SONIC STATION 16
SONIC STATION 16
Rack Mixer
BEDIENUNGSANLEITUNG
WICHTIGE
SICHERHEITSANWEISUNGEN!
1.
Lesen Sie diese Sicherheitsanweisungen,
bevor Sie das Gerät benutzen.
2. Verwahren Sie diese Anweisungen an einem
sicheren Ort, um später immer wieder
darauf zurückgreifen zu können.
3. Folgen Sie allen Warnhinweisen, um einen
gesicherten Umgang mit dem Gerät zu
gewährleisten.
4. Folgen Sie allen Anweisungen, die in dieser
Bedienungsanleitung gemacht werden.
5. Betreiben Sie das Gerät nicht in der Nähe
von Wasser oder in Umgebungen mit starker
Kondenswasserbildung, z.B. im Badezimmer,
in der Nähe von Waschbecken,
Waschmaschinen, feuchten Kellern,
Swimming Pools usw.
6. Halten Sie das Gerät mit einem weichen,
trockenen Lappen sauber. Wischen Sie es
gelegentlich mit einem feuchten Tuch ab.
Benutzen Sie keine anderen Reinigungsoder Lösungsmittel, die die Lackierung oder
die
Plastikteile
angreifen
könnten.
Regelmäßige Pflege und Überprüfung
beschert Ihnen eine lange Lebensdauer und
höchste Zuverlässigkeit. Entkabeln sie das
Gerät vor der Reinigung.
7. Verdecken Sie nicht die Lüftungsschlitze.
Bauen Sie das Gerät so ein, wie der
Hersteller es vorschreibt. Das Gerät sollte so
aufgestellt werden, dass immer eine
ausreichende Luftzufuhr gewährleistet ist.
Zum Beispiel sollte das Gerät nicht im Bett,
auf einem Kissen oder anderen Oberflächen
betrieben werden, die die Lüftungsschlitze
verdecken könnten, oder in einer festen
Installation derart eingebaut werden, dass
die warme Luft nicht mehr ungehindert
abfließen kann.
8. Das Gerät sollte nicht in der Nähe von
Wärmequellen betrieben werden (z.B.
Heizkörper, Wärmespeicher, Öfen, starke
Lichtquellen, Leistungsverstärker etc.).
9. Achten Sie darauf, dass das Gerät immer
geerdet
und
das
Netzkabel
nicht
beschädigt ist. Entfernen Sie nicht mit
Gewalt den Erdleiter des Netzsteckers. Bei
einem Euro Stecker geschieht die Erdung
über die beiden Metallzungen an beiden
Seiten des Steckers. Die Erdung (der
Schutzleiter) ist, wie der Name schon sagt, zu
Ihrem Schutz da. Falls der mitgelieferte
Stecker nicht in die örtliche Netzdose passt,
lassen Sie den Stecker von einem Elektriker
(und nur von einem Elektriker!) gegen einen
passenden austauschen.
10. Netzkabel sollten so verlegt werden, dass
man nicht über sie stolpert, darauf
herumtrampelt, oder dass sie womöglich
von anderen spitzen oder schweren
Gegenständen
eingedrückt
werden.
Netzkabel dürfen nicht geknickt werden –
achten Sie besonders auf einwandfreie
Verlegung an der Stelle, wo das Kabel das
Gerät verlässt sowie nahe am Stecker.
11. Verwenden
Sie
nur
Originalzubehör
und/oder solches, das vom Hersteller
empfohlen wird.
12. Wird das verpackte Gerät mit
einer Sackkarre transportiert,
vermeiden Sie Verletzungen
durch versehentliches Überkippen.
13. Ziehen Sie den Netzstecker bei Gewitter
oder wenn es längere Zeit nicht gebraucht
wird.
14. Das Gerät sollte unbedingt von nur
geschultem Personal repariert werden,
wenn:
Das Netzkabel oder der Netzstecker
beschädigt wurde, Gegenstände oder
Flüssigkeiten in das Innere gelangt sind, das
Gerät Regen ausgesetzt war, das Gerät
offensichtlich nicht richtig funktioniert oder
plötzlich anders als gewohnt reagiert, das
Gerät hingefallen oder das Gehäuse
beschädigt ist.
Wartung:
Der
Anwender
darf
keine
weiteren
Wartungsarbeiten
an
dem
Gerät
vornehmen als in der Bedienungsanleitung
angegeben. Sonstige Wartungsarbeiten
dürfen nur von geschultem Personal
durchgeführt werden.
VORSICHT: UM DIE GEFAHR VON STROMSCHLÄGEN ZU
VERMEIDEN, ENTFERNEN SIE KEINE ÄUSSEREN TEILE.
DIESES GERÄT ENTHÄLT KEINE TEILE, ZU DENEN DER
ANWENDER ZUGANG HABEN MÜSSTE. LASSEN SIE ALLE
SERVICE
LEISTUNGEN
VON
AUSGEBILDETEM
FACHPERSONAL BEI EINEM AUTORISIERTEN PHONIC
HÄNDLER DURCHFÜHREN.
Dieses Dreieck mit dem Blitzsymbol auf
Ihrem Gerät macht Sie auf nicht isolierte
„gefährliche Spannungen“ im Inneren
des Gerätes aufmerksam, stark genug
um
einen
lebensbedrohlichen
Stromschlag abzugeben.
Dieses Dreieck mit dem Ausrufezeichen
auf Ihrem Gerät weist Sie auf wichtige
Bedienungs- und Pflegeanweisungen in
den Begleitpapieren hin.
WARNUNG: UM DIE GEFAHR VON FEUER ODER
ELEKTRISCHEM SCHOCK ZU VERMEIDEN, SETZEN SIE
DIESES GERÄT KEINER FEUCHTIGKEIT ODER REGEN AUS.
VORSICHT: EINE VON DER BEDIENUNGSANLEITUNG
ABWEICHENDE HANDHABUNG DES GERÄTS KANN
GEFÄHRLICHE STRAHLUNGEN FREISETZEN!
SONIC STATION 16
Rack Mixer
BEDIENUNGSANLEITUNG
INHALT
EINFÜHRUNG
MERKMALE
VOR DER INBETRIEBNAHME
ERSTE SCHRITTE
TYPISCHE KABELVERBINDUNGEN
SYMMETRISCH UND UNSYMMETRISCH
DREHEN DES ANSCHLUSSFELDS
ANBRINGEN DER 19“ RACKSCHIENEN
BESCHREIBUNG DES ANSCHLUSSFELDS
RÜCKSEITE
BEDIENFELD
SCHALTER UND REGLER
RÜCKSEITE
EINGANGSKANÄLE
DIGITALE EFFEKT SEKTION (DSP)
SUMMEN SEKTION
ANWENDUNGS- UND VERKABELUNGSBEISPIELE
DIGITALE EFFEKTPROGRAMME
TECHNISCHE DATEN
ABMESSUNGEN
BLOCKSCHALTBILD
GLOSSAR
NACHSCHLAGEWERKE
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
3
EINFÜHRUNG
Vielen Dank, dass Sie sich für einen
hochwertigen Phonic Mixer entschieden
haben.
Sonic Station 16 – entwickelt von
denselben hochkarätigen Ingenieuren, die
schon in der Vergangenheit etliche
Mischpulte entworfen haben, die sich
durch Professionalität und Praktikabilität
auszeichneten – baut auf der Tradition
hervorragender Mischpulte aus dem
Hause Phonic auf. Natürlich wurden
wieder jede Menge Verbesserungen
vorgenommen und zusätzliche Features
eingebaut, nicht zuletzt durch die vielen
Anregungen von Anwendern weltweit.
Sonic Station 16 wurde für all diejenigen
Anwender
entworfen,
die
einen
übersichtlichen
Mixer
für
mittlere
Beschallungen
(FOH
und
Monitor),
Recording, Festinstallationen und Video
Vertonung benötigen. Sie erhalten ein
Mischpult
mit
extrem
niedrigem
Eigenrauschen, weitem Dynamikbereich
und einem fantastischem, offenen und
lebendigem
Klang.
Gerade
die
Vielseitigkeit
von
Sonic
Station
16
prädestiniert das Mischpult für weite
Anwendungsgebiete. Phonic Mixer finden
sich in professionellen Tonstudios, beim
Rundfunk,
Fernsehen
und
anderen
Produktionsorten
sowie
in
semiprofessionellen Umgebungen. Auch
Sonic Station 16 wird sicherlich in kürzester
Zeit
zum
neuen
Industriestandard
avancieren.
Wir wissen, dass Sie nichts lieber wollen als
den Mixer auspacken, anschließen und
loslegen – damit Sie die Möglichkeiten des
Mixers jedoch möglichst erschöpfend
nutzen können, studieren Sie bitte vorher
sorgfältig
diese
Bedienungsanleitung,
insbesondere die Sicherheitsanweisungen.
Bewahren Sie die Anleitung gut auf, wenn
Sie später noch mal etwas nachschlagen
wollen. Machen Sie sich in Ruhe mit den
verschiedenen Funktionen und neuen
Möglichkeiten dieses Mixers vertraut, auch
wenn Sie der Ansicht sind, dass Sie ein
erfahrener Tontechniker sind und das
Lesen von Bedienungsanleitungen nicht zu
Ihren Aufgaben gehört.... In diesem Fall
werfen Sie bitte zumindest einen Blick auf
die Passage „VOR DER INBETIREBNAHME“.
MERKMALE
äußerst
rauscharme,
klanglich
exzellente Vorverstärker
16 Mic / Line Mono Kanäle mit
Inserts und Phantomspeisung
4 echte Subgruppen mit L / R
Routing
und
Doppelbus
Ausgängen
8
Direkt
Ausgänge
für
Mehrspuraufnahmen und andere
Zwecke
musikalische 3-Band Klangregelung
mit parametrischen Mitten in den
Monokanälen
18
dB/
Oktave
@
75
Hz
Hochpassfilter in jedem Monokanal
6 Ausspielwege mit 4 dezidierten
Reglern, AUX 1 & 2 mit Pre / Post
Schaltern
PAD in 4 Monokanälen für
besonders starke Signale
neuer, Phonic eigener 24-bit
Effektprozessor mit 48 kHz Sampling
Rate
16 Effektprogramme mit je einem
veränderbaren Parameter
Tap Tempo Delay Funktion
Fußschalter Anschluss für Effekt An /
Aus und Tap Tempo
4 Stereo Aux Returns, 3 mit Effect-to
Monitor Funktion
Ausgänge für Kontrollmonitore und
Kopfhörer mit Quellsignal Matrix
Individuelle Lautstärkeregler für
Kopfhörer/Kontrollmonitore
und
Solo
regelbarer Mono Ausgang mit
variabler
Trennfrequenz
für
Subwoofer Betrieb
getrennt
regelbare
Recording
Ausgänge als Cinch und Mini
Stereo Klinke für Soundkarten, MD,
MP3
+48V Phantomspeisung
Internes Schaltnetzteil, universell
einsetzbar von 100 bis 240 VAC, 50
/ 60 Hz
90° drehbares Anschlussfeld für
platzsparenden Einbau in ein Rack
19“ Rackwinkel im Lieferumfang
enthalten
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
4
VOR DER INBETRIEBNAHME
1.
2.
3.
4.
5.
6.
Überprüfen Sie die Netzspannung,
bevor
Sie
den
Netzstecker
anschließen.
Wählen
Sie
die
Stromversorgung für die Audioanlage
mit Sorgfalt, vermeiden Sie vor allem
die gemeinsame Nutzung von
Steckdosen mit der Lichtanlage.
Verlegen Sie die Audiokabel getrennt
von
Lichtund
Stromkabeln,
benutzen Sie, wenn immer möglich,
symmetrische Verbindungen. Falls
notwendig, kreuzen Sie Ton- und
Lichtkabel in einem Winkel von 90°
zueinander,
um
Interferenzen
möglichst
gering
zu
halten.
Unsymmetrische Kabel sollten so kurz
wie möglich sein.
Überprüfen Sie Ihre Kabel regelmäßig
und beschriften Sie beide Enden, um
sie leicht auseinander halten zu
können.
Machen
Sie
zuerst
sämtliche
Kabelverbindungen, bevor Sie die
Geräte der Audioanlage anschalten.
Vor dem Anschalten des Geräts
sollten
alle
Ausgangsregler
vollkommen herunter gedreht und
die Kanäle ausgeschaltet sein, um
die Zerstörung von angeschlossenen
Geräten
oder
übermäßige
Nebengeräusche
zu
vermeiden,
hervorgerufen
durch
schlechte
Pegelanpassung,
falsche
Verkabelung,
defekte
Kabel,
schadhafte Steckverbindungen, oder
weil schon unbeabsichtigt Pegel am
Mischpult anliegen.
Immer zuerst das Mischpult, dann erst
den Verstärker einschalten; beim
Ausschalten umgekehrt: Zuerst den
Verstärker, dann das Mischpult
ausschalten.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
5
ERSTE SCHRITTE
Die
im
folgenden
beschriebene
Vorgehensweise ist äußerst wichtig. Auch
wenn
Sie
sonst
nicht
gerne
Bedienungsanleitungen lesen, sollten Sie
den folgenden Abschnitt unbedingt lesen.
Schalten Sie das Gerät erst ein, nachdem
Sie alle nötigen Kabelverbindungen
hergestellt haben. Sie können nun mit der
Einstellung der einzelnen Kanäle beginnen.
Das
allerwichtigste
ist
die
richtige
Einstellung der Pegel in den einzelnen
Kanälen. Jedes einzelne Detail hat Einfluss
auf
das
Endergebnis,
in
Live
Beschallungssituationen z.B. auf das
Rückkopplungsverhalten.
Die Hauptfaktoren sind im Grunde
genommen
die
einzelnen
Eingangsverstärkungsregler (GAIN # 22),
die Kanalfader bzw. Lautstärkeregler (# 35)
und die diversen Summenregler (AUX
MASTER und Summe L / R. Die
Eingangsverstärkung
für
ein
angeschlossenes
Mikrofon
sollte
nur
gerade so hoch eingestellt werden wie
nötig, um eine Ausgewogenheit der
einzelnen Signale zu erhalten. Wenn die
Eingangsverstärkung zu niedrig ist, werden
Sie am Kanalfader und an den Aux Wegen
nicht
genügend
Lautstärkereserven
haben, um nachfolgende Geräte richtig
ansteuern
zu
können.
Ist
die
Vorverstärkung zu hoch, muss zum
Ausgleich der Kanalfader entsprechend
heruntergezogen werden, jedoch bleibt
beim Live Betrieb immer noch die erhöhte
Tendenz zur Rückkopplung, da schon
kleine Fader Bewegungen relativ große
Auswirkungen auf den Ausgangspegel
haben. Außerdem arbeiten Sie so zu nahe
an der Übersteuerungsgrenze. Hinzu
kommt, dass der geringere Fader Weg
nachteilige
Auswirkungen
bei
der
Mischung hat.
Bitte
folgen
Sie
den
Einstellungsvorschlägen wie nachfolgend
beschrieben. Bitte drehen Sie nicht erst mal
alle Regler auf, bis die Kanäle clippen und
rückkoppeln, um dann alles wieder
zurückzudrehen.
RICHTIGES EINPEGELN
BITTE FÜHREN SIE NACHFOLGENDE SCHRITTE
BEI JEDEM KANAL DURCH
Bringen Sie alle Kanalfader und Gain
Regler in Minimalposition.
Phantomgespeiste Mikrofone und
aktive DI-Boxen müssen erst verkabelt
sein, bevor die Phantomspeisung
eingeschaltet wird.
Stellen Sie die Lautstärkeregler der
angeschlossenen Endstufe auf ca.
70%.
Wenn Sie das, was sie später tun,
vorhören wollen, stecken Sie einen
Kopfhörer in die dafür vorgesehene
Buchse oder verkabeln Sie Ihre
Monitoranlage mit den Control Room
Ausgängen.
Drehen Sie den CTRL RM / Kopfhörer
Pegel ca. 50% auf.
Stellen Sie den Schalter PRE/POST in
der CTRL RM Sektion auf „PRE“.
Betätigen Sie den SOLO Schalter –
die entsprechende Kontroll LED
leuchtet auf.
Stellen Sie alle Klangregler auf linear,
d.h. 12 Uhr Position.
Bringen Sie alle PAN und BALANCE
Regler in die Mittelposition.
Legen Sie einen realistischen LivePegel am Kanal an und überwachen
Sie den Pegel auf der LED-Anzeige.
Drehen Sie den Gain Regler so weit
auf, bis sich der durchschnittliche
Pegelausschlag
vornehmlich
im
gelben
Bereich
abspielt.
Gelegentlich dürfen die ersten
beiden roten LED bei Spitzenpegeln
aufleuchten.
Auf diese Weise haben Sie genügend
Spielraum (Headroom) für kurzzeitige
Spitzenpegel und arbeiten immer im
optimalen
Bereich
für
durchschnittliche Pegel.
Bei
Mikrofonen
hängt
die
Vorverstärkung
vom
Typ
des
Mikrofons ab. Kondensatormikrofone
haben in der Regel einen wesentlich
höheren
Ausgangspegel
als
dynamische Mikrofone. Bitten Sie den
Künstler/Sprecher, einen möglichst
realistischen Pegel zu produzieren,
d.h.
so
laut
zu
singen/sprechen/spielen, wie es bei
der Vorstellung der Fall sein wird.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
6
Wenn bei diesem sog. Sound Check
nicht mit normalem Pegel gearbeitet
wird, laufen sie Gefahr, bei der
Vorstellung in den Clipping Bereich
des Mixers zu kommen und/oder
Rückkopplungen zu produzieren, weil
Sie die Vorverstärkung beim Sound
Check zu hoch einstellen mussten.
Nun können Sie den Kanal mit ON
einschalten, auf die Subgruppe(n)
und/oder die Summe L/R routen, und
den Kanalfader – vorsichtig – nach
oben bis 0 dB schieben.
Verfahren Sie bei allen Kanälen nach
dem beschriebenen Prinzip. Kommen
mehr und mehr Kanäle ins Spiel, wird
sich der Gesamtpegel erhöhen und
die Pegelanzeige womöglich in den
roten
Bereich
gelangen.
Den
Gesamtlautstärkepegel können Sie
notfalls mit dem Summenfader
kontrollieren.
Falsche
Aufstellung
von
PA
Lautsprechern, vor allem aber der
Monitor Boxen, führt zu erhöhter
Rückkopplungsgefahr. Achten Sie
darauf, dass die Mikrofone nicht in
Richtung der Lautsprecher zeigen.
Sollten Rückkopplungen entstehen
(der Ton „schaukelt sich auf“), auf
keinen Fall das Mikrofon mit der Hand
zu halten, das erhöht nur die
Rückkopplung! Eine wirkungsvolle
Linearisierung des Frequenzgangs
und damit eine Verringerung der
Rückkopplungsgefahr kann mithilfe
eines
Equalizers
oder
eines
automatischen
Feedback
Unterdrückers (z.B. PHONIC I7100)
erreicht werden.
Es gilt die Regel: Was man sieht, hört
man auch. Daher sollten die
Lautsprecherboxen, die in den Saal
strahlen, nicht durch Stoff, Menschen
oder irgendetwas anderes verdeckt
werden. Bringen Sie die Boxen
deshalb so hoch an, dass Sie über
die ersten Zuhörerreihen hinweg
strahlen. Auf diese Weise werden
auch die hinteren Reihen mit Schall
versorgt, und die vorderen Reihen
werden nicht durch übermäßige
Lautstärke gestört.
Achten Sie beim Verlegen der
Lautsprecherkabel darauf, dass sich
keine Stolperfallen bilden. Wenn Sie
Stative verwenden, wickeln Sie die
Kabel einige Male um die Stative –
das sieht besser aus und reduziert die
Stolpergefahr.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
7
TYPISCHE KABELVERBINDUNGEN
Die folgende Abbildung mit typischen
Kabelverbindungen ist in sieben Abschnitte
unterteilt:
SYMMETRISCH, UNSYMMETRISCH, INSERT
KABEL,
SYMMETRISCHES
Y-KABEL,
KOPFHÖRER VERTEILER, UNSYMMETRISCHES
Y-KABEL, SPEAKON LAUTSPRECHERKABEL. In
jedem Abschnitt finden sich verschiedene
Verdrahtungsvorschläge
für
unterschiedliche Anwendungen.
Im SONIC STATION 16 sind alle Anschlüsse
symmetrisch mit Ausnahme der folgenden:
Direktausgänge, 2T REC IN & OUT, PHONES,
CONTROL ROOM, DSP EFFECT OUT.
Wenn ein elektronisch symmetrierter
Ausgang mit einem externen Gerät
verbunden
wird,
das
einen
unsymmetrischen Eingang hat, verwenden
Sie am besten einen 3-poligen Anschluss
für die Quelle = Ausgangsseite (entweder
XLR oder 6,3 mm dreipolige Klinke) und
eine 2-polige Mono Klinke für die Last =
Eingangsseite, wobei ausgangsseitig die
Verbindung am Ring des Klinkensteckers
getrennt
werden
sollte.
Diese
Vorgehensweise garantiert die besten
Audioergebnisse
bei
elektronisch
symmetrierten Ausgängen.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
8
SYMMETRISCH
UNSYMMETRISCH
UND
Die
meisten
Störungen
bei
Audioinstallationen werden durch falsche
und
beschädigte
Steckverbindungen
hervorgerufen. Um eine ordnungsgemäße
Verkabelung Ihrer Anlage zu gewährleisten
sollten Sie die folgenden Abschnitte
aufmerksam durchlesen, es sei denn Sie
sind schon mit den Begriffen symmetrisch
und unsymmetrisch vertraut.
WAS
BEDEUTET
KABELFÜHRUNG?
Eingangssektion wird also die Phase des
einen Störsignals wiederum um 180°
gegenüber dem anderen gedreht und
aufaddiert – und somit löschen sich diese
beiden Signale gegenseitig aus. Fazit: Das
Nutzsignal
wird
übertragen,
Störeinstreuungen ausgelöscht.
DER UNTERSCHIED
VERFAHRENSWEISEN
ZWISCHEN
BEIDEN
UNSYMMETRISCHE
Diese Art der Verkabelung findet sich in
der Regel bei den meisten Geräten der
Unterhaltungselektronik
und
Videosystemen. Es gibt einen Leiter der das
Signal trägt, der andere ist für die
Erdung/Masse bestimmt. Im Normalfall, bei
Signalen mit geringerem Pegel, schirmt der
Masseleiter das signalführende Kabel ab.
WAS
BEDEUTET
KABELFÜHRUNG?
SYMMETRISCHE
Bei einem symmetrierten Aufbau wird das
Signal über 2 Leiter und einen zusätzlichen
masseführenden Schutzleiter gesendet. Die
beiden signalführenden Leiter übertragen
prinzipiell ein identisches Signal, jedoch ist
das eine gegenüber dem anderen um
180°
gedreht.
Der
Symmetrier
Aufholverstärker in der Eingangssektion
dreht die Phase des einen Signals und
addiert dieses zu dem anderen hinzu.
Störeinstreuungen, die auf dem Kabelweg
in das System eingedrungen sind, “reiten”
sozusagen auf beiden Signalwegen und
sind
deshalb
gleichphasig.
In
der
Da eine symmetrische Kabelführung
gegen
äußere
Störeinstreuungen
unempfindlich ist, muss der Masseleiter
keinen elektrischen Strom führen, was
bedeutet, dass die beiden miteinander
verbundenen
Geräte
das
gleiche
Massepotential haben, was wiederum
Grundbedingung für ein störungsfreies
System ist.
Schauen
wir
uns
noch
mal
das
unsymmetrische System an. Dort fließt der
Strom des Signals vom Signalleiter zum
Masseleiter, also von plus nach minus. Das
Massepotential der beiden verbundenen
Geräte ist aber nicht identisch. Das
bedeutet dass dieses System viel eher von
äußeren Störeinstreuungen beeinflusst wird.
Symmetrische
Systeme
können
im
Gegensatz zu unsymmetrischen durchaus
über lange Kabelstrecken verlust- und
störungsfrei arbeiten. Das Ergebnis ist ein
niedriger Nebengeräuschpegel bei dem
symmetrischen System.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
9
Weil ein symmetrisches System 2 Leiter für
das Signal und einen Leiter für die
Masse/Abschirmung
braucht,
werden
mindestens drei Leiter benötigt. Also ist
hierbei
die
abschirmende
Masse
vollkommen vom Signal getrennt.
Lesen Sie bitte den folgenden Abschnitt
sorgfältig, wenn Sie Anlagen verkabeln,
egal ob symmetrisch und unsymmetrisch.
DIE
KORREKTE
KABELFÜHRUNG
SYMMETRISCHEN VERBINDUNGEN
BEI
Masseverbindung innerhalb des Systems
sein. Falls Sie den Fehler nicht lokalisieren
können, verbinden Sie versuchshalber den
Massepin des Eingangssteckers mit der
Erde. Wird das Brummen leiser oder
verschwindet es, prüfen Sie die netzseitige
Masseverbindung
Ihrer
Audioanlage.
Besondere Aufmerksamkeit ist geboten,
wenn die Anlagekomponenten und Racks
mit einer gewissen Entfernung zueinander
aufgestellt sind, und/oder wenn Sie eine
größere Anzahl von Leistungsendstufen
verwenden.
Lassen Sie die Erdung zwischen den Racks
und dem Stromverteiler von einem
Elektriker überprüfen. Stellen Sie sicher,
dass eine, und zwar nur eine, Netzerdung
für das komplette Audio- bzw. Videosystem
existiert
(sog.
sternförmige
Stromversorgung).
Verwenden Sie für die Verbindung des
Audiosignals
Stecker
mit
drei
Anschlussstiften. Stellen Sie sicher, dass das
System ordnungsgemäß geerdet ist.
Verwenden
Sie
niemals
einen
masseisolierenden Stecker, ohne das
System zusätzlich separat zu erden. Dies ist
eine Grundbedingung für eine einwandfrei
Audioverbindung.
Die Masseverbindung (Pin 1 bei einem XLR
Stecker) muss beim Quellgerät immer
gegeben
sein.
Sollten
sie
die
Masseverbindung trennen wollen, tun Sie
dies beim Zielgerät, indem Sie die
Masseverbindung am dortigen Pin 1
unterbrechen. Diese Art der Verbindung
vermeidet eine Erdschleife zwischen der
Signal- und der Gehäusemasse. Erden Sie
das System immer nur über den
Netzstecker, da diese Form der Erdung
einen geringeren Widerstand hat und
dadurch
generell
die
bessere,
umfassendere Erdung bietet.
Eine mögliche Ursache für auftretendes
Brummen
kann
eine
schlechte
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
10
DREHEN DES ANSCHLUSSFELDS
Lösen
Sie
mit
einem
Kreuzschlitz
Schraubendreher
die
2
Befestigungsschrauben an beiden Seiten.
Drehen Sie das Anschlussfeld in die 90°
abgewinkelte Position, wie auf der
Abbildung zu sehen ist. Bringen Sie die
Befestigungsschrauben
in
den
vorgesehenen Öffnungen an, um eine
Bewegung
des
Anschlussfeldes
zu
vermeiden.
VERFAHREN
SIE
IN
UMGEKEHRTER
REIHENFOLGE,
WENN
SIE
DAS
ANSCHLUSSFELD WIEDER ZURÜCKKLAPPEN
WOLLEN.
Setzen Sie die lange, L - förmige Schiene
(im Lieferumfang enthalten) auf der
unteren Innenseite des Mischpults an, wie
in der Abbildung gezeigt. Zum Befestigen
verwenden Sie bitte die 8 mitgelieferten
Schrauben (in der Tüte, in der auch diese
Anleitung verpackt war). Dadurch wird das
Mixerchassis verschlossen, innen liegende
Kabel und Bauteile sind geschützt und vor
äußeren Einwirkungen geschützt.
Wenn das Anschlussfeld im rechten Winkel
zum Bedienfeld angebracht ist, kann Sonic
Station als Tischmischpult verwendet
werden, die Bedienfläche ist leicht
geneigt, so dass die Regler und Schalter
besser erreicht werden können.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
11
ANBRINGEN
RACKSCHIENEN
DER
19“
Schrauben zu verwenden, um maximale
Stabilität zu gewährleisten.
Sie haben zwei Möglichkeiten, Sonic
Station 16 in ein 19“ Rack zu integrieren, je
nachdem, ob Sie ein Winkelrack haben
und Sie das Pult oben befestigen wollen,
oder ob Sie das Anschlussfeld nach hinten
klappen und das Pult hochkant in das
Rack schrauben. Das hängt ganz von Ihren
Präferenzen ab.
1. Lösen Sie die drei Schrauben auf beiden
Seiten
des
Mischpults
mit
einem
Kreuzschlitz Schraubendreher, wie in der
Abbildung gezeigt.
2.
Bringen
Sie
die
mitgelieferten
Rackschienen auf beiden Seiten des Pultes
mit den zuvor gelösten Schrauben an – es
gibt eine ausgewiesene linke und rechte
Schiene.
3. Befestigen Sie Ihren Rackmixer in Ihrem
Audio Rack. Wir empfehlen, pro Seite drei
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
12
BESCHREIBUNG
ANSCHLUSSFELDS
DES
Rückseite
Störgeräusche in den angeschlossenen
Lautsprechern zu vermeiden, sollten Sie
Kondensatormikrofone nicht einstecken,
solange
die
Phantomspeisung
eingeschaltet ist.
Also: Erst Mikrofon oder DI Box einstecken,
dann Phantomspeisung einschalten....
(siehe auch # 20).
Anmerkung: Wenn Sie unsymmetrische Mikrofone
oder Line Signale an den XLR Eingang angeschlossen
haben, dürfen Sie die Phantomspeisung nicht
verwenden!
2. LINE
An diese dreipolige 6,3 mm Klinkenbuchse
werden
Geräte
mit
Linienpegel
angeschlossen, also mit Ausnahme von
Mikrofonen,
Geräte
wie
Keyboards,
elektronische Drums, CD Spieler usw.
Es
können
symmetrische
oder
unsymmetrische
Signale
verarbeitet
werden. Wenn Sie einen unsymmetrischen
6,3
mm
Klinkenstecker
verwenden,
wandelt der Line Eingang das Signal, das
am Ring anliegt, automatisch in Masse um.
Der Ring muss mit Masse verbunden sein,
wenn das Signal unsymmetrisch ist.
1. XLR BAL / UNBAL MIC EINGÄNGE
Die symmetrischen Mikrofoneingänge sind
als weibliche XLR Buchsen ausgelegt. Hier
können Mikrofone oder DI Boxen mit
Mikrofonpegel angeschlossen werden. Wir
empfehlen
die
Verwendung
von
professionellen
Mikrofonen
mit
symmetrischen Ausgängen, egal ob
dynamisch,
Kondensatoroder
Bändchenmikrofon. Benutzen Sie bitte nur
hochwertige, niederohmige Kabel und
achten
Sie
auf
die
richtige
Steckerbelegung.
Wenn Sie ein Kondensatormikrofon oder
eine aktive DI Box benutzen, benötigen Sie
+48V Phantomspeisung. Wenn Sie die
Phantomspeisung einschalten, sollten alle
Lautstärke Regler (Eingangskanäle, Master)
runter gedreht sein. Um übermäßige
3. INS = INSERT
Für jeden der Monokanäle gibt es je einen
unsymmetrischen Einschleifpunkt, der den
Signalweg im Kanaleingang unterbricht.
Dort wird das vorverstärkte Eingangssignal
aus dem Mixer herausgeführt, nach
Belieben in einem externen Gerät
bearbeitet, und wieder dem Mixer an
gleicher
Stelle
zugeführt.
Der
Einschleifpunkt ist eine normalisierte,
dreipolige 6,3 mm Klinkenbuchse, d.h. das
Signal bleibt unberührt, solange diese
Buchse nicht belegt ist. Wird hier eine
Klinke eingesteckt, wird das Signal
zwischen dem Hochpassfilter und der
Klangregelung unterbrochen. Das Signal,
das aus dem Mixer herausgeführt wird,
liegt an der Spitze des Steckers an, das
zurückgeführte Signal liegt am Ring des
Steckers an.
Der Einschleifpunkt dient dem Anschluss
von Kompressoren, Noise Gates, Limitern
(z.B. PHONIC PCL3200, A6500, T8200),
Effektgeräten (z.B. PHONIC DFX256, I7300)
und anderen Klangprozessoren, um die
Tonqualität des Signals zu bearbeiten (z.B.
grafische Equalizer wie PHONIC A6600
etc.).
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
13
dann für die Frontbeschallung, und können
dort etwa einen Kompressor einschleifen
(der
im
Monitorweg
zu
Rückkopplungsproblemen führen könnte).
5. AUX RETURNS
Tipp: Wenn Sie ein externes Gerät über
den Insert verkabeln, und Sie haben dann
kein Signal mehr im Kanal, sind schlicht
Eingang und Ausgang vertauscht. Das hat
nichts mit „falsch“ oder „verkehrt“ zu tun,
sondern einfach mit der Tatsache, dass bei
manchen Herstellern der Send auf der
Spitze des dreipoligen Steckers liegt, bei
anderen auf dem Ring. Einfach Eingang
und Ausgang tauschen, und das Signal ist
wieder da (beschriften Sie am besten Ihre
Kabel eindeutig).
Zur Belegung von Insert Kabeln siehe auch
„TYPISCHE KABELVERBINDUNGEN“.
4. DIRECT OUTS
Die Monokanäle 1 – 8 verfügen je über
einen Direktausgang. Das unsymmetrische
Signal
wird
hinter
dem
Fader
abgenommen, d.h. inklusive Hochpassfilter
und Klangregelung. In der Regel werden
hier
die
Eingänge
einer
Mehrspuraufnahme
Maschine
angeschlossen. Sie können aber auch für
jeden anderen Zweck verwendet werden,
z.B. ein Triggersignal für die Lichtanlage (oft
nimmt man das Bass Drum oder Snare
Drum Signal).
Praxistipp: Wenn Sie genügend Kanäle frei
haben, und Sie möchten beispielsweise die
Gesangskanäle für den Monitor anders
einstellen als für die Frontbeschallung
(etwa ohne Kompressor), können Sie das
Gesangsmikrofon im ersten Kanal für die
Speisung der Monitorwege verwenden
(pre Fader). Sie schieben dennoch den
Kanal Fader auf 0 dB, machen aber kein
Routing. Den Direktausgang dieses Kanals
verbinden Sie mit einem Line Eingang eines
anderen Kanals. Diesen verwenden Sie
An diese symmetrischen Klinkenbuchsen
werden in der Regel die Rückführungen
(daher „Returns“), also das linke und
rechte Ausgangssignal eines externen
Effektprozessors angeschlossen. Sie können
jedoch selbstverständlich einfach als
zusätzliche Eingänge mit Lautstärkeregler
verwendet werden, wenn Ihnen die Anzahl
der Stereokanäle nicht ausreicht.
Ist das Eingangssignal mono, sollte nur der
linke Eingang „L (MONO)“ benutzt werden.
Das Signal wird dann automatisch auch
auf den rechten Kanal gelegt. Umgekehrt
funktioniert dies nicht, d.h. wenn Sie nur
den
rechten
Eingang
verwenden,
erscheint das Signal auch nur in der
rechten Summe.
Diese „Automatik“ funktioniert jedoch
nicht bei AUX RTN 3 (das hat etwas mit
dem internen Effektprozessor zu tun)!
Anmerkung: AUX Return 3 ist normalerweise die
Rückführung des internen Effektprozessors. Sind
jedoch die Buchsen AUX Return 3 durch ein externes
Gerät belegt, wird automatisch die interne
Verbindung des eingebauten Effektprozessors zu
diesen Eingängen unterbrochen, das externe Gerät
hat dann also Vorrang.
Man hat jedoch immer noch die Möglichkeit, das
Effektsignal an den Ausgängen DSP EFFECT OUTPUT
(# 9) abzugreifen.
6. AUX SENDS
Dies sind die Ausgänge der Ausspielwege,
also die Summe der jeweiligen AUX SEND
Regler pro Kanal. An jede dieser
symmetrischen 6,3 mm Klinkenbuchsen
kann der Eingang eines externen Geräts
angeschlossen werden.
Ausspielwege dienen dazu, externe
Geräte in die Gesamtmischung zu
integrieren
oder,
zusätzlich
zur
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
14
Gesamtmischung, eine weitere Mischung
zu erstellen.
Beim SONIC STATION 16 gibt es sechs
Ausspielwege, vier davon unmittelbar
regelbar.
Sie
sind
unterschiedlich
beschaltet, was sich zusätzlich noch durch
individuelle Schalter in den Kanälen
ändern lässt (siehe # 27).
Handelt es sich um ein pre Fader Signal,
wird
meist
ein
Bühnenmonitor
angeschlossen. Ist es ein post Fader Signal,
werden
meist
externe
Effektgeräte
angeschlossen.
AUX 1 und 2: Die beiden Ausspielwege
können per Schalter pre oder post Fader
geschaltet werden.
AUX 3 und 4: Immer post Fader geschaltet.
AUX 3 ist gleichzeitig der Eingang für das
interne Effektgerät.
Aufnahmemediums, Lautsprecheranlagen
für eine weitere Beschallungszone, externe
Effektgeräte,
Bühnenmonitore,
usw.
angeschlossen werden.
Bei Recording Anwendungen können Sie
über die Subgruppen bis zu vier Spuren auf
einmal aufnehmen – welche Spur, hängt
davon ab, welche Sie gerade „scharf“
gemacht haben (natürlich können Sie auf
noch mehr Spuren mit Ihrem SONIC
STATION 16 aufnehmen, Sie haben ja
schließlich noch die Direktausgänge 1 – 8
und 6 Aux Wege!).
Anmerkung:
Wenn
das
Nachfolgegerät
unsymmetrisch
ist,
und
Sie
demnach
eine
unsymmetrische Kabelführung machen müssen,
sollten Sie dennoch einen dreipoligen Klinkenstecker
verwenden, bei dem Sie den Ring nicht belegen, um
Schäden an dem Mixer zu vermeiden.
8. CTRL RM L / R
AUX 5 und 6: Die Ausgänge AUX 5 und 6
(immer post Fader) werden mit den
Reglern AUX 3 und 4 im Kanal angesteuert,
sofern der entsprechende SHIFT Schalter im
Kanal (# 28) gedrückt ist.
Werden Effektgeräte angesteuert, dienen
die Stereo AUX Returns (# 5 / # 42) zum
Anschluss der Effekt-Rückführungen (der
Ausgänge des Effektgeräts). Sie können
aber ebenso gut zwei Monokanäle
verwenden,
wenn
Sie
die
vollen
Funktionen
eines
Kanalzuges
(z.B.
Klangregelung) für die Rückführungen
brauchen. In diesem Fall stellen Sie den
Panoramaregler
(# 29)
des
linken
Eingangskanals ganz nach links, den des
rechten Eingangskanals ganz nach rechts,
um eine stereophone Abbildung in der
Summe zu erhalten.
Anmerkung: Wenn das Nachfolgegerät des AUX
Ausgangs unsymmetrisch ist, und Sie demnach eine
unsymmetrische Kabelführung machen, sollten Sie
dennoch
einen
dreipoligen
Klinkenstecker
verwenden, bei dem Sie den Ring nicht belegen, um
Schäden an dem Mixer zu vermeiden.
7. GROUP OUTS
Diese
dreipoligen
Klinkenbuchsen
enthalten die Signale aus den vier
Subgruppen 1, 2, 3 und 4, in der Lautstärke
abhängig von der Stellung der jeweiligen
Subgruppen Fader (# 54). Hier können die
Eingänge
eines
Mehrspur
Es
gibt
zwei
unsymmetrische
Klinkenbuchsen (linker und rechter Kanal)
für den Anschluss von Kontrollmonitoren
oder anderen Lautsprechersystemen. Hier
kann das Summensignal (bzw. das REC
OUT Signal), das 2T Return Signal oder ein
SOLO Signal abgehört werden. Die
Lautstärke wird mit dem Regler CONTROL
ROOM / PHONES eingestellt (Näheres siehe
# 50).
Das CONTROL ROOM Signal ist übrigens
identisch
mit
dem
Signal
im
Kopfhörerausgang
PHONES
auf
der
Vorderseite des Geräts oberhalb des MAIN
Faders.)
9. DSP EFFECT OUTPUT
Diese
beiden
unsymmetrischen
Klinkenbuchsen
sind
die
direkten
Ausgänge
des
internen
digitalen
Effektprozessors. Der Ausgangspegel wird
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
15
nicht vom Lautstärkeregler AUX 3 Return /
EFX (# 44) beeinflusst.
So ist es nun möglich, das Effektsignal zu
einem externen Gerät zu leiten, oder
wieder in ein oder zwei Eingänge des
Mischpults zurückzuführen. Dort hat man
die
ganzen
Möglichkeiten
eines
Kanalzuges zur Verfügung, d.h. man kann
das Effektsignal auf die verschiedenen AUX
Wege senden – aber Vorsicht! – dort nicht
den AUX Send 3 aufdrehen, sonst kommt
es zu einer Rückkopplungsschleife, oder
das Signal wird auf die Subgruppen und
oder Summe geleitet, je nach Belieben.
Allein, den Effekt auf Fadern zu haben, ist
schon komfortabel.
10. FOOT SW
Diese beiden Klinkenbuchsen sind für den
Anschluss von Fußschaltern vorgesehen,
mit deren Hilfe bestimmte Eigenschaften
des eingebauten digitalen Effektgerätes
gesteuert werden können.
Die Fußschalter sind nicht im Lieferumfang
enthalten. Beachten Sie, dass es sich um
sogenannte Kontakt- oder Impulsschalter
(„momentary switch“) handeln muss, die
lediglich einen Schaltimpuls abgeben (im
Gegensatz zu einem Permanentschalter,
der eine Funktion so lange schaltet, wie
der Schaltkreis geschlossen ist).
EFFECT ON / OFF
An
diese
Klinkenbuchse
wird
ein
Fußschalter zum Stummschalten des
Effektsignals
angeschlossen.
Dies
ist
besonders praktisch, wenn Sie zwischen
zwei
Musikstücken
über
das
Gesangsmikrofon
Ansagen
machen.
Ansagen sollten ohne Effektanteil gemacht
werden, da sich die Sprachverständlichkeit
dadurch immens erhöht. Um nicht zum Pult
laufen zu müssen, haben die cleveren
Phonic
Ingenieure
diesen
Fußschalteranschluss integriert.
TAP
Der mit TAP gekennzeichnete Anschluss
wird zur Fernbedienung der TAP DELAY
Funktion benutzt (nur aktiv, wenn das
Effektprogramm # 16 aufgerufen ist).
Dieses Feature ist einmalig. Nun kann der
Sänger selbst die Delay Zeit im Rhythmus
des jeweiligen Musikstückes einstellen,
ohne seinen Platz in der Mitte der Bühne zu
verlassen.
11. 2T RTN L/ R & MINI STEREO
Diese Zweispureingänge in Form von
Cinch Buchsen und Mini Stereoklinke sind
für den Anschluss von semiprofessionellen
Signalpegeln
(-10
dBV)
ausgelegt.
Schließen Sie hier die Ausgänge Ihres
Aufnahmemediums oder Zuspielers an,
also Tape Deck, DAT, MD, MP3 oder CD
Spieler, Soundkarte oder Laptop. Sie
brauchen also beim Sonic Station 16 keine
speziellen Adapter mehr, um Geräte mit
Miniklinke in das Pult zu integrieren. Die
Signale werden mit dem Lautstärkeregler
2T RETURN kontrolliert (Näheres siehe # 49).
12. REC OUT L / R & MINI STEREO plus
TRIM
Diese Zweispurausgänge in Form von
Cinch Buchsen und Mini Stereoklinke sind
für den Anschluss von semiprofessionellen
Signalpegeln
(-10
dBV)
ausgelegt.
Schließen Sie hier die Eingänge Ihres
Aufnahmemediums
an,
also
Kassettenrekorder, DAT, MD, Soundkarte
oder Laptop.
Der Lautstärkeregler TRIM erlaubt eine
exakte
Einstellung
der
Ausgangsempfindlichkeit
der
Cinch
Buchsen und der Mini Klinke, so dass die
angeschlossenen Geräte exakt auf den
Betriebspegel des Mischpults abgestimmt
sind, was eine optimale Audioqualität
garantiert.
Das Signal des REC OUT wird in der
Summenschiene abgegriffen, jedoch vor
dem Summenfader (# 55). Es enthält also
alle Signale, die in die Summenschiene
gelangen (inkl. Summen Inserts), sind
jedoch in der Lautstärke unabhängig von
der Stellung des MAIN Faders. Dies ist vor
allem interessant, wenn das Mischpult für
eine Beschallung verwendet wird, bei der
gleichzeitig ein Mitschnitt auf einer
Zweispurmaschine
gemacht
wird.
Änderungen der Lautstärke im Saal haben
demnach keinen Einfluss auf den Pegel,
der in das Aufnahmemedium gelangt.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
16
13. MONO / SUBWOOFER
An den beiden symmetrischen MONO
Ausgängen (XLR und dreipolige Klinke –
beide Ausgänge sind parallel und tragen
das selbe Signal) liegt das Summensignal
Links und Rechts an, das intern zu einer
Monosumme zusammengemischt wurde.
Es ist unabhängig von der Stellung des
MAIN Faders (# 55), wird jedoch vom
eigenen Lautstärkeregler LEVEL kontrolliert.
Dieser MONO Ausgang ist ideal, wenn ein
Mono PA System verwendet wird, oder
wenn
zusätzlich
zur
Haupt
PA
Nahfeldboxen oder ein Center Cluster
angesteuert wird. Ebenfalls können hiermit
Delay Lines angesteuert werden.
Die MONO Schiene verfügt über einen
eigenen Einschleifpunkt (INSERT). Das
Signal wird vor dem Lautstärkeregler aus
dem Mixer herausgeführt, nach Belieben in
einem externen Gerät bearbeitet, und
wieder dem Mixer an gleicher Stelle
zugeführt – Sie brauchen also ein sog. YKabel. Der Einschleifpunkt ist eine
normalisierte,
dreipolige
6,3
mm
Klinkenbuchse, d.h. das Signal bleibt
unberührt, solange diese Buchse nicht
belegt ist. Wird hier eine Klinke eingesteckt,
wird das Signal unterbrochen. Das Signal,
das aus dem Mixer herausgeführt wird,
liegt an der Spitze des Steckers an, das
zurückgeführte Signal liegt am Ring des
Steckers an.
Der Einschleifpunkt dient dem Anschluss
von Kompressoren, Noise Gates, Limitern
(z.B. PHONIC PCL3200, A6500, T8200),
Effektgeräten (z.B. PHONIC DFX256, I7300)
und anderen Klangprozessoren, um die
Tonqualität des Signals zu bearbeiten (z.B.
grafische Equalizer wie PHONIC A6600
etc.).
Tipp: Wenn Sie ein externes Gerät über
den Insert verkabeln, und Sie haben dann
kein Signal mehr im Kanal, sind schlicht
Eingang und Ausgang vertauscht. Das hat
nichts mit „falsch“ oder „verkehrt“ zu tun,
sondern einfach mit der Tatsache, dass bei
manchen Herstellern der Send auf der
Spitze des dreipoligen Steckers liegt, bei
anderen auf dem Ring. Einfach Eingang
und Ausgang tauschen, und das Signal ist
wieder da (beschriften Sie Ihre Kabel
eindeutig).
Die Mono Sektion ist zusätzlich mit einem
schaltbaren
Tiefpassfilter
(High
Cut)
ausgestattet, so dass das Signal dann
lediglich Bassfrequenzen enthält. Die
Grenzfrequenz
ist
stufenlos
regelbar
zwischen 60 und 160 Hz, bei einer
Flankensteilheit von 12 dB / Oktave.
Sie können also direkt ein Subwoofer
System vom Mixer aus ansteuern, ohne auf
eine zusätzliche aktive Frequenzweiche
angewiesen zu sein.
Anmerkung: Wenn das Nachfolgegerät des MONO
Ausgangs unsymmetrisch ist, und Sie demnach eine
unsymmetrische Kabelführung machen, sollten Sie
bei Benutzung des Klinkenausgangs dennoch einen
dreipoligen Klinkenstecker verwenden, bei dem Sie
den Ring nicht belegen, um Schäden an dem Mixer
zu vermeiden.
14. MAIN L & R
Die
MAIN
Ausgänge
sind
die
Hauptausgänge des Mischpults. Hier liegt
die
endgültige
Mischung
aus
der
Summenschiene an. Sie senden ein
symmetrisches
oder
unsymmetrisches
Signal (je nachdem, was für ein Kabel Sie
verwenden und ob das Zielgerät einen
symmetrischen
oder unsymmetrischen
Eingang hat) mit Line Pegel an externe
Geräte (z.B. Equalizer, Signalprozessoren,
Endstufen und aktive Lautsprechersysteme,
ein anderer Mixer, usw.).
Die Ausgänge liegen sowohl als männliche
XLR Buchsen als auch als dreipolige
Klinkenbuchsen vor. Diese Buchsen sind
parallel
verdrahtet,
enthalten
also
dasselbe Signal.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
17
Wenn beide Buchsen belegt werden, um
verschiedene
Zielgeräte
anzusteuern,
achten Sie bitte darauf, dass beide
Kabelführungen symmetrisch sind. Wird z.B.
eine Monoklinke verwendet, ist der
komplette
Ausgang
automatisch
unsymmetrisch, also auch der XLR
Ausgang!
Anmerkung:
Wenn
das
Nachfolgegerät
unsymmetrisch
ist,
und
Sie
demnach
eine
unsymmetrische Kabelführung machen müssen,
sollten Sie bei Belegung der Klinkenbuchse dennoch
einen dreipoligen Klinkenstecker verwenden, bei dem
Sie den Ring nicht belegen, um Schäden an dem
Mixer zu vermeiden.
15. MAIN INSERTS L / R
Für jede der beiden Summenschienen Links
und
Rechts
gibt
es
je
einen
unsymmetrischen Einschleifpunkt, der den
Signalweg direkt vor dem Master Fader
unterbricht. Dort wird das Signal aus dem
Mixer herausgeführt, nach Belieben in
einem externen Gerät bearbeitet, und
wieder dem Mixer an gleicher Stelle
zugeführt – Sie brauchen also ein sog. YKabel. . Der Einschleifpunkt ist eine
normalisierte,
dreipolige
6,3
mm
Klinkenbuchse, d.h. das Signal bleibt
unberührt, solange diese Buchse nicht
belegt ist. Wird hier eine Klinke eingesteckt,
wird
das
Signal
zwischen
dem
Hochpassfilter und der Klangregelung
unterbrochen. Das Signal, das aus dem
Mixer herausgeführt wird, liegt an der
Spitze des Steckers an, das zurückgeführte
Signal liegt am Ring des Steckers an.
Tipp: Wenn Sie ein externes Gerät über
den Insert verkabeln, und Sie haben dann
kein Signal mehr im Kanal, sind schlicht
Eingang und Ausgang vertauscht. Das hat
nichts mit „falsch“ oder „verkehrt“ zu tun,
sondern einfach mit der Tatsache, dass bei
manchen Herstellern der Send auf der
Spitze des dreipoligen Steckers liegt, bei
anderen auf dem Ring. Einfach Eingang
und Ausgang tauschen, und das Signal ist
wieder da (beschriften Sie Ihre Kabel
eindeutig).
16. NETZANSCHLUSS
SICHERUNGSHALTER
mit
Der Einschleifpunkt dient dem Anschluss
von Kompressoren, Noise Gates, Limitern
(z.B. PHONIC PCL3200, A6500, T8200),
Effektgeräten (z.B. PHONIC DFX256, MICRO
VI, I7300) und anderen Klangprozessoren,
um die Tonqualität des Signals zu
bearbeiten (z.B. grafische Equalizer wie
PHONIC A6600 etc.).
An diese Kaltgerätebuchse wird das
mitgelieferte Netzkabel angeschlossen.
Bitte verwenden sie nur ein einwandfreies,
ordnungsgemäß geerdetes Netzkabel mit
Schukostecker.
Mit einem flachen Schraubendreher
haben
Sie
Zugang
zur
internen
Netzsicherung – das Fach befindet sich
direkt oberhalb der Netzbuchse. Sollte die
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
18
Netzsicherung durchgebrannt sein, bitte
nur gegen eine Sicherung gleichen Typs
und Werts austauschen:
2 A träge / 250 Volt
Wenn daraufhin die Sicherung wieder
durchbrennt, liegt ein ernsthafter Schaden
im Inneren des Geräts vor. Ziehen Sie sofort
den Netzstecker und lassen Sie das Gerät
von einer autorisierten Service Werkstätte
überprüfen.
WARNUNG: Versuchen Sie niemals, die Sicherung
durch Silberpapier o.ä. zu überbrücken!
Bedienfeld
17. 12 V LAMP
Summensignal (bzw. das REC OUT Signal),
das 2T Return Signal oder ein SOLO Signal
abgehört werden. Die Lautstärke wird mit
dem Regler PHONES / CONTROL ROOM
(# 50) eingestellt.
Diese BNC Buchse liefert eine Spannung
von 12 V und ist für den Anschluss einer
Schwanenhals Pultbeleuchtung gedacht,
z.B. der Phonic GL15B. Die Leuchte gehört
nicht zum Lieferumfang.
So behalten Sie auch bei schlechten
Sichtverhältnissen Überblick über alle
Regler und Knöpfe.
18. PHONES
An diese Stereo Klinkenbuchse wird ein
Kopfhörer angeschlossen. Hier kann das
Das PHONES Signal ist übrigens von Gehalt
her identisch mit den Signalen an den
CONTROL ROOM Ausgängen (# 8), jedoch
mit einem anderen Ausgangspegel, da es
noch den Kopfhörerverstärker durchlaufen
hat.
SCHALTER UND REGLER
RÜCKSEITE
19. NETZSCHALTER
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
19
Bevor
Sie
die
Phantomspeisung
einschalten, müssen alle Ausgangsregler
runter gedreht sein, um übermäßige
Störgeräusche und Schäden in den
angeschlossenen
Lautsprechern
zu
vermeiden.
WARNUNG: Verwenden Sie niemals unsymmetrierte
Mikrofone, wenn die Phantomspeisung eingeschaltet
ist – sie könnten extremen Schaden nehmen.
Versuchen Sie also niemals, an ein unsymmetrisches
Mikrofon einfach einen XLR Stecker anzubringen.
Auch ein externes Mischpult, dessen Ausgänge an
die Mikrofoneingänge angeschlossen wird, könnte
Schaden nehmen, wenn die Phantomspeisung
aktiviert ist. Da Mischpulte und andere Geräte in der
Regel Line Pegel abgeben, sollten deren Ausgänge
immer an die Line Eingänge im Sonic Station 16
angeschlossen werden.
EINGANGSKANÄLE
21. PAD
Mit dem Netzschalter wird das Gerät
eingeschaltet. Wenn die Seite mit dem
Strich in Richtung Gerät gedrückt wird, ist
das Gerät eingeschaltet. Zur Kontrolle
leuchtet dann die blaue LED PWR oben in
der Pegelanzeige auf der Vorderseite auf
(# 52). Vor dem Einschalten müssen alle
Ausgangsregler, also AUX, MAIN und CTRL
RM ganz herunter gedreht sein.
20. PHANTOM
POWER
48V
(PHANTOMSPEISUNG)
Kondensatormikrofone und aktive DI Boxen
brauchen eine Spannungsversorgung.
Diese wird in der Regel über die
Phantomspeisung hergestellt.
Daher gibt es einen globalen Schalter für
die Phantomspeisung, die an allen
Mikrofoneingängen
die
benötigte
Speisespannung von +48V zur Verfügung
stellt. Wenn die Seite mit dem Strich in
Richtung Gerät gedrückt wird, ist die
Phantomspeisung eingeschaltet.
Zur Kontrolle leuchtet bei eingeschalteter
Phantomspeisung die blaue LED +48V
(# 51) in der Pegelanzeige auf.
Solange
die
Phantomspeisung
eingeschaltet
ist,
sollten
Sie
keine
Kondensatormikrofone einstecken. D.h.
erst
Mikrofon
einstecken,
dann
Phantomspeisung einschalten...
Der PAD Schalter existiert in den Kanälen 1
–
4.
Ist
er
gedrückt,
wird
das
Eingangssignal, egal ob MIC oder LINE, um
20 dB gedämpft, noch bevor es in den
Vorverstärker
gelangt.
Gerade
bei
Signalen mit relativ hohem Pegel macht
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
20
dies Sinn, wird dadurch doch der
Dynamikumfang erheblich erweitert, und
die Gefahr des Clippings im Eingang
gebannt. Beispiele für solche Signale sind:
Bass
Drum,
Snare,
E-Bass,
Kondensatormikrofone für Gesang, etc.
Bühne,
Poppgeräusche
bei
Nahbesprechung sowie Handgeräusche
von
Vokalmikrofonen
wirkungsvoll
unterdrückt.
Ebenso
kann
50
Hz
Netzbrummen wirkungsvoll unterdrückt
werden.
22. LINE / MIC GAIN
Dieser
Drehregler
kontrolliert
die
Eingangsempfindlichkeit für das Signal im
Kanalzug. Er wirkt auf beide Eingänge, MIC
und LINE.
Wird die Eingangsverstärkung zu hoch
eingestellt, verzerrt das Signal und der
Kanal wird übersteuert. Ist sie zu niedrig,
treten die Nebengeräusche über Gebühr
hervor und u.U. ist die Signalstärke für die
Ausgangssektion des Mixers sowie die
verschiedenen
Ausspielwege
nicht
ausreichend.
Der Low Cut wirkt auf beide Eingänge, MIC
und LINE, und sitzt schaltungstechnisch
hinter dem INSERT.
Zum korrekten Einpegeln müssen Sie das
Eingangssignal
in
der
Pegelanzeige
sichtbar machen. Das gelingt Ihnen, indem
Sie den SOLO Schalter (# 34) drücken.
Wird der Pegel korrekt eingestellt, arbeitet
der Mixer mit optimalem Betriebspegel.
Dies ist der Fall, wenn sich der
Durchschnittspegel um die 0 dB Marke auf
der Pegelanzeige (# 53) herum bewegt.
Einzelne, sehr schnelle Signalspitzen (bei
Impulssignalen wie Bass Drum, Snare, etc.,
nicht jedoch bei flächigen Signalen wie
Keyboards, E-Gitarre etc.) dürfen durchaus
auch mal die PEAK LED (# 33) zum
Leuchten bringen. Dann haben Sie den
Kanal richtig eingepegelt (lesen Sie bitte
unbedingt
das
Kapitel
„RICHTIGES
EINPEGELN“
im
Abschnitt
„ERSTE
SCHRITTE“!).
Der
Regelumfang
der
Eingangsempfindlichkeit erstreckt sich über
zwei verschiedene Bereiche, je nachdem,
ob es sich um Mikrofon- oder Linepegel
handelt. Für Mikrofonpegel reicht der
Regelbereich des Gain Reglers von +10 bis
+60 dB, für Line Signale reicht er von -10 bis
+40 dB.
HOCHPASS FILTER
23.
Wenn Sie den Schalter drücken, bringen
Sie ein Hochpassfilter bei 75 Hz mit 18 dB /
Oktave in den Signalweg. Dieses Filter ist
sehr nützlich bei Gesangsstimmen, weil es
Trittschall von Mikrofonstativen auf der
Machen Sie ruhig Gebrauch von diesem
Schalter, wenn es sich bei dem
Mikrofonsignal um eine Sprech- oder
Gesangsstimme handelt (oder auch
andere Instrumente, die nicht explizit im
Bassbereich beheimatet sind). Viele
Musikinstrumente und der menschliche
Stimmumfang enthalten in der Regel nicht
so tiefe Frequenzen, wie sie von diesem
Filter unterdrückt werden. Zumindest sind
sie nicht von so musikalischen Gehalt, dass
Sie das „Gerumpel“ dafür in Kauf nehmen
müssten. Sie gewinnen dadurch an
Aussteuerungsreserven und Klarheit des
Signals, ohne den Gesamtklang negativ zu
beeinflussen.
Tiefe
Frequenzen
verbrauchen nämlich sehr viel Energie.
Trittschall oder Griffgeräusche belasten
demnach
nur
die
angeschlossene
Endstufe, tragen jedoch nicht zur Qualität
des Musiksignals bei.
EQ = KLANGREGELUNG (#24 - 26)
Die Klangregelung in den Kanälen ist so
ausgelegt,
dass
Sie
verschiedene
Raumakustiken, Rückkopplungen sowie
den Allgemeinklang der PA positiv
beeinflussen können. Bei Aufnahmen hilft
Ihnen
die
Klangregelung,
einzelne
Instrumente in der Mischung besser hörbar
zu machen.
Eine Klangreglung im Kanal ist jedoch nicht
in der Lage, aus einer schlechten
Lautsprecheranlage eine gute zu machen.
Beginnen Sie grundsätzlich immer mit allen
Reglern in 12-Uhr-Stellung, d.h. auf der “0”
Position.
Vermeiden
Sie
extreme
Anhebungen oder Absenkungen einzelner
Frequenzbereiche, weil dadurch der
Dynamikumfang einer Lautsprecheranlage
extrem eingeschränkt wird und leicht die
Grenzen des Systems erreicht sind.
Außerdem kann es zu unerwünschten
Rückkopplungen kommen.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
21
Eine Anhebung von Frequenzbereichen,
also das Bewegen der Drehregler rechts
von der Mittelposition, ist – rein technisch
gesprochen – eine Pegelanhebung.
Gerade
extreme
Anhebungen
im
Bassbereich bringen ein Audiosystem
schnell an seine Grenzen, ohne dass Sie
einen nennenswerten Lautheitsgewinn
(empfundene Lautstärke) erzielt hätten. Für
Aufnahmen gilt ähnliches – hier kommt es
schnell
zur
Vollaussteuerung
des
Aufnahmesystems bzw. der Aufnahmespur.
Sie heben die hohen Frequenzen an,
indem Sie diesen Regler nach rechts
drehen, um Becken, Stimmen und
elektronische
Instrumente
“silbriger”
erscheinen zu lassen. Nach links gedreht,
unterdrücken Sie diesen Frequenzbereich,
mit dem Ergebnis, dass Zischlaute
unterdrückt werden. Der Regelbereich
umfasst +/-15 dB bei 12 kHz mit
Kuhschwanz Charakteristik.
Stellen Sie den Regler auf “0” (12 Uhr),
wenn er nicht benötigt wird.
Außerdem
kann
es
in
Beschallungssituationen
bei
starken
Anhebungen einzelner Frequenzbereiche
zu
unerwünschten
Rückkopplungen
kommen
(ja,
es
gibt
auch
Rückkopplungen im Bassbereich!).
Überprüfen Sie daher immer wieder den
Pegel
im
Kanal,
wenn
Sie
die
Klangregelung verwenden.
25. MID (= MITTEN)
Bei der Mittenklangregelung handelt es
sich um eine sog. Semiparametrik. Sie
besteht aus zwei Reglern: Der obere Regler
MID
bietet
eine
Anhebung
oder
Absenkung um +/-15 dB, der untere Regler
FREQ ist der veränderbare Parameter, er
bestimmt die Eckfrequenz, an der die
Klangregelung ansetzt – es kann eine
Frequenz zwischen 100 Hz und 8 kHz
eingestellt werden.
Tipp: Beim sogenannten „Soundcheck“,
also dem Einstellen der Anlage vor der
eigentlichen Aufführung, aber auch beim
Abhören
einzelner
Kanäle
in
der
Studiosituation, ist man geneigt, Bässe und
Höhen anzuheben und die Mitten
abzusenken. Das liegt darin begründet,
dass unser Ohr auf Mittenfrequenzen am
stärksten reagiert (dies hat rein biologische
Gründe – unser Ohr ist optimal auf die
menschliche Stimme ausgelegt, und die
spielt sich nun einmal vornehmlich im
Mittenbereich ab). Schnell urteilt man
Informationen
im
Mittenbereich
als
„unangenehm“ oder „quäkig“.
Tappen Sie nicht in diese Falle. Es sind
genau diese Mittenfrequenzen, die Ihre
Darbietung besonders „hörbar“ machen.
Um den Klang beeindruckender zu
machen,
ist
die
Bearbeitung
mit
Dynamikprozessoren
angesagt.
Kanal
Inserts können verwendet werden, um
Kompressoren, Limiter, Noise Gate o.ä.
einzuschleifen. Schauen Sie sich zu diesem
Zweck die Phonic Geräte PCL3200, A6500
und T8200 einmal näher an.
SONIC STATION 16 verfügt über eine
Dreiband
Klangregelung
mit
parametrischen Mitten in allen Kanälen.
24. HIGH 12 K (= HÖHEN)
Gerade bei Live Beschallungen ist die
Mittenregelung ein enorm wichtiges
Werkzeug, da sich die Hauptinformation
der Musik und Sprache im Mittenbereich
abspielt. Hören Sie auf die teilweise
drastischen Unterschiede, die sich im
Klangbild eines Gesangs oder einer Gitarre
ergeben, wenn Sie mit beiden Reglern
gleichzeitig arbeiten.
Der obere Regler sollte in “0” Position sein,
wenn die Mitten-Klangregelung nicht
gebraucht wird.
26. LOW 80 (= BÄSSE)
Der Regelbereich umfasst +/-15 dB bei 80
Hz mit Kuhschwanz Charakteristik. Sie
heben die tiefen Frequenzen an, indem Sie
den Regler nach rechts drehen, um
Stimmen mehr Wärme zu geben oder
Gitarren, Drums und Synthesizern mehr
Druck zu verleihen. Nach links gedreht
reduzieren Sie Rumpelgeräusche von der
Bühne oder Brummeinstreuungen, oder Sie
dünnen einen mulmigen Klang aus. Stellen
Sie den Regler auf “0” (12 Uhr), wenn er
nicht benötigt wird.
Praxistipp:
1.) Zu viel Energie im 80 Hz Bereich klingt
meist ein wenig mulmig, manchmal
auch dröhnend, zu wenig hingegen
lässt bei der Bass Drum den nötigen
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
22
2.)
3.)
4.)
5.)
6.)
“Wumms” vermissen, ein Bass klingt
dann zu dünn ohne Grundlage. Wenn
Sie den 80 Hz Bereich anheben,
müssen Sie meistens den Bereich der
unteren Mitten, etwa um die 200 Hz,
wieder etwas absenken: Dadurch
erhalten Sie Fülle im Ton ohne dass es
mulmt und dröhnt.
Zu viel zwischen 315 Hz und 630 Hz
klingt “topfig”, es klingt ein wenig
“nach Badezimmer”, es scheint sogar
Hall oder Rückkopplung in dem
Bereich zu sein, zu wenig von diesen
Frequenzen klingt sehr ausgehöhlt und
ohne Substanz, da sich in diesem
Bereich die meisten Grundtöne der
gespielten
Musik
bzw.
der
menschlichen Sprache befinden!
Ein Zuviel zwischen 630 Hz und 1,25 kHz
klingt nasal und trötig wie im Telefon, zu
wenig lässt die Definition der gespielten
Noten vermissen, der ganze Mix geht
dann “nach hinten”.
Zuviel um 2,5 kHz bis 3 kHz macht den
Ton scheppernd, blechern und hart, zu
wenig
davon
erzeugt
einen
undeutlichen Ton ohne klare Konturen,
die einzelne Instrumente lassen sich nur
schlecht unterscheiden, da in diesem
Bereich wichtige Obertöne liegen.
Vor allem zu viel 5 kHz, aber auch zu
viel 10 kHz erzeugt zu scharfe S-Laute,
es
zischt
ständig,
die
Rückkopplungsgefahr wird höher, zu
wenig davon macht den Ton dumpf,
mulmig, schiebt dem Klang einen
“Vorhang vor”.
Eine
leichte
Anhebung
des
Höhenreglers macht den Ton luftiger,
offener und lebendiger. Um zu
verhindern, dass es zu sehr „zisselt“,
können Sie gleichzeitig die oberen
Mitten (um die 5 kHz) leicht absenken.
Bitte
beachten
Sie
in
diesem
Zusammenhang
unbedingt
die
Ratschläge, die im Kapitel “Erste Schritte”
zu der richtigen Vorgehensweise beim
Justieren des Pegels gemacht werden. Sie
haben enormen Einfluss auf das klangliche
Ergebnis, auch auf die Gefahr bzw. die
Unterdrückung
von
Rückkopplungen!
Neben allen technischen Tricks, die ein
Tontechniker anwenden kann, darf jedoch
nicht vergessen werden, dass der Ton vor
dem Mikrofon gemacht wird, mit anderen
Worten, eine schlechte musikalische
Darbietung
kann
auch
der
beste
Tontechniker mit den teuersten Geräten
nicht in einen Kunstgenuss verwandeln.
27. AUX
Mit den AUX Reglern wird das Kanalsignal
anteilig
auf
die
jeweilige
AUX
Sammelschiene
und
somit
zum
entsprechenden Ausgang AUX SEND (# 6)
gesendet.
Ausspielwege sind zusätzliche Ausgänge
neben
den
Gruppenund
Summenausgängen L / R. Sie dienen dazu,
separate Mischungen zu erstellen. Damit
werden
weitere
Endstufen
und
Lautsprechersysteme
in
anderen
Beschallungszonen, die Spuren eines
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
23
Mehrspursystems,
etc. angesteuert.
externe
Effektgeräte,
Die AUX Regler im SONIC STATION 16
zapfen das Kanalsignal immer nach dem
Hochpassfilter und der Klangregelung ab.
Entscheidend für Ihren Einsatz ist jedoch
vor allem, ob es sich um einen pre Fader
oder einen post Fader AUX Regler handelt.
Pre Fader heißt, das Signal wird vor dem
Fader abgegriffen: Das Signal ist also
unabhängig von der Stellung des Kanal
Faders. Dies ist vor allem sinnvoll für die
Speisung von Bühnenmonitoren. Dort
wollen Sie in der Regel unabhängig sein
von der Saalmischung und Saallautstärke.
Änderungen des Kanal Faders haben
keinen Einfluss auf die Lautstärke der
Bühnenmonitore.
Post Fader heißt, das Signal wird hinter
dem Fader abgegriffen: Das Signal ist also
abhängig von der Stellung des Kanal
Faders Dies ist vor allem sinnvoll beim
Ansteuern von Effektgeräten, da sich auch
der Anteil des Effektsignals ändert, wenn
sich die Stellung des Faders ändert. Wenn
also der Lautstärkeregler des Kanals ganz
runter gedreht ist, kommt auch aus dem
AUX Ausgang kein Pegel mehr heraus. Je
weiter Sie den Lautstärkeregler des Kanals
aufdrehen (oder besser gesagt, den Fader
hochschieben), um so mehr Signalpegel
gelangt auch in den AUX Ausgang.
Die Kennlinie der AUX Regler ist so
eingerichtet, dass in der Mittelstellung (also
bei „12 Uhr“) 0 dB Pegel („Unitiy Gain“)
ausgegeben wird. Rechts von dieser
Mittelstellung wird das Signal angehoben,
maximal bis +15 dB.
AUX 1 & 2 PRE / POST
Die beiden AUX Wege 1 und 2 sind mit
einem Schalter versehen, der pro Kanal
beide Ausspielwege von pre Fader auf
post Fader umschaltet.
In der Stellung PRE (Schalter ist nicht
gedrückt) ist der Abgriff des AUX Signals
vor dem Fader (aber hinter dem Low Cut
und hinter der Klangregelung), in der
Stellung POST (Schalter ist gedrückt)
geschieht der Abgriff hinter dem Fader,
also auch hinter dem Low Cut sowie der
Klangregelung.
Bedenken Sie, dass die Signale von AUX 1
& 2 aus allen Monokanälen erst noch die
jeweiligen Summen Lautstärkeregler AUX
SEND MASTER (# 46) durchlaufen, bevor Sie
tatsächlich
in
den
entsprechenden
Ausgängen zu hören sind.
AUX 3 & 4
Die Ausspielwege AUX 3 und 4 sind immer
post Fader geschaltet. In der Regel wird
mit diesen Reglern der Anteil des
Kanalsignals gesteuert, der in ein externes
Effektgerät, z.B. ein Hallgerät, gelangen
soll. Die vielfach gebrauchte Wendung,
dass mit diesem Regler „der Kanal mit Hall
versorgt wird“, ist natürlich falsch. Erst die
Rückführung des Hallsignals in den Mixer,
z.B. über einen AUX RETURN, genauso gut
aber über einen Stereokanal, versorgt den
Mixer mit Hall. Dort wird dann die Stärke
des gesamten Hallsignals kontrolliert und
demnach
in
Beziehung
zu
den
Originalsignalen gesetzt.
Auch AUX 3 und 4 aller Monokanäle
durchlaufen erst noch die jeweiligen
Summen Lautstärkeregler AUX SEND
MASTER (# 46), bevor Sie tatsächlich in den
entsprechenden Ausgängen zu hören sind.
AUX 3 = EFX
Der Regler AUX 3 hat die Besonderheit,
dass er das Kanalsignal nicht nur zum
Ausgang AUX SEND 3 schickt, sondern
gleichzeitig
in
den
eingebauten
Effektprozessor (# 36 – 41).
28. 5 / 6 SHIFT
Dieser Schalter bezieht sich auf die Regler
AUX SEND 3 und 4. Ist er gedrückt, werden
die Signale von AUX 3 und AUX 4 nicht
mehr in die Ausgängen AUX 3 und AUX 4
(# 6) geleitet, sondern stattdessen in die
Ausgänge AUX 5 und 6. Beachten Sie, dass
AUX 5 und AUX 6 keine eigenen
Summenregler haben.
Auf diese Weise können Sie beispielsweise
mehr als nur 2 Effektgeräte ansteuern. Wie
geht das? Nehmen wir an, Sie mischen
eine Band ab bestehend aus Schlagzeug,
Bass, Gitarre, Keyboards und einigen
Vokalmikrofonen. Über die AUX Wege 1
und 2 steuern Sie Bühnenmonitore an.
Dann haben Sie pro Kanal noch zwei
Regler
für
die
Ansteuerung
von
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
24
Effektgeräten frei – AUX 3 und 4. Trotzdem
können Sie noch mehr Effektgeräte
ansteuern, da nicht jedes Instrument zu
allen Effektgeräten Zugang haben muss.
Sie verwenden beispielsweise den internen
Effektprozessor (AUX 3 = EFX) für Tap
Tempo
Delays
bei
Gesang
und
Solopassagen. Mit AUX 4 steuern Sie ein
Hallgerät an, das Ihnen einen generellen
Hall für Gesang, Gitarre und vielleicht die
Keyboards liefert.
Wie bekommen Sie nun gleichzeitig diesen
knackigen, ultramodernen, kurzen Raum
für die Snare und die Toms hin? Ganz
einfach: Vorausgesetzt, Sie verfügen noch
über ein weiteres externes Effektgerät
(eben für diesen Snare Raum), drücken Sie
bei den Schlagzeugkanälen die 5 / 6 SHIFT
Taste und schließen das Effektgerät an
AUX 5 oder 6 an. Voilà – schon haben Sie
drei (oder sogar 4) Effekte mit nur zwei
Reglern angesteuert.
29. PAN
PAN, Kurzform für PANORAMA, ist ein
Regler, der ein Signal auf zwei Kanäle in
einem bestimmten Verhältnis aufteilt. In
den Monokanälen wird also mit diesem
Regler bestimmt, wie viel Pegel auf die
linke
und
rechte
Summenschiene
gesendet wird, so dass das Signal sehr
gleichmäßig
über
das
gesamte
Stereospektrum verteilt werden kann. Wird
der Regler ganz nach links gedreht,
gelangt das Signal nur in die linke Summe,
steht der Regler ganz rechts, gelangt das
Signal nur in die rechte Summe. Alle
Zwischenpositionen sind möglich.
30. ON & STATUS LED
Dieser Schalter schaltet den Kanal ein.
Solange dieser Schalter nicht gedrückt ist,
gelangt kein Kanalsignal an irgendeinen
Ausgang, weder Ausspielwege noch
Subgruppen oder Summe L / R, egal wie
weit Sie die AUX SEND Regler aufgedreht
und/oder den Kanalfader hochgeschoben
haben.
Ausnahme: Das Signal kann über die SOLO
Funktion (# 34) vorgehört werden.
Das macht Sinn. Bevor Sie das Kanalsignal
„auf die Reise“ zu irgendwelchen Summen
und Ausgängen schicken, sollten Sie es
gründlich
„einpegeln“,
damit
keine
unvorhergesehenen
Signalspitzen
Lautsprecher und Ohren zerstören (siehe
Kapitel „ERSTE SCHRITTE“).
Erst wenn der Schalter gedrückt wird, ist
der Kanal frei geschaltet. Nur dann
gelangt das Signal an die verschiedenen
Ausgänge.
Zur Kontrolle leuchtet die dazugehörige
Status LED auf, wenn der Kanal
angeschaltet ist.
31. SIG LED
Diese LED leuchtet auf, wenn der interne
Kanalpegel die –20 dB Marke erreicht hat.
Die Helligkeit ist dann abhängig vom
Pegel. Das Signal wird hinter der
Klangregelung abgegriffen.
Damit bekommen Sie – gerade in einer
hektischen Live Situation - schon mal einen
raschen Überblick, ob überhaupt in allen
Kanälen Signal ankommt. Natürlich können
Sie zur Überprüfung des exakten Pegels die
Kanäle nacheinander per SOLO Taste
(# 34) exakt einpegeln. Wenn Sie einige
Zeit mit Sonic Station 16 gearbeitet haben,
können Sie allein an der Helligkeit der LED
aufgrund Ihrer Erfahrung ziemlich genau
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
25
bestimmen, wie hoch der Pegel im Kanal
ist.
32. 1-2, 3-4 & L-R
Dies sind die sog. Routing Schalter. Sie
ermöglichen Ihnen, das Kanalsignal auf
bestimmte Sammelschienen weiter zu
leiten. Wird der Schalter 1 / 2 gedrückt, so
gelangt das Kanalsignal in die beiden
Subgruppen 1 / 2. Wird der Schalter 3 / 4
gedrückt, so gelangt das Kanalsignal in die
beiden Subgruppen 3 / 4. Wird der
Schalter L / R gedrückt, gelangt das
Kanalsignal in die Summenschiene L / R.
Das klappt natürlich nur, wenn auch der
Kanalfader hochgeschoben ist.
Die
Schalter
schließen
sich
nicht
gegenseitig aus, d.h. Sie können durchaus
mehrere Schalter drücken und somit das
Kanalsignal in mehrere Sammelschienen
gleichzeitig schicken.
In diesem Zusammenhang ist der PAN
Regler (# 29) von Bedeutung. Wenn der
PAN Regler ganz nach links gedreht ist,
gelangt das Kanalsignal nur in die
ungeraden
Sammelschienen,
also
Subgruppe 1 bzw. 3 bzw. in die linke
Summe. Ist der PAN Regler ganz nach
rechts gedreht, gelangt das Kanalsignal
nur in die geraden Sammelschienen, also
Subgruppe 2 bzw. 4 bzw. die rechte
Summe. Alle Zwischenpositionen sind
selbstverständlich möglich.
Damit tatsächlich das Kanalsignal in die
angewählte
Subgruppe
oder
die
Summenschiene gelangt, muss natürlich
auch der ON Schalter (# 30) gedrückt sein
– klar!
33. PEAK (SPITZENPEGEL) ANZEIGE
Diese rote LED leuchtet auf, wenn ein zu
hoher Signalpegel am Kanal anliegt. Das
Signal wird an zwei Stellen im Kanal
abgegriffen, zum einen hinter dem
Hochpassfilter, zum anderen nach der
Klangregelung. Die Peak LED leuchtet
ungefähr 6 dB vor dem tatsächlichen
Clipping
des
Kanals,
was
zu
unerwünschten
Verzerrungen
führen
würde. Sie ist jedoch nicht von der Stellung
des Kanal Faders (# 35), also der
endgültigen Lautstärke in der Mischung,
abhängig!
In der Regel sollte der Eingangspegel mit
dem GAIN Regler (# 22) so eingestellt
werden, dass diese LED nur bei den
lautesten Stellen gelegentlich, d.h. sehr
kurzzeitig, aufleuchtet. Wenn sie fast
durchgehend
leuchtet,
muss
der
Eingangspegel mit dem GAIN Regler ein
wenig niedriger eingestellt werden. Damit
erhält
man
den
besten
SignalRauschabstand und den größtmöglichen
Dynamikumfang.
Bedenken Sie, dass eine Veränderung in
der Klangregelung auch den internen
Pegel ändert – wenn Sie z.B. sehr viele
Bässe anheben, kann es passieren, dass
die Peak Anzeige aufleuchtet, obwohl der
Gain Regler relativ niedrig eingestellt ist.
Die PEAK LED ist mit einer Doppelfunktion
versehen. Normalerweise arbeitet sie so
wie gerade beschrieben. Wird jedoch die
SOLO Taste (# 34) gedrückt, leuchtet sie
permanent rot auf (dann kann man ja den
Pegel in der komfortablen, 13-stelligen
Pegelanzeige in der Summe ablesen # 53).
34. SOLO
Dies ist einer der wichtigsten Schalter im
Mischpult – deshalb sitzt er auch
sinnigerweise ganz unten, so dass man ihn
sofort ohne Suchen findet, und auch nicht
zufällig mit dem ON Schalter verwechseln
kann!
Mit Betätigen des SOLO Schalters wird das
entsprechende Kanalsignal in die PHONES
/ CONTROL ROOM Sektion (# 50) geleitet,
um es dort in den Kontrollmonitoren oder
dem Kopfhörer überprüfen zu können.
Gleichzeitig erscheint das Signal in der
Pegelanzeige (# 53).
Zur Kontrolle leuchtet die rote PEAK LED
(# 33) oberhalb des Schalters konstant auf.
Nicht nur das: Ebenfalls leuchtet neben der
Pegelanzeige die SOLO LED (# 47) auf, um
Ihnen mitzuteilen, dass irgendwo im Kanal
eine SOLO Taste gedrückt ist.
Die Solo Funktion kann global zwischen pre
Fader und post Fader umgeschaltet
werden, abhängig von der Stellung des
Schalters PRE / POST (# 47) in der Summen
Sektion. In der Stellung PRE wird das Signal
hinter der Klangregelung, jedoch vor dem
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
26
Kanalfader
abgegriffen,
ist
also
unabhängig von der Stellung des Kanal
Faders, in der Stellung POST wird das Signal
erst nach dem Fader und PAN Regler
abgegriffen.
schon einen ersten Einblick über die
Lautstärkeverhältnisse in der Mischung.
Die PRE Fader Stellung, die sog. PFL (Pre
Fader Listening) Funktion, ist nützlich beim
Einpegeln eines Kanalsignals. Sie können
den Pegel exakt einstellen, ohne das
Signal auf irgendwelche Ausgänge zu
schicken, da die PFL Funktion auch
unabhängig vom Schalter ON (# 30) ist. Auf
diese Weise ist ein „stummes“ Einpegeln
möglich,
was
unvorhergesehene
Signalspitzen
oder
ähnliche
„Katastrophen“ im Vorfeld unterbindet.
Die POST Fader Stellung wird vor allem
beim Abmischen im Studio gebraucht. Sie
wird auch AFL (After Fader Listening)
genannt. Da das Signal auch hinter dem
Panoramaregler abgegriffen wird, und es
sich bei der POST Funktion um eine
Stereofunktion
handelt,
können
Sie
überprüfen, mit welchem Lautstärkeanteil
und in welcher Panoramaposition das
Signal in der Mischung vertreten ist. Dies ist
wichtig bei der Beurteilung ganzer Sätze
wie z.B. Chorgesang, Bläser- oder
Streichersätze usw.
Sie können nun den Kanalpegel mit dem
GAIN Regler (# 22) exakt einstellen und die
Wirkung der Klangregelung überwachen.
Beachten Sie bitte, dass die Lautstärke des
SOLO Signals im Kopfhörer bzw. in Ihren
Abhörmonitoren
auch
von
dem
Lautstärkeregler SOLO (# 48) und dem
Regler PHONIES / CONTROL ROMM (# 50)
abhängt – sind diese nicht aufgedreht,
hören Sie auch kein Solo Signal!
35. FADER (LAUTSTÄRKE REGLER)
Dieser 60 mm Flachbahn Schiebesteller mit
linearer
Kennlinie
bestimmt
die
Ausgangslautstärke des Kanals. Einerseits
bestimmt
er
die
Lautstärke
am
Direktausgang in den Kanälen 1 – 8 (# 4),
andererseits in allen Sammelschienen, auf
die das Kanalsignal geroutet wurde, also
Subgruppen 1 – 4 und Summe L - R.
Vorausgesetzt, alle Kanäle sind richtig und
relativ einheitlich eingepegelt (sprich auf
Unity Gain, also 0 dB), gibt Ihnen der Fader
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
27
DIGITALE EFFEKT SEKTION (DSP)
aufleuchtet,
kann
es
Verzerrungen
kommen,
unangenehm klingen.
zu
digitalen
die
äußerst
Die Endlautstärke des Effekts, also der
Effektanteil in der Mischung, wird dann ja
mit dem EFX RETURN Regler (# 44)
eingestellt.
39. ON mit Status LED
Mit diesem Schalter wird die gesamte
Effekteinheit an- und ausgeschaltet. Ist der
Schalter gedrückt, leuchtet die Status LED
auf.
36. EFFEKT ANZEIGE
Diese Anzeige listet die verschiedenen
eingebauten Effekte auf, die Sie dem
Audiosignal hinzufügen können. Wenn Sie
die
Effektnummer
mit
dem
Programmwahlknopf PROGRAM (# 37)
anwählen, leuchtet die entsprechende
grüne LED neben dem Namen des
Programms auf, und der entsprechende
Effekt wird sofort aufgerufen. Eine
genauere Auflistung aller verfügbaren
Effekte samt Parameter finden Sie in der
Tabelle „DIGITALE EFFEKTPROGRAMME“.
37. PROGRAM
Mit diesem Drehgeber können Sie den
gewünschten
Effekt
anwählen.
Der
gewählte Effekt wird automatisch in der
Effekt Anzeige (# 36) angezeigt. Eine
genauere Auflistung aller verfügbaren
Effekte samt Parameter finden Sie in der
Tabelle „DIGITALE EFFEKTPROGRAMME“.
38. PEAK
Diese
Spitzenpegelanzeige
für
den
internen Effektprozessor leuchtet auf, wenn
der Eingang des DSP übersteuert. Er ist also
von der Stellung der einzelnen EFX SEND
Regler (# 27 – AUX SEND 3 = EFX) in den
Eingangskanälen sowie des AUX SEND 3
Summenreglers (# 46) abhängig.
Um den optimalen Dynamikumfang und
damit den besten Signal/Rauschabstand
des Effektprozessors zu gewährleisten,
sollten Sie die einzelnen EFX SEND Regler
der Kanäle (# 27 – AUX SEND 3) möglichst
bis 0 dB (= Mittelstellung, „12 Uhr“)
aufdrehen. Danach drehen Sie bitte auch
den EFX MASTER Regler (AUX SEND 3, # 46)
auf, jedoch nur so weit, dass die PEAK
Anzeige niemals aufleuchtet. Wenn Sie
Bedenken Sie, dass diese Schaltfunktion
auch per Fernbedienung betätigt werden
kann. Zu diesem Zweck gibt es eine
Klinkenbuchse auf der Stirnseite des Geräts
mit Aufschrift FOOT SW – EFX ON / OFF
(# 10), an die ein Kontaktschalter (Taster)
angeschlossen
werden
kann.
Der
Fußschalter hat Vorrang vor dem Schalter
auf der Bedienfläche!
Diese Fußschaltfunktion ist sehr hilfreich in
Spielpausen,
wenn
über
das
Gesangsmikrofon auch Ansagen gemacht
werden. Während der Gesang durchaus
mit einer gehörigen Portion Effekt versehen
werden kann, sollten Ansagen wegen der
besseren
Sprachverständlichkeit
ohne
Effektanteil gemacht werden. Diese
Funktion ist vor allem für all diejenigen
Künstler interessant, die ihren Sound selbst,
also auf der Bühne, einstellen.
Der
Fußschalter
gehört
nicht
zum
Lieferumfang, ist aber in jedem gut
sortierten Musikgeschäft erhältlich. Wichtig
ist, dass es sich dabei um einen Kontaktoder Impulsschalter („momentary switch“)
handeln muss.
40. PARAMETER
Jeder der 16 Effekte im SONIC STATION 16
kann in seinem wichtigsten Parameter
verändert werden. Dies geschieht mithilfe
dieses
PARAMETER
Drehgebers.
Für
Einzelheiten, um welchen Parameter es
sich jeweils handelt, schauen Sie bitte in
der
Tabelle
„DIGITALE
EFFEKTPROGRAMME“ nach.
Der Effektchip ist mit einer Memory
Funktion versehen, die immer, wenn ein
bestimmter Effekt von Ihnen angewählt
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
28
wird, diejenige Parameterstellung aufruft,
die Sie zuletzt eingestellt hatten. Wenn Sie
also beispielsweise einen ganz bestimmten
Hall für sich gefunden haben, und
benutzen das Effektgerät zwischenzeitlich
für einen anderen Effekt (z.B. Delay), und
kehren danach zu „Ihrem“ Hallprogramm
zurück, wird exakt die Parameterstellung
des Halls aufgerufen, die Sie sich vorher als
allerletztes eingestellt hatten. Auf diese
Weise
müssen
Sie
bei
einem
Programmwechsel nicht erst wieder alles
neu einstellen.
ACHTUNG: Die physische Position des Parameter
Reglers spiegelt also direkt nach dem Aufrufen eines
neuen Effektprogramms in der Regel nicht den
eingestellten Parameter Wert wieder! Erst wenn der
Parameter Regler bewegt wird, entspricht der reale
Parameterwert der Position des Reglers.
41. TAP DELAY mit Status LED
Wird das Programm “TAP DELAY” (Nr. 16)
aufgerufen, kann dieser Schalter dazu
verwendet werden, die Verzögerungszeit
des DELAY Effektes einzustellen. Wenn Sie
den Taster mehrmals hintereinander
betätigen, berechnet der Prozessor den
Abstand zwischen den letzten beiden
Betätigungen und interpretiert ihn als die
Verzögerungszeit des Delay Effektes. Dies
bleibt solange bestehen, bis Sie den Taster
erneut berühren, selbst, wenn der Mixer
zwischenzeitlich
ausgeschaltet
wurde!
Sobald das Programm TAP DELAY (Nr. 16)
angewählt wird, blinkt die Status LED in der
Geschwindigkeit der jeweils eingestellten
Verzögerungszeit.
gespielten Musik erklingen, fügt sich der
Effekt besser in die Mischung ein, und es
gibt kein rhythmisches Durcheinander. Die
Wiederholungen des Effektes sind in der
Regel
aufgrund
des
sog.
Verdeckungseffektes
nicht
im
Vordergrund, solange das Instrument (oder
die Stimme) spielt/singt, und nur in den
Spielpausen kommt der Effekt besser zum
Vorschein. Sie können daher einen Effekt,
der rhythmisch abgestimmt ist, sogar etwas
lauter mischen, ohne dass er unangenehm
„aufdringlich“ oder sogar störend wirkt.
Natürlich
müssen
Sie
bei
der
Rhythmisierung nicht unbedingt die Viertel
eines Taktes wählen, Sie können durchaus
synkopische Wiederholungszeiten wählen.
Experimentieren Sie mit der Anzahl der
Wiederholungen und der Lautstärke des
Effekts, Sie werden erstaunt sein, welche
musikalischen Qualitäten ein TAP DELAY
hat!
Beachten Sie, dass im Programm „TAP
DELAY“ der Regler PARAMETER (# 40) für
die Anzahl der Wiederholungen zuständig
ist. Somit sind in diesem Effektprogramm
sogar zwei verschiedene Parameter
veränderbar!
Der
Fußschalter
gehört
nicht
zum
Lieferumfang, ist aber in jedem gut
sortierten Musikgeschäft erhältlich. Wichtig
ist, dass es ein Kontakt- oder Impulsschalter
(„momentary switch“) sein muss.
Bedenken Sie, dass diese Schaltfunktion
auch per Fernbedienung betätigt werden
kann. Zu diesem Zweck gibt es eine
Klinkenbuchse auf der Stirnseite des Geräts
mit Aufschrift FOOT SW – TAP (# 10), an die
ein Kontaktschalter (Taster) angeschlossen
werden kann. Der Fußschalter hat Vorrang
vor dem Schalter auf der Bedienfläche!
Diese Fußschaltfunktion ist vor allem für all
diejenigen Künstler interessant, die ihren
Sound selbst, also auf der Bühne,
einstellen. Auf diese Weise kann der Delay
Effekt taktgenau eingestellt werden, und
trotzdem hat der Künstler beide Hände frei,
um sein Instrument zu spielen.
Wenn die Wiederholungen eines Echo
Effektes
(Delay)
im
Rhythmus
der
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
29
SUMMEN SEKTION
STEREO AUX / EFX RETURN SEKTION
TO AUX SEND 2
Für AUX RETURN 2 gibt es einen
entsprechenden Regler, der das Signal auf
den Ausspielweg AUX SEND 2 sendet.
In vielen Fällen werden die Ausspielwege
AUX SEND 1 & 2 zum Ansteuern von
Bühnenmonitoren verwendet. Wenn Sie an
den AUX RTN 1 die Ausgänge eines
externen
Effektprozessors
anschließen,
können Sie mit Hilfe des Reglers TO AUX 1
diesen
Effektanteil
auch
in
den
Bühnenmonitoren hörbar machen (man
nennt diese Funktion „Effect to monitor“).
ACHTUNG: Dieser Regler sollte mit Vorsicht behandelt
werden,
Effekt
im
Monitor
senkt
die
Rückkopplungsschwelle!
42. STEREO AUX RTN
Die vier Drehregler, mit RTN 1 bis RTN 4
bezeichnet, bestimmen die Lautstärke der
Audiosignale, die an den jeweiligen linken
und rechten AUX RTN Buchsen (# 5)
anliegen. Ganz nach links gedreht ist kein
Signal zu hören, je weiter Sie im
Uhrzeigersinn drehen, umso lauter wird das
anliegende Signal.
Die Stereo Signale von RTN 1 bis RTN 3
werden direkt auf die Summenschiene L /
R geleitet. Für RTN 4 gibt es zusätzliche
Routingschalter (siehe # 43).
RTN 3 = EFX
Der
Drehregler EFX kontrolliert
die
Lautstärke der Signale, die an den
Eingängen AUX RTN 3 (# 5) anliegen. Sind
diese Buchsen nicht belegt, liegt hier
automatisch die Rückführung des internen
digitalen Effektprozessors an. Sind sie
belegt, ist die interne Verbindung vom
eingebauten Effektprozessor zu diesen
Rückführungen unterbrochen.
TO AUX SEND 1
Dieser Drehregler ermöglicht, das am AUX
RTN 1 anliegende Signal auf den
Ausspielweg AUX SEND 1 zu schicken. Es
wird vor dem Lautstärkeregler AUX RTN 1
abgegriffen, ist also unabhängig von
dessen Stellung.
Auch das Signal von AUX RTN 3 (EFX RTN)
kann auf den AUX Weg 1 geschickt
werden.
Für AUX RTN 2 und AUX RTN 3 gilt
entsprechend genau das gleiche wie für
AUX RTN 1.
43. MAIN L-R / TO GROUP & 1-2 / 3-4
Diese beiden Schalter beziehen sich auf
das Signal, das an der Rückführung AUX
RTN 3 / EFX (# 5)anliegt.
Der
linke
Schalter
entscheidet
grundsätzlich, ob das Returnsignal direkt in
die Summe L / R (Schalter nicht gedrückt)
geleitet wird, oder in die Subgruppen
(Schalter gedrückt). Ist der Schalter
gedrückt, entscheidet dann der rechte
Schalter, ob es sich um die Subgruppen 1
& 2 handelt (Schalter nicht gedrückt), oder
um die Subgruppen 3 & 4 (Schalter
gedrückt).
44. C-R / PHNS ONLY
Dieser Schalter bezieht sich auf AUX
RETURN 4. Normalerweise gelangt das AUX
RETURN
4
Signal
direkt
in
die
Summenschiene L / R. Wenn dieser
Schalter gedrückt ist, wird das Return
Signal jedoch stattdessen in die CONTROL
ROOM / PHONES Sektion (# 49) geleitet.
Diese Funktion ist interessant, wenn Sie
Aufnahmen
im
Overdub
Verfahren
machen. Ein Effekt, der an AUX RETURN 4
angeschlossen wird, kann damit direkt auf
die Kopfhörerschiene geleitet werden –
damit sich der Künstler besonders wohl
fühlt.
45. SOLO & Status LED
Dies ist ein globaler SOLO Schalter für alle 4
AUX RETURN Signale. Ist der Schalter
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
30
gedrückt, werden die Signale der AUX
RETURNS hinter den Lautstärkereglern
abgegriffen und gesammelt in die PHONES
/ CONTROL ROOM Sektion (# 50) geleitet,
wo sie optisch und akustisch überprüft
werden können. Zur Kontrolle leuchtet die
zugehörige Status LED auf.
Beachten Sie, dass der globale PRE / POST
Schalter (# 47) hier keine Funktion hat, das
SOLO Signal ist hier immer ein POST Fader
Signal.
Achtung: Die Solo Funktion hier ist sehr
wohl abhängig vom globalen PRE / POST
Schalter (# 47). Wenn Sie also trotz
Betätigen des SOLO Schalters kein Signal in
der Abhörsektion haben, kann es daran
liegen, dass der Schalter (# 46) auf POST
steht, und der AUX SEND Summenregler
nicht aufgedreht ist.
47. PRE / POST
Beachten Sie bitte, dass die Lautstärke des
SOLO Signals im Kopfhörer oder in den
Abhörmonitoren
auch
von
dem
Lautstärkeregler SOLO (# 48) sowie dem
Regler PHONES / CONTROL ROOM (# 50)
abhängt – sind die nicht aufgedreht, hören
Sie auch kein Solo Signal!
46. AUX SEND 1 - 4 SUMMENREGLER &
SOLO
Die Drehregler AUX SEND 1 - 4 kontrollieren
die Gesamtlautstärke der Ausspielwege
AUX SEND 1 - 4, und damit der
korrespondierenden Ausgänge (# 6).
Die Kennlinie der AUX SEND Regler ist so
eingerichtet, dass in der Mittelstellung (also
bei „12 Uhr“) 0 dB Pegel („Unitiy Gain“)
ausgegeben wird. Rechts von dieser
Mittelstellung wird das Signal angehoben,
maximal bis +15 dB.
Die Ausspielwege erhalten ihre Signale aus
den jeweiligen AUX SEND Reglern der
einzelnen Kanäle (# 27). Dort gibt es einen
Schalter, der den Signalabgriff vor oder
hinter dem Fader definiert.
Beachten Sie, dass die Ausspielwege AUX
SEND
5
und
6
keinen
eigenen
Summenregler haben.
SOLO
Jede AUX SEND Summe hat eine eigene
SOLO Funktion. Die Solo Funktion (Schalter
gedrückt) leitet das jeweilige AUX SEND
Summensignal in die PHONES / CONTROL
ROOM Sektion (# 50), wo es optisch und
akustisch überprüft werden kann.
Zur Kontrolle leuchtet die Status LED AUX
SOLO,
wenn
die
SOLO
Funktion
eingeschaltet ist.
Dies ist ein globaler Schalter, der sämtliche
SOLO Funktionen der Ein- und Ausgänge
entweder PRE Fader oder POST Fader
schaltet (Ausnahme: SOLO Funktion der
AUX RETURNS, # 45). Ist der Schalter nicht
gedrückt, werden die Signale der SOLO
Funktion vor dem jeweiligen Fader
(Lautstärkeregler) abgegriffen und in die
Control Room / Phones Sektion geleitet –
es handelt sich dann um eine sog. PFL
Funktion (Pre Fader Listening). Ist der
Schalter gedrückt, hängen die SOLO
Signale von der Stellung des jeweiligen
Lautstärkereglers ab. Dann spricht man
von AFL (After Fader Listening).
Hilfreich ist die Status LED, die sich neben
den Pegelanzeigen befindet und mit SOLO
beschriftet ist. Diese leuchtet, wenn
irgendwo im Pult eine SOLO Taste gedrückt
ist. Sie leuchtet grün, wenn die globale
SOLO Funktion PRE geschaltet ist, und sie
leuchtet rot, wenn sie POST geschaltet ist.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
31
48. SOLO Regler
Jedes SOLO Signal (oder auch mehrere,
wenn mehr als ein SOLO Taster gedrückt
ist) durchläuft, bevor es tatsächlich die
PHONES / CONTROL ROOM Sektion (# 50)
erreicht, diesen Lautstärkeregler. Damit
kann ein möglicher Lautstärkeunterschied
zwischen dem Summensignal L / R und
einem SOLO Signal in der PHONES /
CONTROL ROOM Sektion ausgeglichen
werden. Dies verhindert Schäden an Ihrem
Gehör oder Ihrer Lautsprecheranlage.
Dieser Lautstärkeregler hat natürlich keinen
Einfluss auf den angezeigten Pegel in der
Pegelanzeige (# 53).
49. 2T RTN
Diese
Sektion
besteht
aus
einem
Drehregler und einem Schalter. Sie ist für
die Audiosignale verantwortlich, die an
den Cinch Eingängen und der Mini
Stereoklinke 2T RTN (# 11) anliegen.
Der Drehregler kontrolliert die Lautstärke.
Ganz nach links gedreht ist das Signal
stumm geschaltet. Je mehr Sie den Regler
im Uhrzeigersinn aufdrehen, um so lauter
wird das Signal.
2T RTN TO MAIN L-R
Wird dieser Schalter gedrückt, gelangt das
Zweispursignal
direkt
in
die
Summenschiene L / R, und ist dann dort in
der Lautstärke von dem Summen Fader
(# 55) abhängig.
Gleichzeitig wird die Verbindung zwischen
der Summenschiene L / R und den
Ausgängen REC OUT (# 12) unterbrochen,
um
eine
Rückkopplungsschleife
zu
vermeiden.
50. PHONES / CONTROL ROOM
Mit
diesem
Drehregler
wird
die
Endlautstärke
in
der
Abhörsektion
bestimmt.
Er
ist
sowohl
für
den
Kopfhörerausgang (# 56) als auch für die
CONTROL
ROOM
Ausgänge
(# 8)
zuständig.
SOURCE SCHALTER
Diese Schalter bestimmen das Quellsignal
für die PHONES / CONTROL ROOM Sektion.
Ist kein Schalter gedrückt, hört (und sieht)
man dort auch nichts - es sei denn,
irgendwo im Pult ist ein SOLO Schalter
gedrückt, dann ersetzt das SOLO Signal
das gerade vorhandene Monitorsignal.
Ist der Schalter 2T RTN gedrückt, gelangt
das Signal aus den 2T RTN Eingängen
(Cinch oder Mini Klinke # 11) in die
Abhörsektion.
Ist der Schalter GP 1-2 gedrückt, gelangt
das Signal aus Subgruppen 1 & 2 (# 54) in
die Abhörsektion.
Ist der Schalter GP 3-4 gedrückt, gelangt
das Signal aus Subgruppen 3 & 4 (# 54) in
die Abhörsektion.
Ist der Schalter MAIN L-R gedrückt, gelangt
das Signal aus Summenschiene (# 55) in die
Abhörsektion.
Darüber hinaus gibt es noch den Schalter
C - R/ PHNS ONLY von AUX RETURN 4 (# 44)
- ist er gedrückt, gelangt jenes Signal in die
Abhörsektion.
Es können auch mehrere Schalter
gedrückt werden, die Signale addieren
sich dann.
Nach wie vor entscheidet der globale PRE
/ POST Schalter (# 47), ob es sich um ein PFL
oder ein AFL Signal handelt.
Die SOLO Funktion hat grundsätzlich
Priorität vor den SOURCE Schaltern. Sobald
also irgendwo ein SOLO Schalter gedrückt
wird, hat dieses Signal Vorrang vor den
SOURCE Schaltern und ersetzt das
momentan anliegende Monitorsignal in
der Abhörsektion.
Priorität
Hoch
Niedrig
Signal
Solofunktion
gedrückte
Source
Schalter
51. +48V
Wenn diese rote LED leuchtet, ist die
globale +48V Phantomspeisung mit dem
Schalter auf der Stirnseite (# 20, Näheres
siehe dort) eingeschaltet.
52. PWR
Diese blaue Kontroll LED leuchtet, wenn
der Mixer mit dem Netzschalter (# 19)
eingeschaltet wird.
53. PEGELANZEIGEN
Diese beiden 12-stelligen LED Ketten sind
die Pegelanzeigen für den linken und
rechten
Kanal
des
Mixers.
Der
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
32
Anzeigebereich erstreckt sich von –30 dB
bis +10 dB sowie einer Peak LED pro Kanal.
Die LED Ketten sitzen schaltungstechnisch
in der Control Room Sektion, und zwar vor
den Lautstärkereglern PHONES / CONTROL
ROOM (# 50 und SOLO (# 48), sind also
nicht abhängig von deren Stellung.
Welcher Pegel angezeigt wird, hängt
davon ab, ob irgendwo im Pult eine SOLO
Taste oder ein Schalter in der SOURCE
Sektion (# 50) gedrückt ist.
Sie erkennen dies sehr schnell, da sich
neben den LED Ketten eine LED befindet,
die mit SOLO gekennzeichnet ist. Sie
leuchtet auf, sobald irgendwo im Pult eine
SOLO Taste gedrückt ist. Dabei leuchtet sie
grün, wenn die globale SOLO Funktion PRE
geschaltet ist, und sie leuchtet rot, wenn
sie POST geschaltet ist.
Sie ist also auch entscheidend dafür, wie
hoch der Pegel in der Anzeige zu sehen ist.
Bei einem PRE Fader Signal hat der
jeweilige Lautstärkeregler keinen Einfluss
auf den Pegel, es wird also der Pegel am
jeweiligen Eingang angezeigt. Bei einem
POST Fader Signal ist die Stärke des Signals
sehr wohl vom jeweiligen Lautstärkeregler
abhängig, demnach auch der angezeigte
Pegel in der LED Kette!
Außerdem ist die Stärke des angezeigten
Pegels davon abhängig, ob nur ein Signal
oder
mehrere
überprüft
werden.
Vergewissern Sie sich also sorgfältig, ob Sie
wirklich nur ein Signal abhören / optisch
überprüfen – schnell hat man hier Fehler
gemacht, weil eine SOLO Taste vergessen
wurde heraus zu nehmen.
Leuchtet die SOLO Taste nicht auf, sehen
Sie in der Pegelanzeige entweder gar
nichts, oder eben eines der Quellsignale
aus der SOURCE Sektion (# 50) (inkl. der
Möglichkeit, AUX RETURN 4 in die
Abhörsektion zu routen).
Sie erhalten ein sauberes, verzerrungsfreies
Eingangssignal, wenn sich im Durchschnitt
der Pegel um die 0 dB-Marke bewegt. Die
0 dB Anzeige entspricht in etwa einem
Ausgangspegel
von
+4
dBu
bei
symmetrischer Kabelführung.
Dieser optimale Pegelbereich wird mit 3
gelben LED dargestellt (-2, 0, +2 dB).
Gelegentliches Aufleuchten der +4 oder
+7 dB-Marke ist nicht bedenklich, sofern
das
nachfolgende
Gerät
diesen
zusätzlichen Pegel verträgt. Auch bei der
Signalführung innerhalb des Mixers sollten
Sie immer wieder diesen Optimalzustand
des 0 dB Betriebspegels erreichen. Auf
diese Weise erhalten Sie den besten
Signal/Rauschabstand.
Sie sollten darauf achten, dass die oberste,
rote LED der Pegelanzeige (mit PEAK
gekennzeichnet)
möglichst
nicht
aufleuchtet. Wenn sie aufleuchtet, ist der
Pegel etwa 1,5 dB unterhalb der Clipping
Grenze, ab derer Verzerrungen deutlich
wahrnehmbar sind. Mit anderen Worten:
Wenn es leuchtet, zerrt es auch! Dennoch
hat der SONIC STATION 16 sehr hohe
Aussteuerungsreserven (lesen Sie hierzu die
TECHNISCHEN DATEN).
Bedenken Sie, dass zwar die abgehörte
Lautstärke von den Reglern PHONES /
CONTROL ROOM (509) und SOLO (# 48)
abhängig ist, nicht jedoch der angezeigte
Pegel in der LED Kette!
54. GROUP 1 - 4
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
33
Wird dieser Schalter gedrückt, gelangt das
Subgruppensignal
auf
die
rechte
Summenschiene.
Wofür braucht man Subgruppen?
Bei der Mischung gerade größerer
Formationen, z.B. (Blas) Orchester, Big
Band, vielleicht noch mit Chören, etc., ist
es einfacher, ganze Instrumenten- oder
Vokalgruppen mit nur einem, maximal zwei
Reglern in der Lautstärke zu kontrollieren.
Wenn
Sie
das
optimale
Mischungsverhältnis
innerhalb
einer
Instrumentengruppe
(z.B.
Schlagzeug)
gefunden
haben,
legen
Sie
die
entsprechenden
Kanäle
auf
eine
Subgruppe oder zwei Subgruppen (durch
Betätigen des richtigen Routing Schalters
# 32 sowie des PAN Reglers # 29). Nun
haben Sie die komplette Gruppe mit
einem oder zwei Fadern „im Griff“.
Es gibt 4 Subgruppen – jede Gruppe hat
einen Fader und 2 Schalter.
Die Subgruppen erhalten ihr Signal aus den
verschiedenen Mono und Stereo Kanälen
sowie dem AUX Return 4, sofern Sie die
dort befindlichen „Routing“ Schalter
entsprechend betätigen.
FADER
Der 60 mm Flachbahn Schiebesteller ist der
Lautstärkeregler
für
die
jeweilige
Subgruppe und ihren entsprechenden
Ausgang (# 7).
Wenn Sie
Anschlag
bekommen
Signals um
geschoben
geschaltet.
55. MAIN L / R
Dieser 60 mm Flachbahn Schieberegler mit
linearer Kennlinie bestimmt die endgültige
Ausgangslautstärke des Mixers, also des
Summensignals L / R, das an den
Ausgängen MAIN L / R (# 14) anliegt. Auch
der angezeigte Pegel in der Pegelanzeige
(# 53) ist abhängig von diesen Fadern,
sofern wirklich das Summensignal L / R
angezeigt wird (Näheres dazu siehe # 53).
Die Summen L / R erhalten ihr Signal aus
den verschiedenen Mono und Stereo
Kanälen, den Subgruppen, den AUX und
EFX Rückführungen sowie dem 2T Signal,
sofern Sie die dort befindlichen Routing
Schalter betätigen. Wenn Sie die Fader
ganz bis zum Anschlag nach oben
schieben, bekommen Sie eine Verstärkung
des Signals um 10 dB. Ganz nach unten
geschoben
ist
das
Signal
stumm
geschaltet.
den Fader ganz bis zum
nach
oben
schieben,
Sie eine Verstärkung des
10 dB. Ganz nach unten
ist
das
Signal
stumm
LEFT
Wird dieser Schalter gedrückt, gelangt das
Subgruppensignal
auf
die
linke
Summenschiene.
RIGHT
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
34
ANWENDUNGS- und VERKABELUNGSBEISPIELE
Auf den folgenden Seiten sind einige typische Anwendungsgebiete für den Mixer SONIC
STATION 16 aufgezeigt. Natürlich erhebt diese Auflistung keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Die Beispiele sollen Ihnen eine Vorstellung darüber geben, wofür die ganzen Ein- und
Ausgänge verwendet werden können. Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf. So kommen Sie
womöglich auch auf ungewöhnliche Lösungen bei Aufgaben in der Beschallungs- und
Aufnahmetechnik. Erlaubt ist, was gefällt!
Der SONIC STATION 16 ist mit zahlreichen Möglichkeiten ausgestattet, die Ihnen die Arbeit im
Studio oder Live erheblich vereinfachen.
ANWENDUNG 1: LIVE BESCHALLUNG
ANWENDUNG 2: ACHTSPUR AUFNAHME
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
35
DIGITALE EFFEKTPROGRAMME
Die Programme werden mit dem Drehgeber PROGRAM (# 37) angewählt. Der jeweils
veränderbare Parameter wird durch Betätigen des Reglers PARAMETER (# 40) beeinflusst.
Ausnahme: Programmnummer 16 „TAP DELAY“: Hier gibt es zwei veränderbare Parameter –
die Verzögerungszeit wird durch zweimaliges Antippen der TAP DELAY Taste (# 41) definiert
(auch per Fußschalter), die Anzahl der Wiederholungen wird mit dem PARAMETER Regler
(# 40) eingestellt.
Nummer Programmname Beschreibung
Veränderbare
Parameter
Einstellbereich
1
HALL
Dieser
Algorithmus
simuliert
eine
große,
Hallzeit
weiträumige Halle, wie z.B. eine Konzerthalle
0,3 sec – 10,0 sec
2
ROOM
Dieser Algorithmus erzeugt eine Akustik, wie sie in
Hallzeit
kleinen Räumen vorzufinden ist
0,3 sec – 3,2 sec
3
PLATE
Simuliert das Nachhallverhalten einer Hallplatte:
Hallzeit
Schnelle Anstiegszeit, relativ hart klingend
0,3 sec – 10,0 sec
4
VOCAL 1
Ein Kombinationseffekt perfekt für die Verhallung
Hallzeit
von Gesang
0,3 sec – 10,0 sec
5
VOCAL 2
Ein Kombinationseffekt perfekt für die Verhallung
Hallzeit
von Gesang
0,3 sec – 10,0 sec
6
7
8
9
ECHO 1
ECHO 2
DELAY 1
DELAY 2
Echoeffekt ideal für Gesang
10
EARLY REF.
Ein Programm, das nur die frühen Verzögerungen
Raumgröße
beinhaltet: Macht den Klang wuchtiger
0,1 – 10,0
11
G. REVERB
Ein Hallprogramm, bei dem der Hall durch ein
Raumgröße
Gate abgeschnitten wird
0,1 – 5,0
12
DOUBLER
Schafft die Illusion eines zweiten Instruments bzw. ModulationsStimme
frequenz
0 – 50
13
SYMPHONIC
Fügt dem Originalsignal Tiefe, Breite und eine
Modulationstiefe
gewisse Schwebung hinzu
0 – 100%
14
FLANGE
Fügt dem Audiosignal eine Modulation mit leichter ModulationsTonhöhenverschiebung hinzu
frequenz
0,05 – 4,00 Hz
15
DISTORTION
Verzerrer: Produziert verzerrte Obertöne
TAP DELAY
Verzögerungs- bzw. Echoeffekt, bei dem die Wiederholungen 0 – 99%
Verzögerungszeit durch zweimaliges Antippen der
Taste TAP DELAY bzw. eines Fußschalters definiert
100 ms
wird. Die Anzahl der Wiederholungen wird mit dem
– 2690
Verzögerungszeit
Regler PARAMETER eingestellt.
16
Echoeffekt ideal für Gesang
Verzögert das Originalsignal
Verzögert das Originalsignal
Verzögerungszeit 0 – 800 ms
Verzögerungszeit 0 – 800 ms
Verzögerungszeit 0 – 800 ms
Verzögerungszeit 0 – 800 ms
Verzerrung
0 – 100%
(600 bpm)
ms (22,3
bpm)
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
36
TECHNISCHE DATEN
Sonic Station 16
Eingänge
Symmetrische Mono Mic / Line Kanäle
Stereo AUX Return
2T RTN (Zweispur Eingang)
16
4
Mini Stereo Klinke und Stereo Cinch
Ausgänge
Stereo Summen L/R
Summen Inserts
Mono Summe
Mono Summe
Subgruppen
2 x 6,3 mm TRS Klinke, symmetrisch & 2 x XLR männlich,
symmetrisch
ja
1 x 6,3 mm TRS Klinke, symmetrisch & 1 x XLR männlich,
symmetrisch
ja
4 x symmetrische 6,3 mm Klinke
2T REC OUT (Zweispur Ausgang)
Control Room L/R
Mini Stereo Klinke und Stereo Cinch mit Trim Regler
2 x 6,3 mm Klinke, unsymmetrisch
Stereo Kopfhörer
1
Kanalzüge
16
AUX Sends
6, 4 mit Volumenregler
Pan/Balance Regler
LED Anzeigen
Lautstärkeregler
Inserts
ja
ON, SIGNAL, PEAK
60 mm Flachbahn Schiebesteller
16
Direktausgänge
1~8
Summensektion
Aux Send Summenregler
4
Aux Send Summen SOLO
4
Stereo Aux Returns
4
Aux Return auf Subgruppen
1
Effekt auf Monitor
3
Globale Solo Umschaltung PRE / POST
ja
Individuelle Lautstärkeregler für Phones / Control Room und
Solo
Fader
ja
Pegelanzeigen
4 Subgruppen, 1 x Summe L / R
Stereo
Anzahl Kanäle
2
Segmente inkl. Peak
12
Phantomspeisung
Schaltung
+48 V DC
1 x Global
Digitaler Effektprozessor
24 bit / 48 kHz
Anzahl der Programme
16, je ein Parameter veränderbar; plus Tap Tempo
Taste
Effekt An / Aus; Tap Tempo Delay
Fußschalter (Kontaktschalter)
Frequenzumfang (Mic Eingang auf beliebigen Ausgang)
20 Hz ~ 60 kHz
+0 /-1 dB
20 Hz ~ 100 kHz
+0 / -3 dB
Übersprechen (1kHz @ 0 dBu, 20 Hz - 20 kHz, Kanaleingang
auf Summenausgänge L/R)
Kanalfader unten, alle anderen Kanäle auf Unity (0 dB)
Rauschen (20 Hz - 20 kHz, gemessen am Summenausgang,
Kanäle 1 - 4 bei Unity Gain (0 dB) Durchgang; EQ linear; alle
Kanäle auf Summe geschaltet; Kanäle 1 / 3 ganz nach
links, Kanäle 2 / 4ganz nach rechts. Referenz = +6 dBu)
.
<-90 dB
.
Summe @ 0 dB, Kanalfader unten
-86,5 dBu
Summe @ 0 dB, Kanalfader @ 0 dB
-84 dBu
Geräuschspannungsabstand, bezogen auf +4 dBu
Äquivalentes Eingangsrauschen Mikrofonvorverstärker E.I.N.
(150 Ohm, maximale Verstärkung)
>90 dB
<-129,5 dBm
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
37
Verzerrung (THD) (Beliebiger Ausgang, 1kHz @ +14 dBu, 20
Hz ~ 20 kHz, Kanaleingänge)
<0,005%
Gleichtaktunterdrückung CMRR (1 kHz @ -60 dBu, Gain auf
Maximum)
80 dB
Maximalpegel
Mikrofonvorverstärker
+10 dBu
Alle anderen Eingänge
+22 dBu
Symmetrische Ausgänge
+28 dBu
Unsymmetrische Ausgänge
+22 dBu
Impedanzen
Mikrofoneingang
2k Ohm
Alle anderen Eingänge (außer Inserts)
10k Ohm
2-Spur Cinch Ausgänge
1,1k Ohm
Alle anderen Ausgänge
Klangregelung
Bass
150 Ohm
3-Band, +/- 15 dB
80 Hz
Mitten (Mono Kanäle)
Höhen
100 Hz ~ 8 kHz, durchstimmbar
12 kHz
Hochpassfilter
Stromaufnahme (eingebautes Schaltnetzteil)
75 Hz (-18 dB / Oktave)
50 Watt
Netzspannung
100 ~ 240 VAC, 50 / 60 Hz
Netzsicherung
2 A träge
Gewicht
9,5 kg
Abmessungen (B x H x T)
445,4 x 211,7 x 431,8 mm
Phonic behält sich das Recht vor, technische Änderungen ohne vorherige Ankündigung
vorzunehmen.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
38
ABMESSUNGEN
Rackmontage, Anschlussfeld nach hinten geklappt
Tischpult, Anschlussfeld 90° abgewinkelt
Die Maße sind in mm/inch angegeben.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
39
BLOCKSCHALTBILD
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
40
GLOSSAR
AFL - After-Fader-Listening
Acronym für After Fader Listening, auch
post fader genannt, also Abhören nach
dem Fader.
AUX SEND - Auxiliary Send
Hilfsausgang. Ein Summensignal, das
unabhängig
von
der
eigentlichen
Stereosumme erzeugt wird, indem Abgriffe
bei einzelnen Kanälen und/oder Gruppen
vorgenommen werden, typischerweise
über Drehgeber.
Balanced
Symmetrisch. Eine Audioverbindung ist
symmetrisch, wenn das Signal auf zwei
Leitern identisch, jedoch um 180° gedreht,
geführt wird, während der Schutzleiter
nicht signalführend ist. Störeinstreuungen
werden zu gleichen Teilen von beiden
Leitern
aufgenommen.
Durch
den
Symmetrierverstärker
am
nächsten
Eingang,
bei
dem
die
beiden
signalführenden Leiter zusammengeführt
und dabei nochmals um 180° gedreht
werden,
löschen
sich
die
Störeinstreuungen gegenseitig aus.
verstärkte Signal aus dem Lautsprecher auf
und gibt es wiederum and den
Verstärker/Lautsprecher weiter, so dass
eine Rückkopplungsschleife entsteht, die
letztendlich zu einer stehenden Welle führt,
sobald
ein
bestimmter
Lautstärke
Schwellenwert überschritten ist.
Frequency response
Frequenzgang. Die Wiedergabe einzelner
Frequenzbereiche in einem Gerät.
Gain/input sensitivity
Eingangsempfindlichkeit. Die Veränderung
des Signalpegels.
Highpass filter
Hochpass Filter. Ein Filter, das nur die hohen
Frequenzen
durchlässt,
die
tiefen
Frequenzen am Passieren hindert.
Insert
Einschleifpunkt. Eine Unterbrechung des
Signalweges, um ein externes Gerät
“einzuschleifen”, z.B. Kompressor, Gate,
etc.
Pan
Panoramaregler. Verteilt ein Signal auf die
linke und rechte Summe.
Clipping
Verzerrung.
Heftiges
Einsetzen
von
Verzerrung im Signalfluss, meistens eine
Beschränkung der Spitzenpegel Spannung
aufgrund nur endlicher Reserven des
Netzteils.
Peaking
Bandpass.
Glockencharakteristik.
Ein
Klangregler
bearbeitet
nur
einen
bestimmten Frequenzbereich, der nach
oben und unten begrenzt ist.
dB (Dezibel)
PFL – pre fader listening
Abhören vor dem Fader.
Eine Angabe von relativ gleichbleibenden
Mengenänderungen
mittels
einer
logarithmischen Skala.
Equalizer
Klangregelung. Eine Schaltung, die das
Anheben oder Absenken bestimmter
Frequenzbereiche im Signalweg erlaubt.
Phase
Das Verhältnis zweier Signale zueinander.
Signale, die sich aufaddieren, sind
gleichphasig; Signale, die sich gegenseitig
auslöschen, sind gegenphasig.
Fader
Lautstärkeregler in Form eines Flachbahn
Schiebestellers.
Polarity
Die positiven und negativen Pole einer
Audioverbindung. Üblicherweise werden
positive mit positiven und negative mit
negativen Polen verbunden.
Feedback
Rückkopplung. Pfeifen, Dröhnen oder
“Hupen”, hervorgerufen durch die zu nahe
bzw. ungünstige Platzierung von Mikrofon
und Lautsprecher. Das Mikrofon nimmt das
Post fader
Der Punkt im Signalweg nach dem Fader,
also abhängig von der Stellung desselben.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
41
Pre fader
Der Punkt im Signalweg vor dem Fader,
also unabhängig von der Stellung
desselben.
Roll off
Ein Abfallen der Lautstärke jenseits einer
bestimmten Frequenz.
Shelving
Kuhschwanzcharakteristik. Eine Klangregler
bearbeitet
den
kompletten
Frequenzbereich jenseits einer bestimmten
Eckfrequenz.
Stereo return
Stereo Rückführung. Ein Eingang zur
Aufnahme von externen Signalquellen.
Transient
Transiente. Ein (meist extrem) kurzzeitiger
Anstieg des Signalpegels.
Unbalanced
Unsymmetrisch. Eine Audioverbindung ist
unsymmetrisch, wenn das Signal nur auf
einem Leiter transportiert wird und die
Abschirmung als Rückführung dient. Meist
sehr
störanfällig
gegenüber
Brummeinstreuungen und Verlusten im
Höhenbereich auf langen Strecken.
+48V
48V
Gleichspannung,
auch
Phantomspeisung
genannt,
an
Mikrofoneingängen. Dient zur Speisung von
Kondensatormikrofonen und aktiven DI
Boxen.
NACHSCHLAGEWERKE
Für alle, die an weiterführender Literatur
über
Beschallungsund
Tontechnik
interessiert sind, empfiehlt Phonic folgende
Nachschlagewerke:
_ Sound System Engineering by Don and
Carolyn Davis, Focal Press, ISBN: 0-24080305-1
_ Sound Reinforcement Handbook by Gary
D.
Davis,
Hal
Leonard
Publishing
Corporation,
ISBN: 0-88188-900-8
_ Audio System Design and Installation by
Philip Giddings, Focal Press, ISBN: 0-24080286-1
_ Practical Recording Techniques by Bruce
and Jenny Bartlett, Focal Press, ISBN: 0-24080306-X
_ Modern Recording Techniques by Huber
& Runstein, Focal Press, ISBN: 0-240-80308-6
_ Sound Advice – The Musician’s Guide to
the Recording Studio by Wayne Wadham,
Schirmer Books, ISBN: 0-02-872694-4
_ Professional Microphone Techniques by
David Mills Huber, Philip Williams. Hal
Leonard Pub-lishing Corporation, ISBN: 087288-685-9
_ Anatomy of a Home Studio: How
Everything Really Works, from Microphones
to Midi by Scott Wilkinson, Steve
Oppenheimer, Mark Isham. Mix Books,
ISBN: 091837121X
_
Live
Sound
Reinforcement:
A
Comprehensive Guide to P.A. and Music
Reinforcement Sys-tems and Technology
by Scott Hunter Stark. Mix Books, ISBN:
0918371074
_ Audiopro Home Recording Course Vol 1:
A Comprehensive Multimedia Audio
Recording Text by Bill Gibson. Mix Books,
ISBN: 0918371104
_ Audiopro Home Recording Course Vol. 2:
A Comprehensive Multimedia Audio
Recording Text by Bill Gibson. Mix Books,
ISBN: 0918371201
Phonic behält sich das Recht vor,
technische Änderungen ohne vorherige
Ankündigung durchzuführen.
PHONIC CORPORATION – Bedienungsanleitung SONIC STATION 16
42
Was this manual useful for you? yes no
Thank you for your participation!

* Your assessment is very important for improving the work of artificial intelligence, which forms the content of this project

Download PDF

advertisement