Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur

Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
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Copyright / Alle Rechte vorbehalten Anne Hepe http://www.flatrate-diet.com
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Inhaltsverzeichnis
Vorwort .................................................................................................................................................................................. 4
Übersicht aller Kontaktmöglichkeiten.......................................................................................................................... 9
Klick oder Die drei Geister............................................................................................................................................... 12
Die nackte Wahrheit .......................................................................................................................................................... 21
Wie wird man 262,5 kg schwer? .................................................................................................................................. 27
Essen ist böse ................................................................................................................................................................. 29
Essen ist Trost ................................................................................................................................................................ 30
Ich liebe Dich nicht, weil Du dick bist ....................................................................................................................... 32
Bin ich schuld an seinem Tod? .................................................................................................................................... 34
Ich liebe Dich, nur weil Du dick bist.......................................................................................................................... 35
Mögen die Spiele beginnen ............................................................................................................................................... 45
Sportlich geht’s zur Sache ................................................................................................................................................. 53
Schaben im Schwimmbad............................................................................................................................................. 55
Topflappen stricken und Beine rasieren im Fitness Center ................................................................................... 56
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Kochwäsche fürs Leben und die sexy Nilpferde .......................................................................................................... 61
Der Bruch mit dem „Borg“-Kollektiv ............................................................................................................................ 64
Zwischen Leberwurst und Selbsterkenntnis .................................................................................................................. 73
Gegenwind ........................................................................................................................................................................... 76
Spiegelbilder......................................................................................................................................................................... 79
Sind Träume zerbrechlich?................................................................................................................................................ 86
Von Gezeiten und Festen, die gefeiert werden sollen ................................................................................................. 97
Ausgebrannt – das Gewicht steht still ..........................................................................................................................100
Mein Schlusswort .........................................................................................................................................................112
Ernährung, Motivation, Bewegung ...............................................................................................................................115
Vorwort..........................................................................................................................................................................115
Glück wird gemacht. Von Dir. ..................................................................................................................................119
Ein Tag in meinem Leben ..........................................................................................................................................119
Jetzt geht’s los: Dein Plan entsteht ...........................................................................................................................123
Die verschiedenen „Tage“ der Flatrate Diet ...........................................................................................................127
Die drei Lebensmittelgruppen ...................................................................................................................................131
Trink, Baby, Trink........................................................................................................................................................142
Limonaden-Probleme? Cola süchtig? .......................................................................................................................143
Nachwort zum Ernährungskonzept .........................................................................................................................144
Deine Eltern werden kotzen ......................................................................................................................................147
Anpassungen für Vegetarier .......................................................................................................................................149
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Anpassungen für Diabetiker ......................................................................................................................................150
Anpassungen für Menschen mit erhöhten Cholesterin Werten ..........................................................................150
Anpassungen für Allergiker ........................................................................................................................................151
Anpassungen für Schwangere und Stillende ...........................................................................................................151
Sport & Bewegung ...........................................................................................................................................................153
Sport und Bewegung. ..................................................................................................................................................154
Eine kleine Einkaufsliste zum Ausdrucken mit meinen Geräteempfehlungen ............................................159
Annes Sport Trick für schöne Haut .........................................................................................................................160
Sport – irgendwann ist für jeden das „erste Mal“ ..................................................................................................161
Sport und Eiweiß Shakes – meine Empfehlungen ................................................................................................163
Erste Hilfe Set ...................................................................................................................................................................165
Trainingspläne fürs Fitness Studio ............................................................................................................................165
Einsteiger Trainingsplan.........................................................................................................................................165
Fortgeschrittener Trainingsplan ............................................................................................................................166
Trainingspläne fürs Home Gym (zuhause) .............................................................................................................167
Einsteiger ..................................................................................................................................................................167
Fortgeschrittene .......................................................................................................................................................168
Lebensmittel Liste als Übersicht (zum Ausdrucken) .............................................................................................168
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Ernährungsplan für eine Woche – Beispielplan für Einsteiger ...........................................................................169
Linksammlung ..............................................................................................................................................................174
Rezepte .......................................................................................................... Fehler! Textmarke nicht definiert.
Meine liebsten Video Rezepte ...................................................................Fehler! Textmarke nicht definiert.
Wichtige Artikel und Videotipps ..............................................................Fehler! Textmarke nicht definiert.
Videos zum Thema Sport ..........................................................................Fehler! Textmarke nicht definiert.
Übungen ........................................................................................................ Fehler! Textmarke nicht definiert.
Produkte ........................................................................................................ Fehler! Textmarke nicht definiert.
Nahrungsergänzungsmittel, ...................................................................................................................................174
Weitere Ernährungspläne – teilweise komplett mit Rezepten & Sport Anleitung ........ Fehler! Textmarke
nicht definiert.
Perfektionismus ist das Opium der Verlierer ..............................................................................................................174
Hilfe: Feste feiern wie sie fallen?....................................................................................................................................177
Tipps für frisch gebackene Mamas ................................................................................................................................179
Alfs Sport Tip für den Widereinstieg ins Sportprogramm nach der Geburt .........................................................186
Make your peace with the rain .......................................................................................................................................186
Impressum .........................................................................................................................................................................188
Danke sage ich ..................................................................................................................................................................189
Passwort Seite ........................................................................................................ Fehler! Textmarke nicht definiert.
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Vorwort
Hallo lieber Freund, liebe Freundin,
Wichtig: DU ERHÄLST HIER EINBLICK IN UNSERE ERSTAUSGABE DER
FLATRATE DIET; ALS SIE „NUR“ EIN EBOOK WAR UND KEIN SCHRITT FÜR
SCHRITT ABNEHM PROGRAMM MIT FORUM UND VIELEN EXTRAS. BITTE
BEACHTE; DASS SICH MITTLERWEILE LINKS; EMAILADRESSEN USW.
GEÄNDERT HABEN KÖNNEN BZW: NICHT MEHR EXISTIEREN. DENNOCH
MÖCHTEN WIR DIR TEILE DES BUCHS NICHT VORENTHALTEN DA SIE
DAS ONLINE PROGRAMM PRIMA ERGÄNZEN.
FÜR SUPPORT WENDE DICH AN UNS ÜBER DAS FORUM
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http://abnehmengel-community.de . Solltest Du wider erwarten
das Programm innerhalb der Geld-zurück-Garantie von 60 Tagen
zurückgeben wollen, wende Dich ebenfalls über das Forum an uns
unter der Kategorie „Technischer Support“ / „Geld-zurückGarantie“ oder ruf einfach Deine Kaufbestätigung von Clickbank
auf und klicke dort den Rückgabe Link an. Auf beiden Wegen
erhältst Du sicher Dein Geld zurück.
schön, dass Du Dir dieses etwas andere ebook gegönnt hast. Ich
werde Dir in diesem Buch verraten, wie ich ohne ärztliche Hilfe und
Hungern 150 kg abgenommen habe und Dir eine konkrete
Anleitung geben, wie Du Dir für Dein eigenes Wunschgewicht den
Plan Deines Lebens machen kannst. Ein für alle Mal.
Wenn Du es Dir gestattest, Dich auf meine Anleitung einzulassen,
wird dieses Buch Deine letzte Literatur über das Abnehmen sein. Du
kannst dann nämlich nicht mehr scheitern. Du wirst Dein Ziel
erreichen können.
Vorab möchte ich Dir ein paar Dinge über mein Buch erzählen, die
Du wissen musst, bevor Du es liest. Du hast mit diesem Buch ein
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elektronisches Produkt gekauft. Vielleicht musst Du Dich an diese
Art des Lesens noch gewöhnen, es hat jedoch sehr große Vorteile,
ein Buch elektronisch zu besitzen. Wichtige Passagen kannst Du
drucken, beispielsweise als Merkblatt für die Handtasche oder um
es an den Kühlschrank zu heften. Ich habe eine Kopie des Buchs
auf meinem Handy damit ich beim Einkaufen, im Restaurant etc.
immer nachschauen kann, wenn ich Fragen habe. Dein Exemplar
verstaubt nicht, es kriegt keine Eselsohren. Meine Mutter ist
neuerdings total verrückt nach ebooks. Ich habe ihr einen handlich
leichten ebook reader geschenkt [ schau hier ] und sie kann nun
eine ganze Bücherei kinderleicht mit sich herum tragen. Gerade
wenn Du viel und gerne liest, kann das Deine Lösung sein, denn
damit kannst Du abgesehen von meinem Buch mittlerweile auch
die gesamte Top Literatur einkaufen und musst keine 500 g
Bücherschinken mehr stemmen.
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Du hast hier die Erstausgabe vor Dir liegen und wirst vielleicht den
einen oder anderen Rechtschreibfehler entdecken. Wir haben mit
mehreren Leuten mehrmals die vielen Seiten gelesen und hoffen,
es sind nur noch wenige Fehler durchgerutscht. Bitte hilf uns, in dem
Du uns über eventuell noch vorhandene Fehler informierst. Du bist
damit auch Teil des Buches, nicht nur Leser.
Hand aufs Herz: ich freue mich so sehr für Dich, dass Du in dieses
Buch investiert hast und ich bin mir sicher, Du wirst eine
unterhaltsame und erfolgreiche Zeit mit meinem ebook verbringen.
Mein Traum ist es, dass Du endlich erreichen kannst, was Du Dir
vornimmst und deshalb werde ich sehr viele persönliche Momente
aus meinem Leben mit Dir teilen und ganz offen mit Dir sein. Ich
möchte, dass Du nie wieder Geld ausgeben musst für
Diätprodukte, Tabletten, die nicht wirken oder irgendwelche
ominösen Anleitungen, die nicht in Dein Leben passen.
Willkommen, Freund!
Du sollst Dich bei mir nicht „nur“ als Leser fühlen, Du bist willkommen
und gern gesehen als Freund oder Freundin und ich bin für Dich da,
wenn Du Fragen zur Umsetzung des Programms hast. Du liegst mir
am Herzen. Ich bin offen für Deine Verbesserungsvorschläge,
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Anregungen, für Dein Lob und Deine Kritik. Schreibe mir einfach
eine kurze Mail mit Deinem Anliegen im
Forum je nach Mitgliedschaft im
öffentlichen Bereich oder kontaktiere
schick mir dort eine PN. Bitte denk dran: ich
habe jeden Tag hunderte von Anfragen,
die Beantwortung Deines Anliegens kann
tatsächlich einige Tage dauern. Natürlich
antworte ich immer so schnell wie möglich,
die Menge der täglichen Anfragen erlaubt
es jedoch nicht immer, zeitnah jede Email
zu beantworten. Wenn Du Dich „in der
Reihe vorne anstellen“ möchtest, kannst
Du den VIP Service buchen, (sofern noch
Plätze verfügbar sind). VIPs haben eine
Fragebox im Forum, die ich immer zuerst beantworte.
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Über meinen Youtube Channel
http://www.youtube.com/user/elitepowertv bekommst Du
regelmäßig neue Videos von mir und hast die Möglichkeit, mich auf
den verschiedenen Youtube Treffen in Deutschland persönlich zu
sehen. Schau
chau regelmäßig für neue Rezepte aus unserem Programm
in meinem Blog vorbei unter http://your-diet-angel.com
angel.com/blog .
Regelmäßig kannst Du live Chats mit Webcam über das Internet
mit mir bekommen – gemeinsam vor dem PC mit mir Sport
machen, über das Abnehmen sprechen oder einfach nur ein
wenig quatschen wie Freunde das manchmal machen. Die neuen
Sendungen starten ab Januar 2012, genaue Sendetermine erfährst
Du auf Facebook. Momentan warte ich nach meinem Umzug noch
auf DSL und kann leider nicht streamen.
Freunde sind fair – Geld zurück Garantie
Fairness ist unter Freunden selbstverständlich. Wenn Du trotz meiner
persönlichen Hilfe nicht zufrieden
zufrieden sein solltest mit Deinem Kauf,
melde Dich unbedingt innerhalb der ersten sechs Wochen bei mir.
Ich gebe Dir eine komplette Geld-zurück-Garantie
Geld
Garantie in diesem
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http://www.flatrate
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Zeitraum. Dazu rufst Du einfach die Bestellbestätigungsmail auf, die
Du von Clickbank erhalten hast. (Ggf. schau unter Junkmail/Spam
nach, da war meine gelandet) – in der Mail ist ein Link enthalten,
den Du für den Rücktritt nur anklicken brauchst. Versprochen! Bitte
denk dran, dass die Abbuchung bei Paypal oder auf Deiner
Kreditkarte/ auf Deinem Konto nicht unter dem Namen meines
Buches gekennzeichnet ist. Als Buchungshinweis steht der Name
des ebook - Händlers ClickBank oder CLKBANK*COM auf
Deinem Kontoauszug. Das ist ähnlich wie bei anderen Online Shops
oder beim Buchladen vor Ort, wenn Du dort mit Karte bezahlst.
Dort steht dann auch nicht der Titel des Buchs, sondern der Name
des Ladens, wo Du es gekauft hast, auf Deinem Kontoauszug.
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So fair wie ich zu Dir bin, solltest Du auch zu mir sein. Ich helfe Dir bei
Deinem Traum – Du hilfst mir bei meinem Traum. Mein Traum ist es,
jedem, der es wirklich möchte, den allerbesten Start in sein neues
schlankes Leben zu geben - ohne Umwege über hunderte von
Diäten und zweifelhaften Mittelchen.
Dazu brauche ich Deine Hilfe: Wenn Dich mein unsachliches und
ganz intimes, persönliches Abnehmbuch bewegt hat, empfiehl es
anderen Menschen die Du kennst. Als Schnuppermaterial für Deine
Freunde, Bekannte und Familie gebe ich Dir meine Geheimakte,
die Du unverändert gern weiter verschenken darfst. Du kannst mir
auch helfen, in dem Du meine Website http://your-diet-angel.com
auf Facebook, Twitter und Co. teilst, eine kleine Review zu meinem
verrückten Abspeck Ratgeber in Deinem Blog oder auf Youtube
machst – hilf mir, wenn ich Dir geholfen habe. Und erschaffe mit mir
gemeinsam eine bessere Welt für uns alle.
Ich bin echt
Der enge Kontakt mit meinen Lesern und Zuschauern ist das
Herzstück dieses Buchs, es ist die eigentliche Besonderheit, das
Novum durch das mein Programm zum Leben erwacht, wenn Du
es erlaubst. Du bestimmst selbst, wie stark Du von den
Möglichkeiten Gebrauch machen möchtest, die dieses Buch Dir
neben meiner Geschichte und Anleitung bietet. Du bist
eingeladen, das Buch einfach „nur“ zu lesen und umzusetzen, was
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Dir gefällt – oder Du kannst aus Deinem Schatten heraustreten, mit
mir gemeinsam abnehmen. Dazu gehören zu unserem
Abnehmclub. Keine Angst, ich schreibe zwar „Club“ – es fallen
jedoch keine Kosten dadurch an. Die Aktionen in den sozialen
Netzwerken sind alle komplett kostenfrei für Dich – sie sind Teil
meiner Initiative für ein besseres Leben. Wenn Du Freunde,
Bekannte oder Arbeitskollegen hast, die auch mit ihrem Gewicht
Probleme haben, schick Ihnen ruhig meine Links weiter, damit sie
einen ersten Eindruck machen können. Wenn Du meine Ebook
Seite direkt empfehlen möchtest, ist der Link zum versenden
http://your-diet-angel.com/flatrate-diet-erfolg-vorher-nachher/ Mit
Deiner Empfehlung hilfst Du dabei, die guten Nachrichten zu
verbreiten.
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Übersicht aller Kontaktmöglichkeiten
Abnehm-Engel Community (wichtigster Kontakt für Dich!)
http://abnehmengel.de/xobor
Youtube (Videoblog) http://www.youtube.com/user/elitepowertv
Website mit Rezepten und Blog http://your-diet-angel.com/blog
Facebook (Anne) http://www.facebook.com/elitepowertv
Facebook Fanpage Abnehm-Engel
http://www.facebook.com/abnehmengel
Twitter twitter.com/yourdietangel
BlogTV http://www.blogtv.com/people/elitepowertv
Email Adresse
[email protected]
Online Seminarplattform http://wiziq.com/elitepowertv
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Du kannst auch schon beim „Lesen“ mitmachen
In meinen einzelnen Kapiteln habe ich immer wieder
Aufforderungen und kleine Aufgaben für Dich hinterlegt. Wenn Du
gerne zwischendurch nachdenkst und eine sehr intensive
Auseinandersetzung mit dem Thema Gewicht, Essen und
Motivation zulassen möchtest, empfehle ich Dir ein „Arbeitsbuch“
an Deine Seite zu legen, bevor Du liest. Das kann bereits ein
einfaches Schulheft, eine Kladde oder ein Notizblock sein. In
diesem Heft kannst Du alle Deine wichtigen Aufgaben bearbeiten
und Deine Antworten für Dich notieren. Manchmal kann es auch
interessant sein, einfach meine Fragestellungen dort für spätere
Recherchen aufzuschreiben. Ich habe auch so ein „Arbeitsbuch“
und zwar seit Jahren. Ich schreibe da immer dann rein, wenn ich
etwas besonders gut gemacht habe, wenn ich neue Ziele erreicht
habe oder mir ein weiterer „Traum“ eingefallen ist, für den sich die
ganze Ackerei lohnt. Dort trage ich hin und wieder meine Maße ein
und freue mich, wenn ich wieder geschrumpft bin und wenn ich
gerade mal Ärger habe, Sorgen oder Wut, dann schreibe ich es
auch in mein Arbeitsbuch. Manche Dinge möchte ich nicht
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unbedingt mit anderen Menschen besprechen, das Buch hilft mir,
sie loszuwerden und das Buch dann im Kopf genauso zuzuklappen,
wie das Buch auf dem Schreibtisch. Gerade wenn mich Gedanken
wach halten, ist das eine sehr hilfreiche Sache.
Du bist aber der Chef , dieses ebook gehört Dir allein und Du kannst
es nun verwenden, wie Du möchtest und natürlich auch die
Aufgaben überspringen oder nur die machen, die Dir sinnvoll
erscheinen. Sieh dieses Buch als Dein persönliches Werk, um Dein
neues Wunschleben zu bekommen. Wie Du es bekommst, ist egal.
Hauptsache, Du arbeitest daran.
Das Wort „diet“ oder Diät
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Flatrate Diet – oder Flatrate Diät enthält ein Wort, dass viele
Missverständnisse erzeugt. Damit das Dir mit meiner Ernährungsund Lebensmethode nicht so geht, erkläre ich Dir, wie ich das Wort
verstehe. Diet oder Diät verstehe ich als Ernährungsform und nicht
als Reduktionsdiät, als kurze Phase im Leben um schnell ein paar
Kilo loszuwerden. Flatrate Diet ist eine Lebensumstellung, die Du für
den Rest Deines Lebens beibehalten kannst. Sobald Du Dein
Zielgewicht erreicht hast, probiere einfach mit den Mottotagen
und Extras so lange herum, bis Du Dein Gewicht konstant halten
kannst. Das war mir bei der Entwicklung des Ernährungsprogramms
super wichtig.
Warnhinweis mit Augenzwinkern
Wie ich Dir schon vor Deinem Kauf gesagt habe: Ich schreibe Dir
so, als würden wir miteinander am Tisch sitzen und reden. Ich
nehme kein Blatt vor den Mund, manchmal fluche ich, sage
„böse“ Wörter und immer bin ich gerade heraus. Wenn Du von mir
erwartest, dass ich Dir meine Geschichte in Watte gepackt erzähle,
weichgespülte und elegante Wörter benutze, keine
Rechtschreibfehler mache und versuche, auch dann noch
freundlich zu schreiben, wenn es gilt, auf den Tisch zu hauen, dann
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hast Du Dir in mir die falsche Freundin ausgesucht. Für mich
bedeutet freundschaftlicher Umgang vor allem Ehrlichkeit, die nie
gedacht ist, um das Gegenüber zu verletzen, aber auch keinen
Raum für Beschönigungen lässt.
Beschönigungen haben mich fetter und fetter gemacht. Das hier ist
ein Buch über das Abnehmen und ich schulde Dir meine Wahrheit.
Und meine Wahrheit ist nicht weichgespült, sie ist hart. Aber fair.
Du kannst dieses Buch entweder von vorne nach hinten durchlesen
und mit mir auf eine Reise zwischen Anekdoten und Anleitungen
gehen, oder mit Hilfe des Inhaltsverzeichnisses sofort zu den für Dich
interessanten Themen springen. Ich wünsche Dir viel Spaß mit
meinem ebook und denk dran: Ich bin für Dich da, wenn Du
Fragen hast. Mail mir an [email protected]
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Klick oder Die drei
Geister
„Ob es mir auch mal so ergeht?“ In meinem Kopf spulten sich die
wirrsten Geschichten ab. Die Feuerwehr war angerückt, um eine
viel zu dicke Engländerin ins Krankenhaus zu bringen. Die Dame
Mitte 30 konnte nicht mehr selbst laufen und lebte in ihrem Bett. Ein
großes Laken bedeckte sie und sie erzählte der Welt, wie wohl sie
sich fühlt mit ihrem Gewicht und wie viele Fans sie hat. Ungläubig
folgte ich dem Beitrag - ich wollte abschalten – wegzappen machen, dass es aufhört. Ein großer Schreck für alle Helfer kam, als
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die Lady abtransportiert werden sollte. Sie passte nicht durch die
Wohnungstür hinaus. Es war nichts zu machen.
Die Helfer holten schweres Gerät, stemmten
ste
die Hauswand auf und holten die dicke Frau
an die Luft.
ericht fühlte sich für mich an als würde
Dieser Bericht
jemand Splitter unter meine Fingernägel
schieben. Würde so etwas mit mir auch
irgendwann passieren? Angst machte sich in
mir breit. Es war schmerzhaft, kaum erträglich.
Ich war extrem dick und konnte zu diesem
Zeitpunkt das „extrem dick“ nicht mit Zahlen
benennen. Dieser Tag wird 2006 gewesen
sein, damals war ich 28 Jahre alt und hatte
mich zuletzt mit 14 Jahren gewogen.
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Ich erinnere mich an meine Konfirmation: alle
Mädchen trugen Minirock und feine Strumpfhosen
Strumpfhosen mit
Absatzschuhen und sahen hübsch, blond, langhaarig und zierlich
aus. Ich trug einen schrecklichen Hosenrock in Gr. 54, eine Bluse im
Marinestil mit gold gestickten Ankern und flache Ballerinas zu
meinen roten, kurzen, lockigen Haaren. Die Klamotten waren
wa
aus
einem sauteuren Übergrößengeschäft
Übergrößengeschäft für die Frau ab 40. Weißte
Bescheid.
escheid. Damals zeigte die Waage um die 140 kg und ich
entschied, mich nicht mehr zu wiegen.
Über die Jahre hinweg nahm ich immer mehr zu, ohne es bewusst
zu registrieren, vielleicht hatte ich es auch verdrängt, mich nicht
mehr richtig im Spiegel gesehen. Nun war ich doppelt so alt wie bei
meiner Konfirmation und dass sich auch mein Gewicht fast
verdoppelt hatte, war mir nicht bewusst.
Nur wenige Tage nach der Berichterstattung über die
die dicke Frau,
die aus ihrer Wohnung geschnitten werden musste, erlebte ich
erneut die Grenzen meines eigenen Körpers, der mittlerweile wie
ein riesiges Gefängnis aus Fett um mich
herum wabbelte.
Auf dem Bild oben siehst Du eine
Hose in der US Größe 32 , das
entspricht etwa Gr. 64 in deutscher
Damengröße. Das Bild entstand 2010.
Meine größte Hose war Anfang 2007
Größe 68, bevor es endlich „Klick“
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http://www.flatrate gemacht hat
„Defekt“ klebte es in orange auf beiden
Fahrstühlen meiner Arbeitsstelle, als ich
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
früh morgens zum Dienst erschien. Das Gebäude hatte 5
Stockwerke, mein Büro fand sich in der 3. Etage. Ein erschreckender
Gedanke blitzte durch meinen Kopf: ich muss mich krank melden!
Ich stand im Untergeschoss meiner Arbeit und hätte am liebsten
geheult, weil ich einerseits wusste, das geht auf keinen Fall –
krankmelden, weil der Fahrstuhl kaputt ist – und andererseits malte
ich mir aus, wie der Tag werden würde. Ich käme halbtot in der 3.
Etage an, würde vor Atemnot erst mal eine Stunde außer Gefecht
sein und wenn ich Frühstücken, Mittagessen, Pausemachen,
Kaffeetrinken wollte – all das war nur in der 5. Etage erlaubt. Wie
sollte das gehen? Mit Tränen in den Augen kämpfte ich mich die
Treppen hoch und als die Atemnot vorbei war, spürte ich „Es“
wieder ganz deutlich: Das Gefängnis, die engen Mauern aus Fett,
in die ich mich selbst eingekerkert hatte, drückten mir auf die
Laune.
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Ich war es von jeher gewohnt, der lustige, immer gut gelaunte
Fettie zu sein. Schon im Kindergarten war ich dicker als alle
anderen, das war mein erlebter Normalzustand. 2006 begann diese
Fassade langsam zu bröckeln, es war nicht mehr so einfach, mir
alles schön zu reden, darüber hinweg zu sehen, wie
lebensbedrohlich und krank mein Zustand bis dahin geworden war.
Jetzt spielte scheinbar das Schicksal auch nicht mehr mit. Tagsüber
auf der Arbeit hielt ich das zur Schau gestellte Sonnenscheinchen
aufrecht, doch nachts, wenn die Welt einschrumpft und nur noch
aus den Gedanken im Kopf besteht, fühlte ich wie meine
Lebenskraft in den Bergen meines monströsen Körpers versickerte.
Ich fühlte mich, als würde ich sterben und dabei noch immer
darauf achten müssen, auch ja allen dabei zuzulächeln, zu winken
und fröhlich zu wirken. Kennst Du die Szene aus Titanic, wo das
Orchester weiter spielt während die Titanic vom Meer verschluckt
wird? Genauso habe ich mich gefühlt.
„Und, war das nun der Klick?“ fragst Du Dich vielleicht und ich
würde Dir schulterzuckend gegenüberstehen. Ich glaube
mittlerweile, es gab eine ganze Reihe von Ereignissen innerhalb
eines kurzen Zeitraums, die mich wachgerüttelt hatten aus meiner
weichgespülten Realität. Plötzlich tat das Leben ständig weh, die
Knie schmerzten schon dumpf, wenn ich aufwachte. Am Ende des
Tages konnte ich kaum noch laufen. Meine Freizeit verbrachte ich
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auf der Couch mit zu viel Essen,
Essen, ich arbeitete zu viel und hielt dort
meine Seminare überwiegend im Sitzen.
Sitzen. Ich fuhr selbst für ein
Stockwerk mit dem
em Fahrstuhl und wie Du weißt: Ich
Ich wollte mich
krank melden, weil der Fahrstuhl kaputt war.
Ist das ein Leben gewesen?
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Im Herbst 2006 fuhr ich zu
meiner Mutter und entdeckte
in meinem Elternhaus eine
Erinnerung an längst
vergangene Zeiten. Eine
Erinnerung an Träume. Ein
faustgroßes Loch in der Wand
erzählte die Geschichte eines
Selbstverteidigungskurses,
lbstverteidigungskurses,
den ich mit 12 besucht hatte.
Ich steckte meine Faust noch
mal in die Gipswand und
erinnerte mich an den
Moment. An die Wut damals,
über irgendetwas eigentlich Belangloses
B
und an den Schlag und
daran, wie meine Wut schlagartig verschwunden
verschwunden war, als meine
Faust zu meiner Überraschung die Gipswand kaputt gemacht
hatte. Damals wollte ich gerne Karate lernen. Wir waren
ware eine
Familie mit drei Kindern,
Kindern einem noch nicht bezahlten Eigenheim
und für diesen Wunsch war kein Geld über.
Die Jahre
re hatten diesen Wunsch mit dem Winde verweht, die
wachsenden Kilozahlen hatten ohnehin alles unrealistisch
erscheinen lassen, was mit körperlicher Aktivität zu tun hatte.
„Wenn heute der letzte Tag Deines Lebens ist, was würdest Du tun?
Mit wem würdest Du es tun? Wo würdest Du sein wollen?“ Auf
irgendeiner der diversen Trainerfortbildungen hatte ich diese Frage
als Coachingmittel kennengelernt und dieser Moment, mit der
Faust in der Wand, spuckte die Frage wieder in mein Bewusstsein.
„Ich möchte diesen einen
einen letzten Tag einfach nur leben.“ Das war
meine Antwort. Ich will Dir hier nicht philosophisch kommen,
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technisch gesehen war ich ja nicht tot. Ein Zombie war ich trotzdem
gewissermaßen. Kaum in der Lage mich zu bewegen, kroch ich mit
Schnappatmung durch einen Tagesablauf, der sich um Erfolg auf
der Arbeit, DVD gucken mit meinem Freund und vor allem auf
Essen bezog. Ich war tot von innen. Kein Leben, fühlte mich an
dem herbstlichen Tag 2006 wie ein dahin welkender Rest einer
Kerze, die kaum noch die Kraft hat zu brennen. Ich hatte einige
Tage ganz schön zu knacken an diesem Gefühl innerer Leere, die
im krassen Gegensatz zu meiner äußerlichen Fülle stand.
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Am liebsten wäre ich vor meinen eigenen Gedanken weg
gelaufen, vor diesem Gefühl: Der Gewissheit, eigentlich die ganze
Zeit tot zu sein, kein Leben zu haben wie ich es Leben nennen
würde. Ich stellte fest, dass dieser Zustand sogar Träume getötet
hatte. Es gab damals nichts was ich mir wünschte, was in einem
größeren Sinne von Bedeutung war, es gab keine Lebensziele, kein
Konzept mehr. Die Verbindung zum Leben schien tatsächlich
gerissen, ich existierte schon ewige Jahre einfach nur vor mich hin
und versuchte durch besonderes Engagement im Job – bis hin zur
Selbstaufgabe – einen Anschein von „Sein“ zu erzeugen.
Warum hatten meine Selbsttäuschungen jahrelang funktioniert?
Was hatte bloß die Septemberluft 2006, dass sie mein Leben so
nachhaltig veränderte? Es geht schließlich um den Klick-Moment
und der ist wichtig für Dich zu erfahren, damit Du Deinen eigenen
Klick vielleicht leichter herbei führen kannst.
Meine Überzeugung ist es, dass alle Dinge ihre Zeit haben und
auch ihre Zeit brauchen. Seit meiner Jugend hatte ich nicht mal
mehr versucht abzunehmen. Ich hatte mich komplett eingefunden
in mein Schicksal, immer und überall die Dickste zu sein. Das war
ich. Die Dickste. Punkt.
Ich habe mein Leben mit leeren Werten angefüllt, je nach Phase
waren es Markenklamotten für sehr übergewichtige Frauen aus
den USA, Markenkosmetik, technische Spielereien oder
Schnickschnack für jene, die Schönheit vortäuschen wollen:
künstliche Fingernägel, extrem übertriebene Haarverlängerungen
bis zum Arsch. Tolle Möbel, bloß nichts second Hand, möglichst
blingbling. Immaterielle Aufwertungen waren chronische gute
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Laune und verbissener Wille zur Perfektion auf der Arbeit.
Ich sage Dir was: Ich glaube, es gibt ihn nicht, DEN Klick. Es war
mehr wie ein beständiges Klicken, das nach und nach lauter
geworden ist und zwischen den Zeilen der schmerzhaften
Erkenntnisse eine ganz andere Nachricht versteckt hatte - ich bin
mir selbst wichtig. Ich liebe mich. Oh ja.
Jetzt wirst Du wahrscheinlich verwirrt schauen und sagen „Hast Du
nicht was über die fette Frau aus England erzählt, den defekten
Fahrstuhl und das dämliche Loch in der Wand? – Was zur Hölle soll
das bitte damit zu tun haben, dass Du Dich liebst?“ Oder schaffst
Du es, den Zusammenhang zwischen Selbstliebe und diesen
Ereignissen herzustellen?
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„Um zu werden, wie man sein will, muss
man erst sein wollen, wie man ist.“
Andreas Tenzer
Als die Bilder der lebensbedrohlich dicken Engländerin über den
Bildschirm flimmerten, war das wie ein Blick in die Zukunft. Eine
Zeitreise im Körper einer anderen Person, unfreiwillig, unerwartet riss
mich dieser Fernsehbeitrag in die Grübeleien darüber, wie es sich
anfühlen würde, wie diese Frau zu enden. Ich stellte mir vor, wie ich
plötzlich nur noch im Bett liegen würde, ständig auf Hilfe
angewiesen wäre. Ich würde isoliert leben von der Welt, nicht
arbeiten können, nicht mehr zu jeder Zeit rausgehen können. Totale
Ohnmacht. Gefängnis. Und wenn ich krank würde wie die
englische Frau, dann käme die Feuerwehr um mich heraus zu
tragen oder im schlechtesten Fall auch das Haus abreißen zu
müssen, weil ich mit meinem fetten Körper nicht durch den Flur
passe.
Natürlich dachte ich auch daran wie es ist, so zu sterben. Ich
brauche dann einen Spezialsarg, der erst angefertigt werden muss
und mich wird niemand tragen können. Selbst wenn ich eine
Fußballmannschaft kennen würde, wäre das schwierig und
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zumindest hinterließe es einen mächtigen Eindruck. Da wird ein LKW
begraben, keine Frau. Ich merkte in dem Moment, dass ich so auf
keinen Fall enden will. Erstaunlicher Weise stellte ich fest, dass ich
ausnahmsweise nicht über „was würden die Leute sagen, wenn…“
nachgedacht hatte, sondern ich wollte es nur und ausschließlich
für mich nicht. Ich fand, dass ich es nicht verdient hatte, ein solches
Ende zu erleben, einen gefräßigen Tod auf Raten, das wollte ich
ganz und gar nicht.
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Wenige Zeit drückte das Erlebnis mit dem defekten Fahrstuhl noch
mal in die Wunde und erinnerte mich: Du bist nicht weit entfernt
davon, die totale Kontrolle zu verlieren. Ich wollte mich krank
melden, weil drei Stockwerke wie eine unerreichbare
Herausforderung erschienen. Ich war 28 und nicht 75 mit
unkorregiertem Hüftschaden und Herzkrankheit, und doch fühlte
ich mich an dem Tag uralt. In meinem Bewusstsein reifte in den
nachfolgenden Tagen die Erkenntnis, dass ich mich schützen muss
davor, bald tot zu sein. Oder eben wie die Frau in England, was von
„tot“ gar nicht weit entfernt ist. Immer mehr fühlte ich, dass ich mir
selbst wichtig bin – und ich erlaubte mir zum ersten Mal in meinem
Leben dieses Gefühl. Meine Antennen für die Umwelt und für mein
eigenes Verhalten richteten sich nun mehr auf mein eigenes
Gefühlsleben aus. Ich begann noch am selben Tag, für mich selbst
Prioritäten zu setzen. Ich habe an dem Tag mit dem Fahrstuhlvorfall
das erste Mal „nein“ gesagt, als es um Überstunden ging. Ich
erinnere mich daran so genau, weil dieser Moment etwas sehr
Magisches hatte. Sonst habe ich nie klar und deutlich „nein“
gesagt, ich habe höchstens eine Ausrede bemüht, um einer
unpassenden Bitte zu entgehen.
Als ich dann auf das Loch in der Wand stieß, mit all den Träumen
und Wünschen, die da dran hingen, öffnete es meinen Blick für das
offensichtliche Loch in meinem Herzen. Und es gab mir nach
einigen Tagen Auseinandersetzung mit mir selbst eine andere und
neue Art von Zukunftsvision. Es schenkte mir wichtige Träume und
Ziele zurück, die jenseits meiner Arbeit lagen. Ziele, die ich nur für
mich ganz allein wollte, nicht für jemanden, nicht von jemandem
beeinflusst. Träume, die positive Gedanken und Gefühle auslösten,
weil sie nicht darauf abzielten, jemand anderem gefallen zu
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müssen. Ich hatte also nicht nur erkannt, dass ich für mich selbst
wichtig war - ich hatte bereits dafür eingestanden (Nein-sagen
geübt) und eine positive Zukunftsvision im Kopf. Da war plötzlich
wieder etwas in meinem Leben, was ich wirklich wollte, wofür es
sich lohnte, auf mich zu achten. Kleine Frage am Rande:
Wie gut bist Du im „Nein“ sagen?
Rückblickend betrachtet, erinnert mich meine „Klick Serie“ ein
wenig an „Die Geister, die ich rief“ in einer real-life-Version. Mein
erster Tipp für Dich auf dem Weg in Dein schlankes Leben ist Zeit.
Plane genügend Zeit ein, um den richtigen Moment zu finden. Das
klingt sehr abstrakt, ich schreibe Dir konkreter wie ich das meine.
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Nimm Dir Zeit für Deine Gedanken und Gefühle. Rufe Deine
eigenen Geister, die Dir helfen, Dein Leben zu erkennen, Deine
wahren Wünsche zu finden und vor allem das Gefühl für Dich selbst
wieder zu entdecken. Schau zunächst in die Vergangenheit und
frage Dich, was bei bisherigen Abnehm Versuchen schief
gegangen ist? Und was hat funktioniert? Was waren Deine Ziele
damals? Sollte jemand beeindruckt werden, wolltest Du nur so in
kleinere Sachen passen, einen Partner finden – was war der Grund?
Und warum war der Grund nicht wichtig genug, dass er Dich durch
die Härten des Abnehmens zog? Im Anschluss betrachte Dein Hier
und Jetzt. Wer bist Du jetzt? Wie geht es Dir körperlich, geistig? Wie
verbringst Du Deinen Tag? Was sind Deine Schwächen und
Stärken? Welche drei Gründe findest Du, Dich selbst zu lieben und
anzunehmen als Mensch? Zum Abschluss reise in die Zukunft, stell
Dir vor, wie Du schlimmsten Falls sein würdest, wenn Du weiter
machst, wie bisher? Stell Dir den Zustand ganz genau vor und
versuche so deutlich wie möglich heraus zu arbeiten, was Dich
daran stört. Warum willst Du niemals so werden? Was ist Deine
größte Angst dabei? Dann mach Dir die wichtigste Information
bewusst, die dieses Buch vielleicht enthält
Die Zukunft ist noch nicht geschehen.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Unsere inneren Bilder – positiv oder negativ – werden sie gestalten
und wir selbst sind in der Lage, die inneren Bilder positiv für uns zu
gestalten. Und genau das tust Du jetzt.
Stell Dir genau vor, wie Du in der Zukunft sein möchtest, in schönen
Bildern, mit vielen positiven Gefühlen und vor allem: mit dem
absoluten Recht darauf, ein gutes Leben zu haben.
Heute glaube ich mittlerweile, ich musste mir einfach nur erlauben,
mit dem Fettsein aufzuhören. Irgendwie dachte ich mein ganzes
Leben lang, ich bin verflucht, ich hab das verdient, ich habe die
alleinige Schuld. Eine Schuldfrage zu diskutieren oder den Fluch des
Dickseins im Kopf zu bewegen, ist dabei unnötig. Du hast keine
Schuld im eigentlichen Sinne, maximal Verantwortung - und
Verantwortung ist positiv. Sie bedeutet, Du hast die Macht, ALLES zu
verändern!
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Wenn Du Dir überlegst, welche Bilder ich bei meiner damaligen
Einstellung „ich bin schuld, ich bin verflucht, ich bin böse“ fast
lebenslang im Kopf hatte, welche Bilder mich damals geleitet
haben, dann wird klar, dass es so weit kommen musste. Wir werden
immer genau das, was wir im tiefsten Inneren glauben. Unsere
Gedanken beeinflussen alles, unsere Handlungen, unsere
Entscheidungen – wie wir Geschehnisse wahrnehmen und damit
umgehen. Dadurch werden wir zu dem, was wir nicht wollen, aber
befürchten – wenn wir nicht endlich anfangen, aktiv positive
Gedanken zu erzeugen.
Derjenige, der sich für den Arsch hält, ist es auch. Selbst erfüllende
Prophezeiung nenne ich das im Mentaltraining. Das ist übrigens der
Oberskandal: Ich kannte in meinen fettesten Zeiten all die
Techniken um die mentale Stärke zu nutzen, die wir Menschen
haben – als Trainingswerkzeug, um anderen zu helfen. Doch mir
selbst war der Zugang so lange verwehrt, bis ich ihn mir selbst
erlaubt habe. Ich glaube der größte Stein in meinem Weg war ich
selbst.
Nun bist Du dran. Wer ist der größte Stein in Deinem Weg? Warum
bist Du noch nicht so schlank, wie Du sein möchtest?
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Die nackte Wahrheit
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Wenn ich mir meine alten
Fotos anschaue, dann sehe
ich eine extrem
übergewichtige Frau. Ich
finde die Frau auf dem Bild
nicht hässlich, im Gegenteil,
ihr
hr Gesicht hat Potential.
Leider würde ich auch sagen,
„hübsch“ ist anders. Das viele
Fett rund um das Gesicht, die
winzigen Augen, die von den
fettgefüllten Wangen klein
gequetscht werden und
aussehen, wie die Rosinenaugen eines Stutenkerls. Hast Du schon
scho
mal darauf geachtet, dass viele von uns „Dicken“ wirklich Potential
haben, was das Aussehen angeht?
In meinen alten Fotos
os erkenne ich aber noch etwas Anderes,
Anderes, etwas
ganz Fatales.
atales. Sicher, der lebensbedrohliche
lebensbedrohliche Gesundheitszustand,
den 262,5 kg nun mal bedeuten,
bedeuten, den sehe ich auf den Bildern
auch. Je nachdem, wie viel oder wenig Übergewicht Du hast, wirst
Du sicher die Gesundheitsrisiken Deines Zustands auch sehr gut
einschätzen können.
Womit mich die alten Bilder schocken, ist die Erinnerung an meine
verschobene
hobene Selbstwahrnehmung. Ich hielt mich für hübsch, ja
sogar manchmal für sexy und ich habe mich nie so extrem dick
wahrgenommen, wie ich auf den Bildern nun mal abgebildet bin
und wie es die Waage in ihren digitalen, roten Ziffern mir entgegen
schrie.
Nachdem
dem das Loch in der Wand meine alten Träume geweckt
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
hatte, begann ein anstrengender Prozess mit vielen Momenten der
Selbsterkenntnis. Die Momente waren allesamt unangenehm –
aber notwendig. Als ich von meinem Besuch im Elternhaus wieder
nach Hause kam, hielt ich direkt auf dem Rückweg bei einem sehr
großen Sportgeschäft. Ich wollte mir einen Karateanzug kaufen. Ich
schnappte den größten Anzug aus dem Regal und quetschte mich
in die Umkleidekabine.
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Umkleidekabinen sind übrigens wie ein übergroßes Hotdog
Brötchen für Fette. Die sind oft so eng, dass der dicke Mensch darin
das Würstchen wird. An dem Tag waren meine Tränen wohl der
Senf in dem Arrangement, denn bitter musste ich feststellen, dass
die größte Anzughose nur bis zum Knie hoch ging und die Jacke
vorne so weit offen stand, dass mein Bauch wie ein riesiges Bierfass
hinaus drückte. „Du siehst aus wie Obelix“ dachte ich mir und
versuchte, über meinen eigenen Witz zu lachen. Das war meine Art:
unangenehme Situationen mit Witzen überspielen. Die Erkenntnis,
nicht ansatzweise in den riesigsten Anzug zu passen, wo doch die
Kampfsport Anzüge extrem weit geschnitten sind, war eine große
Enttäuschung.
Aus dem Heute betrachtet, war sie ein bisschen lächerlich: Ich
konnte vielleicht ein Stockwerk hochlaufen und hatte dann
Schnappatmung wie eine alte ausrangierte Lock. Selbst wenn der
Anzug gepasst hätte, wäre ich wahrscheinlich schon auf dem Weg
vom Auto in die Halle so ausgelaugt gewesen, dass ich nur
zugeguckt hätte. Zum Zugucken ein Training zu besuchen, ganz
gleich welcher Art, ist genauso sinnvoll wie Dir gründlich den Arsch
zu rasieren, bevor Du zum Zahnarzt willst, anstatt Dir einfach die
Zähne zu putzen.
Als ich abends endlich zuhause zur Ruhe kam, fiel die
Entscheidung, schlanker zu werden, um in den Anzug zu passen
und mich in einen Verein trauen zu können.
Mir stellte sich dann natürlich die Frage nach dem Ausmaß der
Aufgabe, ganz klassisch, Projektmanagement. Was ist genau zu
tun, in welcher Zeit, mit welchen Ressourcen?
Ich wollte ein konkretes Zieldatum festlegen, bis wann ich das
„Anzugziel“ erreichen wollte und ab wann ich mich in einem
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Karateverein anmelden möchte. Mir war klar, es würde nicht drei
Monate dauern – doch da schwebte immer noch eine schwarze,
unbekannte Zielgröße über mir. Mein Gewicht, besser gesagt –
meine Unkenntnis über mein Gewicht. Meine nächste Aktion war
nun, mir den „Feind“ ins Haus zu holen – ich besorgte mir eine
Waage.
262,5 kg.
Oh mein Gott. Damit hatte ich nicht gerechnet. Wie konnte ich nur
so fett geworden sein. Ich hatte mich zuletzt gewogen mit 14 oder
15, so genau weiß ich das gar nicht mehr. Mit 180 kg hatte ich
gerechnet, vielleicht noch 200 kg.
Aber 262,5 kg?
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Wie sollte ich bloß jemals auf ein normales Gewicht kommen? Ich
wollte doch nun endlich meinen Lebenstraum erfüllen. Konnte ich
den jetzt für immer vergessen?
Ungläubig starrte ich die übergroße Waage an, die ich extra aus
den USA importiert hatte. "High capacity digital scale" kokettierte
eine knallrote Schrift auf dem schwarzen Riesenteil, mit dem ich
nun meinen Gesundheitszustand zum ersten Mal in Zahlen vor mir
sah. Die Waage eignete sich bis zu einem Benutzergewicht von 660
lbs - was etwa 300 kg entspricht. "Da kannst Du ein halbes Nashorn
drauf stellen" dachte ich bei der Bestellung noch bevor ich wusste,
dass ich selbst eins geworden war.
Drei Wochen vorher hatte ich eine Waage in Deutschland gekauft,
ein chices Modell komplett aus Glas mit einem maximalen
Benutzergewicht von 160 kg. Während das Sicherheitsglas nur
leicht knarzte, als ich meinen ballonartigen Körper auf das kleine
gläserne Quadrat mit der Digitalanzeige bewegte, schien die
Wiegeeinheit wenig begeistert von meiner Last zu sein.
Das Display blinkte und zeigte ein "E". "Na toll" dachte ich "jetzt ist
da die Batterie alle oder was?" Schnaufend rollte ich von der
Waage und schnappte mir die Bedienungsanleitung.
Selbstverständlich habe ich keine Sekunde lang an die Möglichkeit
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
gedacht, dass ich vielleicht zu schwer sein könnte für diese
haushaltsübliche Personenwaage.
•
•
•
"Benutzer steht nicht ruhig
Benutzer ist zu leicht (Gewicht < 10 kg)
Benutzer ist zu schwer (Gewicht > 160 kg)"
Die Bedienungsanleitung hielt diese kleine Checkliste bereit, um mir
zu erklären, was die Anzeige "E" zu bedeuten hat.
Da war mir die Sache gleich klar.
"Benutzer steht nicht ruhig"
Ich fluchte vor mich hin. "Ruhig stehen!? Die wissen schon, dass das
für Dicke gar nicht so leicht ist, oder?"
Jetzt waren meine kreativen Fähigkeiten gefragt.
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Hast Du schon mal versucht, eine Waage abzulesen wenn Du
schon Schwierigkeiten hast, ohne Verrenkungen Deine eigenen
Füße zu sehen?
Ich half mir schließlich mit einem Kosmetikspiegel, den ich ein Stück
vor meinem Bauch hielt und mit dem ich das Display der Waage
erkennen konnte.
Wieder blinkte das "E".
Nach weiteren drei erfolglosen Versuchen musste ich mir
eingestehen, dass ich wahrscheinlich "etwas" zu schwer für die
Waage war. Frustriert und geschockt suchte ich nach einer
anderen Möglichkeit, mein Gewicht abzubilden, damit ich meine
"Mission" ordentlich planen konnte. Die Kleidung kaufte ich schon
eine Weile in den USA, warum nicht auch die Waage?
Ich erinnere mich, dass ich einige Tage gebraucht habe, mit dem
Wissen über mein Gewicht klar zu kommen. Es fühlte sich an, als
hätte mich jemand in ein ganz tiefes Loch gestoßen, aus dem ich
keinen Ausweg wusste, weil all mein Kampfgeist, der mich bis auf
die Waage getrieben hatte, im Staub am Boden lag. Mittlerweile
war es Ende Januar 2007.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Ich wusste, mein Kampf würde hart werden - aber so hart? Hatte
irgendjemand Gleiches jemals geschafft? Oder jemals schaffen
müssen? Das hört sich lächerlich an, aber so dick, wie die Zahlen
mich von einer Sekunde auf die andere scheinbar gemacht
haben, habe ich mich damals gar nicht gefühlt.
Klar, Treppensteigen war der reinste Horror. Nach einem halben
Stockwerk schnaufte ich wie eine Dampflock und als auf der Arbeit
der Fahrstuhl kaputt war - ich arbeitete im dritten Stock - habe ich
ernsthaft erwägt, mich krank zu melden. Im dritten Stock
angekommen war ich halb tot. Mit taten immer die Knie weh,
manchmal der Rücken und lange stehen oder laufen war nicht
drin. Am liebsten war ich zuhause, auf dem Sofa, wo es gemütlich
war und ich weder Blicken noch Kommentaren ausgeliefert war.
Trotzdem. 262,5 kg - never. Ich bin doch nicht wie diese
Engländerin, die ihr eigenes Haus nicht mehr verlassen konnte.
Die Gedankengänge, die durch die Kenntnis meines Gewichts
ausgelöst wurden, waren beängstigend.
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Durch mein Gewicht fühlte ich mich plötzlich, als ob mich dieses
Schicksal auch jederzeit ereilen würde. Mir kamen diese Menschen
aus Amerika in den Kopf, die 300 oder 400 kg wogen und nicht
mehr aus dem Bett aufstehen konnten und von Angehörigen auch
noch Essen in großen Mengen ans Bett gebracht kriegten.
Menschen, die wegen ihrer Fettleibigkeit nachts beatmet werden
müssen und deren Sozialleben sich zwischen Bett und Fernseher
abspielt. Fürchterlich. Und die dann noch behaupten, dick und
sexy zu sein.
Wie weit entfernt war ich denn mit meinen Kilos davon, auch so zu
enden?
Ich war 28 und mein ganzes leben lang dick gewesen. Fett sogar.
Ich konnte mich für das Gewicht anscheinend noch ganz gut
bewegen, doch wie lange würde das so weiter gehen?
Die Wahrheit über den eigenen Zustand realistisch zu erkennen,
ohne Beschönigungen und ohne etwas schlimmer zu machen, als
es ist, fiel mir gar nicht leicht. Zu lange hatte ich mich hinter Lügen
versteckt und damit zugelassen, dass ich immer dicker wurde. Ich
hatte über die Jahre gelernt, die perfekt gut gelaunte Dicke zu
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
spielen, mir selbst einzureden, dass ich glücklich und zufrieden war.
Heute ist es unfassbar für mich, wie ich so leben konnte. Stell Dir vor,
ich bin sogar 200 Meter zur Bäckerei gefahren, weil es mir zu
anstrengend war, dorthin zu laufen. Der Wocheneinkauf war eine
Qual, kein Besuch im Supermarkt verging, in dem ich mir nicht
wünschte, es gäbe einen Drive-in-Supermarkt. Im krassen
Gegensatz zu den zahlreichen Contras stand meine damalige
vernebelte Selbstwahrnehmung – und erst als dieser Nebel langsam
verschwand, konnte ich selbst beginnen, mich aus meinem
Gefängnis aus Fett zu befreien.
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Bevor ich Dir erzähle, wie ich das bewerkstelligt habe, erlaube mir
eine ganz andere wichtige Frage zu beantworten, die Du Dir
bestimmt stellst: Wie schafft man es, sich 262,5 kg anzufressen ohne
zu bemerken, längst nicht mehr „etwas mollig“ „übergewichtig“
oder einfach nur „fett“ zu sein, sondern wirklich lebensbedrohlich,
abartig und krankhaft fett. Diese Einstufung ist übrigens nicht dazu
gedacht, dass ich mich selbst in der damaligen Version für einen
charakterlich schlechten Menschen halte oder mich damit
abwerten möchte – es ist eine wertungsfreie Einordnung des
Gesundheitszustands. Adipositas per magna nennt das die Medizin
– entweder um uns Laien nicht zu verraten, dass wir krankhaft
fettsüchtig sind oder als Geheimsprache der Gelehrten.
Selbst wenn Du nur ein paar Kilo zu viel hast, können die folgenden
Zeilen für Dich interessant sein, um Deinen eigenen Umgang mit
Essen aber auch mit Dir selbst zu überprüfen. In unserem
kostenlosen Abnehm Club auf Facebook habe ich sehr viele
Beispiele gefunden, dass die hinter dem Gewichtsproblem
versteckten Probleme sich kaum unterscheiden zwischen den
richtig fetten Brummern, wie ich einer war, und den gering
übergewichtigen Menschen. Bestenfalls stellst Du fest: Damit habe
ich überhaupt keine Probleme – und im zweitbesten Fall stellst Du
fest, dass es Dir ähnlich geht in mancherlei Hinsicht, dass Du nicht
geisteskrank bist oder allein mit der Problematik. Und Du erfährst
natürlich, wie ich die Sache für mich in den Griff kriege, damit Du
für Deine eigenen Schwierigkeiten einfache Lösungen finden
kannst.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Wie wird man 262,5 kg schwer?
Ich gestehe: Ich bin ein „emotional eater“. Ein emotional eater ist
ein Mensch, der Essen als Ausgleich missbraucht.
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Stress, Langeweile, Traurigkeit, der Wunsch nach Nähe oder
Aufmerksamkeit, als Selbstbelohnung, zur Feier des Tages, aus Frust
– es gab damals fast keine Gelegenheit, keinen Gefühlszustand,
den ich nicht mit Hilfe von Essen reguliert habe. Das emotionale
Essen selbst verursacht auch negative Gefühle, die Wahrnehmung
des eigenen Mangels hinter diesem Verhalten, und das ist kurz
gesagt die Spirale, in die ich geraten bin. Ich war über die vielen
Jahre des Übergewichts nicht mehr in der Lage, normal zu essen,
das Essen selbst war für mich einerseits unvermeidbar,weil ich es
brauchte. Nicht als Lebenserhaltung, als normalen Teil des
menschlichen Lebens - sondern als psychoaktive Droge, die süchtig
macht und dabei gleichzeitig nie komplett vermieden werden
kann. Alkoholiker und Raucher jammern dann und wann, wie
schwer es ist, aufzuhören mit ihrer Sucht. Dabei ist die Sachlage da
viel einfacher gestrickt: Alkohol und Zigaretten sind nicht
lebensnotwendig, eigentlich sind sie ja sogar so ungesund, dass sie
das Leben verkürzen und ein kompletter Verzicht ist dauerhaft
möglich. Auf Essen kann niemand dauerhaft verzichten und das ist
der große Scheiß bei dieser Form der Sucht. Du kannst die Droge
nicht komplett aus dem Haus schmeißen, sie meiden und somit
„clean“ bleiben. Du musst lernen, Dich zu kontrollieren und einen
vernünftigen, verantwortungsvollen Umgang mit den Lebensmitteln
zu pflegen.
Eine andere Schwierigkeit unter der ich litt und die mein emotional
eating verschlimmerte: Ab einem gewissen Grad an Übergewicht
ist Essen in der Öffentlichkeit auch ein empfindliches Thema. Ich
erinnere mich daran, wie oft ich schon als Kind von meinem Papa,
meiner Oma, von Eltern meiner Freunde, von anderen Kindern,
vom Arzt und sogar von fast fremden Erwachsenen gehört habe
„Kind, iss doch nicht so viel“ oder „Nein, Du kriegst keine Torte, hier
ist ein Apfel , der ist gesünder für Dich“. Geh mal für einen Moment
lang in meinen Schuhen.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Essen ist böse
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Stell Dir das einfach mal vor, Du
bist 9 Jahre
ahre alt, etwas dicker als
die anderen Kinder – extrem
war es damals noch nicht! –
und Du bist auf einem
Kindergeburtstag. Die
Kaffeetafel ist gedeckt mit
Kuchen und Torten, mit
Süßigkeiten. Die Mutter Deiner
Schulfreundin verteilt die Torte
auf dem Teller,, die Torte sieht
lecker aus. Ich erinnere mich
daran, es war eine
Schokosahnetorte mit
Benjamin Blümchen drauf. Du
liebst Schokoladentorte und
ohnehin alles Süße. Als Du eigentlich Dein Tortenstück erwartest,
erwart
legt die Mutter mit mildem, mittleidigen Lächeln den Tortenheber
weg und sagt „Moment“.
oment“. Sie verschwindet in der Küche, und ist
Sekunden später mit einem Apfel wieder da. „Du solltest lieber
einen Apfel essen,
n, Torte ist nicht gut für Dich!“,
Dich! verkündet
erkündet sie laut.
Sie legt Dir den Apfel auf den bunten Pappteller,
Pappteller, der bei den
anderen schlanken Kindern mit einer saftigen Sahnetorte bestückt
ist. Sie schiebt demonstrativ die Torte noch ein Stück weg, so als
würde sie damit sagen wollen „Kleines verfressenes Kind, nicht dass
Du über die Torte herfällst“. Die anderen Kinder gucken alle.
Manche lachen, andere tuscheln und die meisten interessiert es
nicht, weil sie gerade die Benjamin Blümchen Torte essen, die Du
auch so gern probieren würdest.
Wie fühlst Du Dich?
Ich habe mich in solchen Momenten ganz klar einsam
einsam gefühlt. Da
waren „die dünnen Kinder“ als Gemeinschaft und ich stand am
Rande dieser Gemeinschaft, als Teil von ihr fühlte ich mich nie.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Allein sein, das war mein empfundener Alltag. Und unartig sein,
böse, das war es, wie ich mich fühlte. Permanent wohlgemerkt.
wohlgemerkt. Der
gut gemeinte Brainwash mit „iss dies nicht, iss das nicht“ der
Erwachsenen gab mir immer wieder die unterschwellige Botschaft
„Essen ist böse, wenn Du isst, bist Du schlecht“. Gleichzeitig aß ich ja
ständig. Nicht im Wesentlichen
esentlichen zur Lebenserhaltung,
Lebenserhaltung, wie es
Menschen nun mal tun, denn da gab es noch eine zweite
prägende Ebene in meinem Heranwachsen.
Essen ist Trost
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Eines Tages hatte ich mir das Knie aufgeschlagen beim
Rollschuhfahren. Ich weinte und zum Trost bekam ich von Mama
eine kleine
eine Tüte Gummibärchen. Wenn ich traurig war, gab es
e
Lieblingsessen oder was Süßes - ja, ich wurde unabsichtlich darauf
konditioniert, mit Essen meine Gefühle zu steuern.
Ob ich nun traurig, wütend, verletzt war, tröstete ich mich mit
Süßem. Ich hatte das
da so gelernt. Auch in Belohnungsmomenten
gsmomenten wie
bei guten Noten, Geburtstag,
Geburtstag gutem Verhalten— gab es Süßes
oder Lieblingsessen. Langeweile überbrückte ich mit Essen und als
dickes Kind, das nicht dazu gehörte, gab es eine Menge
Langeweile.
Diese verdammte Verknüpfung
rknüpfung
zwischen Gefühlen, Emotionen - und
Essen ist es, die vielen von uns,
vielleicht auch Dir, unbeabsichtigt
und mit viel Liebe gemeint von
unseren Eltern ins lebende
ende Fleisch
gepflanzt wurden. Leider zählt nicht
die gute Absicht, sondern das
Ergebnis.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Auch als Bestrafung habe ich hin und wieder Essensentzug erlebt:
Ich musste ohne Abendessen auf mein Zimmer gehen und dort
bleiben. Das war jetzt erst mal auf Basis der Sachlage nicht
grausam gemeint gewesen, die Wirkung – als die versteckte
Wahrheit, die sich dadurch einprägt: Essen ist eine Belohnung, der
Entzug ist eine Bestrafung, ein Mangel.
Betrachte es mal aus diesem Blickwinkel: Wenn ich Essen als
Belohnung, Trost, Unterhaltung, Gesellschaft und wer weiß was
noch erlebe, und das Fehlen von Essen sich als Strafe verankert hat
in meinem Kopf, was werde ich unbewusst von einer Diät halten?
Was werde ich fühlen, wenn ich beginne, die Nahrungsmengen zu
kontrollieren und zu verzichten?
Ganz genau. Bestrafung, Mangel.
Wenn ich diesen Mangelzustand fühle und gewohnt bin, jeden
Schmerz mit Essen zu betäuben – wie helfe ich mir aus dieser
Situation heraus?
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Ich werde schwach. Früher oder später, je nachdem, wie lange ich
„die Strafe“ dieses Mal aushalte, bevor ich kapituliere.
Ich esse also. Ich habe aber ebenfalls dank idiotischer gut
gemeinter Verhaltensweisen von Erwachsenen gelernt, wenn ich
esse, ist das nicht in Ordnung. Wegen meinem Gewicht wäre es
besser, nicht zu essen. „Kind Du bist zu dick!“ Ich fühle mich
frustriert.
Ich habe gelernt, Frust mit Essen zu bekämpfen. Ich möchte aber
ein guter Mensch sein und nicht „böse“ und versuche, nicht zu
Essen.
Was fühle ich? Mangel. Bestrafung. Und die Scheiße geht von
vorne los.
Ich war gefangen zwischen nicht-essen und essen, beides waren
negativ erlebte Zustände und somit muss ich zugeben: Ich hielt
nicht allzu viel von mir. Wie hätte ich auch eine gute Meinung von
mir haben können auf dieser Denk-Grundlage, die versehentlich
mit besten Absichten in mir verankert wurde? Ich war schlecht,
wenn ich aß und es war eine Bestrafung für „böse“ sein, nicht zu
essen.
Jetzt addiere die ohnehin schwere Pubertätszeit in dieses
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Denkmuster und schon verstehst Du, wann und wie ich die totale
Kontrolle über meine innere Welt verloren habe. Mein Äußeres war
nur das erkennbare Symptom, nicht die Krankheit selbst.
Ich liebe Dich nicht, weil Du dick bist
Einen sehr intensiven Stresspol in Bezug auf mein Gewicht war
immer mein Vater gewesen. Für ihn war es völlig inakzeptabel, ein
dickes Kind zu haben. Seine Sticheleien waren nie destruktiv
gemeint – denke ich zumindest heute. Das ist eine reine
Vermutung, wir kamen nie dazu, als Erwachsene darüber zu
sprechen. Er starb 1993 im Alter von 56 Jahren an Krebs.
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„Schock schwere Not“ würde Jack Sparrow dazu sagen – und ich
glaube, in seinem Tod war ein weiteres Schlüsselerlebnis versteckt,
das meine Spirale des Dicker-Werdens weiter angeheizt hat. In den
vielen unfairen und schmerzhaften Situationen vorher hatte ich als
Kind allzu oft dumme Gedanken im Kopf gehabt. Ich habe von ihm
manchmal eine Art von Ablehnung erfahren, die mich so tief traf und als Kind bist Du da ohne Schutz, ohne ausreichend
Selbstbewusstsein oder Abgrenzungsfähigkeit. Ich erinnere mich an
einen ganz schlimmen Tag. Damals waren Schulpraktika angesagt
und wir sollten uns Praktikumsstellen besorgen. Ich wollte gerne bei
ihm auf der Arbeit im Labor Praktikum machen und habe ihn
danach gefragt. Er ist dann wütend gewesen mit mir und hat
gemeint, dass er mich so dick da nicht haben will, er würde sich für
mich schämen. Ich war damals in der 9. Klasse denke ich, ganz
genau kann ich mich nicht erinnern. Er zwang mich wöchentlich
auf die Waage und ich war da so um die 90 Kilo schwer. Bei meiner
Größe sicher mollig aber kein Grund, so eine Show zu machen. Das
denke ich mir HEUTE. Damals riss es mir einfach nur das Herz raus.
Wenn mich mein eigener Vater schon nicht lieben wollte wie ich
war, wie konnte ich von anderen Menschen auch nur erwarten,
dass sie mich akzeptieren?
Reden wir jetzt über die dummen Gedanken, die ich damals hatte.
Als er mich mal wieder so sehr verletzt hatte mit seiner Art, lag ich in
meinem Bett und weinte vor mich hin. Ich konnte kaum noch
sehen, weil ich schon stundenlang geweint hatte, ich wusste
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
keinen Ausweg, ich konnte mein
Essen nicht kontrollieren und jedes
Mal zeigte die Waage etwas mehr
an, worauf hin er ausrastete. Er war
wieder gemein mit Worten
gewesen und ich mitten in der
Pubertät, empfindlich und geprägt
von dem Gefühl der
Mangelhaftigkeit, das
Auseinandersetzungen mit ihm
noch verstärkten. In vielen
verletzten tränendurchweichten
Momenten wünschte ich mir, dass
er tot sei.. Dass es ihn nicht gibt, damit
dieser Schmerz aufhört, damit niemand mich mehr Sonntag
morgens zum wiegen zwingt,
zwingt um mich danach nieder zu machen,
mir sagt, dass er sich für mich schämt und mein ohnehin
empfindliches
ndliches Gemüt noch mehr quält als es die Schule schon tat.
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Natürlich war der Wunsch, mein Vater möge sterben, kein ernst
gemeinter Gedanke. Es war eine trotzige Befreiung aus den zutiefst
hoffnungslosen Momenten
omenten und bot mir eine Art Erste Hilfe für die
Wunden des Moments, die er auf meiner Seele hinterlassen hatte.
Sei vorsichtig mit dem, was Du Dir wünscht. Denn der Wunsch
könnte in Erfüllung gehen.
Als mein Vater dann Krebs hatte und fest stand, er würde
wür
das nicht
überleben, fühlte ich mich die gesamte Zeit verantwortlich für sein
Leiden. Er hat mir leid getan, es hat mir leid getan, an seinen Tod
gedacht, ihn gewünscht zu haben.
haben. Er baute immer mehr ab, sein
Faden des Lebens war nur noch hauchdünn und ich
ich war zu wenig
Erwachsen, um zu verstehen, dass er diese Krankheit nicht auf
Grund meines
eines trotzigen Wunsches erlitt, sondern weil sie eben bei
ihm ausgebrochen war. Natur, Schicksal, falscher Lebenswandel wie auch immer es zu bezeichnen war. Mehr als das
das Leiden meines
Vaters traf mich das Leid meiner Mutter, die ihn nicht in diesem
Leben halten konnte, obwohl sie ihn brauchte. Obwohl Sie sich
si
das
Leben ohne ihn nicht vorstellen konnte. Drei Kinder, ein vor einigen
Jahren erbautes Eigenheim, das noch hoch verschuldet
huldet war – das
musst Du erst mal
al schlucken.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Bin ich schuld an seinem Tod?
Schuld breitete sich in meinem Leben immer mehr aus, vorher war
ich „böse“ weil ich zu dick war, weil ich aß – und nun hatte das
„Böse sein“ eine ganze neue Dimension bekommen. Ich trug die
Verantwortung für den Tod meines Vaters – aus meiner Sicht
damals zumindest. Man kann niemanden tot denken. Würde das
funktionieren, würde ich heute nicht diese Gedanken für Dich
aufschreiben und etwas in Worte fassen, was eigentlich aus lauter
salzigen Tränen bestehen müsste. Auch mich selbst hatte ich oft tot
gewünscht und mich gefragt, warum ausgerechnet ich dick sein
musste, anders, einsam, übrig.
34
Immer wieder höre ich heute beim Schreiben auf, weil ich es kaum
ertrage. Auch heute, wo ich es besser weiß, weil ich einfach nur
weine. Und genau jetzt meine Tränen zu schmecken, ist wie eine
kleine Zeitreise in diese Zeit, die sich nur um Tränen und Essen
drehte. Ich fühlte mich auch verantwortlich für die Trauer meiner
Mutter und hatte so sehr lange Zeit nie die Möglichkeit, meine
eigene Trauer über den Verlust meines Vaters zu spüren. Dieses
Schuldgefühl nahm mich völlig ein, ich konnte mit niemandem
darüber sprechen und somit gab es auch niemanden der mir mal
sagt „Du trägst daran keine Schuld. Du bist ein ganz normaler
Teenager, der auch mal solche Gedanken hegt, sie aber nicht
meint“. Heute weiß ich, dass sehr viele Teenager im Laufe ihres
Erwachsenwerdens schlecht über ihre Eltern oder einzelne
Elternteile denken und dass Krebs eine Krankheit ist, kein VoodooFluch. Es war die zweite Krebserkrankung meines Vaters, er hatte in
den neunziger Jahren schon mal unter Krebs gelitten und er war
einfach nur zurück.
Ich versuchte mit jedem Tag, den ich zuhause bei meiner Mutter
wohnte, so viel ich eben konnte wieder gut zu machen, um ihr den
Verlust zu ersetzen, für den ich mich verantwortlich fühlte. Ein 14jähriger Teenager ist dazu nicht in der Lage, weder wirtschaftlich
noch emotional. Zur Schuld, dem Gefühl „böse“ zu sein wegen des
Essens, des Übergewichts und den generellen Problemen der
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Pubertät gesellte sich das dumpfe Gefühl des Versagens. Ich
konnte die Geldknappheit nicht verändern; mein Vater war der
Haupternährer der Familie gewesen, wie sollte ich da mit 14 etwas
ändern können?
Ich liebe Dich, nur weil Du dick bist
35
Einen Sommer später lernte ich einen jungen Mann kennen. Um es
vorweg zu nehmen: Er war ein Arschloch, wie sich sehr bald heraus
stellte. Ich war im Schwimmbad (ja, damals traute ich mich da
noch hin) und dort hatte er mich angesprochen. Er war fünf Jahre
älter als ich und wirklich ein Traum von einem Mann. Leicht
trainierter Oberkörper, etwas gebräunt von der Sonne,
dunkelbraune
„Aufwachen und in das flanel- filzige Abbild Haare, die er
etwas länger
von David Hasslehoff zu starren ist eine
trug und
Sache.
blitzende grüne
Nicht zu wissen wo man ist und wieso nackt Augen, die auf
und warum Mr. California neben einem
alle Fragen nur
offenbar auch nackt liegt, ist eine ganz
ein „Ja“
akzeptierten.
andere Sache.“
Ich konnte gar
nicht glauben, dass er mit mir ausgehen wollte. Mit MIR. Dem
dicken Kind. Ich fühle mich damals sehr hässlich und fand alles
grauselig, grässlich, nicht liebenswert an mir. Als dieser California
Boy Typ mich zu seiner Party einlud, lehnte ich sofort ab. Obwohl
ich es aufregend fand mit ihm zu sprechen. Das Wort „Party“
verursachte schlimme Gefühle in mir: Von Ponys, die ich als einziges
Kind nicht reiten durfte, von Benjamin Blümchen Torten, die nur die
anderen bekamen, von Geburtstagen, auf die ich zur Belustigung
eingeladen worden war. Die Situation war noch komplizierter, denn
da war auch noch meine Verantwortung: Ich wollte meiner Mutter
keinen Grund zur Sorge bieten, indem ich einen Mann ins Haus
brachte. Wäre ich damals hart geblieben, hätte ich mir eine
Menge Ärger und Schmerz erspart und vielleicht weniger
Notwendigkeit gehabt, meinen Fettpanzer immer mehr anwachsen
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
zu lassen.
Hätte, sollte, könnte – Fakt ist: Ich habe mich weichquatschen
lassen. Weil ich meine Mutter nicht in Stress versetzen wollte,
erzählte ich ihr, ich treffe mich mit einer Freundin und übernachte
dann dort. Sie war eingeweiht. Meine Mutter lieferte mich bei
meiner Freundin ab und wenig später holte mich Mr. California bei
ihr ab. Ich hatte große Angst, dass er mit irgendwem gewettet
hatte und ich die Lachnummer der Party werden sollte – trotzdem
hatte er mich eingewickelt mit dem Gefühl, vielleicht doch
liebenswert zu sein.
Es stellte sich später heraus, dass er im in diesem Sinne keine bösen
Absichten hegte: Er stand halt einfach auf Dicke. Da ist
grundsätzlich ja nichts Schlimmes dran, ein Topf, ein Deckel – und
ab geht’s mit der Romantik. Sollte man meinen.
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Doch das große ABER lag in seiner geringen Qualität als Mensch –
das sagt Dir natürlich die heutige Anne. Damals sind viele Dinge
passiert, die ich so nicht wollte, aber von denen ich dachte: Hey,
Du musst das akzeptieren, mit Deinem Gewicht kannst Du froh sein,
wenn Dich irgendeiner nimmt. Schon nach der Party hätte ich es
wissen müssen.
Ich erinnere mich nämlich an nicht sehr viel, wir waren bei ihm zu
Hause in irgendeinem Pupskaff und es war wirklich erstaunlich nett,
niemand pöbelte mich an oder lachte mich offen aus. Er gab mir
ein paar Drinks, die mir alle nicht schmeckten. Bis heute bin ich kein
Freund von Alkohol, es schmeckt mir einfach nicht. Er küsste mich
und ich fand es widerlich. Wie so ein feuchter Staubsauger – ich
erinnere mich daran, weil es mein erster Kuss überhaupt war. Der
schmeckte nach Bier und lies mich staunen: Um das Geknutsche
wurde in der Schule von den hübschen geküssten Mädchen so
einen riesen Aufriss gemacht, ich war ja sowas von out damals,
dass ich noch mit niemandem herumgemacht hatte. Dieses
feuchte, warmflutschige mixerverwandte Gesauge war dann sehr
ernüchternd und schmeckte noch dazu nach Bier. Also übersetzt:
Abartig weil ich Bier geschmacklich ganz schlimm finde.
Irgendwann nach diesem Kuss hört meine Erinnerung auf und
setzte erst wieder ein, als ich im Morgengrauen unbekleidet
aufwache und mich fragte, wie diese hässliche Knight Rider
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Bettwäsche auf mein Bett kommt.
mt. Aufwachen
und in das flanell- filzige Abbild von David
Hasslehoff
ehoff zu starren ist eine Sache. Nicht
N
zu
wissen wo man ist und wieso
so nackt und
warum Mr. California neben einem offenbar
auch nackt liegt, ist eine ganz andere Sache.
Sicher ist es überflüssig zu sagen, dass ich mich
grundsätzlich nie nackt gezeigt hätte damals.
Sogar mir selbst habe ich mich nicht nackt
gezeigt. Dem Badezimmerspiegel wandte ich
beim Abtrocknen nach der Dusche immer den
den Rücken zu, damit
ich mich bloß nicht sehen muss. Mein Herz klopfte wie wild in
meiner Brust und ich versuchte, mich an irgendetwas zu erinnern.
Vielleicht hatte ja jemand einen Drink über mich geschüttet und
ich musste die dreckigen Sachen ausziehen, irgendeine
irgendeine
beruhigende Erklärung für diesen Zustand, in dem ich erwachte.
Nackt. In hässlicher Bettwäsche neben heißem Typen, aber ohne
Erinnerung. Ich suchte den Raum mit den Augen nach meinen
Sachen ab, die Decke hatte ich bis zur Nase gezogen und
versuchte, mich nicht zu bewegen, damit Mr. California schön
weiter schlief.. Neben dem Bett lag eine leere Kondomverpackung.
Die kannte ich vom Schulausflug bei ProFamila. Da hatten die uns
Kondome erklärt und wir durften üben, die über einem Plastikpenis
abzurollen.
len. „Oh mein Gott“ dachte ich nur, „das kann doch nicht
wahr sein“. Ich hätte „das“ gar nicht gewollt, und erinnern konnte
ich mich auch nicht. Ich fasste mir zwischen die Beine, war alles
noch da, und es war ein bisschen wund. Sofort hatte ich Millionen
von Gedanken im Kopf, wobei die meisten sich um
Fluchtmöglichkeiten aus dieser Knight Rider Koje drehten. „Er hatte
mich nackt gesehen“ war mein erster Gedanke und es war alles
andere als ein angenehmer Gedanke. Ich sah meine Sachen auch
nirgendwo liegen vom
om Bett aus, wollte aber nicht aufstehen und
nackt im Raum herum laufen. Was wäre, wenn er aufwacht und
mich sieht? Und überhaupt, was würden Mama und Oma sagen?
Sofort war das Schuldsystem wieder an, ich hatte meine Mutter
angelogen und gesagt, ich schlafe
schlafe bei einer Freundin. Wenn Mr.
California das mit dem Pariser jetzt nicht vernünftig gebacken
gekriegt hatte,, dann wäre ich womöglich schwanger und mein
Fehlverhalten käme heraus.
heraus Dann wäre ich schuld an noch mehr
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Sorgen als das Haus und drei Kinder ohne Mann ohnehin schon
machten.
Ich schlich mich schließlich doch aus dem Bett und fand meine
Sachen auf der kleinen Couch in seinem Zimmer, deren hässliches
Karomuster ich immer noch genau in Erinnerung habe. Ich habe es
schließlich häufiger gesehen bis ich dann mit 19 „wegen dem
Studium“ weiter weg gezogen bin. Ich habe die Verbindung zu Mr.
California jahrelang geheim gehalten, um meiner Mutter keine
Sorgen, bei Freunden keine Fragen und bei mir selbst keine Zweifel
auszulösen, obwohl diese Beziehung alles andere als sinnvoll war.
38
Seine speziellen Wünsche und Vorlieben gossen immer wieder Öl in
das Feuer meiner eigenen schlechten Selbstliebe, vergrößerten
Schuldgefühle, Minderwertigkeitskomplexe und taten manchmal
sogar körperlich weh. Wieder war ich damit einsam, weil es geheim
war, ich niemandem vertraute und mich damit auch niemandem
anvertrauen konnte. Sehr oft hatte ich Angst vor seinen
Wutausbrüchen und heilte das mit Essen, redete mir immer wieder
ein, dass es seine Art war, mir seine Liebe zu zeigen und dass mich
sowieso niemand wollen würde. Also müsste ich es eben
hinnehmen. Ich tröstete mich damit, dass es ja nur ab und an
schlimm war – und manchmal war es auch schön.
Ein richtiger Schönredekünstler war ich damals - in den gesamten
fünf Jahren des Kontakts mit diesem Menschen habe ich vielleicht
drei wirklich uneingeschränkt schöne Momente in Erinnerung, dafür
aber Dutzende, die furchtbar waren. Als ich mich zum Studium der
Geowissenschaften in meiner Heimatstadt angemeldet hatte,
begann ich langsam damit, für mich selbst etwas mehr Sorge zu
tragen. Ich wollte Mr. California loswerden, das gestaltete sich
allerdings schwierig. Deshalb stand nach einem Jahr vergeblichen
Kämpfens fest, dass ich gehen musste. Und zwar weit weg.
Dieser Auszug in eine entfernte Stadt war die letzte Möglichkeit,
mein Leben zu führen und geheim zu halten, dass es Mr. California
gab und dass er mir nicht gut tat. Gleichzeitig hatte ich doch die
alte Schuld in meinem Kopf, die bereits so weit in mein
Unterbewusstsein gesickert war, dass ich sie mit erwachsenem
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Verstand nicht als Unsinn enttarnen konnte. Ich musste ja immer
noch den Tod meines Vaters gut machen und meiner Mutter
helfen, aber dazu würde ich bleiben müssen.
Dieser Ort, mein Elternhaus, hatte sich dabei auch immer mehr zum
gefühlten Gefängnis entwickelt, dass ebenso schwer wog wie mein
dicker Körper. In den Decken und Wänden, in den Möbeln, in jeder
Ecke und jedem Atemzug klebte die Schuld, die vielen
Erinnerungen an die schlimmen Momente, in denen ich vergeblich
versuchte, einfach nicht mehr zu atmen. Ich war noch nicht 20 und
es waren so viele Momente. Das mit dem Luftanhalten hatte ich
wohl mit 15 oder 16 aufgegeben, dann hat einfach nur noch mein
Herz vor sich hin geblutet zu dem Drama, aus dem ich nach außen
stets eine Komödie machte. Leben ist nicht so einfach heißt es. Ich
dachte damals, tot sein ist auch nicht so einfach.
39
Heute glaube ich fest daran, dass Orte Emotionen transportieren.
Sie stecken überall in den Wänden, in den Möbeln um uns herum –
ganz gleich, ob es gute oder schlechte Emotionen waren. Erst
neulich habe ich durch Zufall herausgefunden, dass diese
Überzeugung sehr alt ist und im Feng Shui der Grund ist für
Reinigungsrituale, das „space clearing“ beispielsweise. Selbst Jahre
später hatte ich bei Besuchen daheim ein sonderbares Gefühl der
Beklemmung, als würde die Schuld und die alte Welt mich
erdrücken, mir das Leben aussaugen. Mir war nie klar, wie meine
Mutter das aushalten konnte – als sie schließlich das Haus verkaufte
und in eine kleine Eigentumswohnung zog, war ich heilfroh. Nicht
nur für mich, auch für sie. Ich glaube, die alte Welt hat ihr dort auch
nachgestellt und aus allen Ritzen immer wieder die alte
verbrauchte und schmerzhafte Zeit geschickt.
E
s fiel mir damals schwer zu gehen. Meine Mutter war zunächst
auch verärgert, dann traurig, dass ich sie allein lies. Ich fühlte
mich wie ein Sünder, ein Arschloch, das sie sitzen lässt – nur
dass sich das nicht sehr stark von meinem grundsätzlichen Gefühl
für mich selbst unterschied und auf diese Weise erträglich war.
Wenn Du nur dieses Gefühl wahrnimmst, dann wird es irgendwann
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
der status quo. Schon als die Entscheidung fiel, mein Elternhaus zu
verlassen, fühlte ich neue Kraft in mir. Der Panzer, den ich mir
angefressen hatte bis dahin, war aber bereits enorm. Zu Beginn
meiner Zeit in Dortmund hat mir noch Gr. 60 oder 62 vom Hersteller
Ulla Popken gepasst.
Auch wenn ich mich nach und nach besser fühlte, eine Form von
Selbstbewusstsein erlernte und mich schließlich sogar eine Stelle
bekam, die genau dem entsprach, was mir Spaß machte. Ich
mache mir nichts vor: Mit 28 trug ich Kleidergröße 68 und
importierte aus den USA, weil es in Deutschland keine Kleidung
mehr gab, die mir gefiel. Ich hatte trotz scheinbar besserem Leben
die alten Gewohnheiten und die dick machenden Denkmuster
mitgeschleift in einen neuen Alltag mit neuen Herausforderungen,
anderen Stress-Situationen, anderen Einsamkeiten und
Frustmomenten und diese gehandhabt wie ich es eben gewohnt
war: Ich habe gegessen.
40
Und Du erinnerst Dich sicher: Ob ich nun aß oder nicht aß, unter
dem Strich haben mir beide Verhaltensweisen immer gesagt „Du
bist nicht okay“ – was die Spirale meines emotionalen Essens immer
weiter angeheizt hat.
Ich habe häufig gar nicht so große Mengen gegessen, wie Du
vielleicht aus Fernsehdokumentationen zu anderen Super XL
Schicksalen kennst. Vielmehr habe ich komplett falsch gegessen.
Dieser Teil ist wichtig, deshalb erkläre ich Dir das so genau. Diese 10
Schnitzel und 15 Burger Dokumentationen mögen ihre
Berechtigung haben, bei mir war es anders. Essen gab mir
grundsätzlich ein negatives Gefühl, weil ich zu dick bin und
abnehmen muss. Selbst Salat war irgendwann „nicht okay“. Nicht
essen gab mir ebenfalls ein negatives Gefühl, nämlich das der
Bestrafung und des Mangels. Ich vermied es, vor fremden
Menschen zu essen, weil ich mein eigenes „nicht okay“ beim Essen
vielfach verstärkt in ihren Köpfen vermutete – ich glaubte
tatsächlich, dass mir von anderen jeder Bissen nicht gegönnt
wurde. Tja, wenn Du ein Fettsack bist, solltest Du nicht essen, weil
Du zu dick bist. Punkt. Daraus folgte ein dramatisch schlechter
Tagesablauf: morgens stand ich auf, versuchte den Tag „okay“,
also nüchtern, zu beginnen. Ich aß also morgens nichts oder zu
wenig. Wenn ich etwas aß, war es minderwertiges Essen wie
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Brötchen oder Brot. Wie ich es gewohnt war – es hieß ja immer,
lieber eine dicke Scheibe Brot und ganz wenig Aufschnitt.
Propaganda der Getreideindustrie, wenn Du mich fragst. Dieser
Fraß in großen Mengen ist für uns etwa so artgerecht wie
Schokolade als Grundnahrungsmittel für Hunde. Die sterben
übrigens an zu viel Schokolade …
Ich hungerte mich durch den Vormittag bis ich es nicht mehr
aushielt, irgendwann wurde es zu schlimm, dann kaufte ich 1, 2, 3
Schokoladenriegel am Automaten und futterte die heimlich in mich
hinein. Das Verpackungspapier versteckte ich vor mir selbst, um
den Frust, der auf das „böse“ Essen folgt, so klein wie möglich zu
halten. Ich erspare Dir die Ausführungen darüber, welche
drastische Wirkung das auf meinen Blutzuckerspiegel hatte.
41
Wenn ich abends nach Hause kam, hatte ich Hunger wie ein Bär.
Ich machte mir große Portionen von ungesundem Essen mit Pasta,
fettigen Soßen, Reis oder Kartoffeln und hatte gar keinen Bezug
mehr zu Portionsgrößen, insbesondere wenn es „Kleinteilzeug“ war.
Ich habe meistens zwei Schnitzel gegessen und nie mehr, weil die
so eindeutig zu zählen waren und ich wollte ja nicht „zu viel“ essen.
Bei Nudeln und Co. waren die Portionen echt groß, das weiß ich
heute. Viel zu groß. Abgesehen davon, dass Getreideprodukte für
mich schlecht verträglich sind, wie ich heute weiß, hat mich das
richtig fett gemacht.
Es ist mir wichtig, dass Du verstehst, wie ungünstig sich meine
inneren Überzeugungen, „Essen ist böse“ und „nicht essen ist eine
Strafe“ auf mein Essverhalten ausgewirkt hat. Es war ständig Schuld
und Sühne, ohne Pause – und ein regelmäßiges Essen kleiner
Portionen war für mich überhaupt nicht denkbar. Schließlich wollte
ich doch auf Essen verzichten und die Strafe ertragen, damit ich
ein guter Mensch werden kann.
Mit wachem Menschenverstand wirst Du jetzt vielleicht denken:
Weiß man doch, dass jeder Mensch essen muss, da ist nichts
Schlimmes und Böses dran. Ist das so? Geht es beim Dicksein
wirklich um gesunden Menschenverstand oder um eine emotionale
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Entgleisung?
Ich stelle mir das gerne vor wie den Ozean. Auf seiner Oberfläche
mag es ruhig aussehen, doch das, was ihn wirklich bewegt, liegt in
den unendlichen Tiefen verborgen. Ein Seebeben beginnt auch
nicht mit dem Tsunami, es endet dort (im schlechtesten Fall). All die
Jahre, in denen ich mir wünschte, schlanker zu sein, habe ich
immer nur versucht, an der Oberfläche etwas zu ändern, damit es
endlich gelingt. Ich habe viele Jahre erfolglos versucht, mich auf
„Diät“ zu setzen, weil ich versucht habe, den Tsunami umzulenken –
anstatt das Seebeben zu verhindern.
Nun weißt Du es. Dieser Teufelskreis von emotionalisiertem Essen hat
mich fett gemacht. Jeder erlebt im Laufe des Erwachsenwerdens
und des Erwachsenseins Momente und Situationen, die stressig sind,
die hart sind, die traurig machen oder langweilig sind. Sicher hatte
ich keinen „Traumstart“ ins Leben und die ein oder anderen Steine
im Weg, die nur zu Hürden geworden sind, weil ich kein anderes
Verhalten zum Umgang mit Emotionen gelernt hatte.
42
Mein Tipp am Ende dieses Kapitels:
Wenn Du selbst schon Kinder hast, oder haben wirst, achte darauf
diesen fatalen Grundstein zum Fettsack werden nicht an Dein Kind
weiter zu geben.
Auf ein aufgeschlagenes Knie gehört ein Pflaster und Zuspruch,
Trösten geht mit einer Umarmung und Belohnungen gibt es so viele,
ein Kinobesuch, ein gemeinsamer Ausflug, ein kleines nicht
essbares Geschenk oder einfach ein „Ich bin stolz auf Dich“.
Jetzt zu Dir und zu den guten Nachrichten: Diesen Dorn in Deinem
Fleisch kannst Du los werden. Schon allein weil Du jetzt weißt, dass
er da ist und Du selbst nicht schuld bist an der Hilflosigkeit, die Du
so manches Mal empfindest, wenn Du Heißhungerattacken erlebst
und spürst, wie Du total die Kontrolle verlierst.
Wenn Du den Drang nach Deinen Lieblingsessen spürst und er so
stark ist, dass Du ihn nicht unter Kontrolle hast, mach Deine Augen
auf. Suche nach dem Grund für dieses Phänomen.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Wenn Du vorher ausreichend gegessen hast an dem Tag und
keinen körperlichen Hunger haben kannst, wenn Du ausreichend
getrunken hast (ca. 30 ml / 1 kg Körpergewicht am Tag
mindestens!), dann gibt es einen psychologischen Grund aus dem
Du essen möchtest.
Ich frage mich dann immer zwei Fragen:
Welche Stimmung habe ich jetzt?
Wie gehe ich mit der Stimmung um, also genau genommen, wie
sieht die lebensmittelfreie Lösung aus.
Beispiel: Wenn ich jetzt wütend bin, dann gehe ich auf einen
langen Spaziergang, oder wenn es extra schlimm ist zum
Krafttraining, statt mir aus Wut Schokolade rein zu pfeifen. Wenn ich
mich einsam fühle, dann rufe ich eine Freundin an oder verabrede
mich, gehe unter Menschen statt mir eine Pizza zu bestellen und
eine DVD dabei anzugucken.
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Merke: Essen löst Deine Probleme nicht, es vergrößert sie! Denn
nach dem Essen kommt dann der Frust und dann willst Du wieder
essen - Stopp den Schweinehund!
Das emotionale Essen ist übrigens eine Hürde, mit der ich mich für
den Rest meines Lebens beschäftigen muss. Ich werde mich immer
wieder erinnern, selbst kritisch prüfen müssen, um nicht zurück zu
fallen in alte Muster. Trotzdem passiert es mir hin und wieder, dass
ich einfach schwach bin und dem Moment erliege. Ich widerhole
in meinem Kopf dann mehrmals täglich für ein paar Minuten einige
meiner positiven „geplanten Gedanken“. Ich erlaube mir, ein
Mensch zu sein. Ich erlaube mir, mich zu mögen auch wenn ich
nicht perfekt bin. Ich bin ein Mensch und das bedeutet, mein
Inneres und Äußeres ist immer in Bewegung, ich „werde“ und das
bleibt bis zum letzten Atemzug. Mir erleichtert dieses
Gedankenmuster ein liebevolles Verhältnis zu mir selbst, weil es die
Antwort auf eine meiner wichtigsten inneren Fragen gibt: „Warum
kann ich nicht wie andere sein?“ – die Antwort ist „Weil es kein
„sein“ gibt, es gibt nur „werden“. Du musst damit nicht
zwangsläufig etwas anfangen können, wichtig ist nur, dass Du Dir
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Deine eigene positive Gedankenwelt aufbaust und die Leichen in
Deinem Keller ausgräbst. Die können kleiner, größer und komplett
anders sein als meine, sie sind jedoch da und müssen in Schach
gehalten werden. Häufig hängen an ihnen Denkprozesse,
Überzeugungen und Erfahrungen, die Deine Entscheidungen, Dein
Verhalten, Deine Gefühle entscheidend beeinflussen, wenn es
darum geht, Deine Ziele zu erreichen und der Mensch zu sein, der
Du sein willst. Ich bin ja Informatikerin und ich würde das als
fehlerhaften Quellcode bezeichnen. Finde diesen fehlerhaften
Code in Deiner Denke und Deinen Zielen steht nichts mehr im
Wege.
Und dann heißt es: egal für welchen Weg Du Dich entschieden
hast – zieh Deine Schuhe an und geh los.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Mögen die
Spiele
beginnen
Ein Anfang mit
Hindernissen
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Hast Du schon mal „abnehmen“ in eine Suchmaschine eingetippt?
Ich habe es gerade getan und es erscheinen „Ungefähr 23.600.000
23.600.
Ergebnisse (0,19 Sekunden)“.
Sekunden)“ Yay. Gehe ich davon aus, für jede
Seite zum Lesen nur 5 Minuten aufzuwenden, dann lese ich 118
Millionen Minuten, was dann knapp 2 Millionen Stunden wären
oder 81 944 Tage. In Jahren würde ich dann also 224 Jahre lang
lesen müssen, und zwar nur „überfliegen“
„überflie
– erinnere Dich, wir
rechnen mit 5 Minuten pro Seite. Hm. Selbst bei optimistischer
Planung war klar: wenn ich vor meinem 300sten Lebensjahr mit der
Recherche fertig sein wollte,, müsste ich noch jemanden finden,
finden der
mich zum Vampir macht, damit ich überhaupt
erhaupt so alt werde.
werde
Dann suche ich den Begriff „abnehmen“ in einem großen
Bücherkaufhaus und freue mich: weniger Ergebnisse, knapp 2000
Bücher über das Abnehmen. Die Zahl ist wesentlich kleiner, pro
Buch brauche ich zum Lesen natürlich mehr Zeit, sagen wir ein
Buch pro Tag schaffe ich, wenn ich hauptberuflich lese. Ich lese
dann etwa 5 Jahre, wobei die ständigen Neuerscheinungen nicht
mit gerechnet werden. Noch dazu kommt: die Rückseitentexte der
Bücher unterscheiden sich sehr, die angepriesenen
Ernährungsformen
gsformen sind oft wie Tag und Nacht: Iss kein Fett, iss keine
Kohlenhydrate, iss vegetarisch, streiche Mahlzeiten, iss nach 18 Uhr
nichts mehr, verzichte auf Frühstück, iss nur Croissants, mach Cola
oder Schokoladendiät, zähle Punkte, Kalorien. Die Liste ist
i endlos.
Endlos und verwirrend.
Da stand ich nun 2007, die quietsch-roten
quietsch roten Zahlen der „high
capacity digital scale“ – ich nannte sie meine Nilpferdwaage
sagten, ich bin die fetteste Tante in Deutschland und ich wurde
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
von Ratschlägen und Ideen geradezu erschlagen. Mir brummte
ganz schön der Schädel, als ich damals danach gesucht habe, wie
ich nun genau abnehmen möchte. Ich fühlte mich dem
unüberschaubaren Diätendschungel ausgeliefert und musste
gleichzeitig feststellen, dass die vielen Diätformeln, die Aufklärung
über Ernährung, die Light Produkte in den Regalen der Supermärkte
scheinbar nur dazu führte, dass die Gesellschaft allgemein immer
dicker wurde. Selbst die Hersteller für Kleidung passten sich nach
und nach an, 2007 kaufte ich ein T Shirt in Gr. 68 bei einem
deutschen Hersteller, das hatte es fünf Jahre zuvor nicht gegeben.
46
Ich fragte mich: Wenn alle scheinbar wissen, wie man abnimmt,
warum gibt es trotzdem immer mehr dicke Menschen? Das macht
doch keinen Sinn, da läuft was schief. Und nun stand ich vor der
Aufgabe, selbst meinen Weg durch das Dickicht der
Überinformation zu schlagen denn mein Entschluss stand fest: Der
Arsch muss kleiner werden! Ich wollte nicht wie die fette
Engländerin eines Tages auf einer Trage aus dem Haus gekarrt
werden, ich wollte ein richtiges Leben mit viel Bewegung, echten
Freunden, mit Haustieren und mit einem aufgeräumten Tag, an
dem genug Zeit zum Atmen bleibt.
Mir war klar: Wenn ich ein gutes von einem schlechten
Abspeckprogramm unterscheiden lernen will, dann muss ich
lernen, wie mein eigener Körper zu denken. Ich muss verstehen,
was mein Körper mit den Dingen tut, die ich esse – und was er tut,
rein physiologisch, wenn ich nicht esse. Ich musste aber auch
herausfinden, was es mit dem immer wieder heiß diskutierten Sport
zum Abnehmen auf sich hat, schließlich gab es da auch mehr als
eine Meinung und jede Menge Experten mit der Meinung, das Ei
des Columbus in ihrer Trainingsart gefunden zu haben.
Weißt Du, was ich überhaupt nicht leiden kann?
Ich kann überhaupt nicht leiden, dass viele sogenannte Experten
den Abnehmwilligen mit Sportideen und Tipps zuschütten, die zwar
im Wesentlichen auch funktionieren - Aber eben nur „auch“ und
unter einhundert verschiedenen Einschränkungen. Genau dieses
kleine Häkchen wird nämlich von jedem Egomonster mit
Trainingsideen gleich weg gelassen und da fängt für den
Unwissenden das Drama an. Verschiedene Ideen, teilweise völlig
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
gegensätzlich, geben die Antwort auf die eine einzige Frage: Wie
unterstütze ich meinen Weg zu Gesundheit und Wunschgewicht mit
Bewegung.
Was passiert durch Sport oder alltägliche Bewegung in meinem
Körper? Wie wirkt sich Ausdauersport auf meinen Körper aus? Wie
wirkt sich Kraftsport auf meinen Körper aus? Was passiert mit
meinem Körper, mit meinem Stoffwechsel, wenn ich mich wenig
bewege? Fragen führten zu Fragen, neue Antworten zu weiteren
Fragen. Unmerklich änderte sich mein zweckorientiertes
Recherchieren zu einer spannenden und überraschenden Reise, zu
einem Hobby.
Antworten auf dem Silbertablett? Das kannst Du knicken!
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Wenn Du jetzt von mir erwartest, dass ich Dir die Antworten auf
diese Fragen hier vorgekaut serviere, wirst Du umdenken müssen.
Ob es nun um Ernährung oder Sport geht, ich werde Dir nicht die
Chance nehmen, für Dich selbst diesen Weg zu gehen. Mein Sportund Ernährungsprogramm erkläre ich Dir ganz genau im zweiten
Teil dieses Buchs in einer leicht verständlichen, sofort anwendbaren
Version. Was Du auch dort nicht finden wirst, sind die Erklärungen,
warum ich das so mache. Wenn Du möchtest, lies die Zeilen über
diesem Abschnitt noch mal und markiere jene Fragestellungen mit
einem gelben Textmarker, auf die Du nicht spontan antworten
könntest und markiere Fragestellungen, auf die Du antworten
kannst, mit einem grünen Textmarker.
Solltest Du in den nächsten Tagen Langeweile haben, nimm die
markierten Fragen zur Hand und beginne Deine Recherche.
Zunächst aktualisiere Dein Wissen, in dem Du alle grün markierten
Fragen noch ein Mal recherchierst. Es ist ein Wissenscheck, um zu
überprüfen, ob es neue Erkenntnisse und Studien gibt. Ich
bevorzuge für die Recherche das Internet, sie geht schnell und
wenn ich ergänzende Bücher benötige, finde ich diese auch dort,
meistens mit Rezensionen von anderen Lesern. Die
Internetrecherche solltest Du gründlich machen, Quellenverweise
beachten und durchaus mehrere Quellen miteinander
vergleichen, damit Du nicht die Meinung eines anderen als Fakten
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
abspeicherst. Bedenke: Jeder kann auf einfache Weise ins Internet
„schreiben“, was er möchte. Du wirst auch viel „Scheiße“ finden
und tolle Erfolgserlebnisse haben, wenn Du plötzlich die Scheiße
von den guten Sachen unterscheiden kannst. Wenn Du Dein
bestehendes Wissen aktualisiert und konkretisiert hast, kannst Du die
gelb markierten Fragen recherchieren, um Dein bestehendes
Wissen zu ergänzen. Denke dran: Wissen ist Macht und in unserem
Fall ist klar – Wissen macht schlank und hilft Dir dabei, keinen Cent
mehr für unnütze Diäten und Hilfsmittel auszugeben, weil Du die
Funktionsweise Deines Körpers verstehst und einfach weißt, was für
Dein Ziel notwendig ist - und was nicht!
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Meine erste Jahreshälfte 2007 war geprägt von intensiver
Recherche – ich fühlte mich produktiv und ich verrate Dir etwas:
diese ersten Monate raste mein Gewicht geradezu abwärts. Ich
machte aus heutiger Sicht noch eine Menge Fehler und trotzdem
funktionierte es, ich nahm ab. Zu meinem Geburtstag im Mai hatte
ich die ersten 40 kg weg und das war ein toller Erfolg, wenn Du
bedenkst, dass ich die Waage erst seit Ende Januar hatte. Du
kannst Dir das Erfolgsgefühl kaum vorstellen, ich war stolz auf mich.
Vielleicht zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich das Gefühl,
etwas zu 100% nur für mich zu machen und es funktionierte, OHNE
dass ich das Gefühl hatte, jemand straft mich. Das Gefühl des
Mangels war nicht da, ich hatte keinen Entzug, sondern es fühlte
sich an wie ein Geschenk.
Dabei hat mir ein ungewöhnliches Ernährungsprotokoll sehr
geholfen. Darüber erzähle ich Dir jetzt etwas mehr.
Ich hatte erkannt, wie meine Gefühle beeinflussen, wie, was und
wie viel ich esse und dieses Verhalten erschien mir so schwer
kontrollierbar. Obwohl ich mein Ziel hatte, und ausreichend Wissen,
kamen immer wieder die Drachen aus der Vergangenheit und
lockten mich in diverse (Essens-)Fallen. Ich überlegte, wie ich eine
Lösung für mein Problem des unkontrollierten Essens finden konnte.
Verlierst Du auch manchmal die Kontrolle, wenn es ums Essen
geht? Ich fühle mich in diesen Momenten schrecklich, so als hätte
ich nicht mehr alle Tassen im Schrank. Ich meine, wer macht denn
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
sowas? Trotz Übergewicht süße oder fettige Sünden rein pfeifen
und sich dann noch beschweren, dass der fette Arsch nicht kleiner
wird? Womöglich nach ein paar Wochen obendrein behaupten,
dass Programm, die Diät sei gescheitert. „Weil ich es einfach nicht
durchhalten kann“ „Weil es für mich nicht geeignet ist“ „Weil ich zur
Zeit zu viel Stress habe“.
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„Bitte?? Hörst Du Dir eigentlich selber zu?“ habe ich damals so oft
zu mir selbst gesagt und mich immer wieder im Geiste gefragt,
warum ich mich nicht unter Kontrolle habe. Eines Tages spülte der
Zufall eine gute Idee an - wie eine Flaschenpost mit guten
Nachrichten. Ich beschäftigte mich auf der Arbeit mit den
Recherchen für eine Fortbildung für Führungskräfte und einer
möglichen Themenauswahl. Eingehüllt in das Stimmgewirr von etwa
siebzig Menschen saß ich auf einem großen Papier- Mülleimer, weil
es nicht mehr genug Stühle gab. Ich stieß auf ein faszinierendes
Thema und sofort war ich eingetaucht in meine eigene Welt: Ich
stolperte über kognitive Verhaltenstherapie. Angetan hatte es mir
das Wort „kognitiv“ – das Wort leitet sich ab vom lateinischen
kogere was so viel heißt wie „erkennen“. Ich habe mit Ach und
Krach mein kleines Latinum, bitte glaub nicht, ich wäre ultraschlau
– es war purer Zufall, dass mir die lateinische Bedeutung in den Kopf
kam. „Na klar, da liegt das Problem“ fiel es mir wie Schuppen von
den Augen. Wie sollte ich denn bitteschön etwas ändern an
meinen emotionalen Essanfällen, wenn ich nicht in der Lage war,
die eigentlichen Auslöser zu erkennen?
Wie kann ich mir dabei helfen, die Auslöser für meine Essanfälle zu
erkennen? Was werde ich dazu brauchen? Werde ich
Unterstützung (Freunde, Familie, Arzt/Psychologe…) brauchen oder
kann ich das allein?
Diese Fragen habe ich mir damals gestellt und war für mich
persönlich zu dem Schluss gekommen, mich gezielt zu
beobachten. Als Hilfe kaufte ich mir ein winziges
Hausaufgabenheftchen und nahm mir vor, vor jedem Essen
meinen Gefühlszustand zu notieren, ggf. aufzuschreiben, was mich
stresste, ärgerte, langweilte etc. Bei geplanten Mahlzeiten fühlte
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
ich vorher genauso in mich hinein wie bei Snacks oder spontanen
Verführungen. Das einzige Ziel war für mich auf das Erkennen
ausgerichtet. Ich hatte damals geplant, einige Wochen zu
beobachten OHNE einzugreifen. Ich wollte nicht direkt nach einer
Lösung suchen, sondern nur beobachten. Die Veränderung sollte in
meiner Phase 2 folgen. Erstaunlicherweise führte das Überdenken
und bewusste Wahrnehmen meiner schwachen Momente aber
auch jeder einzelnen Mahlzeit dazu, dass ich sie bewusster und
kontrollierter zu mir nahm und immer häufiger konnte ich ein
anderes Verhalten wählen. Obwohl ich das nicht geplant hatte,
veränderte sich schon während des Beobachtens eine Menge an
meinem Verhalten. Das aktive Arbeiten an meiner Aufmerksamkeit
mir gegenüber hat dazu geführt, dass ich mich deutlich besser
kontrollieren konnte, ohne dabei ein negatives Gefühl zu haben.
Die „Mangel“-Gefühle wurden von Erfolgsgefühlen komplett
ersetzt. Ich war erstaunt, wie gut das funktionierte.
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Als die ersten drei Wochen mit meinem Büchlein rum waren, habe
ich mir meine Liste angesehen und festgestellt, dass Stress und
Einsamkeitsgefühle die häufigsten Auslöser für meine Essattacken
waren. An zweiter Stelle kam Langeweile und das Schlusslicht
bildete Belohnung.
Von dieser Erkenntnis aus gab es nun zwei mögliche Wege: Ich
könnte damit beginnen, für die häufigsten Auslöser meiner
Essattacken jeweils alternative Verhaltensweisen zu finden.
Beispielsweise könnte ich Autogenes Training lernen, um Stress zu
verarbeiten und Freunde treffen oder anrufen um
Einsamkeitsgefühle zu vertreiben. Mit dem häufigsten Auslöser zu
beginnen, hätte den Vorteil, einen sehr großen Teil meiner
Essprobleme zu beseitigen. Es bedeutet aber auch, mit dem
schwierigsten Punkt anzufangen, und es würde schwerer sein, in
kurzer Zeit ein Erfolgserlebnis zu erzielen. Erfolgserlebnisse sind
unersetzlich, um die Motivation zu behalten. Das wird häufig
übersehen. Zu viel zu schnell zu wollen bedeutet oft, sehr bald Frust
zu erleben. Frust wiederum ist wie eine Seuche: Wenn er erst mal da
ist, verbreitet er sich rasend schnell und drückt uns gnadenlos die
Luft ab. Die Beine werden schwer, es macht keinen Spaß mehr.
Und schon haben wir uns ins Aus geschossen. Ich glaube, fehlende
Erfolgserlebnisse sind der Grund, warum Diäten häufig scheitern.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Frust ist ein Arschloch – und zwar eins, das verdammt Angst vor
Erfolgen hat.
Ich entschied mich, mit
dem leichtesten Auslöser zu
beginnen und suchte mir
Alternativen, um mich zu
belohnen. Das waren
Glück kannst Du nicht im Lotto
beispielsweise neue
gewinnen, niemand wird als
Klamotten, ein schöner
Ausflug oder ein
Glückspilz geboren. Es ist egal,
Kinobesuch statt
wer Du bist, woher Du kommst,
ausufernden
wohin Du willst. Glück wird
Schlemmereien. Schritt für
gemacht. Von Dir selbst.“
Schritt beobachtete und
veränderte ich meine Verhaltensweisen auf diese Weise: Zunächst
registrierte ich mich einige Wochen aufmerksam und notierte mein
Verhalten, ohne eine Veränderung zu erzwingen. Dann analysierte
ich, mit welcher Änderung ich am schnellsten Erfolg haben würde
und übte mein neues Verhalten einige Wochen, bis es zu meiner
neuen Routine geworden war. Wenn Du ein Verhalten häufig
widerholst, wird es irgendwann zu Routine, zu Gewohnheit. Es kostet
keine Energie mehr. Stell Dir das einfach so vor: Du schlägst Dir mit
einer Machete einen Weg durch das Dickicht eines Waldes, um die
Sonne dort zu genießen. Beim ersten Mal ist es anstrengend, sehr
viele Äste und Büsche sind im Weg, der Boden ist uneben und
bietet Stolperfallen. Am nächsten Tag ist das Gröbste schon aus
dem Weg vom Vortag, Du kommst leichter durch. Mit jedem
weiteren Gang dieses Weges tritt sich der Boden platt, die Äste
halten Dich nicht mehr auf. Es wird ein Trampelpfad, und aus dem
wird langsam eine Straße. Irgendwann wird der Weg zur Sonne so
leicht, dass Du ihn ganz automatisch gehst, ohne Machete, ohne
Vorbereitung.
„Glück ist kein Geschenk. Es ist
kein Anrecht, Du kannst es nicht
einkaufen, bezahlen,
bestechen.
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Erfolgserlebnisse – das solltest Du Dir unbedingt markieren – sind der
Atem, mit dem Du Deine Motivation am Leben hältst. Dauerhaft.
Egal, welche Steine Dir in den Weg gelegt werden, solange Du
selbst in der Lage bist, nach Chancen für Erfolge Ausschau zu
halten, wirst Du weiter voran kommen. Ich glaube, hier liegt auch
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
der Grund, warum einige Menschen glücklicher sind als andere.
Glück ist kein Geschenk. Es ist kein Anrecht, Du kannst es nicht
einkaufen, bezahlen, bestechen. Glück kannst Du nicht im Lotto
gewinnen, niemand wird als Glückspilz geboren. Es ist egal, wer Du
bist, woher Du kommst, wohin Du willst. Glück wird gemacht. Von
Dir selbst. Ja, daran glaube ich. Jeder Mensch trägt alle Kraft zur
Lösung seiner Probleme in sich selbst. Ich bin ein Mensch, ich habe
es geschafft, an meinem Gewichtsproblem etwas zu ändern. Du
bist auch ein Mensch, genau wie ich. Du kannst auch erreichen,
was Du erreichen möchtest, solange Du Dir bewusst bist: DU musst
es Dir erlauben und dann tun. Punkt.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Sportlich geht’s zur Sache
Wie ich zum Sport gefunden habe
Erfolgserlebnisse
rlebnisse erzeugte ich mir auch für meinen zweitgrößten
Problembereich: den Sport. Vielleicht hast Du nur ein paar Kilo
Übergewicht oder deutlich mehr – hast Du auch manchmal das
Gefühl, dass Dein innerer Schweinehund eine faule Sau ist, der sich
hartnäckig
g vor dem Sport drückt? Als ich 260 kg gewogen habe,
hatte
ich
einen
53
Schweinehund mit einem Arsch so groß wie der Mond. Ja, wir zwei
haben gut zusammen gepasst. Ich taufte ihn Rüdiger und stellte ihn
mir bildlich vor. Er sah ein bisschen aus wie ein Rauhhaardackel,
Rauhha
nur
in mega fett und er schielte mit seinen braunen Augen in Richtung
seiner Nase, gerade so, als ob dort eine Fliege saß. Vorne sah er nur
ein wenig dick aus, hinten hatte er diesen monströsen haarigen
Arsch in dem ganz klar ein Schrottplatzmagnet
et stecken musste.
Dieser Magnet war nur darauf aus, sich auf jede Couch, jeden
Bürostuhl und in jeden Autositz zu haften, den er finden konnte.
Klar, mit 260 kg konnte ich auch ohne den arschigen
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Schweinehund nicht einfach die Schuhe anziehen und losjoggen.
Obwohl ich seit Jahren nicht mehr in einem Schwimmbad gewesen
war, entschied ich mich für Aqua Power als gelenkschonenden
Start in ein sportliches und gesundes Leben. Na klaro, ich im
Badeanzug in einem öffentlichen Hallenbad – kannst Du Dir
vorstellen, wie sich das angefühlt hat, als ich das erste Mal das
chlorig riechende Bad betreten habe?
Ich schlüpfte in der Kabine in meinen riesenhaften blauen
Badeanzug und kriegte den kaum an. Der war nicht zu klein, ich
hatte den neu gekauft extra für Aqua Power. Ich war schweißnass
geschwitzt in der Erwartung dessen, was mir da jetzt an Missgunst,
Blicken und Lästereien entgegen schlagen würde. Mein Herz
klopfte so heftig als sei ich schon einige Stockwerke hoch gelaufen.
Gerne würde ich Dir schreiben, dass es alles halb so wild war – es
war wild. Sehr sogar. Ich sag es Dir wie es ist: Es gibt schon eine
ganze Menge Schaben in so einem Hallenbad samstags
vormittags.
54
Mir war nur vorher nicht klar, dass viele davon Badehosen tragen
und Autofahren können. Ja, manche Menschen sind einfach
Schaben. Schaben ernähren sich bekanntermaßen von Resten –
und auch diese menschlichen Schaben tun das im Grunde: Sie
ernähren sich von ihrem eigenen geistigen Müll. Sie warten nur
sabbernd darauf, dass jemand mit einem scheinbar
offensichtlichen Makel vorbeigeht, um sich genau darauf zu
stürzen. So ein fettes Gerät wie ich damals war ist natürlich ein
echter Schabenschmaus. Stell es Dir aus Sicht der widerlichen
Schabe vor: Stell Dir vor, Du bist mit Dir selbst extrem unzufrieden,
weil Du irgendwelche drittklassigen Mängel hast, für die Du Dich
selbst hasst. Du schwimmst im Becken mit den perfekten Menschen
und fühlst Dich etwas unwohl, weil Du eine Schabe bist. Ständig
fühlst Du Dich, als würden unsichtbare Füße nach Dir treten. Und
dann, endlich. Die Tür der Umkleide schwingt auf, mit Western
Showdown Musik betritt eine Schabe die Bildfläche, die so
schaben-artig und drittklassig ist, dass Du Dir daneben fast schon
wieder wie ein Mensch vorkommst. Das ist High Noon der
Schwimmbad-Schaben: Wenn sie sich als normaler Mensch fühlen
für die Sekunden, in der da jemand offenbar noch mangelhafter
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
ist, als sie selbst.
Schaben im Schwimmbad
Weißte also Bescheid. Als ich damals meinen ersten Gang durch
das Bad machte, und abgesehen von den Blicken, die
schweigend trafen, Unverschämtheiten anhörte, fiel mir diese
Schaben-Geschichte ein. Ich fühlte mich wie der Westernheld, der
den bösen Schurken in den Kopf schießt. Mit Schurken ist hier
übrigens nicht das Schabengesocks in Badehosen gemeint
sondern Rüdiger, mein innerer Schweinehund. Denn er war es, mit
seinem Planetenarsch, der den Schiss in der Buchse hatte und mich
fast davon abgehalten hätte, meinen Weg da raus in das
chlorstinkende Bad zu nehmen und mich den Schaben zu stellen.
55
Als ich mir vor dem bildlichen Auge dann noch vorstellte, wie die
glotzenden lästernden Gestalten tatsächlich zu Schaben werden,
musste ich laut lachen. Eine leicht fette Mittfünfzigerin in einem rosa
Bikini hatte verächtlich vom Beckenrand auf mich gestarrt,
wahrscheinlich gedacht „Wenn ich so dick wäre, würde ich ja nicht
schwimmen gehen“ – und ich sah da einfach nur eine braun
gecheckte Riesenschabe, die einen lächerlichen rosa Bikini trug,
obwohl sie so viele schlappe Rollen hatte wie ein schmelzender
Schneemann aus Leberwurst.
Irgendwie dachte ich in dem Moment, dass wir quit sind – ich hatte
über sie gelacht, sie über mich. Jeder ist anders, und selbst wenn
wir uns selbst immer „am meisten anders“ fühlen, sind wir doch am
Ende alle gleich. Kleine und große Schaben. Seitdem gehe ich mit
Lästereien und dummen Blicken auf diese Weise um, ich lästere
selbst ab und zu gern und oft auch über mich – das ist die
Wortkotze der Welt und sie hat genau diese eine Bedeutung und
das ist gar keine. Es sagt nichts über Dich, worüber sich die anderen
das Maul zerreißen. Wenn der Misthaufen groß genug ist, findet sich
immer ein Mistkäfer, der die Scheiße durchs Haus rollt. Es sagt nur
etwas über Dich aus, welche Bedeutung zu dem Gelaber beimisst
und wie Du damit umgehst.
Hand aufs Herz: Sollte ich mich von einem Haufen Schaben in
Badehosen davon abhalten lassen, für mein eigenes Traumziel
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
„schlank und fit“ zur Wassergymnastik zu gehen? Wer würde dann
gewinnen? Wer würde verlieren?
Du ahnst es: Ich bin da fleißig jede Woche hin marschiert, erst ein
Mal in der Woche, dann zwei Mal in der Woche. Bis ich irgendwann
eins feststellte - ich fühle mich nicht mehr angestrengt. Ich meldete
mich im August 2007 mit bebendem Herzen in einem Fitness Studio
an. Ich hatte einige Studios besichtigt und schließlich eines
ausgesucht, wo die Schabendichte am geringsten erschien,
obwohl ein recht merkwürdiger Trainer da herum sprang am Tag
der Anmeldung.
Kennst Du das, wenn jemand versucht, sich über Dich lustig zu
machen und denkt, Du bist so doof, dass Du es nicht merkst?
Topflappen stricken und Beine rasieren im Fitness Center
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Mit breitem Kreuz zu recht dünn wirkenden Beinchen stolzierte er
angebräunt im orangefarbenem T Shirt wie ein Truthahn durch den
Laden. Es wirkte grotesk, wie weit er seine Brust nach vorn
geschoben hatte. Man konnte meinen, bei etwas Wind würde er
nach hinten über kippen. Unsicherheit getarnt als „starker Kerl“ sowas wittere ich gleich. Ich war gemeinsam mit Susi, einer lieben
ebenfalls stark übergewichtigen Arbeitskollegin in das Fitnesscenter
in der Dortmunder Innenstadt gewackelt. Der gockelhafte Trainer
dort schien sich fast zu bepinkeln bei der Vorstellung, dass zwei
Super XL Mädels bald in „seinem“ Hühnerstall trainieren wollten. Ein
wenig kam es mir vor, als hielt er uns für eine außerirdische Spezies,
die plötzlich in seinem kleinen Biotop aufgetaucht war und ihn zur
Hälfte mit Angst vor dem Unbekannten und zur anderen Hälfte mit
Hohn bezüglich unseres Aussehens und der von ihm damit
verbundenen Charaktereigenschaften erfüllte. „Elfie“ war später
mein lustiger Spitzname für ihn. Trotz seiner anfänglichen
Verspanntheit und seines Gockelgehabes entwickelten sich später
Gespräche bei jedem Trainingsaufenthalt. „Warum hast Du ihm so
einen Oma-Namen als Spitznamen gegeben?“ magst Du Dich jetzt
fragen und ich verrate es Dir: Er rasierte sich die Beine und strickte
Topflappen in seiner Freizeit. Weißte Bescheid. Ein ganz lieber, dem
Leben gegenüber leicht negativ eingestellter Typ, der mehr oder
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
weniger auf dem zweiten
zweiten Bildungsweg in die Fitnesswelt geschlittert
war.
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Bei unserer Anmeldung im Studio machte Elfie den Termin für den
Trainingsplan – natürlich
natür
mit einem anderen Trainer - denn an
diesem ersten Tag, wo wir zwei gigantischen Außerirdischen auf
seinem kleinen Planeten gelandet waren, war er noch zu scheu.
Also hat er, ganz Weichei,
Weichei gleich die Kracher einem Anderen
nderen in
den Kalender geschoben. Konnte
Konnte er ja auch nicht ahnen, dass er
zumindest den einen verrückten, fetten Außerirdischen bald
mehrmals wöchentlich sehen
seh
würde. Im Fitness Studio zeigt die
Erfahrung, dass sich hin und wieder Dicke anmelden, 1, 2 oder 3x
dort hinkommen, oder auch ein paar Wochen, und dann
verschluckte sie die Erde und sie verschwanden von der
Trainingsfläche. Nun gut, wahrscheinlich hatte der innere
Schweinehund gewonnen und sie auf dem Sofa festgesaugt.
Zurück zu Elfie und seiner Terminschieberei: es war doch eine
e
charmante Art zu enttarnen, aus
welchem Holz unser Elfie gemacht
war, aber so ist das nun mal. Es gibt
solche und solche – Elfie
ie hatte sich
entschieden,, einen anderen in den
Kampf mit den vermeintlichen
Ungetümen zu schicken.
Und, ahnst Du schon, wer nun auf der
Bildfläche erscheint? Genau. Alf. Ein
Foto von ihm mit meinem Hund vom
letzten Außendreh habe ich Dir auf
diese Seite eingefügt. Ich erinnere
mich an den Tag, als wäre es heute
gewesen. Es war nämlich so ein „Moment“. Ja, Du hast recht. Das
ganze Leben besteht aus aneinander
aneinander gereihten Momenten, die
alle zusammen einen Film ergeben - mit vielen kleinen und großen
Episoden, Wendungen und Plots. Bis auf das orangefarbene T-Shirt
T
hatte Alf von Anfang an nicht sehr viel mit Elfie gemeinsam. Er
wirkte souverän und offen von Anfang an – doch das Besondere
für mich war etwas ganz anderes. Wehe Du lachst.
Nachdem
dem Alf unseren Trainingsplan
Train
plan gemacht hatte und wir in alle
Geräte eingewiesen waren, ging er seiner Wege und Susi und ich
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
„tobten“ uns noch auf einem Sitzergometer aus. Logisch, von
toben kann keine Rede sein, wir waren beide ordentlich
angestrengt von dem ersten Gerätetraining unseres Lebens
gewesen. Er ging quer durch den Trainingsraum und da das Studio
recht groß war, hatte ich eine Weile Zeit sein Bewegungsmuster
wahrzunehmen. „Bewegungsmuster?? Bist Du CSI oder was?“ mag
Dir jetzt durch den Kopf gehen, oder auch „What the fuck..?!?“ Ich
erkläre es Dir kurz. Ich habe mein Geld als Kommunikationstrainerin
und Coach in einem großen Unternehmen verdient.
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Die Körpersprache der Menschen um mich herum zu beobachten,
war ein wichtiger Teil meiner täglichen Arbeit. Es half mir dabei, die
anderen Menschen besser zu verstehen und ihre Bedürfnisse zu
erkennen. Damit müssen wir uns abfinden: Unsere Körper sprechen
ständig über uns, zeigen unsere wahren Gedanken und Absichten,
die wir mit Worten niemals zugeben würden. Genau das macht
das Thema Körpersprache so interessant innerhalb eines
Seminartrainer- und Coach-Jobs. Wenn Du jeden Tag zehn Stunden
lang darauf trainiert bist, bewusst Deine Aufmerksamkeit auf
Bewegungen, Körperhaltung, Gesten, Mimiken und Dynamik der
Bewegungen zu richten, dann kannst Du das nicht einfach
abstellen. Das geht nicht. Es ist also nichts Ungewöhnliches daran,
dass mir Alfs Bewegungsmuster auffiel – vor allem deshalb: Weil ich
es kannte. Natürlich kannte ich nicht sein persönliches
Bewegungsmuster, aber die Art wie er sich bewegte, erschien mir
bekannt.
Jetzt ist es Zeit, dass Du Dich an den Anfang meiner Reise erinnerst.
Erinnere Dich kurz an den letzten Klick Moment. Das Loch in der
Wand. Den Blick in die Zukunft. Denn hier tauchte es wieder auf,
gewissermaßen personifiziert. Der Kampfsport in meinem Kopf.
Seitdem ich diese Entscheidung getroffen hatte, waren einige
Monate vergangen. Einige Monate hatte ich also Zeit, das
gesamte Internet nach Videos abzusuchen um Kampfsport in
bewegten Bildern ansehen zu können, ohne dazu ein Dojo
betreten zu müssen. Sein Bewegungsmuster war das eines
Kampfsportlers. Eines ziemlich guten Kampfsportlers, wobei ich für
diese Einstufung keineswegs in einem fachlichen Sinne qualifiziert
bin oder war. Ihr kennt das: Es gibt hunderttausende Videos auf
Youtube und die meisten behaupten von sich, das jeweilige Thema
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
mehr oder weniger professionell zu zeigen. Als Zuschauer hast Du
dann die Aufgabe, für Dich selbst eine Unterscheidung von „gut“
und „schlecht“ vorzunehmen. In diesem Fall war ich Zuschauer von
hunderten Kampfsportvideos aus den unterschiedlichsten
Richtungen gewesen und hatte für mich eine Art
Bewertungsmechanismus gefunden.
Alf bewegte sich mit tiefem Schwerpunkt, die Schultern entspannt
leicht nach hinten unten gezogen, seine Bewegungen waren
dynamisch und weich, die Knie federnd und es wirkte ein ganz
klein wenig, als würde die Schwerkraft für ihn eine Ausnahme
machen. Definitiv mein Merkmal für „richtig gut“. Außerhalb der
Kampfsport-Thematik hatte ich niemanden gesehen, der sich auf
diese Weise bewegte. Deshalb stand für mich fest, er ist nicht nur
ein offener und freundlicher Mensch, sondern auch ein
Kampfsportler und das empfand ich als Vorteil in Anbetracht
meines eigenen Ziels.
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Die Art, wie wir uns bewegen, hängt immer damit zusammen, wie
wir unseren Körper nutzen. Davon bin ich überzeugt. Du kannst
diese Theorie selbst einfach überprüfen: vergleiche die
Bewegungsmuster, die Körperhaltung und die Gestiken von
verschiedenen Menschen in Deiner Umgebung mit ihren Berufen
und Freizeitaktivitäten. Welche Unterschiede fallen Dir auf? Mit
etwas Übung wirst Du erstaunt sein, wie viele Informationen Dir
andere Menschen geben, indem sie einfach nur vorbei gehen. Das
ist hilfreich für Dich: Du kannst Absichten erkennen, Fremde besser
einschätzen, Lügen schneller enttarnen, Schwierigkeiten aus dem
Weg gehen, Situationen entschärfen und vor allem in wichtigen
Situationen mögliche Verbündete erkennen, die Dir auf Deinem
Weg zum Ziel helfen können.
Auf dem Weg zu Deiner Wunschfigur gibt es eine Menge
Schlachten zu schlagen, viele wirst Du allein kämpfen müssen –
doch für einige Missionen brauchst Du gute Verbündete.
Menschen, die an Deiner Seite stehen, Dir Rat geben und dabei
aber nicht versuchen, ihre eigenen Wünsche und Ziele zu Deinen zu
machen. Du brauchst Verbündete, die Dir zuhören und die Deinem
neuen Ich Raum zur Entfaltung lassen, auch mal ertragen, wenn Du
einen Durchhänger hast und es immer wieder verstehen, Dich
aufzurichten. Aus Erfahrung sage ich Dir: Vielleicht sind Deine
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Verbündeten noch da draußen, irgendwo in der Welt verstreut und
warten darauf, von Dir gefunden zu werden. Vielleicht ist es ein
ganz anderer Typ von Mensch, den Du bisher so nicht in Deinem
Leben hast. Und wenn Du ihn dann triffst, weißt Du sofort, dass Du
ihn Dein ganzes Leben lang vermisst hast.
Vielleicht sind Deine Verbündeten auch schon in Deinem Leben
und Du hast sie nur nicht erkannt? Wer könnte Dir helfen? Wem
könntest Du helfen? Gerade die letzte Frage erscheint Dir vielleicht
merkwürdig, doch bei genauerer Betrachtung kommst Du sicher
schnell darauf, wie ich diese Frage meine. Hilfreiche Beziehungen
funktionieren nur dann, wenn sie nicht einseitig sind. Ob es nun um
Partnerschaften, Liebesbeziehungen oder Freunde geht, das
Geben und Nehmen sollte sich in der Waage befinden.
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Fest steht: Hin und wieder wirst Du Unterstützung brauchen. Und fest
steht leider auch eine andere Sache: Wenn Du mehr als ein paar
Kilo verlieren möchtest, wirst Du damit vielleicht auch Menschen
verlieren, die bisher in Deinem Umfeld waren. Veränderung erzeugt
Veränderung – das ist gut so, wenn es auch nicht immer einfach ist.
Darüber erzähle ich Dir im nächsten Kapitel etwas mehr.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Kochwäsche fürs Leben und die sexy Nilpferde
Eigentlich dachte ich immer, Freunde – die hat man weil … ja,
warum eigentlich?
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In meinen dicksten Zeiten hatte ich einen sehr
kleinen Bekanntenkreis, darunter waren einige
sehr dicke Freundinnen. Gleich und Gleich
gesellt sich gern, so heißt es, und es ist wahr: In
I
der Gesellschaft von anderen
anderen XXL Damen war
es einfach möglich, nur ein Mensch zu sein –
nicht wie sonst ein dicker Mensch, ein Fettsack
und leicht „außen vor“. Mit meinen drei Mädels
habe ich in den dicken Jahren regelmäßig
Ausflüge gemacht, insbesondere Buffets waren
unser Ziel.
Ziel Klischee-Alarm??
Alarm?? Nein. Na irgendwie
doch, es ging aber nicht ums Essen selbst – die
anderen Möglichkeiten waren einfach begrenzt. Kino – schwierig,
Sitze zu eng. Bowling, Kegeln, Schwimmen – uahhh, geh mir weg
mit Sport. Konzerte, Veranstaltungen, Feste – bloß nicht, die gucken
nur alle und da sind Menschenmassen. Winzige öffentliche Toiletten
– ein No-go.
o. Partys, Discos – nein danke, über uns lustig machen
können wir uns auch allein. Shoppen gehen – freiwillig durch die
Stadt laufen um Sachen anzugucken, die uns nicht passen? Never.
Essen gehen war in bekannten Restaurants eine sichere und
zufrieden stellende Beschäftigung,
Beschäftigung, die nicht anstrengend war.
war Wir
wussten, dass die Stühle breit genug sind und vor allem keine
Armlehnen haben und dass wir dort etwas tun, was wir bewiesener
Maßen
aßen können. Gelästert wird in Restaurants auch nicht so viel weil
Jugendliche und Halberwachsene, die am schlimmsten waren,
dort selten anzutreffen waren.
Wir redeten über alles und uns leider nicht selten auch gegenseitig
ein, dass wir zwar dick aber doch sexy sind. Auch wenn das nicht
Gegenstand dieses Kapitelthemas ist, will ich das kurz diskutieren
mit Dir. Du kannst das überspringen, indem
indem Du direkt beim Absatz „
Der Bruch im Borg Kollektiv“
Kollektiv weiter liest. Ich finde dieses Thema
Th
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
wichtig, weil ich den „sexy“ Gedanken für einen Denkfehler halte,
der mich persönlich viel zu
lange in der
lebensbedrohlich
schlechten
Gesundheitssituation
feststecken lies.
Also, Butter bei die Fische:
Was
as denkst Du über dick
und sexy?
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Ich bin immerr noch dick
und finde mich zwar nicht
hässlich, aber überhaupt
nicht sexy. Ich bin eine
Frau, klar versuche ich das
Beste rauszuholen, aber sexy? Ich verrate Dir auch warum
warum ich
heute ganz klar sage: Nein,
N
sexy ist definitiv NICHT mit fett
vereinbar.
Es ist meiner Meinung nach ein großer Unterschied, ob sich eine
leicht pummelige Frau mit ein paar Kilo Übergewicht ohne erhöhtes
Gesundheitsrisiko mit ihren üppig weiblichen Rundungen
anfreundet und das sexy findet. Ernsthaft, viele leicht
übergewichtige Frauen
auen sehen für mich um Längen schöner und
attraktiver aus, als dünne abgemagerte Rippengestelle. Aber
wenn jemand mit einem ernsthaft kranken Übergewicht sich als
sexy bezeichnet, finde ich das problematisch.
problematisch Gesundheit sollte
immer alle erste Priorität haben.
h
Reden wir mal über das Wort an sich, also über das Wort „sexy“.
Was bedeutet das eigentlich? Hast Du Dir darüber schon mal
Gedanken gemacht?
Ein anderes Wort ist Sex-Appeal,
Sex Appeal, auch hier schau mal nach der
eigentlichen Bedeutung,
Bedeutung wenn es Dich interessiert.. Sexy beschreibt
beschr
im Grunde, dass jemand Sex-Appeal
Sex Appeal hat und damit frei übersetzt
sexuell attraktiv für potentielle Geschlechtspartner ist. Attraktivität
dient in der Natur wohl kaum zur reinen Landschaftsdekoration
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
oder zur Augenpflege der Geschlechter, sie ist vor allem ein Signal,
das sagt „Hallo lieber Betrachter. Ich bin ein gesundes,
fortpflanzungsfähiges Wesen im richtigen Alter und gemeinsam mit
mir kannst Du starke, gesunde Nachkommen zeugen = Deine Gene
in die Zukunft weiter geben.“ In diesem eigentlichen Sinne ist sexy
also die Bezeichnung für erkennbare Merkmale, die unseren
Gesundheitszustand nach außen repräsentieren. Das sind im Falle
einer Frau zum Beispiel reine Haut, rosige Wangen und gut
durchblutete Lippen, jugendliche Ausstrahlung, klare strahlende
Augen, lange und gesunde Haare, feste Fingernägel, eine
weibliche gut proportionierte Figur mit einem idealen Taille-Hüft
Verhältnis und moderaten Fettanteil. Logo: ne Dachlatte aus Haut
und Knochen ist ebenfalls nichts sexy, ganz egal was
Modezeitschriften und Designer behaupten!
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Jedenfalls siehst Du: ich bin da nun Mal einfach raus. Ich bin mit
meinem immer noch vorhandenen Rest Übergewicht mit etwa 20
kg zu viel für meine Größe Plus meinen „Hautüberschuss“ nicht
gesund im Sinne des Erfinders, mein Fettanteil ist zu hoch. Sexy
gibt’s also zumindest NOCH nicht für mich. Gegenüber früher hat
sich natürlich meine Attraktivität gesteigert, ich habe bereits klare,
reine Haut, rosige Wangen und gut durchblutete Lippen, feste
Fingernägel, gut wachsende gesunde und lange Haare (selbst
wenn meine starke Naturlocke die Länge versteckt) – und für den
Jahrgang 1978 sehe ich auch noch ganz frisch aus. Trotzdem: sexy
– nein!
Und weißt Du was: Mir ist das scheißegal. Klar, interessant ist es
schon, meine neue Wirkung hier und da zu testen, aber meine
Priorität liegt darauf, meinen Körper gesund zu machen. Hast Du
schon über Deine Gesundheit nachgedacht? Vielleicht möchtest
Du einfach recherchieren, welche verschiedenen Krankheiten
durch Übergewicht ausgelöst werden und dabei auch überprüfen,
wie risikoreich Dein persönliches Gewicht ist? Vielleicht stellst Du
auch fest, dass Du eigentlich schon ganz okay bist, weil nur ein
paar Kilo weg müssen – in diesem Fall bist Du schon sehr sexy, Du
musst es Dir nur noch erlauben. ☺
Ich habe mich damals intensiv damit beschäftigt, die Risiken
aufzuarbeiten und auch heute bin ich immer noch an
Informationen zum Thema Übergewicht und Krankheitsrisiken
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interessiert. Selbstverständlich nicht, um an mir selbst
hypochondrisch täglich neue Symptome zu suchen damit ich zum
Arzt rennen kann, sondern um mich vorzubereiten für die
schwachen Momente, in denen mein Ziel unerreichbar scheint.
Solche Tage hatte ich hin und wieder, Momente in denen ich mich
fragen musste „Anne, warum machst Du das? Warum tust Du Dir
das an?“ Ich erinnere mich außerdem an der Stelle „Ich bin nicht
sexy“ daran, dass ich mich noch verändern möchte. Ein zu großes
Wohlgefühl für den XXL Umfang kann auch dazu führen, dass sich
einfach nichts tut. Also hübsch machen, pflegen, gut kleiden sind
natürlich trotzdem ein riesen „Ja“, weil es einfach mehr Spaß
macht und nur weil wir noch nicht „sexy“ sind, heißt das auch nicht,
dass wir hässliche Schlümpfe sind. So, das wollte ich mal gesagt
haben.
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Abnehmen – also Gewicht verlieren, ist nicht immer nur eine Party,
die viel Spaß macht. Egal mit welchem Ernährungsprogramm. Es
kommen Tage, in denen es hart wird, durchzuhalten. Und schon bin
ich wieder bei meiner Frage vom Anfang dieses Kapitels: Freunde
hat man weil … ja, warum eigentlich?
Der Bruch mit dem „Borg“-Kollektiv
Ich habe Dir von meinen Freundinnen erzählt, die hier ohne Namen
bleiben. Wir waren eine tolle Clique, fette Freunde kannst Du
sagen. Bis ich eines Tages entschied, ein schlanker Mensch zu
werden. In den ersten Monaten in 2007 habe ich verhaltene
Neugier seitens meiner Freundinnen erfahren, hier und da kamen
Fragen von meinen Mädels, meistens wurde aber ein Tuch des
Schweigens über mein Abspecken gelegt. Desto sichtbarer meine
Erfolge wurden, desto mehr Zweifel wollten mir diese Menschen
einreden, die ich für meine Freundinnen gehalten habe. „Das
funktioniert doch nicht. Irgendwann isst Du wieder normal und
dann hast Du Jojo-Effekt.“ „Zu viel Sport ist auch nicht gesund“
„Man kann nicht auf Dauer ohne Brot leben, das macht krank“
„Du siehst so schlecht aus, iss lieber mal was“ „Komm schon, ist
doch nur eine Pizza. Die wird Dich schon nicht umbringen.“ Na
danke schön, verarschen kann ich mich selbst. „Freunde
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unterstützen sich gegenseitig, sie bremsen sich nicht aus“ magst Du
gerade denken und ich sage zu Dir dazu nur eins: „Na klar ist das
so, in einer heilen Welt. Also wenn man ein Schlumpf im
Schlumpfenland ist.“ Ich bin leider nicht mehr blau genug nach all
dem, was hinter mir liegt.
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Hattest Du schon mal so ein unbestimmtes Gefühl in Gegenwart
anderer Menschen, dass sie Dich nicht mehr mögen, dass der
Raum sich scheinbar abkühlt und Du außen vor bist, obwohl Du
immer mittendrin, vielleicht sogar der Mittelpunkt warst? So ging es
mir und ich redete mir ein, es sei Einbildung. Paranoia. Ich hatte in
der Tat weniger Zeit, schließlich nahm ich mir nun regelmäßig die
Muße, abends zu kochen, ich ging regelmäßig zum Sport und lernte
auch neue Leute kennen, mit denen ich hin und wieder meine
Freizeit verbrachte. Meine Wochen fluktuierten zwischen meiner
Arbeit, die ich nach Plan machte und pünktlich den Hammer fallen
ließ, aus Schweiß, vielen Büchern, Artikeln, Internetseiten Rund um
Ernährung, Sport und Karate und aus Gesprächen mit Alf. Ich hatte
eine Leidenschaft fürs Kochen entdeckt und dachte mir immerzu
neue Rezepte aus, die stets einfach waren, damit ich sie nach der
Arbeit kochen konnte und meine fette Freundschaft mit den
Mädels trat immer weiter in den Hintergrund. Mein Leben war
anders geworden.
Mit den fallenden Außentemperaturen im Herbst des Jahres 2007
schien sich meine Freundschaft mit den Mädels immer mehr
abzukühlen. Ich hatte damals schon Eier in der Hose und sprach
dies eines Tages an. Alle waren sich einig: Es wäre nichts, alles wie
immer. Heiter Sonnenschein, weißte Bescheid.
Am letzten Freitag im November wollten wir einen Mädelsabend
machen, das war schon länger geplant, weil eine der Freundinnen
in der Woche sturmfreie Bude hatte, das wollten wir nutzen um
zuerst in der Stadt essen zu gehen und danach bei ihr DVD zu
gucken. Zwei Tage vor dem Termin rief sie bei mir an, sie druckste
etwas herum und meinte, ihre Eltern würden eher aus dem Urlaub
zurück kommen und deshalb würde der Mädelsabend verschoben
werden, einen neuen Termin wisse sie noch nicht.
Mir kam das zwar komisch vor, ich hatte selbst aber mittlerweile drei
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Mal in der Woche meinen Besuch
im Fitness Studio und dort viele
interessante, lustige oder auch
einfach nur verrückte Menschen
kennen gelernt. Ich war selbst
abgelenktt würde ich heute sagen.
Ja, Hand aufs Herz: Eigentlich
igentlich
passten meine Freundinnen nicht
mehr zu mir und meinem neuen
Leben. Ich hatte mich so sehr verändert und sie waren geblieben,
wie sie immer schon waren: Dick
D
und unbeweglich,
ch, nicht nur was
den Körper angeht,
geht, auch was den Kopf angeht.
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Heute verstehe ich den Zusammenhang besser zwischen meinem
Kopf und meinem Körper. Bitte versteh mich nicht falsch, ich sage
nicht, „Dick-sein
sein macht dumm oder undiszipliniert.“ Ich habe für
mich selbst lediglich festgestellt,
festgestellt, dass es geistig unflexibel macht,
macht
weil es mit zunehmendem Gewicht immer schwerer wird, sich auf
neue Situationen einfach einzulassen, spontan irgendwo
hinzugehen, Neues auszuprobieren.
auszuprobieren. Alles musste gut geplant sein,
es musste sicher sein, irgendwie erprobt damit es nicht schrecklich
wird und das begrenzt den Handlungsspielraum innerhalb und
außerhalb des eigenen Kopfes. Der riesige Körper kerkert einen ein
irgendwann, wie in einem kleinen Gefängnis starrt man raus und
hält es für die Realität. Wenn Du
Du Dich damit philosophisch
auseinandersetzen willst, empfehle ich Dir das „Höhlengleichnis“
Höhlengleichnis“
vom Philosophen Platon zu recherchieren. Es ist sehr erleuchtend
und gibt Anreiz für viele neue Gedanken
Gedanken zu Deinem status quo,
zum Prozess des Schlankwerdens und zu Deiner Zukunftsvision.
Wie dem auch sei – am letzten Freitag im November wurde mir
endlich klar, dass unsere Freundschaft aus dem Gleichgewicht
geraten war, weil ich zu einem Unruhepol geworden
geworden war.
war Es geht
bei dieser Feststellung nicht um Schuld: Meine
Meine damaligen
Freundinnen waren und sind ganz sicher sehr gute,, liebenswerte
Menschen. Auf dem Rückweg vom Sport kam ich an dem Abend
an unserem Stammrestaurant vorbei und wen sah ich durch die
Fensterscheiben: Meine
eine drei Freundinnen, wie sie in trauter
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Dreisamkeit vor vollgeschaufelten Tellern hockten. Im ersten
Moment fühlte ich mich verletzt, ja, außen vor – mal wieder. Als
Dicke hatte ich dieses Gefühl ja häufig und das waren meine
Freundinnen, sie sollten mir ein solches Gefühl nicht vermitteln.
Schlimm war das. Ich wäre am liebsten in den Laden hinein
gerannt und hätte sie zur Rede gestellt. Versteh mich: Sie hatten
also nur mir abgesagt, mich gewissermaßen per Ausrede
ausgeladen, damit sie allein sein konnten. Das Gefühl von
Ablehnung, Enttäuschung, ja, und Wut schmecke ich heute noch
bitter in meinem Mund.
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Irgendwas änderte sich jedoch von einer Sekunde auf die andere
an diesem Abend in meinem Kopf. Wieder ein Klick, aber ein ganz
anderer. Ich war hier draußen, in der kühlen Novemberluft und
stand im Halbdunkeln. Wie hinter dem Glas eines erleuchteten
Aquariums sah ich meine drei Weg-Gefährtinnen da sitzen und
musste zugeben: Ich gehörte nicht mehr zu ihnen. Ohne dabei
etwas Böses zu meinen, ich war keine mehr von ihnen. Ich wollte es
auch nicht mehr sein. Alle Enttäuschung war wie weg gewischt –
ja, so wollte ich doch überhaupt nicht mehr sein. Keine von ihnen
schaffte es ohne heftige Schnappatmung ein paar Treppen rauf.
Alle hatten sie schmerzende Knie wenn sie morgens aufwachten
und ja, sie alle waren auf dem Weg, wie die fette Engländerin zu
enden, wenn sie so weiter machten. Ich fand das traurig, es waren
gute Menschen, Persönlichkeiten. Trotzdem: Ändern konnte ich an
ihren Schicksalen nichts - Ich hatte versucht sie zu locken, sie zu
begeistern für die Dinge, die ich jetzt so spannend fand. Gesunde
Ernährung, Bewegung im Alltag. Ich war auch mal viel fetter
gewesen und nun, etwa 70 Kilo leichter, war ich um die 190 kg und
immer noch extrem lebensbedrohlich fett und fühlte mich trotzdem
anders. Schlanker im Kopf. Verstehst Du was ich meine? Ich konnte
an dem Abend einfach gehen, sie dort sitzen lassen wo sie waren
und akzeptieren, dass sich unsere Wege trennten. Ohne einen Blick
zurück.
Freunde sind ein schwieriges Thema beim Abnehmen. Sie können
uns helfen, Verbündete sein. Mut zu sprechen. Sie können uns aber
auch aufhalten, unsere Energie aufsaugen und versuchen, uns an
unserem eigenen Glück zu hindern. Damit weise ich ihnen keine
Schuld zu, das „Aufhalten“ geschieht häufig zum Selbstschutz
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
glaube ich.
Wechseln wir mal kurz in den Kopf meiner Freundinnen, damit Du
verstehst, was ich meine.
Stell Dir vor, Du bist viel dicker als Du sein willst. Du weißt das
eigentlich genau. Es gefällt Dir nicht und jeder Versuch, den Du
bisher unternommen hast, etwas zu ändern, ist gescheitert. Du
findest Leidensgenossen, mit denen Du Dir einig bist: Wir haben
alles versucht, nichts klappt, wir sind glücklich wie wir sind und sexy
wie Sau sind wir erst recht. Alternativ kannst Du auch sagen: Wir
wissen, dass wir nicht sexy sind und wollen das auch gar nicht.
Feminismus, wir werden wegen unserer Persönlichkeit geliebt, was
auch immer.
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Im Grunde ist so eine Frauenrunde, als würdest Du von den Borg
assimiliert – die Individualität geht flöten zugunsten einer Einigkeit,
die dem Einzelnen den Schmerz nimmt, die Einsamkeit. Man
verschmilzt zu einer Einheit und gibt sich gegenseitig einfach recht.
Der eigene Status quo wird normal. Das Leben ist böse, die Stühle
zu klein, die Hersteller von Kleidung sind gemein, nichts für große
Größen zu machen.
Brat Pitt ist eine fiese Socke, weil er auf richtig scharfe Bräute steht,
die in Gala-Kleidern gut aussehen und nicht auf Tanten wie uns, die
in einem Bundeswehrzelt über den roten Teppich wackeln und im
Flugzeug eine Gurtverlängerung brauchen. Blablabla. Lass mich
ruhig ein bisschen bissig sein, Weichspüler macht den fetten Hintern
auch nicht kleiner.
Die Realität wird mit einer plüschigen Schicht Weichzeichner
angenehm gemacht. Stell Dir nun vor, Du lebst eine ganze Weile in
diesem schwabbelnden Borg Kollektiv und fühlst Dich richtig gut
dabei. Wonga-Wonga-Tanz, wir haben uns alle lieb,
Gruppenkuscheln und so. Was den Fetti von Welt eben glücklich
macht. Und jetzt kommt der Skandal: Plötzlich und aus heiterem
Himmel zertritt einer aus dem Wonga-Wonga-Club „Oh yeah, wir
fühlen uns alle sexy und wohl wie wir sind“ die plüschige Realität,
indem er sich auflehnt gegen das Kollektiv. Das führt zwangsläufig
zu Krieg. Dinge, die sich über Jahre hinweg gegenseitig bestätigt
wurden, bedürfen neuer Klärung. Die Selbstverständlichkeit des
Einzelnen fällt weg. Im Kollektiv war klar: Abnehmen - das geht
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
nicht! Jetzt kommt da einer her und beweist: Oh doch, es geht sehr
wohl! Dann zerbricht die Scheinwelt in lauter kleine Teile und ein
Haufen Scherben bleibt zurück.
Wie fühlst Du Dich, wenn Du erkennst, alle Jahre waren es nur
Ausreden. Lügen, die das Kollektiv geschaffen hatte, um den
Einzelnen in babyweichen Flausch zu hüllen? Na klar, dann schnell
weg mit dem defekten Modul, die gerissenen Wunden stopfen und
warten, bis neuer Plüsch drüber gewachsen ist und die WongaWonga-Welt in Ordnung ist.
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Verdammte Kacke, dabei sind wir Dicken schon in genug
körpereigenen Flausch eingehüllt. Aber es half nun mal über die
schweren Zeiten zu kommen. Du kannst also sagen, für meine
Freundinnen war ich mit meiner neuen Energie, mit den
schwindenden Kilos wie ein defektes Modul in ihrem Kollektiv - und
deshalb musste ich „ausgebaut“ werden. Ich bin ihnen heute nicht
mehr böse, ich verstehe es voll und ganz. Sie haben für sich selbst
die beste Entscheidung getroffen – und ich für mich. Die Trennung
war gesund für jeden von uns, obwohl sie schmerzhaft war.
Warum ich Dir diese Geschichte erzählt habe, hast Du sicher längst
erraten, oder?
Genau. Es geht darum, Dir Deine Freunde aber auch Deine Familie
genau anzuschauen und zu überprüfen, ob Dir jemand bei Deinem
Lebensziel hilft oder Dir in die Quere kommt. Wer hilft Dir auf welche
Weise weiter? Wer hält Dich auf und mit was?
Interessant ist es auch, darüber nachzudenken, ob eventuell bisher
unternommene Abnehmversuche an falschen Einflüssen von außen
gescheitert sind. Wenn Du möchtest lade ich Dich ein, direkt hier
das Buch für einen Moment beiseite zu legen und Dir aktiv
Gedanken darüber zu machen, wer Dich unterstützt und wer nicht.
Es ist dabei ganz wichtig, besonders indirekte Hindernisse zu
enttarnen, die sich auf Deinem Weg zu Ziel verstecken und Dir zu
überlegen, wie Du sie meistern kannst. Je besser Du Dich auf Deine
Mission vorbereitest, desto hürdenfreier wirst Du es schaffen
können.
Ich gebe Dir ein paar Beispiele.
Angenommen Du wohnst noch bei Deiner Mutter und sie kauft ein
und kocht, dann hast Du hier zunächst ein indirektes Hindernis auf
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Deinem Weg. Genau hier denkst Du dann weiter und überlegst,
wie Du Deine Mutter für Dich gewinnen kannst, damit sie Dich
unterstützt. Wahrscheinlich tut sie das gern, wenn sie erst einmal
weiß, was sie für Dich tun kann. Sie ist Deine Mutter, sie liebt Dich.
Überzeug sie. Wenn sie Dich nicht unterstützt, suche nach
alternativen Lösungen.
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Anderer Fall: Du bist selbst Mutter und Ehefrau, Dein Mann besteht
auf seine Nudeln und für Dein Kind möchtest Du ab und an
Süßigkeiten anbieten. Hier hast Du auch die Möglichkeit,
verschiedene Wege einzuschlagen. Du kannst Deinen Mann bitten,
Dich mit seinem Verzicht zu unterstützen, indem er mit Dir die
leckeren und gesunden Menüs isst, die Du für Dich kochst. Du hast
Ausnahmetage jede Woche, vielleicht bereitest Du da für Euch ein
Nudelgericht, dann kommt er nicht zu kurz mit seiner Nudellust und
Du musst Dich nicht zurück halten. Ich gehe damit ganz anders um,
habe ich an diesem Wochenende erst wieder gemacht: Ich koche
normal Nudeln, dieses Mal war es Spaghetti Bolognese und packe
für mich zusätzlich Prinzess Bohnen in die Mikrowelle. Die sind schön
lang und nudelig. Während er dann normal sein Nudelgericht
bekommt, esse ich die Bolognese Soße mit Bohnen und schon ist
der Drops gelutscht. Eine tolle Alternative in der Kürbis-Saison ist die
Zubereitung von Spaghetti Kürbis als Nudel Ersatz, der ist immer
erlaubt!
Süßigkeiten sollten die Ausnahme in der täglichen Ernährung sein.
Sie sind nicht gesund und es ist erstrebenswert, dass die ganze
Familie damit sparsam umgeht. Angenommen Du gibst Deinem
Kind 1-2 x in der Woche eine kleine Portion Gummibärchen oder
Schokolade, ist es für Dich am einfachsten, gleich so winzige
Portionen einzukaufen. Zu Beginn Deiner Abnehm-Reise kannst Du
direkt an den Kassen im Supermarkt die Kleingrößen kaufen, also
beispielsweise ein Schokoriegel für die Kleine oder eine kleine Tüte
Gummibärchen. Wenn Du ihr davon einen Haps weg isst, schadet
es Euch beiden nicht ☺ Nimm Abstand davon, Großpackungen zu
kaufen, die dann in Deinem Schrank liegen, oder noch schlechter –
gut sichtbar in der Wohnung herum stehen. Damit machst Du es Dir
unnötig schwer.
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Verstehst Du die Vorgehensweise? Analysiere Schritt für Schritt,
woran Du bisher gescheitert bist, woran Du scheitern könntest und
wie Du für die Zukunft diese Schwierigkeiten vermeiden kannst.
Danach kommt der andere wichtige Teil der Denksportaufgabe:
Was hast Du bisher erfolgreich gemeistert und wie hast Du das
gemacht? Eventuell: Wer hat Dir geholfen?
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Wenn Du herausfindest, dass es innerhalb Deiner Familie große
Hindernisse durch Personen gibt, dann solltest Du unbedingt
schauen, diese zuerst zu lösen. Du verbringst viel Zeit in diesem Kreis
und Unterstützung, die hier fehlt, gefährdet Deinen Erfolg. Wenn
sich Deine Angehörigen auf keinerlei Kompromisse einlassen
wollen, solltest Du unbedingt für Dich selbst eine Entscheidung
treffen. Wenn es möglich ist, nimm Dir eine Auszeit oder überlege,
ob es Alternativen ohne die Unterstützung Deiner Lieben gibt. In
meiner langjährigen Erfahrung im Austausch mit Diäthalterinnen
habe ich oft erlebt, dass der Gewichtsverlust vor allem in der
partnerschaftlichen Beziehung Probleme verursachen kann, wenn
diese mit großem Übergewicht begonnen wurde.
Erinnerst Du Dich an den Schwank aus meiner Jugend über meinen
ersten Freund? Er liebte mich, weil ich dick war. Jetzt ist es Zeit, dass
ich Dir erzähle was ich darüber denke und es ist ein brisantes
Thema. Ich hoffe sehr, Du kennst mich jetzt schon ein bisschen und
weißt, nichts ist böse gemeint.
Weiter oben haben wir zwei über „Dick und sexy“ diskutiert und
biologisch begründet, warum das ab einem gewissen Grad an
Übergewicht nicht mehr möglich ist. Das bedeutet nicht, dass
einzelne Menschen oder Männer nicht tatsächlich Gefallen daran
finden können. Auch hier gilt: Ich rede im Folgenden nicht von ein
paar Kilo, da lässt sich über Geschmack nicht streiten. Der eine
mag es ein bisschen runder, der andere lieber rank und schlank,
solange es körperlich ein dauerhaft gesundes Gewicht ist –
absolute Privatsache.
Ich rede hier über wirklich gesundheitlich bedenkliches
Übergewicht.
Eine wirklich dicke Frau wegen ihrer Persönlichkeit zu lieben das
finde ich total in Ordnung. Wir Menschen bestehen nicht
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hauptsächlich aus unserem Körper. Unser Kopf, unsere Seele ist auf
Dauer viel wichtiger. Und mehr Gewicht heißt ja nicht, dass sie nicht
liebenswert und eine tolle Frau ist.
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Wenn da aber jemand herkommt und sagt „Ich liebe Dich gerade
für diese Pfunde“ – frage ich mich doch, ob das nicht tatsächlich
eine Perversität ist. Ich will niemandem zu nah treten, aber mal
ganz unter uns: Da ist ein Mensch in einer gesundheitlich äußerst
miserablen Lage, die zumindest im Laufe der Zeit zu zahlreichen
degenerativen Erkrankungen der Gelenke und Knochen führt und
das Herz-Kreislaufsystem gefährdet. Die Lebenserwartung wird
verkürzt. Je nach Grad des Übergewichts kommt Kurzatmigkeit
dazu, eingeschränkte Mobilität – ja, bei manchen geht es so weit
wie bei der fetten Engländerin und sie liegen nur noch herum und
brauchen Hilfe bei allem, sogar beim Arsch abwischen. Wer das
sexy findet und befürwortet, hat ganz einfach mindestens einen
Knall, wahrscheinlich aber einfach überhaupt kein ehrliches Gefühl
für den anderen Menschen, sondern nur für sich selbst und seine
abnormen Neigungen. Liebe – bedeutet das nicht auch, den
anderen vor Unglück schützen zu wollen?
An dieser Stelle überlege ich mir, was Charles Darwin uns über die
Evolutionstheorie gelehrt hat: Es geht um das Überleben des
Stärkeren und der Fortpflanzungstrieb – der Sexualtrieb – dient zu
unserer Arterhaltung. Klar, heutzutage ist zum Glück alles ein wenig
romantischer, mit Liebe und Gesprächen und so. Ja, ja, ja. In die
Höhle geschleift wird ja heut niemand mehr, selbst wenn wir zur
steinzeitlichen Ernährungsform langsam zurück kehren in unserem
Programm, die Umgangsformen bleiben modern. Liebe ist auch
unabhängig von irgendwelchen körperlichen Reizen denke ich,
aber sexuelle Spezialisierung auf Menschen mit ungesundem
Gewicht ist gelinde gesagt irritierend - und aus Sicht der Evolution
ist es meiner Meinung nach abnorm, sich von Krankheit angezogen
zu fühlen, sie zu wollen, zu suchen und ohne diese Krankheit gar
nicht erst den Motor zum Glühen zu bringen.
Was dieser kleine Exkurs sollte, verstehst Du beim Lesen des
nächsten Kapitels.
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Zwischen Leberwurst und Selbsterkenntnis
Wenn Du mit mir zurück reist in die Zeit, in der ich vielleicht 18 Jahre
alt war, wirst Du verstehen wie mich seine vermeintliche Liebe aka
Perversion aufgehalten hat. Direkt nach dem Abitur hatte ich mir
einen Job in einer Telefonzentrale gesucht. Es war ein
mittelständisches Fleischerei Unternehmen und ich saß dort direkt
am Empfang. Ich stelle Dir zwei Arbeitskolleginnen vor, die mich
beide auf ihre Weise inspiriert haben damals.
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Vorab musst Du wissen: Mein Arbeitsplatz war das Aquarium, wie
ich es nenne. Ein gläserner Kasten am Besuchereingang mit
Telefon, Computer und vor allem guter Sicht in den Gang zu den
Büros. Ich hatte die Kasse und andere wichtige Unterlagen vorn,
aus diesem Grund kamen viele Kollegen im Laufe des Tages bei mir
vorbei und ich konnte ganz viele Gespräche mitkriegen, die
interessant für mich waren. Interessant, um über das Dicksein etwas
zu lernen.
Jasmin war eine wunderschöne, junge Frau mit ganz tollen Augen,
ellenlangen Wimpern und sie hatte lange blonde Locken. Sie war
keine Bohnenstange, alles war am rechten Platz. Wenn sie den
Raum betrat und einer der Jungs aus der Fleischerei da war,
hefteten seine Augen an ihr. Sie war dazu zuckersüß und lieb, eine
ganz tolle Person, die immer gute Laune ausstrahlte. Dann war da
Elke. Elke war um die 35, das kam mir mit 18 natürlich vor, als wäre
sie eine alte Frau gewesen. Mit Elke hatte ich etwas gemeinsam:
Wir waren beide extrem dick. Sie hatte ebenfalls blonde Locken,
die Hagelschäden an ihren Beinen vibrierten bei jedem Schritt und
sie arbeitete im Telefonverkauf. Ich glaube sie war eine gute
Verkäuferin, sie war auch immer sehr nett zu mir. Wenn sie den
Raum betrat und gerade einer der Fleischerei-Jungs da war, kam
es vielleicht zu einem netten Gespräch, aber Faszination gleich
Null. Sie hatte eine tolle Telefonstimme, wirklich umwerfend. Wenn
dann aber mal Kunden ins Haus kamen, mit denen sie oft
telefoniert hatte – dann konnte ich in meinem Aquarium sehen, wie
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den Besuchern, die nach der zauberhaften Stimme fragten,
sichtbar die Kinnlade herunter fiel. Autsch , Realität. Ja, mein
Aquarium. Dort verbrachte ich viele Monate zwischen Leberwurst
und Selbsterkenntnis - bis ich nach Dortmund zog.
Ich habe an diesem Arbeitsplatz immer wieder beobachten
können, welche Vorteile es hat, hübsch zu sein. Jasmin hatte es in
vielen Lebenslagen leichter, ihr wurden Fehler schneller verziehen,
sie bekam immer sofort Hilfe, ja es erschien alles leicht für sie zu sein.
Und alles, was sie dafür zu tun hatte, war nett zu lächeln und ihren
süßen kleinen Hintern durch die Büros zu schieben. Keineswegs
meine ich damit, sie hätte irgendwelche unangebrachten
Leistungen erbringen müssen. So etwas hätte dort niemand von ihr
verlangt. Es war eine anständige Firma mit durchweg sehr
freundlichen und netten Menschen.
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In meinem Aquarium lernte ich in dem Jahr ganz viel darüber, wer
ich sein wollte – und wer nicht! Ich musste mir eingestehen: Ich war
so wie Elke. Nett, Kumpel und deshalb akzeptiert. Auch ich hatte
eine tolle Telefonstimme - und wenn die Kunden dann kamen und
ich den Moment der Enttäuschung in ihrem Gesicht erkennen
konnte, war das jedes Mal wie eine kleine Spitze im Fleisch.
Ich hatte gute Ideen und war zuverlässig. Und doch kämpfte ich für
die gleiche Anerkennung, die Jasmin erhielt, vierfach so hart.
Manche Form der Anerkennung blieb mir insgesamt verwehrt. War
das fair? Sollte ich eine Grundsatzdiskussion mit dem Chef darüber
führen? Welches Ergebnis hätte das gebracht?
Immerhin ist das kein bewusstes Verhalten von ihm und den
anderen Menschen gewesen. Ein schlankes, fittes Aussehen wird
mit Leistungsfähigkeit assoziiert. Attraktivität ist unbewusst das Signal
für Gesundheit und die ist die Voraussetzung für Leistung. Das ist
eine uralte und unbewusste Programmierung meiner Meinung
nach. Keine böse Absicht. Als dicker Mensch bekommst Du
Attribute zugewiesen wie „faul“, „träge“, „langsam“ manchmal
auch „lustig“ oder „lethargisch“ je nach Person. Aber Anerkennung
fürs Atmen gibt Dir keiner. Bei Jasmin war das schon manchmal
anders. Dasein reichte bei ihr einfach.
Wenn Du jetzt eine kritische Diskussion über die heutige
Leistungsgesellschaft führen möchtest, schau Dich im Internet nach
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
geeigneten Foren um. Die absolut dümmste Diskussion dazu habe
ich ein Mal in einer Talkshow erlebt, in der jemand folgende These
hatte: Die böse Leistungsgesellschaft ist gemein zu den Dicken, weil
sie Dinge unterstellt, die nicht stimmen. Also träge, faul, dumm etc.
Boah, ich hatte das mein Leben lang als echten Vorteil gesehen,
denn so war es einfach, andere zu überraschen oder halt mal ganz
gepflegt unter dem Radar zu fliegen. Kennst Du das? Da erzählen
Dir Leute, wie viel schlauer sie sind als alle anderen und Du
bepinkelst Dich im Inneren vor Lachen über ihre Blödheit?
Ich mag schon das Wort Leistungsgesellschaft nicht, es ist auch
wieder so ein geistiges Konstrukt von Menschen, die Ausreden für
irgendetwas suchen.
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Natürlich existiert jede Gesellschaft durch Leistung, damals wie
heute. Da mache ich mir nichts vor. Nur dass die Bedingungen
heute komplett verweichlicht worden sind. Denk mal im Sinne der
Steinzeit über den Begriff nach: Gab es da auch schon eine
Leistungsgesellschaft? Jawoll, kurz gesagt – wer am schnellsten
rennen kann, am intelligentesten ist, wer am gesündesten ist, der
gibt seine Gene weiter, zeugt Nachkommen und bringt sie über die
Winter, schützt sie vor Angriffen. Alle anderen frisst der
Säbelzahntiger - zumindest im übertragenen Sinne.
Ich bin mir auch sicher, dass da damals keiner zeternd in der Ecke
gehockt hat, wie eine dicke wulstige Mettwurst in einem zu kleinen
Stuhl fest eingequetscht, und da was von ungerechter
Leistungsgesellschaft geheult hätte. Maximal hätte es einen kleinen
Wonga-Wonga-Tanz gegeben und mit einem Happs wär er im
Mund gewesen. In dem großen Maul der Leistungsgesellschaft alias
Leben. Ich finde, im Vergleich ist doch heute die
Leistungsgesellschaft eine ganz bequeme Sache. Immerhin
schaffen es sogar dicke Klöpse wie ich, ein Buch zu schreiben oder
sich jahrelang die Zeit zu nehmen, die Gesundheit wieder zu
restaurieren, die ich selbst versaut habe. Andere schaffen es, sich
eben quakend wie eine Ente über die schlechte gesellschaftliche
Akzeptanz von Dicken zu beschweren und sich in einer
Benachteiligung zu suhlen, die eigentlich keine ist. Augen auf
Schnecke, was haste denn erwartet? XXXL -Sessel in jedem
Restaurant, Toilettenboxen die groß genug für jeden Panzer sind?
Schon mal über das Kosten-Nutzen-Verhältnis nachgedacht? Also
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
entweder gepflegt weiter das riesige Fahrgestell ums Haus
schubbern und eben hier und da nicht reinpassen oder mal an den
Grundlagen arbeiten, damit das lästige Gewicht von sich aus
verschwindet. Das dauert eine Weile, siehst Du ja bei mir – aber es
geht. Also existiert keine Benachteiligung, es existiert höchstens eine
nachteilhafte Einstellung zur eigenen Verantwortung gegenüber
dem persönlichen Wohlergehen.
Gegenwind
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Jasmins Vorbild hatte mir damals Anreiz gegeben, mich ändern zu
wollen. Ich versuchte, mich nach meinem damaligen Verständnis
besser zu ernähren, ich aß weniger Süßkram und schaffte es
tatsächlich, mir ein paar Kilos vom Laib zu schaffen. Ich machte
kein großes Aufsehen daraus, ich fühlte mich noch unsicher in
meiner Diät und wollte niemandem etwas darüber sagen.
Vielleicht kennst Du das? Indem man niemanden einweiht, ist das
Scheitern weniger schlimm, weil ja niemand etwas von dem Plan
weiß. Bloß nicht konkret werden.
Meine Hose begann zu rutschen. Meine Oma hatte sogar gemeint,
meine Hände sehen schon viel dünner aus. Ich hatte richtige
Wurstfinger damals, das unterste Fingerglied direkt nach der Hand
war dick und rund und das sah wirklich komisch aus. Innerlich war
ich ein wenig stolz auf mich, es waren schon einige Wochen. In
meinem Aquarium beschäftige ich mich mit Telefonanrufen, Kaffee
machen, Kopieren und natürlich mit meiner Hauptbeschäftigung:
Zuzusehen, wie Jasmin alle um sich herum bezauberte. Blonde
Locken könnte ich auch haben, ein paar Strähnchen wären nicht
schlecht. Schöne Augen und Wimpern hatte ich schon, nur
müssten meine dicken Fettwangen, die meine Augen klein
gequetscht hatten, dazu etwas zurück weichen damit der
Betrachter nicht zuerst auf die Fleischberge in meinem Gesicht und
dann auf die Augen schauen müsste. Indem ich Jasmin zusah, sah
ich auch ständig mein Ziel vor mir. Es ging nicht darum, genau so
auszusehen wie sie. Es ging vielmehr darum, mit einer solchen
Leichtigkeit zu leben, einfach bezaubernd durch den Alltag zu
stolpern mit all den Fehlern und kleinen Macken, die man hat und
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dafür geliebt zu werden. Das wollte
w
ich auch.
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Doch dann kam der schwarze Tag: Mein
Mein damaliger Freund, Du
erinnerst Dich – so ein Fettfetischist – hatte mich nach der Arbeit
abgeholt und ich war bei ihm zuhause. Er fummelte an mir herum,
was ich gewohnt war und auf gewisse Weise mochte, eben weil
ich es gewohnt war. Gewohntes war sicher und sicher war gut.
Scheinbar war sein Gefummel aber mehr soetwas wie Inventur. Er
packte mich plötzlich sehr fest, schaute mich böse an und fragte,
ob ich abgenommen hätte. Sein Tonfall war verärgert und eiskalt.
Ich wollte ihn nicht ärgern, ich wusste, er würde dann wieder
ausrasten und schüttelte den Kopf. Das war auch kein sehr
erfolgreiches Manöver, immerhin hielt meine Hose kaum noch auf
meinen Hüften. Der Rest dieser Auseinandersetzung versinkt im
Nebel
ebel Deiner Vorstellung weil ich heute nicht die Kraft habe, Dir
das alles genau zu erklären. Es würde auch gar kein besseres
Verständnis generieren. Sagen wir so: Err hat sehr deutlich gemacht,
gemach
dass er eine dicke Frau will und keine „pummelige“ oder
womöglich
ich schlanke Lady.
Meine Träume von einem besseren Leben
verschwanden mit dem Nebel. In
I meinem
Leberwurstaquarium sah ich nunmehr
bewusst nur noch Elke, die so unendlich alt
und träge wirkte. Ihr hübsches Gesicht war
so wie das meinige zugewachsen von
ihrem
rem Fett und sie hatte sich scheinbar
eingefügt in ihre Rolle als lustiger Fetti, den
die Kunden beim ersten persönlichen
Treffen dann enttäuscht
täuscht ansehen. Kennst
Du das, wenn so eine Eis-Sekunde
Sekunde entsteht,
entsteh
in der der andere einfriert? Klaro, heiße Telefonstimme
imme wird im Kopf
verbunden mit heißer Braut. Wenn dann Jabba the hat vor Ort
lächelnd durch den Gang kommt, braucht selbst der Härteste
unter den Männern seine Sekunden, um den Schreck und die
Enttäuschung zu verdauen.
Das Schlimme
hlimme an dieser Erinnerung ist,
i dass ich das so häufig völlig
außen vor beobachten konnte, diesen Moment der Irritation wenn
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Elke erschien – ich möchte das auch gar nicht werten, aber die
Gesellschaft ist nun mal so. Elke ist ein liebenswerter und toller
Mensch gewesen - nur leider sieht man das nicht von außen. Heute
frage ich mich, ob sie wohl noch lebt und wie es ihr geht. Vielleicht
hat sie auch etwas abgespeckt und ist jetzt fit wie ein Turnschuh.
Die ganze Sache ist eine Weile her, vielleicht ist sie jetzt auch im
Bett wie die fette Engländerin. Wer weiß das schon?
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Erzählt habe ich Dir diese Episode aus meinem Leben als Beispiel
dafür, wie genau wir auch unsere persönlichen Beziehungen prüfen
müssen. Nutzen sie uns etwas oder sind sie gefährlich für unsere
Gesundheit, töten sie unsere Lebensträume vielleicht? Ich wünsche
Dir, dass Du nur wundervolle Menschen um Dich herum hast, die
Dich unterstützen und leiten und gleichzeitig wünsche ich Dir, falls
dies nicht so ist, dass Du früher als ich selbst eine Notbremse ziehst
und die Sache in Deinem Sinne regelst. Wenn Du noch sehr dick
bist und auf Partnersuche, solltest Du genau hinschauen: Liebt er
Dich um deinetwillen oder nur wegen dem dicken Hinterteil. Ist
letzteres der Fall, ist es eine schlechte Entscheidung, ihn zu lieben
(Spaß haben kannst Du trotzdem), damit er Dich nicht aufhält auf
dem Weg zu Deinem Ziel.
Es ist einzig und allein Dein Leben. Mache damit, was Du selbst
möchtest. Es ist Deine Entscheidung, ob Du Deine Tage vergeudest
oder Dir endlich erlaubst, zu leben wie es Dir gefällt.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Spiegelbilder
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L
eben, wie es Dir gefällt – das ist ein gutes Stichwort. Wie sieht
Dein Traumleben denn aus? Hast Du darüber schon genauer
nachgedacht? Falls Du jetzt an einen Lottogewinn und einen
rettenden Prinzen auf dem weißen Ross gedacht hast – schmink Dir
das gleich ab, davon rede ich nicht.
Kleine Alltagsfluchten in ein Leben, in dem Dir die harte Arbeit für
Deinen Traum abgenommen wird und auf einem Silbertablett
serviert wird, sollten niemals mehr als genau das sein, was sie sind:
kleine, winzige Alltagsfluchten. Ein Gedanke im Bus, um das nervige
Geschnatter um Dich herum nicht zu hören, ein kleiner Moment an
der roten Ampel, eine Sekunde in einer langweiligen Vorlesung
oder Schulstunde oder wenn der Chef mal wieder nervt, wenn Dein
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Kind Dich in den Wahnsinn treibt oder was auch immer – ja okay, in
den Situationen denk was Du willst.
Ich stelle mir da immer vor, wie es sich anfühlen muss, mit dem
absolut heißesten Typen auf diesem Planeten die ganze Nacht
…naja, Du weißt schon. Los, stell Dir das auch mal ein bisschen vor,
so richtig in Bildern. Wie würde er Dich verführen oder würdest Du
ihn verführen? Wie riecht er? Wie fühlt sich seine Haut auf Deiner
an? Wie schmeckt sein Kuss? Wie geschickt sind seine Hände? Und
unter uns: wie groß ist sein !?!??? Und noch wichtiger: Wie gut kann
er damit umgehen? Nun, es ist Dein Tagtraum, also
selbstverständlich ist die Antwort auf alles …. Oh mein Gott, ich
komme ….
Das ist natürlich ganz großartige Überbrückungshilfe für langweilige
Situationen oder einfach eine nette Einschlafhilfe ;)
Diese Wünsche bedeuten nichts, im Grunde sind sie wie Sex mit
Fremden, sie sind aufregend, weil Du diese Realitäten nicht kennst
und somit nur die guten Seiten siehst.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Angenommen, Du legst im Geiste Deinen Lieblingsstar flach, na
oder halt den, den
Du regelmäßig zu
Gast in Deinem
Kopfkino hast.
hast Da
stellst Du Dir doch
nicht vor, dass er
dabei immer die
Socken anlassen
will wegen seiner
Schweißfüße,
irgendwie hilflos in
der Gegend herum
fummelt als seist Du
ein Autoradio,
Autoradio
während Du
darüber
nachdenkst, was
wa
Du heute alles
gegessen hast und
Du ihn irgendwann
fragst, ob er ihn
endlich reinsteckt
und rate…jawoll, er
ist schon drin.
Wenn Du Dir den
Lottogewinn
vorstellst, der alle
Deine Probleme
löst, dann stellst
ellst Du Dir auch nicht vor, wie viele Ehen,
Freundschaften und sogar Existenzen an so einem vermeintlichen
Geldsegen schon gescheitert sind. Ja, Pleite nach Lottogewinn
durch Größenwahnsinn – alles schon da gewesen. Oder Porsche
gekauft und damit einen schlimmen,
schlimmen, sogar vielleicht tödlichen
Unfall gebaut. Viele Träume würden in der Realität schnell
zerplatzen wie eine Seifenblase und trotzdem können sie nützlich
sein, um unsere ureigenen Wünsche zu entschlüsseln.
entschlüsseln
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Siehst Du, worauf ich hinaus will?
Träume sind wie Bilder, die Du von innen an die Wände Deiner
Seele malst. Sie zeigen, was Du willst – sie zeigen aber auch, was Du
vermisst, was Du über Dich denkst. Ein Millionär träumt
wahrscheinlich nicht vom Lottogewinn, ein Unterwäschemodel
wünscht sich keine Bikinifigur. Na klar.
Mitten in der Wüste wünschst Du Dir eben einen Eimer Wasser und
keinen Eimer Sand – oder? Wenn Du auf diese Weise über Deine
eigenen Wunschträume nachdenkst, was erzählen diese inneren
Bilder über Dich? Was denkst Du von Dir selbst? Was besorgt Dich?
Was stört Dich an Deinem Leben? Denk dran: In der Wüste
wünschst Du Dir Wasser. Die Bilder Deines Traums sind also
gewissermaßen das Wasser in der Wüste. Alles was Du nun tun
musst, ist Deine Wüste zu erkennen. Oder eben die Leere in Dir, die
unerfüllte Sehnsucht, das Bedürfnis, das hinter Deinen Träumen
versteckt ist.
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Für diese Aufgabe nimm Dir ein wenig Zeit, vielleicht möchtest Du
Dir auch diese Passage herauskopieren oder noch besser – als
Frage in Dein Arbeitsbuch schreiben. Wenn Du Dich auf die wirklich
wichtigen, bedeutsamen Wünsche und Träume konzentrierst,
erkennst Du vielleicht, was Dir in Deinem Leben fehlt. Nur wenn Du
erkennst, was die Leere in Dir verursacht, kannst Du Dir einen Plan
zurecht legen, wie Du ganz konkret Deine Leere füllst. Ach und so
am Rande: Wichsfantasien gelten nicht, die sind mehr sowas wie
autogenes Training mit etwas mehr Körpereinsatz, über die solltest
Du nur nachdenken, wenn Du sonst keine anderen Träume und
vielleicht sogar Hobbies hast ☺
Ich bin in den vergangenen Jahren zu dem Entschluss gekommen,
dass es mir beim Abnehmen sehr geholfen hat, die Wände meiner
Seele bewusst anzumalen und immer wieder daran zu arbeiten, die
dort klebenden Bilder zu verstehen. Warum? Ganz einfach, es ist
dann plötzlich, als ob ich einen Kompass habe, der mir endlich die
wahren Richtungen zeigt. „Hast Du heute Deinen philosophischen
Tag oder was?“ denkst Du jetzt sicher – deshalb geht’s direkt weiter
in die nächste Episode aus meinem Leben, um die ganze
Träumerei unphilosophisch zu betrachten.
Ein konkretes Beispiel gibt eine alte Bekannte: Jahrelang wollte sie
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
abnehmen. Sie wollte besser aussehen, sexy sein. Der Einfachheit
halber nenne ich sie mal Laura. Sie ist 1,63 und damit eher klein und
die Waage zeigt ihr 86 kg. Das ist nun bei weitem kein extremes
Übergewicht, es ist nur leicht fett. Wenn Du mich fragst, hatte sie
kein Dekoproblem – nenn mich bescheuert, aber die Gute hatte
bereits jahrelang Rückenprobleme und vor zweieinhalb Jahren
dann einen Bandscheibenvorfall. Im Studium war sie eine der
wenigen Frauen, die trotz des extraordinären Männerüberschusses
im Fach Informatik keinen Freund hatte. Blickste, wie da der Hase
läuft? Sie dachte, keiner mag sie, weil sie zu dick ist und deshalb
wollte sie abspecken. In den gesamten vier Jahren, in denen ich
mit ihr Kontakt hielt, machte sie eine Diät nach der anderen.
Erfolglos. Vor allem: freund-los.
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Diäten sind meiner Meinung nach das beherzte Anlaufnehmen
zum Fetterwerden. So war es auch bei ihr, zusätzlich wurde sie
immer unglücklicher. Ich wusste damals auch nicht, woran es lag –
immerhin war ich im Studium sicher schon deutlich über 200 kg und
fand überhaupt nicht, dass Laura auch nur ein Pfund zu viel hatte.
Mir kam sie echt dünn vor und ich wunderte mich, warum ihr
Körper so viele Mucken machte – hier Rücken, da Knie. So jung,
nicht mal wirklich fett, und schon so im Arsch.
Schade, hätte ich damals schon gewusst, was ich heute weiß –
vielleicht hätte ich ihr zunächst ein paar andere Dinge empfohlen,
anstatt einer Diät. Natürlich, gesunde Ernährung und Bewegung
sind immer gut – ABER zu allererst müssen wir in uns einen wirklichen
Grund finden, warum wir so leben wollen. Lauras Beispiel erzählt mir
aus heutiger Sicht folgende Geschichte zwischen den Zeilen: da ist
eine hübsche, junge Frau mit ein paar Kilos zu viel. Sie schämt sich
wegen ihren Kilos, meidet Blickkontakt mit Menschen, ist sehr
schüchtern und zurück gezogen, sie geht wenig weg und wenn sie
jemanden kennen lernt, findet sie sich selbst unattraktiv und gibt
sich als Kumpeltyp. Laura glaubt, ihr Problem ist der Speck und die
Lösung dagegen ist eine Diät. Na schön, dann also drei Wochen
Schlank im Schlaf, Ananasdiät und wie das ganze Zeug noch so
heißt. Da erkennt sie den Skandal: Sie hat alles richtig gemacht,
sich gezügelt, verzichtet, gesportelt und Mr. Right steht immer noch
nicht vor ihrer Tür. So ein Scheiß. Die Folge: Frust. Diätfrust. Wie
lange wird es dauern, bis sie aufgibt und sich sagt, die Sache hat
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
keinen Sinn?
Was wäre passiert, wenn Laura erkannt hätte, dass sie wegen ihres
abweisenden Verhaltens keinen Freund hat und stattdessen an der
tatsächlichen Ursache für ihre Einsamkeit gearbeitet hätte? Ich bin
mir sicher, da hätte sie ruck zuck bekommen, was sie wollte. Wasser
für ihre Wüste, statt einen weiteren Eimer Sand.
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Meiner Meinung nach ist es unglaublich wichtig, immer zu schauen,
ob sich heimliche Motive in unsere Gründe zum Abnehmen hinein
geschmuggelt haben – deren Nichterfüllung möglicherweise sehr
bald zu Frust führt. Klar ist: Vom Abnehmen bekommst Du keinen
Partner, keinen besseren Job, nicht mehr Geld oder sonst
irgendetwas. Du bekommst Gesundheit, ein besseres Körpergefühl,
mehr Akzeptanz und Komfort im Alltag. Für alle anderen Ziele
solltest Du Dir genau überlegen, was Du tun musst, um sie zu
erreichen – dann wird Dein Leben vielleicht viel schneller genau so
laufen, wie Du es willst. Bereits lange bevor Du Dein Wunschgewicht
erreicht hast, denn viele der vermeintlich vom Abspecken erhofften
„Wunschträume“ haben damit überhaupt nichts zu tun.
Ich selbst bin in gewisser Weise der Beweis, dass man als Fettsack
nicht unbedingt benachteiligt sein muss - unser Gewicht ist
sicherlich ein sichtbarer Faktor, jedoch ist er nicht das einzige, was
uns qualifiziert. Ob es dabei nun um Partnerwahl, Beruf oder Freizeit
geht, ist egal: Wenn wir mutig sind und uns selbst verzeihen, nicht
wie alle anderen zu sein, werden wir genau wie jeder andere
unsere Ziele erreichen können. Gerade wenn Du sehr viele Kilos
loswerden willst sollten dies gute Nachrichten sein, weil Du im
Grunde am Tag 1 bereits beginnen kannst, Dein neues Traumleben
zu leben. Du brauchst nicht warten, bis Du 5,10, 30 oder 50 kg –
oder noch mehr – angenommen hast, wenn Du genau hinschaust,
welche Wünsche Du hast und womit Du sie realisieren kannst,
wessen Hilfe Du brauchst, welche Widerstände Dich auf dem Weg
erwarten und wie Du mit ihnen umgehen kannst, dann geht es
heute los.
Probiere es doch gleich ein Mal aus:
Was möchtest Du tun?
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Was brauchst Du dafür an Mitteln, Hilfe, Zeit etc.? Welche
Verbündeten musst Du gewinnen (falls Du nicht allein gehst)?
Welche Widerstände erwarten Dich?
Wie gehst Du mit den Widerständen um?
Woran erkennst Du, dass Du in die richtige Richtung gehst?
Woran erkennst Du, dass Du am Ziel bist?
Wie viel Zeit planst Du für diese Veränderung?
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Trotz aller Planung, aller Mühe und Investition über die Zeit,
erwarten Dich manchmal unvorhersehbare Hürden, die scheinbar
alles durcheinander bringen. Das kennst Du bestimmt aus Deinem
Leben, gerade noch hast Du einen richtig guten Lauf, die Dinge
fügen sich wie von Geisterhand und dann passiert es: das
Unvorhersehbare. Es ist eigentlich so, als ob jemand einfach so in
Deine Suppe spuckt, die Dir doch gerade noch so gut geschmeckt
hat. Was tun? Weiter essen und vielleicht kotzen, den Teller weg
schütten und eine neue Suppe kochen? Ja, auch das solltest Du
bei all Deiner Planung berücksichtigen – das Leben scheint
manchmal ein Arschloch zu sein und unsere Träume einfach zu
zerbrechen.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Sind Träume
zerbrechlich?
Hast Du Dich schon mal
gefragt, ob Träume
zerbrechlich sind? Ich weiß es
ehrlich gesagt auch nicht. Ich
weiß allerdings sehr genau, wie
zerbrechlich unsere Knochen
sind.
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"Wie ist das nur alles passiert?"
blitzte es mir eine
schmerzdurchtränkte Sekunde
durch den Kopf, bevor diese
Frage von einem
Schwindelanfall aus meinem Bewusstsein gelöscht wurde. Die Luft
stank nach einer Mischung aus Blut und Desinfektionsmittel, ich
hatte den Geschmack von Eisen im Mund, mein Atem dröhnte laut
in meinem Schädel, fast so laut, wie mein aufgebrachter
Herzschlag.
Ich starrte auf den Blutfleck, der immer größer wurde. Fast glaubte
ich, das gierige Schmatzen des Textils zu hören, welches so begierig
mein Blut aufsaugte. Warum war das so viel Blut, die Wunde sah
doch so klein aus? Und wie konnte eine so kleine Wunde dermaßen
schmerzen? Ein Gesicht riss mich aus meinen wirren Fragen. Die
Monsterschwester hielt mir einen gelben Zettel hin. Text. Zuviel Text.
Ihre Oberweite war in etwa so groß wie der Saturn und um die
Hüften trug sie die passenden Ringe, es wirkte sehr elegant zu den
gut frisierten Haaren auf ihren Zähnen. Zum Monster machte sie
allerdings die kompromisslos rustikale Art und Weise, mit der sie sich
routiniert an meinem Bein zu schaffen machte, das unentwegt
blutete und statt mich zu beruhigen, drängelte sie mit dem gelben
Blatt und machte mir Zeitdruck.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Zeit, was war schon Zeit? Die ganze Welt bestand doch nur aus
Schmerz. Meine Augen brannten bei dem Versuch, die Buchstaben
zu entziffern.
Der Arzt betrat den Raum hektisch, der Windhauch seiner
Bewegung fuhr wie eine gigantische kalte Hand durch meinen
Körper hindurch und lies mich erstarren. Da war es wieder, das
Geräusch. Das fiese Geräusch, das ich nicht aus meinem Kopf
kriege.
Eine dichte Folge kurzer, heftiger Explosionen, die einen
unerträglichen Ruck durch mein Fleisch schicken, gefolgt von
einem mahlenden Geräusch - geradeso, als ob jemand mit Urkraft
zwei Steine aufeinander reibt, von denen einer weicher ist und
zerquetscht wird unter dem Druck. Knochen, die zersplittern, ein
Knöchel, der zerquetscht wird, Bänder, die reißen, Knochensplitter
die ihre scharfen Spitzen wie Dorne durch die Haut nach außen
jagen. Übelkeit steigt in mir auf.
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Jetzt wedelte der Arzt mit dem gelben Zettel. Ich versuchte, mich
zu konzentrieren und die Erinnerung an dieses Geräusch beiseite zu
schieben. Sein Mund bewegte sich, bei mir kam nur die Hälfte an.
Sprunggelenk offen zertrümmert, Not-OP, Blutung, Infektionsrisiko,
Patientenverfügung. Hohes Risiko an der Narkose zu sterben.
Adipositas. Verwirrt fragte ich mich, ob ich wieder halluziniere. Mein
Blut sickert mir aus dem Bein, vielleicht konnte ich all meine
Zukunftspläne vergessen, vielleicht war der harte Kampf der letzten
zwei Jahre sinnlos und ist gerade da draußen auf dem Asphalt
zerbrochen und der hat nichts Besseres zu tun, als mir zu erzählen,
dass ich fett bin?!
Ich drehte mich weg, hoffte, er würde verschwinden."
Patientenverfügung, Narkose-Risiko" . Wieder bohrten sich die
traumzerstörenden Wortfetzen des Arztes in meinen Kopf und rissen
eine noch tiefere Wunde in mein Herz. Und was war, wenn er recht
hat und ich wirklich bei der OP drauf gehe? Hektisch kramte ich auf
dem Bett nach meinem Handy, irgendwo musste es doch sein. Ich
schob das Laken beiseite, das über dem zerschmetterten Bein lag
und sich die ganze Zeit an meinem Blut satt getrunken hatte. Ich
fand mein Telefon. Wie nach einem Rettungsanker griff ich
danach.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Ich wollte auf keinen Fall sterben, bevor ich Alf gesagt hatte, wie
sehr er mir auf meinem Weg, auf meiner Mission, geholfen hat. Und
ich wollte noch ein Mal hören, wie er meinen Namen sagt. Das
beruhigte mich immer, ich hoffte, ich könnte mich so leichter in
mein Schicksal fügen. Sterben. Über Sterben habe ich in den
letzten Jahren doch genug nachgedacht, damals als die englische
Übergewichtspatientin über den Bildschirm flimmerte
beispielsweise. "Sie können in der Notaufnahme nicht telefonieren"
versuchte die fette Oberschwester mein vielleicht letztes
Rettungsboot an den rauen Klippen der Vorschriften zerschellen zu
lassen. Stattdessen legte sie mir die gelbe Hinrichtungserlaubnis hin
und gab mir einen Stift in die Hand.
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Ich wollte nicht schweigend untergehen, riskieren einfach so
verschluckt zu werden vom Lauf des Schicksals - wie aus der Ferne
hörte ich meine eigenen Worte "Ich unterschreibe das nur, wenn
ich jetzt telefonieren kann."
Arzt und Monsterschwester schauten verdutzt. Ratlosigkeit.
Schulterzucken. Dann nickte der Arzt "Eine SMS ist in Ordnung, dann
schalten Sie das Handy aus." Ich unterzeichnete zitternd den
Vertrag mit dem Teufel des Moments und widmete mich der SMS.
"Der Arzt ist ein Komiker!" - fluchte ich in mich hinein. Ich hatte doch
so viele Dinge zu sagen, wie sollte ich in einer SMS all diese Dinge
ausdrücken? Noch dazu, wo ich kaum durch den Tränenteppich
sehen konnte, was ich tippte? Der Schmerz kroch in zähen Wellen
durch meinen Körper, lies mein Bewusstsein immer wieder
sekundenlang trüb werden - ich begriff es endlich. Das Blut in
meinem Mund war eigentlich der Geschmack des Schmerzes
selbst, ich hatte meine Lippe aufgebissen in einer der trüben
Phasen, um mich abzulenken von dem Gefühl, dass sich von
meinem linken Bein aus ein gefräßiges Tier unter meiner Haut durch
mein Fleisch fraß.
Was sollte ich Alf schreiben? Ich durfte keine Fragen aufwerfen, für
den Fall, dass ich gleich sterbe. Ich wollte nichts ungesagt lassen,
was wichtig war. Aber ich konnte doch nicht einfach schreiben,
dass ich ihn auf eine besondere Weise liebte. Selbst wenn ich dazu
schreiben würde, dass es sich um freundschaftliche Liebe handelt,
das Wort Liebe schockiert doch erst Mal und wirft Fragen auf.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Ich sollte ihm schreiben, wie er mich immer wieder inspiriert hat, ein
besserer Mensch werden zu wollen. Dass er eines Tages die Welt
verändern wird wenn er selbst an sich glaubt. Dass ich mit seiner
Hilfe lerne, die Menschen um mich herum besser zu verstehen. Dass
er oft meine Gedanken liest und mir das keine Angst macht, bei
jedem anderen Menschen würde ich dabei in nackte Panik
geraten. Dass er der einzige Mensch auf der Welt ist, bei dem mein
Inneres ganz still werden kann im Augenblick der Bewunderung,
wenn er dieses Leuchten kriegt. Dann wünschte ich mir, ich könnte
ihm die Welt schenken, damit er viel öfter dieses Leuchten hat. Und
damit er viel seltener aussieht, als ob er ein schweres Gewicht auf
den Schultern hat und manchmal wirkt, als habe er eine Eisenkugel
am Fuß. Was auch immer das Gefühl verursachte, was seinen
Körper diese zerrissene Sprache sprechen lies, ich würde tun, was in
meiner Kraft steht, um es zu heilen.
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Vielleicht konnte ich das nun nicht mehr. Der Arzt hatte es ja
gesagt. Narkosetot. Zum schwer-süßlichen Blutgeschmack mischte
sich das Salz meiner Tränen, ich hatte nicht ein einziges Wort
geschrieben. Konnte ich überhaupt eine SMS schreiben, die meine
Dankbarkeit ausdrückt für die vielen Veränderungen in meinem
Geist, die ich ihm verdanke? Die Monsterschwester drängelte, der
Teufel im OP Kostüm wartete auf mich, um mich entweder zum
Terminator zu machen oder mit der Narkose zu killen und ich sollte
nun mein Handy abgeben. Ich drückte meinen Rettungsanker fest
an mich und entschied mich hektisch, Alf wenigstens zu schreiben,
was mir passiert ist.
Bein zertrümmert, Not-OP.
Damit er sich nicht wundert, wenn ich vielleicht niemals zurück
kehre.
Mir war übel, mein Hals brannte vor Trockenheit und der Herzschlag
in meinem Kopf war so hart, dass ich überzeugt war, er müsste
meine Augäpfel im Takt des Pulses aus den Höhlen pressen. Die
Monsterschwester setzte mein Bett in Bewegung. Ich schaute die
Decke an, weiß mit gefrästen Löchern darin. Wie viele Löcher wohl
eine solche Platte hatte? Auch das würde ich vielleicht nie
erfahren.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Ich versuchte, meine
aufgescheuchte
Seele etwas zu
beruhigen, mir zu
sagen, ich werde es
schaffen, ich werde
überleben und wieder
wied
laufen können, Karate
lernen, wofür ich so
hart gekämpft und so
viel aufgegeben
habe. Und ich werde
einen besten Freund
haben. Diesen Satz
hätte ich Alf schreiben sollen, statt dem Blabla.
Blabla. "Danke, dass Du für
mich ein guter Freund bist." Jetzt war es zu spät. Vielleicht für immer.
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Mit diesem Gedanken im Kopf ließ ich die Kontrolle über meinen
Körper und mein Bewusstsein in die Hände des Arztes fallen, die
Welt wurde blass, stumm und versank schließlich in Dunkelheit.
Als ich aus der OP wieder erwachte, beschäftige
beschäftige mich nur ein
Gedanke: Werde
erde ich jemals wieder
wieder laufen können? Vor allem:
Würde
ürde ich gut genug laufen können, um weiter an meinem
Lebenstraum zu arbeiten? Ich war wirklich am Boden zerstört, in
i so
einem Moment sind da ja tausend Fragen, die man an das
Schicksal hat. Warum? Zum Beispiel. Natürlich gibt es keine Antwort
auf diese Frage und das ist auch gut so. Ich versuchte, die gut drei
Wochen im Krankenhaus so aktiv wie möglich zu verbringen, was
w
nicht sehr einfach war mit Rollstuhl und absolutem Verbot, mit dem
verletzten Bein aufzutreten. Stur kämpfte ich weiter für mein Ziel,
versuchte meinen Körper daran zu hindern, meine hart erarbeitete
Muskelmasse nun hier in diesem Bett zu verlieren, weil
weil ich nur
herumlag wie ein fauler Sack. Mit Theraband,, Krücken und etwas
Fantasie fand ich immer neue Übungen, mit denen ich mich so gut
es ging ein wenig fit gehalten habe. Einfach nur für den Traum, weil
ich wirklich dachte – so nicht, mein Freund. Jetzt lasse ich mir nicht
die Butter vom Brot nehmen. Ich kriege,
kriege was ich will und das werde
ich schon beweisen.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Ich verbrachte meine Tage mit Schreiben, ich bastelte derzeit an
meinem Roman mit dem Titel „Anima Veritas“ und erlebte einige
verrückte Momente mit meinen Zimmernachbarinnen, die zwar
ähnliche Verletzungen hatten, aber völlig andere Menschen waren
als ich. Damals war ich ungeheuer wütend darauf, dass ich IMMER
NOCH so dick war, dass der Arzt in der Notaufnahme wieder mit
Adipositas angefangen hat. Ich war derartig unzufrieden, dass ich
es kurzweilig fand, daraus einen kleinen Spaß zu machen und
Frauentypen zu kategorisieren. Weißt Du was, wir kennen uns nun
schon ne ganze Menge Seiten und sicher ein paar Videos lang und
ich teile mit Dir einfach hier den Original Text aus dem
Krankenhaus. Ein paar Zeilen aus meinem Roman sind auch drin zu
finden. Ich wünsche Dir viel Spaß auf der Reise durch meinen Kopf
und bitte denk daran: Es ist nicht ganz so ernst gemeint, dies hier ist
mein Augenzwinkern ;)
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"Das wärmende Licht der Spätnachmittagssonne streichelte zart
über Sophies Haut. Der lauwarme Wind blies in sanften Böen vom
Meer herauf. Sie genoss den Duft nach frisch geschlagenem Holz
und den süß duftenden Blüten, die die Holzveranda ihrer
gemütlichen Hütte umsäumten. Mit dem Blick auf das Meer, Berge
und Wälder im Rücken und das ganze Jahr angenehm
sommerliches Klima, der ideale Ort, um einfach nur zu leben.
Warum waren sie nicht schon viel eher hier hergekommen?
Ihre Augen kosteten wohlwollend die Schweißtropfen, die an
Matthews nacktem Oberkörper herab liefen, kleine Straßen von in
der Sonne glänzender Feuchtigkeit auf seine Haut zeichneten. Er
hackte Holz und sie genoss es, ihm dabei zuzusehen. Seine
kräftigen, großen Hände schoben sich um den hölzernen Stiel der
Axt und wenn Sophie genau hinsah, konnte sie sehen, wie sein
kraftvoller Griff seine Muskeln spannte, die Adern nach außen
treten lies. Ihr war nie zuvor aufgefallen, wie allein seine
Erscheinung sie zu erregen vermochte.
Matthew war hier draußen ein anderer Mensch. Er war ein richtiger
Mann hier draußen. Und nur ein Mann. Ebenso, wie sie einfach nur
seine Frau war. Hier draußen erwartete niemand von ihr, eine gute
Angestellte zu sein, eine gute Karrierefrau oder eine gute "Wasauch-immer".
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Hier durfte sie endlich nur eine Frau sein, und tun, was sie am
liebsten mochte. Sie hatte den Tag damit verbracht, Menschen
umzubringen."
So ein Scheiß. Wie sollte ich mich denn so konzentrieren? Der
hämmernde Schmerz in meinem Bein war ja noch irgendwie zu
ignorieren, aber dieses Gespräch nebenan machte mich
wahnsinnig. Dass ich noch für eine Weile im Krankenhaus bleiben
musste, hatte ich zähneknirschend akzeptiert. Immerhin hatte ich
die OP überlebt.
Doch was war das nun wieder?
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Ich hörte zwangsweise meiner 63jährigen Zimmernachbarin dabei
zu, wie sie ihrer Tochter erzählte, dass sie sich am meisten darüber
ärgert, für den attraktiven Doktor keine Strapse getragen zu haben.
Während mich mein Roman damit beauftragte, über schöne
Menschen zu schreiben, krochen die Bilder der fetten, alten und
faltigen Gertrud in mein Hirn und machten meine Aufgabe
unendlich schwer.
Hast Du schon mal versucht, in einem erotischen Text den Körper
einer richtig heißen Braut zu beschreiben und Dir dabei gleichzeitig
unfreiwillig vorgestellt, was 63 Lebensjahre, etwa 20 kg zu viel bei
1,60 m und ein überaus uninteressanter Charakter mit einer Frau
machen? Okay, wenn Du jetzt schon geschockt bist, stell Dir nun
noch Strapse dazu vor.
Herzlich Willkommen in meinem Kopf, Fremder!
Am liebsten würde ich mich übergeben, aber da ich im
Krankenhaus bin, nimmt das den Spaß aus der Sache. Die sind ja
hier bestens auf Kotzen vorbereitet. Im Krankenhaus zu kotzen ist
etwa so befreiend wie im Badeanzug zum Nacktschwimmen zu
erscheinen. Also schlucke ich es runter. Die Kotze, und natürlich
auch den bissigen Kommentar über Jabba the hat in Strapsen.
Ich sah genervt von Gertrud weg. Den jammernden Klang ihrer
Stimme war ich gewohnt. Das machte die Sache übel, denn ich
lag erst den zweiten Tag im Krankenhaus. Sie war kein schlechter
Mensch, doch sie war alt geworden auf eine Weise, wie in der
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heutigen Zeit viele Frauen alt werden. Wenigstens war sie
tatsächlich alt, also in Jahren meine ich.
Ich kannte außer ihr noch eine Menge alter Frauen. Die meisten
waren zwischen 28 und 35. Gertrud war die Ausnahme mit ihren 63
Lenzen, die war ja mal wirklich alt. Wie kam es bloß, dass Frauen
heutzutage so früh alt werden? Damit meine ich vor allem: fett
werden? Uninteressant werden? Unausstehlich werden?
Klar, Hollywood und Hochglanzmagazine zeigen uns die Frau Mitte
30 als Sexsymbol, perfekter Body, tolle Haut, kaum Falten.
Photoshop und Schönheitschirugie machen es möglich. Eigentlich
sollte auf so manipulierten Bildern von Schönheiten auch ein
Warnhinweis drauf stehen, damit niemand in Bulimie verfällt weil da
jemand gut mit dem PC umgehen konnte und alle Makel glatt
gebügelt werden.
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Schau in die Welt und guck Dir die Realität an - da erleidet
zumindest meine Fantasie eine ganz schöne Bruchlandung und das
Schreiben eines erotischen Romans wird zur Herausforderung.
Ich starrte an die Krankenhausdecke und versuchte, im Geiste in all
die fremden Wohnzimmer zu schauen und die "alten" Frauen zu
kategorisieren. Das war eine kurzweilige Beschäftigung und ich
entschied mich, das Ergebnis meiner Gedanken zu protokollieren.
Und ich gestehe: Damals, mit dem Gewicht eines halben Nashorns,
war ich ein Brauerei Pferd und ich arbeite bis heute hart daran,
davon weg zu kommen.
Hier aus aktuellem Anlass noch mal Dein Warnhinweis: Die
folgende Kategorisierung ist einfach aus Spaß und Langeweile im
Krankenhaus entstanden. Ich war wütend auf mich selbst an dem
Tag, na und auf die ganze Welt wegen dem blöden Bein.
Kategorisieren – selbst im nonsense Bereich wie diesem – hilft mir
häufig dabei, gute Charaktere für meine Kurzgeschichten und
Geschichten zu finden und es ist witzig zu lesen. Falls Du einen Fisch
im Arsch hast, musst Du den jetzt rausnehmen oder den Rest des
Kapitels überspringen.
"Fässchen"
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Einmal gibt es da die Fässchen. Frauen, die schlanke Arme
und Beine haben, einen relativ flachen Po aber dafür einen
Oberkörper haben der aussieht, als hätten sie ein Weinfass
verschluckt. Die Fässchen arbeiten häufig in Büros, einige
auch in Großküchen oder in der Pommesbude nebenan. Sie
sind der Mutter-Typ par excellence, freundlich und etwas
konservativ aber immer liebevoll. Sie widerstehen nur schwer
den süßen Verlockungen und schlemmen für ihr Leben gern.
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Fässchen sind Multigenies im Schlemmen; sie können das
überall: Im Auto, im Büro, in der Küche beim Kochen, auf dem
Sofa. Fässchen fällt es leichter, sich von einer ehemaligen
schlanken Figur zu verabschieden und ihr Fässchen mit Stolz
vor sich her zu tragen. Ab und zu erlauben sie ihrem Mann
also durchaus angenehmen Sex mit ihnen zu haben. Sogar
mit Licht. Wenn er "gut" ist, kriegt er sie angemessen häufig ins
Bett und sie hat selten Migräne. Fässchen lesen gerne
Frauenmagazine mit Kochrezepten und Klatsch-Spalten und
romantische Liebesromane. Sie sind eher optimistisch und
lustig, nur eben etwas langweilig geworden. Einige Fässchen
beginnen früh mit absurden Hobbies wie Stricken oder
Basteln.
Brathähnchen
Die Brathähnchen Fraktion ist weiterhin schlank, hat irgendwo
aber den Spaß am Leben verloren. Nicht selten tragen die
Brathähnchen außerhalb der Wohnung Teenie-Kleidung und
legen viel Wert darauf, hip zu sein, während sie sich darum
bemühen, sich bloß keine Fingernägel abzubrechen. Viele
bräunen sich regelmäßig, andere gehen gar nicht in die
Sonne - wegen Hautkrebs und so.
Beim Betrachten so eines menschlichen Huhns flitzt mir immer
wieder die Frage durch den Kopf, ob "schlank und jugendlich
bis ins hohe Alter" wirklich ein anstrebenswertes Ziel ist, wenn
die mit 30 schon keine Lebensfreude mehr ausstrahlen. Viele
Brathähnchen fühlen sich dennoch unter Druck, zwanghaft
äußerlich 17 bleiben zu wollen, weil sie sich in ihrer Jugend in
Bezug auf die „Figuranforderungen“ für die berufliche
Arschkarte entschieden haben: Stewardess, Boutique
Verkäuferin, Kosmetikerin, Sonnenstudio-Tussi, Friseurin - das
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
sind Jobs, in denen der Kunde erwartet, dass die Damen mit
ihrer Schönheit verkaufen und das bedeutet übersetzt:
Topfigur, super Haut, Jugendlichkeit. Nix da mit nem breiten
Fahrgestell, Falten und etwas gepflegter Ranzigkeit.
Da ist nichts mit einem Fässchen unterhalb der Brust oder mit
erkennbar fetten Schenkeln - sogar 2 oder 5 kg Übergewicht
werden da schon zum Problem. Brathähnchen verbringen
ihre Freizeit sklavisch mit etwas, was hip ist. Ob's ihnen Spaß
macht, ist zweitrangig, dabei sein ist alles. Sie lesen gerne
Frauenzeitschriften über Mode und Fitness und setzen die
Ratschläge aus den Zeitungen um, egal wie bescheuert das
manchmal ist, was da so drin steht.
Brauerei-Pferd
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Dann gibt es die Brauerei-Pferd Fraktion. Diesen Frauen
wuchern über die Jahre ordentlich wuchtige Schenkel und
ein ziemlich großer Arsch. "Obenrum" bleiben sie unauffällig
schlank oder zumindest normal. Meistens sind sie Kassiererin,
Arzthelferin, Bierzapf-Schnalle in einer Dorfkneipe - oder eben
Hausfrau. Sie sind häufig kratzbürstiger als die Fässchen, oft
sogar sehr dominant und starrköpfig, leicht eifersüchtig und
kontrollierend. Sie lassen sich von niemandem etwas sagen vielleicht liegt das daran, dass sie aussehen, wie eine
Mischung aus Mensch und Pferd? Zentaurus nennt man das
glaube ich.
Man sagt ja nicht umsonst, dass Pferde stur sind.
Die Brauerei-Pferde haben das Problem, sich weder schlank
noch richtig dick fühlen zu können, weil sie 50/50 sind. Nur
allzu leicht endet das Ankleiden mit einer hoffnungslosen
Presswurst, weil natürlich die kleinere Kleidergröße bevorzugt
wird, die jedoch über die untere Hälfte niemals faltenfrei
drüber geht. Sieht dann ganz schön scheiße au, aber der
Gaul ist happy, schließlich stimmt die Konfektionsgröße.
Pferde haben einen vollgestopften Kleiderschrank - und der
ist vor allem deshalb voll, weil mindestens die Hälfte der
Kleidung nicht passt. Lad ein Pferd zu einer Party ein und sei
Dir sicher: Du löst Dramen vor dem Kleiderschrank aus. .
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Pferde lassen sich leicht von pikanten Genüssen verführen
und neigen eher dazu, sich den Abendbrotteller ordentlich
voll zu machen. Morgens nach dem Aufwachen sind sie
nämlich am Spiegel im Bad vorbei getrabt und haben "das
Ding" gesehen. Mit "Ding" meine ich den Zentauer-Arsch und
die breiten Oberschenkel.
Die schlanke Hälfte übernimmt die Kontrolle und gibt das
Kommando "Kein Futter" - also hungert sich das Pferd dann so
durch den Tag, kaut mal hier und da ein Salatblatt - Du weißt
ja, Diät und so. Gegen 18 Uhr spätestens macht es "bling" und
der Zentauer übernimmt die Macht über das ausgehungerte
Geschöpf und verführt es zum Futtern. Nudeln, Reis, Kartoffeln
in riesen Portionen mit wenig anderen Beilagen, vielleicht
noch einen Salat dazu, fürs gute Gewissen - und so abgefüllt
mit 2000 Kalorien wird dann auf dem Sofa gesessen bis es
endlich ins Bett geht.
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Pferde sind im Bett auch schwierig. Das ist wieder das 50/50
Problem. Sie will nicht, dass er sieht, wie dick ihr Arsch und ihre
Schenkel geworden sind und deshalb darf es nicht zu hell
sein, sonst läuft nichts.
Wenn ich bei einem Pferd von "leichter Erregbarkeit"
sprechen wollte, würde sich das nur auf die geringe Schwelle
hin zum Wutausbruch beziehen - ansonsten reagieren sie eher
träge auf sexuelle Reize. Wenn ein Pferd ihren Partner mag,
lässt es ihn noch ab und an mal ran - aber sehr selten bis nie
spontan.
50/50 ist die Brauerei-Pferd Fraktion auch in Bezug auf ihre
Literatur: die "schlanke Hälfte" sagt - hey, kaufen wir eine
Fitness-Zeitung oder was Stylishes. Die Gaul-Hälfte sagt - nette
Gymnastik, lass die mal andere machen. "
Du siehst Frauen, die nur noch in ausgeleierten T-Shirts und
Labberhosen durch die Wohnung schlurfen, einen
unordentlichen Zopf auf dem Kopf - oder gleich eine
Kurzhaarfrisur, weil die so schön praktisch ist.
Diese Frauen, die nur zwischen Kochtopf und Sofa leben,
deren Geist sich leichtfüßig fließend zwischen den
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Vorabendserien und dem Hauptfilm bewegt und vielleicht
noch einen kleinen Abstecher in Richtung Kleidung, Make-up
und Kosmetik macht. Unter Freundinnen, versteht sich. Wenn
sie "ihn" mal alle zwei Wochen Freitag morgens zwischen ihre
wuchtig gewordenen Schenkel lässt, hält sie das schon für oft.
Morgens übrigens vor allem, weil ein Gaul nie den ersten
Schritt mach,t während Männer morgens ihr Testosteronhoch
haben - mit dem sich die fetten Schenkel und die Speckrolle
am Bauch besser ignorieren lassen.
Von Gezeiten und Festen, die
gefeiert werden sollen
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Gertrud war wirklich eine endlose Quelle der Inspiration. Sie zeigte
mir, wie ich auf keinen Fall werden wollte damals im Krankenhaus.
All die verrückten und vielleicht an den Haaren herbei gezogenen
Fässchen, Brathähnchen und Brauereipferde gaben mir den
absoluten Rest, ich wusste, ich muss es schaffen und ich erinnerte
mich daran, wie das Leben ist: Es ist wie die Gezeiten. Auch wenn
ich damals noch lange nicht wieder laufen konnte, stand für mich
fest: Aufgeben? Ich? Nie!
Ich vergleiche es heute gern damit - denn wenn Du genau
hinschaust entdeckst Du sicher ebenso Gezeiten in Deinem Leben.
Mal ist alles traumhaft und dann bricht das Chaos aus. Ebbe und
Flut in beständigem Wechsel. Das bringt mich auf ein sehr wichtiges
Thema, an dem viele Abnehmversuche scheitern und gleichzeitig
ist es die wohl am häufigsten über Facebook, Youtube und Co.
gestellte Frage an mich: Wie hältst Du durch?
Die Antwort darauf liegt nämlich ganz genau dort - mitten in den
Gezeiten. Ich halte überhaupt nicht durch. Ich schreib es Dir auch
noch mal in groß: ICH HALTE NICHT DURCH. Und genau das ist der
Trick bei der Sache. Ich habe akzeptiert, dass ich manchmal stark
bin und dann wieder ganz schwach. Meistens bin ich gesund,
dann eben auch mal krank.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Viele Tage fällt es mir leicht, sportlich zu leben, gesund zu essen,
mich auch mit meinen Gefühlen und Sorgen mitzuteilen statt etwas
in mich hinein zu fressen. Dann kommt immer mal wieder eine
Phase, in der ich schwach bin. Ich habe Stress und Lust auf alle
möglichen Sünden nur nicht auf gesundes Essen, Sport erscheint
langweilig zu sein und ich muss mich zwingen. Oder ich schwänze
sogar mal. Früher habe ich in meinem Inneren ein totales Drama
aus den schwachen Phasen gemacht, heute nehme ich sie hin. Ich
beginne dann, mir ganz kleine winzige Ziele zu stecken und diese
zu erreichen. Ich begrenze die Sünden und Ausrutscher auf ein
Minimum und bereue keine einzige davon. Das ist absolut
menschlich, ich bin keine Abnehm- Maschine, ich muss nicht
Perfektion erreichen – viel mehr ist mir eine Sache in den Gezeiten
des Lebens am wichtigsten geworden: ich möchte so häufig wie
möglich einfach glücklich sein. Das ist etwas, was ich mir nur
erlauben musste. Schließlich macht es nicht von Natur aus
unglücklich, noch etwas dicker zu sein als ich – das einzige, was
wirklich unglücklich macht, ist Unzufriedenheit mit mir selbst.
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Wenn Du in Deiner Umstellung auf Dein Wunschgewicht an einem
Punkt vorbei kommst, an dem Du glaubst, Du kannst nicht mehr –
erinnere Dich daran, was Du schon geschafft hast, klopfe Dir auf
die Schulter und gib Dir bewusst eine Auszeit. Je nachdem, wie
lange Du Dich ganz prima verhalten hast, kannst Du eine Mahlzeit,
einen Tag, eine oder mehrere Wochen oder eben den Zeitraum
Deiner Wahl auswählen. Es sollte jedoch wirklich ein fester,
konkreter Termin sein, den Du mit Dir vereinbarst und dann um
jeden Preis einhältst. Du solltest lieber eine längere Auszeit wählen
und ganz sicher wieder zurück in Deinen Plan finden.
Wenn Du strategisch schlau planst, kann da auch nichts schief
gehen. Ich gebe mir beispielsweise grundsätzlich Weihnachten,
Ostern und an wichtigen Geburtstagen frei. An diesen Tagen
erlaube ich mir, einfach nur ich zu sein – sonst bin ich immerhin
auch jeden Tag ein (noch) zu dicker Mensch, der sich auf seine
Gesundheit konzentriert. An solchen besonderen Tagen möchte
ich aber einfach nur Teil von Familie und Freunden sein, kein
merkwürdiger „Sonderling“ mit einer Ernährungsweise, wie sie nun
Mal gerade in der traditionellen Festtagsküche zu Konflikten führt.
Angenommen, ich gebe mir an diesen Tagen nicht frei und
versuche, „hart“ zu bleiben. Sicher stehe ich nach dem Fest
entweder frustriert da, weil ich es nicht richtig genießen konnte und
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
nur „hart“ sein musste, oder ich stehe mit dem Gefühl des
Versagens da, weil ich schwach geworden bin. Wenn ich Frust im
Vorfeld vermeiden kann, vermeide ich ihn. Aktiv gebe ich mir frei
und erlaube mir, zu genießen.
99
So habe ich auch meinen Ernährungsplan in mein Leben hinein
gewoben – ich brauche einfach mein Sonntagsfrühstück mit
Croissants und mein Schlemmeressen mit Freunden. Das steht fest.
Würde ich also meinen Plan darauf ausrichten, genau auf diese
Dinge weitgehend zu verzichten, muss ich immerzu kämpfen, hart
bleiben. Stattdessen habe ich geschaut, wo in meinem Leben mir
Mahlzeiten nicht so wichtig sind, aber auch Aktivitäten, die ich
nicht unbedingt brauche, um mich gut zu fühlen. Und genau das
wird auch Deine Aufgabe sein, wenn Du im zweiten Modul dieses
Buchs meinen Ernährungs- und Sportplan erfährst. Natürlich sage
ich Dir ganz genau, was ich gegessen habe, wie Du die Mahlzeiten
zusammen stellst, wie Du Deine Schlemmertage in Deiner Woche
platzieren kannst. Ich erzähle Dir genau, welches Training ich
gemacht habe und Du bekommst sogar Einsteigerpläne für
Heimsport und fürs Fitness Studio, damit Du loslegen kannst.
Richtig in Dein Leben einpassen musst Du diese Pläne selbst. Es ist
Deine Aufgabe, in Deinem Leben Möglichkeiten für das
Schlankwerden zu schaffen und alles, was Dir an meinem
Ernährungsprogramm nicht gefällt, mit Fingerspitzengefühl und der
nötigen Recherche zu ändern. Dabei entsteht dann nämlich Schritt
für Schritt das aller beste Abspeckprogramm der Welt: und das ist
Dein ureigenes Schlankprinzip. Es ist ganz unterschiedlich, wie
schnell oder langsam Du dann Erfolge siehst auf Deinem Maßband
– oder der Waage, wenn Du sie unbedingt benutzen willst. Absolut
schnell spürst Du die Erfolge aber in Deinem eigenen
Wohlbefinden: Zum ersten Mal fühlst Du Dich nicht „aus dem Takt“
oder wie fremdgesteuert, weil Du das Programm eines anderen
Menschen anwenden sollst, Du fühlst Dich ganz bei Dir. Das
Programm richtet sich nach Deinem Leben, das Programm bist Du
☺
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Ausgebrannt – das
Gewicht steht still
100
Während der ersten Jahre meines
neuen Lebens hatte ich meinen
me
Angestelltenjob als
Kommunikationstrainerin und Coach
weiter ausgeführt. Auch wenn ich mich
sehr verändert hatte, war dieser Job doch der Einzige, den ich
wirklich kannte. Damals im Leberwurstaquarium war das nur ein
Aushilfsposten, meine Seminare und Coaching war mehr meine
Berufung. Ich habe es wirklich geliebt und erinnere mich an ganz
viele inspirierende Menschen, die ich im Laufe der fast zehn Jahre
kennen lernen durfte, an deren Seite ich arbeiten durfte. Trotzdem
fällt Dir ganz sicher die Vergangenheitsform
Vergangenheitsform auf, in der ich von
dieser Berufung schreibe. Heute bin
bin ich selbständig als InternetInternet
Ernährungsberaterin – wie und warum ich von meiner sicheren
Festanstellung zu einer aufregenden und eher unsicheren
Selbstständigkeit gekommen bin, möchte ich Dir heute gern
erzählen. In der Tat ist diese Geschichte ein relevanter Schritt in
meiner Veränderung vom dicken zum schlanken Menschen. Ich
spreche ein Thema an, dass gesellschaftlich oft nicht sehr ernst
genommen wird und immer mehr Bedeutung gewinnt. Depression
– Burn-out.
Im „Klick-Kapitel“ dieses Buches habe ich Dir erzählt, dass ich
glaube, alle Dinge haben ihre Zeit. Um die richtige Zeit zum
Abnehmen – und die absolut falsche Zeit – soll es im Folgenden
gehen.
Okay, reden wir also über meine Arbeit
Arbeit und warum ich dort nicht
mehr beschäftigt bin, obwohl ich die Tätigkeit selbst als Berufung
empfand und viele Kollegen als wunderbare schätzenswerte
Menschen mochte.. Alles begann Ende 2008, etwa ein Jahr nach
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
meinem Startschuss ins neue Leben. Auch da schien wieder so ein
verändernder Wind zu wehen, der mich empfindlich machte für
einen Gedanken, der hin und wieder seit meiner Abspeckphase
durch meinen Kopf geflackert ist: Soll das etwa alles gewesen sein?
Diese Frage bezog sich auf meine Arbeit. Ich hatte so viele Ideen,
ich hatte Ansprüche an Professionalität, an die Vielfalt meiner
Aufgabe – an meine eigene Weiterentwicklung und ich sah keinen
Weg, all diese neuen Wünsche und Ziele in der Firma umzusetzen.
101
Es gab immer wieder neue Positionen für Führungskräfte, die frei
wurden oder neu dazu kamen – doch in mir tat sich einfach nichts,
die Aufgaben sprachen mich nicht an. Ich wollte in meiner
Aufgabe wachsen können und mich weiter entwickeln, meine
Ideen umsetzen. Wohin ich auch schaute, gab es keine Position,
keinen anderen Job in der gesamten Firma, den ich lieber
gemacht hätte, als meinen eigenen. Das hört sich zunächst
vielleicht an, als hätte ich allen Grund zur totalen Zufriedenheit
gehabt. Auf meinem Planeten sah das anders aus: Ich wusste nun,
wie wichtig es war, Ziele zu haben. Ziele erzeugen die Energie, die
ständige Veränderung bedeutet und ständige Veränderung, das
war Leben meiner Überzeugung nach. Stillstand war wie der Tod.
Toll an meinem Job war auch die Zusammenarbeit mit meiner
engsten und vertrautesten Kollegin, meiner „Arbeitsehefrau“, die
ich bis heute schätze und sehr oft in meinem eigenen Büro vermisse
für ihre direkte und herzliche Art und ihre bezaubernden Haare auf
den Zähnen. Das mit den Haaren auf den Zähnen klingt komisch,
aber sie hatte einfach ordentlich Strom auf dem System und ich
liebe das abgöttisch an ihr. Ich konnte mich immer auf ihre ehrliche
Meinung verlassen – und das ist in der heutigen Zeit eine Seltenheit.
Eigentlich ist die Welt voll mit Heuchlern und Pussys, die sich nicht
mehr trauen, die Wahrheit zu sagen, weil sie politisch unkorrekt
oder unbequem sein könnte. Weil die Wahrheit die Harmonie stört,
das gemütliche Miteinander. Für den Arsch sowas, sag ich Dir.
Deshalb packe ich Dir hier in meinem Buch auch die Titten auf den
Tisch, ein bisschen hat meine Renate mich dazu inspiriert. Glaub es
oder nicht: Einen Sturm zu erzeugen, wenn er notwendig ist, bringt
frischen Wind in den letzten Winkel der menschlichen Beziehungen
und vor allem auch in jedes Büro. Dadurch entsteht erst die
Voraussetzung eines harmonischen Miteinanders. Harmonie, die
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
auf gegenseitigem Speichel lecken basiert, ist doch in Wahrheit
nicht viel mehr Wert als ein Entenpfurz im Vorgarten der Welt und
obendrein eine verdammt schleimige Angelegenheit.
Trotzdem: Für meine persönliche Weiterentwicklung gab es ganz
einfach keinen Posten in der Firma, den ich gern gehabt hätte,
schlichtweg fand ich alle Optionen für mich persönlich ziemlich
scheiße. Selbstverständlich nicht die leitenden Posten im
Allgemeinen, wenn jemand gerne irgendetwas leiten will – ob nun
Teams oder Abteilungen – herzlichen Glückwunsch, bitte sehr. Das
muss auch jemand machen und ich bin froh, wenn das nicht ich
bin.
102
Ich habe nämlich eine große Schwäche: Ich mag Menschen und
setze mich manchmal mehr für sie ein, als ich sollte als
„Führungskraft“. Noch dazu war das Parkett der Leitenden meiner
Ansicht nach sehr gemischt besetzt: Es gab einige brillante und
fleißige, begabte Führungskräfte nur leider auch eine ganze
Menge „Poser“. Mit Poser meine ich übrigens jene, die ihren Posten
nicht wollten, um die Funktion zu erfüllen – also, um tatsächlich zu
leiten, zu führen, mit den Mitarbeitern zu schwitzen, gemeinsam zu
kämpfen, sie zu schützen, zu motivieren oder eben auch mal um
ihnen den Marsch zu blasen. Neeeein, die Poser hatten sich in den
Posten gekämpft um eine prestigeträchtigere Berufsbezeichnung
zu bekommen und sich für „besser“ zu halten als sie vorher waren.
Es wird wohl auch schon Ende 2008 angefangen haben, dass mein
Lieblingschef – den ich zuerst überhaupt nicht leiden konnte
(beruhte auf Gegenseitigkeit vermutlich) – war immer weniger in
den Meetings unserer Coaching Abteilung. Ja ich gebe zu: Ich
vermisste ihn. Er war eine ziemliche Diva, wirkte manchmal ein
bisschen arrogant oder er haute hin und wieder wirkungsvoll auf
den Tisch – was verdammt nötig war. Manchmal führte er sich auf
wie ein fünfjähriger ungezogener Junge , knalle Türen, motzte
herum. Erfrischend denn ich hatte damals bereits begriffen, der
Junge hatte Energie. Das war neu, bis zu seinem Auftauchen hatte
ich noch keinen direkten Vorgesetzten mit ordentlich Benzin im
Tank erlebt.
Logisch, erstmal war mir das suspekt als wir ihn neu hatten. Alles
sollte anders, meine Schulung auch. Da verstand ich keinen Spaß,
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103
Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
immerhin hatte ich das Konzept lang ausgearbeitet und bei der
Abteilungsleitung absegnen lassen. Er wusst, was er wollte und mit
Abstand betrachtet, hatte er Recht. Er war überhaupt der
allererste, den ich in meiner Firma getroffen hatte, der wusste was
er wollte. Das erschien mir anfangs sehr exotisch. Er hat alle
Bedingungen für mich als Trainer verbessert, deshalb vertraute ich
ihm und schätzte auch sein divenhaftes launisches Verhalten.
Immerhin war er zu mir auch immer freundlich nach dem er
gecheckt hatte, dass ich nicht nur ne viel zu dicke Tuse war,
sondern ein wirklich guter Trainer und Coach. Ja, er hat mich
bewegt und ich wollte ihn im Meeting sehen weil seine
Anwesenheit es effektiv machte, und wenn es doch mal etwas
entartete, war es dann wenigstens amüsant. Als er anfing,
wegzubleiben, verschlechterten sich die Zustände und die
Meetings wurden wieder länger, dabei aber nicht effektiver! Und
laaaaaangweilig, weil die einzige Diva unsere „Muddi“ war, wie wir
sie nannten. Unsere direkte Vorgesetzte war eine charmante und
liebe Frau, herzensgut und mit einem tollen Händchen fürs Kochen.
Leider tanzte sie allzu gern auf allen Hochzeiten gleichzeitig, war
sehr um Außenwirkung bemüht, aber bei den eigentlichen
Grundlagen mitunter schlampig oder zumindest konfus. Schlampig
– das schreib ich Dir übrigens heute. Das habe ich mir damals nicht
mal zu denken erlaubt, sie war mir gewissermaßen heilig. Warum
habe ich vergessen, echte Gründe gab es wohl nicht. Ihr
Händchen für das Einstellen neuer Coachs war meiner Meinung
nach ebenfalls unglücklich. Sie packte uns beispielsweise Mr. Slomo
in die Abteilung, einen ganz ruhigen, extra dünnen Kerl der wirklich
einen lieben Charakter hatte. Ja, er war sicher ein guter Mensch,
dem man einfach den falschen Job verpasst hatte.
Aber hey, das ist Arbeit und kein Kindergarten und da kannste
drauf wetten, dass ich die Wut kriege, wenn da einer auf Coach
und Trainer machen soll, der in Zeitlupe denkt, spricht, handelt.
Deshalb Mr. Slomo – von Slowmotion, also Zeitlupe. Weißte
bescheid. Bis der in einem Meeting oder einer Schulung mal einen
Satz fertig gesprochen hatte, konntest Du im Geiste zwei Mal um
die Welt reisen und hast Dich dabei gefragt, welche Symptome
eigentlich BSE noch mal hat und ob der Schimmel im
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Brötchenautomaten bald ein Headset auf die flauschigen Ohren
bekommt und Kundengespräche führt.
Ich hab da so meine Theorie über Mr. Slomo entwickelt.
Irgendjemand Gemeines hatte seine neuronalen Leitungen im Hirn
außer Kraft gesetzt. Er hatte als Workaround zwei Nacktschnecken
engagiert und ihnen Kurierfahrräder gegeben. Diese
Nacktschnecken auf Fahrrädern gondelten gemächlich mit den
Informationen von einem Ende zum anderen Ende in seinem Kopf.
Kam da mal ein Huckel auf der Piste, beispielweise ein
unvorhersehbares Ereignis, eine Frage, die nicht lang vorbereitet
erwartet war, fielen die Nacktschnecken von den Bikes und es
passierte sekundenlang gar nichts bis sich die flutschigen
Nacktschneckenkuriere wieder on tour machten.
104
Er tat mir ganz oft leid und gleichzeitig war ich auch irgendwie ein
Arsch, was mir heute zusätzlich leid tut. Klar, ich wollte Leistung. Ich
verlangte die von mir selbst und auch von denen, die mit mir
arbeiteten. Vielleicht war das mein Kompensationsverhalten, mit
dem ich mein fettes Übergewicht ausgleichen wollte. Trotzdem
denk ich auch heute: Eine Kette ist nur so stark, wie ihr schwächstes
Glied. Ja, ich bin ein Pusher und hab ordentlich Ellenbogen auf der
Arbeit, die lediglich weich gepolstert sind wegen dem Fett. Ich
habe hohe Ansprüche an meine Arbeit und wenn es nicht nach
meinem Kopf geht (ich denke ja immer irgendwie, ich hab Recht),
dann werde ich bockig. Hier waren mehr Geschädigte, viele von
uns Coachs waren oft entnervt von Mr. Slomo und er sicher von
uns, es war für ihn nicht der richtige Job und er quälte sich, er
strengte sich richtig an. Auch unfair, dass ich nicht wenigstens sein
Engagement richtig an Mr. Slomo bewundert habe. Heute würde
ich ihm gern auf die Schulter klopfen und ihm sagen, dass mir
meine Arschigkeit leid tut und auch, was mit ihm gemacht wurde,
Beförderung, wieder Degradierung, Beförderung, wieder
Degradierung. Da kriegste doch einen am Kopp, und der Mann
war intelligent, eben nur etwas langsam. Für manche Dinge gibt es
aber keine zweite Chance, ich werd ihm das wohl nie sagen
können.
Zurück zum Thema. Es geht ja nicht um Mr. Slomo sondern um das,
was mit mir auf der Arbeit passiert ist.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
In den Jahren meines extremen Übergewichts hatte ich geackert
wie ein Gaul für ein bisschen Anerkennung und diese auch in
solidem Maße erhalten. Überstunden, Recherchen an den
Wochenenden zuhause – das alles war Alltag und das für ein
Gehalt, das knapp über tausend Euro lag netto. Als ich dann
begann, mich selbst ernst zu nehmen und nur noch tat, was
Bestandteil meines Jobs war, innerhalb meiner Arbeitszeit, war es
entsprechend schwieriger, an Anerkennung heran zu kommen. Du
darfst das nicht missverstehen: Ich hätte immer noch die Zeit für die
Mehrarbeit gehabt, ich war nur nicht mehr bereit dazu, weil es pure
Verschwendung war. Weil ich ganz klar sah, es ändert nicht viel. Ich
kämpfe gegen Windmühlen. Egal wofür ich mir heute ein Bein
ausreiße, morgen kokettiert das gleiche Problem in neuem
Gewand durch die Abteilung. Diesen fucking shit hatte ich absolut
satt. Schon Weihnachten 2008 war ein Bruch passiert. Ein kleiner
blöder Schokoweihnachtsmann war der Tropfen, der das Fass zum
Überlaufen brachte bei mir.
105
Jedes Jahr gab es Schokoweihnachtsmänner als kleine
Weihnachtsaufmerksamkeit vom Unternehmen. Die jeweiligen
Vorgesetzten verteilten diese an ihre Mitarbeiter und alle freuten
sich über diese kleine Geste. Wir Coachs hatten unsere „Muddi“,
allerdings hat sie nicht die Aufmerksamkeit gehabt, uns ebenfalls
diese Geste zukommen zu lassen. Keiner von uns war fünf Jahre alt,
vielleicht denkst Du jetzt „Du willst nicht ernsthaft behaupten,
wegen dem dämlichen Schokokerl sauer geworden zu sein?“
Oh doch, das will ich.
Nicht der Schokolade wegen, war eh besser, wenn die wen anders
fett machte. Diese fehlende Geste war mal wieder ein eindeutiges
Zeichen, welche Wertschätzung uns seitens unserer Vorgesetzten
entgegen gebracht wurde. Die fehlende Beachtung war wie ein
extra Arschtritt. Mit uns mein ich übrigens Reni und mich. Klar, sie
tanzte ja ständig auf lauter Hochzeiten und deshalb war ihr das
sicher entfallen, aber so ging es ständig und bei jeder Gelegenheit.
Sie hatte eigentlich nur ein offenes Ohr für uns, wenn sie etwas
wollte. Wir haben sie an dem Tag auch darauf angesprochen, weil
es uns verletzt hat, nicht beachtet zu werden und Du weißt ja eins:
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden. Also wenn
was quer geht, einfach ansprechen.
Weißt Du, was die tolle Antwort war? „Wenn ihr so einen wollt,
nehmt euch doch einfach einen!“
Na herzlichen Dank, da hatte ja jemand wirklich verstanden, um
was es geht. Die vorangegangene fehlende Geste wurde nun
gleich mit einem Doppelarschtritt abgewehrt. Mangelnde
Aufmerksamkeit hoch zwei.
106
In den folgenden Wochen spürte ich, wie mir jeder Tag auf dieser
Arbeit immer mehr die Energie absaugte. Ich hatte schon Lust, dort
hinzugehen. Aber nicht zum Arbeiten, sondern um meine lieben
Kollegen zu sehen. Im Kopf wusste ich: Ich muss hier weg! Das geht
nicht mehr länger. Gleichzeitig hatte ich noch hohe Schulden vom
Studium, das ja finanziert werden musste, und brauchte einen
festen Job. Die Rückzahlungszeit für das Bafög hatte angefangen
und es war einfach zu knapp mit dem Geld, ich wusste nicht wie. In
dieser Arbeitsstelle gab es auch keine besser bezahlten Posten, für
die ich mich berufen fühlte.
Ich hatte nie etwas anderes gemacht als Kommunikationstrainer –
doch in dem Bereich gab es mehr freiberufliche, selbstständige
Möglichkeiten als festangestellte Chancen. Ich konnte mir auch
keine anderen Kollegen vorstellen, gerade meine Arbeitsehefrau,
wir waren wie Kopp und Arsch sozusagen. Mein Gewicht stand
auch still, Monate lang und ich konnte mir nicht erklären, woran
das lag.
Ich ernährte mich vernünftig, ich ging zum Sport. Nun, meine gute
Laune war verschwunden, ich fühlte mich häufig schlapp und war
immer müde. Ich war Anfang des Jahres beim Arzt um mein Blut
checken zu lassen, ich dachte da stimmt vielleicht was nicht. Über
mein merkwürdiges Empfinden hatte ich damals kein Wort verloren,
was sollte ich der Ärztin denn sagen über meine
Stimmungsprobleme? Ein großer Fehler, hätte ich damals schon
mal was gesagt. Das Blut war auch in Ordnung, also glaubte ich
daran, eine vorübergehende schwache Phase zu haben. Immerhin
war mein Körper durch eine Menge Veränderungen gegangen
und das musste ja Tribut fordern. Unmerklich wurde es immer
schlimmer, ich begann mit einer ganz merkwürdigen Sache: Ich
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
öffnete meine Post nicht mehr. Es war ein echter Kraftakt, morgens
aus dem Bett aufzustehen, um zur Arbeit zu gehen.
Was ich damals nicht wusste: Ich schlitterte immer tiefer in eine
Depression. Als ich im April Urlaub hatte, glaubte ich, danach
wieder „aufgeladen“ mit frischen Akkus zurück zu kehren. Die nicht
geöffnete Post versteckte ich mittlerweile, darunter waren eben
Mahnungen, Rechnungen – ich wollte das alles nicht sehen, mich
davor verstecken. Schließlich würde ich nie mehr Geld vom
Arbeitgeber bekommen, ich wurde schon verhältnismäßig gut
bezahlt im Vergleich zu anderen. An Lottogewinne glaubte ich
nicht. Mir fiel nicht ein, wie ich aus der Sache rauskommen könnte
also tat ich so, als sei nichts.
107
Dazu addierten sich die chaotischen Zustände auf meiner Arbeit,
ein neuer Standort sollte her und Trainer und Coachs sollten ohne
Mehrgehalt Schulungen in den anderen Standorten geben, die
weiter weg waren und mich Fahrtgeld kosten würden, das ich nicht
hatte. Ich würde auch nicht mehr rechtzeitig zu meinen Sportkursen
kommen und das alles nur, um dafür keine Anerkennung zu
bekommen. Ich hatte Verdauungsstörungen bekommen, einen
Reizmagen. Tomaten, Paprika, Möhren, fettere Speisen wie Käse
oder Hähnchen mit Haut verursachten mir Magenschmerzen, die
ich wirklich meinem schlimmsten Feind nicht wünschte. Ich schlief
nachts schlecht und hatte gleichzeitig wieder meine fatale
Grundeinstellung im Kopf: Ich regele das alleine. Ich spreche mit
niemandem darüber. Der Haushalt wuchs mir über den Kopf, alles
war durcheinander und ich schaffe es nicht mehr, aufzuräumen. Es
war wirklich ganz schlimm.
Im Urlaub wurde die Schlaflosigkeit besser, der Reizmagen auch.
Ich hatte es wieder leichter, aus dem Bett aufzustehen, räumte
nach und nach etwas auf – es wurde deutlich besser, ich dachte
die schlechte Phase sei überwunden. Dann kam der erste
Arbeitstag und der schoss mich direkt ins Aus, die volle Breitseite
eines Rückschlags, ich dachte, ich ersticke dort in dem Büro. Ich
fühlte mich dort deplatziert wie nie zuvor, ich wollte nur weg und
wusste auch, dass es nicht in Frage kam wegen den Schulden, der
Verantwortung und dem Risiko, als freier Trainer nichts zu finden.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Ich verließ an diesem Tag meinen Arbeitsplatz vor Schichtende und
wandte mich endlich an meine Ärztin. Ich schämte mich, fühlte
mich geisteskrank und berichtete ihr, was da mit mir passierte.
Auch dass ich die Post versteckte, den Haushalt nicht mehr
schaffte, manchmal nicht mal Lust hatte, mich vernünftig
anzuziehen und raus zu gehen. Ich erzählte ihr auch, dass ich
nachts Angst im Dunkeln hatte, ja ich erzählte alles, was ich lieber
verschweigen würde. Es platzte einfach heraus. Und wie eng die
Symptome mit meiner Arbeit verwoben waren, wie viel besser sie
geworden waren in meinen drei Wochen Urlaub und wie hart der
Rückschlag war, als ich dann wieder in dem stickigen
Großraumbüro war, habe ich ihr auch erzählt.
108
Sie diagnostizierte eine Depression, die von meiner Psychiaterin und
dem medizinischen Dienst später als schwere Depression eingestuft
worden war. Genauer spezifiziert war es ein burn-out-syndrom.
Depressionen sind immer noch mit gewissen Stigmata belegt, sie
sind von vielen Menschen nicht wirklich als Krankheit anerkannt und
gelten mehr als „was Du wieder hast…stell Dich nicht an“. Eine
eingebildete Krankheit. In gewisser Weise ist es tabu, darüber zu
sprechen – wenige vertrauen sich ihrem Umfeld an, dabei ist das so
wichtig, damit der besondere Gefühlszustand von den
Angehörigen und Freunden besser verstanden werden kann. Das
ist schon eine große Hilfe, denn ich sage Dir eins: Das merkwürdige,
abweisende Verhalten wirkt nicht unbedingt sympathisch auf das
Umfeld und kann einsam machen. Ich erzähle Dir von meiner
Depression und von den Auswirkungen, die sie auf meinen
Abnehmplan hatte, weil ich von einigen meiner Zuschauer auf
Youtube Fragen bekam zum Thema Abnehmen während ihrer
eigenen Depression.
Bei mir funktionierte das nicht. Ich kam nicht mehr voran, mein
Körper war wohl von den Stresshormonen wegen der Depression
überschwemmt, dass er trotz vernünftigen Verhaltens nicht
abgenommen hat. Woran das wissenschaftlich liegt, habe ich
bisher nur ansatzweise verstanden und erspare Dir weitere
Vermutungen. Fakt ist, ich hatte einen endlos lang erscheinenden
Stillstand. Das ist etwas, was Du wissen solltest denn daraus ergibt
sich eine wichtige Schlussfolgerung für Deinen eigenen Weg zur
Wunschfigur und zum Traumleben.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Es gibt Zeiten, in denen Du nicht anfangen solltest mit Deinem
neuen Leben. Depressive Phasen gehören dazu, ebenso wie alle
anderen Lebensumstände, die Deine Aufmerksamkeit und Energie
auf sich ziehen. Ich lege Dir ans Herz, Dich über Depressionen und
ihre Symptome und Auslöser zu informieren, damit Du nicht wie ich
unerkannt eine Depression hast und immer tiefer hinein rutschst –
ich möchte aber auch keineswegs Panik verbreiten oder Dich zum
Hypochonder machen. Alles was ich sage ist: „Pass immer gut auf
Dich auf.“
109
Während einer Depression wäre der Beginn einer
Lebensumstellung sicherlich schwierig, weil schon der Alltag
anstrengend erscheint. In dieser Phase braucht man tatsächlich die
Hilfe von anderen, um da wieder hinaus zu kommen. Das können
Freunde, Familie oder auch Psychologen sein. Denke dran, auch
hier sind die Gezeiten wichtig: So wie es schlechte Zeiten gibt, gibt
es auch wieder die guten Zeiten. Ich wünsche Dir, dass Du nie in
eine Depression hinein schlitterst und sollte es doch der Fall sein:
Sorge dafür, dass Du schnell Hilfe bekommst. Es ist keine peinliche
Krankheit, geisteskrank ist es schon gar nicht. Wenn Du Dir Hilfe
suchst, schaffst Du es hinaus aus der schlechten Phase und kannst
dann auch wieder abnehmen. Bei mir verschwand die Depression
mit der endgültigen Entscheidung, meinen Job zu kündigen. Die
Rückendeckung meiner Ärzte hatte ich und somit mit dem
Arbeitsamt auch keine Probleme.
Dinge, die uns belasten – Jobs, Freunde, Umstände jeder Art –
belasten auch unser Wunschleben. Entweder müssen wir diese
Dinge durchstehen vor unserer Diät oder sie ganz bewusst planen,
damit unser Abnehmen nicht daran scheitert, dass wir eigentlich
jetzt und in diesem Moment keinerlei Kraft dafür haben. Wie sehr
Umstände das Abnehmen belasten können, hat mir mein langer
Gewichtsstillstand 2009 gezeigt. Umso mehr bin ich heute aktiv,
Ballast in jeder Form loszuwerden. Selbst wenn meine finanzielle
Situation heute noch nicht sehr viel besser ist als damals, ich
kämpfe momentan noch jeden Monat, die Miete und
Krankenversicherung zahlen zu können, lebe ich glücklich und frei.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Hart arbeiten das kann ich – denn nun weiß ich ja, ich habe ein Ziel.
Ich sehe wieder einen Weg – Auslöser der Depression ist ja meist
eine tief empfundene Ausweglosigkeit.
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Mein Traum für meine Arbeit ist es, meine finanzielle Situation
übersichtlicher zu machen, die Schulden loszuwerden und genug
Geld zum Leben zu haben. Ich spreche nicht von reich werden,
dafür bin ich nicht gemacht. Das siehst Du daran, dass ich ständig
meine Beratung verschenke und auch an diesem Buch wieder nur
einen Anteil verdiene. Geld ist mir gar nicht derart wichtig, das
letzte Hemd hat keine Taschen. Ich spreche also nur davon, meine
bescheidene monatliche Miete und meine Krankenversicherung
gut zahlen zu können und vielleicht irgendwann mal in den Urlaub
zu fahren. Ich war noch nie irgendwo, ob Du es glaubst oder nicht.
Geflogen bin ich zum ersten Mal zur Talkshow „Abnehmen beginnt
im Kopf“ und ich möchte so gerne Mal in den Urlaub fliegen, ein
paar Tage reichen schon. Einfach nur normal sein, keine Gedanken
verschwenden, ob ich wohl ins Flugzeug passe. Ich träume auch
davon, meine viele überschüssige Haut entfernt zu bekommen.
Ohne Klamotten sehe ich aus wie Batman mit fleischfarbenem
Umhang. Das ist so eine richtige Wolldecke, die an meinen Armen,
Beinen , am Bauch und an den Seiten der Brüste hängt – über
meine Brüste will ich gar nicht erst sprechen. 150 kg abnehmen –
das macht der Haut Stress. Dennoch habe ich laut Chirugen eine
sehr gute Hautqualität erhalten, dazu erzähle ich Dir etwas mehr in
dem Merkblatt „Hautpflege beim Abnehmen“. Wenn meine OP
geschafft ist, möchte ich versuchen, einen Teil meines Bucherlöses
dafür zu sammeln, um anderen „Abspeckern“ dabei zu helfen, ihre
eigene Haut OP zu bekommen. Ich träume auch davon, dass nie
wieder eine dicke Frau oder ein dicker Mann ein schwachsinniges
Abnehm-Produkt kauft und dass es normal wird, dass wir Dicken
wieder in Schwimmbäder gehen, in Fitness-Studios, ohne das
Gefühl zu haben, in der Welt der „Fitten“ einfach nicht gern
gesehen zu sein. Deshalb wünsche ich mir auch von Herzen, dass
Dir meine privaten Geschichten viele Denkanstöße geliefert haben,
um Dein gesamtes Leben zu überdenken – um zu überlegen, wo
Deine Probleme sind und wie Du sie anpacken kannst, um Dein
Wunschziel zu erreichen. Ich möchte, dass wir alle es schaffen,
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
gemeinsam, Seite an Seite, den fetten Zeiten die lange Nase
zeigen, jawoll. Bist Du dabei?
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Mein Schlusswort
Wir zwei haben uns jetzt schon ziemlich intensiv kennen gelernt, ich
habe Dir ganz viele persönliche und intime Sachen aus meinem
Leben erzählt und ich will nicht behaupten, dass es vollständig ist.
Sicherlich werde ich irgendwann ein Papier Buch schreiben mit all
den vielen Erfahrungen und Wendungen, die mich bewegt,
verändert und gemacht haben. Es ist mir stellenweise nicht leicht
gefallen, mich wieder in meine alte Welt hinein zu fühlen und
teilweise habe ich viele Tage gebraucht für ganz wenig Text, weil
das Wühlen im Staub der Vergangenheit immer noch schmerzhaft
ist.
112
Ich habe mir gerade den gesamten ersten Teil des Buchs
ausgedruckt und muss sagen: Es hat sich gelohnt. Ich glaube, Du
kannst verstehen, wie ich es auf 262,5 kg gebracht habe und dass
mein schlimmstes Vergehen nicht das maßlose Essen war, sondern
die fehlende Fürsorge für mein eigenes Glück. Eine Menge Dinge,
die mir passierten, gingen nicht von mir selber aus und doch trage
ich heute ganz bewusst selbst die Verantwortung für den
Menschen, zu dem ich mich gefressen hatte – denn nur wer selbst
die Verantwortung hat, hat jede Macht der Welt, sich anders zu
entscheiden. Ich habe mich mit meinem Spiegelbild versöhnt, das
ist schon eine ganze Weile her – ich sehe mich nun jeden Tag
ungeheuer aufmerksam im Spiegel an und mache mir jedes Mal
bewusst, wer ich bin und wer ich sein werde, wenn ich mich
anstrenge. Ich sehe im Spiegel mein Potential, meine Stärken. Das
ist toll. Früher habe ich nur Mangelware gesehen, nichts hat mir
gefallen.
Das beobachte ich heutzutage bei sehr vielen Frauen quer durch
alle Altersgruppen. Vielleicht ist Photoshop schuld, mit dem Model
makellos werden. Vielleicht ist es der Geist der Zeit. Heute erst war
ich bei einer wunderschönen Frau zu Gast, die mit sich selbst nicht
zufrieden ist. Ich sah sie an, tolle weibliche Formen, sie bekommt
gerade ein Baby und ich glaube, sie hatte den wohl schönsten
Babybauch, den man sich vorstellen kann. Auch sie ist nicht
zufrieden mit sich und hat mir erzählt, dass sie es auch nie war. Das
ist gewissermaßen schockierend, denn sie sah immer schon
wundervoll aus. Diese Welt ist ein wenig kaputt, wenn Frauen, an
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
denen alles dran ist, plötzlich glauben, nicht schön genug zu sein,
Mangelware zu sein und womöglich noch den netten Männern
dankbar sein zu müssen, dass sie da sind. Drauf geschissen! Ich
würde es am liebsten herausrufen in die Welt: Frauen, findet euch
selbst. Bewundert Euch selbst für das, was ihr leistet und erlaubt
euch, euch selbst schön zu finden und zu akzeptieren. Keine Angst,
Akzeptanz sich selbst gegenüber führt nicht zum Stillstand.
Ich muss das sicherheitshalber kurz erklären, damit Du verstehst,
was ich meine.
Wenn Du hörst, jemand habe sein Übergewicht akzeptiert –
welches Bild hast Du dann im Kopf?
113
Mir kommt direkt ein Bild von einem unförmigen Gebilde namens
Uta in den Kopf, die in einer Mittagstalkshow ihre großflächige
Masse in hauchzarten roten Strapsen präsentiert. Die
verschiedenen Kontinente ihres Körpers testen gerade die Wirkung
der Schwerkraft auf eine ungleichmäßige Massenbeschleunigung,
während der gemeine Zuschauer bereits erste Schmerzenstränen in
den Augen hat. Uta sieht wie ein Rollmops aus, also im eigentlichen
Sinne. So ein Heringsröllchen, das mit einem Bindfaden fest
zusammen geschnürt wurde, damit es nicht auseinanderfällt. Das
Heringsfleisch wird so fest abgeschnürt, dass sich die Schnürungen
tief ins Fleisch einarbeiten. Nur, dass statt Bindfaden bei Uta feine
französische knallrote Spitze das Fleisch heraus quetscht. Uta war
schon aus der Puste, als sie die Talkshowtreppe herunter stolziert
war, um dann zum eingespielten „You can leave your hat on“ von
Joe Cocker den sitzenden Talkgästen kräftig den Appetit zu
verderben. Hey, ich war auch ordentlich fett und bin immer noch
lange nicht schlank, ich darf das genau so peinlich schreiben wie
ich es fand. Fremdschämen für Uta einereits, und andererseits
dachte ich „Na toll wegen der weiß jetzt jeder, wie schwabbeliges
Fett in Bewegung nackt aussieht“. Ich fühlte mich quasi unfreiwillig
mit entblösst. Der riesige Rollmops quetscht sich in den ledernen
Armlehnenstuhl und na klar, was kriegen wir von ihr zu hören: „Ich
habe mich akzeptiert, wie ich bin“. Logo, was denn auch sonst. Dat
is wie Karneval in der Hölle sag ich Dir.
Schön für Uta, ihr Pseudoselbstbewusstsein. Aber diese Art von
Akzeptanz ist nicht jene, von der ich spreche. Menschen, die sich
selbst akzeptieren sind in meinen Augen eben solche, die für ihr
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
eigenes Wohlergehen einstehen in jeder Form. Sich selbst zu
akzeptieren bedeutet, dem Leben „Ja“ zu sagen und es als unser
ureigenes Leben, unsere ureigene Sache zu deklarieren. Das
bedeutet, liebevoll für sich selbst zu sorgen, sich vor Stress zu
schützen, vor gesundheitlichem Schaden, ja auch vor
Bloßstellungen. Selbst wenn Uta nackt durch die Talkshow getanzt
ist – ich glaube zuhause schaut sie sich nicht ein Mal im Spiegel an.
Sie sieht sich nicht mehr. Was hat sie also akzeptiert? Wer weiß, die
hat im Kopf möglicherweise die Idee, dass sie eigentlich schlank ist.
Das würde die viel zu kleinen Dessous erklären, es gibt nämlich
mittlerweile auch in großen Größen schöne Unterwäsche, die den
besonderen „Herausforderungen“ gewachsen ist. Tja, und es bleibt
die Erinnerung an Karl Heinz, dem Gast neben ihr, dem sie bei ihrer
Tanzeinlage den riesigen Arsch ins Gesicht gedrängt hat. Über ihn
stand vielleicht in der Zeitung „Schock nach Begegnung mit
Riesenarsch – Mann in Talkshow verletzt“. Ach, Spaß bei Seite. Du
weißt ja, so ernst ist das nicht gemeint. Aber denk mal darüber
nach: Was bedeutet es für Dich, wenn Du Dich selbst akzeptierst?
Welche neuen Aufgaben, Verantwortungen kommen damit auf
Dich zu?
Genau mit dieser Fragen möchte ich diesen Teil des ebooks
beenden: Was bist Du bereit, für Dich – und nur für Dich allein – zu
tun? Dieses Buch ist für Dich allein, es ist nicht dazu gedacht, für
einen anderen Menschen abzunehmen, um anderen Idealen zu
entsprechen. Es geht nicht einmal um das Abnehmen selbst,
sondern um die älteste Fragen der Welt: Wer bist Du tief in Deinem
Inneren? Ohne all die Bedenken, die Dich hemmen, ohne die
leisen und lauten Stimmen, die Dir flüstern, wie sie Dich gern hätten.
Wer bist Du nur für Dich allein?
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Ernährung, Motivation, Bewegung
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Vorwort
In diesem Teil meines Buches geht es sachlicher zu, wie
versprochen, aber nie wissenschaftlich. Ich verspreche Dir, dass ich
auf lange Erklärungen verzichte und diesen Teil kurz und bündig
halte, damit Du es schnell lesen und anwenden kannst. Sollten Dir
noch Fragen offen bleiben, melde Dich bei mir im Forum.
Forum Ich
beantworte diese Fragen montags, dienstags
tags und freitags und
selbstverständlich persönlich. Bitte erlaube mir etwas Zeit zum
Antworten.
ntworten. Du hast sicher festgestellt, dass dieses Abspeckbuch
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
etwas anders ist. Du wirst hier keine langen Reden darüber finden,
warum ich bestimmte Dinge gegessen habe und warum nicht. Ich
werde auch nicht versuchen, Dir mit Studien zu beweisen, dass es
funktioniert.
116
Ich beweise es Dir mit dem, was ich geschafft habe. Deshalb bist
Du ja hier - weil Du wissen willst, wie ich es genau gemacht habe –
und nicht, um zu erfahren, wie Professor XY oder sonst wer es nun
ausgewertet hat. Wenn Du diese Erklärungen brauchst, scheu Dich
nicht vor einer eigenen Recherche, die Informationen bekommst
Du alle im Internet! Natürlich könnte ich Dir all diese Infos vorgekaut
hier hinein stecken – die Folge wäre ein aufgeblasenes Werk, das
mit der Menge der Infos eher verwirrt als hilft. Denn eins ist auch
klar: Du willst hier wohl auch nicht den Wissenschaftlerpreis des
Jahres gewinnen, sondern schlicht und einfach abspecken und
basta. Mein Anspruch an dieses Buch ist es, Dir genau dabei
wirkungsvoll zu helfen, indem ich Dir zuerst all meine sehr
persönlichen Gründe zum Dickwerden genannt habe, Dir meinen
Klick erzählt habe und Dir nun verrate, was es auf den Teller gibt
und wie Du dran bleibst.
Du wirst Dich freuen zu lesen, dass Alf für Dich den sportlichen Teil
geschrieben hat und auch die Trainingspläne von ihm sind. Alf hat
Sport studiert, Du bist bei ihm in guten Händen und er hat über die
Zeit meines „Schrumpfens“ meine Trainingspläne gemacht. Es ist
also nur fair, dass ich meinen Fitnesstrainer mit Dir teile. Ich möchte,
dass Du Dein Ziel endlich auch erreichst. Schluss mit all dem Hadern
mit dem eigenen Leben, jetzt ist es Zeit, dass Du Dir die Butter nicht
mehr vom Brot nehmen lässt und Dir das Leben nimmst, was Dir
zusteht.
Erinnerst Du Dich an das, was ich Dir im ersten Teil des Buches über
das Glück erzählt habe?
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
„Glück ist kein Geschenk. Es ist
kein Anrecht, Du kannst es nicht
einkaufen, bezahlen, bestechen.
Glück kannst Du nicht im Lotto
gewinnen, niemand wird als
Glückspilz geboren. Es ist egal
wer Du bist, woher Du kommst,
wohin Du willst. Glück wird
gemacht. Von Dir selbst. Ja,
117 daran glaube ich. Jeder Mensch
trägt alle Kraft zur Lösung seiner
Probleme in sich selbst. Ich bin
ein Mensch, ich habe es
geschafft etwas an meinem
Gewichtsproblem zu ändern. Du
bist auch ein Mensch, genau wie
ich. Du kannst auch erreichen,
was Du erreichen möchtest,
solange Du Dir bewusst bist: DU
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
musst es Dir erlauben und dann
tun. Punkt.“
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Glück wird gemacht. Von Dir.
Wenn Du Dich nun gleich mit meinem Ernährungskonzept befasst,
möchte ich, dass Du genau an diese eine Wahrheit denkst: Glück
wird gemacht. Von Dir. Es ist also kein Glücksspiel, ob Dir sofort
alles genau so gefällt oder nicht – es ist Deine wichtige Aufgabe,
Dir mein persönliches Konzept an Dein Leben anzupassen.
119
Eins noch: Im Laufe meiner Abspeck-Reise hat sich so manche
Überzeugung geändert, was Ernährung angeht. Mittlerweile
orientiere ich mich sehr stark an steinzeitlicher Ernährung, weil mich
das Konzept absolut überzeugt. Es wäre aber sehr unfair, Dir nun
genau dieses Endergebnis vorzustellen während ich die ganzen
Jahre über gut abgenommen habe mit einer ganzen Reihe von
Lebensmitteln, die ich heute selten esse oder sogar komplett
meide. Ich werde Dir deshalb meinen ganz ursprünglichen Plan
verraten. Du allein entscheidest, wie Du Dein Schlank Konzept
zusammen bauen möchtest. Funktionieren tun alle Varianten und
Du solltest für Dich genau die Methode wählen, die Dir persönlich
am einfachsten in Dein Leben passt. Später, wenn Du Dich
umgewöhnt hast, kannst Du nach und nach ja weiter an Deiner
gesunden, artgerechten Ernährung arbeiten.
Ein Tag in meinem Leben
Um Dir einen möglichst transparenten Einblick in meinen
Ernährungs- und Sportplan zu geben, beschreibe ich Dir zunächst
einen ganz normalen Tag in meinem Leben. Ich finde das ist ein
schönerer Einstieg für Dich, als schnöde Lebensmittel Listen und Du
bekommst gleich einen Einblick, wie mein schlank machender
Alltag aussieht. Heute bin ich selbständig als Online
Ernährungsberaterin und habe natürlich einen völlig anderen Alltag
als 2007, wo ich fest angestellt als Kommunikationstrainerin für ein
Telekommunikationsunternehmen gearbeitet habe.
Was hältst Du davon, wenn ich Dir von heute und damals ein
Beispiel gebe damit Du sehen kannst, wie mein Leben sich
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
geändert hat und wie mein Plan sich daran angepasst hat. Ich
hoffe, so fällt es Dir leichter, für Dich selbst später einen eigenen
Plan zu entwerfen.
Ein Tag in meinem Leben als Kommunikationstrainerin
5.00 Uhr aufstehen , duschen, anziehen und am Vorabend
vorbereitete Mahlzeiten für die Arbeit einpacken
5.30 Uhr im Auto einen selbst gemachten Latte Macciato ohne
Zucker und 1 Milchschnitte als erstes Frühstück; als ich noch
deutlich über 200 kg war, waren es sogar 2 Milchschnitten. Ab circa
150 kg habe ich auf die Milchschnitten morgens verzichtet.
6.00 Uhr (drei Mal in der Woche) Frühschwimmen 30 Minuten
7.00 Uhr Emails lesen auf der Arbeit, Vorbereiten des Arbeitstage
120
7.45 Uhr Kleiner Kaffee mit etwas Milch aus dem Automaten mit
Kollegen trinken
8.00 Uhr Arbeitsbeginn
Zwischen 8.00 und 10 Uhr Frühstück, je nachdem, wie die Termine
am jeweiligen Tag es zuließen – Zeitfenster circa 15 Minuten. 1
Vollkornbrötchen mit Käse und Tomaten, Frischkäse statt Butter
aufgestrichen. 1 Apfel und einen 150 g Joghurt mild, natur ohne
alles oder mit Tiefkühl Himbeeren. Oft aber auch 500 g Naturjoghurt
(1,5%) mit TK Himbeeren und dann kein Brötchen oder wenn ich
wenig Zeit hatte, etwas vorzubereiten, habe ich mir einfach einen
Shake gemacht.
12.30 Uhr Mittagessen 300g Dampfgemüse für die Mikrowelle und
circa 200 g fettarme Eiweißbeilage (z.B. Hähnchenbrust-Aufschnitt,
Thunfisch in Wasser o.Ä.)
15.00 Uhr Kleine Hand voll Nüsse, 1 Apfel und kleiner Kaffee mit
wenig Milch ohne Zucker versteht sich
17.00 Uhr Feierabend ; 3 x in der Woche Fitnesstraining im Studio
circa 1 Stunde
20.00 Uhr Abendmahlzeit; häufig aus Faulheit ein großer
Eiweißshake (Lowcarb) mit etwas klein geschnittenem Apfel oder
Eiweiß-Omelette mit viel Gemüse
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
20.30 Uhr Vorbereiten der Mahlzeiten zum Mitnehmen für den
nächsten Tag, eventuell putzen, entspannen und circa 21.30 Uhr
gings ins Bett
Als Ausnahmen habe ich mir samstags mein Komfort Frühstück mit
zwei Brötchen und Ei genehmigt und abends was zum naschen
oder Essen gehen etc. und sonntags gab es sogar zum Frühstück
ein Croissant mit Nutella. Innerhalb der Woche gab es einen
flexiblen Tag für ein leckeres Mittagsgericht, auch mal Döner oder
so, oder eben einen Eisbecher u.Ä. Getrunken habe ich 3-5 Liter
Wasser und ungesüßten Tee, je nach Trainingsintensität.
Ein Tag in meinem Leben als selbstständige Ernährungsberaterin
(und Hundebesitzerin seit 2010)
121
6.30 Uhr aufstehen, frisch machen und mit dem Hund eine
dreiviertel Stunde oder länger zügig Gassi gehen
7.30 Uhr 3 x in der Woche Frühsport für 30-45 Minuten (Cardio
Training bei einer individuellen Herzfrequenz von circa 155)
8.15 Uhr Duschen, anziehen
8.30 Uhr Frühstück 3 ganze Eier mit etwas Käse (circa 15 g
Reibekäse) und Hähnchenbrustaufschnitt und viel Gemüse zu
einem Omelette bereitet oder wenn es schnell gehen muss, esse
ich ein Shake mit 1-2 Äpfeln. Ich mache mir außerdem morgens
meinen ungesüßten Latte Macciato und das neuerdings mit meiner
Dolce Gusto, weil der schnell geht und fantastisch schmeckt.
9.00 Uhr Büroarbeit aller Art, Termine vereinbaren, Beratungsarbeit,
Internetmarketing , Bücher schreiben für Dich ;)
11.00 Uhr Zwischenmahlzeit , meist ein paar Nüsse oder etwas Obst,
manchmal aber auch 1-3 Kekse oder mal ein Kinder Riegel.
13.30 Uhr Gemüse oder Salat , wenn ich mal sehr hungrig bin –
kommt an Sporttagen mitunter vor – gibt es eine fettarme
Eiweißbeilage dazu.
14.00 Uhr Gassi gehen mit dem Hund, je nach Terminplan nur kurz
20 Minuten oder auch mal eineinhalb Stunden, wenn ich abends
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
weniger Zeit habe für meine Kuschelmaus
15.00 Uhr Termine, Videos drehen/schneiden, Anfragen
beantworten, Pressearbeit o.Ä.
3x in der Woche habe ich im Abendbereich Training im Fitness
Studio zwischen 16 und 21 Uhr, je nachdem, wann meine
beruflichen Termine liegen. Deshalb liegt auch das Abendessen
und noch zwei Gassi Runden mit meinem Hund flexibel in diesem
Zeitraum. Das Abendessen besteht immer aus viel Gemüse mit
einer größeren Portion Eiweiß, ich wiege es nicht mehr ab, ich esse
einfach bis ich satt bin. Selten ersetze ich die warme Mahlzeit durch
einen Shake, insbesondere wenn ich zwischen Sport und wieder
Arbeiten nicht ausreichend Zeit für eine Mahlzeit habe.
Bevor ich ins Bett gehe, habe ich noch 1-2 Stunden Arbeit oder
auch mal putzen etc. und dann geht’s circa 23 Uhr in die Koje.
122
Meine Schlemmtage habe ich flexibel zwei Mal in der Woche, ein
Tag ist ein Flatrate Tag wo ich von morgens bis abends esse, worauf
ich Lust habe, und ein Tag ist mit einer Schlemmer Mahlzeit oder
Sünde meiner Wahl. Diese Woche hatte ich am Dienstag ein paar
(kleine!) selbstgebackene Zitronen Mohn Muffins und mittags zum
Brathähnchen eine Hand voll gebratener Scheiben aus
Semmelknödeln.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Jetzt geht’s los: Dein Plan entsteht
Vorab direkt: notiere Dir meine Email Adresse
[email protected] und wende Dich mit Deinen
Fragen an mich. Ich helfe Dir!
Was fällt Dir an meinen beiden Plänen auf? Wo sind Ähnlichkeiten,
wo Unterschiede? Welche Unterschiede zu Deinem Tagesablauf
kannst Du feststellen – und findest Du Ähnlichkeiten?
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Ich bin der Überzeugung, dass ein geregelter Tagesablauf
unbedingt erforderlich ist, um erfolgreich ein neues Leben
umzusetzen. Dabei ist es nicht so entscheidend, immer die gleichen
Uhrzeiten zu haben oder die gleichen Tage. Im Gegenteil, hier kann
Abwechslung sogar beim Abspecken helfen, Schichtdienst ist also
ganz einfach zu berücksichtigen.
Wirklich entscheidend ist es meiner Meinung nach, dass Du einen
festen Plan hast mit konkreten Terminen. Selbst wenn Deine Schicht
sich wöchentlich verändert, kannst Du im Voraus mit Dir
vereinbaren, wann es Zeit für welche Aktivitäten gibt. Ja ernsthaft,
dieser Teil ist rein organisatorisch und er sollte vor jeder
Ernährungsumstellung stehen. Wenn Du selbst Deine Zeit einteilen
kannst, solltest Du auch genau das tun – nicht einfach blau in den
Tag hinein leben, sondern einen festen Ablauf haben und den
einhalten.
Am besten zückst Du gleich Stift und Papier und schaust Dir Dein
Leben ein Mal von der praktischen Seite an. Das Ziel ist, die
richtigen Zeitfenster zu finden, um Deinen Abspeckplan auch in
Deinen Alltag unter zu bringen. Die besten Vorsätze nützen nichts,
wenn sie nicht realisierbar sind. Diese Planung hilft Dir auch
ungemein dabei, zu verstehen, was bisher vielleicht immer schief
gelaufen ist. Du hast jetzt endlich die Möglichkeit, die Sache ganz
kopfgesteuert zu beginnen und zu gucken, wie Du am besten
startest.
Vielleicht stimmst Du mir zu, Abnehmen nie von dieser ganz
praktischen Seite begonnen zu haben, sondern eher mit dem
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Einkauf von bestimmten Lebensmitteln, dem Studieren von
Verbotslisten und dem Gefühl: Oh je, das schaffe ich ja nie.
Machen wir gemeinsam mit dem Scheitern Schluss und rollen die
Sache von der anderen Seite auf: Du schaust jetzt in Deinem Leben
nach, wo Platz für Deinen neuen Lifestyle ist und fügst ihn genau
dort ein. Als Hilfe empfehle ich Dir, Dir einen Stundenplan zu
besorgen. Wenn Du magst, druck Dir einfach einen aus dem
Internet aus ( hier zum Beispiel ). Gerade wenn Du im Schichtdienst
arbeitest oder aus anderen Gründen Dein Plan häufig Änderungen
unterworfen ist, macht ein selbst gedruckter Plan Sinn.
In Deinen Stundenplan trägst Du nun genau den Ablauf Deiner
nächsten Woche ein, nimm Dir Zeit für diese Aufgabe.
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Je genauer Dein Plan ist, desto einfacher wird es, Deine freien
Zeitfenster zu finden. Beginne mit Deinen
beruflichen/schulischen/privaten Terminen und schreibe sie in
Deinen Plan, ebenso alle anderen Fixtermine mit Ämtern, Ärzten
etc. Im Anschluss trage alle Feiern, Veranstaltungen, Partys ein und
vergiss nicht, Dir entsprechende Zeitfenster für den Haushalt und
sonstige Tätigkeiten zu reservieren. Nun hast Du die Rohversion von
Deinem Wochenplan fertig.
Jetzt kannst Du nachsehen, wie Du in Deinem Plan die Zeiten für
Nahrungszubereitung , Essen ohne Ablenkung und etwas
zusätzliche Bewegung unterbringen kannst. Eventuell weitest Du
auch Deinen Stundenplan aus, wie ich es als fest angestellte
Kommunikationstrainerin gemacht habe. Ich bin jeden Tag etwas
eher aufgestanden, um regelmäßig morgens zum Schwimmen zu
gehen. Heute weite ich meinen Plan aus, in dem ich manche
Büroarbeit auf 21 Uhr lege.
Ich habe damals in Festanstellung unflexiblere Tagesplanung
gehabt und mir deshalb mein Essen für den nächsten Tag bereits
abends zusammen gestellt, damit ich es am nächsten Morgen nur
mitnehmen muss. Du erkennst also den nächsten Teil in Deinem
Plan: das Arbeiten mit ihm! Mach Dir ggf. auf einem Notizzettel
eine kleine Liste mit den neuen Aufgaben, vor die Dich Deine
Ernährungs- und Lebensumstellung stellt. Beispielsweise könnte das
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
sein:
-
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Selbst kochen
Gesunde Lebensmittel einkaufen
Sport / Bewegung
Diese neuen Aufgaben fügst Du nun so in Deinen Plan hinein, dass
sie wirklich gut hinein passen. Dabei ist manchmal Deine Flexibilität
gefragt, denk ruhig quer. Wenn Du geschickt einkaufst und eine
Tiefkühlmöglichkeit besitzt, kannst Du auch nur alle paar Wochen
einkaufen – oder wenn Du eine gesunde Mahlzeit kochst, mach Dir
immer etwas mehr, um es entweder einzufrieren für Deine eigene,
gesunde Fastfood Auswahl oder koch zumindest für den Folgetag
noch einen Happen mit. Entscheide Dich schon beim Einkauf für
Lebensmittel mit kurzen Garzeiten, gut geeignet sind da Fischfilets
aller Art, Hähnchen- und Putenbrust, Rinderminutensteak, Tofu.
Alles, was Du in feine Streifen schneiden und mit Gemüse in
wenigen Minuten in der Pfanne gar bekommst. Ich bevorzuge die
Zubereitung im Wok oder Dampfgarer weil es schnell geht und
gesund ist.
Du siehst, der Plan wird immer konkreter. Im nächsten Schritt
schaust Du Dir an, welche Mahlzeiten Du kochen oder zubereiten
kannst in den vorhandenen Zeitfenstern und machst Dir eine
Einkaufsliste, was Du alles brauchst für die Woche. Das ist auch ein
wichtiger Schritt: Plane alle Deine Mahlzeiten, angefangen vom
Frühstück über die Snacks bis zu den Hauptmahlzeiten damit Du
gar nicht erst in die Not gerätst, irgendetwas zu essen, was der
nächste Kiosk, die Cafeteria oder die Pommesbude nebenan so zu
bieten haben. Als Notmahlzeiten solltest Du stets wirklich gute
Eiweißshakes im Haus haben, mindestens aber eine Sorte, die Dir
gut schmeckt.
Spare hier nicht am falschen Ende! Billigshakes aus der Drogerie
schmecken oft nicht, Spezialshakes zum Abnehmen aus der
Apotheke leider auch nicht. Klar, Geschmack ist individuell,
probiere es ruhig aus – aus Erfahrung kann ich Dir jedoch sagen,
gute kohlenhydratarme Shakes aus der Sportlerbranche sind gut im
Preis und haben einen guten Geschmack. Der ist wichtig, immerhin
soll Dir auch eine Notmahlzeit richtig gut schmecken damit Du
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
durchhältst. Wenn Du Dir schlecht schmeckendes Zeug runter
würgen musst, wirst Du nicht lange durchhalten! Empfehlungen zu
Shake Sorten findest Du im Rezeptheft im Vorwort. Mit Deiner
Einkaufsliste bist Du in der Lage, schnell und gezielt Deinen
Wocheneinkauf zu erledigen, ohne etwas zu vergessen. Dieser Teil
braucht nur ein paar Wochen Übung und Du hast die Liste im Kopf
und kaufst auf Autopilot das „Richtige“ ein. Was genau in meiner
Flatrate Diet „das Richtige“ ist, erfährst Du im folgenden Kapitel.
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Jetzt, wo Du das Essen in Deinen Plan integriert hast, schaust Du
nach der freien Zeit für Sport bzw. zusätzliche Bewegung. Die ist
sehr wichtig: Wie wichtig, erklärt Alf Dir im Sport Teil dieses Buchs. Du
kannst Sport von zuhause aus machen oder ins Studio gehen, da
entscheidest Du mit Fingerspitzengefühl, was für Dich der richtige
Einstieg ist. Und natürlich auch, wie viel Zeit Du hast. Um ins Studio
zu fahren, brauchst Du Zeit. Hinfahrt, Rückfahrt. Dort umziehen,
duschen nach dem Sport. Der Kurs oder das Training selbst ist
zuhause der einzige Zeitfaktor, den Du planen musst. Allerdings ist
es eine größere Motivationsfrage, Dich selbst und allein zum Sport
zu kriegen, wenn Du zuhause bist – oh ja dort wo auch das Sofa ist,
Deine Familie und sonstige „Gründe“, heute mal den Sport
ausfallen zu lassen. Wenn Du den Sport im Plan eingetragen hast,
solltest Du Dich für diese Woche daran halten!
Als Endergebnis Deiner groben Planung sollte an dieser Stelle aus
folgenden Teilen bestehen
1. Ein Wochenplan in dem Du alle Tätigkeiten, Termine und
Aufgaben der Woche einschließlich Sport und Essen findest
2. Ein Einkaufszettel, mit dem Du sofort in den Laden gehen
kannst und für Deine Woche vorsorgen kannst. Ergänze
unbedingt auch die zuckerfreien Getränke wie Wasser, Tee
und eine kleine Menge Kaffee für jeden Tag, damit Du nicht
noch mal los musst. Auch Deine kleinen Süßigkeiten sollten
nicht fehlen, ich empfehle 1 Packung pro Woche zu kaufen
und mehr gibt’s nicht.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Die verschiedenen „Tage“ der Flatrate Diet
Endlich sind wir nun an der Stelle, wo ich Dir verrate, wie ich meinen
Ernährungsplan zusammen stelle. Dazu gibt es zum Verständnis
direkt zu Anfang ein paar Begriffsklärungen – die sind recht wichtig
und ich bitte Dich, die sorgfältig zu lesen damit Du bei der
Anwendung des Plans alles ganz einfach hast. Vorweg eins: Bitte
erwarte nicht von mir, Dir hier Kalorien vorzurechnen oder Dir
Mengenangaben für Dinge zu liefern, die ich selbst niemals messen
würde. Weil es da nämlich durch die Bank weg nicht auf die
Menge ankommt. Mengen sind in meinem Konzept nicht mal mehr
für Schokolade und Co. wirklich relevant, weil ich einen einfachen
Trick nutze, um mich automatisch zu kontrollieren.
127
(Hinweis: Mit Erscheinen der 3.0 Version dieses Buchs gibt es keine
„Powertage“ mehr. Wir gehen grundsätzlich davon aus, dass jeder
Flatrate Diet Enthusiast mindestens 3 Stunden körperliche
Bewegung in seine Woche integriert – ein Bonustag für „Sportler“ ist
deshalb nicht notwendig.)
Es gibt in meinem Programm vier verschiedene Mottotage:
„Normale Tage“ ,Fettverbrennungstage und Schlemmtage
Wenn ich von normalen Tagen rede bedeutet das, dass Du einfach nur
die Flatrate Lebensmittel und die gesunden Extras isst und die
anderen Sachen weg lässt. Je nach Ausgangsgewicht solltest Du 4
(bis 100 kg) oder 6 Extras (bis 150 kg) und sogar 8 Extras (über 150
kg) in Deinen normalen Tag einbauen. Diese Tage sind sehr einfach
zu planen, wenn Du Dich für unkomplizierte Rezepte entscheidest,
brauchst Du täglich circa 30 Minuten Zubereitungszeit für alle
Mahlzeiten zusammen. Du wirst an diesen Tagen vielleicht am
Anfang der Umstellung ein wenig hungrig sein, bis Du die richtigen
Mengen für alle Lebensmittel gefunden hast. Ja, manchmal muss
man auch erst lernen, genug von den richtigen Sachen zu essen!
Zumindest ging mir das so.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
An den Fettverbrennungstagen ist wirklich Schmalhans mal
Küchenmeister, diese Tage kannst Du übrigens auch prima planen.
Ich finde, sie sind ideal geeignet an sehr stressigen Tagen, wo nur
minimale Zeitfenster für Essen und Kochen da sind und man somit
normalerweise geneigt wäre, irgendwelche ungesunden FastfoodMahlzeiten zu futtern. Stattdessen lebe ich dann mit den Shakes
und dem Gemüse wirklich vernünftig, ohne dabei großen Aufwand
zu haben. Ein Fettverbrennungstag besteht aus 2-4 Shake Portionen
und so viel Flatrate Obst und Gemüse wie Du möchtest. Es ist dabei
keine Pflicht, an den Fettverbrennungstagen mit Shake zu arbeiten,
Du kannst auch normal Flatrate Lebensmittel wie Fleisch, Eier und
Fisch essen in Kombination mit Gemüse.
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Ein Schlemmtag ist „abspeck-frei“ d.h. Du solltest an diesem Tag
essen, was Du willst und Dir auch mal was richtig Sündiges gönnen.
Begehe diesen Tag mit der inneren Einstellung „Ich bin schlank und
darf das“. An diesem Tag sollst Du wirklich mehr essen als sonst und
die Dinge genießen. Den Schlemmtag solltest Du so positionieren,
dass Du ihn für Feiern, Geburtstage etc. nutzt oder andere Anlässe
an denen es Dir wichtig ist, zu futtern was Du willst. Wenn Du sehr
kohlenhydratarm leben möchtest, solltest Du alle 7-14 Tage
trotzdem den Schlemmtag mit reichlich guten Kohlenhydraten
gestalten, um Deinen Stoffwechsel und die Hormonlage auf Trab zu
halten.
Was hat es mit den unterschiedlichen Tagen auf sich?
Hinter den Tagen verbirgt sich im Grunde das uralte Prinzip vom
Laben und Darben. Mal kriegt unser Körper weniger zu essen, mal
bekommt er mehr. Das ist eine ziemlich artgerechte Form der
Ernährung, die ich von Anfang an auf diese Weise verfolgt habe,
weil sie den Stoffwechsel nicht so sehr strapaziert wie eine lang
anhaltende Unterversorgung mit Kalorien. Der Wechsel macht aber
noch viel mehr Sinn für das Durchhalten an sich: Er gibt die
einzigartige Möglichkeit, abzunehmen und gleichzeitig ein ziemlich
normales Leben zu führen, in dem Feste gefeiert werden und auch
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
leckere Essenseinladungen nicht zu drögem Lutschen am Salat
verkommen. Fakt ist: Du kannst einfach weiter machen, obwohl Du
hier und da geplant sündigst und das finde ich toll. Es ist einfach
machbar dadurch, gerade auch für Menschen wie mich damals,
mit über 260 kg. Da auf ein normales Gewicht zu kommen dauert
Jahre. Wer hat schon Lust, jahrelang alles aus dem Speiseplan zu
streichen und nur verschissene Salatblätter reinzustopfen? Da wirste
doch griesgrämig. Lebensfreude ist die Folge von diesem
beständigen Wechsel, Du siehst das sicher in meinen Videos, ich
glaube, ich strahle eine Menge davon aus und das geht nur, weil
dieser Wechsel mir die Möglichkeit gibt, abzunehmen und dabei
auch zu schlemmen und normal am Leben teilzunehmen.
Hinweis nur für Kalorienzähler (Zählen ist optional!)
129
Wenn Du in unserem 14 Wochen Programm Geschmack daran
gefunden hast, gelegentlich Deine Kalorien zu zählen, ergänze ich
die Information noch: An den „normalen“ Tagen solltest Du
mindestens Deinen Grundumsatz verzehren, dabei maximal 500
kcal unter Deinem Gesamtumsatz liegen. An den
Fettverbrennungstagen darfst Du den Grundumsatz beliebig
unterschreiten und an den Schlemmtagen solltest Du mindestens
Deinen Gesamtumsatz decken – gerne darf es hier auch 500-100
kcal mehr sein.
Wie werden die Tage verteilt in der Woche?
Die Einteilung kannst Du völlig frei vornehmen; ein paar
Grundregeln helfen Dir bei der Umsetzung
1. Maximal 2 Fettverbrennungstage hintereinander; maximal 4
in der Woche
2. Der Schlemmtag sollte nicht ausgelassen werden; Du nutzt
ihn flexibel um Essen zu gehen, Familienfeiern etc. zu
genießen.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Für Einsteiger empfehle ich, mit einem oder zwei
Fettverbrennungstagen in der Woche zu starten, 4
Fettverbrennungstage machen erst dann wirklich Sinn, wenn Du
durch die gesunde und geplante Ernährung frei von Heißhunger,
emotional eating etc. bist. Wichtigste Prämisse bei der Flatrate Diet:
plane immer so realistisch, dass Du Dein Ziel unbedingt erreichen
kannst. So bleibt Deine Motivation erhalten.
Und was esse ich nun an den jeweiligen Tagen?
130
Ich habe Dir bereits gesagt, dass ich keine Waage brauche. Weder
für mich, um meinen Erfolg zu messen, noch für die Lebensmittel,
um zu überprüfen, wie viel ich davon nun esse. Ich kann nicht
einschätzen, ob Du das als Erleichterung empfindest, nichts wiegen
und abmessen zu müssen, oder ob es Dir schwer fällt, weil Du für
Dich selbst unsicher im Maß bist. Du kannst gerne trotzdem über
FDDB oder andere Apps Deine tägliche Nährstoffzufuhr weiter
kontrollieren so wie es zu Beginn des 14 Wochen Programms war.
Das ist aber eine Option, absolut kein Muss für den Erfolg. Bedenke:
ich zähle nur ganz selten Mal meine Nährstoffe, vielleicht im Jahr
insgesamt 20 Tage. Manchmal auch gar nicht in einem Jahr.
Grundsätzlich teilt sich meine Basisernährung in drei
Lebensmittelgruppen auf und zwar in „Flatrate“-Lebensmittel,
„Gesunde Extras“ und „Leckere Nebensächlichkeiten“.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Die drei Lebensmittelgruppen
smittelgruppe sind die
Die wichtigste Lebensmittelgruppe
Flatrate-Lebensmittel. Auf Ihnen beruht mein
gesamtes Konzept, es sind gesunde
Lebensmittel mit ganz vielen Vitmaminen,
Mineralstoffen, Ballaststoffen und Eiweißen,
die gesund sind und nie dick machen. Du
müsstest schon eine ganze Schubkarre
davon vertilgen, um von diesen Sachen zuzunehmen, OBWOHL Du
leckere komplette Mahlzeiten damit zaubern kannst.
Von allen Flatrate Lebensmitteln esse ich einfach so viel, bis ich satt
bin. „Na klar, jetzt erzählst Du mir gleich, Du isst so viel Gemüse, wie
Du willst“ – wirst Du vielleicht sagen und bestimmt überrascht
schauen wenn Du siehst, was ich noch alles als Flatrate Produkt
esse.
131
Erstaunlich aber wahr: Fleisch, Fisch, hochwertige Milchprodukte,
Eier, stärkearme Obstsorten (bis 10 g kh/100g sind
sind bei uns auch
Flatrate. Außerdem sind nun seit Flatrate Diet
iet 2.0 auch lowcarb
Shake Pulver (pro Portion unter 2 g Kohlenhydrate netto),
Vollmilch/Rohmilch Teil der Flatrate Produkte. Gemüse aller Art ist
natürlich die Basis meiner Ernährung und macht 80% der Füllmenge
auf dem Teller aus – und überleg Dir das Potential, beispielsweise
beispiels
so viel Hähnchenbrust essen zu dürfen, wie es Dir schmeckt?
Selbst wenn Du spät abends noch mal Hunger bekommst, aus
Gemüse, Fleisch, Fisch, Garnelen, Quark, Eiklar lässt sich immer eine
Mahlzeit zaubern, die gesund ist und gut schmeckt. Das ist mein
größter Trick, diese Flatrate. Bestimmt hast
hast Du es auch schon mal
erlebt: Eine
ine neue Diät ausprobiert und dann hing Dir der Magen in
den Kniekehlen, zwei Tage später jammerte Dein innerer
Schweinehund so sehr über den Mangel, dass Du es nicht mehr
m
ertragen konntest und schwach geworden bist. Mit der Flatrate ist
das nicht notwendig. Du hast Hunger? Dann iss. Und zwar sehr
schlau nährstoffreiche Lebensmittel, die gleichzeitig relativ wenig
Energie liefern und dennoch lange satt machen.
Für Sportler mit mehr als 4 Stunden intensiver sportlicher Leistung pro
Woche (intensives Joggen,
Joggen, Schwimmen, Krafttraining mit hohen
hoh
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Gewichten usw.) dürfen außerdem Süßkartoffeln und Yams zu den
Flatrate Produkten zählen. Diese sollten unbedingt für eine gute
Regeneration direkt nach dem Training gegessen werden. Für Sport
mittlerer/leichter Intensität (Walken, Spazierengehen, Aqua Fitness,
Zumba usw. ) sind Süßkartoffeln/Yams keine Flatrate Produkte
sondern Extras.
Die zweite Lebensmittelgruppe sind die gesunden Extras, die Du täglich
in Deinen Plan einbauen kannst
132
Zu den gesunden Extras zählen Nüsse, reife Bananen, fette, salzige
Wurstwaren, Ketchup, anderes zucker- oder stärkereiches Obst wie
Mango etc. , Tofu/Sojaprodukte, hochwertige Öle, Hülsenfrüchte,
Reis, Vollkornnudeln al dente, Lowcarb Nudeln, Vollkorn Brot,
Vollkorn Brötchen, dunkle Schokolade ab 80% Kakaoanteil.
Gesunde Extras gibt es vier Stück nach Wahl am Tag für mich,
dabei sollten unter den vier Extras zumindest zwei unterschiedliche
Gruppen sein. Vielfalt ist gesund ☺ Hier sind Portionsgrößen für
mich wichtig, ich habe mir nach Gefühl meine eigenen Maße
entwickelt und verrate Dir, wie ich es bemesse. Wenn Du unsicher
bezüglich eines Lebensmittels bist – also wo Du es einordnen sollst –
schreib mir eine Email, ich helfe Dir.
Schau auch im 14 Wochen Programm nach, dort findest Du Links
mit Listen, wo Du nicht genannte Lebensmittel selbst einordnen
kannst.
Portionsbemessung bei den gesunden Extras
Nudeln, Reis, Hülsenfrüchte, Tofu, fette Fische, Nüsse messe ich mit
der Hand und nehme eine Hand voll als ein Extra.
Hochwertige Öle messe ich mit einem Teelöffel, zwei Teelöffel voll
ist eine Portion. Ganz genau nehm ich es da nicht, weil die Öle
gesund sind und ich mal mehr mal weniger brauche. Bei mir zählt
Butter auch zu den gesunden Sachen, das mag Dich erstaunen
aber auf meine Butter lasse ich nichts kommen. Für Ghee gilt das
gleiche.
Eine Scheibe Brot o. Brötchen bis 50 g ist eine Portion.
Bei Obst ist eine große Hand voll eine Portion.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Salami oder ähnliche fettere
Produkte sind ein Extra.
Bei dunklerr Schokolade ist 25 g
eine Portion
Gute Neuigkeiten für alle Brot und
Nudel Fans
133
Du kannst dank der Extras auch
normal 2 Scheiben Vollkorn Brot
oder zwei Vollkorn 50 g Brötchen
mit Flatrate Belag frühstücken, das
ist besonders praktisch, wenn Du in der Kantine oder auswärts isst
und keine Lust auf vorbereitetes Essen hast. Oder Du magst einfach
zu gerne Nudeln, dann gönn sie
sie Dir doch ruhig von den Extras.
Durch die einfache Bemessung und die Ergänzung mit so viel
Flatrate Futter wie Du möchtest, wirst Du nie hungrig sein und
trotzdem abnehmen. Ich empfehle diese Lebensmittel zwar nur in
Zusammenhang mit einem sportlichen Alltag
Alltag ( am besten direkt
nach einem intensiven Training).
Die letzte Lebensmittelgruppe in meiner Flatrate Diet sind die
„leckeren Nebensächlichkeiten“, die ich an Schlemmtagen esse
Dazu gehören alle Arten von Weißmehlprodukten, Zucker,
Geschmacksverstärker,
erstärker, Süßigkeiten, Fertigprodukte, Pizza, Lasagne
und Co. Also all die geliebten Dickmacher, die weder gesund noch
schlank machen aber einfach verführerisch schmecken. Diese
leckeren Nebensächlichkeiten sind unsere Freunde für
Schlemmtage,
e, ansonsten vermeiden wir sie ganz,
ganz wenn es möglich
ist oder erlauben uns maximal eine moderate Portion am Tag, und
diese möglichst früh am Morgen oder direkt vor oder nach
intensivem Training,, damit wir die vielen Kalorien auch schön
wieder verbrennen. Portionsgrößen
P
bei all diesen
Nebensächlichkeiten: die
d kleinste mögliche Menge. Ich helfe mir
dabei, indem
dem ich Süßigkeiten nur in kleinen Einzelmengen einkaufe,
zum Beispiel zwei Duplo für die Woche oder Kekse mit
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Portionsverpackungen. Ich kenne mich: Kaufe ich eine
Familienpackung, mache ich die auch leer! Auch hier betreibe ich
Schadensbegrenzung durch schlaues Einkaufen.
Verstehst Du in etwa, wie Du das Ernährungsprogramm zusammen
stellst? Zunächst sind da die Flatrate Produkte. Du kannst so viel von
denen essen, wie Du willst und die Zubereitungsmöglichkeiten sind
derartig vielfältig, dass Du eigentlich gar nichts anderes mehr
brauchst, um Dich lecker und gesund zu ernähren. Und all diese
Produkte musst Du nicht wiegen, messen oder sonstwas – Du kannst
Dich einfach nur auf Essen konzentrieren. Auf den Genuss. Ich
schlage Dir vor, erst Mal alle Deine Mahlzeiten mit den Flatrate
Produkten zu planen für jeden Tag und dann die Extras
nachträglich zu verteilen. Du kannst das aber machen wie Du
möchtest!
Deine Aufgabe:
134
Lege für sieben Tage Frühstück, Mittag und Abendessen sowie 1-2
Snacks fest. Nutze dabei bei jeder Mahlzeit Lebensmittel aus der
Flatrate Kategorie und verteile Deine vier Extras nach Deinen
Wünschen und Vorlieben auf den Tag. Du solltest 3-7 Mahlzeiten
am Tag haben, je nachdem, wie es in Deinen zeitlichen Ablauf
hinein passt.
Flatrate Lebensmittel oder gesundes Extra?
Ob ein Lebensmittel Flatrate ist oder nicht, hängt von einigen
Faktoren ab. Ich kann natürlich in der Lebensmittel Liste nicht alle
Lebensmittel der Welt aufführen, aus diesem Grund erläutere ich
Dir hier kurz, wie ich Flatrate Lebensmittel und gesunde Extras
voneinander unterscheide. Der Zuckeranteil / Kohlenhydratanteil
eines Lebensmittels sollte in der Flatrate Kategorie möglichst niedrig
sein, ich nutze dazu als groben Kompass übrigens die glykämische
Last eines Lebensmittels. „Glykämische Last“ (abgekürzt GL ) klingt
ja erst Mal nach Doktorsprache, ist es auch – es bedeutet schlicht
und einfach, wie stark ein Lebensmittel in einer üblichen Menge
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
verzehrt den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt d.h. im Umkehrschluss
sagt der GL, wie viel Insulin der Körper ins Blut schicken wird, um
den Blutzucker wieder zu senken.
Eine gute Liste zum Überblick findest Du beispielsweise hier
kostenfrei im Internet, zum Mitnehmen hatte ich gerade zu Beginn
meiner Umstellung immer dieses süße kleine Heft von Amazon
dabei , wo 500 Lebensmittel drin sind. Eine interessante Aufgabe zur
Recherche für Dich, wenn Du es noch nicht weißt: Finde den
Unterschied zwischen Glykämischer Last und Glykämischem Index
heraus. Warum beziehe ich mich auf die Last?
Gut, jetzt aber zurück zum Thema: was hat der GL mit Flatrate
Lebensmitteln zu tun?
135
Wenn die glykämische Last eines Lebensmittels unter 10 ist, dann ist
es für mich ein Flatrate Lebensmittel, bei einem GL zwischen 10 und
20 ein gesundes Extra und über 20 …eine leckere
Nebensächlichkeit. Doch manchmal habe ich Ausnahmen
gemacht. Ich finde Shakes trotz einer recht hohen glykämischen
Last gut und hilfreich zum Abnehmen, deshalb findest Du sie im
Flatrate Bereich. Andersherum sind auch Nüsse , Diabetiker
Eiscreme (mit Fruchtzucker) , Erdnussbutter niedrig in ihrer
glykämischen Last – und doch ein Extra.
Genau hier wird es schwierig – und einfach zu gleich. Mit meiner
Ernährungsumstellung habe ich ein Ziel verfolgt: ich wollte für mich
eine gesunde, machbare Ernährungsweise erschaffen, die ich für
immer verfolgen kann. Shakes beispielsweise haben in stressigen
Zeiten meine Ernährungsweise erst möglich gemacht, dank
Mahlzeiten binnen Sekunden die echt lecker sind! Deshalb wusste
ich: Shakes sind notwendig für mich. Nüsse oder Erdnussbutter, um
die Beispiele aufzugreifen, finde ich auch lecker, sie sind super
gesund aber ich will abnehmen. Ein Lebensmittel mit viel Fett, dass
ich ganz lecker finde – werde ich ohne eine feste Kontrollgröße a la
„1 Hand voll am Tag“ o.Ä. Maß halten können? Klar ist, 200 g Nüsse
am Tag haben circa 1200 kcal. Selbst wenn ich keine Kalorien zähle
weiß ich eine Sache ganz genau: die Bilanz ist die Bilanz. Das
bedeutet: die Flatrate Diet kann nicht zaubern, genauso wenig wie
ich. Um abzuspecken, muss ich weniger Energie mit meiner
Nahrung aufnehmen als ich durch meinen Grundumsatz plus
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
meine Leistung verbrauche. Ja, ich hoffe das enttäuscht Dich nicht
– aber Abnehmen funktioniert immer auf die gleiche Weise. Jeder,
der Erfolg hat, nimmt auf genau diese Weise ab – er verbraucht
mehr Kalorien am Tag, als er täglich zu sich nimmt.
Um dieses Ziel zu erreichen, ist das Zählen von Kalorien oder
Punkten oder was auch immer nicht notwendig. Es reicht, sich eine
Sache klar zu machen: wovon sind wir dicker als wir sein wollen?
Nun ja, von zu viel Brokkoli, Hähnchenbrust und Orangen sicher
nicht. Ehrlich, all diese Sachen haben ein Alibi, denn sie sind
gesund, haben wenig Energie, einen hohen Gehalt an positiven
Nährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe, Eiweiß zum Beispiel).
136
Wir sind zu dick geworden, weil wir die schlechten Sachen zu häufig
gegessen haben, das ungesunde Zeug wie Fertiggerichte,
Kantinenessen, Brot und Brötchen, Nudelberge mit fetten Soßen,
Süßigkeiten, Chips … ja, da haben wir die „Feinde“. Nicht zu
verschweigen: Bürosessel und Sofas. Die haben auch fett gemacht.
Weil sie uns magisch angezogen haben von Bewegung auf der
Arbeit und in der Freizeit abgehalten haben mit ihrer
Bequemlichkeit. Der Fernseher macht verdammt dick –
insbesondere das ziellose „Berieseln-lassen“ , wo wir auch im
Sekundentakt mit Werbebotschaften zu neuen Naschereien und
Konsumgütern besudelt und dann nervös irgendetwas zum
Knabbern suchen. Ja, Titten auf den Tisch – ich habe früher als 260
kg Gerät häufig sogar meine Mahlzeiten ganz nebenbei vor dem
Fernseher weg gefuttert und war danach genauso hungrig wie
vorher. Weil ich das Essen nicht mitbekommen habe. Genau das ist
mir jetzt wieder bewusst geworden und ich dachte, eigentlich fehlt
dieser Aspekt in der Flatrate Diet.
Nun gut, kurz zusammen gefasst bedeutet das: such in Deinem
Leben nach Deinen tatsächlichen Lastern. Ich meine nicht nur die
emotionalen Leichen im Keller, die unbedingt verarbeitet werden
müssen – nein, auch die ganz alltäglichen Laster, die Dinge, die
Dich persönlich wirklich dick machen. Wann und wo futterst Du zu
viel? Welche Sachen isst Du dann? Wie gesund sind die Sachen?
Du bist einfach an der Reihe, Deine eigene Einteilung – das
Feintuning – selbst zu erledigen. Zwei Beispiele aus unserer Abnehm
Engel Gemeinschaft sollen Dir noch mal verdeutlichen, warum eine
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
persönliche Detailanpassung so verdammt wichtig ist.
Obst futtern – ein zweischneidiges Schwert
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Schauen wir uns zunächst C. `s Essproblemchen an. Sie hat „nur“ 12
kg zu viel und möchte die schon seit einer ganzen Weile loswerden.
Sie hat schon acht Kilo geschafft seit der Hellweek Aktion , die wir
gemeinsam im Juni gestartet hatten. Ihre „alten“ Feinde waren
Süßigkeiten und Chips vor dem Fernseher. Über Monate hat sie sich
einen vernünftigen Umgang mit diesen Lastern angewöhnt – das ist
soweit prima. Nun steht sie vor einem anderen kleineren Laster: sie
isst den ganzen Tag Obst. In großen Mengen. Mit ihrem
Einverständnis darf ich Euch sagen, welche Mengen sie mir in der
letzten Mail schrieb „nach dem Frühstück habe ich drei Bananen
gegessen, eine Hand voll Clementinen und vor dem Mittag zwei
Äpfel und noch eine Banane. […] Ich wollte nur ein Stück Ananas
[…] habe die halbe Frucht gegessen, nachmittags eine Kiwi. […]
abends noch zwei Orangen, ein Apfel vor dem Fernseher nach
dem ich zum Abendessen die heißen Früchte gemacht hatte aus
Deinem Blog.“
Sicher sind das sehr gesunde Snacks, mit einem Haken, der gern
von den Gesundheitsfanatikern unterschlagen wird: Fruchtzucker
liefert zwar gleich viel Energie (Kalorien) wie der übliche
Haushaltszucker, wird aber vom Körper lieber in Fett umgewandelt
weil es für den Körper einfacher ist - während der Einfachzucker als
schnell verfügbare Energie direkt verbraucht wird. (Klar, Bewegung
ist auch dazu notwendig). Ein interessanter Bericht ist bei Focus
Online dazu zum Nachlesen.
Bedeutet das jetzt, Obst ist gar nicht gesund?
In Maßen ist Obst prima durch seine hochwertigen Nährstoffe –
deshalb habe ich zuckerarme bzw. besonders nährstoffreiche
Obstsorten in meinen Flatrate Plan gepackt. Für mich selbst messe
ich Obst übrigens nie – auch Ananas, Orangen etc. nicht, die bei
den Extras untergebracht worden sind. Warum? Ich schaffe es,
über diese Lebensmittel eine natürliche Mengenkontrolle zu legen –
ich esse davon nicht zu viel. Hab ich damals als ultrafette Frau nicht
gemacht, heute tue ich das auch nicht. Für mich bedeutet das:
über alles, worüber ich Kontrolle habe, lege ich keine
Beschränkungen. Das macht den Plan für mich einfacher.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
C. hat nun festgestellt, dass Obst generell für sie schwierig zu
kontrollieren ist und die Zuckermenge, die sie sich täglich durch die
Obstmengen gönnt, hindern sie daran, weiter Gewicht zu verlieren
obwohl sie sich bewegt und ansonsten nach der Flatrate Diet
ernährt mit viel Gemüse und fettarmem Eiweiß. C. hat nun Obst
komplett als Extras in ihrem Plan mit Ausnahme von Äpfeln und
Beeren. „An apple a day keeps the doctor away..“ – zu deutsch:
„Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern“ – daran glaube ich. Und
nach drei Wochen mit viel zu vielen Äpfeln am Tag wird sie
automatisch aufhören, die Dinger in großen Mengen zu futtern. Für
Beeren gilt der extrem niedrige Zuckergehalt trotz des süßen
Geschmacks als Argument, sie nicht aus der Flatrate zu streichen –
und der hohe Anteil an sekundären Pflanzenstoffen, die vielfältige
schützende, verjüngende und glücklich machende Wirkungen
haben sollen.
Was bedeutet das für Dich?
138
Wenn Du bei 1-2 normal großen Obstportionen am Tag liegst (z.B. 2
Stücke Obst) und diese natürlicherweise nicht überschreitest,
brauchst Du Obst nicht als Extra zählen egal welche Sorte Du nun
aussuchst. Mach Dir also keine Gedanken darüber, wenn eine
neue Obstsorte Deine Bahn kreuzt – genieß einfach, was Dir
begegnet. Wenn Du Gefahr läufst, den Obstschrank täglich leer zu
futtern, solltest Du ein neues Verhältnis zu den Verzehrmengen
lernen und Obst – bis auf genannte Ausnahmen – als Extra
betrachten. Denk immer daran: wir verändern mit dieser
Umstellung unser Leben, unser Verhalten auf eine Weise, die uns
erlaubt, immer weiter abzunehmen bis wir am Ziel sind und dort
dann unser Gewicht zu halten. Weil wir uns die Mühe machen,
neues Verhalten zu lernen.
„Ich esse vier Schnitzel zu Mittag“
Das zweite Beispiel ist S. – sie hat den Wunsch, bis September
nächsten Jahres 45 Kilo abzunehmen und ihre große Schwäche ist
tatsächlich Fleisch. „Ist doch Flatrate, wo ist denn das Problem?“ –
magst Du denken und genau hier passiert das gleiche, wie bei C.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
im ersten Beispiel. Was für mich schon immer einfach war, fällt ihr
schwer: sie braucht riesige Portionen. Wirklich riesig. Sie musste als
Kind immer aufessen, auch Sachen die sie nicht mochte, und die
Portionsgrößen waren scheinbar nicht kindgerecht. Oder sind zwei
normal große Schnitzel eine normale Portion für 7-jährige? Ich weiß
es nicht, in dem Alter war ich schon zu dick und bekam ja eher „Iss
dies nicht, iss das nicht!“ zu hören. Heute isst S. manchmal 3 oder 4
Schnitzel plus die Beilage, sie ist traurig darüber und ärgert sich über
sich selbst. Doch wenn da nur ein schönes Stück Fleisch auf dem
Teller liegt, bleibt sie hungrig nach mehr. Paniert liebt sie Fleisch
noch mehr – und wir alle wissen – Panade ist meist aus
Brötchenkrümeln und getränkt in Fett, weil Du es sonst nicht
gescheit braun gebrutzelt kriegst. Sie ist so frustriert über ihr
Mengenproblem, dass sie nach dem Essen Gelüste bekommt auf
Süßes. Ja, auch S. ist ein emotional eater, so wie ich. Frust = Hunger.
139
Wir haben uns zusammen gesetzt und für sie überlegt, wie ihr
Mengenproblem mittelfristig in den Griff zu bekommen ist. Eine
Schnell Lösung gibt es nicht, nur jemand Dünnes ohne Erfahrung als
Mensch mit Essproblemen würde sagen „Iss einfach weniger“. Oh
man, wie oft ich so einen Satz in meinem Leben schon gehört
habe. „Iss einfach weniger“. Bin ich ja selbst noch gar nicht drauf
gekommen – manchmal kann man nur den Kopf schütteln über die
pseudo hilfreichen Hinweise, die die Welt über einen zu dicken
Menschen ausgießt.
Für S. haben wir aus diesem Grund feste Maße für eine Portion
Fisch/Fleisch festgelegt, auch für die mageren Sorten. Dabei liegt
eine Portion für sie bei 350 g pro Mahlzeit – sie ist also immer noch
wirklich groß. Wenn Du selbst eine Ausgangsgröße brauchst, weil
Du auch mehrmals wöchentlich große Portionen Fleisch
verschlingst, solltest Du bis 100 kg etwa 250 g pro Mahlzeit an
magerem Eiweiß (Fisch, Fleisch, Quark, Hülsenfrüchte…) einplanen,
bis 150 kg 300 g und wenn Du noch ein Super Schwergewicht bist,
wie ich damals, darf es auch etwas mehr sein. Die Portionsgrößen
entsprechen ungefähr meinen Portionen je nach Gewichtsstand.
Ziel ist es natürlich, langfristig die Portionsgröße auf ein normales
Maß von etwa 200 g pro Mahlzeit zu bringen – dabei spreche ich
hier über den alltäglichen Konsum. Wenn Du nur ab und zu nicht
genug bekommst (grill mir Steaks, dann geht es mir auch so) ist da
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
absolut keine Aktion erforderlich. 200 g sind beispielsweise eine
recht große Hähnchenbrust, so als Anhaltspunkt.
Was bedeutet das für Dich?
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Bei einigen von uns ist das Gefühl für eine Portion über die Jahre
verloren gegangen oder wir wurden nie gelehrt, was eine normale
Portion ist. Ich dichte mir auch gar nicht an, das zu bewerten, ich
esse sicher auch von einigen Dingen immer noch zu viel. Meine
Gemüseportionen sind riesig – beispielsweise Prinzessböhnchen
esse ich meist 600 g und dann bin ich erst sehr happy. Das ist
jedoch „Jammern auf hohem Niveau“ denn das „Rückfallrisiko“ ,
also im Grunde dass ich wieder zunehme durch die grünen
Bohnen, ist sehr gering. Diese Menge an Gemüse liefert weniger
Energie als eine Hand voll Nüsse – um mit Bohnen fett zu werden,
müsste ich wohl 8 kg davon am Tag verzehren und das wird mir
nicht gelingen. Daraus folgt: über meine Sucht nach feinen
Prinzessböhnchen und auch Brokkoli mache ich mir keine
Gedanken, kaum Energie, hoher Nährstoffgehalt = lebenslang
okay für mich. Gleichermaßen könnte ich aber auch schon meine
400 g Schokolade am Tag wegziehen. Da sieht die Sache dann
anders aus. Die Milka Toffee Nuss – kennst Du die? Ganz große
Liebe. Für meine Schokoliebe musste ich einen neuen Bezug zur
Portion herstellen und es gelang mir einfach nicht, nur zwei drei
Stückchen am Tag zu essen. Also kontrolliere ich die Portion, in dem
ich die Verfügbarkeit des süßen Verführers einschränke: gibt’s nur
am Schlemmtag im Haus, ich mache sie nicht allein auf und wenn
ich davon etwas zu viel esse, macht es nichts. Im Durchschnitt über
die Woche schaffe ich es, den Schokoladenkonsum zu senken. Ja,
im Schnitt sind es nur 2-3 Stückchen am Tag. Auch das macht mich
in Zukunft nicht wieder fett.
Genau so solltest Du auch denken: klopf Dein Essverhalten ganz
logisch ab, schau Dir Deine Feinde an und finde eine Möglichkeit,
die Portionsgrößen zu regulieren. Bei „Freunden“ , also
beispielsweise einer Sucht nach Salatgurken oder Kürbis , lass
Deiner „Sucht“ freien Lauf denn sie hat Dich nie dick gemacht und
wird das auch nie tun.
Ein romantischer Fernsehabend mit Rüdiger – so wirst Du
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
hartnäckige Laster los
Bei besonders hartnäckigen Lastern solltest Du unbedingt
schrittweise „auf Entzug“ gehen. Angenommen Du möchtest
aufhören, vor dem Fernseher zu naschen. Dann sitzt ein
unerkannter Feind mit Dir vor der Glotze: Dein innerer
Schweinehund. Meiner heißt ja Rüdiger, wie Du weißt. Der Rüdiger
ist dressiert und sobald Du Deine Serie guckst oder die Werbung
kommt, flüstert er Dir im Inneren, was Du jetzt alles Essen könntest.
Werbespots zu neuen Süßigkeiten usw. helfen auch nicht gerade.
Da sabbert der nahezu, lechzt nach Knabbereien.
141
Jetzt willst Du die Futterei vor dem Fernseher lassen und hast nichts
in Griffweite. Rüdiger fängt an, im Inneren auszurasten. Beständig
fordert er, Du verweigerst Dich ihm. Drei Mal, fünf Mal. Dann wirst
Du schwach. Wie ferngesteuert folgst Du ihm zum Kühlschrank, zum
Süßigkeitenschrank – wo auch immer Deine Leckereien versteckt
sind, und kommst mit Deiner Beute zurück. Frustriert. Du fühlst Dich
als wärst Du nicht ganz dicht. Willst abnehmen aber kannst einfach
nicht aufhören Dinge zu essen, die schlecht für Dich und Dein Ziel
sind. Selbstvorwürfe , Frust. Und, was macht Rüdiger? Der ist
nämlich auch ein ausgezeichneter emotionaler Esser? Er schickt
Dich noch mal zum Futtertrog, um Nachschub zu holen.
Jetzt stellen wir uns vor, Du weißt bereits, dass sich mit Dir auf der
Couch immer Rüdiger rumdrückt. Und dass er essen will vor dem
Fernseher. Dass er wütend und penetrant wird, wenn er nicht
bekommt, was er jahrelang, vielleicht Jahrzehnte, gewohnt ist.
Mach ihm etwas zu Essen, von vorne herein. Das ist mein ernst.
Natürlich gibt es weder Chips noch Schokolade, gönn Dir und
Rüdiger eine echte Gesundheitskur. Geschnittenes Gemüse,
vielleicht noch ein schöner Apfel, klein geschnitten – das wird Euch
beiden wirklich gut tun. Ein oder zwei Wochen erlaubst Du Euch
zwei ein TV Detox Programm vom Feinsten, nur das beste Gemüse
kommt auf den Teller. Ihr zwei werdet Euch umgewöhnen, und
gleichzeitig immer weniger vor dem Fernseher knabbern weil die
neuen Knabbereien keine Geschmacksverstärker, Vanillin,
Farbstoffe und andere Süchtigmacher enthalten, die Euch zwei
immer wieder in die Packung greifen lassen.
Wenn ihr zwei das Gemüse Knabbern drauf habt, dann solltest Du
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Euch noch mehr Entgiftung vor dem Fernseher gönnen –
beispielsweise mit einer Aromakerze mit Vanille (stoppt Heißhunger
bei vielen Leuten) , die Du beim Fernsehen an machst. Ich stehe
total auf Yankee Candles [die bekommst Du hier] in tollen Sorten
wie Almond Cookie (Mandel Keks) oder Strawberry Buttercream
(Erdbeer Buttercreme) . Romantik mit Rüdiger, das ist doch mal was
☺ Verkleinere schrittweise die Knabberportionen an Gemüse – und
wenn Du nicht der einzige Mensch auf der Couch bist, der mit
Rüdiger gerade ein romantisches Abspeck Coaching macht, dann
bitte ggf. die anderen Wohnzimmerbewohner, zu Deiner
Unterstützung und für ihre eigene Gesundheit auch Gemüse zu
futtern oder ihre Chips in der Werbepause in einem anderen Raum
zu essen. Damit verhält es sich ähnlich, wie mit Rauchen auf dem
Balkon. Es macht, dass im Schnitt weniger geraucht / gefuttert wird,
weil der Ortswechsel eine Sache ganz klar vor Augen führt: die
absolute Sucht, die sich dahinter verbirgt. Schrittweise kannst Du
mit einem guten Plan jedes Laster, dass Dich dick macht (oder
auch anderweitig in Deinem Leben stört) besiegen. Du bist endlich
wieder der Boss und Rüdiger – oder wie auch immer Du Deinen
Schweinehund nennst – ist nicht mehr der heimliche Chef von Dir.
Selbst auf die Gefahr hin, mich zu widerholen: mach Dir also Deine
Flatrate Diet selbst, in dem Du Deine Schwächen herausfindest und
überlegst, wie Du sie ganz praktisch in den Griff bekommen kannst.
Eine gute Planung ist dauerhafter Erfolg ohne Mühe! Das lohnt sich!
Trink, Baby, Trink
Nur wenn Du genug trinkst, ist Dein Körper in der Lage Fett zu
verbrennen. Ich mache da jetzt gar kein großes Kapitel draus, ich
möchte es aber auch nicht komplett auslassen – genug Wasser zu
trinken ist mir früher wahnsinnig schwer gefallen und ich habe
festgestellt, wie sehr es meine Lebensqualität und meine Haut
verbessert hat, dass ich seit 2007 ausreichend viel trinke pro Tag. Ich
gebe Dir hier keine Literzahl vor, denn die ist unter anderem
Abhängig von Deinem Gewicht, eventuell bestehenden
Krankheiten und Deiner körperlichen Aktivität. 30-60 ml pro Kilo
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Körpergewicht am Tag wird von der Deutschen Gesellschaft für
Ernährung e.v. empfohlen; wobei die 30 ml das Mindestmaß an
Flüssigkeit darstellen, die 60 ml für stark sportlich aktive Menschen
ein oberer Grenzwert sind.
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Hauptsächlich solltest Du Wasser, ungesüßten (zuckerfreien) Tee
und sehr stark verdünnte Saftschorlen trinken (maximales Verhältnis
1 Teil Saft, 2 Teile Wasser). Trinken ist nicht nur gesund, es schützt
Dich auch vor Heißhunger. Ein kleiner Trick aus meiner Anfangszeit:
trage Deine Wasserflasche überall mit hin. In der Handtasche
beispielsweise. Wenn Du wo sitzt, pack sie heraus, am besten auf
den Tisch vor Dir – und trink häufig kleine Schlucke. Eine konstante
Versorgung mit Flüssigkeit ist gesünder und gleichzeitig einfacher zu
bewerkstelligen, als literweise auf einmal herunter zu schlucken.
Probiere mit unterschiedlichen Getränken herum, bis Du etwas
findest, was Dir angenehm trinkbar erscheint. Manchmal ist es nur
die falsche Temperatur , zu viel oder zu wenig Kohlensäure, das
falsche Wasser (jawoll, die schmecken unterschiedlich!) – such Dir
etwas, was Du sicher trinken kannst. Wenn dazu eine kleine Menge
beigemischter Saft notwendig ist, kannst Du einen natürlichen
Apfelsaft ohne Zusätze nehmen, der zählt wie eine Frucht.
Limonaden-Probleme? Cola süchtig?
Oft werde ich nach kalorienarmen Limonaden großer Hersteller
gefragt, die damit werben – Null Zucker, voller Geschmack. Ich bin
kein Fan von künstlichen Getränken, auch die Mineraldrinks
kommen mir nur selten in den Becher – klares, reines Wasser macht
mich glücklich. Ob man mit Cola und Co. auch abnehmen kann,
habe ich noch nicht ausprobiert. Auch von Süßstoff bin ich kein Fan
– er ist in den Shakes und ich nehme ab, also denke ich, er ist zwar
nicht gesund aber das Abspecken funktioniert trotzdem prima. So
lautet also auch meine Antwort zu den light Limonaden: ich
empfehle sie nicht, ich glaube aber, es ist besser als nicht
ausreichend zu trinken wenn Du Dir die gönnst.
Wichtig ist also, dass Du ausreichend trinkst. Was Du ganz genau
trinkst, also ob große Mengen Farbstoffe, Süßstoffe und wer weiß
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
was für Dich in Frage
kommt oder nicht,
das entscheidest Du.
Es ist Deine
Gesundheit.
Abnehmen klappt
auch mit dem
Sauzeugs denk ich ☺
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Falls Du Dich doch
abwenden willst von
den
n süßen Limos,
gehe hier schrittweise vor. Reduziere eine Woche lang Deine
Menge Cola um 5-10%.
10%. In der Folgewoche reduzierst Du um
weitere 10% …nach und nach entziehst Du Dir also die unnütze
„Droge“ und bist bereit für natürliche Getränke. Da ich weiß, der
de
ein oder andere versteht meine Prozentangaben nicht, mache ich
Dir ein konkretes Beispiel.
Angenommen Du trinkst aktuell einen Liter Cola am Tag. Das sind
1000 ml. 10% davon sind 100 ml – das bedeutet, in Woche 1 trinkst
Du statt einem Liter der braunen Soße nur noch 900 ml. In der
darauf folgenden Woche trinkst Du nur noch 800 ml und so weiter.
Am Beispiel von einem Liter am Tag brauchst Du dann 10 Wochen
um „clean“ zu werden – das wird Dir viel leichter fallen als von
heute auf morgen das Getränk in die Ecke zu stellen.
Nachwort zum Ernährungskonzept
Ja , ich gebe es zu, an dieser Stelle mache ich Dir ein bisschen
Arbeit. Es wäre sicher weitaus einfacher, wenn Du hier vorgefertigte
Pläne finden würdest. Wenn Du es Dir einfach machen willst, nutze
einfach
ch meine zwei Beispieltage von früher und heute, modifiziere
die ein wenig nach Deinen Geschmacksvorlieben und schon bist
Du fertig. Hand aufs Herz: Die
Die Arbeit an Deinem eigenen Plan lohnt
sich. Ja, es kostet Gehirnschmalz, ja,
ja Du bekommst es nicht
vorgekaut, ja,, es macht ein bisschen Angst, weil Du plötzlich
lötzlich selbst
laufen sollst!
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Doch das wird Dir auf die lange Sicht Deinen Erfolg garantieren.
Nur Du spürst, wenn sich Abläufe, Vorlieben, gesundheitliche
Voraussetzungen in Deinem Leben ändern und der eine oder
andere Punkt im Plan nicht passt. Wenn Du weißt, wie Du einen
Plan erstellst, kannst Du ihn ändern. Du kannst die Schalter immer
wieder auf Erfolg umstellen, egal was das Leben mit Dir macht. Ich
erinnere mich an die Wüste: Was hilft Dir dort mehr? Jemand, der
Dir einen Eimer Wasser bringt oder jemand, der Dir hilft, eine
Wasserleitung zu bauen? Für den Moment ist der schnell gelöschte
Durst mit dem Eimer Wasser sicher die Lösung, aber auf Dauer?
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Wäre es nicht schön, wenn Du in der Lage wärst, Dir selbst das
Wasser zu reichen? Es liegt also keineswegs an Faulheit, dass ich Dir
hier nichts Vorgekautes hinschreibe – im Gegenteil, es wäre weitaus
zeitsparender, Dir hier einfach die Pläne vor den Latz zu ballern a la
„Friss oder stirb“, wie Du es aus vielen Büchern gewohnt bist. Noch
ein wenig Blabla aus Studien und wissenschaftlichen
Abhandlungen reingeklatscht und das war es dann. So läuft das
hier bei mir nicht, ich habe mir zur Aufgabe gemacht, Dir bei
Deinem Wunschziel schlanke Figur zu helfen, ernsthaft. Du hast zwar
ein modernes elektronisches Produkt gekauft, ein ebook – Du hast
aber vor allem ein ehrliches Werk gekauft, ein Werk in dem
Schweiß, Blut und Tränen von mir drin stecken. Und das Dir eine
Frau schreibt, die zehn Jahre lang mit Seminaren ihr Geld verdient
hat und eine Sache weiß: wirkliches Lernen ist nur dann möglich,
wenn es selbst erarbeitet wird.
Wenn Du wirklich sagst: Hey, ich möchte ausrechnen, wie viel
Gramm ich vom Eiweiß essen muss – einfach nur fürs gute Gefühl,
dann lege ich Dir Jons Buch ans Herz. Das bekommst Du hier und
die Investition lohnt sich genau dann, wenn Du mehr Vorschriften
für Deine Ernährung haben willst. Er ermittelt die Menge an Eiweiß
täglich an Hand des Körpergewichts. Es ist hilfreich für alle die, die
gern rechnen und sich viel Sicherheit wünschen – aber es ist auch
nicht notwendig, immerhin nehme ich seit Jahren mit der Flatrate
Methode ab, OHNE mein Essen auszuwiegen.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Schau mein
in Ergebnis an, meinen
Vorher-Nachher-Vergleich.
Vergleich. Das Bild
rechts zeigt mich etwa mit 22 Jahren.
Ich sehe aus wie 40! Das Bild links mit
dem Bambi Shirt zeigt mich jetzt, mit 33
Jahren. Die Flatrate Diet macht nicht nur
schlanker, sie macht jünger, aktiver. In
meinen Videos werde ich sehr oft auf
unter 25 geschätzt weil die gute
Ernährung und Bewegung tolle Haut
macht und Lebensfreude bringt. Endlich
nicht mehr zählen, endlich essen ohne
schlechtes Gewissen. Die längste Zeit
habe ich mit den Flatrates abgenommen
abgenommen und auch in meiner AZTD
Zeit (Jons Konzept) habe ich die Mengen nicht ausgerechnet weil
ich ohnehin durch den Sport andere Mengen brauchte. Rechnen
ist doch nervtötend – oder sehe das nur ich so? Da kann ich ja
gleich Punkte zählen. Selbst die Extras zähle ich schon lange nicht
mehr, ich habe die richtige Menge im Gefühl und unter uns: Kommt
K
auch auf eine Kleinigkeit mehr oder weniger nicht an.
Ich finde es wahnsinnig wichtig, ein Gefühl für das Essen und die
richtigen Portionsgrößen unterschiedlicher
unterschiedliche Lebensmittel zurück zu
gewinnen und ein natürliches, normales Essverhalten mit gesunden
Lebensmitteln zu entwickeln. In unserer Überflussgesellschaft sind wir
es überhaupt nicht mehr gewohnt, Mengen zu kontrollieren,
insbesondere die „billigen“ Güter wie Nudeln oder Reis. Wenn ich
daran denke, wie viel ich als Kind und in der ganzen Zeit meines
unendlichen Übergewichts davon in mich hinein geschaufelt habe,
wird mir schlecht. Aus meiner Geheimakte kennst Du vielleicht den
Text „Deine Eltern werden kotzen“ und genau den füge ich Dir hier
noch Mal ein, als kleine Erinnerung daran, was die Flatrate Diet so
unschlagbar macht und warum sich rechnen nur lohnt für die
„Extras“ und „Nebensächlichkeiten“ und nicht unbedingt für den
Eiweißkonsum.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Deine Eltern werden
den kotzen
„Was auf den Tisch kommt, wird
gegessen. Wenn Du nicht aufisst, wird
morgen schlechtes Wetter. Blablabla.“
Kennste solche Sätze aus Deiner Kindheit
oder erzählst Du selbst oft solchen Mist?
Was ich Dir jetzt sage, wird
rd Deine Eltern
vielleicht zum Kotzen
otzen bringen. Oder
wenn Du selbst Kinder hast, wird es Dich
zum Umdenken bewegen, wenn Du bei
Verstand bist.
Was meine einfache und gesunde
Ernährungsform nicht täglich erlaubt, ist
konservative Küche, wie wir sie von
unseren Eltern möglicherweise gelernt
g
haben.
147
Es gibt immer Kartoffeln, Nudeln, Reis
dazu Fleisch oder Fisch und kombiniert
mit etwas Gemüse. Es gibt morgens und abends Brot oder
Brötchen mit Belag.
Also im Grunde gibt es in der spießigen Küche ständig
Kohlenhydrate, denn hinter Nudeln, Reis, Brot und Co.
Verstecken sich Kohlenhydrate. Die Kohlenhydrate werden
häufig in großen Mengen gegessen und gleichzeitig fehlt die
körperliche Bewegung, um diesen schnellen
Energielieferanten wieder aus unserem Blut zu befördern.
Dabei hat sich auch der Trend zur inaktiven Freizeit deutlich
gesteigert. Ich wette Du schaust eine Menge Fernsehen, sitzt
vor dem Computer und nutzt Deinen Körper nur wie ein
Gefäß, in dem zufällig Dein Gehirn drin steckt um es zwischen
Couch, Kühlschrank und Schule, Arbeit, Uni komfortabel hin
und her zu befördern.
Mich erinnert der Lebensstil, den ich selbst mit meinen 260 kg
gelebt habe, an den Film Mars Attacks, wo die Köpfe von
Pierce Brosnan und Sarah Jessica Parker in riesigen Gläsern
steckten und herum getragen wurden.
wur
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148
Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
So habe ich quasi gelebt. Ich war 12 Stunden oder länger auf
meiner Arbeit als Kommunikationstrainerin, wo ich mein Geld
mit geistiger Leistung verdiente. Körperliche Anstrengung war
nicht nötig. Dann ging es ab nach Hause und dort habe ich
eine schöne große Portion Nudeln oder Kartoffeln mit Fleisch
und Gemüse gegessen und zwar vor dem Fernseher und bin
zwei Stunden später ins Bett gegangen. Tagsüber habe ich
wegen Stress kaum gegessen und manchmal auch nicht
genug getrunken, ab und zu zwischendurch Schokoriegel,
Brötchen oder Muffins gefuttert, möglichst schnell damit es
keiner sieht. Ich war ein Fettsack, ich sollte lieber nicht essen
habe ich immer gedacht. Wegen Abnehmen und so. Das
ganze soziale Gedöns von wegen „Ja ich will ja, ich ess auch
gar nicht so viel, hab nur schwere Knochen und ne
Drüsenstörung“. Jaja, die meisten Leute sind nun mal einfach
zu fett, weil sie falsch gelebt haben, die Ausreden werden
dadurch aber nicht minder kreativ! Ich war da keine
Ausnahme, immer auf das ordentliche Bild nach außen
bedacht. Wer ein guter Fettsack ist, will abnehmen. Selbst
wenn er nicht will, aber offiziell eben. Fettige Pressearbeit im
Grunde, für die gaffende Horde der Gesellschaft, die mit dem
Finger auf Dicke zeigt.
Manchmal war mein Hunger so groß, dass ich mir sogar
heimlich auf der Toilette Schokolade reingezogen habe. Oh
Gott, ich kotze ja bei dem Gedanken an das stinkende
Örtchen als Essensplatz.
Das war mein Leben. Kohlenhydrate im Überfluss kombiniert
mit Bewegungsmangel und Verdrängung.
Wie verdammt fett mich das gemacht habe, weißt Du doch.
Ich habe immer wie ein braves Kind meinen Teller leer
gegessen, die Mahlzeit war nur komplett mit Nudeln,
Kartoffeln und Co. Weil ich es so gelernt hatte.
Wenn Du ernsthaft schlank werden willst, dann wirst Du Dir
folgende neue Frechheiten für Dein eigenes Wohlergehen
erlauben
1. Leg die Gabel weg, wenn Du satt bist. Egal was noch auf
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
dem Teller ist. Du isst es nur, wenn Du darauf bestehst, es
hinterher als Fett an Deinem Bauch, Arsch oder sonstwo
wieder abnehmen zu müssen.
2. Hör auf damit, ständig Brötchen, Nudeln und Reis etc. in
Dich hinein zu stecken als seist Du ein Leistungssportler um
Dich dann wie ein Hochleistungsweichei gemütlich irgendwo
herum zu drücken statt die Scheiße wieder raus zu schwitzen.
Entscheide Dich mal: Entweder isst Du wie es auf den Tisch
kommt mit den ganzen Kohlenhydraten und reißt Dir danach
Deinen Arsch auf oder Du isst vorrangig Gemüse, Obst, Nüsse,
fettarmes Eiweiß aus Milchprodukten, Fleisch, Soja,
Hülsenfrüchten etc. und kannst eine ruhigere Kugel schieben.
Ey, ich mein damit immer noch nicht Rumliegen und
Nichtstun!
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Wenn Du noch zuhause wohnst, gestaltet sich die Sache
schwieriger. Vielleicht werden Deine Eltern kotzen—gib ihnen
einfach diese Seite zu lesen damit sie wissen, warum Du in
Zukunft ein etwas größeres Stück Hähnchenbrust kriegst und
bei Nudeln, Reis und Co. maximal eine Hand voll am Tag
brauchst. Basta!
Anpassungen für Vegetarier
Auch wenn ich aus evolutionärer Sicht eine rein vegetarische
Ernährung nicht unbedingt persönlich günstig finde, verstehe ich
viele der Gründe, sich für eine solche Ernährungsform zu
entscheiden. Wenn Du Dich vegetarisch ernährst, wirst Du mit dem
Flatrate Konzept keine Probleme haben wenn Du Eier und Fisch
tolerierst. Solltest Du auf Fisch auch verzichten, braucht Dein Plan
eine kleine Änderung – und zwar wird automatisch Tofu zu einem
Flatrate Produkt. Der erhöhte Fettanteil von Tofu hat mich dazu
bewogen, ihn für meine Ernährung in die „Extras“ zu schieben weil
ich genügend tierische Eiweißquellen mit deutlich weniger
Fettanteil zur Verfügung habe. Du hast keine Wahl, deshalb ändere
das: Tofu und Soja sind für Dich als fischmeidenden Vegetarier in
Ordnung. Auch Hülsenfrüchte solltest Du in die Flatrate Fraktion
schieben. Ich habe sie unter Extras, weil sie nach neueren
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Erkenntnissen nicht sehr gesund sind (Steinzeit Ernährung als
Stichwort) aber sie sind gute Eiweißquellen, wenn Du auf die
anderen Möglichkeiten bewusst verzichtest. Also raus damit aus
den Extras und hinein in die Flatrate Abteilung. Wenn Du absolut
vegan lebst und damit auch Milchprodukte und Eier komplett
ablehnst, kannst Du Dir gut mit Sojadrinks , Soja Protein Shakes und
Sojamehl helfen, um lecker und abwechslungsreich zu essen.
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Anpassungen für Diabetiker
Diabetiker sollten mit dem Flatrate Konzept gut leben können. Der
Blutzuckerspiegel bleibt niedrig und konstant und meine Mutter, die
Typ 2 Diabetikerin ist, hat seit der Anwendung sogar unauffällige
Langzeit Zucker Werte. Du solltest aber gut eingestellt sein mit
Deinen Medikamenten und in den ersten Wochen der Umstellung
häufiger Deine Werte prüfen. Oft wird die Medikation abhängig
von der Ernährung eingestellt und wenn Du plötzlich viel weniger
Zucker zu Dir nimmst, wird es ggf. notwendig, Deine Medikamente
anzupassen. Ich bin keine Ärztin und empfehle Dir daher auf jeden
Fall, Deine Ernährungs- und Lebensumstellung mit Deinem
behandelnden Arzt abzustimmen. Sicherheit geht vor!
Anpassungen für Menschen mit erhöhten Cholesterin Werten
Ja, ich esse sehr viele Eier in der Woche. Seit Jahren. Und mein
Cholesterin Wert ist mehr als vorbildlich. Seit Jahren. Meine
Ernährung ist mit angenehmen Portionen von Fleisch und Fisch, ich
esse gern Butter und dennoch ist alles im Lot. Wenn Du unter einer
Fettstoffwechselkrankheit leidest, solltest Du die Umstellung ggf. mit
Deinem Arzt besprechen. Grundsätzlich solltest Du das Flatrate
Programm so machen können, wie ich es gestaltet habe – es sind
viele gute Fette enthalten und sehr viele Ballaststoffe über das
Gemüse, dabei wenig Kohlenhydrate, die indirekt dafür sorgen,
dass Dein Cholesterin Spiegel ansteigt. Dennoch : Sicherheit geht
vor, sprich mit Deinem Doc oder besuche zumindest in den ersten
Wochen der Umstellung häufiger die Blutkontrolle. Es ist Deine
Gesundheit, um die es geht.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Anpassungen für Allergiker
Die Mengen an Laktose und Gluten in den Flatrate Lebensmitteln
sind gering, da es wenig Getreide gibt und die verwendete Milch
durch laktosefreie Produkte ersetzt werden kann. Für die Vielfalt an
Lebensmittelallergien gibt es natürlich keine Patentlösungen, im
Zweifelsfall frage Deinen Arzt oder mich über unser Forum , es gibt
immer eine Möglichkeit. Der Vorteil vom Flatrate Konzept liegt ja in
dem, was eigentlich dahinter steht: Ich mache mir meine Welt.
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Anpassungen für Schwangere und Stillende
Grundsätzlich sind meiner Meinung nach die
Ernährungsempfehlungen der Flatrate Diet für schwangere Frauen
und stillende Mamis gut umsetzbar, da die meisten ungeeigneten
Lebensmittel nur in kleinen Mengen als „Extras“ oder
„Nebensächlichkeiten“ konsumiert werden. Doppelt wichtig für
Schwangere und Stillende ist es, möglichst frische Lebensmittel zu
essen und dabei Obst und Gemüse sehr gründlich vor dem rohen
Verzehr zu waschen und wenn möglich, die Schale zu entfernen
um Schadstoffbelastungen / Belastungen mit Keimen usw. zu
vermeiden. Ich bin ein großer Fan von Eiweißshakes, empfehle aber
den Verzehr mit dem jeweiligen Arzt abzuklären und unbedingt das
konkrete Produkt mit zur Beratung zu nehmen. Der erhöhte
Eiweißbedarf in Schwangerschaft und Stillzeit sollte auf jeden Fall
gedeckt werden, im Zweifel nutze natürliche Eiweißquellen für
Deine Mami Zeit.
Fisch, Fleisch und Eier solltest Du unbedingt sehr sorgfältig
durchgegart zubereiten und auf gepökelte, stark gesalzene oder
sehr fette Varianten lieber verzichten. Du wirst von Deinem
behandelnden Arzt sicher eine sehr genaue
Ernährungsempfehlung enthalten, die Du mit der Flatrate Diet
kombinieren kannst. Wenn Du VIP Mitglied bist, kannst Du Deinen
Plan auch mit uns abstimmen – wir helfen Dir! (alle Besitzer der
Ausgabe 1.0 erschienen am 08. Dezember 2011 sind das
automatisch, als Besitzer der 2.0 hast Du das VIP Paket bewusst
dazu gebucht)
Für stillende Mamas gibt es einen Sonderteil unter „Erste Hilfe“
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
inklusive eines groben Vorschlags zum Ernährungsplan.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Sport &
Bewegung
Alfs Sport Tips
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
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Sport und Bewegung.
Mittlerweile hat es sich unter den Abnehmwilligen
herumgesprochen, dass Abspecken ohne Sport nicht funktioniert.
Dauerhaft zumindest nicht. Ich sage es Dir, wie ich es heute denke:
Wenn
enn Du ohne Sport abspecken möchtest, dann kannst Du auch
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http://www.flatrate
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
gleich fett bleiben weil Du nämlich
ohnehin nur kurzfristig Dein Gewicht
reduzierst und danach mit einem
ordentlichen
entlichen Jojoeffekt und wer weiß
vielleicht einem Bandscheibenvorfall
wieder zurückkehrst in die XXL-Liga.
XXL
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Ich gebe zu, am Anfang hatte ich
wirklich Bammel vor Sport und keine
Ahnung, wie ich die neue
Herausforderung bewältigen sollte.
soll
Ich habe Dir von meinem
einem Schwimmbad Erlebnis erzählt und auch
davon, wie ich mich dann ins Fitness Studio getraut habe. Jetzt ist
es Zeit, dass Du dazu auch eine andere Meinung bekommst,
nämlich die von Alf. Alf ist mein Fitnesstrainer und betreut mich seit
vielen Jahren. Von
n ihm sind auch die Trainingspläne, die Du in
diesem ebook findest und er überprüft in meinen Videos, ob meine
Anweisungen
n und meine Ausführung korrekt sind, damit Du die
bestmögliche Online-Betreuung
Online
erhältst.
st. Denk bitte daran: unsere
Anleitungen sind alle
e virtuell und sollen als Anregung verstanden
werden, sie ersetzen aber nicht die fachliche Betreuung durch
einen Trainer vor Ort, der Dir die Geräte und die richtige
Übungsausführung angepasst an Deine körperlichen
Voraussetzungen erklärt.
„Alf, welchen
n Rat würdest Du den Mädels geben, wenn sie ohne
Sport abnehmen möchten?“
möchten
„Also Mädels, wenn
enn Ihr Gewicht verlieren wollt ohne zu trainieren,
werdet Ihr das auch schaffen. Leider werdet Ihr um einen oder
mehrere Arztbesuche nicht herumkommen. Der Körper reduziert
red
bei einer Gewichtsabnahmen leider nicht nur das ungeliebte Fett,
sondern auch andere Körpermassen auch gleich mit, nämlich Eure
Muskeln. Die schnappt der sich auch gerne zuerst und erst viel
später die Fettdepots. Obwohl Ihr irgendwann auch leichter und
schlanker seid, ist Euer körperliche Leistungszustand miserabler als
mit mehr Pfunden zuvor. Durch die Muskelmassenreduktion
bekommt Ihr Rückenprobleme, die sehr viel ernster sind
(Bandscheibenproblematik…) als die eventuell hin und wieder
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http://www.flatrate
156
Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
auftauchenden Rückenschmerzen die Ihr schon kennt. Deshalb ist
vor allem Krafttraining bei einer geplanten Gewichtsreduktion so
enorm wichtig, um die Muskulatur zu erhalten und um weiterhin
gesund den Alltag gestalten zu können und zwar aktiver denn je.“
Das Bild ist vom Beginn
unserer Zusammenarbeit und
etwa eineinhalb Jahre alt.
Krass, wie viel ich seit dem
wieder abgenommen habe.
156
„Würdest Du zum Sport im Studio raten
oder sollen die Mädels eher zuhause
anfangen?“
„Der Einstieg ins Training wird durch eine
gute Betreuung z.B. in einem Fitness
Studio sehr stark erleichtert und mögliche Fehler werden von
Anfang an vermieden. Aufgrund der vielen Möglichkeiten in solch
einer Einrichtung sollte jeder Trainer in der Lage sein ein
entsprechendes Programm für Euch zusammen zu stellen. Es spielt
keine Rolle in welcher Gewichtsklasse Ihr Euch befindet, es kostet
Euch lediglich die Überwindung dort hinzugehen!
Wichtige Faktoren sind da vor allem gutes Personal in allen
Bereichen der Anlage, kurze Anfahrt und evtl. kostenlose
Parkplätze. Es kann sein, dass Ihr Euch mehrere Läden anschauen
müsst, bevor Ihr Euch für den richtigen entscheiden werdet. Diese
Zeit solltet Ihr auch investieren.
Mit der Zeit und aufkommenden Fortschritt in Eurem Training solltet
Ihr nach und nach die Aktivitäten nach Draußen verlegen und bzw.
auch zu Euch nach Hause. Es wird nicht nur Zeit sparen, sondern
auch einige Trainingsvariationen in den Alltag bringen, die in einem
Fitness Studio nicht machbar sind (manches wird auch nicht gern
gesehen oder ist direkt verboten), gleichzeitig wird es Euch aber
sehr viel weiterbringen. Das Ziel ist es, sich so selten wie möglich in
einem solchen Laden aufzuhalten und immer mehr
Trainingsaktivitäten im Outdoorbereich stattfinden zu lassen. Das
gibt Euch die Freiheit, immer und Überall trainieren zu können, quasi
direkt von Eurer Haustür aus!“
„Gibt es Unterschiede für den Einstieg in den Sport je nachdem, wie
dick man so ist?“
„Eine ärztliche Untersuchung bzgl. der Sporttauglichkeit sollte für
jeden Sporteinsteiger verpflichtend sein. Damit seid Ihr auf der
sicheren Seite und könnt entsprechend Eurer Leistung sicher
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157
Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
beginnen. Bei sehr hohem Übergewicht empfehle ich Wassersport
als ein sanften Start. Wenn ihr die Leistung verbesser habt, ist ein
Wechsel zum Krafttraining empfehlenswert. Dabei solltet ihr das
Krafttraining mit Ausdauertraining ergänzen, ein Verhältnis von 80%
Kraft zu 20% Ausdauer ist ein guter Anfang.
Für alle Einsteiger mit leichtem Übergewicht ist der direkte Einstieg in
ein kombiniertes Kraft und Ausdauer Training die oberste Devise.
Für den Anfang solltet Ihr z.B. drei Trainingstage einplanen an
denen ihr Kraftgeräte abarbeitet, jeweils gefolgt von einer kurzen
Ausdauereinheit (Laufband, Crosstrainer, Fahrrad).
Als Alternativen zum Fitnesstraining im Studio bietet sich OutdoorAusdauertraining an z.B Nordic Walking, Fahrrad fahren oder Inline
Skating. Vom Joggen rate ich zumindest am Anfang ab,
insbesondere bei größerem Übergewicht. Natürlich hängt es von
Euren Vorlieben ab für welche der Aktivitäten ihr Euch letztendlich
entscheiden werdet. Wichtig ist, Spaß dabei zu haben und zu
behalten.
157
Ich erinnere mich daran, dass Anne mit wenigen Minuten auf dem
Fahrradergometer angefangen hat und mit drei Kraftgeräten. Sie
war damals etwa bei einem Gewicht von 200 kg und hat dieses
Training drei Mal in der Woche gemacht. Bitte lasst Euch nicht
davon ablenken, wenn pseudo intelligente „Fitnessberater“ euch
solche Dinge erzählen wie „Ausdauertraining lohnt sich erst ab 30
Minuten Dauer“ oder Euch erzählen, zum Abnehmen sei
Krafttraining kontraproduktiv, weil ja Gewicht in Form von
Muskulatur aufgebaut wird. Solchen Leuten tretet am besten gleich
in den Arsch, sie haben keine Ahnung von dem, was sie da reden.
Egal wie wenig Minuten ihr am Anfang schafft, seit stolz auf jede
einzelne und arbeitet daran, mehr zu schaffen. Jeder steigt auf
seinem persönlichen Niveau ein. “
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
„Viele Mädelss haben Probleme, sich
Zeit für den Sport zu nehmen. Hast Du
da Tipps?“
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Grundsätzlich solltet Ihr am Anfang
„Grundsätzlich
drei feste Tage in der Woche für den
Sport festlegen. Eine klassische
Verteilung ist zum Beispiel Montag,
Mittwoch und Freitag oder Samstag.
Sonntags könnt ihr Euch dann frei
nehmen.
Ändert sich Euer Trainingsniveau oder
die Trainingshäufigkeit, solltet ihr direkt
die neuen Trainingstage bestimmen.
bestimmen
Angenommen Ihr trainiert an 5 Tagen in
der Woche, so sollten sich die einzelnen
Trainingseinheiten zeitlich
eitlich verkürzen,
gleichzeitig aber intensiver gestaltet
werden. Ideal wären dann 30 Minuten Workouts, die sich
wunderbar auf Grund ihrer Kürze in den Alltag integrieren lassen.
Wer z.B. erst später als 8 Uhr morgens ins Büro muss, könnte seine
Workouts vor
or der Arbeit erledigen.
Alldiejenigen die sehr viel früher an Ihrer Arbeitsstelle sein müssen,
könnten/sollten den Sport direkt an die Arbeit anschließen, es spart
Zeit und Ihr müsst nicht den Kampf gegen das Sofa zuhause auch
noch führen! Wer sehr lange
lange Mittagspausen einlegen kann,
beispielsweise von 45 Minuten oder länger, schafft ein schönes
halbstündiges Workout und das anschließend notwendige Duschen
sogar mitten auf der Arbeit. Diejenigen, die erst abends so richtig
auf Touren kommen, werden automatisch
automatisch mehr Motivation fürs
Trainieren
eren in den Abendstunden haben, Training am Abend ist
auch eine galante Lösung für all die von Euch, die gern abends vor
dem Fernseher naschen und kaum widerstehen können. Im Fitness
Studio werdet ihr abgelenkt und tut was
was für eure Figur, gleichzeitig
habt ihr nicht das Gefühl von Verzicht. Abwechslung in die
Trainingseinheiten zu bringen, ist die oberste Devise. Am Anfang
sollte das der Trainer Eures Vertrauens gestalten, später mit mehr
Erfahrung werdet Ihr das selbst in Eigenregie übernehmen,
garantiert. Ihr findet im Anhang zu diesem Buch zwei Trainingspläne
für den Einstieg ins Training.
Sport in der Mittagspause, die Langhantel ist
einfach im Kofferraum des Autos gelagert.
Outdoor Feeling macht Spaß und schlank –
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Hantel
im Schnee, wer hat das schon?
159
Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Ganz wichtig ist auch, viel Abwechslung in Euren sportlichen Alltag
zu bringen. Ich empfehle Euch ein Rotationsprinzip – wie ich es
nenne - als beste Waffe gegen Langeweile und Stagnation. Das ist
nicht nur von ständig wechselnden Trainingsplänen abhängig,
sondern auch von wechselnden Trainingstagen zum Beispiel von
Monat zu Monat, gerne auch häufiger beispielsweise wöchentlich,
wenn ihr das planen könnt. Kurze Phasen von ca. 4-6 Wochen bei
denen Ihr euch strickt an die Pläne und Tage haltet sind sehr
wichtig, um immer wieder an den Grundlagen im Krafttraining zu
arbeiten. Diese Phasen sollten 3-4 mal im Jahr eingelegt werden,
ansonsten lautet das Zauberwort „Rotation“ in allen Bereichen!!!“
„Angenommen jemand entscheidet sich nun für das Training
zuhause oder mit mir gemeinsam auf BlogTV. Welche
Erstanschaffungen für das Equipment sind notwendig?“
159
Für den absoluten Einstieg ist Kreativität ein guter Ratgeber, ihr
könnt Euch erst mal mit Selbstbauten aus Eimern, Wäschekörben
etc., aushelfen. Wenn ihr ernsthaft trainieren wollt, ist die
Anschaffung von einigen Trainingsgeräten unumgänglich, aber
auch diese Anschaffung geht Schritt für Schritt. Wie gesagt: mit
Kreativität geht das Heimtraining auch ohne große Anschaffungen!
Meine Empfehlung: Kettlebells ( 2*8kg, 2*12kg, 16kg für die großen
Muskelgruppen; für kleinere Muskelgruppen sind 4 oder 8 kg Kettle
Bells geeignet), Gymnastikball, Langhantel mit Gewichten bis ca.
30kg - damit könnt Ihr unendlich viele Übungen absolvieren ohne
irgendein Aufkommen von Langeweile. Für das BlogTV Workout
seid ihr auch bestens vorbereitet. Wer etwas mehr Budget zur
Verfügung hat, möchte vielleicht ein Airex Pad und zwei kleine
Gymnastikhanteln bis 2 kg ergänzen. Sehr hilfreich ist der Gymboss,
ein Intervall-Timer, der das Heim-Workout einfacher macht, indem
er Euch die Zeitfenster vorgibt. Last but not least gibt es da ja noch
das eigene Körpergewicht und viele spannende Übungen, die ihr
ganz einfach damit machen könnt!!!
Eine kleine Einkaufsliste zum Ausdrucken mit meinen Geräteempfehlungen
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Kettlebells
Gymboss Intervall Trainer
Aerobic Hantel Set
Gymnastikball platzsicher!
Airex Pad
Gymnastikmatte
Bitte denkt daran, Euch für gute Fitness Schuhe zu entscheiden und
bequeme funktionelle Sportkleidung anzuschaffen. Das geht nach
und nach auch sehr gut, Du brauchst nicht alles auf einmal haben.
Anne hat sich ab und zu ein neues Teil als Belohnung für erzielte
Erfolge gegönnt. Vielleicht ist das auch ein Tipp für Euch.“
160
Annes Sport Trick für schöne Haut
Abnehmen belastet das Bindegewebe und damit auch die Haut.
Ich habe über 150 kg abgenommen und natürlich einen
Hautüberschuss. Die vorhandene Haut hat aber eine gute Qualität
erhalten und das Ergebnis nach der OP wird entsprechend gut sein
können. Wenn Du nur ein paar Kilo loswerden willst, wird Dir Deine
Haut sicherlich keine Schwierigkeiten bereiten. Dieser Trick ist für
alle, die ein schlechtes Bindegewebe haben oder sehr viel
abnehmen müssen. Neben einer intensiven Hautpflege, also
insbesondere cremen und massieren nach Dusche/Bad, solltest Du
über Kompressionskleidung von Anfang an nachdenken. Ich habe
sehr schnell in diese Spezial Unterwäsche investiert, weil die Menge
der losen Haut vor allem ein schmerzhaftes Problem war beim
Sport. Ich rieb mich wund an den Oberschenkeln, den Hautfalten,
den Oberarmen und es zwickte, zerrte und muckte wo es nur ging.
Ein intensives Training muss aber auch Spaß machen und sollte
nicht von solchen Wehwehchen überschattet werden. Die
Kompression aus dem Sanitätshaus war mir zu teuer, ich habe mich
für komprimierende Sportunterwäsche entschieden, die auch
Klimafunktionen hat. Für Sport ist das ideal damit Du Dich nicht tot
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
schwitzt oder riechst wie ein Iltis sondern Dich gut bewegen kannst
und wohl fühlst.
Die Modelle in Herrengrößen haben mir etwa seit 180 kg gut
gepasst (in XXL von diesem Hersteller ) , die sollten ja ordentlich eng
sitzen, also enger als vom Hersteller vorgesehen. An den Oberteilen
habe ich für den Sommer einfach größere Ausschnitte hinein
gemacht weil ich nicht immer bis zum Hals verschlossen sein wollte.
Du kannst dort einfach mal schauen, gute Erfahrungen habe ich
auch mit anderen etwas teureren Herstellern, die Billigware war
schnell kaputt ODER nur sehr begrenzt dehnbar und passte nicht.
Die Investition hat sich für mich gelohnt, ich trage jeden Tag diese
Unterwäsche und möchte sie nicht missen. Natürlich freue ich mich
darauf, wenn eines Tages der Hautüberschuss entfernt ist und ich
auch mal ohne Kompression herumlaufen kann. Im Hochsommer ist
das sicher eine Wonne ☺
Sport – irgendwann ist für jeden das „erste Mal“
161
Einige von Euch haben mir geschrieben, dass die Angst vor dem
ersten Sport nach vielen Wochen oder Jahren der Sportlosigkeit
sehr groß ist. Ich kann das nachfühlen, mir ging es im Prinzip
genauso. Mein Ziel – Kampfsport lernen – hat natürlich auch eine
andere Einstellung im Kopf zum Sport erzeugt, ich wusste, mein Ziel
ist sportlich also brauche ich den Sport auf dem Weg dorthin nicht
nur zum Abnehmen sondern auch, um überhaupt irgendwann ein
Training überleben zu können.
Dennoch: das Herzklopfen vor den ersten Trainingsstunden im
Studio oder auch im Schwimmbad war gewaltig. In meinem
Inneren tobte dieser irrsinnige Dialog – fast als ob Engelchen und
Teufelchen sich unterhalten. Engelchen wollte zum Sport und
Teufelchen flüsterte unentwegt „Pass bloß auf, die werden dich alle
auslachen. Du liegst nach 5 Minuten tot in der Ecke und hechelst
nach Luft, Du kannst das sowiso nicht und was ist wenn die Geräte
unter Dir zusammen brechen…“ Ja, dieser freundliche Dialog
blubberte in mir vor sich hin – und dank meines festen Ziels war ich
stärker als das Gerede. In meinem Seminaren über
Kundenzufriedenheit durch Gesprächsführung habe ich meinen
Teilnehmern oft eine Geschichte von Paul Watzlawik erzählt, einem
Kommunikationswissenschaftler der u.A. das Buch „Anleitung zum
Unglücklichsein“ geschrieben hat. Er erzählt in seinem Buch viele
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
einzelne Episoden, und eine ist die Geschichte mit dem Hammer.
Die Story handelt von einem Mann, der in seiner Wohnung ein Bild
aufhängen möchte. Leider hat er keinen Hammer und überlegt, ob
er beim Nachbarn klingeln soll um sich das Werkzeug zu leihen. Im
Kopf des Mannes entsteht dann ein reger innerer Dialog, er wägt
das Für und Wider ab, findet Wenn`s und Aber`s und schließlich und
endlich hat er sich im Inneren so heiß geredet, dass er total
ausrastet, wütend zum Nachbarn herüber geht und als der die Tür
öffnet den Nachbarn anschreit „Behalten sie ihren Hammer doch
selbst!“ . (Die Geschichte kannst Du hier nachlesen) . Das Buch von
Paul empfehle ich Dir, wenn Du selbst Dir Dinge oft im Kopf
ausredest und manchmal damit Deine Erfolge verhinderst. Hier
bekommst Du es
Was kannst Du für Dein Sportvorhaben – aber auch für Dein Leben
aus dieser Geschichte lernen?
Nimm Dir ruhig Zeit, in Ruhe darüber nachzudenken.
162
Ich verrate Dir noch etwas über meinen Sportbeginn: jenseits
meiner inneren Zweifel, dem Gerede des Teufelchens in mir, war es
in der Realität ganz harmlos, mit dem Sport anzufangen. Es war
sogar so undramatisch, dass ich hinterher über mich lachen musste
– ich habe viele neue , tolle Leute kennen gelernt, ich habe
Schaben in Badehosen gesehen und vor allem habe ich etwas
wichtiges getan: ich habe ZU MIR gehalten. Das ist doch in
Wahrheit immer das Problem: wir gehen manchmal die Sachen
nicht an, weil wir nicht fest zu uns halten. Weil wir unsere eigenen
Ziele und Wünsche „sitzen lassen“ sobald es schwierig wird. Und
„schwierig“ wird es meistens nur und ausschließlich in unserem Kopf.
Jawoll, wir reden uns die Sachen mit Argumenten aus, die andere
haben könnten. Mit Dingen, die passieren könnten. Tja, und am
Ende passiert dann nichts in unserem Leben, wir bekommen mal
wieder nicht, was wir verdienen, weil wir selbst nicht zu uns
gestanden haben. Zu dem, was wir wollen. Wir haben uns selbst
nicht erlaubt zu werden, was wir sein können. Die allerbeste Version
von uns selbst.
Um die zu werden, müssen wir raus in die Welt. Wir müssen unsere
Ellenbogen auspacken, Verbündete suchen aber vor allem, unser
eigener stärkster Verbündeter, Bewunderer und Fürsprecher sein!
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Ja, und das steckt auch in Dir. Du hast es bewiesen, Du bist jetzt ein
Abnehm Engel. Streck die Flügel aus, tu es!
Sport und Eiweiß Shakes – meine Empfehlungen
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Ich habe über all die Jahre mit Eiweiß Shakes gearbeitet und bin
überzeugt davon, dass sie mir helfen. Ja, es ist sicher nicht das
natürlichste Produkt auf dieser Erde – aber wenn ich einen guten
Shake nehme, dann schmeckt der einfach verdammt geil und hält
meinen Süßhunger zuverlässig im Griff. Die leckeren
Geschmacksvarianten machen glücklich und dabei ist so ein
Shake ein „legales“ Produkt im Speiseplan. Wenn Du keine Allergien
auf Inhaltsstoffe in den Produkten hast, kann ich sie Dir ergänzend
zum Flatrate-Diet-Plan
Plan empfehlen. In unseren Online Aktionen nutze
ich die guten Nahrungsergänzungsmittel sehr häufig für unsere
individuellen Ernährungspläne. Entscheide Du selbst, ob Du mit den
einfachen, leckeren Dingern
Dinger Deinen Abnehm-Alltag
Alltag verschönern
willst und Dein Krafttraining optimieren möchtest
möc
oder nicht. Du
kannst auch ohne Shakes abnehmen, es ist also keine „Pflicht“ sie
unbedingt zu kaufen, ich mag einfach die Sorten und da ich ein
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Süßfan bin, freue ich mich über meine Flatrate Portionen Vanille
Soße über dem Obst ☺ Und es gibt so tolle Sorten wie Schoko
Crunchy, Himbeer Joghurt mit Fruchtstücken oder Schoko Brownie.
Ich liebe es, ich empfehle es.
Meine Top 4 der Shakes
1. Syntha 6 (Es ist ein Weight Management Shake als
Mahlzeitenersatz geeignet)
2. Mega Protein 80
3. BSN Lean Dessert (in Vanille Sahne Geschmack der Hammer)
4. Multipower Whey 100
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Erste Hilfe
Set
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Trainingspläne fürs Fitness Studio
Du solltest als Trainingsneuling unbedingt einen Trainer vor Ort bitten,
Dich in die Geräte einzuweisen und sinnvolle Einstiegsgewichte für Dich
auszuwählen. Eine korrekte Übungsausführung und ausreichend Gewicht
pro Übung schützen Dich vor Verletzungen und machen Dein Training
erst effektiv. Wenn die Möglichkeit besteht, ein Personal Training für die
ersten Trainingseinheiten zu buchen, ist das gut investiertes Geld weil Du
im Unterschied zu einer normalen Geräteeinweisung durch das
komplette Training betreut wirst und die richtigen Bewegungsabläufe
erlernst.
Einsteiger Trainingsplan
Grundsätzlicher Ablauf
5-10 Min. Aufwärmen (mittlere Intensität; eher zügig aber Du sollst
hinterher noch Sport machen können)
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Ein Satz sind 15 Wiederholungen, nach einem Satz machst Du 1maximal 2 Minuten Pause. Pro Gerät machst Du 2-3 Sätze und
wechselst dann zur nächsten Übung ohne weitere Pause.
1. Rudermaschine
2. Chest Press
3. Latissimus Zug
4. Beinpresse
5. Bauch (wahlweise Maschine, Bank oder freie Übung)
6. Unterer Rücken (wahlweise Maschine oder Bank)
7. Bizeps Maschine
8. Trizeps Maschine
Abschluss:
166
30 Min. lockeres cool down (Laufband, Fahrrad oder ein AusdauerKurs Deiner Wahl)
Fortgeschrittener Trainingsplan
Grundsätzlicher Ablauf
5 Min. Aufwärmen (kurz und so intensiv Du kannst!)
Hier arbeitest Du die Gerätepaare nacheinander ab. Du nutzt stets
zwei Geräte abwechselnd mit zuerst jeweils 12 Wdh dann 10, dann
8! Wenn möglich solltest Du ohne Pausen trainieren und wenn es
noch möglich ist, eine Gewichtserhöhung einbauen (später auch
eine Gewichtserhöhung zum dritten Satz). Eine Pause von maximal
1-2 Min. zwischen den Gerätepaaren einlegen!
Jeweils drei Sätze mit 12, 10, 8 Wiederholungen
1. Chest Press
vs.
2. Latissimus Zug
3. Beinstrecker
Rudermaschine
vs.
vs.
Dips (Barrenstütz-Maschine oder frei)
Beinbeuger
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
4. Bauchmaschine vs.
5. Bizeps (Seilzug) vs.
Untere Rückenbank
Trizeps (Seilzug)
Abschluss:
10 Min. Cool Down (Laufband,Fahrrad)
Trainingspläne fürs Home Gym (zuhause)
Wenn Du Dein Training lieber zuhause machen möchtest, sind
unsere Heimtrainingspläne für Dich das Richtige. Du brauchst ein
wenig Equipment, sehr wenig Zeit und ein bisschen Disziplin, um das
Ding durchzuziehen. Immerhin wirst Du im Zweifelsfall neben Deiner
Couch schwitzen ☺
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Für Trainingsideen besuche unser regelmäßiges BlogTV Workout
(aktuelle Termine auf Facebook oder via email) oder nutze die
Trainingsvideo Links im Anhang.
Einsteiger
Warmup: 30 Sekunden Skippings, 30 Sekunden
Hampelmann / Jumping Jacks
Kettlebell Deadlift
Bauch Crunches auf dem Gymnastikball
Brustpresse mit der Langhantel auf dem Ball
Pro Übung machst Du 15 Wiederholungen, alle Übungen werden
möglichst ohne Pause durchgeführt. Alle drei Übungen ein Mal
mit je 15 Wiederholungen ausführen ergibt eine Runde. Nach
jeder Runde machst Du eine Minute Skippings (auf der Stelle
zügig laufen). Dein Ziel für dieses Training sind 3 Runden so
schnell es geht durchzuführen. Wenn Du Dir eine Stoppuhr zur
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Hand nimmst, kannst Du von Training zu Training messen, wie viel
Du Dich verbessert hast.
Wichtiger Hinweis: Wenn Du ein absoluter Neueinsteiger bist und
lange nicht trainiert hast, dann ist es schon ein toller Erfolg, wenn
Du eine Runde schaffst. Dafür ist die Stoppuhr Dein Freund denn Du
kannst Deine Verbesserungen messen. Denk dran: Ich habe
damals mit 200 kg mit wenigen Minuten auf dem Fahrrad
Ergometer begonnen und habe nun keine Probleme mehr mit
neunzig Minuten Einheiten. Wenn es sein muss, zwei am Tag. Erfolg
wird im Training dadurch erzielt, dass Du es immer wieder machst,
Dich verbesserst, an Dir arbeitest und häufig das Programm
wechselst.
Fortgeschrittene
Warmup: mit leichter Kettlebell 20-30 Swings
168
Thruster
Bauch Crunches auf dem Gymnastikball
Brustpresse mit der Langhantel auf dem Ball
Kettlebell Swing beidarmig
Pro Übung machst Du 10 Wiederholungen, alle Übungen werden
möglichst ohne Pause durchgeführt. Innerhalb von 10 Minuten
solltest Du so viele Runden wie möglich schaffen, notiere Dir
Deine Rundenanzahlen damit Du Deinen Erfolg messen kannst.
Lebensmittel Liste als Übersicht (zum Ausdrucken)
Die Lebensmittel Liste wird regelmäßig an neue Erkenntnisse
angepasst und befindet sich im 14 Wochen Programm unter
„Downloads“ – bzw. in der Flatrate Diet Bibliothek unter
Ernährungspläne im Forum
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Ernährungsplan für eine Woche – Beispielplan für Einsteiger
Die Aufteilung der Tage innerhalb der Woche hab ich so
festgelegt
Normale Tage (z.B. Montag, Mittwoch, Freitag, Samstag)
Fettverbrennungstage (Dienstag, Donnerstag)
Schlemmtag Sonntag
Ernährungsvorschlag für normale Tage (Montags,
Mittwoch, Freitags, Samstags)
Vor dem Frühstück: ein großes Glas Ingwertee mit
Zitrone bringt Verdauung und Stoffwechsel in Gang
169
Frühstück: Wahlweise Rühreier mit Gemüse oder Shake
mit Obst oder Protein Waffeln (gleich für mehrere Tage
bereiten und einfrieren; können im Toaster oder in der
Arbeitstasche aufgetaut werden) oder auch Protein
Pfannkuchen; schneller Käsekuchen oder
Superschnelles Mikrowellenrührei für Bürogänger
Mittag: Gemüse Suppe oder Salat – ich empfehle
beispielsweise Kürbis Nektarinen Suppe . Wenn Du ins
Büro gehst, kannst Du abends beispielsweise dieses
Menü kochen und genug Gemüse fertiggaren, im
Magic Bullet oder Deinem Küchenblender die Suppe
pürieren und auf der Arbeit warm machen. Schmeckt
aber auch kalt toll! Ernsthaft, im Sommer gut gekühlt
mit Tomaten statt Kürbis … und ein paar Minzblättern.
Wenn Du eher hungrig bist, nimm noch etwas
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Hähnchenbrust oder Hähnchenbrustaufschnitt,
Thunfisch in Wasser, Harzer Käse oder auch eine
Portion lowcarb Shake mit. Eine gute
Suppenalternative aus meiner Fastenzeit zeige ich
euch auch hier im Video (zwischendurch; das
Garnelenpfannen Rezept ist aber auch super)
Abends: Ofenomelette oder Gemüsepfanne mit
Hähnchenbrust/Tofu oder Thunfisch Gyros oder Fisch
Auflauf oder Brathähnchen mit Bohnen
Snacks zwischendurch wahlweise Flatrate
Obst/Gemüse oder aus den Extras Nüsse o.Ä. ;
170
Weitere Hinweise: 5-7 Mahlzeiten am Tag sind okay, ihr
solltet euch nie vollgestopft fühlen. Langsam essen,
gut kauen und ohne Ablenkung essen, d.h. nicht im
„rennen“ oder zwischen der Arbeit sondern bewusst.
30-60 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht solltet
ihr trinken. Ein wenig an der eigenen „Esskultur“ zu
arbeiten, zahlt sich schnell aus. Automatisch braucht
ihr irgendwann weniger Essen auf dem Teller um euch
satt und zufrieden zu fühlen – das belastet weniger, ihr
habt keine Formtiefs über den Tag verteilt und fühlt
Euch spitze, weil ihr abnehmt ohne dabei zu Hungern.
Fettverbrennungstage Hinweise und
„Ernährungsempfehlung“ (Dienstags, Donnerstags)
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Vor dem Frühstück: Ingwertee in kleinen Schlucken
trinken
Diese Tage sind wahnsinnig einfach zu planen, im
Zentrum der Mahlzeiten stehen Shakes. Dabei ist es Dir
selbst überlassen, ob Du nun Syntha, MegaProtein
oder ein anderes Shake ausgewählt hast. Die
Zubereitung kann mit Wasser, Sojadrink ungesüsst oder
fettarmer Milch bis 1,5% Fett gemacht werden – im
Grunde brauchst Du an diesen Tagen überhaupt nicht
kochen, es sei denn, Du willst es unbedingt.
171
Es ist für die Arbeit/Schule/Uni sehr praktisch, wenn Du
einen Shaker besitzt, wo das Pulver und die Flüssigkeit
getrennt voneinander aufbewahrt werden können
und erst vor dem Trinken direkt gemischt werden. Ich
sage es Dir ehrlich: ein Shake muss nach dem
Zubereiten getrunken werden, eine halbe Stunde
später ist der Geschmack und die Konsistenz furchtbar.
Je nach Sorte ist es bei einigen mehr, bei anderen
weniger unerfreulich wenn das Zeug schon länger
gemischt ist, aber insgesamt ist die Qualität schlechter.
An Fettverbrennungstagen konzentriere ich mich der
Einfachheit halber auf Shakes und die sollen
schmecken! So einen Behälter bekommst Du
beispielsweise hier .
Du darfst an diesen Tagen im Flatrate Lebensmittel
Bereich auch essen, was Du möchtest. Wenn Du also
Mittagessen brauchst, dass mehr als ein Shake ist,
kannst Du hier auch wieder Salat, Gemüsesuppe,
Pfannengemüse essen – und statt dem Shake jederzeit
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
auf fettarmes natürliches Eiweiß aus Fisch, Fleisch, Soja
oder Milchprodukten ausweichen. Wir wollen an
diesen Tagen natürlich sehr gesund essen und wenig
Energie aufnehmen, die Shakes sind praktisch aber
keine Bedingung.
Als Snacks kommen heute jede Art von Gemüse in
Frage, Extras gibt’s ja keine ☺ Keine Angst, morgen
wieder ☺ Übrigens: gib Shakes eine Chance, Dich satt
zu machen. Trink sie langsam und bewusst – und wenn
Du ein gutes Lowcarb Shake ausgewählt hast, wirst Du
sehr schnell merken: Heißhunger ist wie weg geblasen.
Satt und zufrieden und das nur mit einem Shake. Ja,
das geht. Hat mich auch erstaunt.
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Der Schlemmtag ist Dir überlassen ♥
Ein Beispiel für meinen eigenen Schlemmtag so als
grober Anhaltspunkt: ich frühstücke meist 1
Vollkornbrötchen mit Wurst und Käse (jede Häfte
einzeln belegt + Butter unten drunter) und 1 Croissant
mit Nutella.
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Mittags esse ich wie an einem normalen Tag, also
quasi Gemüse mit etwas Obst, manchmal auch Shake
oder mageres Eiweiß. Hab ich meist gar keine Lust zu
nach dem Frühstück, also lass ich es manchmal
ausfallen.
Zwischendurch gönne ich mir meine Süßigkeiten, halt
eine Packung von etwas – aber keinen Family Pack
natürlich sondern eine normale Packungsgröße. Da
ich „darf“ ist mein Hunger auch nicht so schlimm, ich
ess manchmal nicht alles. Das verschenke ich dann,
damit es mich am nächsten Tag nicht verführt.
Abends esse ich eine Mahlzeit die mir schmeckt,
mittlerweile sündige ich nur noch selten mit Nudeln
oder so weil ich einfach festgestellt habe, es bekommt
mir nicht. (Heißhunger am nächsten Tag!) Deshalb
bleibts auch hier recht normal, gut manchmal gibt es
abends dann doch noch einen Nachtisch zum Beispiel
2-3 Kugeln Eis. Wenn sie noch reinpassen ☺
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Linksammlung
Nahrungsergänzungsmittel,
die ich gelegentlich nutze und die ich
hilfreich finde
Lies dazu bitte vorher meinen Blogbeitrag
„Nahrungsergänzungsmittel zum Abnehmen?“ und „Fatburner
zum schneller Abnehmen“
Du findest zu jedem Produkt dort auch eine kleine Review
GABA
Acai Berries
Kreatin (ich nehme in Muskelaufbauphasen Kre-alkalyn in lila
Packung)
CLA
174
Lipo 6 X
Perfektionismus ist das Opium der Verlierer
Vielleicht sollen nur ein paar Kilos schmelzen es müssen zu Hauf
Pfunde purzeln damit endlich das Wunschgewicht, die Traumfigur,
erreicht ist. Übergewicht belastet, manche empfinden es je nach
Schweregrad “nur” als optischen Makel, als kleines
Schönheitsproblem oder sogar als Zeichen von Hässlichkeit – oder
als Problem im Alltag in Beruf, Schule und Freizeit. Manchmal sind es
technische Schwierigkeiten, wie etwa zu kleine Stühle,
Schwierigkeiten beim Einkauf modischer Kleidung , Sprengen der
zugelassenen Gewichts- oder Umfangsgrößen im Freizeitpark, Angst
vor den Blicken im Schwimmbad, Panik vor größeren
Menschenmengen, das meiden von Partys und Veranstaltungen.
Ich kenne sogar dicke Menschen, die niemals öffentliche
Verkehrsmittel nutzen würden, aus Angst, dem Gespött und der
Gemeinheit der Leute zum Opfer zu fallen. In meinen Augen sind
die wichtigsten Belastungen, die durch Übergewicht entstehen,
sind die gesundheitlichen Folgen für das Herz Kreislauf System, die
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Knochen und Gelenke aber auch für die Psyche, die mit
zunehmendem Gewicht immer mehr leidet.
Ich fühle mich wohl
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“Ich fühle mich wohl” – diesen Satz aus dem Munde deutlich
übergewichtiger Menschen, meist peinlich in Strapsen in zu kleine
Talkshow Sessel geklemmt – hören wir dank des Schund TV häufig.
Auch im privaten Bekanntenkreis flimmert diese
“Dauerwerbesendung” der Dicken immer mal wieder über den
virtuellen Schirm in Gesprächen. Ich selbst habe mich unendlich oft
hinreißen lassen, diese Floskel von mir zu geben. Ab einem gewissen
Grad an Übergewicht hat diese Behauptung aus meiner eigenen
Erfahrung eine ganz andere Funktion als das Treffen einer Aussage
über das eigene Wohlbefinden. Es funktioniert als
Abwehrmechanismus gegen eine Welt, in der ein dicker Mensch
immer das Gefühl vermittelt bekommt, grundsätzlich nicht “rein zu
passen”. Ich rede nicht von Stühlen oder winzigen Toiletten in Fast
Food Ketten sondern ein übergeordnetes “Nicht-Reinpassen”. Das
fühlte sich für mich damals an, als ob ständig alle zu mir sagen: Du
musst etwas ändern, Du bist zu dick. Du bist nicht liebenswert, weil
Du zu dick bist. Dazu kam, dass ich nicht das Gefühl hatte, etwas
ändern zu können.
Meine entscheidende Wendung auf dem Weg von krankhaftem
Übergewicht hin zu einem erfüllten Leben war ein inneres und vor
allem auch äußeres Eingestehen: Ich fühle mich so NICHT wohl.
Diese Lüge, diese Schutzbehauptung, die musste zuerst dran
glauben, damit sich mein Leben und vor allem mein Gewicht zum
Besseren wendet. Der berühmte Klick – der kam durch
verschiedene Situationen, in denen mir das Leben gezeigt hat:
Wohlfühlen geht anders. Ich arbeitete damals im dritten Stock.
Eines Tages kam ich zur Arbeit und an beiden Fahrstühlen hingen
Wartungsschilder, die waren beide außer Betrieb. Ich ertappte
mich dabei zu überlegen, ob ich mich jetzt krank melden muss.
KRANK MELDEN weil der Fahrstuhl kaputt ist?!?! Ich kämpfte mich
natürlich die Treppen hoch, der Weg in den dritten Stock Weg
erschien mir endlos. Ich machte unterwegs eine Pause weil ich
keine Luft mehr bekam. Und in meinem Kopf hörte ich “Ich fühl
mich wohl”. Wohlfühlen, so? Nie im Leben. Oben an gekommen
war der Tag im Arsch, ich kriegte erst eine halbe Stunde später
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
wieder Luft und dann war da dieses unendliche Gefühl von
Hilflosigkeit. Heute erkenne ich das Gefühl als Enttäuschung. Ich
hatte über Jahrzehnte mich selbst getäuscht und über
Kleidergröße 70, ein Spezialbett mit Verstärkung und abstruse
Alltagsprobleme hinweg gesehen um immer wieder das
“Wohlfühlen” vorzuschieben. Diese Phase der Täuschungen endete
und ich nahm die Verantwortung für mich selbst zurück in meine
Hände. Ich hatte mich selbst verwahrlosen lassen, über Jahre. Und
zwar von innen. Die teuer importierte Kleidung aus den USA in
Riesengrößen, immer frisch geduscht, parfümiert und mit chronisch
guter Laune zog ich jeden Tag hinaus in einen Alltag, für den ich
eigentlich zu schwer war und täuschte mich selbst und andere,
damit bloß niemand merkt, wie schlecht es mir wirklich geht.
Ich auf dem Weg zu mir
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Nach der großen Enttäuschung, der schmerzhaften Phase der
Erkenntnis, wuchs eine große Erleichterung. Ich musste plötzlich
nicht mehr nur gute Laune haben, quasi als Beweis wie wohl ich
mich fühle. Ich hatte nicht mehr den Anspruch an mich selbst, im
Beruf alles perfekt zu machen, zu arbeiten für Drei nur weil ich so
viel wiege wie mindestens 3 Erwachsene. Natürlich hat diese
Veränderung meiner Person auch den Freundeskreis verändert,
plötzlich wendeten sich Menschen von mir ab, die vorher immer da
waren. Weil sie glaubten, dass ich nicht mehr “ich” bin. Dabei hatte
ich das Gefühl, zum ersten Mal im Leben wirklich nur ich zu sein. Die
Recherche für eine sinnvolle Ernährung, für die richtige sportliche
Betätigung – für mein motivierendes Ziel – brachte immer mehr
Wind unter meine Flügel, ich tat endlich wieder etwas für mich.
Ich begann meine Lebensumstellung mit gesunder Ernährung und
leichter Bewegung (Aqua Jogging / Aqua Power) und verlangte
auch darin keine Perfektion von mir. Das war absolut neu in
meinem Leben. Ich lernte, mir selbst zu verzeihen, liebevoll mit mir
umzugehen und einzusehen, dass Perfektionismus in jeder Hinsicht
eine Verbissenheit erzeugt, die todsicher Spaß und Leichtigkeit
vertreibt und alles gleich zu einer Angelegenheit von Leben und
Tod erklärt. Ja, Perfektionismus macht meiner Meinung nach fett.
Ich glaube, viele Diäten und Ernährungsumstellungen scheitern
genau an diesem Punkt: am Perfektionismus.
Perfektionismus ist das Opium der Verlierer
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Wer nicht bereit ist, seine eigene Schwäche zu akzeptieren sondern
strenges Befolgen eines Plans vorsieht und sich selbst abspricht,
einfach nur ein Mensch zu sein, der scheitert. Ich bin mitterlweile zu
der Erkenntnis gekommen, dass Disziplin für meinen Weg eine
untergeordnete Rolle spielt, Disziplin hat mit erfolgreichem
Abnehmen durch ein neues Leben überhaupt nichts zu tun. Die
Dinge, die ich tue, tue ich freiwillig und mit Freude. Wenn ich mir
den Herbst Plan angucke, dann sehe ich keine kulinarische Folter
sondern ich sehe wie gesund und fit ich durch die vielen leckeren
Lebensmittel werde und ganz neben bei machen die mich nach
und nach schlank. Und ich weiß auch eins: Egal was im Plan steht,
vielleicht werde ich an dem einen oder anderen Tag mal schwach
werden. Die Kuhbar hat Crepes im Oktober mit Kinderschokolade.
Ich werde schwach werden. Schwamm drüber. Eiswerk hat
Spekulatius-Zimt Eis. Schwamm drüber. Ab und zu eine kleine
Ausnahme – und ich bin glücklich, seitdem ich den Perfektionismus
als das Opium der Verlierer aus dem Fenster geworfen habe. Stell
Dir all die verpassten Siegesmomente vor, die der Perfektionist sich
entgehen lässt weil er aus seiner Menschlichkeit ein Drama macht.
Immerhin wird niemand über Nacht viel zu fett, das ist eine Arbeit
von vielen Monaten, oft sogar Jahren und Jahrzehnten. Und das
sind unendlich lange Zeiträume, um auf den Geschmack der
leckeren Sachen zu kommen – wie zur Hölle sollte man die Lust am
Genuss loswerden, und warum überhaupt?
Wenn Du also endlich für immer schlank werden willst, hör auf von
Dir 100% zu verlangen. Du bist ein Mensch, das ist gut so. Disziplin
brauchst Du nicht, hör einfach endlich auf alles klein zu denken, zu
zerreden und gib Gas. Und wenn Du mal einen Boxenstop
brauchst, bitteschön. Das ist okay. Das Rennen geht danach schon
weiter wenn Du kein Drama draus machst, dass Du kurz verschnauft
hast. So schafft es jeder durch die Ziel Linie seiner Wunschfigur, es ist
ohne Krampf, ohne Versagen – einfach , entspannt und stressfrei
Hilfe: Feste feiern wie sie fallen?
Ein anderes altes Thema beim Abnehmen: Du bist eingeladen auf
eine Party, zum Weihnachtsessen – oder vielleicht geht es zwei
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Wochen schön all inclusive in den Urlaub. Was nun? Willst Du Dich
zusammen reißen und immer zu verzichten oder gönnst Du Dir was?
Ich mache das so: Feiertage wie Ostern und Weihnachten habe
ich „frei“ und zwar komplett. Da ich nicht gern mehrere
Schlemmtage hintereinander mache, verhalte ich mich wie an
Powertagen, d.h. eine sündige Mahlzeit am Tag. Schauen wir uns
das am Beispiel von Weihnachten an:
Ich frühstücke zwei „Extras“ , also zwei Brötchen mit einem Belag
aus der Flatrate Sparte, z.B. Hähnchenbrustaufschnitt , Thunfisch in
Wasser, Tomaten, Hüttenkäse. Die „Extras“ sind die
Vollkornbrötchen, es ist meist so, dass in der Familie alle Brötchen
essen und dann bin ich mit Shake oder Rührei nicht der „Exot“.
178
Bei uns in der Familie fällt das Mittagessen an Weihnachten meist
bescheiden aus, weil Kaffee und Kekse ja bald auf dem Plan
stehen. Mit etwas Gemüse, entweder gedämpft und mit Kräutern
abgeschmeckt oder als knackigen Salat bin ich dann absolut
zufrieden. Jetzt bin ich so der Kekstyp und mag einfach alles, was
süß und verführerisch ist. Mein „Powertag“-Special ist dann also das
leckere nachmittägliche Kaffee und Kuchenkränzchen, wo ich mit
gutem Gewissen zugreifen darf. Weil die Nachmittage sehr lang
werden während man so ungewohnt aufeinander hockt, animiere
ich zum Spaziergang – dank Hund gar kein Problem mehr. Schön
ausgiebig die Beine vertreten und abends gibt’s dann den
Gänsebraten. Ich rechne mir wegen dem fetten Fleisch zwei Extras
und esse dafür davon, so viel ich möchte. Rotkohl mit Apfel ist
Flatrate Produkt und ein Fan von Knödeln bin ich nur dann, wenn
sie nicht gegen Vanillekipferl und Nussmakronen antreten müssen.
Andere werden vielleicht lieber abends Knödel essen und sich
nachmittags beim Süßen ordentlich zurück halten. Jeder Jeck ist
eben anders. Alkohol ist ein spezielles Thema: Ich trinke so wenig
davon im Jahr, dass ich selbst gar keine Regulierungsnotwendigkeit
habe. Wenn ich also an Weihnachten abends mit einem Sekt
anstoße, dann mache ich da kein Drama draus. Ist eben so. Wenn
Du öfter feiern gehst und Alkohol trinkst, solltest Du Dir bewusst sein,
dass er recht viele Kalorien mit sich bringt und Du solltest ihn dann
zu Deinem Lieblingsessen des Tages machen. Natürlich ist das nicht
nötig, wenn Du abends mal zwei Schlucke zum Essen am Weißwein
nippst, wenn es aber mehrere Gläser sind – würde ich es in
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Erwägung ziehen. Du kannst Dir natürlich auch komplett frei geben
und alles zu Schlemmtagen machen, ich habe das anfangs so
gemacht und habe festgestellt, dass die häufige falsche Ernährung
dazu führt, dass mein Körper Heißhungerattacken hat wenn die
Tage vorbei sind und ich schlecht wieder in meinen Alltag finde. Mir
fällt es also leichter, kontrolliert zu schlemmen.
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Egal was Du machst, ob Urlaub, Feiertage, Geburtstag oder
ungeplante Party: Vereinbare mit Dir die Bedingungen und halte
Dich dran. Sei nett zu Dir, damit Du wirklich genießen kannst und
überlege genau, welche Sünden sich für Dich wirklich lohnen!
Hätte ich die Semmelknödel zur Gans gegessen, hätte mir das
wenig bedeutet. Sie sind ganz okay aber ein Traum? Nein. Hätte
ich auf die unglaublich geilen Kekse meiner Mutter verzichtet, hätte
mein Herz geblutet und ich wäre entweder unzufrieden gewesen
weil ich sie nicht gegessen hätte ODER sauer auf mich, weil ich
nicht durchgehalten hätte. Sich selbst kennen zu lernen und zu
akzeptieren, wie man gestrickt ist, hilft sehr dabei Kontrolle über uns
selbst zu bekommen ohne dabei auf alles zu verzichten.
Deshalb Party on, es ist ein schönes Leben und Du darfst und sollst
feiern und hoffentlich endlich mit gutem Gewissen.
Tipps für frisch gebackene Mamas
Viele von unseren Abnehm Engeln sind bei uns, um ihren
„Babyspeck“ loszuwerden. Endlich ist der kleine Liebling da, viele
neue Aufgaben erwarten die frisch gebackene Mama und es
bleibt kaum Zeit, sich um die eigenen Bedürfnisse ausreichend zu
kümmern.
Die Ernährung in der Stillzeit ist – mit wenigen Ausnahmen – genau
wie die jeder anderen Frau. Sie sollte lecker und
abwechslungsreich sein und viele Nährstoffe (Vitamine,
Mineralstoffe) enthalten. Die Flatrate Diet Ernährung ist deshalb
eine erstklassige Grundlage, um Mama und Baby gesund durch die
Stillzeit zu bringen. Du isst viel zuckerarme Obstsorten, Gemüse aller
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Art und viel fettarmes Eiweiß und gute Fette. Wenn Du es geschickt
anstellst, kannst Du in der Stillzeit automatisch ein paar weitere
Pfunde loswerden. Durch das Stillen verbrauchst Du täglich je nach
persönlicher Situation 300 – 600 kcal täglich mehr als normal. Wenn
Du in dieser Zeit darauf achtest, Dich an die gesunden und
einfachen Flatrate Diet Lebensmittel zu halten und vornehmlich die
Flatrate Lebensmittel und Extras isst, wird Dein Mehrbedarf durch
Deine Fettreserven gedeckt. Immerhin hat Dein Körper in der
Schwangerschaft diese Reserven angelegt, damit Du und Dein
Baby auch in Notzeiten gut durch die Stillzeit kommt. Die Pfunde
sind also nicht gekommen, um Dich zu ärgern oder Deine Figur zu
ruinieren sondern um das Überleben von Euch beiden zu schützen.
Unser Körper ist noch nicht angekommen in 2012 , er befindet sich
gefühlt noch in der Steinzeit und ist dementsprechend vorbereitet
darauf, dass harte Zeiten kommen könnten. Vom Pizza Lieferdienst
und gefüllten Kühlschränken weiß der nichts ☺
180
Sehr wichtig ist es, dass Du genug trinkst – die Richtlinie 30 ml pro kg
Körpergewicht solltest Du mindestens einhalten. Dabei sind Früchteund koffeinfreie Kräutertees, Mineralwasser ggf. ohne Sprudel, stark
verdünnte Saftschorlen wie immer die richtige Wahl.
Einige kleine Einschränkungen in der Ernährung für Stillende gibt es
dennoch, die möchte ich hier kurz thematisieren. Große Tabus sind
Alkohol und Nikotin, da erzähle ich sicher nichts Neues – auch für
nicht Stillende empfehle ich einen vernünftigen Umgang mit
Alkohol (so selten wie möglich, so wenig wie möglich) und einen
Verzicht auf unnötige Gifte und Suchtsubstanzen (Zigaretten und
andere Drogen). Natürlich ist überhaupt nichts dagegen
einzuwenden, hin und wieder mal mit einem Glas Sekt anzustoßen
oder zum guten Essen einen Wein zu genießen. Da solltest Du
unbedingt darauf achten, zuerst Dein kleines Mäuschen zu stillen
und dann den Alkohol zu trinken.
Ein wenig Vorsicht ist bei bestimmten Fischsorten gegeben, die
belastet sein können mit Schwermetall. Dazu zählen Rotbarsch,
Barsch, Hecht, Aal, Steinbeißer, Thunfisch und Seeteufel. Auch
Muscheln sind höher belastet und sollten gemieden werden.
Innereien sollten nur ganz selten und in Maßen auf den Tisch
kommen, das gilt allgemein und für stillende Mamis besonders. Am
häufigsten wird von den Inneren die Leber verzehrt. Die Leber ist ein
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Entgiftungsorgan – demzufolge steckt in ihr sehr viel vom
Nahrungsgift, was das Tier vorher aufgenommen hatte. Was für uns
Erwachsene bei normalem Konsum problemlos ist, kann für unser
kleines Würmchen ungesund sein. Einen interessanten Beitrag vom
Verbraucherinformationssystem Bayern lege ich Dir zum Lesen ans
Herz, wenn Du mehr über Schwermetallbelastung in der Nahrung
und die Folgen wissen möchtest. Vis.bayern.de
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Auch wenn es ungewöhnlich klingt, würde ich auf extrem große
Mengen an Milchprodukten – insbesondere Vollmilchprodukte –
verzichten. Dein Baby kann davon Bauchweh oder Durchfälle
bekommen, die Laktoseverträglichkeit ist bei vielen Säuglingen
gering. „Ab Werk“ sind wir genetisch nämlich nicht dafür gemacht,
die Muttermilch einer anderen Spezies zu essen. Während viele
Kinder und Erwachsene im Laufe der Zeit eine Laktosetoleranz
entwickeln, hatten unsere Kleinsten noch nicht die Chance dazu,
sich an die wenig artgerechte Nahrung „Milch anderer Spezies“ zu
gewöhnen. Mir selbst fällt es sehr schwer, auf Milch zu verzichten –
ich nutze deshalb häufig laktosefreie Milch. Die gibt es mittlerweile
auch preiswert im Discounter. Zudem ist ein Mehrbedarf an
Calcium in der Stillzeit da, deshalb ist es gut, Milchprodukte zu
essen. Du solltest einfach genau die Reaktion Deines Babys
beobachten, mit kleinen Mengen an Milchprodukten anfangen
und diese schrittweise steigern. Nicht jedes kleine Mäuschen
reagiert empfindlich. Wenn Du feststellst, dass Dein Baby mit
Blähungen auf Milchprodukte reagiert, solltest Du auf andere Weise
Deinen Calciumbedarf decken. Täglich sollten bei Dir Mandeln,
grünes Gemüse (besonders Grünkohl, Fenchel, Brokkoli, Petersilie)
und calciumreiches Mineralwasser auf dem Plan stehen.
Gerolsteiner classic ist das mit dem höchsten Calciumanteil – mit
Abstand! Hat aber viel Sprudel, also ggf. eingießen und erst Mal die
Kohlensäure etwas verfliegen lassen. Bei den grünen Gemüsen sind
Kohlsorten dabei, bei manchen Babys führen die auch zu
Blähungen / Kolliken deshalb ist auch hier ein langsames
Ausprobieren sinnvoll.
Ebenso können Hülsenfrüchte aber auch stark sprudelnde
Getränke für Blähungen bei Deinem Mäuschen sorgen – auch hier
wieder der Hinweis: ausprobieren mit kleineren Mengen und
herantasten, an das richtige Maß. Last but not least ist es wichtig zu
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
wissen, dass Babys auf Fruchtsäuren empfindlicher reagieren als wir.
Gerade sehr säurehaltige Fruchtsorten (Südfrüchte beispielsweise)
können bei Babys zu einem wunden Po führen. Die Empfindlichkeit
der Kleinen ist sehr unterschiedlich, deshalb taste Dich langsam an
die richtige Verzehrmenge heran. Denk dran: auch in Fruchtsaft
sind die Säuren enthalten. Wenn Du gern Schorle trinkst, solltest Du
auch da genau beobachten, wie Dein Mäuschen damit klar
kommt.
182
Kaffee, Schwarztee und andere koffeinhaltige Getränke werden
kontrovers diskutiert. Manche Quellen empfehlen den kompletten
Verzicht auf Kaffee & Co., andere empfehlen nicht mehr als zwei
Tassen am Tag und die nächsten geben die Empfehlung, dem
Kaffeegenuss direkt nach dem Stillen nachzugeben weil das
Koffein dann bis zur nächsten Mahlzeit Deines Babys wieder
abgebaut wurde und Du so kein unruhiges, schlafloses Baby hast.
Ich habe kein Baby und damit auch keine Erfahrung damit, wie
sich mein Kaffegenuss nun auf mein Baby auswirken würde. Ich
brauche meine ein bis zwei Tassen am Tag und ich denke, ich
würde die nach dem stillen trinken, um sicher zu gehen. Unser
eigenes Wohlbefinden als Mama ist nämlich auch wichtig und ich
kenn da einige Ladys, die ich auf Kaffee-Entzug gar nicht treffen
möchte.
So könnte Dein Alltag aussehen
Vor dem Frühstück:
Wenn Du Deinen Wecker eine halbe Stunde eher einstellst, schaffst
Du vielleicht sogar ein wenig Rückbildungsgymnastik. Diese ist sehr
wichtig. Das Austragen Deines Babys und die Geburt selbst war
Höchstleistung für Deinen Körper. Manche Frauen haben nach der
Entbindung eine leichte Blasenschwäche und von einigen habe
ich sogar gehört, dass sie das Gefühl haben, ihre Blase würde
rausrutschen. Das ist nicht unnormal und wird sich legen, wenn Du
mit gezielter Gymnastik für eine starke Rücken- und
Bauchmuskulatur und eine gekräftigte Beckenbodenmuskulatur
sorgst. Du hattest 9 Monate Dein Baby im Bauch, es wird auch
einige Monate dauern, bis Dein Körper zur Normalität zurück findet.
Ich habe ein sehr schönes Lehrprogramm für
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Rückbildungsgymnastik gefunden, dass Du zuhause machen
kannst.
Ob Du Gymnastik zuhause machst oder in einem Studio/Verein vor
Ort, solltest Du in Ruhe entscheiden. Je nach dem, was in Deinen
Tagesablauf hinein passt. Sehr schön finde ich die Baby Yoga
Angebote, die es hier vor Ort gibt und sicher in vielen anderen
Städten auch. Das ist eine Rückbildungsgymnastik für die Mama
und eine Entspannungsstunde für das Baby. Auch ein Babysitter ist
nicht notwendig, da ihr beide zu diesem Kurs geht. Damit passt es
meiner Meinung nach weitaus besser in einen hektischen Alltag mit
Baby.
183
Nimm Dir morgens auf jeden Fall ein wenig Zeit für Dich, bevor Du
Dein kleines Mäuschen aus dem Bett holst. Mach Dich hübsch.
Wenn Du am Spiegel vorbei kommst, solltest Du nicht unbedingt im
alten Schlabberanzug mit zerzauster Frisur und verquollenen Augen
da stehen. Du brauchst kein Wahnsinnsmake-up oder Styling, Du
solltest einfach nur möglichst zufrieden mit Deinem Spiegelbild sein.
Nobody is perfect – das ist klar. Wahrscheinlich hat sich Dein Körper
auf eine Weise verändert, die für Dich neu ist und vielleicht
Unwohlsein verursacht. Gerade deshalb ist es so wichtig, morgens
ein paar Minuten darin zu investieren, dass Du Dich im Spiegel
leiden magst. Wenn Du Dich in den nächsten Wochen und
Monaten nur noch verwuselt und im Hausanzug siehst, hat das
unbewusst auch Auswirkungen darauf, was Du über Deine eigene
Attraktivität denkst. Das ist ziemlich unnötig denn lass mich Dir
etwas verraten: das glückliche Strahlen einer frisch gebackenen
Mama ist immer wunderschön ☺
Frühstück:
Ja, wir sind kein Fan von Getreide bei der Flatrate Diet.
Vollkorngetreide hat jedoch eine positive Wirkung auf die gute
Stimmung und gleichzeitig brauchst Du einen Energiekick für den
Tag. Wenn Du also mit Shake oder Rührei nicht gut in den Tag
kommst, versuch ein Müsli aus Vollkorn Haferflocken oder
Dinkelflocken mit etwas frischen Obst und laktosefreier Milch als
Start in den Tag. Du solltest ruhig zwei Extras in Dein Frühstück
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
investieren, damit Du Power hast am Morgen. Auch Vollkornbrot
mit Käse und eine Portion Obst bietet Dir einen guten Start in den
Tag. Wenn Du voll stillst, also nicht dazu fütterst – darfst Du ruhig 6
Extras am Tag für Euch einplanen. Du kannst eine kleine Portion
Shake oder etwas Quark angerührt mit Stevia und Vanille (oder wie
Du es magst) zusätzlich essen; Eiweiß ist ebenso wie ausreichend
trinken wichtig, damit Du Milch bilden kannst.
Du erbringst eine echte Höchstleistung in diesen Monaten. Auf
Fettverbrennungstage kannst Du verzichten, glaub mir! Solange Du
nicht zu viel Süßigkeiten futterst, wird sich der lästige „Babyspeck“
von ganz alleine auflösen. Der Fokus bei Deiner Ernährung sollte
also auf Vielfalt und reichlichen Nährstoffen liegen.
Snacks: Obst, Nüsse, magere Milchprodukte (auf die Verträglichkeit
beim Mäuschen achten)
Mittag:
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Gemüse ist mittags Dein bester Freund, ob Du es als Salat oder
gekocht, als Pfannen- oder Wokgemüse willst, ist Dir überlassen.
Dazu kannst Du beispielsweise Hähnchenbrust oder ein anderes
mageres Fleisch ergänzen. Solltest Du Dich vegetarisch ernähren,
greifst Du einfach zu Deinen Eiweißquellen. Ein Mal in der Woche
solltest Du Fisch (möglicht unbelastete Sorte) essen, um auf Deinen
Jod Bedarf zu kommen.
Abendessen:
Hier sieht es genauso aus wie mittags. Wenn Du abends gern Brot
isst und keinesfalls noch Mal warm essen möchtest, besorg Dir für
den Abend möglichst Eiweißbrot aus der Bäckerei. Mittlerweile
haben viele Bäckereien kohlenhydratarme Brotsorten. Die kannst
Du lecker bestreichen beispielsweise mit reichlich Quark und
belegen mit Gurken. Mit etwas Pfeffer bestreut machst Du Dir ein
leckeres Abend Schnittchen. Schnittlauch und Petersilie machen es
nochmal gesünder und leckerer! Wenn Dein Baby keine
Schwierigkeiten mit wundem Po durch Fruchtsäure hat, sind auch
Tomaten ein toller Brotbelag.
In vielen Familien ist abends die Hauptmahlzeit angesagt weil dann
alle zusammen essen können. Die Flatrate Diet Zutaten sind
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
grundsätzlich für die ganze Familie gut geeignet. Wenn Dein Mann
gern viele Nudeln, Reis oder Kartoffeln essen möchte, mach sie
ruhig für ihn wie immer. Du selbst kannst Dir ja ein Extra aufsparen,
wenn Dir diese Beilagen auch am Herzen liegen. Dazu gibt es
weißes Fleisch oder mageren Fisch (oder Tofu/Sojaprodukte sofern
Du und Deine Maus die vertragen) und Du wirst ein leckeres Menü
zaubern.
Vor dem Schlafengehen:
Wenn Du noch etwas Zeit findest, kannst Du etwas
Beckenbodengymnastik machen oder Entspannungstraining. Das
tut gut. Wenn Du voll stillst, ist ein fettarmes eiweißreiches
Lebensmittel für Dich eine gute Wahl vor dem Zubettgehen.
Ebenso wie bei starkem Muskelaufbautraining brauchst Du auch
beim Stillen sehr viel mehr Eiweiß als normal. Wenn Du diesen
Bedarf deckst, ist das gut für Dein Baby und für Dich.
185
Der Faktor Zeit: Ja, mit Deinen vielen neuen Aufgaben hast Du
manchmal etwas weniger Zeit als Du gewohnt bist. Wenn die Hektik
ausbricht und Du beispielsweise zu wenig Zeit hast zum kochen mit
frischen Zutaten, solltest Du vorgesorgt haben: immer wenn Du eine
warme Mahlzeit kochst, mach ein oder zwei Portionen mehr. Mit
gefrierfach geeigneten Tupperdosen kannst Du einzelne Portionen
tiefkühlen um sie in hektischen Zeiten als persönliches gesundes Fast
Food aufzutauen. Dabei sparst Du nicht nur Zeit sondern auch
Geld. Beim Einkauf kannst Du preiswerte Großpackungen kaufen,
die Du sonst stehen gelassen hast, weil Du nicht so viel brauchst.
Empfehlenswerte Bücher/DVDs
Mama Workout – Rückbildungsgymnastik (als Lehrprogramm
anerkannt!)
Mama Workout – Bauch Beine Po mit Baby
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Alfs Sport Tip für den Widereinstieg ins
Sportprogramm nach der Geburt
Meine Tipps zum Sport nach der Geburt
Der Zeitpunkt, ab dem Ihr mit dem Sport anfangen solltet wird sehr
unterschiedlich sein. Manche werden innerhalb der ersten 10 Tage
nach der Geburt anfangen können, andere von Euch erst nach
drei bis sechs Wochen. Das ist nicht entscheidend sondern, dass
sobald Ihr das ärztliche O.K. habt euch sportlich zu betätigen,
solltet Ihr es auch tun.
Am besten nicht alleine, sondern zusammen mit euren Baby. Da
bieten sich Angebote wie Baby-Schwimmen oder Baby-Yoga an.
Vorteilhaft daran ist ja, dass Ihr zusammen mit eurem „Knirps“ aktiv
sein könnt!
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Grundsätzlich gilt: Ihr steigt auf eurem individuellen Niveau ein!
Entsprechend sanft und kurz sollten eure Belastungsintervalle
gewählt werden, wenn Ihr vor und während der Schwangerschaft
wenig Sport betrieben habt.
Die Ladies, die bis zur
Geburt aktiv waren, dürfen auf einem intensiveren Niveau in Ihr
Training einsteigen. Oft ist es sogar möglich, zu der sonst
betriebenen Sportart sehr zügig zurückzukehren.
Als weitere Informationsquelle für mögliche Fragen von eurer Seite,
empfehle ich Euch folgenden Link:
http://www.babycenter.de/baby/mutter/sport_wieder_bereit/
Dort werdet Ihr von Experten (Ärzte, Hebammen, etc.) sehr gut
beraten.
Make your peace with the rain
(Mache Deinen Frieden mit dem Regen)
Eigentlich gibt es jetzt nichts mehr zu schreiben. Das Buch hat seine
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Zulassung bekommen und ich sollte
so
es
nun hochladen und verkaufen. Und,
was mache ich? Mir fällt ein, es gibt
noch etwas zu sagen. Der Regen ist
daran schuld. Heute ist der 07.12.2011
und es regnet, hagelt, stürmt in
Strömen. Es ist schweinekalt. Heute
morgen bin ich eine dreiviertel Stunde
S
in diesem Mistwetter draußen herum
gelaufen, mit meinem Hund. Und
dabei ist mir eingefallen, dass sich eine
Sache ganz
nz entscheidend verändert
hat: Ich
ch habe durch das Abspecken
gelernt, wie ich das Leben einfach
hinnehme und mein Abnehm Ziel
immer beibehalte,
behalte, egal was gerade passiert.
187
Als ich heute morgen durch den strömenden Hagelregen lief und
plötzlich grinste, fiel mir eine Sache wieder ein, die ich irgendwo
gelesen hatte vor einer ganzen Weile. „If you move to London, you
better make your peace with
wi the rain.” Also, wenn Du nach
London ziehst, solltest Du besser mit dem Regen Frieden schließen.
Ich fand den Spruch damals gut, philosophisch betrachtet – und
heute finde ich ihn mal wieder wirklich treffend.
Seitdem
dem ich einen Hund habe, verstehe ich
ich was wirklich gemeint ist.
Es geht darum, immer ein Auge auf die Umstände zu haben und im
Frieden damit zu leben, dass sie sich ständig ändern. Ja, ein
anderes Wort für Gezeiten vielleicht. Meine Maus zwingt mich
mehrmals täglich bei jedem Wetter vor die Tür, keine Ausreden,
kein Kneifen – egal ob schönster Sonnenschein, Bullenhitze,
Eisregen, Tiefschnee oder wie heute eiskaltes, klatschnasses
Dreckswetter – ich werde vor die Tür gehen, ich werde das Wetter
nehmen, wie es ist und meine Zeit dort draußen verbringen.
verbringen. In
tiefster Dunkelheit, ja sogar manchmal mitten in der Nacht wenn
meine Maus mal einen nervösen Darm hat.
Klar, ich arbeite mit Tricks. Ich habe ein ganzes Arsenal an Kleidung
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http://www.flatrate
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
für jedes Wetter, Softshelljacken, Strickjacken, Sonnenhüte,
Headlights sogar eine neonfarbene Bauarbeiterjacke, die übrigens
die wärmste und wasserdichteste Jacke ist, die ich je hatte und
dabei noch so sicher.
Jetzt übertrage ich das zurück auf das Leben, oder etwas kleiner
gegriffen – auf das Abnehmen. Wenn ich genauso auf alle
Umstände reagiere, vorbereitet bin, dann kann mich nichts und
niemand aufhalten, ich bin von den Umständen nicht besiegbar.
Weil ich in Frieden mit ihnen lebe, ja sie sogar genießen kann.
Wie den Wind in meinem Gesicht, die Regentropfen die an mir
herunter laufen. Sogar die klatschnasse Hose weil ich ein Stück
gegen den Wind laufen musste. Das Trockenrubbeln meines
Hundes und ihren Hundgeruch, wenn sie nass geworden ist. Alles
gehört dazu, macht mich komplett und das Leben zum Leben.
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Tja, und das alles nur, weil ich im Frieden damit bin. Vorbereitet und
in mir selbst ruhend. Vielleicht ist das ein schönes Ziel, ein schöner
Abschluss für Dich – wenn Du diese Einstellung für Dich umsetzen
kannst, wirst Du leicht für immer Deine Pfunde loswerden und das
Leben führen, dass DU haben willst.
Einen guten Weg wünsche ich uns.
Liebste Grüße
Anne
Impressum
Allgemeine Hinweise zum Copyright
Copyright / Alle Rechte vorbehalten Anne Hepe http://www.flatrate-diet.com
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
Das Buch unterliegt strengem Copyright. Wenn Du gerne eine
Kostprobe weiter geben möchtest, melde Dich bei mir unter
bekannter Email Adresse und ich sende Dir eine Gratis Version zum
Verschenken an Freunde. Darin sind einige Leseproben enthalten.
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verfolgbar. Das klingt so unerfreulich, bei einem elektronischen
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mein Buch berichten möchtest, melde Dich bei mir unter
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Verfügung (Bildmaterial, Textauszüge;
Interview/Hintergrundinformationen). Ich helfe Dir gern dabei,
einen guten und informativen Beitrag zu machen, indem ich Dir die
notwendigen Informationen und Veröffentlichungsrechte
einräume, damit Du frei berichten kannst.
Alle Bilder in dem Buch sind entweder privat oder im Studio bei
Melanie Weese (www.melanieweese.de) entstanden. Für alle
Aufnahmen liegt mir das kommerzielle Nutzungsrecht vor. Eine
Bildnutzung durch Dritte ist ausschließlich redaktionell und nach
vorheriger Absprache erlaubt, ein Abtritt des Bildnutzungsrechts
erfolgt dabei nicht.
Danke sage ich
Zu aller erst möchte ich mich bei all den vielen Zuschauern und
Zuschauerinnen , Facebook Freunden und Blog LeserInnen
bedanken, die mich inspiriert haben und für die ich dieses Buch
Copyright / Alle Rechte vorbehalten Anne Hepe http://www.flatrate-diet.com
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
geschrieben habe. Ihr motiviert mich, immer weiter zu kämpfen
und ich freue mich auf den Tag, an dem wir alle gemeinsam unser
Ziel erreicht haben und schlank durch die Stadt schlendern auf
einem riesigen Abonennten Treffen.
Ohne Euch hätte ich dieses Buch nie geschrieben sondern
aufgegeben, als ich zu viel Änderungsvorschläge vom Verlag
bekam. Mit Euch macht Abnehmen noch mehr Spaß, wir stehen
das durch. Gemeinsam.
Ein großer Dank geht natürlich an meine Agentur, an Alf und an all
die fleißigen Kräfte im Hintergrund, ohne deren Einsatz hier auch
nur ein paar Seiten zu lesen wären oder das Buch zwar da, aber
nicht käuflich zu erwerben wäre.
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Last but not least bedanke ich mich bei Melanie Weese, unserer
tollen Fotografin aus Berlin, die für uns die Bilder für dieses Buch
gemacht hat und mit ihrer Kreativität und ihrem lieben Wesen
einen prima Eindruck bei uns hinterlassen hat. Melanie, es war eine
große Freude mit Dir zu shooten und ich freue mich drauf, nächstes
Mal in Berlin wieder ein gemeinsames Projekt zu haben.
Melanie läd Euch ein, auf ihrer Website www.melanieweese.de ihre
Arbeiten anzuschauen. Wenn ihr im Raum Berlin seid, fragt bei ihr
für ein Fotoshooting an. Ihr werdet viel Spaß haben und tolle Bilder
bekommen.
Melanie ist voll süß und besteht darauf, dass ich den folgenden Satz
hier mit ins Buch schreibe. Und ich mach das gern,
selbstverständlich ☺
Copyright / Alle Rechte vorbehalten Anne Hepe http://www.flatrate-diet.com
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Die Flatrate Diät – Mit einfachen Tricks systematisch zur Wunschfigur
„ Ich danke dir Anne, dass du mir die Möglichkeit gegeben hast
ein paar Bilder zu deinem Ebook dazu zu steuern. Weil du so eine
Powerfrau bist und uns immer so viel Energie gibst und uns
motivierst war es eine besondere Ehre für mich <3.“
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Copyright / Alle Rechte vorbehalten Anne Hepe http://www.flatrate-diet.com
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