PDF - Menarini Diagnostics

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ZENIT RA ENA Screen
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Vertrieb durch
ZENIT RA ENA Screen
GEBRAUCHSANLEITUNG
100
VERWENDUNGSZWECK
Der Test ZENIT RA ENA Screen ist ein Chemilumineszenz-Immunoassay (CLIA) für die Bestimmung, mit
dem speziellen Analysegerät ZENIT RA, von spezifischen Antikörpern der Klasse IgG gegen die Antigene
SS-A/Ro (60 kDa und 52 kDa), SS-B/La, Sm, U1-snRNP (70 kDa, A und C), Scl-70 und Jo-1 in humanen
Serum- oder Plasmaproben (EDTA).
Dieser Test dient als diagnostisches Hilfsmittel bei der Beurteilung von systemischen rheumatischen
Autoimmunkrankheiten.
ACHTUNG: Ärztliche Entscheidungen dürfen nicht ausschließlich auf dem Ergebnis dieses Tests beruhen,
sondern sind auf der Grundlage der Beurteilung aller verfügbaren klinischen und Labordaten zu treffen.
KLINISCHE BEDEUTUNG
Autoantikörper gegen extrahierbare nukleäre Antigene (ENA) sind eine umfangreiche Familie von
Autoantikörpern, die weder organ- noch artspezifisch sind und deren Bestimmung von großer Bedeutung für
die Labordiagnose von systemischen rheumatischen Autoimmunkrankheiten ist
(1,2,3,4)
.
Bei Laboruntersuchungen zeichnen sich die systemischen Autoimmunkrankheiten durch das Vorliegen von
antinukleären Autoantikörpern (ANA) aus. Der Test auf ANA ist der erste Autoantikörpertest, der bei
Patienten mit Verdacht auf eine systemische Autoimmunerkrankung angefordert werden sollte. Die Suche
nach ANA wird im Allgemeinen mit der indirekten Immunfluoreszenz-Methode (IIF) auf einer Einzelschicht
von HEp-2-Zellen durchgeführt; ein positives ANA-Ergebnis mit IIF zeigt das Vorliegen von Autoantikörpern
gegen verschiedene nukleäre (DNA, Histon, Nicht-Histon-Proteine, nukleoläre Antigene, usw.) oder
zytoplasmatische Antigene an
(5,6)
. Ein positives ANA-Ergebnis mit einem relevanten Titer muss mittels der
Bestimmung von ENA- und dsDNA-Antikörpern eingehender untersucht werden. Das Vorliegen eines
positiven Ergebnisses für ANA und eines oder mehrerer spezifischer Ergebnisse für ENA- und/oder dsDNAAK deutet stark auf systemische Autoimmunkrankheiten hin: systemischer Lupus erythematodes (SLE),
Sjögren-Syndrom (SS), progressive systemische Sklerose (PSS), Dermatomyositis/Polymyositis (DM/PM)
und Mischkollagenose (MCTD).
Die nützlichsten und am häufigsten bestimmten ENA-Antikörper sind AK gegen SS-A/Ro, SS-B/La, Sm,
RNP, Scl-70 und Jo-1.
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Es sollte beachtet werden:
-
ein positives Ergebnis für Autoantikörper gegen SS-A und SS-B ist ein Diagnosekriterium für Sjögren(7)
Syndrom und SLE ;
(8)
-
ein positives Ergebnis für Autoantikörper gegen Sm ist ein Diagnosekriterium für SLE ;
-
ein positives Ergebnis für Autoantikörper gegen Jo-1 ist ein Diagnosekriterium für Dermato/Polymyositis
-
;
ein positives Ergebnis für Autoantikörper gegen Scl-70 ist ein Diagnosekriterium für systemische
Sklerose
-
(9,10)
(11,12)
;
ein positives Ergebnis für Autoantikörper gegen RNP ist ein Diagnosekriterium für Mischkollagenose
(MCTD)
(13)
.
PRINZIP DER METHODE
Der Kit ZENIT RA ENA Screen für die Bestimmung von spezifischen IgG-Antikörpern gegen die Antigene
SS-A/Ro (60 kDa und 52 kDa), SS-B/La, Sm, U1-snRNP (70 kDa, A und C), Scl-70 und Jo-1 verwendet eine
indirekte immunologische Methode in zwei Schritten auf der Grundlage des Chemilumineszenzprinzips.
Die spezifischen Antigene werden zur Beschichtung der Magnetpartikel verwendet (Festphase), und ein
Antikörper gegen humane IgG wird mit einem Acridiniumester-Derivat markiert (Konjugat).
Während der ersten Inkubation binden sich die spezifischen Antikörper in der Probe, in den Kalibratoren
oder in den Kontrollseren an die Festphase.
Während der zweiten Inkubation reagiert das Konjugat mit den an die Festphase gebundenen IgGAntikörpern.
Nach jeder Inkubation wird das nicht an die Festphase gebundene Material durch Absaugen und
anschließendes Waschen entfernt.
Die Menge des markierten Konjugats, das an die Festphase gebunden wurde, wird mittels Aktivierung der
Chemilumineszenzreaktion und Messung des Lichtsignals bewertet. Das erzeugte Signal wird in relativen
Lichteinheiten (RLU - Relative Light Units) ausgedrückt und zeigt die Menge der in der Probe, in den
Kalibratoren und in den Kontrollseren vorliegenden spezifischen Antikörper an.
AUTOMATISIERUNG
Das Analysegerät ZENIT RA führt automatisch alle Schritte durch, die im Protokoll für den Test vorgesehen
sind:
Hinzufügen
von
Proben,
Kalibratoren,
Kontrollseren,
Magnetpartikeln,
Konjugat
und
Aktivierungslösungen für die Chemilumineszenz in den Reaktionsbehälter; magnetische Trennung und
Waschen der Partikel; Messen des emittierten Lichts.
Das System berechnet die Testergebnisse der Proben und Kontrollseren mittels der gespeicherten
Kalibrierungskurve und druckt einen Bericht aus, der alle Informationen bezüglich des Tests und des
Patienten enthält.
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MATERIALIEN UND REAGENZIEN
Mitgelieferte Materialien und Reagenzien
REAG
1
MP
2.5 mL
Magnetpartikel, beschichtet mit den Antigenen SS-A/Ro (60 kDa und 52 kDa), SS-B/La, Sm, U1-snRNP (70
kDa, A und C), Scl-70 und Jo-1, in Phosphatpuffer mit Stabilisatorproteinen, Pro-Clin 300 und Natriumazid (<
0,1 %) als Konservierungsmittel.
REAG
2
CONJ
25 mL
Polyklonale Ziegenantikörper gegen humane IgG, mit einem Acridiniumester-Derivat markiert (Konjugat), in
Phosphatpuffer mit Stabilisatorproteinen und Natriumazid (< 0,1 %) als Konservierungsmittel.
REAG
3
DIL
25 mL
Probenverdünnungsmittel: Phosphatpuffer mit bovinem Serumalbumin, einem Tensid, einem inaktiven
blauen Farbstoff, Pro-Clin 300 und Gentamicin-SO4 als Konservierungsmittel.
REAG
4
CAL A
1.6 mL
Für IgG-AK gegen ENA negatives Humanserum in Phosphatpuffer mit bovinem Serumalbumin, einem
Tensid, einem inaktiven blauen Farbstoff, Pro-Clin 300 und Gentamicin-SO4 als Konservierungsmittel.
REAG
5
CAL B
1.6 mL
Humanserum mit niedriger Konzentration von IgG-Antikörpern gegen ENA in Phosphatpuffer mit bovinem
Serumalbumin, einem Tensid, einem inaktiven blauen Farbstoff, Pro-Clin 300 und Gentamicin-SO4 als
Konservierungsmittel.
Alle Reagenzien sind gebrauchsfertig.
Die Reagenzien 1, 2 und 3 sind in einem gemeinsamen Behälter, der Reagenzienkartusche,
zusammengestellt.
Die Konzentrationen der spezifischen Antikörper in den Kalibratoren sind als Indexwert (Verhältnis zwischen
der Reaktion des Kalibrators und der Cut-Off-Reaktion) angegeben und gegen einen internen
Referenzstandard kalibriert. Die für jede Produktcharge spezifischen Indexwerte sind in der im Kit
enthaltenen DATA DISK verzeichnet.
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DATA DISK
Mini-DVD mit Informationen zu allen Produkte der Reihe ZENIT RA (Reagenzien, Kalibratoren,
Kontrollseren), aktualisiert bis zur letzten Produktionscharge, unter Ausschluss der Produkte, die zum
Zeitpunkt der Zusammenstellung der neuen DATA DISK abgelaufen sind.
Es reicht aus, die DATA DISK mit der höchsten Chargennummer aufzubewahren, um die für den korrekten
Betrieb des Systems notwendigen Informationen auf dem jeweils aktuellsten Stand zu halten.
Benötigte, im Kit nicht mitgelieferte Materialien und Reagenzien
- ZENIT RA Analysegerät
Best.-Nr. 41400
- ZENIT RA Cuvette Cube *
Best.-Nr. 41402
Packung mit 960 Küvetten
- ZENIT RA System Liquid *
Best.-Nr. 41409
1 Flasche mit 0,5 Liter Lösung 10x (Systemflüssigkeit).
- ZENIT RA Wash Solution *
Best.-Nr. 41407
1 Flasche mit 0,5 Liter Lösung 20x (Waschlösung).
- ZENIT RA Trigger Set *
Best.-Nr. 41403
1 Flasche mit 250 ml Trigger A (Voraktivierungslösung)
1 Flasche mit 250 ml Trigger B (Aktivierungslösung)
- ZENIT RA D-SORB Solution
Best.-Nr. 41436
Packung mit 2 Flaschen mit je 1 Liter gebrauchsfertiger Lösung.
- ZENIT RA Cartridge Checking System *
Best.-Nr. 41401
- ZENIT RA Top Cap Set
Best.-Nr. 41566
300 Verschlusskappen zum Verschließen der Kalibratorenbehälter nach der ersten Anwendung.
(*) Das Analysegerät ZENIT RA und die mit einem Sternchen identifizierten Zubehörteile werden von
Immunodiagnostic Systems S.A., Rue E. Solvay, 101, B-4000 Liège, Belgien, hergestellt und von A.
Menarini Diagnostics Srl vertrieben.
Andere empfohlene Reagenzien
ZENIT RA ANA SCREEN CONTROL SET
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Best.-Nr. 41453
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3 Fläschchen mit je 1,5 ml ENA-AK-negativem Humanserum und 3 Fläschchen mit je 1,5 ml ENA-AKpositivem Humanserum.
WARNHINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN
Die mit dem Kit ZENIT RA ENA Screen gelieferten Reagenzien dienen ausschließlich der In-vitro-Diagnostik
und dürfen nicht in vivo bei Menschen oder Tieren verwendet werden.
Dieses Produkt ist von professionellen Anwendern unter strikter Beachtung der in diesem Dokument
vorliegenden Anweisungen zu verwenden.
Menarini kann nicht für Verluste oder Schäden verantwortlich gemacht werden, die aus einer nicht den
mitgelieferten Anweisungen entsprechenden Anwendung entstehen.
Sicherheitsmaßnahmen
Dieses Produkt enthält Materialien tierischer Herkunft und ist daher wie Infektionserreger enthaltendes
Material zu behandeln.
Dieses Produkt enthält Bestandteile menschlicher Herkunft. Alle für die Herstellung der Reagenzien in
diesem Kit verwendeten Serum- oder Plasmaeinheiten wurden mit von der FDA genehmigten Methoden auf
das Vorliegen von HBsAg, HCV-Antikörpern, HIV1-Antikörpern und HIV2-Antikörpern untersucht und für
nicht reaktiv befunden.
Da jedoch keine Untersuchungsmethode die Abwesenheit von Krankheitserregern garantieren kann, sind
alle Materialien menschlicher Herkunft als potentiell infiziert anzusehen und entsprechend zu handhaben.
Falls die Verpackung beschädigt wird und Reagenzien austreten, schützen Sie sich mit einer geeigneten
persönlichen Schutzausrüstung (Kittel, Handschuhe, Schutzbrille) und dekontaminieren Sie den betroffenen
Bereich mit einer verdünnten Natriumhypochloritlösung.
Entsorgen Sie das für die Reinigung verwendete Material und die von dem Materialaustritt betroffenen
Verpackungen gemäß den nationalen Vorschriften für die Entsorgung potentiell infizierter Abfälle.
Einige Reagenzien enthalten Natriumazid als Konservierungsmittel. Da Natriumazid mit Blei, Kupfer oder
verbleitem Messing reagieren und so in den Abflussrohren explosive Azide bilden kann, wird empfohlen, die
Reagenzien oder Abfälle nicht in den Abfluss zu entsorgen, sondern die nationalen Vorschriften für die
Entsorgung potentiell gefährlicher Abfälle zu befolgen.
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten ist es notwendig, dass Sie sich strikt an diese Gebrauchsanleitung
halten und die Angaben in der Bedienungsanleitung des Analysegerätes genau befolgen.
Die mit dem Kit gelieferten Reagenzien sind nur mit dem Analysegerät ZENIT RA zu verwenden.
Die Bestandteile der Reagenzienkartusche können nicht aus der Kartusche entfernt und neu
zusammengestellt werden.
Den Kit nicht nach dem Verfallsdatum verwenden.
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ZUBEREITUNG DER REAGENZIEN
Alle mit dem Kit gelieferten Reagenzien sind gebrauchsfertig.
LAGERUNG UND HALTBARKEIT DER REAGENZIEN
Die mit dem Kit gelieferten Reagenzien bei 2-8 °C aufrecht und im Dunkeln aufbewahren.
Unter diesen Bedingungen sind die Reagenzienkartusche und die Kalibratoren vor dem Öffnen bis zum
Verfallsdatum haltbar.
Nach dem Öffnen kann die Reagenzienkartusche 60 Tage lang angewendet werden, wenn sie im
Kühlschrank bei 2-8 °C oder im Gerät aufbewahrt wird.
Nach dem Öffnen können die Kalibratoren 60 Tage lang angewendet werden, wenn sie im Kühlschrank bei
2-8 °C aufbewahrt werden und pro Lauf nicht länger als 6 Stunden im Gerät verbleiben.
Reagenzien und Kalibratoren nicht einfrieren.
ZUBEREITUNG UND AUFBEWAHRUNG DER PROBEN
Die Bestimmung ist mit humanen Serum- oder Plasmaproben (EDTA) durchzuführen.
Von der Verwendung lipämischer, hämolytischer und trüber Proben wird abgeraten.
Wenn die Bestimmung mehr als 8 Stunden nach der Entnahme erfolgt, trennen Sie das Serum von dem
Blutklumpen oder das Plasma von den roten Blutkörperchen und füllen Sie die Probe aus den primären
Geltrennröhrchen in sekundäre Reagenzröhrchen ohne Zusätze um.
Vor der Untersuchung können die Proben höchstens 7 Tage lang im Kühlschrank bei 2-8 °C aufbewahrt
werden.
Wenn die Bestimmung nach mehr als 7 Tagen durchgeführt wird, sind die Proben einzufrieren (< -20 °C).
Vermeiden Sie wiederholtes Auftauen und Einfrieren.
VERFAHREN
Halten Sie sich genauestens an die Anweisungen in der Bedienungsanleitung des Gerätes, um eine
zuverlässige Analyseleistung zu erhalten.
Einsetzen der Reagenzien
Alle mit dem Kit gelieferten Reagenzien sind gebrauchsfertig.
Vor dem Einsetzen der Kartusche in das System muss der Behälter mit den Magnetpartikeln durch
horizontales Drehen geschüttelt werden, um die Resuspendierung der Partikel zu erleichtern. Dabei ist die
Bildung von Schaum zu vermeiden.
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Setzen Sie die Reagenzienkartusche mit Hilfe der entsprechenden Führung in den Reagenzienbereich des
Gerätes ein und lassen Sie sie vor der Anwendung mindestens 30 Minuten lang schütteln.
Bei Einsetzen der Reagenzienkartusche wird gleichzeitig deren identifizierender Barcode abgelesen. Falls
das Etikett der Kartusche beschädigt ist oder der Barcode nicht abgelesen wird, können die identifizierenden
Daten der Reagenzienkartusche von Hand eingegeben werden.
Das Gerät sorgt automatisch für das kontinuierliche Schütteln der Magnetpartikel.
Wenn die Reagenzienkartusche aus dem Gerät entfernt wird, ist sie bei 2-8 °C aufrecht und im Dunkeln
aufzubewahren.
Einsetzen der Kalibratoren und Kontrollseren
Die Kalibratoren und Kontrollseren des Systems ZENIT RA sind gebrauchsfertig. Lassen Sie die
Kalibratoren und Kontrollseren 10 Minuten bei Raumtemperatur stehen und schütteln Sie vorsichtig den
Inhalt, von Hand oder mit dem Vortex-Mixer, ohne dass sich dabei Schaum bildet. Den Behälter nicht
umdrehen und die Perforationskappe nicht abnehmen (gelbe Kappe für Kalibratoren und grüne oder blaue
Kappe für Kontrollseren).
Wenn die Kalibratoren oder Kontrollseren zum ersten Mal verwendet werden, drücken Sie die
Perforationskappe bis zum Anschlag nach unten. Dadurch wird die Membran, die den Behälter versiegelt,
perforiert,
so
dass
die
enthaltene
Flüssigkeit
entnommen
werden
kann.
Die
Absenkung
der
Perforationskappe wird angezeigt, indem gleichzeitig der rote Streifen am oberen Ende des Etiketts verdeckt
wird (Abb. 1 - „Versiegelter Behälter“ und „Perforierter Behälter“).
Wenn die Kalibratoren oder Kontrollseren bereits verwendet wurden, ist der Behälter mit einer
Verschlusskappe (weiße Kappe) versehen, und der rote Streifen des Etiketts ist verdeckt.
In das Gerät dürfen nur Behälter ohne Verschlusskappe (weiße Kappe) und mit verdecktem rotem Streifen
des Etiketts eingesetzt werden (siehe Abb. 1 - „Perforierter Behälter“).
Setzen Sie nach Ablesen des Barcodes die Kalibratoren oder Kontrollseren in den Probenbereich des
Gerätes ein. Falls das Etikett beschädigt ist oder der Barcode nicht abgelesen wird, können die Daten des
Barcodes auch von Hand eingegeben werden.
Die Konzentrationswerte der in den Kalibratoren und Kontrollseren vorliegenden ENA-IgG-Antikörper sind
auf der DATA DISK verzeichnet und werden automatisch an das Analysegerät übertragen. Falls die Daten
nicht übertragen werden, können sie von Hand eingegeben werden.
Am Ende des Laufs sind die Behälter der Kalibratoren und Kontrollseren mit den dafür bestimmten
Verschlusskappen (weiße Kappen) zu verschließen und bis zu ihrer nächsten Anwendung bei 2-8 °C
aufzubewahren (Abb. 1 - „Verschlossener Behälter“).
Die Kalibratoren können höchstens viermal verwendet werden.
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Abbildung 1: Anordnung der Behälter
Versiegelter Behälter
Perforierter Behälter
Verschlossener
Behälter
Einsetzen der Proben
Identifizieren Sie die Proben mit Hilfe des Barcodelesers und setzen Sie sie in das entsprechende Fach des
Gerätes ein. Falls die Probe nicht mit einem Barcode versehen ist oder der Barcode nicht abgelesen wird,
können die identifizierenden Daten der Probe von Hand eingegeben werden.
Wählen Sie für jede Probe die angeforderten Parameter aus.
Kalibrierung
Das Analysegerät ZENIT RA verwendet eine (lineare) Kalibrierungskurve, die mittels der Ergebnisse der
Analyse der Kalibratoren berechnet wird.
Analysieren Sie zum Kalibrieren die beiden Kalibratoren A und B dreifach und die Kontrollseren einfach. Die
mit den Kontrollseren erhaltenen Konzentrationswerte ermöglichen es, die neue Kalibrierung zu validieren.
Nachdem die Kalibrierung akzeptiert und gespeichert wurde, können alle nachfolgenden Proben ohne
weitere Kalibrierung analysiert werden, es sei den, es tritt einer der folgenden Fälle ein:
-
eine Reagenzienkartusche einer neuen Charge wird in das Gerät eingesetzt;
-
die Werte der Kontrollseren liegen nicht innerhalb des Akzeptanzbereiches;
-
es wurden Wartungsverfahren am Gerät durchgeführt;
Die Gültigkeit der Kalibrierung für den Kit ZENIT RA ENA Screen beträgt 15 Tage.
Die Nachkalibrierung wird vom Gerät automatisch verwaltet.
Bestimmung
Drücken Sie die Starttaste.
1. Das
System
saugt
80
µl
Probenverdünnungsmittel,
20
µl
Magnetpartikel,
100
µl
Probenverdünnungsmittel und 6 µl Probe oder Kontrollserum an (für die Kalibratoren wird das positive
Serum mit dem Probenverdünnungsmittel vorverdünnt geliefert, und das entnommene Volumen beträgt
106 µl). Die angesaugten Lösungen und Suspensionen werden in die Reaktionsküvette gegeben.
2. Die Reaktionsküvette wird 10 Minuten lang bei 37 °C im Karussell inkubiert.
3. Nach dieser Inkubationsphase werden die Magnetpartikel getrennt und gewaschen.
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4. In die Küvette werden 200 µl Konjugat gegeben.
5. Die Reaktionsküvette wird 10 Minuten lang bei 37 °C im Karussell inkubiert.
6. Nach dieser letzten Inkubationsphase werden die Magnetpartikel getrennt und gewaschen, und die
Küvette wird in die Messkammer überführt.
7. Die in RLU angegebene Menge des an die Festphase gebundenen Konjugats ist direkt proportional zu
der Konzentration der in der Probe vorliegenden ENA-IgG-Antikörper.
8. Die erhaltenen Ergebnisse werden auf die Kalibrierungskurve aufgetragen und in Indexwerte
umgerechnet.
QUALITÄTSKONTROLLE
Um die Gültigkeit der Bestimmung zu garantieren, müssen an jedem Tag, an dem dieser Test durchgeführt
wird, Kontrollseren mit unterschiedlichen Konzentrationen (mindestens ein negatives und ein positives
Serum) gemessen werden.
Falls Ihr Labor für die Überprüfung der Ergebnisse der Bestimmung die häufigere Anwendung oder die
Anwendung einer höheren Anzahl von Kontrollseren erfordert, befolgen Sie die im Labor festgelegten
Qualitätskontrollverfahren.
Wenn Kontrollseren des Systems ZENIT RA verwendet werden, sind die erwarteten Mittelwerte und die
Akzeptanzgrenzen in der auch mit den Kontrollseren gelieferten DATA DISK angegeben.
Falls andere Kontrollseren angewendet werden, sind vor deren Anwendung die mit den Reagenzien und
dem System ZENIT RA erwarteten Werte zu bestimmen.
Wenn die Werte der Kontrollseren nicht in den angegebenen Akzeptanzbereich fallen, sind die zugehörigen
Testergebnisse nicht gültig, und die entsprechenden Proben müssen erneut getestet werden.
In diesen Fällen ist es vor der Wiederholung der Bestimmung nötig, das Verfahren zur Nachkalibrierung
durchzuführen.
BERECHNUNG UND INTERPRETATION DER ERGEBNISSE
Berechnung der Ergebnisse
Das System berechnet automatisch die Konzentration der in den untersuchten Proben vorliegenden ENAIgG-Antikörper. Die Werte können auf dem Bildschirm eingesehen oder ausgedruckt werden.
Die Konzentrationen werden als Indexwert angegeben.
Die Konzentration des Analyten in der Probe wird durch Auftragen des für jede Probe erhaltenen
Ergebnisses auf eine Kalibrierungskurve berechnet; letztere wird periodisch mittels der Ergebnisse der
Analyse der Kalibratoren berechnet.
Detaillierte Informationen zur Berechnung der Ergebnisse durch das System finden Sie in dessen
Bedienungsanleitung.
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Interpretation der Ergebnisse
Die Ergebnisse der Proben können wie folgt interpretiert werden:
INDEX
Interpretation
< 1,0
Die Probe ist als negativ für das Vorliegen von ENA-IgG-Antikörpern anzusehen.
≥ 1,0
Die Probe ist als positiv für das Vorliegen von ENA-IgG-Antikörpern anzusehen.
Die obengenannten Werte sind nur vorgeschlagene Werte. Jedes Labor muss seine eigenen
Referenzbereiche erstellen.
EINSCHRÄNKUNGEN DES TESTS
Für Diagnosezwecke sind die mit dem Kit ZENIT RA ENA Screen und dem Analysesystem ZENIT RA
erhaltenen Ergebnisse zusammen mit anderen dem Arzt zur Verfügung stehenden klinischen und
Labordaten zu verwenden.
Eine bakterielle Verunreinigung der Proben und Wärmeinaktivierung können das Ergebnis der Bestimmung
beeinträchtigen.
Heterophile Antikörper in Humanserumproben können mit Reagenzien auf Immunglobulinbasis reagieren
und so immunologische In-vitro-Bestimmungen beeinträchtigen. Solche Proben können bei Analyse mit dem
Kit ZENIT RA ENA Screen zu abnormalen Werten führen.
ERWARTETE WERTE
Es wurden Proben von 80 zufällig ausgewählten Spendern untersucht, um das Vorliegen von IgG-AK gegen
ENA zu überprüfen.
Alle Proben waren negativ, mit einem mittleren Indexwert von 0,3 und einer Standardabweichung von 0,13
Indexwerten.
Mit diesen Ergebnissen wurde die Erfassungsgrenze berechnet („Limit of Blank“, LoB = der höchste Wert,
der in einer Reihe von Proben ohne den Analyten erwartet werden kann). Die Erfassungsgrenze wurde als
das 95. Perzentil der negativen Bevölkerung bestimmt und liegt bei einem Indexwert von 0,5 mit der
Reagenziencharge 1.
LEISTUNGEN
Warnung: Die angegebenen Daten stellen nicht die Funktionsspezifikationen des Kits dar, sondern sind der
experimentelle Nachweis dafür, wie der Kit auf die vom Hersteller vorgesehene Art innerhalb dieser
Spezifikationen funktioniert.
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Präzision und Wiederholbarkeit
Für die Bewertung der Präzision und Wiederholbarkeit des Kits ZENIT RA ENA Screen wurde ein Protokoll
auf der Grundlage der Richtlinien des Dokumentes EP5-A2 des Clinical and Laboratory Standards Institute
(CLSI) verwendet.
Die Präzision wurde berechnet, indem die Ergebnisse von 20 Wiederholungen von drei Seren (ein
negatives und zwei positive), die mit zwei verschiedenen Reagenzienchargen während desselben
analytischen Laufs untersucht wurden, analysiert wurden.
Die Konzentration des für ENA-IgG-AK negativen Serums (NC) lag bei Indexwerten zwischen 0,2 und
0,3 bzw. zwischen 0,3 und 0,4 mit den Reagenzienchargen 1 bzw. 2.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Ergebnisse der 2 positiven Seren.
Probe
PB
PC
Reagenziencharge
Nr.
1
2
1
2
Mittlere
Konzentration
(Index)
2,4
2,5
4,0
4,2
SD
VK%
0,06
0,08
0,17
0,13
2,5
3,2
4,3
3,1
Die Wiederholbarkeit wurde berechnet, indem die Ergebnisse der einfachen Bestimmung von zehn ENAAK-negativen Seren und sieben ENA-AK-positiven Seren mit verschiedenen Spezifitäten, durchgeführt in 30
verschiedenen Läufen mit zwei verschiedenen Reagenzienchargen, analysiert wurden.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Ergebnisse der ENA-AK-negativen Seren.
Probe
ENA-1
ENA-2
ENA-4
ENA-5
ENA-6
ENA-7
ENA-8
ENA-9
ENA-10
ENA-11
Mittlere Konzentration
(Index)
0,2
0,2
0,1
0,2
0,3
0,1
0,3
0,2
0,2
0,2
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Bereich
0,2 - 0,3
0,2 - 0,3
0,1 - 0,2
0,1 - 0,3
0,2 - 0,4
0,1 - 0,2
0,2 - 0,4
0,1 - 0,2
0,2 - 0,3
0,2 - 0,3
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Die nachfolgende Tabelle zeigt die Ergebnisse der ENA-AK-positiven Seren.
Probe
ANA-P1
ANA-P2
ANA-P4
ANA-P5
ANA-P6
ANA-P7
ANA-P8
Mittlere Konzentration
(Index)
4,1
4,5
4,1
4,6
3,4
4,3
4,3
VK%
6,1
6,7
6,3
6,3
8,2
7,9
6,7
Analytische Spezifität: Interferenzen
Eine Studie auf der Grundlage der Richtlinien des Dokumentes EP7-A2 des CLSI hat gezeigt, dass das
Vorliegen der nachfolgend angeführten, potentiell interferierenden Substanzen in der Probe bis zu den
untersuchten Konzentrationen die Leistung des Tests nicht beeinträchtigt.
Potentiell interferierende
Substanzen
Höchste untersuchte Konzentration
Freies Bilirubin
Konjugiertes Bilirubin
Hämoglobin
Fettsäuren
13,3
18,0
666,6
2000,0
mg/dL
mg/dL
mg/dL
mg/dL
Von der Verwendung lipämischer, hämolytischer oder trüber Proben wird jedoch abgeraten.
Relative Sensitivität und Spezifität
Das Vorliegen von ENA-IgG-AK wurde in 403 Proben mit dem Kit ZENIT RA ENA Screen und mit einer im
Handel erhältlichen ELISA-Methode für ENA-AK bestimmt. Bei 18 Proben stimmten die Ergebnisse des
ZENIT-RA-Tests und des im Handel erhältlichen ELISA-Tests nicht überein.
Die relative Übereinstimmung ist daher 95,5 % (385/403).
Die relative Sensitivität ist 98,3 (116/118).
Die relative Spezifität ist 94,4 % (269/285).
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LITERATUR
1.
CA von Mühlen, EM Tan. Autoantibodies in the diagnosis of systemic rheumatic diseases. Sem Arthr Rheum 1995;
24: 323-58.
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RL Humbel. Auto-immunité, auto-anticorps et maladie. In : Humbel RL, ed. Autoanticorps et maladies
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PN Hollingsworth, SC Pummer, RL Dawkins. Antinuclear antibodies. In: Peter JB, Shoenfeld Y, eds.
Autoantibodies. Amsterdam, The Netherlands : Elsevier Science BV; 1996: 74-90.
4.
CA Slater, RB Davis, RH Shmerling. Antinuclear antibodies testing. A study of clinical utility. Arch Int Med 1996;
156: 1421-5.
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RL Humbel. Detection of antinuclear antibodies by immunofluorescence. In : van Venrooij, Maini RN eds. Manual of
biological markers of disease. Dordrecht, the Netherlands : Kluwer; 1993: A2:1-16.
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