QMS® Topiramat (TPM)

QMS® Topiramat (TPM)
QMS® Topiramat (TPM)
In-vitro-Diagnostikum
0374140
10017218
Diese Packungsbeilage zum Quantitative Microsphere System (QMS) muss vor Gebrauch
aufmerksam gelesen werden. Die Anweisungen in der Packungsbeilage sind entsprechend zu
beachten. Wenn von den Anweisungen in dieser Packungsbeilage abgewichen wird, kann die
Zuverlässigkeit der Assay-Ergebnisse nicht garantiert werden.
Verwendungszweck
Der QMS Topiramat-Assay ist für die quantitative Bestimmung von Topiramat in Humanserum
oder -plasma auf automatischen Analysegeräten für die klinische Chemie vorgesehen.
Die erhaltenen Ergebnisse werden zur Diagnose und Behandlung einer Topiramat-Überdosis und zur
Überwachung des Topiramat-Spiegels zur Gewährleistung einer angemessenen Therapie verwendet.
Zusammenfassung und Erläuterung des Tests
Topiramat (2,3:4,5-Di-O-isopropyliden-ß-D-fructopyranose) ist ein Antikonvulsivum, das zur
Behandlung von Epilepsie zugelassen ist und oftmals als Monotherapie oder im Rahmen einer
Kombinationstherapie mit mehreren Antiepileptika verschrieben wird.1
VORSICHT: Dieses Produkt enthält Bestandteile humanen Ursprungs und/oder
potenziell infektiöse Bestandteile. Die Bestandteile aus Humanblut wurden getestet
und waren auf HBsAg, Anti-HIV 1 und 2 sowie Anti-HCV nicht reaktiv. Es gibt keine
Testmethode, die mit vollständiger Gewissheit gewährleisten kann, dass Produkte
humanen Ursprungs bzw. inaktivierte Mikroorganismen keine Infektion übertragen.
Daher wird empfohlen, alle Materialien humanen Ursprungs als potenziell infektiös
anzusehen und beim Umgang entsprechende Biosicherheitsmaßnahmen zu treffen.
Probenahme und -handhabung
Für den QMS Topiramat-Assay können die folgenden Probenentnahmeröhrchen benutzt werden:
Glasröhrchen
Serum
Plasma
• Serumtrennröhrchen (Gel)
• Kein Zusatz
• EDTA (K3)
• EDTA (K2)
• Lithium-Heparin
• Plasmatrennröhrchen mit
Lithium-Heparin (Gel)
• Natrium-Heparin
Verfahrensprinzip
Der QMS Topiramat-Assay ist ein homogener partikelverstärkter turbidimetrischer Immunoassay.
Der Assay basiert auf der Konkurrenz des freien Arzneistoffs in der Probe mit dem Arzneistoff
auf einem Mikropartikel um die Antikörper-Bindungsstellen des Topiramat-Antikörperreagens.
Das Reagens für die Topiramat-beschichteten Mikropartikel agglutiniert in Anwesenheit des
Anti-Topiramat-Antikörperreagens schnell, sofern sich kein konkurrierender Arzneistoff in der Probe
befindet. Die Geschwindigkeit der Extinktionsänderung wird photometrisch gemessen. Wenn eine
Probe zugegeben wird, die Topiramat enthält, wird die Agglutinationsreaktion teilweise gehemmt,
sodass sich die Extinktionsänderung verlangsamt. Eine klassische, konzentrationsabhängige
Agglutinationshemmkurve zeigt die maximale Agglutinationsrate bei der niedrigsten TopiramatKonzentration und die geringste Agglutinationsrate bei der höchsten Topiramat-Konzentration.
Reagenzien
Reagenzien-Kit
QMS Topiramat,
0374140, 10017218 wird als Kit mit zwei gebrauchsfertigen, flüssigen
Reagenzien geliefert. Das Kit enthält:
0374140
Reagens 1 1 x 22 ml
Reagens 2 1 x 16 ml
10017218
Reagens 1 1 x 19 ml
Reagens 2 1 x 14 ml
Reaktive Bestandteile
Bestandteil Polyklonaler Anti-Topiramat-Antikörper (Schaf)
Natriumazid
Topiramat-beschichtete Mikropartikel
Natriumazid
Kunststoffröhrchen
• Kein Zusatz
Andere Probenentnahmeröhrchen wurden nicht zum Gebrauch mit dem QMS Topiramat-Assay validiert.
Bei allen Serum- oder Plasma-Entnahmeröhrchen sind die Anweisungen des Herstellers zu beachten.
• Unzureichendes Zentrifugieren der Probe kann zu fehlerhaften Ergebnissen führen.
• Die Proben dürfen kein Fibrin, keine roten Blutkörperchen und keine anderen
Feststoffe enthalten.
• Das Plasma oder Serum sobald wie möglich nach der Entnahme von Zellen, Gerinnsel
oder Gel trennen. Manche Geltrennröhrchen eignen sich nicht zur Verwendung mit
Assays zur Überwachung therapeutischer Arzneistoffspiegel; Informationen des
Röhrchenherstellers beachten.2
• Proben, aus denen Zellen, Gerinnsel und Gel entfernt wurden, können eine Woche
bei 2 °C bis 8 °C gelagert werden. Proben, die mehr als eine Woche nach Entnahme
untersucht werden, müssen eingefroren gelagert werden (≤ –10 °C). Bei Proben, die bis
zu zwei Wochen eingefroren waren, wurden keine Leistungsunterschiede zu frischen
Proben beobachtet. Die Anzahl der Einfrier-Auftau-Zyklen muss begrenzt werden.
Verfahren
Mitgeliefertes Material
Konzentration
<5,0 %
≤0,09 %
<1,0 %
≤0,09 %
Handhabung und Lagerung der Reagenzien
•
und
sind gebrauchsfertig.
• Vor Gebrauch mehrmals umdrehen und dabei Blasenbildung vermeiden.
• Luftblasen in der Reagenzienkartusche ggf. mit einem neuen Applikatorstab
entfernen. Alternativ kann das Reagens bei der entsprechenden Lagerungstemperatur
stehen gelassen werden, bis die Luftblasen entwichen sind. Zur Minimierung der
Volumendepletion die Luftblasen nicht mit einer Transferpipette entfernen.
• Wenn die
- oder die
-Reagenskartusche leer ist, beide Kartuschen ersetzen und
die Kalibration mit mindestens zwei Kontrollenkonzentrationen nach den festgesetzten
Qualitätskontrollvorschriften des Labors verifizieren. Falls die Ergebnisse mit den Kontrollen
außerhalb der akzeptablen Bereiche liegen, ist u. U. eine erneute Kalibrierung nötig.
• Falls Material versehentlich verschüttet wird, ist es gemäß der
Standardvorgehensweise des Labors und unter Einhaltung der Vorschriften auf
kommunaler, Landes- und Bundesebene zu entfernen und zu entsorgen. Das Material
muss dabei als potenziell infektiös behandelt werden.
• Falls die Verpackung bei Erhalt beschädigt ist, Kontakt mit dem technischen Support
aufnehmen (Kontaktinformationen sind am Ende dieser Packungsbeilage zu finden).
VORSICHT: Luftblasen im Reagens können die Bestimmung des Reagenzienfüllstands in
der Kartusche behindern, was zu unzureichender Aspiration des Reagens und damit einer
Beeinflussung der Ergebnisse führen kann.
• QMS Topiramat-Reagenzien,
0374140, 10017218
Zusätzlich erforderliches Material (nicht im Lieferumfang)
• QMS TopiramatKalibratoren,
0374173
CAL A-F: je 1 x 1,0 ml
• QMS Topiramat-Kontrollen,
0374181
• Konzentrationen 1–3: je 1 x 2,0 ml
Durchführung des Assays
Eine detaillierte Beschreibung der Durchführung und Kalibrierung des Assays ist in der
instrumentenspezifischen Bedienungsanleitung zu finden.
Verdünnung der Probe
Zur manuellen Verdünnung von Proben, deren Konzentration außerhalb des linearen Bereichs
des Assays liegt, QMS Topiramat CAL A (0,0 μg/ml) verwenden.
Manuelle Verdünnung
Patientenproben mit Topiramat-Konzentrationen über 32,0 µg/ml können vor dem Pipettieren
der Probe in das Probengefäß manuell mit QMS Topiramat CAL A (0,0 µg/ml) verdünnt werden.
Die Verdünnung muss so durchgeführt werden, dass die Ergebnisse der verdünnten Probe
über der Assay-Sensitivität von 1,5 µg/ml liegen. Die als Ergebnis erhaltene Konzentration
muss mit dem manuellen Verdünnungsfaktor multipliziert werden, um die endgültige
Probenkonzentration zu erhalten.
Endgültige Probenkonzentration = erhaltene Konzentration x manueller Verdünnungsfaktor
Ungeöffnete Reagenzien bleiben bis zum Verfallsdatum stabil, wenn sie bei 2 °C bis
8 °C gelagert werden. Die Reagenzien dürfen nicht eingefroren oder Temperaturen über 32 °C
ausgesetzt werden.
Manueller Verdünnungsfaktor = (Probenvolumen + CAL-A-Volumen)
Probenvolumen
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Der QMS Topiramat-Assay muss vollständig kalibriert werden (6-Punkte-Kalibrierung).
Zu diesem Zweck werden die QMS Topiramat-Kalibratoren A, B, C, D, E und F zweifach getestet.
Vorsichtsmaßnahmen für Anwender
• In-vitro-Diagnostikum.
• Materialien mit verschiedenen Kitchargennummern dürfen nicht gemischt werden.
BSA • Die Reagenzien enthalten ≤ 0,2 % Rinderserumalbumin (BSA). Kontakt mit Haut und
Schleimhäuten vermeiden. Nicht einatmen. Kann topische oder allergische Reaktionen
der Atemwege verursachen. Die betroffenen Stellen mit reichlich Wasser abspülen. Bei
Unfall durch Einatmen die betroffene Person an die frische Luft bringen und ruhigstellen.
Kalibrierung
Für jede neue Charge muss eine Kalibrierung durchgeführt werden. Die Kalibrationskurve
ist mit mindestens zwei Kontrollenkonzentrationen nach den festgesetzten Qualitätskontrollvorschriften des Labors zu verifizieren. Falls die Ergebnisse mit den Kontrollen
außerhalb der akzeptablen Bereiche liegen, ist u. U. eine erneute Kalibrierung nötig.
Hinweis: Topiramat CAL A ist die Kalibrationsleerwertprobe für diesen Assay.
Qualitätskontrolle
Linearität
Zusätzliche Qualitätskontrollvorschriften und mögliche Korrekturmaßnahmen sind in den
Standardarbeitsanweisungen des Labors und/oder im Qualitätssicherungsplan zu finden. Alle
Qualitätskontrollen müssen in Übereinstimmung mit den vor Ort geltenden und gesetzlichen
Richtlinien bzw. Akkreditierungsbestimmungen durchgeführt werden.
Zur Beurteilung der Linearität wurde ein Patientenprobenpool mit hoher Konzentration auf
Konzentrationen im gesamten Assaybereich verdünnt. Der Patientenprobenpool wurde
gemäß NCCLS-Protokoll EP6-A angepasst, um einen Wert zu erhalten, der 20 % bis 30 % über
dem gewünschten Messbereich lag.4 Die Verdünnungen wurden mit dem QMS TopiramatKalibrator A (Leerwert-Kalibrator) hergestellt. Die Linearität bei bestimmten Verdünnungen
wurde als akzeptabel eingestuft, wenn der prozentuale Unterschied zwischen den
prognostizierten Regressionswerten 1. und 2. Ordnung bei ±10 % lag. Die Ergebnisse sind im
Folgenden zusammengestellt.
Empfohlene Kontrollenvorschriften für den QMS Topiramat-Assay:
• Mindestens zwei Kontrollenkonzentrationen, die den medizinischen Entscheidungsbereich
abdecken, müssen alle 24 Stunden getestet werden.
• Wenn eine häufigere Überwachung mit Kontrollen erforderlich ist, sind die
festgelegten Qualitätskontrollverfahren für das Labor zu befolgen.
• Sollten die Qualitätskontrollergebnisse nicht innerhalb des im Labor definierten
akzeptablen Bereichs liegen, können die Patientenwerte falsch sein, sodass
Korrekturmaßnahmen erforderlich sind.
Schätzwert Verdünnungs­ Ergebnisse
(µg/ml)
faktor
(µg/ml)
Ergebnisse
Prozentualer
Prognostizierte Prognostizierte Unterschied
Ergebnisse
Ergebnisse
(Akzeptanz­
kriterien:
1. Ordnung
2. Ordnung
±10 %)
Die Ergebnisse des QMS Topiramat-Assays werden in der Einheit µg/ml oder µmol/l angegeben.
Zur Umrechnung von µg/ml Topiramat in µmol/l Topiramat den µg/ml-Wert mit 2,95 multiplizieren.
35,0
0,8750
36,57
36,76
36,78
–0,04 %
Wie bei allen analytischen Bestimmungen muss auch der Topiramat-Wert in Verbindung
mit Informationen aus klinischen Untersuchungen und anderen diagnostischen Verfahren
verwendet werden.
30,0
0,7500
31,87
31,52
31,53
0,00 %
20,0
0,5000
20,86
21,05
21,04
0,06 %
Ergebnisfehlercodes
Ergebnisse können Ergebnisfehlercodes enthalten. Die Beschreibung solcher Codes ist in der
instrumentenspezifischen Bedienungsanleitung zu finden.
15,0
0,3750
15,89
15,82
15,80
0,09 %
10,0
0,2500
10,54
10,58
10,57
0,10 %
Grenzen des Verfahrens
5,0
0,1250
5,28
5,35
5,34
0,06 %
Die störenden heterophilen Antikörper treten in der Allgemeinbevölkerung nur selten auf.
Diese Antikörper können eine Autoagglutination des Mikropartikel-Reagens verursachen, was
falschniedrige Ergebnisse zur Folge hat, die unbemerkt bleiben.
3,0
0,0750
3,11
3,25
3,25
–0,02 %
2,0
0,0500
2,22
2,20
2,21
–0,13 %
Aus diagnostischer Sicht muss das Analyseergebnis stets im Zusammenhang mit der
Anamnese, dem klinischen Bild und weiteren Befunden interpretiert werden.
1,5
0,0375
1,68
1,68
1,68
–0,25 %
1,2
0,0300
1,43
1,37
1,37
–0,36 %
Siehe hierzu die Abschnitte „Probenentnahme und -handhabung“ sowie „Spezifische
Leistungsdaten“ in dieser Packungsbeilage.
Methodenvergleich
Erwartete Werte
Korrelationsstudien wurden gemäß NCCLS-Protokoll EP9-A2 durchgeführt.5 Die Ergebnisse
des QMS Topiramat-Assays wurden mit den Ergebnissen eines handelsüblichen
FPIA-Immunoassays verglichen. Die Topiramat-Konzentrationen lagen zwischen 1,56 μg/ml und
30,72 µg/ml. Im Folgenden sind die Ergebnisse der Passing-Bablok6-Regressionsanalyse für die
Studie zusammengestellt.
Bisher wurde für Topiramat kein eindeutiger therapeutischer Bereich festgelegt. Einige
Berichte in der Literatur schlagen für die Steady-State-Konzentration einen Zielbereich von
2 µg/ml bis 25 µg/ml vor.3 Zwischen zirkulierendem Topiramat und Toxizität, Nebenwirkungen
oder klinischer Wirksamkeit besteht keine konsistente Korrelation.3 Deshalb muss die
Topiramat-Konzentration bei den Patienten überwacht werden.
Die Kontrolle der Arzneistoffkonzentration von Topiramat sollte nicht das einzige Instrument des
therapeutischen Arzneimittelmanagements sein. Der Assay muss in Verbindung mit Informationen
aus klinischen Untersuchungen und anderen diagnostischen Verfahren verwendet werden.
Kliniker müssen den Patienten bei Einleitung der Therapie und bei Dosisanpassungen engmaschig
überwachen. Möglicherweise müssen bei einzelnen Patienten zur Ermittlung erwarteter
Abweichungen der optimalen Konzentration (Steady-State) mehrere Proben genommen werden.
Spezifische Leistungsdaten
32,00
32,48
101,5
24,00
24,50
102,1
16,00
16,74
104,6
8,00
8,35
104,4
6,40
6,61
103,3
3.20
3,47
108,4
2,56
2,67
104,3
1,92
2,11
109,9
1,60
1,65
103,1
1,28
1,33
103,9
148
Intratestlauf
Prozentuale Wiederfindung = Mittlere wiedergefundene Konzentration x 100
Theoretische Konzentration
Prozentuale
Wiederfindung
0,986
Anzahl Proben
In dieser Studie wurde eine handelsübliche, Topiramat enthaltende Kontrolle auf
Humanserumbasis in drei Konzentrationen verwendet. Jede Kontrollenkonzentration wurde
im Doppelansatz 20 Tage lang zweimal täglich analysiert. Die Intervalle zwischen den an
einem Tag durchgeführten Analysen betrugen mindestens zwei Stunden. Es wurden die
Standardabweichung (SD) und der prozentuale Variationskoeffizient (VK) innerhalb eines
Testlaufs, zwischen den Tagen sowie insgesamt berechnet. Die Ergebnisse sind im Folgenden
zusammengestellt.
Genauigkeit
Mit einem Wiederfindungstest wurde die Genauigkeit analysiert. Hierfür wurde Topiramat-negativem
Humanserum der hochreine Arzneistoff Topiramat zugesetzt. Zunächst wurde eine SerumStammlösung von etwa 32,00 µg/ml Topiramat durch Hinzufügen von Topiramat zu Humanserum
gravimetrisch vorbereitet. Anschließend wurde die konzentrierte Stammlösung volumetrisch
Topiramat-negativem Humanserum zugesetzt. Dies entsprach Arzneistoffkonzentrationen im gesamten
Assaybereich. Jede Probe wurde im Dreifachansatz mit einem Laborautomaten für die klinische
Chemie analysiert. Die Ergebnisse wurden gemittelt und mit der Zielkonzentration verglichen und die
prozentuale Wiederfindung wurde berechnet. Die Ergebnisse sind im Folgenden zusammengestellt.
Mittlere wiedergefundene
Konzentration (µg/ml)
0,228
Korrelationskoeffizient (r2)
Die Präzision wurde gemäß NCCLS-Protokoll EP5-A2 bestimmt.7
Assaybereich
Der Assaybereich beträgt 1,5 µg/ml bis 32,0 µg/ml. Ergebnisse unterhalb dieses Bereichs sind
als <1,5 µg/ml zu dokumentieren.
Theoretische
Konzentration (µg/ml)
0,962
Präzision
Sensitivität
Nachweisgrenze
Die Nachweisgrenze des QMS Topiramat-Assays ist definiert als die niedrigste Konzentration,
für die eine akzeptable Inter-Assay-Präzision und -Wiederfindung festgestellt wird (oft gilt dies
für VK ≤±20 % mit ≤±15 % Wiederfindung). Die Nachweisgrenze lag bei 1,5 µg/ml.
Steigung
y-Achsenabschnitt
2
Gesamt
Mittelwert
(μg/ml)
SD
VK (%)
SD
VK (%)
SD
VK (%)
80
2,94
0,08
2,77
0,06
2,10
0,12
4,22
80
10,14
0,18
1,83
0,23
2,34
0,34
3,37
80
25,69
0,82
3,23
0,73
2,87
1,14
4,44
Probe
N
1
2
3
Akzeptanzkriterien: <10 % Gesamt-VK
Mittlere prozentuale Wiederfindung: 104,6
Zwischen den
Tagen
Störsubstanzen
Arzneimittelinterferenz
Es wurden Studien durchgeführt, in denen der QMS Topiramat-Assay verwendet wurde, um
zu untersuchen, ob die im Allgemeinen verabreichten Verbindungen Auswirkungen auf die
Wiederfindung der Topiramat-Konzentration haben. Eine hohe Konzentration jeder Verbindung
wurde in normales Humanserum mit bekannter Topiramat-Konzentration (etwa 5 µg/ml
und 20 µg/ml) dotiert und gemeinsam mit einer Topiramat-Serumkontrolle analysiert. Die
Verbindungen führten zu einem Fehler von ≤±10 % beim Topiramat-Nachweis. Die Ergebnisse
sind im Folgenden zusammengestellt:
Die Störsubstanzstudien wurden nach NCCLS-Protokoll EP7-A2 durchgeführt.8 Klinisch hohe
Konzentrationen der folgenden potenziellen Störsubstanzen wurden Serum mit bekannter
Topiramat-Konzentration (etwa 5 µg/ml und 20 µg/ml) zugesetzt. Jede Probe wurde mit dem
QMS Topiramat-Assay und gemeinsam mit einer Topiramat-Serumkontrolle analysiert.
Die Substanzen führten zu einem Fehler von ≤±10 % beim Topiramat-Nachweis. Die Ergebnisse
sind im Folgenden zusammengestellt:
Störsubstanz
Störsubstanzkonzentration
Albumin
12 g/dl
Bilirubin
70 mg/dl
Cholesterin
250 mg/ml
Gammaglobulin
12 g/dl
HAMA Typ 1*
Normale
Humankonzentration
Konzentration
der Verbindung
(µg/ml)
Acetaminophen
31
Lamotrigin
45
Acetazolamid
40
Levetiracetam
124
Alprazolam
2,0
Methysergid
5,2
Verbindung
Amitriptylin
1,0
Metoprolol
5,25
Acetylsalicylsäure
67
Nadolol
121
Atenolol
10,33
Naproxen
509
75
Normale
Humankonzentration
Hämoglobin
1.000 mg/dl
Koffein
60
Nimodipin
Heparin
185,5 USP/ml
Carbamazepin
30
Nortriptylin
1,0
Rheumafaktor
500 IU/ml
Chlortalidon
64
Phenelzin
14,38
Triglyceride
825 mg/dl
Clonazepam
0,18
Phenobarbital
40
Harnsäure
30 mg/dl
Clorazepat
2,0
Primidon
40
1,03
*HAMA = Humane Anti-Maus-Antikörper
Die Kreuzreaktivität wurde für die bekannten Metaboliten von Topiramat getestet. Außerdem
wurden weitere Medikamente getestet, die routinemäßig mit Topiramat verabreicht werden,
um festzustellen, ob diese Verbindungen die Quantifizierung von Topiramat-Konzentrationen
mit dem QMS Topiramat-Assay beeinflussen. Hohe Konzentrationen dieser Verbindungen
wurden in Serumpools mit niedrigen und hohen therapeutischen Topiramat-Konzentrationen
dotiert. Die Proben wurden analysiert und die Topiramat-Konzentrationen der Proben, die
Störsubstanzen enthielten, wurden mit dem Kontrollserum verglichen.
Metaboliten
Metaboliten von Topiramat sind bei Patienten, die eine Topiramat-Therapie erhalten, in
erster Linie im Urin nachweisbar.9,10 In Plasma oder Serum sind sie jedoch nicht in klinisch
signifikanter Konzentration zu finden. Die Serum- und Plasmaergebnisse des QMS TopiramatAssays werden vermutlich nicht von den Metaboliten des Arzneistoffs Topiramat beeinflusst.
Der folgende Metabolit wurde auf Kreuzreaktivität getestet.
Niedrige
9-Hydroxytopiramat
Konzentration
der Verbindung
(µg/ml)
HAMA Typ 2*
Spezifität
Metabolit
Verbindung
Hohe
Konzentration Konzentration Konzentration
des Metaboliten
Prozentuale
(µg/ml)
Kreuzreaktivität
Niedrige
Konzentration
Diazepam
5,1
Protriptylin
Dichlorphenamid
32
Salicylsäure
598
Ethosuximid
252
Sulfanilamid
1.500
Famotidin
0,97
Tolbutamid
642
Felbamat
243,33
Valproinsäure
100,67
Flurazepam
17,5
Verapamil
1,6
Furosemid
3,7
Vigabatrin
112
Gabapentin
93
Zonisamid
122
Hydrochlorothiazid
6,0
Kreuzreagierende Arzneistoffe
Die Kreuzreaktivität des Antikörpers auf Ibuprofen, Phenytoin und Tiagabin wurde in folgenden
Konzentrationen getestet. Eine hohe Konzentration jeder Verbindung wurde in normales
Humanserum mit bekannter Topiramat-Konzentration (etwa 5 µg/ml und 20 µg/ml) dotiert und
gemeinsam mit einer Topiramat-Serumkontrolle analysiert. Die Ergebnisse sind im Folgenden
zusammengestellt:
Hohe
Konzentration
Prozentuale
Interferenz
4,00
19,75
14,50
18,33
2,55
8,00
22,63
12,50
44,03
4,49
32,00
15,56
18,25
137,19
30,62
Verbindung
Konzentration
(µg/ml)
Niedrige
Konzentration
Hohe
Konzentration
Prozentuale
Kreuzreaktivität
Niedrige
Konzentration
Hohe
Konzentration
Prozentuale
Interferenz
Ibuprofen
500
0,09
0,19
11,38
4,39
Phenytoin
20
5,48
2,25
28,14
4,86
Tiagabin
250
0,49
–0,50
29,60
5,35
Die Ergebnisse des QMS Topiramat sind mit Vorsicht zu interpretieren, wenn Patienten eine der oben
genannten Verbindungen verabreicht wird.
3
Literatur
1. OrthoMcNeil Pharmaceutical, Inc. Topamax® monograph, Raritan, NJ Revision Date
August 2004.
2. Dasgupta A, Dean R, Saldana S. et.al. Absorption of therapeutic drugs by barrier
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PA. The National Committee for Clinical Laboratory Standards, 2003.
5. Krouwer, JS, Tholen DW, Garber, CC, et.al. Method Comparison and Bias Estimation
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Quantitative Measurement Methods; Approved Guideline-Second Edition (EP5-A2).
Wayne, PA: The National Committee for Clinical Laboratory Standards, 2004.
8. McEnroe RJ, Burritt MF, Powers DM, et.al. Interference Testing in Clinical Chemistry:
Approved Guideline-Second Edition (EP7-A2). Wayne, PA: The National Committee
for Clinical Laboratory Standards, 2005.
9. Britzi M, Sobak S, Isoherranen N. et.al. Analysis of Topiramate and its Metabolites in
Plasma and Urine of Healthy Subjects and Patients with Epilepsy by Use of a Novel
Liquid Chromatography-Mass Spectrometry Assay. Ther Drug Monit. 2003;(25):314-22.
10. Britzi M, Perucca E, Soback S. et.al. Pharmacokinetic and Metabolic Investigation
of Topiramate Dispostion in Healthy Subjects in the Absence and in the Presence of
Enzyme Induction by Carbamazepine. Epilepsis 2005;(46):378-84.
Microgenics Corporation
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