Komplettes Magazin als E-Paper

Komplettes Magazin als E-Paper
DAS FACHMAGAZIN FÜR INNOVATIVES FUHRPARK- UND MOBILITÄTSMANAGEMENT
G 59522 • 13. Jahrgang • EUR 4,–
www.flotte.de
3/2014
JUNI/JULI
Special:
Elektronische
Flottenverwaltung
FLOTTEN-STRATEGIEN:
Mazda, Škoda
NEUAUFSTELLUNG:
Mitsubishi
RECHT:
Werkstattmehrkosten
AUFGELADEN:
Tesla Model S
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EDITORIAL
Ralph Wuttke,
Chefredakteur
Flottenmanagement
Demografischer Wandel im Fuhrpark
Geht es um eine Diskussion zum Thema Rente,
sind sich alle schnell einig: Wir vergreisen. Die
Steigerung des Durchschnittsalters in Deutschland ist aber nicht nur später bei dem Rentenbescheid, sondern auch schon heute in den Fuhrparks zu spüren.
Zunehmend ältere Mitarbeiter sollten daher
auch in der unternehmenseigenen Car Policy berücksichtigt werden. Denn oft kommen mit dem
Alter die Schmerzen an Rücken oder Knien – da
fällt das Ein- und Aussteigen oder die lange Fahrt
in einem Van oder SUV einfach leichter. Nicht
umsonst wird „SUV“ oft nur halb im Scherz mit
„Senioren und Versehrte“ übersetzt. Kann es
da ein Zufall sein, dass mit steigendem Durchschnittsalter der deutschen Bevölkerung auch
der prozentuale Anteil an Vans und derzeit vor
allem SUVs stetig zunimmt?
Sicher, es gibt auch andere Gründe für diese
Fahrzeugkategorie: die bessere Übersicht im
„EINFACH ALLES
IN ORDNUNG!“
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Straßenverkehr durch die erhöhte Sitzposition,
der riesige Laderaum, der Allradantrieb natürlich, der in der Tat das Fahren bei Schnee und
starkem Regen sicherer macht. Oder einfach das
gute Gefühl, in einem großen schweren Auto
unterwegs zu sein – das erzeugt emotionale Sicherheit. Außer natürlich, man ist sehr ökologisch eingestellt, bei dieser Zielgruppe führt ein
schweres SUV mindestens zu Vorwürfen.
Dennoch, wer seinen Mitarbeitern etwas Gutes
tun möchte, sollte altersgerechte Fahrzeuggruppen in die Car Policy aufnehmen. Die Mehrkosten
werden vielleicht sogar durch weniger (rückenbedingte) Krankheitstage überausgeglichen,
und vor allem kleine und mittlere SUVs verbrauchen heute dank modernster Motoren und Hybridtechnologie auch keine Unmengen an Kraftstoff mehr.
Wenn der Mitarbeiter „richtig“ alt und/oder
krank ist, kann das Anforderungsprofil aber noch
weiter zunehmen: Dann reicht „nur“ ein SUV mitunter gar nicht mehr aus. Spezielle rückenschonende Sitze sind zwar teuer, werden aber bei
entsprechendem ärztlichen Attest oft von der
Arbeitsagentur oder der Rentenversicherungsanstalt bezuschusst oder komplett bezahlt.
Demografische Probleme gibt es auch in der anderen Richtung: Junge, gesunde Mitarbeiter dürfen voll aufgelastete Kleintransporter mit Anhänger nicht eben mal selbst bewegen, wenn sie
nur den regulären Pkw-Führerschein besitzen.
Denn hier ist bei einem Gesamtgewicht von 3,5
Tonnen – inklusive Anhänger – schon Schluss! Da
ist der ältere Mitarbeiter wieder im Vorteil.
Ralph Wuttke
Chefredakteur
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Eine Marke der Daimler AG
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Die Verbrauchswerte beziehen sich auf die zur Markteinführung (03/2014) verfügbaren Motoren (C 180/C 200 und C 220 BlueTEC) sowie die ab 06/2014
CO₂ -Emissionen kombiniert: 135–103 g/km.
Anbieter: Daimler AG, Mercedesstraße 137, 70327 Stuttgart
verfügbaren Motoren (C 220 BlueTEC BlueEFFICIENCY Edition/C 250 und C 250 BlueTEC). Kraftstoffverbrauch kombiniert: 5,8–4,0 l/100 km;
INHALT
14
Katharina Guett setzt
bei der Einrichtung
ihrer Transporter
auf Lösungen von
Sortimo
118
So fährt die neue Mittelklasse-Limousine:
Mercedes-Benz C-Klasse im Test
24
Flottenmanagement
sprach mit René Bock
(Leiter Fleet & Remarketing) über die
Rolle von Mazda im
Flottengeschäft
Praxis
14
Alles gesichert?! – Guett-Dern verlässt sich bei der
Fahrzeugeinrichtung auf den Service von Sortimo
Leasing
20
Die richtige Rate wählen
Empfehlungen für die Wahl der geeigneten Kalkulationsmethode
Management
34
Exklusiv vor Ort
bei der 8. FuhrparkLounge in MühlheimLämmerspiel
24
Alternativen aufzeigen – Interview mit René Bock
(Leiter Fleet & Remarketing bei der Mazda Motors Deutschland GmbH)
28
Rechtsfragen – Flottenmanagement berichtet vom
LeasePlan-Event aus Münster
30
Ein starkes Netzwerk – Exklusivinterview mit Andreas Brodhage
(Geschäftsführer der Global Automotive Service GmbH)
32
Zukunftsaufgabe: Mobilitätsmanagement
Bundesverband Fuhrparkmanagement und VDR luden zur großen
Frühjahrstagung
34
Erfahrungsaustausch
Exklusiver Bericht von der Fuhrpark-Lounge in Mühlheim-Lämmerspiel
36
Clevere Details – Flottenmanagement im Gespräch mit Steffen Zöhke
(Leiter Verkauf) und André Sadowski (Teamleiter Großkunden und Sonderabnehmer) bei der Škoda Auto Deutschland GmbH
36
André Sadowski und
Steffen Zöhke (Škoda
Auto Deutschland
GmbH) erläutern
das Erfolgsgeheimnis
des tschechischen
Automobilherstellers
40
Flotten-Trends – Aktuelle Entwicklungen im Fuhrpark
46
Urlaubszeit ist Reisezeit!
Tipps für die Urlaubsfahrt mit dem Dienstwagen
48
Gesundheits-Check
Was es bei Fahrten unter Medikamenteneinfluss zu beachten gilt
50
Hätten Sie‘s gewusst? – Flottenmanagement sorgt für den
Durchblick im Verkehrsrecht
Meine Meinung
53
Alternativlos? Konservativ? Von wegen! – Thomas Herbstritt
über das breite Aufgabenspektrum der Fuhrparkmanager
Innovation
102
Exklusives Interview
mit Werner H. Frey,
Jens Schulz und
Dennis Lindroth bei
der MMD Automobile
GmbH in Rüsselsheim
56
Tanken während der Fahrt
Aktueller Forschungsstand des induktiven Ladens
58
Strom aufwärts – Fahrbericht des Tesla Model S
Recht
60
Wenn‘s mal wieder teurer wird –
wer trägt das Werkstattrisiko?
62
Aktuelles Schadensrecht:
Einziehung unfallbedingter Mietwagenkosten durch ein
Mietwagenunternehmen?
Special: Elektronische Flottenverwaltung
6
Flottenmanagement 3/2014
www.flotte.de
64
Zunehmend komplex – Einleitung
66
Bloß nicht verzetteln – Aspekte des Strafzettelmanagements
106
Mercedes-Benz V 220 CDI/Toyota Verso 1.6 D-4D
68
Sparmöglichkeiten – Mit externer Rechnungsprüfung Geld sparen
107
Volvo S60 D4/Seat Leon ST Ecomotive
70
Flottenoptimierung auf einen Klick
108
Kia Soul 1.6 CRDi/Volkswagen Polo 1.4 TDI
Fuhrparkmanagement-Softwarelösungen im Überblick
109
Audi A8 3.0 TDI/Ford C-MAX Energi
Intelligente Wegbegleiter – Marktübersicht der Anbieter von
110
Škoda Superb 2.0 TDI/Nissan Juke 1.5 dCi
elektronischen Fahrtenbüchern
111
Volkswagen Passat Alltrack 2.0 TDI/ Ford Transit 2.2 TDCi Kasten
Fuhrparksoftware in der Praxis
112
Mercedes-Benz G 350 BlueTEC/Citroën Grand C4 Picasso e-HDi 115
77
80
Online-Umfrage zum Thema Flottensoftware
83
Fahrbericht
Prüfungspflicht – Übersicht der elektronischen
Führerscheinkontrollsysteme
113
Dienstreise
Test
87
Nachrichten
114
Lade-Löwe – Peugeot 308 SW BlueHDI 150
88
Neues von der Reisekostenabrechnung
116
Schön & nützlich – Alfa Romeo Giulietta 1.6 JTDM
118
Business C – Mercedes-Benz C 250 BlueTEC
Ein Blick auf den Stand der Dinge im Reisekostensteuerrecht
Transporter
92
Konzepte verknüpfen – Eindrücke der komplett neu entwickelten
Transit-Produktfamilie aus Barcelona
Rubriken
3
Editorial
8
Nachrichten
And the winners are ...?
19
Nachrichten Management/Leasing
Kostenvergleich der Mini- und Kompaktvans mit Dieselmotor
52
Nachrichten Kommunikation
Marktübersicht
54
Nachrichten Innovation
102
89
Nachrichten Reifen
90
Nachrichten Transporter
Fahrtelegramme
120
Kolumne
105
122
Gastkommentar/Impressum
Extra
94
Neues erFAHREN
Marktübersicht flottenrelevanter Fahrzeuge von Mitsubishi
Carglass® und das Logo sind registrierte Marken der Belron S.A. und ihrer Konzerngesellschaften. Carglass GmbH, Godorfer Hauptstr. 175, 50997 Köln.
Absolut Jeep – Jeep Grand Cherokee CRD
Volkswagen Golf Sportsvan 2.0 TDI/Mazda3 SKYACTIV-G 120
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FIRMENKUNDEN
NACHRICHTEN
Kurzmeldungen
+++ Warnweste +++
Die Warnweste im Auto wird auch in
Deutschland zur Pflicht: Die neue Regelung gilt ab dem 1. Juli 2014. Dann
müssen alle in Deutschland zugelassenen Pkw, ebenso wie Lkw und Busse,
eine Warnweste an Bord haben. Entsprechende Westen gibt es jetzt kostenlos in
den bundesweit 76 Niederlassungen der
Sachverständigenorganisation DEKRA.
Jede abgeholte Warnweste eröffnet zudem die Chance, ein DTM-Wochenende
zu gewinnen.
+++ Überarbeitet +++
Audi hat den A7 Sportback rundum
überarbeitet. Das große fünftürige
Coupé erhielt Neuerungen in den Bereichen Motor, Getriebe, Scheinwerfer,
Heckleuchten sowie Infotainmentsysteme. Am stärksten fallen die Änderungen am Singleframe-Grill, an den Stoßfängern, den Abgas-Endrohren sowie
den Scheinwerfern auf. Der Ingolstädter wird im Spätsommer 2014 bei den
Händlern eintreffen.
+++ Comeback +++
Nissan startet mit dem Pulsar einen erneuten Anlauf im deutschen Kompaktklassemarkt. Die fünftürige Schräghecklimousine wird im Herbst 2014 erscheinen. Zur Markteinführung wird es
einen 1,2-Liter-Benziner mit 115 PS und
einen 1,5-Liter-Diesel geben, der auf
110 PS kommt. Im kommenden Jahr will
der japanische Automobilkonzern noch
einen Benziner mit 1,6 Liter Hubraum
und 190 PS nachliefern.
+++ Erdgasantrieb +++
Škoda erweitert seine MittelklasseBaureihe um den erdgasbetriebenen
Octavia G-TEC. Der 1,4-TSI-Turbomotor
mit 110 PS ist bivalent auf Erdgas und
Benzin ausgelegt. Zudem bietet der Octavia G-TEC eine Start-Stopp-Automatik
und eine Bremsenergierückgewinnung.
Allein mit Erdgasbetrieb soll der Octavia
eine Reichweite bis zu 410 Kilometer haben, in Kombination mit Benzin sind es
1.330 Kilometer.
Zusammenarbeit
Die Wollnikom GmbH hat mit dem langjährigen Kunden und internationalen Fuhrparkmanagement-Unternehmen LeasePlan Deutschland GmbH Rahmenverträge zur elektronischen Führerscheinkontrolle geschlossen. Der sogenannte DriversCheck ist eine mobile Applikation von Wollnikom, mit der Dienstwagennutzer
ihre Fahrerlaubnis überprüfen können. Die Vorteile für das internationale Fuhrparkmanagement-Unternehmen sind die Flexibilität durch ortsunabhängige Führerscheinprüfung und die einfache Handhabung
via App. Dies ermöglicht eine enorme Reichweite aller Mitarbeiter eines Fuhrparkbetreibers weltweit. Die
mobilen Endgeräte mit Kamerafunktion dienen als individuelle Prüfstationen. Ein auf dem Führerschein
befindlicher QR-Code wird abgescannt und die Daten via App im System von DriversCheck hinterlegt. Reporting und Kontrolle erfolgen automatisch.
Sonderedition
Volvo offeriert ab sofort eine Business Edition seiner Modelle
S60 und V60. In der speziell auf Geschäftsreisende zugeschnittenen Variante verfügen die Autos über eine Komfortausstattung und sind mit den 2,0-Fünfzylinder-Dieselmotoren D3 (136
PS) oder D4 (163 PS) kombinierbar. Die Kunden können dabei
zwischen einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einem Geartronic-Sechsgang-Automatikgetriebe wählen. Die Preisliste
startet bei 26.305 Euro für die Limousine und bei 27.647 Euro
für den Sportkombi. Basierend auf der Ausstattungslinie Kinetic bieten die Editionsmodelle viele weitere Features. Das serienmäßige Sensus Navigationssystem besitzt
eine 3D-Navigation sowie eine verbesserte Sprachsteuerung. Zudem ist die Edition mit der Umgebungssuche Local Search sowie dem neuen Infotainmentsystem Sensus Connect ausgestattet. Zusätzlichen Komfort
versprechen eine Einparkhilfe hinten, die Sitzheizung vorne und ein Regensensor. Für die kalte Jahreszeit
wurden beheizte Scheibenwaschdüsen und eine Frontscheibenheizung eingebaut.
Upgrade
Das Online-Fuhrparkmanagement-Tool von Athlon Car Lease Germany erhält ein Upgrade. Fuhrparkleiter und
Fahrer müssen bei Athlonline künftig nicht mehr lange nach dem Wunschfahrzeug suchen. Es werden einfach
die Karosserieform (Kombi, SUV, Limousine) und die Ausstattungskriterien eingegeben und schon erscheinen
die passenden Fahrzeugmodelle. In der Ergebnisliste werden alle nach den ausgewählten Kriterien infrage
kommenden Modelle mit den Ausstattungsmerkmalen angezeigt. Zudem ist die Car Policy übertragbar – das
bedeutet, die Kriterien einer Fahrergruppe, wie Begrenzung der Motorleistung oder Einschränkungen bei der
Kraftstoffart, werden im Typfilter vorgegeben. Sollten Kriterien nicht zur Serienausstattung zählen, werden
sie bei Auswahl des Typs dennoch automatisch hinzuaddiert. Bei mehreren Optionen wird immer die kostengünstigste bevorzugt und in die Kalkulation mit übernommen.
+++ Wasserstoff-Station +++
Die Parlamentarische Staatssekretärin
beim Bundesverkehrsminister, Katherina Reiche (MdB), betankte Ende Mai
das erste Brennstoffzellen-Fahrzeug am
„Hub für grünen Wasserstoff“ (H2BER),
der TOTAL Multi-Energie-Tankstelle in
Berlin-Schönefeld. Neben der Versorgung von emissionsfreien Brennstoffzellen-Fahrzeugen ist der Betrieb eines
Blockheizkraftwerks mit regenerativ
erzeugtem Wasserstoff sowie dessen
Einspeisung ins öffentliche Erdgasnetz
vorgesehen.
+++ Jubiläum +++
Bereits zum fünften Mal verleiht die
Volkswagen Leasing GmbH gemeinsam
mit dem Naturschutzbund Deutschland
e. V. den Umwelt-Award DIE GRÜNE
FLOTTE für ökologisch verantwortungsvolles Fuhrparkmanagement. Der Award
richtet sich an alle Flottenkunden der
Volkswagen Leasing GmbH und dient
im Rahmen des Umweltprogramms als
Plattform, um Fuhrparkverantwortliche
bei ihren Bemühungen um die ökologische Ausrichtung ihres Fuhrparks zu
unterstützen.
8
Flottenmanagement 3/2014
Neuheiten-Tag
Der Kastanienhof in Köln bildete den
Schauplatz für den Citroën Neuheiten-Tag
2014. Die Vorstellungen des französischen
Autobauers begannen mit dem Jumper, der
ab Juni auf dem Markt sein wird. Für den
Großraumtransporter mit einer komplett
neu gestalteten Frontpartie steht laut
Citroën-Angaben das beste Verhältnis von
Nutzlast zu Außenmaßen zur Verfügung:
eine Laderaumbreite zwischen den Radkästen von 1,42 Meter beziehungsweise einer
Breite am Boden von 1,87 Meter. Mit dem neuen Citroën C1 möchte der Pariser Hersteller ab Juli auch auf
dem stark expandierenden Segment der City-Cars für frischen Wind sorgen. Das Stadtauto gibt es als Dreioder Fünftürer sowie als Limousine oder in der offenen Version Airscape. Das Highlight der Neuvorstellungen war augenscheinlich der Citroën C4 Cactus (siehe Foto). Sein Design, unter anderem mit auffallenden
Airbumps, einem Panorama-Glasdach und dem im Fahrzeughimmel angebrachten Beifahrerairbag zählt zu
den Besonderheiten des Crossover. Er wird ab September erhältlich sein. Den Abschluss des Tages bildete der
Ausblick auf die DS-Linie. Diese soll noch mehr zu einer exklusiven und hochwertigen Erweiterung der Marke
Citroën reifen. Durch die Höherpositionierung der Modelle und die Eröffnung von DS-Salons in Aachen und
Münster soll der Lifestyle-Charakter der DS-Familie unterstrichen werden.
Conception : Chaïkana - Crédits photos : Thinkstock
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Die ALD Automotive ist einer der führenden Anbieter von herstellerübergreifendem Fahrzeugleasing und
Fuhrparkmanagement. Auch in Deutschland vertrauen mehr als 5.000 Firmenkunden mit über 125.000 Fahrzeugen
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NACHRICHTEN
Personalien
Jörg Schnermann ist seit April
neuer Geschäftsführer der LapID
Service GmbH. Gemeinsam mit
dem geschäftsführenden Gesellschafter, Alexander Kirn, und
dem Gründer, Uwe Latsch, soll
Schnermann den weiteren Ausbau des Kundengeschäfts und
der Partnerlandschaft vorantreiben. In den vergangenen sieben
Jahren hat der 40-Jährige zwei
junge Onlinemarketing-Unternehmen aufgebaut.
Seita Kanai wird neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Mazda Motor Corporation mit Hauptsitz im japanischen Hiroshima.
Der 62-Jährige war zuletzt Aufsichtsratsvize und folgt auf den
69-Jährigen Takashi Yamanouchi, der nach 47 Jahren im Unternehmen in Ruhestand geht.
EuroShell Deutschland hat Rainer Klöpfer in die Geschäftsführung berufen. Der 52-Jährige
tritt außerdem die Funktion des
Sales Managers für das deutsche
Commercial Fleet Geschäft an.
Zuletzt war Klöpfer bei euroShell
Österreich mit der Position des
International Key Account Managers betraut.
Arval Deutschland wird seit April
von einem neuen Managementteam an der Unternehmensspitze geleitet. Jeff Bolders
ist neuer Geschäftsführer und
verantwortet die strategische
Führung des Unternehmens.
Marcus Schulz übernimmt als
Director Arval Germany die operative Führung und leitet zudem
auch das Executive Committee
von Arval Deutschland.
Seit dem 1. Mai 2014 ist Michael Velte Geschäftsführer der
AutoExpo Deutsche Auto-Markt
GmbH. Velte nimmt diese Aufgabe zusätzlich zu seiner Rolle
als Geschäftsführer der Deutsche Leasing Fleet GmbH wahr.
Er folgt auf Gerd Kappeller, der
Ende April in den Ruhestand gegangen ist.
Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des Vereins
Netzwerk intelligente Mobilität
wurden Ulrich Prediger, Geschäftsführender Gesellschafter LeaseRad, und Thilo v. Ulmenstein, Managing Partner
fleetcompetence europe, neu
in den Vorstand gewählt. Beide sind ausgewiesene Kenner
der Branche und verfügen über
langjährige Erfahrung im Flottenbereich.
10
Flottenmanagement 3/2014
Fleet-Dating
15 Dienstleister sitzen ebenso vielen Fuhrparkverantwortlichen gegenüber und haben genau sechs Minuten Zeit, den Flottenmanager von ihren Leistungen
zu überzeugen. Während die ersten 15 Teilnehmer in den Kundengesprächen sitzen, können sich die anderen Fuhrparkleiter Vorträge zu flottenrelevanten Themen anhören. Nach etwa 90 Minuten wechseln
die Gruppen dann. Den Abschluss bildet ein gemeinsames Abendessen mit rheinischen Spezialitäten,
bei dem die neu geknüpften Kontakte nochmals vertieft werden sollen. Bei diesem Event profitieren
beide Seiten: zum einen der Dienstleister, der in kürzester Zeit 30 Kundengespräche führen kann, und
zum anderen der Fuhrparkverantwortliche, der interessanten neuen Input erhält und Ideen vorgestellt
bekommt. Das Fleet-Dating findet am 5. November in Köln statt und wird von CarMobility, AUTOonline,
flottentermine.de und dem Fachmagazin Flottenmanagement unterstützt. Die Teilnehmerzahl ist auf
30 Fuhrparkmanager begrenzt – daher schnell einen Platz unter [email protected] sichern. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter www.flottentermine.de.
Treffpunkt
Bei der Veranstaltung Flottentag treffen sich am 18. September Fuhrparkentscheider aus ganz Deutschland bei der SIGNal Reklame GmbH in Schwäbisch Hall. Schon beim ersten Flottentag 2013 reisten über
50 Entscheider an, um von Fachvorträgen zu lernen und sich mit anderen Experten zum Thema Fuhrpark
und Flottenmanagement auszutauschen. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde die maximale Teilnehmerzahl für dieses Jahr auf 100 Personen angehoben. Mehrere Fachvorträge und eine Show-Verklebung
bilden den Kern der Veranstaltung. Dazu kooperiert die SIGNal Reklame GmbH mit dem Fachmagazin
Flottenmanagement sowie mit Tesla, BMW, Wollnikom, Hahn Automobile, flottentermine.de, AUTOonline und der Fachzeitschrift Firmenauto. Die Teilnehmer können exklusive Fahrzeuge und Produkte der
Partner begutachten und testen. Außerdem gibt es Preise im Wert von über 1.000 Euro zu gewinnen.
Kooperation
Der Fuhrparkdienstleister Panopa Fleet Management bietet seinen Flottenkunden ab sofort unter anderem auch die Tank- und Servicekarte von Novofleet an. Damit können die Kunden des Flottenspezialisten
aus Duisburg neben den Karten der großen Mineralölgesellschaften auch das freie Tankstellennetz von
Novofleet nutzen, welches in den vergangenen zwei Jahren auf über 3.000 bundesweite Akzeptanzstellen
gewachsen ist. Das Full-Service-Fuhrparkmanagement von Panopa ist somit auch in Sachen Tankkartenmanagement auf alle Kundenwünsche ausgerichtet. Das Angebot soll vor allem besonders preissensible
Flotten und Fuhrparks ansprechen, die eine Ergänzung zu den Karten der Mineralölgesellschaften suchen.
Premiumpartner
Volkswagen Nutzfahrzeuge hat der Aluca GmbH für ihr Leichtbausystem Aluca die Auszeichnung „Premiumpartner“ verliehen. Das Unternehmen honoriert damit in seinem hauseigenen Nutzfahrzeuge-Umbauportal die Partner, die nachhaltig, engagiert und erfolgreich bei der Entwicklung und Realisierung
von Auf- und Umbauten mit dem Wolfsburger Automobilkonzern zusammenarbeiten. Als neuer Premiumpartner arbeitet das baden-württembergische Unternehmen im Rahmen des neuen Partnerschaftssystems fortan noch enger mit Volkswagen Nutzfahrzeuge zusammen. Grundlage für die Aufnahme von
Aluca in das Partnerschaftssystem war die Erfüllung der strengen VW-Standards, die durch Auditoren
der Volkswagen AG geprüft wurden. Damit bescheinigt Volkswagen Nutzfahrzeuge dem Fahrzeugeinrichter technisch einwandfreien Auf- beziehungsweise Umbau. Die Kunden profitieren somit von geprüften und praxiserprobten Einrichtungslösungen, die je nach Branche und Arbeitsprozess individuell
und kundenspezifisch geplant werden.
Lederbezug
Die Infiniti Q50 und QX70 Modelle sind das Ergebnis einer neuen Zusammenarbeit: Infiniti ließ seine
Modelle von Poltrona Frau, einem italienischen Hersteller von Möbeln und Lederbezügen, ausstatten.
Für den QX70 entschieden sich die Designer von Infiniti und Poltrona Frau für Leder in Pelle Frau® Salomon Black mit konstrastierendem Leder in Ribes, einem dunklen Brombeerrot. Die Farbe Ribes setzt
auch an der Karosserie Akzente, so etwa im unteren Stoßstangenbereich und am Kühlergrill. Die Dachreling ist mit Ribes-farbenem Leder verkleidet, wodurch
sich die schwarze Karosserie, das schwarze Satin-Finish
und die schwarzen 21-Zoll-Räder absetzen. Der Q50 ist
sein heller Gegenpart. Die Karosserie ist in Zinco mit
Lava, einem hellen Blau, gehalten. Weiße Räder, SatinFinish und vor allem die Außenspiegel aus weißem Leder
sollen das Bild abrunden. In jedem Fahrzeug kamen etwa
100 Quadratmeter Leder zum Einsatz, das von Rindern
aus dem italienischen Arzignano bei Vicenza stammt.
NACHRICHTEN
Tankkartennutzung
Dataforce hat eine Stichprobe von rund 40.000 Interviews mit
Fuhrparkleitern zum Thema Tankkarten ausgewertet. Dabei ergaben sich folgende Erkenntnisse: Grundsätzlich nutzen 70 Prozent
der Fuhrparks Tankkarten – bei großen Flotten mit mehr als 100
Fahrzeugen sind es bereits 95 Prozent. Die Aral- und euroShell-Karten sind die am häufigsten genutzten Tankkarten. Im Durchschnitt
haben Flotten 16 Pkw im Bestand, Aral- und euroShell-Kunden
haben im Schnitt 32 Pkw in der Flotte und entsprechend weniger
Transporter und Lkw. UTA (Union Tank Eckstein GmbH & Co.KG) und
DKV hingegen konzentrieren sich verstärkt auf die NutzfahrzeugFlotten (Transporter und Lkw), sodass sich die Akzeptanztankstellen hier auch speziell auf die Einspritzung der Flüssigkeit AdBlue®
spezialisiert haben. Esso und TOTAL bedienen überwiegend mittlere Flotten (circa 16 Pkw im Bestand) mit Tankkarten. Dahingegen
wenden sich regionale Tankkartenprovider eher den kleinen Fuhrparks zu, die durchschnittlich sechs Pkw im Bestand haben.
Vermietstationen
Ab dem 1. Juli 2014 ist die Euromobil Autovermietung GmbH nun
auch mit eigenen Stationen in München vertreten. Standorte der
zwölf neuen Vermietstationen sind allesamt Autohäuser der Volkswagen-Gruppe. Zuvor wurde hier das Mietwagengeschäft von einem
Wettbewerber betrieben. Zusammen mit den Münchener Vermietstationen hat die Autovermietung des Volkswagen Konzerns seit
März 2013 insgesamt 42 neue Stationen in deutschen Großstädten
und an Flughäfen eröffnet. Während das Unternehmen in der Vergangenheit ausschließlich Autovermietung als Franchisekonzept
in den Autohäusern von Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge,
Audi, Seat und Škoda anbot, tritt es nun seit vergangenem Jahr
auch als eigenständiger Autovermieter mit eigenen Stationen und
Personal auf.
Symposium
Rund 140 Teilnehmer zählte das diesjährige erdgas mobil Symposium, das im Mai in Berlin stattfand und wie bereits im Vorjahr
ausgebucht war. Vertreter der Automobilindustrie und der Energiebranche nahmen an der Veranstaltung teil. Zentrale Themen
waren die aktuellen Marktentwicklungen und Zukunftspotenziale des alternativen Antriebs. Referenten waren unter anderem
Dr. Veit Steinle vom Bundesministerium für Verkehr und digitale
Infrastruktur sowie José Fernandez Garcia, Policy Officer Generaldirektion Mobilität und Verkehr der Europäischen Kommission. Ergänzt wurde die Vortragsreihe durch Podiumsdiskussionen und Panels zu verschiedenen Themen. So wurden die Erwartungen an die
Modelloffensive und die Strategien der Fahrzeughersteller analysiert, aber auch die Sicht der Tankstellenbetreiber kam mit einer
Diskussion zum wirtschaftlichen Betrieb von Erdgastankstellen
zur Sprache. Ein weiteres Kernthema war das Zukunftspotenzial
des Erdgasantriebs.
Rückgabeworkshop
Am 5. Dezember 2013 und am diesjährigen 10. April initiierte die
Alphabet Fuhrparkmanagement GmbH einen Ein-Tages-Kongress
über den Rückgabeprozess von Leasingfahrzeugen. Autobid.de
fungierte dabei als Gastgeber. Der Experte für europaweite Automobil-Auktionen stellte Hallen beziehungsweise Freiflächen
der Auktionszentren Hamburg und München für die stark praxisbezogene Veranstaltung zur Verfügung. Aufgeteilt in mehreren
Gruppen wurde sowohl in theoretischen Vorträgen als auch direkt
am Fahrzeug auf den Rückgabeprozess eingegangen. Dabei konnte
beispielhaft an verschiedenen Gebrauchtwagen gezeigt werden,
welche Schäden bei der Rückgabe akzeptabel sind, also zu den
„normalen“ Gebrauchsspuren zählen, und welche eben nicht und
somit zu einer Wertminderung führen. Ergänzt wurde der praktische Teil durch eine Darstellung des Rückgabeprozesses in allen
relevanten Stufen.
PRAXIS
Beim Ausbau von Kundendienstfahrzeugen und Transportern kann sich Geschäftsführerin Katharina Guett (Guett-Dern GmbH, li.) auf die professionellen Einrichtungen von Sortimo verlassen (Quentin Zweybrücken, Verkaufsberater bei Sortimo, re.)
Alles gesichert?!
Sicherheit ist ein allgegenwärtiges Thema unserer Zeit. Ob im Fahrzeug, am
Arbeitsplatz oder im eigenen Haushalt – überall findet man Sicherheitshinweise oder wird durch das geltende Recht zu Sicherheitsvorkehrungen verpflichtet. Wer weiß es besser als die Guett-Dern GmbH, deren Arbeitsschwerpunkt
Sicherheitstechnik ist. Mit etwa 60 Fahrzeugen, angefangen bei Servicefahrzeugen über Transporter und Hublifte bis hin zu einem Radlader sowie Lkw
mit Anhänger, bietet der Fuhrpark der Guett-Dern GmbH ein reichhaltiges
Angebot an unterschiedlichsten Kraftfahrzeugen. Das Unternehmen schreibt
Sicherheit auch beim Transport groß und setzt daher auf Fahrzeugeinrichtungen von Sortimo.
Guett-Dern weiß Einbrüche und Diebstähle zu
verhindern: Dabei ist die Erstellung von Leistungsverzeichnissen sowie die Planung, Projektierung und Ausführung von komplexen und
individuellen Sicherheitslösungen für den privaten und gewerblichen Bereich ein Teilaspekt des
Leistungsangebots. Als Partner für Wartung und
Support wird außerdem vom Kunden erwartet,
schnell vor Ort zu sein – im Notfall auch rund um
die Uhr. Um den Servicemonteuren die Einsätze
so unkompliziert wie möglich zu gestalten, stattet Guett-Dern ihre Kundendienstfahrzeuge und
Transporter seit 2011 mit professionellen Einrichtungen von Sortimo aus. Diese erlauben einen platzsparenden und sicheren Transport von
Arbeitsmaterialien und garantieren eine gute
Übersicht im Laderaum des Fahrzeuges.
Eigenständig
1905 als Handelsgesellschaft für Haushalts- und
Eisenwaren gegründet, bietet Guett-Dern heute
als anerkannter VDS-Planer und Errichter im me-
14
Flottenmanagement 3/2014
chanischen wie auch elekronischen Bereich die
Leistungen von zehn verschiedenen Gewerken
aus einer Hand: Sicherheitstechnik, Schlüsseldienst, Elektrotechnik, Tore & Antriebe, Glaserei,
Schließanlagen, Metallbau, Schlosserei, Schreinerei, Brandschutz. Dieses breite Leistungsportfolio hat den Vorteil, dass der Spezialist für
Sicherheitstechnik von der Auftragsplanung bis
zur Abnahme den kompletten Prozess für seine
Kunden übernehmen kann, was zugleich eine
schnelle und sichere Ausführung des Projektes
garantiert.
Dieses Streben nach Lösungen aus einer Hand
hat sich auch auf den Fuhrpark übertragen: Das
Handwerk- und Technik-Zentrum Guett-Dern aus
Köln entschied sich aufgrund der Flottengröße
für einen eigenen Kfz-Mechatroniker, der kleine wie auch größere Reparaturen direkt vor Ort
vornimmt, um Ausfallzeiten so gering wie möglich zu halten. Zugleich setzt sich der Fuhrpark
zu großen Teilen aus Kraftfahrzeugen aus dem
Volkswagen Konzern zusammen, was wiederum
das Handling von Reparaturen erleichtert. Herrin über die 60 Fahrzeuge starke Flotte ist Katharina Guett, die in ihrer Funktion als Geschäftsführerin der Guett-Dern GmbH auch für die Beschaffung und die Verwaltung des Fuhrparkes
zuständig ist.
In der Flotte von Guett-Dern kommen ausschließlich Kauffahrzeuge zum Einsatz: „Aufgrund der unterschiedlichen Anforderungsprofile der einzelnen Tätigkeitsbereiche rechnet
sich Leasing unter dem Strich für uns nicht, das
beginnt schon bei den individuellen Fahrzeugeinrichtungen und reicht über Unterschiede bei
den Laufleistungen hinaus“, erläutert Katharina
Guett. Im Schnitt sind die Fahrzeuge dabei etwa
fünf bis sechs Jahre im Unternehmen, wobei die
Laufleistungen je nach Einsatzzweck stark differieren. So verfügen Notdienst-Servicefahrzeuge
aufgrund des 24-Stunden-Einsatzes über weitaus höhere Laufleistungen als beispielsweise ein
Fahrzeug eines Monteurs. Daneben ist aber auch
der Umgang mit dem Dienstwagen entscheidend
für die Unterschiede bei Laufzeiten und Laufleistungen: „Grundsätzlich verfügt jeder unserer
Außendienstmitarbeiter über ein eigenes Fahrzeug, was uns sicherlich von anderen Unternehmen unterscheidet. Diese Herangehensweise
liegt jedoch in zwei Punkten begründet: zum einen darin, dass wir keinen einheitlichen Innenausbau haben, da die Fahrzeuge und damit auch
die Ausstattung je nach Gewerk optimiert sind.
Zum anderen ist das Fahrzeug für viele Mitarbeiter, die beispielsweise im Notdienst tätig sind,
PRAXIS
Katharina Guett:
„Es ist gut zu
wissen, dass wir
auch außerhalb
der Rhein-RuhrRegion im Falle
des Falles auf
die Services von
Sortimo zählen
können“
eine Art zweites Wohnzimmer, wodurch sie natürlich auch einen ganz anderen Bezug zu ihrem
Dienstwagen haben“, gibt die Geschäftsführerin
der Guett-Dern GmbH zu verstehen.
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Neben dem Faktor Zeit war aber auch die Rücksichtnahme auf individuelle Kundenwünsche ein
wichtiges Kriterium bei der Entscheidung: „Wir
planen für unsere Kunden immer individuell, wie
auch im Falle von Guett-Dern: Die Neufahrzeuge werden zunächst von den Herstellern direkt
nach Köln geliefert. Dort nimmt Guett-Dern je
nach Einsatzbereich spezielle Modifikationen im
Innenraum vor. Im zweiten Schritt kommen die
leichten Nutzfahrzeuge zu uns nach Langenfeld,
wo wir die einsatzspezifisch geplanten Fahrzeugeinrichtungen montieren“, so Quentin Zweybrücken, Verkaufsberater der Sortimo International
GmbH der Niederlassung Langenfeld.
Hier kommt auch zum Tragen, dass der Einrichtungsspezialist aus Zusmarshausen allein in
Deutschland über neun Niederlassungen und 26
Stationen verfügt, was neben der Nähe zum Kunden kurze Lieferwege erzeugt. Zudem ist das Un-
Sortimo International GmbH
Die Sortimo International GmbH ist führender Hersteller von Fahrzeugeinrichtungen und
mobilen Transportlösungen. Neben Regalsystemen für alle leichten Nutzfahrzeuge produziert Sortimo Boxen- und Koffersysteme für
Handwerk, Handel und Industrie. Sortimo hat
seinen Firmensitz und einzigen Produktionsstandort im bayerischen Zusmarshausen und
beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter weltweit.
Mit neun Niederlassungen und 26 Stationen in
Deutschland sowie der Präsenz in über 35 Ländern ist Sortimo nicht nur national stark vertreten, sondern auch international ausgerichtet.
ternehmen mit einer Präsenz in über 35 Ländern
international ausgerichtet.
Einrichtungssysteme
2004 hat die Sortimo International GmbH erstmalig in der Branche mit Globelyst ein hoch flexibles Einrichtungssystem auf den Markt gebracht,
das nicht nur Ordnung in den Transporter bringt,
sondern auch zu einer deutlich höheren Effizienz
im Arbeitsalltag und einem Plus an Sicherheit
beiträgt: „Wie bei Guett-Dern kommt bei der
Mehrzahl der Fahrzeugeinrichtungen Globelyst
M zum Einsatz, wobei das M für Metall steht.
Dank einer Mischung aus Stahl, Aluminium und
Faserverbundwerkstoffen können wir das Eigengewicht gegenüber einer herkömmlichen Fahr-
[ 61.000
(Fortsetzung auf S. 16)
B E S I C H T I G U N G E N
]
E
HAG
Zusammenarbeit
Diese Eigenständigkeit zeigte sich auch bei den
Fahrzeugeinrichtungen: So nutzte man in der
Vergangenheit den Zugang zu einer eigenen
Schreinerei, um den Innenausbau in Eigenregie
vorzunehmen. Damit war es auf der einen Seite
möglich, die Einrichtung des Fahrzeuges speziell an die Bedürfnisse der einzelnen Abteilungen
anzupassen. Auf der anderen Seite war diese
Handhabung aber auch mit einem hohen zeitlichen Aufwand und einer großen Gefahr verbunden. Denn schwere Holzeinrichtungen können
im Falle eines Aufpralls zu lebensgefährlichen
Geschossen werden. Daher entschloss sich das
Handwerk- und Technik-Zentrum Guett-Dern,
über eine Ausschreibung einen professionellen
und zuverlässigen Partner auf dem Gebiet der
Fahrzeugeinrichtung zu suchen. Seit 2011 greifen die Kölner Sicherheitstechnikspezialisten
beim Ausbau der Servicefahrzeuge und Transporter auf die Einrichtungssysteme der Sortimo
International GmbH zurück: „Wir haben zunächst
nur zwei bis drei Fahrzeuge mit den Systemen
ausgerüstet, um erst das Feedback der Monteure
abzuwarten, da ein Investment bei dieser Flottengröße nicht einfach auf Verdacht getätigt
werden darf. Die Mitarbeiter sprachen sich in der
Mehrzahl für diese Fahrzeugeinrichtungen aus“,
erklärt Katharina Guett.
Und wer hat’s
geschafft? HPI.
Sommer 2013. Zehn Minuten Hagelsturm über die Region
Tübingen/Reutlingen. Danach: Chaos. Seitdem ist HPI vor
Ort. In mehreren großen Hallen organisierte HPI für seine
Partner die Besichtigungen und Reparaturen. Von der Annahme bis zur Auslieferung eine logistische Glanzleistung
in unvorstellbarer Dimension.
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BUNDESVERBAND
AUSBEULTECHNIK
UND HAGELINSTANDSETZUNG
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GRÜNDUNGSMITGLIED
PRAXIS
Quentin Zweybrücken (Verkaufsberater Sortimo, li.) und
Katharina Guett (Geschäftsführerin Guett-Dern, Mitte)
erläutern Steven Bohg (Flottenmanagement, re.), worauf
es bei der Einrichtung von Fahrzeugen ankommt
zeugeinrichtung um bis zu 50 Prozent reduzieren. Absolut praktisch ist auch das integrierte Ladungssicherungssystem ProSafe. Dieses System
ist sowohl in den Pfosten der Einrichtungsblöcke
als auch in den Traversen, Boden- und Wandverkleidungen enthalten. Das Verzurren von größeren Gegenständen ist hiermit im Handumdrehen
möglich. Damit sorgen Fahrzeugeinrichtungen
von Sortimo nicht nur für Ordnung, sondern auch
für eine effiziente Betriebsführung und Sicherheit“, erklärt Quentin Zweybrücken.
Die individuelle Gestaltung der Fahrzeugeinrichtung, wie auch im Falle von Guett-Dern, ist
ein Grundbedürfnis in vielen Branchen und von
vielen Flotten. Die Zusammenarbeit mit Flottenkunden gestaltet sich oft auf einem ganz
anderen Level der Kundenbeziehung. Es geht
darum, neue Lösungen für kundenspezifische
Anwendungsfelder zu entwickeln, die untereinander kompatibel sind und sich beliebig erweitern lassen. Daher folgt das Globelyst-System
dem Baukastenprinzip, das heißt, dass alle
Modulbestandteile – vom optimierten Aluminium-SpaceFrame bis zum Koffer- und BOXXenProgramm – vollständig systemkompatibel sind.
Damit lassen sich die einzelnen Bestandteile nahezu unbegrenzt kombinieren und können somit
an die individuellen Kundenwünsche angepasst
werden.
Über die Fahrzeugeinrichtungen hinaus bietet
Sortimo einen Rundumservice an, der Beklebungen, Sondereinbauten, Ladungssicherungssysteme sowie sogar die Zulassung und Erstbetankung inkludiert. Der Anspruch dabei ist,
dem Kunden das Fahrzeug direkt einsatzbereit
zu übergeben. Diese Ausbauten können, wie im
Beispiel Guett-Dern, dezentral in den SortimoNiederlassungen erfolgen. Größere Stückzahlen
werden in der Regel über die Zentrale in Zusmarshausen bei Augsburg abgewickelt.
16
Flottenmanagement 3/2014
Quentin
Zweybrücken:
„Wir planen für unsere Kunden immer
individuell: So kommen die leichten
Nutzfahrzeuge erst
im zweiten Schritt
zu uns, wo wir die
einsatzspezifisch
geplanten Fahrzeugeinrichtungen
montieren“
Laufzeitbetreuung
Die Nähe zum Kunden ist ein zentraler Servicebaustein bei Sortimo: „Wir möchten unseren
Kunden den Arbeitsalltag erleichtern und dazu
gehört nicht nur die richtige Einrichtung, sondern auch der einfachste Weg dorthin. Im Laufe
der 40-jährigen Geschichte haben wir ein ausgeklügeltes Vertriebsnetz aufgebaut, damit Kunden und Interessierte nicht weit fahren müssen,
um gut beraten zu werden. Zudem wird in unseren Niederlassungen das volle Programm von
der Möglichkeit, das Fahrzeug auszubauen, über
eventuelle Umbau- oder Erweiterungswünsche
bis zur Vorbereitung für den zweiten Lebenszyklus angeboten“, erläutert der Verkaufsberater
der Sortimo-Niederlassung Langenfeld. Bisher
nahm Guett-Dern diese Services jedoch nur im
Falle der Einrichtung von Neufahrzeugen in Anspruch: „Aufgrund der vergleichsweise frischen
Zusammenarbeit mit Sortimo haben wir das
Angebot der Laufzeitbetreuung noch nicht in
Anspruch genommen. Der Großteil der Kontaktaufnahmen kam im Falle von Neubestellungen
zustande. Dabei sind besonders die hohe Verbindlichkeit der Angebote sowie die exzellente
Kundenbetreuung positiv hervorzuheben. So
werden beispielsweise Fragen immer freundlich
und schnell beantwortet“, weiß Katharina Guett
zu berichten.
Ausblick
Sowohl für das Handwerk- und Technik-Zentrum
Guett-Dern wie auch für die Sortimo International GmbH stehen die Festigung und der Ausbau
der in den letzten Jahren gereiften Prozesse bei
der weiteren Zusammenarbeit im Vordergrund.
So will man auch in Zukunft auf die Einrichtungssysteme von Sortimo bei Neufahrzeugen zurückgreifen. Insbesondere die räumliche Nähe sowie
die Anpassung der Fahrzeugeinbauten an die individuellen Bedürfnisse haben die Kunden-Lieferanten-Beziehung nachhaltig positiv beeinflusst: „Das Einsatzgebiet unserer Fahrzeuge beschränkt sich in der Hauptsache auf den RheinRuhr-Raum, wodurch der Standort Langenfeld
als Sortimo-Niederlassung nahezu ideal ist, um
möglichst kurze Lieferwege zu garantieren. Aber
es ist gut zu wissen, dass wir auch außerhalb der
Region im Falle des Falles auf die Services von
Sortimo zählen können“, fasst Katharina Guett
abschließend zusammen.
Guett-Dern GmbH
Die 1905 gegründete Eisenwarenhandlung
entwickelte sich zu einem anerkannten Sicherheitsfachgeschäft, welches Katharina Guett in
der 4. Generation führt. Die Guett-Dern-Gruppe
umfasst zehn Gewerke mit einem 365-Tage/24Stunden-Service und deckt mit rund 90 Mitarbeitern die gesamte Rhein-Ruhr-Schiene ab.
Die Kernausrichtung liegt in der mechanischen
und elektronischen Sicherheitstechnik für private wie auch gewerbliche Kunden. Dies bestätigen die Listung auf den Seiten des LKA als anerkannter Fachbetrieb, VDS-Zulassungen und
Zusammenarbeit mit vielen Behörden.
„HÄTTE NICHT GEDACHT,
DASS DIE ZWEIMAL
KLASSENBESTER SIND.“
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MANAGEMENT/LEASING
Beratung
LeasePlan Deutschland hat ihre kostenpflichtige Consultinglinie weiterentwickelt. Unter dem Begriff „Fuhrpark Consulting Plus – Risk Management“ bietet das Leasingunternehmen ab sofort tiefer gehende Analysen ihrer Schadenquoten und -frequenzen im
Fuhrpark an. Ziel der auf Projektbasis angebotenen Beratungsleistung kann zum Beispiel sein, Schadenkosten im Fuhrpark zu senken und die Fahrersicherheit zu erhöhen.
Integrativer Bestandteil ist eine Bedarfsanalyse zur aktiven und präventiven Vermeidung von Schäden. Unter Berücksichtigung des Soll-Zustands und einer Zielformulierung erstellt LeasePlan ein Konzept mit individuellen Maßnahmenvorschlägen. Dabei
gibt der Kunde den Projektumfang und die -ausrichtung vor und entscheidet damit
auch, wie weit der Leasingspezialist sein Risk Management begleiten darf. Grundlage
für die weiterführenden Risk Management-Analysen sind vor allem aussagefähige und
ausführliche Schadendaten. Risk Management Consultingprojekte für Interessenten
können nur dann durchgeführt werden, wenn entsprechende Daten vorliegen.
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Partnerschaft
Die Großkundenabteilung der Volkswagen Automobile Berlin hat sich für die Christoph
Kroschke GmbH als Dienstleistungspartner entschieden. Der aktuelle Umfang der Dienstleistungen umfasst Services von der Fahrzeugzulassung bis hin zur Überführung. Der
Rahmenvertrag beinhaltet Leistungen wie regionale und bundesweite Zulassungen sowie
Überführungen von Pkw auf eigener und fremder Achse. Zudem soll das elektronische Auslieferungsprotokoll bei der Fahrzeugübergabe für eine lückenlose Dokumentation sorgen.
Dabei wird der Fahrzeugzustand bei der Fahrzeugrückführung inklusive aller Schäden mittels Tablet-PC und Digitalfotos erfasst. Für einen reibungslosen Ablauf und vollumfassenden Service hat Kroschke zudem einen Mitarbeiter bei Volkswagen Automobile Berlin platziert. Dieser prüft vor Ort die Zulassungsunterlagen, beschafft fehlende Dokumente und
übernimmt die Zulassungsvorbereitungen. Das soll dem Flottenkunden eine schnelle und
reibungslose Abwicklung garantieren.
Rücklaufzentrum
Der Mannheimer Fuhrparkspezialist SNC Logistic GmbH eröffnet Ende Juni ein neues
Rücklaufzentrum. Der Neubau im benachbarten Viernheim soll die Expansionspläne
des 1997 gegründeten Logistikdienstleisters vorantreiben. Die neue Halle mit acht
Arbeitsplätzen in der Aufbereitung vereint die kompletten Rücklaufleistungen unter
einem Dach: Glasschadenbehebung, Smart Repair, Unfallreparatur, Dellenentfernung,
Gutachten. Zukünftig können 100 Fahrzeuge gleichzeitig gedreht, also aufbereitet und
instand gesetzt werden. Neben den noch kürzeren Standzeiten profitieren SNC-Kunden
zudem von der guten Infrastruktur und der Zusammenarbeit mit den ortsansässigen
Autohäusern, so sind zwei Autobahnzubringer in wenigen Minuten erreichbar.
Ausbau
Die meine-waschstrasse GmbH forciert die Neuausrichtung des Unternehmens. Seit der
Übernahme durch die Tyre24 Group im Februar dieses Jahres wurden der Außendienst strategisch ausgebaut und acht neue Vertriebsmitarbeiter eingestellt. In den nächsten Wochen
will das Unternehmen aus Kaiserslautern das Außendienstteam weiter aufstocken. Mit diesem Personaleinsatz soll die Betreuung der zurzeit fast 1.000 Waschanlagen deutschlandweit und die Neugewinnung von neuen Partnern kontinuierlich vorangetrieben werden.
Neben dem Außendienst wurde in den letzten Wochen auch das Innendienstteam, das sich
um die Betreuung der Flottenkunden kümmert, verstärkt. Sieben Mitarbeiter stehen täglich
für alle Fragen zu dem Dienstleistungsportfolio von meine-waschstrasse zur Verfügung.
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*ELVIV Langzeitmietangebot
Seit dem 15. Januar 2014 können Firmenkunden hundertprozentige Neufahrzeuge von
Mazda in Langzeitmiete bestellen. Dieses Langzeitmietangebot nennt sich Mazda Mobil
Profi-Charter und stellt die Ergänzung zum bisherigen Kurzzeitmietangebot dar. Betrieben
wird Mazda Mobil Profi-Charter von der CCUnirent System GmbH, die seit Jahren als Dienstleister für die Mazda Motors (Deutschland) GmbH tätig ist. Seit nunmehr drei Jahren wird
im Rahmen von Mazda Mobil das Mobilitätsangebot der Vertragshändler kontinuierlich weiterentwickelt. Über 250 Händler nehmen daran teil und können ihrer Kundschaft damit neben Neu- und Gebrauchtwagen, Aftersales sowie der Kurzzeitmiete nun auch ein firmenkundengerechtes Langzeitmietangebot anbieten. Die Mehrzahl dieser Händler hat sich bereits
für Mazda Mobil Profi-Charter entschieden und stellt somit für das Produkt Langzeitmiete
ein flächendeckendes Stationsnetz.
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LEASING
Die richtige Rate wählen
Full-Service-Leasing bietet zwei grundsätzliche Kalkulationsgrundlagen für
integrierte Serviceleistungen an: zum einen die offene und zum anderen die
geschlossene Rate. Welches Kalkulationssystem sich für den eigenen Fuhrpark rechnet, hängt oftmals schon von Faktoren innerhalb des Unternehmens
ab. Wir fassen wesentliche Hinweise zusammen.
Laut des Verbandes markenunabhängiger Fuhrparkmanagementgesellschaften e.V., kurz VMF,
liegt das finanzielle Risiko beziehungsweise die
Chance je nach Vertragsgestaltung, ob offen
oder geschlossen, komplett beim Leasingnehmer
oder beim Leasinggeber. In jedem Fall schätzt die
Leasinggesellschaft am Anfang des Vertrages immer die Vollkostenrate für die gesamte Laufzeit
und stellt sie am Vertragsende den tatsächlichen
Kosten gegenüber. Segmente wie Kraftstoff und
Steuern werden jedoch immer offen abgerechnet.
Vor- und Nachteile
Für den Fuhrparkbetreiber hat eine geschlossene Kalkulation demnach den Vorteil, dass er vor
Nachzahlungen geschützt ist, denn der Leasinggeber trägt das volle Risiko der Kostenunterdeckung. Das bedeutet zugleich, dass der Leasingnehmer über die gesamte Laufzeit von einer fest
kalkulierbaren Rate profitieren kann und auch
keinerlei Rücklagen für eventuelle Risiken treffen
muss. Letztlich spart er somit auch Zeit und Aufwand, da bei der geschlossenen Kalkulation keine
20
Flottenmanagement 3/2014
personellen Kapazitäten sowie das notwendige
Fachwissen zur inhaltlichen Prüfung aller Rechnungen und Kostenvoranschläge innerhalb des
Unternehmens zurückgestellt werden müssen. Auf
der anderen Seite partizipiert der Leasingnehmer
nicht an eventuellen Überschüssen in Form einer
Ausschüttung und bekommt zudem nicht die tatsächlich entstandenen Kosten offengelegt.
Bei der offenen Kalkulation kann der Fuhrparkbetreiber hingegen am effizienten Kostenmanagement des Leasinggebers teilhaben. Zusätzlich hat
er am Vertragsende eine detaillierte Kostentransparenz, was sich wiederum positiv auf weitere Entscheidungen bezüglich des zukünftigen Kalkulationssystems auswirken kann. Bei entsprechendem
wirtschaftlichen Kostenhandling bekommt der
Leasingnehmer zudem mögliche Überschüsse,
ohne Verzinsung, ausgezahlt. Demgegenüber
müssen eventuelle Kostendefizite komplett selbst
getragen werden, womit erhebliche Kostenrisiken
einhergehen. Im Unterschied zur geschlossenen
Kalkulation muss neben der nötigen Zeit auch
das entsprechende Fachwissen für die Kontrolle
der Endabrechnung gegeben sein. Zusätzlich ist
auch eine klare Budgetierung auf Kostenstellen
periodengerecht kaum möglich. Demnach hängt
die Entscheidung für oder gegen das offene Kalkulationssystem zunächst von der Chancen- und
Risikoneigung ab.
Abhängig von der Größe
Für einen großen Fuhrpark mit vielen bau-gleichen Fahrzeugen, die zudem über ähnliche Laufleistungen verfügen, bedeutet eine Pauschale
eine finanziell vernünftige Entscheidung im Sinne der Mischkalkulation. Denn das eine Fahrzeug
hat oft etwas, das andere gar nichts. Zudem geht
der eine dienstwagenberechtigte Mitarbeiter mit
seinem Fahrzeug pfleglich und vorsichtig um,
der andere nicht. So rechnet sich die pauschale
Servicerate unter dem Strich sicherlich. Dies bestätigt auch Uwe Hildinger, Leiter Vertrieb und
Marketing bei der Alphabet Fuhrparkmanagement
GmbH: „Die offene Kalkulation ist in Deutschland
von geringer Bedeutung, weil die Leasingnehmer
auf eine Planungssicherheit setzen und bei einer
Kostenstellenbetrachtung die betroffene Kostenstelle durch ein ‚Montagsauto‘ über Gebühr strapaziert würde.“
Und hier zeigt sich auch wieder die Wichtigkeit
der Kostenkenntnis. Nur wer die Zahlen und Kos-
LEASING
ten seines Fuhrparks kennt, kann richtig reagieren. Wer sich also von der Leasinggesellschaft
hinsichtlich der Abrechnungsart beraten lässt,
sollte selbstverständlich wissen, was er für seine
Flotte in den Bereichen Wartung, Reparatur beziehungsweise Reifensätze in der Vergangenheit
ausgegeben hat. Damit sprechen zunächst die
größere Kalkulationssicherheit, die Risikominimierung und die Budgetierbarkeit für das geschlossene Kalkulationssystem, gerade in Zeiten
steigender Rohstoffkosten und Arbeitszeiteinheiten in den Reparaturbetrieben.
Die im Wesentlichen in einer Servicerate enthaltenen Betriebskosten kann der Leasinganbieter aufgrund seiner Erfahrung planungssicher
vorausberechnen, ausgehandelte Rabatte auf
Teile und Arbeitszeit einfließen lassen und dem
Kunden somit ein finanzielles Risiko abnehmen.
Jedoch bezieht sich die Kostenübernahme in der
Regel auf Instandhaltung und Wartung sowie beispielsweise je nach Modell auf einen vom Hersteller nicht ersetzten Motor- oder Getriebeschaden
pro x Fahrzeuge oder auch auf die Kenntnis und
Einforderung von Kulanzansprüchen. Wichtig ist
dabei für den Leasingnehmer, die Details innerhalb der Leasingvereinbarung zu beachten.
Gerade mit Blick auf Wartung und Verschleiß kann
der Fuhrparkbetreiber bei einer herstellerabhängigen Leasinggesellschaft von der geschlossenen
Kalkulation profitieren, da hier oft die monatlichen Raten für diese Bereiche aufgrund von Wartungsratensubventionen unterhalb denen des
freien Marktes liegen. Aus Sicht der Volkswagen
Leasing GmbH sollte gerade dies beachtet werden, denn jährliche Fahrleistungen von 15.000
Kilometern und mehr beinhalten immer einen
angemessenen Wartungsaufwand und bringen
mehr oder weniger große Reparaturen bei einer
gewerblichen Nutzung mit sich.
Bei Laufleistungen, die unter- oder überdurchschnittlich sind, sollte man hingegen einen Blick
auf die offene Kalkulation werfen. Denn die monatliche Leasingrate gilt als eine Art Abschlag,
die dem Leasinggeber quasi als zinsfreies Darlehen zukommt. Eventuelle Über- oder Unterzahlungen werden bei Vertragsende oder pro Jahr
abgerechnet. Die Berechnung einer offenen Servicerate ist für den Leasinggeber völlig risikolos,
da Differenzen vom Leasingnehmer ohnehin auszugleichen sind. Hohe Unterdeckungen können
beispielsweise durch geringere eigene Rabatte,
seltene, aber teure Motorschäden oder die vermeintlich sehr günstigen Leasingraten entstehen.
Darüber hinaus wird bei der offenen Abrechnung
auch noch eine Handlinggebühr für die Verarbeitung der Belege fällig. Bei der Ist-Kosten-Abrechnung, die auch Fuhrparkmanagementgesellschaften anbieten, wird auf den monatlichen Abschlag verzichtet; etwaige anfallende Rechnungen werden zuzüglich der Bearbeitungsgebühr
direkt an den Leasingnehmer weiterberechnet.
Damit passt eine offene Abrechnung zu jedem,
der gerne seine tatsächlichen Kosten im Blick
hat, allerdings trägt der Fuhrparkbetreiber bei
dieser Variante das Risiko von Preissteigerungen
und Kostenschwankungen. Demgegenüber allerdings ist es ihm durch geeignete Maßnahmen,
beispielsweise über Fahrertrainings, möglich, die
Kosten für den entsprechenden Baustein positiv
zu beeinflussen.
Fazit
Wenn sich Änderungen in der Fuhrparkstruktur
oder im Nutzungsmuster ergeben, sollte dies immer ein Anlass sein, die Entscheidung für eine bestimmte Abrechnungsart zu überprüfen. Hier stehen die Leasinggesellschaften jederzeit als professionelle Berater zur Verfügung. Dabei sollten
jedoch einige Fragen beantwortet werden können: Gibt es Mitarbeiter, die sich in dem Thema
Abrechnung auskennen? Haben die Mitarbeiter
ausreichend Kapazitäten und notwendiges Fachwissen zur inhaltlichen Prüfung aller Rechnungen
und Kostenvoranschläge? Wie wichtig sind dem
Unternehmen Budgetplanbarkeit und Kostensicherheit? Werden die Fahrer effektiv gesteuert?
Handelt es sich um Nutzfahrzeuge, Funktionsfahrzeuge oder Managementfahrzeuge?
Beim Vergleich beider Praktiken, offen oder geschlossen, empfiehlt es sich, jeweils einen Betrachtungszeitraum eines gesamten Fahrzeugnutzungszyklus zu analysieren, also etwa drei
oder vier Jahre. Zudem gehören Ausschreibungen, Kostenanalysen und -vergleiche auch bei
diesem Thema zu den wichtigen Aufgaben, die
der Fuhrparkleiter bei der Entscheidungsfindung
zur Hand nehmen sollte, um die bestmögliche,
kostengünstigste und unaufwendigste Lösung
für seine Fahrzeuge zu finden.
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für Großkunden gültig.
* Die Tochtergesellschaften der Volkswagen Financial Services AG erbringen unter der gemeinsamen Geschäftsbezeichnung „Volkswagen Financial Services“ Bankleistungen (durch Volkswagen Bank
GmbH), Leasingleistungen (durch Volkswagen Leasing GmbH), Versicherungsleistungen (durch Volkswagen Versicherung AG, Volkswagen Autoversicherung AG) und Mobilitätsleistungen (u. a. durch
Volkswagen Leasing GmbH). Zusätzlich werden Versicherungsprodukte anderer Anbieter vermittelt.
MANAGEMENT
Alternativen aufzeigen
Interview mit René Bock (Leiter Fleet & Remarketing bei der Mazda Deutschland GmbH) in Leverkusen
René Bock (Leiter Fleet & Remarketing) vor dem Mazda3
24
Flottenmanagement: Herr Bock, Sie sind seit
fünf Jahren Leiter Fleet & Remarketing bei der
Mazda Motors Deutschland GmbH. Welche Veränderungen und Projekte konnten Sie in dieser
Zeit anstoßen? Auf welche Erfolge blicken Sie
zurück?
Flottenmanagement: Vom Kleinwagen bis zum
SUV bieten Sie als Importmarke ein breites Spektrum an Fahrzeugen an. Welche Modelle sind in
der Flotte besonders beliebt, und in welcher
Fahrzeugklasse sehen Sie die größten Zukunftschancen?
René Bock: Während der letzten fünf Jahre haben wir einiges erreichen können, was unter
anderem in einer Steigerung unseres relevanten
Flottengeschäfts gegenüber dem Vorjahr um
über 50 Prozent gipfelte. Ein sicherlich messbarer Erfolg, der zudem auch den Trend der letzten
Jahre bei Mazda in Summe unterstreicht. Maßgeblich für diesen Erfolg sind natürlich unsere
neuen Modelle mit SKYACTIV Technologie, aber
auch das umfassende Dienstleistungsportfolio.
So haben wir in den letzten Jahren ein neues
Händler-Autovermietkonzept mit dem Namen
„Mazda Mobil“ realisiert und 2014 speziell für
die Flottenkunden mit „Mazda Mobil Profi-Charter“ ein Langzeitmiet-Produkt gelauncht. Ein
weiterer Erfolg im Dienstleistungsbereich ist unser Full Service Leasing-Produkt, welches wir in
Zusammenarbeit mit Mazda Finance und LeasePlan Deutschland anbieten. Hier können selbst
Kleingewerbetreibende mit nur einem Fahrzeug
im Fuhrpark von den Vorzügen von Full Service
Leasing profitieren.
René Bock: Ohne Zweifel haben wir diesen Verkaufserfolg vor allem der neuen Produktgeneration mit dem KODO-Design und der SKYACTIV
Technologie zu verdanken, die Effizienz und
Fahrspaß miteinander verbindet. Dabei gehen
wir einen anderen Weg als die meisten Automobilhersteller, die vor allem durch Downsizing
und kleinere Motoren mit Turboaufladung gute
Verbrauchswerte erzielen. Es gibt nicht viele
Fahrzeuge auf dem Markt, die im Segment der
Oberen Mittelklasse ähnliche Werte erzielen wie
zum Beispiel der Mazda6 (Diesel), der mit einer
Leistung von 150 Pferdestärken, einem Drehmoment von 380 Newtonmetern und einem Hubraum von 2,2 Litern nur 104 Gramm CO2 emittiert
beziehungsweise einen Durchschnittsverbrauch
von 3,9 Litern aufweist. Dadurch ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Mazda6 und der CX-5
mit SKYACTIV Technologie im Gewerbekundenbereich ihre Segmente ziemlich aufgemischt haben. So sind wir in der relevanten Flotte in 2013
unter den Top vier bei den Zulassungen im jewei-
Flottenmanagement 3/2014
ligen Segment – ich denke, dass kann sich angesichts der etablierten deutschen Marken sehen
lassen. Im wachsenden SUV-Segment sehen wir
auch zukünftig Potenziale für weitere Modelle,
die zum Beispiel auch unterhalb unseres aktuellen CX-5 angesiedelt sind. Daneben konnten wir,
wenn man sich die Entwicklungen der letzten
Monate anschaut, auch im C-Segment mit dem
neuen Mazda3 große Zuwächse in der Flotte verzeichnen. Nicht zuletzt wird auch der in Genf vorgestellte Mazda „Hazumi“ unsere Modellpalette
als zukünftiger Mazda-Kleinwagen mit SKYACTIV
Technologie in naher Zukunft bereichern.
Flottenmanagement: Mit dem Mazda Hazumi
wurde dieses Jahr in Genf ein weiteres Modell
mit dem KODO-Design und der SKYACTIV Motorentechnologie vorgestellt. Welche Vorteile
besonders im Hinblick auf User-Chooser-Flotten
versprechen Sie sich durch diese Modelloffensive?
René Bock: Durch die Freiheiten innerhalb der
Fahrzeugauswahl ergeben sich beim User Chooser drei wichtige Entscheidungsfaktoren: Design, Markenimage und das Preis-Leistungs-Verhältnis, Letzteres vor allem im Hinblick auf die
Versteuerung des geldwerten Vorteils durch den
Arbeitnehmer. Unterm Strich ist Mazda bei al-
MANAGEMENT
len drei Kriterien sehr gut aufgestellt: sei es bei
dem durch Umfragen belegten deutlichen Imageschub der Marke Mazda in Deutschland, dem
ausgezeichneten und prämierten KODO-Design
unserer neuen Produkte oder dem Preis-Leistungs-Verhältnis, denn unsere Kunden erhalten
viel Auto und Ausstattung zu einem attraktiven
Listenpreis. Dieser Trend spiegelt sich auch in
den Verkaufszahlen sowohl bei den Flottenkunden als auch im Privatkundengeschäft wider,
welche wir im März um 21,4 Prozent gegenüber
Vorjahr steigern konnten. Aus dieser guten Mischung heraus erfüllen wir die verschiedenen
Anforderungen und Kundenerwartungen auch
am Beispiel der Kundengruppe der User Chooser.
Flottenmanagement: Im Februar dieses Jahres
kam die Stufenheckvariante des Mazda3 in die
Verkaufshallen. Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist das Raumangebot der Kompaktlimousine
gestiegen und weist einige Parallelen zum Topmodell Mazda6 auf. Wie ordnet sich die Stufenheckvariante in das Flottengeschäft ein?
René Bock: Die Mazda3 Limousine ist erst im
Februar eingeführt worden, insofern ist es noch
zu früh, eine Prognose zur Einordnung im Flottengeschäft abzugeben. Jedoch lässt sich mit
Blick auf die Wettbewerber erkennen, dass es
dort weitere Neueinsteiger in der Kompaktklasse mit Stufenheck gibt. Seit jeher bieten wir
den Mazda3 sowohl in der Schräg- wie auch in
der Stufenheckvariante an. Wir sehen, dass das
Segment Potenzial zum Wachsen hat, unter anderem auch aufgrund von Umweltbewusstsein
und der allgemeinen Kostensensibilität im Fuhrparkbereich. Bei der Fahrzeugwahl entscheiden
sich viele Dienstwagennutzer und Fuhrparkleiter, abhängig vom Einsatzzweck, ein Segment
tiefer zu gehen und von der Mittelklasse in die
Kompaktklasse zu wechseln. Von der Größe des
Kofferraums sowie den Platzverhältnissen im Innenraum ist die Mazda3 Limousine für die meisten Dienstwagennutzer völlig ausreichend.
Flottenmanagement: Neben den Fahrzeugmodellen sind für den Fuhrparkverantwortlichen
auch die Kundenbetreuung und die Rahmenbedingungen im Bereich Finanzierung und Service
ausschlaggebend – wie ist Mazda hier aufgestellt? Welche Rolle spielt der Ausbau des Händlernetzes in Deutschland?
René Bock: Zunächst ist die Kundenbetreuung
auch eine Aufgabe des Herstellers und nicht nur
des Händlernetzes. Wir setzen dazu regionale
René Bock:
„Als Hersteller
haben wir die
Möglichkeit, die
TCO zu beeinflussen, zum Beispiel
durch unser aktives Restwertmanagement.“
Key-Account-Manager ein, welche die Betreuung auch nach dem Kauf fortführen, um eine
maximale Kundenzufriedenheit zu gewährleisten. Die positive Entwicklung im Bereich
der gewerblichen Kunden hat sich auch auf die
Strukturen im Handel ausgewirkt. Wir haben das
Händlernetz im Rahmen von Restrukturierungen und Qualifizierungsmaßnahmen in den letzten Jahre darauf ausgerichtet, auch eine professionelle Betreuung der Gewerbekunden vor Ort
sicherzustellen. Wenn wir in diesem Zusammenhang von Qualifizierung des Handels sprechen,
gehört für uns zum Beispiel eine entsprechende Ausbildung der Verkäufer zum zertifizierten
Fuhrparkberater in fleetrelevanten Standorten
dazu.
Mazda Hazumi (seriennahe Studie)
Bei dem Thema Finanzierung haben wir das
Glück mit der Santander Bank, die für uns als
Mazda Finance firmiert, eine der größten Banken weltweit als Kooperationspartner zu haben.
Daher können wir bei den Zinskonditionen und
der Anzahl der Finanzprodukte und Dienstleistungen über die Mazda Finance im Vergleich mit
anderen Hersteller-Banken einen hohen Leistungsgrad anbieten.
Mazda3
Flottenmanagement: Gibt es speziell für die
Flottenkunden besondere Businessmodelle?
Welche Angebote können Sie den Fuhrparkentscheidern bieten?
René Bock: Wir bieten für das flottenrelevanteste Modell, den Mazda6, eine sogenannte Business-Line an. Das bedeutet, dass wir grundlegende Business-Features wie beispielsweise ein
Navigationssystem, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung oder auch ein Kofferraum-Trennnetz
in dieser Modellvariante integriert haben. Wir
bewegen uns hier vom Ausstattungsniveau auf
einem mittleren Level. Der Fokus der BusinessLine liegt auf dem hohen Nutzungskomfort im
Alltag. Das heißt, es sind keine Ledersitze oder
ein Schiebedach verfügbar, dafür aber alle wichtigen Sicherheits- und Komforteigenschaften,
die heute ein Dienstwagennutzer oder Fuhrparkleiter erwarten kann. Hinzu kommt ein gutes
Preis-Leistungs-Verhältnis, auch wenn in der
Preisliste kein besonderer Kundenvorteil bei der
Business-Line ausgewiesen wird. Bei einem Ausstattungs- und Preisvergleich der Mazda6 Basisausstattung, der Business-Line-Ausstattung und
der nächsthöheren Variante wird schnell ersichtlich, dass dies ein attraktives Angebot ist.
Flottenmanagement: Der Kostendruck auf die
Flotten steigt. Neben den Anschaffungskosten
eines Fahrzeugs spielen auch Restwert, Versicherungseinstufung oder Kraftstoffverbrauch
eine Rolle bei der Kostenbetrachtung. Wie kann
Mazda die TCO des Fahrzeugs senken?
René Bock: Eine von uns beauftragte neutrale
Analyse mit dem deutschen Wettbewerb hat uns
bestätigt, dass die Mazda-Modelle einen besonders guten TCO-Wert erzielen. Als Hersteller haben wir die Möglichkeit, die TCO zu beeinflussen,
zum Beispiel durch unser aktives Restwertmanagement. Bekannterweise stellt die Abschreibung als Kennziffer des Wertverlustes den größten Anteil bei einer TCO-Betrachtung dar.
Mazda5
GranTurismo
Mazda6
Mazda CX-5
Flottenmanagement 3/2014
2/2014
25
MANAGEMENT
In entspannter Runde erläutert René Bock
(Mitte) Bernd Franke (re.) und Sebastian
Heuft (li.) die guten TCO-Werte der
neuen Mazda-Modelle
Teile unseres Restwertmanagements bestehen aus
der Selbstbeschränkung des Anteils von Mietwagen sowie dem Remarketing ausschließlich über
unser Händlernetz und nicht über beziehungsweise an Dritte. Dadurch können wir die Preise der
Gebrauchtwagen kontrollieren und mittelbar steuern. Nicht zuletzt stehen wir im engen Austausch
mit den relevanten Restwertagenturen, mit denen
wir uns über Markt- und Preisentwicklungen austauschen. Ein weiterer Faktor bei der Betrachtung
der TCO sind natürlich die Servicekosten. Hier
können wir unter anderem durch die Gestaltung
der Ersatzteilpreise, der Inspektionskosten und
der Ausgestaltung der Garantieleistungen Einfluss
nehmen. Mit der Drei-Jahres-Herstellergarantie
bis 100.000 Kilometer können wir uns im Vergleich
zur deutschen Konkurrenz bereits hier positiv absetzen. Die ständige Kommunikation mit dem Produktmarketing beziehungsweise der Produktentwicklung in Japan stellt sicher, dass die hohen
Erwartungen in Sachen TCO auf dem deutschen
Markt mehr als zufriedengestellt werden, wie auch
die besagte neutrale Analyse belegt.
Fuhrparkalltag eine immer wichtigere Rolle. Wie
stellt sich Mazda diesen neuen Herausforderungen? Welche Lösungen können Sie dem Fuhrparkverantwortlichen anbieten?
Elektromotor als Range Extender an. Die Besonderheit an diesem Fahrzeug ist, dass das Kofferraumvolumen und der Innenraum gegenüber
dem Serienmodell unverändert ist.
René Bock: Wir sind meines Wissens der einzige Importeur, der die gesamte Mobilitätskette
von der Ultrakurzmiete (Carsharing) über die
Kurzzeitmiete (Mazda Mobil) bis hin zur Langzeitmiete (Mazda Mobil Profi-Charter) in diesem Jahr erstmals abbildet. Kürzlich haben wir
Mazda Mobil Profi-Charter gestartet, weil wir auf
der einen Seite die steigenden Flexibilitätsansprüche an Mobilität unserer Kunden sehen. Auf
der anderen Seite wollen wir auch Fuhrparkleiter ansprechen, die unsere Produkte noch nicht
kennen. Es ist zwar schön, einen Testwagen für
eine oder zwei Wochen zur Verfügung zu haben,
doch eine Nutzung über drei bis zwölf Monate in
der Langzeit-Miete ist aussagekräftiger für eine
langjährige Investitionsentscheidung im Rahmen von Leasingverträgen.
Flottenmanagement: Welche lang- und mittelfristigen Ziele im Flottenbereich haben Sie sich
gemeinsam mit Mazda gesteckt?
Im Juni dieses Jahres werden wir über einen Kooperationspartner ein Pilotprojekt im Bereich
Carsharing starten, bei dem Mazda-Fahrzeuge in
vier mittelgroßen deutschen
Städten unter einer neuen
Mazda-Flottengeschäft 2013/2014
Carsharing-Marke zum Einsatz
Verkaufte Einheiten letzte 12 Monate 7.681 Einheiten (April 2013–März 2014)
kommen.
René Bock:
„Im wachsenden
SUV-Segment
sehen wir auch
zukünftig Potenziale für weitere
Modelle“
Flottenmanagement: Nachhaltigkeit und alternative Mobilitätskonzepte spielen auch im
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr +48%
Verteilung des Flottengeschäfts in %
Kleinwagen: 5%; Kompaktklasse: 11%; Mini-Vans: 5%;
Mittelklasse: 27%; Kompakt-SUV: 48%; Sonstige: 4%
Topseller im Flottengeschäft
1. Mazda CX-5 2. Mazda6 3. Mazda3
Flottenrelevante Produktneuheiten in Kleinwagen
den nächsten 12 Monaten
26
Anteil Leasing/Kauf in %
40% Leasingfinanzierung (über Mazda Finance)
Garantiebedingungen
3 Jahre/100.000 km
Inspektionsintervalle
1 Jahr/20.000 km
Kooperationspartner/Banken
Mazda Finance (Kooperationspartner: Santander Consumer Bank AG u. Santander Consumer Leasing GmbH)
Ansprechpartner
Key-Account-Geschäft
Leiter Fleet & Remarketing: René Bock
für Großkunden: Region Nord/Ost: Thomas Huehnlein;
Region West: Achim Külgen; Region Süd: Jürgen Schulz;
für Leasinggesellschaften: Karsten Stumpe
Internetseite für Flottenkunden
www.mazda-fleet.de
Flottenmanagement 3/2014
Noch ein Satz zu alternativen
Antrieben: Aktuell können wir
mit der SKYACTIV Technologie bei den Themen Effizienz,
Verbrauch und CO2-Ausstoß
die Kundenerwartungen und
-anforderungen vollends decken. Dennoch sind wir vorbereitet, sollten alternative
Antriebe eine höhere Marktnachfrage erfahren: In Japan
laufen bereits sowohl Mazda3
Hybridfahrzeuge als auch reine Elektrofahrzeuge auf Basis
des Mazda2. Zusätzlich bietet
sich der kompakte Wankelmotor in Kombination mit einem
René Bock: Wir sind in den letzten 15 Monaten
stark gewachsen. Diese Tendenz wollen wir beibehalten und weiter wachsen. Dazu wollen wir
neue Kunden für die Marke Mazda auf dem für
einen japanischen Importeur sicherlich nicht
einfachen deutschen Markt für uns begeistern.
Das gilt sowohl für unsere Fahrzeuge als auch für
die von uns angebotenen Dienstleistungen und
Leistungsversprechen. Das Thema Marke und
Markenaufbau ist für uns wichtig: Wenn sie beispielsweise eines neues Fahrzeug launchen, das
eine Vielzahl von Kunden anspricht, erzielen sie
meist nur einen sehr kurzfristigen Verkaufseffekt. Daher ist es genauso wichtig, ein positives
Markenbild aufzubauen, welches für einen nachhaltigen Verkaufserfolg sorgt. So haben wir uns
vorgenommen, unsere avisierten Kundengruppen nicht nur auf den klassischen Automessen
anzusprechen, sondern auch auf Design-, Möbelund auch Lifestyle-Messen mit internationaler
Bedeutung. Dies unterstreicht einmal mehr unseren Slogan „Leidenschaftlich anders“.
Im Job grenzenlos.
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Fahrzeug enthält Sonderausstattungen. ** zzgl. der gesetzl. USt.
Anbieter: Daimler AG, Mercedesstraße 137, 70327 Stuttgart
MANAGEMENT
Gunter Glück (Geschäftsleitung Vertrieb
und Kundenbetreuung LeasePlan Deutschland) eröffnet die Tagung mit einigen Anekdoten zum Thema des vernetzten Autos
Rechtsfragen
Seit 2012 veranstaltet LeasePlan Deutschland ein- bis zweimal im Jahr eine
Tagung zu flottenrelevanten Themen. Diesmal stand im Mövenpick Hotel
Münster das rechtliche Spannungsfeld des Fuhrparkverantwortlichen auf der
Agenda. Flottenmanagement war vor Ort und hat spannende Eindrücke gewinnen können.
Die juristischen Mühlen in Deutschland und der
EU hören nicht auf sich zu drehen, schon gar nicht
beim Thema Flottenmanagement. Dabei sind die
Flottenmanager in verschiedenen Bereichen von
juristischen Fachthemen betroffen: sei es bei den
Fahrzeughalterpflichten oder dem Schadenmanagement. In vielen Fällen sind sie darüber hinaus
auch die erste Anlaufstelle für Fragen von Fahrern beispielsweise bezüglich der Versteuerung
von Privatfahrten oder bei Bußgeldverfahren.
Der Fuhrparkverantwortliche muss sich also bei
Rechtsfragen ständig auf dem Laufenden halten.
Denn auch hier gilt wie bei allen juristischen Fällen: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Daher
konzipierte der Leasinganbieter LeasePlan in diesem Jahr ein Event speziell zu Rechtsthemen im
Fuhrpark. In verschiedenen Vorträgen erläuterten
Experten die juristischen Pflichten des Fuhrparkmanagers in den Bereichen Steuerrecht,
Führerscheinkontrolle, Dienstwagenüberlassungsvertrag, Car Policy und Datenschutz. Die
Nachfrage der Fuhrparkleiter zu diesen Themen
war groß, so waren die etwa
180 Teilnehmerplätze schon
lange vor Veranstaltungsbeginn ausgebucht.
Das Interesse kommt jedoch
nicht von ungefähr, denn die
inhaltliche Konzipierung des
Tagungskongresses ist eng mit
dem Feedback der Teilnehmer
aus diversen LeasePlan-Veranstaltungen verknüpft. „Im
Nachgang zu unseren Events
Matthias Höfflin (Fachanwalt für
Verkehrsrecht) erläutert die rechtlichen Feinheiten der Führerscheinkontrolle
28
Flottenmanagement 3/2014
wird das Feedback der Besucher sehr strukturiert
ausgewertet. Darüber hinaus werden natürlich
auch viele Ideen und Fragen im täglichen Umgang
mit LeasePlan-Kunden entwickelt, die in die Themenplanung mit aufgenommen werden. Sodass
unsere Veranstaltungsthemen immer möglichst
nah an den Erfahrungen und Anforderungen der
Flottenverantwortlichen sind“, erklärt Gunter
Glück, Geschäftsleitung Vertrieb und Kundenbetreuung bei LeasePlan Deutschland. Zudem kommen natürlich auch Topics auf die Agenda, die für
den einen oder anderen Flottenverantwortlichen
noch neu oder nicht hinreichend bekannt sind.
„Immer wieder“, so das Geschäftsleitungsmitglied, „stellen wir fest, dass noch nicht alle Flottenverantwortlichen vermeintlich altbekannte
Bausteine wie den Dienstwagenüberlassungsvertrag und die Führerscheinkontrolle in ihrem Fuhrpark eingeführt haben oder zumindest nicht in der
gewünschten Professionalität abdecken können.
Auch das Thema UVV wird allzu oft vernachlässigt.
Auf der anderen Seite sind wir auch immer auf der
Suche nach Inhalten, die bislang nur wenig thematisiert worden sind, zum Beispiel zukunftsorientierte Themen.“ Das Ziel der Veranstaltung sei
es, mit einer Fokussierung auf fachliche Inhalte
und sachliche Präsentationen einen möglichst
hohen Mehrwert für die Teilnehmer zu stiften. Nur
so könne man aus der Masse der Veranstaltungen
herausstechen, erläutert Gunter Glück.
Der technische Fortschritt hat dafür gesorgt, dass
unsere Autos – mit mehr als 60 Sensoren ausgestattet – zu großen Datensammlern geworden
sind. Daher verwundert es nicht, dass bei fast
allen Vorträgen der Datenschutz zumindest eine
Harte Schale, softer Kern.
Gunter Glück (LeasePlan Deutschland, li.) und Sebastian Heuft (Flottenmanagement, re.) im Gespräch über die Veranstaltung
Nebenrolle spielte. Schon zu Beginn der Tagung stellte Gunter Glück
die Frage, wie der Fuhrparkleiter und der Dienstwagenfahrer mit den in
immer größerem Ausmaß gesammelten Daten umgehen können. Auch
bei dem ‚Reizthema‘ der Führerscheinkontrolle wurde auf diesen Aspekt
eingegangen. Denn häufig werden Datenschutzgründe vorgebracht,
wenn eine externe Führerscheinüberprüfung abgelehnt wird. Matthias
Höfflin, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Referent zu diesem Thema,
konnte jedoch alle Bedenken ausräumen: „Auch die Delegation der
Führerscheinkontrolle ist datenschutzrechtlich beispielsweise auf der
Grundlage einer Betriebsvereinbarung problemlos möglich.“ Gleichzeitig wies er noch einmal nachdrücklich darauf hin, dass eine dokumentierte Kontrolle grundsätzlich zweimal im Jahr zu erfolgen habe, bei
Vorliegen von konkreten Anhaltspunkten, nach denen dem Mitarbeiter
der Führerschein entzogen worden sein könnte, aber auch öfters.
Ausdrücklich erwünscht kann das Sammeln von Daten wohl dann sein,
wenn dadurch finanzielle Vorteile auf beiden Seiten realisiert werden
können. So zeigte Volker Gillessen von der EcoLibro GmbH erstaunliche Einsparpotenziale durch eine intelligente Versteuerung des geldwerten Vorteils des Dienstwagens auf. Dabei könne in vielen Fällen
sowohl der Geldbeutel des Arbeitnehmers geschont werden als auch
das Unternehmen profitieren. Darüber hinaus kann durch die jeweilige
Versteuerungsmethode ein nachhaltiger Umgang mit dem Dienstwagen unterstützt werden. Heute nutzt fast jedes Unternehmen die EinProzent-Regel in Kombination mit der 0,03-Prozent-Methode für den
Arbeitsweg, um den geldwerten Vorteil zu versteuern. Dies erscheint
den meisten Verantwortlichen in den Unternehmen als die einfachste und sicherste Versteuerungsmethode. Wesentlicher Nachteil dieser Methode ist, dass sie oftmals einen zu hohen geldwerten Vorteil
ausweist und als Flatrate-Regelung einen effizienten Umgang mit dem
Fahrzeug nicht fördert. Wird der Dienstwagen nur selten auf dem Weg
zwischen Wohnung und Arbeitsstätte genutzt, zum Beispiel aufgrund
von dienstlichen Terminen vor oder nach der Arbeit sowie Dienstreisen,
stellt die Ein-Prozent-Regel in Kombination mit der 0,002-ProzentMethode für den Arbeitsweg eine deutliche vorteilhaftere Lösung dar.
Bei einer intensiven dienstlichen Nutzung des Firmenwagens kann der
geldwerte Vorteil durch die Fahrtenbuch-Methode sogar um bis zu 80
Prozent reduziert werden.
Doch die Vorträge sollten vor allem als ein Rahmenprogramm verstanden werden, bei dem die Teilnehmer untereinander, aber auch in den
Fragensituationen am Ende der Präsentation darüber diskutieren können. Denn, so Gunter Glück, „die Branche kennt sich: Viele der Teilnehmer nutzen solche Veranstaltungen um Kontakte zu knüpfen und Ideen
auszutauschen. Somit bieten wir unseren Teilnehmern neben dem inhaltlichen Input auch die Plattform für einen Erfahrungsaustausch.“
Auch die Referenten standen nach den Vorträgen für persönliche Gespräche und Nachfragen zur Verfügung und hatten im Ausstellungsbereich die Möglichkeit, ihre Dienstleistungsprodukte für Flotten vorzustellen. So konnten die Teilnehmer den Heimweg am Ende des Tages mit
neuen Impulsen für ihre Arbeit antreten.
10 Jahre:
Harte Schale,
softer Kern!
)8+53$5.0$1$*(0(1762)7:$5(
0,7+(5=81'9(567$1'
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MANAGEMENT
Ein starkes Netzwerk
Exklusivinterview mit Andreas Brodhage (Geschäftsführer der Global Automotive Service GmbH)
Bernd Franke (re.) und Sebastian Heuft (li.) sprechen mit Andreas
Brodhage über das Werkstattkonzept von Global Automotive Service
Flottenmanagement: Herr Brodhage, seit 2006
sind Sie mit Global Automotive Service im Flottenbereich tätig. Welche Erfolge konnten Sie
bisher erzielen? Was ist das Neue an Ihrem Werkstattkonzept?
Andreas Brodhage: Während der letzten acht
Jahre haben wir es geschafft, uns stetig zu verbessern und das Netzwerk zu erweitern. Mittlerweile haben wir die eine oder andere große
Flotte oder Leasinggesellschaft in unser System
integriert. Dabei basiert unser Werkstattkonzept auf einem im Grunde recht einfachen System: Jede einzelne Werkstatt ist ein eigenständiges Unternehmen und hat somit vollständige
Entscheidungsfreiheit. Wir vermitteln nur zwischen den Kfz-Betrieben und dem Endkunden
und leiten den Auftrag weiter. Dieses System
funktioniert vollkommen unabhängig von der
Andreas Brodhage:
„Jede einzelne
Werkstatt ist ein
eigenständiges
Unternehmen und
hat somit vollständige Entscheidungsfreiheit“
30
Flottenmanagement 3/2014
Flottengröße. Es ist demnach egal, ob Sie sich
uns mit fünf oder 5.000 Fahrzeugen anschließen.
ten verbessern und den Flottenkunden zugleich
möglichst umfangreiche Serviceleistungen bieten können.
Wir sind, anders als viele Marktbegleiter, keine
Autoteilebörse, sondern nur ein Auftragssteuerer. Daher muss bei uns auch nicht jede Werkstatt alle Reparatur- und Wartungsleistungen
anbieten, sie kann sich auf die eigenen Kernkompetenzen konzentrieren. Außerdem erheben wir keine monatliche Gebühr oder wollen
das Erscheinungsbild der einzelnen Betriebe angleichen. Wir haben lediglich eine auftragsabhängige Aufwandspauschale für die Vermittlung
des Auftrags. Dieses sehr offene System ermöglicht uns, trotz der großen Anzahl an Betrieben,
ein Höchstmaß an Flexibilität zu gewährleisten,
was auch unser Schlüssel zum Erfolg ist. Denn,
egal welche Kunden von uns akquiriert werden,
schließlich ist es die Werkstatt vor Ort, die den
Endkundenkontakt hat und gute Arbeit leisten
muss. Dabei ist es uns wichtig, unser Werkstattsystem bestmöglich zu fördern. Die Werkstätten werden von uns bei der Beschaffung von
notwendiger technischer Ausstattung, bei der
Optimierung der Geschäftsprozesse und durch
diverse Schulungen unterstützt. Es muss keine aufwendige Zentrale aufgebaut werden, die
dann von einzelnen Filialen gestützt werden
muss. Letztlich ist das Ziel, durch die Zusammenarbeit von Werkstattbetrieben, Global Automotive Service und den Autoteilelieferanten
Synergieeffekte zu erzielen, die am Ende des
Tages den wirtschaftlichen Erfolg aller Beteilig-
Flottenmanagement: Global Automotive Service GmbH ist eine Tochter des Ersatzteilspezialisten Coparts Autoteile GmbH. Wie wichtig ist
diese Nähe für den Unfallschaden- und Werkstattservice?
Andreas Brodhage: Die Nähe zwischen Coparts
Autoteile und Global Automotive Service ist
grundlegend für die Existenz unseres Werkstattnetzwerkes. Darüber hinaus bringt diese Verbindung aber auch Vorteile für unsere Endkunden.
Für Flotten zum Beispiel ist es sehr wichtig, nach
dem Auftrag ein umfangreiches Reporting über
die Inspektion und Wartung nach Herstellervorgaben zu erhalten, um so die Garantie- und
Gewährleistungsansprüche in vollem Umfang zu
erhalten. Dazu müssen viele Informationen beispielsweise zu Ersatzteilen zusammengetragen
werden. Dies ist in unserem Falle sehr detailliert
möglich, weil in den angeschlossenen Werkstätten nur Ersatzteile unserer Teilelieferanten verarbeitet werden. Durch unsere direkte Nähe zu
Coparts Autoteile als Tochterunternehmen ist es
uns überhaupt nur möglich, dass wir ein bis aufs
kleinste Ersatzteil genaues Reporting anbieten
und darüber hinaus auch alle Herstellerstandards erfüllen können.
Zudem verbessert sich durch diese Nähe zu der
europaweit agierenden Coparts Gruppe auch das
MANAGEMENT
Preis-Leistungs-Verhältnis bei Fahrzeugreparaturen. Jedoch ist in diesem Punkt eine Markenflexibilität oftmals wichtiger als der Preis, vor
allem, wenn man das Flottenkundengeschäft
betrachtet, denn der Markt wird nicht nur von
einem Automobilhersteller und einem Modell
beherrscht, sondern von vielen. Diese Schlagkraft, alle Ersatzteile in Erstausrüsterqualität
anbieten zu können, wird uns durch Coparts Autoteile ermöglicht.
Flottenmanagement: Für Flotten ist eine Reparatur nach Herstellervorgaben und mit den
entsprechenden Ersatzteilen unerlässlich. Wie
ermöglichen Sie eine Qualitätssicherung bei
den insgesamt 1.450 Partnerwerkstätten? Nach
welchen Standards bieten Sie Ihre Serviceleistungen an?
Andreas Brodhage: Es ist uns wichtig, unsere
Idee immer weiter zu verbessern und gewisse Standards zu erfüllen. So ist beispielsweise
die ISO-Zertifizierung im Bereich der Vermittlung von Reparatur- und Wartungsaufträgen
in Kfz-Werkstätten ein Beleg für unsere hohen
Qualitätsansprüche. Bei unseren Partnerwerkstätten ist es in Sachen Qualitätssicherung
entscheidend, dass alle wissen, wie das System
und unser Regelwerk funktioniert. Dabei muss
aber kein Betrieb in ein vorgeschriebenes Korsett gepresst werden, denn der Anreiz, gute
Arbeit zu leisten, ergibt sich für die einzelnen
Werkstätten schon allein daraus, dass jeder
Betrieb selbstverantwortlich ist. Daher ist die
unternehmerische Motivation der einzelnen
Servicewerkstätten vor Ort bereits eine wichtige Qualitätssicherung. Jedes selbstständig
tätige Unternehmen weiß, dass zufriedene
Kunden immer wieder zurückkommen werden.
Aufgrund dieser Freiheiten fällt es auch den
Kfz-Werkstätten leicht, sich unserem Netzwerk
anzuschließen.
Darüber hinaus stellen wir nicht nur ein System
für Prozesse und Abläufe für die Werkstätten
bereit, sondern auch für die Teilelieferanten.
Wir verwenden nur Ersatzteile in Erstausrüsterqualität, entsprechend der Gruppenfreistellungsverordnung. Das bedeutet, dass unsere
Kunden auf der rechtlich sicheren Seite sind,
wenn mal etwas sein sollte. Gerade für Fuhrparks ist es wichtig, dass beste Teile verarbeitet
werden. Oft können wir dabei auch noch erhebliche Preisvorteile an den Kunden weitergeben,
da unsere Ersatzteile zwar von Marken wie ZF,
SKF oder Textar stammen, jedoch anstelle eines
Logos des Fahrzeugherstellers nur eine Seriennummer aufgedruckt ist. Bei einem Auftrag
durch Global Automotive Service kann der Kunde sicher sein, dass die entsprechenden Ersatzteile auch von den Werkstätten verbaut werden.
Denn wir bezahlen die Werkstatt für die Reparatur und nicht der Flottenkunde. Somit haben
wir auf der einen Seite die Sicherheit, dass nur
Reparaturen nach Herstellervorgaben durchgeführt werden. Auf der anderen Seite erhält der
Fuhrparkmanager dadurch eine zentrale Abrechnung über Global Automotive Service.
Flottenmanagement: Welche Dienstleistungen
und Services rund um das Thema Mobilität bietet Global Automotive Service neben dem klassischen Werkstattkonzept noch an?
Andreas Brodhage: Wir haben mit unseren 1.450
Kfz-Betrieben ein bundesweites Full-ServiceWerkstattnetz, das in den nächsten Monaten
noch ausgebaut wird. Der Kunde erwartet einen guten Service vor Ort und um dies zu realisieren, muss ein breites Netz von Werkstätten vorhanden sein. Diese Netzdichte ist eines
unserer Alleinstellungsmerkmale, hier sind wir
auch bemüht, diese Vorreiterposition auszubauen. Darüber hinaus ist es in dem heute sehr
schwierigen Kfz-Markt wichtig, ein Vertrauensverhältnis zu den Kunden aufzubauen. Denn
eine Werkstattbindung kann nur zustande kommen, wenn Vertrauen zwischen Kunde und KfzBetrieb besteht. Diese Bindung gelingt uns zum
einen durch Transparenz und ein entsprechendes Reporting und zum anderen durch den angesprochenen Service vor Ort. Der Flottenkunde
Andreas Brodhage:
„Durch unsere Nähe
zu Coparts ist es
uns überhaupt nur
möglich, dass wir
ein bis aufs kleinste
Ersatzteil genaues
Reporting anbieten
und darüber hinaus
auch alle Herstellerstandards erfüllen
können“
hat egal für welchen Schadenfall bei uns einen
Ansprechpartner, der dann den Auftrag für die
Reparatur an die passende Werkstatt in Flottennähe weiterleitet. Dies entlastet auch den Fuhrparkverantwortlichen, weil er sich nicht weiter
auf die Suche begeben muss, den geeigneten
Werkstattbetrieb zu finden.
Flottenmanagement: Welche Ziele haben Sie
sich mit Global Automotive Service mittel- und
langfristig gesetzt? Welche neuen Dienstleistungsprodukte möchten Sie anbieten?
Andreas Brodhage: Wir wollen weiter wachsen
und der größte Auftragssteuerer in Deutschland
werden. Noch in diesem Jahr soll die Anzahl der
im System angeschlossenen Werkstätten auf
2.000 Betriebe anwachsen. Denn nur so kann
ein engmaschiges Servicenetz aufgebaut werden, das vor allem für Flottenkunden interessant ist. Darüber hinaus arbeiten wir an einer
Erweiterung des Dienstleistungsportfolios in
den Bereichen Reifen und Smart Repair. Demnach lautet unser Ziel, auch die Qualifikation
des Servicenetzwerkes in der Breite weiter zu
erhöhen. Gerade bei dem Thema Smart Repair,
seien es jetzt Steinschlag, Lackschäden oder
Dellen, herrscht nur wenig Marktpluralität in
Deutschland. Das wollen wir ändern und unser
Netzwerk in diese Richtung ausbauen.
MANAGEMENT
Unter diesem Motto
luden Anfang April die
Kooperationspartner
Bundesverband Fuhrparkmanagement und
der Verband Deutsches
Reisemanagement (VDR)
erstmals gemeinsam zur
großen Frühjahrstagung
nach Berlin. Flottenmanagement war natürlich
live dabei, zusammen
mit rund 250 Fleet- und
Travel-Spezialisten aus
ganz Deutschland – völlig
unbeeindruckt von dem
gerade stattfindenden Pilotenstreik der Lufthansa.
Zukunftsaufgabe:
Mobilitätsmanagement
Dabei ging es – das war einer der Gründe für das
gemeinsame Auftreten der beiden Verbände –
nicht zuletzt um den ganzheitlichen Blick auf
die betriebliche Mobilität sowie das Heben von
Synergiepotenzialen im Unternehmen. Denn „in
beiden Funktionsbereichen geht es um effiziente
Mobilität: bedürfnisgerecht, kosten- und umweltoptimiert, aber auch sicher muss sie sein“, sagt
Marc-Oliver Prinzing, Vorstandsvorsitzender des
Bundesverbandes Fuhrparkmanagement.
Schon heute gibt es in großen Unternehmen oft
einen Hauptverantwortlichen sowohl für den
Bereich Dienstreisen wie auch für das Flottenmanagement. Natürlich verantworten weiterhin Spezialisten das jeweilige Thema, die sich in
der Tiefe der Materie zurechtfinden. Um weitere
Einsparpotenziale heben zu können, sollte sich
jedoch auch jemand im Unternehmen mit dem
„großen Ganzen“ auseinandersetzen. Im Idealfall
hilft diese Herangehensweise allen Beteiligten:
dem Unternehmen, dem Mobilitätsmanager, dem
Dienstreisenden – ob mit oder ohne Auto – und
der Umwelt, denn auch dieser Faktor rückt immer
weiter in den Fokus.
Besonderen Spaß bereitete dem Keynote-Sprecher CEO Wolfgang Prock-Schauer der Air Berlin
der Lufthansa-Streik – eine willkommene Gelegenheit für ihn, seine auch in diesen Tagen zuverlässig abhebende Airline darzustellen. Zumal Air
Berlin, auch in Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner Etihad, sein Angebot für Geschäftsreisende immer weiter ausbaut.
Mobilitätsmanagement
Das Zusammenwachsen von Travel Management
32
Flottenmanagement 3/2014
und Flottenmanagement war eines der Hauptthemen, das sich durch die gesamte Veranstaltung
zog. So wurden die Diskussionen und Vorträge
zum Thema Zukunftsaufgabe Mobilität auch von
den Präsidenten des VDR und Bundesverbandes Fuhrparkmanagement gemeinsam eröffnet.
Denn es gibt zahlreiche Marktkräfte, die auf beide Bereiche wirken: wirtschaftliche Volatilität,
Internationalisierung, Margendruck, sich stetig
ändernde gesetzliche Rahmenbedingungen, aber
auch Technisierung und Automatisierung der Abläufe mittels Internet, Apps und Cloud. Dabei geht
es nicht darum, dass der Travel Manager oder der
Fuhrparkmanager seine Kompetenzen auf den jeweils anderen Bereich erweitert – sondern darum,
gemeinsam Synergien zu erkennen und zu heben.
Das wird dann vielleicht auch eine der wesentlichen Herausforderungen in größeren Unternehmen: interne Kompetenzstreitigkeiten zu vermeiden.
Die Marktanforderungen ändern sich permanent.
Hatte Gottlieb Daimler 1901 noch prognostiziert,
dass der Gesamtbedarf für Automobile weltweit –
allein schon aus Mangel an geeigneten Chauffeuren – nicht über eine Million Fahrzeuge wachsen
würde, sah die Welt keine hundert Jahre später
schon ganz anders aus: Der – inzwischen selbst gefahrene – Dienstwagen wurde als Motivationsmodell in großen Unternehmen eine beeindruckende
Erfolgsgeschichte. Dabei hat sich der gewerbliche
Fuhrpark ganz nebenbei zum Innovationsmotor
entwickelt: Denn hier entscheidet sich, welche
neuen Technologien in den Markt kommen. Und
zwar sowohl in den Flottenmarkt wie auch in den
Privatmarkt: Es sind zwar lediglich rund zehn Prozent aller in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge
auf Unternehmen registriert – diese sind jedoch
für 60 Prozent aller Neuzulassungen verantwortlich und somit für die Auswahl und Ausstattung
beispielsweise mit neuen Assistenzsystemen, die
sich später im Privatmarkt wiederfinden.
Damit geht natürlich gerade in größeren Flotten
eine Verantwortung in Sachen Umweltschutz einher: Denn die Fahrzeuge, die das Unternehmen
drei Jahre einsetzt, fahren dann ein Vielfaches
dieser Zeit in privater Hand über deutsche Straßen.
Inzwischen, so die These, reicht das Dienstfahrzeug nicht mehr aus, um junge Mitarbeiter zu
motivieren: Ganzheitliche Mobilitätskonzepte
müssen her, vom Dienstwagen über Carsharing
bis hin zu Bahnkarten und Mietwagennutzung.
Auch Nachhaltigkeit und Sicherheit sowie Zeitersparnis sind wichtige Themen für potenzielle
neue wie auch bestehende Mitarbeiter. Das gilt
nicht nur für die Mitarbeiter-Motivationsmodelle,
sondern auch für die Planung und Durchführung
von Dienstreisen im Allgemeinen. Laut BCD Travel
haben nur rund drei Prozent aller Unternehmen in
Deutschland einen ganzheitlichen Blick auf Mobilitätsmanagement in all seinen Facetten. Hier
besteht also noch großer Handlungsbedarf. Denn
die Thematik ist verzahnt, auch wenn sie in den
meisten Unternehmen noch isoliert von verschiedenen Blickwinkeln betrachtet wird. Dadurch
fehlt dann letztlich der Gesamtüberblick über die
totalen Mobilitätskosten – und zwar insgesamt,
„von Tür zu Tür“.
Dabei liegen die Lösungsansätze auf der Hand:
Mobilitätsmanagement sollte bereichsübergrei-
MANAGEMENT
fend installiert werden, allerdings ohne einzelnen Abteilungen das Gefühl zu geben, hier
„Macht“ abgeben zu müssen: Durch bereichsübergreifende Planungen und Auswertungen sowie die Schaffung von einheitlichen IT-Lösungen
für eine einfache, bedarfsgerechte Steuerung
bei maximaler Kostentransparenz über alle Unternehmensteile und Prozesse. Dafür werden vor
allem eine übergeordnete Strategie, einheitliche Prozesse und von allen mitgetragene Rahmenbedingungen benötigt.
Ein ganz simples Beispiel für schlechte innerbetriebliche Effizienz: Unternehmen halten
einen Dienstwagen-Pool bereit, der aber kaum
genutzt wird, weil die Mitarbeiter lieber ihren
Privatwagen fahren und diesen auf Kilometerbasis abrechnen. Dies führt, wenn es keine klaren
Regelungen gibt, zu doppelten Kosten: Das Unternehmen hält Poolfahrzeuge vor und erstattet
parallel privat Kosten.
Positionierung des Bundesverbandes
Der Bundesverband Fuhrparkmanagement mit
inzwischen rund 300 Mitgliedsunternehmen von
fünf bis über 20.000 Fahrzeuge hat sich zu einer
gewichtigen Interessenvertretung entwickelt
und mischt sich daher ab sofort als Stimme der
Fuhrparkbetreiber stärker in politische und mediale Prozesse ein. Hierfür wurde ein Positionspapier beschlossen, das sich an den Leitthemen
Qualifizierung, Kosten & Prozesse, Fahrzeuge
sowie Umwelt & Gesellschaft orientiert. Zielrichtung des Vorstandsvorsitzenden Marc-Oliver
Prinzing ist es, wie es sich für eine gute Lobby-
Gruppe gehört, künftig schon zu Zeiten
der Gesetzesfindung
politischen Einfluss
auszuüben, um neue
Gesetze im Interesse
der Mitglieder gezielt
mitzugestalten. Das
Positionspapier des
B u n d e s v e r b an d e s
finden Sie komplett
unter www.fuhrparkverband.de.
Nicht nur Arbeit
Nach der Arbeit kam
das Vergnügen: Dieses spendierte Erich
Sixt als langjähriger
Partner des VDR. Der
Autovermieter lud zu
einer großen Abendparty in das Wasserwerk Berlin, wo fleißig „genetzwerkt“
wurde. Erich Sixt,
dessen Erfolg sicher
Leitthemen 2014 des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement
auch seinen pfiffigen
Werbesprüchen zu
verdanken ist, hatte in seiner Rede zur Abendveranstaltung auch leicht können wir in einigen Jahren dennoch
wieder eine Idee für ein neues Sixt-Werbeplakat über BER zu einer der nächsten Veranstaltungen
in Berlin direkt am neuen Flughafen: „Niemand von VDR und Bundesverband Fuhrparkmanagehat die Absicht, einen Flughafen zu errichten“ ment fliegen. Aber sicher noch nicht zur Herbstkönnte ein effektvoller Eyecatcher sein. Viel- tagung des VDR im November.
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MANAGEMENT
Erfahrungsaustausch
Bereits zum achten Mal luden die Veranstalter EUROGARANT AutoService AG, New
Projects Insurance & Finance
Broker GmbH & Co. KG sowie
die AUTOonline GmbH zur
Fuhrpark-Lounge ein. Neben interessanten Vorträgen
aus dem weiten Feld des
Fuhrparkmanagements bot
sich auch diesmal allen Teilnehmern viel Raum für den
Erfahrungsaustausch in lockerer Atmosphäre. Wir von
Flottenmanagement waren
exklusiv vor Ort und haben
interessante Eindrücke gewinnen können.
Unter dem Motto „Meet your expert“ trafen sich
am 15. und 16. Mai im Landhaus Hotel Waitz in
Mühlheim-Lämmerspiel bei Frankfurt am Main
Flottendienstleister und Fuhrparkmanager, um
die neuesten Entwicklungen im Flottenbereich
zu diskutieren. Passend dazu orientierten sich
die Vorträge des ersten Tages vor allem an zukünftigen Themen. Neben der Präsentation zukunftsweisender Flottenmanagementsoftware
der CORALIX GmbH durch Thomas Mitsch und
Thorsten Burgdorff warf Professor Dr. Michael
Schreckenberg in bekannt lockerer Art und Weise verschiedene Fragen zu aktuellen Verkehrsthemen auf. Dabei kamen unter anderem die
Bernd Franke (Mitte) im Gespräch mit Thorsten Fiedler,
Andreas Nickel, Christian Schultz und Guido Kalter
(v. li. n. r.)
Prof. Dr. Schreckenberg erläuterte den Veranstaltungsgästen unter anderem, wie Staus entstehen oder wie die
Mobilität von morgen aussehen könnte (li. u.)
An der Carrera-Bahn von AUTOonline wurden zum Teil
harte Duelle ausgefochten (u.)
34
Flottenmanagement 3/2014
MANAGEMENT
Themen Pkw-Maut, Punktereform und Blitzermarathon zur Sprache. Darüber hinaus stellte
der Stauforscher der Universität Duisburg-Essen neue Ansätze zum Automobil der Zukunft
vor und berichtete von dem zurzeit laufenden
UR:BAN-Projekt, das sich mit der Mobilität in
Städten und Ballungsräumen beschäftigt.
Zwischen den beiden Vorträgen gab es eine
Praxisvorführung im Hotelgarten, bei der die
Vorzüge von Smart-Repair-Lösungen im Dellenbereich anschaulich gezeigt werden konnten.
Dabei durfte auch der eine oder andere Fuhrparkleiter selbst zur Werkzeugkiste greifen, um
eine Delle herauszudrücken. Nach den Präsentationen und Vorträgen boten das gemeinsame
Abendessen und der anschließende Besuch der
Fledermaus Bar die Möglichkeit, den Tag entspannt ausklingen zu lassen. Krawatten waren
am Abend ausdrücklich nicht erlaubt, im Fokus
stand vielmehr das lockere Treffen alter und
neuer Gesichter in der Fuhrparkbranche. In der
gemütlichen Atmosphäre der Bar konnten neue
Kontakte geknüpft, Netzwerke gepflegt und
eigene Erfahrungen im Bereich Fuhrparkma-
nagement in vielen Gesprächen ausgetauscht
werden.
Die Teilnehmer hörten viele interessante Vorträge in
entspannter Atmosphäre (o. li.)
Der zweite Tag der Fuhrpark-Lounge begann mit
einem Vortrag über Körpersprache und Ausdruck
in Kunden- oder Mitarbeitergesprächen des Diplom-Psychologen Dr. Matthias Schwarz. Sehr
lebendig veranschaulichte der Rhetorik- und
Verkaufstrainer, wie wichtig auch die nonverbale Kommunikation ist, möchte man möglichst
stress- und konfliktfrei seine Ziele erreichen.
Dies ist besonders für den Fuhrparkmanager ein
interessantes Feld, steht dieser doch häufig als
Kommunikationsschnittstelle zwischen Unternehmen und Dienstwagenfahrer. Den Abschluss
des zweitägigen Events gestaltete der Rechtsanwalt und Moderator der Veranstaltung, Joachim Otting, mit seinem Vortrag zum Thema
„Das Schadendreieck – Irrtümer, Fallstricke und
Haftungsfragen bei Kasko- oder Drittschäden“.
Dabei erklärte er, dass es ein Irrglaube sei, dass
die Versicherung des Schädigers die Rechnung
der Werkstatt bezahle. Eigentlich müssen die
Reparaturkosten im Schadenfall von dem Geschädigten selbst übernommen werden. Denn
Der Wonnemonat Mai bescherte allen Teilnehmern sonniges Wetter, sodass viele Gespräche im Freien stattfinden konnten (o. re.)
die Versicherung bezahle nicht die Werkstatt,
sondern den Geschädigten. Dennoch komme
es hier immer wieder zu falschen Ansprüchen
seitens der Versicherer. Daneben wies er darauf
hin, dass Großkundenrabatte bei Reparaturen
an die Versicherungen weitergegeben werden
müssen, ansonsten mache man sich des Betrugs
schuldig. Mit einem gemeinsamen Imbiss endete dann die diesjährige Fuhrpark-Lounge.
Auch in der nunmehr achten Auflage gelang
es den Veranstaltern, eine gute Mischung aus
Vorträgen und Zeit zum Netzwerken in das Programm mit aufzunehmen, sodass die etwa 50
Teilnehmer mit positiven Eindrücken im Gepäck
die Veranstaltung verlassen konnten.
MANAGEMENT
Steffen Zöhke (re.) und
André Sadowski (li.)
vor dem Škoda Superb
Clevere Details
Interview mit Steffen Zöhke (Leiter Verkauf) und André Sadowski (Teamleiter
Großkunden und Sonderabnehmer) bei der Škoda Auto Deutschland GmbH
Flottenmanagement: Herr Zöhke, Herr Sadowski,
mit welchem Hintergrund, aber auch mit welchen
Erwartungen haben Sie die Position bei Škoda
angetreten? Auf welche Erfolge können Sie seit
Amtsantritt zurückblicken?
keit das „A und O“, das wusste ich ja bereits aus
meiner Tätigkeit als Gebietsleiter. Da gab es bei
uns noch intern etwas Arbeit. Jetzt sind wir, auch
durch flache Strukturen, sehr gut aufgestellt und
können jederzeit schnell reagieren.
Steffen Zöhke: Wir waren ja beide auch zuvor
schon viele Jahre für die Marke tätig, von daher
wussten wir, was uns in diesen Aufgabenbereichen
erwartet. Natürlich sind wir die Positionen angetreten, um Verbesserungen zu etablieren. Auch
wenn wir in den letzten Jahren bereits recht gut
aufgestellt waren, gibt es natürlich in jedem Unternehmen Optimierungsbedarf – diesen wollten
wir gemeinsam angehen, und das haben wir seit
einem Jahr auch recht erfolgreich geschafft. Wir
haben den organisatorischen Bereich gestrafft
und neue Prozesse etabliert, sodass wir, was das
Flottenkundengeschäft betrifft, jetzt deutlich
besser aufgestellt sind als vor einem Jahr.
Flottenmanagement: Unter dem Unternehmensmotto „Simply Clever“ möchte Škoda die Kombination aus hohem Nutzwert bei gleichzeitig
einfacher Bedienbarkeit schaffen. Wie spiegelt
sich diese Einstellung in Ihren Modellen wider?
Auf welche Neuheiten können sich insbesondere
Flottenkunden in den nächsten zwölf Monaten
freuen?
André Sadowski: Auch ich bin nach bereits knapp
zehnjähriger Zeit im Großkunden-Außendienst in
diese Position gekommen und wusste daher ebenfalls genau, worum es ging. Mein Ziel war in erster
Linie, die internen Prozesse zu beschleunigen.
Denn in der Angebotsphase ist die Geschwindig-
36
Flottenmanagement 3/2014
Steffen Zöhke: „Simply Clever“ ist unser Unternehmensmotto, das man in unseren Produkten
praktisch erleben kann. Unsere Fahrzeuge haben
alle clevere Details an Bord. Insbesondere gibt es
bei uns sehr gute Lösungen zur Gepäcksicherung,
wir haben viele Ablagen, auch für große Wasserflaschen. Oder nehmen Sie unsere KofferraumBeleuchtung, die man herausnehmen und als
Taschenlampe verwenden kann. Unser Eiskratzer
liegt nicht im Handschuhfach, sondern hinter der
Tankklappe – Sie können diesen also bequem nutzen, bevor Sie das Fahrzeug öffnen. Und es gibt
natürlich den klassischen Schirm in der Tür des
Superb. Insgesamt geht es also auch darum, den
durch die Außenmaße begrenzten verfügbaren
Raum möglichst optimal zu nutzen.
André Sadowski: Gerade Details wie das Fach für
die Wasserflasche ist für einen Außendienstmitarbeiter, der viele Tausend Kilometer pro Monat
im Auto verbringt, ein entscheidendes Detail: Bei
uns bekommt er nämlich stehend eine 1,5-LiterFlasche in die Tür. Auch andere Fahrzeuge haben
sicher Platz für Flaschen – aber nur für kleinere.
Steffen Zöhke: Bezüglich der zu erwartenden
Neuheiten: Noch in diesem Jahr werden wir den
neuen Fabia einführen, zunächst als Hatchback
und dann im Januar als Kombi. Mit dem Nachfolger des Superb werden wir danach die nächste
Stufe unseres Modellfeuerwerks zünden.
Flottenmanagement: Inwiefern profitiert Škoda
als Importmarke davon, Teil des Volkswagen Konzerns zu sein? Welche Vorteile kommen der Marke
hierdurch zugute, inwiefern kann sie sich so von
anderen Importmarken abheben? Welche Bedeutung hat die Konzernzugehörigkeit für das ŠkodaFlottengeschäft?
MANAGEMENT
Citigo
Fabia Greenline
Praktik
Yeti
Steffen Zöhke: Die Zugehörigkeit zu einem erfolgreichen Automobilkonzern wie Volkswagen
ist für uns sehr wertvoll. Wir merken auch, dass
es Verbraucher gibt, welche die Entscheidung
für die Marke Škoda fällen, weil wir eben Bestandteil dieses Konzerns sind. Dennoch hat natürlich jede Marke einen bestimmten Auftrag im
Konzern – wir kämpfen ja nicht gegeneinander
–, und das funktioniert im Markt auch recht gut,
wie die Ergebnisse zeigen. Und das nicht nur bei
unseren Topsellern Octavia und Superb, sondern
auch in Nischen wie mit dem Škoda Yeti.
André Sadowski: Der Vorteil für unsere Kunden liegt ganz klar auf der Hand: Sie können
mit nur einem Großkundenvertrag das gesamte
Spektrum des Konzerns nutzen. Der Fuhrpark
bekommt also aus einer Hand eine Bandbreite
von Fahrzeugen, die er sonst – insbesondere bei
Importmarken – in dieser Form niemals bekommen würde. Das schließt dann auch die zentrale
Betreuung mit ein, und natürlich bieten wir über
die Volkswagen Financial Services AG dann auch
alle konzerneigenen Finanzierungs- und Leasingprodukte, die ein Fuhrpark benötigt.
Steffen Zöhke: Das ist schon ein Vorteil, den ein
großer Konzern bietet – davon profitieren wir
als Familienmitglied natürlich auch besonders,
dass wir auf dieses Know-how bei gewerblichen
Verträgen zugreifen können. Als Marke Škoda
können wir zusätzlich auf die Technologie zugreifen, die der Konzern zur Verfügung stellt.
Auch das bringt Vorteile, die andere Anbieter
nicht haben.
Flottenmanagement: Mit Seat haben Sie auf
Konzernebene einen starken Gegenspieler bei
den Importmarken. Welches Verhältnis haben
Sie zu Ihrer Konzernschwester? Wie groß ist
die Konkurrenz zwischen Seat und Škoda? Gibt
es zwischen den Marken Wanderbewegungen?
Welche Strategien werden konzernseitig von
Steffen Zöhke:
„Der Škoda
Octavia ist
in der dritten
Generation ein
Auto, bei dem
alles stimmt“
den einzelnen Marken, insbesondere jedoch von
Škoda, verfolgt?
Steffen Zöhke: Dass wir uns gut verstehen,
merken Sie schon daran, dass wir im gleichen
Gebäude sind. Die Marke Seat hat genau wie die
Marke Škoda einen strategischen Marktauftrag,
und wir sind so positioniert, dass wir uns nicht
gegenseitig wehtun. Natürlich gibt es wie in der
gesamten Branche vergleichbare Produkte für
ähnliche Zielgruppen. Aber wir grenzen uns da
schon hinreichend ab, um uns nicht gegenseitig
im Wege zu stehen.
Flottenmanagement: Welche Modelle sind im
Bereich Pkw bei Flottenkunden besonders gefragt und warum? Welche Zielgruppen möchten
Sie mit Ihren Modellen im Gewerbekundenbereich ansprechen?
André Sadowski: Grundsätzlich geht es um Gewerbetreibende im Pkw-Segment. Wir sind mit
unseren Fahrzeugen so breit aufgestellt, dass
wir eigentlich keine speziellen Zielgruppen fokussieren. Die Nummer eins im Flottengeschäft
ist ganz klar der Octavia, der knapp 60 Prozent
unseres Volumens ausmacht. An zweiter Stelle
rangiert dann der Superb, und danach verteilt
Octavia Combi
Rapid Spaceback
es sich recht gleichmäßig. Wir haben inzwischen
sieben Modellreihen, als ich vor zehn Jahren angefangen habe, waren es knapp drei.
Flottenmanagement: Was macht den Škoda Octavia so erfolgreich?
Steffen Zöhke: Der Škoda Octavia ist in der dritten Generation ein Auto, bei dem alles stimmt:
gelungenes Design, optimale Raumnutzung bei
kompakten Ausmaßen und das in Kombination
mit den modernen Motoren des VW Konzerns mit
seinen sehr guten CO2 -Werten insbesondere bei
Greenline und Green tec.
Flottenmanagement: Seit Dezember letzten
Jahres steht der Škoda Yeti mit frischem Design
sowie erstmals in zwei Varianten bei den Händlern. Welchen Stellenwert nimmt der KompaktSUV in Ihrer Flottenstrategie ein? Wie kann er
sich gegenüber Mitbewerbern auf dem stetig
wachsenden SUV-Markt behaupten?
Steffen Zöhke: Mit der Karrosserie-Überarbeitung hat der Yeti als Fahrzeug noch mal richtig
gewonnen. Er steht jetzt noch satter und kräftiger da, als er ohnehin schon war. Auch hier haben wir auf sehr kompakte Ausmaße mit einem
sehr markanten Design und eine hervorragende
Innenraum-Nutzbarkeit geachtet. Das erkennt
natürlich auch der Verbraucher, und die aktuellen Verkaufszahlen haben die Erwartungen
deutlich übertroffen, was uns besonders freut.
Flottenmanagement: Nach dem Citigo ist der
Octavia G-TEC das zweite Modell aus dem Hause
Škoda, welches über einen bivalenten Erdgasantrieb verfügt. Wie ordnet sich der Octavia G-TEC
in die Nachhaltigkeitsstrategie „GreenFuture“
ein? Was sind die Kernpunkte dieser Strategie,
und wie können auch Unternehmensflotten davon profitieren? Und sind die Unternehmen bereit, für grüne Technologie auch mehr Geld aus-
Flottenmanagement 3/2014
37
MANAGEMENT
Steffen Zöhke (Mitte) und André Sadowski (re.) erläutern
Ralph Wuttke (Flottenmanagement, li.) unter anderem,
was hinter „Simply Clever“ wirklich steckt
zugeben, oder darf das nur mindestens gleich
teuer sein?
Steffen Zöhke: Jedes Unternehmen möchte möglichst umweltbewusst agieren und Fahrzeuge
nutzen, welche die Umwelt wenig belasten. Da ist
natürlich der Octavia G-TEC das richtige Fahrzeug,
weil es diesem Trend folgt.
André Sadowski: Wir bewegen uns in diesem Segment auf völlig neuem Terrain: Bislang hatten wir
beim Octavia LPG-Varianten, jetzt haben wir auf
Erdgasantrieb umgestellt. Beim Citigo ist das sehr
gut angekommen, beispielsweise bei Pflegediensten, Lieferdiensten und kommunalen Versorgern.
Insofern müssen wir jetzt sehen, ob wir diesen
Effekt auch auf die Kompaktklasse transferieren
können.
Steffen Zöhke: Ob Unternehmen bereit sind, für
grüne Technologie mehr Geld auszugeben, hängt
natürlich sehr von deren Grundwerten ab. Es gibt
Unternehmen, die das als strategisches Ziel verankert haben, und diese sind auch bereit, dafür
einen Ticken mehr auszugeben. Aber dass das ein
breiter Trend im Markt ist, würde ich jetzt nicht
sagen.
Flottenmanagement: Welche nützlichen Ausstattungspakete bietet Škoda für die Flotte – gibt es
spezielle Business-Pakete oder Modelle? Welche
weiteren Extras gibt es jetzt oder zukünftig von
Škoda für den Fuhrpark?
André Sadowski: Unsere beiden Hauptmodelle
Octavia und Superb sind mit Business-Paketen
ausgestattet, in die wir alle flottenrelevanten
Details integriert haben. Das sind beispielsweise
Navigation, Telefon-Freisprecheinrichtung oder
Gepäcknetz-Trennwand. Beim Octavia geht das
dann von der einfachen Ausstattung bis hin zur
großen Navigation mit Assistenzsystemen in drei
Abstufungen, beim Superb sind es zwei unterschiedliche Business-Pakete.
Steffen Zöhke: Wir bieten für die businessrelevanten Modelle ein oder mehrere Business-Pakete
mit Preisvorteil. Das machen wir immer auch daran fest, wie sich der Verkauf entwickelt und wie
das Angebot angenommen wird beziehungsweise
was der Flottenmarkt nachfragt.
Flottenmanagement: Welche Dienstleistungen
bieten Sie Ihren Flottenkunden, womit gehen Sie
auf die unterschiedlichen Bedürfnisse, die innerhalb dieser Zielgruppe variieren, ein? Mit welchen Services
Škoda-Flottengeschäft 2013/2014
stellen Sie die Betreuung über
Verkaufte Einheiten letzten 12 Monate
40.143 (01.05.2013–30.04.2014, AaK)
die Laufzeit, die Abwicklung
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr
45%
anfallender Reparaturen/Inspektionen oder auch die FiVerteilung des Flottengeschäfts in %
Kleinwagen: 13%; Kompaktklasse: 57%;
nanzierungsmöglichkeiten der
Mittelklasse: 20%; SUV: 10%
Fahrzeuge sicher?
38
Topseller im Flottengeschäft
1. Octavia Combi/2. Superb Combi/3. Fabia Combi
Flottenrelevante Produktneuheiten in
den nächsten 12 Monaten
Fabia/Fabia Combi, Superb
Anteil Leasing/Kauf in %
60% Leasingfinanzierung
Garantiebedingungen
2 Jahre ohne Kilometerbegrenzung
Inspektionsintervalle
flexible Wartungsintervalle, max. 30.000 km
oder 2 Jahre
Kooperationspartner/Banken
Volkswagen Financial Services AG
Ansprechpartner Key-Account-Geschäft
André Sadowski
Internetseite für Flottenkunden
durch neue CI gerade im Aufbau
Flottenmanagement 3/2014
Steffen Zöhke: Da haben wir
natürlich mit unserem Konzerndienstleister, der Volkswagen Financial Services AG
in Braunschweig, den größten
Dienstleister im Rücken. Damit
haben wir alle Angebote, die
ein Gewerbekunde heute fordert, zur Verfügung: Leasing in
allen Varianten, Finanzierung,
Wartung & Verschleiß, Aktionstarife, Versicherung – wir können hier alles anbieten.
Flottenmanagement: Welche Ziele haben Sie
sich mittel- und langfristig gesetzt; was wollen
Sie mit und für Škoda noch erreichen?
André Sadowski:
„In der
Angebotsphase
ist die
Geschwindigkeit
das ‚A und O‘“
Steffen Zöhke: Als größte Importmarke sind wir
schon einige Jahre im Markt unterwegs. Natürlich haben wir aber noch neue Ziele: Wir wollen
in Deutschland als große Volumenmarke wahrgenommen werden und müssen daher gerade
im gewerblichen Bereich weiter wachsen. Im
deutschen Privatmarkt sind wir schon die drittstärkste Marke – im gewerblichen Bereich (noch)
nicht, das wird auch schwierig. Nichtsdestotrotz
haben wir uns zum Ziel gesetzt, im gewerblichen
Bereich weiter zu wachsen – und zwar sowohl
bei den sogenannten Small Commercials wie
auch im Großkundenbereich. Ich glaube, dass
wir noch nicht in jedem Fuhrpark angekommen
sind. Die kennen vielleicht die Marke, wissen
aber nicht, was die Marke bietet, welche tollen
Produkte und Services wir anbieten.
André Sadowski: Wir lösen, wenn die Fuhrparkleiter einmal in unserem Auto sitzen, noch
immer einen großen Aha-Effekt aus, weil diese sich eben lange nicht wirklich mit den Entwicklungen der letzten zehn Jahre bei Škoda
beschäftigt haben. Dabei sind wir durchaus
eine Marke mit langer Tradition: Škoda wird im
kommenden Jahr 120 Jahre alt. Wir bauen seit
fast 110 Jahren Autos und sind eine der ältesten
Automobilmarken der Welt. Škoda versteht sein
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MANAGEMENT
Flotten-Trends
Das 2002 von Arval entwickelte CVO-FuhrparkBarometer stellte kürzlich die Flotten-Trends auf Basis
ihrer jährlichen Fuhrparkleiter-Befragungen vor. Basis
hierzu waren 4.560 Interviews im ersten Quartal
des Jahres, 301 davon in Deutschland. Die wichtigsten
Trends und Fakten haben wir für Sie zusammengestellt, getrennt nach der Mitarbeiteranzahl in den
befragten Unternehmen.
Grafik 1: Wachstumspotenzial der Fuhrparks in den nächsten drei Jahren
Grafik 2: Kosten für den Fuhrpark
Wachstumspotenzial
Die deutschen Fuhrparks werden in den nächsten drei Jahren voraussichtlich weiter wachsen,
das ist die überwiegende Meinung der befragten Fuhrparkleiter (Grafik 1). Und: Je größer das
Unternehmen, desto mehr wird die Anzahl der
Flottenfahrzeuge voraussichtlich zunehmen.
Das Auto als Motivations- und Gehaltsumwandlungsinstrument scheint also noch immer hervorragend zu funktionieren, allen Gerüchten
und prognostizierten Trends über Carsharing
und sonstige alternative Verkehrsmittel zum
Trotz. Über alle Fuhrparkgrößen hinweg erwarten rund doppelt so viele Fuhrparkchefs eher
eine Zunahme der Firmenfahrzeuge als eine Abnahme derselben.
Der Wachstumstrend zeigt sich dabei über die
letzten vier Jahre stabil, wobei auch über den
gesamten dargestellten Vierjahreszeitraum die
Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern stärker
und nachhaltiger ihren Fuhrpark vergrößern als
die kleineren und kleinsten Firmen. Beachtlich
ist, dass in keiner Unternehmensgröße, weder
in Deutschland noch in (West-)Europa, durchschnittlich ein Minus zu verzeichnen war.
Kostendruck
Gleichzeitig rechnen knapp 40 Prozent der
Fuhrparkmanager jedoch auch mit einem tendenziell deutlich höheren Kostendruck in der
Flotte – ebenfalls über alle Fuhrparkgrößen
hinweg (Grafik 2). Lediglich gut fünf Prozent
aller Befragten erwarteten ein Sinken des Kostendrucks in ihrer Flotte, knapp genauso viele
waren sich diesbezüglich unsicher. Die deutliche Mehrheit von gut der Hälfte aller Fuhrparkleiter prognostizierte jedoch, dass der Kostendruck entweder gleich bleibt oder zumindest
kein konkretes Thema im Unternehmen sei.
Allerdings zeichnet sich beim Kostendruck zumindest gegenüber dem Vorjahr eine leichte
Entspannung ab: 2013 schien der Fokus auf
Kostenreduzierungen in den Unternehmen aller
Größen doch deutlich höher, als er in diesem
Jahr von der Mehrheit erwartet wird.
40
Flottenmanagement 3/2014
MANAGEMENT
Nutzungsdauer
Downsizing und Downgrading sind unbeliebte
Hebel, um im Unternehmen die Fuhrparkkosten
zu senken. Im Trend liegt offensichtlich eher die
Anpassung der durchschnittlichen Nutzungsdauer der Fahrzeuge. Das macht häufig auch
Sinn: Denn moderne Autos sind oft weniger
anfällig als früher, und auch die Inspektionsintervalle steigen. Warum also nicht „ganz unauffällig“ den Ersatzzeitpunkt um ein paar Monate
oder ein Jahr nach hinten schieben? Dann dürfen die Mitarbeiter weiter ihr gewohntes Modell
auf Firmenkosten fahren, aber dennoch werden
erhebliche Kosten eingespart – solange man es
nicht übertreibt, denn irgendwann dreht sich
der Effekt.
Grafik 3: Entwicklung der durchschnittl. Nutzungsdauer im Vorjahresvergleich
Insgesamt wurde die durchschnittliche Nutzungsdauer in den befragten Fuhrparks 2014 im
zweistelligen Prozentbereich erhöht (Grafik 3)
und zwar sowohl bei Pkw als auch bei den leichten Nutzfahrzeugen. Gerade bei den Pkw war der
Trend um so deutlicher, je größer das Unternehmen ist. Eine Senkung der durchschnittlichen
Nutzungsdauer – sinnvoll etwa, um schneller
von neuen, kraftstoffsparenden Motoren oder
neuen Assistenzsystemen zu profitieren – war
hingegen für recht wenige Unternehmen ein
Thema.
Dafür gibt es bei kleineren Firmen bis 100 Mitarbeiter einen sehr starken Anteil der Unentschlossenen, die bislang offenbar noch überlegen, in welche Richtung sie die Nutzungsdauer
ihrer Fahrzeuge modifizieren sollen.
Auffällig ist, dass gerade größere Unternehmen
eher geneigt sind, die Nutzungsdauer der Pkw
anzuheben, während dies vor allem bei kleineren Unternehmen nicht so stark im Fokus zu stehen scheint.
Vertragslaufzeit Leasing
Zu der prognostizierten Laufzeitverlängerung
in Unternehmen passt, dass die Fuhrparkleiter
Leasingverträge mit Kilometervertrag nur noch
durchschnittlich zu knapp drei Vierteln mit dem
klassischen 36-Monatsvertrag abschließen wollen (Grafik 4). Knapp 16 Prozent der Befragten
tendieren in Richtung 48 Monate, drei Prozent
der Fuhrparkleiter – allerdings nur bei größeren
Unternehmen ab 100 Angestellten – neigen zu
Verträgen mit 42 Monaten Laufzeit. Vertragsdauern von 24 Monaten kommen nur sehr selten,
Verträge mit zwölf Monaten fast gar nicht in den
Flotten vor.
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MANAGEMENT
Grafik 4: Erwartete Vertragslaufzeit für Leasing mit Kilometervertrag
Erstaunlich ist der hohe Wert von 28 Prozent der
Leasingverträge mit einer Laufzeit von 60 Monaten bei Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern, welche auch weitere acht Prozent ihrer
Fahrzeuge über einen Zeitraum von 54 Monaten
leasen. Solche Laufzeiten haben ansonsten nur
noch Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern,
bei kleinen und kleinsten Unternehmen kommt
eine so lange Leasingdauer quasi gar nicht vor.
Das spricht dafür, dass die großen Unternehmen
angesichts ihrer zahlreichen Fahrzeuge wesentlich spitzer kalkulieren und offenbar auch in der
Lage sind, eine Laufzeitverlängerung intern
leichter durchzusetzen.
Grafik 5: Hauptfinanzierungsmethode
Denn eine längere Vertragslaufzeit beziehungsweise Nutzungsdauer kann schnell in geringere
Mitarbeitermotivation umschlagen – letztlich
zahlt der Mitarbeiter, bei erlaubter Privatnutzung und der üblichen Ein-Prozent-Regelung, für
„seinen“ Dienstwagen auch privat einen nicht
unerheblichen Nettobetrag aus seiner Kasse und
erwartet dafür natürlich auch einen angemessenen Gegenwert mit möglichst stets neuester
Technologie.
Finanzierungsmethode
Die hauptsächliche Finanzierungsmethode in
den Fuhrparks ist offenbar direkt proportional
zur Unternehmensgröße (Grafik 5). Die Faustregel lautet: Je kleiner das Unternehmen, desto
eher werden die Fahrzeuge gekauft, größere Unternehmen neigen eher zum Leasing. Dies gilt,
das zeigt die Grafik 5 deutlich, übrigens nicht
nur in Deutschland, sondern im Durchschnitt in
allen befragten europäischen Ländern gleichermaßen.
Der klassische Autokredit spielt in der Flotte bei
den Finanzierungsformen keine Rolle und wenn,
dann nur bei kleineren Unternehmen.
Grafik 6: Verwaltung der Firmenflotte
Größere Firmen bevorzugen Leasingverträge mit
Kilometervertrag, kleinere Unternehmen präferieren Leasingverträge mit Restwertvertrag. Der
hohe Anteil bei der Finanzierungsform „Kauf“
bedeutet übrigens nicht, dass diese Unternehmen die Fahrzeuge komplett aus Eigenmitteln
finanzieren: Diese Antwort beinhaltet auch die
Kreditfinanzierung über beispielsweise die eigene Hausbank.
Wie sehr sich interne Prozesse in Europa anzugleichen scheinen, sieht man sehr schön
bei den großen Unternehmen mit über 1.000
Mitarbeitern: Hier beträgt die Abweichung
zwischen durchschnittlichen deutschen und
gesamt(west-)europäischen Unternehmen gerade einmal ein Prozent. Auch bei Unternehmen
zwischen 100 und 1.000 Mitarbeitern sind die
Unterschiede in der Finanzierungsform im europäischen Vergleich weit geringer als bei kleineren und kleinsten Firmen.
Verwaltungsprozesse
Je größer die eigene Fahrzeugflotte, desto
schwieriger wird offensichtlich die Verwaltung
derselben (Grafik 6). Bei Großunternehmen mit
über 1.000 Mitarbeitern erwarten immerhin 70
Prozent der Fuhrparkleiter, dass die Verwaltung
42
Flottenmanagement 3/2014
MANAGEMENT
ihrer Flotte immer komplexer wird, bei kleinen
Unternehmen bis 100 Mitarbeiter sind das im
Schnitt nicht einmal ein Viertel. Im Gegenteil:
Bei Unternehmen zwischen 11 und 100 Mitarbeitern erwartet die Mehrheit der Befragten
sogar, dass die Flottenverwaltung künftig einfacher wird.
Grafik 7: Einfluss von Fahrverhalten auf die TCO
Der Anteil der Firmen, die eine gleichbleibende
Komplexität in den Verwaltungsprozessen erwarten, ist um so geringer, je größer das Unternehmen ist.
Nutzerbedingte Kosten
TCO, die Total Cost of Ownership, haben sich als
Bewertungskriterium in der Flotte weitgehend
durchgesetzt. Aber nicht nur die Auswahl des
optimalen Fahrzeugs hat einen großen Einfluss
auf die Gesamtkosten, auch der Fahrer selbst
und sein jeweiliger Fahrstil sind ein wesentlicher Kostenfaktor. Das betrifft nicht nur den
Kraftstoffverbrauch, sondern abhängig von der
Fahrweise auch alle anderen Verschleißkosten
wie Bremsen, Reifen oder Anzahl der Bagatellschäden.
Diese Erkenntnis hat sich vor allem in größeren
Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern durchgesetzt: Hier gaben durchschnittlich 40 Prozent
der Fuhrparkleiter an, dass das Fahrverhalten
der Fahrer großen Einfluss auf die TCO hat, weitere 34 Prozent votierten zumindest für mittleren
Einfluss (Grafik 7). Bei kleinen Unternehmen bis
100 Mitarbeiter hingegen waren durchschnittlich sogar noch 18 Prozent der Befragten der
Meinung, dass das Fahrverhalten der Mitarbeiter
überhaupt keinen Einfluss auf die Kosten hätte,
weitere 20 Prozent tippten auf „wenig Einfluss“.
Das mag natürlich auch daran liegen, dass größere Unternehmen eher professionell geschulte
Fuhrparkleiter im Einsatz haben, während bei
kleineren Firmen das Flottenmanagement oft
der Chef, seine Sekretärin oder der Einkäufer
„nebenbei“ mitmachen – und sich aus Zeit- oder
Motivationsgründen eben nicht so tief mit der
Materie befassen.
Fahrzeugauswahl
Die TCO als Hauptbewertungskriterium von
Flottenfahrzeugen hat sich in Deutschland viel
stärker durchgesetzt als im Rest von Europa
(Grafik 8). Quer über alle Firmengrößen entscheiden in Deutschland rund die Hälfte aller Befragten hauptsächlich auf Basis der Gesamtkosten
eines Fahrzeugs, welches davon in der Firma zum
Einsatz kommen sollen. Bei großen Unternehmen ist das noch etwas stärker ausgeprägt, aber
die Tendenz ist überall klar.
(Fortsetzung auf S. 44)
MANAGEMENT
Grafik 8: Hauptkriterium bei der Auswahl der Firmenwagen
In Gesamteuropa hingegen ist der reine Kaufpreis noch eher ein Entscheidungskriterium,
auch wenn es in Großunternehmen schon etwas
ähnlicher ausschaut wie in Deutschland. Lediglich der Kaufpreis entscheidet bei uns durchschnittlich nur noch zu weniger als 20 Prozent
über eine Anschaffung. Rund 15 Prozent aller
Befragten entscheiden markengebunden über
einen Einsatz in der Flotte.
Umweltaspekte spielen bei der Auswahl von
Flottenfahrzeugen mit durchschnittlich deutlich unter zehn Prozent noch immer keine wesentliche Rolle – dieser Faktor ist allerdings um
so wichtiger, je größer das Unternehmen ist.
Der Faktor Steuer – das ist die gute Nachricht
für Herrn Schäuble – ist den allermeisten Fuhrparkleitern zumindest in Deutschland völlig
egal bei der Fahrzeugauswahl.
Grafik 9: Zentralisiertes Reise- und Flottenmanagement
Mobilitätsmanagement
Flottenmanagement führt den Begriff „Mobilitätsmanagement“ schon seit Gründung vor über
zehn Jahren in seiner Unterzeile, und langsam
setzt sich auch in den Unternehmen der Gedanke durch, dass in der Zentralisierung von Reise- und Flottenmanagement noch signifikante
Synergiepotenziale zu heben sind.
Deutschland hinkt hier im europäischen Vergleich ausnahmsweise einmal dem Trend deutlich hinterher (Grafik 9): In den befragten europäischen Ländern zentralisieren durchschnittlich 56 Prozent der Unternehmen diese beiden
kostenintensiven Bereiche, in Deutschland machen das gerade einmal knapp 40 Prozent.
Vor allem bei den deutschen Unternehmen zeigt
sich: Je mehr Mitarbeiter, desto eher wird Reise- und Flottenmanagement ganzheitlich betrachtet. In Gesamteuropa gibt es kurioserweise den umgekehrten Trend.
Grafik 10: Geplante Umweltschutzmaßnahmen in Bezug auf Firmenfahrzeuge
Umweltschutz
In Grafik 8 haben war ja bereits deutlich zu
sehen, dass Umweltaspekte nicht das zentrale Kaufkriterium bei Flottenfahrzeugen sind.
Daher planen die Unternehmen Umweltmaßnahmen auch eher dann, wenn die Maßnahme
gleichzeitig Geld spart oder zumindest keines
kostet (Grafik 10).
Deshalb ist die Hauptmaßnahme in Sachen
Umweltschutz mit deutlichem Abstand die Verlagerung zu Fahrzeugen mit geringerem Kraftstoffverbrauch: 64 Prozent der Befragten sehen
das, über alle Unternehmensgrößen hinweg, als
die geeignete Maßnahme an.
Immerhin noch acht Prozent der Unternehmen
tendieren zu Elektrofahrzeugen, alternative
Verkehrsmittel wie Bus, Bahn oder Fahrrad sind
umso weniger in der Planung, je kleiner das Unternehmen ist.
Auch eine alternative Organisation des Außendienstes ist fast nirgendwo ein Thema, ebenso
spielen die lange Zeit gehypten Heimarbeitsplätze offenbar kaum noch eine Rolle.
44
Flottenmanagement 3/2014
Saubere Leistung:
der Audi A6 Avant 2.0 TDI ultra* mit 4,6 l/100 km.
Weniger ist manchmal mehr – vor allem, wenn es um schonenden Umgang mit Ressourcen
geht. Sein effizienter Motor*, die konsequente Leichtbautechnologie und die verbesserte
Aerodynamik ermöglichen dem Audi A6 Avant 2.0 TDI ultra einen Verbrauch von nur
4,6 l/100 km und einen CO2-Ausstoß von nur 119 g/km. Dies kommt nicht nur der Natur,
sondern auch den Betriebskosten zugute – und macht das derzeit sparsamste Fahrzeug
der gesamten Modellreihe zum idealen Dienstwagen für umweltbewusste Unternehmen,
die Wert auf hochwertiges Design und Audi A6-typischen Fahrspaß legen.
*Kraftstoffverbrauch in l/100 km: innerorts 5,3; außerorts 4,1;
kombiniert 4,6; CO2-Emissionen in g/km: kombiniert 119.
MANAGEMENT
Urlaubszeit ist Reisezeit!
Wenn die Urlaubszeit beginnt, hält es die allerwenigsten Deutschen in den
eigenen vier Wänden. Laut einer Studie der Forschungsgemeinschaft Urlaub
und Reisen (FUR) „fahren“ 77,9 Prozent aller Bundesbürger in Urlaub. Die meisten von ihnen verreisen mit dem Auto. Für viele Dienstwagennutzer käme bei
der nächsten Urlaubsfahrt prinzipiell auch der Firmenwagen infrage. Dabei
sollten allerdings einige wichtige Punkte beachtet werden.
Dienstwagennutzung
Zunächst muss natürlich die Privatnutzung an
sich geklärt sein: Gibt es Einschränkungen bei der
Nutzung im Urlaub? Darf der Wagen nur im Inland
bewegt werden? Wer darf das Fahrzeug überhaupt
führen? In der Regel betreffen diese Fragen nur
Fahrzeuge, die auch zur privaten Nutzung dem
Mitarbeiter überlassen worden sind. Dienstwagen
als reine Arbeitsmittel ohne Bezug zum Arbeitsentgelt des Mitarbeiters kommen für eine Urlaubsfahrt des Arbeitnehmers nicht infrage. Der
zur Privatnutzung überlassene Dienstwagen hingegen gehört zum Arbeitsentgelt dazu und darf
daher prinzipiell auch im Urlaub genutzt werden.
Denn die Lohnzahlungen gehen ja auch während
der Urlaubszeit weiter. Doch Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel: In manchen Fällen darf
das Unternehmen die zum Arbeitsentgelt gehörenden Sachbezüge, einschließlich des Dienstwagens, für die Dauer des Urlaubs einziehen, wenn
eine entsprechende Ausgleichszahlung an den
Arbeitnehmer erfolgt. Dazu muss eine Widerrufsklausel im Überlassungsvertrag vorhanden sein.
Die Ausgleichszahlung muss von dem Arbeitneh-
46
Flottenmanagement 3/2014
mer anstelle des geldwerten Vorteils versteuert
werden.
Darüber hinaus sollte aus Sicht des Arbeitgebers
im Dienstwagenüberlassungsvertrag bereits der
Abschluss einer Haftungsausschlusserklärung für
die in häuslicher Gemeinschaft lebenden Familienangehörigen oder Lebenspartner festgeschrieben sein, um das Unternehmen im Schadenfall zu
entlasten. Außerdem kann im Überlassungsvertrag auch die Übernahme der Tankkosten durch
den Arbeitnehmer bei der Nutzung im Urlaub geregelt werden.
Doch nicht allein die private Nutzung des Dienstwagens bedarf seitens des Unternehmens einer
genauen Regelung, auch die Auslandsfahrt sollte
im Dienstwagenüberlassungsvertrag geklärt werden. Der Arbeitnehmer sollte hierbei darauf achten, dass es keine geografische Einschränkung der
Nutzung gibt. Das Unternehmen kann beispielsweise die geschäftliche und private Nutzung des
Dienstwagens auf das Inland beschränken, um so
den Verschleiß des Fahrzeugs für private Zwecke
zu minimieren. In diesem Fall muss das Unternehmen dann auch keine Ausgleichszahlungen leisten, weil die gesamte Nutzung (auch die berufliche) auf Deutschland beschränkt ist.
Sollte keine dezidierte Regelung für Urlaubsfahrten im Überlassungsvertrag, der Car Policy oder
dem Arbeitsvertrag bestehen, empfiehlt es sich,
vor Antritt der Reise eine schriftliche Genehmigung für die Auslandsfahrt von dem Arbeitgeber
einzuholen. Diese schriftliche Vollmacht des Arbeitgebers, dient der eigenen Absicherung und
ist zugleich ein Beleg für die Nutzungserlaubnis
des Fahrers im Ausland. Gerade im Falle eines
Diebstahls des Wagens oder bei einem Unfall
kann so nachgewiesen werden, dass der Fahrer
das Fahrzeug auch tatsächlich nutzen durfte. Es
ist hilfreich, die Auslandsvollmacht in mehreren
Sprachen einzupacken, damit Kommunikationsprobleme von vornherein ausgeschlossen werden
können. Eine Formularvorlage für eine solche
Vollmacht kann beispielsweise beim ADAC oder
auch auf Allianz Autowelt heruntergeladen werden.
Auslandsversicherung
Bei der Vorbereitung auf den langersehnten Urlaub mit dem Auto sollte an vieles gedacht werden, denn die Länder haben zum Teil sehr unterschiedliche gesetzliche Regelungen. In Dänemark
muss beispielsweise ein Feuerlöscher mit an Bord
sein und bei unseren Nachbarn in Belgien ist das
Rauchen am Steuer verboten. Diese Sonderrege-
lungen hat man nicht unbedingt im Hinterkopf,
wenn man auf fremden Straßen unterwegs ist.
Auch die Frage nach Reservekanistern im Kofferraum ist in Europa sehr unterschiedlich geregelt. Doch Unwissenheit schützt bekanntlich
vor der Strafe nicht, daher sollte man vor Reiseantritt eine gründliche Recherche über die
Rechtslage im Urlaubsland durchführen. Dabei
ist unbedingt auch an den Versicherungsschutz
des Fahrzeugs zu denken. Denn die Regulierung
eines Schadenfalls im Ausland kann unter Umständen eine komplizierte Angelegenheit werden. Bei einem Termin mit dem jeweiligen Versicherungsvertreter sollten daher die wichtigsten Dinge vorab geklärt werden, um einen entspannten Start in den Urlaub zu ermöglichen.
Dies ist in der Regel gegen einen Aufpreis bei
den Versicherungen möglich.
Zunächst sollte in diesem Zusammenhang die
Anerkennung der Versicherung des Fahrzeugs
im Ausland gewährleistet sein. Es empfiehlt sich
die Mitführung der sogenannten Grünen Karte (Internationaler Versicherungsnachweis für
Kraftfahrer), vor allem, wenn die Reise in ein
Land außerhalb der Europäischen Union geht.
Innerhalb der Grenzen des europäischen Staatenverbunds ist durch die Einführung der EUKennzeichen ein hinreichender Versicherungsnachweis bereits am Auto befestigt. Eventuell
ist es für Unternehmen sinnvoll, die Mitführung
der Grünen Karte bereits im Überlassungsvertrag festzuschreiben, um so auf der sicheren
Seite zu sein.
Sollte dann doch ein Unfall geschehen, gilt das
Recht des Landes, in dem der Schaden sich ereignet hat, es sei denn, beide Unfallbeteiligten
kommen aus demselben Rechtskreis. Daher ist
es vorteilhaft, wenn man sich zuvor die wichtigen Telefonnummern notiert hat. Eine davon ist
die des Zentralrufs. Dort wird man zu dem jeweiligen Regulierungsbeauftragten vermittelt.
Jede Autoversicherung hat in den beteiligten
Ländern einen deutschen Regulierungsbeauftragten, der den Unfall bearbeitet und auch bei
der Auszahlung der Geldansprüche hilft. Der
Zentralruf der Autoversicherer ermittelt nach einem Unfall innerhalb der EU sowie in Norwegen,
Island, Liechtenstein und der Schweiz die gegnerische Versicherung. Dazu muss der Anrufer
lediglich das Kennzeichen des Unfallgegners,
das Unfalldatum und das jeweilige Land nennen.
Die Schadenregulierung kann so relativ unkompliziert aus dem Ausland eingeleitet werden.
Allgemein muss mit der Versicherung geklärt
werden, ob geografische Erweiterungen des Versicherungsschutzes außerhalb der EU möglich
sind. Meist werden dafür Prämienaufschläge fällig. Neben dem Nachweis einer gültigen Kfz-Versicherung sollte sich der Fahrer frühzeitig über
die gesetzlichen Mindestdeckungssummen der
Versicherung im jeweiligen Land informieren.
Denn selbst in den Ländern der Europäischen
Union unterscheiden sich die Deckungsrahmen
erheblich. Unter Umständen hat der Reisende im
jeweiligen Land keinen ausreichenden Versicherungsschutz. Eine Übersicht der unterschiedlichen Deckungssummen findet sich auf der Seite
des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (www.versicherung-undverkehr.de). Bei langen Fahrten gemeinsam mit
der Familie ist es gegebenenfalls sinnvoll, einen
weiteren Fahrer temporär eintragen zulassen.
Zuletzt kann der Abschluss eines Auslandsschutzbriefes als Ergänzung zu den bestehenden
Versicherungen sinnvoll sein, um den Dienstwagen samt dessen Insassen abzusichern und im
Schadenfall schnelle finanzielle und logistische
Hilfe zu bekommen. Ist dies nicht bereits durch
den Arbeitgeber geschehen, kann auch der Arbeitnehmer einen solchen Schutzbrief abschließen. Neben den großen Versicherungsgesellschaften bieten auch Autofahrerorganisationen
wie der ADAC solche Auslandsschutzbriefe an.
Hier gilt es zu vergleichen, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unterschiedlich.
Fazit
Die rechtliche Regelung von Urlaubsfahrten
ist von Unternehmerseite entweder im Überlassungsvertrag, im Arbeitsvertrag oder in der
Car Policy zwingend erforderlich. Denn nur so
herrscht rechtliche Klarheit in der Frage nach
der Nutzung des Dienstwagens im Urlaub. Von
Arbeitnehmerseite gilt es, vor Antritt des Urlaubs genau zu prüfen, was der Arbeitgeber in
Bezug auf den Dienstwagen gestattet und was
nicht. Gegebenenfalls müssen hier Erweiterungen der Versicherungsleistungen und Zusatzversicherungen wie ein Auslandsschutzbrief in
Erwägung gezogen werden.
Trotz EUKennzeichen
kommt man
oftmals nicht
um eine zusätzliche „Grüne
Karte“ herum
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MANAGEMENT
Die Themen Gesundheit und
Sicherheit in der Flotte sind
dem Fuhrparkleiter vor allem
durch präventive Maßnahmen
bekannt. Die UVV-Prüfung,
Seminare zur Ladungssicherung oder auch die Kontrolle
von Lenkzeiten zielen darauf
ab, den Arbeitsplatz hinter
dem Steuer möglichst sicher
zu gestalten. Was jedoch als
Risikoquelle häufig vergessen wird, sind akut auftretende Krankheitsfälle wie beispielsweise eine harmlose Erkältung oder Heuschnupfen.
Auch hier muss der Flottenverantwortliche einige Dinge
beachten.
Gesundheits-Check
Allergie, Erkältung und Diabetes
Wenn die warme Jahreszeit beginnt, flüchtet so
mancher Allergiker gerne in den Dienstwagen.
Der Grund dafür ist der Pollenfilter der Klimaanlage. Die Luft, die aus den Düsen strömt, ist
nicht nur angenehm kühl, sondern eben auch frei
von Pollen. Gerade wurde die neue C-Klasse von
Mercedes-Benz mit dem Qualitätssiegel der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF)
ausgezeichnet, weil sie durch eine sehr geringe
Innenraumemission besonders allergikerfreundlich ist.
Der Pollenfilter im Innenraumbelüftungssystem
des Fahrzeugs hat tatsächlich einen nicht unerheblichen Sicherheitsaspekt: Denn Allergieattacken mit tränenden Augen, Niesanfällen und
unter Umständen auch Atemnot beeinträchtigen den Fahrer erheblich. Die Zahl der Allergiker nimmt jährlich zu, dabei ist der sogenannte
Heuschnupfen eine der häufigsten Allergien in
Deutschland. Laut einer Befragung des OnlinePortals AutoScout24 leiden etwa ein Drittel der
deutschen Autofahrer unter Heuschnupfen. Damit der Dienstwagen auch weiterhin ein pollenfreier Rückzugsort bleibt, ist es wichtig, dass der
Filter regelmäßig ausgetauscht wird – am besten
alle sechs Monate. Der Fahrer sollte darüber hinaus darauf achten, mit geschlossenem Fenster
zu fahren und den Innenraum häufig zu säubern.
Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen kommen starke Allergiker meist nicht umhin, Medikamente
zur Linderung der allergischen Reaktionen zu
nehmen. Etwa 40 Prozent der Heuschnupfenpatienten greifen auf verschiedene Medikamente zurück. Diese Antihistaminika können jedoch unter
Umständen die Fahrtauglichkeit einschränken,
denn viele verursachen Müdigkeit und führen
zu Konzentrationsschwächen. Daher empfehlen
48
Flottenmanagement 3/2014
Verkehrsmediziner, die Medikamente am Abend
einzunehmen.
Generell wird die Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit des Fahrers durch Medikamente allzu oft
unterschätzt. Besonders wenn die Arznei aus der
privaten Hausapotheke selbst verschrieben worden ist. Etwa fünf Prozent aller in Deutschland
zugelassenen Medikamente wirken sich negativ
auf die Fahrtauglichkeit aus. Darunter sind auch
herkömmliche Mittel gegen Allergien, Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Magen-Darm-Erkrankungen und Erkältung. Eine Nebenwirkung der
meisten Medikamente ist Müdigkeit, in manchen
Fällen treten auch Schwindel, Übelkeit, Sehstörungen, Konzentrationsschwäche oder starke
Blutdruckschwankungen auf. Zudem führt die
Linderung der Krankheitssymptome dazu, dass
man sich fahrtüchtiger fühlt, als man vielleicht
ist. Der Fahrer sollte sich daher immer über die
Nebenwirkungen der Medikamente auf dem Beipackzettel informieren. Darüber hinaus bietet der
Deutsche Verkehrssicherheitsrat (www.dvr.de/
medikamente/) eine gute Informationsübersicht
zum Thema Medikamenteneinfluss im Straßenverkehr.
Die Erkältung im Winter oder der Allergieanfall im
Frühjahr sind akut auftretende Krankheiten. Diabetes hingegen begleitet den Betroffenen ein Leben lang. Dennoch ist auch hier die Gefahr einer
plötzlichen Unterzuckerung und damit verbundenen Bewusstlosigkeit nicht ausgeschlossen. Daher wird auch ein ärztliches Attest verlangt, sollte
ein Diabetiker einen Berufsführerschein machen
wollen. Autofahrer mit Diabetes sollten immer
Traubenzucker in Griffnähe bereithalten, um eine
eventuell drohende Ohnmacht hinter dem Steuer
zu verhindern. Ohne die regelmäßige Kontrolle
des Blutzuckerwertes vor Antritt einer Fahrt besteht zudem die Gefahr des Führerscheinverlustes, sollte ein Unfall aus einer Unterzuckerung
des Verkehrsteilnehmers entstanden sein.
Teilschuld
Die Frage, die sich nun vermutlich die meisten
Fuhrparkleiter stellen, ist: Wer haftet, sollte
doch einmal ein Unfall mit dem Dienstwagen
nachweislich unter Medikamenteneinfluss geschehen? Ab wann kann ein Fuhrparkleiter mit
haftbar gemacht werden, sollte ein Kollege
krankheitsbedingt einen Verkehrsunfall verursachen? In solchen Fällen ist eine Mithaftung
des Fuhrparkverantwortlichen durchaus nicht
ausgeschlossen. Waren bei Schadenfällen oder
gar Unfällen mit dem Dienstwagen Arzneimittel
oder Alkohol im Spiel, trifft den Flottenmanager
unter Umständen eine Teilschuld. Denn das Unternehmen als Fahrzeughalter trägt nach dem
Strafgesetzbuch (§ 14 Abs. 1) die Verantwortung
dafür, dass der Fahrer eines Firmenwagens auch
fahrtüchtig ist. Da in den meisten Fällen ein
Flottenmanager delegiert worden ist, kann dieser als Sekundärverantwortlicher ebenfalls im
Falle eines Verstoßes oder Unfalls herangezogen
und bestraft werden.
Die Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass
der Flottenverantwortliche im jeweiligen Einzelfall Kenntnis davon hat, dass der Fahrer Medikamente zu sich genommen hat. Ähnlich wie beim
Alkoholkonsum auf der Weihnachtsfeier ist der
Fuhrparkmanager nur dann dazu verpflichtet, die
Autoschlüssel des Betreffenden einzukassieren,
wenn offensichtliche Ausfallerscheinungen des
Dienstwagenfahrers zu erkennen sind. Der Fahrer
indes ist nicht verpflichtet, über die Einnahme
von Medikamenten Auskunft zu erteilen.
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MANAGEMENT
Hätten Sie’s gewusst?
Eigentlich kennen wir uns alle gut aus im Straßenverkehr. 90 Prozent der Autofahrer geben in Umfragen
regelmäßig an, dass sie sich selbst zu den zehn Prozent der besten Fahrzeuglenker zählen. Aber Verkehrsregeln ändern sich, die theoretische Prüfung ist oft lange her, und es gibt viele kleine Gemeinheiten im Verkehrsrecht – diese beleuchten wir in unserer neuen Rubrik. Darf ein Fußgänger einen Parkplatz blockieren,
und ist der alte Spruch „Wer auffährt, ist immer Schuld“ wirklich immer richtig? Dies und mehr gibt es in jeder
Ausgabe des Flottenmanagement.
Darf eine Person als Fußgänger einen Parkplatz
frei sperren?
Angesichts der Tatsache, dass in den Städten zu
Stoßzeiten 40 oder sogar mehr Prozent des Verkehrsaufkommens Parksuchverkehr ist, werden
Parkplätze zu einem begehrten Gut. Nicht selten
kochen dabei die Emotionen hoch, wenn es für
eine freie Parklücke mehrere Interessenten gibt.
Eine beliebte Methode, sich eine solche Parklücke zu sichern, ist das Vorausschicken des Beifahrers oder anderer Personen, die diese dann
gegen andere Parkinteressenten verteidigen
(sollen). In § 12 Absatz 5 der StVO steht klar geschrieben: „An einer Parklücke hat Vorrang, wer
sie zuerst unmittelbar erreicht (…).“ Das gilt
auch für den Fall, dass man zuerst vorbeifährt,
um dann rückwärts einzuparken, oder wenn man
darauf wartet, dass eine Parklücke erst frei wird.
Interessant ist, dass der Vorrang an die Fahrtrichtung gekoppelt ist: Selbst wenn auf der gegenüberliegenden Seite jemand eher da war, so
hat der Fahrer in Fahrtrichtung der Parklücke
Vorrang. Das gilt deshalb, weil von der gegenüberliegenden Seite nicht unmittelbar eingeparkt werden kann und der Vorrang nicht zu einem „Kampf um den Parkplatz“ eskalieren darf.
Wenn nun ein Fußgänger die Parklücke frei
sperrt, so liegt eine Behinderung, aber keine
Nötigung vor, da er den Fahrer des behinderten Fahrzeugs nicht zu einem unangemessenen
Handeln veranlasst. Aufgrund der Behinderung
begeht der Fußgänger allerdings eine Ordnungswidrigkeit.
Dem so behinderten Fahrer ist es dann sogar
erlaubt, mit sanftem „Wegdrängeln“ den Fußgänger aus der Parklücke zu vertreiben. Durch
wiederholtes Anhalten sollte er dem Fußgänger
dabei die Zeit lassen, sich zu entfernen. Wer allerdings in rücksichtsloser Weise auf den Fußgänger zu- beziehungsweise diesen anfährt und
ihn womöglich verletzt, begeht eine strafbare
Nötigung.
Wann ist der Einsatz der Warnblinkanlage erlaubt?
Die Benutzung des Warnblinklichtes wird in § 16
Absatz 2 der StVO klar geregelt. Denn anders als
Omnibusse beim Ein- und Aussteigen dürfen Pkw
die Anlage nur beim Liegenbleiben (§ 15) und
beim Abschleppen defekter Fahrzeuge (§ 15a)
einschalten. Motorräder dürfen übrigens nicht
abgeschleppt werden.
Zudem darf der Warnblinker in Gefahrensituationen eingeschaltet werden. Insbesondere, wenn
von einem selbst eine Gefahr ausgeht oder wenn
man andere vor einer Gefahr warnen möchte –
wie beispielsweise vor einem nahenden Stauende
– oder bei besonderes langsamer Fahrt auf Au-
50
Flottenmanagement 3/2014
tobahnen oder anderen Straßen mit schnellem
Verkehr (siehe „Hätten Sie‘s gewusst?“ in Flottenmanagement 1/2014).
Allerdings wird der Warngedanke häufig falsch
verstanden, also beispielsweise beim kurzen
Anhalten in einem absoluten Halteverbot, um
einen kurzen Einkauf zu tätigen. Man stellt dann
vielleicht wirklich eine Gefahr für andere dar,
aber das Halteverbot bleibt natürlich in Kraft.
Eigentlich wird die Sache durch das Blinklicht insoweit schlimmer, als dass man nicht nur verboten geparkt, sondern die Warnblinkanlage auch
noch unerlaubt eingesetzt hat.
MANAGEMENT
Wie ist die Schuldfrage bei Auffahrunfällen geregelt?
Auffahrunfälle gehören praktisch zum alltäglichen Verkehrsgeschehen. Jeder zehnte Unfall mit
Personenschäden geht auf zu dichtes Auffahren
zurück. Bei der Schuldfrage gerät natürlich immer
zuerst der Auffahrende in den Fokus. Allerdings
hat bei Unfällen generell derjenige Schuld, der
vorsätzlich oder fahrlässig gegen Verkehrsregeln
verstößt und dadurch einen Unfall verursacht.
Schaut man in § 4 Absatz 1 der StVO, so steht dort:
„Der Abstand zu einem Vorausfahrenden muss in
der Regel so groß sein, dass auch dann hinter
diesem gehalten werden kann, wenn plötzlich
gebremst wird. Wer vorausfährt, darf nicht ohne
zwingenden Grund stark bremsen.“ Nun gibt es
ja für den Sicherheitsabstand zum Vorausfahrenden die Faustregel des „halben Tachoabstandes“
(„2-Sekunden-Weg“). Dies gilt allerdings für gewöhnliche Verhältnisse. Bei witterungsbedingten
schlechten Sichtverhältnissen muss der Abstand
größer sein, im Großstadtverkehr kann er kleiner
sein (etwa drei Pkw-Längen).
Eine Gefährdung des Vorausfahrenden ist dann
anzunehmen, wenn der Zeitabstand nicht nur
sehr kurze Zeit geringer als 0,8 Sekunden ist,
also unterhalb der Hälfte des Sicherheitsabstandes. Besonders gerne missachtet und daher hervorzuheben ist, dass beim Einscheren nach einem
Überholvorgang der Sicherheitsabstand auch
nach hinten eingehalten wird.
Nach erstem Anschein hat zwar der Auffahrende
Schuld, der Vorausfahrende darf aber nur stark
bremsen, wenn als zwingender Grund eine ernste Gefahr vorliegt oder nachfolgender Verkehr
gar nicht oder in ausreichend großem Abstand
existiert. Nicht zwingende Gründe sind beispielsweise das zu späte Erkennen einer Parklücke
(siehe oben), das plötzliche Erkennen eines Blitzers und eine kurze Beeinträchtigung der Sicht
durch Spritzwasser. Bei Kleintieren ist scharfes
Bremsen nur erlaubt, wenn keine Gefährdung
von Menschen oder bedeutenden Sachwerten
entsteht. Ein in kurzem Abstand folgender teurer
Sportwagen wäre ja beides …
Wichtig ist vor allem, dass den Auffahrenden die
Beweislast trifft. Problematisch sind Hindernisse, die erst sichtbar werden, wenn der Vordermann den Fahrstreifen wechselt. Dort wird die
Schuld deutlich abgesenkt (beispielweise auf 30
Prozent). Kritisch sind Fälle, in denen der Vorausfahrende dem Nachfolgenden durch scharfes
Bremsen eine Lehre erteilen will. Dies ist ein unzulässiger Akt der Selbstjustiz und widerspricht
dem Gebot der Vorsicht und Rücksichtnahme, der
vermeintliche „Lehrer“ haftet dann alleine.
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Überführung. x)LUPHQDXWRGHV-DKUHVk,6K)63257,PSRUWVLHJHULQGHU.DWHJRULH0LWWHONODVVH
Nachrichten • Nachrichten • Nachrichten • Nachrichten • Nachrichten • Nachricchten •
KOMMUNIKATION
52
Software
Fleetster hat ein Telematiksystem zur Unterstützung seiner Carsharing-Software entwickelt. Dabei wird eine separate Software speziell für die Verbindung zwischen der
Hardware und der Daten-Cloud (= Corporate Carsharing Software von fleetster) gebaut. Sie ist nur für die Kommunikation mit Hardware-Einheiten gedacht. Dazu gehören Schlüsselschränke,
Datenboxen und Telematikeinheiten zum Öffnen
der Türen. Integriert werden können beliebig viele
Geräte von beliebig vielen
Herstellern. Der Nutzer
entscheidet, welche Daten wann wohin gesendet
werden. Alle Geräte und
Daten können mit den
fleetster Services verbunden werden und so komplett in die fleetster Corporate Carsharing Software integriert werden.
Kompatibel
Pioneer hat einige der ersten Mediacenter
für den Nachrüstmarkt angekündigt, die
mit Apple CarPlay kompatibel sind. So wird
den Kunden ermöglicht, ihr aktuelles Fahrzeug aufzurüsten, um ihr iPhone im Auto
intelligenter, sicherer und mit noch größerem Spaßfaktor zu nutzen. Die CarPlayFähigkeit wird im frühen Sommer 2014 zur
Verfügung stehen – als Firmware-Update
für zahlreiche Pioneer Geräte in Nordamerika, Westeuropa und Australien. Weitere
Regionen werden im Lauf des Jahres folgen. CarPlay nutzt die Siri-Spracherkennung und das Multitouch-Display der Pioneer Einbaugeräte. So lassen sich iPhoneFunktionen nutzen, ohne die Konzentration auf den Verkehr zu stören. Dank CarPlay
können Besitzer eines iPhone 5s, iPhone
5c oder iPhone 5 Siri nutzen, um Anrufe zu
empfangen und zu tätigen, Nachrichten zu
verfassen und zu beantworten, mit Apple
Maps zu navigieren sowie um Musik, Podcasts und iTunes Radio zu hören.
Kurzumfrage
Arval hat zum Thema modernes Fuhrparkmanagement 111 Fuhrparkentscheider befragt. Neben Anwendungen auf mobilen Endgeräten stand dabei die Nutzung von
Social Media im Fokus der Untersuchung. Die Umfrageergebnisse zeigen: Die Bereitschaft zur Verwendung von Apps für die Fuhrparkverwaltung ist vorhanden. Auch für
die berufliche Nutzung von Social Media gibt es Potenzial. Nur neun Prozent der befragten Flottenentscheider gaben an, dass sie bislang keine Anwendungen auf mobilen Endgeräten verwenden. Dabei sind Apps weit mehr als nur Spielerei, auch für
die Fuhrparkverwaltung sehen die Befragten großes Potenzial. Zwei Drittel glauben,
dass solche mobilen Applikationen in den nächsten zwei Jahren ihre Arbeit, durch die
Bereitstellung von schnellen und übersichtlich aufbereiteten sowie ortsunabhängig
verfügbaren Informationen, erleichtern werden. Rund ein Zehntel meint sogar, dass
Apps das meistgenutzte Fuhrparkverwaltungstool sein werden.
Multimedia
Bosch setzt seine Partnerschaft mit Nissan fort und bietet dem japanischen Hersteller
jetzt ein neues, leistungsfähiges Multimediasystem mit innovativer Navigationsfunktion. Neben einem 7-Zoll-Touchscreen-Farbbildschirm bietet es eine Vielzahl von Komfortund Entertainment-Funktionen in einem Gerät. Dazu gehören zum Beispiel die Nutzung
von Google Local Search und Send-to-Car, eine Bluetooth-Freisprechanlage, Musik per
Audio-Streaming oder Digital Radio und nicht zuletzt eine Smartphone-Integration über
Bluetooth oder USB, ganz gleich ob ein Gerät mit Android- oder iOS-Betriebssystem genutzt wird. Das SD-kartenbasierte Navigationssystem des NissanConnect bietet neben
der Zielführung mit 2D- oder
2,5D-Kartendarstellung verschiedene Fahrerassistenzund Navigationsfunktionen.
Dazu zählen neben der Möglichkeit eine ökonomische
und damit Kraftstoff sparende Route zu wählen, die
dynamische Stauumfahrung,
Fahrspurempfehlungen, die
Anzeige von Ausfahrten, Kurven- und Geschwindigkeitswarner sowie die Verlinkung
mit
navigationsunterstützenden Apps.
Flottenmanagement 3/2014
Nachrüstlösung
Für Flotten und Dienstfahrzeuge bietet Parrot jetzt die Telematikplattformen Parrot ASTEROID Tablet und Parrot ASTEROID Smart auf
AndroidTM-Basis als Nachrüstlösungen. Anwendungen wie Fahrtenbuch, Flottenmanagement
und Auftragsmanagement lassen sich darüber
schnell und kostengünstig umsetzen. Nach
dem Einbau stehen außerdem Radiofunktionen,
eine Freisprechanlage sowie Infotainment-Apps
zur Verfügung. Mit der Öffnung für Telematiklösungen können Hersteller über die Parrot ASTEROID-Entwicklungsplattform ihre bestehenden und neuen Android-Applikationen nahtlos in
Fahrzeuge integrieren. Beide Systeme verfügen
über GPS. Die Verbindung zum Internet erfolgt
über einen UMTS-Stick oder über Tethering mit
einem Mobiltelefon oder Tablet per WLAN, Bluetooth oder USB.
Multifunktional
Mit dem neuen Infotainment-System Volvo Sensus Connect bietet der schwedische Automobilhersteller viele Möglichkeiten an Informationen
und Unterhaltung für die Fahrt. Dazu zählen
Internetzugang, Apps für Musik mit mehr als
80.000 webbasierten Radiosendern und mehr
Komfort bei Reiseplanung, Parkplatzsuche oder
Serviceterminen. Volvo Sensus Connect soll somit die Schnittstelle zwischen Fahrer und Fahrzeug bilden. Die Bedienung läuft über Lenkradtasten oder Sprachsteuerung. Das Angebot an
Apps wird sukzessive ausgebaut und stellt dabei
Kunden in den Mittelpunkt. Das InfotainmentSystem ist in Kombination mit den zwei Audioanlagen High Performance Sound und Premium
Sound für die Volvo 40er- und 60er-Baureihen
sowie für den Volvo V70, Volvo XC70 und Volvo
S80 seit Mai erhältlich.
MEINE MEINUNG
Alternativlos? Konservativ? Von wegen!
Im Editorial der Flottenmanagement-Ausgabe
2/2014 mit der Überschrift: „Alternativlos?“ bezeichnete der Chefredakteur Ralph Wuttke uns
Fuhrparkmanager als „zutiefst konservatives Wesen“ – dazu habe ich eine ganz eigene Meinung,
welche hiermit kundgetan werden soll.
Als gelernter Speditionskaufmann habe ich Benzin im Blut und behalte in stressigen Situationen immer einen kühlen Kopf. Zumal das Thema
„Auto“ meist stark mit Emotionen verknüpft ist.
Viele fahren privat ein Fahrzeug, lesen Automagazine oder sind Mitglied in einem Automobilclub
und meinen, anhand von Testergebnissen, ohne
die betriebseigenen Prozesse und Strukturen zu
kennen, Ratschläge und Tipps zu geben, wie man
doch Geld sparen könne und dabei das Beste fahren kann.
Seit 1995 bin ich als verantwortlicher Fuhrparkmanager eines regionalen Energieversorgers in
Südbaden der Kapitän einer rund 600 Fahrzeuge
großen Fuhrparkflotte, welche auf neun Standorte verteilt ist. Vom Kleinstwagen bis zum 40-Tonner ist hierbei alles vertreten. Seit diesen knapp
zwanzig Jahren als Fuhrparkverantwortlicher
habe ich mit meinen 45 Lebensjahren, davon nun
auch schon wieder eines als Ehemann, etliches
dazugelernt und an Erfahrung sammeln dürfen.
Alternativlos? Nicht bei uns!
Schon 1995 hatten wir einen weißen VW Golf CityStromer mit Bleibatterien im Kofferraum und
darüber hinaus die ersten Erdgasfahrzeuge, darunter den BMW 316eg. Wenn das nicht alternativ
und fortschrittlich ist/war! Seither hat sich viel
getan; die Automobilbranche erlebte einen CNGHype, und das Elektromobil wurde immer weiter
entwickelt.
Unsere Flotte besteht zu über 60 Prozent aus
Erdgasfahrzeugen und mittlerweile sind in unserem Fahrzeugpool auch Elektrofahrzeuge wie der
Mitsubishi i-MiEV oder Hybridfahrzeuge wie der
Toyota Auris Hybrid für alle Mitarbeiter über das
Intranet für dienstliche Fahrten buchbar. Ganz
frisch haben wir einen Audi A3 Sportback g-tron
(Erdgas) bestellt und planen zudem noch, einen
E-Golf oder Audi A3 e-tron zu beschaffen.
Mit der Stadt Freiburg, der VAG (öffentlicher Personennahverkehr) und IKEA haben wir ein Projekt, bei dem drei Vollelektro-Renault Kangoo
Z.E. von den Kunden unentgeltlich ausgeliehen
werden können.
Konservativ? Ich nenne das fortschrittlich!
Okay, von einem Energieversorger erwartet man
das selbstverständlich. Jedoch sind auch wir
nicht vom Kostendruck verschont worden. Unsere Budgets werden trotz ständig wachsender Anforderungen immer weiter gekürzt, was uns dann
dazu bringt, den Fuhrpark so kostengünstig wie
nur irgend möglich zu betreiben. Und dazu gehören leider nicht die heute oft noch teureren
Fahrzeuge mit alternativen Antrieben.
Natürlich verfügen auch wir über eine Green Car
Policy mit einer CO2 -Obergrenze von 120 g/km,
was wir mit Fahrzeugen über Start-Stopp-Technik und GreenTec, BlueMotion, und wie die Modelle alle heißen, auch leicht erreichen.
Zunehmend wandelt sich auch das Bild des reinen Fuhrparkmanagers immer mehr zum Mobilitätsmanager. Wir achten nicht nur auf unseren
eigenen Fuhrpark, sondern sind vielmehr bestrebt, durch Kooperationen mit CarsharingAnbietern, öffentlichem Personenverkehr, mit
Elektrofahrrädern und eigenen Kfz-Pool-Verwaltungen die bestmögliche und für das Unternehmen wirtschaftlichste Mobilität der Mitarbeiter
zu gewährleisten.
Reichweite? Infrastruktur?
Das hat uns noch nie davon abgehalten, für Natur und Mensch die bestmögliche Entscheidung
zu treffen. Gerade wir in Südbaden produzieren
sehr viel Strom mit Solarenergie (beispielsweise
auf dem Stadiondach des Fußballclubs SC Freiburg und dem Gefängnis) sowie Wasserkraft über
eigene Anlagen. Darüber hinaus produzieren wir
auch in eigenen Biogasanlagen den Kraftstoff
für beispielsweise Erdgasfahrzeuge.
Letztlich ist es wie bei allem: Gesunde Lebensmittel, ungiftige Kleidung oder Spielzeug – die
Frage bleibt: Was ist der Kunde bereit, dafür zu
bezahlen?
Autor
Seit 1995 ist Thomas Herbstritt (geb. Wagner)
Fuhrparkmanager des regionalen Energiedienstleisters in Südbaden, entlang des Hochrheins, am südlichen Oberrhein
und im Schwarzwald-Baar-Kreis,
mit Sitz in Freiburg i. Br. Hier ist
er verantwortlich
für den gesamten
Fuhrpark mit über
600 Einheiten an
neun Standorten.
Der gelernte Speditionskaufmann
und spätere Zeitsoldat des deutschfranzösischen Versorgungsbataillons bildete sich
2002 zum Betriebswirt (VWA) weiter und ließ
sich bereits 2001 von der Autoflotte Akademie
in Walluf in fünf Bausteinen inklusive Abschlussarbeit (Klausur) zum Fuhrparkmanager zertifizieren. Als Fachgruppenleiter Infrastruktur ist
er zudem seit 2001 zusätzlich verantwortlich
für das Gebäudemanagement an allen Standorten. Im Jahr 2005 führte er erfolgreich ein
System zur automatisierten Fahrzeugbuchung
von Poolfahrzeugen (internes Carsharing) über
das Intranet ein und konnte so die Auslastung
der Flotte verbessern und den Fahrzeugbestand
reduzieren.
Meiner Meinung nach sind wir Fuhrparkmanager
alles andere als konservativ, auch wenn wir nach
außen hin so wirken, um unsere Budgetgrenzen
einhalten zu können. Denn der Kostendruck
wird immer stärker und uns Fuhrparkmanagern
werden neben steigenden Ansprüchen die Budgets zusammengekürzt. Also was machen wir?
Genau, wir kaufen das günstigste Fahrzeug, und
das ist meist das konservative Angebot eines
Diesels. Auch in Anbetracht unserer Green Car
Policy mit CO2 -Wert-Obergrenze von 120 g/km.
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INNOVATION
54
Geräumig
Der vollelektrische Berlingo Electric ist das jüngste Modell in der Nutzfahrzeugpalette von
Citroën. Wie seine Pendants mit Verbrennungsmotor ist der Berlingo Electric in zwei Längen
verfügbar: L1 (4,38 Meter) und L2 (4,63 Meter). Die Batterien sind vollständig in den hinteren Ladeboden des Fahrzeugs integriert, dadurch beträgt das Ladevolumen maximal 3,7 Kubikmeter in der Ausführung L1 und 4,1 Kubikmeter in der Ausführung L2. Die Nutzlänge des
Ladebodens misst 1,80 Meter beziehungsweise 2,05 Meter und bei vorgeklappter Extenso®Sitzbank sogar 3,00 Meter beziehungsweise 3,25 Meter. Der Franzose besitzt zudem eine
maximale Nutzlast von 510 Kilogramm. Seine Batterien mit Lithium-Ionen-Technologie sind
für eine Reichweite von bis zu 170 Kilometer ausgelegt. Der Einstiegspreis für
den Berlingo Electric beträgt 20.700
Euro (netto) zuzüglich der Kosten für
die Batterie in Höhe von 5.300 Euro.
Die Kosten für die Batterie können
auch über einen separaten Mietvertrag
abgewickelt werden. Bei einer Laufzeit
von 96 Monaten und einer Laufleistung
von 160.000 Kilometern beträgt die
monatliche Miete rund 89 Euro.
Elektromobilität
Alphabet bringt Elektromobilität in einen weiteren Fuhrpark: Der Business-MobilityDienstleister hat jetzt sechs BMW i3 an die Dräxlmaier Group ausgeliefert. Die Fahrzeugübergabe an den weltweit tätigen Automobilzulieferer fand in der BMW Welt in München
statt. Maßgeblich für
die Anschaffung der
ersten E-Fahrzeuge bei
der Dräxlmaier Group
waren die Themen
Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Die sechs
BMW i3 kommen ab sofort am Hauptsitz des
Familienunternehmens
im niederbayerischen
Vilsbiburg zum Einsatz. Als Poolfahrzeuge stehen sie Mitarbeitern für Dienstfahrten zur
Verfügung. Die Integration von eMobility in den bestehenden Fuhrpark ermöglicht die
Komplettlösung AlphaElectric. Hierbei unterstützt Alphabet seine Kunden von der Wahl
des richtigen Fahrzeugs über die passende Ladeinfrastruktur bis hin zu individuell wählbaren Serviceleistungen.
Premiere
Der Kia Soul EV feierte auf der AMI 2014 seine Deutschland-Premiere. Die strombetriebene Version des B-Segment-Modells wird im Herbst dieses Jahres erscheinen. Angetrieben wird das erste Elektrofahrzeug, das Kia weltweit vermarktet, von einem 81,4
Kilowatt starken Elektromotor mit 285 Newtonmeter Drehmoment. Er beschleunigt den
Südkoreaner in 12 Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer und ermöglicht eine
Höchstgeschwindigkeit von
145 Kilometern in der Stunde. Neben einem LithiumIonen-Polymer-Akku mit hoher Energiedichte kommen
neueste Stromspar-Technologien zum Einsatz, inklusive der weltweit ersten reinen
Fahrerplatz-Klimatisierung.
Die Reichweite des Akkus
beträgt 200 Kilometer. Als
erster Kia ist der neue Soul
zudem in einer zweifarbigen
Lackierung erhältlich.
Flottenmanagement 3/2014
Energiewende
Mercedes-Benz hat ein intelligentes Energiemanagement für Hybridfahrzeuge entwickelt,
das den Straßenverlauf vorausschauend berücksichtigt. Ziel des „Intelligent HYBRID“ ist
es, kostenlos zur Verfügung stehende Rekuperationsenergie möglichst vollständig zu nutzen
und gleichzeitig durch den Boost-Effekt des
Elektromotors mehr Fahrspaß zu ermöglichen.
Dazu überwacht es ständig die Topografie vor
dem Fahrzeug. Dies funktioniert nicht nur bei
aktiver Zielführung durch das Navigationssystem, sondern auch, wenn es nicht in Benutzung
ist. Bei der Entwicklung neuer Hybridmodelle
profitiert Mercedes-Benz verstärkt von der Zusammenarbeit mit seinem Formel-1-Rennteam,
das ebenfalls High-Tech-Hybridmotoren zur
Kraftstoffersparnis einsetzt.
Übernahme
Continental wird das bisherige 50:50 Joint
Venture Emitec Gesellschaft für Emissionstechnologie mbH komplett übernehmen. Das
Unternehmen soll in die Division Powertrain
des Zulieferers eingegliedert werden. Emitec
fertigt als Anbieter von Abgastechnologien
unter anderem Metallträger-Katalysatoren,
Partikelfilter-Komponenten und Dosier-Module für die selektive katalytische Reduktion
(SCR). Diese Technologie, durch deren Einsatz
sich der Stickoxid-Anteil von Abgasen durch
das Einspritzen einer Harnstoff-Wasser-Lösung in den Abgasstrang reduziert, wird zukünftig an Bedeutung gewinnen: Angesichts
immer strengerer Abgasgrenzwerte werden
mittelfristig fast alle Dieselfahrzeuge ein
SCR-System benötigen. Künftig wird Continental Powertrain aufgrund des umfangreichen Produktportfolios in der Lage sein,
komplette Systeme zur Emissionsreduzierung
bereitzustellen.
Lösungsansätze
Die Forschungsinitiative UR:BAN (Urbaner
Raum: Benutzergerechte Assistenzsysteme
und Netzmanagement) hat Mitte Mai ihre bisherigen Ergebnisse vorgestellt. Zusammen mit
30 Partnern präsentierte dabei die Volkswagen
Konzernforschung intelligente und kooperative Fahrerassistenzsysteme für den Verkehr von
morgen, die dem Fahrer künftig eine sichere,
stressfreie und zügige Fahrt im komplexen urbanen Verkehr ermöglichen könnten. UR:BAN
arbeitet bereits seit Januar 2012 an innovativen Assistenzsystemen für komplexe Verkehrssituationen im Stadtverkehr. Die Volkswagen
Konzernforschung ist an allen drei UR:BANProjektsäulen „Kognitive Assistenz“, „Mensch
im Verkehr“ und „Vernetztes Verkehrssystem“
beteiligt. Bei der Präsentation wurden alle drei
Systeme zusammen mit der Mensch-MaschineSchnittstelle im dynamischen Fahrsimulator
in realistischen städtischen Fahrsituationen
erlebbar gemacht. Bis zum Projektabschluss
2016 ist die Integration dieser Assistenzsysteme in Versuchsfahrzeuge geplant, sodass sie
im Realverkehr erlebbar sind.
Bereit für die Business Mobility der Zukunft.
AlphaElectric. Die umfassende Lösung
für Elektromobilität.
In nur drei Schritten ermöglicht AlphaElectric die reibungslose Integration von eMobility in Ihre bestehende Flotte:
Zunächst ermitteln wir, welches Elektrofahrzeug für Ihren Einsatzzweck am besten geeignet ist. Im zweiten Schritt
definieren wir die optimale Ladeinfrastruktur. Abschließend wählen Sie aus flexibel kombinierbaren Zusatzleistungen.
Die Mobilität der Zukunft – einfach, effizient und individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten.
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INNOVATION
Tanken während der Fahrt
Erst einmal gegen eine Säule fahren, damit sich
der Wagen betanken lässt? Genau das ist bei einer neuen Ladesäule notwendig. Es handelt sich
um die erste marktreife Ladesäule, die das induktive Laden beim Elektroauto ermöglicht. Das
Andocken mit dem Nummernschild an die Ladesäule löst den Ladevorgang aus: Die Ladesäule
baut ein kräftiges Magnetfeld auf. Das wiederum
wird durch eine sogenannte Ladeplatte hinter
dem Nummernschild in elektrische Energie umgewandelt und in der Batterie gespeichert. „Wir
haben uns gefragt, was Autofahrer am meisten
nervt: das Tanken“, erklärt Sirri Karabag, Entwickler der neuen Säule. Viele hantieren ungern
mit den Kabeln und haben sogar Angst vor dem
Starkstrom beim Ladevorgang.
Eine Angst, die laut Karabag viele im heimischen
Badezimmer aber nicht haben, wenn sie zur
Elektrozahnbürste greifen. „Das müsste doch
auch für das E-Auto möglich sein“, überlegte der
Tüftler. Zusammen mit den Unternehmen Paul
Vahle und Finepower brachte der Hamburger
Elektroauto-Hersteller die Säule zur Marktreife
und hat sogar schon erste Kunden. Auf dem Airbus-Gelände fahren bereits 26 E-Fiat 500 herum
und beziehen ihre Energie aus seiner induktiven
Ladesäule.
„Das induktive Laden hat großes Potenzial“, ist
sich Lennart Stegland, Vice President Electric
Propulsion Systems bei der Volvo Car Group,
sicher. „Die kabellose Technik ermöglicht den
Energietransfer auf komfortable, effektive und
sichere Weise.“ In der Tat kennt fast jeder das
induktive Laden von der elektrischen Zahnbürste aus dem Badezimmer. Die Energie wird dabei
nicht über ein Kabel übertragen, sondern über
ein elektromagnetisches Feld. Die Ladestation
erzeugt via Induktionsspule ein elektromagnetisches Wechselfeld. Diese Leistung empfängt
eine zweite Induktionsspule, die sich im Gegenstück, also in der Zahnbürste oder im Auto, be-
56
Flottenmanagement 3/2014
Quelle: Karabag
Noch ist die Zahl an
Elektroautos verschwindend gering. Zu teuer,
zu wenig Auswahl und
langwieriges Laden hält
Käufer davon ab. Die Industrie arbeitet aber fieberhaft daran, Preise zu
senken und den Ladevorgang möglichst einfach
und bequem zu gestalten. Das induktive Laden
ist daher ein wichtiges
Forschungsfeld für die
elektrische Mobilität. Ein
Blick auf den aktuellen
Forschungsstand.
findet und dort die elektrische Energie zurückverwandeln kann, mit dem sie wiederum die Batterie lädt. „Wir sind davon überzeugt, dass diese
Form des Aufladens die Akzeptanz von Elektroautos beim Kunden erhöhen kann“, meint nicht
nur Volvo-Experte Lennart Stegland.
Noch steht das induktive Laden bei den Elektroautos ganz am Anfang. Elektro-Pionier Karabag
ist der Erste mit einer marktreifen Lösung. Derzeit kostet die Ladesäule noch rund 5.000 Euro.
Sirri Karabag hofft, dass bei einer Serienproduktion der Preis auf 2.000 Euro fällt. Außerdem hat
er einen Nachrüst-Kit entwickelt, dass sich in jedes E-Mobil integrieren lässt. 2.500 Euro kostet
der Kit, der bei entsprechender Serienproduktion auf 300 Euro sinken könnte. Sein Credo: Steht
keine induktive Ladesäule parat, kann man das
Fahrzeug immer noch klassisch per Kabel aufladen.
Gerade die Ladesäule von Karabag zeigt aber,
dass induktives Laden nicht ganz so einfach
ist. Das liegt an zwei Grundbedingungen, die
beim induktiven Laden gegeben sein müssen:
der Abstand und die Position der beiden Spulen.
Theoretisch kann eine energieabgebende Spule
flächenbündig in einen Parkplatz integriert werden. Das E-Auto fährt drüber, die Übertragung
kann beginnen, ganz ohne Kabel und lästiges
Stecken. Freiräume von zehn Zentimetern und
mehr zwischen den beiden Spulen sind derzeit
machbar und völlig problemlos. Und die Übertragung funktioniert auch unabhängig von den
Witterungsbedingungen, egal ob Eis, Schnee
oder Nässe vorhanden sind.
Bleibt nur die Frage, ob der Fahrer sein Fahrzeug
tatsächlich jedes Mal ladeoptimal auf dem Parkplatz positioniert. Weil das nicht garantiert und
erwartet werden kann, gibt es technische Hilfe:
Mit einer sogenannten Kondensatorbank wird
die Induktivitätsänderung nachgeregelt, sodass
die optimale Leistungsübertragung erhalten
bleibt.
Tatsächlich ist der Spulenabstand, also der Luftspalt, weniger problematisch als die Position in
lateraler und transversaler Richtung. Auch bei
diesem seitlichen Versatz kann eine Kondensatorbank helfen. „Für den Spulenabstand gilt,
dass die magnetische Kopplung umso besser ist,
je geringer das Verhältnis von Luftspalt zu Spulendurchmesser ist“, erklärt der Bundesverband
eMobilität e.V. „Neben dem Energieübertragungs-Wirkungsgrad ist für die Systemauslegung
vor allem die über den Luftspalt übertragbare
Leistung relevant – und diese nimmt bei wachsendem Abstand wesentlich schneller ab als der
Wirkungsgrad.“ Bleibt alles stabil in seiner Position, ist ein Wirkungsgrad von 96 Prozent bei
der berührungslosen Energieübertragung drin.
Abweichungen im Zentimeterbereich sind zwar
kein Problem, wird es mehr, schnellen die Verluste in die Höhe.
Weil es keine mechanischen Verbindungen gibt,
lässt sich die Ladung natürlich auch dynamisch
durchführen – und die Geschwindigkeit hat keinen Einfluss auf die Übertragung. Damit könnte
der Traum vom Laden beim Fahren wahr werden.
Genau hier kommen aber die Grundbedingungen
Abstand und Position ins Spiel und machen die
Ladung während des Fahrens zu einem immens
aufwendigen Verfahren. Helfen würde zum Beispiel eine automatische Spurführung des Fahrzeugs. Denkbar wäre es, dass ein in die Straße
verlegtes Primärkabel über eine automatische
Suche der besten Energiedichte als Referenz
genutzt wird. Aber: Erstens müssten die Kabel
entsprechende Lasten vertragen können, wenn
schwere Lkw drüberfahren. Zweitens lassen sich
integrierte oder gar vergrabene Kabel schwer
warten. Und drittens gibt es noch die Elektromagnetische Verträglichkeit, kurz EMV. Gibt es
keinen Empfänger der Strahlung durch ein Fahr-
INNOVATION
Trotz dieser Probleme gibt erste Feldversuche.
Etwa in der englischen Stadt Milton Keynes.
Dort führt der Hersteller Wrightbus zusammen
mit dem Linienbetreiber Arriva, der Universität
Cambridge und weiteren Partnern einen fünfjährigen Feldversuch mit acht E-Bussen durch.
Der Test soll belegen, dass E-Busse genauso
leistungsfähig wie benzinbetriebene sind. 17
Stunden an sieben Tagen sind die Busse auf einer
besonders anspruchsvollen Strecke unterwegs,
geladen werden die Busse induktiv über Platten,
die in der Straße eingelassen sind. Die Organisatoren gehen davon aus, dass eine zehnminütige
Pause reicht, um zwei Drittel der Ladekapazität
nach der 24 Kilometer langen Tour auf einer der
beiden Ladestationen wieder aufzuladen. Auch
im niederländischen ’s-Hertogenbosch fährt ein
Elektrobus täglich bis zu 18 Stunden auf einer
Strecke und lädt sich in den Pausen induktiv auf.
Hinter den speziellen Ladestationen steht das
deutsch-französische Unternehmen ConductixWampfler.
In Deutschland erforscht das Projekt BIPoLplus
seit Anfang 2013 das induktive Laden im Raum
Stuttgart. BIPoLplus – berührungsloses, induktives und positionstolerantes Laden. Partner
sind die Daimler AG (Projektleitung), Robert
Bosch GmbH, Conductix-Wampfler GmbH, EnBW
Energie Baden-Württemberg AG, Porsche AG
sowie die Forschungseinrichtungen DLR – Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, KIT –
Um den kabellosen Energietransport zu gewährleisten, wird eine Aufladeplatte im Boden – beispielsweise in der Garagenauffahrt des Fahrzeugeigentümers – versenkt. Wichtigster Bestandteil der Aufladeplatte ist eine Spule, die ein
magnetisches Feld generiert. Zum Aufladen des Akkus muss das Fahrzeug über der Platte geparkt werden, damit der
Induktionsabnehmer die Energie aus der Platte in das Fahrzeug übertragen kann. Der Energietransport verläuft kontaktlos. Ein Konverter im Fahrzeug wandelt den Wechselstrom in Gleichstrom um und speist damit die Fahrzeugbatterie. Der Akku, der im Volvo C30 Electric zum Einsatz kommt, kann mit maximal 24 kWh aufgeladen werden.
Quelle: Volvo
zeug, strahlt das Primärkabel frei ab – und das
löst bei Menschen gesundheitliche Risiken aus.
Karlsruher Institut für Technologie und die Universität Stuttgart.
In Japan will Toyota das induktive Laden jetzt unter Alltagsbedingungen testen. Auch in London
soll in einem Feldversuch das induktive Laden auf
Parkflächen geprüft werden. Geplant war der Start
mit 50 Autos schon Anfang 2012, hatte der Chiphersteller Qualcomm angekündigt. Mittlerweile
sitzt unter anderem auch Renault mit im Boot und
will seinen Fluence Z.E. beisteuern. 50 Exemplare
sollen künftig als E-Taxi unterwegs sein.
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INNOVATION
Strom aufwärts
Tesla scheint wahr zu machen, was
viele Autoexperten niemals für möglich gehalten hätten: Der Hersteller
bietet eine vollwertige Reiselimousine
mit rein elektrischem Antrieb inklusive Power satt und einer beachtlichen
Reichweite von mehreren Hundert Kilometern. Glauben Sie nicht? Flottenmanagement fuhr das Model S bereits.
58
Wenn es um Elektroautos geht, zucken die Experten selbst namhafter Hersteller zusammen. Alles
kompliziert, geringe Energiedichte bei der Batterie, wenig Reichweite und schlechte Ladeinfrastruktur. Letzteres ist nicht immer von der Hand
zu weisen, doch dafür können die Autofirmen zunächst nichts. Da kommt Tesla um die Ecke, setzt
den Blinker links und fährt mit vollem Schwung
auf die Überholspur. Ein Reichweitenproblem?
Doch nicht mit dem Tesla Model S. Bis zu 500 Kilometer verspricht das Label und schreibt diesen
Wert auch prominent auf die Homepage. Und
wenn nach drei Jahren die Batterie ihren Geist
aufgibt? Kein Problem, Tesla gewährt sogar acht
Jahre Garantie auf den Lithium-Ionen-Speicher.
Auch üppige Kilometerfresserei traut der Elektropionier seinem Akku zu – bis zu 200.000 Kilometer muss er halten, verspricht die Marke. Die
Jungs scheinen ihr Handwerk zu verstehen, warum sonst wollten gestandene Autokonzerne in
Sachen Batterieentwicklung mit den Amerikanern
zusammenarbeiten?
reicht völlig. Vollgas fordert die Nackenmuskulatur heraus, und auch das Gesäß sinkt tief in die
kommoden Sessel. Nach 4,4 Sekunden stehen laut
Werk einhundert Sachen auf dem Tacho – das ist
absolut glaubwürdig. Bei der Höchstgeschwindigkeit regeln die Verantwortlichen mit Blick auf
den Energieverbrauch bei 210 km/h ab, Benzin
nachtanken gestaltet sich im Alltag eben doch
leichter.
So viel Optimismus von Herstellerseite überzeugt
und weckt Lust auf eine Probefahrt. Vorher bitte
bewusst machen, in was für einem Auto man hier
eigentlich sitzt. Limousine mit einer Länge von
4,97 Metern – okay, das klingt nach ausgewachsener Business-Klasse samt jeder Menge Platz.
Noch schnell ein Blick auf die Leistungsdaten, die
haben es nämlich in sich. Beim Testwagen handelte es sich um die stärkste Ausführung P85. Dabei
steht das „P“ für Performance und bedeutet nicht
weniger als 476 ausgewachsene Pferde. Auch das
Drehmoment von 600 Newtonmetern ab der ersten Umdrehung beeindruckt. Dafür brauchte es
schon einen mächtigen Selbstzünder – und der
hielte das Zugkraft-Plateau nicht aufrecht bis
5.300 Touren. Kein Wunder also, dass der Tesla
kein Getriebe benötigt, eine einzige Übersetzung
Bei einer ruhigen Minute inspizieren wir den Innenraum. Der riesige Touchscreen vom Format
eines ausgewachsenen Notebooks unterstreicht
den Zukunftscharakter eines Autos, das längst
Realität ist. Und für eine so junge Marke wie Tesla macht der Viertürer einen wahrlich gut verarbeiteten Eindruck. Ein bisschen Eingewöhnung
bei den Bedienelementen – und man kommt gut
zurecht. Die lautlos agierende Maschine untermauert den komfortablen Einschlag des für 1.764
Euro (netto) luftgefederten Model S; trotz potenter Walzen mit Niederquerschnitten bis zur
35er-Serie pariert der Business-Liner selbst harte Querfugen souverän. Ach ja, auch beim Thema
Kauf denkt das innovative Unternehmen quer –
wo kann man schon ein Auto einfach im Internet
bestellen? Auf der Website gibt es sogar einen
Flottenmanagement 3/2014
Alles auf einen Blick – digitales Armaturenbrett und
Touchscreen dienen als Kommandozentrale (ganz li.o.)
Die kleine Spoilerlippe auf dem Heckdeckel lässt nur im
Ansatz erahnen, welche Power im Model S P85 steckt (li.)
Falls das Heckabteil einmal nicht reichen sollte – der Tesla
hat zwei Kofferräume (li.u.)
Überall aufladbar, egal ob normale Steckdose, Ladesäule oder Tesla Supercharger (o.)
Leasingrechner – der Barpreis für die Topversion
beträgt 73.983 Euro (netto). Unbedingt an Bord
sollte das 2.941 Euro teure „Tech-Paket“ mit Navi
und schlüssellosem Schließsystem. Die coole Begrüßung des Fahrers durch die herausfahrenden
Türgriffe ist stets inklusive.
Tesla Model S P85+
Motor/Hubraum in ccm:
Wechselstrom-Elektro
kW (PS) bei U/min.:
350 (476)/ k.A.
Drehmoment bei U/min:
500 Nm bei 0–5.300
Getriebe:
–
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: –/0 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
4,4/210
EU-Verbrauch/Reichweite in km: 18,1 kWh/100 km/502
Zuladung kg/Ladevolumen l:
k.A./1.045
Typklasse HP/VK/TK:
nicht bekannt
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
0%
Basispreis (netto):
73.983 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: k.A.
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Business-Leasing
2)
ab € 259
Erhältlich ab
€ 20.061 3)
So emotional kann rational sein.
Die Mazda6 Business-Line.
1)
380 Nm Dreh
hmoment Motorleistung
Automatikgetriebe
Chassis
Leichtbau
Fahrspaß
104 g CO2//km 1)
MAZDA FLEET. QUALITÄT ERLEBEN. EFFIZIENZ ERFAHREN.
R`
Ob Sie nach Dienst- oder Flottenfahrzeug suchen: Der Mazda6 vereint
R
]
athletisches, aerodynamisches Design mit der innovativen SKYACTIV Technologie
`
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RECHT
Wenn´s mal wieder teurer wird –
wer trägt das Werkstattrisiko?
Bei der Regulierung von Unfallschäden kommt es
nicht selten vor, dass sich der durch Kostenvoranschlag oder Sachverständigengutachten geschätzte Reparaturkostenaufwand im Zuge der Durchführung einer Reparatur verteuert. Dies mag daran liegen, dass sich erst nach der Demontage von Teilen
herausstellt, wie groß der Unfallschaden tatsächlich
ist. Oder schlicht daran, dass die Beschaffung von
Ersatzteilen länger dauert oder wegen zwischenzeitlicher Kostensteigerungen oder längerer Anlieferungswege teurer geworden ist. Letztlich stellt
sich dann die Frage, ob der Schädiger auch für den
– ohne Schuld des Geschädigten – entstandenen
höheren Herstellungsaufwand bei einer Kraftfahrzeugreparatur aufkommen muss. Die Rede ist vom
Werkstattrisiko.
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat hierzu in einer Grundsatzentscheidung aus dem Jahre 1974
(BGH-Urteil vom 29.10.1974, Az. VI ZR 42/73,
BGHZ 63, 182-189) entschieden, dass der Schädiger bei der Instandsetzung eines beschädigten
Kraftfahrzeugs als Herstellungsaufwand nach
§ 249 Satz 2 BGB grundsätzlich auch diejenigen
Mehrkosten schuldet, die ohne eigene Schuld des
Geschädigten die von ihm beauftragte Werkstatt
infolge unwirtschaftlicher oder unsachgemäßer
Maßnahmen verursacht hat. Dabei ist die Werkstatt nicht Erfüllungsgehilfe des Geschädigten.
Der BGH hat dazu in den Gründen seiner Grundsatzentscheidung weiter ausgeführt, „dass der
Schadensersatz im Sinne von § 249 Satz 2 BGB
ungeachtet der begrifflichen Trennung zwischen
den erforderlichen und den vom Geschädigten
tatsächlich aufgewendeten Herstellungskosten
nicht verlangt, dass der geschuldete Betrag etwa
nach dem typischen Durchschnittsaufwand normiert wird.“ Denn es besteht ja die Verpflichtung
des Schädigers, den Geschädigten wirtschaftlich
so weit wie möglich so zu stellen, als ob der Unfall
nicht eingetreten wäre. Deshalb muss der Schadensersatz nach § 249 Satz 2 BGB so bemessen
sein, dass der Geschädigte im Zusammenhang
mit der Schadensregulierung – sofern er nur wirtschaftlich vernünftig verfährt – nicht reicher,
aber auch nicht ärmer wird. Der danach „erforderliche“ Herstellungsaufwand wird nicht nur durch
Art und Ausmaß des Schadens, die örtlichen und
zeitlichen Gegebenheiten für seine Beseitigung,
sondern auch von den Erkenntnis- und Einflussmöglichkeiten des Geschädigten mitbestimmt, so
auch durch seine Abhängigkeit von Fachleuten,
die er zur Instandsetzung des Unfallfahrzeugs
heranziehen muss.
Diese nach § 249 Satz 2 BGB mitzuberücksichtigenden Umstände schlagen sich unter anderem
in Umfang und Verlauf der Instandsetzungsarbeiten sowie in den Reparaturkosten nieder, die
60
Flottenmanagement 3/2014
dem Geschädigten von der Werkstatt berechnet
werden. Zwar sind diese Kosten begrifflich nur
ein Anhalt zur Bestimmung des erforderlichen
Reparaturaufwands, der sich nach dem richtet,
was zur Instandsetzung des Unfallfahrzeugs von
dem Geschädigten bei wirtschaftlich vernünftigem Vorgehen aufgewendet werden muss. Auch
muss sich der Geschädigte bei der Auftragserteilung sowie bei den weiteren Vorkehrungen für
eine ordnungsmäßige, zügige Durchführung der
Reparatur von wirtschaftlich vertretbaren, das
Interesse des Schädigers an einer Geringhaltung
des Schadens mitberücksichtigenden Erwägungen leiten lassen. Es darf aber nicht außer Acht
gelassen werden, dass seinen Erkenntnis- und
Einwirkungsmöglichkeiten bei der Schadensregulierung regelmäßig Grenzen gesetzt sind, dies vor
allem, sobald er den Reparaturauftrag erteilt und
das Unfallfahrzeug in die Hände von Fachleuten
übergeben hat. Auch diese Grenzen bestimmen
das mit, was „erforderlich“ ist.
Es würde dem Sinn und Zweck des § 249 Satz 2
BGB widersprechen, wenn der Geschädigte im
Verhältnis zu dem ersatzpflichtigen Schädiger mit
Mehraufwendungen der Schadensbeseitigung belastet bliebe, deren Entstehung seinem Einfluss
entzogen ist und die ihren Grund darin haben,
dass die Schadensbeseitigung in einer fremden,
vom Geschädigten, wohl auch nicht vom Schädiger kontrollierbaren Einflusssphäre stattfinden
muss. Insoweit besteht kein Sachgrund, dem
Schädiger, das „Werkstattrisiko“ abzunehmen,
das er auch zu tragen hätte, wenn der Geschädigte ihm die Beseitigung des Schadens nach § 249
Satz 1 BGB überlassen würde. Insoweit besteht
also kein Anlass, das Werkstattrisiko auf den Geschädigten überzuwälzen.
Ebenso wenig ist eine Belastung mit diesem Risiko deshalb angezeigt, weil der Geschädigte für
das Verschulden von Hilfspersonen bei Erfüllung
seiner Obliegenheiten zur Schadensminderung
nach § 254 Abs. 2 Satz 2 iV mit § 278 BGB einstehen müsste. Denn bei der Bewertung des „erforderlichen“ Herstellungsaufwands ist es keine
tragfähige Grundlage für eine Entlastung des
Schädigers von dem Mehraufwand der Schadensbeseitigung, der auf ein der Einflusssphäre des
Geschädigten entzogenes Verhalten der Reparaturwerkstatt zurückgeht. Hier wirkt sich aus, dass
sich der Geschädigte der Werkstatt in erster Linie
nicht in Erfüllung von Obliegenheiten zur Schadensminderung, sondern kraft seiner Befugnis
zur Herstellung des beschädigten Fahrzeugs bedient und das Gesetz die Kosten hierfür dem Schädiger auferlegt. Eine andere Betrachtung würde
das Recht des Geschädigten, die Schadensbeseitigung selbst statt vom Schädiger vornehmen zu
lassen, was nicht zuletzt diesem, damit auch seinem Haftpflichtversicherer zugutekommt, dem
Sinn des Gesetzes zuwider verkürzen.
Weist der Geschädigte nach, dass er die Instandsetzungsarbeiten unter Beachtung der vorstehenden Grundsätze veranlasst hat, so können
deshalb die „tatsächlichen“ Reparaturkosten
regelmäßig auch dann für die Bemessung des
„erforderlichen“ Herstellungsaufwands herangezogen werden, wenn diese Kosten ohne Schuld
des Geschädigten etwa wegen überhöhter Ansätze von Material oder Arbeitszeit, wegen unsachgemäßer oder unwirtschaftlicher Arbeitsweise im
Vergleich zu dem, was für eine solche Reparatur
sonst üblich ist, unangemessen sind.
In solchen Fällen kann nach der BGH-Rechtsprechung also nicht grundsätzlich zunächst darauf
verwiesen werden, dass der Geschädigte der übersetzten Forderung der Werkstatt seine Einwände
entgegenzusetzen hätte, um die Forderung gegebenenfalls in gerichtlicher Auseinandersetzung
auf die angemessene Höhe zurückzuführen. Auch
bei wirtschaftlicher Betrachtung entspricht es
der Interessenlage, dass der Schädiger dem Geschädigten die Mittel zur Verfügung stellt, die
RECHT
diesen in die Lage versetzen, das Unfallfahrzeug
möglichst rasch wieder nutzen zu können, und
selbst die Entscheidung über das Vorgehen gegen
die Werkstatt trifft. Da der Schädiger nach den
Grundsätzen des Vorteilsausgleichs die Abtretung
der Ansprüche des Geschädigten gegen die Werkstatt verlangen kann, ist seine Rechtsstellung
gegenüber der Werkstatt auch nicht schwächer
als die des Geschädigten. Er wird sogar meist
durch die Unterstützung seines Haftpflichtversicherers seine Interessen an einer Herabsetzung
der Reparaturkosten nachdrücklicher als der Geschädigte verfolgen können.
Diese Grundsätze führen aber auch nach dem
BGH nicht dazu, dass die Reparaturkostenrechnung der Werkstatt dem nach § 249 Satz 2 BGB
für die Instandsetzung des Fahrzeugs geschuldeten Betrag ungeprüft gleichzusetzen wäre.
Insoweit sind Reparaturen bei der Bemessung
des erforderlichen Herstellungsaufwands auszuscheiden, die nur „bei Gelegenheit“ der Instandsetzungsarbeiten mit ausgeführt worden sind.
Ferner dürfen die dargestellten Bemessungsgrundsätze nicht dazu führen, dass sich – letztlich zum Schaden der Allgemeinheit – mangelndes Interesse der Vertragsbeteiligten an einer
marktgerechten Abwicklung der Instandsetzung
im Kostenniveau niederschlägt. „An den vom Geschädigten zu führenden Nachweis, dass er wirtschaftlich vorgegangen ist, also bei der Beauftragung, aber auch bei der Überwachung der Reparaturwerkstatt den Interessen des Schädigers
an Geringhaltung des Herstellungsaufwandes
Rechnung getragen hat, dürfen deshalb nicht zu
geringe Anforderungen gestellt werden.“
in der Sphäre des Schädigers verbleiben, denn
es besteht kein Sachgrund, dem Schädiger das
Werkstattrisiko abzunehmen, das er auch zu tragen hätte, wenn der Geschädigte ihm die Beseitigung des Schadens nach § 249 Abs. 1 BGB überlassen würde (vgl. auch LG Hamburg, Urteil vom
04.06.2013, Az. 302 O 92/11; AG Norderstedt,
Urteil vom 14.09.2012, Az. 44 C 164/12).
Dennoch gilt, dass die Grundsatzentscheidung
des BGH und die darauf aufbauende InstanzenRechtsprechung den Geschädigten nicht davon
entbindet, die Notwendigkeit der unfallbedingten – also der durch den Unfall kausal verursachten – Reparaturarbeiten nachzuweisen.
Dies darf aber nicht im einzelnen Reparaturfall
dazu führen, dass der Geschädigte auf Mehrkosten sitzen bleibt, wenn sich die Reparatur nicht
nach den Vorgaben des Fahrzeugherstellers,
nach einem Kostenvoranschlag der Werkstatt,
nach einer Vorkalkulation des Sachverständigen
in einem gerichtlichen oder außergerichtlichen
Gutachten durchführen lässt. Gleiches gilt auch
für den plötzlichen Ausfall von Arbeitskräften in
der Werkstatt oder für Verzögerungen bei der Beschaffung von Ersatzteilen oder eine anderweitig
verlängerte Dauer der Reparaturausführung.
Auch diese Positionen sind vom Schädiger und
dessen Kraftfahrzeughaftpflichtversicherer gesamtschuldnerisch zu tragen. Ist der gegnerische
Kraftfahrzeugpflichtversicherer der Ansicht, dass
die angefallenen Mehrkosten nicht vollumfänglich
berechtigt sind, kann er sich vom Unfallgeschädigten etwaige Regressansprüche des Geschädigten aus dem Werkstattvertrag abtreten lassen
und seinerseits den die angeblich überteuerte
Reparatur ausführenden Werkstattbetrieb in Regress nehmen. Voraussetzung ist hier allerdings
auch, dass der Kraftfahrzeughaftpflichtversicherer der Reparaturwerkstatt ein Verschulden an
der Entstehung erhöhter Kosten bzw. Mehrkosten
bei der Fahrzeugreparatur nachweisen kann.
In Fortführung dieser BGH-Rechtsprechung hat
insoweit das AG Haßfurt (Urteil vom 02.08.2012,
Az. 2 C 165/13) entschieden, dass bei einer unvorhergesehenen Verzögerung der Beschaffung
eines Ersatzfahrzeugs auch hohe Mietwagenkosten ersatzfähig sein können. Treten im Rahmen
der Durchführung von Schadensbeseitigungsmaßnahmen – aus Ex-ante-Sicht des Geschädigten unvorhergesehene – Verzögerungen/
Mehraufwendungen auf, die in der Sphäre des
„Unfallhelfers“ (hier: Autohändler) liegen und
dem Einfluss und der Kontrolle des Geschädigten
entzogen sind, gehen diese zulasten des Schädigers.
Zapfen-Streich.
Denn es ist zuletzt unstreitige Rechtsprechung,
dass der Unfallgegner auch das sogenannte
„Werkstattrisiko“ zu tragen hat, also gegebenenfalls auch für Fehler der mit der Reparatur
beauftragten Werkstätte aufkommen muss (AG
München, Urteil vom 20.08.2013, Az. 343 C
1379/13).
Damit verbleibt es dabei, dass dem Geschädigten
ein etwaiges Verschulden der Reparaturwerkstatt nicht zugerechnet werden kann. Die vom
Geschädigten zur Mängelbeseitigung beauftragten Drittunternehmer sind regelmäßig nicht
seine Erfüllungsgehilfen i.S.d. § 278 BGB im Verhältnis zum Schädiger. Daher hat der Geschädigte im Rahmen seines Anspruchs auf Erstattung
des erforderlichen Geldbetrages nach § 249 Abs.
2 Satz 1 BGB grundsätzlich nicht das sogenannte
Werkstattrisiko zu tragen. Dieses muss vielmehr
Dem Fiskus ein Schnippchen schlagen: Autogas fahren.
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RECHT
Aktuelles Schadensrecht:
Einziehung unfallbedingter Mietwagenkosten durch ein
Mietwagenunternehmen?
Die Frage nach dem Ersatz von
Mietwagenkosten stellt sich
nach einem Verkehrsunfall
regelmäßig dann, wenn ein
verunfallter Dienstwagen in
einer Werkstatt zu reparieren
ist und während der Reparaturdauer ein Ersatzfahrzeug
benötigt wird.
Normaltarif oder
Unfallersatztarif?
Ein ständiger Streitpunkt in
diesem Zusammenhang ist zunächst die Frage der Erforderlichkeit und Angemessenheit
der Mietwagenkosten, weil die
Schadensersatzvorschrift des
§ 249 Abs. 2 BGB nur den Ersatz
der erforderlichen Kosten beinhaltet. Hier wird in der Praxis
meist der Rat erteilt, zur Vermeidung eines überteuerten Unfallersatztarifs
vor der Anmietung eines Ersatzwagens zumindest drei Vergleichsangebote einzuholen, um
dann das im Vergleich günstigste daraus auszuwählen. Der Geschädigte hat grundsätzlich bei
Anmietung eines Kraftfahrzeugs Anspruch auf
Ersatz nach dem Normaltarif. Ein höherer Unfallersatztarif kann aber dann ersatzfähig sein,
wenn bewiesen ist, dass dem Geschädigten eine
Anmietung zu diesem Tarif unter zumutbaren
Bedingungen nicht möglich war (vgl. LG Aachen, Urteil vom 28.02.2014, Az. 6 S 138/13).
Dies liegt daran, dass wegen der Besonderheiten der Situation bei Anmietung eines Unfallersatzwagens bei den Mietwagenkosten beim
Unfallersatztarif meist ein Aufschlag von rund
20 Prozent auf den Normaltarif vorgenommen
wird. In der Schadensregulierungspraxis wird
daher häufig mit dem Kraftfahrzeughaftpflichtversicherer des Unfallverursachers um diese
Position gestritten. Ein Kontrollkriterium für
die Angemessenheit der Mietwagenkosten ist in
diesem Zusammenhang, ob der Geschädigte den
Mietwagen auch dann zu den entsprechenden
Kosten angemietet hätte, wenn er diese Kosten
letztlich selbst zu tragen hätte.
Geltendmachung der Mietwagenkosten durch
das Mietwagenunternehmen?
In der Praxis hat es sich als üblich eingebürgert,
dass sich Mietwagenunternehmen die Schadensersatzansprüche des Unfallgeschädigten
auf Erstattung der Mietwagenkosten abtreten
lassen und dann diese abgetretenen Ansprüche
selbst gegenüber dem gegnerischen Kraftfahrzeughaftpflichtversicherer geltend machen.
Der Bundesgerichtshof (BGH-Urteil vom
31.01.2012, Az. VI ZR 143/11) hat inzwischen
klargestellt, dass ein Mietwagenunternehmen aufgrund einer Abtretungsvereinbarung
aktiv legitimiert sein kann, also mit anderen
62
Flottenmanagement 3/2014
Worten berechtigt ist, die abgetretene Forderung geltend zu machen. Dass dies nicht mehr
verständlich ist, ergibt sich aus den Vorschriften des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG).
Nach der BGH-Rechtsprechung ist eine solche
Abtretung aber nicht gemäß § 134 BGB i.V.m.
§§ 1 ff. RDG nichtig. So ist die Einziehung einer
an ein Mietwagenunternehmen abgetretenen
Schadensersatzforderung des Geschädigten
auf Erstattung von Mietwagenkosten gemäß §
5 Abs. 1 Satz 1 RDG grundsätzlich erlaubt, wenn
allein die Höhe der Mietwagenkosten streitig
ist. Hierbei handelt es sich – so der BGH – um
eine erlaubnisfreie Rechtsdienstleistung des
Mietwagenunternehmers. Etwas anderes gilt
jedoch, wenn die Haftung dem Grunde nach oder
die Haftungsquote streitig ist – also die darüber
hinausgehende Rechtslage komplex ist – oder
Schäden geltend gemacht werden, die in keinem
Zusammenhang mit der Haupttätigkeit stehen.
Schwacke-Liste oder Fraunhofer-Liste?
Hinsichtlich der Höhe der nach § 249 BGB zu
erstattenden Mietwagenkosten kann das Mietwagenunternehmen den ortsüblichen Normaltarif geltend machen. Hierzu hat sich kürzlich
das Landgericht Bonn (LG Bonn, Urteil vom
15.01.2014, Az. 5 S 48/13) geäußert und darauf hingewiesen, dass dieser Tarif im Wege
der Schadensschätzung gemäß § 287 ZPO zu
ermitteln ist. Als Schätzgrundlagen sind nach
der BGH-Rechtsprechung grundsätzlich sowohl
der sogenannte Schwacke-Mietpreisspiegel als
auch die Fraunhofer-Liste geeignet. Dabei hat
der BGH die generelle Eignung beider Tabellenwerke zur Schadensschätzung betont und auch
eine Schätzung nach dem arithmetischen Mittel der beiden Markterhebungen als rechtlich
zulässig erachtet.
Die Eignung von Mietwagenlisten bedarf nur
dann der Klärung durch einen Sachverständi-
Autor
Rechtsanwalt Lutz D.
Fischer aus St. Augustin berät und vertritt
mittelständische Unternehmen, Unternehmerpersönlichkeiten
sowie Privatpersonen
im Wirtschafts-, Zivil-,
Arbeits- und Verkehrsrecht und ist bundesweit als juristischer
Dienstleister tätig. Ein
besonderer Kompetenzbereich liegt im Bereich des
Dienstwagen- und Fuhrparkrechts. Rechtsanwalt
Fischer ist Mitglied der ARGE (Arbeitsgemeinschaft
Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein) und
Autor zahlreicher Publikationen zum Dienstwagen- und Verkehrsrecht, unter anderem in der
Fachzeitschrift „Flottenmanagement“, „Der KfzSachverständige“ und „autorechtaktuell.de“. Als
freiberuflicher Dozent ist er für das Goethe-Institut
in Bonn tätig und hält bundesweit Seminare zu
„Dienstwagenüberlassung und Arbeitsrecht“
sowie zu „Professionelles Schadensmanagement
im Fuhrpark“ für das Weiterbildungsinstitut CompendiumPlus aus Osnabrück.
gen, wenn mit konkreten Tatsachen aufgezeigt
wird, dass geltend gemachte Mängel der Schätzungsgrundlage sich auf den zu entscheidenden Fall in erheblichem Umfang auswirken. Dies
war im Fall des LG Bonn nicht gegeben. Dennoch
zeigte die Entscheidung, mit welchen Einwänden des Kraftfahrzeughaftpflichtversicherers
des Unfallschädigers man heutzutage zu rechnen hat.
So hatte der Unfallschädiger Internetangebote
dreier Autovermieter vorgelegt. Nach Ansicht
des LG Bonn genügen diese aber nicht, um
auszuschließen, dass die Werte des SchwackeMietpreisspiegels bei der Ermittlung der erforderlichen Kosten jedenfalls auch – neben den
Werten der Liste des Fraunhofer-Instituts –
herangezogen werden können. Aus den vorgelegten Angeboten ergab sich nach Ansicht des
Gerichts nämlich nicht hinreichend, dass die jeweiligen Unfallgeschädigten ein vergleichbares
Fahrzeug einschließlich Vollkaskoversicherung
und ersatzfähiger Nebenleistungen zu den dort
genannten Preisen hätten anmieten können.
Der Schädiger hat keine vollständigen Angebote einschließlich Nebenleistungen vorgelegt.
Die Bedingungen der Vollkaskoversicherung
und die Höhe der Selbstbeteiligung waren zudem teilweise unklar. Bei einem Angebot lag
die Selbstbeteiligung bei 850 Euro und damit
oberhalb derjenigen, die in den Werten der
Schwacke-Liste 2012 eingepreist ist. Die Werte
der Schwacke-Liste enthalten eine Vollkaskoversicherung mit einer Selbstbeteiligung von
500 Euro.
Die Angebote spiegelten ferner die konkrete
Anmietsituation nicht ausreichend wider und
bezogen sich zudem auf einen Zeitpunkt, der
einige Monate nach dem tatsächlichen Anmietzeitpunkt lag. Ihnen ließ sich – so das LG Bonn
– weder entnehmen, dass zu dem maßgeblichen
RECHT
tatsächlichen Anmietzeitpunkt ein Fahrzeug
der gewünschten Kategorie mit der gewünschten Ausstattung zur Verfügung gestanden hat,
noch ob eine Vorbuchungsfrist hätte gewahrt
werden müssen. Auch die konkreten Mietbedingungen der jeweiligen Anbieter waren nicht
aufgeführt, sodass nicht in ausreichendem Umfang überprüfbar war, ob die Angebote mit denen, die der Bewertung in der Schwacke-Liste
zugrunde liegen, annähernd vergleichbar sind.
Checkpunkt Schaden: Tankfüllung als Schadensposition in der Unfallabrechnung
Hätten Sie es gewusst? Im Rahmen der Unfallschadensregulierung eines total beschädigten
Dienstwagens kann auch die letzte Tankfüllung
als Schadensersatzposition geltend gemacht
werden. Je nachdem, wie lange die letzte Betankung zurücklag, kann diese Position sich
durchaus innerhalb der Schadensabrechnung
merklich auswirken.
Nachdem die Parteien im vorliegenden Fall keine konkreten Anhaltspunkte dafür dargetan
hatten, dass die Schwacke-Liste oder die Fraunhofer-Liste so schwerwiegende Mängel aufweist, dass diese ihre Heranziehung als Schätzgrundlage ausschließen würden, hielt das LG
Bonn es für angemessen, die gemäß § 249 BGB
zu ersetzenden erforderlichen Kosten durch
Bildung des arithmetischen Mittelwerts aus
den Werten dieser beiden Tabellenwerke zu
ermitteln.
Bei dieser Schadensposition kommt es in der
gerichtlichen Praxis häufig vor, dass der Anspruch deshalb nicht durchsetzbar ist, weil der
Geschädigte weder zum Inhalt des Tanks zum
Zeitpunkt des Unfalls noch zur Höhe der Kosten
hinreichend substantiiert vorträgt. Voraussetzung für die Schadensregulierung ist deshalb
ein vernünftiges Dienstwagenmanagement,
bei dem anhand der Quittung der letzten Betankung sowie des Durchschnittsverbrauchs
und der weiteren Fahrleistung seit dem letzten
Tankvorgang ermittelt werden kann, wie groß
der Tankinhalt zum Unfallzeitpunkt noch war.
Auch kann ein Gericht Schadensersatz für eine
anteilige Tankfüllung bei Totalschaden im Wege
der Schätzung zusprechen. Dies setzt allerdings
voraus, dass hinreichende Schätzgrundlagen
vorhanden sind. Sofern ein eingeholtes Sachverständigengutachten zur Tankfüllung keinerlei
Aussagen enthält, setzt eine gerichtliche Schätzung nach § 287 ZPO voraus, dass Anhaltspunkte
für eine Schätzung vorhanden sind. Hieran fehlt
es dann, wenn ein Beleg in Bezug auf die letzte
Tankung des Fahrzeugs fehlt (vgl. AG Weilburg,
Urteil vom 01.10.2013, Az. 5 C 56/13 (54)). Insoweit kann sich die Nutzung eines Tankkartensystems für Dienstwagen im Rahmen der Schadensregulierung positiv auswirken, weil die benötigten Daten für eine Schadensschätzung dort
regelmäßig hinreichend erfasst werden.
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Zunehmend komplex
Die Verwaltung eines Unternehmensfuhrparks wird immer komplizierter.
Denn einerseits gilt es, zahlreiche
Termine und rechtliche Vorschriften
von TÜV, AU, UVV-Prüfung und Inspektionen über Ersatzzeitpunkte
sowie Bestellvorläufe bis hin zur regelmäßigen Führerscheinkontrolle im
Blick zu halten. Andererseits sollen
dabei auch noch die Kosten optimiert,
die Mitarbeiter motiviert und die Sicherheit und Zuverlässigkeit im Fuhrpark garantiert werden.
Das alles ist schon mit fünf Autos im Kopf kaum
mehr zu schaffen, vielleicht aber mit einfachen
Wiedervorlagesystemen. Doch je größer der
Fuhrpark ist oder wird, desto dringender sollte der Flottenverantwortliche (ja, mit dem Job
geht eine große wirtschaftliche und auch juristische Verantwortung einher!) ernsthaft darüber
nachdenken, mit der Zeit zu gehen und das Erinnern an wichtige Termine jemandem zu überlassen, der niemals etwas vergisst: dem Computer.
Die entscheidende Frage dabei ist: Auf welches
System oder welche Systeme setze ich? Und suche ich ein integriertes System, das die gesamte
Prozesskette von der Fahrzeugbeschaffung und
Einsteuerung bis zur Rückgabe beziehungsweise
dem Verkauf beinhaltet, oder picke ich mir nur
die kritischsten Bereiche heraus und nutze dafür
Spezialsoftware – sei es frei auf dem Markt gekaufte oder jene von den ohnehin vorhandenen
Dienstleistern wie von Leasinganbietern oder
Tankkartenanbietern on top angebotene Systeme. Alternativ kann man natürlich auch eine
eigene, inhouse entwickelte Lösung verwenden.
Letzteres bevorzugen gemäß unserer letzten
Online-Umfrage (Seite 80) immerhin die Hälfte
aller Fuhrparkleiter. Wahrscheinlich nicht zuletzt deshalb, weil diese eigene Softwarelösung
mit dem Unternehmen gewachsen ist und ein
Import in ein neues Programm aufwendig, wenn
nicht gar unmöglich wäre – von dem Erlernen
der dann neuen Funktionsweisen einmal ganz
abgesehen. Dafür nämlich fehlt vielen Fuhrparkleitern nicht nur die Zeit, sondern schlicht
auch die Motivation. Was nicht weiter tragisch
ist, solange alles funktioniert und die Kosten
in den Vorgaben sind. Allerdings profitiert das
Unternehmen dann nicht von den zahlreichen
Erfahrungen anderer Fuhrparks, die in großen
Softwarelösungen integriert sind. Generell wird
die Verwaltungssoftware in Unternehmen ohnehin nicht gern gewechselt: Bei 88 Prozent der
befragten Fuhrparkleiter ist der letzte SoftwareAustausch schon über fünf Jahre her.
Für viele beliebte Einzelfunktionen, die eine
große Flottenverwaltungssoftware bietet, gibt
64
Flottenmanagement 3/2014
Grafische Auswertungen sorgen
für besseren Überblick
es als Ersatz auch gute Teillösungen. Für die juristisch sinnvolle und notwendige regelmäßige
Führerscheinkontrolle beispielsweise finden Sie
ab Seite 83 eine Auswahl von acht Anbietern, die
sich auf diese wichtige Funktion spezialisiert haben. Auf welche Art die Fahrerlaubnisse der Mitarbeiter regelmäßig kontrolliert werden sollen,
ist dabei schon wieder fast „Glaubenssache“. Ob
mit Barcode, Prüfsiegel oder durch persönliche
Vorlage: Wichtig ist nur, dass die Prüfung zuverlässig erfolgt, kein Fahrer durch das Prüfraster
schlüpft und vor allem, dass der gesamte Prozess
zuverlässig dokumentiert ist. Denn geprüft haben allein hilft im Falle eines Falles noch nicht
weiter.
Die professionelle Verwaltung und Auswertung
von Tankkarten hingegen wird in aller Regel von
den Anbietern dieser Tankkarten angeboten. Wer
eine komplette Softwarelösung über alle Fuhrparkprozesse nutzt, muss eigentlich nur noch
darauf achten, dass die Schnittstellen passen,
um alle Daten und Reportings der Tankkartenanbieter verlustfrei und ohne großen Aufwand in
das eigene System speisen zu können.
Am beliebtesten gemäß unserer Online-Umfrage
ist die Auslagerung der Terminverwaltung für
TÜV, AU und UVV an eine Softwarelösung. Dies
bieten oft auch die Leasinganbieter an und ist in
fast jeder verfügbaren Software integriert.
Ebenfalls ganz vorn auf der Agenda der Fuhrparkleiter ist die oft lästige und zeitfressende
Rechnungskontrolle. Auch hierfür gibt es schon
seit Längerem professionelle Anbieter, damit der
Flottenmanager gar nicht erst das interne Knowhow und die notwendigen Prozesse aufbauen
muss (Seite 68). Denn wer kennt sich schon mit
den konkreten Herstellervorgaben für Inspekti-
on, Service und Ersatzteile sowie den dafür anzusetzenden Zeiteinheiten aus? Einsparpotenziale im zweistelligen Bereich sind hier drin, vor
allem, wenn bereits im Vorfeld die Kostenvoranschläge mitgeprüft werden und der gesamte Prozess elektronisch abläuft – denn es gilt ja bei der
Verwaltungsoptimierung vor allem, händischen
Papierkram zu vermeiden.
Fahrtenbücher werden in der Praxis zwar viel
seltener genutzt als die weniger komplizierte
und steuerlich einfachere – aber dafür mitunter deutlich teurere – sogenannte Ein-ProzentRegelung. Wer sich jedoch entschlossen hat,
seinen Dienstwagenfahrern diese Möglichkeit
einzuräumen, sollte auf ein möglichst professionelles System zugreifen. Denn hier gilt es nicht
nur, händische Verwaltung zu minimieren und
die Einbindung in die Lohnbuchhaltung möglichst zu automatisieren. Viel wichtiger ist fast
noch, dass das ausgewählte Fahrtenbuch einer
steuerlichen Betriebsprüfung standhält. Denn
sonst kann es – für mehrere Jahre rückwirkend
– böse Überraschungen und teure Nachzahlungen geben. Von der komplizierten Frage einmal
abgesehen, wer dann für die Mehrkosten aufzukommen hat. Eine Übersicht über eine Vielzahl
elektronischer Fahrtenbücher finden Sie daher
in unserem Special ab Seite 77.
Die Königsdisziplin in der Flottenverwaltung
ist aber nach wie vor die voll integrierte Softwarelösung „von A bis Z“. Daher füllt dieses Thema auch den größten Teil unseres Specials (ab
Seite 70). Unterschieden haben wir in unserem
Vergleich ausgewählter Programme zwischen Lösungen von Leasinganbietern sowie herstellerunabhängiger Software, die sich vor allem – aber
nicht nur – für die Verwaltung von Misch- und
Kauffuhrparks empfiehlt.
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benen Werte zum Verbrauch elektrischer Energie / Kraftstoff bzw. zur Reichweite hängen ab von individueller Fahrweise, Straßen- und Verkehrsbedingungen, Außentemperatur,
Klimaanlageneinsatz etc., dadurch kann sich die Reichweite reduzieren.
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SPECIAL ELEKTRONISCHE FLOTTENVERWALTUNG
Bloß nicht verzetteln
Falsch geparkt, zu schnell unterwegs oder an falscher Stelle überholt – wer
viel fährt, kassiert auch schon mal eine Knolle. Problematisch wird es, wenn
das Fahrzeug dem Unternehmen gehört und die Strafzettel ins Haus flattern.
Mit einem internen oder externen Strafzettelmanagement lässt sich Behördenärger vermeiden und Geld sparen.
darf der Herr der Räder aber an Externe weitergeben. Das regelt übrigens das Ordnungswidrigkeitengesetz (OwiG) in seinem Paragrafen
9, Absatz 2. Für die Weitergabe bieten sich zum
Beispiel die Leasinggesellschaften an, die ausnahmslos ein Strafzettelmanagement in ihrem
Dienstleistungskatalog haben.
Schreinermeister Günter Braun aus Stuttgart
setzt auf ein Rechenexempel. Für seine Firmenwagen könnte der Handwerker einen Sonderparkausweis bei der Stadt erwerben, Kostenpunkt 240
Euro. Mit diesem Ausweis dürfen er und seine
Mitarbeiter ein Fahrzeug in ganz Stuttgart zum
Beispiel vor Parkautomaten abstellen, ohne einen Schein zu ziehen, oder auf Anwohnerparkplätzen parken. Bis zu fünf Nummern dürfen
auf dem Ausweis vermerkt werden, parken darf
aber immer nur ein Fahrzeug. Ist Braun mit zwei
Fahrzeugen beim gleichen Kunden, müssten
also zwei Ausweise her. Eigentlich kein Problem, wäre der Preis für die Sondergenehmigung
aus seiner Sicht nicht zu hoch. „Ein Jahr hatten
wir die“, sagt er und rechnet: „Weil sie aber sehr
teuer ist, riskieren wir jetzt Strafzettel und in
der Summe ist das günstiger als der Ausweis.“
Eine der wichtigsten Regeln im Umgang mit
Strafzetteln ist Schnelligkeit. Egal, ob die Arbeit intern oder extern erledigt wird, der Vorgang sollte zügig vom Schreibtisch. Das gilt vor
allem wegen der Zahlungsfristen und Einsprüche gegen den Bescheid. Für Ordnungswidrigkeiten, also Verwarnungsgelder bis 40 Euro,
gewähren die Behörden eine Frist von sieben
Tagen, ab 40 Euro gelten 14 Tage. Sind Verwarnungsgelder übrigens nicht innerhalb der Frist
eingegangen, verwandeln sie sich automatisch
in ein Bußgeldverfahren – und es werden natürlich dann höhere Summen fällig.
Sind Strafzettel für Günter Braun mit seinem
Fuhrpark von drei Fahrzeugen noch übersichtlich zu regeln, nimmt das bei größeren Flotten
schon ganz andere Dimensionen an. Weil das
Fahrzeug nicht dem Fahrer gehört, landet das
Knöllchen zunächst auf dem Tisch des Unternehmens. Bei vielen Fahrzeugen und Fahrern
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Flottenmanagement 3/2014
kann sich der Fuhrparkverantwortliche schnell
verzetteln und sich allein mit der Frage lange
aufhalten, ob er das Schreiben mit Fahrerdaten
an die Behörde zurücksendet oder es dem Fahrer in die Hände drückt. Genau hier setzt das
Strafzettelmanagement an: Es verschafft dem
Unternehmen für den Umgang mit den Knöllchen klare Vorgaben, und hilft so, Behördenärger zu vermeiden sowie die Kosten im Griff zu
behalten.
Am Anfang steht zunächst die Überlegung, ob
der Fuhrparkchef ein eigenes internes Prozedere aufsetzen möchte oder die Arbeit an einen externen Dienstleister abgeben will. Damit kommt
automatisch die Haftungsfrage auf den Tisch:
Denn für das Fahrzeug haftet automatisch der
Halter. Der muss aber nicht mit dem Eigentümer identisch sein, wie der Bundesgerichtshof
in der BGHZ 13/351 – Fahrzeughalter definiert
hat: „Halter ist vielmehr, wer das Kraftfahrzeug
für eigene Rechnung im Gebrauch hat und die
Verfügungsgewalt besitzt, die ein solcher Gebrauch voraussetzt.“ Diese Halterhaftung hat
das Unternehmen automatisch an den Fuhrparkchef delegiert. Genau diese Verantwortung
Eine Regelung, dass das Unternehmen zunächst
das Bußgeld zahlt, um es später vom Fahrer
etwa über die Gehaltsabrechnung zurückzuholen, halten Experten für wenig empfehlenswert.
Dieses Vorgehen nimmt dem Fahrer die Chance,
Einspruch zu erheben.
Ob das Unternehmen hingegen das Bußgeld für
den Fahrer generell übernimmt, ist eine ganz
andere Frage. Wer fährt, muss selbst zahlen,
da sich jeder auch während der Arbeitszeit an
die Regeln der Straßenverkehrsordnung halten
ELEKTRONISCHE FLOTTENVERWALTUNG SPECIAL
muss. Allerdings kann das Unternehmen generell Gelder übernehmen,
wenn es zum Beispiel seine Fahrer aus betrieblichen Gründen anweist,
schneller als erlaubt zu fahren oder falsch zu parken. Die Gelder kann
das Unternehmen steuerlich als Betriebsausgabe ansetzen, und zwar,
ohne Steuern oder Sozialabgaben für den betreffenden Arbeitnehmer
zahlen zu müssen.
Das gilt aber nicht immer: „Vorteile haben keinen Arbeitslohncharakter, wenn sie sich bei objektiver Würdigung aller Umstände nicht als
Entlohnung, sondern lediglich als notwendige Begleiterscheinung
betriebsfunktionaler Zielsetzung erweisen“, machte der Bundesfinanzhof in einem aktuellen Urteil (AZ VI R 36/12) deutlich. „Das ist
der Fall, wenn sie aus ganz überwiegend eigenbetrieblichem Interesse
des Arbeitgebers gewährt werden.“ Anders formuliert: Bei erheblichen
Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung kann der Chef die Strafe
nicht mehr steuerfrei übernehmen.
Bei internem Strafzettelmanagement steht außerdem die Frage im
Raum, ob der Fuhrparkchef den Bescheid an den Fahrer weiterleitet
oder mit den Angaben zum Fahrer dem Amt zurückschickt. Im letzteren
Fall ist der Vorgang schnell vom Schreibtisch und für ihn erledigt, weil
sich die Behörden direkt mit dem Fahrer auseinandersetzen müssen.
Erhält der Fahrer den Bescheid, kann man den Betreffenden – abhängig von der Schwere des Verstoßes – über das weitere Vorgehen beraten. Das gilt vor allem dann, wenn es in den punkterelevanten Bereich
hi-neingeht oder gar der Führerschein gefährdet ist. Schließlich ist
seit 1. Mai ein neues Punktesystem in Kraft – und da dürfte es auch
auf Fahrerseite sicherlich noch Aufklärungsbedarf geben. Der Betrieb
muss sich aber im Klaren darüber sein, dass er bei einer Weiterleitung
an den Fahrer das Risiko eingeht, dass dieser den Vorgang liegen lässt
und beispielsweise nicht zahlt.
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Experten raten daher, das Vorgehen von Fall zu Fall neu zu entscheiden. Geht es etwa um ein Knöllchen wegen Falschparkens, kann der
Fuhrparkleiter den Behörden den Vorgang samt Angaben zum Fahrer
zurückschicken, während er parallel seinen Mitarbeiter informiert.
Geht es um Punkte oder gar um einen drohenden Führerscheinentzug,
sollte er gemeinsam mit dem Betreffenden das weitere Vorgehen besprechen.
Generell sollte der Chef eine Übersicht über die Ordnungswidrigkeiten
und Verstöße seiner Flotte haben. Eifrige Sammler von Tickets kann er
so vorwarnen oder generell das Verhalten im Straßenverkehr ansprechen. Das kann er übrigens im Rahmen seiner üblichen Führerscheinkontrolle erledigen. Denn in der Praxis hat sich etabliert, dass sich der
Fuhrparkleiter zwei Mal pro Jahr davon überzeugen sollte, ob auch alle
Fahrer im Besitz der Fahrerlaubnis sind.
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SPECIAL ELEKTRONISCHE FLOTTENVERWALTUNG
Sparmöglichkeiten
In den Aktenschränken zwischen den prall gefüllten Ordnern von Rechnungen
ist hier und da bares Geld versteckt. Wer genau hinschaut, kann bei der Rechnungskontrolle große Einsparpotenziale aufdecken. Doch wer möchte sich
schon durch die Stapel von Kostenvoranschlägen und Rechnungen von Versicherungen, Werkstätten oder Reifenhändlern kämpfen? Hier können externe
Dienstleister, auch dank digitaler Prozesse, Abhilfe schaffen.
Warum prüfen?
Im Laufe eines Jahres sammeln sich viele verschiedene Rechnungen an, auf denen nicht immer der korrekte Betrag abgerechnet worden
ist. Daher lohnt es sich, noch einmal genauer
nachzusehen und die Abrechnungen und Kostenvoranschläge auf ihre Richtigkeit zu überprüfen:
Sind beispielsweise die Wartungsreparaturen
nach Herstellervorgaben durchgeführt worden,
ist der Kostenvoranschlag korrekt, oder sind die
Arbeitszeiten und die Ersatzteile richtig berechnet worden? Je größer die Flotte, desto mehr
Rechnungen sind dahingehend zu prüfen.
Dennoch heißt dies nicht, dass nur für Großfuhrparks mit mehreren Hundert Fahrzeugen eine
externe Rechnungskontrolle sinnvoll sein kann.
Denn auch kleinere und mittlere Unternehmen
müssen erst einmal für eine professionelle Rechnungsprüfung die dafür nötige Personalstärke
aufbringen. Darüber hinaus sollten diese Mitarbeiter ein gewisses technisches Grundverständnis besitzen sowie einen Zugang zu den exakten
herstellerkonformen Fahrzeugdaten haben, um
beispielsweise eine Werkstattrechnung fachlich
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Flottenmanagement 3/2014
kompetent zu prüfen. Eine gründliche Rechnungskontrolle erfordert demnach eine umfangreiche Recherchearbeit und ein entsprechendes
Know-how. Dennoch ist eine solche Arbeit in der
Regel die Mühe wert, da meist erhebliche finanzielle Einsparpotenziale aufgetan werden können.
Outsourcing
Größere Erfolgschancen haben spezialisierte
Flottendienstleister, die auf umfangreiche Erfahrungen und Kenntnisse zurückgreifen können. Die
Anbieter einer Rechnungsprüfung verfügen neben
einer systematisierten Vorgehensweise und entsprechenden Datenbanken auch über ein Expertenteam aus Kfz-Sachverständigen, Betriebswirtschaftlern, Juristen und IT-Fachleuten, auf das
sie zurückgreifen können. Die Entscheidung, die
Rechnungskontrolle an einen externen Anbieter
abzugeben, hängt letztlich davon ab, wie groß die
möglichen Einsparungen sind. Die Kosten für das
Outsourcing sollen schließlich nicht die Ersparnis
aufwiegen. Wer jedoch plant, eine weitreichende
Rechnungsprüfung vorzunehmen, entscheidet
sich meist, aufgrund der hohen Recherchekosten,
für einen externen Dienstleister.
Die Einsparmöglichkeiten trotz der Kosten für
einen zusätzlichen Dienstleister sind oftmals
größer, als man vielleicht erwartet. So erklärt Philipp Haac, Leiter Fleet Control bei der
Control€xpert GmbH: „Neben prozessualen Vorteilen durch Zeitersparnis, strukturierte und
buchungsfertige Datensätze liegen die Einsparungen durch die fachliche Prüfung nicht selten
bei über zehn Prozent der Rechnungssumme.“
Darüber hinaus werden durch die Abgabe der
Überprüfung Kapazitäten im Unternehmen frei,
die wiederum für die Durchsetzung von Garantie- und Kulanzansprüchen oder Ähnlichem genutzt werden könnten.
Bei der Wahl eines passenden Dienstleisters
sollte das Unternehmen auf verschiedene Aspekte, wie zum Beispiel eine digitale Kommunikation oder eine Schnittstelle zum unternehmensinternen Fuhrparkmanagement-System,
achten, damit hier keine Prozessverzögerungen
eintreten. Bei der elektronischen Rechnungsprüfung sollten neben den Werkstattkonditionen und einer Plausibilisierung anhand der
Fahrzeughistorie Herstellervorgaben beispielsweise bezüglich der Füllmengen oder Ähnlichem
hinterlegt werden können, um somit ein exaktes
Regelwerk zur Prüfung der Kostenvoranschläge
und Rechnungen zu haben.
Einsparpotenziale
Schon bevor die eigentliche Rechnung im Postfach liegt, ergeben sich Möglichkeiten, eventuelle Mehrausgaben zu verhindern, indem bei-
ELEKTRONISCHE FLOTTENVERWALTUNG SPECIAL
spielsweise der Kostenvoranschlag genau überprüft wird. Daher ist es besonders wichtig, bereits
vor Auftragsbeginn von Karosserie-, Reparaturund Wartungsaufgaben den Kostenvoranschlag
der jeweiligen Werkstatt unter die Lupe zu nehmen. „Zu diesem Zeitpunkt ist das Fahrzeug noch
nicht repariert, und der Handlungsspielraum
und damit die Einsparungen sind in aller Regel
größer. Für alle Beteiligten hat die Überprüfung
eines Kostenvoranschlags den Vorteil, dass die
Freigabe verbindlich ist und Prozesse wie Reklamationsmanagement und Mahnwesen ausbleiben“, weiß Philipp Haac zu berichten. Dadurch
lässt sich nicht nur bares Geld sparen, auch die
Zusammenarbeit mit den Werkstätten wird durch
eine systematische Prüfung der Kostenvoranschläge und Rechnungen verbessert, da viele
Punkte einfach von vorneherein geklärt werden
können. Neben den Rechnungen für Reifen,
Wartungs- und Reparaturkosten prüfen manche
Anbieter auch Schadenprozesse. Dabei werden
sowohl Kostenvoranschläge, Gutachten als auch
Reparaturrechnungen geprüft. Allen Kontrollen
liegen die Herstellervorgaben zugrunde.
Digitale Prozesse
Neben den Einsparungen, durch Vermeidung
überhöhter Rechnungen, kann der gesamte
Abwicklungsprozess durch eine Übermittlung
buchungsfertiger elektronischer Datensätze
verschlankt werden. So hält beispielsweise der
Flottenspezialist expert automotive GmbH für
die Rechnungsprüfung Schnittstellen zur jeweiligen Buchhaltungssoftware und dem Fuhrpark-
managementsystem des Unternehmens bereit.
Viele Dienstleister ermöglichen den Flottenkuunden eine Übermittlung von strukturierten,
buchungsfertigen Datensätzen, wodurch bei
Flottenbetreibern eine vollständig automatisierte Verarbeitung der Zahlung realisiert wird. Darüber hinaus erlauben die elektronischen Daten auf
der Einzelpositionsebene ein sehr umfangreiches
Reporting, da selbst Papierrechnungen digitalisiert werden. Auf dieser Grundlage kann dann ein
kundenindividuelles Reporting bis auf das einzelne Fahrzeug, die Werkstatt oder die Baugruppe
durchgeführt werden.
Digitale Prozesse in diesem Feld ermöglichen einen schnelleren und genaueren Prozessablauf,
so berichtet Philipp Haac: „Als Kommunikationspartner zwischen Werkstatt, Flotte und Versicherung haben wir uns mit dem PostMaster®
etabliert.“ Die Vorteile lägen demnach nicht nur
bei den Flottenbetreibern, sondern auch auf der
Werkstattseite durch die standardisierten Prozesse mit Großkunden, verbindliche Reparaturfreigaben und eine beschleunigte Bezahlung.
Neben der Automatisierung der Vorgänge können
die Kontrollexperten über umfangreiche Datenbanken auch auf Erfahrungswerte bezüglich Zubehör oder Werkstattkosten zurückgreifen.
Interne Lösung
Doch nicht jedes Unternehmen möchte sich gerne einen Dienstleister für die Rechnungsprüfung
ins Haus holen. Wer als Unternehmer seine Rechnungen prüfen möchte, ohne dafür einen exter-
nen Rechnungsprüfer anzufragen, kann mithilfe
verschiedener webbasierter Softwareprodukte
eine genaue Rechnungsprüfung durchführen. Ein
Anbieter dieser Softwarelösungen ist beispielsweise TecAlliance mit TecAudit. Hier kann der
Fuhrparkverantwortliche selbst eine Rechnungsprüfung vornehmen, muss allerdings die erforderliche Zeit für eine Prüfung selbst aufbringen.
Interessant ist diese Lösung vor allem für kleine
Fuhrparks mit wenigen Fahrzeugen, weil dann die
Zahl der anfallenden Rechnungen überschaubar
bleibt.
Fazit
Die externe Rechnungsprüfung sollte nicht als
Kostenfaktor, sondern als Prozess- und Kostenoptimierung verstanden werden. Denn nicht allein
die direkten Einsparungen durch eine papierlose
Verarbeitung und die Vermeidung überhöhter Reparaturkosten kommen hier zum Tragen, sondern
auch eine mittel- bis langfristige Verbesserung
von Wartungsprozessen durch eine engere Zusammenarbeit mit den Werkstätten bereits beim
Kostenvoranschlag.
Für kleine Fuhrparks mit wenigen Fahrzeugen
macht eine professionelle Rechnungskontrolle
ebenso Sinn wie bei den großen Flotten. Allerdings ist hier genau zu überlegen, ab wann ein
externer Dienstleister in Anspruch genommen
werden sollte oder ob nicht vielleicht doch die
Kapazitäten für eine interne Prüfung in Kombination mit einer entsprechenden Softwarelösung
vorhanden sind.
SPECIAL ELEKTRONISCHE FLOTTENVERWALTUNG
Flottenoptimierung
auf einen Klick
Veränderte sowie vielfältige Marktsituationen und davon abhängige Erwartungen erfordern ein neues, stabiles, ausgeprägtes Kosten- und Umweltbewusstsein im Fuhrpark. Nur die Möglichkeit der Erfassung und Auswertung
aller kleinteiligen Kosten und Daten besonders bei großen Flotten bietet dem
Fuhrparkbetreiber das Potenzial für Einsparungen. Flottenmanagement informiert über Potenziale und Neuerungen bei der effizienten Verwaltung des
Fuhrparks.
Fahrzeuge bestellen, Rechnungen sowie Belege erfassen und überprüfen, Termine im Auge
behalten und Kosten auswerten – das sind nur
einige Beispiele für typische Aufgaben, die im
Zusammenhang mit einem Fuhrpark anfallen.
„Bei einigen wenigen Fahrzeugen fällt der Überblick über fahrzeugbezogene Kosten, Termine,
Verträge und Dienstleistungen noch leicht, aber
schon ab zehn Fahrzeugen geraten wichtige
Fakten häufig ins Hintertreffen. Durch moderne
Fuhrparkmanagementsoftware wie FleetCARS
bekommt der Flottenverantwortliche die Möglichkeit, per Knopfdruck alle wichtigen Daten
abzurufen – inklusive verschiedenster Analysen.
Auf diese Weise lassen sich häufig unerkannte
Kostenoptimierungspotenziale aufdecken und
gezielte Maßnahmen ableiten“, erläutert Gerhard Künne, Sprecher der Geschäftsführung der
Volkswagen Leasing GmbH.
Bei der Auswahl der geeigneten Softwarelösung
sollte sich der Fuhrparkmanager zunächst jedoch
im Klaren sein, mit welcher Art des Fuhrparks er
es zu tun hat. Handelt es sich beispielsweise
um eine voll geleaste Unternehmensflotte, womöglich noch im Full-Service-Leasing, sollte der
70
Flottenmanagement 3/2014
erste Blick des Fuhrparkverantwortlichen in die
Richtung der gelegentlich sogar ohne Aufpreis
erhältlichen webbasierten Auswertungstools
des Leasinganbieters gehen. Denn oft sind hier
schon spezifische Schnittstellen zu Leasingmodulen integriert, welche den Aufwand bei der
Fuhrparkverwaltung auf ein Minimum reduzieren. Hingegen sind in der Regel herstellerunabhängige Softwarelösungen die einzige Möglichkeit für die Verwaltung von Kauffuhrparks oder
auch Flotten mit vielen Spezialfahrzeugen, da
sie aufgrund ihrer Bauweise spezifisch auf unternehmenseigene Besonderheiten eingehen: „Ein
großer Vorteil von comm.fleet zeigt sich in ihrem modularen Aufbau, welcher dem Kunden die
freie Wahl lässt, sich genau die Lösung, die exakt
an die speziellen Bedürfnisse seiner Flotte ausgerichtet ist, zusammenzustellen“, führt Lavinio Cerquetti, Vorstand der community4you AG,
aus. Doch nicht immer weist der Fuhrpark ausschließlich eine Finanzierungsform auf, sondern
besteht aus geleasten sowie gekauften Fahrzeugen: Optimal ist im Falle eines Mischfuhrparks sicher eher die unabhängige Kaufsoftware, da sie
mit der Fülle an Tools nicht nur auf die Besonderheiten im Leasingumfeld, sondern zugleich auch
des Kauffuhrparks eingeht. Im Mittelpunkt der
Überlegung, ob die unabhängige oder die Fuhrparkmanagementsoftware des Leasinggebers im
Mischfuhrpark Anwendung findet, sollte jedoch
die Frage stehen, wohin der künftige Weg des
Fuhrparks gehen soll – in Richtung Kauf oder in
Richtung Leasing.
Steht einmal die Art des Fuhrparks fest, sollte als
nächster Schritt die Analyse des Funktionsumfanges der möglichen Softwarelösungen folgen.
So kann eine herstellerunabhängige Software
meist ohne Probleme an die Gegebenheiten des
Unternehmens angepasst werden. Im Gegensatz
dazu ist eine anbietergebundene Software zwar
oft kostengünstiger, orientiert sich aber bei der
Anforderungsstruktur an der Masse und geht
dabei selten auf individuelle Bedürfnisse des
Bedieners ein. Gerade dies sollte in Anbetracht
der nicht unkomplizierten Datenübernahme in
ein neues Auswertungssystem beachtet werden.
Wichtige Entscheidungskriterien
Grundsätzlich gilt: Eine Fuhrparkmanagementsoftware soll den Flottenverantwortlichen bei
der Arbeit unterstützen und entlasten, denn nur
so lassen sich Einsparpotenziale generieren. Daher liegt das Hauptaugenmerk zunächst auf der
Benutzerfreundlichkeit der Anwendungen. Zwar
ist dieses Kriterium bei der Entscheidung essentiell, aber nicht für den Fuhrparkbeauftragten
nach objektiven Kriterien zu testen. So bleibt
hier nur die Möglichkeit, sich eine Testversion
zu beschaffen und diese gemäß der eigenen Ansprüche genau unter die Lupe zu nehmen. Die
Kernaussage liegt dabei auf „genau unter die
ELEKTRONISCHE FLOTTENVERWALTUNG SPECIAL
Lupe nehmen“, denn gerade die Zeit, die hier
durch einfachere Prozesse eingespart wird, kann
sich unter Umständen mehrfach in der Praxisarbeit addieren.
Dabei lassen sich die Einsparpotenziale auf drei
unterschiedliche Bereiche zurückführen: Entlastung des Fuhrparkmanagements bei Routinetätigkeiten, Zusammenführung von Daten in
einem einheitlichen System sowie die Vereinfachung von Prozessen. Ein Schwerpunkt bei der
Fuhrparkverwaltung ist sicherlich die Terminüberwachung. Hier kann ein effizientes Fuhrparkmanagementsystem dazu beitragen, den Flottenverantwortlichen nachhaltig zu entlasten.
So unterstützt beispielsweise die automatische
Benachrichtigung von Fahrern das Fuhrparkmanagement und sorgt zugleich für eine reibungslose Interaktion mit allen beteiligten Parteien.
Insbesondere aufgrund der rechtlichen Situation bei den Führerscheinkontrollen ist die Protokollierung der gesamten Kommunikation unerlässlich – Stichwort Halterhaftung.
Zusätzlich kann der Fuhrparkverwalter durch die
Einhaltung von Wartungsterminen und die optimale Ausnutzung von Garantiezeiten die Kosten
weiter senken. Neben diesem Schwerpunkt kann
die Zusammenführung von Daten in einem einheitlichen System weitere Einsparpotenziale
aufdecken. Heute ist die konsolidierte Kostenkontrolle neben der elektronischen Fahrzeugakte eine Kernfunktion einer modernen Fuhrparksoftware. Sie bildet die Grundlage für eine
Gesamtkostenbetrachtung auf Basis von Fahrzeug, Kostenstelle oder Lieferant. Durch den Import und die Analyse von Rechnungsdaten aller
Lieferanten erhalten Fuhrparkverantwortliche
aussagekräftige Zahlen, die sie bei Entscheidungen hinsichtlich Beschaffung und Verwertung
unterstützen.
Nicht zuletzt trägt die Vereinfachung von Prozessen dazu bei, den Aufwand und die aufgewendete Zeit zu minimieren, wodurch wiederum
Kosten gesenkt werden können. So sorgt die Anbindung von Personen oder auch anderen Syste-
men an die Flottenverwaltungssoftware für eine
schnellere Kommunikation und einen sicheren
Datenaustausch. Beispielsweise kann das Fuhrparkmanagementsystem für eine Meldung des
geldwerten Vorteils an die Lohnbuchhaltung auf
die Stammdaten des Fahrers (bei personengebundenen Fahrzeugen) oder auf ein elektronisches Fahrtenbuch zurückgreifen. Diese Informationen werden regelmäßig per Schnittstelle
an das Personalwesen übergeben. Der vollautomatische Prozess bindet somit keine Ressourcen
und bietet eine hohe Verlässlichkeit hinsichtlich
der Korrektheit der Daten.
Neben diesen Grundaufgaben ist sicherlich der
Funktionsumfang ein wichtiges Kriterium bei
der Wahl. Hier gilt: Je mehr eine Software kann,
desto eher ist der Fuhrparkverantwortliche für
alle Eventualitäten gerüstet. Ist beispielsweise
eine unternehmenseigene Car Policy nicht hinterlegt, verursacht das im Tagesgeschäft einen
Mehraufwand.
Überhaupt sind Schnittstellen sowohl für den
Import von Daten anderer Tools – wie Tankkarten- oder Reifenanbieter – sowie Schnittstellen
zur Unternehmenssoftware, beispielsweise SAP,
zu empfehlen: Hier wird richtig Zeit gespart,
sind die Verknüpfungen erst einmal gemacht.
Andererseits kann ein Zuviel an Funktionen auch
dazu führen, dass man viel Zeit mit unnötigen
Tools verschwendet oder eine – womöglich teure – Software kauft, um dann hinterher doch nur
zehn Prozent der Funktionen zu nutzen. „Die
Relevanz der Schnittstellen richtet sich dabei
nach den Einsatzmöglichkeiten. Die Personenund Fahrzeugstammdaten beziehungsweise die
Vertragsverwaltung sind dabei die wichtigsten
permanent zu aktualisierenden Daten. Ebenso
Abrechnungsdaten, also faktisch Reisedaten
sowie laufende Nutzungsdaten, die zum Beispiel
aus elektronischen Fahrtenbüchern oder stationsbasierten Informationen kommen und nach
Fahrtart – ob dienstlich oder privat – automatisch an ERP-Systeme übergeben werden“, erklärt Peter Vogel, Senior Sales Manager Fuhrpark
und Mobilität bei der KEMAS GmbH.
Insgesamt zeigt sich jedoch, dass der Preis
tatsächlich relativ ist: Gesparte Zeit im Tagesgeschäft, bessere Auswertungen, die Missverhältnisse bei Reifen-, Werkstattkosten oder bei
Tankvorgängen einfach aufzeigen, sind mehr
wert, als ein paar gesparte Euros in der Einmalinvestition.
Reporting-Tools der Leasinggeber
Wie bereits erwähnt, eignen sich die Softwarelösungen der Leasinggesellschaften vor allem
dann, wenn alle oder zumindest ein Großteil der
Leistungen über den Leasinggeber bezogen wird.
Das liegt insbesondere darin begründet, dass die
anbietergebundenen Fuhrparkmanagementsoftwares bereits Schnittstellen zu den einzelnen Teilbereichen, wie Tankkarten, Wartung und Service
sowie Fahrzeugkonfigurator, integriert haben.
Damit lassen sich auf der einen Seite die Kosten
für die Software beim Leasingnehmer auf ein Minimum reduzieren, da diese auf viele Parteien umgelegt werden können, aber auf der anderen Seite
geraten unternehmensspezifische Besonderheiten dabei ins Hintertreffen.
Im Vergleich zu den herstellerunabhängigen Softwarelösungen bieten einige Leasinggesellschaften Online-Konfiguratoren und -Kalkulatoren an,
die es den dienstwagenberechtigten Fahrern erlauben, ihre Wunschfahrzeuge gemäß Car Policy
zusammenzustellen und zu bestellen. Und genau
in diesem Punkt liegt ein großer Vorteil der Softwarelösungen von Leasingunternehmen, denn im
Fahrzeugkonfigurator ist nicht nur die Car Policy
hinterlegt, sondern zugleich erhält der Nutzer Informationen zu monatlichen Raten und dem geldwerten Vorteil. Auf dieser Informationsgrundlage
gestaltet sich eine spätere Freigabe durch den
Vorgesetzten einfacher. Zusätzlich ermöglicht nahezu jede Software, fahrzeugbezogene Daten aus
den eigenen Leasingverträgen in die Fuhrparkmanagementsoftware automatisch zu integrieren.
Herstellerunabhängige Software In unserer Auswahl der unabhängigen Softwarelösungen stellen wir über ein Dutzend Anbieter
(Fortsetzung auf S. 72)
Flottenmanagement 3/2014
71
SPECIAL ELEKTRONISCHE FLOTTENVERWALTUNG
gegenüber. Wie breit gefächert dieser Markt ist,
wird schon durch die Unterschiede in der Preisgestaltung aufgezeigt: So locken einige Anbieter auf der einen Seite mit einem Pauschalpreis
für ihre Softwarelösung. Bei anderen Anbietern
hingegen errechnet sich der Grundpreis für das
Softwarepaket anhand der Fuhrparkgröße, der
enthaltenen Arbeitsplätze sowie des Funktionsumfanges.
Wichtiger als der Preis ist jedoch die Funktionalität der Software. Gerade in Anbetracht des
subjektiven Eindrucks sowie der Benutzerfreundlichkeit ist die Bereitstellung einer Testversion
hier besonders lobenswert. Mit einigen Ausnah-
größe über das Internet zugänglich“, erklärt Dirk
Zieschang, Gesellschafter der InNuce Solutions
GmbH.
men sind alle aufgeführten Programme lokal zu
installieren. Daneben ist es mittels webbasierten
Zugriffs aber auch möglich, den Fuhrpark von jedem Ort auf der Welt zu verwalten.
Angesichts einer zunehmenden Internationalisierung und geografischen Verteilung des Fuhrparks wird ein zentrales Flottenmanagement
immer wichtiger: „Eine konsequente Einhaltung
strengerer Gesetzgebung bezüglich der CO2Emissionen, Verbrauchswerte et cetera – unter
Berücksichtigung unterschiedlicher Auslegung in
verschiedenen Ländern – und Flotten, die sich zunehmend stärker diversifizieren und geografisch
verteilen, ist ohne entsprechende Fuhrparkmanagementsoftware kaum noch zu bewältigen“,
Neben der Möglichkeit, alle kleinteiligen Kosten
zu erfassen und auszuwerten, zählt zu den essentiellen Entscheidungskriterien für eine bestimmte Softwarelösung die Spezialisierung des Angebotes. Beispielsweise bietet InNuce ein separates
Abrechnungsprinzip an: „Zahlreiche Funktionen
und die Integration mit automobilen Dienstleistern, die eigentlich nur für große Fuhrparks rentabel sind, sind mithilfe von FleetScape IP und
dem ‚pay per use‘-Prinzip nun für jede Flotten-
Fuhrparkmanagement-Softwarelösung von Leasingunternehmen (Auswahl)
72
Arval
Athlon Car Lease Germany
Daimler Fleet Management
Deutsche Leasing AG
www.arval.de
www.athlonline.de
www.xfleet.de
www.deutsche-leasing.com
Name der Software
FleetCom
Athlonline
xFleet
Fleet Information Tool (FIT) für
Reporting; Fleet Live als Kalkulations- und Angebotstool
Voraussetzungen
keine
ab einem Fahrzeug
ab ca. 50 Fahrzeugen sinnvoll;
auch kleinere Flotten möglich
ab 10 Fahrzeugen
Systemvoraussetzungen
Internetzugang und gängiger Internetbrowser (Online-Anwendung)
Internetzugang und gängiger Internetbrowser (Online-Anwendung)
Internetzugang und gängiger Internetbrowser (Online-Anwendung)
Internetzugang und gängiger Internetbrowser (Online-Anwendung)
mehrplatz-/netzwerkfähig
k.A.
ja
ja
ja
Testversion
ja
ja
ja
nein
Zugriff mittels App
nein
nein
nein
ja, eingeschränkt
Verwaltung von Kauffuhrparks/
Leasingfuhrparks/gemischt
für durch Arval betreute Fahrzeuge
für über Athlon Car Lease geleaste
Fahrzeuge
für über Daimler Fleet Management
geleaste Fahrzeuge
ja, für Kauf- und Leasingfuhrparks
Fahrer-, Fahrzeug- und
Lieferantenverwaltung
ja, allerdings nur Ansicht
ja
ja
ja
Vertrags- und Rechnungsverwaltung
ja, allerdings nur Ansicht
ja
ja
ja
Bestellwesen
ja, allerdings nur Ansicht
ja
ja
ja
automatisierte Belegerfassung
nein
ja
nein
ja
Tankkarten-, Strafzettel-, Mautund Reifenverwaltung
ja, gilt aber nicht für Strafzettel und
Mautverwaltung
ja, keine Strafzettel- und Mautverwaltung
nein
ja
mandantenfähig
ja
nein
ja
ja
Auswertungen/Reports möglich
ja, zahlreiche Standardreports (bspw.
Kosten- und Rechnungsauswertung,
fahrzeugspezifische Auswertung,
Terminverwaltung)
ja, zahlreiche Standardreports (bspw.
Kosten- und Rechnungsauswertung,
fahrzeugspezifische Auswertung)
ja, zahlreiche Standardreports (bspw.
Kosten- und Rechnungsauswertung,
fahrzeugspezifische Auswertung,
Terminverwaltung)
ja, zahlreiche Standardreports
(bspw. Kosten- und Rechnungsauswertung, fahrzeugspezifische
Auswertung, Terminverwaltung)
Definition eigener Reports möglich
ja
nein
ja
ja
Schnittstelle in Lohnbuchhaltung
nein
ja
ja, auf Kundenwunsch
ja
feste Schnittstelle für Export
ja
ja
nein
ja
feste Schnittstelle für Import
nein
ja
ja
ja
frei programmierbare Schnittstellen
nein
nein
nein
nein
automatische Integration von
Daten, welche?
Personal- und Fahrzeugstammdaten,
Buchungsdaten (Tankdaten, Leasingrechnung), Führerscheinkontrolle und
Fahrtenbuch
Personal- und Fahrzeugstammdaten,
Buchungsdaten (Tankdaten, Leasingrechnung etc.), Führerscheinkontrolle
und Fahrtenbuch
Fahrzeugstammdaten und Buchungsdaten (Tankdaten, Leasingrechnung
etc.)
Personal- und Fahrzeugstammdaten, Buchungsdaten (Tankdaten,
Leasingrechnung etc.), Führerscheinkontrolle und Fahrtenbuch
Verwaltung von Mobilfunkverträgen
nein
nein
nein
ja
Fahrzeugkonfigurator
nein, in einem eigenen System
ja, alle flottenrelevanten Marken
ja, alle flottenrelevanten Marken
ja, alle flottenrelevanten Marken
Hinterlegung der CarPolicy
nein, in einem eigenen System
ja
ja
ja
Fahrzeugbelegungsplanung
nein
nein
nein
nein
Serienbrieffunktion
nein
ja
nein
ja
Besonderheiten
(Alleinstellungsmerkmale)
alle Daten können heruntergeladen
und in Tabellenkalkulationen ausgewertet werden; Erstellung unterschiedlicher Profile für verschiedene
Nutzergruppen
Anbindung der Händler in Athlonline ermöglicht allen Parteien einen
Einblick in die Bestellung
Abbildung des kompletten Prozesses
von der Konfiguration, Kalkulation der
Fahrzeuge bis hin zur Bestellung und
dem Reporting; Management von FullService-Leasingfuhrparks sämtlicher
Pkw-Hersteller
Fleet Information Tool (FIT) zeigt
einfach und effizient Optimierungspotenzial beim Fuhrpark auf
Kontakt für Fuhrparkleiter
Klaus Pfeiffer
Tel.: 0800/08404-02
E-Mail: [email protected]
Team Sales Support
Tel.: 02159/698380
E-Mail: [email protected]
über persönlichen Key-Account-Manager der DFM GmbH; www.xfleet.de
Lea Schrod
Tel.: 06172/88-2397
E-Mail: [email protected]
Flottenmanagement 3/2014
ELEKTRONISCHE FLOTTENVERWALTUNG SPECIAL
gibt Paul Verkinderen, Sales Director Europe von
Chevin Fleet Solutions, zu verstehen.
Insgesamt betrachtet bieten herstellerunabhängige Softwarelösungen schon von Haus aus ein
breites Spektrum nützlicher Funktionen an. Dies
beginnt nicht zuletzt bei den zahlreichen Auswertungstools, den Schnittstellen zu anderen Programmen oder der Einflechtung einer unternehmensinternen Car Policy. Doch viel wichtiger für
dieses Segment ist die Möglichkeit der Individualisierung. „Als spezialisierter Flottendienstleister
bieten wir eine sehr breite Dienstleistungspalette
und damit ganzheitliches Fuhrparkmanagement
an. Dies führt Jahr für Jahr zu erheblichen Kosteneinsparungen und hilft dem Flottenverantwortlichen, sich auf die wesentlichen Aufgaben
zu konzentrieren. So sparen Kunden bei e-flotte
rund 30 bis 40 Prozent der Kosten in den Bereichen ‚vermeidbare Kosten‘, ‚zu hohe Schadenkosten‘ und zusätzlich vermeiden sie Risiken mangels
ungenügender Halterhaftungssysteme“, fasst
Thomas Krüger, Geschäftsführer der Technology
Content Services GmbH, zusammen.
Webbasierte Softwarelösungen und Apps
Schon heute wollen viele Fuhrparkmanager ihre
Flotte auch von unterwegs steuern. Eine webbasierte Software hat dabei viele Vorteile gegenüber
den klassischen servergebundenen Lösungen:
„Für den Zugriff auf die Software genügen ein
Browser und gegebenenfalls eine Internetverbindung. Das macht flexibel. Dazu kommt der geringe Administrationsaufwand. Webbasierte Lösun-
gen können zentral gepflegt und müssen nicht auf
jedem Rechner einzeln installiert werden. Deshalb ist da, wo mehrere Nutzer auf die Software
zugreifen, eine webbasierte Lösung vorteilhaft“,
weiß Michael Velte, Geschäftsführer der Deutsche
Leasing Fleet GmbH, zu berichten.
Jedoch zeigt sich insbesondere im Umfeld von
Großkunden, dass aufgrund von IT-Sicherheitsbedenken und Datenschutzrichtlinien das Interesse
an einer universell erreichbaren Plattform derzeit
noch wenig ausgeprägt ist. Daher bietet beispielsweise Carano die Möglichkeit an, mobile Teillösungen oder Apps in sinnvoller Weise – auch in bereits
bestehende Systeme – einzubinden: „So zum Beispiel ein Web-Frontend für die Buchung von Pool(Fortsetzung auf S. 76)
GE Capital
HLA Fleet Services GmbH
LeasePlan Deutschland GmbH
Sixt Leasing AG
Volkswagen Leasing GmbH
www.gecapital.de
www.hla-fleetservices.de
www.leaseplan.de
www.sixt-leasing.de
www.vwfs.de
Online Kunden Center; Car
Configurator; iReport; iManage;
eBilling
Fleet eMotion
e-Tools: e-Manager, e-Driver, FleetReporting, e-Papers und e-Papers
Plus
FleetIntelligence
FleetCARS
ab einem Fahrzeug
ab 50 Fahrzeugen; integraler Bestandteil der Fuhrparkmanagementlösungen
ab einem Fahrzeug
ab 100 Fahrzeugen; unabhängig von
Leasing über Sixt Leasing
ab 10 Fahrzeugen
Internetzugang und gängiger Internetbrowser (Online-Anwendung)
Internetzugang und gängiger Internetbrowser (Online-Anwendung)
Internetzugang und gängiger Internetbrowser (Online-Anwendung)
Internetzugang und gängiger Internetbrowser (Online-Anwendung)
Internetzugang und gängiger Internetbrowser (Online-Anwendung)
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
nein
nein
ja, zeitlich begrenzt
nein
nein
nein
ja
nein
ja, für Kauf- und Leasingfuhrparks
ja, für Kauf- und Leasingfuhrparks
ja, für Kauf- und Leasingfuhrparks
ja, für Kauf- und Leasingfuhrparks
ja, für Kauf- und Leasingfuhrparks
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
nein
ja
ja
ja
ja
nein
ja
ja
ja
ja
ja, keine Maut- und Reifenverwaltung
ja
nein
ja
ja
ja
ja, zahlreiche Standardreports
(bspw. Kosten- und Rechnungsauswertung, fahrzeugspezifische
Auswertung, Terminverwaltung)
ja, zahlreiche Standardreports (bspw.
Kosten- und Rechnungsauswertung,
fahrzeugspezifische Auswertung,
Terminverwaltung)
ja, zahlreiche Standardreports (bspw.
Kosten- und Rechnungsauswertung,
Fahrzeugauslastung und -bestand,
fahrzeugspezifische Auswertung,
Terminverwaltung)
ja, zahlreiche Standardreports (bspw.
Kosten- und Rechnungsauswertung,
fahrzeugspezifische Auswertung,
Terminverwaltung)
ja, zahlreiche Standardreports (bspw.
Kosten- und Rechnungsauswertung,
fahrzeugspezifische Auswertung,
Terminverwaltung)
ja
ja
ja
ja
nein
ja
nein, in Vorbereitung
ja
ja
nein
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
nein
Personal- und Fahrzeugstammdaten, Buchungsdaten (Tankdaten,
Leasingrechnung etc.), Führerscheinkontrolle und Fahrtenbuch
Personal- und Fahrzeugstammdaten
sowie Buchungsdaten (Tankdaten,
Leasingrechnung etc.)
Personal- und Fahrzeugstammdaten,
Buchungsdaten (Tankdaten, Leasingrechnung etc.), Führerscheinkontrolle
und Fahrtenbuch
Personal- und Fahrzeugstammdaten,
Buchungsdaten (Tankdaten, Leasingrechnung etc.) und Führerscheinkontrolle
Fahrzeugstammdaten, Buchungsdaten
(Tankdaten, Leasingrechnung etc.)
sowie elektronische Führerscheinkontrolle
nein
nein
nein
nein
nein
ja, alle flottenrelevanten Marken
ja, alle flottenrelevanten Marken
ja, alle flottenrelevanten Marken
ja, alle flottenrelevanten Marken
nein, in einem eigenen System
ja
ja
ja
ja
nein, in einem eigenen System
ja
nein
nein
nein
nein
nein
ja, per E-Mail
ja
ja
nein
volldigitale und steuersichere
Rechnungsstellung; Genehmigungsworkflow für Konfigurationen
Multi-Supplier-Konfigurator zur Abbildung von Car Policy und kundenindividuellen Konditionen verschiedener
Leasinggesellschaften
CO2-Kalkulator: ordnet Fahrzeuge nach
Energieklassen, ermittelt Fuhrparkkosten zur CO2-Neutralisierung
FleetOptimizer (Online-SzenarioAnalyse-Tool): prozessorientierte
Fuhrparkverwaltung, integriertes
Schaden-, Wartungs-, Reparatur- und
Reifenmanagement
Erfassung des gesamten Fuhrparks
(TCO-Ansatz); Customizing auf Unternehmensbedürfnisse
Christian Schüssler
E-Mail:
[email protected]
Matthias Rotzek
Tel.: 089/4522860-850
E-Mail: [email protected]
LeasePlan Deutschland
Tel.: 02131/132-200
E-Mail: [email protected]
Anke Tauchert
Tel.: 089/74444-5086
E-Mail: [email protected]
Volkswagen Leasing GmbH
Tel.: 0531/212-86421
E-Mail: [email protected]
Flottenmanagement 3/2014
73
SPECIAL ELEKTRONISCHE FLOTTENVERWALTUNG
Herstellerunabhängige Fuhrparkmanagement-Softwarelösung (Auswahl)
Ametras
rentconcept GmbH
www.
rentconcept.com
74
Carano Software
Solutions GmbH
www.carano.de
Chevin Fleet Solutions
www.chevinfleet.com
community4you AG
www.commfleet.eu
CreamTeam GmbH
www.creamteam.de
e-flotte (TCS Technology
Content Services GmbH)
www.e-flotte.de
Name der Software
AMS Ametras Mobility Service
Fleet+
FleetWave
comm.fleet
CAREXPRESS
e-fleet
Mindestfuhrparkgröße
ab einem
Fahrzeug
keine
ab 300 Fahrzeugen
ab 50 Fahrzeugen
ab 10 Fahrzeugen
keine
Netto-Basispreis (dabei enthaltene Fahrzeuge/Arbeitsplätze)
auf Anfrage (Preis pro
Fahrzeug; unbegrenzte
Benutzeranzahl)
1.200 € (bis 100 Fahrzeuge;
unbegrenzte Benutzeranzahl)
auf Anfrage (Preis pro
Fahrzeug; unbegrenzte
Benutzeranzahl)
auf Anfrage
9.500 € (Unternehmenslizenz; unbegrenzte Anzahl an
Fahrzeugen und Arbeitsplätzen)
ab 6 € pro Monat (e-fleet
Basis; Preis pro Fahrzeug);
ab 14 € pro Monat (e-flotte
als Full-Service-Anbieter;
Preis pro Fahrzeug)
Aufpreis für zusätzliche Fahrzeuge/Arbeitsplätze (netto)
ja (individuell erstelltes
Paket)
auf Anfrage (abhängig von
Funktionsumfang; pro 50
Fahrzeuge)
ja (individuell erstelltes
Paket)
ja (individuell erstelltes
Paket)
nein
nein
Systemvoraussetzungen
MS Windows oder Linux;
Datenbanken: Db2, MS
SQL-Server; alle gängigen
Internetbrowser
MS Windows; Datenbanken:
MS SQL-Server, Oracle; Virtualisierungslösung wie Citrix
oder Windows-Terminalserver;
alle gängigen Internetbrowser
für Webversion
alle gängigen Internetbrowser für Webversion;
Datenbanken: MS SQL-Server
ab 2005, Oracle ab 9i
unabhängig von Betriebssystem und Datenbank;
Virtualisierungslösung
wie Citrix oder WindowsTerminalserver; alle gängigen
Internetbrowser oder über
mobile Apps für Webversion
MS Windows Server ab 2003;
Datenbanken MS SQL-Server
ab 2000, Oracle ab 9i; MS
Internet Explorer ab 6.0
alle gängigen Internetbrowser für Webversion
Mehrplatz-/
Netzwerkfähig
ja
ja
ja
ja
ja
ja
Testversion
ja
ja
ja
auf Anfrage
ja
ja
lokale
Softwareinstallation
nein, webbasiert
ja
ja, auf Kundenwunsch
nein
ja, auf Kundenwunsch
nein
webbasierter
Softwarezugriff
ja
ja
ja
ja
ja
ja
Zugriff mittels App
ja
ja, eingeschränkt
ja
ja
ja
ja, eingeschränkt
Fahrer-, Fahrzeug- und
Lieferanten-verwaltung
ja
ja
ja
ja
ja
ja
Vertrags- und Rechnungsverwaltung
ja
ja
ja
ja
nein
ja
Bestellwesen
ja
ja
ja
ja
nein
ja
automatisierte Belegerfassung
ja
ja
ja
ja
nein
ja
Tankkarten-, Strafzettel-,
Maut- und Reifenverwaltung
ja
ja
ja
ja
ja
ja
Mandantenfähig
ja
ja
ja
ja
ja
ja
Auswertungen/
Reports möglich
ja, zahlreiche Standardreports (bspw. Kosten- und
Rechnungsauswertung, fahrzeugspezifische Auswertung,
Terminverwaltung)
ja, zahlreiche Standardreports (bspw. Kosten- und
Rechnungsauswertung, fahrzeugspezifische Auswertung,
Terminverwaltung)
ja, zahlreiche Standardreports (bspw. Kosten- und
Rechnungsauswertung,
fahrzeugspezifische Auswertung, Terminverwaltung,
Aufgabenmanagement)
ja, zahlreiche Standardreports (bspw. Kosten- und
Rechnungsauswertung, fahrzeugspezifische Auswertung,
Terminverwaltung)
ja, zahlreiche Standardreports (bspw. Kostenauswertung, fahrzeugspezifische
Auswertung, Terminverwaltung)
ja, zahlreiche Standardreports (bspw. Kosten- und
Rechnungsauswertung,
fahrzeugspezifische
Auswertung, Terminverwaltung)
Schnittstelle in Lohnbuchhaltung
ja
ja, auf Kundenwunsch
ja
ja
ja
ja
feste Schnittstelle für Export
ja
ja, variabel erstellbar
ja
ja
ja
ja
feste Schnittstelle für Telematik
ja
nein
ja
ja
ja
ja
frei programmierbare Schnittstellen
ja
ja
ja
ja
ja
ja
automatische Integration von
Daten, welche?
Personal- und Fahrzeugstammdaten, Buchungsdaten
(Tankdaten, Leasingrechnung), Führerscheinkontrolle
und Fahrtenbuch
Personal- und Fahrzeugstammdaten, Buchungsdaten
(Tankdaten, Leasingrechnung), Führerscheinkontrolle
und Fahrtenbuch
Personal- und Fahrzeugstammdaten, Buchungsdaten,
Fahrtenbuch, Track & Trace,
Werkstätten- & Ersatzteilmanagement, OEM-Händlerdaten, Schlüsselkastensysteme
Personal- und Fahrzeugstammdaten, Buchungsdaten
(Tankdaten, Leasingrechnung), Führerscheinkontrolle
und Fahrtenbuch, externe
CRM-/DMS und ERP-Systeme
Personal- und Fahrzeugstammdaten, Buchungsdaten (Tankdaten etc.),
Führerscheinkontrolle und
Fahrtenbuch
Personal- und Fahrzeugstammdaten, Buchungsdaten (Tankdaten,
Leasingrechnung),
Führerscheinkontrolle und
Fahrtenbuch
Verwaltung von
Mobilfunkverträgen
ja
ja
ja
ja
nein
ja
Fahrzeugkonfigurator
nein
ja, alle flottenrelevanten
Marken (über Easy+)
ja, alle flottenrelevanten
Marken
ja, alle flottenrelevanten
Marken (über comm.cars)
nein
ja, alle flottenrelevanten
Marken
Hinterlegung
der CarPolicy
ja
ja
ja
ja
ja
ja
Fahrzeugbelegungsplanung
ja
ja
ja
ja
ja
nein
Serienbrieffunktion
ja
ja
ja
ja
nein
ja
Besonderheiten (Alleinstellungsmerkmale)
Integration von Rental,
B2C- sowie B2B-Carsharing,
Langzeitmiete, eMobilität
und Telematik
Windows 8 zertifiziert; über
125 Kunden im In- und Ausland; umfangreiche (Online-)
Reporting-Möglichkeiten
länderübergreifend nutzbar
(mehrsprachig, mehrwährungsfähig, globale Datensammlung)
länderübergreifend nutzbar
(mehrsprachig, mehrwährungsfähig); modular
aufgebaut; revisions- und
zukunftssicher via open-EIS
automatische Disposition/
Optimierung der Fahrzeuge
(-35%); standardisierte
Komplettlösung (Software
und Übergabeterminal);
Ausfallsteuerung
integriertes E-Mail-System;
ein fester Kundenbetreuer;
internationales Schadenmanagement; Mobilitätspakete
bis zur weltweiten Fahrerhilfe und -unterstützung
Kontakt für
Fuhrparkleiter
Klaus Heller
Tel.: 0751/5685-0
E-Mail: [email protected]
com
Tanja Liedtke
Tel.: 030/399944-0
E-Mail: [email protected]
Paul Verkinderen
Tel.: (+32) 2 892 80 60
Mobil: (+32) 475 344 776
E-Mail: [email protected]
chevinfleet.com
Uwe Bauch; Lavinio
Cerquetti
Tel.: 0371/909411-0
E-Mail:
[email protected]
Monika Ruth von Winckler
Tel.: 089/550779-77
E-Mail: monika.von.winckler
@creamteam.de
Niels Krüger
Tel.: 0911/23053-150,
Mobil: 0171/1628231
E-Mail: [email protected]
e-flotte.de
Flottenmanagement 3/2014
ELEKTRONISCHE FLOTTENVERWALTUNG SPECIAL
FleetOne Software GmbH
www.FleetOne.de
InNuce Solutions GmbH
www.innuce-solutions.de
K-SOFT iT-Center
www.flottenmanager.net
Masternaut
E.Novation GmbH
www.enovation-btc.de
KEMAS GmbH
www.kemas.de
SiteOS AG
www.siteos.de
Ultimo
Software Solutions GmbH
www.ultimo.net
FleetOne
FleetScape
Flottenmanager
carpool NET
Costmanager
FleetOS
Ultimo Fleet Management
ab 100 Fahrzeugen
ab einem Fahrzeug
ab 20 Fahrzeugen
keine
ab 10 Fahrzeugen
ab 50 Fahrzeugen
ab einem Fahrzeug
auf Anfrage (abhängig
von Funktionsumfang und
Flottengröße)
299 € pro Monat (100 Fahrzeuge; unbegrenzte Benutzeranzahl; 1.990 € einmalige
Bereitstellungsgebühr)
ab 712,30 € (Businessversion;
30 Fahrzeuge)
auf Anfrage
998 € (Einzelplatz; 100
Fahrzeuge)
auf Anfrage (abhängig
von Funktionsumfang und
Flottengröße)
auf Anfrage
ja (individuell erstelltes
Paket)
2,99 € pro Monat (Preis pro
Fahrzeug)
auf Anfrage
ja (individuell erstelltes Paket)
399 € (für weitere 100
Fahrzeuge)
ja (individuell erstelltes
Paket)
auf Anfrage
MS Windows ab Vista;
Datenbanken: MS
SQL-Server, Oracle; alle
gängigen Internetbrowser
für Webversion
alle gängigen Internetbrowser
für Webversion
MS Windows ab XP; MS
Windows Server ab 2003;
Datenbanken: MS SQL-Server
2005 bis 2012; alle gängigen
Internetbrowser für Webversion
MS Windows Server ab 2012;
Datenbanken: MS-SQL Server;
MS Internet Explorer für
Webversion
MS Windows ab Vista; Datenbanken: MS SQL-Server; MS
Internet Explorer oder Mozilla
Firefox für Webversion
MS Internet Explorer, Mozilla
Firefox, Google Chrome oder
Apple Safari für Webversion
MS Windows Server ab 2003;
Datenbanken: MS SQL-Server
ab 2008, Oracle 11R2; alle
gängigen Internetbrowser für
Webversion
ja
ja
ja, ab Businessversion
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
nein
ja
auf Anfrage
ja
ja
nein
ja
nein
ja
ja, auf Kundenwunsch
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
nein
ja
ja, auf Kundenwunsch
ja, auf Kundenwunsch
ja
ja
ja
ja
ja, aber ohne
Lieferantenverwaltung
ja
ja
ja
ja
ja
ja
nein
ja
ja
ja
ja
ja
ja
nein
nein
ja
ja
ja
ja
ja
nein
ja
ja
ja
ja
ja
ja
nein
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja, zahlreiche Standardreports (bspw. Kosten- und
Rechnungsauswertung,
fahrzeugspezifische
Auswertung, Terminverwaltung)
ja, zahlreiche Standardreports (bspw. Kosten- und
Rechnungsauswertung, fahrzeugspezifische Auswertung,
Terminverwaltung)
ja, zahlreiche Standardreports (bspw. Kosten- und
Rechnungsauswertung, fahrzeugspezifische Auswertung,
Terminverwaltung)
ja, zahlreiche Standardreports (bspw. Kosten- und
Rechnungsauswertung, fahrzeugspezifische Auswertung,
Terminverwaltung)
ja, zahlreiche Standardreports (bspw. Kosten- und
Rechnungsauswertung, fahrzeugspezifische Auswertung,
Terminverwaltung)
ja, zahlreiche Standardreports (bspw. Kosten- und
Rechnungsauswertung, fahrzeugspezifische Auswertung,
Terminverwaltung)
ja, zahlreiche Standardreports (bspw. Kosten- und
Rechnungsauswertung, fahrzeugspezifische Auswertung,
Terminverwaltung)
ja
ja
ja, auf Kundenwunsch
ja
nein
ja
nein
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
nein
ja
ja
ja
ja
ja, auf Kundenwunsch
ja
ja
ja
ja, auf Kundenwunsch
ja
ja, auf Kundenwunsch
ja
ja
Personal- und Fahrzeugstammdaten, Buchungsdaten (Tankdaten,
Leasingrechnung) und
Führerscheinkontrolle
Personal- und Fahrzeugstammdaten, Buchungsdaten
(Tankdaten, Leasingrechnung), Führerscheinkontrolle
und Fahrtenbuch
Personalstammdaten, Buchungsdaten (Tankdaten, Leasingrechnung, Rechnungen)
und Führerscheinkontrolle
Personal- und Fahrzeugstammdaten, Buchungsdaten
(Tankdaten, Leasingrechnung), Führerscheinkontrolle
und Fahrtenbuch
Buchungsdaten (Tankdaten,
Leasingrechnung)
Personal- und Fahrzeugstammdaten, Buchungsdaten
(Tankdaten, Leasingrechnung), Führerscheinkontrolle
und Fahrtenbuch
Personal- und Fahrzeugstammdaten, Buchungsdaten
(Tankdaten, Leasingrechnung), Führerscheinkontrolle
und Fahrtenbuch
ja
ja
ja, auf Kundenwunsch
nein
ja
ja
ja
ja, alle flottenrelevanten
Marken
ja, alle flottenrelevanten
Marken
nein
nein
nein
ja, alle flottenrelevanten
Marken
nein
ja
ja
nein
ja
ja, auf Kundenwunsch
ja
nein
ja
ja
ja
ja
nein
ja
nein
ja
ja
ja
nein
ja, auf Kundenwunsch
ja
nein
einfache Handhabung durch
intuitive Oberfläche; Dashboard; Report-Designer;
Dokumentenmanagement;
E-Mail- sowie SMS-Client
besonderes Know-how auf dem
Sektor automobiler Internationalität und Belegverarbeitung;
webbasierter, voll integrierter, markenunabhängiger
Konfigurator
Aufgabenüberwachung mittels
Flottenradar; Web-Client
zur Abfrage von Beständen;
Reporting über List & LabelLayouteditor; Reisekostenverwaltung mit SAP-Import
Systemlösung für interne
sowie externe Fuhrparkbetreiber bzw. Dienstleister;
Transaktionsautomaten;
offenes Buchungsportal
Verwaltung von Wartungsaufträgen und Unfällen; Vertragsverwaltung; FiBu-Schnittstelle; Belegverwaltung per Scan;
E-Mail-Benachrichtigung
steht als Komplettsystem für
End-to-End-Anwendungen
oder als modulweises
Fuhrparkmanagement zur
Verfügung; hoher Automatisierungsgrad
Zugriff auf Verträge und Versicherungspolicen; proaktive
Schadenverwaltung; Übersicht
über gesamten Wagenpark
(zusammengestellte Flotten
haben eine eindeutige Flottennummer)
Torsten Schulz
Tel.: 06196/882878-1
E-Mail: [email protected]
Claudia Steinfeldt
Tel.: 040/328901919
E-Mail: claudia.steinfeldt
@innuce.de
Tel.: 02104/233880
E-Mail: [email protected]
Peter Vogel
Mobil: 0173/6254784
E-Mail: [email protected]
Walther Bernard
Tel.: 03375/52830-0
E-Mail: [email protected]
masternaut.com
Tel.: 089/3090897-0
E-Mail: [email protected]
Gerrit de Boer
Tel.: 02064/8284754
E-Mail: [email protected]
Flottenmanagement 3/2014
75
SPECIAL ELEKTRONISCHE FLOTTENVERWALTUNG
fahrzeugen durch die Fahrer oder die Nutzung
einer App mit allen relevanten Informationen für
die Fahrer rund um das Fahrzeug. Wir sind sicher,
dass dieser ‚Trend‘ weiter wachsen wird und die
Unternehmen weitere Lösungen suchen, die die
Kommunikation mit dem Fahrer erleichtern“, erklärt Matthias von Tippelskirch, Geschäftsführer
der Carano Software Solutions GmbH.
„Hohen Stellenwert haben Apps vor allem bei
der Unterstützung von Dienstwagennutzern, die
in der Regel häufig unterwegs sind. Hier können
Apps wie ‚LeasePlan Mobil‘ wichtige Service-Hotlines mit Click-to-Call zur Verfügung stellen oder
auch mittels GPS-Lokalisation nächstgelegene
Servicepartner für Wartung und Service, Reifen,
Glas- oder Unfallreparatur anzeigen“, so Gunter
Glück, Geschäftsleitung Vertrieb und Kundenbetreuung bei LeasePlan Deutschland GmbH.
Der mobile Zugriff auf Fuhrparkdaten wird immer wichtiger, was sich auch in den Anforderungen der Kunden widerspiegelt. Allerdings sollten
moderne Fuhrparkmanagementsysteme weitaus
mehr Möglichkeiten bieten, als nur den Fahrzeugbestand bereitzustellen. Insbesondere durch die
Einbeziehung von Fahrern und externen Partnern, wie Lieferanten und Zulassungsdiensten,
ergeben sich beachtliche Einsparpotenziale.
Zusätzliche Softwarelösungen
Als letzten Punkt betrachten wir spezialisierte
Softwarelösungen, denn nicht jeder Fuhrpark ist
auf eine Softwarekomplettlösung angewiesen.
Oftmals reicht es, dass langwierige und kostspielige Prozesse durch eine Software optimiert
werden. Beispielsweise sieht Ametras die größten Potenziale in der Automatisierung des Fuhrparkbetriebes, der Senkung der Fuhrparkkosten
und der Generierung von Mehrwert für die Nutzer
der Fahrzeuge: „Ein möglicher Ansatz ist beispielsweise die Nutzung der Fahrzeuge in einem
Corporate-Carsharing-Pool. Der Pool wird durch
die Fuhrparkmanagementsoftware rund um die
Uhr automatisiert betrieben. Durch einen schlüssellosen, barrierefreien Zugang zum Fahrzeug,
zum Beispiel über Smartphone oder RFID, wird
eine flexible individuelle Mobilität ‚on Demand‘
ermöglicht. Intelligente Planungsalgorithmen
disponieren die im Pool verteilt genutzten Fahrzeuge. Dadurch wird eine hohe Auslastung der
Fahrzeuge garantiert und dadurch geringere Flottenkosten sichergestellt. Ametras stellt mit AMS
(Ametras Mobility Service) eine universelle Softwareplattform für alle Aspekte der Mobilität zur
Verfügung, welche unter anderem auch Corporate
Carsharing beinhaltet“, erklärt Klaus Heller, Geschäftsführer der Ametras rentconcept GmbH.
Hingegen setzt man bei netcar24 ganz auf das
Flottenremarketing und bietet mit d-fleet eine
Fuhrparkmanagementlösung an, die den kompletten Prozess von der Aussteuerung bis zum
Abtransport lückenlos abbilden, überwachen
und steuern kann. Dabei kommen unter anderem
leistungsfähige Fahrzeugmanagement-Tools zur
Verarbeitung und Verwaltung großer Fahrzeugbestände inklusive aller Zusatzinformationen
und Dokumente, ein integriertes Multi-ChannelManagementsystem, welches die individuelle Zuweisung von Einzelfahrzeugen, Fahrzeugpaketen
76
Flottenmanagement 3/2014
Bereits das Hinterlegen der Car Policy innerhalb der
Fahrzeugkonfiguration erleichtert die Arbeit des Fuhrparkverantwortlichen ungemein
oder ganzen Flotten an jeden beliebigen OnlineVertriebskanal erlaubt, sowie das After-SalesManagement, womit sich die nach dem Verkaufszuschlag anfallenden Aufgaben direkt aus dem
System heraus steuern und überwachen lassen,
zum Tragen.
So kann der Einsatz von spezifischen Softwarelösungen schon im Kleinen Einspar- und Optimierungspotenziale im Fuhrparkalltag offenlegen.
Gerade bei kleinen Flotten, die oft noch per Hand
verwaltet werden können, ist der Einsatz einer
Software-Komplettlösung aus Kostengründen
meist unnötig.
Herstellerunabhängige Flottenremarketing-Softwarelösung
netcar24 GmbH
www.netcar24.com
Name der Software
d-fleet
Mindestfuhrparkgröße
ab 500 Verkaufseinheiten p.a.
Netto-Basispreis (dabei enthaltene
Fahrzeuge/Arbeitsplätze)
4.150 €/Monat (unbegrenzte Anzahl an Fahrzeugen und
Arbeitsplätzen)
Aufpreis für zusätzliche Fahrzeuge/
Arbeitsplätze
nein
Systemvoraussetzungen
Internetzugang; ab MS Internet Explorer 6
mehrplatz-/netzwerkfähig
ja
Testversion
ja (individuelle Demozugänge auf Anfrage)
lokale Softwareinstallation
nein
webbasierter Softwarezugriff
ja
Zugriff mittels App
optional, auf Wunsch implementierbar
Vermarktung von Großflottenbeständen/
Massenvermarktung
ja
steuerbare Teilprozesse/Funktionsfelder
Managementprozesse für Bestände, Verkaufspreise, Angebote,
Vertriebskanäle, Vermarktung, Kunde/Käufer, den After-Sales-Bereich
sowie Rechnungen; Kaufprozessabwicklung; automatische Wertermittlung; Standort-/Logistikmanagement; Verkaufsförderungs-Tools;
Benutzermanagement; Business Intelligence/SLAs/KPIs
eigene Online-Vermarktungsplattform
ja
Online-Shop/Warenkorb
ja
mandantenfähig
ja
welche Auswertungen/Reports möglich
detaillierte Historien, Reportings und Statistiken für jeden Prozessbereich; zusätzliche Implementierung individueller Tools möglich
Definition eigener Reports möglich
ja
SLA-Management
ja
Vertriebskanäle
B2B (eigene Online-Vermarktungsplattform, Auktionen,
Ausschreibungen, Börsen), B2C (interner Verkauf, Börsen)
mehrsprachig
ja
CRM
ja
frei programmierbare Schnittstellen
ja
automatische Integration von Daten
über Schnittstellen, welche?
automatischen Erfassung und Weiterverarbeitung von internen sowie
externen Datenbestände (u.a. DAT, Dekra, AUTOonline, Webmobil24, PSTeam, Schwacke, div. Autohäuser, Partner im webunterstützten Verkauf,
Fahrzeugbörsen); indiv. Schnittstellenanbindungen optional möglich
aktive Verkaufssteuerung
ja
Revisionssicherheit
ja
Standortverwaltung
ja
MA-basierte Rollen- und Rechteverwaltung
ja
Serienbrieffunktion
ja
Besonderheiten (Alleinstellungsmerkmale)
High-End-Software-System für den gesamten GW-VermarktungsZyklus ab Aussteuerungszeitpunkt; individuelle Anpassung von
Funktionsumfang und Leistung möglich, White Labeling möglich
Kontakt für Fuhrparkleiter
Michael Deuse, Tel.: 0261/8854300, E-Mail: [email protected]
ELEKTRONISCHE FLOTTENVERWALTUNG SPECIAL
Ein Baustein der digitalen
Flottenverwaltung ist das
elektronische Fahrtenbuch.
Viele Unternehmen meiden
jedoch bislang den Einsatz
dieser Art der Fahrdokumentation, denn steuer- und
datenschutztechnisch sind
hohe Anforderungen an
deren Nutzung geknüpft.
Flottenmanagement zeigt,
warum sich ein elektronisches Fahrtenbuch auch
außerhalb von Poolfahrzeugflotten in vielen Fällen
dennoch lohnen kann.
Intelligente Wegbegleiter
So viel schon mal vorweg: Fahrtenbuch ist nicht
gleich Fahrtenbuch. Generell muss zwischen
einem steuerrechtlichen elektronischen Fahrtenbuch und einer reinen Fahrdokumentation
auf Grundlage eines Ortungssystems unterschieden werden. Letzteres ist unter Umständen nicht finanzamtkonform und kann daher
auch nicht zur Versteuerung der Privatfahrten
mit dem Dienstwagen herangezogen werden.
Das heißt natürlich nicht, dass solche Systeme gleich unbrauchbar im Flottenalltag wären.
Denn Ortungssysteme als solche sind zwar nicht
unbedingt steuerrechtskonform, bieten aber
interessante Nebenfunktionen wie Fahrsicherheitsaspekte, Kraftstoffersparnis oder Fahrzeugdisposition.
Finanzamtkonform
Damit ein elektronisches Fahrtenbuch auch die
Kontrolle vor dem Finanzamt besteht, muss das
System alle Fakten, wie Datum, Ort bei Fahrtbeginn, Fahrtziel, Anlass der Fahrt und Kilometerstand, dokumentieren, also prinzipiell
alles, was in einem klassischen Fahrtenbuch aus
Papier händisch eingetragen werden muss. Die
klassische Buchform würde also auch noch vor
den Finanzprüfern bestehen, aber gerade bei
größeren Flotten treten hier schnell Ungenauigkeiten auf. „Die Vorteile eines elektronischen
Fahrtenbuches liegen auf der Hand: Es entsteht
kein aufwendiger Papierprozess, und es fallen
nur etwa ein Drittel der Kosten gegenüber dem
manuellen Fahrtenbuchprozess an“, fasst K.Theodor Hermann, Leiter Vertrieb der Vispiron
CarSync GmbH, zusammen.
Darüber hinaus ist es bei einer Fahrtenbuchlösung im Fuhrpark wichtig, dass auch eine Manipulationssicherheit gegeben ist. Änderungen an
den Fahrdaten sollten also nicht einfach so vorgenommen werden können, und wenn, muss eine
rechtssichere Dokumentation darüber erfolgen.
Wird der Dienstwagen neben den dienstlichen
Fahrten auch privat genutzt, muss dies ebenfalls
im elektronischen Fahrtenbuch aufgezeichnet
werden. Dabei spielt allerdings der Datenschutz
eine wichtige Rolle. Denn der Arbeitgeber sollte
nur wissen dürfen, wie weit der Dienstwagenfahrer privat unterwegs ist, nicht aber, wohin er sich
mit dem Wagen begeben hat. Daher sollte das Ge-
FAHRTENBUCH
FÜHRERSCHEINKONTROLLE
Der Weg in die
mobile Zukunft.
POOLWAGENBUCHUNG
SCHLÜSSELVERWALTUNG
rät im Fahrzeug einen Privacy-Schalter besitzen,
den der Fahrer vor Fahrtantritt umlegen kann,
und somit das Gerät nur die Fahrdistanz dokumentiert.
Die meisten Unternehmen in Deutschland nutzen
die sogenannte Ein-Prozent-Regel, um den geldwerten Vorteil privater Fahrten zu versteuern.
Dabei kann ein Prozent des Bruttolistenpreises je
nach Fahrzeugpreis und Anzahl der Privatfahrten
mehr sein, als man mit der Fahrtenbuchmethode
überhaupt hätte zahlen müssen. Damit lohnt sich
die Einführung eines elektronischen Fahrtenbuches für „alle Unternehmer, Freiberufler sowie
Arbeitnehmer, denen bei einer Pauschalbesteuerung (Ein-Prozent-Regelung) finanzielle Nachteile entstehen würden. Ein elektronisch geführtes
Fahrtenbuch bietet zudem den Vorteil, dass es für
den Fahrer leicht und zeitsparend zu verwalten
und weniger fehleranfällig als ein handschriftlich
geführtes Fahrtenbuch ist“, erklärt Uwe Bertram,
Geschäftsführer der Sycada Deutschland GmbH.
Wer also nur wenige Kilometer im Jahr privat mit
dem Dienstwagen unterwegs ist, sollte prüfen,
(Fortsetzung auf S. 78)
FLOTTENMANAGEMENT
FUHRPARKEFFIZIENZ
ORTUNG UND TRACKING
FAHRDYNAMIK
Flottenmanagement 3/2014
77
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SPECIAL ELEKTRONISCHE FLOTTENVERWALTUNG
ob er mit der individuellen Abrechnung nach
Nutzungskilometern mit dem Fahrtenbuch nicht
günstiger unterwegs ist als mit der Ein-ProzentFlatrate-Methode.
Multifunktionstool
Das elektronische Fahrtenbuch bietet über die
eventuellen steuerlichen Vorteile hinaus noch
weitere praktische Nebenfunktionen. So erklärt
Ulric E.J. Rechtsteiner, Geschäftsführer der Arealcontrol GmbH: „Das elektronische Fahrtenbuch
als solches ist ja nur ein ‚Kuppelprodukt‘ aus einem Telematiksystem insgesamt. Die Hauptvorteile liegen in der Optimierung betrieblicher, mo-
biler Ressourcen und Prozesse. Beispielsweise bei
der automatischen Arbeitszeiterfassung pro Baustelle, Kundenbesuch oder Servicedienstleistung.
Hinzu kommt der Nutzen durch die Dokumentation des Fahrverhaltens, das mit entsprechenden
Eco-Bewertungen zu weiteren Einsparungen von
vier bis sieben Prozent der Flottenbetriebskosten
Übersicht ausgewählte elektronische Fahrtenbücher
Arealcontrol GmbH
www.arealcontrol.de
78
Bury GmbH & Co. KG
www.bury.com
Carpanion GmbH
www.carpanion.eu
Compilot Car Computer
Theo Stettner
www.compilot.de
Ctrack Deutschland
GmbH
www.c-track.de
idem telematics GmbH
www.idemtelematics.com
M4Telematics Group
www.gpsfahrtenbuch.de
Produkt
GT3840-Teamy iQ
CL 1010 Time (Option 1)
TB 1010 Time (Option 2)
elektronisches Fahrtenbuch inkl. App
Compilot AD
(mehrere Varianten)
Ctrack Online Lite
easyfleet-Fahrtenbuch
elektronisches Fahrtenbuch
Gerätepreis
(netto)
389 Euro
Option 1: 177,11 Euro
Option 2: 213,51 Euro
ab 380 Euro (Telematik
Einheit/Montage)
333 Euro–494 Euro
(Fahrzeugausstattung),
180 Euro (Büroset)
249 Euro
ab 398 Euro (Bordrechner)
79 Euro
Montagekosten
(netto)
89 Euro
k.A.
k.A.
ca. 200 Euro
119 Euro
70–90 Euro
ca. 60–80 Euro/Werkstunde
laufende Kosten
(netto)
12,90–19,95 Euro (inkl.
SIM-Karte)
Option 1: keine
Option 2: 9,90–19,90
Euro/Monat
Staffelpreise je nach
Fahrzeugzahl max.
19,90 Euro/ Fahrzeug/
Monat
k.A.
ab 9,95 Euro/Monat
9 Euro/Monat (Portaldienst); SIM-Karte: ca. 7
Euro/Monat
Webportal und Buchungssoftware: 9,90 Euro/
Monat; SIM-Karte: 3,90
Euro/Monat
Lieferumfang
(zusätzlich zu
Ortungsgerät)
Telematik-Unit, PrivacySchalter, Kabelsatz
Logger, Gerätehalterung,
Kfz-Anschluss, USB-Kabel, Verwaltungssoftware,
Bedienungsanleitung,
Montagematerial
On-Board Unit ASG®,
Datenkabel, Anleitung,
Ersatzkleber, PIN Kuvert
Fahrzeughalterung,
Verwaltungssoftware
GPS (Ortungsgerät iS 125)
inkl. Antenne, Kabelbaum
Bordcomputer verfügt
bereits über einen
Einbausatz
Anschlusskabel und GPSGSM-Antenne
Automatische
Datenerfassung
GPS, km-Strecken, Zeiten,
Start/Stopp, km/h, techn.
Parameter, Eco/SafetyFahrverhalten (Option)
GPS
AMV®System mit CAN-Bus
Anbindung
Tachosignal
GPRS
GPS, Fahrzeugsignal
GPS, Zündungssignal,
Rüttelsensor
Dateneingabeart
am Gerät
Touchscreen, Tasten
keine
Grundversion nicht
möglich
Tasten – ABC-Tastatur
nicht möglich
Touchscreen
Tasten zur Auswahl
Privat-/Geschäftsfahrt
Option für
wiederkehrende
Fahrten
ja, automatische
Erkennung durch POISystematik (Point of
Interest)
Dienstfahrt, Privatfahrt,
Pendelfahrt
Definition von Hotspots
Funktion „Rückfahrt“,
Kürzel für häufige Ziele
nein
für wiederkehrende Eingaben gibt es auswählbare Textbausteine auf dem
Touchscreen
ja, Adresserkennung
Nachträgliche
Änderungen
privat/geschäftlich am
Gerät; Ergänzungen
über Portal und mobile
Web-App
Option 1: am PC
Option 2: im Webportal
nicht möglich
am PC
am PC
im Portal sind revisionssichere Änderungen
jederzeit möglich
Webportal (nur Fahrtgrund
und Zweck der Reise)
Speicherkapazität
Live-Tracking unbegrenzt;
bis zu 10.000 Ereignisse
Option 1: ca. 20.000 km,
Option 2: ca. 6.000 km
(ohne Verbindung)
unbegrenzt
über 1.000 Ereignisse
unbegrenzt
Daten werden direkt an
den Server übermittelt
18 Monate
Datenübernahme
automatisch über GPRS,
integrierte SIM-Karte mit
Europatarif
Option 1: per USB-Kabel
Option 2: GPRS
SIM-on Chip, Datenübertragung über Mobilfunknetz
Auslesestation/Kabel
GPRS
GPRS
GPRS
Automatische
Reisekostenabrechnung
ja, optional
k.A.
nein
in Vorbereitung
nein
nein
nein
Unfallschreiber
ja, optional aktivierbar:
eCall, bCall, CrashForensik
k.A.
nein
nein
ja
nein
nein
Erweiterung
zur Arbeitszeiterfassung
ja, voll integriert; DriverID, Passagier-ID per RFID
u.a. + DATEV-API
k.A.
nein
ja
ja
ja
ja, per Driver-ID als
Lenkzeit- oder Arbeitszeiterfassung
Alleinstellungsmerkmale
keine GPS-Koordinaten,
keine GPS-Ortung im Privatmodus (nach BDSG)
einfacher Einbau, da
keine separate
Elektronik-Box und nur
analoge Signale
CAN-Bus-Anbindung über
ASG®System; garantierter
Datenschutz, Schnittstelle zum Finanzministerium
tachogebundenes
System, Fahrtenbuch wird
vollständig im Fahrzeug
geführt, Kontrolle
einstellbar, daher kein
gläserner Fahrer
Zero Footprint-Website,
herstellerunabhängig,
modular aufgebaute
Software
System für mittelständische und große
Unternehmen
Benutzerverwaltung
für Haupt-, Unter- oder
Mitarbeiter-Account und
Fahrzeuggruppen
Kontakt für den
Fuhrparkleiter
Ulric Rechtsteiner,
Kirsten Böhm
Tel.: 0711/60179 30
E-Mail: [email protected]
arealcontrol.de
www.bury.com
Alexander Wagner
Tel.: 0720/304010
E-Mail: [email protected]
carpanion.eu
Theo Stettner
Tel.: 05523/9539233
E-Mail:
[email protected]
Maria Johanning
Tel.: 05402/702822
E-Mail: johanning
@c-track.de
Angela Bachteler
Tel.: 0731/9369720
E-Mail:
[email protected]
idemtelematics.com
GPSFahrtenbuch.de –
M4Telematics Group
Tel.: 0340/2303366
E-Mail: [email protected]
gpsfahrtenbuch.de
Flottenmanagement 3/2014
ELEKTRONISCHE FLOTTENVERWALTUNG SPECIAL
führt.“ Arealcontrol bietet hier die Möglichkeit,
das Fahrverhalten auszuwerten und so Rückschlüsse auf eventuelle Einsparungen durch eine
schonendere Fahrweise zu ziehen. Darüber hinaus
können bei manchen Systemen CO2-Reportings
oder auch automatische Reisekostenabrechnungen erstellt werden.
Fazit
Sowohl der Dienstwagenfahrer als auch das Unter-
Masternaut GmbH
www.masternaut.com
S-TEC GmbH
www.gps-carmagic.de
Sycada Deutschland
GmbH
www.sycada.com
nehmen sollten prüfen, ob sich ein elektronisches
Fahrtenbuch im Fuhrparkalltag auszahlt. Neben
dem Anschaffungspreis und den Montagekosten
kommen bei vielen Anbietern jedoch laufende
Kosten für die SIM-Karte beziehungsweise den
Mobilfunk hinzu. Denn viele Systeme übertragen
die gesammelten Daten in Echtzeit an einen Server. Diese Live-Tracking-Funktion hat unter anderem den Vorteil, dass weniger Datenmengen auf
dem Gerät im Fahrzeug gespeichert werden, die
SYSTEMICS Elektronik
GmbH & Co. KG
www.systemics.de
TomTom Telematics
www.business.
tomtom.com
man dann wiederum extra auslesen müsste. Trotz
Installation und laufender Kosten ist der Investitionsaufwand schnell durch die steuerlichen Vorteile für beide Seiten wieder „reingefahren“. Dies
gilt besonders, wenn durch eine Fahranalyse auch
entsprechende Eco-Trainings eingeleitet werden.
Zusammen mit den vielen Nebenfunktionen ist
das Fahrtenbuch somit eine sinnvolle Ergänzung
der elektronischen Flottenverwaltung auch außerhalb von Poolfahrzeugen.
Vispiron CarSync GmbH
www.vispiron.de
Wollnikom GmbH
www.wollnikom.de
YellowFox GmbH
www.yellowfox.de
Masternaut Connect
Tax and Expense
GPS-CarMagic
Sycada m!Trace
TravelControl
WEBFLEET Logbook
CarSync-Log
RoadData
YellowTracker 100
Zusatzmodul auf Connect Live oder EcoDrive
251,26 Euro
(inkl. Mobilfunk)
ab 89 Euro
988 Euro
(Hard- und Software)
Option 1: Navigationsgerät PRO 9150: 329
Euro, Option 2: LINK 410
Fahrzeugortungsgerät:
289 Euro
ab 249 Euro
189 Euro
199 Euro
k.A.
ab 60 Euro
ab 49 Euro
159 Euro
(Vor-Ort-Einbau)
Option 1: keine
Option 2: je nach Zeitaufwand
ab 99 Euro
69 Euro
k.A.
5,99 Euro/Monat
83,19 Euro/
ab dem 2. Jahr
ab 7 Euro/Monat u. Fahrzeug (Portalgebühren)
keine
bspw. 1–9 Fahrzeuge,
pro Fahrzeug 19,90 Euro/
Monat (Nationaler Tarif)
9,90 Euro (inkl. internationaler Mobilfunk M2M
Karte)
12,95 Euro/Monat
11,65 Euro/Monat
alles inkludiert
Blackbox inkl.
Kabelbaum, GPS- & GSMAntennen, Software;
opt. Zubehör: Privatschalter, i-Button/RFIDSensor
Bordrechner; Kabelsatz
Komplettpaket für den
Fahrzeugeinbau sowie
Verwaltung am PC
Option 1: WEBFLEETAbonnement
Option 2: Remote Link
Logbook-Fernbedienung
und/oder Logbook-App,
WEBFLEET-Abonnement
Log-Box, ggf. Log-Ident
(Fahrtwahltaster) oder
Log-Touch (Navi mit
Eingabemöglichkeit)
Fahrzeughalterung,
Verwaltungssoftware
etc., Green Driving/
Fahrverhalten-Software
Hardware inkl. Montagezubehör, Zugang
WebPortal
CAN-Bus Anbindung
GPS
GPS
GPS
GPRS
CAN-Bus Anbindung,
optional GPS-Kilometererfassung
GPS, Bordcomputer,
Tachosignal
GPS, km-Stand, Fahrstatus, Datum, Zeit, Adresse,
Kundenbezug
Touchscreen oder LEDBedienleiste mit Tasten
keine
Optional: Schalter oder
Touchpanel (Fahrtmodus), RFID-Leser
(Fahrererkennung)
Tasten zur Auswahl
Privat-/Geschäftsfahrt
„Weiter“, um steuerlich
nicht relevante Stopps
auszublenden
Option 1: Touchscreen
Option 2: über die Remote
LINK Logbook Fernbedienung oder über die
WEBFLEET Logbook-App
(Anroid oder iOS)
Log-Touch: Eingabe über
Touchscreen an NaviEinheit, Log-Ident: Tasten
zur Auswahl Privat-/Geschäftsfahrt, Unterdrückung von Pausen
optional Touchscreen,
Tasten oder App
Tasten zur Auswahl
Privat-/Geschäftsfahrt
Geschäft, Privat, Pendelfahrt, Wochenendheimfahrten
Import von Kundenkontakten etc.
Heimfahrt, Reiseziel und
-zweck, Start- und Zielorte, besuchte Firmen
und Personen
automatische
Adresserkennung
App schlägt Einträge von
früheren Touren vor
Automatisierung der
Fahrtenbucheinträge über
Geofencing oder über Vorauswahl von individuellen
Fahrtanlässen
Heimfahrt, Arbeitsstätte,
Stammkunden
Adresserkennung
Webportal
am PC (nur innerhalb
offener Perioden)
Webportal
am PC
in der WEBFLEET LogbookApp
im Portal über Webanwendung oder App
möglich
am PC
am PC möglich (über
Online-Portal)
unbegrenzt
unbegrenzt
unbegrenzt
ca. 4.000 Fahrten
entfällt
ca. 10.000 Fahrten
Unit kann stand alone
bis zu 6 Wochen Daten
speichern
1.000 Meldungen in Box,
Datenübertragung in
Echtzeit
GPRS, Schnittstellen
GPRS
GPRS
Chipkarte (optional
Kurzstreckenfunk, GPRS)
GPRS, Export als PDF
möglich
GPRS
GPRS
GPRS
nein
nein
ja, über Datenexport
ja
ja (TomTom AppCenter)
nein
ja
nein
im Aufbau
keine Aufzeichnung
ja, über Beschleunigungssensor (optional)
nein
k.A.
nein
ja, teilweise
ja, teilweise
ja, sowohl Spesen als
auch Arbeitszeit
ja, mittels i-Button/RFIDChips (125 kHz)
ja, mit Schnittstelle zum
Datenexport
ja
ja, Option 1 im Gerät
hinterlegbar, Option 2
mit Remote Link Logbook
Fernbedienung
ja (CSV-Export)
ja
ja
Daten direkt vom
CAN-Bus anhand eines
kontaktlosen Abgriffs
(ohne physikalischen
Kontakt) aus dem
Bussystem
Übernahme des
Ist-Kilometerstandes
per CAN-Bus-Abgriff,
Inhouse-Version verfügbar, API-Schnittstelle zur
Anbindung vorhandener
Softwaresysteme
Schnittstelle zum Upload
von Kundenstandorten,
Schnittstellen u. Web
Services zur Übernahme relevanter Daten,
Berücksichtigung von
Fahrer- u. Fahrzeugwechseln
6 Jahre Garantie auf
TravelControl personalGeräte; finanzamtkonform
umfangreiche Integrationsmöglichkeiten mit
Dritthersteller-Hard- und
Software (z.B. Zeiterfassung)
Anschluss an die Bordelektronik, Fahreridentifizierung via Anlasserunterbrechung, modulares
System, Webapplikation,
Box per Funk erreichbar
erweiterbar durch
modularen Aufbau, z.B.
Connected Navigation, Fahrverhalten,
CO2-Monitoring, PoolFahrzeugverwaltung,
Fahrer-ID
Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften
(Datenschutz und
Fahrtenbuchdokumentation), flächendeckendes
Vertriebs- und Servicenetz, Wartungsdatenbank
integriert
Patric Hindenberger
Tel.: 0176/30059947
E-Mail: [email protected]
com
Tino Zanner
Tel.: 040/24189622
E-Mail: [email protected]
Elias Skodras
Tel.: 089/550616-26
E-Mail: [email protected]
com
René Albrechtsen
Tel.: 089/46204908
E-Mail:
[email protected]
TomTom Telematics Team
Tel.: 0800/2040448
K.-Theodor Hermann
Tel.: 089/4524502 58
E-Mail: theodor.
[email protected]
Reimund Clusen
Tel.: 02161/9984217
E-Mail: reimund.
[email protected]
Thomas Gräbner
Tel.: 035204/270100
E-Mail: thomas.
[email protected]
Flottenmanagement 3/2014
79
SPECIAL ELEKTRONISCHE FLOTTENVERWALTUNG
Die Verwaltung eines Fuhrparks
ist eine komplexe Angelegenheit
und ab einer gewissen Fahrzeugmenge kaum mehr ohne entsprechende Fuhrparksoftware
zu bewältigen. Das Angebot an
entsprechenden Lösungen ist
groß – und sehr inhomogen. Es
reicht von selbstgeschriebenen
Lösungen, die oft mit dem Unternehmen gewachsen sind, über
Teillösungen von Dienstleistern
wie Tankkarten- oder Leasinganbietern bis hin zu professionellen
Komplettsystemen. Daher wollten wir von Ihnen wissen: Wie
handeln Sie die Fuhrparksoftware in der Praxis? Was nutzen
Sie und wofür? Teilgenommen
haben diesmal rund 300 Fuhrparkleiter.
Eine gute Software
sorgt für Überblick und
reibungslosere Abläufe
Fuhrparksoftware in der Praxis
Das Thema Fuhrparksoftware interessiert ganz
offensichtlich umso mehr, je größer die Fahrzeugflotte im Unternehmen ist. Noch bei keiner
Umfrage zuvor beteiligten sich so viele Fuhrparkleiter mit über 500 Fahrzeugen im Bestand
(14 %), noch nie reagierten so wenige kleine
Fuhrparks (nur 21 % bis 10 Fahrzeuge) auf unsere Fragen. Dennoch bildet unsere Umfrage ganz
gut den gesamten Querschnitt der Fuhrparks in
Deutschland ab – zumindest den Teil, der sich einer oder mehrerer Flottenverwaltungslösungen
bedient.
Eigenbau
„Selbstgestricktes“ dominiert heute noch die
Verwaltungssoftware in den Unternehmen (Grafik 1): Die Hälfte aller Fuhrparkleiter vertraut
der selbstgeschriebenen Lösung, die oft mit dem
Unternehmen über die Jahre gewachsen ist. Auf
Platz zwei mit 34 Prozent der Nennungen folgen
Flottenverwaltungsprogramme von freien Anbietern, denen offenbar mehr vertraut wird als den
Anbietern von Fahrzeugen oder Leasingverträgen, die hier nur elf Prozent der Stimmen erhielten. Lediglich fünf Prozent der Befragten nutzen
die verschiedenen, oft inkludierten Softwarelö-
Ab sofort veröffentlicht
Flottenmanagement regelmäßig eigene
Studien zu aktuellen Themen rund um
den Fuhrpark. Die Teilnehmer sind Sie,
unsere Leser, die sich an den Aufrufen
im Magazin und im Internet beteiligen;
abgestimmt wird online.
80
Flottenmanagement 3/2014
sungen der jeweiligen Anbieter von beispielsweise Leasingvertrag oder Tankkarte.
Wer statt einer professionellen kompletten Softwarelösung Teillösungen verwendet, macht dies
in fast der Hälfte der Fälle, weil er den Bedarf
für eine so umfangreiche Profi-Software nicht
sieht (Grafik 2). Gleich dahinter mit 38 Prozent
der Nennungen kommt der Faktor Bequemlichkeit: Die Lösung aus einer Hand, beispielsweise
vom Fahrzeughersteller oder Leasinganbieter,
Grafik 1
Grafik 2
Grafik 3
ist einfach und unkompliziert. Außerdem gibt es
hier – schon im Interesse des anbietenden Unternehmens – einen guten Support. Lediglich 14
Prozent der Fuhrparkleiter würden vielleicht gern
eine freie Profi-Software einsetzen, haben dafür
jedoch kein Budget.
Egal für welchen Anbieter sich der Fuhrparkleiter
entscheidet: Er bleibt diesem lange treu (Grafik
3). 88 Prozent der Befragten wechseln ihre Soft(Fortsetzung auf S. 82)
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7RXFK*R/HDVLQJVRQGHU]DKOXQJŹ9HUWUDJVODXI]HLW0RQDWH*HVDPWODXƫHLVWXQJNPPWO5DWHQŸŹ(LQXQYHUELQGOLFKHV$QJHERWGHU7R\RWD
/HDVLQJ *PE+ 7R\RWD$OOHH .µOQ (QWVSUHFKHQGH %RQLW£W YRUDXVJHVHW]W 0RQDWOLFKH /HDVLQJUDWH LQNOXVLYH 7HFKQLN6HUYLFH :DUWXQJHQ XQG 9HUVFKOHLž
UHSDUDWXUHQ 2SWLRQDOH 6HUYLFHEDXVWHLQH DXI :XQVFK $OOH $QJHERWVSUHLVH YHUVWHKHQ VLFK ]]JO 0Z6W 'LHVHV $QJHERW LVW QXU I¾U *HZHUEHNXQGHQ J¾OWLJ 1XU EHL
WHLOQHKPHQGHQ7R\RWD9HUWUDJVK£QGOHUQ*LOWEHL$QIUDJHXQG*HQHKPLJXQJELV]XP$XI%DVLVGHUXQYHUELQGOLFKHQ3UHLVHPSIHKOXQJGHU7R\RWD'HXWVFKODQG
*PE+SHU0£U]]]JO0Z6W]]JOžEHUI¾KUXQJ
SPECIAL ELEKTRONISCHE FLOTTENVERWALTUNG
An der Umfrage „Trends in der Car Policy“
beteiligten sich rund 300 Fuhrparkleiter.
Etwa 21 Prozent der Teilnehmer haben
bis zu zehn Fahrzeuge im Bestand, 25
Prozent zwischen elf und 50 Fahrzeugen,
53 Prozent haben über 50 Fahrzeuge, 14
Prozent davon sogar über 500 Fahrzeuge.
68 Prozent der Fahrzeuge unser Studienteilnehmer sind Pkw, 23 Prozent Kleintransporter und Transporter, neun Prozent
entfallen auf Sonstige Fahrzeuge.
Grafik 4
Grafik 5
Die nächste FlottenmanagementUmfrage finden Sie auf:
www.flotte.de/umfrage
Das Thema dieses Mal lautet:
Transporter im Fuhrpark
ware seltener als alle fünf Jahre – was hoffentlich auch mit der Zufriedenheit mit der jeweiligen Lösung zu tun hat, auf jeden Fall aber auch
mit der aufwendigen Umstellung von komplexen
Systemen sowie wiederum dem menschlichen
Faktor Gewohnheit: Hier weiß man einfach, wie
alles funktioniert. Immerhin sieben Prozent der
Befragten haben eine ganz neue Lösung, die
nicht älter als ein Jahr ist.
Nur gut ein Drittel aller Fuhrparkleiter nutzt
eine Softwarelösung, welche die komplette Prozesskette des Autolebens abbildet (Grafik 4). Etwas über die Hälfte aller Unternehmen setzt auf
Teil-lösungen, weitere zehn Prozent der Befragten haben speziell auf ihren Bedarf abgestimmte Teillösungen verschiedener Anbieter.
Interessant ist, für welche Aufgaben die elektronische Flottenverwaltungs-Software in den
Unternehmen genutzt wird (Grafik 5): Mit 66
Prozent ganz vorn liegt die Terminverwaltung
für TÜV/AU/UVV, gefolgt von der Fahrerverwaltung mit 63 Prozent der Nennungen. Immerhin
61 Prozent der Befragten verwalten mit der
Software die interne Kostenstellenzuordnung,
was wieder für die These spricht, dass professionelle Fuhrparkverwaltungs-Software eher
in größeren Unternehmen zum Einsatz kommt.
Ganz vorn bei den Nennungen mit dabei waren auch Tankkartenverwaltung und die Kraftstoffverbrauchs-analyse sowie die Rechnungs-,
Laufleistungs- und Führerscheinkontrolle. Eher
weniger genutzt wurden Anwendungen wie
Fahrtenbuchverwaltung mit 17 Prozent oder
Aussteuerungsprozesse mit 22 Prozent.
Schaut man sich die Frage an, welche Aspekte
den Fuhrparkleitern bei einer elektronischen
Fuhrparkverwaltungs-Software besonders wichtig sind, ist das Ranking fast gleichauf mit dem
tatsächlichen Anwendungszweck (Grafik 6). Das
spricht dafür, dass die im Markt befindlichen
Software-Angebote schon sehr gut an die Bedürfnisse der Flotten angepasst sind. Allerdings
gibt es auch einige Differenzen zwischen Wunsch
und Wirklichkeit: So gaben 60 Prozent der Fuhrparkleiter an, dass ihnen eine integrierte Schadenabwicklung besonders wichtig sei, ihre eigene Software nutzen sie jedoch nur zu 39 Prozent
hierfür.
82
Flottenmanagement 3/2014
Grafik 6
ELEKTRONISCHE FLOTTENVERWALTUNG SPECIAL
Prüfungspflicht
Die Führerscheinkontrolle ist ein Dauerthema im Flottenalltag. Sie gehört zu
den Pflichten eines jeden Fuhrparkmanagers und sollte mehr als zweimal im
Jahr durchgeführt werden. Doch eine sorgfältige Überprüfung der Führerscheine ist in kleinen wie in großen Fuhrparks ein aufwendiges Unterfangen.
Daher hat sich Flottenmanagement mit verschiedenen elektronischen Kontrollsystemen beschäftigt, die den Fuhrparkleiter bei dieser Aufgabe entlasten sollen.
Der halterverantwortliche Fuhrparkleiter ist verpflichtet, die Fahrerlaubnis eines jeden Dienstwagenfahrers mehrfach im Jahr zu überprüfen.
Dabei reicht es nicht aus, wenn er sich die Fahrer-
laubnis einfach zeigen lässt, er muss eine rechtssichere Dokumentation der Führerscheinkontrolle
erstellen. Ansonsten haftet das Unternehmen
und letztlich auch der Fuhrparkverantwortliche,
sollte ein Dienstwagenfahrer ohne Fahrerlaubnis
unterwegs sein. Eine ordentliche Überprüfung der
Fahrlizenz ist also auch im Interesse des Unternehmens wichtig. Prinzipiell kann dabei zwischen
einer manuellen und einer elektronischen Prüfung unterschieden werden. Die manuelle Prüfung
mit einem vorgefertigten Bogen ist etwas verwaltungsaufwendiger als ein elektronisches Prüfverfahren und kommt meist nur in kleinen Flotten
zum Einsatz. Vor allem, weil sich der Fuhrparkleiter ein effektives Wiedervorlagesystem schaffen
muss, damit er eine Übersicht über den Prüfstatus
der einzelnen Dienstwagenfahrer hat. Je größer
die Flotte, desto schwieriger wird es hier, den
Überblick zu behalten, wer wann geprüft worden
ist, und welche Kontrolle noch aussteht. Damit
entsteht ein hoher zeitlicher Aufwand, ganz zu
schweigen von dem wachsenden Papierberg und
den eventuell auftretenden zwischenmenschlichen Spannungen, die bei der wiederholten
(Fortsetzung auf S. 84)
SPECIAL ELEKTRONISCHE FLOTTENVERWALTUNG
Nachfrage nach der Fahrerlaubnis entstehen können.
Öffentlich oder nicht?
Wie in vielen anderen Bereichen des Flottenmanagements kann ein gezieltes Outsourcing hier
Abhilfe schaffen. Viele Flottendienstleister haben
sich auf eine elektronische Führerscheinkontrolle spezialisiert und können den Prüfprozess automatisieren. In den letzten Jahren haben sich
verschiedene Kontrollsysteme etabliert. Diese
können grob in öffentliche und nichtöffentliche
Prüfsysteme unterschieden werden. Bei öffentlichen Systemen kann der Dienstwagennutzer seinen Führerschein beispielsweise bei einer Tankstelle oder dem Besuch in der Werkstatt prüfen
lassen. Dazu muss nur der mit einem rechtssicheren Siegel beklebte Führerschein innerhalb einer
festgelegten Frist an das entsprechende Lesegerät gehalten werden. Der Fuhrparkleiter bekommt
anschließend eine automatische Mitteilung über
die dokumentierte Prüfung beziehungsweise im
Falle einer ausbleibenden Prüfung eine Erinnerungsmeldung. Dieses Kontrollsystem nutzt das
Stationsnetz verschiedener Kooperationspartner
und verbindet somit die Führerscheinüberprüfung mit einem anderen Service. Beispielsweise
kann die Führerscheinkontrolle der e-flotte mit
dem Reifenwechsel bei einer Euromaster-Filiale
verbunden werden. Auch die Zusammenlegung
sonstiger Aufgaben mit der Führerscheinkontrolle ist eine zunehmend beliebte Variante, so
berichtet Stephan A. Hiepler, Geschäftsführer
Übersicht ausgewählter Führerscheinkontrollsysteme
e-flotte - TCS Technologie
Content Services GmbH
eh-systemhaus
www.eh-systemhaus.de
84
fleet innovation GmbH
Hiepler + Partner GmbH
www.fleetinnovation.de
www.hiepler.com
www.e-flotte.de
Produktname Kontrollsystem
Fleetfuhrpark IM System
e-flotte Führerscheinkontrolle
fleet iD
FK-Scan/FK-Basic
Anzahl Fuhrparkkunden
3.500
250
über 900
k.A.
Anschaffungskosten für
Lesestation o.Ä. (netto)
(DTCO-Terminals) 1.195 Euro;
(EH RFID USB-Leser) 95 Euro/Stück
(Software) 1.450 Euro
keine
keine
zwischen 85 Euro u. 170 Euro für die
Einrichtung
laufende Kosten (netto)
ab 200 Euro/Jahr (Software-Wartung)
0,80 Euro/Monat u. Fahrer
(unbegrenzte Prüfungen)
1,25 Euro/Monat u. Fahrer (unbegrenzte Prüfungen; optional: SMSPaket jährlich: 1 Euro
ab 0,58 Euro/Monat u. Fahrer (unbegrenzte Prüfungen); Scanner-Station
ab 30 Euro/Monat
Kosten für das Siegel (netto)
ab 9,50 Euro/Stück
10 Euro
5 Euro/Stück
keine Siegel notwendig
Kooperationspartner
keine (reine Inhouse-Lösung)
Euromaster, TÜV SÜD, TÜV Rheinland
Group, Novofleet, div. Leasing- und
Fuhrparkmanagementgesellschaften
(Auszug) Aral, Athlon Car Lease Germany, Deutsche Leasing Fleet, Panopa
Fleet Management, Westfalen AG
siehe Website
öffentliche Prüfstationen
keine (reine Inhouse-Lösung)
360 (10 in Österreich)
über 2.500
siehe Website
Online-Prüfstationssuche
nein
ja, via App, Website (e-flotte und
Euromaster)
ja, via App, Website (Aral und fleet
innovation)
siehe Website
interne Prüfung über Station
ja
ja
ja
ja, mit Scanner
interne Prüfung mit App
ja, in Verbindung mit Telematiklösungen nein
ja
ja, im Basispaket enthalten
System mit Chip/Barcode/
Siegel/andere
RFID-Siegel
3D-UVV-Barcode
Hologramm-Barcode
nicht notwendig; Echtheit wird mit
Scanner verifiziert
Wer führt die Erstkontrolle durch?
unternehmensintern
1) Euromaster Servicecentren
2) e-flotte-Mitarbeiter in Deutschland
und Österreich
unternehmensintern
nicht notwendig
Welche Daten des Fahrers
werden erfasst?
softwareseitig: Führerscheindaten,
Kriterien abhängig von den Kundenan- Name, E-Mail des Fahrers
Führerscheinklassen, Befristungen,
forderungen
Personalausweis, Adresse, Telefonnummer, E-Mail
Führerscheinnummer, Ausstellungsdatum
Welche Daten können zusätzlich
erfasst werden?
Kriterien abhängig von den Kundenan- Kriterien abhängig von den Kundenan- Führerscheindaten
forderungen
forderungen
Kriterien abhängig von den Kundenanforderungen
Fahrerbenachrichtigung
E-Mail, SMS
abhängig von den Kundenanforderungen
E-Mail, SMS
E-Mail, SMS
Kontrollübersicht
Prüfjournal und Fälligkeitslisten am
Bildschirm oder Ausdruck
k.A.
Benachrichtigung über ausstehende
Prüfungen, Statuskennzeichnungen
im System
online abrufbar
Reporting?
Dokumentation, der Nachweis und die
Überwachung im System
Status Führerscheinprüfung und
UVV-Prüfung mit Ampelfunktion
ja, kundenindividuell online konfigurierbar
ja, jederzeit online für jeden Zeitraum abrufbar
Eskalationsstufen
keine definierbaren Eskalationsstufen
kundenindividuell konfigurierbar
Meldung an einen/mehrere Fuhrparkleiter
kundenindividuell konfigurierbar
Kontakt für Fuhrparkleiter
Burghard Toschek
Tel.: 07576/961810
E-Mail: [email protected]
Niels Krüger
Tel.: 0911/23053150 oder
0171/1628231
E-Mail: [email protected]
Thomas Fürth
Tel.: 01803/533843
E-Mail: [email protected]
Sabine Eich
Tel.: 02131/1258990
E-Mail: [email protected]
Flottenmanagement 3/2014
ELEKTRONISCHE FLOTTENVERWALTUNG SPECIAL
Hiepler+Partner GmbH: „Die aktuell beliebteste
Kombination ist die UVV und die Führerscheinkontrolle. Beide Kontrollen können mit dem gleichen
Basissystem abgewickelt werden.“
Bei einem nicht öffentlichen System ist die Umsetzung der Kontrolle unternehmensintern geregelt. Das heißt, dass eine entsprechende Lesestation im Unternehmen aufgestellt ist, an
der die Fahrerlaubnis kontrolliert werden kann.
Hier gibt es unterschiedliche Systeme und Vorgehensweisen. Neben einem Siegelchip oder einem Hologramm-Barcode auf dem Führerschein,
der vor ein Lesegerät gehalten werden muss, gibt
es mittlerweile auch ein System, das vollständig
auf die Beklebung der Fahrerlaubnis verzichtet.
Der Flottensoftware-Spezialist Hiepler bietet
beispielsweise ein Modul an, das mithilfe eines
speziellen Scanners den Führerschein ohne ein
entsprechendes Siegel erkennt. Damit entfällt
das aufwendige Aufbringen eines Aufklebers. Der
Scanner wertet darüber hinaus auch die Rückseite
des Führerscheins aus und ermöglicht somit eine
einfache Überprüfung der befristeten Führerscheinklassen. Sowohl bei öffentlichen als auch
bei nicht öffentlichen Systemarten kann jeder
Führerschein kontrolliert werden, und alle Anbieter ermöglichen eine Integration in ein Fuhrparkmanagementprogramm. Darüber hinaus bieten viele Dienstleister neben einem öffentlichen
System auch eine Inhouse-Prüfung im jeweiligen
Unternehmen an. Welche Lösung letztlich die geeignetste ist, muss das Unternehmen entscheiden
und hängt auch von dessen Anforderungen ab.
Zum Beispiel macht ein öffentliches Netz in Kooperation mit großen Tankstellen nur dann Sinn,
wenn auch die Tankkarte des jeweiligen Anbieters
verwendet wird.
(Fortsetzung auf S. 86)
Kemas GmbH
LapID Services GmbH
VDQ Business Solutions GmbH
Vispiron CarSync GmbH
Wollnikom GmbH
www.kemas.de
www.lapid.de
www.logpro.de
www.vispiron.de
www.drivers-check.de
licence NET
LapID
LogPro Führerscheinkontrolle
CarSync-Log
DriversCheck/DriversCheck Pro
k.A.
über 900
k. A.
295
ca. 25.000 Fahrer
k.A. (abhängig von den Kundenanforderungen)
k.A. (abhängig von den
Kundenanforderungen)
k.A. (abhängig von den
Kundenanforderungen)
(RFID-USB-Stick) 99 Euro;
Lesestation ab 19 Euro/Monat
keine (optional 99 Euro für die
Datenbankimplementierung)
keine
k.A. (abhängig von den
Kundenanforderungen)
k.A. (abhängig von den
Kundenanforderungen)
(Portal für Führerscheinkontrolle)
ab 3 Euro/Jahr u. Fahrer
0,59 Euro/Monat u. Fahrer
k.A. (abhängig von den Kundenanforderungen)
k.A. (abhängig von
Kundenanforderungen)
k.A. (abhängig von den Kundenanforderungen)
ab 6 Euro
keine
keine (reine Inhouse-Lösung)
(Auszug) euroShell, DEKRA, DKV Euro
k.A.
Service, Alphabet, Arval, Athlon, Mobility Concept, VW Leasing, Car Mobility
k.A.
nicht erforderlich, appbasierende
Kontrolle, Partner für die Erstkontrolle
ab 3. Quartal 2014
keine (reine Inhouse-Lösung)
über 1.200
keine (reine Inhouse-Lösung)
keine (reine Inhouse-Lösung)
Partner für die Erstkontrolle ab 3.
Quartal 2014
nein
ja
k.A.
nein
Smartphone dient als Prüfstation
ja
ja
ja
ja
ja, über Smartphone und PC
nein
im Aufbau
ja
nein
ja
RFID-Label (UHF)
RFID-Siegel
RFID-Siegel
RFID-Siegel
Hologramm-Barcode/QR-Code
unternehmensintern
1) Unternehmen oder Fuhrparkleiter
2) DEKRA bei der Ersterfassung und
Siegelanbringung oder
3) LapID Personal als Service
kundenabhängig
unternehmensintern
Siegelaufbringung erfolgt durch eine
autorisierte Person oder Prüfpartner
Kriterien abhängig von den Kunden- Kontroll- u. Erinnerungsfunktionen
anforderungen
für Ablauffristen (z.B. UVV, ADR,
Fahrerkarte)
Kriterien abhängig von den
Kundenanforderungen
Führerscheindaten (Vorname, Name,
Gültigkeit)
Fahrername oder ID, E-Mail; Datum;
Status des Kontrollvorgangs
Kriterien abhängig von den Kunden- Name, E-Mail, Handynummer; Führeranforderungen
scheindaten; Kontroll- und Erinnerungsfunktion für Ablauffristen
(z.B. UVV, ADR, Fahrerkarte)
Kriterien abhängig von den
Kundenanforderungen
Führerscheinklassen; Befristungen;
E-Mail
Adresse; Telefonnummer; alle
Führerscheindaten
E-Mail, SMS, ggf. Vorgesetzter
E-Mail, SMS
E-Mail, SMS
E-Mail
E-Mail
Benachrichtigung über
ausstehende Prüfungen
Benachrichtigung über ausstehende
Prüfungen; Statuskennzeichnungen
im System
Benachrichtigung über ausstehende
Prüfungen; Statuskennzeichnungen
im System
Kennzeichnung ausstehender
Prüfungen im System
Erinnerungsfunktion (max. drei Aufforderungen); Benachrichtigung
des Fuhrparkleiters
ja, kundenindividuell konfigurierbar ja, online abrufbar
ja, kundenindividuell konfigurierbar
ja, im Portal abrufbar
monatlich per E-Mail (individuell
konfigurierbar)
eine
kundenindividuell konfigurierbar
kundenindividuell konfigurierbar
Info an beliebigen Empfängerkreis
zweimalige Erinnerung; optional
DriversCheck Pro zusätzlich
0,29 Euro/Monat u. Fahrer
Peter Vogel
Tel.: 0173/6254784
E-Mail: [email protected]
Jörg Schnermann, Alexander Heinz,
Björn Berg, Margarita Schmitt
Tel.: 0271/489720
E-Mail: [email protected]
Michelle Espe-Rötzel
Tel.: 02662/957125
E-Mail: [email protected]
K.-Theodor Hermann
Tel.: 089/452450258
E-Mail [email protected]
Ellen Dyckers
Tel.: 02161/998420
E-Mail: [email protected]
Flottenmanagement 3/2014
85
SPECIAL ELEKTRONISCHE FLOTTENVERWALTUNG
Barcode-Methode
Mobile Anwendungen
Für fast alle Anforderungen gibt es eine App. Da
wundert es nicht, dass die mobilen Miniprogramme auch im Bereich der Führerscheinkontrolle
verstärkt zum Einsatz kommen. Dabei ist das
Leistungsspektrum durchaus unterschiedlich.
Manche Dienstleister bieten eine Stationssuche
via App an, andere wie beispielsweise Wollnikom
nutzen das Smartphone direkt als Prüfstation.
Der Geschäftsführer des Nachrüstspezialisten,
Claus Wollnik, erläutert die Vorteile der mobilen
Kontrolle des Führerscheins in der Flotte: „Wir
haben uns die Trendwende im Bereich Smartphone und mobiles Internet zunutze gemacht
und auf dieser Basis ein System entwickelt, das
alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Aspekte
wie Ortsungebundenheit, Zeit- und Geldersparnis, internationale Umsetzung unterstreichen
den Kontrollvorgang via App.“ Bei diesem System kann der auf dem Führerschein angebrachte QR-Code mit jeder Smartphone-Kamera oder
Webcam gescannt werden. Die dazugehörige
App überträgt die Daten dann anschließend an
das Fuhrparkmanagementsystem des Unternehmens.
Neben dem Nachrüstspezialisten aus Korschenbroich ermöglicht auch fleet innovation eine Führerscheinkontrolle via App. Dabei ist das Angebot
allerdings als Ergänzung zu dem öffentlichen
Prüfnetz gedacht und soll eine zusätzliche Überprüfung der Fahrerlaubnis auch innerhalb des Unternehmens ermöglichen. Denn die Kontrolle mit
dem Smartphone sei zwar für einzelne Fuhrparks
interessant, so René Roeder, Geschäftsführer von
fleet innovation: „Das Gros der Fuhrparkleiter
möchte den Bereich jedoch vollständig an einen
Dienstleister abgeben. Schließlich geht es beim
Outsourcing der Führerscheinkontrolle um einen
möglichst geringen Aufwand und größtmöglichen Datenschutz.“ Auch der Geschäftsführer der
Technology Content Services GmbH Niels Krüger
gibt zu bedenken: „Apps sind heute vielfältig im
Einsatz, stoßen aber in sicherheitsrelevanten
Bereichen – hier vor allem in ganzheitlichen Prozessketten – an ihre Grenzen.“
Gerade bei dem sensiblen Thema Datenschutz
liegt die größte Herausforderung bei der Entwicklung und Nutzung einer solchen App. So
führt auch Jörg Schnermann, Geschäftsführer
bei LapID, an: „Die vollständige Abwicklung der
Kontrollen über Apps birgt eine erhöhte Gefahr
der Manipulation, da die Echtheit des zumeist
86
Flottenmanagement 3/2014
Scan mit dem Smartphone
eingescannten Gegenstands nicht zweifelsfrei geprüft werden kann.“
Datenschutz ist natürlich auch bei den
anderen elektronischen Prüfsystemen
ein wichtiges Thema. Daher stehen die
Sicherheitsvorkehrungen bei den Dienstleistern an allererster Stelle. Die auf dem
Führerschein angebrachten Siegel lassen
beispielsweise keine Rückschlüsse auf persönliche Daten des Fahrers zu und bei dem
Versuch, den Siegelaufkleber zu entfernen, zerstört sich dieser selbst. Die Server, auf denen die gesammelten InformaScan-Methode komplett ohne Aufkleber
tionen der Prüfungen verwaltet werden,
sind zugangsgeschützt und verschlüsselt.
Zudem können die erfassten Daten meist
von den Unternehmen selbst bestimmt werden.
Am Ende ist das „Datenschutzbedenken im Wesentlichen ein Aufklärungsthema“, weiß Jörg
Schnermann zu berichten.
Auch Peter Vogel, Senior Sales Manager Fuhrpark
und Mobilität bei der Kemas GmbH, kann alle Bedenken in diesem Feld ausräumen und erklärt:
„Das Thema Halterhaftung bedeutet weniger
Manipulation als Sorgfaltsnachweis und nachhaltige Kontrollsicherheit. Einzelne Komponenten können immer manipuliert werden, bei allen
Systemen. Aber allein die Mehrstufigkeit des
Kemas-Kontrollprozesses macht dies unmöglich.
Unser System ist an den Datenschutzrichtlinien
orientiert, die Datenhoheit liegt, im Unterschied
zu anderen Lösungen, immer beim Auftraggeber,
ebenso wie die Datensicherheit beziehungsweise
die Sicherung und die Verschlüsselung der gesammelten Daten.“
Fazit
Wer die Führerscheinüberprüfung auf die leichte
Schulter nimmt, riskiert hohe Strafen, von denen
auch der Fuhrparkleiter nicht ausgenommen ist.
Bedenken in Sachen Datenschutz und Manipulationssicherheit können von allen Anbietern ausgeräumt werden. Mit den unterschiedlichen elektronischen Kontrollsystemen gibt es mittlerweile
rechtssichere Methoden, die Fahrerlaubnis der
Dienstwagenfahrer schnell und flexibel zu prüfen. Dabei werden zwar immer mehr mobile Anwendungen entwickelt, der Fokus wird aber wohl
auch in Zukunft stärker auf Systemen liegen, die
komplett durch einen Dienstleister durchgeführt
werden, ohne dass ein unternehmensinterner
Prüfer den Führerschein scannen muss.
Lesegerät im Dienstwagen
Siegel-Methode
DIENSTREISE
Aussicht
+
Das Radisson Blu Hotel Rostock bietet für private wie geschäftliche Anlässe ab sofort die höchste Event-Etage der
Hansestadt. Genau 41 Meter über dem Meeresspiegel erwartet die Hotelbesucher ein Panoramablick über die Dächer
und den Hafen. Bodentiefe Glasfronten und großzügige
Terrassen sollen zusätzlich begeistern. Rund 700 Quadratmeter umfasst das moderne, individuell auf kleine wie große
Gruppen anpassbare Raumkonzept mit eigener Cateringküche. Die neuen repräsentativen
Veranstaltungs-, Meetings- und Tagungsräume bieten jeweils bis zu 70, 100 oder 120 Personen Platz. Farbgebung und Möblierung sind dezent gehalten. Modernste Technik ermöglicht
kabellose Übertragungen, und die Nutzung von WLAN mit 100 Mbit/s ist darüber hinaus ohne
Zusatzkosten möglich.
Produktneuheit
Y
Die Budget Autovermietung hat ein neues Produkt für kleine und mittelständische Unternehmen auf den Markt gebracht. Mit „Budget for Business“ können Geschäftsreisende jetzt flexibel und unkompliziert einen Mietwagen zu günstigen Konditionen buchen. Die Unternehmen
müssen sich dafür einmalig unter einer Info-Hotline registrieren und erhalten eine individuelle Rabattnummer, mit der sie sich die besten Konditionen sichern können. Das Angebot
ist an allen teilnehmenden Stationen in Europa, Asien, Afrika und im Mittleren Osten gültig.
„,Budget for Business‘ gibt Firmen die Flexibilität, immer dann einen Mietwagen zu buchen,
wenn sie ihn brauchen, und dabei noch Kosten und Zeit zu sparen“, sagt Martin Gruber, Managing Director von Avis Budget in Deutschland, Österreich, der Schweiz und der Tschechischen
Republik. „Außerdem sind die Unternehmen beim Angebot flexibel. Vom Kleinwagen bis zum
Transporter können sie genau den Wagen mieten, den sie benötigen.“
4
WLAN
Der Online-Reiseanbieter Bravofly hat einen WLAN-Check bei Fluglinien gemacht: Von 35
Airlines, die untersucht wurden, bieten derzeit bereits 29 WLAN an Bord an – zumindest für
bestimmte Flugzeugtypen und Strecken. Als einzige deutsche Airline bietet derzeit die Lufthansa diesen Service an. Und ist auch weltweit ganz weit vorne: Fast alle der rund hundert
Langstreckenflüge sind mit dem sogenannten FlyNet-System ausgestattet. Low-Cost-Fluggesellschaften wie zum Beispiel Ryanair oder easyJet haben noch Nachholbedarf, werden
vermutlich aber aufgrund des Wettbewerbsdrucks nachziehen. Die Airlines hoffen mit dem
Service auf Extraeinnahmen. Was die Kosten für den WLAN-Zugang an Bord angeht, sind unterschiedliche Angebote verfügbar, die Preise variieren teilweise sehr stark. Sie sind abhängig von den Datenmengen, der Art des Endgeräts und von den jeweiligen Internetprovidern.
Wer sich für einen Internetzugang während seines Fluges interessiert, kann sich im Vorfeld
auf der Homepage seiner Airline erkundigen und schauen, welcher Tarif für die jeweiligen
Bedürfnisse am geeignetsten ist.
Länderübergreifend
-OBILITƅTSKONZEPTEď
FƘRď)HREď&AHRZEUGFLOTTE
5NSEREď0RODUKTEďUNDď3ERVICESď
PERFEKTIONIERENďDIEď'ESCHƅȺďSMODELLEď
DERďINDIVIDUELLENď-OBILITƅTď
7IRďBIETENď"ETREIBERMODELLEďFƘRď
""Ĉ#AQRGAQHMF
"#Ĉ#AQRGAQHMF
+TQYĈTMCĈ,AMFYDHSLHDSD
&AGQYDTFONNKRĈTMCĈ
%KDJSQNLNËHKHSĸS
$URCHďINTELLIGENTEďUNDďOPTIMIERTEď
0ROZESSEďGENERIERENďWIRď-EHRWERTď
FƘRďUNSEREď+UNDEN
Y
Seit Mai dieses Jahres ist car2go auch international einfacher nutzbar. Voraussetzung für
den Zugang der Fahrzeuge in Italien, Österreich und den Niederlanden ist die Eröffnung eines neuen moovel-Benutzerkontos durch den Kunden bei der moovel GmbH. Hierbei kann
der Nutzer seine bestehenden Daten einfach per Mausklick übertragen und dann europaweit,
wie gewohnt, mittels der car2go-App freie Fahrzeuge finden und buchen. Neukunden können
sich künftig direkt bei moovel registrieren und sich dabei für die car2go-Nutzung freischalten
lassen. Vor der ersten Miete eines car2go außerhalb Deutschlands ist es zudem notwendig,
die jeweiligen Geschäftsbedingungen von car2go in demjenigen Land zu bestätigen, in dem
ein Fahrzeug gemietet wird. Dies erfolgt ebenfalls über die App. Die weiteren Mieten können
dann auch spontan mit der Membercard direkt am Fahrzeug erfolgen. Die Möglichkeit, car2goFahrzeuge in den 13 US-amerikanischen und kanadischen Städten zu nutzen, wird den europäischen car2go-Kunden in der zweiten Jahreshälfte 2014 zur Verfügung stehen.
!LDSQARĈQDMSBNMBDOSĈ'LË(
%ISENBAHNSTRAoEďďď"AIENFURT
&ONď
RENTCONCEPT AMETRASCOM
VVVQDMSBNMBDOSBNL
DIENSTREISE
Neues von der Reisekostenabrechnung
2014 gab es einige wichtige Änderungen
im Reisekostensteuerrecht. Eine gern
übersehene Minute beispielsweise kann
bei einer Prüfung entscheidend werden.
Flottenmanagement war bei der Tagung
des VDR Fachausschusses Reisekosten in
Berlin dabei.
Auch bei den Reisekosten schlummern Sparpotenziale, das war die übereinstimmende Meinung bei der
Tagung in Berlin. Allerdings ist die reine Fokussierung
auf die Reisekosten selbst nicht allein zielführend:
Vor allem bei der Prozessoptimierung können Einsparpotenziale gehoben werden, wenn die Prozesse durchgängig elektronisch und damit weitgehend automatisiert abgewickelt werden.
Der Begriff „Arbeitsstätte“
Die alte „regelmäßige Arbeitsstätte“ wird 2014 zur
„ersten Tätigkeitsstätte“. Die Fahrt zu eben dieser
ersten Tätigkeitsstätte ist nach wie vor Privatsache. Fahrtkosten und Verpflegungsmehraufwände können also nicht geltend gemacht werden, die
Entfernung vom Wohnort zur ersten Tätigkeitsstätte ist die Basis für die
Berechnung des geldwerten Vorteils eines Dienstfahrzeuges. Die erste Tätigkeitsstätte wird dabei in der Regel von dem Arbeitgeber festgelegt, und
zwar einseitig, durch Zuweisung – idealerweise in Schriftform. Ein Homeoffice zählt allerdings per se nicht als erste Tätigkeitsstätte; allerdings
kann ein Arbeitnehmer unter Umständen überhaupt keine „erste Arbeitsstätte“ besitzen. Neben der Zuweisung derselben durch den Arbeitgeber
wird die erste Arbeitsstätte vom Finanzamt auch quantitativ bewertet;
diese ist also oftmals dort, wo der Arbeitnehmer den Großteil seiner Arbeitszeit verbringt.
Verpflegungsmehraufwand
Die alte 3-stufige Regelung für die Berechnung des Verpflegungsmehraufwandes gibt es nicht mehr. Es werden jetzt nur noch zwölf Euro für jeden
Kalendertag, an dem der Arbeitnehmer mehr als acht Stunden abwesend
ist, und 24 Euro für jeden Kalendertag, an dem der Arbeitnehmer 24 Stunden abwesend ist, steuerfrei erstattet. An- und Abreisetage werden unabhängig von der Dauer mit zwölf Euro veranschlagt.
Das kann dazu führen, dass Mitarbeiter ihre Dienstreisen immer kurz vor
Mitternacht starten – denn dadurch „verdienen“ sie zwölf zusätzliche steu-
Auch inkludiertes Essen im Flugzeug ist von der Verpflegungspauschale abzuziehen
erfreie Euro. Hier sollte man dem Missbrauch durch eine entsprechende
verbindliche Regelung in der Travel Policy vorbeugen.
Das entscheidende Wort bei der zwölf-Euro-Regelung ist „mehr“ (als acht
Stunden). Wenn also in der Abrechnung exakt acht Stunden (oder weniger)
stehen, gibt es keine steuerfreie Erstattung! Der Mitarbeiter muss also
mindestens acht Stunden und eine Minute notieren.
Ebenfalls eine böse Falle: Wenn ein Mitarbeiter regelmäßig an einem stets
gleichen konkreten Ort ist – das kann auch die auswärtige Unternehmensniederlassung sein! –, gibt es nur maximal drei Monate lang die steuerfreien Verpflegungsmehraufwands-Erstattungen. Danach muss eine vierwöchige Pause erfolgen, bevor die Frist wieder neu läuft. Diese Frist beginnt,
sobald der Mitarbeiter erstmals drei Tage oder zwei Nächte am Stück an
diesem Ort gewesen ist. Hier kann es bei Betriebsprüfungen echte Probleme geben – und diese Vorschrift ist nur mit wirklich guten Programmen
oder eben händisch zu verwalten. Übrigens gelten auch für Tätigkeiten/
Dienstreisen im Ausland nur noch zwei Staffelungen für die Verpflegungspauschalen.
Ebenfalls eine neue Bürokratie-Regel: Wird dem Arbeitnehmer mindestens eine Mahlzeit vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt, ist zukünftig
der Buchstabe „M“ auf der Lohnsteuerbescheinigung des Arbeitnehmers zu
bescheinigen.
Kürzung von Verpflegungspauschalen
Wenn dem Mitarbeiter, sei es im Rahmen des Hotelaufenthalts oder auch
in Verbindung mit Kundenbewirtungen während seiner Dienstreise, Mahlzeiten gewährt werden, müssen die Verpflegungspauschalen entsprechend
gekürzt werden. Dies geschieht pauschaliert: Für das Frühstück werden
20 Prozent gerechnet, das Mittag- und Abendessen wird mit je 40 Prozent
bewertet. Das gilt übrigens auch für das Essen im Flugzeug! Hat der Mitarbeiter also ein Ticket über Mittag und wird üblicherweise ein Mittagessen
serviert – mitunter zählt hier schon eine Laugenbrezel als Mahlzeit! – ist
diese Mahlzeit von der steuerfreien Verpflegungspauschale abzuziehen.
Wie bei der Versteuerung des Dienstwagens gilt übrigens auch hier: Allein
die Möglichkeit zählt für die Berechnung. Ob der Mitarbeiter tatsächlich im
Flugzeug (oder auch in der Bahn bei einem entsprechenden Ticket, in dem
Essen enthalten ist!) gegessen hat, ist unerheblich für die Berechnung.
Wenn dann ein Flug mit Essen zwischen der Frühstücks- und Mittagszeit
stattfindet, ist unter Umständen eine Auseinandersetzung bei der Betriebsprüfung vorprogrammiert. Dafür entfällt die Bewertung mit dem
amtlichen Sachbezug (1,63 beziehungsweise 3,00 Euro), wenn Verpflegungspauschalen gewährt werden.
88
Flottenmanagement 3/2014
Nachrichten • Nachrichten • Nachrichten • Nachrichten • Nachrichten • Nachricchten •
REIFEN
Pflicht
Ab dem 1. November 2014 gilt eine neue EUVerordnung, nach der alle Neuwagen mit Reifendruckkontrollsystemen ausgestattet sein müssen. Die Regelung, die „RDKS“ zum Bestandteil
des Fahrzeugs macht, fordert von Kfz-Betrieben
eine genaue Vorbereitung auf die neu anfallenden Aufgaben, sowohl in den Werkstätten als
auch in Bezug auf die Kundenkommunikation.
Die neue Verpflichtung führt zu grundlegenden
Veränderungen in den Werkstattabläufen, da
sämtliche Dienstleistungen hiervon betroffen
sind, egal ob ein einfacher Reifenwechsel oder
die Montage von Neureifen. Als Herausforderung kommt hinzu, dass die Fahrzeughersteller
mit zwei verschiedenen Systemen arbeiten, die
unterschiedlich montiert werden müssen. Auch
die Kosten für Wechsel und Montage können sich
erhöhen. Doch mit einem dauerhaft korrekten
Luftdruck lässt sich auch viel Geld sparen, da
sich der Reifenverschleiß verringert und der
Kraftstoffverbrauch sinkt. Darüber hinaus wird
durch RDKS die Fahrsicherheit gesteigert, da die
Fahrstabilität bei einem zu niedrigen Reifenluftdruck negativ beeinflusst werden kann.
Konzept
Euromaster hat auf der Messe „Reifen 2014“ sein
Franchise-Konzept im Detail vorgestellt. Das Franchise-Netzwerk, das zurzeit aus 50 Partnern besteht, soll jedes Jahr um zehn bis zwanzig neue
Lizenznehmer weiter wachsen. „Wir wollen unser
Servicenetz mit passenden Partnern erweitern (...)
[und] bieten den Zugang zu einem lange gewachsenen Flotten- und Leasinggeschäft und eine exzellente Betreuung“, sagt Franz Häring, Leiter Franchise bei Euromaster. „Nun freuen wir uns auf gute
Gespräche mit potenziellen neuen Partnern und Interessenten.“ Das Unternehmen aus Kaiserslautern
hat dabei den Anspruch, seinen Franchise-Partnern
mit zusätzlichen Einnahmen einen echten Mehrwert
zu bringen.
Variante
Die neue Version des Hankook Ventus S1 evo2 ist ab
sofort für Fahrer von Sport Utility Vehicles (SUV) und
Sport Activity Vehicles (SAV) verfügbar. Die neue Variante des Ultra-High-Performance-Flaggschiffes wird
bereits zum Verkaufsstart im aktuellen Reifentest
des deutschen Automobil-Fachmagazins „Gute Fahrt“
(Ausgabe 3/2014) mit der Gesamt-Bestnote „sehr gut“
belohnt. Speziell auf die Anforderungen von SUVFahrzeugen ausgelegt, soll der Reifen sportlich-dynamische Fahrleistung mit Federungskomfort, niedrigem Abrollgeräusch und geringem Rollwiderstand
verbinden. Der Ventus S1 evo2 SUV ist in 30 Größen von 17 bis 22 Zoll der Serien
30 bis 60 und Laufflächenbreiten von 225 bis 315 Millimeter im Handel erhältlich.
Garantie
Ab sofort bietet Nexen Tire für fünf seiner Reifenprofile eine kostenlose 365-TageReifengarantie an. Bereits vor einem Jahr hat der koreanische Reifenhersteller Garantieleistungen auf den Ganzjahresreifen N’Priz 4S gegeben. Daneben erhalten auch der
UHP-Reifen N’FERA SU1, der SUV-Reifen N’FERA RU1, der Winterreifen Winguard Snow
’G und der rollwiderstandoptimierte Sommerreifen N’blue HD Plus, der auf der Reifenmesse Essen 2014 vorgestellt wurde, eine 365-Tage-Garantie. Mit dieser neuen Garantie
erhalten Nexen-Kunden in Deutschland kostenlosen Ersatz bei Diebstahl, Vandalismus
und Beschädigungen. Sie deckt für den Käufer die kompletten Neuanschaffungskosten
inklusive Montage ab. Mit dem Reifenkauf erhält der Kunde sofort seine Garantieunterlagen und wenig später seine individuelle Garantiekarte.
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Hightech
Mit dem Carrier erweitert Pirelli sein ReifenPortfolio für den kommerziellen Einsatzbereich.
Bei dem speziell für Vans entwickelten Hightech-Reifen wurden besondere Schwerpunkte
auf Sicherheit und Betriebskosten gelegt. Vor
seiner Markteinführung testeten 20 europäische Flotten den neuen Pneu unter zahlreichen
klimatischen Bedingungen und auf unterschiedlichen Straßenverhältnissen. Die Ergebnisse
des Praxistests stimmen mit den Resultaten
überein, die Pirellis Ingenieure im Verlauf der
Entwicklung erhielten. Dazu gehört eine um 30
Prozent erhöhte Laufleistung dank einer neuen Laufflächenmischung in Kombination mit
einer neuen Profilgeometrie. Aufgrund seines
hohen Nassgriffs, eine Hauptkategorie des EUReifenlabels, weist der Carrier auf dem Zertifikat
je nach Dimension die Topbewertungen A oder B
auf. Der Hightech-Reifen ist im Ersatzgeschäft in
den Größen von 14 bis 17 Zoll erhältlich.
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TRANSPORTER
90
Ladungssicherung
Die Sortimo International GmbH erweitert das Produktprogramm um einen Ladungssicherungsboden mit integriertem Verzurrkonzept. Dieses beruht auf im Boden
eingelassenen Einzelzurrpunkten.
Für den Fahrzeughalter, Fuhrparkleiter, Fahrer und Verlader minimiert der Boden das Haftungsrisiko hinsichtlich der gesetzlichen
Vorschriften von Ladungssicherung. Erstmals macht Sortimo ein
komplett flexibles Verzurren von
Ladung am Boden mit dem SoboGrip ProSafe möglich. Der neun
Millimeter starke Boden ist mit
zahlreichen ProSafe-Zurrpunkten
versehen, die für bis zu 200 Dekanewton Belastung ausgelegt sind.
Die Anzahl der ProSafe-Zurrösen
ist individuell auf den Fahrzeugtyp zugeschnitten, um die Beladung nach den Richtlinien der Achslastverteilung gewährleisten zu können.
Sicherheitstraining
Mit dem Transporter Training on Tour bietet der Mercedes-Benz Deutschland Vertrieb
Transporter und Vans seit elf Jahren ein kostenloses Fahrsicherheitstraining für Transporterfahrer an. 2014 finden rund 100 Veranstaltungen an 20 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt. An den vier Stationen „Fahrassistenzsysteme“, „Fahrtechnik“, „ECO-Wettkampf“ und „Ladungssicherung“ haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ihr Wissen und ihre Praxiserfahrung zu erweitern. Erfahrene Trainer erläutern die Funktionsweisen der umfangreichen Fahrassistenzsysteme und geben Praxistipps für sparsames Fahren. Bei der Station „Fahrtechnik“ verbessern die Teilnehmer ihre Reaktionsfähigkeit durch das Üben
von Bremsmanövern bei unterschiedlichen
Fahrbahnbedingungen und vor Hindernissen. Außerdem erlernen die Teilnehmer die
Grundlagen der Ladungssicherungen und
erproben diese in praktischen Beispielen.
Insgesamt wurden bereits über 35.000
Teilnehmer im Umgang mit den Fahrzeugen
von Mercedes-Benz geschult.
Bestseller
Mehr als 2,6 Millionen Fiat Ducato wurden seit 1981 verkauft. Seit Mai dieses Jahres ist jetzt die sechste Generation des vielseitigen Transporters erhältlich. Serienmäßig ist er in allen Versionen mit elektronischem Fahrstabilitätsprogramm
(ESP) ausgerüstet, das den Beladungszustand des Fahrzeugs berücksichtigt und
zusätzlich die Berganfahr-Hilfe (Hill Holder) sowie die elektronische Überschlagsvermeidung (Rollover Mitigation) enthält. Der Innenraum, der in drei Ausführungen zur Wahl steht, bietet
neben neu gestalteten Sitzen
auch einen multifunktionalen
Tablet- und Smartphonehalter.
Zu weiteren Merkmalen zählen unter anderem zwei unterschiedliche Farben für den Kühlergrill, der Unterfahrschutz,
16-Zoll-Leichtmetallräder
in
neuem Design, Scheinwerfer
mit LED-Technologie sowie der
nun dreiteilige vordere Stoßfänger.
Flottenmanagement 3/2014
Servicefahrzeug
Der Fahrzeugeinrichter bott kooperiert bereits
seit Längerem mit Renault. In teilnehmenden
Renault-Autohäusern kann der Kunde jetzt
aus drei verschiedenen Branchenmodellen mit
passenden bott vario-Einrichtungsvarianten
wählen. Das fertig ausgestattete HandwerkerFahrzeug wird umgehend ausgeliefert. Eine
der Einrichtungsvarianten bietet maßgeschneiderte Details für das Gewerk Sanitär –
Heizung – Klima, eine weitere Variante spezielle Lösungen für Elektriker. Das dritte Modell
„Handwerker“ ist auf einen möglichst vielseitigen Einsatz zugeschnitten. Die „ready-togo“-Fahrzeuge bieten Kunden die Möglichkeit,
die fertige Lösung im Renault-Autohaus zu
erleben. Dabei reduziert die Vorkonfektionierung der Fahrzeuge in drei Ausstattungsvarianten die Lieferzeit insgesamt deutlich.
Erneuerung
Peugeot setzt die Erneuerung der Modellpalette
mit dem neuen Peugeot Boxer fort. Der Franzose in dritter Generation bietet wie der ebenfalls
neu erscheinende und baugleiche Citroën Jumper eine verstärkte Karosseriestruktur, neues
Windlaufdesign, neue Mechanik für die seitlichen
Schiebetüren und verstärkte Hecktüren. Zudem
ist er mit größeren Bremsen, neu konzipierten
Stoßdämpflagern und 2.2 Liter HDi-Motoren mit
überarbeitetem Einspritzsystem ausgestattet. Der
Transporter besitzt verschiedene Karosserievarianten und Umbaumöglichkeiten: Auf der Basis von
drei Radständen (3, 3,45 und 4,04 Meter) ist er in
vier Längen sowie drei Höhen mit einem zulässigen
Gesamtgewicht von 2,8 bis 4 Tonnen erhältlich. Die
Motorenpalette umfasst mehrere Dieselmotoren:
drei 2.2 Liter HDi FAP-Aggregate mit 110, 130 oder
150 PS sowie einen 3.0 Liter HDi FAP-Motor mit 180
PS. Gegenüber dem Vorgänger L3H2 2.2 Liter HDi
130 sollen sich so bis zu 1,3 Liter pro 100 Kilometer
einsparen lassen.
Kompakt
Mit dem neu entwickelten Transit Courier trägt Ford
das Transit-Konzept erstmals bis in das Segment
der Stadtlieferwagen. Das auf der Grundstruktur
des Fiesta basierende Nutzfahrzeug gibt es in der
Kastenwagen-Ausführung (zwei Sitzplätze, zwei
Ausstattungslinien „Basis“ und „Trend“, Lkw-Zulassung) und zudem als Kombi (zweite Sitzreihe, fünf
Sitzplätze, Ausstattungslinie „Basis“, Pkw-Zulassung). Bei dem ab sofort bestellbaren Transit Courier beginnt die Preisliste netto bei 11.990 Euro für
den Kastenwagen „Basis“, das fünfsitzige KombiModell steht ab 12.490 Euro zur Verfügung. Mit einer
maximalen Nutzlast von bis zu 585 Kilogramm (Kastenwagen; maximale Nutzlast des Transit Courier
Kombi: 490 Kilogramm) eignet sich diese Baureihe
für den Transport unterschiedlichster Waren und
Werkzeuge. Dank weit aufschwingender, asymmetrisch bis zu einem Winkel von 158 Grad öffnender
Doppelflügel-Hecktüren fasst der Stauraum sogar
eine Europalette.
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TRANSPORTER
Konzepte
verknüpfen
Der zweite Teil der Berichterstattung zum Event „Transit Go
Further 2014“ in Barcelona stellt das Konzept hinter dem
komplett neu entwickelten Transit vor. Vor Ort sprach Flottenmanagement exklusiv mit den anwesenden Fuhrparkverantwortlichen über die Umsetzung der individuellen Kundenbedürfnisse in der neuen Transit-Baureihe.
Über 60 Jahre nach dem ersten Transit, der 1953
noch unter dem Modellnamen „FK 1000“ geführt
wurde, durchlief die Nutzfahrzeugfamilie von
Ford eine komplette Neuentwicklungsphase.
Heute steht den Fuhrparkverantwortlichen neben dem Großraumtransporter Transit, der allein in vier Karosserieformen erhältlich ist, den
schon bekannten Modellen Transit Custom und
Transit Connect nun auch der Transit Courier,
ein Nutzfahrzeug des Kompaktwagensegments,
zur Auswahl. Auch weiterhin steht natürlich der
Nutzwert, wie der Name „Nutzfahrzeug“ vermuten lässt, primär bei der Weiterentwicklung im
Fokus. Daneben war es für Ford wichtig, auch
neue Akzente, getreu dem Unternehmensmotto
„Eine Idee weiter“, in diesem Segment zu setzen.
Hierzu zählt neben zahlreichen Fahrsicherheitsassistenten oder einem Pkw-ähnlichen Komfort
in der Fahrgastzelle auch das Multimedia-Konnektivitätssystem Ford SYNC mit integriertem
Notruf-Assistenten und Sprachsteuerung.
Helmut Kindermann, Leiter Einkauf Deutschland
bei der Enterprise Autovermietung Deutschland
GmbH, sieht insbesondere bei der Verbindung
von Nutzwert mit Pkw-ähnlichen Komfortelementen Vorteile im Wettbewerb: „Bei einem Nutzfahrzeug wie dem Transit steht natürlich in erster
Linie der Nutzen im Vordergrund. Das heißt: Die
Abmessungen müssen stimmen, um auch die jeweiligen Aufgaben bewältigen zu können. Wenn
92
Flottenmanagement 3/2014
man sich dann natürlich
zwischen mehreren Fahrzeugen entscheiden kann,
hat ein Transporter, der sich
daneben noch ähnlich komfortabel wie ein Pkw fahren
lässt, in einer Konkurrenzsituation möglicherweise
Vorteile.“ Genau in diesen
Situationen möchte Ford
In kurzen, aber prägnanten Informationsblöcken schildurch die Neuentwicklung
derte unter anderem Wolfgang Booms (Executive Director
der Transit-Baureihe bei
Fleet & Remarketing Operations bei Ford of Europe) die
Neuausrichtung der Ford-Nutzfahrzeugpalette
den Entscheidern punkten.
So sollen beispielsweise
die neuen Modelle auch in
Sachen Fahreigenschaften
ein neues Kapitel in ihrem Segment einläuten. bedeutet dies eine noch ruhigere und harmoDynamik und Agilität, wie sie Fahrer von den nischere Akustik im Interieur. So verbessert
Pkw-Modellen kennen und schätzen, möchte der sich unter anderem die Sprachverständlichkeit
Kölner Automobilhersteller auch in seine Nutz- zwischen Fahrer und Beifahrer um neun Prozent,
fahrzeuge übertragen. Bei den neuen Transit- auch in der zweiten und dritten Sitzreihe – so
Modellen konnten die Ingenieure auf einer neu vorhanden – steigt der Geräuschkomfort deutentwickelten, besonders verwindungsresistenten lich.
Grundarchitektur aufbauen, die – verglichen mit
der Ford Transit-Vorgängergeneration – zum
Beispiel eine um 37 Prozent höhere Torsions- Einzelne Stationen veranschaulichten die Besonderheiten der neuen Transit-Baureihe, wie beispielsweise der
steifigkeit besitzt. Dies sorgt für ein nochmals
Zugang zum Laderaum (u. li.)
verbessertes Handling bei spürbar geringerem
Geräuschniveau. Letzteres ist auch das Ergeb- Selbst Rohre mit 3,4 Meter Länge können im Transit Connis umfassender Schallschutzmaßnahmen rund nect dank der Durchlademöglichkeit bei geschlossener
um den Motorraum. Für die Fahrzeuginsassen Tür transportiert werden (u. re.)
TRANSPORTER
Insassenschutz wird auch im Nutzfahrzeugsegment großgeschrieben (li.)
Showeinlagen lockerten die Veranstaltung
zusätzlich auf (re.)
Fahrzeug grundsätzlich ist und zum
anderen, dass auch bei der Fahrt über
die Bodenwellen keinerlei Geräusche
oder vermeintliche Verwindungen zu
hören waren“, erklärte Dierk Richter,
Fleet Manager der Avis Budget Autovermietung GmbH & Co. KG.
Zugleich profitierte das Einlenkverhalten und
auch der Federungskomfort vom präzisen Feintuning, das die Spezialisten von Ford den Fahrwerkskomponenten und der Lenkung des neuen
Transit gewidmet haben. Wie im aktuellen Ford Focus kommt dabei zum Beispiel ein hochmodernes
elektronisches Sicherheits- und Stabilitätsprogramm (ESP) mit zahlreichen Zusatzfunktionen
zum Einsatz. Es verbessert nochmals die Traktion
und sorgt für ein ausgeglichenes Eigenlenkverhalten. Ausreichend Gelegenheit, dieses neue Fahrgefühl zu testen, boten die Testfahrten mit dem
Großraumtransporter Transit rund um Barcelona:
„Wir hatten die Gelegenheit, den neuen Transit
ausgiebig auf einer Testfahrt kennenzulernen,
insbesondere mit dem Hinweis, dass wir doch einmal testen sollten, wie sich der 3,5-Tonner bei der
Fahrt über eine Bremsschwelle mit 60 Stundenkilometer verhält. Am Ende des Ausflugs waren
wir wirklich überrascht, wie leise zum einen das
Neben dem Fahrkomfort und dem
Nutzwert ist auch die Flexibilität hinsichtlich
Einbauten sowie Sonderausbauten ein wichtiges
Auswahlkriterium für einen Transporter: „Das
Anforderungsprofil an einen Transporter für die
Arbeit innerhalb einer Hilfsorganisation unterscheidet sich sicherlich von dem normaler Unternehmensfuhrparks. Dabei bilden neben dem
Platzangebot im Innenraum sowie dem Sicherheitsangebot auch die Konfigurationsmöglichkeiten eine wichtige Entscheidungsgrundlage.
Denn die Mehrzahl der beim ASB eingesetzten
Transporter verfügt über Aus- und Einbauten
wie Lift, Rampe oder Fixierung für den Transport
mobilitätseingeschränkter Personen“, erläutert
Axel Theil, Fachbereich Versand, Beschaffung,
Versicherungen des Arbeiter-Samariter-Bundes
Deutschland e.V. Einen ersten Eindruck, ob diese Kriterien auch bei der neuen Transit-Baureihe
erfüllt werden, vermittelte eine „Erlebniswelt“,
die anlässlich des Events aufgebaut wurde: „Es
ϰ
>hϮϬϭ
• geringes Gewicht für maximale Nutzlast
• individuell und ergonomisch geplant
• umfassender Flottenservice
• hochwertig und langlebig
• made in Germany
ALUCA
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war beeindruckend zu sehen, in welcher Art und
Weise man der Weiterentwicklung der TransitProduktfamilie auf diesem Event begegnete. Trotz
der vielen Informationen, die man innerhalb der
Veranstaltung erhielt, kam nicht der Charakter
einer konventionellen Produktvorstellung auf.
Die Abwechslung zwischen Informationsblöcken,
Testfahrten und Showeinlagen innerhalb der
Erlebniswelt war sehr erfrischend. Dass hierbei
auch noch das vielfältige Spektrum der Einsatzmöglichkeiten abgebildet wurde, fand ich sehr
gut“, berichtete Günter Siebertz, Geschäftsführer
der BEGECA Beschaffungsgesellschaft für kirchliche und karitative Einrichtungen.
EXTRA
Citroën C3 Picasso HDi 90 Tendance
… der Citroën C3 Picasso HDi 90
Tendance bei den Minivans mit
Dieselmotor
And the winners are ...
und der Renault Scénic
ENERGY dCi eco2 Expression
bei den Kompaktvans mit
Dieselmotor in der 71. Folge der
großen FlottenmanagementVergleichsserie.
Der Kostenvergleich basiert
wesentlich auf den FullService-Leasingraten und den
Treibstoffkosten.
Renault Scénic ENERGY dCi eco2 Expression
Das Segment der Vans gehört zu den umfangreichen am Flottenmarkt, denn es reicht von den
Mini- über die Kompaktvans bis zu den Großraumvans. Jedoch bereitet die Abgrenzung zu
anderen Segmenten oft etwas Schwierigkeiten,
da nicht immer gleich erkennbar ist, ob es sich
bei dem jeweiligen Modell um einen Van handelt
oder nicht. Laut Duden bezeichnet der Begriff
„Van“ einen Pkw mit besonders großem Innenraum, der meist mit Sitzmöglichkeiten für mehr
als fünf Personen und teilweise herausnehmbaren Sitzen ausgestattet ist. Neben den Mini-,
Kompakt- sowie Großraumvans zählen somit
auch Hochdachkombis, Großraumlimousinen,
Kleinbusse und einige Crossover-Modelle der Begriffsbedeutung nach in das Vansegment.
Flottenmanagement-Vorgabe
Mindestausstattung
• Airbags rundum
• Freisprecheinrichtung
• Klimaanlage
• Navigationssystem
• Nebelscheinwerfer
• Parksensoren hinten
• Radio mit CD
94
Flottenmanagement 3/2014
Für die Auswahl der im Kostenvergleich betrachteten Modelle haben wir uns jedoch an dem
Produktportfolio der einzelnen Hersteller orientiert, das bedeutet, wenn mehrere Fahrzeuge des gleichen Automobilbauers aufgrund der
Fahrzeuglänge ein und dasselbe Segment belegt
haben und sich darunter eine Variante mit besonders großem Innenraum befand, kam diese
in die engere Wahl. Daneben untergliederten wir
die ausgewählten Modelle in drei Kategorien: Minivans mit einer Länge von 4 bis 4,35 m und ab
einer Höhe von 1,55 m, Kompaktvans bis zu einer
Länge von 4,7 m sowie einer Höhe zwischen 1,6
und 1,7 m sowie Großraumvans, die länger als
4,7 m und höher als 1,7 m waren.
Mit rund zehn Prozent bei den Neuzulassungen
(April 2014) gemäß KBA-Angaben zählen Vans
nicht unbedingt zu den stärksten Segmenten auf
dem deutschen Gesamt-Fahrzeugmarkt. Auch
auf dem Flottenmarkt hat die Vankategorie –
abgesehen vom Personentransport in beispielsweise Taxiunternehmen – gegenwärtig eine
nachrangige Bedeutung, dennoch mag es für die
Flottenrelevanz eines Fahrzeugherstellers zumindest imagefördernd sein, dort alternativ mit
Produkten für die Familienmütter und -väter unter den User Choosern aufwarten zu können. Unserem Kostenvergleich stellen sich dabei neun
Mini- und zwölf Kompaktvans.
Minivans
Dass auch im Innenraum eines Fahrzeuges, welches aufgrund der Länge eher dem Segment der
Klein- oder Kompaktwagen zugeordnet werden
müsste, reichlich Platz zu finden ist, beweisen
schon die kleinsten Vans – die Minivans. So kann
man im Schnitt rund 1.430 Liter, bei umgeklappter Rücksitzbank und dachhoher Beladung, im
Kofferraum dieser Lademeister verstauen. Dies
ist vielleicht auch der Grund, warum eine Viel-
EXTRA
Kostenvergleich
Ein Service von
Citroën
Ford
Opel
Volkswagen
Hyundai
C3 Picasso HDi 90
B-MAX 1,6 l TDCi
Meriva 1.3 CDTI
ecoFLEX
Golf Sportsvan 1.6
TDI BlueMotion
ix20 1.4 CRDi blue
5-Gang-Schaltg.
5-Gang-Schaltg.
5-Gang-Schaltg.
6-Gang-Schaltg.
6-Gang-Schaltg.
Schaltgetriebe 20.000 km
351,73
356,16
375,57
423,44
358,67
Kosten netto in Euro (bei einer Laufleistung von
36 Monaten ohne Anzahlung), ab Werk
Betriebskosten mtl. inkl. Treibstoffkosten
30.000 km
428,39
435,89
462,32
502,36
437,43
50.000 km
565,37
578,51
617,85
640,57
578,84
20.000 km
363,04
–
–
–
–
30.000 km
444,44
–
–
–
–
50.000 km
589,94
–
–
–
–
Schaltgetriebe 20.000 km
275,15
279,58
297,07
354,52
276,34
Automatik
Full-Service-Leasingrate mtl.*
30.000 km
313,52
321,02
344,57
398,97
313,94
50.000 km
373,91
387,05
421,61
468,26
373,02
20.000 km
282,63
–
–
–
–
30.000 km
323,82
–
–
–
–
50.000 km
388,91
–
–
–
–
Schaltgetriebe 20.000 km
76,58
76,58
78,50
68,92
82,33
30.000 km
114,87
114,87
117,75
103,39
123,49
Automatik
Treibstoffkosten mtl.
50.000 km
191,46
191,46
196,24
172,31
205,82
20.000 km
80,41
–
–
–
–
30.000 km
120,62
–
–
–
–
50.000 km
201,03
–
–
–
–
4.078 x 1.766 x 1.631
4.077 x 1.751 x 1.604
4.300 x 1.812 x 1.615
4.338 x 1.807 x 1.578
4.100 x 1.765 x 1.600
Motorleistung kW (PS)
68/92
70/95
70/95
81/110
66/90
Beschleunigung 0–100 km/h
14,6
13,9
13,8
11,3
14,5
Höchstgeschwindigkeit in km/h
174
174
168
196
167
Durchschnittsverbrauch in l/100 km
4,0
4,0
4,1
3,6
4,3
Automatik
Technische Daten**
Außenmaße (L x B x H) in mm
Reichweite in km
1.250
1.175
1.317
1.389
1.163
max. Kofferraumvolumen in l
1.506
1.386
1.500
1.520
1.486
Zuladung in kg
394
470
392
395
455
CO2-Ausstoß in g/km
105
104
109
95
114
A
A
A
A+
A
770
1.880
1.843
ca. 2.000
469
2 Jahre
2 Jahre
2 Jahre
2 Jahre
5 Jahre
Energieeffizienzklasse
Dichte Servicenetz
Garantiebedingungen
Fahrzeug
Lack
3 Jahre
2 Jahre
2 Jahre
3 Jahre
5 Jahre
Rost
12 Jahre
12 Jahre
12 Jahre
12 Jahre
12 Jahre
1 Jahr/15.000 km
1 Jahr/20.000 km
1 Jahr/30.000 km
nach Serviceanzeige
2 Jahre/30.000 km
„Tendance“ mit
Navigationssystem
eMyWay und City-Paket
„SYNC Edition“ mit
Navigationssystem,
Rückfahrkamera und
Trend-Paket
„Selection“ mit
Einparkhilfe hinten,
Klimaanlage und
Navigationssystem Navi
650 Westeuropa
„Trendline“ mit
Navigationssystem
Discover Media,
Nebelscheinwerfer und
Park-Pilot
„Trend“ mit
Navigationssystem
16.815,13
17.453,78
15.915,97
20.273,11
16.823,53
Wartung/Inspektion
Ausstattungsvariante
Listenpreis in Euro (netto; ohne Sonderausstattung)
96
= Plätze 1 bis 3 bzw. alles lieferbar
Flottenmanagement 3/2014
= Plätze 7 bis 9 bzw. nicht alles lieferbar
EXTRA
Minivans
Fiat
Kia
Toyota
Seat
500L 1.3 16V Multijet
Start&Stopp
Venga 1.6 CRDi 128
Verso-S 1,4-l-D-4D
Altea 1.6 TDI Ecomotive
5-Gang-Schaltg.
6-Gang-Schaltg.
6-Gang-Schaltg.
5-Gang-Schaltg.
377,37
392,41
391,02
430,42
456,54
479,64
472,32
516,25
598,91
637,47
619,12
670,22
389,76
–
402,93
–
470,22
–
486,01
–
614,14
–
635,81
–
296,96
302,43
308,69
344,26
335,92
344,66
348,83
387,02
397,88
412,51
413,30
454,83
313,18
–
318,69
–
355,35
–
359,65
–
422,68
–
425,21
–
80,41
89,98
82,33
86,16
120,62
134,98
123,49
129,23
201,03
224,96
205,82
215,39
76,58
–
84,24
–
114,87
–
126,36
–
191,46
–
210,60
–
4.147 x 1.784 x 1.658
4.068 x 1.765 x 1.600
3.990 x 1.695 x 1.595
4.280 x 1.768 x 1.568
62/85
94/128
66/90
77/105
15,1
11,1
12,1
12,2
164
185
175
183
4,2
4,7
4,3
4,5
1.190
1.064
977
1.222
1.310
1.486
1.388
1.320
480
454
370
520
110
125
113
119
A
B
B
A
738
460
570
663
2 Jahre
7 Jahre/150.000 km
3 Jahre/100.000 km
2 Jahre
3 Jahre
5 Jahre/150.000 km
3 Jahre
3 Jahre
8 Jahre
12 Jahre
12 Jahre
12 Jahre
1 Jahr/35.000 km
1 Jahr/30.000 km
1 Jahr/15.000 km
2 Jahre/30.000 km
„Pop Star“ mit
Einparkhilfe hinten,
Navigationssystem und
Nebelscheinwerfer
„FIFA World Cup
Edition“ mit Kia
Navigationssystem
„Life“ mit
Navigationssystem
Touch&Go
„4You“ mit
Navigationssystem Seat
Media-System 2.2 inkl.
Audio-Paket
16.428,57
16.756,30
16.302,52
18.563,03
* Kalkulation erfolgte über den ALD Automotive Car Configurator bei einer Laufzeit von 36 Monaten ohne Anzahlung
** Herstellerangaben
Sonderwertung Minivans
Kraftstoffverbr. pro 100 km in Liter
1. VW Golf Sportsvan
2. Citroën C3 Picasso
Ford B-MAX
4. Opel Meriva
5. Fiat 500L
6. Hyundai ix20
Toyota Verso-S
8. Seat Altea
9. Kia Venga
3,6
4,0
4,0
4,1
4,2
4,3
4,3
4,5
4,7
zahl der Fahrzeughersteller zumindest mit einem
Modell hier anzusetzen versucht. Beispielsweise
möchte BMW mit dem 2er Active Tourer, der offiziell auf dem Genfer Auto-Salon in diesem Jahr
seine Premiere feierte, vor allem junge Familien
ansprechen, die neben Lifestyle und Sportlichkeit auch Funktionalität und Variabilität suchen.
In diesem Segment stehen sich daher gleich
neun Modelle im Flottenmanagement-Kostenvergleich gegenüber, dabei unter anderem auch
der erst kürzlich erschienene VW Golf Sportsvan.
Unberücksichtigt hingegen bleiben der neue Kia
Soul, der Lancia Musa und der Subaru Trezia, die
entweder nicht unseren Vorgaben entsprachen
Sonderwertung Kompaktvans
Kraftstoffverbr. pro 100 km in Liter
1.
2.
3.
4.
5.
8.
9.
10.
11.
Mercedes-Benz B-Klasse
Citroën C4 Picasso
Renault Scénic
Ford C-MAX
Fiat 500L Living
Seat Altea XL
Toyota Verso
Volkswagen Touran
Peugeot 3008
Opel Zafira Tourer
Mazda5
Kia Carens
3,8
4,0
4,1
4,3
4,5
4,5
4,5
4,6
4,8
5,1
5,2
5,2
Flottenmanagement 3/2014
97
EXTRA
Kostenvergleich
Ein Service von
Renault
Ford
Citroën
Fiat
Seat
Scénic ENERGY
dCi 110 eco2
C-MAX
1,6 l TDCi
C4 Picasso
e-HDi 115
500L Living 1.6 16V
Multijet Start&Stopp
Altea XL
1.6 TDI Ecomotive
6-Gang-Schaltg.
6-Gang-Schaltg.
6-Gang-Schaltg.
6-Gang-Schaltg.
5-Gang-Schaltg.
Schaltgetriebe 20.000 km
415,41
400,47
421,44
399,26
434,45
Kosten netto in Euro (bei einer Laufleistung von
36 Monaten ohne Anzahlung), ab Werk
Betriebskosten mtl. inkl. Treibstoffkosten
30.000 km
500,03
486,20
504,78
482,73
520,96
50.000 km
650,59
638,73
651,89
632,78
675,82
20.000 km
–
–
436,60
–
–
30.000 km
–
–
522,71
–
–
50.000 km
–
–
674,62
–
–
Schaltgetriebe 20.000 km
336,91
318,14
344,86
313,10
348,29
30.000 km
382,28
362,71
389,91
353,50
391,73
50.000 km
454,35
432,91
460,43
417,39
460,43
20.000 km
–
–
360,02
–
–
30.000 km
–
–
407,84
–
–
50.000 km
–
–
483,16
–
–
Schaltgetriebe 20.000 km
78,50
82,33
76,58
86,16
86,16
30.000 km
117,75
123,49
114,87
129,23
129,23
Automatik
Full-Service-Leasingrate mtl.*
Automatik
Treibstoffkosten mtl.
50.000 km
196,24
205,82
191,46
215,39
215,39
20.000 km
–
–
76,58
–
–
30.000 km
–
–
114,87
–
–
50.000 km
–
–
191,46
–
–
4.366 x 1.845 x 1.678
4.380 x 1.828 x 1.626
4.428 x 1.826 x 1.610
4.352 x 1.784 x 1.667
4.467 x 1.768 x 1.581
81/110
85/115
85/116
77/105
77/105
Beschleunigung 0–100 km/h
12,5
11,3
13,1
11,8
12,4
Höchstgeschwindigkeit in km/h
180
184
189
181
183
Durchschnittsverbrauch in l/100 km
4,1
4,3
4,0
4,5
4,5
Reichweite in km
1.463
1.233
1.375
1.111
1.222
max. Kofferraumvolumen in l
1.870
1.723
1.709
1.704
1.604
Automatik
Technische Daten**
Außenmaße (L x B x H) in mm
Motorleistung kW (PS)
Zuladung in kg
507
525
385
445
544
CO2-Ausstoß in g/km
105
112
105
117
119
Energieeffizienzklasse
A+
A
A+
A
A
1.178
1.880
770
738
663
2 Jahre
2 Jahre
2 Jahre
2 Jahre
2 Jahre
Dichte Servicenetz
Garantiebedingungen
Fahrzeug
Lack
2 Jahre
2 Jahre
3 Jahre
3 Jahre
3 Jahre
Rost
12 Jahre
12 Jahre
12 Jahre
8 Jahre
12 Jahre
2 Jahre/30.000 km
1 Jahr/20.000 km
1 Jahr/15.000 km
1 Jahr/30.000 km
2 Jahre/30.000 km
„Expression“ mit
City-Paket und
Navigationssystem
Carminat TomTom 2.0
Live
„Trend“ mit
Business-Paket I und
Nebelscheinwerfer
„Seduction“ mit
City-Paket und
Navigationssystem
„Pop Star“ mit
Einparkhilfe hinten,
Navigationssystem und
Nebelscheinwerfer
„4You“ mit
Navigationssystem Seat
Media-System 2.2 inkl.
Audio-Paket
19.327,73
19.823,53
21.168,07
17.689,08
19.151,26
Wartung/Inspektion
Ausstattungsvariante
Listenpreis in Euro (netto; ohne Sonderausstattung)
98
= Plätze 1 bis 3 bzw. alles lieferbar
Flottenmanagement 3/2014
= Plätze 10 bis 12 bzw. nicht alles lieferbar
EXTRA
Kompaktvans
Volkswagen
Toyota
Opel
Mercedes-Benz
Mazda
Kia
Peugeot
Touran
1.6 TDI BMT
Verso
1.6 D-4D
Zafira Tourer
2.0 CDTI
B 180 CDI BlueEFFICIENCY Edition
Mazda5
1.6 l MZ-CD
Carens
1.7 CRDi
3008
1.6 HDi FAP
6-Gang-Schaltg.
6-Gang-Schaltg.
6-Gang-Schaltg.
6-Gang-Schaltg.
6-Gang-Schaltg.
6-Gang-Schaltg.
5-Gang-Schaltg.
483,41
445,01
458,34
498,38
426,96
470,38
484,88
573,78
534,54
552,73
589,94
523,82
568,34
580,26
733,65
693,43
721,18
749,84
696,92
744,12
749,61
498,10
–
–
–
–
–
485,30
589,32
–
–
–
–
–
578,06
749,68
–
–
–
–
–
741,32
395,34
358,85
360,70
425,63
327,40
370,82
392,98
441,67
405,31
406,27
480,81
374,48
419,00
442,41
513,47
478,04
477,07
567,96
448,03
495,23
519,86
411,94
–
–
–
–
–
404,89
460,09
–
–
–
–
–
457,44
534,29
–
–
–
–
–
540,29
88,07
86,16
97,64
72,75
99,56
99,56
91,90
132,11
129,23
146,46
109,13
149,34
149,34
137,85
220,18
215,39
244,11
181,88
248,89
248,89
229,75
86,16
–
–
–
–
–
80,41
129,23
–
–
–
–
–
120,62
215,39
–
–
–
–
–
201,03
4.397 x 1.794 x 1.674
4.460 x 1.790 x 1.620
4.657 x 1.928 x 1.687
4.359 x 1.786 x 1.557
4.585 x 1.750 x 1.615
4.525 x 1.805 x 1.605
4.365 x 1.837 x 1.639
77/105
82/112
81/110
80/109
85/115
85/115
84/115
12,8
12,7
12,5
11,6
13,7
13,0
12,2
186
180
183
190
180
181
183
4,6
4,5
5,1
3,8
5,2
5,2
4,8
1.304
1.222
1.137
1.053
1.154
1.115
1.250
1.989
1.740
1.860
1.547
1.597
1.820
1.241
636
565
674
475
635
553
410
121
119
134
98
138
137
125
A
A
A
A+
B
B
A
ca. 2.000
570
1.843
1.500
750
460
846
2 Jahre
3 Jahre/100.000 km
2 Jahre
2 Jahre
3 Jahre/100.000 km
7 Jahre/150.000 km
2 Jahre
3 Jahre
3 Jahre
2 Jahre
2 Jahre
3 Jahre
5 Jahre/150.000 km
3 Jahre
12 Jahre
12 Jahre
12 Jahre
30 Jahre
12 Jahre
12 Jahre
12 Jahre
nach Serviceanzeige
1 Jahr/15.000 km
1 Jahr/30.000 km
1 Jahr/25.000 km
1 Jahr/20.000 km
2 Jahre/30.000 km
1 Jahr/20.000 km
„Trendline“ mit Business
Premium Paket und
Park-Pilot hinten
„Life“ mit
Navigationssystem
Toyota Touch2&Go
„Selection“ mit
Navigationssystem
Navi 650 Westeuropa,
Nebelscheinwerfer und
Park-Pilot
Grundausstattung mit
Navigationssystem
Becker MAP PILOT,
Nebelscheinwerfer und
Rückfahrkamera
„Sendo“ mit
Mazda MultimediaNavigationssystem
„FIFA World Cup
Edition“ mit Kia
Navigationssystem
„Active“ mit
Navigationssystem WIP
Nav Plus
21.764,71
22.058,82
21.722,69
24.275,00
22.512,61
20.915,97
23.151,26
* Kalkulation erfolgte über den ALD Automotive Car Configurator bei einer Laufzeit von 36 Monaten ohne Anzahlung
** Herstellerangaben
Flottenmanagement 3/2014
99
EXTRA
Sonderwertung Minivans
Reichweite in km
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
VW Golf Sportsvan
Opel Meriva
Citroën C3 Picasso
Seat Altea
Fiat 500L
Ford B-MAX
Hyundai ix20
Kia Venga
Toyota Verso-S
Sonderwertung Minivans
maximales Ladevolumen in Liter
1.389
1.317
1.250
1.222
1.190
1.175
1.163
1.064
977
oder nicht kalkulierbar waren. Bei der Motorisierung haben wir uns an den 70 kW (95 PS) starken
Dieselmotoren orientiert, welche den kleinen
Laderaumwundern noch genügend Spritzigkeit verleihen sollen. In puncto Ausstattung
haben wir einen besonderen Wert auf rundum
Airbagschutz, Klimaanlage, Navigationssystem,
Nebelscheinwerfer, Radio mit CD, Telefon mit
Freisprechanlage sowie Parksensoren am Heck
gelegt.
6.
7.
8.
9.
VW Golf Sportsvan
Citroën C3 Picasso
Opel Meriva
Hyundai ix20
Kia Venga
Toyota Verso-S
Ford B-MAX
Seat Altea
Fiat 500L
1.520
1.506
1.500
1.486
1.486
1.398
1.386
1.320
1.310
durchschnittlich sollte man aber mit einem Einstiegspreis von etwa 17.250 Euro netto rechnen.
Bei den Ladungsdaten liegen beim „maximalen
Kofferraumvolumen“ über die Hälfte der Konkurrenten überdurchschnittlich (also über 1.434
Liter) ebenso bei der „Zuladung“ (über 436 Kilogramm). Dabei zeigt sich jedoch, dass das Gros
der Modelle entweder über mehr Ladevolumen
oder über eine höhere Nutzlast verfügt, einzig
die beiden Modelle von Kia und Hyundai liegen
in beiden Kategorien über dem Durchschnitt.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
Seat Altea
Fiat 500L
Ford B-MAX
Hyundai ix20
Kia Venga
VW Golf Sportsvan
Citroën C3 Picasso
Opel Meriva
Toyota Verso-S
520
480
470
455
454
395
394
392
370
der durchweg günstigen Kosten schnell zu verschmerzen sein sollte. Mit einem kleinen Abstand folgt der Ford B-MAX, der mit seinem kleinen Kofferraum sowie dem hohen Listenpreis
den sonst positiven Eindruck etwas mindert. Den
dritten Platz belegt mit etwas Abstand der Opel
Meriva, welcher insbesondere beim Einstiegspreis, beim Ladevolumen sowie bei der Reichweite überzeugen kann.
Der Einstieg bei den Minivans in unserem Vergleich beginnt mit dem Opel Meriva 1.3 CDTI
ecoFLEX in der Ausstattungslinie Selection und
einem Netto-Listenpreis von rund 15.916 Euro –
Insgesamt betrachtet setzt sich am Ende der Citroën C3 Picasso durch, dessen Zuladung zwar
etwas geringer ausfällt, was aber in Anbetracht
Über alle Sonderwertungen hinweg kann vor allem der VW Golf Sportsvan überzeugen. So belegt der Wolfsburger in den Sonderwertungen
„Durchschnittsverbrauch“, „Reichweite“ und
„Kofferraumvolumen“ jeweils die Spitzenpo-
Sonderwertung Kompaktvans
Reichweite in km
Sonderwertung Kompaktvans
maximales Ladevolumen in Liter
Sonderwertung Kompaktvans
maximale Zuladung in kg
1.
2.
3.
4.
5.
6.
8.
9.
10.
11.
12.
100
1.
2.
3.
4.
Sonderwertung Minivans maximale
Zuladung in kg
Renault Scénic
Citroën C4 Picasso
Volkswagen Touran
Peugeot 3008
Ford C-MAX
Seat Altea XL
Toyota Verso
Mazda5
Opel Zafira Tourer
Kia Carens
Fiat 500L Living
Mercedes-Benz B-Klasse
Flottenmanagement 3/2014
1.463
1.375
1.304
1.280
1.233
1.222
1.222
1.154
1.137
1.115
1.111
1.053
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
Volkswagen Touran
Renault Scénic
Opel Zafira Tourer
Kia Carens
Toyota Verso
Ford C-MAX
Citroën C4 Picasso
Fiat 500L Living
Seat Altea XL
Mazda5
Mercedes-Benz B-Klasse
Peugeot 3008
1.989
1.870
1.860
1.820
1.740
1.723
1.709
1.704
1.604
1.597
1.547
1.241
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
Opel Zafira Tourer
Volkswagen Touran
Mazda5
Toyota Verso
Kia Carens
Seat Altea XL
Ford C-MAX
Renault Scénic
Mercedes-Benz B-Klasse
Fiat 500L Living
Peugeot 3008
Citroën C4 Picasso
674
636
635
565
553
544
525
507
475
445
410
385
MARKTÜBERSICHT
Neues erFAHREN
Interview mit Werner H. Frey (Geschäftsführer, Mitte), Jens Schulz (Bereichsleiter Vertrieb, re.) und Dennis Lindroth
(Leiter Vertriebssteuerung, Flotte und Green Mobility, li.) bei der MMD Automobile GmbH in Rüsselsheim
Flottenmanagement: Seit dem Frühjahr dieses
Jahres durchläuft das Geschäft von Mitsubishi in
Deutschland grundlegende Änderungen. Auf welche Erfahrungen können Sie dabei zurückgreifen?
Mit welchen Zielen haben Sie diese Positionen angetreten, und auf welche Erfolge können Sie seit
Ihren Amtsantritten bereits zurückblicken?
Werner H. Frey: Seit Anfang Februar bin ich in
der Position des Geschäftsführers von MMD Automobile GmbH und begleite die Neuausrichtung von Mitsubishi in Deutschland. Grundsätzlich wollen wir mehr Geschwindigkeit in unsere
Abstimmungsprozesse bringen und uns auf die
Kernkompetenzen von Mitsubishi, die besonders
in den Bereichen Elektroantrieb und SUV liegen,
fokussieren. Diese Entwicklungen stoßen schon
jetzt nicht nur innerhalb des Teams, sondern
auch beim Händlernetz auf positive Resonanz.
Flottenmanagement: Welcher Stellenwert soll
dem Bereich Flotte zukünftig zukommen? Lassen
sich hier bereits Tendenzen erkennen? Welche
Fahrzeugmodelle sehen Sie als Säulen für das
Flottengeschäft von Mitsubishi? Auf welche Neuheiten können sich insbesondere Großkunden in
den nächsten zwölf Monaten freuen?
Werner H. Frey: Aufgrund unserer Modellpalette
werden wir wohl auch mittelfristig nicht zu den volumenstärksten Automobilherstellern im Flottenbereich wachsen, was uns auch bewusst ist. Jedoch
sehen wir viel Potenzial bei den bisherigen Säulen
unseres Flottengeschäfts – dem ASX, Outlander
und Space Star. Gerade den Space Star sehen wir
im Bereich von Pflegediensten und Services auf Rä-
102
Flottenmanagement 3/2014
dern im Fokus. Denn aufgrund seiner Ausmaße ist
er ideal für den Stadtverkehr geeignet und bietet
zudem noch jede Menge Platz im Innenraum.
Auf dem Genfer Autosalon konnten wir bereits
einen kleinen Ausblick auf die zukünftige Modellstrategie von Mitsubishi geben: So führen wir
sukzessive Modelle ein, die neben den herkömmlichen Antrieben auch über Varianten mit alternativen Antriebstechnologien wie Elektromotor, Hybrid- und Plug-in Hybridantrieb verfügen. Einen
ersten Vorgeschmack auf diese Modellpolitik gibt
der Plug-in Hybrid Outlander, der gerade für Flottenbetreiber mit einem Nachhaltigkeitsanspruch
eine interessante Alternative für den Fuhrpark
sein kann, da er mit einem CO2-Ausstoß von nur
44 Gramm pro Kilometer, einem Verbrauch von 1,9
Litern und einer Gesamtreichweite von über 800
Kilometern vollkommen alltagstauglich ist.
Flottenmanagement: Mitsubishi bietet ein reichhaltiges Angebot an geländetauglichen Fahrzeugen an. Wie ordnen sich diese Modelle in das Flottengeschäft von Mitsubishi ein? Welche Branchen
zählen dabei zu den Hauptabnehmern?
Jens Schulz: Geländetaugliche Fahrzeuge haben
nach wie vor einen hohen Stellenwert in unserer
Flottenpolitik. Deren Einsatzschwerpunkte sehen
wir vor allem in Bereichen, wo es auf einen hohen
Nutzwert der Fahrzeuge ankommt und die Funktionalität eines Fahrzeuges eine übergeordnete
Rolle spielt, wie unter anderem im Baugewerbe,
in der Forstwirtschaft oder den Gartenbaubetrieben. Aber auch bei Energieversorgern kommen der L200 und der Pajero zum Einsatz, da sie
neben ihrer Geländetauglichkeit auch noch über
eine hohe Anhängelast verfügen.
Allgemein zeigt sich jedoch, dass viele Unternehmensrichtlinien die geländetauglichen
Fahrzeuge aufgrund der hohen Schadstoffemissionen von vornherein ausschließen. Zudem
kommt erschwerend die Tatsache hinzu, dass
große Fuhrparks vor allem von Fabrikaten deutscher Hersteller beherrscht werden. Mit unserer Neuausrichtung sehen wir jedoch auch neue
Ansatzpunkte für geländetaugliche Fahrzeuge
in Großfuhrparks: Beispielsweise lässt sich der
neue Plug-in Hybrid Outlander mit dem niedrigen
CO2-Wert ohne Probleme in jede Car Policy integrieren. Hier sind wir gerade dabei, Großkonzerne davon zu überzeugen, dass ein Plug-in Hybrid
SUV nicht nur den Anforderungen hinsichtlich
des Aufgabenbereichs, sondern auch der Schadstoffrichtlinie gerecht werden kann.
Flottenmanagement: Mit dem neuen Outlander
PHEV ist erstmals auch ein großer SUV über die
Steckdose aufladbar. Wo liegen die Vorteile des
Plug-in Hybrid Outlander, gerade wenn man den
Bereich Flotte im Visier hat?
Dennis Lindroth: Mitsubishi ist mit dem Plug-in
Hybrid Outlander momentan der einzige Hersteller am Markt, der über einen Allrad-SUV verfügt,
den man an der Steckdose aufladen kann. Durch
die Verbindung von hohem Nutzwert eines SUV
mit den umweltfreundlichen Eigenschaften eines
Plug-in Hybrids sehen wir klare Vorteile für den
Einsatz als Flottenfahrzeug. Mit der Integration
einer alternativen Antriebstechnologie entsteht
MARKTÜBERSICHT
Die neue Mitsubishi Führung
vor dem Plug-in Hybrid Outlander (li.)
Dennis Lindroth (2. v. l.), Werner H. Frey (Mitte) und Jens
Schulz (2. v. r.) erläuterten in lockerer Atmosphäre
Bernd Franke (li.) und Steven Bohg (beide Flottenmanagement, re.) die Neuausrichtung von Mitsubishi in Deutschland
keinerlei Nachteil in der Funktionalität des Outlander. So wurde beispielsweise die Batterie in
den Unterboden integriert, wodurch der großzügige Innenraum des Fünfsitzers nicht an Platz
verliert, aber der Outlander durch den tieferen
Schwerpunkt an Fahrstabilität gewinnt. Daneben
ist es möglich, bis zu einer Reichweite von 52 Kilometern rein elektrisch zu fahren, und wie bereits
erwähnt, dank der Hybrid-Technologie auch Strecken von mehr als 800 Kilometer zurückzulegen.
Den Einsatzschwerpunkt für den Plug-in Hybrid
Outlander sehen wir dabei nicht im Außendienst,
der täglich Strecken von mehreren Hundert Kilometern zurücklegt, sondern eher in den Ballungsgebieten mit ihren vielfältigen Transportaufgaben. Daher steht auch im Gespräch mit
unseren Kunden eine Bedarfsanalyse im Vordergrund, denn ein Plug-in Hybrid ist nur dann wirtschaftlich sinnvoll, wenn man möglichst oft rein
elektrisch unterwegs ist. Ist dies nicht der Fall,
ist der Kunde mit unseren Dieselmotoren besser
aufgehoben.
Flottenmanagement: Unter dem Begriff „Green
Mobility“ bündelt Mitsubishi die Aktivitäten rund
um die Thematiken umweltfreundlicher Mobilität
und den damit verbundenen Technologien, Produkten und Dienstleistungen. Wie spiegeln sich
diese Aktivitäten in der Modellpolitik wider? Welche Ansätze verfolgen Sie, um den Flottenkunden
ein ganzheitliches Konzept der Green Mobility
anbieten zu können?
Dennis Lindroth: „Green Mobility“ ist ein ganzheitlicher Ansatz zur umweltschonenden Mobilität und
beschreibt einerseits unsere Palette alternativer
Antriebstechnologien. Andererseits bieten wir unseren Kunden darüber hinaus auch notwendige und
sinnvolle Zusatzleistungen direkt mit an. Dies beginnt bei unterschiedlichen Ladestationen bei den
Flottenbetreibern (auf Wunsch im Komplettpaket
inklusive Installation), geht über den Zugang zu
europäischen Ladenetzwerken mit einfachen Abrechnungsmodellen bis hin zu Sonderkonditionen
für die Versorgung der Unternehmen mit „grünem
Strom“. Damit versuchen wir in Unternehmen ein
Bewusstsein für alternative Antriebstechnologien
zu schaffen. Denn dies wirkt sich nicht nur positiv
auf den Klimaschutz aus, sondern es entstehen
auch Vorteile an anderen Stellen: So kann man beispielsweise zur Berechnung des geldwerten Vorteils die Batterie herausrechnen, was gerade in der
Flotte mit mehreren Fahrzeugen nicht unerheblich
ist. Oder aber Unternehmen, die sowieso umweltfreundlich agieren wollen, und daher einen Teil der
Energie beispielsweise über Photovoltaikanlagen
selbst generieren, profitieren von diesen Technologien, da sie den Strom für die Fahrzeuge selbst
produzieren und dadurch die Kilometerkosten weiter minimieren können.
Flottenmanagement: Neben den Modellen ist
auch der zu erwartende Service ein wichtiges
Kernkriterium für den Flottenkunden. Welche
Dienstleistungen bieten Sie hier für den Fuhrparkleiter, wie sieht die flottenspezifische Aufstellung in Ihren Niederlassungen und Vertriebsstandorten aus? Womit kann Mitsubishi besonders punkten? Welchen Stellenwert nimmt dabei
das 5 Jahre Garantie-Paket ein?
Jens Schulz: Das Hauptgeschäft von Mitsubishi
erfolgt über unser Händlernetz. Die Händlerbetriebe sind damit auch der erste Anlaufpunkt für
Gewerbekunden, was den Vorteil hat, dass nicht
nur die räumliche Nähe gegeben ist, sondern der
Händler auch ganz individuell auf die Bedürfnisse
des Kunden eingehen kann. Denn gerade im klassischen Gewerbekundenbereich mit vier bis fünf
Einheiten, in dem zurzeit unsere große Stärke
liegt, ist meist der persönliche Kontakt entscheidender als der letzte Prozentpunkt im Angebot.
Dennoch möchten wir auch zunehmend größere
Flotten für uns gewinnen und unterstützen unsere Händler dahingehend mit speziellen Programmen, einer Neuausrichtung der Angebote im FullService-Bereich sowie bei den Verhandlungen mit
den Großkunden.
Was das 5 Jahre Garantie-Paket angeht, bedeutet
dies für den Endkunden wie den Gewerbekunden
eine umfassende, schnelle und effektive Betreuung innerhalb dieser fünf Jahre auch im Falle einer Panne.
Flottenmanagement: Welche Ziele haben Sie sich
mittel- und langfristig gesetzt; was wollen Sie mit
und für Mitsubishi noch erreichen?
Werner H. Frey: Bei all den Neuerungen steht für
uns in erste Linie der Kunde im Vordergrund, und
der erste Kunde ist bei uns der Händler, den wir zufriedenstellen wollen. Denn nur so können wir gewährleisten, dass auch der Endkunde zufrieden ist.
Daneben soll das Unternehmen auch profitabel
arbeiten: Wir wollen es so aufstellen, dass zuerst unsere Händler Profit machen, was auch eine
der Grundphilosophien der Emil Frey Gruppe ist.
Nicht zuletzt möchten wir auch Zuwachs in den
Verkaufszahlen generieren, dabei ist uns natür-
lich klar, dass dies nicht auf einem Level geschehen wird, wie dies noch vor ein paar Jahren der
Fall war. Daher ist es uns hier ein Anliegen, auch
gesund zu wachsen, ohne uns zu hohe Zielvorstellungen zu setzen.
Schlussendlich möchten wir das Thema „Green
Mobility“ den Menschen näherbringen. Schon in
den ersten zwei Wochen konnten wir bereits mehrere Hundert Plug-in Hybrid Outlander an Kunden
übergeben, bis zum Ende dieses Jahres sollen es
2.200 Stück sein.
Flottenrelevante Fakten
Händleranzahl: 384 Händler zzgl. 35 Filialen und 62
angeschlossene Partner (Stand: 30.04.2013)
Bedingungen für den Großkunden:
für alle neu zugelassenen Fahrzeuge aus dem Lieferprogramm der MMD Automobile GmbH (ausgenommen
Fahrzeuge mit Sonderpreis)
Folgende Kundengruppen: Rahmenvertragspartner,
Gewerbetreibende, Taxiunternehmen, Fahrschulen, Journalisten, Behörden/Kommunen, Diplomaten, karikative
Organisationen, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Reitsport
Verkaufte Einheiten in den letzten sechs Monaten:
3.476 Einheiten (Okt. 2013 bis März 2014)
Prozentuale Veränderung zum Vorjahreszeitraum:
+ 13,5 %
Garantiebedingungen: 5 Jahre Garantie-Paket (3 Jahre
Neuwagengarantie bis 100.000 km, 2 Jahre Anschlussgarantie bis 150.000 km gemäß den Bedingungen der
CarGarantie sowie 5 Jahre Mobilitätsgarantie gemäß den
Bedingungen der Allianz Global Assistance)
Inspektionsintervalle: abhängig vom Modell zwischen
15.000 und 20.000 km
Kontakt Großkundenbetreuung:
Dennis Lindroth, Tel.: 06142/9204-210,
E-Mail: [email protected]
Thorsten Jörg, Tel.: 06142/9204-633,
E-Mail: [email protected]
Michaela Laun, Tel.: 06142/9204-636,
E-Mail: [email protected]
Internet: www.mitsubishi-motors.de/fleet/
Flottenmanagement 3/2014
103
MARKTÜBERSICHT
Flottenfahrzeuge Mitsubishi (Auswahl)
Space Star 1.0 MIVEC ClearTec (Light)
Motorleistung kW/PS: 52/71
Zuladung in kg: 370
max. Kofferraumvolumen in l: 912
Durchschnittsverbr. je 100 km: 4,0 l Super
Energieeffizienzklasse: B (CO2: 92 g/km)
techn. Unterschiede zum Basismodell: automatisches Start-StoppSystem AS&G
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreise): –
businessrelevante Optionen: –
Netto-Einstiegspreis: 9.235,29 €
Restwert in Prozent*: 32,8
Lancer Sportback 1.8 DI-D+ ClearTec
Motorleistung kW/PS: 110/150
Zuladung in kg: 455
max. Kofferraumvolumen in l: 1.349
Durchschnittsverbr. je 100 km: 5,1 l Diesel
Energieeffizienzklasse: B (CO2: 137 g/km)
techn. Unterschiede zum Basismodell: –
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreise): –
businessrelevante Optionen: –
Netto-Einstiegspreis: 20.159,66 €
Restwert in Prozent*: 39,6
ASX 1.8 DI-D+ 2WD (Invite)
Motorleistung kW/PS: 110/150
Zuladung in kg: 565
max. Kofferraumvolumen in l: 1.219
Durchschnittsverbr. je 100 km: 5,4 l Diesel
Energieeffizienzklasse: C (CO2: 141 g/km)
techn. Unterschiede zum Basismodell: –
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreise): –
businessrelevante Optionen: –
Netto-Einstiegspreis: 20.747,90 €
Restwert in Prozent*: 45,2
Outlander 2.2 DI-D ClearTec 2WD
Motorleistung kW/PS: 110/150
Zuladung in kg: 515
max. Kofferraumvolumen in l: 1.681
Durchschnittsverbr. je 100 km: 4,8 l Diesel
Energieeffizienzklasse: A (CO2: 126 g/km)
techn. Unterschiede zum Basismodell: Ausstattungsvariante
Invite
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreise): Plug-in Hybrid
Outlander (33.605,04 €)
businessrelevante Optionen: –
Netto-Einstiegspreis: 24.529,41 €
Restwert in Prozent*: 43,3
Pajero 3-Türer 3.2 DI-D (Inform)
Motorleistung kW/PS: 147/200
Zuladung in kg: 485
max. Kofferraumvolumen in l: 1.119
Durchschnittsverbr. je 100 km: 7,8 l Diesel
Energieeffizienzklasse: C (CO2: 207 g/km)
techn. Unterschiede zum Basismodell: –
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreise): –
businessrelevante Optionen: –
Netto-Einstiegspreis: 26.882,35 €
Restwert in Prozent*: 41,4
L200 2.5 DI-D (Inform Klima)
Motorleistung kW/PS: 100/136
Zuladung in kg: 1.005
max. Kofferraumvolumen in l: k.A. (Pick-up)
Durchschnittsverbr. je 100 km: 7,5 l Diesel
Energieeffizienzklasse: D (CO2: 199 g/km)
techn. Unterschiede zum Basismodell: –
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreise): –
businessrelevante Optionen: –
Netto-Einstiegspreis: 20.411,76 €
Restwert in Prozent*: 39,1
* Forecast bei 36 Monaten Laufzeit und 30.000 km Laufleistung p. a., Händler-EK inkl. MwSt. bezogen aus Basislistenpreis (Stand: 5/2014), Quelle: EurotaxSchwacke
104
Flottenmanagement 3/2014
FAHRTELEGRAMM
Sportlich-praktisch
Mit dem Golf Sportsvan möchte Volkswagen das Image des
kompakten Vans ein wenig verjüngen und bringt dieses Vorhaben bereits im Namen zum Ausdruck. Dennoch ist der neueste Konzernspross mehr nützlich als drahtig.
Bei aller Nützlichkeit: Der neue
Golf Sportsvan kommt durchaus sportlicher daher als der
Vorgänger Plus. Drei Zentimeter Zuwachs in der Breite und
fast sieben Zentimeter flacher
rollt der neue Fronttriebler an
den Start und vermittelt bereits
beim ersten optischen Kontakt
einen satteren Eindruck. Innen dann der übliche
Volkswagen-Standard: Kein Klappern, kein Knarzen – die Verarbeitungsqualität entspricht dem
Markenstandard in vollem Umfang. Ebenfalls
keine Überraschungen beim Motorenprogramm.
Flottenmanagement unternahm bereits eine erste Ausfahrt mit dem zwei Liter großen TDI (150
PS); der geschmeidig laufende Common-Rail
treibt den Allrounder durchaus hurtig nach vorn,
wie man auch im Datenblatt nachlesen kann –
etwa neun Sekunden gibt das Werk dem Wolfsburger zum Erreichen von Landstraßentempo.
Luftige Platzverhältnisse vorn und hinten sowie
bequeme Stühle machen den 4,43 Meter langen
Diesel zum kommoden Cruiser. Vor allem mit dem
spontan reagierenden
Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe
(1.554 Euro netto) wird der ladefreudige Golf zum
idealen Werkzeug für weite Touren. Ab 23.823
Euro (netto) steht der Sportsvan mit dem derzeit
stärksten Diesel zur Verfügung und bietet neben
der vollen Sicherheitsausrüstung Klimaanlage und
Radio frei Haus. Ein nützliches Extra ist der 731
Euro (netto) teure Blind Spot-Sensor. Solange –
beispielsweise beim rückwärtigen Ausparken Richtung Hauptstraße – der Verkehr fließt und sich
Autos annähern, warnt die Anlage mittels Piepton.
Gegen 424 Euro (netto) gibt es ein integriertes
Navigationssystem mit großem Farbbildschirm;
darin enthalten ist auch die für Flottenkunden so
wichtige Bluetooth-Freisprechanlage. Das ist ein
fairer Kurs.
Eine gut vernetzte Sensorik ist unabdingbar bei Fahrzeugen mit vielen Assistenzsystemen (li.)
Volkswagen Golf Sportsvan 2.0 TDI
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.968
kW (PS) bei U/min:
110 (150) bei 3.500–4.000
Drehmoment bei U/min:
340 Nm bei 1.750–3.000
Getriebe:
6-Gang-Doppelkuppl.
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/122 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
9,2/210
EU-Verbrauch/Reichweite:
4,7 l/1.064 km (50 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
573/500–1.520
Typklasse HP/VK/TK:
16/18/23
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: 25%
Dieselanteil:
40%
Basispreis (netto):
25.378 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: k.A.
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Eine Stufe schicker
So mancher Autohersteller möchte auch im Westen Europas wieder kompakte Stufenheck-Limousinen etablieren. Mazda beispielsweise bietet den 3 in
genau dieser Karosserieform an. Flottenmanagement testete die
Zweiliter-Ottoversion.
Warum nicht ein Kompakter als Stufenheck-Version? Was ab der Mittelklasse schick ist, kann auch
bei einem kleinen Fahrzeug hübsch aussehen –
Mazda beweist es mit dem 3. Und die neueste Generation der Unteren Mittelklasse verwöhnt das
Auge nicht nur mit einer stylisch gezeichneten
Außenhaut, sondern ebenso mit feiner Innenarchitektur. Besonders auffällig ist der wie ein Tablet-PC auf den Armaturen angebrachte TFT-Screen
als Ausgabestelle für diverse Informationen samt
bunter Straßenkarte. Um in der kleinen Limousine ein sportliches Flair entstehen zu lassen,
spendierten die Verantwortlichen einen großen,
in der Mitte angeordneten Drehzahlmesser nach
Sportwagen-Manier; die Geschwindigkeit wird –
gut sichtbar – per Digitalanzeige mitgeteilt.
Der Testwagen war mal nicht mit einem Diesel
(eigentlich flottenüblich) ausgerüstet. Je nach
Budget, Einsatzzweck und Geschmack kann auch
ein Benziner als sinnvolle Alternative durchgehen. Zwei Liter Hubraum und kein Turbo – Mazda
verfährt noch nach dem alten Prinzip und steht
sich dabei offenbar nicht so schlecht. Mit 120 PS
ist der Fronttriebler ordentlich angezogen, wenngleich hier wenig Dynamik zu erwarten ist. Der
Vierzylinder läuft kultiviert und kann bei höherer
Tourenzahl auch kernig klingen. Ein Verbrauch
von um die fünf Liter geht in Ordnung. Downsizing
fand bei der neuen 3er-Familie ebenfalls statt,
wenn auch nicht beim Hubraum: So verringerten
die Ingenieure das Fahrzeuggewicht um bis zu
70 kg. Ab 17.638 Euro (netto) ist der Viertürer zu
haben und bietet neben Klimaanlage und Radio
auch anspruchsvolle Sicherheitsmerkmale wie ein
automatisches Notbremssystem. Das Navigationssystem hingegen erfordert einen moderaten
Zusatzpreis – ab 504 Euro (netto) ist man dabei.
Die Sensorik für die zahlreichen Assistenzsysteme steckt
hinter dem Markenlogo
Mazda3 SKYACTIV-G 120
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Otto/1.998
kW (PS) bei U/min:
88 (120) bei 6.000
Drehmoment bei U/min:
210 Nm bei 4.000
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/119 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
8,8/198
EU-Verbrauch/Reichweite:
5,1 l/1.000 km (51 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
615/419
Typklasse HP/VK/TK:
16/20/21
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
17.638 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 460,69/0,18 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 3/2014
105
FAHRTELEGRAMM
Kennzeichen V
Nach über zehn Jahren installiert Mercedes eine neue V-Klasse und spendiert dem Personentransporter alles, was selbst in hochwertigen PkwKlassen gut und teuer ist. Flottenmanagement fuhr bereits erste Testrunden mit dem Premiumvan.
Nach rund elf Jahren ist es wahrlich Zeit, ein Automodell zu erneuern. Nun passiert beim Premiumvan von Mercedes: Für die Modellbezeichnung
bemühten die Verantwortlichen die Historie und
nannten die Baureihe 447 analog zur ersten Generation wieder V-Klasse. Der praktische Alleskönner kommt im modernen Outfit daher; schneidige Scheinwerfer im Designer-Look können
aber nicht nur schick aussehen, sondern haben
es auch faustdick hinter den Abdeckgläsern. Auf
Wunsch nämlich leuchtet der Benz mit variablen
LED-Scheinwerfern inklusive blendfreiem Dauerfernlicht (1.550 Euro netto). Für erste Ausfahrten
wählten wir einen V 220 CDI mit 163 PS – keine
überbordende Power, aber genug Punch für den
schweren Komfortgleiter. Und Komfort steht hier
wirklich an erster Stelle, selbst bei hohen Autobahn-Tempi können sich sämtliche Insassen noch
in Zimmerlautstärke unterhalten.
Weder störende Windgeräusche noch die Maschinentöne des durchaus hemdsärmelig laufenden
2,1-Liters dringen in die Fahrgastzelle. Diese
zeigt sich übrigens von ihrer stylischen Seite und
verwöhnt nicht nur mit edlen, gut verarbeiteten
Materialien, sondern darüber hinaus auch mit
ansprechender Architektur.
Nutzwert hin oder her – auch
beim V thront beispielsweise der große Farbmonitor in
Gestalt eines Tablet-PC auf
dem Armaturenbrett, auf
dem nicht nur die Zielführungshinweise des Navis ausgegeben werden. Der Elektroniklotse erfordert
mindestens 500 Euro (netto) Aufpreis. Mit netto
36.900 Euro zählt der V 220 CDI nicht zu den billigsten Autos; Bluetooth-Freisprechanlage, Klima und Radio sind immerhin serienmäßig sowie
freilich die volle Sicherheitsausrüstung. Auch für
Die V-Klasse wartet mit der modernsten InnenraumGeneration sowie einer guten Verarbeitung auf
die vier „vis-à-vis“-Einzelsitze im Fond berechnet der Hersteller keinen Cent extra.
Mercedes-Benz V 220 CDI
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/2.143
kW (PS) bei U/min:
120 (163) bei 3.800
Drehmoment bei U/min:
380 Nm bei 1.400–2.400
Getriebe:
7-Gang-Automatik
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5b/149 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
10,8/195
EU-Verbrauch/Reichweite:
5,7 l/1.316 km (75 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
925/1.030
Typklasse HP/VK/TK:
21/25/23
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
36.900 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: k.A.
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Verso Universal
Der Verso passt perfekt in das Toyota-Modellprogramm. Er ist nützlich,
schlicht und bodenständig. Mit dem neuen Diesel unter der Haube wird
der Kompaktvan darüber hinaus richtig sparsam. Flottenmanagement
fuhr den 112-PS-Fronttriebler bereits.
Was ein bisschen Design so alles anrichten kann: Eigentlich ist der Verso
ja ein recht sachlich gestaltetes Auto,
aber mit der neuen Front im derzeitigen Toyota-Style bekommt der Kompaktvan einen coolen Anstrich. Und
dann ist da ja auch noch der taufrische
Dieselmotor mit 1,6 Liter Hubraum.
Klar, die 112-PS-Maschine verleiht
dem Fronttriebler nicht gerade Flügel,
punktet aber an der Tankstelle mit einem kombinierten Verbrauch von lediglich viereinhalb Litern. Außerdem erfreut der Common Rail durch
seine kultivierte Arbeitsart. Ihm steht ein leichtgängig schaltbares Sechsganggetriebe zur Seite. Zur Langstreckentauglichkeit des Verso tragen seine straffen Stühle bei – auf Wunsch reisen bis zu sieben Fahrgäste mit, wobei die dritte
Reihe wirklich nur für kurze Fahrten taugt. Dafür
bieten die ersten beiden Einheiten richtig Platz.
Den Verso für ausgiebige Deutschland-Touren
einzusetzen, ist kein Problem. Eine praktische
Ader beweist der übrigens tadellos verarbeitete
Japaner mit zahlreichen nützlichen Ablagen. So
gibt es für alle Modelle ausgeklügelte Staufächer,
106
Flottenmanagement 3/2014
darunter auch
im Bereich des
Fußraums (zweite Sitzreihe). Ein Kofferraum mit
verschiedenen Ladezonen und bis zu knapp 1.700
Liter Stauvolumen rundet dieses Kapitel ab.
Ab netto 19.789 Euro steht der Verso 1.6 D-4D zur
Verfügung und kommt mit der vollen Sicherheitsausrüstung daher, die sogar einen Knieairbag
umfasst. Wer 5.630 Euro (netto) mehr ausgibt,
bekommt den Executive-Bonus in Form von Bluetooth-Freisprechanlage, Digitalradio, Innenspiegel mit Abblendautomatik, Rückfahrkamera,
schlüssellosem Schließsystem, Tempomat und
Xenonscheinwerfern. Das Navigationsmodul mit
Online-Zugang muss dennoch dazugekauft werden für 495 Euro (netto).
Modernes Info- und Entertainment ist auch bei nutzwertorientierten Autos wie dem Toyota Verso kein Thema mehr (li.)
Toyota Verso 1.6 D-4D
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.598
kW (PS) bei U/min:
82 (112)/k.A.
Drehmoment bei U/min:
270 Nm bei 1.750–2.250
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/119 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
11,2/180
EU-Verbrauch/Reichweite:
4,5 l/1.222 km (55 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
665/178–1.698
Typklasse HP/VK/TK:
20/22/22
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: 31%
Dieselanteil:
46%
Basispreis (netto):
19.789 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 482,60/0,19 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
FAHRTELEGRAMM
Mach neu
Bei Volvo kommt Bewegung in die Erneuerungswelle. Die Schweden beginnen langsam damit, die ersten Fahrzeuge mit der neuen
Motorengeneration an die Kunden auszuliefern. Flottenmanagement nahm einen S60 D4 unter die Lupe mit Zweiliter-Diesel, vier
Zylindern, 181 PS und lediglich 97 g/km CO2-Ausstoß.
Bevor Ende des Jahres der erste komplett
neu entwickelte Volvo (XC90) der Öffentlichkeit vorgestellt wird, stimmen die Verantwortlichen die Kundschaft bereits ein
und liefern die künftigen Motoren schon
aus. Exakt 1.969 Kubikzentimeter Hubraum werden sowohl Benziner als auch
Diesel bald haben – und nur keine Sorge,
der Zweiliter kommt auch in Leistungsstufen für
PS-Freunde. Flottenmanagement hat sich der
sparsamen D4-Version angenommen – dabei
handelt es sich um eine mittlere Leistungsstufe (181 PS). Damit ist der Skandinavier bestens
ausgerüstet und für den Alltag gut gewappnet.
Der taufrische Common Rail arbeitet leise und
vibrationsfrei, ohne seine Verbrennungsart jedoch zu verleugnen. Mit 400 Newtonmetern ab
1.750 Touren zieht er außerdem satt aus dem
Drehzahlkeller heraus – so kann der große Gang
auch bei Steigungen meist eingelegt bleiben.
Dennoch zeigt sich die beim Testwagen manuelle
Sechsgang-Box von der angenehmen Seite, die
Übersetzungen rasten präzise, wenngleich nicht sonderlich knackig ein.
Ein mild abgestimmtes Fahrwerk und viel Platz
machen den S60 zusammen mit seinen bekanntermaßen weichen Sesseln zu einem veritablen
Reisewagen. Ab netto 28.361 Euro steht die Limousine bereit und bietet die volle Sicherheitsausrüstung inklusive automatisierter Notbremsvorrichtung, Klimaautomatik und Radio. Die noble Summum-Linie (5.571 Euro netto Mehrpreis)
wartet zusätzlich mit Bluetooth-Freisprechanlage, beheizten Ledersitzen und Tempomat auf.
Empfehlenswert ist das 1.806 Euro (netto) teure
Assistenzpaket mit Fußgängererkennung, Spurhaltewarner, Totwinkel-Detektor sowie Verkehrszeichen-Einblendung. Das integrierte Navigationssystem ist dagegen ein Muss – es kostet netto
Typisch Volvo: Die schwebende Mittelkonsole ist hier
noch immer State of the Art (li.)
966 Euro Aufpreis. Mit 3,7 Litern Verbrauch ist
der Volvo zudem äußerst genügsam.
Volvo S60 D4
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.969
kW (PS) bei U/min:
133 (181) bei 4.250
Drehmoment bei U/min:
400 Nm bei 1.750–2.500
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/97 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
7,4/230
EU-Verbrauch/Reichweite:
3,7 l/1.824 km (67 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
408/380
Typklasse HP/VK/TK:
14/20/23
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: 45%
Dieselanteil:
80%
Basispreis (netto):
28.361 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 639,37/0,26 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Auch wenn der Seat Leon für die Spritknauserer „Ecomotive“ heißt, fühlt er sich nicht nach Economy an, zumal er
fünf PS mehr leistet als seine Hubraumbrüder ohne das spezielle Spar-Badge. Nur an der Tankstelle gibt er den Geizer.
Flottenmanagement war mit einer entsprechenden Kombivariante unterwegs.
Die Ecomotive-Modelle sind für die besonders
sparsamen Menschen, könnte man meinen.
Stimmt aber nur bedingt, denn sparsam sind
sie nicht – jedenfalls nicht im Sinne von Verzicht. Das beginnt bereits mit der Motorleistung:
Der 1,6 Liter große TDI sattelt fünf zusätzliche
Pferdchen im Vergleich zu den konventionellen
Hubraumgenossen – und bietet im Falle der manuellen Schaltung einen Gang mehr. Auch der
Anschaffungspreis ist natürlich höher. Ab 19.773
Euro (netto) startet der Spritknauserer als Kombi, was einem Aufpreis von 1.042 Euro (netto)
entspricht. Dafür gibt es aber auch Leichtmetallräder sowie rollwiderstandsoptimierte Reifen. Außerdem verfügt der Ecomotive über einen
Kühlergrill mit verschließbaren Lamellen zwecks
besserer Aerodynamik.
Davon bekommt der Fahrer aber nichts mit, stattdessen wirkt der TDI ordentlich motorisiert und
spurtet hinreichend schnell auf Landstraßentempo, dem länger übersetzten Getriebe zum
Trotz. Das Werk beziffert den Standardsprint
mit soliden 10,6 Sekunden, das ist wahrlich kein
Sportwagen-Wert, aber geht völlig in Ordnung
angesichts der Fahrzeugkategorie. Der CommonRail-Diesel gefällt von der Tonart und trägt somit zum Komfort bei. Ebenso die straffen, aber
Ist stark und spart
kommoden Stühle
mit ausgeprägten
Langstrecken-Fähigkeiten.
Die Federung absorbiert Unebenheiten gekonnt
und blendet die
im Regelfall üblichen Folgen selbst schlaglochübersäter Straßen
wirkungsvoll aus – die Stöße erreichen die Passagiere allenfalls abgeschwächt. Geräumige Platzverhältnisse machen den Kompakten zum nützlichen Allrounder, das gilt für den ST natürlich noch
mehr. Mit einem maximalen Laderaumvolumen
Schnörkellose Architektur und vorbildliche Verarbeitung
im Seat Leon
von bis zu 1.470 Litern muss der rassig gezeichnete Spanier auch vor dem Baumarkt-Einkauf keineswegs zurückschrecken.
Seat Leon ST Ecomotive
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.598
kW (PS) bei U/min:
81 (110) bei 3.200–4.000
Drehmoment bei U/min:
250 Nm bei 1.500–3.000
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/87 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
10,6/199
EU-Verbrauch/Reichweite:
3,3 l/1.515 km (50 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
470/587–1.470
Typklasse HP/VK/TK:
19/19/23
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
19.773 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 404,65/0,16 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 3/2014
107
FAHRTELEGRAMM
Wiederseh’n macht Freude
längst für ausgeprägten Allround-Charakter spricht. Satte
Platzverhältnisse nicht nur in
der ersten Reihe qualifizieren
den Koreaner auch für fernere
Strecken als zum nächsten Supermarkt. Freilich bietet Kia der
entsprechenden Klientel einen
feinen Dieselmotor mit 1,6 Liter
Hubraum und 128 PS.
Um den neuen Kia Soul zu erkennen, muss
man schon zweimal hinsehen. Doch unter
der optisch moderat weiterentwickelten
Außenhaut steckt eine komplett neue Plattform. Flottenmanagement startete bereits
zur ersten Probefahrt mit dem ungewöhnlich
gestylten Van der Kleinwagenklasse.
Das Design einer Ikone soll man nie verändern,
denn dann wagt man den Bruch mit der Kundschaft. So dachte wohl auch Kia, als es an die Arbeit für die zweite Soul-Generation ging. So richtig einordnen kann man den Van übrigens nicht,
der vom Hersteller selbst als Crossover bezeichnet wird. Mit knapp über vier Meter Außenlänge
gehört er aber klar zum Kleinwagen-Segment,
welches aufgrund der Abmessungen inzwischen
Damit ist das rollende Designerstück bestens ausgerüstet
und auch durchaus flink unterwegs. Der Hersteller gibt das
Spurtvermögen auf 100 km/h mit 11,2 Sekunden
an, was angesichts der Kategorie keinen Grund
zur Beanstandung gibt. Darüber hinaus arbeitet das Aggregat laufruhig, aber natürlich nicht
unhörbar. So sportiv das Werk seinen LifestyleSpezialisten auch beispielsweise mit potent
aussehenden 18-Zöllern erscheinen lassen will
– so gelassen nimmt der Fronttriebler schlechte
Wegstrecken und wahrt ein Mindestmaß an Komfort. Mit 21.000 Euro (netto) ist der Soul kein
Lockangebot, bietet dafür aber auch jede Menge
Rüstzeug; Bluetooth-Freisprechanlage, automatisch abblendender Innenspiegel, schlüsselloses
Schließsystem, Sitzheizung und Tempomat sind
frei Haus – natürlich neben den Selbstverständlichkeiten wie elektrische Fensterheber und Kli-
Mit einem moderaten Facelift hat Volkswagen den
Polo fit gemacht für eine zweite Halbzeit. Während die
Außenhaut nur behutsam angefasst wurde, hat sich
unter dem Blech eine Menge getan. Flottenmanagement war mit dem Kleinwagen bereits unterwegs.
Der erste Blick auf den überarbeiteten Volkswagen Polo löst noch keinen Aha-Effekt aus. Entsprechend moderat fielen die Verbesserungen
aus – was ja eine gute Sache ist. Schließlich
möchte man der treuen und auch zahlreich vorhandenen Kundschaft nicht das Gefühl geben,
schon ein altes Auto zu fahren. Doch der Kenner
könnte bereits ein Facelift-Merkmal erkennen,
ohne überhaupt einen Blick unter das Blech geworfen zu haben: Für den Wolfsburger Kleinwagen sind inzwischen auch LED-Hauptscheinwerfer
lieferbar. Nun aber mal bitte kurz die Motorhaube
auf und hereinschauen – im Falle des Selbstzünders werkeln nämlich nicht mehr vier, sondern
drei Zylinder. Motorenkenner identifizieren den
Eine akkurate Tastenlandschaft im modifizierten Polo sowie
saubere Verarbeitung unterstreichen den Premiumcharakter
108
Flottenmanagement 3/2014
Markante Rückleuchten verleihen dem Soul Wiedererkennungswert (o.)
maanlage. Erfreulich für Vielfahrer: Der Diesel ist
sogar mit Sechsstufen-Automatik für 1.260 Euro
(netto) zu haben. Für das integrierte BildschirmNavi möchte Kia 1.084 Euro (netto) sehen.
Kia Soul 1.6 CRDi
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.582
kW (PS) bei U/min:
94 (128) bei 4.000
Drehmoment bei U/min:
260 Nm bei 1.900–2.750
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/132 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
11,2/180
EU-Verbrauch/Reichweite:
5,0 l/1.080 km (54 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
537/238–1.367
Typklasse HP/VK/TK:
17/20/21
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: 10%
Dieselanteil:
35%
Basispreis (netto):
21.000 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 506,-/0,20 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Aus vier mach drei
1,4 Liter großen Common Rail
auch anhand der spezifischen
Akustik, unkultiviert läuft er aber
nicht. Flottenmanagement war
bereits mit der 90-PS-Version unterwegs.
Der Fronttriebler zieht ordentlich durch und verwöhnt mit
230 Nm Drehmoment bereits ab
1.500 Touren. Gegen 1.218 Euro
(netto) Aufpreis übernimmt ein
siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe das Schalten; der inzwischen hinlänglich bekannte Automat wechselt die
Übersetzungen ebenso geschmeidig wie spontan.
In puncto Platzangebot und Verarbeitungsqualität hat sich nichts geändert – der Polo ist längst
ein ernst zu nehmender Allrounder, mit dem man
auch lange Strecken kommod zurücklegen kann.
Hochwertig anmutende Materialien weisen den
Polo als echten Volkswagen aus. Der 90 PS starke Diesel startet bei netto 14.957 Euro und bietet Klimaanlage, Parksensoren sowie Radio serienmäßig. Gegen 142 Euro netto können diverse
Smartphone-Apps auch auf dem Touchscreen
bedient werden – eine Navigationsfunktion erfordert zusätzliche 424 Euro plus Mehrwertsteuer.
Volkswagen Polo 1.4 TDI
Motor/Hubraum in ccm:
Dreizyl.-Diesel/1.422
kW (PS) bei U/min:
66 (90) bei 3.500
Drehmoment bei U/min:
230 Nm bei 1.500–2.500
Getriebe:
7-Gang-Doppelkuppl.
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/92 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
10,9/184
EU-Verbrauch/Reichweite:
3,5 l/1.286 km (45 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
534/280–952
Typklasse HP/VK/TK:
15/16/18
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
16.176 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 411,14/0,16 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
FAHRTELEGRAMM
Kleine Kraftkur
Das moderate Facelift hat dem sachlich daherkommenden
A8 gut getan. Die Ingolstädter Oberklasse sieht nun wieder
frisch aus für die nächsten Jahre. Flottenmanagement war
mit dem leicht erstarkten Diesel-Einsteiger unterwegs.
Es muss nicht immer der hochmotorisierte Wagen sein, um
ebenso souverän wie entspannt
an jegliche Fernziele zu gelangen. Audi macht es vor mit dem
Basisdiesel seines Flaggschiffs
A8. Der Dreiliter hat mit 258 PS
leicht zugelegt (8 PS), während
der kombinierte Verbrauch von
ehemals 6,6 auf nunmehr 5,9 Liter gesunken
ist. So etwas hört man ja gerne – und wie klingt
der Sechszylinder? Leise und mechanisch vibrationsfrei bringt das 580-Nm-Aggregat den
zwei Tonnen schweren Fünfmeter-Liner auf
Trab. Dass der standardmäßig mit AchtstufenWandlerautomat ausgerüstete Top-Audi die
100-km/h-Marke binnen 5,9 Sekunden erreicht,
merkt man ihm gar nicht an – so gedämpft geht
es in der Fahrgastzelle zu. Dass die Verantwortlichen aber dennoch die Sportlichkeit im Auge
behielten, merkt man an der straff ausgelegten
Grundausrichtung.
Viel Platz und kommode, mächtige Sitze machen den Oberklässler mit dem dynamischen
Anspruch aber
trotzdem zur guten Wahl bei der Überwindung
langer Distanzen. Ab netto 63.529 Euro ist der
große Audi zu haben und bietet fast alles Wichtige bereits serienmäßig. Ohne Navigationssystem geht es in dieser Kategorie freilich nicht – es
kostet standesgemäße 2.436 Euro (netto), bietet
aber auch umfangreiche Funktionalitäten wie
zum Beispiel eine Google-Streetview-Integration. Dank intuitivem MMI-Bedienkonzept gestalten sich die meisten Features selbsterklärend.
Ein Beispiel für Audis Innovationskraft sind die
neuartigen LED-Matrixscheinwerfer. Sie können
mittels einzelner Segmente bestimmte Bereiche
ausblenden und demnach stets mit FernlichtLeistung strahlen, ohne entgegenkommende
Verkehrsteilnehmer zu blenden.
Das feine Mattholz des Audi A8 verleiht der Oberklasse
einen edlen Touch (li.)
Audi A8 3.0 TDI
Motor/Hubraum in ccm:
Sechszyl.-Diesel/2.967
kW (PS) bei U/min:
190 (258) bei 4.000–4.250
Drehmoment bei U/min:
580 Nm bei 1.750–2.500
Getriebe:
8-Gang-Automatik
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/155 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
5,9/250
EU-Verbrauch/Reichweite:
5,9 l/1.390 km (82 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
615/490
Typklasse HP/VK/TK:
22/28/30
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
63.529 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 1.332,92/0,53 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Energi-Bündel
Ford startet in Deutschland bald mit seinem ersten PluginHybriden, dem C-MAX Energi. Flottenmanagement machte
sich bereits einen
ersten Eindruck
von dem Auto,
das in den Staaten schon herumfährt.
Einen Hybriden auf den Markt bringen? Wie langweilig – das kann und macht inzwischen jeder.
Aber bei einem Plug-in-Hybriden schauen die
Leute noch hin, das verschafft einer Marke Aufmerksamkeit. Ford hat den C-MAX bereits hybridisiert – nur fährt das auf den Namen „Energi“
hörende Modell hierzulande noch nicht herum,
wird aber im Herbst auf den Markt kommen. So
lange müssen potenzielle Käufer noch warten,
dann werden auch endgültige EU-Verbrauchswerte bekannt gegeben. So viel kann man aber
schon sagen: Bei vollständig geladenem Akku
kommt der innovative Ford 33 Kilometer weit.
Gut für Kunden mit Lademöglichkeit zu Hause und auf der Arbeit. Mit einer Systemleistung
von 197 PS klingt der C-MAX nicht gerade nach
einer lahmen Ente. Wir haben bereits eine Runde gedreht. Zunächst einmal fährt der Energi wie
ein typisches Fahrzeug mit CVT; bei voller Last
dreht der zwei Liter große Benziner Richtung
Begrenzer und verharrt dort – es geht durchaus
kräftig nach vorn. Wenn der Akku für den rein
elektrischen Betrieb zu schwach ist, fährt der
Fronttriebler hybridisch. In diesem Modus kann
er durchaus lautlos anfahren und auch boosten,
das ist ja Sinn der Sache. Verschiedene Rekuperationsstufen entscheiden darüber, wie stark der
Van bei Gaswegnahme bremst. Ansonsten gibt
sich der C-MAX mit den zwei Herzen wie die konventionelle Version. Reichlich Raum und straffe,
aber kommode Stühle machen ihn zum angenehmen und auch gut verarbeiteten Reisebegleiter.
Wer zügig weite Wege zurücklegt, wird an der
Tankstelle einen Zuschlag bezahlen müssen –
das ist ja klar. Dennoch ist der C-MAX Energi ein
spannendes Fahrzeug – ob man damit Kraftstoff
sparen kann, hängt freilich stark vom individuellen Nutzerprofil ab.
Den C-MAX Plug-in-Hybriden erkennt man lediglich am
Modellschriftzug
Ford C-MAX Energi
Motor/Hubraum:
Vierzyl.-Otto/2,0
E-Motor kW (PS):
88 (120)
Systemleistung kW (PS):
145 (197)
Drehmoment:
k.A.
stufenlos
Getriebe:
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: k.A.
0–100 in sek/V-max. in km/h:
k.A./k.A.
k.A./33 km (elektr.)
EU-Verbrauch/Reichweite:
Zuladung kg/Ladevolumen l:
k.A.
Typklasse HP/VK/TK:
k.A
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: –
Dieselanteil:
–
Basispreis (netto):
k.A.
Betriebskosten pro Monat/km**: k.A.
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 3/2014
109
FAHRTELEGRAMM
Der Škoda Superb präsentiert sich nach rund fünf Jahren Bauzeit
mit moderat aufgefrischter Optik und setzt vor allem Akzente durch markante LED-Schlusslichter. Unter dem Blech blieb es
weitgehend bei der bewährten Technik. Flottenmanagement fuhr
den 140-PS-TDI mit Doppelkupplungsgetriebe.
Luxus, aber günstig
Dezenter Luxus von Škoda heißt: Superb. Keine
Limousine lässt sich hinten günstiger genießen
als der große Tscheche – üppiger Raum zwischen
Sitzbank und Vordersitzlehne simuliert recht erfolgreich Oberklasse-Langversion zum schlanken
Mindestpreis von netto 20.411 Euro. Der Testwagen mit sparsamem 140-PS-Selbstzünder samt
Doppelkupplungsgetriebe schlägt mit immer
noch wohlfeilen 24.781 Euro (netto) zu Buche;
es bleiben nur wenige Wünsche offen – das volle
Sicherheitspaket, Klima und Radio sind freilich
an Bord. Wer nach Höherem strebt, muss selbstredend etwas mehr Geld in die Hand nehmen und
zu einer der luxuriösen Ausstattungslinien greifen (ab 1.680 Euro netto Aufpreis). Dann gibt es
neben Klimaautomatik und Regensensor auch
den berühmten Schirm in der Fondtür. Ein Muss
ist natürlich das integrierte Navigationssystem
ab 504 Euro netto.
Wie ist es um den Antriebskomfort bestellt? Dass
die bekannten Common-Rail-Diesel aus dem
Konzernregal hervorragende Arbeit leisten, ist
inzwischen bekannt. Der Punch reicht für den
Alltag locker aus, wenngleich der Basis-Zweiliter
kein Autobahnjäger ist. Das spontan agieren-
de Automatikgetriebe mit
sechs Übersetzungen verrichtet seine Arbeit weitgehend geschmeidig wie
ruckfrei und passt gut zum
Langstrecken-Charakter
des Superb. Hinzu kommen
ausladende Stühle, die ihre
Passagiere gutmütig aufnehmen: Hier kann man
locker ein paar Stunden verweilen und gleichzeitig entspannen. Gut verarbeitete Materialien und
Dekors je nach Gusto in Holz-, Klavierlack- oder
Metalloptik bieten etwas fürs Auge. Ausgezeichnet ablesbare Instrumente sowie eine aufgeräum-
Die Kniefreiheit im Superb toppen selbst Oberklassen
nicht
te Schalterlandschaft unterstützen den praktischen Umgang mit dem stattlichen Fronttriebler.
Škoda Superb 2.0 TDI
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.968
kW (PS) bei U/min:
103 (140) bei 4.200
Drehmomen bei U/min:
320 Nm bei 1.750–2.500
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/135 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
10,1/212
EU-Verbrauch/Reichweite:
5,2 l/1.154 km (60 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
563/565–1.700
Typklasse HP/VK/TK:
18/22/25
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: 53%
Dieselanteil:
91%
Basispreis (netto):
23.773 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 647,66/0,26 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Design-Lehre
Der Nissan Juke punktet auch nach mehreren Jahren im Markt noch
immer mit seinem Hingucker-Faktor. Flottenmanagement nahm
sich der Dieselversion mit 110 PS an. Das kleine SUV erweist sich
als wahres Multifunktionstalent.
Das SUV-Segment boomt unverändert
und stemmt sich mit aller Macht gegen den Ruf, die Umwelt besonders
stark zu verpesten. Davon ist der
Nissan Juke wahrlich weit entfernt.
Denn erstens handelt es sich um einen
Kleinwagen (unter 4,14 Meter Außenlänge), und zweitens tritt der auffällig gezeichnete Japaner hier in der
sparsamen Selbstzünderversion an:
Angesichts 4,2 Liter Durchschnittsverbrauch je
100 Kilometer verstummen sogar die Kritiker
mit grüner Gesinnung. Dabei kann von Magerkost keine Rede sein – es gibt 110 PS auf die Vorderräder, was für angemessenen Vortrieb sorgt.
Rund elf Sekunden benötigt der 1,4-Tonner
für den Sprint auf Landstraßen-Tempo, genug
Punch für ein Fahrzeug, das letzten Endes eben
doch auf Nutzwert und Ökonomie ausgerichtet
ist – emotionales Design hin oder her.
Der 1,5 Liter große Vierzylinder ist ein durchaus
kultivierter Geselle mit ansehnlicher Zugkraft
aus dem Drehzahlkeller heraus. Er zerrt mit 260
Nm ab 1.750 Touren und erlaubt eine schaltfaule
110
Flottenmanagement 3/2014
Fahrweise. Dank
der
Mischung
aus annehmbaren Platzverhältnissen (selbst in
der zweiten Reihe) sowie ordentlichen Sitzen
wird aus dem City Cruiser ein ernst zu nehmender
Allrounder mit Qualitäten auf der weiten Strecke.
Auch die Federung geht als angenehm durch und
eliminiert gar aggressive Querfugen. Ab 15.957
Euro netto beginnt der Juke dCi. Immer an Bord
anzutreffen sind neben der vollen Sicherheitsausrüstung Klimaanlage, Leichtmetallräder sowie
Radio inklusive AUX-Schnittstelle. Ein Navigationssystem mit Farbkarte inklusive Rückfahrkamera und USB-Schnittstelle ist erst ab der höheren Ausstattungslinie „Acenta“ lieferbar und mit
630 Euro netto moderat eingepreist. Sonderlacke
erfordern zusätzliche 403 Euro (netto).
Trotz vieler Knöpfchen lässt sich der Juke intuitiv bedienen (li.)
Nissan Juke 1.5 dCi
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.461
kW (PS) bei U/min:
81 (110) bei 4.000
Drehmoment bei U/min:
260 Nm bei 1.750
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/109 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
11,2/175
EU-Verbrauch/Reichweite:
4,2 l/1.095 km (46 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
436/251–830
Typklasse HP/VK/TK:
16/21/20
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: 0%
Dieselanteil:
38%
Basispreis (netto):
15.957 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 440,42/0,18 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
FAHRTELEGRAMM
Passat mal anders
Der VW Passat Alltrack erfreut Offroad- und Trekkingfans mit seiner
robusten Optik samt Schwellerverkleidungen sowie Unterfahrschutz-Elementen. Und am Ende
ist er auch noch ein waschechter
Passat. Flottenmanagement fuhr
die 140-PS-Dieselversion.
Volkswagen, da weiß man, was man hat. Kennen Sie noch den alten Werbeslogan? Passat, da
weiß man, was man hat – dieser Spruch würde
auch gut passen angesichts der vielen Volkswagen-Mittelklässler, die sich auf unseren Straßen tummeln. Und wer dieses vertraute Modell
fahren, auf ein bisschen Geländefähigkeit aber
nicht verzichten möchte, sollte unbedingt zum
Alltrack greifen. Permanenter Allradantrieb
und ein Unterfahrschutz lassen ihn noch voranschreiten, wenn konventionelle Pkw bereits feststecken. Auf asphaltierter Straße fährt sich der
Passat Alltrack wie ein konventioneller Passat,
das ist das Schöne an der Sache. Wir waren mit
der 140-PS-Dieselversion unterwegs, die für alltägliche Dinge voll und ganz reicht. Damit ist der
Alleskönner hinreichend agil und ebenso sparsam. Der Testwagen rollte mit mechanischem
Sechsgang-Getriebe an und verströmte jene
Präzision, die einen Volkswagen auszeichnet. Man legt gerne Hand an den ergonomisch günstig gestalteten
Hebel – es muss nicht immer Automatik sein.
Dank 320 Nm Drehmoment ab niedrigen 1.750
Touren zieht der Kombi vom Start weg sauber
durch und bringt seine Kraft schlupffrei auf die
Straße. Viel Platz innen und bequeme Stühle machen den VW außerdem zum Langstreckenläufer.
Während viele „Geländewagen“ auch als Frontoder Hecktriebler zu haben sind, lässt Volkswagen bei seinem Passat Alltrack grundsätzlich alle
vier Räder bewegen. Ab netto 31.218 Euro ist der
Allrounder zu haben und kommt stets mit Dingen
wie Klimaautomatik, Müdigkeitserkennung und
Radio daher. Flottenkunden sollten zu einem der
Business-Pakete greifen – so bekommt man für
1.327 Euro netto beispielsweise Navigationssystem, Sitzheizung und Tempomat.
Solide Materialien und logische Bedienung erfreuen
beim Passat Alltrack (li.)
Volkswagen Passat Alltrack 2.0 TDI
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.968
kW (PS) bei U/min:
103 (140) bei 4.200
Drehmoment bei U/min:
320 Nm bei 1.750–2.500
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/149 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
10,3/198
EU-Verbrauch/Reichweite:
5,7 l/1.228 km (70 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
649/588–1.716
Typklasse HP/VK/TK:
k.A.
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
31.218 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 676,48/0,27 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Designer-Kasten
Der neue Ford Transit besticht neben besserer Raumnutzung
auch mit schickem Design, was bei den automobilen Arbeitstieren offenbar immer wichtiger wird. Flottenmanagement
war mit dem neuen Kastenwagen schon unterwegs.
Auch Fliesenleger oder Klempner wollen offenbar
nicht mehr nur irgendein Nutzfahrzeug kaufen.
Dass die Autohersteller die Interessenten immer
mehr auch über das Design anzulocken versuchen,
macht ein kurzer Check der aktuellen ModellLandschaft in diesem Segment klar. Kein Wunder
also, dass der nach rund sieben Jahren erneuerte
Ford Transit tatsächlich auch ein Blickfänger ist.
Vor allem die wie Augenbrauen hochgezogenen
Scheinwerfer sorgen im Straßenverkehr für Aufmerksamkeit. Das Grundlayout der Karosse ist
dann aber doch eher auf Nutzwert ausgerichtet,
so soll es schließlich auch sein. Wie schön, dass
der Hersteller den Raum jetzt noch besser ausnutzt und somit erlaubt, bei gleicher Abmessung
mehr Ladegut unterzubringen.
Wir waren mit der neuen Transit-Generation bereits unterwegs; wer übrigens „Transit“ bestellt,
also ohne Namenszusatz, bekommt ab sofort
ausschließlich die große Baureihe. Die kleineren
Ausführungen tragen jetzt Zusatzbezeichnungen
wie „Connect“ oder „Custom“. Innen wirkt der
ausladende Transporter mit dem markanten Kühlergrill recht funktional – keine Spur von futuris-
tischen Anflügen
also. Unter der Motorhaube erst recht
nicht – hier werkelt
noch immer der
klassische Diesel mit Common-Rail-Einspritzung.
Die Qual der Wahl beschränkt sich antriebsseitig
zumindest auf drei Leistungsstufen zwischen 100
und 155 PS. Eine Ausfahrt mit der wohl meistgefragten 125-PS-Version bescheinigt dem 2,2 Liter
großen Vierzylinder angemessenen Durchzug sowie einen kultivierten Lauf. Bei den Karosserie-
Im Gegensatz zur Front wirkt die Heckansicht des neuen
Transit recht sachlich
und Gewichtsvarianten wird das mit der Auswahl
nicht ganz so einfach und erfordert ein intensives
Studium der Preisliste. Die Basis mit 125 PS startet jedenfalls bei 28.650 Euro netto.
Ford Transit Kasten 2.2 TDCi
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/2.198
kW (PS) bei U/min:
92 (125) bei 3.500
Drehmoment bei U/min:
350 Nm bei 1.450–2.000
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/169 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
k.A./k.A.
EU-Verbrauch/Reichweite:
6,4 l/1.250 km (80 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
1.453/k.A.
Typklasse HP/VK/TK:
k.A.
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: –
Dieselanteil:
100%
Basispreis (netto):
28.650 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 560,80/0,22 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 3/2014
111
FAHRTELEGRAMM
Ewiger Klassiker
Die G-Klasse beeindruckt immer wieder mit
ihrem modernen Innenraum als Kontrastprogramm zur klassischen Außenhaut
Die Mercedes G-Klasse ist ein kultiger Klassiker, aber auch pragmatisch. Wer schwere
Anhänger ziehen oder durch schlammige Wiesen krauchen will, ist hier goldrichtig.
Auf der Flaniermeile ist der G aber ebenso angesehen wie manche Luxuskarosse.
Flottenmanagement fuhr den einzigen Diesel in der Palette.
Immer wenn mal Gerüchte von einem möglichen
Ende der G-Klasse aufkommen, bestätigt Mercedes prompt: Er wird weitergebaut. Gut so, denn
der Kultwagen würde irgendwie fehlen in der Modell-Landschaft. Immer wieder erstaunt der Kontrast zwischen Außenhaut und Interieur – während
der kantige Geländegänger optisch immer nur
moderat verändert wurde, findet man innen inzwischen die letzte Interieur-Generation der Marke. Das geht sogar bis zum stylisch aufgesetzten
TFT-Monitor, der an einen Tablet-PC erinnert und
auch auf dem Armaturenbrett der C-Klasse thront
in gleicher Machart. Auch beim Antriebsstrang
gehen die Stuttgarter freilich keine Kompromisse
ein und spendieren dem seit 1979 gebauten Urgestein modernste Komponenten.
Wenn „G 350 BlueTEC“ auf der Hecktür steht,
werkelt unter der Haube der moderne DreiliterV6-Diesel zusammen mit der Siebengang-Wandlerautomatik. Beim G müssen allerdings 211 statt
252 PS reichen – das tun sie auch. Wer will mit
dem kantigen Lifestyle-Tourer schon Gummi auf
den Asphalt brennen? Und dennoch legt er sich
ordentlich ins Zeug, nur 9,1 Sekunden soll er für
den Standardsprint auf 100 km/h benötigen.
Dafür liegt die Höchstgeschwindigkeit – herrlich
anachronistisch – bei 175 km/h. Drei mechani-
sche Sperren, aber auch neueste Assistenzsysteme machen den 4x4 zum alles
überwindenden Ungetüm im Gelände,
ob man diese Fähigkeit nutzen mag oder
nicht. Aktiver Tempomat und Totwinkelwarner wirken in diesem Benz fast fehl
am Platz, aber schön, dass es sie gibt.
Ein gut gepolstertes Bankkonto kann
nicht schaden – der Selbstzünder startet bei netto
73.165 Euro. Immerhin: Der schicke Monitor samt
Navigation ist schon im Preis inbegriffen.
Mercedes-Benz G 350 BlueTEC
Motor/Hubraum in ccm:
Sechszyl.-Diesel/2.987
kW (PS) bei U/min:
155 (211) bei 3.400
Drehmoment bei U/min:
540 Nm bei 1.600–2.400
Getriebe:
7-Gang-Automatik
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/295 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
9,1/175
EU-Verbrauch/Reichweite:
11,2 l/857 km (96 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
630/480–2.250
Typklasse HP/VK/TK:
24/26/25
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
50%
Basispreis (netto):
73.165 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 1.800,70/0,72 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Raum-Schiff
Der Citroën Grand Picasso ist bestens gewappnet für große Familientouren oder Freizeitaktivitäten mit mehreren Personen und natürlich auch
für Betriebsausflüge. Platz in Hülle und Fülle macht den schick gezeichneten Raumgleiter attraktiv, der sparsame, aber dennoch kräftige Diesel
mit 116 PS macht ihn wirtschaftlich.
Citroën macht einen feinen Unterschied zwischen Picasso und Grand Picasso, auch äußerlich. Autokenner identifizieren die Variante mit
fünfeinhalb Zentimeter mehr Radstand schlicht
an den abweichenden Rückleuchten. Je nach
Option erstrahlen die Einheiten in einer bereits
aus weiter Entfernung erkennbaren 3D-Formation. Doch jetzt geht‘s ans Eingemachte: Hinten
reisen bereitet in diesem Kompaktvan richtig
Spaß – wirklich kompakt ist er ja mit 4,58 Meter
Außenlänge fast schon nicht mehr. Mangelnde
Bein- oder Schulterfreiheit im Fond? Von wegen, hier können sich selbst überdurchschnittlich groß gewachsene Menschen problemlos
auch mal räkeln. Die Sitze selbst sind komfortabel und spielen bei der weiten Ausfahrt ebenso
mit. Doch welchen Motor nehmen? Wem Wirtschaftlichkeit wichtiger ist als Powerplay, könnte zum 116 PS starken Basisdiesel greifen.
Damit gewinnt man keine Ampelsprints, aber der
Vortrieb geht in Ordnung. Das Werk nennt 13,9
Sekunden für die Standarddisziplin 0 bis 100
km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 189
112
Flottenmanagement 3/2014
Sachen. Entscheidend ist jedoch, dass der Selbstzünder
durch seinen kultivierten
Lauf hervorsticht und das
allgemeine Geräuschniveau damit im Keller hält.
Auch bei schnelleren Runden bleibt es bei einer
angenehmen Atmosphäre, da auch vom Wind
wenig zu hören ist. Die Anschaffungskosten des
Dieseleinsteigers belaufen sich auf 21.000 Euro
zuzüglich Mehrwertsteuer. Immer an Bord sind
neben der vollständigen Sicherheitsausrüstung
Bluetooth-Freisprechanlage, Klima und Tempo-
Jede Menge Infotainment inklusive großer Displays ist
beim C4 Picasso an der Tagesordnung
mat. Ach ja, der große Touchscreen, mit dem die
meisten Features angesteuert werden, fehlt natürlich ebenfalls nicht. Das mit 411 Euro netto
fraglos günstige Navigationsmodul ist aber leider
erst für höhere Versionen lieferbar.
Citroën Grand C4 Picasso e-HDI 115
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.560
kW (PS) bei U/min:
85 (116) bei 3.600
Drehmoment bei U/min:
270 Nm bei 1.750
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/105 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
13,9/189
EU-Verbrauch/Reichweite:
4,0 l/1.375 km (55 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
615/645
Typklasse HP/VK/TK:
15/21/21
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: 14%
Dieselanteil:
79%
Basispreis (netto):
21.000 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 444,48/0,18 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
FAHRBERICHT
Absolut Jeep
Mit dem Grand Cherokee bietet Jeep einen äußerst komfortablen Geländegänger zum fairen Tarif. Flottenmanagement war mit dem Sechszylinder-Diesel
unterwegs und befand den flauschigen Alleskönner für uneingeschränkt
empfehlenswert.
Was tun, wenn man ein komfortables Auto mit
viel Platz, großer Anhängelast und vielleicht
auch noch Allradantrieb haben möchte – aber so
gar nicht auf die Mainstream-Offerten setzt? Andererseits soll das Fahrzeug aber auch nicht zu
exotisch sein, und das Werkstattnetz sollte über
eine gewisse Grunddichte verfügen. Der Jeep
Grand Cherokee könnte dieses Problem lösen.
Ab 44.873 Euro (netto) übergibt der Händler den
Schlüssel einer „Limited“-Version. Die kommt
mit der stärkeren Ausbaustufe des Dreiliter-V6Diesels (250 PS) daher und bietet alles Erdenkliche frei Haus, was dem Autofahrer ein süßes
Leben beschert. Bluetooth-Freisprechanlage,
Digitalradio, elektrische Heckklappe, Rückfahrkamera, beheizte und elektrisch verstellbare Ledersitze, Tempomat und Xenonlicht sind immer
dabei – kein Grand Cherokee verlässt die Werkstore also mager ausgerüstet. Und die 1.008 Euro
netto extra für ein Navigationssystem sind zu
verschmerzen.
Dabei ist der füllige und seidenweich laufende Selbstzünder unter der Motorhaube fast das
schönste Merkmal. Der 570-Nm-Brocken harmoniert perfekt mit der obligatorischen Achtstufenautomatik. Bei Richtgeschwindigkeit
schippert man mit kaum 2.000 Touren dahin,
genießt die kommode Fortbewegung und bleibt
verschont von überbordenden Tankrechnungen.
Auf hohe Drehzahlen kann der große Cherokee
verzichten und bleibt auch beim Überholvorgang
gerne im großen Gang. Wenn es den Fahrer dann
doch einmal packt, kann er das Getriebe per entsprechendem Gaspedalbefehl aber rasch zurückschalten lassen. Der schwere Ami kann auch wild
und spurtet auf Wunsch binnen 8,2 Sekunden
auf Landstraßentempo – doch so richtig aufgeregt geht selbst eine solche Kick-down-Aktion
nicht vonstatten. Gedämpft wummernd dreht
der Dreiliter dem Ende der Tourenskala entgegen
und erledigt sämtliche Anforderungen mit einer
erstaunlichen Souveränität. Auch das Fahrwerk
spielt mit und bereitet keine Kopfschmerzen bei
zügig gefahrenen Autobahnkurven. Andererseits
schluckt es Unebenheiten, als sei ganz Europa
mit gerade freigegebenen Straßen überzogen.
Komfort ist eine der großen Domänen dieses
Jeeps, das Kapitel endet keineswegs mit der
Dämpfereinheit. Himmlisch weiche Sitze betten
den Passagier wie auf Watte und lassen ihn sogar
nach vielen Hundert Kilometern noch mit einem
Lächeln aussteigen. Hinzu kommt die geräumige Zelle mit viel Bein- und Schulterfreiheit sowohl vorn als auch in der zweiten Reihe. Das seit
dem Facelift erneuerte Bedienkonzept schlägt
eine Brücke zwischen Elektronik-Fans mit Spaß
an möglichst viel Displayfläche und jenen, die
eine Funktion gerne möglichst unkompliziert
ansteuern. Jedenfalls wurde die BordcomputerBedienung inzwischen deutlich vereinfacht, und
auch für die Konnektivitätsfeatures braucht man
wahrlich keinen Lehrgang. Die große TFT-Anzeige im Zentralinstrument dient als hilfreiche
Multifunktionsausgabe und informiert über die
Gute Verarbeitung und viel Infotainment kennzeichnen
das Interieur des großen Cherokee (li.o.)
Der wuchtige Grand Cherokee ist trotz seiner Abmessungen eine dezente Erscheinung (li.u.)
Das Heckabteil ist bei Geländewagen einer der wichtigsten Punkte (o.)
Lotsenführung der Navigation ebenso wie den
Verschränkungszustand der Achsen. Dass die
klassischen Rundinstrumente der ersten Serie
nun wegfallen, kann man verschmerzen. Zumal
die coole LED-Signatur (Tagfahrleuchten) den
Verlust mehr als wettmacht.
Jeep Grand Cherokee CRD
Motor/Hubraum in ccm:
Sechszyl.-Diesel/2.987
kW (PS) bei U/min:
184 (250) bei 4.000
Drehmoment bei U/min:
570 Nm bei 2.000
Getriebe:
8-Gang-Automatik
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/198 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
8,2/202
EU-Verbrauch/Reichweite:
7,5 l/1.247 km (94 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
546/782–1.554
Typklasse HP/VK/TK:
24/26/24
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: 35%
Dieselanteil:
90%
Basispreis (netto):
44.873 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: k.A.
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 3/2014
113
TEST
2
Kompaktklasse-Kombis gehören zu
den wichtigsten Segmenten im gewerblichen Markt. Immer wenn ein
neues Modell dieser Kategorie die
Bühne betritt, schauen die Flottenbetreiber genau hin. Wir von Flottenmanagement haben es auch getan
und den neuen Peugeot 308 SW auf
Herz und Nieren getestet.
3
4
Lade-Löwe
1
D
ie moderne Kompaktklasse bietet alles, was
ein Langstreckenfahrer so braucht: viel
Platz, aber andererseits auch citytaugliche
Abmessungen. Viel Komfort, aber auch einen
bezahlbaren Preis. Und natürlich Sicherheitsfeatures, die noch wenige Jahre zuvor dem automobilen Oberhaus vorbehalten waren. Der Peugeot
308 SW gehört zu den neuesten Vertretern seiner
Art und hat sich neben dem Thema Nützlichkeit –
das merkt man schon nach wenigen Metern – der
kommoden Fortbewegung verschrieben. Doch
der Reihe nach. Zunächst muss der Interessent
für den SW wissen: Wer 966 Euro (netto) Aufpreis
für den Kombi bezahlt, bekommt nicht einfach
nur ein anders gestaltetes Heckabteil – nein, der
schicke Laster kann mit einem deutlich längeren
Radstand (plus 11 Zentimeter) aufwarten. Das ist
nicht zuletzt der Grund, warum der Franzose mit
einem beeindruckenden Ladevolumen glänzt. Bei
umgeklappter Rückbank nämlich fasst das Heckabteil nahezu 1.700 Liter Gepäck, das schafft
manche Mittelklasse nicht.
Nun ist der Fronttriebler mit 4,59 Längenmeter auch durchaus stattlich, aber immer noch
handlich genug, um selbst in urbanen Gefilden zu punkten. In diesem Zusammenhang fällt
die Servolenkung auf. So lässt sich der Untere
Mittelklässler dank hoher Unterstützung kinderleicht durch sämtliche Gassen manövrieren,
vermittelt auf der windungsreichen Landstraße
114
Flottenmanagement 3/2014
aber dennoch reichlich Fahrbahnkontakt. Den
Ingenieuren gelang es längst, die spritsparenden elektrischen Lösungen so weit zu kultivieren,
dass sie den alten hydraulischen Vorrichtungen
in der Präzision nicht nur ebenbürtig, sondern
sogar überlegen sind. Beim 308 SW stehen die
Zeichen ganz auf Fahrkomfort. Diesen Eindruck
unterstützt nicht nur der Volant, auch Fahrwerk
und Schaltung arbeiten derart geschmeidig, dass
man sich stets eine oder gar zwei Kategorien höher wähnt.
Der hier als 2.0 HDI angetretene 308 rollt mit
äußerster Sanftheit über schlechte Straßen; dabei bügelt er nicht nur Autobahnverwerfungen
gekonnt weg, mit denen die meisten Fahrzeuge
ohnehin besser klarkommen, sondern entschärft
auch harte Querfugen mit großer Akribie. Zusammen mit den leisen Fahrgeräuschen avanciert der
Gepäckmeister zu einem feinen Reisewagen. Bequeme Sitze samt ausgewogenen Polstern laden
zu ausgiebigen Touren ein. Schließlich gilt: Zu
weiche Oberflächen lassen ermüden und bieten
wenig Kontur, während zu harte Sitze schlicht
unangenehm anmuten. Die Peugeot-Verantwortlichen treffen es punktgenau und spendieren gegen 1.932 Euro (netto) sogar eine entspannende
Massagefunktion zusammen mit Leder, Sitzheizung sowie elektrischer Verstellung. Raum in
Hülle und Fülle krönt dieses Kapitel. Nicht nur
den Koffern wird standesgemäßer Platz eingeräumt, auch die Fahrgäste können nicht klagen.
In der ersten Reihe muss man sich sowieso keine
Sorgen machen, und der Fond ist eine Offenbarung mit viel Knie- und Schulterfreiheit selbst für
Personen jenseits der 1,80 Meter Körperlänge.
Und zu einem waschechten Langstreckenfahrzeug gehört freilich der richtige Motor. Mit dem
modernisierten, zwei Liter großen CommonRail-Diesel, der dank AdBlue-Lösung problemlos
Euro 6 schafft, bieten die Franzosen ein adäquates Triebwerk für den universalen Einsatz. Der
Vierzylinder geizt mit Verbrauch und ist kräftig
im Durchzug. Ordentliche 370 Nm Drehmoment
garantieren schaltfaules Fahren, obwohl der
gut in der Hand liegende Hebel sämig einrastet – nicht aber zum sportlichen Wetzen anregt.
TEST
Peugeot 308 SW BlueHDI 150
5
1. Der große Bildschirm ist gleichzeitig die Kommandozentrale im 308
5. Mit 4,59 Längenmetern erreicht der Kompakte
Gardemaß
2. Das riesige Panoramaglasdach sorgt auch an trüben
Tagen für einen hellen Innenraum
6. Einprägsame Tagfahrlichter steigern die Sicherheit
und erfreuen das Auge
3. Markante Rückleuchten verleihen dem Franzosen
Wiedererkennungswert
7. Luxus wie in der Oberklasse – auf Wunsch gibt es
Massagesitze für den kompakten Peugeot
4. Das riesige Gepäckabteil mit fast 1.700 Liter Stauvolumen begeistert in diesem Segment
Sanftes Cruisen ist die Stärke des BlueHDI, der
auf Gaspedalbefehl dennoch hurtig lossprinten
kann. Wenn er die Muskeln spielen lassen soll,
steht die Tachonadel binnen 8,9 Sekunden auf
der 100-km/h-Marke, das ist selbst heute noch
sportlich. Dabei läuft der Selbstzünder kultiviert; im normalen Fahrbetrieb gibt er kaum
Aufschluss über sein Arbeitsverfahren, da muss
man schon genau hinhören bei ausgeschalteter
Lüftung. Lediglich Richtung Höchstdrehzahl
verschärft sich der Ton naturgemäß, doch auch
dann wird das 150-PS-Aggregat keineswegs
barsch. Zudem glänzt der HDI mit günstigen Verbrauchswerten und kann auf der schnellen Piste
locker mit unter fünf Litern je 100 Kilometer bewegt werden.
Ein bisschen Revolution steckt im Inneren des
308 – das bezieht sich vor allem auf Architektur
und Bedienkonzept: So reduzierten die Gestalter
den Knopfsalat im Bereich der Armaturen auf ein
Minimum und setzen nun auf den fast zehn Zoll
großen Multifunktions-Touchscreen. Dessen Menüs lassen sich in der Tat hervorragend erschließen, allerdings muss der Kunde in Kauf nehmen,
auch für alltägliche Dinge wie das Justieren der
Klimaautomatik durch die Register zu zappen.
Technikfans werden garantiert ihre helle Freude
daran finden. Zwei gut ablesbare Analoganzeigen für Drehzahl und Geschwindigkeit sorgen
dann doch für ein Quäntchen Konventionalität
im Peugeot. Der überzeugt übrigens auf voller
Linie mit solider Verarbeitungsqualität. Sowohl
Haptik als auch Optik können sich sehen lassen
und müssen sich auch vor dem hiesigen Wettbewerb keinesfalls verstecken.
Ab netto 21.764 Euro ist der 308 SW mit dem 150
PS starken Diesel zu haben – wer in den Genuss
der sechsstufigen Wandlerautomatik kommen
will, muss 2.815 Euro (netto) mehr bezahlen.
6
Motor
Hubraum in ccm
kW (PS) bei U/min
Nm bei U/min
Abgasnorm
Antrieb/Getriebe
Höchstgeschw. km/h
Beschleunigung 0–100/h
EU-Verbrauch
EU-Reichweite
Testverbrauch
CO2-Ausstoß
Effizienzklasse
Tankinhalt
Zuladung
Laderaumvolumen
Vierzylinder-Diesel
1.997
110 (150) bei 4.000
370 bei 2.000
Euro 6
6-Gang-Schaltung
215
8,9
3,8 l auf 100 km
1.396 km
5,6 l auf 100 km
99 g/km
A+
53 l
420 kg
610–1.660 l
Kosten
Steuer pro Jahr
Typklassen HP/VK/TK
190 Euro
18/21/20
Garantie
Fahrzeug
Lack
Rost
2 Jahre
3 Jahre
12 Jahre
Sicherheit/Komfort
Kopf- und Seiten-Airbags
Klimaautomatik
Radioanlage mit CD
Tempomat
Parksensor
Sonderlacke
Panorama-Glasdach
Digitaler Radioempfang
Aktiver Tempomat
Regensensor
Soundsystem
Totwinkelwarner
Serie
Serie
Serie
Serie
Serie
ab 109 Euro
378 Euro
151 Euro
378 Euro (nur bei Allure)
Serie
420 Euro (nur bei Allure)
336 Euro (nur bei Allure)
Kommunikation
Bluetooth-Freisprechanlage Serie
Bildschirm-Navigation
966 Euro
Basispreis netto
Peugeot 308 SW
BlueHDI 150
7
Denn den Automaten gibt es ausschließlich in
der edleren Allure-Version. Dann kommen zu den
Selbstverständlichkeiten wie Bluetooth-Freisprechanlage, Klima, Radio, der vollen Sicherheitsausrüstung sowie Tempomat auch noch LEDVollscheinwerfer und Navigationssystem hinzu.
Wer noch Budget hat, kann dieses selbstverständlich unterbringen. Das mit 378 Euro (netto)
überaus fair eingepreiste Sicherheitspaket beispielsweise beinhaltet ein automatisches Bremssystem samt Kollisionswarner und einen aktiven
Tempomat. Weitere 294 Euro (netto) bescheren
ein schlüsselloses Schließsystem. Zusätzliche
Assistenten tauchen in Form von Einparkautomatik und Totwinkelwarner auf – heute kaum noch
wegzudenken selbst aus den unteren Segmenten:
Kostenpunkt 336 Euro (netto). Dann sollte auch
die 235 Euro (netto) teure Rückfahrkamera nicht
fehlen, für viele Fahrer eine Erleichterung nicht
nur beim Einparken, sondern ebenso zur Unterstützung bei der Umfeldbeobachtung.
21.764 Euro
(alle Preise netto)
Betriebskosten Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km 398,51/491,34/657,24
Betriebskosten Automatik
20.000/30.000/50.000 km 445,09/543,28/717,46
Full-Service-Leasingrate Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km 307,95/355,49/430,83
Full-Service-Leasingrate Automatik
20.000/30.000/50.000 km 354,53/407,43/491,05
Firmenfahrzeuganteil
Dieselanteil
26%
67%
Bewertung
+
• großes Laderaumvolumen
• hoher Gesamtfahrkomfort
• Assistenten und LED-Licht nur bei Topversion
Die ALD-Full-Service-Raten enthalten:
Finanzrate, Wartung und Reparatur, Kfz-Steuer, Tankkarte
und GEZ für eine Laufzeit von 36 Monaten
Flottenmanagement 3/2014
115
TEST
Schön & nützlich
Autos der Marke Alfa sollen zickige
Diven sein und weder alltags- noch
langstreckentauglich? Flottenmanagement testete den Kompaktklässler
Giulietta und unternahm in diesem
Rahmen ausgiebige Fahrten mit dem
schönen Italiener. Eines vorweg: Man
soll nicht immer den Vorurteilen Glauben schenken.
1
A
2
3
4
116
Flottenmanagement 3/2014
lfa in der Flotte? Inzwischen durchaus vorstellbar. Wer mit den Modellen der italienischen Designermarke liebäugelt, muss sich
längst keine Sorgen mehr machen um Werkstattprobleme oder mangelnde Haltbarkeit – da kann
die Stammtischrunde sagen, was sie will. Flottenmanagement wählte eine Giulietta mit dem sparsamen 1,6-Liter-Diesel aus dem Fiat-Regal. Dass
sich Alfisti und auch solche, die es werden wollen,
inzwischen längst mit dem Selbstzünder versöhnt
haben, leuchtet angesichts der allgemeinen
Entwicklung ein. Genügsamkeit ohne Leistungsverzicht bei einer inzwischen vorbildlichen Laufkultur – solche Eigenschaften kann sich auch ein
Alfa heute nicht mehr verkneifen. Und dass Fiat
die ölverbrennenden Herzen spendet, schadet
nicht – im Gegenteil. Die Selbstzünder-Kompetenz des Mutterkonzerns, der auch den ersten
Direkteinspritzer-Diesel in die Serie brachte, ist
schließlich beachtlich.
So gefällt der ruhig agierende Vierzylinder und
bildet einen guten Kompromiss zwischen akzeptablen Fahrleistungen und zurückhaltenden
Trinksitten. Klar, mit 105 PS reißt der Italiener
wahrlich keine Bäume aus, bringt seine Insassen aber doch klaglos an jegliche Ziele. Schon
ab 1.750 Umdrehungen pro Minute liegen 320
Nm Drehmoment an – genug Durchzug, um halbwegs schaltfaul vom Fleck zu kommen. Mit den
vom Werk versprochenen 11,3 Sekunden von 0
auf 100 Kilometer je Stunde verdeutlicht bereits
der Blick in das Datenblatt, dass der Fronttriebler kein Athlet ist. Dafür freut man sich an der
Tankstelle: Wenn der Gasfuß nicht allzu schwer
ausfällt, steht durchweg eine Fünf vor dem Komma. Alfa Romeo hat ja seit jeher ein sportliches
Image; allerdings gibt der Kompakte ein recht
kommodes Bild ab. Das beginnt mit dem akustisch zurückhaltenden Triebwerk, das selbst bei
höheren Drehzahlen seine Stimme kaum hebt.
Dabei bleibt der moderne Common-Rail auch mechanisch weitgehend vibrationsfrei und macht
höchstens nach dem Kaltstart auf seine Verbrennungsart aufmerksam.
Des Weiteren federt die Giulietta ausgesprochen
milde und bügelt demnach selbst kurze Verwerfungen effektiv weg. Die menschliche Fracht ist
also gut aufgehoben, zumal auch das Gestühl
lange vorbeugt gegen Ermüdung. Die Sitze präsentieren sich ordentlich konturiert und gefallen mit einer guten Mischung zwischen straff
und komfortabel, sodass auch weite Reisen kein
nennenswertes Problem darstellen. Großzügige
Platzverhältnisse in der erste Reihe runden den
durchweg positiven Eindruck ab. Der Fond gibt
sich wie ein passgenau geschnittener Maßanzug, der gut sitzt und nicht zwickt. Somit können
die Vorurteile widerlegt werden, man könne eine
Designer-Kompaktklasse aus dem Hause Alfa Romeo nicht als Allround-Offerte ernst nehmen.
Nur beim Thema Ablagen könnten die Verantwortlichen nachlegen, so bleibt das Mobiltelefon
besser gleich in der Hosentasche. Da kann und
soll es aber schließlich auch bleiben, und dank
hervorragender Konnektivität gelingen Telefonate tadellos über die integrierte Freisprecheinrichtung (frei Haus).
Bei der Bedienungsqualität haben die Italiener
mit dem kürzlich durchgeführten Facelift mächtig aufgeholt zum Wettbewerb. So sind die Funktionen der Navigation nicht nur kinderleicht an-
TEST
zusteuern – auch die Reaktionsgeschwindigkeit
des berührungsempfindlichen Bildschirms überzeugt. Darüber hinaus zeichnet sich der elektronische Lotse durch zügige Routenberechnungen
aus. Bei Drehzahl und Geschwindigkeit fahren
die Verantwortlichen die klassische Schiene. Will
heißen: Statt Display-Spielereien gibt es konventionelle Rundinstrumente mit mechanischen
Anzeigenadeln. Die Schrift auf den in tiefen
Höhlen kauernden Zifferblättern ist wunderbar
ablesbar. Auch auf komplexe Menüs verzichtet
Alfa und gibt der Giulietta so manchen Knopf mit
auf den Weg. Allerdings sind die Tasten gut verteilt auf Mittelkonsole und Lenkrad, sodass die
Gebrauchsanweisung meist im Handschuhfach
verbleiben kann. Die Zeiten, als man bei den Mailänder Fahrzeugen noch Rätsel lösen musste, um
sie zu bedienen, sind längst vorbei.
Seit einigen Jahren gibt es einen charakteristisch gestalteten Zusatzknopf, ohne den heute kein Alfa mehr die Werkshallen verlässt. Es
handelt sich um den DNA-Steller, der Fahrspaß
garantiert und selbst beim Diesel keineswegs
fehlen darf. Je nach Modus spricht das Gaspedal giftiger oder eben gemächlicher an. Auch
die Lenkungskennlinie verändert sich je nach
Einstellung und wird etwas straffer – allerdings
präsentiert sich das Volant schon in der Grundausrichtung recht direkt, was zum drahtigen
Naturell des Südeuropäers passt. Der rettende
Anker des elektronischen Stabilitätsprogramms
wird in der „Dynamic“-Stufe einen Tick später
geworfen, damit Fans schnell gefahrener Kehren
auf ihre Kosten kommen. Apropos Kosten – ab
netto 18.781 Euro gibt es den Basisdiesel, und
der bietet schon ohne Sonderausstattungen alles, was ein gutes Autofahrerleben ausmacht.
Abgesehen von der vollen Sicherheitsausrüstung
sind auch Klimaanlage, Radio, Reifendruckkontrolle sowie Start&Stopp-System immer am Start.
Flottenkunden sollten aber die Zusatzinvestition von 979 Euro (netto) für die Linie „Turismo“
nicht scheuen, denn dann gibt es zusätzlich
Klimatisierungsautomatik sowie Tempomat mit
auf den Weg. Des Weiteren verfügt diese Version über einen Bordcomputer und die berühmte
Schaltpunktanzeige, die beim ökonomischen
Fahren unterstützt. Außerdem kommt der Italiener dann deutlich schicker daher mit serienmäßigen Alurädern sowie einem farblich abgesetzten
Armaturenträger. Übrigens sticht der Kompakte
durch eine solide Verarbeitungsqualität hervor,
hier klappert und knarzt nichts. Darüber hinaus
fühlen sich sämtliche Materialien auch gut an,
da hat Alfa keine Mühen gescheut und rangiert
mit dem Premium-Wettbewerb durchaus auf Augenhöhe. Für das in dieser Form neu eingeführte Navigationssystem verlangt der Hersteller
netto 1.260 Euro, was als fairer Kurs durchgeht,
zumal darin auch ein Digitalradio-Empfänger
enthalten ist. Ein weiteres Muss sind natürlich
Bi-Xenon-Scheinwerfer – für 1.092 Euro (netto)
wandern sie an Bord, und dann ist auch der Flottenbetreiber mit einem Alfa Romeo glücklich.
1. Terrakottafarbene Lederpolster und der zweifarbige
Armaturenträger wirken exklusiv
2. Keine Platznot in der italienischen Kompaktklasse –
hier lassen sich die Beine problemlos sortieren
Motor
Hubraum in ccm
kW (PS) bei U/min
Nm bei U/min
Abgasnorm
Antrieb/Getriebe
Höchstgeschw. km/h
Beschleunigung 0–100/h
EU-Verbrauch
EU-Reichweite
Testverbrauch
CO2-Ausstoß
Effizienzklasse
Tankinhalt
Zuladung
Laderaumvolumen
Vierzylinder-Diesel
1.598
77 (105) bei 4.000
320 bei 1.750
Euro 5+
6-Gang-Schaltung
185
11,3
4,0 l auf 100 km
1.500 km
5,9 l auf 100 km
104 g/km
A
60 l
430 kg
350–1.045 l
Kosten
Steuer pro Jahr
Typklassen HP/VK/TK
152 Euro
17/19/23
Garantie
Fahrzeug
Lack
Rost
2 Jahre
3 Jahre
8 Jahre
Sicherheit/Komfort
Kopf- und Seiten-Airbags
Klimaanlage
Elektr. Sitzverstellung
Tempomat
Sitzheizung
Ledersitze
Bordcomputer
Sonderlacke
Panorama-Glasdach
Reifendruckwarnung
Soundsystem
Parksensoren rundum
Serie
Serie
ab 756 Euro (ab Turismo)
Serie (ab Turismo)
268 Euro
1.512 Euro
Serie (ab Turismo)
ab 411 Euro
1.050 Euro
Serie
546 Euro (ab Turismo)
462 Euro
Kommunikation
Bluetooth-Freisprechanlage Serie
Bildschirm-Navigation
1.260 Euro
5
3. Das Single-Endrohr verrät den Basismotor
4. Ein bisschen Praxistauglichkeit kann auch Alfa: Freilich lassen sich die Rücksitze asymmetrisch umklappen
5. Die markante Frontschürze mit dem unverkennbaren
Scudetto lässt keinen Zweifel über die Marke
6. Die Rückleuchten mit dem auffälligen Lichtdesign
erkennt man nachts bereits aus weiter Entfernung
7. Der Trick mit den versteckten hinteren Türgriffen
greift noch immer: Die Giulietta wirkt coupéhaft
Alfa Romeo Giulietta 1.6 JTDM
6
Basispreis netto
Alfa Romeo Giulietta
1.6 JTDM
18.781 Euro
(alle Preise netto)
Betriebskosten Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km 417,90/512,77/684,72
Betriebskosten Automatik
20.000/30.000/50.000 km –
Full-Service-Leasingrate Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km 318,90/364,27/437,22
Full-Service-Leasingrate Automatik
20.000/30.000/50.000 km –
Firmenfahrzeuganteil
Dieselanteil
9,3%
32,5%
Bewertung
+
• sparsamer Spritverbrauch
• viele Assistenzsysteme nicht lieferbar
7
Die ALD-Full-Service-Raten enthalten:
Finanzrate, Wartung und Reparatur, Kfz-Steuer, Tankkarte
und GEZ für eine Laufzeit von 36 Monaten
Flottenmanagement 3/2014
117
TEST
1
Die neue Mercedes C-Klasse ist nicht
nur optisch eine kleine S-Klasse. Mit
einer Armada sicherheitsrelevanter
Assistenzsysteme, optionaler Luftfederung sowie äußerst leisen Fahrgeräuschen wird der Mittelklässler zum
veritablen Komfortgleiter. Flottenmanagement war mit dem derzeitigen
Topdiesel unterwegs und unterzog
den Schwaben einem intensiven Test.
2
S
elbst wer das Budget hätte: Einen Sechszylinder-Diesel gibt es für die C-Klasse derzeit
weder für Geld noch gute Worte. Also haben
wir jenes Modell angefordert, das ohnehin den
besten Kompromiss zwischen satter Performance
und attraktiven Verbrauchswerten darstellt –
nämlich den C 250 BlueTEC. Die Bezeichnung
lässt ahnen, was Sache ist. Dank Harnstoffeinspritzung und der damit zusammenhängenden
SCR-Technologie (Stickoxidreduktion) erreicht
der fast schon traditionelle 2,1-Liter-Vierzylinder
(OM 651) mühelos die anspruchsvolle Euro-6Einstufung. In puncto Leistung bleibt es im Falle der Spitzenversion analog zum Vorgänger bei
204 PS – genug Punch, um den Hecktriebler in die
Liga namhafter Sportwagen zu rücken. Mit einer
Höchstgeschwindigkeit von 247 Sachen und 6,6
Sekunden bis 100 km/h können ihm selbst die
meisten Power-Offerten nicht davonfahren, der
meist freiwillig gewählten 250-km/h-Beschränkung sei Dank.
Doch darum geht es bei der C-Klasse natürlich
nicht primär. Der mit einem gedeckt wirkenden Blaumetallic anrollende Test-W205 – hier
mit klassischer Front samt Haubenstern – zieht
durchaus aufmerksame Blicke einiger Passanten auf sich. Tatsächlich sieht er seinem großen
Oberklasse-Bruder frappierend ähnlich. Das kann
kein Zufall sein; jedenfalls scheint es den Designern mithilfe dieses Tricks gelungen zu sein, ein
Fünkchen S-Klasse-Prestige auf die Mittelklasse
zu übertragen. Doch die Verantwortlichen haben
auch handfeste Dinge unternommen, um den
118
Flottenmanagement 3/2014
Business C
Komfort im mittleren Segment drastisch zu steigern. So wuchs beispielsweise der Radstand um
acht Zentimeter, was den hinteren Passagieren
angenehm auffallen dürfte. Diese genießen nun
spürbar mehr Beinfreiheit, schließlich kommt die
Veränderung im Karosserie-Layout hauptsächlich
dem Abstand zwischen den hinteren Sitzkissen
und Vordersitzlehnen zugute.
Dass in dieser Fahrzeugkategorie vorn längst
fürstliche Platzverhältnisse erwartet werden,
liegt auf der Hand. So erfüllt die C-Klasse solche Ansprüche mit üppigem Raumgefühl – sogar
große Personen fühlen sich wohl und werden
dem Sitznachbarn kaum in die Quere kommen.
Bequeme Sessel tragen außerdem zum Langstrecken-Komfort bei. Die ordentlich konturierten
Stühle sind schon in der Basis mit elektrischen
Stellmotoren ausgerüstet, ab 500 Euro (netto)
ist das Möbelrücken per Knopfdruck im größeren
Umfang möglich. Dabei nutzt Mercedes immer
noch den genialen Kniff (1980 eingeführt) mit
dem Miniatursitz in der Türinnenseite: Der mehrteilige Schalter kann einfach so bewegt werden,
wie man es von seinem Mobiliar gerne hätte. Wer
weitere 1.080 Euro netto investiert, bekommt
gar klimatisierte Polsteroberflächen – in dieser
Klasse schon außergewöhnlich. Außergewöhnlich ist jedoch auch der Geräuscheindruck. Zwar
macht sich der hemdsärmelig klingende Selbstzünder sowohl im Stand als auch bei niedrigen
Tempi akustisch bemerkbar, doch bei höheren Geschwindigkeiten tritt der Motor aus dem Vordergrund, und die Limousine bleibt beeindruckend
leise. So können sich sämtliche Insassen selbst
jenseits von 200 Stundenkilometern problemlos
in Zimmerlautstärke unterhalten.
Ach ja, die Maschine übrigens. Mehr Vortrieb ist
im Alltag nun wirklich nicht nötig. Wenn satte
500 Nm Spitzendrehmoment über den Wandler
(die Siebengang-Automatik ist beim 250er obligatorisch) herfallen, muss die Elektronik je nach
Lenkwinkel bereits Moment zurücknehmen, um
schwarze Striche auf dem Asphalt zu vermeiden.
Fast unmerkliche Übersetzungswechsel unterstreichen das sanfte Naturell dieses Stufenhecks.
Zu einem weiteren Klassen-Novum zählt die optionale AIRMATIC. Mit einem Nettopreis von 1.190
Euro gehören die selbstredend in der Dämpferhärte justierbaren Luftpolster zu den fair eingepreisten Features. Die Ingenieure haben den
geräumigen Mittelklässler eindeutig auf Komfort
ausgelegt: Selbst über aggressive Querfugen
gleitet er denkbar sanft. Andererseits gelang
den Technikern eine feine, gar leicht sportlich
angehauchte Abstimmung der Lenkung. So geht
es auf Wunsch auch mal zügig um die Kurve; mit
äußerster Präzision und angenehm geringem
Kraftaufwand zirkelt der 1,6-Tonner um kurviges
Landstraßen-Geläuf.
So richtig aus den Vollen schöpft die C-Klasse in
Sachen Sicherheit. Demnach gibt es alle erdenklichen Assistenzsysteme vom Müdigkeitswarner
bis zum aktiven Spurassistenten. Gegen 2.100
Euro plus Mehrwertsteuer erhält der Kunde gleich
ein ganzes Paket mit Hightech-Vorrichtungen.
TEST
Dazu gehört freilich auch ein Notbremssystem,
das sogar bei herannahendem Querverkehr anschlägt – der sogenannte Kreuzungsassistent.
Mit dem W205 läutet Mercedes auch die Ära des
Head-up-Displays ein zur entspannten Aufnahme
der vielen Informationen. Apropos viele Informationen – der Mercedes Jahrgang 2014 ist wahrlich
ein rollender Computer, und so gibt sich denn auch
die Bedienung. Komplexe Menüs werden auf dem
großen TFT-Schirm dargestellt und lassen sich angesichts der Funktionenfülle recht zügig erfassen.
Bedienungsanleitung gefällig? Auch diese kann
kurzerhand auf den Monitor gezaubert werden,
Papier scheint in manchen Lebensbereichen doch
eindeutig eine Darstellungsform von gestern.
Reden wir über Preise. Ab 37.000 Euro gibt es den
C 250 BlueTEC – der von Mercedes konfigurierte
Testwagen fuhr als Exklusive-Variante vor. Nur in
dieser Konstellation bekommt die kleine Limousine den Stern auf die Haube. Der Spaß kostet 2.300
Euro netto, beinhaltet aber schicke Holzeinlagen,
spezifische Leichtmetallräder sowie ein großes
Zusatz-Display in TFT-Ausführung zwischen den
Rundskalen. Schon die Grundausstattung kann
sich sehen lassen mit der vollen Sicherheitsausrüstung inklusive Kollisionswarnung und Bremskraftunterstützung, Klimaanlage, Radio sowie
Tempomat. Auch der stylische, wie ein Tablett-PC
anmutende Screen oberhalb des Armaturenbretts
ist immer an Bord. Im Falle von Budget-Überschuss ist das elektrische Panorama-Schiebedach
eine Empfehlung: Es flutet den Innenraum dank
großflächiger Glaseinsätze mit Licht und sieht
obendrein schick aus. Bei Regen schließt das
überdies mit Sonnenrollo ausgestattete Dach automatisch. Der Aufpreis beträgt 1.770 Euro netto.
Ein Navigationsmodul wandert bereits ab fairen
500 Euro (netto) an Bord.
1. Immer an Bord und dominierend: der stylische Bildschirm
2. Die C-Klasse sieht der S-Klasse zum Verwechseln ähnlich
3. Von wegen Platzprobleme – die C-Klasse ist auch hinten geräumig
4. Radarsensor und Kamera zeigen: Hier arbeiten moderne Assistenten
5. Klassische Moderne – der W205 vereint progressives
Design mit Tradition
6. Auch in einer Mittelklasse ist höchster Musikgenuss
kein Thema mehr
7. Von der Seite betrachtet, mutet der Mittelklässler recht
kompakt an
Mercedes-Benz C 250 BlueTEC
Motor
Hubraum in ccm
kW (PS) bei U/min
Nm bei U/min
Abgasnorm
Antrieb/Getriebe
Höchstgeschw. km/h
Beschleunigung 0–100/h
EU-Verbrauch
EU-Reichweite
Testverbrauch
CO2-Ausstoß
Effizienzklasse
Tankinhalt
Zuladung
Laderaumvolumen
Vierzylinder-Diesel
2.143
150 (204) bei 3.800
500 bei 1.600–1.800
Euro 6
7-Gang-Wandlerautomatik
247
6,6
4,3 l auf 100 km
1.535 km
6,1 l auf 100 km
109 g/km
A+
66 l
565 kg
480 l
Kosten
Steuer pro Jahr
Typklassen HP/VK/TK
199,50 Euro
k.A.
Garantie
Fahrzeug
Lack
Rost
Sicherheit/Komfort
Kopf- und Seiten-Airbags
Sitzbelüftung vorn
Müdigkeitsassistent
aktiver Tempomat
schlüssell. Schließsystem
Rückfahrkamera
TV-Tuner (digital)
Spurhalte-Warnung
Head-up-Display
adaptives Luft-Fahrwerk
Einparkautomatik
LED-Vollscheinwerfer,
variabel
3
4
6
Serie
1.080 Euro
Serie
965 Euro
ab 650 Euro
400 Euro
990 Euro
780 Euro (inkl. TotwinkelAlarm)
990 Euro
1.190 Euro
730 Euro
1.450 Euro
Kommunikation
Bluetooth-Freisprechanlage Serie
Bildschirm-Navigation
ab 500 Euro
Basispreis netto
Mercedes-Benz C 250
BlueTEC
5
2 Jahre
k.A.
30 Jahre (Voraussetzung:
regelm. Service bei Mercedes)
37.000 Euro
(alle Preise netto)
Betriebskosten Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km –
Betriebskosten Automatik
20.000/30.000/50.000 km 681,98/801,79/1.009,57
Full-Service-Leasingrate Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km –
Full-Service-Leasingrate Automatik
20.000/30.000/50.000 km 579,50/648,07/753,37
Firmenfahrzeuganteil
Dieselanteil
k.A.
70%
Bewertung
+
• saubere Verarbeitungsqualität
• extrem leise Fahrgeräusche
• vielfältige Assistenzsysteme
• noch nicht alle Motoren ab Start verfügbar
7
Die ALD-Full-Service-Raten enthalten:
Finanzrate, Wartung und Reparatur, Kfz-Steuer, Tankkarte
und GEZ für eine Laufzeit von 36 Monaten
Flottenmanagement 3/2014
119
KOLUMNE
Einschneidende Maßnahmen im Verkehrssektor
sind
außerordentlich
selten. Umso mehr werden die dann
tatsächlich stattfindenden Umstrukturierungen zur Kenntnis genommen
und natürlich kontrovers diskutiert.
So ist auch die Neuordnung der „Verkehrssünderdatei“ in Flensburg als ein
solcher „Meilenstein“ in der deutschen
Verkehrsgeschichte einzuordnen. Dabei macht die Historie nicht mal halt vor
den seinerzeit amtierenden Bundesverkehrsministern, mit dem Ergebnis,
dass erst der Nachfolger letztendlich
die „Früchte“ seines Vorgängers ernten
kann. In diesem Falle bleibt die Ernte
jedoch im gleichen (CSU-)Hause. Ist
doch auch das Bundesministerium für
Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
fest in bayerischer Hand.
Dabei ist die Geschichte der Strafzahlungen gar
nicht mal so lang, wie man vermuten möchte.
Denn erst am 13. November 2001 wurde bundeseinheitlich der Bußgeldkatalog (als Anlage zur
Bußgeldkatalog-Verordnung BKatV) beschlossen
und am 1. Januar 2002 in Kraft gesetzt. Zuvor
hatten die verschiedenen Bundesländer eigene
Regelungen unterschiedlicher Schärfe. Allerdings gibt es trotzdem bis heute abweichende
Auslegungen, nicht was die Höhe der Bußgelder
angeht, sondern die Verhängung von Fahrverboten. Denn von einem Fahrverbot kann nur dann
abgesehen werden, wenn eine „Existenzvernichtung“ droht. Doch der Nachweis eines solchen anstehenden Untergangs ist naturgemäß schwierig
und die Hoffnung, mit einer erhöhten Geldbuße
davonzukommen, häufig trügerisch. Bayern erweist sich in diesem Umfeld anscheinend wiederum als besonders harte Nuss.
Dabei geht es für den Verkehrsteilnehmer ja letztendlich um eine ganze Menge, wenn es sich um
den Führerschein dreht. Der Entzug desselben ist,
laut psychologischen Untersuchungen, nach der
Trennung vom Partner, der schlimmste Verlust,
gleichbedeutend mit einer Amputation. Das Auto
als verlängerter Arm, als zusätzliche Extremität.
Verlustängste spielen dabei eben keine unbedeutende Rolle. Für das Motorrad gibt es da sogar
eine sehr interessante Fachlektüre („Die obere
Hälfte des Motorrads“ von Bernt Spiegel, Untertitel: Über die Einheit von Mensch und Maschine).
Eindrucksvoll wird einem diese Angst vor der „Immobilität“ bei älteren Fahrern vor Augen geführt,
wenn körperliche Gebrechen das Führen eines
Automobils eigentlich nicht mehr zulassen. Die
dazu notwendige Einsicht kommt aber häufig leider sehr, wenn nicht zu spät. In anderen Ländern
ist daher ab einem gewissen Alter ein regelmäßiger Nachweis der Fahrtüchtigkeit vorgeschrieben. Auch in dieser Hinsicht sticht Deutschland
da aus der europäischen Masse heraus.
Mit der am 1. Februar 2009 in Kraft getretenen
Verschärfung des Bußgeldkatalogs wollte man
120
Flottenmanagement 3/2014
Buße aus
dem Katalog
ganz gezielt einen Rückgang der Verkehrstoten
erreichen. Daher wurden die Strafen, insbesondere für relevante Vergehen wie gefährliche
Überholvorgänge, zu geringer (Sicherheits-)
Abstand oder Missachten der Vorfahrt, deutlich
erhöht. Auch Rotlicht-Verstöße, in welchem Milieu auch immer, sollten härter geahndet werden.
Zudem stand auf der schwarzen Liste die nicht
angepasste Geschwindigkeit, wobei diese zu
kontrollieren und zu ahnden sich allerdings als
äußerst schwierig herausstellt.
Aber sie führt zu einem Vielfachen an Unfällen
im Vergleich zu überhöhter Geschwindigkeit.
Dennoch steht lediglich Letztere im Fokus der
Blitzer-Marathons, die demzufolge nicht das eigentliche Problem angehen.
Konterkariert wurde die Verschärfung von 2009
durch die Entwicklung der Zahl der Verkehrstoten im Jahre 2011: Zum ersten Mal seit 20 Jahren gab es wieder einen Anstieg, und zwar einen deutlichen um fast zehn Prozent auf knapp
4.000. Ziel knapp verfehlt, könnte man dazu
sagen. Darüber redet heute eigentlich keiner
mehr, alldieweil die Zahlen für 2012 und 2013
deutlich rückläufig sind, sozusagen zurück auf
den ohnehin zu verzeichnenden Trend aufgrund
ständig wachsender Sicherheitstechnik in den
Fahrzeugen. Mit gestiegener Einsicht der Verkehrsteilnehmer hat das reichlich wenig zu tun.
Die Zahlen aus 2011 sind, so gängige Erklärungen, dem guten Wetter geschuldet: Da wird
mehr und riskanter gefahren, vor allem im Zweiradsektor.
Die neuerliche „Sanierung“ des Bußgeldkataloges hat nun in der Tat mehrere Ziele. Schaut man
sich auf den Seiten des Kraftfahrt-Bundesamtes
um, so muss man als Nichtjurist erst mal schwer
schlucken (um Gottes willen danach nicht fahren!), denn man lernt dort, dass zur Änderung
des Straßenverkehrsgesetzes (angehängt wird
dann noch der Zusatz „und anderer Gesetze“)
unbedingt ein eigenes Gesetz (und schon das
fünfte!) her muss. Dies geschah bereits im Au-
gust 2013. Man lernt aber noch mehr, und es
geschah noch mehr. Denn zur Änderung einer
Verordnung reicht anscheinend dann doch (lediglich) eine Verordnung aus. Ist doch ganz einfach. So wurde im November 2013 die allseits
(un-)bekannte und (un-)beliebte „Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV)“ (sowie wiederum irgendwelche anderen „straßenverkehrsrechtlichen
Vorschriften“) einfach mal geändert.
Nun müsste man wissen, was da eigentlich drinsteht. Selbst dem jahrzehntelang vor sich hin
cruisenden Otto Super- oder Dieselverbraucher
wird dies wahrscheinlich für ewig ein Buch mit
sieben Siegeln bleiben (der bekannte Otto Normalverbraucher hat ja auf der Straße sowieso
ausgedient, übrigens wurde er seinerzeit durch
den Film „Berliner Ballade“ von 1948 in der
Person von Gert Fröbe populär gemacht). Die
Sache mit den sieben Siegeln ist auch ganz gut
so, denn die Bibel (Offenbarung des Johannes)
lehrt uns, dass nach dem Öffnen des siebten Siegels die Apokalypse ausgelöst wird, nun denn …
In dem verkehrlichen Monumentalwerk „FeV“,
das im August 1998 die Straßen der Republik erblickte, steht nun so ziemlich alles drin, was den
Fahrer, seine Fähigkeiten und seine (Un-)Rechte
angeht. Ja, es ist dort auch die sagenumwobene MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung) detailliert als Folterinstrument (Anlage
15) beschrieben.
Dass es auch anders geht, eben ohne die „FeV“,
zeigt ein gerade ruchbar gewordener Fall eines
68-Jährigen aus Frechen bei Köln, der sage und
schreibe 44 Jahre ohne Lappen unbehelligt unterwegs war. Er hatte 1970 seine Fahrerlaubnis
wegen Trunkenheit im Verkehr verloren und es
seitdem, sagen wir mal: versäumt, diese neu zu
beantragen. Unbekannt bleiben allerdings die
zurückgelegten Kilometer und das damit einherfahrende Risiko der Entdeckung. Böse Zungen
meinen ja, das umgangssprachliche „Durch-dieLappen-Gehen“ (in dem Falle besser: fahren)
käme daher (und nicht von den Rentieren)!
KOLUMNE
Die Ziele der Neuorientierung der Bußgelder
und Punktevergabe sind bei genauem Hinsehen
die Fokussierung auf die Verkehrssicherheit und
eine Vereinfachung beim Punktezählen durch Beschränkung auf den Zahlenraum bis acht (siehe
Kolumne Flottenmanagement 2/2012). Vielleicht
geht das ja einher mit unserer schulischen Beschränkung auf G8 und die damit größer werdenden Defizite in der mathematischen Grundausbildung. Gerade werden ja immense Anstrengungen
unternommen, zu G9 zurückzukehren (allerdings
wohl ohne Erfolg). Die Abiturienten wissen am
Ende von G8 gar nicht, was sie nun eigentlich
machen sollen mit der gewonnenen Zeit. Die wird
dann zur „Sinnsuche“ verwendet, ohne dass am
Ende ein Gewinn dabei herauskommt. Vielleicht
aber wäre die Rückkehr zu G9 dann ein Anlass,
eine weitere Überarbeitung der Punktetabelle
vorzunehmen und wieder auf neun zu erhöhen …
Allerdings ist die „8“ auch eine magische Zahl,
sie wird auch gerne als die Schwester der Unendlichkeit bezeichnet. Denn wenn man sie ein wenig
„kippt“, kommt das dafür übliche mathematische
Zeichen heraus: „∞“. Das wiederum würde für
manchen Autofahrer eine echte Chance bedeuten.
Dies sollte man dann aber tatsächlich der MPU
vorbehalten und vielleicht den Nachweis von zwei
Semestern Mathematik vorsehen …
Wie nach jeder Wahl der Zuschnitt und die Namen
der Ministerien neu gestaltet werden, so muss
man natürlich bei einer solchen Neuerung auch
dem Kinde einen anderen Namen geben. Also hat
man das altgediente „Verkehrszentralregister
(VZR)“ ab 1. Mai 2014 auf das „Fahreignungsregister (FAER)“ mit einem eigenen FahreignungsBewertungssystem umgestellt. Eine ganz wesentliche Änderung für den Verkehrsteilnehmer ergibt
sich jedenfalls daraus: Die Bußgelder werden von
der Punktevergabe abgekoppelt. Die Strafen sind
nun teilweise drastisch erhöht, aber Punkte gibt
es erst ab 60 Euro (vorher 40 Euro) und auch nur
für „Vergehen“, die die Verkehrssicherheit gefährden.
Das Tollste ist jedoch (und da kann sich eine Reihe
von „Tätern“ auf die Schenkel klopfen), dass die
Punkte für jetzt nicht mehr (mit Punkten!) geahndete Untaten einfach entfallen. Und da sind
tolle Sachen dabei. Hauptsache, sie gefährden
nicht die Verkehrssicherheit, kosten tun sie aber
trotzdem. So ist das unberechtigte Befahren von
Umweltzonen, die Verletzung von Sonntagsfahr-
verboten oder der Kennzeichenvorschriften, aber
auch die Beleidigung anderer Verkehrsteilnehmer ohne Punkteeintrag möglich. Vorher war das
anders, und es sind, nach Rückfrage beim Kraftfahrt-Bundesamt, rund 141.000 Autofahrer auf
diesem Wege komplett punktefrei geworden. Allerdings, muss man einschränkend sagen, es stehen immer noch geschätzte mehr als 8.700.000
arme Sünderlein in Flensburg in den Akten. Zum
1. Januar 2013 waren es noch mehr als neun Millionen, davon sieben Millionen Männer und zwei
Millionen Frauen. Knapp 57 Prozent haben dies zu
hoher Geschwindigkeit zu verdanken.
Man kann es sogar schaffen, mit einem Alter von
weniger als 17 einen Eintrag zu bekommen, allerdings sollte man das für Strafmündigkeit relevante Lebensjahr von 14 vollendet haben. Dies sollen tatsächlich rund 9.000 männliche und 1.000
weibliche Jugendliche geschafft haben. Wie genau, das bleibt ein Geheimnis. Da bekommt der
angehende Autofahrer dann schon mal Schwierigkeiten, überhaupt einen Führerschein zu machen.
Allerdings stelle man sich den jungen Radfahrer
nach mehrmaligem Überfahren einer roten Ampel
mit acht Punkten vor. Darf der dann auch kein Rad
mehr fahren?
Markanter Unterschied zu vorher ist jetzt auch die
Verweildauer eines Eintrages. Es gibt nun starre
Fristen von 2,5 bis zehn Jahre, also keine Verlängerung durch eine weitere Tat. Da kann man sich
jetzt schön einen Plan zurechtlegen, wie viel man
sich im laufenden Jahr so erlauben kann.
Überhaupt wird das Allerallermeiste ja überhaupt
nicht geahndet. Streng genommen haben wir es
daher mit einem massiven Fall von Bußgeldhinterziehung zu tun! Mich wundert es, dass hier
noch nicht über Selbstanzeigen mit in Aussicht
gestellter Straffreiheit nachgedacht worden ist.
Man könnte ja dann von den Punkten verschont
bleiben und nur das Bußgeld zahlen müssen …
Denn was ein einzelner Verkehrsteilnehmer in seinem Berufsleben da so zusammenfahren kann, ist
schon aller Ehre wert. Man kann sich ja mal aus
Spaß so ein tägliches Menü von Ordnungswidrigkeiten und Straftaten zusammenstellen. Da muss
man nicht mal von Rotlicht-Verstößen oder sonstigen schwereren Taten ausgehen, um auf erkleckliche Summen zu kommen. Ein täglicher Pendler
hat beispielsweise je zweimal am Tag bei Tempo
Autor
Professor Dr. Michael Schreckenberg, geboren 1956
in Düsseldorf, studierte Theoretische Physik an der Universität zu Köln, an der er 1985 in Statistischer Physik
promovierte. 1994 wechselte er zur Universität Duisburg-Essen, wo er 1997 die erste deutsche Professur für
Physik von Transport und Verkehr erhielt. Seit mehr als
15 Jahren arbeitet er an der Modellierung, Simulation
und Optimierung von Transportsystemen in großen Netzwerken, besonders im Straßenverkehr, und dem Einfluss
von menschlichem Verhalten darauf.
Seine aktuellen Aktivitäten umfassen Online-Verkehrsprognosen für das Autobahnnetzwerk von NordrheinWestfalen, die Reaktion von Autofahrern auf Verkehrsinformationen und die Analyse von Menschenmengen bei
Evakuierungen.
über 80 km/h weniger als 20 Meter Abstand (150
€) sowie bei Tempo über 130 km/h weniger als 30
Meter (200 €) dazu je viermal mehr als 20 km/h zu
schnell in geschlossener Ortschaft (320 €) sowie
auf der Autobahn (280 €) und schließlich fünfmal
den Blinker nicht gesetzt (50 €). Keine Tat alleine
kostet mehr als einen Punkt. Macht in der Summe
1.000 €, leider aber auch zwölf Punkte – und das
jeden Tag!
Bei 220 Arbeitstagen pro Jahr und einem erfüllten Arbeitsleben mit 45 Jahren Dauer kommt man
so auf wahrhaft Hoeneß’sche Dimensionen von
9.900.000 €. Der Urlaubs- und sonstige Verkehr
mit seinen Verstößen noch nicht einmal mitgerechnet. Einmal im Rechenwahn, kommt man
pro Jahr bei zehn Millionen Autofahrern auf die
unsägliche Summe von 2,2 Billionen Euro. Damit
wären jedenfalls alle Probleme der Straßen- und
Brückensanierung locker zu stemmen. Warum ist
nur noch niemand auf diese Idee gekommen?
Flottenmanagement 3/2014
121
GASTKOMMENTAR
Grüne Telematik im Fuhrpark
IMPRESSUM
Herausgeber, Verlag und Redaktion:
Strategien für eine erfolgreiche Implementierung
Obwohl das Interesse an Telematiklösungen zur
Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs zunimmt,
zögern auch Unternehmen mit großen Fuhrparks
und entsprechenden Spritkosten mit der Einführung solcher Systeme. Dafür gibt es eine Reihe
von Gründen, so etwa Zweifel an der Nachhaltigkeit solcher Maßnahmen, die fehlende Akzeptanz
der Mitarbeiter oder Probleme mit dem Betriebsrat. Warum sollten die Fuhrparkverantwortlichen
auch einen Konflikt mit der Belegschaft riskieren,
wenn sich Einsparungen beim Verbrauch auch anders erzielen lassen, etwa durch den Einsatz von
neuen spritsparenden Modellen und Motorentechnologien seitens der Hersteller.
In der Realität liegt allerdings der Unterschied
zwischen den Verbrauchsangaben der Hersteller
und dem tatsächlichen Verbrauch bei Werten bis
zu 40 Prozent. Also muss man doch beim Fahrer
selbst ansetzen und ihn zu einer spritsparenden Fahrweise bewegen, um signifikante Einsparungen zu erzielen. Und genau hier kommen
intelligente Telematiksysteme zum Einsatz, die
direkt über den CAN-Bus des Fahrzeugs und über
Bewegungssensoren Daten zu Verbrauch, CO2Emissionen und Fahrstil erfassen und auswerten.
Über ein Assistenzsystem im Fahrzeug erhält
der Fahrer durch optische und optional auch
akustische Signale eine direkte Rückmeldung zu
seinem Fahrstil und kann diesen entsprechend
optimieren. Zusätzlich werden die gewonnenen
Daten über das Mobilfunknetz versendet und im
Kundenportal visuell aufbereitet dargestellt. Zugriff auf diese Informationen haben sowohl die
Fuhrparkleiter als auch die Fahrer selbst, die so
einen Überblick über ihre Leistungen gewinnen
und ihre Fortschritte verfolgen können.
Bei einem Projekt in den Niederlanden stattete Sycada im letzten Jahr 1.500 Fahrzeuge mit
einem solchen Telematiksystem aus. Zunächst
wurde dabei in enger Zusammenarbeit mit der
Geschäftsleitung und der Mitarbeitervertretung
eine zwölfwöchige Machbarkeitsstudie mit einem
Teil des Fuhrparks durchgeführt. Diese Pilotphase
zeigte Verbrauchsunterschiede von bis zu 35 Prozent in identischen Fahrzeugmodellen zwischen
verschiedenen Fahrern. Basierend auf diesen
Ergebnissen entschied sich das Unternehmen
für die Implementierung des Systems im ganzen
Fuhrpark und legte ein Einsparungsziel von mindestens fünf Prozent der Kraftstoffkosten für das
erste Jahr fest.
Besonderes Augenmerk wurde bei diesem Projekt
auf die Unterstützung und Mitwirkung der Fahrer
gelegt. Ein Team von Fahrlehrern führte mit den
Fahrern ein Eco-Training durch. Nach Abschluss
des Trainings hilft dann das Assistenzsystem im
Fahrzeug, das Erlernte dauerhaft anzuwenden.
122
Flottenmanagement 3/2014
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Auch wurden den Fahrern und der Mitarbeitervertretung die getroffenen Datenschutzmaßnahmen
erläutert und so Befürchtungen im Hinblick auf
den „gläsernen Mitarbeiter“ entkräftet.
Im Idealfall ermöglicht man als Teil der Fahrermotivation interne Anreize, um möglichst geringe Verbräuche zu erreichen, beispielsweise
indem man eine lockere Wettkampfatmosphäre
unter den Kollegen schafft. Über ein Belohnungssystem können zudem finanzielle Anreize
geschaffen werden, damit der Fahrer an den Einsparungen des Unternehmens beteiligt wird. Auf
diese Weise kann das Unternehmen seine Mitarbeiter und auch den Betriebsrat vom Nutzen des
Telematiksystems begeistern, welches nicht nur
über Kosteneinsparungen Arbeitsplätze sichert,
sondern auch das Umweltbewusstsein der Fahrer
stärkt.
Schon jetzt ist absehbar, dass diese Maßnahmen dem Fuhrpark im genannten Beispiel große
Einsparpotenziale eröffnen. Dazu kommt noch
ein beträchtlicher Imagegewinn als umweltbewusstes Unternehmen. Damit diese signifikanten Vorteile für den Arbeitgeber nicht mit einem
Motivationsverlust der Mitarbeiter bezahlt werden, ist es unumgänglich, diese frühzeitig bei
der Projektplanung mit ins Boot zu nehmen und
durch Schulungen, interne Wettbewerbe und
materielle Anreizsysteme für die neuen Systeme zu gewinnen. Denn grüne Telematik und der
Spaß am Fahren schließen sich nicht aus, ganz
im Gegenteil.
Dr. Uwe Bertram,
Geschäftsführer der
Sycada Deutschland GmbH
Schlusskorrektur:
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Mitarbeiter dieser Ausgabe:
Stefan Buhren, Natalia Ermakova,
Lutz Fischer, Prof. Dr. Michael Schreckenberg
Fotos: Patrick Broich, Steven Bohg, Lizzy Geble,
Sebastian Heuft, Simon Pfost; together concept
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Inland jährlich 20,– Euro (inkl. MwSt.)
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