QMS®-GENTAMICIN - Fisher Scientific

QMS®-GENTAMICIN - Fisher Scientific
0155976-D
September, 2010
QMS®-GENTAMICIN
Immunassay
Diese Packungsbeilage des Quantitative Microsphere System (QMS) muss vor Gebrauch
genau durchgelesen werden. Die Anleitungen in der Packungsbeilage sind genau zu
befolgen. Zuverlässige Assay-Ergebnisse können nur garantiert werden, wenn die
Anleitungen in der Packungsbeilage genau befolgt werden.
Kundendienst
Vereinigte Staaten: 1-800-232-3342
International: 1-510-979-5000
Fax: 1-510-979-5002
Symbolschlüssel
In-vitro-Diagnostikum
Achtung: Begleitdokumente
durchlesen
Chargennummer
Gebrauchsanleitung
durchlesen
R1
Reagens 1
R2
Reagens 2
Max
Min
Temperaturgrenzen
Verfallsdatum
Bestellnummer
Bestandteile
Hersteller
Konzentration
Inhalt des Kits
Biologische Gefahr
Bevollmächtigter in der EU
NaN 3
Xn
Gesundheitsgefährdend
GENTAMICINREAGENZIEN
0374470 (R1-2X16 mL, R2-2X6 mL)
10014390 (R1-1X22 mL, R2-1X9 mL)
© 2008 Thermo Fisher Scientific Inc. Alle Rechte vorbehalten.
NAME
QMS-Gentamicin (GENT)
ANWENDUNGSBEREICH
Der QMS-Gentamicin-Assay dient der quantitativen Bestimmung von
Gentamicin in Humanserum oder -plasma auf einem Laborautomaten
für die klinische Chemie.
Die Ergebnisse werden bei der Diagnose und Behandlung einer
Gentamicinüberdosis und bei der Überwachung des Gentamicinspiegels
zur Gewährleistung einer angemessenen Therapie angewandt.
ZUSAMMENFASSUNG UND ERKLÄRUNG DES TESTS
Gentamicin wird bei der Behandlung schwerer Infektionen mit
Beteiligung Aminoglykosid-empfindlicher Organismen eingesetzt.
Die Überwachung der Gentamicinkonzentration im Serum oder Plasma,
begleitet von einer sorgfältigen klinischen Beurteilung, stellt das
wirksamste Mittel zur Gewährleistung einer angemessenen Therapie dar.
Die Gentamicinkonzentration korreliert besser mit der antibakteriellen
Wirkung als die Dosierung. Eine Standarddosis Gentamicin führt nicht
immer zu einer vorhersagbaren Konzentration, da die Konzentration
des Wirkstoffs auch vom Verteilungsvolumen des Patienten und
der Wirkstoffausscheidung abhängt. Der Verabreichungsmodus,
das extrazelluläre Flüssigkeitsvolumen, die Nierenretention und
physiologische Veränderungen während der Therapie beeinflussen diese
Faktoren. Gentamicin ist nur in einem engen Konzentrationsbereich
sicher und wirksam. Bei hohen Konzentrationen über einen längeren
Zeitraum kann es zu Nierenfunktionsstörungen und Ototoxizität
kommen. Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion sind während
der Gentamicintherapie genau zu überwachen, da eine durch Gentamicin
2
verursachte Nephrotoxizität u.U. schwer von den Symptomen einer
zugrunde liegenden Nierenerkrankung zu unterscheiden ist.1
VERFAHRENSPRINZIP
Bei dem QMS-Gentamicin-Assay handelt es sich um einen homogenen
turbidimetrischen Partikel-Immunassay. Der Assay basiert auf der Konkurrenz
des Wirkstoffs in der Probe mit dem Wirkstoff, mit dem ein Mikropartikel
beschichtet wurde, um die Antikörper-Bindungsstellen des GentamicinAntikörper-Reagens. Das gentamicinbeschichtete Mikropartikel-Reagens
agglutiniert rasch in Gegenwart des Anti-Gentamicin-Antikörper-Reagens,
sofern sich kein konkurrierender Wirkstoff in der Probe befindet. Die
Geschwindigkeit der Extinktionsänderung wird photometrisch gemessen. Bei
Zugabe einer Gentamicin enthaltenden Probe wird die Agglutinationsreaktion
teilweise gehemmt, wodurch die Extinktionsänderung verlangsamt wird.
Eine klassische, konzentrationsabhängige Agglutinationshemmkurve
zeigt die maximale Agglutinationsrate bei der niedrigsten GentamicinKonzentration und die geringste Agglutinationsrate bei der höchsten
Gentamicin-Konzentration.
REAGENZIEN
Reagenzienkit 
QMS-Gentamicin,
0374470 oder
10014390 wird als Kit mit
zwei gebrauchsfertigen, flüssigen Reagenzien geliefert. Das Kit enthält:
0374470
10014390
R1
Reagenz 1
2 x 16 mL
R1
Reagenz 1
1 x 22 mL
R2
Reagenz 2
2 x 6 mL
R2
Reagenz 2
1 x 9 mL
Mit Barcode versehene C-Pack-Kartusche
3
Reaktive Bestandteile
Bestandteil
Konzentration
Monoklonale Anti-Gentamicin-Antikörper (Maus)
Natriumazid
Gentamicinbeschichtete Mikropartikel
Natriumazid
R1
R2
<1,0%
<0,1%
≤0,4%
<0,1%
REAGENZIENHANDHABUNG UND -LAGERUNG
•
R1
und
R2
gebrauchsfertig.
• Vor Gebrauch mehrmals umdrehen und dabei eine
Blasenbildung vermeiden.
• Luftblasen in der Reagenzienkartusche ggf. mit einem neuen
Applikatorstab entfernen. Alternativ kann das Reagens bei
der entsprechenden Lagerungstemperatur stehen gelassen
werden, bis die Luftblasen entwichen sind. Zur Minimierung
einer Volumendepletion die Luftblasen nicht mit einer
Transferpipette entfernen.
• Wenn die R1 - oder R2 - Reagenzienkartusche leer
ist, beide Kartuschen ersetzen und die Kalibration mit
mindestens zwei Kontrollkonzentrationen nach den
festgelegten Qualitätskontroll-vorschriften in Ihrem Labor
verifizieren. Sollten die Ergebnisse für die Kontrollen
außerhalb des akzeptablen Bereiches liegen, ist u.U. eine
erneute Kalibration nötig.
4
ACHTUNG: Luftblasen im Reagens können die Bestimmung
des Reagenzienfüllstandes in der Kartusche behindern, was
zu unzureichender Aspiration des Reagens und damit einer
Beeinflussung der Ergebnisse führen kann.
8˚C
2˚C
Die ungeöffneten Reagenzien bleiben bis zum Verfallsdatum
stabil, wenn sie bei 2 °C bis 8 °C gelagert werden.
Die Reagenzien dürfen nicht eingefroren oder
Temperaturen über 32 °C ausgesetzt werden.
WARNHINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN
NaN 3
Xn
5
Vorsichtsmaßnahmen für Benutzer
• In-vitro-Diagnostikum.
• Materialen mit verschiedenen Kitchargen-nummern dürfen nicht
gemischt werden.
• Die Reagenzien enthalten < 0,1% Natriumazid. Kontakt mit Haut
und Schleimhäuten vermeiden. Bei Kontakt die betroffenen
Stellen mit reichlich Wasser abspülen. Bei Kontakt mit Augen
oder Verschlucken sofort einen Arzt aufsuchen. Natriumazid kann
mit Blei- oder Kupferrohren reagieren und potenziell explosive
Metallazide bilden. Bei der Entsorgung dieser Reagenzien immer
mit viel Wasser nachspülen, um eine Ansammlung von Aziden
zu verhindern. Exponierte Metalloberflächen mit 10%igem
Natriumhydroxid reinigen.
• Enthält unsterile monoklonale Mausantikörper.
ACHTUNG: Dieses Produkt enthält Bestandteile humanen
Ursprungs und/oder potenziell infektiöse Bestandteile. Die
Bestandteile aus Humanblut wurden getestet und waren
auf HBsAg, Anti-HIV 1 und 2 sowie Anti-HCV nicht reaktiv.
Es gibt keine Testmethode, die mit vollständiger Gewissheit
gewährleisten kann, dass Produkte humanen Ursprungs bzw.
inaktivierte Mikroorganismen keine Infektion übertragen.
Daher wird empfohlen, alle Materialien humanen Ursprungs
als potenziell infektiös anzusehen und beim Umgang
entsprechende Biosicherheitsmaßnahmen zu treffen.
PROBENENTNAHME UND -HANDHABUNG
• Folgende Probenentnahmeröhrchen können für den QMSGentamicin-Assay benutzt werden:
Glasröhrchen
Plastikröhrchen
Serum
• Keine Zusätze
• SerumseparatorRöhrchen (Gel)
• Gerinnungsaktivator
• Mit Silikon
• SerumseparatorRöhrchen (Gel)
• Gerinnungsaktivator
Plasma
• EDTA (K3)
•
•
•
•
EDTA (K2)
Lithiumheparin
Natriumheparin
PlasmaseparatorRöhrchen mit
Lithiumheparin (Gel)
Andere Probenentnahmeröhrchen wurden nicht zum Gebrauch mit dem QMS-GentamicinAssay validiert. Die Anleitungen des Herstellers zur Verarbeitung der Serum- und
Plasmaröhrchen befolgen.
6
• Unzureichendes Zentrifugieren der Probe kann zu fehlerhaften
Ergebnissen führen.
• Sicherstellen, dass die Probe kein Fibrin, keine roten Blutkörperchen
und keine Feststoffe enthält.
• Das Plasma bzw. Serum sobald wie möglich nach der Entnahme von
Zellen, Gerinnsel bzw. Gel trennen. Manche Gelseparatorröhrchen
eignen sich möglicherweise nicht zur Verwendung mit Assays zur
Überwachung therapeutischer Wirkstoffspiegel; Informationen des
Röhrchenherstellers beachten.2
• Die Proben für den QMS-Gentamicin-Assay sind unmittelbar vor
einer Dosis zu entnehmen (Talspiegel), um zu bestätigen, dass
eine angemessene Dosis verschrieben wurde. Die Probe zur
Bestimmung der Spitzenkonzentration ist 30 Minuten nach einer
30-minütigen i.v. Infusion zu entnehmen.3 Proben, aus denen
Zellen, Gerinnsel bzw. Gel entfernt wurden, können bis zu einer
Woche bei 2 °C bis 8 °C gelagert werden. Wenn die Proben
mehr als eine Woche nach Entnahme untersucht werden, sind sie
eingefroren (≤ -10 °C) zu lagern. Die Leistungsmerkmale bei bis zu
zwei Wochen eingefrorenen Proben unterschieden sich nicht von
denen bei frischen Proben. Die Anzahl der Einfrier-Auftau-Zyklen
sollte eingeschränkt werden.
HINWEIS: Carbenicillin oder Piperacillin enthaltende Proben sind
eingefroren aufzubewahren, wenn die Analyse erst mehr als 8 Stunden
später erfolgen kann. Wenn Proben, die diese Antibiotika enthalten,
nicht eingefroren werden, können aufgrund von In-vitro-Inaktivierung
falsch niedrige Gentamicinspiegel gemessen werden.4
VERFAHREN
Mitgelieferte Materialien
• QMS-Gentamicin-Reagenzien,
7
0374470 oder
10014390
Zusätzlich benötigte, nicht mitgelieferte Materialien
• QMS-Gentamicin-Kalibratoren,
0373902
CAL A-F: jeweils 1 × 1,0 mL
• Gentamicin-Kontrollen
Durchführung des Assays
Eine detaillierte Beschreibung der Durchführung und Kalibration des Assays
finden Sie in der instrumentenspezifischen Bedienungsanleitung.
Verdünnung der Probe
Den QMS-Gentamicin-CAL-A (0,0 µg/mL) zur manuellen Verdünnung von
Proben außerhalb des Ausgabebereichs des Assays verwenden.
Manuelle Verdünnung
Patientenproben mit Gentamicin-Konzentrationen über 10,0 µg/mL
können vor dem Pipettieren der Probe in das Probengefäß manuell mit
QMS-Gentamicin-CAL-A (0,0 µg/mL) verdünnt werden. Die Verdünnung
muss so durchgeführt werden, dass die Ergebnisse der verdünnten
Probe über der Assay-Sensitivität (0,3 µg/mL) liegen. Die erhaltene
Konzentration muss mit dem manuellen Verdünnungsfaktor multipliziert
werden, um die endgültige Probenkonzentration zu erhalten.
Endgültige
Probenkonzentration
=
Faktor für manuelle Verdünnung =
erhaltene
Konzentration
×
manueller
Verdünnungsfaktor
(Probenvolumen + Volumen-CAL-A)
Probenvolumen
KALIBRATION
Der QMS-Gentamicin-Assay muss vollständig kalibriert werden
(6‑Punkte-Kalibration). Zu diesem Zweck werden die QMS-GentamicinKalibratoren A, B, C, D, E und F zweifach getestet.
8
Für jede neue Charge muss eine Kalibration durchgeführt werden. Die
Kalibrationskurve ist mit mindestens zwei Kontrollenkonzentrationen
nach den festgelegten Qualitätskontrollvorschriften in Ihrem Labor zu
verifizieren. Sollten die Kontrollenergebnisse außerhalb des akzeptablen
Bereichs liegen, muss u.U. nochmals kalibriert werden.
Hinweis: QMS-Gentamicin-CAL-A ist die Kalibrationsleerwertprobe
für diesen Assay.
QUALITÄTSKONTROLLE
Zusätzliche Qualitätskontrollvorschriften und mögliche Korrekturmaßnahmen finden Sie in den Standardarbeitsanweisungen Ihres Labors
und/oder dem Qualitätssicherungsplan. Alle Qualitätskontrollen sollten
in Übereinstimmung mit örtlichen und staatlichen Vorschriften bzw.
Akkreditierungsbestimmungen durchgeführt werden.
Empfohlene Kontrollvorschriften für den QMS-Gentamicin-Assay:
• Mindestens zwei Kontrollkonzentrationen beiderseits des
medizinischen Entscheidungsbereiches müssen alle 24 Stunden
untersucht werden.
• Wenn eine häufigere Überwachung mittels Kontrollen notwendig
ist, sind die festgelegten Qualitätskontrollverfahren für Ihr Labor
zu befolgen.
• Sollten die Qualitätskontrollergebnisse nicht innerhalb des in
Ihrem Labor definierten akzeptablen Bereiches liegen, können die
Patientenwerte falsch sein und müssen u.U. korrigiert werden.
ERGEBNISSE
Die Ergebnisse des QMS-Gentamicin-Assays werden in µg/mL oder µmol/L
angegeben. Zur Umrechnung der Ergebnisse von µg/mL Gentamicin in
µmol/L Gentamicin den µg/mL-Wert mit 2,09 multiplizieren.3
9
Wie alle Analytbestimmungen sind die Gentamicin-Werte im
Zusammenhang mit einer klinischen Beurteilung und anderen
diagnostischen Maßnahmen zu verwenden.
Ergebnis-Fehlercodes
Manche Ergebnisse können Ergebnis-Fehlercodes enthalten. Eine
Beschreibung der Fehlercodes finden Sie in der instrumentenspezifischen
Bedienungsanleitung.
GRENZEN DES VERFAHRENS
Siehe Abschnitte PROBENENTNAHME UND -HANDHABUNG sowie
SPEZIFISCHE LEISTUNGSDATEN in dieser Packungsbeilage.
Patientenproben, die den Wirkstoff Sisomicin enthalten, liefern falsch
erhöhte Gentamicinwerte. Nähere Erklärungen finden sich im Abschnitt
SPEZIFITÄT. Dieses Medikament wird jedoch gewöhnlich nicht zusammen
mit Gentamicin verabreicht.
Es wurde gezeigt, dass Penicilline oder Cephalosporine in hohen
Konzentrationen Gentamicin in vitro inaktivieren. Der Grad der
Inaktivierung hängt vom jeweils gemessenen Aminoglykosid, vom Typ
und von der Konzentration des ebenfalls vorhandenen Penicillins bzw.
Cephalosporins und von den Lagerbedingungen der Probe ab.5-7 Die
Proben von Patienten, die zusätzlich mit Antibiotika dieser Art behandelt
werden, sind sofort zu analysieren oder einzufrieren.
In sehr seltenen Fällen können Patientenproben heterophile Antikörper
enthalten, die zu einer Messung zu niedriger Konzentrationen mit dem
QMS-Gentamicin-Assay führen.
Störende heterophile Antikörper findet man in seltenen Fällen in der
Allgemeinbevölkerung. Diese Antikörper können eine Autoagglutination
des Mikropartikelreagens verursachen und unbemerkt falsch niedrige
Werte ergeben.
10
Für diagnostische Zwecke muss das Analysenergebnis daher stets im
Zusammenhang mit der Anamnese, der klinischen Untersuchung und
weiteren Befunden interpretiert werden.
ERWARTETE WERTE
Um angemessene Wirkstoffspiegel zu gewährleisten und toxische
Nebenwirkungen zu vermeiden, werden regelmäßige Messungen
sowohl der Spitzen- als auch der Talkonzentration von Gentamicin
empfohlen. Der therapeutische Bereich von Gentamicin für mittelgradige
Infektionen liegt bei 2 bis 8 µg/mL.8 Talspiegel von mehr als 2 µg/mL
sind mit Nephrotoxizität in Zusammenhang gebracht worden.1 Bei
der Bestimmung eines angemessenen Wirkstoffspiegels für einen
bestimmten Patienten sind die Empfindlichkeit des Infektionserregers,
der Schweregrad der Infektion und der allgemeine Gesundheitszustand
des Patienten in Betracht zu ziehen.
Aus diagnostischer Sicht muss das Analysenergebnis stets im
Zusammenhang mit der Anamnese, dem klinischen Bild und weiteren
Befunden interpretiert werden.
Beispiele für Tal- und Spitzenkonzentrationen9
Talwert (µg/mL)
Spitzenwert (µg/mL)
Weniger schwere
Infektion
Schwere
Infektion
Toxizitätsspiegel
<1
<2 bis 4
>2 bis 4
5 bis 8
8 bis 10
>10 bis 12
SPEZIFISCHE LEISTUNGSDATEN
Im Folgenden werden typische Leistungsdaten aufgeführt, die mit einem
kommerziell erhältlichen Laborautomaten für die klinische Chemie unter
Anwendung von turbidimetrischer quantitativer Analyse erzielt wurden.
11
Sensitivität
Quantifizierungsgrenze
Die Quantifizierungsgrenze des QMS-Gentamicin-Assays wird definiert
als die niedrigste zuverlässig nachweisbare Konzentration eines Analyten,
bei der der Gesamtfehler die Genauigkeitsanforderungen erfüllt. Die
Quantifizierungsgrenze lag bei 0,3 µg/mL.
Assaybereich
Der Assaybereich beträgt 0,3 bis 10,0 µg/mL
Genauigkeit
Die Genauigkeit wurde anhand eines in NCCLS-Richtlinie EP6-A
beschriebenen Verfahrens bestimmt.10 Jede Konzentration des QMSGentamicin-Kalibrators wurde mit der gleichen Menge des nächst höheren
Kalibrators verdünnt, was Mittenproben von 1,00, 2,25, 4,50 bzw. 8,00
µg/mL ergab.
Die Proben wurden in Dreifachbestimmung mit dem QMS-GentamicinAssay analysiert. Für jede Probe wurden der Mittelwert aller Replikate
ermittelt und die prozentuale Wiederfindungsrate berechnet. Folgende
Ergebnisse wurden erhalten:
Prozentuale
=
Wiederfindung
mittlere wiedergefundene Konzentration
Theoretische
Konzentration (µg/mL)
Mittlere wiedergefundene
Konzentration (µg/mL)
Prozentuale
Wiederfindung
1,00
1,09
109,0
2,25
2,37
105,0
4,50
4,60
102,2
8,00
8,23
Theoretische Konzentration
102,9
Mittlere prozentuale Wiederfindung: 104,8
12
Linearität
Ein Gentamicin-Linearitätsstandard wurde seriell verdünnt und
dreifach mit dem QMS-Gentamicin-Assay analysiert. Für jede Probe
wurden der Mittelwert aller Replikate ermittelt und die prozentuale
Wiederfindungsrate berechnet. Folgende Ergebnisse wurden erhalten:
Theoretische
Konzentration (µg/mL)
Mittlere wiedergefundene
Konzentration (µg/mL)
Prozentuale
Wiederfindung
1,72
1,64
95,3
3,44
3,62
105,2
5,16
5,27
102,1
6,88
7,20
104,6
Mittlere prozentuale Wiederfindung: 101,8
Methodenvergleich
Korrelationsstudien wurden unter Verwendung des NCCLS Protocol
EP9-A2 durchgeführt.11 Die Ergebnisse des QMS-Gentamicin-Assays
wurden mit den Ergebnissen eines kommerziell erhältlichen FluoreszenzPolarisations-Immunassays verglichen. Die Ergebnisse der PassingBablok-Regressionsanalyse 12, 13 für die Studie werden nachstehend
gezeigt.
Steigung
1,102
Schnittpunkt mit der Y-Achse
-0,412
Korrelationskoeffizient (R2)
0,997
Anzahl der Proben
63
Präzision
Die Präzision wurde wie im NCCLS Protocol EP5-A2 beschrieben
ermittelt.14
Für die Studie wurde eine kommerzielle Humanserum-Kontrolle mit
drei Gentamicinkonzentrationen verwendet. Jede Kontrollkonzentration
13
wurde 20 Tage lang zweimal täglich doppelt analysiert. Die Intervalle
zwischen den an einem Tag durchgeführten Analysen betrugen
mindestens zwei Stunden. Es wurden die Mittelwerte, sowie die
Standardabweichung innerhalb eines Testlaufs, zwischen den Tagen
und der Gesamtwert der Standardabweichung berechnet. Folgende
Ergebnisse wurden erhalten:
Intratestlauf
Probe
n
1
2
3
80
80
80
Mittelwert
(µg/mL)
2,45
6,10
9,12
St.
abw.
0,09
0,12
0,12
Zwischen den
Gesamt
Tagen
VK (%)
St.
VK (%)
St.
VK (%)
abw.
abw.
3,7
0,03
1,4
0,10
3,9
2,0
0,17
2,8
0,22
3,6
1,3
0,18
2,0
0,25
2,8
Akzeptanzkriterien: <10% Gesamt-VK
Störsubstanzen
Die folgenden Substanzen verursachten beim Test mit dem QMSGentamicin-Assay bei den angegebenen Konzentrationen einen
Gentamicin-Nachweisfehler von weniger als 10%. Unter Verwendung
von NCCLS Protocol EP7-A2 wurden Studien zum Einfluss von
Störsubstanzen durchgeführt.15 Folgende Ergebnisse wurden erhalten:
Störsubstanz
Bilirubin
Gesamteiweiß
Störsubstanzkonzentration
n
Gentamicin
(µg/mL)
20 mg/dL
3
3,44
Prozentuale
Wiederfindung
99,5
12 g/dL
3
3,44
93,4
HAMA Typ 1*
Normale humane
Konzentration
2
3,33
99,1
HAMA Typ 2*
Normale humane
Konzentration
2
3,33
93,3
2 g/dL
3
3,44
98,3
Rheumafaktor**
Hämoglobin
1240 IU/mL
3
3,56
97,8
Triglyzerid
1691 mg/dL
3
3,44
95,8
*HAMA = Human-Antimaus-Antikörper
** Patientenproben mit Rheumafaktorwerten über 1240 IU können bei diesem Assay fehlerhafte Ergebnisse liefern.
14
Spezifität
Kreuzreaktivität
Das Aminoglykosid Sisomicin wirkt aufgrund seiner strukturellen
Ähnlichkeit im QMS-Gentamicin-Assay kreuzreaktiv. Aus
diesem Grund können die Ergebnisse dieses Tests nicht zur
genauen Quantifizierung des Gentamicinspiegels im Serum oder
Plasma von Patienten dienen, die Sisomicin in Kombination mit
Gentamicin erhalten.
Kreuzreaktivität von Wirkstoffen
Es wurde die Kreuzreaktivität von Wirkstoffen untersucht, die
routinemäßig zusammen mit Gentamicin verabreicht werden.
Folgende Substanzen wurden untersucht.
Konzentration
der Substanz
(µg/mL)
GentamicinKonzentration
(µg/mL)
Prozent
Kreuzreaktivität*
Acetylcystein
1000
3,71
nn
Acetylsalycilsäure
300
1,56
nn
Amikacin
300
3,76
nn
Amphotericin B
100
3,71
nn
Ampicillin
50
3,76
nn
Askorbinsäure
30
3,76
-0,23
Carbenicillin
2500
3,71
nn
Cefamandol-Nafat
250
3,76
nn
Cefoxitin
1000
3,71
Verbindung
nn
*nn = nicht nachgewiesen
15
Konzentration
der Substanz
(µg/mL)
GentamicinKonzentration
(µg/mL)
Prozent
Kreuzreaktivität*
Cephalexin
320
3,76
nn
Cephalosporin C
1000
3,65
nn
Cephalothin
1000
3,71
nn
Chloramphenicol
250
3,71
nn
Clindamycin
2000
3,51
nn
Cyclosporin
6000
1,56
nn
Erythromycin
500
3,71
nn
Ethacrynsäure
400
3,71
nn
5-Fluorocytosin
30
3,53
0,53
Furosemid
100
3,71
nn
Fusidinsäure
1000
3,71
nn
Ibuprofen
7000
1,58
nn
Kanamycin A
400
3,65
0,10
Kanamycin B
400
2,65
nn
Levodopa
1000
3,78
nn
Lincomycin
200
3,71
nn
Methicillin
20
3,71
nn
Methotrexat
5
3,69
nn
Methylprednisolon
200
3,71
nn
Metronidazol
1000
1,57
Verbindung
nn
*nn = nicht nachgewiesen
16
Konzentration
der Substanz
(µg/mL)
GentamicinKonzentration
(µg/mL)
Neomycin
1000
3,65
nn
Netilmicin
125
3,21
0,25
Oxytetracyclin
2000
3,71
nn
Paracetamol
200
1,58
nn
Penicillin V
10
1,58
nn
1000
1,58
nn
12
3,71
-0,29
Rifampin
5
1,59
nn
Sisomicin
10
3,59
50,35
Spectinomycin
100
3,76
nn
Streptomycin
400
3,65
nn
Sulfadiazin
1000
3,76
nn
Sulfamethoxazol
400
3,76
nn
Tetracyclin
2000
3,71
nn
Theophyllin
200
1,55
nn
Ticarcillin
100
3,87
-0,44
Tobramycin
100
3,65
0,16
Trimethoprim
20
3,69
0,30
Vancomycin
400
3,65
Verbindung
Phenylbutazon
Prednisolon
Prozent
Kreuzreaktivität*
nn
*nn = nicht nachgewiesen
17
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