B O T S C H A F T

B O T S C H A F T
Einwohnergemeinde Diessbach bei Büren
BOTSCHAFT
***********************
Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger
Der Gemeinderat lädt alle Stimmberechtigten der Gemeinde Diessbach bei
Büren ganz herzlich zur
Gemeindeversammlung vom
Dienstag, 9. Dezember 2014, 20:00 Uhr
in die Mehrzweckhalle in Diessbach bei Büren ein.
Traktanden
1. Orientierung über den Finanzplan 2014-2019
2. Genehmigung Voranschlag 2015; Festsetzung der Steueranlage und
des Liegenschaftssteueransatzes
3. Abfallreglement per 1. Januar 2015; Genehmigung
4. Abrechnung Kredit „Netzverstärkung Bettiweg“; zur Kenntnisnahme
5. Abrechnung Kredit „Integration Kindergarten ins Schulhaus“, zur
Kenntnisnahme
6. Abrechnung Kredit „Gäu“; zur Kenntnisnahme
7. Verschiedenes und Orientierungen
Der detaillierte Voranschlag 2015 kann ab sofort bei der Gemeindeverwaltung bezogen werden. Das Abfallreglement liegt 30 Tage vor der Versammlung öffentlich auf.
Beschwerden gegen Versammlungsbeschlüsse sind innert 30 Tagen (in
Wahlsachen innert 10 Tagen) nach der Versammlung schriftlich und begründet beim Regierungsstatthalteramt Seeland, Aarberg einzureichen (Art. 63ff
Verwaltungsrechtspflegegesetz VRPG). Die Verletzung von Zuständigkeitsund Verfahrensvorschriften sind an der Gemeindeversammlung sofort zu beanstanden (Artikel 49a Gemeindegesetz GG; Rügepflicht).
Wer rechtzeitiges Rügen pflichtwidrig unterlassen hat, kann gegen Wahlen
und Beschlüsse nachträglich nicht mehr Beschwerde führen.
Diessbach, im November 2014
EINWOHNERGEMEINDE DIESSBACH
Der Gemeinderat
Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
1

Traktandum 1
Orientierung über den Finanzplan 2014-2019
_____________________________________________________________
Der Finanzplan informiert über Absichten der Gemeinde und ihre mittel- und
langfristige Zielsetzung. Er zeigt den finanziellen Handlungsspielraum der
Gemeinde auf. Die Gemeinden brauchen den Finanzplan um rechtzeitig den
Handlungsspielraum in den Gemeindefinanzen zu bemerken und die Entwicklungsziele der Gemeinde anpassen zu können.
Der Finanzplan ist keine exakte Wissenschaft und muss rollend immer wieder
überarbeitet weden. In Diessbach erfolgt die Überarbeitung jeweils im Herbst.
Ergebnis der Finanzplanung 2014 – 2019 (in 1000 Fr. angegeben)
Ergebnisse
der Finanzplanung
Basisjahr
Prognoseperiode
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019
5800
4489
4719
4787
4626
4677
4666
4656
4698
4929
4507
4704
4482
4680
1311
-68
-51
10
-231
-197
-198
Nettoinvestitionen
1325
586
923
1388
1393
568
764
Prognose der Belastung
Investitionsfolgekosten
Handlungsspielraum LR
Unter-/Überdeckung
1311
108
29
-68
-97
113
-51
-164
63
10
-53
91
-230
-321
146
-197
-343
168
-198
-367
1257
1160
996
943
622
279
Prognose Laufende Rechnung
Total Ertrag
Total Aufwand
Handlungsspielraum der
Laufenden Rechnung
Eigenkapital
Bilanzfehlbetrag
87
Mit dem aktualisierten Finanzplan wird ein negativer Handlungsspielraum in
den nächsten Jahren ausgewiesen. Oder anders gesagt: Ohne Berücksichtigung der beträchtlichen Neuinvestitionen produziert die Einwohnergemeinde
Diessbach im Prognosezeitraum Aufwandüberschüsse von durchschnittlich
Fr. -122‘000.00 pro Jahr.
Allgemeine Feststellungen
Für den Finanzplan besteht eine Unsicherheit bezüglich der künftigen Steuereinnahmen sowie den Auswirkungen des per 01.01.2016 geltenden Harmonisierten Rechnungsmodells 2 (insbesondere bei den Abschreibungen und in
den Bereichen der Spezialfinanzierungen).
Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
2
Die Investitionstätigkeit bewegt sich auf einem recht hohen Niveau. Ob nach
wie vor ein Nachholbedarf besteht, müsste separat abgeklärt werden. Dabei
lohnen sich eine seriöse, der Realität entsprechende Mehrjahresplanung inkl.
Priorisierungen sowie die Festlegung von Standards (z.B. welche Qualität/Quantität ist gewünscht).
Risiken
Die Entwicklung im Bereich der Steuern muss ständig überprüft und im Auge
behalten werden. Dazu dienen insbesondere die Einnahmen- und Ertragsabrechnungen sowie die Prognosedaten der kantonalen Steuerverwaltung.
Die Auswirkungen vom Finanz- und Lastenausgleich (infolge der ausserordentlichen Steuereinnahmen), der neuen Lehrerbesoldungen, des einzuführenden Harmonisierten Rechnungsmodells 2 sowie der andauernden Sparmassnahmen von Kanton und Bund können momentan nicht genau abgeschätzt werden.
Somit müssen sämtliche Aussagen in der Finanzplanung, zusätzlich zu den
systembedingten Unsicherheiten, mit Vorsicht aufgenommen werden.
Zur Kenntnisnahme:
1. Der vorliegende Finanzplan 2014-2019 wird der Gemeindeversammlung
zur Kenntnisnahme unterbreitet.

Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
3
Traktandum 2
Voranschlag für das Jahr 2015
 Gemeindesteueranlage
 Ansatz für die Liegenschaftssteuer
_____________________________________________________________
An der Gemeindeversammlung vom 3. Juni 2014 wurde die Rechnung 2013
mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 102‘597.36 genehmigt, womit das Eigenkapital auf Fr. 1‘256‘954.75 anstieg. Die Budgetvorgaben werden auch im
laufenden Jahr restriktiv gehandhabt. Bei einem tatsächlich eintretenden Aufwandüberschuss wird das vorhandene Eigenkapital abgebaut.
Der Investitionsbedarf wird laufend überprüft, damit nicht ein zu grosser Nachholbedarf entstehen kann.
Der Voranschlag für das Jahr 2015 wurde in Zusammenarbeit mit den Kommissionen und Funktionären erarbeitet. Der Gemeinderat hat anlässlich seiner
Sitzungen vom 20. Oktober 2014 und 3. November 2014 alle Budgetpositionen sehr eingehend geprüft, hinterfragt, teilweise korrigiert und zuhanden der
Gemeindeversammlung verabschiedet.
Hinweise
In der Laufenden Rechnung sind die „Konsumausgaben“ sowie kleinere Investitionen enthalten.
Bei der Investitionsrechnung handelt es sich um eine Absichtserklärung des
Gemeinderates über welche die Gemeindeversammlung in Kenntnis zu setzen
ist. Vor der Ausführung der geplanten Investition wird das ordentliche Kreditgenehmigungsverfahren, d.h. Bewilligung der entsprechenden Kredite durch
die zuständigen Organe (Gemeinderat oder Gemeindeversammlung) durchgeführt. Als Investition gilt eine Ausgabe mit "mehrjähriger Nutzung".
Bei den Spezialfinanzierungen sind im Jahr 2015 mit Ausnahme der Stromtarife und der Abfallgrundgebühren keine Anpassung der Gebühren vorgesehen. Das Gesetz schreibt vor, dass Defizite in den Spezialfinanzierungen
zwingend abzutragen sind.
Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
4
Dem Voranschlag 2015 liegen folgende Ansätze zu Grunde:
Gebührenansätze
Steueranlage
Liegenschaftssteuer
1.80 Einheiten
1.2 ‰ des
amtlichen Wertes
unverändert
unverändert
Gebührenansätze
Pflichtersatzabgabe Wehrdienste
 4.5% der Staatssteuer (Maximum)
Fr.
Abwassergebühren
 Grundgebühr
Fr.
(je Wohnung und je Betriebsstandort)
 Verbrauchsgebühr (je m3 Frischwasser) Fr.
Wassergebühren
 Grundgebühr
Fr.
(je Wohnung und je Betriebsstandort)
 Verbrauchsgebühr (je m3 Frischwasser) Fr.
450.00
unverändert
180.00
unverändert
2.80
unverändert
55.00
unverändert
1.20
unverändert
Kehrichtgebühren (Anpassung Abfallreglement)
 Grundgebühren pro Haushalt Fr.
190.00
bisher 150.00
für Gewerbe und Industrie
Fr.
110.00 – Fr. 500.00 bisher 100.00 –
500.00
 Häckseldienst
Die Abfuhr wurde ausgelagert und die Verrechnung erfolgt direkt durch den Unternehmer Bernhard Affolter,
Schüpfen.
Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
5
Rechnungsergebnis der laufenden Rechnung
Auch im Voranschlagsjahr wurden in der Laufenden Rechnung nur die dringendsten Kosten aufgenommen. Der Voranschlag 2015 sieht wie folgt aus:
Gesamtergebnis
Total Aufwand
Total Ertrag
Fr.
Fr.
4‘785‘100.00
4‘637‘450.00
Aufwandüberschuss
Fr.
147'650.00
Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
6
Voranschlag 2015
Bezeichnung
0
Aufwand
Allgemeine Verwaltung
472'900.00
Nettoaufwand
Nettoaufwand
51'300.00
Bildung
0.00
1'197'150.00
Gesundheit
Nettoaufwand
0.00
Volkswirtschaft842'600.00
Nettoaufwand
Nettoertrag
9
48'250.00
Nettoaufwand
788'300.00
2'203'600.00
Ertragsüberschuss
0.00
Aufwandüberschuss
4'785'100.00
Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
33'685.95
834'500.00
805'408.19
851'570.54
0.00
46'162.35
2'322'150.00
1'322'562.57
3'433'083.55
0.00
2'110'520.98
4'632'050.00
5'693'128.95
5'795'726.31
102'597.36
447'100.00
5'079'150.00
775'832.24
0.00
0.00
147'650.00
4'785'100.00
809'518.19
0.00
5'079'150.00
11'552.35
220'889.20
0.00
977'650.00
1'888'150.00
4'637'450.00
232'441.55
0.00
434'000.00
153'448.60
547'943.74
0.00
13'700.00
46'200.00
2'669'950.00
701'392.34
71'150.00
0.00
Total Aufwand/Ertrag
4'785'100.00
TOTAL
1'048'800.00
0.00
5'194.90
0.00
1'400.00
0.00
890'850.00
5'194.90
299'000.00
0.00
Finanzen und Steuern
466'350.00
Nettoertrag
312'700.00
0.00
16'102.23
674'500.00
60'900.00
Nettoertrag
16'102.23
7'950.00
675'900.00
372'445.33
817'490.66
0.00
0.00
0.00
545'200.00
1'189'935.99
0.00
500.00
0.00
13'000.00
0.00
Umwelt und Raumordnung
606'100.00
Nettoaufwand
8
7'950.00
101'828.40
68'931.20
17'450.00
295'850.00
Nettoertrag
317'500.00
0.00
1'400.00
170'759.60
0.00
0.00
0.00
0.00
308'850.00
Nettoaufwand
7
17'950.00
95'965.30
343'848.09
898'250.00
722'800.00
Nettoertrag
Verkehr
1'215'750.00
Ertrag
0.00
80'100.00
0.00
0.00
0.00
Soziale Wohlfahrt
724'200.00
439'813.39
49'950.00
6'000.00
Nettoertrag
6
335'450.00
0.00
6'000.00
Nettoaufwand
5
130'050.00
17'450.00
Nettoertrag
84'550.00
0.00
0.00
Nettoaufwand
Aufwand
363'200.00
861'700.00
Kultur und Freizeit
17'450.00
Rechnung 2013
Ertrag
0.00
92'200.00
Nettoertrag
4
447'750.00
0.00
Nettoaufwand
3
89'400.00
Oeffentliche Sicherheit
143'500.00
Nettoertrag
2
Aufwand
383'500.00
Nettoertrag
1
Voranschlag 2014
Ertrag
5'079'150.00
7
0.00
5'795'726.31
5'795'726.31
Bemerkungen zu den einzelnen Aufgabengebieten
(2015 + 2014 = Nettoaufwände Voranschlag; 2013 = Nettoaufwand Rechnung)
0
Allgemeine Verwaltung
2015
Fr. 383‘500.00 2014
Fr. 363‘200
2013
Fr. 329‘550.00
 Da im Jahr 2015 die National- und Ständeratswahlen anstehen, musste dies
entsprechend im Voranschlag 2015 berücksichtigt werden. Ab Januar 2015
wird ein ständiger Wahl- und Abstimmungsausschuss tagen, daher sind die
entsprechenden Sitzungsgelder im Budget aufzunehmen.
 Der Mehraufwand bei den Verwaltungslöhnen und Honoraren lässt sich darauf zurückführen, dass im Jahr 2015 Vorbereitungsarbeiten für das Harmonisierte Rechnungsmodell 2 (HRM 2) anstehen. Diese Umsetzung muss jede Berner Gemeinde vornehmen und ab 01. Januar 2016 ist die Gemeindebuchhaltung nach HRM 2 zu führen. Der genaue Verwaltungsaufwand für
diese Umsetzung kann heute noch nicht abgeschätzt werden.
 Weiter stellt der Kanton den Berner Gemeinden die Anforderung einen sogenannten ÖREB-Kataster (Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen) zu führen. Im Jahr 2015 fallen die entsprechende Vorbereitungsarbeiten an.
 Infolge der neuen Zusammenstellung vom Gemeinderat wurde etwas mehr
budgetiert für Kurse und Sitzungen.
1
Öffentliche Sicherheit
2015
Fr. 51‘300.00 2014
Fr.
49‘950.00 2013
Fr.
48‘650.00
 Die Kosten für die Nachführung des Vermessungswerkes werden in diesem
Bereich geführt. Die Gemeindeversammlung hat im Dezember 2012 dem
Traktandum „amtliche Vermessung Los 2“ die Zustimmung erteilt, daher fallen in diesem Bereich jährliche Kosten von Fr. 10‘000.00 an (Zeitdauer von
10 Jahren).
 In der Funktion „übrige Rechtspflege“ werden hauptsächlich Aufwändungen
und Erträge für die Tätigkeit der Gemeindeverwaltung (Bauwesen, Einwohnerkontrolle, Ortspolizei etc.) verbucht. Die Kosten des externen Bauberaters werden vollumfänglich den jeweiligen Baugesuchstellern in Rechnung
gestellt, ausser es handelt sich um Projekte der Einwohnergemeinde. Allgemein sind diese Aufwändungen schwierig abzuschätzen und zu budgetieren, da sie unregelmässig anfallen.
 Die Wehrdienste (140) sind eine einseitige Spezialfinanzierung und werden
in diesem Zusammenhang wie folgt verstanden: Ertragsüberschüsse sind in
die Spezialfinanzierung einzulegen und zur Deckung künftiger Aufwandüberschüsse vorgesehen. Wo der Bestand der Spezialfinanzierung aufgebraucht ist oder wo nie ein Aktivbestand (Verpflichtung für Spezialfinanzierung) erreicht werden konnte, deckt die Gemeinde die Aufwandüberschüsse
aus allgemeinen Steuergeldern.
Gemeindeversammlung vom 09. Dezember 2013
8
2
Bildung
2015
Fr. 861‘700.00 2014
Fr.
898‘250.00 2013
Fr.
878‘150.00
Das revidierte FILAG wurde auf den 1. Januar 2012 in Kraft gesetzt. Eine
Ausnahme bilden die neuen Finanzierungsregelungen bei der Volksschule.
Diese sind am 1. August 2012 in Kraft getreten.
Finanzierung Lehrergehälter Kindergarten und Volksschule
Das neue Modell für die Volksschule ist per 1. August 2012 an die Stelle der
bisher geltenden Lastenverteilung in Kraft getreten. Auch unter dem neuen
Finanzierungsmodell werden 70% der Lehrergehaltskosten durch den Kanton
finanziert. Den Gemeinden werden jedoch 50% der Kosten als eigenverantwortlicher Finanzierungsanteil in Rechnung gestellt und 20% der Gesamtkosten in Form von indexierten Schülerbeiträgen an die Gemeinden zurückerstattet. Die indexierten Schülerbeiträge gelten für Schüler/innen mit Wohnsitz in
der Gemeinde.
Waren bis anhin die Schülerzahlen (30%), die Wohnbevölkerung (zu 50%)
und die Klassenzahlen (zu 20%) für die Lehrergehaltskosten massgebend,
werden diese Kosten neu nach Vollzeiteinheiten berechnet. Die Zahl ergibt
sich aus der Pensenmeldung, Stichtag 15.9. des laufenden Schuljahres.
Bei der Primarschule wurde die separate Klassenführung für die 1. und 2.
Klasse budgetiert. Je nach Entwicklung von Neuzuzüger etc. könnte eine separate Klassenführung notwendig werden. Entsprechend dieser Möglichkeit
wurden 5 Monate budgetiert (August bis Dezember 2015). Dies bringt einen
Mehraufwand von Fr. 18‘300.00 im Vergleich zum Voranschlag 2014 mit sich.
Der Gemeinderat Diessbach entscheidet zum notwendigen Zeitpunkt abschliessend über eine allfällig separate Klassenführung der 1. und 2. Klasse.
Im Bereich 212 „Beitrag an Oberstufenverband“ fallen Mehraufwände gegenüber dem Voranschlag 2014 von rund Fr. 13‘000.00 an. Der Grund dafür liegt
in den höheren Beiträgen an den Lehrergehältern, sowie der tieferen Beiträge
von Lyss aufgrund der sinkenden Schülerzahl. Die gesamten Kosten des Verbandes setzen sich aufgrund der Neufinanzierung der Volksschule anders zusammen. Dem Verband muss ein Schülerbeitrag zusätzlich zum Gemeindebeitrag entrichtet werden, diese Mehrausgaben für die Gemeinden werden
aber durch Verschiebungen im Lastenausgleich kompensiert.
Bei den Schulliegenschaften sind Unterhaltsarbeiten von Fr. 37‘000.00 budgetiert. Für die Führung der Tagesschule per August 2014 sind neu Fr.
19‘900.00 im Voranschlag enthalten.
Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
9
3
Kultur und Freizeit
2015
Fr. 17‘450.00 2014
Fr.
17‘450.00 2013
Fr.
16‘000.00
 Die Kosten der Jungbürgerfeier wurden im gleichen Rahmen wie in den Vorjahren budgetiert, einzig wurde die Anzahl der möglichen Teilnehmer/innen
berücksichtigt. Den Jugendlichen wird ein Flug über Diessbach und ein
Abendessen offeriert.
 Die Durchführung der Bundesfeier sowie ein KMU-Apéro wurden ebenfalls
in diesem Bereich budgetiert.
4
Gesundheit
2015
Fr.
6‘000.00 2014
Fr.
7‘950.00 2013
Fr.
8‘000.00
 Dieser Bereich bewegt sich im Rahmen der Vorjahre.
 Der Gemeinderat Diessbach wurde erstmals im Jahr 2011 von der Spitex
angefragt, ob sich die Einwohnergemeinde Diessbach an den Mehrkosten
des Mahlzeitendiensts beteiligt. Der Gemeinderat hat dem Antrag zugstimmt
und daher wurde der entsprechende Betrag ebenfalls im Budget 2015 berücksichtigt.
5
Soziale Wohlfahrt
2015
Fr. 722‘800.00 2014
Fr.
674‘500.00
2013 Fr.
699‘150.00
 Der Gemeindeanteil an die Kosten der Ergänzungsleistungen zeigt wiederum eine Erhöhung und um Fr. 11‘000.00 im Vergleich zum Voranschlag
2014. Der Anteil an den Lastenausgleich Sozialhilfe fällt ebenfalls um rund
Fr. 9‘000.00 höher aus, als im Rechnungsjahr 2013. Eine jährliche Zunahme
in diesen Bereichen wird von den kantonalen Instanzen prognostiziert.
 Die Gemeinde Diessbach ist Mitglied beim Tageselternverein „Mitenand“
Grossaffoltern und bei der Kinder- und Jugendfachstelle Lyss. Zudem werden die Gemeinden vom Kanton dazu angehalten, 20% Selbstbehalt bei
familienergänzenden Betreuungsangeboten zu übernehmen (vgl. Verordnung über die Angebote zur sozialen Integration ASIV). Der Gemeinderat
kommt diesbezüglichen Gesuchen nach. Daher wurden diese Bereiche entsprechend budgetiert.
6
Verkehr
2015
Fr. 295‘850.00 2014
Fr.
299‘000.00 2013
Fr.
222‘500.00
 Grössere Unterhaltsprojekte beim Gemeindestrassennetz werden über die
Investitionsrechnung abgewickelt. Es sind Unterhaltsarbeiten gemäss Bauprogramm geplant im Umfang von Fr. 100‘000.00 (Voranschlag 2014 Fr.
100‘000.00).
 Der Gemeinderat Diessbach hat beschlossen sich weiterhin an der GATageskarte bei der Gemeinde Dotzigen (mit einer Tageskarte) zu beteiligen.
Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
10
 Aufgrund der Kündigung vom Wegmeister Markus Schaller besteht zurzeit
eine Mandatslösung mit der Firma Schwendimann AG, Münchenbuchsee.
Die Stunden wurden etwas erhöht gegenüber dem Arbeitspensum von Markus Schaller. Bis Ende 2016 wird diese Lösung beibehalten. Die PlanungsBau- und Betriebskommission wird eine Ausschreibung vorbereiten gemäss
Gemeinderatsbeschluss, anschliessend wird dieses Geschäft zur Beschlussfassung der Gemeindeversammlung vorgelegt.
 Der Beitrag an den öffentlichen Verkehr wurde gemäss den kantonalen
Vorgaben errechnet und beträgt neu für das Jahr 2015 Fr. 64‘600.00. Gegenüber dem Voranschlag 2014 sind dies Mehrkosten von Fr. 7‘600.00.
Massgebend für die Bestimmung der Gemeindeanteile ist unter anderem
das Verkehrsangebot (ÖV-Punkte). Die Haltestellen Diessbach Post und
Diessbach Gäu werden als voll zählend taxiert, da offenbar beide Haltestellen mittlerweile Werktags im Schnitt mehr als 0.5 Einsteiger pro Kurs aufweisen. In den Vorjahren zählte die Haltestelle Gäu nur halb. Für die Berechnung ist sowohl das Fahrgastaufkommen als auch das Nachfragepotenzial massgebend. Diejenigen Bushaltestellen, welche nur eines der beiden Kriterien erfüllen, werden zur Hälfte angerechnet.
7
Umwelt und Raumordnung
SF = Spezialfinanzierung (immer ausgeglichene Rechnung, gebührenfinanziert)
2015
Fr.
60‘900.00 2014
Fr.
71‘150.00 2013
Fr.
27‘500.00
Die Gesetze schreiben vor, dass die Bereiche 700 Wasserversorgung, 710
Abwasserbeseitigung, 720 Abfallbeseitigung nur mit Gebühren finanziert werden dürfen. Deshalb sind für diese Bereiche die Einnahmen und Ausgaben
gleich hoch. Der Ausgleich erfolgt über die Einlagen oder Bezüge in die Spezialfinanzierungen (Kostenart 480 wenn ein Defizit oder 380 wenn ein Ertragsüberschuss resultiert).
 Der Beitrag an den Gemeindeverband Friedhof fällt rund Fr. 11‘000.00 höher aus als im Jahr 2013. Es sind verschiedene Unterhaltsarbeiten beim
Friedhof geplant, daher diese Erhöhung.
 Im Bereich Raumplanung sind keine Planungsmehrwerte für das Jahr 2015
zu budgetieren. Im Zuge der Ortsplanungsrevision wurden mit den Eigentümern Infrastrukturverträge abgeschlossen. Diese fliessen in die Laufende
Rechnung, da keine Zweckbindung vereinbart worden ist. Im Jahr 2016 sind
wiederum wenige Planungsmehrwerte vorgesehen.
 Im Bereich 790 ist der Beitrag für den Verein seeland.biel/bienne budgetiert.
Die Gemeinde ist seit dem Jahr 2006 Mitglied des Vereins.
 Weiter sind in diesem Bereich verschiedene Honorare und Planungskredite
für Planungsgeschäfte vorgesehen.
Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
11
Die Gesetze schreiben vor, dass die Bereiche 700 Wasserversorgung, 710
Abwasserbeseitigung, 720 Abfallbeseitigung nur mit entsprechenden Gebühren aus diesen Bereichen finanziert werden dürfen. Deshalb sind für diese
Aufgabengebiete die Einnahmen und Ausgaben gleich hoch.
Die Spezialfinanzierungskonten lassen sich wie folgt darstellen:
Aufgabenbereiche
700 SF Wasser
Werterhalt
700 SF Wasser
Rechnungsausgleich
710 SF Abwasser
Werterhalt
710 SF Abwasser
Rechnungsausgleich
720 SF Kehricht
Rechnungsausgleich
Resultat
Resultat
VoranVoranEntwicklung
schlag 2014 schlag 2015
623‘250
58’000
34‘800 Der Gemeinderat hat beschlossen, die Einlage von bisher
100% auf 60% zu reduzieren,
dies in Vorbereitung auf HRM 2.
878‘977
-36‘600
13‘000 Eine Einlage in den Rechnungsausgleich ist vorgesehen.
Stand
31.12.2013
496‘450
77‘000
472‘730
-18‘300
8‘122
-2‘600
57‘750 Der Gemeinderat hat beschlossen, die Einlage von bisher 80%
auf 60% zu reduzieren, dies in
Vorbereitung auf HRM 2.
3‘000 Eine Einlage in den Rechnungsausgleich ist vorgesehen.
0 Trotz Gebührenanpassung per
1. Januar 2015, gelangt die
Spezialfinanzierung in einen
Vorschuss und dies um Fr.
8‘000.00. Mit der Überarbeitung
vom Abfallreglement muss dieser Entwicklung entgegengewirkt werden.
Mit dem kantonalen Gewässerschutzgesetz und dem Wasserversorgungsgesetz wurde eine neue Finanzierungsvorschrift für die Bereiche Wasser und
Abwasser eingeführt. Statt der jährlichen Abschreibung von 10% auf dem
Restbuchwert werden jährliche Einlagen in eine neue Spezialfinanzierung
„Werterhalt nach Wiederbeschaffungswerten“ und der Nutzungsdauer der Anlagen vorgenommen. Solange Verwaltungsvermögen besteht, dient diese Einlage im gleichen Jahr der Abschreibung. Sobald das investierte Verwaltungsvermögen (bestehende Anlagen) ganz abgeschrieben ist, wird zu Lasten der
laufenden Rechnung im Ausmass der „Abschreibungen auf dem Wiederbeschaffungswert“ die Spezialfinanzierung für die Wiederbeschaffung (Werterhalt) geäufnet. Mit dieser Spezialfinanzierung können Ausgaben zur Erneuerung der Anlagen gedeckt werden, das heisst der Abschreibungsbetrag kann
der Spezialfinanzierung entnommen werden. So wird die laufende Rechnung
auch in jenen Jahren belastet, in denen keine direkte Erneuerungsausgaben
anfallen. Dadurch können längerfristig gleichbleibende Gebühren erhoben
werden. Die Verursacher tragen die effektiven Kosten.
Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
12
700 + 710 Wasser- und Abwasserentsorgung
Das Defizit im Bereich Abwasser konnte im 2008 vollständig abgebaut werden. Der Massnahmenplan der Generellen Entwässerungsplanung muss abgewartet werden, um die Gebührenstruktur überprüfen zu können. Es wird
vermutet, dass einige Leitungen dringend sanierungsbedürftig sind.
720 Abfallentsorgung
Die Grundgebühren pro Haushaltung wurden per 1.1.2013 um Fr. 30.00 erhöht. Auf diesen Zeitpunkt wurde also pro Haushalt Fr. 150.00 in Rechnung
gestellt. Diese Gebührenerhöhung ist in der Kompetenz des Gemeinderates
gelegen. Das Defizit in der Spezialfinanzierung Abfallentsorgung kann dennoch nicht minimiert werden, daher war die Überarbeitung vom Abfallreglement und insbesondere der Gebührenstruktur dringend notwendig.
8
Volkswirtschaft
SF = Spezialfinanzierung (immer ausgeglichene Rechnung, gebührenfinanziert)
2015
Fr.
-48‘250.00 2014
Fr.
-46‘200.00 2013
Fr.
2‘400.00
 Der Aufwand und Ertrag für den Bereich der Landwirtschaft bewegen sich
im Rahmen der Vorjahre (Ackerbaustellenleiter und Feuerbrandkontrolleur).
 Aufgrund des in Kraft getretenen Reglements für die Spezialfinanzierung
Elektrizität wird der Bereich 860 als Spezialfinanzierung geführt.
 Im Bereich 860 wird eine Einlage in die Spezialfinanzierung von
Fr. 15‘000.00 budgetiert. Weiter können Fr. 52‘000.00 Leistungen an das
Gemeindewesen, welche direkt in die Laufende Rechnung fliessen, budgetiert werden.
9
Finanzen und Steuern (Nettoertrag)
2015
Fr. 2‘203‘600.00 2014 Fr. 1‘888‘150.00 2013
Fr. 2‘159‘900.00
Die budgetierten Steuererträge wurden wiederum auf eine Steueranlage von
1.80 Einheiten festgelegt. Der Liegenschaftssteueransatz wird ebenfalls auf
1,2 ‰ belassen.
Die Steuereinnahmen setzen sich wie folgt zusammen:
Natürliche Personen
Fr.
1‘559‘850.00
Vermögenssteuern
Fr.
233‘550.00
Juristische Personen
Fr.
9‘800.00
Liegenschaftssteuern
Fr.
195‘000.00
Die Berechnung für den budgetierten Steuerertrag für das Jahr 2015 basiert
auf den Einnahmen der Jahresrechnung 2013 und den aktuellen Zahlen des
laufenden Jahres. Sowohl die zu erwartenden Mehrerträge auf Grund von
Konjunktur und Teuerung, als auch anderer Kriterien, wurden nach den Empfehlungen der Kantonalen Planungsgruppe (KPG) berücksichtigt.
Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
13
Mit dem Rechnungsabschluss 2013 wurden Rückstellungen von
Fr. 1‘500‘000.00 vorgenommen, diese werden in den Jahren 2014, 2015 und
2016 mit je Fr. 500‘000.000 aufgelöst, die entsprechenden Rückstellungen für
das Jahr 2015 wurde berücksichtigt. Diese wurden getätigt, da im Jahr 2013
ein einmaliger ausserordentlicher Steuerertrag verbucht werden konnte, welcher für die Einwohnergemeinde für die nächsten 3 Jahren Auswirkungen vom
Finanz- und Lastenausgleich hat (von der „Bezüger-Gemeinde“ zur „ZahlerGemeinde“).
Finanzausgleichsfons 920
 Die Leistungen in den Disparitätenabbau (Ausgleichszahlungen der steuerstarken Gemeinden an die steuerschwachen Gemeinden, zur Milderung der
unterschiedlichen finanziellen Leistungsfähigkeit der Gemeinden) entfallen
gemäss Berechnungen im Jahr 2015 (Fr. 200‘000.00 im Jahr 2013). Massgebend für die Berechnung sind der harmonisierte Steuerertragsindex, die
Wohnbevölkerung und der mittlere harmonisierter Steuerertrag pro Kopf einer Gemeinde. Der Grund für diese massive Minderung liegt darin, dass im
Jahr 2013 massiv höhere Steuererträge verbucht werden konnten. Die Einwohnergemeinde Diessbach wird daher zur „zahlenden Gemeinde“ und bezahlt für den Disparitätenabbau Fr. 25‘200.00.
 Der Zuschuss „Mindestausstattung“ entfällt (Fr. 37‘291.00 im Jahr 2013), da
die Gemeinde im Jahr 2013 hohe Steuererträge verbuchen konnte, welche
für den Finanz- und Lastenausgleich ebenfalls massgebend sind.
 Die Leistungen, welche in den Lastenausgleich „neue Aufgabenteilung“ zu
bezahlen sind, sind gegenüber dem Vorjahresanschlag um Fr. 8‘800.00 gesunken.
Investitionen
Die Vorhaben der spezialfinanzierten Bereiche Wasser und Abwasser haben
auf das Endresultat des Voranschlages keinen Einfluss, weil die daraus resultierenden Zinsen und Abschreibungen direkt belastet und mittels Gebühren
bezahlt werden.
Als Hauptinvestition gelten:
 Kauf Pfrundliegenschaft (Fälligkeit der letzten Rate)
 EDV-Ersatz Schule
 Heizungsersatz Gemeindeliegenschaften (Planungskredit)
 Strassensanierung Eichi
 Arbeiten im Zusammenhang mit der Generellen Entwässerungsplanung
 Landwirtschaft; Güterzusammenlegung
Die Projekte, welche die Finanzkompetenz des Gemeinderates (ab 1. Januar
2015 Fr. 100‘000.00) übersteigen, müssen zu gegebener Zeit der Gemeindeversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Die restlichen Projekte
liegen in der Kompetenz des Gemeinderates.
Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
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Antrag des Gemeinderates:
1. Für das Jahr 2015 werden folgende Steueranlagen beantragt:
- Gemeindesteueranlage von 1.80 (Einheiten)
- Liegenschaftssteueranlage 1.2 ‰ (des amtlichen Wertes)
2. Der Jahresvoranschlag für die „Laufende Rechnung 2015“ der Einwohnergemeinde Diessbach, der bei einem Gesamtaufwand von Fr. 4‘785‘100.00
und einem Gesamtertrag von Fr. 4‘637‘450.00 mit einem Aufwandüberschuss von Fr. 147‘650.00 rechnet, wird genehmigt.
3. Der Gemeinderat wird mit dem Vollzug beauftragt.
Der detaillierte Voranschlag 2015 kann ab sofort bei der Gemeindeverwaltung
kostenlos bezogen werden – telefonisch unter 032 351 12 85 oder per E-Mail
an [email protected]
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Traktandum 3
Abfallreglement per 1. Januar 2015
Genehmigung
_____________________________________________________________
Das bestehende Abfallreglement der Einwohnergemeinde Diessbach stammt
aus dem Jahr 1992 und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen.
Daher wurde das Abfallreglement überarbeitet und den heutigen Gegebenheiten angepasst. Weiter muss infolge der Spezialfinanzierung Abfall, welche
stark defizitär ist, die Gebührenstruktur überarbeitet werden.
Die nachstehenden Punkte werden mit dem Abfallreglement neu geregelt:
 Gemäss den restlichen Reglements- und Verordnungsstrukturen hat der
Gemeinderat auch im Abfallbereich ein Reglement und eine Verordnung
ausgearbeitet.
 Der Gebührenrahmen wurde angepasst. Innerhalb vom Gebührenrahmen
kann der Gemeinderat die Gebühren festsetzen, dies natürlich nur gemäss
dem Bedarf der Spezialfinanzierung.
 Die Baukommission hat verschiedene Gebührenvarianten geprüft. Insbesondere wird eine verursachergerechte Gebühr empfohlen. Die Baukommission hat diesbezüglich jedoch zu viele Gefahren gesehen und hält an der
heutigen Gebührenvariante fest (Grünabfuhr in Grundgebühr inbegriffen).
 Die Gebühren sind in der Verordnung festgelegt und können, sofern sich die
Änderungen im Gebührenrahmen befinden, durch den Gemeinderat angepasst werden.
Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
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Der Gebührenrahmen im Abfallreglement sieht wie folgt aus:
Grundgebühr pro Kategorie
Haushalt
Gewerbe bis 100 m2 und Landwirtschaftsbetriebe
Gewerbe bis 500 m2
Gewerbe ab 500 m2
Gebührenrahmen
Fr. 150.00 – Fr. 250.00
Fr. 100.00 – Fr. 200.00
Fr. 170.00 – Fr. 230.00
Fr. 270.00 – Fr. 330.00
In der Abfallverordnung sieht die Baukommission nachstehende Gebühren vor:
Grundgebühr pro Kategorie
Haushalt
Grundgebühr
ab 2015
Fr. 190.00
Gewerbe bis 100 m2 und Landwirtschaftsbetriebe
Fr. 110.00
Gewerbe bis 500 m2
Gewerbe ab 500 m2
Fr. 210.00
Fr. 310.00
Grundgebühr
bisher
Fr. 150.00
Fr. 150.00 resp.
Fr. 100.00 für Landwirtschaftsbetriebe
Fr. 200.00
Fr. 300.00
Der Gemeinderat Diessbach hat das Abfallreglement an seiner Sitzung vom
3. November 2014 zu Handen der Gemeindeversammlung verabschiedet. Das
Reglement liegt öffentlich auf und kann eingesehen werden.
Antrag des Gemeinderates:
1.
Die Gemeindeversammlung genehmigt das Abfallreglement der Einwohnergemeinde Diessbach. Mit der Inkraftsetzung wird das bestehende
Kehrichtreglement vom 19. März 1992 aufgehoben.
2.
Dieses Reglement tritt per 1. Januar 2015 in Kraft unter Vorbehalt, dass
keine Beschwerden dagegen eingehen.

Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
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Abrechnung Kredit „Netzverstärkung Bettiweg“
Zur Kenntnisnahme
_____________________________________________________________
Traktandum 4
Mit Gemeindeversammlungsbeschluss vom 3. Juni 2014 wurde ein Verpflichtungskredit von Fr. 65‘000.00 für die Netzverstärkung Bettiweg bewilligt (Vorfinanzierung). Die Kreditabrechnung präsentiert sich nun wie folgt:
Kostenvoranschlag
Vorfinanzierung „Netzverstärkung Bettiweg“
65‘000.00
Effektive Kosten
49‘125.10
Differenz
15‘874.90
Rückerstattung Swissgrid
AG, Frick
49‘124.88
Differenz Rückerstattung
0.22
Die Einwohnergemeinde Diessbach hat die Vorfinanzierung wieder vollständig
zurückerhalten. Die Abrechnung wurde vom Gemeinderat am 3. November
2014 genehmigt.
Zur Kenntnisnahme:
1. Die vorliegende Abrechnung über den Verpflichtungskredit wird der
Gemeindeversammlung zur Kenntnisnahme unterbreitet.

Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
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Abrechnung Kredit „Integration Kindergarten ins
Schulhaus“
Zur Kenntnisnahme
_____________________________________________________________
Traktandum 5
Mit Gemeindeversammlungsbeschluss vom 11. Dezember 2012 wurde ein
Verpflichtungskredit von Fr. 250‘000.00 für den Umbau vom Schulhaus „Integration Kindergarten ins Schulhaus“ bewilligt. Die Kreditabrechnung präsentiert sich nun wie folgt:
Integration Kindergarten
Differenz
Kostenvoranschlag
Effektive Kosten
250‘000.00
242‘123.60
7‘876.40
Der Kredit wurde um Fr. 7‘876.40 unterschritten. Die Abrechnung wurde vom
Gemeinderat am 3. November 2014 genehmigt.
Zur Kenntnisnahme:
1. Die vorliegende Abrechnung über den Verpflichtungskredit wird der
Gemeindeversammlung zur Kenntnisnahme unterbreitet.

Abrechnung Kredit „Gäu“
Zur Kenntnisnahme
_____________________________________________________________
Traktandum 6
An der Gemeindeversammlung vom 3. Juni 2013 wurden die nachstehenden
Verpflichtungskredite beschlossen:
Gesamtkosten Strassensanierung Investitionsrechnung 620
Gesamtkosten Strassenbau
Investitionsrechnung 620
Bushaltestelle
Gesamtkosten Kanalisationseratz Spezialfinanzierung
Abwasser
Gesamtkosten Regenabwasser
Investitionsrechnung 620
Bushaltestelle
Gesamtkosten Wasserleitung
Spezialfinanzierung
Wasserversorgung
Gesamtkosten Elektroversogung Spezialfinanzierung
Elektrizität
Gesamtkosten Sanierung Gäu
inkl. MwSt.
Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
Fr. 205‘000.00
Fr. 32‘000.00
Fr. 380‘000.00
Fr.
38‘000.00
Fr. 179‘000.00
Fr.
53‘000.00
Fr. 887‘000.00
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Die Abrechnungen präsentieren sich nun wie folgt:
Bereich Gemeindestrassennetz (Funktion 620)
Kostenvoranschlag
Effektive Kosten
Strassensanierung Gäu
205‘000.00
193‘001.20
Differenz
11‘998.80
Spezialfinanzierung Wasser (Funktion 700)
Kostenvoranschlag
Effektive Kosten
Wasserleitungsersatz Gäu
179‘000.00
125‘347.30
Differenz
53‘652.70
Spezialfinanzierung Abwasser (Funktion 710)
Kostenvoranschlag
Effektive Kosten
Kanalisationsersatz Gäu
380‘000.00
361‘739.85
Differenz
18‘260.15
Spezialfinanzierung Elektrizität (Funktion 860)
Kostenvoranschlag
Effektive Kosten
Elektroersatz Gäu
53‘000.00
29‘289.35
Differenz
23‘710.65
Die vorstehenden Kredite wurden in allen Bereichen unterschritten. Die Begründungen für die Unterschreitung lauten wie folgt:
 Die Bushaltestelle wurde noch nicht realisiert – dieser Kredit bleibt deshalb
weiterhin bestehen.
 Fr. 78‘000.00 „Teuerung / Unvorhergesehenes“ sind in allen Krediten beinhaltet. Dieser Aufwandposten ist nicht benötigt worden.
 Es konnten Synergien insbesondere bei den Werken genutzt werden.
 Es lag eine optimierte Materialbilanz vor.
 Der Unternehmer hat ein sehr gutes Angebot eingereicht (Submission fand
vorteilhaft im Winter statt).
Die Abrechnung wurde vom Gemeinderat am 3. November 2014 genehmigt.
Zur Kenntnisnahme:
1. Die vorliegende Abrechnung über den Verpflichtungskredit wird der
Gemeindeversammlung zur Kenntnisnahme unterbreitet.
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Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
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Traktandum 7
Verschiedenes und Orientierungen
_____________________________________________________________
Im Traktandum „Verschiedenes und Orientierungen“ können keine Beschlüsse
definitiv verabschiedet werden. Jedermann hat jedoch Gelegenheit, Anregungen und Anträge zu unterbreiten. Über Anträge hat die Versammlung zu befinden, ob sie erheblich oder unerheblich sind. Erheblich erklärte Anträge unterbreitet der Gemeinderat einer späteren Gemeindeversammlung zum Entscheid, sofern sie sachlich zuständig ist.
Über weitere anstehende Projekte informieren die Gemeinderatsmitglieder direkt an der Gemeindeversammlung.
Diessbach, im November 2014
Der Gemeinderat Diessbach
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Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
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
INFO-BL ATT
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Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung und Postagentur Diessbach
über die Festtage
Montag, 22. Dezember 2014
Dienstag, 23. Dezember 2014
Mittwoch, 24. Dezember 2014
Donnerstag, 25. Dezember 2014
Freitag, 26. Dezember 2014
09:00 – 12:00 und 15:00 – 18:00
09:00 – 12:00 und 15:00 – 18:00
ganzer Tag geschlossen (Heiligabend)
ganzer Tag geschlossen (Weihnachten)
ganzer Tag geschlossen (Stefanstag)
Montag, 29. Dezember 2014
Dienstag, 30. Dezember 2014
Mittwoch, 31. Dezember 2014
Donnerstag, 1. Januar 2015
Freitag, 2. Januar 2015
09:00 – 12:00 und 15:00 – 18:00
09:00 – 12:00 und 15:00 – 18:00
ganzer Tag geschlossen (Silvester)
ganzer Tag geschlossen (Neujahr)
ganzer Tag geschlossen (Berchtoldstag)

Kehrichtabfuhr über die Festtage
Die Kehrichtabfuhren über die Festtage werden wie folgt
verschoben:
Die Abfuhr vom Freitag, 26.12.2014 findet am Montag, 29.12.2014 statt.
Die Abfuhr vom Freitag, 02.01.2015 findet am Montag, 05.01.2015 statt.
Wichtig: Die Kehrichtsäcke und Container erst am Abfuhrtag bereitstellen! In
der letzten Zeit wurden wieder vermehrt aufgerissene Kehrichtsäcke gesichtet.
Bitte stellen Sie die Kehrichtsäcke zur Vermeidung dieses Problems nicht bereits am Vortag der Abfuhr bereit. Besten Dank für Ihre Mithilfe.

Todesfälle
An dieser Stelle werden laufend die Todesfälle von Diessbacherinnen und
Diessbacher prubliziert. Dies allerdings nur mit Zustimmung der Angehörigen.
- Allemann Fritz, Jahrgang 1943, verstorben am 25. September 2014 im Alter
von 71 Jahren.
Der Gemeinderat wünscht den Angehörigen und den Trauernden viel Kraft in
dieser schweren Zeit des Abschiednehmens.

Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
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Dankeschön!
Der Gemeinderat bedankt sich bei allen Kommissionsmitgliedern und Behördenmitglieder für das Engagement zu Gunsten der Einwohnergemeinde.
Ebenfalls bedankt sich der Gemeinderat bei allen Personen, welche Freiwilligen-Arbeit leisten, dies ist keine Selbstverständlichkeit.

BabyGuide – Nachschlagewerk für werdende Eltern
Wer Nachwuchs erwartet oder Kinder unter drei Jahren hat, kann grossen
Nutzen aus dem einmalig umfassenden Nachschlagewerk BabyGuide ziehen.
Im offiziellen Schweizer Handbuch finden Eltern alles, was sie zu Schwangerschaft, Geburt und die ersten drei Lebensjahre des Kindes wissen müssen:
Gesundheit, Prävention, Recht, Sicherheit, Vorsorge, Pädagogik, Tipps, Adressen usw. Der BabyGuide ist aktuell, verlässlich und offiziell, weil der Inhalt
von über 65 Fachorganisationen sowie 16 Bundesämtern stammt. BabyGuide
– das Original in Sachen moderner Fachratgeber – wird von Haus-, Frauenund Kinderärzten per Rezept verordnet und von Hebammen, Still- und Mütterberaterinnen verschrieben und dann in Apotheken und Drogerien abgegeben.
Eine sinnvolle, ökologische Lösung, seit 18 Jahren bewährt!
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Energiesparmassnahmen – Aktion Wärmebildaufnahmen
Dieses Jahr hat die Firma Gebnet wiederum die Aktion für die Wärmebildaufnahmen vorbereitet. Anmeldefist ist der 31.12.2014 bei der Energieversorgung
Büren. Der entsprechende Flyer haben Sie mit der 3. Akonto Strom erhalten.

Einbruch – nicht bei mir!
In den Wintermonaten sind Einbrecher besonders aktiv. Dämmerungseinbrecher machen sich die kurzen Tage zu Nutze und begehen ihre Einbrüche im
Schutz der Dunkelheit. Hier einige Tipps zur Einbruchverhinderung:
Signalisieren Sie Anwesenheit und aktivieren Sie mit Zeitschaltuhren verschiedene Lichtquellen auf mehreren Etagen. Verhindern Sie direkten Einblick
in den Wohnbereich. Schliessen und sichern Sie sämtliche Türen, Fenster und
Fensterläden und lassen Sie die Aussenbeleuchtung beim Wohnhaus brennen
oder steuern Sie diese mittels Bewegungsmelder. Pflegen Sie die Nachbarschaftshilfe und betreuen Sie gegenseitig Häuser / Wohnungen. Achten Sie
auf verdächtige Personen und Fahrzeuge im Quartier. Melden Sie ungewöhnliche Vorkommnisse sofort der Polizei (117).
Weitere Informationen erhalten Sie bei der Kantonspolizei Bern Telefon 031
634 82 81 oder unter www.police.be.ch.

Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
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Der Sommer ist leider vorbei – worauf sie nun achten sollten
Schon sorgen die Heizungen dafür, dass es in den Wohnungen und Häusern
angenehm warm bleibt. Es ist somit Zeit, sich im Hinblick auf die neue Heizperiode einige wichtige Dinge in Erinnerung zu rufen. Bereits kleine Massnahmen und ein entsprechendes Benutzerverhalten helfen mit, den Energieverbrauch und damit auch die Energiekosten zu reduzieren.
Wird beispielsweise die Raumtemperatur um 1 Grad gesenkt, hat das zur Folge, dass rund 6% weniger Energie verbraucht werden. Überheizte Räume
sind also möglichst zu vermeiden. Das bewusste Lüften kann das Wegströmen von warmer Innenluft einschränken. Unkontrollierte Wärmeverluste werden weitgehend verhindert, wenn die Räume stossweise gelüftet werden und
die Fester nur kurze Zeit offen stehen, anstelle sie den ganzen Tag respektive
in der Nacht in Kippstellung zu belassen.
Ist es in den Wohnräumen zu warm oder zu kalt, reagiert die Heizanlage verspätet oder ungenügend auf einen Wechsel in den Aussentemperaturen. Sehr
oft stimmen die Einstellungen an der Heizungssteuerung nicht mehr. Anhand
der Bedienungsanleitung können die ursprünglichen Werte, beispielsweise für
die Heizkurve, angepasst werden.
Auskunft dazu und zu allen Energiefragen erhalten Sie von Kurt Marti von der
Energieberatung Seeland (Telefon 032 322 23 53). Aktuelle Informationen finden Sie auf www.energieberatung-seeland.ch.
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Die neue Oberstufe Dotzigen
Die neue OS Dotzigen führte zum Quartalsbeginn einen Startanlass zum Jahresthema „Gemeinsam unter einem Dach“ durch. Dabei besuchten alle SchülerInnen gruppenweise die grossen Dächer der der Dörfer: Bio-Maurer, die
Landi und die Holzschnitzelanlage in Büetigen
Am Schluss suchte man noch das genaue
Zentrum der drei Schulhäuser – es ist
1170 Meter von jedem Schulhaus entfernt.
Das Zentrum ist mit einem TriangulationsGerüst markiert und bleibt bis in den Frühling gut sichtbar zwischen Diessbach und
Dotzigen stehen. Unter dem Dach sind die
Namen der Schüler verewigt und in der
Mitte steht ein Tisch, auf welchem die genauen Daten ersichtlich sind.
Ein Besuch bei einem Sonntagsspaziergang lohnt sich alleweil!
Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
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Weiche von mir, Grippe – Hausmittel gegen Halsweh, Husten, Schnupfen
Sanddornsaft:
Die orangen Beeren gelten als Vitaminbomben (A und C)
und stärken das Immunsystem. Als Saft in Drogerien erhältlich. Heiss und mit Honig trinken.
Ingwer:
Fein raffeln oder in dünne Schneiben schneiden, mit etwas
Wasser aufkochen und den Saft einer Zitrone sowie etwas
Honig dazugeben. Mehrere Tassen täglich trinken.
Zwiebeln:
Eine Zwiebel fein hacken, in ein Stofftaschentuch wickeln
oder in eine Schale legen und über Nacht neben das Bett
stellen. Die Zwiebeldämpfe wirken abschwellend, das erleichtert die Atmung. Kann auch als Tee getrunken werden.
Erkältungsbad: Dem Badewasser (idealerweise 38 Grad) Eukalyptus- oder
Fichtennadelöl beifügen. Fördert die Durchblutung und löst
hartnäckigen Schleim aus Nase und Bronchien. Ein Fussbad
tuts auch. Hier soll das Wasser 41 Grad heiss sein.
Hühnersuppe: Hat eine ähnliche Wirkung wie Zwiebeltee (der auch antibakteriell wirkt). Die Suppe blockiert bestimmte weisse Blutkörperchen, die Entzündungen und Schwellungen der Schleimhäute lösen können.
Inhalieren:
Um verstopfte Nasen freizubekommen, zwei Liter Wasser mit
drei Esslöffel Salz und einer Handvoll Kamillenblüten aufkochen. In eine Schüssel füllen, den Kopf darüber beugen und
mit einem Tuch abdecken. Beim Atmen abwechslungsweise
ein Nasenloch zuhalten.
Essigwickel:
Zur Fiebersenkung in einem Kübel mit kaltem Wasser einen
Schuss Essig geben, Handtücher (oder Socken) darin tränken, auswingen und um die Unterschenkel legen. Mit Badetüchern umwickeln und ab unter die Bettdecke. Wenn sich
der Wickel warm anfühlt, den Vorgang wiederholen.
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Öffentliche Beleuchtung
Die Tage werden wieder kürzer und die Gefahren für Fussgänger oder Velofahrer gegenüber anderen Strassenverkehrsteilnehmern häufen sich. Aus
diesem Grund fordern wir Sie auf, Strassenlampen von Pflanzen oder Ähnlichem zu befreien, damit die Sicherheit für alle Strassenverkehrsteilnehmer
verbessert werden kann. Besten Dank für Ihre Mithilfe.

Stromtarife 2015 – Wechsel zu ökologischem Produkt „Erneuerbar“
Ist Ihnen die Umwelt auch ein wichtiges Anliegen? Wechseln Sie noch bis Ende Jahr Ihr Stromprodukt zu „Erneuerbar“ aus 100% erneuerbaren Energien.
Für Auskünfte sowie Kostenberechnungen wenden Sie sich an die Gemeindeverwaltung, Tel. 032 351 12 85 oder Mail [email protected]

Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
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Bautätigkeit in Diessbach
Folgende Eingaben wurden in diesem Jahr getätigt:
Name
Lage
Kirchgemeinde
Diessbach
Dorfstrasse 31a
Patrick Arn und
Beatrice Fleury Arn
Bettiweg 17
Hans und Monika
Friedly
Dotzigenstrasse 3
Fritz Begert
Eichi 20
Bauvorhaben
Ersatzneubau des bestehenden
Anbaus inkl. Durchgang vom
Haupthaus in den Anbau
Neubau EFH mit Carpot / Geräteraum und Swimming-Pool
Umnutzung des EG ehemalige
Schmiedewerkstatt in Montagehalle zu Wohnung mit Atelier
Demontierbares Schwimmbecken
Sirpa Kurz
Laugnen 16
Sichtschutzwand ersetzten
Maya Eggimann
Laugnen 12c
Daniel Keller
Schmiedgasse
Neubau Carport
Neubau Zweifamilienhaus mit
Autounterstand, Veloabstellraum
und Balkon
Anbau Studio, Gartenreduit und
Autounterstand
Versetzen von 2 Fertiggaragen
Roger und Deborah
Sutter
Ernst Moy
Kindergartenweg 3
Dotzigenstrasse 24
Kurt Burri AG
Gäu 2
Beatrice Bürchler
Dorfstrasse 58
Neuüberdachung mit Lager- und
Abstellraum
Anbau von 5 Pferdeboxen an bestehende Remise
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Die Ersterwähnung von Diessbach bei Büren
Wann wurde Diessbach bei Büren urkundlich erstmals erwähnt? In seiner
„Chronik des Kantons Bern, alten Theils“ (1857) erwähnt Albert Jahn ein „Tiecenbach“ urkundlich auf das Jahr 1156. Jahn ist dabei allein. Er gibt uns leider
nicht den geringsten Hinweis, wo er diese Jahrzahl, resp. die entsprechende
Urkunde gefunden hat.
Wolfgang Friedrich von Mülinen hat in „Beiträge zur Heimathkunde des Kantons Bern deutschen Theils, von Egbert Friedrich von Mülinen; fortgesetzt von
Wolfgang Friedrich von Mülinen; Sechstes Heft: Das Seeland, Bern 1893, S.
159,“(1893) das Jahr 1244 als Ersterwähnung von Diessbach bei Büren angegeben. Dieser Datierung folgen auch die späteren Darstellungen im Historisch-biographischen Lexikon der Schweiz (1924) und im Historischen Lexikon
der Schweiz (2005). Diese Festlegung der Ersterwähnung von Diessbach bei
Büren bezieht sich auf eine Urkunde des St. Ursen-Stifts zu Solothurn, heute
Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
25
im Staatsarchiv Solothurn (FRB Bd. II, Nr. 241, Solth. Urk.b., Bd I, Nr. 430), in
der unter den Zeugen ein Uolricus plebanus in Diespah (Ulrich der Leutpriester in Diessbach) erwähnt wird.
Man darf allerdings dabei nicht vergessen, dass diese erste urkundliche Erwähnung wenig über das Alter unseres Dorfes besagt, da die erste Erwähnung des Ortsnamens von vielen historischen und überlieferungsgeschichtlichen Zufällen abhängt. Im Gegensatz zu den Städten, die meist im Hochmittelalter gegründet wurden, gibt es bei den sehr viel früher allmählich besiedelten Landgemeinden ja auch keinen genauen Zeitpunkt, von dem man sagen
kann: „Hier fing alles an!“. Archäologische Untersuchungen in unserem Gemeindegebiet brachten Funde aus der Urzeit ans Tageslicht. Acht gallorömische Siedlungen sind in Diessbach bei Büren nachgewiesen. Eine
Ersterwähnung bleibt somit eine unsichere Grösse. Schon morgen kann jemand kommen und uns eine ältere Urkunde vorlegen, die unser Diessbach
erwähnt.
Da uns aber Albert Jahn mit der Jahrzahl 1156 keine Belege gibt und – zumindest in unserer Region – im letzten Jahrhundert doch die meisten Urkunden aus dem Früh- und Hochmittelalter publiziert wurden, müssen wir uns
wohl einstweilen mit 1244 zufrieden geben.
Schriftliche Anfragen bei den Staatsarchiven von Bern und Solothurn (Diessbach gehörte vor der Reformation kirchlich zum St. Ursen-Stift in Solothurn)
sowie in Neuenburg (Diessbach gehörte im Frühmittelalter zum Machtbereich
der Grafen von Neuenburg/Strassberg/Büren) wurden mit der gleichen
Schlussfolgerung beantwortet. Ebenso vom Institut für Germanistik, Forschungsstelle Namenkunde der Universität Bern, war die Antwort gleichlautend.
Peter Schneider, Diessbach b. B.
Der Gemeinderat Diessbach bedankt sich bei Peter Schneider für die
zeitintensiven Recherchen und Abklärungen. Diese sind für den Gemeinderat sehr wertvoll. Der Gemeinderat Diessbach schätzt die Arbeit von
Peter Schneider sehr und spricht ihm einen grossen Dank aus.
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Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2014
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