Modulhandbuch - Informatik - Friedrich-Alexander

Modulhandbuch - Informatik - Friedrich-Alexander
Bachelor- und Masterstudiengang
Informatik
Studienführer
WS 2015/16
www.informatik.fau.de
Vorwort
Dieser Studienführer ist ein Leitfaden für die Bachelor- und Master-Studierenden im Fach Informatik
an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg gedacht. Er richtet sich in erster Linie an
diejenigen Studierenden, die nach der aktuellesten Fachprüfungsordnung Informatik (FPO 2015)
studieren. Bachelor- und Master-Studierende nach der alten Fachprüfungsordnung (FPO 2014 bzw.
älter) werden sicherlich auch von einigen hier aufgeführten Informationen profitieren, seien aber
grundsätzlich auf die für sie geltenden Regelungen der älteren FPOs verwiesen, die sie auf den
Seiten des Prüfungsamtes einsehen können.
Alle Fakten wurden gründlich recherchiert und die Texte mit größter Sorgfalt erstellt. Als gültige
Rechtsgrundlage in allen studienbezogenen Fragen dienen jedoch allein die Fachprüfungsordnung
Informatik (FPO Inf) und die Allgemeine Prüfungsordnung der Technischen Fakultät (APO TechFak).
Zu finden unter: www.informatik.fau.de/Studierende/rechtliches.shtml
Zum Zweck der besseren Lesbarkeit werden im Folgenden weitgehend männliche Personenbezeichnungen verwendet. Die zahlreichen Studentinnen und Dozentinnen der Informatik sind dabei
selbstverständlich immer mitgemeint.
Sollten Ihnen manche der verwendeten Fachbegriffe und Abkürzungen unklar sein, steht Ihnen im
hinteren Teil des Studienführers ein Glossar zum Nachschlagen zur Verfügung. Erklärungen zu den
studienrelevanten Online-Tools sowie die Kontaktdaten aller Ansprechpartner, die auf den folgenden Seiten erwähnt werden, finden Sie in den letzten Kapiteln.
Das SSC wünscht Ihnen viel Erlfolg im Informatikstudium!
Dr. Christian Götz
Studien-Service-Center Informatik
Stand: September 2015
Inhalt
1 Erste Orientierung
1.1 Was ist Informatik?
1.2 Berufsbild Informatik
1.3 Der Studiengang Informatik an der FAU
7
7
8
10
1.3.1 Allgemeines
10
1.3.2 Aufbau und Ziele des Bachelorstudiums
11
1.3.3 Aufbau und Ziele des Masterstudiums
12
1.3.4 Vorkenntnisse und Voraussetzungen des Studiengangs
13
1.4 Die Lehrstühle und Professuren des Departments Informatik
14
1.5 Rechnerausstattung
23
1.6 Lageinformationen
24
2. Allgemeine Informationen zum Studium
2.1 Semesterterminplan
2.2 Einschreibung - Immatrikulation
26
26
26
2.2.1 Immatrikulation mit deutscher Fachhochschulreife (Fachabitur)
27
2.2.2 Immatrikulation für beruflich qualifizierte Bewerber
27
2.2.3 Immatrikulation für Studiengang- und Hochschulwechsler
28
2.2.4 Immatrikulation für internationale Bewerber
29
2.3 Semesterticket und Studentenwerksbeitrag
31
2.4 Rückmeldung
32
2.5 Wohnungssuche
32
2.6 BAföG
33
2.7 Mathematik-Repetitorium
33
2.8 Informatik-Repetitorium
33
2.9 Sprachkenntnisse
34
3 Im Studium
3.1 ECTS-Punkte und Modularisierung 34
34
3.2 Lehrveranstaltungen – eine Typologie
34
3.3 Studien- und Prüfungsleistungen
36
3.3.1 Studien- und Prüfungsordnungen
36
3.3.2 Prüfungsanmeldung, Prüfungszeiträume
37
3.3.3 Prüfungsvorbereitung
37
3.4 Prüfungen
38
3.4.1 Täuschungsversuch, Plagiarismus
40
3.4.2 Rücktritt von Prüfungen
40
3.4.3 Wiederholung von Prüfungen
41
3.4.4 Zusätzliche Prüfungsleistungen
42
3.4.5 Notenberechnung
42
3.5 Auslandsaufenthalt im Studium
43
3.6 Beurlaubung
44
3.7 Anerkennung von Leistungen
45
3.8 Studienzeitverlängerung
47
3.9 Studienfach- und Hochschulwechsel
47
4. Der Bachelorstudiengang Informatik
48
4.1 Aufbau des Studiums
48
4.1.1 GOP-Phase
48
4.1.2 Bachelor-Phase
49
4.2 Modultabelle Informatik Bachelor
51
4.3 Vertiefungsrichtungen (Bereich Wahlpflichtmodule)
52
4.3.1 IT-Sicherheitsinfrastrukturen (Informatik 1)
52
4.3.2 Programmiersysteme (Informatik 2)
52
4.3.3 Rechnerarchitektur (Informatik 3)
53
4.3.4 Verteilte Systeme und Betriebssysteme (Informatik 4)
54
4.3.5 Mustererkennung (Informatik 5)
56
4.3.6 Datenmanagement (Informatik 6)
56
4.3.7 Kommunikationssysteme (Informatik 7)
57
4.3.8 Diskrete Simulation (Informatik 7)
58
4.3.9 Theoretische Informatik (Informatik 8)
59
4.3.10 Graphische Datenverarbeitung (Informatik 9)
60
4.3.11 Systemsimulation (Informatik 10)
60
4.3.12 Software Engineering (Informatik 2 und 11)
61
4.3.13 Hardware-Software-Co-Design (Informatik 12)
65
4.3.14 Medieninformatik
66
4.3.15 Elektronik und Informationstechnik
67
4.3.16 AG Digital Humanities 68
4.5 Modulbeschreibungen des Bachelorstudiums
69
4.5.1 Algorithmen und Datenstrukturen
69
4.5.2 Konzeptionelle Modellierung
70
4.5.3 Grundlagen der Technischen Informatik
72
4.5.4 Parallele und funktionale Programmierung
73
4.5.5 Grundlagen der Rechnerarchitektur und -organisation
75
4.5.6. Grundlagen der Schaltungstechnik
76
4.5.7 Systemprogrammierung
78
4.5.8 Grundlagen der Logik in der Informatik
79
4.5.9 Software-Entwicklung in Großprojekten
80
4.5.10. Berechenbarkeit und Formale Sprachen
81
4.5.11. Theorie der Programmierung
83
4.5.12. Rechnerkommunikation
85
4.5.13. Algorithmik kontinuierlicher Systeme
86
4.5.14. Implementierung von Datenbanksystemen
87
4.5.15. Mathematik für Ingenieure 1-4
89
4.5.16 Praktikum
93
4.5.17 Seminar
93
4.5.18 Bachelorarbeit 94
4.6 Studienabschluss
5. Der Masterstudiengang Informatik
5.1 Qualifikation zum Masterstudium Informatik
95
96
96
5.2 Qualifikationsfeststellungsverfahren (QFV)
97
5.3 Nicht-konsekutiv Studierende (z. B. Hochschulwechsler)
99
5.4 Studienverlauf Master Informatik (M. Sc.)
100
5.5 Teilzeitstudium
102
5.6 Studienschwerpunkte im Masterstudium
103
5.6.1 Studienschwerpunkt „Informatik in der Fahrzeugtechnik“
103
5.6.2 Studienschwerpunkt „Heterogene Bildsysteme“
105
5.7 Doppelstudium
106
5.8 Masterarbeit
107
5.9 Studium-Ende
108
5.9.1 Zeugnisdokumente
108
5.9.2 Promotion
108
6. Nebenfächer
109
7 Studierende in besonderen Situationen
110
7.2 Studieren mit Psychischen Erkrankungen
110
7.3 Studieren in der Schwangerschaft/mit Kind
111
7.1 Studieren mit chronischer Erkrankung oder Behinderung
8. Tipps und Hinweise
8.1 Tipps für ein erfolgreiches Bachelorstudium
110
112
112
8.2 Tipps für ein erfolgreiches Masterstudium
114
8.3 Stolpersteine im Masterstudium und wie man sie sicher umgeht
114
9 Online-Tools
9.1 IdM-Portal
116
116
9.2 CIP-Pool-Account
116
9.3 UnivIS
117
9.4 StudOn
117
9.5 Campo
117
9.6 MeinCampus
118
9.7 Virtuelle Hochschule Bayern (VHB)
118
9.8 EST-System
118
9.9 Videoportale
119
9.10 Wichtige Webseiten
119
9.11 VPN-Client
119
9.12 Überblick: Wofür welches Tool?
120
10 Studentisches Leben
121
11 Glossar – wichtige Begriffe im Studium
122
11 Nützliche Adressen und Ansprechpartner 127
12 Anhang
131
12.1 Richtlinien Sprachzertifikate
12.2 Hinweise zur Beglaubigung von Dokumenten
131
132
Erste Orientierung
1 Erste Orientierung
1.1 Was ist Informatik?
Die rasante Entwicklung der Informationsverarbeitung hat unser Leben und Arbeiten, unser Wirtschaften und Handeln in einer Weise verändert wie kaum eine Technologie zuvor. Die Auswirkungen aktueller Trends wie Multimedia, Virtual Reality, Internet, Künstliche Intelligenz etc. auf unsere
Gesellschaft sind kaum überschaubar. Kontinuierlich werden leistungsfähigere Prozessoren, größere Speicher, schnellere Netzwerke und komplexere Softwareprodukte angeboten, die neue Kommunikations-, Lern und Arbeits-formen in jedem Haushalt und an jedem Arbeitsplatz verfügbar machen
Eine Schlüsselrolle in dieser Entwicklung spielt die Informatik.
Informatik ist die Wissenschaft, Technik und Anwendung der maschinellen Verarbeitung und Übermittlung von Informationen. Sie beschäftigt sich mit Hardware, Software und Organisation von
Rechnersystemen und -netzen, mit der Repräsentation und der Verarbeitung anwendungsbezogener Daten und Signale, mit der Akquisition und Nutzung von problemspezifischem Wissen und mit
den Auswirkungen des Einsatzes solcher Systeme auf Nutzer und Betroffene. Dabei abstrahiert die
Informatik von den Besonderheiten der einzelnen Anwendungen und Architekturen und analysiert
die grundlegenden theoretischen Konzepte und Methoden, um sie beim Entwurf neuer Systeme
einzusetzen.
Informatik ist so als umfassende Grundlagen- und Querschnittsdisziplin zu verstehen, die sich mit
den technischen, organisatorischen und gesellschaftspolitischen Fragen der Entwicklung und Nutzung von Systemen der Informationstechnik befasst. Zielsetzung und Arbeitsweise kennzeichnen
sie als Ingenieur-wissenschaft. Ihre anwendungsbezogenen Teildisziplinen reichen von der Wirtschafts-, Umwelt- und me-dizinischen Informatik über den Datenschutz und die Telekommunikation
bis in die Natur- und Ingenieur-wissenschaft (Computational Science und Computational Engineering). Mit ihren Methoden der Formalisierung, Modellbildung und Simulation erschließt sie neue
Denk- und Arbeitsweisen in allen Bereichen der Natur- und Geisteswissenschaften und der Technik.
Die Kerngebiete der Informatik umfassen die Architektur und den Entwurf informationsverarbeitender Ma-schinen, die für den Betrieb erforderlichen Systemprogramme, Programmiersprachen und
ihre Überset-zung, grundlegende Algorithmen und Datenstrukturen, Methoden und Werkzeuge des
Software Enginee-ring, Aspekte verteilter Systeme und Rechnerkommunikation, Datenbanken und
Informationssysteme, Hardwareentwurf sowie die eher theoretischen Fragen formaler Sprachen,
Berechenbarkeit und Komple-xität. Hinzu kommen die Gebiete der praktischen Informatik wie z.B.
Sprach- und Bildverarbeitung, Mus-tererkennung, Künstliche Intelligenz, Computergraphik und Visualisierung, Echtzeitsysteme und Automati-sierungstechnik, Betriebliche Anwendungen.
7
Erste Orientierung
1.2 Berufsbild Informatik
Welche Berufe üben universitäre Informatik-Absolventen später aus?
Da die Informationstechnologie in nahezu alle Bereiche der Gesellschaft Einzug gehalten hat, ist
das potenzielle Betätigungsfeld eines Informatikers sehr breit gefächert. Allerdings ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass ein Informatikstudium zwangsläufig zum Beruf „Programmierer“ führt. Wer
später „nur“ programmieren will, muss nicht Informatik studieren - schon gar nicht an einer Universität.
Informatiker sind Problemlöser, bzw. Optimierer!
Beispiel Navigationssystem: Der Autofahrer möchte, dass das System selbstständig die schnellste
Route bis zum Ziel ausarbeitet. Dem Informatiker interessiert, nach welchen Regeln (Algorithmen)
das System vorgeht. Wie effektiv ist dabei die Vorgehensweise? Welche Randbedingungen (Art der
Straßenverbindungen, Umleitungen) gilt es zu beachten? Gerade in einer zunehmend vernetzten
Welt stehen dabei auch immer mehr sicherheitsrelevante Fragestellungen im Vordergrund.
Weitere Fragestellungen für einen Informatiker sind z. B.:
• Wie könnte der immer stärker werdende (Daten-)verkehr bei begrenzten Kapazitäten optimiert werden?
• Könnten sich Fahrzeuge in Zukunft gegenseitig vor Gefahren warnen?
• Wie könnte ein Arzt einen PC bedienen, ohne ihn (z. B. während einer OP) zu berühren?
• Gibt es Möglichkeiten durch moderne Computersimulationen resourcenschonende Technologien zu entwickeln?
• Wie kann 3-D Scannertechnologie helfen antike Stätten zu rekonstruieren?
Informatiker arbeiten ähnlich wie Architekten: Sie analysieren (zum Teil unbekannte) Anwendungbereiche, arbeiten die für eine Problemlösung wesentlichen Kriterien heraus, stellen unwichtige Details zurück und entwickeln gemeinsam mit den Experten des Anwendungsfeldes Problemlösungen.
8
Erste Orientierung
Wie sieht der Arbeitsmarkt für Informatiker aus?
Informatik ist eines der interessantesten, vielseitigsten und entwicklungsfähigsten Studienfächer,
das außergewöhnlich gute Berufschancen bietet. Gerade der interdisziplinäre Aspekt der Ausbildung eröffnet den Absolventen des Bachelor/Master of Computer Science ein weites Berufsfeld in
Lehre, Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung. Die beruflichen Perspektiven lassen sich
grob in vier Haupttätigkeitsbereiche unterteilen:
In hochtechnologischen Entwicklungsabteilungen:
Die Zukunft mit innovativen Ideen mit gestalten und verändern: Vor allem in der Automobilindustrie
und der Medizintechnik gibt es sehr viele interessante Forschungsgebiete für Informatiker.
In Forschung und Lehre:
Entwurf und Entwicklung neuer Hard- und Software-Technologien, Ausbildung und Anwenderschulung, Beratung.
In der Datenverarbeitungsindustrie:
Entwicklung, Vertrieb und Wartung von Betriebs- und Anwendungssoftware, Hardware- und Netzwerkkomponenten.
Beim Anwender von Informationstechnologien:
Betrieb umfangreicher EDV-Installationen, Integration und Optimierung komplexer Anwendungen,
Pflege und Weiterentwicklung von anwendungsorientierten Teilsystemen.
Gerade die Anwendungsbereiche der Informationstechnologie bieten ein extrem vielfältiges Spektrum. Zu den Aufgaben eines Informatikers gehören hier vor allem die Analyse von Problemen des
Anwenders, die Erstellung von Problembeschreibungen mit Informatik-Methoden, der Entwurf von
Softwaresystemen sowie die Koordinierung der eigentlichen Programmierung. Das Studium kann
nicht Wissen über alle denkbaren Anwendungsfelder vermitteln. Wichtig ist daher für einen Informatiker die Fähigkeit, unbekannte Anwendungsbereiche zu analysieren, die für eine Problemlösung
wesentlichen Kriterien herauszuarbeiten, unwichtige Details zurückzustellen und gemeinsam mit
den Experten des Anwendungsfeldes Problemlösungen zu entwickeln. Diese Fähigkeiten zur Problemanalyse werden im wissenschaftlichen Bereich und in vielen Unternehmen sehr hoch geschätzt.
Laufend kommen weitere Anwendungsfelder für die Informatik und damit neue Einsatzgebiete für
die Absolventen dieses Studiengangs hinzu. Leistungsfähigere Rechner ermöglichen es, immer
wieder neue, komplexere Probleme mit dieser Technologie zu lösen.
Neben „neuen Herausforderungen“ an die Informatik gibt es aber natürlich auch viele „traditionelle“
Anwendungsfelder, in denen Software seit langer Zeit eingesetzt wird. Diese Software muss laufend
9
Erste Orientierung
an neue Anforderungen angepasst werden (Kundenwünsche, aber auch grundlegende Anpassungen - Beispiele hierfür waren das „Jahr-2000-Problem“ oder die „Euro-Umstellung“). Immer öfter
wird es auch notwendig, über Jahrzehnte hinweg gewachsene Software von Grund auf neu zu
entwerfen.
In allen Bereichen sind häufig auch Managementaufgaben zu erfüllen. Eine Bereitschaft zur kontinuierlichen Fortbildung ist wegen der schnellen technologischen Veränderung ebenso unerlässlich
wie solide englische Sprachkenntnisse. Freiberufliche Tätigkeit oder die Existenzgründung spielen
für viele Informa-tik-Absolventen eine immer größere Rolle.
1.3 Der Studiengang Informatik an der FAU
1.3.1 Allgemeines
Das Informatik-Studium soll die Fähigkeiten vermitteln, die Probleme, die auf Informatiker in ihren
vielfältigen Berufsfeldern zukommen, mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten und zu lösen.
Seit dem Wintersemester 2007/2008 gibt es einen sechssemestrigen Bachelor- und einen viersemestrigen Master-Studiengang, die konsekutiv aufgebaut sind. Der Bachelor Studiengang kann nur
zum Winter-semester begonnen werden. In den ersten vier Semestern sind Lehrveranstaltungen im
Umfang von 24 Stunden pro Woche vorgesehen. In den höheren Semestern und im Master-Studium nimmt die Zahl der Vorlesungen ab. Zur grundsätzlich notwendigen Zeit für die Nachbereitung
von Vorlesungen und die Übungsvorbereitung kommt die Vorbereitung von Seminarvorträgen, die
Durchführung des Praktikums und eines Projekts sowie die Anfertigung der Bachelor- und der Master-Arbeit hinzu.
Bei erfolgreichem Abschluss des Bachelor-Studiengangs Informatik wird der akademische Grad
Bachelor of Science
abgekürzt (B. Sc.) verliehen. Bei erfolgreichem Abschluss des konsekutiven Master-Studiengangs
wird der akademische Grad
Master of Science
abgekürzt (M. Sc.) erworben.
10
Erste Orientierung
1.3.2 Aufbau und Ziele des Bachelorstudiums
Der Bachelor-Studiengang Informatik besteht aus Pflicht- und Wahlpflicht-Modulen, einem Nebenfach, einem universitäts internen (Software-) Praktikum und der Bachelor-Arbeit. Die ersten beiden
Semester (Grundlagen- und Orientierungsphase) umfassen die Vermittlung von Grundkenntnissen
der Mathematik und der Informatik und werden mit eigenen Prüfungen abgeschlossen. Dadurch
verfügen die Studierenden über ein solides, informatisches Basiswissen, welches in den nächsten
vier Semestern mit Informatik-Inhalten vertieft und durch zusätzliche Fachgebiete erweitert wird. Im
letzten Fachsemester wird auch die Bachelor-Arbeit angefertigt.
Die folgende Abbildung zeigt den grundsätzlichen Aufbau des Bachelor-Studiums Informatik:
Bachelor of Science (B. Sc.)
6
Bachelor-Arbeit
Nebenfach
Praktikum
Wahlpflichtmodule
Seminar
Auswahl von 2 bis 3 Modulen aus 15
verschiedenen Vertiefungsrichtungen
Semester
5
4
Pflichtmodule
Rechnerkommunikation, Systemprogrammierung,
Implementierung von Datenbanksystemen, Berechenbarkeit
und Formale Sprachen, Softwareentwicklung u. a.
Grundlagen- und Orientierungsphase
Algorithmen und Datenstrukturen, Technische Informatik,
Grundlagen der Rechnerarchitektur, Mathematik,
Parallele und funktionale Programmierung,
Konzeptionelle Modellierung
Abb.1: Überblick Bachelor-Studiengang
11
3
2
1
Erste Orientierung
1.3.3 Aufbau und Ziele des Masterstudiums
Der Master-Studiengang Informatik umfasst insgesamt acht Wahlpflicht-Module, die Bearbeitung eines Projekts, ein Nebenfach, ein Seminar und die Masterarbeit. Der Master-Studiengang Informatik
kann sowohl zum Sommer- wie zum Wintersemester begonnen werden. Der Masterstudiengang Informatik kann auch als Teilzeitstudium absolviert werden. Ein Wechsel von Vollzeit- auf das Teilzeitstudium oder umgekehrt ist einmal möglich. Mehr Informationen zum Teilzeitstudium finden Sie hier:
https://www.fau.de/studium/vor-dem-studium/studiengaenge/teilzeitstudium/
Die folgende Abbildung zeigt den grundsätzlichen Aufbau des Master-Studiums Informatik:
Master of Science (M. Sc.)
4
Master-Arbeit
8 Wahlpflichtmodule
Nebenfach
Semester
Projekt
Seminar
3
2
1
Abb.2 Überblick Masterstudium
Als Wahlpflichtmodule dienen Module aus unterschiedlichen Vertiefungsrichtungen mit unterschiedlicher ETCS-Zahl. Die einzelnen Vertiefungsrichtungen sind in der Erlanger Informatik zu bestimmten Säulen zugeordnet. Im Master müssen mindestens drei der vier Säulen der Vertiefungsrichtungen abgedeckt werden (Näheres hierzu siehe Kapitel Master), um die Kenntnisse in der Informatik
möglichst breit zu fächern. Im Nebenfach lernen die Informatik-Studierenden eines der vielen Anwendungsgebiete für Informatik und die Sicht der Anwender auf die Informatik näher kennen – als
Grundlage für die im Berufsleben der meis-ten Informatiker und Informatikerinnen wichtigen Kooperationen mit den Anwendern. Zur Auswahl steht eine breite Palette von Studiengängen der Universität Erlangen-Nürnberg.
12
Erste Orientierung
Die folgende Abbildung zeigt die Zuordnung der unterschiedlichen Vertiefungsrichtungen zu den
Säulen:
Vier Säulen der Vertiefungsrichtungen
Säule der theoretisch orientierten
Vertiefungsrichtungen
Säule der systemorientierten
Vertiefungsrichtungen
Theoretische Informatik
Rechnerarchitektur
Verteilte Systeme und Betriebssysteme
Kommunikationssysteme
Hardware - Software Co-Design
IT-Sicherheit
Systemsimulation
Diskrete Simulation
Säule der softwareorientierten
Vertiefungsrichtungen
Säule der anwendungsorientierten
Vertiefungsrichtungen
Programmiersysteme
Datenbanksysteme
Künstliche Intelligenz
Software Engineering
Mustererkennung
Graphische Datenverarbeitung
Elektronik und Informationstechnik
Medieninformatik
Informatik in der Bildung
Abb. 3: Vier Säulen der Vertiefungsrichtungen
1.3.4 Vorkenntnisse und Voraussetzungen des Studiengangs
Welche Voraussetzungen sollte ich für ein Informatik-Studium mitbringen?
Wer noch keinerlei Programmierkenntnisse in Java hat, wird dringend empfohlen sich bereits vor
Studienbeginn in die Grundlagen der Programmiersprache Java einzuarbeiten. Hierzu stehen zahlreiche Java-Einführungsbücher (z. B. auch online, siehe hier), Java-Tutorials in youtube und Online-Lernportale (wie z. B. dieses hier) zur Verfügung.
Hinweis zu Vorkenntnissen und Voraussetzungen:
Das Modul Algorithmen und Datenstrukturen und die zugehörigen Lehrveranstaltungen wiederholen den Schulstoff im Schnelldurchlauf, der im Lehrplan des naturwissenschaftlich-technologischen Gymnasiums in Bayern vorgeschrieben ist, und gehen deutlich darüber hinaus. Eine
Möglichkeit zur Selbsteinschätzung der eigenen Programmierfertigkeit und zur (empfohlenen)
Anmeldung zum Informatik-Repetitorium, das diesen Schulstoff ausführlicher wiederholt, finden
Sie hier: Informatik-Repetitorium.
13
Erste Orientierung
1.4 Die Lehrstühle und Professuren des Departments Informatik
Die Anfänge der Informatik an der Universität Erlangen-Nürnberg reichen zurück bis zur Gründung
der Technischen Fakultät im Jahre 1966. Damals existierte bereits das Institut für Mathematische
Maschinen und Datenverarbeitung. Seit dem WS 1969/70 gibt es einen eigenständigen Studiengang Informatik, die erste Prüfungsordnung datiert vom 1.6.1970.
Informatik 1IT-Sicherheitsinfrastrukturen
Martensstraße 3, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 12.158
Tel. 85-69900, Fax 85-69919, E-Mail: [email protected]
www1.cs.fau.de
Prof. Dr.-Ing. Felix Freiling
Offensive IT-Sicherheit, Schwachstellenanalyse von Hard- und Software, Analyse von Schadsoftware, IT-Beweismittelsicherung und –Analyse (Forensik), Reverse Engineering
Informatik 2Programmiersysteme
Martensstraße 3, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 05.138
Tel. 85-27621, Fax 85-28809, Email: [email protected]
www2.cs.fau.de
Prof. Dr. Michael Philippsen
Übersetzung für eingebettete Systeme, Cluster Computing, Graphgrammatiken und Graphtransformatio-nen, automatische Analyse natürlicher Sprache, Spezifikation und Generierung graphischer
Diagrammedi-toren, visuelle regelbasierte Programmierung, Softwaregestützte Systeme zum Risikomanagement, Algorithmen für Zeitplanungsprobleme, evolutionäre Algorithmen, kombinierte
Lernverfahren, effiziente Daten-analyse.
Informatik 3Rechnerarchitektur
Martensstraße 3, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 07,156
Tel. 85-27003, Fax 85-27912, Email: [email protected]
www3.cs.fau.de
Prof. Dr.-Ing. Dietmar Fey
Groß- und kleinskalierte parallele Rechensysteme wie Grid Computing, Cluster Computing und
FPGAs, realisierte parallele Rechnerstrukturen in Eingebetteten Systemen, applikationsspezifische
Schaltkreise (ASICs). Design, Modellierung, Bewertung, Schwachstellenanalyse von Hochleis14
Erste Orientierung
tungsrechnern, Einge-bettete Systeme, Workstation-Cluster und fehlertolerante Systeme.Effiziente,
deterministische Simulation von Multi-Clustern und Client-/Server-Systemen, Design von Middleware für Parallelrechner und Compute Grids, Architekturen für Computational Science and Engineering, Design von Hardware-Komponenten und Treibern.
Informatik 4Verteilte Systeme und Betriebssysteme
Martensstraße 1, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 0.047
Tel. 85-27277, Fax 85-28732, Email [email protected]
www4.cs.fau.de
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Schröder-Preikschat
Verteilte Systeme und Middleware, Sicherheitsaspekte in verteilten, komponentenbasierten Systemen, Verteilungskonfiguration, Architekturen für qualitätsbewusste Anwendungen, Literaturdatenbank für vernetzte wissenschaftliche Einrichtungen; Betriebssysteme, Java-Betriebssystemarchitekturen, Power Management, aspektorientierte Systemprogrammierung, Betriebssystemfamilien,
einbettbare Betriebssysteme; Analytische Modellierung und Prozessautomatisierung, Leistungsanalyse von Rechensystemen, Modellbeschreibungssprachen, Leistungsmodellierung.
Informatik 5Mustererkennung
Martensstraße 3, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 09.138
Tel. 85-27775, Fax 09131/303811, Email [email protected]
www5.cs.fau.de
Prof. Dr.-Ing. habil. Andreas Maier
Prof. Dr.-Ing. Joachim Hornegger (Präsident der FAU)
Prof. Dr.-Ing. Elmar Nöth
Prof. Dr. Björn Eskofier
Medizinische Bildverarbeitung: Bildregistrierung, Bildanalyse, Segmentierung, Rekonstruktion, verschie-dene Aufnahmemodalitäten, diskrete Tomographie, Bildverbesserung; Rechnersehen: Multispektrale Bildanalyse, Erkennung und Verfolgung von Objekten, Bildforensik, 3D-Rekonstruktion
und Navigation, Reflektions- und Beleuchtungsschätzung; Sprachverarbeitung: Erkennen/Verstehen von spontaner Sprache, Dialogsysteme, Kindersprache, Emotionserkennung, automatische
Bewertung von Sprechstörungen, Aussprachebewertung beim Fremdsprachenlernen, Multikriterielle Optimierung: z. B. Zeitplanungsprobleme; Sportinformatik: Digitaler Sport, Klassifikation, Signalverarbeitung, Biosignale
15
Erste Orientierung
Informatik 6Datenmanagement
Martensstraße 3, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 08.139
Tel. 85-27893, Fax 85-28854, Email [email protected]
www6.cs.fau.de
Prof. Dr. Klaus Meyer-Wegener
Prof. Dr. Richard Lenz
Evolutionäre Informationssysteme: Prozessunterstützung in medizinischen Versorgungsketten;
Datenqualität: Testdatenmanagement, Umgang mit unsicheren Datenbeständen, DQ-Monitoring;
Datenstromsysteme und Ereignisverarbeitung: verteilte Anfrageverarbeitung, Transformation von
Anfragen, Ereignis-Propagierung, Tierbeobachtung, Anlagenüberwachung; Weitere Themen: Hardware-Unterstützung für Datenbank-Anfragen (gemeinsam mit Informatik 12).
Informatik 7Rechnernetze und Kommunikationssysteme
Martensstraße 3, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 06.156
Tel. 85-27411, Fax 85-27409, Email [email protected]
www7.cs.fau.de
Prof. Dr.-Ing. Reinhard German
Der Lehrstuhl beschäftigt sich mit der Architektur und den Protokollen vernetzter Systeme (vom
Medien-zugriff über Sicherungs- und Netzwerkschicht zur Anwendung) und insbesondere deren
Dienstgüte (Quality-of-Service, QoS): Leistung (Performance), Verlässlichkeit (Dependability),
Echtzeit (Real-Time), Ener-gieverbrauch, Funktionssicherheit (Safety), Informationssicherheit (Security). Auf methodischer Seite beschäftigt sich der Lehrstuhl dazu mit der Messung und dem Monitoring, der Modellierung, diskreter Ereignissimulation und der Analyse mit verbreiteten Werkzeugen,
stochastischen Prozessen, Warteschlangen sowie dem Network Calculus, zur Qualitätssicherung
wird modellgestütztes Testen verwendet. Der Lehrstuhl entwickelt das Werkzeug Syntony zur standardbasierten Netzwerksimulation mit UML2. Anwendungen bestehen u.a. auf den Gebieten Sensornetze in der Automatisierung und Logistik, heterogene Roboter-Sensornetze, Selbstorganisation
massiv verteilter Systeme, Kommunikation innerhalb von und zwischen Fahrzeugen, Netzwerksicherheit, Angriffserkennung, hochqualitative Audiokommunikation.
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Erste Orientierung
Informatik 8Theoretische Informatik
Martensstraße 3, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 11.158
Tel. 85-64057, Fax 85-64055, Email: [email protected]
www8.cs.fau.de
Prof. Dr. Lutz Schröder
Logik-basierte Wissensrepräsentation; Softwarespezifikation und -verifikation; Modallogik in der
Informatik, insbesondere koalgebraische Logik; Unsicherheit, Vagheit und Defaults; Programmlogiken und Semantik von Programmiersprachen, insbesondere monadische Programmierung und
Semantik von Iteration und Rekursion; koalgebraische Semantik nebenläufiger Systeme.
Informatik 9Graphische Datenverarbeitung
Cauerstraße 11, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 01.144
Tel. 85-29919, Fax 85-29931, Email [email protected]
www9.cs.fau.de
Prof. Dr. Günther Greiner
Prof. Dr. Marc Stamminger
Geometrische Modellierung, Echtzeit-Design von Gleitsichtgläsern nach individueller Spezifikation,
hochqualitative Visualisierung von Reflexionslinien and CAD-Flächen, interpolierende Sqrt(3)-Subdivision, Optimierung von 3D Triangulierungen mittels diskreter Krümmungsanalyse, Parametrisierung von Triangulierungen, quadrilaterales Remeshing und Flächenrekonstruktionen, Qualitätssicherung in der Außenhautkonstruktion durch Oberflächenvisualisierung, Rekonstruktion glatter
Flächen aus diskreten Daten; Bildanalyse, effiziente Lichtfeld-Darstellung mit Hilfe von Tiefeninformation, automatische Aufnahme und Darstellung von Lichtfeldern, effiziente Darstellung von Punktrepräsentationen; Visualisierung, automatische Anpassung von Transferfunktionen, funktionelle
Analyse der Wirbelsäule, Fusion medizinischer Videobilder mit tomographischen Volumendaten,
interaktive Volumenvisualisierung, modellbasierte Registrierung zur Simulation und Visualisierung,
stream-orientierter Datentransport zur Visualisierung zeitabhängiger Volumendaten; Post- und Preprocessing für Simulationen, objektorientiertes Framework für Visualisierung in integrierten Simulationsumgebungen, paralleles Rendering für CFD Simulation und Computational Steering Systeme.
17
Erste Orientierung
Informatik 10 Systemsimulation
Cauerstraße 11, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 00.144
Tel. 85-28923, Fax 85-28928, Email: [email protected]
www10.cs.fau.de
Prof. Dr. Ulrich Rüde
Prof. Dr. Christoph Pflaum
Der Lehrstuhl für Systemsimulation beschäftigt sich mit der Modellierung, effizienten Simulation
und Opti-mierung komplexer Systeme in Wissenschaft und Technik. Im Mittelpunkt stehen dabei
das Design und die Analyse von Algorithmen und Werkzeugen für diese Zwecke. Der Lehrstuhl untergliedert sich hierzu in die Arbeitsgruppen „Hochleistungsrechnen“, „Algorithmen für Simulation“,
„Komplexe Strömungen“ und „Lasersimulation“. Konkrete Anwendungsprojekte sind die numerische
Simulation von Strömungen und die Simulation von optischen Wellen in Lasern oder Solarzellen.
Informatik 11 Software Engineering
Martensstraße 3, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 10.154
Tel. 85-27877, Fax 85-28746, Email: [email protected]
www11.cs.fau.de
Prof. Dr. Francesca Saglietti
Ingenieurmäßige Entwicklung und Zuverlässigkeitsnachweis komplexer Softwaresysteme hoher Qualität unter Berücksichtigung einzusetzender Arbeits- und Zeitressourcen, insbesondere
Auswirkung des Ent-wicklungsprozesses auf die Softwarequalität, vergleichende Untersuchung
von Spezifikationssprachen, Kriterien der Entwurfsqualität im Hinblick auf die resultierende Softwarewartbarkeit, Verifikation und Validierung komplexer Software durch Testen und Korrektheitsbeweis, automatische Testdatenerzeugung mittels evolutionärer Verfahren, Optimierung von Integrations- und Last-Tests, Wiederverwendung vorge-fertigter Softwarebausteine durch toolgestützte
Komponentenintegration, fehlertolerierende Softwarearchi-tekturen, Zertifizierung von Software mit
Sicherheitsverantwortung, quantitative Bewertung der Software-zuverlässigkeit unter Berücksichtigung bereits gewonnener Betriebserfahrung, Erzielung und Nachweis von Informationssicherheit,
Erzielung und Bewertung software-ergonomischer Merkmale in den frühen Spezifikations- und Entwurfsphasen.
18
Erste Orientierung
Informatik 12 Hardware-Software-Co-Design
Cauerstraße 11, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 02.114
Tel. 85-25148, Fax 85-25149, Email [email protected]
www12.cs.fau.de
Prof. Dr.-Ing. Jürgen Teich
Prof. Dr. Rolf Wanka
Systematischer Entwurf eingebetteter Systeme, Co-Simulation, Entwurf massiv paralleler Systeme,
Architektur-Compiler-Co-Design, evolutionäre Optimierung, Entwurf verlustarmer und mobiler Systeme, Rechnerarchitektur, rekonfigurierbare Rechensysteme, Echtzeitanalyse, Simulation, Rechnerarithmetik, Kryptographie, Compiler-Technologie, Diskrete Optimierung, Entwurfsraumexploration,
Hardwaresynthese, High-Level-Synthese, Entwurfsautomatisierung, Methoden des Organic Computing, Routing-Verfahren, Netzwerktopologien, Lastverteilungsverfahren, Paralleles Sortieren,
Approximationsalgorithmen.
Professur für Wissensrepräsentation und Verarbeitung
N.N.
Professur für Open Source Software
Martensstraße 3, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 11.137
Tel. 85-28390 Fax 85-28809, Email: [email protected]
http://osr.cs.fau.de
Prof. Dr. Dirk Riehle
Die Professur für Open-Source-Software führt angewandte Softwaretechnik-Forschung und -Lehre
unter besonderer Berücksichtigung von Open-Source-Software durch. Open-Source-Software ist
ein Forschungsgebiet, dessen Kern in der Softwaretechnik liegt, aber nicht auf sie beschränkt ist.
Neben Fragen zu den Werkzeugen, Praktiken und Prozessen der Open-Software-Softwareentwicklung sind rechtliche und wirtschaftswissenschaftliche Fragen ebenso von Bedeutung. Neben den
üblichen Informatik-Kollaborationen wird insbesondere mit den Wirtschaftswissenschaftlern zusammengearbeitet. Aufgrund der angewandten Ausrichtung ist die Zusammenarbeit mit der Industrie
wichtig und wird entsprechend angestrebt. Forschungsfragestellungen in Promotionen sind praxis-orientiert und die Universität wünscht eine Kommerzialisierung der Ergebnisse und unterstützt
sie. Neben den üblichen Vorlesungen und Seminaren betont die Lehre die Projektarbeit in Studierendenteams und die Entwicklung konkreter brauchbarer Open-Source-Software.
19
Erste Orientierung
Professur für Höchstleistungsrechnen
Martensstraße 3, 91058 Erlangen,
Tel. 85-28136, Fax 09131 30294, Raum 1.131
Email: [email protected]
https://www.hpc.cs.fau.de
Prof. Dr. Gerhard Wellein
Zentrales Arbeitsgebiet ist die effiziente Implementierung, Optimierung und Parallelisierung numerischer Methoden und von Anwendungsprogrammen auf modernen (hoch) parallelen Rechnern.
Dabei werden innovative Optimierungs- und Parallelisierungsansätze entwickelt, welche sich an
den besonderen Eigen-schaften neuartiger Rechnerarchitekturen orientieren. Zur breiten Verifikation der entwickelten Optimierungs- und Parallelisierungsansätzen sowie der zugehörigen Performancemodelle betreibt die Arbeitsgruppe ein umfangreiches Testcluster das nahezu alle derzeit
verfügbaren Multi- und Many-Core Prozessorarchitekturen abdeckt. Gleichzeitig bestehen ein reger
Austausch mit den wichtigsten Rechnerher-stellern sowie enge langjährige Kooperationen mit Anwendergruppen aus den Bereichen Strömungsme-chanik und Festkörperphysik.
Professur für Didaktik der Informatik
Martensstraße 3, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 05.138
Tel. 85-27621 Fax 85-28809, Email: [email protected]
https://ddi.cs.fau.de
Prof. Dr. Ralf Romeike
Die Professur für „Didaktik der Informatik“ befasst sich mit Fragestellungen der Erforschung der
Vermitt-lung von Informatik-Konzepten in Theorie und Praxis. Gegenstandbereiche bilden dabei der
Informatikunterricht sowie Informatikstudiengänge an Hochschulen und die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Informatik-Lehrkräften. Weiterhin ist die Professur aktiv tätig an der Schnittstelle zwischen Schule und Informa-tikstudium, koordiniert und evaluiert Studienwerbeveranstaltungen und
-maßnahmen zur Informatik sowie Förderangebote (z. B. Frühstudium) für begabte Schülerinnen
und Schüler im Bereich der Informatik. Das übergeordnete Ziel der Forschung der Fachgruppe „Didaktik der Informatik“ ist die Analyse und Weiterentwicklung informatischer Bildung, insbesondere
des Informatikunterrichts an Schulen. Aus informatischer Sicht sind hierzu einerseits die Strukturierung von Lehr-Lern-Szenarios der Informatik sowie Konzeptionen für softwarebasierte Lernhilfen für
vielfältige Ausbildungsszenarios von Belang.
20
Erste Orientierung
Professur für SportInformatik
Haberstraße 2, 91058 Erlangen, Raum 1.008
Tel. 85-27297 Fax 09131-27270, Email: [email protected]
http://www5.cs.fau.de/~eskofier
Prof. Dr. Björn Eskofier
Die Stiftungsprofessur der adidas AG beschäftigt sich mit der anwendungsnahen Einbringung von
Methoden der Informatik, vor allem der Signalverarbeitung und des Data Minings, in den Bereich
des Sports und der Gesundheitsförderung. Darüber hinaus sind Algorithmen der Mustererkennung
für eingebettete Systeme ein wichtiges Forschungsthema.
In enger Zusammenarbeit mit Sportwissenschaftlern, Biomechanikern und Medizinern werden bewegungsrelevante, sowie physiologische und psychologische Daten erhoben, um damit Prozesse
und Muster zu modellieren. Diese können dann eingesetzt werden, um Verletzungsprävention und
Frühdiagnostik von Krankheiten durchzuführen. Hierbei können eingebettete Systeme eingesetzt
werden, um Sportler und Patienten im Training oder alltäglichen Leben zu begleiten. Durch entsprechende Klassifikationsalgorithmen können wichtige Rückmeldungen an die Anwender oder Ärzte
gegeben werden. Weitere Einsatz-gebiete der eingebetteten Mustererkennung sind Unterhaltungselektronik oder Automobiltechnik.
Professur für Zuverlässige Eingebettete Systeme
Cauerstraße 11, 91058 Erlangen, Raum 02.117
Tel. 85-25154 Fax 09131-25149, Email: [email protected]
https://www12.cs.fau.de/people/glass/
Prof. Dr. Michael Glaß
Die Juniorprofessur für Zuverlässige Eingebettete Systeme beschäftigt sich mit dem automatisierten
Entwurf (verteilter) eingebetteter Systeme, wie man sie vom Smartphone bis zum Automobil, Zug
oder Flugzeug findet. Diese Hardware/Software-Systeme sollen dem Nutzer nicht nur eine hohe
Qualität und Verlässlichkeit vermitteln und gleichzeitig kostengünstig und energiesparend sein, sie
nehmen auch immer mehr sicherheitskritische Aufgaben wahr. Ein Forschungsschwerpunkt sind
daher verschiedenste simulative und formale Analyseverfahren, um die Zuverlässigkeit (z.B. die
erwartete Lebenszeit einer automobilen Fahrerassistenzanwendung) solcher Systeme automatisch
zu bestimmen. Die so gewonnenen Kennzahlen können dann durch heuristische Optimierungsverfahren benutzt werden, um gezielt Maßnahmen zur Steigerung der Zuverlässigkeit einzubringen,
ohne dabei anfallende Kosten oder den Energieverbrauch zu sehr in die Höhe zu treiben. Die entwickelten Verfahren können breite Anwendung in fast allen Bereichen von Hardware/Software-Systeme finden, vom mobilen Endgeräte als Mehrkernsystem auf einem Chip bis zu komplexen verteilten
Systemen wie beispielsweise im Automobil.
21
Erste Orientierung
Forschungsgruppe für Medizinische Informatik (Inf M)
Martensstraße 1, 91058 Erlangen,
Tel. 85-25235, Fax 85-26754
http://www.imi.med.fau.de
Prof. Dr. Hans-Ulrich-Prokosch
Unser Schwerpunkt ist die Gestaltung, Verbesserung und Nutzung klinischer IT Systeme.
Krankenhausinformationssysteme befinden sich zur Zeit in einer Phase des Umbruchs. Während
in den letzten Jahren vor allem die Fragen der Integration vieler heterogener Abteilungssysteme zu
einem kon-sistenten Gesamtsystem und der darauf basierenden Optimierung der Kommunikationsbeziehungen zwi-schen den verschiedenen Krankenhausbereichen im Vordergrund stand, sehen
sich Medizinische Informatiker weltweit heute mit den Herausforderungen konfrontiert, zum Einen
das Informationssystem eines Krankenhauses nach außen zu öffnen, um es in eine sektorübergreifende Telematikinfrastruktur einzubetten und zum Anderen, den Schwerpunkt der Funktionalitäten
eines Krankenhausinformationssystems, über die reine Auftragskommunikation und Medizinische
Dokumentation hinweg, auf eine intelligente Pro-zessunterstützung mit integrierten wissensverarbeitenden Funktionen hin auszuweiten.
AG Digital Humanities
Konrad-Zuse-Straße 3-5, 91052 Erlangen
Fax: +49 (0)9131 85-29090
http://wwwdh.cs.fau.de
Prof. Dr.-Ing. Günter Görz
Die Arbeitsgruppe Digital Humanities wurde vom Department Informatik anlässlich der Versetzung
von Prof. Dr.-ing. Günther Görz in den Ruhestand zum 1.10.2012 eingerichtet. In ihr sollen Forschungsprojekte im Schnittbereich von Informatik und Geisteswissenschaften durchgeführt werden,
insbesondere solche, die bereits an der Professur für Künstliche Intelligenz initiiert worden waren.
Zentrale Adresse für die Erlanger Informatik ist das
Sekretariat der
Kollegialen Leitung des Department Informatik
Frau I. Rentsch
Martensstraße 3
91058 Erlangen
Tel. 09131/85-28807.
22
Erste Orientierung
1.5 Rechnerausstattung
Die Erlanger Informatik verfügt über eine große Zahl unterschiedlichster Computersysteme, die in
Forschung und Lehre eingesetzt werden. Die Rechnerausstattung wird laufend auf dem aktuellsten
techni-schen Stand gehalten. Zur Vernetzung der Rechner wird modernste Netzwerktechnologie
eingesetzt. Für die allgemeine Informatik-Ausbildung stehen den Studierenden derzeit ca. 250 leistungsfähige Workstations der Firmen Sun Microsystems, Hewlett Packard und Fujitsu Siemens zur
Verfügung. Darüber hinaus besitzt die Erlanger Informatik Zugang zu einer Vielzahl speziell ausgestatteter Systeme: Multiprozessoren und Parallelrechner, Multimedia-Arbeitsplatzrechner und diverse Serversysteme. Die Gesamtausstattung umfasst mehr als 500 Rechner, die überwiegend unter
dem Betriebssystem UNIX oder Linux betrieben werden. Alle Rechner sind im Rechnerverbund
Universität Erlangen zusammengeschlossen (Rechnernetze mit einer Bandbreite von 100 Mbit/s bis
10 Gbit/s). Die Verbindung mit anderen deutschen Hochschulen und mit dem Internet erfolgt über
das deutsche Wissenschaftsnetz (WiN).
Als zentrale Einrichtung des Department Informatik und des Regionalen Rechenzentrums Erlangen
wurde die Informatik-Sammlung ISER eingerichtet, in der Geräte und Dokumente von historischen
mathematischen Instrumenten und Maschinen bis hin zu den Personal Computern und Hochleistungsrechnern der letzten Jahrzehnte gesammelt und ausgestellt werden; darüber hinaus enthält
sie viele technische Beschreibungen, beginnend beim Themenkreis ”Mechanische Rechenanlagen“
bis zu ”Mikroprozessoren“ und ”Parallelrechnern“. Ein Highlight ist sicherlich die ZUSE Z23 - eine
der ersten elektronischen Rechenanlagen welche auf Basis von Transistoren realisiert wurde und
nach jahrelanger Restaurierung wieder in Betrieb zu sehen ist. (Infos unter http://www.iser.fau.de)
Abb.4: ZUSE Z23
23
Erste Orientierung
1.6 Lageinformationen
Das Department Informatik ist im Südgelände der Universität auf dem Campus der Technischen
Fakultät angesiedelt.
Richtung
Bamberg
Anschlussstelle
Erlangen/Zentrum
30, 30E
287, 295
Werne
Paul
-Gos
Gebbertstr.
r-von-
Anschlussstelle
Erlangen/Bruck
Siemen
s
H
73
-Str.
Bahnhof
sen-S
H
tr.
Bruck
H 287, 293
Techn. Fakultät
Breslauer Str.
Erwin-Rommel-Str.
H
4
H
Cauerstr.
H
Kurt-Schumacher-Str.
Erlangen/Süd
30, 30E, 295
BAB-Kreuz
Fürth/Erlangen
Richtung
Würzburg
Erlangen-Ost
Universität
Südgelände
3
e
aß
tr
ns
ei
W
73
Richtung
Nürnberg/Fürth
4
Tennenlohe
DKV
Wetterkreuz
Abb.5: Übersichtsplan Anfahrt - Techchnische Fakultät
3
Anschlussstelle
Tennenlohe
24
Richtung
Nürnberg/München
4
Nürnberg
Erste Orientierung
Die Lehrstühle 1–8, 11 und die Informatik-Sammlung ISER sind gemeinsam mit dem Regionalen
Rechen-zentrum (RRZE) im Gebäudekomplex Martensstraße 1 und 3 (Wolfgang-Händler-Hochhaus) untergebracht. Die Lehrstühle 9,10 und 12 befinden sich im Gebäude der Cauerstraße 11. Die
Vorlesungen im Bereich der Informatik finden in Gruppenräumen (z. B. im Informatikhochhaus) und
den Hörsälen H1- H12 (siehe Univis GPS-Koordinaten.) statt.
Haltestelle
Technische Fakultät
Bus 287 / 293
H
Cauerstr. 11
Mar
tens
str.
3
50 m
Einfahrt
Cauerstraße
H
Bus 30 / 30E
Haltestelle
Erlangen-Süd
Abb.6: Übersichtsplan Technische Fakultät
25
Allgemeine Studieninformationen
2. Allgemeine Informationen zum Studium
2.1 Semesterterminplan
Das Wintersemester dauert vom 1. Oktober bis zum 31. März, das Sommersemester vom 1. April
bis zum 30. September. Die Vorlesungszeit, also der Zeitraum, in dem Lehrveranstaltungen stattfinden, umfasst jeweils einen Zeitraum von ungefähr Mitte Oktober bis Anfang Februar und von Anfang
April bis Ende Juli. Die konkreten Termine ändern sich von Semester zu Semester. Sie können jeweils unter www.fau.de/studium/im-studium/semestertermine/ eingesehen werden. Hier finden Sie
auch Angaben zu den gesetzlichen Feiertagen (=vorlesungsfreien Tagen) in Bayern.
2.2 Einschreibung - Immatrikulation
Den Einschreibeantrag stellen Deutsche und Ausländer mit deutscher allgemeiner Hochschulreife
(„Bildungsinländer“ mit Abitur) online während der allgemeinen Immatrikulationsfrist (siehe oben).
Informatik ist ein zulassungsfreier Studiengang (kein NC und keine Voranmeldung). Vor der Einschreibung ist ein Online-Immatrikulationsantrag auszufüllen. Alle Informationen hierzu finden Sie
unter https://www.fau.de/studium/vor-dem-studium/bewerbung/alles-zu-zulassungsfreien-faechern/
Die Immatrikulation erfolgt in folgenden Schritten:
1. Registrieren Sie sich unter www.campo.fau.de.
2. Überweisen Sie den Semesterbeitrag nach erfolgter Online-Anmeldung - spätestens eine
Woche vor der persönlichen Einschreibung.
3. Kommen Sie zur persönlichen Einschreibung in die Studentenkanzlei nach Erlangen (Halbmondstraße 6) mit allen geforderten Unterlagen.
Zur persönlichen Einschreibung bringen Sie den Kontrollausdruck der im ersten Schritt eingegebenen Daten sowie Ihre vollständigen Unterlagen mit (siehe Hinweisblatt auf der Website der Studentenkanzlei: www.uni-erlangen.de/studium/zulassung/einschreibung).
Nach erfolgter Einschreibung erhalten Sie Zugang zu Ihrem Studierenden-Benutzerkonto (IdM-Portal) an der FAU und zu „MeinCampus“. Dort können Sie z. B. Ihre Immatrikulationsbescheinigung
und den Studentenausweis ausdrucken, oder mit Ihrem Zugangskennwort Ihre persönliche Leistungsübersicht (z. B. Modulnoten) einsehen und ebenfalls ausdrucken. Diese Übersicht der Leistungsnachweise kann (z. B. für einen Wechsel an eine andere Uni/Hochschule) vom Prüfungsamt
beglaubigt werden. Achten Sie darauf, dass Ihre Semesteradresse in Ihrem Benutzerkonto eingetragen ist – sonst gehen Dokumente an Ihre Heimatadresse!
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Allgemeine Studieninformationen
2.2.1 Immatrikulation mit deutscher Fachhochschulreife (Fachabitur)
Ein Zugang zum Universitätsstudium ist in Bayern mit der Fachhochschulreife (Abschluss der FOS/
BOS nach der 12. Klasse) zwar nicht direkt möglich, wohl aber nach einem Studium an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften/Fachhochschule. Mit dem Abschluss eines Fachhochschulstudiums mit mindestens 6 Semestern Regelstudienzeit erwirbt man die allgemeine Hochschulreife
und hat damit Zugang zu allen universitären Studiengängen.
Der fachgebundene Hochschulzugang eröffnet sich dagegen schon nach 2 Semestern HAW/
FH-Studium. Vorausgesetzt wird der Nachweis der Prüfungsleistungen, die dort im Bachelorstudium entsprechend der jeweiligen Prüfungsordnung innerhalb der ersten zwei Fachsemester erreicht
werden sollen. Bitte besorgen Sie sich beim zuständigen Prüfungsamt Ihrer Hochschule eine Bestätigung, dass Sie in Ihrem HAW/FH-Studiengang alle laut Fachprüfungsordnung im 1. und 2. Fachsemester vorgesehenen Prüfungen abgelegt und bestanden haben. Dies gilt für Studiengänge, die auf
der Grundlage von Leistungspunkten bewertet werden. In den (alten) Diplomstudiengängen muss
das Vordiplom nachgewiesen werden.
Durch die mindestens zwei Semester Studium an der HAW/FH sollen Sie Kompetenzen nachweisen, die ein erfolgreiches Studium an der Universität erwarten lassen. Wir gehen davon aus, dass
die Grundlagen, die Sie in einem ingenieurwissenschaftlichen Studiengang an einer HAW/FH erwerben, Ihnen auch für ein Ingenieursstudium an der Universität dienen. Die Berater der Allgemeinen Studienberatung (Informations- und Beratungszentrum für Studiengestaltung/IBZ) beraten Sie
zu allen Fragen zum Wechsel und erstellen Ihnen eine Bescheinigung, aus der hervorgeht, wofür
Sie sich an der FAU einschreiben dürfen. Ohne diese Bescheinigung ist weder eine Bewerbung
noch eine Immatrikulation an der FAU möglich. Nähere Informationen erhalten Sie auf den Seiten
der zentralen Studienberatung (IBZ): http://ibz.fau.de.
2.2.2 Immatrikulation für beruflich qualifizierte Bewerber
Seit dem Wintersemester 2009/10 ist unter bestimmten Voraussetzungen der allgemeine Hochschulzugang für Meister und Meisterinnen und denen Gleichgestellte sowie der fachgebundene
Hochschulzugang für qualifizierte Berufstätige möglich. Nähere Informationen zum Thema finden
Sie
unter
www.fau.de/studium/vor-dem-studium/zugang-zum-studium/meister-und-meisterinnen-und-qualifizierte-berufstaetigte/.
In jedem Fall müssen Sie zunächst ein Beratungsgespräch führen, bevor Sie sich für das Studium
an der FAU bewerben. Zweck dieser Beratung ist es, Ihnen einen realistischen Eindruck über Inhalte, Aufbau und Anforderung des Studiengangs zu vermitteln. Dies wird nicht von der Studienberatung Informatik, sondern von der zentralen Studienberatung (IBZ) durchgeführt (siehe oben).
27
Allgemeine Studieninformationen
2.2.3 Immatrikulation für Studiengang- und Hochschulwechsler
Der Wechsel aus einem verwandten Studiengang in ein höheres Fachsemester ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Wenn Sie bereits in einem verwandten Informatik-Bachelorstudiengang studieren, können Ihnen beim Wechsel in den Bachelor Informatik eventuell Leistungen aus
Ihrem bisherigen Studium anerkannt werden, sodass Sie in ein höheres Fachsemester hochgestuft
werden. Dadurch wäre z. B. auch ein Einstieg zum Sommersemester möglich.
Bitte klären Sie für sich selbst möglichst frühzeitig die Frage der Anerkennung von Leistungen und
Anrechnungen von Fachsemestern. Entscheidend sind dabei nicht nur die ETCS-Punkte, sondern
das Kriterium der im jeweiligen Modul vermittelten gleichen Kompetenzen - sowohl im Umfang, als
auch vom Niveau entsprechend den Anforderungen der hiesigen Prüfungsordnung (vgl. Modulbeschreibungen). Erst wenn Sie einen Antrag auf Anerkennung von Studienleistungen (Formular auf
den Seiten des Prüfungsamtes) an den Prüfungsausschuss stellen, wird geprüft, ob bisher erbrachte Leitungen anerkannt werden können. Bitte haben Sie Verständnis, dass Anfragen im Vorfeld
ohne Antrag nicht beantwortet werden.
Probleme der Anerkennung und Anrechnung können sich auch ergeben, wenn jemand aus einem
ausländischen Studium nach Deutschland wechselt, häufig auch dann, wenn kein Studienfachwechsel vorliegt. Auch hierfür obliegt es zunächst dem Studierenden, sich frühzeitig um die Feststellung der Gleichheit der Kompetenzen zu bemühen. Eine Beratung für ausländische Studierende
bietet z. B. das International Office der Technischen Fakultät: https://www.tf.fau.de/fakultaet/international-office.shtml
Jede Anerkennung von Studienleistungen kann auch zu Studienzeitanrechnung führen, was die
damit real verfügbare Studienhöchstdauer einschränkt. Dies ist im Einzelfall gravierend, wenn sich
aufgrund von fristsetzenden Leistungsnachforderungen seitens der Prüfungsbehörde eine höhere
Semesterbelastung ergibt, als die dem ”normalen“ Studienverlauf entsprechende.
Probleme, welche sich beim Wechsel aus dem Studiengang Informatik der FAU in einen anderen
Studiengang ergeben, sind keine Angelegenheit der Informatik. Wie z. B. andere Hochschulen mit
einem aus dem Erlanger Informatikstudium kommenden Bewerber umgehen, kann man nicht pauschal sagen. Von Erlangen aus kann man in dem Fall nicht mehr tun, als schon erbrachte Leistungen zu bestätigen. Für Leistungen aus einem nur zwischenzeitlichen Auslandsaufenthalt, die in Erlangen geltend gemacht werden, gilt sinngemäß das Gleiche wie für den Wechsel aus dem Ausland.
Die Studienfachberatung gibt in all diesen Fällen Hinweise, Planungs- und Formulierungshilfen.
28
Allgemeine Studieninformationen
2.2.4 Immatrikulation für internationale Bewerber
Studienbewerber mit ausländischer Hochschulzugangsberechtigung müssen sich für den Bachelor
schriftlich und direkt bei der FAU bewerben. Für die Bewerbung füllen Sie bitte das für alle deutschen Universitäten einheitliche Formular „Antrag auf Zulassung zum Studium für ausländische
StudienbewerberInnen“ aus, das in deutscher und englischer Sprache vorliegt:
www.fau.de/files/2014/09/antragdt.pdf
www.fau.eu/files/2014/10/application-form-for-admission-to-a-degree-programme-for-international-applicants.pdf
Zusammen mit dem Antragsformular müssen Sie folgende Unterlagen einsenden:
• amtlich beglaubigte Kopie des Sekundarschulabschlusszeugnisses und eine offizielle Übersetzung, falls das Zeugnis nicht in englischer oder französischer Sprache ausgestellt ist.
• Zeugnis über die Hochschulaufnahmeprüfung in Ihrem Heimatland, falls dort eine solche
Prüfung durchgeführt wird.
• Wenn Ihre Schulzeugnisse allein für eine Zulassung nicht ausreichen: Zeugnis über die Feststellungsprüfung des für das gewünschte Studienfach vorgesehenen Schwerpunktkurses
(Studienkolleg: T-Kurs). Ob Ihre Schulzeugnisse für die Zulassung ausreichen, können Sie
auf http://anabin.kmk.org/ herausfinden (nur auf Deutsch).
• Nachweis über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache (DSH-2, TestDaF 4 oder
Äquivalent, siehe unten)
• gegebenenfalls einen Nachweis über Ihre Studienzeiten oder Ihren Studienabschluss im
Ausland mit Fächer- und Notenübersicht
Bitte senden Sie Ihren Zulassungsantrag zusammen mit allen Unterlagen an die Zulassungsstelle
der FAU:
Zulassungsstelle der Universität Erlangen-Nürnberg
Schlossplatz 4
91054 Erlangen
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Allgemeine Studieninformationen
Wichtig!!!
• Auch für internationale Bewerber gelten die offiziellen Bewerbungsfristen. Wir raten NichtEU-Bürgern aber dringend, sich so früh wie möglich (ab Ende März für das Sommersemester
bzw. ab Oktober für das Wintersemester) bei uns zu bewerben, da die Beantragung ihres
Visums längere Zeit in Anspruch nehmen kann und sie sonst den Studienbeginn verpassen.
• Wenn Sie sich frühzeitig bewerben, haben Sie außerdem den Vorteil, dass Sie bei der Vermittlung von Unterkünften durch den Wohnassistenz-Service der FAU bevorzugt werden.
Das ist besonders wichtig, da die Universität selbst keine Studentenwohnheime besitzt und
der Wohnungsmarkt für Studenten in Erlangen recht angespannt ist.
Informationen zu den benötigten Deutschkenntnissen finden Sie hier: https://www.fau.de/international/aus-dem-ausland/bachelor-master-und-staatsexamen/zugang-zum-studium/deutschkenntnisse-und-sprachzertifikate/
Falls Ihre Deutschkenntnisse für eine direkte Zulassung zum Informatik-Studium noch nicht ausreichen, Sie aber bereits das Sprachniveau B1 nachweisen können, können Sie sich zunächst für
einen Deutschkurs an der FAU bewerben, bevor Sie im nächsten Schritt das Thema Studium in Angriff nehmen. Das Sprachenzentrum der FAU bietet für internationale Studienbewerber Deutsch-Intensivkurse an, die Sie in einem Jahr Auf die Teilnahme an der DSH-Prüfung vorbereiten. Die Kurse
kosten derzeit 650 Euro pro Semester und umfassen 20 Unterrichtsstunden pro Woche (weitere
Infos unter: www.sz.uni-erlangen.de/abteilungen/daf/kursangebot/dshsemesterkurs.html).
Wenn Sie sich für einen DSH-Kurs bewerben wollen, müssen Sie ebenfalls den Antrag auf Zulassung zum Studium für ausländische Bewerber ausfüllen und inklusive aller erforderlichen Dokumente bei der Zulassungsstelle einreichen (s. o).
Falls die formalen Voraussetzungen für die Aufnahme eines zukünftigen Studiums erfüllt sind, erhalten Sie von der Universität eine Bestätigung über die Zulassung zum Deutschkurs. Vorsicht: Die
Zusage für den Deutschkurs ist nicht gleichbedeutend mit einer Zulassung zum künftigen Fachstudium. Für das geplante Studium müssen Sie sich dann nach Bestehen der DSH-Prüfung ein zweites Mal fristgerecht bewerben!
30
Allgemeine Studieninformationen
2.3 Semesterticket und Studentenwerksbeitrag
Ab dem Wintersemester 2015/16 führt das Studentenwerk Er-langen-Nürnberg zusammen mit dem
Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) für die Studierenden der Universität Erlangen-Nürnberg ein Semesterticket ein.
Es gibt ein Basisticket und ein Zusatzticket:
Für das Basisticket ist im Rahmen der Einschreibung bzw. Rückmeldung von allen Studierenden ein
Solidarbeitrag (in Höhe von 65,00 € pro Semester - Stand 08/2015) zu entrichten. Dies gilt auch für
den Fall einer Beurlaubung vom Studium.
Das Basisticket berechtigt zur Nutzung aller für den Verbundverkehr freigegebenen Verkehrsmittel
(S-Bahn, U-Bahn, Tram, Bus sowie Regionalbahn, Regionalexpress und weiteren Nahverkehrszügen der Eisenbahnverkehrsunternehmen sowie Bedarfsverkehre in der 2. Klasse) im VGN-Gesamtnetz von Montag bis Freitag zwischen 19 Uhr und 6 Uhr des Folgetages sowie ohne Zeitlimit an
Samstagen, Sonntagen und Feiertagen (an den in ganz Bayern gültigen gesetzlichen Wochenfeiertagen sowie an Mariä Himmel-fahrt am 15.8.). Bei zuschlagpflichtigen Bedarfsverkehren ist wie bei
allen anderen VGN-Zeitkarten der entsprechende Zuschlag zu entrichten.
• Das Ticket ist für das gesamte Wintersemester 2015/16 vom 1.10.2015 bis 31.3.2016 und für
das gesamte Sommersemester 2016 vom 1.4.2016 bis 30.9.2016 gültig.
• Für die Einschreibung bzw. Rückmeldung ist somit ein Semesterbeitrag von 107 Euro (Studentenwerksbeitrag 42 Euro und Solidarbeitrag 65 Euro für das Basisticket) in einer Summe
zu zahlen.
• Das Basisticket ist nach erfolgter Einschreibung bzw. Rückmeldung online über den VGN-Onlineshop erhältlich (für das Wintersemester 2015/16 laut VGN voraussichtlich ab September
2015)
• Keine Rückerstattung nach Semesterbeginn: Eine Rückerstattung des Semesterbeitrags von
107 Euro ist ab dem ersten Tag der Gültigkeit des Basistickets nicht mehr möglich.
Zusatzticket
Der Erwerb des Zusatztickets ist den Studierenden freigestellt. Das Zusatzticket berechtigt zusammen mit dem Basisticket ohne eine Ausschlusszeit zu beliebig vielen Fahrten mit den freigegebenen
Verkehrsmitteln (siehe Basisticket) innerhalb des VGN-Gesamtnetzes. Der Preis für das Zusatzticket beträgt 193 Euro für das Wintersemester 2015/16 Euro und 199 Euro für das Sommersemester
2016. Der Verkauf erfolgt an Automaten von DB, VAG, infra Fürth sowie der ESTW und VGN-Onlineshop.
31
Allgemeine Studieninformationen
Befreiung vom Solidarbeitrag
Schwerbehinderte Studierende können auf Antrag von der Pflicht zur Entrichtung des Beitrags für
das Basisticket befreit werden, wenn Sie im Besitz eines Ausweises zur unentgeltlichen Beförderung im öffentlichen Personenverkehr (mit Beiblatt und Wertmarke des Amts für Familie und Soziales) sind.
Studierende, die an mehreren Hochschulen gem. Art. 95 Abs. 2 Bayerisches Hochschulgesetz eingeschrieben sind und von der Zahlung des Studentenwerksbeitrags befreit sind, können auf Antrag
von der der Pflicht zur Entrichtung des Beitrags für das Basisticket befreit werden.
Weitere Informationen und der Antrag zur Befreiung vom Solidarbeitrag ist hier zu finden:
https://www.fau.de/studium/studienbeginn/semesterticket/
2.4 Rückmeldung
Auf den Internetseiten der Studentenkanzlei finden Sie weitere Informationen zur Rückmeldung:
www.fau.de/studium/im-studium/semestertermine.
Wenn Sie Ihr Studium an der FAU weiterführen möchten, müssen Sie sich in der Mitte eines jeden
Semesters rückmelden. Alle Studierenden erhalten im Januar bzw. Juni eine Mail der Studierendenverwaltung mit Hinweisen zur Rückmeldung an ihre FAU-E-Mail-Adresse. Die Einzahlung des Semesterbeitrags erfolgt ausschließlich auf das Universitätskonto. Die Kontodaten und weitere Details
können Sie in MeinCampus unter der Rubrik “Studentenkanzlei aktuell” nachlesen.
2.5 Wohnungssuche
Wer in Erlangen wohnen möchte, sollte sich so früh wie möglich auf Wohnungssuche begeben! Nähere Informationen finden Sie hier: studentenwerk.uni-erlangen.de/wohnen/de/tipps-erstsemester.
shtml oder hier: www.fau.de/studium/vor-dem-studium/wohnen/
Alles andere (Bücher, Notebook, etc.) ist viel weniger entscheidend und kann bei Bedarf ohne weiteres auch noch im Laufe der ersten Vorlesungsmonate besorgt werden. Gerade zum Beginn des
Wintersemesters ist der Erlanger Wohnungsmarkt sehr angespannt. Deshalb sollten Sie auch bereit
sein, in die umliegenden Städte (Forchheim, Fürth) zu ziehen, die gut durch Bus und Bahn angebunden sind. Auch hier sollten Sie sich so früh wie möglich um eine Unterkunft kümmern!
32
Allgemeine Studieninformationen
2.6 BAföG
Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) ermöglicht es Ihnen, während Ihres Studiums
eine monatliche finanzielle Förderung zu erhalten, wenn Ihre Familie Sie nicht unterstützen kann.
Dabei handelt es sich um ein Darlehen ohne Zinsen, das Sie nach Beendigung Ihres Studiums nur
teilweise zurückzahlen müssen. Voraussetzungen für den Erhalt von BAföG sind die Erfüllung der
folgenden Kriterien:
1. Sie müssen die deutsche Staatsbürgerschaft oder Daueraufenthaltsrecht in Deutschland besitzen.
2. Sie müssen anhand Ihrer Studienleistungen regelmäßig nachweisen, dass Sie das Studienziel
erreichen werden.
3. Sie müssen Ihr Bachelorstudium vor dem Ende des 30. und das Masterstudium vor dem Ende
des 35. Lebensjahres beginnen.
Ihren BAföG-Antrag stellen Sie beim Amt für Ausbildungsförderung (siehe Kap.). Weitere Informationen finden Sie dort oder unter www.bafög.de.
Ihre BAföG-Bescheinigungen zum Nachweis des Studienerfolgs können Sie sich im Normalfall in
MeinCampus ausdrucken. Sollte dies aufgrund einer zu geringen Zahl an erworbenen ECTS-Punkten nicht möglich sein, wenden Sie sich bitte an den BAföG-Beauftragten.
2.7 Mathematik-Repetitorium
Zwei Wochen vor dem eigentlichen Vorlesungsbeginn im Wintersemester bietet die Technische
Fakultät den Studienanfängern ein Mathematik-Repetitorium an. Hier wird die (bayerische) Abiturmathematik wiederholt und für alle Erstsemester eine gemeinsame mathematische Basis geschaffen. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung erhalten Sie unter www.tf.fau.de/
studium/mathematik-repetitorium.shtml.
2.8 Informatik-Repetitorium
Das Modul Algorithmen und Datenstrukturen und die zugehörigen Lehrveranstaltungen wiederholen
den Informatik-Schulstoff im Schnelldurchlauf, der im Lehrplan des naturwissenschaftlich-technologischen Gymnasiums in Bayern vorgeschrieben ist, und gehen deutlich darüber hinaus. Eine Möglichkeit zur Selbsteinschätzung der eigenen Programmierfertigkeit und zur (empfohlenen) Anmeldung zum Informatik-Repetitorium, das diesen Schulstoff ausführlicher wiederholt, finden Sie hier:
http://www2.cs.fau.de/rip
Programmieranfängern wird das Informatik-Repetitorium dringend empfohlen!
33
Allgemeine Studieninformationen
2.9 Sprachkenntnisse
Da alle wesentlichen Veröffentlichungen im Bereich der Informatik in englischer Sprache erfolgen,
sind gute englische Sprachkenntnisse besonders für Seminarvorbereitungen und das Literaturstudium für die Bachelor- oder Masterarbeit unbedingt erforderlich. Es ist daher empfehlenswert, sich
möglichst frühzeitig mit dem Lesen englischsprachiger Fachliteratur vertraut zu machen.
Zur Zulassung ins Masterstudium sind Englischkenntnisse vorzuweisen. Der Nachweis erfolgt durch
das Abiturzeugnis oder vergleichbare Nachweise auf dem Niveau UNIcert C II, bzw. Europäischer
Referenzrahmen B2. Näheres siehe unter Masterstudium.
3 Im Studium
3.1 ECTS-Punkte und Modularisierung
Das Studium besteht aus einzelnen Modulen, die mit ECTS-Punkten bewertet werden. Mit Modul bezeichnet man eine zeitlich zusammenhängende Lehreinheit, die aus einzelnen Lehrveranstaltungen
(Vorlesungen, Übungen, Tutorien etc. - siehe nachfolgend) bestehen kann. Ein Modul wird mit einer
Modulprüfung abgeschlossen. Diese kann sich aus Einzelleistungen (Prüfungs- bzw. Studienleistungen) zusammensetzen. Die Einzelleistungen werden mit Noten bewertet und mit ECTS-Punkten
gewichtet. ECTS-Punkte (European Credit Transfer and Accumulation System) dienen somit der
Gliederung, Berechnung und Bescheinigung des Studienaufwandes und sind ein Maß für die Arbeitsbelastung der Studierenden. Ein Studiensemester wird mit ca. 30 ECTS-Punkten veranschlagt;
dabei entspricht ein ECTS-Punkt einem Arbeitsaufwand von ca. 25-30 Stunden. Zur Erreichung des
Bachelorgrades sind 180 ECTS-Punkte nötig.
3.2 Lehrveranstaltungen – eine Typologie
Als Student müssen Sie verschiedene Lehrveranstaltungstypen besuchen – hier ein Überblick:
Bei den meisten Fächern handelt es sich um ein- oder zweimal die Woche stattfindende Vorlesungen, in denen fachliche Inhalte von einem Dozenten im Vortragsstil erläutert werden. Vorlesungen
sind in der Regel sehr theoretisch. Als Student ist man hier v. a. passiver Zuhörer, es lohnt sich aber,
online zur Verfügung gestellte Unterlagen mitzubringen und sich Notizen zu machen.
Als Ergänzung zu den Vorlesungen werden Übungen angeboten, in denen der Vorlesungsstoff noch
einmal genauer erklärt oder angewandt wird. Dabei ist zwischen Tafelübungen und Rechnerübungen zu unterscheiden.
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Allgemeine Studieninformationen
In den Tafelübungen wird die Theorie aus der Vorlesung noch einmal wiederholt und anhand von
Übungsaufgaben besprochen. Da hierbei jedoch die Gruppen um einiges kleiner sind als in den
großen Hörsälen, ist es kein Problem, Fragen zu stellen oder ein Thema genauer zu betrachten,
falls man es nicht verstanden hat. Es ist empfehlenswert, sich die Aufgaben bereits zu Hause anzusehen und etwaige Fragen zu notieren, damit man dem Betreuer in der Übung folgen und von den
ausführlichen Antworten profitieren kann. Für Tafelübungen müssen Sie sich anmelden. Wie genau
die Anmeldung abläuft, erfahren Sie von Ihren Dozenten am ersten Vorlesungstermin.
In der Rechnerübung geht es dann darum, die gelernte Theorie in die Praxis umzusetzen und eigene Programme zu schreiben. Es findet kein Unterricht an der Tafel statt, sondern es sind Tutoren
anwesend, die man um Hilfe bitten kann, während man selbständig am Rechner programmiert. Für
die Teilnahme an Rechnerübungen ist keine Anmeldung notwendig. Sie können jederzeit zu den
entsprechenden Terminen vorbeikommen und an Ihren Aufgaben arbeiten.
Für ‚Algorithmen und Datenstrukturen‘ (AuD) bearbeitet man Übungsaufgaben. Die Aufgabenblätter
werden wöchentlich bzw. 14tägig online abgegeben und benotet. Die Übungsaufgaben für AuD sind
in der Regel sehr zeitaufwendig. Warten Sie deshalb nicht bis kurz vor dem Abgabetermin, sondern
erscheinen Sie schon rechtzeitig zu den Rechnerübungen, um eventuelle Fragen zu klären. Die
Rechnerübungen kurz vor dem Abgabetermin sind normalerweise sehr überlaufen.
Übungen sind i. d. R. nicht benotet, sie werden aber mit ECTS-Punkten bewertet. Zum Teil müssen sie verpflichtend absolviert werden, um ein bestimmtes Modul zu bestehen, zum Teil können
Sie sie freiwillig als Ergänzung zu Ihren Vorlesungen belegen (siehe Angaben im Modulhandbuch/
in der Studiums-Semesterübersicht/im Modulkatalog). Eine zusätzliche unbenotete Übung erhöht
den ECTS-Wert, mit dem Ihre Prüfungsnote aus einer Vorlesung in eine Modulgruppe eingebracht
werden kann. Manchmal werden in der Prüfung zur Vorlesung dann auch Fragen zu den Übungen
mit abgeprüft.
Seminare sind dadurch gekennzeichnet, dass man sich in einer kleinen Gruppe (etwa max. 20
Teilnehmer) zusammen mit dem Dozenten mit einem speziellen Thema beschäftigt. Aktive Teilnahme ist dabei sehr wichtig. Jeder Student bearbeitet ein eigenes Unterthema, zu dem er im Laufe
des Seminars einen Vortrag halten und eine schriftliche Ausarbeitung abgeben muss. Sein Projekt
sucht man sich entweder selbst oder wählt es aus einer vorgegebenen Liste aus. Die ersten Seminarsitzungen sind normalerweise einführende Veranstaltungen, in denen der Dozent wichtige
Grundkenntnisse vermittelt. Hier ist die Teilnahme meist freiwillig. Sobald Vorträge gehalten werden,
herrscht Anwesenheitspflicht für alle Seminarmitglieder. Nachdem ein Student seine Präsentation
gehalten hat, diskutiert man innerhalb der Gruppe darüber diskutiert und hat die Möglichkeit, Fragen
zu stellen.
Anwesenheitspflicht: In den meisten Lehrveranstaltungen gibt es keine Anwesenheitspflicht. Das
merken Sie daran, dass es keine Teilnehmerliste gibt, in die Sie sich eintragen müssen. Sie sind
35
Allgemeine Studieninformationen
also nicht verpflichtet, im Hörsaal oder Übungsraum zu sitzen, sondern können auch zu Hause die
Materialien durcharbeiten, die Ihnen von den Dozenten etwa auf StudOn oder dem FAU Videoportal
(http://www.video.fau.de) zur Verfügung gestellt werden. Es ist dennoch empfehlenswert, die Veranstaltungen zu besuchen, da auf diese Weise Fragen sofort geklärt werden können.
In Lehrveranstaltungen, die Sie z. B. im Rahmen des Nebenfaches an anderen Fakultäten belegen,
kann die Anwesenheitsregelung anders sein. Ihr jeweiliger Dozent wird Sie zu Kursbeginn darüber
informieren.
Das Praktikum ist dadurch gekennzeichnet, dass man (meist in einer kleiner Gruppe) anhand eines
anwendungsorientierten Beispiel an einem Lehrstuhl der Informatik ein größeres Softwareprojekt
durchführt. Dabei können die in der Informatik angeboteten Praktika je nach gewählter Vertiefungsrichtung ganz unterschiedliche Schwerpunkte aufweisen. Sie können modellierenden, theoretischen
und auch implementierenden Charakter haben. Durch das Praktikum werden praktische Lösungswege bei einer komplexen wissenschaftlichen Fragestellung erarbeitet und man erwirbt dadurch die
grundlegenden, nötigen Kompetenzen um weitestgehend selbständig eine anwendungsorientierte
Fragestellung der Informatik systematisch bearbeiten zu können.
3.3 Studien- und Prüfungsleistungen
3.3.1 Studien- und Prüfungsordnungen
Die Ziele und Inhalte, sowie der Aufbau des Bachelor-/Master-Studiengangs Informatik an der Universität Erlangen-Nürnberg sind in der Studienordnung festgelegt. Die Regelungen für die Durchführung der Prüfungen finden sich in der Fachprüfungsordnung (FPO) Informatik. Diese wiederum
enthält nur die fachspezifischen Ergänzungen zur Allgemeinen Prüfungsordnung für die Bachelorund Master-Studiengänge an der Technischen Fakultät (ABMPO/TechFak). Die aktuelle Fassung
ist auf den Web-Seiten des Departments Informatik unter www.informatik.fau.de/studierende/rechtliches.shtml zu finden.
Bei Änderungen der Prüfungsordnungen ist für Studierende jeweils die Fassung maßgebend, die
zum jeweiligen Studienbeginn gültig ist. Studierenden anderer Studiengänge, die Informatik als Nebenfach wählen, werden grundsätzlich zunächst auf die Prüfungs- und Studienordnungen ihres Studienganges verwiesen. Dies gilt insbesondere für Studierende mit Hauptfach Mathematik und mit
Hauptfach Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik: Die Prüfungs- und Studienordnungen
dieser Studiengänge enthalten Bestimmungen über das Nebenfach Informatik.
36
Allgemeine Studieninformationen
3.3.2 Prüfungsanmeldung, Prüfungszeiträume
Die Anmeldung zu den Prüfungen erfolgt über das Online-Portal MeinCampus. Von wann bis wann
die Prüfungsanmeldung möglich ist, erfahren Sie am Anfang des Semesters von Ihren Tutoren und
Dozenten. Des Weiteren werden Sie auch noch einmal per E-Mail von der Studienberatung auf
den Anmeldezeitraum hingewiesen. Für die Pflichtmodule im Bachelorstudium werden automatisch
pflichtangemeldet.
Im Wahlpflichtbereich findet in der Regel keine automatische Anmeldung tatt. Dass Sie eine bestimmte Lehrveranstaltung besuchen und sich eventuell auch für die Teilnahme anmelden mussten,
heißt nicht, dass Sie automatisch an der Prüfung angemeldet sind. Wenn Sie sich während des offiziellen Prüfungsanmeldungszeitraums nicht für eine Prüfung registrieren, können Sie sie am Ende
der Vorlesungszeit nicht ablegen!
Sollte es Probleme bei der Anmeldung geben (z. B. weil eine Prüfung in MeinCampus fehlt oder Sie
bei der Anmeldung eine Fehlermeldung erhalten), wenden Sie sich bitte an den jeweiligen Dozenten. Meist kann der Dozent Sie über Ihre Matr.-Nr. in MeinCampus zur Prüfung anmelden.
Die Prüfungen selbst finden in der vorlesungsfreien Zeit (Semesterferien) statt. Der erste Prüfungszeitraum liegt in den ersten beiden Wochen der Ferien, der zweite Prüfungszeitraum in den letzten
drei Wochen der Ferien.
3.3.3 Prüfungsvorbereitung
Für die Prüfungsvorbereitung ist es auf jeden Fall ratsam, während des Semesters regelmäßig die
Übungen zu besuchen. Dort wird der Stoff noch einmal genau erklärt und man kann jederzeit nachfragen, falls man etwas nicht versteht.
Wenn der Termin der Prüfung dann langsam näher rückt, ist es vor allem wichtig, frühzeitig mit
dem Lernen zu beginnen. Planen Sie einige Wochen für die Vorbereitung ein und legen Sie für die
einzelnen Tage konkrete Lernzeiten fest, damit Sie nicht unter Zeitdruck geraten. Denken Sie aber
auch an regelmäßige Pausen! Sechs Stunden reine Lernzeit (über den Tag verteilt) gelten lernpsychologisch als ideal. Alles darüber hinaus ist ineffektiv. Besorgen Sie sich Altklausuren von der FSI
Informatik und gehen Sie die Aufgaben der vergangenen Semester durch. Durch das Rechnen der
Aufgaben versteht man den Stoff oft besser, auch wenn Sie sich am Anfang schwer tun werden. Sie
sollten sich hierbei zuerst alleine mit den Aufgabenstellungen beschäftigen und nicht die Lösung
zu Hilfe nehmen. Als nächster Schritt ist es dann hilfreich, offene Fragen und Ergebnisse in kleinen
Lerngruppen von drei bis vier Personen zu besprechen. Sollten Sie am Anfang noch viele Fehler
machen: Kopf hoch – trauen Sie sich und bitten Sie Ihre Kommilitonen (z.B. im FSI Forum) um Hilfe!
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Allgemeine Studieninformationen
3.4 Prüfungen
Die Bachelorprüfung ist bestanden, wenn alle Studienmodule im Umfang von insgesamt 180 ECTS
erfolgreich absolviert wurden. Die Gesamtnote des Bachelorabschlusses berechnet sich aus den
Modulnoten, die mit der Gewichtung ihrer jeweiligen ECTS-Punktzahl in das Endergebnis eingehen.
Dabei erhöhen unbenotete Studienleistungen innerhalb eines Moduls oder einer Modulgruppe das
Gewicht der benoteten Leistungen.
Die Masterprüfung gilt als erfolgreich abgelegt, wenn alle Module im Umfang von 120 ECTS bestanden wurden. Auch hier ergibt sich die Gesamtnote aus den einzelnen Modulnoten, die gewichtet
nach ihrer ECTS-Punktezahl eingerechnet werden.
Um ein Modul erfolgreich abzulegen wird eine Prüfungsleistung (PL) oder eine Studienleistung
(SL) oder eine Kombination (Portfolioprüfung (Kürzel: PfP)) aus beiden verlangt. Die genaue Zusammensetzung kann der jeweiligen Modulbeschreibung entnommen werden.
Eine Prüfungsleistung ist dadurch definiert, dass sie benotet wird. Jede nicht bestandene Modulprüfung (mit Ausnahme der Grundlagen- und Orientierungsprüfung; vgl. Kapitel GOP), und der
Bachelor-Arbeit) kann zweimal wiederholt werden. Prüfungen, welche zu den Grundlagen- und Orientierungsprüfungen gezählt werden und die Bachelor-Arbeit können nur einmal wiederholt werden.
Eine Ausnahme besteht in den Wahlpflichtmodulen. Dort werden Fehlversuche bei Wechsel in alternative WPF-Module nicht angerechnet (gilt auch für das Nebenfach).
Bei einer Studienleistung wird lediglich die erfolgreiche Teilnahme festgestellt (bestanden/nicht
bestanden). Im Gegensatz zu Prüfungsleistungen können Studienleistungen beliebig oft wiederholt
werden.
Eine Portfolioprüfung (Kürzel: PfP) ist eine Modulprüfung, die entweder aus mehreren Prüfungsteilen oder aus einer Kombination von Prüfungsleistung und Studienleistung besteht.
Im Bachelorstudium werden die meisten Module mit schriftlichen Prüfungen abgeschlossen.Die
genauen Angaben zu Prüfungsform und -dauer können den aktuellen Modultabellen der FPO und
den jeweiligen Modulbeschreibungen entnommen werden (siehe auch Kap. 4). Für die Nebenfachmodule gelten die jeweiligen Prüfungsregelungen des Fachbereichs.
Zu Lehrveranstaltungen, die nur im Wintersemester stattfinden, wird im Sommersemester eine Wiederholungsklausur angeboten (und umgekehrt). Im UnivIS findet sich der Vermerk „Wdh.“. Sie können die Wiederholungsprüfung aber auch als Erstversuch schreiben.
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Allgemeine Studieninformationen
Prüfungs- bzw. Studienleistungen können in den folgenden Varianten vorkommen:
Mündliche Prüfung (Kürzel: m): Sie wird von einem Prüfer (dem Dozenten des Fachs) und einem
Beisitzer durchgeführt. Letzterer stellt normalerweise keine Fragen, sondern protokolliert lediglich
den Prüfungsverlauf. Die Dauer der mündichen Prüfung ist in der jeweiligen Modulbeschreibung
ersichtlich. Meistens werden Ihre Prüfer bemüht sein, eine angenehme Gesprächsatmosphäre zu
schaffen und Ihnen bei kleinen ‚Hängern‘ helfen, auf die richtige Lösung zu kommen. Man darf auch
ruhig nachfragen, falls man eine Frage nicht genau verstanden hat, oder zugeben, dass man zu
einem Thema einfach keine Antwort weiß. In jedem Fall ist es immer besser, etwas zu sagen (auch
wenn man sich nicht 100-prozentig sicher ist) als schweigend dazusitzen und die Prüfungszeit verstreichen zu lassen.
Schriftliche Prüfung (Kürzel: s): Sie kann je nach Angabe in der jeweiligen Modulbeschreibung
zwischen 45 und 120 Min dauern. Bei den Prüfungsfragen kann es sich entweder um offen gestellte
Aufgaben oder um Multiple-Choice-Fragen handeln. Vor und während der Prüfung wird von den
Aufsichtspersonen bekannt gegeben, wie lange man (noch) Zeit hat. Ist die Prüfungszeit abgelaufen, gibt es keine Chance auf Verlängerung. Deshalb lohnt es sich, sich zu Beginn der Prüfung
einen Überblick über die Anzahl und Schwierigkeit der einzelnen Aufgaben zu verschaffen und ungefähr einzuschätzen, wie lange man jede einzelne davon bearbeiten kann.
Online-Prüfung (Kürzel: o): Lehrveranstaltungen, die von der Virtuellen Hochschule Bayern (VHB)
angeboten werden, schließen teilweise mit einer elektronischen Prüfung ab. D. h., die Prüfungsaufgaben werden online bearbeitet und abgeschickt. Der Zeitpunkt der Prüfungsablegung kann dann
innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums frei von Ihnen gewählt werden. Auch manche Dozenten
an der FAU führen Online-Prüfungen durch. Diese müssen Sie dann aber zu einem festen Termin in
einem der CIP-Pools ablegen.
Übungsleistung: Hier ist das regelmäßige (meist wöchentliche) Lösen und Einreichen von Übungsaufgaben gefordert.
Praktikumsleistung: Hierzu zählen die Durchführung praktischer Aufgaben sowie das Verfassen
von Versuchsprotokollen und Praktikumsberichten.
Seminarleistung: Sie umfasst in der Regel eine Präsentation und eine schriftliche Ausarbeitung zu
einem vorher festgelegten Thema.
Sobald die Korrekturen zu Ihren Prüfungen abgeschlossen sind und die Noteneintragung erfolgt ist,
können Sie die Ergebnisse in MeinCampus (siehe Kap.) einsehen. Bitte haben Sie Geduld - das
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Allgemeine Studieninformationen
kann manchmal bis zu sechs Wochen dauern. In jedem Fall haben Sie das Recht, Einsicht in Ihre
korrigierte Prüfung zu nehmen und nachzufragen, wenn Sie mit der Bewertung nicht einverstanden
sind. Ihr Prüfer muss Ihnen dafür einen Termin mitteilen. Ist Ihr Einwand an der Prüfungskorrektur
berechtigt, kann Ihre Note noch nachträglich verbessert werden.
3.4.1 Täuschungsversuch, Plagiarismus
Dass es verboten ist, während einer Prüfung nicht zugelassene Hilfsmittel (wie Notizen, Bücher,
Handy etc.) zu benutzen, dürfte von vornherein klar sein. Wird man bei einem solchen Täuschungsversuch entdeckt, wird die Prüfung automatisch mit 5,0 bewertet und ist damit nicht bestanden.
Das gleiche gilt auch für Übungsaufgaben, Seminar- oder Abschlussarbeiten, deren Inhalt in Teilen
oder ganz von einer anderen Person kopiert wird. Wenn Sie eine Programmieraufgabe lösen müssen und Ihren Code von einem Kommilitonen abschreiben, bringen Sie sich und ihn in ernsthafte
Schwierigkeiten. Sie erhalten dann beide null Punkte und dürfen in diesem Semester keine Übungsaufgaben mehr abgeben. Bei wiederholten Täuschungsversuchen wird das Prüfungsamt der FAU
eingeschaltet.
3.4.2 Rücktritt von Prüfungen
Wenn Sie sich bereits für eine Prüfung angemeldet haben, sich später aber doch nicht gut vorbereitet fühlen, können Sie sich bis zum dritten Werktag (als Werktag zählen die Tage von Montag
bis einschließlich Freitag) vor dem Prüfungstag ohne Begründung in MeinCampus wieder abmelden. Wenn Sie also eine Prüfung an einem Montag haben, können Sie bis Mittwoch um 24.00 Ihre
Anmeldung in MeinCampus rückgängig machen. Beachten Sie diese Fristen, denn unvorbereitet
zu einer Prüfung zu erscheinen bzw. sie nicht mitzuschreiben, obwohl Sie angemeldet sind, ist ein
verschenkter Versuch! Bei Veranstaltungen, die Sie an anderen Fakultäten belegen, können diese
Fristen abweichen. Informieren Sie sich also rechtzeitig vor einer Prüfung über die jeweiligen Rücktrittsbedingungen.
Ab dem zweiten Werktag vor der Prüfung (in unserem Beispiel Donnerstag) wird der Rücktritt von
einer Prüfung um einiges aufwendiger. Sie müssen dann eine Krankmeldung inklusive ärztlichem
Attest, das Ihnen Prüfungsunfähigkeit bescheinigt, im Prüfungsamt abgeben (Formular unter: http://
www.zuv.fau.de/einrichtungen/pruefungsamt/technik/hinweise_formulare/Krankmeldung.pdf). Diese Bescheinigung soll im Idealfall am Tag der Prüfung vorliegen. Sie sollten sich also, auch wenn
Sie krank sind, darum kümmern, dass z. B. eine Freundin dieses Attest für Sie abgibt. Sollte dies
nicht möglich sein, informieren Sie unverzüglich das Prüfungsamt. Sie können Ihr Attest auch innerhalb einer Woche nach dem Klausurtermin an das Prüfungsamt nachreichen. Ist diese Frist vestrichen und kein Attest eingegangen, gilt die Prüfung als nicht bestanden.
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Allgemeine Studieninformationen
Kurzfristige
KurzfristigePrüfungsunfähigkeit
Prüfungsunfähigkeit
Vor
Prüfung
wird
diedie
Aufsichtsperson
diedie
Teilnehmer
fragen,
obob
siesie
sich
allealle
geVordem
demBeginn
Beginneiner
einer
Prüfung
wird
Aufsichtsperson
Teilnehmer
fragen,
sich
sund
fühlen.
Bis zu
Moment
können
Sie den
Raum
nochnoch
aus Krankheitsgründen
verlassen
gesund
fühlen.
Bisdiesem
zu diesem
Moment
können
Sie den
Raum
aus Krankheitsgründen
verund
sich und
direkt
im direkt
Anschluss
ein ärztliches
Attest holen,
dasholen,
Sie dann
zumdann
Prüfungsamt
bringen.
lassen
sich
im Anschluss
ein ärztliches
Attest
das Sie
zum Prüfungsamt
bringen.
Wird eine Prüfung aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig abgebrochen, also nachdem die Prüfungsunterlagen
ausgeteilt
wurden, sind Sie
verpflichtet,
ein vertrauensärztliches
Attest vorzulegen.
Wird eine Prüfung
aus gesundheitlichen
Gründen
vorzeitig
abgebrochen, also nachdem
die PrüEine
Liste der Vertrauensärzte
sowie sind
weitere
zum
vertrauensärztlichen
Attest
finden
fungsunterlagen
ausgeteilt wurden,
Sie Informationen
verpflichtet, ein
vertrauensärztliches
Attest
vorzulesie
hier:
www.zuv.fau.de/einrichtungen/pruefungsamt/Attest/index.shtml.
gen.
Eine
Liste der Vertrauensärzte sowie weitere Informationen zum vertrauensärztlichen Attest
finden sie hier: www.zuv.fau.de/einrichtungen/pruefungsamt/Attest/index.shtml.
Wichtig!!!
Wichtig!!!
Von Wiederholungsprüfungen können Sie sich nicht abmelden. Von ihnen können Sie grundsätzlich
nur
durch
Vorlage eines ärztlichen
Attests
Von
Wiederholungsprüfungen
können
Siezurücktreten.
sich nicht abmelden. Von ihnen können Sie grundsätzlich nur durch Vorlage eines ärztlichen Attests zurücktreten.
Die Atteste gehen immer an das Prüfungsamt, nie an den Dozenten, bei dem Sie die Klausur ablegen.
Die Atteste gehen immer an das Prüfungsamt, nie an den Dozenten, bei dem Sie die Klausur
ablegen.
3.4.3 Wiederholung von Prüfungen
Nichtbestandene Leistungen sind je nach Typus unterschiedlich oft wiederholbar. Prüfungsleistungen, die Sie für die Grundlagen- und Orientierungsprüfung (GOP) einbringen möchten (siehe Kap.
GOP), können insgesamt zweimal, alle anderen Prüfungen insgesamt dreimal abgelegt werden.
Unbenotete Studienleistungen sind beliebig oft wiederholbar. Die Bachelor- oder Masterarbeit kann
nach Nichtbestehen nur einmal erneut angemeldet werden.
Falls Sie eine Prüfung nicht bestehen, sind Sie automatisch für die Wiederholungsklausur im Folgesemester angemeldet. Das gilt auch, wenn Sie in diesem Semester ein Urlaubssemester nehmen
oder sich sogar exmatrikulieren. Wenn Sie an der Wiederholungsprüfung nicht teilnehmen (und
kein ärztliches Attest vorlegen), wird dies als weiterer Fehlversuch gezählt! Sie sollten also Auslands- oder Praktikumsaufenthalte so planen, dass Sie zum Wiederholungstermin wieder zurück
sind. Wenn Sie nach einer fehlgeschlagenen Prüfung die Hochschule wechseln wollen, wenden
Sie sich unbedingt vorher an die Studienberatung, damit Ihre Prüfungsversuche an der FAU nicht
weiterlaufen. Es kann vorkommen, dass man eine Prüfung auch im Letztversuch nicht besteht und
es dafür wichtige (!) Gründe gibt, die man selbst nicht zu verschulden hat (z. B. chronische Krankheiten, persönliche Schicksalsschläge). In solchen Situationen können Sie einen Härtefallantrag an
den Prüfungsausschuss stellen, der darüber entscheidet, ob Sie noch einen Versuch bekommen.
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Allgemeine Studieninformationen
Bitte wenden Sie sich an Ihre Studienberatung, die Ihnen mit diesem Anliegen helfen wird. Ihre persönlichen Informationen werden dabei selbstverständlich vertraulich behandelt.
Bestandene Prüfungsleistungen können grundsätzlich nicht wiederholt werden. Für Module aus
dem Wahlpflichtangebot im Bachelor und alle Wahlpflichtmodule im Master gilt, dass das gewählte
Modul nach Nichtbestehen durch ein anderes Wahlpflichtfach ersetzt werden kann. In diesem Fall
schreiben Sie an das Prüfungsamt eine E-Mail, in der Sie ihr Ihren Wechselwunsch mitteilen. Die
Fehlversuche werden für das Alternativmodul nicht angerechnet (vgl. §39 (3). bzw. §43 (4) FPO).
3.4.4 Zusätzliche Prüfungsleistungen
Wenn Sie die für das Bachelorstudium vorgeschriebenen 180 ECTS bzw. für das Masterstudium
vorgeschriebenen 120 ECTS erreicht haben, werden Sie nicht sofort exmatrikuliert, sondern bleiben
noch bis zum Ende des laufenden Semesters eingeschrieben. Diese Zeit können Sie nutzen, um in
weiteren Wahlpflicht- oder Wahlmodulen Prüfungen abzulegen, und so Ihre Abschlussnote aufbessern. Einzige Ausnahme: Bereits bestandene Prüfungen können nicht wiederholt werden!
Teilen Sie Ihre Absicht, zusätzliche Prüfungen zu schreiben, in jedem Fall dem Prüfungsamt mit, damit Ihr Zeugnis nicht vorzeitig erstellt wird. Am Ende Ihres Studiums informieren Sie das Prüfungsamt dann, welche Leistungen ins Zeugnis eingehen sollen. Wenn Sie keine persönliche Auswahl
treffen, werden die besten Leistungen angerechnet. Im Transcript of Records werden in jedem Fall
alle Ihre Leistungen aufgeführt (die nicht eingebrachten unter der Rubrik „Sonstiges“).
Leistungen (Wahlpflichtmodule) aus dem Bachelorstudiengang, welche Sie zusätzlich erbracht haben, und Sie nicht in die Bachelorprüfung einbringen und die gleichzeitig auch Bestandteil des
Master-Studienplans sind, können Sie sich im Master-Studiengang Informatik anerkennen lassen.
Vorsicht: Im Bachelor-Studiengang können keine Wahlpflichtmodule „vorbelegt“ werden, welche nur
für Masterstudierende deklariert sind. Diese können erst belegt werden, wenn Sie im Master immatrikuliert sind. Bedenken Sie in jedem Fall, dass Sie ein Fachsemester hochgestuft werden, sobald
Sie sich 30 ECTS-Punkte oder mehr für den Master anrechnen lassen.
3.4.5 Notenberechnung
MeinCampus rechnet mit jeder neu eingetragenen Modulnote automatisch die aktuelle Note der
GOP, der Bachelor- bzw. Masterprüfung und bestimmter Modulgruppen (z. B. Vertiefungsmodule) aus. Dabei können Rundungsfehler entstehen, da MeinCampus die zweite Nachkommastelle
der Noten aufrundet (also z. B. von 2,55 auf 2,6). Machen Sie sich aber keine Sorgen: Für die
Berechnung Ihrer Bachelor- oder Masterprüfungsnote geht das Prüfungsamt von Ihren einzelnen
Modulnoten aus. Das Ergebnis wird nicht aufgerundet, sondern nach der ersten Nachkommastelle
‚abgeschnitten‘. Das bedeutet, eine 2,59 erscheint Im Zeugnis als 2,5.
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Allgemeine Studieninformationen
3.5 Auslandsaufenthalt im Studium
Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, einen Teil Ihres Studiums im Ausland abzuleisten, sollten Sie
frühzeitig mit der Planung beginnen. Ideal ist etwa ein Jahr Vorbereitungszeit. Eine Erstberatung zu
Auslandsaufenthalten im Rahmen von Erasmus-Partnerschaften sowie zu den Direktaustauschprogrammen der Technischen Fakultät (u. a. mit Australien, Kanada und den USA) erhalten Sie beim
International Office TechFak (s.u.). Eine gute generelle Übersicht über Ihre Optionen in Sachen
Auslandsaufenthalt finden Sie außerdem auf den Seiten des International Office der FAU (www.fau.
de/international/wege-ins-ausland/studieren-im-ausland/).
Für einen Auslandsaufenthalt im Bachelor sind vor allem das fünfte und sechste Semester gut geeignet, da dann größtenteils Wahlpflichtfächer zu belegen sind und es leichter wird, den Studienplan
in Deutschland um das Auslandssemester herum zu gestalten.
Da der Master fast nur aus Wahlpflichtfächern besteht, sind Sie hier wesentlich freier bei der Auslandsplanung, sobald alle Auflagenfächer bestanden sind. Generell eignen sich nahezu alle Informatik-Vertiefungsrichtungen, die an der Austauschuniversität angeboten werden. Auch das Modul
Nebenfach kann an der ausländischen Universität gut erworben werden.
Das Angebot an Auslandskooperationen von Lehrstühlen der Informatik sehr vielfältig. Den aktuellen Stand an Partneruniversitäten können Sie beim Outgoing-Experten der Informatik erfragen
(siehe Studiengangshomepage unter Auslandsstudium). Sie können auch Ihre Abschlussarbeit im
Ausland schreiben. In diesem Fall brauchen Sie einen verantwortlichen Betreuer von einem Informatik-Lehrstuhl der FAU. Oft haben die Lehrstühle Kontakte zu ausländischen Partnern. Es lohnt
sich, einfach einmal nachzufragen. In diesem Fall ist keine Anerkennung nötig, da die Note vom
Erlanger Betreuer vergeben wird.
In jedem Fall sollten Sie rechtzeitig vor Ihrer Abreise klären, ob die im Ausland zu erbringenden Leistungen für Ihr Studium an der FAU anerkannt werden können.
Im Falle eines Studienaufenthalts schließen Sie mit dem jeweiligen Hochschuldozenten ein sog. Learning Agreement (siehe auf der Studiengangshomepage unter Auslandsstudium) ab. Konkret heißt
das, dass Sie im Studienangebot der ausländischen Uni nach Lehrveranstaltungen suchen, die in
ihren Inhalten und Lernzielen dem Erlanger Curriculum entsprechen. Die Äquivalenz der im Ausland
zu erbringenden Studienleistungen muss im Vorfeld mit den Hochschullehrern/innen der jeweiligen
Vertiefungsrichtungen am Department Informatik abgesprochen werden. Hierzu sollten Sie dem/der
Hochschullehrer/in die Modulbeschreibungen oder Gegenstandskataloge der Fächer der ausländischen Universität zur Verfügung stellen. Die Zustimmung des/der Dozenten/in ist durch seine/ihre
Unterschrift (mit Stempel) auf der „Anerkennungsvereinbarung“ zu bestätigen. Im Learning-Agreement tragen Sie die Beschreibungen zu den entsprechenden deutschen und ausländischen Modu43
Allgemeine Studieninformationen
len inklusive Credits und weiterer Details ein. Dabei gilt: Je mehr Informationen Sie über die Fächer
im Ausland herausfinden können, desto höher ist Ihre Chance auf eine Zusage. Investieren Sie also
ruhig ein wenig Zeit in die Recherche! Mit knappen Inhaltsbeschreibungen, die eventuell gar nicht
richtig zu den Erlanger Modulen passen, verärgern Sie Ihre Dozenten und tun sich selber keinen
Gefallen. Stattdessen sollten Sie zeigen, dass Sie sich intensiv mit dem Studienangebot auseinandergesetzt haben und Ihre Angaben möglichst genau und leserfreundlich gestalten. Dafür kann
es sich auch lohnen, schon einmal von Deutschland aus Kontakt mit Dozenten an der Auslandsuni
aufzunehmen und sie um ausführlichere Inhaltsangaben zu ihren Veranstaltungen zu bitten.
Die Bestätigung der gesamten Anerkennungsvereinbarung erfolgt beim Outgoing-Experten am Department Informatik. Es empfiehlt sich grundsätzlich, für einen Auslandsaufenthalt ein Urlaubssemester einzulegen (siehe nächstes Kapitel).
3.6 Beurlaubung
Aus wichtigen Gründen kann man bei der Studentenkanzlei einen Antrag auf Beurlaubung vom
Studium stellen (www.fau.de/files/2013/10/Beurlaubung.pdf). Solch ein Grund kann z. B. ein Auslandssemester sein, aber auch Schwangerschaft/Elternzeit, eine schwere Erkrankung oder andere
schwere Belastungen. Auch für ein Firmen-Praktikum, das mindestens 7 Wochen der Vorlesungszeit in Anspruch nimmt, kann ebenfalls eine Beurlaubung beantragt werden. Für ein Auslandsstudium können Sie im Bachelor und im Master jeweils bis zu zwei Semester am Stück Urlaub nehmen,
für ein Praktikum jeweils nur ein Semester. Wegen einer beruflichen Tätigkeit, zum Verfassen der
Abschlussarbeit oder aufgrund eines Familienbesuchs im Ausland können Sie kein Urlaubssemester einlegen. Ein Industriepraktikum ist im Studiengang Informatik nicht vorgesehen. Eine Ausnahme besteht im Master Informatik für das Projekt im Studienschwerpunkt „Informatik in der Fahrzeugtechnik“. Hierfür kann im SSC eine Bestätigung als Pflichtpraktikum für den Betrieb ausgestellt
werden, welche gleichzeitg auch als Grund für eine Beurlaubung dient. Das Masterprojekt kann in
diesem speziellen Fall auch während eines Urlaubssemesters (im Masterstudium) absolviert und
als Studienleistung eingebracht werden.
Wenn Sie die Beurlaubung schon im Voraus planen können, sollten Sie Ihren Antrag vor der Rückmeldung zum nächsten Semester stellen, allerspätestens aber vor Vorlesungsbeginn des neuen
Semesters. Ergibt sich der Grund für die Beurlaubung erst im laufenden Semester, kann der Antrag
natürlich auch kurzfristig erfolgen. Anträge, die später als zwei Monate nach Vorlesungsbeginn gestellt werden, können jedoch leider nicht mehr berücksichtigt werden. Auch ein bereits abgeschlossenes Semester nachträglich in ein Urlaubssemester umzuwandeln, ist nicht möglich.
Das Urlaubssemester gilt nicht als Fachsemester, weshalb die Semesteranzahl im Fachstudium
nicht weitergezählt wird. Dementsprechend dürfen bis auf einige Ausnahmen während des Urlaubssemester auch keine Studien- und Prüfungsleistungen erbracht werden.
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Allgemeine Studieninformationen
Die Ausnahmen sind:
• Wiederholungsprüfungen: Sie müssen verpflichtend auch während eines Urlaubssemesters
geschrieben werden (gilt nicht für Nachholungsprüfungen, z.B. wenn Sie sich aufgrund von
Krankheit von einer angemeldeten Prüfung wieder abgemeldet haben).
• Studium im Ausland: Studienleistungen, die im Rahmen eines Auslandsaufenthaltes erbracht
werden, können bis zu einem Grenzwert von 29 ECTS pro Semester für das Studium in
Deutschland angerechnet werden, ohne dass die Beurlaubung rückgängig gemacht werden
muss. Wird der Wert überschritten, wird das Urlaubssemester nachträglich in ein Fachsemester umgewandelt.
• Wenn Sie durch Ihren bevorstehenden Auslandsaufenthalt Prüfungen in einem regulären
Fachsemester an der FAU verpassen (weil das Semester im Ausland früher beginnt), können
Sie die verpassten Prüfungen nach Ihrer Rückkehr auch während Ihres Urlaubssemesters
nachholen. Dafür müssen Sie Ihre Immatrikulationsbescheinigung aus dem Ausland beim
Prüfungsamt vorlegen. Wichtig: Ihre anzuerkennenden Auslandsleistungen dürfen zusammen mit den nachgeholten Leistungen 29 ECTS pro Semester nicht überschreiten, sonst
erfolgt auch hier eine rückwirkende Umwandlung des Urlaubs- in ein Fachsemester!
• Wenn Sie sich im Mutterschutz oder der Elternzeit befinden, dürfen Sie trotz des Urlaubssemesters ganz normal Prüfungsleistungen erbringen.
3.7 Anerkennung von Leistungen
Wenn Sie an einer anderen (Fach)hochschule im In- oder Ausland, in einem anderen Studiengang
bzw. im Rahmen einer Berufsausbildung oder Berufstätigkeit Leistungen erbracht haben, die gleichwertig zu denen im Studiengang Informatik sind, können diese prinzipiell für Ihr Studium angerechnet werden.
Ob es ein Informatik-Modul gibt, das Ihrer externen Leistung entspricht, können Sie herausfinden,
indem Sie die zu belegenden Fächer im Bachelor bzw. Master-Studienplan durchgehen und sich die
dazugehörigen Modulbeschreibungen im Modulhandbuch bzw. im UnivIS (siehe unter Online-Tools)
durchlesen. Zur Vorbereitung ist es immer empfehlenswert, die Inhaltsbeschreibung Ihrer externen
Leistung und die des Erlanger Informatik-Moduls nebeneinanderzulegen und identische Inhalte farbig zu markieren. Ab 85% Übereinstimmung ist die Chance auf Anrechnung realistisch.
Im nächsten Schritt füllen Sie das Anerkennungsformular aus, das auf der Website des Prüfungsamtes bereitsteht:
(www.zuv.fau.de/einrichtungen/pruefungsamt/technik/hinweise_formulare/hinweise_formulare.shtml).
45
Allgemeine Studieninformationen
In der Rubrik „Modulnummer aus MeinCampus“ tragen Sie bitte die entsprechende fünfstellige Modulnummer (jeder einzelnen Studien- oder Prüfungsleistung) ein, die Sie in der Studienstrukturübersicht für den Bachelor bzw. im Modulkatalog für den Master finden. Das unterschriebene Formular
geben Sie bitte im Prüfungsamt (in der Halbmondstr. 6) ab.
Zusätzlich müssen folgende Unterlagen eingereicht werden:
• Zeugnis bzw. Transcript of Records/Leistungsübersicht
• Ausführliche Modulbeschreibungen (falls nicht auf Englisch oder Deutsch, in Übersetzung)
bzw. ersatzweise Skripte, Mitschriften, Altklausuren, Literaturlisten etc.
Ausnahme: Wenn die Anrechenbarkeit schon in einem Learning Agreement festgehalten
wurde (s. Kap.), ist das Vorlegen dieser Dokumente nicht mehr nötig!
• Informationen über den regulären Semester-Workload und das Benotungssystem der Auslandshochschule, also über die Anzahl der im Regelstudium zu erwerbenden Credits pro Semester (falls es sich nicht um ECTS handelt) sowie über die bestmögliche Note und schlechteste Bestehensnote
Gibt der Prüfungsausschuss seine Zustimmung, werden die Ergebnisse ans Prüfungsamt übersandt
und in MeinCampus eingetragen. Ausländische Noten und nicht-europäische Credits werden dafür
in das deutsche System übertragen. Bei der Anerkennung eines Fachs aus dem Ausland für eine
konkrete Informatik-Lehrveranstaltung erhalten Sie so viele ECTS, wie das jeweilige Modul im Studienplan hat. Umgerechnete Auslandsnoten werden nicht weiter angepasst, d. h. es können auch
Noten eingetragen werden, die nicht dem deutschen Stufensystem (2,0/2,3/2,7 etc.) entsprechen.
Wird Ihr Antrag auf Anerkennung von Leistungen durch einen Modulverantwortlichen abgelehnt,
haben Sie das Recht, Einspruch beim Prüfungsamt einzulegen. Ihr Fall wird dann erneut geprüft.
Einen Antrag auf Anerkennung können Sie während Ihrer gesamten Studienzeit stellen. Ihre Leistungen verfallen nicht, egal wie lange sie zeitlich zurückliegen. Deshalb haben Sie z. B. auch die
Möglichkeit, ungenutzte Leistungen aus einem abgebrochenen Studium oder einem Auslandsaufenthalt im Bachelor für das ‚Flexible Budget‘ im Master anrechnen zu lassen.
In keinem Fall zulässig ist hingegen eine doppelte Anrechnung von Leistungen im Bachelor und im
Master. D. h., Leistungen, die in ein abgeschlossenes Bachelorstudium eingebracht wurden (z. B.
Bachelor-Module, die sich mit Modulen im Master Informatik decken etc.) können nicht noch einmal
für den Master anerkannt werden.
46
Allgemeine Studieninformationen
Wichtig!
Ab einer Anerkennung von 30 ECTS-Punkten werden Sie in das nächsthöhere Fachsemester hochgestuft. bzw. Ihr Urlaubssemester rückgängig gemacht.
Die Anerkennung von Kompetenzen, die nicht aus dem Hochschulbereich stammen (z. B. aus einer
Ausbildung), darf die Hälfte der im Studium erforderlichen ECTS-Punkte nicht überschreiten, also
90 ECTS im Bachelor und 60 ECTS im Master.
Anerkennung von Leistungen aus einer Ausbildung (z.B. zum Fachinformatiker) können für das
Informatikstudium in Erlangen nicht anerkannt werden. Das gleiche gilt für Industriepraktika, Praxissemester etc. im Rahmen eines Hochschulstudiums an einer FH.
3.8 Studienzeitverlängerung
Wenn es Ihnen nicht gelingt, die vorgeschrieben Studienleistungen innerhalb der Regelstudienzeit
(6 Semester für den Bachelor - davon 2 Semester für die GOP; 4 Semester für den Master) zu erbringen, haben Sie die Möglichkeit, zusätzliche Semester anzuhängen.
Im Bachelor kann die Grundlagen- und Orientierungs-Phase um ein Semester (also auf 3) und das
Bachelorstudium insgesamt um 2 Semester (also auf insgesamt 8) überzogen werden. Das Masterstudium kann um 1 Semester (auf 5) überzogen werden. Dafür müssen Sie keinen Antrag stellen,
sondern sich einfach für das nächste Semester rückmelden.
Sollten Sie darüber hinaus noch eine weitere Verlängerung benötigen, müssen Sie einen Antrag auf
Studienzeitverlängerung im Prüfungsamt stellen, in dem Sie begründen, was zur Verzögerung Ihres
Studiums geführt hat. Das Formular finden Sie hier:
www.zuv.fau.de/einrichtungen/pruefungsamt/technik/hinweise_formulare/hinweise_formulare.shtml
3.9 Studienfach- und Hochschulwechsel
Sollten Sie vom Informatik-Bachelor in ein anderes Studienfach wechseln wollen, kann Ihnen die
Studienberatung (SSC Informatik) eine erste Orientierung geben. Innerhalb der Technischen Fakultät bieten sich etwa (je nach gewählter Studienrichtung) die Studiengänge Computaional Engineering, Elektrotechnik-Elektronik-Informationstechnik, Informations- und Kommunikationstechnik oder
Wirtschaftsinformatik an. Konkrete Fragen zur Anerkennbarkeit von Leistungen aus dem Informatikstudium für ein anderes Fach müssen Sie mit der jeweilig zuständigen Studienberatung und/oder
dem Anerkennungsbeauftragten des jeweiligen Fachbereichs abklären. Bei einem geplanten Hochschulwechsel wenden Sie sich bitte an die Anlaufstellen an Ihrer zukünftigen Universität.
47
Bachelor Informatik
4. Der Bachelorstudiengang Informatik
4.1 Aufbau des Studiums
Der Bachelorstudiengang ist – abgesehen von den Wahlpflichtmodulen und dem Nebenfach – für
alle Studierenden der Informatik einheitlich und ermöglicht einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Methodische, praktische und technische Kenntnisse werden ebenso vermittelt. Besonderer
Wert wird auf die praktische Programmierausbildung in Übungsgruppen und die laufende Rückkopplung des Leistungsstands durch die studienbegleitenden Prüfungen gelegt.
4.1.1 GOP-Phase
Die ersten beiden Semester bilden die Grundlagen- und Orientierungsphase (GOP). Sie ist mit 30
ECTS (von insgesamt 180) gewichtet. Die GOP ist bestanden, wenn am Ende des dritten Semesters Module aus dem Angebot des ersten Studienjahres (erstes und zweites Semester) im Umfang
von 30 ECTS spätestens im Zweitversuch bestanden sind. Die wählbaren (GOP-fähigen) Module
sind in Tabelle 3.1 ersichtlich:
Tabelle 3.1 zeigt die GOP-fähigen Module des ersten Studienjahres für den Studienbeginn zum Wintersemester mit den
dazugehörigen Prüfungen.
Umfang in Semesterwochen- Prüfungs- und Stu- Gewichtung
Sem.
Modul
stunden (SWS)
dienleistung
in ECTS
PfP: PL (K 120) +
8
1
Algorithmen und Datenstrukturen
10
(4 Vorlesung, 2 Übung, 2 Praktikum)
Konzeptionelle Modellierung
Grundlagen der Technischen Informatik
Mathematik für Ingenieure C1
2
Parallele und funktionale Programmierung
Grundlagen der Rechnerarchitektur und -organisation
Grundlagen der Schaltungstechnik
Mathematik für Ingenieure C2
2/3
Systemprogrammierung*
4
SL(Übungsleistung)
PL (K 90)
5
(4 Vorlesung, 2 Übung)
6
PfP: PL (K 120) +
SL(Übungsleistung)
7,5
(4 Vorlesung, 2 Übung)
6
PfP: PL (K 90) +
SL(Übungsleistung)
7,5
4
PL (K 60)
5
4
PL (K 90)
5
4
PfP: PL (K 90) +
SL (Übungsleistung)
5
(4 Vorlesung, 2 Übung)
6
PfP: PL (K 90) +
SL (Übungsleistung)
7,5
8
PL (K 120)
10
(2 Vorlesung, 2 Übung)
(2 Vorlesung, 2 Übung)
(2 Vorlesung, 2 Übung)
(2 Vorlesung, 2 Übung)
(4 Vorlesung, 2 Übung, 2 Praktikum)
Tab. 3.1: Module des ersten Studienjahres mit Studienbeginn im Wintersemester
* Das Modul Systemprogrammierung geht über zwei Semester, es darf (Aufgrund einer Ausnahmeregelung der FPO) trotzdem zur
GOP verwendet werden.
Erläuterungen siehe nach Tab. 3.2.
48
Bachelor Informatik
4.1.2 Bachelor-Phase
Bis zum 5. Fachsemester sind weitere Pflichtmodule zu belegen.
Tabelle 3.2 gibt einen Überblick über die jeweiligen Module mit den dazugehörigen Prüfungen und
Leistungsnachweisen. Zu den Pflichtmodulen gehören zusätzlich ein Seminar (5 ECTS) und ein
(universitäts-internes) Praktikum (10 ECTS), die für das 4. und 5. Semester vorgesehen sind.
Sem
3
Modul
Grundlagen der Logik in der Informatik
Softwareentwicklung in Großprojekten
Berechenbarkeit und formale Sprachen
Mathematik C3
4
Algorithmik kontinuierlicher Systeme
Rechnerkommunikation
Theorie der Programmierung
Mathematik C4
5
Implementierung von Datenbanksystemen
Umfang in Semesterwochenstunden (SWS)
Prüfung
Gewichtung in
ECTS
4
PL (K 90)
5
4
PL (K 90)
5
6
PfP: PL (K 90) +
SL (Übungsleistung)
7,5
6
PfP: PL (K 90) +
SL (Übungsleistung)
7,5
6
PfP: PL (K 90) +
SL (Übungsleistung)
7,5
4
PfP: PL (K 90) +
SL (Übungsleistung)
5
6
PL (K 90)
7,5
6
PfP: PL (K 90) +
SL (Übungsleistung)
7,5
PL (K 90)
5
(2 Vorlesung, 2 Übung)
(2 Vorlesung, 2 Übung)
(4 Vorlesung, 2 Übung)
(4 Vorlesung, 2 Übung)
(4 Vorlesung, 2 Übung)
(2 Vorlesung, 2 Übung)
(4 Vorlesung, 2 Übung)
(4 Vorlesung, 2 Übung)
4
(2 Vorlesung, 2 Übung)
Tab. 3.2: Pflichtmodule im Bachelor-Studiengang (Reihenfolge je nach Studienbeginn abweichend)
Erläuterungen:
SWS: Semesterwochenstunden, ECTS: Punkte des European Credit Transfer Systems, PL: Prüfungsleistung (benotet), SL: Studienleistung (unbenotet, frühere Übungsscheine),
K: Klausur (mit Dauer in Minuten),
PfP: Portfolioprüfung: Zum Bestehen des Moduls sind mehrere Nachweise nötig (meist Prüfungsleistung und Studienleistung),
49
Bachelor Informatik
Ab dem 5. Fachsemester müssen Wahlpflichtmodule aus mindestens zwei der folgenden Vertiefungsrichtungen im Umfang von insgesamt 15 ECTS gewählt werden:
•
Datenbanksysteme
•
Diskrete Simulation
•
Elektronik und Informationstechnik
•
Graphische Datenverarbeitung
•
Hardware-Software-Co-Design
•
Kommunikationssysteme
•
Künstliche Intelligenz
•
Medieninformatik
•
Informatik in der Bildung
•
IT-Sicherheit
•
Medizinische Informatik
•
Mustererkennung
•
Programmiersysteme
•
Rechnerarchitektur
•
Software Engineering
•
Systemsimulation
•
Theoretische Informatik
•
Verteilte Systeme und Betriebssysteme
Eine genauere Erläuterung dieser Vertiefungsmöglichkeiten wird im Kapitel 4.3. gegeben. Eine aktuelle Übersicht aller Vertiefungsrichtungen findet man im Internet unter
http://www.informatik.fau.de/studierende/vertiefung.shtml
Parallel zu den Wahlpflichtmodulen wird im 5. Fachsemester ein Nebenfach (mit insg. 15 ECTS)
gewählt. In Kapitel 6 werden alle derzeit wählbaren Nebenfächer vorgestellt (Modulbeschreibungen
siehe Internet-Link unten). Weitere Nebenfächer können auf Antrag an den Prüfungsausschuss
zugelassen werden. Die 15 ECTS des Nebenfachs zählen im Informatikstudium zum Bereich der
Schlüsselqualifikations-ECTS.
Eine aktuelle Übersicht aller Nebenfächer mit den jeweilig zu belegenden Modulen findet man im
Internet unter http://www.informatik.fau.de/studierende/nfaecher.shtml
Das Modul Bachelorarbeit wird im 6. Fachsemester absolviert. Es umfasst zum einen die schriftliche
Bachelorarbeit (12 ECTS), zum anderen das „Begleitseminar mit Referat“ (3 ECTS). Die Bachelorarbeit sollte mit einem Aufwand von ca. 360 Stunden geschrieben werden können und ein wissenschaftliches Thema aus dem Bereich der Informatik behandeln. Das „Begleitseminar mit Referat“
umfasst ein Referat im Umfang von ca. 30 Minuten über das Thema der Bachelorarbeit und die
erfolgreiche Teilnahme am Begleitseminar.
50
Bachelor Informatik
4.2 Modultabelle Informatik Bachelor
Module des Bachelorstudiums Informatik (Beginn nur zum Wintersemester) mit Angabe der ECTS-Punkte,
der Verteilung auf die Semester und des Prüfungsmodus
Umfang
SWS
Module
Name
(Modul bzw. Teilmodul)
Algorithmen und Datenstrukturen
Konzeptionelle
Modellierung
Grundlagen der Technischen Informatik
Parallele und funktionale
Programmierung
V Ü P
Semesteraufteilung
1. Sem.
2. Sem.
3. Sem.
4. Sem.
5. Sem.
6. Sem.
Prüfungs- und
Studienleistung
GOP
fähig
SWS ECTS SWS ECTS SWS ECTS SWS ECTS SWS ECTS SWS ECTS
8
10
PfP: PL(K120) +
(Übungsleistung)
ja
2
4
5
PL(K90)
ja
4
2
6
7,5
PfP: PL(K120) +
(Übungsleistung)
ja
2
2
4
5
PL(K60)
ja
Grundlagen der Rechnerar2
chitektur und -organisation
2
4
5
PL(K90)
ja
4
5
4
5
4
2
2
Grundlagen der
Schaltungstechnik
2
2
Systemprogrammierung
4
2
Grundlagen der Logik in der
Informatik
Softwareentwicklung in
Großprojekten
Berechenbarkeit und
Formale Sprachen
Theorie der
Programmierung
Rechnerkommunikation
2
4
PfP: PL(K90) +
(Übungsleistung)
ja
5
PL(K120)
ja
PfP: L(K90) +
(Übungsleistung)
2
2
4
5
2
2
4
5
4
2
6
7,5
4
2
6
7,5
2
2
4
5
2
6
7,5
Algorithmik kontinuierlicher
4
Systeme
Implementierung von
2
Datenbanksystemen
Seminar
(Schlüsselqualifikation)
Praktikum
PL(K90)
PfP: PL(K90) +
(Übungsleistung)
2
PL(K90)
PfP: PL(K90) +
(Übungsleistung)
PfP: PL(K90) +
(Übungsleistung)
4
2
4
2
Mathematik für INF 2 1)
4
2
Mathematik für INF 3 1)
4
2
Mathematik für INF 4 1)
4
2
PL(K90)
5
PL(Seminarleistung)
6
PL(Praktikumsleistung)
PfP: PL(K90) +
SL(Übungsleistung)
PfP: PL(K90) +
SL(Übungsleistung)
PfP: PL(K90) +
SL(Übungsleistung)
PfP: PL(K90) +
SL(Übungsleistung)
7,5
6
7,5
6
7,5
6
7,5
Wahlpflichtbereich: Wahlpflichtmodule aus mind.
2 Vertiefungsrichtungen
Nebenfach
Schriftliche Bachelorarbeit
Begleitseminar mit Referat
zur Bachelorarbeit
5
10
1)
Mathematik für INF 1
2
10
5*
5
10*
12
3
Summe
SWS
Summe
ECTS
24
22
30
24
27,5
24
30
ja
ja
PL(MHB)MH
PL(MHB)MH
schriftl. Ausarbeitung
(80 %) und Vortrag (ca.
45 Min.: 20 %)
4
32,5
30
30
Erläuterungen:
V: Vorlesung, U: Übung, P: Praktikum, SWS: Semesterwochenstunden, ECTS: Punkte des European Credit Transfer Systems, PL: Prüfungsleistung (benotet), SL:
Studienleistung (unbenotet), K: Klausur (mit Dauer in Minuten), MHB: siehe Modulhandbuch, PfP: Portfolioprüfung, GOP: Grundlagen- und Orientierungsprüfung
– 30 ECTS aus den mit „ja“ gekennzeichneten Modulen. 1) Die Äquivalenzen
der Mathematik-Module in den Studiengängen der Technischen Fakultät werden ortsüblich bekanntgemacht“
PL: Seminar: mdl. Vortrag, schrift. Ausarbeitung, aktive Teilnahme,
PL: Praktikum: schrift. Ausarbeitung, Abschlussbericht und/oder Abschlussvortrag, aktive Teilnahme
*
sofern die FPO des beteiligten Nebenfachs keine andere Regelung vorsieht (in einigen Nebenfächern können nur 10 ECTS Module belegt werden, insofern müssen dann
20 ECTS belegt werden, wobei nur 15 ECTS für den Ba. Inf. zählen.
51
Bachelor Informatik
4.3 Vertiefungsrichtungen (Bereich Wahlpflichtmodule)
4.3.1 IT-Sicherheitsinfrastrukturen (Informatik 1)
Sicherheit, also die Abwesenheit von Gefahr, ist ein Querschnittsaspekt, der sich durch alle gesellschaftlichen und technologischen Bereiche zieht. Im Kontext von Computersystemen bezeichnet
man mit dem Begriff IT-Sicherheit die Abwesenheit von Gefahren, die durch böswillige, intelligente Gegenspieler (im Volksmund „Hacker‘“ genannt) entstehen. Mangelnde IT-Sicherheit entwickelt
sich immer mehr zu einem entscheidenden Hemmschuh für die weitere Durchdringung unserer
Gesellschaft mit Computern.
Um IT-Sicherheit zu erreichen, müssen zunächst zwei Fragen beantwortet werden:
• Was soll genau geschützt werden?
• Gegen wen genau will man es schützen?
Beide Fragen erscheinen auf den ersten Blick trivial, sie sind aber schon bei mittelmäßig komplexen
Systemen erstaunlich schwer zu beantworten. Von diesen Antworten hängen aber die konkreten
Maßnahmen ab, mit denen man IT-Sicherheit erreicht.
Die Vorlesungen aus dem Vertiefungsgebiet „IT-Sicherheit‘‘ geben einen Einblick in das Spannungsfeld zwischen IT-Systemen auf der einen Seite und den Angreifern, bzw. den Angriffen auf der anderen. Dabei werden sowohl defensive Methoden betrachtet, die also primär Angriffe verhindern, als
auch offensive Methoden, also die Angriffstechniken selbst.
4.3.2 Programmiersysteme (Informatik 2)
Die zentrale Rolle der Programmiersprachen rührt daher, dass sie sich in einem Spannungsfeld
befinden zwischen Rechnerstruktur (sie müssen implementiert werden), Theoretischer Informatik
(jeder Programmiersprache liegt ein Berechenbarkeitsmodell zugrunde) und einem Anwendungsgebiet (mit den Sprachen sollen Problemlösungen beschrieben werden). Außerdem spielt die Problemlösungsmethodik eine wesentliche Rolle: Zum einen sind realistische Probleme so groß, dass
diese Methodik in geeigneter Weise beherrscht werden muss, zum anderen ist nicht immer die
gleiche Vorgehensweise anwendbar; es gibt Problemstellungen, die wohldefiniert sind und für die
effiziente Algorithmen existieren, und solche, bei denen der potentielle Lösungsraum schrittweise
abgesucht werden muss. Die sprachliche Unterstützung muss notwendig verschieden ausfallen.
In seiner Forschung beschäftigt sich der Lehrstuhl Informatik 2 vor allem mit Fragen des Übersetzerbaus für Nicht-Standard-Architekturen wie z.B. mit Rechnerbündeln und eingebetteten Systemen. Ziel ist es, diese Architekturen auf hohem Abstraktionsniveau programmierbar zu machen
ohne dabei zu große Leistungseinbußen hinnehmen zu müssen, wobei sich die Leistung auf die52
Bachelor Informatik
sen Architekturen nicht nur durch die Laufzeit bestimmt – Kommunikationseffizienz, Code-Größe,
Stromverbrauch sind nur einige der weiteren zu optimierenden Zielgrößen, die im klassischen Übersetzerbau bislang nur unzureichend behandelt sind.
4.3.3 Rechnerarchitektur (Informatik 3)
Um möglichst viel Effizienz aus einem Rechner herauszuholen ist eine genauere Kenntnis der Architektur eines Rechners oder eines Prozessors praktisch unerlässlich. Ein rechnendes System
muss drei Dinge beherrschen: Daten verarbeiten, Daten speichern und Daten transportieren. Die
Rechnerarchitektur befasst sich mit dem Aufbau und dem Zusammenspiel der Komponenten eines
rechnenden Systems, welche genau die drei genannten Aufgaben realisieren. Konkret gehören
dazu Prozessoren zum Verarbeiten, Speicher zum Ablegen und Netzwerke zum Transportieren
der Daten. Spätestens seit dem Aufkommen der Multikern-Prozessoren gilt heutzutage mehr denn
je, dass mehr Leistung über paralleles Rechnen erzielt werden muss. Das alleinige Drehen an der
Taktschraube führt nicht mehr zu mehr Rechenkraft, sondern allenfalls zu einer nicht mehr oder nur
noch durch unvertretbar hohen Aufwand beherrschbarer physikalischer Verlustleistung. Demzufolge befasst sich der Lehrstuhl Rechnerarchitektur in Forschung und Lehre mit dem Aufbau von parallelen Rechner­architek­turen. Hierbei werden parallele Rechnerarchitekturen eingeteilt in groß- und
klein-skalierte Architekturen.
Zu großskalierten Parallelrechnern gehören z.B. Cluster-Rechner, d.h. ein Zusammenschluss von
PCs mit einem schnellen Netzwerk, mit dem Zweck ein rechenintensives Problem in allen PCs
gleichzeitig zu bearbeiten. Dies kann man fortsetzen, indem man Cluster von Cluster-Rechnern
bildet, sog. Multi-Cluster, und sogar noch weiter führen, indem man über das Internet erreichbare
Ressourcen mit Techniken des Grid und Cloud Computings zu einem virtuellen großen Parallelrechner zusammenschaltet. Aber auch im „Mikrokosmos“ innerhalb eines Prozessors findet in mehreren
Prozessorkernen und deren Anbindung an Cache-Speicher Parallelverarbeitung statt. Um die Kenntnisse dieser Architekturen und der Hardware-na-hen, d.h. letztendlich effizienten, Programmierung
solcher Systeme zu vertiefen, werden die Module „Cluster und Grid Computing“, „Architektur von
Hochleistungsrechnern und -prozessoren“ angeboten, in denen man das Innere von Standard-Mehrkern-Prozessoren von AMD, Intel, Graphikprozessoren und inhomogenen Parallel-Prozessoren wie
der Cell-Architektur erfährt und deren Einsatz in den Übungen erprobt. Für die Modellierung, die
Leistungsbewertung und die Zuverlässigkeit von parallelen und seriellen Rechnerarchitekturen sind
Virtualisierungstechniken, d.h. das Nachbilden von Rechnern mit Rechnern, von besonderer Bedeutung. Das Modul Virtuelle Maschinen gibt Einblick in solche Techniken. Die prak-tische Basis
dafür sind u.a. Linux-Architekturen, die in den Modulen „Design von Hardwarekom-ponenten und
Treibern für Linux-Systeme“ und „Design einer Linux-Partition“ intensiv behandelt werden.
53
Bachelor Informatik
In klein-skalierten parallelen Rechnersystemen forscht der Lehrstuhl 3 an der Umsetzung von parallelen Architekturen in konfigurierbarer Hardware, bei denen die innere Struktur beliebig veränderbar
ist (sog. FPGAs), und selbst entworfenen Chips (ASICs), deren Architektur nicht mehr veränderbar
ist, die dafür aber für eine bestimmte Anwendung leistungsstärker sind. Solche Architekturen können in eingebetteten Systemen eingesetzt werden, z.B. in einer intelligenten Hochgeschwindigkeitskamera oder einem opti-schen Sensor für einen Roboter, die dann Bilder nicht nur aufnehmen sondern gleich verarbeiten. In den Modulen „Einführung in den digitalen ASIC-Entwurf“, „Eingebettete
Robotik“ und „Digitaltechnik“ wird diese Thematik vertieft. Das Modul „Nanoarchitekturen“ gibt einen
Einblick in aktuelle Forschungsinhalte, wie kleinst-skalierte Rechnerarchitekturen im Zeitalter der
Nanotechnologie funktionieren werden.
Komplettiert werden die angesprochenen Lehrveranstaltungen durch das Modul „Rechnerarchitektur“, welche die Basis für die Vermittlung grundlegender Prinzipien der Arbeitsweise von Rechnern
und Prozessoren bildet, und in der die Themen der „Grundlagen der Rechnerarchitektur und -organisation“ aus dem 2. Fachsemester fortgeführt werden.
4.3.4 Verteilte Systeme und Betriebssysteme (Informatik 4)
Verteilte Systeme bestehen aus einem (ggf. sehr großen) Verbund unterschiedlicher Rechner, die
ihrerseits durch z.T. sehr unterschiedliche Systemsoftware betrieben werden. Zur Realisierung des
Rechnerverbunds kommen dabei ebenso unterschiedliche Netztechnologien zum Einsatz. Verteilte
Systeme sind damit höchst komplexe Gebilde, deren Entwicklung und Wartung große Herausforderungen offenbaren.
Die Heterogenität ihrer Komponenten stellt eines der großen Probleme verteilter Systeme dar.
Gleichwohl ist Offenheit angestrebt, die es erlauben soll, dass (beliebige) Komponenten hinzugefügt, ersetzt und/oder wieder entfernt werden können. Nicht nur in dem Zusammenhang ist es von
Bedeutung, Skalierbarkeit zu unterstützen und damit die Funktionstüchtigkeit des Systems auch bei
steigender Anzahl von Benutzern bzw. Komponenten zu gewährleisten. Nebenläufigkeit und nicht
zuletzt Sicherheit sind weitere Problempunkte, die sich in einem solchen dynamischen Umfeld alles andere als einfach lösbar darstellen. Bedingt durch die Tatsache, dass die Komponenten (d.h.
Rechner, Netze, Prozesse) eines verteilten Systems unabhängig voneinander ausfallen können,
unterscheidet sich die Fehlerverarbeitung grundlegend im Vergleich zu Einzelsystemen – worin u.a.
auch die fast schon legendäre Definition von Leslie Lamport begründet ist: ”A distributed system is
a system where I can’t get my work done because a computer has failed that I’ve never even heard
of. “. Daher wird der Schaffung von Transparenz, die die inhärente Komplexität verteilter Systeme
ab einer bestimmten Ebene nicht mehr sichtbar erscheinen lässt, eine sehr große Bedeutung beigemessen.
54
Bachelor Informatik
Eine wichtige Motivation für den Aufbau verteilter Systeme besteht in der gemeinsamen Nutzung
von Betriebsmitteln. Die Verwaltung von Betriebsmitteln ist eine der ursprünglichsten Aufgaben von
Betriebssystemen. Damit sind Betriebssysteme im Kontext verteilter Systeme von zentraler Bedeutung, sie bilden das Rückgrat des Gesamtkomplexes und ihnen obliegen dabei zwei wesentliche
Aufgaben:
• Betriebssysteme sollen durch Bildung geeigneter Abstraktionen dem Anwendungsprogrammierer eine Sicht auf das (ggf. auch verteilte, aus mehreren Rechnern bestehende) Rechensystem erlauben, die im Vergleich zur Kompliziertheit der Hardwaregegebenheiten wesentlich vereinheitlicht und vereinfacht ist. So ermöglicht beispielsweise der Begriff der Datei als
einer unter gemeinsamen Gesichtspunkten zu betrachtenden Ansammlung von Daten einen
einheitlichen Umgang mit den verschiedensten peripheren Geräten wie Drucker, Bildschirme,
Zeichengeräte und Plattenspeicher. Durch die Entwicklung eines geeigneten Objektbegriffs
kann bei der Programmierung von Rechnernetzen davon abstrahiert werden, auf welchem
der beteiligten Rechensysteme sich Daten und Programme tatsächlich befinden.
• Betriebssysteme ermöglichen mehreren Benutzern das kontrollierte, gemeinsame Benutzen
von Betriebsmitteln sowohl in einzelnen Rechenanlagen als auch in Rechnernetzen. Der
Begriff ”Betriebsmittel“ ist in diesem Zusammenhang sehr allgemein zu sehen. Er umfasst
Rechenprozessoren, Speicher und Ein-/Ausgabegeräte, aber auch so genannte Dienstprogramme wie Übersetzer für Programmiersprachen, Texteditoren oder Datenbanksysteme.
Die gleichzeitige Benutzung der Betriebsmittel durch unterschiedliche Benutzer bedingt,
dass der Zugang zu Betriebsmitteln geregelt werden muss. Hierzu gehören einerseits Authentisierungs- und Schutzmechanismen, durch die sich unbefugte Zugriffe verhindern lassen, andererseits aber auch Koordinierungsmaßnahmen, die Konflikte beim gleichzeitigen
Zugriff mehrerer Benutzer regeln.
Diesen beiden Fragestellungen entsprechend befasst sich das Fach „Verteilte Systeme und Betriebssysteme“ mit der Bildung geeigneter Abstraktionen, der Verwaltung und optimalen Auslastung der Betriebsmittel, der Koordinierung von Abläufen und dem Schutz von Betriebsmitteln gegen
unbefugte Manipulation. Das Fach untersucht die hierzu notwendigen grundlegenden Konzepte
und die vielfältigen Möglichkeiten ihrer Realisierung im Kontext von Betriebssystemen (Laufzeitsysteme, vernetzte/ verteilte Betriebssysteme, Laufzeitsysteme, virtuelle Maschinen, MiddlewarePlattformen, . . . ). Heutige Betriebssysteme sind sehr komplexe, umfangreiche Softwaresysteme.
Eine wichtige Fragestellung in diesem Umfeld ist deshalb auch, wie die Architektur eines solchen
Softwaresystems aufgebaut sein muss und welche Technik geeignet erscheint, damit es auch über
einen langen Zeitraum weiterentwickelt und mit vertretbarem Aufwand an spezielle Anforderungen
angepasst werden kann.
55
Bachelor Informatik
4.3.5 Mustererkennung (Informatik 5)
Das Ziel der Mustererkennung ist die Erforschung der mathematisch-technischen Aspekte der Perzeption von Umwelteindrücken durch digitale Rechensysteme. Die Umwelt wird dabei mit Sensoren
erfasst, und die gemessenen Werte werden als Muster bezeichnet.
Die automatische Transformation der Muster in symbolische Beschreibungen bildet den Kern der
Mustererkennung. Hierzu zählen elementare Vorverarbeitungsschritte, wie beispielsweise die Normalisierung der Beleuchtungsfarbe in den Eingabedaten, als auch die Analyse domänenspezifischer
komplexer Muster, wie zum Beispiel die computergestützte Diagnose medizinischer Bilddaten.
Neben der Verarbeitung kontinuierlicher Signale beschäftigen wir uns auch mit der Multikriteriellen
Optimierung diskreter Daten, wie zum Beispiel der Optimierung von Zeitplanungsproblemen.
Die Anwendungen der Mustererkennung sind sehr breit gefächert und reichen von industriellen
Prüfsystemen über Fahrzeugumgebungsanalyse, multispektrale Materialunterscheidung, Erkennung von Bildfälschungen bis zu sprachverstehenden Systemen.
Am Lehrstuhl für Mustererkennung liegt der Anwendungsschwerpunkt im Bereich der Medizintechnik. Die Erforschung und Entwicklung komplexer Musteranalysesysteme zur Lösung medizinischer
Problemstellungen steht damit im Mittelpunkt.
Die Lehre und Forschung am Lehrstuhl für Mustererkennung ist von dem Anspruch geprägt, anwendungsorientierte Grundlagenforschung mit einem modernen Ausbildungskonzept zu kombinieren.
Die angebotenen Vorlesungen vermitteln wichtige Grundlagen der Mustererkennung sowie jüngere
Entwicklungen aus der Forschung. Aufgrund der anwendungsorientierten Forschung und Lehre am
Lehrstuhl für Mustererkennung bestehen enge und internationale Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen.
4.3.6 Datenmanagement (Informatik 6)
Das Fachgebiet Datenmanagement befasst sich mit der Verwaltung großer Datenmengen im Hauptspeicher und auf peripheren Direktzugriffsspeichern (Magnetplatten, optische Platten), wie sie in
vielen Anwendungen in der Wirtschaft, der öffentlichen Verwaltung und der Technik unumgänglich
ist.
Eine Datenbank ist eine Zusammenfassung aller Daten eines Anwendungsgebiets, auf die über
systemnahe Software, das so genannte Datenbankverwaltungssystem (DBVS), zugegriffen wird.
Das DBVS unterstützt den Entwurf, die Implementierung und den Betrieb von Datenbanken. Es
bietet den Benutzern eine abstrakte Sicht auf die Daten und erlaubt ihnen, komplexe Abfragen und
Änderungsoperationen auszuführen, ohne dabei die internen Speicherungsstrukturen und Formate
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Bachelor Informatik
berücksichtigen zu müssen. Weiterhin organisiert das DBVS den gleichzeitigen Zugriff sehr vieler
Benutzer auf die gemeinsamen Daten und vermeidet dabei Inkonsistenzen durch gegenseitige Beeinflussung.
Die angebotenen Vorlesungen decken die drei Bereiche Grundlagen, Konzepte und Anwendungen
von Datenbanksystemen ab. Insbesondere im Bereich der anwendungsorientierten Vorlesungen
werden Veranstaltungen angeboten, die mit den Forschungsschwerpunkten des Lehrstuhls korrespondieren. Weitere Vorlesungen decken die Standard-Anwendungsgebiete von Datenbanken ab.
Das in der Theorie erworbene Wissen kann durch den Besuch von Praktika vertieft werden.
4.3.7 Kommunikationssysteme (Informatik 7)
Rechnernetze und Kommunikationssysteme prägen die heutige IT Landschaft, ermöglichen den
Aufbau verteilter Systeme und Datenbanken, die Übertragung multimedialer Informationen, verteiltes Rechnen und natürlich die alltäglich gewordenen Dienste wie Email und WWW. Ein wichtiger
Bestandteil moderner Kommunikation sind IP-basierte Netze, die über eine Vielzahl von Netztechnologien bis hin zu eingebetteten und mobilen Systemen einen einheitlichen Zugriff ermöglichen.
Weitestgehend „unsichtbar“ sind Systeme für die rechnerinterne Kommunikation, zur Fahrzeugkommunikation und für die Automatisierungstechnik, die sich jedoch durch besondere Eigenschaften wie Echtzeitfähigkeit auszeichnen.
In dem Pflichtmodul „Rechnerkommunikation“ wurden die grundlegenden Kenntnisse IP-basierter
Netze vermittelt. Bei der Wahl der Vertiefungsrichtung „Kommunikationssysteme“ wird als Basismodul „Kommunikationssysteme“ angeboten, darauf aufbauend können weitere Module aus dem
Lehrstuhlangebot gewählt werden. „Kommunikationssysteme“ gibt einen Überblick über weitere
Netztechnologien:
- Leitungsvermittung und virtuelle Leitungsvermittung: Telefonnetz (PSTN, ISDN), Zugangssysteme (u.a. DSL),
Transportnetze (Sonet/SDH), Dimensionierung, Netze mit virtueller Leitungsvermittlung (ATM, MPLS), Next Generation Networks
- Multimediakommunikation über paketvermittelte Netze: Streaming, Kodierung und Kompression, RTP, H.323,
SIP, Verteilstrukturen (Multicast, Peer-to-Peer)
- Dienstgüte in paketvermittelten Netzen: Integrated Services, Differentiated Services, Active Queue Management,
Policing, Scheduling
- Drahtlose Kommunikation: mobile Telekommunikation (GSM, UMTS), Wireless Metropolitan Area Networks (WiMAX), Wireless Local Area Networks, Wireless Personal Area Networks (Bluetooth, ZigBee), drahtlose Ad-Hoc
und Sensornetze, Mobilität und TCP/IP
- Kommunikation in der Automatisierungstechnik: industrielle Automatisierung (Profibus, Industrial Ethernet), Fahrzeugkommunikation (LIN, CAN, FlexRay, MOST), Gebäudeautomatisierung (LON, EIB)
- Systemdesign: Spezifikation von Architekturen und Protokollen (SDL, MSC, ASN.1, UML), Analyseverfahren,
Simulation, Messung, Test
In der zugehörigen Übung werden an zwei Versuchsnetzen praktische Erfahrungen mit Netztechnologien gesammelt: ein Einschubsystem mit mehreren IP-Routern, Switches und Hosts, weiterhin
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Bachelor Informatik
IP-Telefone und Asterisk-SW für VoIP; eingebettete Geräte (TinyOS-Boards) mit CAN-Bus zur Kontrolle von Aktoren und Sensoren mit Java-API.
Aufbauende Module sind dann
- Netzwerksicherheit (Kryptographie, Sicherheitsprotokolle, Angriffserkennung)
- Dienstgüte von Kommunikationssystemen (Simulation, stochastische Analyse, Messung, Echtzeitanalyse mit
dem Network Calculus)
Eine genaue Beschreibung der Module sowie weitere Wahlmodule sind den Web-Seiten des Lehrstuhls zu entnehmen.
4.3.8 Diskrete Simulation (Informatik 7)
In der diskreten Ereignissimulation verändern sich die Zustände eines Simulationsmodells sprunghaft zu diskreten Zeitpunkten. Dies ist ein verbreiteter Ansatz zur Simulation und Auslegung von
Kommunikations-, Fertigungs-, Materialfluss-, Verkehrs-, Transport-, Logistik- und ähnlichen Systemen. Zur Modellierung werden oft visuelle Modellierungsparadigmen eingesetzt wie z.B. kommunizierende Automaten oder anwendungsspezifische Bausteine, die um Elemente aus Programmiersprachen ergänzt werden. Intern wird eine Ereignisliste abgearbeitet und die Systemlast wird meist
durch stochastische Größen beschrieben. Diese Art von Simulation ist zu unterscheiden von der
unter 3.2.2 beschriebenen kontinuierlichen Simulation, bei der Modelle meist aus Differentialgleichungen bestehen und zur Lösung numerische Verfahren zum Einsatz kommen.
Bei der Wahl des Vertiefungsfachs „Diskrete Simulation“ wird als Basismodul „Simulation and Modeling I“ angeboten. Das Modul vermittelt die Grundlagen der diskreten Ereignissimulation und beinhaltet diskrete Simulation, analytische Modellierung (z.B. Warteschlangen), Eingabemodellierung
(z.B. Fitting-Verfahren), Zufallszahlenerzeugung, statistische Ausgabeanalyse, Modellierungsparadigmen (u.a. Ereignis-/Prozessorientierung, Warteschlangen, Automaten, Petri-Netze, UML, grafische Bausteine), kontinuierliche und hybride Simulation, Simulationssoftware und Fallstudien.
Darauf aufbauend wird das Modul „Simulation and Modeling II“ angeboten, in ihm werden Simulationsprojekte durchgeführt. Die Studierenden schließen sich zu Teams bestehend aus 3 oder 4
Personen zusammen und bearbeiten während des Semesters jeweils ein Projekt. Das Thema des
Projekts kann selbst gewählt werden. Dabei werden die typischen Phasen eines Simulationsprojekts durchlaufen (Projektplanung, Anforderungsanalyse, Datenerhebung, Eingabemodellierung,
Erstellung eines konzeptionellen Modells, Implementierung, Verifikation, Validierung, Simulationsläufe, Ausgabeanalyse, Ergebnispräsentation und Dokumentation).
Die beiden Module werden auch von Studenten des internationalen Studiengangs Computational
Engineering und verschiedenen Ingenieursstudiengängen besucht, beide werden daher in englischer Sprache durchgeführt. Sie bieten in besonderer Weise die Möglichkeit zu interdisziplinärer
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Bachelor Informatik
Zusammenarbeit. In der Vergangenheit wurden viele verschiedene Systeme modelliert: u.a. überfüllte studentische Bierkneipen, Straßenkreuzungen in Erlangen, Krankenhausnotfallzentrale, Tankstelle, Supermarkt, Mensa, Riesenrad der Bergkirchweih, Getränketerminal, Web-Server, Kommunikation im Automobil…
4.3.9 Theoretische Informatik (Informatik 8)
Die Theoretische Informatik befasst sich zum einen mit der Bereitstellung geeigneter Abstraktionen
und Klassifikationsschemata für Phänomene der Informationsverarbeitung und zum anderen mit
den mathematischen Grundlagen verschiedenster Anwendungsdisziplinen innerhalb der Informatik.
Ein berühmtes Beispiel einer gewagten und erfolgreichen Abstraktion ist die nichtdeterministische
Turingmaschine: es handelt sich hier um ein abstraktes Modell eines Computers, der nicht nur (wie
jede Turingmaschine) unbegrenzt viel Speicherplatz besitzt, sondern auch noch in der Lage ist, zu
einen gegebenen Suchproblem ohne Fehlversuche eine richtige Lösung zu raten - man kann wohl
mit Sicherheit sagen, dass solche Maschinen niemals gebaut werden; dennoch spielen sie heute
eine zentrale Rolle bei der Unterscheidung zwischen „leichten“ und „schweren“ Berechnungsproblemen. Wichtige Anwendungsgebiete mit starker Verankerung in Grundlagenresultaten aus der
Theoretischen Informatik sind z.B. Programmverifikation, Semantic Web, Kryptographie und Algorithmenentwurf. Die Beschäftigung mit der Theoretischen Informatik im Studium verbessert zukunftssichernde Fähigkeiten wie Abstraktionsvermögen und logisch zwingendes Argumentieren; sie
bereitet Studierende nachhaltig auf heute noch nicht absehbare technische Weiterentwicklungen
und Paradigmenwechsel in der Informationstechnik vor.
In der Vertiefungsrichtung Theoretische Informatik besteht eine Wahlmöglichkeit zwischen folgenden Themengebieten, die z.T. mit einander verzahnt und in jedem Fall frei kombinierbar sind:
- Logik und Deduktionssysteme
- (Ko-)algebraische und bereichstheoretische Semantik von Programmiersprachen und zustandsbasierten Systemen
- Spezifikation und Verifikation von sequentiellen und nebenläufigen Programmen
- Ontologien und Ontologiesprachen, Semantic Web
- Formale Sprachen und Automaten
- Berechenbarkeit und Komplexität
- Effiziente Algorithmen
- Kryptosysteme, Codierungs- und Informationstheorie mit sowohl analytischen als auch algebraisch-geometrischen Betrachtungsweisen
- Computer-Algebra, deren grundlegende Algorithmen, ihre Implementierung im Rahmen von CA-Systemen, und
Anwendungen
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Bachelor Informatik
4.3.10 Graphische Datenverarbeitung (Informatik 9)
Die Graphische Datenverarbeitung beschäftigt sich mit der Herstellung und Manipulation synthetischer Bilder mit Hilfe eines Computers. Hierzu gehören neben Techniken zur graphischen Darstellung
vorhandener Objekte insbesondere auch Verfahren zur Konstruktion von Objekten (Geometrische
Modellierung) sowie zur Veranschaulichung abstrakt vorhandener Datenmengen (Visualisierung).
Aufgrund der stark ausgeprägten menschlichen Fähigkeit, visuelle Informationen leicht zu verarbeiten, steht zu erwarten, dass die Graphische Datenverarbeitung auch zukünftig weiter an Bedeutung
gewinnen wird. Viele Anwendungen im Bereich Multimedia und Virtual Reality sind nur mit Techniken der Computergraphik realisierbar.
Als aktuelles Teilgebiet der Angewandten Informatik verfügt die Graphische Datenverarbeitung über
starke Beziehungen zu anderen Teildisziplinen. Enge Verbindungen bestehen u.a. zur Praktischen Informatik (Graphik-Hardware, graphische Benutzeroberflächen), zur Theoretischen Informatik (Effiziente Algorithmen für Schnitt- und Visibilitätsberechnungen), zur Numerik und Approximationstheorie
(Spline-Modellierung), zur Angewandten Geometrie (Modellierung und geometrische Algorithmen),
zur experimentellen Mathematik (Visualisierung mathematischer Strukturen), zur Mathematischen
Physik (Simulation physikalischer Phänomene wie z.B. Lichtausbreitung), zur Computational Science (Visualisierung großer Datenmengen) und zur Mustererkennung (3D-Rekonstruktion).
Diese Verflechtung der Graphischen Datenverarbeitung mit anderen Teildisziplinen schlägt sich
auch auf die aktuelle Forschungsarbeit am Lehrstuhl nieder. Die Schwerpunkte dieser Arbeit gliedern sich grob in drei Bereiche: Geometrische Modellierung, Bildsynthese und Visualisierung.
Im Einzelnen sind dies im ersten Bereich: Flächenrekonstruktion, Qualitätskontrolle, Manipulation
von Polygonnetzen, 3D-Gitterverwaltung, Registrierung; im zweiten Bereich: Physikalisch basierte
Beleuchtungsberechnung, bildbasierte Verfahren, Lichtfelder, verteiltes und paralleles Rendering,
interaktive und hardwareunterstützte Bildsynthese, virtuelle Realität; und im dritten Bereich: Medizinische Visualisierung, Registrierung und Segmentierung medizinischer Tomographiedaten, Integration von Simulation und Visualisierung, interaktive Visualisierung mit Standard-Hardware, Strömungsvisualisierung, Visualisierung auf Höchstleistungsrechnern.
Für eine vertiefte Beschäftigung mit Fragen der Graphischen Datenverarbeitung sind deshalb neben soliden Informatik-Kenntnissen auch gute Kenntnisse in Mathematik und/oder Physik hilfreich.
4.3.11 Systemsimulation (Informatik 10)
Simulation bezeichnet die Analyse des Verhaltens eines physikalischen Systems mit Hilfe des Computers. Simulation spielt eine wichtige Rolle in fast allen Natur- und Ingenieurwissenschaften, da die
Analyse von Systemen am Rechner oft billiger, schneller oder detaillierter sein kann, als Untersu60
Bachelor Informatik
chungen am System selbst. Ein Beispiel hierfür ist der Entwurf eines Flugzeuges; die Aerodynamik
wird heute schon teilweise günstiger mit einer Simulation durch einen Supercomputer als mit Hilfe
eines physikalischen Modells ermittelt. Andere Anwendungsbeispiele sind die numerische Simulation von optischen Wellen in unterschiedlichen technischen Anwendungen wie Lasern oder Dünnschichtsolarzellen.
Darüber hinaus bietet die Simulation in allen Fällen, in denen das physikalische System nicht zugänglich ist (z.B. in der Astronomie, oder im Erdinneren) oder experimentelle Eingriffe gefährlich
sein können (z.B. in der Medizin), die einzige Möglichkeit, sein Verhalten zu untersuchen.
Den Schwerpunkt der Simulationsforschung bilden die folgenden beiden Themenkomplexe:
• Geeignete Auswahl und Beschreibung des Verhaltens der Systemgrößen (Modellierung).
• Entwicklung besserer Algorithmen zur Darstellung und Berechnung der Modelle im Rechner
(Methodologie).
Entsprechend der Art des zu untersuchenden Systems gliedert sich die Simulation in die diskrete
und die kontinuierliche Simulationstechnik. Der Lehrstuhl für Systemsimulation bietet überwiegend
Vorlesungen aus dem Bereich der kontinuierlichen Simulation an. Die Inhalte bauen dabei auf dem
Stoff der Grundstudiumvorlesung „Algorithmik kontinuierlicher Systeme“ auf. Weiterführende Vorlesungen sind u.a. die Vorlesung „Simulation und wissenschaftliches Rechnen (SiwiR) I+II“, „Numerical Simulation of Fluids
(NuSiF)” und “Programming Techniques for Supercomputers (PtfS)”.
Die Simulation hat wichtige Beziehungen zur Computergrafik (insbesondere zur Visualisierung und
zur Animation) und zur angewandten Mathematik (insbesondere zur Numerik und zur Statistik).
Durch die starke, inhärente Anwendungsorientierung unterhält die Simulation naturgemäß auch intensive Kontakte zu vielen anderen Fachgebieten der Natur-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften.
4.3.12 Software Engineering (Informatik 2 und 11)
Hinweis: Es gibt nur eine Vertiefungsrichtung Software Engineering. Module beider Modelle (A oder
B) können kombiniert werden.
Modell A (Informatik 11)
Software Engineering ist die wissenschaftliche Lehre der ingenieurmäßigen Entwicklung und Bewertung komplexer Softwaresysteme unter Berücksichtigung der einzusetzenden Zeit-, Personalund sonstiger Ressourcen.
Wie bei jeder klassischen Ingenieurwissenschaft geht es auch hier
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Bachelor Informatik
- um die Erforschung wissenschaftlicher Erkenntnisse und
- um die Untersuchung ihrer praktischen Anwendbarkeit
- mittels technischer Umsetzung.
Software Engineering umfasst daher folgende Aspekte:
Allgemeingültige Prinzipien und wissenschaftliche Erkenntnisse auf der Basis von Theorien
(theoria [gr.] = Beobachtung), von Experimenten und von Fallstudien,
Verfahren zur technischen Umsetzung (techne [gr.] = Handwerk, Kunstfertigkeit) der wissenschaftlich hergeleiteten Ansätze,
Praktische Anwendung der Verfahren (prassein [gr.] = tun, handeln) mit Hilfe von CASE (Computer-Aided Software Engineering) Tools, die die Praktikabilität der Verfahren durch Automatisierung
und Visualisierung unterstützen.
Der Begriff Software Engineering wurde Ende der 60er Jahre geprägt, um mittels eines damals
bewusst provozierend gewählten Schlagworts auf die dringende Notwendigkeit einer über das
Handwerk hinausgehenden Systematisierung des Entwicklungsprozesses hinzuweisen. Seitdem
hat bekanntlich – vor allem im vergangenen Jahrzehnt – ein rasantes Wachstum des Umfangs, der
Komplexität und der Relevanz der durch Software realisierten Funktionalitäten stattgefunden. Die
heutige Gesellschaft hängt in zunehmendem Maße vom zuverlässigen Funktionieren softwarebasierter Systeme ab, deren Anforderungskomplexität ebenfalls anwächst. Selbst auf sicherheitskritischen Anwendungsgebieten gibt es heutzutage kaum noch eine industrielle Branche, in der zur
Steuerung technischer Prozesse im Echtzeitbetrieb keine eingebettete Software eingesetzt wird:
das gesamte Verkehrswesen, die Medizintechnik, die Steuerung und Überwachung chemischer und
kerntechnischer Anlagen, das Bankwesen sowie die Produktion und Anwendung technischer Geräte sind von verlässlicher Software abhängig. Eventuelle softwarebedingte Versagen können durch
Personenschäden, Stillstand der Anlagen, unkontrollierte Finanztransaktionen und Produkthaftung
irreversible Schäden in beträchtlicher Höhe und Vertrauensverlust verursachen. Zahlreiche spektakuläre Unfälle haben auch außerhalb der Fachöffentlichkeit das Bewusstsein für das Problem der
Softwareverlässlichkeit geweckt.
Diese Situation führt einerseits bei den erwähnten Industriebranchen zu hohen Kosten für Entwicklungs- und Verifikationstätigkeiten; andererseits stellen die normgerechte Entwicklung und Nachweisführung für viele Hersteller, vor allem für kleinere und mittelständische Softwarehäuser, neue
Herausforderungen dar, mit denen sie sich bereits in den frühen Entwurfsphasen konfrontiert sehen.
Daher sind Forschungs- und Lehrtätigkeiten auf diesem Gebiet zur Unterstützung heutiger und
künftiger Softwarehersteller von großem wirtschaftlichem Interesse. Dabei lassen sich sehr variable, zum Teil einander gegenläufige nichtfunktionale Anforderungen an die heutigen Softwaresysteme – etwa im Hinblick auf die Zuverlässigkeit, den Freigabezeitpunkt, die Änderungsfreundlichkeit,
die Wiederverwendbarkeit, die Kosten – feststellen, sodass sich in Abhängigkeit von der Priorität
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Bachelor Informatik
dieser Ziele unterschiedliche Vorgehensweisen zur Softwareerstellung anbieten. Dass es keinen
goldenen Weg bei der Softwareentwicklung gibt, machen nicht zuletzt auch die neuesten internationalen Standards (u.a. der Normungsorganisationen IEC und ISO) deutlich, die in Abhängigkeit vom
Grad der Sicherheitsrelevanz softwarebasierter Steuerungen unterschiedliche Vorgehensweisen
empfehlen bzw. vorschreiben.
Eine einheitlich standardisierte Softwareentwicklung gibt es in diesem Sinne nicht. Daher besteht
die eigentliche „Kunst“ des Software-Ingenieurs – neben der Beherrschung der einzelnen Techniken
– vor allem darin, mit Hilfe wissenschaftlicher Prinzipien und Erkenntnisse und anhand signifikanter
Eigenschaften und Kenngrößen des aktuell vorliegenden Projekts zu erkennen, welche Vorgehensweisen (etwa im Hinblick auf Prozessmodellierung, Spezifikationssprache, Architektur, Nachweisverfahren, Personalorganisation, etc.) einzeln bzw. in Kombination miteinander anwendungsadäquate Qualität und Kosteneffizienz versprechen. Wie in allen klassischen Ingenieurwissenschaften
benötigt auch hier der Ingenieur, um die Technik optimal gestalten zu können, eine tiefer gehende,
möglichst vollständige wissenschaftliche Kenntnis der alternativen technischen Optionen sowie ein
wissenschaftlich geprägtes Analyse- und Mess-Instrumentarium.
Aus diesem Bedarf heraus setzt sich das hier vorgestellte Vertiefungsfach Software Engineering
– über die Erlernung zahlreicher Techniken zur Softwareentwicklung und zum Eignungsnachweis
hinaus – gerade die systematische Untersuchung der Stärken und Schwächen der einzelnen Verfahren, sowie die Bewertung ihres Eignungspotentials in Abhängigkeit von konkreten Problem- und
Anwendungsklassen zum Ziel. Aufgabe des am Lehrstuhl für Software Engineering angebotenen
Vertiefungsfachs Software Engineering ist es also, den Studierenden dieses Know-how anzubieten
und den Erwerb dieses Wissens sowohl aus theoretischer als auch aus anwendungsorientierter
Sicht zu ermöglichen. Zur Erfüllung dieser Aufgabe werden verschiedene Modulausprägungen angeboten, die sich mit folgenden zentralen und speziellen Aspekten des Software Engineering befassen:
- Konstruktive Aspekte (u.a. Lebenszyklus, Prozessmodelle, Requirements Engineering, Spezifikationssprachen, Architekturen, UML-Modelle, Wiederverwendung, Entwurfsverfahren, Entwurfsmuster);
- A
nalytische Aspekte (u.a. Inspektion, Durchsicht, Durchgang, Schreibtischprüfung, Test, statische Analyse,
Komplexitätsmetriken);
- O
rganisatorische Aspekte (u.a. menschliche Faktoren, Projektmanagement, Personalführungsstrategien, Konfigurationsmanagement, Kostenmodelle);
- T
echnische Sicherheit softwaregesteuerter Anwendungen (u.a. Risiko-Analyse, Safety Integrity Levels, Analyse der Fehlerarten und -effekte, Fehlerbaumanalyse);
- S
oftware-Test, -Verifikation und -Validierung (u.a. kontroll- und datenflussbasierte Testüberdeckungen, Mutationstest, Model Checking und sonstige Beweisverfahren);
- S
oftware-Zuverlässigkeit bzw. - Verfügbarkeit (Schätzung optimaler time to market, Bewertung der Softwareverfügbarkeit für Telekommunikationssysteme, Bewertung der Softwarezuverlässigkeit für sicherheitskritische
Anwendungen);
- S
oftware-Fehlertoleranz (Entwurf und Bewertung redundanter Softwarearchitekturen zur Erkennung, Behebung bzw. Beherrschung sporadischer Softwarefehler im Betrieb);
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Bachelor Informatik
- Erprobung von CASE-Werkzeugen (Einsatz moderner Tools, u. a. zur Anforderungserfassung, Spezifikationsanalyse, Ermittlung von Code-Metriken, Erstellung und Bearbeitung von Entwurfsdiagrammen in UML, Visualisierung von Testüberdeckungen, Fehlererfassung durch Bug Trackers, Zuverlässigkeitsbewertung)
Modell B (Praktische Softwaretechnik – Informatik 2)
Software Engineering als Teildisziplin der Informatik beschäftigt sich mit der standardisierten ingenieurmäßigen Erstellung komplexer Softwaresysteme auf Grundlage wohldefinierter Prozesse.
Zentrale Zielsetzung der Methoden und Konzepte des Software Engineering ist dabei in der industriellen Praxis neben der Anforderungskonformität und der angestrebten Fehlerfreiheit bzw. Fehlertoleranz des erstellten Softwaresystems vor allem auch die Einhaltung zugesicherter Termine und die
Optimierung der erforderlichen Kosten bzw. Ressourcen. Angesichts der stetig wachsenden Größe
und Komplexität der Systeme und Anwendungen bedingt dies eine systematische Projektplanung
und auch -steuerung sowie ein ingenieurmäßiges, methodisches Vorgehen bei der eigentlichen
Konstruktion und Validierung des Zielsystems. Dies gilt heutzutage im Wesentlichen unabhängig
von konkreten Anwendungsbereichen und trifft für technische Anwendungsgebiete mit sicherheitskritischen Anforderungen, z.B. für Medizintechnik oder Automobilelektronik, ebenso zu wie für umfangreiche betriebswirtschaftliche Applikationen, z.B. aus dem Bereich der Finanzdienstleistungen.
Der Fokus des modernen Software Engineering umfasst den gesamten Software- Lebenszyklus
von der Anforderungsdefinition über Analyse, Entwurf, Implementierung, Validierung und Dokumentation des Zielsystems bis hin zu dessen Inbetriebnahme sowie zu seiner langfristigen Pflege und
Wartung. Neben den Kernprozessen der eigentlichen Softwareentwicklung muss eine ganzheitliche
Perspektive außerdem auch zahlreiche prozessbegleitende und -unterstützende Aktivitäten (wie
beispielsweise Projektmanagement, Konfigurationsmanagement oder Änderungsmanagement)
einbeziehen. Ein weiteres wesentliches Themengebiet ist die systematische Modellierung, Dokumentation, Bewertung und kontinuierliche Verbesserung des Entwicklungsprozesses an sich.
Software Engineering als eine Teildisziplin der wissenschaftlichen Informatik bietet zur Bewältigung
der beschriebenen Aufgabenstellungen eine breite Palette von Lösungsansätzen an, die vielfach
zueinander in Beziehung stehen und einander teilweise gegenseitig bedingen. Eine ingenieurmäßige Vorgehensweise bei der Durchführung eines Software-Entwicklungsprojektes erfordert daher
in der Praxis den Einsatz einer sinnvollen Kombination von aufeinander abgestimmten Konzepten,
Methoden und Werkzeugen. Das Modell B (Praktische Softwaretechnik) als spezielle Ausprägung
des Fachs Software Engineering behandelt die Konzepte, Methoden, Notationen und Werkzeuge
des Software Engineering, die sich im wissenschaftlichen bzw. im kommerziellen Bereich etabliert
haben, unter dem besonderen Aspekt ihres praxisorientierten, integrierten Einsatzes in realistischen
Projekten und in großen, arbeitsteiligen Teams.
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Bachelor Informatik
Die angebotenen Lehrveranstaltungen beschäftigen sich
- mit der systematischen Planung, Organisation und Durchführung von Software-Entwicklungsprojekten,
- mit der methodisch fundierten Modellierung, Konstruktion und Validierung umfangreicher Softwaresysteme,
- mit der systematischen Beschreibung der dabei verwendeten Vorgehensmodelle und Methoden,
- mit der Vermittlung von praxisbezogenem Wissen über den Einsatz dieser Modelle und Methoden in realistischen
Projekten.
Ein wesentliches Augenmerk der Lehrveranstaltungen liegt darauf, durch den verstärkten Einsatz
von Fallstudien aus der industriellen Praxis eine Brücke zwischen theoretischer Fundierung und
kommerziellem Praxiseinsatz zu schlagen.
4.3.13 Hardware-Software-Co-Design (Informatik 12)
Das Fachgebiet Hardware-Software-Co-Design prägt und wird geprägt durch die ”Technische Informatik“. In Abgrenzung zur ”Theoretischen Informatik“ und zu den Fächern der ”Praktischen Informatik“ bezeichnet sie diejenige Disziplin der Informatik, die sich mit den Fragen der Implementierung
von Daten verarbeitenden Systemen (PC, Workstation, Eingebettete Systeme) beschäftigt. Dazu
gehören alle Facetten und Aspekte sowohl des Hardware- als auch des Softwareentwurfs.
Speziell betrachtet das Fachgebiet den Entwurf von Rechnern, die für einen speziellen Kontext entworfen werden, in dem sie eingesetzt werden, sog. ”Eingebettete Systeme“ (engl. embedded systems). Gegenüber einem mittlerweile gesättigten Markt an Vielzweckrechnern sieht man im Bereich
eingebetteter Systeme in den nächsten Jahren milliardenstarke Wachstumsmärkte und unzählige
Anwendungsmöglichkeiten. Der Computer wird allgegenwärtig werden. Man spricht auch von engl.
Ubiquitous computing.
Beispiele von eingebetteten Systemen sind:
- Drahtlose und batteriebetriebene Systeme z. B. Handy, PDA, Bluetooth betriebene Kommunikationsgeräte, der
Bereich des ”Wearable Computing“ (Rechner als Bestandteil der Kleidung);
- Gebäudeautomatisierung z.B. Feldbussysteme, Automobiltechnik, der Bereich ”Ambient Intelligence“ sowie Industriesteuerungen;
- Sport und Entertainment z. B. elektronische Pulsmessung, Navigation und Überwachung, elektronische Spiele;
- Spezialrechner und –prozessoren z. B. digitale Signalprozessoren, Mikrocontroller und der Bereich des ”Reconfigurable Computing“ (programmierbare Schaltungen)
Die Fragestellungen des Fachgebiets Hardware-Software-Co-Design sind:
- Wie entwerfe ich ein eingebettetes System?
- Hier spielen Sprachen und Modelle zur Beschreibung, Analyse und Simulation von funktionalem und zeitlichem
Verhalten eine wichtige Rolle.
- Welche Entwurfsprobleme sind bei der Produktentwicklung zu lösen?
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Bachelor Informatik
- Dazu gehören: Auswahl geeigneter Komponenten und Module, die Abbildung der Funktionalität auf diese Komponenten sowie das zeitliche Planen der Ausführung.
- Welche Nebenbedingungen sind beim Entwurf einzuhalten bzw. zu berücksichtigen?
- Größe, Kosten, Gewicht, Energiebedarf, Entwurfszeit und Performance stellen die wichtigsten Kriterien für den
Entwurf eingebetteter Systeme dar. Für den Entwurf eines eingebetteten Systems ist es daher sehr wichtig, wie
man diese Größen bestimmen kann, entweder analytisch oder per Synthese oder mittels geeigneter Schätzverfahren.
- Wie kann ich mein System hinsichtlich vieler Zielgrößen optimieren?
- Eine zentrale Frage des Co-Designs ist, ob eine Funktion aus Kosten- und Effizienzgründen besser in Hardware
oder in Software implementiert werden soll (sog. Hardware-Software-Partitionierung).
- Wie zeige ich, dass mein entworfenes System auch korrekt funktioniert?
- In diesem Zusammenhang lernen wir Verfahren zur Validation, z.B. durch Test und Simulation und zur formalen
Verifikation kennen. Bei letzteren wendet man mathematische Beweisverfahren an.
Die Ziele sind stets der korrekte Entwurf sowie die Optimierung und Einhaltung aller Nebenbedingungen, die durch die konkrete Anwendung und das konkrete Einsatzgebiet des Systems bestimmt
werden.
4.3.14 Medieninformatik
Das Fach Medieninformatik wurde eingerichtet, um auch Informatikern die Möglichkeit zu geben,
sich Medienkompetenz anzueignen. Die gesamte Medienlandschaft erfährt gegenwärtig einen tiefgreifenden technischen Wandel; mitunter ist sogar von einer „digitalen Revolution“ die Rede. Mit
der rapid zunehmenden Digitalisierung der visuellen und akustischen Medien kommt der Informatik auch hier eine zentrale Stellung zu, und es ergeben sich neue berufliche Herausforderungen
für Informatiker in interdisziplinären Teams: Sie sollten neben dem technischen Wissen auch über
Grundkenntnisse in Fragen der Mediengestaltung verfügen. Die heutige Situation ist immer noch
dadurch gekennzeichnet, dass viele Software-Systeme von potenziellen Anwendern auch deshalb
nicht gewürdigt werden, weil ihre äußere Erscheinung zu wünschen übrig lässt; Informatiker tun sich
oft schwer, ansprechende Oberflächen zu entwerfen. Mit diesem Fach wird versucht, Informatikern
eine geeignete Qualifikation zu vermitteln. Um es deutlich zu sagen: Man wird kein Designer, wenn
man dieses Fach wählt und erfolgreich absolviert. Das Ziel ist allein, Informatiker in die Lage zu
versetzen, besser mit Designern sprechen zu können.
Etwas ungewohnt ist die Tatsache, dass dieses Fach nicht genau einem der Lehrstühle zugeordnet
ist wie die anderen. Hier sind die Lehrstühle 5 (Mustererkennung), 6 (Datenbanksysteme), 9 (Graphische Datenverarbeitung) und die Professur für Künstliche Intelligenz in gleicher Weise beteiligt.
Über die Lehrstühle verteilt besteht ein beachtliches Lehrangebot zu diesem Thema, das durch
Importe aus anderen Fakultäten noch ergänzt werden kann. Und schließlich ermöglicht der Einsatz
eines Designers als Lehrbeauftragten sogar das Angebot einer Vorlesung zum Thema Mediengestaltung.
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Bachelor Informatik
4.3.15 Elektronik und Informationstechnik
Die Lehrveranstaltungen der Vertiefungsrichtung Elektronik und Informationstechnik werden vom
Lehrstuhl für Informationstechnik mit dem Schwerpunkt Kommunikationstechnik (LIKE) und vom
Lehrstuhl für Rechnergestützten Schaltungsentwurf (LRS) des Instituts für Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik angeboten.
Fachlicher Hintergrund
Das Fach Technische Elektronik spiegelt die aktuelle Entwicklung wider, die sowohl durch das Zusammenwachsen von Computertechnik, Telekommunikation und elektronischen Medien gekennzeichnet ist, als auch der Durchdringung aller technischen Geräte und Einrichtungen durch eingebettete Systeme (embedded systems) Rechnung trägt.
Ziel ist, mit den Mosaiksteinen der Grundlagen- und Vertiefungsvorlesungen der Elektrotechnik ein
Gesamtbild zu entwickeln. An ausgewählten Systembeispielen werden Zusammenhänge und Realisierungsaspekte vermittelt.
Schwerpunkte:
- Schaltungen und
- hardwarenahe Software
als Komponenten komplexer Systeme für die Informations-, Kommunikations- und Medientechnik,
und für den Bereich ”Messen-Steuern-Regeln“, z. B.:
- (Grund-)Schaltungen, Geräte und Systeme für die Mobilkommunikationstechnik und für den digitalen Rundfunk
- Schaltungstechnik für Endgeräte mit geringster Stromaufnahme
- Schaltungstechnik für Hochfrequenzempfänger und -sender
- Leitungsgebundene und leitungslose Rechnerverbindungsstrukturen
- Entwurf mikroelektronischer Realisierungen aus allen angesprochenen Bereichen
- Hard- und Softwarekomponenten echtzeitfähiger Systeme
- Rekonfigurierbare Systeme
- Innovative Mensch/Maschine-Schnittstellen
Voraussetzungen für das Studium in dem Fach Elektronik und Informationstechnik sind die Grundlagen der Elektrotechnik, der Mathematik und der Informatik. Das Fach ist vor allem auf die Berufsbilder
- Spezifikation und Entwicklung von Hardware und hardwarenaher Software
- Beratung von Herstellern und Anwendern mikroelektronischer und informationstechnischer Systeme
- Betrieb von Kommunikationseinrichtungen
ausgerichtet.
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Bachelor Informatik
4.3.16 AG Digital Humanities
Um den Rahmen für die Forschungsthemen der Arbeitsgruppe abzustecken, sei kurz aus der von
P. Sahle (Köln) herausgegebenen Broschüre Digitale Geisteswissenschaften zitiert, an der auch
Prof. Görz mitgearbeitet hat:
„Die Geisteswissenschaften umfassen eine große Gruppe von einzelnen Disziplinen, die sich mit
allen Aspekten der menschlichen Gesellschaft, Kultur, Sprache und Geschichte sowie des Denkens
und der Kommunikation befassen. Die digitalen Geisteswissenschaften teilen diese Interessengebiete und versuchen die Prozesse der Gewinnung und Vermittelung neuen Wissens unter den Bedingungen einer digitalen Arbeits- und Medienwelt weiter zu entwickeln. Dazu forschen und lehren
sie z.B. im Bereich der Digitalisierung des Wissens und des kulturellen Erbes, der Anwendung und
Weiterentwicklung von Werkzeugen, der Operationalisierung und Beantwortung von Forschungsfragen und der Reflexion über die methodischen und theoretischen Grundlagen der Geisteswissenschaften in einer digitalen Welt. ...“
„Innerhalb der digitalen Geisteswissenschaften bildet die Computerlinguistik einen Bereich, der
durch mehrere schon lange bestehende Studiengänge in der Etablierung als eigenständiges wissenschaftliches Fach relativ weit fortgeschritten ist, weshalb dieser Bereich in den Digital Humanities auch eine Sonderstellung einnimmt. Die Digital Humanities können in ihrem Verhältnis zu den
schon länger bestehenden Fächern auf unterschiedliche Weise beschrieben werden. Manche sehen
in ihnen eine Hilfswissenschaft zu den geisteswissenschaftlichen Fächern, deren Fragestellungen
sie aufgreifen. Manche betrachten sie als eine angewandte Informatik, die für einen speziellen Gegenstandsbereich Informatik-Lösungen entwickeln. Wieder andere sehen in ihr eine allumfassende
Geisteswissenschaft auf der Ebene der Methoden und digitalen Praktiken. Spätestens damit hätte
sie ihren eigenen Gegenstand und ihre eigenen Methoden und würde so zu einem eigenständigen
Fach. Auf jeden Fall wirken die digitalen Geisteswissenschaften aber auch wieder zurück in die
einzelnen Fächer, in denen digitale Methoden und Praktiken sich immer mehr durchsetzen und die
dadurch verändert werden.“
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Bachelor Informatik
4.5 Modulbeschreibungen des Bachelorstudiums
4.5.1 Algorithmen und Datenstrukturen
Modulbezeichnung
Lehrveranstaltungen
Dozenten
Algorithmen und Datenstrukturen
(Algorithms and Data Structures)
10 ECTS
(TEC 30501)
V: Algorithmen und Datenstrukturen (4 SWS)
5 ECTS
Ü: Tafel- und Rechnerübungen zu Algorithmen und Datenstrukturen (4
5ECTS
SWS)
Prof. Dr.-Ing. Marc Stamminger, Prof. Dr. Christoph Pflaum, Prof. Dr.
Riehle, Prof. Dr. Michael Philippsen
Modulverantwortlicher
Prof. Dr. Michael Phillippsen
Inhalt
• Grundlagen der Programmierung
• Datenstrukturen
• Objektorientierung
• JAVA-Grundkenntnisse
• Aufwandsabschätzungen
• Grundlegende Algorithmen
Die Studierenden
• erlernen die Grundlagen der Programmierung anhand der Programmiersprache
JAVA
• verstehen objektorientiertes Programmieren
• kennen fundamentale Datenstrukturen und Algorithmen
• können Algorithmen entwickeln und analysieren
keine
Lernziele und Kompetenzen
Voraussetzungen für die
Teilnahme
Einpassung in Musterstudienplan
Verwendbarkeit des Moduls
1. Semester
Turnus des Angebots
Vorlesung jährlich; Übungsbetrieb möglicherweise semesterweise, falls aus Studienbeiträgen finanzierbar.
Das Modul ist im Kontext der folgenden Studienfächer/Vertiefungsrichtungen verwendbar:
Informatik (Bachelor of Science): 1. Semester
(Po-Vers. 2009w | Grundlagen- und Orientierungsprüfung)
Dieses Modul ist daneben auch in den Studienfächern
„Berufspädagogik Technik (Bachelor of Science)“, „Computational Engineering (Rechnergestütztes Ingenieurwesen) (Bachelor of Science)“, „Informatik (1. Staatsprüfung
für das Lehramt an Gymnasien)“, „Informatik (1. Staatsprüfung für das Lehramt an
Hauptschulen)“, „Informatik (1. Staatsprüfung für das Lehramt an Mittelschulen)“, „Informatik (1. Staatsprüfung für das Lehramt an Realschulen)“, „Informatik (Bachelor of
Arts (2 Fächer))“, „Informations- und Kommunikationstechnik
(Bachelor of Science)“, „International Information Systems (IIS) (Master of Science)“,
„Mathematik (Bachelor of Science)“, „Physische Geographie (Bachelor of Science)“,
„Technomathematik (Bachelor of Science)“, „Wirtschaftsinformatik (Bachelor of Science)“ verwendbar
Studien- und Prüfungslei- Die Modulprüfung besteht aus:
stungen
 unbenotetem Leistungsnachweis, erworben durch erfolgreiche Teilnahme an den
Tafel- und Rechnerübungen
 Schriftliche Prüfungsleistung, Dauer (in Minuten): 120
Berechnung Modulnote
100 % der schriftl. Prüfungsnote
69
Bachelor Informatik
Arbeitsaufwand
Präsenzzeit: 120 h
Eigenstudium: 180 h
Dauer des Moduls
Unterrichtssprache
Vorbereitende Literatur
1. Semester
Deutsch
Lehrbuch: Saake, Sattler: „Algorithmen und Datenstrukturen - Eine Einführung mit
JAVA“
4.5.2 Konzeptionelle Modellierung
Modulbezeichnung
Lehrveranstaltungen
Konzeptionelle Modellierung
(Conceptual Modeling)
(TEC 31301)
V: Konzeptionelle Modellierung (2 SWS)
Ü: Konzeptionelle Modellierung (2 SWS)
Dozenten
Prof. Dr. Richard Lenz
Modulverantwortlicher
Prof. Dr. Richard Lenz,
Inhalt
Lernziele und
Kompetenzen
5 ECTS
2,5 ECTS
2,5 ECTS
• Grundlagen der Modellierung
• Datenmodellierung am Beispiel Entity-Relationship-Modell
• Modellierung objektorientierter Systeme am Beispiel UML
• Relationale Datenmodellierung und Anfragemöglichkeiten
• Grundlagen der Metamodellierung
• XML
• Multidimensionale Datenmodellierung
• Domänenmodellierung und Ontologien
Die Studierenden:
• definieren grundlegende Begriffe aus der Datenbankfachliteratur
• erklären die Vorteile von Datenbanksystemen
• erklären die verschiedenen Phasen des Datenbankentwurfs
• benutzen das Entity-Relationship Modell und das erweiterte Entity-Relationship
Modell zur semantischen Datenmodellierung
• unterscheiden verschiedene Notationen für ER-Diagramme
• erläutern die grundlegenden Konzepte des relationalen Datenmodells
• bilden ein gegebenes EER-Diagramm auf ein relationales Datenbankschema ab
• erklären die Normalformen 1NF, 2NF, 3NF, BCNF und 4NF
• definieren die Operationen der Relationenalgebra
• erstellen Datenbanktabellen mit Hilfe von SQL
• lösen Aufgaben zur Datenselektion und Datenmanipulation mit Hilfe von SQL
• erklären die grundlegenden Konzepte der XML
• erstellen DTDs für XML-Dokumente
• benutzen XPATH zur Formulierung von Anfragen an XML-Dokumente
• definieren die grundlegenden Strukturelemente und Operatoren des multidimensionalen Datenmodells
• erklären Star- und Snowflake-Schema
• benutzen einfache UML Use-Case Diagramme
• benutzen einfache UML-Aktivitätsdiagramme
• erstellen UML-Sequenzdiagramme
• erstellen einfache UML-Klassendiagramme
• erklären den Begriff Meta-Modellierung
• definieren den Begriff der Ontologie in der Informatik
• definieren die Begriffe RDF und OWL
70
Bachelor Informatik
Voraussetzungen für die
Teilnahme
Einpassung in
Musterstudienplan
Studien- und
Prüfungsleistungen
Berechnung
Modulnote
Turnus des
Angebots
Arbeitsaufwand
Dauer des Moduls
Unterrichtssprache
Vorbereitende
Literatur
keine
Das Modul ist im Kontext der folgenden Studienfächer / Vertiefungsrichtungen verwendbar:
Informatik (Bachelor of Science): 1. Semester
(Po-Vers. 2009w | Grundlagen- und Orientierungsprüfung)
Dieses Modul ist daneben auch in den Studienfächern
„Berufspädagogik Technik (Bachelor of Science)“, „Computational Engineering
(Rechnergestütztes Ingenieurwesen) (Master of Science)“, „Informatik (1. Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien)“, „Informatik (1. Staatsprüfung für das
Lehramt an Hauptschulen)“, „Informatik (1. Staatsprüfung für das Lehramt an Mittelschulen)“, „Informatik (1. Staatsprüfung für das Lehramt an Realschulen)“, „Informatik (Bachelor of Arts (2 Fächer))“, „Informations- und Kommunikationstechnik
(Master of Science)“, „International Information Systems (IIS) (Master of Science)“,
„Linguistische Informatik (Bachelor of Arts (2 Fächer))“, „Maschinenbau (Master
of Science)“, „Mathematik (Bachelor of Science)“, „Medizintechnik (Master of Science)“, „Physische Geographie (Bachelor of Science)“, „Technomathematik (Bachelor of Science)“, „Wirtschaftsinformatik (Bachelor of Science)“, „Wirtschaftsingenieurwesen (Master of
- Science)“ verwendbar.
Schriftliche Prüfungsleistung, Dauer (in Minuten): 90
100 % der schriftl. Prüfungsnote
Je nach Curriculum: jährlich im Wintersemester oder jährlich im Sommersemester
Präsenzzeit: 60h ( (2h+2h) x 15)
Eigenstudium: 90h ( (1h+2h) x 15 + 45h)
d.h. je Vorlesung ca. 1h pro Woche Nachbereitung im laufenden Semester und je
Übungsveranstaltung ca. 2h pro Woche Vorbereitung sowie ca. 45h Prüfungsvorbereitung in der vor-lesungsfreien Zeit; erfolgt keine begleitende Nachbereitung der Vorlesung sind ca. 60h für die Prüfungsvorbereitung einzukalkulieren
1 Semester
Deutsch
(1) Begleitliteratur zur Vorbereitung:
Alfons Kemper, Andre Eickler: Datenbanksysteme : Eine Einführung. 6., aktualis. u.
erw. Aufl. Oldenbourg, März 2006. - ISBN-10: 3486576909
(2) Supplementäre Begleitliteratur:
Bernd Oestereich: Analyse und Design mit UML 2.1. 8. Aufl. Oldenbourg, Januar 2006.
- ISBN-10: 3486579266
Ian Sommerville: Software Engineering. 8., aktualis. Aufl. Pearson Studium, Mai 2007.
- ISBN-10: 3827372577
Horst A. Neumann: Objektorientierte Softwareentwicklung mit der Unified Modeling
Language. (UML). Hanser Fachbuch, März 2002. - ISBN-10: 3446188797
Rainer Eckstein, Silke Eckstein: XML und Datenmodellierung. Dpunkt Verlag, November 2003. - ISBN-10: 3898642224
71
Bachelor Informatik
4.5.3 Grundlagen der Technischen Informatik
Modulbezeichnung
Lehrveranstaltungen
Grundlagen der Technischen Informatik
(Fundamentals of Computer Engineering)
(TEC 31101)
V: Grundlagen der Technischen Informatik (4 SWS)
Ü: Grundlagen der Technischen Informatik (2 SWS)
Dozenten
Prof. Dr.-Ing. Jürgen Teich
und Mitarbeiter
Modulverantwortlicher
Prof. Dr. -Ing. Jürgen Teich
Inhalt
7,5 ECTS
5 ECTS
2,5 ECTS
• Aufbau und Prinzip von Rechnern
• Daten und ihre Codierung
• Boolesche Algebra und Schaltalgebra
• Schaltnetze (Symbole, Darstellung)
• Optimierung von Schaltnetzen (Minimierung Boolescher Funktionen)
• Realisierungsformen von Schaltnetzen (ROM, PLA, FPGA)
• Automaten und Schaltwerke (Moore/Mealy, Zustandscodierung und -minimierung) Flipflops, Register, Zähler, Speicher (RAM, ROM), Taktung und Synchronisation
• Realisierungsformen von Schaltwerken
• Realisierung der Grundrechenarten Addition/Subtraktion, Multiplikation und Division, Gleitkommazahlen (Darstellung, Fehler, Rundung, Standards, Einheiten),
• Steuerwerksentwurf, Spezialeinheiten und Co-Prozessoren, Mikrocontroller;
• vorlesungsbegleitende Einführung und Beschreibung der Schaltungen mit VHDL.
Lernziele und Kompetenzen Fachkompetenz
Wissen
• Die Studierenden veranschaulichen fundierte theoretische und praxisorientierte
Grundlagen der Informationstheorie, Rechnerarithmetik, Digitaltechnik und des
Schaltungsentwurfs.
• Die Studierenden führen den Entwurf, die Synthese und das Testen von digitalen
Schaltungen auf programmierbarer Hardware (FPGAs) durch.
Verstehen
• Die Studierenden verstehen, dass Hardware heutzutage mit Software am Rechner entwickelt und simuliert wird.
• Die Studierenden verstehen den Schaltungsentwurf mittels einer Beschreibungssprache (VHDL).
Anwenden
• Die Studierenden erarbeiten und diskutieren verschiedene Lösungswege für
die Datencodierung sowie den Entwurf und die Optimierung von digitalen Hardwareschaltungen.
Selbstkompetenz
• Die Studierenden erlernen die Fähigkeit, digitale Schaltungen und Systeme eigenständig zu konzipieren und zu implementieren.
Voraussetzungen für die
Keine
Teilnahme
Einpassung in Musterstudi- 1. Semester
enplan
72
Bachelor Informatik
Verwendbarkeit des Moduls
Studien- und Prüfungsleistungen
Berechnung Modulnote
Turnus des Angebots
Arbeitsaufwand
Dauer des Moduls
Unterrichtssprache
Vorbereitende Literatur
Das Modul ist im Kontext der folgenden Studienfächer / Vertiefungsrichtungen verwendbar:
Informatik (Bachelor of Science): 1. Semester (Po-Vers. 2009w | Grundlagen- und
Orientierungsprüfung)
Dieses Modul ist daneben auch in den Studienfächern
„Computational Engineering (Rechnergestütztes Ingenieurwesen), (Bachelor of
Science)“, „Informatik (1. Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien)“, „Informatik (Bachelor of Arts (2 Fächer))“, „Medizintechnik (Bachelor of Science)“,
„Wirtschaftsinformatik (Bachelor of Science)“ verwendbar.
Die Modulprüfung besteht aus einer Kombination von:
• Studienleistung:
- Teilnahme an Übungen
- Miniklausuren im Umfang von jeweils 30 Minuten
- Erfolgreiches Absolvieren von praktischen Übungen
• Prüfungsleistung:
- Schriftliche Prüfungsleistung, Dauer (in Minuten): 120
100 % der schriftl. Prüfungsnote
Auf Basis der Bewertung zweier während des Semesters angebotener Miniklausuren können Bonuspunkte erworben werden, die zu dem Ergebnis einer bestandenen
Klausur hinzugerechnet werden
Vorlesung jährlich (Wintersemester)
Studienleistung: jedes Semester (für Wiederholer).
Präsenzzeit: 90 h
Eigenstudium: 135 h
1 Semester
Deutsch
siehe Webseite:
http://www12.informatik.uni-erlangen.de/edu/gti
4.5.4 Parallele und funktionale Programmierung
Modulbezeichnung
Lehrveranstaltungen
Parallele und funktionale Programmierung
(Parallel and Functional Programming)
(TEC 30401)
V: Parallele und funktionale Programmierung (2 SWS)
Ü: Übungen zu Parallele und funktionale Programmierung (2 SWS)
Dozenten
Prof. Dr. Michael Philippsen
Dr.-Ing. Norbert Oster
Modulverantwortlicher
Prof. Dr.-Ing. Michael Philippsen
Inhalt
• Grundlagen der funktionale Programmierung
• Grundlagen der parallelen Programmierung
• Datenstrukturen
• Objektorientierung
• Scheme-Kentnisse
• Erweitete JAVA-Kenntnisse
• Aufwandsabschätzungen
• Grundlegende Algorithmen
73
5 ECTS
2,5 ECTS
2,5 ECTS
Bachelor Informatik
Lernziele und Kompetenzen
Voraussetzungen für die
Teilnahme
Die Studierenden
• erlernen die Grundlagen der funktionalen Programmierung anhand der Programmiersprache Scheme
• verstehen paralleles Programmieren mit Java
• kennen fundamentale Datenstrukturen und Algorithmen
• können funktionale und parallele Algorithmen entwickeln und analysieren
keine
Einpassung in Musterstu- 2. Semester
dienplan
Verwendbarkeit des MoDas Modul ist im Kontext der folgenden Studienfächer / Vertiefungsrichtungen verduls
wendbar:
Informatik (Bachelor of Science): 2. Semester (Po-Vers. 2009w | Grundlagen- und
Orientierungsprüfung)
Studien- und Prüfungsleistungen
Berechnung Modulnote
Dieses Modul ist daneben auch in den Studienfächern
„Berufspädagogik Technik (Bachelor of Science)“, „Computational Engineering
(Rechnergestütztes Ingenieurwesen) (Bachelor of Science)“, „Informatik (1. Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien)“, „Informatik (1. Staatsprüfung für das
Lehramt an Hauptschulen)“, „Informatik (1. Staatsprüfung für das Lehramt an Mittelschulen)“, „Informatik (1. Staatsprüfung für das Lehramt an Realschulen)“, „Informatik (Bachelor of Arts (2 Fächer))“, „Mathematik (Bachelor of Science)“, „Technomathematik (Bachelor of Science)“, „Wirtschaftsinformatik (Bachelor of Science)“
verwendbar.
Schriftliche Prüfungsleistung, Dauer (in Minuten): 60
100 % der schriftl. Prüfungsnote
Turnus des Angebots
Jährlich
Arbeitsaufwand
Präsenzzeit: 60 h
Eigenstudium: 90 h
Dauer des Moduls
Unterrichtssprache
1 Semester
Deutsch
74
Bachelor Informatik
4.5.5 Grundlagen der Rechnerarchitektur und -organisation
Modulbezeichnung
Lehrveranstaltungen
Grundlagen der Rechnerarchitektur und –organisation
(Introduction Computer Architecture and Organisation)
(TEC 30801)
V: Grundlagen der Rechnerarchitektur und -organisation (2 SWS)
Ü: Grundlagen der Rechnerarchitektur und -organisation (2 SWS)
5 ECTS
2,5 ECTS
2,5 ECTS
Dozenten
Prof. Dr.-Ing. Dietmar Fey, Dr.-Ing. Volkmar Sieh
und Mitarbeiter
Modulverantwortlicher
Prof. Dr.-Ing. Dietmar Fey
Inhalt
Ziel der Vorlesung ist, die Grundlagen beim Aufbau eines Rechners zu vermitteln. Dies
beinhaltet die
 Grundkomponenten, wie das Leitwerk, das Rechenwerk, das Speicherwerk und das
Ein-/Ausgabewerk.
 Ausgehend vom klassischen von Neumann-Rechner wird der Bogen bis zu den
Architekturen moderner Rechner und Prozessoren geschlagen.
 Grundprinzipien der Ablaufsteuerung bei der Bearbeitung von Befehlen werden
ebenso behandelt wie Aufbau und Funktionsweise eines Caches und die Architektur
von Speichern im Allgemeinen.
 Das Konzept der Mikroprogrammierung wird erläutert. Ferner wird der Einstieg in die
hardwarenahe Programmierung moderner CPUs mittels Assembler vorgestellt und
erprobt.
 Aufbau und Funktionsweise peripherer Einheiten und Bussysteme werden ebenfalls
behandelt.
 Die Studierenden sollen am Ende der Vorlesung den Aufbau und die Funktionsweise
der Architektur eines Rechners, z.B. eines PCs, und des darin enthaltenen Prozessors
nicht nur kennen, sondern auch die Gründe für deren Zustandekommen verstanden
haben
Nach dem Besuch der Lehrveranstaltung kennen die Studierenden die Grundkomponenten eines Rechners, z. B. eines PCs, und können diese auch im Zusammenspiel
als Gesamtsystem erklären, sowie die Eigenheiten verschiedener Architekturen diskutieren. Sie können die Funktionsweise von Grundkomponenten wie Leitwerk, Rechenwerk, Speicherwerk, Ein-/Ausgabewerk, Bussystemen, sowie peripherer Komponenten
erläutern und in die Struktur eines Computersystems einordnen. Sie kennen den Aufbauvon Caches, bzw. von Speichern im Allgemeinen und verstehen die Funktionsweise
der Ablaufsteuerung, insbesondere in Bezug auf die Abarbeitung von Befehlen. Weiterhin können die Studierenden Konzepte der Mikroprogrammierung unterscheiden, sowie
hardwarenahe Programme in Assembler verstehen, modifizieren und erstellen.
Wünschenswert:
„Algorithmen und Datenstrukturen“ und
„Grundlagen der Technischen Informatik“
Lernziele und Kompetenzen
Voraussetzungen für
die Teilnahme
Einpassung in Musterstudienplan
Verwendbarkeit des
Moduls
2. Semester
Das Modul ist im Kontext der folgenden Studienfächer / Vertiefungsrichtungen verwendbar:
Informatik (Bachelor of Science): 2. Semester (Po-Vers. 2009w | Grundlagen- und
Orientierungsprüfung)
Dieses Modul ist daneben auch in den Studienfächern
„Computational Engineering (Rechnergestütztes Ingenieurwesen) (Bachelor of Science)“, „Informations- und Kommunikationstechnik (Bachelor of Science)“ verwendbar.
75
Bachelor Informatik
Studien- und Prüfungsleistungen
Berechnung Modulnote
Schriftliche Prüfungsleistung, Dauer (in Minuten): 90
Turnus des Angebots
Jährlich
Arbeitsaufwand
Präsenzzeit: 60 h
Eigenstudium: 90 h
Dauer des Moduls
Unterrichtssprache
Vorbereitende Literatur
1 Semester
Deutsch
Hennessy/Patterson: Computer Architecture - A quantitative approach, 4.Auflage, 2006,
MorganKaufmann.
Patterson/Hennessy: Computer Organization & Design, 4.Auflage, 2008, MorganKaufmann.
Stallings, Computer Organization & Architecture, 8.Auflage, 2009, Prentice Hall.
Märtin, Rechnerarchitekturen, 2001, Fachbuchverlag Leipzig.
100% der schriftl. Prüfungsnote
4.5.6. Grundlagen der Schaltungstechnik
Modulbezeichnung
Lehrveranstaltungen
Grundlagen der Schaltungstechnik
(Basics of Electrical Circuit Technology)
(TEC 30901)
V: Grundlagen der Schaltungstechnik (2 SWS)
Ü: Grundlagen der Schaltungstechnik (2 SWS)
5 ECTS
2,5 ECTS
2,5 ECTS
Dozenten
Prof. Dr. Albert Heuberger und Mitarbeiter
Modulverantwortlicher
Prof. Dr. Albert Heuberger
Inhalt
In der Lehrveranstaltung werden grundlegende Zusammenhänge elektrotechnischer
Systeme, welche die Grundlage fast aller digitalen Datenverarbeitungssysteme bilden,
behandelt. Zu Beginn werden elektrotechnischen Grundbegriffe und mathematische
Grundlagen vermittelt. Daraufhin werden die Techniken zur Analyse von Gleich- und
Wechselstromnetzwerken erläutert. Die grundlegenden elektrotechnischen Bauelemente Widerstand, Kondensator und Spule werden eingeführt und ihre Eigenschaften untersucht. Nachfolgend werden nichtlineare Bauelemente, wie Diode, Transistor und Operationsverstärker betrachtet und analysiert. Die Netzwerkanalyse wird anschließend auf
Schaltvorgänge ausgeweitet. Außerdem wird das Funktionsprinzip von CMOS-Schaltungen erläutert und einfache digitale logische Grundschaltungen behandelt. Abschließend wird ein Überblick über Prinzipien der Datenspeicherung auf mikroelektronischer
Basis gegeben, sowie Schaltungen zu Digital-Analog- und Analog-Digital-Wandlung
vorgestellt und diskutiert.
76
Bachelor Informatik
Inhalt
Elektrotechnische Grundlagen
 Mathematische Grundlagen
 Netzwerkanalyse Gleichstromfall
 Netzwerkanalyse Wechselstromfall
Elektronische Bauelemente
 Widerstand, Kondensator, Spule
 Diode, Transistor, Operationsverstärker
Einfache dynamische Vorgänge in Schaltungen
 Schaltvorgänge
Digitale Schaltungstechnik
 Funktionsprinzip von CMOS Schaltungen
 Einführung logischer Grundschaltungen in CMOS
 Prinzipien mikroelektronischer Datenspeicher
Schaltungen zur Realisierung der Schnittstelle zwischen Analog- und Digitaltechnik
 Digital-Analog-Wandler
 Analog-Digital-Wandler
Lernziele und Kompeten- Die Studierenden:
zen
 verstehen die Grundprinzipien elektrotechnischer Netzwerke
 kennen zugrundeliegende Annahmen und Voraussetzungen
 können einfache Schaltungen im Gleichstrom-, Wechselstromfall und bei Schaltvorgängen berechnen
 können die Funktionsweise einfacher digitaler Logikschaltungen erklären
Voraussetzungen für die keine
Teilnahme
Einpassung in Musterstudienplan
Berechnung Modulnote
Das Modul ist im Kontext der folgenden Studienfächer / Vertiefungsrichtungen verwendbar:
Informatik (Bachelor of Science): 2. Semester (Po-Vers. 2009w | Grundlagen- und
Orientierungsprüfung)
Dieses Modul ist daneben auch in den Studienfächern
„Computational Engineering (Rechnergestütztes Ingenieurwesen) (Bachelor of Science)“, „Medizintechnik“ (Master of Science)“ verwendbar.
Die Modulprüfung besteht aus:
 Unbenotete Studienleistung, zu erwerben durch Bestehen einer von zwei 45-minütigen Zwischenklausuren
 Schriftliche Prüfungsleistung, Dauer (in Minuten): 90
100% der schriftlichen Prüfungsnote
Turnus des Angebots
jährlich
Arbeitsaufwand
Präsenzzeit: 60 h
Eigenstudium: 90 h
Dauer des Moduls
Unterrichtssprache
Vorbereitende Literatur
1 Semester
Deutsch
Tietze, U. ; Schenk, Ch. : Halbleiter-Schaltungstechnik. Berlin: Springer.
Studien- und Prüfungsleistungen
77
Bachelor Informatik
4.5.7 Systemprogrammierung
Modulbezeichnung
Lehrveranstaltungen
Dozenten
Systemprogrammierung (Teil 1 und Teil 2)
Das Modul geht über zwei Semester
(System Programming)
(TEC 31801)
Jeweils pro Teil:
V: Systemprogrammierung (2 SWS)
Ü: Tafelübung zu Systemprogrammierung (1 SWS)
P: Rechnerübung zu Systemprogrammierung (1 SWS)
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Schröder-Preikschat
Akad. Oberrat Dr.-Ing. Jürgen Kleinöder
10 ECTS
Nur Teil1:
5 ECTS
Modulverantwortlicher
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Schröder-Preikschat
Inhalt
 Grundlagen von Betriebssystemen (Adressräume, Speicher, Dateien, Prozesse,
Koordinationsmittel; Betriebsarten, Einplanung, Einlastung, Virtualisierung, Nebenläufigkeit, Koordination/Synchronisation)
 Abstraktionen/Funktionen UNIX-ähnlicher Betriebssysteme
 Programmierung von Systemsoftware
 C, Make, UNIX-Shell (Solaris, Linux, MacOS X)
Die Studierenden
 erwerben fundierte Kenntnisse über Grundlagen von Betriebssystemen
 verstehen Zusammenhänge, die die Ausführungen von Programmen in vielschichtig organisierten Rechensystemen ermöglichen
 erkennen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen realen und abstrakten
(virtuellen) Maschinen
 erlernen die Programmiersprache
 entwickeln Systemprogramme auf Basis der Systemaufrufschnittstelle UNIXähnlicher Betriebssysteme
Wünschenswert:
Modul „Algorithmen und Datenstrukturen“
Modul „Grundlagen der Rechnerarchitektur und -organisation“
2. Semester Teil 1
3. Semester Teil 2
Lernziele und Kompetenzen
Voraussetzungen für die
Teilnahme
Einpassung in Musterstudienplan
Verwendbarkeit des Moduls
Teil 1: Ba Mathematik mit NF Informatik, Ba Technomathematik, ZweiFach-Bachelor mi Erstfach Mathematik
Teil 1 und 2:
Bachelor Informatik
Bachelor IuK, CE, WINF, LA INF-G
Studien- und Prüfungslei- Die Modulprüfung besteht aus:
stungen
 unbenotetem Leistungsnachweis, erworben durch erfolgreiche Teilnahme an
den Übungen und Praktikum
 120-minütige schriftl. Prüfung
Berechnung Modulnote
100% der schriftl. Prüfungsnote
Turnus des Angebots
Jährlich
Arbeitsaufwand
Präsenzzeit: 120 h
Eigenstudium: 180 h
Dauer des Moduls
Unterrichtssprache
2 Semester
Deutsch
78
Bachelor Informatik
4.5.8 Grundlagen der Logik in der Informatik
Modulbezeichnung
Lehrveranstaltungen
Dozenten
Grundlagen der Logik in der Informatik
(Foundations of Logic in Computer Science)
(TEC 30701)
V: Grundlagen der Logik in der Informatik
(2 SWS)
Ü: Grundlagen der Logik in der Informatik
(2 SWS)
Prof. Dr. Lutz Schröder
5 ECTS
2.5 ECTS
2.5 ECTS
Modulverantwortlicher Prof. Dr. Lutz Schröder
Inhalt
Lernziele und Kompetenzen
 Aussagenlogik:
 Syntax und Semantik
 Automatisches Schließen: Resolution
 Formale Deduktion: Korrektheit, Vollständigkeit
 Prädikatenlogik erster Stufe:
 Syntax und Semantik
 Automatisches Schließen: Unifikation, Resolution
 Quantorenelimination
 Anwendung automatischer Beweiser
 Formale Deduktion: Korrektheit, Vollständigkeit
ƒƒ Erwerb fundierter Kenntnisse zu den Grundlagen und der praktischen Relevanz der
Logik mit besonderer Berücksichtigung der Informatik;
ƒƒ Verstehen und Erklären des logischen Schließens;
ƒƒ Einübung in das logische und wissenschaftliche Argumentieren, Aufstellen von Behauptungen und Begründungen;
ƒƒ Kritische Reflexion von Logikkalkülen, insbesondere hinsichtlich Entscheidbarkeit,
Komplexität, Korrektheit und Vollständigkeit;
ƒƒ Erstellung und Beurteilung von Problemspezikationen (Kohärenz, Widerspruchsfreiheit) und ihre Umsetzung in Logikprogramme;
ƒƒ Beherrschung der praktischen Aspekte der Logikprogrammierung
Wissen: Die Studierenden
ƒƒ geben Definitionen zur Syntax und Semantik der verwendeten Logiken wieder
ƒƒ beschreiben grundlegende Deduktionsalgorithmen
ƒƒ geben Regeln der verwendeten formalen Deduktionssysteme wieder
Verstehen: Die Studierenden
ƒƒ erläutern das Verhältnis zwischen Syntax, Semantik und Beweistheorie der verwendeten Logiken
ƒƒ erklären die Funktionsprinzipien grundlegender Deduktionsalgorithmen
ƒƒ erläutern die Funktionsweise automatischer Beweiser
ƒƒ erläutern grundlegende Resultate der Metatheorie der verwendeten Logiken und
deren Bedeutung
79
Bachelor Informatik
Anwenden: Die Studierenden
ƒƒ wenden Deduktionsalgorithmen auf konkrete Deduktionsprobleme an
ƒƒ formalisieren Anwendungsprobleme in logischer Form
ƒƒ verwenden automatische Beweiser zur Erledigung entstehender Beweisziele
ƒƒ führen einfache formale Beweise manuell
Analysieren: Die Studierenden
ƒƒ führen einfache metatheoretische Beweise, insbes. durch syntaktische Induktion
Voraussetzungen für
die Teilnahme
Lern- bzw. Methodenkompetenz: Die Studierenden
ƒƒ beherrschen das grundsätzliche Konzept des Beweises als hauptsächliche Methode
des Erkenntnisgewinns in der theoretischen Informatik. Sie überblicken abstrakte
Begriffsarchitekturen.
Sozialkompetenz: Die Studierenden
ƒƒ lösen abstrakte Probleme in Gruppenarbeit.
keine
Einpassung in Musterstudienplan
Verwendbarkeit des
Moduls
3. Studiensemester
Studien- und Prüfungsleistungen
Die Modulprüfung besteht aus einer 90-minütigen Klausur. Die im Rahmen der Übungen
gestellten Übungsaufgaben können abgegeben werden und werden in diesem Fall bewertet. Auf Basis des Ergebnisses dieser Bewertungen können bis zu 15% Bonuspunkte erworben werden, die zu dem Ergebnis einer bestandenen Klausur hinzugerechnet werden.
Schriftliche Prüfungsnote.
 Bachelor Informatik
 Zwei-Fach-Bachelor mit Erstfach Informatik
 Studierende aller Fächer / Studium Generale: als Schlüsselqualifikation geeignet
Berechnung Modulnote
Turnus des Angebots
Jährlich
Arbeitsaufwand
Präsenzzeit: 60 h
Eigenstudium: 90 h
Dauer des Moduls
Unterrichtssprache
Vorbereitende Literatur
1 Semester
Deutsch oder Englisch
• Schöning, U.: Logik für Informatiker. Spektrum Akademischer Verlag, 2000
• Barwise, J., and Etchemendy, J.: Language, Proof and Logic; CSLI, 2000.
• Huth, M., and Ryan, M.: Logic in Computer Science; Cambridge University Press,
2000.
4.5.9 Software-Entwicklung in Großprojekten
Modulbezeichnung
Lehrveranstaltungen
Dozenten
Softwareentwicklung in Großprojekten
(Software Development in large Projects)
(TEC 31601)
V+Ü: Softwareentwicklung in Großprojekten (2+2 SWS)
Prof. Dr. Francesca Saglietti
Dipl.-Inf. Sven Söhnlein
Modulverantwortlicher Prof. Dr. Francesca Saglietti
80
5 ECTS
5 ECTS
Bachelor Informatik
Inhalt
Lernziele und Kompetenzen
Voraussetzungen für
die Teilnahme
Einpassung in Musterstudienplan
Verwendbarkeit des
Moduls
Studien- und Prüfungsleistungen
Berechnung Modulnote
Turnus des Angebots
 Einführung in die einzelnen Phasen der Softwareentwicklung: Anforderungsanalyse, Spezifikation, Entwurf, Implementierung, Test, Wartung
 Beispielhafter Einsatz ausgewählter repräsentativer Verfahren zur Unterstützung
dieser Entwicklungsphasen
 Ergonomische Prinzipien Benutzungsoberfläche
 Objektorientierte Analyse und Design mittels UML
 Entwurfsmuster als konstruktive, wiederverwendbare Lösungsansätze für ganze
Problemklassen
 Automatisch unterstützte Implementierung aus UML-Diagrammen
 Teststrategien
 Refactoring zur Unterstützung der Wartungsphase
Die Studierenden
 erlernen auf der Basis der bereits erworbenen Programmierkenntnisse systematische und strukturierte Vorgehensweisen zur Bewältigung der Komplexität beim
„Programmieren-im-Großen“,
 sind in der Lage, komplexe Problemstellungen durch ausgewählte Spezifikationssprachen eindeutig zu formulieren und zu analysieren, sowie deren Umsetzung
durch ausgewählte Entwurfsverfahren herzuleiten,
 erproben den Einsatz von UML-Diagrammen zum Zweck objektorientierter Analyse- und Design-Aktivitäten,
 beherrschen die Wiederverwendung allgemeiner Entwurfslösungen durch Spezialisierung bewährter Entwurfsmuster,
 erfahren Grundansätze des Testprozesses,
 - werden mit Refactoring-Strategien zur gezielten Erhöhung der Software-Änderungsfreundlichkeit vertraut.
keine
3. Semester
Bachelor Informatik
Schriftl. Prüfung von 90 Minuten
100% der schriftl. Prüfungsnote
Jährlich
Arbeitsaufwand
Präsenzzeit: 60 h
Eigenstudium: 90 h
Dauer des Moduls
Unterrichtssprache
Vorbereitende Literatur
1 Semester
Deutsch
Lehrbuch der Softwaretechnik (Band 1), Helmut Balzert, 2000
4.5.10. Berechenbarkeit und Formale Sprachen
Modulbezeichnung
Lehrveranstaltungen
Dozenten
Berechenbarkeit und Formale Sprachen
(Theory of Computation and Formal Languages)
(TEC 30101)
V: Berechenbarkeit und Formale Sprachen (4 SWS)
Ü: Berechenbarkeit und Formale Sprachen (2 SWS)
Prof. Dr. Rolf Wanka
81
7.5 ECTS
5 ECTS
2,5 ECTS
Bachelor Informatik
Modulverantwortlicher
Inhalt
Prof. Dr. Rolf Wanka
 Registermaschinen und Turingmaschinen als Modelle des Berechenbaren, die
Churchsche These und unentscheidbare Probleme
 NP-Vollständigkeit und das P-NP-Problem
 Endliche Automaten
 Grammatiken und die Chomsky-Hierarchie
 Kontextfreie Grammatiken und Kontextfreie Sprachen
 Kellerautomaten
Lernziele und Kompetenzen
Die Studierenden
 erwerben fundierte Kenntnisse über die Grenzen der Berechenbaren, insbesondere
lernen sie, wie man beweist, dass bestimmte Aufgaben unlösbar sind bzw. dass sie
vermutlich nicht schnell gelöst werden können;
 lernen die wesentlichen Techniken kennen, mit denen man Programmiersprachen
beschreiben und syntaktisch korrekte Programme erkennen kann;
 erwerben fundierte Kenntnisse in den Beweis- und Analyse-Methoden der
algorithmisch orientierten Theoretischen Informatik
Voraussetzungen für
die Teilnahme
keine
Einpassung in Muster- 3 Semester
studienplan
Verwendbarkeit des
Bachelor Informatik
Moduls
Lehramtsstudium Informatik
Studien- und Prüfungsleistungen
Die Modulprüfung besteht aus:
unbenotetem Leistungsnachweis, erworben durch erfolgreiche Teilnahme an den
Übungen
90-minütige schriftl. Prüfung
Berechnung Modulnote
100% der schriftl. Prüfungsnote
Turnus des Angebots
Jährlich (Wintersemester)
Arbeitsaufwand
Präsenzzeit: 90 h
Eigenstudium: 135 h
Dauer des Moduls
1 Semester
Unterrichtssprache
Deutsch
Vorbereitende Literatur
82
Bachelor Informatik
4.5.11. Theorie der Programmierung
Modulbezeichnung
Theorie der Programmierung
(Theory of programming)
(TEC 31201)
7.5 ECTS
Lehrveranstaltungen
V: Theorie der Programmierung (4 SWS)
Ü: Theorie der Programmierung (2 SWS)
5 ECTS
2,5 ECTS
Dozenten
Prof. Dr. Lutz Schröder
Modulverantwortlicher Prof. Dr. Lutz Schröder
Inhalt
Lernziele und Kompetenzen







Termersetzungssysteme, Normalisierung, Konfluenz.
Getypter und ungetypter Lambda-Kalkül
Semantik von Programmiersprachen, Anfänge der Bereichstheorie
Datentypen, Kodatentypen, Induktion und Koinduktion, Rekursion und Korekursion
Programmverifikation, Floyd-Hoare-Kalkül
Reguläre Sprachen und endliche Automaten
Gelabelte Transitionssysteme, Bisimulation und Temporallogik
Fachkompetenz
Wissen
ƒƒ Die Studierenden geben elementare Definitionen und Fakten zu den behandelten
Formalismen wieder.
Verstehen
ƒƒ Die Studierenden erläutern Grundbegriffe der Syntax und Semantik von Formalismen und setzen diese zueinander in Bezug
ƒƒ beschreiben und erklären grundlegende Algorithmen zu logischem Schließen und
Normalisierung
ƒƒ beschreiben wichtige Konstruktionen von Modellen, Automaten und Sprachen
Anwenden
Die Studierenden
ƒƒ verfassen formale Spezifikationen sequentieller und nebenläufiger Programme
ƒƒ verifizieren einfache Programme gegenüber ihrer Spezifikation durchAnwendung
der relevanten
ƒƒ Kalküle
ƒƒ setzen formale Sprachen mit entsprechenden Automaten inBeziehung
ƒƒ führen einfache Beweise über Programme mittels Induktion und Koinduktion
Analysieren
Die Studierenden
ƒƒ wählen für gegebene Verifikationsprobleme geeignete Formalismen aus
ƒƒ erstellen einfache Meta-Analysen formaler Systeme, etwa Konfluenzprüfung von
Termersetzungssystemen
ƒƒ führen einfache Meta-Beweise über Formalismen mittels Induktion und Koinduktion
Lern- bzw. Methodenkompetenz
ƒƒ Die Studierenden beherrschen das grundsätzliche Konzept des Beweises als hauptsächliche Methode des Erkenntnisgewinns in der theoretischen Informatik. Sie überblicken abstrakte Begriffsarchitekturen.
83
Bachelor Informatik
Voraussetzungen für
die Teilnahme
Sozialkompetenz
Die Studierenden lösen abstrakte Probleme in kollaborativer Gruppenarbeit. Sie
ƒƒ entwickeln ein Verständnis für Grundbegriffe der Syntax und Semantik von Formalismen und sind in der Lage, diese zueinander in Bezug zu setzen
ƒƒ können für gegebene Verifikationsprobleme geeignete Formalismen auswählen
ƒƒ können formale Spezifikationen sequentieller und nebenläufiger Programme verfassen
ƒƒ können einfache Programme gegenüber ihrer Spezifikation durch Anwendung der
relevanten Kalküle verifizieren
ƒƒ sind in der Lage, einfache Meta-Analysen formaler Systeme zu erstellen, etwa Konfluenzprüfung von Termersetzungssystemen
ƒƒ können formale Sprachen mit entsprechenden Automaten in Beziehung setzen
ƒƒ können einfache Beweise über Programme und Formalismen mittels Induktion und
Koinduktion führen
Erwünscht: Erfolgreiche Teilnahme an der Veranstaltung „Berechenbarkeit und Formale
Sprachen“
Einpassung in Musterstudienplan
Verwendbarkeit des
Moduls
4. Semester
Studien- und Prüfungsleistungen
Theorie des Programmierens (Klausur) (Prüfungsnummer: 31211)
Prüfungsleistung, Klausur, Dauer (in Minuten): 90
Bachelor Informatik
Zugeordnete Lehrveranstaltungen:
ƒƒ Theorie der Programmierung
ƒƒ Übungen zu Theorie der Programmierung
weitere Erläuterungen:
Die Rahmen der Übungen gestellten Übungsaufgaben können abgegeben werden und
werden in diesem Fall bewertet. Auf Basis des Ergebnisses dieser Bewertungen können
bis zu 15% Bonuspunkte erworben werden, die zu dem Ergebnis einer bestandenen Klausur hinzugerechnet werden
Berechnung Modulnote
Turnus des Angebots
100% der schriftlichen Prüfungsnote
In die Prüfungsnote fließen Leistungen aus dem Übungsbetrieb in Form eines Bonus mit
ein (s.o.).
Jährlich (Sommersemester)
Arbeitsaufwand
Präsenzzeit: 90 h
Eigenstudium: 135 h
Dauer des Moduls
1 Semester
Unterrichtssprache
Deutsch
Vorbereitende Literatur
 Glynn Winskel, Formal Semantics of Programming Languages, MIT Press, 1993
 Michael Huth, Mark Ryan, Logic in Computer Science, Cambridge University
Press, 2. Auflage 2004
 Henk Barendregt, The lambda-Calculus: Its Syntax and Semantics, North Holland, 1984
 John E. Hopcroft, Jeffrey D. Ullman, Introduction to AutomataTheory, Languages, and Computation, Addison-Wesley, 1979
 Franz Baader, Tobias Nipkow, Term Rewriting and All That, Cambridge University
Press, 1999
84
Bachelor Informatik
4.5.12. Rechnerkommunikation
Modulbezeichnung
Lehrveranstaltungen
Dozenten
Rechnerkommunikation
(Computer Communications)
(TEC 31501)
V: Rechnerkommunikation (2 SWS)
Ü: Rechnerkommunikation (2 SWS)
Prof. Dr.-Ing. Reinhard German
und Mitarbeiter
5 ECTS
2,5 ECTS
2,5 ECTS
Modulverantwortlicher Prof. Dr.-Ing. Reinhard German
Inhalt
Lernziele und Kompetenzen
Voraussetzungen für
die Teilnahme
Einpassung in Musterstudienplan
Verwendbarkeit des
Moduls
Studien- und Prüfungsleistungen
Berechnung Modulnote
Turnus des Angebots
Die Vorlesung vermittelt die Grundlagen der Rechner­kommunikation und durchläuft die
Schichten des Internets:
• Anwendungsschicht
• Transportschicht
• Netzwerkschicht
• Verbindungsschicht
• Physikalische Schicht
Anschließend wird Sicherheit als übergreifender Aspekt behandelt. Die Übung beinhaltet
praktische und theoretische Aufgaben zum Verständnis der einzelnen Schichten.
Die Studierenden erwerben
 Kenntnisse über zentrale Mechanismen, Protokolle und Architekturen der Rechnerkommunikation (Topologie, Schicht, Adressierung, Wegsuche, Weiterleitung, Flußkontrolle, Überlastkontrolle, Fehlersicherung, Medienzugriff, Bitübertragung) am Beispiel des Internets und mit Ausblicken auf andere Netztechnologien
 Kenntnisse über Sicherheit, Leistung und Zuverlässigkeit bei der Rechnerkommunikation
 praktische Erfahrung in der Benutzung und Programmierung von Rechnernetzen
Programmierkenntnisse in Java
4. Semester
Bachelor Informatik
Bachelor IuK
Zwei-Fach-Bachelor mit Erstfach Informatik
Die Modulprüfung besteht aus:
 unbenoteter Leistungsnachweis, erworben durch erfolgreiche Teilnahme an den
Übungen
 Schriftl. Prüfung von 90 Minuten
100% der schriftl. Prüfungsnote
Jährlich
Arbeitsaufwand
Präsenzzeit: 60 h
Eigenstudium: 90 h
Dauer des Moduls
1 Semester
Unterrichtssprache
Deutsch
Vorbereitende Litera- Lehrbuch: Kurose, Ross, “Computer Networking:
tur
A Top-Down Approach Featuring the Internet”,
4th Ed., Addison Wesley, 2007
85
Bachelor Informatik
4.5.13. Algorithmik kontinuierlicher Systeme
Modulbezeichnung
Lehrveranstaltungen
Algorithmik kontinuierlicher Systeme
(Algorithms for Continuous Systems)
(TEC 30001)
V: Algorithmik kontinuierlicher Systeme (4 SWS)
Ü: Übungen zur Algorithmik (2 SWS)
7,5 ECTS
5 ECTS
2,5 ECTS
Dozent
Prof. Dr. G. Greiner
Modulverantwortlicher
Prof. Dr. G. Greiner / Prof. Dr. U. Rüde
Inhalt
Grundlagen kont. Datenstrukturen (Gleitpunktzahlen, Rundungsfehleranalyse und
Kondition, Diskretisierung und Quantisierung, Abtasttheorem, FFT)
Algorithmische Lineare Algebra (direkte und iterative Verfahren für lin. Gleichungssysteme, Ausgleichsprobleme)
Datenstrukturen für geometrische Objekte, Interpolation, Approximation, Grundlagen
geometrischer Modellierung, Volumen- und Flächenberechnung.
Kontinuierliche und diskrete Optimierung, nichtlineare Probleme.
Grundlagen der Simulation: Algorithmen zur Lösung von Differentialgleichungen
Lernziele und Kompetenzen
Die Studierenden erwerben fundierte Kenntnisse über Datenstrukturen und Algorithmen zur Behandlung kontinuierlicher Probleme.
Die erworbenen Kompetenzen sind sowohl theoretisch-analytischer Art
(Analyse von Komplexität, Konvergenz, Fehlerentwicklung) als auch von
praktischer Natur (Implementierung der Algorithmen in einer objekt-orientierten Programmiersprache).
Die Studierenden planen und bearbeiten kleine Programmierprojekte so, dass sie
zeitgerecht fertig gestellt werden. Sie erwerben damit insbesondere die Grundlagen,
die für ein vertieftes Studium in den Bereichen Systemsimulation, Mustererkennung,
Graphischer Datenverarbeitung unabdingbar sind.
Erwünscht:
Algorithmen und Datenstrukturen
(Programmierkenntnisse in einer objektorientierten Sprache)
Mathematik I,II,III
4. Semester
Voraussetzungen für die
Teilnahme
Einpassung in Musterstudienplan
Verwendbarkeit des Moduls
Studien- und Prüfungsleistungen
Berechnung Modulnote
Bachelor Informatik
Bachelor IuK
Bachelor Medizintechnik
unbenoteter Leistungsnachweis
90-minütige schriftl. Prüfung
100% der schriftl. Prüfungsnote
Turnus des Angebots
Jährlich
Arbeitsaufwand
Dauer des Moduls
Unterrichtssprache
Vorbereitende Literatur
Präsenzzeit: 90 h, Eigenstudium: 135 h
1 Semester
Deutsch
Huckle, Schneider: Numerische Methoden - Eine Einführung für Informatiker, Naturwissenschaftler, Ingenieure und Mathematiker, Springer-Verlag, Berlin-Heidelberg, 2.
Auflage 2006
86
Bachelor Informatik
4.5.14. Implementierung von Datenbanksystemen
Modulbezeichnung
Lehrveranstaltungen
Implementierung von Datenbanksystemen
(Implementation of Database Systems)
(TEC 30201)
V: Implementierung von Datenbanksystemen (2 SWS)
Ü: Implementierung von Datenbanksystemen (2 SWS)
5 ECTS
2,5 ECTS
2,5 ECTS
Dozenten
Prof. Dr. Klaus Meyer-Wegener
Modulverantwortlicher
Prof. Dr. Klaus Meyer-Wegener
Inhalt
Theoretischer Teil:
• Leistungen eines Datenbanksystems
• schrittweise Abstraktion von Dateien zu Datenbanken
• blockorientierte Dateisysteme
• Sätze mit sequentiellem und direktem Zugriff
• Pufferverwaltung
• Indexstrukturen (Hashing, B-Baum, Bitmap)
• Zugriff auf Datenbanken von Programmen aus
• Transaktionen
• Anfrageverarbeitung und -optimierung
• Synchronisation
• Protokollierung und Wiederherstellung
Praktischer Teil:
 Übungsaufgaben zu den im theoretischen Teil behandelten Themen
Qualifikationsziel ist es, Studierenden der Informatik und anderer Studiengänge in die
Architektur und die Implementierung von Datenbanksystemen theoretisch und praktisch
einzuführen.
Modul „Algorithmen und Datenstrukturen“ (wg. algorithmischem Denken, strukturierter
Programmierung, abstrakten Datentypen, Objektorientierung, Java), Konzeptionelle Modellierung“ (wg. Relationenmodell, Relationenalgebra, SQL) und „Systemprogrammierung“ (wg. Dateikonzept, Ein-/Ausgabe). Die relevanten Inhalte können ggf. auch in anderen Modulen erworben worden sein.
Bachelorstudiengang Informatik (INF): fünftes Fachsemester
Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik (WInf) [vgl. An-lage 4 in „PO_Bachelorstudiengaenge_NEU.pdf“]: fünftes Fachsemester
Bachelorstudiengang Mathematik (nur „Mathematik, Nebenfach Informatik“, jedoch keine „Technomathematik“) [vgl. Anlage 2 in „PO-Bachelor-MA-Mathe_Technomathe.pdf“]:
fünftes Fachsemester
Fach Informatik im Lehramtsstudiengang (sowohl „Lehramt am Gymnasium“ als auch
„Lehramt an Realschulen“ sowie „Lehramt an Hauptschulen“) im Kontext des Fach Informatik [vgl. §5, §6 und §7 in „LAPO-Informatik-NEU.pdf“]: drittes Fachsemester
Fach Linguistische Informatik [vgl. Anhang Tabelle 1 in „FachStuOPrO_LingInform.pdf“]:
drittes oder fünftes Fachsemester
Zwei-Fach-Bachelor-Studiengänge der Philosophischen Fakultät (darin als „Fach Informatik“) [vgl. §4 in FachStuO_PrO_Informatik.pdf]: fünftes Fachsemester (ehemalige
Bezeichnung im alten Diplomstudiengang war „Softwaresysteme II“)
Lernziele und
Kompetenzen
Voraussetzungen für
die Teilnahme
Einpassung in
Musterstudienplan
87
Bachelor Informatik
Verwendbarkeit des
Moduls
Studien- und
Prüfungsleistungen
Berechnung
Modulnote
Turnus des
Angebots
Arbeitsaufwand
Dauer des Moduls
Unterrichtssprache
Vorbereitende
Literatur
Pflichtmodul im Bachelorstudiengang Informatik
Pflichtmodul im Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik
Pflichtmodul im Bachelorstudiengang Mathematik mit Nebenfach Informatik
Pflichtmodul in den Lehramtsstudiengang Informatik für Gymnasien und Haupt- und Realschulen
Pflichtmodul im Fach Linguistische Informatik
Pflichtmodul im Fach Informatik in den Zwei-Fach-Bachelor-Studiengängen der Philosophischen Fakultät
Klausur von 90 Min. Dauer, die je nach Studiengang als „schriftliche Prüfung“ oder als
„schriftliche Leistungsfeststellung zum Erwerb eines benoteten Scheins“ gewertet wird.
Das Ergebnis der Prüfung bzw. Leistungsfeststellung bestimmt die Modulnote.
Jährlich, im Wintersemester
Präsenzzeit: 60h ( (2h+2h) x 15)
Eigenstudium: 90h ( (1h+2h) x 15 + 45h)
d.h. je Vorlesung ca. 1h pro Woche Nachbereitung im laufen-den Semester und je
Übungsveranstaltung ca. 2h pro Woche Vorbereitung sowie ca. 45h Prüfungsvorbereitung in der vorlesungsfreien Zeit; erfolgt keine begleitende Nachbereitung der Vorlesung
sind ca. 60h für die Prüfungsvorbereitung einzukalkulieren
1 Semester
Deutsch
1. zur Vorbereitung:
Andreas Heuer, Gunter Saake, Kai-Uwe Sattler: Datenbanken kompakt. 2. Aufl. Bonn :
mitp, 2003. ISBN 3-8266-0987-5
Alfons Kemper, Andre Eickler: Datenbanksysteme : Eine Einführung. 6., aktualis. u. erw.
Aufl. Oldenbourg, März 2006. ISBN-10: 3486576909
Andreas Heuer, Gunter Saake: Datenbanken : Konzepte und Sprachen. 2. Aufl. Bonn :
MITP-Verlag, 2000.
ISBN 3-8266-0619-1
2. begleitend:
Theo Härder, Erhard Rahm: Datenbanksysteme – Konzepte und Techniken der Implementierung. Springer-Verlag, 1999.
582 Seiten, geb. - ISBN 3-540-65040-7
Ramez Elmasri, Shamkant B. Navathe: Fundamentals of Database Systems. 5th. edition. Pearson Addison Wesley, 2007. ISBN 0-321-41506-X
Hector Garcia-Molina, Jeffrey D. Ullman, Jennifer Widom: Database Systems – The
Complete Book. Prentice Hall, 2002. ISBN 0-13-031995-3
88
Bachelor Informatik
4.5.15. Mathematik für Ingenieure 1-4
Modulbezeichnung
Mathematik für Ingenieure I (Kurs C1)
(NAT45801)
7.5 ECTS
Lehrveranstaltungen
V: Mathematik für Ingenieure I (4 SWS)
Ü: Übung zur Vorlesung
(2 SWS)
5 ECTS
2.5 ECTS
Dozenten
Dozenten der Angewandten Mathematik
Modulverantwortlicher
PD Dr. Martin Gugat
Inhalt
Grundlagen: Aussagenlogik, Mengen, Relationen, Abbildungen
Zahlensysteme:
natürliche, ganze, rationale und reelle Zahlen, komplexe Zahlen
Vektorräume:
Grundlagen, Lineare Abhängigkeit, Spann, Basis, Dimension, euklidische Vektor- und
Untervektorräume, affine Räume
Matrizen, Lineare Abbildungen, Lineare Gleichungssysteme:
Matrixalgebra, Lösungsstruktur linearer Gleichungssysteme, Gauß-Algorithmus, inverse
Matrizen, Matrixtypen, lineare Abbildungen, Determinanten, Kern und Bild, Eigenwerte
und Eigenvektoren, Basis, Ausgleichsrechnung
Grundlagen Analysis einer Veränderlichen:
Grenzwert, Stetigkeit, elementare Funktionen, Umkehrfunktionen
Lernziele und KompeDie Studierenden lernen
tenzen
- grundlegende Begriffe und Strukturen der Mathematik
- Aufbau des Zahlensystems
- sicheren Umgang mit Vektoren und Matrizen
- Lösungsmethoden zu linearen Gleichungssystemen
- Grundlagen der Analysis und der mathematischen exakten Analysemethoden
- Beweistechniken in o.g. Bereichen und strukturiertes Denken
Voraussetzungen für die Schulwissen in Mathematik
Teilnahme
Einpassung in Musterstudienplan
Verwendbarkeit des
Moduls
Ab Studiensemester 1
Studien- und Prüfungsleistungen
Berechnung Modulnote
Vorlesung: 90minütige schriftl. Prüfung
Übung: erfolgreiche Teilnahme
100% der schriftl. Prüfungsnote
Turnus des Angebots
Jährlich
Arbeitsaufwand
Präsenzzeit:
90 h
Eigenstudium: 135 h
Dauer des Moduls
Unterrichtssprache
1 Semester
deutsch
Bachelor Informatik
89
Bachelor Informatik
Vorbereitende Literatur
Skripte des Dozenten
G. Baron und P. Kirschenhofer: Einführung in die Mathematik für Informatiker 1 und 2,
Springer, 1989 und 1990
K.-H. Kiyek und F. Schwarz: Mathematik für Informatiker 1 und 2, Teubner, 1989 und 1990
K. Finck von Finckenstein, J. Lehn et. al., Arbeitsbuch für Ingenieure, Band I, Teubner
Modulbezeichnung
Mathematik für Ingenieure II (Kurs C2)
(NAT 45901)
7.5 ECTS
Lehrveranstaltungen
V: Mathematik für Ingenieure II (4 SWS)
Ü: Übung zur Vorlesung
(2 SWS)
5 ECTS
2.5 ECTS
Dozenten
Dozenten der Angewandten Mathematik
Modulverantwortlicher
PD Dr. Martin Gugat
Inhalt
Differentialrechnung einer Veränderlichen:
Ableitung mit Rechenregeln, Mittelwertsätze, L’Hospital, Taylor-Formel, Kurvendiskussion
Integralrechnung einer Veränderlichen:
Riemann-Integral, Hauptsatz der Infinitesimalrechnung, Mittelwertsätze, Partialbruchzerlegung, uneigentliche Integration
Folgen und Reihen:
reelle und komplexe Zahlenfolgen, Konvergenzbegriff und -sätze, Folgen und Reihen
von Funktionen, gleichmäßige Konvergenz, Potenzreihen, iterative Lösung nichtlinearer
Gleichungen
Grundlagen Analysis mehrerer Veränderlicher:
Grenzwert, Stetigkeit, Differentiation, partielle Ableitungen, totale Ableitung, allgemeine
Taylor-Formel
Die Studierenden lernen
- Beherrschung der Differential- und Integralrechnung einer reellen Veränderlichen
- Umgang mit mathematischen Modellen
- Konvergenzbegriff bei Folgen und Reihen
- Rechnen mit Grenzwerten
- grundlegende Eigenschaften bei mehrdimensionalen Funktionen
- Beweistechniken in o.g. Bereichen und strukturiertes Denken
Besuch der Vorlesung Mathematik für Ingenieure I
Lernziele und Kompetenzen
Voraussetzungen für die
Teilnahme
Einpassung in Musterstudienplan
Verwendbarkeit des Moduls
Ab Studiensemester 2
Studien- und Prüfungsleistungen
Berechnung Modulnote
Vorlesung: 90minütige schriftl. Abschlussprüfung
Übung: erfolgreiche Teilnahme
100% der schriftl. Prüfungsnote
Turnus des Angebots
Jährlich
Arbeitsaufwand
Präsenzzeit:
84 h
Eigenstudium: 141 h
Dauer des Moduls
Unterrichtssprache
1 Semester
deutsch
Bachelor Informatik
90
Bachelor Informatik
Vorbereitende Literatur
Skripte des Dozenten
G. Baron und P. Kirschenhofer: Einführung in die Mathematik für Informatiker 1 und 2,
Springer, 1989 und 1990
K.-H. Kiyek und F. Schwarz: Mathematik für Informatiker 1
und 2, Teubner, 1989 und 1990
K. Finck von Finckenstein, J. Lehn et. al.,
Arbeitsbuch für Ingenieure, Band I, Teubner
Modulbezeichnung
Mathematik für Ingenieure III (Kurs C3)
(NAT 46001)
7.5 ECTS
Lehrveranstaltungen
Mathematik für Ingenieure III (V+Ü: 4+2 SWS)
7.5 ECTS
Dozenten
Dozenten der Angewandten Mathematik
Modulverantwortlicher
PD Dr. Martin Gugat
Inhalt
Optimierung:
Extremwertaufgaben, Extremwertaufgaben mit Nebenbedingungen, Anwendungsbeispiele, (evtl. Theorem über implizite Funktionen)
Mathematische Grundlagen der linearen Optimierung und geometrische Interpretation,
Simplex, Konvexität, Dualität
Algebraische Strukturen:
Binäre Operationen, Monoide, Halbgruppen, Gruppen, Homomorphismen, Ringe, Körper, Vektorräume über endlichen Körpern, Einführung in Kryptographie und Kanalcodierung
Gewöhnliche Differentialgleichungen:
Explizite Lösungsmethoden, Existenz- und Eindeutungssätze, Lineare Differentialgleichungen, Systeme von Differentialgleichungen, Eigen- und Hauptwertaufgaben, Fundamentalsysteme, Stabilität
Die Studierenden lernen
- Extremwertbestimmung bei Funktionen mehrerer Veränderlicher
- Unterschiede zur eindimensionalen Kurvendiskussion
- sicherer Umgang mit linearen Optimierungsproblemen
- Beherrschung grundlegender Begriffe aus der Algebra
- Typen von gewöhnlichen Differentialgleichungen
- elementare Lösungsmethoden
- allgemeine Existenz- und Eindeutigkeitsresultate
- Zusammenhang mit linearer Algebra
- Anwendungen in Ingenieurswissenschaften
- Beweistechniken in o.g. Bereichen und strukturiertes Denken
Besuch der Vorlesung Mathematik für Ingenieure I und II
Lernziele und Kompetenzen
Voraussetzungen für die
Teilnahme
Einpassung in Musterstudienplan
Verwendbarkeit des Moduls
Ab Studiensemester 3
Studien- und Prüfungsleistungen
Berechnung Modulnote
Vorlesung: 90minütige schriftl. Abschlussprüfung
Bachelor Informatik
100% der schriftl. Prüfungsnote
91
Bachelor Informatik
Turnus des Angebots
Jährlich
Arbeitsaufwand
Präsenzzeit:
90 h
Eigenstudium: 135 h
Dauer des Moduls
Unterrichtssprache
Vorbereitende Literatur
1 Semester
deutsch
Skripte des Dozenten
A. Hoffmann, B. Marx, W. Vogt, Mathematik für Ingenieure 1,
2, Pearson
K. Finck von Finckenstein, J. Lehn et. al.,
Arbeitsbuch für Ingenieure, Band I und II, Teubner
H. Heuser, Gewöhnliche Differentialgleichungen, Teubner
Modulbezeichnung
Mathematik für Ingenieure IV (Kurs C4)
(NAT 46101)
7.5 ECTS
Lehrveranstaltungen
Mathematik für Ingenieure IV (V+Ü: 4+2 SWS)
7.5 ECTS
Dozenten
Dozenten der Angewandten Mathematik
Modulverantwortlicher
PD Dr. Martin Gugat
Inhalt
Allgemeine und Diskrete Wahrscheinlichkeitsrechnung:
- Rechenregeln für Wahrscheinlichkeiten
- Bedingte Wahrscheinlichkeiten, stochastische Unabhängigkeit, Produktexperimente
- Charakterisierung diskreter Wahrscheinlichkeitsverteilungen durch Wahrscheinlichkeitsfunktion, erzeugende Funktion, Momente
- Eigenschaften und Anwendungsgebiete der wichtigsten diskreten Verteilungen
- Markoffketten
Kontinuierliche Wahrscheinlichkeitsrechnung:
- Charakterisierung von Wahrscheinlichkeitsverteilungen auf dem Rn durch Verteilungsfunktionen und Dichten
- Verteilung, Erwartungswert und Varianz von Zufallsvariablen
- Funktionen von Zufallsvariablen
- Mehrdimensionale Normalverteilung
- Grenzwertsätze
Statistische Datenanalyse:
- Statistische Analysemethoden: Parameterschätzung, Konfidenzbereiche, Signifikanztests
- Lineare statistische Modelle: Regression und Varianzanalyse
Lernziele und Kompe- Beherrschen der Rechenverfahren für stochastische Problemstellungen
tenzen
- Erstellen stochastischer Modelle in typischen Anwendungssituationen
- Verständnis und Anwendung statistischer Analysemethoden
- Anwendung von Statistik-Software
Voraussetzungen für die Besuch der Vorlesung Mathematik für Ingenieure I, II und III
Teilnahme
Einpassung in Musterstudienplan
Verwendbarkeit des Moduls
Ab Studiensemester 4
Studien- und Prüfungsleistungen
Vorlesung: 90minütige schriftl. Prüfung
Bachelor Informatik
92
Bachelor Informatik
Berechnung Modulnote
100% der schriftl. Prüfungsnote
Turnus des Angebots
Jährlich
Arbeitsaufwand
Präsenzzeit:
84 h
Eigenstudium: 141 h
Dauer des Moduls
Unterrichtssprache
Vorbereitende Literatur
1 Semester
deutsch
Skripte des Dozenten
Alberto Leon-Garcia, Probability And Random Processes for Electrical Engineers, Prentice-Hall
Ulrich Krengel, Einführung in die Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik, Vieweg Verlag
John A. Rice, Mathematical Statistics and Data Analysis,
Duxburry Press
4.5.16 Praktikum
Im Praktikum wird die Praxis wissenschaftlichen Arbeitens an einem anwendungsorientierten Beispiel an einem Lehrstuhl der Informatik vermittelt. Der Schwerpunkt kann dabei modellierenden,
theoretischen und auch implementierenden Charakter haben. Kombinationen aus unterschiedlichen Schwerpunkten sind zulässig. Durch die anwendungsorientierte Ausrichtung des Praktikums
im wissenschaftlichen Kontext werden die Studierenden mit Aufgaben der wissenschaftlichen Forschung und Praxis vertraut. Unter Anleitung entwickeln sie praktische Lösungswege bei einer komplexen wissenschaftlichen Fragestellung und erwerben hierdurch die grundlegenden, nötigen Kompetenzen um weitestgehend selbständig eine anwendungsorientierte Fragestellung der Informatik
systematisch bearbeiten zu können. Das Praktikum findet semesterbegleitend an einem Lehrstuhl
der Informatik statt. Das Praktikum erfolgt unter Anleitung einer/s wissenschaftlichen Mitarbeiterin/s oder einer/s Hochschullehrin/ers und (regelmäßiger) Kontrolle des Arbeitsfortschrittes. Eine
Dokumentation und Präsentation (z.B. Vortrag, Ausarbeitung, Gruppendiskussion) der Ergebnisse
bilden den Abschluss des Praktikums.Ein Industriepraktikum kann nicht äquivalent zum Ba-Modul
Praktikum angerechnet werden!
4.5.17 Seminar
Im Seminar arbeiten sich die Studierenden weitestgehend selbstgesteuert anhand wissenschaftlicher Literatur in ein vorgeschlagenes oder nach Absprache frei gewähltes Thema aus dem Bereich
der jeweiligen Vertiefungsrichtung ein. Die Ergebnisse präsentieren sie zielgruppengerecht in Form
einer schriftlichen Ausarbeitung und/oder eines Vortrags. Durch Reflexion und Gruppen-Feedback
nach dem Vortrag lernen die Studierenden, ihre und die Arbeiten anderer Personen zu beurteilen
und Kritik und Verbesserungsempfehlungen auszusprechen sowie für die eigene Arbeit anzunehmen und umzusetzen.
93
Bachelor Informatik
4.5.18 Bachelorarbeit
Die Bachelorarbeit dient dazu, selbständig eine Aufgabenstellung aus dem Bereich der Informatik
zu bearbeiten und dazu einen Bericht zu verfassen, der den Normen wissenschaftlicher Veröffentlichungen entspricht. Ihr Thema muss so gestellt sein, dass Sie es mit einem Arbeitsaufwand
von 300 Stunden bewältigen können. Sie müssen es sich selbst suchen, indem Sie sich bei den
Lehrstühlen informieren. Oft hilft ein Blick auf die Lehrstuhl-Websites oder die Aushänge im Informatik-Hochhaus. Wenn Sie so kein passendes Bachelorarbeitsthema finden, sollten Sie selbst aktiv
werden und bei Ihrem Wunsch-Lehrstuhl nachfragen, ob Sie dort ein Thema bearbeiten können.
Keine Sorge, die Lehrstuhlmitarbeiter/Doktoranden freuen sich, wenn Sie Ihnen ein bisschen Arbeit
abnehmen möchten.
Sie sollten sich spätestens zu Anfang Ihres letzten Studiensemesters um ein Bachelorarbeitsthema
kümmern. Es empfiehlt sich aber, sich bereits gegen Ende des vierten Semesters mit dem Thema
auseinanderzusetzen. Dann haben Sie im fünften und sechsten Semester noch die Möglichkeit,
sich im Rahmen der Wahlvertiefungsmodule erforderliches Grundwissen für Ihre Arbeit anzueignen.
Wenn Sie noch nicht recht vorstellen können, wie Sie an Ihr Bachelorarbeitsprojekt und das Schreiben der Arbeit herangehen sollen, sei Ihnen die Vorlesung „Nailing your Thesis“ von Prof. Riehle
ans Herz gelegt. Dort lernen Sie alles, was Sie zum Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten wissen
müssen.
Um mit der Bachelorarbeit beginnen zu können, müssen Sie mindestens 110 ECTS-Punkte erworben haben. Der verantwortliche Betreuer Ihrer Arbeit muss ein Hochschullehrer sein, der an den
Pflicht-, Kern- oder Vertiefungsmodulen des Bachelor- oder Masterstudiengangs Informatik beteiligt
ist. Der Hochschullehrer meldet dem Prüfungsamt den offiziellen Starttermin der Bearbeitung der
Ba-Arbeit. Die Bearbeitungszeit der Bachelorarbeit von der Anmeldung bis zur Abgabe beträgt 5
Monate. Sie kann, wenn der Betreuer zustimmt, um einen Monat verlängert werden, und ruht, wenn
Sie krank sind und ein ärztliches Attest vorlegen. Die Bachelorarbeit muss bis zum Ende der Bearbeitungsfrist in drei Exemplaren beim Betreuer eingereicht werden und eine unterschriebene Erklärung enthalten, dass Sie die Arbeit selbst verfasst und keine anderen als die darin angegebenen
Quellen und Hilfsmittel benutzt haben (siehe Anhang). Ihr Betreuer meldet dann den Abgabetermin
an das Prüfungsamt.
Die Ergebnisse Ihrer Bachelorarbeit stellen Sie am Lehrstuhl in einer Präsentation mit anschließender Diskussion vor, die in der Regel innerhalb von vier Wochen nach der Abgabe stattfindet.
Das Thema der Bachelorarbeit kann einmal innerhalb der ersten drei Wochen der Bearbeitungszeit
zurückgegeben werden. Wird die Arbeit beim ersten Mal nicht bestanden, kann sie einmal wieder-
94
Master Informatik
holt werden. Sie haben dann zwei Monate Zeit, um sich ein neues Bachelorprojekt zu besorgen,
andernfalls gilt das Modul Bachelorarbeit als endgültig nicht bestanden.
4.6 Studienabschluss
Sobald alle erforderlichen Leistungen im Umfang von 180 ECTS beim Prüfungsamt eingetragen
sind, haben Sie Ihr Studium abgeschlossen und bekommen innerhalb von ca. vier Wochen die folgenden Dokumente per Post zugesandt (achten Sie auf eine funktionierende Adresse!):
• Ihr Bachelorzeugnis: Hier sind alle Module mit Modulnoten (falls vorhanden) und ECTS-Werten eingetragen, die in Ihre Bachelorprüfung eingegangen sind. Auf dem Zeugnis erscheinen
außerdem die Gesamtnote und das Thema Ihrer Bachelorarbeit.
• Zusätzlich zum Bachelorzeugnis erhalten Sie das Transcript of Records auf Deutsch und Englisch. Es führt alle von Ihnen besuchten Module mit Note (falls vorhanden) und ECTS-Punktzahl auf, d.h. auch die, die Sie nicht in die Bachelorprüfung eingebracht und nicht in den
Master umschreiben lassen haben.
• Das Diploma Supplement (siehe Muster im Anhang) enthält allgemeine Angaben zum Inhalt des Studiums, zum Qualifikationsprofil der Absolventen sowie zum Hochschulsystem in
Deutschland.
• Wenn Sie alle für den Bachelor notwendigen Module abgelegt haben, aber Ihre Bachelorarbeit noch nicht korrigiert ist und Sie Ihr Zeugnis schnell benötigen, können Sie Ihren Bachelorarbeits-Betreuer um eine schriftliche Bestätigung bitten, dass Ihre Arbeit mit mindestens
4,0 bewertet werden wird. Wenn Sie dieses Dokument im Prüfungsamt vorlegen, kann Ihnen
eine vorläufige Bescheinigung über Ihren Studienabschluss ausgestellt werden.
95
Master Informatik
5. Der Masterstudiengang Informatik
Das konsekutive Masterstudium schließt direkt an den Bachelor an und dauert 4 Semester. Das
Masterstudium Informatik kann sowohl zum Sommer- als auch zum Wintersemester begonnen werden. Die Bewerbung für den Master erfolgt ausschließlich über das Online-Portal Movein (https://
movein-uni-erlangen.moveonnet.eu/movein/portal/studyportal.php), das in deutscher und englischer Sprache zugänglich ist. Es wird jeweils Ende März für die Bewerbung zum Wintersemester
bzw. im Oktober für die Bewerbung zum Sommersemester freigeschaltet und verfügt über eine sehr
hilfreiche Sektion zu häufig gestellten Fragen (FAQs).
Es muss sich jeder (auch interne Studierende) für das Masterstudium online bewerben.
Viele Informationen stehen im Master Internet-Portal bereit unter:
www.master.fau.de
Dort finden sich auch weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren.
ACHTUNG:
Bewerbungsschluss ist für das Sommersemester der 15. Januar, für das Wintersemester der 15. Juli.
5.1 Qualifikation zum Masterstudium Informatik
Die Qualifikation zum Masterstudium wird nachgewiesen durch (Nach § 29 ABMPO/TechFak):
1. einen ersten berufsqualifizierenden in Bezug auf den jeweiligen Masterstudiengang fachspezifischen
oder fachverwandten Abschluss einer Hochschule bzw. einen sonstigen gleichwertigen Abschluss.
Ist die Gleichwertigkeit nicht voll gegeben, kann die Zulassungskommission den Zugang unter der Bedingung aussprechen, dass zusätzlich Leistungen im Umfang von max. 20 ECTS Punkte spätestens
innerhalb eines Jahres nach Aufnahme des Masterstudiums zu erbringen sind.
Abweichend können sich Bachelor Studierende auf begründeten Antrag in Ausnahmefällen bereits mit
mind. 140 ECTS Punkten aus abgeschlossenen Modulen bewerben. Der Nachweis über die bestandene Bachelor-Prüfung muss spätestens innerhalb eines Jahres nach Aufnahme des Masterstudiums
nachgewiesen sein.
2. den Nachweis angemessener Englischkenntnisse.
Der Nachweis erfolgt durch das Abiturzeugnis, bzw. fachgebundene Hochschulreife in Fachrichtung
Technik (FOS-13 bzw. BOS) oder vergleichbarer Nachweise auf Niveau UNIcert C II, bzw. Europäischer Referenzrahmen B2.
3. das Bestehen des Qualifikationsfeststellungsverfahrens (siehe unten)
96
Master Informatik
Als fachspezifischer Abschluss gilt für den Master Informatik:
ƒƒ - Der Bachelor- (B. Sc.) bzw. Diplomstudiengang Informatik
Als fachverwandter Abschluss gilt für den Master Informatik (Vgl. § 42 FPO):
ƒƒ - Computational Engineering (B. Sc.)
- Informations- und Kommunikationstechnik (B. Sc. oder Dipl.)
- Elektronik/Informationstechnik/Informatik (EEI) (B. Sc. oder Dipl.)
- Mechatronik (B. Sc. oder Dipl.)
- Wirtschaftsinformatik (B. Sc. oder Dipl.)
- Medizintechnik (B. Sc.) mit Kompetenzfeld EEI
- Mathematik mit Nebenfach Informatik (B. Sc. oder Dipl.)
- Technomathematik (B. Sc. oder Dipl.)
- Zwei-Fach-Bachelor (B. A.) mit Erstfach Informatik
- Erstes Staatsexamen nach Lehramtsprüfungsordnung I (LPO 1)
5.2 Qualifikationsfeststellungsverfahren (QFV)
Die Feststellung der Qualifikation obliegt der Zugangskommission des Masterstudiengangs Informatik.
Das Verfahren zur Feststellung
doch einmal pro Semester vor
der Qualifikation wird bei Bedarf, mindestens jeBeginn der allgemeinen Vorlesungszeit durchgeführt.
Der Zugang zum Qualifikationsfeststellungsverfahren setzt voraus, dass folgende Unterlagen fristgerecht (zum 15. Januar für das SS, bzw. 15. Juli für das WS) und vollständig im Masterbüro
vorliegen:
• Zulassungs- / Bewerbungsantrag (Online im move-in Portal)
• Nachweis
über
einen
Hochschulabschluss
(Zeugnis,
Transcript
of
Records,
Diploma
Supplement
oder
vergleichbare
Dokumente) Unterlagen von deutschen Schulen und Hochschulen sind in Kopie
Unterlagen von ausländischen Schulen und Hochschulen sind in amtlich beglaubigter Kopie
und amtlich beglaubigter Übersetzung (sofern diese nicht selbst in Deutsch, Englisch oder
Französisch ausgefertigt sind) beizufügen.
• Bachelorstudierende: Bescheinigung des Prüfungsamtes Ihrer Hochschule über die bisher
erreichten ECTS-Punkte und bisher erworbene Durchschnittsnote, falls das Studium noch
nicht abgeschlossen ist und eine Bestätigung, dass die Bewerberin, bzw. der Bewerber im
laufenden Prüfungstermin zu den das Bachelorstudium abzuschließenden Prüfungen gemeldet ist.
• Diplomstudierende: Fächer- und Notenübersicht und Bescheinigung des Prüfungsamtes
Ihrer Hochschule über die Durchschnittsnote der bisher erreichten Studiengesamtleistung,
wenn das Studium noch nicht abgeschlossen ist.
• Hochschulzugangsberichtigung (z. B. Abitur, fachgebundene Hochschulreife etc.)
97
Master Informatik
• Lebenslauf
• Ein (kurzes) Bewerbungs-/Motivationsschreiben (Letter of intent)
• Nachweise der Sprachkenntnisse (im Regelfall reicht hierfür das Abiturzeugnis, bzw. die fachgebundene
Hochschulreife in Fachrichtung Technik (FOS-13 bzw. BOS) siehe auch Punkt 1.)
Die Zugangskommission Informatik beurteilt im Rahmen des Qualifikationsfeststellungsverfahrens
in einer Vorauswahl anhand der schriftlichen Unterlagen, ob eine Bewerberin/ein Bewerber die Eignung zum Masterstudium besitzt.
Zugelassen in das Masterstudium wird:
1. Wer das fachspezifische oder fachverwandte Studium (bzw. einen gleichwertigen Abschluss)
mit einer Gesamtnote von 2,5 (= gut) oder besser abschließt.
oder:
2. Wer Module des dritten bis sechsten Semesters des Bachelor-Studiengangs Informatik
(Uni-Erlangen bzw. gleichwertige Module anderer Hochschulen) im Umfang von 60 ECTS
mit einem Notendurchschnitt besser als 3,0 bestanden hat.
oder:
3. Wer die unter 1. und 2.
genannten Kriterien nicht erfüllen kann, aber eine
mündliche
Zugangsprüfung
vor
der
Master
Zugangskommission
besteht.
Die mündliche Zugangsprüfung dauert ca. 20 Minuten.
Die Bewerberinnen/Bewerber werden dabei nach folgenden Kriterien beurteilt:
• sichere Kenntnisse in den fachspezifischen Grundlagen,
• gute Kenntnisse im Bereich einer fachlichen Spezialisierung entsprechend einer wählbaren
Studienrichtung des Masterstudiengangs,
• Motivation zum Masterstudium,
• positive Prognose aufgrund steigender Leistungen im bisherigen Studienverlauf.
98
Master Informatik
5.3 Nicht-konsekutiv Studierende (z. B. Hochschulwechsler)
Konsekutive Master-Studierende, d.h. Studenten, die bereits Ihren Bachelor in Informatik an der
FAU gemacht haben, erhalten grundsätzlich keine Auflagen.
Nicht-konsekutive Bewerber (Bewerber von anderen Hochschulen bzw. von der FAU mit einem
Bachelortitel in einem anderen Studienfach) erhalten in der Regel zusammen mit Ihrer Master-Zulassung Auflagen. Das heißt, sie müssen bestimmte Qualifikationen nachholen, die Erlanger Informatik-Studenten bereits im Bachelor erworben haben. Die Master-Zugansgkommission prüft
individuell, welche Vorkenntnisse vorliegen und vergibt daraufhin einzelne Module aus dem Informatik-Studium (B.Sc. ) als Auflage, z.B.
• Berechenbarkeit und formale Sprachen
• Theorie der Programmierung
• Mathematik (je nach Kenntnisstand)
(Die Auflistung dient nur als Beispiel und ist nicht verbindlich, es können auch andere Module als
Auflage vergeben werden). Auflagen müssen innerhalb eines Jahres (also vom 1. Oktober bis zum
30. September des Folgejahres bzw. vom 1. April bis zum 30. März des Folgejahres) erfüllt werden,
sonst droht die Exmatrikulation. Insgesamt haben Sie dafür zwei Prüfungsversuche. Die Auflagen
kommen als zusätzlicher Arbeitsaufwand (Workload) von bis zu 20 ECTS zur Gesamtzahl von 120
ECTS-Punkten für den Masterstudiengang hinzu. Sobald Sie Ihre Auflagenfächer bestanden haben, melden Sie sich bitte beim Masterbüro. Erst dann kann die Studentenkanzlei Sie als regulären
Masterstudenten aufnehmen.
99
Master Informatik
5.4 Studienverlauf Master Informatik (M. Sc.)
Die Fächer im Masterstudium sind in 4 Säulen (Themenbereiche) gegliedert:
1. Säule der theoretisch orientierten Vertiefungsrichtungen:
• Theoretische Informatik
• Systemsimulation
• Diskrete Simulation
2. Säule der softwareorientierten Vertiefungsrichtungen:
• Programmiersysteme
• Datenbanksysteme
• Künstliche Intelligenz
• Software Engineering
3. Säule der systemorientierten Vertiefungsrichtungen:
• Rechnerarchitektur
• Verteilte Systeme und Betriebssysteme
• Kommunikationssysteme
• Hardware-Software-Co-Design
• IT-Sicherheit
4. Säule der anwendungsorientierten Vertiefungsrichtungen:
• Mustererkennung
• Graphische Datenverarbeitung
• Elektronik und Informationstechnik
• Medieninformatik
• Informatik in der Bildung
• Medizinische Informatik
Aus diesen vier Säulen werden im Masterstudium die Vertiefungsmodule zusammengestellt:
100
Master Informatik
Für den Master werden dabei folgende Leistungen benötigt:
• Wahlpflichtmodule aus mindestens drei dieser Säulen im Umfang von insgesamt 60, wobei pro Säule mindestens 10 ECTS und höchstens 30 ECTS-Punkte nachzuweisen sind; werden Module aus vier Säulen gewählt, kann die Untergrenze von 10 ECTS-Punkten in einer Säule unterschritten werden.
Zusätzlich sind in mindestens zwei Vertiefungsrichtungen mind. 15 ECTS nachzuweisen.“
• Ein Nebenfach mit 15 ECTS
• Ein Projekt mit 10 ECTS
• Ein Seminar mit 5 ECTS
Falls während des Masterstudiums ein Wechsel des Nebenfaches, oder eines Wahlpflichtmoduls
stattfindet, werden eventuelle Fehlversuche aus dem vorherigen Nebenfach oder Wahlpflichtmodul
nicht angerechnet. Auf Drittversuche sollte man es nicht ankommen lassen!
Als Abschluss des Masterstudiums folgt im 4. Semester die Masterarbeit im Umfang von 30 ECTS.
Zu beachten ist, dass das Masterstudium maximal um ein(!) Semester überzogen werden darf,
wenn keine wichtigen Gründe für eine Ausnahme vorliegen.
Die zeitliche Aufteilung des Masterstudiums pro Semester ist aus der folgenden Übersichtstabelle
(entnommen aus der Anlage 2 der FPO) ersichtlich:
Wichtiger Hinweis:
Die Master-Modultabelle zeigt nur einen Vorschlag der Grobverteilung der Anzahl der ECTS über
die Semester. Es werden kaum 10 ECTS Module angeboten (meist 7,5 ECTS oder 5 ECTS). Insgesamt sind 60 ECTS aus dem Wahlpflichtbereich zu erbringen. Die zeitliche Aufteilung ist dabei
jedem Studierenden selbst überlassen. Natürlich darf das Seminar, Nebenfach etc. auch in einem
anderen Semester belegt werden. Pro Semester sollten ca. 30 ECTS erbracht werden.
101
Master Informatik
Anlage 2: Module des Masterstudiums Informatik und Semesterverteilung (Musterstudienplan):
Module bzw. Teilmodule
Semesteraufteilung
1.
Sem.
ECTS
Nr.
Name
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
Wahlpflichtmodul Informatik I
Wahlpflichtmodul Informatik II
Wahlpflichtmodul Informatik III
Wahlpflichtmodul Informatik IV
Wahlpflichtmodul Informatik V
Wahlpflichtmodul Informatik VI
Wahlpflichtmodul Informatik VII
Wahlpflichtmodul Informatik VIII
Projekt
Nebenfach
Seminar
Schriftliche Masterarbeit
12
Begleitseminar mit Referat zur Masterarbeit
10
10
10
5
5
5
5*
10*
Summen ECTS
2.
Sem.
ECTS
3.
Sem.
ECTS
Prüfung
4.
Sem.
ECTS
10
5
10
5
27
3
30
30
30
30
Siehe Modulhandbuch
Siehe Modulhandbuch
Siehe Modulhandbuch
Siehe Modulhandbuch
Siehe Modulhandbuch
Siehe Modulhandbuch
Siehe Modulhandbuch
Siehe Modulhandbuch
Siehe Modulhandbuch
Siehe Modulhandbuch
Siehe Modulhandbuch
PL: schriftl.
Ausarbeitung
(90%) und Vortrag (ca.
45 Min.; 10%)
*
sofern die FPO des beteiligten Nebenfachs keine andere Regelung vorsieht (in einigen Nebenfächern können nur 10 ECTS Module belegt werden,
insofern müssen dann 20 ECTS belegt werden, wobei nur 15 ECTS für den Master Inf. zählen.
5.5 Teilzeitstudium
Der Master Informatik ist auch in Teilzeit studierbar. Das heißt, das Studium kann entweder komplett
oder semesterweise mit der halben Zeit- und Arbeitsbelastung durchgeführt werden und verdoppelt
sich dementsprechend in der Semesterzahl. Pro Studienjahr dürfen maximal Leistungen im Umfang
von 35 ECTS-Punkten erbracht werden. Die Regelstudienzeit erhöht sich damit auf 8 Semester und
kann um 2 Semester verlängert werden. Die Bearbeitungszeit für die Masterarbeit beträgt 12 Monate. Die Studieninhalte sind dabei identisch zum Vollzeitstudium.
Die Entscheidung für den Studientyp Vollzeit oder Teilzeit treffen Sie bei der Einschreibung. Ein
Wechsel zwischen Vollzeit- und Teilzeitstudium ist nur einmal möglich und muss schriftlich bei der
Studentenkanzlei beantragt werden. Nach drei Semestern Vollzeitstudium kann nur noch in begründeten Fällen zum Teilzeit-Master gewechselt werden. Ein Wechsel auf Teilzeit, um mehr Zeit für die
Masterarbeit zu haben, ist also nicht möglich.
Dieses Angebot richtet sich vor allem an Leistungssportler sowie an Studierende mit Familie, gesundheitlichen Beeinträchtigungen, Pflegeaufgaben oder gleichzeitiger Berufstätigkeit. Es ist aber
kein Abend- oder Wochenendstudium, d. h. Sie besuchen zusammen mit den Vollzeitstudierenden
102
Master Informatik
die regulären Lehrveranstaltungen, die während der ganzen Woche über den Tag verteilt stattfinden. Deshalb kommt das Teilzeitstudium für Berufstätige nur in Frage, wenn sie ihre Arbeitszeit sehr
flexibel einteilen können.
Internationale Studierende, die ein Visum für Studienzwecke benötigen, müssen vor der Einschreibung für das Teilzeitstudium mit der Ausländerbehörde abklären, ob dies zulässig ist. In der Regel
wird die Aufenthaltserlaubnis nur für ein Vollzeitstudium erteilt.
5.6 Studienschwerpunkte im Masterstudium
Im Masterstudiengang Informatik können die folgenden Studienschwerpunkte belegt werden. Für die
erfolgreiche Belegung der Schwerpunkte müssen bestimmte Wahlpflichtmodule innerhalb bestimmter Vertiefungsrichtungen und spezielle Nebenfächer gewählt werden. Eine gesonderte Vor-Anmeldung oder eine vorzeitige Meldung zum Belegen des Studienschwerpunktes (z. B. gegenüber dem
Prüfungsamt) ist nicht notwendig!
5.6.1 Studienschwerpunkt „Informatik in der Fahrzeugtechnik“
Im Masterstudiengang sind folgende Leistungen verbindlich für die Vertiefungsrichtung „Informatik
in der Fahrzeugtechnik“ vorgeschrieben:
Vertiefungsrichtungen:
Von den folgenden Vertiefungsrichtungen sind mindestens drei mit Wahlpflichtmodulen im Umfang
von jeweils 5 ECTS zu wählen:
• Hardware-Software-Co-Design, INF12
• Kommunikationssysteme, INF7
• Rechnerarchitektur, INF 3
• IT-Sicherheit, INF 1
• Programmiersysteme, INF2
• Verteilte Systeme und Betriebssysteme, INF4
Nebenfach:
Als Nebenfach im Umfang von 15 ECTS stehen entweder a) Maschinenbau, oder b) Elektrotechnik,
Elektronik und Informationstechnik zur Verfügung.
103
Master Informatik
Projekt:
Das Projekt mit 10 ECTS muss im Bereich der Fahrzeugtechnik abgelegt werden. Dazu stehen folgende Möglichkeiten zur Auswahl:
• Projekt an einem Lehrstuhl
• Projekt bei einem Automobilhersteller
• Projekt bei einem Automobilzulieferer
In allen drei Fällen wird das Projekt von einem Lehrstuhl der Informatik betreut. Die Projektarbeit ist
vom Studenten selber zu organisieren und wird nicht gestellt. Themen für Projekte sind den Seiten
der anbietenden Lehrstühle oder Industriepartner zu entnehmen. Es wird ggf. durch die Lehrstühle
und Dozenten (in den Veranstaltungen selber) Unterstützung bei der Vermittlung gegeben. Bitte
nehmen Sie hierzu Kontakt zu den entsprechenden Personen auf.
Wahlpflichtmodule:
Aus dem folgenden Katalog von Lehrveranstaltungen sind weitere 15 ECTS zu wählen (falls noch
nicht, bzw. zusätzlich zu den im Bachelorstudium besuchten Lehrveranstaltungen):
•
„Fahrzeugkommunikation“ (interne und externe Vernetzung, neben niedrigen Schichten auch Transport-, Diagnose- und Anwendungsprotokolle, deterministische und stochastische Analyse, Simulation, Anwendungsbeispiele), 5 ECTS VL+UE, Prof. Dr. German (INF 7)
•
„Automotive Software & Systems Engineering“ (Grundlegender Überblick über das Thema Informatik und Automobil), 5 ECTS VL+UE, Lehrauftrag Hr. Allmann (AUDI)
•
„Entwurf und Analyse eingebetteter Netzwerke des Automobilbaus - Von der Theorie zur Praxis“, 5 ECTS
VL+UE, Lehrauftrag Dr. Streichert (Daimler AG)
•
„Challenges for Simulation in the Automotive Industry“, Anwendung numerischer Simulation in der Automobilindustrie, 2,5 ECTS VL, Lehrauftrag Dr. Mayer (MSC Software Corporation)
•
„Zukunft der Automobiltechnik“ (Kundenszenarien, Fahrzeugelektronik, Virtuelle Produktentwicklung, Antriebsstrang, Chassis, Integrale Sicherheit, Qualität, Umweltaspekte, Exkursion), 2,5 ECTS VL, Lehrauftrag Dr. Koser
(AUDI)
•
„Entwicklung und Test von verteilten, eingebetteten Systemen im Bereich Automotive“ (SW-Engineering im
Automobil), 2,5 ECTS VL, Lehrauftrag Dr. Hehn (Method Park Software AG)
Weitere Informationen zum Studienschwerpunkt Informatik in der Fahrzeugtechnik erhalten Sie hier:
http://www7.informatik.uni-erlangen.de/ifzt/
Absolventen des Studienschwerpunkts erhalten zu ihrem Masterzeugnis eine besondere Bescheinigung (Zertifikat).
104
Master Informatik
5.6.2 Studienschwerpunkt „Heterogene Bildsysteme“
Im Masterstudiengang sind folgende Leistungen verbindlich für die Vertiefungsrichtung „Heterogene
Bildsysteme“ vorgeschrieben:
Vertiefungsrichtungen: Einschränkungen ergeben sich aus dem Modulangebot:
Wahlpflichtbereich:
Auswahl aus folgenden, für diesen Studienschwerpunkt geeigneten Wahlpflichtmodule des Wahlpflichtbereichs im Umfang von 30 ECTS:
•
„Rechnersehen mit Anwendungen in der Augmented Reality sowie beim bildbasierten Rendering 1+2“, Online,
VHB, Prof. Dr. Nöth
•
„Diagnostic Medical Image Processing“, Prof. Dr.-Ing. Maier
•
„Interventional Medical Image Processing“, Prof. Dr.-Ing. Maier
•
„Eingebettete Systeme“, Prof. Dr.-Ing. Teich, Dr.-Ing. Hannig
•
„Domain-Specific and Resource-Aware Computing on Multicore Architectures“, Prof. Dr.-Ing. Teich, Dr.-Ing.
Hannig
•
„Image and Video Compression“, Prof. Dr.-Ing. Kaup
•
„Visual Computing for Communication“, Prof. Dr.-Ing. Kaup
•
„Analog-Digital- und Digital-Analog-Umsetzer“, Dr.-Ing.Ohnhäuser
•
„Digitale Elektronische Systeme“, Prof. Dr.Ing. Weigel
•
„Betriebssystemtechnik“, Prof. Dr.-Ing. Schröder-Preikschat
•
„Concurrent Systems“, Prof. Dr.-Ing. Schröder-Preikschat
•
„Interaktive Computergraphik“, Prof. Dr.-Ing. Marc Stamminger
•
„Mobile Computergraphik“, Prof. Dr.-Ing. Marc Stamminger
•
„Computergraphik“, Prof. Dr.-Ing. Marc Stamminger
Projekt:
Auswahl aus Projekten, welche dem Schwerpunkt entsprechen, z. B.:
•
„Flat-Panel CT Reconstruction“, Prof. Dr.-Ing. Maier
Seminare:
Auswahl aus Seminaren, welche dem Schwerpunkt entsprechen, z.B.:
•
“HW-Architekturen für Smart Cameras”
•
“Multi-Core Architectures and Programming”
Nebenfach:
Als Nebenfach im Umfang von 15 ECTS muss „Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik“ gewählt werden. Absolventen des Studienschwerpunkts erhalten zu ihrem Masterzeugnis eine besondere Bescheinigung (Zertifikat).
105
Master Informatik
5.7 Doppelstudium
Manche Studierende der Informatik interessieren sich im Master für die Option eines Doppelstudiums. Sie möchten etwa parallel zum Master Informatik den Master in Medizintechnik oder Elektrotechnik erwerben und sich Studienleistungen, die dabei identisch sind (evtl. sogar die Masterarbeit,
wenn die jeweiligen FPOs das nicht ausschließen), für beide Studiengänge anrechnen lassen. Das
ist grundsätzlich möglich, will aber gut überlegt sein.
Für die Zulassung zum Doppelstudium muss ein Antrag bei der Studentenkanzlei gestellt werden,
der von den Dekanen der beteiligten Fakultäten genehmigt werden muss. Dafür müssen Sie erstens begründen können, dass ein besonderes berufliches oder wissenschaftliches Interesse am
gleichzeitigen Studium Ihrer beiden Wunschfächer besteht. Zweitens müssen Sie belegen, dass Sie
beide Studiengänge überschneidungsfrei und während der Regelstudienzeit absolvieren können.
Bedenken Sie, dass das Doppelstudium kein Grund für eine Studienzeitverlängerung ist und Sie mit
einem höheren Arbeitsaufwand und eventuell schlechteren Noten rechnen müssen!Da die zweite
Bedingung oft nicht erfüllt werden kann, ist es in den meisten Fällen ratsamer, zunächst einen Master abzuschließen und dann den zweiten Master anzuhängen, für den dann viele Studienleistungen
aus dem ersten anerkannt werden können. Für diese Anrechnung ist jeweils der Anerkennungsbeauftragte des zweiten Fachs zuständig. Ihnen sollte dabei aber bewusst sein, dass im zweiten Master-Zeugnis bei allen doppelt angerechneten Leistungen „Anerkennung aus vorherigem Studium“
stehen wird, und sich fragen, ob Ihnen das auf dem Arbeitsmarkt wirklich bessere Chancen bietet.
106
Master Informatik
5.8 Masterarbeit
Sobald Sie 75 ECTS-Punkte erworben und die Erfüllung eventueller Auflagen (siehe Kap.4.3) beim
Prüfungsamt nachgewiesen haben, können Sie sich für die Masterarbeit anmelden. Sie geht mit
einem Workload von 30 ECTS-Punkten in Ihre Masterprüfung ein und hat damit wesentlich mehr
Gewicht als die Bachelorarbeit. Im spätesten Fall sollten Sie sich zu Beginn Ihres letzten Semesters
um ein Thema für die Masterarbeit kümmern, idealerweise beginnen Sie aber schon früher mit der
Suche. Auf diese Weise können Sie vorher noch gezielt Veranstaltungen belegen, die Ihnen das
nötige Know-how für die Arbeit verschaffen.
Das Masterarbeitsthema wird von einem Hochschullehrer eines Lehrstuhls der Informatik vergeben
und betreut. Masterarbeiten in Zusammenarbeit mit Industrienunternehmen obliegen der Genehmigung durch den jeweiligen Lehrstuhl.
Sie können ein Thema finden, indem Sie sich auf den Internetseiten der einzelnen Lehrstühle,oder
an den diversen Aushangbrettern an den Lehrstühlen über Ausschreibungen informieren oder auch
selbst die Initiative ergreifen und an einem Lehrstuhl nachfragen, ob Sie dort ein passendes Thema
bearbeiten können.
Die Masterarbeit wird durch den betreuenden Lehrstuhl beim Prüfungsamt angemeldet. Ab dem Tag
der Anmeldung haben Sie 6 Monate Zeit, Ihre Arbeit fertigzustellen. Aus schwerwiegenden Gründen
kann beim Prüfungsamt eine Verlängerung von bis zu drei Monaten beantragt werden. Werden Sie
während der Bearbeitungszeit krank und können das durch ein ärztliches Attest nachweisen, ruht
die Bearbeitungsfrist so lange.
Die Masterarbeit muss am Ende eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse (Abstract), einen
knappen Lebenslauf des Verfassers und eine unterschriebene Erklärung enthalten, dass Sie sie
selbst verfasst und keine anderen als die darin angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt haben.
Die Gestaltung richtet sich nach Mustervorgaben, die Sie meistens von Ihrem Lehrstuhl erhalten.
Während der ersten beiden Monate nach der Anmeldung kann das Masterarbeits-Thema einmal
zurückgegeben werden. Dafür muss ein begründeter Antrag beim Prüfungsamt gestellt werden.
Wurde die Masterarbeit mit „nicht ausreichend“ bewertet, kann sie im darauffolgenden Semester
einmal überarbeitet oder mit einem neuen Thema wiederholt werden.
107
Master Informatik
5.9 Studium-Ende
5.9.1 Zeugnisdokumente
Wenn Sie Ihre letzte Studienleistung im Master erfolgreich hinter sich gebracht haben, erhalten Sie
im Normalfall innerhalb von vier Wochen per Post Ihr Masterzeugnis, ein Transcript of Records in
deutscher und englischer Sprache sowie ein Diploma Supplement (nähere Erläuterungen hierzu: s.
Kap.). Achten Sie also bitte auf eine funktionierende Postadresse!
Zusätzlich abgelegte Leistungen, die nicht in die Masterprüfung eingegangen sind, werden unter
der Rubrik „Sonstiges“ im Transcript of Records aufgeführt.
Wenn Sie direkt nach Abgabe Ihrer Masterarbeit damit beginnen möchten, sich für Arbeitsstellen zu
bewerben, können Sie Ihren Masterarbeitsbetreuer um eine Bestätigung bitten, dass Ihre Arbeit mit
mindestens 4,0 bewertet werden wird. Bei Vorlage dieses Nachweises wird Ihnen vom Prüfungsamt
eine vorläufige Bescheinigung über Ihren Studienabschluss ausgestellt.
5.9.2 Promotion
Wenn Ihnen das Forschen für die Masterarbeit so viel Spaß gemacht hat, dass Sie gerne noch tiefer
in die Materie einsteigen würden, sollten Sie über eine Doktorarbeit nachdenken. Der erste Schritt
zum Promotionsvorhaben ist natürlich, einen Betreuer zu finden. Informieren Sie sich online bei
Ihrem Wunschlehrstuhl über ausgeschriebene Doktorandenstellen oder sprechen Sie Ihren Professor direkt an. Informationen zu allen Formalitäten finden sie unter www.promotion.uni-erlangen.de/
promotion/start_promotion.shtml. Unter anderem bietet die Graduiertenschule der FAU registrierten
Doktoranden interessante Kurse zu wissenschaftlichem Arbeiten, Literaturverwaltung oder Statistik
an.
108
Nebenfächer
6. Nebenfächer
Als Nebenfächer sind wählbar:
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Astronomie
Betriebswirtschaftslehre
Biologie
Chemie
Chemie- und Bioingenieurwesen
Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik:
A: Allgemeine Elektrotechnik,
B: Automatisierungstechnik
C: Elektrische Energie- und Antriebstechnik,
D: Informationstechnik
E: Mikroelektronik
Englische Linguistik
Geowissenschaften
Germanistische Linguistik
Japanologie
Kunstpädagogik
• Maschinenbau:
P: Produktentwicklung/Konstruktion
F: Fertigungsautomatisierung
T: Technische Mechanik
Q: Qualitätsmanagement
• Mathematik
• Medizin (Medizinische Informatik)
• Philosophie
• Physik
• Politische Wissenschaften
• Psychologie
• Rechtswissenschaften
• Romanistik
• Sinologie
• Nordische Philologie
• Soziologie
Andere Nebenfächer können im Benehmen mit der Studienkommission durch den Prüfungsausschuss genehmigt werden. Hierzu ist ein formloser Antrag an den Studienkommissionsvorsitzenden
zu stellen, der die geforderten 15 ECTS im Nebenfach als Modulübersicht enthält. Hinweis: Fremdsprachen (reine Sprachkurse) werden nicht als Nebenfach genehmigt.
109
Studierende in besonderen Situationen
7 Studierende in besonderen Situationen
7.1 Studieren mit chronischer Erkrankung oder Behinderung
Studienbewerber und Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung haben einen Anspruch auf besonderer Unterstützung. Als chronische Krankheiten zählen dabei körperliche, geistige und seelische Beeinträchtigungen, die länger als sechs Monate andauern. Dazu gehören etwa
auch psychische Erkrankungen oder eine Lese-Rechtschreib-Schwäche.
Studierende mit solchen Beeinträchtigungen haben die Möglichkeit, einen Nachteilsausgleichsoder Härtefallantrag zu stellen, damit die Prüfungsbedingungen entsprechend angepasst werden
können (etwa durch Zeitzugabe oder Änderung der Prüfungsform).
Auch bei Prüfungen während des Studiums können Betroffene einen Nachteilsausgleich beantragen. Bevor Sie einen solchen Antrag im Prüfungsamt einreichen, müssen Sie sich mit einem
ärztlichen Attest an den Leiter des Informations- und Beratungszentrums (IBZ), Herrn Dr. Gündel, wenden, der Ihren Antrag befürworten muss. Wird der Nachteilsausgleich bewilligt, stellt Ihnen
das Prüfungsamt ein entsprechendes Dokument aus, das Sie dann möglichst frühzeitig an den
Lehrstühlen vorzeigen, bei denen Sie Ihre Prüfung ablegen. So kann organisiert werden, dass Sie
z. B. bei Zeitzugabe in der Klausur etwas separat sitzen, damit Sie von Ihren früher aufbrechenden
Kommilitonen nicht zu sehr gestört werden.
Wenn Sie sich noch unsicher sind, ob Sie einen solchen Antrag stellen möchten, können Sie sich
auch zuerst an das SSC Informatik wenden. Ihre Anfrage wird auf jeden Fall vertraulich behandelt.
7.2 Studieren mit Psychischen Erkrankungen
Bei psychischen Erkrankungen gelten grundsätzlich die gleichen Regelungen wie oben unter 7.1
beschrieben. Wer während des Studims feststellt, dass es zu Schlafstörungen, Ängsten, somatischen Leiden oder Problemen kommt, sollte umgehend mit dem SSC Informatik, bzw. der psychosoziale Beratungsstelle des Studentenwerks einen Termin vereinbaren:
Psychologisch-Psychotherapeutische Beratungsstelle
Hofmannstraße 27, 2.OG
91052 Erlangen
Tel.: (0 91 31) 8002-750
110
Studierende in besonderen Situationen
7.3 Studieren in der Schwangerschaft/mit Kind
Auch als Studentin in der Schwangerschaft genießen Sie besonderen Schutz. Schwangere Studentinnen, die bis vier Wochen vor einem Prüfungstermin per ärztlichem Attest nachweisen, dass Sie
sich zum Zeitpunkt der Prüfung mindestens in der 30. Schwangerschaftswoche befinden und zur
regulären Prüfungsablegung nicht in der Lage sind, haben einen Anspruch darauf, die Leistung in
anderer Form zu erbringen.
Für Studierende mit Kind gelten außerdem großzügigere Beurlaubungsrichtlinien:
Auf Antrag können sich studierende Eltern für Mutterschaftsurlaub und Elternzeit beurlauben lassen.
Die Beurlaubung gilt ab der Geburt des Kindes bis spätestens zur Vollendung des dritten Lebensjahres (insgesamt also höchstens sechs Semester). Es ist möglich, zwölf Monate dieser Elternzeit
(zwei Semester) auf einen späteren Zeitraum zu verschieben. Sie können bis zur Vollendung des
achten Lebensjahres des Kindes in Anspruch genommen werden.
Davon unabhängig können weiterhin bis zu zwei Urlaubssemester aus anderen Gründen (z. B. Auslandssemester, Praktikum) beantragt werden bzw. bereits durchgeführt worden sein, die nicht auf
die Beurlaubung wegen Mutterschaft oder Elternzeit angerechnet werden.
Wichtig!!!
Normalerweise dürfen während einer Beurlaubung keine Leistungsnachweise im Rahmen des Studiums erbracht werden. In Bayern können Studierende, deren Beurlaubungsgrund die Erziehung
eines Kindes ist, aber auch während der Beurlaubung Leistungsnachweise erbringen.
Weitergehende Beratung und Informationen, etwa zu den Kinderbetreuungsangeboten an der Universität oder zu Wohnmöglichkeiten für studierende Eltern erhalten Sie beim Familienservice der
FAU (Familienservice).
111
Tipps und Hinweise
8. Tipps und Hinweise
8.1 Tipps für ein erfolgreiches Bachelorstudium
Diese Tipps wurden aus dem Erfahrungsschatz zahlreicher Bachelorstudierender der Informatik
zusammengestellt und sollen als Hilfestellung für einen guten Start ins Studium dienen.
Tipp 1: Die Studiengangsseite Informatik durchklicken und -lesen
Die Studiengangs-Homepage www.informatik.fau.de ist u. a. nach den Rubriken ‚Studieninteressierte‘, ‚Studierende‘ sowie ‚Bachelor‘ und ‚Master‘ gegliedert. Viele Fragen beantworten sich schon
von selbst, wenn man sich hier etwas einliest. Unter Studierende/Rechtliches finden Sie die für Sie
aktuelle Prüfungsordnung. Achten Sie immer darauf, die für Sie gültige Fachprüfungsordnungsversion zu wählen.
Tipp 2: Zur Bachelor-Begrüßungsveranstaltung gehen
Die Fachschaftsinitiative Informatik veranstaltet immer zum Studienbeginn im Wintersemester einen Einführungstag für Studienanfänger. Hierbei lernen Sie den Campus kennen, an dem Sie von
nun an studieren werden, und erhalten nicht nur viele hilfreiche Informationen zum Studium, sondern auch zum sozialen Leben an der Uni. Auf dem Campus Südgelände, auf dem die Technische
Fakultät zuhause ist, stehen dann verschiedene Stationen für Sie bereit, die Sie zusammen mit
den anderen Erstsemestern besuchen können. Außerdem gibt es die Gelegenheit, mit höheren Semestern zu sprechen und von ihren Erfahrungen zu profitieren. Auch speziell für den Studiengang
Informatik wird eine Einführungsveranstaltung angeboten, bei der Sie konkrete Informationen zu
Ihren Studienfächern, Prüfungen und Ansprechpartnern erhalten. Nicht zu vergessen ist natürlich,
dass Sie hier auch erste Kontakte zu Ihren Mitstudenten knüpfen, die für den weiteren Verlauf Ihres
Studiums unverzichtbar sind. Die aktuellen Termine finden Sie jeweils im Herbst unter www.tf.fau.
de/.
Tipp 4: Sich am Campus orientieren
Die Lehrveranstaltungen der Informatik finden in verschiedenstren Hörsälen und Seminarräumen
am Südcampus statt. Ein bisschen Ortskenntnis helfen enorm, wenn man schnell den Weg zwischen zwei Vorlesungen zurücklegen muss. Auch ein Spaziergang über das Campusgelände selbst
und durch die Hörsaalgebäude lohnt sich, da die Hörsäle nicht fortlaufend nummeriert sind. Die
Teilnahme an einer Campusführung, wie sie von der FSI Informatik regelmäßig zum Studienbeginn
angeboten wird, ist hierbei sehr hilfreich.
112
Tipps und Hinweise
Tipp 5: Sich mit dem Universitäts-Informationssystem (UnivIS) vertraut machen
Egal ob Sie die E-Mail-Adresse eines Dozenten heraussuchen wollen oder wissen möchten, ob
man sich für eine Lehrveranstaltung anmelden muss – das UnivIS (siehe Kap.9.3) wird eines Ihrer
wichtigsten Werkzeuge im Studium sein. Nehmen Sie sich also am Anfang die Zeit, seine Suchmöglichkeiten kennenzulernen. Sehr hilfreich ist etwa die „Expertensuche“ in der Kategorie „Lehrveranstaltungen“. Hier können Sie nach Typen von Lehrveranstaltungen (z.B. „Übung“) oder auch nach
der Unterrichtssprache suchen.
Tipp 6: Die ersten Termine des Semesters nicht verpassen
In den meisten Vorlesungen werden die entscheidenden Dinge beim ersten Termin geklärt, z.B.
Unterrichtssprache, Zugang zu Kursmaterialien, wie man sich für Übungen anmeldet etc. Achten
Sie auch darauf, ob für Praktika oder Seminare ein Vorbesprechungstermin im UnivIS angegeben
ist – dieser muss unbedingt wahrgenommen werden!
Tipp 7: Sich Informationen beschaffen
Der größte Unterschied zwischen Schule und Studium ist wohl, dass man sich an der Uni vom
Stundenplan über das Lernmaterial bis zum Bachelorarbeitsthema alles selbst organisieren muss.
Das heißt, wenn man etwas nicht weiß, sollte man immer erst einmal versuchen, die Antwort selbst
herauszufinden. Wenn z.B. Vorlesungsinhalte unklar sind, kann es helfen, sich Bücher zum Thema
in der Bibliothek zu besorgen oder eine Lerngruppe zu gründen. Bei allgemeinen Fragen zum Studium empfiehlt es sich, auf den Internetseiten der FAU nachzusehen. Auch wenn die Navigation durch
die Homepage manchmal etwas kompliziert ist – das Stichwort plus „FAU“ in die Suchmaschine
einzugeben, hilft meistens weiter. Ein Blick in die Fachprüfungsordnung Informatik bzw. die Allgemeine Prüfungsordnung TechFak ist eine gute Idee bei fachspezifischen Fragen (beide sind auf der
Informatik-Studiengangshomepage verlinkt). Wenn Sie so immer noch nicht weiterkommen, ist es
keine Schande, jemanden um Hilfe zu bitten – Ihre Kommilitonen, die FSI oder die Studienberatung.
Es ist immer besser, seine Zweifel frühzeitig zu klären, bevor man vielleicht kurz vor Studienende
feststellt, dass man die falschen Fächer belegt hat. Auch dafür ist man dann nämlich selbst verantwortlich. Auch die Dozenten kann man mit wichtigen Anliegen kontaktieren (aber bitte nicht mit
Fragen, die sich durch einen Klick im UnivIS klären lassen). Nur muss man manchmal etwas Geduld
mitbringen, bis man eine Antwort bekommt. Wenn ein Dozent gar nicht auf E-Mails reagiert, gibt es
immer noch die Möglichkeit, in seine Sprechstunde zu gehen. Wann diese stattfindet, erfahren Sie
auf der Lehrstuhl-Website oder bei der Lehrstuhlsekretärin.
113
Tipps und Hinweise
8.2 Tipps für ein erfolgreiches Masterstudium
Diese Tipps wurden aus dem Erfahrungsschatz von Masterstudierenden der Informatik zusammengetragen und sollen als Hilfestellung für einen möglichst stressfreien Studienverlauf dienen.
Tipp 1: Konzentrieren Sie sich zuerst auf Ihre Auflagenfächer.
Wenn Sie als nicht-konsekutiver Student (also von einer anderen Hochschule oder von einem anderen Bachelorstudiengang kommend) im Master Informatik studieren, sollten Sie zunächst den
Auflagenfächern (falls Sie welche bei der Zulassung bekommen haben), die meiste Energie und
Aufmerksamkeit widmen. Das Bestehen der Auflagen innerhalb eines Jahres ist gesetzlich vorgeschrieben, eine Nachfrist gibt es nicht. Das Bestehen der Auflagenfächer ist die Voraussetzung
dafür, dass Sie Ihr Masterstudium fortsetzen können.
Tipp 2: Wahlkataloge und UnivIS genau lesen
Setzen Sie sich intensiv mit den Modulkatalogen auseinander und achten Sie bei Ihrer Studiengestaltung darauf, welche Fächer im Winter, im Sommer oder in beiden Semestern angeboten werden.
Lesen Sie die Fußnoten! Obwohl die Modulkataloge sorgfältig erstellt und regelmäßig aktualisiert
werden, kann es in seltenen Fällen vorkommen, dass Angaben im Webauftritt nicht aktuell sind.
Das geschieht z. B. wenn neue Dozenten oder Module hinzukommen. Es kann auch vorkommen,
dass Lehrveranstaltungen noch in den Modulkatalogen erscheinen, obwohl sie in Wirklichkeit gar
nicht mehr belegt werden können. Um solche Fehlinformationen zu vermeiden, empfiehlt es sich,
Modulkataloge und UnivIS-Einträge für das aktuelle Semester parallel zu lesen und im Zweifelsfall
bei der Studienberatung nachzufragen.
Tipp 3: Frühzeitig Kontakte zu Lehrstühlen knüpfen
Informieren Sie sich rechtzeitig, an welchen Lehrstühlen Sie Ihr Forschungspraktikum und Ihre Masterarbeit durchführen würden, und sprechen/schreiben Sie mögliche Betreuer an.
8.3 Stolpersteine im Masterstudium und wie man sie sicher umgeht
Auflagen
Problem:
Es kann vorkommen, dass Ihr Auflagenfach nicht jedes Semester, sondern nur einmal im Jahr angeboten wird. Wenn Sie z. B. Ihr Master-Studium zum Sommersemester aufnehmen und die Auflage
‚Berechenbarkeit und Formale Sprachen‘ haben, können Sie die entsprechende Vorlesung erst im
Wintersemester besuchen. Sie müssen Ihre Auflagen aber innerhalb eines Jahres ab Studienbeginn nachweisen – folglich hätten Sie nur einen statt zwei Prüfungsversuche.
114
Tipps und Hinweise
Lösung: Sie haben zwei Möglichkeitewn.
1. Sie eignen sich die Vorlesungsinhalte mithilfe vorhandener (Online-)Materialien selbst an, besuchen die BFS-Übungen und schreiben die Wiederholungsklausur zu Ihrem Auflagenfach mit, die
jedes Semester angeboten wird. Kontaktieren Sie hierfür den Dozenten, damit er Ihnen Zugang zu
den Vorlesungsmaterialien geben kann.
2. Sie legen die Prüfung in Ihrem zweiten Fachsemester zum ersten Mal ab. Falls Sie sie nicht
bestehen sollten, wenden Sie sich an die Studienberatung. Sie kann für Sie im Notfall eine Verlängerung der Auflagenfrist um ein Semester beantragen. Denken Sie aber daran: Insgesamt bleibt es
bei zwei Prüfungsversuchen pro Auflagenfach!
Problem:
Wenn die Prüfung für ein Auflagenfach im zweiten Prüfungszeitraum Ihres zweiten Semesters stattfindet, werden Sie Schwierigkeiten bekommen, die Erfüllung der Auflagen vor Ablauf der Jahresfrist
beim Prüfungsamt nachzuweisen.
Lösung:
Wenden Sie sich in diesem Fall sobald wie möglich an das Prüfungsamt. Es kann einen Vermerk im
Prüfungsverwaltungssystem setzen, damit Sie nicht vorzeitig exmatrikuliert werden, bzw. Ihnen im
Notfall helfen, eine beschleunigte Korrektur der Prüfung zu beantragen.
115
Online-Tools
9 Online-Tools
9.1 IdM-Portal
Das IdM-Portal (www.idm.fau.de) ist das erste Portal, in das Sie sich nach der Einschreibung einloggen müssen. Sie benötigen hierfür eine Aktivierungskennung, die Sie von der Studentenkanzlei
erhalten, sobald Sie dort Ihre vollständigen Einschreibungsunterlagen abgegeben und den Semesterbeitrag gezahlt haben. Ihre Benutzerkennung mit Passwort wird Ihnen entweder direkt in der
Studentenkanzlei ausgehändigt oder geht Ihnen nach Eingang der Zahlung per Post zu (sorgen Sie
bitte für eine funktionierende Postadresse!). Damit aktivieren Sie Ihr IdM-Benutzerkonto und laden
ein Foto von sich für Ihren Studentenausweis (FAU-Card) hoch. Erst wenn das geschehen ist, wird
Ihnen innerhalb der nächsten drei Wochen Ihre FAU-Card zugeschickt, die Sie u. a. zum Zahlen in
der Mensa oder für die Benutzung der Bibliothek brauchen.
Im IdM-Portal sind Ihre allgemeinen Benutzerdaten gespeichert. So können Sie etwa unter „Dienstleistungen“ sehen, für welche Funktionen Ihre Karte freigeschaltet ist. Über den Button „Anfragen/
Aufgaben“ können Sie Ihre FAU-Card sperren, wenn sie einmal verloren geht. Wichtig ist auch die
E-Mail-Weiterleitung, mit der Sie E-Mails an Ihre @fau-Adresse an eine andere Mailadresse umleiten können (Startseite – E-Mail-Zustellung: Postfach/Weiterleitung). Wenn Sie Ihr FAU-E-Mail-Konto nicht regelmäßig abrufen, sollten Sie unbedingt eine Weiterleitung einrichten, da Sie sonst wichtige Informationen verpassen! Eine Ihrer ersten Aktivitäten im Portal sollte außerdem darin bestehen,
die Bibliotheksfunktion freizuschalten. Dafür klicken Sie in der oberen Menüleiste auf „Anfragen/
Aufgaben“, danach auf „FAUcard“ und den Menüpunkt „Bibliothekszugang freischalten“ und folgen
den Hinweisen. Die Aktivierung Ihres Bibliothekskontos kann bis zu zwei Werktage dauern. Auf der
Startseite des IdM-Portals haben Sie auch die Möglichkeit, diverse Uni-Newsletter zu abonnieren
oder abzubestellen.
9.2 CIP-Pool-Account
CIP-Pools sind frei zugängliche Computerräume, die über die gesamte Universität verteilt sind. Wer
sich einen Zugang vom CIP-Pool-Team der Informatik einrichten lässt, hat allerdings nur Zugriff auf
die CIP-Pools des Departments Informatik (im blauen Hochhaus). In den ersten beiden Wochen
nach Vorlesungsstart gibt es die Möglichkeit, sich mit dem Benutzernamen und Passwort „cipan“ in
jedem beliebigen Informatik-CIP-Pool einzuloggen und sich vom System durch die Account-Erstellung führen zu lassen. Wer zusätzliche Unterstützung braucht, kann sich in der CIP-Pool-Sprechstunde helfen lassen. Die Sprechstunde findet in den ersten zwei Wochen der Vorlesungszeit montags bis freitags von 12:00 bis 13:00 Uhr im Serverraum 00.157 (Erdgeschoss blaues Hochhaus)
oder nach Aushang in einem der CIP-Pools statt. Weitere Informationen (auch auf Englisch) zum
Drucken und Scannen in den CIP-Pools sowie hilfreiche FAQs finden Sie unter: wwwcip.cs.fau.de
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Online-Tools
9.3 UnivIS
Das Informationssystem der Universität (www.univis.fau.de) ist eine sehr umfangreiche Datenbank.
Unter anderem können Sie sie benutzen, um nach Ihren Lehrveranstaltungen zu suchen und Näheres über deren Inhalte, Anmeldemodalitäten, Prüfungsform, ECTS-Wert oder zugeordnete Übungen
und Praktika zu erfahren.
Eine weitere hilfreiche Funktion des UnivIS ist die Personen- und Raumsuche, mit der Sie Informationen zu allen Mitarbeitern der FAU (mit Adresse, Telefonnummer und E-Mail) bzw. zur Lage der
Hörsäle und Seminarräume bekommen. Weniger bekannt sind der Veranstaltungskalender und die
Stellenbörse für Jobs an der FAU. Letztere ist besonders interessant für Sie, wenn Sie sich für eine
Nebentätigkeit als studentische Hilfskraft oder für eine Doktorandenstelle interessieren.
Mithilfe des UnivIS können Sie auch Ihren persönlichen Stundenplan erstellen. Eine detailliertere
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Stundenplanerstellung steht auf den Seiten der Technischen Fakultät unter „Stundenplan für Studierende“ hier: https://www.tf.fau.de/studium/studieneinstieg.shtml für
Sie bereit.
9.4 StudOn
StudOn (www.studon.fau.de) dient als Kommunikations- und Lernplattform für alle FAU-Studenten.
Sie haben hier Ihren eigenen virtuellen Schreibtisch, auf dem Sie Gruppen und Kurse ablegen, für
die Sie sich anmelden. In diesen Gruppen können Sie mit den Dozenten und Tutoren, aber auch
mit anderen Studierenden über ein Forum kommunizieren. In manchen Vorlesungen werden über
StudOn Lernplattformen freigeschaltet, die Ihnen die Vorbereitung auf die Prüfung erleichtern. Außerdem finden Sie hier auch die Materialien (Vortrags-Folien, Übungsaufgaben) für die jeweiligen
Vorlesungen und Übungen. Den genauen Pfad hierfür erfahren Sie zu Semesterbeginn von Ihren
Dozenten.
9.5 Campo
Über das Portal Campo- nicht zu verwechseln mit MeinCampus, s. u. - wird die Einschreibung (nicht
die Bewerbung für den Master Informatik!) an der FAU verwaltet. Nachdem Sie sich erfolgreich für
den Master beworben und Ihren Zulassungsbescheid erhalten haben, müssen Sie sich unter www.
campo.fau.de registrieren und online Ihre Immatrikulation vorbereiten, indem Sie den Anweisungen
des Portals folgen. Hierbei handelt es sich nicht um eine weitere Bewerbung (Ihre Zulassung ist
durch Ihren Zulassungsbescheid garantiert), sondern lediglich um eine Erleichterung des Verwaltungsvorgangs. Ihren Antrag aus Campo bringen Sie dann ausgedruckt und unterschrieben zur
persönlichen Immatrikulation in die Studentenkanzlei (Halbmondstr. 6) mit.
117
Online-Tools
9.6 MeinCampus
In MeinCampus (www.campus.fau.de) finden Sie eine Vielzahl an Verwaltungsfunktionen. Im weiteren Verlauf Ihres Studiums wird u. a. die Prüfungsanmeldung und -abmeldung für Sie wichtig werden,
die über dieses Portal durchgeführt wird. Darüber hinaus können Sie Immatrikulationsbescheinigungen, Notenübersichten und Bafög-Bescheinigungen ausdrucken. Die Noten Ihrer abgeschlossenen
Prüfungen werden zu einem großen Teil direkt in MeinCampus eingetragen. Außerdem kann man
unter „Studentenkanzlei aktuell“ die Daten für die Rückmeldung abfragen, die Sie brauchen, um
Ihren Semesterbeitrag zu überweisen (vgl. Rückmeldung). Eine ausführliche Bedienungsanleitung
zu MeinCampus mit Screenshots finden Sie unter www.medizintechnik.studium.uni-erlangen.de/
studierende/.
9.7 Virtuelle Hochschule Bayern (VHB)
Die Virtuelle Hochschule Bayern ist ein Zusammenschluss bayerischer Universitäten, die gemeinsam ein breites Spektrum an Online-Kursen anbieten. Studierende, die an einer bayerischen Hochschule immatrikuliert sind, können das Angebot kostenfrei nutzen. Über die VHB können Sie parallel
zu Ihrem Studium an der FAU weitere Fächer belegen und ihre Lernzeiten flexibel einteilen. Das
ist vor allem dann ein Vorteil, wenn es in Ihrem Stundenplan sonst viele Überschneidungen gibt
oder Sie einfach grundsätzlich gerne von zuhause aus lernen. Einige VHB-Kurse können auch als
Wahlpflichtmodule (innerhalb bestimmter Vertiefungsrichtungen) im Bachelor oder Master Informatik eingebracht werden.
Um teilzunehmen, müssen Sie sich zunächst auf der Homepage der VHB (www.vhb.org) registrieren. Wählen Sie den Status „Student einer Trägerhochschule“ und geben Sie „Informatik“ als Ihr
Studienfach an. Durch den weiteren Registrierungsprozess werden Sie dann vom System geführt.
Auf der VHB-Homepage können Sie sich über die Kurse informieren, die aktuell angeboten werden
und alle Details zur Kursregistrierung und zu den Prüfungsbedingungen erfahren. Die meisten Prüfungen werden online abgelegt, zum Teil finden aber auch schriftliche Abschlussprüfungen (u. a. an
der FAU) statt.
9.8 EST-System
Das EST, oder Excercise Submission Tool, wird von Informatik-Lehrstühlen (z.B. Lehrstuhl für Programmiersyteme) verwendet, um Online-Abgaben von wöchentlichen Übungsaufgaben und Einsicht in deren Bewertungen zu ermöglichen. Um es zu nutzen, muss man sich mit seiner Matrikelnummer registrieren: https://est.informatik.uni-erlangen.de
118
Online-Tools
9.9 Videoportale
Aktuell stehen an der FAU zwei Videoportale zur Verfügung. www.video.uni-erlangen.de ist ein Angebot des Rechenzentrums der FAU, http://video.cs.fau.de/ wird von der Fachschaftsinitiative Informatik (FSI Inf) betreut. Auf diesen beiden Plattformen finden Sie Vorlesungen, die an der FAU
aufgezeichnet wurden und werden. Unter https://fsi.informatik.uni-erlangen.de/dw/informationen/
videoaufzeichnungen haben Sie die Möglichkeit, nach Semester, Dozent oder Kurstitel zu suchen
und können Ihrer Wunschvorlesung dann bequem von zuhause aus folgen (bei Vorlesungen gibt
es keine Anwesenheitspflicht!). Auch bei der Prüfungsvorbereitung können die Videos hilfreich sein,
um die Inhalte einer Lehrveranstaltung noch einmal durchzugehen. Das gilt ganz besonders dann,
wenn Sie etwa im Sommer die Prüfung zu einer Vorlesung mitschreiben möchten, die nur im Wintersemester angeboten wird.
9.10 Wichtige Webseiten
Was Fragen angeht, die Ihr Studium betreffen, ist natürlich die Informatik-Studiengang-Homepage
Ihre erste Anlaufstelle (www.informatik.fau.de). Dort ist auch eine FAQ-Sektion verlinkt, in der Sie
nach studiengangsspezifischen oder allgemeinen Fragen zum Studium suchen können. Ebenfalls
können Sie sich dort ein aktuelles Modulhandbuch (unter http://www.informatik.studium.uni-erlangen.de/studierende/rechtliches.shtml) erstellen. Dies kann wichtig werden, wenn es z.B. bei einem
Studiengangswechsel darum geht, welches Modul Sie sich anrechnen lassen können.
Hinweise zu aktuellen Vorträgen, Trainingsangeboten zum Berufseinstieg oder Jobmessen finden
Sie im Veranstaltungskalender der TechFak-Homepage (www.tf.fau.de), den man auch abonnieren
kann.
9.11 VPN-Client
Der VPN–Client (Virtuelles Privates Netzwerk) ermöglicht es Ihnen, auch von zuhause aus auf das
Uni-Netzwerk zuzugreifen und dessen Angebote zu nutzen. In den meisten Fällen reicht der vom
Rechenzentrum der FAU (RRZE) empfohlene Cisco-VPN aus. Diesen können Sie für verschiedene
Betriebssysteme direkt auf der Seite des RRZE herunterladen (www.rrze.fau.de/dienste/internet-zugang/vpn/cisco-vpn.shtml).
Auf diese Weise haben Sie u. a. Zugriff auf Software, die vom RRZE für eingeschriebene Studenten
zur Verfügung gestellt wird, sowie auch auf das sehr umfangreiche Angebot der Uni-Bibliothek an
E-Books und anderen Online-Publikationen.
119
Studentisches Leben
9.12 Überblick: Wofür welches Tool?
Online-Tool
Funktionen
Idm-Portal
Allgemeine Benutzerdaten
Funktionen der FAU-Card
Sperrung der FAU-Card bei Verlust
E-Mail-Weiterleitung
Abonnieren/Abbestellen von Uni-Newslettern
Univis
Suche nach Lehrveranstaltungen und Modulen
Personen-/Raumsuche
Veranstaltungskalender
Jobbörse der Uni
StudOn
Kommunikation-/Lernplattform
Vorlesungs-/Übungsmaterialien
Foren zu den einzelnen Veranstaltungen
Campo
Einschreibung
meinCampus
Prüfungan/-abmeldung
Prüfungstermine
Bafög-Bescheinigungen
Immatrikulationsbescheinigung
Notenübersicht
Information zur Rückmeldung
120
Glossar
10 Studentisches Leben
Zum Glück geht es im Studium nicht nur um ECTS, Module und Prüfungen. Gerade an der Technischen Fakultät werden soziales Leben und Freizeitangebote großgeschrieben. Je nach Jahreszeit
finden in den Gebäuden am Südcampus oder im Freien zahlreiche Partys und Events statt. Das
TechFak-Sommerfest ist z. B. eine feste Größe im Jahreskalender, aber auch die Fachschaftsinitiativen (FSIs) der einzelnen Studiengänge und andere studentische Gruppen richten regelmäßig
Veranstaltungen aus. So organisiert die FSI Informatik Sommerfeste, Kneipenabende, Fußballturniere und Crypto-Partys. Die ETG Kurzschluss (der EEI) veranstaltet jährlich die Vorführung des
Filmklassikers „Die Feuerzangenbowle“ (ein Erlebnis!) usw. Von solchen Aktivitäten erfahren Sie
durch Plakate auf dem Campus oder aus den entsprechenden Foren, indem Sie sich für den Verteiler der entsprechenden Organisation anmelden. Wer sich selber engagieren, bei Veranstaltungen
mithelfen und nette Leute kennenlernen möchte, ist natürlich herzlich eingeladen, selbst der FSI Informatik oder anderen studentischen Organisationen beizutreten. Weitere Informationen zum Sportangebot der FAU, dem Erlanger Nachtleben und dem FAU FabLab, in dem Studenten an eigenen
technischen Projekten arbeiten können, finden Sie im Erstsemester-Info-Heft der FSI Informatik,
das Sie im FSI-Zimmer abholen können.
121
Glossar
11 Glossar – wichtige Begriffe im Studium
Allgemeine Prüfungsordnung (ABMPO)
Für Studierende der Informatik gilt die ABMPO TechFak, die Allgemeine Prüfungsordnung für Bachelor- und Masterstudiengänge der Technischen Fakultät, die in deutscher und englischer Sprache
auf der Studiengangs-Homepage verlinkt ist (unter http://www.informatik.studium.uni-erlangen.de/
studierende/rechtliches.shtml). In ihr sind grundlegende Bestimmungen zum Studium festgelegt,
die für alle Studiengänge an der Technischen Fakultät gelten. Die ABMPO (oder kurz: APO) wird
durch die fachspezifischen Regelungen der verschiedenen Fachprüfungsordnung (FPOs) ergänzt.
ECTS-Punkte
ECTS steht für European Credit Transfer and Accumulation System. Es wurde eingeführt, um die
Arbeitsbelastung von Studierenden zu messen und Studienleistungen innerhalb Europas vergleichbarer zu machen. Die ECTS-Punkte, die man für das Bestehen einer Lehrveranstaltung erhält,
stehen im Zusammenhang mit dem Arbeitsaufwand, der dafür betrieben werden muss. Ein ECTSPunkt bedeutet einen Workload von ca. 30 Stunden. Der Gesamtaufwand für den Bachelor beträgt
180, für den Master 120 ECTS. Eine Mindestzahl von ECTS-Punkten, die man pro Semester erwerben muss, gibt es nicht. Sie sollten sich aber an einem Richtwert von 30 ECTS pro Semester
orientieren, um Ihr Studium innerhalb der Regelstudienzeit abschließen zu können. Das ist z. B.
auch für BAföG-Empfänger wichtig.
Fachprüfungsordnung (FPO)
In der Fachprüfungsordnung Informatik sind die studiengangsspezifischen Regelungen zu den Prüfungen des Bachelor- und Masterstudiengangs Informatik festgelegt. Wo die FPO keine Angaben
macht, gelten die Bestimmungen der APO TechFak (s. o.). Natürlich gibt es immer wieder Änderungen in der APO oder der FPO. Sie studieren immer in der für Sie jeweils gültigen Fassung der APO/
FPO bei Studienbeginn.
Fachschaftsinitiative Informatik (FSI Informatik)
Die FSI Informaitk ist ein Zusammenschluss von Studierenden, die die Interessen aller Informatikstudenten vertreten. U. a. stellt die FSI Mitglieder für die Studienkommission Informatik, in der wichtige Entscheidungen zum Studiengang getroffen werden. Die FSI ist Ihr studentischer Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Studium, z. B. wenn Sie Altklausuren zur Prüfungsvorbereitung
benötigen, Fragen zu einzelnen Modulen oder Dozenten haben oder generell Rat und Tipps brauchen. Kontakt zur FSI nimmt man am besten persönlich auf oder kommt zu einem der regelmäßigen FSI-Treffen. Natürlich können Sie auch spontan im FSI-Zimmer vorbeigehen und mit Ihren
Kommilitonen ins Gespräch kommen. Die FSI richtet regelmäßig Informationsveranstaltungen aus,
z. B. zum Studienstart. Darüber hinaus ist sie auch für das soziale Leben der Informatikstudenten
122
Glossar
zuständig und organisiert diverse Feiern (Cryptopartys, Linus-Install-Sessions, etc.) oder Kneipenabende. Hier können Sie Mitstudenten aus höheren Semestern kennenlernen und sich gerne auch
selbst aktiv einbringen.
GOP
Die Abkürzung GOP kann entweder für Grundlagen- und Orientierungsprüfung oder Grundlagenund Orientierungsphase stehen. Die Grundlagen- und Orientierungsphase erstreckt sich über die
ersten zwei, eventuell auch drei Semester des Bachelorstudiums und geht der sog. Bachelorphase
voran. Während dieses Zeitraums baut man sich als Student der Informatik ein solides technisches
Basiswissen auf und legt die Grundlagen- und Orientierungsprüfung ab. Diese umfasst insgesamt
30 ECTS-Punkte und folgt speziellen Regeln (siehe hier). In der Leistungsübersicht in MeinCampus
werden die Leistungen, die zur Grundlagen- und Orientierungsprüfung zählen, einzeln aufgelistet,
sodass man seinen aktuellen Stand gut verfolgen kann.
Modul
Ein Modul ist eine zeitlich zusammenhängende und in sich geschlossene Lerneinheit, die mit einer studienbegleitenden Prüfung abschließt. Umgangssprachlich wird oft auch einfach der Begriff
„Fach“ benutzt. Zum Modul oder Fach ‚Algorithmen und Datenstrukturen‘ gehören eine Tafel- und
eine Rechnerübung mit demselben Titel. Manchmal ist es auch etwas schwieriger, auf den ersten
Blick zu verstehen, welche Lehrveranstaltungen zu einem gemeinsamen Modul gehören. Geradeim
Nebenfach können unterschiedliche Lehrveranstaltungen/Übungen/Exkursionen zu einem Modul
gehören. Wichtig dabei ist, dass ein Modul nur als bestanden gilt, wenn alle Teilleistungen erfolgreich erbracht worden sind.
Modulbeschreibungen
In den Modulbeschreibungen steht, welche Inhalte in dem jeweiligen Modul vermittelt, welche Lernziele dabei verfolgt werden und welche Kompetenzen die Studierenden dadurch erwerben. Außerdem geben sie an, mit welcher Prüfungsform das Modul abschließt und wie viele ECTS es wert ist.
Die Modulbeschreibungen zu den Pflichtveranstaltungen im Bachelor-Studiengang Informatik finden Sie im Modulhandbuch bzw. auch in diesem Studienführer. Ansonsten verwenden Sie die freie
Lehrveranstaltungssuche im UnivIS. Die Modulbeschreibungen werden v. a. dann für Sie wichtig,
wenn Sie sich für ein Auslandssemester interessieren oder andere externe Leistungen für Erlanger
Informatik-Module anerkennen lassen möchten.
123
Glossar
Modulhandbuch
Sowohl zum Bachelor- als auch zum Masterstudiengang Informatik ist ein Modulhandbuch verfügbar, das alle Module des Studiums mit den dazugehörigen Modulbeschreibungen und Lehrveranstaltungen aufführt. Mit ein paar Klicks lässt es sich auf der Informatik-Homepage unter http://www.
informatik.studium.uni-erlangen.de/studierende/rechtliches.shtml aus dem jeweils aktuellen Datenbestand des UnivIS generieren.
Pflichtfach
Pflichtfächer müssen obligatorisch belegt werden. Fast alle Fächer, die Teil der allgemeinen Studienstruktur im Bachelor sind (siehe Modultabelle unter Bachelor-Informatik), sind Pflichtfächer.
Praktikum
Das Praktikum im Informatik-Studium ist kein Industriepraktikum, sondern ein hochschulinternens
Praktikum, welches bei einem der Lehrstühle durchgeführt wird (siehe unter Bachelor-Informatik).
Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss der Technischen Fakultät ist für alle wichtigen Einzelfall-Entscheidungen in
Prüfungs- und Studienfragen zuständig. Er tagt zweimal pro Semester und diskutiert konkrete Problemfälle, z. B. ob ein Student nach einem fehlgeschlagenen Prüfungs-Drittversuch noch eine letzte
Chance bekommt. Eilige Entscheidungen können auch direkt durch den Vorsitzenden getroffen
werden. Wenn Sie gegen eine Entscheidung Widerspruch einlegen möchten (z. B. im Bezug auf die
Anerkennung von Leistungen oder eine nicht korrekten Benotung), wenden Sie sich damit ebenfalls
an den Prüfungsausschuss.
Studienstruktur/Muster-Studienverlaufsplan
Für den Bachelorstudiengang Informatik liegt eine konkrete Studienstruktur vor, die genau vorgibt,
welche Lehrveranstaltung idealerweise in welchem Studiensemester zu belegen ist (siehe unter
Bachelor-Studium). Sie sind nicht verpflichtet, sich genau an diesen zeitlichen Ablaufplan zu halten
(manchmal ist es aufgrund von nicht bestandenen Prüfungen auch gar nicht möglich), Sie müssen
jedoch im Laufe Ihres Studiums alle in der Studienstruktur angegebenen Module erfolgreich abschließen, um Ihren Bachelortitel zu erhalten. Generell ist es ratsam, sich an der Studienstruktur
zu orientieren, da viele Lehrveranstaltungen nur einmal pro Jahr angeboten werden oder inhaltlich
aufeinander aufbauen.
Für den Master gibt es keinen verpflichtenden, genauen Studienplan mit konkreten Fächerangaben
mehr. Hier sind in der Muster-Modultabelle nur die zu belegenden Wahlpflichtmodule und die Gesamt-ECTS-Punktzahl aufgeführt, die Sie erwerben müssen (siehe unter Masterstudium). Auch die
Anzahl der ECTS-Punkte ist dabei nur eine grobe Vorgabe. Durch die freie Modulwahl im Master
können die ECTS-Punkte ebenfalls variieren. Die genau Fächerauswahl für jede Vertiefungsrich124
Glossar
tung erfolgt anhand des jeweilig gültigen Wahlpflichtkatalogs (siehe Masterstudium). Die Studienstruktur im Bachelor und der Muster-Studienverlaufsplan im Master sind Teil der FPO Informatik.
D.h. sie sind während Ihres gesamten Studiums für Sie gültig.
Studienkommision Informatik (StuKo INF)
Die Studienkommission Informatik ist für alle Entscheidungen zuständig, die die Zulassung zum
Studium, die Fachprüfungs- und Praktikumsordnung und die Modulkataloge des Studiengangs Informatik betreffen. Die Studienkommissionssitzung findet mehrmals im Semester statt. An ihr nehmen der Studienkommissionsvorsitzende, Proffessoren der Informatik und studentische Vertreter
der FSI Informatik und andere an der Studiengangsorganisation beteiligte Personen teil. In diesem
Gremium wird u. a. über allgemeine Probleme im Studium gesprochen und über die Neuaufnahme
von Fächern in die Modulkataloge entschieden. Sie haben als Student die Möglichkeit, aktiv Einfluss
auf die Themen der StuKo zu nehmen, indem Sie sich mit konkreten Anliegen an die Studienberatung oder die FSI Informatik wenden, die dann mit ihrer Stimme in der StuKo für Ihre Interessen eintreten können. Unter https://www.fau.de/universitaet/leitung-und-struktur/gremien-und-beauftragte/
können Sie sich einen Gesamtüberblick über alle Gremien verschaffen, die das hochschulpolitische
Leben an der FAU prägen.
SWS
SWS oder Semesterwochenstunde ist die Einheit, in der die Dauer einer Lehrveranstaltung angegeben wird. Eine SWS hat 45 Minuten. Die meisten Vorlesungen dauern 2 SWS, während Übungen
und Praktika auch länger sein können. Für die erfolgreiche Absolvierung einer Lehrveranstaltung
mit 2 SWS (durch Prüfung oder das Erbringen einer anderen Studienleistung) erhält man üblicherweise 2,5 ECTS-Punkte, bei einer Veranstaltung von 4 SWS 5 ECTS-Punkte, bei zusätzlichen
Übungen oder Projektarbeiten sogar bis zu 7,5 oder 10 Punkte. Es gibt aber keine direkte Relation
von SWS und ECTS-Punkten, da der Arbeitsaufwand der Vor- und Nachbereitung, der zum Besuch
der Lehrveranstaltung hinzukommt, stark variieren kann.
TNZB
Die TNZB, oder Technisch-Naturwissenschaftliche Zweigbibliothek, ist die Zweigstelle der Universitätsbibliothek, die sich auf dem Südgelände befindet und Bücher, Zeitschriften usw. aus dem naturwissenschaftlichen und technischen Bereich vorhält. Für die Ausleihe benötigt man nur seinen
Studentenausweis, den man einmalig im Idm-Portal freischalten muss. Zur Einführung in die Literaturrecherche empfiehlt sich eine der Bibliotheksführungen, die regelmäßig angeboten werden.
125
Glossar
Vertiefungsrichtung/Wahlpflichtfächer
Die Vertiefungsrichtungen (Überblick siehe http://www.informatik.studium.uni-erlangen.de/studierende/vertiefung.shtml) stellen das Wahlpflichtangebot der Informatik dar. Die einzelnen Vertiefungsrichtungen sind thematischen Säulen der Informatik zugesordnet. Im Wahlpflichtbereich des
Bachelor- und des Mastersstudium sind aus dem Angebot der Vertiefungsrichtungen Module zu
belegen (genaue Regelungen siehe unter Bacher- bzw. Masterstudium).
126
Nützliche Adressen und Ansprechpartner
11 Nützliche Adressen und Ansprechpartner
Amt für Ausbildungsförderung
Hoffmannstraße 27
91052 Erlangen
Tel.: 09131 8002900
FAUcard-Servicebüro
www.zuv.fau.de/universitaet/organisation/verwaltung/zuv/card/faucard_servicebuero.shtml
FSI Informatik
Raum 02.150-113
Martensstr. 3
91058 Erlangen
Tel.: 09131 8527939
E-Mail: [email protected]
https://fsi.informatik.uni-erlangen.de/dw/
Anerkennungsbeauftragte
Medizintechnik:
Claudia Barnickel
EEI, IuK, ET, Berufspädagogik Technik:
Almut Churavy, Anja Damli
Maschinenbau, Mechatronik:
Dr.-Ing. Oliver Kreis
Informatik:
Prof. Dr. Christoph Pflaum
Computational Engineering:
Prof. Dr. Ulrich Rüde
Life Science Engineering, Chemie- und Bioingenieurwesen:
Dr.-Ing. Anna Hilbig, Prof. Dr.-Ing. Malte Kaspereit
Fundbüro der Technischen Fakultät
www.tf.fau.de/infocenter/fundbuero.shtml
Hochschulsport
www.hochschulsport.fau.de
Studentenkanzlei
Halbmondstraße 6-8
91054 Erlangen
Einschreibung, Studierendenverwaltung:
Raum 00.034
Öffnungszeiten: Mo – Fr: 8:30 bis 12:00 Uhr
BAföG-Beauftragte Informatik
Prof. Dr.-Ing. Lutz Schröder
Erasmus-/Outgoingkoordinator
am Dept. Informatik
Dr.-Ing. Harald Köstler
Informations- und Beratungszentrum (IBZ):
Raum 0.021
Tel.: 09131 8524444 oder 23333
E-Mail: [email protected]
www.ibz.fau.de
Öffnungszeiten: Mo - Fr 8.00 - 18.00 Uhr
Familienservice der FAU
Bismarckstr. 6, 2. OG.
91054 Erlangen
Tel.: 09131 8523231
www.familienservice.fau.de
127
Nützliche Adressen und Ansprechpartner
MeinCampus-Support:
Tel.: 09131 8520100 (werktags, 11-16 Uhr)
E-Mail: [email protected]
Allgemeine Studienberatung (TechFak):
Elisabeth Grosso
Raum 1.031
Tel.: 09131 8524809
Fax: 09131 8524803
E-Mail: [email protected]
Sprechstunde: Mo-Fr 9.00-12.00 Uhr und nach
Vereinbarung
Mensa (Speiseplan)
www.studentenwerk.uni-erlangen.de/verpflegung/de
Prüfungsamt Technische Fakultät
Raum: 1.042
Halbmondstraße 6
91054 Erlangen
Tel.: 09131/85-24752
Fax: 09131/85-24054
Leiter IBZ, Beauftragter für behinderte Studierende:
Dr. Jürgen Gündel
Raum:1.032
Tel.: 09131 8524051
Fax: 09131 8524803
E-Mail: [email protected]
Psychologisch-Psychotherapeutische Beratungsstelle
Hofmannstraße 27, 2. OG
91052 Erlangen
International Office Technische Fakultät
Erwin-Rommel-Strasse 60
91058 Erlangen
www.tf.fau.de/fakultaet/international-office.
shtml
Studentenhaus Insel Schütt
Kulturbereich, Zimmer 2.216
Andreij-Sacharow-Platz 1
90403 Nürnberg
www.studentenwerk.uni-erlangen.de/servber/
de/ppb.shtml
Elisabeth Mayer MBA, LL.M.
Raum U 1.251
Tel.: 09131 8528688
Fax: 09131 8525470
E-Mail: [email protected]
Termine nach Vereinbarung
Claudia Göbel (Sekretariat Erlangen/Anmeldung)
Tel.: 09131 8002750
Montag - Freitag 8.30 - 12.00 Uhr
Christine Mohr
Raum U 1.250
Tel.: 09131 8527851
Fax: 09131 8527831
E-Mail: [email protected]
Sprechzeiten Di 9:00-16:00, Mi 9:00 - 13:00, Do
9:00-16:00 Uhr
Offene Sprechstunde (anonym, ohne Anmeldung): dienstags 13.30 - 16.30 Uhr in der Beratungsstelle in Erlangen
128
Nützliche Adressen und Ansprechpartner
Rechtsberatung (u. a. Prüfungsrecht, Mietrecht, Arbeitsrecht)
2. Stock, Zi.-Nr. 201
Hofmannstraße 27
91052 Erlangen
www.studentenwerk.uni-erlangen.de/servber/
de/rechtsberatung.shtml
Studien-Service-Center EEI, IuK, CME, Berufspädagogik Technik, Energietechnik
Raum 1.26
Cauerstrasse 7
91058 Erlangen
www.eei.studium.uni-erlangen.de/studienberatung-und-kontakt/
Referat für internationale Angelegenheiten
(RIA)
Helmstraße 1
91054 Erlangen
www.fau.de/international/referat-fuer-internationale-angelegenheiten/
Almut Churavy
Tel.: 09131 8527165
Fax: 09131 8527163
E-Mail: [email protected]
Anja Damli
Tel.: 09131 8528776
Fax: 09131 8527163
E-Mail: [email protected]
Regionales Rechenzentrum Erlangen
(RRZE) - Service-Theke
Raum 1.013
Martensstraße 1
91058 Erlangen
Tel.: 09131 85 29955
Fax: 09131 85 29966
E-Mail: [email protected]
www.rrze.fau.de/
Mo - Do: 9.00 - 16.00 Uhr
Fr: 9.00 - 14.00 Uhr
Studien-Service-Center Maschinenbau
Patrick Schmitt
Haberstraße 2
91058 Erlangen
Tel: 09131 8528769
Fax: 09131 8520709
E-Mail: [email protected]
www.mb.studium.uni-erlangen.de/studienberatung/
Sekretariat Geschäftsstelle Informatik
Ingeborg Rentsch
Raum 02.155
Martensstraße 3
91058 Erlangen
Tel.: 09131 8528807
Fax: 09131 8528781
E-Mail: [email protected]
Sprachenzentrum
www.sz.uni-erlangen.de/
129
Nützliche Adressen und Ansprechpartner
Studien-Service-Center Informatik
Martensstraße 3
91058 Erlangen
www.informatik.studium.uni-erlangen.de/studienberatung/
Studienfachberatung Wirtschaftsinformatik
Matthias Lederer
Raum: 4.450
Lange Gasse 20
90403 Nürnberg
Tel.: 0911 5302279
Fax: 0911 5302 379
E-Mail: [email protected]
www.wi2.uni-erlangen.de/team/research-assistants/le.html
Dr. Christian Götz
(Fachberatung: Informatik, 2-Fach-Bachelor
Informatik)
Raum 02.157
Tel: 09131 8527007
E-Mail: [email protected]
Claudia Barnickel
(Fachberatung: Medizintechnik)
Raum 02.158
Tel.: 09131 85 67337
E-Mail: [email protected]
Studienfachberatung Computational Engineering
Dr. Roberto Grosso (Bachelor CE)
Raum 01.116-128
Cauerstr. 11
91058 Erlangen
Tel: 09131-85 29921
E-Mail: [email protected]
PD Dr. habil. Harald Köstler (Master CE)
Raum 00.115
Cauerstraße 11
91058 Erlangen
Tel: 09131 8528359
Email: [email protected]
[email protected]
130
Anhang
12 Anhang
12.1 Richtlinien Sprachzertifikate
Den Nachweis Ihrer Deutschkenntnisse können ausländische Studienberwerber mit der Deutschen
Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber (DSH) erwerben. Voraussetzung für die Anmeldung zur DSH-Prüfung ist der Nachweis von Deutschkenntnissen auf mindestens der Niveaustufe B2 des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen und
darüber hinaus der Nachweis weiteren Deutschunterrichts. Als Nachweis ausreichender Sprachkenntnisse werden die folgenden Zertifikate akzeptiert:
•
Goethe-Zertifikat C1
•
ondaf-Zertifikate mit C1-Ergebnis
•
Goethe-Zertifikat B2 und weitere Deutschkenntnisse
•
ondaf-Zertifikate mit B2-Ergebnis und weitere Deutschkenntnisse
Eine Befreiung von der DSH-Prüfung ist nur durch den Leiter der Deutschabteilung des Sprachenzentrum: Dr. Frank Mielke ([email protected]) möglich. In der Regel ist dies nur für Bewerber möglich, deren Muttersprache Deutsch ist. Ein abgeschlossenes Germanistikstudium stellt keinen Grund
für eine Befreiung von der DSH-Prüfung dar.
Ab 2015 werden aus technischen Gründen die an der FAU Erlangen-Nürnberg erworbenen
DSH-Zeugnisse erst einen Monat nach der DSH ausgegeben. Die Immatrikulation an der FAU ist
dennoch möglich, da die Ergebnisse direkt an die Zulassungsstelle übermittelt werden.
Die DSH-Prüfung wird in drei Stufen bewertet, wobei Stufe 2 als Nachweis ausreichender Deutschkenntnisse für alle Studiengänge gilt. Wenn Sie bereits an einer anderen deutschen Hochschule
die DSH erfolgreich abgelegt haben, wird das Prüfungszeugnis in der Regel anerkannt (http://www.
sz.fau.de/abteilungen/daf/pruefungen/dsh).
Falls Sie einen der folgenden Nachweise Ihrer Sprachkenntnisse besitzen, sind Sie von der
DSH-Prüfung befreit:
• Test Deutsch als Fremdsprache (TestDaF), wenn die Stufe 4 in allen vier Prüfungsteilen erreicht wird (http://www.sz.uni-erlangen.de/abteilungen/daf/pruefungen/testdaf).
131
Anhang
• Goethe-Zertifikat C2: Großes Deutsches Sprachdiplom (GDS) (jeweils mindestens 60 Punkte in Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen; ab 1.1.2012)
• Deutschteil der Feststellungsprüfung an einem deutschen Studienkolleg. Diese Prüfung gilt
ebenfalls als Nachweis ausreichender Deutschkenntnisse für alle Studiengänge.
• Kleines oder Großes Deutsches Sprachdiplom des Goethe-Instituts
• Zentrale Oberstufenprüfung des Goethe-Instituts
• Deutsches Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz Stufe II (DSD II), wenn mindestens C1
in allen Prüfungsteilen erreicht wurde
• Deutsche Sprachprüfung II des Sprachen- und Dolmetscher-Instituts München
Weitere Informationen zu diesen Prüfungen finden Sie auf der Seite http://www.sprachnachweis.de.
Ohne die DSH, den TestDaf oder gleichwertige Nachweise können Sie sich NICHT an der FAU
einschreiben!
12.2 Hinweise zur Beglaubigung von Dokumenten
Kopien von Zeugnissen und Urkunden, die Sie bei Ihrer Bewerbung einreichen, müssen amtlich
beglaubigt sein. Solche Beglaubigungen kann jede öffentliche Dienststelle vornehmen. Folgende
Elemente muss eine amtliche Beglaubigung enthalten:
• einen Beglaubigungsvermerk, der die Übereinstimmung der Kopie/Abschrift mit dem Original
bescheinigt (der Vermerk darf nur in Deutsch, Englisch oder Französisch ausgestellt sein)
• die Unterschrift der beglaubigenden Stelle
• den Dienstsiegelabdruck
Innerhalb des Dienstsiegels befindet sich in der Regel ein Emblem – ein einfacher Schriftstempel
reicht nicht aus. Enthält die Kopie mehrere Einzelblätter, so ist nachzuweisen, dass jede Seite von
derselben Urkunde stammt. Es ist ausreichend, wenn nur eine Seite mit dem Beglaubigungsvermerk und der Unterschrift versehen ist, vorausgesetzt alle Blätter sind (zum Beispiel schuppenartig)
übereinandergelegt, geheftet und so überstempelt, dass sich auf jeder Seite ein Teil des Dienstsiegelabdrucks befindet. Jede Seite kann auch gesondert beglaubigt werden. Beachten Sie in diesem
Fall bitte, dass auf jeder Seite des Originals Ihr Name vermerkt ist. Ist er nicht angegeben, so ist er
in die Beglaubigungsvermerke aufzunehmen. Diese Vermerke müssen außerdem einen Hinweis auf
die Art der Urkunde enthalten. Enthält die Vorder- und Rückseite eines Blattes eine Kopie und ist der
Inhalt beider Seiten relevant, so muss sich der Beglaubigungsvermerk auf beide Seiten beziehen
132
Anhang
(beispielsweise: “Hiermit wird amtlich beglaubigt, dass die vor-/umstehende Kopie mit dem Original
übereinstimmt”). Ist dies nicht der Fall, so sind Vorder- und Rückseite gesondert zu beglaubigen.
Enthält das Original ein im Papier eingedrücktes Siegel (ein sogenanntes Prägesiegel), so ist dieses im Normalfall auf der Kopie nicht sichtbar. Der Beglaubigungsvermerk auf der Kopie ist dann
dahingehend zu erweitern, dass sich auf dem Original ein Prägesiegel des Ausstellers der Bescheinigung/Urkunde befunden hat.
Entspricht die Beglaubigung nicht den Anforderungen, so kann der Beleg nicht anerkannt werden.
Amtliche Beglaubigungen im Ausland
Amtliche Beglaubigungen im Ausland können vorgenommen werden von:
• deutschen Botschaften und Konsulaten
• der Schule oder Universität, die die Zeugnisse ausgestellt hat. Die Beglaubigungen sind vom
Leiter der Schule bzw. vom Dekan/Rektorat der Universität mit dem Dienstsiegel vorzunehmen.
Ein Dienstsiegel enthält in der Regel ein Emblem. Ein einfacher Schriftstempel genügt nicht.
Eine Beglaubigung durch das Sekretariat ist nicht ausreichend.
• einem Notar, der die Kopien mit dem Stempel der Apostille versieht
Zeugnisübersetzungen dürfen nur von einem Original erfolgen.
Keine Originale zusenden!
Senden Sie der Universität bitte nur amtlich beglaubigte Kopien Ihrer Originalzeugnisse und Ihrer Originalübersetzungen zu. Schicken Sie auf keinen Fall Ihre Originalzeugnisse und Ihre Originalübersetzungen! Das Referat L4 Zulassung & Stipendien übernimmt keinerlei Haftung für verloren
gegangene Bewerbungsunterlagen.
133
Anhang
Herausgeber: Department Informatik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg
Redaktion: Dr. Christian Götz
Vervielfältigung oder Druck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Herausgebers
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