer Gesetzgebung verändern sich die Krankheits- und Patientenstrukturen im
Fachbereich Innere Medizin.
Die Klinik für Innere Medizin unseres Hauses nimmt die Diagnostik und Therapie des gesamten Spektrums innerer Erkrankungen sowie die Versorgung medizinischer Notfälle
wahr. Folgendes Leistungsspektrum der Inneren Medizin bieten wir an:
- Gastroenterologie (Magen-, Darm- und Lebererkrankungen) mit Funktionsdiagnostik
und interventioneller Endoskopie (endoskopische Behandlungsmöglichkeiten)
- Stoffwechsel und Endokrinologie mit extrakorporaler Plasma-Therapie (technisches
Blutreinigungsverfahren bei bestimmten schweren Fettstoffwechselstörungen)
- Strukturierte Patientenschulung und Ernährungsberatung
- Hämatologie und Internistische Onkologie mit interdisziplinärer Behandlungsplanung,
tagesklinischer Behandlungsmöglichkeit, hämatologisch-onkologischer Ambulanz und
einem hämatologisch-zytologischen Speziallabor
- Internistische Intensivtherapie und Ultraschalldiagnostik
- Herz-Kreislauf-Diagnostik und Überwachung
Darüber hinaus fallen in den Bereich der Klinik für Innere Medizin Konsiliardienste für andere Fachdisziplinen sowie die ärztliche Leitung des Zentrallabors.
Auf den Stationen der Inneren Medizin wird das examinierte Krankenpflegepersonal durch
Hilfsdienste (Stationssekretärin, Versorgungsassistentin, Patientenbegleitdienst etc.) unterstützt. Somit ist das Pflegepersonal in der Lage, patientenorientiert zu arbeiten um das
Versorgungsangebot der Inneren Medizin zu ergänzen.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 15
B-1.2
Versorgungsschwerpunkte der Innere Medizin
Diagnostik und Therapie von endokrinen Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten (Diabetes, Schilddrüse etc.)
Diagnostik und Therapie von Stoffwechselerkrankungen sind ein wesentlicher Klinikschwerpunkt. Diabetespatienten werden im Team von Diabetologen, Diabetesberaterinnen und spezialisierten Pflegekräften individuell geschult und behandelt. Bei schweren Fettstoffwechselstörungen besteht neben Diätintervention und gezielter medikamentöser Therapie die Möglichkeit einer extrakorporalen LDL-Apherese. Bei komplexen
endokrinen Erkrankungen werden ambulant und stationär gezielte Funktionsuntersuchungen der hormonellen Regelkreise durchgeführt, die Behandlungskonzepte werden
interdisziplinär erarbeitet. Für stark übergewichtige Menschen bieten wir ein strukturiertes Schulungsprogramm an. In geschlossenen Gruppen wird über 18 Monate mit verhaltenstherapeutischem Ansatz das Ziel einer Umstellung von Ernährung und Bewegung verfolgt. Die Kurse werden von Ernährungsmedizinern, Ernährungsberaterinnen,
Psychologen und Sporttherapeuten geleitet.
Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Leber, der Galle und des Pankreas
Mit Ausnahme von Organtransplantationen werden in der Gastroenterologie in Zusammenarbeit mit der Pädiatrischen Gastroenterologie und der Viszeralchirurgie alle medizinischen Standardverfahren angeboten. Neben den endoskopischen Techniken
(Gastro- und Intestinoskopie, ERCP, Koloskopie, Rektoskopie und Proktoskopie) werden auch Bronchoskopien, Endosonographien, Funktionsteste und pH-Metrien durchgeführt. Etwa 7.000 bis 8.000 sonographische Leistungen werden pro Jahr erbracht. Die
häufigste Erkrankungsgruppe stellen Patienten mit intraluminalen Tumoren, bös- oder
gutartig, dar. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Bereichen Onkologie/Onkologische Tagesklinik/Strahlentherapie können diesen Patienten Therapieangebote gemacht werden, wie sie an großen Zentren zur Tumortherapie üblich sind. Radiochemotherapien, Dauerinfusionsprotokolle, Endoprothetik und lokale Tumorresektionen
sind durchzuführende Aufgaben für das medizinische Personal.
Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Magen-Darmtraktes
Mit Ausnahme von Organtransplantationen werden in der Gastroenterologie in Zusammenarbeit mit der Pädiatrischen Gastroenterologie und der Viszeralchirurgie alle medizinischen Standardverfahren angeboten. Neben den endoskopischen Techniken
(Gastro- und Intestinoskopie, ERCP, Koloskopie, Rektoskopie und Proktoskopie) werden auch Bronchoskopien, Endosonographien, Funktionsteste und pH-Metrien durchgeführt. Etwa 7.000 bis 8.000 sonographische Leistungen werden pro Jahr erbracht. Die
häufigste Erkrankungsgruppe stellen Patienten mit intraluminalen Tumoren, bös- oder
gutartig, dar. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Bereichen Onkologie/Onkologische Tagesklinik/Strahlentherapie können diesen Patienten Therapieangebote gemacht werden, wie sie an großen Zentren zur Tumortherapie üblich sind. Radiochemotherapien, Dauerinfusionsprotokolle, Endoprothetik und lokale Tumorresektionen
sind durchzuführende Aufgaben für das medizinische Personal.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 16
Diagnostik und Therapie von hämatologischen Erkrankungen
Für die Diagnostik von Erkrankungen des blutbildenden Systems, des Gerinnungs- und
des Lymphsystems besteht innerhalb des Zentrallabors ein zytologisches Speziallabor
zur Untersuchung von Knochenmark-, Lymphknoten- und Ergusspunktaten sowie ein
spezialisiertes Gerinnungslabor. Die Diagnostik und Therapie benigner und maligner
hämatologischer Erkrankungen erfolgt voll- und teilstationär, teils auch ambulant. Die
Abteilung ist als Weiterbildungsstätte für Hämatologie und Internistische Onkologie
ausgewiesen.
Diagnostik und Therapie von onkologischen Erkrankungen
Tumordiagnostik und Tumortherapie sind wesentlicher Schwerpunkt der Klinik. Das
Spektrum umfasst solide Tumoren aller Organsysteme und hämatologische Systemerkrankungen. Durchgeführt werden alle aktuellen zytostatischen, hormonellen, immunologischen und wachstumsfaktorgestützten Therapien mit Ausnahme der stammzellgestützten Hochdosischemotherapie und der Induktionschemotherapie akuter Leukämien.
Diagnostik und Therapie erfolgen leitlinienadaptiert auf der onkologischen Station, in
der onkologischen Tagesklinik, der hämatologisch-onkologischen Klinikambulanz und in
einer wöchentlichen onkologischen Konsiliarsprechstunde in Stuhr. Zur interdisziplinären Absprache findet eine wöchentliche Tumorkonferenz statt. Die Abteilung ist
als Weiterbildungsstätte für Hämatologie und Internistische Onkologie ausgewiesen.
Spezialsprechstunde Präventionsmedizin
Die Klinik für Innere Medizin sieht eine hohe und wachsende Bedeutung der Präventionsmedizin. Es besteht ein Schwerpunkt für Endokrinologie und Stoffwechselstörungen.
Im Rahmen einer Stoffwechselambulanz werden Patienten mit besonderem Risiko für
Herz-Kreislauferkrankungen untersucht und die Behandlung wird in Zusammenarbeit
mit niedergelassenen Ärzten festgelegt. Ziel ist es, durch positive Beeinflussung der Risikofaktoren den Ausbruch oder zumindest das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 17
B-1.3
Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Inneren Medizin
Adipositas Sprechstunde
Seit 2001 bietet die Klinik für Innere Medizin im Rahmen der Primär- und Sekundärprävention ein Kursprogramm für übergewichtige Menschen an. Es existiert ein strukturiertes Schulungsprogramm, das in Zusammenarbeit mit den Betriebskrankenkassen in
Bremen sowie sechs weiteren Ernährungsmediziner in Bremen entwickelt wurde. Es
handelt sich hierbei um ein über drei Jahre umfassendes Programm mit den Themenschwerpunkten Ernährungsumstellung, Bewegungstherapie und Verhaltensänderung.
Die Kurstreffen finden als geschlossene Gruppen von jeweils 10 Teilnehmern in der intensivierten Phase in zweiwöchigen Abständen statt. Danach folgen Treffen in vierwöchigen und in der Konsilidierungsphase in dreimonatigen Abständen. Die Kurse werden
von Ernährungsmedizinern, Ernährungsberatern, Psychologen und Sporttherapeuten
geleitet. Eine Qualitätskontrolle bzw. Validierung erfolgt jeweils an Ende des Kurses anhand definierten Kriterien.
Atemgymnastik
Für Patienten die gehfähig sind wird im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative
Medizin Atemgymnastik durchgeführt. Für bettlägerige Patienten kommen die Mitarbeiter des Zentrums vor Ort. Es umfasst eine große Anzahl von Übungen zur Verbesserung der Atmung. Unter Mitarbeit des Patienten und mit Hilfe spezieller, individueller Atemtechniken wird eine physiologische Atmung angestrebt. Dafür wird die Atemmuskulatur täglich trainiert, sowie die Zwerchfell-, Brust- und Flankenatmung bewusst geübt.
Darüber hinaus werden atemerleichternde Körperhaltungen / Techniken eingeübt.
Patienten mit besonders viel Bronchialsekret erlernen Übungen und Lagerungsdrainagen um das gestaute Sekret besser abhusten zu können.
Basale Stimulation
Basale stimulierende Pflege/Therapie wird durch das Zentrum für Physikalische und
Rehabilitative Medizin angeboten. Die Therapie entwickelt sich aus der Beziehung zwischen Patient und Pflegenden/Therapeuten, sie ist hoch individualisiert und bietet dem
Patienten gezielt aktivierende, fördernde Wahrnehmungsmöglichkeiten an.
Beratung / Betreuung durch Sozialarbeiter
Als Ergänzung zu der medizinischen und pflegerischen Versorgung bietet der Sozialdienst den Patienten und ihren Angehörigen während ihres Krankenhausaufenthaltes
Beratung und Unterstützung an.
Er berät sie in allen sozialrechtlichen und finanziellen Fragestellungen, die in einem Zusammenhang mit der Erkrankung stehen (Haushaltshilfe, häusliche Krankenpflege,
Pflegeversicherung) und unterstützt die Patienten bei Antragstellungen und im Umgang
mit entsprechenden Behörden. Der Sozialdienst vermittelt medizinische Rehabilitationsmaßnahmen, Hauspflege, Haushaltshilfen, Heimplätze, Kurzzeitpflege und Selbsthilfegruppen.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 18
Besondere Formen / Konzepte der Betreuung von Sterbenden
Den Bedürfnissen und Wünschen sterbender Patienten sowie deren Angehörigen wird
unter Berücksichtigung ethischer Gesichtspunkte und durchführbarer Möglichkeiten
entsprochen. Der Wunsch nach Ruhe/Abgeschiedenheit oder ungestörtem Abschiednehmen kann größtenteils durch Einzelzimmer sichergestellt werden; eine Begleitung
erfolgt auf Wunsch durch Seelsorger. Besondere Speisewünsche werden berücksichtigt. Die Abteilung Schmerzmanagement unterstützt die Kliniken in der Schmerztherapie, ebenso die Anästhesieabteilung.
Patienten können nach Bedarf auf die Palliativstation oder in das Hospiz verlegt werden. In den Abteilungen wird immer versucht eine entsprechende Atmosphäre in dem
Patientenzimmer zu gewährleisten. Im Bereich der Erwachsenen-Intensivstation gibt es
einen Abschiedsraum. Dieser wird auch in der Pathologie vorgehalten. Außerdem gibt
es einen Raum der Stille als Rückzugsmöglichkeit.
Bobath-Therapie
Das weltweit anerkannte krankengymnastische Pflegekonzept beinhaltet eine ganzheitliche therapeutische Behandlungspflege über 24 Stunden für Hemiplegiker (Halbseitiggelähmte).
Folgende Ziele wollen wir mit dieser speziellen Behandlung erreichen.
- Verbesserung der hemiplegischen Seite in Koordination mit der gesunden Seite
- Hemmung der Spastizität und der abnormen Haltungs- und Bewegungsmuster
- Entwicklung der Körpersymmetrie und des Gefühles von Körpermitte
- Verhindern von Schmerzen und Kontrakturen
- Erhöhen von Selbstständigkeit und Sicherheit in alltäglichen Situationen.
Das Bobath-Konzept wird angewandt bei der Lagerung, dem Sitzen im Rollstuhl, beim
Gehen, Ankleiden und der Nahrungsaufnahme. Unter Führung des Therapeuten lernt
der Patient, seine betroffene Seite immer wieder in alltägliche Situationen einzubeziehen. Insgesamt ist eine Kooperation des gesamten Teams erforderlich, um die Ziele erreichen.
Diabetiker-Schulung
Auf der Station 11 des KLdW´s werden schwerpunktmäßig Diabetiker von einem interdisziplinären Team aus Ärzten, Diätberatern und Pflegekräften versorgt. Das gesamte
Pflegepersonal ist besonders geschult, um den betroffenen Patienten optimal zur Seite
stehen zu können.
Einige Beispiele der pflegerischen Aspekte bei der Diabeteserkrankung:
Diabetiker sind deutlich anfälliger für Hautveränderungen (Dekubitus), besonders bei älteren Patienten sind Neuropathien zu beobachten. Sie brauchen oft viel Anleitungen im
Umgang mit Medikamenten und Insulinen /Spritzentechniken und Umgang mit InsulinPens.
Diabetespatienten, die zur Blutzuckereinstellung kommen, laufen während der Therapiephase immer wieder Gefahr zu Unter-/Überzuckern (Hypo- bzw. Hyperglykämie).
Dies erfordert eine sehr genaue Krankenbeobachtung und regelmäßige Blutzuckerkontrollen. Auch die Beobachtung der Ausscheidung spezieller Urinmengen sind wichtige
Parameter der Krankenbeobachtung.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 19
Diät- und Ernährungsberatung
Bei der Verpflegung werden die Erfordernisse, Bedürfnisse und Wünsche der Patienten
berücksichtigt. Mit Hilfe eines EDV-Systems sind alle Komponenten des Frühstücks und
Abendessens untereinander kombinierbar. Mittags können die Bestandteile von drei
Menüs frei zusammengesetzt werden, jeweils unter Berücksichtigung einer Diät, religiöser oder kultureller Aspekte. Die Diätküche berücksichtigt spezielle Anforderungen. Für
alle Patienten des Klinikums Links der Weser steht die Diätberaterin zur Verfügung.
Nachdem Probleme des Patienten bei der Nahrungsaufnahme durch das Pflegepersonal, sowie der Stationsärzte erfasst worden sind, erfolgt nach Absprache mit den Diätassistenten, eine individuelle angemessene Menüplanung.
Entlassungsmanagement
Wir richten uns nach dem nationalen Expertenstandard Entlassungsmanagement.
Durch eine frühzeitige Absprache zwischen Stationsarzt, zuständiger Bereichspflegekraft und Sozialdienst als Mittler zum nächsten Versorgungsbereich lassen sich alle nötigen Informationen rechtzeitig aufeinander abstimmen. In allen Kliniken erhält der Patient einen handschriftlichen Kurzbrief oder den EDV-erstellten Arztbrief mit den jeweils
relevanten Befunden und Therapieempfehlungen. Bei Verlegungen werden ein Arztbrief
sowie ergänzende relevante Befunde in Kopie, OP-Berichte ggf. auch Röntgenbilder bei
Entlassung zur Verfügung gestellt. Pat., die in weiterbehandelnde Einrichtungen entlassen werden, erhalten einen Pflegeüberleitungsbogen. Zur Entlassung gehört über den
Sozialdienst die reibungslose Bereitstellung aller erforderlichen Hilfsmittel, wie z.B.
Krankenbett, Toilettenstuhl, Duschsitz, Infusionsständer etc. sowie die Vermittlung aller
weiteren Stellen, die für die Versorgung zu Hause notwendig sind.
Fußreflexzonenmassage Die Fußreflexzonenmassage wird durch das Zentrum
für Physikalische und Rehabilitative Medizin angeboten.
Fußreflexzonen stehen in Verbindung zu unseren Organen und Körperteilen.
Über bestimmte Reize der Füße erreichen wir eine Linderung des schmerzhaften Bereichs.
Das vegetative Nervensystem kommt wieder in Balance, zusätzlich wird ein Wärmeund Entspannungsgefühl erzeugt.
Inhalationen
Zum Durchführen einer Inhalation stehen zwei Vorrichtungen zum Inhalieren von feuchter Wärme mit Emser Salz im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin zur
Verfügung, sofern der Patient mobil ist.
Im stationären Bereich befinden sich in jedem Zimmer 2-3 Vorrichtungen zum Inhalieren
im Zimmer, bzw. am Bett.
Kinästhetik
Bei der Kinästhetik (Kinetik= Bewegung, Ästhetik= Lehre vom Schönen) geht es vor allem um humanes und respektvolles Behandeln von kranken Menschen. Die Bewegungen, die bei der Pflege notwendig sind, sollen möglichst schmerzlos und angenehm für
den Patienten sein. Durch einfache Hilfsmittel und mit dem nötigen Know-How können
Patienten leicht und schmerzlos im Bett bewegt oder gedreht werden oder in einen
Stuhl gesetzt werden. Diese Methode ist nicht nur für die Patienten angenehmer, sondern auch körperschonend für die Pflegenden.
Viele Mitarbeiter des Pflegepersonals haben einen dreitägigen Kursus in Kinästhetik
absolviert oder bereits den Auffrischungskurs genutzt, um die Erfahrungen zu vertiefen.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 20
Lymphdrainage
Die Lymphdrainage wird durch das Zentrum für Physikalische Therapie und Rehabilitative Medizin angeboten.
Es ist eine spezielle Behandlungstechnik, bezogen auf die Anatomie und Physiologie
des Lymphgefäßsystems, sowie der Lymphflüssigkeit.
Wirkungsweisen der Lymphdrainage:
- Lymphtransportsteigerung - entstauende Wirkung
- Schmerzlinderung
- Tonusminderung der quergestreiften Muskulatur
- Die Pulsfrequenz wird gesenkt
- Nieren und Blasentätigkeit angeregt
Massage
Wir bieten im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin verschiedene Massagen an, für die Personen die Ruhe und Entspannung suchen, sowie zur Vorbeugung
oder Linderung von Beschwerden.
Zum Beispiel:
- Bindegewebsmassage
- Klassische Massage; es besteht die Möglichkeit diese Therapie sowohl im stationären
Bereich als auch im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin in Anspruch
zu nehmen.
Physikalische Therapie
Die Physikalische Therapie umfasst ein breites Therapiespektrum.
Je nach Bedarf und auf ärztliche Verordnung stehen folgende Therapiemöglichkeiten im
Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin zur Verfügung:
Elektrotherapie:
- Ultraschall Behandlungen
- Reizstrom Behandlungen
- Interferenzstrom Behandlungen
- Mikrowellen Behandlung
- 4-Zellen Bad Behandlungen
- Stangerbad
Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS Behandlungen)
Physiotherapie / Krankengymnastik
Physiotherapie wird im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin oder wenn
Patienten nicht gehfähig sind, vor Ort durchgeführt.
Es ist ein Heilverfahren durch Einsatz von passiver und aktiver Bewegung des Menschen zur Prävention, Therapie und Rehabilitation von gesundheitlichen Beschwerden
und Schädigungen, die durch Alterungsprozesse, Verletzungen und Krankheiten entstanden sind, sowie zur allgemeinen Gesundheits- und Leistungsförderung.
Physiotherapie umfasst Untersuchungen, Erstellen einer physiotherapeutischen Diagnose und eines Therapieplans, Intervention und Evaluation der Therapie.
Die Intervention kann verschiedene Therapiekonzepte beinhalten.
Wesentliche Merkmale einer physiotherapeutischen Intervention sind das Erlernen eines Eigenübungsprogramms und die Anleitung zum Verhalten im Alltag.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 21
Rückenschule / Haltungsschulung
Ziel ist das Erlernen von rückenschonenden Verhaltensweisen und die Beratung für
rückengerechte Verhaltensweisen durch die Mitarbeiter des Zentrums für Physikalische
und Rehabilitative Medizin.
Im Allgemeinen vermitteln wir:
- Erläuterung von Aufbau und Funktion der Wirbelsäule
- Förderung des Bewusstseins über die Zusammenhänge von Schmerzen und Bewegungsverhalten
- Information über rückengerechte Verhaltensweisen
- Vermittlung von Maßnahmen zur Selbsthilfe
Schmerztherapie / -management
Die Patienten im Klinikum Links der Weser erhalten eine qualitativ hochwertige
Schmerztherapie. Ein besonderes Qualitätsmerkmal ist das Vorhandensein einer
Schmerzambulanz. Verantwortlich für die an die Patienten ausgerichtete bestmögliche
Schmerztherapie ist der behandelnde Arzt.
Ziele:
- sichere und komplikationsarme Schmerztherapie
- weitestgehend Schmerzfreiheit
- Erhaltung von Lebensqualität
- Vermeidung von Folgeproblemen
- Wirtschaftlichkeit
Zur Unterstützung der medikamentösen Therapie stehen u.a. folgende Therapieangebote zur Verfügung:
- Wurzelblockade,
Faccetteninfiltrationen,
Infiltrationen,
Elektroagulation,
Elektrostimulation, TENS, Triggerinjektionen, Glycerinblockaden
- Bestrahlung und Nuklidtherapie
- Anästhesiologische Methoden (PCA-Pumpen, Periduralkatheter)
- Nichtmedikamentöse Maßnahmen (Krankengymnastik, Massage, Physikalische
Therapie, Kunsttherapie, Psychologische Interventionen)
- Akupunktur
Spezielle Angebote zur Anleitung und Beratung von Patienten und
Angehörigen
- Kursprogramm für übergewichtige Menschen:
Die Kurstreffen finden als geschlossene Gruppen mit jeweils 10 Teilnehmern in der intensivierten Phase in zweiwöchigen Abständen statt. Danach folgen Treffen in vierwöchigen und in der Konsilidierungsphase in dreimonatigen Abständen. Die Kurse werden
von Ernährungsmedizinern, Ernährungsberatern, Psychologen und Sporttherapeuten
geleitet. Eine Qualitätskontrolle bzw. Validierung erfolgt jeweils an Ende des Kurses anhand definierter Kriterien.
- Sport fürs Herz:
Dies ist ein Angebot für Personen mit Herz-Kreislaufproblemen.
In Kleingruppen mit ca. fünf Personen unterstützen wir Sie, den in der Reha erreichten
Trainingsstand zu halten oder sogar noch zu verbessern.
Stimm- und Sprachtherapie / Logopädie
Je nach Bedarf kommt eine ausgebildete Sprach- und Stimmtherapeutin zu Ihnen.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 22
Versorgung mit Hilfsmitteln / Orthopädietechnik
Bei Bedarf findet in Abstimmung mit dem ärztlichen- und pflegerischen Dienst, dem Sozialdienst, dem Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin, einem Sanitätshaus, dem Patienten und dessen Angehörigen, unter Berücksichtigung der häuslichen
Gegebenheiten, eine ausführliche Hilfsmittelberatung und Versorgung statt.
Wärme- u. Kälteanwendungen
Hierfür stehen im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin eine Fangoanlage und mehrere Heißluftgeräte zur Verfügung.
Mit Hilfe der Wärmebehandlung werden Schmerzlinderung und Durchblutungs- bzw.
Stoffwechselsteigerung bewirkt. Das Ziel ist eine Muskelentspannung und die Verbesserung der Elastizität der Bindegewebsstrukturen.
Kälte beeinflusst ebenfalls die Muskelspannung. Bei einem kurzzeitigen Kältereiz erhöht
sich der Spannungszustand der Muskulatur. Bei einer längeren Anwendung von Kälte
ist auch ein positiver Einfluss auf eine krankhaft erhöhte Muskelspannung möglich. Es
können Verkrampfungen gelockert werden, da die Muskelaktivität sinkt, zudem wirkt eine Eisanwendung entzündungshemmend.
Folgende Wärme- und Kälteanwendungen werden durchgeführt:
- Heißluft Anwendungen
- Fangopackungen
- Rotlicht Anwendungen
- Eis Anwendungen
Wundmanagement
Seit 2000 gibt es ein standardisiertes Wundmanagement. Die Fachgruppe besteht aus
einem Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Unfallchirurgie und einem Wundpflegeexpertenteam. Das Team betreut unter ärztlicher Verantwortung die Wundsprechstunde.
Zu den Aufgaben und Zielen gehören:
- Durchführung von Konsilen in der Klinik
- Beratung der Stationen beim Einsatz von Lagerungshilfsmitteln
- nachstationäre Wundversorgung
- Informationsaufbereitung für die weiterversorgenden Leistungserbringer
Seit 2004 wird der Nationale Expertenstandard Dekubitus umgesetzt. Hierzu wurden
Leitlinien erstellt. Sie beinhalten eine Wundfibel, die Wunddokumentation inkl. Fotodokumentation und die zentrale Steuerung von Lagerungsmaterialen und Wundprodukten.
Das Klinikum Links der Weser nimmt z.Z. an einer Studie im Bereich der Pflegeforschung und der Produktentwicklung in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremen
teil.
Zusammenarbeit mit / Kontakt zu Selbsthilfegruppen
Das ärztliche und pflegerische Personal und der Sozialdienst vermitteln, je nach Erkrankung des Patienten, den Kontakt zu Selbsthilfegruppen.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 23
B-1.4
Nicht-medizinische Serviceangebote der Inneren Medizin
Aufenthaltsräume
Jede Station verfügt über einen Aufenthaltsraum, der von den Patienten und ihren Besuch jederzeit genutzt werden kann. Da wir ein rauchfreies Krankenhaus sind, ist dort
das Rauchen nicht gestattet. Weiterhin stehen die Cafeteria im Erdgeschoss des
Haupthauses und das Bistro in der neuen Eingangshalle für Patienten und Besucher
zur Verfügung. Der kleine Park mit See lädt zum Verweilen ein.
Besuchsdienst / "Grüne Damen"
Die Grünen Damen sind ehrenamtlich tätig und helfen unseren Patienten in persönlichen Angelegenheiten. Dazu gehören unter anderem Besorgungen am Kiosk, Begleitung bei Spaziergängen und Betreuung des Bücherservices.
Dolmetscherdienste
Sprachkundige qualifizierte Mitarbeiter des Hauses werden bei Bedarf (z.B. während
des Behandlungsprozesses) hinzugezogen, ggf. offizielle Dolmetscher. Die Stationen
können sich zu diesem Zweck an das Kommunikations-Center wenden. Aufklärungsbögen sind in mehreren Sprachen verfügbar.
Im Fort- und Weiterbildungsangebot "Horizonte" werden Schulungen "Englisch für Pflegeberufe" angeboten.
Ein-Bett-Zimmer mit eigener Nasszelle
Elektrisch verstellbare Betten
Unsere modernen Betten verfügen über eine elektronische Höheneinstellung des Kopfteils und können in der gesamten Höhe individuell den Bedürfnissen des Patienten angepasst werden.
Für die Patientensicherheit gibt es beidseitige Bettgitter. Im Bereich der Erwachsenenpflege verhindern einseitige Bettgitter oftmals einen Sturz aus dem Bett, wenn der Patient speziell gelagert wird und ggf. seine Lage verändert, ohne ein evtl. damit verbundenes Risiko einschätzen zu können.
Empfangs- und Begleitdienst für Patienten und Besucher
Der Empfangsservice befindet sich im neuen Eingangsbereich. Er hilft Patienten und
Besuchern bei der Orientierung im Krankenhaus und begleitet ggf. Patienten zur Station
(Gepäcktransport/Sitzendtransport) oder unterstützt bei der Bedienung des Telefonkartenautomaten. In der administrativen Aufnahme stehen Rollstühle für die Patienten bereit. Es gibt ein neues Leitsystem vom Eingangsbereich zu allen Knotenpunkten des
Hauses, um allen Patienten und Besuchergruppen gerecht zu werden. Mit Aufzügen ist
ein rollstuhlgerechter Zugang hergestellt.
Um die Wegehäufigkeiten der Stationsmitarbeiter zu reduzieren, wurde der Patientenbegleitdienst (PBD) neu strukturiert. Der PBD steht wochentags von 7.00 bis 20.00 Uhr
zur Verfügung. Die Anforderung erfolgt über eine zentrale Rufnummer/und Pieper. Es
gibt feste Absprachen zwischen Stationen, Anästhesie und dem PBD über die zeitliche
Abfolge des Patiententransportes in den OP.
Fernsehgerät am Bett / im Zimmer
Alle Zimmer haben einen Fernseher (kostenlos).
Auf der Wahlleistungsstation Sylt hat jeder Patient direkt am Bett einen Fernsehmonitor.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 24
Frei wählbare Essenszusammenstellung (Komponentenwahl)
Bei der Verpflegung werden den Erfordernissen, Bedürfnissen und Wünschen der Patienten fast immer Rechnung getragen.
Durch ein computerunterstützendes Warenwirtschafts-, Versorgungs- und Organisationssystem erfolgt die individuelle Bestellung und Lieferung der Menüs.
Dank dieses Systems sind alle Speisekomponenten untereinander kombinierbar; dies
gilt für das Frühstück und Abendessen, jeweils unter Berücksichtigung einer ggf. bestehenden Diät. So ist es selbst stark eingeschränkten Patienten immer noch möglich, sich
die Mahlzeiten nach ihrem Geschmack zusammenzustellen. Für das Mittagessen stehen täglich drei Menüs zur Auswahl. Religiöse und kulturelle Aspekte werden in unserem Speiseangebot vollständig berücksichtigt. Muslime haben immer die Möglichkeit,
ein schweinefleischfreies Menü zu wählen, ebenso steht grundsätzlich eine vegetarische Ausweichmöglichkeit zur Verfügung.
Gottesdienste
Jeden Donnerstag um 17.00 Uhr und an hohen Feiertagen wird im Raum der Stille (über die Eingangshalle zu erreichen) ein Gottesdienst angeboten.
Internetanschluss am Bett / im Zimmer
Auf der Wahlleistungsstation Sylt gibt es einen Internetanschluss am Bett.
Kostenlose Getränkebereitstellung (Mineralwasser)
Auf allen Stationen stehen für Patienten ausreichend kostenlose Getränke (Mineralwasser) zur Verfügung.
Rollstuhlgerechte Nasszellen
Jede Station hat eine rollstuhlgerechte Nasszelle.
Rundfunkempfang am Bett
Die Zimmer verfügen über TV/Radio-Anschluss mit Kopfhörer.
Seelsorge
Unsere Seelsorger im Krankenhaus stehen den Patienten, sofern sie es wünschen,
zum Gespräch zur Verfügung (Pastoralreferentin Ulrike Ernsing im Zentralgebäude im
Sockelgeschoss Fon: (0421) 879-1602 und Frau Beate Rösel im Zentralgebäude im 5.
Stock Fon: (0421) 879-1340.
Die Seelsorgerinnen machen regelmäßig Besuche auf den Stationen. Darüber hinaus
können Kontakte jederzeit über die Pflegekräfte der Stationen hergestellt werden.
Telefon
An jedem Bett befindet sich ein Telefonapparat. Um telefonieren oder sich anrufen lassen zu können, benötigen Patienten eine Telefonkarte, die am Automaten in der Eingangshalle ausgegeben werden. Falls Sie nicht zum Automaten gehen können, wenden
Sie sich bitte an das Stationsteam. Eine ausführliche Bedienungsanleitung und Gebühreninformation zur Patiententelefonanlage finden Sie bei den Telefonkartenautomaten.
Neben dem eigenen Telefon am Bett stehen selbstverständlich öffentliche Münz- und
Kartenfernsprecher in der Eingangshalle zur Verfügung.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Handys bzw. Mobiltelefone grundsätzlich im
Krankenhaus nicht benutzt werden dürfen. Die elektromagnetischen Strahlungen können sensible medizintechnische Geräte beeinflussen und damit lebenserhaltende Apparate stören oder sogar zum Ausfall bringen.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 25
Unterbringung Begleitperson
Im angegliederten visit:Hotel haben Begleitpersonen die Möglichkeit zu übernachten.
Wertfach / Tresor am Bett / im Zimmer
Zum Schutz von Wertsachen der Patienten informiert ein mehrsprachiges Merkblatt, wo
und wie Wertsachen deponiert werden können. Auf der Wahlleistungsstation Sylt steht
pro Patient ein Tresor zur Verfügung. Die Patientenschränke sind selbstverständlich
abschließbar.
Zwei-Bett-Zimmer mit eigener Nasszelle
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 26
B-1.5
Fallzahlen der Innere Medizin
Vollstationäre Fallzahl:
B-1.6
4.291
Hauptdiagnosen nach ICD
Rang
ICD-10
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
I21
292
Frischer Herzinfarkt
2
I50
197
Herzschwäche (=Herzinsuffizienz)
3
I20
194
Anfallartige Schmerzen in der Herzgegend mit
Beengungsgefühl (=Angina pectoris)
4
I48
166
Herzrhythmusstörung in den Herzvorhöfen
(=Vorhofflattern oder Vorhofflimmern)
5
I10
151
Bluthochdruck ohne bekannte Ursache
6
R55
123
Anfallartige, kurz dauernde Bewusstlosigkeit
(=Ohnmacht) und Zusammensinken
7
C18
97
Dickdarmkrebs
8
J44
94
Sonstige chronische Lungenkrankheiten mit
erhöhtem Atemwegswiderstand
9
J18
87
Lungenentzündung durch unbekannten Erreger
10
C20
73
Mastdarmkrebs
11
R07
69
Hals- oder Brustschmerzen
12
I70
62
Arterienverkalkung (v.a. an den Beinen)
13
I47
61
Anfallartiges Herzjagen
14
D50
60
Blutarmut aufgrund von Eisenmangel
15
I25
59
Chronische Durchblutungsstörung des Herzens
(z.B. durch Verkalkung der Herzkrankgefäße)
16
E11
55
Alterszucker (=Typ 2 Diabetes mellitus, nicht
von Anfang an mit Insulinabhängigkeit)
17
K29
53
Schleimhautentzündung des Magens bzw. des
Zwölffingerdarms
18
K52
53
Magen-Darm Entzündungen ohne infektiöse
Ursache (z. B. Nahrungsallergie)
19
C16
48
Magenkrebs
20
K80
48
Gallensteinleiden
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 27
B-1.6.1
Weitere Kompetenzdiagnosen
ICD-10
Absolute Fallzahl
C34
78
Lungenkrebs
C83
37
Diffuser Krebs des lymphatischen Gewebes/der Lymphknoten ohne typische Hodgkin-Zellen (=Non-HodgkinLymphom)
C85
25
Sonstige oder nicht näher bezeichneter Lymphknotenkrebs mit Fehlen der typischen Hodgkin-Zellen
C81
13
Hodgkin-Krankheit (Krebs des Lymphgewebes)
E10
9
Zuckerkrankheit (=Typ 1 Diabetes mellitus, von Anfang
an mit Insulinabhängigkeit)
C82.2
6
Non-Hodgkin-Lymphom: Großzellig, follikulär
C23
6
Bösartige Neubildung der Gallenblase
Bösartige Neubildung: Extrahepatischer Gallengang
C24.0
Non-Hodgkin-Lymphom: Gemischt klein- u.großzellig,
gekerbt, follikul.
C82
T-Zell-Lymphom, peripher
C84.4
B-1.7
Umgangssprachliche Bezeichnung
Prozeduren nach OPS
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
1-632
1234
Spiegelung der Speiseröhre, des Magens und
des Zwölffingerdarmes
2
1-440
552
Entnahme einer Gewebeprobe des oberen
Verdauungstrakts, der Gallengänge oder der
Bauchspeicheldrüse bei einer Spiegelung
3
1-650
483
Dickdarmspiegelung
4
8-800
385
Transfusion von Vollblut, Konzentraten roter
Blutkörperchen oder Konzentraten von Blutgerinnungsplättchen
5
3-200
334
Computertomographie (CT) des Schädels ohne
Kontrastmittel
6
3-225
298
Computertomographie des Bauchraums mit
Kontrastmittel
7
3-226
268
Computertomographie des Beckens mit Kontrastmittel
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 28
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
8
3-222
242
Computertomographie des Brustkorbs mit Kontrastmittel
9
1-444
208
Entnahme einer Gewebeprobe des unteren
Verdauungstraktes (z.B. des Dickdarmes) bei
einer Spiegelung
10
8-543
163
Mittelgradig komplexe und intensive Blockchemotherapie
11
8-900
160
Narkose über eine intravenöse Infusion von
Narkosemitteln
12
8-542
159
Nicht komplexe Chemotherapie
13
3-052
116
Ultraschalldiagnostik des Herzens mit Zugang
durch die Speiseröhre
14
5-513
114
Operationen an den Gallengängen mit einem
röhrenförmigen bildgebenden optischen Instrument mit Lichtquelle (=Endoskop), eingeführt über den oberen Verdauungstrakt
15
8-152
92
Therapeutisches Einführen einer Punktionskanüle durch die Haut in den Brustkorb
16
3-70c
90
Bildgebendes Verfahren über den ganzen Körper mittels radioaktiver Strahlung
(=Ganzkörper-Szintigraphie) zur Lokalisationsdiagnostik
17
1-620
81
Spiegelung der Luftröhre und der Bronchien
18
1-844
78
Diagnostische perkutane Punktion der Pleurahöhle
19
1-710
76
Messung des Atemwegswiderstands und des
funktionellen Residualvolumens in einer luftdichten Kabine
20
1-424
64
Entnahme einer Gewebeprobe aus dem Knochemark
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 29
B-1.7.1
Weitere Kompetenzprozeduren
OPS-301
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
5-513.2
29
Endoskopische Operationen an den Gallengängen:
Steinentfernung
1-642
25
Diagnostische retrograde Darstellung der Gallen- und
Pankreaswege
1-640
24
Diagnostische retrograde Darstellung der Gallenwege
1-442
16
Perkutane Biopsie an hepatobiliärem System und Pankreas mit Steuerung durch bildgebende Verfahren
5-513.f
13
Endoskopische Operationen an den Gallengängen: Einlegen von nicht-selbstexpandierenden Prothesen
5-429
10
Sonstige Operationen an der Speiseröhre (z.B. Operation von Speiseröhrenkrampfadern, Ballonaufdehnung der
Speiseröhre)
5-513.h
9
Endoskopische Operationen an den Gallengängen:
Wechsel von nicht-selbstexpandierenden Prothesen
1-641
Spiegelung der Pankreaswege entgegen der normalen
Flussrichtung
5-513.j
Endoskopische Operationen an den Gallengängen: Einlegen oder Wechsel von selbstexpandierenden Prothesen
B-1.8
Ambulante Behandlungsmöglichkeiten
Bezeichnung der Ambulanz
Stoffwechselambulanz
Angebotene Leistung
- Spezielle Diagnostik schwerer genetischer Hypercholesterinämien
und Hypertriglyceridämien
- Endokrine Funktionsuntersuchungen zur Erfassung von Regulationsstörungen des hypothalamischhypophysär-adrenalen Systems
Art der Ambulanz
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
Ermächtigungsambulanz
) 30
Bezeichnung der Ambulanz
Hämatologisch-onkologische Ambulanz
Angebotene Leistung
- Hämatologisch-Onkologische Konsiliaruntersuchungen zur Indikationsstellung für systemische Therapie
solider Tumoren und maligner hämatologischer Systemerkrankungen
- Mitbehandlung solider Tumoren und
maligner hämatologischer Systemerkrankungen bei regelmäßig erforderlicher voll- und teilstationärer
Behandlung
Art der Ambulanz
Ermächtigungsambulanz
Bezeichnung der Ambulanz
Privatambulanz des Chefarztes
Angebotene Leistung
Ambulante Diagnostik und Therapie
internistischer Erkrankungen
Art der Ambulanz
Privatambulanz
B-1.9
Ambulante Operationen nach § 115b SGB V
Rang
OPS-301
Absolute
Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
1-650
38
Dickdarmspiegelung
2
1-444
7
Entnahme einer Gewebeprobe des unteren Verdauungstraktes (z.B. des Dickdarmes) bei einer
Spiegelung
3
1-440
Entnahme einer Gewebeprobe des oberen Verdauungstrakts, der Gallengänge oder der Bauchspeicheldrüse bei einer Spiegelung
4
1-694
Spiegelung des Bauchraums und seiner Organe
5
5-452
Entfernen oder Zerstören von erkranktem Gewebe
des Dickdarmes
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 31
B-1.10
Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren
der Berufsgenossenschaft
Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein
Stationäre BG-Zulassung:
B-1.11
Nein
Apparative Ausstattung
Belastungs-EKG / Ergometrie
Computertomograph (CT) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Endoskop
Geräte der invasiven Kardiologie (z.B. Herzkatheterlabor, Ablationsgenerator,
Kardioversionsgerät, Herzschrittmacherlabor) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Geräte für Nierenersatzverfahren (Hämofiltration, Dialyse, Peritonealdialyse)
(AA14) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Röntgengerät / Durchleuchtungsgerät (z.B. C-Bogen) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Sonographiegerät / Dopplersonographiegerät
Sonstige
Argon-Hochfrequenz Chirurgiegerät
B-1.12
Personelle Ausstattung
B-1.12.1
Ärzte
Anzahl
Ärzte insgesamt (außer Belegärzte)
22,15
Davon Fachärzte
5,50
Belegärzte (nach § 121 SGB V)
0,00
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 32
Fachexpertise der Abteilung
Innere Medizin und SP Gastroenterologie
In der Klinik für Innere Medizin gibt es vier Fachärzte mit der Zusatzbezeichnung: Facharzt für Gastroenterologie.
Innere Medizin und SP Hämatologie und Onkologie
Diabetologie
Sonstige Facharztqualifikation
In der Klinik für Innere Medizin gibt es einen Facharzt mit der Zusatzbezeichnung: Facharzt für Sigmoido-Koloskopie.
Anästhesiologie
B-1.12.2
Pflegepersonal
Anzahl
Pflegekräfte insgesamt
55,50
Examinierte Pflegekräfte
54,50
Examinierte Pflegekräfte mit
Fachweiterbildung
4,00
B-1.12.3
Kommentar / Ergänzung
Stationsleitung
Meister in der Pflege
PraxisanleiterIn
Fachkrankenschwester für Rehabilitation
Spezielles therapeutisches Personal
Arzthelfer
Breast Nurse
Diätassistenten
Kinästhetikbeauftragte
Oecotrophologen
Stomatherapeuten
Wundmanager
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 33
B-2
Kardiologie und Angiologie
B-2.1
Allgemeine Angaben der Kardiologie und Angiologie
Chefarzt:
Prof. Dr. Engel (bis 31.05.2006)
Prof. Dr. Rainer Hambrecht (seit 01.06.2006)
Ansprechpartner:
OÄ Dr. Hörmann, Dr. Widjaja, Dr. Stöhr, Dr. Weber, Dr. Fiehn,
Dr. Koppitz
Klinikpflegeleitung:
Edith Panten, Fon: 0421 879-1294
Fon:
Fax:
0421 879-14301431
0421 879-1675
URL:
EMail:
www.klinikum-bremen-ldw.de
mailto:[email protected]
Einleitung
Nach Übernahme der Chefarztposition durch Prof. Rainer Hambrecht wurde die Klinik für
Kardiologie um die Fachabteilung Angiologie erweitert und nennt sich jetzt "Klinik für Kardiologie und Angiologie". Die Klinik für Kardiologie und Angiologie ist ein überregional anerkanntes Schwerpunktzentrum für die Diagnostik und Behandlung von Herz-, Kreislaufund Gefäßerkrankungen.
In Kooperation mit der am Haus angesiedelten Praxis für Kardiologie betreibt das sogenannte "Kardiologische Institut" drei Herzkatheterlabore und stellt als Herzinfarktzentrum
eine 24-Stunden-Rufbereitschaft zur Notfallbehandlung von akuten koronaren Syndromen
sicher.
In Kooperation mit der ebenfalls am Hause angesiedelten Praxis für Elektrophysiologie
können Herzrhythmusstörungen jeglicher Art diagnostisch abgeklärt und je nach Indikation konservativ, katheterablativ oder apparativ (Herzschrittmacher, automatisch implantierbarer Defibrillator) behandelt werden.
Die neu eingerichtete Fachabteilung für Angiologie betreibt ein eigenes radiologisches
Labor und verfügt über eine eigene Bettenstation. Sie betreibt die nicht-invasive und invasive Diagnostik bei Patienten mit Gefäßkrankheiten mittels Ultraschalluntersuchung sowie
Angiographie. Erkrankte Blutgefäße können mittels Dilatation, Stentimplantation oder lokaler Lysetherapie behandelt werden. In Kooperation mit der Kardiologischen Praxis werden auch Halsschlagadern dilatiert und gestentet (Carotis-Angioplastie).
Besonders hervorzuheben ist die Inbetriebnahme einer zentralen Aufnahmestation mit
"chest pain unit". Hier werden Patienten mit akuten Brustschmerzen überwacht und je
nach Ergebnis der Voruntersuchungen (EKG, Echokardiographie) kurzfristig der weiteren
Diagnostik zugeführt (Herzkatheteruntersuchung, Computertomographie). Darüber hinaus
steht der Klinik für Kardiologie und Angiologie eine eigene Intermediate-Care-Station zur
Verfügung, ebenso verfügt sie über 12 Betten auf der interdisziplinären Intensivstation.
Die Klinik für Kardiologie und Angiologie des Herzzentrums Bremen ist ein Kompetenzzentrum zur Erkennung und Behandlung, aber auch zur Vorbeugung von Herz-, Kreislaufund Gefäßerkrankungen.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 34
Als Klinik für die Akut- und Notfallversorgung des Herzzentrums Bremen bieten wir eine
umfassende ambulante und stationäre medizinische Versorgung auf höchstem Niveau.
Durch die Anwendung modernster diagnostischer und therapeutischer Verfahren der
nicht-invasiven und invasiven Kardiologie und Angiologie können wir eine optimale Patientenversorgung gewährleisten.
Unser Herzinfarktzentrum unterhält einen 24-stündigen Bereitschaftsdienst, der an allen
Tagen zur Notfallaufnahme bereit ist. Ein interventionelles Team steht damit rund um die
Uhr zur sofortigen und oftmals lebensrettenden Wiedereröffnung verschlossener Gefäße
bei frischem Herzinfarkt zur Verfügung. Darüber hinaus haben wir eine Notfallaufnahmestation zur Überwachung von Patienten mit Brustschmerzen (sog. chest-pain-unit) eingerichtet. Damit verbessern wir die Sicherheit unserer Patienten mit Infarktverdacht und
können die Infarktsterblichkeit reduzieren.
B-2.2
Versorgungsschwerpunkte der Kardiologie und Angiologie
Betreuung von Patienten vor und nach Transplantationen
Gemeinsam mit den Kollegen der THG betreuen wir Patienten vor und nach Herztransplantationen. Insbesondere werden von uns zur Verlaufskontrolle regelmäßig Rechtsherzkatheteruntersuchungen und Myokardbiopsien durchgeführt.
Diagnostik und Therapie der Hypertonie [Hochdruckkrankheit]
Sämtliche Formen der arteriellen Hochdruckerkrankung werden hier diagnostisch abgeklärt und behandelt. Bei V.a. eine endokrine Form der Hypertonie ist die notwendige
Labordiagnostik sichergestellt. Bei V.a. ein hormonproduzierenden Tumor stehen alle
bildgebenden Verfahren (Ultraschall, CT, ggf. NMR) zur Verfügung. Nierenarterienstenosen können nicht-invasiv und/oder invasiv abgeklärt und bei Bedarf hier im Hause dilatiert werden.
Diagnostik und Therapie der pulmonalen Herzkrankheit und von Krankheiten des
Lungenkreislaufes
Zur Diagnostik der pulmonalen Hypertonie und der Erkrankung des rechten Herzens
stehen sämtliche nicht-invasiven (Echokardiographie, Computertomographie) und invasiven Verfahren (Rechtsherzkatheteruntersuchung, Myokardbiopsie) zur Verfügung. Die
Rechtsherzkatheteruntersuchung ermöglicht die exakte Messung des Blutdrucks in der
Lunge und die Berechnung des pulmonalen Widerstandes. In gleicher Weise kann der
Erfolg einer medikamentösen Therapie überprüft werden. Bei Verengungen der Pulmonalklappe (Pulmonalstenose) bieten wir im Rahmen einer Katheterintervention die Klappensprengung (Ballonvalvuloplastie) an
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 35
Diagnostik und Therapie sonstiger Formen der Herzkrankheit
Wir sind ein überregionaler Schwerpunkt bei der differentialdiagnostischen Abgrenzung
koronarer und nicht-koronarer Herzerkrankung (Kardiomyopathien). Sämtliche Formen
der Kardiomyopathien können nicht-invasiv (Echokardiographie, NMR) und invasiv
(Herzkatheteruntersuchung) diagnostisch abgeklärt und behandelt werden. Bei entzündlichen Herzerkrankungen (z.B. Myokarditis) besteht die Möglichkeit zur Gewebsentnahme aus dem Herzen (Myokardbiopsie). Bei medikamentös nicht beherrschbarem
Herzversagen werden durch die Abteilung für THG Unterstützungssysteme (LVAD, BIVAD) vorgehalten. Für die Behandlung von Herzklappenerkrankungen jeglicher Art bestehen optimale diagnostische und therapeutische Verfahren hier vor Ort. Bei der
Mitralklappenstenose bieten wir alternativ zur Operation auch die BallonKlappensprengung im Rahmen einer Katheterintervention an. Bei angeborenen Herzfehlern des Erwachsenenalters führen wir den sog. Schirmchenverschluss bei Defekten
der Vorhofscheidewand durch.
Diagnostik und Therapie von endokrinen Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten (Diabetes, Schilddrüse, ..)
Im Rahmen der Abklärung von dilatativen Kardiomyopathien und tachykarden Herzrhythmusstörungen gehört obligat die Analyse der Schilddrüsenfunktion. Dies ist durch
das hauseigene Labor sichergestellt.
Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Atemwege und der Lunge
Geräte für die Lungenfunktionsanalyse und Spiroergometrie stehen im Hause zur Verfügung.
Diagnostik und Therapie von infektiösen und parasitären Krankheiten
Überregionaler Versorgungsschwerpunkt für die Diagnostik und Therapie der bakteriellen Herzinnenhauterkrankung (infektiöse Endokarditis). Mit der transoesophagealen
Echokardiograpie steht hier der "Goldstandard" in der Diagnostik der Endokarditis zur
Verfügung. Infektiöse Veränderungen sowohl an den genuinen als auch an implantierten biologischen oder Kunstklappen können mit dieser Technik frühzeitig erkannt werden. Zudem sind Komplikationen wie Segelein oder- abrisse bzw. Perforationen zuverlässig zu erkennen, ebenso wie das Übergreifen der Entzündung auf das klappentragende Gewebe (paravalvuläre Abszesse). Die konservative (antibiotische) Behandlung
erfolgt in enger Abstimmung mit der Abteilung für THG, da in den meisten Fällen ein
operativer Herzklappenersatz erforderlich wird. Bei V.a. eine infektiöse Erkrankung des
Herzmuskels (Myokarditis, inflammatorische Kardiomyopathie) besteht hier die Möglichkeit zur Gewebsentnahme aus dem Herzen (Myokardbiopsie).
Diagnostik und Therapie von ischämischen Herzkrankheiten
Die Klinik ist ein überregionaler Schwerpunkt für die Diagnostik und Therapie der koronaren Herzkrankheit. Es werden jährlich ca. 8000 Herzkatheteruntersuchungen, davon
etwa 3000 koronare Interventionen (Ballondilatation und Stentimplantation) durchgeführt. 24-Stunden-Rufbereitschaft für die Akut-Intervention bei Herzinfarkten. In Zusammenarbeit mit der im Hause tätigen Herzchirurgie werden akut schwerstkranke Patienten optimal betreut. Bei schwerem Herzversagen besteht die Möglichkeit zur Implantation einer aortalen Gegenpulsation (IABP), auch werden im Hause Herzunterstützungssysteme (LVAD und BIVAD) implantiert.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 36
Diagnostik und Therapie von Krankheiten der Arterien,
Arteriolen und Kapillaren
Überregionaler Schwerpunkt in der Diagnostik und Therapie bei akuten Erkrankungen
der Aorta. In enger Abstimmung mit der Abteilung für THG werden akute Aortensyndrome diagnostiziert (transoesophageale Echokardiographie, CT, Angiographie) und
hier vor Ort gestentet oder operiert. Durch die Einrichtung der Fachabteilung Angiologie
bestehen optimale Bedingungen zur Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit. Durch Ultraschall/Dopplerdiagnostik und Angiographie werden Verengungen
und Verschlüsse erkannt und in geeigneten Fällen simultan durch Dilatation, Stentimplantation oder lokale Lyse beseitigt. Die operative Versorgung ist durch die Abteilung für THG sichergestellt. In Kooperation mit der Kardiologischen Praxis werden verengte Halsschlagadern dilatiert und gestentet (Carotisangioplastie).
Diagnostik und Therapie von Krankheiten der Venen,
der Lymphgefäße und der Lymphknoten
Mit Ultraschall/Dopplerdiagnostik, CT und Phlebographie stehen die wichtigsten diagnostischen Maßnahmen zur Erkennung von Erkrankungen der Venen hier zur Verfügung. Bei gegebener Indikation wird bei tiefen Venenthrombosen eine Lysetherapie
durchgeführt.
Diagnostik und Therapie von zerebrovaskulären Krankheiten
Für die Erkennung von Erkrankungen der hirnzuführenden Arterien stehen Dopplersonographie, CT und Angiographie zur Verfügung. In Kooperation mit der Praxis für Kardiologie werden Verengungen der Carotisarterien dilatiert und gestentet. Die Operative
Versorgung ist durch die Abteilung für THG sichergestellt.
Intensivmedizin
Gemeinsam mit der Klinik für Innere Medizin betreuen wir zwölf Betten auf der interdisziplinären Intensivstation. Hier werden überwiegend Patienten mit akutem Herzinfarkt,
Herzversagenszuständen aller Schweregrade und unterschiedlicher Ätiologie sowie Patienten mit schwerer Lungenarterienembolie betreut. Sämtliche Verfahren des nichtinvasiven und invasiven Herz/Kreislaufmonitorings stehen zur Verfügung, ebenso sämtliche Beatmungsverfahren. Auch Notfalldialysen werden durchgeführt. Für den Fall eines medikamentös, nicht beherrschbaren Herzkreislaufversagens stehen Unterstützungssysteme (IABP, LVAD, BIVAD), die durch die Abteilung für THG implantiert werden, zur Verfügung. Mit Ausnahme der orthotopen Herztransplantation stehen somit alle
Verfahren zur Verfügung, die bei einem irreversiblen Herzversagen Anwendung finden.
Schwere Lungenarterienembolien werden bei gegebener Indikation lysiert, im Ausnahmefall besteht auch die Möglichkeit zur Operation durch die Abteilung für THG.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 37
Spezialsprechstunde
Für die spezielle Echokardiographie besteht ein überregionaler Versorgungscharakter.
Neben der konventionellen Echokardiographie wird insbesondere die transoesophageale Echokardiographie vorgehalten zur frühzeitigen Erkennung von infektiösen Herzklappenerkrankungen und deren Komplikationen, erweiterter Diagnostik bei angeborenen
oder erworbenen Herzfehlern (offenes Foramen ovale, Vorhofscheidewand- und Kammerscheidewanddefekten sowie transthorakal nicht ausreichend beurteilbaren Herzklappenfehlern). Ebenso findet diese Methode Anwendung bei der Erkennung von Aortenerkrankungen (Dissektionen). Im Rahmen der Streßechokardiographie können Blutungsdefizite des Herzmuskels erkannt werden und in Abhängigkeit davon die Indikation
zu einer koronaren Intervention (Ballondilatation) gestellt werden. Bestimmte Herzklappenfehler lassen sich durch Streßechokardiographie besser analysieren, etwa zur Frage, ob im gegenwärtigen Stadium der Erkrankung bereits eine operative Versorgung
notwendig ist.
Rhythmusstörungen
Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen VI28
Die Klinik verfügt über sämtliche apparativen Methoden zur Erkennung und Behandlung
von Herzrhythmusstörungen (EKG-Monitoring, Langzeit-EKG, Event-Recorder). Bei therapiebedürftigen bradykarden Herzrhythmusstörungen werden alle Arten von Herzschrittmachern implantiert: Einkammer-, Zweikammer- und Dreikammerschrittmachersysteme. Bei lebensbedrohlichen tachykarden Herzrhythmusstörungen erfolgt in enger
Kooperation mit der Praxis für Elektrophysiologie die Implantation von automatischen
Defibrillatoren (ICD). Auch hier stehen Einkammer-, Zweikammer- und DreikammerICD-Systeme zur Verfügung. Dreikammersysteme werden üblicherweise zur sogenannten Resynchronisationsbehandlung bei therapierefraktärer Herzinsuffizienz implantiert,
wobei in vielen Fällen eine wesentliche Verbesserung der Hämodynamik erreicht werden kann. Dabei wird die Diagnose einer Asynchronie durch eine spezielle echokardiographische Analyse gestellt.
B-2.3
Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Kardiologie
und Angiologie
Atemgymnastik
Für Patienten die gehfähig sind wird im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative
Medizin Atemgymnastik durchgeführt. Für bettlägerige Patienten kommen die Mitarbeiter des Zentrums vor Ort. Es umfasst eine große Anzahl von Übungen zur Verbesserung der Atmung. Unter Mitarbeit des Patienten und mit Hilfe spezieller, individueller Atemtechniken wird eine physiologische Atmung angestrebt. Dafür wird die Atemmuskulatur täglich trainiert, sowie die Zwerchfell-, Brust- und Flankenatmung bewusst geübt.
Darüber hinaus werden atemerleichternde Körperhaltungen / Techniken eingeübt.
Patienten mit besonders viel Bronchialsekret erlernen Übungen und Lagerungsdrainagen um das gestaute Sekret besser abhusten zu können.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 38
Beratung / Betreuung durch Sozialarbeiter
Als Ergänzung zu der medizinischen und pflegerischen Versorgung bietet der Sozialdienst den Patienten und ihren Angehörigen während ihres Krankenhausaufenthaltes
Beratung und Unterstützung an.
Er berät sie in allen sozialrechtlichen und finanziellen Fragestellungen, die in einem Zusammenhang mit der Erkrankung stehen (Haushaltshilfe, häusliche Krankenpflege,
Pflegeversicherung) und unterstützt die Patienten bei Antragstellungen und im Umgang
mit entsprechenden Behörden. Der Sozialdienst vermittelt medizinische Rehabilitationsmaßnahmen, Hauspflege, Haushaltshilfen, Heimplätze, Kurzzeitpflege und Selbsthilfegruppen.
Besondere Formen / Konzepte der Betreuung von Sterbenden
Den Bedürfnissen und Wünschen sterbender Patienten sowie deren Angehörigen wird
unter Berücksichtigung ethischer Gesichtspunkte und durchführbarer Möglichkeiten
entsprochen. Der Wunsch nach Ruhe/Abgeschiedenheit oder ungestörtem Abschiednehmen kann größtenteils durch Einzelzimmer sichergestellt werden; eine Begleitung
erfolgt auf Wunsch durch Seelsorger. Besondere Speisewünsche werden berücksichtigt. Die Abteilung Schmerzmanagement unterstützt die Kliniken in der Schmerztherapie, ebenso die Anästhesieabteilung.
Patienten können nach Bedarf auf die Palliativstation oder in das Hospiz verlegt werden. In den Abteilungen wird immer versucht eine entsprechende Atmosphäre in dem
Patientenzimmer zu gewährleisten. Dies trifft insbesondere auf die Neonatologische Intensivstation und den Kreißsaal zu. Im Bereich der Erwachsenen-Intensivstation gibt es
einen Abschiedsraum. Dieser wird auch in der Pathologie vorgehalten. Außerdem gibt
es einen Raum der Stille als Rückzugsmöglichkeit.
Bobath-Therapie
Das weltweit anerkannte krankengymnastische Pflegekonzept beinhaltet eine ganzheitliche therapeutische Behandlungspflege über 24 Stunden für Hemiplegiker (Halbseitengelähmte).
Folgende Ziele wollen wir mit dieser speziellen Behandlung erreichen:
- Verbesserung der betroffenen Seite in Koordination mit der gesunden Seite
- Hemmung der Spastizität und der abnormen Haltungs- und Bewegungsmuster
- Entwicklung der Körpersymmetrie und des Gefühles von Körpermitte
- Verhindern von Schmerzen und Kontrakturen
- Erhöhen von Selbstständigkeit und Sicherheit in alltäglichen Situationen.
Das Bobath-Konzept wird angewandt bei der Lagerung, dem Sitzen im Rollstuhl, beim
Gehen, Ankleiden und der Nahrungsaufnahme. Unter Führung des Therapeuten lernt
der Patient, seine betroffene Seite immer wieder in alltägliche Situationen einzubeziehen. Insgesamt ist eine Kooperation des gesamten Teams erforderlich, um die Ziele erreichen.
Diät- und Ernährungsberatung
Bei der Verpflegung werden die Erfordernisse, Bedürfnisse und Wünsche der Patienten
berücksichtigt. Mit Hilfe eines EDV-Systems sind alle Komponenten des Frühstücks und
Abendessens untereinander kombinierbar. Mittags können die Bestandteile von drei
Menüs frei zusammengesetzt werden, jeweils unter Berücksichtigung einer Diät, religiöser oder kultureller Aspekte. Die Diätküche berücksichtigt spezielle Anforderungen. Für
alle Patienten des Klinikums Links der Weser steht die Diätberaterin zur Verfügung.
Nachdem Probleme des Patienten bei der Nahrungsaufnahme durch das Pflegepersonal, sowie der Stationsärzte erfasst worden sind, erfolgt nach Absprache mit den Diätassistenten, eine individuelle angemessene Menüplanung.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 39
Entlassungsmanagement
Wir richten uns nach dem nationalen Expertenstandard Entlassungsmanagement.
Durch eine frühzeitige Absprache zwischen Stationsarzt, zuständiger Bereichspflegekraft und Sozialdienst als Mittler zum nächsten Versorgungsbereich lassen sich alle nötigen Informationen rechtzeitig aufeinander abstimmen. In allen Kliniken erhält der Patient einen handschriftlichen Kurzbrief oder den EDV-erstellten Arztbrief mit den jeweils
relevanten Befunden und Therapieempfehlungen. Bei Verlegungen werden ein Arztbrief
sowie ergänzende relevante Befunde in Kopie, OP-Berichte ggf. auch Röntgenbilder bei
Entlassung zur Verfügung gestellt. Pat., die in weiterbehandelnde Einrichtungen entlassen werden, erhalten einen Pflegeüberleitungsbogen. Zur Entlassung gehört über den
Sozialdienst die reibungslose Bereitstellung aller erforderlichen Hilfsmittel, wie z.B.
Krankenbett, Toilettenstuhl, Duschsitz, Infusionsständer etc. sowie die Vermittlung aller
weiteren Stellen, die für die Versorgung zu Hause notwendig sind.
Fahrradergometertraining und Laufbandtraining
Es stehen fünf hochwertige Fahrradergometer mit Pulsüberwachung zur Verfügung.
Das Laufband ist zusätzlich mit seitlichen Handlauf - Handstützen ausgestattet.
Fußreflexzonenmassage
Die Fußreflexzonenmassage wird durch das Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin angeboten.
Fußreflexzonen stehen in Verbindung zu unseren Organen und Körperteilen. Über bestimmte Reize der Füße erreichen wir eine Linderung des schmerzhaften Bereichs. Das
vegetative Nervensystem kommt wieder in Balance, zusätzlich wird ein Wärme- und
Entspannungsgefühl erzeugt.
Inhalationen
Zum Durchführen einer Inhalation stehen zwei Vorrichtungen zum Inhalieren von feuchter Wärme mit Emser Salz im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin zur
Verfügung, sofern der Patient mobil ist.
Im stationären Bereich befinden sich in jedem Zimmer 2-3 Vorrichtungen zum Inhalieren
im Zimmer, bzw. Bett.
Kinästhetik
Bei der Kinästhetik (Kinetik= Bewegung, Ästhetik= Lehre vom Schönen) geht es um
humanes und respektvolles Behandeln von kranken Menschen. Die Bewegungen, die
bei der Pflege notwendig sind, sollen möglichst schmerzlos und angenehm für den Patienten sein. Durch einfache Hilfsmittel und mit dem nötigen Know-How können Patienten leicht und schmerzlos im Bett bewegt oder gedreht werden oder in einen Stuhl gesetzt werden. Diese Methode ist nicht nur für die Patienten angenehmer, sondern auch
körperschonend für die Pflegenden.
Viele Mitarbeiter des Pflegepersonals haben einen dreitägigen Kursus in Kinästhetik
absolviert oder bereits den Auffrischungskurs genutzt, um die Erfahrungen zu vertiefen.
Massage
Bei Bedarf werden folgende Massagen durchgeführt:
- Bindegewebsmassage
- klassische Massage; es besteht die Möglichkeit, dieseTherapie sowohl im stationären
Bereich als auch im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin in Anspruch
zu nehmen.
Organisation von Rehabilitationsmaßnahmen
Der Sozialdienst vermittelt medizinische Rehabilitationsmaßnahmen in Abstimmung mit
dem ärztlichen Dienst.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 40
Physikalische Therapie
Die Physikalische Therapie umfasst ein breites Therapiespektrum.
Je nach Bedarf und auf ärztliche Verordnung stehen folgende Therapiemöglichkeiten im
Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin zur Verfügung:
Elektrotherapie:
- Ultraschall Behandlungen
- Reizstrom Behandlungen
- Interferenzstrom Behandlungen
- Mikrowellen Behandlung
- 4-Zellen Bad Behandlungen
- Stangerbad
- Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS Behandlungen)
Physiotherapie / Krankengymnastik
Physiotherapie wird im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin oder wenn
Patienten nicht mobil sind, vor Ort durchgeführt.
Es ist ein Heilverfahren durch Einsatz von passiver und aktiver Bewegung des Menschen zur Prävention, Therapie und Rehabilitation von gesundheitlichen Beschwerden
und Schädigungen, die durch Alterungsprozesse, Verletzungen und Krankheiten entstanden sind, sowie zur allgemeinen Gesundheits- und Leistungsförderung.
Physiotherapie umfasst Untersuchungen, Erstellen einer physiotherapeutischen Diagnose und eines Therapieplans, Intervention und Evaluation der Therapie.
Die Intervention kann verschiedene Therapiekonzepte beinhalten. Wesentliche Merkmale einer physiotherapeutischen Intervention sind das Erlernen eines Eigenübungsprogramms und die Anleitung zum Verhalten im Alltag.
Rückenschule / Haltungsschulung
Ziel ist das Erlernen von rückenschonenden Verhaltensweisen und die Beratung für
rückengerechte Verhaltensweisen durch die Mitarbeiter des Zentrums für Physikalische
und Rehabilitative Medizin.
Im Allgemeinen vermitteln wir:
- Erläuterung zum Aufbau und Funktion der Wirbelsäule
- Förderung des Bewusstseins über die Zusammenhänge von Schmerzen und Bewegungsverhalten
- Information über rückengerechte Verhaltensweisen
- Vermittlung von Maßnahmen zur Selbsthilfe
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 41
Schmerztherapie / -management
Die Patienten im Klinikum Links der Weser erhalten eine qualitativ hochwertige
Schmerztherapie. Ein besonderes Qualitätsmerkmal ist das Vorhandensein einer
Schmerzambulanz. Verantwortlich für die an die Patienten ausgerichtete bestmögliche
Schmerztherapie ist der behandelnde Arzt.
Ziele
- sichere und komplikationsarme Schmerztherapie
- weitestgehend Schmerzfreiheit
- Erhaltung von Lebensqualität
- Vermeidung von Folgeproblemen
- Wirtschaftlichkeit
Zur Unterstützung der medikamentösen Therapie stehen u.a. folgende Therapieangebote zur Verfügung:
- Wurzelblockade, Faccetteninfiltrationen, Infiltrationen, Elektroagulation, Elektro stimulation, TENS, Triggerinjektionen, Glycerinblockaden
- Bestrahlung und Nuklidtherapie
- Anästhesiologische Methoden (PCA-Pumpen, Periduralkatheter)
- Nichtmedikamentöse Maßnahmen (Krankengymnastik, Massage, Physikalische
Therapie, Kunsttherapie, Psychologische Interventionen)
- Akupunktur
Spezielle Angebote zur Anleitung und Beratung von
Patienten und Angehörigen
Sport für´s Herz:
Dies ist ein Angebot für Personen mit Herz-Kreislaufproblemen durch das Zentrum für
Physikalische und Rehabilitative Medizin.
In Kleingruppen von ca. fünf Personen unterstützen wir Sie, den in der Reha erreichten
Trainingsstand zu halten oder sogar noch zu verbessern.
Kursprogramm für übergewichtige Menschen: (organisiert durch die Klinik für Innere
Medizin)
Die Kurstreffen finden als geschlossene Gruppen von jeweils 10 Teilnehmern in der intensivierten Phase in zweiwöchigen Abständen statt. Danach folgen Treffen in vierwöchigen und in der Konsilidierungsphase in dreimonatigen Abständen. Die Kurse werden
von Ernährungsmedizinern, Ernährungsberatern, Psychologen und Sporttherapeuten
geleitet. Eine Qualitätskontrolle bzw. Validierung erfolgt jeweils an Ende des Kurses anhand definierten Kriterien.
Stimm- und Sprachtherapie / Logopädie
Je nach Bedarf kommt eine ausgebildete Sprach- und Stimmtherapeutin zu den Patienten.
Versorgung mit Hilfsmitteln / Orthopädietechnik
Bei Bedarf findet in Abstimmung mit dem ärztlichen- und pflegerischen Dienst, dem Sozialdienst, dem Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin, einem Sanitätshaus, dem Patienten und dessen Angehörigen, unter Berücksichtigung der häuslichen
Gegebenheiten, eine ausführliche Hilfsmittelberatung und Versorgung statt.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 42
Wundmanagement
Seit 2000 gibt es ein standardisiertes Wundmanagement. Die Fachgruppe besteht aus
einem Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Unfallchirurgie und einem Wundpflegeexpertenteam. Das Team betreut unter ärztlicher Verantwortung die Wundsprechstunde.
Zu den Aufgaben und Zielen gehören:
- Durchführung von Konsilen in der Klinik
- Beratung der Stationen beim Einsatz von Lagerungshilfsmitteln
- nachstationäre Wundversorgung
Informationsaufbereitung für die weiterversorgenden Leistungserbringer
Seit 2004 wird der Nationale Expertenstandard Dekubitus umgesetzt. Hierzu wurden
Leitlinien erstellt. Sie beinhalten eine Wundfibel, die Wunddokumentation inkl. Fotodokumentation und die zentrale Steuerung von Lagerungsmaterialen und Wundprodukten.
Das Links der Weser nimmt z.Z. an einer Studie im Bereich der Pflegeforschung und
der Produktentwicklung in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremen teil.
Zusammenarbeit mit / Kontakt zu Selbsthilfegruppen
Das ärztliche und pflegerische Personal und der Sozialdienst vermitteln, je nach Erkrankung des Patienten, den Kontakt zu Selbsthilfegruppen.
B-2.4
Nicht-medizinische Serviceangebote der Kardiologie und Angiologie
Aufenthaltsräume
Jede Station verfügt über einen Aufenthaltsraum, der von den Patienten und ihren Besuch jederzeit genutzt werden kann. Da wir ein rauchfreies Krankenhaus sind, ist dort
das Rauchen nicht gestattet. Weiterhin stehen die Cafeteria im Erdgeschoss des
Haupthauses und das Bistro in der neuen Eingangshalle für Patienten und Besucher
zur Verfügung. Der kleine Park mit See lädt zum Verweilen ein.
Besuchsdienst / "Grüne Damen"
Die Grünen Damen sind ehrenamtlich tätig und helfen unseren Patienten in persönlichen Angelegenheiten. Dazu gehören unter anderem Besorgungen am Kiosk, Begleitung bei Spaziergängen und Betreuung des Bücherservices.
Dolmetscherdienste
Sprachkundige qualifizierte Mitarbeiter des Hauses werden bei Bedarf (z.B. während
des Behandlungsprozesses) hinzugezogen ggf. offizielle Dolmetscher. Die Stationen
können sich zu diesem Zweck an das Kommunikations-Center wenden. Aufklärungsbögen sind in mehreren Sprachen verfügbar.
Im Fort- und Weiterbildungsangebot "Horizonte" werden Schulungen "Englisch für Pflegeberufe" angeboten.
Ein-Bett-Zimmer mit eigener Nasszelle
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 43
Elektrisch verstellbare Betten
Unsere modernen Betten verfügen über eine elektronische Höheneinstellung des Kopfteils und können in der gesamten Höhe individuell den Bedürfnissen des Patienten angepasst werden.
Für die Patientensicherheit gibt es beidseitige Bettgitter. Im Bereich der Erwachsenenpflege verhindern einseitige Bettgitter oftmals einen Sturz aus dem Bett, wenn der Patient speziell gelagert wird und ggf. seine Lage verändert, ohne ein evtl. damit verbundenes Risiko einschätzen zu können.
Empfangs- und Begleitdienst für Patienten und Besucher
Der Empfangsservice befindet sich im neuen Eingangsbereich. Er hilft Patienten und
Besuchern bei der Orientierung im Krankenhaus und begleitet ggf. Patienten zur Station
(Gepäcktransport/Sitzendtransport) oder unterstützt bei der Bedienung des Telefonkartenautomaten. In der administrativen Aufnahme stehen Rollstühle für die Patienten bereit. Es gibt ein neues Leitsystem vom Eingangsbereich zu allen Knotenpunkten des
Hauses, um allen Patienten und Besuchergruppen gerecht zu werden. Mit Aufzügen ist
ein rollstuhlgerechter Zugang hergestellt.
Um die Wegehäufigkeiten der Stationsmitarbeiter zu reduzieren, wurde der Patientenbegleitdienst (PBD) neu strukturiert. Der PBD steht wochentags von 7.00 bis 20.00 Uhr
zur Verfügung. Die Anforderung erfolgt über eine zentrale Rufnummer/und Pieper. Es
gibt feste Absprachen zwischen Stationen, Anästhesie und dem PBD über die zeitliche
Abfolge des Patiententransportes in den OP.
Fernsehgerät am Bett / im Zimmer
Alle Zimmer haben einen Fernseher nlos).
Auf der Wahlleistungsstation Sylt hat jeder Patient direkt am Bett einen Fernsehmonitor.
Frei wählbare Essenszusammenstellung (Komponentenwahl)
Bei der Verpflegung werden den Erfordernissen, Bedürfnissen und Wünschen der Patienten fast immer Rechnung getragen.
Durch ein computerunterstützendes Warenwirtschafts-, Versorgungs- und Organisationssystem erfolgt die individuelle Bestellung und Lieferung der Menüs.
Dank dieses Systems sind alle Speisekomponenten untereinander kombinierbar; dies
gilt für das Frühstück und Abendessen, jeweils unter Berücksichtigung einer ggf. bestehenden Diät. So ist es selbst stark eingeschränkten Patienten immer noch möglich, sich
die Mahlzeiten nach ihrem Geschmack zusammenzustellen. Für das Mittagessen stehen täglich drei Menüs zur Auswahl. Religiöse und kulturelle Aspekte werden in unserem Speiseangebot vollständig berücksichtigt. Muslime haben immer die Möglichkeit,
ein schweinefleischfreies Menü zu wählen, ebenso steht grundsätzlich eine vegetarische Ausweichmöglichkeit zur Verfügung.
Internetanschluss am Bett / im Zimmer
Auf der Wahlleistungsstation Sylt gibt es einen Internetanschluss am Bett.
Kostenlose Getränkebereitstellung (Mineralwasser)
Auf allen Stationen stehen für Patienten ausreichend kostenlose Getränke (Mineralwasser) zur Verfügung.
Rollstuhlgerechte Nasszellen
Jede Station hat eine rollstuhlgerechte Nasszelle.
Rundfunkempfang am Bett
Die Zimmer verfügen über TV/Radio-Anschluss mit Kopfhörer.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 44
Seelsorge
Unsere Seelsorger im Krankenhaus stehen den Patienten, sofern sie es wünschen,
zum Gespräch zur Verfügung (Pastoralreferentin Ulrike Ernsing im Zentralgebäude im
Sockelgeschoss Fon: (0421) 879-1602 und Frau Beate Rösel im Zentralgebäude im 5.
Stock Fon: (0421) 879-1340.
Die Seelsorgerinnen machen regelmäßig Besuche auf den Stationen. Darüber hinaus
können Kontakte jederzeit über die Pflegekräfte der Stationen hergestellt werden.
Telefon
An jedem Bett befindet sich ein Telefonapparat. Um telefonieren oder sich anrufen lassen zu können, benötigen Patienten eine Telefonkarte, die an Automaten in der Eingangshalle ausgegeben werden. Falls Sie nicht zum Automaten gehen können, wenden
Sie sich bitte an das Stationsteam. Eine ausführliche Bedienungsanleitung und Gebühreninformation zur Patiententelefonanlage finden Sie bei den Telefonkartenautomaten.
Neben dem eigenen Telefon am Bett stehen selbstverständlich öffentliche Münz- und
Kartenfernsprecher in der Eingangshalle zur Verfügung.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Handys bzw. Mobiltelefone grundsätzlich im
Krankenhaus nicht benutzt werden dürfen. Die elektromagnetischen Strahlungen können sensible medizintechnische Geräte beeinflussen und damit lebenserhaltende Apparate stören oder sogar zum Ausfall bringen.
Unterbringung Begleitperson
Im angegliederten visit:Hotel haben Begleitpersonen die Möglichkeit zu übernachten.
Wertfach / Tresor am Bett / im Zimmer
Zum Schutz von Wertsachen der Patienten informiert ein mehrsprachiges Merkblatt, wo
und wie Wertsachen deponiert werden können. Auf der Wahlleistungsstation Sylt steht
pro Patient ein Tresor zur Verfügung. Die Patientenschränke sind selbstverständlich
abschließbar.
Zwei-Bett-Zimmer mit eigener Nasszelle
Gottesdienste
Jeden Donnerstag um 17.00 Uhr und an hohen Feiertagen wird im Raum der Stille (über die Eingangshalle zu erreichen) ein Gottesdienst angeboten.
B-2.5
Fallzahlen der Kardiologie und Angiologie
Vollstationäre Fallzahl:
4955
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 45
B-2.6
Hauptdiagnosen nach ICD
Rang
ICD-10
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
I20
1154
Anfallartige Schmerzen in der Herzgegend mit
Beengungsgefühl(=Angina pectoris)
2
I21
847
Frischer Herzinfarkt
3
I48
810
Herzrhythmusstörung in den Herzvorhöfen
(=Vorhofflattern oder Vorhofflimmern)
4
I47
463
Anfallartiges Herzjagen
5
I25
281
Chronische Durchblutungsstörung des Herzens
(z.B. durch Verkalkung der Herzkrankgefäße)
6
I50
149
Herzschwäche (=Herzinsuffizienz)
7
R07
145
Hals- oder Brustschmerzen
8
I70
107
Arterienverkalkung (v.a. an den Beinen)
9
I49
91
Sonstige Herzrhythmusstörungen
10
I10
84
Bluthochdruck ohne bekannte Ursache
11
R55
82
Anfallsartige, kurz dauernde Bewusstlosigkeit
(=Ohnmacht) und Zusammensinken
12
I11
72
Herzkrankheit aufgrund von Bluthochdruck
13
I42
69
Krankheit des Herzmuskels, die mit einem
schlechteren Blutauswurf einhergeht
14
I44
66
Herzrhythmusstörung aufgrund einer Schädigung des Erregungsleitungssystems
(=Linksschenkel- oder AV-Block)
15
Z45
65
Anpassung oder Handhabung eines einsetzbaren medizinischen Gerätes
16
I65
62
Verschluss oder Verengung eines hirnversorgenden Blutgefäßes (z.B. Halsschlagader) ohne Schlaganfall
17
I35
50
Krankheit einer Herzklappe - hier Aortenklappe
– jedoch nicht als Reaktion auf eine Streptokokkeninfektion (=Nichtrheumatische Klappenkrankheit)
18
I45
49
Sonstige kardiale Erregungsleitungsstörungen
19
T82
42
Komplikationen durch Prothesen, Implantate
oder Transplantate im Herzen oder in den Gefäßen
20
Q21
29
Angeborene Fehlbildungen der Herzscheidewände (=Herzsepten)
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 46
B-2.6.1
Weitere Kompetenzdiagnosen
ICD-10
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
I34
130
Krankheit einer Herzklappe - hier Mitralklappe – jedoch
nicht als Reaktion auf eine Streptokokkeninfektion
(=Nichtrheumatische Klappenkrankheit)
I07.1
13
Rheumatische Trikuspidalklappenkrankheiten
I05
7
Rheumatische Mitralklappenkrankheiten
I06
7
Rheumatische Aortenklappenkrankheiten
Akute Entzündung des Herzbeutels
I30
I31.1
Chronische konstriktive Perikarditis (Herzbeutelentzündung)
I36.1
Insuffizienz einer Herzklappe - hier Trikuspidalklappe –
jedoch nicht als Reaktion auf eine Streptokokkeninfektion (=Nichtrheumatische Klappenkrankheit)
I08.0
Krankheiten der Mitral- und Aortenklappe, kombiniert
B-2.7
Prozeduren nach OPS
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
1-275
4440
Katheteruntersuchung des linken Herzteils
(Vorhof, Kammer) (z.B. zur Druckmessung) mit
Vorschieben des Katheters über die Pulsadern
2
8-837
3432
Eingriffe am Herzen oder an den Herzkranzgefäßen mittels Kathertertechnik mit Zugang
durch die Haut und entlang von Blutgefäßen
(z.B. Entfernung von Blutpfropfen, Einlegen
von Prothesen/Stents)
3
1-265
1402
Aufzeichnung des Kurvenbilds der elektrischen
Aktivität, die bei der Erregungsausbreitung und
-rückbildung im Herzen entsteht mittels Herzkatheter (eingeführt über Blutgefäß der Leiste)
4
1-268
782
Landkartenartige Registrierung der Herzaktionsströme mittels besonderer EKGAbleitungen
5
8-835
766
Behandlung von Herzrasen durch Zerstörung
der auslösenden Herzstrukturen über einen
Herzkatheter
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 47
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
6
1-266
493
Aufzeichnung des Kurvenbilds der elektrischen
Aktivität, die bei der Erregungsausbreitung und
-rückbildung im Herzen entsteht, ohne Katheter
7
3-052
492
Ultraschalldiagnostik des Herzens mit Zugang
durch die Speiseröhre
8
8-640
485
Externe Elektroschocktherapie des Herzrhythmus
9
8-900
380
Narkose über eine intravenöse Infusion von
Narkosemitteln
10
5-377
349
Einsetzen eines Herzschrittmachers oder eines
elektrischen Gerätes zur Beseitigung von
Kammerflimmern (=Defibrillator)
11
8-836
301
Eingriffe an Blutgefäßen mittels Kathetertechnik mit Zugang durch die Haut und entlang von
Blutgefäßen (z.B. Entfernung von Blutpfropfen,
Einlegen von Prothesen/Stents, Ballonaufdehnung)
12
1-274
250
Transseptale Linksherz-Katheteruntersuchung
13
8-930
227
Kontinuierliche elektronische Überwachung (über Bildschirm) von Atmung, Herz und Kreislauf
14
3-607
187
Röntgenkontrastdarstellung von Arterien und
deren Ästen der Beine
15
1-276
180
Angiokardiographie als selbständige Maßnahme
16
5-378
171
Entfernung, Wechsel oder Korrektur eines
Herzschrittmachers oder elektrischen Gerätes
zur Beseitigung von Kammerflimmern
(=Defibrillator)
17
3-605
164
Röntgenkontrastdarstellung von Arterien und
deren Ästen des Beckens
18
8-800
150
Transfusion von Vollblut, Konzentraten roter
Blutkörperchen oder Konzentraten von Blutgerinnungsplättchen
19
3-222
149
Computertomographie des Brustkorbs mit Kontrastmittel
20
8-931
130
Kontinuierliche elektronische Überwachung (über Bildschirm) von Atmung, Herz und Kreislauf mit Messung des zentralen Venendruckes
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 48
B-2.7.1
Weitere Kompetenzprozeduren
OPS-301
Absolute Fallzahl
1-273
112
Katheteruntersuchung des rechten Herzteils (Vorhof,
Kammer) (z.B. zur Druckmessung)
1-272
28
Kombinierte Untersuchung des linken und rechten Herzens mittels Herzkatheter
B-2.8
Umgangssprachliche Bezeichnung
Ambulante Behandlungsmöglichkeiten
Bezeichnung der Ambulanz
TEE-Ambulanz (Transösophageale
Echokardiographie)
Angebotene Leistung
In dieser Ambulanz werden Transösophageale Echokardiographien (Ultraschalluntersuchungen des Herzens
über die Speiseröhre) durchgeführt.
Art der Ambulanz
Ermächtigungsambulanz
Bezeichnung der Ambulanz
Angiologische Ambulanz
Angebotene Leistung
Es werden folgende Leistungen angeboten:
- Duplexsonograpie (alle peripheren
Gefäßregionen)
- Messung der Verschlußdrücke
- Bestimmung der Gehstrecke
- transkutaner Sauerstoffpartialdruck
(in Ruhe und mit Provokationstests)
Art der Ambulanz
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
Ambulanz
) 49
B-2.9
Ambulante Operationen nach § 115b SGB V
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
1
1-275
149
Katheteruntersuchung des linken Herzteils
(Vorhof, Kammer) (z.B. zur Druckmessung) mit
Vorschieben des Katheters über die Pulsadern
2
5-378
18
Entfernung, Wechsel oder Korrektur eines
Herzschrittmachers oder elektrischen Gerätes
zur Beseitigung von Kammerflimmern
(=Defibrillator)
3
5-377
B-2.10
Umgangssprachliche Bezeichnung
Einsetzen eines Herzschrittmachers oder eines
elektrischen Gerätes zur Beseitigung von
Kammerflimmern (=Defibrillator)
Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren
der Berufsgenossenschaft
Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein
Stationäre BG-Zulassung:
B-2.11
Nein
Apparative Ausstattung
Angiographiegerät
Belastungs-EKG / Ergometrie
Computertomograph (CT) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Geräte der invasiven Kardiologie (z.B. Herzkatheterlabor, Ablationsgenerator,
Kardioversionsgerät, Herzschrittmacherlabor) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Röntgengerät / Durchleuchtungsgerät (z.B. C-Bogen) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Sonographiegerät / Dopplersonographiegerät
Spirometrie / Lungenfunktionsprüfung
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 50
B-2.12
Personelle Ausstattung
B-2.12.1
Ärzte
Anzahl
Ärzte insgesamt (außer Belegärzte)
19,27
Davon Fachärzte
9,00
Belegärzte (nach § 121 SGB V)
0,00
Fachexpertise der Abteilung
Innere Medizin und SP Angiologie
In der Klinik für Kardiologie gibt es drei (3) Fachärzte mit der Zusatzbezeichnung: Facharzt für Angiologie.
Innere Medizin und SP Kardiologie
In der Klinik für Kardiologie gibt es acht (8) Fachärzte mit der Zusatzbezeichnung: Facharzt für Kardiologie.
B-2.12.2
Pflegepersonal
Anzahl
Pflegekräfte insgesamt
64,25
Examinierte Pflegekräfte
64,25
Examinierte Pflegekräfte mit
Fachweiterbildung
4,00
B-2.12.3
Kommentar / Ergänzung
Stationsleitung
Meister in der Pflege
PraxisanleiterIn
Fachweiterbildung Intermediate Care (IMC)
Spezielles therapeutisches Personal
Arzthelfer
Diätassistenten
Kinästhetikbeauftragte
Sozialarbeiter
Wundmanager
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 51
B-3
Kinder- und Jugendmedizin
B-3.1
Allgemeine Angaben der Kinder- und Jugendmedizin
Chefarzt:
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Bachmann
Dr. Claßen, Dr. Schacht, Dr. Körner
Klinikpflegeleitung:
Harald Kuhlmann, Fon: 0421 879-1229
Fon:
Fax:
0421 879-1443
0421 879-1590
URL:
EMail:
www.klinikum-bremen-ldw.de
mailto:[email protected]
Einleitung
Im Laufe des Jahres 2006 wurde aus dem von der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin (GNPI) anerkannten Zentrum für Frühgeborene ein Perinatalzentrum, das aufgrund der personellen und strukturellen Daten die Voraussetzungen für
ein Level I - Zentrum erfüllt. Alle Risikoneugeborenen, insbesondere solche mit vorgeburtlich bekannten Herzfehlern, kommen im Klinikum Links der Weser unter optimalen Bedingungen zur Welt.
Als besondere Verbesserung ist der Neubau der pädiatrischen interdisziplinären Intensivstation (Leitung Dr. Körner) zu nennen. Auf dieser Station werden sowohl kranke Frühund Neugeborene, als auch schwerkranke Kinder mit angeborenen Herzfehlern - konservativ und operativ behandelt - und schwerkranke Kinder, die aus anderen Gründen einer
intensiven Therapie bedürfen, unter optimalen Bedingungen behandelt. Durch neueste
Geräteausstattung, gute Arbeitsbedingungen für das Personal und Berücksichtigung der
Bedürfnisse von Kindern und Eltern sind die Bedingungen auf dieser neuen Station noch
einmal günstiger als auf der alten Station. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Wege zum Operationssaal, zum Kreißsaal und zum Herzkatheterlabor verkürzt wurden.
Abteilung für pädiatrische Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährungsmedizin
Die Abteilung für pädiatrische Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährungsmedizin
wurde im Juli 2006 eingerichtet. Diese Abteilung führt die vorher schon langfristige erfolgreiche Schwerpunktarbeit im Bereich von Magen-Darm-, Leber- und Ernährungserkrankungen im Kindes- und Jugendalter fort. Der Bereich ist von der GPGE als Zentrum im
Jahr 2006 rezertifiziert worden. Die Abteilung bildet den überregional bedeutenden
Schwerpunkt für diese Erkrankungen. Die Ambulanz für Kinder mit M. Crohn und Colitis
ulcerosa gehört zu den größten Ambulanzen im Bundesgebiet. Daneben besteht bei den
funktionellen Störungen des Gastrointestinaltraktes ein besonderer Arbeitsschwerpunkt.
Familienzentrierten Medizin
Die Klinik verfolgt seit Jahren die Prinzipien einer familienzentrierten Medizin. Die großzügige Mitaufnahme der Eltern (auf der Station und in einem separaten Elternwohnbereich),
die Öffnung aller Bereiche ohne festgelegte Besuchszeiten und die Möglichkeit für Eltern,
bei diagnostischen Maßnahmen anwesend zu sein, intensivieren den Kontakt mit Eltern
und kranken Kindern und Jugendlichen.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 52
B-3.2
Versorgungsschwerpunkte der Kinder- und Jugendmedizin
Behandlung von Harn- und Stuhlinkontinenz
Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin beschäftigt sich seit vielen Jahren
schwerpunktmäßig mit Harn- und Stuhlinkontinenz bei Kindern und Jugendlichen.
Sie ist von der Gesellschaft für Harninkontinenz als Beratungszentrum anerkannt.
Die Klinik ist außerdem Teil eines Netzwerkes von acht europäischen Kliniken, die
durch die European Bladder Dysfunction Study miteinander verbunden sind und
systematisch an der Diagnostik und Therapie von Kindern und Jugendlichen mit
Einnässen/Harninkontinenz wissenschaftlich arbeiten.
Die Betreuung erfolgt je nach Bedarf entweder vollstationär oder teilstationär in der
Tagesklinik unter Beteiligung verschiedener Berufsgruppen (multiprofessionell).
Betreuung von Patienten vor und nach Transplantation
Die Indikationsstellung und Nachbetreuung nach erfolgter Transplantation (Leber, Niere, Lunge, Herz) erfolgt in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Transplantationszentren.
Diagnostik und Therapie chromosomaler Anomalien (z.B. Ullrich-TurnerSyndrom, Klinefelter Syndrom, Prader-Willi-Syndrom, Marfan Syndrom)
Genetisch bedingte Störungen gehören zu den häufigen Fragestellungen der Pädiatrie.
Alle genetisch bedingten Erkrankungen können in Kooperation mit der Praxis für Humangenetik (PD Dr. Spranger) diagnostiziert werden und mit Hilfe der Spezialisten der
Klinik fundiert therapiert werden.
Diagnostik und Therapie spezieller Krankheitsbilder Frühgeborener und reifer
Neugeborener
Perinatalzentrum Level 1:
In enger Kooperation zwischen Pränataldiagnostikern, Geburtshelfern und Neonatologen werden Frauen mit Risikoschwangerschaften und deren Kinder vor, während und
nach der Entbindung umfassend und kompetent betreut. Bei Frühgeburtsbestrebungen
ist erste Priorität die Vermeidung der Frühgeburtlichkeit durch die Geburtshelfer. Sollte
es trotzdem zu einer Frühgeburt kommen, sind alle Voraussetzungen für eine Versorgung dieser Kinder auf höchstem Niveau gegeben.
Diagnostik und Therapie von (angeborenen) Erkrankungen der Atemwege und
der Lunge
Asthma und Neurodermitis sind Erkrankungen mit steigender Häufigkeit. Weitere typische Fragestellungen für die ein Diagnostik- und Therapiezentrum etabliert wurde sind
angeborene und erworbene Erkrankungen der Lunge und Atemwege.
Die diagnostische Abklärung erfolgt mit Hilfe des Lungenfunktions-Messplatzes (Laufband-Ergometer, flexibles Bronchoskopie für alle Altersgruppen).
Regelmäßig werden standardisierte Asthma-Schulungen durchgeführt (zertifizierter
Asthma-Trainer, Team).
Die Klinik ist zertifiziertes Mukoviszidosezentrum. Alle Diagnose- und Therapiemöglichkeiten und zusätzliche Angebote in der Physiotherapie und Ernährungsmedizin sind
möglich. Wir betreuen Patienten vom Säuglings- bis zum Erwachsenenalter und bieten
eine individuelle, an die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Patienten angepasste Versorgung an. Für besondere Verdienste in der Patientenbetreuung ist der Bereich von
der Christiane-Herzog-Stiftung mit der Bezeichnung "Christiane-Herzog-Ambulanz" geehrt worden.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 53
Diagnostik und Therapie von (angeborenen) Erkrankungen der
endokrinen Drüsen (Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Nebenniere, Diabetes)
Endokrinologische Fragestellungen wie Kleinwuchs, verzögerte Pubertät werden fundiert diagnostiziert und behandelt. In speziellen Fällen erfolgt die Betreuung in Kooperation mit der pädiatrischen Endokrinologie des Klinikums Bremen-Nord.
Diagnostik und Therapie von (angeborenen) Erkrankungen der Leber,
der Galle und des Pankreas
Alle angeborenen und erworbenen Erkrankungen der Leber und Gallenwege, z. B.
Stoffwechselstörungen mit Beteiligung der Leber (CF, Alpha1-Antitrypsinmangel, Fruktoseintoleranz etc.) sowie Gallengangsatresie, Sklerosierende Cholangitis und virale
Hepatitiden können im Rahmen der Abteilung für pädiatrische Hepatologie betreut werden. Pankreaserkrankungen gehören ebenso dazu (z. B. CF, Shwachman-Syndrom,
hereditäre Pankreatitis).
Diagnostik und Therapie von (angeborenen) Erkrankungen
des Magen-Darmtraktes
Typische Fragestellungen und Erkrankungen sind Bauchschmerzen, Erbrechen, Gedeihstörungen, Durchfall, Verstopfung, Nahrungsunverträglichkeiten. Neben Kindern
und Jugendlichen mit M. Crohn und Colitis ulcerosa werden andere angeborene oder
erworbene Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes behandelt, so z.B. Zöliakie, Nahrungsallergien, Kohlenhydratmalabsortionen. Alle modernen Diagnose- und Therapieverfahren stehen zur Verfügung, auch invasive bzw. interventionelle Verfahren.
Die Diagnostik und Behandlung von Kindern mit Erkrankungen der Ausscheidungsorgane (Verstopfung, Stuhlinkontinenz), die im Rahmen des Kontinenz-Zentrums interdisziplinär betreut werden können, stellen einen weiteren wichtigen Arbeitsschwerpunkt
des Bereiches dar. Die enge Zusammenarbeit mit dem Bereich der pädiatrischen Nephrologie bewährt sich besonders bei der Untergruppe von Patienten, die sowohl eine Urininkontinenz als auch eine Stuhlentleerungsstörung haben
Diagnostik und Therapie von (angeborenen) Gefäßerkrankungen
Die Klinik bildet einen überregionalen Schwerpunkt in Kooperation mit weiteren (Kardiologie, Angiologie, Nephrologie etc., s. B-4 Kinderkardiologie.).
Diagnostik und Therapie von (angeborenen) hämatologischen
Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen
Durchführung der Basisdiagnostik bei Verdacht auf hämatologische Erkrankungen - bei
therapiebedürftigen Erkrankungen erfolgt die Betreuung im Klinikum Bremen-Mitte.
Diagnostik und Therapie von (angeborenen) Herzerkrankungen
Überregionaler Schwerpunkt inkl. Intervention + Kardiochirurgie
Siehe B-4 Kinderkardiologie
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 54
Diagnostik und Therapie von (angeborenen) neurologischen Erkrankungen
Das Spektrum neurologischer Erkrankungen bei Kindern ist groß. Bei fast allen Erkrankungen kann eine fundierte Betreuung angeboten werden. Behandelt werden, mit Ausnahme von Tumoren, alle Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems
sowie Erkrankungen des Stoffwechsels und der Muskulatur. Dazu gehören alle Formen
der Entwicklungsstörungen, Anfallsleiden, Bewegungsstörungen, aber auch z. B. Kopfschmerzen. Zur Verfügung stehen Video-EEG, Langzeit-EEG, neurophysiologische
Testverfahren insbesondere bei objektiver Beurteilung des Sehens und Hörens, Polygraphie. Als eine der ersten Kliniken Deutschlands haben wir bereits vor Jahren mit einem Hörscreening zur Früherkennung von angeborenen Hörstörungen von gesunden
Neugeborenen begonnen. Bei Verdacht auf Entwicklungsverzögerungen oder Teilleistungsstörungen bieten wir eine neuropsychologische Untersuchung durch unsere Psychologin, Frau Faiß, an. Für Kopfschmerzpatienten wird eine Gruppenschulung angeboten.
Diagnostik und Therapie von (angeborenen) neurometabolischen / neurodegenerativen Erkrankungen
Zu der Arbeit der Neuropädiatrie gehört naturgemäß die Diagnostik und Therapie von
zugrundeliegenden Stoffwechselstörungen. Hier wird bei Bedarf mit Speziallaboratorien
in ganz Europa zusammengearbeitet.
Diagnostik und Therapie von (angeborenen) neuromuskulären Erkrankungen
Die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der neuromuskulären Funktionseinheit
gehört zu den Schwerpunkten der Neuropädiatrie. Auch hier stehen alle diagnostischen
Methoden zur Verfügung.
Diagnostik und Therapie von (angeborenen) pädiatrischen Nierenerkrankungen
In unserem überregionalen nephrologischen Zentrum werden alle Erkrankungen der
Nieren und ableitenden Harnwege wie Harnwegsinfekte, Harnabflussstörungen, Nierenentzündungen (Glomerulonephritis), akutes und chronisches Nierenversagen kompetent und umfassend behandelt. Zusätzlich zu den Standardverfahren in Diagnostik
und Therapie werden auch Möglichkeiten zur Nierenbiopsie (Probeentnahme), urodynamischen Diagnostik (Messung des Harnflusses) und Peritonealdialyse (spezielles
Reinigungsverfahren im Bauchraum) vorgehalten.
Der Bereich engagiert sich besonders bei Patienten mit Ausscheidungsstörungen und
Harninkontinenz. Ein Schulungsprogramm wurde etabliert und die Betroffenen durch ein
multidisziplinäres Team diagnostiziert, geschult und behandelt. Dieser Bereich ist Teil
des Kontinenz-Zentrums.
Diagnostik und Therapie von (angeborenen) rheumatischen Erkrankungen
Vor allem bei Überschneidungen mit den anderen Schwerpunkten (Nephrologie,
Gastroenterologie) kann eine rheumatologische Basisdiagnostik und -betreuung angeboten werden. Mit der Kinderrheumatologie im Klinikum Bremen-Mitte wird kooperiert.
Diagnostik und Therapie von (angeborenen) Stoffwechselerkrankungen
Vor allem Diagnostik und Therapie erfolgen im Rahmen des nephrologischen, gastroenterologischen, hepatologischen und neuropädiatrischen Schwerpunktes.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 55
Diagnostik und Therapie von Allergien
Allergische Manifestationen betreffen besonders die Haut, die Atemwege und den Magen-Darm-Trakt. Durch die Schwerpunktbildung der angesprochenen Organsysteme
gehören allergologische Fragestellungen zu den besonderen Arbeitsschwerpunkten der
Klinik, für die alle diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten (inkl. Allergenprovokationen und bioptische Diagnostik) angeboten werden. Neurodermitis-Schulungen
werden durch einen zertifizierten Neurodermitis-Trainer regelmäßig angeboten.
Diagnostik und Therapie von angeborenen und erworbenen Immundefekterkrankungen (einschließlich HIV und AIDS)
Durchführung der Basisdiagnostik bei Verdacht auf Immundefekte - bei seltenen Erkrankungen und HIV-Infektionen erfolgt die Betreuung im Klinikum Bremen-Mitte.
Diagnostik und Therapie von Entwicklungsstörungen im Säuglings-, Kleinkindes- und Schulalter
Im Rahmen der neuropädiatrischen Schwerpunktbildung kann ein besonderer Service
einer neuropsychologischen Testung aller Altersgruppen durch eine zertifizierte Neuropsychologin angeboten werden. In die Begutachtung der motorischen Entwicklung werden die Bobath-Physiotherapeutinnnen mit einbezogen.
Diagnostik und Therapie von onkologischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen
Erfolgt in Kooperation mit der Onkologie im Klinikum Bremen-Mitte.
Diagnostik und Therapie von psychosomatischen Störungen des Kindes
Die Erfahrungen zeigen vor allem bei Patientinnen und Patienten mit chronischen Erkrankungen, dass die chronische Erkrankung das psychische Wohlbefinden und die
Entwicklung beeinträchtigen, andererseits psychische Belastungen auch den Verlauf
der chronischen Erkrankung negativ beeinflussen können. Hier setzt die psychosomatische Medizin durch gezielte Unterstützung und Hilfen ein. Das psychosomatische Team
besteht neben den Organmedizinern, einem ärztlichen Familientherapeuten, aus Psychologen, Kunsttherapeutin, Pädagogen und Musiktherapeutin.
Diagnostik und Therapie von sonstigen angeborenen Fehlbildungen, angeborenen Störungen oder perinatal erworbenen Erkrankungen
Diagnostik und/oder konservative Therapie werden hier durchgeführt, ggf. notwendige
Operationen finden in der Regel nach konsiliarischer Absprache in der Klinik für Kinderchirurgie (Klinikum Bremen-Mitte) statt.
Neonatologische / pädiatrische Intensivmedizin
Das Konzept des Klinikums Links der Weser setzt auf Synergieeffekte in der Kinderintensivmedizin durch gemeinsame Nutzung der personellen, räumlichen und instrumentellen Ressourcen durch die Kinderkardiologie, die Neugeborenenmedizin und die allgemeine Pädiatrie (interdisziplinäre Intensivstation). Neben den angesprochenen
Schwerpunkten in der Pädiatrie und Kinderkardiologie gehören zum Versorgungsspektrum mit wenigen Ausnahmen (z. B. schwere Verbrennungen, kinderchirurgisch zu versorgende Fehlbildungen) auch alle anderen intensiv-behandlungsbedürftigen Krankheitsbilder im Kindesalter. Die im Jahr 2006 in Betrieb genommene neue interdisziplinäre Station spiegelt die Leistungsfähigkeit und die Möglichkeiten auch im äußerem Rahmen wider. Gleichwohl wird für die Patienten Spitzenmedizin realisiert und auf eine familienzentrierte Betreuung besonderen Wert gelegt.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 56
Neugeborenenscreening (Hypothyreose, Adrenogenitales Syndrom)
Entsprechend der üblichen Stoffwechselscreeningprogramme werden die notwendigen
Tests bei allen Neugeborenen durchgeführt. Seit Jahren wird zusätzlich (als Vorreiter
auf ein generelles Screening) ein Screening auf angeborene Erkrankungen des Harntraktes und in Risikofällen ein Hüftscreening durchgeführt. Ebenso bieten wir ein Hörscreening an, mit dem wir eine hohe Rate aller Neugeborenen erfassen.
Perinatale Beratung Hochrisikoschwangerer im Perinatalzentrum gemeinsam mit
Frauenärzten
Ein Neugeborenen-Notarztteam betreut rund um die Uhr eine Reihe von Geburtskliniken im niedersächsischen Umland. Der Hubschrauber-Stützpunkt am Haus trägt zur
schnellen Versorgung und Verlegung bei. Die medizinische Betreuung erfolgt ganzheitlich. Im Zentrum steht das Bemühen um die Wahrung und Förderung der Eltern-KindBeziehung von Anfang an. Zu dem Team gehören deshalb selbstverständlich auch psychologische, pädagogische, kunst- und musiktherapeutische sowie krankengymnastische Mitarbeiter. Sobald wie möglich werden Neu- und Frühgeborene aus dem intensiven Bereich in den Intermediate Care-Bereich verlegt, wo ein Rooming-In durch die Eltern für 24 Stunden am Tag möglich ist.
Spezialsprechstunde
In allen oben angeführten überregionalen Schwerpunkten, u. a.:
- Inkontinenz, Blase und Darm
- CED (chronisch entzündliche Darmerkrankungen)
- Kinder- und Jugendgynäkologie
Hier werden Mädchen aller Altersgruppen (vom Säugling bis zur heranwachsenden Jugendlichen) mit gynäkologischen Fragestellungen auf Überweisung von Kinderärzten
und Frauenärzten behandelt. Das Spektrum umfasst Diagnose und Behandlung krankhafter Befunde (z. B. Infektionen, Regeltempoanomalien, Fehlbildungen), aber auch die
Verifizierung von Normvarianten altersphysiologischer Befunde an Brust und Geschlechtsorganen (Untersuchung der Entwicklung/Reife). Bei endokrinologischen
(Stoffwechsel) Fragestellungen besteht eine enge Kooperation mit der Frauenklinik im
Hause und mit der Kinderklinik in Bremen-Nord. Die Untersuchungen werden in kindgerechter Umgebung in der kinderklinischen Ambulanz durchgeführt.
- Nierenerkrankungen
- Darmerkrankungen
- Lungenerkrankungen und Allergologie
Versorgung von Mehrlingen
Besonderer Schwerpunkt Perinatalzentrum
Auch die Versorgung von Mehrlingsschwangerschaften gehört zu den besonderen
Schwerpunkten im Perinatalzentrum, unabhängig davon, ob die Kinder am Termin oder
früher zur Welt kommen.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 57
B-3.3
Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Kinder- und
Jugendmedizin
Angehörigenbetreuung / -beratung / -seminare
Für alle chronischen Erkrankungen bieten wir Beratungen an.
Wir führen z.B. als eine der ersten Kliniken Deutschlands Gruppenschulungen von Patienten mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa durch, die zur besseren Bewältigung der
chronischen Erkrankung beitragen sollen.
Atemgymnastik
Für Patienten die gehfähig sind wird im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative
Medizin Atemgymnastik durchgeführt. Für bettlägerige Patienten kommen die Mitarbeiter des Zentrums vor Ort. Es umfasst eine große Anzahl von Übungen zur Verbesserung der Atmung. Unter Mitarbeit des Patienten und mit Hilfe spezieller, individueller Atemtechniken wird eine physiologische Atmung angestrebt. Dafür wird die Atemmuskulatur täglich trainiert, sowie die Zwerchfell-, Brust- und Flankenatmung bewusst geübt.
Darüber hinaus werden atemerleichternde Körperhaltungen / Techniken eingeübt.
Patienten mit besonders viel Bronchialsekret erlernen Übungen und Lagerungsdrainagen um das gestaute Sekret besser abhusten zu können.
Beratung / Betreuung durch Sozialarbeiter
Als Ergänzung zu der medizinischen und pflegerischen Versorgung bietet der Sozialdienst den Patienten und ihren Angehörigen während ihres Krankenhausaufenthaltes
Beratung und Unterstützung an.
Er berät sie in allen sozialrechtlichen und finanziellen Fragestellungen, die in einem Zusammenhang mit der Erkrankung stehen (Haushaltshilfe, häusliche Krankenpflege,
Pflegeversicherung) und unterstützt die Patienten bei Antragstellungen und im Umgang
mit entsprechenden Behörden. Der Sozialdienst vermittelt medizinische Rehabilitationsmaßnahmen, Hauspflege, Haushaltshilfen, Heimplätze, Kurzzeitpflege und Selbsthilfegruppen.
Besondere Formen / Konzepte der Betreuung von Sterbenden
Den Bedürfnissen und Wünschen sterbender Patienten sowie deren Angehörigen wird
unter Berücksichtigung ethischer Gesichtspunkte und durchführbarer Möglichkeiten
entsprochen. Der Wunsch nach Ruhe/Abgeschiedenheit oder ungestörtem Abschiednehmen kann größtenteils durch Einzelzimmer sichergestellt werden; eine Begleitung
erfolgt auf Wunsch durch Seelsorger. Besondere Speisewünsche werden berücksichtigt. Die Abteilung Schmerzmanagement unterstützt die Kliniken in der Schmerztherapie, ebenso die Anästhesieabteilung.
Patienten können nach Bedarf auf die Palliativstation oder in das Hospiz verlegt werden. In den Abteilungen wird immer versucht eine entsprechende Atmosphäre in dem
Patientenzimmer zu gewährleisten. Dies trifft insbesondere auf die Neonatologische Intensivstation und den Kreißsaal zu. Außerdem gibt es einen Raum der Stille als Rückzugsmöglichkeit.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 58
Bobath-Therapie
Das weltweit anerkannte krankengymnastische Pflegekonzept beinhaltet eine ganzheitliche therapeutische Behandlungspflege über 24 Stunden für Hemiplegiker (Halbseitengelähmte).
Folgende Ziele wollen wir mit dieser speziellen Behandlung erreichen:
- Verbesserung der hemiplegischen Seite in Koordination mit der gesunden Seite
- Hemmung der Spastizität und der abnormen Haltungs- und Bewegungsmuster
- Entwicklung der Körpersymmetrie und des Gefühles von Körpermitte
- Verhindern von Schmerzen und Kontrakturen
- Erhöhen von Selbstständigkeit und Sicherheit in alltäglichen Situationen.
Das Bobath-Konzept wird angewandt bei der Lagerung, dem Sitzen im Rollstuhl, beim
Gehen, Ankleiden und der Nahrungsaufnahme. Unter Führung des Therapeuten lernt
der Patient, seine betroffene Seite immer wieder in alltägliche Situationen einzubeziehen. Insgesamt ist eine Kooperation des gesamten Teams erforderlich, um die Ziele erreichen.
Diabetiker-Schulung
Für Diabetiker Kinder gibt es spezielle Diabetisschulungen.
Diät- und Ernährungsberatung
Bei der Verpflegung werden die Erfordernisse, Bedürfnisse und Wünsche der Patienten
berücksichtigt. Mit Hilfe eines EDV-Systems sind alle Komponenten des Frühstücks und
Abendessens untereinander kombinierbar. Mittags können die Bestandteile von drei
Menüs (für Kinder gesonderter Speiseplan) frei zusammengesetzt werden, jeweils unter
Berücksichtigung einer Diät, religiöser oder kultureller Aspekte. Die Diätküche berücksichtigt spezielle Anforderungen. Für alle Patienten des Klinikums Links der Weser steht
die Diätberaterin zur Verfügung. Nachdem Probleme des Patienten bei der Nahrungsaufnahme durch das Pflegepersonal, sowie der Stationsärzte erfasst worden sind, erfolgt nach Absprache mit den Diätassistenten, eine individuelle angemessene Menüplanung.
Entlassungsmanagement
Wir richten uns nach dem nationalen Expertenstandard Entlassungsmanagement.
Durch eine frühzeitige Absprache zwischen Stationsarzt, zuständiger Bereichspflegekraft und Sozialdienst als Mittler zum nächsten Versorgungsbereich lassen sich alle nötigen Informationen rechtzeitig aufeinander abstimmen. In allen Kliniken erhält der Patient einen handschriftlichen Kurzbrief oder den EDV-erstellten Arztbrief mit den jeweils
relevanten Befunden und Therapieempfehlungen. Bei Verlegungen werden ein Arztbrief
sowie ergänzende relevante Befunde in Kopie, OP-Berichte ggf. auch Röntgenbilder bei
Entlassung zur Verfügung gestellt. Pat., die in weiterbehandelnde Einrichtungen entlassen werden, erhalten einen Pflegeüberleitungsbogen. Zur Entlassung gehört über den
Sozialdienst die reibungslose Bereitstellung aller erforderlichen Hilfsmittel, wie z.B.
Krankenbett, Toilettenstuhl, Duschsitz, Infusionsständer etc. sowie die Vermittlung aller
weiteren Stellen, die für die Versorgung zu Hause notwendig sind.
Fahrradergometertraining und Laufbandtraining
Es stehen fünf hochwertige Fahrradergometer mit Pulsüberwachung zur Verfügung.
Das Laufband ist zusätzlich mit seitlichen Handlauf - Handstützen ausgestattet.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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Fallmanagement / Case Management / Primary Nursing / Bezugspflege
Auf die Stationen der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin findet soviel wie möglich Bezugspflege statt. Dies bedeutet dass eine Pflegeperson über einen längeren Zeitraum
konstant die Pflege ein oder mehrerer Patienten, je nach Pflegeintensität, übernimmt
und die gesamte Verantwortung trägt, auch für die administrativen Aufgaben der Pflege,
sowie die ihr zugeteilten Pflegeschüler. Durch diese Bezugspflege ist eine gute Pflegeplanung und guter Informationsfluss gewährleistet. Es fördert den Kontakt mit dem Patienten, die Pflege orientiert sich direkt an den Bedürfnissen der Patienten.
Inhalationen
Zum Durchführen einer Inhalation stehen zwei Vorrichtungen zum Inhalieren von feuchter Wärme mit Emser Salz im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin zur
Verfügung, sofern der Patient mobil ist.
Im stationären Bereich befinden sich in jedem Zimmer 2-3 Vorrichtungen zum Inhalieren
im Zimmer, bzw. am Bett.
Kontinenztraining / Inkontinenzberatung
Funktionelle Störungen der Ausscheidungsorgane Blase und Darm (Einnässen, Verstopfung, Stuhlinkontinenz) werden in enger Kooperation der Spezialisten für Nephrologie und Gastroenterologie diagnostiziert (Uroflowmetrie, Urodynamik, Rectomanometrie) und sowohl medikamentös als auch mit den Methoden des Biofeedbacktrainings
behandelt. Blasenschulungen werden ambulant, tagesklinisch und stationär durch ein
multidisziplinäres Team unter Führung von Urotherapeutinnen angeboten.
Die Klinik ist als "Kontinenz-Zentrum der Deutschen Kontinenz Gesellschaft" zertifiziert.
Die Kontinenzschulung im Kindes- und Jugendalter (KGKS) hat ihren juristischen Sitz
im LdW. Adresse: KGKS e.V., Klinikum Links der Weser, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Senator-Weßling-Str-1, 28277 Bremen.
Kunsttherapie
Seit längerer Zeit bietet das Klinikum Links der Weser Kunsttherapie an. Besonders in
den Kliniken für Kinder- und Jugendmedizin und der Klinik für Geburtshilfe. Traumatisierten Patienten fällt es leichter, sich im Bild auszudrücken als mit Worten. Die Stunden in der Kunsttherapie entspannen. Kunst kann lehren, sich selbst besser zu akzeptieren und mit Widersprüchlichem zu Recht zu finden. Kunst kann lehren, seinem eigenen Ausdruck wieder zu vertrauen und zu sich selbst zu finden.
Massage
Das Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin bietet verschiedene Massagen an, für die Personen die Ruhe und Entspannung suchen, sowie zur Vorbeugung
oder Linderung von Beschwerden.
Zum Beispiel:
- Bindegewebsmassage
- Klassische Massage; es besteht die Möglichkeit diese Therapie sowohl im stationären
Bereich als auch im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin in Anspruch
zu nehmen.
Musiknachmittage
Musiktherapie
Mütterliche Stimmübertragung in der Kinderklinik bei frühgeborenen Kindern.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 60
Pädagogisches Leistungsangebot
Schulische und pädagogische Betreuung im Spielzimmer.
Physikalische Therapie
Die Physikalische Therapie umfasst ein breites Therapiespektrum.
Je nach Bedarf und auf ärztliche Verordnung stehen folgende Therapiemöglichkeiten im
Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin zur Verfügung:
Elektrotherapie:
- Ultraschall Behandlungen
- Reizstrom Behandlungen
- Interferenzstrom Behandlungen
- Mikrowellen Behandlung
- 4-Zellen Bad Behandlungen
- Stangerbad
- Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS Behandlungen)
Physiotherapie / Krankengymnastik
Physiotherapie wird im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin oder wenn
Patienten nicht mobil sind, vor Ort durchgeführt.
Es ist ein Heilverfahren durch Einsatz von passiver und aktiver Bewegung des Menschen zur Prävention, Therapie und Rehabilitation von gesundheitlichen Beschwerden
und Schädigungen, die durch Alterungsprozesse, Verletzungen und Krankheiten entstanden sind, sowie zur allgemeinen Gesundheits- und Leistungsförderung.
Physiotherapie umfasst Untersuchungen, Erstellen einer physiotherapeutischen Diagnose und eines Therapieplans, Intervention und Evaluation der Therapie.
Die Intervention kann verschiedene Therapiekonzepte beinhalten.
Wesentliche Merkmale einer physiotherapeutischen Intervention sind das Erlernen eines Eigenübungsprogramms und die Anleitung zum Verhalten im Alltag.
Zusätzlich wird eine mobile Physiotherapie bei Patienten mit Mukoviszidose zu Hause
angeboten.
Präventive Leistungsangebote / Präventionskurse
Elternschule Prävention im Perinatalzentrum.
Psychologisches / psychotherapeutisches Leistungsangebot / Psychosozialdienst
Für alle Patienten der Stationen der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin steht eine
Psychologin zur Verfügung.
Rückenschule / Haltungsschulung
Ziel ist das Erlernen von rückenschonenden Verhaltensweisen und die Beratung für
rückengerechte Verhaltensweisen durch die Mitarbeiter des Zentrums für Physikalische
und Rehabilitative Medizin.
Im Allgemeinen vermitteln wir:
- Erläuterung von Aufbau und Funktion der Wirbelsäule
- Förderung des Bewusstseins über die Zusammenhänge von Schmerzen und Bewegungsverhalten
- Information über rückengerechte Verhaltensweisen
- Vermittlung von Maßnahmen zur Selbsthilfe
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 61
Säuglingspflegekurse
Hier wird über sinnvolle Anschaffungen, Körperpflege, verschiedene Wickelmethoden,
das Stillen und die Ernährung im ersten Lebensjahr, sowie über viele andere wichtige
Themen gesprochen. Unsere Kurse werden von erfahrenen Kinderkrankenschwestern
geleitet.
Schmerztherapie / -management
Die Patienten im Klinikum Links der Weser erhalten eine qualitativ hochwertige
Schmerztherapie. Ein besonderes Qualitätsmerkmal ist das Vorhandensein einer
Schmerzambulanz. Verantwortlich für die an die Patienten ausgerichtete bestmögliche
Schmerztherapie ist der behandelnde Arzt.
Ziele
- sichere und komplikationsarme Schmerztherapie
- weitestgehend Schmerzfreiheit
- Erhaltung von Lebensqualität
- Vermeidung von Folgeproblemen
- Wirtschaftlichkeit
Zur Unterstützung der medikamentösen Therapie stehen u.a. folgende Therapieangebote zur Verfügung:
- Wurzelblockade, Faccetteninfiltrationen, Infiltrationen, Elektroagulation, Elektro stimulation, TENS, Triggerinjektionen, Glycerinblockaden
- Bestrahlung und Nuklidtherapie
- Anästhesiologische Methoden (PCA-Pumpen, Periduralkatheter)
- Nichtmedikamentöse Maßnahmen (Krankengymnastik, Massage, Physikalische
Therapie, Kunsttherapie, Psychologische Interventionen)
- Akupunktur
Spezielle Angebote zur Anleitung und Beratung von Patienten und Angehörigen
Es werden Patienten- und Angehörigenschulungen zu folgenden Krankheitsbildern angeboten:
- CED-Schulungen (chronisch entzündliche Darmerkrankungen)
- Kontinenz-Schulung
- Asthma
- Neurodermitis
- Kopfschmerzen
Spezielle Entspannungstherapie
Stillberatung
Stomatherapie und -beratung
Die Stomatherapie und -beratung findet in Kooperation mit der Klinik für Allgemein- und
Unfallchirurgie statt.
Versorgung mit Hilfsmitteln / Orthopädietechnik
Bei Bedarf findet in Abstimmung mit dem ärztlichen- und pflegerischen Dienst, dem Sozialdienst, das Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin, einem Sanitätshaus, dem Patienten und dessen Angehörigen, unter Berücksichtigung der häuslichen
Gegebenheiten, eine ausführliche Hilfsmittelberatung und Versorgung statt.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 62
Wärme- u. Kälteanwendungen
Hierfür stehen im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin eine Fangoanlage und mehrere Heißluftgeräte zur Verfügung. Mit Hilfe der Wärmebehandlung werden Schmerzlinderung und Durchblutungs- bzw. Stoffwechselsteigerung bewirkt. Das
Ziel ist eine Muskelentspannung und die Verbesserung der Elastizität der Bindegewebsstrukturen.
Kälte beeinflusst ebenfalls die Muskelspannung. Bei einem kurzzeitigen Kältereiz erhöht
sich der Spannungszustand der Muskulatur. Bei einer längeren Anwendung von Kälte
ist auch ein positiver Einfluss auf eine krankhaft erhöhte Muskelspannung möglich. Es
können Verkrampfungen gelockert werden, da die Muskelaktivität sinkt, zudem wirkt eine Eisanwendung entzündungshemmend.
Folgende Wärme- und Kälteanwendungen werden durchgeführt:
- Heißluft Anwendungen
- Fangopackungen
- Rotlicht Anwendungen
- Eis Anwendungen
Wundmanagement
Seit 2000 gibt es ein standardisiertes Wundmanagement. Die Fachgruppe besteht aus
einem Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Unfallchirurgie und einem Wundpflegeexpertenteam. Das Team betreut unter ärztlicher Verantwortung die Wundsprechstunde.
Zu den Aufgaben und Zielen gehören:
- Durchführung von Konsilen in der Klinik
- Beratung der Stationen beim Einsatz von Lagerungshilfsmitteln
- nachstationäre Wundversorgung
- Informationsaufbereitung für die weiterversorgenden Leistungserbringer
Seit 2004 wird der Nationale Expertenstandard Dekubitus umgesetzt. Hierzu wurden
Leitlinien erstellt. Sie beinhalten eine Wundfibel, die Wunddokumentation inkl. Fotodokumentation und die zentrale Steuerung von Lagerungsmaterialen und Wundprodukten.
Das Links der Weser nimmt z.Z. an einer Studie im Bereich der Pflegeforschung und
der Produktentwicklung in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremen teil.
Zusammenarbeit mit / Kontakt zu Selbsthilfegruppen
Eine Zusammenarbeit besteht z.B. mit Selbsthilfegruppen zu den Themen:
- Cystische Fibrose (CF, in Deutschland oft Mukoviszidose genannt, ist eine der häufigsten Erbkrankheiten. Sie beschreibt eine Funktionsstörung lebenswichtiger Drüsen
und verursacht bereits im Kindesalter schwere Krankheitserscheinungen. Besonders
betroffen ist die Lunge, deren Bronchien von abnormem zähem Schleim besiedelt ist)
- CED (chronisch entzündliche Darmerkrankungen),
- Zöliakie (eine durch Getreideeiweiß ausgelöste Dünndarmerkrankung, hier werden
z.B. Tipps für die glutenfreie Ernährung ausgetauscht)
- Selbsthilfegruppen für Eltern von Frühgeborenen
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 63
B-3.4
Nicht-medizinische Serviceangebote der Kinder- und Jugendmedizin
Aufenthaltsräume
Jede Station verfügt über einen Aufenthaltsraum, der von den Patienten und ihren Besuch jederzeit genutzt werden kann. Da wir ein rauchfreies Krankenhaus sind, ist dort
das Rauchen nicht gestattet. Weiterhin stehen die Cafeteria im Erdgeschoss des
Haupthauses und das Bistro in der neuen Eingangshalle für Patienten und Besucher
zur Verfügung. Der kleine Park mit See lädt zum Verweilen ein.
Balkon / Terrasse
Zum Teil haben die Kinderzimmer einen Balkon.
Besuchsdienst / "Grüne Damen"
Die Grünen Damen sind ehrenamtlich tätig und helfen unseren Patienten in persönlichen Angelegenheiten. Dazu gehören unter anderem Besorgungen am Kiosk, Begleitung bei Spaziergängen und Betreuung des Bücherservices, des Spielzimmers und Elternschule.
Dolmetscherdienste
Sprachkundige qualifizierte Mitarbeiter des Hauses werden bei Bedarf (z.B. während
des Behandlungsprozesses) hinzugezogen ggf. offizielle Dolmetscher. Die Stationen
können sich zu diesem Zweck an das Kommunikations-Center wenden. Aufklärungsbögen sind in mehreren Sprachen verfügbar.
Im Fort- und Weiterbildungsangebot "Horizonte" werden Schulungen "Englisch für Pflegeberufe" angeboten.
Ein-Bett-Zimmer mit eigener Nasszelle
Zum Teil.
Elektrisch verstellbare Betten
Für unsere erwachsenen Patienten auf den Stationen in der Kinderklinik haben wir elektrisch verstellbare Betten. Die Betten verfügen über eine elektronische Höheneinstellung des Kopfteils und können in der gesamten Höhe individuell den Bedürfnissen der
Patienten angepasst werden.
Für die Patientensicherheit gibt es beidseitige Bettgitter. Im Bereich der Erwachsenenpflege verhindern einseitige Bettgitter oftmals einen Sturz aus dem Bett, wenn der Patient speziell gelagert wird und ggf. seine Lage verändert, ohne ein evtl. damit verbundenes Risiko einschätzen zu können.
Empfangs- und Begleitdienst für Patienten und Besucher
Der Empfangsservice befindet sich im neuen Eingangsbereich. Er hilft Patienten und
Besuchern bei der Orientierung im Krankenhaus und begleitet ggf. Patienten zur Station
(Gepäcktransport/Sitzendtransport) oder unterstützt bei der Bedienung des Telefonkartenautomaten. In der administrativen Aufnahme stehen Rollstühle für die Patienten bereit. Es gibt ein neues Leitsystem vom Eingangsbereich zu allen Knotenpunkten des
Hauses, um allen Patienten und Besuchergruppen gerecht zu werden. Mit Aufzügen ist
ein rollstuhlgerechter Zugang hergestellt.
Um die Wegehäufigkeiten der Stationsmitarbeiter zu reduzieren, wurde der Patientenbegleitdienst (PBD) neu strukturiert. Der PBD steht wochentags von 7.00 bis 20.00 Uhr
zur Verfügung. Die Anforderung erfolgt über eine zentrale Rufnummer/und Pieper. Es
gibt feste Absprachen zwischen Stationen, Anästhesie und dem PBD über die zeitliche
Abfolge des Patiententransportes in den OP.
Fernsehgerät am Bett / im Zimmer
Fernsehraum
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 64
Frei wählbare Essenszusammenstellung (Komponentenwahl)
Bei der Verpflegung werden den Erfordernissen, Bedürfnissen und Wünschen der Patienten fast immer Rechnung getragen.
Durch ein computerunterstützendes Warenwirtschafts-, Versorgungs- und Organisationssystem erfolgt die individuelle Bestellung und Lieferung der Menüs.
Dank dieses Systems sind alle Speisekomponenten untereinander kombinierbar; dies
gilt für das Frühstück und Abendessen, jeweils unter Berücksichtigung einer ggf. bestehenden Diät. So ist es selbst stark eingeschränkten Patienten immer noch möglich, sich
die Mahlzeiten nach ihrem Geschmack zusammenzustellen. Für das Mittagessen stehen täglich drei Menüs zur Auswahl (die Kinderklinik hat einen gesonderten Speiseplan). Religiöse und kulturelle Aspekte werden in unserem Speiseangebot vollständig
berücksichtigt. Muslime haben immer die Möglichkeit, ein schweinefleischfreies Menü
zu wählen, ebenso steht grundsätzlich eine vegetarische Ausweichmöglichkeit zur Verfügung.
Gottesdienste
Jeden Donnerstag um 17.00 Uhr und an hohen Feiertagen wird im Raum der Stille (über die Eingangshalle zu erreichen) ein Gottesdienst angeboten.
Kostenlose Getränkebereitstellung (Mineralwasser)
Auf allen Stationen stehen für Patienten ausreichend kostenlose Getränke (Mineralwasser) zur Verfügung.
Kühlschrank
Ein Kühlschrank für die Eltern befindet sich in der vorhandenen Elternküche.
Mutter-Kind-Zimmer
Abhängig vom Alter und Erkrankung des Kindes kann ein Elternteil beim Kind oder in
einem separaten Zimmer übernachten.
Außerdem haben die Begleitpersonen die Möglichkeit im angegliederten visit:Hotel zu
übernachten.
Rollstuhlgerechte Nasszellen
Auf der Station befindet sich eine behindertengerechte Nasszelle.
Rooming-In
Die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Kind wird in unserem Haus von Anfang an unterstützt: Im Rahmen unseres Konzeptes der integrativen Wochenbettpflege bieten wir
24 Stunden-Rooming-In an. Das bedeutet, dass Sie die Möglichkeit haben, Ihr Baby
rund um die Uhr bei sich zu behalten und in Ihrem Zimmer zu versorgen. Hierfür stehen
Ihnen in jedem Zimmer voll ausgestattete Wickeleinheiten zur Verfügung und spezielle
Babybettchen ermöglichen viel Nähe zwischen Ihnen und Ihrem Baby. Unser kompetentes Personal steht Ihnen bei der Betreuung Ihres Kindes auf Wunsch mit Rat und Tat
zur Seite und leitet Sie in der Babypflege gerne an.
Seelsorge
Unsere Seelsorger im Krankenhaus stehen den Patienten, sofern sie es wünschen,
zum Gespräch zur Verfügung (Pastoralreferentin Ulrike Ernsing im Zentralgebäude im
Sockelgeschoss Fon: (0421) 879-1602 und Frau Beate Rösel im Zentralgebäude im 5.
Stock Fon: (0421) 879-1340.
Die Seelsorgerinnen machen regelmäßig Besuche auf den Stationen. Darüber hinaus
können Kontakte jederzeit über die Pflegekräfte der Stationen hergestellt werden.
Jeden Donnerstag und an hohen Feiertagen wird im Raum der Stille (über die Eingangshalle zu erreichen) ein Gottesdienst angeboten.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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Spielplatz
Spielzimmer/Kindergarten
Das Spielzimmer befindet sich auf der Station 22 in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.
Die Einrichtung kann von ambulanten, tages- und stationär aufgenommenen Kindern im
Klinikum Links der Weser besucht werden. Unter Anleitung unseres pädagogisch ausgebildeten Personals können die Kinder gemeinsam mit den Eltern und Geschwistern
jeweils von montags bis freitags von 9.00 bis 11.30 Uhr und von 14.00 bis 16.30 Uhr
spielen, basteln, malen, modellieren, lesen etc.
Am Wochenende findet die Betreuung durch ehrenamtliche Mitarbeiter statt.
Teeküche für Patienten
Auf der Station befindet sich für Eltern und Angehörige eine Teeküche.
Telefon
Auf Wunsch und mit Genehmigung der Eltern können ältere Kinder ein Telefon bekommen.
Unterbringung Begleitperson
Abhängig vom Alter und Erkrankung des Kindes kann ein Elternteil beim Kind übernachten.
Außerdem haben Begleitpersonen die Möglichkeit im angegliederten visit:Hotel zu übernachten.
Wertfach / Tresor am Bett / im Zimmer
Zum Schutz von Wertsachen der Patienten informiert ein Merkblatt, wo und wie Wertsachen deponiert werden können. Die Patientenschränke sind selbstverständlich abschließbar.
Zwei-Bett-Zimmer
Zwei-Bett-Zimmer mit eigener Nasszelle
zum Teil
B-3.5
Fallzahlen der Kinder- und Jugendmedizin
Vollstationäre Fallzahl:
1824
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 66
B-3.6
Hauptdiagnosen nach ICD
Rang
ICD-10
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
A09
122
Durchfall oder Magendarmentzündung, vermutlich infektiösen Ursprungs
2
S06
118
Verletzungen innerhalb des Schädels (v.a. Gehirnerschütterung)
3
R10
83
Bauch- oder Beckenschmerzen
4
J35
80
Chronische Krankheiten der Gaumen- oder
Rachenmandeln
5
J18
67
Lungenentzündung durch unbekannten Erreger
6
J20
60
Akute Entzündung der Bronchien
7
A08
59
Virusbedingte oder sonstige näher bezeichnete
Darminfektionen
8
J06
50
Akute Infektionen an mehreren oder nicht näher bezeichneten Stellen der oberen Atemwege (z.B. Kehlkopf-Rachenentzündung)
9
N10
50
Akute Entzündung im Bindegewebe der Nieren
und an den Nierenkanälchen; Nierenbeckenentzündung
10
J45
38
Bronchialasthma
11
K59
37
Sonstige Darmfunktionsstörungen (Verstopfung, Durchfallserkrankungen)
12
S52
37
Knochenbruch des Unterarmes
13
G40
31
Anfallsleiden (=Epilepsie)
14
K35
31
Akute Blinddarmentzündung
15
K90
29
Störungen der Nährstoffaufnahme im Darm (Intestinale Malabsorption)
16
K50
28
chronisch entzündliche segmentale Erkrankung
des Magen-Darm-Traktes =(Morbus Crohn)
17
N39
27
Sonstige Krankheiten des Harnsystems (z.B.
Harnwegsinfektion, unfreiwilliger Harnverlust)
18
E84
24
Erbliche Stoffwechselkrankheit mit Störung der
Absonderung bestimmter Körperflüssigkeiten
wie Schweiß oder Schleim (Zystische Fibrose,
Mukoviszidose)
19
R56
24
Krämpfe (v.a. Fieberkrämpfe)
20
S00
24
Oberflächliche Verletzung des Kopfes
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 67
B-3.6.1
Weitere Kompetenzdiagnosen
ICD-10
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
K52
41
Magen-Darm Entzündungen ohne infektiöse Ursache (z.
B. Nahrungsallergie)
F83
33
Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörungen
K21
27
Krankheit der Speiseröhre durch Rückfluss von Magensaft (=Refluxkrankheit)
K29
23
Schleimhautentzündung des Magens bzw. des Zwölffingerdarms
E44
18
Energie- und Eiweißmangelernährung mäßigen und
leichten Grades
G82
17
Vollständige bzw. unvollständige Lähmung der Beine
oder Arme (Paraparese und Paraplegie, Tetraparese
und Tetraplegie)
F45
15
Seelische Störung, die sich in körperlichen Beschwerden
niederschlägt
L20
14
Milchschorf bzw. Neurodermitis (Atopisches, endogenes
Ekzem)
G80
13
Infantile Zerebralparese (Lähmungen, vom Gehirn ausgehend)
E41
12
Schwerer ernährungsbedingter Protein- und Energiemangel (Alimentärer Marasmus)
N13
12
Krankheit mit Harnverhalt oder Harnrücklauf in den Harnleiter
E45
11
Entwicklungsverzögerung durch Energie- und Eiweißmangelernährung
I15
10
Bluthochdruck verursacht durch eine andere Erkrankung
E88
10
Sonstige Stoffwechselstörungen
H90
10
Hörverlust durch Schallleitungs- oder Schallempfindungsstörung
G43
10
Migräne (=anfallsweise, sich periodisch wiederholende,
meist halbseitige Kopfschmerzen)
N18
9
Chronische Einschränkung bis Versagen der Nierenfunktion (=Niereninsuffizienz)
N20
9
Nieren- oder Harnleitersteine
Q99
7
Sonstige Chromosomenanomalien
Q62.0
7
Angeborene Hydronephrose (Harntransportstörung)
E83
7
Störungen des Mineralstoffwechsels
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 68
ICD-10
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
N31
7
Nerven-Muskelstörung der Harnblasefunktion
E34.3
6
Kleinwuchs
K71
6
Leberkrankheit durch Giftstoffe (Toxische Leberkrankheit)
N12
Tubulointerstitielle Nephritis, nicht als akut oder chronisch bezeichnet
K86
Sonstige Krankheiten der Bauchspeicheldrüse
E73
Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker (Laktoseintoleranz)
Gutartige Neubildung des Dickdarms, nicht näher bezeichnet
D12.6
K80
Gallensteinleiden
N17
Akutes Nierenversagen
B-3.7
Prozeduren nach OPS
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
1-207
361
Aufzeichnung der Gehirnströme (EEG)
2
8-900
131
Narkose über eine intravenöse Infusion von
Narkosemitteln
3
8-930
92
Kontinuierliche elektronische Überwachung (über Bildschirm) von Atmung, Herz und Kreislauf
4
1-632
82
Spiegelung der Speiseröhre, des Magens und
des Zwölffingerdarmes
5
1-440
78
Entnahme einer Gewebeprobe des oberen
Verdauungstrakts, der Gallengänge oder der
Bauchspeicheldrüse bei einer Spiegelung
6
1-710
71
Messung des Atemwegswiderstands und des
funktionellen Residualvolumens in einer luftdichten Kabine
7
5-984
58
Mikrochirurgische Technik
8
5-285
52
operative Entfernung der Gaumenmandel (Polypen) ohne Entfernung der Rachenmandel
9
1-316
44
Säuremessung der Speiseröhre
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 69
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
10
5-281
43
Operative Mandelentfernung ohne Entfernung
von Wucherungen der Rachenmandel
(=Polypen)
11
5-790
38
Geschlossene Einrichtung und operative Versorgung eines Knochenbruches mit Hilfe von
Knochenstabilisierungsmaterial
12
1-444
35
Entnahme einer Gewebeprobe des unteren
Verdauungstraktes (z.B. des Dickdarmes) bei
einer Spiegelung
13
1-204
34
Untersuchung des Hirnwasserräume
(=Liquorsystem)
14
5-470
34
Blinddarmentfernung
15
1-650
33
Dickdarmspiegelung
16
5-985
32
Lasertechnik
17
8-831
32
Legen, Wechsel oder Entfernung eines Katheters in Venen, die direkt zum Herzen führen
18
8-561
30
Funktionsorientierte physikalische Therapie
19
1-712
27
Messung der körperlichen Leistung, des Atemzeitvolumens und der Sauerstoffaufnahme/Kohlendioxid-Abgabe (=Spiroergometrie)
20
5-289
23
Andere Operationen an Gaumen- und Rachenmandeln
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 70
B-3.7.1
Weitere Kompetenzprozeduren
OPS-301
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1-208
21
Testung der Nervenfunktion durch verschiedene Reize
1-334
20
Untersuchung von Harntransport und Harnentleerung
8-015
13
Ernährungstherapie über den Darmtrakt als medizinische
Hauptbehandlung
1-620
12
Spiegelung der Luftröhre und der Bronchien
1-205
12
Registrierung der bioelektrischen Aktivität der Muskulatur
8-701
11
Einfache Einführung einer kurzes Schlauches (=Tubus)
in die Luftröhre zur Offenhaltung der Atemwege
8-121
10
Darmspülung (z.B. bei starker Verstopfung)
8-122
Desinvagination (Beseitigung einer Darmeinstülpung)
8-100
Fremdkörperentfernung durch Endoskopie
1-654
Spiegelung des Mastdarmes
1-317
Säuremessung des Magens/der Speiseröhre
1-315
Anorektale Manometrie (Funktionsprüfung des Schließmuskels)
8-706
Anlegen einer Maske zur maschinellen Beatmung
1-651
Spiegelung des S-förmigen Abschnitts des Dickdarms
8-714
Spezialverfahren zur maschinellen Beatmung bei schwerem Atemversagen
B-3.8
Ambulante Behandlungsmöglichkeiten
Bezeichnung der Ambulanz
Notfallambulanz
Angebotene Leistung
Hier findet die übliche Notfallversorgung statt.
Art der Ambulanz
Ambulanz
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 71
Bezeichnung der Ambulanz
Kindernephrologie
(Prof. Dr. Bachmann)
Angebotene Leistung
Alle Erkrankungen von Nieren, Blase
und Harntrakt: z.B. Nierenfehlbildungen, Harnwegsinfekte, Diagnostik
und Therapie von Harntransportstörungen, Nierenentzündungen, Blasenfunktionsstörungen, Harninkontinenz, Bluthochdruck (Beratung, Sonographie, Schulung, Uroflowmetrie).
Art der Ambulanz
Ermächtigungsambulanz
Bezeichnung der Ambulanz
Kindergastroenterologie,
Hepatologie und Ernährung
(Dr. M. Claßen)
Angebotene Leistung
Diagnostik und Therapie bei allen Erkrankungen des Magens und des
Darms wie Bauchschmerzen, Erbrechen, Nahrungsunverträglichkeiten,
Lebererkrankungen, Gedeihstörungen, Ernährungsmedizin (Sonographie und Dopplersonographie bei Erkrankungen des Magen-DarmTraktes und der Leber. Beratung, Sonographie incl. Farbdoppler, Atemteste, Ernährungsberatung, Lungenfunktion, allergologische Testverfahren).
Außerdem gibt es eine Spezialambulanz für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.
Art der Ambulanz
Ermächtigungsambulanz
Bezeichnung der Ambulanz
Spezialambulanz: ChristianeHerzog-Ambulanz für Mukoviszidose.
Angebotene Leistung
Diagnostik und Therapie bei Mukoviszidose (Cystischer Fibrose).
Art der Ambulanz
Ambulanz
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 72
Bezeichnung der Ambulanz
Kinderpneumologie, Allergologie
(OA M. Schacht)
Angebotene Leistung
Diagnostik und Therapie bei Erkrankungen der Atmungsorgane, Asthma,
allergisch bedingten Erkrankungen,
Neurodermitis (Lungenfunktion, allergologische Testverfahren, Schulungen)
Art der Ambulanz
Ermächtigungsambulanz
Bezeichnung der Ambulanz
Kinder- und Jugendgynäkologie
(Dr. Kerstin Porrath)
Angebotene Leistung
Diagnostik und Therapie bei angeborenen Fehlbildungen, Störungen der
Pubertätsentwicklung, Anomalien der
Regelblutungen (Beratung, Sonographie) sowie Beratung zu Empfängnisverhütung für Teenager.
Art der Ambulanz
Ermächtigungsambulanz
B-3.9
Ambulante Operationen nach § 115b SGB V
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
5-640
15
Operationen am Präputium
2
5-787
7
Entfernung von Knochenstabilisierungsmaterial
3
5-624
Orchidopexie
4
5-530
Verschluss von Eingeweidebrüchen
(=Hernien), die im Leistenbereich austreten
5
5-285
operative Entfernung der Gaumenmandel (Polypen) ohne Entfernung der Rachenmandel
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 73
B-3.10
Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der Berufsgenossenschaft
Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein
Stationäre BG-Zulassung:
B-3.11
Nein
Apparative Ausstattung
Uroflow / Blasendruckmessung
Spirometrie / Lungenfunktionsprüfung
Sonographiegerät / Dopplersonographiegerät
Endoskop
Gastroskopie, Bronchoskopie
Elektromyographie (EMG) / Gerät zur Bestimmung der Nervenleitgeschwindigkeit
Elektroenzephalographiegerät (EEG)
Computertomograph (CT) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Röntgengerät / Durchleuchtungsgerät (z.B. C-Bogen) (24h-Notfallverfügbarkeit)
B-3.12
Personelle Ausstattung
B-3.12.1
Ärzte
Anzahl
Ärzte insgesamt
(außer Belegärzte)
14,23
Davon Fachärzte
7,00
Kommentar / Ergänzung
1 Fachärztin Anästhesie
Belegärzte
(nach § 121 SGB V)
0,00
Fachexpertise der Abteilung
Anästhesiologie
Es gibt eine Fachärztin für Anästhesie
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 74
Familientherapeut
Es gibt einen Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit der Zusatzbezeichnung:
Familientherapeut
Kinder- und Jugendmedizin
Es gibt acht Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin
Kinder- und Jugendmedizin, SP Neuropädiatrie
Es gibt einen Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit Schwerpunkt Neuropädiatrie
Kinder-Gastroenterologie
Es gibt zwei Fachärzte mit der Zusatzweiterbildung für Kinder-Gastroenterologie
Kinder-Pneumologie
Es gibt einen Facharzt mit der Zusatzweiterbildung für Kinder-Pneumologie
B-3.12.2
Pflegepersonal
Anzahl
Pflegekräfte insgesamt
34,11
Examinierte Pflegekräfte
30,11
Examinierte Pflegekräfte mit
Fachweiterbildung
3,25
B-3.12.3
Kommentar / Ergänzung
Stationsleitung
Meister in der Pflege
Praxisanleiter
Spezielles therapeutisches Personal
Arzthelfer
Diätassistenten
Erzieher
Kinästhetikbeauftragte
Kunsttherapeuten
Laktationsberaterin/Stillberaterin
Musiktherapeuten
Oecotrophologen
Physiotherapeuten
Psychologen
Sozialarbeiter
Sozialpädagogen
Urotherapeuten
Urotherapeuten
Wundmanager
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 75
B-4
Kinderkardiologie und Angeborene Herzfehler
B-4.1
Allgemeine Angaben der Kinderkardiologie und Angeborene
Herzfehler
Chefarzt:
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Bachmann
Dr. Nürnberg, Leitender Arzt
Klinikpflegeleitung:
Harald Kuhlmann, Fon: 0421 879-1229
Fon:
Fax:
0421 879-1311
0421 879-1497
URL:
EMail:
http://www.klinikum-bremen-ldw.de/
mailto:[email protected]
Einleitung
In unserer Abteilung für Angeborene Herzfehler / Kinderkardiologie, die in die Klinik für
Kinder- und Jugendmedizin integriert ist, betreuen wir Patienten mit angeborenen Herzfehlern - vom Neugeborenen bis ins hohe Erwachsenenalter. Außerdem behandeln wir
Patienten, die im Kindesalter eine Erkrankung des Herzens erworben haben, die sich
auch auf andere Organsysteme auswirkt.
Zur operativen Korrektur angeborener Herzfehler sowohl im Kindes- als auch im Erwachsenenalter begeben sich unsere Patienten in die Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie; das perioperative Management erfolgt in enger Kooperation mit der Abteilung für
Anästhesie und Notfallmedizin.
Intermediate Care für Angeborene Herzfehler/Kinderkardiologie (Station 22)
Dieser Bereich, mit einer zentralen Monitoring-Anlage zur Blutdruck-, Sauerstoffsättigungs- und Rhythmusüberwachung ist für pädiatrische Patienten aller Alterstufen mit
Herz-/Kreislauferkrankungen gedacht. Zusätzlich werden hier Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern (EMAH) versorgt. Der Bereich umfasst alle konservativen Behandlungsmöglichkeiten bei Herzinsuffizienz und vor allem Herzrhythmusstörungen. Es werden alle
Patienten vor/nach Herzkatheteruntersuchungen, elektrophysiologischen Untersuchungen
einschließlich Ablationen, Herzoperationen mit und ohne Herzlungenmaschine und Herzschrittmacherimplantationen (transvenöse und epikardiale Systeme) betreut. Auch invasive Untersuchungen werden in Sedierung durchgeführt (z. B. transösophageale Echokardiographie, Kardioversion). Große, helle Zimmer mit Bad bieten auch den Eltern Platz.
Intensivstation (Station 25/1)
Intensivmedizinisch betreuen wir unsere Patienten auf der im November 2006 neu in Betrieb genommenem interdisziplinären Intensivstation der Kinderklinik. Hier behandeln und
überwachen wir neben den typischen neonatologischen Krankheitsbildern insbesondere
herzkranke Patienten. Die herzoperierten Kinder werden direkt aus dem OP übernommen. Es stehen alle modernen Monitoring- und Überwachungsmöglichkeiten sowie unterschiedliche Beatmungsformen einschließlich NO (Stickoxid) zur Verfügung. Bestimmte
Notfallinterventionen bei herzkranken Neugeborenen können unter echokardiographischer
Kontrolle direkt auf Station durchgeführt werden (Ballonatrioseptostomie nach Rashkind).
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 76
Ambulanz
Im Rahmen einer kassenärztlichen Ermächtigungsambulanz bieten wir eine Sprechstunde
für Neugeborene, Säuglinge, Kinder und Jugendliche mit angeborenen und erworbenen
Krankheiten des Herzens und des Kreislaufs an. Auch Erwachsene mit angeborenen
Herzfehlern, insbesondere nach Korrektur im Kindesalter, können hier betreut werden.
Die Arbeit mit dieser wachsenden Patientengruppe, deren medizinische Versorgung weltweit noch wenig strukturiert ist, stellt einen besonderen Schwerpunkt unserer Abteilung
dar. Wir kooperieren hierbei mit dem Kompetenznetz für Angeborene Herzfehler.
Herzkatheterlabor
Im Februar 2004 haben wir ein neues, hochmodernes Herzkatheterlabor mit biplaner
Röntgenanlage in Betrieb genommen. Hier können wir sowohl diagnostische als auch interventionelle Herzkatheteruntersuchungen bei Patienten aller Altersstufen mit angeborenem Herzfehler durchführen. Die Ausstattung des Labors erlaubt gleichzeitig elektrophysiologische Untersuchungen und Ablationstherapie, die Dr. Joachim Hebe von der Elektrophysiologie Bremen durchführt. So können erstmalig invasive Rhythmusdiagnostik und therapie mit hämodynamischer Diagnostik und Interventionsmöglichkeit während nur einer
Untersuchung angeboten werden.
B-4.2
Versorgungsschwerpunkte der Kinderkardiologie
und angeborene Herzfehler
Chirurgie der angeborenen Herzfehler
Angeborene Herzfehler werden in enger Zusammenarbeit mit der Thorax-, Herz- und
Gefäßchirurgie (Prof. Hammel), der Kinderintensivmedizin (Dr. M. Körner) und der Kardioanästhesie (Prof Dr. Tonner) versorgt. Wir bieten das gesamte OP-Spektrum der pädiatrischen Herzchirurgie an (Ausnahme: Unifokalisation bei Pulmonalatresie und Herztransplantation). Trotz bisher noch kleinen Fallzahlen sind unsere Ergebnisse auch im
Vergleich zu großen nationalen und internationalen Zentren ausgezeichnet. Die kleine
Fallzahl schafft die Möglichkeit, auf jedes herzkranke Kind sehr individuell einzugehen
Diagnostik und Therapie von (angeborenen) Gefäßerkrankungen
Nicht-invasive und invasive Diagnostik sowie Therapie aller angeborenen Herz- und
Gefäßerkrankungen, unabhängig vom Alter
Diagnostik und Therapie von (angeborenen) Herzerkrankungen
Nicht-invasive und invasive Diagnostik sowie Therapie aller angeborenen Herz- und
Gefäßerkrankungen, unabhängig vom Alter
Betreuung von Patienten vor und nach Transplantation
Die Betreuung der Patienten findet vor und nach Transplantationen in der Kinderkardiologische Ambulanz statt.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 77
B-4.3
Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Kinderkardiologie
und angeborene Herzfehler
Atemgymnastik
Für Patienten die gehfähig sind wird im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative
Medizin Atemgymnastik durchgeführt. Für bettlägerige Patienten kommen die Mitarbeiter des Zentrums vor Ort. Es umfasst eine große Anzahl von Übungen zur Verbesserung der Atmung. Unter Mitarbeit des Patienten und mit Hilfe spezieller, individueller Atemtechniken wird eine physiologische Atmung angestrebt. Dafür wird die Atemmuskulatur täglich trainiert, sowie die Zwerchfell-, Brust- und Flankenatmung bewusst geübt.
Darüber hinaus werden atemerleichternde Körperhaltungen / Techniken eingeübt.
Patienten mit besonders viel Bronchialsekret erlernen Übungen und Lagerungsdrainagen um das gestaute Sekret besser abhusten zu können.
Beratung / Betreuung durch Sozialarbeiter
Als Ergänzung zu der medizinischen und pflegerischen Versorgung bietet der Sozialdienst den Patienten und ihren Angehörigen während ihres Krankenhausaufenthaltes
Beratung und Unterstützung an.
Er berät sie in allen sozialrechtlichen und finanziellen Fragestellungen, die in einem Zusammenhang mit der Erkrankung stehen (Haushaltshilfe, häusliche Krankenpflege,
Pflegeversicherung) und unterstützt die Patienten bei Antragstellungen und im Umgang
mit entsprechenden Behörden. Der Sozialdienst vermittelt medizinische Rehabilitationsmaßnahmen, Hauspflege, Haushaltshilfen, Heimplätze, Kurzzeitpflege und Selbsthilfegruppen.
Besondere Formen / Konzepte der Betreuung von Sterbenden
Den Bedürfnissen und Wünschen sterbender Patienten sowie deren Angehörigen wird
unter Berücksichtigung ethischer Gesichtspunkte und durchführbarer Möglichkeiten
entsprochen. Der Wunsch nach Ruhe/Abgeschiedenheit oder ungestörtem Abschiednehmen kann größtenteils durch Einzelzimmer sichergestellt werden; eine Begleitung
erfolgt auf Wunsch durch Seelsorger. Besondere Speisewünsche werden berücksichtigt. Die Abteilung Schmerzmanagement unterstützt die Kliniken in der Schmerztherapie, ebenso die Anästhesieabteilung.
Patienten können nach Bedarf auf die Palliativstation oder in das Hospiz verlegt werden. In den Abteilungen wird immer versucht eine entsprechende Atmosphäre in dem
Patientenzimmer zu gewährleisten. Dies trifft insbesondere auf die Neonatologische Intensivstation und den Kreißsaal zu. Im Bereich der Erwachsenen-Intensivstation gibt es
einen Abschiedsraum. Dieser wird auch in der Pathologie vorgehalten. Außerdem gibt
es einen Raum der Stille als Rückzugsmöglichkeit.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 78
Bobath-Therapie
Das weltweit anerkannte krankengymnastische Pflegekonzept beinhaltet eine ganzheitliche therapeutische Behandlungspflege über 24 Stunden für Hemiplegiker (Halbseitengelähmte).
Folgende Ziele wollen wir mit dieser speziellen Behandlung erreichen:
- Verbesserung der hemiplegischen Seite in Koordination mit der gesunden Seite
- Hemmung der Spastizität und der abnormen Haltungs- und Bewegungsmuster
- Entwicklung der Körpersymmetrie und des Gefühles von Körpermitte
- Verhindern von Schmerzen und Kontrakturen
- Erhöhen von Selbstständigkeit und Sicherheit in alltäglichen Situationen.
Das Bobath-Konzept wird angewandt bei der Lagerung, dem Sitzen im Rollstuhl, beim
Gehen, Ankleiden und der Nahrungsaufnahme. Unter Führung des Therapeuten lernt
der Patient, seine betroffene Seite immer wieder in alltägliche Situationen einzubeziehen. Insgesamt ist eine Kooperation des gesamten Teams erforderlich, um die Ziele erreichen.
Diät- und Ernährungsberatung
Bei der Verpflegung werden die Erfordernisse, Bedürfnisse und Wünsche der Patienten
berücksichtigt. Mit Hilfe eines EDV-Systems sind alle Komponenten des Frühstücks und
Abendessens untereinander kombinierbar. Mittags können die Bestandteile von drei
Menüs (für Kinder gesonderter Speiseplan) frei zusammengesetzt werden, jeweils unter
Berücksichtigung einer Diät, religiöser oder kultureller Aspekte. Die Diätküche berücksichtigt spezielle Anforderungen. Für alle Patienten des Klinikums Links der Weser steht
die Diätberaterin zur Verfügung. Nachdem Probleme des Patienten bei der Nahrungsaufnahme durch das Pflegepersonal, sowie der Stationsärzte erfasst worden sind, erfolgt nach Absprache mit den Diätassistenten, eine individuelle angemessene Menüplanung. In der Kinderklinik werden im Rahmen des gastroenterologischen Schwerpunktes
Kinder mit Ernährungsproblemen, Untergewicht und Gedeihstörung durch eine spezielle
Arbeitsgruppe untersucht und behandelt.
Entlassungsmanagement
Wir richten uns nach dem nationalen Expertenstandard Entlassungsmanagement.
Durch eine frühzeitige Absprache zwischen Stationsarzt, zuständiger Bereichspflegekraft und Sozialdienst als Mittler zum nächsten Versorgungsbereich lassen sich alle nötigen Informationen rechtzeitig aufeinander abstimmen. In allen Kliniken erhält der Patient einen handschriftlichen Kurzbrief oder den EDV-erstellten Arztbrief mit den jeweils
relevanten Befunden und Therapieempfehlungen. Bei Verlegungen werden ein Arztbrief
sowie ergänzende relevante Befunde in Kopie, OP-Berichte ggf. auch Röntgenbilder bei
Entlassung zur Verfügung gestellt. Pat., die in weiterbehandelnde Einrichtungen entlassen werden, erhalten einen Pflegeüberleitungsbogen. Zur Entlassung gehört über den
Sozialdienst die reibungslose Bereitstellung aller erforderlichen Hilfsmittel, wie z.B.
Krankenbett, Toilettenstuhl, Duschsitz, Infusionsständer etc. sowie die Vermittlung aller
weiteren Stellen, die für die Versorgung zu Hause notwendig sind.
Inhalationen
Zum Durchführen einer Inhalation stehen zwei Vorrichtungen zum Inhalieren von feuchter Wärme mit Emser Salz im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin zur
Verfügung, sofern der Patient mobil ist.
Im stationären Bereich befinden sich in jedem Zimmer 2-3 Vorrichtungen zum Inhalieren
im Zimmer, bzw. am Bett.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 79
Kunsttherapie
Seit längerer Zeit bietet das Klinikum Links der Weser Kunsttherapie an. Besonders in
den Kliniken für Kinder- und Jugendmedizin und der Klinik für Geburtshilfe. Traumatisierten Patienten fällt es leichter, sich im Bild auszudrücken als mit Worten. Die Stunden in der Kunsttherapie entspannen. Kunst kann lehren, sich selbst besser zu akzeptieren und mit Widersprüchlichem zu Recht zu finden. Kunst kann lehren, seinem eigenen Ausdruck wieder zu vertrauen und zu sich selbst zu finden.
Physikalische Therapie
Die Physikalische Therapie umfasst ein breites Therapiespektrum.
Je nach Bedarf und auf ärztliche Verordnung stehen folgende Therapiemöglichkeiten im
Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin zur Verfügung:
Elektrotherapie:
- Ultraschall Behandlungen
- Reizstrom Behandlungen
- Interferenzstrom Behandlungen
- Mikrowellen Behandlung
- 4-Zellen Bad Behandlungen
- Stangerbad
- Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS Behandlungen)
Physiotherapie / Krankengymnastik
Physiotherapie wird im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin oder wenn
Patienten nicht mobil sind, vor Ort durchgeführt.
Es ist ein Heilverfahren durch Einsatz von passiver und aktiver Bewegung des Menschen zur Prävention, Therapie und Rehabilitation von gesundheitlichen Beschwerden
und Schädigungen, die durch Alterungsprozesse, Verletzungen und Krankheiten entstanden sind, sowie zur allgemeinen Gesundheits- und Leistungsförderung.
Physiotherapie umfasst Untersuchungen, Erstellen einer physiotherapeutischen Diagnose und eines Therapieplans, Intervention und Evaluation der Therapie.
Die Intervention kann verschiedene Therapiekonzepte beinhalten.
Wesentliche Merkmale einer physiotherapeutischen Intervention sind das Erlernen eines Eigenübungsprogramms und die Anleitung zum Verhalten im Alltag.
Schmerztherapie / -management
Die Patienten im Klinikum Links der Weser erhalten eine qualitativ hochwertige
Schmerztherapie. Ein besonderes Qualitätsmerkmal ist das Vorhandensein einer
Schmerzambulanz. Verantwortlich für die an die Patienten ausgerichtete bestmögliche
Schmerztherapie ist der behandelnde Arzt.
Ziele
- sichere und komplikationsarme Schmerztherapie
- weitestgehend Schmerzfreiheit
- Erhaltung von Lebensqualität
- Vermeidung von Folgeproblemen
- Wirtschaftlichkeit
Zur Unterstützung der medikamentösen Therapie stehen u.a. folgende Therapieangebote zur Verfügung:
- Wurzelblockade, Faccetteninfiltrationen, Infiltrationen, Elektroagulation, Elektrostimulation, TENS, Triggerinjektionen, Glycerinblockaden
- Bestrahlung und Nuklidtherapie
- Anästhesiologische Methoden (PCA-Pumpen, Periduralkatheter)
- Nichtmedikamentöse Maßnahmen (Krankengymnastik, Massage, Physikalische
Therapie, Kunsttherapie, Psychologische Interventionen)
- Akupunktur
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 80
Spezielle Angebote zur Anleitung und Beratung von Patienten und Angehörigen
Sport für´s Herz:
Dies ist ein Angebot für Personen mit Herz-Kreislaufproblemen.
In Kleingruppen von ca. fünf Personen unterstützen wir Sie im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin, den in der Reha erreichten Trainingsstand zu halten
oder sogar noch zu verbessern.
Versorgung mit Hilfsmitteln / Orthopädietechnik
Bei Bedarf findet in Abstimmung mit dem ärztlichen- und pflegerischen Dienst, dem Sozialdienst, das Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin, einem Sanitätshaus, dem Patienten und dessen Angehörigen, unter Berücksichtigung der häuslichen
Gegebenheiten, eine ausführliche Hilfsmittelberatung und Versorgung statt.
Wundmanagement
Seit 2000 gibt es ein standardisiertes Wundmanagement. Die Fachgruppe besteht aus
einem Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Unfallchirurgie und ein Wundpflegeexpertenteam. Das Team betreut unter ärztlicher Verantwortung die Wundsprechstunde. Zu
den Aufgaben und Zielen gehören:
- Durchführung von Konsilen in der Klinik
- Beratung der Stationen beim Einsatz von Lagerungshilfsmitteln
- nachstationäre Wundversorgung
- Informationsaufbereitung für die weiterversorgenden Leistungserbringer
Seit 2004 wird der Nationale Expertenstandard Dekubitus umgesetzt. Hierzu wurden
Leitlinien erstellt. Sie beinhalten eine Wundfibel, die Wunddokumentation inkl. Fotodokumentation und die zentrale Steuerung von Lagerungsmaterialen und Wundprodukten.
Das Links der Weser nimmt z.Z. an einer Studie im Bereich der Pflegeforschung und
der Produktentwicklung in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremen teil.
Zusammenarbeit mit / Kontakt zu Selbsthilfegruppen
Das ärztliche und pflegerische Personal und der Sozialdienst vermitteln, je nach Erkrankung des Patienten, den Kontakt zu Selbsthilfegruppen.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 81
B-4.4
Nicht-medizinische Serviceangebote der Kinderkardiologie
und angeborene Herzfehler
Aufenthaltsräume
Jede Station verfügt über einen Aufenthaltsraum, der von den Patienten und ihren Besuch jederzeit genutzt werden kann. Da wir ein rauchfreies Krankenhaus sind, ist dort
das Rauchen nicht gestattet. Weiterhin stehen die Cafeteria im Erdgeschoss des
Haupthauses und das Bistro in der neuen Eingangshalle für Patienten und Besucher
zur Verfügung. Der kleine Park mit See lädt zum Verweilen ein.
Besuchsdienst / "Grüne Damen"
Die Grünen Damen sind ehrenamtlich tätig und helfen unseren Patienten in persönlichen Angelegenheiten. Dazu gehören unter anderem Besorgungen am Kiosk, Begleitung bei Spaziergängen und Betreuung des Bücherservices, des Spielzimmers und Elternschule.
Dolmetscherdienste
Sprachkundige qualifizierte Mitarbeiter des Hauses werden bei Bedarf (z.B. während
des Behandlungsprozesses) hinzugezogen ggf. offizielle Dolmetscher. Die Stationen
können sich zu diesem Zweck an das Kommunikations-Center wenden. Aufklärungsbögen sind in mehreren Sprachen verfügbar.
Im Fort- und Weiterbildungsangebot "Horizonte" werden Schulungen "Englisch für Pflegeberufe" angeboten.
Empfangs- und Begleitdienst für Patienten und Besucher
Der Empfangsservice befindet sich im neuen Eingangsbereich. Er hilft Patienten und
Besuchern bei der Orientierung im Krankenhaus und begleitet ggf. Patienten zur Station
(Gepäcktransport/Sitzendtransport) oder unterstützt bei der Bedienung des Telefonkartenautomaten. In der administrativen Aufnahme stehen Rollstühle für die Patienten bereit. Es gibt ein neues Leitsystem vom Eingangsbereich zu allen Knotenpunkten des
Hauses, um allen Patienten und Besuchergruppen gerecht zu werden. Mit Aufzügen ist
ein rollstuhlgerechter Zugang hergestellt.
Um die Wegehäufigkeiten der Stationsmitarbeiter zu reduzieren, wurde der Patientenbegleitdienst (PBD) neu strukturiert. Der PBD steht wochentags von 7.00 bis 20.00 Uhr
zur Verfügung. Die Anforderung erfolgt über eine zentrale Rufnummer/und Pieper. Es
gibt feste Absprachen zwischen Stationen, Anästhesie und dem PBD über die zeitliche
Abfolge des Patiententransportes in den OP.
Frei wählbare Essenszusammenstellung (Komponentenwahl)
Bei der Verpflegung werden den Erfordernissen, Bedürfnissen und Wünschen der Patienten fast immer Rechnung getragen.
Durch ein computerunterstützendes Warenwirtschafts-, Versorgungs- und Organisationssystem erfolgt die individuelle Bestellung und Lieferung der Menüs.
Dank dieses Systems sind alle Speisekomponenten untereinander kombinierbar; dies
gilt für das Frühstück und Abendessen, jeweils unter Berücksichtigung einer ggf. bestehenden Diät. So ist es selbst stark eingeschränkten Patienten immer noch möglich, sich
die Mahlzeiten nach ihrem Geschmack zusammenzustellen. Für das Mittagessen stehen täglich drei Menüs zur Auswahl (die Kinderklinik hat einen gesonderten Speiseplan). Religiöse und kulturelle Aspekte werden in unserem Speiseangebot vollständig
berücksichtigt. Muslime haben immer die Möglichkeit, ein schweinefleischfreies Menü
zu wählen, ebenso steht grundsätzlich eine vegetarische Ausweichmöglichkeit zur Verfügung.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 82
Kostenlose Getränkebereitstellung (Mineralwasser)
Auf allen Stationen stehen für Patienten ausreichend kostenlose Getränke (Mineralwasser) zur Verfügung.
Mutter-Kind-Zimmer
Die Klinik verfolgt seit Jahren die Prinzipien einer familienzentrierten Medizin. Die großzügige Mitaufnahme der Eltern (auf der Station und in einem separaten Elternwohnbereich), die Öffnung aller Bereiche ohne festgelegte Besuchszeiten und die Möglichkeit
für Eltern, bei diagnostischen Maßnahmen anwesend zu sein, intensivieren den Kontakt
mit Eltern und kranken Kindern und Jugendlichen.
Rollstuhlgerechte Nasszellen
Auf jeder Station befindet sich eine Nasszelle.
Seelsorge
Unsere Seelsorger im Krankenhaus stehen den Patienten, sofern sie es wünschen,
zum Gespräch zur Verfügung (Pastoralreferentin Ulrike Ernsing im Zentralgebäude im
Sockelgeschoss Fon: (0421) 879-1602 und Frau Beate Rösel im Zentralgebäude im 5.
Stock Fon: (0421) 879-1340.
Die Seelsorgerinnen machen regelmäßig Besuche auf den Stationen. Darüber hinaus
können Kontakte jederzeit über die Pflegekräfte der Stationen hergestellt werden.
Teeküche für Patienten
Auf der Station befindet sich eine Teeküche für die Angehörige.
Unterbringung Begleitperson
Abhängig vom Alter und Erkrankung des Kindes kann ein Elternteil beim Kind übernachten.
Außerdem haben Begleitpersonen die Möglichkeit im angegliederten visit:Hotel zu übernachten.
Wertfach / Tresor am Bett / im Zimmer
Zum Schutz von Wertsachen der Patienten informiert ein mehrsprachiges Merkblatt, wo
und wie Wertsachen deponiert werden können. Auf der Wahlleistungsstation Sylt steht
pro Patient ein Tresor zur Verfügung. Die Patientenschränke sind selbstverständlich
abschließbar.
Gottesdienste
Jeden Donnerstag um 17.00 Uhr und an hohen Feiertagen wird im Raum der Stille (über die Eingangshalle zu erreichen) ein Gottesdienst angeboten.
B-4.5
Fallzahlen der Kinderkardiologie und angeborene Herzfehler
Vollstationäre Fallzahl:
500
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 83
B-4.6
Hauptdiagnosen nach ICD
Rang
ICD-10
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
I47
147
Anfallartiges Herzjagen
2
I45
43
Sonstige kardiale Erregungsleitungsstörungen
3
Q21
31
Angeborene Fehlbildungen der Herzscheidewände (=Herzsepten)
4
Q25
24
Angeborene Fehlbildungen der großen Arterien
5
Q20
19
Angeborene Fehlbildungen der Herzhöhlen
und verbindender Strukturen
6
Q22
16
Angeborene Fehlbildungen der Pulmonal- und
der Trikuspidalklappe
7
I48
13
Herzrhythmusstörung in den Herzvorhöfen
(=Vorhofflattern oder Vorhofflimmern)
8
I49
10
Sonstige Herzrhythmusstörungen
9
Q23
10
Angeborene Fehlbildungen der Aorten- und der
Mitralklappe
10
R55
7
Anfallsartige, kurz dauernde Bewusstlosigkeit
(=Ohnmacht) und Zusammensinken
11
I37
6
Pulmonalklappenkrankheiten
12
Q24
6
Sonstige angeborene Fehlbildungen des Herzens
13
T82
Komplikationen durch Prothesen, Implantate
oder Transplantate im Herzen oder in den Gefäßen
14
Z03
Ärztliche Beobachtung und Beurteilung von
Verdachtsfällen
15
J35
Chronische Krankheiten der Gaumen- oder
Rachenmandeln
16
R00
Störungen des Herzschlages
17
A09
Durchfall oder Magendarmentzündung, vermutlich infektiösen Ursprungs
18
B34
Viruskrankheit nicht näher bezeichneter Lokalisation
19
I27
Sonstige pulmonale Herzkrankheiten
20
I50
Herzschwäche (=Herzinsuffizienz)
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 84
B-4.6.1
Weitere Kompetenzdiagnosen
ICD-10
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
I45.6
45
Präexzitations-Syndrom (WPW-Syndrom)
Q26
15
Angeborene Fehlbildungen der großen Venen
I45.1
7
Sonstiger und nicht näher bezeichneter Rechtsschenkelblock
Q27
Sonstige angeborene Fehlbildungen des peripheren Gefäßsystems
I45.5
Sonstiger näher bezeichneter Herzblock
B-4.7
Prozeduren nach OPS
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
1-265
354
Aufzeichnung des Kurvenbilds der elektrischen
Aktivität, die bei der Erregungsausbreitung und
-rückbildung im Herzen entsteht mittels Herzkatheter (eingeführt über Blutgefäß der Leiste)
2
1-268
281
Landkartenartige Registrierung der Herzaktionsströme mittels besonderer EKGAbleitungen
3
8-900
236
Narkose über eine intravenöse Infusion von
Narkosemitteln
4
8-835
182
Behandlung von Herzrasen durch Zerstörung
der auslösenden Herzstrukturen über einen
Herzkatheter
5
1-276
157
Angiokardiographie als selbständige Maßnahme
6
8-930
124
Kontinuierliche elektronische Überwachung (über Bildschirm) von Atmung, Herz und Kreislauf
7
1-266
113
Aufzeichnung des Kurvenbilds der elektrischen
Aktivität, die bei der Erregungsausbreitung und
-rückbildung im Herzen entsteht, ohne Katheter
8
1-274
84
Transseptale Linksherz-Katheteruntersuchung
9
8-902
72
Narkose über eine intravenöse Infusion kombiniert mit der Inhalation von Narkosemitteln
10
1-273
59
Katheteruntersuchung des rechten Herzteils
(Vorhof, Kammer) (z.B. zur Druckmessung)
11
5-983
42
Reoperation
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 85
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
12
8-836
37
Eingriffe an Blutgefäßen mittels Kathetertechnik mit Zugang durch die Haut und entlang von
Blutgefäßen (z.B. Entfernung von Blutpfropfen,
Einlegen von Prothesen/Stents, Ballonaufdehnung)
13
8-831
36
Legen, Wechsel oder Entfernung eines Katheters in Venen, die direkt zum Herzen führen
14
1-279
25
Sonstige Untersuchung des Herzens oder von
Blutgefäßen mittels eines durch die Blutgefäße
vorgeschobenen Katheters (z.B. zur Bestimmung des Herzvolumens)
15
1-207
23
Aufzeichnung der Gehirnströme (EEG)
16
1-275
22
Katheteruntersuchung des linken Herzteils
(Vorhof, Kammer) (z.B. zur Druckmessung) mit
Vorschieben des Katheters über die Pulsadern
17
8-701
22
Einfache Einführung einer kurzes Schlauches
(=Tubus) in die Luftröhre zur Offenhaltung der
Atemwege
18
8-800
22
Transfusion von Vollblut, Konzentraten roter
Blutkörperchen oder Konzentraten von Blutgerinnungsplättchen
19
8-931
22
Kontinuierliche elektronische Überwachung (über Bildschirm) von Atmung, Herz und Kreislauf mit Messung des zentralen Venendruckes
20
3-052
19
Ultraschalldiagnostik des Herzens mit Zugang
durch die Speiseröhre
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 86
B-4.7.1
Weitere Kompetenzprozeduren
OPS-301
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
8-837
15
Eingriffe am Herzen oder an den Herzkranzgefäßen mittels Kathertertechnik mit Zugang durch die Haut und entlang von Blutgefäßen (z.B. Entfernung von Blutpfropfen,
Einlegen von Prothesen/Stents)
5-356.2
11
Plastische Rekonstruktion des Herzseptums (bei angeborenen Herzfehlern): Vorhofseptumdefekt, Verschluss
total
8-839
7
Sonstige Formen der therapeutischen Katheterisierung
und Kanüleneinlage in Herz oder Blutgefäße (z.B. Einführung einer Ballonpumpe in die Hauptschlagader)
5-357.0
Operationen bei angeborenen Gefäßfehlbildungen: Ductus arteriosus apertus (Botalli)
5-357.1
Operationen bei angeborenen Gefäßfehlbildungen: Aortenisthmus(stenose)
5-359.64
Andere Operationen am Herzen bei angeborenen Fehlbildungen: Operation an einem funktionell/morphologisch
univentrikulären Herzen: Fontan-Typ-Operation, extrakardialer Tunnel
5-356.1
Plastische Rekonstruktion des Herzseptums (bei angeborenen Herzfehlern): Vorhofseptumdefekt, Verschluss
partiell
5-359.20
Andere Operationen am Herzen bei angeborenen Fehlbildungen: Korrektur einer Lungenvenenfehlmündung:
Total
5-359.11
Andere Operationen am Herzen bei angeborenen Fehlbildungen: Korrektur einer Transposition der großen Arterien (TGA): Arterielle Switch-Operation
5-357.2
Operationen bei angeborenen Gefäßfehlbildungen: A.
lusoria
5-356.5
Plastische Rekonstruktion des Herzseptums (bei angeborenen Herzfehlern): Ventrikelseptumdefekt, Verschluss total
5-359.21
Andere Operationen am Herzen bei angeborenen Fehlbildungen: Korrektur einer Lungenvenenfehlmündung:
Partiell
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 87
B-4.8
Ambulante Behandlungsmöglichkeiten
Bezeichnung der Ambulanz
Kinderkardiologische Ambulanz für Patienten von
0 bis 18 Jahren
Angebotene Leistung
Leistungsspektrum:
- Event-Recorder
- Langzeit-Blutdruckmessung
- Fahrrad-Ergometrie, -Ergospirometrie
- Laufband-Ergospirometrie und teilmobile Ergospirometrie (im Aufbau)
- 6 Minuten-Gehtest
- Schrittmacher-Testung, -Programmierung
- Diagnostik und Behandlung von Rhythmusstörungen über implantierte Herzschrittmacher durch programmierte Stimulation
- Echokardiographie: 2D, m-mode, Farbdoppler, gepulster Doppler, CW-Doppler, GewebedopplerEchokardiographie, multiplane transoesophageale
Echokardiographie (Schluckecho).
Die Abteilung ist in die Kinderklinik des Klinikums integriert und kann auf alle diagnostischen Möglichkeiten zurückgreifen, insbesondere BodyPlethysmographie, gastroenterologische Diagnostik
sowie Nierenfunktionsuntersuchungen.
Die spezielle erweiterte bildgebende Diagnostik erfolgt
in Kooperation mit der Abteilung für Radiologie am
Klinikum Links der Weser, dem MR-Zentrum Bremen
Mitte und der Radiologischen Gemeinschaftspraxis
am Klinikum Links der Weser.
Kinderkardiologische Ambulanz
Art der Ambulanz
Bezeichnung der Ambulanz
EMAH-Ambulanz (EMAH = Erwachsene mit Angeborenem Herzfehler)
Angebotene Leistung
Das Leistungsspektrum dieser Ambulanz für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern entspricht dem der
Kinderkardiologischen Ambulanz. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie wird in Zukunft eine neue
EMAH-Zusatzqualifikation vergeben, deren Voraussetzungen vom Leiter der Abteilung, Dr. Nürnberg, erfüllt werden.
Art der Ambulanz
Ambulanz für Erwachsene mit Angeborenem Herzfehler
B-4.9
Ambulante Operationen nach § 115b SGB V
Ambulante Operationen werden in der Abteilung für Kinderkardiologie und angeborene
Herzfehler nicht durchgeführt.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 88
B-4.10
Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der Berufsgenossenschaft
Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein
Stationäre BG-Zulassung:
B-4.11
Nein
Apparative Ausstattung
Spirometrie / Lungenfunktionsprüfung
Sonographiegerät / Dopplersonographiegerät
Geräte der invasiven Kardiologie (z.B. Herzkatheterlabor, Ablationsgenerator,
Kardioversionsgerät, Herzschrittmacherlabor) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Endoskop
Elektromyographie (EMG) / Gerät zur Bestimmung der Nervenleitgeschwindigkeit
Elektroenzephalographiegerät (EEG)
Computertomograph (CT) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Belastungs-EKG / Ergometrie
Röntgengerät / Durchleuchtungsgerät (z.B. C-Bogen) (24h-Notfallverfügbarkeit)
B-4.12
Personelle Ausstattung
B-4.12.1
Ärzte
Anzahl
Ärzte insgesamt (außer Belegärzte)
3,00
Davon Fachärzte
3,00
Belegärzte (nach § 121 SGB V)
0,00
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 89
Fachexpertise der Abteilung
Kinder- und Jugendmedizin, SP Kinder-Kardiologie
In der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin gibt es drei Fachärzte für Kinderheilkunde
mit der Zusatzbezeichnung: Kinderkardiologie
B-4.12.2
Pflegepersonal
Anzahl
Pflegekräfte insgesamt
12,80
Examinierte Pflegekräfte
10,80
Examinierte Pflegekräfte mit
Fachweiterbildung
4,00
B-4.12.3
Kommentar / Ergänzung
MTA (Medizin Technische Assistentin, Medizin Technischer Assistent)
Spezielles therapeutisches Personal
Arzthelfer
Diätassistenten
Erzieher
Kinästhetikbeauftragte
Kunsttherapeuten
Laktationsberaterin/Stillberaterin
Musiktherapeuten
Pädagogen
Physiotherapeuten
Psychologen
Sozialpädagogen
Urotherapeuten
Wundmanager
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 90
B-5
Neonatologie
B-5.1
Allgemeine Angaben der Neonatologie
Krankenhausname:
Klinikum Links der Weser gGmbH Bremen
Fachabteilung:
Neonatologie
Art:
Hauptabteilung
Chefarzt:
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Bachmann
Dr. Körner, Leitender Arzt
Klinikpflegeleitung:
Harald Kuhlmann, Fon: 0421 879-1229
Fon:
Fax:
0421 879-1443
0421 879-1590
URL:
EMail:
www.klinikum-bremen-ldw.de
mailto:[email protected]
Einleitung
Im Laufe des Jahres 2006 wurde aus dem von der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin (GNPI) anerkannten Zentrum für Frühgeborene ein Perinatalzentrum, das aufgrund der personellen und strukturellen Daten die Voraussetzungen für
ein Level I - Zentrum erfüllt. Alle Risikoneugeborenen, insbesondere solche mit vorgeburtlich bekannten Herzfehlern, kommen im Klinikum Links der Weser unter optimalen Bedingungen zur Welt.
Als besondere Verbesserung ist der Neubau der pädiatrischen interdisziplinären Intensivstation (Leitung Dr. Körner) zu nennen. Auf dieser Station werden sowohl kranke Frühund Neugeborene, als auch schwerkranke Kinder mit angeborenen Herzfehlern - konservativ und operativ behandelt - und schwerkranke Kinder, die aus anderen Gründen einer
intensiven Therapie bedürfen, unter optimalen Bedingungen behandelt. Durch neueste
Geräteausstattung, gute Arbeitsbedingungen für das Personal und Berücksichtigung der
Bedürfnisse von Kindern und Eltern sind die Bedingungen auf dieser neuen Station noch
einmal günstiger als auf der alten Station. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Wege zum Operationssaal, zum Kreißsaal und zum Herzkatheterlabor verkürzt wurden.
Interdisziplinäre Intensivstation (Station 25/1)
Hier kümmert sich unser Team aus Kinderärzten, Herzspezialisten und der Intensivpflege
um die Betreuung von Frühgeborenen, sehr kranken Neugeborenen und älteren Kindern
und Patienten mit angeborenen oder erworbenen Krankheiten des Herzens, die intensiv
betreut und überwacht werden müssen.
Intermediate Care für Mutter und Kind (Station 25/2)
Hier haben die Neugeborenen nach dem Aufenthalt auf der Intensivstation die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln. Gleichzeitig können Mutter und Kind sich gegenseitig noch
besser kennen lernen und eine möglichst große Sicherheit im Umgang miteinander aufbauen. Ganz besonders fördern wir die Bindung zwischen Mutter und Kind. Neugeborene,
die nicht intensivmedizinisch betreut werden müssen, finden nach dem Aufenthalt in der
Wochenstation hier eine angenehme Atmosphäre, um gesund zu werden.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 91
Geburtshilfe
Elternschule, Kreißsaal und die Neugeborenenstationen Station 5 und Station 12 der
Frauenklinik kooperieren von Anfang an eng mit der Kinderklinik. Wir würden uns freuen
wenn es uns gelänge, die von uns angestrebte individuelle Betreuung erfahrbar zu machen. Das Konzept der "integrierten Wochenpflege" ist auf die besondere Situation der
Mutter und ihrem Neugeborenen zugeschnitten. Geschaffen wird eine Atmosphäre der
Geborgenheit, die das Kennenlernen von Mutter und Kind und auch das Stillen erleichtert.
Die Geburtshilfe im Klinikum LdW wurde 1998 durch die UNICEF als stillfreundliches
Krankenhaus zertifiziert. Die Rezertifizierung erfolgte 2005.
B-5.2
Versorgungsschwerpunkte der Neonatologie
Diagnostik und Therapie chromosomaler Anomalien (z.B. Ullrich-TurnerSyndrom, Klinefelter Syndrom, Prader-Willi-Syndrom, Marfan Syndrom)
Genetisch bedingte Störungen gehören zu den häufigen Fragestellungen der Pädiatrie.
Alle genetisch bedingten Erkrankungen können in Kooperation mit der Praxis für Humangenetik (PD Dr. Spranger) diagnostiziert werden und mit Hilfe der Spezialisten der
Klinik fundiert therapiert werden.
Diagnostik und Therapie spezieller Krankheitsbilder Frühgeborener und reifer
Neugeborener
Perinatalzentrum Level I:
In enger Kooperation zwischen Perinatalmedizin, Geburtshelfern und pädiatrischen Neonatologen werden Frauen mit Risikoschwangerschaften umfassend und kompetent betreut. Bei Frühgeburtsbestrebungen ist erste Priorität die Vermeidung der Frühgeburtlichkeit durch die Geburtshelfer. Sollte es trotzdem zu einer Frühgeburt kommen, sind
alle Voraussetzungen für eine Versorgung dieser Kinder auf höchstem Niveau gegeben.
Diagnostik und Therapie von (angeborenen) neurologischen Erkrankungen
Das Spektrum neurologischer Erkrankungen bei Kindern ist groß. Bei fast allen Erkrankungen kann eine fundierte Betreuung angeboten werden. Behandelt werden, mit Ausnahme von Tumoren, alle Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems
sowie Erkrankungen des Stoffwechsels und der Muskulatur. Dazu gehören alle Formen
der Entwicklungsstörungen, Anfallsleiden, Bewegungsstörungen, aber auch z. B. Kopfschmerzen. Zur Verfügung stehen Video-EEG, Langzeit-EEG, neurophysiologische
Testverfahren insbesondere bei objektiver Beurteilung des Sehens und Hörens, Polygraphie. Als eine der ersten Kliniken Deutschlands haben wir bereits vor Jahren mit einem Hörscreening zur Früherkennung von angeborenen Hörstörungen von gesunden
Neugeborenen begonnen. Bei Verdacht auf Entwicklungsverzögerungen oder Teilleistungsstörungen bieten wir eine neuropsychologische Untersuchung durch unsere Psychologin, Frau Faiß, an.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 92
Diagnostik und Therapie von (angeborenen) neurometabolischen / neurodegenerativen Erkrankungen
Zu der Arbeit der Neuropädiatrie gehört naturgemäß die Diagnostik und Therapie von
zugrundeliegenden Stoffwechselstörungen. Hier wird bei Bedarf mit Speziallaboratorien
in ganz Europa zusammengearbeitet.
Diagnostik und Therapie von (angeborenen) neuromuskulären Erkrankungen
Die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der neuromuskulären Funktionseinheit
gehört zu den Schwerpunkten der Neuropädiatrie. Auch hier stehen alle diagnostischen
Methoden zur Verfügung.
Diagnostik und Therapie von angeborenen und erworbenen Immundefekterkrankungen (einschließlich HIV und AIDS)
Durchführung der Basisdiagnostik bei Verdacht auf Immundefekte - bei seltenen Erkrankungen und HIV-Infektionen erfolgt die Betreuung im Klinikum Bremen-Mitte.
Diagnostik und Therapie von sonstigen angeborenen Fehlbildungen, angeborenen Störungen oder perinatal erworbenen Erkrankungen
Hier wird eine Partiell - Diagnostik und/oder konservative Therapie durchgeführt. Operationen finden in der Kinderchirurgie statt.
Neonatologische / pädiatrische Intensivmedizin
Das Konzept des Klinikums Links der Weser setzt auf Synergieeffekte in der Kinderintensivmedizin durch gemeinsame Nutzung der personellen, räumlichen und instrumentellen Ressourcen durch die Kinderkardiologie, die Neugeborenenmedizin und die allgemeine Pädiatrie (interdisziplinäre Intensivstation). Neben den angesprochenen
Schwerpunkten in der Pädiatrie und Kinderkardiologie gehören zum Versorgungsspektrum mit wenigen Ausnahmen (z. B. schwere Verbrennungen, kinderchirurgisch zu versorgende Fehlbildungen) auch alle anderen intensiv-behandlungsbedürftigen Krankheitsbilder im Kindesalter. Die im Jahr 2006 in Betrieb genommene neue interdisziplinäre Station spiegelt die Leistungsfähigkeit und die Möglichkeiten auch im äußeren Rahmen wider. Gleichwohl wird für die Patienten Spitzenmedizin realisiert und auf eine familienzentrierte Betreuung besonderen Wert gelegt.
Perinatale Beratung Hochrisikoschwangerer im Perinatalzentrum gemeinsam mit
Frauenärzten
Ein Neugeborenen-Notarztteam betreut rund um die Uhr eine Reihe von Geburtskliniken im niedersächsischen Umland. Der Hubschrauber-Stützpunkt am Haus trägt zur
schnellen Versorgung und Verlegung bei. Die medizinische Betreuung erfolgt ganzheitlich. Im Zentrum steht das Bemühen um die Wahrung und Förderung der Eltern-KindBeziehung von Anfang an. Zu dem Team gehören deshalb selbstverständlich auch psychologische, pädagogische, kunst- und musiktherapeutische sowie krankengymnastische Mitarbeiter. Sobald wie möglich werden Neu- und Frühgeborene aus dem intensiven Bereich in den Intermediate Care-Bereich verlegt, wo ein Rooming-In durch die Eltern für 24 Stunden am Tag möglich ist.
Versorgung von Mehrlingen
Auch die Versorgung von Mehrlingsschwangerschaften gehört zu den besonderen
Schwerpunkten im Perinatalzentrum, unabhängig davon, ob die Kinder am Termin oder
früher zur Welt kommen.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 93
B-5.3
Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Neonatologie
Atemgymnastik
Für die Babys auf der Neonatologie werden bei Bedarf spezielle Anwendungen der Atemgymnastik durch die Mitarbeiter des Zentrums für Physikalische und Rehabilitative
Medizin durchgeführt.
Beratung / Betreuung durch Sozialarbeiter
Als Ergänzung zu der medizinischen und pflegerischen Versorgung bietet der Sozialdienst den Patienten und ihren Angehörigen während ihres Krankenhausaufenthaltes
Beratung und Unterstützung an.
Er berät sie in allen sozialrechtlichen und finanziellen Fragestellungen, die in einem Zusammenhang mit der Erkrankung stehen (Haushaltshilfe, häusliche Krankenpflege,
Pflegeversicherung) und unterstützt die Patienten bei Antragstellungen und im Umgang
mit entsprechenden Behörden. Der Sozialdienst vermittelt medizinische Rehabilitationsmaßnahmen, Hauspflege, Haushaltshilfen, Heimplätze, Kurzzeitpflege und Selbsthilfegruppen.
Besondere Formen / Konzepte der Betreuung von Sterbenden
Den Bedürfnissen und Wünschen sterbender Patienten sowie deren Angehörigen wird
unter Berücksichtigung ethischer Gesichtspunkte und durchführbarer Möglichkeiten
entsprochen. Der Wunsch nach Ruhe/Abgeschiedenheit oder ungestörtem Abschiednehmen kann größtenteils durch Einzelzimmer sichergestellt werden; eine Begleitung
erfolgt auf Wunsch durch Seelsorger. Besondere Speisewünsche werden berücksichtigt. Die Abteilung Schmerzmanagement unterstützt die Kliniken in der Schmerztherapie, ebenso die Anästhesieabteilung.
Patienten können nach Bedarf auf die Palliativstation oder in das Hospiz verlegt werden. In den Abteilungen wird immer versucht eine entsprechende Atmosphäre in dem
Patientenzimmer zu gewährleisten. Dies trifft insbesondere auf die Neonatologische Intensivstation und den Kreißsaal zu. Außerdem gibt es einen Raum der Stille als Rückzugsmöglichkeit.
Bobath-Therapie
Das weltweit anerkannte krankengymnastische Pflegekonzept beinhaltet eine ganzheitliche therapeutische Behandlungspflege über 24 Stunden für Hemiplegiker (Halbseitengelähmte).
Folgende Ziele wollen wir mit dieser speziellen Behandlung erreichen:
- Verbesserung der hemiplegischen Seite in Koordination mit der gesunden Seite
- Hemmung der Spastizität und der abnormen Haltungs- und Bewegungsmuster
- Entwicklung der Körpersymmetrie und des Gefühles von Körpermitte
- Verhindern von Schmerzen und Kontrakturen
- Erhöhen von Selbstständigkeit und Sicherheit in alltäglichen Situationen.
Das Bobath-Konzept wird angewandt bei der Lagerung, dem Sitzen im Rollstuhl, beim
Gehen, Ankleiden und der Nahrungsaufnahme. Unter Führung des Therapeuten lernt
der Patient, seine betroffene Seite immer wieder in alltägliche Situationen einzubeziehen. Insgesamt ist eine Kooperation des gesamten Teams erforderlich, um die Ziele erreichen.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 94
Entlassungsmanagement
Wir richten uns nach dem nationalen Expertenstandard Entlassungsmanagement.
Durch eine frühzeitige Absprache zwischen Stationsarzt, zuständiger Bereichspflegekraft und Sozialdienst als Mittler zum nächsten Versorgungsbereich lassen sich alle nötigen Informationen rechtzeitig aufeinander abstimmen. In allen Kliniken erhält der Patient einen handschriftlichen Kurzbrief oder den EDV-erstellten Arztbrief mit den jeweils
relevanten Befunden und Therapieempfehlungen. Bei Verlegungen werden ein Arztbrief
sowie ergänzende relevante Befunde in Kopie, OP-Berichte ggf. auch Röntgenbilder bei
Entlassung zur Verfügung gestellt. Pat., die in weiterbehandelnde Einrichtungen entlassen werden, erhalten einen Pflegeüberleitungsbogen. Zur Entlassung gehört über den
Sozialdienst die reibungslose Bereitstellung aller erforderlichen Hilfsmittel sowie die
Vermittlung aller weiteren Stellen, die für die Versorgung zu Hause notwendig sind.
Fallmanagement / Case Management / Primary Nursing / Bezugspflege
Auf der Intensivstation findet soviel wie möglich Bezugspflege statt. Dies bedeutet dass
eine Pflegeperson über einen längeren Zeitraum konstant die Pflege ein oder mehrerer
Patienten, je nach Pflegeintensität, übernimmt und die gesamte Verantwortung trägt,
auch für die administrativen Aufgaben der Pflege, sowie die ihr zugeteilten Pflegeschüler. Durch diese Bezugspflege ist eine gute Pflegeplanung und ein guter Informationsfluss gewährleistet. Es fördert den Kontakt mit den Patienten, die Pflege orientiert sich
direkt an den Bedürfnissen der Patienten.
Physikalische Therapie
Die Physikalische Therapie umfasst ein breites Therapiespektrum.
Je nach Bedarf und auf ärztliche Verordnung stehen folgende Therapiemöglichkeiten im
Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin zur Verfügung:
Elektrotherapie:
- Ultraschall Behandlungen
- Reizstrom Behandlungen
- Interferenzstrom Behandlungen
- Mikrowellen Behandlung
- 4-Zellen Bad Behandlungen
- Stangerbad
- Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS Behandlungen)
Physiotherapie / Krankengymnastik
Physiotherapie wird im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin oder wenn
Patienten nicht mobil sind, vor Ort durchgeführt.
Es ist ein Heilverfahren durch Einsatz von passiver und aktiver Bewegung des Menschen zur Prävention, Therapie und Rehabilitation von gesundheitlichen Beschwerden
und Schädigungen, die durch Alterungsprozesse, Verletzungen und Krankheiten entstanden sind, sowie zur allgemeinen Gesundheits- und Leistungsförderung.
Physiotherapie umfasst Untersuchungen, Erstellen einer physiotherapeutischen Diagnose und eines Therapieplans, Intervention und Evaluation der Therapie.
Die Intervention kann verschiedene Therapiekonzepte beinhalten.
Wesentliche Merkmale einer physiotherapeutischen Intervention sind das Erlernen eines Eigenübungsprogramms und die Anleitung zum Verhalten im Alltag.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 95
Schmerztherapie / -management
Die Patienten im Klinikum Links der Weser erhalten eine qualitativ hochwertige
Schmerztherapie. Ein besonderes Qualitätsmerkmal ist das Vorhandensein einer
Schmerzambulanz. Verantwortlich für die an die Patienten ausgerichtete bestmögliche
Schmerztherapie ist der behandelnde Arzt.
Ziele
- sichere und komplikationsarme Schmerztherapie
- weitestgehend Schmerzfreiheit
- Erhaltung von Lebensqualität
- Vermeidung von Folgeproblemen
- Wirtschaftlichkeit
Zur Unterstützung der medikamentösen Therapie stehen u.a. folgende Therapieangebote zur Verfügung:
- Wurzelblockade, Faccetteninfiltrationen, Infiltrationen, Elektroagulation, Elektro- stimulation, TENS, Triggerinjektionen, Glycerinblockaden
- Bestrahlung und Nuklidtherapie
- Anästhesiologische Methoden (PCA-Pumpen, Periduralkatheter)
- Nichtmedikamentöse Maßnahmen (Krankengymnastik, Massage, Physikalische
Therapie, Kunsttherapie, Psychologische Interventionen)
- Akupunktur
Versorgung mit Hilfsmitteln / Orthopädietechnik
Bei Bedarf findet in Abstimmung mit dem ärztlichen- und pflegerischen Dienst, dem Sozialdienst, dem Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin, einem Sanitätshaus, dem Patienten und dessen Angehörigen, unter Berücksichtigung der häuslichen
Gegebenheiten, eine ausführliche Hilfsmittelberatung und Versorgung statt.
Wundmanagement
Seit 2000 gibt es ein standardisiertes Wundmanagement. Die Fachgruppe besteht aus
einem Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Unfallchirurgie und einem Wundpflegeexpertenteam. Das Team betreut unter ärztlicher Verantwortung die Wundsprechstunde.
Zu den Aufgaben und Zielen gehören:
- Durchführung von Konsilen in der Klinik
- Beratung der Stationen beim Einsatz von Lagerungshilfsmitteln
- nachstationäre Wundversorgung
- Informationsaufbereitung für die weiterversorgenden Leistungserbringer
Seit 2004 wird der Nationale Expertenstandard Dekubitus umgesetzt. Hierzu wurden
Leitlinien erstellt. Sie beinhalten eine Wundfibel, die Wunddokumentation inkl. Fotodokumentation und die zentrale Steuerung von Lagerungsmaterialen und Wundprodukten.
Das Klinikum Links der Weser nimmt z.Z. an einer Studie im Bereich der Pflegeforschung und der Produktentwicklung in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremen
teil.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 96
B-5.4
Nicht-medizinische Serviceangebote der Neonatologie
Aufenthaltsräume
Jede Station verfügt über einen Aufenthaltsraum, der von den Patienten und ihren Besuch jederzeit genutzt werden kann. Da wir ein rauchfreies Krankenhaus sind, ist dort
das Rauchen nicht gestattet. Weiterhin stehen die Cafeteria im Erdgeschoss des
Haupthauses und das Bistro in der neuen Eingangshalle für Patienten und Besucher
zur Verfügung. Der kleine Park mit See lädt zum Verweilen ein.
Dolmetscherdienste
Sprachkundige qualifizierte Mitarbeiter des Hauses werden bei Bedarf (z.B. während
des Behandlungsprozesses) hinzugezogen ggf. offizielle Dolmetscher. Die Stationen
können sich zu diesem Zweck an das Kommunikations-Center wenden. Aufklärungsbögen sind in mehreren Sprachen verfügbar.
Im Fort- und Weiterbildungsangebot "Horizonte" werden Schulungen "Englisch für Pflegeberufe" angeboten.
Empfangs- und Begleitdienst für Patienten und Besucher
Der Empfangsservice befindet sich im neuen Eingangsbereich. Er hilft Patienten und
Besuchern bei der Orientierung im Krankenhaus und begleitet ggf. Patienten zur Station
(Gepäcktransport/Sitzendtransport) oder unterstützt bei der Bedienung des Telefonkartenautomaten. In der administrativen Aufnahme stehen Rollstühle für die Patienten bereit. Es gibt ein neues Leitsystem vom Eingangsbereich zu allen Knotenpunkten des
Hauses, um allen Patienten und Besuchergruppen gerecht zu werden. Mit Aufzügen ist
ein rollstuhlgerechter Zugang hergestellt.
Um die Wegehäufigkeiten der Stationsmitarbeiter zu reduzieren, wurde der Patientenbegleitdienst (PBD) neu strukturiert. Der PBD steht wochentags von 7.00 bis 20.00 Uhr
zur Verfügung. Die Anforderung erfolgt über eine zentrale Rufnummer/und Pieper. Es
gibt feste Absprachen zwischen Stationen, Anästhesie und dem PBD über die zeitliche
Abfolge des Patiententransportes in den OP.
Mutter-Kind-Zimmer
Die Klinik verfolgt seit Jahren die Prinzipien einer familienzentrierten Medizin. Die großzügige Mitaufnahme der Eltern (auf der Station und in einem separaten Elternwohnbereich), die Öffnung aller Bereiche ohne festgelegte Besuchszeiten und die Möglichkeit
für Eltern, bei diagnostischen Maßnahmen anwesend zu sein, intensivieren den Kontakt
mit Eltern und kranken Kindern und Jugendlichen.
Seelsorge
Unsere Seelsorger im Krankenhaus stehen den Patienten, sofern sie es wünschen,
zum Gespräch zur Verfügung (Pastoralreferentin Ulrike Ernsing im Zentralgebäude im
Sockelgeschoss Fon: (0421) 879-1602 und Frau Beate Rösel im Zentralgebäude im 5.
Stock Fon: (0421) 879-1340.
Die Seelsorgerinnen machen regelmäßig Besuche auf den Stationen. Darüber hinaus
können Kontakte jederzeit über die Pflegekräfte der Stationen hergestellt werden.
Jeden Donnerstag um 17.00 Uhr und an hohen Feiertagen wird im Raum der Stille (über die Eingangshalle zu erreichen) ein Gottesdienst angeboten.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 97
Teeküche für Patienten
Unterbringung Begleitperson
Abhängig vom Alter und Erkrankung des Kindes kann ein Elternteil beim Kind oder in
einem separaten Zimmer übernachten.
Außerdem haben Begleitpersonen die Möglichkeit im angegliederten visit:Hotel zu übernachten.
B-5.5
Fallzahlen der Neonatologie
Vollstationäre Fallzahl:
B-5.6
532
Hauptdiagnosen nach ICD
Rang
ICD-10
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
P07
196
Störungen des Neugeborenen im Zusammenhang mit kurzer Schwangerschaftsdauer und
niedrigem Geburtsgewicht
2
P22
58
Atemnot beim Neugeborenen
3
P59
42
Neugeborenengelbsucht durch sonstige oder
nicht näher bezeichnete Ursachen
4
Z03
32
Ärztliche Beobachtung und Beurteilung von
Verdachtsfällen
5
P02
27
Schädigung des Feten und Neugeborenen
durch Komplikationen von Plazenta, Nabelschnur und Eihäuten
6
P28
17
Sonstige Störung der Atmung mit Ursprung in
der Zeit kurz vor, während oder kurz nach der
Geburt
7
P70
17
Vorübergehende Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels, die für den Feten und das Neugeborene spezifisch sind
8
P21
16
Atemstillstand (Asphyxie) unter der Geburt
9
P92
12
Ernährungsprobleme beim Neugeborenen
10
P36
7
Blutvergiftung (Sepsis) durch Bakterien beim
Neugeborenen
11
P08
6
Störungen im Zusammenhang mit langer
Schwangerschaftsdauer und hohem Geburtsgewicht
12
Z38
6
Lebendgeborene(r) Säugling(e)
13
P13
Geburtsverletzung des Skeletts
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 98
Rang
ICD-10
14
Q21
Angeborene Fehlbildungen der Herzscheidewände (=Herzsepten)
15
P25
Überblähung der Lunge (Interstitielles Emphysem) und verwandte Zustände mit Ursprung in
der Zeit kurz vor, während oder kurz nach der
Geburt
16
P29
Kardiovaskuläre Krankheiten mit Ursprung in
der Zeit kurz vor, während oder kurz nach der
Geburt
17
P58
Neugeborenengelbsucht durch sonstigen Zerfall roter Blutkörperchen (gesteigerte Hämolyse)
B-5.6.1
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
Weitere Kompetenzdiagnosen
ICD-10
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
P07.3
175
Sonstige vor dem Termin Geborene (Frühgeburt nach 28
bis 27 Schwangerschaftswochen)
P07.1
152
Neugeborenes mit sonstigem niedrigem Geburtsgewicht
(< 2.500 Gramm)
Q25.0
24
Offener Ductus arteriosus
Q21.1
20
Vorhofseptumdefekt
P07.0
16
Neugeborenes mit extrem niedrigem Geburtsgewicht (<
1.000 Gramm)
Q21.0
11
Ventrikelseptumdefekt
P07.2
7
Neugeborenes mit extremer Unreife (Frühgeburt bis 28
Schwangerschaftswochen)
Q22.1
Angeborene Pulmonalklappenstenose
Q23.1
Angeborene Aortenklappeninsuffizienz
Q23.3
Angeborene Mitralklappeninsuffizienz
Q24.8
Sonstige näher bezeichnete angeborene Fehlbildungen
des Herzens
Q25.1
Koarktation der Aorta
Q25.4
Sonstige angeborene Fehlbildungen der Aorta
Q25.6
Stenose der A. pulmonalis (angeboren)
Q28.28
Sonstige angeborene arteriovenöse Fehlbildungen der
zerebralen Gefäße
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 99
B-5.7
Prozeduren nach OPS
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
9-262
262
Versorgung von Neugeborenen nach der Geburt (speziell Risikoneugeborene, erkrankte
Neugeborene)
2
8-930
242
Kontinuierliche elektronische Überwachung (über Bildschirm) von Atmung, Herz und Kreislauf
3
1-208
239
Testung der Nervenfunktion durch verschiedene Reize
4
8-010
237
Gabe von Medikamenten, Flüssigkeit oder Mineralsalzen über das Blutgefäßsystem bei
Neugeborenen
5
8-560
146
Lichttherapie
6
8-831
121
Legen, Wechsel oder Entfernung eines Katheters in Venen, die direkt zum Herzen führen
7
8-711
118
Maschinelle Beatmung bei Neugeborenen
8
8-700
65
Offenhalten der oberen Atemwege (v.a. durch
Tubus)
9
8-701
57
Einfache Einführung einer kurzes Schlauches
(=Tubus) in die Luftröhre zur Offenhaltung der
Atemwege
10
8-015
56
Ernährungstherapie über den Darmtrakt als
medizinische Hauptbehandlung
11
8-561
55
Funktionsorientierte physikalische Therapie
12
1-207
53
Aufzeichnung der Gehirnströme (EEG)
13
8-811
43
Infusion von Volumenersatzmitteln bei Neugeborenen
14
8-390
40
Lagerungsbehandlung
15
8-770
39
Maßnahmen für die Atmung im Rahmen der
Reanimation
16
8-800
29
Transfusion von Vollblut, Konzentraten roter
Blutkörperchen oder Konzentraten von Blutgerinnungsplättchen
17
8-720
26
Sauerstoffzufuhr bei Neugeborenen
18
8-900
23
Narkose über eine intravenöse Infusion von
Narkosemitteln
19
8-121
12
Darmspülung (z.B. bei starker Verstopfung)
20
8-120
11
Magenspülung
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 100
B-5.7.1
Weitere Kompetenzprozeduren
OPS-301
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
8-711.0
67
Maschinelle Beatmung bei Neugeborenen: Atemunterstützung mit kontinuierlichem positiven Atemwegsdruck
(CPAP)
8-711.2
30
Maschinelle Beatmung bei Neugeborenen: Assistierte
Beatmung
8-711.1
20
Maschinelle Beatmung bei Neugeborenen: Kontrollierte
Beatmung
8-714.1
Spezialverfahren zur maschinellen Beatmung bei schwerem Atemversagen: Oszillationsbeatmung
8-714.0
Spezialverfahren zur maschinellen Beatmung bei schwerem Atemversagen: Inhalative StickstoffmonoxidTherapie
8-711.x
Maschinelle Beatmung bei Neugeborenen: Sonstige
B-5.8
Ambulante Behandlungsmöglichkeiten
Ambulante Behandlungsmöglichkeiten finden Sie im Bereich der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.
B-5.9
Ambulante Operationen nach § 115b SGB V
Ambulante Operationen werden in der Neonatologie nicht durchgeführt.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 101
B-5.10
Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der Berufsgenossenschaft
Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein
Stationäre BG-Zulassung:
B-5.11
Nein
Apparative Ausstattung
Cell Saver (im Rahmen einer Bluttransfusion)
Computertomograph (CT) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Elektroenzephalographiegerät (EEG)
Röntgengerät / Durchleuchtungsgerät (z.B. C-Bogen) (24h-Notfallverfügbarkeit)
B-5.12
Personelle Ausstattung
B-5.12.1
Ärzte
Anzahl
Ärzte insgesamt (außer Belegärzte)
5,00
Davon Fachärzte
5,00
Belegärzte (nach § 121 SGB V)
0,00
Fachexpertise der Abteilung
Kinder- und Jugendmedizin, SP Neonatologie
Intensivmedizin
Notfallmedizin
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 102
B-5.12.2
Pflegepersonal
Anzahl
Pflegekräfte insgesamt
24,80
Examinierte Pflegekräfte
23,80
Examinierte Pflegekräfte mit
Fachweiterbildung
8,00
B-5.12.3
Kommentar / Ergänzung
Stationspflegeleitung
Fachkrankenschwester für Kinderintensivpflege und Anästhesie
Praxisanleiter
Spezielles therapeutisches Personal
Arzthelfer
Diätassistenten
Erzieher
Kinästhetikbeauftragte
Kunsttherapeuten
Laktationsberaterin/Stillberaterin
Musiktherapeuten
Pädagogen
Physiotherapeuten
Psychologen
Sozialarbeiter
Sozialpädagogen
Urotherapeuten
Wundmanager
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 103
B-6
Allgemein- und Unfallchirurgie
B-6.1
Allgemeine Angaben der Allgemein- und Unfallchirurgie
Chefarzt:
Ansprechpartner:
Dr. Skalicky (bis 31.03.2007)
Priv. Doz. Dr. Böhle (seit 01.04.2007)
Priv. Doz. Dr. Böhle, OÄ Dr. Willrich, Dr. Hadler
Klinikpflegeleitung:
Michaela Ackermann-Redl, Fon: 0421 879-1611
Fon:
Fax:
0421 879-1210
0421 879-1690
URL:
EMail:
http://www.klinikum-bremen-ldw.de/
mailto:[email protected]
Einleitung
Die Klinik für Allgemeine Chirurgie und Unfallchirurgie im Klinikum Links der Weser bietet
das gesamte Spektrum der Allgemeinen Chirurgie und der unfallchirurgischen Versorgungen an.
Eine enge Zusammenarbeit mit der Kinderklinik des LdW ermöglicht die chirurgische Versorgung von Patienten aller Altersklassen, vom Frühgeborenen bis ins hohe Alter.
Neben der professionellen chirurgischen Behandlung liegt uns die persönliche Betreuung
unserer Patienten besonders am Herzen. So nimmt das Klinikum Links der Weser im
Rahmen des 2007 veröffentlichten Bremer Klinikführers eine Spitzenposition in der Patientenzufriedenheit ein. Fast 96 % der Befragten Patienten gaben an, sich wieder für die
gleiche Klinik zu entscheiden.
Die Klinik für Allgemeine Chirurgie und Unfallchirurgie des LdW betreut 72 Betten sowie
eine wechselnde Anzahl von Betten in der Kinderklinik. Im vergangenen Jahr wurden in
der Klinik für Allgemeine Chirurgie und Unfallchirurgie über 3000 Patienten stationär behandelt. Es wurden über 2400 Operationen durchgeführt, davon ca. 200 Eingriffe ambulant. Ein neu eingerichtetes ambulantes Operationszentrum ermöglicht es, ambulante
Eingriffe unter modernsten Bedingungen anbieten zu können.
Eine moderne und leistungsfähige Intensivstation erlaubt es, auch Patienten mit komplex
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 104
B-6.2
Versorgungsschwerpunkte der Allgemein- und Unfallchirurgie
Bandrekonstruktionen / Plastiken
Im Rahmen der akuten und chronischen Bandverletzungen erfolgen sämtliche rekonstruktive Eingriffe und bandplastische Operationen einschl. vorderer Kreuzbandersatzplastiken.
Behandlung von Dekubitalgeschwüren
Kleinere und mittlere Dekubitalgeschwüre werden einschl. lokaler Schwenklappen chirurgisch behandelt. Das Auftreten von Dekubitalgeschwüren wird über ein Meldesystem
durch das Wundmanagement erfasst. Im Rahmen der definierten Prozessgestaltung erfolgt die Risikoevaluation sowie die Auswahl eines geeigneten Lagerungssystems. Die
weiteren Behandlungs- und Prophylaxemaßnahmen erfolgen in Umsetzung des Expertenstandard Dekubitusprophylaxe. Die Umsetzung wird durch das Wundmanagement
evaluiert. Die Wundbehandlung erfolgt nach den Kriterien des modernen Wundmanagements. Zur Wundkonditionierung werden bei Bedarf CO2 Bäder eingesetzt. Im Behandlungspfad ist ergänzend Ernährungsberatung, sowie die poststationäre Versorgung
und strukturierte Überleitung des Patienten integriert.
Diagnostik und Therapie von Knochenentzündungen
Im Rahmen der septischen Knochen- und Weichteilchirurgie erfolgt sowohl die Behandlung der chronischen Osteomyelitis als auch Osteitis sowie posttraumatischer Infektionen, Gelenkinfektionen und Weichteilinfektionen einschl. entsprechender Fehlstellungskorrekturen sowie Knochendefektaufbau einschl. Segmenttransport. Dieses beinhaltet
insbesondere auch die Behandlung des diabetischen Fußes einschl. der Versorgung
mit orthopädischen Hilfsmitteln.
Diagnostik und Therapie von sonstigen Verletzungen
Neben der Akutversorgung frischer Frakturen und Luxationen sowohl der Extremitäten
einschl. Gelenkfrakturen werden ebenso durchgeführt wie die Diagnostik und Therapie
von Verletzungen des Thorax und Halses. Daneben erfolgen Sekundärversorgung, die
Korrektur posttraumatischer Fehlstellung einschl. der Pseudarthrosenbehandlung sowie
Arthrolyse bei Gelenkkontrakturen. Ebenso können sämtliche Arthroskopien in Knie,
Schulter, Sprunggelenk und Ellenbogenbereich einschl. arthroskopisch gestützter Operationen durchgeführt werden.
Diagnostik und Therapie von Verletzungen der Hüfte und des Oberschenkels
Neben der Akutversorgung frischer Frakturen und Luxationen der Extremitäten einschl.
Gelenkfrakturen erfolgen Sekundärversorgungen, die Korrektur posttraumatischer Fehlstellungen einschl. der Pseudarthrosenbehandlung sowie Arthrolyse bei Gelenkkontrakturen und periartikulären Verkalkungen der Hüfte.
Diagnostik und Therapie von Verletzungen der Knöchelregion und des Fußes
Neben der Akutversorgung frischer Frakturen und Luxationen der Extremitäten einschl.
Gelenkfrakturen erfolgen Sekundärversorgungen, die Korrektur posttraumatischer Fehlstellungen einschl. der Pseudarthrosenbehandlung sowie Arthrolyse bei Gelenkkontrakturen, Umstellungsosteotomien und Versteifungen von oberen und unteren Sprunggelenk. Ebenso können Arthroskopien des Sprunggelenks einschl. arthroskopisch gestützter Operationen durchgeführt werden.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 105
Diagnostik und Therapie von Verletzungen der Lumbosakralgegend, der Lendenwirbelsäule und des Beckens
Im Rahmen der Akuttraumatologie erfolgt im Bereich des Beckens sowohl die interne
als auch externe Osteosynthese ( Becken - Fixateur ) sowie im Rahmen akuter Wirbelsäulenverletzungen einschl. Frakturen kann die operative Stabilisierung der Wirbelsäulensegmente erfolgen. Im Rahmen der Alterstraumatologie können Wirbelkörpersinterungsfrakturen durch die schonendere Kyphoplastie behandelt werden.
Diagnostik und Therapie von Verletzungen der Schulter und des Oberarmes
Neben der Akutversorgung frischer Frakturen und Luxationen der Extremitäten einschl.
Gelenkfrakturen erfolgen Sekundärversorgungen, die Korrektur posttraumatischer Fehlstellung einschl. der Pseudarthrosenbehandlung sowie Arthrolyse bei Gelenkkontrakturen. Ebenso werden Arthroskopien der Schulter, einschl. arthroskopisch gestützter Operationen durchgeführt werden. Neben Bandplastiken an der Schulter und Schultereckgelenk erfolgen auch Endoprothesen an der Schulter.
Diagnostik und Therapie von Verletzungen des Ellenbogens und des Unterarmes
Neben der Akutversorgung frischer Frakturen und Luxationen der Extremitäten einschl.
Gelenkfrakturen erfolgen Sekundärversorgungen, die Korrektur posttraumatischer Fehlstellungen einschl. der Pseudarthrosenbehandlung sowie Arthrolyse bei Gelenkkontrakturen. Ebenso können Arthroskopien am Ellenbogen einschl. arthroskopisch gestützter
Operationen durchgeführt werden.
Diagnostik und Therapie von Verletzungen des Halses
Frische Halswirbelsäulenverletzungen inclusive frischer Querschnittsverletzungen können sowohl diagnostiziert als auch operativ stabilisiert werden.
Diagnostik und Therapie von Verletzungen des Handgelenkes und der Hand
Neben der Akutversorgung frischer Frakturen und Luxationen der Extremitäten einschl.
Gelenkfrakturen erfolgen Sekundärversorgungen, die Korrektur posttraumatischer Fehlstellung einschl. der Pseudarthrosenbehandlung.
Diagnostik und Therapie von Verletzungen des Knies und des Unterschenkels
Neben der Akutversorgung frischer Frakturen und Luxationen der Extremitäten erfolgen
Sekundärversorgungen, die Korrektur posttraumatischer Fehlstellung einschl. der
Pseudarthrosenbehandlung sowie Arthrolyse bei Gelenkkontrakturen und bandplastische Operationen einschließlich Kreuzbandersatzplastiken. Ebenso können Arthroskopien am Knie, einschl. arthroskopisch gestützter Operationen durchgeführt werden.
Diagnostik und Therapie von Verletzungen des Thorax
Neben der Akutversorgung frischer Frakturen und Luxationen werden ebenso Diagnostik und Therapie von Verletzungen des Thorax durchgeführt.
Endokrine Chirurgie
Neben Standardeingriffen an Schilddrüse und Nebenschilddrüsen führen wir auch Wiederholungseingriffe bei Wiederauftreten von Schilddrüsenvergrößerungen (Rezidive)
durch. Spezielle technische Voraussetzungen (Neuromonitoring, Lupenbrille) und moderne Operationstechniken ermöglichen ein schonendes Vorgehen auch bei ausgedehnten Befunden. Die Behandlung hormoneller Erkrankungen erfolgt in einem Netzwerk aus Spezialisten (Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Nuklearmedizin, Endokrinologie,
Kardiologie, Onkologie) um die für Sie optimalen Therapiemöglichkeiten entsprechend
der jeweiligen Erkrankung festzulegen. Neben Eingriffen an der Schilddrüse führen wir
auch Eingriffe bei gutartigen Erkrankungen der Nebennieren durch.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 106
Gelenksersatzverfahren / Endo-Prothetik
Es werden sowohl in der Akuttraumatologie als auch bei degenerativen Veränderungen
sämtliche Endoprothesen im Bereich des Hüftgelenkes und Schultergelenkes durchgeführt, bei Bedarf auch septische und aseptische Wechseloperationen.
Inkontinenzchirurgie
Die Klinik für Chirurgie ist aktives Mitglied im Kontinenz-Zentrum Bremen. Im Rahmen
dieses Zentrums erfolgt die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Klinik für Gynäkologie, der Praxis für Urologie, der Praxis für Radiologie zur Behandlung von Kontinenzstörungen.
Leber-, Gallen-, Pankreaschirurgie
Gallenblasen und Gallenwegseingriffe stellen einen operativen Schwerpunkt der Klinik
dar. Eingriffe an der Gallenblase werden heute fast ausschließlich auf minimal invasivem Wege erbracht, erforderlichenfalls können diese Eingriffe auf Maßnahmen im Bereich der abführenden Gallenwege erweitert werden. Die enge Zusammenarbeit mit der
Endoskopischen Abteilung der Klinik für Innere Medizin gewährleistet die Verfügbarkeit
aller notwendigen endoskopischen Verfahren wie der endoskopischen Diagnostik und
Behandlung der Gallenwege und des Bauchspeicheldrüsenganges (ERCP), der endoskopischen Ultraschalluntersuchung des oberen und unteren Verdauungstraktes, sowie
Verfahren der minimal invasiven Drainage von Zysten der Bauchspeicheldrüse.
Magen-Darm-Chirurgie
Die Leistungen der Chirurgie des Verdauungstraktes werden aus unserer neugeschaffenen Struktur eines viszeralmedizinischen Zentrums erbracht. Dieses beinhaltet das
gemeinsame Auftreten von Chirurgen und Gastroenterologen am Patientenbett sowie
das interdisziplinäre Erarbeiten von Diagnose- und Therapieplänen. Diese enge Kooperation mit der Klinik für Innere Medizin gewährleistet die Verfügbarkeit aller aktuellen
endoskopischen Verfahren. Im Falle Chronisch entzündlicher Darmerkrankungen besteht eine besondere Kompetenz durch die enge Zusammenarbeit mit dem Gastroenterologen der Kinderklinik, einem ausgewiesenen Spezialisten für die Behandlung dieser
Erkrankungen.
Metall- / Fremdkörperentfernungen
Im Rahmen der Unfallchirurgie führt die Sektion Unfallchirurgie sämtliche Metallentfernungen, Materialentfernungen an den Extremitäten, Becken, Wirbelsäule einschl. Fixateur extern - Entfernungen durch, wobei komplexe Entfernungen stationär, ein Großteil
jedoch ambulant erbracht wird.
Minimal-invasive laparoskopische Operationen
Unsere Abteilung war in Deutschland unter den ersten Kliniken, die dieses Verfahren
einsetzten und verfügt über eine entsprechend lange Erfahrung. Gleichwohl weiten wir
den Einsatz der Methode nicht unkritisch und experimentell aus, sondern erst, nachdem
sich neue Verfahren in der Praxis bewährt haben. Unser Spektrum umfasst u.a.:
- laparoskopische Entfernung der Gallenblase
- laparoskopische Fundoplicatio zur Behandlung der Refluxerkrankung
- laparoskopische Eingriffe am Dickdarm bei gutartigen Erkrankungen
- laparoskopische Behandlung von Leistenbrüchen
- laparoskopische Blinddarmentfernung
- laparoskopische Lösung innerer Verwachsungen (Adhäsiolyse)
- diagnostische Laparoskopie
Im Rahmen der Minimal Invasiven Chirurgie führt die Klinik für Chirurgie auch thorakoskopische Eingriffe zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken durch, z.B. die
Talkumpleurodese zur Behandlung maligner Pleuraergüsse.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 107
Septische Knochenchirurgie
Im Rahmen der septischen Knochen- und Weichteilchirurgie erfolgt sowohl die Behandlung der chronischen Osteomyelitis als auch Osteitis sowie posttraumatischer Infektionen, Gelenkinfektionen und Weichteilinfektionen einschl. entsprechender Fehlstellungskorrekturen sowie Knochendefektaufbau einschl. Segmenttransport. Dieses beinhaltet
insbesondere auch die Behandlung des diabetischen Fußes einschl. der Versorgung
mit orthopädischen Hilfsmitteln.
Speiseröhrenchirurgie
Die Klinik für Chirurgie führt Eingriffe zur operativen Behandlung von bösartigen Neubildungen der Speiseröhre im Rahmen von 2-Höhleneingriffen durch, ggf. in Zusammenarbeit mit der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie.
Spezialsprechstunde
Wir möchten den Aufenthalt in unserer Klinik Ihren Bedürfnissen entsprechend organisieren und so kurz wie nötig gestalten. In diesem Zusammenhang sind wir bemüht, die
notwendige Diagnostik und gesamte Operationsvorbereitung ambulant durchzuführen,
so dass Sie ohne Zeitverzug nach stationärer Aufnahme operativ behandelt werden
können. In der Mehrzahl der Fälle erfolgt die gesamte Operationsvorbereitung einschl.
des Gespräches mit dem Narkosearzt bereits im Rahmen der ambulanten Behandlung.
In der chirurgischen Sprechstunde werden Sie nach Absprache mit Ihrem Hausarzt
gerne auch nach der Entlassung betreut.
- Privatsprechstunde des Chefarztes
- Chirurgische Sprechstunde – Ambulanz
- Chirurgische Sprechstunde für Kinder
- BG – Sprechstunde
- BG – Sprechstunde für Kinder
- Wundsprechstunde
- Ambulante Operationen
- Proktologische Sprechstunde
- Herniensprechstunde
- Stomasprechstunde
Thorakoskopische Eingriffe
Im Rahmen der Minimal Invasiven Chirurgie führt die Klinik für Chirurgie auch thorakoskopische Eingriffe zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken durch, z.B. die
Talkumpleurodese zur Behandlung maligner Pleuraergüsse.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 108
B-6.3
Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Allgemeinund Unfallchirurgie
Atemgymnastik
Für Patienten die gehfähig sind wird im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative
Medizin Atemgymnastik durchgeführt. Für bettlägerige Patienten kommen die Mitarbeiter des Zentrums vor Ort. Es umfasst eine große Anzahl von Übungen zur Verbesserung der Atmung. Unter Mitarbeit des Patienten und mit Hilfe spezieller, individueller Atemtechniken wird eine physiologische Atmung angestrebt. Dafür wird die Atemmuskulatur täglich trainiert, sowie die Zwerchfell-, Brust- und Flankenatmung bewusst geübt.
Darüber hinaus werden atemerleichternde Körperhaltungen / Techniken eingeübt.
Patienten mit besonders viel Bronchialsekret erlernen Übungen und Lagerungsdrainagen um das gestaute Sekret besser abhusten zu können.
Beratung / Betreuung durch Sozialarbeiter
Als Ergänzung zu der medizinischen und pflegerischen Versorgung bietet der Sozialdienst den Patienten und ihren Angehörigen während ihres Krankenhausaufenthaltes
Beratung und Unterstützung an.
Er berät sie in allen sozialrechtlichen und finanziellen Fragestellungen, die in einem Zusammenhang mit der Erkrankung stehen (Haushaltshilfe, häusliche Krankenpflege,
Pflegeversicherung) und unterstützt die Patienten bei Antragstellungen und im Umgang
mit entsprechenden Behörden. Der Sozialdienst vermittelt medizinische Rehabilitationsmaßnahmen, Hauspflege, Haushaltshilfen, Heimplätze, Kurzzeitpflege und Selbsthilfegruppen.
Besondere Formen / Konzepte der Betreuung von Sterbenden
Den Bedürfnissen und Wünschen sterbender Patienten sowie deren Angehörigen wird
unter Berücksichtigung ethischer Gesichtspunkte und durchführbarer Möglichkeiten
entsprochen. Der Wunsch nach Ruhe/Abgeschiedenheit oder ungestörtem Abschiednehmen kann größtenteils durch Einzelzimmer sichergestellt werden; eine Begleitung
erfolgt auf Wunsch durch Seelsorger. Besondere Speisewünsche werden berücksichtigt. Die Abteilung Schmerzmanagement unterstützt die Kliniken in der Schmerztherapie, ebenso die Anästhesieabteilung.
Patienten können nach Bedarf auf die Palliativstation oder in das Hospiz verlegt werden. In den Abteilungen wird immer versucht eine entsprechende Atmosphäre in dem
Patientenzimmer zu gewährleisten. Im Bereich der Erwachsenen-Intensivstation gibt es
einen Abschiedsraum. Dieser wird auch in der Pathologie vorgehalten. Außerdem gibt
es einen Raum der Stille als Rückzugsmöglichkeit.
Bewegungsbad / Wassergymnastik
Im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin steht ein Bewegungsbad, z.B.
für Patienten nach einer TEP-Operation (Hüfte) zur Verfügung.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 109
Bobath-Therapie
Das weltweit anerkannte krankengymnastische Pflegekonzept beinhaltet eine ganzheitliche therapeutische Behandlungspflege über 24 Stunden für Hemiplegiker (Halbseitengelähmte).
Folgende Ziele wollen wir mit dieser speziellen Behandlung erreichen:
- Verbesserung der hemiplegischen Seite in Koordination mit der gesunden Seite
- Hemmung der Spastizität und der abnormen Haltungs- und Bewegungsmuster
- Entwicklung der Körpersymmetrie und des Gefühles von Körpermitte
- Verhindern von Schmerzen und Kontrakturen
- Erhöhen von Selbstständigkeit und Sicherheit in alltäglichen Situationen.
Das Bobath-Konzept wird angewandt bei der Lagerung, dem Sitzen im Rollstuhl, beim
Gehen, Ankleiden und der Nahrungsaufnahme. Unter Führung des Therapeuten lernt
der Patient, seine betroffene Seite immer wieder in alltägliche Situationen einzubeziehen. Insgesamt ist eine Kooperation des gesamten Teams erforderlich, um die Ziele erreichen.
Diät- und Ernährungsberatung
Bei der Verpflegung werden die Erfordernisse, Bedürfnisse und Wünsche der Patienten
berücksichtigt. Mit Hilfe eines EDV-Systems sind alle Komponenten des Frühstücks und
Abendessens untereinander kombinierbar. Mittags können die Bestandteile von drei
Menüs frei zusammengesetzt werden, jeweils unter Berücksichtigung einer Diät, religiöser oder kultureller Aspekte. Die Diätküche berücksichtigt spezielle Anforderungen. Für
alle Patienten des Klinikums Links der Weser steht die Diätberaterin zur Verfügung.
Nachdem Probleme des Patienten bei der Nahrungsaufnahme durch das Pflegepersonal, sowie der Stationsärzte erfasst worden sind, erfolgt nach Absprache mit den Diätassistenten, eine individuelle angemessene Menüplanung.
Entlassungsmanagement
Wir richten uns nach dem nationalen Expertenstandard Entlassungsmanagement.
Durch eine frühzeitige Absprache zwischen Stationsarzt, zuständiger Bereichspflegekraft und Sozialdienst als Mittler zum nächsten Versorgungsbereich lassen sich alle nötigen Informationen rechtzeitig aufeinander abstimmen. In allen Kliniken erhält der Patient einen handschriftlichen Kurzbrief oder den EDV-erstellten Arztbrief mit den jeweils
relevanten Befunden und Therapieempfehlungen. Bei Verlegungen werden ein Arztbrief
sowie ergänzende relevante Befunde in Kopie, OP-Berichte ggf. auch Röntgenbilder bei
Entlassung zur Verfügung gestellt. Pat., die in weiterbehandelnde Einrichtungen entlassen werden, erhalten einen Pflegeüberleitungsbogen. Zur Entlassung gehört über den
Sozialdienst die reibungslose Bereitstellung aller erforderlichen Hilfsmittel, wie z.B.
Krankenbett, Toilettenstuhl, Duschsitz, Infusionsständer etc. sowie die Vermittlung aller
weiteren Stellen, die für die Versorgung zu Hause notwendig sind.
Fahrradergometertraining und Laufbandtraining
Es stehen fünf hochwertige Fahrradergometer mit Pulsüberwachung zur Verfügung.
Das Laufband ist zusätzlich mit seitlichen Handlauf - Handstützen ausgestattet.
Fußreflexzonenmassage
Die Fußreflexzonenmassage wird durch das Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin angeboten.
Fußreflexzonen stehen in Verbindung zu unseren Organen und Körperteilen.
Über bestimmte Reize der Füße erreichen wir eine Linderung des schmerzhaften Bereichs.
Das vegetative Nervensystem kommt wieder in Balance, zusätzlich wird ein Wärmeund Entspannungsgefühl erzeugt.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 110
Inhalationen
Zum Durchführen einer Inhalation stehen zwei Vorrichtungen zum Inhalieren von feuchter Wärme mit Emser Salz im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin zur
Verfügung, sofern der Patient mobil ist.
Im stationären Bereich befinden sich in jedem Zimmer 2-3 Vorrichtungen zum Inhalieren
im Zimmer, bzw. Bett.
Kinästhetik
Bei der Kinästhetik (Kinetik= Bewegung, Ästhetik= Lehre vom Schönen) geht es vor allem um humanes und respektvolles Behandeln von kranken Menschen. Die Bewegungen, die bei der Pflege notwendig sind, sollen möglichst schmerzlos und angenehm für
den Patienten sein. Durch einfache Hilfsmittel und mit dem nötigen Know-How können
Patienten leicht und schmerzlos im Bett bewegt oder gedreht werden oder in einen
Stuhl gesetzt werden. Diese Methode ist nicht nur für die Patienten angenehmer, sondern auch körperschonend für die Pflegenden.
Viele Mitarbeiter des Pflegepersonals haben einen dreitägigen Kursus in Kinästhetik
absolviert oder bereits den Auffrischungskurs genutzt, um die Erfahrungen zu vertiefen.
Lymphdrainage
Die Lymphdrainage wird durch das Zentrum für Physikalische Therapie und Rehabilitative Medizin angeboten.
Es ist eine spezielle Behandlungstechnik, bezogen auf die Anatomie und Physiologie
des Lymphgefäßsystems, sowie der Lymphflüssigkeit.
Wirkungsweisen der Lymphdrainage:
- Lymphtransportsteigerung - entstauende Wirkung
- Schmerzlinderung
- Tonusminderung der quergestreiften Muskulatur
- Die Pulsfrequenz wird gesenkt
- Nieren und Blasentätigkeit angeregt
Massage
Wir bieten verschiedene Massagen an, für die Personen die Ruhe und Entspannung
suchen, sowie zur Vorbeugung oder Linderung von Beschwerden.
Zum Beispiel:
- Bindegewebsmassage
- Klassische Massage; es besteht die Möglichkeit diese Therapie sowohl im stationären
Bereich als auch im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin in Anspruch
zu nehmen.
Organisation von Rehabilitationsmaßnahmen
Der Sozialdienst vermittelt medizinische Rehabilitationsmaßnahmen in Abstimmung mit
dem ärztlichen Dienst.
Physikalische Therapie
Die Physikalische Therapie umfasst ein breites Therapiespektrum.
Je nach Bedarf und auf ärztliche Verordnung stehen folgende Therapiemöglichkeiten im
Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin zur Verfügung:
Elektrotherapie:
- Ultraschall Behandlungen
- Reizstrom Behandlungen
- Interferenzstrom Behandlungen
- Mikrowellen Behandlung
- 4-Zellen Bad Behandlungen
- Stangerbad
- Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS Behandlungen)
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 111
Physikalische Wundbäder
Es werden im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin Bäder (Kohlensäure) zur Reinigung tiefer Wunden durchgeführt.
Physiotherapie / Krankengymnastik
Physiotherapie wird im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin oder wenn
Patienten nicht mobil sind, vor Ort durchgeführt.
Es ist ein Heilverfahren durch Einsatz von passiver und aktiver Bewegung des Menschen zur Prävention, Therapie und Rehabilitation von gesundheitlichen Beschwerden
und Schädigungen, die durch Alterungsprozesse, Verletzungen und Krankheiten entstanden sind, sowie zur allgemeinen Gesundheits- und Leistungsförderung.
Physiotherapie umfasst Untersuchungen, Erstellen einer physiotherapeutischen Diagnose und eines Therapieplans, Intervention und Evaluation der Therapie.
Die Intervention kann verschiedene Therapiekonzepte beinhalten.
Wesentliche Merkmale einer physiotherapeutischen Intervention sind das Erlernen eines Eigenübungsprogramms und die Anleitung zum Verhalten im Alltag.
Rückenschule / Haltungsschulung
Ziel ist das Erlernen von rückenschonenden Verhaltensweisen und die Beratung für
rückengerechte Verhaltensweisen durch die Mitarbeiter des Zentrums für Physikalische
und Rehabilitative Medizin.
Im Allgemeinen vermitteln wir:
- Erläuterung von Aufbau und Funktion der Wirbelsäule
- Förderung des Bewusstseins über die Zusammenhänge von Schmerzen und Bewegungsverhalten
- Information über rückengerechte Verhaltensweisen
- Vermittlung von Maßnahmen zur Selbsthilfe
Schmerztherapie / -management
Die Patienten im Klinikum Links der Weser erhalten eine qualitativ hochwertige
Schmerztherapie. Ein besonderes Qualitätsmerkmal ist das Vorhandensein einer
Schmerzambulanz. Verantwortlich für die an den Patienten ausgerichtete bestmögliche
Schmerztherapie ist der behandelnde Arzt.
Ziele
- sichere und komplikationsarme Schmerztherapie
- weitestgehend Schmerzfreiheit
- Erhaltung von Lebensqualität
- Vermeidung von Folgeproblemen
- Wirtschaftlichkeit
Zur Unterstützung der medikamentösen Therapie stehen u.a. folgende Therapieangebote zur Verfügung:
- Wurzelblockade, Faccetteninfiltrationen, Infiltrationen, Elektroagulation, Elektro stimulation, TENS, Triggerinjektionen, Glycerinblockaden
- Bestrahlung und Nuklidtherapie
- Anästhesiologische Methoden (PCA-Pumpen, Periduralkatheter)
- Nichtmedikamentöse Maßnahmen (Krankengymnastik, Massage, Physikalische
Therapie, Kunsttherapie, Psychologische Interventionen)
- Akupunktur
Stomatherapie und -beratung
Die Patienten mit einem Stoma werden von Fachpersonal angeleitet. Vorher findet eine
ausführliche Beratung statt.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 112
Versorgung mit Hilfsmitteln / Orthopädietechnik
Bei Bedarf findet in Abstimmung mit dem ärztlichen- und pflegerischen Dienst, dem Sozialdienst, dem Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin, einem Sanitätshaus, dem Patienten und dessen Angehörigen, unter Berücksichtigung der häuslichen
Gegebenheiten, eine ausführliche Hilfsmittelberatung und Versorgung statt.
Wärme- u. Kälteanwendungen
Hierfür stehen im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin eine Fangoanlage und mehrere Heißluftgeräte zur Verfügung.
Mit Hilfe der Wärmebehandlung werden Schmerzlinderung und Durchblutungs- bzw.
Stoffwechselsteigerung bewirkt. Das Ziel ist eine Muskelentspannung und die Verbesserung der Elastizität der Bindegewebsstrukturen.
Kälte beeinflusst ebenfalls die Muskelspannung. Bei einem kurzzeitigen Kältereiz erhöht
sich der Spannungszustand der Muskulatur. Bei einer längeren Anwendung von Kälte
ist auch ein positiver Einfluss auf eine krankhaft erhöhte Muskelspannung möglich. Es
können Verkrampfungen gelockert werden, da die Muskelaktivität sinkt, zudem wirkt eine Eisanwendung entzündungshemmend.
Folgende Wärme- und Kälteanwendungen werden durchgeführt:
- Heißluft Anwendungen
- Fangopackungen
- Rotlicht Anwendungen
- Eis Anwendungen
Wundmanagement
Seit 2000 gibt es ein standardisiertes Wundmanagement. Die Fachgruppe besteht aus
einem Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Unfallchirurgie und einem Wundpflegeexpertenteam. Das Team betreut unter ärztlicher Verantwortung die Wundsprechstunde.
Zu den Aufgaben und Zielen gehören:
- Durchführung von Konsilen in der Klinik
- Beratung der Stationen beim Einsatz von Lagerungshilfsmitteln
- nachstationäre Wundversorgung
- Informationsaufbereitung für die weiterversorgenden Leistungserbringer
Seit 2004 wird der Nationale Expertenstandard Dekubitus umgesetzt. Hierzu wurden
Leitlinien erstellt. Sie beinhalten eine Wundfibel, die Wunddokumentation inkl. Fotodokumentation und die zentrale Steuerung von Lagerungsmaterialen und Wundprodukten.
Das Klinikum Links der Weser nimmt z.Z. an einer Studie im Bereich der Pflegeforschung und der Produktentwicklung in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremen
teil.
Zusammenarbeit mit / Kontakt zu Selbsthilfegruppen
Das ärztliche und pflegerische Personal und der Sozialdienst vermitteln, je nach Erkrankung des Patienten, den Kontakt zu Selbsthilfegruppen.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 113
B-6.4
Nicht-medizinische Serviceangebote der
Allgemein- und Unfallchirurgie
Aufenthaltsräume
Jede Station verfügt über einen Aufenthaltsraum, der von den Patienten und ihren Besuch jederzeit genutzt werden kann. Da wir ein rauchfreies Krankenhaus sind, ist dort
das Rauchen nicht gestattet. Weiterhin stehen die Cafeteria im Erdgeschoss des
Haupthauses und das Bistro in der neuen Eingangshalle für Patienten und Besucher
zur Verfügung. Der kleine Park mit See lädt zum Verweilen ein.
Besuchsdienst / "Grüne Damen"
Die Grünen Damen sind ehrenamtlich tätig und helfen unseren Patienten in persönlichen Angelegenheiten. Dazu gehören unter anderem Besorgungen am Kiosk, Begleitung bei Spaziergängen und Betreuung des Bücherservices.
Dolmetscherdienste
Sprachkundige qualifizierte Mitarbeiter des Hauses werden bei Bedarf (z.B. während
des Behandlungsprozesses) hinzugezogen ggf. offizielle Dolmetscher. Die Stationen
können sich zu diesem Zweck an das Kommunikations-Center wenden. Aufklärungsbögen sind in mehreren Sprachen verfügbar.
Im Fort- und Weiterbildungsangebot "Horizonte" werden Schulungen "Englisch für Pflegeberufe" angeboten.
Ein-Bett-Zimmer mit eigener Nasszelle
Elektrisch verstellbare Betten
Unsere modernen Betten verfügen über eine elektronische Höheneinstellung des Kopfteils und können in der gesamten Höhe individuell den Bedürfnissen des Patienten angepasst werden.
Für die Patientensicherheit gibt es beidseitige Bettgitter. Im Bereich der Erwachsenenpflege verhindern einseitige Bettgitter oftmals einen Sturz aus dem Bett, wenn der Patient speziell gelagert wird und ggf. seine Lage verändert, ohne ein evtl. damit verbundenes Risiko einschätzen zu können.
Empfangs- und Begleitdienst für Patienten und Besucher
Der Empfangsservice befindet sich im neuen Eingangsbereich. Er hilft Patienten und
Besuchern bei der Orientierung im Krankenhaus und begleitet ggf. Patienten zur Station
(Gepäcktransport/Sitzendtransport) oder unterstützt bei der Bedienung des Telefonkartenautomaten. In der administrativen Aufnahme stehen Rollstühle für die Patienten bereit. Es gibt ein neues Leitsystem vom Eingangsbereich zu allen Knotenpunkten des
Hauses, um allen Patienten und Besuchergruppen gerecht zu werden. Mit Aufzügen ist
ein rollstuhlgerechter Zugang hergestellt.
Um die Wegehäufigkeiten der Stationsmitarbeiter zu reduzieren, wurde der Patientenbegleitdienst (PBD) neu strukturiert. Der PBD steht wochentags von 7.00 bis 20.00 Uhr
zur Verfügung. Die Anforderung erfolgt über eine zentrale Rufnummer/und Pieper. Es
gibt feste Absprachen zwischen Stationen, Anästhesie und dem PBD über die zeitliche
Abfolge des Patiententransportes in den OP.
Fernsehgerät am Bett / im Zimmer
Alle Zimmer haben einen Fernseher (kostenlos).
Auf der Wahlleistungsstation Sylt hat jeder Patient direkt am Bett einen Fernsehmonitor.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 114
Frei wählbare Essenszusammenstellung (Komponentenwahl)
Bei der Verpflegung werden den Erfordernissen, Bedürfnissen und Wünschen der Patienten fast immer Rechnung getragen.
Durch ein computerunterstützendes Warenwirtschafts-, Versorgungs- und Organisationssystem erfolgt die individuelle Bestellung und Lieferung der Menüs.
Dank dieses Systems sind alle Speisekomponenten untereinander kombinierbar; dies
gilt für das Frühstück und Abendessen, jeweils unter Berücksichtigung einer ggf. bestehenden Diät. So ist es selbst stark eingeschränkten Patienten immer noch möglich, sich
die Mahlzeiten nach ihrem Geschmack zusammenzustellen. Für das Mittagessen stehen täglich drei Menüs zur Auswahl. Religiöse und kulturelle Aspekte werden in unserem Speiseangebot vollständig berücksichtigt. Muslime haben immer die Möglichkeit,
ein schweinefleischfreies Menü zu wählen, ebenso steht grundsätzlich eine vegetarische Ausweichmöglichkeit zur Verfügung.
Internetanschluss am Bett / im Zimmer
Auf der Wahlleistungsstation Sylt gibt es einen Internetanschluss am Bett.
Kostenlose Getränkebereitstellung (Mineralwasser)
Auf allen Stationen stehen für Patienten ausreichend kostenlose Getränke (Mineralwasser) zur Verfügung.
Rollstuhlgerechte Nasszellen
Auf jeder Station befindet sich eine Nasszelle.
Rundfunkempfang am Bett
Die Zimmer verfügen über TV/Radio-Anschluss mit Kopfhörer.
Seelsorge
Unsere Seelsorger im Krankenhaus stehen den Patienten, sofern sie es wünschen,
zum Gespräch zur Verfügung (Pastoralreferentin Ulrike Ernsing im Zentralgebäude im
Sockelgeschoss Fon: (0421) 879-1602 und Frau Beate Rösel im Zentralgebäude im 5.
Stock Fon: (0421) 879-1340.
Die Seelsorgerinnen machen regelmäßig Besuche auf den Stationen. Darüber hinaus
können Kontakte jederzeit über die Pflegekräfte der Stationen hergestellt werden.
Telefon
An jedem Bett befindet sich ein Telefonapparat. Um telefonieren oder sich anrufen lassen zu können, benötigen Patienten eine Telefonkarte, die an Automaten in der Eingangshalle ausgegeben werden. Falls Sie nicht zum Automaten gehen können, wenden
Sie sich bitte an das Stationsteam. Eine ausführliche Bedienungsanleitung und Gebühreninformation zur Patiententelefonanlage finden Sie bei den Telefonkartenautomaten.
Neben dem eigenen Telefon am Bett stehen selbstverständlich öffentliche Münz- und
Kartenfernsprecher in der Eingangshalle zur Verfügung.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Handys bzw. Mobiltelefone grundsätzlich im
Krankenhaus nicht benutzt werden dürfen. Die elektromagnetischen Strahlungen können sensible medizintechnische Geräte beeinflussen und damit lebenserhaltende Apparate stören oder sogar zum Ausfall bringen.
Unterbringung Begleitperson
Im angegliederten visit:Hotel haben Begleitpersonen die Möglichkeit zu übernachten.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 115
Wertfach / Tresor am Bett / im Zimmer
Zum Schutz von Wertsachen der Patienten informiert ein mehrsprachiges Merkblatt, wo
und wie Wertsachen deponiert werden können. Auf der Wahlleistungsstation Sylt steht
pro Patient ein Tresor zur Verfügung. Die Patientenschränke sind selbstverständlich
abschließbar.
Zwei-Bett-Zimmer mit eigener Nasszelle
Gottesdienste
Jeden Donnerstag um 17.00 Uhr und an hohen Feiertagen wird im Raum der Stille (über die Eingangshalle zu erreichen) ein Gottesdienst angeboten.
B-6.5
Fallzahlen der Allgemein- und Unfallchirurgie
Vollstationäre Fallzahl:
B-6.6
2889
Hauptdiagnosen nach ICD
Rang
ICD-10
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
K80
200
Gallensteinleiden
2
K40
158
Leistenbruch
3
S72
156
Oberschenkelbruch
4
S82
127
Knochenbruch des Unterschenkels, einschließlich des oberen Sprunggelenkes
5
S06
111
Verletzungen innerhalb des Schädels (v.a. Gehirnerschütterung)
6
K57
77
Krankheit des Darmes mit sackförmigen Ausstülpungen der Darmwand
7
S52
76
Knochenbruch des Unterarmes
8
E04
70
Sonstige Vergrößerung der Schilddrüse, ohne
Überfunktion der Schilddrüse (z.B. wegen
Jodmangel)
9
S42
68
Knochenbruch im Bereich der Schulter oder
des Oberarmes
10
K35
64
Akute Blinddarmentzündung
11
K56
63
Lebensbedrohliche Unterbrechung der Darmpassage aufgrund einer Darmlähmung oder eines Passagehindernisses
12
R10
63
Bauch- oder Beckenschmerzen
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 116
Rang
ICD-10
Absolute Fallzahl
13
S32
50
Bruch der Lendenwirbelsäule oder des Beckens
14
K43
48
Eingeweidebruch (=Hernie) an der mittleren /
seitlichen Bauchwand
15
C18
45
Dickdarmkrebs
16
C20
41
Mastdarmkrebs
17
L02
36
Abgekapselte Eiteransammlung der Haut
(=Hautabszess) oder eitrige Entzündungen der
Haarwurzeln
18
K36
34
Sonstige Blinddarmentzündung
19
N20
33
Nieren- oder Harnleitersteine
20
S22
31
Bruch der Rippe(n), des Brustbeins oder der
Brustwirbelsäule
B-6.6.1
Umgangssprachliche Bezeichnung
Weitere Kompetenzdiagnosen
ICD-10
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
E11.7
53
Diabetischer Fuß
C16
51
Magenkrebs
C19
14
Bösartige Neubildung am Rektosigmoid, Übergang
M86
8
Knochenmarksinfektion (=Osteomyelitis)
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 117
B-6.7
Prozeduren nach OPS
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
5-511
184
Gallenblasenentfernung
2
5-530
182
Verschluss von Eingeweidebrüchen
(=Hernien), die im Leistenbereich austreten
3
5-794
116
Offene operative Versorgung eines Trümmerbruches im Gelenkbereich der langen Röhrenknochen mit Hilfe von Knochenstabilisierungsmaterial
4
5-062
107
Operation an der Schilddrüse mit teilweiser
Schilddrüsenentfernung (z.B. operative Entfernung von erkranktem Gewebe)
5
5-793
94
Offene operative Versorgung eines einfachen
Bruches im Gelenkbereich der langen Röhrenknochen mit Hilfe von Knochenstabilisierungsmaterial
6
5-787
90
Entfernung von Knochenstabilisierungsmaterial
7
5-470
76
Blinddarmentfernung
8
5-790
71
Geschlossene Einrichtung und operative Versorgung eines Knochenbruches mit Hilfe von
Knochenstabilisierungsmaterial
9
5-820
71
Einsetzen eines Gelenkersatzes
(=Gelenkendoprothese) am Hüftgelenk
10
5-069
70
Andere Operationen an Schilddrüse und Nebenschilddrüsen
11
5-455
69
Teilweise Entfernung des Dickdarmes
12
5-893
68
Abtragung abgestorbener Hautzellen
(=chirurgische Wundtoilette) oder Entfernung
von erkranktem Gewebe an Haut und Unterhaut
13
5-916
65
Vorübergehende Weichteildeckung
14
5-469
57
Sonstige Operationen am Darm (z.B. Lösen
von Verwachsungen, Aufdehnung von Darmabschnitten)
15
5-894
45
Entfernung von erkranktem Gewebe an Haut
und Unterhaut
16
5-536
42
Verschluss von Eingeweidebrüchen
(=Hernien), die im Bereich einer Operationsnarbe austreten
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 118
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
17
5-541
35
Operative Eröffnung der Bauchhöhle oder Eröffnung des rückenseitigen Bauchfelles (z.B.
zur Tumorsuche oder zur Ableitung von Bauchflüssigkeiten)
18
5-892
35
Sonstige Operationen mit Einschneiden der
Haut und Unterhaut (z.B. Entfernung eines
Fremdkörpers, Implantation eines Medikamententrägers)
19
5-792
34
Offene operative Versorgung eines Bruches
der langen Röhrenknochen mit Hilfe von Knochenstabilisierungsmaterial
20
5-534
32
Verschluss von Eingeweidebrüchen
(=Hernien), die im Bereich des Bauchnabels
austreten
B-6.7.1
Weitere Kompetenzprozeduren
OPS-301
Absolute Fallzahl
5-839.a
8
Umgangssprachliche Bezeichnung
Andere Operationen an der Wirbelsäule: Implantation
von Material in einen Wirbelkörper mit vorheriger Wirbelkörperaufrichtung (Kyphoplastie)
Andere Rekonstruktion am Magen: Fundoplikatio: Laparoskopisch
5-448.42
B-6.8
Umgangssprachliche Bezeichnung
Ambulante Behandlungsmöglichkeiten
Bezeichnung der Ambulanz
Privatsprechstunde des Chefarztes
Angebotene Leistung
In dieser Sprechstunde werden folgende Leistungen angeboten: Indikationsstellung, Untersuchung, Eingriffsaufklärung vor Wahleingriffen
und postoperative ambulante Weiterbehandlung bei Privatpatienten.
Art der Ambulanz
Privatambulanz
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 119
Bezeichnung der Ambulanz
Chirurgische Sprechstunde
Angebotene Leistung
In dieser Sprechstunde werden folgende Leistungen angeboten: Indikationsstellung, Untersuchung und Eingriffsaufklärung vor Wahleingriffen
einschließlich anästhesiologischer
Prämedikation, nachstationäre Behandlung.
Art der Ambulanz
Chirurgische Sprechstunde
Bezeichnung der Ambulanz
Chirurgische Sprechstunde für
Kinder
Angebotene Leistung
In dieser Sprechstunde werden folgende Leistungen angeboten: Indikationsstellung, Untersuchung und Eingriffsaufklärung vor Wahleingriffen bei
Kindern einschließlich anästhesiologischer Prämedikation, nachstationäre Behandlung.
Art der Ambulanz
Chirurgische Sprechstunde für Kinder
Bezeichnung der Ambulanz
BG-Sprechstunde
Angebotene Leistung
In dieser Sprechstunde werden folgende Leistungen angeboten: Erstund Folgebehandlung bei berufsgenossenschaftlich versicherten Arbeitsunfallverletzten, Nachsorge und
Begutachtung.
Art der Ambulanz
BG-Ambulanz
Bezeichnung der Ambulanz
BG-Sprechstunde für Kinder
Angebotene Leistung
In dieser Sprechstunde werden folgende Leistungen angeboten: Erstund Folgebehandlung bei berufsgenossenschaftlich versicherten Kindern, Nachsorge und Begutachtung.
Art der Ambulanz
BG-Ambulanz
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 120
Bezeichnung der Ambulanz
Wundsprechstunde
Angebotene Leistung
In dieser Sprechstunde werden folgende Leistungen angeboten: Ambulante Behandlung von chronischen
Wunden in Zusammenarbeit mit den
niedergelassenen Ärzten.
Art der Ambulanz
Wundsprechstunde
Bezeichnung der Ambulanz
Ambulante Operationen
Angebotene Leistung
In dieser Sprechstunde werden folgende Leistungen angeboten: Indikationsstellung, Eingriffsaufklärung, anästhesiologische Prämedikation und
Durchführung ambulanter stationsersetzender Eingriffe.
Art der Ambulanz
Ambulante Sprechstunde
Bezeichnung der Ambulanz
Proktologische Sprechstunde
Angebotene Leistung
In dieser Sprechstunde werden folgende Leistungen angeboten: Beurteilung und Indikationsstellung bei
proktologischen Patienten im Rahmen der vorstationären Behandlung
bzw. vor ambulanten Eingriffen.
Art der Ambulanz
Proktologische Sprechstunde
Bezeichnung der Ambulanz
Stoma-Sprechstunde
Angebotene Leistung
In dieser Sprechstunde werden folgende Leistungen angeboten: Beurteilung und Therapieempfehlung bei
Patienten mit Stomaproblemen im
Rahmen der nachstationären Behandlung.
Art der Ambulanz
Stoma-Sprechstunde
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 121
B-6.9
Ambulante Operationen nach § 115b SGB V
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
1
5-787
39
Entfernung von Knochenstabilisierungsmaterial
2
5-530
29
Verschluss von Eingeweidebrüchen
(=Hernien), die im Leistenbereich austreten
3
5-399
12
Sonstige Operationen an Blutgefäßen (z.B.
Einführung eines Katheters in ein Blutgefäß;
Implantation von venösen Katheterverweilsystemen zur Chemotherapie/ Schmerztherapie)
4
5-640
12
Operationen am Präputium
5
5-812
9
Operation am Gelenkknorpel oder an den sichelförmigen Knorpelscheiben (=Menisken)
mittels Gelenkspiegel (=Arthroskop)
6
5-897
8
Exzision und Rekonstruktion eines Sinus pilonidalis
7
5-790
6
Geschlossene Einrichtung und operative Versorgung eines Knochenbruches mit Hilfe von
Knochenstabilisierungsmaterial
8
5-534
Verschluss von Eingeweidebrüchen
(=Hernien), die im Bereich des Bauchnabels
austreten
9
5-535
Verschluss einer Hernia epigastrica
10
5-624
Orchidopexie
B-6.10
Umgangssprachliche Bezeichnung
Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der Berufsgenossenschaft
Der Hauptaufgabe der BG-Ambulanz ist die ambulante Versorgung von Frischverletzten
nach Arbeits- und Wegeunfällen sowie die Nachbehandlung von Patienten mit Verletzungen höherer Schweregrade.
Sprechstunden sind am Montag, Donnerstag und Freitag nach Terminvereinbarung.
Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Ja
Stationäre BG-Zulassung:
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
Ja
) 122
B-6.11
Apparative Ausstattung
Belastungs-EKG / Ergometrie
Cell Saver (im Rahmen einer Bluttransfusion)
Computertomograph (CT) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Röntgengerät / Durchleuchtungsgerät (z.B. C-Bogen) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Sonographiegerät / Dopplersonographiegerät
B-6.12
Personelle Ausstattung
B-6.12.1
Ärzte
Anzahl
Ärzte insgesamt (außer Belegärzte)
17,19
Davon Fachärzte
8,00
Belegärzte (nach § 121 SGB V)
0,00
Fachexpertise der Abteilung
Allgemeine Chirurgie
Orthopädie und Unfallchirurgie
Thoraxchirurgie
Viszeralchirurgie
Notfallmedizin
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 123
B-6.12.2
Pflegepersonal
Anzahl
Pflegekräfte insgesamt
60,00
Examinierte Pflegekräfte
53,00
Examinierte Pflegekräfte mit
Fachweiterbildung
20,00
B-6.12.3
Kommentar / Ergänzung
Stationsleitung
Meister in der Pflege
PraxisanleiterIn
Fachweiterbildung für Krankenschwester/Krankenpfleger im Operationsdienst
Fachkrankenschwester/Fachkrankenpfleger
in der Intensivpflege und Anästhesie
Spezielles therapeutisches Personal
Arzthelfer
Case Manager
Diätassistenten
Kinästhetikbeauftragte
Orthopädietechniker
Physiotherapeuten
Sozialarbeiter
Stomatherapeuten
Wundmanager
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 124
B-7
Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie
B-7.1
Allgemeine Angaben der Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie
Chefarzt:
Ansprechpartner:
Klinikpflegeleitung:
Prof. Dr. Hammel
Prof. Dr. Hammel, OA Dr. Müller
Michaela Ackermann-Redl, Fon: 0421 879-1611
Fon:
Fax:
0421 879-1354
0421 879-1757
URL:
EMail:
http://www.klinikum-bremen-ldw.de/
mailto:[email protected]
Einleitung
In unserer Klinik werden Patienten mit Herz-, Lungen- und Gefäßerkrankungen operativ
behandelt. In enger Zusammenarbeit mit den anderen Kliniken und Instituten des Herzzentrums Bremen bieten wir unseren Patienten außer der Herztransplantation das gesamte Spektrum der Herzchirurgie an: die Klappen- und Koronarchirurgie, die Implantation
von kardialen Assistenzsystemen (Rhythmuschirurgie) und die pädiatrische Herzchirurgie.
Neben der aortakoronaren Bypasschirurgie sind Klappenoperationen, Eingriffe an der
Hauptschlagader (Aorta), der Verschluss von Herzscheidewanddefekten sowie die Herzchirurgie im hohen Lebensalter Schwerpunkte unserer Arbeit.
Wo immer es möglich ist, arbeiten wir minimalinvasiv. Das bedeutet, dass wir selbst Herzklappenoperationen über kleine Hautschnitte durchführen - damit verringern wir die Belastungen, die eine Operation für den Patienten mit sich bringt.
Derzeit führen wir jährlich etwa 2.600 Operationen durch, davon über 1.500 mit der HerzLungen-Maschine. Der OP-Trakt ist bei uns direkt an die Intensivstation angebunden neben dem großen Engagement unseres Teams und des gesamten Herzzentrums Bremen ein weiterer Grund dafür, dass sich unsere Patienten bei uns rundherum gut betreut
fühlen können.
B-7.2
Versorgungsschwerpunkte der Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie
Behandlung von Verletzungen am Herzen
Chirurgie bzw. Stentbehandlung der Aortenaneurysmen- dissektionen VCOO
Wir bieten alle etablierten Verfahren zur Behandlung von Aneurysmen und Dissektionen
der Hauptschlagader an. Im Bereich der Aorta ascendens setzen wir auch die klappenerhaltende Operation nach David ein. Alternativ stehen neben den mechanischen klappentragenden Conduits auch biologische Klappen-Rohrprothesenkombinationen zur
Verfügung. Für die Behandlung von Bogen- und thorakoabdominelle Aneurysemen bei
Patienten mit ausgeprägter Comorbidität kommt alternativ zum konventionellen Ersatz,
das "De-Branching" mit anschließender Stentversorgung zum Einsatz.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 125
Chirurgie bzw.Stentbehandlung der Aortenaneurysmen- dissektionen VCOO
Wir bieten alle etablierten Verfahren zur Behandlung von Aneurysmen und Dissektionen
der Hauptschlagader an. Im Bereich der Aorta ascendens setzen wir auch die klappenerhaltende Operation nach David ein. Alternativ stehen neben den mechanischen klappentragenden Conduits auch biologische Klappen-Rohrprothesenkombinationen zur
Verfügung. Für die Behandlung von Bogen- und thorakoabdominelle Aneurysemen bei
Patienten mit ausgeprägter Comorbidität kommt alternativ zum konventionellen Ersatz,
das "De-Branching" mit anschließender Stentversorgung zum Einsatz.
Chirurgie der angeborenen Herzfehler
Angeborene Herzfehler werden in enger Zusammenarbeit mit der Kinderkardiologie (Dr.
Nürnberg), der Kinderintensivmedizin (Dr. Körner) und der Kardioanästhesie (Prof. Dr.
Tonner) versorgt. Wir bieten das gesamte OP-Spektrum der pädiatrischen Herzchirurgie
an (Ausnahme: Unifokalisation bei Pulmonalatresie und Herztransplantation). Trotz bisher noch kleinen Fallzahlen sind unsere Ergebnisse auch im Vergleich zu großen nationalen und internationalen Zentren ausgezeichnet. Die kleine Fallzahl schafft die Möglichkeit, auf jedes herzkranke Kind sehr individuell einzugehen.
Chirurgie der Komplikationen der koronaren Herzerkrankung: Ventrikelaneurysma, Postinfarkt-VSD, Papillarmuskelabriss, Ventrikelruptur
Neben den konventionellen OP-Verfahren mit Aneurysmaresektion, VSD-Verschluß und
Mitralklappenreparatur bzw. -ersatz, steht uns bei großen Herzinfarkten die Implantation
von Herzunterstützungssystemen (sog. Kunstherzen) als lebensrettende Maßnahme
zur Verfügung.
Defibrillatoreingriffe
Routine-Eingriffe werden von der, im Herzzentrum Bremen angesiedelten Elektrophysiologen-Praxis in Eigenregie vorgenommen. Wir führen die Implantation linksventrikulärer Elektroden über "Mini-Thorakotomien" für die so genannte Dreikammerstimmulation durch. Weiterhin stehen wir für die operative Behandlung von Komplikationen aus
diesem Bereich zur Verfügung.
Eingriffe am Perikard (z.B. bei Panzerherz)
Die Perikardektomie bei Perikarditis constriktiva ist ein relativ seltener Eingriff, den wir
in ca. 1-5 Fällen/Jahr durchführen müssen.
Herzklappenchirurgie (Klappenkorrektur, Klappenersatz)
Bei den Herzklappenoperationen muss die Schlußunfähigkeit der Mitralklappe (Mitralinsuffizienz) gesondert betrachtet werden. Während Aortenklappeneinengungen (Aortenklappenstenose) und Schlußunfähigkeiten (Aortenklappeninsuffizienz), sowie Einengungen der Mitralklappe (Mitralstenose) die Domäne des prothetischen Klappenersatzes sind, können Mitralinsuffizienzen häufig der Reparatur zugeführt werden. Z.B. durch
Implantation künstlicher Sehnenfäden und so genannter Anuloplastieringe lässt sich die
Schlußfähigkeit der undichten Mitralklappe wieder herstellen. Mitralklappeneingriffe
werden mit zunehmender Häufigkeit unter Vermeidung der Sternotomie über einen kleinen seitlichen Schnitt am Brustkorb mit Unterstützung der Videotechnik (minimal invasiv) durchgeführt. In wenigen Fällen vom Aortenklappeninsuffizienzen in Kombination
mit aneurysmatischer Aufweitung der Hauptschlagader können wir auch diese Klappenfehler korrigieren (siehe Aortenaneurysmen).
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 126
Koronarchirurgie (Bypasschirurgie)
Im Rahmen der aortokoronaren Bypasschirurgie streben wir einen hohen Anteil vom so
genannten arteriellen Bypassgrafts an. Jeder Patient erhält die linke Arteria mammaria
und sofern möglich auch die rechte Brustarterie als Bypassgefäß. Unterarmarterien
kommen nur eingeschränkt zum Einsatz, da es keine wissenschaftlichen Belege für
bessere funktionelle Offenheitsraten als für den Venenbypass gibt. Falls sinnvoll möglich arbeiten wir am schlagenden Herzen ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine.
Zweit- und auch Dritteingriffe gehören heute zur Routine.
Lungenembolektomie
Bei ausgedehnten Lungenembolien mit Schocksymptomatik bzw. Reanimationspflicht
führen wir entsprechend der gültigen Leitlinien die Embolektomie der Arteria pulmonalis
unter EKZ-Einsatz durch (max. 5-10 Fälle/Jahr).
Schrittmachereingriffe
Werden von der Klinik für Kardiologie und Angiologie durchgeführt.
B-7.3
Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Thorax-,
Herz- und Gefäßchirurgie
Atemgymnastik
Für Patienten die gehfähig sind wird im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative
Medizin Atemgymnastik durchgeführt. Für bettlägerige Patienten kommen die Mitarbeiter des Zentrums vor Ort. Es umfasst eine große Anzahl von Übungen zur Verbesserung der Atmung. Unter Mitarbeit des Patienten und mit Hilfe spezieller, individueller Atemtechniken wird eine physiologische Atmung angestrebt. Dafür wird die Atemmuskulatur täglich trainiert, sowie die Zwerchfell-, Brust- und Flankenatmung bewusst geübt.
Darüber hinaus werden atemerleichternde Körperhaltungen / Techniken eingeübt.
Patienten mit besonders viel Bronchialsekret erlernen Übungen und Lagerungsdrainagen um das gestaute Sekret besser abhusten zu können.
Beratung / Betreuung durch Sozialarbeiter
Als Ergänzung zu der medizinischen und pflegerischen Versorgung bietet der Sozialdienst den Patienten und ihren Angehörigen während ihres Krankenhausaufenthaltes
Beratung und Unterstützung an.
Er berät sie in allen sozialrechtlichen und finanziellen Fragestellungen, die in einem Zusammenhang mit der Erkrankung stehen (Haushaltshilfe, häusliche Krankenpflege,
Pflegeversicherung) und unterstützt die Patienten bei Antragstellungen und im Umgang
mit entsprechenden Behörden. Der Sozialdienst vermittelt medizinische Rehabilitationsmaßnahmen, Hauspflege, Haushaltshilfen, Heimplätze, Kurzzeitpflege und Selbsthilfegruppen.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 127
Besondere Formen / Konzepte der Betreuung von Sterbenden
Den Bedürfnissen und Wünschen sterbender Patienten sowie deren Angehörigen wird
unter Berücksichtigung ethischer Gesichtspunkte und durchführbarer Möglichkeiten
entsprochen. Der Wunsch nach Ruhe/Abgeschiedenheit oder ungestörtem Abschiednehmen kann größtenteils durch Einzelzimmer sichergestellt werden; eine Begleitung
erfolgt auf Wunsch durch Seelsorger. Besondere Speisewünsche werden berücksichtigt. Die Abteilung Schmerzmanagement unterstützt die Kliniken in der Schmerztherapie, ebenso die Anästhesieabteilung.
Patienten können nach Bedarf auf die Palliativstation oder in das Hospiz verlegt werden. In den Abteilungen wird immer versucht eine entsprechende Atmosphäre in dem
Patientenzimmer zu gewährleisten. Im Bereich der Erwachsenen-Intensivstation gibt es
einen Abschiedsraum. Dieser wird auch in der Pathologie vorgehalten. Außerdem gibt
es einen Raum der Stille als Rückzugsmöglichkeit.
Bobath-Therapie
Das weltweit anerkannte krankengymnastische Pflegekonzept beinhaltet eine ganzheitliche therapeutische Behandlungspflege über 24 Stunden für Hemiplegiker (Halbseitengelähmte).
Folgende Ziele wollen wir mit dieser speziellen Behandlung erreichen:
- Verbesserung der hemiplegischen Seite in Koordination mit der gesunden Seite
- Hemmung der Spastizität und der abnormen Haltungs- und Bewegungsmuster
- Entwicklung der Körpersymmetrie und des Gefühles von Körpermitte
- Verhindern von Schmerzen und Kontrakturen
- Erhöhen von Selbstständigkeit und Sicherheit in alltäglichen Situationen.
Das Bobath-Konzept wird angewandt bei der Lagerung, dem Sitzen im Rollstuhl, beim
Gehen, Ankleiden und der Nahrungsaufnahme. Unter Führung des Therapeuten lernt
der Patient, seine betroffene Seite immer wieder in alltägliche Situationen einzubeziehen. Insgesamt ist eine Kooperation des gesamten Teams erforderlich, um die Ziele erreichen.
Diät- und Ernährungsberatung
Bei der Verpflegung werden die Erfordernisse, Bedürfnisse und Wünsche der Patienten
berücksichtigt. Mit Hilfe eines EDV-Systems sind alle Komponenten des Frühstücks und
Abendessens untereinander kombinierbar. Mittags können die Bestandteile von drei
Menüs frei zusammengesetzt werden, jeweils unter Berücksichtigung einer Diät, religiöser oder kultureller Aspekte. Die Diätküche berücksichtigt spezielle Anforderungen. Für
alle Patienten des Klinikums Links der Weser steht die Diätberaterin zur Verfügung.
Nachdem Probleme des Patienten bei der Nahrungsaufnahme durch das Pflegepersonal, sowie der Stationsärzte erfasst worden sind, erfolgt nach Absprache mit den Diätassistenten, eine individuelle angemessene Menüplanung.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 128
Entlassungsmanagement
Wir richten uns nach dem nationalen Expertenstandard Entlassungsmanagement.
Durch eine frühzeitige Absprache zwischen Stationsarzt, zuständiger Bereichspflegekraft und Sozialdienst als Mittler zum nächsten Versorgungsbereich lassen sich alle nötigen Informationen rechtzeitig aufeinander abstimmen. In allen Kliniken erhält der Patient einen handschriftlichen Kurzbrief oder den EDV-erstellten Arztbrief mit den jeweils
relevanten Befunden und Therapieempfehlungen. Bei Verlegungen werden ein Arztbrief
sowie ergänzende relevante Befunde in Kopie, OP-Berichte ggf. auch Röntgenbilder bei
Entlassung zur Verfügung gestellt. Pat., die in weiterbehandelnde Einrichtungen entlassen werden, erhalten einen Pflegeüberleitungsbogen. Zur Entlassung gehört über den
Sozialdienst die reibungslose Bereitstellung aller erforderlichen Hilfsmittel, wie z.B.
Krankenbett, Toilettenstuhl, Duschsitz, Infusionsständer etc. sowie die Vermittlung aller
weiteren Stellen, die für die Versorgung zu Hause notwendig sind.
Fahrradergometertraining und Laufbandtraining
Es stehen fünf hochwertige Fahrradergometer mit Pulsüberwachung zur Verfügung.
Das Laufband ist zusätzlich mit seitlichen Handlauf - Handstützen ausgestattet.
Fußreflexzonenmassage
Fußreflexzonen stehen in Verbindung zu unseren Organen und Körperteilen.
Über bestimmte Reize der Füße erreichen wir eine Linderung des schmerzhaften Bereichs.
Das vegetative Nervensystem kommt wieder in Balance, zusätzlich wird ein Wärmeund Entspannungsgefühl erzeugt.
Inhalationen
Zum Durchführen einer Inhalation stehen zwei Vorrichtungen zum Inhalieren von feuchter Wärme mit Emser Salz im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin zur
Verfügung, sofern der Patient mobil ist.
Im stationären Bereich befinden sich in jedem Zimmer 2-3 Vorrichtungen zum Inhalieren
im Zimmer, bzw. Bett.
Kinästhetik
Bei der Kinästhetik (Kinetik= Bewegung, Ästhetik= Lehre vom Schönen) geht es vor allem um humanes und respektvolles Behandeln von kranken Menschen. Die Bewegungen, die bei der Pflege notwendig sind, sollen möglichst schmerzlos und angenehm für
den Patienten sein. Durch einfache Hilfsmittel und mit dem nötigen Know-How können
Patienten leicht und schmerzlos im Bett bewegt oder gedreht werden oder in einen
Stuhl gesetzt werden. Diese Methode ist nicht nur für die Patienten angenehmer, sondern auch körperschonend für die Pflegenden.
Viele Mitarbeiter des Pflegepersonals haben einen dreitägigen Kursus in Kinästhetik
absolviert oder bereits den Auffrischungskurs genutzt, um die Erfahrungen zu vertiefen.
Massage
Wir bieten verschiedene Massagen an, für die Personen die Ruhe und Entspannung
suchen, sowie zur Vorbeugung oder Linderung von Beschwerden.
Zum Beispiel:
- Bindegewebsmassage
- Klassische Massage; es besteht die Möglichkeit diese Therapie sowohl im stationären
Bereich als auch im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin in Anspruch
zu nehmen.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 129
Organisation von Rehabilitationsmaßnahmen
Der Sozialdienst vermittelt medizinische Rehabilitationsmaßnahmen in Abstimmung mit
dem ärztlichen Dienst.
Physikalische Therapie
Die Physikalische Therapie umfasst ein breites Therapiespektrum.
Je nach Bedarf und auf ärztliche Verordnung stehen folgende Therapiemöglichkeiten im
Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin zur Verfügung:
Elektrotherapie:
- Ultraschall Behandlungen
- Reizstrom Behandlungen
- Interferenzstrom Behandlungen
- Mikrowellen Behandlung
- 4-Zellen Bad Behandlungen
- Stangerbad
- Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS Behandlungen)
Physiotherapie / Krankengymnastik
Physiotherapie wird im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin oder wenn
Patienten nicht mobil sind, vor Ort durchgeführt.
Es ist ein Heilverfahren durch Einsatz von passiver und aktiver Bewegung des Menschen zur Prävention, Therapie und Rehabilitation von gesundheitlichen Beschwerden
und Schädigungen, die durch Alterungsprozesse, Verletzungen und Krankheiten entstanden sind, sowie zur allgemeinen Gesundheits- und Leistungsförderung.
Physiotherapie umfasst Untersuchungen, Erstellen einer physiotherapeutischen Diagnose und eines Therapieplans, Intervention und Evaluation der Therapie.
Die Intervention kann verschiedene Therapiekonzepte beinhalten.
Wesentliche Merkmale einer physiotherapeutischen Intervention sind das Erlernen eines Eigenübungsprogramms und die Anleitung zum Verhalten im Alltag.
Schmerztherapie / -management
Die Patienten im Klinikum Links der Weser erhalten eine qualitativ hochwertige
Schmerztherapie. Ein besonderes Qualitätsmerkmal ist das Vorhandensein einer
Schmerzambulanz. Verantwortlich für die an die Patienten ausgerichtete bestmögliche
Schmerztherapie ist der behandelnde Arzt.
Ziele
- sichere und komplikationsarme Schmerztherapie
- weitestgehend Schmerzfreiheit
- Erhaltung von Lebensqualität
- Vermeidung von Folgeproblemen
- Wirtschaftlichkeit
Zur Unterstützung der medikamentösen Therapie stehen u.a. folgende Therapieangebote zur Verfügung:
- Wurzelblockade, Faccetteninfiltrationen, Infiltrationen, Elektroagulation, Elektrostimulation, TENS, Triggerinjektionen, Glycerinblockaden
- Bestrahlung und Nuklidtherapie
- Anästhesiologische Methoden (PCA-Pumpen, Periduralkatheter)
- Nichtmedikamentöse Maßnahmen (Krankengymnastik, Massage, Physikalische Therapie, Kunsttherapie, Psychologische Interventionen)
- Akupunktur
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 130
Spezielle Angebote zur Anleitung und Beratung von Patienten und Angehörigen
Sport für´s Herz:
Dies ist ein Angebot für Personen mit Herz-Kreislaufproblemen.
In Kleingruppen mit ca. fünf Personen unterstützen wir Sie im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin, den in der Reha erreichten Trainingsstand zu halten
oder sogar noch zu verbessern.
Versorgung mit Hilfsmitteln / Orthopädietechnik
Bei Bedarf findet in Abstimmung mit dem ärztlichen- und pflegerischen Dienst, dem Sozialdienst, dem Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin, einem Sanitätshaus, dem Patienten und dessen Angehörigen, unter Berücksichtigung der häuslichen
Gegebenheiten, eine ausführliche Hilfsmittelberatung und Versorgung statt.
Wundmanagement
Seit 2000 gibt es ein standardisiertes Wundmanagement. Die Fachgruppe besteht aus
einem Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Unfallchirurgie und einem Wundpflegeexpertenteam. Das Team betreut unter ärztlicher Verantwortung die Wundsprechstunde.
Zu den Aufgaben und Zielen gehören:
- Durchführung von Konsilen in der Klinik
- Beratung der Stationen beim Einsatz von Lagerungshilfsmitteln
- nachstationäre Wundversorgung
- Informationsaufbereitung für die weiterversorgenden Leistungserbringer
Seit 2004 wird der Nationale Expertenstandard Dekubitus umgesetzt. Hierzu wurden
Leitlinien erstellt. Sie beinhalten eine Wundfibel, die Wunddokumentation inkl. Fotodokumentation und die zentrale Steuerung von Lagerungsmaterialen und Wundprodukten.
Das Links der Weser nimmt z.Z. an einer Studie im Bereich der Pflegeforschung und
der Produktentwicklung in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremen teil.
Zusammenarbeit mit / Kontakt zu Selbsthilfegruppen
Das ärztliche und pflegerische Personal und der Sozialdienst vermitteln, je nach Erkrankung des Patienten, den Kontakt zu Selbsthilfegruppen.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 131
B-7.4
Nicht-medizinische Serviceangebote der Thorax-, Herz- und
Gefäßchirurgie
Aufenthaltsräume
Jede Station verfügt über einen Aufenthaltsraum, der von den Patienten und ihrem Besuch jederzeit genutzt werden kann. Da wir ein rauchfreies Krankenhaus sind, ist dort
das Rauchen nicht gestattet. Weiterhin stehen die Cafeteria im Erdgeschoss des
Haupthauses und das Bistro in der neuen Eingangshalle für Patienten und Besucher
zur Verfügung. Der kleine Park mit See lädt zum Verweilen ein.
Besuchsdienst / "Grüne Damen"
Die Grünen Damen sind ehrenamtlich tätig und helfen unseren Patienten in persönlichen Angelegenheiten. Dazu gehören unter anderem Besorgungen am Kiosk, Begleitung bei Spaziergängen und Betreuung des Bücherservices.
Dolmetscherdienste
Sprachkundige qualifizierte Mitarbeiter des Hauses werden bei Bedarf (z.B. während
des Behandlungsprozesses) hinzugezogen ggf. offizielle Dolmetscher. Die Stationen
können sich zu diesem Zweck an das Kommunikations-Center wenden. Aufklärungsbögen sind in mehreren Sprachen verfügbar.
Im Fort- und Weiterbildungsangebot "Horizonte" werden Schulungen "Englisch für Pflegeberufe" angeboten.
Ein-Bett-Zimmer mit eigener Nasszelle
Elektrisch verstellbare Betten
Unsere modernen Betten verfügen über eine elektronische Höheneinstellung des Kopfteils und können in der gesamten Höhe individuell an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden.
Für die Patientensicherheit gibt es beidseitige Bettgitter. Im Bereich der Erwachsenenpflege verhindern einseitige Bettgitter oftmals einen Sturz aus dem Bett, wenn der Patient speziell gelagert wird und ggf. seine Lage verändert, ohne ein evtl. damit verbundenes Risiko einschätzen zu können. Für die Kleinkinder gibt es spezielle Gitterbettchen.
Empfangs- und Begleitdienst für Patienten und Besucher
Der Empfangsservice befindet sich im neuen Eingangsbereich. Er hilft Patienten und
Besuchern bei der Orientierung im Krankenhaus und begleitet ggf. Patienten zur Station
(Gepäcktransport/Sitzendtransport) oder unterstützt bei der Bedienung des Telefonkartenautomaten. In der administrativen Aufnahme stehen Rollstühle für die Patienten bereit. Es gibt ein neues Leitsystem vom Eingangsbereich zu allen Knotenpunkten des
Hauses, um allen Patienten und Besuchergruppen gerecht zu werden. Mit Aufzügen ist
ein rollstuhlgerechter Zugang hergestellt.
Um die Wegehäufigkeiten der Stationsmitarbeiter zu reduzieren, wurde der Patientenbegleitdienst (PBD) neu strukturiert. Der PBD steht wochentags von 7.00 bis 20.00 Uhr
zur Verfügung. Die Anforderung erfolgt über eine zentrale Rufnummer/und Pieper. Es
gibt feste Absprachen zwischen Stationen, Anästhesie und dem PBD über die zeitliche
Abfolge des Patiententransportes in den OP.
Fernsehgerät am Bett / im Zimmer
Alle Zimmer haben einen Fernseher (kostenlos).
Auf der Station Sylt hat jeder Patient direkt am Bett einen Fernsehmonitor.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 132
Frei wählbare Essenszusammenstellung (Komponentenwahl)
Bei der Verpflegung werden den Erfordernissen, Bedürfnissen und Wünschen der Patienten fast immer Rechnung getragen.
Durch ein computerunterstützendes Warenwirtschafts-, Versorgungs- und Organisationssystem erfolgt die individuelle Bestellung und Lieferung der Menüs.
Dank dieses Systems sind alle Speisekomponenten untereinander kombinierbar; dies
gilt für das Frühstück und Abendessen, jeweils unter Berücksichtigung einer ggf. bestehenden Diät. So ist es selbst stark eingeschränkten Patienten immer noch möglich, sich
die Mahlzeiten nach ihrem Geschmack zusammenzustellen. Für das Mittagessen stehen täglich drei Menüs zur Auswahl. Religiöse und kulturelle Aspekte werden in unserem Speiseangebot vollständig berücksichtigt. Muslime haben immer die Möglichkeit,
ein schweinefleischfreies Menü zu wählen, ebenso steht grundsätzlich eine vegetarische Ausweichmöglichkeit zur Verfügung.
Internetanschluss am Bett / im Zimmer
Auf der Wahlleistungsstation Sylt gibt es ein Internetanschluss am Bett.
Kostenlose Getränkebereitstellung (Mineralwasser)
Auf allen Stationen stehen für Patienten ausreichend kostenlose Getränke (Mineralwasser) zur Verfügung.
Rollstuhlgerechte Nasszellen
Auf der Station befindet sich eine rollstuhlgerechte Nasszelle.
Rundfunkempfang am Bett
Die Zimmer verfügen über TV/Radio-Anschluss mit Kopfhörer.
Seelsorge
Unsere Seelsorger im Krankenhaus stehen den Patienten, sofern sie es wünschen,
zum Gespräch zur Verfügung (Pastoralreferentin Ulrike Ernsing im Zentralgebäude im
Sockelgeschoss Fon: (0421) 879-1602 und Frau Beate Rösel im Zentralgebäude im 5.
Stock Fon: (0421) 879-1340.
Die Seelsorgerinnen machen regelmäßig Besuche auf den Stationen. Darüber hinaus
können Kontakte jederzeit über die Pflegekräfte der Stationen hergestellt werden.
Telefon
An jedem Bett befindet sich ein Telefonapparat. Um telefonieren oder sich anrufen lassen zu können, benötigen Patienten eine Telefonkarte, die an Automaten in der Eingangshalle ausgegeben werden. Falls Sie nicht zum Automaten gehen können, wenden
Sie sich bitte an das Stationsteam. Eine ausführliche Bedienungsanleitung und Gebühreninformation zur Patiententelefonanlage finden Sie bei den Telefonkartenautomaten.
Neben dem eigenen Telefon am Bett stehen selbstverständlich öffentliche Münz- und
Kartenfernsprecher in der Eingangshalle zur Verfügung.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Handys bzw. Mobiltelefone grundsätzlich im
Krankenhaus nicht benutzt werden dürfen. Die elektromagnetischen Strahlungen können sensible medizintechnische Geräte beeinflussen und damit lebenserhaltende Apparate stören oder sogar zum Ausfall bringen.
Unterbringung Begleitperson
Im angegliederten visit-Hotel haben Begleitpersonen die Möglichkeit zu übernachten.
Wertfach / Tresor am Bett / im Zimmer
Zum Schutz von Wertsachen der Patienten informiert ein mehrsprachiges Merkblatt, wo
und wie Wertsachen deponiert werden können. Auf Station Sylt steht pro Patient ein
Tresor zur Verfügung. Die Patientenschränke sind selbstverständlich abschließbar.
Zwei-Bett-Zimmer mit eigener Nasszelle
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 133
Gottesdienste
Jeden Donnerstag um 17.00 Uhr und an hohen Feiertagen wird im Raum der Stille (über die Eingangshalle zu erreichen) ein Gottesdienst angeboten.
B-7.5
Fallzahlen der Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie
Vollstationäre Fallzahl:
B-7.6
1784
Hauptdiagnosen nach ICD
Rang
ICD-10
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
I25
675
Chronische Durchblutungsstörung des Herzens
(z.B. durch Verkalkung der Herzkrankgefäße)
2
I21
250
Frischer Herzinfarkt
3
I35
206
Krankheit einer Herzklappe - hier Aortenklappe
– jedoch nicht als Reaktion auf eine Streptokokkeninfektion (=Nichtrheumatische Klappenkrankheit)
4
I20
139
Anfallartige Schmerzen in der Herzgegend mit
Beengungsgefühl(=Angina pectoris)
5
I71
109
Aussackung oder Spaltung der Hauptschlagader
6
I70
71
Arterienverkalkung (v.a. an den Beinen)
7
I34
54
Krankheit einer Herzklappe - hier Mitralklappe
– jedoch nicht als Reaktion auf eine Streptokokkeninfektion (=Nichtrheumatische Klappenkrankheit)
8
T81
46
Komplikationen während/infolge eines medizinischen Eingriffes (z.B. Blutungen, Schock, Infektionen)
9
I65
25
Verschluss oder Verengung eines hirnversorgenden Blutgefäßes (z.B. Halsschlagader) ohne Schlaganfall
10
I08
20
Krankheiten mehrerer Herzklappen
11
Z48
20
Nachbehandlung nach chirurgischem Eingriff
12
T84
14
Komplikationen durch orthopädische Endoprothesen, Implantate oder Transplantate
13
I33
10
Akute und subakute Entzündung der Herzinnenhaut (Endokarditis)
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 134
Rang
ICD-10
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
14
I31
8
Sonstige Krankheiten des Herzbeutels
15
I42
6
Krankheit des Herzmuskels, die mit einem
schlechteren Blutauswurf einhergeht
16
J93
Lufteinbruch zwischen Lungen- und Rippenfell
(=Pneumothorax)
17
I72
Sonstige Aussackung oder Wandschwäche einer Schlagader (Aortenaneurysma)
18
I74
Plötzliche (=Embolie) oder langsame
(=Thrombose) Gefäßverstopfung einer Schlagader [jedoch nicht Herzinfarkt oder Schlaganfall]
19
Q21
Angeborene Fehlbildungen der Herzscheidewände (=Herzsepten)
20
T82
Komplikationen durch Prothesen, Implantate
oder Transplantate im Herzen oder in den Gefäßen
B-7.6.1
Weitere Kompetenzdiagnosen
ICD-10
Absolute Fallzahl
I50
286
I22
6
Umgangssprachliche Bezeichnung
Herzschwäche (=Herzinsuffizienz)
Erneuter Herzinfarkt innerhalb 4 Wochen nach erstem
Herzinfarkt
I05
Rheumatische Mitralklappenkrankheiten
I36
Krankheit einer Herzklappe - hier Trikuspidalklappe – jedoch nicht als Reaktion auf eine Streptokokkeninfektion
(=Nichtrheumatische Klappenkrankheit)
I07
Rheumatische Trikuspidalklappenkrankheiten
I06
Rheumatische Aortenklappenkrankheiten
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 135
B-7.7
Prozeduren nach OPS
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
5-361
1827
Anlegen einer Umgehungsverbindung zwischen der Hauptschlagader (=Aorta) und den
Herzkranzgefäßen bei Gefäßverkalkung der
Herzkranzgefäße (=Koronaratherosklerose) unter Einsatz der Herzlungenmaschine
2
5-351
433
Ersatz von Herzklappen durch Prothese
3
5-379
146
Andere Operationen an Herz oder Herzbeutel
(=Perikard)
4
5-916
96
Vorübergehende Weichteildeckung
5
5-353
83
Valvuloplastik (= Herzklappenplastik)
6
5-384
83
Resektion und Ersatz (Interposition) an der Aorta
7
5-346
71
Plastische Rekonstruktion der Brustwand
8
5-393
55
Anlegen einer sonstigen Nebenverbindung oder Umgehungsverbindung an Blutgefäßen
9
5-362
50
Anlegen eines aortokoronaren Bypass durch
minimalinvasive Technik (Schlüssellochchirurgie)
10
5-354
29
Andere Operationen an Herzklappen
11
5-381
24
Ausräumen des am Verschlussort eines Blutgefäßes gelegenen Blutpfropfes (=Thrombus)
einschließlich der ihm anhaftenden Gefäßinnenwand
12
5-349
21
Andere Operationen am Thorax
13
5-376
19
Implantation und Entfernung eines herzunterstützenden Systems, offen chirurgisch
14
5-311
18
Temporäre Tracheostomie
15
5-38a
18
Endovaskuläre Implantation von StentProthesen
16
5-363
17
Andere Revaskularisation des Herzens
17
5-352
15
Wechsel von Herzklappen
18
5-380
12
Inzision, Embolektomie und Thrombektomie
von Blutgefäßen
19
5-373
10
Exzision und Destruktion von erkranktem Gewebe des Herzens
20
5-340
9
Inzision von Brustwand und Pleura
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 136
B-7.7.1 Weitere Kompetenzprozeduren
OPS-301
Absolute Fallzahl
5-381.0
15
B-7.8
Umgangssprachliche Bezeichnung
Ausräumen des am Verschlussort eines Blutgefäßes gelegenen Blutpfropfes (=Thrombus) einschließlich der ihm
anhaftenden Gefäßinnenwand, an der Halsschlagader
Ambulante Behandlungsmöglichkeiten
Bezeichnung der Ambulanz
Thorax-, Herz- und GefäßchirurgieSprechstunde (THG)
Angebotene Leistung
In der THG-Sprechstunde werden
nach Überweisung oder durch Einbestellung folgende Leistungen erbracht:
- präoperative Gespräche vor Herzoperationen
- klinische Untersuchung von Gefäßpatienten, Einleitung der erforderlichen Diagnostik sowie entsprechende Aufklärungsgespräche vor der
Operation
- Nachkontrolle der Patienten im Sinne der poststationären Nachschau
nach Herz- oder Gefäßoperationen
- Untersuchung und Behandlung von
Patienten mit akuten Problemen
- Planung der Therapie und der stationären Aufnahme
- Wundkontrollen bei Patienten aus
der ambulanten REHA am Hause,
aber auch bei Patienten aus stationären REHA-Einrichtungen
- OP-Planung für Patienten mit Aortenaneurysmen
- Betreuung ambulanter Patienten mit
implantierten Kunstherzen
Art der Ambulanz
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
THG-Sprechstunde
) 137
B-7.9
Ambulante Operationen nach § 115b SGB V
Ambulante Operationen werden in der Abteilung für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie
nicht durchgeführt.
B-7.10
Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der Berufsgenossenschaft
Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein
Stationäre BG-Zulassung:
B-7.11
Nein
Apparative Ausstattung
Belastungs-EKG / Ergometrie
Cell Saver (im Rahmen einer Bluttransfusion)
Computertomograph (CT) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Endoskop
Geräte der invasiven Kardiologie (z.B. Herzkatheterlabor, Ablationsgenerator,
Kardioversionsgerät, Herzschrittmacherlabor) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Geräte zur Lungenersatztherapie / -unterstützung (z.B. ECMO/ECLA) (24hNotfallverfügbarkeit)
Herzlungenmaschine
Hochfrequenzthermotherapiegerät
Röntgengerät / Durchleuchtungsgerät (z.B. C-Bogen) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Sonographiegerät / Dopplersonographiegerät
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 138
B-7.12
Personelle Ausstattung
B-7.12.1
Ärzte
Anzahl
Ärzte insgesamt (außer Belegärzte)
15,29
Davon Fachärzte
9,00
Belegärzte (nach § 121 SGB V)
0,00
Fachexpertise der Abteilung
Allgemeine Chirurgie
Gefäßchirurgie
Herzchirurgie
Thoraxchirurgie
Notfallmedizin
Sonstige Facharztqualifikation
Teilgebiet Thorax- und Kardiovaskularchirurgie
Sonstige Zusatzweiterbildung
Zertifikat Kinderherzchirurgie
B-7.12.2
Pflegepersonal
Anzahl
Pflegekräfte insgesamt
45,00
Examinierte Pflegekräfte
42,00
Examinierte Pflegekräfte mit
Fachweiterbildung
15,00
Kommentar / Ergänzung
Stationsleitung
PraxisanleiterIn
Fachweiterbildung für Krankenschwester/Krankenpfleger im Operationsdienst
Fachkrankenschwester für Rehabilitation
Fachweiterbildung Intermediate Care (IMC)
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 139
B-7.12.3
Spezielles therapeutisches Personal
Arzthelfer
Diätassistenten
Kinästhetikbeauftragte
Physiotherapeuten
Sozialarbeiter
Wundmanager
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 140
B-8
Frauenheilkunde
B-8.1
Allgemeine Angaben der Frauenheilkunde
Chefarzt:
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Öney
Prof. Dr. Öney, OÄ Dr. Burkert
Klinikpflegeleitung:
Michaela Ackermann-Redl, Fon: 0421 879-1611
Fon:
Fax:
0421 879-1240
0421 879-1676
URL:
EMail:
http://www.klinikum-bremen-ldw.de/
mailto:[email protected]
Einleitung
Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe gliedert sich in diverse Fachbereiche. Sie
erhalten detaillierte Angaben zum Leistungsspektrum und weitere Information über die
Klinik für Frauenheilkunde über unsere Homepage: www.klinikum-bremen-ldw.de.
B-8.2
Versorgungsschwerpunkte der Frauenheilkunde
Diagnostik und Therapie gynäkologischer Tumoren: Zervix-, Corpus-, OvarialVulva-, Vaginalkarzinom
Der feingewebliche Befund ist für die Diagnose entscheidend. Er wird beim Zervixcarcinom zum Beispiel mittels Probeentnahme (PE) oder Konisation gewonnen. Bei Verdacht auf Corpuscarcinom erfolgt eine Ausschabung. Das Vulva- bzw. Vaginalcarcinom
wird ebenfalls mittels PE gesichert. Die weitere Diagnostik zur Feststellung des Tumorstadiums umfasst neben der klinischen Untersuchung die bildgebenden Verfahren wie
Ultraschall, Computertomographie bzw. MRT sowie die Bestimmung der Tumormarker.
Die Operationen werden stadiengerecht durchgeführt, ggf. zusammen mit der Klinik für
Allgemeinchirurgie oder mit einem Urologen. Eine Fallbesprechung erfolgt in der interdisziplinären Tumorkonferenz mit Strahlentherapeuten, Onkologen, Pathologen. Chemotherapie wird in der Gynäkologie durchgeführt. Es erfolgt einen enge Zusammenarbeit mit der Praxis für Strahlentherapie.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 141
Diagnostik und Therapie von bösartigen Tumoren der Brustdrüse
Bösartige Tumore werden mittels Ultraschall und Mammographie diagnostiziert. Größe,
Lage und Merkmale werden erhoben. Es erfolgt eine Stanze unter ultrasonographischer
/ mammographischer Kontrolle zur Gewinnung von Gewebe zur feingeweblichen Beurteilung (Histologie). In einer speziellen Sprechstunde für Erkrankungen der Brustdrüse
(Mammasprechstunde) erfolgt die Beratung über die erforderliche Therapie wie Operation, Bestrahlung, Chemotherapie, hormonelle Therapie. Das Operationsspektrum umfasst brusterhaltende Operationen, Mastektomien, rekonstruktive Operationen zum
Wiederaufbau der Brust mit Eigengewebe oder mittels Prothesen, Sentinel-LymphnodeEntfernung, konventionelle Entfernung von Lymphknoten aus der Achselhöhle. Nicht
tastbare Knoten werden vor der Operation mittels Draht unter ultrasonographischer oder mammographischer Kontrolle markiert. Es erfolgt eine Vorstellung des Falles in der
interdisziplinären Konferenz mit Pathologen, Strahlentherapeuten, Onkologen und Operateuren.
Diagnostik und Therapie von entzündlichen Krankheiten der weiblichen Beckenorgane
Neben der klinischen Untersuchung erfolgt die Ultraschalluntersuchung der Organe des
kleinen Beckens. Blutentnahmen und Entnahme von Abstrichen komplettieren die Diagnostik. Zur weiteren Abklärung erfolgt eine Bauchhöhlenspiegelung. Die Bauchhöhlenspiegelung dient sowohl diagnostischen Zwecken (Ausdehnung und Schwere der Entzündungs-Abstriche aus der Bauchhöhle) ist jedoch auch gleichzeitig eine therapeutische Maßnahme. Falls erforderlich, können Abszesse eröffnet werden, gegebenenfalls
kann auch das Abszessgewebe entfernt werden. Verwachsungen können ebenfalls gelöst werden. Zudem werden Antibiotika gegeben. Abhängig von der Schwere des
Krankheitsbildes kann auch eine Bauchoperation mittels Bauchschnitt erforderlich sein.
Diagnostik und Therapie von gutartigen Tumoren der Brustdrüse
Gutartige Tumore der Brustdrüse wie z.B. Fibroadenome oder akzessorische Milchdrüsen, werden mittels bildgebenden Verfahren wie Ultraschall und Mammographie diagnostiziert. Größe, Lage und Merkmale (Dignitätskriterien) des Tumors werden erhoben.
Unter sonographischer Kontrolle erfolgt eine Stanze um Gewebe für die feingewebliche
Untersuchung (Histologie) zu erhalten. Eine operative Entfernung des Tumors ist nicht
in jedem Falle erforderlich.
Nicht tastbare Knoten werden vor einer erforderlichen Operation mittels Ultraschall oder
Mammographie mittels eines Drahtes markiert.
Die Diagnostik sowie die Gespräche über die erforderliche Therapie erfolgen in einer
speziellen Sprechstunde für Erkrankungen der Brust (Mammasprechstunde).
Diagnostik und Therapie von nichtentzündlichen Krankheiten des weiblichen
Genitaltraktes
Nichtentzündliche Erkrankungen betreffen sowohl Eileiter und Eierstöcke (Cysten, Endometriosen, Verwachsungen, Sactosalpingen, Bauchhöhlenschwangerschaften) als
auch die Gebärmutter (Myome). Neben der klinischen Untersuchung erfolgt die Ultraschalluntersuchung von Organen des kleinen Beckens (Eierstöcke, Eileiter, Gebärmutter). Blutentnahmen komplettieren die Diagnostik. Zur weiteren Abklärung erfolgt eine
Bauchhöhlenspiegelung. Eine Bauchhöhlenspiegelung ist sowohl eine diagnostische als
auch eine therapeutische Operation. Die Operation kann ambulant oder stationär erfolgen. Abhängig von der Schwere des Krankheitsbildes kann auch eine Bauchoperation
mittels Bauchschnitt erforderlich sein.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 142
Diagnostik und Therapie von sonstigen Erkrankungen der Brustdrüse
Verkalkungen in der Brust nehmen eine Sonderstellung in der Diagnostik ein. Es lässt
sich in vielen Fällen kein Tumor darstellen. Es findet sich Kalk im Verlauf der Milchgänge. Die Verkalkungen werden in der Mammographie diagnostiziert und hinsichtlich Größe, Art der Verkalkung und Verteilungsmuster beurteilt. Unter mammographischer Kontrolle erfolgt eine Stanze zur Gewinnung von Gewebe zur feingeweblichen Beurteilung.
Falls der feingewebliche Befund ein so genanntes Carcinoma in situ ergibt, ist eine Operation erforderlich. Vor der Operation erfolgt eine Markierung des auffälligen Bezirks
mittels Draht unter mammographischer Kontrolle.
Die Diagnostik erfolgt in Zusammenarbeit mit Radiologen. Die Gespräche über die erforderliche Therapie erfolgen in einer speziellen Sprechstunde für Erkrankungen der
Brust (Mammasprechstunde). Zudem erfolgt eine Vorstellung in der interdisziplinären
Konferenz mit Pathologen, Radiologen und Gynäkologen.
Endoskopische Operationen (Laparoskopie, Hysteroskopie)
Hysteroskopisch erfolgen Polypentfernungen, Endometriumablationen, Myomentfernungen. Das laparaskopische Operationsspektrum umfasst sowohl organerhaltende
Operationen an den Eierstöcken oder Eileitern (Cysten, Bauchhöhlenschwangerschaft,
Entzündungen, Endometriose) als auch die operative Entfernung von Eierstöcken oder
Eileiter. Die Bergung aus der Bauchhöhle erfolgt, falls erforderlich, mittels Bergebeutel.
Die Eingriffe erfolgen sowohl ambulant als auch stationär. Operationen an der Gebärmutter (Myomentfernungen) oder laparaskopisch unterstützte Gebärmutterentfernungen
erfolgen stationär.
Gynäkologische Abdominalchirurgie
Abdominal erfolgen Eingriffe an den Eierstöcken, Eileitern, falls ein laparaskopisches
Vorgehen nicht möglich ist. Dies kann u.a. bei Endometriose, Verwachsungen des
Darms oder bei großen Cysten der Fall sein.
Myome der Gebärmutter unter Erhalt der Gebärmutter werden per Bauchschnitt entfernt, falls eine Entfernung laparaskopisch nicht möglich ist. Das Operationsspektrum
umfasst zudem die Gebärmutterentfernung sowie die Fixation des Scheidenstumpfes
bei Senkungszuständen bzw. die Anhebung der Harnröhre.
Inkontinenzchirurgie
Die Diagnostik und Gespräche zur medikamentösen oder operativen Therapie erfolgen
in einer speziellen Sprechstunde.
Das Operationsspektrum umfasst sowohl die vaginalen (durch die Scheide) als auch die
abdominalen (Bauchschnitt) Operationen. Fixationen des Scheidenstumpfes erfolgen
sowohl vaginal als auch abdominal. Die Behebung von sogenannten Cystocelen (Vorwölbung der Harnblase) oder Rektocelen (Vorwölbung des Darms) werden sowohl mit
sogenannten Netzen operativ behandelt als auch mit herkömmlichen Operationsverfahren. Zur Behebung der Inkontinenz werden vaginal Bänder (TVT /TVT-O /TVT n. Monarc) zur Anhebung der Harnröhre gelegt. Abdominale Operationstechniken wie die
Operation nach Burch werden ebenfalls durchgeführt.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 143
Kosmetische / plastische Mammachirurgie
In der speziellen Mammasprechstunde, die angeboten wird, stellen sich Frauen vor, die
Probleme mit ihrer Brustgröße oder ihrer Brustform haben. Dabei kann es sich um angeborene Fehlbildungen handeln (z.B. tuberöse Brust) oder um Asymmetrien, d.h. eine
Brust hat eine deutlich unterschiedliche Größe oder Form im Vergleich zur anderen
Brust. Frauen mit dem Wunsch nach einer Brustvergrößerung werden ebenfalls beraten. Viele Frauen leiden unter einer zu großen Brust, und möchten eine Brustverkleinerung oder eine Bruststraffung. Es handelt sich sowohl um Frauen mit einer vorwiegend
kosmetischen Problematik als auch um Frauen mit einer medizinischen Indikation. Gynäkomastien des Mannes werden ebenfalls behandelt. Es stellen sich auch Frauen mit
dem Wunsch nach Wiederaufbau der Brust nach Mastektomien vor. Das Operationsspektrum umfasst Mammareduktionsplastiken, Augmentationen mittels Prothesen, rekonstruktive Operationen zum Wiederaufbau der Brust mit Eigengewebe oder mittels
Prothesen.
B-8.3
Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Frauenheilkunde
Atemgymnastik
Für Patienten die gehfähig sind wird im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative
Medizin Atemgymnastik durchgeführt. Für bettlägerige Patienten kommen die Mitarbeiter des Zentrums vor Ort. Es umfasst eine große Anzahl von Übungen zur Verbesserung der Atmung. Unter Mitarbeit des Patienten und mit Hilfe spezieller, individueller Atemtechniken wird eine physiologische Atmung angestrebt. Dafür wird die Atemmuskulatur täglich trainiert, sowie die Zwerchfell-, Brust- und Flankenatmung bewusst geübt.
Darüber hinaus werden atemerleichternde Körperhaltungen / Techniken eingeübt.
Patienten mit besonders viel Bronchialsekret erlernen Übungen und Lagerungsdrainagen um das gestaute Sekret besser abhusten zu können.
Beratung / Betreuung durch Sozialarbeiter
Als Ergänzung zu der medizinischen und pflegerischen Versorgung bietet der Sozialdienst den Patienten und ihren Angehörigen während ihres Krankenhausaufenthaltes
Beratung und Unterstützung an.
Er berät sie in allen sozialrechtlichen und finanziellen Fragestellungen, die in einem Zusammenhang mit der Erkrankung stehen (Haushaltshilfe, häusliche Krankenpflege,
Pflegeversicherung) und unterstützt die Patienten bei Antragstellungen und im Umgang
mit entsprechenden Behörden. Der Sozialdienst vermittelt medizinische Rehabilitationsmaßnahmen, Hauspflege, Haushaltshilfen, Heimplätze, Kurzzeitpflege und Selbsthilfegruppen.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 144
Besondere Formen / Konzepte der Betreuung von Sterbenden
Den Bedürfnissen und Wünschen sterbender Patienten sowie deren Angehörigen wird
unter Berücksichtigung ethischer Gesichtspunkte und durchführbarer Möglichkeiten
entsprochen. Der Wunsch nach Ruhe/Abgeschiedenheit oder ungestörtem Abschiednehmen kann größtenteils durch Einzelzimmer sichergestellt werden; eine Begleitung
erfolgt auf Wunsch durch Seelsorger. Besondere Speisewünsche werden berücksichtigt. Die Abteilung Schmerzmanagement unterstützt die Kliniken in der Schmerztherapie, ebenso die Anästhesieabteilung.
Patienten können nach Bedarf auf die Palliativstation oder in das Hospiz verlegt werden. In den Abteilungen wird immer versucht eine entsprechende Atmosphäre in dem
Patientenzimmer zu gewährleisten. Dies trifft insbesondere auf die Neonatologische Intensivstation und den Kreißsaal zu. Im Bereich der Erwachsenen-Intensivstation gibt es
einen Abschiedsraum. Dieser wird auch in der Pathologie vorgehalten. Außerdem gibt
es einen Raum der Stille als Rückzugsmöglichkeit.
Bobath-Therapie
Das weltweit anerkannte krankengymnastische Pflegekonzept beinhaltet eine ganzheitliche therapeutische Behandlungspflege über 24 Stunden für Hemiplegiker (Halbseitengelähmte).
Folgende Ziele wollen wir mit dieser speziellen Behandlung erreichen:
- Verbesserung der hemiplegischen Seite in Koordination mit der gesunden Seite
- Hemmung der Spastizität und der abnormen Haltungs- und Bewegungsmuster
- Entwicklung der Körpersymmetrie und des Gefühles von Körpermitte
- Verhindern von Schmerzen und Kontrakturen
- Erhöhen von Selbstständigkeit und Sicherheit in alltäglichen Situationen.
Das Bobath-Konzept wird angewandt bei der Lagerung, dem Sitzen im Rollstuhl, beim
Gehen, Ankleiden und der Nahrungsaufnahme. Unter Führung des Therapeuten lernt
der Patient, seine betroffene Seite immer wieder in alltägliche Situationen einzubeziehen. Insgesamt ist eine Kooperation des gesamten Teams erforderlich, um die Ziele erreichen.
Diät- und Ernährungsberatung
Bei der Verpflegung werden die Erfordernisse, Bedürfnisse und Wünsche der Patienten
berücksichtigt. Mit Hilfe eines EDV-Systems sind alle Komponenten des Frühstücks und
Abendessens untereinander kombinierbar. Mittags können die Bestandteile von drei
Menüs frei zusammengesetzt werden, jeweils unter Berücksichtigung einer Diät, religiöser oder kultureller Aspekte. Die Diätküche berücksichtigt spezielle Anforderungen. Für
alle Patienten des Klinikums Links der Weser steht die Diätberaterin zur Verfügung.
Nachdem Probleme des Patienten bei der Nahrungsaufnahme durch das Pflegepersonal, sowie der Stationsärzte erfasst worden sind, erfolgt nach Absprache mit den Diätassistenten, eine individuelle angemessene Menüplanung.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 145
Entlassungsmanagement
Wir richten uns nach dem nationalen Expertenstandard Entlassungsmanagement.
Durch eine frühzeitige Absprache zwischen Stationsarzt, zuständiger Bereichspflegekraft und Sozialdienst als Mittler zum nächsten Versorgungsbereich lassen sich alle nötigen Informationen rechtzeitig aufeinander abstimmen. In allen Kliniken erhält der Patient einen handschriftlichen Kurzbrief oder den EDV-erstellten Arztbrief mit den jeweils
relevanten Befunden und Therapieempfehlungen. Bei Verlegungen werden ein Arztbrief
sowie ergänzende relevante Befunde in Kopie, OP-Berichte ggf. auch Röntgenbilder bei
Entlassung zur Verfügung gestellt. Pat., die in weiterbehandelnde Einrichtungen entlassen werden, erhalten einen Pflegeüberleitungsbogen. Zur Entlassung gehört über den
Sozialdienst die reibungslose Bereitstellung aller erforderlichen Hilfsmittel, wie z.B.
Krankenbett, Toilettenstuhl, Duschsitz, Infusionsständer etc. sowie die Vermittlung aller
weiteren Stellen, die für die Versorgung zu Hause notwendig sind.
Fußreflexzonenmassage
Fußreflexzonen stehen in Verbindung zu unseren Organen und Körperteilen.
Über bestimmte Reize der Füße erreichen wir eine Linderung des schmerzhaften Bereichs.
Das vegetative Nervensystem kommt wieder in Balance, zusätzlich wird ein Wärmeund Entspannungsgefühl erzeugt.
Inhalationen
Zum Durchführen einer Inhalation stehen zwei Vorrichtungen zum Inhalieren von feuchter Wärme mit Emser Salz im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin zur
Verfügung, sofern der Patient mobil ist.
Im stationären Bereich befinden sich in jedem Zimmer 2-3 Vorrichtungen zum Inhalieren
im Zimmer, bzw. am Bett.
Kinästhetik
Bei der Kinästhetik (Kinetik= Bewegung, Ästhetik= Lehre vom Schönen) geht es vor allem um humanes und respektvolles Behandeln von kranken Menschen. Die Bewegungen, die bei der Pflege notwendig sind, sollen möglichst schmerzlos und angenehm für
den Patienten sein. Durch einfache Hilfsmittel und mit dem nötigen Know-How können
Patienten leicht und schmerzlos im Bett bewegt oder gedreht werden oder in einen
Stuhl gesetzt werden. Diese Methode ist nicht nur für die Patienten angenehmer, sondern auch körperschonend für die Pflegenden.
Viele Mitarbeiter des Pflegepersonals haben einen dreitägigen Kursus in Kinästhetik
absolviert oder bereits den Auffrischungskurs genutzt, um die Erfahrungen zu vertiefen.
Kontinenztraining / Inkontinenzberatung
Das Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin bietet ein spezielles Übungsprogramm an.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 146
Lymphdrainage
Die Lymphdrainage wird durch das Zentrum für Physikalische Therapie und Rehabilitative Medizin angeboten.
Es ist eine spezielle Behandlungstechnik, bezogen auf die Anatomie und Physiologie
des Lymphgefäßsystems, sowie der Lymphflüssigkeit.
Wirkungsweisen der Lymphdrainage:
- Lymphtransportsteigerung - entstauende Wirkung
- Schmerzlinderung
- Tonusminderung der quergestreiften Muskulatur
- Die Pulsfrequenz wird gesenkt
- Nieren und Blasentätigkeit angeregt
Massage
Wir bieten verschiedene Massagen an, für die Personen die Ruhe und Entspannung
suchen, sowie zur Vorbeugung oder Linderung von Beschwerden.
Zum Beispiel:
- Bindegewebsmassage
- Klassische Massage; es besteht die Möglichkeit diese Therapie sowohl im stationären
Bereich als auch im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin in Anspruch
zu nehmen.
Physikalische Therapie
Die Physikalische Therapie umfasst ein breites Therapiespektrum.
Je nach Bedarf und auf ärztliche Verordnung stehen folgende Therapiemöglichkeiten im
Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin zur Verfügung:
Elektrotherapie:
- Ultraschall Behandlungen
- Reizstrom Behandlungen
- Interferenzstrom Behandlungen
- Mikrowellen Behandlung
- 4-Zellen Bad Behandlungen
- Stangerbad
- Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS Behandlungen)
Physiotherapie / Krankengymnastik
Physiotherapie wird im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin oder wenn
Patienten nicht mobil sind, vor Ort durchgeführt.
Es ist ein Heilverfahren durch Einsatz von passiver und aktiver Bewegung des Menschen zur Prävention, Therapie und Rehabilitation von gesundheitlichen Beschwerden
und Schädigungen, die durch Alterungsprozesse, Verletzungen und Krankheiten entstanden sind, sowie zur allgemeinen Gesundheits- und Leistungsförderung.
Physiotherapie umfasst Untersuchungen, Erstellen einer physiotherapeutischen Diagnose und eines Therapieplans, Intervention und Evaluation der Therapie.
Die Intervention kann verschiedene Therapiekonzepte beinhalten.
Wesentliche Merkmale einer physiotherapeutischen Intervention sind das Erlernen eines Eigenübungsprogramms und die Anleitung zum Verhalten im Alltag.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 147
Schmerztherapie / -management
Die Patienten im Klinikum Links der Weser erhalten eine qualitativ hochwertige
Schmerztherapie. Ein besonderes Qualitätsmerkmal ist das Vorhandensein einer
Schmerzambulanz. Verantwortlich für die an die Patienten ausgerichtete bestmögliche
Schmerztherapie ist der behandelnde Arzt.
Ziele:
- sichere und komplikationsarme Schmerztherapie
- weitestgehend Schmerzfreiheit
- Erhaltung von Lebensqualität
- Vermeidung von Folgeproblemen
- Wirtschaftlichkeit
Zur Unterstützung der medikamentösen Therapie stehen u.a. folgende Therapieangebote zur Verfügung:
- Wurzelblockade, Faccetteninfiltrationen, Infiltrationen, Elektroagulation, Elektrostimulation, TENS, Triggerinjektionen, Glycerinblockaden
- Bestrahlung und Nuklidtherapie
- Anästhesiologische Methoden (PCA-Pumpen, Periduralkatheter)
- Nichtmedikamentöse Maßnahmen (Krankengymnastik, Massage, Physikalische Therapie, Kunsttherapie, Psychologische Interventionen)
- Akupunktur
Versorgung mit Hilfsmitteln / Orthopädietechnik
Bei Bedarf findet in Abstimmung mit dem ärztlichen- und pflegerischen Dienst, dem Sozialdienst, dem Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin, einem Sanitätshaus, dem Patienten und dessen Angehörigen, unter Berücksichtigung der häuslichen
Gegebenheiten, eine ausführliche Hilfsmittelberatung und Versorgung statt.
Wärme- u. Kälteanwendungen
Hierfür stehen im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin eine Fangoanlage und mehrere Heißluftgeräte zur Verfügung.
Mit Hilfe der Wärmebehandlung werden Schmerzlinderung und Durchblutungs- bzw.
Stoffwechselsteigerung bewirkt. Das Ziel ist eine Muskelentspannung und die Verbesserung der Elastizität der Bindegewebsstrukturen.
Kälte beeinflusst ebenfalls die Muskelspannung. Bei einem kurzzeitigen Kältereiz erhöht
sich der Spannungszustand der Muskulatur. Bei einer längeren Anwendung von Kälte
ist auch ein positiver Einfluss auf eine krankhaft erhöhte Muskelspannung möglich. Es
können Verkrampfungen gelockert werden, da die Muskelaktivität sinkt, zudem wirkt eine Eisanwendung entzündungshemmend.
Folgende Wärme- und Kälteanwendungen werden durchgeführt:
- Heißluft Anwendungen
- Fangopackungen
- Rotlicht Anwendungen
- Eis Anwendungen
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 148
Wundmanagement
Seit 2000 gibt es ein standardisiertes Wundmanagement. Die Fachgruppe besteht aus
einem Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Unfallchirurgie und ein Wundpflegeexpertenteam. Das Team betreut unter ärztlicher Verantwortung die Wundsprechstunde. Zu
den Aufgaben und Zielen gehören:
- Durchführung von Konsilen in der Klinik
- Beratung der Stationen beim Einsatz von Lagerungshilfsmitteln
- nachstationäre Wundversorgung
- Informationsaufbereitung für die weiterversorgenden Leistungserbringer
Seit 2004 wird der Nationale Expertenstandard Dekubitus umgesetzt. Hierzu wurden
Leitlinien erstellt. Sie beinhalten eine Wundfibel, die Wunddokumentation inkl. Fotodokumentation und die zentrale Steuerung von Lagerungsmaterialen und Wundprodukten.
Das Links der Weser nimmt z.Z. an einer Studie im Bereich der Pflegeforschung und
der Produktentwicklung in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremen teil.
Zusammenarbeit mit / Kontakt zu Selbsthilfegruppen
Das ärztliche und pflegerische Personal und der Sozialdienst vermitteln, je nach Erkrankung des Patienten, den Kontakt zu Selbsthilfegruppen.
B-8.4
Nicht-medizinische Serviceangebote der Frauenheilkunde
Aufenthaltsräume
Jeder Station verfügt über einen Aufenthaltsraum, der von den Patienten und ihrem Besuch jederzeit genutzt werden kann. Da wir ein rauchfreies Krankenhaus sind, ist dort
das Rauchen nicht gestattet. Weiterhin steht die Cafeteria im Erdgeschoss des Haupthauses und das Bistro in der neuen Eingangshalle für Patienten und Besucher zur Verfügung. Und der kleiner Park mit See zum verweilen.
Besuchsdienst / "Grüne Damen"
Die Grünen Damen sind ehrenamtlich tätig und helfen unseren Patienten in persönlichen Angelegenheiten. Dazu gehören unter anderem Besorgungen am Kiosk, Begleitung bei Spaziergängen und Betreuung des Bücherservices.
Dolmetscherdienste
Sprachkundige qualifizierte Mitarbeiter des Hauses werden bei Bedarf (z.B. während
des Behandlungsprozesses) hinzugezogen, ggf. auch offizielle Dolmetscher. Die Stationen können sich zu diesem Zweck an das Kommunikations-Center wenden. Aufklärungsbögen sind in mehreren Sprachen verfügbar.
Im Fort- und Weiterbildungsangebot "Horizonte" werden Schulungen "Englisch für Pflegeberufe" angeboten.
Ein-Bett-Zimmer mit eigener Nasszelle
Elektrisch verstellbare Betten
Unsere modernen Betten verfügen über eine elektronische Höheneinstellung des Kopfteils und können in der gesamten Höhe individuell an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden. Für die Babys gibt es spezielle Bettchen direkt am Bett der Mütter.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 149
Empfangs- und Begleitdienst für Patienten und Besucher
Der Empfangsservice befindet sich im neuen Eingangsbereich. Er hilft Patienten und
Besuchern bei der Orientierung im Krankenhaus und begleitet ggf. Patienten zur Station
(Gepäcktransport/Sitzendtransport) oder unterstützt bei der Bedienung des Telefonkartenautomaten. In der administrativen Aufnahme stehen Rollstühle für die Patienten bereit. Es gibt ein neues Leitsystem vom Eingangsbereich zu allen Knotenpunkten des
Hauses, um allen Patienten und Besuchergruppen gerecht zu werden. Mit Aufzügen ist
ein rollstuhlgerechter Zugang hergestellt.
Um die Wegehäufigkeiten der Stationsmitarbeiter zu reduzieren, wurde der Patientenbegleitdienst (PBD) neu strukturiert. Der PBD steht wochentags von 7.00 bis 20.00 Uhr
zur Verfügung. Die Anforderung erfolgt über eine zentrale Rufnummer/und Pieper. Es
gibt feste Absprachen zwischen Stationen, Anästhesie und dem PBD über die zeitliche
Abfolge des Patiententransportes in den OP.
Fernsehgerät am Bett / im Zimmer
Alle Zimmer haben einen Fernseher (kostenlos).
Auf der Wahlleistungsstation Sylt hat jeder Patient direkt am Bett einen Fernsehmonitor.
Frei wählbare Essenszusammenstellung (Komponentenwahl)
Bei der Verpflegung werden den Erfordernissen, Bedürfnissen und Wünschen der Patienten fast immer Rechnung getragen.
Durch ein computerunterstützendes Warenwirtschafts-, Versorgungs- und Organisationssystem erfolgt die individuelle Bestellung und Lieferung der Menüs.
Dank dieses Systems sind alle Speisekomponenten untereinander kombinierbar; dies
gilt für das Frühstück und Abendessen, jeweils unter Berücksichtigung einer ggf. bestehenden Diät. So ist es selbst stark eingeschränkten Patienten immer noch möglich, sich
die Mahlzeiten nach ihrem Geschmack zusammenzustellen. Für das Mittagessen stehen täglich drei Menüs zur Auswahl. Religiöse und kulturelle Aspekte werden in unserem Speiseangebot vollständig berücksichtigt. Muslime haben immer die Möglichkeit,
ein schweinefleischfreies Menü zu wählen, ebenso steht grundsätzlich eine vegetarische Ausweichmöglichkeit zur Verfügung.
Internetanschluss am Bett / im Zimmer
Auf der Wahlleistungsstation Sylt gibt es Internetanschlüsse am Bett.
Kostenlose Getränkebereitstellung (Mineralwasser)
Auf allen Stationen stehen für Patienten ausreichend kostenlose Getränke (Mineralwasser) zur Verfügung.
Rollstuhlgerechte Nasszellen
Auf jeder Station befindet sich ein rollstuhlgerechte Nasszelle bzw. Badezimmer.
Rundfunkempfang am Bett
Die Zimmer verfügen über TV/Radio-Anschluss mit Kopfhörer.
Seelsorge
Unsere Seelsorger im Krankenhaus stehen den Patienten, sofern sie es wünschen,
zum Gespräch zur Verfügung (Pastoralreferentin Ulrike Ernsing im Zentralgebäude im
Sockelgeschoss Fon: (0421) 879-1602 und Frau Beate Rösel im Zentralgebäude im 5.
Stock Fon: (0421) 879-1340.
Die Seelsorgerinnen machen regelmäßig Besuche auf den Stationen. Darüber hinaus
können Kontakte jederzeit über die Pflegekräfte der Stationen hergestellt werden.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 150
Telefon
An jedem Bett befindet sich ein Telefonapparat. Um telefonieren oder sich anrufen lassen zu können, benötigen Patienten eine Telefonkarte, die an Automaten in der Eingangshalle ausgegeben werden. Falls Sie nicht zum Automaten gehen können, wenden
Sie sich bitte an das Stationsteam. Eine ausführliche Bedienungsanleitung und Gebühreninformation zur Patiententelefonanlage finden Sie bei den Telefonkartenautomaten.
Neben dem eigenen Telefon am Bett stehen selbstverständlich öffentliche Münz- und
Kartenfernsprecher in der Eingangshalle zur Verfügung.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Handys bzw. Mobiltelefone grundsätzlich im
Krankenhaus nicht benutzt werden dürfen. Die elektromagnetischen Strahlungen können sensible medizintechnische Geräte beeinflussen und damit lebenserhaltende Apparate stören oder sogar zum Ausfall bringen.
Unterbringung Begleitperson
Im angegliederte visit:Hotel haben Begleitpersonen die Möglichkeit zu übernachten.
Wertfach / Tresor am Bett / im Zimmer
Zum Schutz von Wertsachen der Patienten informiert ein mehrsprachiges Merkblatt, wo
und wie Wertsachen deponiert werden können. Auf Station Sylt steht pro Patient ein
Tresor zur Verfügung. Die Patientenschränke sind selbstverständlich abschließbar.
Zwei-Bett-Zimmer mit eigener Nasszelle
Gottesdienste
Jeden Donnerstag um 17.00 Uhr und an hohen Feiertagen wird im Raum der Stille (über die Eingangshalle zu erreichen) ein Gottesdienst angeboten.
B-8.5
Fallzahlen der Frauenheilkunde
Vollstationäre Fallzahl:
1226
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 151
B-8.6
Hauptdiagnosen nach ICD
Rang
ICD-10
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
C50
134
Brustkrebs
2
D25
115
Gutartige Geschwulst des Gebärmuttermuskelatur (=Myom)
3
N83
74
Nichtentzündliche Krankheiten der Eierstöcke,
der Eileiter oder der Gebärmutterbänder (v.a.
Eierstockzysten)
4
N81
68
Vorfall von Genitalorganen der Frau (z.B. der
Gebärmutter) durch die Scheidenöffnung
5
C56
63
Krebs der Eierstöcke
6
N92
37
Zu starke, zu häufige oder unregelmäßige Regelblutung (Menstruation)
7
N39
35
Sonstige Krankheiten des Harnsystems (z.B.
Harnwegsinfektion, unfreiwilliger Harnverlust)
8
C54
34
Gebärmutterkrebs
9
O00
32
Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter
10
O21
31
Übermäßiges Erbrechen während der
Schwangerschaft
11
R10
31
Bauch- oder Beckenschmerzen
12
O06
30
Nicht näher bezeichneter Abort (Fehlgeburt)
13
O02
28
Sonstige abnorme Konzeptionsprodukte
14
D27
26
Gutartige Geschwulst der Eierstöcke
15
N80
23
Gutartige Wucherung von Gebärmutterschleimhaut-Zellen außerhalb der Gebärmutterschleimhaut
16
O20
22
Blutung in der Frühschwangerschaft (z.B. drohende Fehlgeburt)
17
N70
21
Entzündung der Eileiter oder der Eierstöcke
18
N95
21
Störungen in den Wechseljahren
19
N85
18
Sonstige nichtentzündliche Krankheiten der Gebärmutter, ausgenommen der Gebärmutterhals
20
D24
17
Gutartige Geschwulst der Brustdrüse [Mamma]
21
N84
17
Geschwulst (=Polyp) des weiblichen Genitaltraktes
22
N62
16
Hypertrophie der Mamma [Brustdrüse]
23
O91
15
Infektionen der Brustdrüse im Zusammenhang
mit der Schwangerschaft
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 152
B-8.6.1
Weitere Kompetenzdiagnosen
ICD-10
Absolute Fallzahl
N39.3
59
Stressinkontinenz (unfreiwilliger Harnverlust)
N39.4
15
Sonstige näher bezeichnete Harninkontinenz (unfreiwilliger Harnverlust))
B-8.7
Umgangssprachliche Bezeichnung
Prozeduren nach OPS
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
5-683
206
Operative Entfernung der Gebärmutter
2
5-704
114
Plastisch-operative Scheideneinengung bei
Genitalvorfall durch vordere/hintere Raffnaht
oder Stabilisierung des muskulären Beckenbodens durch Beckenbodenplastik, Anhebung
des Scheidenendes mittels Naht.
3
1-471
109
Entnahme einer Gewebeprobe der Gebärmutterschleimhaut ohne Einschneiden (z.B. Strichkürettage)
4
1-672
109
Spiegelung der Gebärmutter
5
1-694
91
Spiegelung des Bauchraums und seiner Organe
6
5-690
83
Therapeutische Ausschabung der Gebärmutter
7
5-651
79
Entfernen oder Zerstören von erkranktem Gewebe der Eierstöcke
8
8-542
79
Nicht komplexe Chemotherapie
9
5-870
63
Brusterhaltende Operation ohne Entfernung
von Lymphknoten im Achselbereich
10
5-653
52
Operative Entfernung des Eileiters und der Eierstöcke
11
5-469
43
Sonstige Operationen am Darm (z.B. Lösen
von Verwachsungen, Aufdehnung von Darmabschnitten)
12
5-681
34
Exzision und Destruktion von erkranktem Gewebe des Uterus (Entfernen von Muskelknoten
der Gebärmutter)
13
5-657
33
Beseitigung von Verwachsungen an den Eierstöcken oder dem Eileiter
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 153
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
14
5-401
30
Operative Entfernung einzelner Lymphknoten
oder Lymphgefäße (sowie Entfernen von
Lymphknotengruppen bei stadiengerechter
Operation bösartiger Erkrankungen)
15
5-593
25
Zügeloperation mit Zugang durch die Scheide
zur Stabilisierung des Beckenbodens bei unfreiwilligem Harnverlust/Vorfall von Geschlechtsorganen
16
5-541
24
Operative Eröffnung der Bauchhöhle oder Eröffnung des rückenseitigen Bauchfelles (z.B.
zur Tumorsuche oder zur Ableitung von Bauchflüssigkeiten)
17
5-871
24
Brusterhaltende Operation mit Entfernung von
Lymphknoten im Achselbereich
18
5-661
21
Eileiterentfernung (=Salpingektomie)
19
5-756
18
Entfernung des zurückgebliebenen Mutterkuchens (=Plazenta) nach der Geburt
20
5-881
18
Einschnitt an der Brustdrüse
21
5-884
18
Mammareduktionsplastik (Brustverkleinerung)
B-8.7.1
Umgangssprachliche Bezeichnung
Weitere Kompetenzprozeduren
Die Kompetenzprozeduren finden sich in der oben angegebenen Prozedurenliste.
B-8.8
Ambulante Behandlungsmöglichkeiten
Bezeichnung der Ambulanz
Gynäkologische Urologie
Angebotene Leistung
Bei urogynäkologischen Problemen, im wesentlichen handelt es sich um Harninkontinenz- und Senkungszustände der Scheide und Gebärmutter, werden aufgrund klinischer und einer speziellen apparativen Untersuchung (urodynamische Messung) individuell zugeschnittene operative und konservative
Therapieempfehlungen erarbeitet. Unsere Frauenklinik ist eine von der Kontinenzgesellschaft anerkannte Beratungsstelle und Mitglied des KontinenzZentrums Bremen Links der Weser.
Art der Ambulanz
Ambulanz für gynäkologische Urologie
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 154
Bezeichnung der Ambulanz
Plastische Chirurgie von Brust und Bauch, rekonstruktive Mammachirurgie
Angebotene Leistung
In dieser Spezialsprechstunde werden Beratung und
Operationsplanung u.a. zur Brustverkleinerung- und
Vergrößerung, aber auch zum Wiederaufbau der
Brust nach Krebsoperationen durchgeführt. Sollten
Sie den Wunsch nach Straffung Ihrer Bauchdecke
haben, werden Sie auch im Rahmen dieser Sprechstunde beraten.
Art der Ambulanz
Ambulanz für Plastische Chirurgie
Bezeichnung der Ambulanz
Allgemeine und spezielle gynäkologische Onkologie
Angebotene Leistung
Die Beratung in der onkologischen Sprechstunde
umfasst Operationsplanung und Erstellung von
postoperativen Therapiekonzepten (z. B. Bestrahlung, Chemotherapie, endokrine Therapie) im Rahmen von Erstdiagnosen, aber vor allem auch bei
langfristigen, möglicherweise fortgeschrittenen Verläufen. Die Therapiekonzepte werden aufgrund von
interdisziplinären Fallkonferenzen unter Beteiligung
der Gynäkologie, Strahlentherapie und der internistischen Onkologie erstellt. Dabei wird großen Wert
auf die Berücksichtigung der individuellen Lebensumstände und den Erhalt der Lebensqualität gelegt.
Art der Ambulanz
Ambulanz für allgemeine und spezielle gynäkologische Onkologie
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 155
B-8.9
Ambulante Operationen nach § 115b SGB V
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
1
1-672
196
Diagnostische Hysteroskopie
2
5-690
133
Ohne lokale Medikamentenapplikation: Therapeutische Kürettag
3
5-671
31
Konisation: Konisation der Cervix uteri
4
1-471
26
Diagnostische fraktionierte Kürettage: Biopsie
ohne Inzision
5
5-751
24
Kürettage zur Beendigung der Schwangerschaft [Abruptio]
6
5-870
16
Lokale Exzision: Partielle (brusterhaltende) Exzision der Ma
7
1-694
14
Diagnostische Laparoskopie (Peritoneoskopie)
8
5-681
13
Hysteroskopisch: Enukleation eines Myoms:
Exzision und Destr
9
5-711
11
Marsupialisation: Operationen an der BartholinDrüse (Zyste)
10
5-651
10
Endoskopisch (laparoskopisch): Exzisionsbiopsie: Lokale Exzi
B-8.10
Umgangssprachliche Bezeichnung
Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der Berufsgenossenschaft
Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein
Stationäre BG-Zulassung:
B-8.11
Nein
Apparative Ausstattung
Belastungs-EKG / Ergometrie
Cell Saver (im Rahmen einer Bluttransfusion)
Computertomograph (CT) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Mammographiegerät
Röntgengerät / Durchleuchtungsgerät (z.B. C-Bogen) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Sonographiegerät / Dopplersonographiegerät
Uroflow / Blasendruckmessung
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 156
B-8.12
Personelle Ausstattung
B-8.12.1
Ärzte
Anzahl
Ärzte insgesamt (außer Belegärzte)
6,25
Davon Fachärzte
4,25
Belegärzte (nach § 121 SGB V)
0,00
Fachexpertise der Abteilung
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Frauenheilkunde und Geburtshilfe, SP Gynäkologische Onkologie
Ärztliches Qualitätsmanagement
B-8.12.2
Pflegepersonal
Anzahl
Pflegekräfte insgesamt
22,50
Examinierte Pflegekräfte
20,50
Examinierte Pflegekräfte mit
Fachweiterbildung
12,00
B-8.12.3
Kommentar / Ergänzung
Stationsleitung
OP-Fachweiterbildung
Praxisanleiter
Spezielles therapeutisches Personal
Arzthelfer
Breast Nurse
Diätassistenten
Kinästhetikbeauftragte
Kunsttherapeuten
Physiotherapeuten
Sozialarbeiter
Stomatherapeuten
Urotherapeuten
Wundmanager
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 157
B-9
Geburtshilfe
B-9.1
Allgemeine Angaben der Geburtshilfe
Chefarzt:
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Öney
Prof. Dr. Öney, OÄ Dr. Burkert
Klinikpflegeleitung:
Michaela Ackermann-Redl, Fon: 0421 879-1611
Telefon:
Fax:
0421 879-1240
0421 879-1676
URL:
EMail:
http://www.klinikum-bremen-ldw.de/
mailto:[email protected]
Einleitung
Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe gliedert sich in diverse Fachbereiche. Sie
erhalten detaillierte Angaben zum Leistungsspektrum und weitere Information über die
Klinik für Geburtshilfe über unsere Homepage:www.klinikum-bremen-ldw.de.
B-9.2
Versorgungsschwerpunkte der Geburtshilfe
Betreuung von Risikoschwangerschaften
Bei Mehrlingsschwangerschaften, Beckenendlage, Zustand nach Kaiserschnittentbindung, bei Überschreitung des errechneten Entbindungstermins, aber auch bei bestimmten mütterlichen Grunderkrankungen ist eine Vorstellung in der Entbindungsklinik bzw.
in der Sprechstunde zur Geburtsplanung sinnvoll. Sollte ein geplanter Kaiserschnitt vereinbart werden oder bestehen mütterliche Risiken, erfolgt in der Regel ein Gespräch mit
einem Narkosearzt. Bei zu erwartender Frühgeburt oder eines zu erwartenden kranken
Neugeborenen wird der Kontakt zur Kinderklinik hergestellt, damit die werdenden Eltern
schon vor der Geburt erfahren, wie die kinderklinische Betreuung ihres Kindes - möglicherweise auf der Neugeborenenintensivstation - aussehen wird. Es wird zudem eine
Hebammensprechstunde angeboten, in der die Eltern zusätzlich betreut werden. Im stationären Bereich bereitet die Beratungshebamme die Schwangeren mit Gesprächen,
Atem-, Entspannungsübungen und Akupunktur auf die bestehende Geburt vor.
Diagnostik und Therapie von Krankheiten während der Schwangerschaft, der
Geburt und des Wochenbettes
Schwangerschaftsspezifische Erkrankungen (Präeklampsie) sowie mütterliche Grunderkrankungen wie Herzerkrankungen, Diabetes mellitus etc. werden in der Schwangerschaft in der Geburtshilflichen Abteilung behandelt. Es besteht eine enge Kooperation
zur kardiologischen, allgemeinen internistischen, anästhesiologischen sowie der chirurgischen und kardiochirurgischen Klinik. Falls erforderlich erfolgt eine interdisziplinäre
Betreuung.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 158
Geburtshilfliche Operationen
Über ein Fünftel der im Klinikum Links der Weser betreuten Schwangerschaften sind
Risikoschwangerschaften. Es besteht eine enge Verzahnung zur Kinderklinik. Die Neonatologie mit ihrer Intensivstation befindet sich im gleichen Gebäude, so dass auch kritisch kranke und extrem unreife Kinder im Zentrum für Frühgeborene behandelt werden
können. Es besteht eine enge Kooperation mit dem Leiter der kinderkardiologischen
Abteilung, Herrn Dr. Nürnberg. Bei Risikoentbindungen wie Frühgeburten, Kaiserschnitte, Zangenentbindungen, Saugglockenentbindungen, Mehrlingsschwangerschaften oder anderen Risikogeburten sind ein oder mehrere Kinderärzte bei der Geburt anwesend, um eine optimale medizinische Versorgung des Neugeborenen zu gewährleisten.
Es wird zudem eine Hebammensprechstunde sowie eine Sprechstunde zur Geburtsplanung in der Geburtshilflichen Abteilung angeboten.
Pränataldiagnostik und Therapie
Es wird eine Spezialsprechstunde für Geburtsplanung in der Geburtshilflichen Abteilung
angeboten. Seit Juli 2006 erfolgt die vorgeburtliche Diagnostik in der Praxis für Pränatalmedizin des Kooperationspartners (Dr. Armin Neumann) am Klinikum Links der Weser. Es erfolgen Nackentransparenzmessung, Chorionzottenbiopsie, Fruchtwasserpunktion (Amniocentese) und Blutabnahme aus der Nabelschnur. Sowohl in der Geburtshilflichen Abteilung als auch in der Praxis erfolgen dopplersonographische Untersuchungen bei Verdacht auf kindliche Herzfehlbildungen oder Wachstumsrückstände.
Es erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit dem Leiter der Kinder-Kardiologischen Abteilung Dr. Nürnberg sowie der neonatologischen Abteilung der Kinderklinik.
B-9.3
Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Geburtshilfe
Akupunktur
Akupunktur bei Schwangerschaftsbeschwerden, zur Geburtserleichterung und bei Störungen im Wochenbett werden von unseren Hebammen im Kreißsaal und auf den Stationen angeboten. Sie können auch an einer geburtsvorbereitenden Akupunktur teilnehmen, diese beginnt ab der 36. SSW und ist kostenpflichtig. Ebenso gibt es die Möglichkeit einer ambulanten Akupunkturtherapie bei Schwangerschaftsbeschwerden oder
Störungen im Wochenbett.
Angehörigenbetreuung / -beratung / -seminare
Es werden Paarberatungen bei Partnerproblemen in der Schwangerschaft oder in den
ersten Wochen der Elternzeit durch eine Hebamme mit Zusatzausbildung in Systemischer Familienberatung angeboten. http://www.klinikum-bremen-ldw.de/elternges.htm
Atemgymnastik
Atemübungen werden in den Geburtsvorbereitungskursen und auf der Station zur Vorbereitung auf die Geburt angeboten. Link Elternschule
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 159
Beratung / Betreuung durch Sozialarbeiter
Bei wirtschaftlichen Problemen, bei der Beschaffung einer Haushaltshilfe oder bei Geburten von drogenabhängigen oder substituierten Frauen schalten wir den Sozialdienst
ein. Als Ergänzung zu der medizinischen und pflegerischen Versorgung bietet der Sozialdienst den Patienten und ihren Angehörigen während ihres Krankenhausaufenthaltes
Beratung und Unterstützung an.
Er berät in allen sozialrechtlichen und finanziellen Fragestellungen, die in einem Zusammenhang mit der Erkrankung stehen (Haushaltshilfe, häusliche Krankenpflege,
Pflegeversicherung) und unterstützt die Patienten bei Antragstellungen und im Umgang
mit entsprechenden Behörden. Der Sozialdienst vermittelt medizinische Rehabilitationsmaßnahmen, Hauspflege, Haushaltshilfen, Heimplätze, Kurzzeitpflege und Selbsthilfegruppen.
Besondere Formen / Konzepte der Betreuung von Sterbenden
Wenn Sie eine Fehl- und Totgeburt erleben, werden Sie von einer in systemischer Familienberatung ausgebildeten Hebamme, von unseren Seelsorgerinnen und natürlich
von den Hebammen im Kreißsaal oder den Schwestern der Station begleitet.
Wir ermöglichen Ihnen einen Abschied in ruhiger Atmosphäre und respektieren Ihre
Wünsche. Unsere kleinen Kinder, die nicht leben durften, werden in einem Gemeinschaftsgrab im Rahmen einer überkonfessionellen Trauerfeier bestattet.
Bewegungsbad / Wassergymnastik
Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, im Wasser zu gebären. Warmes Wasser entspannt
und lindert die Geburtsschmerzen.
Diabetiker-Schulung
Bei Schwangeren mit Gestationsdiabetes und Diabetes Typ 1 finden bei Bedarf Diabetiker-Schulungen statt.
Diät- und Ernährungsberatung
Bei der Verpflegung werden die Erfordernisse, Bedürfnisse und Wünsche der Patienten
berücksichtigt. Mit Hilfe eines EDV-Systems sind alle Komponenten des Frühstücks und
Abendessens untereinander kombinierbar. Mittags können die Bestandteile von drei
Menüs (für Kinder gesonderter Speiseplan) frei zusammengesetzt werden, jeweils unter
Berücksichtigung einer Diät, religiöser oder kultureller Aspekte. Die Diätküche berücksichtigt spezielle Anforderungen. Für alle Patienten des Klinikums Links der Weser steht
die Diätberaterin zur Verfügung. Nachdem Probleme des Patienten bei der Nahrungsaufnahme durch das Pflegepersonal, sowie der Stationsärzte erfasst worden sind, erfolgt nach Absprache mit den Diätassistenten, eine individuelle angemessene Menüplanung.
Entlassungsmanagement
Es findet ein Hebammengespräch vor der Entlassung der Frauen mit Schwangerschaftserkrankungen zum Umgang mit Ängsten und zum Verhalten zu Hause statt.
Durch eine frühzeitige Absprache zwischen Stationsarzt, zuständiger Bereichspflegekraft und Sozialdienst als Mittler zum nächsten Versorgungsbereich lassen sich alle nötigen Informationen rechtzeitig aufeinander abstimmen. In allen Kliniken erhält der Patient einen handschriftlichen Kurzbrief oder den EDV-erstellten Arztbrief mit den jeweils
relevanten Befunden und Therapieempfehlungen. Bei Verlegungen werden ein Arztbrief
sowie ergänzende relevante Befunde in Kopie, OP-Berichte ggf. auch Röntgenbilder bei
Entlassung zur Verfügung gestellt. Zur Entlassung gehört über den Sozialdienst die reibungslose Bereitstellung aller erforderlichen Hilfsmittel sowie die Vermittlung aller weiteren Stellen, die für die Versorgung zu Hause notwendig sind.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 160
Fallmanagement / Case Management / Primary Nursing / Bezugspflege
Es werden Hebammengespräche zur Vorbereitung der Situation zu Hause angeboten,
ebenso wie Hilfe bei der Suche nach einer freiberuflichen Hebamme oder Familienhebamme, die die Schwangere oder die junge Familie vor oder nach der Geburt zu Hause
begleiten kann.
Weiterhin bieten wir Unterstützung bei der Suche nach einer Haushaltshilfe, bei Aufklärung über notwendige Formalitäten, Auskunft zu Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen
und Kursangeboten.
Geburtsvorbereitungskurse
Unsere Hebammen helfen Ihnen, der Geburt sicher und ohne Angst entgegenzusehen.
Sie bieten Ihnen unterschiedliche Kurse an, in denen Sie sich mit Atem-, Entspannungs- und Körperübungen auf das Ereignis der Geburt vorbereiten können. Hier ist
ausreichend Zeit für Fragen und Gespräche. Auch Ihr Partner ist willkommen und lernt,
wie er Sie während der Geburt am besten unterstützen kann. Wir bieten Paarkurse,
Kurse mit einzelnen Paarabenden, Wochenendintensivkurse, sowie einen Kurs mit dem
Schwerpunkt Schwangerschaftsgymnastik und Yoga an. Außerdem gibt es einen Vorbereitungskurs für Frauen in türkischer Sprache und einen Kurs für die werdenden Geschwisterkinder.
Kontinenztraining / Inkontinenzberatung
Nach einer Geburt kann es vorkommen, dass die Beckenbodenmuskulatur auch nach
der Rückbildungsgymnastik noch nicht ausreichend gekräftigt ist. In diesem Fall bietet
Ihnen unser Kontinenz- und Beckenbodenzentrum im Zentrum für Physikalische und
Rehabilitative Medizin ein spezielles Übungsprogramm an. Hierfür ist eine ärztliche
Verordnung erforderlich.
Anmeldung montags bis freitags 8.00-12.00 Uhr, Tel. (0421) 879-1277 oder (0421) 8791281.
Kunsttherapie
Es gibt ein Kunsttherapieangebot für Frauen mit Schwangerschaftserkrankungen, besonderen Ängsten, für Eltern frühgeborener oder herzkranker Kinder.
Bauchbemalung für Schwangere
Die Freude über die Schwangerschaft und das wachsende Kind kann durch die Bemalung des Bauches in farbenprächtigen Mustern ihren Ausdruck finden. Ausgehend von
den Lieblingsfarben der Frau entsteht durch die Künstlerin Katja Kröger jedes Mal ein
individuelles Bauchkleid. Während des Anmalens kann die Schwangere bei Musik entspannen und die sinnliche Berührung mit dem weichen Pinsel genießen.
Auch bei schwierigen Schwangerschaftsverläufen kann dieser Ausdruck des Stolzes
auf den schwangeren Bauch das Selbstbewusstsein stärken, Lebensfreude und ein positives Selbstbild anregen. Die Künstlerin kommt auf die Station, sollte es erforderlich
sein, ansonsten gibt es feste Aktionstage.
Massage
Massagen und Krankengymnastik werden verordnet bei Rückenschmerzen und Verspannungen bei Schwangeren und Wöchnerinnen.
Musiktherapie
Mütterliche Stimmübertragung in der Kinderklinik bei frühgeborenen Kindern.
Naturheilverfahren
Unsere Hebammen arbeiten im Kreißsaal zur Geburtserleichterung mit Aromatherapie,
Homöopathie und TCM. Auch wenn Sie mit Schwangerschaftserkrankungen stationär
aufgenommen werden oder nach der Geburt Ihres Kindes bieten wir Ihnen diese Naturheilverfahren an.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 161
Pädagogisches Leistungsangebot
Unsere Elternschule bietet Ihnen vielfältige Kurse zu Themen rund um die Geburt:
- Geburtsvorbereitung
- Säuglingspflegekurse
- Eltern-Kind-Cafe
- Stillcafe
- Rückbildungskurse
- Babymassage
- Prager Eltern Kind Programm
- Mit allen Sinnen Neues Leben
Physiotherapie / Krankengymnastik
Physiotherapie wird im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin oder wenn
Patienten nicht mobil sind, vor Ort durchgeführt.
Es ist ein Heilverfahren durch Einsatz von passiver und aktiver Bewegung des Menschen zur Prävention, Therapie und Rehabilitation von gesundheitlichen Beschwerden
und Schädigungen, die durch Alterungsprozesse, Verletzungen und Krankheiten entstanden sind, sowie zur allgemeinen Gesundheits- und Leistungsförderung.
Physiotherapie umfasst Untersuchungen, Erstellen einer physiotherapeutischen Diagnose und eines Therapieplans, Intervention und Evaluation der Therapie.
Die Intervention kann verschiedene Therapiekonzepte beinhalten.
Wesentliche Merkmale einer physiotherapeutischen Intervention sind das Erlernen eines Eigenübungsprogramms und die Anleitung zum Verhalten im Alltag.
Wird von den Schwangeren und Wöchnerinnen nach Verordnung wahrgenommen.
Psychologisches / psychotherapeutisches Leistungsangebot / Psychosozialdienst
Eine in systemischer Familienberatung ausgebildete Hebamme begleitet bei Schwangerschaftserkrankungen, bei Konflikten und Paarproblemen, bei Ängsten vor der Geburt, sowie bei Problemen im Wochenbett und in der ersten Zeit des Elternseins.
Rückenschule / Haltungsschulung
Yoga und Gymnastik finden als Geburtsvorbereitungskurse für Frauen statt.
Säuglingspflegekurse
Hier wird über sinnvolle Anschaffungen, Körperpflege, verschiedene Wickelmethoden,
das Stillen und die Ernährung im ersten Lebensjahr, sowie über viele andere wichtige
Themen gesprochen. Unsere Kurse werden von erfahrenen Kinderkrankenschwestern
geleitet.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 162
Schmerztherapie / -management
Wenn Sie sich über die Periduralanästhesie zur Schmerzlinderung unter der Geburt informieren möchten, vereinbaren Sie einen Termin in unserer Anästhesiesprechstunde
(Fon: (0421) 879-1704) oder fragen nach einem Aufklärungsbogen im Rahmen der
Kreißsaalführung.
Ein besonderes Qualitätsmerkmal ist das Vorhandensein einer Schmerzambulanz. Verantwortlich für die an die Patienten ausgerichtete bestmögliche Schmerztherapie ist der
behandelnde Arzt.
Ziele:
- sichere und komplikationsarme Schmerztherapie
- weitestgehend Schmerzfreiheit
- Erhaltung von Lebensqualität
- Vermeidung von Folgeproblemen
Zur Unterstützung der medikamentösen Therapie stehen u.a. folgende Therapieangebote zur Verfügung:
- Anästhesiologische Methoden (PCA-Pumpen, Periduralkatheter)
- Nichtmedikamentöse Maßnahmen (Krankengymnastik, Massage, Physikalische Therapie, Kunsttherapie, Psychologische Interventionen)
- Akupunktur
Spezielle Entspannungstherapie
Entspannungsübungen werden in einigen Kursen der Elternschule, sowie auf der Station von der Beratungshebamme angeboten.
Spezielles Leistungsangebot von Hebammen
In unserer Hebammensprechstunde können Sie sich anmelden, wenn Sie:
- besondere Ängste vor der Geburt haben
- Wünsche äußern möchten in Bezug auf die bevorstehende Geburt
- aufgrund einer Risikoschwangerschaft besondere Begleitung brauchen
- soziale und familiäre Probleme besprechen möchten
- in englischer oder französischer Sprache Fragen rund um die Geburt klären möchten.
Atemübungen, Entspannungsübungen, Geburtsvorbereitung und Gesprächsangebot
bei stationärem Aufenthalt in der Schwangerschaft durch Beratungshebamme.
Ein Teil unserer angestellten Hebammen bietet zu Hause freiberufliche Hebammenbetreuung in Schwangerschaft und Wochenbettzeit an.
Stillberatung
Im Kreißsaal, auf den Wochenstationen sowie in der Kinderklinik werden alle MitarbeiterInnen regelmäßig nach den Richtlinien der Babyfriendly Hospital Initiative der WHO
geschult und sind somit kompetente Ansprechpartnerinnen zu allen Fragen zum Stillen
Ihres Babys.
In der Kinderklinik bietet die Still- und Laktationsberaterin (IBCLC) Brigitte Boeck zusätzlich eine Stillberatung zu folgenden Zeiten an: dienstags, 13.00-16.00 Uhr, donnerstags 10.00-12.30 Uhr.
Zu diesen Sprechzeiten können Sie Frau Boeck auch telefonisch erreichen. Milchpumpenmietzentrale und Stillhilfsmittel der Firma Ameda, mit Kassenzulassung
Fon: (0421) 879-2549, Fax: (0421) 879-1483.
Traditionelle chinesische Medizin
Akupunktur und Ernährungsberatung nach TCM wird von den Hebammen auf den Wochenstationen und im Kreißsaal angeboten.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 163
Versorgung mit Hilfsmitteln / Orthopädietechnik
Bei Bedarf findet in Abstimmung mit dem ärztlichen- und pflegerischen Dienst, dem Sozialdienst, dem Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin, einem Sanitätshaus, dem Patienten und dessen Angehörigen, unter Berücksichtigung der häuslichen
Gegebenheiten, eine ausführliche Hilfsmittelberatung und Versorgung statt.
Wärme- u. Kälteanwendungen
Hierfür stehen im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin eine Fangoanlage und mehrere Heißluftgeräte zur Verfügung.
Mit Hilfe der Wärmebehandlung werden Schmerzlinderung und Durchblutungs- bzw.
Stoffwechselsteigerung bewirkt. Das Ziel ist eine Muskelentspannung und die Verbesserung der Elastizität der Bindegewebsstrukturen.
Kälte beeinflusst ebenfalls die Muskelspannung. Bei einem kurzzeitigen Kältereiz erhöht
sich der Spannungszustand der Muskulatur. Bei einer längeren Anwendung von Kälte
ist auch ein positiver Einfluss auf eine krankhaft erhöhte Muskelspannung möglich. Es
können Verkrampfungen gelockert werden, da die Muskelaktivität sinkt, zudem wirkt eine Eisanwendung entzündungshemmend.
Folgende Wärme- und Kälteanwendungen werden durchgeführt:
- Heißluft Anwendungen
- Fangopackungen
- Rotlicht Anwendungen
- Eis Anwendungen
Wochenbettgymnastik
Rückbildungskurse mit Kind finden am Vormittag, ohne Kind am Abend statt.
Zusammenarbeit mit / Kontakt zu Selbsthilfegruppen
Sie können unser Stillcafé (Link Elternschule) besuchen, außerdem helfen wir Ihnen bei
der Suche nach einer Stillgruppe in Ihrem Wohnort.
Information Elternschule, Fon: (0421) 879-1777.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 164
B-9.4
Nicht-medizinische Serviceangebote der Geburtshilfe
Aufenthaltsräume
Auf der Station befindet sich ein Aufenthaltsraum, in dem gleichzeitig morgens das
Frühstücksbüfett angeboten wird. Weiterhin steht die Cafeteria im Erdgeschoss des
Haupthauses und das Bistro in der neuen Eingangshalle für Patienten und Besucher
zur Verfügung. Ein kleiner Park mit See lädt zum Verweilen ein.
Besuchsdienst / "Grüne Damen"
Die Grünen Damen sind ehrenamtlich tätig und helfen unseren Patienten in persönlichen Angelegenheiten. Dazu gehören unter anderem Besorgungen am Kiosk, Begleitung bei Spaziergängen und Betreuung des Bücherservices und Elternschule.
Dolmetscherdienste
Sprachkundige qualifizierte Mitarbeiter des Hauses werden bei Bedarf (z.B. während
des Behandlungsprozesses) hinzugezogen, ggf. auch offizielle Dolmetscher. Die Stationen können sich zu diesem Zweck an das Kommunikations-Center wenden. Aufklärungsbögen sind in mehreren Sprachen verfügbar.
Im Fort- und Weiterbildungsangebot "Horizonte" werden Schulungen "Englisch für Pflegeberufe" angeboten.
Elektrisch verstellbare Betten
Unsere modernen Betten verfügen über eine elektronische Höheneinstellung des Kopfteils und können in der gesamten Höhe individuell an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden.
Für die Babys gibt es spezielle Bettchen direkt am Bett der Mütter.
Empfangs- und Begleitdienst für Patienten und Besucher
Der Empfangsservice befindet sich im neuen Eingangsbereich. Er hilft Patienten und
Besuchern bei der Orientierung im Krankenhaus und begleitet ggf. Patienten zur Station
(Gepäcktransport/Sitzendtransport) oder unterstützt bei der Bedienung des Telefonkartenautomaten. In der administrativen Aufnahme stehen Rollstühle für die Patienten bereit. Es gibt ein neues Leitsystem vom Eingangsbereich zu allen Knotenpunkten des
Hauses, um allen Patienten und Besuchergruppen gerecht zu werden. Mit Aufzügen ist
ein rollstuhlgerechter Zugang hergestellt.
Um die Wegehäufigkeiten der Stationsmitarbeiter zu reduzieren, wurde der Patientenbegleitdienst (PBD) neu strukturiert. Der PBD steht wochentags von 7.00 bis 20.00 Uhr
zur Verfügung. Die Anforderung erfolgt über eine zentrale Rufnummer/und Pieper. Es
gibt feste Absprachen zwischen Stationen, Anästhesie und dem PBD über die zeitliche
Abfolge des Patiententransportes in den OP.
Fernsehgerät am Bett / im Zimmer
In jedem Zimmer steht ein Fernseher (kostenlos) zur Verfügung. Damit der Mitpatient
nicht gestört wird, bekommt jeder Patient Kopfhörer. Auf der Wahlleistungsstation Sylt
hat jeder Patient direkt am Bett einen Fernsehmonitor.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 165
Frei wählbare Essenszusammenstellung (Komponentenwahl)
Bei der Verpflegung werden den Erfordernissen, Bedürfnissen und Wünschen der Patienten fast immer Rechnung getragen.
Durch ein computerunterstützendes Warenwirtschafts-, Versorgungs- und Organisationssystem erfolgt die individuelle Bestellung und Lieferung der Menüs.
Dank dieses Systems sind alle Speisekomponenten untereinander kombinierbar; dies
gilt für das Frühstück und Abendessen, jeweils unter Berücksichtigung einer ggf. bestehenden Diät. So ist es selbst stark eingeschränkten Patienten immer noch möglich, sich
die Mahlzeiten nach ihrem Geschmack zusammenzustellen. Für das Mittagessen stehen täglich drei Menüs zur Auswahl. Religiöse und kulturelle Aspekte werden in unserem Speiseangebot vollständig berücksichtigt. Muslime haben immer die Möglichkeit,
ein schweinefleischfreies Menü zu wählen, ebenso steht grundsätzlich eine vegetarische Ausweichmöglichkeit zur Verfügung.
Gottesdienste
Jeden Donnerstag um 17.00 Uhr und an hohen Feiertagen wird im Raum der Stille (über die Eingangshalle zu erreichen) ein Gottesdienst angeboten.
Internetanschluss am Bett / im Zimmer
Auf der Wahlleistungsstation Sylt gibt es Internetanschlüsse am Bett.
Kostenlose Getränkebereitstellung (Mineralwasser)
Auf allen Stationen stehen für Patienten ausreichend kostenlose Getränke (Mineralwasser) zur Verfügung.
Mutter-Kind-Zimmer
In allen Zimmern können die Kinder mit ihren Müttern übernachten (s. Rooming-In).
Rollstuhlgerechte Nasszellen
Auf jeder Station befindet sich eine rollstuhlgerechte Nasszelle bzw. ein Badezimmer.
Rooming-In
Die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Kind wird in unserem Haus von Anfang an unterstützt: Im Rahmen unseres Konzeptes der integrativen Wochenbettpflege bieten wir
24h-Rooming-In an. Das bedeutet, dass Sie die Möglichkeit haben, Ihr Baby rund um
die Uhr bei sich zu behalten und in Ihrem Zimmer zu versorgen. Hierfür stehen Ihnen in
jedem Zimmer voll ausgestattete Wickeleinheiten zur Verfügung, und spezielle Babybettchen ermöglichen viel Nähe zwischen Ihnen und Ihrem Baby. Unser kompetentes
Personal steht Ihnen bei der Betreuung Ihres Kindes auf Wunsch mit Rat und Tat zur
Seite und leitet Sie in der Babypflege gerne an.
Rundfunkempfang am Bett
Die Zimmer verfügen über TV/Radio-Anschluss mit Kopfhörer.
Seelsorge
Unsere Seelsorger im Krankenhaus stehen den Patienten, sofern sie es wünschen,
zum Gespräch zur Verfügung (Pastoralreferentin Ulrike Ernsing im Zentralgebäude im
Sockelgeschoss Fon: (0421) 879-1602 und Frau Beate Rösel im Zentralgebäude im 5.
Stock Fon: (0421) 879-1340.
Die Seelsorgerinnen machen regelmäßig Besuche auf den Stationen. Darüber hinaus
können Kontakte jederzeit über die Pflegekräfte der Stationen hergestellt werden.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 166
Telefon
An jedem Bett befindet sich ein Telefonapparat. Um telefonieren oder sich anrufen lassen zu können, benötigen Patienten eine Telefonkarte, die an Automaten in der Eingangshalle ausgegeben werden. Falls Sie nicht zum Automaten gehen können, wenden
Sie sich bitte an das Stationsteam. Eine ausführliche Bedienungsanleitung und Gebühreninformation zur Patiententelefonanlage finden Sie bei den Telefonkartenautomaten.
Neben dem eigenen Telefon am Bett stehen selbstverständlich öffentliche Münz- und
Kartenfernsprecher in der Eingangshalle zur Verfügung.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Handys bzw. Mobiltelefone grundsätzlich im
Krankenhaus nicht benutzt werden dürfen. Die elektromagnetischen Strahlungen können sensible medizintechnische Geräte beeinflussen und damit lebenserhaltende Apparate stören oder sogar zum Ausfall bringen.
Unterbringung Begleitperson
Auf der Station gibt es sog. Familienzimmer.
Außerdem haben Begleitpersonen im angegliederten visit:Hotel die Möglichkeit zu übernachten.
Wertfach / Tresor am Bett / im Zimmer
Zum Schutz von Wertsachen der Patienten informiert ein mehrsprachiges Merkblatt, wo
und wie Wertsachen deponiert werden können. Auf Station Sylt steht pro Patient ein
Tresor zur Verfügung. Die Patientenschränke sind selbstverständlich abschließbar.
Zwei-Bett-Zimmer mit eigener Nasszelle
Es befinden sich 9 Zweibettzimmer auf der Station mit eigener Nasszelle.
Außerdem noch ein Vierbettzimmer mit eigener Nasszelle.
B-9.5
Fallzahlen der Geburtshilfe
Vollstationäre Fallzahl:
3108
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 167
B-9.6
Hauptdiagnosen nach ICD
Rang
ICD-10
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
Z38
1171
Lebendgeborene(r) Säugling(e)
2
O70
244
Dammriss unter der Geburt
3
O68
189
Komplikationen bei Wehen oder Entbindung
mit Gefahrenzustand des Ungeborenen
4
O42
166
Vorzeitiger Blasensprung
5
O80
156
Spontangeburt eines Einlings
6
O60
130
Vorzeitige Wehen
7
O34
117
Betreuung der Mutter bei festgestellter oder vermuteter Normabweichung (=Anomalie) der Beckenorgane
8
O75
108
Sonstige Komplikationen bei Wehentätigkeit
und Entbindung, anderenorts nicht klassifiziert
9
O48
92
Übertragene Schwangerschaft
10
O71
91
Sonstige Verletzungen unter der Geburt, außer
Dammriss
11
O63
76
Sich in die Länge ziehende Geburt
(=Protrahierte Geburt)
12
O36
56
Betreuung der Mutter wegen sonstiger festgestellter oder vermuteter Komplikationen beim
Ungeborenen im Mutterleib
13
O47
53
Wehen, die nicht zur Geburt führen
14
O26
47
Betreuung der Mutter bei sonstigen Zuständen,
die vorwiegend mit der Schwangerschaft verbunden sind
15
O64
46
Geburtshindernis durch Lage-, Haltungs- oder
Einstellungsunregelmäßigkeit des ungeborenen Kindes
16
O99
41
Sonstige Krankheiten der Mutter, die anderenorts klassifizierbar sind, die jedoch Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett komplizieren
17
O14
37
Gestationshypertonie [schwangerschaftsinduziert] mit bedeutsamer Proteinurie
18
O32
28
Betreuung der Mutter bei festgestellter oder
vermuteter Lage- und Einstellungsanomalie
des Feten
19
O72
25
Blutung nach der Geburt
20
O44
24
Fehllage des Mutterkuchens (=Placenta praevia)
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 168
B-9.6.1
Weitere Kompetenzdiagnosen
ICD-10
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
O32.1
37
Betreuung der Mutter wegen Beckenendlage
O64.1
37
Geburtshindernis durch Beckenendlage
O13
14
Gestationshypertonie [schwangerschaftsinduziert] ohne
bedeutsame Proteinurie
O12
10
Gestationsödeme und Gestationsproteinurie [schwangerschaftsinduziert] ohne Hypertonie
O35
8
Betreuung der Mutter bei festgestellter oder vermuteter
Normabweichung (Anomalie) oder Schädigung des Feten
O16
Nicht näher bezeichnete Hypertonie der Mutter
O10
Vorher bestehende Hypertonie, die Schwangerschaft,
Geburt und Wochenbett kompliziert
O15
Eklampsie
O11
Vorher bestehende Hypertonie mit aufgepfropfter Proteinurie, die Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett
kompliziert
B-9.7
Prozeduren nach OPS
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
9-260
897
Überwachung und Leitung einer normalen Geburt
2
1-208
805
Testung der Nervenfunktion durch verschiedene Reize
3
9-262
748
Versorgung von Neugeborenen nach der Geburt (speziell Risikoneugeborene, erkrankte
Neugeborene)
4
5-758
554
Wiederherstellung weiblicher Geschlechtsorgane nach Riss nach der Geburt
5
5-749
392
Sonstige Schnittentbindung (=Kaiserschnitt)
(z.B. in der Misgav-Ladach-Operationstechnik)
6
5-738
346
Erweiterung des Scheideneingangs durch teilweise Dammdurchtrennung oder Naht
7
5-740
179
Klassische Schnittentbindung (=Kaiserschnitt)
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 169
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
8
9-261
133
Überwachung und Leitung einer Risikogeburt
9
5-728
102
Vakuumentbindung
10
5-756
70
Entfernung des zurückgebliebenen Mutterkuchens (=Plazenta) nach der Geburt
11
5-745
25
Sectio caesarea (=Kaiserschnitt), kombiniert
mit anderen gynäkologischen Eingriffen
12
8-930
24
Kontinuierliche elektronische Überwachung (über Bildschirm) von Atmung, Herz und Kreislauf
13
5-720
18
Zangenentbindung
14
9-280
14
Stationäre Behandlung vor Entbindung im gleichen Aufenthalt
15
8-800
13
Transfusion von Vollblut, Konzentraten roter
Blutkörperchen oder Konzentraten von Blutgerinnungsplättchen
16
8-010
10
Gabe von Medikamenten, Flüssigkeit oder Mineralsalzen über das Blutgefäßsystem bei
Neugeborenen
17
8-910
10
Schmerztherapie durch Injektion von Medikamenten in den Rückenmarkkanal
18
5-674
9
Rekonstruktion der Cervix uteri in der Gravidität
19
5-727
7
Spontane und vaginale operative Entbindung
bei Beckenendlage
20
8-560
7
Lichttherapie
B-9.7.1
Umgangssprachliche Bezeichnung
Weitere Kompetenzprozeduren
Die Kompetenzprozeduren finden sich in der oben angegebenen Prozedurenliste.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 170
B-9.8
Ambulante Behandlungsmöglichkeiten
Bezeichnung der Ambulanz
Vorgeburtliche Ultraschalluntersuchung und –
diagnostik in Kooperation mit der Praxis für Pränatalmedizin (Herr Dr. Neumann) am Klinikum
Links der Weser
Angebotene Leistung
Im Rahmen dieser Spezialsprechstunde entsprechend
Stufe II der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in
der Medizin (DEGUM II) finden Wachstumskontrollen
und Fehlbildungsdiagnostik sowie bei Risikoschwangerschaften erweiterte vorgeburtliche Ultraschalldiagnostik statt. Zu diesem Zweck werden je nach
Schwangerschaftsalter und medizinischer Notwendigkeit Nackentransparenzmessung, Chorionzottenbiopsie und Fruchtwasserpunktion (Amniozentese) als
Untersuchungsmethoden eingesetzt. Ferner werden
echokardiografische und dopplersonografische Untersuchungen bei Verdacht auf kindliche Herzfehlbildungen und Wachstumsrückstände durchgeführt. In einem solchen Fall werden in enger Kooperation mit
dem Leiter der Kinderkadiologischen Abteilung unserer Kinderklinik, Herrn Dr. Nürnberg, die Geburtsplanung und das diagnostisch-therapeutische Vorgehen
nach der Geburt festgelegt, um eine optimale medizinische Versorgung der Neugeborenen, aber auch die
Begleitung der betroffenen Eltern zu gewährleisten.
Art der Ambulanz
Ambulanz
Bezeichnung der Ambulanz
Beratung bei Risikoschwangerschaften und Geburtsplanung (Dr. K. Petersen)
Angebotene Leistung
Bei Mehrlingsschwangerschaften, Beckenendlage,
Zustand nach Kaiserschnittentbindung oder anderen
Voroperationen an der Gebärmutter, bei Überschreitung des errechneten Entbindungstermins, aber auch
bei bestimmten mütterlichen Grunderkrankungen (wie
z.B. Diabetes, Herzfehler, akute oder chronische Infektionskrankheiten) ist eine Vorstellung in der Entbindungsklinik zur Beratung und Geburtsplanung
sinnvoll.
Art der Ambulanz
Ermächtigungsambulanz
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 171
Bezeichnung der Ambulanz
Hebammensprechstunde
Angebotene Leistung
Wenn Sie selbst den Wunsch nach einer ausführlichen Beratung zu Ihrer Schwangerschaft und zum
Geburtsablauf haben und dabei nicht primär medizinische Fragestellungen im Vordergrund stehen, haben
Sie die Möglichkeit, mit einer Hebamme in aller Ruhe
Ihre Fragen und Vorstellungen zu besprechen.
Art der Ambulanz
Ambulanz
B-9.9
Ambulante Operationen nach § 115b SGB V
Ambulante Operationen werden in der Klinik für Frauenheilkunde durchgeführt.
B-9.10
Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der Berufsgenossenschaft
Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein
Stationäre BG-Zulassung:
B-9.11
Nein
Apparative Ausstattung
Belastungs-EKG / Ergometrie
Cell Saver (im Rahmen einer Bluttransfusion)
Computertomograph (CT) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Mammographiegerät
Röntgengerät / Durchleuchtungsgerät (z.B. C-Bogen) (24h-Notfallverfügbarkeit)
B-9.12
Personelle Ausstattung
B-9.12.1
Ärzte
Anzahl
Ärzte insgesamt (außer Belegärzte)
5,50
Davon Fachärzte
2,50
Belegärzte (nach § 121 SGB V)
0,00
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 172
Fachexpertise der Abteilung
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Frauenheilkunde und Geburtshilfe, SP Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin
B-9.12.2
Pflegepersonal
Anzahl
Pflegekräfte insgesamt
31,00
Examinierte Pflegekräfte
13,00
Examinierte Pflegekräfte mit
Fachweiterbildung
3,00
B-9.12.3
Kommentar / Ergänzung
davon 17 VK Hebamme
Stationsleitung
Meister in der Pflege
Praxisanleiter
Fachweiterbilding in Systemischer Familienberatung
Spezielles therapeutisches Personal
Diätassistenten
Kunsttherapeuten
Laktationsberaterin/Stillberaterin
Musiktherapeuten
Physiotherapeuten
Sozialarbeiter
Urotherapeuten
Wundmanager
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 173
B-10
Anästhesie, Operative und
Allgemeine Intensivmedizin, Notfallmedizin
B-10.1
Allgemeine Angaben der Anästhesie, Operative und Allgemeine Intensivmedizin, Notfallmedizin
Chefarzt:
Ansprechpartner:
Prof. Kuckelt (bis 31.03.2006),
Prof. Tonner (seit 01.06.2006)
Prof. Tonner, OÄ Frau Dr. Manhold, Dr. Stickel
Klinikpflegeleitung:
Harald Kuhlmann, Fon: 0421 879-1229
Fon:
Fax:
0421 879-1730
0421 879-1788
URL:
EMail:
www.klinikum-bremen-ldw.de
mailto:[email protected]
Einleitung
Anästhesie und Rettungswesen
Die Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin gehört bereits seit Gründung des Klinikums Links der Weser (LdW) zu den Fachabteilungen dieses Krankenhauses. Dies war
damals keine Selbstverständlichkeit, da 1968 die stürmischen Entwicklungen im Bereich
der Anästhesie und Intensivmedizin erst begannen. So kann man heute auf einen großen
Erfahrungsschatz bauen und im prä- und postoperativen Bereich diese für eine optimale
Patientenversorgung einsetzen.
Gemeinsam mit der Klinik für operative und allgemeine Intensivmedizin bildet die Abteilung für Anästhesie und das Rettungswesen die größte Abteilung im Klinikum LdW. Die
Abteilung für Anästhesie und Rettungswesen erbringt sehr verschiedene Dienstleistungen
in- und außerhalb unseres Krankenhauses. Ärzte und Pflegepersonal der Anästhesieabteilung führen jährlich rund 6.200 Narkosen im Operationssaal durch.
Die anästhesiologische Versorgung der Roland-Klinik (seit 1983), der Notarztwagen Süd
(seit 1974) bzw. Notarzteinsatzfahrzeug (seit 1998) und der Rettungshubschrauber
"Christoph 6" (seit 1977) und der Rettungshubschrauber der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) wird ausschließlich mit Ärzten aus dem Klinikum LdW besetzt. Drei- bis
viermal am Tage startet ein Anästhesist mit dem Rettungshubschrauber "Christoph 6" zu
teilweise sehr dramatischen und emotional belastenden Rettungsflügen.
Auch bei täglich ca. fünf Einsätzen mit dem Notarzteinsatzfahrzeug fährt ein Anästhesist
mit. Häufig werden so vor Ort primär versorgte Patienten zur weiteren Diagnostik und
Therapie in unser Krankenhaus gebracht. Die Aufgaben der Anästhesie-Abteilung bestehen dann in der weiteren Aufrechterhaltung der vitalen Funktionen und dem zügigen Behandlungsmanagement in konstruktiver Zusammenarbeit mit der jeweils erforderlichen
Fachrichtung.
Dazu kommt die anästhesiologische Versorgung des Klinikums LdW.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 174
Bei schwer verletzten Patienten führt der Weg rasch in den Operationssaal. Bei akuter
Lebensgefahr werden die Arbeitsabläufe, die täglich bei der Durchführung von Narkosen
erforderlich sind, in enormer Schnelligkeit und mit viel Routine durchgeführt. Akutsituationen werden deshalb so gut beherrscht, weil Anästhesieschwestern und -pfleger und Ärzte
durch die Vielzahl von gemeinsam durchgeführten Narkosen einen guten Teamgeist entwickelt haben.
Die Durchführung von Narkosen wird aber nicht nur im Operationssaal, sondern auch in
verschiedenen Funktionsbereichen unseres Krankenhauses erbracht:
- rückenmarksnahe Leitungsanästhesien zur Geburtserleichterung im Kreißsaal
- Magen-/Darmspiegelungen bei Kindern werden stets in Narkose durchgeführt
- bei kleinchirurgischen Eingriffen in der Ambulanz sind Narkosen erforderlich
- spezielle radiologische Verfahren erfordern die Hilfe durch die Anästhesie
- im Herzkatheterlabor wird u.U. das Anästhesieteam gebraucht.
Das Anlegen von zentralen Venenkathetern sowie schmerzbefreienden Periduralkathetern gehört zur ständigen Aufgabe der Anästhesie-Abteilung. Stets ist eine Anästhesieschwester/ -pfleger abrufbereit für den Reanimationsservice "Weser". Daneben muss
stets ein narkosetechnisch reibungsloser Ablauf für die laufenden Operationsprogramme
garantiert werden. Die Eigenblutspende wird von der Anästhesie-Abteilung durchgeführt.
Auch in der Roland-Klinik am Werdersee arbeiten Anästhesisten aus unserem Krankenhaus und stellen in etwa 4500 Fällen einen Narkoseservice sicher. Eine weitere Aufgabe
der Anästhesie-Abteilung ist die Prämedikation, d.h. die Befunderhebung und das persönliche Gespräch mit unseren Patienten im ambulanten und stationären Bereich vor ihrer
Operation. Die Maxime für die Anästhesie-Abteilung sind Teamgeist, Freundlichkeit und
Narkosesicherheit für unsere Patienten.
Operative und Allgemeine Intensivmedizin
Die Klinik für operative und allgemeine Intensivmedizin versorgt jährlich mit 34 Planbetten
(20 Beatmungsbetten, 5 Betten für Patienten unter kontinuierlicher Hämofiltration) und einem Akutlabor (Blutgasanalytik, Oxymetrie, Elektrolytbestimmung, Glukose- / Lactatbestimmung, kolloidosmotischer Druck) mehr als 3.500 kritisch kranke Patienten. Dabei
werden mehr als 9.500 Patiententage abgedeckt. Mehr als 45% (> 4.500 Patiententage)
davon sind Beatmungstage. Die errechnete mittlere Verweildauer beträgt < 3 Tage.
Für die Behandlung stehen seit der Fertigstellung eines Neubaus im Jahre 1993 und umfangreicher Rekonstruktion einheitliche und standardmäßig ausgerüstete Behandlungsplätze zur Verfügung. Die Klinik versorgt Patienten/innen aus den verschiedenen Abteilungen des Hauses, die der Intensivpflege und -therapie bedürfen. Sowohl internistische
als auch chirurgische Patienten/innen kommen zur Behandlung. Sie ist Teil des InfarktZentrums am Klinikum Links der Weser.
In der Klinik für operative und allgemeine Intensivmedizin werden im Rotationsverfahren
jeweils 12 Ärztinnen und Ärzte des Zentrums für Anästhesiologie, der Chirurgischen Klinik, der Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie und der Klinik für Innere Medizin unter anästhesiologischer Leitung eingesetzt.
Mehr als 120 Krankenschwestern und Krankenpfleger, Medizinisch-Technische Assistentinnen, Dokumentationsassistentinnen, Stationssekretärinnen, Techniker und Reinigungskräfte sind ständig in der Klinik tätig.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 175
Die Behandlung aller Patienten erfolgt im durchgehenden 3-Schicht-Betrieb. Die Mehrzahl
der eingesetzten Ärztinnen und Ärzte des Zentrums für Anästhesiologie sind im Besitz der
Anerkennung der fakultativen Zusatzqualifikation "Spezielle Anästhesiologische Intensivmedizin". Über 70% der Krankenschwestern und Krankenpfleger sind Fachkrankenschwestern und Fachkrankenpfleger für die Intensivpflege und Anästhesie. Den Technikern stehen innerhalb der Klinik für Operative und Allgemeine Intensivmedizin eigene
Werkstatträume zur Verfügung.
Zur Klinik für Operative und Allgemeine Intensivmedizin gehört weiterhin ein Schockraum
und ein Akutaufnahmebereich.
Alle ärztlichen Mitarbeiter, die die dem Klinikum Links der Weser zugeordneten Rettungsmittel (Notarzteinsatzfahrzeug, Rettungstransporthubschrauber (Christoph 6) und
Ambulanzhubschrauber der Deutschen Rettungsflugwacht) besetzen, sind darüber hinaus
Mitarbeiter des Zentrums für Anästhesiologie und in der Klinik für operative und allgemeine Intensivmedizin eingesetzt.
Umfangreiche Fortbildungsprogramme und Weiterbildungsstandards garantieren ein kontinuierliches und kontrolliert hohes Niveau der notärztlichen, intensivmedizinischen und intensivpflegerischen Versorgung aller Patienten vor und nach der Aufnahme in die Klinik
für Operative und Allgemeine Intensivmedizin. Die Klinik für Operative und Allgemeine Intensivmedizin ist als Weiterbildungsstätte für die fakultative Weiterbildung "Spezielle Anästhesiologische Intensivmedizin" anerkannt.
In der Klinik für Operative und Allgemeine Intensivmedizin werden vor allem schwerpunktmäßig
- bei 78% aller Patienten vitale Störungen des kardiovaskulären Systems
- bei 10% aller Patienten schwere Störungen des Gastrointestinaltraktes und
- bei 5% aller Patienten schwere Störungen der Lungenfunktion behandelt.
Auf die Behandlung von Krankheitsbildern, die mit diesen Störungen einhergehen, ist die
Klinik für Operative und Allgemeine Intensivmedizin in besonderem Maße spezialisiert.
Bei mehr als 12,4% aller behandelten Patienten müssen neben dem zumeist lebensbedrohlichen Grundleiden schwere chronische Begleiterkrankungen (Leber, Herz-KreislaufSystem, Lunge und Niere) mitbehandelt werden.
51% aller Patienten werden nach operativen Eingriffen aufgenommen. Über 150 Patienten (4,3%) werden nach großen, nicht geplanten, notfallmäßigen Eingriffen versorgt. 10%
aller behandelten Patienten werden jährlich aus anderen Krankenhäusern zur intensivmedizinischen stationären Weiterbehandlung übernommen. Mehr als 25,0% aller Patienten
werden notfallmäßig über die Rettungsstelle zugewiesen. 49% der behandelten Patienten
sind nichtchirurgische Patienten.
Die Mortalitätsrate der Klinik für Operative und Allgemeine Intensivmedizin beträgt 7,2%.
Die Mortalitätsrate der Beatmungspatienten beträgt 12,5%. Die Krankenhausmortalität aller Intensivtherapiepatienten beträgt 9,0%.
91% aller in der Klinik für Anästhesie Operative und Allgemeine Intensivmedizin, Notfallmedizin behandelten Patienten werden aus dem Krankenhaus als geheilt, gebessert oder
in weiterhin ambulant pflegebedürftigem Zustand entlassen.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 176
B-10.2
Versorgungsschwerpunkte der Anästhesie, Operative und Allgemeine Intensivmedizin, Notfallmedizin
Infektionserkrankungen
Langzeitbeatmung
Narkosen bei Herzerkrankungen
Nierenersatztherapie
Notfallmedizin
Schmerztherapie
Hypothermiebehandlung
B-10.3
Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Anästhesie,
Operative und Allgemeine Intensivmedizin, Notfallmedizin
Atemgymnastik
Nach Anordnung der Ärzte für die Patienten auf der Intensivstation wird Atemgymnastik
durch die Mitarbeiter des Zentrums für Physikalische und Rehabilitative Medizin durchgeführt. Es umfasst eine große Anzahl von Übungen zur Verbesserung der Atmung.
Ggf. unter Mitarbeit des Patienten und mit Hilfe spezieller, individueller Atemtechniken
wird eine physiologische Atmung angestrebt. Dafür wird die Atemmuskulatur täglich
trainiert, sowie die Zwerchfell-, Brust- und Flankenatmung bewusst geübt. Darüber hinaus werden atemerleichternde Körperhaltungen / Techniken eingeübt.
Patienten mit besonders viel Bronchialsekret erlernen Übungen und Lagerungsdrainagen um das gestaute Sekret besser abhusten zu können.
Basale Stimulation
Basale stimulierende Pflege/Therapie wird durch das Zentrum für Physikalische und
Rehabilitative Medizin angeboten. Die Therapie entwickelt sich aus der Beziehung zwischen Patient und Pflegenden/Therapeuten, sie ist hoch individualisiert und bietet dem
Patienten gezielt aktivierende, fördernde Wahrnehmungsmöglichkeiten an.
Beratung / Betreuung durch Sozialarbeiter
Als Ergänzung zu der medizinischen und pflegerischen Versorgung bietet der Sozialdienst den Patienten und ihren Angehörigen während ihres Krankenhausaufenthaltes
Beratung und Unterstützung an.
Er berät sie in allen sozialrechtlichen und finanziellen Fragestellungen, die in einem Zusammenhang mit der Erkrankung stehen (Haushaltshilfe, häusliche Krankenpflege,
Pflegeversicherung) und unterstützt die Patienten bei Antragstellungen und im Umgang
mit entsprechenden Behörden. Der Sozialdienst vermittelt medizinische Rehabilitationsmaßnahmen, Hauspflege, Haushaltshilfen, Heimplätze, Kurzzeitpflege und Selbsthilfegruppen.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 177
Besondere Formen / Konzepte der Betreuung von Sterbenden
Den Bedürfnissen und Wünschen sterbender Patienten sowie deren Angehörigen wird
unter Berücksichtigung ethischer Gesichtspunkte und durchführbarer Möglichkeiten
entsprochen. Der Wunsch nach Ruhe/Abgeschiedenheit oder ungestörtem Abschiednehmen kann größtenteils durch Einzelzimmer sichergestellt werden; eine Begleitung
erfolgt auf Wunsch durch Seelsorger. Besondere Speisewünsche werden berücksichtigt. Die Abteilung Schmerzmanagement unterstützt die Kliniken in der Schmerztherapie, ebenso die Anästhesieabteilung.
Patienten können nach Bedarf auf die Palliativstation oder in das Hospiz verlegt werden. In den Abteilungen wird immer versucht eine entsprechende Atmosphäre in dem
Patientenzimmer zu gewährleisten. Dies trifft insbesondere auf die Intensivstation zu.
Im Bereich der Erwachsenen-Intensivstation gibt es einen Abschiedsraum. Dieser wird
auch in der Pathologie vorgehalten. Außerdem gibt es einen Raum der Stille als Rückzugsmöglichkeit.
Bobath-Therapie
Das weltweit anerkannte krankengymnastische Pflegekonzept beinhaltet eine ganzheitliche therapeutische Behandlungspflege über 24 Stunden für Hemiplegiker (Halbseitengelähmte).
Folgende Ziele wollen wir mit dieser speziellen Behandlung erreichen:
- Verbesserung der hemiplegischen Seite in Koordination mit der gesunden Seite
- Hemmung der Spastizität und der abnormen Haltungs- und Bewegungsmuster
- Entwicklung der Körpersymmetrie und des Gefühles von Körpermitte
- Verhindern von Schmerzen und Kontrakturen
- Erhöhen von Selbstständigkeit und Sicherheit in alltäglichen Situationen.
Auf der Intensivstation wird die Lagerung nach dem Bobath-Konzept bei Hemiplegikern
nach Möglichkeit angewandt.
Diät- und Ernährungsberatung
Bei der Verpflegung werden die Erfordernisse, Bedürfnisse und Wünsche der Patienten
berücksichtigt. Mit Hilfe eines EDV-Systems sind alle Komponenten des Frühstücks und
Abendessens untereinander kombinierbar. Mittags können die Bestandteile von drei
Menüs frei zusammengesetzt werden, jeweils unter Berücksichtigung einer Diät, religiöser oder kultureller Aspekte. Die Diätküche berücksichtigt spezielle Anforderungen. Für
alle Patienten des Klinikums Links der Weser steht die Diätberaterin zur Verfügung.
Nachdem Probleme des Patienten bei der Nahrungsaufnahme durch das Pflegepersonal, sowie der Stationsärzte erfasst worden sind, erfolgt nach Absprache mit den Diätassistenten, eine individuelle angemessene Menüplanung.
Entlassungsmanagement
Wir richten uns nach dem nationalen Expertenstandard Entlassungsmanagement.
Durch eine frühzeitige Absprache zwischen Stationsarzt, zuständiger Bereichspflegekraft und Sozialdienst als Mittler zum nächsten Versorgungsbereich lassen sich alle nötigen Informationen rechtzeitig aufeinander abstimmen. In allen Kliniken erhält der Patient einen handschriftlichen Kurzbrief oder den EDV-erstellten Arztbrief mit den jeweils
relevanten Befunden und Therapieempfehlungen. Bei Verlegungen werden ein Arztbrief
sowie ergänzende relevante Befunde in Kopie, OP-Berichte ggf. auch Röntgenbilder bei
Entlassung zur Verfügung gestellt. Pat., die in weiterbehandelnde Einrichtungen entlassen werden, erhalten einen Pflegeüberleitungsbogen. Zur Entlassung gehört über den
Sozialdienst die reibungslose Bereitstellung aller erforderlichen Hilfsmittel, wie z.B.
Krankenbett, Toilettenstuhl, Duschsitz, Infusionsständer etc. sowie die Vermittlung aller
weiteren Stellen, die für die Versorgung zu Hause notwendig sind.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 178
Fallmanagement / Case Management / Primary Nursing / Bezugspflege
Auf der Intensivstation findet soviel wie möglich Bezugspflege statt. Dies bedeutet dass
eine Pflegeperson über einen längeren Zeitraum konstant die Pflege ein oder mehrerer
Patienten, je nach Pflegeintensität, übernimmt und die gesamte Verantwortung trägt,
auch für die administrativen Aufgaben der Pflege, sowie die ihr zugeteilten Pflegeschüler. Durch diese Bezugspflege ist eine gute Pflegeplanung und guter Informationsfluss
gewährleistet. Es fördert den Kontakt mit dem Patienten, die Pflege orientiert sich direkt
an den Bedürfnissen der Patienten.
Fußreflexzonenmassage
Fußreflexzonen stehen in Verbindung zu unseren Organen und Körperteilen.
Über bestimmte Reize der Füße erreichen wir eine Linderung des schmerzhaften Bereichs.
Das vegetative Nervensystem kommt wieder in Balance, zusätzlich wird ein Wärmeund Entspannungsgefühl erzeugt.
Kinästhetik
Bei der Kinästhetik (Kinetik= Bewegung, Ästhetik= Lehre vom Schönen) geht es vor allem um humanes und respektvolles Behandeln von kranken Menschen. Die Bewegungen, die bei der Pflege notwendig sind, sollen möglichst schmerzlos und angenehm für
den Patienten sein. Durch einfache Hilfsmittel und mit dem nötigen Know-How können
Patienten leicht und schmerzlos im Bett bewegt oder gedreht werden oder in einen
Stuhl gesetzt werden. Diese Methode ist nicht nur für die Patienten angenehmer, sondern auch körperschonend für die Pflegenden.
Viele Mitarbeiter des Pflegepersonals haben einen dreitägigen Kursus in Kinästhetik
absolviert oder bereits den Auffrischungskurs genutzt, um die Erfahrungen zu vertiefen.
Lymphdrainage
Die Lymphdrainage wird durch das Zentrum für Physikalische Therapie und Rehabilitative Medizin angeboten.
Es ist eine spezielle Behandlungstechnik, bezogen auf die Anatomie und Physiologie
des Lymphgefäßsystems, sowie der Lymphflüssigkeit.
Wirkungsweisen der Lymphdrainage:
- Lymphtransportsteigerung - entstauende Wirkung
- Schmerzlinderung
- Tonusminderung der quergestreiften Muskulatur
- Die Pulsfrequenz wird gesenkt
- Nieren und Blasentätigkeit angeregt
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 179
Schmerztherapie / -management
Die Patienten im Klinikum Links der Weser erhalten eine qualitativ hochwertige
Schmerztherapie. Ein besonderes Qualitätsmerkmal ist das Vorhandensein einer
Schmerzambulanz. Verantwortlich für die an die Patienten ausgerichtete bestmögliche
Schmerztherapie ist der behandelnde Arzt.
Ziele
- sichere und komplikationsarme Schmerztherapie
- weitestgehend Schmerzfreiheit
- Erhaltung von Lebensqualität
- Vermeidung von Folgeproblemen
- Wirtschaftlichkeit
Zur Unterstützung der medikamentösen Therapie stehen u.a. folgende Therapieangebote zur Verfügung:
- Wurzelblockade, Faccetteninfiltrationen, Infiltrationen, Elektroagulation, Elektro- stimulation, TENS, Triggerinjektionen, Glycerinblockaden
- Bestrahlung und Nuklidtherapie
- Anästhesiologische Methoden (PCA-Pumpen, Periduralkatheter)
- Nichtmedikamentöse Maßnahmen (Krankengymnastik, Massage, Physikalische
Therapie, Kunsttherapie, Psychologische Interventionen)
- Akupunktur
Stomatherapie und -beratung
Die Patienten mit einem Stoma werden vom Fachpersonal angeleitet. Vorher findet eine
ausführliche Beratung statt.
Versorgung mit Hilfsmitteln / Orthopädietechnik
Bei Bedarf findet in Abstimmung mit dem ärztlichen- und pflegerischen Dienst, dem Sozialdienst, dem Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin, einem Sanitätshaus, dem Patienten und dessen Angehörigen, eine ausführliche Hilfsmittelberatung
und Versorgung statt.
Wärme- u. Kälteanwendungen
Hierfür stehen im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin eine Fangoanlage und mehrere Heißluftgeräte zur Verfügung.
Mit Hilfe der Wärmebehandlung werden Schmerzlinderung und Durchblutungs- bzw.
Stoffwechselsteigerung bewirkt. Das Ziel ist eine Muskelentspannung und die Verbesserung der Elastizität der Bindegewebsstrukturen.
Kälte beeinflusst ebenfalls die Muskelspannung. Bei einem kurzzeitigen Kältereiz erhöht
sich der Spannungszustand der Muskulatur. Bei einer längeren Anwendung von Kälte
ist auch ein positiver Einfluss auf eine krankhaft erhöhte Muskelspannung möglich. Es
können Verkrampfungen gelockert werden, da die Muskelaktivität sinkt, zudem wirkt eine Eisanwendung entzündungshemmend.
Folgende Wärme- und Kälteanwendungen werden durchgeführt:
- Heißluft Anwendungen
- Fangopackungen
- Rotlicht Anwendungen
- Eis Anwendungen
Wundmanagement
Seit 2000 gibt es ein standardisiertes Wundmanagement. Die Fachgruppe besteht aus
einem Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Unfallchirurgie und ein Wundpflegeexpertenteam. Das Team betreut unter ärztlicher Verantwortung die Wundsprechstunde. Zu
den Aufgaben und Zielen gehören:
- Durchführung von Konsilen in der Klinik
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 180
- Beratung der Stationen beim Einsatz von Lagerungshilfsmitteln
- nachstationäre Wundversorgung
- Informationsaufbereitung für die weiterversorgenden Leistungserbringer
Seit 2004 wird der Nationale Expertenstandard Dekubitus umgesetzt. Hierzu wurden
Leitlinien erstellt. Sie beinhalten eine Wundfibel, die Wunddokumentation inkl. Fotodokumentation und die zentrale Steuerung von Lagerungsmaterialen und Wundprodukten.
Das Links der Weser nimmt z.Z. an einer Studie im Bereich der Pflegeforschung und
der Produktentwicklung in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremen teil.
B-10.4
Nicht-medizinische Serviceangebote der Anästhesie, Operative und allgemeine Intensivmedizin, Notfallmedizin
Dolmetscherdienste
Sprachkundige qualifizierte Mitarbeiter des Hauses werden bei Bedarf (z.B. während
des Behandlungsprozesses) hinzugezogen ggf. offizielle Dolmetscher. Die Stationen
können sich zu diesem Zweck an das Kommunikations-Center wenden. Aufklärungsbögen sind in mehreren Sprachen verfügbar.
Im Fort- und Weiterbildungsangebot "Horizonte" werden Schulungen "Englisch für Pflegeberufe" angeboten.
Elektrisch verstellbare Betten
Unsere modernen Betten verfügen über eine elektronische Höheneinstellung des Kopfteils und können in der gesamten Höhe individuell den Bedürfnissen des Patienten angepasst werden.
Für die Patientensicherheit gibt es beidseitige Bettgitter. Im Bereich der Erwachsenenpflege verhindern einseitige Bettgitter oftmals einen Sturz aus dem Bett, wenn der Patient speziell gelagert wird und ggf. seine Lage verändert, ohne ein evtl. damit verbundenes Risiko einschätzen zu können.
Empfangs- und Begleitdienst für Patienten und Besucher
Der Empfangsservice befindet sich im neuen Eingangsbereich. Er hilft Patienten und
Besuchern bei der Orientierung im Krankenhaus und begleitet ggf. Patienten zur Station
(Gepäcktransport/Sitzendtransport) oder unterstützt bei der Bedienung des Telefonkartenautomaten. In der administrativen Aufnahme stehen Rollstühle für die Patienten bereit. Es gibt ein neues Leitsystem vom Eingangsbereich zu allen Knotenpunkten des
Hauses, um allen Patienten und Besuchergruppen gerecht zu werden. Mit Aufzügen ist
ein rollstuhlgerechter Zugang hergestellt.
Um die Wegehäufigkeiten der Stationsmitarbeiter zu reduzieren, wurde der Patientenbegleitdienst (PBD) neu strukturiert. Der PBD steht wochentags von 7.00 bis 20.00 Uhr
zur Verfügung. Die Anforderung erfolgt über eine zentrale Rufnummer/und Pieper. Es
gibt feste Absprachen zwischen Stationen, Anästhesie und dem PBD über die zeitliche
Abfolge des Patiententransportes in den OP.
Gottesdienste
Jeden Donnerstag um 17.00 Uhr und an hohen Feiertagen wird im Raum der Stille (über die Eingangshalle zu erreichen) ein Gottesdienst angeboten.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 181
Seelsorge
Unsere Seelsorger im Krankenhaus stehen den Patienten, sofern sie es wünschen,
zum Gespräch zur Verfügung (Pastoralreferentin Ulrike Ernsing im Zentralgebäude im
Sockelgeschoss Fon: (0421) 879-1602 und Frau Beate Rösel im Zentralgebäude im 5.
Stock Fon: (0421) 879-1340.
Die Seelsorgerinnen machen regelmäßig Besuche auf den Stationen. Darüber hinaus
können Kontakte jederzeit über die Pflegekräfte der Stationen hergestellt werden.
Unterbringung Begleitperson
Im angegliederten visit:Hotel haben Begleitpersonen die Möglichkeit zu übernachten.
B-10.5
Fallzahlen der Anästhesie, Operative und Allgemeine Intensivmedizin, Notfallmedizin
Vollstationäre Fallzahl:
B-10.6
889
Hauptdiagnosen nach ICD
Rang
ICD-10
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
I21
624
Frischer Herzinfarkt
2
I25
35
Chronische Durchblutungsstörung des Herzens
(z.B. durch Verkalkung der Herzkrankgefäße)
3
I71
27
Aussackung oder Spaltung der Hauptschlagader
4
I20
22
Anfallartige Schmerzen in der Herzgegend mit
Beengungsgefühl(=Angina pectoris)
5
I50
19
Herzschwäche (=Herzinsuffizienz)
6
I35
17
Krankheit einer Herzklappe - hier Aortenklappe
– jedoch nicht als Reaktion auf eine Streptokokkeninfektion (=Nichtrheumatische Klappenkrankheit)
7
I26
11
Verstopfung einer Lungenarterie durch Gefäßpfropf (=Lungenembolie)
8
R07
7
Hals- oder Brustschmerzen
9
I33
6
Akute und subakute Entzündung der Herzinnenhaut (Endokarditis)
10
I08
Krankheiten mehrerer Herzklappen
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 182
Rang
ICD-10
11
I34
Krankheit einer Herzklappe - hier Mitralklappe
– jedoch nicht als Reaktion auf eine Streptokokkeninfektion (=Nichtrheumatische Klappenkrankheit)
12
I48
Herzrhythmusstörung in den Herzvorhöfen
(=Vorhofflattern oder Vorhofflimmern)
13
J44
Sonstige chronische Lungenkrankheiten mit
erhöhtem Atemwegswiderstand
14
R57
Schock, anderenorts nicht klassifiziert
15
I42
Krankheit des Herzmuskels, die mit einem
schlechteren Blutauswurf einhergeht
16
I49
Sonstige Herzrhythmusstörungen
17
N17
Akutes Nierenversagen
B-10.6.1
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
Weitere Kompetenzdiagnosen
ICD-10
Absolute Fallzahl
R57.0
115
Kardiogener Schock
A41
54
Sonstige Blutvergiftung
I22
6
Erneuter Herzinfarkt innerhalb 4 Wochen nach erstem
Herzinfarkt
Blutvergiftung durch Streptokokken
(=Streptokokkensepsis)
A40
B-10.7
Umgangssprachliche Bezeichnung
Prozeduren nach OPS
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
8-831
1327
Legen, Wechsel oder Entfernung eines Katheters in Venen, die direkt zum Herzen führen
2
8-930
689
Kontinuierliche elektronische Überwachung (über Bildschirm) von Atmung, Herz und Kreislauf
3
3-052
537
Ultraschalldiagnostik des Herzens mit Zugang
durch die Speiseröhre
4
8-980
528
Intensivmedizinische Komplexbehandlung (Basisprozedur)
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 183
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
5
8-800
500
Transfusion von Vollblut, Konzentraten roter
Blutkörperchen oder Konzentraten von Blutgerinnungsplättchen
6
8-931
414
Kontinuierliche elektronische Überwachung (über Bildschirm) von Atmung, Herz und Kreislauf mit Messung des zentralen Venendruckes
7
3-200
228
Computertomographie (CT) des Schädels ohne
Kontrastmittel
8
8-701
188
Einfache Einführung einer kurzes Schlauches
(=Tubus) in die Luftröhre zur Offenhaltung der
Atemwege
9
8-810
167
Transfusion von Blutplasma, Blutplasmabestandteilen oder gentechnisch hergestellten
Plasmaeiweißen
10
8-706
144
Anlegen einer Maske zur maschinellen Beatmung
11
3-222
132
Computertomographie des Brustkorbs mit Kontrastmittel
12
1-632
100
Spiegelung der Speiseröhre, des Magens und
des Zwölffingerdarmes
13
3-225
91
Computertomographie des Bauchraums mit
Kontrastmittel
14
3-226
88
Computertomographie des Beckens mit Kontrastmittel
15
8-771
79
Herzwiederbelebung
16
5-916
78
Vorübergehende Weichteildeckung
17
8-839
75
Sonstige Formen der therapeutischen Katheterisierung und Kanüleneinlage in Herz oder
Blutgefäße (z.B. Einführung einer Ballonpumpe
in die Hauptschlagader)
18
8-640
72
Externe Elektroschocktherapie des Herzrhythmus
19
8-932
62
Monitoring von Atmung, Herz und Kreislauf mit
Messung des Pulmonalarteriendruckes
20
8-853
59
Hämofiltration (Blutreinigung mittels künstlicher
Niere)
21
8-642
52
Temporäre interne elektrische Stimulation des
Herzrhythmus
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 184
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
22
5-541
47
Operative Eröffnung der Bauchhöhle oder Eröffnung des rückenseitigen Bauchfelles (z.B.
zur Tumorsuche oder zur Ableitung von Bauchflüssigkeiten)
23
8-832
42
Legen, Wechsel und Entfernung eines Katheters in die A. pulmonalis
24
8-83a
40
Dauer der Behandlung mit einem herzunterstützenden System
25
8-561
36
Funktionsorientierte physikalische Therapie
26
5-340
35
Inzision von Brustwand und Pleura (Drainage)
27
8-152
28
Therapeutisches Einführen einer Punktionskanüle durch die Haut in den Brustkorb
28
1-620
25
Spiegelung der Luftröhre und der Bronchien
29
8-607
25
Hypothermiebehandlung (Ganzkörperkältebehandlung nach Wiederbelebung)
30
8-851
25
Operativer äußerer Kreislauf (bei Anwendung
der Herz-Lungen-Maschine)
B-10.7.1
Weitere Kompetenzprozeduren
OPS-301
Absolute Fallzahl
8-987
9
Umgangssprachliche Bezeichnung
Komplexbehandlung bei Besiedelung oder Infektion mit
multiresistenten Erregern [MRE]
Extrakorporale Membranoxygenation (ECMO) und PräECMO-Therapie
8-852
B-10.8
Umgangssprachliche Bezeichnung
Ambulante Behandlungsmöglichkeiten
Bezeichnung der Ambulanz
Prämedikationsambulanz
Angebotene Leistung
In dieser Ambulanz erfolgt die Aufklärung über die
Narkose sowie in Abstimmung mit dem Patienten die
Festlegung des geeigneten Narkoseverfahrens.
Art der Ambulanz
Ambulanz
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 185
B-10.9
Ambulante Operationen nach § 115b SGB V
Ambulante Operationen werden in der Abteilung für Anästhesie, Operative und Allgemeine Intensivmedizin, Notfallmedizin nicht durchgeführt.
B-10.10
Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der Berufsgenossenschaft
Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein
Stationäre BG-Zulassung:
B-10.11
Nein
Apparative Ausstattung
Angiographiegerät
Belastungs-EKG / Ergometrie
Bodyplethysmographie
Cell Saver (im Rahmen einer Bluttransfusion)
Computertomograph (CT) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Elektroenzephalographiegerät (EEG)
Endoskop
Geräte der invasiven Kardiologie (z.B. Herzkatheterlabor, Ablationsgenerator,
Kardioversionsgerät, Herzschrittmacherlabor) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Herzlungenmaschine
Hochfrequenzthermotherapiegerät
Magnetresonanztomograph (MRT) (24h-Notfallverfügbarkeit)
In Kooperation mit dem Klinikum Bremen-Mitte
Röntgengerät / Durchleuchtungsgerät (z.B. C-Bogen) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Sonographiegerät / Dopplersonographiegerät
Spirometrie / Lungenfunktionsprüfung
Uroflow / Blasendruckmessung
Für die Klinik für Anästhesie, Operative und Allgemeine Intensivmedizin, Notfallmedizin
stehen alle medizinischen und nichtmedizinischen Geräte des Hauses zur Verfügung.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 186
B-10.12
Personelle Ausstattung
B-10.12.1
Ärzte
Anzahl
Ärzte insgesamt (außer Belegärzte)
43,30
Davon Fachärzte
25,00
Belegärzte (nach § 121 SGB V)
0,00
Fachexpertise der Abteilung
Intensivmedizin
Anästhesiologie
Notfallmedizin
Rettungsmedizin
Spezielle Schmerztherapie
Ärztliches Qualitätsmanagement
B-10.12.2
Pflegepersonal
Anzahl
Pflegekräfte insgesamt
100,00
Examinierte Pflegekräfte
96,50
Examinierte Pflegekräfte mit
Fachweiterbildung
66,00
B-10.12.3
Kommentar / Ergänzung
Stationspflegeleitung
Meister in der Pflege
Fachkrankenschwester/Krankenpfleger in
der Intensivpflege und Anästhesie
Praxisanleiter
Spezielles therapeutisches Personal
Arzthelfer
Diätassistenten
Kinästhetikbeauftragte
Kinästhetikmentoren
Physiotherapeuten
Psychologen
Sozialarbeiter
Wundmanager
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 187
B-11
Palliativmedizin und Schmerztherapie
B-11.1
Allgemeine Angaben der Palliativmedizin und Schmerztherapie
Chefarzt:
Ansprechpartner:
Dr. H.J. Willenbrink
Schmerzambulanz: Dr. H.J. Willenbrink, Holger Beneke
Klinikpflegeleitung:
Edith Panten, Fon: 0421 879-1294
Fon:
Fax:
0421 879-1786
0421 879-1463
URL:
EMail:
www.klinikum-bremen-ldw.de
mailto:[email protected]
Einleitung
Die Abteilung für Palliativmedizin und Schmerztherapie arbeitet eng mit der Deutschen
Gesellschaft für Palliativmedizin und der Deutschen Gesellschaft zum Studium der
Schmerzen sowohl symptom- als auch methodenorientiert zusammen. Die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten ermöglicht, dass die meisten Verfahren in
Diagnostik und Therapie ambulant durchgeführt werden können.
Eine stationäre Behandlung ist begrenzt möglich und erfolgt in Form der direkten Zuweisung. Sollte bei einer ambulant nicht beherrschbaren Symptomtherapie eine stationäre
Aufnahme notwendig werden, so ist dies dank der guten Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen des Hauses und auf der Palliativstation in Absprache mit den niedergelassenen Ärzten möglich.
Auf der Palliativstation behandeln, betreuen und begleiten wir Menschen mit einer nicht
heilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung, deren Lebenserwartung begrenzt ist.
Der Schwerpunkt unseres Handelns liegt in der ganzheitlichen Begleitung von Patienten,
Angehörigen und Freunden und orientiert sich an deren Wünschen und Bedürfnissen.
Unser Hauptziel ist die Verbesserung und Erhaltung der Lebensqualität der Kranken
durch schmerz- und symptomlindernde Therapie, um ein erfülltes und möglichst beschwerdefreies Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Dies wird durch ein speziell ausgebildetes Team von Ärzten, Pflegepersonen, Krankengymnasten, Atem- und Musiktherapeuten
und Seelsorgern auf der Station geleistet. Zusätzlich gibt es die Brückenpflege. Die Station ist keine Einrichtung der Dauerpflege. Die lindernde Behandlung ermöglicht in vielen
Fällen eine Weiterbetreuung zu Hause, in dem Hospiz "Brücke" in Bremen oder in einem
Pflegeheim.
Die Palliativstation ist direkt hinter der Intensivstation angesiedelt. Diese auf den ersten
Blick etwas abgeschiedene Lage hat gerade für Patienten und deren Angehörige in dieser
ganz besonders schwierigen Lebensphase ihre Vorteile. Alle Zimmer haben einen direkten Ausgang zum Park.
Schwerpunkte und Leistungen:
- Stationäre Behandlung von Tumorpatienten, neurologisch Erkrankte ALS und MS
- Individuelle Schmerzeinstellung
- Behandlung aller begleitender und belastender Symptome
- Zusammenarbeit mit den einweisenden Hausärzten und betreuenden Pflegeambulanzen
- Einbindung ambulanter Hospizdienste
- Erarbeiten eines ambulanten Betreuungs- und Behandlungskonzeptes
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 188
B-11.2
Versorgungsschwerpunkte der
Palliativmedizin und Schmerztherapie
Palliativmedizin
Auf der Palliativstation behandeln, betreuen und begleiten wir Menschen mit einer nicht
heilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung, deren Lebenserwartung begrenzt ist.
Die palliativmedizinische Versorgung beinhaltet folgende Schwerpunkte:
- Schmerz- und Symptomlinderung
- Ganzheitliche Betreuung und Pflege
- Begleitung Angehöriger
- Vorbereitung häuslicher Betreuung
- Begleitung in der Sterbephase
Unser Hauptziel ist die Verbesserung und Erhaltung der Lebensqualität der Kranken
durch schmerz- und symptomlindernde Therapie, um ein erfülltes und möglichst beschwerdefreies Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Dies wird durch ein speziell ausgebildetes Team von Ärzten, Pflegepersonen, Krankengymnasten, Atem- und Musiktherapeuten und Seelsorgern auf der Station geleistet. Zusätzlich gibt es die Brückenpflege.
Die Station ist keine Einrichtung der Dauerpflege. Die lindernde Behandlung ermöglicht
in vielen Fällen eine Weiterbetreuung zu Hause oder in dem Hospiz "Brücke" in Bremen.
Schmerztherapie
Die medikamentöse Behandlung erfolgt auf der Grundlage des WHO-Stufenschemas
und ist unterteilt in Basis- und Bedarfsanalgesie. Wir haben Therapiestandards zur Behandlung akuter Schmerzen, Perioperative Schmerztherapie, chronischen Schmerzen,
Tumor-Schmerzen und zur palliativen Behandlung onkologischer Patienten.
Zur Unterstützung der medikamentösen Therapie stehen u.a. folgende Therapieangebote zur Verfügung:
- Wurzelblockaden, Facetteninfiltrationen, Elektrokoagulation, Elektrostimulation,
TENS, Triggerinjektionen, Glycerinblockaden
- Bestrahlung und Nuklidtherapie
- Anästhesiologische Methoden (PCA-Pumpen, Peridualkatheter)
- Nichtmedikamentöse Maßnahmen (Krankengymnastik, Massage, Physikalische
Therapie, Kunsttherapie, Psychologische Interventionen)
- Akupunktur Behandlung/Betreuung von Tumorpatienten
- Anlage von venösen PORT-Systemen
Spezialsprechstunde
Die Öffnungszeiten der Schmerzambulanz sind:
montags bis freitags. 7.30 - 15.30 Uhr
donnerstags: nur Telefondienst, Rezepte
donnerstags: Operationstag
Ambulante Behandlung von Schmerzpatienten nach Überweisung durch den Hausarzt
Stationäre Betreuung im Sinne der konsiliarischen Tätigkeit
- Multimodale Schmerztherapie
- Individuelle Schmerzeinstellung
- Implantation von Schmerzpumpen
- Implantation von Neurostimulatoren
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 189
B-11.3
Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote
der Palliativmedizin und Schmerztherapie
Atemgymnastik
Für Patienten die gehfähig sind, wird im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative
Medizin Atemgymnastik durchgeführt. Für bettlägerige Patienten kommen die Mitarbeiter des Zentrums vor Ort. Es umfasst eine große Anzahl von Übungen zur Verbesserung der Atmung. Unter Mitarbeit des Patienten und mit Hilfe spezieller, individueller Atemtechniken wird eine physiologische Atmung angestrebt. Dafür wird die Atemmuskulatur täglich trainiert, sowie die Zwerchfell-, Brust- und Flankenatmung bewusst geübt.
Darüber hinaus werden atemerleichternde Körperhaltungen / Techniken eingeübt.
Patienten mit besonders viel Bronchialsekret erlernen Übungen und Lagerungsdrainagen um das gestaute Sekret besser abhusten zu können.
Beratung / Betreuung durch Sozialarbeiter
Als Ergänzung zu der medizinischen und pflegerischen Versorgung bietet der Sozialdienst den Patienten und ihren Angehörigen während ihres Krankenhausaufenthaltes
Beratung und Unterstützung an.
Er berät sie in allen sozialrechtlichen und finanziellen Fragestellungen, die in einem Zusammenhang mit der Erkrankung stehen (Haushaltshilfe, häusliche Krankenpflege,
Pflegeversicherung) und unterstützt die Patienten bei Antragstellungen und im Umgang
mit entsprechenden Behörden. Der Sozialdienst vermittelt medizinische Rehabilitationsmaßnahmen, Hauspflege, Haushaltshilfen, Heimplätze, Kurzzeitpflege und Selbsthilfegruppen.
Besondere Formen / Konzepte der Betreuung von Sterbenden
Den Bedürfnissen und Wünschen sterbender Patienten sowie deren Angehörigen wird
unter Berücksichtigung ethischer Gesichtspunkte und durchführbarer Möglichkeiten
entsprochen. Der Wunsch nach Ruhe/Abgeschiedenheit oder ungestörtem Abschiednehmen kann größtenteils durch Einzelzimmer sichergestellt werden; eine Begleitung
erfolgt auf Wunsch durch Seelsorger. Besondere Speisewünsche werden berücksichtigt. Die Abteilung Schmerzmanagement unterstützt die Kliniken in der Schmerztherapie, ebenso die Anästhesieabteilung.
Patienten können nach Bedarf auf die Palliativstation oder in das Hospiz verlegt werden. In den Abteilungen wird immer versucht eine entsprechende Atmosphäre in dem
Patientenzimmer zu gewährleisten. Außerdem gibt es einen Raum der Stille als Rückzugsmöglichkeit.
Bobath-Therapie
Das weltweit anerkannte krankengymnastische Pflegekonzept beinhaltet eine ganzheitliche therapeutische Behandlungspflege über 24 Stunden für Hemiplegiker (Halbseitengelähmte).
Folgende Ziele wollen wir mit dieser speziellen Behandlung erreichen:
- Verbesserung der hemiplegischen Seite in Koordination mit der gesunden Seite
- Hemmung der Spastizität und der abnormen Haltungs- und Bewegungsmuster
- Entwicklung der Körpersymmetrie und des Gefühles von Körpermitte
- Verhindern von Schmerzen und Kontrakturen
- Erhöhen von Selbstständigkeit und Sicherheit in alltäglichen Situationen.
Das Bobath-Konzept wird angewandt bei der Lagerung, dem Sitzen im Rollstuhl, beim
Gehen, Ankleiden und der Nahrungsaufnahme. Unter Führung des Therapeuten lernt
der Patient, seine betroffene Seite immer wieder in alltägliche Situationen einzubeziehen. Insgesamt ist eine Kooperation des gesamten Teams erforderlich, um die Ziele erreichen.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 190
Diät- und Ernährungsberatung
Bei der Verpflegung werden die Erfordernisse, Bedürfnisse und Wünsche der Patienten
berücksichtigt. Mit Hilfe eines EDV-Systems sind alle Komponenten des Frühstücks und
Abendessens untereinander kombinierbar. Mittags können die Bestandteile von drei
Menüs frei zusammengesetzt werden, jeweils unter Berücksichtigung einer Diät, religiöser oder kultureller Aspekte. Die Diätküche berücksichtigt spezielle Anforderungen. Für
alle Patienten des Klinikums Links der Weser steht die Diätberaterin zur Verfügung.
Nachdem Probleme des Patienten bei der Nahrungsaufnahme durch das Pflegepersonal, sowie der Stationsärzte erfasst worden sind, erfolgt nach Absprache mit den Diätassistenten, eine individuelle angemessene Menüplanung.
Entlassungsmanagement
Die palliative Behandlung führt bei vielen Patienten zu einer Stabilisierung und Besserung ihrer körperlichen und seelischen Beschwerden. Entlassungen aus der Palliativstation werden von der Brückenpflege in enger Absprache mit den Betroffenen/Angehörigen/Hausärzten u.a. vorbereitet und eingeleitet. Hierbei ist es uns wichtig,
dass der Kontakt zum Patienten auch nach der Entlassung gehalten wird, sofern dies
gewünscht wird. Bei Bedarf ist eine Wiederaufnahme nach Rücksprache möglich.
Vielen Patienten kann oft nach der Betreuung auf unserer Palliativstation der Wunsch,
wieder zu Hause sein zu können und dort unter Umständen auch sterben zu dürfen, erfüllt werden.
Inhalationen
Zum Durchführen einer Inhalation stehen zwei Vorrichtungen zum Inhalieren von feuchter Wärme mit Emser Salz im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin zur
Verfügung, sofern der Patient mobil ist.
Im stationären Bereich befinden sich in jedem Zimmer 2-3 Vorrichtungen zum Inhalieren
im Zimmer, bzw. am Bett.
Kinästhetik
Bei der Kinästhetik (Kinetik= Bewegung, Ästhetik= Lehre vom Schönen) geht es vor allem um humanes und respektvolles Behandeln von kranken Menschen. Die Bewegungen, die bei der Pflege notwendig sind, sollen möglichst schmerzlos und angenehm für
den Patienten sein. Durch einfache Hilfsmittel und mit dem nötigen Know-How können
Patienten leicht und schmerzlos im Bett bewegt oder gedreht werden oder in einen
Stuhl gesetzt werden. Diese Methode ist nicht nur für die Patienten angenehmer, sondern auch körperschonend für die Pflegenden.
Viele Mitarbeiter des Pflegepersonals haben einen dreitägigen Kursus in Kinästhetik
absolviert oder bereits den Auffrischungskurs genutzt, um die Erfahrungen zu vertiefen.
Lymphdrainage
Die Lymphdrainage wird durch das Zentrum für Physikalische Therapie und Rehabilitative Medizin angeboten.
Es ist eine spezielle Behandlungstechnik, bezogen auf die Anatomie und Physiologie
des Lymphgefäßsystems, sowie der Lymphflüssigkeit.
Wirkungsweisen der Lymphdrainage:
- Lymphtransportsteigerung - entstauende Wirkung
- Schmerzlinderung
- Tonusminderung der quergestreiften Muskulatur
- Die Pulsfrequenz wird gesenkt
- Nieren und Blasentätigkeit angeregt
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 191
Massage
Wir bieten verschiedene Massagen an, für die Personen die Ruhe und Entspannung
suchen, sowie zur Vorbeugung oder Linderung von Beschwerden.
Zum Beispiel:
- Bindegewebsmassage
- Klassische Massage; es besteht die Möglichkeit diese Therapie sowohl im stationären
Bereich als auch im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin in Anspruch
zu nehmen.
Musiktherapie
Bei Bedarf wird Musiktherapie angeboten.
Physikalische Therapie
Die Physikalische Therapie umfasst ein breites Therapiespektrum.
Je nach Bedarf und auf ärztliche Verordnung stehen folgende Therapiemöglichkeiten im
Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin zur Verfügung:
Elektrotherapie:
- Ultraschall Behandlungen
- Reizstrom Behandlungen
- Interferenzstrom Behandlungen
- Mikrowellen Behandlung
- 4-Zellen Bad Behandlungen
- Stangerbad
- Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS Behandlungen)
Physiotherapie / Krankengymnastik
Physiotherapie wird im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin oder wenn
Patienten nicht mobil sind, vor Ort durchgeführt.
Es ist ein Heilverfahren durch Einsatz von passiver und aktiver Bewegung des Menschen zur Prävention, Therapie und Rehabilitation von gesundheitlichen Beschwerden
und Schädigungen, die durch Alterungsprozesse, Verletzungen und Krankheiten entstanden sind, sowie zur allgemeinen Gesundheits- und Leistungsförderung.
Physiotherapie umfasst Untersuchungen, Erstellen einer physiotherapeutischen Diagnose und eines Therapieplans, Intervention und Evaluation der Therapie.
Die Intervention kann verschiedene Therapiekonzepte beinhalten.
Wesentliche Merkmale einer physiotherapeutischen Intervention sind das Erlernen eines Eigenübungsprogramms und die Anleitung zum Verhalten im Alltag.
Psychologisches / psychotherapeutisches
Leistungsangebot / Psychosozialdienst
Bei Bedarf steht geschultes Personal zur Verfügung.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 192
Schmerztherapie / -management
Die Patienten im Klinikum Links der Weser erhalten eine qualitativ hochwertige
Schmerztherapie. Ein besonderes Qualitätsmerkmal ist das Vorhandensein einer
Schmerzambulanz. Verantwortlich für die an die Patienten ausgerichtete bestmögliche
Schmerztherapie ist der behandelnde Arzt.
Ziele:
- sichere und komplikationsarme Schmerztherapie
- weitestgehend Schmerzfreiheit
- Erhaltung von Lebensqualität
- Vermeidung von Folgeproblemen
- Wirtschaftlichkeit
Zur Unterstützung der medikamentösen Therapie stehen u.a. folgende Therapieangebote zur Verfügung:
- Wurzelblockade, Faccetteninfiltrationen, Infiltrationen, Elektroagulation, Elektro- stimulation, TENS, Triggerinjektionen, Glycerinblockaden
- Bestrahlung und Nuklidtherapie
- Anästhesiologische Methoden (PCA-Pumpen, Periduralkatheter)
- Nichtmedikamentöse Maßnahmen (Krankengymnastik, Massage, Physikalische
Therapie, Kunsttherapie, Psychologische Interventionen)
- Akupunktur
Versorgung mit Hilfsmitteln / Orthopädietechnik
Bei Bedarf findet in Abstimmung mit dem ärztlichen- und pflegerischen Dienst, dem Sozialdienst, dem Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin, einem Sanitätshaus, dem Patienten und dessen Angehörigen, unter Berücksichtigung der häuslichen
Gegebenheiten, eine ausführliche Hilfsmittelberatung und Versorgung statt.
Wärme- u. Kälteanwendungen
Hierfür stehen im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin eine Fangoanlage und mehrere Heißluftgeräte zur Verfügung.
Mit Hilfe der Wärmebehandlung werden Schmerzlinderung und Durchblutungs- bzw.
Stoffwechselsteigerung bewirkt. Das Ziel ist eine Muskelentspannung und die Verbesserung der Elastizität der Bindegewebsstrukturen.
Kälte beeinflusst ebenfalls die Muskelspannung. Bei einem kurzzeitigen Kältereiz erhöht
sich der Spannungszustand der Muskulatur. Bei einer längeren Anwendung von Kälte
ist auch ein positiver Einfluss auf eine krankhaft erhöhte Muskelspannung möglich. Es
können Verkrampfungen gelockert werden, da die Muskelaktivität sinkt, zudem wirkt eine Eisanwendung entzündungshemmend.
Folgende Wärme- und Kälteanwendungen werden durchgeführt:
- Heißluft Anwendungen
- Fangopackungen
- Rotlicht Anwendungen
- Eis Anwendungen
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 193
Wundmanagement
Seit 2000 gibt es ein standardisiertes Wundmanagement. Die Fachgruppe besteht aus
einem Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Unfallchirurgie und einem Wundpflegeexpertenteam. Das Team betreut unter ärztlicher Verantwortung die Wundsprechstunde.
Zu den Aufgaben und Zielen gehören:
- Durchführung von Konsilen in der Klinik
- Beratung der Stationen beim Einsatz von Lagerungshilfsmitteln
- nachstationäre Wundversorgung
- Informationsaufbereitung für die weiterversorgenden Leistungserbringer
Seit 2004 wird der Nationale Expertenstandard Dekubitus umgesetzt. Hierzu wurden
Leitlinien erstellt. Sie beinhalten eine Wundfibel, die Wunddokumentation inkl. Fotodokumentation und die zentrale Steuerung von Lagerungsmaterialen und Wundprodukten.
Das Links der Weser nimmt z.Z. an einer Studie im Bereich der Pflegeforschung und
der Produktentwicklung in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremen teil.
Zusammenarbeit mit / Kontakt zu Selbsthilfegruppen
Das ärztliche und pflegerische Personal und der Sozialdienst vermitteln, je nach Erkrankung des Patienten, den Kontakt zu Selbsthilfegruppen.
B-11.4
Nicht-medizinische Serviceangebote der Palliativmedizin und
Schmerztherapie
Aufenthaltsräume
Die Station verfügt über zwei Aufenthaltsräume (für Raucher und Nichtraucher), die von
Patienten und Besuchern jederzeit genutzt werden können. Weiterhin stehen die Cafeteria im Erdgeschoss des Haupthauses und das Bistro in der neuen Eingangshalle für
Patienten und Besucher zur Verfügung. Der kleine Park mit See lädt zum Verweilen ein.
Besuchsdienst / "Grüne Damen"
Die Grünen Damen sind ehrenamtlich tätig und helfen unseren Patienten in persönlichen Angelegenheiten. Dazu gehören unter anderem Besorgungen am Kiosk, Begleitung bei Spaziergängen und Betreuung des Bücherservices.
Dolmetscherdienste
Sprachkundige qualifizierte Mitarbeiter des Hauses werden bei Bedarf (z.B. während
des Behandlungsprozesses) hinzugezogen ggf. offizielle Dolmetscher. Die Stationen
können sich zu diesem Zweck an das Kommunikations-Center wenden. Aufklärungsbögen sind in mehreren Sprachen verfügbar.
Im Fort- und Weiterbildungsangebot "Horizonte" werden Schulungen "Englisch für Pflegeberufe" angeboten.
Ein-Bett-Zimmer mit eigener Nasszelle
Elektrisch verstellbare Betten
Unsere modernen Betten verfügen über eine elektronische Höheneinstellung des Kopfteils und können in der gesamten Höhe individuell den Bedürfnissen des Patienten angepasst werden.
Für die Patientensicherheit gibt es beidseitige Bettgitter. Im Bereich der Erwachsenenpflege verhindern einseitige Bettgitter oftmals einen Sturz aus dem Bett, wenn der Patient speziell gelagert wird und ggf. seine Lage verändert, ohne ein evtl. damit verbundenes Risiko einschätzen zu können.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 194
Empfangs- und Begleitdienst für Patienten und Besucher
Der Empfangsservice befindet sich im neuen Eingangsbereich. Er hilft Patienten und
Besuchern bei der Orientierung im Krankenhaus und begleitet ggf. Patienten zur Station
(Gepäcktransport/Sitzendtransport) oder unterstützt bei der Bedienung des Telefonkartenautomaten. In der administrativen Aufnahme stehen Rollstühle für die Patienten bereit. Es gibt ein neues Leitsystem vom Eingangsbereich zu allen Knotenpunkten des
Hauses, um allen Patienten und Besuchergruppen gerecht zu werden. Mit Aufzügen ist
ein rollstuhlgerechter Zugang hergestellt.
Um die Wegehäufigkeiten der Stationsmitarbeiter zu reduzieren, wurde der Patientenbegleitdienst (PBD) neu strukturiert. Der PBD steht wochentags von 7.00 bis 20.00 Uhr
zur Verfügung. Die Anforderung erfolgt über eine zentrale Rufnummer/und Pieper. Es
gibt feste Absprachen zwischen Stationen, Anästhesie und dem PBD über die zeitliche
Abfolge des Patiententransportes in den OP.
Fernsehraum
Frei wählbare Essenszusammenstellung (Komponentenwahl)
Bei der Verpflegung werden den Erfordernissen, Bedürfnissen und Wünschen der Patienten fast immer Rechnung getragen.
Durch ein computerunterstützendes Warenwirtschafts-, Versorgungs- und Organisationssystem erfolgt die individuelle Bestellung und Lieferung der Menüs.
Dank dieses Systems sind alle Speisekomponenten untereinander kombinierbar; dies
gilt für das Frühstück und Abendessen, jeweils unter Berücksichtigung einer ggf. bestehenden Diät. So ist es selbst stark eingeschränkten Patienten immer noch möglich, sich
die Mahlzeiten nach ihrem Geschmack zusammenzustellen. Für das Mittagessen stehen täglich drei Menüs zur Auswahl. Religiöse und kulturelle Aspekte werden in unserem Speiseangebot vollständig berücksichtigt. Muslime haben immer die Möglichkeit,
ein schweinefleischfreies Menü zu wählen, ebenso steht grundsätzlich eine vegetarische Ausweichmöglichkeit zur Verfügung.
Gottesdienste
Jeden Donnerstag um 17.00 Uhr und an hohen Feiertagen wird im Raum der Stille (über die Eingangshalle zu erreichen) ein Gottesdienst angeboten.
Kostenlose Getränkebereitstellung (Mineralwasser)
Auf allen Stationen stehen für Patienten ausreichend kostenlose Getränke (Mineralwasser) zur Verfügung.
Rollstuhlgerechte Nasszellen
Auf jeder Station befindet sich eine rollstuhlgerechte Nasszelle.
Rundfunkempfang am Bett
Die Zimmer verfügen über TV/Radio-Anschluss mit Kopfhörer.
Seelsorge
Unsere Seelsorger im Krankenhaus stehen den Patienten, sofern sie es wünschen,
zum Gespräch zur Verfügung (Pastoralreferentin Ulrike Ernsing im Zentralgebäude im
Sockelgeschoss Fon: (0421) 879-1602 und Frau Beate Rösel im Zentralgebäude im 5.
Stock Fon: (0421) 879-1340.
Die Seelsorgerinnen machen regelmäßig Besuche auf den Stationen. Darüber hinaus
können Kontakte jederzeit über die Pflegekräfte der Stationen hergestellt werden.
Teeküche für Patienten
Es befindet sich eine separate Teeküche für Patienten und Angehörige auf der Station.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 195
Telefon
An jedem Bett befindet sich ein Telefonapparat. Um telefonieren oder sich anrufen lassen zu können, benötigen Patienten eine Telefonkarte, die an Automaten in der Eingangshalle ausgegeben werden. Falls Sie nicht zum Automaten gehen können, wenden
Sie sich bitte an das Stationsteam. Eine ausführliche Bedienungsanleitung und Gebühreninformation zur Patiententelefonanlage finden Sie bei den Telefonkartenautomaten.
Neben dem eigenen Telefon am Bett stehen selbstverständlich öffentliche Münz- und
Kartenfernsprecher in der Eingangshalle zur Verfügung.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Handys bzw. Mobiltelefone grundsätzlich im
Krankenhaus nicht benutzt werden dürfen. Die elektromagnetischen Strahlungen können sensible medizintechnische Geräte beeinflussen und damit lebenserhaltende Apparate stören oder sogar zum Ausfall bringen.
Unterbringung Begleitperson
Die Angehörigen können in einem separaten Zimmer übernachten. Sie haben die Möglichkeit, in einer für sie vorgesehenen Küche Mahlzeiten zuzubereiten oder in der Cafeteria des Hauses zu speisen. Außerdem haben Begleitpersonen auch im angegliederten visit:Hotel die Möglichkeit zu übernachten.
Wertfach / Tresor am Bett / im Zimmer
Zum Schutz von Wertsachen der Patienten informiert ein mehrsprachiges Merkblatt, wo
und wie Wertsachen deponiert werden können. Die Patientenschränke sind selbstverständlich abschließbar.
B-11.5
Fallzahlen der Palliativmedizin und Schmerztherapie
Vollstationäre Fallzahl:
B-11.6
254
Hauptdiagnosen nach ICD
Rang
ICD-10
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
C34
33
Lungenkrebs
2
C50
31
Brustkrebs
3
C25
14
Bauchspeicheldrüsenkrebs
4
C61
13
Krebs der Vorsteherdrüse
5
C20
12
Mastdarmkrebs
6
C19
11
Bösartige Neubildung am Rektosigmoid, Übergang
7
C56
11
Krebs der Eierstöcke
8
C16
9
Magenkrebs
9
C18
9
Dickdarmkrebs
10
C71
9
Krebs des Gehirns
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 196
Rang
ICD-10
Absolute Fallzahl
11
M54
9
Rückenschmerzen
12
C43
8
Krebs der Melanin bildenden Hautzellen
(=Melanom)
13
C45
7
Lungenkrebs verursacht durch Schadstoffe
(Mesotheliom)
14
C64
7
Nierenkrebs, ausgenommen Nierenbecken
15
C15
Speiseröhrenkrebs
16
G12
Spinale Muskelatrophie und verwandte Syndrome
17
C05
Bösartige Neubildung des Gaumens
18
C22
Leberkrebs oder Krebs der Gallengangszellen
in der Leber
19
C51
Bösartige Neubildung des Scheideneingangsgebietes
20
C68
Bösartige Neubildung sonstiger und nicht näher bezeichneter Harnorgane
21
C79
Krebs-Absiedelungen (=Metastasen) an der
Haut
B-11.6.1
Umgangssprachliche Bezeichnung
Weitere Kompetenzdiagnosen
ICD-10
Absolute Fallzahl
R52.1
208
Umgangssprachliche Bezeichnung
Chronischer unbeeinflussbarer Schmerz
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 197
B-11.7
Prozeduren nach OPS
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
8-982
180
Palliativmedizinische Komplexbehandlung
2
8-561
83
Funktionsorientierte physikalische Therapie
3
8-800
44
Transfusion von Vollblut, Konzentraten roter
Blutkörperchen oder Konzentraten von Blutgerinnungsplättchen
4
9-401
43
Psychosoziale Interventionen
5
9-320
14
Therapie organischer und funktioneller Störungen der Sprache, des Sprechens, der Stimme
oder des Schluckens
6
8-191
13
Verband bei großflächigen und schwerwiegenden Hauterkrankungen
7
8-153
11
Therapeutisches Einführen einer Punktionskanüle durch die Haut in die Bauchhöhle
8
5-038
10
Operationen am spinalen Liquorsystem
9
8-016
8
Ernährung unter Umgehung des Verdauungstraktes (z.B. Infusionen in Blutgefäße) als medizinische Hauptbehandlung
10
8-121
Darmspülung (z.B. bei starker Verstopfung)
11
8-152
Therapeutisches Einführen einer Punktionskanüle durch die Haut in den Brustkorb
12
1-853
Diagnostische perkutane Punktion und Aspiration der Bauchhöhle
13
3-200
Computertomographie (CT) des Schädels ohne
Kontrastmittel
14
5-431
Operatives Anlegen einer äußeren Magenfistel
(=Gastrostoma) zur künstlichen Ernährung unter Umgehung der Speiseröhre
15
8-522
Hochenergetische Strahlentherapie mittels Telekobaltgeräten, Linearbeschleunigern
16
8-831
Legen, Wechsel oder Entfernung eines Katheters in Venen, die direkt zum Herzen führen
17
8-910
Schmerztherapie durch Injektion von Medikamenten in den Rückenmarkkanal
18
8-911
Subarachnoidale Injektion und Infusion zur
Schmerztherapie
19
8-918
Multimodale Schmerztherapie
20
9-410
Einzeltherapie
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 198
B-11.7.1
OPS-301
Weitere Kompetenzprozeduren
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
5-039.20
Andere Operationen an Rückenmark und Rückenmarkstrukturen: Implantation oder Wechsel eines Neurostimulators oder einer Neurostimulationselektrode zur epiduralen Rückenmarkstimulation: Einkanalsystem, vollimplantierbar, nicht wiederaufladbar.
8-91b
Multimodale schmerztherapeutische Kurzzeitbehandlung
B-11.8
Ambulante Behandlungsmöglichkeiten
Bezeichnung der Ambulanz
Schmerzambulanz
Angebotene Leistung
-Multimodale Schmerztherapie
-Individuelle Schmerzeinstellung
-Implantation von Schmerzpumpen
-Implantation von Neurostimulatoren
-Schmerzambulanz
Öffnungszeiten:
montags bis freitags 7.30 - 15.30 Uhr
donnerstags: nur Telefondienst, Rezepte
donnerstags: Operationstag
Die ambulante Behandlung von Tumorpatienten mit
Schmerzen erfolgt am selben Tag oder spätestens am
darauffolgenden Tag. Tumorbedingte Schmerzen
werden mit stark wirksamen Opioiden (Morphin, o.ä.)
in Verbindung mit anderen Medikamenten (CoAnalgetika) behandelt.
Mitbehandelt werden tumorbedingte Probleme wie
Übelkeit, Erbrechen, Darmverschluss, Atemnot,
Wundversorgung, umfassende psychosoziale Begleitung, Sterbebegleitung.
Lassen sich die tumorbegleitenden oder neurologisch
bedingten Probleme nicht ambulant behandeln, besteht die Möglichkeit der stationären Aufnahme auf
der Palliativstation.
Art der Ambulanz
Ambulanz
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 199
Bezeichnung der Ambulanz
Ambulanter Palliativ- und Hospizdienst
Angebotene Leistung
- Ambulante Beratung immer nach Rücksprache mit
dem Hausarzt
- Unterstützung niedergelassener Ärzte bei der Behandlung schwerstkranker Tumorpatienten
- Finanzierung durch den Förderverein und das Klinikum Links der Weser.
- Stationärer Liaisondienst
- Betreuung und Begleitung schwerstkranker Menschen mit begrenzter Lebenserwartung von der Aufnahme bis zur Entlassung in Zusammenarbeit mit
dem Stations- und Hausarzt, den Pflegediensten und
den Hospizdiensten.
Ansprechpartner Palliativstation:
- Dr. Marion Engler, Fon: (0421) 879-1651
-Dr. Petra Butt, Fon: (0421) 879-1787
-Dr. Thomas Wolff, Fon: (0421) 879-1651
-Edith Panten, Klinikpflegeltg., Fon: (0421) 879-1294
-Stationsleitung, Fon: (0421) 879-1650
Art der Ambulanz
Ambulanter Palliativ- und Hospizdienst
B-11.9
Ambulante Operationen nach § 115b SGB V
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
1
5-038
22
Operationen am spinalen Liquorsystem
2
5-039
8
Andere Operationen an Rückenmark und Rückenmarkstrukturen
3
5-399
B-11.10
Umgangssprachliche Bezeichnung
Sonstige Operationen an Blutgefäßen (z.B.
Einführung eines Katheters in ein Blutgefäß;
Implantation von venösen Katheterverweilsystemen zur Chemotherapie/ Schmerztherapie)
Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der Berufsgenossenschaft
Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein
Stationäre BG-Zulassung:
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
Nein
) 200
B-11.11
Apparative Ausstattung
Sonographiegerät / Dopplersonographiegerät
Röntgengerät / Durchleuchtungsgerät (z.B. C-Bogen) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Computertomograph (CT) (24h-Notfallverfügbarkeit)
B-11.12
Personelle Ausstattung
B-11.12.1
Ärzte
Anzahl
Ärzte insgesamt (außer Belegärzte)
4,72
Davon Fachärzte
4,00
Belegärzte (nach § 121 SGB V)
0,00
Fachexpertise der Abteilung
Palliativmedizin
Anästhesiologie
Intensivmedizin
Rettungsmedizin
Spezielle Schmerztherapie
B-11.12.2
Pflegepersonal
Anzahl
Pflegekräfte insgesamt
10,00
Examinierte Pflegekräfte
10,00
Examinierte Pflegekräfte mit
Fachweiterbildung
3,00
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
Kommentar / Ergänzung
Stationsleitung
Praxisanleiterin
Fachkrankenschwester für Palliativ Care
Pflegediagnostikerin im Fallmanagement
) 201
B-11.12.3
Spezielles therapeutisches Personal
Diätassistenten
EthikberaterIn
Kinästhetikbeauftragte
Musiktherapeuten
Psychologen
Sozialarbeiter
Stomatherapeuten
Wundmanager
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 202
B-12
Kindertagesklinik
B-12.1
Allgemeine Angaben der Kindertagesklinik
Chefarzt:
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Bachmann
OÄ Dr. Claßen, Dr. Schacht
Klinikpflegeleitung:
Harald Kuhlmann, Fon: 0421 879-1229
Stationsleitung Meike Holst, Fon: 0421 879-1507
Fon:
Fax:
0421 879-1443
0421 879-
URL:
EMail:
www.klinikum-bremen-ldw.de
mailto:[email protected]
Einleitung
Das vollstationäre Angebot der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin wird ergänzt durch
die Tagesklinik, in der das gesamte Spektrum der diagnostischen und therapeutischen
Möglichkeiten der Klinik vorgehalten wird, die Kinder aber nachts wieder im eigenen Bett
schlafen können. Besondere Schwerpunkte der Tagesklinik liegen u.a. im Bereich der
Nierenerkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen und Erkrankungen des Nervensystems.
Im Bereich der Tagesklinik ist neben der somatischen (organbezogenen) Diagnostik und
Therapie auch ein psychosomatische Betreuung möglich. Angefangen von der Säuglingspsychosomatik (Schreikinder, Essstörungen) bis zur Betreuung funktioneller Störungen
(z.B. funktionelle Bauchschmerzen) älterer Kinder können sämtliche psychosomatischen
Probleme im Kontext der Tagesklinik fundiert angegangen werden.
B-12.2
Versorgungsschwerpunkte der Kindertagesklinik
Behandlung von Harn- und Stuhlinkontinenz
Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin beschäftigt sich seit vielen Jahren schwerpunktmäßig mit Harn- und Stuhlinkontinenz bei Kindern und Jugendlichen. Sie ist von
der Gesellschaft für Harninkontinenz als Beratungszentrum anerkannt. Die Klinik ist außerdem Teil eines Netzwerkes von acht europäischen Kliniken, die durch die European
Bladder Dysfunction Study miteinander verbunden sind und systematisch an der Diagnostik und Therapie von Kindern und Jugendlichen mit Einnässen/Harninkontinenz
wissenschaftlich arbeiten.
Die Betreuung erfolgt je nach Bedarf entweder vollstationär oder teilstationär in der Tagesklinik unter Beteiligung verschiedener Berufsgruppen (multiprofessionell).
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 203
Diagnostik und Therapie von (angeborenen) Erkrankungen der Atemwege und
der Lunge
Asthma und Neurodermitis sind Erkrankungen mit steigender Häufigkeit. Weitere typische Fragestellungen für die ein Diagnostik- und Therapiezentrum etabliert wurde sind
angeborene und erworbene Erkrankungen der Lunge und Atemwege.
Die diagnostische Abklärung erfolgt mit Hilfe des Lungenfunktions-Messplatzes (Laufband-Ergometer, flexibles Bronchoskopie für alle Altersgruppen).
Regelmäßig werden standardisierte Asthma-Schulungen durchgeführt (zertifizierter
Asthma-Trainer, Team).
Die Klinik ist zertifiziertes Mukoviszidosezentrum. Alle Diagnose- und Therapiemöglichkeiten und zusätzliche Angebote in der Physiotherapie und Ernährungsmedizin sind
möglich. Wir betreuen Patienten vom Säuglings- bis zum Erwachsenenalter und bieten
eine individuelle, an die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Patienten angepasste Versorgung an. Für besondere Verdienste in der Patientenbetreuung ist der Bereich von
der Christiane-Herzog-Stiftung mit der Bezeichnung "Christiane-Herzog-Ambulanz" geehrt worden.
Diagnostik und Therapie von (angeborenen) Erkrankungen
der Leber, der Galle und des Pankreas
Diagnostik und Therapie von (angeborenen) Erkrankungen des MagenDarmtraktes
Typische Fragestellungen und Erkrankungen sind Bauchschmerzen, Erbrechen, Gedeihstörungen, Durchfall, Verstopfung, Nahrungsunverträglichkeiten. Neben Kindern
und Jugendlichen mit M. Crohn und Colitis ulcerosa werden andere angeborene oder
erworbene Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes behandelt, so z.B. Zöliakie, Nahrungsallergien, Kohlenhydratmalabsortionen. Alle modernen Diagnose- und Therapieverfahren stehen zur Verfügung, auch invasive bzw. interventionelle Verfahren.
Die Diagnostik und Behandlung von Kindern mit Erkrankungen der Ausscheidungsorgane (Verstopfung, Stuhlinkontinenz), die im Rahmen des Kontinenz-Zentrums interdisziplinär betreut werden können, stellen einen weiteren wichtigen Arbeitsschwerpunkt
des Bereiches dar. Die enge Zusammenarbeit mit dem Bereich der pädiatrischen Nephrologie bewährt sich besonders bei der Untergruppe von Patienten, die sowohl eine Urininkontinenz als auch eine Stuhlentleerungsstörung haben.
Diagnostik und Therapie von (angeborenen) neurologischen Erkrankungen
Das Spektrum neurologischer Erkrankungen bei Kindern ist groß. Bei fast allen Erkrankungen kann eine fundierte Betreuung angeboten werden. Behandelt werden, mit Ausnahme von Tumoren, alle Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems
sowie Erkrankungen des Stoffwechsels und der Muskulatur. Dazu gehören alle Formen
der Entwicklungsstörungen, Anfallsleiden, Bewegungsstörungen, aber auch z. B. Kopfschmerzen. Zur Verfügung stehen Video-EEG, Langzeit-EEG, neurophysiologische
Testverfahren insbesondere bei objektiver Beurteilung des Sehens und Hörens, Polygraphie. Als eine der ersten Kliniken Deutschlands haben wir bereits vor Jahren mit einem Hörscreening zur Früherkennung von angeborenen Hörstörungen von gesunden
Neugeborenen begonnen. Bei Verdacht auf Entwicklungsverzögerungen oder Teilleistungsstörungen bieten wir eine neuropsychologische Untersuchung durch unsere Psychologin, Frau Faiß, an.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 204
Diagnostik und Therapie von (angeborenen) pädiatrischen Nierenerkrankungen
In unserem überregionalen nephrologischen Zentrum werden alle Erkrankungen der
Nieren und ableitenden Harnwege wie Harnwegsinfekte, Harnabflussstörungen, Nierenentzündungen (Glomerulonephritis), akutes und chronisches Nierenversagen kompetent und umfassend behandelt. Zusätzlich zu den Standardverfahren in Diagnostik
und Therapie werden auch Möglichkeiten zur Nierenbiopsie (Probeentnahme), urodynamischen Diagnostik (Messung des Harnflusses) und Peritonealdialyse (spezielles
Reinigungsverfahren im Bauchraum) vorgehalten.
Der Bereich engagiert sich besonders bei Patienten mit Ausscheidungsstörungen und
Harninkontinenz. Ein Schulungsprogramm wurde etabliert und die Betroffenen durch ein
multidisziplinäres Team diagnostiziert, geschult und behandelt. Dieser Bereich ist Teil
des Kontinenz-Zentrums.
Diagnostik und Therapie von Allergien
Allergische Manifestationen betreffen besonders die Haut, die Atemwege und den Magen-Darm-Trakt. Durch die Schwerpunktbildung der angesprochenen Organsysteme
gehören allergologische Fragestellungen zu den besonderen Arbeitsschwerpunkten der
Klinik, für die alle diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten (inkl. Allergenprovokationen und bioptische Diagnostik) angeboten werden. Neurodermitis-Schulungen
werden durch einen zertifizierten Neurodermitis-Trainer regelmäßig angeboten.
B-12.3
Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Kindertagesklinik
Atemgymnastik
Für Patienten die gehfähig sind wird im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative
Medizin Atemgymnastik durchgeführt. Es umfasst eine große Anzahl von Übungen zur
Verbesserung der Atmung. Unter Mitarbeit des Patienten und mit Hilfe spezieller, individueller Atemtechniken wird eine physiologische Atmung angestrebt. Dafür wird die Atemmuskulatur täglich trainiert, sowie die Zwerchfell-, Brust- und Flankenatmung bewusst geübt. Darüber hinaus werden atemerleichternde Körperhaltungen / Techniken
eingeübt.
Patienten mit besonders viel Bronchialsekret erlernen Übungen und Lagerungsdrainagen um das gestaute Sekret besser abhusten zu können.
Physiotherapie / Krankengymnastik
Physiotherapie wird im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin oder wenn
Patienten nicht gehfähig sind, vor Ort durchgeführt.
Es ist ein Heilverfahren durch Einsatz von passiver und aktiver Bewegung des Menschen zur Prävention, Therapie und Rehabilitation von gesundheitlichen Beschwerden
und Schädigungen, die durch Alterungsprozesse, Verletzungen und Krankheiten entstanden sind, sowie zur allgemeinen Gesundheits- und Leistungsförderung.
Physiotherapie umfasst Untersuchungen, Erstellen einer physiotherapeutischen Diagnose und eines Therapieplans, Intervention und Evaluation der Therapie. Die Intervention kann verschiedene Therapiekonzepte beinhalten. Wesentliche Merkmale einer
physiotherapeutischen Intervention sind das Erlernen eines Eigenübungsprogramms
und die Anleitung zum Verhalten im Alltag.
Zusätzlich wird eine mobile Physiotherapie bei Patienten mit Mukoviszidose zu Hause
angeboten.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 205
B-12.4
Nicht-medizinische Serviceangebote der Kindertagesklinik
Dolmetscherdienste
Sprachkundige qualifizierte Mitarbeiter des Hauses werden bei Bedarf (z.B. während
des Behandlungsprozesses) hinzugezogen, ggf. auch offizielle Dolmetscher. Die Stationen und Tageskliniken können sich zu diesem Zweck an das Kommunikations-Center
wenden. Aufklärungsbögen sind in mehreren Sprachen verfügbar.
Frei wählbare Essenszusammenstellung (Komponentenwahl)
Bei der Verpflegung werden den Erfordernissen, Bedürfnissen und Wünschen der Patienten fast immer Rechnung getragen.
Durch ein computerunterstützendes Warenwirtschafts-, Versorgungs- und Organisationssystem erfolgt die individuelle Bestellung und Lieferung der Menüs.
Dank dieses Systems sind alle Speisekomponenten untereinander kombinierbar; dies
gilt für das Frühstück und Abendessen, jeweils unter Berücksichtigung einer ggf. bestehenden Diät. So ist es selbst stark eingeschränkten Patienten immer noch möglich, sich
die Mahlzeiten nach ihrem Geschmack zusammenzustellen. Für das Mittagessen stehen täglich drei Menüs zur Auswahl (die Kinderklinik hat einen gesonderten Speiseplan). Religiöse und kulturelle Aspekte werden in unserem Speiseangebot vollständig
berücksichtigt. Muslime haben immer die Möglichkeit, ein schweinefleischfreies Menü
zu wählen, ebenso steht grundsätzlich eine vegetarische Ausweichmöglichkeit zur Verfügung.
Kostenlose Getränkebereitstellung (Mineralwasser)
In der Tagesklinik stehen für Patienten ausreichend kostenlose Getränke (Mineralwasser) zur Verfügung.
Seelsorge
Unsere Seelsorger im Krankenhaus stehen den Patienten, sofern sie es wünschen,
zum Gespräch zur Verfügung (Pastoralreferentin Ulrike Ernsing im Zentralgebäude im
Sockelgeschoss Fon: (0421) 879-1602 und Frau Beate Rösel im Zentralgebäude im 5.
Stock Fon: (0421) 879-1340.
Teeküche für Patienten
B-12.5
Fallzahlen der Kindertagesklinik
In der Kindertagesklinik werden pro Quartal im Durchschnitt 418 teilstationäre Patienten
behandelt.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 206
B-12.6
Hauptdiagnosen nach ICD
Rang
ICD-10
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
N39
362
Sonstige Krankheiten des Harnsystems (z.B.
Harnwegsinfektion, unfreiwilliger Harnverlust)
2
K59
319
Sonstige Darmfunktionsstörungen (Verstopfung, Durchfallserkrankungen)
3
G40
153
Anfallsleiden (=Epilepsie)
4
Q62
78
Angeborene obstruktive Defekte des Nierenbeckens und angeborene Fehlbildungen des Ureters (Harnleiters)
5
K90
72
Störungen der Nährstoffaufnahme im Darm (Intestinale Malabsorption)
6
R15
54
Stuhlinkontinenz (unfreiwilliger Stuhlabgang)
7
F98
47
Andere Verhaltens- und emotionale Störungen
mit Beginn in der Kindheit und Jugend
8
R10
39
Bauch- oder Beckenschmerzen
9
R32
29
Nicht näher bezeichnete Harninkontinenz (unfreiwilliger Harnabgang)
10
K52
28
Magen-Darm Entzündungen ohne infektiöse
Ursache (z. B. Nahrungsallergie)
11
E73
27
Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker (Laktoseintoleranz)
12
L20
26
Milchschorf bzw. Neurodermitis (Atopisches,
endogenes Ekzem)
13
J45
24
Bronchialasthma
14
G44
22
Sonstige Kopfschmerzsyndrome
15
N30
21
Blasenentzündung
16
N11
17
Chronische tubulointerstitielle Nephritis
17
N13
17
Krankheit mit Harnverhalt oder Harnrücklauf in
den Harnleiter
18
Q63
15
Sonstige angeborene Fehlbildungen der Niere
19
G43
12
Migräne (=anfallsweise, sich periodisch wiederholende, meist halbseitige Kopfschmerzen)
20
K29
11
Schleimhautentzündung des Magens bzw. des
Zwölffingerdarms
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 207
B-12.6.1
Weitere Kompetenzdiagnosen
ICD-10
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
K52.2
42
Allerg.u.alimentär.Gastroenteritis u.Kolitis
G44.2
27
Spannungskopfschmerz
E44
21
Energie- und Eiweißmangelernährung mäßigen und
leichten Grades
E34.3
16
Kleinwuchs, a.orts nicht klassif.
F88
14
Andere Entwicklungsstörungen
F80
10
Entwicklungsstörung des Sprechens oder der Sprache
F89
10
Nicht näher bezeichnete Entwicklungsstörung
N10
9
Akute tubulointerstitielle Nephritis
F81
9
Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten
F82
8
Entwicklungsstörung der Grobmotorik
F84
Tief greifende Entwicklungsstörungen
F83
Kombi.Umschrieb. Entwicklungsstörungen
F45
Seelische Störung, die sich in körperlichen Beschwerden
niederschlägt
N31
Nerven-Muskelstörung der Harnblasefunktion
E43
nicht näh. bez. erhebl. Energie- u.Eiweißmangelernähr.
Q64
Angeborene Fehlbildungen des Harnsystems
K25
Magengeschwür
E34.4
Konstitutioneller Hochwuchs
Q90
Down-Syndrom
Q93
Monosomien und Deletionen der Autosomen
Q99
Sonstige Chromosomenanomalien
K26
Geschwür des Zwölffingerdarms
E46
nicht näh. bez. Energie- u. Eiweißmangelernähr.
E45
Entwickl.verzögerung dur. Energie- u. Eiweißmangelernähr.
N15.1
Nierenabszeß u. perinephritischer Abszeß
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 208
B-12.7
Prozeduren nach OPS
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
1-207
269
Aufzeichnung der Gehirnströme (EEG)
2
1-334
240
Untersuchung von Harntransport und Harnentleerung
3
3-706
113
Szintigraphie der Nieren
4
8-900
87
Narkose über eine intravenöse Infusion von
Narkosemitteln
5
1-205
65
Registrierung der bioelektrischen Aktivität der
Muskulatur
6
1-440
65
Entnahme einer Gewebeprobe des oberen
Verdauungstrakts, der Gallengänge oder der
Bauchspeicheldrüse bei einer Spiegelung
7
1-632
65
Spiegelung der Speiseröhre, des Magens und
des Zwölffingerdarmes
8
1-710
39
Messung des Atemwegswiderstands und des
funktionellen Residualvolumens in einer luftdichten Kabine
9
8-121
37
Darmspülung (z.B. bei starker Verstopfung)
10
1-208
32
Testung der Nervenfunktion durch verschiedene Reize
11
1-444
26
Entnahme einer Gewebeprobe des unteren
Verdauungstraktes (z.B. des Dickdarmes) bei
einer Spiegelung
12
1-650
16
Dickdarmspiegelung
13
1-631
Spiegelung der Speiseröhre und des Magens
14
1-654
Spiegelung des Mastdarmes
15
1-315
Anorektale Manometrie (Funktionsprüfung des
Schließmuskels)
16
1-335
Messung des Urethradruckprofils
17
1-651
Spiegelung des S-förmigen Abschnitts des
Dickdarms
18
8-800
Transfusion von Vollblut, Konzentraten roter
Blutkörperchen oder Konzentraten von Blutgerinnungsplättchen
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 209
B-12.7.1
OPS-301
Weitere Kompetenzprozeduren
Absolute Fallzahl
Diagnostische Endoskopie des Darmes über ein Stoma
1-652
B-12.8
Umgangssprachliche Bezeichnung
Ambulante Behandlungsmöglichkeiten
Ambulante Behandlungsmöglichkeiten finden Sie in der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin.
B-12.9
Ambulante Operationen nach § 115b SGB V
Ambulante Operationen werden in der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin durchgeführt.
B-12.10
Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der Berufsgenossenschaft
Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein
Stationäre BG-Zulassung:
B-12.11
Nein
Apparative Ausstattung
Röntgengerät / Durchleuchtungsgerät (z.B. C-Bogen) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Sonographiegerät / Dopplersonographiegerät
Uroflow / Blasendruckmessung
Alle Geräte der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und die apparative Ausstattung des Institutes für Radiologie und des Zentrallaboratoriums stehen der
Tagesklinik zur Verfügung
B-12.12
Personelle Ausstattung
B-12.12.1
Ärzte
Die ärztliche und fachärztliche Betreuung der Tagesklinik erfolgt durch die Ärzte der Klinik
für Kinder- und Jugendmedizin (siehe B-3.12.1)
Anzahl
Ärzte insgesamt (außer Belegärzte)
0,00
Davon Fachärzte
0,00
Belegärzte (nach § 121 SGB
V)
0,00
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
Kommentar / Ergänzung
) 210
B-12.12.2
Pflegepersonal
Anzahl
Pflegekräfte insgesamt
5,50
Examinierte Pflegekräfte
5,50
Examinierte Pflegekräfte mit
Fachweiterbildung
3,00
B-12.12.3
Kommentar / Ergänzung
Stationsleitung
Praxisanleiterin
Spezielles therapeutisches Personal
Laktationsberaterin/Stillberaterin
Urotherapeuten
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 211
B-13
Tagesklinik Onkologie
B-13.1
Allgemeine Angaben der Tagesklinik Onkologie
Chefarzt:
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Klose
Dr. Spehn, Frau Güse-Gocht
Klinikpflegeleitung:
Edith Panten, Fon: 0421 879-1294
Fon:
Fax:
0421 879-1230
0421 879-1674
URL:
EMail:
www.klinikum-bremen-ldw.de
mailto:[email protected]
Einleitung
Die Onkologische Tagesklinik wurde im Jahr 1998 gegründet und ermöglicht vielen Patienten mit bösartigen Tumoren und hämatologischen Systemerkrankungen, während ihrer
Behandlung im häuslichen Umfeld zu bleiben. Im Jahr 2004 erfolgte die Erweiterung und
Zusammenlegung mit der gynäkologisch-onkologischen Tagesklinik zu einem gemeinsamen Behandlungsteam.
Die drei Behandlungszimmer sind teils mit bequemen Therapieliegen und teils mit Betten
ausgestattet, so dass auch stärker beeinträchtigte Patienten teilstationär behandelt werden können. Genutzt wird dabei das gesamte diagnostische und therapeutische Angebot
des Klinikums. Die Tagesklinik ist an allen Wochentagen besetzt. Bei Bedarf ist auch an
Wochenenden eine Behandlung möglich, diese erfolgt dann durch das Personal der unmittelbar angrenzenden onkologischen Station.
Es bestehen folgende Leistungsangebote/Behandlungsmöglichkeiten:
- Zytostatikatherapie
- Blutersatztherapie
- Gabe von Infusionen (z.B. Pamidronat)
- Anlage von Portsystemen
- Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten eines Hochleistungsklinikums
- Festlegung und Organisation der gesamten Diagnostik und Therapie
- Schmerztherapie
- Sozialdienst
- Physikalische Therapie
- Palliative Betreuung (z.B. Entlastungspunktionen)
- Kooperation mit unserer Palliativstation
Die Behandlungszimmer sind mit bequemen Therapieliegen und einer Medieneinheit
(Fernseher, Radio) ausgestattet.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 212
B-13.2
Versorgungsschwerpunkte der Tagesklinik Onkologie
Diagnostik und Therapie von onkologischen Erkrankungen
Das diagnostische und therapeutische Spektrum umfasst solide Tumoren aller Organsysteme. Durchgeführt werden alle aktuellen zytostatischen, hormonellen, immunologischen und wachstumsfaktorgestützten Therapien mit Ausnahme der stammzellgestützten Hochdosischemotherapie und der Induktionschemotherapie akuter Leukämien. Ebenso erfolgen in der Tagesklinik alle notwendigen unterstützenden Begleittherapien,
Transfusionen von Blutprodukten sowie Schmerzbehandlungen. Eine psychosoziale
Beratung und Hilfe sowie eine psychoonkologische Mitbetreuung kann vor Ort erfolgen.
Zur interdisziplinären Absprache findet eine wöchentliche Tumorkonferenz statt. Die Abteilung ist als Weiterbildungsstätte für Hämatologie und Internistische Onkologie ausgewiesen.
Diagnostik und Therapie von hämatologischen Erkrankungen
Maligne hämatologische Systemerkrankungen sind ein Schwerpunkt der onkologischen
Tagesklinik (siehe hierzu VI 18 - Diagnostik und Therapie von onkologischen Erkrankungen). Zur Diagnostik werden die Einrichtungen des Klinikums genutzt, zytologische
Untersuchungen von Knochenmark- und Organpunktaten erfolgen im hämatologischen
Speziallabor.
B-13.3
Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Tagesklinik
Onkologie
Psychologisches / psychotherapeutisches Leistungsangebot / Psychosozialdienst
Tumordiagnostik und Tumortherapie sind wesentlicher Schwerpunkt der Klinik. Das
Spektrum umfasst solide Tumoren aller Organsysteme und hämatologische Systemerkrankungen. Durchgeführt werden alle aktuellen zytostatischen, hormonellen, immunologischen und wachstumsfaktorgestützten Therapien mit Ausnahme der stammzellgestützten Hochdosischemotherapie und der Induktionschemotherapie akuter Leukämien.
Diagnostik und Therapie erfolgen leitlinienadaptiert auf der onkologischen Station, in
der onkologischen Tagesklinik, der hämatologisch-onkologischen Klinikambulanz und in
einer wöchentlichen onkologischen Konsiliarsprechstunde in Stuhr. Zur interdisziplinären Absprache findet eine wöchentliche Tumorkonferenz statt. Die Abteilung ist
als Weiterbildungsstätte für Hämatologie und Internistische Onkologie ausgewiesen.
B-13.4
Nicht-medizinische Serviceangebote der Tagesklinik Onkologie
Dolmetscherdienste
Sprachkundige qualifizierte Mitarbeiter des Hauses werden bei Bedarf (z.B. während
des Behandlungsprozesses) hinzugezogen, ggf. auch offizielle Dolmetscher. Die Stationen und Tageskliniken können sich zu diesem Zweck an das Kommunikations-Center
wenden. Aufklärungsbögen sind in mehreren Sprachen verfügbar.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 213
Frei wählbare Essenszusammenstellung (Komponentenwahl)
Bei der Verpflegung werden den Erfordernissen, Bedürfnissen und Wünschen der Patienten fast immer Rechnung getragen.
Durch ein computerunterstützendes Warenwirtschafts-, Versorgungs- und Organisationssystem erfolgt die individuelle Bestellung und Lieferung der Menüs.
Dank dieses Systems sind alle Speisekomponenten untereinander kombinierbar; dies
gilt für das Frühstück und Abendessen, jeweils unter Berücksichtigung einer ggf. bestehenden Diät. So ist es selbst stark eingeschränkten Patienten immer noch möglich, sich
die Mahlzeiten nach ihrem Geschmack zusammenzustellen. Für das Mittagessen stehen täglich drei Menüs zur Auswahl. Religiöse und kulturelle Aspekte werden in unserem Speiseangebot vollständig berücksichtigt. Muslime haben immer die Möglichkeit,
ein schweinefleischfreies Menü zu wählen, ebenso steht grundsätzlich eine vegetarische Ausweichmöglichkeit zur Verfügung.
Kostenlose Getränkebereitstellung (Mineralwasser)
In der Tagesklinik stehen für Patienten ausreichend kostenlose Getränke (Mineralwasser) zur Verfügung.
Seelsorge
Unsere Seelsorger im Krankenhaus stehen den Patienten, sofern sie es wünschen,
zum Gespräch zur Verfügung (Pastoralreferentin Ulrike Ernsing im Zentralgebäude im
Sockelgeschoss Fon: (0421) 879-1602 und Frau Beate Rösel im Zentralgebäude im 5.
Stock Fon: (0421) 879-1340.
Teeküche für Patienten
B-13.5
Fallzahlen der Tagesklinik Onkologie
In der Onkologischen Tagesklinik werden pro Quartal im Durchschnitt 193 Patienten teilstationär behandelt.
B-13.6
Hauptdiagnosen nach ICD
Rang
ICD-10
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
C18
118
Dickdarmkrebs
2
C50
57
Brustkrebs
3
C20
55
Mastdarmkrebs
4
C16
50
Magenkrebs
5
C90
47
Krebs der blutbildenden Knochenmarkzellen
6
C15
36
Speiseröhrenkrebs
7
C34
36
Lungenkrebs
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 214
Rang
ICD-10
Absolute Fallzahl
8
C85
36
Sonstige oder nicht näher bezeichneter
Lymphknotenkrebs mit Fehlen der typischen
Hodgkin-Zellen
9
E78
35
Reine Hypercholesterinämie
10
C81
26
Hodgkin-Krankheit (Krebs des Lymphgewebes)
11
C25
23
Bauchspeicheldrüsenkrebs
12
D46
23
Erkrankungen des Knochenmarks
(=Myelodysplastische Syndrome)
13
C82
22
Non-Hodgkin-Lymphom: Gemischt kleinu.großzellig, gekerbt, follikul.
14
C91
21
Blutkrebs (=Leukämie), der von den Lymphknoten ausgeht
15
C83
17
Diffuser Krebs des lymphatischen Gewebes/der Lymphknoten ohne typische HodgkinZellen (=Non-Hodgkin-Lymphom)
16
C61
16
Krebs der Vorsteherdrüse
17
C67
13
Harnblasenkrebs
18
C88
13
Bösartige immunproliferative Erkrankung
19
C56
10
Krebs der Eierstöcke
20
D50
10
Blutarmut aufgrund von Eisenmangel
B-13.6.1
Weitere Kompetenzdiagnosen
ICD-10
Absolute Fallzahl
C23
6
C24.0
Umgangssprachliche Bezeichnung
Umgangssprachliche Bezeichnung
Bösart. Neubild.d. Gallenbla.
Bösart. Neubild: Extrahepat.Gallengang
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 215
B-13.7
Prozeduren nach OPS
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
1
8-542
758
Nicht komplexe Chemotherapie
2
8-543
498
Mittelgradig komplexe und intensive Blockchemotherapie
3
8-800
178
Transfusion von Vollblut, Konzentraten roter Blutkörperchen oder Konzentraten von Blutgerinnungsplättchen
4
8-012
91
Applikation von Medikamenten gemäß Liste 1
des Prozedurenkatalogs
5
3-225
67
Computertomographie des Bauchraums mit Kontrastmittel
6
3-226
64
Computertomographie des Beckens mit Kontrastmittel
7
1-632
62
Spiegelung der Speiseröhre, des Magens und
des Zwölffingerdarmes
8
3-222
46
Computertomographie des Brustkorbs mit Kontrastmittel
9
1-440
23
Entnahme einer Gewebeprobe des oberen
Verdauungstrakts, der Gallengänge oder der
Bauchspeicheldrüse bei einer Spiegelung
10
8-153
19
Therapeutisches Einführen einer Punktionskanüle durch die Haut in die Bauchhöhle
11
1-424
14
Entnahme einer Gewebeprobe aus dem Knochenmark
12
1-426
13
Perkutane Biopsie an Lymphknoten, Milz und Thymus
mit Steuerung durch bildgebende Verfahren
13
3-70C
13
Bildgebendes Verfahren über den ganzen Körper mittels radioaktiver Strahlung
14
3-200
11
Computertomographie (CT) des Schädels ohne
Kontrastmittel
15
1-480
10
Perkutane (Nadel-)Biopsie an Knochen
16
3-220
10
Computertomographie des Schädels mit Kontrastmittel
17
3-221
10
Computertomographie des Halses mit Kontrastmittel
18
5-429
10
Sonstige Operationen an der Speiseröhre (z.B.
Operation von Speiseröhrenkrampfadern, Ballonaufdehnung der Speiseröhre)
19
1-853
9
Diagnostische perkutane Punktion und Aspiration der Bauchhöhle
20
8-152
8
Therapeutisches Einführen einer Punktionskanüle durch die Haut in den Brustkorb
B-13.7.1
Umgangssprachliche Bezeichnung
Weitere Kompetenzprozeduren
Die Kompetenzprozeduren finden sich in der oben angegebenen Prozedurenliste.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 216
B-13.8
Ambulante Behandlungsmöglichkeiten
Ambulante Behandlungsmöglichkeiten finden Sie in der Klinik für Innere Medizin.
B-13.9
Ambulante Operationen nach § 115b SGB V
Ambulante Operationen werden in der Klinik für Innere Medizin durchgeführt.
B-13.10
Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der Berufsgenossenschaft
Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein
Stationäre BG-Zulassung:
B-13.11
Nein
Apparative Ausstattung
Röntgengerät / Durchleuchtungsgerät (z.B. C-Bogen) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Sonographiegerät / Dopplersonographiegerät
Alle Geräte der Klinik für Innere Medizin und die apparative Ausstattung des Institutes für
Radiologie und des Zentrallaboratoriums stehen der Tagesklinik zur Verfügung.
B-13.12
Personelle Ausstattung
B-13.12.1
Ärzte
Anzahl
Ärzte insgesamt (außer Belegärzte)
1,00
Davon Fachärzte
1,00
Belegärzte (nach § 121 SGB V)
0,00
Fachexpertise der Abteilung
Innere Medizin und SP Hämatologie und Onkologie
B-13.12.2
Pflegepersonal
Anzahl
Pflegekräfte insgesamt
3,00
Examinierte Pflegekräfte
3,00
Examinierte Pflegekräfte mit
Fachweiterbildung
1,00
B-13.12.3
Kommentar / Ergänzung
Stationsleitung
Praxisanleiter
Spezielles therapeutisches Personal
Breast Nurse
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 217
B-14
Tagesklinik Gynäkologie
B-14.1
Allgemeine Angaben der Tagesklinik Gynäkologie
Chefarzt:
Prof. Öney, Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Kooperation mit Prof. Klose, Klinik für Innere Medizin
Ansprechpartner:
OÄ Frau Dr. Burkert (Gynäkologie)
Klinikpflegeleitung:
Edith Panten, Fon: 0421 879-1294
Fon:
Fax:
0421 879-1230
0421 879-1674
URL:
EMail:
www.klinikum-bremen-ldw.de
mailto:[email protected]
Einleitung
Die Onkologische Tagesklinik wurde im Jahr 1998 gegründet und ermöglicht vielen Patienten mit bösartigen Tumoren und hämatologischen Systemerkrankungen, während ihrer
Behandlung im häuslichen Umfeld zu bleiben. Im Jahr 2004 erfolgte die Erweiterung und
Zusammenlegung mit der gynäkologisch-onkologischen Tagesklinik zu einem gemeinsamen Behandlungsteam.
Die drei Behandlungszimmer sind teils mit bequemen Therapieliegen und teils mit Betten
ausgestattet, so dass auch stärker beeinträchtigte Patienten teilstationär behandelt werden können. Genutzt wird dabei das gesamte diagnostische und therapeutische Angebot
des Klinikums. Die Tagesklinik ist an allen Wochentagen besetzt. Bei Bedarf ist auch an
Wochenenden eine Behandlung möglich, diese erfolgt dann durch das Personal der unmittelbar angrenzenden onkologischen Station.
Es bestehen folgende Leistungsangebote/Behandlungsmöglichkeiten:
- Zytostatikatherapie
- Blutersatztherapie
- Gabe von Infusionen (z.B. Pamidronat)
- Anlage von Portsystemen
- Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten eines Hochleistungsklinikums
- Festlegung und Organisation der gesamten Diagnostik und Therapie
- Schmerztherapie
- Sozialdienst
- Physikalische Therapie
- Palliative Betreuung (z.B. Entlastungspunktionen)
- Kooperation mit unserer Palliativstation
Die Behandlungszimmer sind mit bequemen Therapieliegen und einer Medieneinheit
(Fernseher, Radio) ausgestattet.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 218
B-14.2
Versorgungsschwerpunkte der Tagesklinik Gynäkologie
Diagnostik und Therapie gynäkologischer Tumoren: Zervix-, Corpus-,
Ovarial-, Vulva-, Vaginalkarzinom
Der feingewebliche Befund ist für die Diagnose entscheidend. Er wird beim Zervixcarcinom zum Beispiel mittels Probeentnahme (PE) oder Konisation gewonnen. Bei Verdacht auf Corpuscarcinom erfolgt eine Ausschabung. Das Vulva- bzw.Vaginalcarcinom
wird ebenfalls mittels PE gesichert. Die weitere Diagnostik zur Feststellung des Tumorstadiums umfasst neben der klinischen Untersuchung die bildgebenden Verfahren wie
Ultraschall, Computertomographie bzw. MRT sowie die Bestimmung der Tumormarker.
Die Operationen werden stadiengerecht durchgeführt, ggf. zusammen mit der Klinik für
Allgemein- und Unfallchirurgie oder mit einem Urologen. Eine Fallbesprechung erfolgt in
der interdisziplinären Tumorkonferenz mit Strahlentherapeuten, Onkologen, Pathologen. Chemotherapie wird in der Gynäkologie durchgeführt. Es erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit der Praxis für Strahlentherapie.
Diagnostik und Therapie von bösartigen Tumoren der Brustdrüse
Bösartige Tumore werden mittels Ultraschall und Mammographie diagnostiziert. Größe,
Lage und Merkmale werden erhoben. Es erfolgt eine Stanze unter ultrasonographischer/mammographischer Kontrolle zur Gewinnung von Gewebe zur feingeweblichen
Beurteilung (Histologie). In einer speziellen Sprechstunde für Erkrankungen der Brustdrüse (Mammasprechstunde) erfolgt die Beratung über die erforderliche Therapie wie
Operation, Bestrahlung, Chemotherapie, hormonelle Therapie. Das Operationsspektrum umfasst brusterhaltende Operationen, Mastektomien, rekonstruktive Operationen
zum Wiederaufbau der Brust mit Eigengewebe oder mittels Prothesen, SentinelLymphnode-Entfernung, konventionelle Entfernung von Lymphknoten aus der Achselhöhle. Nicht tastbare Knoten werden vor der Operation mittels Draht unter ultrasonographischer oder mammographischer Kontrolle markiert. Es erfolgt eine Vorstellung
des Falles in der interdisziplinären Konferenz mit Pathologen, Strahlentherapeuten, Onkologen und Operateuren.
B-14.3
Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Tagesklinik Gynäkologie
Psychologisches / psychotherapeutisches Leistungsangebot / Psychosozialdienst
Eine in systemischer Familienberatung ausgebildete Mitarbeiterin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe steht bei Bedarf zur Verfügung.
B-14.4
Nicht-medizinische Serviceangebote der Tagesklinik
Gynäkologie
Dolmetscherdienste
Sprachkundige qualifizierte Mitarbeiter des Hauses werden bei Bedarf (z.B. während
des Behandlungsprozesses) hinzugezogen, ggf. auch offizielle Dolmetscher. Die Stationen können sich zu diesem Zweck an das Kommunikations-Center wenden. Aufklärungsbögen sind in mehreren Sprachen verfügbar.
Im Fort- und Weiterbildungsangebot "Horizonte" werden Schulungen "Englisch für Pflegeberufe" angeboten.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 219
Frei wählbare Essenszusammenstellung (Komponentenwahl)
Bei der Verpflegung werden den Erfordernissen, Bedürfnissen und Wünschen der Patienten fast immer Rechnung getragen.
Durch ein computerunterstützendes Warenwirtschafts-, Versorgungs- und Organisationssystem erfolgt die individuelle Bestellung und Lieferung der Menüs.
Dank dieses Systems sind alle Speisekomponenten untereinander kombinierbar; dies
gilt für das Frühstück und Abendessen, jeweils unter Berücksichtigung einer ggf. bestehenden Diät. So ist es selbst stark eingeschränkten Patienten immer noch möglich, sich
die Mahlzeiten nach ihrem Geschmack zusammenzustellen. Für das Mittagessen stehen täglich drei Menüs zur Auswahl (die Kinderklinik hat einen gesonderten Speiseplan). Religiöse und kulturelle Aspekte werden in unserem Speiseangebot vollständig
berücksichtigt. Muslime haben immer die Möglichkeit, ein schweinefleischfreies Menü
zu wählen, ebenso steht grundsätzlich eine vegetarische Ausweichmöglichkeit zur Verfügung.
Kostenlose Getränkebereitstellung (Mineralwasser)
In der Tagesklinik stehen für Patienten ausreichend kostenlose Getränke (Mineralwasser) zur Verfügung.
Seelsorge
Unsere Seelsorger im Krankenhaus stehen den Patienten, sofern sie es wünschen,
zum Gespräch zur Verfügung (Pastoralreferentin Ulrike Ernsing im Zentralgebäude im
Sockelgeschoss Fon: (0421) 879-1602 und Frau Beate Rösel im Zentralgebäude im 5.
Stock Fon: (0421) 879-1340.
Teeküche für Patienten
B-14.5
Fallzahlen der Tagesklinik Gynäkologie
In der Gynäkologischen Tagesklinik werden pro Quartal im Durchschnitt 35 Patientinnen
teilstationär behandelt.
B-14.6 Hauptdiagnosen nach ICD
Rang
ICD-10
Absolute Fallzahl
Umgangssprachliche Bezeichnung
1
C50
62
Brustkrebs
2
C56
43
Krebs der Eierstöcke
3
C79
15
Krebs-Absiedelungen (=Metastasen) an der Haut
4
C54
10
Gebärmutterkrebs
5
C78
Krebs-Absiedelungen (=Metastasen) in den
Atmungs- und Verdauungsorganen (z.B. Gehirnkrebsabsiedelung in der Lunge)
6
O01
Blasenmole
7
C49
Krebs sonstigen Bindegewebes oder anderer
Weichteilgewebe
8
C57
Bösartige Neubildung sonstiger und nicht näher bezeichneter weiblicher Genitalorgane
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 220
B-14.6.1
Weitere Kompetenzdiagnosen
Die Kompetenzdiagnosen finden sich in der oben angegebenen Diagnosenliste.
B-14.7
Prozeduren nach OPS
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
1
8-542
284
Nicht komplexe Chemotherapie
2
8-012
58
Applikation von Medikamenten gemäß Liste 1
des Prozedurenkatalogs
3
3-225
13
Computertomographie des Bauchraums mit
Kontrastmittel
4
3-226
12
Computertomographie des Beckens mit Kontrastmittel
5
8-152
Therapeutisches Einführen einer Punktionskanüle durch die Haut in den Brustkorb
6
8-800
Transfusion von Vollblut, Konzentraten roter
Blutkörperchen oder Konzentraten von Blutgerinnungsplättchen
7
3-222
Computertomographie des Brustkorbs mit Kontrastmittel
8
8-013
Applikation von Medikamenten Liste 2
9
3-221
Computertomographie des Halses mit Kontrastmittel
10
3-227
Computertomographie des Muskel-SkelettSystems mit Kontrastmittel
11
3-70C
Tumorszintigraphie mit Antikörpern
12
8-153
Therapeutisches Einführen einer Punktionskanüle durch die Haut in die Bauchhöhle
13
8-543
Mittelgradig komplexe und intensive Blockchemotherapie
B-14.7.1
Umgangssprachliche Bezeichnung
Weitere Kompetenzprozeduren
Die Kompetenzprozeduren finden sich in der oben angegebenen Prozedurenliste.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 221
B-14.8
Ambulante Behandlungsmöglichkeiten
Ambulante Behandlungsmöglichkeiten finden Sie in der Abteilung für Frauenheilkunde.
B-14.9
Ambulante Operationen nach § 115b SGB V
Ambulante Operationen werden in der Abteilung für Frauenheilkunde durchgeführt.
B-14.10
Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der Berufsgenossenschaft
Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein
Stationäre BG-Zulassung:
Nein
B-14.11
Apparative Ausstattung
Röntgengerät / Durchleuchtungsgerät (z.B. C-Bogen) (24h-Notfallverfügbarkeit)
Sonographiegerät / Dopplersonographiegerät
Alle Geräte der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und die apparative Ausstattung des Institutes für Radiologie und des Zentrallaboratoriums stehen der Tagesklinik zur
Verfügung.
B-14.12
Personelle Ausstattung
B-14.12.1
Ärzte
Anzahl
Ärzte insgesamt
(außer Belegärzte)
0,50
Davon Fachärzte
0,00
Belegärzte (nach § 121 SGB
V)
0,00
B-14.12.2
Kommentar / Ergänzung
Die fachärztliche Betreuung der Tagesklinik
erfolgt durch die Fachärzte der Klinik für
Frauenheilkunde (siehe B-8.12.1).
Pflegepersonal
Anzahl
Pflegekräfte insgesamt
1,00
Examinierte Pflegekräfte
1,00
Examinierte Pflegekräfte mit Fachweiterbildung
0,00
B-14.12.3
Spezielles therapeutisches Personal
Breast Nurse
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 222
B-15
Tagesklinik H.E.L.P.
B-15.1
Allgemeine Angaben der Tagesklinik H.E.L.P.
Chefarzt:
Prof. Klose
Ansprechpartner:
Prof. Klose, Frau Dr. König
Klinikpflegeleitung:
Edith Panten. Fon: 0421 879-1294
Fon:
Fax:
0421 879-1230
0421 879-1674
URL:
EMail:
www.klinikum-bremen-ldw.de
mailto:[email protected]
Einleitung
In der Organisationseinheit H.E.L.P. wird das Blutreinigungsverfahren zur Entfernung von
Blutfetten durchgeführt.
B-15.2
Versorgungsschwerpunkte der Tagesklinik H.E.L.P.
Diagnostik und Therapie von endokrinen Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten (Diabetes, Schilddrüse etc.)
Bei schweren Fettstoffwechselstörungen besteht neben Diätintervention und gezielter
medikamentöser Therapie die Möglichkeit einer extrakorporalen LDL-Apherese (Entfernung des LDL-Cholesterins aus dem Blutkreislauf).
B-15.3
Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Tagesklinik
H.E.L.P.
Diät- und Ernährungsberatung
Für alle Patienten der Tagesklinik H.E.L.P. im Klinikum Links der Weser steht die Diätberaterin zur Verfügung. Nachdem Probleme des Patienten bei der Nahrungsaufnahme
durch das Pflegepersonal, sowie der Stationsärzte erfasst worden sind, erfolgt nach
Absprache mit den Diätassistenten, eine individuelle angemessene Menüberatung.
B-15.4
Nicht-medizinische Serviceangebote der Tagesklinik H.E.L.P.
Dolmetscherdienste
Sprachkundige qualifizierte Mitarbeiter des Hauses werden bei Bedarf (z.B. während
des Behandlungsprozesses) hinzugezogen, ggf. auch offizielle Dolmetscher. Die Stationen und Tageskliniken können sich zu diesem Zweck an das Kommunikations-Center
wenden. Aufklärungsbögen sind in mehreren Sprachen verfügbar.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 223
Frei wählbare Essenszusammenstellung (Komponentenwahl)
Bei der Verpflegung werden den Erfordernissen, Bedürfnissen und Wünschen der Patienten fast immer Rechnung getragen. Durch ein computerunterstützendes Warenwirtschafts-, Versorgungs- und Organisationssystem erfolgt die individuelle Bestellung und
Lieferung der Menüs. Dank dieses Systems sind alle Speisekomponenten untereinander kombinierbar; dies gilt für das Frühstück und Abendessen, jeweils unter Berücksichtigung einer ggf. bestehenden Diät. So ist es selbst stark eingeschränkten Patienten
immer noch möglich, sich die Mahlzeiten nach ihrem Geschmack zusammenzustellen.
Für das Mittagessen stehen täglich drei Menüs zur Auswahl. Religiöse und kulturelle
Aspekte werden in unserem Speiseangebot vollständig berücksichtigt. Muslime haben
immer die Möglichkeit, ein schweinefleischfreies Menü zu wählen, ebenso steht grundsätzlich eine vegetarische Ausweichmöglichkeit zur Verfügung.
Kostenlose Getränkebereitstellung (Mineralwasser)
In der Tagesklinik stehen für Patienten ausreichend kostenlose Getränke (Mineralwasser) zur Verfügung.
Seelsorge
Unsere Seelsorger im Krankenhaus stehen den Patienten, sofern sie es wünschen,
zum Gespräch zur Verfügung (Pastoralreferentin Ulrike Ernsing im Zentralgebäude im
Sockelgeschoss Fon: (0421) 879-1602 und Pastorin Beate Rösel im Zentralgebäude, 5.
Stock Fon: (0421) 879-1340.
B-15.5
Fallzahlen der Tagesklinik H.E.L.P.
In der H.E.L.P.-Tagesklinik werden pro Quartal im Durchschnitt 9 Patienten teilstationär
behandelt.
B-15.6
Hauptdiagnosen nach ICD
Rang
ICD-10
Absolute Fallzahl
1
E78
35
B-15.6.1
Umgangssprachliche Bezeichnung
Störungen des Fettstoffwechsels
Weitere Kompetenzdiagnosen
Die Kompetenzdiagnose findet sich in der oben angegebenen Diagnosenliste.
B-15.7
Prozeduren nach OPS
Rang
OPS-301
Absolute Fallzahl
1
8-822
297
Umgangssprachliche Bezeichnung
Blutwäsche zur Absenkung des Cholesterins
(=LDL-Apherese)
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 224
B-15.7.1
Weitere Kompetenzprozeduren
Die Kompetenzprozedur findet sich in der oben angegebenen Prozedurenliste.
B-15.8
Ambulante Behandlungsmöglichkeiten
Ambulante Behandlungsmöglichkeiten finden Sie in der Klinik für Innere Medizin.
B-15.9
Ambulante Operationen nach § 115b SGB V
Ambulante Operationen werden in der Tagesklinik H.E.L.P. nicht durchgeführt.
B-15.10
Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der Berufsgenossenschaft
Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein
Stationäre BG-Zulassung:
B-15.11
Nein
Apparative Ausstattung
LDL-Apherese
Gerät zur Entfernung des LDL-Cholesterins aus dem Blutkreislauf
Alle Geräte der Klinik für Innere Medizin und die apparative Ausstattung des Institutes für
Radiologie und des Zentrallaboratoriums stehen ebenfalls der Tagesklinik zur Verfügung.
B-15.12
Personelle Ausstattung
B-15.12.1
Ärzte
Die ärztliche und fachärztliche Betreuung der Tagesklinik H.E.L.P. erfolgt durch die Fachärzte der Klinik für Innere Medizin (siehe B-1.12.1).
Anzahl
Ärzte insgesamt (außer Belegärzte)
0,00
Davon Fachärzte
0,00
Belegärzte (nach § 121 SGB
V)
0,00
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
Kommentar / Ergänzung
) 225
B-15.12.2
Pflegepersonal
Die pflegerische Betreuung der Tagesklinik H.E.L.P. erfolgt durch die Pflegekräfte der Klinik für Innere Medizin.
Anzahl
Pflegekräfte insgesamt
0,00
Examinierte Pflegekräfte
0,00
Examinierte Pflegekräfte mit Fachweiterbildung
0,00
B-15.12.3
Spezielles therapeutisches Personal
Die Betreuung der Tagesklinik H.E.L.P. erfolgt durch das therapeutische Personal der Klinik für Innere Medizin.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 226
C
Qualitätssicherung
C-1
Teilnahme an der externen vergleichenden Qualitätssicherung nach §137 Abs.1 Satz 3 Nr.1 SGB V
(BQS-Verfahren)
C-1.1
Im Krankenhaus erbrachte Leistungsbereiche/
Dokumentationsrate
Nr.
Leistungsbereich
PNEU
Ambulant erworbene 122
Pneumonie
95,1
09n1-HSM-IMPL
HerzschrittmacherImplantation
206
96,6
09n2-HSM-AGGW
HerzschrittmacherAggregatwechsel
36
100,0
09n3-HSM-REV
Herzschrittmacher61
Revision / Systemwechsel / Explantation
63,9
10n2-KAROT
KarotisRekonstruktion
26
96,2
12n1-CHOL
Cholezystektomie
178
100,0
15n1-GYN-OP
Gynäkologische Operationen
384
100,0
16n1-GEBH
Geburtshilfe
1575
99,7
17n1-HÜFT-FRAK
Hüftgelenknahe Femurfraktur
111
100,0
17n2-HÜFT-TEP
Hüft-Endoprothesen- 25
Erstimplantation
100,0
17n3-HÜFT-WECH
Hüft-Total-Endoprothesenwechsel und
komponentenwechsel
< 20
100,0
18n1-MAMMA
Mammachirurgie
110
100,0
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
Fallzahl
Dokumentationsrate (%)
Kommentar
Die fehlenden Datensätze wurden als
Aggregatwechsel
oder mit einem Minimaldatensatz dokumentiert.
) 227
Nr.
Leistungsbereich
Fallzahl
Dokumentationsrate (%)
PNEU
Ambulant erworbene 122
Pneumonie
95,1
09n1-HSM-IMPL
HerzschrittmacherImplantation
206
96,6
09n2-HSM-AGGW
HerzschrittmacherAggregatwechsel
36
100,0
09n3-HSM-REV
Herzschrittmacher61
Revision / Systemwechsel / Explantation
63,9
10n2-KAROT
KarotisRekonstruktion
26
96,2
12n1-CHOL
Cholezystektomie
178
100,0
15n1-GYN-OP
Gynäkologische Operationen
384
100,0
16n1-GEBH
Geburtshilfe
1575
99,7
17n1-HÜFT-FRAK
Hüftgelenknahe Femurfraktur
111
100,0
17n2-HÜFT-TEP
Hüft-Endoprothesen- 25
Erstimplantation
100,0
17n3-HÜFT-WECH
Hüft-Total-Endoprothesenwechsel und
komponentenwechsel
< 20
100,0
18n1-MAMMA
Mammachirurgie
110
100,0
21n3-KORO-PCI
Koronarangiographie 4205
und perkutane Koronarintervention (PCI)
100,0
HCH-KCH
Koronarchirurgie,
isoliert1
99,6
HCH-AORT
Aortenklappenchirurgie, isoliert
99,6
HCH-KOMB
Kombinierte Koronar- und Aortenklappen-Chirurgie
99,6
Kommentar
Die fehlenden Datensätze wurden als
Aggregatwechsel
oder mit einem Minimaldatensatz dokumentiert.
Für die Leistungsbereiche isolierte Aortenklappenchirurgie, kombinierte Koronar- und AortenklappenChirurgie und isolierte Koronarchirurgie wird nur eine Gesamtdokumentationsrate berechnet.
1
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 228
Nr.
Leistungsbereich
Fallzahl
Dokumentationsrate (%)
PNEU
Ambulant erworbene 122
Pneumonie
95,1
09n1-HSM-IMPL
HerzschrittmacherImplantation
206
96,6
09n2-HSM-AGGW
HerzschrittmacherAggregatwechsel
36
100,0
09n3-HSM-REV
Herzschrittmacher61
Revision / Systemwechsel / Explantation
63,9
10n2-KAROT
KarotisRekonstruktion
26
96,2
12n1-CHOL
Cholezystektomie
178
100,0
15n1-GYN-OP
Gynäkologische Operationen
384
100,0
16n1-GEBH
Geburtshilfe
1575
99,7
17n1-HÜFT-FRAK
Hüftgelenknahe Femurfraktur
111
100,0
17n2-HÜFT-TEP
Hüft-Endoprothesen- 25
Erstimplantation
100,0
17n3-HÜFT-WECH
Hüft-Total-Endoprothesenwechsel und
komponentenwechsel
< 20
100,0
18n1-MAMMA
Mammachirurgie
110
100,0
DEK
Dekubitusprophylaxe
mit Kopplung an die
dazugehörigen Leistungsbereiche2
GESAMT
Gesamt
8333
99,5
Kommentar
Die fehlenden Datensätze wurden als
Aggregatwechsel
oder mit einem Minimaldatensatz dokumentiert.
Da das BQS-Verfahren zur Dekubitusprophylaxe an die Leistungsbereiche isolierte Aortenklappenchirurgie,
Hüft-Endoprothesen-Erstimplantation, Hüft-TEP-Wechsel und -komponentenwechsel, hüftgelenknahe Femurfraktur, Knie-TEP-Erstimplantation, Knie-TEP-Wechsel und -komponentenwechsel, kombinierte Koronarund Aortenklappenchirurgie und isolierte Koronarchirurgie gekoppelt ist, existieren hier keine gesonderten
Angaben über Fallzahlen und Dokumentationsrate. Fallzahl und Dokumentationsrate im Leistungsbereich Dekubitusprophylaxe können aus den Angaben in den jeweiligen Leistungsbereichen abgelesen werden.
2
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 229
C-1.2
Ergebnisse für ausgewählte Qualitätsindikatoren aus dem
BQS-Verfahren
C-1.2 A
Vom Gemeinsamen Bundesausschuss als uneingeschränkt zur Veröffentlichung geeignet bewertete Qualitätsindikatoren.
C-1.2 A.I
Qualitätsindikatoren, deren Ergebnisse keiner Bewertung durch den
Strukturierten Dialog bedürfen oder für die eine Bewertung durch
den Strukturierten Dialog bereits vorliegt
Leistungsbereich (LB)
Brusttumoren
Qualitätsindikator (QI)
Bestimmung der Hormonempfindlichkeit der Krebszellen
Kennzahlbezeichnung
Hormonrezeptoranalyse
Zähler / Nenner
88 / 90
Ergebnis (Einheit)
97,78%
Referenzbereich (bundesweit)
>= 95%
Vertrauensbereich
92,1 - 99,8%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
8
Leistungsbereich (LB)
Brusttumoren
Qualitätsindikator (QI)
Röntgenuntersuchung des entfernten Gewebes nach der Operation
Kennzahlbezeichnung
Postoperatives Präparatröntgen
Zähler / Nenner
7/7
Ergebnis (Einheit)
100,00%
Referenzbereich (bundesweit)
>= 95%
Vertrauensbereich
59,0 - 100,0%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
8
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 230
Leistungsbereich (LB)
Brusttumoren
Qualitätsindikator (QI)
Sicherheitsabstand zum gesunden
Gewebe
Kennzahlbezeichnung
Angabe Sicherheitsabstand bei
brusterhaltender Therapie
Zähler / Nenner
55 / 56
Ergebnis (Einheit)
98,21%
Referenzbereich (bundesweit)
>= 95%
Vertrauensbereich
90,2 - 100,0%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
8
Leistungsbereich (LB)
Brusttumoren
Qualitätsindikator (QI)
Sicherheitsabstand zum gesunden
Gewebe
Kennzahlbezeichnung
Angabe Sicherheitsabstand bei
Mastektomie
Zähler / Nenner
24 / 27
Ergebnis (Einheit)
88,89%
Referenzbereich (bundesweit)
>= 95%
Vertrauensbereich
70,8 - 97,7%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
1
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 231
Leistungsbereich (LB)
Frauenheilkunde
Qualitätsindikator (QI)
Vorbeugende Gabe von Antibiotika
bei Gebärmutterentfernungen
Kennzahlbezeichnung
Antibiotikaprophylaxe bei Hysterektomie
Zähler / Nenner
191 / 212
Ergebnis (Einheit)
90,09%
Referenzbereich (bundesweit)
>= 90%
Vertrauensbereich
85,2 - 93,8%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
8
Leistungsbereich (LB)
Frauenheilkunde
Qualitätsindikator (QI)
Vorbeugende Medikamentengabe
zur Vermeidung von Blutgerinnseln bei Gebärmutterentfernungen
Kennzahlbezeichnung
Thromboseprophylaxe bei Hysterektomie
Zähler / Nenner
193 / 193
Ergebnis (Einheit)
100,00%
Referenzbereich (bundesweit)
>= 95%
Vertrauensbereich
98,1 - 100,0%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
8
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 232
Leistungsbereich (LB)
Gallenblasenentfernung
Qualitätsindikator (QI)
Klärung der Ursachen angestaute
Gallenflüssigkeit vor der Gallenblasenentfernung
Kennzahlbezeichnung
Präoperative Diagnostik bei extrahepatischer Cholestase
Zähler / Nenner
10 / 10
Ergebnis (Einheit)
100,00%
Referenzbereich (bundesweit)
= 100%
Vertrauensbereich
69,1 - 100,0%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
8
Leistungsbereich (LB)
Gallenblasenentfernung
Qualitätsindikator (QI)
Feingewebliche Untersuchung der
entfernten Gallenblase
Kennzahlbezeichnung
Erhebung eines histologischen Befundes
Zähler / Nenner
179 / 179
Ergebnis (Einheit)
100,00%
Referenzbereich (bundesweit)
= 100%
Vertrauensbereich
98,0 - 100,0%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
8
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 233
Leistungsbereich (LB)
Gallenblasenentfernung
Qualitätsindikator (QI)
Reinterventionsrate
Kennzahlbezeichnung
Reinterventionsrate
Zähler / Nenner
Ergebnis (Einheit)
0,80%
Referenzbereich (bundesweit)
<= 1,5%
Vertrauensbereich
0,0 - 4,4%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
8
Leistungsbereich (LB)
Geburtshilfe
Qualitätsindikator (QI)
Anwesenheit eines Kinderarztes
bei Frühgeburten
Kennzahlbezeichnung
Anwesenheit eines Pädiaters bei
Frühgeborenen
Zähler / Nenner
88 / 95
Ergebnis (Einheit)
92,63%
Referenzbereich (bundesweit)
>= 90%
Vertrauensbereich
85,3 - 97,0%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
8
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 234
Leistungsbereich (LB)
Geburtshilfe
Qualitätsindikator (QI)
Vorgeburtliche Gabe von Medikamenten zur Unterstützung der
Lungenentwicklung bei Frühgeborenen
Kennzahlbezeichnung
Antenatale Kortikosteroidtherapie: bei
Geburten mit einem Schwangerschaftsalter von 24+0 bis unter 34+0
Wochen unter Ausschluss von Totgeburten und mit einem präpartalen
stationären Aufenthalt von mindestens zwei Kalendertagen
Zähler / Nenner
22 / 24
Ergebnis (Einheit)
91,67%
Referenzbereich (bundesweit)
>= 95%
Vertrauensbereich
73,0 - 99,0%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
2
Leistungsbereich (LB)
Geburtshilfe
Qualitätsindikator (QI)
Zeitspanne zwischen dem Entschluss zum Notfallkaiserschnitt
und der Entbindung des Kindes
Kennzahlbezeichnung
E-E-Zeit bei Notfallkaiserschnitt
Zähler / Nenner
11 / 11
Ergebnis (Einheit)
100,00%
Referenzbereich (bundesweit)
>= 95%
Vertrauensbereich
71,5 - 100,0%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
8
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 235
Leistungsbereich (LB)
Halsschlagaderoperation
Qualitätsindikator (QI)
Schlaganfälle oder Tod infolge eine Operation zur Erweiterung der
Halsschlagader
Kennzahlbezeichnung
Perioperative Schlaganfälle oder Tod
risikoadjustiert nach logistischem Karotis-Score I: Risikoadjustierte Rate
nach logistischem Karotis-Score I
Zähler / Nenner
entfällt
Ergebnis (Einheit)
7,40%
Referenzbereich (bundesweit)
<= 8,5%
Vertrauensbereich
entfällt
Bewertung durch den strukturierten Dialog
8
Leistungsbereich (LB)
Halsschlagaderoperation
Qualitätsindikator (QI)
Entscheidung zur Operation einer
Verengung der Halsschlagader mit
erkennbaren Krankheitszeichen
Kennzahlbezeichnung
Indikation bei symptomatischer Karotisstenose
Zähler / Nenner
8/8
Ergebnis (Einheit)
100,00%
Referenzbereich (bundesweit)
>= 90%
Vertrauensbereich
63,0 - 100,0%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
8
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 236
Leistungsbereich (LB)
Halsschlagaderoperation
Qualitätsindikator (QI)
Entscheidung zur Operation einer
Verengung der Halsschlagader
ohn erkennbare Krankheitszeichen
Kennzahlbezeichnung
Indikation bei asymptomatischer Karotisstenose
Zähler / Nenner
11 / 11
Ergebnis (Einheit)
100,00%
Referenzbereich (bundesweit)
>= 80%
Vertrauensbereich
71,5 - 100,0%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
8
Leistungsbereich (LB)
Herzkatheteruntersuchung und behandlung
Qualitätsindikator (QI)
Entscheidung für die HerzkatheterBehandlung
Kennzahlbezeichnung
Indikation zur PCI
Zähler / Nenner
20 / 420
Ergebnis (Einheit)
4,76%
Referenzbereich (bundesweit)
<= 10%
Vertrauensbereich
2,9 - 7,3%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
8
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 237
Leistungsbereich (LB)
Herzkatheteruntersuchung und behandlung
Qualitätsindikator (QI)
Entscheidung für die HerzkatheterUntersuchung
Kennzahlbezeichnung
Indikation zur Koronarangiographie Ischämiezeichen
Zähler / Nenner
1698 / 1829
Ergebnis (Einheit)
92,84%
Referenzbereich (bundesweit)
>= 80%
Vertrauensbereich
91,6 - 94,0%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
8
Leistungsbereich (LB)
Herzkatheteruntersuchung und behandlung
Qualitätsindikator (QI)
Wiederherstellung der Durchblutung der Herzkranzgefäße
Kennzahlbezeichnung
Erreichen des wesentlichen Interventionsziels bei PCI: Alle PCI mit Indikation akutes Koronarsyndrom mit
ST-Hebung bis 24 h
Zähler / Nenner
191 / 210
Ergebnis (Einheit)
90,95%
Referenzbereich (bundesweit)
>= 85%
Vertrauensbereich
86,2 - 94,5%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
8
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 238
Leistungsbereich (LB)
Herzschrittmachereinsatz
Qualitätsindikator (QI)
Auswahl des Herzschrittmachersystems
Kennzahlbezeichnung
Leitlinienkonforme Systemwahl bei
bradykarden Herzrhythmusstörungen
Zähler / Nenner
125 / 150
Ergebnis (Einheit)
83,33%
Referenzbereich (bundesweit)
>= 90%
Vertrauensbereich
76,4 - 88,9%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
1
Kommentar/Erläuterung
Das Ergebnis beruht auf einer falschen Programmierung der Erfassungssoftware. Im Klinikum Links der
Weser werden die Leitlinien zur Implantation von Herzschrittmachern
grundsätzlich beachtet.
Leistungsbereich (LB)
Herzschrittmachereinsatz
Qualitätsindikator (QI)
Entscheidung für die Herzschrittmacher-Behandlung
Kennzahlbezeichnung
Leitlinienkonforme Indikationsstellung
bei bradykarden Herzrhythmusstörungen
Zähler / Nenner
126 / 154
Ergebnis (Einheit)
81,82%
Referenzbereich (bundesweit)
>= 90%
Vertrauensbereich
74,8 - 87,6%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
1
Kommentar/Erläuterung
Das Ergebnis beruht auf einer falschen Programmierung der Erfassungssoftware. Im Klinikum Links der
Weser werden die Leitlinien zur Implantation von Herzschrittmachern
grundsätzlich beachtet.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 239
Leistungsbereich (LB)
Herzschrittmachereinsatz
Qualitätsindikator (QI)
Entscheidung für die Herzschrittmacher-Behandlung und die Auswahl des Herzschrittmachersystems
Kennzahlbezeichnung
Leitlinienkonforme Indikationsstellung
und leitlinienkonforme Systemwahl
bei bradykarden Herzrhythmusstörungen
Zähler / Nenner
121 / 154
Ergebnis (Einheit)
78,57%
Referenzbereich (bundesweit)
>= 80%
Vertrauensbereich
71,2 - 84,8%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
1
Kommentar/Erläuterung
Das Ergebnis beruht auf einer falschen Programmierung der Erfassungssoftware. Im Klinikum Links der
Weser werden die Leitlinien zur Implantation von Herzschrittmachern
grundsätzlich beachtet.
Leistungsbereich (LB)
Herzschrittmachereinsatz
Qualitätsindikator (QI)
Komplikationen während oder
nach der Operation
Kennzahlbezeichnung
Perioperative Komplikationen: chirurgische Komplikationen
Zähler / Nenner
Ergebnis (Einheit)
0,50%
Referenzbereich (bundesweit)
<= 2%
Vertrauensbereich
0,0 - 2,9%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
8
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 240
Leistungsbereich (LB)
Herzschrittmachereinsatz
Qualitätsindikator (QI)
Komplikationen während oder
nach der Operation
Kennzahlbezeichnung
Perioperative Komplikationen: Sondendislokation im Vorhof
Zähler / Nenner
Ergebnis (Einheit)
0,60%
Referenzbereich (bundesweit)
<= 3%
Vertrauensbereich
0,0 - 3,5%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
8
Leistungsbereich (LB)
Herzschrittmachereinsatz
Qualitätsindikator (QI)
Komplikationen während oder
nach der Operation
Kennzahlbezeichnung
Perioperative Komplikationen: Sondendislokation im Ventrikel
Zähler / Nenner
Ergebnis (Einheit)
1,00%
Referenzbereich (bundesweit)
<= 3%
Vertrauensbereich
0,1 - 3,8%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
8
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 241
Leistungsbereich (LB)
Hüftgelenkersatz
Qualitätsindikator (QI)
Ausrenkung des künstlichen Hüftgelenkes nach der Operation
Kennzahlbezeichnung
Endoprothesenluxation
Zähler / Nenner
Ergebnis (Einheit)
0,00%
Referenzbereich (bundesweit)
<= 5%
Vertrauensbereich
0,0 - 13,8%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
8
Leistungsbereich (LB)
Hüftgelenkersatz
Qualitätsindikator (QI)
Entzündung des Operationsbereichs nach der Operation
Kennzahlbezeichnung
Postoperative Wundinfektion
Zähler / Nenner
Ergebnis (Einheit)
4,00%
Referenzbereich (bundesweit)
<= 3%
Vertrauensbereich
0,1 - 20,4%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
1
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 242
Leistungsbereich (LB)
Hüftgelenkersatz
Qualitätsindikator (QI)
Ungeplante Folgeoperation(en)
wegen Komplikation(en)
Kennzahlbezeichnung
Reinterventionen wegen Komplikation
Zähler / Nenner
Ergebnis (Einheit)
4,00%
Referenzbereich (bundesweit)
<= 9%
Vertrauensbereich
0,1 - 20,4%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
8
Leistungsbereich (LB)
Operation an den Herzkranzgefäßen
Qualitätsindikator (QI)
Sterblichkeitsrate während des
stationären Aufenthaltes
Kennzahlbezeichnung
Letalität: Risikoadjustierte In-HospitalLetalität nach logistischem KCHScore
Zähler / Nenner
entfällt
Ergebnis (Einheit)
3,50%
Referenzbereich (bundesweit)
<= 6,7%
Vertrauensbereich
entfällt
Bewertung durch den strukturierten Dialog
8
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 243
C-1.2 A.II
Qualitätsindikatoren, bei denen die Bewertung der Ergebnisse im
Strukturierten Dialog noch nicht abgeschlossen ist und deren Ergebnisse daher für einen Vergleich noch nicht geeignet sind
C-1.2 C
Vom Gemeinsamen Bundesausschuss nicht zur Veröffentlichung
empfohlene / noch nicht bzgl. ihrer methodischen Eignung bewertete
Qualitätsindikatoren.
C-1.2 C.I
Qualitätsindikatoren, deren Ergebnisse keiner Bewertung durch den
Strukturierten Dialog bedürfen oder für die eine Bewertung durch
den Strukturierten Dialog bereits vorliegt
Leistungsbereich (LB)
Operation an der Herzkranzgefäßen
Qualitätsindikator (QI)
Verwendung der linksseitigen Arteria
mammaria interna
Kennzahlbezeichnung
Verwendung der linksseitigen Arteria
mammaria interna
Zähler / Nenner
782 / 832
Ergebnis (Einheit)
93,99%
Referenzbereich (bundesweit)
>= 81,7%
Vertrauensbereich
92,1 - 95,5%
Bewertung durch den strukturierten Dialog
8
C-1.2 C.II
Qualitätsindikatoren, bei denen die Bewertung der Ergebnisse im
Strukturierten Dialog noch nicht abgeschlossen ist und deren Ergebnisse daher für einen Vergleich noch nicht geeignet sind
Legende - Bewertung durch den strukturierten Dialog
0=
Derzeit noch keine Einstufung als auffällig oder unauffällig möglich, da der Strukturierte Dialog noch nicht
abgeschlossen ist
1=
Krankenhaus wird nach Prüfung als unauffällig eingestuft
2=
Krankenhaus wird für dieses Erhebungsjahr als unauffällig eingestuft, in der nächsten Auswertung sollen
die Ergebnisse aber noch mal kontrolliert werden
3=
Krankenhaus wird ggf. trotz Begründung erstmals als qualitativ auffällig bewertet
4=
Krankenhaus wird ggf. trotz Begründung wiederholt als qualitativ auffällig bewertet
5=
Krankenhaus wird wegen Verweigerung einer Stellungnahme als qualitativ auffällig eingestuft
6=
Krankenhaus wird nach Prüfung als positiv auffällig, d. h. als besonders gut eingestuft
8=
Ergebnis unauffällig, kein Strukturierter Dialog erforderlich
9=
Sonstiges (In diesem Fall ist auch der dem Krankenhaus zur Verfügung gestellte Kommentar in die Spalte
8 zu übernehmen.)
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 244
C-2
Externe Qualitätssicherung nach Landesrecht
gemäß §112 SGB V
Über § 137 SGB V hinaus ist auf Landesebene keine verpflichtende Qualitätssicherung
vereinbart.
C-3
Qualitätssicherung bei Teilnahme an DiseaseManagement-Programmen (DMP) nach § 137f
SGB V
Gemäß seinem Leistungsspektrum nimmt das Krankenhaus an folgenden DMP teil:
Koronare Herzkrankheit (KHK, KORO)
Die Teilnahme erfolgt gemäß der gesetzlichen Kriterien in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten.
Chronische obstruktive Lungenerkrankung (COPD, LU)
Die Teilnahme erfolgt durch die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin gemäß der gesetzlichen Kriterien in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten.
Diabetes mellitus Typ 2 (DIA2)
Die Teilnahme erfolgt gemäß der gesetzlichen Kriterien in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 245
C-4
Teilnahme an sonstigen Verfahren der externen
vergleichenden Qualitätssicherung
Außer den bereits genannten externen QS-Daten nach § 137 in Teil C-2 werden in folgenden Bereichen und Abteilungen systematisch qualitätsrelevante Daten zur Qualitätssicherung (QS) erhoben:
Labor
Über die 49 vorgeschriebenen Labor-Analysen hinaus, nimmt das Labor an weiteren Untersuchungen teil. Beispielhaft sei hier das externe QS-Programm der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie genannt.
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
- Neonatalerhebung der Länder Bremen und Niedersachsen (Neodok)
- Qualitätssicherung der Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie
- Mukoviszidose-Register (ZQ Hannover/Mukoviszidose e.V.)
- CEDATA-Register der GPGE (Register zur Qualitätssicherung bei Kindern und Jugendlichen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen der Gesellschaft für Pädiatrische
Gastroenterologie und Ernährung)
- ESPED-Erhebung seltener Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter (Gesellschaft Kinderheilkunde und Jugendmedizin)
- Das Thema Inkontinenz wurde durch eine prospektive Studie wissenschaftlich aufgearbeitet. Die Studie wurde gemeinsam mit dem Institut für Psychologie der Universität
Bremen durchgeführt.
Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie
- Teilnahme an einer bundesweit durchgeführten BQS-Studie zur Gefäßchirurgie "Projekt
Carotis" (München) mit der Geschäftsstelle in Düsseldorf.
Klinik für Kardiologie und Angiologie
- Teilnahme an der Datenerfassung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (Bad Oeynhausen)
- Teilnahme am Projekt der Arbeitsgemeinschaft QS der leitenden kardiologischen Krankenhausärzte (ALKK) zur Qualitätsüberwachung von Katheterinterventionen
Klinik für Anästhesie, Operative und Allgemeine Intensivmedizin, Notfallmedizin
- Die Intensivstation beteiligt sich an den bundesweiten Projekten "Surveillance der Antibiotika - Anwendung und der bakteriellen Resistenzen und Surveillance nosokomialer Infektionen.
- Beteiligung an der europäischen Studie zur Überwachung der Antibiotika Resistenzentwicklung von Hospitalkeimen (European Society of Clinical Microbiology
and Infectious Diseases)
- Entsprechend § 23 (1) des Infektionsschutzgesetzes (ifsG) werden Keime mit besonderen Antibiotikaresistenzen erfasst.
- Teilnahme am Critical Incident Reporting System
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 246
Anästhesie und Rettungswesen
- Erfassung von Narkosekomplikationen und anästhesiologischen Verläufen nach den
Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin (DGAI)
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
- Teilnahme an der Perinatal-Erhebung der Länder Bremen und Niedersachsen
- Teilnahme an der Hysterektomie-Erhebung der BQS
Klinik für Allgemein- und Unfallchirurgie
- Teilnahme an einer kontrollierten Multicenter-Studie der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie zum Nachweis der Effektivität unterschiedlicher Methoden des Bauchdeckenverschlusses.
Krankenhaushygiene
Seit 1998 beteiligt sich das Klinikum Links der Weser an der bundesweiten Surveillance
nosokomialer Infektionen des Nationalen Referenzzentrums (NRZ).
Erfasst werden ausgewählte nosokomiale Infektionen (device-assoziierte Infektionen) im
Bereich der interdisziplinären Intensivstation und Sekundärheilungen bestimmter Indikator-Operationen in den Bereichen Thorax-, Herz-und Gefäßchirurgie, der Allgemein- und
Unfallchirurgie und Gynäkologie. Es beteiligen sich mehr als 300 Krankenhäuser in
Deutschland an dieser Erfassung. Die Infektionsdaten der einzelnen Häuser können mit
den Referenzdaten verglichen werden.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 247
C-5
Umsetzung der Mindestmengenvereinbarung
nach § 137 Abs. 1 Satz 3 Nr. 3 SGB V
Leistungsbereich
Mindestmenge
erbracht
Ausnahmeregelung
Komplexe Eingriffe am Organsystem Pankreas
10
3
Ja
Komplexe Eingriffe am Organsystem Ösophagus
10
3
Ja
C-6
Ergänzende Angaben bei Nicht-Umsetzung der
Mindestmengenvereinbarung nach § 137 Abs.1
S.3 Nr.3 SGB V (Ausnahmeregelung)
Leistungsbereich
Ausnahmetatbestand
Ergänzende Maßnahmen
Organsystem Pankreas
personelle Neuausrichtung
bestehender Leistungsbereiche (Übergangszeitraum maximal 24 Monate)
Die Durchführung der Operationen
am Organsystem Pankreas erfolgte
im Hinblick auf den anstehenden
Chefarztwechsel mit Neuorganisierung der Versorgungsschwerpunkte.
Für das Jahr 2007 ist die Erbringung
dieser Leistungen nicht mehr geplant.
Organsystem
Ösophagus
personelle Neuausrichtung
bestehender Leistungsbereiche (Übergangszeitraum maximal 24 Monate)
Die Durchführung der Operationen
am Organsystem Ösophagus erfolgte im Hinblick auf den anstehenden
Chefarztwechsel mit Neuorganisierung der Versorgungsschwerpunkte.
Für das Jahr 2007 ist die Erbringung
dieser Leistungen nicht mehr geplant.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 248
D
Qualitätsmanagement
D-1
Qualitätspolitik
Das Qualitätsmanagement und die damit verbundene Qualitätssicherung sind integraler
Bestandteil der Qualitätspolitik im Klinikum Links der Weser und in der Unternehmensstrategie fest verankert.
Die Qualitätspolitik des Klinikums Links der Weser wurde 2000 im Leitbild mit unseren
Leitsätzen und Visionen festgelegt.
Ziel der Qualitätspolitik ist unsere Leistungsangebote, Organisationsstrukturen und Arbeitsabläufe in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess weiter zu verbessern, zu
überprüfen und weiter zu entwickeln.
Der Anspruch: Wir sorgen für Lebensqualität
Der Weg: Unser Credo ist die Zusammenarbeit
Unsere Stärke: Kommt aus der Kommunikation
Unsere Ideen: Stecken voller Zukunft
Die Wirtschaftlichkeit: Macht uns unabhängig
Die Weiterbildung: Wir lernen permanent weiter
Die Vision: Wir machen unser Haus zur Perspektive
Wir sorgen für Lebensqualität
Für diesen Anspruch öffnen wir unser Klinikum. Das vielfältige Spektrum unserer Kompetenzen entfalten und gestalten wir so, dass die Erhaltung oder Verbesserung der Lebensqualität unserer Patienten in jedem Moment den Mittelpunkt unseres Handelns bildet. Ziel
ist: Patienten auf ihrem ganzen Lebensbogen, von der Geburt bis zum letzten Abschied,
sicher und auf bestmöglichem Niveau mit Gefühl und Sachverstand zu begleiten und zu
versorgen.
Unser Credo ist die Zusammenarbeit
Zusammenarbeit ist die zentrale Bedingung für unser Haus. Nur so kann die Vielfalt unserer Kompetenzen von den einfachen Handreichungen bis zu den komplexen Spitzenleistungen, tatsächlich unseren Patienten zugute kommen.
Deshalb entwickeln wir unsere prozessorientierten Organisationen immer weiter und legen dabei besonderen Wert auf die flexible Gestaltung der Schnittstellen. Diese Form der
Zusammenarbeit ist nur möglich durch die hohe Selbstverantwortung und Selbstorganisation unserer Mitarbeiter. Teams und Projektgruppen leisten bereits das, was wir alle zusammen als Ganzes leisten wollen.
Ein Beispiel der Zusammenarbeit ist das Institut für Radiologie. Ein Schwerpunkt ist die
Behandlung von Gefäßerkrankungen, Patienten mit arteriellen Erkrankungen (Blutgefäße)
werden in enger Zusammenarbeit mit der Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie auf minimalinvasivem Wege therapiert. Durch das Profil des Klinikums Links der Weser halten wir ein
breites diagnostisches Spektrum vor und ermöglichen in Kooperation mit unserem Partner
(Herzzentrum) eine Patientenversorgung aus einer Hand.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 249
Weitere Beispiele der Zusammenarbeit sind die Laborkooperation mit dem Klinikum Bremen-Ost, der Kooperationsvertrag mit dem Brustzentrum Bremen im Klinikum BremenMitte, das Kontinenz-Zentrum mit den Fachdisziplinen Gynäkologie, Pädiatrie, Chirurgie
und externen Partnern und seit 2007 Kooperationen mit den Partnern im Ambulanten
Versorgungszentrum direkt am Klinikum Links der Weser.
Unsere Stärke kommt aus der Kommunikation
Steigende Leistungsanforderungen (Kürzung der Verweildauer, Versorgung tagesklinischer Patienten, ambulante Operationen) forcierten die Einführung eines EDV-Systems
u.a. im Labor und Röntgenbereich. Damit können Aufträge und Befunde noch schneller
kommuniziert werden.
Für die Fachöffentlichkeit, Einweiser und Bürger werden von den Kliniken regelmäßig
zielgruppenorientierte Veranstaltungen angeboten und durchgeführt. Hier findet besonders die Kommunikation mit den niedergelassenen Ärzten statt (u.a. Life-Veranstaltungen
in der Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie und Kardiologie, Seminare in der Gynäkologie/Geburtshilfe, Pädiatrie und Inneren Medizin).
Außer den bereits bestehenden Kontakten mit unseren wichtigsten Kunden, den Einweisern, ist unsere Strategie mehr Kommunikation, Koordination, Kooperation und mehr
Transparenz. Nach Häufigkeit der Einweisungen haben wir unsere Einweiser entsprechend ihres Status mit Informationen oder anderen Details versorgt. Nicht nur über Internet, insbesondere durch persönliche Kontaktpflege der Chefärzte ist es uns möglich, auch
die Beziehungsebene zugänglich zu machen und die Einweiser emotional an unser Haus
zu binden. Als Übergang von der Kontaktpflege zur Integration beziehen wir unsere Einweiser mehr in den Leistungsprozess ein, um gemeinsam den Behandlungsplan des Patienten zu begleiten. Wir werden diese bestehenden und neuen Beziehungen mit unseren
Haupteinweisern - den sog. Schlüsselkunden- weiter aktiv und systematisch dauerhaft
aufbauen.
Unsere Ideen stecken voller Zukunft
Das Klinikum Links der Weser ist ein innovatives, dynamisches Unternehmen, das ganz
gezielt das Ideen- und Wissensmanagement der Mitarbeiter fördert und für seine strategische Weiterentwicklung nutzt.
Der erste Schritt zum modernen Gesundheitszentrum wurde im Januar 2002 mit der Einweihung der teilstationären Reha, den Praxisräumen für niedergelassene Kardiologen,
des Fort- und Weiterbildungszentrums visit:Academy, des visit:Hotels und einer großen interdisziplinären Wahlleistungsstation Sylt mit 58 Betten vollzogen. Im Januar 2004 wurde
das Infarktzentrum implementiert und im Februar 2007 das Ambulante Versorgungszentrum mit weiteren Partnern, die uns mit ihren speziellen Leistungen unterstützen.
Unsere Wirtschaftlichkeit macht uns unabhängig
Preis-/Leistungsverhältnisse zu vergleichen und kostenbewusst zu entscheiden, ist für
uns wie für unsere Kunden zu einem Selbstverständnis geworden. Je weiter unser Haus
sich für den "Gesundheitsmarkt" öffnet, um neue Geschäftsfelder zu erschließen und die
Attraktivität zu erhöhen, desto wichtiger ist es, die Effizienz unserer Arbeit auf hohem Niveau zu erhalten und mit unserem Engagement das Bestmögliche zu erzielen. Nur wenn
es gelingt, unsere Arbeitsorganisation gut aufeinander abzustimmen, den Ressourceneinsatz schonend und clever zu planen und jede Aktivität von den Kosten her transparent zu
halten, besteht die Chance, Mittel freizusetzen, die wir erneut in unsere gemeinsame Zukunft investieren können.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 250
Wir lernen permanent weiter
Um der uns selbst gestellten Aufgabe gewachsen zu sein, brauchen wir Mitarbeiter, die
mehr wissen und die ständig daran arbeiten das Warum und Wie unseres großen Umbruchs in allen seinen Zusammenhängen zu verstehen. Wir benötigen stets das aktuelle
Wissen und Know-How im Umgang mit der neuesten Technik. Unsere Patienten haben
einen Anspruch darauf. Um die Mitarbeiter zu unterstützen und zu begleiten, gibt es seit
sieben Jahren das Fort- und Weiterbildungsprogramm "Horizonte". Weiterhin gibt es
Fachzeitschriften, Intranet und Internetzugang. Außerdem werden Hospitationen in "Best
Practice"- Instituten ermöglicht.
Ein Beispiel unserer Weiterbildungsangebote (siehe A 11) ist das Seminar für Strahlenschutz am Institut für Radiologie. Die Kurse sind zwingend, um Röntgenstrahlen unter
Fachaufsicht anwenden zu dürfen, bzw. um die Fachkunde für Tätigkeiten im Röntgenbereich zu erwerben und zu erhalten (Zielgruppen: Ärzte, MTRA und Personen mit einer
abgeschlossenen sonstigen medizinischen Ausbildung). Es werden Unterweisungs-,
Grund-, Spezial- und Aktualisierungskurse angeboten. Durch das überaus positive Feedback (Mundpropaganda) der Aktualisierungskurse für erfahrenes Klinikpersonal hat sich
das Seminar zu einer Einrichtung mit überregionaler Bedeutung entwickelt.
Wir machen unser Haus zur Perspektive
Unser Haus verändert sich vom reinen Krankenhaus hin zu einem Gesundheitszentrum.
Gestützt auf die interdisziplinären und prozessorientierten Spitzenleistungen unserer Expertenteams bauen wir systematisch Diagnose- und Behandlungszentren auf. Um diese
Zentren herum bilden wir ein weit in die Region reichendes Geflecht von ambulanten Netzen aus, um unsere Patienten rundherum zu beraten und zu betreuen. Dieses gewährleisten wir u.a. in unserem Herzzentrum mit Herzchirurgie und Kardiologie für Erwachsene
und Kinder, mit dem angegliederten RehaZentrum und in der Klinik für Gynäkologie und
Geburtshilfe und der Pädiatrie. Weiterhin wird ein ambulanter Palliativdienst ins Leben gerufen.
Außerdem wurde ein Maßnahmenplan für ein Kompetenzzentrum Präventionsmedizin am
Klinikum Links der Weser erstellt. Vorgesehen sind Schulungen für Patienten, die befähigt
werden sollen, adäquat mit ihrer Erkrankung umzugehen, Asthma- und Adipositasschulungen werden z.B. bereits angeboten.
Das vorliegende Leitbild verbindet die alten Werte unseres Krankenhauses und seine
Kommunikation mit seinen Patienten, Mitarbeitern, Partnern und Einweisern nach innen
und außen. Es ist Zukunft und Tradition zugleich.
Unser Qualitätsmanagement strebt die qualitative Verbesserung der Versorgung im ärztlichen und pflegerischen Handeln sowie im organisatorischen Gesamtablauf des Hauses
an. Es orientiert sich an den wirtschaftlichen Anforderungen, den Anforderungen der Patienten, den Bedürfnissen der Mitarbeiter sowie der Effizienz der Prozesse.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 251
D-2
Qualitätsziele
Im Jahr 2006 haben die vier Häuser des Klinikverbundes Gesundheit Nord gGmbH - das
Klinikum Links der Weser, das Klinikum Bremen-Mitte, das Klinikum Bremen-Nord und
das Klinikum Bremen-Ost - zum ersten Mal übergreifende Qualitätsziele für alle Verbundklinika abgestimmt und verabschiedet. Sie bauen auf die gemeinsame Qualitätsdefinition
der Gesundheit Nord auf.
"Gute Qualität heißt für uns, die Behandlungsziele zu erfüllen, die wir gemeinsam mit unseren Patientinnen und Patienten vereinbart haben. Leitgedanke unseres Handelns ist die
an der Lebensqualität orientierte, bedarfsgerechte, fachlich qualifizierte und wirtschaftliche
Versorgung der Patientinnen und Patienten".
Mit den übergreifenden Zielen wurde die strategische Qualitätsausrichtung der Gesundheit Nord für den Zeitraum 2007 bis 2009 verbindlich festgelegt. Der gemeinsame Anspruch aller vier Verbundkliniken - die Qualität der Behandlung/Versorgung innerhalb der
Gesundheit Nord gGmbH anhand von bundesweit vergleichbaren Kriterien transparenter
zu machen - ist damit definiert.
Die Qualitätsziele im Einzelnen:
KTQ Qualitätszertifikat
KTQ - diese drei Buchstaben stehen für Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen und bezeichnen ein nationales Qualitätszertifizierungsverfahren für Krankenhäuser.
In den Jahren 2003 bis 2005 sind alle vier Verbundkliniken durch die KTQ-Gesellschaft
zertifiziert worden. Das heißt, externe Gutachter haben die Qualität der Patientenversorgung, der Mitarbeiterorientierung, der Sicherheit, der Information, der Krankenhausführung und des Qualitätsmanagement in einem systematisierten Verfahren überprüft und
positiv bewertet haben. Abschließend wurden die Ergebnisse in Form des KTQQualitätsberichts veröffentlicht.
Die Gesundheit Nord ist somit der erste Klinikverbund in Deutschland, bei dem alle Krankenhäuser KTQ-zertifiziert sind. Vereinbartes Ziel aller Verbundkliniken ist die Aufrechterhaltung der KTQ-Zertifizierung.
Die Vorbereitung und erfolgreiche Durchführung der KTQ-Zertifizierung hat in allen Kliniken den Blick auf die eigene Arbeit geschärft und verändert. Nach dem Motto "Nach der
Zertifizierung ist vor der Zertifizierung" machen sie sich nun in der KTQRezertifizierungphase aktiv daran, nicht nur die im Bericht ausgewiesenen Verbesserungsmöglichkeiten zu nutzen, sondern auch eigene Verbesserungsideen umzusetzen.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 252
Qualitäts-Kennzahlensystem
Über Qualität zu reden erfordert eine möglichst sachliche und objektive Darstellung der
Qualität. Aus diesem Grund haben die Verbundkliniken der Gesundheit Nord vereinbart,
Qualitätskennzahlensysteme aufzubauen, die die Kundenperspektive in den Vordergrund
stellen. Diese Systeme sollen die Unternehmensteuerung unterstützen und eine größere
Qualitätstransparenz im Hause und gegenüber der Öffentlichkeit schaffen.
Unter Qualitätskennzahlen verstehen die Verbundkliniken messbare Größen, wie zum
Beispiel die "Durchschnittliche Erstreaktionszeit auf eine Beschwerde" mit einem festgelegten Zielwert. Die Herausforderung besteht darin, Qualitätskennzahlen festzulegen, die
aussagekräftig, vergleichbar und reproduzierbar sind.
Wesentliche Erhebungsinstrumente werden in einem ersten Schritt vorhandene Daten
aus dem Beschwerdemanagement, Risikomanagement, der externen Qualitätssicherung
und der Patientendokumentation sein. Mittel- und langfristig werden diese um Daten aus
Patienten-, Einweiser- und Mitarbeiterbefragungen ergänzt.
Die Ergebnisse werden unter anderem innerhalb der Kliniken und teilweise im Jahresbericht der Gesundheit Nord veröffentlicht.
Externe vergleichende Qualitätssicherung
Alle Verbundkliniken der Gesundheit Nord nehmen am Verfahren zur externen vergleichenden Qualitätssicherung teil. Die Fachabteilungen nutzen die jährliche Ergebnisdarstellung der Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung, um ihre Qualität im bundesweiten Vergleich zu überprüfen.
Die Verbundkliniken haben sich zum Ziel gesetzt, ein vorliegendes Konzept zum Umgang
mit den Daten der externen vergleichenden Qualitätssicherung umzusetzen. Dieses Konzept beinhaltet Vorgaben für die unterjährige Überprüfung der Dokumentationsquantität
und -qualität sowie zur Sicherstellung der internen Nutzung der vorliegenden Daten.
Durch den Erwerb einer entsprechenden Software wurde die Voraussetzung geschaffen,
den Fachabteilungen zusätzliche qualitative und quantitative Auswertungen zur Verfügung
zu stellen. Diese Ergebnisse sind die Basis, auf der innerhalb der Fachabteilungen über
einzelne Stärken und Verbesserungspotentiale der Patientenversorgung diskutiert wird.
Die Veröffentlichung der Ergebnisse erfolgt unter anderem im Geschäftsbericht der Gesundheit Nord und in den Qualitätsberichten der Verbundkliniken.
Feedback-Systeme
Die Verbundkliniken der Gesundheit Nord informieren sich seit Jahren in unterschiedlichen Verfahren über die Meinungen ihrer Patienten und Angehörigen. Weiterhin sind in
allen Kliniken Beschwerdemanagementsysteme etabliert.
Aufbauend auf diesen Erfahrungen haben die Verbundkliniken vereinbart, dass regelmäßige, systematische Befragungen von Patienten und Einweisern etabliert werden.
Mit den Erkenntnissen der Patienten- und Einweiserbefragungen, wird aus Kundensicht
die erlebte Behandlungsqualität beurteilt. Gleichzeitig dienen diese Erkenntnisse als
Themenpool für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 253
EDV-gestützte Klinische Behandlungspfade
Klinische Behandlungspfade sollen die Behandlung optimieren und transparenter machen. Dazu werden alle Behandlungsschritte von der Patientenaufnahme bis zur Entlassung abgestimmt und schriftlich dokumentiert. Klinische Behandlungspfade sind in allen
Verbundkliniken der Gesundheit Nord entwickelt und stehen den Mitarbeitern im Intranet
und als Papierversion zur Verfügung.
Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass solche Pfade besser in den
Arbeitstag eingebunden werden, wenn sie durch die Informationstechnologie (IT) dargestellt werden. Zudem kann die Qualität der Behandlung dann besser überprüft und anhand von Kennzahlen verbessert werden.
Die Verbundkliniken der Gesundheit Nord haben die IT-Umsetzung von klinischen Behandlungspfaden vereinbart. Eine einheitliche Software zur Darstellung der klinischen Behandlungspfade soll eingeführt werden, so dass die Pfade allen Mitarbeitern online zur
Verfügung gestellt werden und so den Behandlungsverlauf unterstützen können.
Orientiert an diesen strategischen Qualitätszielen der Gesundheit Nord haben die einzelnen Kliniken zusätzlich interne operative Qualitätsziele definiert. Diese sind unter anderem in den Qualitätsprojekten dargestellt.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 254
D-3
Aufbau des einrichtungsinternen
Qualitätsmanagements
Historie Internes Qualitätsmanagement
Mit dem Aufbau des einrichtungsinternen Qualitätsmanagement im Klinikum Links der
Weser wurde im Jahre 1993 begonnen. Das Klinikum wurde zu diesem Zeitpunkt Projektpartner im Modellvorhaben Qualitätssicherung im Krankenhaus, das vom Bundesministerium für Gesundheit finanziert, vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung (Hannover) wissenschaftlich und von dem niederländischen CBO
(Kwaliteitsinstituut voor de Gezondheidszorg, früher: Central Begeleidingsorgaan voor de
intercollegiale Toetsing, Utrecht) auf praktischer Ebene begleitet wurde.
Die im Rahmen dieser Projektteilnahme etablierte Stabsstelle Qualitätssicherung war je
zur Hälfte mit einem Mitarbeiter aus dem Pflegedienst und Verwaltung besetzt. Zur Struktur des Qualitätsmanagements gehörte außerdem eine Qualitätskommission.
Nach Projektende 1996 wurde die Qualitätskommission aufgelöst. Die Geschäftsführung
hat die wachsende Bedeutung des QM innerhalb der Krankenhausorganisation mit der
Einrichtung einer dauerhaften Stabsstelle QM sowie dem Qualitätsausschuss (1997)
Rechnung getragen und ein sichtbares Zeichen gesetzt: Qualität hat im Klinikum Links der
Weser eine hohe Bedeutung.
Stabsstelle Qualitätsmanagement
Die Stabsstelle Qualitätsmanagement ist der gesamten Geschäftsführung zugeordnet,
Ansprechpartner ist der kaufmännische Geschäftsführer. Aufgaben und Kompetenzen der
Stelleninhaber sind im Geschäftsverteilungsplan festgelegt. Dazu gehören u.a. die Unterstützung und Beratung der Geschäftsführung und des Qualitätsausschusses bei der Weiterentwicklung eines umfassenden QM-Systems, die Koordination und Leitung der Projekte im Auftrag der Geschäftsführung sowie die Beratung und Unterstützung der Kliniken
und Abteilungen in ihrer Qualitätsentwicklung sowie die verantwortliche Erstellung des
gesetzlichen Qualitätsberichts gemäß § 137 SGB V. Außerdem ist die Stabsstelle QM zuständig für das Patientenbeschwerdemanagement, das Critical Incident Reporting System
(CIRS, das Beinahe-Fehler-Meldesystem) und für die Koordination des Klinischen Ethik
Komitees. Sie ist das Bindeglied zwischen Geschäftsführung/Lenkungsausschuss/Qualitätsausschuss einerseits und den Kliniken/Abteilungen andererseits.
Qualitätsausschuss (Empfehlungsebene)
Die Qualitätsmanager werden durch die Mitglieder des Qualitätsausschusses (QA), der interdisziplinär besetzt ist (Ärzte, Pflege, Verwaltung, Betriebsrat), unterstützt. Die Mitglieder des QA vertreten als interne Qualitätsbeauftragte die Interessen ihres jeweiligen Bereichs. Sie begleiten die routinemäßigen QM-Aktivitäten und ermöglichen darüber einen
strukturierten berufs- und bereichsübergreifenden Informationsaustausch.
Der QA tagt mindestens viermal jährlich, bei Bedarf werden Sondersitzungen einberufen.
Es gibt ein geregeltes Verfahren für die Durchführung und den Ablauf der Sitzungen (Einladung und Festlegung der Tagesordnung durch die Abteilung QM).
Qualitätsrelevante Themen werden diskutiert, priorisiert und an die Geschäftsführung mit
Umsetzungsempfehlungen weitergeleitet.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 255
Lenkungsausschuss Qualitätsmanagement (Entscheidungsebene)
Als Folge der Neustrukturierung des Qualitätsmanagement in den Klinika der Gesundheit
Nord (2004) wurde im März 2005 im Klinikum Links der Weser zusätzlich ein "Lenkungsausschuss QM" (LA QM) eingerichtet. Durch die Mitgliedschaft der Geschäftsführung ist
gewährleistet, dass anstehende Entscheidungen bei laufenden QM-Projekten zügiger
herbeigeführt werden können. Mitglieder des Lenkungsausschusses sind:
- der Ärztliche Geschäftsführer
- der Kaufmännische Geschäftsführer
- die Pflegerische Geschäftsführerin
- der Leiter des Medizin Controllings
- die Leiterin der Stabsstelle Qualitätsmanagement.
Der Lenkungsausschuss QM koordiniert die Qualitätspolitik des Klinikums und steuert
zentrale Projekte der Qualitätsentwicklung. Der LA trifft sich zweimal im Jahr. An Hand
des Qualitätsentwicklungsplans werden der aktuelle Stand der Projekte erörtert bzw. Projekte genehmigt. Dafür stellt die Geschäftsführung personelle und materielle Ressourcen
zur Verfügung.
Verantwortliche für abteilungsinterne QS-Aufgaben
In allen Fachabteilungen werden insbesondere durch den ärztlichen und pflegerischen
Dienst abteilungsinterne Qualitätssicherungsmaßnahmen durchgeführt. Für diese Aufgaben sind jeweils verantwortliche Mitarbeiter zuständig, die für die Kontinuität der Verfahren und für eine Fachexpertise sorgen. Verantwortliche Koordinatoren (gleichzeitig QAMitglied) wurden in allen beteiligten Fachabteilungen auch für die Durchführung der externen vergleichenden Qualitätssicherung nach § 137 SGB V benannt.
Qualitätsziele des Klinikums Links der Weser
Unsere konzeptionelle Vorgehensweise orientiert sich am Kaizen-Modell (kontinuierlicher
Verbesserungsprozess, KVP).
Mit Hilfe dieses Orientierungsrahmens wollen wir:
- eine gute medizinische und pflegerische Behandlungsqualität für Patienten sicherstellen
und weiterentwickeln.
- Die Qualität von Dienstleistungen, Arbeitsabläufen und Organisationsstrukturen evaluieren und kontinuierlich verbessern.
- Die Kundenerwartungen (Patienten, Angehörige, Einweiser, Mitarbeiter, Lieferanten)
nach bestem Wissen entsprechend unserer Möglichkeiten erfüllen.
- Die Qualität der Leistungen bzw. der Prozesse transparent darstellen.
- Kosten reduzieren.
Die Qualitätsziele werden bei der Einführungsveranstaltung für neue Mitarbeiter vorgestellt. Mitarbeiter haben zusätzlich die Möglichkeit, beim Qualitätsmanagement eine Fortbildungsveranstaltung "Qualität im Krankenhaus" abzufordern. Die auf den jeweiligen Bedarf zugeschnittene Veranstaltung vermittelt Basiswissen zum Qualitätsmanagement.
Generell sind alle leitenden Mitarbeiter für die Einhaltung und Überprüfung der Qualitätsziele in ihrem Bereich verantwortlich.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 256
Methodisches Vorgehen
Zur Erfüllung der Aufgaben (Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung durchführen) werden
verschiedene Methoden und Instrumente eingesetzt. Festgelegt sind u.a. Ziel- und Zeitplan von Projekten, Erfassung der Mitarbeiterzeiten und Anzahl freigestellter Mitarbeiter
für Projekte und Projekt-Meilensteine.
Übergeordnete QM-Projekte werden nach den Regeln des Projektmanagements durchgeführt (Projektstrukturplan, Projektphasenplan). Das Verfahren zum Projektmanagement
beinhaltet, dass ein Projektcontrolling durchgeführt wird (regelmäßige Überprüfung durch
QA und LA QM).
Als flankierende Maßnahme wurde eine "Rahmenvereinbarung über Modernisierungsund Reorganisationsprozesse" im Klinikum Links der Weser zwischen Geschäftsführung
und Betriebsrat abgeschlossen (1998).
"Kleine" qualitätsverbessernde Maßnahmen, können mit Hilfe eines "Orientierungsschemas für QM-Maßnahmen" bearbeitet werden. Die Anforderungen des KTQ-Manuals
(Plan-Do-Check-Act-Zyklus) sind dabei handlungsleitend und verpflichtend. Je nach Problemstellung kann alternativ folgendes Vorgehen empfohlen werden:
- Informationssammlung
- Problemanalyse
- Ursachen-Wirkungsdiagramm/Flussdiagramm
- Datenerhebung, -auswertung und Präsentation
- Verbesserungsvorschläge, Umsetzung und Evaluation.
Im Berichtszeitraum waren u.a. Projektgruppen zum Aufbau der Zentralen Aufnahmestation und Zentralen Notfallaufnahme, zur Einrichtung eines Klinischen Ethik Komitees, zum
Erarbeiten der Expertenstandards Harninkontinenz, zur Einrichtung und Reorganisation
der neuen Intensivstation der Kinderklinik, zur Einführung der digitalen Archivierung und
zur Erstellung eines Maßnahmenplans für ein Kompetenzzentrum Präventionsmedizin am
Klinikum Links der Weser aktiv.
Evaluation
Die Evaluation von übergeordneten Verbesserungsmaßnahmen erfolgt durch das Qualitätsmanagement, z.B. durch erneute Befragungen, Re-Audits, Selbstbewertungen.
Anhand des festgestellten Optimierungspotentials aus der Selbst- und Fremdbewertung
(KTQ) wird ein Themenspeicher erstellt, Themen/Maßnahmen priorisiert und als Entscheidungsvorlage der Geschäftsführung vorgelegt. Die bewilligten Optimierungsprojekte
werden in den nächsten Qualitätsentwicklungsplan aufgenommen.
Für die Durchführung, Umsetzung und Evaluation der Maßnahmen sind, soweit die Abteilung Qualitätsmanagement nicht beteiligt ist, die jeweiligen Vorgesetzten verantwortlich.
Kommunikation der Ergebnisse
Die Abteilung Qualitätsmanagement informiert systematisch:
- Protokolle der QA-Sitzungen erhalten die Teilnehmer innerhalb von 14 Tagen
- Auswertungen des Patientenideen- und Beschwerdemanagements werden zweimonatlich erstellt und veröffentlicht
- Abschluss-Ergebnisberichte zu durchgeführten QM-Projekten
- Qualitätsbericht gemäß § 137 SGB V wird alle zwei Jahre erstellt und veröffentlicht
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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- KTQ-Qualitätsbericht im Rahmen der Re-Zertifizierung alle drei Jahre
- Grundlegende Informationen können über das Intranet des KLdW abgerufen werden
- Sonstige Informationen der Betriebsöffentlichkeit erfolgen bei Bedarf über die Mitarbeiterzeitung
Kontinuierliche Kommissionen, Gremien, Konferenzen
Ein wesentliches Element im Qualitätsmanagementsystem stellen auch die zahlreichen
Kommissionen, Gremien und Konferenzen dar. Hierzu gehören u.a.
- die Krankenhauskonferenz (Führungskräfte aller Bereiche)
- die Klinikkonferenzen (Mitarbeiter einer Fachabteilung)
- die Chefarztbesprechungen (alle Chefärzte des Hauses)
- die Stationsleitungskonferenzen (Sitzungen der Stationsleitungen mit den Klinikpflegeleitungen)
- die Teambesprechungen in den Stationen und Funktionsbereichen
- die Tumorkonferenzen (verbundübergreifend)
- die Hygienekommission
- die Transfusionskommission
- die Arzneikommission
- der Arbeitsschutzausschuss
- die Gerätekommission
- die Einkaufskommission (verbundübergreifend)
- der EDV-Ausschuss
- das Klinische Ethik Komitee.
Die Geschäftsführung oder ihre Vertreter sind in allen Kommissionen vertreten. Die Kommissionen, Gremien, Konferenzen haben gegenüber der Geschäftsführung Berichtspflicht.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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D-4
Instrumente des Qualitätsmanagements
Ein modernes Krankenhaus ohne Qualitätsmanagement- das ist heute nur noch schwer
vorstellbar. Auch in den vier Klinika der Gesundheit Nord gibt es selbstverständlich Abteilungen für Qualitätsmanagement. Sie sorgen dafür, die hohe Qualität in der medizinischen
Behandlung und der Pflege der Patienten sicherzustellen. Dazu gehört es, dass Qualitätsziele festgelegt und regelmäßig überprüft werden. Im Folgenden stellen wir Beispiele
von Instrumenten vor, mit denen die Qualität festgelegt und überprüft wird. Diese Instrumente werden in allen vier Verbundkliniken genutzt.
Patienteninformation, -aufklärung und -dokumentation
Vor ihrer stationären oder ambulanten Behandlung werden die Patienten umfassend informiert. Das geschieht entweder im persönlichen Gespräch, über das Internet oder durch
Post und E-Mail. Alle Kliniken haben spezielle Sprechstunden oder bieten vorbereitende
Schulungen und Informationsveranstaltungen an.
Bei der Aufnahme werden die Patienten zudem ausführlich über ihre anstehende stationäre Behandlung informiert. Darüber hinaus unterstützen stationsbezogene Faltblätter, Lagepläne, Wegbeschreibungen zu den Funktionsbereichen sowie der Empfangsservice Patienten und Besucher bei der Orientierung im Krankenhaus.
Die Patienten - und oft auch ihre Angehörigen - werden bei der Aufnahme vom Stationsarzt über die Behandlung, das geplante Vorgehen in Diagnostik und Therapie und über
Behandlungsalternativen informiert. Dabei wird der Gesundheitszustand des Patienten
natürlich berücksichtigt. Aufklärungsbögen sind in verschiedenen Sprachen vorrätig, bei
Bedarf werden Dolmetscher hinzugezogen. Vor diagnostischen oder therapeutischen Eingriffen erfolgt zudem noch einmal eine individuelle strukturierte Aufklärung mit schriftlicher
Dokumentation.
Auch die Pflegekräfte besprechen den pflegediagnostischen Prozess mit den Patienten.
Dabei geht es um Themen wie Pflegedokumentation, situative Pflegeproblematiken,
Selbstpflegedefizite, Festlegung des situativen Selbstpflegebedarfs und der Selbstpflegekompetenz, die Durchführung pflegerischer Maßnahmen sowie die Beurteilung der Wirkung der Pflege.
Visiten
Visiten finden täglich statt. Ziel ist, gemeinsam mit dem Patienten die durchgeführte Behandlung der vergangenen 24 Stunden zu überprüfen und danach die weitere Behandlung festzulegen. Der Chefarzt und der Oberarzt überprüfen ihrerseits die Patientenbehandlung durch wöchentliche Visiten. In einigen Kliniken werden Pflegevisiten durchgeführt. Dabei werden die Patienten aktiv mit einbezogen. Auf diese Weise wird ihnen deutlicher, warum bestimmte Pflegemaßnahmen notwendig sind. Die Mitarbeit der Patienten
am Genesungsprozess wird damit gefördert. Pflegevisiten werden nur nach Einwilligung
des Patienten durchgeführt.
Dokumentation
Mit Hilfe der Dokumentation soll die ordnungsgemäße Versorgung des Patienten und die
Qualität der Behandlung gesichert werden. Zudem wird sichergestellt, dass die für die Patienten notwendigen Arbeitsprozesse aller Berufsgruppen koordiniert werden. Die Dokumentation besteht überwiegend aus den Aufzeichnungen pflegerischer und ärztlicher Tätigkeiten. Andere Berufsgruppen, beispielsweise der Sozialdienst und die Physiotherapie,
finden sich jedoch auch in der Dokumentation wieder.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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Der aktuelle Zustand des Patienten und sein Krankheitsverlauf sind jederzeit aus dem
Dokumentationssystem zu ersehen.
Die Verantwortung für die pflegerische Dokumentation trägt die Stationsleitung. Für die
ärztliche Dokumentation ist der leitende Arzt verantwortlich.
Hygienemanagement
Seit Jahren gibt es den Bereich Krankenhaushygiene in den Verbundklinika. Für die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben ist der ärztliche Geschäftsführer verantwortlich. Er wird
von Hygienefachkräften und der Hygienekommission beraten und unterstützt.
Die Hygienekommission tagt mindestens zweimal jährlich. Diese Treffen sind eine Vorgabe des Robert-Koch-Institutes und der Krankenhausverordnung des Landes Bremen. In
Problemsituationen wird zusätzlich eine außerordentliche Sitzung einberufen. In den Sitzungen werden die aktuelle Infektionsstatistik sowie Hygieneprobleme diskutiert und verbindlich geregelt.
Aufgabenschwerpunkte sind die Analysen von Krankenhausinfektionen, Hygienevisiten,
Begehungen und die Erstellung von vorbeugenden Standards zu organisatorischen und
baulichen Maßnahmen. Daraus resultieren Desinfektions- und Hygienepläne sowie Verfahrensanweisungen, die für alle Mitarbeiter verbindlich und auf den Stationen und im Intranet einsehbar sind.
Im Handbuch der Infektionskrankheiten für den stationären Alltag und in Standards ist geregelt, wie mit infizierten Patienten umzugehen ist.
In den Desinfektionsplänen ist festgelegt, wie Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen
durchzuführen sind. Hygienefachkräfte und das Gesundheitsamt überprüfen, ob die Hygienevorgaben eingehalten werden.
Zusätzlich beteiligen wir uns an einem bundesweitem systematischen Verfahren zur effektiven Prävention und Kontrolle von Infektionen (NRZ).
Interdisziplinäre Fall-, Komplikations-, Morbiditäts- und Mortalitätsbesprechungen
Innerhalb der Fachkliniken werden interdisziplinäre Fallbesprechungen geführt. Während
dieser Besprechungen werden unter anderem Behandlungsverläufe und -ergebnisse bewertet.
Die Fachkliniken führen Komplikationsstatistiken. Komplikationen und unerwartete Todesfälle werden in den Klinikbesprechungen diskutiert, im Sinne einer Ursachenanalyse bewertet und dokumentiert. Im gleichen Verfahren werden auch Anzahl und Ursachen erforderlicher Revisionseingriffe erörtert.
Auch die Ergebnisse der gesetzlich vorgeschriebenen externen Qualitätssicherung werden in den Fachabteilungen analysiert. Wenn nötig, werden Verbesserungsmaßnahmen
umgesetzt.
Dekubitusmanagement
Als Dekubitus werden Läsionen - also Wunden - bezeichnet, die als Folge von lang anhaltendem Druck auf das Gewebe der Patienten entstehen. Gefährdet sind Patienten, die
sich wenig bewegen können - sei es auf Grund von Lähmung, Bewusstseinsstörung, Kachexie und hohem Lebensalter oder nach einem Trauma oder Operation. Ein Dekubitus
ist eine schwerwiegende Komplikation, die wegen ihres hohen Betreuungsaufwands und
hoher Folgekosten auch große gesundheitspolitische Relevanz besitzt.
In der medizinischen und pflegerischen Versorgung wird die Häufigkeit des Auftretens eines Dekubitus als zentraler Indikator für die Qualität der Pflege bewertet. Seit 2004
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 260
schreibt die BQS die Erhebung solcher Daten für bestimmte Diagnosen vor. Durch die
demographische Entwicklung und die Zunahme des Anteils älterer Menschen und multimorbider Patienten werden Dekubitus sowie chronische Wunden in Zukunft eine beachtliche Rolle spielen.
In allen vier Häusern wird nach dem "Nationalen Expertenstandard Dekubitus" gearbeitet.
Der Expertenstandard legt eine bestimmte Vorgehensweise im Klinikalltag fest. Jeder dekubitusgefährdete Patient erhält eine Prophylaxe, die die Entstehung eines Dekubitus
verhindert. Von herausragender Bedeutung dabei ist, dass das Pflegepersonal eine systematische Risikoeinschätzung vornimmt und gewährleistet, dass die Bewegung des Patienten gefördert, der Druck reduziert und die vorbeugenden Maßnahmen kontinuierlich
umgesetzt werden.
Die Pflegekräfte verfügen über aktuelles Wissen zur Dekubitusentstehung, auf dessen
Grundlage eine Risikoabschätzung mit Hilfe von Einschätzungsskalen erfolgt.
Auf der Basis eines Bewegungsplanes wird eine regelmäßige Lagerung des Patienten sichergestellt. Hierbei werden haut- und gewebeschonende Transferntechniken, beispielsweise aus der Kinästhetik angewandt. Druckreduzierende Pflegehilfsmittel sind sofort zugänglich und werden fachkompetent ausgewählt und eingesetzt. Die durchgeführten
Maßnahmen werden dokumentiert und ausgewertet.
Alle an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen sind über die Notwendigkeit der Kontinuität dieser Maßnahmen informiert.Teilweise wurden hierzu Leitlinien zur Prävention und
Behandlung von Dekubiti und anderen chronischen Wunden erarbeitet, die Dokumentation wurde vereinheitlicht und an die rechtlichen Anforderungen angepasst.
Sturzmanagement
Stürze gehören zu den häufigsten und folgereichsten Gefahren bei alten und/oder verwirrten Menschen. Folgen für die Betroffenen können eine Einschränkung der Lebensqualität
sein, im schlimmsten Fall sogar lebensbedrohliche Komplikationen. Für die Gesellschaft
entstehen so hohe Kosten. In allen Häusern wird versucht, durch vorbeugende Maßnahmen Stürze zu verhindern und gleichzeitig die Lebensqualität der Patienten so gut wie
möglich zu erhalten. Wenn Stürze passieren, werden sie dokumentiert, analysiert und
Maßnahmen ergriffen.
Obduktionsstatistik
Sofern ein Mensch eines natürlichen Todes gestorben ist, darf sein Leichnam in Bremen
nur mit Einverständnis der hinterbliebenen Angehörigen geöffnet werden. In erster Linie
dient eine Obduktion zur Überprüfung der Diagnose und der Therapieeffekte. Hiervon
können nicht nur Studierende und junge Ärzte im Rahmen ihrer Aus- und Weiterbildung
profitieren. Obduktionen können auch wichtige Erkenntnisse bringen, die in Zukunft möglicherweise anderen Patienten nutzen. Durch eine Obduktion erhalten sowohl die Familie
als auch die behandelnden Ärzte letzte Gewissheit, woran der Patient gestorben ist.
Darüber hinaus bilden Obduktionen die Grundlage für genaue Statistiken über Krankheiten und Todesursachen. Ärzte können auch Anhaltspunkte gewinnen, um notwendige
prophylaktische Maßnahmen, beispielsweise gegen Infektionen, einzuleiten. Ferner können Erbkrankheiten, sowie durch Umwelteinflüsse gehäuft auftretende Missbildungen, oft
frühzeitig erkannt werden. Jährlich wird eine Obduktionsstatistik erstellt, die die Obduktionsrate nach Fachabteilungen ausweist. Zu jeder Obduktion wird ein ausführlicher Bericht
erstellt.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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Transfusionswesen
Bei großen Operationen kann es vorkommen, dass die Patienten Blut, Blutbestandteile
oder Blutprodukte benötigen. Zur Sicherung der Patientenversorgung gibt es in den Klinika der Gesundheit Nord Transfusionskommissionen und Transfusionsbeauftragte. Sie beraten die Geschäftsführung und haben die Aufgabe, Vorgaben zu erarbeiten und sicherzustellen, dass Gesetze, Verordnungen, Richtlinien usw. eingehalten und umgesetzt werden.
Das Transfusions-Qualitätssicherungs-Handbuch bildet die schriftliche Grundlage dafür,
dass Gesetze und Verordnungen, Richt- und Leitlinien sowie Empfehlungen für die Qualitätssicherung innerhalb der Klinika korrekt angewendet und eingehalten werden. Dies
dient der Regelung von Organisationsabläufen und Verantwortlichen beim Umgang mit
Blut, Blutbestandteilen und Blutprodukten und soll Zwischenfälle oder Unverträglichkeiten
bei Bluttransfusionen vermeiden helfen. Es gilt für alle Ärzte der Verbundklinika und die
von ihnen beauftragten Personen. Eine interne Qualitätskontrolle, eine Selbstinspektion
im jährlichen Rhythmus durch die Transfusionsverantwortlichen, erfolgt anhand des Fragebogens der Bremer Ärztekammer.
Critical Incident Reporting System (CIRS)
Seit drei Jahren beteiligen sich die Kinder- und Jugendkliniken der Gesundheit Nord an
einem Projekt für ein Meldesystem von Beinahe-Zwischenfällen und Zwischenfällen. Begleitet wurde dieses Projekt vom IGMR, dem Institut für Gesundheits- und Medizinrecht
der Universität Bremen unter der Leitung von Prof. Dr. Dieter Hart und Dr. Katrin BeckerSchwarze. Schwerpunkt des Meldesystems (CIRS) ist es, Prozesse zu identifizieren, die
zu unerwünschten Ereignissen führen können. Seit Herbst 2006 wurde in allen vier Klinika
das Meldesystem in jeder Klinik flächendeckend eingeführt. Die Meldebögen gehen anonym an die Abteilung Qualitätsmanagement, die mit den benannten Ärzten und Pflegekräften eine erste Risikoeinschätzung vornimmt. Wichtig ist abzusichern, dass tatsächlich
gemeldete Schäden am Patienten sofort entsprechend besprochen und behandelt werden. Alle Meldungen werden durch das Qualitätsmanagement ausgewertet und den Kliniken mitgeteilt.
Die Mehrheit der Meldungen bezieht sich auf unerwünschte Zwischenfälle ohne Schaden,
die so genannten Beinahe-Zwischenfälle. Nach dieser Identifizierung und Bewertung können aus den systematischen Auswertungen Schlüsse für zukünftiges Handeln gezogen
werden.
Nationale und internationale medizinische Leitlinien, pflegerische Standards
Jeder Patient hat Anspruch auf ein bestimmtes qualitatives Niveau pflegerischer und ärztlicher Maßnahmen. Jedes Krankenhaus verpflichtet sich, diese Qualität sicherzustellen.
Deshalb gibt es in allen vier Häusern der Gesundheit Nord Pflegestandards und ärztliche
Leitlinien. Auf diese Weise basiert die medizinisch-pflegerische Behandlung in allen Verbundkliniken auf internationalen und nationalen Leitlinien und Standards, wie sie von den
ärztlichen und pflegerischen Fachgesellschaften vorgegeben werden.
Wir wollen durch Standards und Leitlinien folgende Ziele erreichen:
- eine sichere Pflege und Behandlung für unsere Patienten, die sich am neuesten Stand
des Wissens und der Forschung orientiert
- verbesserte und erleichterte Einarbeitung neuer Mitarbeiter
- rationelles Arbeiten durch geplante Vor- und Nachbearbeitung
- wirtschaftlichen Einsatz von Materialen
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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Die Standards und Leitlinien ersetzen nicht die individuelle Planung und Durchführung.
Die Bedürfnisse des einzelnen Patienten und seine Möglichkeiten müssen immer von den
Pflegekräften und Ärzten ermittelt werden.
Die Leitlinien und Standards sind Grundlage für
- die einheitliche Durchführung der Pflegemaßnahmen und ärztliche Behandlungen
- Nachweisbarkeit, Transparenz und Beurteilung der Leistungen
- Qualitätssicherung in der Pflege und im ärztlichen Dienst
- die theoretische und praktische Ausbildung
Die Leitlinien und Standards sind schriftlich fixiert, gültig und verbindlich für alle Pflegekräfte und Ärzte. Bei Abweichung von Leitlinien und Standards muss die Begründung dokumentiert werden.
Entlassungsmanagement
Durch ein strukturiertes Entlassungsmanagement stellen die Kliniken sicher, dass die
nachstationäre Versorgung der Patienten am Tag der Entlassung geregelt ist.
Dazu gehört, dass ermittelt wird, wie groß der Bedarf an Unterstützung nach dem Klinikaufenthalt ist.
Zum Entlassungsmanagement gehört auch, die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten
und die Vorbereitung der Entlassung zu kontrollieren. In diesen Prozess sind intern viele
Berufsgruppen eingebunden.
Die Vorbereitung der Entlassung beginnt mit dem ärztlichen und pflegerischen Aufnahmeassessment der Patienten. In diesen Gesprächen wird die soziale, körperliche und
psychische Situation erfasst, dokumentiert und im Hinblick auf die Diagnose und dem
voraussichtlichen nachstationären Unterstützungsbedarf überprüft. Schon zu diesem Zeitpunkt werden also die ersten Vorbereitungen zur Entlassung getroffen. Neben den Ärztinnen und Ärzten und dem Pflegepersonal kümmern sich vor allem die Mitarbeiter des Sozialdienstes und der Pflegeüberleitung um diese Aufgabe. Diese Aufgabe erstreckt sich
von der Beratung in sozialen und rechtlichen Belangen bis hin zur Organisation und Einleitung von entsprechenden Maßnahmen. Gemeinsam mit den Patienten und Angehörigen werden Fragen geklärt und überprüft, ob eine stationäre Pflege, eine Rehabilitationsmaßnahme, eine rechtliche Betreuung oder Hilfsmittel benötigt werden und ob die Patienten Interesse an Selbsthilfegruppen oder anderen Beratungseinrichtungen haben.
Durch die Zuordnung der Mitarbeiter des Sozialdienstes zu einzelnen Abteilungen sind eine hohe fachspezifischen Qualifikation und eine große Kontinuität in der Kooperation mit
den jeweiligen Kooperationspartnern nach außen - wie beispielsweise Krankenkassen,
ambulanten Pflegediensten oder Pflegeheimen - und nach innen gewährleistet.
Zur Entlassung gehört auch die spezifische Schulung und Beratung. Patienten und Angehörige werden noch während des Klinikaufenthalts durch das ärztliche und pflegerische
Personal beraten und geschult. Dabei geht es um Themen wie z.B. den Umgang mit Medikamenten und Diabetes.
Auch die niedergelassenen Ärzte werden teilweise in die Entlassungsvorbereitungen mit
einbezogen. Mit ihnen werden Fragen zur Situation der Patienten geklärt und erforderliche
Maßnahmen abgesprochen. Mit der Entlassung des Patienten werden alle patientenbezogenen Dokumente (Arztbrief, Befunde, Röntgenbilder) zugesandt.
In allen Kliniken werden viele Schritte zur Verbesserung des Entlassungsmanagements
durchgeführt, u.a. die Einführung der EDV-gestützten Anforderung des Sozialdienstes und
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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der EDV-gestützten Kurzarztbrieferstellung, die Erarbeitung von hausspezifischen Leitlinien oder regelmäßige Gespräche mit ambulanten Pflegediensten und Pflegeheimen.
Feedbackmanagement
Meinungsmanagement
In allen Klinika sind Verfahren eingerichtet, mit dem Patienten dem Krankenhaus jederzeit
ihre Meinung oder Beobachtung mitteilen können. Dies ermöglicht uns, die Zufriedenheit
von Patienten und Angehörigen mit der Qualität unserer Leistungen kontinuierlich überprüfen zu können. Das Verfahren wurde 2006 von vielen Patienten und Angehörigen genutzt. Die Mitteilungen werden themen- und abteilungsbezogen mehrmals jährlich ausgewertet. Die Berichte dienen als Basis für patientenbezogene Verbesserungsmaßnahmen.
Direktes Beschwerdemanagement
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möchten, dass sich Patienten in unseren Kliniken
wohl fühlen. Sollte dies einmal nicht gelingen, gibt es für Patienten und Angehörige Wege,
sich zu beschweren. Beschwerden sind grundsätzlich willkommen und helfen uns, die Zufriedenheit der Patienten weiter zu verbessern.
Patienten und Angehörige können sich mündlich bei festen Ansprechpartnern oder schriftlich beschweren. Jede Beschwerde wird zügig bearbeitet. Bei komplizierten Sachverhalten, die zur Klärung etwas mehr Zeit benötigen, erhalten Beschwerdeführer zunächst eine
Eingangsbestätigung und manchmal auch Zwischenberichte. Um aus Beschwerden lernen zu können, werden alle Beschwerden gesammelt und ausgewertet. Hierzu gehört
auch die Prüfung, wie lange die Beschwerdebearbeitung dauert und ob die Mehrzahl der
Beschwerden in einem angemessenen Zeitraum abgeschlossen wurden.
Fort- und Weiterbildung
Wir lernen permanent weiter. Um den uns selbst gestellten Aufgaben gewachsen zu sein,
brauchen wir Mitarbeiter, die mehr wissen als andere, die immer mitdenken und die ständig daran arbeiten, das Warum und das Wie unseres großen Umbruchs in all seinen Zusammenhängen zu verstehen. In allen vier Klinika gibt es ein etabliertes Fort- und Weiterbildungssystem. Die Fortbildungen orientieren sich an der strategischen Ausrichtung der
Häuser, neuen medizinischen Verfahren sowie an den Bedürfnissen der Mitarbeiter und
sind im Fort- und Weiterbildungsprogramm abgebildet. Die Fort- und Weiterbildungsprogramme unterscheiden sich in personen- und abteilungsbezogenen Seminaren und Weiterbildungsveranstaltungen und sind Teil der Personalentwicklung.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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D-5
Qualitätsmanagement-Projekte
Im Klinikum Links der Weser sind im Berichtszeitraum u.a. folgende ausgewählte Projekte
durchgeführt worden:
Ambulantes Versorgungszentrum am Klinikum Links der Weser
Das ambulante Versorgungszentrum des Klinikums Links der Weser wurde am
16.03.2007 offiziell eröffnet.
Bereits 1997 legte die Geschäftsführung des Klinikums die Langzeitplanung auf, die das
Klinikum Links der Weser in die Lage versetzte, Brücken zwischen dem ambulanten und
stationären Sektor zu bauen, sowie Komplementärdienstleistungen anzusiedeln, die eine
sinnvolle Ergänzung unseres Versorgungsauftrages abgeben. Ein weiterer Schritt wurde
mit diesem zweiten Bauabschnitt zur Verzahnung stationärer und ambulanter Versorgung
eingeleitet. Dies bedeutet für die Bevölkerung dieser Region ein noch größeres Angebot
an medizinischen Leistungen an einem Standort. Von verschiedenen Praxen werden viele
ambulante Leistungen, u.a. ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt, Praxis für Augenheilkunde, ein
ambulantes OP-Zentrum, eine radiologische Gemeinschaftspraxis, eine Pränataldiagnostische Praxis, eine Apotheke sowie eine Erweiterung des RehaZentrums angeboten.
Unter Berücksichtigung der demographischen Entwicklung und der Zunahme chronischer
Krankheiten bzw. chronisch Erkrankter gewinnt die Rehabilitation sowohl unter ökonomischen als auch unter Versorgungsgesichtspunkten zunehmend an Bedeutung. Bereits
2002 wurde der erste Bauabschnitt des Neubaus eröffnet (Kardiologische Praxis und die
Praxis für Elektrophysiologie, Wahlleistungsstation mit 58 Betten und Hotel mit 40 Betten,
einschließlich der visit:Academy und des RehaZentrums). Durch die enge Zusammenarbeit von Kliniken und Praxen können Patienten sicher sein, jederzeit eine hohe medizinische Qualität und die bestmögliche Versorgung zu bekommen, ohne dafür weitere Wege
zurücklegen zu müssen.
Für den Patienten gibt es Vorteile durch das Zusammenwachsen von Klinikum und Ambulantem Zentrum. Wenn eventuelle Ergebnisse/Untersuchungen einen Krankenhausaufenthalt erfordern, kann der Patient zeitnah verlegt werden. Der Patient braucht dann nur
einmal diagnostiziert werden, Doppeluntersuchungen werden vermieden. Oder der Patient ist nach der ambulanten Untersuchung nicht in der Lage sofort nach Hause zu fahren,
dann steht ihm und seinen Angehörigen zusätzlich das angegliederte Hotel zur Verfügung. Mit diesem "Gesundheitszentrum" wollen wir die Patientenversorgung der Stadt
Bremen und umliegender Landkreise auf hohem Niveau sicherstellen.
Zentrale Aufnahme Station
Im Auftrag der Geschäftsführung wurde ein Konzept zur Einrichtung einer zentralen Aufnahmestation mit zentraler Notfallaufnahme von einer interdisziplinären und berufsübergreifenden Arbeitsgruppe erarbeitet. Beteiligt waren Mitarbeiter der Inneren Medizin, Kardiologie, Chirurgie, Gynäkologie, Intensivstation und der zentralen Aufnahme.
Zielvorgabe waren u.a. Verbesserung der Patientensteuerung (Fehlbelegungsproblematik
minimiert), Beschleunigung der Diagnostik bei Aufnahme (Qualität der Erstversorgung
verbessert) und Vermeidung nächtlicher Aufnahmen auf den Fachabteilungsstationen.
Das erarbeitete Konzept setzte diese Vorgabe um. Es beinhaltete u.a. prospektive Belegungszahlen, die Planung der gesamten räumlichen und apparativen Ausstattung, die
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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Festlegung der Organisationsstrukturen, inkl. Verantwortlichkeiten und Arbeitszeitmodelle
sowie die organisatorische Auswirkungen auf andere Krankenhausbereiche.
Mitte 2006 konnte nach baulichen Renovierungen und Umstrukturierungen die geplante
Zentrale Aufnahme Station (ZAS) mit Zentraler Notfallaufnahme (ZNA) in Betrieb genommen werden. Die ZAS hat die Aufgabe, die Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Krankenhausbehandlung zu optimieren. Jetzt werden Patienten für einen begrenzten Zeitraum auf der Zentralen Aufnahmestation aufgenommen. Unmittelbar nach der Anamneseerhebung und der ersten Diagnostik wird von den behandelnden Ärzten über die
weitere Behandlung entschieden. Möglich sind ambulante Behandlung, Verlegung in ein
anderes Krankenhaus, stationäre Aufnahme konservativ, stationäre Aufnahme, Vorbereitung zur OP, unmittelbare Verlegung in den OP nach Erstversorgung oder Verlegung zur
Intensivstation. Während dieses begrenzten Zeitraums kann der Aufnahmearzt den Patienten auf der ZAS beobachten um:
- die Notwendigkeit der stationären Aufnahme zu überprüfen,
- die Wirkung eines Medikaments abzuwarten,
- eine intensivierte Diagnostik durchzuführen,
- den Patienten nach einer kleinen Operation zu überwachen und anschließend zu entlassen,
- die Akutgefährdung eines Patienten unter kontrollierten Bedingungen abzuschätzen,
- interdisziplinär mit weiteren Ärzten über die Diagnose und Therapie zu beraten.
Nach der Inbetriebnahme der ZAS konnten wir bereits nach einem halben Jahr einige unsere Ziele des Konzeptes umsetzen z.B.
- Ein Teil der aufgenommenen Patienten wird auf Grund einer schnelleren und konzentrierten Diagnostik direkt von der ZAS entlassen werden.
- Ein großer Teil der Untersuchungen wird von Fachärzten direkt auf der ZAS durchgeführt.
- Zeitaufwendige Transporte zwischen einzelnen Fachabteilungen und Wartezeiten wurden dadurch erheblich gesenkt.
Kinderklinik Intensiv
Die komplett neu eingerichtete interdisziplinäre Intensivstation der Kinderklinik, die vor allem auf die Betreuung von Patienten mit angeborenen Herz- und Gefäßfehlern spezialisiert ist, wurde im Januar 2007 eröffnet. Die Zimmer der neuen Station gruppieren sich um
den zentralen Überwachungsplatz. An den neuen, modernen Monitoren sind sämtliche
Parameter auch vom zentralen Überwachungsplatz gut ablesbar. Alle Daten - beispielsweise EKG, Sauerstoffsättigung und Blutdruckwerte - werden automatisch auf einem Server gespeichert. Sie können jederzeit rückwirkend für jeden Zeitpunkt angesehen oder
ausgedruckt werden. Für die Dokumentationszukunft mit ausschließlich elektronischen
Krankenblättern ist somit schon vorgesorgt. Sämtliche die Patienten versorgenden Systeme hängen von der Decke. Dies ermöglicht ein freies Arbeiten vor allem im Kopfbereich,
besonders bei schon größeren Patienten. Auch aus hygienischer Sicht ist das - wegen
des fehlenden Fußbodenkontaktes - sicherer. Vor jedem Intensivbett steht ein Pflegewagen mit den notwendigen Utensilien zur Versorgung der Patienten. Die technische Ausstattung ist an allen zwölf Plätzen identisch. Das stellt eine große Arbeitserleichterung für
Ärzte und Pflegepersonal dar, erhöht die Arbeitsqualität und reduziert das Risiko für Fehler. Die Eltern können jederzeit bei der Pflege und Versorgung helfen, zum Zurückziehen
steht ein Zimmer mit Kochmöglichkeit zur Verfügung.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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Brückenpflege
Eine Brücke schlagen zwischen der Versorgung im Krankenhaus und zu Hause - das ist
das Ziel der Brückenpflege. Konkret wird darunter die Organisation und Koordination der
häuslichen Versorgung aus der Klinik entlassener, onkologischer und anderer schwerstkranker Patienten verstanden. Tätigkeitsschwerpunkte sind hierbei die Kontaktaufnahme
noch im Krankenhaus sowie die Organisation der häuslichen Versorgung. Dazu gehört
auch die Finanzierung und Beschaffung von Pflegehilfsmitteln. Die Brückenpflege ist seit
der Eröffnung der Palliativstation fester Bestandteil im Konzept der palliativen Versorgung
am Klinikum Links der Weser. Die Mitarbeiterin besitzt die Doppelqualifikation als Krankenschwester und Sozialpädagogin. Für die Patienten und Angehörigen liegt der Vorteil
einer solchen Versorgungsform darin, dass ihre schwierige Lebenssituation und die Lebensqualität verbessert wird und eine Entlassung in das vertraute häusliche Umfeld ermöglicht wird.
Expertenstandard "Förderung der Harnkontinenz in der Pflege"
Das Klinikum LdW ist eines der bundesweiten Pilotkrankenhäuser, das sich an dem Pilotprojekt Implementierung des Expertenstandards "Förderung der Harninkontinenz in der
Pflege" beteiligt (2006). Der Expertenstandard wurde vom Deutschen Netzwerk für Qualitätssicherung in der Pflege (DNQP) auf Basis der Konsensuskonferenz mit Fachexperten
und nationaler und internationaler Literatur 2005 entwickelt. Harninkontinenz ist die Sammelbezeichnung von Symptomen oder klinischen Befunden deren gemeinsames Kennzeichen der unfreiwillige Harnverlust ist.
Die Pflege möchte betroffene Patienten ermutigen sich dem Thema Inkontinenz zu öffnen
und sich dem behandelnden Arzt oder Pflegeperson anzuvertrauen. Jeder Patient im stationären Bereich wird vom Pflegepersonal auf dieses sensible Thema im Rahmen der
Pflegeanamnese angesprochen. Liegt eine Symptomatik vor, werden die nächsten möglichen Schritte geklärt. Durch eine ausführliche Anamnese und weiterführende Diagnostik,
z.B. Ausschluss Harnwegsinfekt, Miktionsprotokoll, urodynamische Messung usw. lässt
sich ein gezielter Maßnahmenplan entwickeln. Folgende Maßnahmen werden durchgeführt bzw. angeboten: Gespräch mit dem Arzt oder der Kontinenzberaterin zur Thematik/weiteren Koordinierung, Toilettentraining, Trink- und Blasentraining, Beckenbodentraining mit unterstützender Technik, Einsatz von Hilfsmitteln (z.B. spezielle Inkontinenzvorlagen, Kondumurinale), Einsatz von mobilen Toilettenhilfen (z.B. Urinflasche,
Steckbecken, WC-Stuhl). Das Kontinenz-Zentrum im Klinikum Links der Weser bietet zudem wöchentlich eine spezielle Sprechstunde an, in der Frauen zum Thema Inkontinenz
und deren Behandlungsmöglichkeiten beraten werden.
Klinisches Ethik Komitee
Im Klinikum LdW wurde nach intensiver Vorbereitung (u.a. eine hausinterne Ethikbefragung) im Januar 2005 ein Klinisches Ethik Komitee (KEK) gegründet. Ziel des KEK ist es,
den Mitarbeitern (und ggf. den Patienten und ihren Angehörigen) in ethisch schwierigen
Fällen eine Orientierung anzubieten und Hilfe bei der Entscheidungsfindung ethisch problematischer Fragen zu leisten.
Zum KEK gehören Ärztinnen/Ärzte und Mitarbeiter aus dem Pflegedienst aus allen Kliniken des LdW´s, eingebunden sind Vertreterinnen der Krankenhausseelsorge, des Sozialdienstes und des Qualitätsmanagements. Das Konzept wurde von der Geschäftsführung
genehmigt, die Mitglieder für drei Jahre benannt. Der Vorstand für drei Jahre gewählt.
Viermal im Jahr findet eine Sitzung statt. Darüber hinaus gibt es EthikArbeitsgemeinschaften (u.a. AG Umgang mit Sterbenden und Verstorbenen, AG Therapiebegrenzung).
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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Durch gezielte Informations- und Fortbildungsveranstaltungen, wie z.B. im Dezember
2006 die Ethiktagung "Ethik im Krankenhaus!?" werden die Mitarbeiter für dieses Thema
sensibilisiert.
Klinisch ethische Beratungen
Es werden schon immer eigenverantwortlich auf den Stationen viele ethische Fragen geklärt. Das KEK bietet darüber hinaus bei problematischen ethischen Fragestellungen in
Form einer klinischen Ethikberatung Hilfe an. Die Mitarbeiter des Hause sowie Patienten
und Angehörige können eine ethische Beratung in Form einer "moderierenden Hilfe" beantragen. Bis heute fanden neun Ethikberatungen, u.a. mit den Themen "Schwangerschaftsabbruch, Therapiebegrenzung, OP-Notwendigkeit oder Entlassungsfähig" statt. Die
Beratung wird dokumentiert. Das Beratungsteam gibt nur Empfehlungen, der behandelnde Arzt trifft letztendlich die Entscheidung
Arbeitsgruppe Ethik
In 2005/2006 hat eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe (Ärzte, Pflege, Seelsorge, Sozialdienst) mit Unterstützung des Qualitätsmanagements einen Leitfaden zum Umgang mit
Sterbenden und Begleitung von Verstorbenen erstellt. Der Leitfaden erhält u.a. Standards
zum Umgang mit Sterbenden und Verstorbenen für alle Mitarbeiter. Außerdem Empfehlungen der BÄK und der Zentralen Ethikkommission zum Umgang mit Vorsorgevollmacht
und Patientenverfügung in der ärztlichen Praxis, Beispiele einer Patientenverfügung,
Betreuungsrecht Muster einer Vorsorgevollmacht, Handreichungen für die Nottaufe im
Krankenhaus, Richtlinie der Krankenhäuser des Landes Bremen für den Umgang mit
Fehl- und Totgeburten, Gesetz über das Leichenwesen und einige Gebete am Sterbeund Totenbett. Der umfangreiche Leitfaden steht für alle Mitarbeiter im Intranet und in einem Ordner auf allen Stationen. 2007 werden sich eine Ärztin und ihre KollegInnen der Intensivstation mit dem Thema "Therapieabgrenzung/Therapieverzicht auf der Intensivstation" auseinandersetzen.
Ethiktagung
Um die Mitarbeiter noch mehr für das Thema Ethik zu sensibilisieren und die ersten Erfahrungen des KEK transparent zu machen, fand im Dezember 2006 die erste Ethiktagung in
Bremen statt, organisiert und durchgeführt durch die Mitglieder des KEK. Unter dem Motto
"Ethik - (k)ein Thema im Krankenhaus?" diskutierten Pflegekräfte, Ärzte, Seelsorger, Psychologen, Sozialdienste u.a. wie ethische Fragen trotz des wirtschaftlichen Drucks, in dem
sich Krankenhäuser heute befinden, im Alltag genug Raum finden. Gut 130 Teilnehmer
hörten sich mit großem Interesse die Erfahrungen des LdW an. Der Rücklauf von 78
Feedbackbögen mit guter bis sehr guter Bewertung zeigte uns, dass wir auf dem richtigen
Weg sind. Deshalb findet am 8. Dezember 2007 die zweite Ethiktagung unter dem Motto:
"Therapiesicherheit und Therapiebegrenzung; medizinisches Handeln zwischen Ökonomie und Ethik" statt.
Kompetenz-Zentrum Präventionsmedizin
Die Präventionsmedizin befasst sich im umfassenden Sinne mit der Erhaltung von Gesundheit und Vitalität in allen Altersabschnitten. Sie betreut (Noch-)Gesunde und NichtMehr-Ganz-Gesunde. Gerade für die letzte Gruppe ist sie die ideale Ergänzung zur klassischen, kurativen Medizin. Die Betroffenen fühlen sich nicht mehr gesund, sind aber im
Sinne unseres heutigen Krankheitsverständnisses (noch) nicht krank. Hier füllt die Präventionsmedizin die große Lücke zwischen völliger Gesundheit und Krankheit.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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Ziel der Präventionsmedizin:
- Erhalt bzw. Verbesserung von Gesundheit und Vitalität
- Vermeiden von Krankheiten
- Gesundes Altern
Das Konzept setzt die Kooperation verschiedener Fachdisziplinen im Dienst der Gesundheit voraus. Netzwerke aus Ärzten verschiedener Fachrichtungen arbeiten zusammen mit
Pflege und Therapeuten und bieten so ein ganzheitliches Gesundheitskonzept an.
Das Strategiekonzept - Aufbau eines Präventions- und Früherkennungszentrums am Klinikum Links der Weser - ist durch den Aufsichtsrat der Gesundheit Nord gGmbH Klinikverbund Bremen im November 2005 beschlossen worden.
Entsprechend des Konzeptes muss der Maßnahmenplan folgende Komponenten enthalten:
- Schaffung der strukturellen Voraussetzungen,
- Definition von Prioritäten und Maßnahmenplan in der Erschließung der für die Prävention in Frage kommenden Zielgruppen,
- Verabschiedung und Umsetzung von Maßnahmen zur Akquisition,
- Konkretisierung von Abläufen, Zusatzprogrammen, Wochenendleistungen, Hotel- und
Medienbeteiligung,
- wirtschaftliche Evaluation.
In 2006 wurde über die konkrete Umsetzung dieses Konzeptes im Klinikum beraten. Es
wurde eine Ist-Analyse der verschiedenen, schon vorhandenen Präventionsaktivitäten erstellt. Die bauliche Konzeption und die personelle Ausstattung wurden festgelegt. Schließlich wurden die Krankenkassen über die Entwicklung einer solchen Konzeption informiert.
Im Juli 2007 wird das Präventionszentrum Bremen (Arbeitstitel "Praeventbremen") seine
Arbeit aufnehmen. Es wurde ein Projektstrukturplan für das weitere Vorgehen erstellt. Es
wird eng mit den vorhandenen Funktionsbereichen des Klinikums Links der Weser und
der angegliederten Reha, dem visit:Hotel und der visit:Academy und dem Ambulanten
Versorgungszentrum arbeiten.
Digitale Archivierung
Im Klinikum Links der Weser und in den Verbundklinika (KBO, KBM, KBN) gab es folgende drängenden Probleme: Wohin mit den Akten? Wie die Archivierung der Akten organisieren? Wie den jederzeitigen Zugriff auf die Akten sicherstellen?
Das Klinikum Links der Weser zählt monatlich bis zu 2.400 stationäre neue Krankenakten.
Da diese bei stationären Fällen dreißig und bei ambulanten Behandlungen zehn Jahre
aufbewahrt werden müssen, ergibt sich ein gigantisches Archivvolumen.
Hinzu kam das sehr aufwändige Handling der Papierakten. Jede neue Akte musste im Archiv manuell erfasst und danach in beschrifteten Schubern, versehen mit einer Farbidentifikation für das Behandlungsjahr, wegsortiert werden. Die Stationen bestellten die Akten
dann bei Bedarf per schriftlicher Anforderung, was im Archiv aufwändig mit Anforderungsdatum und -station registriert wurde. Danach mussten Pflegekräfte die bestellten Akten
abholen und wieder zurückbringen. Die Rückläufer wurden wieder manuell erfasst und
einsortiert. Dies war mit einem hohen personellen und zeitlichen Aufwand verbunden.
Außerdem war der problemlose Zugriff lediglich zu den Archivöffnungszeiten gewährleistet. All das gehört heute im Klinikum Links der Weser der Vergangenheit an.
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In einer übergeordneten Arbeitsgruppe der Verbundkliniken wurde die Vorbereitung auf
das einheitliche digitale Datenmanagement- und Archivierungssystem diskutiert und festgelegt. Vor der Umsetzung galt es für die Mitarbeiter viele Herausforderungen zu meistern. Die wichtigste lag in der Vorbereitung im medizinisch-pflegerischen Dienst. Die Mitarbeiter mussten überzeugt werden, mit Gewohnheiten zu brechen. Seit der Umstellung
auf die Archivierungssoftware PEGASOS der Firma Marabu (März 2006) können im Klinikum Links der Weser Patientenakten der Behandlungsjahrgänge 2004-2007 direkt am
Stationsarbeitsplatz aufgerufen werden.
Qualitätssteigerung auf allen Ebenen
Alle Patientenakten sind 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr schnell und einfach
verfügbar und das auch gleichzeitig an unterschiedlichen Orten. Der Zugriff direkt aus
i.s.h.med erlaubt eine zeitnahe Patientenakteneinsicht, was die Wartezeit für Patienten
verkürzt. Durch eine schnelle Übersicht über den kompletten Behandlungsfall können wir
die Versorgungsqualität weiter steigern.
Mit der Einführung dieses Systems ist auch die Arbeit des Medizin Controllings und des
Qualitätsmanagements wesentlich einfacher und effektiver geworden. Alle Patientenakten
mit allen Informationen liegen ständig vor, wodurch Fragen von Ärzten, Patienten oder
des medizinischen Dienstes der Krankenkassen schnell und ohne großen zusätzlichen
Aufwand beantwortet werden können.
Ausbau des Krankenhausinformationssystems
Für die Behandlung der Patienten in unserem Klinikum ist die zeitnahe Planung und
Durchführung von Untersuchungen und Operationen sowie die schnelle Verfügbarkeit von
Daten entscheidend. Diese Prozesse werden im Krankenhausinformationssystem (KIS)
EDV-gestützt abgebildet. Im Berichtszeitraum wurde diese klinische Kommunikation auf
folgende Bereiche ausgeweitet:
- die OP-Planung, die Ambulanzplanung und -dokumentation inkl. der Planung stationärer
Aufnahmetermine
- die Integration der elektronischen Laboranforderung in das KIS
- die Etablierung der zeitnahen postoperativen Dokumentation
- die Einführung eines elektronischen Kurzarztbriefes für stationäre Patienten
- Planung und Durchführung radiologischer Untersuchungen
- die Einführung der digitalen Patientenakte
Die Einbindung weiterer diagnostischer und therapeutischer Bereiche ist geplant.
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D-6
Bewertung des Qualitätsmanagements
Folgende Maßnahmen zur Bewertung des Qualitätsmanagements werden sowohl für das
gesamte Krankenhaus als auch für einzelne Fachabteilungen/Organisationseinheiten
durchgeführt.
KTQ-Zertifikat (Kooperation, Transparent und Qualität im Gesundheitswesen)
Bereits zum zweiten Male wurde unser Klinikum am 5. Mai 2006 mit dem KTQ-Zertifikat
ausgezeichnet. Damit war unsere Klinik in Bremen die erste und bundesweit die achte,
die die anspruchsvolle Rezertifizierung nach der neuen KTQ-Version 5.0 erfolgreich abgeschlossen hat. Das Prüfsiegel - ähnlich bedeutend wie die DIN ISO 9000/1 für Handwerksbetriebe - wird von einer unabhängigen Gesellschaft verliehen, die das Krankenhaus auf "Herz und Nieren" prüft. Das Gütesiegel gilt wieder für drei Jahre und soll die
Qualität des Hauses für Patienten und Öffentlichkeit transparenter und nachvollziehbarer
machen. Jedes Krankenhaus ist verpflichtet, auf der Basis der vorgegebenen Kriterien einen Qualitätsbericht zu erstellen, der im Internet veröffentlicht wird (http://www.ktq.de/).
Bewertet wurden alle Schritte von der Aufnahme bis zur Weiterbetreuung nach der Entlassung. Dabei prüft die Zertifizierungsgesellschaft Fragen wie "Wie finden sich Patienten
im Krankenhaus zurecht?", "Wie wird mit Fehlern umgegangen?" oder "Wie werden Mitarbeiter informiert?". Aufgeteilt sind diese Fragen in die Kategorien Patientenorientierung,
Mitarbeiterorientierung, Sicherheit im Krankenhaus, Informationswesen, Krankenhausführung und Qualitätsmanagement. Die Rezertifizierung ist nur dann möglich, wenn das
Haus in jeder der sechs Kategorien mindestens 55 % der Anforderungen erfüllt. Damit
liegt die Hürde deutlich höher als bei der ersten Zertifizierung, bei der insgesamt 55 % erreicht werden mussten - unabhängig von den Ergebnissen in den einzelnen Kategorien.
Die KTQ-Visitoren hoben besonders das hohe Engagement und die Qualifikation der Mitarbeiter, die strategische zukunftsorientierte Ausrichtung des Klinikums, sowie den ausgeprägten Teamgeist des Klinikums Links der Weser hervor, welcher während der gesamten Visitation deutlich zu spüren war. Wir wollen aber nicht auf diesen Erfolg ausruhen. Im
Sinne der kontinuierlichen Verbesserung wollen wir weiter unsere Abläufe überprüfen und
verbessern, trotz der schwierigen Bedingungen im Gesundheitswesen.
Audit Beruf & Familie
In September 2005 erhielt das Klinikum Links der Weser das Grundzertifikat Audit "Beruf
& Familie".
Beruf und Familie zu vereinbaren ist für viele Arbeitnehmer eine ständige Herausforderung. Eine erfolgreiche Personalpolitik berücksichtigt deshalb auch familiäre Situationen
und die privaten Bedürfnisse der Mitarbeiter. Um familienfreundliche Arbeitsbedingungen
zu fördern, hat die Hertie-Stiftung bundesweit das Audit "Beruf & Familie" ins Leben gerufen. Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe (Arzt, Pflege, Personalabteilung, Frauenbeauftragte, Betriebsrat und QM) hat 2006 beispielsweise Themen wie Wiedereingliederung,
Ausweitung der Fahrgemeinschaften, Unterstützung für Beschäftigte mit pflegebedürftigen
Angehörigen, Information über Beratungs- und Vermittlungsleistungen, Prüfung der Möglichkeiten des Arbeitens von zu Hause und Schaffung von Kinderbetreuung bearbeitet und
umgesetzt. Die Ergebnisse der Auswertung der Mitarbeiterbefragung in 2005 (altersbezogener Kinderbetreuungswunsch, Öffnungszeiten und wichtige Aspekte wie Ferienbetreuung, flexible Bringezeiten, Notfallbetreuung, ausgebildete Fachkräfte und flexible Abholzeiten) ergab einen hohen Kinderbetreuungsbedarf für Mitarbeiter-Kinder und Kooperationspartner des Klinikums Links der Weser.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
) 271
Da besonders die Zahl der Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren in Bremen
sehr gering ausfällt, setzte sich die Geschäftsführung des Klinikums gezielt dafür ein, primär diesen Bedarf durch ein Angebot des Klinikums abzudecken. Es wurde eine Kooperation mit der Thomasgemeinde in unmittelbarer Nähe zum Klinikum abgeschlossen. Die
Kindergarteneinrichtung befindet sich in einem hervorragenden Gelände, die Betreuerinnen sind ausgebildete Fachkräfte und es werden unterschiedlich gestaffelte Stunden- und
Tageskontingente angeboten.
Zur Zeit stehen zwölf Krippenplätze zur Verfügung, die alle belegt sind. Mit der Zertifizierung verbunden ist auch eine Liste von Zielen, die in den kommenden Jahren bis zur ReZertifizierung in 2008 angegangen werden müssen. Dazu gehören beispielsweise, dass
das Klinikum bessere Wiedereinstiegsangebote für Frauen schafft, die nach einer Familienpause in den Job zurückkehren wollen. Außerdem sollen sich Führungskräfte künftig in
speziellen Seminaren noch stärker mit dem Thema Beruf & Familie auseinandersetzen.
Verbessert werden soll auch die Betreuung von schwangeren Ärztinnen; weil das Mutterschutzgesetz viele Tätigkeiten - wie beispielsweise die Arbeit im OP - nicht erlaubt. Für
Schwestern auf der Intensivstation haben wir bereits spezielle Schwangerenarbeitsplätze
geschaffen, dies soll es auch künftig für Ärztinnen geben.
Babyfreundliches Krankenhaus
Das Klinikum Links der Weser wurde erstmals 1998 und in 2005 mit der WHO-Plakette als
"Babyfreundliches Krankenhaus" ausgezeichnet. Dies bedeutet, dass wir die strengen
Vorgaben der UNICEF wieder erfüllt haben.
Alle Mitarbeiter werden kontinuierlich nach den UNICEF-Kriterien geschult, z.B. wird darauf hingewiesen, gestillten Säuglingen keinen Gummisauger/Schnuller zu geben. Alle
Mütter werden über die Vorteile und die Praxis des Stillens informiert, angeleitet und bei
Stillproblemen beraten. Es wird Ihnen ermöglicht, ihr Kind innerhalb der ersten halben
Stunde nach der Geburt anzulegen. Sie können rund um die Uhr mit ihrem Kind zusammen bleiben (Rooming-In). Bei der Entlassung kann ggf. der Kontakt zu Stillgruppen vermittelt werden.
2006 war die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe zum fünften Mal in Folge mit
1.573 Geburten geburtenstärkste Klinik in Bremen. Dieser Erfolg wurde durch die ReZertifizierung und die Fortschreibung der UNICEF-Anerkennung "Babyfreundliches Krankenhaus" bestätigt.
Patientenideen- und Beschwerdemanagement
Im Rahmen der kontinuierlichen Zufriedenheitsbefragung werden systematisch Qualitätskennzahlen zu ausgewählten Leistungsbereichen (Aufnahmeprocedere, Unterbringung/Versorgung, Service, ärztliche/pflegerische Behandlung und Betreuung, Wartezeiten) erhoben. Die Daten werden zweimonatlich/halbjährlich/jährlich ausgewertet und einem hausinternen Benchmarking zugeführt.
Infektionsstatistiken/Krankenhaushygiene
Seit 1998 wird im Klinikum Links der Weser eine fortlaufende, systematische Erfassung,
Analyse und Interpretation relevanter Daten durchgeführt. Dafür werden von den Hygienefachkräften die relevanten Daten regelmäßig erfasst und in anonymisierter Form an das
Nationale Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen geschickt und
dort analysiert. Bei der Erfassung werden die Definitionen des Krankenhaus-InfektionsSurveillance-System (KISS) angewandt. Durch entsprechendes Feedback an die Abteilungen lassen sich die nosokomiale Infektionen schnell erkennen und durch Präventionsmaßnahmen verbessern.
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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Das Klinikum Links der Weser ist seit Februar 1998 Referenzhaus des KISS-Projektes,
initiiert vom Nationalen Referenzzentrum für die Surveillance von nosokomialen Infektionen
- Teilnahme am ITS-Kiss seit 01.03.1998
- Teilnahme am ITS-KISS/MRE seit 01.01.2005
- Teilnahme am OP-KISS seit 01.01.2000
- Teilnahme am SARI-Projekt seit 01.01.2001
- Teilnahme am MRSA (für das gesamte Haus) - seit 01.01.2005
- Teilnahme am NEO-KISS seit 01.04.2006
Küche
Durchführung von Eigenkontrollen gemäß der Lebensmittelhygieneverordnung nach dem
HACCP-Konzept (Hazard Analysis and Critical Controll Point).
Transfusionswesen
- Selbstinspektion des Qualitätssicherungssystem zur Anwendung von Blutprodukten
nach den Richtlinien der Bundesärztekammer (seit 2002)
- Überprüfung des Qualitätssicherungssystems zur Anwendung von Blutprodukten durch
die Ärztekammer Bremen
Weitere Instrumente zur Bewertung des Qualitätsmanagement sind:
- Die freiwillige Teilnahme der Fachdisziplinen an QS-Maßnahmen der Fachgesellschaften (s. Teil C-4)
- die strukturierte Datenerfassung/Aufbereitung der Ergebnisse des Medizin Controllings/Operativen Controllings (OLAP-Cube für multidimensionale Abfragen)
- der regelmäßig angepasste Qualitätsentwicklungsplan (Soll-Ist-Abgleich)
- Beinahe-Fehler-Meldesystem zur Erfassung von Beinahe-Zwischenfällen/Risikoprävention in allen bettenführenden Kliniken
- Die Verfahrensanweisungen der einzelnen Fachbereiche
- interne medizinische Leitlinien und Pflegestandards
- die Entwicklung und Einführung von Patientenpfaden
- Diagnose- und operationsbezogene Konferenzen
- QM-Handbücher der Abteilungen/Bereiche
- regelmäßig durchgeführte Mitarbeiterbefragungen zu bestimmten Themen
- Erfassung von Dekubitalulcera und Wunden (Mit dem Erfassungsbogen für "Dekubitalulcera und Wunden" werden festgelegte Parameter ermittelt, überprüft und bewertet, z.B.
das Risikopotential/-einschätzung gefährdeter Patienten, die Anzahl der aufgetretenen
Fälle, das Alter der betroffenen Patienten, der Anteil an Mittel- und Hoch-Risikopatienten, der Ausprägungsgrad des Dekubitus (gemessen an der Gesamt-Fallzahl).
Strukturierter Qualitätsbericht nach § 137 SGB V für 2006
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Klinikum Links der Weser gGmbH
Senator-Weßling-Straße 1
28277 Bremen
Fon (0421) 879-0
Fax (0421) 879-1599
www.gesundheitnord.de
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