QMS® VANCOMYCIN - Fisher Scientific

QMS® VANCOMYCIN - Fisher Scientific
0155171-C
Januar, 2010
QMS® VANCOMYCIN
Immunoassay
Diese Packungsbeilage des Quantitative Microsphere System (QMS) muss vor Gebrauch
genau durchgelesen werden. Die Anleitungen in der Packungsbeilage sind genau zu
befolgen. Zuverlässige Assay-Ergebnisse können nur garantiert werden, wenn die
Anleitungen in der Packungsbeilage genau befolgt werden.
Kundendienst
Vereinigte Staaten: 1-800-232-3342
International: 1-510-979-5000
Fax: 1-510-979-5002
Symbolschlüssel
In-vitro-Diagnostikum
Chargennummer
Achtung: Begleitdokumente
durchlesen
Gebrauchsanleitung durchlesen
Reagens 1
Temperaturgrenzen
Reagens 2
Bestellnummer
Verfallsdatum
Bestandteile
Bevollmächtigter in der
Europäischen Gemeinschaft
Konzentration
Hersteller
Kitinhalt
Microgenics GmbH
Spitalhofstrasse 94
D-94032 Passau
Tel: +49 (0) 851 886 89 0
Fax: +49 (0) 851 886 89 10
VANCOMYCIN-REAGENZIEN
0373589
© 2008 Thermo Fisher Scientific Inc. Alle Rechte vorbehalten.
NAME
QMS-Vancomycin (VANCO)
ANWENDUNGSBEREICH
Der QMS-Vancomycin-Assay dient zur quantitativen Bestimmung von
Vancomycin in Humanserum oder -plasma auf einem Laborautomaten
für die klinische Chemie.
Die erhaltenen Ergebnisse unterstützen die Diagnose und Behandlung
einer Vancomycin-Überdosis und die Überwachung des VancomycinSpiegels zur Gewährleistung einer angemessenen Therapie.
ZUSAMMENFASSUNG UND ERKLÄRUNG DES TESTS
Vancomycin-Hydrochlorid ist ein trizyklisches Glykopeptid,
das aus Amycolatopsis orientalis gewonnen wird.1 Es ist als
Reserveantibiotikum gegen Infektionen mit methicillinresistenten
Staphylococcus aureus-Stämmen bekannt geworden.2 Dieses
Glykopeptid hemmt das Wachstum des Bakteriums, indem es in die
Synthese der Zellwand eingreift und so das Bakterium abtötet. Die
therapeutische Spitzenkonzentration für Vancomycin liegt zwischen
20 und 40 µg/mL, die Talkonzentration bei 5 bis 10 µg/mL.3 Die
Nebenwirkungen von Vancomycin sind Gehörverlust (Ototoxizität)
und Nierenversagen (Nephrotoxizität) bei Konzentrationen jenseits
des therapeutischen Bereichs. Die Wirksamkeit und Pharmakokinetik
von Vancomycin sind in zahlreichen Veröffentlichungen vollständig
untersucht worden.1
Vancomycin wird nur minimal aus dem Magen-Darm-Trakt
resorbiert. In den ersten 24 Stunden nach der intravenösen Gabe,
die den üblichen Verabreichungsweg darstellt, werden etwa 90%
des Vancomycins unverändert über die Nieren ausgeschieden.
Die durchschnittliche Halbwertszeit bei Patienten mit normaler
Nierenfunktion beträgt etwa 6 Stunden. Vancomycin bindet sich zu
etwa 55% an Plasmaproteine. Die therapeutische Serumkonzentration
hängt von den zu bekämpfenden Mikroorganismen und der Toleranz
des Patienten gegenüber dem Wirkstoff ab.4,5 Die Serum- oder
Plasmakonzentration von Vancomycin wird überwacht, um die Therapie
besser steuern zu können, da Unterschiede zwischen den einzelnen
Patienten Dosisanpassungen erforderlich machen können, die nur
schwer vorhersagbar sind. Durch die Überwachung der Serum- oder
Plasmakonzentrationen von Vancomycin lässt sich die Häufigkeit
schwerer toxischer Wirkungen verringern.
VERFAHRENSPRINZIP
Bei dem QMS-Vancomycin-Assay handelt es sich um einen
homogenen turbidimetrischen Partikel-Immunassay. Der Assay
basiert auf der Konkurrenz des Wirkstoffs in der Probe mit dem
Wirkstoff, mit dem ein Mikropartikel beschichtet wurde, um die
Antikörper-Bindungsstellen des Vancomycin-Antikörperreagens.
Das Reagens mit dem mit Vancomycin beschichteten Mikropartikel
wird in Gegenwart des Anti-Vancomycin-Antikörperreagens rasch
agglutiniert, sofern sich kein konkurrierender Wirkstoff in der
Probe befindet. Die Geschwindigkeit der Extinktionsänderung wird
photometrisch gemessen. Bei Zugabe einer Vancomycin enthaltenden
Probe wird die Agglutinationsreaktion teilweise gehemmt, wodurch
die Geschwindigkeit der Extinktionsänderung verlangsamt wird. Eine
klassische, konzentrationsabhängige Agglutinationshemmkurve zeigt
die maximale Agglutinationsrate bei der niedrigsten VancomycinKonzentration und die geringste Agglutinationsrate bei der höchsten
Vancomycin-Konzentration.
REAGENZIEN
Reagenzienkit
QMS-Vancomycin,
0373589, wird als Kit mit zwei
gebrauchsfertigen, flüssigen Reagenzien geliefert. Das Kit enthält:
Reagens 1
1 x 22 mL
Reagens 2
1 x 22 mL
Reaktive Bestandteile
Bestandteil
Konzentration
Monoklonale Anti-Vancomycin-Antikörper
(Maus)
Natriumazid
Mit Vancomycin beschichtete Mikropartikel
Natriumazid
< 1,0%
< 0,1%
< 0,3%
< 0,1%
REAGENZIENHANDHABUNG UND -LAGERUNG
•
•
•
und
gebrauchsfertig.
Vor Gebrauch mehrmals umdrehen und dabei eine Blasenbildung
vermeiden.
Luftblasen in der Reagenzienkartusche ggf. mit einem neuen
Applikatorstab entfernen. Alternativ kann das Reagens bei der entsprechenden Lagerungstemperatur stehen gelassen werden, bis die
Luftblasen entwichen sind. Zur Minimierung einer Volumendepletion
die Luftblasen nicht mit einer Transferpipette entfernen.
•
Wenn die
- oder
- Reagenskartusche leer ist, beide
Kartuschen ersetzen und die Kalibration mit mindestens zwei
Kontrollenkonzentrationen nach den festgesetzten Qualitätskontrollvorschriften in Ihrem Labor verifizieren. Sollten die Ergebnisse für
die Kontrollen außerhalb des akzeptablen Bereiches liegen, ist u.U.
eine erneute Kalibration nötig.
ACHTUNG: Luftblasen im Reagens können die Bestimmung
des Reagenzienfüllstandes in der Kartusche behindern, was
zu unzureichender Aspiration des Reagens und damit einer
Beeinflussung der Ergebnisse führen kann.
Die ungeöffneten Reagenzien bleiben bis zum Verfallsdatum
stabil, wenn sie bei 2 °C bis 8 °C gelagert werden.
Die Reagenzien dürfen nicht eingefroren oder
Temperaturen über 32 °C ausgesetzt werden.
WARNHINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN
Vorsichtsmaßnahmen für Benutzer
In-vitro-Diagnostikum.
Materialien mit verschiedenen Kitchargennummern dürfen
nicht gemischt werden.
•
•
ACHTUNG: Dieses Produkt enthält Bestandteile humanen
Ursprungs und/oder potenziell infektiöse Bestandteile. Die
Bestandteile aus Humanblut wurden getestet und waren
auf HBsAg, Anti-HIV 1 und 2 sowie Anti-HCV nicht reaktiv.
Es gibt keine Testmethode, die mit vollständiger Gewissheit
gewährleisten kann, dass Produkte humanen Ursprungs bzw.
inaktivierte Mikroorganismen keine Infektion übertragen. Daher
wird empfohlen, alle Materialien humanen Ursprungs als
potenziell infektiös anzusehen und beim Umgang entsprechende
Biosicherheitsmaßnahmen zu treffen.
PROBENENTNAHME UND -HANDHABUNG
•
Folgende Probenentnahmeröhrchen können für den QMSVancomycin-Assay benutzt werden:
Glasröhrchen
Plastikröhrchen
Serum
• Serum-
• Keine Zusätze
• Gerinnungsaktivator
Plasma
• EDTA (K3)
• Plasma-
• EDTA (K2)
Separationsröhrchen
•
Separationsröhrchen
mit Natriumheparin
Natriumheparinröhrchen
(Spray-Natriumheparin)
Andere Probenentnahmeröhrchen wurden nicht zum Gebrauch mit dem QMS-VancomycinAssay validiert. Die Anleitungen des Herstellers zur Verarbeitung von Serum oder Plasma
in den Sammelröhrchen befolgen.
•
•
•
•
•
•
Bei manchen Proben, insbesondere von Patienten, die mit
Antikoagulanzien oder Thrombolytika behandelt werden, tritt
u.U. eine erhöhte Gerinnungszeit auf.
Unzureichendes Zentrifugieren der Probe kann zu fehlerhaften
Ergebnissen führen.
Sicherstellen, dass die Probe kein Fibrin, keine roten
Blutkörperchen und keine Feststoffe enthält.
Das Plasma bzw. Serum sobald wie möglich nach der Entnahme
von Zellen, Gerinnsel bzw. Gel trennen. Manche Geltrennröhrchen
eignen sich möglicherweise nicht zur Verwendung mit Assays zur
Überwachung therapeutischer Wirkstoffspiegel; Informationen
des Röhrchenherstellers beachten.6
Die von Zellen, Gerinnsel und Gel getrennten Proben können bis
zu einer Woche bei 2 °C bis 8 °C gelagert werden. Wenn die
Proben mehr als eine Woche nach Entnahme untersucht werden,
sind sie maximal 14 Tage lang eingefroren (≤ -10 °C) zu lagern.
Die Proben für den QMS-Vancomycin-Assay sollten unmittelbar
vor der Arzneimittelgabe (Talspiegel), üblicherweise früh
morgens, genommen werden, um zu überprüfen, ob eine
angemessene Dosis verordnet wurde. Der Talspiegel gibt am
besten Auskunft über den therapeutischen Vancomycin-Spiegel.
VERFAHREN
Mitgelieferte Materialien
QMS-Vancomycin-Reagenzien,
•
0373589
Zusätzlich benötigte, nicht mitgelieferte Materialien
• Vancomycin-Kontrollen
• QMS-Vancomycin-Kalibratoren,
0373597
CAL A-F: je 1 x 1,0 mL
Durchführung des Assays
Eine detaillierte Beschreibung der Durchführung und Kalibration des
Assays finden Sie in der gerätespezifischen Bedienungsanleitung.
Verdünnung der Probe
Zur manuellen Verdünnung von Proben, deren Konzentration
außerhalb des linearen Bereichs des Assays liegt, QMS-VancomycinCAL A (0,0 µg/mL) verwenden.
Manuelle Verdünnung
Patientenproben, für die eine Vancomycin-Konzentration von über
100,0 µg/mL erhalten wurde, können manuell verdünnt werden,
indem die Probe vor dem Pipettieren in das Probengefäß mit
QMS-Vancomycin-CAL A (0,0 µg/mL) verdünnt wird. Die Verdünnung
muss so durchgeführt werden, dass die Ergebnisse der verdünnten
Probe über der Assay-Sensitivität (0,55 µg/mL) liegen. Die erhaltene
Konzentration muss mit dem manuellen Verdünnungsfaktor
multipliziert werden, um die endgültige Probenkonzentration
zu erhalten.
Endgültige Probenkonzentration = erhaltene x manueller
Konzentration Verdünnungsfaktor
Manueller Verdünnungsfaktor =
(Probenvolumen + Volumen von CAL A)
Probenvolumen
KALIBRATION
Der QMS-Vancomycin-Assay muss vollständig kalibriert werden
(6-Punkte-Kalibration). Zu diesem Zweck werden die QMSVancomycin-Kalibratoren A, B, C, D, E und F zweifach getestet.
Für jede neue Charge muss eine Kalibration durchgeführt werden.
Die Kalibrationskurve ist mit mindestens zwei Kontrollenkonzentrationen nach den festgelegten Qualitätskontrollvorschriften
in Ihrem Labor zu verifizieren. Sollten die Ergebnisse für die Kontrollen
außerhalb des akzeptablen Bereiches liegen, ist u.U. eine erneute
Kalibration nötig.
Hinweis: Vancomycin-CAL A ist die Kalibrationsleerwertprobe für
diesen Assay.
QUALITÄTSKONTROLLE
Zusätzliche Qualitätskontrollvorschriften und mögliche
Korrekturmaßnahmen finden Sie in Standardarbeitsanweisungen Ihres
Labors und/oder dem Qualitätssicherungsplan. Alle Qualitätskontrollen
sollten in Übereinstimmung mit örtlichen und staatlichen Vorschriften
bzw. Akkreditierungsbestimmungen durchgeführt werden.
Empfohlene Kontrollanforderungen für den QMS-Vancomycin-Assay:
• Mindestens zwei Kontrollenkonzentrationen vom oberen und
unteren Ende des medizinischen Entscheidungsbereichs müssen
alle 24 Stunden untersucht werden.
• Wenn eine häufigere Überwachung mittels Kontrollen
notwendig ist, sind die festgelegten Qualitätskontrollverfahren
für Ihr Labor zu befolgen.
• Sollten die Qualitätskontrollergebnisse nicht innerhalb des
in Ihrem Labor definierten akzeptablen Bereiches liegen,
sind die Patientenwerte u.U. nicht richtig, und es sollten
Korrekturmaßnahmen ergriffen werden.
ERGEBNISSE
Das Ergebnis des QMS-Vancomycin-Assays kann in µg/mL oder
µmol/L angegeben werden. Zur Umrechnung des VancomycinErgebnisses in die jeweils andere Einheit den Wert in µg/mL mit
0,69 multiplizieren bzw. den Wert in µmol/L durch 1,44925 dividieren.
Wie alle Analytbestimmungen sind die Vancomycin-Werte im
Zusammenhang mit einer klinischen Beurteilung und anderen
diagnostischen Maßnahmen zu verwenden.
Ergebnis-Fehlercodes
Manche Ergebnisse können Ergebnis-Fehlercodes enthalten.
Eine Beschreibung der Fehlercodes finden Sie in der
instrumentenspezifischen Bedienungsanleitung.
GRENZEN DES VERFAHRENS
In sehr seltenen Fällen können Patientenproben heterophile Antikörper
enthalten, die zu niedrigen Resultaten mit dem QMS VancomycinAssay führen können. Die störenden heterophilen Antikörper treten
in der Allgemeinbevölkerung selten auf. Diese Antikörper können
eine Autoagglutination des Mikropartikel-Reagens verursachen, was
falschniedrige Resultate zur Folge hat, die unbemerkt bleiben.
Aus diagnostischer Sicht muss das Analysenergebnis stets im
Zusammenhang mit der Anamnese, dem klinischen Bild und weiteren
Befunden interpretiert werden.
Siehe Abschnitte PROBENENTNAHME UND -HANDHABUNG sowie
SPEZIFISCHE LEISTUNGSDATEN in dieser Packungsbeilage.
10
ERWARTETE WERTE
In der Literatur wird für die meisten Staphylokokken- bzw.
Streptokokken-Stämme eine therapeutische Spitzenkonzentration
von 20 bis 40 µg/mL und Talkonzentration von 5 bis 10 µg/mL
Vancomycin im Serum angegeben.7 Jedoch ist die therapeutische
Serumkonzentration von Vancomycin für jeden Patienten je nach
Zustand des Patienten und Reaktion der Bakterien individuell
festzulegen. Das Toxizitätsrisiko ist bei hohen Konzentrationen oder
langwieriger Behandlung bei Patienten mit Niereninsuffizienz deutlich
erhöht. Toxische Wirkungen wie Ototoxizität und Nephrotoxizität
sind bei einer Serumkonzentration von 80 bis 100 µg/mL Vancomycin
aufgetreten, jedoch nur selten, wenn die Serumkonzentration unter
30 µg/mL lag.8,9 Wird gleichzeitig ein Glykopeptid verabreicht, addiert
sich das Toxizitätspotenzial.4
SPEZIFISCHE LEISTUNGSDATEN
Im Folgenden werden typische Leistungsdaten aufgeführt, die mit
einem kommerziell erhältlichen Laborautomaten für die klinische
Chemie unter Anwendung von turbidimetrischer quantitativer Analyse
erzielt wurden.
Sensitivität
Quantifizierungsgrenze/Klinische Sensitivität
Die Quantifizierungsgrenze des QMS-Vancomycin-Assays wird
als die niedrigste Konzentration definiert, bei der eine akzeptable
Inter-Assay-Präzision und Wiederfindung (Recovery) beobachtet
werden (häufig als VK ≤ ±20% mit ≤ ±15% Wiederfindung
angegeben). Die Quantifizierungsgrenze lag bei 2,0 µg/mL.
11
Assaybereich
Der Assaybereich beträgt 2,5 µg/mL bis 100 µg/mL.
Genauigkeit
Die Genauigkeit nach Wiederfindung wurde bestimmt, indem
Humanserum mit Vancomycin so dotiert wurde, dass Konzentrationen
im Assaybereich erhalten wurden. Anschließend wurde in
Dreifachansätzen auf Vancomycin untersucht. Der Mittelwert der
Mehrfachansätze für die einzelnen Proben wurde bestimmt und die
prozentuale Wiederfindung berechnet. Repräsentative Ergebnisse
sind nachstehend angegeben.
Prozentuale Wiederfindung =
Theoretische
Konzentration (µg/mL)
Durchschnittliche wiedergefundene
Konzentration
Theoretische Konzentration
Mittlere wiedergefundene
Konzentration (µg/mL)
Prozentuale
Wiederfindung
100,0
95,02
75,0
73,24
95,02
97,65
50,0
52,25
104,50
37,5
39,70
105,88
25,0
27,65
110,61
17,5
17,45
99,70
10,0
9,27
92,70
7,5
6,83
91,11
5,0
4,97
99,33
Mittlere prozentuale Wiederfindung: 99,61
12
x100
Linearität
Die Linearität wurde mittels Verdünnung anhand eines Verfahrens
bestimmt, das im Protocol EP6-A des National Committee for
Clinical Laboratory Standards (NCCLS) beschrieben ist.10 Der
QMS-Vancomycin-Kalibrator F (100,0 µg/mL) wurde so mit QMSVancomycin-Kalibrator A (0,0 µg/mL) verdünnt, dass sich Proben
mit einer Konzentration von 75,0, 37,5, 17,5, 7,5 und 2,5 µg/mL
ergaben. Die Proben wurden in Dreifachbestimmung mit dem QMSVancomycin-Assay analysiert. Der Mittelwert der Mehrfachansätze
für die einzelnen Proben wurde bestimmt und die prozentuale
Wiederfindung berechnet. Repräsentative Ergebnisse sind
nachstehend angegeben.
Theoretische
Konzentration (µg/mL)
Mittlere wiedergefundene
Konzentration (µg/mL)
Prozentuale
Wiederfindung
75,0
75,77
101,02
37,5
37,20
99,21
17,5
16,75
95,71
7,5
7,33
97,69
2,5
2,68
107,20
Mittlere prozentuale Wiederfindung: 100,17
13
Methodenvergleich
Die Korrelationsstudien wurden nach dem NCCLS Protocol EP9-A
durchgeführt.11 Die Ergebnisse des QMS-Vancomycin-Assays wurden
dabei mit den Ergebnissen eines marktgängigen FPIA-Immunassays
als Referenzmethode verglichen. Die Patientenproben bestanden aus
Serum. Die Vancomycin-Konzentration lag im Bereich von 0,04 µg/mL
bis 100 µg/mL. Die Ergebnisse der Passing-Bablok-Regressionsanalyse
für diese Studie sind nachstehend angegeben.
Steigung
y-Achsenabschnitt
Korrelationskoeffizient (R2)
Anzahl der Proben
1,031
1,115
0,970
146
Präzision
Die Präzision wurde wie im NCCLS Protocol EP5-A beschrieben
ermittelt.12
Für die Studie wurde eine kommerzielle Vancomycin enthaltende
Kontrolle auf Humanserumbasis in drei Konzentrationen verwendet.
Jede Konzentration der Kontrolle wurde in Doppelansätzen zweimal
täglich 20 Tage lang bestimmt. Die Intervalle zwischen den an einem
Tag durchgeführten Analysen betrugen mindestens zwei Stunden.
Es wurden die Mittelwerte sowie die Standardabweichung und der
prozentuale Variationskoeffizient innerhalb eines Testlaufs, zwischen
den Tagen sowie insgesamt berechnet.
Repräsentative Ergebnisse sind nachstehend angegeben.
14
Intratestlauf
Probe
n
1
80
2
3
Mittel (µg/mL)
Zwischen den
Tagen
Gesamt
St.abw.
VK (%)
St.abw.
VK (%)
St.abw.
VK (%)
7,57
0,27
3,59
0,43
5,72
0,70
8,84
80
20,79
0,51
2,44
0,97
4,66
1,29
6,21
80
33,65
0,80
2,37
0,95
2,83
1,72
5,12
Akzeptanzkriterien: <10% Gesamt-VK
Störsubstanzen
Die folgenden Substanzen führten bei den angegebenen
Konzentrationen bei der Bestimmung mit dem QMS-VancomycinAssay zu einem Fehler von weniger als 10% beim VancomycinNachweis. Studien mit Störsubstanzen wurden nach NCCLS
Protocol EP7-A durchgeführt.13 Repräsentative Ergebnisse sind
nachstehend angegeben.
Störsubstanzkonzentration
n
Vancomycin
(µg/mL)
Albumin
10 g/dL
3
24,92
93,64
Bilirubin
70 mg/dL
3
27,00
100,07
Cholesterin
500 mg/dL
3
25,97
97,58
6 g/dL
3
25,90
97,34
Hämoglobin
1150 mg/dL
3
21,18
91,64
HAMA Typ I*
Normale
Humankonzentration
3
28,27
105,31
HAMA Typ 2*
Normale
Humankonzentration
3
28,55
103,91
Heparin
Störsubstanz
IgG
Prozentuale
Wiederfindung
500 USP-Einheiten/mL
3
26,46
99,44
Triglyzerid
1000 mg/dL
3
9,41
92,62
Rheumafaktor
1100 IU/mL
3
6,70
93,23
*HAMA = humane Anti-Maus-Antikörper
15
Spezifität
Kreuzreaktivität
Die Kreuzreaktivität des Vancomycin-Antikörpers auf die strukturell
ähnliche Verbindung Teicoplanin wurde untersucht. Serum mit 25 µg/mL
Vancomycin wurde mit Teicoplanin in den folgenden Konzentrationen
dotiert und mit dem QMS-Vancomycin-Assay untersucht. Repräsentative
Ergebnisse sind nachstehend angegeben.
Teicoplanin-Konzentration
(µg/mL)
Prozentuale
Kreuzreaktivität
100
0,99
50
0,29
25
0,16
10
0,04
Metaboliten-Kreuzreaktivität
Vancomycin zerfällt langsam in seinen Metaboliten CDP-I (Crystalline
Degradation Product-I).14 Der Metabolit ist Vancomycin strukturell
ähnlich. Serum mit 25 µg/mL Vancomycin wurde mit 100 µg/mL CDP-I
dotiert und mit dem Assay untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass der
Metabolit < 5% Kreuzreaktivität aufweist.
Arzneimittelinterferenz
Es wurde die Kreuzreaktivität von Wirkstoffen untersucht, die
routinemäßig zusammen mit Vancomycin verabreicht werden. Ebenfalls
wurde gestestet, ob diese Verbindungen die quantitative Bestimmung
der Vancomycin-Konzentration mit dem QMS-Vancomycin-Assay
beeinträchtigen. Die Kreuzreaktanten wurden bei 500 µg/mL in einem
mit 25 µg/mL Vancomycin dotierten Serumpool analysiert. Die Proben
wurden mit dem Assay untersucht und die Vancomycin-Konzentrationen
der dotierten Proben wurden mit einem Kontrollserum verglichen. Die
folgenden Kreuzreaktanten wiesen jeweils < 0,3% Kreuzreaktivität auf.
16
Kreuzreaktanten
Amikacin
Furosemid
Oxytetracyclin
Amphotericin B
Fusidinsäure
Paracetamol
Ampicillin
Gentamicin
Penicillin G
Bendroflumethiazid
Hydrochlorothiazid
Penicillin V
Carbenicillin
Ibuprofen
Phenacetin
Cefamandol-Nafat
Isoniazid
Prednisolon
Cefazolin
Kanamycin A
Prednison
Cephalexin
Kanamycin B
Rifampicin
Cephalosporin C
Koffein
Salicylsäure
Cephalothin
Lincomycin
Sisomicin
Chloramphenicol
Methotrexat
Spectinomycin
Chlorothiazid
Methylprednisolon
Sulfadiazin
Clindamycin
Nalidixinsäure
Sulfamethoxazol
Erythromycin
Naproxen
Sulfisoxazol
Ethacrynsäure
Neomycinsulfat
Tetracyclin
Ethambutol
Niacin
Tobramycin
5-Fluorocytosin
Nitrofurantoin
Trimethoprim
LITERATUR
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Toronto, Canadian Pharmacist Associations, 2000:1668-70.
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18
MARKEN
Alle Marken sind Eigentum der Firma Thermo Fisher Scientific Inc. und ihrer
Tochtergesellschaften.
Microgenics Corporation
46360 Fremont Blvd.
Fremont, CA 94538-6406 USA
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