Komplettes Magazin als E-Paper

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ITÄTSMANAGEMENT
DAS FACHMAGAZIN FÜR INNOVATIVES FUHRPARK- UND MOBILITÄTSMANAGEMENT
G 59522 • 13. Jahrgang • EUR 4,–
www.flotte.de
6/2014
DEZEMBER/JANUAR
MANAGEMENT:
Ausblick 2015
FLOTTEN-STRATEGIEN:
BMW, Toyota/Lexus
RECHT:
Bonusprogramme
Special:
Tankkarten
FLOTTENMANAGEMENT
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FLEET MANAGEMENT
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Fuhrparkberatung
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Telefon: 0531 212-86422
www.car-mobility.com
CarMobility – ein Tochterunternehmen der Volkswagen Financial Services AG.
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EDITORIAL
Ralph Wuttke,
Chefredakteur
Flottenmanagement
Schleichende Revolution
In den nächsten zwanzig Jahren wird sich das Autofahren vermutlich mehr verändern, als uns derzeit bewusst ist. Dabei meine ich nicht das medial
herrschende Thema Elektromobilität: Es geht um
das autonome Fahren.
Einen kleinen Vorgeschmack auf selbst denkende
und lenkende Autos haben wir bereits: Der Spurassistent merkt, wenn wir über eine Linie fahren und
piept, vibriert – oder lenkt auch gerne mal dezent
gegen. Der Totwinkel-Warner beobachtet den
rückwärtigen Verkehr viel besser als wir selbst.
Der Notbremsassistent vermeidet Auffahrunfälle, wenn wir selbst einmal unaufmerksam sind,
zumindest mindert er die Folgen dramatisch.
Und der Parkassistent lenkt uns auf der Ideallinie
auch in enge Parklücken. Eine Nummer weiter ist
der Stauassistent, welcher mittels Radar und Kamerasystemen das Auto im fließenden Verkehr
selbständig abbremst und beschleunigt. Laut der
derzeitigen Rechtslage muss der Fahrer allerdings
noch lenken.
Es ist jedoch nur noch eine Frage der Zeit, und vor
allem der rechtlichen Übereinkunft, bis Kraftfahrzeuge völlig selbstständig auf der Straße fahren
(dürfen). Zunächst wohl noch mit einem Fahrer
an Bord, der zur Not – oder wenn die Lage für den
„ICH
ICH AARBEITE,
ARB
RBEI
RB
E TEE,
EI
MIR GEFÄLLT!“
GE
GEFÄ
EFÄL
ÄLLTT!“
WO
WO EES
S MIR
Computer zu komplex wird – eingreifen kann, später sicher auch ganz alleine.
Ich vermute, die Autobahnen sind zuerst „dran“:
Denn hier gibt es lange, eintönige Strecken und
wenig Irritationen wie Gegenverkehr oder querende Fußgänger. Geht es nach Mercedes-Benz,
die auf der jüngsten IAA Nutzfahrzeuge mit dem
„Future Truck“ einen auf der Autobahn komplett
autonom fahrenden Lkw vorgestellt haben, wird
wohl zunächst der Lieferverkehr automatisiert.
Denn der Computer wird niemals müde oder unkonzentriert – viele tödliche Unfälle auf der Autobahn würden sich so vermeiden lassen. Eine
Frage bleibt: Wer Schuld ist und bezahlt, wenn
es zu einem computergesteuerten Unfall kommt.
Ein Fonds, in den die Industrie einzahlt, wäre hier
vielleicht eine Idee – oder eine entsprechende gesonderte Pflichtversicherung für autonome Fahrzeuge.
Funktioniert das alles mit Lkw, dürften Pkw – zunächst geschwindigkeitsreguliert für den Stau,
später mit höheren Limits – auf der Autobahn folgen, bevor dann der Stadtverkehr an der Reihe ist.
Hier warte ich insbesondere auf die automatisierte Parkplatzsuche ohne Fahrer: Dann könnte man
einfach am Ort des Termins aussteigen, das Auto
„CLEVERNESS
CLEVERNESS
MEINE W
WAFFE!“
A FE
AF
FE!“
!“
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IST
IST MEINE
IS
„MIR
MIR MACHT
MA
MAC
ACH
AC
HTT
H
KEINER WAS
KEINER
WAS
S VOR!“
VOR
OR!“
!!““
sucht sich ganz alleine seinen Parkplatz – und holt
den Fahrer später am gewünschten Ort autonom
wieder ab. Eine unglaubliche Zeitersparnis für alle
Außendienstler.
Wer wird zuerst starten? Die traditionellen Autohersteller, die diese Technologie teilweise schon
jetzt beherrschen, Softwarefirmen wie Google
oder Logistiker wie Amazon, die die „Hardware
Auto“ einfach zukaufen?
Autonom zum Kunden fahrende Autos könnten
auch den Carsharern zum Durchbruch verhelfen,
weil die Suche nach dem nächstgelegenen Auto
sowie der Weg dorthin entfällt. Mobilität auf Abruf ab der Haustür gibt es dann vielleicht sogar
gratis, weil während der Fahrt Werbung gezeigt
oder ein Umweg über eine Shoppingmall genommen wird. Autonomes Fahren ist vor allem auch
die ideale Lösung für eine alternde Gesellschaft,
die auf individuelle Mobilität nicht verzichten will.
Ralph Wuttke
Chefredakteur
P.S. Dieser Ausgabe liegt ein Poster von Ford bei. Dieses
kann bei uns unter [email protected] kostenfrei nachbestellt werden (solange der Vorrat reicht).
ICH BIN
BIN MIR
MIR FÜR
FÜR
„ICH
NICHTS ZZUU SC
NICHTS
S
SCHADE!“
HADE
HA
DEE!“
Mehr C, weniger CO².
Der neue C 220 BlueTEC. Ab 108 g/km CO₂.
Eine Marke der Daimler AG
Dank der bahnbrechenden Leichtbautechnologie mit modernsten Materialien und einem extrem effizienten Motor zählt das
neue C-Klasse T-Modell zu den Besten seiner Kategorie. Großzügigkeit und Wirtschaftlichkeit sind jetzt vereinbar – bei deutlich
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INHALT
22
54
Die Fahrtenbuchlösung von Sycada
unterstützt die
Lindner Group im
Flottenalltag
Fuhrparkleiter
trifft Dienstleister
– Flottenmanagement exklusiv auf
dem FleetDating
in Köln
118
26
Unkomplizierte Hilfe
bei Glasschäden –
der BayWa-Fuhrpark
setzt auf das Knowhow von junited Autoglas
Leasing
17
Gewischt und geklickt – Einbindung digitaler Kommunikationskanäle
bei Leasinggesellschaften
Praxis
22
Flexibilität weltweit – Die Lindner Group setzt bei der Verwaltung
ihrer Flotte auf elektronische Fahrtenbücher von Sycada
26
Strukturierte Individualität – junited Autoglas unterstützt die
BayWa bei der Behebung von Glasschäden
Management
34
Flottenmanagement
sprach mit Christoph
von Meyer über die
Rolle von BMW im
Flottengeschäft
46
Dr. Frank Woesthoff
über die neuen
Strategien
der Euromobil
Autovermietung
48
Claus Keller und
Ole Kylau über die
Erfolgschancen von
Toyota und Lexus am
deutschen Flottenmarkt
30
Alles im Lack?! – Flottenmanagement sprach mit Bernd Seßner
(Fleetmanager bei der BASF Coatings GmbH)
32
Flottentag im Ländle – Signal Reklame lädt zum zweiten
Branchentreff in Schwäbisch-Hall
34
Erlebniswelt: Fahren – Interview mit Christoph von Meyer (Leiter
38
Aller guten Dinge sind 4 – Flottenmanagement war exklusiv auf der
e-flotte-Stadiontour in Gelsenkirchen
40
18 % schneller
42
Und plötzlich Fuhrparkmanager
43
Man muss es wollen ...
46
10 % Marktanteil bis 2020
48
Gemeinsam stark – Interview mit Claus Keller (Leiter Geschäfts-
52
Treffpunkt Bilster Berg – Hyundai lädt zum ersten Flottentreff
54
Zeit ist Geld – Beim FleetDating in Köln kamen sich Dienstleister
56
Perfekte Alternative?!
58
Schöne Aussichten?– Trends in der Flotte: Statements aus der Branche
72
Hätten Sie‘s gewusst?
Vertrieb an Großkunden, Autovermieter und Sonderkunden, Region
Deutschland, bei der BMW Group)
Interview mit Axel Backof (Sales Director D-A-CH von TomTom Telematics)
Aus- & Weiterbildungsmöglichkeiten für Fuhrparkverantwortliche
EurotaxSchwacke-Vollkostenvergleich alternativer Antriebe
Im Gespräch mit Dr. Frank Woesthoff (Geschäftsführer Euromobil)
kunden-Service) und Ole Kylau (Lexus Gewerbekunden-Entwicklung)
bei der Toyota Deutschland GmbH
und Fuhrparkleiter näher
Die Jaguar Land Rover Spitze im Interview mit Flottenmanagement
Flottenmanagement sorgt für den Durchblick im Verkehrsrecht
Recht
74
Dienstwagenrecht aktuell: Wann ist das Handy am Steuer doch erlaubt?
76
Miles & More, Payback & Co. – Wem gehören die Bonuspunkte?
Wissen
80
Kleiner Segelturn – Alternative Antriebssysteme helfen Sprit sparen
Kommunikation
82
6
Flottenmanagement 6/2014
www.flotte.de
Helfer im Hintergrund – Fahrerassistenz: ein modernes Entwicklungsziel?
Transporter
86
Messehighlights
Innovationen im großen Stil: IAA Nutzfahrzeuge 2014
Harte Schale, softer Kern.
Meine Meinung
89
Bin ich noch in Deutschland?
Peter Insam über Anglizismen im Fuhrparkjargon
Dienstreise
90
Nachrichten
92
180 Millionen Euro verschenkt
Fluggastrecht: Was tun bei Verspätungen und Ausfällen?
Special Tankkarten
94
Kartenspiel – Einleitung
95
An Transparenz gewinnen
98
Theorie versus Praxis
100
Günstig tanken? – Übersicht über Tankkartenanbieter
104
Alles auf eine Karte?! – Onlineumfrage zum Thema Tankkarten
Tankkartenbezug über Leasinggesellschaften
Mehr als nur Kraftstoff beziehen – Erfahrungen aus der Flotte
Marktübersicht
107
Den Blickwinkel ändern
Marktübersicht flottenrelevanter Fahrzeuge von Opel
Extra
111
And the winner is ...? – Kostenvergleich der kleinen Diesel-SUV
Fahrtelegramme
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
Volkswagen Touareg/Seat Leon X-Perience
Mercedes-Benz Vito/Citroën C1
Ford Mondeo Turnier/Audi TT
Porsche Cayenne Diesel/Jeep Renegade
Volvo XC60/Lexus NX 300h
Kia Soul EV/Škoda Yeti Monte Carlo
Audi A6/Peugeot 508 SW
Volkswagen Golf GTE/Nissan X-Trail
Mercedes-Benz B 220/Opel Corsa
Mitsubishi Pajero/Citroën C4 Cactus
Fahrbericht
127
128
129
130
131
Ein Hauch von SUV – Renault Captur dCi 90
Voll auf Gas – Audi A3 Sportback 1.4 TFSI g-tron
Aus X wird S – BMW X5 sDrive 25d
Eins, Zwei und Drei! – Peugeot 108 PureTech 82
Große Freiheit – Volkswagen California 2.0-l-TDI BMT
Test
132
134
Perfekter Q – Infiniti Q50 2.2D 7AT
Kennzeichen T – Mercedes-Benz C 250 BlueTec T-Modell
10 Jahre:
Harte Schale,
softer Kern!
FUHRPARKMANAGEMENT SOFTWARE
MIT HERZ UND VERSTAND!
Rubriken
3
Editorial
8
Nachrichten
14
Nachrichten Management/Leasing
84
Nachrichten Kommunikation
88
Nachrichten Transporter
110
Nachrichten Innovation
136
Kolumne
138
Gastkommentar/Impressum
Wir danken all unseren Kunden und Partnern an dieser
Stelle für 10 tolle Jahre und fahren frisch lackiert, mit
Blinker links, Richtung Zukunft.
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NACHRICHTEN
Personalien
Bernhard Bauer (49) ist seit dem 1.
Oktober neuer Geschäftsführer der Seat
Deutschland GmbH. Vor seinem Wechsel zu Seat arbeitete er seit 2003 in
verschiedenen Führungspositionen für
die schwedische Marke Volvo, zuletzt
rund vier Jahre als Geschäftsführer bei
Volvo Car Germany (Köln). Bernhard
Bauer folgt auf Manfred Kantner (48),
der seit dem 1. Oktober den Vertrieb der
Marke Volkswagen Pkw in der Region
Indien/Fernost leitet.
Seit dem 1. Oktober hat Sylvia Lier
die Position der Vorsitzenden der Geschäftsleitung von DB FuhrparkService, DB Rent und DB Mobility Service
Austria inne. Zusätzlich zum Vorsitz
verantwortet sie neben der Markt- und
Geschäftsentwicklung den gesamten
Vertrieb und das Marketing aller Mobilitätsprodukte der drei Gesellschaften.
Sylvia Lier ist bereits seit 2012 bei DB
FuhrparkService und DB Rent tätig und
wurde 2013 zur Geschäftsführerin berufen.
Zum 1. November wurde die Verantwortlichkeit im Vertrieb an Direktabnehmer
der BMW Group Deutschland neu organisiert. Martin Thiel verantwortet
diesen Bereich seit diesem Zeitpunkt
zusätzlich neben dem Privatgeschäft,
für das er bereits seit 2009 verantwortlich zeichnet. Ziel dieser Umstellung
ist es, die Vertriebsverantwortung der
Marke BMW in Deutschland zu bündeln,
um Prozesse und Abläufe effizienter zu
gestalten.
Gert Fischer verstärkt seit dem 1.
Oktober das Vertriebsteam der Radservicekette 4Wheels. Innerhalb des
Spezialisten für Services rund ums Rad
übernimmt Fischer die Position des Vertriebsleiters Räderhotels. Zuvor leitete
Gert Fischer den Bereich Key Account
Lease/Fleet/Rental bei der Carglass
GmbH.
Der Aufsichtsrat der TÜV Rheinland AG
hat Dr. Michael Fübi (47) mit Wirkung
zum 1. Januar 2015 zum neuen Vorsitzenden des Vorstands berufen. Der
promovierte Ingenieur wurde im Jahr
2010 in die Geschäftsführung der RWE
Technology berufen, deren CEO er seit
2012 ist. Zudem ist Michael Fübi derzeit auch Vorsitzender des Vorstands
des VGB Power Tech (europäischer technischer Fachverband für die Strom- und
Wärmeerzeugung).
Thomas Goll leitet seit dem 1. November den Bereich Flottenmarketing und
Verkauf kleine und mittlere Flotten bei
Ford. Zuvor war er bereits als Leiter Rental, Mitarbeiterverkäufe und Remarketing bei dem Autohersteller tätig. Thomas Goll folgt auf Peter Canisius, der zu
Ford France gewechselt ist.
Zum 5. November hat Albéric Chopelin
(38) als Generaldirektor in Deutschland die Leitung der Marken Peugeot,
Citroën und DS sowie der Zentralbereiche übernommen. In seiner neuen
Funktion berichtet er direkt an Denis
Martin, Europachef von PSA Peugeot
Citroën. Albéric Chopelin arbeitet bereits seit 1996 in der Automobilbranche. Im Jahr 2009 wechselte der studierte Betriebswirt zu PSA Peugeot
Citroën.
8
Flottenmanagement 6/2014
Kraftpaket
Ford tritt bei den kompakten Kraftpaketen jetzt auch mit einer Dieselversion des Focus ST an. Die erstmals aufgelegte Dieselvariante des Ford Focus ST
startet mit einem Einstiegspreis von
24.916 Euro (netto). Angetrieben wird
der Kompaktsportler von einem 136
kW/185 PS starken 2,0-Liter-Vierzylinder mit einem Drehmoment von 400
Nm. Den Verbrauch gibt der Hersteller
mit 4,2 Litern an. Neben einer fünftürigen Limousine ist gegen 798 Euro (netto) Aufpreis auch
eine Kombivariante zu bekommen. Zum unveränderten Einstiegspreis ist die Benzinervariante
des Ford Focus ST nach ihrem Facelift erhältlich. Der 184 kW/250 PS starke Kompaktsportler
kostet 24.244 Euro (netto).
Digitalisierungsprozess
Mit der Einführung von zwei neuen Dienstleistungen erweitert CarMobility sein Produktportfolio. Neben einem Onlinearchiv wurde auch ein integrierter Bestell- und Genehmigungsprozess gelauncht.
Die Neuerungen sollen für zusätzliche Transparenz und administrative Entlastung in der Fuhrparkverwaltung sorgen. Mit dem digitalen Archiv sollen nun alle eingehenden Rechnungen und Belege
lückenlos und revisionssicher erfasst und dem einzelnen Fahrzeug zugeordnet werden, sodass dem
Flottenverantwortlichen jederzeit eine Form der elektronischen Fahrzeugakte zur Verfügung steht.
Auf diese Weise lassen sich aktuelle Kostenreports in Echtzeit durchführen. Eine weitere Neuerung
ist die Einführung eines integrierten Order- und Genehmigungsprozesses von Dienstwagen, der direkt
bei der Bestellung im CarMobility-eigenen Fahrzeugkonfigurator ausgelöst wird. Nach der Konfiguration durch den Dienstwagenfahrer erhält der Fuhrparkmanager eine automatische Benachrichtigungs-E-Mail, die er mit einem Mausklick freigibt. Der Fahrer kann das Fahrzeug dann beim Händler
ordern. Damit soll neben der Beschleunigung des Prozesses auch die Prozesstreue gewährleistet sein.
Jubiläum
TomTom Telematics feierte im Oktober das fünfzehnjährige Bestehen seiner Flottenmanagementplattform Webfleet. Seit dem Start 1999 hat sie sich zu einer weitverbreiteten Telematik-SaaS-Plattform in Europa entwickelt. Dabei versorgt sie Unternehmen mit Informationen, die sie für den Betrieb
ihrer Flotten gewinnbringend nutzen können. In den letzten 15 Jahren half Webfleet dabei, mobile
Tätigkeiten in diversen Branchen zu verbessern: Transport und Logistik, Versorgungswirtschaft, Bau,
Essensauslieferung, Pannendienste, Carsharing. „Die Erfahrung unserer Kunden zeigt, dass Unternehmen auf der ganzen Welt mit Webfleet heute geschätzte 80 Millionen Euro im Monat und 11,5 Millionen Liter Treibstoff an jedem einzelnen Tag einsparen“, sagt Thomas Schmidt, Managing Director bei
TomTom Telematics. „Webfleet entwickelt sich nach wie vor weiter und bietet Kunden immer bessere
Möglichkeiten, ihre Geschäftsziele zu erreichen“, so Schmidt weiter.
Fünftürig
Zu Preisen ab 10.748 Euro (netto) kommt der neue Mazda2 Ende Februar 2015 in die Schauräume
der deutschen Mazda-Händler. Als viertes Modell des japanischen Herstellers nach dem Mazda
CX-5, Mazda6 und Mazda3 verfügt die neue Generation des Kleinwagens über die Skyactiv-Technologien. Das B-Segment-Modell wird in den vier Ausstattungslinien Prime-Line, Center-Line,
Exclusive-Line und Sports-Line angeboten. In der Basisversion verfügt es bereits unter anderem
über eine komplette Sicherheitsausstattung mit dynamischer Stabilitätskontrolle DSC, Front-,
Seiten- sowie Kopf-Schulter-Airbags
und die Notbrems-Warnblinkautomatik ESS. Der Mazda2 ist in allen Ausstattungsvarianten und Motorisierungen mit fünf Türen und einem StartStopp-System ausgerüstet. Zunächst
ist er in drei Skyactiv-G-Benzinmotorisierungen mit einem Leistungsspektrum von 55 kW/75 PS bis 85 kW/115
PS erhältlich, deren Verbräuche gemäß Hersteller zwischen 4,5 und 4,9
Litern je 100 Kilometer liegen.
„Zur Tankstelle fahren wir jetzt
mit dem Fahrstuhl.“
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NACHRICHTEN
Personalien
Im September wurde Uwe Seitz (57),
Geschäftsführer der Unternehmensberatung Semase, zum 1. Vorsitzenden
des Arbeitskreises Fuhrparkmanagement Bodensee (AFB) ernannt. Er
folgt damit auf Roland Wiggenhauser,
der Ehrenmitglied des Vereins bleibt.
Seitz war bislang Geschäftsführer beim
AFB, dieses Amt übernimmt nun Uwe
Rehorsch.
Sascha Kaehne (39) ist ab sofort
Iveco Business Director bei der Iveco
Magirus AG und in dieser Funktion für
die Länder Deutschland, Österreich
und die Schweiz zuständig. Er folgt in
dieser Position auf Gianalberto Lupi,
der in Ulm künftig für das Schwerfahrzeug-Business in Europa zuständig
sein wird. Zuletzt war Kaehne bei Iveco
als „Bus Business Leader“ für die Länder Deutschland, Österreich und die
Schweiz zuständig.
Allan Rushforth ist künftig für den
weltweiten Vertrieb von Nissan verantwortlich. Rushforths neuer Arbeitsplatz
ist die Nissan-Zentrale in Yokohama,
von wo er direkt an Chief Planning Officer Philippe Klein berichtet. In der
Vergangenheit hatte Rushforth unter
anderem für BMW und die Volkswagen
Gruppe gearbeitet. Zuletzt war er Europa-Chef von Hyundai.
Der Bereich After Sales von Kia Motors
Deutschland wird künftig von Udo Bub
geführt. Der 50-Jährige hat bei der
deutschen Kia-Tochter mit Wirkung zum
1. November die Position des Director
After Sales übernommen. Bub kommt
von der Fiat Group Automobiles Germany AG, wo er zuletzt für alle Marken des
Fiat-Konzerns die After-Sales-Bereiche
Technical Service und Customer Care
verantwortete.
Kurzmeldungen
+++ Safety first +++
Die Fahrzeugsicherheit siegt beim TÜV Report 2015. Erstmals
seit Jahren ist die Mängelquote gesunken – um 1,4 Prozentpunkte auf 23,5 Prozent. Für die TÜV-Süd-Experten ein deutlicher Hinweis für bessere Wartung und höhere Qualität von
Neufahrzeugen.
+++ Robust +++
Auf der Los Angeles Auto Show präsentierte Volvo die CrossCountry-Version des Mittelklasse-Kombis V60, die unter anderem mit einer um 65 Millimeter höheren Bodenfreiheit als
der normale V60 aufwartet. Zur Jahresmitte 2015 kommt das
neue Modell nach Europa.
+++ Analyse +++
Im Rahmen seines dauerhaften Fuhrparkpanels hat Dataforce eine Werkstattanalyse auf den Markt gebracht. Sie
widmet sich unter anderem den Fragen, wo und wie welche
Werkstattleistungen durchgeführt werden, welche Fahrzeugtypen wo gewartet werden und wie sich der Einsatz von Service-Leasing auf das Werkstattverhalten auswirkt.
+++ Mobilitätsbudget +++
LeasePlan Deutschland unterstützt Kunden ab sofort bei
der Einführung und Umsetzung von Mobilitätsbudgets. Die
Vollkosten-Leasingrate wird dabei zur „Mobilitätsrate“. Wird
diese nicht ausgeschöpft, kann der Mitarbeiter vom Unternehmen finanziell belohnt werden, indem die Einsparung
voll oder anteilig an ihn ausgeschüttet wird.
10
Flottenmanagement 6/2014
Überarbeitet
Rund drei Jahre nach Markteinführung erhält der Audi Q3 im Februar 2015 ein Lifting. Auffälligste Neuerung beim KompaktSUV ist der Kühlergrill, von dem sich nun
zwei verchromte Bänder bis an die ebenfalls
umgestalteten Scheinwerfer ziehen. Diese laut Hersteller plastischere Ausführung
dürfte sich künftig auch an den großen Geschwistern Q5 und Q7 finden. Die Leuchten des Q3 nutzen nun serienmäßig Xenon-Technik, gegen Aufpreis ist eine LED-Variante zu haben. Überarbeitet präsentiert sich die Motorenpalette.
Der Einstiegsbenziner mit Turboaufladung, 1,4 Litern Hubraum und 110 kW/150 PS erhält die
unter anderem vom VW Golf bekannte Zylinderabschaltung, die den Kraftstoffverbrauch laut
Audi von 5,9 auf 5,5 Liter drückt. Als Basisdiesel fungiert zunächst der um 10 PS auf 110 kW/150
PS verstärkte 2,0-Liter-Motor, der nun mit 4,4 Litern statt 5,2 Litern auskommen soll. Auch die
anderen Motoren wurden modifiziert, zur Wahl stehen unter anderem ein weiterer Diesel mit
135 kW/180 PS sowie zwei 2,0-Liter-Turbobenziner mit 132 kW/179 PS und 162 kW/220 PS. Die
Preisliste startet bei 24.874 Euro (netto) für den Q3 1.4 TFSI.
B-Segment
Die zweite Generation des Hyundai i20 ist in Deutschland seit Dezember im Handel erhältlich. Neben
seinem neuen Design und großzügigen Platzverhältnissen soll er auch von einer weiter verbesserten
Qualität profitieren. Von der ersten Generation des B-Segment-Modells wurden auf dem deutschen
Markt 86.000 Einheiten abgesetzt, in Europa waren es rund 400.000. Laut Global Insight wird das BSegment bis zum Jahr 2017 in Europa von derzeit 2,86 Millionen verkauften Fahrzeugen auf 3,25 Millionen Fahrzeuge wachsen. Ab 2015, dem ersten vollen Verkaufsjahr des neuen Hyundai i20, erwartet
das Unternehmen in Europa jährlich einen Absatz von rund 100.000 Fahrzeugen, ungefähr 20 Prozent
davon in Deutschland. Die Einstiegsvariante kostet gemäß Hersteller 10.042 Euro (netto).
Protokollier-App
Wenn Mobilitätskonzepte flexibler werden, wächst die Zahl der Gefahrenübergänge: Corporate
Carsharing und Mietpools stellen Fuhrparkbetreiber vor die Herausforderung, stets ein waches
Auge auf den Zustand der Fahrzeuge zu haben. Mit der Protokollier-App PS Inspect lässt er sich
gemäß der PS-Team Deutschland GmbH & Co. KG lückenlos dokumentieren. Diese führt den Mitarbeiter sicher durch die Protokollierung des Fahrzeugzustands. Sie erkennt den Verlust von
Zubehör, Schäden und Ungereimtheiten sofort und dokumentiert sie. Alle Daten werden revisionssicher gespeichert und es gibt keinen Spielraum für Manipulationen, so das hessische Unternehmen. „Der Absatz unserer Protokollier-App ist in der letzten Zeit stark gestiegen. Durch Corporate Carsharing und Fahrzeug-Mietpools wächst der Bedarf, Übergänge sicher zu gestalten“,
erklärt PS-Team-Geschäftsführer Heinz Moritz. Durch die App steht die gesamte Fahrzeughistorie allen Beteiligten zur Verfügung. Der Zustand des Fuhrparks ist somit jederzeit transparent.
Neue Variante
Fiat baut seine 500er-Familie weiter aus. Als sechste Variante feierte auf dem Pariser Autosalon das Mini-SUV 500X Premiere. Auf Wunsch kann es mit Allradantrieb ausgestattet werden.
Die Markteinführung erfolgt Ende des Jahres. Optisch orientiert sich der 500X stärker an dem
ursprünglichen Kleinstwagen der Familie.
Mit 4,25 Metern Länge rangiert der 500X
am oberen Ende der kleinen SUV-Klasse.
Das Kofferraumvolumen gibt der Hersteller mit klassentypischen 350 Litern an.
Zum Start stehen zunächst drei Motoren
zur Verfügung: Den Einstieg bildet der aus
diversen Fiat-Modellen bekannte 1,4-LiterTurbobenziner mit 103 kW/140 PS Leistung,
der ausschließlich die Vorderräder antreibt
und an ein manuelles Sechsganggetriebe
gekoppelt ist. Dazu gibt es einen 88 kW/120
PS starken 1,6-Liter-Diesel in gleicher Konfiguration. Die einzige Allradversion wird von einem
2,0-Liter-Diesel mit 103 kW/140 PS angetrieben, die Kraftübertragung übernimmt eine Neungang-Automatik. Die Preise für den 500X sind noch nicht bekannt.
NACHRICHTEN
Fuhrparkverband
Rechts- und Zukunftsthemen für Fuhrparkverantwortliche
Der Fuhrparkverband beschäftigt sich mit Themen, die aktuell und in Zukunft die Arbeit von
Fuhrparkmanagern beeinflussen. Dazu gehört der
Erfahrungsaustausch untereinander, aber auch
Insiderwissen von Experten. Beim inzwischen
13. Verbandsmeeting konnten die Teilnehmer
von beidem profitieren, denn selbst Themen, die
auf den ersten Blick unspektakulär wirken oder
als bereits bekannt abgehakt werden, haben ungeahnte Untiefen (E-Bikes) oder überraschende
Konsequenzen (RDKS).
So müssen sich Fuhrparkverantwortliche seit dem
1. November auf die dann vorgeschriebenen Reifendruckkontrollsysteme (RDKS) einstellen. „Bis
Herbst war die Lage noch entspannt“, sagte Peter Groß, Leiter FB-Technik der Vergölst GmbH,
der die Komplexität des Themas deutlich machte.
Alle ab November neu zugelassenen Fahrzeuge
der Klasse M1 (Pkw und Wohnmobile) müssen in
der Erstausrüstung mit einem Luftdruckkontrollsystem ausgestattet sein. Aber das bedeutet
nicht nur, dass es ein neues Symbol auf dem Armaturenbrett geben wird. Da stecken viele technische, prozess- und kostenbeeinflussende Details
dahinter: aktive und passive Systeme, Sensorik,
Felgentauglichkeit, Systemvarianten, Marktpräsenz verschiedener Anbieter et cetera. Der ADAC
hat mögliche Mehrkosten für Endkunden mit bis
zu 350 Euro veranschlagt, bei
bestimmten Sensoren und
Fahrzeugen kann es deutlich
über diesem Mittelwert liegen, weiß Groß. Es wird also
aufwendiger und teurer. „Das
muss für das Budget 2015
berücksichtigt werden“, so
Marc-Oliver Prinzing, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands
Fuhrparkmanagement e. V. (BVF).
Fast eine halbe Million Fahrräder mit Elektroantrieb wurden letztes Jahr in Deutschland verkauft,
so der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV). Damit
hat das Pedelec bereits einen Marktanteil von 11
Prozent. Und E-Bikes für Fuhrparks sind in aller
Munde. „Jetzt haben die Landesfinanzminister
die Finanzämter bundesweit angewiesen, rückwirkend für das Jahr 2012, Fahrräder und Pedelecs
wie Dienstwagen nach § 8 Abs. 2 Satz 8 EStG zu
behandeln“, stellt Hans-Josef Kissel, Fuhrparkverantwortlicher der EWR AG, fest. Gesetzlich
können die elektrischen Drahtesel also steuerlich
als Firmenfahrzeug geltend gemacht werden, wie
das klassische Kfz. Doch trotz der Vorteile sollten
Fuhrparkmanager genau hinschauen: Auch für dieses Fortbewegungsmittel gelten die Unfallverhü-
tungsvorschriften und laut Statistischem Bundesamt verunglücken jährlich über 70.000 Radfahrer.
„Die gesetzlichen Vorgaben machen die Umsetzung extrem schwierig – bis unmöglich“, prognostiziert dann auch Marc-Oliver Prinzing. Die Unternehmen müssen den Pedelec-Nutzern zum einen
entsprechende Schutzkleidung fürs E-Radeln zur
Verfügung stellen – Fahrradhelm, Rückenschutzprotektor, Wetterschutzkleidung für alle Witterungsverhältnisse und einiges mehr. Kissel resümiert: „Wegen der zusätzlichen Belastungen und
Risiken scheuen sich viele Unternehmen, dieses
Thema weiterzuverfolgen.“ Schade, eigentlich.
Weitere Themen waren die Leasingausschreibung
und das Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz.
Mehr dazu auf www.fuhrparkverband.de.
Kraftstoffverbrauch in l/100 km (kombiniert): 6,5–3,8. CO2-Emission in g/km (kombiniert): 152–99. Als Basis
für die Verbrauchsermittlung gilt der ECE-Fahrzyklus. Abbildung zeigt Sonderausstattungen.
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ARBEITSALLTAG.
END.
URER.
Freude am Fahren
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MANAGEMENT/LEASING
14
Schadendeckung
Alphabet bietet seinen Kunden künftig eine günstige Alternative zur herkömmlichen
Kaskoversicherung: Ab 2015 erweitert der Business-Mobility-Anbieter sein Portfolio
um die Schadendeckung. Gegen eine individuelle und vom
Versicherungsmarkt unabhängig kalkulierte Gebühr
wird der Leasingnehmer dabei von der Haftung für
Voll- und Teilkaskoschäden befreit. Alphabet
Kunden sollen damit nicht nur von der Einsparung von Versicherungssteuer profitieren,
sondern zahlreiche weitere Vorteile erhalten. Durch gezielte Werkstattsteuerung
lässt sich zum Beispiel die Schadenquote in
Fuhrparks verringern. Das senkt Aufwände
und hilft, Folgekosten zu vermeiden. Feste Bonus-/Malus-Vereinbarungen schaffen
zudem einen hohen Grad an Planungssicherheit für Fuhrparkverantwortliche. Damit der
Service auch dauerhaft passgenau bleibt, ist die
jährliche Beratung durch einen Insurance Consultant
fester Bestandteil der Schadendeckung. Daneben beinhaltet sie
standardmäßig immer auch alle Leistungen des Alphabet Schadenmanagements, wie
etwa Reportings in Echtzeit. So erhalten Fuhrparkverantwortliche maximale Transparenz über alle Schäden in ihrem Fuhrpark.
Trend bestätigt
Leasing und Kauf – das sind nach wie vor die
zwei vorherrschenden Finanzierungsmethoden
im Fuhrparkmanagement. Eine langfristige
Verschiebung zeigt sich jedoch bei den unterschiedlichen Leasing-Vertragsformen: Leasing
mit Kilometervertrag und Serviceleistungen
ist über alle Unternehmensgrößen hinweg auf
dem Vormarsch – zu Lasten des Restwertvertrags. Diesen Trend bestätigt das CVO FuhrparkBarometer 2014. Im Auftrag des Full-ServiceLeasinganbieters Arval befragte das Meinungsforschungsinstitut csa 3.634 Fuhrparkentscheider in 12 europäischen Ländern, davon
301 in Deutschland, zu Trends im Flottenmanagement. Alle befragten Unternehmen ab zehn
Mitarbeitern beabsichtigen in den kommenden
drei Jahren, Leasing mit Kilometervertrag und
Serviceleistungen im Vergleich zu den anderen
Finanzierungsformen am stärksten auszubauen. Die gesamten Ausführungen und Analysen
der Studie können kostenlos unter www.arval.de
bezogen werden.
Internetbestellung
Fahrzeugbeschaffung
Die community4you AG bietet mit comm.cars ein Gesamtpaket für die Fahrzeugbeschaffung. Von der individuellen Konfiguration und Kalkulation über das Genehmigungsverfahren bis zur abschließenden Bestellung bündelt das Programm in transparenten Schritten alle Prozesse einer herstellerunabhängigen Fahrzeugbeschaffung.
Prädestiniert für den Einsatz des Produkts sind gemäß community4you Unternehmen
mit Fuhrparks aller Art und Größe sowie Autohäuser, Leasingfirmen, Flottenmanagementgesellschaften, Autobanken oder Versicherungen. Mit der Software können
Fahrzeugnutzer ihr Wunschfahrzeug aussuchen und Fahrzeuganbieter ihre Angebote
verwalten. Die Einbindung externer Partner in den Bestellprozess ist ebenfalls möglich. comm.cars kann einerseits als eigenständige Web-Anwendung für den Beschaffungsprozess verwendet werden und bietet andererseits die Einbindung via Web-Service-Schnittstellen in das Fuhrparkmanagementsystem comm.fleet beziehungsweise
das Leasingmanagementsystem comm.lease.
Erweiterung
Das Luxemburger Carsharing-Unternehmen CiteeCar kooperiert ab sofort mit dem japanischen Fahrzeughersteller Toyota. Im Rahmen der neuen Partnerschaft erweitert
der Carsharing-Anbieter seine Berliner Flotte um 30 Toyota Yaris. Toyota ist neben der
Kia Motors Group der zweite Automobilpartner des Carsharers. Das Modell Kia Rio wird
auch zukünftig Teil der CiteeCar-Flotte bleiben; doch seit September stehen Mitgliedern in Berlin zusätzlich 30 Toyota Yaris zur Verfügung. Weitere Fahrzeuge sollen in den
kommenden Monaten folgen. „Wir
haben uns Low-Cost-Carsharing auf
die Fahne geschrieben, weshalb wir
für unsere Kunden versuchen, den
besten Deal mit unseren Partnern
auszuhandeln. CiteeCar hat sich
immer als eigenständiges Unternehmen verstanden und ist auch
zukünftig offen für Kooperationen
mit Firmen, die genau wie wir ein
erstklassiges Produkt zu günstigen Konditionen bieten“, erläutert
CiteeCar-COO Mauro Mariani.
Flottenmanagement 6/2014
LeasePlan Go ermöglicht Leasinginteressenten
ab sofort, ihren Firmenwagen über das Internet
zu bestellen. Mit dem Bereich Kleinflottenleasing fällt durch den Launch des Online-Kalkulators auf www.leaseplango.de eine der letzten
Offline-Bastionen. „Wenn sich Gewerbetreibende über das Firmenfahrzeug ihrer Wahl informieren, sind sie bereits im Internet unterwegs.
Wir wollen unsere Interessenten dort abholen,
wo sie sich befinden“, so Oliver Schnug, Bereichsleitung LeasePlan Go, zum Hintergrund.
In Vorbereitung auf die Veröffentlichung des
Online-Konfigurators schulte LeasePlan Go
rund 700 Fahrzeughändler. „Wir erwarten, dass
der Online-Kalkulator den Vertrieb im Autohaus
unterstützt. Studien zur Folge wird die Fahrzeugbeschaffung zwar im Internet angebahnt,
der tatsächliche Vertrag wird aber heute – und
auch in Zukunft – immer noch im Autohaus geschlossen. Deshalb können Leasinginteressenten das fertige Fahrzeugangebot ausdrucken
und im Autohaus ihrer Wahl abgeben“, erläutert
Schnug.
Verlängerung
Ford hat beim neuen Mondeo, der ab sofort
bestellbar ist, das Service-Intervall für die
Version mit dem 2,0-Liter-TDCi-Dieselmotor
verlängert. Fahrer dieser Motorvariante, die
in den beiden Leistungsstufen 110 kW/150 PS
und 132 kW/180 PS zur Verfügung steht, müssen nun nur noch alle zwei Jahre beziehungsweise alle 30.000 Kilometer zum WartungsCheck – statt wie bisher alle 20.000 Kilometer
beziehungsweise einmal pro Jahr. Dank dieser
verlängerten Intervalle sollen sich die Wartungskosten im Vergleich zum Mondeo-Vorgängermodell mit dem gleichen Motor um rund
370 Euro oder rund 25 Prozent (bezogen auf
eine Laufleistung von 120.000 Kilometer/ drei
Jahre) verringern.
Oliver Biehl
Abteilungsleiter Technik
und Reifen-Service
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es so viele unserer Kunden bereits tun. Wann darf ich mich um Ihre Flotte kümmern?
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der ALD AutoLeasing D GmbH in Deutschland, die durch ein von ALD beauftragtes unabhängiges Marktforschungsunternehmen im Jahr 2014 befragt wurden.
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Leasingvertrag bei der SEAT Leasing. 2 Firmenauto des Jahres 2014, Firmenauto 06/2014. 3 Kraftstoffverbrauch innerorts/außerorts/kombiniert. Das abgebildete Fahrzeug enthält Sonderausstattung gegen Mehrpreis.
LEASING
Gewischt und geklickt
Viele Leasinggesellschaften bieten
nützliche Service-Apps
Fahrerdirektkommunikation, Apps und Social Media stellen Smartphone und
Tablet in den Mittelpunkt der Kommunikation mit dem Leasinggeber. Welchen
Service – unter anderem angepasst an diese Geräte – bieten ausgewählte Leasinggesellschaften?
Eine Kurzumfrage der herstellerunabhängigen
Leasing- und Fuhrparkmanagementgesellschaft Arval Deutschland GmbH hat sich bereits im Mai mit der Verbreitung und Nutzung
von Apps und Social Media im Fuhrparkbereich
befasst. 111 befragte Fuhrparkentscheider
gaben Auskunft über ihr Nutzerverhalten bei
Smartphone und Tablet und ihre Erwartungen
an diese digitalen Anwendungen. Beispielsweise nutzen rund 70 Prozent der Befragten Apps
beruflich und privat beziehungsweise rein beruflich. Hauptintention der Verwendung ist die
schnelle und nützliche Information auf einen
Blick. Das größte Potenzial sehen die Fuhrparkentscheider in der Gestaltung einer App für die
Bereiche Führerscheinkontrolle (22 Prozent der
Befragten), Fuhrparküberblick (19 Prozent) sowie Tankkartenmanagement (16 Prozent), gefolgt von Information und Überblick über die
Bereiche Wartung und Reparaturen (13 Prozent)
wie auch Schaden- und Versicherungsmanagement (je 13 Prozent). Die Kurzumfrage ergab
zudem, dass Flottenverantwortliche ebenfalls
in den sozialen Medien aktiv sind, sich dabei
aber berufliche und private Aktivität vermischt.
Facebook und Xing (je 14 Prozent) werden am
häufigsten genannt, bei Google+, YouTube und
Twitter nehmen ebenfalls einige teil. Dennoch
liegt hier noch viel Potenzial verborgen, das die
Anbieter von Leasing- und Fuhrparkmanagementdienstleistungen mit der Bereitstellung
von Informationen und Angeboten noch ausschöpfen können.
Fahrerdirektkommunikation
Auch im Hinblick auf die Einbindung des Dienstwagennutzers, der in der Kommunikationskette
zwischen Dienstleister und Fuhrparkmanager
steht, lassen sich die Funktionalitäten von
Apps und Social-Media-Angeboten noch ausbauen. Die Fahrerdirektkommunikation findet
nach wie vor klassisch sowohl per Telefon als
auch per E-Mail oder SMS statt. Sinn und Zweck
(Fortsetzung auf S. 18)
Flottenmanagement 6/2014
17
LEASING
Übersicht Service-Apps ausgewählter Leasinggesellschaften
Leasinggesellschaft
Alphabet
Fuhrparkmanagement GmbH
ALD AutoLeasing D GmbH
Arval Deutschland GmbH
Daimler Fleet Management GmbH
Name der App
ALD mobile
AlphaGuide
AlphaCity
Arval Mobile DE
Daimler Fleet App
im Angebot seit
2014
2010/2013
2010
2013
für Betriebssystem
Android, iOS
Android, iOS
Android, iOS
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Funktionen
Hotline, Service-Partner-Suche (In- u.
Ausland) und Navigation, Tipps und
Verhalten im Schadensfall
AlphaGuide: Wegweiser u. ServiceAnzeigepartner für Wartung und
partnern (z.B. Werkstätten,Tankstellen, Inspektion, Reifen, Autoglas,
Führerscheinkontrollstellen), UnfallFAQ, Feedback-Funktion
Reporting, Direktwahl, Service-Hotline,
Checkliste, Fahrzeugrückgabe, AlphaCity:
für Corporate Carsharing, Fahrzeuge reservieren u. buchen, Verfügbarkeiten und
Details abrufen, Buchungen stornieren,
private und geschäftliche Fahrten verwalten, Abrechnung
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ja
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einer gut funktionierenden Fahrerdirektkommunikation bestehen in der direkten Ansprache
und in der schnellen Reaktion des Dienstleisters auf die Anliegen der Dienstwagenfahrer.
Auskunft bezüglich nächstgelegener Werkstatt
zur Reparatur oder zum Reifenwechsel steht
an oberster Stelle, auch bei einem Unfall wählt
der Dienstwagenfahrer schnell die Nummer der
Servicehotline seiner Leasinggesellschaft, die
im Regelfall 24 Stunden besetzt ist und rasche
Hilfe in die Wege leitet. Ebenso im Vordergrund
steht die Entlastung des Fuhrparkmanagers bei
sämtlichen Standardvorgängen, die nicht seiner
Zustimmung bedürfen, beispielsweise Terminkoordination für Fahrzeugservice, Führerscheinkontrolle, Fahrzeugübergabe oder -rückgabe.
Dank der heutigen Verbreitung von Smartphones
und Tablets lässt sich die Direktan- und absprache auch per App gestalten: Direktwahl, E-MailVersand und Informationen auf einen Blick oder
Klick. Bei Bedarf können direkt Dokumente oder
Fotos, beispielsweise bei einem Unfall, angehängt werden. Arval reagiert beispielsweise auf
die sich ändernde Mediennutzung mit der „Arval
Smart Experience“, eine neue Ausrichtung der
Kunden- und Fahrerbetreuung, die sämtliche
digitale Medien einbezieht und zum Ende des
Jahres eingeführt werden soll. „Wir werden unterschiedliche Maßnahmen ergreifen, um über
verschiedene Kanäle den direkten Kontakt zwischen Kunden, Fahrern und Arval noch weiter
zu intensivieren. Dazu gehört auch eine grundlegend überarbeitete App“, kündigt Marcus
Schulz, Director of Arval Germany an.
mobile Händler- und Werkstattsuche
inkl. Navigation, Schadenmeldung,
DFM Service-Hotline
Apps
Service-Apps gibt es heute schon von sämtlichen namhaften Leasinggesellschaften, die
dem Dienstwagennutzer schnelle Hilfe im Schadens- oder Notfall leisten (siehe Tabelle oben).
Direktwahl zur Service-Hotline, Telefonnummern und Adressen von Werkstätten, Navigation, Checklisten und Schadenmeldung sind die
häufigsten Funktionen der Apps. Für die Fuhrparks, die Carsharing nutzen, bieten die Anbieter Alphabet und DB Rent spezielle Apps an
zur Reservierung, Buchung, Abrufung von Verfügbarkeiten und mit weiteren Funktionen. Die
Volkswagen Leasing GmbH geht einen besonderen Weg, indem sie zusammen mit CarePort eine
App als Ergänzung zum Webportal Connected
Work entwickelt hat, die Außendienstmitarbei-
Übersicht Fahrerdirektkommunikation und Social-Media-Aktivitäten ausgewählter Leasinggesellschaften
ALD AutoLeasing
D GmbH
Leasinggesellschaft
18
Alphabet Fuhrparkmanagement GmbH
Arval Deutschland
GmbH
AutoBank AG
bei Fahrerdirektkommunikation bevorzugte Medien
Kundenberater, Telefon Service-App, Telefon,
Webseite, Geschäftsstelle
Telefon, E-Mail,
Webseite
Telefon, E-Mail
wesentliche Bereiche
Fahrzeugbestellung,
Problemlösung
Notfall-, Pannenhilfe,
Fahrzeugrückgabe,
Administration und
Abwicklung von
Standardprozessen
Angebot, Fahrzeugbestellung, Fahrzeugauslieferung, Reifenbeschaffung, -wechsel,
Servicetermine,
Miet-, Ersatzfahrzeugstellung, Fahrzeugrückgabe, Rückrufaktionen,
Fahrerwechsel, NotfallSchadenmanagement
Social-MediaAktivität
geschlossene Nutzergruppen, z.B. bei
Facebook
Facebook, Xing,
LinkedIn, Vimeo
Google+, Facebook,
Twitter, Xing, YouTube
Inhalte/Intention
Kommunikation
Informationen zu
Alphabet, zur Branche,
aktuelle Themen und
Hinweise rund um
Flotte und Fuhrpark
Imagepflege, Kunk.A.
dengewinnung, Kundenbindung, Unterhaltung, Informationen
zu Unternehmen und
Flottenthemen,
Fahrzeugtests
Flottenmanagement 6/2014
Daimler Fleet
Management GmbH
Telefon, Fleet App
DB Rent GmbH
Deutsche Leasing
Fleet GmbH
Telefon, Fax, E-Mail,
Online-Portal
Telefon, Webseite
Schadensfälle, Ankauf- alle Bereiche zur
anfragen, Auslauf des Entlastung des
Leasingvertrags
Fuhrparkleiters
Fahrzeugbestellung,
Fahrzeugauslieferung,
Terminerinnerungen,
Schadenbearbeitung,
Reparatursteuerung
Konfiguration,
Angebotserstellung,
Fragen rund um den
Betrieb des
Fahrzeugs
Teilnahme erfolgt zu
gegebener Zeit
Google+, YouTube
für Geschäftskunden
in Planung
Teilnahme wird
derzeit geprüft
Produktinformation,
Kommunikation
aktuelle Informationen, k.A.
Angebote, Gesetzesänderungen, Verknüpfungen zu Apps/
direkte Kommunikation,
schnelle Reaktion
LEASING
Deutsche Leasing Fleet GmbH
GE Auto Service Leasing GmbH
LeasePlan Deutschland GmbH
Sixt Leasing AG
Volkswagen Leasing GmbH
Deutsche Leasing
Servicepartnersuche Autoexpo
GE Fleet App
LeasePlan Mobil
Sixt Leasing
App
Volkswagen CleverMobil
ConnectedWork
k.A.
2011
2011
2014
2012/2013
iOS
BlackBerry, iOS
Android, iOS
Android, BlackBerry, iOS
Android, iOS
Servicepartnersuche: Direktwahl der
Reifen-, Glas- o. Technikpartner, Autovermietung, Checkliste
für den Schadenfall, 24-StundenHotline, Autoexpo: Suche von
gebrauchten Fahrzeugen
All-in-one Service und Notfall-App:
Notruf-Nummern, DirektwahlHotlines, Unfall-Checkliste,
Schadenmeldung an Flottenmanager,
Mietwagenbuchung
GPS-Lokalisierung nächstgelegener
Partner für Service u. Wartung, Reifen,
Glas- sowie Unfallreparatur, Click-toCall aller wichtigen Service-Hotlines
im In- und Ausland (auch offline),
Suchfunktion für euroShell- u. AralTankstellen, FAQ, Gratisparkplatzfinder,
Parkassistent, Parkzeitalarm
Einsicht in Vertrags- u.
Kontaktdaten, UnfallhelferCheckliste, Schadenserfassung,
Schadenübersicht aller gemeldeten Schäden, Kommunikation
bei Reparaturfertigstellung,
Werkstattsuche Inspektion/
Reifenwechsel
CleverMobil: Stauwarner, Exklusivdienst
Stauvorhersage, Werkstattsuche,
Echtzeitkraftstoffpreise, Exklusivdienst Parken, ConnectedWork:
Auftragserfassung, Auftragsstatus,
Verwaltung von Kundenkontakten,
Erstellung von Statistiken, Nachrichtenfunktion, Verkehrsinformationen, Tankstellenanzeige, Werkstattsuche
Apple App Store
BlackBerry App World, Apple App Store Google Play Store, Apple App Store
Google Play Store, BlackBerry, Apple
App Store
Google Play Store, Apple App Store
ja
ja
ja
CleverMobil: Light-Variante,Exklusivdienste 30 Tage, kostenfrei, Premiumversion einmalig 2,69 Euro, ConnectedWork: zzt. 9,99 Euro/Jahr und Gerät
ja
tern schnellen Zugriff zu wesentlichen Informationen auf Smartphone und Tablet ermöglicht.
Hauptsächlich richten sich die in der Mehrzahl kostenlosen Apps an Dienstwagennutzer.
Diese nehmen das Angebot auch sehr gut an,
wie die Leasinggesellschaften mitteilten. Die
Downloadzahlen steigen, was die Anbieter auch
zum Anlass nehmen, Feedback der Nutzer in die
Weiterentwicklung einzubeziehen. „Wenn wir
von moderner Mobilität sprechen, sprechen wir
immer auch von mobiler Kommunikation, und
damit von mobilen Anwendungen. Je flexibler
und mobiler unser (Arbeits-)Leben wird, desto
wichtiger werden Apps. Schnell den richtigen
Ansprechpartner, die richtige Information, den
passenden Service an der Hand zu haben – diese
Effizienz ist für moderne Unternehmensmobilität unabdingbar“, fasst Markus Deusing, Leiter
Geschäftsentwicklung und Marketing bei Alphabet Deutschland den Trend zusammen.
GE Auto Service Leasing
GmbH
Entwicklung
Fuhrparkverantwortliche, die zur Fuhrparkverwaltung die Programme der Leasinggesellschaften nutzen, können heute dagegen nur
bei wenigen per App in die Daten schauen. Bei
der Software der Deutschen Leasing Fleet GmbH
namens Fleet Information Tool und Fleet Live
funktioniert dies eingeschränkt, FleetIntelligence von der Sixt Leasing AG ermöglicht jedoch
den Zugriff per App. Alphabet arbeitet an einer
übergreifenden App, die im kommenden Jahr
gelauncht werden soll. Sie soll laut Unternehmensinformation nicht nur die Verknüpfung
zum Leasingvertrag herstellen, sondern in
ihrer letzten Ausbaustufe ganzheitliches Mobilitätsmanagement inklusive Bezahlfunktion
möglich machen. Die Deutsche Leasing plant
ein komplettes Reportingtool mit wichtigen
Bestands- und Bewegungsdaten des Fahrzeugs
anzubieten, wie Michael Velte, Geschäftsführer
Deutsche Leasing Fleet GmbH bekannt gab. Bei
HLA Fleet
Services GmbH
LeasePlan
Deutschland GmbH
Sixt Leasing AG
Volkswagen Leasing
GmbH
Telefon, Webseite
Telefon, E-Mail, Webseite
Telefon, E-Mail, Webseite
Telefon, E-Mail, Webseite
Telefon, E-Mail
Notfall-, Schadenmanagement, Reifenwechsel, Auslieferung/
Rückholung, Fahrzeugneubestellung, Fahrzeugkauf
Wartungs-, Verschleiß-,
Schaden-, Reifenmanagement, Fahrzeugbestellung/-rückgabe
Fahrzeugbestellung,
Notfall- und Schadenmanagement, Fahrzeugrückgabe
Schadenfall
Fahrzeugkonfiguration,
Notfall- und
Schadenmanagement
Facebook, Twitter,
LinkedIn
Xing, LinkedIn
Facebook, Twitter,
Xing, Google+
Facebook,
Twitter
Facebook, Google+,
YouTube, Instagram
Unternehmensnachrichten
Multiplikator
allgemeine und speaktuelle Informationen,
zielle UnternehmensAngebote
nachrichten, Liveberichte
von Unternehmensveranstaltungen,
Stellenanzeigen
neue Produkte, Recruiting, News, Engagements,
Unternehmensinitiativen,
Mobilitätsthemen, CSR,
automobile Themen,
Sponsoring
DB Rent ist ein innovatives Tool in der Umsetzung, mit dessen Hilfe dem Nutzer proaktiv auf
ihn zugeschnittene Mobilitätsprodukte aufgezeigt werden.
Soziale Netzwerke
Der Hauptteil der Aktivität in sozialen Netzwerken fällt in den privaten Bereich der Dienstwagennutzer. Dennoch entsteht hier ein gewisses
Potenzial, ihn dort mit attraktiven Inhalten
sowie unterhaltsamen und interessanten Informationen zu erreichen. „Auch wenn im Fuhrparkmanagementbereich soziale Netzwerke
kein Muss sind, möchten wir mit unseren Auftritten Fahrern und Fuhrparkleitern den Weg
zu uns erleichtern“, kommentiert Gunter Glück,
Geschäftsleitung Vertrieb und Kundenbetreuung bei LeasePlan Deutschland die Anwesenheit des Unternehmens bei Twitter, Facebook,
Xing und Google+. Alphabet möchte durch die
Präsenz in verschiedenen Social-Media-Kanälen dem immer schnelleren Informationsfluss
Rechnung tragen: „Wenn es etwas Neues gibt,
sei das ein neuer Service, ein neues Gesetz im
Fuhrparkrecht, die aktuellsten Branchenzahlen, ein interessantes Event et cetera – erfährt
das der User sofort, egal wo er sich befindet“, so
Markus Deusing. Kommunikation, Imagepflege,
Marketing, Information zählen zu den Hauptinhalten der Social-Media-Profile der Leasinggesellschaften. Doch die richtige Dosierung ist
entscheidend dafür, ob die Inhalte ankommen.
Was zu viel ist oder nicht auffällig genug, versinkt im Informationsmeer. Dienstwagennutzer
und vor allem Fuhrparkmanager brauchen effiziente und inhaltlich wertvolle Informationen,
sonst geht der positive und innovative Effekt
des Netzwerkens verloren. So praktisch die digitale Kommunikation auch ist, der Mensch aus
Fleisch und Blut darf nicht vergessen werden.
Für den persönlichen Austausch sollte in unserer auf Effizienz ausgerichteten Zeit immer noch
ein Moment übrig sein. Körpersprache, Stimme
und Mimik vermitteln Informationen, die sich
digital nicht transportieren lassen.
Flottenmanagement 6/2014
19
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der Volkswagen Leasing GmbH. Abgebildete Fahrzeuge enthalten Mehrausstattungen gegen Mehrpreis. Die Preise gelten bis zum 31.12.2014. Dies ist ein Angebot der Volkswagen Leasing GmbH und ist nur
für Großkunden gültig.
* Die Tochtergesellschaften der Volkswagen Financial Services AG erbringen unter der gemeinsamen Geschäftsbezeichnung „Volkswagen Financial Services“ Bankleistungen (durch Volkswagen Bank
GmbH), Leasingleistungen (durch Volkswagen Leasing GmbH), Versicherungsleistungen (durch Volkswagen Versicherung AG, Volkswagen Autoversicherung AG) und Mobilitätsleistungen (u. a. durch
Volkswagen Leasing GmbH). Zusätzlich werden Versicherungsprodukte anderer Anbieter vermittelt.
PRAXIS
Flexibilität weltweit
Vor dem betriebseigenen Parkhaus stehen Richard
Steinbeißer (Lindner), Dr. Uwe Bertram (Sycada)
und Isidor Eichinger (Lindner), (v.li.n.re.)
Als Hans Lindner das Unternehmen 1965 gründete, verfolgte er die Idee, ein
komplettes Gebäude ohne Schnittstellen umsetzen zu können. In fast 50 Jahren Unternehmensgeschichte und durch stetiges Wachstum konnte er dies
verwirklichen und das Familienunternehmen zu dem machen, was es heute
ist. Mittlerweile beschäftigt die Lindner Group über 6.000 Mitarbeiter weltweit, von denen wiederum mehr als jeder Dritte einen Dienstwagen besitzt.
Dies bedeutet eine Menge Arbeit für die Fuhrparkverwaltung des bayerischen
Bauspezialisten. Unterstützung bekommen die Entscheider von dem Telematikanbieter Sycada.
Etwas mehr als eine Stunde nordöstlich vor den
Toren von München, im beschaulichen Arnstorf,
liegt die Zentrale des weltweit agierenden Bauunternehmens. Von dort aus werden die Geschicke
des Konzerns mit Tochtergesellschaften in mehr
als 20 Ländern geleitet. Kaum ein Ort, an dem die
Lindner-Produkte für Innenausbau, Fassadenbau
und Isoliertechnik nicht zu finden sind: So waren
die Bayern beispielsweise am Bau des 2007 neu
eröffneten Wembley Stadions in London beteiligt. Auch in Norwegen, Dubai oder Australien
seien sie regelmäßig tätig, wie Christian Kainz,
Bereichsvorstand Controlling/IT/Fuhrpark, berichtet.
Flottenalltag
Eine Flotte mit mehr als 2.000 Pkw, etwa 60 Staplern und drei Lkw verwaltet nicht einfach ein
Fuhrparkleiter alleine – die Aufgaben müssen auf
verschiedene Schultern verteilt werden. Bei Lindner ist Christian Kainz als Bereichsvorstand unter
anderem für Fuhrparkfragen zuständig, daneben
arbeitet beispielsweise beim Thema Telematikeinbindung Richard Steinbeißer als Fuhrparklei-
22
Flottenmanagement 6/2014
ter eng mit Isidor Eichinger und Stefan Kirschner
aus der hauseigenen IT-Abteilung zusammen.
Bereits an dem vergleichsweise kleinen Bereich
der Telematik wird deutlich, wie komplex eine
Flottenverwaltung in einem großen Unternehmen ist, vor allem wenn man bedenkt, dass bei
Lindner alles inhouse verwaltet wird. So erläutert
Christian Kainz: „Wir führen sämtliche Prozesse
in Eigenverantwortung durch, beginnend bei der
Beschaffung der Fahrzeuge über deren Reparatur
und Wartung bis hin zur Wiedervermarktung. Für
die Fahrzeuge haben wir eine eigene Werkstatt.“
Alle Fahrzeuge sind nicht geleast, sondern ein
Teil des Anlagevermögens. Damit ist der Kauffuhrpark ein großer Kostenpunkt für das gesamte Unternehmen. Die Verantwortlichen leiten
den Fuhrparkbereich als Profitcenter und führen
regelmäßig einen Fremdvergleich zum Leasing
durch. Zudem werden unwirtschaftliche Modelle
aussortiert und nicht mehr zur Beschaffung freigegeben.
Gerade bei den Automarken im Fuhrpark wird
schnell klar, dass dies ein heiß diskutiertes The-
ma ist – schließlich sind die Dienstwagen auch
ein klassisches Motivationsinstrument. Je nach
Aufgabe kann der Mitarbeiter unterschiedliche
Fahrzeugklassen und -ausstattungen wählen.
Auf jeder Ebene stehen mindestens zehn verschiedene Fahrzeuge zur Auswahl, die dann mit
den eigenen Ausstattungswünschen konfiguriert werden können. „Grenzen setzen hier nur
der Fuhrparkleiter (schmunzelt) und das zur
Verfügung stehende Budget. Insgesamt nutzen wir mehrheitlich deutsche Marken. Hier ist
dann vom Kleinwagen bis zu den Fahrzeugen
für die Führungsebene alles vertreten“, erklärt
Fuhrparkleiter Richard Steinbeißer. Gerade bei
Flottenfahrzeugen für Monteure, die seltener
für Privatfahrten genutzt werden, kommen bei
Lindner elektronische Fahrtenbücher zum Einsatz. Hier setzt man seit Längerem auf die Expertise von Sycada.
Lindner Group KG
Die Lindner Group ist Europas führender Spezialist
für Gebäudehülle, kompletten Innenausbau, Isoliertechnik und baurelevante Dienstleistungen. Das
innovative Familienunternehmen, mit Sitz im niederbayerischen Arnstorf, setzt auf Individualität bei
kompletten Baulösungen – von der Planung bis zur
Umsetzung. Mit weltweit über 6.000 Mitarbeitern
betreibt Lindner Produktionsstätten und Tochtergesellschaften in mehr als 20 Ländern. Dabei wird
großer Wert auf eine nachhaltige Entwicklung sowie
auf ein zukunftsorientiertes Energie- und Umweltmanagement in Produktion und Abwicklung auf den
Baustellen weltweit gelegt.
PRAXIS
Zusammenarbeit
Im Jahre 2010 war man bei dem bayerischen
Bauunternehmen auf der Suche nach einer elektronischen Fahrtenbuchlösung, um den Anforderungen des Finanzamts gerecht zu werden. „Bis
zu diesem Zeitpunkt wurden viele Fahrtenbücher
noch per Hand ausgefüllt. Zusätzlich hatten wir
teilweise eine halbelektronische Lösung im Einsatz. Dieser Prozess war anfällig für Fehler und
nicht wirklich wirtschaftlich. Eine elektronische
Lösung hingegen vergisst nichts und schreibt
auch immer leserlich“, berichtet Christian Kainz.
Mit einem elektronischen Fahrtenbuch wollte
man seine steuerrechtliche Fahrdokumentation
präzisieren und effizienter gestalten. Der Kontakt zu Sycada kam dann über die Deutsche Telekom zustande. Auch in der folgenden offenen
Ausschreibung konnte der Telematikspezialist
überzeugen.
Anfangs, so die Flottenverantwortlichen, wurde
die Fahrtenbuchlösung in vielen gemeinsamen
Gesprächen immer weiter optimiert und auch bei
den Mitarbeitern musste etwas Überzeugungsarbeit geleistet werden. Gerade Mitarbeitern,
die nicht ständig mit den digitalen Medien arbeiten, wollte man die Angst vor Bedienungsfehlern nehmen. Doch mittlerweile würden die
elektronischen Fahrtenbücher, aufgrund ihres
einfachen Handlings, von allen sehr gut angenommen werden.
Die Erfahrungen von Lindner zeigen zudem, wie
wichtig es sein kann, den Betriebsrat von Anfang
an mit ins Boot zu nehmen. So wurden alle wich-
tigen Themen und Anforderungen an das Fahrtenbuch zuvor gemeinsam mit dem Betriebsrat
besprochen und später von Sycada umgesetzt.
Beispielsweise war es wichtig, dass kleinere
Fahrtunterbrechungen, bedingt etwa durch eine
Tankpause, die weniger als 30 Minuten in Anspruch nehmen, zu einer Fahrt zusammengefasst
werden. Durch die Abstimmung mit der Arbeitnehmervertretung konnten Probleme bereits im
Vorfeld geklärt werden und die Integration der
Telematik in den Fuhrpark konnte reibungslos
erfolgen. Nach einer kleineren Testphase in der
Montageflotte sind mittlerweile 515 Fahrzeuge
mit der Telematik ausgestattet.
Herausforderungen
Die wichtigste Anforderung an ein elektronisches Fahrtenbuch ist die Anerkennung durch
das Finanzamt. Prinzipiell muss das Telematiksystem dafür jene Informationen automatisch
und manipulationssicher erfassen, die normalerweise per Hand in ein Fahrtenbuch eingetragen würden. Das bedeutet auch, dass zwischen
der Dienstfahrt und der Privatfahrt unterschieden werden kann. Bei Lindner wählt der Fahrer
über einen speziellen Schalter den Fahrttyp aus
(privat/geschäftlich/Arbeitsweg). Die Weitergabe der privat gekennzeichneten Fahrkilometer
an die Verwaltungsstelle geschieht dann automatisiert, allerdings muss die Entscheidung,
ob eine Fahrt eine Privatfahrt ist oder nicht,
der Fahrer selbst treffen – entweder direkt im
Fahrzeug oder später bei der Bearbeitung seiner
Fahrten im Portal. Darüber hinaus sollte, wie
bereits geschildert, das System auch für nicht
Christian Kainz:
„Eine elektronische Lösung
vergisst, im
Vergleich zum
Menschen, nichts
und schreibt
auch immer
leserlich“
IT-affine Mitarbeiter bedienbar sein. Diese beiden Aspekte stellten die Kernanforderungen an
die neue Telematiklösung bei der Lindner Group.
Aus Flottensicht sollte zudem die zum Einsatz
kommende Technik natürlich möglichst langlebig sein. Denn sobald ein Gerät ausfällt, ist die
lückenlose Dokumentation nicht mehr gegeben.
Ein finanzamtkonformes elektronisches Fahrtenbuch einzuführen, scheint, von außen betrachtet, also gar nicht so komplex zu sein. Doch bei
genauerem Hinsehen wird deutlich: Der Teufel
steckt im Detail. Das fängt schon bei den Datentarifen an, wie Christian Kainz erläutert: „Zwar
sind Datentarife und Datennetzabdeckungen
früher ein größeres Thema als heute gewesen,
dennoch ist es uns wichtig, ein flächendeckendes und europaweit funktionierendes Netz zu
haben. Das ist immer auch eine Kostenfrage.“
(Fortsetzung auf S. 24)
UNVERGLEICHLICH
DER NEUE NX
NX 300h Vollhybrid: Gesamtsystemleistung 145 kW (197 PS). Kraftstoffverbrauch in l/100 km
kombiniert 5,3–5,0 (innerorts 5,4–5,0/außerorts 5,2–5,0), CO2-Emissionen in g/km kombiniert
123–116 nach dem vorgeschriebenen EU-Messverfahren. Abb. zeigt NX 300h F SPORT.
PRAXIS
Gerade wenn man, wie die Lindner Group
international agiert und die Dienstwagen auch schon mal die Landesgrenzen
verlassen. Hier sollte man die RoamingGebühren im Blick haben beziehungsweise wissen, wie lange das Telematiksystem
die Fahrdaten in einem Zwischenspeicher
dokumentieren kann, bevor er diese nach
Rückkehr in das Heimatnetz kostengünstig
weiterleitet. Wobei sich heute diese Problematik aufgrund der zwischenzeitlich sehr
viel günstigeren Roaming-Gebühren nicht
mehr in dem Maße wie vor einigen Jahren
stellt.
Eine weitere Herausforderung stellt die Integration in das Flottenverwaltungssystem
dar. Die Lindner Group hat ein eigenes Managementsystem entwickelt. Da ist dann
von Dienstleisterseite Flexibilität gefragt,
um die entsprechende Lösung zu implementieren. Für Sycada sei dies allerdings weniger ein Problem gewesen, wie Dr. Uwe Bertram,
Geschäftsführer der Sycada Deutschland GmbH,
erläutert: „Da wir selbst die Software bei uns im
Haus entwickeln, fällt es uns leicht, flexibel und
individuell auf die Anpassungswünsche von Kunden zu reagieren. Speziell für Lindner haben wir
ein einfaches System entwickelt. Jeder Mitarbeiter soll es bedienen können, ohne sich lange
damit beschäftigen zu müssen. Außerdem füllt
es sich durch den Import der Baustellenadressen
fast von selbst.“ Gerade dieser letzte Punkt hat
sich als besonders praktisch erwiesen. In einem
speziellen Webservice werden die Adressen der
Lindner-Baustellen hinterlegt und ein Geofenster wird aktiviert. Wenn der Fahrer mit seinem
Fahrzeug in dieses Geofenster reinfährt, muss
er das Projekt mit seiner Bezeichnung nicht
mehr erfassen. Im Ergebnis erscheint dann im
Kommentierungsfenster die Projektnummer der
Baustelle, was die Zuordnung erleichtern soll.
Die elektronischen Fahrtenbücher sind in dem
hauseigenen Flottenverwaltungssystem komplett integriert. Neben der Fahrtdokumentation
wurde hier auch eine Geräteverwaltung umgesetzt. Diese ermöglicht eine Zuordnung zwischen den Geräten, den Mobilfunktarifen, den
Mitarbeitern und den Fahrzeugen. „Damit haben
wir eine exakte Historie der Fahrtenbuchnutzung und können auch bei einem Mitarbeiterwechsel schnell reagieren“, wie Isidor Eichinger,
Leiter der IT bei Lindner, schildert.
Sycada Deutschland GmbH
Die europaweit für mehr als 2.000 Firmenkunden tätige Sycada Unternehmensgruppe verfügt
über zwanzig Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Implementierung von Datenkommunikationssystemen. Das Lösungsportfolio des
Telematikspezialisten umfasst GPS-Ortung und
Flottensteuerung, das elektronische Fahrtenbuch, Connected Navigation, Auftragsmanagement sowie Frachten- und Ladungssicherung.
Ein eigenes Kompetenzzentrum widmet sich
nachhaltigen Mobilitätslösungen zur Reduzierung von Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen sowie der Elektromobilität.
24
Flottenmanagement 6/2014
Manipulationssicherheit und Datenschutz
Trotz all der Vorteile, die ein Telematiksystem
mit sich bringt, ist das Thema dennoch nicht
unumstritten. „Telematik ist aus verschiedenen
Gründen ein sensibles Thema in Deutschland,
insbesondere die sogenannte grüne Telematik.
Oft herrschen hier, anders als beispielsweise in
den Benelux-Staaten, große Datenschutzbedenken“, erläutert Dr. Christian Matzner von Sycada.
Von der technischen Seite gibt es hier allerdings
wenig Grund zur Sorge, wie die Telematikspezialisten beteuern. Im Wesentlichen gibt es zwei
Komponenten: Einmal die Blackbox im Fahrzeug
selbst und dann die Backend-Lösung, bei der
die Daten zusammengeführt werden. Im Falle
von Lindner werden die Daten über eine sichere
VPN-Verbindung der Deutschen Telekom an das
Rechenzentrum von Sycada übermittelt. „Unser
Rechenzentrum in Maastricht ist auf dem neuesten Stand der Technik und genügt höchsten
Sicherheitsstandards“, versichert Dr. Uwe Bertram.
Auch von Anwenderseite wird der Datenschutz
großgeschrieben. So erklärt Stefan Kirschner,
IT-Bereichsleiter bei Lindner: „Bei dem Thema
Datenschutz ist es wichtig, dass der Betriebsrat
dem Vorhaben zustimmt. So speichern wir keine
Informationen zu Privatfahrten, und es hat auch
nur eine sehr geringe Anzahl an Personen Zugriff
auf die Daten der Fahrtenbücher.“
An dem Gerät selbst und an der Software lässt
sich nichts mehr manipulieren. Jede Änderung
würde zudem dokumentiert werden. Dr. Uwe
Bertram lässt keinen Zweifel daran aufkommen,
dass ein elektronisches Fahrtenbuch sicherer
und glaubwürdiger ist als jede klassische Lösung.
So schildert er: „Generell ist dem Finanzamt ein
elektronisch geführtes Fahrtenbuch sehr viel
lieber als ein handschriftlich ausgefülltes. Wer
manipulieren wollte, könnte dies sehr viel einfacher mit einem klassischen Fahrtenbuch tun als
mit einer gesicherten elektronischen Lösung.“
Ausblick
In den letzten Jahren hat sich die Zusammenarbeit zwischen der Lindner Group und Sycada bewährt und einen reibungslosen Ablauf geschaf-
Sebastian Heuft (Flottenmanagement), Dr. Christian
Matzner (Sycada), Stefan Kirchner, Christian Kainz (beide
Lindner), Dr. Uwe Bertram (Sycada) und Bernd Franke
(Flottenmanagement), v.li.n.re.
fen. Dennoch ist Stillstand wenig wirtschaftlich
und so wird bereits über zukünftige Projekte
nachgedacht. Laut Dr. Uwe Bertram und Dr.
Christian Matzner ist die Elektromobilität ein
wichtiges Zukunftsfeld. „Hier können wir beispielsweise dem Fahrer die sogenannte ‚Reichweitenangst‘ nehmen, indem wir durch ein Monitoring die Fahrt sehr viel genauer planen können. So haben wir bereits eine Carsharing-Plattform entwickelt, die sich auf Elektrofahrzeuge
spezialisiert hat“, erläutert der Geschäftsführer
von Sycada.
Dr. Uwe Bertram:
„Da wir selbst die
Software bei uns
im Haus entwickeln, fällt es uns
leicht, flexibel und
individuell auf die
Anpassungswünsche von Kunden
zu reagieren“
Darüber hinaus sei die grüne Telematik ein wachsendes Zukunftsthema. Hier könne Sycada helfen,
ein bewussteres Fahrverhalten im Fuhrpark zu
ermöglichen und gleichzeitig Kraftstoff zu sparen. Auch bei Lindner ist der grüne Fuhrpark ein
Thema. So schildert Christian Kainz: „Stand jetzt
nutzen wir ausschließlich das elektronische Fahrtenbuch. Allerdings sind weiterführende Telematikdienstleistungen, wie eine Fahreranalyse mit
freiwilligen Kfz-Nutzern, denkbar, da wir bemüht
sind, unseren CO2-Ausstoß zu reduzieren. So haben wir beispielsweise auch eine CO2-Obergrenze
bei der Beschaffung der Fahrzeuge.“ Der Vorteil
der Fahrtenbuchlösung bei Lindner ist, dass sie
flexibel erweiterbar ist, sollte sich die Konzernstruktur ändern oder eben eine Fahreranalyse
gewünscht sein. So können Anwender und Dienstleister zuversichtlich in die Zukunft blicken.
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2
PRAXIS
Jörg Curtius (Leiter Key Account Flotte/Leasing von junited Autoglas), Marcus Federhoff (Fuhrparkmanager der BayWa) und Tobias Plester (Geschäftsführer von junited Autoglas) zeigen, wie
ein reibungsloser Ablauf bei der Behebung von Glasschäden gestaltet werden kann (v.li.n. re)
Strukturierte Individualität
Struktur und Individualität sind im ersten Augenblick zwei Worte, die sich in
ihrer Bedeutung grundsätzlich voneinander unterscheiden: So hebt die Individualität die Unterschiede hervor, wohingegen die Struktur eine gewisse
Ordnung in den Vordergrund stellt. Dass diese Verbindung jedoch in keinem
Widerspruch zueinander stehen muss, beweist die Herangehensweise der junited Autoglas Deutschland GmbH & Co. KG bei der Behebung von Glasschäden im Fuhrpark der BayWa AG.
Vor nunmehr 90 Jahren, in Zeiten der Hyperinflation sowie der Trennung zwischen Geld- und
Warengeschäft, schlug die Geburtsstunde der
BayWa, der „Bayerischen Warenvermittlung
landwirtschaftlicher Genossenschaften“. Heute, im Jahr 2014, ist die BayWa über die bayerischen Landesgrenzen hinweg, nicht nur in
Deutschland, sondern weltweit als Handels- und
Dienstleistungskonzern mit den Kernsegmenten
Agrar, Energie und Bau tätig. Hauptsitz der 1923
gegründeten Muttergesellschaft ist München.
Rund 16.000 Mitarbeiter sind für den Mischkonzern tätig, allein 1.000 am Standort München.
Dabei zeichnet sich der Mitarbeiterstamm durch
eine hohe Loyalität zum Unternehmen aus –
BayWa
Die BayWa ist ein weltweit tätiger Konzern
mit den Kernkompetenzen Handel, Logistik
sowie ergänzenden Dienstleistungen in den
Kernsegmenten Agrar, Energie und Bau.
Hauptsitz der 1923 gegründeten Muttergesellschaft ist München. Die Schwerpunkte
der internationalen Aktivitäten liegen neben Europa in den USA und in Neuseeland.
26
Flottenmanagement 6/2014
nicht wenige sind schon seit 30 Jahren bei der
BayWa.
Aufgrund der Spartenstruktur handelt es sich
bei der 5.500 Einheiten umfassenden Flotte
um einen Mischfuhrpark, der neben circa 2.000
Dienstfahrzeugen auch zahlreiche Servicefahrzeuge, Lkw – als Tank-, Zustell- oder Silofahrzeug – und Sonderfahrzeuge enthält. Die Betreuung dieses riesigen Fuhrparks wird zentral
aus München koordiniert, wobei das operative
Geschäft vor Ort bei den Logistikleitern der einzelnen Sparten geschieht. Damit das strategische Fuhrparkmanagement durchzuführen ist,
greift man in dem fast ausschließlich geleasten
Pkw-Fuhrpark auf zahlreiche Servicebausteine
zurück.
Die Einteilung der Dienstwagenberechtigten
erfolgt in einem vierstufigen System, vom Verkaufsberater bis hin zur obersten Führungsebene. Seit Mitte dieses Jahres läuft der PkwBeschaffungsprozess im Inneren völlig automatisiert. Wobei die Dienstwagennutzer die Wahl
zwischen den Marken Audi, BMW, Peugeot und
Volkswagen haben, welche über die Autohäuser
der ahg/bhg Autohandelsgesellschaft mbH bezogen werden.
Einsparpotenzial generieren
Seit gut zwei Jahren greift die BayWa bei der
Behebung von Glasschäden auf das Know-how
von junited Autoglas zurück. Ausgangspunkt
für die Zusammenarbeit waren die Erfahrungen
von Marcus Federhoff mit dem Glasspezialisten
bei seinem vorherigen Arbeitgeber: „In meiner
neuen Tätigkeit bei der BayWa hinterfragte ich
zunächst einige Sachverhalte, wobei mir besonders Optimierungschancen im Bereich von
Glasschäden auffielen. Da sich die Abwicklung
dieser Schäden in Vertragswerkstätten und bei
Glaspartnern um die Ecke mehr als schwierig
darstellte, suchte ich den Kontakt zu Herrn Curtius, um mit ihm die Prozesse in diesem Bereich
zu konsolidieren und wirtschaftlich zu gestalten“, erklärt der Fuhrparkmanager der BayWa.
Zuvor galt es für junited Autoglas aber die nicht
öffentliche Ausschreibung, die klärt, ob die
Regionalität des Mischkonzerns für den Kölner
Glasspezialisten auch abbildbar ist, für sich zu
entscheiden. „Hier hat junited Autoglas noch
einmal die Performance als mobiler Service auch
am Standort für ganz Deutschland bewiesen, die
mir aus vorheriger Tätigkeit bekannt war, und
hat nicht allein durch den Preis überzeugt“,
erläutert Marcus Federhoff. Nach nun gut zwei
Jahren funktioniert der Prozess bei der Behebung von Glasschäden so reibungslos, dass man
sich eigentlich nur zum Jahresgespräch trifft.
„Die schwierigste Aufgabenstellung mit einem
Lieferanten wie junited Autoglas ist eigentlich,
dass der Prozess im Haus funktioniert, sprich,
dass der Mitarbeiter weiß, dass er bei Glasschäden zu junited Autoglas muss“, ergänzt der
BayWa Fuhrparkmanager. Daher steht bei jeder
Zusammenarbeit im Vordergrund, dass auch die
PRAXIS
Tobias Plester:
„Durch Schulungen
oder die mehrfache
Zertifizierung sind
wir bestrebt, stets
sicherzustellen,
dass keinerlei Zeitund Know-howVerlust bei unseren
Partnern eintritt“
Mitarbeiter den Prozess leben, damit die erwarteten Einsparungen auch generiert werden können.
Betreuung bei Glasschäden
Seit zehn Jahren ist der Autoglasspezialist aus
Köln am Markt. Von dort wird das Werkstattnetz
koordiniert und die zurzeit über 230 Stationen
von Flensburg bis zum Bodensee betreut. „Dabei rekrutieren sich unsere Partner als ‚Autoglaser der ersten Generation’ und repräsentieren
all das, was Dienstleistungs- und Versorgungsunternehmen, wie die BayWa, heute erwarten.
Das heißt, dass die Prozesse und Verbindlichkeiten stimmen müssen“, weiß Tobias Plester, Geschäftsführer der junited Autoglas Deutschland
GmbH & Co. KG, zu berichten. Hinzu kommen bei
einem Mischkonzern auch die unterschiedlichen
Anforderungen der einzelnen Sparten, die eine
zusätzliche Herausforderung darstellen. Den-
noch müssen die Grundtugenden und die Qualität in allen Bereichen dem gleichen Standard
entsprechen. „Insbesondere im Geschäft mit Firmenkunden ist es wichtig, dass die Dienstwagen
möglichst kurze Ausfallzeiten haben. Mit unserem Netz verfügen wir über die nötige Flexibilität und das Know-how, um diesen Anforderungen gerecht zu werden“, erklärt Tobias Plester.
Dabei stellt eine Firmenflotte noch eine zusätzliche Herausforderung dar, da sie Vorreiter
bei hochfunktionellen Fahrzeugen sind. Heute
dient die Fahrzeugscheibe nicht nur als Schutz
vor Wind und Wetter, sondern viele Funktionen,
die über den reinen Sicherheitsaspekt hinausgehen, finden sich in ihr. So sorgen beispielsweise
hauchdünne Drähte in der Scheibe dafür, dass
diese bei jeder Wetterbedingung klar bleiben.
Auch moderne Fahrerassistenzsysteme, seien
es Regen- und Lichtsensoren oder hochtechnische Kamerasysteme, welche die Straße vor
dem Fahrzeug bis ins kleinste Detail analysieren,
finden sich direkt hinter der Windschutzscheibe. „Die ständige Weiterentwicklung im Bereich
der Fahrzeug- und Glasfunktionalität stellt eine
zusätzliche Herausforderung für unseren Geschäftszweig dar. Daher sind wir durch Schulungen oder die mehrfache Zertifizierung bestrebt,
stets sicherzustellen, dass keinerlei Zeit- und
Know-how-Verlust bei unseren Partnern eintritt“, macht der Geschäftsführer von junited
Autoglas deutlich.
Hohes Maß an Flexibilität
Die dezentrale Struktur des Fuhrparks der Bay-
Marcus Federhoff:
„Es ist auch der
größte Vorteil nicht
nur auf einen Weg
beschränkt zu werden, sondern dem
Mitarbeiter die freie
Wahl zu lassen“
Wa bringt es mit sich, dass die rheinländischen
Autoglasspezialisten bei der Behebung von
Glasschäden möglichst flexibel sein müssen.
Dabei kann der Dienstwagennutzer selbst entscheiden, ob er eine junited Autoglas Werkstatt
vor Ort aufsucht, den Hol- und Bringservice in
Anspruch nimmt oder über die Hotline den Kontakt zum junited Autoglas Partner sucht. Dabei
dient die Hotline lediglich zur Vermittlung zwischen Dienstwagennutzer und Partnerbetrieb.
„Die Hotline ist in erster Linie dazu gedacht, den
Kontakt zwischen dem nächstgelegenen Partner
und dem Fahrer herzustellen. Dabei kann auch
gleich geklärt werden, ob ein Ersatzwagen benötigt wird, der Service vor Ort geschehen soll
und welche Modalitäten es zu beachten gilt. Dadurch wollen wir den Prozess möglichst effizient
gestalten, sodass die Ausfallzeiten der Dienst(Fortsetzung auf S. 28)
PRAXIS
Jörg Curtius, Tobias Plester (beide junited Autoglas) sowie Marcus Federhoff (BayWa) gewährten in entspannter Atmosphäre Bernd Franke und
Steven Bohg (beide Flottenmanagement) einen Einblick in die Zusammenarbeit des Kölner Autoglasspezialisten mit der BayWa (v. li.n.re.)
wagen möglichst auf ein Minimum beschränkt
werden“, erläutert Jörg Curtius, Leiter Key
Account Flotte/Leasing der junited Autoglas
Deutschland GmbH & Co. KG. Auch bei BayWa ist
man über diese Lösung glücklich: „Es ist auch
der größte Vorteil, wenn Sie sich die Fülle der
Mitarbeiter und deren Strukturen anschauen,
nicht nur auf einen Weg beschränkt zu werden,
sondern dem Mitarbeiter die freie Wahl zu lassen“, ergänzt Marcus Federhoff.
Gleichzeitig bringt der Kontakt zum regionalen
Partnerbetrieb den Vorteil mit sich, dass beide
die gleiche Sprache sprechen: „Letztendlich hat
der Mitarbeiter keine Affinität zur Scheibe, der
Reparatur und dem wirtschaftlichen Gedanken,
der dahintersteckt. In erster Linie sieht er sich in
der Pflicht, sich um die Behebung des Glasschadens zu bemühen, und hier wäre es nur hinderlich, wenn die Kommunikation aufgrund unterschiedlicher Philosophien zusätzlich erschwert
junited Autoglas
junited Autoglas ist das größte Netzwerk
unabhängiger Fachbetriebe für Autoglas in
Deutschland. Nach der Firmengründung im
Jahre 2004 hat die rasante Großkundengewinnung dazu geführt, dass mittlerweile
in über 230 Stationen Autoscheiben repariert oder ausgetauscht werden. junited
Autoglas arbeitet mit allen großen Versicherungen, zahlreichen Fahrzeugflotten
sowie Leasinggesellschaften zusammen
und rechnet direkt mit diesen ab. Die Kunden von junited Autoglas schätzen die kostenfreien Angebote wie zum Beispiel einen
Ersatzwagen oder einen mobilen Vor-OrtService.
28
Flottenmanagement 6/2014
wird“, erklärt Marcus Federhoff. Daher ist es für
junited Autoglas auch ein wichtiger Faktor, mit
dem Kunden eine Sprache zu sprechen. „Bei unseren Partnern handelt es sich um Inhaber, die
aus der Region kommen und sich auch mit dieser
identifizieren. Im besten Fall leben sie auch die
regionalen Ansichten und dann haben sie auch
einen Draht zueinander, der über die Dienstleistung hinausgeht“, erläutert Tobias Plester.
Zuverlässig auch im Ernstfall
Früher lagen die Spitzen bei der Behebung von
Glasschäden vor allem im Frühjahr, da man sich
nach einem harten Winter und entsprechend
widrigen Bedingungen auch einmal mehr mit
der Überprüfung von Scheiben und Fahrzeug
beschäftigte. In den letzten Jahren kam es aufgrund der globalen Erwärmung vor allem in der
Jahresmitte zur Häufung von Extremwetterphänomenen. Allein im vergangenen Jahr verzeichnete die Versicherungsindustrie laut Angaben
des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) Ausgaben von 1,5 Milliarden Euro durch Sturm- und Hagelschäden an
Pkw. Davon waren auch unzählige Dienstfahrzeuge in Teilen von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen betroffen, die oftmals ohne
Überdachung auf dem Firmengelände stehen.
„In solchen Situationen lebt unser Netzwerk
auf. Da wir hier von Inhabern sprechen, wissen
diese auch, wann sprichwörtlich ‚Not am Mann’
ist und gehen dann mit der notwendigen Flexibilität an die Behebung der Schäden. Gleichzeitig werden Monteure aus anderen Regionen
hinzugerufen, die sicherstellen, dass sich die
Ausfallzeiten so gering wie möglich halten,
denn oftmals ist die Weiterfahrt mit einer kaputten Scheibe ausgeschlossen. Aufgrund der
zunehmenden Häufung dieser Phänomene sind
mittlerweile auch die Abrechnungsmodalitäten
sowie die industriellen Anforderungen, was Ersatzscheiben angeht, gegeben“, gibt Jörg Cur-
Jörg Curtius:
„Wir wollen den
Prozess möglichst
effizient gestalten, sodass die
Ausfallzeiten der
Dienstwagen auf
ein Minimum beschränkt werden“
tius zu verstehen. Dennoch wird man lediglich
60 bis 70 Prozent verhindern können, da eine
Planung in diesem Bereich aufgrund der regional unterschiedlichen Intensitäten der Unwetter kaum möglich ist.
Ausblick
Der Dienstwagen ist heute nicht nur reines
Transportmittel, sondern dient gleichermaßen
der Repräsentation des Unternehmens. Daher
sind die BayWa-Mitarbeiter darauf bedacht,
den Zustand ihres Arbeitsmittels in regelmäßigen Abständen zu überprüfen. Nur durch eine
regelmäßige Kontrolle können Schäden schon
im Frühstadium möglichst auf ein Minimum beschränkt werden. Sollte es zu einem Schadenfall kommen, muss der Prozess schnell und ohne
viele Eingriffe vonstattengehen, da die Reparaturkosten meist in keinem Verhältnis zu den
Ausfallzeiten und den dadurch entstandenen
Kosten stehen. „Im Fuhrparkmanagement stellen sich auch die Fragen, was kostet es mich,
den Fahrer schnell wieder auf die Straße zu bekommen, und welche Prozesse stehen dahinter
und nicht nur, was mich die Reparatur kostet“,
erklärt Marcus Federhoff.
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MANAGEMENT
Interview mit Bernd Seßner
(Fleetmanager bei der BASF
Coatings GmbH)
Flottenmanagement: Herr Seßner, können Sie
uns in ein paar einleitenden Sätzen etwas zu Ihren wesentlichen Aufgaben bei der BASF Coatings
GmbH beziehungsweise Glasurit erzählen?
Alles im Lack?!
Bernd Seßner (Mitte) erläutert Bernd Franke (re.) und Simon Pfost
(li., beide Flottenmanagement), dass sich die BASF Coatings GmbH von
einem Lackhersteller zu einem Komplettdienstleister entwickelt hat
Bernd Seßner: Mittlerweile arbeite ich seit 20
Jahren bei der BASF Coatings GmbH, davon jetzt
circa seit sechs Jahren im Bereich Flotte und
Schadenmanagement. Meine Kernaufgabe liegt
im Bereich der Initiative ColorMotion.
Die Initiative gibt es bereits seit circa 15 Jahren. Dabei handelt es sich um ein Netzwerk, das
derzeit deutschlandweit rund 320 Werkstattbetriebe umfasst. Wir sind nahezu flächendeckend
vertreten. Unser Ziel ist es, unsere Kunden mit
innovativen und nachhaltigen Lösungen dabei zu
unterstützen, jetzt und in Zukunft noch erfolgreicher zu sein. So bietet das ColorMotion-Netzwerk
heute nicht nur Seminare und individuelle Beratungs- und Serviceleistungen, unter anderem zu
Themen wie Kundengewinnung/-bindung, Energiecheck, Werkstattplanung, Personalführung
und Betriebswirtschaft, sondern auch einen Informationsaustausch mit anderen ColorMotionBetrieben.
Ich bin dabei für sämtliche Kooperationen zuständig, akquiriere und veranstalte Schulungen
für unsere Betriebe. Bei den Schulungen geht
es darum, wie sich die Betriebe künftig auf dem
Schadenmarkt und gegenüber Flotten, Versicherungen und Schadensmaklern aufstellen und wie
sie sich besser vermarkten können.
Flottenmanagement: Wie kann der Fuhrparkleiter von dem bestehenden Netzwerk profitieren
und was sind die Hauptvorteile für ihn?
Bernd Seßner: Für den Flottenmanager bieten
sich mehrere Vorteile durch dieses Netzwerk.
Jeder Betrieb wird von der Dekra nach dem internationalen Standard ISO 9001 zertifiziert.
Zudem haben wir eine Zusatzzertifikation in Sachen Schadenmanagement, die Betriebe müssen
dabei auch einzelne Prozesse darlegen. Damit
erreichen wir einen hohen Qualitätsstandard.
Wir führen in unseren Betrieben, was auch nicht
selbstverständlich ist, alle Prozesse selbst durch.
Darüber hinaus bieten wir den Flotten gewisse
Bernd Seßner:
„Wir, die BASF
Coatings, sind zertifiziert und haben
die kompletten
Lackfreigaben für
nahezu alle Automobilhersteller“
Zusatzdienstleistungen, wie beispielsweise kostenlosen Hol- und Bringservice oder einheitliche
Stundenverrechnungssätze. Im Kaskofall gibt es
bei uns einen kostenlosen Leihwagen von unseren Mitgliedsbetrieben. Durch unsere regelmäßigen Schulungen, Zertifikationen und Weiterbildungen ist es unser Anspruch, die Flottenkunden
bei einem Schadenfall bestmöglich zu betreuen.
Mit unserem Tochterunternehmen in Dortmund,
der BASF Coatings Services GmbH, haben wir eine
eigene Vertriebsmannschaft, die aus Kaufleuten
und Technikern besteht. Beispielsweise findet
gerade in unserem Hause eine Technikertagung
statt, hier werden die Produkte professionell vorgeführt, verkauft und es finden auch Schulungen
für die Zusatzprodukte statt.
Weitere Vorteile für den Fuhrparkleiter sind kurze, schnelle Prozesse, Transparenz und Planungssicherheit. Besonders wichtig ist dabei: Es gibt
mit meiner Person nur einen Ansprechpartner für
die jeweiligen Prozesse im Netzwerk (Kommunikation mit den Werkstätten et cetera). So sind
unnötige Verlangsamungen oder Störungen ausgeschlossen.
Die Betriebe selbst erhalten bei den Seminaren
Vergünstigungen und ihnen ist durch das Netzwerk ein ganz anderer Austausch mit Kollegen
möglich.
Darüber hinaus ist das Netzwerk für den Fuhrparkleiter kostenlos und es bieten sich durch
den Onlinezugang viele Möglichkeiten. Alle
Werkstattbetriebe sind auf der ColorMotionOnlineplattform bildlich und mit Geodaten hinterlegt. Der Flottenmanager kann zudem direkt
sämtliche Details der Werkstätten einsehen. Das
reicht dann von der Mitarbeiteranzahl über die
mechanische Ausstattung bis hin zur Auflistung
der Zusammenarbeit mit Schadenslenkern. Für
den Fuhrparkleiter ist es auch möglich, über seine Software direkt Aufträge an den jeweils gewünschten Betrieb zu übermitteln.
Bernd Seßner: Wir geben vor, was die Dekra bei
unseren Betrieben abzuprüfen hat, um einen einheitlichen Standard zu gewährleisten und um die
Reparaturen nach Herstellervorgaben umsetzen
zu lassen. Diese Zertifizierung seitens der Dekra
wird in regelmäßigen Abständen durchgeführt.
Wir, die BASF, sind ebenfalls zertifiziert und haben die kompletten Lackfreigaben für nahezu alle
Automobilhersteller.
Flottenmanagement: Wie sieht konkret die Zusammenarbeit zwischen Glasurit und den 320
Mitgliedsunternehmen aus?
Bernd Seßner: Insgesamt haben wir in Deutschland rund 3.000 kaufende Kunden. Aus ihnen hat
sich das Netzwerk gebildet. Wir beliefern alle Betriebe mit unseren Lacken.
30
Flottenmanagement 6/2014
Flottenmanagement: Für Flotten sind Reparaturen nach Herstellervorgaben wichtig. Wie werden
Sie diesen Ansprüchen gerecht?
Bei unseren Reparaturen werden ausschließlich
Originalersatzteile verwendet, außer der Fuhrparkleiter fragt explizit nach einem anderen Teil,
beispielsweise einem Scheinwerfer von Hella. Das
setzen wir dann ebenfalls gerne um, so flexibel
sind wir. Ansonsten arbeiten wir zu 100 Prozent
nach Herstellervorgaben. Wir geben auf unsere
Reparaturen zudem zwischen drei und fünf Jahre
Garantie, je nach Flotte ist das unterschiedlich.
Im Anschluss an eine Reparatur rufen wir durch
einen Dienstleister den Fahrer und auch den
Fuhrparkleiter an und fragen, ob er zufrieden
MANAGEMENT
war. Wir schaffen durch diese Recalls auch hier
eine nachhaltige Kundenbindung. So können wir
gewisse Schwachstellen im Prozess oder bei der
Reparatur selbst aufdecken und beheben.
Flottenmanagement: Bieten Sie auch Reparaturen nach dem Smart-Repair-Verfahren an?
Bernd Seßner: Unsere Werkstattbetriebe sind in
Sachen Smart Repair auf dem neuesten Stand.
Durch das Thema Spot Repair haben vor über 15
Jahren damit angefangen, Extraprodukte dafür zu
entwickeln. Früher hieß es noch „Beilackieren“,
jetzt heißt es Spot Repair, da sind wir schon ganz
lange am Markt und auch mit unseren Produkten
ganz weit vorne in diesem Bereich. Zum einen
durch unseren hohen Qualitätsstandard und zum
anderen durch die Freigabe der Autohersteller.
Flottenmanagement: Was verbirgt sich hinter RATIO Concept Plus?
Bernd Seßner: RATIO Concept Plus ist ein modular aufgebautes System von praxisorientierter
Betriebsberatung und dient der Verbesserung der
wirtschaftlichen Situation von Lackierbetrieben.
Die einzelnen Module des Programms können individuell auf den jeweiligen Betrieb abgestimmt
werden. Dadurch haben wir uns vom Lack- zum
umfassenden Lösungsanbieter auch für technische und betriebswirtschaftliche Belange entwickelt.
Das Konzept hat die Aufgabe, den Betrieben in
den Prozessen weiterzuhelfen, auszubilden und
für Nachhaltigkeit zu sorgen. Wir bleiben also von
A bis Z an den Prozessen in den Betrieben dran
und geben den Werkstätten kein Handbuch und
kontrollieren die Entwicklung zwei Monate später.
Unsere fünf speziell ausgebildeten ColorMotionBetriebsberater (Betriebswirte des Handwerks)
sind für die 320 Betriebe in Deutschland verantwortlich. Sie haben die Aufgabe, diese Betriebe so
in ihren Regionen aufzustellen, dass sie mit dem
Wettbewerb mithalten können. Wir haben eigene
Programme entwickelt, wie wir dann die Prozesse
in den Werkstätten und das Marketing in der Region aufstellen, den Internetauftritt anpassen et
cetera. Elementar ist hierbei für uns die Nachhaltigkeit unserer Schulungs- und Anpassungsmaßnahmen. Die Seminare und Schulungen werden
dabei hervorragend angenommen. Wir sind das
komplette Jahr über ausgebucht gewesen.
Flottenmanagement: Seit
einiger Zeit kooperieren
Sie mit Bosch Car Service.
Wie kam es zu der Zusammenarbeit?
Bernd Seßner: Vor gut
zwei Jahren fanden hier
die ersten Gespräche
darüber statt, wie man
das Bosch-Car-ServiceKonzept mit einem Lackier- beziehungsweise
Karosserie- und Lackier(K&L-) Betrieb unseres
Werkstattkonzepts ColorMotion sinnvoll „verheiraten“ könnte. Für uns ist
es absolut wichtig, unsere
Betriebe in Sachen Mechatronik, Wartung und Elektronik auf den neuesten Stand zu bringen, um ein Komplettdienstleister zu werden. Zudem war es schon immer die
Vision, noch eine große Marke mit ins Boot zu holen. Durch Kontakte ist es mir dann gelungen, das
Thema voranzutreiben und die Zusammenarbeit
mit den rund 1.100 Bosch-Car-Service-Betrieben
in Deutschland zu forcieren.
Das erste Unternehmen, das mit dem kurzerhand
in die Praxis umgesetzten Konzept an den Start
ging, war die BOYA-Gruppe mit ihrem Neubau in
Hildesheim. Rund ein halbes Dutzend weiterer
ColorMotion-Partner folgte dann parallel nach
beziehungsweise sind gerade in Umsetzung des
neuen Konzeptes.
Flottenmanagement: Wie sehen Ihre Ziele mit
Glasurit in nächster Zeit aus?
Angeregte Gespräche, nette Atmosphäre: Bernd Seßner
beschreibt die ColorMotion-Initiative vor einem Glasurit-Lackgemälde
europäische Fuhrparks haben und in ganz Europa
unterwegs sind. Hierbei möchten wir in Zukunft
auch einen Lösungsvorschlag bieten. Wenn Anfragen kommen sollten, sind wir auch eigentlich
schon bereit, die Lösung europäisch auszulegen.
Zudem sind wir derzeit auch mit den meisten großen Leasinggesellschaften (Non-Captives und
Hersteller) in Gesprächen beziehungsweise Verhandlungen. Sie nutzen teilweise bereits Betriebe aus unserem Netzwerk.
Historie der BASF Coatings GmbH
1888: Gründung der Max Winkelmann AG (Hauptgeschäftsfeld: Produktion von Lacken und Farben)
Bernd Seßner: Uns ist es sehr wichtig, dass wir
in Deutschland weiterhin eine so hohe Qualität in
unserem Netzwerk haben. Wir suchen auch weiterhin noch gute K & L-Betriebe und wollen unser
Netz weiter ausbauen. Darüber hinaus werden wir
unsere Schulungen auf den Mehrwert von Glasurit richten. Denn nur ein gut aufgestellter Betrieb
kann in Zukunft auch überleben.
1889: Änderung des Firmennamens in „Glasurit“,
Schützung durch Reichspatent. Name soll glasurartigen,
harten Überzug der Lackfarbe beschreiben
Natürlich ist auch das Thema „Europa“ ein ganz
wichtiger Baustein für uns. Europa wächst zusammen und ist zusammengewachsen. Hier gibt
es viele große internationale Unternehmen, die
1965: BASF kauft das Unternehmen. In der Folgezeit
gibt es weitere Zukäufe von Lackfirmen seitens der BASF
1908: Umwandlung in Aktiengesellschaft
(Glasurit-Werke Max Winkelmann AG)
1925: Papagei wird Markenzeichen des Unternehmens
ab 1945: Glasurit wird zum Hauptlieferanten für
deutsche Automobilindustrie und zum größten
Lackhersteller der Welt
2010: Seit Anfang März firmiert das Unternehmen unter
BASF Coatings GmbH
MANAGEMENT
Flottentag im Ländle
Am 18. September fand in Schwäbisch Hall der 2. Flottentag von Signal Reklame statt. Flottenmanagement war als Veranstaltungspartner mit vor Ort und
hörte interessante Vorträge, traf auf altbekannte sowie neue Gesichter und
schaute sich den Prozess des Fahrzeugbeklebens in den Werkshallen näher an.
Die Sonne strahlte, als der 2. Flottentag des
baden-württembergischen Beklebespezialisten
Signal Reklame eingeläutet wurde. Nachdem im
letzten Jahr bereits rund 50 Entscheider aus der
Fuhrparkbranche den Weg ins Hohenlohische
gefunden hatten, zog es dieses Mal etwa 80 Experten in die Firmenzentrale des Fahrzeugbeklebers. Neben Fuhrparkleitern, der Hauptzielgruppe des Flottentags, waren ebenso Flottendienstleister und weitere Fachbesucher anwesend.
Nach der Begrüßung durch Signal-Reklame-Chef
Markus Schäffler startete Norbert Fröhlich von
BMW mit der Vortragsreihe. Der Key-AccountManager im Bereich Direktkunden erklärte den
Elektromobilitätsansatz von BMW und hatte
dafür eigens auch den BMW i3 für Testfahrten
mitgebracht. Ihm folgte der Fuhrparkleiter und
Experte für Arbeitssicherheit Martin Kaus von
der Firma Efaflex mit seinem Vortrag „Der Firmenwagen aus Sicht der Fachkraft für Arbeitssicherheit“. Dabei erläuterte er gesetzliche Vorschriften, mögliche Gefahren und gab zahlreiche
Tipps, zum Beispiel zur Ladungssicherung.
Die anschließende Mittagspause bot neben einem reichhaltigen Mittagsbuffet auch genügend
Zeit zum Netzwerken. Zudem wurden individuelle Werksführungen angeboten, die die Schritte
von der grafischen Konzeption über den Druck
bis hin zur Beklebung eines Fahrzeuges aufzeigten.
Der Nachmittag startete dann mit zwei weiteren
Vorträgen. Den Anfang machte Peter Siegert von
Mitsubishi. Der Key-Account-Manager Fleet &
Green Mobility gab Einblicke in die grüne Strategie von Mitsubishi, präsentierte unter anderem den Plug-in-Hybrid „Outlander“ und sprach
über bidirektionale E-Fahrzeuge als Speicher auf
vier Rädern. Zum Abschluss der Reihe referierte
die Redakteurin Nicole Holzer vom Fachmagazin
„Firmenauto“ über die verschiedenen Einflussfaktoren auf den Restwert von Fahrzeugen.
Flottenmanagement 6/2014
Signal-Reklame-Chef Markus Schäffler verbuchte
die Veranstaltung als vollen Erfolg: „Die Branche
ist wie eine große Familie. Uns ist wichtig, als
regelmäßiger Gastgeber von Events für unsere
Freunde greifbar zu sein“, erklärte er und bestätigte eine Fortsetzung der Veranstaltungsreihe
für 2015.
Durch seine familiäre Atmosphäre und die ländliche Idylle hat der Flottentag bei Signal Reklame einen besonderen Charme. Insbesondere für
Fuhrparkleiter bietet der Termin ein abwechslungsreiches Programm und eine Vielzahl von
Weiterbildungs- sowie Kontaktmöglichkeiten.
Die Einblicke hinter die Kulissen eines professionellen Fahrzeugbeklebers sind auch oder gerade
für Branchenneulinge interessant. Wer auf der
Suche nach neuer Expertise ist, sollte sich diese
Veranstaltung schon einmal für das kommende
Jahr vormerken.
Anschließend konnten bei Kaffee und Kuchen
die geknüpften Kontakte intensiviert oder
weitere Netzwerke erschlossen werden. Eine
Verlosung mit attraktiven Preisen der Veranstaltungspartner
(unter
anderem auch Wollnikom,
AUTOonline und flottentermine.de) beendete den
offiziellen Teil der Veranstaltung. Als ein weiteres
Highlight konnten jetzt
Fahrzeuge wie das Tesla
Modell S oder der Porsche
Panamera SE-Hybrid getestet werden.
Danach ging es für die geladenen Fuhrparkmanager zur
Abendveranstaltung „Wein
& Schwein“ im nahe gelegenen Hotel Reber‘s Pflug, wo
32
Gespräche bei einem Glas Rotwein und Spezialitäten vom Schwein weitergeführt wurden.
Rainer Schwer (Dekra, re.) im Gespräch mit Bernd
Franke (Flottenmanagement) (o.)
Sebastian Kreuzer (Signal Reklame, li.) und
Jens Schulz (MMD Automobile GmbH, re.) (linkes Bild)
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(gemäß VO (EG) Nr. 715/2007).
MANAGEMENT
Erlebniswelt: Fahren
Interview mit Christoph von Meyer, Leiter Vertrieb an Großkunden, Autovermieter
und Sonderkunden, Region Deutschland, bei der BMW Group in München
Für Christoph von Meyer ist der BMW 2er Active
Tourer eine spannende Verbindung aus Raumfunktionalität und „Freude am Fahren“
Flottenmanagement: Herr von Meyer, seit nunmehr drei Jahren verantworten Sie den Bereich
Vertrieb an Großkunden, Autovermieter und
Sonderkunden in Deutschland. Mit welchen Plänen und Vorstellungen sind Sie an diese Position
herangetreten, welche Vorhaben und Projekte
haben Sie seitdem umsetzen können?
Christoph von Meyer: Bereits in meiner vorhergehenden Funktion als Verkaufsleiter in der Niederlassung München hatte ich Kontakt mit dem
Großkundengeschäft. Insofern war dieses Geschäftsfeld mir bereits bekannt. Ich konnte relativ schnell erkennen, welche Themen wir künftig
stärken müssen. Dabei ging es in einem ersten
Ansatz um die Struktur unseres Großkundenvertriebs: Das Key-Account-Management, das wir
bereits 2005 vom sogenannten Gebietsleiteransatz aus umgestellt haben, haben wir weiter ausgebaut. So verteilt sich das Großkundengeschäft
inzwischen auf 15 Key-Account-Manager, die den
Rahmen für die Arbeit vor Ort in den derzeit 98
Großkundenstützpunkten in Deutschland schaffen und eine individuelle Betreuung gewährleisten.
Ein zweiter Punkt war die stetige Weiterentwicklung und Qualifizierung unserer Großkun-
34
Flottenmanagement 6/2014
denbetreuer in der Handelsorganisation. Unser
Anspruch ist es, nah am Kunden zu sein, und gerade diese Zielgruppe legt großen Wert auf eine
persönliche Betreuung. Dies bringt mich auch
direkt zum dritten Punkt: der ganzheitlichen Betreuung der Großkunden. Wir legen Wert darauf,
den Kontakt zum Dienstwagennutzer auch nach
der Fahrzeugauslieferung weiter zu pflegen. So
bringen wir etwa dreimal im Jahr unser BMW
Business Class Magazin heraus, in dem wir nicht
nur unsere neuen Produkte und Technologien,
sondern auch BMW-fremde Themen beleuchten
sowie nützliche Reisetipps geben. Zudem nutzen wir auch andere Direktmarketingkanäle wie
den Newsletter.
Flottenmanagement: Bereits seit 1969 wirbt
BMW mit dem Slogan „Freude am Fahren“. Welche Bedeutung hat dieser Leitspruch heute für
die Marke und wie spiegelt sich dieser in den Modellen wider?
Christoph von Meyer: In den drei Worten „Freude am Fahren“ steckt viel mehr als nur die BMWMarkengene – Design, Technologie, Fahrdynamik und Erlebnis. Dieser prägnante Leitspruch
ist seit 1969 zu einem Sinnbild der Marke BMW
geworden und auf der ganzen Welt unverkennbar
mit ihr verbunden. Daher sind wir uns in jedem
Entwicklungsprozess und in jedem Produkt bewusst, dass diese dem Leitgedanken „Freude am
Fahren“ gerecht werden müssen.
Flottenmanagement: Analog zu den Gesamtabsatzzahlen in Deutschland nimmt die 3er-Modellreihe auch im Flottengeschäft die Führungsposition ein. Mit welchen Werten, aber auch
Innovationen kann Ihr Mittelklassemodell in
diesem hart umkämpften Segment punkten?
Christoph von Meyer: Unverkennbar spiegelt
sich im BMW 3er natürlich auch die „Freude am
Fahren“ wider. Beim Fahrwerk absolvieren wir
die Extrameile, sodass der BMW 3er in der Fahrdynamik einem Fahrzeug aus dem Motorsportbereich gleicht. Daneben vermitteln die Hochleistungsbremsen dem Dienstwagennutzer das
nötige Sicherheitsgefühl, was gerade für Vielfahrer unabdingbar ist. Nicht zuletzt spielt auch
BMW ConnectedDrive mit dem eCall eine entscheidende Rolle in puncto Sicherheit: All das
sind Punkte, mit denen wir uns von den vielen
anderen guten Anbietern absetzen. Und die Loyalität, insbesondere unserer Kunden des BMW
3er Touring, beweist, dass wir auf dem richtigen
Weg sind.
MANAGEMENT
3er Touring
4er Gran Coupé
5er Touring
Flottenmanagement: Das Produktportfolio von
BMW ist heute so breit gefächert wie noch nie und
bietet neben Pkw- sowie SUV-Modellen seit Neuestem auch einen Van. Welches sind Ihre Topseller
und wie hat sich der Markt in den letzten Jahren
aus Ihrer Sicht verändert, gibt es Trends, die der
Fuhrparkleiter beachten sollte?
Christoph von Meyer: Die BMW 3er-Reihe und die
BMW 5er-Reihe sind seit Jahren unsere Topseller.
Mit Blick auf die Motorisierung nehmen der 318d,
gefolgt vom 320d – jeweils in der Touringvariante – und dem 520d Touring die Spitzenpositionen
ein. Hier zeigt sich auch, dass wir heute deutlich
weniger Sechszylindermotoren verkaufen, wie es
vielleicht noch vor sieben oder acht Jahren der
Fall war. Dennoch würde ich nicht unbedingt von
Downsizing sprechen, da wir heute mit dem neuen
520d Touring mit 190 PS über einem 530d Touring
von vor acht Jahren liegen, was die Leistungswerte angeht. Der einzige Punkt, den der Dienstwagennutzer vielleicht vermissen könnte, ist das
klangvolle Sechszylinderrauschen. Ansonsten
sind diese Motoren wesentlich effizienter bei gleichen oder besseren Fahrleistungen.
Die Emissionswerte sind als Beschaffungskriterium dennoch in den vergangenen Jahren deutlich
in den Vordergrund gerückt. Fuhrparkbeschaffer beziehen neben den Kriterien Funktionalität
und Wirtschaftlichkeit heute auch immer stärker
Faktoren wie Nachhaltigkeit und Energieeffizienz
in ihre Entscheidung ein. Fahrzeuge mit einer attraktiven CO2-Bilanz werden immer gefragter. Mit
dem BMW i3 bieten wir hier eine sehr attraktive
neue Möglichkeit im Fuhrpark.
Flottenmanagement: Mit dem 2er Active Tourer
begibt sich BMW gleich in zweierlei Hinsicht auf
neues Terrain, so bieten Sie erstmals einen Van an
und dies sogleich mit Frontantrieb. Welche Intention stand bei der Entwicklung eines kompakten
Premium-Vans im Vordergrund? Wird sich BMW
künftig auch stärker auf das Van-Segment fokussieren? Wie sehen Sie die Chancen des 2er Active
Tourer im Flottengeschäft?
i3
MINI 5-Türer
X4
Christoph von Meyer: Der BMW 2er Active Tourer
war einer der spannendsten Modellanläufe in diesem Jahr. Bei den heute am Markt befindlichen
Vans steht in erster Linie die Raumfunktionalität
im Vordergrund. Wir wollten diese Raumfunktionalität mit dem Gefühl von „Freude am Fahren“ zu
verbinden. Der BMW 2er Active Tourer ist komfortabel und erfüllt gleichzeitig die BMW-typischen
Werte wie Fahrfreude, Effizienz und Design. Diese
Kombination gibt es so noch nicht auf dem Markt.
Auch seitens der Händler stößt der BMW 2er Active Tourer auf durchweg positives Feedback, da
hierdurch eine völlig neue Kundenklientel angesprochen werden kann: aktive Menschen, die
viel unternehmen und eben auch einen höheren
Platzbedarf haben. Die ersten Zahlen zeigen, dass
unser Mut belohnt wird.
Flottenmanagement: Mit dem individuellen Charakter der Marke MINI sprechen Sie ganz bewusst
die Zielgruppe der User Chooser an. Welchen Anteil
nimmt die britische Kultmarke am Flottengeschäft
der BMW Group ein? Wie wichtig ist es dabei, erstmals auch einen MINI 5-Türer anzubieten?
Christoph von Meyer: Dreitürige Varianten, wie
wir sie für den MINI und auch den BMW 1er anbieten, sind noch immer in vielen Fuhrparks ein Hinderungsgrund für die Beschaffung. Daher freuen
wir uns ganz besonders, dass wir die neueste
MINI-Generation nun auch als 5-Türer anbieten
können. Der Anteil von MINI an unseren Flottenzulassungen liegt bei knapp sieben Prozent. Wir
sind zuversichtlich, dass wir diesen mit dem neuen Modell noch steigern werden.
Klassischerweise dient der MINI zur Motivation
der Mitarbeiter. Er wird eher lokal eingesetzt und
Jahreslaufleistungen von 30.000 oder 40.000 Kilometer sind eher die Ausnahme. Daneben nutzen ihn Großkunden auch gezielt für Marketingzwecke, denn kaum ein Fahrzeug versprüht so
ein positives Image wie der MINI. Um dies auch
in Zukunft sicherzustellen, haben wir uns bei der
neuen MINI-Generation nicht nur seitens der
Motoren, sondern auch der Verarbeitungsqualität und der Wertigkeit im Innenraum nochmals
verbessert.
Christoph
von Meyer:
„Im Bereich
der modernen
Fahrerassistenzsysteme sehe ich
auch zukünftig
Potenzial, um den
Arbeitsalltag hinter
dem Lenkrad so angenehm wie möglich zu gestalten“
Flottenmanagement: Die Ansprüche von Flottenkunden differenzieren sich oftmals schon bei
der Ausstattung von denen der Privatkunden.
Mit welchen Ausstattungsvarianten kommen Sie
diesen Ansprüchen entgegen? Bieten Sie Businesspakete an und was beinhalten diese Angebote?
Christoph von Meyer: Spezielle Businesspakete
sind heute unabdingbar im Großkundengeschäft
und gehören mittlerweile zur Erwartungshaltung dieser Zielgruppe. Über fast alle Modellreihen hinweg bieten auch wir spezielle Pakete
für Großkunden an, die sich an den jeweiligen
Ansprüchen orientieren. So haben wir beispielsweise im BMW 3er Komforttelefonie, Park Distance Control, Geschwindigkeitsregler sowie ein
Navigationssystem. Auch für den neuen BMW 2er
Active Tourer ist ein solches Paket bereits verfügbar.
Flottenmanagement: Von einem Premiumhersteller erwarten die Kunden auch Premiumservice. Welche Dienstleistungen bieten Sie hier
für den Fuhrparkleiter und insbesondere auch
für den Fahrer? Womit kann BMW hier besonders
punkten? Welche Neuerungen sind demnächst zu
erwarten?
Christoph von Meyer: Heute können Großkunden unsere Serviceleistungen nicht nur an den
Flottenmanagement 6/2014
35
MANAGEMENT
bereits erwähnten Großkundenstützpunkten,
sondern auch in den 570 Outlets wahrnehmen.
Zusätzlich haben wir in den Ballungsräumen
spezielle Servicezentren aufgebaut, die sich der
Flottenbetreuung nochmals intensiv widmen.
Diese Nähe zum Kunden und dessen Belange ist
eine ganz wesentliche Dienstleistung, die wir
heute anbieten können.
Daneben hat der Nutzer eines BMW-Dienstwagens auch die Möglichkeit, eine BMW Business
Card abzuschließen, wodurch wir einen persönlichen Kontakt herstellen. Zugleich kann die
Karte auch dazu genutzt werden, um in jedem
BMW-Betrieb in Deutschland den Service durchführen zu lassen und für diese Zeit kostenlos einen Werkstattersatzwagen in Anspruch zu nehmen. Erwähnen möchte ich auch die völlig beleglose Abrechnung im Rahmen unseres „BMW
Service Inklusive“-Angebots. Ausgerüstet mit
dieser Sonderausstattung weiß jeder BMW-Servicebetrieb anhand des Schlüssels, um welches
Fahrzeug es sich handelt und welcher Service
gemacht werden muss. Die Abrechnung erfolgt
direkt mit BMW. Dadurch kann sich der Fuhrparkmanager auf sein Tagesgeschäft konzentrieren,
da er mit der Abrechnung nichts mehr zu tun hat.
Flottenmanagement: ConnectedDrive ist das
Zauberwort, unter dem BMW nicht nur Onlineservices, sondern auch modernste Fahrerassistenzsysteme zusammenfasst. Welche Bedeutung haben modernste Vernetzungstechnologien für eine Premiummarke? Ist ein Wandel vom
Fahrer zum Fahrgast im eigenen Auto für die
Zukunft zu erwarten?
Christoph von Meyer (Mitte) gibt im Gespräch mit Steven Bohg (li.)
und Bernd Franke (beide Flottenmanagement, re.) Einblicke in die
Flottenstrategie der Marken BMW und MINI
und Informationen zur Schwere des Unfalls an
diese Zentrale über eine fest eingebaute SIMKarte übermittelt. Die datenschutzrechtlichen
Bestimmungen werden natürlich eingehalten.
Neben dem großen Thema Sicherheit spielt auch
der Komfort eine immer wichtigere Rolle. Gerade Nutzer, die täglich mehrere Stunden mit dem
Dienstwagen unterwegs sind, profitieren von
modernen Fahrerassistenzsystemen, wie etwa
Stauassistenten. In diesem Bereich sehe ich
auch zukünftig Potenzial, um den Arbeitsalltag
hinter dem Lenkrad so angenehm wie möglich zu
gestalten.
Mit dem hochautomatisierten Fahren wird das
Autofahren in der Zukunft noch sicherer, komfortabler und effizienter. Die BMW Group forscht
seit mehreren Jahren intensiv in diesem Bereich
mit dem Ziel, eine möglichst seriennahe Technologie zu entwickeln. Wir können bereits gute
Erfolge verzeichnen: Aktuell ist hochautomatisiertes Fahren auf der Autobahn bis zu einer
Geschwindigkeit von 130 Kilometer pro Stunde
möglich und vor Kurzem ist es uns gelungen,
dass das Fahrzeug ohne Eingreifen des Fahrers
die Autobahn an einem Autobahnkreuz wechselt. Um das Projekt voranzutreiben, werden wir weitere
BMW Group-Flottengeschäft 2013/2014
Forschungsfahrzeuge auf die
Verkaufte Einheiten letzte 12 Monate
93.908
Straße bringen.
(Oktober 2013–September 2014)
Christoph von Meyer: Mit BMW Assist waren wir
damals die Ersten, die moderne Fahrerassistenzsysteme in Fahrzeuge verbaut haben. Mit
BMW ConnectedDrive können wir von diesem Engagement profitieren und sind heute führend in
dem Bereich. Ein ganz entscheidender Bestandteil dieses Systems ist der eCall, der beim Auslösen der Airbags oder beim Druck auf die Taste
im Dachhimmel ein von BMW beauftragtes Unternehmen alarmiert, das sich mit dem Fahrer in
Verbindung setzt. Gleichzeitig werden geostationäre Daten, die Anzahl der Fahrzeuginsassen
36
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr
+ 9,9 %
Verteilung des Flottengeschäfts in %
(per September 2014)
BMW - 1er/2er: 12,7%; 3er/4er: 33,5%; 5er: 22,3%;
6er/7er: 1,9%; X-Modelle: 20,9%
MINI - Modelle: 6,8%
Topseller im Flottengeschäft
1. 318d Touring, 2. 320d Touring, 3. 520d Touring
Flottenrelevante Produktneuheiten in
den nächsten 12 Monaten
k.A.
Anteil Leasing/Kauf in %
ca. 75% Finanzierung / 25% Kauf
Garantiebedingungen
Leistungszusagen gemäß BMW Qualitätsbrief, z.B.
2 Jahre Gewährleistung, Mobilitätsgarantie, 3 Jahre
Gewährleistung für Lackschäden
Inspektionsintervalle
keine festen Service-Intervalle, individuelle Wartung
durch intelligentes Condition Based Service System
Kooperationspartner/Banken
BMW Bank/Alphabet Fuhrpark Management GmbH
Ansprechpartner Key-Account-Geschäft
Christoph von Meyer
Internetseite für Flottenkunden
www.bmw-grosskunden.de
Flottenmanagement 6/2014
Flottenmanagement:
Die
Themen Umwelt, Verbrauch
und Emissionen erlangen
nicht nur bei den Fuhrparks,
sondern auch bei den Herstellern – nicht zuletzt durch CO2Grenzwerte der EU für 2020 –
immer mehr an Relevanz. Was
ist aus Ihrer Sicht die Technologie der Zukunft und warum?
Welchen Stellenwert nimmt
dabei das Mobilitätskonzept
BMW i ein?
Christoph von Meyer: Ich gehe
davon aus, dass wir einen Antriebsmix auf den Straßen fin-
den werden. Neben konventionellen Antrieben
werden Plug-in-Hybride, wie etwa der BMW i8,
oder vollelektrische Fahrzeuge wie der BMW i3
das Straßenbild bereichern. Am Ende entscheidet der Kunde, welche Antriebstechnologie für
ihn infrage kommt. Daher müssen wir uns, wie
jeder andere Hersteller auch, möglichst breit
aufstellen, um den Kundenwünschen gerecht zu
werden.
So investieren wir nicht nur bei den konventionellen Antrieben, in dem wir die BMW-EfficientDynamics-Technologie weiter voran bringen, sondern verfolgen mit dem BMW i3 einen
völlig revolutionären Ansatz, der bereits mit
einem komplett neuen Produktentstehungsprozess beginnt. Hier steht Nachhaltigkeit bis
ins kleinste Detail im Vordergrund: Die Kohlefaserproduktion findet ausschließlich mithilfe
von Energie aus Wasserkraft statt und auch der
Strom für die Produktion in Leipzig wird über die
vier größten Windräder Europas erzeugt. Abgerundet wird das Angebot durch einen optionalen
Vertrag mit der Naturstrom AG, bei dem 100 Prozent regenerative Energie genutzt werden kann.
Der BMW i3 ist daher mehr als ein Fahrzeug, das
ausschließlich auf Leichtbau setzt. Nachhaltigkeit auf der ganzen Linie und die intelligente
Vernetzung des Fahrzeugs mit der Umwelt sind
Kernelemente dieses Konzepts.
Flottenmanagement: Wenn Sie einmal einen
Ausblick in die Zukunft geben, welche Pläne und
Ziele haben Sie hier, wohin möchten Sie die Marken BMW und MINI noch bringen, welche Projekte sollen hierbei helfen?
Christoph von Meyer: Der Flottenmarkt in
Deutschland hat in den letzten Jahren an Attraktivität enorm zugenommen und an Stabilität gewonnen. Großes Augenmerk werden wir
auch künftig auf die Betreuungsstruktur, den
Kundenkontakt und die Kundenzufriedenheit
legen und mit einem Wort Premiumservice bieten, um die Kundenloyalität zu stärken. Was die
nahe Zukunft betrifft, können sich unsere Kunden 2015 auf attraktive neue Modelle und Modellpflegemaßnahmen freuen.
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MANAGEMENT
Aller guten Dinge sind 4
Viermal findet die e-flotte-Stadiontour im Jahr statt. Jedes der Flottentreffen erhält durch die
wechselnde Location einen anderen Charme. Das zweite Treffen 2014 fand in der
Veltins-Arena auf Schalke statt und Flottenmanagement war exklusiv vor Ort.
Bereits 2012 gastierte die Stadiontour in Gelsenkirchen. Man käme immer wieder gerne hierher,
wie Niels Krüger, Mitveranstalter und Geschäftsführer der e-flotte, in seiner Begrüßungsrede
betonte. Die Kulisse der Fußball- und Eventarena
bot für den Branchentreff einen imposanten Rahmen und reichlich Gesprächsstoff auch abseits
klassischer Fuhrparkthemen. Doch im Zentrum
der Veranstaltung standen natürlich diverse Vorträge zu unterschiedlichen Flottenmanagementbereichen.
Recht und Ordnung
Den Anfang der Vortragsreihe machte Sascha
Kremer, Rechtsanwalt der Legerlotz Laschet
Kanzlei für Wirtschaftsrecht. Er betonte, dass für
Fuhrparkleiter eine Informationspflicht gelte.
Demnach sollten Flottenverantwortliche, schon
aus eigenem Interesse, genau über ihre Rechte
und Pflichten Bescheid wissen. Schritt für Schritt
erläuterte er dabei Beispiele und Rechtsbereiche,
in denen der Flottenmanager zur Verantwortung
gezogen werden könne, sollte es einmal nicht
nach Vorschrift ablaufen.
Einer dieser Bereiche sind die Unfallverhütungsvorschriften (UVV). Diese sehen vor, dass der
Fahrzeughalter bei der gewerblichen Nutzung des
Fahrzeugs die Betriebssicherheit gewährleisten
muss. Doch das Thema ist, entgegen der Meinung
mancher Flottenmanager, nicht mit der UVV-Prüfung der Autohändler bei der Übergabe des Fahrzeugs erledigt. Zumal diese häufig nicht einmal
gründlich erfolgt. Denn zur Betriebssicherheit
gehöre schließlich auch die Arbeitssicherheit
und hier muss der Flottenmanager den Fahrer
beispielsweise in Sachen Ladungssicherung unterweisen, so Kremer.
Zur Sprache kamen aber auch noch
andere strittige Themen, wie zum
Beispiel betriebsinterne Fahrerbewertungen, die Punktereform oder
die Nutzung von Dashcams. Der Tenor des Vortrags machte deutlich,
dass vor allem der Datenschutz das
Fuhrparkleben immer weiter durchdringen wird.
Hans Joachim Köhler erläuterte
sehr anschaulich die verschiedenen
Sensortypen beim Thema RDKS
38
Flottenmanagement 6/2014
Kostenoptimierung
Ein Dauerthema in Unternehmen
sind Einsparmöglichkeiten, insbesondere im Bereich Firmenfuhrpark.
Da ist es gut, wenn der Flottenma-
nager verschiedene Konzepte vorlegen kann, mit
denen sich der Kostenpunkt Flotte reduzieren
lässt. Unter anderem befassten sich die Vorträge
von Thomas Krüger und seinem Sohn Niels Krüger
mit dem Kostenabbau durch ein externes Schadenmanagement. Sie machten deutlich, dass es
sinnvoll sein kann, diesen Bereich extern von
Experten betreuen zu lassen, weil diese sehr viel
effizienter arbeiten können und sich durch umfangreiches Reporting weitere Kosten verhindern
lassen.
Die Kostenoptimierung spielt natürlich auch am
Anfang und am Ende eines Fahrzeugzyklus im
Fuhrpark eine Rolle. Dabei müssen es nicht immer die großen Bereiche sein, bei denen an der
Optimierungsschraube gedreht werden muss. So
behandelte Roland Vogt, Geschäftsführer TÜV
Süd Car Registration & Services GmbH, das Thema
der zentralen Abwicklung der Fahrzeugzulassung
in der Flotte. Auch hier spart der Fuhrparkleiter
durch die Abgabe von Kompetenzen Zeit und Geld.
Runde Sache
Bevor es zum Abschluss des Events zur Stadionführung durch die Arena auf Schalke ging,
erläuterten die Reifenexperten von Euromaster
noch die Neuerungen durch die Reifendruckkontrollsysteme. Allen voran erklärte Hans Joachim
Köhler, worauf es bei den verschiedenen Sensoren
ankommt und was der Fuhrparkleiter in diesem
Zusammenhang wissen muss. Es lässt sich nach
diesem Tag in Gelsenkirchen ein positives Resümee ziehen: Die lockere Stimmung, die Zeit zum
Austausch untereinander und die interessanten
Themen trugen zum Erfolg der Veranstaltung bei.
Kurzinterview mit Thomas und Niels Krüger
(OHNWURQLVFKHV)DKUWHQEXFK
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Sebastian Heuft, Bernd Franke (beide Flottenmanagement),
Thomas Krüger und Niels Krüger (beide e-flotte), (v.li.n.re.)
Flottenmanagement: Seit wann gibt es die
e-flotte-Stadiontour? Welche Entwicklung
hat das Branchentreffen seit dem ersten
Event genommen?
Thomas Krüger: Vor fünf Jahren haben wir
zusammen mit den Kollegen vom TÜV Rheinland beschlossen, ein Event ins Leben zu rufen, auf dem sich Fuhrparkverantwortliche
und Flottendienstleister treffen können.
Seit vier Jahren gibt es nun bereits die eflotte-Stadiontour, bei der wir in den verschiedenen Fußballstadien Deutschlands
unseren Branchentreff veranstalten. Die
Teilnehmerzahlen variieren je nach Veranstaltungsort. Interessanterweise besteht
eine sehr große Nachfrage, wenn wir in der
Allianz Arena in München gastieren. Dies
zeigt uns, dass der Veranstaltungsort durchaus ein wichtiger Aufhänger sein kann.
Flottenmanagement: Sie haben sich bewusst für die großen und besonderen Fußballarenen in Deutschland als Veranstaltungsorte entschieden. Welche Bedeutung
haben die Locations für die Flottenplattform?
Niels Krüger: Die Gründe, mit unserem Event
in die Fußballstadien zu gehen, sind vielfältig. Zum einen sind die Arenen für die meisten fußballaffinen Flottenmanager/-innen
eine interessante Location. Daher bieten wir,
neben der eigentlichen Fachveranstaltung,
auch immer eine Stadionführung an, bei der
man einen Blick hinter die Kulissen werfen
kann. Zum anderen sprechen Lage und Infrastruktur für die Wahl der Fußballstadien.
Diese sind über ganz Deutschland verteilt
und für die Fuhrparkleiter der einzelnen
Regionen sehr gut zu erreichen. Daher sind
wir bei unserer diesjährigen Stadiontour in
vier unterschiedlichen Arenen vom Hamburger Millerntor bis zum Grundig Stadion in
Nürnberg unterwegs, sodass wir regional vor
Ort sein können und möglichst viele Fuhrparkleiter in Deutschland erreichen. In der
Veltins-Arena auf Schalke sind wir bereits
zum zweiten Mal, da sie sich als Eventarena
natürlich auch besonders eignet.
Flottenmanagement: Von Schadenmanagement über UVV bis hin zu Einsparpotenzialen im Fuhrpark ist die Veranstaltung inhaltlich breit aufgestellt. Was ist Ihnen bei der
Planung des Events wichtig?
Thomas Krüger: Wir schauen bei der thematischen Auswahl immer nach den offenen
Fragen innerhalb der Branche. Durch unsere
tägliche Arbeit mit Flottenmanagern wissen
wir, wo gerade ein Bedarf besteht. Danach
suchen wir dann unsere Referenten aus.
Nehmen wir zum Beispiel das Thema UVV.
Vor fünf Jahren haben wir damit begonnen,
die UVV in unser Dienstleistungsportfolio
aufzunehmen, seitdem hat sich viel getan
und auch die Hersteller, Werkstattketten
und andere Dienstleister springen auf diesen Zug mit auf. Hier ist es gerade für neue
oder nebenberufliche Fuhrparkverwalter
wichtig, auf dem neuesten Stand zu sein,
und das kann unser Event leisten.
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Flottenmanagement: Welchen Mehrwert
bietet die Veranstaltung neben den Vorträgen für Fuhrparkentscheider? Wie wichtig
ist Ihnen der informelle Austausch untereinander? Gibt es Zukunftspläne für den
Event?
Niels Krüger: Die Veranstaltung soll den
Teilnehmern die Zeit bieten, sich über neue
Themen rund um den Flottenalltag zu informieren. Dazu tragen sowohl die immer aktuell gehaltenen Vorträge als auch die Zeit
zwischen den Referaten bei, in der man sich
mit Kollegen austauschen kann. Dabei soll
die Stadiontour zu keiner Massenveranstaltung werden, sondern weiterhin in familiärer Atmosphäre stattfinden. Damit soll
ein tatsächlicher Austausch untereinander
ermöglicht werden. Interessant wollen wir
die Veranstaltungen dabei immer auch für
die kleineren Flotten halten. Für die Zukunft
des Events haben wir bereits neue Ideen. Bei
diesen Planungen ist es uns wichtig, noch
näher an die Fuhrparks heranzukommen.
Denkbar wäre beispielsweise eine noch
breiter aufgestellte Roadshow an zehn oder
mehr Standorten in Deutschland.
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MANAGEMENT
Interview mit Axel Backof
(Sales Director D-A-CH
von TomTom Telematics)
Flottenmanagement: Welchen
Nutzwert kann TomTom Telematics dem Fuhrparkleiter bieten?
18% schneller
Axel Backof: TomTom Telematics ist der Geschäftsbereich von
TomTom für Flottenmanagement
und Fahrzeugtelematik. Unsere
Flottenmanagement-Plattform
Webfleet wird von kleinen und
großen Unternehmen zur Verbesserung der Fahrzeugleistung, zum Einsparen von Kraftstoff, zur Fahrerunterstützung
und Steigerung der gesamten
Flotteneffizienz genutzt.
Wir haben dabei eine sehr große Bandbreite: Das beginnt bei
uns in der einfachsten Version:
Webfleet Lite ermöglicht im Zusammenspiel mit dem LINK 200
Fahrzeugortungsgerät Track and
Trace. Damit sieht der FuhrparkAxel Backof (TomTom Telematics, re.) erklärt
manager jederzeit, wo sich seine
Ralph Wuttke und Bernd Franke (beide FlottenFahrzeuge gerade befinden. Der
management, li.) die neuen Telematiklösungen
LINK 200 wird einfach in den
OBD-2-Anschluss gesteckt, und
schon sieht der Fuhrparkmanager neben dem Früher wurden dafür einige Stunden im Monat
Standort die Kilometerleistung sowie bestimm- verschwendet. Mit einem ordnungsgemäß gete Daten, wie beispielsweise Motor-Fehlercodes führten Fahrtenbuch und entsprechend genutzoder Wartungsintervalle. Der LINK 200 ist ein ten Fahrzeugen können Unternehmen auch der
Plug-and-Play-Produkt. Somit fallen auch keine teuren 1-Prozent-Regelung für die Versteuerung
Einbaukosten an. Ist der LINK 200 einmal ein- des Dienstwagens entgehen. Unser System wird
gesteckt, muss in Webfleet Lite dann nur noch von den meisten Finanzämtern auch problemlos
das Nummernschild übertragen werden, fertig. akzeptiert.
Schon sind die Fahrzeuge im System sichtbar.
Flottenmanagement: Aus welchen BerufsgrupDie großen Brüder des LINK 200, die fest ein- pen/Branchen kommen Ihre typischen Kunden?
gebauten Fahrzeugortungsgeräte LINK 410 und
LINK 510, sind kombinierbar mit einem Naviga- Axel Backof: Während unsere Marktbegleiter den
tionssystem. Und dort beginnt es dann schon, Fokus eher auf den Schwerlastbereich legen, kondass Fuhrparkmanager auch Aufträge übermit- zentrieren wir uns darüber hinaus auch auf das
teln, Touren planen und Arbeitszeiten erfassen Segment der leichten Nutzfahrzeuge. Das sind
können. Unsere Navigationssysteme, die Tom- beispielsweise ganz klassisch die Handwerker
Tom PRO Driver Terminals, sind übrigens alles – das ist eine sehr große und dynamische KunProfigeräte, die von der Auslegung her etwas dengruppe bei uns, bei der auch sehr schnell die
anders sind als das, was es für Endkunden zu Effekte einer Telematiklösung finanziell spürbar
kaufen gibt. Unsere Profigeräte sind robuster, sind. Wir haben natürlich auch große Unternehhaben mehr Speicherkapazität und auch andere men mit Servicefahrzeugen als Kunden, die mit
Akkubetriebszeiten. Normale Endkundengeräte unseren Geräten ihre SLAs (Service-Level-Agreewerden im Schnitt 45 Minuten am Tag genutzt, ment) abbilden wollen. Unser System dokumenunsere Geräte bringen es teilweise 12 Stunden tiert auch exakt, wann ein Servicemitarbeiter
täglich – hier liegen die Anforderungen um eini- wo ist, sodass Diskussionen und Beschwerden
ges höher.
im Nachhinein ausgeschlossen sind. Seit einigen Jahren besteht in diesem Bereich auch der
Unsere große Flottenmanagement-Lösung Web- Trend, die eigene Umweltfreundlichkeit über die
fleet ist ein System, mit dem komplette Arbeits- Telematik darzustellen. Hier geht es um Kraftabläufe und Prozesse abgebildet werden können. stoffeinsparungen und eine möglichst positive
Hier ist ebenfalls ein elektronisches Fahrtenbuch CO2-Bilanz.
enthalten (dies steht in eingeschränkter Funktionalität auch in Webfleet Lite zur Verfügung). Ein weiterer Schwerpunkt für uns ist in diesem
Dies ist bei Unternehmen sehr beliebt: Schließ- Jahr auch die Baubranche. Hier geht es weniger
lich kann auf Knopfdruck in wenigen Minuten um Kosteneinsparungen als eher darum, die vorein komplettes Fahrtenbuch erstellt werden. handenen Ressourcen möglichst effektiv zu nut-
40
Flottenmanagement 6/2014
zen. In der Branche scheut man sich noch etwas,
neues Personal einzustellen. Aber das vorhandene Personal optimal einzusetzen, hilft dort auch
wesentlich weiter und rechnet sich dann auch
sehr schnell.
Flottenmanagement: Ab wie vielen Fahrzeugen
lohnt sich denn so ein System?
Axel Backof: Webfleet bringt jeglichen Unternehmen mit mobilen Mitarbeitern Vorteile. Bei
der Unternehmensgröße beispielsweise reicht
die Palette unserer Kunden von Einzelunternehmen mit einer Fahrtenbuchlösung bis hin
zu sehr namhaften DAX-Unternehmen mit einer
vollständigen Integration des angeschlossenen
ERP-Systems.
Flottenmanagement: Was kosten diese Systeme
und wie lange dauert es bis zur Amortisation?
Axel Backof: Das hängt vom Organisationsgrad
des jeweiligen Unternehmens ab. Wir starten bei
199 Euro für das LINK 200 Fahrzeugortungsgerät. Alternativ bieten wir unsere Systeme auch
als Mietlösung an, was sehr beliebt ist. Mit Hardware und den monatlichen Gebühren liegen wir
dann bei 15 bis 37 Euro pro Gerät – abhängig
vom Gerät und vor allem von dem Datentarif, ob
also national oder international gearbeitet wird.
Wir arbeiten hier mit verschiedenen Modellen
und Laufzeiten von 6 bis 36 Monaten.
Große Unternehmen integrieren diese Geräte
dann auch gleich in ihr Fahrzeugleasing. Wir
übernehmen in diesen Fällen die Verhandlung
mit den jeweiligen Leasinggesellschaften, so-
MANAGEMENT
dass das Unternehmen eine Monatsrate für das
komplette Paket inklusive Fahrzeug erhält. Im
Schnitt amortisiert sich Webfleet in 6 bis 7 Monaten.
Flottenmanagement: Gibt es etwas ganz Neues
bei Ihnen?
Axel Backof: Alle unsere Neuheiten, wie die neuen Driver Terminals PRO 7250 und PRO 5250 kamen jetzt gerade zur IAA Nutzfahrzeuge heraus.
Besonders betonen möchte ich die PRO 827xSerie: dabei handelt es sich um 7“ Driver Terminals, auf denen Apps installiert werden können.
Damit können kundenspezifische Prozesse abgebildet werden, zum Beispiel können Arbeitsabläufe hinterlegt und Formulare oder Barcodes
gescannt werden. Alle Daten können dabei in
Echtzeit an die Zentrale übermittelt werden.
Flottenmanagement: Wie schaut es denn mit
den Schnittstellen Ihrer Geräte zu den Fuhrparkmanagement-Systemen aus, die der User vielleicht bereits im Einsatz hat?
Axel Backof: Mit unserer offenen Schnittstelle
Webfleet.connect können alle Flottendaten in
Unternehmenssoftware wie beispielsweise in SAP
oder beliebige andere Programme übermittelt
werden – von Kilometerständen über Arbeitszeiten bis hin zu Sensormessdaten mittels Integration (wichtig zum Beispiel zur Dokumentation
der Einhaltung der Kühlkette). Die Möglichkeiten
sind nahezu unbegrenzt. Und die Schnittstelle
ist dabei bidirektional: Sie können also aus der
in Ihrem Unternehmen verwendeten Software
Informationen, wie Aufträge, an Webfleet und
damit auch an den Fahrer über das angeschlossene Driver Terminal weitergeben. Der Fahrer kann
den Auftragsstatus dann direkt am Gerät in die
Zentrale zurückmelden.
Flottenmanagement: Durch welche konkreten
Maßnahmen werden die Einsparungen in den
Unternehmen erzielt?
Axel Backof: Das sind viele verschiedene Faktoren. Das beginnt schon beim Fahrzeug, wo wir
mit dem ecoPLUS-Modul, welches übrigens den
Telematik Award im Bereich der eco-Telematik
auf der IAA 2014 gewann, aus Messdaten zum
Bei der neuen 7” PRO 827x-Serie können auch Kundenapps installiert werden
Fahrstil (Bremsverhalten, Kraftstoffverbrauch,
Geschwindigkeit, Lenkverhalten oder auch Leerlaufzeiten) den OptiDrive-Score entwickeln. Dadurch sieht der Fuhrparkleiter über eine einzige
Kennzahl, wer ein „wilder Fahrer“ ist und wer einen ökologischen und sicheren Fahrstil hat. Oft
entstehen so in Unternehmen interne Rankings
à la „Wer ist der beste Fahrer?“. Viele Unternehmen beteiligen Mitarbeiter mit besonders gutem
OptiDrive-Score auch in Form von Boni an den
eingesparten Spritkosten. So werden die Fahrer
für effizientes und sicheres Fahrverhalten belohnt. Eine interessante Entwicklung am Rande:
Es gibt sogar Fahrer, die sich mit ihrem OptiDriveScore um eine neue Stelle bewerben.
Darüber hinaus können Auftragsreports erstellt
werden, die dem Fuhrparkleiter auf einen Blick
zeigen, ob seine Fahrer pünktlich am Ziel waren
und was für Tätigkeiten ausgeführt wurden. Das
alles inklusive kompletter Arbeitsnachweise.
Nicht vergessen sollte man dabei auch die positive Wirkung der Fuhrparksteuerung an sich. Der
Fuhrparkmanager oder die Einsatzzentrale haben
die Fahrzeuge jederzeit im Blick und wissen, wo
diese stehen und wer am schnellsten beim nächsten Auftrag sein kann. Nicht nur von der Entfer-
nung her, sondern auch weil die Zentrale weiß,
wer voraussichtlich noch wie lange beschäftigt
ist, bevor er wieder verfügbar ist. Gerade bei Serviceunternehmen sind die Effizienzsteigerungen
enorm. Ein Berliner Rohrreinigungsunternehmen konnte dank Webfleet beispielsweise 20 Prozent mehr Aufträge im Zeitraum von zwei Jahren
bei ansonsten gleich gebliebenen Voraussetzungen abwickeln.
Ein weiterer Vorteil ist, dass der Fahrer seine
Routen und Aufträge in Echtzeit auf sein Driver
Terminal übertragen bekommt: Er muss nur noch
einen Knopf drücken und losfahren. Selbst umständlich die Routen zu programmieren, entfällt
damit. Dazu wird bei entsprechend gebuchter
Option auch noch die aktuelle Verkehrslage auf
der Wegstrecke berücksichtigt. Kein Wunder,
dass TomTom-Telematics-Kunden im Schnitt 18
Prozent schneller am Ziel sind.
Das alles sind übrigens nicht nur spürbare Einsparungen für die Unternehmen, sondern auch
massive Wettbewerbsvorteile. Schließlich wirken
sich die dadurch eingesparten Kosten und die
oftmals durch optimierte Prozesse gesteigerte
Kundenzufriedenheit direkt und positiv auf das
Unternehmensergebnis aus.
MANAGEMENT
Und plötzlich
Fuhrparkmanager
Viele Flottenmanager sind eigentlich Betriebswirte, Büroangestellte oder einfach im Einkauf des Unternehmens tätig. Die Verantwortung für die Fahrzeuge des Unternehmens haben sie sozusagen als Quereinsteiger übernommen.
Die Verwaltung des Fuhrparks geschieht dabei oft parallel zu den eigentlichen
Kernaufgaben im Unternehmen. Umso wichtiger ist es, als Fuhrparkmanager
ständig auf dem Laufenden zu sein und Fortbildungen zu besuchen.
Definitionsfrage
„Es gibt nicht die eine Stellenbeschreibung“, erklärt Marc-Oliver Prinzing, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Fuhrparkmanagement
e.V. (BVF) und Geschäftsführer der Carmacon
GmbH. Jedes Unternehmen müsse seine Bedürfnisse individuell definieren, so Prinzing weiter.
In der Branche hört man des Öfteren Aussagen
wie: „Ich bin da irgendwann einfach hineingewachsen und war plötzlich Fuhrparkmanager.“
Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass jeder
Flottenmanager ein unterschiedlich großes und
weitreichendes Aufgabenspektrum zu bewältigen hat. Ein klassischer Ausbildungsberuf ist der
Flottenmanager also nicht. Dennoch werden oftmals hohe Erwartungen an einen Flottenmanager gestellt: So müssen Themen wie Kostenminimierung, Riskmanagement, CO2-Einsparung oder
E-Mobility nicht selten in eigener Verantwortung
analysiert und bewertet werden. Dazu kommt
noch, dass der Fuhrpark von Unternehmen in
vielen Fällen mit zu den größten Kostenpunkten
gehört und damit eine große finanzielle Verantwortung einhergeht.
Das Rüstzeug für diesen Job muss sich der Flottenmanager über die Jahre meistens selbst erarbeiten. Neben dem „learning by doing“-Prinzip
gibt es dazu Ausbildungs- oder Fortbildungsseminare, Fachmagazine, Internetforen und Fuhrparkevents, die einen grundsätzlichen Überblick
über die einzelnen Themen verschaffen. Dabei ist es von dem Unternehmen des einzelnen
Flottenmanagers abhängig, was bei der Wahl
des passenden Fortbildungsweges wichtig ist.
Hier muss eine genaue Definition der Aufgaben
vorliegen: Soll der Fuhrpark lediglich verwaltet
werden oder soll ein Manager für mehr Kosten-
42
Flottenmanagement 6/2014
effizienz sorgen? Welche Strukturen sind bereits
vorhanden? Was wurde outgesourct? Je nach
Anforderungsprofil definiert sich daraus das
Berufsbild des Fuhrparkmanagers, -verwalters,
-leiters oder -verantwortlichen. Dabei kann die
Arbeitsplatz- und Aufgabenbeschreibung für die
Flottenbranche des BVF helfen. Diese Definition bietet einen bundesweiten Standard bei der
Stellenbeschreibung des Flottenmanagers.
Zertifizierte Ausbildung
Mittlerweile wurde der Missstand im Berufsfeld
des Flottenmanagers von vielen Seiten erkannt
und verschiedene zertifizierte Fuhrparkmanager-Ausbildungsseminare gestartet. Beispielsweise bietet die Dekra in Zusammenarbeit mit
dem BVF eine Seminarreihe an, in der die Teilnehmer strategische und operative Fragestellungen ebenso wie rechtliche, finanzielle und
betriebswirtschaftliche Grundlagen der Flottenverwaltung behandeln können. Über diese
klassischen Themenfelder hinaus beschäftigt
die Fuhrparkwelt immer auch neue Themenbereiche wie Travelmanagement oder alternative
Antriebe. Daher werden auch diese Aspekte in
einzelnen Seminaren der Ausbildung behandelt.
Es ist dabei möglich, je nach Kenntnisstand, flexibel einzelne Module zu absolvieren und so sein
Wissen zu ergänzen und auszubauen.
Jede Ausbildung endet in der Regel mit einer
Prüfung, das ist auch bei zertifizierten Flottenmanagern nicht anders. Hierzu erläutert Axel
Schäfer, Geschäftsführer des Fuhrparkverbandes: „Um volle Transparenz herzustellen, haben
die Dekra Akademie und die rund 20 Fuhrparkpraktiker unseres Arbeitskreises Qualifizierung
eine umfassende Prüfungsordnung erarbeitet,
die für Personalentscheider genauso einseh- und
nachprüfbar ist wie für Teilnehmer.“ Die Ausbildung und die einheitliche Prüfungsordnung sollen Standards liefern, sodass Personalchefs das
Anforderungsprofil mit den Inhalten der Ausbildung abgleichen können.
Doch auch andere Veranstalter wie die e-flotte,
die fleet academy oder der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME)
haben erfolgreiche Seminarkonzepte in diesem
Zusammenhang im Angebot.
In Schulungen und Trainingsprogrammen vermittelt die fleet academy Fuhrparkwissen für
kleine und große Flotten. Dabei arbeitet Geschäftsführer Andreas Nickel eng mit dem TÜV
Rheinland und der Industrie- und Handelskammer (IHK) zusammen. So bietet die fleet academy auch speziell für Handwerksbetriebe Workshops in Sachen Flottenmanagement an.
Ebenfalls mit dem TÜV Rheinland bietet beispielsweise die e-flotte eine Ausbildungsreihe
zum zertifizierten Flottenmanager an. Hierbei
gliedert sich die Weiterbildung zum Fuhrparkmanager in zwei Schritte: Zunächst gibt es eine
Ausbildung zum Fuhrparkbeauftragten, bei der
das Basiswissen zur Fuhrparkverwaltung und zum
Thema Kfz-Versicherung und Schadenhandling
vermittelt wird. Darauf aufbauend kann dann
eine zertifizierte Ausbildung zum Fuhrparkmanager absolviert werden. Hier stehen unter anderem vertiefende Seminare zu den Bereichen
Recht, Beschaffung, Finanzierung und Riskmanagement im Fokus.
Welcher Weg letztlich eingeschlagen wird, sollten Fuhrparkmanager und Fuhrparkunternehmen
gemeinsam entscheiden. Beide Seiten können
von diesen Fortbildungen profitieren: Der Flottenmanager ist besser geschult und ist sich auch
über die rechtlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen seines Handelns besser bewusst. Der
Arbeitgeber hat einen Fuhrparkverantwortlichen,
der Experte auf seinem Gebiet ist und eventuelle
Einsparmöglichkeiten aufdecken kann.
MANAGEMENT
Man muss es wollen ...
Alternative Antriebe, Elektromobilität, Hybrid, Plug-in-Hybrid – geht es
nach den Massenmedien, fahren wir
schon fast alle mit alternativen Antrieben. Geht es nach den Verkaufszahlen: eher nicht. Hier dominieren
die Verbrenner mit Riesenabstand;
in der Flotte vor allem der Diesel. In
Zusammenarbeit mit EurotaxSchwacke haben wir die Gesamtkosten der
alternativen Fahrzeuge gegen die
der Standardtechnologien verglichen
– das erklärt dann auch die aktuelle
Marktdurchdringung.
Bei insgesamt sieben Modellen haben wir uns
ähnliche Kerndaten herausgesucht und Benziner,
Diesel sowie elektrifizierte Versionen miteinander
verglichen (siehe Tabelle) und kommen bei allen
Rechenbeispielen zu demselben Ergebnis: Der Diesel ist – zumindest bei drei Jahren Haltedauer und
30.000 Kilometern jährlicher Fahrleistung – am
kostengünstigsten. Wer also ein enges Budget hat
oder generell die preiswerteste Fahrzeugvariante
kaufen will oder muss, kommt an dem Diesel nach
Selbst bei dem landläufig als Erfinder
des Hybridantriebs bezeichneten Toyota
kostet die umweltfreundlichere Variante
einen Cent mehr pro Kilometer
wie vor nicht vorbei. Hier muss es schon Zusatzmotivationen geben, um den teilweise deutlich
teureren alternativen Antriebsvarianten den Vorzug zu geben. Die Senkung des durchschnittlichen
CO2-Ausstoßes in der Flotte wäre eine solche.
Dagegen spricht, dass das Vertrauen von Verbraucher und Unternehmen in den angegebenen
offiziellen CO2-Wert ohnehin wenig vorhanden ist.
Gerade erst hat der ICCT (International Council of
Clean Transportation) in seiner neuesten Studie
festgestellt, dass die durchschnittlichen Abweichungen zwischen angegebenem und realem Verbrauch in den letzten Jahren eher noch angestiegen sind, auf über 30 Prozent. Der nur sagenhafte
elf (!) Kilometer lange NEFZ-Testzyklus findet im
Labor unter für das Fahrzeug optimalen Bedin-
Fantastische
Feiertage!
Liebe Kunden, Freunde und Partner,
egal wo Sie die Feiertage verbringen – wir wünschen Ihnen eine grandiose Zeit. Bis nächstes Jahr!
www.athloncarlease.de
(Fortsetzung auf S. 44)
MANAGEMENT
gungen statt: keine hohen Geschwindigkeiten,
überhaupt kein Luftwiderstand (weil auf dem
Rollenprüfstand), vier Ampelstopps (ideal für
das Start-Stopp-System, aber nicht unbedingt
praxisgerecht, vor allem nicht für den typischen
Außendienstmitarbeiter), abgeschaltete Klimaanlage, Navigation und Assistenzsysteme.
Zudem wird immer mit voller Batterie gestartet
und das für deren Energieerzeugung ausgestoßene CO2 zählt nicht mit.
Fairerweise haben wir im Gegensatz zu manch
anderer Kalkulation in unserer TCO-Übersicht
zumindest die Kosten für den Batteriestrom
mit eingerechnet, denn grundsätzlich kostet ja
auch dieser Geld, wenn man nicht gerade das
Glück hat, in der Nähe einer der kostenlosen Ladestationen zu wohnen (in unserer Tiefgarage
gegenüber des Verlags betreibt beispielsweise
der lokale Energieversorger zwei kostenlose
Ladestationen). Im angegebenen CO2-Ausstoß
ist das CO2 für die Erzeugung des Stroms jedoch
nicht mitgerechnet, weil schwer im Detail zu
bestimmen. Das ist eines der Kernprobleme der
Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge: Der
Strom aus der Batterie muss auch erzeugt werden. Kalkuliert man mit dem bundesdeutschen
Energiemix, ist der CO2-Ausstoß dieser Fahrzeu-
ge nicht einmal unbedingt niedriger – nur lokal,
oder wenn das Unternehmen über beispielsweise eine eigene Solaranlage für die Aufladung
verfügt: Dann ist Strom auch nicht nur unter
lokalen Umweltgesichtspunkten eine echt vernünftige Alternative.
Unbestritten allerdings ist das bessere Fahrgefühl, das ein – auch nur teilweise – elektrifizierter Antrieb bietet. Denn bei dem Elektromotor
steht das volle Drehmoment bereits ab null
Umdrehungen zur Verfügung, Anfahrtsschwächen gibt es keine. Da obendrein ein Automatikgetriebe notwendiger Standard ist, reist der
TCO
Betriebskosten
Anschaffungskosten
Spezifikationen
Vollkostenvergleich Diesel, Benziner und elektrifizierte Fahrzeuge (Auswahl)*
Audi A3 1.4 TFSI
Sportback
Audi A3 1.6 TDI
Sportback
Audi A3 1.4 TFSI
Sportback e-tron
BMW 335i
BMW 335 d
xDrive
Antriebsart
Vorderradantrieb
Vorderradantrieb
Vorderradantrieb
Hinterradantrieb
Getriebe
manuell
manuell
Automatik
Automatik
Automatik
Automatik
Automatik
Kraftstoff
Benzin
Diesel
Benzin/Elektrik
Benzin
Diesel
Benzin/Elektrik
Benzin
PS
125 PS
110 PS
150 PS
306 PS
313 PS
306 PS
455 PS
0–100 km/h
9.4 s
10.7 s
0,0 s
5.2 s
4.8 s
5.3 s
4.8 s
PS Elektromotor
0 PS
0 PS
100 PS
0 PS
0 PS
54 PS
0 PS
0 PS
27 PS
0 PS
Versicherungseinstufung VK
VK 20
VK 21
VK 20
VK 26
VK 28
VK 26
VK 29
VK 29
VK 29
VK 25
Kraftstoffverbrauch kombiniert/100 km
5,1 l
3,8 l
1,5 l
7,2 l
5,4 l
5,9 l
8,6 l
5,5 l
6,3 l
7,3 l
Energieverbrauch/100 km
0,0 kWh
0,0 kWh
11,4 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
CO2 -Ausstoß/km
117 g
99 g
35 g
169 g
143 g
139 g
199 g
146 g
147 g
169 g
Euro-Einstufung
Euro 6
Euro 6
Euro 6
Euro 5
Euro 6
Euro 5
Euro 6
Euro 6
Euro 6
Euro 5
Nettopreis
21.764,71 €
23.445,38 €
33.109,24 €
39.159,66 €
42.268,91 €
44.747,90 €
89.000,00 €
68.000,00 €
72.550,00 €
28.907,56 €
Restwert in %
45,75 %
47,13 %
49,49 %
39,27 %
43,74 %
38,40 %
40,13 %
46,47 %
39,90 %
32,85 %
Restwert in Euro
9.957,36 €
11.049,81 €
16.385,76 €
15.378,00 €
18.488,42 €
17.183,19 €
35.715,70 €
31.599,60 €
28.947,45 €
9.496,13 €
Wertverlust
11.807,36 €
12.395,57 €
16.723,48 €
23.781,66 €
23.780,49 €
27.564,71 €
53.284,30 €
36.400,40 €
43.602,55 €
19.411,43 €
Finanzierungskosten
3.320,21 €
3.610,14 €
5.179,17 €
5.710,79 €
6.360,07 €
6.485,39 €
13.058,52 €
10.424,17 €
10.627,60 €
4.023,32 €
permanenter
Allradantrieb
Mercedes-Benz
S 500
Mercedes-Benz
S 350 BlueTEC
Mercedes-Benz
S 400 Hybrid
Peugeot 508 SW
155 THP
Hinterradantrieb
Hinterradantrieb
Hinterradantrieb
Hinterradantrieb
Vorderradantrieb
Automatik
Automatik
Automatik
Diesel
Benzin/Elektrik
Benzin
258 PS
306 PS
156 PS
6.8 s
6.8 s
9.5 s
Zulassungskosten
26,30 €
26,30 €
26,30 €
26,30 €
26,30 €
26,30 €
26,30 €
26,30 €
26,30 €
26,30 €
Anschaffungskosten
15.127,57 €
16.005,71 €
21.902,65 €
29.492,45 €
30.140,56 €
34.050,10 €
66.342,82 €
46.824,57 €
54.230,15 €
23.434,75 €
Versicherung
2.011,26 €
2.222,43 €
2.158,26 €
3.699,78 €
5.356,38 €
3.699,78 €
6.337,68 €
6.337,68 €
6.337,68 €
3.699,78 €
Kraftstoffverbrauch/100 km
5,1 l
3,8 l
1,5 l
7,2 l
5,4 l
5,9 l
8,6 l
5,5 l
6,3 l
7,3 l
Energieverbrauch/100 km
0,0 kWh
0,0 kWh
11,4 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
Kraftstoffkosten
inklusive Strom
5.967,00 €
4.001,40 €
4.217,40 €
8.424,00 €
5.686,20 €
6.903,00 €
10.062,00 €
5.791,50 €
7.371,00 €
8.541,00 €
Ersatzteile
429,58 €
453,38 €
486,90 €
1.047,49 €
1.030,53 €
1.115,45 €
901,73 €
824,55 €
763,23 €
357,19 €
Arbeitskosten
für Ersatzteile
585,80 €
484,80 €
606,00 €
731,60 €
607,60 €
719,20 €
763,20 €
593,60 €
763,20 €
277,20 €
Ersatzteilkosten
gesamt
1.015,38 €
938,18 €
1.092,90 €
1.779,09 €
1.638,13 €
1.834,65 €
1.664,93 €
1.418,15 €
1.526,43 €
634,39 €
Verschleißteile
562,55 €
672,95 €
546,80 €
571,26 €
688,67 €
571,26 €
1.482,81 €
1.678,13 €
1.384,73 €
465,57 €
Arbeitskosten
für Verschleiß
626,20 €
646,40 €
434,30 €
272,80 €
756,40 €
272,80 €
530,00 €
1.144,80 €
487,60 €
303,60 €
Verschleißkosten
gesamt
1.188,75 €
1.319,35 €
981,10 €
844,06 €
1.445,07 €
844,06 €
2.012,81 €
2.822,93 €
1.872,33 €
769,17 €
Vorderreifen
225/45 R17 V
205/55 R16 H
225/45 R17 V
225/50 R17 94 W
225/50 R17 94 W
225/50 R17 94 W
245/50 R18 W
245/55 R17 W
245/55 R17 W
215/55 R17 V
Hinterreifen
225/45 R17 V
205/55 R16 H
225/45 R17 V
225/50 R17 94 W
225/50 R17 94 W
225/50 R17 94 W
245/50 R18 W
245/55 R17 W
245/55 R17 W
215/55 R17 V
Reifenkosten
784,00 €
568,00 €
784,00 €
1.088,00 €
1.088,00 €
1.088,00 €
1.624,00 €
1.480,00 €
1.480,00 €
976,00 €
Kfz-Steuer
216,00 €
480,00 €
84,00 €
624,00 €
1.143,00 €
444,00 €
906,00 €
1.161,00 €
522,00 €
540,00 €
Betriebskosten
10.966,39 €
9.049,36 €
9.233,66 €
15.834,93 €
15.213,78 €
14.369,49 €
21.701,42 €
17.850,26 €
18.587,44 €
14.620,35 €
TCO/Gesamtkosten
26.093,96 €
25.055,07 €
31.136,31 €
45.327,38 €
45.354,34 €
48.419,59 €
88.044,24 €
64.674,83 €
72.817,59 €
38.055,10 €
Gesamtkosten/km
0,29 €
0,28 €
0,35 €
0,50 €
0,50 €
0,54 €
0,98 €
0,72 €
0,81 €
0,42 €
* auf Basis von 3-jähriger Haltedauer und 30.000 Kilometern jährlicher Fahrleistung
44
BMW Active
Hybrid 3
Flottenmanagement 6/2014
MANAGEMENT
Mitarbeiter mit einem Hybrid- oder Elektrofahrzeug in der Regel wesentlich entspannter als
mit einem handgeschalteten Diesel. Denn leider
hält sich noch immer das hartnäckige Gerücht,
Handschaltung sei „sportlicher“ als der Automat – auch wenn es die klassische Handschaltung beispielsweise in der unbestritten sportlichen Formel 1 überhaupt nicht gibt.
Allerdings stellt sich für viele Fuhrparkleiter wie
oben bereits beschrieben die grundsätzliche
Frage erst gar nicht: Denn die Fahrzeugflotte
stellt nach den Löhnen meist den zweitgrößten
Einzelposten bei den Unternehmensausgaben
für Mitarbeiter dar, und an dieser Stellschraube
Peugeot 508 SW
Hdi FAP 160
Peugeot 508 RXH
Hybrid 4
Vorderradantrieb
permanenter
Allradantrieb
muss der Fuhrparkmanager fleißig drehen, um
zu optimieren. Einige Prozent Mehrkosten pro
Fahrzeug sind da einfach oft nicht drin.
Durchweg bei allen verglichenen Herstellern ist
übrigens der Diesel absolut das preisgünstigste Fahrzeug, wenn auch teilweise nur knapp:
So ist beim Toyota Auris der Hybrid lediglich
einen Cent pro Kilometer teurer als der Diesel.
Immerhin kostengünstiger als der vergleichbare Benziner ist die elektrifizierte Version bei
Mercedes-Benz – bei allen anderen Vergleichsfahrzeugen liegt unter Kostengesichtspunkten
sogar der Benziner vorn. Das liegt oft an den signifikant höheren Anschaffungskosten, welche
Toyota Auris 1.6
Toyota Auris 2.0
D-4D
Toyota Auris 1.8
VVT-i Hybrid
Volvo V60 T4
Vorderradantrieb
Vorderradantrieb
Vorderradantrieb
Vorderradantrieb
Volvo V60 D4
AWD
permanenter
Allradantrieb
die Hersteller für ihre Elektro- und Hybridvarianten aufrufen: Batterietechnik ist leider noch
immer teuer. Es bleibt zu hoffen, dass sich die
Anschaffungspreise mit höheren Stückzahlen
und weiterer Forschung in diesem Bereich weiter angleichen, was dann wiederum zu einer höheren Wirtschaftlichkeit der alternativen Fahrzeuge führen würde.
Aber auch jetzt gibt es bereits einige Gründe für
den Einsatz von elektrifizierten Fahrzeugen: sei
es in der Stadt, um lokale Emissionen zu vermeiden, für das bessere Fahrgefühl oder einfach, um
erste Praxiserfahrungen mit diesen neuen Technologien zu sammeln.
Volvo V60 D6
Plug-in-Hybrid
AWD
Allradantrieb
VW Golf 1.4 TSI
BlueMotion
VW Golf 1.6 TDI
BlueMotion
VW e-Golf
Vorderradantrieb
Vorderradantrieb
Vorderradantrieb
Automatik
Automatik
manuell
manuell
Automatik
Automatik
Automatik
Automatik
manuell
manuell
Automatik
Diesel
Diesel/Elektrik
Benzin
Diesel
Benzin/Elektrik
Benzin
Diesel
Diesel/Elektrik
Benzin
Diesel
Elektrik
163 PS
163 PS
132 PS
124 PS
99 PS
180 PS
181 PS
215 PS
125 PS
110 PS
0 PS
9.5 s
8.8 s
10.0 s
10.0 s
10.9 s
9.2 s
8.8 s
0,0 s
9.1 s
10.5 s
10.4 s
0 PS
36,7 PS
0 PS
0 PS
82 PS
0 PS
0 PS
68 PS
0 PS
0 PS
115 PS
VK 23
VK 23
VK 23
VK 23
VK 23
VK 20
VK 20
VK 20
VK 20
VK 18
VK 21
5,7 l
4,0 l
5,7 l
4,3 l
3,7 l
7,2 l
6,4 l
1,8 l
5,2 l
3,8 l
0,0 l
0,0 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
13,3 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
12,7 kWh
149 g
104 g
134 g
112 g
85 g
167 g
169 g
48 g
120 g
99 g
0g
Euro 5
Euro 5
Euro 5
Euro 5
Euro 5
Euro 5
Euro 5
Euro 5
Euro 6
Euro 6
–
30.252,10 €
36.260,50 €
17.302,52 €
20.075,63 €
19.865,55 €
32.941,18 €
37.184,87 €
47.226,89 €
19.306,72 €
20.483,19 €
29.327,73 €
39,44 %
39,98 %
37,64 %
42,28 %
34,05 %
37,24 %
44,29 %
41,19 %
40,04 %
44,51 %
41,55 %
11.931,43 €
14.496,95 €
6.512,67 €
8.487,98 €
6.764,22 €
12.267,30 €
16.469,18 €
19.452,76 €
7.730,41 €
9.117,07 €
12.185,67 €
18.320,67 €
21.763,55 €
10.789,85 €
11.587,65 €
13.101,33 €
20.673,88 €
20.715,69 €
27.774,13 €
11.576,31 €
11.366,12 €
17.142,06 €
4.417,10 €
5.314,68 €
2.494,05 €
2.990,33 €
2.789,58 €
4.734,61 €
5.616,29 €
6.981,25 €
2.830,98 €
3.098,39 €
4.346,28 €
26,30 €
26,30 €
26,30 €
26,30 €
26,30 €
26,30 €
26,30 €
26,30 €
26,30 €
26,30 €
26,30 €
22.737,77 €
27.078,23 €
13.283,90 €
14.577,99 €
15.890,91 €
25.408,50 €
26.331,98 €
34.755,39 €
14.407,29 €
14.464,51 €
21.488,33 €
3.361,32 €
3.361,32 €
2.434,95 €
2.651,67 €
3.118,83 €
2.434,95 €
2.434,95 €
2.434,95 €
1.856,16 €
1.856,16 €
2.651,67 €
5,7 l
4,0 l
5,7 l
4,3 l
3,7 l
7,2 l
6,4 l
1,8 l
5,2 l
3,8 l
0,0 l
0,0 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
13,3 kWh
0,0 kWh
0,0 kWh
12,7 kWh
6.002,10 €
4.212,00 €
6.669,00 €
4.527,90 €
4.329,00 €
8.424,00 €
6.739,20 €
4.768,20 €
6.084,00 €
4.001,40 €
2.743,20 €
423,02 €
657,69 €
706,70 €
904,68 €
713,39 €
503,39 €
670,36 €
0,00 €
385,58 €
403,53 €
35,90 €
316,80 €
409,20 €
348,30 €
299,70 €
453,60 €
297,50 €
348,50 €
0,00 €
391,30 €
364,00 €
400,40 €
739,82 €
1.066,89 €
1.055,00 €
1.204,38 €
1.166,99 €
800,89 €
1.018,86 €
0,00 €
776,88 €
767,53 €
436,30 €
563,93 €
603,05 €
501,48 €
798,49 €
515,75 €
510,37 €
730,09 €
578,05 €
556,63 €
666,83 €
540,68 €
673,20 €
673,20 €
364,50 €
631,80 €
380,70 €
314,50 €
484,50 €
382,50 €
700,70 €
655,20 €
473,20 €
1.237,13 €
1.276,25 €
865,98 €
1.430,29 €
896,45 €
824,87 €
1.214,59 €
960,55 €
1.257,33 €
1.322,03 €
1.013,88 €
215/55 R17 V
245/45 R18 V
205/55 R16 H
205/55 R16 H
195/65 R15 T
215/50 R17 V
215/50 R17 V
235/45 R17 V
205/55 R16 V
205/55 R16 H
205/55 R16 T
215/55 R17 V
245/45 R18 V
205/55 R16 H
205/55 R16 H
195/65 R15 T
215/50 R17 V
215/50 R17 V
235/45 R17 V
205/55 R16 V
205/55 R16 H
205/55 R16 T
976,00 €
1.352,00 €
568,00 €
568,00 €
456,00 €
1.024,00 €
1.024,00 €
848,00 €
568,00 €
568,00 €
568,00 €
894,00 €
174,00 €
330,00 €
672,00 €
108,00 €
528,00 €
1.128,00 €
144,00 €
234,00 €
480,00 €
0,00 €
12.316,37 €
11.268,46 €
11.592,93 €
10.382,24 €
9.967,27 €
13.508,71 €
12.431,60 €
9.011,70 €
10.542,37 €
8.515,12 €
7.413,05 €
35.054,14 €
38.346,69 €
24.876,83 €
24.960,23 €
25.858,18 €
38.917,21 €
38.763,58 €
43.767,09 €
24.949,66 €
22.979,64 €
28.901,38 €
0,39 €
0,43 €
0,28 €
0,28 €
0,29 €
0,43 €
0,43 €
0,49 €
0,28 €
0,26 €
0,32 €
Quelle:
Flottenmanagement 6/2014
45
MANAGEMENT
10 % Marktanteil bis 2020
Euromobil stellt sich neu auf. Daher sprach Flottenmanagement mit
Dr. Frank Woesthoff (Geschäftsführer Euromobil) über die Zukunftspläne der Autovermietung
Dr. Frank Woesthoff (li.) und
Sebastian Heuft (re.) im Gespräch
Flottenmanagement: Bis 2012 war Euromobil
eine Autovermietung des Händlerverbandes von
VW und Audi. Welche Intention stand hinter der
Übernahme durch die Volkswagen Leasing GmbH?
Dr. Frank Woesthoff: Die Euromobil Autovermietung ist 1992 gegründet worden. Man erkannte
schon damals, dass es sehr effektiv ist, die VWKonzernkunden mit einem eigenen Produkt mobil
zu halten, wenn das eigentliche Fahrzeug gerade
in Reparatur ist. Das wichtige Feld der Werkstattersatzwagen wollte man nicht anderen Marken
überlassen. Bis 2012 war dieses Modell mit fast
22.000 Fahrzeugen bis an seine Grenzen gewachsen. Was jetzt fehlte, war ein händlerübergreifendes System für die Buchung und Vermietung
von Euromobilfahrzeugen. Von Händlerseite aus
gab es schon länger den Wunsch, gemeinsam mit
einem starken Partner übergreifende Strukturen
aufzubauen. Diese Verbindung schaffen wir derzeit, um unseren Kunden eine Strukturdeckung
bundesweit und besonders auch an den Knotenpunkten wie Flughäfen und Bahnhöfen anbieten
zu können.
Demgegenüber steht in der langfristigen Planung
von Volkswagen Financial Services das Ziel, eine
nahtlose Mobilität insbesondere den gewerblichen Kunden zur Verfügung stellen zu können.
Jetzt haben wir das Know-how aus beiden Welten
zusammengebracht: Euromobil bietet weiterhin
die Autovermietung im Autohaus, doch sind jetzt
das Angebot der Langzeitmiete und die Expertise
von Volkswagen Leasing hinzugekommen, sodass
wir unser Angebot deutlich ausbauen können. Mit
46
Flottenmanagement 6/2014
einem weiteren Franchisemodell, dem Profi-Partnerkonzept, wollen wir leistungsfähige Standorte des Handels zu Autovermietern mit vollem
Angebotsspektrum bis hin zur Einwegmiete entwickeln. Hierzu unterstützen wir unsere ProfiPartner durch Marketing und Consulting, durch
Lehrgänge für die Mitarbeiter und natürlich auch
bei der Fahrzeugbeschaffung. Zudem unterhalten
wir jetzt neben den Franchiseunternehmen in Autohäusern auch eigene Vermietstationen an bisherigen „weißen Flecken“ auf unserer Landkarte.
Flottenmanagement: Welche Ziele haben Sie sich
bei diesem Netzausbau seit 2013 gesetzt? Inwieweit möchten Sie sich von den „klassischen“ Autovermietern abheben?
Dr. Frank Woesthoff: Mit 2.400 Standorten in den
Autohäusern sowie einer Fahrzeugflotte von insgesamt 28.000 Fahrzeugen ist Euromobil schon
jetzt sehr gut aufgestellt. Mittlerweile betreiben wir rund 50 eigene Stationen in GroßstadtAutohäusern und an den Flughäfen Hannover
und Braunschweig. Wir werden in Zukunft alles
anbieten, was die großen Autovermietungen in
Deutschland auch leisten. Dennoch gibt es mehrere Alleinstellungsmerkmale unseres Vermietkonzepts. Zunächst ist da die Flächendeckung.
Unsere Euromobilstationen sind bundesweit
nur wenige Kilometer voneinander entfernt, das
heißt, der Kunde muss nicht noch eine Anreise
zur Vermietstation planen. Ein Vorteil, der gerade in ländlichen Regionen wichtig ist. Auf dem
Land ist es somit möglich, den Individualverkehr
sehr viel umweltfreundlicher und flexibler zu gestalten.
Außerdem sind wir eine markenbezogene Autovermietung, bei uns stehen die Fahrzeuge des
Volkswagenkonzerns im Mittelpunkt. Das heißt,
der Kunde muss bei uns nicht aus einer markenanonymen Fahrzeugklasse ein Fahrzeug wählen
mit der Unwägbarkeit, welches Fabrikat er tatsächlich bekommt, sondern er bekommt wirklich
das Modell, das er bestellt. Gerade in der Autovermietung ist es elementar, den Kunden mit
einem Ersatz- oder Mietwagen nicht zu enttäuschen. Dies ist zunächst wichtig, um eine Kundenbindung aufzubauen und das Markenimage
zu pflegen. Denn ein Auto zu mieten, ist immer
auch eine ausführliche Testfahrt mit einem Fahrzeug, das man vielleicht immer schon mal fahren
wollte. Hier ist es in Zukunft auch denkbar, verstärkt Erdgas-, Elektro- oder Hybridfahrzeuge im
Mietwagenbereich einzusetzen. Für Flottenkunden ist es dann besonders einfach, etwas Neues
auszuprobieren und beispielsweise alternative
Antriebe und technische Innovationen unserer
Konzernmarken zu testen.
Flottenmanagement: Euromobil ist ein Tochterunternehmen der Volkswagen Leasing GmbH.
Welche Vorteile erwachsen aus dieser Verbindung
für den Flottenkunden? Wie wichtig ist beispielsweise ein umfassendes Schadenmanagement im
Bereich der Fahrzeugvermietung?
Dr. Frank Woesthoff: Letztlich profitiert unser
Vermietkonzept von der umfangreichen Expertise
und der überragenden Marktstärke der Volkswagen Leasing. Die Tochtergesellschaft der Volkswagen Financial Services hat mit einem Vertragsbestand von über einer Million Verträgen eine
Mit Erhalt
der Herstellergarantie*
sehr gute Bindung zu aktuellen Trends im Leasingfuhrpark. Aufgrund
dieser Nähe zum Flottenkunden wissen wir, wie wichtig es diesen ist, alles aus einer Hand zu bekommen. Hier kann ein Kundenberater auf alle
Bedürfnisse vom Ersatzwagen bis hin zur Langzeitmiete in allen Pkwund Nutzfahrzeugsegmenten eingehen. Wie bei der Leasingrückgabe
ist auch bei der Autovermietung die Rückgabe eine Stunde der Wahrheit. Daher ist dieses Thema ein entscheidender Baustein in unseren
Planungen. Wir arbeiten zurzeit daran, die Abläufe möglichst synchron
und einheitlich darzustellen. Das Ziel sind transparente und effiziente
Prozesse. Vorstellbar sind auch vollständig automatisierte Rückgabeprozesse durch entsprechende technische Mittel.
Darüber hinaus profitiert der Gewerbekunde auch im Bereich Schadenund Unfallmanagement von der Verbindung Euromobil und Volkswagen
Leasing. Denn das Notfall- und Schadenmanagement der Volkswagen
Leasing GmbH begleitet den Flottenverantwortlichen und den Fahrer
aktiv rund um die Uhr beim gesamten Prozess im Schadenfall. Das beginnt bei der Standortbestimmung und endet mit der Schadenabwicklung mit dem zuständigen Versicherer.
*Nach EU-Kfz-GVO
461/2010
Senken Sie Ihre Kosten,
nicht Ihre Ansprüche.
Bosch Car Service
für Ihre Fahrzeugflotte
Des Weiteren spielt auch die Vernetzung von Warenmobilität und nicht
nur von Mitarbeitermobilität eine zunehmend wichtige Rolle. Zusammen mit den Konzernmarken des Nutzfahrzeugbereichs wollen wir den
wachsenden Logistikmarkt künftig intensiver bespielen.
Flottenmanagement: Mit welchen Ideen und Projekten möchten Sie in
Zukunft weiter durchstarten? Welche Rolle spielt das Flottengeschäft
dabei? Wird es das Euromobilmietangebot auch verstärkt im Ausland
geben?
Dr. Frank Woesthoff: Wichtig ist uns, die Leistungsfähigkeit der Vermietstationen und die Kundennähe über Produkte sowie Reservierungsund Abrechnungssysteme stetig zu verbessern. Hier möchten wir in den
nächsten Monaten zum Benchmark aufschließen und nach Möglichkeit
noch darüber hinausgehen.
Weiterhin werden wir die Flottenprodukte vom klassischen Werkstattersatzrahmenvertrag bis hin zum Rahmenvertrag für Kurz- und Langzeitmiete ausbauen, um unseren Kunden ein vollständiges und flexibles
Mobilitäts- und Dienstleistungsportfolio anbieten zu können. Zudem
wollen wir natürlich auch weiter wachsen und bis 2020 zehn Prozent
des allgemeinen Vermietmarktes bedienen. Dieses Ziel ist durchaus realistisch, da die nötige Infrastruktur ja bereits vorhanden ist. Bei entsprechender Performance im Heimatmarkt wird sich eine internationale
Vernetzung, die ja im Vermietgeschäft naheliegt, von selbst ergeben.
Allerdings wird der Fokus zunächst auf Deutschland gelegt, weil dort
durch die hohen Anteile am gewerblichen Mobilitätsgeschäft die größten Marktchancen liegen.
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Frank Kückelhahn (Leiter Vertrieb Euromobil, li.) und Dr. Frank Woesthoff (Geschäftsführer Euromobil, re.) vor der neu eröffneten Euromobilfiliale in München
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MANAGEMENT
Claus Keller (Leiter Geschäftskunden-Service, re.) und Ole Kylau (Lexus
Gewerbekunden-Entwicklung, li.) neben dem Toyota Aygo
Gemeinsam stark
Interview mit Claus Keller (Leiter Geschäftskunden-Service) und Ole Kylau
(Lexus Gewerbekunden-Entwicklung) bei der Toyota Deutschland GmbH in Köln
Flottenmanagement: Herr Keller, seit fast vier
Jahren sind Sie Leiter Geschäftskunden-Service
bei der Toyota Deutschland GmbH. Wie hat sich
dieser Bereich in den letzten Jahren entwickelt?
Auf welche Erfolge können Sie zurückblicken?
Claus Keller: Der schönste Erfolg ist immer der,
wenn der Kunde sagt: Das war eine richtig gute
Wahl, die ich mit Toyota und Lexus getroffen
habe. Es hat alles gut funktioniert, die Autos
sind toll und die Mitarbeiter sind zufrieden. Davon will man dann natürlich entsprechend mehr
haben.
Im Jahr 2010 haben wir im relevanten Flottenmarkt knapp 9.000 Pkw an Kunden geliefert,
plus 1.400 leichte Nutzfahrzeuge. Dieses Jahr
werden es rund 11.000 Pkw und 2.000 Nutzfahrzeuge werden. Wir gehen einen stetigen Weg
und haben uns regelmäßig gesteigert.
Flottenmanagement: Welche Bedeutung hat
der deutsche Markt für Toyota? Und inwiefern
spiegelt sich das im Flottengeschäft wider?
Claus Keller: Wir sind heute bei den gewerblichen Pkw ohne die Autovermieter die Nummer
zwei unter den, ich darf das jetzt sagen, „echten Importeuren“. Das war 2010 noch nicht der
48
Flottenmanagement 6/2014
Fall. Damals hatten die Verkäufe an gewerbliche
Endkunden 13 bis 14 Prozent Anteil an den Gesamtverkäufen von Toyota. Jetzt sind wir bei 17
bis 18 Prozent angekommen und es sollen in naher Zukunft 20 Prozent und mehr werden. Man
sieht, dass die Bedeutung dieses Standbeins
wächst.
Flottenmanagement: Bei welchen Modellen ist
die Großkundennachfrage am stärksten und wie
äußert sich dies bei der Verteilung im Bereich
der User Chooser beziehungsweise der Serviceflotten?
Claus Keller: Natürlich sind wir vor allem in den
sogenannten Funktionsfuhrparks stark. Toyotas werden gerne nachgefragt, wenn man ein
Fahrzeug sucht, das einfach und kostengünstig
ist und dauerhaft problemlos funktioniert. Das
gilt insbesondere auch für die Einsätze, in denen es mal rauer zugeht und in denen Wettbewerber schon mal an ihre Grenzen kommen. Ich
denke da an Hilux, Land Cruiser, aber auch den
RAV4, die sich gerne auch mal im Schwereinsatz
abseits geteerter Straßen tummeln.
Unsere Verkaufszahlen verteilen sich sehr breit
und gleichmäßig von Aygo über Yaris und Auris
bis hin zu den eben genannten Fahrzeugen.
Seit gut einem Jahr haben wir zudem mit dem
Auris Touring Sports einen Kombi im C-Segment
und kommen damit mehr und mehr in einem der
wichtigsten gewerblichen Segmente an.
Flottenmanagement: In welchem Segment sehen Sie bei sich für den Flottenbereich noch das
größte Potenzial? Auf dem Autosalon in Paris
haben Sie im Oktober eine Studie eines Crossovers präsentiert ...
Claus Keller: Mit unserem C-HR Concept sprechen wir natürlich das Marktsegment an, in dem
Musik ist. Sicher mehr im Privatbereich als im
gewerblichen Umfeld, in dem das Kaufverhalten
doch noch etwas konservativer ist. KompaktSUVs haben ihre Bedeutung mehr in den kleineren Fuhrparks, in denen man frei von strikten
Firmenrichtlinien entscheiden kann und in denen auch die private Nutzung eine Rolle spielt.
Das ist heute schon beim RAV4 der Fall.
Flottenmanagement: „Nichts ist unmöglich“ ist
laut einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact aus dem Jahr
2013 der beliebteste Werbeslogan in Deutschland. Inwiefern gilt dieser Spruch auch für den
Bereich alternative Antriebe?
MANAGEMENT
RAV4
Auris Touring Sports
Yaris
Lexus NX
Lexus GS
Lexus IS
Claus Keller (schmunzelt): Bisher war es ja manchen Herstellern unmöglich, den Hybrid-Antrieb
betreffend, uns etwas Vergleichbares entgegenzusetzen. Das haben wir auch sehr genossen. In
der Breite des Modellangebots, vielleicht auch
in der Reife des Antriebssystems, sind wir auch
heute noch Alleinstehend. Aber auch andere Anbieter haben nun vermehrt Benzin-Hybride im
Programm. Unser nächstes „Nichts ist unmöglich“ wird nächstes Jahr das BrennstoffzellenFahrzeug sein, das wir als Serienfahrzeug einführen werden.
Flottenmanagement: Mit seiner Hybrid-Flotte
ist Toyota einer der Vorreiter in diesem Bereich.
Wie werden die Hybrid-Fahrzeuge im Flottengeschäft angenommen und ab wann lohnt sich ein
Umstieg vom reinen Verbrennungsmotor?
Claus Keller: Der Yaris beispielsweise hat im relevanten Flottenmarkt respektable fünf Prozent
Segmentmarktanteil. Mehr als ein Drittel davon
werden bereits mit Hybrid-Antrieb ausgeliefert.
Im Vergleich zum Diesel schlägt die Stunde des
Hybrids dann, wenn Sie viel im Stadtbereich, auf
Umgehungsstraßen und Zubringerautobahnen
unterwegs sind. Nicht nur in den reinen Kraftstoffkosten, auch in Wartung und Verschleiß ist
der Hybrid-Antrieb dann konkurrenzlos günstig.
Sie werden auch nie ein Problem mit dem DieselPartikelfilter haben. Einfach weil er keinen hat
und keinen braucht. Wir verkaufen mittlerweile
700 Hybrid-Taxis in Deutschland pro Jahr und
wachsen weiter. Das ist ein eindeutiger Beleg.
Weiterhin hängt die Akzeptanz des HybridAntriebs auch davon ab, ob man sich darauf
einlassen möchte. Dann fährt man gelassener,
entspannter, leiser, sicherer, sparsamer. Auch,
weil das Automatikgetriebe immer serienmäßig
dabei ist.
Für Außendienstmitarbeiter und Vielfahrer
mit zahlreichen Autobahnkilometern und dem
Verlangen nach möglichst hoher Endgeschwindigkeit ist der Diesel unverändert erste Wahl.
Wir haben natürlich weiter Dieselfahrzeuge im
Programm. Wir verbauen in unseren Fahrzeugen
mittlerweile auch vermehrt Dieselmotoren aus
der Kooperation mit BMW.
Flottenmanagement: Durch die Marke Lexus
möchte Toyota vor allem den Premiumsektor
ansprechen. Mit welcher Strategie verfolgen Sie
dieses Ziel und welche Rolle spielt dabei der neue
Kompakt-SUV Lexus NX?
Ole Kylau: Grundsätzlich bedeutet ein Lexus für
die Fahrer „Genuss ohne Reue“. Zum einen haben
sie mit einem Lexus ein Spitzenprodukt japanischer Ingenieurskunst mit höchstem Komfort
und bester Qualität. Zum anderen haben sie mit
unserem zukunftsweisenden Hybrid einen der
saubersten Antriebe auf dem Markt. Sie sind
also umweltschonend unterwegs und müssen
andererseits weder auf Fahrspaß noch Komfort
verzichten.
Mit dem Lexus NX führen wir diese Strategie
weiter fort. Das Design ist noch eigenständiger
geworden und die CO2 -Werte sind hervorragend.
Nachdem wir mit dem Lexus RX das Segment der
Premium-SUVs begründet haben, erweitern wir
unser Modellprogramm nun mit dem kompakten
NX.
Flottenmanagement: Welche Ziele verfolgen Sie
mit Lexus in der Flotte? Warum sollte man sich
für einen Lexus entscheiden?
Ole Kylau: Aus Sicht eines Fuhrparkleiters ist
es eine sehr komfortable Situation, mit einem
Hersteller zusammenzuarbeiten, der sowohl den
Funktionsfuhrpark abdecken kann als auch die
Fahrzeuge für das Management anbietet.
Mit dem Lexus Hybrid Drive sind wir anders und
werden nie die breite Masse der Fuhrparks erreichen. Wir möchten als sehr feine Alternative
wahrgenommen werden. Natürlich haben viele
andere Hersteller auch exzellent geschnittene
Businessanzüge. Sie werden aber viel häufiger
getragen und damit auch wieder etwas zur Uniform. Das möchte nicht jeder.
Claus Keller:
„Noch bis Ende
des Jahres laufen
die ‚BusinessPlus
Wochen‘ bei Toyota. Wir wollen den
Menschen zeigen,
dass wir mehr im
Angebot haben,
als sie sich
vorstellen“
Claus Keller: In der deutschen Presse wird
manchmal betont, dass Lexus nur geringe Stückzahlen verkaufe und gegen die deutschen Hersteller keine Chance habe. Wir hatten nie und
haben nicht das Ziel, diese Hersteller in ihrem
Kerngeschäft anzugreifen und möglichst große
Stückzahlen zu machen. Das heißt aber auch
nicht, dass wir uns nicht mit diesen Herstellern
messen lassen wollen. Ganz im Gegenteil, es gibt
für einen japanischen Ingenieur nichts Größe-
Flottenmanagement 6/2014
49
MANAGEMENT
res, als sich an deutscher
Ingenieurskunst zu messen. Die neuen Lexusmodelle bestehen jeden Vergleich. Sie sind aber eben
auch anders, insbesondere
was den Antrieb angeht.
Flottenmanagement: Welche Finanzierungs- und
Ausstattungspakete bieten
Sie derzeit für die flottenrelevanten Toyota- und
Lexusmodelle an? Gibt es
spezielle Leasingangebote
und Businesspakete?
Claus Keller: Noch bis Ende
des Jahres laufen die BusinessPlus Wochen bei Toyota, mit dem Angebot von
drei Jahren Wartung und Verschleiß gratis im
Toyota Service Leasing. Wir haben das im Fernsehen, im Radio, in Wirtschaftsmagazinen, auf
Plakatwänden und natürlich online sehr stark
beworben. Wir wollen den Menschen zeigen, dass
wir mehr im Angebot haben, als sie sich vorstellen.
Was Lexus betrifft, herrscht bei einigen Menschen noch die Meinung vor, dass große Motoren
und eine teure Ausstattung das Fahrzeug im Unterhalt und bei der Finanzierungsrate teuer machen. Da kann ich nur jeden einladen, sich eine
Rate für einen Lexus einmal kalkulieren zu lassen,
denn es kommen attraktive Werte dabei heraus.
Ole Kylau: Mit unserer Bank, der Toyota Financial
Services, haben wir sehr gute Leasingprogramme
für unsere Kunden entwickelt. Seit kurzer Zeit
haben wir ein Lexus Service Leasing neu im Programm, bei dem der Fuhrparkleiter aus verschiedenen Modulen auswählen kann. Dazu zählen
beispielsweise ein Wartungs- und Verschleißpaket, Winterräder-Service und weitere Komponenten.
durch den Hybrid-Antrieb ein Automatikgetriebe Standard. Wir bieten in vier Modellreihen
Businesseditionen an. Diese sind mit Navigationssystem, Geschwindigkeitsregler, Rückfahrkamera, Sitzheizung und weiteren relevanten
Features (im NX beispielsweise eine induktive
kabellose Smartphone-Ladestation) passend
ausgestattet. Wir versuchen damit, die unverbindliche Preisempfehlung (UPE) zu optimieren
und uns der jeweiligen Fuhrpark-Policy eines Unternehmens anzupassen. Und zwar erfolgreich –
beispielsweise haben wir beim IS rund ein Drittel
der Fahrzeuge als Businessedition verkauft und
hatten damit auch in größeren Fuhrparks Erfolge.
Flottenmanagement: Neben den Modellen spielt
auch der Service eine entscheidende Rolle für
Flottenkunden. Welche Dienstleistungen bieten
Sie hier für den Fuhrparkleiter, wie sind Sie in Ihren Niederlassungen und an den Vertriebsstandorten für Flotten aufgestellt? Wo liegen hier die
Vorzüge von Toyota beziehungsweise Lexus?
Ole Kylau: Als Lexus-Kunde genießen Sie einen
ganz besonderen Service. Das individuelle KunVom Grundsatz her sind die Lexusmodelle bereits denerlebnis ist uns wichtig. Selbstverständlich
sehr gut ausgestattet. Bei uns ist beispielsweise bieten wir einen Hol- und Bringservice für Ihr
Fahrzeug. Unser Anspruch ist
es, dass Sie in unseren LexusToyota Lexus-Flottengeschäft 2013/2014
Foren nach japanischer PhiVerkaufte Einheiten letzte 12 Monate 11.500 Pkw + 1.800 Nfz
losophie empfangen werden.
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr + 13%
Diese Philosophie betrachtet
den Kunden als einen Gast,
Verteilung des Flottengeschäfts in % 32% Kleinwagen, 20% Kompaktklasse, 17% Mittelklasse,
25% Allradfahrzeuge
den man zu sich nach Hause
einlädt.
Topseller im Flottengeschäft
1. Auris 2. Aygo 3. Yaris 4. RAV4 5. Hilux
Flottenrelevante Produktneuheiten in neuer Avensis, neuer Auris, mit neuen Dieselmotoren.
den nächsten 12 Monaten
Lexus NX
50
Anteil Leasing/Kauf in %
50% herstellereigenes Leasing über Toyota Kreditbank
Garantiebedingungen
3 Jahre 100.000 km
Inspektionsintervalle
15.000 bzw. 20.000 km/Jahr (Diesel)
Kooperationspartner/Banken
Toyota Kreditbank GmbH, Jessica Böhler,
02234/102-1204, [email protected]
Ansprechpartner
Key-Account-Geschäft
Sascha Behmer (Behörden), 0172/8350295,
[email protected]; Björn Dettmann,
0163/7639570, [email protected];
Tim Oessling, 0163/7639571, [email protected]
Internetseite für Flottenkunden
www.toyota.de/fahrzeugflotte,
www.toyota.de/BusinessPlus, www.toyota-fuhrpark.de
Flottenmanagement 6/2014
Claus Keller: Toyota ist in
Deutschland flächendeckend
aufgestellt mit knapp 540
Standorten. Davon betreuen
wir 70 Händler mit etwas mehr
als 200 Standorten in einem
Geschäf tskundenprogramm.
Wir haben überdies viele kleinere Händler, auch in der Fläche, die einfach einen guten
Job in der Betreuung machen.
Im gewerblichen Bereich hat
beispielsweise unser Kleins-
Angenehme Atmosphäre: Claus Keller (2. v. re.) und
Ole Kylau (2. v. li.) sprechen mit Bernd Franke (li.) und
Simon Pfost (re., beide Flottenmanagement) über das
Flottengeschäft von Toyota beziehungsweise Lexus
ter, der Aygo, deutlich über fünf Prozent Marktanteil. In diesem Segment finden Sie immer einen, der billiger anbietet. Aber auch hier kommt
es nicht nur auf den Preis beim Kauf an, sondern
vor allem auf die Art, wie man angesprochen und
betreut wird.
Flottenmanagement: Welche Ziele haben Sie
sich mittel- und langfristig gesetzt; was wollen
Sie mit und für Toyota beziehungsweise Lexus
noch erreichen?
Ole Kylau:
„Mit dem Lexus
Hybrid Drive
sind wir anders
und werden nie
die breite Masse
der Fuhrparks
erreichen. Wir
möchten als sehr
feine Alternative
wahrgenommen
werden“
Claus Keller: Uns ist bewusst, dass wir von unserer Historie her eine sehr stark privatmarktlastige Firma sind. Der Markt hat sich verändert.
Wenn sich 20 Prozent des Marktes heute im gewerblichen Endkundengeschäft abspielen, dann
kann sich jeder Händler fragen: Möchte ich 20
Prozent meines Marktes vor Ort außen vorlassen
oder möchte ich dort aktiv sein?
Wir wollen jedem Händler helfen, im gewerblichen Bereich Erfolg zu haben. Die BusinessPlus
Wochen bei Toyota belegen dies. Es gibt wenige Anbieter, die ein Geschäftskundenangebot
jemals mit einer solchen Medialeistung unterstützt haben. Sie sehen, wir meinen es ernst.
Effizienz steigern
Kosten senken
Mitarbeiter motivieren
70%
EINSPARPOTENZIAL
Unsere Kunden steigern das
Einsparpotenzial der Total Cost
of Mobility um bis zu 70 %.
Was zählt, sind die Zahlen – und das gilt heute mehr denn je auch
für den Firmenfuhrpark und das gesamte Mobilitätsmanagement. Deshalb
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Effizienz. Zum Beispiel das Corporate CarSharing Modell AlphaCity, das bis
zu 70 % der Kosten einspart – und die Mitarbeitermotivation deutlich steigert.
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MANAGEMENT
Steffen Dittmar (li.) und Simon Pfost (Flottenmanagement) vor den neuen Modellen i20 und H350
Das Bilster Berg Drive Resort aus der Vogelperspektive
Ende Oktober lud Hyundai Fuhrparkleiter und Flottenmanager erstmals
zu einem „Fleet Day“ nach Bad Driburg (25 Kilometer östlich von Paderborn) ein. Dabei standen die komplette Modellpalette zum Testen sowie die Hyundai-Flottenverantwortlichen um Steffen Dittmar für Fragen
und Gespräche bereit. Flottenmanagement war vor Ort und machte sich
ein Bild von der Veranstaltung.
Treffpunkt Bilster Berg
Für das Event hatte sich Hyundai mit dem Bilster
Berg Drive Resort ein ganz besonderes Ambiente
herausgesucht. Dahinter verbirgt sich unter anderem eine im April 2013 eröffnete Test- und Präsentationsstrecke am Ortsrand vom ostwestfälischen Bad Driburg, entworfen vom Star-Architekten Hermann Tilke. Zudem bietet das Resort mit
einem Offroad-Kurs ein weiteres Highlight.
Im an die Strecke grenzenden Clubhaus wurden
die knapp 30 Teilnehmer mit einem Mittagsbuffet
empfangen. Im Anschluss daran stellten Steffen
Dittmar (Leiter Vertrieb Großkunden und Gebrauchtwagen) und Oliver Gutt (Leiter Produktmanagement) den weiteren Ablauf und die einzelnen Modelle kurz vor.
Am Nachmittag standen dann ausgiebige Testfahrten auf dem Programm. Für das in zwei Gruppen aufgeteilte Teilnehmerfeld ging es zum einen
in einen „Offroad-Parcours“ nahe der Strecke,
zum anderen begab man sich „onroad“. Aufgrund
Die Fleet-Day-Teilnehmer in
intensiven Gesprächen vor
den Fahrzeugtests
der schwierigen Witterungsbedingungen (starker Wind
und Dauerregen) entschied
man sich jedoch gegen Testrunden auf dem anspruchsvollen Kurs am Bilster Berg.
Stattdessen dienten die
Landstraßen in der Umgebung zum Ausfahren der
Gefährte. Für den „OffroadParcours“ standen die SUVFahrzeuge Santa Fe und ix35
bereit. Neben Schlammpfützen, Geröll, Sand und Matsch
mussten auch steile Hänge
und schweres Geäst überwunden werden.
Beim Testen im Gelände wurde den
Fahrzeugen einiges abverlangt
„Durch dieses interaktive
Erlebnis soll bereits hier eine Bindung zwischen
dem Auto und dem Fahrer entstehen“, erklärt
Steffen Dittmar. „Für uns ist es wichtig, den
Fuhrparkleitern bei solchen
Events unsere komplette Modellpalette zu präsentieren.
Dafür bietet das Bilster Berg
Drive Resort hervorragende Möglichkeiten“, so der
43-Jährige weiter. 2015 sei
ein wichtiges Jahr für Hyundai, im Flottenbereich wolle
man weiter wachsen.
Als besonderes Highlight waren auch der neue Hyundai
i20 und der Transporter H350
vor Ort. Letztgenannter hatte auf der IAA Nutzfahrzeuge
seine Premiere und wird Mit-
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Flottenmanagement 6/2014
te 2015 bei den Händlern stehen. Dittmar sieht
ihn vor allem in den Fuhrparks der Größenordnung 1 bis 50. Das Modell wird in den Varianten
Kastenwagen, Fahrgestell und Kleinbus erscheinen. „Der H350 ist sehr nutzerorientiert, seine
Ausmaße passen einfach (Anm. der Red.: Maße
des Laderaums: 3.780 mm lang, 1.795 mm breit
und 1.955 mm hoch, passend für beispielsweise
fünf Europaletten). Hinzu kommt seine sehr ansprechende Optik“, erläutert Dittmar.
Abgerundet wurde der Tag mit einem Barbecue
in gemütlicher Runde. Dabei konnten sich Teilnehmer und Verantwortliche unter anderem
über die Fahrzeuge und Erkenntnisse aus den
Testfahrten austauschen. Nach dem offiziellen Ende sorgten die Kaltgetränke, die im nahe
gelegenen Hotel Gräflicher Park & Spa auf die
Teilnehmer warteten, für einen gelungenen Ausklang.
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MANAGEMENT
1
Knut Krösche, Volker Varol, Bernd
Franke, Sven Wißmann, Florian F.
Stumm (v. li. n. re)
2
3
AUTOonline und CarMobility hatten ins Früh Kölsch zum allerersten FleetDating eingeladen. Halt, Moment mal – zum ersten Fleet Dating? Da war
doch was? Ja, das Event hatte es bereits als „Speed Dating“ gegeben und
auch damals schon gehörte Volker Varol zu den Ideengebern. Im November
kam es dann zu einer Neuauflage im Kölner Eden Hotel Früh am Dom. Flottenmanagement war als Medienpartner exklusiv vor Ort.
Fast 450 Dates á sechs Minuten, davon kamen allein 15 auf jeden der 30 eingeladenen Fuhrparkleiter, da kann man als Teilnehmer schon mal ganz
schön ins Schwitzen kommen. Vor allem für die 15
Vertriebsmanager der Dienstleister sei die Veranstaltung eine besondere Herausforderung, erklärte Volker Varol. Diese hatten innerhalb kürzester
Zeit jeweils 30 Verkaufsgespräche zu bewältigen.
Die Fuhrparkentscheider hingegen wurden in zwei
Gruppen von je 15 Personen eingeteilt. Die erste
Gruppe durfte sich zunächst Vorträge zu unterschiedlichen Flottenthemen anhören, während
die zweite Gruppe die Dienstleister mit ihren Fragen löcherte. Wenn nach sechs Minuten die Glocke
ertönte, mussten die Fuhrparkentscheider an den
nächsten Tisch und zum nächsten Date wechseln.
Nach etwa zwei Stunden tauschten die Gruppen
dann den Veranstaltungsraum.
zu dem hektischen Treiben bei den Gesprächsrunden. Die Veranstalter hatten sich hier um ein breites Themenspektrum bemüht, sodass für jeden
etwas dabei war. Den Anfang machte Olaf Petermann, Key-Account-Manager bei Driver Fleet Solution. Der Reifenexperte ging auf die Neuerungen durch das Reifendruckkontrollsystem (RDKS)
und den Unterschied zwischen hochwertigen und
Low-Budget-Reifen ein. Die verpflichtende Einführung von RDKS sei zwar für Reifendienstleister
und Flottenmanager gleichermaßen eine Herausforderung, dennoch erhöhe es die Sicherheit
auf den Straßen deutlich. „Einen schleichenden
Plattfuß während der Fahrt merkt selbst der geübte Autofahrer erst bei einem Druckverlust unter
einem Bar – schlimmer wäre es noch, wenn ein
Run-Flat-Reifen widerrechtlich ohne RDKS gefahren würde“, erklärte Olaf Petermann.
den rasanten technologischen Fortschritt in der
Automobilbranche ein und berichtete: „Der Markt
verändert sich gerade. Das moderne Fahrzeug ist
ein Computer auf Rädern. Dies hat auch Auswirkungen auf die Wiedervermarktung und das Schadenmanagement.“
Auch wenn die meisten Fuhrparkentscheider wohl
wegen der Flotten-Datings gekommen waren, boten die Vorträge eine willkommene Abwechslung
Im Anschluss erläuterte Knut Krösche, Geschäftsführer von CarMobility, das Dienstleistungsportfolio seines Unternehmens. Auch wenn man als
ein Unternehmen der Volkswagen Financial Services AG etwas
vorgeprägt sei, eine Fixierung
auf die Konzernmarken gäbe es
dennoch nicht. „Wir sind komplett aufgestellt und können
den Fuhrparkleitern einen umfassenden Service bieten“, so
Krösche. Auch der zweite Veranstalter AUTOonline war mit einem Vortrag vertreten. Florian
F. Stumm, Sales Director Retail,
Fleet & Buyers von Audatex und
AUTOonline, ging auf die Veränderungen in der Branche durch
Der Hauptteil der Veranstaltung war das Dating
an sich. Hier war volle Konzentration von beiden
Seiten gefordert. Die Vertriebsprofis der einzelnen Dienstleister gingen dabei durchaus unterschiedlich vor: Mal fragten sie einzelne Eckdaten
der Fuhrparks ab, mal versuchten sie durch einen
überraschenden Einstieg das Interesse der Fuhrparkbetreiber zu wecken. Dennoch war die Veranstaltung auch für die meisten Dienstleister etwas
gänzlich Neues. Jhonny Gutierrez, Key-AccountManager bei Fleet Partner, erläuterte beispielsweise: „Ich wusste nicht genau, was mich erwartet,
als ich Volker Varol mein Kommen zusagte. Doch
jetzt muss ich sagen, dass ich sehr positiv überrascht bin. Schließlich kommt man ohne große
Umwege direkt ins Gespräch mit den Entscheidern.
Allerdings gehen sechs Minuten schnell rum.“
Gerade den letzten Satz hörte man öfters an die-
4
54
Zeit ist Geld
Flottenmanagement 6/2014
Den Abschluss der Vortragsreihe machte Dirk
Zieschang, Gesellschafter von InNuce. Mit einem
Augenzwinkern erläuterte er, dass FleetDating und
InNuce hervorragend zusammenpassen würden,
schließlich bedeute der Firmenname „in Kürze“.
Inhaltlich gab Dirk Zieschang Tipps für Dienstleister und Flottenkunden bei der Wahl der richtigen
Flottensoftware. Hier würde es besonders auf die
Eckpunkte Vollständigkeit, Internationalisierbarkeit, Sicherheit, Nutzbarkeit, Wirtschaftlichkeit,
Anpassbarkeit und Zusammenarbeit ankommen.
MANAGEMENT
5
6
7
1. Robin Häger (Europa Service, li.) und Dennis Schäfer
im Gespräch
4. Florian F. Stumm (AUTOonline) erläutert die zunehmende Technisierung des Pkw
7. Gut organisiert – Sven Wißmann (Mitte) verteilt
Infomappen an die Dienstleister
2. Steffen Dittmar von Hyundai (li.) und Hellmut
Kinszorra in der 6-Minuten-Runde
5. Volker Varol (Mitte) und Jochen Schmitz (2. v. re.)
geben bei der Zeitmessung den Takt vor
8. Knut Krösche (CarMobility) vertieft die Aufgaben von
den Flottendienstleistern
3. Benedikt Köß von Sortimo (li.) und Katrin Jonkmanns unterhalten sich über Fahrzeugeinrichtungen
6. Auch außerhalb der 6-Minuten-Dates gab es reichlich Zeit zum Kennenlernen
sem Abend. Denn wenn es zwischen Fuhrparkleiter und Dienstleister „funkt“, dann ist die Zeit natürlich etwas zu kurz für ausgiebige Verhandlungen. Doch dafür war die Veranstaltung auch nicht
gedacht, schließlich sollte nur ein Erstkontakt
hergestellt werden. René Dietzel, Key-AccountManager der GKK Gutachtenzentrale GmbH, konnte relativ viele solcher Erstkontakte knüpfen und
schilderte: „ Für uns ist es einfacher, wenn wir
möglichst viele Gespräche an einem Tag führen
können. Das spart nicht nur Kosten. Folgetermine entstehen bei den meisten der hier kennengelernten Fuhrparkverantwortlichen.“
dienstleistern wurde vielfach
gelobt. Es gab keinen Bereich,
der sich gedoppelt hätte.
Auch Steffen Dittmar, Abteilungsleiter Flotte Hyundai Motor Deutschland GmbH, zeigte sich begeistert: „Es ist die erste Veranstaltung dieser Art
für mich. Es war daher ganz schön sportlich bei
der großen Modellpalette von Hyundai innerhalb
von wenigen Minuten das richtige Thema für das
Gespräch zu finden, da wünscht man sich manchmal ein, zwei Minuten mehr. Wir haben trotz dieser kurzen Zeit bereits Interessenten, die nach
konkreten Angeboten gefragt haben.“ Lobend
hob der Flottenchef von Hyundai hervor, dass alle
Dienstleister eine Mappe an die Hand bekommen
haben, in der die Fuhrparkstruktur aller Teilnehmer erläutert war. Dies erleichterte oftmals den
Einstieg und man konnte direkt zur Sache gehen.
Auch das breit gefächerte Spektrum an Flotten-
Doch nicht nur die Dienstleister waren sehr zufrieden
mit dem Event, auch die 30
Fuhrparkleiter äußerten sich
durchweg positiv. So schilderte Ulrich Starz, Strategischer Einkauf Geschäftsleiterbereich bei der DRK Service
GmbH: „Ich bin mit der Erwartung, dass ich relativ schnell
sehr viele Firmen kennenlerne und dann einschätzen kann, ob die Dienstleistung für uns interessant ist oder nicht, in den Tag gestartet. Dies ist
für mich, trotz einer weiten Anreise, eine erhebliche Zeit- und Kostenersparnis. Am Ende des Tages muss ich feststellen, dass meine Erwartung in
diesen Punkten mehr als erfüllt wurde.“ Der Vorteil dieses Konzepts ist, dass immer wieder neue
Personen aus der Branche zusammenkommen.
Die Teilnehmerliste verändert sich jedes Jahr, sodass immer wieder andere Verbindungen geknüpft
werden können. „Neben der Möglichkeit, viele
interessante Anbieter aus dem Bereich des Fuhrparkmanagements kennenzulernen, fand ich es
interessant, auch andere Fuhrparkleiter/-innen
kennenzulernen. Eine vergleichbare Veranstal-
8
tung kannte ich bislang nicht“, erklärte beispielsweise Silvia Graumann, Fleet Management bei der
Sandvik Holding GmbH. Auch Katrin Jonkmanns,
Fuhrparkmanagement Tempton Group, konnte
Ähnliches berichten: „Für mich war es das erste Event dieser Art. Die Idee, die dahintersteht,
finde ich super, und sie eignet sich hervorragend,
um neue Kontakte zu knüpfen.“
Nachdem der offizielle Teil der Veranstaltung beendet war, traf man sich bei Kölsch und rheinischen Spezialitäten zum gemeinsamen Abendprogramm. Hier konnten dann in lockerer Atmosphäre die neu entstandenen Kontakte weiter vertieft
werden.
Zum Verwechseln ähnlich
und doch so verschieden:
Sommerreifen im Sommer!
Winterreifen im Winter!
Im Sommer greift man zu Sandalen, im Winter zu
Lammfellstiefeln – so selbstverständlich sollte auch die
Wahl der richtigen Bereifung sein.
Sommerreifen im Sommer!
Winterreifen im Winter!
Sommerreifen mit ihrer harten Gummimischung sind
für hohe Temperaturen und Aquaplaningsituationen
konzipiert, während Winterreifen ihr volles Können bei
niedrigen Temperaturen und matschigen Untergründen
wie Schnee und Eis ausspielen.
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www.reifenqualitaet.de
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Perfekte Alternative?!
Flottenmanagement sprach mit Peter Modelhart (Geschäftsführer der Jaguar
Land Rover Deutschland GmbH, li.) und Thomas Schmidt (Leiter Fleet & Business, Mitte) anlässlich der Exklusiv-Vorstellung des Jaguar XE und des Land
Rover Discovery Sport in Paris.
Flottenmanagement: Herr Modelhart, Jaguar
Land Rover gelang es, neue Kundengruppen für
sich zu gewinnen, ohne dabei die eigene Identität aufgeben zu müssen. Welche Schwierigkeiten galt es, für den Spagat zwischen britischer
Nobelmarke und steigenden Absatzzahlen zu
überwinden?
Peter Modelhart: Wenn man die Absatzzahlen
der deutschen Nobelmarken Mercedes-Benz,
BMW und Audi sieht, haben wir noch viel Luft
nach oben. Jaguar und Land Rover sind nach
wie vor und werden auch in Zukunft besondere
Marken in Deutschland bleiben. Wir haben die
Marken enorm modernisiert, nicht nur seitens
Design und Technik, sondern auch seitens des
gesamten Markenauftritts. Letzter Baustein ist
die neue Architektur von Jaguar Land Rover der
Händlerbetriebe, die nach und nach eingeführt
wird. Unsere Marken sind heute attraktiver denn
je.
Flottenmanagement: Seit März 2008 gehört
Jaguar Land Rover der Tata-Gruppe an. Welche
Synergieeffekte ergeben sich aus der Zugehörigkeit zum Großkonzern Tata? Bestehen Zusammenhänge zwischen der Übernahme 2008
und der fast gleichzeitig stattgefundenen Neuausrichtung der Modelle sowie den damit rasant
steigenden Absatzzahlen?
Peter Modelhart: Im Automobilbau gibt es keine Synergieeffekte mit Tata, denn Jaguar und
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Flottenmanagement 6/2014
Land Rover bedienen völlig andere Marktsegmente. Allerdings nutzen wir das Know-how
von Tata beispielsweise im IT-Bereich, wo Tata
Consultants eines der führenden Unternehmen
weltweit ist. Ratan Tata hat die Marken aus Leidenschaft und aus strategischen Überlegungen
heraus gekauft und investierte, selbst in der
schwierigen Zeit der Finanzkrise, kurz nach der
Übernahme. Mit seinem Commitment und der
finanziellen Unterstützung war es erst möglich,
die neuen Modelle und Technologien zu planen,
die den Grundstein für den nachhaltigen Erfolg
legten. Wir haben den Range Rover Evoque 2011
eingeführt und haben nach und nach die JaguarModellpalette in wichtigen Segmenten erweitert und 2012 den F-TYPE gelauncht.
Flottenmanagement: Mit dem Jaguar XE wagen
Sie den Schritt in das Mittelklassesegment. Mit
welchen Werten, aber auch Innovationen will
Jaguar in diesem hart umkämpften Segment
punkten? Welche Bedeutung hat dabei die technologische Marktführerschaft für eine Premiummarke?
Thomas Schmidt: Es reicht heute nicht mehr,
Fast Follower im Technologiebereich zu sein,
da die Entwicklung zu rasant ist und der Kunde
von einem Premiumhersteller erwartet, dass
er die aktuellsten Adaptionen bietet. Während
ABS beispielsweise 20 Jahre benötigt hat, um
sich durchzusetzen, benötigt heute das Thema
Konnektivität kaum mehr als ein Jahr. Mit dem
neuen Jaguar XE bieten wir Technologien an, die
in dem Segment führend sind. Als erstes Fahrzeug im C/D-Segment nutzt er eine weitgehend
aus Aluminium gefertigte selbsttragende Karosserie. Die extrem robuste und zugleich leichte
Struktur ist in Kombination mit den Aufhängungen – vordere Aluminium-Doppelquerlenkerachse und hintere Aluminium-Integral-Einzelradaufhängung – Garant für ein außergewöhnlich
dynamisches Handling. Die hochmodernen Vierzylinder-Diesel- und Benzinmotoren der Ingenium-Baureihe decken ein breites Leistungsspektrum ab. Wir haben sie komplett neu entwickelt
und werden sie in dem neuen Werk von Jaguar
Land Rover in Wolverhampton fertigen. Die Basismotorisierung mit 163 PS bietet klassenbesten Kraftstoffverbrauch von nur 3,8 l/100 km
und einen CO2-Wert von nur 99 g. Auch was das
wichtige Thema Konnektivität betrifft, werden
wir mit den neuen InControl-Applikationen führend sein.
Hinzu kommt die markante, moderne und zugleich luftwiderstandsarme (Cw-Wert von 0,26)
Karosserie, die in aktueller Jaguar-Design-DNA
sehr elegant ist, sowie das edle Interieur, das
den Jaguar XE zum perfekten Langstreckenfahrzeug macht.
Flottenmanagement: Der Discovery Sport läutet
den Beginn einer neuen Discovery-Modellgeneration ein. Worin unterscheidet sich der KompaktSUV von seinen Vorgängern? Wohin soll der Weg
in der kommenden Discovery-Baureihe gehen?
Peter Modelhart: Der Discovery Sport führt die
aktuelle Land-Rover-Designsprache in die Zukunft. Zudem ist er das wohl vielseitigste Premium-Kompakt-SUV des Marktes. Bei betont kom-
pakten Abmessungen bringt der neue Discovery Sport eine unvergleichliche Mischung an den Start: enorme Flexibilität durch Details
wie die 5+2-Sitzkonfiguration, gepaart mit bemerkenswerter Hochwertigkeit in Design und Technik. Zudem debütiert gleich eine ganze
Serie interessanter Land-Rover-Innovationen. Dazu zählt neben der
neu entwickelten Mehrlenker-Hinterachse ein erstmals im SUV-Segment realisierter Fußgänger-Airbag ebenso wie das neue, intuitiv
bedienbare Infotainmentsystem oder die hochmoderne Karosseriestruktur aus hochfestem Stahl und leichtem Aluminium, die die
Grundlage für Leistung, Sicherheit und Effizienz des Modells legt.
Generell wurde der Discovery Sport so umweltfreundlich und wirtschaftlich wie irgend möglich konzipiert. CO2-Emissionen von minimal 119 g/km waren bislang eher ein Kennzeichen deutlich kleinerer
und weniger vielseitiger Fließheck-Familienautos. Der neue Discovery Sport verknüpft diese Effizienz mit einer Menge Fahrspaß und
Tauglichkeit für jeden Untergrund. Die Kunden besitzen dabei die
Wahl unter mehreren modernen und leistungsstarken VierzylinderBenzin- oder Dieselmotoren sowie zwischen Zwei- oder Vierradantrieb und einer Neunstufenautomatik oder einem Sechsgangschaltgetriebe. Mit diesen Eigenschaften ist er der erste Vertreter einer
neuen Discovery-Familie.
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oder gleich eine ganze Flotte: Alle Prozesse sind
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absolut revisionssicher – durch die efÄziente
Flottenvermarktung aus einer Hand.
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AUTOonline und Audatex –
Stark im Team. Stark für Sie.
Dr. Ralf Speth (CEO von Jaguar Land Rover) erläutert Steven Bohg,
Flottenmanagement, die globale Ausrichtung der Premiummarken
Flottenmanagement: Jaguar Land Rover wächst auf allen Märkten. Mit
welchen Ansätzen wollen Sie diese Entwicklung auch in den kommenden Jahren nachhaltig gestalten? Soll der Fokus für die Zukunft eher in
der Volumenerhöhung oder auf Exklusivität liegen?
Dr. Ralf Speth: Wir planen unser weiteres Wachstum auf drei Säulen;
die weitere Globalisierung unseres Geschäfts, besonders in den sogenannten BRIC-Märkten, die Verbesserung der Infrastruktur, wie zum
Beispiel die Optimierung des Vertriebsnetzes und neue Modelle beziehungsweise Modellerweiterungen. Was die Entwicklung neuer Modelle
betrifft, stehen alle Premiumhersteller vor denselben Herausforderungen, das heißt Emissionen, Assistenzsysteme und Konnektivität. Wir
haben gerade unsere neue Motorenfabrik in Wolverhampton eröffnet,
wo völlig neue Vierzylinder-Diesel- und Benzinmotoren entstehen.
Diese Motoren sind extrem modular, sodass wir auch für zukünftige
Entwicklungen gerüstet sein werden. Im Bereich Konnektivität haben
wir gerade ein völlig neues System eingeführt, das nicht nur unsere
Innovationskraft nutzt, sondern auch die immense Schnelligkeit der
IT-Branche. Mit unseren neuen InControl-Technologien kann der Kunde auf dem In-Car Screen sofort die Applikationen und Updates seines
Mobilgeräts nutzen, egal ob Android oder iOS. Im Bereich der Assistenzsysteme arbeiten wir unter anderem an dem selbstlernenden Automobil. Die Idee des pilotierten Fahrens ist durchaus attraktiv, denn
es geht darum, Unfälle zu vermeiden.
Bis 2020 planen wir rund 50 Produktneuerungen, um unser Wachstum
fortzuführen. Damit werden wir jedoch noch lange nicht zum Volumenhersteller. Es geht uns nicht um Volumen per se, unser Ziel ist profitables und nachhaltiges Wachstum. Modelle von Jaguar Land Rover sollen
immer etwas Besonderes sein und den Kunden ein besonderes Erlebnis
bieten. Wenn man die Größe der Wettbewerber im Premiumsegment
betrachtet, ist in unseren Augen noch Platz für die Exklusivität von Jaguar und Land Rover.
Solera group
MANAGEMENT
Schöne Aussichten?
Was sind die Trends auf dem Flottenmarkt? Welchen Innovationen, Neuerungen
und Herausforderungen sieht sich der Fuhrparkmanager gegenüber? Wir haben uns einmal in der
Branche umgehört und ein paar Stimmen zu den Erwartungen für das Jahr 2015 gesammelt.
Das Flottenjahr 2014 war von vielen Neuerungen geprägt: Unter anderem wurde das Punktesystem geändert, die Reifendruckkontrollsysteme wurden verpflichtend eingeführt und
die Diskussion um die Pkw-Maut in Deutschland
beherrschte lange Zeit die Nachrichten. In vielen Bereichen konnten Zuwächse verzeichnet
werden, zum Beispiel im Leasing. Zum ersten
Mal hat laut einer Studie im Auftrag von Arval
(CVO Fuhrparkbarometer) mehr als jedes zweite
Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern (51
Prozent) ein Leasing mit Kilometervertrag und
Serviceleistungen als Finanzierungsmethode
gewählt. Auch in kleinen Fuhrparks mit weniger
als zehn Mitarbeitern wird diese Finanzierungsvariante immer beliebter: Während 2011 nur 17
Prozent dieser Unternehmensgröße diese Leasingart wählten, waren es 2014 immerhin schon
24 Prozent. Es wird spannend zu beobachten
sein, ob sich dieser Trend im Leasinggeschäft
weiter fortsetzen wird.
Doch auch das nächste Jahr wird nicht langweilig
werden: Zu den Highlights gehört sicher die IAA
in Frankfurt (17.9. – 27.9.2015). Außerdem wird
die schrittweise Einführung der Onlinezulassung den Ein- und Aussteuerungsvorgang weiter
vereinfachen und die im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und der SPD festgelegte PkwMaut dürfte wohl im anstehenden Jahr beschlos-
sen werden. Über die Auswirkungen der Mautgebühren auf die Flotten in Deutschland lässt sich,
Stand heute, allerdings nur spekulieren.
Darüber hinaus werden sich die Trends in Sachen Digitalisierung des Verwaltungsprozesses, Green Fleet und flexibler Mobilitätsbedarf
fortsetzen. Diese Einschätzung spiegelt sich
auch in den Antworten der meisten Zitatgeber
wider. Das Gros der Branche sieht das Thema
CO2-Reduzierung als einen der Schwerpunkte
im Flottenbereich an. Damit einher gehen auch
Entwicklungen wie Carsharing, alternative Antriebe im Fuhrpark oder das Downsizing mancher Autohersteller.
Die Modellpalette der Hersteller wuchs in den
letzten Jahren insgesamt in die Breite – man
denke nur an die Vielzahl von SUV- oder Crossover-Varianten. Vor allem aber wächst die Zahl
der umweltfreundlichen Modelle. Eine Entwicklung, die dem momentanen grünen Bestreben
in Politik und Gesellschaft Rechnung trägt.
Schließlich werden 2015 ein maximaler CO2 Ausstoß von 130 g/km im Flottenverbrauch
für Pkw-Hersteller vom Gesetzgeber verlangt.
Dieser Durchschnittswert stellt gerade für Premiumhersteller eine Herausforderung dar. Hier
darf man sich auf interessante neue Motorenvarianten und Fahrzeugkonzepte freuen.
Das Lieblingsthema dürfte für viele jedoch nach
wie vor die Kostenoptimierung sein. Sei es durch
Outsourcing, Prozessbündelung, Pauschalpreisangebote: Sparen steht bei vielen ganz oben
auf der To-do-Liste für das neue Jahr. Das heißt
natürlich nicht, dass eine neuerliche Rezession,
wie in den Jahren der Finanzkrise am Ende des
letzten Jahrzehnts, droht. Denn auch wenn der
Internationale Währungsfonds (IWF) im Herbst
seine Wachstumsprognose für das Jahr 2015 um
0,2 Prozentpunkte nach unten korrigiert hat,
werden dennoch 1,5 Prozent Zuwachs erreicht
werden. Demnach geht man auch im Flottengeschäft von einem weiterhin stabilen Wachstum
aus, daran kann dann auch das, im Vergleich
zu 2014, vermutlich insgesamt geringere Wirtschaftswachstum in Deutschland nichts ändern.
Die von uns gesammelten Trenderwartungen verdeutlichen vor allem eines: Der Umbruch im Flottengeschäft geht weiter! Insgesamt betrachtet
wird sich das Berufsbild des Fuhrparkmanagers
hin zu einem umfassenden Mobilitätsmanager
wandeln. Die Vernetzung der Flotten, der Fahrzeuge und der Dienstleister wird weiter Einzug
in unseren Alltag halten. Dadurch werden auf der
einen Seite viele Prozesse effizienter, sicherer
und schneller. Auf der anderen Seite dürften die
Datenschutzdiskussionen und die Sorge um die
Datensicherheit weiter zunehmen.
(Fortsetzung S. 60)
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Flottenmanagement 6/2014
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MANAGEMENT
Marcus Ziegler, Direktor Verkauf an Groß- und Gewerbekunden, Adam Opel AG
„2015 rechnen wir mit einem moderaten Wachstum, obwohl die Budgets der Unternehmen voraussichtlich kleiner werden. Dadurch
ergeben sich drei Trends: Downsizing, nicht nur beim Hubraum, sondern auch bei den Segmenten. Grundsätzliche Veränderung der
Mobilität. Das könnte nicht nur Eco-Modelle und Elektrofahrzeuge, sondern auch das Thema Carsharing in ein ‚neues Licht‘ rücken.
Und die Bewegung von privaten zu gewerblichen Zulassungen als Gehaltsumwandlungsmodell.“
Karsten Rösel, Geschäftsführer, ALD AutoLeasing D GmbH
„Aus der täglichen Zusammenarbeit mit Fuhrparkverantwortlichen wissen wir, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis immer stärker in
den Fokus rückt, nachdem vor einiger Zeit allein der Preis ausschlaggebend war. Kunden werden auch 2015 verstärkt auf den
Dienstleistungsumfang bei den Leasingraten sowie die Dienstleistungsqualität achten. Da Wirtschaftlichkeit und Kostenoptimierung
die bestimmenden Faktoren darstellen, wächst der Bedarf, kundennah mit optimaler Leistungszusammenstellung betreut zu wer-
Marco Lessacher, Vorsitzender der Geschäftsführung, Alphabet Fuhrparkmanagement GmbH
„Ob beruflich oder privat – Mobilität muss immer flexibler werden. Corporate Carsharing wird sich deshalb weiter durchsetzen.
Der Ausbau von Modellangeboten und Infrastruktur macht E-Mobility für Flotten noch interessanter und läutet einen Wandel vom
Image- zum Nachhaltigkeitsthema ein. Die Vorteile von Carsharing und E-Mobility vereint Alphabet ab 2015 im innovativen
Corporate E-Carsharing. Immer mehr Unternehmen werden die Themen Vernetzung und intermodale Mobilität aufgreifen.
Eine App dafür entwickeln wir gerade.“
Johannes Ilg, Vertriebsleiter, Aluca GmbH
„Aluca wächst planmäßig im Flottengeschäft. Fahrzeugeinrichtungen von Aluca bieten mehrere Vorteile für Flottenbetreiber: Neben
Einsparungen bei Kraftstoffverbrauch und CO2-Emission beeinflusst vor allem die zusätzliche Nutzlast oft die Kaufentscheidung für
die robuste Fahrzeugeinrichtung aus Aluminium. Das Thema Downsizing wird bei Aluca verstärkt nachgefragt und mit ergonomischen Lösungen umgesetzt. Der Geschäftsbereich Flottenservices setzt auch 2015 auf Wachstum und wurde personell verstärkt.”
Manuel Werner, Loyalty & B2B Cards Manager, Aral
„Die Internationalisierung des Fuhrparkmanagements von multinationalen und globalen Flotten wird sich auch 2015 fortsetzen.
Dabei besteht der Bedarf, dass sich Prozesse über Landesgrenzen hinaus vereinheitlichen lassen, um Synergiepotenziale zu nutzen.
Aufgrund der steigenden Verfügbarkeit von Daten werden die Anforderungen an die Transparenz der Kosten und deren Treiber steigen. Die Betrachtung der Total Cost of Ownership wird weiter professionalisiert und erfordert entsprechende Tools und Services.“
Ulric E. J. Rechtsteiner, Geschäftsführer, Arealcontrol GmbH
„Die Megatrends ‚Cloud – Mobility – Business Apps – Connected Car und Sharing’ werden 2015 mehr Tracks und Drive auf die Straße
bringen. IT- und Flottenmanagement werden noch nicht die Wahl des Betriebssystems im Auto diskutieren, aber sich weiter näher
kommen. Jedes Fahrzeug mit Zukunft muss einen Tablet-Steckplatz bieten! Es geht um maximale Mobilität und mehr Produktivität
durch digitalisierte und optimierte Prozesse.“
Roland Meyer, Commercial Director, Athlon Car Lease Germany GmbH & Co. KG
„2015 wird ein gutes Jahr für das Flottengeschäft. Immer mehr Servicegesellschaften kommen auf den Markt, um Unternehmen bei
der täglichen Flottenverwaltung zu unterstützen. Zudem ist zu erwarten, dass auch im Jahr 2015 der Markt weiter wächst.“
Manfred Koller, Bereichsleiter Fleet, A.T.U Auto-Teile-Unger GmbH & Co. KG
„Wir gehen davon aus, dass sich der Trend weiter in Richtung Wartungs- und Reifenpauschalen bewegen wird. Die Vorteile liegen auf der Hand: Zum einen verbessert sich die Kalkulierbarkeit der Fuhrparkkosten durch fest definierte Raten auf Laufzeiten
– transparente monatliche Fixkosten statt Ungewissheit. Zum anderen profitieren Fuhrparkleiter durch ein sofort realisierbares
erhebliches Einsparpotenzial. Wir erwarten hier Steigerungen nicht nur bei Flottenkunden mit Kauffuhrparks, sondern auch bei
Leasinggesellschaften.“
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Flottenmanagement 6/2014
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MANAGEMENT
Ralf Weichselbaum, Leiter Verkauf an Großkunden, Audi AG
„2015 werden die Themen CO2-Effizienz und TCO-Betrachtung für unsere Kunden weiter an Bedeutung zunehmen. Auch einfache
kundenindividuelle Lösungen sowie internationale Ausschreibungen mit hoher Kostentransparenz werden das Flottengeschäft stärker prägen. Mit unseren ultra-Modellen, alternativen Antriebskonzepten wie Audi tron sowie maßgeschneiderten Dienstleistungen
und einer exzellenten Betreuungsqualität sind wir sehr gut aufgestellt, um auch im kommenden Jahr die Flottenkunden von Audi
nachhaltig zu überzeugen.“
Florian F. Stumm, Sales Director Retail, Fleet & Buyers, AUTOonline
„Die Automatisierung von Flottenprozessen sehe ich 2015 als zentrale Entwicklung für das Flottengeschäft. Der Trend geht zu mobilen Geräten. Flottenprozesse finden vermehrt online statt. Die digitale Kommunikation vernetzt, vereinfacht und beschleunigt die
Workflows. Elektronische Bauteile nehmen in Flottenfahrzeugen weiter zu. Dies kann den erfolgreichen Verkauf am Ende der Haltedauer erschweren. Daher benötigt der Flottenmarkt Lösungen, die ein lückenloses Auslesen der Fahrzeughistorie ermöglichen.“
Christoph von Meyer, Leiter Vertrieb an Großkunden und Autovermieter, Region Deutschland, BMW Group
„Wir blicken optimistisch ins Flottenjahr 2015. Die sehr gute Positionierung unserer Marken BMW und MINI werden wir weiter
ausbauen. Die BMW 3er- und BMW 5er-Reihe zählen nach wie vor zu den gefragtesten Flottenfahrzeugen. Wir sind überzeugt, dass
auch der BMW i3 in Flotten an Beliebtheit gewinnen wird. Das Feedback von Unternehmen dazu ist ausgesprochen positiv. Mit dem
neuen BMW 4er Gran Coupé und dem BMW 2er Active Tourer, der ein völlig neues Segment eröffnet, bieten wir Fuhrparks zudem
eine noch attraktivere Modellpalette.“
Frank Pohlmann, Verkaufsleiter Key Account Fahrzeugeinrichtungen, bott GmbH & Co. KG
„Viele neue Transporter der Jahre 2014 und 2015, zum Beispiel der neue Volkswagen T6, tragen dazu bei, dass geleaste Flottenfahrzeuge regulär und ohne Vertragsverlängerung erneuert werden. Bessere Verbrauchswerte, niedrigere Gesamtbetriebskosten und die
Erfüllung neuer Abgasnormen schaffen auch für Kauffuhrparks einen starken Anreiz, mit neuen, wirtschaftlicheren Fahrzeugen die
Flotte zu verjüngen. Darüber hinaus sind Flottenbetreiber zunehmend an effizienten Projektabwicklungsverfahren interessiert und
nehmen entsprechende Angebote gerne an.“
Matthias von Tippelskirch, Geschäftsführer, Carano Software Solutions GmbH
„Das Jahr 2015 wartet mit spannenden Aufgaben auf uns. Die Anforderungen und Erwartungen im Fuhrpark haben sich gravierend
verändert und sich dem wandelnden Fortschritt in Form von Elektromobilität, mobilen Lösungen oder Carsharingmodellen angepasst. Die Mobilität des Mitarbeiters rückt immer mehr in den Vordergrund. Dieser Trend wird sich sicherlich im kommenden Jahr
fortsetzen. Als innovativer Anbieter von Software-Lösungen arbeiten wir zusammen mit unseren Kunden an praxisnahen Lösungen.“
Marc-Oliver Prinzing, Geschäftsführer, carmacon GmbH
„Man benötigt keine Glaskugel, um vorhersagen zu können, dass der Kostendruck weiter steigen wird. Der Fokus wird auf dem
Bereich der Schadenskosten liegen müssen. Die Entwicklung der Kraftstoffkosten wird ebenfalls spannend. Die derzeit extrem
niedrigen Preise in Kombination mit den instabilen politischen Lagen in vielen erdölproduzierenden Regionen können zu einem
deutlichen Kostensprung führen. Themen wie Telematik im Pkw-Segment und alternative Antriebe werden zunehmend
an Bedeutung gewinnen.“
Jochen Schmitz, Leiter Fleet Management, CarMobility GmbH
„Für die Fuhrparkmanager unserer Kunden wird auch im Jahr 2015 die Gratwanderung zwischen Mitarbeitermotivation und Kosteneffizienz der Flotte relevant sein. Um Einsparungen zu realisieren, werden besonders die Prozessgenauigkeit sowie effiziente IT-Systeme immer relevanter. Unsere Aufgabe als Fuhrparkdienstleister wird es sein, die zunehmende Komplexität für unsere Kunden zu
reduzieren. Darüber hinaus erkennen wir den Trend, dass gerade bei den großen Volumenmarken die Captives immer mehr die Nase
vorn haben.“
Peter Heid, Bereichsleiter Fuhrpark, CCUnirent System GmbH
„Auch 2015 wird der Platzhirsch, die Volkswagen AG, mit ihren verschiedenen Marken und neuen Modellen in jeder Mietflotte stark
vertreten sein. Interessant wird es sein, zu beobachten, wie sich chinesische und indische Hersteller mit ihren europäischen Marken
Volvo, Jaguar und Land Rover positionieren können. Die Japaner werden hingegen durch ihre Innovationsfähigkeit speziell den
Franzosen Marktanteile abnehmen können, es sein denn, es gibt ein umfassendes Förderprogramm für alternative Antriebsarten.“
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Flottenmanagement 6/2014
MANAGEMENT
Olivier Ferry, Leiter B2B/Gebrauchtwagen, Citroën/Peugeot Deutschland GmbH
„Am leichten Flottenmarktwachstum wird vor allem Peugeot teilhaben. Dank des neuen 308 SW, 508 und 2008, die perfekt ins Flottensegment passen. Auch Citroën fällt mit dem C4 Picasso und Grand C4 Picasso ins Gewicht. Für Flottenprofis interessant: der neue
C4 Cactus als TCO-Spitzenreiter in einer ganz neuen Nische. Für PSA und gleichfalls das Flottensegment ist 2015 die Positionierung
der Marke DS wichtig. Stärkste PSA-Säule sind Nutzfahrzeuge. In einem stabilen Markt steht 2015 der Absatz von 11.000 (Citroën)
und 9.300 (Peugeot) Fahrzeugen an. Bedeutend werden zudem Nutzfahrzeuge mit elektrischem Antrieb. Die hohen Ansprüche des
Flottensegments im Blick, treibt PSA 2015 die Professionalisierung der Businesscenter weiter voran und optimiert das Key-AccountManagement. Beim Thema Restwerte kommt zugute, dass wir diese für viele PSA-Produkte dank hervorragender Eigenschaften und
Qualität bei Experten und eigenem Handelsnetz verbessern konnten. Das ermöglicht attraktive Leasingangebote.“
Uwe Bauch, Vorstandsvorsitzender, community4you AG
„Die immer enger werdende Verzahnung der Geschäftsprozesse macht es erforderlich, stets und überall auf Flottendaten und Fuhrparkbewegungen mit dem Smartphone oder Tablet zugreifen zu können. Diese Entwicklung von ‚mobile Apps’ wird zudem durch
vernetzte Systeme weiter forciert, wobei dabei das Fahrzeug als mobile Kommunikationszentrale mit einer Echtzeitanbindung an
Fuhrparkmanagementsysteme eine Schlüsselrolle spielen wird.“
Rainer Hansen, Geschäftsführer, Consense GmbH
„Eine für den Kunden attraktive und auf Wirtschaftlichkeit ausgerichtete Schadensteuerung und Schadenregulierung erfordert ein
vollumfängliches Schadenmanagement mit vorausschauenden Maßnahmen. Die Kooperation mit servicestarken Dienstleistern, die den
Kunden im Schadenmanagement unterstützen und arbeitstechnisch entlasten, ist hierbei wesentlich. Der Bereich ‚vernetzte Mobilität’
und deren Begleiterscheinungen wird in den nächsten Jahren eine drastische Veränderung der Kommunikationswege zur Folge haben.“
Robert Waldmann, Leiter Pkw Flottengeschäft, Continental Reifen Deutschland GmbH
„Premiumautobauer lieferten Produktionsrekorde und die Flottenzulassungen stiegen per Ende September um 9,6 Prozent zum
Vorjahr. Trotz der angespannten politischen Situation in vielen Regionen geben diese Zahlen Anlass, auch auf das Jahr 2015 optimistisch zu blicken. Nach dem Auftakt im Jahr 2014 werden Reifendruck-Kontrollsysteme auch 2015 eine zentrale Rolle spielen und
alle Beteiligten vor neue Herausforderungen stellen. Mit unseren Premiumprodukten von Continental sehen wir uns auch für das
kommende Jahr bestens aufgestellt.“
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MANAGEMENT
Sylvia Lier, Vorsitzende der Geschäftsführung, DB FuhrparkService GmbH
„Zukünftig wird die Verknüpfung von Verkehrsträgern zu für den Kunden einfachen und kostenoptimierten Mobilitätsketten im Fokus
stehen. DB Rent – als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn – hat dies bereits 2001 erkannt und neben dem klassischen Flottengeschäft Produkte wie Carsharing (Flinkster) und Fahrradvermietung (Call a Bike) und deren Verknüpfung mit der BahnCard in ihr Produktportfolio aufgenommen. Mit Corporate Carsharing ist DB Rent bereits seit 2005 Marktführer in Deutschland.“
Michael Velte, Geschäftsführer, Deutsche Leasing Fleet GmbH
„Insgesamt wird für 2015 ein geringeres Wirtschaftswachstum in Deutschland erwartet. Dies wird Einfluss auf den Flottenmarkt haben. Wir rechnen mit einem moderaten Wachstum zwischen 2 und 4 Prozent. Im Wesentlichen werden wir einen weiter verschärften
Wettbewerb zwischen Non-Captives und Captives erleben. Wir werden deshalb als Deutsche Leasing Fleet unsere erstklassige herstellerunabhängige Beratung, auch unter TCO-Sicht, beweisen, und sehen einem für uns erfolgreichen Jahr 2015 entgegen.“
Dr. Timm Kehler, Geschäftsführer, Erdgas mobil GmbH
„Die Bedeutung von Umweltschutz und Reduzierung des CO2-Ausstoßes wird für Flottenentscheider auch im nächsten Jahr wachsen,
gleichzeitig wird es keine Entspannung beim Kostendruck geben. Flottenprofis sollten sich daher für 2015 drei Vorsätze nehmen: 1.
überprüfen, wo die nächste Erdgastankstelle ist. Die Infrastruktur ist vorhanden und wird weiter ausgebaut. 2. sich von der Reife der
wachsenden Anzahl neuer Erdgasmodelle überzeugen und 3. noch mal genau nachrechnen, denn Erdgas bleibt auch im Jahr 2015
günstig. Der Preisvorteil gegenüber Benzin liegt bei mindestens 50 Prozent.“
Carsten Fischer, Leiter KAM light, Euromaster GmbH
„2015 werden unsere Kunden auch weiterhin von der One-Stop-Strategie profitieren. Vom Reifen bis hin zu Services wie FS-Check,
Autoservice und Glas ist Euromaster mit einem flächendeckenden Servicecenternetz der kompetente Partner im Flottenbereich. Wir
werden weiterhin zum Wohle der Kunden in zeitsparende Prozesse investieren und zeitintensive Services weiter optimieren. So beispielsweise bei RDKS durch Trainings in unserer eigenen Akademie. 2015 steht außerdem das Thema Telematik auf unserer Agenda.“
Dr. Frank Woesthoff, Geschäftsführer, Euromobil Autovermietung GmbH
„Der Fuhrparkverantwortliche nimmt mehr und mehr die Rolle eines betrieblichen Mobilitätsmanagers ein. Ziel muss es sein, durch
einen systemunterstützten Prozess geringe Laufleistungen, zeitliche Unausgewogenheit der Nutzungszeiträume sowie Standzeiten
der eigenen Unternehmensflotte zu optimieren. Das Corporate Carsharing wird daher in Zukunft von großer Bedeutung sein – aktuell pilotiert die Volkswagen Leasing GmbH daher auf vielversprechende Art und Weise zukunftsweisende Szenarien.“
Robin Häger, Vertrieb, Europa Service-Dienstleistungsgesellschaft mbH
„Im tagesaktuellen Kontext der Mobilitätsanforderungen dürfen wir einen erfreulich ansteigenden Trend zu umweltorientierten
Lösungen beobachten. Lifestyle wird kundenseitig durchaus verantwortungsbewusst interpretiert; zunehmend werden funktionale
Aspekte in den Mittelpunkt gerückt. Bereits jetzt widmen wir uns konsequent und mit überaus positiver Resonanz dem Thema der
Elektromobilität. Für uns ganz klar ein Geschäftsfeld, das noch reichlich Luft mit innovativem Servicecharakter nach oben offen-
Stefanie Gerhardt, Leitung Unternehmenskommunikation, Europcar Autovermietung GmbH
„Europcar geht davon aus, dass insbesondere der Bedarf an innovativen Lösungen im Fuhrparkmanagement deutlich steigen wird.
Zusammen mit unseren Produktansätzen für dieses Segment, die Serviceleistungen wie Disposition, Buchung und Aufbereitung von
Fuhrparkfahrzeugen umfassen, erwarten wir eine steigende Nachfrage nach Langzeitmieten und entwickeln hier neue Produkte.
Außerdem ist die Steigerung der Prozesseffizienz nach wie vor ein wichtiges Thema – sei es im Bereich des E-Invoicings oder bei den
Onlinebuchungstools.“
Richard Beinhofer, Key-Account-Manager, Autovermietungen, Banken und Fuhrparkbetreiber, EurotaxSchwacke
„Die wirtschaftliche und gleichzeitig ökologische Mobilitätssicherung steht immer mehr im Fokus der Flotten. Die angespannte Kostensituation in den Fuhrparks motiviert alle nach wie vor, Kostentreiber zu eliminieren. Dies gelingt am besten durch die ständige
Kontrolle der Vollkosten einer Flotte, bei denen der Restwert eine entscheidende Rolle spielt. Der Schwacke-TCO-Vergleich zwischen
dem aktuellen Fahrzeugbestand und alternativen Fahrzeugen wird immer stärker genutzt. Zudem wird ein positiver Beitrag zur Umweltbilanz und zum Image eines Unternehmens geleistet.“
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Flottenmanagement 6/2014
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MANAGEMENT
Reinhard Happel, Director Fleet /RaC/Used Cars, Fiat Group Automobiles Germany AG
„Fiat Chrysler Automobiles (FCA) blickt auf ein erfolgreiches 2014 zurück. Der Flottenbereich konnte um über 30 Prozent gesteigert
werden. Die größten Zuwächse wurden bei Jeep verzeichnet. Der neue Cherokee findet durch niedrige Betriebskosten großen Anklang, der Grand Cherokee hat im Management hohe Akzeptanz. 2015 wollen wir weiter wachsen, mit Fiat 500X, Jeep Renegade, Fiat
Ducato und Fiat Doblò können wir interessante neue Produkte anbieten. FCA wird dabei langfristig immer mehr das Händlernetz einbinden. Attraktive Angebote gehören genauso zu den geplanten Aktivitäten wie Vertriebsschulungen und direkter Händlersupport.“
Stefan Wieber, Direktor Gewerbe- und Großkundengeschäft, Ford Deutschland
„Nach einem rasanten Wachstum 2014 erwarten wir für 2015 Verkäufe auf einem ähnlich hohen Niveau – bei einem sich weiter intensivierenden Wettbewerb. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis von Fahrerassistenzsystemen ist inzwischen so gut, dass diese Technologien auch in den
unteren Segmenten sowie im Nutzfahrzeugbereich Einzug halten werden. Die hohe Verkehrsdichte als auch die guten Corporate-CarsharingKonzepte bewirken bei vielen Firmen ein Umdenken und eine Neubewertung: Der Fuhrparkleiter wird zum Mobilitätsmanager. Für die Leasinganbieter wird die Situation schwieriger. Der Wettbewerb ist, nach Rückkehr aus den Krisenjahren, sehr hoch und die Preisunterschiede sind
enorm. Hier müssen die Weichen für die Zukunft gestellt werden und es wird interessant zu beobachten sein, wer das am besten macht.“
Andreas Brodhage, Geschäftsführer, Global Automotive Service GmbH
„Das Flottengeschäft befindet sich im Wandel mit einer ausgeprägten Neigung der Flottenbetreiber zur Kostensensibilität. Die
vergangenen Jahre haben gezeigt, dass der gebundene Markt kein Monopol auf Dienstleistungen für große Fuhrparkbetreiber hat.
Dieser Trend hält an. Mit der G.A.S. haben wir diese Entwicklung stark beeinflusst: Mit unserem bundesweiten Netzwerk konnten wir
den Bedarf an Preisbewusstsein bei hohem Qualitätsanspruch abdecken. Das zeigen nicht zuletzt unsere ISO-Zertifizierung durch die
Dekra und unsere Kooperationsvereinbarungen mit starken und großen Flottenkunden.“
Jörg Schellig, Key-Account-Manager Flotte Pkw u.Transporter, Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH
„Ab 1. November 2014 müssen alle neu zugelassenen Fahrzeuge der Klasse M1/M1G mit einem Reifendruckkontrollsystem (RDKS) ausgestattet sein. Die etablierten Serviceprovider haben sich schon sehr lange damit beschäftigt und sind sicherlich sehr gut vorbereitet.
Dennoch wird dies – insbesondere im Fall direkt verbauter Systeme – den Abwicklungs- und Kostenaufwand für 2015 stark beeinflussen beziehungsweise erhöhen. Serienmäßige RDKS werden auch zu einer stärkeren Nachfrage nach ‚Run-on-Flat-Reifen‘ führen.“
Matthias Küchemann, Leiter Kraftfahrtversicherung Vertrag, HDI-Gerling Industrie Versicherung AG
„Die Optimierung im Fuhrpark wird weiter anhalten, sei es TCO, CO2 oder Telematik. Hier geht es uns als langjährigem Partner darum,
die Kunden durch schlanke Prozesse bestmöglich zu unterstützen, stets eine funktionsfähige Flotte vorzuhalten, und dies länderübergreifend. Denn nur einsatzbereite Fahrzeuge ermöglichen ein erfolgreiches Geschäft. Mit der kompakten Controllingsoftware
KControl haben sie darüber hinaus einen vollständigen Überblick über sämtliche schadenrelevante Faktoren im Fuhrpark.“
Hans Glaentzer, Key-Account-Manager, HPI-Zentrum GmbH & Co. KG
„In Anbetracht der bisherigen Wirtschaftsprognosen wird 2015 ein sehr spannendes Jahr. Meines Erachtens wir dies für das Flottengeschäft ein Jahr des Umdenkens. Die Flotten werden in vielerlei Hinsicht neue Denkansätze finden müssen. Themen wie alternative
Antriebe, Travelmanagement, Wartungs- und Schadenmanagement werden immer stärker in den Fokus rücken. Meiner Meinung
nach werden integrierte Gesamtlösungen rund um die Flotte immer mehr an Bedeutung gewinnen werden.
Ich freue mich auf ein interessantes Jahr 2015.“
Maximilian Kempen, Fleet Sales Manager Center Regio, Infiniti
„In Gesprächen mit unseren Kunden manifestieren sich für 2015 drei Themen: Deutsche Flottenmanager achten besonders auf die
TCO. Weniger wichtig ist ihnen das Markenimage. Eine tolle Chance für einen Newcomer wie Infiniti! Ein weiteres Thema sind die CO2Werte. Hier sind unsere Modelle Q50 und Q70 absolut auf Augenhöhe mit dem Wettbewerb. Auch Downsizing bei Modellen und Motoren ist weiterhin ein Thema. Davon sind die Fahrer oft gar nicht begeistert. Da fällt ein Markenwechsel oft leichter.“
Dirk Zieschang, Gesellschafter, InNuce Solutions GmbH
„Der Trend zum Vertrauensarbeitsort, also zum Homeoffice, wird eine noch flexiblere Bereitstellung, Administration und
Abrechnung von nutzerindividueller Mobilität erfordern.“
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Flottenmanagement 6/2014
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MANAGEMENT
Manfred Kuchlmayr, Unternehmenskommunikation, Iveco Magirus AG
„Nutzfahrzeug bedeutet Kostenfixierung. Beim neuen Daily war der Begriff Programm. Primär sind das Spritkosten, sie stehen ab der
ersten Tankung grob fest. Wir haben mit intelligenten, bedarfsgesteuerten Generatoren oder einem ECO-Modus die Weichen richtig
gestellt. Nichts verschenken heißt auch: Sein Laderaumoptimum kann der Kunde jetzt durch ein neues Radstandkonzept mit mehreren Überhängen wählen: das Optimum zwischen Fahrzeuglänge und Laderaum. Dass Komfort kein Trend, sondern ein Muss ist, wurde
im Neuen Daily bewiesen. Als Option ist sogar ein fast zugkraftunterbrechungsfreies 8-Gang-Automatikgetriebe bestellbar.“
Thomas Schmidt, Leiter Fleet & Business, Jaguar Land Rover Deutschland GmbH
„Bei Jaguar Land Rover verzeichnen wir eine stetig steigende Nachfrage nach Möglichkeiten zur Vernetzung von Smartphone und
Automobil. Mit unseren neuen Modellen, dem Jaguar XE und dem Land Rover Discovery Sport, tragen wir dieser Entwicklung Rechnung. Beide Baureihen sind optional mit unserer innovativen InControlTM-Technologie sowie einem WiFi Hotspot erhältlich. Damit
lassen sich zahlreiche fahrzeugrelevante Daten über das Smartphone und gleichzeitig Smartphone-Anwendungen über das
Multimediasystem des Fahrzeugs abrufen. Der Dienstwagen wird damit zum voll funktionsfähigen Büro.“
Dieter Jacobs, Geschäftsleitung Fuhrparkmanagement, LeasePlan Deutschland GmbH
„Der Trend zum Full-Service-Leasing hält an, vor allem in kleineren Flotten. Immer mehr Fuhrparkbetreiber möchten einen höheren
Outsourcinggrad erreichen, also noch mehr Prozesse auslagern, um die Effizienz zu steigern, Fahrerzufriedenheit zu erhöhen und die
Wirtschaftlichkeit zu optimieren. Außerdem steigt das Interesse der Unternehmen an Telematiklösungen und daran, Fuhrpark- und
Travelmanagement zu einem einheitlichen Mobilitätsmanagement zusammenwachsen zu lassen, um Synergien nutzen zu können.“
René Bock, Leiter Fleet und Remarketing, Mazda Motors Deutschland GmbH
„Wir sehen dem Jahr 2015 überaus positiv entgegen. Zum einen erwarten wir einen Gewerbemarkt auf dem Niveau wie 2014. Zum
anderen bringt Mazda 2015 drei komplett neue Modelle (Mazda2 im B-Segment, Mazda CX-3 im B-SUV-Segment und den Mazda MX-5
im Roadster-Sport-Segment) auf den deutschen Markt. Abgerundet wird diese Modelloffensive durch Facelifts der für uns und unsere
gewerblichen Kunden wichtigen Modelle Mazda6 und Mazda CX-5. Im Ergebnis führt dies nach gut 50.000 Verkäufen im Jahr 2014 zu
einer geplanten Volumensteigerung von etwa 20 Prozent auf etwa 60.000 Verkäufe 2015.“
Frank Kemmerer, Leiter Flottenmanagement Pkw & smart, Mercedes-Benz Cars Vertrieb Deutschland
„Wir starten mit den besten Voraussetzungen ins Jahr 2015: Mit unseren aktuell ganz neuen Baureihen wie der Mercedes-Benz CKlasse oder der V-Klasse sind wir schon jetzt hervorragend aufgestellt. In den kommenden Monaten präsentieren wir weitere Highlights wie den CLA Shooting Brake, den neuen smart fortwo und forfour sowie die neue Generation der Mercedes-Benz B-Klasse,
die unter anderem mit batterieelektrischem Antrieb als B-Klasse Electric Drive verfügbar sein wird und somit von ganz besonderem
Interesse für unsere Flottenkunden.“
Dennis Lindroth, Manager Flotte & Green Mobility, MMD Automobile GmbH
„Für das Jahr 2015 erwarte ich weitere Einführungen von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben und damit verbunden eine stärkere
Präsenz und Kommunikation am Markt. Steigendes Interesse an Elektro-, Plug-in Hybrid- und Hybrid-Fahrzeugen in Unternehmen
und Kommunen (Hersteller/Importeure werden ihre USP stärker herausstellen) aufgrund der CO2-Emission. Härterer Preiskampf
zwischen Importeuren und den ‚etablierten Herstellern’ speziell beim Leasing im gewerblichen Bereich (Restwertstütze).“
Reinhold Knott, Leiter Key-Account-Management, Porsche Deutschland GmbH
„Mitarbeiter mit einem Dienstwagen motivieren und Anreize schaffen bei gleichzeitiger Kostenreduzierung im Fuhrpark wird 2015
ein großer Trend. Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen werden weiter präsent sein, sodass Elektrofahrzeuge auch in der Flotte an
Fahrt aufnehmen – besonders die mit Plug-in-Hybrid-Technologie. Bei diesem Thema ist Porsche bestens aufgestellt: Als führender
Hersteller von Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen bieten wir als einzige Marke drei Plug-in-Modelle im Premiumsegment an.“
Dennis Geers, Senior Manager Global IAM Fleet Business, Robert Bosch GmbH
„Die Elektrifizierung schreitet voran. Zur Verbesserung der TCO sehen wir in flottenspezifischen Telematiklösungen einen deutlichen
Trend. Durch die Echtzeiterhebung fahrzeugrelevanter Daten wie zum Beispiel Kilometerstand, Serviceintervall, Kraftstofffüllstand
oder Diagnosedaten wird die Transparenz des Fuhrparks für den Flottenmanager erhöht und eine Steuerung ermöglicht. Zudem wird
durch Unfallerkennung und anschließendes Auslösen der Rettungskette die Sicherheit für den Fahrer erhöht.“
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Flottenmanagement 6/2014
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MANAGEMENT
Roger Dierig, Vertrieb/Kooperationen Elektromobilität, RWE Effizienz GmbH eMobility
„Immer mehr Branchen wie zum Beispiel Pflege- und Kurierdienste werden eAutos als möglichen Bestandteil der eigenen Flotte
entdecken. Denn bei geeigneten Anforderungsprofilen kann sich Elektromobilität bereits heute rechnen. Wir sehen aktuell bei
etwa 25.000 Kilometer Jahreslaufleistung den Break-Even-Point. Exakte Anforderungsprofile und Bedarfsanalysen im Fuhrpark
sind elementare Voraussetzung für die Auswahl der richtigen Ladeinfrastruktur. Dabei reicht ein Start mit überschaubarem Mitteleinsatz, im Zeitablauf kann die Infrastruktur dann stetig angepasst werden.“
Marcus Hoffmann, Leiter Flotten, Seat Deutschland GmbH
„Ich sehe den Flottenmarkt 2015 optimistisch. 2014 sind zwar fast alle Modellsegmente gewachsen, vor allem aber kleine und mittlere SUV und Kompakt-Kombis. Und das sind genau die Segmente, in denen einige Hersteller 2015 Modelle bringen. SEAT hat gerade
erst den neuen Leon X-Perience auf Basis des erfolgreichen Leon ST eingeführt, der genau zwischen den beiden größten Wachstumssegmenten positioniert ist – nicht der einzige, aber ein guter Grund, 2015 auch für SEAT im Flottenmarkt positiv zu sehen.“
Reinhold Braun, Geschäftsführer, Sortimo International GmbH
„Das Flottengeschäft, gerade im Nutzfahrzeugbereich, wird auch im kommenden Jahr den Trend hin zu flexiblen Komplettlösungen
fortführen. Für Sortimo heißt das zum einen, gemeinsam mit den Fahrzeugherstellern und Leasinggesellschaften attraktive Gesamtpakete mit Dienstleistungen anzubieten, die einfach und effizient für den Kunden angeschafft werden können. Zum anderen hat
Sortimo mit der neuen Produktlinie WorkMo – ein schnell wechselbares Arbeitsplatzsystem – auch eine flexible Lösung für Mietfahrzeuge geschaffen.“
Dr. Uwe Bertram, Geschäftsführer, Sycada Deutschland GmbH
„Ich erwarte einen zunehmenden Einsatz von Telematiklösungen, insbesondere auch in größeren Flotten. Dort werden Systeme zur
Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß wachsende Akzeptanz finden. Der Trend zum grünen Fuhrpark sorgt zudem
für Einsparungen bei Verschleißteilen sowie für weniger Unfälle durch eine bewusstere Fahrweise. Aber auch Klassiker wie das elektronische Fahrtenbuch kombiniert mit Zusatzfunktionen wie Führerscheinkontrolle werden sich steigender Nutzerzahlen erfreuen.“
Thomas Krüger, Geschäftsführer, Technology Content Services GmbH
„Weiter steigender Kostendruck und Komplexität der Anforderungen an Fuhrparkleiter und Dienstleister im Fuhrparkmanagement.
Outsourcing-Dienstleister müssen zukünftig quasi als Architekt einer auf Unternehmen zugeschnittenen Flottendienstleistung tätig
werden und alles im Überblick behalten, alle Gewerke ausreichend kennen und das ‚Orchester mit allen Spezialisten und Menschen‘
souverän leiten und damit den Fuhrparkleiter kompetent unterstützen.“
Axel Backof, Sales Director DACH, TomTom Telematics
„Für uns stehen Nachhaltigkeit, Mobilität und Vernetzung im Fokus. Nachhaltigkeit ist aus ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten gleichermaßen erstrebenswert, zum Beispiel senken unsere Kunden mit Webfleet ihre CO2-Emissionen um bis zu
20 Prozent. Zusätzlich sorgen die zunehmenden Vernetzungs- und Integrationsmöglichkeiten für eine wachsende Vielfalt an
Funktionen. Angesagt sind offene und flexible Plattformen wie unsere PRO 827x Geräte auf Android-Basis.
Diese ermöglichen effizientere Arbeitsabläufe.“
Steffen Eckert, Leiter Vertrieb Tankkarten, Total Deutschland GmbH
„Viele Kunden interessieren sich für geringere Wertelimits auf Kartenebene. Diese und weitere neue Funktionen können wir unseren
Kunden bereits anbieten. Ohnehin freuen wir uns, mit dem am stärksten wachsenden Tankstellennetz und den insgesamt 4.400 Akzeptanz-Stationen im Tankkarten-Flottengeschäft erfolgreich angekommen zu sein. Keine Standardlösungen anzubieten, sondern
bedarfsorientierte Konzepte wie zum Beispiel ein faires Best-Preis-Modell, bei dem der günstigere Listen- oder Säulenpreis fakturiert wird, sind ein Mehrwert für die Zukunft.“
Claus Keller, Leiter Geschäftskunden-Service, Toyota Deutschland GmbH
„In einem stagnierenden Privatmarkt wird das Buhlen um die Gunst des Firmenkunden weiter zunehmen. Vom eigentlichen
Fahrzeug bis hin zur Tankkarte mit besonderen Leistungen wird versucht, auch noch die kleinste Nische zu besetzen. Manchmal
wird dabei vergessen, dass viele Kunden nur eine einfache und klar verständliche Lösung suchen.
Und sich um ihr eigentliches Geschäft kümmern wollen.“
70
Flottenmanagement 6/2014
MANAGEMENT
K.-Theodor Hermann, Leiter Vertrieb, Vispiron Carsync GmbH
„Pkw-Maut und die Beschäftigung mit der ab 2016 verbindlichen Ausstattung aller in der EU zugelassenen Fahrzeuge mit Emergency
Call werden wesentliche Treiber auch für weitere Telematik-basierte Dienste in Flotten sein. Der Datenschutz wird dabei ebenso wie
bei der seit Jahren etablierten Lkw-Maut geregelt sein.“
Gerhard Künne, Sprecher Geschäftsführung, Volkswagen Leasing GmbH
„Kosten- und Prozessoptimierungen werden auch 2015 im Fokus von Fuhrparkmanagern stehen. Denn effizientes Flottenmanagement heißt auch effizientes Kostenmanagement. Die klare Budgetier- und Kalkulierbarkeit der Fuhrparkkosten spielt dabei eine
zentrale Rolle. Aber auch die CO2-Optimierung des Fuhrparks ist und bleibt eine große Herausforderung. In diesem Zusammenhang
werden zunehmend Lösungen für die Integration und den Betrieb von E-Fahrzeugen in klassischen Fahrzeugflotten relevant.“
Sven Kunath, Leiter Vertrieb an Groß- und Direktkunden, Volkswagen Pkw
„Wir erwarten eine Seitwärtsbewegung beziehungsweise eine leicht steigende Gesamtnachfrage im relevanten Flottenmarkt (Flotten
mit mehr als 10 Fahrzeugen). Neben bisherigen Themen wie Kostenoptimierung im Fuhrpark, CO2-Verträglichkeit und Servicebetreuung wird das Thema Connectivity zunehmend an Einfluss gewinnen. Mit dem neuen Passat der 8. Generation steht für Volkswagen
‚der‘ Top-Seller der vergangenen Jahre im Flottengeschäft wieder vollumfänglich für das Jahr 2015 zur Verfügung, der auf oben genannte Trends passende Antworten liefert.“
Rüdiger Hüttemann, Leiter Vertrieb Großkunden, Volvo Car Germany
„Positive Wirtschaftsfaktoren werden sich vermutlich weiter positiv auf die Nachfrage auswirken. Wir sehen den Flottenmarkt auch
im Jahr 2015 als starken Motor der Zulassungsentwicklung und rechnen mit stabilen Investitionen in Ersatzbedarf der Firmenfuhrparks. Die Notwendigkeit zur CO2-Reduktion wird sich weiter fortsetzen, was wir mit unseren hocheffizienten Volvo-Drive-E Motoren
maßgeblich unterstützen. Weitere starke Impulse wird Volvo durch die Einführung des neuen Volvo XC90 im Frühjahr erfahren.“
Claus Wollnik, Geschäftsführer, Wollnikom GmbH
„Das Büro wandert zunehmend in die Hosentasche und somit auch ins Fahrzeug. Apps ermöglichen automatisierte Prozesse
und vereinfachen die Abwicklung fuhrparkrelevanter Aufgaben. DriversCheck aus dem Hause Wollnikom zum Beispiel ist
ein App-basiertes elektronisches Führerscheinkontrollsystem. Diese App dient als international-ortsungebundene Prüfstation.
Oder die Fahrtenbuch-App ermöglicht eine vollständige Dokumentation ‚on the Road‘. Beide genannten Apps erledigen
Fuhrparkaufgaben ohne Nachbearbeitung.“
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MANAGEMENT
Hätten Sie’s gewusst?
Eigentlich kennen wir uns alle gut aus im Straßenverkehr. 90 Prozent der Autofahrer geben in Umfragen regelmäßig an, dass sie sich selbst zu den zehn Prozent der besten Fahrzeuglenker zählen. Aber Verkehrsregeln
ändern sich, die theoretische Prüfung ist oft lange her, und es gibt viele kleine Gemeinheiten im Verkehrsrecht – diese beleuchten wir in unserer Rubrik. Darf man auf dem Gehweg parken oder halten, welches Licht
muss oder darf ich wann anschalten und wie ist das mit dem Vorbeifahren und Überholen genau? Dies und
mehr gibt es in jeder Ausgabe des Flottenmanagement.
Ist Parken auf dem Gehweg erlaubt?
Ein leidiges Thema ist das Parken auf Gehwegen.
Häufig nur für wenige Momente, am Ende aber
mit einem Bußgeld geahndet. Klar ist aber: Das
muss ausdrücklich erlaubt sein (Zeichen 315).
Die StVO hat eine besondere Note dadurch, dass
nicht alles direkt geregelt ist, sondern sich indirekt aus anderen Aussagen ergibt. So sagt § 2
Abs. 1 der StVO: „Fahrzeuge müssen die Fahrbahnen benutzen, von zwei Fahrbahnen die rechte.
Seitenstreifen sind nicht Bestandteil der Fahrbahn.“
Ist nach Zeichen 315 Parken auf dem Gehweg
erlaubt, so gilt dies nur für Fahrzeuge bis 2,8 t.
Es ist auch vorgegeben, ob zwei oder vier Räder den Gehsteig berühren dürfen. Es müssen
zudem zwischen dem parkenden Fahrzeug und
dem nächsten Hindernis mindestens 80 cm Platz
sein. Das reicht für Kinderwagen, aber nicht für
Rollstühle.
Die Praxis sieht in vielen Fällen aber ganz anders
aus. In alten Innenstadtvierteln mit gewachsener
Struktur hat sich vielerorts auch innerhalb von
Grauzonen eine gewisse Parkstruktur entwickelt.
Da wird nicht unbedingt nach den ganz strengen
Regeln vorgegangen, obwohl die Städte auch diese Zonen mittelfristig bereinigen wollen.
Welches Licht muss leuchten?
Die Beleuchtung ist im Winter natürlich von besonderer Bedeutung. Zieht man wieder einen Paragrafen der StVO zurate, so erfährt man in § 17
Abs. 1, dass „während der Dämmerung, bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es sonst
erfordern, die vorgeschriebenen Beleuchtungseinrichtungen zu benutzen sind“. Das Standlicht
gehört in keinem der Fälle zu den möglichen Alternativen.
Die Regelungen sind europaweit sehr unterschiedlich. In Deutschland wird Licht (also Abblendlicht) am Tage lediglich empfohlen, in anderen Staaten wird dagegen bei Nichteinschaltung eine Strafe fällig. Spitzenreiter, in Europa
zumindest, scheint da Norwegen mit rund 265
Euro Strafe bei Nichtbeachtung mit einer ganzjährigen Pflicht zu sein.
Seit einiger Zeit haben sich Tagfahrleuchten
etabliert. Diese sind schwächer als das Abblendlicht, aber deutlich stärker als das Standlicht (offiziell „Begrenzungsleuchten“). Die LED-Technik
führt zudem zu ganz neuen Möglichkeiten der
72
Flottenmanagement 6/2014
platzsparenden Lichterzeugung. Das sieht man
deutlich an den geringen Abmessungen der
Lichtanlagen.
Das Fernlicht unterliegt (natürlich) eigenen
Gesetzen. Das darf nicht eingesetzt werden bei
Straßen mit durchgehender eigener Beleuchtung und muss bei Gegen- oder Vorausverkehr
ausgeschaltet werden. So darf man auch niemanden am Straßenrand sicherheitstechnisch
gefährden.
Wichtig ist auch, dass die „Beleuchtungseinrichtungen weder verdeckt noch verschmutzt sein
dürfen“. Bei Schneefall oder sonstigen Sicht
beeinträchtigenden Niederschlägen ein kaum zu
erfüllender Anspruch.
Der Einsatz von Nebelscheinwerfern ist leider
außerordentlich unklar. Denn nur, wenn „Nebel,
Schneefall oder Regen die Sicht erheblich behindert“, ist der Einsatz erlaubt (ebenso wie des Abblendlichtes bei Tage). Aber was ist, wie auf der
A 19 gehabt, bei einem Sandsturm?
MANAGEMENT
Seitenabstand bei Vorbeifahrt und Überholen
Zuerst sollte einmal klargestellt werden, was
der Unterschied zwischen Vorbeifahren und
Überholen ist. In der ästhetisch formalen Sprache der Auslegung der Straßenverkehrsordnung
wird in beiden Fällen eine Änderung der Fortbewegungsrichtung vorgenommen, allerdings
einmal durch ein stehendes Hindernis (parkendes Fahrzeug, Container oder Ähnliches) oder
im anderen Fall im fließenden Verkehr (also sich
bewegende „Hindernisse“). Fahrzeuge im Stau
gehören dabei zum fließenden Verkehr. Interessant ist, dass an einem haltenden Bus „vorbeigefahren“ wird, die hinter ihm haltenden Fahrzeuge aber „überholt“ werden.
Was das Überholen angeht, so hat die StVO eine
klar unklare Aussage zur Distanz anzubieten. So
heißt es in § 5 Abs. 4 Satz 2: „Beim Überholen
muss ein ausreichender Sicherheitsabstand zu
anderen Verkehrsteilnehmern, insbesondere zu
den zu Fuß Gehenden und den Rad Fahrenden
eingehalten werden.“
Gerichte haben immerhin den Mindestabstand
zwischen Fahrzeugen auf 1 m festgelegt, allerdings nur bei idealen Wetterbedingungen,
gegenüber Radfahrern (und Pferden!) ist der
Abstand aufgrund deren möglicher Seitwärtsbewegungen auf 1,5 bis 2 m taxiert worden.
Ganz anders stellt sich der Umstand bei einer
Vorbeifahrt an einem stehenden Hindernis dar.
Hier müsste dann eigentlich § 6 der StVO für zuständig sein, der bleibt aber sehr unverbindlich.
Da geht es dann lediglich darum, entgegenkommenden Fahrzeugen Vorrang zu gewähren,
wenn man ein Hindernis umfahren will.
Jedenfalls scheint ein Abstand von 1 m dabei
nicht mehr unbedingt angemessen zu sein. Der
Wert von 50 cm wird dann häufig angeführt, allerdings muss mit dem Öffnen einer Fahrzeugtür gerechnet werden. Und das verringert die
Abstände erheblich und führt die Diskussion
damit endgültig in die Grauzone.
Das Fazit ist also ganz einfach: 1,50 m Minimum
gegenüber Radfahrern (dafür gibt es jetzt ja
auch die Schutzstreifen) und immer damit rechnen, dass einer die Autotür (nach links) öffnet.
Bei öffentlichen Verkehrsmitteln und Schulbussen ist besondere Vorsicht geboten. So sagt
§ 20 der StVO insbesondere aus, dass nicht nur
der Verkehr in der gleichen Richtung, sondern
auch der entgegenkommende Verkehr besondere Vorsicht walten lassen muss und „nur vorsichtig vorbeigefahren werden“ darf.
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Ihres Fu
RECHT
Dienstwagenrecht aktuell:
Handy am Steuer – bei automatisch
abgeschaltetem Motor erlaubt!
Regelmäßig werden Autofahrer wegen des Telefonierens mit dem Handy am Steuer ohne
Freisprechanlage bußgeldrechtlich belangt.
Die Rechtslage nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) ist insoweit eindeutig: Nach § 23
Abs. 1a Satz 1 StVO darf ein Fahrzeugführer ein
Mobil- oder Autotelefon nicht benutzen, wenn
hierfür das Mobiltelefon oder der Hörer des Autotelefons aufgenommen oder gehalten werden
muss. Das Gesetz sieht allerdings in Satz 2 der
zitierten Verbotsvorschrift eine Ausnahme vor:
Dies gilt nicht, wenn das Fahrzeug steht und bei
Kraftfahrzeugen der Motor ausgeschaltet ist.
Aktuelle Entscheidung des OLG Hamm zur ECO
Start-Stopp-Funktion
Das Oberlandesgericht Hamm hat in einer aktuellen Entscheidung (rechtskräftiger Beschluss
vom 09.09.2014, Az. 1 RBs 1/14) entschieden,
dass ein Fahrzeugführer sein Mobiltelefon im
Auto benutzen darf, wenn das Fahrzeug steht
und der Motor infolge einer automatischen
Start-Stopp-Funktion ausgeschaltet ist.
In dem zugrunde liegenden Fall hatte ein Autofahrer mit seinem Pkw an einer Lichtzeichen-
anlage vor einer roten Ampel ordnungsgemäß
angehalten. Während dieser Zeit war der Motor
seines Fahrzeugs aufgrund einer ECO StartStopp-Funktion ausgeschaltet. Der Betroffene
nutzte sein Mobiltelefon, indem er es in die
Hand nahm, an sein Ohr hielt und sprach. Das
Amtsgericht verurteilte den Autofahrer daher
wegen verbotenen Telefonierens mit einem Mobiltelefon am Steuer zu einer Geldbuße von 40
Euro. Hiergegen legte der Autofahrer Rechtsbeschwerde ein – mit Erfolg: Das OLG Hamm
sprach ihn frei.
In den Entscheidungsgründen wies der 1. Senat für Bußgeldsachen des OLG Hamm darauf
hin, dass das in der StVO normierte Verbot,
ein Mobiltelefon zu benutzen, dann nicht gilt,
wenn das Fahrzeug steht und der Motor ausgeschaltet ist. Der Gesetzeswortlaut differenziert
nicht zwischen einem automatisch und einem
manuell abgeschalteten Motor. Ebenso wenig
stellt die Vorschrift darauf ab, dass ein Motor
nur dann abgeschaltet ist, wenn zu dessen Wiedereinschalten die Zündvorrichtung bedient
werden muss. Deswegen ist Telefonieren auch
bei einem automatisch abgeschalteten Motor
TOP-PERFORMER
74
Flottenmanagement 6/2014
zulässig, wenn dieser durch das Betätigen des
Gaspedals wieder in Gang gesetzt werden kann,
wenn das Fahrzeug steht.
Durch die infrage stehende Verbotsvorschrift
des § 23 Abs. 1a Satz 1 StVO soll gewährleistet
werden, dass dem Fahrzeugführer beide Hände
für die eigentlichen Fahraufgaben zur Verfügung stehen. Steht das Fahrzeug und ist der Motor nicht im Betrieb, fallen Fahraufgaben, wofür
der Fahrzeugführer beide Hände benötigt, aber
nicht an. Dabei macht es keinen Unterschied, ob
der Motor zuvor durch den Fahrer mittels Betätigen der Zündung manuell oder durch Abbremsen beziehungsweise den Stillstand des Fahrzeugs automatisch abgeschaltet worden ist.
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RECHT
Rechtsprechung
Geschwindigkeitsbegrenzung mit Zusatz
„Schneeflocke“ gilt auch ohne Schnee
Das eine Schneeflocke (vgl. § 39 Abs. 7 StVO) darstellende Zusatzschild i. S. v. § 39 Abs. 3 StVO zu
einem die Geschwindigkeit begrenzenden Schild
enthält bei sinn- und zweckorientierter Betrachtungsweise lediglich einen – entbehrlichen – Hinweis darauf, dass die Beschränkung der zulässigen
Höchstgeschwindigkeit der Gefahrenabwehr wegen möglicher winterlicher Straßenverhältnisse
dient.
Bei Bußgeldbescheiden wegen unerlaubten
Telefonierens am Steuer wird daher künftig besonders darauf zu achten sein, ob das Fahrzeug
des betroffenen Autofahrers technische Besonderheiten aufweist, die den Motor während
der Standphasen automatisch abschalten. In
diesen und ähnlich gelagerten Fällen macht es
künftig vor dem Hintergrund der Entscheidung
des OLG Hamm Sinn, gegen entsprechende Bußgeldbescheide Einspruch einzulegen.
Rechtsanwalt Lutz D. Fischer, St. Augustin
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Internet: www.fischer-lohmar.de
Der Umstand, dass die Fahrbahn zum Tatzeitpunkt
nach den Feststellungen trocken war, berechtigte
nicht, eine höhere als die angeordnete Geschwindigkeit zu fahren. Anders als bei dem Schild „bei
Nässe“ (StVO Anl. 2 lfd. Nr. 49.1.) enthält das vorliegende Zusatzschild eben gerade keine solche
verbale zeitliche Einschränkung. Auch bei trockener Fahrbahn war zudem die geschwindigkeitsbeschränkende Anordnung nicht etwa nichtig und
damit unbeachtlich. OLG Hamm, Beschluss vom
04.09.2014, Az. 1 RBs 125/14
Fahrtenbuchauflage geraume Zeit nach Begehung des Verkehrsverstoßes
Eine Fahrtenbuchauflage, die erst geraume Zeit
nach Begehung des Verkehrsverstoßes verhängt
wird, kann als unverhältnismäßig anzusehen sein.
Ob dies der Fall ist, ist anhand der Umstände des
jeweiligen Einzelfalls, insbesondere unter Berücksichtigung der Dauer der notwendigen Ermittlungen, der Geschäftsbelastung der betroffenen Be-
hörde und des Verhaltens des Fahrzeughalters zu
beurteilen (hier für den Fall einer Fahrtenbuchauflage von 12 1/2 Monaten nach Einstellung des Ordnungswidrigkeitenverfahrens verneint).
Aus dem zwischen dem Verkehrsverstoß und der
Fahrtenbuchauflage verstrichenen Zeitraum folgt
nicht die Rechtswidrigkeit der Fahrtenbuchauflage. Zwar ist denkbar, dass für die Rechtmäßigkeit
einer Fahrtenbuchauflage der zwischen der Begehung der Verkehrsordnungswidrigkeit und der
Anordnung der Fahrtenbuchauflage verstrichene
Zeitraum relevant sein kann und eine Fahrtenbuchauflage als Mittel der Gefahrenabwehr nach
Ablauf eines erheblichen Zeitraums als unverhältnismäßig anzusehen ist. Welche Fristen hierfür in
Erwägung zu ziehen sind, ist nach den Umständen
des jeweiligen Einzelfalls zu beantworten. Dabei
sind etwa die Dauer der notwendigen Ermittlungen, die Geschäftsbelastung der betroffenen
Behörde und das Verhalten des Fahrzeughalters
zu berücksichtigen. Da bei der Berechnung des
Zeitraums diejenigen Zeiten außer Acht bleiben, in
denen der Fahrzeughalter etwa die sich aus dem
Ordnungswidrigkeitenrecht ergebenden Rechtsschutzmöglichkeiten ausschöpft und dadurch
selbst Anlass zu einer Verzögerung des Erlasses der
Fahrtenbuchauflage bietet, ist maßgeblich auf
den Zeitpunkt der Einstellung des Ordnungswidrigkeitenverfahrens abzustellen. Die hier zwischen
der Einstellung des Ordnungswidrigkeitenverfahrens und dem Erlass des angefochtenen Bescheids
(Fortsetzung auf S.78)
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RECHT
Miles & More, Payback & Co.
Brennpunkt Reisekosten im Fuhrpark
Kundenbindung wird heutzutage bei vielen Unternehmen nicht nur in der Reisebranche großgeschrieben. Wer als Vielflieger geschäftlich mit
dem Flugzeug häufig unterwegs ist, kann bei den
meisten Fluggesellschaften Bonusmeilen sammeln, die später für Freiflüge, Sachprämien oder
andere Vorteile eingesetzt werden können.
Auch Bahnkunden erhalten bei der Bahncard ein
Bonusprogramm, in dem bei jeder Bahnfahrt sowie bei Partnern „bahn.bonus-Punkte“ gesammelt werden können, die in attraktive Prämien
umgetauscht werden können. Und auch Tankkartensysteme haben neben der Abrechnungsfunktion häufig eine Anbindung an personalisierte
Kundenkarten (beispielsweise Shell Clubsmart),
die dem Nutzer nicht nur das Punktesammeln
ermöglichen, sondern später auch den Tausch
dieser Punkte gegen interessante Sachprämien.
Andere Systeme wie das Payback-Kundenbindungsprogramm ermöglichen den Tausch gesammelter Punkte in Gutscheine, mit denen beim Einkauf bezahlt werden kann. Und in vielen Fällen ist
sogar das Punktesammeln bei den Partnerunternehmen der Kartengeber möglich.
Die meisten Kundenbindungssysteme mit Kundenkarten haben gemeinsam, dass die Nutzung
nur in personalisierter Form möglich ist. Dies
bedeutet, dass die meisten Bonuskartensysteme nicht auf das Unternehmen als Kunden
ausgestellt werden, sondern auf den Reisenden
persönlich, also den Mitarbeiter des Unternehmens. Nach den meisten Teilnahmebedingungen
solcher Bonussysteme kann allein für natürliche
Personen ein Punkte- oder Meilenkonto geführt
werden. Dies bedeutet, dass gesammelte Punkte
regelmäßig auf einem „privaten“ Kundenkonto der Mitarbeiter gutgeschrieben und verbucht
werden. Das geschieht dann auch anlässlich von
Geschäftsreisen, die der Arbeitgeber bezahlt hat.
Wem stehen die Bonuspunkte/-meilen aus Geschäftsreisen zu?
In der Sache geht es um die Frage, ob ein Mitarbeiter vorbehaltlos berechtigt ist, die für dienstliche Fahrten auf seinem „Bonuspunktekonto“
oder für geschäftliche Flugreisen im Rahmen des
„Miles & More“-Vielfliegerprogramms auf seinem „Meilenkonto“ bei einer Fluggesellschaft
gutgeschriebenen Meilen oder Punkte privat zu
nutzen. Andersherum formuliert geht es um die
Frage, ob der Arbeitgeber berechtigt ist, vom Mitarbeiter zu verlangen, dass dieser die anlässlich
von Geschäftsreisen gesammelten Punkte und
Bonusmeilen nur für geschäftlich veranlasste
Fahrten oder Flüge einsetzt. Hierdurch können
nämlich seitens des Unternehmens nicht unerhebliche Einsparungen getätigt werden, wenn
beispielsweise Bonuspunkte aus einem Tankkartensystem für den Erwerb von Scheibenreinigungsflüssigkeiten, Öl, Scheibenwischern und
ähnlichen Betriebsmitteln für den Dienstwagen
eingesetzt werden oder wenn Bonusmeilen bei
Fluggesellschaften für den nächsten dienstlich
veranlassten Flug eingesetzt werden.
Wegweiser: BAG-Entscheidung zum Vielfliegerprogramm Miles & More
Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat bereits im
Jahr 2006 eine diesbezüglich wegweisende Entscheidung zu geschäftlich gesammelten Bonusmeilen aus dem Lufthansa-System Miles & More
getroffen. Mit Urteil vom 11.04.2006 (Az. 9 AZR
500/05) entschied das BAG, dass der Arbeitnehmer im Rahmen eines Vielfliegerprogramms Bonusmeilen im inneren Zusammenhang mit dem
geführten Geschäft und nicht nur bei Gelegenheit des Geschäfts erhält. Demjenigen, für dessen Rechnung und damit auch auf dessen Kosten
ein anderer Geschäfte führt, sollen die gesamten
Vorteile aus dem Geschäft gebühren. Der Arbeitnehmer ist daher entsprechend § 667 2. Alt. BGB
verpflichtet, seinem Arbeitgeber die aus einem
Vielfliegerprogramm erworbenen Bonusmeilen
für dienstlich veranlasste und vom Arbeitgeber
bezahlte Flüge herauszugeben. Insbesondere
darf der Arbeitgeber verlangen, dass der Arbeitnehmer diese Bonusmeilen im Interesse des Arbeitgebers einsetzt.
Die „private“ Punktegutschrift ist nicht immer
Sache des Arbeitnehmers
Trotz dieser eindeutigen Entscheidung ist eine
differenzierte Betrachtung geboten. Ein Anspruch des Arbeitnehmers auf private Nutzung
der anlässlich von Geschäftsreisen gesammelten Bonusmeilen beziehungsweise Bonuspunkte
kann grundsätzlich nach § 611 BGB in Verbindung mit dem Arbeitsvertrag bestehen. Dies
setzt allerdings voraus, dass eine entsprechende
ausdrückliche arbeitsvertragliche Vereinbarung
vorliegt, die dem Mitarbeiter die Privatnutzung
der geschäftlich erwirtschafteten Bonuspunkte
gestattet. In dem vom BAG entschiedenen Fall
gab es keine entsprechende arbeitsvertragliche
Vereinbarung.
Gleichwohl kann ein entsprechender Anspruch
des Arbeitnehmers auch nach den Grundsätzen
der „betrieblichen Übung“ Vertragsinhalt werden. Unter einer betrieblichen Übung wird die
regelmäßige Wiederholung bestimmter Verhaltensweisen des Arbeitgebers verstanden, aus
denen die Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmer
einer bestimmten Gruppe schließen können, ihnen soll eine Leistung oder Vergünstigung auf
Dauer gewährt werden. Eine betriebliche Übung
kann auch durch Duldung des Arbeitgebers entstehen.
In den Fällen, in denen weder eine vertragliche
Regelung vorliegt noch seitens des Arbeitgebers
ein Vorbehalt gegen die dienstliche Nutzung von
anlässlich Geschäftsreisen „privat“ gesammelter Bonuspunkte ausgesprochen wurde, kann
sich die Duldung einer solchen Privatnutzung
betrieblich erworbener Bonuspunkte zu einer
betrieblichen Übung im rechtlichen Sinne verdichten. Dies hat dann zur Folge, dass aus dieser
betrieblichen Übung ein arbeitsvertraglicher
Anspruch des Mitarbeiters erwachsen kann. Zwar
ist in der letzten Zeit das Rechtsinstitut der betrieblichen Übung von den Gerichten nur noch
selten zur Begründung einer Vertragsbindung
des Arbeitgebers angewendet worden. Dennoch
ist hier Vorsicht geboten. Denn gerade im Zusammenhang mit Kundenbindungssystemen, die
ein privates Sammeln von Bonuspunkten und
Bonusmeilen gestatten, erscheint die Verfestigung zu einer betrieblichen Übung immer dann
denkbar, wenn bei häufig von Geschäftsreisen
betroffenen Arbeitnehmern die private Nutzung
von – gegebenenfalls sogar wirtschaftlich umfangreichen – Bonusgutschriften über längere
Zeiträume geduldet worden ist.
In dem vom BAG entschiedenen Fall lehnte das
Gericht letztlich ab, dass eine entsprechende
betriebliche Übung Vertragsinhalt geworden
war. Hier fehlte es für das Zustandekommen einer betrieblichen Übung an dem erforderlichen
kollektiven Bezug. Allein die Leistung an einzelne Arbeitnehmer lässt nach den Grundsätzen
der betrieblichen Übung noch nicht auf einen
zurechenbaren objektiven Bindungswillen des
Arbeitgebers schließen, er wolle allen Arbeit(Fortsetzung auf S. 78)
76
Flottenmanagement 6/2014
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1
RECHT
Rechtsprechung
nicht als derart erheblich angesehen werden,
dass sich schon deswegen die erlassene Fahrtenbuchauflage als unverhältnismäßig darstellte.
Anhaltspunkte dafür, dass die Fahrtenbuchanordnung zwischenzeitlich funktionslos geworden sein
oder eine Verwirkung vorliegen könnte, sind weder
vorgetragen noch sonst ersichtlich. Es verstößt
in der Regel nicht gegen Art. 3 Abs. 1 GG, wenn
eine Behörde bei typisierender Betrachtung für
ein Motorrad eine etwas längere Dauer der Fahrtenbuchauflage vorsieht als für einen Pkw. OVG
Lüneburg, Urteil vom 08.07.2014, Az. 12 LB 76/14
Überholverbot verbietet auch die Fortsetzung
des Überholvorgangs
Die Vorschriftzeichen 276 „Überholverbot für
Kraftfahrzeuge aller Art“ und 277 „Überholverbot für Kraftfahrzeuge über 3,5 t“ der Straßenverkehrsordnung verbieten nicht nur den Beginn,
sondern grundsätzlich auch die Fortsetzung und
die Beendigung eines bereits zuvor begonnenen
Überholvorgangs innerhalb der Überholverbotszone. Das hat der 1. Senat für Bußgeldsachen des
OLG Hamm am 07.10.2014 beschlossen und damit
die erstinstanzliche Entscheidung des Amtsgerichts Unna bestätigt.
Der heute 43 Jahre alte Betroffene aus Lünen
befuhr mit seinem Lkw im Januar 2014 bei Unna
die BAB 1 in Fahrtrichtung Köln. Im Bereich eines
geltenden Überholverbots, angeordnet zunächst
durch das Vorschriftzeichen 277 der Straßenverkehrsordnung und sodann durch das Vorschriftzeichen 276 der Straßenverkehrsordnung mit
dem Zusatzzeichen 1049-13 (Geltung nur für Lkw,
Busse und Pkw mit Anhänger), überholte der Betroffene mehrere auf dem rechten Fahrstreifen
fahrende Fahrzeuge. Für diese Fahrweise erhielt
er von der Bußgeldbehörde, dann bestätigt durch
das Urteil des Amtsgerichts, wegen fahrlässigen
Verstoßes gegen das Überholverbot eine Geldbuße von 70 Euro. Die Geldbuße wollte der Betroffene nicht akzeptieren, unter anderem mit der
Begründung, er habe den Überholvorgang vor Beginn der Überholverbotszone begonnen und danach mangels ausreichender Lücke zwischen den
überholten Fahrzeugen nicht eher nach rechts
einscheren können.
Die vom Betroffenen gegen das Urteil des Amtsgerichts Unna eingelegte Rechtsbeschwerde hatte keinen Erfolg. Der 1. Senat für Bußgeldsachen
des Oberlandesgerichts Hamm hat die Verurteilung des Betroffenen bestätigt. Die Überholverbotszeichen der Straßenverkehrsordnung verbieten, so der Senat, nicht nur den Beginn, sondern
auch die Fortsetzung und die Beendigung des
Überholvorgangs innerhalb der Überholverbotszone. Ein bereits vor Beginn der Überholverbotszone eingeleiteter Überholvorgang müsse noch
vor dem Verbotsschild abgebrochen werden. Wer
sich bei Beginn der Überholverbotszone mit seinem Fahrzeug bereits schräg vor dem zu überholenden Fahrzeug befinde, zu diesem aber noch
keinen hinreichenden Sicherheitsabstand gewonnen habe, sodass er vor dem überholten Fahrzeug
einscheren könne, müsse das Überholmanöver
ebenfalls abbrechen. Er müsse sein Fahrzeug gegebenenfalls verlangsamen und sich zurückfallen lassen. Das gelte auch im vorliegenden Fall.
Der Betroffene hätte, wenn er tatsächlich den
Überholvorgang noch vor Beginn der Überholverbotsstrecke begonnen haben sollte, beim Ansichtigwerden des ersten Überholverbotsschilds den
Überholvorgang rechtzeitig abbrechen müssen.
Den Fall, dass ein solcher Abbruch nicht gefahrlos
möglich ist, hatte der Senat nicht zu entscheiden.
OLG Hamm, Beschluss vom 07.10.2014, Az. 1 RBs
162/14 (rechtskräftig, Pressemitteilung des Gerichts)
78
Flottenmanagement 6/2014
nehmern oder zumindest allen Arbeitnehmern
einer abgrenzbaren Gruppe die Leistung zukommen lassen. Eine allgemein verbindliche Regel,
ab welcher Anzahl von Leistungen ein Arbeitnehmer auf die Fortgewährung auch an ihn schließen
darf, gibt es nicht. Es ist nach der BAG-Rechtsprechung auf die Art, Dauer und Intensität der
Leistungen abzustellen. Dabei kommt es auch
auf die Zahl der Anwendungsfälle im Verhältnis
zur Belegschaftsstärke oder zur Stärke einer begünstigten Gruppe an. Ferner sind neben der Bewertung der Relation von Anzahl und Wiederholungen und Dauer der Übung auch Art und Inhalt
der Leistungen einzubeziehen.
Herausgabeanspruch des Arbeitgebers entsprechend § 667 2. Alt. BGB
Das BAG hat in seiner Entscheidung § 667 2. Alt.
BGB entsprechend auf das Arbeitsverhältnis angewendet und somit eine Pflicht des Mitarbeiters
begründet, die aus dem Vielfliegerprogramm
„Miles & More“ erlangten Vorteile an den Arbeitgeber herauszugeben. Der Mitarbeiter sei nach
§ 667 2. Alt. BGB als Beauftragter verpflichtet,
dem Arbeitgeber als Auftraggeber alles, was er
aus der Geschäftsbesorgung erlangt, herauszugeben. Das schließt auch die Vorteile aus dem
„Miles & More“-Vielfliegerprogramm ein.
§ 667 BGB ist auf Arbeitsverhältnisse entsprechend anzuwenden, obwohl Arbeitnehmer nicht
im Sinne von § 662 BGB unentgeltlich tätig werden. Die auftragsrechtlichen Bestimmungen
enthalten allgemeine Grundsätze, die auch für
Arbeitsverhältnisse gelten. Wer im Interesse eines anderen Aufwendungen macht, kann Ersatz
der Aufwendungen von demjenigen verlangen,
für den er tätig geworden ist. Dieselben Grundsätze gelten für die Herausgabepflicht nach §
667 BGB. Diese Vorschrift bildet das Gegenstück
zum Aufwendungsersatzanspruch nach § 670
BGB. Der Beauftragte soll durch die Geschäftsbesorgung keinen Nachteil erleiden, aus ihr aber
auch keinen Vorteil ziehen. Ebenso soll der Arbeitnehmer regelmäßig neben der vereinbarten
Arbeitsvergütung keine weiteren materiellen
Vorteile aus seiner Arbeitsleistung erlangen.
Die für die Erbringung der Arbeitsleistung notwendigen Betriebsmittel hat der Arbeitgeber
zur Verfügung zu stellen. Nur was zur selbstverständlichen Einsatzpflicht des Arbeitnehmers
bei der Arbeit gehört, wird durch die Vergütungszahlung ausgeglichen.
Der Herausgabeanspruch nach § 667 2. Alt. BGB
setzt voraus, dass der Beauftragte etwas aus
der Geschäftsbesorgung erlangt hat. Das ist jeder Vorteil, den der Beauftragte aufgrund eines
inneren Zusammenhangs mit dem geführten
Geschäft erhalten hat. Das BAG urteilte, dass
der Arbeitnehmer solche Vorteile erlangt habe,
nämlich die Meilen für Vielflieger.
Unerheblich sei dabei, dass diese Vorteile nicht
unmittelbar aus seiner beauftragten Tätigkeit
im Rahmen seiner Vertriebsleiteraufgaben im
Ausland resultieren, sondern sich aus den von
ihm möglicherweise in eigenem Namen geschlossenen Beförderungsverträgen ergeben,
die nur dazu dienen, ihn zu seinem Arbeitsort
(Auftragsort) zu bringen. Erlangt und vom Her-
Autor
Rechtsanwalt Lutz D.
Fischer aus St. Augustin berät und vertritt
mittelständische Unternehmen, Unternehmerpersönlichkeiten
sowie Privatpersonen
im Wirtschafts-, Zivil-,
Arbeits- und Verkehrsrecht und ist bundesweit als juristischer
Dienstleister tätig. Ein besonderer Kompetenzbereich liegt im Bereich des Dienstwagen- und
Fuhrparkrechts. Rechtsanwalt Fischer ist Mitglied
der ARGE (Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im
Deutschen Anwaltverein) und Autor zahlreicher
Publikationen zum Dienstwagen- und Verkehrsrecht, unter anderem in der Fachzeitschrift „Flottenmanagement“, „Der Kfz-Sachverständige“ und
„autorechtaktuell.de“. Als freiberuflicher Dozent
ist er für das Goethe-Institut in Bonn tätig und
hält bundesweit Seminare zu „Dienstwagenüberlassung und Arbeitsrecht“ sowie zu „Professionelles Schadensmanagement im Fuhrpark“ für
das Weiterbildungsinstitut CompendiumPlus aus
Osnabrück.
ausgabeanspruch des § 667 BGB erfasst ist auch
das, was der Beauftragte aus Hilfs- oder Nebengeschäften empfangen hat, die der Auftragserfüllung dienen sollen.
Den erforderlichen inneren Zusammenhang zu
der Arbeitstätigkeit sah das BAG als gegeben
an. Wer als Arbeitgeber sämtliche Kosten der
Arbeitstätigkeit des Mitarbeiters trägt und auch
die dienstlich veranlassten Geschäftsreisen des
Mitarbeiters bezahlt, dem gebühren auch die
daraus resultierenden Vorteile. Deshalb hielt
es das BAG im entschiedenen Fall auch nicht für
relevant, dass die Bonusmeilen aus dem „Miles
& More“-Programm nach dem Willen der Fluggesellschaft gerade nicht für den Arbeitgeber,
sondern für den beauftragten Arbeitnehmer bestimmt sind.
Übertragbarkeit der BAG-Entscheidung auf
andere Bonussysteme
Die tragenden Entscheidungsgründe des Bundesarbeitsgerichts gelten nicht ausschließlich
für das Bonussystem der Lufthansa Miles & More,
sondern lassen sich grundsätzlich auch auf alle
anderen Bonussysteme und sonstige Vergünstigungen übertragen, die Arbeitnehmern anlässlich ihrer geschäftlichen Tätigkeit gewährt
werden. In der Praxis können denn auch Unterscheidungsschwierigkeiten auftreten hinsichtlich der Frage, ob ein Vermögenswert vorliegt,
der an den Arbeitgeber herauszugeben ist, oder
ob es sich lediglich um einen „bei Gelegenheit“
der Geschäftsbesorgung erlangten Vorteil handelt, der nicht an den Arbeitgeber herauszugeben ist. Als Faustformel kann man festhalten,
dass jedenfalls solche Vorteile herauszugeben
sind, die – wie in Schmiergeldzahlungsfällen –
eine Beeinflussung des Mitarbeiters zum Nachteil des Arbeitgebers befürchten lassen, weil die
RECHT
Interessen des Arbeitgebers objektiv gefährdet
werden.
Praxistipp: Vereinbarungen zu Sondervorteilen
aus Bonusprogrammen treffen
Klarheit für die Zuweisung von Sondervorteilen
aus Bonusprogrammen, aus Punktesystemen
oder Meilengutschriften lässt sich in der Fuhrparkpraxis nur dann erreichen, wenn zwischen
Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausdrückliche
arbeitsvertragliche Vereinbarungen darüber geschlossen werden, wem die Sondervorteile aus
Bonusprogrammen letztlich zustehen sollen. Dies
ist eine Aufgabe, die der Fuhrparkverantwortliche regelmäßig organisatorisch nicht bewältigen
kann, weil der Abschluss von Arbeitsverträgen
üblicherweise wie auch die Umsetzung aller anderen Personalentscheidungen eine Kernaufgabe
der Personalabteilung des Unternehmens ist.
Sollen die Sondervorteile aus Bonusprogrammen zwecks Einsparungen im Reisekostenbereich
im Wege der arbeitsvertraglichen Regelung dem
Arbeitgeber zugeschlagen werden und erklärt
sich der Mitarbeiter diesbezüglich nicht einverstanden, besteht in Ermangelung einer arbeitsvertraglichen Einigung Handlungsbedarf seitens
des Unternehmens. Dies sollte Personalverantwortliche unverzüglich dazu veranlassen, eine
bislang gegebenenfalls auch nur geduldete Privatnutzung von bekannten oder unbekannten
Meilenkonten zumindest nicht mehr vorbehaltlos
zu dulden, sondern ausdrücklich unter einen Vorbehalt zu stellen oder zweifelsfrei und eindeutig
zu untersagen.
Mitbestimmung des Betriebsrats bei Kundenbindungssystemen?
Und auch der Betriebsrat kann bei der Privatnutzung von Bonuspunkten aus Geschäftsreisen
ein Wörtchen mitzureden haben. Die Gestattung
der privaten Nutzung betrieblich erworbener
Bonuspunkte ist eine Frage der betrieblichen
Lohngestaltung und somit gemäß § 87 Abs. 1
Nr. 10 BetrVG mitbestimmungspflichtig. Die Anordnung des Arbeitgebers, dienstlich erlangte
Bonuspunkte dienstlich einzusetzen, unterliegt
wegen des Bezugs zur arbeitsvertraglichen Leistungsverpflichtung nicht der betrieblichen Mitbestimmung gemäß § 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG.
Steuerliche Fragen der Privatnutzung geschäftlich erwirtschafteter Bonuspunkte
Bonuspunkte aus Kundenbindungsprogrammen,
die Arbeitnehmer betrieblich erhalten und für
private Zwecke verwenden, sind sowohl steuerlich als auch sozialversicherungsrechtlich relevant. Ob und in welcher Höhe nämlich Lohnsteuern und eventuell sogar Sozialversicherungsbeiträge fällig werden, hängt ganz entscheidend
davon ab, für welche Zwecke die gesammelten
Bonuspunkte verwendet werden können. Kann
sich der Mitarbeiter für Bonuspunkte aus seiner
geschäftlichen Tätigkeit privat Sachprämien
aussuchen, dann stellt dieser Sachbezug einen
zu versteuernden geldwerten Vorteil dar, der
sich aber erst im Zeitpunkt der tatsächlichen
Inanspruchnahme der Bonuspunkte realisiert
– und nicht etwa vorher bei Gutschrift der Bonuspunkte auf dem Prämienkonto (FinMin. Saarland, Vfg. 24.10.2005, Az. B/2–4 – 134/05 – S
2334). Allerdings bleibt bei Sachprämien nach §
3 Nr. 38 EStG ein Betrag bis zur Höhe von 1.080
Euro steuerfrei. Stammen die Bonuspunkte dagegen aus dem Kauf von Waren, ist der geldwerte
Vorteil ohne Abzüge lohnsteuerpflichtig.
Können Bonuspunkte hingegen beim Einkauf
wie Geld verwendet werden (beispielsweise
Wertgutscheine), dann liegt schon mit Gutschrift der Bonuspunkte auf dem Prämienkonto ein geldwerter Vorteil vor, der ohne Abzug
lohnsteuerpflichtig ist. Freilich erfährt der Arbeitgeber hiervon letztlich nur dann, wenn der
Mitarbeiter ihm dies offenlegt. Der Arbeitgeber
sollte die Mitarbeiter darüber informieren, dass
diese gesetzlich verpflichtet sind, privat erhaltene Prämien aus betrieblichen Kundenbindungsprogrammen dem Arbeitgeber zu melden.
Sinn macht hier ein ausdrücklicher Hinweis im
Arbeitsvertrag oder in den unternehmensinternen Reisekosten-Richtlinien. Dieser Umstand
und die nicht unkomplizierte lohnsteuer- und
sozialversicherungsrechtliche Behandlung der
Privatnutzung geschäftlicher Bonuspunkte ist
ein gutes Argument dafür, in der Praxis die Privatnutzung geschäftlicher Bonuspunkte grundsätzlich zu untersagen und eine entsprechende
Regelung in den jeweiligen Arbeitsvertrag mit
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Kleiner Segelturn
Früher hat der Fahrlehrer vor einer roten Ampel
immer den Tipp gegeben: „bitte den Gang herausnehmen und ausrollen lassen im Leerlauf.“
Damit hatte er auch recht, denn im Schiebebetrieb – also wenn man vom Gas geht und der
Motor den Wagen nicht mehr antreibt – bremst
der Verbrenner das Auto ab. Wie kommt das?
Nun, die kraftschlüssige Verbindung zwischen
Motor und den Rädern bleibt auch nach der Gaswegnahme bestehen, und dann treiben die Räder den Motor an. Dafür ist jedoch ein gewisser
Kraftaufwand nötig, der dem Auto schlichtweg
den Schwung nimmt. Kuppelt man aus, wird die
Antriebsverbindung gelöst – und das Bremsmoment fällt weg. Das Auto rollt länger, und man
spart Energie. Ein bisschen Energie allerdings
geht weiterhin unnötig verloren, denn der Verbrennungsmotor läuft weiter und nippt am Tankinhalt. Ungefähr 0,8 Liter Kraftstoff gehen drauf
für den Leerlauf. Also machten sich die Ingenieure daran, diesen Umstand zu verbessern. Und
mit vermehrt einsetzender Elektronik kam auch
ein spezieller Modus für den Schubbetrieb auf
den Plan.
Moderne Maschinen erkennen über die Gaspedalstellung, wenn keine Leistung abgefordert
wird und schalten die Kraftstoffzufuhr ab. Jetzt
liegt der Fahrlehrer mit seinem Tipp plötzlich
falsch – oder etwa doch nicht? Was also tun vor
Quelle: Volkswagen
Ein Hybrid-Antriebsstrang
ist durchaus eine komplexe
Angelegenheit
80
Flottenmanagement 6/2014
Quelle: Mercedes-Benz
Der Verbrennungsmotor wird den Autofahrern wohl noch lange erhalten
bleiben. Doch nicht mehr in jedem
Betriebszustand wird er benötigt.
Beim Segeln zum Beispiel koppelt
ihn die Elektronik vom Antriebsstrang
ab, dann steht er still und verbraucht
keinen Kraftstoff. Ein Bremsmoment
baut er auch nicht auf. Solche Techniken und viele weitere werden nötig sein, um die EU-gesteuerte C02Grenzwertgesetzgebung einzuhalten.
der roten Ampel mit einem modernen Auto. In
den Leerlauf schalten oder den Gang eingelegt
lassen? Es kommt darauf an. Wenn das Bremsmoment bis zum Stillstand genutzt werden kann,
sollte der Gang unbedingt eingelegt bleiben,
schließlich verbraucht ein modernes Auto im
Schub nicht einen einzigen Tropfen Sprit. Sorgt
das Bremsmoment jedoch dafür, dass ab einem
bestimmten Punkt wieder kräftig beschleunigt
werden muss, dann hätte man den Gang besser
herausgenommen und den Leerlauf-Verbrauch in
Kauf genommen. Dritte Möglichkeit: Motor ausschalten. Doch Vorsicht, davon sei dringend abgeraten. Schließlich läuft die Servopumpe über
den Verbrennungsmotor, und bei Stillstand gibt
es weder Brems- noch Lenkkraftunterstützung.
Also tüftelten die Ingenieure weiter und kamen
auf den Segel-Modus.
Zunächst einmal muss klar sein – das Segeln
ist aus den verschiedenen betriebsrelevanten
Gründen nicht so einfach zu realisieren. Doch
mit zunehmender Elektrifizierung von Komponenten wurde automatisch auch der Grundstein
dafür gelegt. Bei den meisten Neuwagen ist die
Servopumpe längst vom Verbrenner unabhängig,
weil sie durch einen Elektromotor ersetzt wurde.
Aber der per Unterdruck betriebene Bremskraftverstärker ist meist noch vom Motor abhängig
– dann wäre der Segelmodus problematisch.
Eine Segelfunktion erlauben derzeit nur Hybridmodelle, da diese ohnehin über einen Antrieb
mit komplexeren Regelfunktionen verfügen
und auch deren Bremskrafthilfe nicht zwingend
über den Hauptmotor gesteuert wird. Da kann
dann auch mal bei 160 km/h der Verbrenner abgeschaltet werden, ohne eine beeinträchtigte
Verzögerung befürchten zu müssen. Derzeit sind
Autos mit Segelfunktion allenfalls eine Randerscheinung, doch mit der strenger werdenden
CO2 -Grenzwert-Gesetzgebung könnte diese
Technik durchaus zum Massenphänomen werden.
Und damit einhergehend wird auch die Elektrifizierung in eine neue Runde gehen. Milde Hybride inklusive Segelfunktion könnten in Sachen
Stückzahlen in ganz neue Dimensionen vorstoßen. Maximal 95 Gramm CO2 darf die Fahrzeugflotte eines Herstellers im Jahr 2021 ausstoßen.
Im kompakten Dieselsegment klappt das schon
heute ganz gut, doch Benziner im mittleren Segment – und vor allem gefragte SUV – überschreiten schnell die 120-Gramm-Marke. Namhafte
Zulieferer stehen bereits in den Startlöchern,
um den Brot- und Butterautos das Trinken abzugewöhnen. Mittels kleinem E-Motor, der auf die
Kurbelwelle zugreift und in betriebsungünstigen
Phasen boosten kann, sowie einem automatisierten Kupplungssystem sollen bis zu 17 Prozent Kraftstoff eingespart werden können. Dabei ist die Elektromaschine von entscheidender
Bedeutung, denn die unterstützt nicht nur den
Quelle: Porsche
Für den Segelbetrieb
ist eine Trennkupplung
unabdingbar
Verbrenner, sondern dient auch als Starter-Generator, was beim Segeln eine Rolle spielt. Schließlich braucht mal einen leistungsfähigen
Anlasser, der den Diesel oder Otto in Sekundenbruchteilen anspringen
lässt.
Auch bei den Getrieben werden die Hersteller künftig Neuland betreten. Denn, um eine Segelfunktion überhaupt zu ermöglichen, muss
der Antriebsstrang vom Verbrenner abgekoppelt werden, was mit einer konventionellen Schaltbox zunächst gar nicht möglich ist. Dazu
braucht es also entweder ein Automatikgetriebe oder zumindest ein
automatisiertes Schaltgetriebe. Doch viele Kunden bestehen trotz
Automatikbooms weiterhin auf ein klassisches Getriebe mit manueller Schaltung. Dafür haben Zulieferer wie Continental und Schaeffler
bereits Lösungen in Vorbereitung. So wird ganz gewöhnlich angefahren, und das System kuppelt bei Bedarf automatisch aus. Beim Gangwechsel muss der Fahrer das Kupplungspedal allerdings bedienen und
spürt demnach nicht, was hinter den Kulissen geschieht. Schön an der
Sache: Wer an der Ampel mal das Auskuppeln vergisst, wird von der
Technik unterstützt – abwürgen quasi nicht möglich.
Es bleibt also spannend, wie es mit den Antrieben weitergeht. Manch
ein Techniker sieht die milden Hybride in Sachen Verbreitung schon
in wenigen Jahren auf dem Level heutiger Start-Stopp-Systeme. Und
95 Gramm CO2/km bis 2021 sind nur der Anfang, es werden bereits
Grenzen jenseits der 80-Gramm-Grenze bis 2025 diskutiert – ob es
dazu kommen wird oder nicht, sei dahingestellt. Andererseits: Fans
potenter Antriebe müssen sich ebenso wenig Sorgen machen wie Liebhaber großer Verbrenner. Die Elektrifizierung der Antriebe wird indes
kontinuierlich voranschreiten, das Segeln ist nur ein kleiner Betrag.
Doch kleine Beiträge können in der Masse den entscheidenden Beitrag
leisten. Gute Nachrichten auch für Kunden mit dem Wunsch nach manuellen Getrieben: Sie werden noch lange erhalten bleiben. Wer sich
indes für einen großen Hybriden – freilich mit Segelfunktion – entscheidet, wird an einen Schaltautomaten kaum vorbeikommen. Doch
die meisten Langstrecken-Fahrer dürften darauf ohnehin nicht mehr
verzichten wollen.
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KOMMUNIKATION
Helfer im
Hintergrund
Beim Finale der DTM verblüffte Audi zehntausende Besucher mit einem autonom fahrenden Rennboliden
Neue Technologien, gerade auf dem Sektor Umgebungserfassung, verheißen eine Innovationswelle bei den Fahrerassistenzsystemen (FAS).
Neben Komfortverbesserung sollen sie eine Erhöhung der primären Sicherheit, oft auch als aktive
Sicherheit bezeichnet, ermöglichen. Dabei gibt
es drei Wege mit unterschiedlichen Wirkungsweisen, aber auch unterschiedlichen Anforderungen, dieses Ziel zu erreichen: die Vermeidung von
kritischen Situationen, Handlungsassistenz in
kritischen Lagen und Notmanöver. Neben dieser
rein technischen Betrachtung verbinden sich mit
den Fahrerassistenzsystemen auch Befürchtungen und Hoffnungen, sowohl für die Nutzer wie
auch für die Hersteller und die Gesellschaft.
Eine Modeerscheinung?
Wer schon einmal das Vergnügen hatte, einen
Oldtimer fahren zu dürfen, dem müssten einige
Schwierigkeiten im Umgang mit diesem bekannt
sein. So zeigt gerade die Automobilentwicklung
der neunziger Jahre, dass Fahrerassistenzsysteme keineswegs neu sind, sondern vielmehr zur
Erwartungshaltung beim Kauf eines Neuwagens
gehören. Beispielsweise optimieren Fahrdynamikregelung, wie ESP beziehungsweise DSC, die
Fahrstabilität bis an den Rand der physikalischen
Möglichkeiten. Dies hat die Europäische Union
dazu veranlasst, bei allen in der EU neu zugelassenen Pkw und leichten Nutzfahrzeuge bis 3,5
Tonnen zulässiges Gesamtgewicht seit dem 1.
November dieses Jahres das Antischleudersystem vorzuschreiben. Für alle anderen Fahrzeuge
greift die Pflicht ein Jahr später. Eine Studie der
Bosch-Unfallforschung bestätigt die Wirksamkeit: 2011 hat ESP in den damals 25 EU-Staaten
mehr als 33.000 Unfälle mit Verletzten vermieden
sowie mehr als 1.000 Leben gerettet, und das bei
einer angenommenen Ausrüstungsrate von nur
40 Prozent.
Aber auch an anderen Stellen sind Fahrerassistenzsysteme kaum mehr wegzudenken: So
82
Flottenmanagement 6/2014
ermöglichen die auf Ultraschallsensoren oder
Kameras basierenden Einparkhilfen ein „umsichtiges“ Einparken. Der Bremsassistent verschenkt
keinen Bremsweg mehr durch zögerlichen Bremskraftaufbau beim Panikbremsen. Das Navigationssystem verbannt die Karte vom Lenkrad. All
das sind nur wenige Beispiele für den Einsatz von
Fahrerassistenzsystemen in Fahrzeugen. Doch
auch die Innovationsflut der neunziger Jahre ist
keinesfalls der Beginn der Einführung von Fahrerassistenzsystemen. Sehr frühe Beispiele für
Fahrerassistenz sind so selbstverständliche Dinge wie Tachometer oder Anlasser. Mit dem „Fahrerinformationssystem“ Tachometer wurde dem
Fahrer erstmals ermöglicht, die Fahrgeschwindigkeit objektiv abzulesen. Gleichzeitig musste
der Fahrer nach Einführung des Anlassers nicht
mehr vor Fahrtantritt mit der Kurbel den Motor
auf doch sehr mühsame Weise selbst anwerfen.
Weitere heute völlig selbstverständliche Assistenz wird bei Servounterstützung von Bremse
sowie Lenkung und bei der Getriebesynchronisation geleistet. Dieser kurze Einblick in die Liste
der Fahrerassistenzsysteme ist keineswegs vollständig, zeigt aber schon, dass Fahrerassistenz
von Beginn der Automobilentwicklung an zu den
Entwicklungszielen gehört hat.
Lebensretter
Manchmal genügen schon ein Warnton und eine
ins Cockpit eingeblendete Kaffeetasse, die den
Fahrer nach einer langen Autofahrt daran erinnern, eine Erholungspause einzulegen. Nahezu 680.000 – also fast ein Viertel – der 2,95
Millionen im vergangenen Jahr in Deutschland
neu zugelassenen Pkw können genau das: einen
müden Fahrer warnen, bevor dieser einen Unfall
baut. Damit ist die Müdigkeitserkennung die am
häufigsten in Neuwagen eingebaute moderne
Fahrerassistenzfunktion. Das ist das Ergebnis einer Auswertung, für die Bosch auf Basis der Neuzulassungsstatistik 2013 die Ausstattungslisten
der wichtigsten Fahrzeugmodelle je Segment
untersucht hat. Die Bedeutung der unsichtbaren
Beifahrer wächst kontinuierlich. „Fahrerassistenzsysteme sind ein wichtiger Baustein, um die
Vision Zero zu erreichen – ein Straßenverkehr
ohne Tote“, sagt Gerhard Steiger, Vorsitzender
des Bosch-Geschäftsbereichs Chassis Systems
Control. Auch im neuen Euro-NCAP-Bewertungsschema, das die Verbreitung von vorausschauenden Notbremssystemen und Spurhalteassistenten vorantreibt, spiegelt sich dieses Ziel wider.
Und es wirkt sich auf die Produktionszahlen der
für die Assistenzsysteme unverzichtbaren Sensoren aus: „Bosch setzt 2014 mehr als zwei Millionen Radar- und Videosensoren ab. Das sind doppelt so viele wie im Vorjahr“, so Steiger.
Das Alter der Pkw auf deutschen Straßen hat mit
8,8 Jahren in diesem Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Damit bleibt der Anteil von Pkw
ohne Fahrerassistenzsysteme weiterhin auf einem hohen Stand: Zehn Prozent der Wagen haben nicht einmal einen Blockerverhinderer, 30
Prozent sind ohne Electronic-Stability-Control
(ESC) unterwegs (DAT-Report 2014).
Damit verfügen diese Fahrzeuge über erheblich
geringere Sicherheitsreserven als die neueren
Autos im Straßenverkehr. Dies ist gleichbedeutend mit einem deutlich verlängerten Bremsweg
auf nasser Fahrbahn und einer stark beeinträchtigten Dirigierbarkeit beim Ausweichen, beispielsweise auf Schnee. Daher raten Fachleute,
gerade bei diesen älteren Pkw, keinesfalls bei anderen sicherheitsrelevanten Bauteilen zu sparen:
„Premium-Winterreifen sind gerade an Fahrzeugen ohne Assistenzsysteme ein Muss“, erläutert
Prof. Dr. Burkhard Wies, Leiter ReifenlinienEntwicklung bei Continental. „Sie liefern hohen
Grip beim Anfahren und Bremsen sowie präzise
Seitenführung in Kurven. Gerade in Gefahrensituationen bieten sie das nötige Stückchen Sicherheit mehr. Damit zeigen sie, dass sie als einzige Verbindung zur Straße zu dem wichtigsten
Quelle: Audi
Fahrerassistenzsysteme stehen zurzeit im Fokus der Technikdiskussionen. Ein Grund für
die steigende Aufmerksamkeit ist sicherlich das Innovationstempo in den letzten Jahrzehnten auf diesem Gebiet. Ein
Blick in die Geschichte der Automobilentwicklung zeigt aber,
dass Fahrerassistenz schon immer ein Entwicklungsziel war,
obwohl die Systeme für das
Grundbedürfnis Mobilität eigentlich nicht notwendig sind.
Aber sie befreien den Fahrer
von lästigen Aufgaben und ergänzen seine Fahrfertigkeiten.
Daher wagt Flottenmanagement mit Ihnen eine Zeitreise
in die Entwicklung der Fahrerassistenzsysteme.
Sicherheitssystem zählen. Man sollte auch bedenken, dass die passiven Sicherheitssysteme
dieser älteren Wagen auf dem Stand von vor knapp zehn Jahren sind – dies betrifft Airbags,
Gurtstraffer und andere Systeme zum Insassenschutz“, erklärt Prof. Dr. Wies weiter.
Bald nur noch Fahrgast?
Die Frage, ob man in der Zukunft eigentlich nur noch Passagier im eigenen Fahrzeug ist, beschäftigt wohl derzeit die Gesellschaft am meisten. So verblüffte beispielsweise Audi beim
Finale der DTM zehntausende Besucher mit einem Prototyp, der den Hockenheimring in erstaunlichen zwei Minuten und zehn Sekunden mit Höchstgeschwindigkeiten bis zu 240 Stundenkilometer umrundete. Das war aber nicht dem Können eines professionellen Fahrers zu
verdanken – WLAN, GPS und reichlich Rechenpower der Computer im Kofferraum pilotierten
den Wagen ohne weiteres menschliches Zutun.
WIR WÜNSCHEN
EIN FROHES FEST!
Was nach purer Zukunftsmusik klingt, wird teilweise heute schon in modernen Fahrzeugen
angeboten. Beispielsweise bietet BMW bei einer von vielen Autofahrern ungeliebten Situation
– dem Rückwärtseinparken – ein vollautomatisches System. Neben den schon länger angebotenen Abstandspiepsern und Kameras übernimmt der mit dem i3 eingeführte Parkassistent
per Knopfdruck die Lenkarbeit sowie die Steuerung von Fahrpedal, Bremse und Gangwahl,
um den Stromer vollautomatisch auf einen parallel zur Fahrbahn liegenden Stellplatz zu manövrieren. Auch in Stuttgart versucht man, dem Fahrer in stressigen Situationen die Arbeit
am Steuer zu erleichtern. So führte Mercedes-Benz mit der neuen S-Klasse im vergangenen
Jahr auch gleichzeitig eine Weiterentwicklung des Abstandswarnsystems „Distronic“ ein. Mit
dem „Distronic Plus mit Lenkassistent und Stop&Go-Pilot“ genannten Stauassistenten fuhr
der Besucher aus Deutschland bei der Präsentation in der kanadischen Millionenstadt Toronto
selbstständig durch den Verkehrsstau, dem „Fahrer“ blieb währenddessen die Zeit, sich um
seine E-Mails zu kümmern. Augenscheinlich glich die Fahrt jeder normalen Stausituation, die
S-Klasse hielt konstant den Abstand zum Vordermann, beschleunigte und bremste automatisch, überholte auch selbstständig die Fahrzeuge auf der Parallelspur.
Obwohl die Vision vom autonomen Fahren schon viele Jahrzehnte alt ist, ermöglicht die Verbindung von immer größerer Rechenleistung, immer besseren Sensoren und der Elektrifizierung der Komponenten und ihrer Vernetzung über (Daten-)Bussysteme den Bau von einer
neuen Art Roboterauto. Die Technik soll Unfälle verhindern, den Spritverbrauch senken und
den Fahrer auch bei dichtestem Verkehr entspannt am Ziel ankommen lassen. Bei all den Verheißungen stellt sich höchstens die Frage: Bleibt die Freude am Fahren dabei auf der Strecke?
Doch nicht nur die Frage, ob wir nur noch Fahrgast im eigenen Fahrzeug sind, sondern auch
wie sich dies auf der rechtlichen Seite darstellt, muss erst noch analysiert werden. Auf dem 3.
Allianz Autotag diskutierten Experten der Allianz mit Vertretern der Automobilwirtschaft und
Politik Fragen zum Thema automatisiertes Fahren. Dabei stellte sich heraus, dass sichergestellt werden muss, dass hoch automatisierte Fahrzeuge ein höheres Sicherheitsniveau für Insassen wie auch für andere Verkehrsteilnehmer erreichen als nicht automatisierte Fahrzeuge.
Quelle: Bosch
Die Allianz erwartet dadurch langfristig einen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit und eine
Reduktion der Anzahl der Verletzten im Straßenverkehr. Zugleich soll ausschließlich der Kunde über die Daten und den Datenzugang verfügen. Mit seinem Einverständnis muss ein Zugriff
auf die Informationen auch Dritten möglich sein. Des Weiteren muss gewährleistet werden,
dass bei Verlassen des automatisierten Zustands der Fahrer die Führung des Fahrzeuges in einer angemessenen Zeit sicher übernehmen kann. Abschließend erfordert eine risikogerechte
Tarifierung der Fahrzeuge und die Klärung der Haftung im Schadenfall eine genaue Kenntnis
über Art und Funktionsweise der verbauten Fahrerassistenzsysteme.
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KOMMUNIKATION
84
Kongress
Unter dem Motto „Connected Car – die Zukunft
der Mobilität“ trafen sich auf dem carIT-Kongress im Rahmen der IAA Nutzfahrzeuge 2014
350 Entscheider aus der Automobil- und ITIndustrie sowie Vertreter aus Wissenschaft und
Politik. „Je früher wir die Öffentlichkeit über die
faszinierenden Möglichkeiten der individuellen
Mobilität von morgen begeistern, umso schneller werden aus Innovationen Märkte“, sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), in seiner Begrüßungsrede. „Wir schaffen Allianzen mit IT-Unternehmen,
etablieren Carsharingmodelle und entwickeln
alternative, umweltschonende Antriebe. Nötig
sind ein intensiver Gedankenaustausch und eine
konkrete Zusammenarbeit von ITK-Anbietern,
Energieversorgern, Dienstleistern, aber auch
von Kommunen und Investoren“, so der VDA-Präsident. Der Gesetzgeber müsse den infrastrukturellen und technischen Herausforderungen
begegnen, einen rechtssicheren Rahmen für alle
Beteiligten schaffen sowie die Rahmenbedingungen im europäischen, aber auch im globalen
Kontext harmonisieren.
Aktualisierung
Die My Mazda App bringt Mazda-Kunden, ihr Fahrzeug und ihren Händler noch näher zusammen.
Jetzt hat der japanische Autohersteller die 2012
erstmals eingeführte und kostenlose Smartphone-App aktualisiert. Sie erstrahlt in neuem Design, bietet verbesserte Fahrzeuginformationen
und Funktionen und ermöglicht laut Mazda eine
einfachere und intuitivere Registrierung. Mit der
App ist der jederzeitige Zugriff auf die komplette
Servicehistorie mit allen durchgeführten Wartungs- und Reparaturarbeiten aus dem Digitalen
Service Nachweis (DSN) möglich. Zudem erinnert
sie an den nächsten fälligen Wartungstermin.
Bei einer Panne oder einem Unfall ist mit ihr der
Kontakt zum Mazda Europe Service schnell hergestellt. Nutzer können außerdem ihr eigenes
Profil bearbeiten und auswählen, auf welche Weise sie von Mazda kontaktiert werden möchten.
Die App wird demnächst weiter ausgebaut. Sie ist
zunächst für Smartphones mit den Betriebssystemen iOS (Apple) und Android erhältlich; eine
Version für Tablets, die mit diesen Systemen arbeiten, soll in Kürze folgen.
Ampelassistent
Audi hat ein neues Fahrerassistenzsystem entwickelt. Anhand der Ampeldaten der
Kommunen erkennt der sogenannte Ampelassistent bevorstehende Rotphasen. Im Display gibt er dem Fahrer mithilfe eines Ampelsymbols und einer Geschwindigkeits- und
Zeitangabe Handlungsempfehlungen. Bei einer Rotphase wird die Ampel im Display
fünf Sekunden vor null ausgeblendet, vier Sekunden vor Grün der Motor wieder gestartet. Das soll zum einen den Blick des Fahrers auf das reale Geschehen lenken, zum
anderen Zeitverluste beim Anfahren vermeiden. Die Anzeige signalisiert außerdem die
passende Fahrgeschwindigkeit, mit der die nächste Ampelkreuzung bei Grün überquert
werden kann. Liegt das notwendige Tempo über dem Limit, sieht der Fahrer wieder das
rote Ampelsymbol, und die Uhr beginnt von Neuem, die Sekunden zu
zählen. Für das serienreife System
fehlen nur noch die Vereinbarungen
mit den Städten, die Daten, die der
Rechner der kommunalen Verkehrszentralen bereithält, auch verwenden zu dürfen. Die Preisgestaltung
für den Assistenten ist noch vage,
zwischen 500 und 1.000 Euro liegen
die Schätzungen der Experten.
Fahrtenbuch-App
Masternaut bietet für das elektronische Fahrtenbuch-Modul „Tax & Expense Manager“
ab sofort eine kostenlose App für die Betriebssysteme iOS und Android an. Damit profitieren Anwender von automatisierten und präzisen Streckenaufzeichnungen. Zudem
unterstützt die App bei der Spesenabrechnung sowie der Einhaltung von lokalen Steuervorschriften. Die neue Anwendung ist ab sofort unter dem Namen Driver Companion
für alle Masternaut-Connect-Kunden verfügbar und kann kostenlos he-runtergeladen werden.
Damit haben Nutzer auch von
unterwegs aus Zugriff auf die
Funktionen des Tax & Expense
Managers, der seit Anfang des
Jahres in die neue Plattform
Masternaut Connect integriert
wurde. Das Modul erstellt aus
den generierten Daten automatisch das elektronische Fahrtenbuch und unterscheidet je nach
Authentifizierung
zwischen
Geschäfts- und Privatfahrten.
Dabei liest die patentierte Technologie von Masternaut die Informationen kapazitiv aus dem CANbus aus. Gemäß des
Telematikspezialisten wird so eine bislang unerreichte Datengenauigkeit erzielt.
Neues Konzept
Im BMW i8 fällt der Blick des Fahrers auf ein von
Bosch entwickeltes Display-basiertes Kombiinstrument. Es kommt vollkommen ohne mechanisch bewegte Bauteile aus und bietet über einen
großen Monitor höchste Flexibilität zur Aufbereitung und Darstellung von Inhalten. Die Entwicklungsingenieure entschieden sich für ein 8,8 Zoll
großes TFT-Display. Der Monitor zeigt links die
aktuelle Fahrgeschwindigkeit an, während sich
die Darstellung der rechten Instrumentierung
ändert, je nachdem, welcher Fahrmodus über
den Fahrerlebnisschalter gewählt ist. Sowohl
Hardware als auch Software sind laut Bosch entsprechend leistungsfähig ausgelegt, sodass eine
perfekte visuelle Rückmeldung auch bei hochdynamischen Animationen sichergestellt ist.
Flottenmanagement 6/2014
Kooperation
Die Volkswagen Konzernforschung kooperiert ab sofort mit TomTom. Gemeinsam
soll eine digitale Karte für das automatisierte Fahren entwickelt werden. Die Fahrzeuge sowie das Know-how für das automatisierte Fahren werden vom Wolfsburger
Unternehmen bereitgestellt, während der niederländische Hersteller seine Kenntnisse über Kartendaten und deren Erzeugung mitbringt. Um den Anforderungen der
modernen Gesellschaft gerecht zu werden, brauchen wir das intelligente Fahrzeug“,
sagt Professor Dr.-Ing. Jürgen Leohold, Leiter Konzernforschung der Volkswagen AG,
zur Motivation des automatisierten Fahrens. Hierfür arbeiten die beiden Firmen an
einem Konzept, das auf dem „Navigation Data Standard“ (NDS) basiert. Dadurch kann
sichergestellt werden, dass das automatisierte Fahren zukünftig ohne teure Hardware funktioniert und damit skalierbar wird.
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Normverbrauch beim 1.5 l dCi Dieselmotor. Angabe nur gültig bei vergleichbaren Verbrennungsmotoren. Stand August 2014. Das Angebot gilt nur für Mitglieder eines
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TRANSPORTER
Messehighlights
der Knoten beim Thema Euro-6 nun durchschlagen ist. Ab dem kommenden Jahr werden sich Investitionen in die umweltfreundlichste Technologie endlich auch bei der Lkw-Maut lohnen.“
Insgesamt 2.066 Aussteller aus 45 Ländern präsentierten auf der IAA in Hannover, der weltweit wichtigsten Leitmesse für Mobilität, Transport und Logistik, aktuelle Innovationen im Bereich der kleinen und großen Nutzfahrzeuge.
Die Zahl der Aussteller nahm erneut zu und lag nur knapp unter dem Rekordniveau von 2008. So gab es auch in diesem Jahr einige interessante Highlights
auf dem knapp 265.000 Quadratmeter großen Areal zu bestaunen.
Ebenfalls aus Italien stammt die Transporterstudie Vision von Iveco. Hier zeigt sich, was in den
nächsten Jahren technisch wohl in den kleineren Nutzfahrzeugen Einzug halten wird: Von der
Integration von Tablets und Smartphones im Armaturenbrett bis hin zu Leichtbauelementen und
Hybridmotorisierung hat der Nutzfahrzeugspezialist in seinem neuesten Konzept viele Ideen verwirklicht. Auch Volkswagen stellte mit dem Tristar
eine Fahrzeugstudie vor. Viele Elemente des mit
Spannung erwarteten T6-Modells sollen hier bereits verwirklicht worden sein.
Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, Matthias Wissmann, zeigte sich sehr zufrieden mit dem deutlichen Wachstum der Nutzfahrzeugmesse: „Die IAA hat damit ihre Position
als weltweite Leitmesse für Mobilität, Transport
und Logistik weiter gestärkt und ausgebaut.“
Ähnliches betonte der Bundesverkehrsminister,
Alexander Dobrindt, bei seiner Eröffnungsrede
zur 65. Internationalen Automobilausstellung
der Nutzfahrzeuge: „Die IAA Nutzfahrzeuge ist
die weltweit bedeutendste Messe dieser Art. Fahrzeughersteller und Zulieferindustrie zeigen eindrucksvoll, welche Innovationen und Trends die
Nutzfahrzeugbranche bietet. Besonders interessant sind die technischen Entwicklungen in den
Bereichen Vernetzung, Effizienz und Fahrzeugsicherheit.“
Neue Studien und Fahrzeuge
Die Publikumsmagneten auf Automobilmessen
sind selbstverständlich die neuesten Entwicklungen der Fahrzeughersteller: Auch in diesem Jahr
gab es wieder einige Premieren, Facelifts und Studien zu entdecken. So präsentierte Fiat Professional die runderneuerte Version des Doblò Cargo.
Der Stadtlieferwagen erscheint in einem neuen
Design, das stärker an den großen Bruder, den
Ducato, angelehnt ist. Die vierte Generation des
Italieners wird als Kastenwagen, Kombi, Flachboden und Pritschenwagen erscheinen und soll
bereits im kommenden Jahr
auf deutschen Straßen rollen.
Die wahlweise 70 kW (95 PS)
oder 88 kW (120 PS) starken
Benzinmotoren erfüllen darüber hinaus die Euro-6-Norm,
die natürlich auch ein Thema
der diesjährigen IAA war. Mittlerweile, so der Tenor, könne
ein moderner Euro-6-Lkw im
Vergleich zu einem Lkw von vor
25 Jahren bis zu 98 Prozent
Schadstoffe einsparen. Alexander Dobrindt sprach gar von
v.li.n.re. Matthias Wissmann
einem Durchbruch bei der Ab(VDA), Alexander Dobrindt
gasreform und zeigte sich zu(Bundesverkehrsminister) und
frieden mit der Umsetzung der
Dr. Eckhard Scholz (VolkswaNormen durch die Automobilgen Nutzfahrzeuge)
industrie: „Wir sind froh, dass
86
Flottenmanagement 6/2014
Gleichzeitig präsentierte Mercedes-Benz dem
Fachpublikum den neuen Vito, bei dem die Scheinwerfer an der Front sofort ins Auge fallen. Diese
sollen optional auch mit dem Lichtsystem ILS ausgerüstet sein. Damit passen sich die Scheinwerfer automatisch an das Tempo des Fahrzeugs an
und verändern die Lichtverteilung selbstständig,
sodass der Fahrer immer die perfekte Sicht bei
Nachtfahrten über Autobahnen oder Landstraßen
haben soll.
Kommunikation und Innovation
Nicht nur bei den Automobilherstellern gab es
interessante Neuerungen zu entdecken. Auch
Nachrüstspezialisten und Zulieferer konnten mit
innovativen Ideen und Produkten überzeugen. So
steuerte der Getriebehersteller ZF einen 25 Meter
langen Lkw rückwärts durch einen Pylonenparcours, und das mit einem Fingerwisch über einen
Tablet-PC. Rangierschäden an Entladerampen
könnten so in Zukunft vermieden werden.
Neben den Tabletbildschirmen und Navigationsdisplays werden in Zukunft wohl noch weitere kleine Displays im Cockpit der Fahrzeuge
integriert werden. Der Zulieferer Continental
hat einen Totwinkelassistenten vorgestellt, bei
dem der klassische Außenspiegel durch 12-ZollBildschirme in der A-Säule des Fahrzeugs ersetzt
werden soll. Dies bringt für kleine und große Lkw
www.aluca.de
gleich mehrere Vorteile mit sich: Zum einen wird der einsehbare Bereich
im Vergleich zum Spiegel vergrößert und zum anderen reduziert sich der
Luftwiderstand durch die Anbringung von Kameras anstelle großer Außenspiegel. Die so verbesserte Aerodynamik hilft dabei, den Kraftstoffverbrauch zu senken.
Auf die inneren Werte kommt es an! Diese Erkenntnis hat, in gewissem
Maße, auch bei Nutzfahrzeugen seine Berechtigung. Das Thema Ladungssicherung beispielsweise spielt seit Jahren eine entscheidende Rolle in
der Branche. Daher verwundert es auch nicht, dass die Einbauspezialisten
ebenfalls interessante Neuerungen vorstellen konnten. Aluca präsentierte erstmalig die neue Aluca-BOXXen-Schublade auf Basis der bekannten
dimension2-Schubladen. Hierbei wurde das Prinzip der geschlossenen
Schublade durch ein stabiles (offenes) Rahmensystem ersetzt, das auch
den seitlichen Eingriff in die Boxen ermöglicht. Gleich zwei neue Sachen
gab es am Messestand von Bott zu bestaunen. Der neue Hyundai H350
Cargo wurde hier mit speziellen Einbaumodulen ausgestellt, die neben
dem kompletten Laderaumschutz auch Systeme zur Sicherung der Ladung
und eine Vielzahl an Komponenten der bott vario Fahrzeugeinrichtung
enthielten. Auch Sortimo konnte Premieren auf der diesjährigen IAA feiern und stellte Produkte aus der neuen Linie Varomobil vor. Diese Produktlinie entsteht in Kooperation mit dem Spezialisten für Werkstattbedarf, Montage- und Befestigungsartikel, der Theo Försch GmbH & Co KG.
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Zukunftsideen
Insgesamt bot die Nutzfahrzeug IAA in diesem Jahr mit dem „China-Tag“,
dem „Indien-Tag“ und dem „Türkei-Tag“ drei Länderschwerpunkte. Darüber hinaus gab es rund 30 Fachveranstaltungen und Kongresse, bei denen
sich die Besucher zu den neuesten Entwicklungen informieren konnten.
Ein Kongress fand unter dem Motto „Connected Car – die Zukunft der Mobilität“ statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung diskutierten 350 Entscheider aus der Automobil- und IT-Industrie sowie Vertreter der Wissenschaft
und Politik in verschiedenen Referaten und Keynotes über die Themenfelder Car-to-Car-Communications, E-Mobility und IT-Infotainment, autonomes Fahren, intelligente Navigation, Verkehrsmanagement und Fahrerassistenzsysteme. Dazu eingeladen hatten das Fachmagazin carIT, der
VDA und der IT-Verband Bitkom. „Das Auto erfindet sich neu – und ist wesentlicher Bestandteil unserer mobilen Zukunft. Car-IT ist die Grundlage
für Innovationen in den kommenden Fahrzeuggenerationen“, so fasste
Matthias Wissmann den Inhalt der Diskussionen treffend zusammen. Das
Fahrzeug wird immer mehr Aufgaben für den Fahrer übernehmen können.
Die Spitze dieser ‚Outsourcingmaßnahmen‘ ist sicherlich das autonome
Fahren. Mit dem Future Truck 2025 hat Daimler eine Studie vorgestellt,
die weltweit für Aufsehen gesorgt hat. Der Schwerlast-Lkw soll bereits in
wenigen Jahren den Güterverkehr revolutionieren und den Fernverkehr
der Zukunft noch sicherer, effizienter und vernetzter machen. Dabei fällt
die Daimlerstudie nicht nur durch ihr futuristisches Exterieur mit LEDLichtinszenierung auf, sondern vor allem sorgen die inneren Werte und
Funktionen für Aufsehen. So scannen Radarsensoren und Kameras das
Umfeld des Trucks. Dies mache Rückspiegel überflüssig und den Totwinkel
zu einem Problem der Vergangenheit, so die Entwickler. Ein Blind-SpotAssist beispielsweise kann für mehr Sicherheit beim Abbiegen und beim
Spurwechsel sorgen. Mit dem Highway Pilot soll darüber hinaus autonomes Fahren auch im Schwerlastverkehr realisiert werden. Der Lkw hält
automatisch den richtigen Abstand und das passende Tempo ein, sucht
sich via Navigation die kürzeste Strecke und lenkt Fahrer und Fracht sicher durch den Verkehr. Bei so viel Eigenständigkeit stellt sich nur noch
die Frage: Was macht eigentlich der Lkw-Fahrer in dieser Zeit? Doch auch
dafür haben die Ingenieure bei Daimler eine Antwort gefunden: In Zukunft wird der Fahrer mehr zum Transportmanager. Im Cockpit der Zukunft lenkt er nicht mehr den Truck, sondern hauptsächlich die Logistik
und Büroarbeiten.
Die Nutzfahrzeug IAA in Hannover war mehr als nur eine reine Automesse. Insgesamt wurden 322 Weltpremieren, 78 Europapremieren und 52
Deutschlandpremieren rund um das Thema Mobilität vorgestellt. So resümierte Matthias Wissmann auf der IAA-Abschluss-Pressekonferenz: „Diese IAA war auch ein großer internationaler Mobilitätskongress mit einem
spannenden Actionprogramm.“
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TRANSPORTER
88
Komfortsteigerung
Der Nissan NV200 startet mit dem gewissen Extra ins neue Modelljahr: Der Kastenwagen und
die Pkw-Varianten Evalia und Kombi bieten nun
serienmäßig mehr Komfort und zusätzliche Sicherheit. Das elektronische Stabilitätsprogramm
ESP beispielsweise gehört nun auch in allen Kastenwagen-Versionen zum Standard. Die zu Preisen ab 14.390 Euro netto erhältliche Einstiegsversion Kastenwagen Pro fährt darüber hinaus
jetzt serienmäßig mit vielen Ausstattungsdetails
vor. Elektrische Fensterheber und elektrisch einstellbare Außenspiegel sind ebenso an Bord wie
ein rutschhemmender Laderaumbodenschutz aus
Gummi. Eine Zentralverriegelung mit Funkbedienung gehört nun bereits in der Basisversion zum
Serienumfang. Die Ausstattungslinie Comfort
wartet ab sofort zusätzlich mit Seitenairbags auf.
Außerdem haben Kunden nun eine erweiterte
Auswahl bei den Optionen für Laderaum-Verglasung. Der zu Preisen ab 16.320 Euro netto startende NV200 Kombi verfügt zusätzlich über ein
Reifendruckkontrollsystem.
Elektrisch
Der neue Iveco Daily Electric hat fahrgestellseitig circa
80 Prozent Neuerungen. Insbesondere die Neudefinition
des Verhältnisses zwischen Radstand, Gesamtlänge und
Nutzlänge soll die Ladeeffizienz optimieren. Wesentlich
ist für die Elektroversion aber die Überarbeitung sowohl
der Systemarchitektur als auch der Bedienung. Durch
die Verwendung neuer Natrium-Schwefel-Akkus (Fiamm
EV 36) wurden gleich mehrere Verbesserungen erreicht.
Zum einen bezüglich der Nutzlast, zum anderen in Bezug auf die Reichweite. Im Maximalfall (drei Akkus) beträgt die Reichweite nun bis zu 200 Kilometer. Aufgrund
der höheren Kapazität ist das Fahrzeug erst bei 80 km/h
abgeregelt. Ebenso neu ist eine Schnellladefunktion
(wahlweise mit 380 oder 220 Volt). Intensive Tests, die
Iveco vor der Freigabe durchgeführt hat, ergaben eine
Lebensdauer von 130.000 Kilometern im Realeinsatz.
Das Nutzer-Interface basiert jetzt auf einem TabletComputer. Fahrzustand, verbleibende Reichweite et
cetera können anschaulich abgelesen werden, ebenso
kann ein Eco-Modus per Touch aktiviert werden.
Zusammenarbeit
Bott stattet ab sofort die Peugeot-Professional-Sondermodelle Avantage Edition und Service Edition mit
umfangreichen Lösungen zur Ladungssicherung und
zur Unterbringung von Arbeitsmaterial aus. Der Kunde
erhält das von bott fertig eingerichtete Fahrzeug aus
einer Hand – direkt beim Peugeot-Professional-Partner. Die Avantage Edition der Modelle Bipper, Partner,
Expert und Boxer verfügt über einen Basisausbau der
Stuttgarter Firma mit einem rutschhemmenden Fußboden, robusten Seitenwandverkleidungen und zahlreichen Hilfsmitteln zur Ladungssicherung. Im Boxer
Avantage Pro Edition erhält der Kunde zusätzlich vier
Spannstangen mit einer Wandhalterung. Die Service
Edition der Modelle Partner, Expert und Boxer beinhaltet eine Einrichtung, die möglichst vielseitig auf Profis
aus allen Service- und Handwerksbranchen abgestimmt
ist. Besonderes Augenmerk legten die Entwickler von
bott hierbei auf Sicherheit, Funktionalität und ideale
Nutzbarkeit des verfügbaren Raums.
Flottenmanagement 6/2014
Rettungs-Sticker
Mit der zunehmend komplexen Fahrzeugtechnik muss bei der sicheren Rettung von Fahrzeuginsassen nach einem Unfall immer mehr beachtet werden.
Unterstützung erhalten Rettungskräfte jetzt durch den Rettungs-Sticker mit QRCode für alle Mercedes-Benz-Transporter. Wird der QR-Code mit einem dafür geeigneten Reader gescannt, öffnet sich eine digitale Rettungskarte. Voraussetzung
ist verständlicherweise
eine bestehende Internetverbindung auf dem
Smartphone. Auf der Rettungskarte befinden sich
wichtige Informationen,
zum Beispiel zur Lage
kritischer Fahrzeugteile
wie Tanks, Airbags oder
elektrische
Leitungen.
Der Rettungs-Sticker hat
an den Mercedes-BenzVans seinen festen Platz (bei Vito und Sprinter an den B-Säulen auf der Fahrer- und der Beifahrerseite, beim Citan klebt der QR-Code im Tankdeckel und auf
der gegenüberliegenden B-Säule). Steht keine mobile Internetverbindung zur
Verfügung, können Rettungskräfte eine speziell für sie entwickelte App nutzen.
Diese Lösung ermöglicht, Rettungskarten aus dem Gerätespeicher offline abzurufen. Die App wird im Jahr 2015 kostenlos angeboten.
Ladungssicherung
Egal ob im Kofferraum, in einer Dachbox oder auf der Ladefläche eines Anhängers: Ungesicherte Gegenstände entfalten bei einer Vollbremsung oder einem Auffahrunfall
schnell ungeheure Kräfte. Rameder, Anbieter im Bereich Anhängerkupplungen und
Transportzubehör, appelliert deshalb unter dem Motto „geladen und gesichert“ an die
konsequente Ladungssicherung. Um für die häufigsten Situationen vorzusorgen, hat der
Anbieter unter www.kupplung.de ein praktisches 12-teiliges Sicherungsgurte-Sortiment
im Angebot. Für 18,48 Euro netto erhält der Kunde im Onlineshop des Unternehmens
vier unterschiedliche Zurrgurte mit Längen zwischen 2,5 und 5 Metern. Die maximal zulässige Zugkraft beträgt 100 oder 125 Deka-Newton (daN), was in etwa einer Gewichtskraft von 100 beziehungsweise 125 Kilogramm entspricht. Die Befestigung erfolgt je
nach Gurtart über Ratsche, Klemmschloss oder S-Haken. Ergänzend und zur Sicherung
von Kleinteilen liegen dem Set ferner je zwei Spanngurte in den Längen 40, 60, 80 und
100 Zentimeter bei.
Das Original
Der neue Volkswagen-Original-Transporter ist ab sofort erhältlich. Die Hannoveraner Nutzfahrzeugspezialisten bieten ihn in den Modellvarianten Kastenwagen,
Kombi, Caravelle und
Pritschenwagen an. Seine Variabilität und inneren Werte drücken sich
in über 1,4 Tonnen Nutzlast, bis zu 2,75 Metern
Ladelänge und maximalen 6,7 Kubikmetern
Laderaumvolumen aus.
Bei bis zu neun Sitzplätzen oder viel Stauraum
für Arbeitsgeräte muss
nichts auf der Strecke
bleiben. Auch nicht
die Sicherheit – dank
elektronischem Stabilitätsprogramm, ABS, EDS und Bremsassistent. Das Modell steht nun zu Preisen ab
16.783 Euro netto (Kastenwagen, kurzer Radstand, 2,0-l-TDI-Motor, 62 kW/84 PS)
bei allen teilnehmenden Partnern, was gemäß der Niedersachsen einem maximalen Preisvorteil von 5.747 Euro netto gegenüber einem vergleichbar ausgestatteten Transporter entspricht.
MEINE MEINUNG
Bin ich noch in Deutschland?
Schon beim abendlichen Betrachten der Werbung
im Fernsehen (für die Jüngeren unter Ihnen: „TVSpots auf dem Flatscreen-LCD-TV“) stelle ich mir
immer wieder diese Frage. Da werden Produkte
deutscher Hersteller fast durchweg mit englischen Bezeichnungen versehen. Nivea ist mit
seiner Produktpalette nur eines von vielen Paradebeispielen hierfür.
Eine Fahrt durch die Stadt beschert uns Begriffe
wie „The Body Shop“ (nein, nicht der Karosseriebauer ist gemeint), Esso „on the run“ (aha,
Tanken nur für Leute auf der Flucht), „KaffeeLounge“ (toller Sprachmix), der Parfümerie
Douglas, die uns mit ihrem Werbespruch um das
Hereinkommen und sofortige Herausgehen bittet
(„come in and find out“), und schließlich vorbei
am Hundesalon „Doggy-Style“ (aus Gründen des
Jugendschutzes gehe ich darauf nicht näher ein).
Bei uns sind Produkte nicht mehr zum Mitnehmen, sondern nunmehr alle „to go“ (wenn schon
auf Englisch, dann bitte korrekt „to take away“).
Nicht anders sieht es bei der Betrachtung diverser Zeitschriften aus. Als langjähriger Leser diverser Automobilfachzeitschriften stelle
ich mir immer häufiger die Frage, ob man bei
der Gestaltung und dem Texten der Artikel kein
Deutsch-Wörterbuch zur Hand hat. Lasse ich mir
Begriffe wie „Outsourcing“ und „Management“
noch gefallen, so fällt zum Beispiel bei der letzten Ausgabe von Flottenmanagement der Hinweis
auf „Special: Transporter“ ins Auge. Warum die
englische Schreibweise? Weiter geht’s mit „And
the winners are …?“ und natürlich diversen
Hinweisen auf Features bei Bestsellern. So liest
sich die „Ausstattungsliste“ des Passat wie ein
englischer Artikel. Sind Trendline, Comfortline
und Highline ja schon ein alter Hut, so kommt es
dann bei der Auflistung der Innovationen wirklich knüppeldick: Active Info Display, Head-upDisplay, App-basierte Rear Seat Media Control,
Front Assist , Emergency Assist, Trailer Assist …
Manche Hersteller schießen bei der zwanghaften
Suche nach englischen Begriffen für Ausstat-
tungsmerkmale regelrecht übers Ziel hinaus.
US-Amerikaner haben sich beim von Daimler
angepriesenen Extra „Active Body Control“ einfach nur noch schlapp gelacht. Die etwas prüdere Fraktion stellte sich die Frage, ob hier gegen
die guten Sitten verstoßen wird. Auweia. Vorbei die Zeiten, in denen Bedienelemente
im Fahrzeug noch in deutscher Sprache beschriftet wurden, oder wer erinnert sich nicht
an Abkürzungen des Bordcomputers des 5er
BMW vom Typ E34? Da standen noch „VERBR“,
„UHR“, „GESCHW“ und „A-TEMP“ zur Auswahl
per Knopfdruck parat und jeder wusste, welche Informationen mit Betätigung des Knopfes
abgerufen werden konnten … ohne exzessives
Studium der Bedienungsanleitung. Heute möchte man nach Begutachtung dieser die Automobilhersteller um Bereitstellung eines EnglischDeutsch-Wörterbuches bitten. Wäre sinnvoll. Ernsthaft: Lesen sich die Verfasser eigentlich
den Schwachsinn durch, den sie zu Papier bringen? Welcher Otto Normalverbraucher ist der
englischen Sprache so umfänglich mächtig,
dass er die Funktionen versteht (geschweige
denn, was das jeweilige „Feature“ ist)? Müssen wir unsere Sprache der Dichter und Denker
derart verunstalten, nur weil wir „global player“
sein oder mega-intelligent wirken wollen? Wir
verhunzen immer mehr unsere Sprache und bemerken dabei nicht, wie lächerlich wir uns bei
den „native speakern“ machen.
Einem ehemaligen US-Kollegen fiel beim Weihnachtsmarktbesuch das Schild „Hits für Kids“
auf. Etwas verunsichert fragte er mich, ob
wir tatsächlich unsere Kinder in aller Öffentlichkeit verprügeln dürfen. Und auch bei unserer
regen Verwendung des Begriffs „Handy“ musste er schmunzeln. Oldtimer kannte er ebenso
wenig wie Showmaster oder Bandleader. Und
als ihm die deutsche Kollegin für seine Präsentation einen „Beamer“ zur Verfügung stellen
wollte, konnte er nur mit den Schultern zucken
und ihr mit „Sorry, I drive Chevrolet“ antwor-
Autor
Seit nunmehr 20
Jahren ist Peter Insam für den Einkauf
von Betriebsmitteln
und Investitionsgütern für den Medizintechnik-Hersteller Maquet GmbH
in Rastatt tätig.
Hierzu gehört auch
der Fuhrpark mit
350 Fahrzeugen am
Standort Rastatt,
für den er seit 19 Jahren auch der Fuhrparkmanager ist. Zuvor sammelte er zahlreiche Erfahrungen im Rahmen von Auslandsaufenthalten in
Frankreich und Australien. Weltweit verwaltet der
Getinge-Konzern, zu dem auch die Maquet GmbH
gehört, etwa 6.000 Fahrzeuge.
ten (Sie ahnen es: „Bimmer“ ist dort umgangssprachlich der BMW).
Natürlich werden dort auch deutsche Begriffe
verwendet: Kindergarten, Angst, Bratwurst. Allerdings haben diese Begriffe dort keine andere
Bedeutung. Das sagt alles.
Denken wir mal darüber nach. Derweil gehe ich
in mein nächstes Meeting zum Briefing und bin
für die nächsten zwei Stunden nicht im Office.
Danach gibt es noch ein Follow-up mit unserem
Head of HR zum Thema Fleet-Management in der
Company (genauer: Car-Policy).
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen „all the best“
Peter Insam, Purchasing Teamleiter
Non Production Materials
DIENSTREISE
Y
Zusammenlegung
Ab sofort vereint car2go die Städte
Köln und Düsseldorf: Die bislang
getrennten Servicebereiche der beiden Metropolen werden zum neuen
car2go-Geschäftsgebiet-Rheinland
zusammengelegt. Fahrten auch zwischen den Orten sind jederzeit möglich. Zusätzlich zu den bereits integrierten Städten Neuss und Hilden werden auch zwei neue Parkspots
in Bonn und bei der Bayer AG an der Kölner Stadtgrenze zu Leverkusen
eingerichtet. Kunden können dann mit einem car2go von Köln bis zum
Düsseldorf Airport oder von Neuss bis Köln fahren und das Fahrzeug
dort auf einem beliebigen öffentlichen Parkplatz abstellen. Das Parken
auf Bewohnerparkflächen ist weiterhin ausschließlich in Düsseldorf gestattet. Für die Fahrt zwischen den einzelnen Geschäftsgebietszonen
und die Flughafenfahrt (je Hin- und Rückfahrt) wird eine Servicegebühr
von 4,90 Euro berechnet.
+
Neue App-Version
HotelTonight hat im Oktober eine neue Version seiner HotelbuchungsApp HotelTonight gelauncht und gibt gleichzeitig eine der größten Veränderungen in der Unternehmensgeschichte bekannt: Kurzentschlossene können Hotelzimmer nicht mehr nur am gleichen Tag, sondern bis
zu sieben Tage im Voraus buchen. Die neue Version ermöglicht somit
noch flexiblere Hotelbuchungen per Smartphone oder Tablet. Dabei
sollen Kunden zudem von besonders günstigen Last-Minute-Angeboten
profitieren. Auch für Hotels bietet die App Vorteile: Durch neue Themen-Playlists können sie ihren Bekanntheitsgrad steigern und neue
Gäste gewinnen. Die Benutzeroberfläche bietet darüber hinaus mehrere
Tools, mit denen sie ihre freien Zimmerkapazitäten optimal verwalten
können und eine Übersicht über Marktinformationen und Preisspannen
sowie den voraussichtlichen Impact der Last-Minute-Angebote erhalten. Die neue App-Version ist für iOS und Android sowie Windows Phone
und Tablet verfügbar und steht ab sofort zum Download bereit. Bis heute wurde die App rund 11 Millionen Mal heruntergeladen und gilt mit
10.000 Hotelpartnern in 28 Ländern und mehr als 500 Destinationen
weltweit als Marktführer auf dem mobilen Reisemarkt.
+
Neueröffnung
Die Carlson Rezidor Hotel Group eröffnet
das Radisson Blu Hotel Kayseri in der Türkei.
Es ist das zehnte Radisson Blu in der Türkei
und soll die Hotelmarke im Spitzensegment
weiter stärken. Das neu eröffnete Hotel
mit 244 Zimmern und Suiten befindet sich
in zentraler Lage in einer der am schnellsten wachsenden und modernsten Städte
der Türkei. Freizeit- und Geschäftsreisende
können das Wellnesscenter des Hotels genießen, zu dem auch ein traditionelles türkisches Hamam, ein Dampfbad, ein Hallenbad mit Strömungsbecken,
ein Thermalbad, ein Solarium und ein Fitnessbereich gehören. Vier Restaurants und Bars bieten neben lokalen auch internationale Gerichte
sowie die berühmten türkischen Nachspeisen. Ein Dachrestaurant mit
Bar bietet einen Panoramablick über die Stadt und den nahe gelegenen
Berg Erciyes. Mit seinen Tagungs- und Veranstaltungsräumen ist das
Radisson Blu Hotel nach eigenen Angaben die erste Adresse für Konferenzen und Privatveranstaltungen in der Stadt. Zum Hotel gehören
darüber hinaus acht Meetingräume und ein 808 Quadratmeter großer
Ballsaal.
Weiterbildung
Die Akademie des deutschen GeschäftsreiseVerbands VDR hat ihr
Seminarprogramm für 2015 veröffentlicht. Neben den bewährten
Fachstudiengängen bietet das Weiterbildungsinstitut auch Fachseminare, E-Learning und Inhouse-Schulungen an. Das Seminarprogramm
als E-Broschüre steht ab sofort zum Download auf der VDR-Homepage bereit. Für das neue Seminarprogramm hat die VDR-Akademie
ihr Angebot komprimiert. „Mit unseren Lehrgängen zum zertifizierten Travel-Manager, Account-Manager, Reisekostenspezialisten und
IHK-Geschäftsreisespezialisten bieten wir umfangreiche Wissensvermittlung mit zertifiziertem Abschluss“, sagt Michael Kirnberger,
Ehrenpräsident und Beauftragter für Aus- und Weiterbildung beim
Verband Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR). Insgesamt stehen
im nächsten Jahr rund 50 Termine für Anfänger, Fortgeschrittene und
Profis zur Wahl, die umfassendes Fachwissen für die komplexen Anforderungen im Geschäftsreise-, Mobilitäts- und Veranstaltungsmanagement vermitteln.
Preisvergleich
Launch
Geschäftsreisende, die ihre Business-Trips bei BCD Travel buchen,
können sich ab sofort die kostenlose BCD Travel App TripSource herunterladen, um ihre Reisepläne einzusehen und unterwegs produktiv
zu sein. Die App bietet neben der Synchronisation von BCD-TravelReiseplänen für Flüge, Hotels und Mietwagen unter anderem auch die
Verwaltung von Reiseplänen auf dem Smartphone sowie den Flugstatus
und Gate-Änderungen in Echtzeit. Sie ist im deutschen Apple App Store
und Google Play Store für Android-Geräte verfügbar. Außerdem arbeitet BCD Travel an der Einführung einer mobilen Webversion für BlackBerrys und Windows Phones. Eine TripSource-Enterprise-Lösung wird
zurzeit entwickelt, die unternehmensrelevante Informationen gezielt
einsetzt, damit Mitarbeiter während der gesamten Reise die besten
Kaufentscheidungen treffen. Somit können auch Travel-Manager im
Sinne ihres Travel-Management-Programms positiv Einfluss nehmen.
90
Flottenmanagement 6/2014
Y
Richtig günstig ist Fortbewegung auf kleinen Strecken in Deutschland nicht. Ein Blick ins Nachbarland Schweiz aber zeigt: Es geht auch
noch viel teurer. Dies sind nur einige Ergebnisse des aktuellen Preisvergleichs im Nahverkehr, den die Berliner Reisesuchmaschine GoEuro
(www.goeuro.de) für 60 Städte weltweit durchgeführt hat. Verglichen
wurden die Fahrtkosten für Taxi, Uber und den öffentlichen Nahverkehr. Für Taxi und Uber sind zehn Kilometer die Vergleichsgröße. Die
für den öffentlichen Nahverkehr veranschlagten Kosten entsprechen
einer Einzelfahrt. Die Fahrpreise in deutschen Großstädten – Berlin,
Hamburg, München, Frankfurt und Düsseldorf – liegen relativ nah
beieinander: So wird hier für eine Fahrt mit Uber zwischen 16 und 20
Euro fällig. Für eine Taxifahrt schwankt die Preisspanne zwischen 20
Euro und 22 Euro. Im öffentlichen Nahverkehr fahren Bus oder Bahn
für 2,00 bis 2,60 Euro von A nach B. „Der umfangreiche Vergleich von
Nahverkehrspreisen ermöglicht dem Verbraucher, preisbewusst zu entscheiden, wie er fahren möchte. Fortbewegung hat in den unterschiedlichen Ländern sehr verschiedene Preise. Wenn Reisende im [Ausland
viel unterwegs sind], kann der Preisvergleich bei der Entscheidung für
ein Land helfen“, erklärt Robin Wilfert, Creative Director bei GoEuro.
SIMPLY CLEVER
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Der Neue ŠKODA Fabia mit MirrorLinkTM.
Bühne frei für den perfekten Assistenten: den Neuen ŠKODA Fabia. Jetzt sind Fahrzeug und Smartphone optimal synchronisiert. Dank des optionalen MirrorLink™ sehen Sie unterwegs ausgewählte Apps auf dem Radiodisplay. Und das bei höchstem
Fahrkomfort – dank des großzügigen Innenraums. Wie in der Business-Welt darf es zudem auch hier an einem nicht mangeln:
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Fahrzeugdaten analysieren können. Weitere Informationen bei Ihrem ŠKODA Partner, unter unserer Business-Hotline
0 18 05/25 85 85 (0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Min.) oder www.fabia.de
Sygic Car
Navigation
WeatherPro
AUPEO!
Personal Radio
Audioteka
Parkopedia
Parking
Drive
MFA Pro
{jo}|}xoon{k{j~lqoÆ{juunn{oÆpkj{nwx}x{nwrwuăĖĕĕtvÖrwwn{x{}|ØěÖĖàĘÖĞ×j~¿n{x{}|ØęÖėàĘÖĖ×txvkrwrn{}ØęÖĝàĘÖęÕ
COėßvr||rxwnwtxvkrwrn{}ØĖĖĕàĝĝpătv(gemäß VO (EG){ÕĜĖĚăėĕĕĜ). Abbildungen zeigen Sonderausstattung.
DIENSTREISE
180 Millionen Euro verschenkt
Verspätungen oder Ausfälle bei Flügen
sind immer ärgerlich – Passagiere
sollten hier ihre Rechte kennen
Drei Stunden auf den Flieger warten: Eine Vorstellung,
die keinen sonderlich erfreut. Aber wie schaut es mit den
Rechten bei derlei Verspätungen aus? Nur die wenigsten Fluggäste schöpfen hier die juristischen Mittel aus
und verschenken damit bares Geld. Flottenmanagement
bringt Sie auf den neuesten Stand.
Die aktuellen Rechte von Flugpassagieren (Verordnung 261/2004/EG) wurden am 11. Februar 2004 von Europäischem Parlament und Rat verabschiedet und traten am 17. Februar 2005 in Kraft. In der Fluggastrechte-Verordnung ist festgehalten, welche Leistungen Fluggesellschaften gegenüber
ihren Passagieren zu erbringen haben, wenn es zu einer Flugverspätung
oder zu einem Flugausfall kommt. Dazu zählen neben Versorgungsleistungen wie kostenlosen Getränken und Snacks auch Unterkünfte. Unter bestimmten Voraussetzungen können Fluggäste zudem eine Entschädigungszahlung verlangen (siehe Grafik 1).
Grafik 1
Verspätung: Wann besteht Anspruch auf Entschädigungsleistung?
Für einen Anspruch auf eine Entschädigungszahlung müssen seitens der
Reisenden mehrere Dinge berücksichtigt werden: Neben einer pünktlichen
Anwesenheit beim Check-in (45 Minuten vor dem geplanten Flug, wenn
nicht von der Airline anders angekündigt) zählt dazu ebenfalls ein gültiges
Ticket.
Zu beachten ist: Der Passagier hat nur einen Anspruch auf eine Entschädigungszahlung durch die Fluggesellschaft, wenn diese für die Verspätung
verantwortlich ist. In der Regel ist dies bei technischen Defekten der Fall,
bei Streik und wetterbedingten Verspätungen wiederum nicht.
Bei einem Streik gelten allerdings einige Sonderregelungen. Maßgeblich
geht es darum, ob die Fluggesellschaft alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen hat, um die Auswirkungen des Streiks zu vermeiden. Dazu werden
auch Umbuchungen auf Flüge anderer Airlines gezählt. Wenn sich der Flug
auf einen anderen Tag verschiebt, muss die Airline die Übernachtung im
Hotel übernehmen. Auch wenn die Passagiere Kenntnis von einem Streik
und einer hieraus resultierenden Verspätung des Fluges haben, sollten sie
zur ursprünglichen Abflugzeit am Flughafen sein. Denn ansonsten besteht
die Gefahr, dass potenziell kurzfristig angebotene Ersatzflüge verpasst
werden. In dem Falle wären weitere Ersatzansprüche ausgeschlossen.
Quelle: Flightright
Bei Flugverspätungen, die von der Airline verursacht wurden, sieht die
Verordnung vor, dass finanzielle Entschädigungen erst bei einer gewissen Dauer der Wartezeit zu leisten sind (siehe Grafik 2). Dabei präzisierte
der Europäische Gerichtshof mit einem Urteil im September dieses Jahres
die Berechnung der Verspätung bei der Ankunft. So ergibt sich die exakte
Verspätung am Zielflughafen mit dem Öffnen der Türen des Flugzeugs und
nicht bei der Landung (Rechtssache: C-452/13).
Anwendbar ist diese Verordnung jedoch nur bei Flügen, die in der EU starten (unabhängig vom Sitz der Fluggesellschaft). Zudem ist sie bei allen in
der EU landenden Flügen aus Drittstaaten wirksam (Voraussetzung: Airline
hat Sitz in EU). Spezialtarife (beispielsweise kostenloses oder vergünstigtes Reisen), die für die Öffentlichkeit nicht ohne Weiteres zugänglich sind,
werden von der Verordnung ausgeschlossen. Im Wesentlichen gehören spe-
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ziell ausgehandelte Großkundentarife von Firmen oder vergünstigte Tarife
für Reisebüromitarbeiter dazu.
Flottenmanagement 6/2014
Welche Möglichkeiten haben Passagiere, um ihre Entschädigung/Erstattung zu erhalten?
Die EU-Kommission hat ein spezielles Beschwerdeformular für Fluggastrechte entwickelt. Es lässt sich unter anderem auf der Seite www.europa.
eu herunterladen. Das Formular muss ausgefüllt und an die entsprechende
Fluggesellschaft geschickt werden, eine Kopie sollte aufbewahrt werden.
DIENSTREISE
Quelle: Flightright
Grafik 2
2013 waren in Deutschland 28.115 Flüge (2012: 25.114) von mehr als drei
Stunden Verspätung oder Ausfall betroffen (Quelle: Saarbrücker Zeitung, 8/2014)
Sollte es seitens der Airline keine oder nur eine unzureichende Rückmeldung geben, können sich Passagiere bei der zuständigen nationalen Behörde (in Deutschland: Luftfahrt-Bundesamt in Braunschweig) beschweren. Experten raten, sich Verspätungen oder Absagen immer gleich am
Flughafen von der Fluggesellschaft schriftlich bestätigen zu lassen.
Das Einschalten eines Anwalts stellt eine weitere Möglichkeit dar, um an
seine Entschädigung zu gelangen. Klagt ein Flugpassagier auf eine Zahlung einer bestimmten Summe und verliert, muss er jedoch sowohl die Kosten für seinen eigenen Anwalt als auch die des Gerichts und der Gegenseite
tragen.
Eine weniger risikoreiche Alternative zur Klage sind die privaten Inkassodienste EUclaim, FairPlane, Flightright und refund.me. Sie streiten für
den Passagier mit der Fluggesellschaft und tragen die Kosten, wenn eine
Klage scheitert. Dafür erhalten die Fluggasthelfer bei Erfolg im Gegenzug
bis zu 30 Prozent Provision. Eine Einschränkung gibt es: Die Unternehmen
übernehmen ausschließlich Erfolg versprechende Fälle, die Erfolgsquote
ist dementsprechend hoch.
Zwei annullierte Flüge – zwei Entschädigungen
Mit dem Urteil des Frankfurter Amtsgerichts (September 2014) zu Entschädigungszahlungen bei Flugausfall wurden die Fluggastrechte erneut gestärkt. Bei dem Fall hatte ein Reisender weder seinen gebuchten noch den
alternativen Flug nach jeweiliger Annullierung antreten können und wurde
nun für beide entschädigt. Dies stellt wohl allerdings eher die Ausnahme
als die Regel dar.
Verspätungen von über drei Stunden bleiben für die Airlines das Hauptproblem in der Entschädigungsfrage und machen rund 90 Prozent der Klagen
aus. Für die restlichen zehn Prozent sind verpasste Anschlussflüge oder
„einfache“ Annullierungen verantwortlich. Obwohl auch Überbuchungen
Entschädigungen nach sich ziehen können, tendiert die Klagebereitschaft
hier momentan gegen null. Das Hauptproblem bleibt aber auch mit dem
neuerlichen Urteil bestehen: Die wenigsten Fluggäste kennen ihre Rechte
und konfrontieren noch viel zu selten die Airlines mit ihren Ansprüchen. Allein deutschen Fluggästen gehen dadurch Jahr für Jahr etwa 180 Millionen
Euro verloren. Weltweit liegt der Anspruch sogar bei 835 Millionen Euro.*
Wichtig: Der tatsächliche Flugpreis spielt bei der Entschädigung keine Rolle. Wer beim Ticketkauf ein Schnäppchen macht, kann so unter Umständen
am Ende mehr Geld ausbezahlt bekommen, als die Reise insgesamt gekostet
hat. Zudem müssen Entschädigungszahlungen nicht versteuert werden.
Fazit
Die Fluggastrechte wurden durch die letzten Urteile nochmals deutlich
gestärkt. Von Annullierungen, Umbuchungen, verpassten Anschlussflügen
oder größeren Verspätungen betroffene Passagiere sollten ihre Rechte
wahrnehmen und eine Entschädigung von der jeweiligen Fluggesellschaft
fordern. Einen ersten Überblick bieten diverse Internetportale (unter anderem die oben genannten Inkassodienste). So lässt sich dort auch kostenlos
die Höhe (beziehungsweise gegebenenfalls die Art) der Entschädigung berechnen. Grundsätzlich ist es als Betroffener sinnvoll, die Fluggesellschaft
erst einmal selbst zu kontaktieren. Sollte daraufhin nicht das gewünschte
Ergebnis erzielt werden, ist der Weg zu einem privaten Inkassodienst der
wohl risikoärmste. Falls dieser Inkassodienst den Fall ablehnen sollten,
bleibt die Möglichkeit, einen Rechtsanwalt einzuschalten. Denn eine Absage der Inkassofirmen bedeutet nicht automatisch, dass der Fluggast keinen
Anspruch auf eine Entschädigung hat.
* Quelle: Die Zahlen im Absatz sind vom Unternehmen refund.me übernommen.
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Der individuelle Bedarf und die richtige Optimierung sind entscheidend für eine persönliche Mobilitätslösung. Die Kundenberater von DB Rent analysieren und beziehen bereits bestehende Ansätze rund um Dienstwagen, Fahrzeugpools und Mobilitätsrichtlinien mit ein. So entsteht eine Lösung, die sich dem Unternehmen ideal anpasst. Jetzt mehr erfahren auf dbrent.de
Die Bahn macht mobil.
SPECIAL TANKKARTEN
Kartenspiel
Zunächst einmal ist eine Tankkarte für den Dienstwagenfahrer praktisch: Er benötigt kein Bargeld,
muss seine (private) Kreditkarte nicht benutzen
und hat auch immer genügend Guthaben, um
jedes gewünschte Ziel zu erreichen. Obendrein
kann er weitere nervige Kosten wie Mautgebühren, Motoröl oder die obligatorische Wäsche vor
dem wichtigen Kundentermin gegebenenfalls
auch über die Tankkarte bezahlen.
Aber auch für das Unternehmen gibt es zahlreiche Vorteile: Die Tankkosten pro Mitarbeiter
oder Fahrzeug werden automatisch in das Fuhrparkverwaltungssystem eingepflegt, und die
Buchhaltung freut sich über in der Regel nur
zwei Monatsrechnungen statt eines ganzen Stapels Bar- und Kreditkartenbelege. Werden die
Kilometerstände beim Tanken gleich mit erfasst,
kann der Fuhrparkmanager einfach im laufenden
Betrieb abschätzen, ob die Leasingvereinbarung
noch der Realität entspricht beziehungsweise
wann das gekaufte Fahrzeug sinnvollerweise auszusteuern sein wird.
Je nach eingesetzter Karte profitiert das Unternehmen vielleicht auch noch von einer Festpreisgarantie, auf jeden Fall aber von der einfacheren
Abrechnung von Tankkosten im Ausland. Zudem
bieten viele Tankkarten inzwischen auch den Bezug von alternativen Kraftstoffen wie Erdgas oder
sogar Strom an (siehe Übersicht ab Seite 100).
Bleiben da überhaupt noch Nachteile oder Einschränkungen? Ja, sagen zumindest die vierzehn
Prozent der in unserer aktuellen Onlineumfrage
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Flottenmanagement 6/2014
Fast egal, unter welchem Gesichtspunkt man die Tankkarte betrachtet: Die
Vorteile überwiegen. Daher nimmt ihre Verbreitung in deutschen Fuhrparks
auch immer weiter zu.
(ab Seite 104) befragten Fuhrparkmanager, welche die Nutzung der Tankkarten in ihrem Unternehmen ablehnen. Hauptargument ist die Einschränkung bei der Tankstellenwahl im laufenden
Betrieb – Mitarbeiter müssten unter Umständen
Umwege in Kauf nehmen oder zumindest Zeit für
die Planung der Tankstopps aufwenden, sofern
sie nicht ohnehin immer in der gleichen Region
unterwegs sind. Zumindest dafür gibt es allerdings auch eine pragmatischere Lösung: zwei
oder mehr Tankkarten verschiedener Anbieter.
Höhere Kosten durch den Einsatz von Tankkarten
war das zweite Argument ihrer Gegner – und diese multiplizieren sich zugegebenermaßen mit der
Anzahl der eingesetzten Tankkarten. Allerdings
dürften die Einsparungen allein bei der Buchhaltung die doch recht geringen Kartenkosten ausgleichen, wenn man genau nachrechnet.
Wer eine Tankkarte einsetzen möchte, muss vor
allem eines machen, um die richtige Entscheidung zu treffen: sich vorab damit auseinandersetzen, was die Tankkarte leisten soll und welche
Produkte und Services der damit ausgestattete
Mitarbeiter bezahlen können soll. Das berührt
dann auch Fragen wie: Wie viel Privates ist in
der sogenannten Ein-Prozent-Versteuerung aus
Unternehmenssicht mit abgegolten? Dürfen private Urlaubsfahrten mit der Tankkarte bezahlt
werden, und wenn ja, dann auch gleich noch die
zugehörige Autobahnmaut? Wie schaut es mit
Autowäsche, Öl und neuen Scheibenwischern aus
– insbesondere im Ausland?
Restriktiv zu handhaben sind sicher private Zusatzeinkäufe wie Snacks oder Kaffee – denn das
müsste die Buchhaltung dann wieder aus der
schönen Gesamtrechnung herausziehen und dem
Mitarbeiter belasten. Und der Vorteil der einfachen Verbuchbarkeit wäre dahin, sofern das Unternehmen nicht über eine Verwaltungssoftware
verfügt, die auch dies automatisiert erledigt.
Auch die Frage der Flexibilität bezüglich der
Tankstellenwahl muss vorab geklärt werden.
Meist rechnet es sich nicht, für einen geringen
Vorteil bei der Mengenbündelung dem Mitarbeiter einen Großteil der potenziellen Tankmöglichkeiten zu versperren. Denn auch Zeit und
Wegstrecke ist Geld – allerdings kostet jede zusätzliche Tankkarte auch wieder eine zusätzliche
Gebühr.
Eigentlich bleibt da nur noch die abschließende Frage, über wen die Tankkarte bezogen wird:
Nicht nur die Mineralölgesellschaften selbst haben diese im Angebot, der Baustein „Tankkarte“
ist auch bei den Leasinggebern zu haben, zudem
gibt es auch noch die freien Tankkartenanbieter
mit ebenfalls attraktiven Angeboten.
TANKKARTEN SPECIAL
Das Tankkartenangebot der Leasinggesellschaften geht heute weit über den
reinen Bezug von Kraftstoff hinaus
Diese Karte
hält Ihre Flotte
in Bewegung …
Quelle: Alphabet
Bequem tanken an über 2.000 Tankstellen
An Transparenz gewinnen
Das Kraftstoffmanagement und die
damit verbundenen Tankkarten gelten schon seit langer Zeit als eines
der Kernelemente eines Full-Service-Leasingvertrags. Da ist es auch
nicht weiter verwunderlich, dass das
Tankkartenangebot der Leasinggeber stetig wächst. Flottenmanagement gibt Ihnen einen Einblick in den
Kraftstoffbezug über Leasinggesellschaften.
Ein Liter Diesel für 1,32 Euro signalisiert die
Leuchtanzeige der Markentankstelle am Rande
des Stadtzentrums. Nur knapp drei Kilometer
weiter an einer sogenannten B-Netz-Tankstelle
sind es nur noch 1,25 Euro. Ein kleiner Umweg würde sich da lohnen. Doch die meisten
Dienstwagennutzer lassen solche günstigen
Gelegenheiten links liegen. Nicht etwa, weil die
Tankrechnung ohnehin von ihrem Arbeitgeber
beglichen wird, sondern weil ihre Tankkarte nur
bei einer der großen Premiumtankstellen gilt.
Doch während die Flottenbetreiber mit den
Leasinggesellschaften bei den Raten um jeden
Cent hart verhandeln, stehen die laufenden
Spritausgaben – oftmals der größte variable
Kostenblock – nur selten im Fokus.
Mit dem steigenden Tankkartenangebot über
Leasinggesellschaften sowie der Integration
der „B-Netztankkarte“ von Novofleet beginnt
dieses Schema langsam aufzubrechen. Laut einer Umfrage bei ausgewählten Leasinggebern
wird die Dienstleistung „Tankkarte“ von mehr
als der Hälfte der Kunden genutzt. Dennoch erhoffen sich diese durch das wachsende Angebot
mehr Zuspruch bei den Leasingnehmern: „Das
Interesse an unserem Tankkartenservice ist
insgesamt sehr hoch. Derzeit nutzt in etwa die
Hälfte unserer Kunden dieses Serviceangebot.
Durch die Vorteile eines aktiven sowie nachhal-
tigen Kraftstoffmanagements und die Ergänzung um die neue Tankkarte Novofleet erwarten
wir daher einen Zuwachs im kommenden Jahr“,
erklärt Uwe Hildinger, Leiter Vertrieb und Marketing bei Alphabet. Oftmals kommt dabei nicht
nur eine Tankkarte zum Einsatz, bestätigt uns
Brian Gäbler, Procurement Manager & Teamleader Logistics bei Athlon Car Lease: „Derzeit hält
Athlon Car Lease circa 48.000 Tankkarten in seinen Verträgen. Dies entspricht im Hinblick auf
eine gängige Zwei-Karten-Lösung eine Durchdringung von nahezu 86 Prozent aller Leasingverträge. Zusätzlich zur Vertragssteigerung
in unserem Portfolio steigt die Akzeptanz der
Tankkarte und des Tankkartenmanagements.“
Kundennutzen
Insbesondere die Reduzierung des Belegvolumens, die Vereinfachung der Reisekostenabrechnung, mehr Transparenz durch das Controlling sowie Reporting, wie beispielsweise
bei der Übersicht über die aktuellen Kilometerstände, und die vorteilhafte Preisstellung für
den Kunden zählen zu den zentralen Aspekten
für die Leasingnehmer. „Entscheidender Vorteil für unsere Kunden ist das Monitoring ihrer
Tankkosten nicht nur als Ist-Größe, sondern
insbesondere gegen die budgetierten Werte.
So liefert unser Onlinekonfigurator bereits bei
der Kalkulation/Bestellung ganz bewusst den
erwarteten Kraftstoffverbrauch und versetzt
damit den Fuhrparkleiter in die Lage, adäquate Werte in seiner individuellen Planungs-/
Budgetrunde zu berücksichtigen und über den
Leasingzyklus zu verfolgen“, erläutert Philipp
Berg, Leiter Vertrieb & Marketing bei der Daimler Fleet Management GmbH.
Unterhalten Sie als
Unternehmen einen Fuhrpark?
Dann sind Sie bei uns richtig.
Unsere AVIA CARD unterstützt
Sie in der Steuerung Ihrer Flotte
und entlastet Ihre Buchhaltung.
Wir beraten Sie gerne persönlich.
Ähnlich sieht die Volkswagen Leasing in der
Transparenz einen Hauptgrund für den Bezug
von Tankkarten: „Generell wird durch die Inanspruchnahme von Tankkarten die Mobilität
des Fuhrparks und der Fahrer sichergestellt.
Aus diesem Grund spielt die jeweilige Netzab(Fortsetzung auf S. 96)
www.avia.de
SPECIAL TANKKARTEN
deckung der Tankkarten eine wesentliche Rolle.
Gleichzeitig sind Tankkarten aber auch unter
dem Gesichtspunkt der Transparenz ein wichtiges Mittel zum Zweck. Denn gerade die Kraftstoffkosten sind traditionell bei den Total Cost
of Ownership einer der höchsten Kostenblöcke.
Durch entsprechende KraftstoffverbrauchReportings, über unsere separat zu buchende
Online-Reporting-Software FleetCARS, lassen
sich schnell Ausreißer identifizieren und Gegenmaßnahmen einleiten“, weiß Gerhard Künne,
Sprecher der Geschäftsführung der Volkswagen
Leasing GmbH, zu berichten.
Als einer der zentralen Punkte beim Bezug von
Tankkarten ist das Reporting dementsprechend
umfangreich: „Mithilfe des LeasePlan-Reportings
erhält der Kunde auf Wunsch automatisch detaillierte Kosten- und Verbrauchsdarstellungen. So
liefert zum Beispiel der Einzelbetankungsreport
die genauen Tankstellenadressen und ist damit
ein Instrument zur Kostenkontrolle mit aktuellen Auswertungsmöglichkeiten sowie sinnvollen
Hinweismechanismen. Daneben prüft LeasePlan
automatisch alle Betankungen auf Missbrauchssignale und unterrichtet in solchen Fällen unaufgefordert den Kunden, sodass dieser unmittelbar
eine konkrete Prüfung des Sachverhalts vornehmen kann“, schildert Dieter Jacobs, Geschäftsleitung Fuhrparkmanagement bei LeasePlan
Deutschland.
„Ein wesentlicher Aspekt ist, dass der Verwaltungsaufwand und die Rechnungsabwicklung von
uns übernommen werden. So spart der Kunde eine
Menge Zeit und kann sich seinem Tagesgeschäft
widmen. Darüber hinaus nutzen zunehmend viele
Kunden die Möglichkeit, den gesamten Fuhrpark
mit ALD-Tankkarten über Verwaltungsverträge auszustatten, um die vorgenannten Vorteile
Integration der Tankkarten bei ausgewählten Leasinggesellschaften
ALD Automotive
Alphabet
Fuhrparkmanagement GmbH
Athlon Car Lease Germany
GmbH & Co.KG
Arval Deutschland GmbH
Daimler Fleet
Management GmbH
Internetadresse
www.aldautomotive.de
www.alphabet.de
www.arval.de
www.athloncarlease.de
www.daimler-fleetmanagement.de
Bedingungen für Inanspruchnahme
Leasingvertrag bei ALD Automotive
auch als Einzelleistung erhältlich
auch als Einzelleistung erhältlich
abhängig von der gewählten
Tankkarte
Leasingvertrag mit Servicebaustein „Tankkarte“
Angebot an Tankkarten
Aral CardPlus, euroShell Multi
Card
Aral CardPlus, euroShell Multi
Card, Novofleet Tankkarte
Aral CardPlus, euroShell Multi
Card
Aral CardPlus, ESSO Card, euroShell
Multi Card, Novofleet Tankkarte,
OMV Business Card, Total Card
Aral CardPlus,
euroShell Multi Card
Ab welcher Fuhrparkgröße
unabhängig
ab einer Flottengröße von 20
Fahrzeugen
ab dem 1. Fahrzeug
unabhängig
ab dem 1. Fahrzeug
Einzelbelegdarstellung
nein
ja
ja
nein
ja
Verbräuche/CO2
ja
ja
ja
ja
ja
Kosten, diverse Aufstellungsmöglichkeiten
ja
ja
ja
ja
ja
Ausweis von Premiumkraftstoffen
ja
ja
ja
ja
ja
Sonstiges
Onlinezugriff auf Reportings,
Abgleich von Füllmenge und
Tankgröße
k.A.
komplette Produktaufstellung,
die mit der Karte bezahlt wurden
(Schmierstoffe, Ersatzteile, Autowäsche, Maut, Kioskartikel usw.)
Verbrauchsanalyse, Tendenz,
Ausreißer, Falschbetankung,
Benchmark
umfassende und individuelle
Tankreports mit xFleet-Reporting
möglich
erfolgen in welchem Zyklus?
monatlich
14-tägig
monatlich
monatlich
täglich
Frühwarnsystem bei Abweichungen
ja
ja
ja
ja
ja
Abweichungen bei Kraftstoffart
ja
ja
ja
ja
ja
Abweichungen vom
Soll-Verbrauch
ja
ja
ja
ja, abhängig von der Tankkarte
ja
Sonstiges
Warnmeldung bei falschen
Angaben
k.A.
k.A.
k.A.
kundenspezifische Warnfunktionen
Besonderheiten
k.A.
einfache Tankstellenpartnersuche über AlphaGuide-App;
komplette Administration über
Alphabet
k.A.
k.A.
steuerrechtlich einwandfreie
Abwicklung der Auslandsbetankungen und konsolidiertes
Reporting bei Nutzung mehrerer
Tankkarten pro Fahrzeug möglich
Haftungshinweise bei
Verlust/Manipulation
unverzügliche Meldung an
den Leasinggeber im Falle des
Verlusts der Tankkarte oder deren
missbräuchlicher Verwendung;
bis zum Eingang der Verlustmeldung haftet der Leasingnehmer
für etwaige Missbrauchsschäden
unverzügliche Meldung über
Alphabet-Service-Hotline im
Falle des Verlusts der Tankkarte
oder deren missbräuchlicher
Verwendung; bis zum Eingang
der Verlustmeldung haftet der
Leasingnehmer für etwaige
Missbrauchsschäden
unverzügliche Meldung an
den Leasinggeber im Falle des
Verlusts der Tankkarte oder deren
missbräuchlicher Verwendung;
bis zum Eingang der Verlustmeldung haftet der Leasingnehmer
für etwaige Missbrauchsschäden
Haftungsbeschränkungen sind
je nach Tankkartenaussteller
unterschiedlich
unverzügliche Meldung an den
Leasinggeber im Falle des Verlusts
der Tankkarte oder deren missbräuchlicher Verwendung; bis
zum Eingang der Verlustmeldung
haftet der Leasingnehmer für
etwaige Missbrauchsschäden
Abrechnungszeitraum
monatlich
monatlich
einmal monatlich (nachschüssig)
monatlich
monatliche Sammelrechnung
Kontakt für Interessenten
ALD Automotive
Tel.: 040/47104-0
E-Mail: [email protected]
Uwe Hildinger
E-Mail: [email protected]
Sebastian Fruth
Tel.: 089/90477-0
E-Mail: [email protected]
Athlon Car Lease Germany
Tel.: 0211/5401-7380
E-Mail: [email protected]
athloncarlease.de
Philipp Berg
Tel.: 0711/2574-4405
E-Mail: [email protected]
daimler.com
Wichtige Reportings
Wichtige Warnfunktionen
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Flottenmanagement 6/2014
TANKKARTEN SPECIAL
vollumfänglich nutzen zu können“, gibt Karsten
Rösel, Geschäftsführer der ALD AutoLeasing D
GmbH, als weiteren Vorteil zu verstehen.
Über den Kraftstoffbezug hinaus
Mit Tankkarten können nicht nur die Kraftstoffkosten einfach und bargeldlos abgerechnet
werden. Dienstwagennutzern ist es zudem auch
möglich, Pass-, Maut- und Tunnelgebühren über
die Karte abrechnen zu lassen. Je nach individueller Berechtigungsstufe gibt es zusätzlich die
Möglichkeit, Leistungen wie Wagenwäsche, ShopArtikel et cetera darüber abzuwickeln. Durch diese
Zusatzleistungen fallen Beleg- und Prozesskosten
vollständig weg. Damit steigert sich die Flexibilität des Fahrers auf der einen Seite, auf der ande-
ren Seite sinkt aber der administrative Aufwand
für den Fuhrparkmanager. Einige Leasinggesellschaften integrieren diesen Service direkt in das
Tankkartenangebot: „Wir bieten unseren Kunden eine Co-branded ServiceTankCard an. Dies
bedeutet, Waren und Dienstleistungen aller Art
wie beispielsweise Werkstatt, Reifen, Kraftstoff,
Mietwagen, Maut et cetera können individuell
nach Kunde beziehungsweise dessen Leasingvertrag bezogen werden“, erklärt Michael Velte, Geschäftsführer der Deutsche Leasing Fleet GmbH.
Insgesamt gesehen reicht das von den Leasinggesellschaften angebotene Portfolio an Tankkarten über den reinen Bezug von Kraftstoff hinaus:
„Unsere Kunden erwarten einen Überblick über
Leasinggesellschaft
der AutoBank GmbH
die Kosten und den Kraftstoffverbrauch ihrer
Flotte. Bei Arval begegnen wir diesen Wünschen
mit unserem Online-Reporting. Damit erhalten
Fuhrparkmanager einen Überblick über den Kraftstoffverbrauch ihrer Fahrzeuge. Unser Reporting
ermöglicht eine Betrachtung und Analyse aller
Kosten sowie zusätzlich aller Fahrzeug- und Leasingvertragsdaten und geht somit weit über die
Betrachtung der Kraftstoffkosten hinaus. Auch
die persönliche Zusammenarbeit ist wichtig. Unternehmen, die ihre Tankkarte über den Leasinggeber beziehen, haben nur einen Ansprechpartner, der die Bestellung, Stornierung und den Ersatz von Tankkarten miterledigt“, fasst Sebastian
Fruth, Commercial Director der Arval Deutschland,
das umfangreiche Serviceangebot zusammen.
Deutsche Leasing Fleet GmbH
GE Auto Service Leasing GmbH
LeasePlan Deutschland GmbH
Sixt Leasing AG
Volkswagen Leasing GmbH
www.deutsche-leasing.com
www.gecapital.de
www.leaseplan.de
www.autobank.de
www.sixt-leasing.de
www.vwfs.de
gekoppelt an Leasingvertrag
ab dem 1. Fahrzeug
auch als Einzelleistung erhältlich
auch als Einzelleistung erhältlich
gekoppelt an Leasingvertrag
sowohl im Full-Service-Leasing
und als Einzelleistung (ServiceManagement-Vertrag) erhältlich
Aral CardPlus, euroShell Multi
Card
Aral CardPlus, euroShell Multi
Card, Novofleet Tankkarte, Total
Card
Aral CardPlus, euroShell Multi
Card
Aral CardPlus, euroShell Multi
Card
Aral CardPlus, euroShell Multi
Card
Co-branded Tankkarten in Kooperation mit euroShell, Aral, Esso,
Eni und DKV (nur Eco)
ab einer Flottengröße von 10
Fahrzeugen
ab dem 1. Fahrzeug
ab dem 1. Fahrzeug
ab dem 1. Fahrzeug
ab dem 1. Fahrzeug
unabhängig, auch für Kleingewerbetreibende
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja, auf Kundenwunsch
ja
nein
ja
ja
ja, auf Kundenwunsch
ja, individuell
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
k.A.
elektronische Abrechnung mit
dem Kunden zur automatischen
Verbuchung möglich
k.A.
k.A.
Ausweis von Kartennutzung
(Ort/Zeit); differenz. Produktaufstellung der bezahlten Waren
k.A.
individuell nach Kundenwunsch
monatlich
monatlich
individuell
individuell über Onlineportal
monatlich
ja
ja, kundenindividuell
ja
ja
ja
ja
ja
ja, kundenindividuell
ja
ja
ja
nein
ja
ja, kundenindividuell
ja
in Vorbereitung
ja
ja
k.A.
Warnmeldung bei der mehrmaligen täglichen Nutzung der
Tankkarten mit hohem Bezugsvolumen
k.A.
k.A.
Warnmeldung bei Limitüberschreitungen; Warnmeldung bei
falschen Angaben (falsche PIN,
unlogischer km-Stand)
k.A.
k.A.
monatliche Kraftstoffpauschalzahlung möglich (bspw. für
Barlohnumwandlungsmodelle)
zusätzlicher Versicherungsschutz
für personenbezogene Tankkarten; Legitimationsausweis für
viele andere Dienstleistungen
k.A.
konsolidierte Rechnungsstellung; Kraftstoffkostenkontrolle sowie übergreifendes
Controlling (km-Stand beim
Leasinggeber)
k.A.
unverzügliche Meldung an den
Leasinggeber im Falle des Verlusts der Tankkarte oder deren
missbräuchlicher Verwendung;
bis zum Eingang der Verlustmeldung haftet der Leasingnehmer
für etwaige Missbrauchsschäden
unverzügliche Meldung an
den Leasinggeber im Falle des
Verlusts der Tankkarte oder deren
missbräuchlicher Verwendung;
bis zum Eingang der Verlustmeldung haftet der Leasingnehmer
für etwaige Missbrauchsschäden
unverzügliche Meldung an
den Leasinggeber im Falle des
Verlusts der Tankkarte oder deren
missbräuchlicher Verwendung;
bis zum Eingang der Verlustmeldung haftet der Leasingnehmer
für etwaige Missbrauchsschäden
unverzügliche Meldung an
den Leasinggeber im Falle des
Verlusts der Tankkarte oder deren
missbräuchlicher Verwendung;
bis zum Eingang der Verlustmeldung haftet der Leasingnehmer
für etwaige Missbrauchsschäden
unverzügliche Meldung an den
Leasinggeber im Falle des Verlusts der Tankkarte oder deren
missbräuchlicher Verwendung;
bis zum Eingang der Verlustmeldung haftet der Leasingnehmer
für etwaige Missbrauchsschäden
unverzügliche schriftliche
Meldung an VW Leasing (vorab
telefonisch) im Falle des Verlusts
der Tankkarte oder deren missbräuchlicher Verwendung; nach
ordnungsgemäßer Meldung keine
Haftung des Kunden für danach
entstehende Schäden wegen
missbräuchlicher Nutzung
monatlich
mtl. Vorauszahlung oder klassische monatliche Ist-Abrechnung
monatlich
monatlich
monatlich
monatlich
Lea Schrod
Tel.: 06172/88-2397
E-Mail: [email protected]
Dieter Brandl
Tel.: 089/74423-401
E-Mail: [email protected]
LeasePlan Deutschland
Tel.: 02131/132-0
E-Mail: [email protected]
Eugen Preisinger
Tel.: 089/611804-0
E-Mail: [email protected]
Anke Tauchert
Tel.: 089/74444-5086
E-Mail: [email protected]
Volkswagen Leasing GmbH
E-Mail: [email protected]
(Tankkarten-Team)
Flottenmanagement 6/2014
97
SPECIAL TANKKARTEN
Theorie versus Praxis
Wofür wird eine Tankkarte außer dem Tanken genutzt? Was gestatten die
Firmen und welche Unterschiede gibt es bei privater
Nutzung? Diese und weitere Fragen beantworten
uns im Folgenden Fuhrparkmanager und Flottenexperten.
Der bargeldlose Bezug von Kraftund Schmierstoffen stellt den
Hauptnutzen einer Tankkarte dar.
Darüber hinaus bieten sich jedoch
eine Reihe weiterer Verwendungsmöglichkeiten. Dazu zählen sogenannte Zusatzleistungen, wie Services und Dienstleistungen rund
um das Auto (Fahrzeugwäsche, Motoröl, Pannen-/Abschleppdienst).
Auch für Tunnel-, Maut- oder Fährgebühren ist der Karteneinsatz
möglich. Des Weiteren sind an der Tankstelle in
der Regel auch Shopartikel wie Zeitungen oder
Backwaren beziehbar. Ein weiteres großes Nutzungsfeld sind Privat- und Auslandsfahrten, die
ebenfalls von der Tankkarte abgedeckt werden
können. Doch was ist davon in der Branche Usus?
Mithilfe von Flottenmanagern und -experten haben wir versucht, ein Meinungsbild zu zeichnen.
Beim Thema Zusatzleistungen waren sich unsere Fuhrparkexperten größtenteils einig. Denn
für die Fahrer sind neben der Betankung in den
meisten Fällen lediglich kleinere Services wie
die Fahrzeugwäsche oder das Motoröl nutzbar.
Auch Gebühren (Maut et cetera) werden – wenn
nötig – von den Firmen übernommen. „Bei uns
sind die Leistungen freigeschaltet, die der Pflege
und dem Erhalt des Autos dienen“, verdeutlicht
Egon Fortnagel, Direktion Fuhrparkmanagement
der Baumaschinentechnik International GmbH.
Shopartikel wie belegte Brötchen, Getränke oder
Theoretisch können Tankkarten für viele Leistungen über das Tanken hinaus genutzt werden
(Mautgebühren, Shopartikel et cetera). Doch
wie sieht die Praxis in den Fuhrparks aus?
Ähnliches sind dagegen firmenintern bei unseren Befragten nicht genehmigt.
Die am häufigsten genutzte Zusatzleistung ist
dabei, wenig überraschend, das Waschen der
Autos. Insbesondere für Vertriebsmitarbeiter
ist das Fahrzeug schließlich oftmals der Hauptarbeitsplatz und dient auch der Außendarstellung der Firma. Zudem kann sich ein gepflegtes
Erscheinungsbild positiv auf die Mitarbeitermotivation und den Restwert des Autos auswirken.
Insgesamt zeigen sich die Befragten zufrieden
mit den angebotenen Zusatzleistungen. Die
Preise seien allerdings immer ein Thema, so der
Tenor der Experten. Der Wunsch nach Leistungen, die über das derzeitige Angebotsportfolio
der jeweiligen Anbieter hinausgehen, ist bei den
Branchenkennern derzeitig wenig ausgeprägt.
Jürgen Haustein vom Fuhrparkmanagement der
Compass Private Pflegeberatung GmbH wünscht
sich hier beispielsweise noch Öl- und Luftdruckkontrollen. Allgemein sieht er noch weiteres Verbesserungspotenzial. So wäre es seiner Meinung
nach wünschenswert, „wenn die Tankkarten für
bestimmte Kraftstoffe gesperrt werden könnten und Zusatzleistungen wie Waschen et cetera
trotzdem weiter zur Verfügung stehen blieben.“
Ein interessantes Themenfeld stellt die Auslandsnutzung von Tankkarten dar. Bei unseren
Befragten gehen dabei die praktischen Umsetzungsmodelle auseinander. Für Andreas Nickel,
Geschäftsführer der fleet academy sowie Manager Fleet der Ericsson GmbH, ist die Nutzung
im Ausland wichtig, weil die Fahrzeuge häufig
europaweit unterwegs seien. Ähnlich gestaltet
sich das Ganze dann, wenn die Fahrzeuge auch
komplett für die private Nutzung freigegeben
seien, berichtet ein Teil unserer Befragten. Anders sieht es beispielsweise bei der Dahme-Nuthe Wasser-, Abwasserbetriebsgesellschaft mbH
aus. Hier würden die Flottenfahrzeuge nur innerhalb Deutschlands genutzt, sagt Fuhrparkleiter
Sven Schulze. Das Thema Tankkarten im Ausland
sei somit nicht relevant. Zudem wären die Karten
nur für dienstliche Betankungen freigegeben.
Ähnlich wird es bei der apetito AG praktiziert.
Denn dort sind „alle Tankkarten nur für Deutschland freigeschaltet. Betriebsstoffkosten im Ausland sind vom jeweiligen Mitarbeiter (da Privatfahrten) zu tragen“, erläutert Fahrzeugmanager
Stephan Faut.
Damit führt er direkt zu einem weiteren möglichen Anwendungsgebiet – den Privatfahrten.
In der Regel geben die Firmen ihre Tankkarte(n) für
die Nutzung der Waschanlage frei – nicht ganz ohne
Eigennutz
98
Flottenmanagement 6/2014
TANKKARTEN SPECIAL
Hier ist die Diversität der Umsetzungen am ausgeprägtesten. Bei der bnNETZE GmbH haben
leitende Angestellte die Möglichkeit der Tankkartennutzung bei privaten Fahrten, allerdings
nur innerhalb Deutschlands, so Fuhrparkleiter
Thomas Herbstritt. Die ARZ Haan AG überlässt
ihren Mitarbeitern den Einsatz der Tankkarten
bei Privatfahrten ebenfalls. Deren Fuhrparkleiter Bernd Wickel erklärt dazu: „Dafür bezahlen sie
ein Prozent als geldwerten Vorteil. Sie tanken ja
auch, wenn sie krank, aber nicht bettlägerig sind
(Fahrten zum Arzt, zur Behandlung, Kur et cetera).“ Auch nicht ungewöhnlich sei das Ganze als
Zugabe der Firma, als eine Art Incentive, so die
Experten. Wiederum anders ist das Modell bei der
Compass Private Pflegeberatung GmbH geartet.
Denn die Tankkarte ist hier „nur für Privatfahrten, nicht [aber] für Urlaubsfahrten [nutzbar]“,
schildert Jürgen Haustein. Die Green IT und die
Klöpferholz GmbH & Co. KG hingegen stellen
Tankkarten gemäß Fuhrparkleiter Jörg Haake beziehungsweise Betriebsleiter Christian Scholz für
private Fahrten nicht zur Verfügung. In unserer
großen Tankkartenumfrage (siehe Seite 104) gibt
das Gros (zwei Drittel) ebenfalls an, dass die Nutzung für Privatfahrten nicht gestattet sei.
Einen Sonderstatus bei den Tankkarten nimmt
der Bereich Elektroautos ein. Bei der bnNETZE
GmbH um Thomas Herbstritt wird beispielsweise
nach Stunden abgerechnet (inklusive Kraftstoff).
Wieder andere Unternehmen beziehen sich bei
der Abrechnung auf die hausinterne Ladestation.
Insgesamt zeigt sich bei unserer Befragung jedoch, dass Elektroautos in den Fuhrparks (noch)
Im Zeitalter der Internationalisierung sind bei vielen Firmen die Tankkarten mittlerweile
auch im Ausland nutzbar
eher wenig verbreitet sind. Besondere Regelungen haben sich daher für den Einsatz von Tankkarten noch nicht herausgebildet.
Fazit
Die zulässigen Nutzungsoptionen der Tankkarten sind von Flotte zu Flotte unterschiedlich.
Allgemein ist eine grundsätzliche Zufriedenheit
mit dem Angebot der zusätzlichen Leistungen
erkennbar. Von den meisten Fuhrparks werden
kleinere Services (Beispiel Fahrzeugwäsche) oder
Produkte (Motoröl) gerne angenommen. Differenzen gibt es bei unseren Praxisbeispielen bei
der Verwendung der Karten für Auslands- oder
Privatfahrten. Ein Wechsel des Tankkartenanbieters kommt laut unseren Befragten, trotz regelmäßiger neuer Ausschreibungen, eher selten
vor. Gründe, die dazu führen, sind Preisnachlässe
oder erhöhte Flexibilität (beispielsweise durch
einen Wechsel zu einem nicht markenbezogenen
Anbieter). Wer zukünftig die Anschaffung einer
Tankkarte plant, sollte sich neben den preislichen
Konditionen auch über das Leistungsangebot, die
Akzeptanzstellen sowie die Voraussetzungen informieren und dann die Nutzungsmöglichkeiten
für die Praxis festlegen. Einen guten Überblick
hierzu bietet unsere Tankkartenübersicht ab Seite 100.
1 Karte für ganz Deutschland.
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Auftanken und wohlfühlen
SPECIAL TANKKARTEN
Günstig
tanken?
Das Schöne an Tankkarten im Flottenalltag ist, dass zwei Seiten profitieren. Dem Fuhrparkleiter ersparen die digitalen und administrativen Services eine Menge Arbeit und der Dienstwagenfahrer kann bequem und bargeldlos an allen Akzeptanzstellen tanken. Die Nutzung
von Tankkarten ist daher auch in vielen Unternehmen unumstritten.
Dennoch gibt es in Sachen Leistungsumfang und Serviceangebot ein
paar Unterschiede. Flottenmanagement hat eine Übersicht zu dem
Thema erstellt, um eine erste Orientierung zu bieten.
Unter den 15 Anbietern in unserer Tankkartenübersicht (Auswahl) ist diesmal auch ein Neuer
mit dabei: Fuelguard ist erst seit August 2014
auf dem Markt. Das Berliner Unternehmen bietet eine Tankkarte zu einem Festpreis für ein bestimmtes Volumen an Dieseltreibstoff an. Damit
sollen die Schwankungen im Dieselpreis der letzten Jahre der Vergangenheit angehören – zumindest für den Flottenkunden, der so eine bessere
Planungs- und Budgetsicherheit erhalten soll.
An diesem Beispiel zeigt sich, dass man als Flottenverantwortlicher vergleichen sollte, welche
Tankkarte(n) in das Unternehmen passen. Dabei
muss hinterfragt werden, welche Prioritäten
gesetzt werden sollen: die Netzabdeckung, der
Preis, das Portfolio an Zusatzservice? Je nach
Gewichtung ist es dem ein oder anderen sogar zu
empfehlen, mehrere Tankkarten in seinen Fuhrpark zu integrieren.
Onlineservice
Ein Bereich, der sich in den letzten Jahren rasant
entwickelt hat, ist der Onlineservice. Wie im gesamten Fuhrparkmanagement hat auch hier eine
gewisse Digitalisierung Einzug gehalten. So berichtet Steffen Eckert, Leiter Vertrieb Tankkarten Total Deutschland: „Die Bedeutung der Apps
im Tankkartengeschäft steigt, vor allem aufgrund der zunehmenden Anzahl an internetfähigen Mobilfunkgeräten.“ Auch Total hat eine eigene App im Angebot, die Steffen Eckert zufolge
nach und nach mit neuen Funktionen ausgestattet wird. So sind neben einem Tankstellenfinder,
der sogar im Offlinemodus funktioniert, auch
eine Auflistung europäischer Notrufnummern,
Telefonnummern der Automobilclubs, Autovermietungen, Staumelder, eine virtuelle Parkuhr,
Parkplatzmerkhilfe sowie eine Übersicht des
Bußgeldkatalogs und ein Bußgeldrechner in der
App integriert.
Solche Apps sind natürlich in erster Linie für
Dienstwagenfahrer gedacht und daher eine prak-
100
Flottenmanagement 6/2014
tische Erweiterung des Tankkartenservice. Doch den Fuhrparkleiter interessieren vorrangig Kontroll- und Verwaltungsfunktionen im digitalen Tankkartenmanagement. Auch hier
hat sich in den letzten Jahren
einiges getan: Viele Anbieter in
unserer Tabelle bieten einen Onlineservice an, bei
dem diverse administrative Aufgaben erledigt
werden können. Dies reicht von Bestellungen
über Datenänderungen bis hin zu einem individuellen Reporting. Gerade Letzteres ist bei
Flotten sehr gefragt, wie Manuel Werner, Aral
Loyalty & B2B Cards Manager, weiß: „Dem Fuhrparkmanager stehen drei Standardreports zur
Kartenstruktur, zu Transaktionsdaten und dem
Kraftstoffverbrauch zur Verfügung. Zudem kann
er Reports individuell definieren. Der Großteil
unserer Kunden nutzt diese arbeitserleichternden und kosteneinsparenden Reportingfunktionen sehr intensiv.“
Darüber hinaus warnen manche Anbieter mit einem Ausreißerreport vor einem Überschreiten
des internen Tanklimits. Zudem verspricht ein
elektronischer Rechnungsservice eine übersichtliche Planungs- und Analysemöglichkeit.
Doch viele Tankkartenanbieter gehen noch einen Schritt weiter und bauen den Onlineservicebaustein aus. So berichtet beispielsweise Elena
Zhayvoronko, Retail Commercial Fleet, Marketing Implementer bei der euroShell Deutschland
GmbH: „Im nächsten Jahr planen wir die Einführung einer Shell-Card-Online-App, damit die
Nutzer der Shell-Karte noch flexibler ihre Tankkarten koordinieren können: Austauschkarten
verwalten, Kartenregister erstellen, Kriterien
zur Überwachung der Transaktionen einrichten,
mit voreingestellten Reports einfach Transaktionen nach bestimmten Ereignissen auswerten,
Zusammenfassungsberichte erstellen, nationale
Rechnungen online erhalten und vieles mehr.“
Alternative Kraftstoffe
Da auch Fahrzeuge mit einem alternativen Antrieb leider keine Perpetua mobilia sind und
Energie aufnehmen müssen, sind alternative
Kraftstoffe auch für die Tankkartenanbieter zunehmend ein Thema. Dabei ist das Tanken von
Autogas und Erdgas mit den meisten Tankkarten
mittlerweile kein Problem mehr. Allerdings sind
Wasserstoff und Stromanschlüsse bislang nur
wenig verbreitet. Gerade bei der Elektromobilität gibt es zudem andere Ansätze als das klassische Tankstellenkonzept. So können beispielsweise mit Intercharge Direct Ladevorgänge von
Elektroautos mit jedem Smartphone direkt beim
Ladestationsbetreiber bezahlt werden, ohne
gleichzeitig dort fester Kunde sein zu müssen.
Diese Bezahlfunktion ermöglicht, auf der einen
Seite den Strombetreibern ihre Stationen allen
zu öffnen. Auf der anderen Seite wird somit auch
der Laderadius erweitert.
Bislang steht nicht an allen Tankstellen jeder
Kraftstoff zur Verfügung. Als Nutzer alternativer Antriebstechnologien muss man also immer
noch vorher wissen, wo man tankt. Auch wenn
Total derzeit mehrere Multi-Energie-Tankstellen
errichtet, an denen auch Schnellladesäulen und
Wasserstoffzapfsäulen vorhanden sind, wird der
Umbruch wohl noch eine Weile dauern. Praktisch ist dabei natürlich, wenn man die Wahl hat
und auf verschiedene Tankstellen zurückgreifen
kann. Beispielsweise kann der Westfalen-Kunde
auch einfach bei Total, Aral, Eni und anderen Anbietern tanken.
(Fortsetzung auf S. 102)
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*Siehe hierzu eine Analyse des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI)
auf Basis der an das Bundeskartellamt gemeldeten Kraftstoffpreise. Die Ergebnisse werden unter
www.rwi-essen.de/benzinpreisspiegel veröffentlicht. Mehr dazu auch unter www.novofleet.com.
**Das Angebot richtet sich ausschließlich an gewerbliche Kunden. Die Cardgebührbefreiung gilt für
die ersten 3 Monate ab Genehmigungsdatum (danach 2,– € pro Card/Monat).
Die clevere Flottenkarte.
SPECIAL TANKKARTEN
Zusatzleistungen
Viele Unternehmen erlauben ihren Dienstwagenfahrern, neben dem Bezahlen von Kraftstoffen,
auch Zusatzleistungen mit der Tankkarte abzurech-
nen. So kann der Avia-Kunde zum Beispiel mit der
Karte sein Auto waschen lassen, den Restaurantservice nutzen oder Mautgebühren (im Ausland)
begleichen. Die Serviceleistungen werden auch
durchaus angenommen. So berichtet Ralf Turley,
Geschäftsführer Novofleet: „Neben der Kraftstoffversorgung zählt im Wesentlichen die Fahrzeugpflege zu den am häufigsten genutzten Leistungen.
Dabei bietet die Novofleet-Karte einen Zugang zu
über 1.700 Waschportalen und Waschstraßen. Des
Übersicht über ausgewählte Tankkartenanbieter
www.aral-card.de
Deutsche Avia
Mineralöl-GmbH
Aral CardPlus
Aral AG
Name der Tankkarte
Deutsche
Tamoil GmbH
DKV Euro Service
GmbH + Co. KG
Eni
Deutschland GmbH
Esso
Deutschland GmbH
Fuelguard Rohstoffmanagement GmbH
www.avia.de
www.meineHEM.de
www.tamoil.de
www.dkv-euroservice.com
www.multicard.eni.com/de
www.essocard.com
www.fuelguard.de
Avia Card
mycard Tamoil
DKV Card/DKV Card Climate
multicard
Esso Card
Fuelguard
Festpreis Tankkarte
Vorraussetzungen
mind. 5 Fahrzeuge oder
mind. 700 l Kraftstoff/
Monat; gesicherte Bonität
gesicherte Bonität
gewerbetreibend
gewerbetreibend;
gesicherte Bonität
gewerbetreibend; mind.
900 l Kraftstoff/Monat
gewerbetreibend; mind.
2000 l Kraftstoff/Jahr;
gesicherte Bonität
mind. 50.000 l Diesel/
Monat
Akzeptanzstellen
Deutschland/
Europa
3.500 (davon 2.500 Aral
Tankstellen)/18.000
1.800/250
382 (Deutschland)
20.000/54.000
3.300/18.000
3.150/13.000
2.500 (Shell Deutschland)
Kooperationspartner
ROUTEX-Verbund (Aral, BP,
Eni, Statoil,
OMV) u. Westfalen
Total (in Deutschland)
Avia Niederlande
keine
k.A.
Aral, BP, OMV, Statoil
Shell, GALP (Spanien)
Shell
Kartengültigkeit
Standard 2 Jahre
i.d.R. 5 Jahre
3 Jahre
Standard 3 Jahre,
Austausch kostenlos
4 Jahre
3 Jahre
individuell (Festpreis
max. 12 Monate)
Alternative
Kraftstoffe
LPG; CNG
LPG; CNG
LPG; CNG
LPG; CNG
LPG; CNG; Wasserstoff
CNG
k.A.
Kosten der
Tankkarte
im Monat/Jahr
2,50 Euro pro Karte/
Monat
individuelle Vereinbarung
bei Kartenerstausgabe/
Kartenerneuerung (alle 3
Jahre) werden pro Karte
2,50 Euro Gebühr erhoben
umsatzabhängige Servicefee nach individueller
Vereinbarung oder monatliche Cardfee
2 Euro pro Karte/Monat
1% des Nettorechnungsbetrages (alternative
Kartengebühr für
Pkw-Flotten 2 Euro/Karte)
keine Kosten
Abrechnungsintervall
14-tägig/individuelle
Vereinbarung
14-tägig
10-tägig, 14-tägig,
monatlich
14-tägig
14-tägig
14-tägig
wöchentlich
24-Std.-Service
24-Std.-Zugriff auf das
Aral Card Kundencenter
nein
nein
ja
ja
keine 24-Std.-Hotline/
Reparaturservice 24 Std.
erreichbar
nur Sperrungen
Waschanlagenservice
ja
ja
ja
ja
ja
ja
nein
Shopping
ja
ja
ja
nein
ja
ja
nein
Restaurant
ja
ja
ja
nein
ja
ja
nein
Mautabrechnung
ja
ja
nein
ja
ja
ja
nein
Tunnel- und
Brückengebühren
ja
nein
nein
ja
ja
ja
nein
Reporting
ja
nein
nein
ja
ja
ja
ja
Kartenverwaltung
ja
nein
nein
ja
ja
ja
ja
Apps
ja
nein
nein
ja
nein
ja
nein
Ausreißeralarm
ja
nein
nein
ja
ja
nein
nein
Sicherheitsmaßnahmen/
Risikoschutz
Sicherung der Karte
durch Hologramm u. PIN
(Zufalls-PIN, WunschPIN, Firmen-PIN, FahrerPIN für Flotten mit wechselnden Fahrern auf
versch. Fahrzeugen)
Sicherung der Karte durch
PIN-Code-Abfrage
Sicherung der Karte durch
PIN (Wunsch-PIN, Flotten/
Firmen-PIN, Zufalls-PIN);
Unterschrift Ersatzkarte
nach schriftlicher Verlustmeldung per E-Mail, Fax
oder Post
Sicherung der Karte durch
PIN (Wunsch-PIN, ZufallsPIN)
Sicherung der Karte durch
PIN
Sicherung der Karte durch
PIN (individuelle PIN)
Sicherung der Karte durch
PIN (individuelle vierstellige PIN)
Haftung bei
Verlust
Haftung endet 24 Std.
nach Eingang einer
schriftlichen Verlustmeldung
keine Haftung ab Eingang
einer Verlustmeldung;
Kartensperrung möglich
keine Haftung für Tankkartennehmer
keine Haftung ab Eingang
einer Verlustmeldung
Haftung endet 24 Std.
nach Eingang einer
schriftlichen Verlustmeldung
Haftung endet 24 Std.
nach Eingang einer
schriftlichen Verlustmeldung; Kartensperrung
/-verwaltung möglich
(E-Business)
keine Haftung ab Eingang
einer Verlustmeldung;
Kartensperrung telefonisch
oder online (in Echtzeit)
möglich
Kontakt
Aral Card Service
Tel.: 0800/7237115
(kostenfrei)
E-Mail: [email protected]
Deutsche Avia
Mineralöl-GmbH
Tel.: 089/45504551
E-Mail: [email protected]
Deutsche Tamoil GmbH
Tel.: 04121/4740
E-Mail: [email protected]
DKV Euro Service
GmbH + Co. KG
Tel.: 0800/3583583
(kostenlos)
E-Mail: [email protected]
dkv-euroservice.com
Cards Team
Tel.: 089/5907470
E-Mail:
[email protected]
ESSO Deutschland GmbH
Tel.: 040/6393-2500,
0800/4273412
E-Mail: [email protected]
exxonmobil.com
Benjamin Berndt
Tel.: 030/120599-901
E-Mail: [email protected]
fuelguard.de
Leistungen:
Online Service:
102
Flottenmanagement 6/2014
TANKKARTEN SPECIAL
Weiteren kann die Novofleet-Karte auch als Tankkarte exklusiv an den Waschstraßen von Mr. Wash
und CleanCar mit angeschlossenen Tankstellen
eingesetzt werden. Daneben ist, aufgrund der besonderen Vorschriften zur Führerscheinkontrolle,
auch dieser Service mittlerweile unverzichtbarer
Bestandteil unseres Portfolios.“ Gerade die Verbindung von Tankkartenservice und Führerscheinkontrolle etabliert sich immer mehr.
Fazit
Die Tankkarte von heute kann mehr als nur Tank-
rechnungen begleichen. Das Spektrum an Serviceleistungen wächst ständig weiter. Für Flottenmanager stellt sich nur die Frage, ob sie alles
auf eine Karte setzen soll oder doch verschiedene Tankkarten kombinieren soll.
JET Tankstellen
Deutschland GmbH
LogPay Financial
Services GmbH
Novofleet
GmbH + Co. KG
Orlen
Deutschland GmbH
Shell Deutschland
Oil GmbH
Total
Deutschland GmbH
www.jet-tankstellen.de
www.logpay.de
www.novofleet.com
www.startankstellen.de
www.euroshell.de
www.total.de
Union Tank
Eckstein
GmbH & Co. KG
Jet Card
LogPay Card
Novofleet Card
star Flottenkarte
euroShell Card
Total Card
UTA Full Service Card
Westfalen AG
www.westfalen-ag.de
www.uta.de
Westfalen Service Card
gewerbetreibend; gesicherte Bonität
gesicherte Bonität
gewerbetreibend; gesicherte Bonität
mind. 500 l Kraftstoff/
Monat; gesicherte Bonität
gewerbetreibend mind. 1.500 l Kraftstoff/
Monat
gesicherte Bonität
mind. 3 Fahrzeuge; mind.
500 l Kraftstoff/Monat;
gesicherte Bonität
ca. 970 (Deutschland)
2.200/2.000
3.200/95 (Österreich)/14
(Luxemburg)
mehr als 530
(Deutschland)
5.000/20.000
4.400/15.000
16.000/49.000
5.000 (Deutschland)
keine
mehr als 100 in der EU
(u.a. JET, HEM, Q1, Hoyer)
mehr als 20 in Deutschland (u.a. JET, Star, HEM,
Oil!)
keine
Total, Esso, Avia
Avia, Shell, Westfalen in
Deutschland/CEPSA,
Total-ERG, OMV in Europa
Kooperationen mit Unternehmen aus dem UTA
Partner Benefit Programm
Westfalen, Markant, Agip/
Eni, Aral, BP, OMV, Total
3 Jahre
individuell
Standard 4 Jahre,
Austausch automatisch
max. 3 Jahre
4 Jahre
3 Jahre (individuelle
Anpassung an Leasingvertrag)
2 Jahre
3 Jahre oder nach
Absprache
LPG; CNG
alle (je nach Verfügbarkeit bei Partner)
LPG; CNG
LPG; CNG; Ad Blue
k.A.
LPG; CNG; Wasserstoff;
Elektroenergie
LPG; CNG; AdBlue;
Biodiesel
LPG; CNG; E 85
keine
keine Kosten
2 Euro pro Karte/Monat
2 Euro pro Karte/Monat;
ab 10 Karten: 1 Euro pro
Karte/Monat
individuell vereinbar
(abhängig von der
Fuhrparkgröße und den
gebuchten Services)
je nach Paket, 2 Euro bzw.
3 Euro pro Karte/Monat
keine Grundgebühr
(teilweise Aufschläge für
in Anspruch genommene
Leistungen)
keine Kosten
14-tägig/monatlich
individuelle Vereinbarung
14-tägig
wöchentlich/14-tägig/
monatlich
14-tägig/individuelle
Vereinbarung
14-tägig/monatlich
14-tägig/monatlich
14-tägig/monatlich
nein
ja
ja
ja (Anrufbeantworter)
ja
ja
Nfz-Pannen-Notruf;
Karten-Sperr-Notruf
nein
ja, mit entsprechender
Restriktion
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja, mit entsprechender
Restriktion
ja
nein
ja
ja
ja (individuell auswählbar)
nein
ja
nein
nein
nein
ja
ja
ja (individuell auswählbar)
nein
ja
nein
ja
nein
nein
ja
ja
ja
ja
nein
ja
nein
nein
ja
ja
ja
nein
nein
in Planung
ja
ja
ja
ja
ja
ja
nein
in Planung
ja
ja
ja
ja
ja
ja
nein
in Planung
ja
ja
ja
ja (Tankstellenfinder)
ja
nein
nein
in Planung
ja
nein
nein
ja
ja
nein
PIN möglich, Onlineauthorisierung
Sicherung der Karte durch
PIN
Sicherung der Karte durch
PIN (Wunsch-PIN,
Zufalls-PIN)
Sicherung der Karte durch
PIN (3 Arten); Onlineautorisierung; individuelle
Sperrlimits; Kartensperrung per Webformular
möglich
Sicherung der Karte durch
PIN (individuelle vierstellige PIN)
Sicherung der Karte durch
PIN (Unternehmen-,
Karten-, Fahrercodes –
persönlicher Geheimcode)
Sicherung der Karte durch
Hologramm u. PIN; Sicherheitsprüfung am POS;
Kartensperrung online;
Onlineautorisierung;
individuelle Sperrlimits;
Nutzungsbeschränkung
für bestimmte Tankstellen; Alarmierung bei
ungewöhnlicher Nutzung
Sicherung der Karte durch
PIN (Einzel-PIN pro Karte)
keine Haftung ab Eingang einer schriftlichen
Verlustmeldung
Haftung endet 24 Std.
nach Eingang einer
schriftlichen Verlustmeldung
keine Haftung ab Eingang
einer schriftlichen
Verlustmeldung
keine Haftung ab Eingang
einer schriftlichen
Verlustmeldung
Kartensperrung telefonisch oder online (in
Echtzeit) möglich
keine Haftung ab Eingang
einer schriftlichen
Verlustmeldung
keine Haftung ab Eingang
einer schriftlichen
Verlustmeldung
keine Haftung ab Eingang
einer schriftlichen
Verlustmeldung
Steffi Schult
Tel.: 040/63801424
E-Mail: [email protected]
p66.com
Olaf Luecke
Tel.: 06196/8012214
E-Mail: [email protected]
logpay.de
Novofleet GmbH + Co. KG
Tel.: 0800/70030200
(kostenlos)
E-Mail: [email protected]
novofleet.com
Card Abteilung
Tel.: 0180/347500010
(Festnetz 0,09 €/Min,
Mobilfunk höchstens 0,42
€/Min), E-Mail: [email protected]
orlen-deutschland.de
Cornelia Wolber
E-Mail: [email protected]
shell.com
Total Card
Kundenservice
Tel.: 030/20278722
E-Mail: [email protected]
total.de
UTA-Servicehotline
Tel.: 06027/509-131
E-Mail: [email protected]
Esther Franszczak
Tel.: 0251/695-504
E-Mail: [email protected]
westfalen-ag.de
Flottenmanagement 6/2014
103
SPECIAL TANKKARTEN
Alles auf eine Karte?!
Zu den größten Kostenpunkten im
Fuhrpark gehören nach wie vor die
Ausgaben für Kraftstoffe, und da die
flächendeckende Verbreitung von
Elektromobilität noch in den Kinderschuhen steckt, wird dies auch noch
eine Weile so bleiben. Die Tankkarte
nimmt somit in der Flottenverwaltung eine zentrale Rolle ein. In unserer Onlineumfrage wollten wir daher
wissen, wie Tankkarten in deutschen
Flotten genutzt werden.
Pro und Contra
Das Thema Tankkarte ist ein Dauerbrenner im
Flottenalltag. Dies zeigte sich sehr schön an
der regen und vielfältigen Beteiligung an unserer Umfrage. Viele Unternehmen, vom kleinen
Handwerkerfuhrpark bis hin zu großen Konzernflotten, setzen Tankkarten ein – in Zahlen ausgedrückt sind dies überwältigende 83 Prozent der
befragten Flottenmanager (Grafik 1).
Auch wenn die allermeisten Flotten ihre Tankkosten mit einer entsprechenden Karte (oder gleich
mehreren) abrechnen, so sind es eben nicht alle
Fuhrparks. Immerhin 14 Prozent sind ohne unterwegs. Häufig sprechen Kosten und Flexibilität
bei der Tankstellenwahl gegen eine Nutzung von
Ab sofort veröffentlicht
Flottenmanagement regelmäßig eigene
Studien zu aktuellen Themen rund um
den Fuhrpark. Die Teilnehmer sind Sie,
unsere Leser, die sich an den Aufrufen im
Magazin und im Internet beteiligen; abgestimmt wird online.
104
Flottenmanagement 6/2014
Grafik 1
Grafik 2
Grafik 3
Grafik 4
www.aral-cardplus.de
André Hoffmann
Fuhrparkmanager
„Unsere Firma braucht viel, in
der Aral CardPlus steckt alles.“
Das Komplettpaket, das mehr kann.
Mit der Aral CardPlus bekommen Sie mehr: zuverlässige
Kontrolle und Sicherheit, übersichtliche Analysen, europaweite Flexibilität, elektronische Führerscheinkontrolle sowie
das größte Tankstellennetz Deutschlands. Ganz ohne Extrakosten. Aral CardPlus: Einfach mehr drin.
SPECIAL TANKKARTEN
Etwa 500 Flottenentscheider nahmen
sich die Zeit, unsere Fragen zu beantworten, davon verwalten fast drei Viertel
der Teilnehmer eher kleinere Fuhrparks
mit bis zu 25 Fahrzeugen. Flotten mit bis
zu 50 Fahrzeugen waren mit neun Prozent ebenfalls gut vertreten. Aber auch
in den größeren Flotten war die Beteiligung gut: Fünf Prozent der Teilnehmer
managen eine Flotte zwischen 51 und
100 Fahrzeugen, sieben Prozent gar einen Fuhrpark von bis zu 250 Fahrzeugen.
Sechs Prozent der Befragten gaben an,
eine Flotte von mehr als 500 Fahrzeugen
zu betreuen. Die Fuhrparks der Umfrageteilnehmer setzen sich zu 64 Prozent aus
Pkws, zu 24 Prozent aus Transportern
und 11 Prozent aus sonstigen Fahrzeugen zusammen.
Grafik 5
Grafik 6
Grafik 7
Die nächste FlottenmanagementUmfrage finden Sie auf:
www.flotte.de/umfrage
Das Thema dieses Mal lautet:
Ein- und Aussteuerung in der Flotte
Grafik 8
Tankkarten, argumentieren die Flottenmanager
(Grafik 2).
Doch ein Kraftstoffmanagement ohne Tankkartennutzung ist relativ aufwendig, weshalb eher
kleine Flotten ohne Tankkarten auskommen
können als große. Schließlich müssen alle Belege eingereicht, geprüft und verrechnet werden
– ein Verwaltungsaufwand, den gerade Flotten
mit mehr als 100 Fahrzeugen mit Einführung von
Tankkarten umgehen wollen. Demnach heben die
Befürworter auch das Handling und die bessere
Transparenz der Verbräuche hervor (Grafik 3). In
erster Linie geht es beim Tankkartenmanagement
also darum, Prozesse zu bündeln und zu vereinfachen. Die Kostenersparnis steht hier nur an dritter Stelle, gleichauf mit dem bargeldlosen Erwerb
von Nebenprodukten wie Motoröl. Das Für und
Wider in der Frage der Tankkartennutzung dürfte
sich wohl deutlich zugunsten der Tankkarte entscheiden. Schließlich ist deren Nutzung seit Jahren Standard in vielen Flotten.
Tankkartenmanagement
Bei der Auswahl der richtigen Tankkarte ist das
Tankstellennetz das Entscheidungskriterium
schlechthin. Etwa 85 Prozent gaben bei unserer
Umfrage an, dass die Verbreitung der Zapfsäulen
für sie besonders wichtig sei (Grafik 4). Um die
Zahl der Akzeptanzstellen zu erhöhen, nutzen 35
Prozent sogar mehr als eine Tankkarte (Grafik 5).
Hierbei spielt natürlich auch das Kostenbewusstsein eine Rolle. Denn oft werden die Karten der
großen Mineralölgesellschaften mit denen der
freien Tankkartenverbunde kombiniert, um so
gegebenenfalls die Wahl zu haben, an einer freien Tankstelle zu den oft günstigeren Preisen zu
tanken.
Neben dem dichten Netz an Tankstellen sind
auch Businesskonditionen mitentscheidend,
eine Festpreisgarantie ist aber nur für 15 Prozent
106
Flottenmanagement 6/2014
Grafik 9
wichtig. Obwohl Erdgas deutschlandweit an über
900 Tankstellen erhältlich ist und auch Autogas
relativ weitverbreitet ist, spielt das Angebot
an alternativen Treibstoffen nur eine marginale
Rolle bei der Wahl der Tankkarte. Die Mehrheit
der Flotten fährt in Deutschland eben weiterhin
mit Diesel oder Benzin.
Interessanterweise bleibt der Baustein des
Tankkartenmanagements etwas außerhalb des
Full-Service-Leasing-Bestrebens. So wickeln
nur etwa 13 Prozent das Tankkartenmanagement
über die Leasinggesellschaft ab (Grafik 6). Mehr
als die Hälfte aller Tankkartennutzer nutzen für
ihr Kraftstoffmanagement Tankkarten der großen Mineralölgesellschaften. Immerhin 25 Prozent sind bei freien Anbietern. Es verwundert
etwas, dass Tankkarten oftmals unabhängig von
Leasingrahmenverträgen bezogen werden, in
denen ansonsten vom Fahrzeug bis zum Reifenservice alles inkludiert ist. Hieran lässt sich erkennen, dass man seitens der Fuhrparkunternehmen in Sachen Kraftstoff maximale Flexibilität
anstrebt. Denn nicht alle Leasinggesellschaften
kooperieren mit allen Tankkartenanbietern.
All inclusive?
Dass man mit einer Tankkarte seine Spritrechnung bezahlt, ist jedem klar, doch viele Anbieter
haben noch etliche Zusatzleistungen im Port-
folio. Die Frage ist nur: Welche Leistungen darf
der Dienstwagenfahrer in Anspruch nehmen? Die
Rechnung bezahlt schließlich das Unternehmen.
Vor allem die Autopflege ist da eine oft genutzte
Zusatzleistung. So dürfen etwa 74 Prozent Motoröl mit der Tankkarte abrechnen, 62 Prozent
dürfen die Waschanlage nutzen und immerhin
35 Prozent kaufen damit Scheibenwischer und
andere Nebenprodukte ein (Grafik 7). Auf den
ersten Blick könnte man meinen, die Fuhrparkunternehmen seien sehr spendabel gegenüber
den Dienstwagenfahrern. Doch dahinter steckt
noch mehr als Mitarbeitermotivation. Zusatzleistungen für die Autopflege sind auch im Sinne des Werterhalts des Fahrzeugs und können
sich beim Restwert später bezahlt machen. Darüber hinaus dient ein sauberes und gepflegtes
Fahrzeug auch der positiven Wahrnehmung des
Unternehmens. Jede Großzügigkeit hat natürlich auch seine Grenzen, so dürfen nur etwa 34
Prozent der befragten Tankkartennutzer auch
Privatrechnungen und Urlaubsfahrten damit begleichen (Grafik 8).
Nicht nur im Urlaub mit dem Auto ist man viel im
Ausland unterwegs. Auch wirtschaftlich wächst
Europa immer weiter zusammen und viele Firmen
sind daher über die Landesgrenzen hinweg aktiv.
49 Prozent der Befragten tanken auch außerhalb
von Deutschland mit ihrer Tankkarte (Grafik 9).
MARKTÜBERSICHT
Kurzinterview
Marcus Ziegler
Direktor Verkauf an
Groß- und Gewerbekunden der Adam Opel AG
Tel.: 06142/77 74 73
E-Mail: marcus.ziegler
@opel.com
Flottenmanagement: Herr Ziegler, welche Position
nimmt der Bereich Flotte bei Ihnen im Gesamtabsatz in Deutschland ein (prozentual; ohne Händlerzulassungen und Vermietgeschäft)?
Marcus Ziegler: Das gewerbliche sowie Flottengeschäft nimmt bei Opel derzeit etwa 25 Prozent am
Gesamtabsatz in Deutschland ein.
Flottenmanagement: Für welche Modelle bieten
Sie Businesspakete an und was beinhalten diese?
Der neue Corsa
Den Blickwinkel ändern
Marktübersicht flottenrelevanter Fahrzeuge von Opel
Marcus Ziegler: Aktuell bieten wir Businesspakete
für den Astra, Meriva und Zafira Tourer an. Diese
enthalten in der Regel ergonomische Sitze mit dem
AGR-Gütesiegel, Geschwindigkeitsregler, Infotainmentsystem mit Navigation sowie einen Parkpiloten. Darüber hinaus bieten wir für den Insignia
zwei Businessmodelle an – die Insignia Business
Edition und Business Innovation. Die attraktive
Ausstattung mit reduziertem Listenpreis ist sowohl
für Fuhrparkmanager als auch Dienstwagenfahrer
hochinteressant.
Flottenmanagement: Welche „grünen“ Modelle mit
spezieller Spritspartechnik bieten Sie an?
32 Jahre nach dem Marktstart der ersten CorsaGeneration steht mit der nun fünften Entwicklungsstufe des Kleinwagens aus Rüsselsheim ein
elementarer Bestandteil der Produktoffensive
von Opel in den Startlöchern. Der Corsa ist eines
der wichtigsten Modelle von Opel und steht für
etwa ein Viertel der gesamten Verkäufe der Traditionsmarke. Von Beginn an gerechnet wurden
über 12,4 Millionen Einheiten des Kleinwagens
verkauft. Alleine für die vierte Generation, den
Corsa D, entschieden sich zwischen 2006 und
2014 rund 3 Millionen Kunden.
Mit der neuen Generation wollen die Rüsselsheimer deutsche Ingenieurskunst, emotionales
Flottenrelevante Fakten
Händleranzahl: Vertragshändler/Großkundenzentren
6.000 Opel-Servicebetriebe in ganz Europa, 2.000
Nutzfahrzeug-Servicebetriebe
Bedingungen für den Großkunden: mindestens 10–15
Fahrzeuge im Bestand, Erwerb von mindestens 2 Fahrzeugen pro Jahr
Verkaufte Einheiten in den letzten 6 Monaten: Flottengeschäft 25 % des Gesamtvolumens.
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr: +8,6 %
Garantiebedingungen: 24 Monate, keine Kilometerbegrenzung, 12 Jahre Garantie gegen Durchrostung,
inklusive Opel-Mobilservice in den ersten zwölf Monaten
in 40 Ländern Europas
Inspektionsintervalle:
Alle: 30.000 Kilometer oder jährlich
Combo: 35.000 Kilometer oder jährlich
Vivaro: 40.000 Kilometer oder alle zwei Jahre
Movano: 40.000 Kilometer oder jährlich
Kontakt Opel Firmenkundencenter:
Telefon: 0180/5 80 10
E-Mail: [email protected]
Internet: www.flottenloesungen.de
Design und ein exzellentes Preis-LeistungsVerhältnis miteinander verbinden. Sicherheitsund Assistenzsysteme sowie neue, hochmoderne Motoren und Getriebe sind die Technik-Highlights. Rund 30.000 Vorbestellungen konnte
sich das neue Konzept bereits seit August europaweit sichern, und das obwohl der neue Corsa
erst im Januar 2015 bei den Händlern stehen
wird.
Zum Netto-Einstiegspreis von rund 10.067
Euro ist der Corsa E als sportlich geschnittener
Dreitürer mit 1,2-Liter-Benzinmotor zu haben.
Für einen Aufpreis von lediglich 630 Euro steht
dem Fahrspaß im komfortablen, familientauglichen Fünftürer nichts mehr im Wege. Bei den
Selbstzündern ergänzen die beiden komplett
überarbeiteten und ebenfalls Euro-6 konformen 1.3-CDTI-Motoren mit 55 kW/75 PS und 70
kW/95 PS das Angebot. Die sparsamste CorsaDieselversion ab Marktstart – mit 70 kW/95 PS,
Fünfgang-Schaltgetriebe und BremsenergieRückgewinnungssystem – reduziert beim Dreitürer den CO2-Ausstoß auf bis zu 85 Gramm pro
Kilometer, der Verbrauch sinkt im kombinierten
Zyklus so auf bis zu 3,2 Liter pro 100 Kilometer.
Damit fährt er in die beste Effizienzklasse A+ vor
(gemäß VO [EG] Nr. 715/2007).
Der neue Corsa ist elementarer Bestandteil der
Produktoffensive von Opel: Bis 2018 bringt die
Marke 27 neue Autos und 17 neue Motoren auf
den Markt. Ab dem kommenden Jahr wird beispielsweise der Kleinwagen KARL erhältlich
sein. Mit dem neuen Einstiegs-Opel, dem Corsa
E und dem stylischen ADAM – alle innerhalb von
weniger als zweieinhalb Jahren vorgestellt –
wird Opel das stärkste Kleinwagen-Portfolio aller Zeiten sowie eines der jüngsten im gesamten
Pkw-Markt haben.
Marcus Ziegler: Fast alle Modelle sind mit der
ecoFLEX-Spritspartechnologie (Klappensteuerung,
Rekuperation, Leichtlaufreifen, Aerodynamik-Feinschliff et cetera) verfügbar, außerdem gibt es für
viele Modelle alternative Antriebstechnologien wie
CNG, LPG und den Elektroantrieb im Ampera.
Flottenmanagement: Mit welchen Serviceangeboten unterstützen Sie den Fuhrparkleiter?
Marcus Ziegler: Zum einen bieten wir dem Flottenkunden das Programm Opel Service4Fleet an, was
bei Werkstattaufenthalten die Kosten und Ausfallzeiten der Dienstwagen durch effiziente Prozesse,
zuverlässige Dienstleistungen sowie Transparenz in
der Kostenplanung reduziert. Zum anderen bieten
wir Full-Service-Leasing über Opel Firmenkundenleasing und einen Mobilservice.
Flottenmanagement: Welche wichtigen Neuerungen kann der Fuhrparkleiter in den nächsten zwölf
Monaten erwarten?
Marcus Ziegler: Zunächst haben wir aufgrund des
Erfolgs der Insignia Business Edition gerade das
Angebot um die Modellvariante Business Innovation
erweitert. Daneben kommen mit der neuen Generation des Corsa und dem neuen Opel KARL gleich zwei
neue Modelle (Corsa bereits bestellbar). Zugleich
bieten wir im Insignia, Mokka und Zafira Tourer
neue sparsamere und laufruhigere Dieselmotoren
an und warten mit weiteren Highlights im Jahr 2015
auf. Zusätzlich optimieren wir unsere Leasingprogramme.
Flottenmanagement: Welche großen Trends sehen
Sie derzeit im deutschen Flottenmarkt?
Marcus Ziegler: Gerade im Bereich der Funktionswagen gehe ich davon aus, dass das Downsizing
hinsichtlich Ausstattung und Fahrzeugsegment
zunehmen wird. Gleichzeitig gewinnt auch der
TCO-Wert an Relevanz. Daneben werden Dienstwagennutzer häufiger auf den Listenpreis achten,
um Steuern zu sparen. Nicht zuletzt sehe ich einen
Rückgang des klassischen Leasings hin zu bedarfsgerechter Mobilität, beispielsweise über Carsharingmodelle.
Flottenmanagement 6/2014
107
MARKTÜBERSICHT
Flottenfahrze
Adam Jam 1.0 Ecotec Direct Injection Turbo
Motorleistung kW/PS: 66/90
Zuladung in kg: 354
max. Kofferraumvolumen in l: 663
Durchschnittsverbr. je 100 km: 4,2 l Super
Energieeffizienzklasse: A (CO2: 99 g/km)
Netto-Einstiegspreis: 13.571,43 €
Restwert in Prozent*: 39,6
Corsa Selection 1.3 CDTI (5-Türer)
Motorleistung kW/PS: 70/95
Zuladung in kg: 458
max. Kofferraumvolumen in l: 1.120
Durchschnittsverbr. je 100 km: 3,3 l Diesel
Energieeffizienzklasse: A+ (CO2: 87 g/km)
techn. Unterschiede zum Basismodell: –
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreis): Adam 1.4 LPG (ab
13.781,51 €)
businessrelevante Optionen: –
techn. Unterschiede zum Basismodell: –
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreis): –
businessrelevante Optionen: –
Netto-Einstiegspreis: 13.848,74 €
Restwert in Prozent*: noch nicht kalkulierbar
Astra Sports Tourer Selection 1.6 CDTI
Motorleistung kW/PS: 81/110
Zuladung in kg: 582
max. Kofferraumvolumen in l: 1.550
Durchschnittsverbr. je 100 km: 3,7 l Diesel
Energieeffizienzklasse: A+ (CO2: 97 g/km)
Netto-Einstiegspreis: 18.268,91 €
Restwert in Prozent*: 34,3
Ampera
Motorleistung kW/PS: 111/150
Zuladung in kg: 403
max. Kofferraumvolumen in l: 1.005
Durchschnittsverbr. je 100 km: 1,2 l (El+B)
Energieeffizienzklasse: A+ (CO2: 27 g/km)
techn. Unterschiede zum Basismodell: –
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreis): Astra Sports Tourer
1.4 LPG (ab 19.277,31 €)
businessrelevante Optionen: Businesspaket IntelliLink Travel
(Radio CD 600 IntelliLink mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Geschwindigkeitsregler und Sicherheitsnetz); Businesspaket IntelliLink
Travel Pro (Navi 950 Europa IntelliLink mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Ergonomiesitz mit AGR-Gütesiegel, verschiebbare
Mittelarmlehne mit Staufächern sowie Getränkehalter, Lichtpaket
und Sicherheitsnetz)
techn. Unterschiede zum Basismodell: –
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreis): –
businessrelevante Optionen: –
Netto-Einstiegspreis: 32.453,78 €
Restwert in Prozent*: 27,7
Insignia Selection 2.0 CDTI (5-Türer)
Motorleistung kW/PS: 103/140
Zuladung in kg: 537
max. Kofferraumvolumen in l: 1.470
Durchschnittsverbr. je 100 km: 3,7 l Diesel
Energieeffizienzklasse: A+ (CO2: 98 g/km)
Netto-Einstiegspreis: 23.634,45 €
Restwert in Prozent*: 35,4
Insignia Sports Tourer Selection 2.0 CDTI
Motorleistung kW/PS: 103/140
Zuladung in kg: 567
max. Kofferraumvolumen in l: 1.530
Durchschnittsverbr. je 100 km: 3,9 l Diesel
Energieeffizienzklasse: A+ (CO2: 104 g/km)
Netto-Einstiegspreis: 24.088,24 €
Restwert in Prozent*: 38,4
Basismotorisierung in unserer Marktübersicht ist jeweils der kleinste verfügbare Dieselmotor.
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Flottenmanagement 6/2014
techn. Unterschiede zum Basismodell: –
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreis): Insignia 1.4 LPG
(5-Türer, ab 22.634,45 €)
businessrelevante Optionen: Business Edition mit Navi 900 IntelliLink, Parkpilot, Premiumsitz mit AGR-Gütesiegel, Sitzheizung und
Leichtmetallrädern im „5-Doppelspeichen“-Design ab 20.815,13 €
(netto); Business Innovation u.a. mit Innovationspaket (Frontkamera,
Keyless Open, Rückfahrkamera), Parkassistent, Nebelscheinwerfern,
Premiumpaket Leder und Schnellheizsystem ab 25.109,24 € (netto)
techn. Unterschiede zum Basismodell: –
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreis): Insignia Sports Tourer
1.4 LPG (ab 23.088,24 €)
businessrelevante Optionen: Business Edition mit Navi 900
IntelliLink, Parkpilot, Premiumsitz mit AGR-Gütesiegel, Sitzheizung, Ladekantenschutz, Sicherheitsnetz und Leichtmetallrädern
im „5-Doppelspeichen“-Design ab 21.403,36 € (netto); Business
Innovation u. a. mit Innovationspaket (Frontkamera, Keyless Open,
Rückfahrkamera), Parkassistent, Nebelscheinwerfern, Premiumpaket
Leder und elektr. Heckklappe ab 25.563,03 € (netto)
MARKTÜBERSICHT
uge Opel (Auswahl)
Mokka Edition 1.7 CDTI
Motorleistung kW/PS: 96/130
Zuladung in kg: 434
max. Kofferraumvolumen in l: 1.372
Durchschnittsverbr. je 100 km: 4,5 l Diesel
Energieeffizienzklasse: A+ (CO2: 120 g/km)
techn. Unterschiede zum Basismodell: –
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreis): Mokka 1.4 LPG (ab
20.352,94 €)
businessrelevante Optionen: –
Netto-Einstiegspreis: 20.273,11 €
Restwert in Prozent*: 46,6
Meriva Edition 1.6 CDTI
Motorleistung kW/PS: 81/110
Zuladung in kg: 522
max. Kofferraumvolumen in l: 1.500
Durchschnittsverbr. je 100 km: 3,8 l Diesel
Energieeffizienzklasse: A+ (CO2: 99 g/km)
techn. Unterschiede zum Basismodell: –
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreis): Meriva 1.4 LPG (ab
18.142,86 €)
businessrelevante Optionen: Businesspaket mit Ergonomiesitz mit
AGR-Gütesiegel, Infotainmentsystem CD 600 IntelliLink, Parkpilot,
Nebelscheinwerfern und Laderaumnetz
Netto-Einstiegspreis: 19.235,29 €
Restwert in Prozent*: 36,0
Zafira Tourer Selection 1.6 CDTI (5-Sitzer)
Motorleistung kW/PS: 100/136
Zuladung in kg: 679
max. Kofferraumvolumen in l: 1.860
Durchschnittsverbr. je 100 km: 4,1 l Diesel
Energieeffizienzklasse: A+ (CO2: 109 g/km)
techn. Unterschiede zum Basismodell: –
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreis): Zafira Tourer 1.4 LPG
(ab 23.067,23 €); Zafira Tourer 1.6 CNG (ab 23.823,53 €)
businessrelevante Optionen: Businesspaket IntelliLink Travel mit
Radio CD 600 IntelliLink, Geschwindigkeitsregler und Sicherheitsnetz; Businesspaket IntelliLink Travel Plus mit Ergonomiesitz mit
AGR-Gütesiegel, Navi 950 Europa IntelliLink und Sicherheitsnetz
Netto-Einstiegspreis: 23.739,50 €
Restwert in Prozent*: 39,7
Combo Kastenwagen L1H1 1.3 CDTI
Motorleistung kW/PS: 66/90
Zuladung in kg: 675
max. Kofferraumvolumen in l: 3.800
Durchschnittsverbr. je 100 km: 4,8 l Diesel
Energieeffizienzklasse: – (CO2: 126 g/km)
techn. Unterschiede zum Basismodell: –
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreis): Combo Kastenwagen
1.4 CNG Turbo (ab 19.240,00 €)
businessrelevante Optionen: –
Netto-Einstiegspreis: 15.130,00 €
Restwert in Prozent*: 35,0
Vivaro Kastenwagen L1H1 1.6 BiTurbo CDTI
Motorleistung kW/PS: 88/120
Zuladung in kg: 1.075
max. Kofferraumvolumen in l: 5.200
Durchschnittsverbr. je 100 km: 5,9 l Diesel
Energieeffizienzklasse: – (CO2: 155 g/km)
techn. Unterschiede zum Basismodell: –
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreis): –
businessrelevante Optionen: –
Netto-Einstiegspreis: 24.840,00 €
Restwert in Prozent*: 40,3
Movano Kastenwagen L1H1 2.3 BiTurbo CDTI
Motorleistung kW/PS: 100/136
Zuladung in kg: 919
max. Kofferraumvolumen in l: 8.000
Durchschnittsverbr. je 100 km: 6,8 l Diesel
Energieeffizienzklasse: – (CO2: 177 g/km)
techn. Unterschiede zum Basismodell: –
alternative Antriebe (Netto-Einstiegspreis): –
businessrelevante Optionen: –
Netto-Einstiegspreis: 26.390,00 €
Restwert in Prozent*: 28,5
* Forecast bei 36 Monaten Laufzeit und 30.000 km Laufleistung p. a., Händler-EK inkl. MwSt. bezogen aus Basislistenpreis (Stand: 11/2014), Quelle: EurotaxSchwacke
Flottenmanagement 6/2014
109
Nachrichten • Nachrichten • Nachrichten • Nachrichten • Nachrichten • Nachricchten •
INNOVATION
110
Wasserstofftankstellen
Der Automobilhersteller Daimler und das Gase- und Engineering-Unternehmen Linde
werden noch in diesem Jahr beginnen, gemeinsam mit den Mineralölunternehmen Total, OMV, Avia und Hoyer die Anzahl an Wasserstofftankstellen in Deutschland deutlich
zu erhöhen. Die beiden Unternehmen investieren dabei jeweils rund zehn Millionen Euro
in jeweils zehn Tankstellen.
Als erste der von Daimler und
Linde initiierten öffentlichen
Betankungsmöglichkeiten für
Brennstoffzellenfahrzeuge ist
am 29. September eine TotalMulti-Energie-Tankstelle in der
Jafféstraße in Berlin-Charlottenburg offiziell eröffnet worden. Bis Ende 2015 sind unter
anderem weitere Stationen im
Großraum München, Nürnberg,
Stuttgart sowie in Leipzig und am Flughafen Köln-Bonn geplant. Darüber hinaus hat
sich die Initiative „H2 Mobility“, an der auch Daimler, Linde, Total und OMV beteiligt
sind, im vergangenen Jahr auf einen detaillierten Aktionsplan über einen Ausbau auf
rund 400 Stationen bis 2023 verständigt.
Forderung
Connecting battery markets – das ist seit Langem das Kernthema des TÜV Süd beim
internationalen Engagement rund um die Elektromobilität. Volker Blandow, Head
of E-Mobility beim TÜV Süd: „Batterien nach weltweit reproduzierbaren Methoden
und einheitlichen Abläufen zu testen, das ist eine unserer Hauptforderungen. Nur
so können wir Elektromobilität zu einem Massenphänomen machen.“ Die Prüfverfahren für Batterien in Elektrofahrzeugen (Antriebsbatterien) sind weltweit immer noch
sehr unterschiedlich. Zudem beziehen sie sich auf unterschiedliche Prüflinge, von
der einfachen Zelle über Module bis zum kompletten Batteriesystem. „Einheitliche
Prüfkriterien und Methoden würden die Entwicklungszeit für Batteriehersteller und
Automobilfirmen enorm beschleunigen“, so Blandow. Zudem würden so gleichbleibende Qualität und damit ein hochwertiges Produkt für den Kunden gesichert. Bei
der Zulassung von Fahrzeugen soll zukünftig eine globale Regelung (UN ECE R100) für
mehr Sicherheit, aber auch für anspruchsvolle Batterietests sorgen. „Wir setzen uns
unter anderem in US-amerikanischen Gremien dafür ein, dass UN ECE R100 weltweit
als Standard für die Batteriesicherheit eingesetzt wird“, unterstreicht Blandow.
Weiterentwicklung
Opel hat seine Technologie Aero-Shutters weiterentwickelt. Dahinter verbergen sich Blenden, die den Zugang zum Kühlergrill öffnen
oder verschließen können. Sie verringern den
Kraftstoffverbrauch, indem sie automatisch geschlossen werden, wenn der Motor wenig Kühlluft benötigt. Die geschlossene Blende verbessert die Aerodynamik, weil die anströmende Luft
gleichmäßiger um die Fahrzeugfront zu den Seiten geleitet wird, anstatt sich ihren Weg durch
den aerodynamisch ungünstigen Motorraum zu
suchen. Die Kühlerjalousie öffnet und schließt
in Abhängigkeit von der Motortemperatur und
der Geschwindigkeit. An langen Steigungen oder
im Stadtverkehr ist die Blende beispielsweise
geöffnet, bei Autobahnfahrten mit geringem
Kühlluftbedarf wird sie geschlossen. Der Rüsselsheimer Autohersteller plant die Einführung
des ersten aktiven Vollflächen-Aero-Shutters
in naher Zukunft in einem komplett neuen Fahrzeugmodell.
Plug-in-Hybrid
Der neue Porsche Cayenne S E-Hybrid feierte im
Oktober auf dem Automobilsalon in Paris seine
Weltpremiere. Er ist der erste Plug-in-Hybrid im
Premium-SUV-Segment. Zugleich macht er Porsche zum führenden Hersteller von Plug-in-Hybridfahrzeugen: Gemeinsam mit dem Panamera
S E-Hybrid und dem 918 Spyder bietet die Marke
als einzige nun drei Plug-in-Modelle an. Dank der
Plug-in-Hybridtechnik verbraucht der Cayenne S
E-Hybrid laut des schwäbischen Unternehmens
3,4 Liter auf 100 Kilometer und hat einen CO2Ausstoß von 79 Gramm pro Kilometer. Zufrieden
zeigte sich der Autobauer auch mit den Verkaufszahlen. In den ersten acht Monaten des Jahres
2014 hat Porsche insgesamt 16.698 Panamera
ausgeliefert, 1.513 Stück davon waren Panamera S E-Hybrid – ein Anteil von neun Prozent. Für
den Cayenne S E-Hybrid erwartet Porsche einen
ebenfalls sehr starken Verkaufsanteil.
Mobilitätslösung
EU-Richtlinie
Der Weg ist frei für eine saubere Mobilität mit Erdgas in Europa. Ende September trat
die neue EU-Richtlinie in Kraft, welche den Ausbau eines alternativen Tankstellennetzes in Europa fordert. Nun sind die Mitgliedsstaaten angehalten, bis 2016 nationale
Ziele zu definieren und verbindlich festzuhalten. Dabei geht es unter anderem um den
Bau von Erdgas- und LNG-Zapfsäulen sowie um eine transparente Preisauszeichnung
an den Tankstellen. „Wir begrüßen die Richtlinie außerordentlich und erwarten eine
schnelle Umsetzung auf
nationaler Ebene“, sagt Dr.
Timm Kehler, Geschäftsführer der erdgas mobil
GmbH. „Vor allem bei der
Preistransparenz besteht
Handlungsbedarf, damit
Autofahrer die verschiedenen Kraftstoffpreise auf
einen Blick vergleichen
können und den Preisvorteil von Erdgas sofort erkennen“, so Kehler.
Flottenmanagement 6/2014
Freie Modellwahl, flexible Nutzung und Pay-perUse-Abrechnung: Der neue Fuhrpark-Service
„Audi shared fleet“ erobert nun auch die Hauptstadt. Der Start-up-Campus „Factory Berlin“ hat
sich für die Mobilitätslösung entschieden und
seinen neuen Fuhrpark Ende Oktober offiziell in
Betrieb genommen. „Unternehmen können die
Auslastung ihres Fuhrparks optimieren und die
Standzeiten der Automobile auf ein Minimum
senken“, erklärt Bettina Bernhardt, Leiterin
von Audi mobility. Mitarbeiter hätten außerdem
die Möglichkeit, die Autos aus dem Fuhrpark
privat zu bestimmten Konditionen zu fahren.
Die gemeinsame Nutzung wird über ein Onlinebuchungsportal koordiniert. Jeder Mitarbeiter
erhält eine persönliche Mitgliedskarte, mit der
er schlüssellos Zugang zu allen Autos hat. Um
jederzeit fahrbereite Autos zu gewährleisten,
übernimmt Audi das Tanken, die Reinigung und
weitere Services. Mit dem „Pay-per-Use“-Angebot erhält der Kunde über die klassische Leasingvariante hinaus ein flexibles Abrechnungsmodell, in dem er nur die reine Nutzungszeit zahlt.
EXTRA
Renault Captur ENERGY dCi 90 Start&Stop
And the winner is ...
… der Renault Captur ENERGY
dCi 90 Start&Stop in der
Ausstattungslinie „Dynamique“ bei
den kleinen SUV mit Dieselmotor
in der 74. Folge der großen
Flottenmanagement-Vergleichsserie.
Der Kostenvergleich basiert
wesentlich auf den FullService-Leasingraten und den
Treibstoffkosten.
Flottenmanagement-Vorgabe
Mindestausstattung
• ABS - Antiblockiersystem
• ESP - Elektronisches
Stabilitätsprogramm
• Freisprecheinrichtung
• Klimaanlage
• Navigationssystem
• Nebelscheinwerfer
Das Segment der SUV erfreut sich auch in diesem Jahr zunehmender Beliebtheit bei den
deutschen Autofahrern. So stiegen die Neuzulassungen der SUV im September dieses Jahres
um nicht weniger als zehn Prozent im Vergleich
zum Vorjahr gemäß KBA-Angaben. Eine stetig
wachsende Nachfrage ruft natürlich auch das
Interesse der Automobilbranche an diesem
Segment hervor. So bietet nahezu jeder Hersteller zumindest ein Modell für dieses Segment
an beziehungsweise ist kurz vor der Einführung.
Doch was ist eigentlich ein SUV? Der Begriff
Sport Utility Vehicle, abgekürzt SUV, stammt
aus dem englischen Sprachgebrauch und bezeichnet eine geländegängige Limousine. Somit soll ein SUV den Fahrkomfort einer Limousine mit der erhöhten Geländegängigkeit und
dem Erscheinungsbild eines Geländewagens
vereinen. Die Geländetauglichkeit ist dabei von
Modelltyp zu Modelltyp sehr unterschiedlich;
manche SUV haben keinen Allradantrieb, da sie
vorwiegend für die Nutzung im Straßenverkehr
bestimmt sind, was den Großteil der in Deutschland vorzufindenden geländetauglichen Limousinen widerspiegelt, bei anderen ist hingegen
der Übergang zu einem vollwertigen Geländewagen fließend.
• Parksensoren vorn und hinten
• Radio mit CD
• Rundum-Airbagschutz
• Tempomat
Dies spiegelt auch der US-amerikanische
Sprachgebrauch wider, so bezeichnet Sport Utility Vehicle (Sportnutzfahrzeug) Geländewagen
aller Art. Als Synonym wird hier auch oft Offroa-
der genutzt, sprich Fahrzeuge, die auch abseits
des Asphalts genutzt werden. Jedoch werden
hier Komfort-Geländewagen, wie sie im Sinne
der deutschsprachigen Bedeutung von Sport
Utility Vehicles gemeint sind, zunehmend als
Crossover SUV beziehungsweise Crossover oder
salopp als Soft-Roader, übersetzt etwa Weichgängige, bezeichnet.
Um hier eine Abgrenzung zu der Verwendung
des Begriffs „Crossover“ in Deutschland zu
finden, haben wir uns im Falle der SUV dazu
entschieden, bewusst auf Derivate einiger Modellreihen zu verzichten. Dabei nutzten wir den
ALD Automotive Car Configurator als weitere
Entscheidungshilfe. So sind nach unserer Auffassung Modelle wie ein Fiat Panda 4x4 oder ein
Volkswagen CrossPolo, um ein paar Beispiele zu
nennen, keine SUV im Sinne, wie wir ein Sport
Utility Vehicle definieren wollen. Hingegen
schafften es der Citroën C4 Aircross und der C4
Cactus, trotz ihres Hinweises auf die C4-Baureihe, in unseren Kostenvergleich der kleinen SUV.
Nach der Abgrenzung zu anderen Segmenten
befinden sich immer noch über 70 SUV-Modelle
aktuell am Markt. Für unseren Kostenvergleich
haben wir die SUV in drei Größen unterteilt:
kleine SUV bis zu einer Länge von 4,35 Metern,
mittlere SUV zwischen 4,35 und 4,8 Metern sowie die großen SUV ab 4,8 Metern Länge. Wir
haben uns in unserem Kostenvergleich auf die
kleinen SUV konzentriert, von denen nach Be-
Flottenmanagement 6/2014
111
EXTRA
Kostenvergleich
Ein Service von
Renault
Citroën
Nissan
Peugeot
Captur ENERGY dCi 90
Start&Stop
C4 Cactus BlueHDi 100 82g
Stop & Start
Juke 1.5 dCi
2008 e-HDi FAP 115
Stop & Start
5-Gang-Schaltgetriebe
5-Gang-Schaltgetriebe
6-Gang-Schaltgetriebe
6-Gang-Schaltgetriebe
Schaltgetriebe 20.000 km
301,06
322,30
338,83
358,52
30.000 km
377,39
394,28
424,04
442,29
Kosten netto in Euro (bei einer Laufleistung
von 36 Monaten ohne Anzahlung), ab Werk
Betriebskosten mtl. inkl. Treibstoffkosten
Automatik
50.000 km
513,81
521,05
576,32
591,35
20.000 km
–
–
–
–
30.000 km
–
–
–
–
50.000 km
–
–
–
–
Full-Service-Leasingrate mtl.*
Schaltgetriebe 20.000 km
231,98
262,82
262,08
281,77
30.000 km
273,78
305,06
308,91
327,16
50.000 km
341,12
372,35
384,44
399,47
20.000 km
–
–
–
–
30.000 km
–
–
–
–
50.000 km
–
–
–
–
Schaltgetriebe 20.000 km
69,08
59,48
76,75
76,75
30.000 km
103,61
89,22
115,13
115,13
50.000 km
172,69
148,70
191,88
191,88
20.000 km
–
–
–
–
30.000 km
–
–
–
–
50.000 km
–
–
–
–
4.122 x 1.778 x 1.556
4.157 x 1.729 x 1.490
4.135 x 1.765 x 1.565
4.159 x 1.739 x 1.556
Motorleistung kW/PS
66/90
73/99
81/110
84/115
Beschleunigung 0–100 km/h
13,1
10,7
11,2
10,4
Höchstgeschwindigkeit in km/h
171
184
175
188
Durchschnittsverbrauch in l/100 km
3,6
3,1
4,0
4,0
Reichweite in km
1.250
1.452
1.150
1.250
Max. Kofferraumvolumen in l
Automatik
Treibstoffkosten mtl.
Automatik
Technische Daten**
Außenmaße (L x B x H) in mm
1.235
1.170
830
1.194
Zuladung in kg
484
465
495
373
CO2-Ausstoß in g/km
95
82
104
105
Energieeffizienzklasse
A
A+
A
A
1.178
770
598
846
Fahrzeug
2 Jahre
2 Jahre
3 Jahre
2 Jahre
Lack
2 Jahre
3 Jahre
3 Jahre
3 Jahre
Dichte Servicenetz
Garantiebedingungen
Rost
Wartung/Inspektion
Ausstattungsvariante
Listenpreis in Euro (netto; ohne Sonderausstattung)
112
12 Jahre
12 Jahre
12 Jahre
12 Jahre
2 Jahre/30.000 km
1 Jahr/15.000 km
1 Jahr/30.000 km
1 Jahr/20.000 km
„Dynamique“ mit City- und
Klang & Klima Plus-Paket
„Feel“ mit Navigationsund Park-Assist-Paket
in der Ausstattungslinie
„Tekna“
„Allure“ mit Einparkhilfe
und Navigationssystem
16.378,15
16.924,37
19.285,71
18.823,53
= Plätze 1 bis 3 bzw. alles lieferbar
Flottenmanagement 6/2014
= Plätze 12 bis 14 bzw. nicht alles lieferbar
EXTRA
kleine SUV
Ford
Opel
Citroën
Kia
Škoda
Dacia
EcoSport 1.5 TDCi
Mokka 1.7 CDTI ecoFLEX
Start/Stop
C4 Aircross Hdi 115
Stop & Start 2WD
Soul 1.6 CRDi
Yeti 2.0 TDI
Duster dCi 110 FAP 4x2
5-Gang-Schaltgetriebe
6-Gang-Schaltgetriebe
6-Gang-Schaltgetriebe
6-Gang-Schaltgetriebe
5-Gang-Schaltgetriebe
6-Gang-Schaltgetriebe
342,42
371,18
379,92
372,30
373,39
385,27
429,43
460,24
474,79
469,30
472,89
477,79
586,16
619,06
641,68
642,70
651,25
648,27
–
–
–
409,11
–
–
–
–
–
519,63
–
–
–
–
–
718,78
–
–
254,16
284,84
291,66
276,36
275,53
283,58
297,04
330,72
342,40
325,39
326,10
325,25
365,50
403,20
421,02
402,85
406,61
394,03
–
–
–
293,98
–
–
–
–
–
346,94
–
–
–
–
–
430,96
–
–
88,26
86,34
88,26
95,94
97,86
101,69
132,39
129,52
132,39
143,91
146,79
152,54
220,66
215,86
220,66
239,85
244,64
254,24
–
–
–
115,13
–
–
–
–
–
172,69
–
–
–
–
–
287,82
–
–
4.273 x 1.765 x 1.645
4.278 x 1.777 x 1.658
4.340 x 1.800 x 1.625
4.140 x 1.800 x 1.606
4.222 x 1.793 x 1.691
4.315 x 1.822 x 1.695
66/90
96/130
84/115
94/128
81/110
80/109
14,0
10,5
10,8
11,2
11,6
12,2
160
187
182
180
177
169
4,6
4,5
4,6
5,0
5,1
5,3
1.130
1.156
1.304
1.080
1.078
943
1.238
1.372
1.193
1.367
1.793
1.636
361
395
670
537
545
505
120
120
119
132
132
139
B
B
B
B
B
B
1.880
1.843
770
460
902
615
2 Jahre
2 Jahre
2 Jahre
7 Jahre/150.000 km
2 Jahre
3 Jahre
2 Jahre
2 Jahre
3 Jahre
5 Jahre/150.000 km
3 Jahre
2 Jahre
12 Jahre
12 Jahre
12 Jahre
12 Jahre
12 Jahre
6 Jahre
1 Jahr/20.000 km
1 Jahr/30.000 km
1 Jahr/15.000 km
2 Jahre/30.000 km
2 Jahre/30.000 km
2 Jahre/20.000 km
„Tendance“ mit Technopaket
„Spirit“ mit Sound & NaviPaket
„Ambition“ mit Einparkhilfe
und Infotainmentpaket
Amundsen
„Laureate“ mit Easy-Paket
und Media-Navigation
23.605,04
21.000,00
20.747,90
13.436,97
Grundausstattung mit Audio- „Edition“ mit Elektropaket
system CD Sync, Komfortpa- und Navigationssystem
ket und Parkpilotsystem
– ohne Navigation
17.815,13
20.273,11
* Kalkulation erfolgte über den ALD Automotive Car Configurator bei einer Laufzeit von 36 Monaten ohne Anzahlung.
** Herstellerangaben
Flottenmanagement 6/2014
113
EXTRA
Kostenvergleich kleine SUV
Ein Service von
Jeep
Peugeot
MINI
Mitsubishi
Renegade 1.6 MultiJet
Start&Stopp
4008 HDI FAP 115 Stop &
Start
Cooper D Countryman
ASX 1.8 DI-D 2WD
6-Gang-Schaltgetriebe
6-Gang-Schaltgetriebe
6-Gang-Schaltgetriebe
6-Gang-Schaltgetriebe
Schaltgetriebe 20.000 km
410,84
471,96
436,94
429,26
30.000 km
512,97
575,41
523,62
532,16
50.000 km
696,17
756,78
676,55
716,64
20.000 km
–
–
480,71
–
30.000 km
–
–
584,47
–
50.000 km
–
–
770,22
–
Schaltgetriebe 20.000 km
322,58
377,94
356,35
325,65
30.000 km
380,58
434,38
402,74
376,74
50.000 km
475,51
521,73
475,08
457,61
20.000 km
–
–
373,26
–
30.000 km
–
–
423,29
–
50.000 km
–
–
501,59
–
Schaltgetriebe 20.000 km
88,26
94,02
80,59
103,61
30.000 km
132,39
141,03
120,88
155,42
50.000 km
220,66
235,05
201,47
259,03
20.000 km
–
–
107,45
–
30.000 km
–
–
161,18
–
50.000 km
–
–
268,63
–
4.255 x 1.805 x 1.667
4.340 x 1.800 x 1.625
4.097 x 1.789 x 1.544
4.295 x 1.770 x 1.615
88/120
84/115
82/112
110/150
Beschleunigung 0–100 km/h
10,2
11,6
10,9
9,7
Höchstgeschwindigkeit in km/h
178
180
186
200
Durchschnittsverbrauch in l/100 km
4,6
4,9
4,2
5,4
Reichweite in km
1.043
1.224
1.119
1.167
Max. Kofferraumvolumen in l
1.297
1.193
1.170
1.219
Kosten netto in Euro (bei einer Laufleistung
von 36 Monaten ohne Anzahlung), ab Werk
Betriebskosten mtl. inkl. Treibstoffkosten
Automatik
Full-Service-Leasingrate mtl.*
Automatik
Treibstoffkosten mtl.
Automatik
Technische Daten**
Außenmaße (L x B x H) in mm
Motorleistung kW/PS
Zuladung in kg
440
560
435
555
CO2-Ausstoß in g/km
120
129
111
141
A
B
A
B
230
846
450
639
Fahrzeug
2 Jahre
2 Jahre
2 Jahre
3 Jahre/100.000 km
Lack
2 Jahre
3 Jahre
3 Jahre
3 Jahre/100.000 km
Rost
7 Jahre
12 Jahre
12 Jahre
12 Jahre
2 Jahre/40.000 km
1 Jahr/20.000 km
2 Jahre/30.000 km
2 Jahre/30.000 km
„Longitude“ mit Navigationssystem und ParkSense
Einparkhilfe
„Allure“ mit Navigationssystem
Grundausstattung mit Einparkhilfe, Navigationssystem, Nebelscheinwerfern
und Tempomat
in der Ausstattungslinie
„Diamant Edition“
19.831,93
26.966,39
20.546,22
23.100,84
Energieeffizienzklasse
Dichte Servicenetz
Garantiebedingungen
Wartung/Inspektion
Ausstattungsvariante
Listenpreis in Euro (netto; ohne Sonderausstattung)
114
= Plätze 1 bis 3 bzw. alles lieferbar
Flottenmanagement 6/2014
= Plätze 12 bis 14 bzw. nicht alles lieferbar
EXTRA
rücksichtigung unserer Vorgabe hinsichtlich
der Dieselmotorisierung noch jeweils 14 kleine
Komfort-Geländewagen übrig geblieben sind.
Zumindest auf dem deutschen Gesamtfahrzeugmarkt scheinen die kleinen SUV bis zu einer Länge von 4,35 Metern zunehmend für die
Automobilhersteller an Relevanz zu gewinnen,
denn anders ist es nicht zu erklären, dass bei
den vierzehn betrachteten Fahrzeugen gleich
fünf Facelifts beziehungsweise Neukonstruktionen zu finden sind. Bereits Ende letzten Jahres
schickte Dacia den Duster und Škoda das Facelift des Yeti auf den Markt. Daneben brachte Citroën in diesem Jahr mit dem Cactus ein zweites
Modell für das Segment der kleinen SUV heraus
und der Countryman erfuhr im Zuge des Generationswechsels beim MINI eine Auffrischung.
Nicht zuletzt dringt Jeep mit dem Renegade,
der seit Oktober bei den Händlern steht, in
das Terrain eines Opel Mokka oder Nissan Juke
ein. Das Ergebnis des Italo-Amerikaners wirkt
– grob betrachtet – erstaunlich konventionell.
Der Renegade ist unter den Windkanalgesichtern der Geradlinige, der optische Kennzeichen
vom Ur-Jeep übernimmt: den senkrechten Grill
mit Rundaugen, die eckigen Radhäuser oder die
aufrechte Frontscheibe.
Allgemein betrachtet zeigt sich das Segment
der kleinen Diesel-SUV sehr flexibel: So reicht
beispielsweise die Bandbreite bei den Kofferraumvolumina von 830 Litern beim Nissan Juke
bis zu 1.793 Litern beim Škoda Yeti. Damit bietet der Tscheche mehr als den doppelten Raum,
um sperrige Güter transportieren zu können.
Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei der Zuladung: Ein wahrer Lastenträger mit satten 670
Kilogramm ist der Citroën C4 Aircross, dieser
bietet gegenüber dem Ford EcoSport mit 361
Kilogramm nahezu die doppelte Zuladung. Auch
die für den Vergleich ausgewählte Diesel-Motorisierung von etwa 80 kW (109 PS) hatte aufgrund der eingeschränkten Motorenpaletten in
diesem Segment mit großen Schwankungen von
bis zu 30 kW wie beim Mitsubishi ASX zu kämpfen. Mit diesen Motorisierungen laufen die kleinen geländegängigen Limousinen in der Spitze
zwischen 160 und 200 km/h bei Durchschnittsverbräuchen zwischen 3,1 und 5,4 Litern auf
100 Kilometer (Werksangaben).
Neben der Motorisierung und sicherheitsrelevanten Features wie ABS sowie ESP setzten wir
für unseren Kostenvergleich rundum Airbagschutz, Freisprechanlage für Telefone, Klimaanlage, Navigationssystem, Nebelscheinwerfer,
Radio mit CD sowie Parksensoren für Front und
Heck voraus. Der Einstieg bei den kleinen SUV
beginnt mit dem Dacia Duster in der Ausstattungslinie „Laureate“ und einem Netto-Listenpreis ohne Berücksichtigung der Sonderausstattungen von etwa 13.437 Euro. Nach oben
wird das Vergleichsfeld durch den Peugeot 4008
HDI FAP 150 Stop & Start in der Ausführung „Allure“ begrenzt. Beim Franzosen sind jedoch alle
Mindestanforderungen hinsichtlich der Ausstattung erfüllt, nur das Navigationssystem
Sonderwertung
Reichweite in km
1. Citroën C4 Cactus
2. Citroën C4 Aircross
3. Peugeot 2008
Renault Captur
5. Peugeot 4008
6. Mitsubishi ASX
7. Opel Mokka
8. Nissan Juke
9. Ford EcoSport
10. MINI Countryman
11. Kia Soul
12. Škoda Yeti
13. Jeep Renegade
14. Dacia Duster
Sonderwertung
maximales Ladevolumen in Litern
1.452
1.304
1.250
1.250
1.224
1.167
1.156
1.150
1.130
1.119
1.080
1.078
1.043
943
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
Škoda Yeti
Dacia Duster
Opel Mokka
Kia Soul
Jeep Renegade
Ford EcoSport
Renault Captur
Mitsubishi ASX
Peugeot 2008
Citroën C4 Aircross
Peugeot 4008
12. Citroën C4 Cactus
MINI Countryman
14. Nissan Juke
1.793
1.636
1.372
1.367
1.297
1.238
1.235
1.219
1.194
1.193
1.193
1.170
1.170
830
benötigt eine Extra-Investition. In der Regel
jedoch bewegen sich die Nettopreise zwischen
16.378 Euro für den Renault Captur ENERGY dCi
90 Start&Stop und 23.605 Euro beim Citroën C4
Aircross HDi 115 Stop & Start 2WD. Damit sollte
der Fuhrparkleiter bei der Anschaffung eines
kleinen SUV im Durchschnitt etwa 19.910 Euro
einkalkulieren.
Sonderwertung
maximale Zuladung in kg
Sonderwertung
Kraftstoffverbr. pro 100 km in Litern
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
Citroën C4 Aircross
Peugeot 4008
Mitsubishi ASX
Škoda Yeti
Kia Soul
Dacia Duster
Nissan Juke
Renault Captur
Citroën C4 Cactus
Jeep Renegade
MINI Countryman
Opel Mokka
Peugeot 2008
Ford EcoSport
670
560
555
545
537
505
495
484
465
440
435
395
373
361
Die Einstufung in Energieeffizienzklassen gewinnt auch beim SUV stetig an Relevanz: So
versuchen immer mehr Hersteller mit besonders
1. Citroën C4 Cactus
2. Renault Captur
3. Nissan Juke
Peugeot 2008
5. MINI Countryman
6. Opel Mokka
7. Citroën C4 Aircross
Ford EcoSport
Jeep Renegade
10. Peugeot 4008
11. Kia Soul
12. Škoda Yeti
13. Dacia Duster
14. Mitsubishi ASX
3,1
3,6
4,0
4,0
4,2
4,5
4,6
4,6
4,6
4,9
5,0
5,1
5,3
5,4
Flottenmanagement 6/2014
115
EXTRA
umweltschonenden Modellvarianten den strenger werdenden unternehmensinternen CO2Richtlinien entgegenzutreten. Dabei zeigt sich
das hohe Leergewicht als eine der schwierigsten Hürden, dennoch glänzen alle Vergleichskandidaten mit Energieeffizienzklassen von „A“
bis „B“. Dank eines kraftstoffsparenden Dieselaggregates stößt der Citroën C4 Cactus lediglich 82 Gramm Kohlenstoffdioxid je Kilometer
aus – das bedeutet Energieeffizienzklasse „A+“.
Etwa 4,5 Liter Diesel pro 100 Kilometer sollte
man im Durchschnitt bei einem kleinen Sport
Utility Vehicle für den kombinierten Verbrauch
ansetzen. Die Spanne bei den Verbräuchen
reicht hier von 3,1 bis 5,4 Liter je 100 Kilometer,
was angesichts von Leistungsunterschieden
von mehr als 40 Pferdestärken noch sehr homogen ist. In der Sonderwertung „Kraftstoffverbrauch“ kann der Citroën C4 Cactus von seinem
Motor profitieren. Mit einem kombinierten Verbrauch von 3,1 Litern je 100 Kilometer erzielt
der Franzose hier die Spitzenposition. Mit etwas Abstand auf Platz zwei folgt der Renault
Captur mit 3,6 Litern je 100 Kilometer.
Auch in der Sonderwertung „Reichweite“ liefert der geringe Kraftstoffverbrauch in Kombination mit einem 45-Liter-Tank dem Citroën
C4 Cactus genügend Kraftstoffvorrat für 1.452
Kilometer und sichert dem Franzosen damit die
Spitzenposition in dieser Kategorie. Mit Tankvolumen zwischen 45 und 63 Litern erreichen
fast alle Vergleichskandidaten die 1.000-Kilometermarke. Einzig der Dacia Duster kann durch
die Kombination eines 50-Liter-Tanks und eines
Durchschnittsverbrauchs von 5,3 Litern je 100
Kilometer hier nur 943 Kilometer Reichweite
bieten. Jedoch genügt dies, um etwa auf der
800 Kilometer langen Tour von Bonn nach Mailand einige Abstecher abseits des Asphalts unternehmen zu können.
Beim „maximalen Ladevolumen“ zeigen sich
teilweise gravierende Unterschiede zwischen
den Konkurrenten: So bietet der Škoda Yeti mit
seinem 1.793 Liter fassenden Kofferraum mehr
als das doppelte Ladevolumen eines Nissan
Juke, der hier lediglich über 830 Liter verfügt.
Hingegen wirkt das Vergleichsfeld bei der Sonderwertung „Zuladung“ weitaus entspannter.
Hier bot die Hälfte der Konkurrenten eine überdurchschnittliche Zuladung (mehr als 487 kg)
an.
Über alle Vergleichskriterien betrachtet, setzt
sich am Ende der Renault Captur ENERGY dCi
90 Start&Stop in der Ausstattungslinie „Dynamique“ durch. Dieser überzeugt nicht nur mit
seinem Dieselaggregat, sondern kann auch
hinsichtlich des Servicenetzes und der Kosten
in unserem Vergleich punkten. Auf Platz 2 folgt
So haben wir gewertet
Der Fokus der Bewertung liegt auf den Leasing-,
Betriebs- und Treibstoffkosten. Die jeweils drei
günstigsten Fahrzeuge erhalten eine grüne, die
jeweils drei teuersten eine rote Markierung.
Ebenfalls in die Grün-Rot-Bewertung fließen
neben den Ladungsdaten wie Zuladung und
dem Kofferraumvolumen der Durchschnittsverbrauch, der CO2-Ausstoß sowie die Reichweite mit ein, da auch dies wichtige Kriterien
für die Nutzung in der Flotte sind. Gleiches
gilt für die Dichte des Servicenetzes, denn das
entscheidet, wie lange das Fahrzeug im Falle
einer Panne oder des normalen Services nicht
zur Verfügung steht. Signifikante Abweichungen bei der Garantiezeit oder des Inspektionsintervalls haben wir ebenso bewertet wie das
Nichterfüllen der Mindestausstattung. Auch der
Listenpreis ist ein Kriterium, entscheidet dieser
doch über die steuerliche Belastung bei der EinProzent-Regelung. Alle anderen angegebenen
Werte dienen nur der Information.
mit dem Citroën C4 Cactus BlueHDi 100 82g Stop
& Start ebenfalls ein Franzose, der bis auf den
etwas zu kleinen Kofferraum keinerlei Wünsche
offen ließ und dem auf den dritten Rang platzierten Nissan Juke 1.5 dCi somit die Silbermedaille entreißen konnte.
And the winner is ...
Renault Captur ENERGY dCi 90 Start&Stop
116
Flottenmanagement 6/2014
FAHRTELEGRAMM
Ganz der Alte
Leichte Retuschen innen und außen halten den Volkswagen
Touareg frisch und modern. Im Kern ist der Neue ganz der Alte
geblieben, und das ist auch gut so. Flottenmanagement hat den
4x4 bereits zu einer kleinen Ausfahrt entführt.
Manchmal ist der Neuwagen-Kunde froh, dass
im Vergleich zum Vorgänger nicht allzu viel verändert wurde. Auf diese Art und Weise hält man
sich Neider vom Hals. Wer jetzt also einen neuen
Touareg bestellt, muss kaum befürchten, dass
dem Nachbarn etwas auffällt – vorausgesetzt
freilich, man bleibt bei der gleichen Farbe. Wer
indes genau hinsieht, erkennt Unterschiede
beim neuesten Touareg-Jahrgang: So präsentiert sich die Frontpartie samt Scheinwerfern
und Stoßfängern neu gestaltet – das war’s.
Weitere Neuigkeiten finden sich denn unter dem
Blech. Zum Beispiel leistet die stärkere Ausbaustufe des Dreiliter-V6 TDI nun 262 statt 245 PS,
verbraucht aber im Gegenzug 0,6 Liter (je 100
Der modifizierte Touareg steckt voller Assistenzsysteme im Dienste der Sicherheit
km) weniger. Damit
rutscht der Kraxler
immerhin eine Effizienzklasse nach
oben und erreicht
nun „B“.
Beim Drehmoment
haben die Techniker 30 Nm draufgesattelt. Dass
Bewährtes besser unangetastet bleibt, zeigt sich
beispielsweise an der Automatik – es gibt weiterhin acht Stufen. Und der Wandlerautomat erweist
sich einmal mehr als Quell der Sänfte, wechselt
beflissen und nahezu unmerklich zwischen den
Fahrstufen. Ab 46.743 Euro netto kostet der Touareg V6 in der 262-PS-Ausgabe – 1.681 Euro (netto) mehr muss zahlen, wer mit dem Volkswagen
häufiger im Gelände unterwegs ist. Dann gibt es
eine Hinterachs-Differenzialsperre, eine höher
liegende Karosserie sowie eine Untersetzung für
steile Hänge. Ein paar obligatorische Extras bleiben beim Touareg der zweiten Serie freilich auch –
so ist es nicht empfohlen, auf das Navigationssystem zu verzichten – ab 1.970 Euro (netto) starten
die Preise. Wer möchte, bekommt alle möglichen
Assistenten vom autonomen Bremsen über vari-
ables Fernlicht bis hin zum Spurwechselwarner.
Mehrkosten: Mindestens 2.323 Euro netto.
Volkswagen Touareg V6 TDI SCR
Motor/Hubraum in ccm:
Sechszyl.-Diesel/2.967
kW (PS) bei U/min:
193 (262)/3.800–4.400
Drehmoment bei U/min:
580 Nm bei 1.750–3.500
Getriebe:
8-Gang-Automatik
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/174 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
7,3/225
EU-Verbrauch/Reichweite:
6,6 l/1.288 km (85 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
770/580–1.642
Typklasse HP/VK/TK:
22/24/28
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
46.743 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 911,86/0,36 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Hochgelegt
Ab sofort kann man den Seat Leon auch als höhergelegte Variante im
Offroad-Look ordern. Dank markanter Kotflügel-Verkleidungen wird
der auf den Namen X-Perience getaufte Spanier zum attraktiven Hingucker. Flottenmanagement fuhr ihn bereits.
Nicht dass der rassig gezeichnete Seat Leon in
der Basis unattraktiv wäre. Doch so mancher
Kunde träumt vom trendigen SUV. Wem ein Geländewagen jedoch eine Spur zu dick aufträgt,
der kann inzwischen aus dem immer reichhaltiger werdenden Fundus der Kombis im OffroadLook schöpfen. Bei der spanischen VolkswagenTochter heißt dieses Angebot Seat Leon X-Perience und zeichnet sich durch Allradantrieb und
mehr Bodenfreiheit (15 Millimeter) gegenüber
den konventionellen Versionen aus. Diesel-Interessenten bekommen 110, 150 sowie 184 PS.
Wer ein automatisches Getriebe bevorzugt, ist
auf die stärkste Ausbaustufe abonniert und muss
mindestens 27.781 Euro netto bezahlen. Eine
erste Ausfahrt bescheinigt allerdings auch dem
Einsteiger mit 110 Pferdchen brauchbare Fahrleistungen – mehr Auto muss man nicht haben.
Das manuelle Sechsgang-Getriebe lässt sich übrigens exakt schalten.
Innen erwarten den
Passagier eine saubere
Verarbeitung,
übersichtliche und gut ablesbare Instrumente sowie ein Hauch von High
Tech. Auf Wunsch nämlich gibt es einen großen
Touchscreen, auf dem nicht zuletzt das Navigationssystem bedienbar ist – Kostenpunkt ab
579 Euro netto inklusive Bluetooth-Freisprechanlage. Sämtliche X-Perience-Varianten rollen
mit vielen Sicherheitsfeatures, Klimaautomatik,
Radio und Tempomat an den Start. Wer möchte,
bekommt anspruchsvolle Assistenzsysteme vom
autonomen Bremsen über Spurhaltekontrolle
bis hin zum aktiven Tempomat gegen 722 Euro
(netto) im Paket – das ist fair. Luxuriös wird der
Allrounder mit der 1.252 Euro (netto) kostenden
Lederpolsterung. Dann wandert auch gleichzeitig eine Sitzheizung mit an Bord. Für die DieselGrundvariante werden mindestens 24.159 Euro
netto fällig.
Seat Leon X-Perience 1.6 TDI
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.598
kW (PS) bei U/min:
81 (110)/3.200–4.000
Drehmoment bei U/min: 250 Nm bei 1.500–3.000
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/122 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
11,6/187
EU-Verbrauch/Reichweite:
4,7 l/1.170 km (55 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
538/587–1.470
Typklasse HP/VK/TK:
20/19/23
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
24.159 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 469,36/0,18 Euro
Unter der Haube des Lifestyle-Leon stecken meist freilich die altbewährten TDI-Motoren
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 6/2014
117
FAHRTELEGRAMM
Frisch aus Vitoria
Der kleine, aber feine Unterschied liegt im Antrieb: Während die noble V-Klasse lediglich als
Hecktriebler um die Ecke kommt, gibt es den
sachlicheren Vito in der Basis als Fronttriebler.
Dann werkeln 88 oder 114 PS an der Vorderachse und treiben den Transporter durchaus hurtig,
nicht aber rasant voran. Wer das möchte, bekommt den an sich schlicht wirkenden Vito auch
mit der 190-PS-Dieselmaschine. Wie bei ersten
Testfahrten erlebbar wurde, reicht jedoch auch
das 136-PS-Aggregat gänzlich aus. Somit wird
klar: Wer sich daran macht, einen MercedesTransporter der Baureihe W447 zu konfigurieren,
braucht Ausdauer – denn die Vielfalt ist enorm.
Als Tourer macht er seinem luxuriösen Bruder V
durchaus Konkurrenz, doch die Dämmung fällt
Nach der V-Klasse kommt in logischer Konsequenz auch der Vito.
Flottenmanagement hat den im spanischen Vitoria vom Band laufenden Mercedes-Transporter bereits unter die Lupe genommen.
natürlich nicht
ganz so üppig
aus, völlig klar.
Ein Rappelkiste
ist der futuristisch gezeichnete Arbeiter
aber mitnichten
– so kann er vor
allem als kommod gefederter
Personentransporter gut und
gerne auch mal
für längere Strecken eingesetzt werden. Insbesondere mit der modernen Siebenstufen-Wandlerautomatik an Bord
wird er vollends zum Gleiter. Die neueste NaviGeneration vom Zulieferer Becker lässt auch die
Elektronik-Fraktion auf ihre Kosten kommen.
Apropos Kosten. Zwischen netto 19.990 Euro für
das Grundmodell als Kasten und mit kurzem Radstand sowie 43.860 Euro (netto) für den langen
Vito 119 BlueTEC ist eine ansehnliche Bandbreite
drin. Dazu kommt eine große Zahl verschiedener Sonderausstattungen. Darunter sind ebenso Assistenzsysteme aus dem Pkw-Bereich wie
zum Beispiel Einparkautomatik inklusive Parksensoren (740 Euro netto). Sogar adaptive LEDScheinwerfer (1.550 Euro netto) sind für sämtliche Vito-Ausführungen lieferbar.
Der Mercedes Vito ist der richtige Partner fürs Grobe –
mit ein bisschen Holz wird er spielend fertig
Mercedes-Benz Vito 114 CDI
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/2.143
kW (PS) bei U/min:
100 (136)/3.800
Drehmoment bei U/min:
330 Nm bei 1.200–2.400
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5b+/159 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
k.A./k.A.
EU-Verbrauch/Reichweite:
6,1 l/934 km (57l)
Zuladung kg/Ladevolumen m3: 1.369/6,3
Typklasse HP/VK/TK:
k.A.
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
100 %
Basispreis (netto):
27.700 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 594,01/0,24 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Klein und schön
Der Citroën C1 geht schon alleine durch seine Formgebung als ziemlich sympathischer Kleinstwagen durch. Da steht ein wahrer City-Profi auf Rädern,
der aber auch längere Strecken mühelos abspult.
Da steht er nun, der neue Citroën C1 – nach
neun Jahren Bauzeit fällt die frische Brise, die
mit dem renovierten Modell durch die Schauräume weht, durchaus kräftig aus. Will heißen:
Der optische Unterschied zum Vorgänger fällt
drastisch ins Auge. Doch so modern der BasisCitroën nun anmutet, eine ganz bestimmte Eigenschaft hat er sich bewahrt. So haben die Designer das Kindchen-Schema beibehalten, und
der citytaugliche Franzose blickt betont freundlich auf die Straße. Nach dem Einstieg wird es
dann aber frecher, und der kleine Fronttriebler
regt den Appetit mit schick aussehenden Polsterfarben an. Der Testwagen ist außerdem mit
Das Faltdach des C1 sorgt für frischen Wind in der
Fahrgastzelle
118
Flottenmanagement 6/2014
dem elektrischen Faltdach angetreten, das für einen im wahren
Sinne des Wortes luftigen Innenraum sorgt. Ordentliche Platzverhältnisse vorn sowie bequeme
Stühle machen den Kleinstwagen
multifunktionell – im Fond geht
es naturgemäß knapper zu.
Unter der Haube des hier besprochenen Pure Tech
82 werkelt der 1,2 Liter große Dreizylinder aus
der PureTech-Linie. Das angemessen kultiviert
laufende Triebwerk reicht, um den nicht einmal
1.000 Kilogramm wiegenden Stadtfloh hurtig
nach vorn zu treiben. Elf Sekunden sollen bis 100
km/h vergehen, und die Höchstgeschwindigkeit
beträgt 170 Sachen. Mindestens 9.201 Euro (netto) muss man ausgeben, um in den Genuss der
stärkeren Variante zu kommen. Auf Wunsch gibt
es für den C1 luxuriöse Features, die den Franzosen zum erwachsenen Auto machen. Dazu zählen beispielsweise Digitalradio, der große TFTSchirm, der zusammen mit einem Smartphone
auch eine Navigationsfunktion bereithält sowie
eine nützliche Rückfahrkamera. In diesem Fall
verteuert sich das Angebot um netto 2.630 Euro.
Weitere 588 Euro netto bescheren dem kleinen
Flitzer gar ein schlüsselloses Schließsystem.
Citroën C1 Pure Tech 82
Motor/Hubraum in ccm:
Dreizyl.-Otto/1.199
kW (PS) bei U/min:
60 (82)/5.750
Drehmoment bei U/min:
118 Nm bei 2.750
Getriebe:
5-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/99 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
11,0/170
EU-Verbrauch/Reichweite:
4,3 l/814 km (35 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
375/196–780
Typklasse HP/VK/TK:
15/15/14
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
0%
Basispreis (netto):
9.201 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 328,95/0,13 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
FAHRTELEGRAMM
Fordgeschritten
Später als geplant, aber dafür eindrucksvoll startet der neue Mondeo in den deutschen Markt. Mit geballter Technik, verbrauchsoptimierten Motoren und
ausgeprägtem Komfort
möchte Ford die Kunden
überzeugen. Flottenmanagement war bereits
mit dem 2,0 TDCi unterwegs.
Dass Ford etwas tut, weiß man ja dank Werbeslogan schon etliche Jahre. Dass diese Aussage
kein leeres Versprechen war, sieht man beim
Anblick der jüngst erschienenen Modelle. Nun
ist der Mondeo dran – wegen der Produktionsverlegung von Belgien ins spanische Valencia
erfolgt die Einführung etwas später als eigentlich gedacht. Aber die Fahrzeuge, die dort vom
Band laufen, haben es in sich. Mit der seit dem
Facelift-Fiesta eingeführten Frontpartie schaffen die Verantwortlichen es durchaus, den Passanten neugierige Blicke zu entlocken. Kein
Wunder, der Mittelklässler sieht einfach richtig
gut aus. Und richtig ins Zeug gelegt haben sich
die Techniker – so fährt der Hersteller alle Features auf, die Komfort und Sicherheit bringen.
Elektronisch regelbare Dämpfer, Massagesitze,
autonomes Bremsen, Gurtairbags im Fond sowie
LED-Vollscheinwerfer sind nur wenige Beispiele.
Und der erste Fahreindruck? Überarbeitete Dieselmotoren – unabdingbar für die Flotte – mit
Euro 6-Einstufung und verbesserter spezifischer
Leistung regen den Appetit bereits vor dem Einstieg an. Bis zu 210 PS soll der Zweiliter nun leisten, das Vorgängermodell schaffte 200 PS aus
2,2 Litern Hubraum. Aber ganz so wild haben wir
es nicht getrieben und mussten stattdessen mit
der 180-PS-Ausbaustufe Vorlieb nehmen, die es
wahrlich an nichts fehlen lässt. Nach einer winzigen Anfahrschwäche legt der kultiviert laufende
Vierzylinder los und versetzt den Fronttriebler
mit Nachdruck in Fahrt. Das Fahrwerk offenbart
dabei eine komfortabel-sportive Note und kann
ebenso gut Patzer wegbügeln wie den Mondeo
dynamisch um die Ecke werfen. Reden wir über
Preise: Ab netto 27.268 Euro gibt es den 180-PSSelbstzünder als Turnier. Das Touchscreen-Navi
ist ab 899 Euro (netto) zu haben.
Der Ford Mondeo schluckt vor allem als Turnier massenhaft Gepäck
Ford Mondeo Turnier 2.0 TDCi ECOnetic
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.997
kW (PS) bei U/min:
132 (180)/3.750
Drehmoment bei U/min:
340 Nm bei 2.000–3.250
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/107 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
8,5/220
EU-Verbrauch/Reichweite:
4,2 l/1.476 km (62 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
813/488–1.630
Typklasse HP/VK/TK:
17/24/26
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: 37 %
Dieselanteil:
97,5 %
Basispreis (netto):
27.731 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 505,77/0,20 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Schwer auf Kante
Der im Jahr 1999 als Design-Star installierte Volkssportler TT gehört seitdem zum festen Bestandteil unseres Straßenbildes. Nun bringt Audi die
dritte Generation auf den Markt, die mit einer markant-technisch gezeichneten Außenhaut glänzt. Flottenmanagement war bereits mit der Dieselvariante unterwegs.
Dass der neue Audi TT ein kühler Technokrat ist,
macht bereits sein Äußeres eindrucksvoll klar:
Da wäre das geradlinig gezeichnete Tagfahrlicht
in LED-Technik. Ab netto 1.025 Euro produzieren
die modernen Dioden gar das volle Fahrlicht.
Dann die zackigen Linien und scharfkantigen
Sicken. Und ein bisschen Tradition ist auch im
Spiel: Von der Seite aus wirkt der taufrische TT
wie die erste Generation. So weit, so gut – jetzt
wird eingestiegen. Innen bekommt der Betrachter die geballte Ladung Technik ab. Es gibt keine
mechanischen Anzeigenadeln mehr, stattdessen
erstrahlt eine ausladende TFT-Fläche in buntem
Licht und kann alle möglichen Informationen
in schicker Art und Weise darstellen. Selbst mit
Sonnenbrille und bei Gegenlicht gibt es keinerlei
Probleme mit dem Ablesen. Und dass anno 2014
auch der Diesel an Bord eines Sportwagens sein
muss, leuchtet ein.
Keine Frage, dass Flottenmanagement diesen auch getestet hat, denn für die gewerbliche Kundschaft steht
der Selbstzünder an erster
Stelle. Wenig Überraschung
gibt es bei den Leistungswerten – bekanntermaßen werden 184 PS sowie 380 Nm Drehmoment
in den Antriebsstrang gepumpt. Und genau hier
liegt der Knackpunkt. Erstens ist es den Entwicklern gelungen, das TT-Nachfolgemodell rund 50
Kilogramm leichter zu konstruieren und zweitens
ist der TDI ab sofort auch als Fronttriebler liefer-
Das gesteppte Leder passt hervorragend zu dem schicken Sportwagen
bar, was ihn zusammen mit dem Plus an Power
zum feinen Dynamiker und Kostverächter (daher
auch „ultra“) avancieren lässt. Und so klingen
7,1 Sekunden bis 100 km/h wie 241 Sachen Spitzentempo absolut realistisch. Gegen netto 2.092
Euro gibt es ein umfangreich ausgestattetes Navigationssystem, das selbstverständlich auch
eine Bluetooth-Freisprechanlage beinhaltet. Der
Tempomat schlägt mit 243 Euro (netto) zu Buche.
Audi TT 2.0 TDI ultra
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.968
kW (PS) bei U/min:
135 (184)/3.500–4.000
Drehmoment bei U/min: 380 Nm bei 1.750–3.250
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/110 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
7,1/241
EU-Verbrauch/Reichweite:
4,2 l/1.190 km (50 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
325/305
Typklasse HP/VK/TK:
15/23/23
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
30.168 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: k.A.
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 6/2014
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FAHRTELEGRAMM
Mit geschärftem Design und sparsameren Motoren geht der Porsche Cayenne in seine zweite Amtszeit. Flottenmanagement war
mit dem kraxelfähigen Zuffenhausener bereits unterwegs.
Dass der modifizierte Cayenne keine Revolution
werden würde, war klar. So zieren den begehrten
Geländewagen leichte optische Retuschen – flacher gestaltete Rückleuchten sowie eine neu gezeichnete Haube samt überarbeiteter Frontpartie. Ein bisschen einschneidender sind die Veränderungen unter dem Blech – so bekommt der
Kunde mit dem Cayenne S keinen freisaugenden
Achtzylinder mehr, sondern einen Sechsender
mit Turboaufladung. Diesel-Fahrer, und die werden im Flottenbereich vorwiegend anzutreffen
sein, dürfen sich über 17 zusätzliche Pferdchen
(262 PS) sowie einen halben Liter Kraftstoffersparnis je 100 Kilometer freuen. Demnach
kommt der Basis-Selbstzünder nun auf 6,6 Liter
und verbessert sich damit um eine Klasse auf
das Effizienzlabel „B“. Wie gewohnt bleibt es in
puncto Kraftübertragung bei einer achtstufigen
Wandlerautomatik.
Und so zeichnet sich der ausladende 4x4 weiterhin vor allem durch ausgeprägten Fahrkomfort aus; kommode Sessel und ein großzügiges
Raumangebot machen den Porsche zum noblen
Cruiser. Einer übrigens, der mit fast 1.800 Litern
Laderaumvolumen ordentlich anpacken kann
bei Bedarf. Selbstredend darf der Cayenne bis
zu dreieinhalb Tonnen an den Haken nehmen.
Der Grundpreis des Diesels beläuft sich auf netto 55.680 Euro. Dafür gibt es neben der vollen
Sicherheitsausrüstung und Klimaautomatik
auch eine automatische
Heckklappe, ein umfassendes 100 Watt-Radiosystem (400 Euro netto
extra für einen Digitaltuner) sowie Tempomat.
Insbesondere Flottenkunden werden jedoch
kaum umhinkommen,
zum 2.850 Euro (netto)
teuren Navigationssystem zu greifen. Mindestens 550 Euro zuzüglich
Mehrwertsteuer
verlangt der Hersteller
für die Bluetooth-Freisprechanlage.
Zweite Halbzeit
Der Cayenne-Innenraum war schon immer eine Kommandozentrale und ist es auch nach dem Facelift geblieben
Porsche Cayenne Diesel
Motor/Hubraum in ccm:
Sechszyl.-Diesel/2.967
kW (PS) bei U/min:
193 (262)/4.000
Drehmoment bei U/min:
580 Nm bei 1.750–2.500
Getriebe:
8-Gang-Automatik
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/173 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
7,2/221
EU-Verbrauch/Reichweite:
6,6 l/1.288 km (85l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
760/618–1.728
Typklasse HP/VK/TK:
23/27/29
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
über 75 %
Basispreis (netto):
55.680 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 1.207,29/0,48 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Da geht noch was!
Mit dem Renegade geht Jeep ins kompakte SUV-Segment und könnte einen
Verkaufsschlager landen. Flottenmanagement hat sich an eine erste Bestandsaufnahme gemacht.
Im heiß umkämpften Markt der kompakten SUV
gibt es ab sofort einen heißen Wettbewerber
mehr: Jeep möchte sich seinen Teil des Kuchens
nicht entgehen lassen und installiert mit dem
Renegade einen ausdrucksstarken Vertreter.
Nicht zuletzt ist diese Offerte deshalb so interessant, weil sie vom Frontantrieb (für Kunden, die nur SUV-Optik wollen) über Allrad (für
Leute, die im Winter ungerne steckenbleiben)
bis hin zur Variante mit Geländeuntersetzung
die volle Bandbreite bietet. Darüber hinaus
gibt es Schmankerl wie Lenkradheizung oder
Neungang-Wandlerautomatik. Bekannte Konzernmotoren sorgen für Bewegung; vor allem
Bei umgeklappter Rücksitzlehne wird der kompakte
Renegade zum Lademeister
120
Flottenmanagement 6/2014
der 170 PS starke Diesel mit früh
(ab 1.750 Touren) anliegenden
350 Nm macht in Verbindung mit
Automaten eine gute Figur.
Der Preis ab 16.722 Euro (netto)
ist eine Ansage. Für diesen Kurs
gibt es zwar nur den Basisbenziner mit 110 PS, aber das Auto ist
durch und durch attraktiv. Zumal
mit Klimaanlage und Radio die wichtigsten Dinge
bereits abgehandelt sind. Der mit netto 26.806
Euro teure Trailhawk dagegen bietet alles, was gut
und teuer ist. Dazu zählen auch luxuriöse Positionen wie Bluetooth-Freisprechanlage, elektrisch
verstellbare Sitze oder Tempomat. Unbedingt an
Bord sollten Features à la Navigationssystem –
im Paket mit einem Soundsystem beispielsweise
für 1.000 Euro netto zu haben. Gegen netto 663
Euro wandern Einparkautomatik, Rückfahrkamera sowie Totwinkel-Warner an Bord. Außerdem
praktisch: Beim rückwärtigen Ausparken warnt
ein Piepton vor heraneilenden Fahrzeugen. Investiert werden sollten darüber hinaus 747 Euro
netto Regensensor und Xenonlicht. Viel Licht
spendet das netto 1.000 Euro kostende MySky-
Schiebedach; dessen hintere Hälfte ist gar
herausnehmbar.
Jeep Renegade 2.0 Multijet
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.956
kW (PS) bei U/min:
125 (170)/3.750
Drehmoment bei U/min:
350 Nm bei 1.750
Getriebe:
9-Gang-Automatik
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/155 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
8,9/196
EU-Verbrauch/Reichweite:
5,9 l/813 km (48 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
470/351–1.297
Typklasse HP/VK/TK:
k.A.
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
26.806 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 680,60/0,20 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
FAHRTELEGRAMM
Dieselmotor 2.0
Volvo weitet seine neue Motorengeneration sowie die ebenfalls neuen
Getriebe langsam, aber sicher aus. Flottenmanagement war mit dem XC60
D4 unterwegs, der mit moderner Achtgang-Automatik an den Start rollte.
Kaum zu glauben, dass sämtliche Leistungsvarianten des Volvo-Motorbaukastens künftig zwei
Liter Hubraum haben – aber es ist wahr und gilt
zumindest für die etwas höher positionierten
Modelle. Beim XC60 D4 bedeutet das 181 PS, damit steht das als Fronttriebler daherkommende
Kompakt-SUV richtig gut im Saft. Ein Mangel an
Power muss man hier wahrlich nicht beklagen
– sobald der Lader Druck aufbaut, schiebt das
Triebwerk bullig an und kann die vorderen Pneus
je nach Gasfuß oder Untergrund in Verlegenheit
bringen. Für die Übersetzungswechsel sorgte im Falle des Testwagens die neu eingeführte
Solide Verarbeitung und die typisch skandinavische
Architektur finden die Kunden im XC60
Achtstufen-Wandlerautomatik und glänzte mit butterweichen Schaltvorgängen.
Niedrige Drehzahlen auf der
Autobahn unterstützen das
Aggregat beim nachhaltigen
Umgang mit dem Kraftstoff.
Wer maximalen Fahrkomfort genießen möchte,
sollte auf den Automaten keineswegs verzichten.
Darüber hinaus tragen die markentypisch kommoden Sessel zur Reisetauglichkeit des Schweden
bei. Die Innenarchitektur mit der schwebenden
Mittelkonsole ist ein Evergreen in der skandinavischen Interieur-Kultur. Ab 34.159 Euro netto
ist der XC60 D4 mit Automatik zu haben – dafür
bremst der Fronttriebler autonom und bietet Klimaautomatik wie Radio. Empfehlenswert ist das
1.638 Euro (netto) teure Businesspaket inklusive
Bluetooth-Freisprechanlage, größerem Farbmonitor sowie Festplatten-Navigationssystem. Gegen weitere 1.806 Euro netto gibt es zahlreiche
Assistenten inklusive Fußgängererkennung, Spurhaltewarnung sowie kamerabasierte Verkehrszeichen-Detektion. Außerdem warnt das System vor
Querverkehr beim rückwärtigen Ausparken und
verfügt über einen aktiven Tempomat, der das
Fahrzeug bis zum Stillstand herunterbremst.
Volvo XC60 D4
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.969
kW (PS) bei U/min:
133 (181)/4.250
Drehmoment bei U/min:
400 Nm bei 1.750–2.500
Getriebe:
8-Gang-Automatik
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/124 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
8,5/210
EU-Verbrauch/Reichweite:
4,7 l/1.489 km (70 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
486/495–1.455
Typklasse HP/VK/TK:
20/19/24
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
34.159 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 642,99/0,25 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
SUV-Zuwachs
Trotz Diskussionen über Ressourcen boomt das Segment der Geländewagen nach wie vor. Vor allem sportive Luxus-SUV erfreuen
sich großer Beliebtheit. Genau die richtige Zeit für Lexus, einen
weiteren, diesmal kompakteren Lifestyle-Kraxler zu installieren,
den es auch mit lediglich einer angetriebenen Achse gibt.
Der erste Blick auf den neuen Lexus NX300h beweist: Ein Auto für bescheidene Interessenten ist
das nicht. Der jüngste Nobeljapaner der ToyotaTochter baggert mit riesigem Kühlergrill, einem
abwechslungsreichen Spiel der Linien sowie fast
schon ein wenig überstylten Leuchteinheiten.
Doch warum immer langweilige Autos bauen mit
schnurgeraden Strichen? Auch das Interieur des
NX ist alles andere als langweilig und ein ziemliches Paradies für Technik-Fans. Denn es wimmelt nur so vor Knöpfchen, was an eine große
Kommandozentrale erinnert. Immerhin: Mit dem
speziellen Touchpad, der das Menü curserähnlich
ansteuert, kommt man intuitiv zurecht.
Und auch mit dem Hybridantrieb – eine andere
Motorisierung ist zum Marktstart nicht vorgesehen. Mit 197 PS Systemleistung ist der NX nicht
gerade schwach auf der Brust. Die Leistung ergibt sich aus einem 155 PS starken VierzylinderBenziner plus E-Maschine mit 143 PS. Wer die
Allrad-Variante bestellt, bekommt noch einen
weiteren Elektromotor (68 PS), der die Hinterräder antreibt. Allerdings bleibt die Gesamtleistung dennoch gleich. In der Praxis fühlt sich der
komplexe leistungsverzweigte Antrieb
(E-Motor und Verbrenner sind über ein
Planetengetriebe miteinander verbunden) so ein
bisschen nach klassischem CVT-Getriebe an; bei
Vollgas steigt die Drehzahl und verharrt oben.
Gefühlt marschiert der NX recht gut, und auch
für die Laufkultur müssen es nicht immer sechs
Zylinder sein. Der mit allen erdenklichen Assistenten lieferbare Allrounder kostet mindestens
33.445 Euro netto – für die Version E-Four ruft
Viele Knöpfchen, aber Sexappeal – das Interieur des
NX gefällt
Lexus 34.873 Euro auf. Das Festplatten-Navigationssystem schlägt bei der Basisausgabe mit
798 Euro (netto) Aufpreis zu Buche.
Lexus NX 300h E-Four
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Otto/2.494
E-Motoren kW (PS):
105 (143) vo./50 (68) hi.
Drehmoment:
270 Nm vo./139 Nm hi.
Systemleistung: kW (PS)
145 (197)
kW (PS) bei U/min:
114 (155)/5.700
Drehmoment bei U/min:
210 Nm bei 4.200–4.400
Getriebe:
Automatik (leistungsverzweigt)
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/117 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
9,2/180
EU-Verbrauch/Reichweite:
5,1 l/1.098 km (56 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
600/555–1.600
Typklasse HP/VK/TK:
20/29/26
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: 33 %
Dieselanteil:
0%
Basispreis (netto):
34.073 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 833,76/0,33 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 6/2014
121
FAHRTELEGRAMM
Elektro-Seele
Mit dem Kia Soul EV betritt ein weiteres Elektrofahrzeug
die Bühne. Der stylische Van dürfte als Stromer vor allem
die urbane Bevölkerung ansprechen. Flottenmanagement
hat den ung e w ö h n li chen Koreaner bereits
getestet.
Da ist ja ein Kia Soul! Okay, das ist kein über Gebühr ungewöhnliches Bild. Doch diesmal liegen
die Dinge anders. Kennern fällt der Kühlergrill
auf, der in diesem Fall eine geschlossene Fläche
statt Lamellen aufweist. Jawohl, es handelt sich
eindeutig um einen Soul EV. Wer ein solches Exemplar an der Ampel erwischt und wartet, bis
sich der Fronttriebler in Bewegung setzt, dürfte durch das fehlende Verbrenner-Geräusch bestätigt werden. Innen sorgt der Digitaltacho für
Identifikation – ansonsten gleicht er der Dieseloder Otto-Ausgabe. Aber jetzt wird losgefahren:
Lautlos und druckvoll prescht der 110-PS-Stromer davon. Dass quasi ab der ersten Umdrehung
satte 285 Nm Zugkraft anliegen, wirkt sich angenehm auf das Fahrgefühl aus.
Gewöhnen muss man sich an die etwas synthetisch wirkende Bremse; doch die muss man
kaum betätigen, denn wer den Wählhebel auf
„B“ stellt, erlebt einen stark rekuperierenden
und damit gleichzeitig verzögernden Soul.
Dann reicht das Lupfen des Fahrpedals aus, um
den Van zum Stillstand zu bringen, während der
Lithium-Ionen-Akku lädt. Laden, das ist derzeit
noch die Crux bei den Stromern: Wer nicht gerade eine Steckdose in der Garage und am Arbeitsplatz hat, muss auf die Ladesäulen-Infrastruktur
ausweichen, was ein gewisses Umdenken erfordert. Doch mit ein bisschen Gewöhnung kommt
man mit dem lautlosen Soul ganz gut klar und
kann ihn bis zu einem gewissen Maße auch im
Alltag einsetzen. Mit einem Basis-Kurs von netto 25.873 Euro ist er außerdem fair eingepreist.
Immerhin beinhaltet die volle Ausstattung auch
Dinge wie Bluetooth-Freisprechanlage, Digitalradio, Navigationssystem und Tempomat. Sogar
die bei Kia übliche Siebenjahres-Garantie genießt der Soul EV in vollem Umgang inklusive der
Batterie.
Auch wenn’s nicht so aussieht: Dieser Kia „tankt“
Strom statt Benzin
Kia Soul EV
Motor/Hubraum in ccm:
Elektromotor
kW (PS) bei U/min:
81 (110)/2.730–8.000
Drehmoment bei U/min:
285 Nm bei 1–2.730
Getriebe:
kein Getriebe
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: –/0 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
11,2/145
EU-Verbrauch/Reichweite: 14,7 kWh (100km)/212 km
Zuladung kg/Ladevolumen l:
395/281–891
Typklasse HP/VK/TK:
17/20/21
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
0%
Basispreis (netto):
25.873 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: k.A.
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Behände im Gelände
Der Škoda Yeti ist ein schicker und bedingt durch seine Karosserieform ausgefallener Allrounder, der als 4x4-Variante auch im leichten Gelände sowie
auf Matsch und Schnee eine gute Figur macht. Einen solchen hat Flottenmanagement unter die Lupe genommen.
Es ist immer die gleiche Geschichte: Die
meisten SUV-Fahrer bleiben dem Gelände
fern. Noch lange kein Grund, auf Allradantrieb zu verzichten. Wer bereits auf
Schnee und Eis unterwegs war, weiß, wie
nützlich zwei angetriebene Achsen sein
können. Der eigenwillige und mindestens genauso praktische Yeti kann als 4x4
geliefert werden. Flottenmanagement
hat sich der 170 PS starken TDI-Version mit
zwei Litern Hubraum angenommen. Und wer
jetzt denkt, der nützliche (1.760 Liter Gepäckraumvolumen) Tscheche sei spießig, sollte sich
mal die hier angetretene Monte Carlo-Version
anschauen. Dann kommt der kantig gestylte
Crossover in markanter Zweifarb-Lackierung
daher; rote Flanken sowie das schwarze Dach
samt A- und Abschluss-Säulen verleihen dem
Kraxler zusammen mit den ebenfalls schwarzen Alus durchaus Sexappeal. Innen bestechen
kommode Stühle mit schwarz-rot-weißer Stoffpolsterung.
Der Testwagen rollte außerdem mit sechsstufigem Doppelkupplungsgetriebe an. Damit wer-
122
Flottenmanagement 6/2014
den weite Reisen und ebenso nerviger Stadtverkehr zur
erträglichen Sache. Außerdem schaltet der Automat ruckfrei und weich. Viele clevere Ablagen und
ein vorzügliches Raumangebot machen den Yeti
zum allzeit angenehmen Partner. Die hübsche
Monte Carlo-Variante schlägt in der starken Dieselausgabe mit netto 27.974 Euro zu Buche und
kommt bereits als Basis recht üppig ausgestattet
daher. So zählen neben Klimaanlage, Radio und
einer umfangreichen Sicherheitsausrüstung beispielsweise Parksensoren, Sitzheizung, Tempomat und Xenonlicht zur Serie. Allerdings kostet
das Navigationssystem 747 Euro (netto) Aufpreis.
Die Einparkautomatik kostet 495 Euro (netto),
das schlüssellose Schließsystem 327 Euro (netto)
extra.
Neben einem üppigen Ladevolumen sorgen Haken, Netze
und eine Steckdose für jede Menge Praxistauglichkeit (li.)
Škoda Yeti 2.0 TDI 4x4 Monte Carlo
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.968
kW (PS) bei U/min:
125 (170)/4.200
Drehmoment bei U/min:
350 Nm bei 1.750–2.500
Getriebe:
6-Gang-Doppelkuppl.
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/164 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
8,6/197
EU-Verbrauch/Reichweite:
6,3 l/952 km (60 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
545/310–1.760
Typklasse HP/VK/TK:
16/18/21
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
27.974 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 591,74/0,24 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
FAHRTELEGRAMM
Mit modifizierter Optik und überarbeiteten Motoren geht der Audi
A6 in seine zweite Lebenshälfte. Flottenmanagement hat den
2,0 TDI ultra mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe unter die
Lupe genommen. Mehr Auto braucht man nicht.
Wenngleich Hubraum eine
schöne Sache ist – man
kommt auch mit wenig davon aus und wird an der
Tankstelle belohnt. Das
zeigt der 190 PS starke
Audi A6 2,0 TDI ultra einmal
mehr, dem lediglich viereinhalb Liter Sprit genügen,
was ihm die Effizienzklasse
A+ beschert. Wer möchte, bekommt den Zweiliter neuerdings sogar mit 150 PS, aber in der
stärkeren Ausführung bereitet er freilich mehr
Fahrspaß bei gleichem Verbrauch. Sobald 400
Nm Spitzendrehmoment über die Vorderräder
herfallen, was übrigens schon ab 1.750 Umdrehungen eintritt, überzeugt der Ingolstädter
mit kräftigem Vortrieb. Das weich schaltende
Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen
dürfte die erste Wahl für Langstrecken-Nutzer
sein und ist den Aufpreis von netto 1.891 Euro
allemal wert.
Der behutsam weiterentwickelte Businessklässler mutet ab sofort einen Tick potenter an,
was an den trapezförmigen Auspuff-Endrohren
liegt. Zahlreiche Optimierungen, wozu beispielsweise leichte GFK-Federn zählen, machen
A6-Appeal
den Audi attraktiver
denn je. Mindestens
34.537 Euro netto
sind für die 190 PS starke Variante zu entrichten;
der Aufpreis für den Kombi beträgt netto 2.101
Euro. Sämtliche Varianten kommen mit Klimaanlage, Radio, Tempomat sowie Xenonlicht daher. Eine nicht enden wollende Liste für Sonderausstattungen bieten unzählige Möglichkeiten,
den A6 zu individualisieren. Empfehlenswert
sind die neuartigen LED-Matrix-Scheinwerfer
(2.042 Euro netto), die mit Hilfe einer Kamera
entgegenkommende Fahrzeuge erkennen und
einzelne Leuchtsegmente ausschalten können,
um stets Blendfreiheit zu gewährleisten. Ohne
Frage muss auch das umfangreiche Navigationssystem mit Flash-Speicher an Bord: Kostenpunkt 2.840 Euro netto.
Edle Materialien und beste Verarbeitung gehören zu
den Audi-Tugenden (li.)
Audi A6 2.0 TDI ultra
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.968
kW (PS) bei U/min:
140 (190)/3.800–4.200
Drehmoment bei U/min:
400 Nm bei 1.750–3.000
Getriebe:
7-Gang-Doppelkuppl.
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/113 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
8,2/232
EU-Verbrauch/Reichweite:
4,4 l/1.659 km (73 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
505/530
Typklasse HP/VK/TK:
19/23/27
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
34.537 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 578,76/0,23 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Sparsamer Löwe
Peugeot hält den 508 mit einem Bündel an Maßnahmen frisch. Flottenmanagement erklärt, warum die praktische Mittelklasse auf jeden
Fall eine Probefahrt wert ist. Vor allem mit den neuen Euro-6-Dieseln.
Nachdem sich die Gesichter von Peugeot 208 und
308 so langsam in die Köpfe der Interessenten
einbrennen, ist beim 508 moderate Anpassung
nötig. Also blickt auch er jetzt mit dem markanten
Antlitz der neuen Generation in die Menschenmenge, sodass er frisch gestärkt in den Kampf um
Gepäcknetz und JBL-Soundsystem – Nutzen und Lifestyle müssen sich nicht ausschließen
Anteile ziehen kann. Nach
dem Einstieg fallen weitere Modifikationen auf. So
gibt es bei den renovierten
508-Jahrgängen analog zu
den kleineren Brüdern ebenfalls die aktuelle Navi-Ausbaustufe mit intuitiv bedienbarem Touchscreen.
Allerdings lässt sich die Klimaautomatik noch immer separat steuern – gar keine schlechte Idee.
Auch unter dem Blech hat sich etwas getan, da
wären insbesondere die neuen Euro-6-Selbstzünder, die Peugeot indes schon kurz vor dem Facelift
eingeführt hat.
Doch welchen nehmen? Den ab netto 27.226 Euro
teuren und 150 PS starken Diesel (SW) mit gut
schaltbarem Sechsgang-Getriebe oder doch lieber die 180 PS-Version (ab netto 31.554 Euro)?
Es gibt freilich einen spürbaren Leistungsunterschied, wobei die schwächere der beiden Euro6-Ausgaben keineswegs schlapp im Antritt ist.
Wer aber maximal souveränen Durchzug und
eine weich agierende Wandler-Automatik möchte, muss eben etwas tiefer in die Tasche greifen.
Verbräuche von weniger als fünf Litern je 100 km
machen die starken Löwen zu wirtschaftlichen
Offerten. Die Serienausstattung ist mit Features
wie Bluetooth-Freisprechanlage, Klimaanlage
und Tempomat ordentlich bestückt. Der BlueHDI 180 verfügt gar frei Haus über ein Navigationssystem mit 4-GB-Flashspeicher. Gegen netto
1.084 Euro bekommt man LED-Vollscheinwerfer.
Diverse Assistenten wie Einparkhilfe, Rückfahrkamera sowie Totwinkel-Alarm (655 Euro netto)
machen das Autofahrer-Leben leichter.
Peugeot 508 SW BlueHDI 150
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.997
kW (PS) bei U/min:
110 (150)/4.000
Drehmoment bei U/min:
370 Nm bei 2.000
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/110 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
9,1/210
EU-Verbrauch/Reichweite:
4,2 l/1.714 km (72 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
605/348–1.214
Typklasse HP/VK/TK:
18/23/25
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
81 %
Basispreis (netto):
27.226 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 453,14/0,18 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 6/2014
123
FAHRTELEGRAMM
Nicht immer Benzin
Der Golf GTE vereint elektrisches sowie hybridisches Fahren und verleiht dem grün angehauchten Kompakten ein sportliches Naturell.
Flottenmanagement hat den 204 PS-Kandidaten bereits gefahren.
Plug-in-Hybride haben Zukunft, das steht fest.
Denn sie glänzen mit CO2-Bestwerten und geizen
nicht mit Leistung. Es ist schließlich kein Zufall,
dass Volkswagen seinen Golf GTE mit karierten
Polstern ausstattet, und auch das Namenskürzel
hat seinen Grund: Beide sollen an die Legende
GTI erinnern. Mit 204 PS Systemleistung steht
der untere Mittelklässler ja auch nicht schlecht im
Futter und bietet schon auf dem Papier appetitliche Werte. So soll er lediglich 7,6 Sekunden bis
Landstraßen-Tempo benötigen – das ist ein Wort
und schreit nach einem praktischen Versuch. Wer
die maximale Performance aus dem Wolfsburger
herausholen möchte, muss auf die GTE-Taste
Die Karositze des GTE erinnern doch verdächtig an die
des GTI
drücken. Dann zerren der 102 PS
starke Stromer sowie der 1,4 Liter große Benziner (150 PS) mit
vereinten Kräften an der Vorderachse, während der Soundgenerator akustisch nachhilft.
Welcher Motor gerade wie am Antrieb beteiligt ist und die Kräfte
durch das sechsstufige Doppelkupplungsgetriebe treibt, kann
man auf dem Display sehen. Interessant für Pendler mit Steckdose in der Garage freilich ist der rein
elektrische Fahrbetrieb. Dann allerdings geht es
gemächlicher voran; bei 130 km/h ist Schluss,
doch die Reichweite ohne lokale Emissionen beträgt immerhin 50 Kilometer. Für einen Grundpreis von netto 31.008 Euro bringt der Doppelherz-Golf Klimaanlage, LED-Scheinwerfer, Parksensoren, Radio und Sitzheizung mit. Interessant
ist das netto 1.609 Euro teure Assistenzpaket inklusive autonomem Bremsen, Ausparkautomatik,
automatisch abblendendem Innenspiegel, variabler Scheinwerfer mit Dauerfernlicht, Radartempomat sowie Spurhalte-Alarm. Das umfangreich ausstaffierte Bildschirm-Navigationssystem schlägt
mit 1.558 Euro (netto) zu Buche.
Volkswagen Golf GTE
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Otto/1.395
E-Motor kW (PS) bei U/min:
75 (102)/2.500
Systemdrehmoment:
350 Nm
Systemleistung: kW (PS)
150 (204)
kW (PS) bei U/min:
110 (150) bei 5.000–6.000
Drehmoment bei U/min:
250 Nm bei 2.000
Getriebe:
6-Gang-Doppelkuppl.
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/35 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
7,6/222
EU-Verbrauch/Reichweite:
1,5 l/940 km
Zuladung kg/Ladevolumen l:
496/272–1.162
Typklasse HP/VK/TK:
k.A.
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
0%
Basispreis (netto):
31.008 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: k.A.
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Allround-Allradler
Der neue Nissan X-Trail kommt deutlich weniger rustikal daher
als seine Vorgänger, bleibt aber dennoch kompetent in puncto Allrad. Vorausgesetzt, man
bestellt ihn in der 4x4Ausführung. Flottenmanagement hat genau so ein
Exemplar unter die Lupe
genommen.
Da die meisten SUV-Käufer ohnehin nicht ins
Gelände fahren, hat sich Nissan wohl dazu entschieden, den neuen X-Trail auch als Fronttriebler anzubieten. Wer aber möchte, bekommt ihn
weiterhin als Allrad-Variante. Nun ist der gefällig
gezeichnete Japaner sicherlich kein Kraxel-Virtuose, doch Kunden in kalten und schneereichen
Regionen werden auf den 4x4-Modus kaum verzichten wollen. Bei griffigen Fahrbahnverhältnissen wird der 1,6-Liter-Diesel dennoch nur
per Vorderachse angetrieben; drehen die Räder
durch, veranlasst die Elektronik, auch der Hinterachse Moment zuzuweisen. Per Schalter lässt sich
die Kraftverteilung auch auf 50:50 blocken.
Die Motorenauswahl gibt derzeit keinen Anlass
für Kopfzerbrechen – Nissan bietet lediglich
den Vierzylinder mit 130 PS an. Der reicht auch
124
Flottenmanagement 6/2014
locker, um im Alltagsverkehr
mitzuschwimmen. Das manuelle Sechsgang-Getriebe lässt sich leichtgängig
schalten. Desweiteren zeichnet sich der X-Trail
durch großzügige Platzverhältnisse aus. Selbst
großgewachsene Personen kommen luftig in der
zweiten Reihe unter, um flockig einige hundert
Kilometer am Stück abzuspulen. Auf Wunsch lässt
sich eine dritte Sitzreihe (672 Euro netto) installieren, auf der es dann naturgemäß nicht mehr
ganz so kommod zugeht. Wer den Allradler in der
31.084 Euro netto teuren Tekna-Version ordert,
bekommt sogar exotische Features wie LED-Vollscheinwerfer frei Haus. Ihren luxuriösen Touch
bekundet diese Linie mit elektrischer Heckklappe, Ledersitzen, Panorama-Schiebedach sowie
schlüssellosem Schließsystem. Empfehlenswert
ist das 1.680 Euro (netto) teure Paket mit Bluetooth-Freisprechanlage, Einparkautomatik, Navigationssystem und Rückfahrkamera.
Der Nissan X-Trail ist dank großem Heckabteil der perfekte Ladekünstler
Nissan X-Trail 1.6 dCi 4x4
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.598
kW (PS) bei U/min:
96 (130)/4.000
Drehmoment bei U/min:
320 Nm bei 1.750
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5b+/139 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
11,0/186
EU-Verbrauch/Reichweite:
5,3 l/1.132 km (60 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
635/135–1.982
Typklasse HP/VK/TK:
19/26/23
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: 36 %
Dieselanteil:
100 %
Basispreis (netto):
26.680 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: k.A.
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
FAHRTELEGRAMM
Die Mercedes B-Klasse wirkt auch nach drei Jahren noch immer kein bisschen
alt. Dennoch verpassen ihr die Verantwortlichen ein leichtes Facelift sowie
neue Motor-Antriebskombinationen. Flottenmanagement hat den nützlichen
Tourer bereits unter die Lupe genommen.
Man muss schon genau hinsehen, um das Facelift der B-Klasse zu identifizieren – dann erkennt
man die leichte optische Überarbeitung des
Kühlergrills sowie der Stoßfänger. Oder man ist
Kenner und weiß, dass die Tagfahrleuchten nun
im Scheinwerfer integriert sind. Apropos Scheinwerfer: Es gibt neuerdings auch LED-Licht gegen
875 Euro netto Aufpreis. Und zu den bewährten
Antrieben gesellen sich weitere Alternativen.
So bekommt man neuerdings auch zwei Dieselversionen mit Allrad, nämlich B 200 CDI und B
220 CDI 4Matic zu Preisen ab 29.800 respektive
32.125 Euro netto. Beide Offerten sind obligatorischerweise mit dem weich schaltenden
Doppelkupplungsgetriebe (sieben Fahrstufen)
verknüpft.
Wer auf flüssige Kraftstoffe verzichten mag,
bekommt ab sofort auch eine elektrisch angetriebene B-Klasse. Mit einer Leistung von 180
PS bereitet die mindestens 32.900 Euro (netto)
teure Electric-Drive-Variante mächtig Spaß. Zumal ihr Drehmoment von 340 Nm auf Augenhöhe
mit jenem der stärksten Selbstzünder-Ausgabe
rangiert. So beschleunigt sie in drahtigen 7,9
Sekunden auf Landstraßen-Tempo, während die
Höchstgeschwindigkeit mit Rücksicht auf den
Energievorrat bei 160 km/h abgeregelt wird. Die
Reichweite beziffert der Hersteller mit akzepta-
Alles frisch
blen 200 Kilometern. Darüber
spendiert das Werk dem Allrounder eine Vielzahl an Fahrassistenten – der so genannte Pre
Collision Prevention Assist ist
sogar serienmäßig und soll die
Rate der Auffahrunfälle um 30
Prozent reduzieren, wie Techniker erläutern. Für das Navigationssystem, dessen Farbkarte auf
dem nach wie vor stylisch anmutenden Bildschirm ausgegeben
wird, verlangt der Hersteller
moderate 500 Euro (netto) extra. Ein Audiosystem inklusive
Bluetooth-Freisprechanlage ist
stets an Bord.
Gute Verarbeitung und eine modische Architektur kennzeichen die B-Klasse
Mercedes-Benz B 220 CDI 4MATIC
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/2.143
kW (PS) bei U/min:
130 (177)/3.600–3.800
Drehmoment bei U/min:
350 Nm bei 1.400–3.400
Getriebe:
7-Gang-Doppelkuppl.
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/130 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
8,3/220
EU-Verbrauch/Reichweite:
5,0 l/1.120 km (56 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
520/488–1.547
Typklasse HP/VK/TK:
16/23/20
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
32.125 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: k.A.
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Auf acht Jahre Corsa D folgt nun in logischer Konsequenz das Baumuster E. Der frische Rüsselsheimer präsentiert sich optisch evolutionär
weiterentwickelt sowie gründlich renoviert unter dem Blech. Flottenmanagement hat den Cityflitzer bereits gefahren.
Hier kommt E
Unbedarfte müssen schon genau hinschauen, um
den neuen Corsa E zu erkennen. Gut so, denn wer
möchte nach dem Modellwechsel schon ein sichtlich altes Auto fahren? Doch unter dem Blech des
moderat angepassten Hessen ist quasi nichts
mehr, wie es war. Neue Achsen, neu abgestimmte
Dämpfer sowie eine komplett revidierte Lenkung
machen das Auto agiler, komfortabler und sicherer. Für erste Testrunden stand insbesondere der
neue Dreizylinder zur Verfügung mit Direkteinspritzung und Turboaufladung. Der Einliter bringt
es auf 115 PS und lässt damit keinen Leistungsmangel aufkommen. Sorge um die Laufkultur sind
unbegründet – den Verantwortlichen ist es nicht
zuletzt dank Ausgleichswelle und ordentlicher
Dämmung gelungen, unschöne Frequenzen aus
dem Innenraum fernzuhalten.
Als zweite, ebenfalls neue Alternative steht ein
1,4 Liter großer Vierzylinder-Turbo zur Verfügung, der mit 200 Nm Drehmoment glänzt und
den kleinen Opel beflissen vorantreibt. Ähnliche
Zugkraft wird auch den Diesel-Käufern zuteil, nur
dass die 190 Nm bei den Euro-6-Selbstzündern
bereits ab 1.500 Touren bereitsteht. Der Kunde
kann wählen zwischen 75 (12.546 Euro netto)
und 95 PS für mindestens 13.218 Euro netto.
Moderne Assistenzsysteme wie Kollisionswarner,
Spurhalte-Alarm und kamerabasierter Verkehrszeichen-Erkennung (Paketpreis 588 Euro netto) sind für den neuen Corsa
ebenso erhältlich wie Bi-Xenonscheinwerfer (630
Euro netto). Das Navigationssystem, dessen Farbkarte auf einem großen TFT-Monitor ausgegeben
wird, funktioniert in Zusammenspiel mit einem
Smartphone; die Vorrichtung dafür kostet net-
Edel anmutende Klavierlack-Oberflächen verleihen der
Corsa-Architektur ein exklusives Flair
to 252 Euro und beinhaltet neben diversen Anschlüssen samt Streaming-Funktion auch Bluetooth-Freisprechanlage.
Opel Corsa 1.0 Ecotec
Motor/Hubraum in ccm:
Dreizyl.-Otto/999
kW (PS) bei U/min:
85 (115)/5.000–6.000
Drehmoment bei U/min:
340 Nm bei 1.800–4.500
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/114 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
10,3/195
EU-Verbrauch/Reichweite:
4,9 l/918 km (45 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
466/285–1.090
Typklasse HP/VK/TK:
19/26/23
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: 2%
Dieselanteil:
7%
Basispreis (netto):
13.733 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 383,80/0,15 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 6/2014
125
FAHRTELEGRAMM
Es gibt ihn noch!
Der Mitsubishi Pajero ist ein robuster Geländewagen von altem Schrot
und Korn. Schön, dass es so etwas noch gibt. Flottenmanagement hat
die fünftürige Version unter die Lupe genommen, die ausschließlich
als Diesel zum Kunden rollt.
Selbstbewusst muss man sein, so selbstbewusst
wie ein Mitsubishi Pajero. Der Traditions-Geländewagen pfeift nämlich auf Designtrends und
cw-Rekorde. Robustheit und Funktionalität sind
Werte, mit dem der eingesessene Geländewagen
etwas anfangen kann. Doch halt, so ganz am
Zeitgeist vorbei agierten die Verantwortlichen
nicht. Jedenfalls erkannten sie, dass man zumindest hierzulande einen kräftigen Diesel braucht,
um in der Klasse bestehen zu können. Also wurde der zweifellos schöne V6-Benziner von Bord
geworfen und der Selbstzünder auf stattliche
200 PS (vormals 170) angehoben. Damit macht
der schwere Japaner selbst dann nicht schlapp,
wenn der Fahrer die komplette Zuglast von 3,5
Tonnen ausnutzt und damit beispielsweise die
Kasseler Berge erklimmt. Angesichts 441 Nm
Drehmoment marschiert der 2,4 Tonnen schwere
Brocken auch strammen Schrittes steile Hänge
hinauf. Und das kann der 4x4 dank umfangreichem Gelände-Rüstzeug selbst da noch gut, wo
sogar manches SUV kläglich kapitulieren muss.
Im Normalbetrieb fährt der hemdsärmelige
Selbstzünder als Hecktriebler, um den Spritkon-
Ein bisschen Holz im Pajero sorgt für einen Hauch von Luxus (li.)
sum im Zaum zu halten. Darüber hinaus eignet
er sich prima als Langstrecken-Gleiter mit ausgeprägtem Fahrkomfort. Vor allem die butterweiche Federung gefällt; selbst tiefe Querfugen
bügelt der Kraxler glatt, als sei die Fahrbahn
gerade erneuert worden. Zudem glänzt der 4,90
Meter-Mitsubishi mit einem hohen Maß an Funktionalität. Der Fünftürer rollt stets als Siebensitzer an und bietet viel Platz; zumindest in den
ersten beiden Reihen können auch große Personen kommod unterkommen. Ab netto 38.563
Euro steht die hier getestete Automatik-Version
zur Verfügung inklusive Bluetooth, Klima und
Tempomat.
Mitsubishi Pajero 3.2 DI-D
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/3.200
kW (PS) bei U/min:
147 (200)/3.800
Drehmoment bei U/min:
441 Nm bei 2.000
Getriebe:
5-Gang-Automatik
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/224 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
11,1/180
EU-Verbrauch/Reichweite:
8,5 l/1.035 km (88 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
645/215–1.789
Typklasse HP/VK/TK:
k.A.
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
100 %
Basispreis (netto):
38.563 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 943,87/0,37 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Einfach bestechend
Der Citroën C4 Cactus gibt der Marke endlich wieder eine Brise frischen
Wind. Wo der ausgefallene Fronttriebler auch vorbeifährt – er erntet
stets Zuspruch von den Passanten. Flottenmanagement war mit der
99 PS starken Dieselversion BlueHDI 100 unterwegs.
Dass wir das noch einmal erleben dürfen: Endlich kommt Citroën mal wieder mit einem echten
Hingucker um die Ecke. Und nein, es handelt
sich dabei nicht um einen unbezahlbaren Prestige-Bomber, der sich im Schauraum die Räder
platt steht. Es ist ein echter Citroën fürs Volk.
Clever, wirtschaftlich, unkonventionell und bezahlbar – darauf haben die Fans gewartet. Der
Cactus – ja, richtig gehört, so heißt er wirklich
– könnte ein Erfolg werden, den die Marke gut
gebrauchen kann. Erste Anzeichen dafür gibt
es – die öffentliche Wahrnehmung. An kaum
einem Passanten fährt der Franzose spurlos
vorbei, man erntet nach oben zeigende Daumen
und Kopfnicken. Der Cactus ist gewiss kein Luxusliner, aber bietet alles, was ein zufriedenes
Autofahrerleben so erfordert.
126
Flottenmanagement 6/2014
Von wegen Magerkost – das
erste auffällige Merkmal ist
der große TFT-Bildschirm in der
Mittelkonsole. Hierüber lassen
sich Navigation, Sound und Telefon (Bluetooth-Freisprechen)
steuern, na bitte, da ist doch schon die halbe Miete im Kasten. Abgesehen vom ausgefallenen Design gibt es ein paar unkonventionelle Merkmale,
die vor allem dabei helfen sollen, das Gewichtsbudget nicht aus dem Ruder laufen zu lassen. So
sind die hinteren Fenster lediglich kipp- statt
versenkbar, na und? Klappt auch. Es gibt ferner
eine Rückbank, die sich ausschließlich im Ganzen
umklappen lässt. Passt. Und der Motor passt auch
– 99 PS aus 1,6 Litern Dieselhubraum, damit kann
man gut leben. Außerdem läuft der Selbstzünder ruhig und kultiviert, schön so. Ach ja, einen
Drehzahlmesser sucht man vergeblich im digitalen Instrument, das die Geschwindigkeit in großen Lettern ausgibt. Auch das ist eine gewollte
Geste im Rahmen des bewussten Andersseins. Ab
15.957 Euro (netto) startet der BlueHDI.
Von wegen Sparmobil – schon alleine die InfotainmentAnlage fasziniert
Citroën C4 Cactus BlueHDI 100
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.560
kW (PS) bei U/min:
73 (99)/3.750
Drehmoment bei U/min:
254 Nm bei 1.750
Getriebe:
5-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/87 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
10,7/184
EU-Verbrauch/Reichweite:
3,4 l/1.470 km (50 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
540/348–1.170
Typklasse HP/VK/TK:
15/19/18
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
15.957 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 385,22/0,15 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
FAHRBERICHT
Ein Hauch von SUV
Mit dem Renault Captur haben die Franzosen ein schönes Trend-SUV aufgelegt, das Potenzial bietet, jede Menge Kunden abzugreifen. Flottenmanagement hat die 90-PS-Dieselversion ausgiebig gefahren.
Angesichts der großen Modellvielfalt ist es heute
gar nicht mehr einfach, einen richtigen Verkaufsschlager zu landen. Crossover sind einerseits
beliebt, andererseits können solche Autos auch
richtig floppen. Allzeit beliebt jedoch sind Konzepte, die den Begriff „SUV“ irgendwie rechtfertigen, und wenn es nur ist, weil das Chassis ein
wenig höher liegt – und zwar durch alle Fahrzeugklassen hinweg. Da ist der Captur offensichtlich
genau richtig, um Interessenten zu überzeugen:
Geländewagen-Look, nicht allzu groß, sparsam
und kommod. Unser Testwagen rollte in der 90PS starken Dieselversion an – und der wirtschaftliche 1,5-Liter hat keine sonderliche Mühe, mit
dem 1,2 Tonnen schweren Fronttriebler umzugehen. Übrigens ist Allradantrieb für den Captur
erst gar nicht lieferbar – da sind die Techniker den
Marketingspezialisten gefolgt, die genau wissen:
Selbst bei großen Geländewagen bleiben die
meisten Eigner auf dem Asphalt. Der 4,12 Meter
lange Franzose geht als kleiner, aber feiner Tourer
durch mit jeder Menge Raum.
Selbst im Fond können auch größer gewachsene
Fahrgäste komfortabel sitzen, ohne sich die Knie
zu stoßen oder mit dem Kopf die Dachholme mitzunehmen. Clevere Ablagemöglichkeiten machen
den Captur zum praktischen Alltagspartner. Ein
elf Liter großes Schubfach (ab „Dynamique“ sogar mit LED-Beleuchtung) hält den Innenraum
aufgeräumt; der doppelte Kofferraum-Boden
leistet nützliche Dienste beim Baumarkt-Einkauf,
und ein ebenfalls ab der besseren Ausstattungslinie an Bord befindliches bewegliches Ablagefach
zwischen den Vordersitzen rundet dieses Kapitel
ab. Die eigenwillig gestylte Instrumententafel
mit einer Mischung aus Analoganzeigen für Drehzahlmesser und Tankuhr sowie dem digitalen Tacho sprechen erstens das Auge an und erfüllen
zweitens das Kriterium der guten Ablesbarkeit.
Die großflächige Mittelkonsole bietet Platz für
einen ausladenden TFT-Monitor, es fehlt also
mitnichten an Infotainment. Ab netto 579 Euro
gibt es ein integriertes Navigationssystem, das
im Übrigen auch eine Bluetooth-Freisprechanlage beinhaltet sowie Klimaautomatik und einen
Regensensor.
Das komfortabel abgestimmte Fahrwerk liefert
ein für die Klasse ordentliches Federungsverhalten. Dazu passen verhältnismäßig leise Fahrgeräusche; man kann den Captur auch gut und gerne für längere Reisen einsetzen; ab netto 14.529
Euro ist er mit dem Dieselmotor zu haben (es
gibt lediglich eine Leistungsstufe). Auf Wunsch
statten die Franzosen den Fronttriebler auch
mit einem Doppelkupplungsgetriebe aus – dann
ruft der Konzern indes 17.638 Euro auf. In diesem Fall gesellen sich zur vollen Sicherheitsausrüstung sowie zum Tempomat auch noch Klimaund Radioanlage. Außerdem verfügt der Captur
dann über Leichtmetallräder und schlüsselloses Schließsystem. Die mindestens 17.806 Euro
(netto) teure Dynamique-Line bietet darüber
hinaus Bluetooth-Freisprechanlage, Klimaautomatik und Navigationssystem. Weitere 495 Euro
netto beschert den Kunden eine Rückfahrkamera plus Sensoren. Und mit der 210 Euro (netto)
kostenden Sitzheizung zieht gar ein Hauch von
Oberklasse in den Lifestyle-Flitzer ein.
Der Franzose glänzt durch eine aufgeräumte Schalterlandschaft (li.o.)
Der kompakte Captur wirkt optisch gefällig (li.u.)
Clevere Ablagemöglichkeiten machen das kleine SUV
praktisch (o.)
Renault Captur dCi 90
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.461
kW (PS) bei U/min:
66 (90) bei 4.000
Drehmoment bei U/min:
220 Nm bei 1.750
Getriebe:
5-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/95 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
13,1/171
EU-Verbrauch/Reichweite:
3,6 l/1.250 km (45 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
484/377–1.235
Typklasse HP/VK/TK:
18/19/18
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: 7,7 %
Dieselanteil:
24 %
Basispreis (netto):
14.529 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 356,34/0,14Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 6/2014
127
FAHRBERICHT
Voll auf Gas
Mit einer A3-Erdgas-Version gibt Audi
den Kunden die Möglichkeit, günstig
und umweltfreundlich zu tanken.
Und da er trotzdem einen Benzintank
in voller Größe in sich trägt, glänzt
der Sportback mit einer beachtlichen
Reichweite von 1.300 km. Flottenmanagement fuhr ausgiebig mit dem
bivalenten Ingolstädter.
Einsteigen und losfahren, so einfach ist das.
Dass dieser A3 mit Gas fährt, merkt der unbedarfte Autofahrer höchstens an den zwei Tankuhren. Während die linke Seite mit den grünen
Segmenten über den Füllstand des ErdgasVorratsbehälters unterrichtet, zeigt die rechte
Seite mit weißen Leuchtsegmenten an, wann
Benzin gezapft werden muss. Wer allerdings
ein bisschen geschickt plant, muss das fast nie
tun, denn angesichts rund 900 Erdgas-Säulen in
Deutschland kann man nahezu immer eine passende Tankstelle finden. Das Betanken selbst ist
spielend einfach – und günstig. Der Gas-Einfüllstutzen verbirgt sich ebenfalls hinter der Tankklappe. Einfach die „Zapf“-Pistole ansetzen und
verriegeln, dann wird das Gas nach Betätigen
des Startknopfes unter hohem Druck in die extra leichten Tanks gepumpt; die Audi-Ingenieure
haben sie neu entwickelt – sie bestehen aus
einer mehrschichtigen CFK- und GFK-Materialverbindung, was eine 70-prozentige Gewichtsreduktion gegenüber Stahllösungen bedeutet.
Ein Kilogramm Erdgas kostet lediglich etwas
mehr als einen Euro und entspricht 1,5 Litern
Benzin – so macht tanken noch Spaß. Für Vortrieb sorgt der 1,4 Liter große Vierzylinder aus
dem Konzern; er verfügt über Direkteinspritzung wie Turboaufladung und leistet 110 PS.
Damit ist der rund 1,3 Tonnen schwere A3 Sportback sicherlich kein wilder Stier, überzeugt
aber doch mit annehmbaren Fahrleistungen.
Und wenn der kultiviert klingende Otto auf der
Beschleunigungsspur auch mal Drehzahlen bekommt – im Portemonnaie tut es kaum weh. Das
Werk gibt ihm 10,8 Sekunden Zeit, um die 100
128
Flottenmanagement 6/2014
km/h-Marke zu erreichen, und mit etwas Anlauf
schafft der Kompaktklässler 200 Sachen. Das
Schaltgetriebe mit sechs Übersetzungen passt
wunderbar zu dem Fronttriebler und lässt sich
exakt bedienen. Dass sportliche Überlegungen
beim g-tron eine offenbar eher untergeordnete
Rolle gespielt haben, merkt man am erfreulich
milde abgestimmten Fahrwerk. Nicht, dass der
Kompakte auf der Landstraße keine Freude bereitet, doch er rollt spürbar sanft selbst über
böse Frostaufbrüche.
Mindestens 22.016 Euro netto verlangt Audi für
sein Erdgas-Modell. Komfortbewusste bekommen
den g-tron gegen weitere 1.597 Euro auch mit
einem siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe.
252 Euro Aufpreis kostet eine Bluetooth-Freisprechanlage, allerdings dürften Flottenkunden
gleich das 974 Euro teure Basis-Navigationssystem bestellen, welches ohnehin hörerloses Telefonieren erlaubt. Technikfans freuen sich auf
Dinge wie autonomes Bremsen, LED-Vollscheinwerfer, aktiven Spurhalteassistent, aktiven Tempomat sowie Verkehrszeichen-Erkennung, sofern
1.890 Euro zusätzlich überwiesen werden (alle
Preise netto). Erwähnt sei an dieser Stelle, dass
der A3 mit dem Audi E-Gas klimaneutral gefahren
werden kann. Das umweltfreundliche Gas stammt
aus speziellen Anlagen, die Audi selbst betreut;
dabei wird überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien verwendet zwecks Elektrolyse (Power to Gas). Anschließend erfolgt die Methanisierung. Der Brennstoff wird über das vorhandene
Gasnetz eingespeist und auf die Tankstellen verteilt. Etwa eintausend Tonnen E-Gas entstehen
jährlich.
Den Erdgas-Einfüllstutzen platzierten die Techniker
unauffällig hinter der Tankklappe (li.o.)
In der Fahrgastzelle erfreut ein aufgeräumtes und gut
verarbeitetes Cockpit (li.u.)
Dass dieser A3 mit Gas fährt, erkennt selbst der Fachmann nur an den Schriftzügen (o.)
Audi A3 Sportback 1.4 TFSI g-tron
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Otto/1.395
kW (PS) bei U/min:
81 (110) bei 4.800–6.000
Drehmoment bei U/min:
200 Nm bei 1.500–3.500
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/92 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
10,8/197
EU-Verbrauch/Reichweite:
3,3 kg CNG/1.300 km
Zuladung kg/Ladevolumen l:
465/280–1.120
Typklasse HP/VK/TK:
16/17/17
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
22.016 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: k.A.
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
FAHRBERICHT
Mit Vierzylinder und Heckantrieb
bringt BMW Sparsamkeit in sein großes SUV. Flottenmanagement hat
den X5 sDrive25d unter die Lupe genommen und festgestellt: Der ausladende Brocken ist nicht nur im Trinken zurückhaltend, sondern erweist
sich zudem als agil und wendig.
Dass nicht alle SUV über Allradantrieb verfügen,
ist bekannt. Beim BMW X5 jedoch ist die Möglichkeit, auch einen Hecktriebler bekommen zu
können, neu. Sie ist der Tribut dafür, den durchschnittlichen CO2-Ausstoß der Gesamtpalette zu
drücken. Und da die meisten Kunden ohnehin
nicht auf schwieriges Terrain fahren, dürfte es
an der Abnehmerzahl kaum scheitern. Doch noch
etwas ist neu am Basis-X5 mit nur einer angetriebenen Achse: Unter der Haube werkelt nämlich
ein zweifach turboaufgeladener Zweiliter mit 218
PS und vier Zylindern. Bleibt die Frage, wie sich
der Motor in puncto Laufkultur schlägt – denn
dass auch kleinvolumige Maschinen hohe Leistungen abgeben können, ist ja eine Binsenweisheit – doch selten agieren sie derart seidig wie
Sechsender. Also nichts wie einsteigen, losfahren
und probieren. Mehr noch als der Umstand, einen
Vierzylinder-Diesel zu fahren, fällt die Agilität
des heckgetriebenen X5 ins Auge. So schreit der
ausladende Allrounder geradezu nach Kurven
und lässt sich auch mal beschwingt mit dem Gaspedal um die Ecke wuchten.
Nun aber werden die Lauscher aufgesperrt, um
die Maschinentöne aufzufangen. Doch die Entwickler haben gute Arbeit geleistet und den Fahrgastraum üppig gedämmt. Lästige Frequenzen
bleiben nämlich aus, selbst oben herum klingt
der Selbstzünder nicht störend, wenngleich er
aus seinem Arbeitsverfahren keinen Hehl macht.
Das mit Stufenaufladung versehene Triebwerk
gibt seine Kraft ausschließlich an eine achtstufige Wandlerautomatik. Spontane wie weiche
Schaltvorgänge unterstützen den Fahrkomfort
nach Kräften. Und das ist auch die Domäne des
Aus X wird S
X5-Grundmodells. Zusammen mit seinen
bequemen Sitzen und dem Überfluss an
Platz eignet es sich hervorragend, um
weite Strecken souverän abzuspulen. Mit
dem Leistungskontingent kommt man
aus, auch das Überholen am Berg bereitet wahrlich kein Kopfzerbrechen – wer
hier über Performance-Mangel klangt,
tut das auf reichlich hohem Niveau. Allerdings sprechen wir angesichts netto
45.420 Euro auch von einem handfesten
Wert – da möchte der Kunde schon etwas
geboten bekommen.
Da wäre zum Beispiel die Effizienzklasse A – kein
schlechtes Label für eine Fahrzeuggattung, die
gerne mal als Sündenbock für die Umweltprobleme der Welt missbraucht wird. Mit 5,6 Litern
Kraftstoff je 100 km muss sich dieser X5 solche
Vorwürfe wohl kaum gefallen lassen. Was spricht
eigentlich für ihn? Da wäre die Kombination aus
tollem Nutzwert – das maximale Laderaumvolumen beträgt beachtliche 1.870 Liter – sowie
exzellenter Reisefähigkeit. Übrigens kommt der
günstigste X5 bereits mit ordentlicher Serienausstattung daher, zu der Freisprecheinrichtung, Radio, teilelektrisch verstellbare Sitze, Tempomat
und Xenonlicht gehören. Unzählige Sonderausstattungen machen den großen BMW auf Wunsch
individuell. Zu den Highlights zählen das autonome Bremsen inklusive Stauassistent (1.302 Euro
netto), Nachtsichtgerät samt Erkennung von
Personen und Tieren für 1.764 Euro netto sowie
adaptive LED-Vollscheinwerfer zum Aufpreis von
netto 1.672 Euro. Ein Aufpreis wird auch für das
umfangreiche Bildschirm-Navigationssystem fällig – Kostenpunkt: 2.773 Euro netto.
Tagsüber dezent und nachts markant dank spezifischem
Lichtdesign (li.o.)
Typisch BMW: aufgeräumtes Cockpit und riesengroßer
Farbbildschirm (li.u.)
Mit fast 1.800 Litern Stauvolumen gehört der X5 zu den
ganz praktischen im Lande (o.)
BMW X5 sDrive 25d
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.995
kW (PS) bei U/min:
160 (218) bei 4.000
Drehmoment bei U/min:
450 Nm bei 1.500–2.500
Getriebe:
8-Gang-Automatik
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 6/149 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
8,2/220
EU-Verbrauch/Reichweite:
5,6 l/1.339 km (75 l )
Zuladung kg/Ladevolumen l:
710/650–1.870
Typklasse HP/VK/TK:
24/29/31
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
80 %
Basispreis (netto):
45.420 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 844,55/0,34 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 6/2014
129
FAHRBERICHT
Ein, Zwei und Drei!
Der kleine Peugeot 108 sieht schon
auf den ersten Blick peppig aus und
ist für urbane Gegenden prädestiniert. Dennoch macht der Stadtflitzer sogar auf längeren Strecken eine
gute Figur. Flottenmanagement war
mit dem Dreizylinder unterwegs.
Dass der Peugeot 108 kein gediegener Tourer
sein will, sieht man schon an seiner äußeren Erscheinung. Zumindest auf Wunsch kommt er mit
frechen Dekors daher und spricht auf diese Weise
eine junge Klientel an. Allerdings kann die Budget-Lösung für urbane Gegenden mehr als nur
den nötigsten Lebensmittel-Einkauf auf bunte
Art und Weise erledigen. So geht das Raumangebot auf den vorderen Plätzen in Ordnung, und die
Stühle selbst bieten angemessenen Sitzkomfort.
Komfortabel gestaltet sich auch die Bedienung
des Kleinstwagens; außerdem präsentieren sich
die Anzeigen gut ablesbar – es gibt nur eine einzige Skala für die Geschwindigkeit sowie ein multifunktionales LCD-Feld in der Instrumentenmitte.
Das große TFT-Display zeigt auf Wunsch die Straßenkarte an – eine Navigationsfunktion indes
muss vom Smartphone kommen, dessen Oberfläche auf den Monitor gespiegelt werden kann.
Freilich gibt es auch eine Bluetooth-Freisprechanlage sowie einen USB-Port. Doch sprechen wir
über Maschinenbau.
Als Testwagen stand der 1,2-Liter zur Verfügung
mit 82 PS. Bei dem so genannten PureTech-Triebwerk handelt es sich um eine PSA-Entwicklung,
die in diversen Ausbaustufen auch in anderen
Konzernmodellen ihren Dienst tut. Als simpel ausgeführte Saugerversion hat der Benziner genug
130
Flottenmanagement 6/2014
Potenz, um den weniger als eine Tonne wiegenden Cityflitzer behände zu bewegen, verbraucht
mit 4,3 Litern gemittelt aber nicht maßlos viel.
Dabei sirrt er charakteristisch, ohne jedoch unangenehm im Tonfall zu werden. Auch nennenswerte Vibrationen bleiben zum Glück aus. Den
Standard-Sprint bis 100 km/h beziffert das Werk
mit elf Sekunden, und die Höchstgeschwindigkeit
liegt bei akzeptablen 170 Sachen. Ein leichtgängig schaltbares Fünfgang-Getriebe macht das
Fahren angenehm; das Geräuschniveau bleibt
im verträglichen Rahmen – alle Insassen können
sich auch bei höheren Tempi in Zimmerlautstärke
unterhalten. Wie siehts in der zweiten Reihe aus?
Wer nicht allzu groß geraten ist, darf mit ordentlicher Bein- und Kopffreiheit rechnen – Wunder
sollte man in dieser Kategorie naturgemäß nicht
erwarten. Dafür ist das Fahrwerk erstaunlich
kommod und federt angemessen. Sogar über
kurzwellige Verwerfungen rollt der Fronttriebler nicht über Gebühr hölzern. Dank elektrischer
Servolenkung mit hoher Unterstützung wird das
Rangieren zum Kinderspiel. Die kompakten Außenabmessungen (3,48 Meter Außenlänge) kommen der Wendigkeit selbstredend entgegen.
Ab netto 9.747 Euro ist der stärkere 108 zu haben. Dann rollt er in der besser ausstaffierten
„Active“-Version an mit Freisprechanlage sowie
Radio. Die volle Sicherheitsausrüstung inklusive
elektronischem Stabilitätsprogramm ist stets an
Bord. Für eine selbst im Kleinstwagen-Segment
kaum mehr wegzudenkende Klimaanlage sind
aber 453 Euro (netto) Aufpreis erforderlich. Einen Hauch von Oberklasse erhält der 108 mit der
netto 210 Euro kostenden Sitzheizung. Je nach
Linie gibt es gegen 466 Euro netto ein „Innovationspaket“ inklusive Lichtsensor, Rückfahrkamera
sowie schlüssellosem Schließsystem. Damit wird
Stylischer Klavierlack und ein großes TFT-Display machen den Kleinwagen erwachsen (o.)
Der ultrakompakte Franzose fällt auch durch schicke
Heckleuchten auf (Mitte)
Peugeot gibt sich selbstbewusst mit prominent platziertem Emblem (u.)
der wirtschaftliche Franzose zum praktischen Allrounder mit attraktiver Optik und erwachsenem
Auftritt. Ein Quäntchen Jugendlichkeit bewahrt
er sich aber trotzdem.
Peugeot 108 Pure Tech 82
Motor/Hubraum in ccm:
Dreizyl.-Otto/1.199
kW (PS) bei U/min:
60 (82) bei 5.750
Drehmoment bei U/min:
118 Nm bei 2.750
Getriebe:
5-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/99 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
11,0/170
EU-Verbrauch/Reichweite:
4,3 l/814 km (35 l)
Zuladung kg/Ladevolumen l:
325/180–780
Typklasse HP/VK/TK:
15/15/14
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
0%
Basispreis (netto):
9.747 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: 333,34/0,13 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
FAHRBERICHT
Große Freiheit
Manchmal ist weniger mehr. Wer auf der Suche
nach einem Wohnmobil ist und dabei ein paar
Offerten ausprobiert, stellt womöglich fest, dass
ein konventioneller Kleintransporter die perfekte Basis für das rollende Zuhause sein kann. So
zum Beispiel auch der Volkswagen California.
Mit einer Länge von knapp 4,90 Metern und einer Breite von 2,28 Metern gehört er wohl zu den
wendigsten Reisemobilen auf dem Markt. Schön
auch, dass er gar nicht als fahrendes Heim auffällt, sodass man problemlos mal ein Nickerchen
auf dem nächstgelegenen Parkplatz abhalten
kann. Mit einem Frisch- und Abwassertank von
jeweils 30 Litern (Comfortline) kommt man einige Zeit aus, und dank geschickter Aufteilung des
Mobiliars konnten die Architekten möglichst viel
praktischen Nutzen auf geringer Fläche gewährleisten. Gaskocher, Kühlschrank, Spüle und Multifunktionsschränke – alles vorhanden im kompakten Bulli.
Unter der Haube unseres Testexemplares werkelte
der 140 PS starke Selbstzünder. Der stellt einen
gelungenen Kompromiss zwischen Wirtschaftlichkeit (während der Testfahrten durchweg mit
einer Acht vor dem Komma) und akzeptablen
Fahrleistungen dar. Dass man mit dem California
keine Wettrennen bestreiten möchte, liegt auf
der Hand. Daher verzeiht man ihm gerne, wenn
er gemächlicher als viele andere Verkehrsteilnehmer steile Hänge hinaufkraxelt. Je nach Ausstattung bringt der Fronttriebler satte zweieinhalb
Tonnen auf die Waage, das spürt man natürlich
beim Antrieb. Ganz und gar nicht hingegen spürt
man Vibrationen oder hört lästige Maschinentöne. Hier haben die Techniker ganze Arbeit geleistet und den Volkswagen wirkungsvoll gedämmt.
Ebenfalls nahezu perfekt gelöst ist die Integration der Inneneinrichtung in den Fahrgastraum.
Obwohl zahlreiche bewegliche Teile wie Türen
Mit einem Reisemobil ist Freiheit real erfahrbar. Der Volkswagen California
trifft den richtigen Kompromiss zwischen kompakter Größe und wohnlicher
Innenausstattung. Denn er ist nicht größer als ein herkömmlicher VW T5 und
bietet jede Menge Komfort.
und Schubladen im Spiel sind,
rollt der Bus weitgehend knarzfrei über Bodenwellen. Ein gut
schaltbares Getriebe rundet den
positiven Eindruck ab. Die leichtgängige Servolenkung mit präziser Rückmeldung erleichtert das
Rangieren in engen Gassen und
sorgt auf der Landstraße sogar
für einen Hauch von Fahrspaß.
Mindestens 36.650 Euro netto werden für die Basis mit dem
140-PS-TDI fällig. Die deutlich
besser ausstaffierte Comfortline-Ausgabe schlägt mit 48.375 Euro zuzüglich
Mehrwertsteuer zu Buche. Dafür gibt es jedoch
auch ein elektrisch bedienbares Aluminium-Aufstelldach, Doppelverglasung, ein Schiebefenster
mit Fliegengitter sowie eine Standheizung. Ein
Tempomat ist an Bord, sofern „Bluemotion Technology“ gewählt wird. Unbedingt bestellt werden
sollte das Bildschirm-Navigationssystem für 2.415
Euro netto. Mit inbegriffen ist auch digitaler Radioempfang. Ein TV-Tuner erfordert weitere 1.140
Euro netto. Für den gleichen Aufpreis gibt es Xenonscheinwerfer. Sinnvoll ist das für den Comfortline bestellbare Paket „Safety” mit einem automatisch abblendenden Innenspiegel, Park- und
Regensensor sowie Spurwechselwarner. In diesem
Fall sind Gasentladungslampen frei Haus. Besonders praktisch und kommod sind die Drehsitze in
der zweiten Reihe. Ab 405 Euro (netto) sind diverse Optionen mit oder ohne integrierten Kindersitz
lieferbar. Wer die Sitzbezüge gerne in vornehmer
Alcantara-Ausführung hätte, muss weitere 1.315
Euro (netto) an den Hersteller überweisen.
Auch wenn der VW-Bus stattlich ist, Parkplatzprobleme
gibt es in der Regel keine (li.o.)
Außen kompakt, innen ganz schön geräumig – der
Multifunktionstisch eignet sich zum Arbeiten ebenso
wie zum Einnehmen eines Vespers (li.u.)
Der California macht eine gute Figur an der Küste (o.)
Volkswagen California 2.0-l-TDI BMT
Motor/Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/1.968
kW (PS) bei U/min:
103 (140) bei 3.500
Drehmoment bei U/min:
340 Nm bei 1.750–2.500
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse/CO2-Ausstoß: Euro 5/189 g/km
0–100 in sek/V-max. in km/h:
14,2/173
EU-Verbrauch/Reichweite:
7,2 l/1.111 km (80 l)
Zuladung kg/Wohnbereich in m2: 872/4–4,3
Typklasse HP/VK/TK:
k.A.
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: k.A.
Dieselanteil:
k.A.
Basispreis (netto):
ab 36.650 Euro
Betriebskosten pro Monat/km**: k.A.
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 6/2014
131
TEST
1
W
ie exklusiv möchten sie unterwegs sein?
Nein, die Rede ist mitnichten von Bentley oder Ferrari. Auch bezahlbare Autos
müssen nicht an jeder Ecke stehen. Unter der
Haube des behandelten Objekts mit der Bezeichnung Q50 werkelt ein profaner, 2,1 Liter großer
Dieselmotor mit vier Zylindern, und der Markenname Infiniti entspringt dem Gedächtnis eifriger Nissan-Marketingexperten. Denn es handelt
sich hierbei um die derzeit noch rare Luxusdivision des bekannten japanischen Konzerns, die in
Europa zwar schon länger erhältlich, aber dennoch erst im Aufbau begriffen ist.
Schließlich etabliert man ein neues
Label nicht von heute auf morgen.
Der Infiniti bringt alles mit, was ein
Premium-Mittelklässler so braucht:
Potente Aggregate, Heckantrieb
und jede Menge Technik. Außerdem
bieten die noblen Infiniti-Modelle
eine markante Design-Kontinuität
und generell einen attraktiven Auftritt. Oberhalb des einprägsamen
Kühlergrills prangt eine auffällig
geschwungene Motorhaube, um sich
mühelos in die Köpfe vorbeigehender Passanten einzubrennen. Wenn
die Verantwortlichen dieser Marke
eines können, dann ist es Aufmerksamkeit erregen mit ihren Produkten.
Doch keine Sorge, sie können noch
mehr als das. Sie sind zum Beispiel
Experten im Bereich Hybrid-Antrieb;
doch wer in Europa nachhaltige Verkaufserfolge erzielen möchte, muss
einen Diesel im Angebot haben. Daher gibt es den Q50 mit einem 170 PS
starken Selbstzünder – damit ist er goldrichtig
für etwaige Außendienstler, die einerseits nicht
zu schwachbrüstig motorisiert unterwegs sein
wollen, andererseits aber ein wachsames Auge
auf die Kosten haben müssen. Da kommt der Japaner als ökonomische Variante gerade recht –
mit 4,8 Litern gemittelt macht der Viertürer eine
wahrlich gute Figur, was die Behörden denn auch
honorieren mit der lupenreinen Effizienzklasse
A. Steigen wir also ein in den „2.2D“ – Infiniti
rundet hier auf. Der Selbstzünder verfügt nämlich über exakt 2.143 Kubikzentimeter; doch der
kleine kosmetische Eingriff will und muss auch
gar nichts verschleiern, denn der ausgesprochen langhubige Vierzylinder braucht sich keineswegs verstecken mit seinen inneren Werten.
Er produziert 400 Nm Drehmoment bereits ab
1.600 Touren. Erst jenseits der 2.800 Umdrehungen flacht die Zugkraft-Kurve wieder ab. Damit
132
Flottenmanagement 6/2014
2
3
Perfekter Q
Wer in der Premium-Mittelklasse eine Alternative zur hiesigen Konkurrenz
sucht, sollte sich den Infiniti Q50 einmal genauer ansehen. Mit dem 2,1 Liter
großen Selbstzünder wird die schicke Limousine auch für Vielfahrer interessant. Flottenmanagement hat den Edel-Japaner einem Test unterzogen.
1. Da geht etwas rein: Der Kofferraum
schluckt 500 Liter und beherbergt eine
Durchlade
2. Zwei ausladende TFT-Monitore lassen
die Herzen technisch Begeisterter höher
schlagen
3. Der Mittelklasse-Infiniti mutet stylisch
an und ist alles andere als schlicht
gezeichnet
4
4. Tasten und Drehsteller in Hülle und
Fülle gestalten die Bedienung anspruchsvoll
5. Viel Platz im Fond gibt es auch für
langbeinige Insassen
6. Eine hohe Gürtellinie verleiht dem
Hecktriebler Massivität
7. Ein markanter Kühlergrill verleiht dem
Q50 Wiedererkennungswert
5
TEST
Infiniti Q50 2.2D 7AT
6
ist der Hecktriebler gut für 230 Sachen,
und auch der Sprint bis Landstraßentempo kann sich sehen lassen. Für die
Automatikvariante meldet das Werk 8,5
Sekunden – damit geht der Japaner als
sportlich durch. Apropos Automatik: Die
Ingenieure stellen sieben Fahrstufen zur
Verfügung, was ein erfreulich niedriges
Drehzahl-Level zur Folge hat. Abgesehen
davon überzeugt das Wandler-Getriebe
durch weiche und spontane Schaltvorgänge. Kickdown-Anforderungen benötigen zwar ein Sekündchen Bedenkzeit,
dann aber stürmt der Q50 los und drückt
seine Passagiere in die großzügigen Fauteuils.
Dabei klingt die Maschine hemdsärmelig und
macht keinen Hehl aus ihrem Verbrennungsverfahren – störend aber wird der Vierzylinder
selbst gegen Drehzahlende nicht. Nur zur Information: Auch Fans manueller Schaltgetriebe
müssen von Infiniti nicht nach Hause geschickt
werden.
Bleibt der Innenraum. Hier trifft sachliche Architektur auf geballte Technik. Wer TFT-Fläche
mag, wird seine helle Freude haben. Denn die
Mittelkonsole beherbergt ein großes Display,
das für die Straßenkarte reserviert ist. Darüber
hinaus hockt unter Monitor Nummer eins noch
ein zweites Feld in ähnlicher Größe, das für die
Ausgabe vom Einstellungen zuständig ist und
wo je nach Konfiguration auch zahlreiche Apps
liegen. Wer sämtliche Features des komplexen
Infiniti Q50 komplett ausschöpfen will, muss die
eine oder andere Lektion nehmen. Allerdings
sind die nötigsten Dinge für den Fahralltag intuitiv erfassbar. Die Technologie des jungen Q50
erstreckt sich indes nicht nur auf das Enter- und
Infotainment. In puncto Fahrwerk und Sicherheit haben die Entwickler alle Register gezogen,
um die Mittelklasse auf Augenhöhe mit dem
Premium-Wettbewerb zu hieven. Dazu gehört
beispielsweise eine neuartige Lenkung ohne
mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und
den Rädern. Und da der Lenkwinkel mittels Aktuator erzeugt wird, kann das Übersetzungsverhältnis quasi frei bestimmt werden – außerdem
kann man per Knopfdruck eine Kennlinie vorwählen.
In der Praxis vermittelt die Anlage ordentlichen
Fahrbahnkontakt und liefert exakte Rückmeldung; in der City erfreut der Q50 durch leichtgängiges Rangieren, ist aber auch bestens geeignet für Ausfahrten auf die geschwungene
Landstraße. Die Dämpfung stellt einen ausge-
7
wogenen Kompromiss dar zwischen dezenter
Sportlichkeit und ausgeprägten Tourer-Qualitäten. Zusammen mit den kommoden Sitzen macht
der Viertürer eine gute Figur auf langen Strecken. Das großzügige Raumangebot kommt ihm
außerdem zugute. Vorn lebt es sich ohnehin luftig, doch auch im Fond macht das Reisen Spaß.
Lange Personen müssen kaum befürchten, mit
ihren Beinen an die vorderen Lehnen zu stoßen.
Mindestens 30.705 Euro netto müssen die Interessenten für den Q50 2.2D überweisen. Für
den Preis gibt es eine recht großzügige Grundausstattung inklusive Bluetooth-Freisprechanlage, Klimaautomatik, Radio, Rückfahrkamera
sowie Tempomat. Für die neuartige adaptive
Lenkung werden zusätzlich 840 Euro fällig – darin enthalten ist zudem ein Fahrspur-Assistent.
Weitere 714 Euro bescheren dem Q50 Voll-LEDScheinwerfer. Beim Thema Sicherheit haben
sich die Infiniti-Ingenieure so richtig ins Zeug
gelegt und dem Q50 alles mitgegeben, was gut
und teuer ist. Interessant ist das so genannte
Safety-Shield-Paket mit autonomer Bremsfunktion, Heckaufprall-Schutz, Spurverlassenswarnung, aktivem Tempomat sowie TotwinkelAlarm. Beim Heck-Crash-Verhinderer handelt
es sich um Detektoren für Querverkehr beim
rückwärtigen Rangieren. Neben akustischen
Warnsignalen erhöht das System den FahrpedalWiderstand und tätigt einen Bremseingriff, falls
man trotz fließenden Verkehrs weiterfahren
möchte. Das gesamte Paket darf mit 2.184 Euro
als fair eingepreist durchgehen. Für das Navigationssystem verlangt Infiniti je nach Ausstattungslinie 2.016 Euro . Bei den höheren Varianten gibt es ausschließlich das Multimedia-Paket
(2.689 Euro), das ein Bose-Soundsystem mit 14
Lautsprechern enthält. Wer es optisch ein bisschen schöner mag, bekommt ab 252 Euro netto
(alle Preise netto) diverse Dekors. Das Auge reist
schließlich mit.
Motor
Hubraum in ccm
kW (PS) bei U/min
Nm bei U/min
Schadstoffklasse
Antrieb/Getriebe
Höchstgeschw. km/h
Beschleunigung 0–100/h
EU-Verbrauch
EU-Reichweite
Testverbrauch
CO2-Ausstoß
Effizienzklasse
Tankinhalt
Zuladung
Laderaumvolumen
Vierzylinder-Diesel
2.143
125 (170)
400 bei 1.600–2.800
Euro 5b+
7-Gang-Wandlerautom.
230
8,5
4,8 l auf 100 km
1.542 km
6,6 l auf 100 km
124 g/km
A
74 l
k.A.
500 l
Kosten
Steuer pro Jahr
Typklassen HP/VK/TK
257,50 Euro
k.A.
Garantie
Fahrzeug
Rost
Lack
3 Jahre
12 Jahre
3 Jahre
Sicherheit/Komfort
Kopf- und Seiten-Airbags
autonomes Bremsen
elektr. verstellb. Lenksäule
aktiver Tempomat
schlüsselloses
Schließsystem
elektr. verstellb. Sitze
elektr. Schiebedach
Spurhalte-Warnung
Totwinkel-Assistent
adaptive Lenkung
Metallic-Lack
LED-Vollscheinwerfer, variab.
Serie
2.184 Euro (Paket)
1.260 Euro (Paket)
2.184 Euro (Paket)
1.260 Euro (Paket)
1.260 Euro (Paket)
924 Euro
2.184 Euro (Paket)
2.184 Euro (Paket)
840 Euro
689 Euro
714 Euro
Kommunikation
Bluetooth-Freisprechanlage Serie
Bildschirm-Navigation
ab 2.016 Euro
Basispreis netto
Infiniti Q50 2.2D 7AT
(Automatik)
30.705 Euro
(alle Preise netto)
Betriebskosten Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km k.A.
Betriebskosten Automatik
20.000/30.000/50.000 km k.A.
Full-Service-Leasingrate Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km k.A.
Full-Service-Leasingrate Automatik
20.000/30.000/50.000 km k.A.
Firmenfahrzeuganteil
Dieselanteil
k.A.
75 %
Bewertung
+
• sparsamer Motor
• weich schaltende Automatik
• hoher Fahrkomfort
• wenig Individualisierung möglich
Die ALD-Full-Service-Raten enthalten:
Finanzrate, Wartung und Reparatur, Kfz-Steuer, Tankkarte
und GEZ für eine Laufzeit von 36 Monaten
Flottenmanagement 6/2014
133
TEST
Kennzeichen T
Nachdem Mercedes die Limousine
der C-Klasse auf die Straße gelassen
hat, folgt auch prompt das T-Modell.
Flottenmanagement hat sich dem
smarten Lademeister angenommen
und die 250er-Dieselversion einem
umfangreichen Test unterzogen.
1
M
it der C-Klasse-Limousine können die
Verantwortlichen rundum zufrieden
sein. Doch in Deutschland, der Heimat
des Automobil-Erfinders, reicht ein klassischer
Mittelklasse-Viertürer längst nicht mehr aus,
um gegen den Wettbewerb anzukommen. Also
muss ein Kombi (Mercedes-Jargon: T-Modell)
her, um die Absatzzahlen nach oben zu treiben.
Den bietet die Stuttgarter bereits seit der ersten C-Klasse-Generation an – eine gute Sache
vor allem für Kunden, die Variabilität an erster
Stelle sehen. Mit einem maximalen Kofferraumvolumen von 1.510 Litern beispielsweise rangiert die neueste, seit diesem Herbst verfügbare Ausbaustufe (Baureihe 205) an der Spitze im
Premium-Vergleich innerhalb ihres Segments.
Der Schwabe bietet die Möglichkeit, feine Autokultur mit hohem Nutzwert zu verbinden. In
puncto Design müssen die Kunden beim Kombi
keine Abstriche machen gegenüber der Limousine. Er gefällt mit der ausdrucksstarken Front
samt markantem LED-Tagfahrlicht; auch die
jetzt horizontal angebrachten Rückleuchten
sind nachts eindeutig identifizierbar dank speziellem Lichtdesign.
Beim Thema Komfort und Sicherheit liegt das
T-Modell auf Augenhöhe mit der Limousine. Das
Motorenprogramm ist ebenfalls exakt gleich –
wer möchte, bekommt den Edellaster sogar als
AMG-Variante mit potentem Achtzylinder. Für
Flottenkunden mit strengem Blick auf das Benzinbudget indes kommt eher ein Selbstzünder
infrage. Unsere Redaktion hat sich für den C
250 BlueTEC entschieden. Denn er bildet einen
schönen Kompromiss zwischen Wirtschaftlichkeit und beachtlichem Leistungsvermögen.
Seine üppigen 204 Pferde schöpft der immer
wieder verfeinerte Vierzylinder aus lediglich
2,1 Litern Volumen – das ist nicht zuletzt der
Grund für das sparsame Trinkverhalten. So gibt
das Werk den gemittelten Verbrauch mit nur
134
Flottenmanagement 6/2014
viereinhalb Litern an, was einem angesichts der
Leistung eher mageren CO2 -Ausstoß von 117
Gramm entspricht. Doch es kommt in der Praxis
nicht auf die PS-Zahl alleine an – vor allem das
Drehmoment ist entscheidend. Hier punktet der
250er ebenfalls mit satten 500 Nm bereits ab
niedrigen 1.600 Touren.
Beim Getriebe lässt der Hersteller dem Kunden
keine Wahl und somit auch keine Qual: Es gibt
schlichtweg nur den Automaten. Mit sieben
Stufen und butterweicher Schaltcharakteristik
passt die Wandlerlösung perfekt zum kräftigen
Selbstzünder. Sie reagiert spontan auf Kickdownbefehle und macht den C auf Wunsch zum
veritablen Sprinter, der sich auch mal hinter einen Sportler klemmen kann: Immerhin nennt das
Werk drahtige 6,9 Sekunden bis Landstraßentempo, während die Topspeed bei 241 Sachen
liegt. Beim ruhigen Dahingleiten um Richtgeschwindigkeit herum schippert der Hecktriebler
mit weniger als 2.000 Umdrehungen durch die
Lande und übt sich im Kraftstoffsparen. Beim
Beschleunigen im großen Gang marschiert er
wie an einem starken Gummiband gezogen nach
vorn, so fühlt es sich an, wenn bärige Zugkraft
an der Hinterachse angreift. Als immer wieder
ausgemachte Mercedes-Stärke präsentieren
sich auch hier einmal mehr Fahrwerk wie Lenkung. Mit frappierender Präzision lässt sich der
noble Mittelklässler um die Ecken dirigieren.
Grundsätzlich gibt er eher den Gleiter, der selbst
die schlimmsten Unebenheiten sanft überrollt.
Mit der 1.190 Euro (netto) teuren Luftfederung
zieht ein wenig Hightech in den Nutzesel ein;
2
im Menü kann der Fahrer auswählen, ob er lieber einen sportlichen oder komfortablen Einschlag möchte. Freilich bleibt die C-Klasse stets
gutmütig zu ihren Passagieren und rüttelt sie
niemals durch, erweist sich auf der windungsreichen Landstraße aber nicht als Spaßbremse. Darüber hinaus freut man sich immer wieder über
hilfreiche Detaillösungen, die es nur bei Mercedes gibt. Eine davon ist die ebenso simple wie
geniale Hold-Funktion: An der Ampel einfach
das Bremspedal etwas fester durchtreten, und
der Wagen wird bei eingelegter Fahrstufe arretiert. Beim Anfahren löst das System die Bremse selbstredend wieder. Wer die umfangreichen
Elektronik-Features in ihrer Gänze erfassen will,
muss sich naturgemäß eine Weile mit dem Menü
beschäftigen, das von Generation zu Generation komplexer wird. Immerhin ist der ausladende
Monitor eine Augenweide.
Der sitzt analog zur Limousine wie ein Tablet
hoch oben auf der Mittelkonsole und versprüht
eine stylische Note. Je nach Ausstattung verwöhnen edle Hölzer das Auge, und die Verarbeitung ist piekfein. Hochwertig wirkende
Lüftungsdüsen sowie passgenau zusammengefügte Materialien hieven die Qualität der Anmu-
TEST
Mercedes-Benz C 250 BlueTEC T-Modell
3
4
5
tung auf einen Spitzenplatz. Das gilt übrigens
auch für die Art und Weise, wie die Passagiere
unterkommen. Kommode Sitze machen lange
Strecken zum Kinderspiel, und das Raumangebot – auch im Fond übrigens – darf als vorzüglich durchgehen. Anspruchsvolles Infotainment
lässt keine Wünsche offen. Zwischen den beiden
klassischen Rundskalen samt mechanischer Zeiger hockt ein TFT-Feld, das die BordcomputerDaten ebenso ausgeben kann wie Navigationspfeile. Die Bedienung erfolgt vielfältig mittels
Drehstellern und Tasten, darüber hinaus gibt es
ein berührungsempfindliches Touchpad, um der
Computer-Generation gerecht zu werden.
Mindestens 38.400 Euro netto muss der Kunde
für den C 250 BlueTEC als T-Modell ausgeben. Damit sind die wichtigsten Dinge abgegolten, die
auch Flottenkunden interessieren: Neben der
vollen Sicherheitsausrüstung, Klimaautomatik
sowie Radio gibt es Bluetooth-Freisprechanlage,
teilelektrisch einstellbare Sitze, USB-Anschlüsse sowie einen Tempomat frei Haus. Wer beim
Budget weitgehend unabhängig ist, kann aus
dem Mittelklässler einen heimlichen Oberklässler machen mit allen erdenklichen Komfort- und
Sicherheitsfeatures. Da wären Dinge wie Sitzklimatisierung (1.080 Euro) oder Standheizung für
6
1. Das gedeckte Blau steht dem Kombi hervorragend
2. Der High-Tech-Diesel erfüllt die Euro-6-Norm
3. Der ausladende Bildschirm wirkt stylisch
4. Da geht was rein: bis zu 1.510 Liter können an Bord
5. Viel Platz im Fond auch für lange Beine
6. Klassischer Kühlergrill: So ist die C-Klasse am
schönsten
7. Markante Sicken verleihen der C-Klasse eine
athletische Anmutung
1.380 Euro. Adaptive Voll-LED-Scheinwerfer mit
variabler Lichtverteilung schlagen mit 1.450
Euro zu Buche. Ein Navigationssystem ist dagegen bereits ab moderaten 500 Euro zu haben.
Wer mit dem Basis-Klang nicht zufrieden ist,
bekommt gegen 775 Euro ein leistungsfähiges
Soundsystem. Unbedingt an Bord sollte das
2.100 Euro (alle Preise netto) kostende Assistenzpaket inklusive Fußgängererkennung in
Verbindung mit autonomem Bremsen, aktiver
Lenkung sowie Radartempomat. So wird aus der
C-Klasse eine kleine S-Klasse.
Motor
Hubraum in ccm
kW (PS) bei U/min
Nm bei U/min
Schadstoffklasse
Antrieb/Getriebe
Höchstgeschw. km/h
Beschleunigung 0–100/h
EU-Verbrauch
EU-Reichweite
Testverbrauch
CO2-Ausstoß
Effizienzklasse
Tankinhalt
Zuladung
Laderaumvolumen
Vierzylinder-Diesel
2.143
150 (204) bei 3.800
500 bei 1.600–1.800
Euro 6
7-Gang-Wandlerautom.
241
6,9
4,5 l auf 100 km
1.466 km
6,3 l auf 100 km
117 g/km
A+
66 l
575 kg
490–1.510 l
Kosten
Steuer pro Jahr
Typklassen HP/VK/TK
243,5 Euro
k.A.
Garantie
Fahrzeug
Rost
Sicherheit/Komfort
Kopf- und Seiten-Airbags
Sitzbelüftung vorn
Müdigkeitsassistent
aktiver Tempomat
schlüsselloses
Schließsystem
Standheizung
TV-Tuner (digital)
Spurhalte-Warnung
2 Jahre
30 Jahre (regelm.
Service bei MB)
Serie
1.080 Euro
Serie
965 Euro
ab 650 Euro
1.380 Euro
990 Euro
780 Euro (inkl.
Totwinkel-Alarm)
Headup-Display
990 Euro
adaptives Luft-Fahrwerk
1.190 Euro
Einparkautomatik
730 Euro
LED-Vollscheinwerfer, variab. 1.450 Euro
Kommunikation
Bluetooth-Freisprechanlage Serie
Bildschirm-Navigation
ab 500 Euro
Basispreis netto
Mercedes-Benz C 250
BlueTEC T-Modell
38.400 Euro
(alle Preise netto)
Betriebskosten Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km –
Betriebskosten Automatik
20.000/30.000/50.000 km 630,68/751,72/958,47
Full-Service-Leasingrate Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km –
Full-Service-Leasingrate Automatik
20.000/30.000/50.000 km 533,18/605,47/715,72
Firmenfahrzeuganteil
Dieselanteil
k.A.
70%
Bewertung
+
7
• exquisite Verarbeitungsqualität
• hohe Variabilität
• überragender Fahrkomfort
Die ALD-Full-Service-Raten enthalten:
Finanzrate, Wartung und Reparatur, Kfz-Steuer, Tankkarte
und GEZ für eine Laufzeit von 36 Monaten
Flottenmanagement 6/2014
135
KOLUMNE
Einparken oder einpacken?
Immer zum Abschluss der Fahrstunde wurde
auf diesem Thema herumgeritten (-geparkt?).
Schweißgebadet wurde das Lenkrad mit Blick
nach hinten hektisch hin- und hergedreht, um
am Ende die Nutzlosigkeit der ganzen Aktion
einsehen zu müssen. Und auch hier galt die
altbekannte Losung: Wiederholung ist keine
Steigerung.
Gut kann ich mich an meine aufregende Fahrprüfung erinnern, bei der zuerst eine Frau auf
einem Fußgängerüberweg zusammenbrach,
über den ich gerade nach links abbiegen sollte.
Doch Fahrlehrer und Prüfer hielten mich davon
ab, zu aktiv in das Geschehen einzugreifen.
Vielleicht als Entschädigung für den so entstandenen Stressfaktor wurde mein RückwärtsEinpark-Check auf einer Straße vorgenommen,
an der seitlings kein einziges Fahrzeug stand.
Da man dabei überhaupt keine Anhaltspunkte
zum Rangieren mehr hat, ist dies eigentlich
noch viel schwieriger … (aber ich habe trotzdem bestanden!).
Genau der Fragestellung hat sich die Wissenschaft schon vor langer Zeit sehr intensiv und
vor allem mit Erfolg zugewandt. Diese als
„Random Car Parking Problem“ in die mathematische Fachliteratur eingegangenen Betrachtungen widmen sich der wichtigen Frage
der Effizienz von Parkraumnutzung. Ausgangspunkt ist die, etwas unrealistische (oder doch
nicht?), Annahme einer Flotte von Fahrzeugen
mit identischen Ausmaßen, genauer: Längen.
Diese parken nun nacheinander an vollkommen
zufällig („random“) gewählten Stellen am Straßenrand, aber parallel zur Fahrbahn (natürlich in Fahrtrichtung!). Ob dies vorwärts oder
rückwärts geschieht, spielt dabei keine Rolle,
136
Flottenmanagement 6/2014
Kaum eine Erinnerung an die Befreiung ins automobile Leben ist enger mit
der Angst um das Bestehen der Führerscheinprüfung verknüpft wie die des
„Rückwärteinparkens“. Die Übungen vorher dazu hatten schon etwas von verkehrstechnischer Folter.
Markierungen gibt es auf jeden Fall keine. Eine
durchaus vorstellbare Situation, vielleicht
nicht gerade in einer engen Innenstadt.
Die wesentliche Frage, die es dann zu beantworten galt, war, wieviel Parkraum schließlich
am Ende ungenutzt bleibt (weil keine Lücke
mehr groß genug ist), also verschwendet wird.
Der ungarische Mathematiker Alfréd Rényi
hat sich schon 1958 mit dem Problem befasst
(und es überhaupt aufgeworfen). Konsequenterweise wurde das Ergebnis dann als „RényiZahl“ bekannt und diese besagt erschreckenderweise, dass lediglich knapp 75 Prozent des
Parkraums beim „Zufallsparken“ genutzt wird.
Damit ist also jede vierte Parkmöglichkeit verplempert!
Rényi hat sich auch philosophisch betätigt
und der gemeinen Welt versucht mitzuteilen,
was Mathematiker eigentlich tun. So wird ihm
das Zitat zugeschrieben: „Ein Mathematiker
ist eine Maschine, die Kaffee in Sätze verwandelt.“ Nun ja, meistens stellt sich ja später
heraus, dass solche Sinnsprüche gar nicht von
den vermeintlichen Urhebern stammen. Anstatt „Maschine“ würde das heute wohl eher
„Smartphone“ heißen. Und vielleicht wäre das
dann ja mal ein Thema für einen spannenderen
Mathematikunterricht in der Schule …
Die Realität, gerade in engen Innenstädten,
sieht nun mal ganz anders aus. Da wird jeder
Zentimeter, wo denn überhaupt mal Parkraum
vorgesehen ist, ausgenutzt. Und da handelt
es sich dann je nach vorhandenem Platz um
„Längs-, Schräg- oder Senkrechtparken“. Die
optimale Ausnutzung der vorhandenen Fläche
findet schließlich ihren Niederschlag in den
Breiten der Einstellplätze. Wie bei allen (un)
wichtigen Themen gibt es hier natürlich entsprechende Verordnungen. Allerdings, das
kennt man von Bauvorschriften generell, hat
bei dieser Frage jedes Bundesland seine eigene Fassung. Selbst die Namen beziehungsweise
deren Abkürzungen sind dann verschieden. Die
Garagen- und Stellplatzverordnung heißt dann
kurz GaStplVO (Niedersachsen), GaStellV (Bayern), BbgGStV (Brandenburg) oder schlicht Garagenverordnung GaVO (Baden-Württemberg).
Bei den Maßen ist man sich dann doch wieder
recht einig. Bei einer Mindestlänge pro Stellplatz von 5 m hängt die Mindestbreite von der
Umgebung ab: 2,30 m falls direkt links und
rechts auch Parkplätze sind. Gilt dies nur für
eine Seite, erhöht sich dies auf 2,40 m und bei
beidseitiger Eingrenzung mit Bauten gelten
2,50 m. Behindertenparkplätze müssen übrigens eine Mindestbreite von 3,50 m aufweisen.
Bei heutigen Fahrzeugbreiten stellen gerade
die 2,30 m eine besondere Herausforderung
dar. Und aussteigen können muss man bei 15
cm Platz auf jeder Seite ja auch noch! Bei meinem VW Käfer konnte ich früher mal ganz locker
zur Beifahrerseite herüberrutschen und dort
KOLUMNE
aussteigen. Moderne Mittelkonsolen lassen
dies zu einem Akt reiner Akrobatik werden.
Das führt in jedem Falle zu zusätzlichem Parksuchverkehr, denn nicht jede Parklücke ist
gleich willkommen. In größeren Städten soll
dieser Anteil bei fast 40 Prozent liegen! Die größeren (und teureren) Fahrzeuge werden daher
gerne mal mit größerem „Sicherheitsabstand“
abgestellt. Die höchsten Anforderungen stellen
aber bei Weitem die Parkhäuser. Diese Grundfläche sparenden Hoch- oder Tiefbauten sind an
Raum ausnutzender Effizienz kaum zu überbieten. Hier werden nicht nur die Maße für die Stellplätze optimiert (also minimiert), sondern auch
die übrigen Verkehrsflächen entsprechend eng
gehalten. Die Ordnungen sehen daher dort auch
Mindestbreiten vor, beispielsweise 2,75 m für Zuund Abfahrten, mindestens 2,30 m bei Zu- und
Abfahrtssperren (wo halt die Schranken sind).
Für viele Menschen ist daher der „Besuch“ eines
Parkhauses tabu. Die klaustrophobischen Anwandlungen werden zweifelsohne noch verstärkt
durch die niedrige lichte Deckenmindesthöhe
von 2 m (die bei Abstellplätzen auf Hebebühnen
natürlich unterschritten werden kann). Da wird
nicht nur die Suche, sondern vor allem der Einund Ausparkvorgang häufig zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Häufiges Rangieren
ist da die natürliche Konsequenz. Die Horrorvorstellung, der ich gerade selbst noch sehr nahe
kam, ist das „Dead End“. Damit ist eine Situation
gemeint, in die man sich selbst hineinmanövriert
hat und bei der man schließlich weder vor- noch
zurückkommt, ohne irgendetwas zu touchieren.
Dies kann durchaus stressmäßig noch gesteigert
werden, wenn ungeduldige Zeitgenossen Zeugen
dieser fahrtechnischen Notlage werden und ihrer
Missbilligung unmissverständlich Ausdruck geben.
Es verwundert eigentlich, dass es noch keinen
Bildband mit den schönsten „Wandschrammen“
aus Parkhäusern gibt. Bei den engen Kurven hat
man dann die Wahl zwischen vorne Anecken oder
hinten mit einem Reifen über irgendeinen Bordstein zu fahren. Oder das Ganze erst mal rückgängig zu machen.
In Parkhäusern stehen dann auch so seltsame
Anweisungen wie: „Bitte vorwärts einparken.“
Zuerst kommt einem der Gedanke, dass man damit den Bedenken Rechnung trägt, rückwärts
einparken sei nun mal nicht jedermanns Sache
und mit größerem Schadensrisiko behaftet.
Durchaus richtig, aber hier geht es schlicht um
den Schadstoffausstoß nach hinten. Der würde
die weiße Wand beschmutzen (und auch der Zugang zum Kofferraum/zur Ladefläche wäre stark
eingeschränkt). In Wohngebieten wird auch häufig Vorwärtsparken gefordert, damit der Ausstoß
nicht in die offen stehenden Fenster gelangt.
Gerade beim Starten und Anfahren ist dies ein
Argument.
Nun ist natürlich die Frage erlaubt, ob rückwärts
ausparken in den fließenden Verkehr nicht viel
gefährlicher ist als rückwärts einparken. Nun
ja, beides setzt die Fähigkeit voraus, überhaupt
vernünftig nach hinten fahren zu können. Mitt-
lerweile hilft uns jedoch diverse Technik bei den
komplizierten Manövern. Das ist im Prinzip nichts
Neues. Denn schon in den 1950er-Jahren gab es
sogenannte Curb Feeler („Bordsteinfühler“).
Dies waren Fühlstäbe mit 15 bis 35 cm Länge, die
seitlich unten an der Karosserie angebracht waren und bei Kontakt mit festen Gegenständen ein
kratzendes Geräusch erzeugten.
Heute haben wir optische und akustische Sensorik, die mit Kameras, Ultraschall- und Radarsensoren arbeitet. Die erste Einparkhilfe auf (auf Ultraschallbasis) wurde übrigens 1982 von Toyota
im Corona in Japan angeboten. Den Höhepunkt
bisher stellen jedoch selbstlenkende Systeme
dar, die bis auf das Gasgeben den Rest alleine
erledigen. Die Algorithmen zur Lenkradführung
nutzen sogenannte Klot(h)oiden. Das sind schon
lange bekannte Kurven (seit 1694, nach Jacob
Bernoulli), die sich dadurch auszeichnen, dass
die Krümmung proportional zur (bisherigen)
Länge ist. Einfach gesprochen wird der Lenker
beim Einparken stetig immer weiter eingedreht
(und nicht nur einmal am Anfang). Dies Prinzip
findet übrigens auch im Autobahnbau Anwendung, wo Kurvenradien nur langsam abnehmen
(und damit „enger“ werden).
Mit der ganzen Technik nimmt die Fähigkeit zum
Einparken jedoch die Entwicklung, die wir an verschiedenen anderen Stellen schon eindrucksvoll
erlebt haben. So führte die Verbreitung des Taschenrechners zum Verlernen des Kopfrechnens
und der Einsatz von Navigationsgeräten zur geografischen Orientierungslosigkeit. Übersehen
wird dann häufig leider, dass die Systeme auch
mal ausfallen können und man selbst weitermachen muss. Das hieße für Rückwärtseinparken,
dass der Fahrer in der Lage sein muss, seinen Kopf
um 180 Grad nach hinten zu wenden (inklusive
Körperdrehung). Wer das nicht mehr kann und
keine helfende Elektronik an Bord hat, bedient
sich üblicherweise des Rückspiegels. Eine gefährliche Variante, wie ich als Opfer des Öfteren zu
spüren bekam. Jedenfalls würde eine solche Forderung bestimmt eine harte Diskussion über die
Fahrtauglichkeit zur Folge haben (aber durchaus
sinnvoll sein).
Zudem haben aktuelle Fahrzeuge häufig deutlich
eingeschränkte Sichtmöglichkeiten nach hinten.
Die Heckscheiben werden fast zu Schlitzen und
die Holme verbreitern sich massiv. Das macht die
eigene Orientierung nicht einfacher. Auch ist zu
hinterfragen, gerade bei Fahrzeugflotten, ob die
Parkhilfe-Sensorik versicherungstechnisch überhaupt Sinn macht. Ein Unfall durch Beschädigung
derselben macht diesen unverhältnismäßig teuer. Da sind mehr Unfälle mit geringerem Schaden
vielleicht günstiger. Eine belastbare Studie dazu
gibt es bisher (leider) nicht.
Überhaupt sind diese „kleinen“ Unfälle, öfters
gepaart mit Fahrerflucht, ein großer Posten bei
den Versicherungen. Man geht von einem Anteil
von 40 bis 45 Prozent der Schäden bei niedriger
Geschwindigkeit aus. Und dabei dominiert das
Rückwärtsfahren mit dreiviertel Anteil markant.
Der gemeine Autofahrer, der noch selbst Hand
anlegt, profitiert von anderer Technik ganz deut-
Autor
Professor Dr. Michael Schreckenberg, geboren 1956 in Düsseldorf, studierte Theoretische Physik an der Universität zu Köln, an der
er 1985 in Statistischer Physik promovierte.
1994 wechselte er zur Universität DuisburgEssen, wo er 1997 die erste deutsche Professur für Physik von Transport und Verkehr
erhielt. Seit mehr als 15 Jahren arbeitet er
an der Modellierung, Simulation und Optimierung von Transportsystemen in großen
Netzwerken, besonders im Straßenverkehr,
und dem Einfluss von menschlichem Verhalten darauf.
Seine aktuellen Aktivitäten umfassen Onlineverkehrsprognosen für das Autobahnnetzwerk von Nordrhein-Westfalen, die Reaktion
von Autofahrern auf Verkehrsinformationen
und die Analyse von Menschenmengen bei
Evakuierungen.
lich: der Servolenkung. Sie ermöglicht der Spezies der „Einhandlenker“ (Vorsicht, eigentlich
verboten!), mit flotten Bewegungen schnelle,
zielgerichtete Richtungswechsel herbeizuführen. Was schließlich die unterschiedlichen Fähigkeiten von Männern und Frauen angeht, so ist
darauf schon in der letzten Kolumne (Flottenmanagement 5/2014) eingegangen worden.
Die extremsten Parkbedingungen findet man
jedoch auf Fähren. Durch Einweiser wird da jede
Menge optimiert. Sogar beim „Einchecken“ wird
geprüft, ob die bei der Onlinebuchung angegebene Länge des Fahrzeugs auch wirklich stimmt
(danach richtet sich der Preis). Da wird nicht auf
5 m Länge für einen Stellplatz geachtet (Heckklappe geht nicht mehr auf, wohinter der Hund
sitzt), seitlich geht auch kaum was und Beschädigungen durch urlaubsbeschwingte Fahrzeugnachbarn sind vorprogrammiert.
Das Auto steht zwar statistisch gesehen 23
Stunden am Tag still. Es in den Ruhezustand zu
bekommen und wieder aufzuwecken, ist häufig
eben schwierig. Da ermutigt dann die Vorstellung, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft Fahrzeuge haben werden, die dies komplett alleine
erledigen, also ohne uns. Doch wir müssen uns
dann Sorgen machen, mit wem sie sich auf dem
Parkplatz treffen ...
Flottenmanagement 6/2014
137
GASTKOMMENTAR
Wer den Schaden hat, ...
Kompetenzen des eigenen Unternehmens aus
der Hand geben, weitere Dienstleistungen in
Anspruch nehmen und sich von einem externen
Schadenmanager „abhängig“ machen? Dieser
Dreiklang löst bei manchem Fuhrparkverantwortlichen auf den ersten Blick oft Unbehagen
aus. Bei einem zweiten und vertieften Blick auf
herrschende Angebote ist der Dreiklang jedoch
ein gänzlich anderer: reduzierte Kosten, schlankere Strukturen sowie kundenorientiertes Arbeiten.
Die Abgabe der Schadenregulierung bietet vielfältige Vorteile – finanzieller und ideeller Natur.
Das Abgeben von Kompetenzen bedeutet keineswegs die Steigerung der eigenen Kosten
durch Inanspruchnahme von Dienstleistungen,
sondern unter dem berühmten Strich wirkt sich
das Outsourcing positiv auf die firmeneigene
Kostenstruktur des Fuhrparks aus. Dies ergibt
sich nicht nur aus der Reparatur der Fahrzeuge
in zertifizierten Karosseriewerkstätten, die bei
gleichbleibender Leistung und Qualität eine kostengünstigere Leistung erbringen, zusätzlich
wird eine Prüfung der Kostenvoranschläge auf
Kausalität und Plausibilität durchgeführt, somit
entstehen keine ungerechtfertigten Kosten.
Weiterhin garantiert die Inanspruchnahme von
Dienstleistungen externer Schadenregulierer eigene schlanke Strukturen und transparente Prozesse. Hiermit verbunden ist nicht nur die Reduzierung der eigenen Personalressourcen bei der
Abwicklung von Unfallschäden, sondern auch
die zielführende Bündelung aller hiermit verbundenen Prozesse in einer Hand: die Aufnahme
des Schadens, die Steuerung der notwendigen
Reparaturprozesse und eine eventuelle Regressierung und Regulierung bei der gegnerischen
Versicherung. Bei sämtlichen Rückfragen oder
Problemstellungen ist somit der externe Schadenmanager alleiniger Ansprechpartner für den
Fuhrparkverantwortlichen.
Durch eine eigene flexible Unternehmensstruktur ist es möglich, sich auf die Ansprüche und
Bedürfnisse des Fuhrparks und des Fahrzeugnutzers individuell einzustellen.
Eine ebenfalls eingesetzte Fuhrpark- und Schadensoftware bietet allen am Schaden Beteiligten jegliche Möglichkeit der Kommunikation und
Information.
So kann zum Beispiel je nach Berechtigungsstufe der Fahrer seinen Schadenbericht online ausfüllen und einstellen, der Fuhrparkmanager hat
jederzeit Zugriff auf die webbasierteSchadenakte und kann den aktuellen Status der Reparatur
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Flottenmanagement 6/2014
IMPRESSUM
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verfolgen oder das Gutachten einsehen. Zusätzlich kann der Berechtigte individuell zusammengestellte Reportingdaten erstellen und weiterverarbeiten. Alle am Schaden Beteiligten sollten
über Schnittstellen verbunden sein. So können
zum Beispiel die Ersatzteile, das Gutachten, der
Mietwagen und so weiter online direkt aus dem
System abgerufen werden, was einen enormen
Vorteil an Zeit und Transparenz darstellt.
Der deutlichste Faktor zur Kostenminderung ist
die Vermeidung und Reduzierung von Schadenereignissen, was jedoch aus den unterschiedlichen
Gründen oder Gegebenheiten nicht immer realisierbar ist. Hierzu analysiert und berät der Schadenmanager gründlich in Gesprächen mit den
Fuhrparkverantwortlichen die Möglichkeiten,
die das Unternehmen gegenüber seinem Dienstwagennutzer als umsetzbar erachtet, und erstellt gemäß dem Ergebnis Vorschläge, die dann
nach Genehmigung und in Absprache zusammen
mit der Fuhrparkleitung umgesetzt werden.
Maßnahmen, die durchaus den Nutzer finanziell
berühren – positiv sowie aber auch negativ.
Schlusskorrektur:
Christina A. Sieger
Mitarbeiter dieser Ausgabe:
Natalia Ermakova, Lutz Fischer,
Prof. Dr. Michael Schreckenberg
Fotos: Patrick Broich, Steven Bohg, Lizzy Geble,
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Sekretariat und Leserservice:
Nathalie Anhäuser
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Druckauflage: 31.700 Exemplare
Fazit: Die Abgabe von Aufgabengebieten an
einen externen Schadenmanager ist somit keineswegs ein risikoreiches Experiment, sondern
bietet Möglichkeiten zur Optimierung und Flexibilisierung eigener Strukturen.
Rainer Hansen,
Geschäftsführer Consense GmbH
Erscheinungsweise:
Flottenmanagement erscheint 6 x jährlich
Bezugspreise 2015: Einzelheft 4,– Euro
Inland jährlich 20,– Euro (inkl. MwSt.)
Auslandspreise auf Anfrage
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Wir wünschen unseren Geschäftspartnern, Branchenkollegen und Lesern des „Flottenmanagement“ ein frohes
Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr.
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