Komplettes Magazin als E-Paper

Komplettes Magazin als E-Paper
www.flottenmanagement-verlag.de • G 59522 • 6. Jahrgang Juni/Juli 2007
EUR 4,–
DAS FACHMAGAZIN für innovatives
Fuhrpark- und Mobilitätsmanagement
Leasing:
Vertragsanpassung
Echtkosten:
Mittelklasse/SUV
Im Test:
Maserati Quattroporte
Designsprache:
Ford zielt auf User Chooser
Dimensionen:
Fiat Professional setzt auf Wachstum
Special
&
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Ralph Wuttke,
Chefredakteur
Flottenmanagement
5
Jahre
Flottenmanagement
Flottenmanagement wird mit dieser Ausgabe 5
Jahre. Gut, das ist nicht alt, betrachtet man die
oft über 100jährige Geschichte des ein oder
anderen Automobilherstellers. Andererseits:
Flottenmanagement als definierte Tätigkeit im
Unternehmen, gar das Berufsbild des Flottenmanagers als solches ist so viel älter nicht.
An dieser Stelle bedanke ich mich, auch im Namen unseres gesamten Teams, herzlich für die
zahlreichen Glückwünsche, von denen wir eine
Auswahl auf den Seiten 22 bis 25 veröffentlicht
haben. Das große Feedback zeigt uns, dass unser Weg richtig war und ist – wir werden Ihnen
auch weiterhin die kompetente und unabhängige Berichterstattung liefern, die Sie von uns
zu Recht erwarten.
Die Bedeutung des Flottengeschäfts für die Automobilhersteller erhöhte sich in den vergangenen Jahren laufend: Schon seit geraumer Zeit
hat der gewerbliche Absatz den Privatmarkt
überholt, und auch in den ersten vier Monaten
2007 zog der Verkauf in der Flotte mit kummuliert 0.5 Prozentpunkten weiter an – im Gegensatz zu einem 27prozentigen Rückgang des Privatmarktes im gleichen Zeitraum. Mit Zahlen
wie diesen wird dem Fuhrparkleiter die Verhandlung mit den Herstellern seiner Wahl weiter vereinfacht.
Die TCO – Total Cost of Ownership – bestehen
jedoch bekanntermaßen nicht nur aus dem
Kaufpreis abzüglich Nachlass. Daher berücksichtigen unsere Vollkostenübersichten auch
stets möglichst viele „Nebenbedingungen“ wie
Kraftstoffkonsum, durchschnittliche Wartungskosten, den wichtigen Faktor Restwert oder auch Durchschnittskosten für die
Reifen. Unseren Vollkostenvergleich (Seite
52) gewinnt bei den Mittelklasse-Dieselkombis wieder einmal der Skoda Octavia,
ein alter Bekannter auf dem ersten Platz,
vor Toyota Avensis und Volvo V70. Ist der
teuerste Vergleichskandidat in der Mittelklasse während der dreijährigen Laufzeit 31
Prozent teurer, sieht es bei den in der Flotte immer beliebteren SUV deutlich extremer aus: Mit 98 Prozent Mehrkosten ist das
teuerste SUV unserer Übersicht fast doppelt so teuer wie das günstigste Angebot,
der Chevrolet Captiva (vor Opel Antara und
Kia Sorento auf den folgenden Podiumsplätzen) – vergleichen lohnt sich hier also
gleich doppelt.
Bei unserem Kostenvergleich der Oberklasse-Limousinen (Seite 55) gab es einen deutschen Doppelsieg: Der Audi A8 3.0 TDI DPF
Quattro gewinnt vor BMW 730d DPF, den
dritten Platz holte sich Citroën mit dem C6
HDI 205 Biturbo FAP.
Ralph Wuttke
Chefredakteur
6
Inhalt
14
Hannsjochen Knölker,
Martin Bergtich (beide
DPD) und Bettina Klink
(akf servicelease, v.l.)
bringen mit innovativen
Konzepten das Fuhrparkmanagement des Versand-Dienstleisters DPD
nach vorn.
44
Neuer Name und bestens
aufgestellt: Vorstand
Thomas Hajek und Marco
Kronsbein, Referent
Großkunden (v.l.), erläutern das Angebot von
Fiat Professional, der
Nutzfahrzeugsparte von
Fiat.
48
Praxis
14 Das Handling imponiert
Die DPD setzt auf akf servicelease
Mit vier Referenten und
hochinteressanten
Fuhrparkthemen starteten die ersten FLEETdays
der Hiepler + Partner
Akademie. Wir fassen
die Themen für Sie zusammen.
Mit dem neuen Ford
Mondeo (Test Seite
90) sehen Klaus
Sawallisch und Ralph
Caba das FordFirmenkundengeschäft noch stärker
im Aufwind, wie wir
im Gespräch erfuhren.
60
Das Audi-Großkundenleistungszentrum in
Leverkusen kann auf
das Profil und die
Stärken der Marke
setzen und stellt seinen Kunden eine erhebliche
Dienstleistungstiefe
zur Verfügung.
64
48 Auftakt
Ein Bericht von den ersten FLEETdays der
Hiepler + Partner Akademie
Special Navigation & Kommunikation
77 Digitale Verbindung – Einleitung
52 Echtkostenrechnung
Teil III: Mittelklasse-Dieselkombis und SUV
78 Treffpunkt Gegenwart & Zukunft
So war‘s auf dem zweiten Wollnikom Telematik Treff
18 Flottenmanagement ist 5!
Eine Reise durch 5 Jahre Flottenmanagement
54 Der User-Chooser-Markt 2006
dataforce hat 500 Fuhrparkleiter befragt
81 Alle Wege
Eine Übersicht der Navigation zum Nachrüsten
22 Happy Birthday
Die Branche gratuliert
60 Viele Hebel in Bewegung gesetzt
Interview mit Klaus Sawallisch und Ralph
Caba, Ford
84 Kinderleicht
Das Nachrüst-Navi Pioneer Avic-D3 im Test
Jubiläum
Leasing
28 Limes gegen Null
Aktuelle Leasingtrends
30 Mit der Wendigkeit des Schnellbootes
Ein Besuch bei der Athlon Car Lease Germany
GmbH & Co. KG
64 Kompetenz in jeder Beziehung
Ein Tag beim Audi-Zentrum
68 Kostbar wie ein Schatz
Gute Gründe, den Führerschein nicht zu
riskieren
Extra
34 Abwarten und rechtzeitig reagieren
Leasingvertrags-Anpassung bei KilometerAusreißern
55 „And the winner is...“
FM-Vergleichsserie Limousinen der Oberklasse
Management
Recht
36 Genug Möglichkeiten der Einwirkung
Das sagen Fuhrparkmanager zur Gestaltung
der Car Policy
69 Führerscheinkontrolle und Führerscheintourismus
Hinweise für den Umgang mit Inhabern ausländischer Führerscheine
40 Neues Zeitalter
Interview mit Arndt und Bernd Hüsges, Hüsges-Gruppe
70 Aktuelle Rechtsprechung
42 Großkundenleistungszentrum als Marke
Gastbeitrag von Ingo Hinrichs, MAHAG
44 Grundsätzlich hervorragend aufgestellt
Interview mit Thomas Hajek und Marco Kronsbein bei der Fiat Automobil AG
Flottenmanagement 3/2007
Versicherung
74 Wer den Schaden hat, braucht für den
Spott nicht zu sorgen
Gastbeitrag von Michael Rieger zum Umgang mit
Kleinschäden im Fuhrpark
85 Klein und fein
Alltagstauglichkeit des Headsets Jabra JX10
86 Einfach und kostengünstig
Ralf Heuser, IGL Telematics, im Interview über
Flottensteuerung mit ecoGPS
87 Egomania
Die Freisprecheinrichtung EgoTalk von Funkwerk Dabendorf im Praxiseinsatz
88 Klick und klar
Vorteile eines elektronischen Fahrtenbuchs
am Beispiel des Heedfeld HE2000
Langzeittest
89 Und los geht‘s
Auftaktbericht zum Langzeittest Seat Altea
XL 2.0 TDI DSG
Test
90 Der neue Ford
Ford Mondeo 2.5
98 Einer der wenigen
Maserati Quattroporte Automatic
Inhalt
77
Eines der Geräte
findet sich in
nahezu jedem Fuhrpark: Navigation,
Freisprechanlage,
elektronische Fahrtenbücher,
Telematik. Deswegen wollen wir Sie
mit unserem Special auf dem Laufenden halten.
89
Mit der
Jubliäumsausgabe startet
unser vierter
Langzeittest,
diesmal mit dem
Seat Altea XL 2.0
TDI. Im Auftaktbericht vermitteln
wir erste Eindrücke.
98
Als Oberklassenfahrzeug der besonderen Art will
sich der Maserati
Quattroporte mit
einer neuen Wandler-Automatik nun
als Dienstwagen
profilieren. Wir
sind den edlen
Wagen testweise
gefahren.
93 VW Passat Variant / Chevrolet Lacetti
94 Nissan Qashqai / Citroën C6
96 Audi A5 / Mazda 3
101 Seat Altea / Fiat Linea
Fahrbericht
95 Bestseller – Audi A3 Sportback 2.0 TDI
97 Erfolgsschlager – VW Touran 2.0 TDI
Marktübersicht
102 Honda ja, aber welche?
Flottenrelevante Fahrzeuge von Honda
Motivation
104 Dauerbrenner – BMW X3 2.0d
Transporter
105 Nützlich & angenehm Peugeot Expert
Innovation
106 Prius-Prinzip – Hybrid-Modell Toyota Prius
Wissen
107 Drucksache – Motor-Downsizing
Reifen
112 Zielkonflikte – Reifenrollwiderstand im Fokus
Rubriken
3 Kommentar
8 Nachrichten
110 Gastkommentar / Impressum
Aktuelle Infos auch im Internet unter:
www.flottenmanagement-verlag.de
Fahrtelegramme
Flottenmanagement 3/2005
7
8
Nachrichten
+++ in Kürze +++
+++ Erfolgreich +++
Hankook verbucht in Europa eine Umsatzsteigerung von 23 Prozent. Darüber
hinaus tragen neue Abschlüsse, wie zum
Beispiel Lieferverträge mit führenden
Automobilherstellern weiter zum Ausbau
des OE-Geschäftsbereichs und zur Steigerung des globalen Markenwertes bei.
+++ Facelift +++
Mit dezenten äußerlichen Modifikationen und erweiterten Ausstattungsvarianten geht der Toyota Corolla Verso
an den Start. Zudem erhält der 2.2 D4D serienmäßig einen Partikelfilter.
+++ Geschäftsalltag +++
Speziell für hohen Reisekomfort bietet
Peugeot die Modelle 307 SW und 407
SW als Business-Line aus mit einem
Netto-Kundenvorteil von bis zu 1.300
Euro und attraktiven Leasingangeboten
über die Peugeot Bank.
+++ Top-Garantie +++
Auch für den Carens gibt KIA eine fünf
jährige Garantie ohne Kilometerlimit,
ebenfalls rückwirkend für alle ab Oktober 2006 verkauften Modelle der jüngsten Generation.
+++ Beratung +++
Der TÜV Rheinland engagiert sich ab
sofort in der Fuhrparkberatung und unterstützt bei der Prozessoptimierung,
der Umsetzung gesetzlicher Maßnahmen, bei Ausschreibungen und vieles
mehr.
+++ Hybridmiete +++
Innerhalb der Kooperation des Mietwagenunternehmens Hertz mit Toyota
fährt neben weiteren Modellen nun das
Hybridfahrzeug Prius in der deutschen
Green Collection-Flotte.
+++ Neues DSG +++
Für die zweite Jahreshälfte kündigt VW
die Markteinführung des SiebengangDSG an, das die Verbrauchswerte weiter
senken soll. Es ist für ein Fahrzeugspektrum vom Polo bis zum Passat vorgesehen.
+++ Klima Service +++
Regelmäßig gewartet werden sollte auch
die Klimaanlage. Diesen Service übernimmt Pit-Stop ab sofort, eine Inspektion kostet 58 Euro, die Desinfektion 28
Euro netto.
+++ Sicherheit +++
Aus der Sixt-Sicherheitsflotte können ab
sofort BMW 530i und BMW 550i (190
kW/258 PS und 270 kW/367 PS) mit
besonders gesichertem Fahrgastraum,
Wechselsprechanlage und spezieller
Überfall-Alarmanlage geordert werden.
+++ Businesspakete +++
Neue Businesspakete gibt es für den
Audi A6 und den Audi A6 Avant mit Parkhilfe, Multifunktionslenkrad, Xenon
plus-Scheinwerfern und nicht zuletzt mit
einem Preisvorteil von bis zu 28 Prozent
gegenüber der Summe der Einzelpreise.
Flottenmanagement 3/2007
Feinstaubplaketten
Die LHS Leasing übernimmt für ihre Kunden die
Beschaffung der Feinstaubplaketten. Zur Bestellung genügt es, das Online-Formular (www.lhsleasing.de) auszufüllen, die Plaketten werden zum
Selbstkostenpreis an den Fuhrparkleiter oder den
Fahrzeugnutzer ausgeliefert. Einen ähnlichen Service bieten Athlon Car Lease auf www.athlon
carlease.de/plakette und ALD Automotive per Brief
oder Fax. Fleet Company verkündet, dass bereits
ein Großteil der Kundenfahrzeuge mit den Plaketten versorgt sind, der Service gilt nicht nur für Neu-,
sondern auch für Bestandsfahrzeuge – und das Leasinggeber-übergreifend. Bis Ende Juni 2007 will Avis
seine Mietwagenflotte weitgehend mit den Feinstaubplaketten ausgerüstet haben.
Handwerkeraktion
Mit einer Handwerkeraktion bietet Mercedes den Vito Kastenwagen mit einer Grundeinrichtung wahlweise von
Sortimo oder bott für einen Euro Mehrpreis an. Zum Sortimo-Paket gehört der Soboflex-Sicherheitsmontageboden mit druckfester und chemikalienresistener Oberfläche mit einem Grundmodul aus Aluminium mit zwei Ablagewannen und einem Schubboxenregal. Die
bott-Ausstattung umfasst eine rutschfeste Fußbodenplatte, darunter ein Bodenfach, ein Systemregal, eine
Ablagewanne mit Regalboxen, zwei weitere Ablagewannen mit Antirutschmatte und Unterteilung mit Trennblechen. Beide Einrichtungen sind TÜV- und Crashtestgeprüft und können individuell erweitert werden.
Partnerschaft
Navigationshandy
Die Hüsges Gruppe hat mit strategischen Partnern
eine neue Firma, die Caremobil24-Support in Motion i.G., als ein Unternehmen von Fuhrparkspezialisten mit vereintem Branchen-Know How gegründet.
Rund um die Themen Leasing, Versicherung, Mobilität, Schadenmanagement und KFZ-Bewertung bietet Caremobil24 ein Dienstleistungs-Setup mit dem
Ziel, die aktuellen Problematiken von Fuhrparkmanager und Flottenbetreibern zu analysieren, aufzugreifen und innerhalb kürzester Zeit Lösungsansätze und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen für jeden
Fuhrparkbetreiber anzubieten. Die bundesweit aufgestellten Experten möchten ihren Innovationsvorsprung gemeinsam mit den Kunden weiter entwickeln
und realisieren. Weitere Informationen gibt es unter
www.caremobil24.de.
Ein für Navigationsfunktionen speziell entwickeltes
und optimiertes Mobiltelefon mit integriertem GPSModul bringt Nokia mit dem Nokia 6110 Navigator
heraus. Mittels vorinstalliertem Kartenmaterial und
integrierten Karten-, Routing- und Navigationsfunktionen können per Tastendruck auf die spezielle Navigationstaste Routen berechnet, POI und Ziele gesucht werden. Über 3D-Karten mit Richtungspfeilen und Routenführung mit Richtungsanweisungen
führt das Nokia 6110 Navigator auf dem kürzesten
oder schnellsten Weg zu einem gewünschten Ziel,
wahlweise zu Fuß oder im Auto. Weitere Karten und
Inhalte können zusätzlich über das Internet erworben werden. Zusatzkarten lassen sich über den im
Lieferumfang enthaltenen Nokia Map Manager auf
das Mobiltelefon übertragen. Die Displaygröße beträgt 2,2 Zoll. Als optionales Zubehör hat Nokia einen Gerätehalter entworfen, der zudem eine Ladefunktion beinhaltet. Der Verkaufspreis (ohne Vertrag) für das Nokia 6110 Navigator beträgt 450 Euro
netto.
Fleet Champs
Gleich zwei Fleet Champs für das zweite Quartal (Angebot gültig bis 30.6.2007) offeriert GE Commercial Finance
Fleet Services. Der VW Passat Variant 2.0 TDI DPF Comfortline mit 103 kW/140 PS mit Sonderausstattungen wie
Klimaautomatik, Paket Business, Radio-Navigationssystem und Leder-Multifunktionslenkrad kann bei einer
Laufzeit von 48 Monatsraten und jährlicher Laufleistung
von 20.000 km mit einer Finanzleasingrate von 299 Euro
geleast werden. Selbige Rahmenbedingungen gelten für
den Touran 2.0 TDI DPF Highline mit 103 kW/140 PS mit
Sonderausstattungen wie Leder-Multifunktionslenkrad
und Navigationssystem, der 279 Euro monatlich kosten
soll.
SHIFT_ business
Abb. zeigt NISSAN NOTE
DER NISSAN NOTE.
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SO EINE KRAFT STELLEN SIE BESSER SOFORT EIN.
Ein NISSAN macht sich genauso gut im Fuhrpark wie in der Bilanz. Alle unsere Fahrzeuge
verfügen über beste Referenzen. Und auch beim NISSAN NOTE ist das nicht anders. Sein
flexibler Kofferraum sorgt für Platz, seine außergewöhnlichen Fahrleistungen für jede Menge
Spaß – auf langen und auf kurzen Strecken. Weitere Infos unter www.nissan-fuhrpark.de
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10
Nachrichten
Flexi-Fuel
Personalien
Seung Do Jin wurde jüngst
zum Chef des europäischen
Headquarters von Hankook
Europe ernannt. Er gehört seit
mehr als 18 Jahren zum Unternehmen und hat sich zum
Ziel gesetzt, Hankook mittelfristig als Premiumreifenmarke
in Europa zu etablieren.
Jürgen F. Hölz koordiniert seit
1. Februar als neuer Direktor
Verkauf an Groß- und Gewerbekunden Mitteleuropa den Ausbau des Flottengeschäfts für
Opel, Saab und Chevrolet. Er
hat die Nachfolge von Frank
Kemmerer angetreten und berichtet an den Executive Director Vertrieb, Marketing und
Aftersales Thomas Owsianski.
Albert de Cillia übernimmt ab
sofort als CEO die Leitung der
Fuhrpark-Sparte von GE Capital
Solutions. Sein Vorgänger, der
langjährige Geschäftsführer
der ASL Auto Service-Leasing
GmbH Harald Frings gibt zum
30.6. aus gesundheitlichen
Gründen die Unternehmensführung ab.
Andreas Grobler bekleidet seit
1. März bei der euroShell
Deutschland GmbH die Position des Geschäftsführers und
folgt damit Martin Lustenberger als Verantwortlicher für
das euroShell Flottenkartengeschäft. Andreas Grobler ist
seit 1995 für den Konzern tätig.
Frank Kemmerer hat die Leitung Vertrieb Flottenmanagement der Daimler Chrysler
Vertriebsorganisation (DCVD)
von Kristian Skobic übernommen. Kemmerer war zuvor unter anderem Direktor Verkauf
an Groß- und Gewerbekunden
bei Opel.
Ab Sommer 2007 spricht Volvo auch dem Alkohol zu.
Die Modelle C30 1.8F, die frisch überarbeiteten S40
1.8F und V50 1.8F sind für den Kraftstoff Bioethanol
optimiert, können aber auch mit herkömmlichem
Benzin betrieben werden. Alle FlexiFuel-Modelle lassen sich analog den Benzinern mit den verschiedensten Ausstattungen aus der Volvo Preisliste konfigurieren. Der Aufpreis für die umweltfreundliche Technologie beträgt 336 Euro netto. Weitere Modelle befinden sich bei Volvo bereits in Planung.
Deutschlandweit gibt es mehr als 80 Tankstellen, eine Liste finden Sie unter www.e85.biz.
Fern-gesteuert
Mit dem Web-basierten Telematiksystem von FMS Telematik lassen sich Fahrzeugbewegungen europaweit überwachen und steuern. Die Ortung erfolgt im Minutentakt, im 7x24-Stunden-Betrieb
und mit einer Genauigkeit von 3 Metern. Die Daten werden europaweit über das GPRS-Netz von O2
übertragen. Eine Besonderheit ist, dass die Datenübertragung im Unterschied zu Systemen, die
auf SMS-Kommunikation basieren, über die schnelle und preiswertere VTP® (Vehicle Tracking Protokoll) -GPRS-Technik erfolgt. Beim Einsatz der Lösung sind keine Installationen von Hardware
und Software in der Zentrale erforderlich, nur ein Internetzugang wird benötigt. In den Fahrzeugen wird lediglich die kleine GPRS-Telematikbox (Maße: 115 x 80 x 25 mm) eingesetzt, nach der
Verbindung mit der Stromquelle ist das Fahrzeug „online“.
Beteiligung
Die Continental AG, Hannover, wird – vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden – eine Beteiligung von 51 Prozent
am Reifen- und Transportbandgeschäft der
Matador Group in Puchov, Slowakei, erwerben. „Mit dieser strategischen Allianz werden wir die Qualität und das Volumen der
Matador-Reifenfertigung weiter steigern,
neue Märkte eröffnen und den Wert der
Marke Matador erhöhen. Angesichts der
ausgezeichneten Erfahrungen mit unserem
Joint Venture für Lkw-Reifen sind wir sicher,
dass diese Partnerschaft die beste Lösung
für das Unternehmen und auch für unsere
Beschäftigten sein wird. Darüber hinaus
stärken wir als Matador Group unsere Position im Bereich Automotive (Lieferung von
Bauteilen und Dienstleistungen für die Automobilindustrie), unserem zweiten strategischen Standbein“, sagte Stefan Rosina,
CEO der Matador Group.
FlottenService
In Kooperation mit der FleetCompany bietet die
NÜRNBERGER speziell für kleine und mittelständische Unternehmen mit Fuhrparks ab 5 Fahrzeugen
den NÜRNBERGER FlottenService an. Dieser beinhaltet Beratung, Serviceleistungen wie Tankkarten,
Wartung, Reparaturen, Reifen mit der ServiceCard,
Schadenmanagement, Fahrzeugkonfigurator und
-bestellung oder Rückgabe, Verwaltungsübernahme
wie Abwicklung und Optimierung der Kosten, Rechnungsprüfung und -anweisung, monatliche Sammelrechnung, Terminüberwachung oder Leasingvertragsanpassung und Online-Reports. Die Kosten für
dieses Dienstleistungspaket liegen bei 33,50 Euro/
Monat pro Pkw/Lieferwagen für Fuhrparks von 5100 Fahrzeugen und 31,00 Euro/Monat und Fahrzeug für Fuhrparks von 101-200 Fahrzeugen. Informationen unter [email protected]
Wachstumsfolgen
Kontinuierliches Wachstum sowie die bundesweite Ausdehnung des Servicenetzes von Carglass – allein dieses Jahr soll es auf mehr als 230 Stationen wachsen – bedingen ein neues, größeres Gebäude
am Standort Köln. Dort hinein ist jetzt die Hauptverwaltung von Carglass eingezogen. Nicht zuletzt
das Wachstum des eigenen Call Centers mit über 100 Mitarbeitern, die rund um die Uhr Kunden bei
Autoglasschäden zur Verfügung stehen, machte die Vergrößerung notwendig.
Sven Oelze (o.li.) kümmert
sich als neuer New Business
Manager in der ARVAL Niederlassung München um die Kunden in der Region Baden
Württemberg. Im Bereich der
ARVAL-NL Hamburg steigt
Thorsten Kling (o.re.) zum
Business Development Manager auf mit Zuständigkeit
unter anderem für Hamburg und Schleswig-Holstein.
Ebenfalls Business Develop-ment Manager wird Birgit
Janicki, zuständig von der ARVAL-NL Düsseldorf aus
für den Raum Köln und das nördliche NRW.
Flottenmanagement 3/2007
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GEZ-Abwicklung, Strafzettelabwicklung, 24-Stunden-Hotline, Pannenhilfe, Mietwagen,
Unfallabwicklung, Unfallersatzwagen, Reporting und Controlling, Reparaturen,
Glasschäden, Instandhaltung, Reifenersatz, Mobile Fitting, Tankkarten, FührerscheinCheck, Greenfleet, Online-Konfigurator, Fahrerdirektkommunikation, konsolidierte
Abrechnung, offene und geschlossene Abrechnung, flexible Vertragsanpassung, Rückgabe,
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12
Nachrichten
Fahrzeugkonfiguration
Die DELTA proveris AG bringt ein neues Software-Werkzeug zur kompletten Konfiguration von Fahrzeugen auf den Markt. Mit der neuen Lösung können Anwender Fahrzeuge
wahlweise mit SchwackeV3- oder JATO-Daten über das Internet konfigurieren. Das Tool
arbeitet mit Großkundenpaketen, erlaubt die Hinterlegung differenzierter Car PolicyVorgaben und beinhaltet eine komplexe Ein-/Ausschlusslogik inklusive Baubarkeitsprüfung. Der Konfigurator lässt sich über offene Schnittstellen in praktisch jede IT-Umgebung integrieren. Fertig konfigurierte Fahrzeuge können anschließend beispielsweise
für die Kalkulation von Leasingverträgen genutzt werden.
Neue Wege
Auf der jährlichen Gesellschafterversammlung des Top Service Teams, die zudem im
Lichte des 30. Jubiläums stand, haben die Mitglieder eine richtungsweisende Entscheidung für den Geschäftsbereich Großkunden getroffen: Top Service Team plant,
die bestehende branchenorientierte Lösung der Belegabrechnung im GVA-Geschäft
in eine eigenständige Dienstleistungsgesellschaft als neutrales Abrechnungssystem zu überführen. Zudem soll es anderen Marktteilnehmern zur Nutzung zur Verfügung gestellt werden, die so ihre Prozesse schneller und effizienter gestalten
können und alles aus einer Hand bekommen.
Virtueller Fuhrpark
Fuhrparkkosten senken, ohne dass in der Flexibilität Einbußen hinzunehmen sind, will
die choice mobilitätsproviding GmbH mit dem Konzept „virtueller Fuhrpark“ erreichen.
Kerngedanke dieses ist, den Mobilitätsbedarf nicht über einen eigenen, sondern „onDemand“ im Rückgriff auf die Fuhrparks Dritter (wie Business-Carsharing, Autovermietung) abzudecken. Die Studie „Virtuelle Fuhrparks als neue Dienstleistung“ beschreibt
anhand von Beispielen wie sich Einsparungen von bis zu 60 Prozent erzielen lassen und
kann unter http://choice.de/news.htm abgerufen werden.
Saubere Arbeit
Arval setzt sich für umweltfreundliche Fuhrparklösungen ein und verleast der schwedischen Kugellagerfabrik (SKF) 30 Erdgasfahrzeuge, die bald vollständig in den Fuhrpark
integriert werden.
Wenn Firmen schon umweltbewusst denken
und planen, dann ist Arval der richtige Leasingpartner für nachhaltige Flottenlösungen.
Dieser muss schließlich mitspielen: Günstige
Konditionen gibt es nur, wenn entsprechende Restwertprognosen gestellt werden können – noch nicht so einfach bei Erdgas-Fahrzeugen. Für Arval offensichtlich machbar, was
der SKF natürlich in besonderem Maße ent-
Neueröffnung
BCA hat mit der Niederlassung München das 8. Auktionszentrum seit dem Markteintritt 1997 eröffnet. Auf dem
weitläufigen Speditions- und Logistikgelände egerland in
Emmering werden zukünftig pro Auktion 200-250 Inzahlungnahmen, Leasingrückläufer und Mietwagen von DaimlerChrysler Niederlassungen sowie verschiedenen Herstellern und Leasingfirmen angeboten. „Mit unserem neuen
Standort in Emmering haben wir unsere Expansionspläne
im Süden Deutschlands in die Tat umgesetzt“, erläutert
Peter Dietrich, Geschäftsführer von BCA Deutschland. BCA
plant in 2007 die Vermarktung von über 150.000 Gebrauchtwagen.
gegenkommt. Pünktlich zum hundertjährigen Bestehen des Wälzlagerherstellers werden 30 der 44
Fahrzeuge auf Erdgas umgestellt.
Dass die Bereitstellung der emissionsfreundlichen
Fahrzeuge so schnell erfolgte, darf als Verdienst des
Leasingpartners gelten, eigentlich wäre der reguläre Fahrzeugtausch später erfolgt. Immerhin wird
der CO2-Ausstoß durch die Umstellung des SKFParks auf Erdgas um 19 Tonnen pro Jahr reduziert
– für Lionel Wolff, Arval-Geschäftsführer, ein beachtlicher
Wert.
Bei den Fahrzeugen handelt es sich
um zwölf Opel
Combo und
SKF-Flottenmanager Klaus Bleymehl erklärt die Schadstoffeinsparungen (o.)
SKF-Flottenmanager Klaus Bleymehl bekommt den Schlüssel
von den ARVAL-Key Account-Managern Reinhard Happel und
Kay Hoffmann (li., v.re.)
Flottenmanagement 3/2007
18 Zafira; Autos also, mit denen man komfortabel unterwegs ist, aber dennoch auch Transportaufgaben bewältigen kann. Der Rüsselsheimer Autobauer erhielt den Zuschlag, weil dessen Gas-Ausführungen auch im kalten Zustand
auf Benzin verzichten - ganz im Gegensatz zu
ähnlichen Produkten vieler Wettbewerber. Dies
sei der entscheidende Vorteil, so Klaus Bleymehl, Fuhrparkmanager bei der SKF, da man die
entsprechenden Fahrzeuge häufig im Kurzstreckenbereich einsetze.
Die monovalenten Erdgas-Combo und -Zafira sind auf den extrem klopffesten (130 Oktan) Kraftstoff ausgelegt und deutlich höher verdichtet, was einem Leistungsverlust
entgegenwirkt. Zur Sicherheit allerdings
können auch 14 Liter Benzin transportiert
werden, schließlich sind Erdgas-Tankstellen
derzeit noch deutlich dünner gesät als Tankstellen für „gewöhnlichen“ Sprit.
Von personenbezogenen Erdgas-Dienstwagen sieht man momentan noch ab, weil die
Kraftstoffversorgung in manchen europäischen Ländern zu wünschen lässt, was Urlaubsfahrten schwierig macht.
Um Geldersparnis geht es der SKF übrigens nicht
in erste Linie, sondern vielmehr will man sich
im Bereich Verbrauchsreduktion engagieren das gilt auch für die Produkte der Kugellagerfabrik. So startet das Unternehmen bald mit
der Produktion energieeffizienter Rollenlager.
Ihre Ideen werden Wirklichkeit: Fuhrpark-Kosten immer im Griff
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14
Praxis
Das Handling
imponiert
In der innovativen Fortentwicklung des Fuhrparkmanagements stützt sich
die DPD auf die Dienstleistungstiefe und Flexibilität des
Full Service-Leasinggebers akf servicelease
DPD sorgt dafür, dass jeden Tag mehr als 1,4 Millionen Pakete ihr Ziel erreichen. Als einer der
führenden Paketdienstleister Europas bietet DPD
seinen Kunden eine Vielzahl spezifischer Services – das Angebot reicht vom Standard-, Garantie- und Expresspaket über Serviceleistungen
wie Nachnahme bis hin zu individuellen Kundenlösungen. Aschaffenburg ist der Hauptsitz
eines internationalen Netzwerks, das aus mehr
als 500 Depots in 35 Ländern besteht und eine
Flotte von rund 15.000 Fahrzeugen unterhält.
Rund 200.000 Geschäftskunden vertrauen DPD.
Um überzeugende Leistung für diese zu erbringen, bedarf es eines optimalen Flottenmanagements.
In Deutschland betreibt DPD einen reinen Außendienst-Pkw-Fuhrpark mit derzeit rund 430
Fahrzeugen für die Depot- und Vertriebsleiter.
Hannsjochen Knölker, Leiter Zentraler Einkauf
und Services bei DPD, und seine Kollegen betreuen den Fuhrpark für DPD GeoPost (Deutschland) GmbH & Co.KG und DPD GmbH & Co.KG.
„Nach der 85-prozentigen Übernahme durch Geo
Post als Tochtergesellschaft der französischen La
Poste im Jahr 2002 haben wir eine konkrete Car
Flottenmanagement 3/2007
Policy mit einem Regelwerk erarbeitet, nach der der
gesamte Fuhrpark künftig geführt wird. Damit wurde
auch eine historisch bedingte außergewöhnliche Varianz in der Fahrzeugauswahl ad acta gelegt“, beleuchtet Hannsjochen Knölker die Entwicklungshistorie des
Pkw-Fuhrparks.
Entwicklungsstufen der Car Policy
Sukzessive wurden beziehungsweise werden hier folgende wesentliche Punkte umgesetzt:
•Erhaltung größtmöglicher Freizügigkeit bei der Fahrzeugauswahl mit zwei Preisstufen, je nach Funktion
in der Aufbau-Organisation, bei gleichzeitiger Harmonisierung der Fuhrpark-Struktur. Gegenwärtig sind im
Fuhrpark die Fahrzeughersteller Audi, BMW, Mercedes,
VW sowie die Import-Fabrikate Peugeot, Renault, Skoda und Toyota vertreten.
•Optimierung des Fuhrparks unter dem Aspekt klassische Kostenentwicklung während der Vertragslaufzeit
•Gewöhnung der Organisation an den Prozess Full Service-Leasing im Fremdleasing (kein Hersteller-Leasing,
ohne Versicherungs-Modul)
•Aussteuerung von Altlasten
„Diesen Prozess der Umsetzung in eine vernünftige Struktur haben wir innerhalb von
drei Jahren deutlich nach vorn gebracht“, unterstreicht Knölker. Mit Jahresbeginn 2007
wurde im Hinblick auf weitere Optimierungen
zusätzlich beschlossen: nur noch Dieselfahrzeuge einzusetzen, die Fahrzeugauswahl
streng im Hinblick auf die Restwert-Optimierung einzugrenzen, in der Ausstattung Navigationsgerät und Freisprecheinrichtung zu
fordern und ein „Streamlining“ im Hinblick
auf die Kostenoptimierung bei Fahrzeugrückgabe durchzuführen.
akf servicelease
Die akf servicelease GmbH & Co. KG mit Sitz in
Wuppertal bietet seit mehr als 30 Jahren Leasing, Full Service-Leasing, Finanzierung und
Mietkauf an. Das Unternehmen agiert dezentral
zur Förderung einer besonderen Kundennähe.
Wesentliches Beratungs-Ziel ist die Entlastung
der Fuhrparkbetreiber von Tätigkeiten, die nicht
zu deren Kerngeschäft gehören. Das beginnt
bereits bei der Fahrzeugbeschaffung, bei der
Ermittlung optimaler Laufzeit- und Laufleistungsverhältnisse und reicht hin bis zum
Angebot eines Online-Fuhrparkmanagement-Systems, das ein Reporting in Form von Kennzahlen zum Fuhrpark ebenso beinhaltet wie konkrete Verbesserungsvorschläge.
Praxis
„Einen Partner gewinnen, der sich auf solche Fuhrparkgrößen konzentriert“: Hannsjochen Knölker, Martin Bergtich
(beide DPD) und Kundenbetreuerin Bettina Klink (akf servicelease, v.l.) in Aschaffenburg
„Ansonsten diskutieren wir die individuelle Konfiguration der Fahrzeuge nicht. Wenn es geht, werden KombiLimousinen bestellt, um auch genossenschaftliche Forderungen in punkto Sicherheits-Lösungen aufnehmen
zu können“, so Knölker. DPD habe Rahmenverträge mit
nahezu allen Fahrzeugherstellern abgeschlossen, um
eine respektable Elastizität zu erreichen und bei Bedarf
auf ein noch breiteres Spektrum zugreifen zu können.
„Es ging darum,“ so Knölker weiter, „einen komfortablen Auswahlrahmen nutzen zu können, der auch noch
in punkto Kosten vertretbar ist.“
Die Kooperation mit einem kompetenten Full
Service-Leasinggeber
DPD Fuhrparkmanager Martin Bergtich sitzt
an der Schaltstelle im Unternehmen und ist
für die Kooperation mit dem Full Service-Leasinggeber, der akf servicelease mit Hauptsitz
in Wuppertal, zuständig. „Wesentliches Ziel
der Zusammenarbeit ist es,“ so Bergtich, „unseren Zeitaufwand im Fuhrparkmanagement
immer mehr auf die täglich, wöchentlich oder
monatlich wiederkehrenden notwendigen
Jeden Tag erreichen mehr als 1,4 Millionen Pakete ihr Ziel:
Die DPD-Zentrale in der Wailandtstraße in Aschaffenburg
(ganz links)
Bettina Klink, Vertriebsleiterin der akf servicelease GmbH:
„Wir agieren dezentral zur Förderung besonderer Kundennähe“ (li.Mitte)
DPD Fuhrparkleiter Martin Bergtich: „Für die Zulassung der
Fahrzeuge gleich mit Plakette werden wir seitens akf
servicelease mit fünf Euro je Fahrzeug belastet“ (li.)
Flottenmanagement
Flottenmanagement 3/2007
4/2006
15
16
Praxis
Fragen zu reduzieren. Wir wissen mit der akf servicelease einen kompetenten Leasinggeber an
unserer Seite. So erhalten wir momentan
beispielsweise über SAP lediglich zwei Rechnungen pro Monat.“
Gegenwärtig gelten für die Fahrzeuge die Laufzeit- und Laufleistungsvorgaben 36 Monate und
insgesamt 120.000 Kilometer. Wird die jährliche
Laufleistung (also 40.000 km) deutlich unterschritten, wird die Laufzeit auf 42 oder 48 Monate verlängert. „Auch bei höherer Überschreitung
der jährlichen Laufleistung – gelegentlich können sogar 55.000 Kilometer vorkommen – würde
uns der Vertrag Probleme bereiten, wenn wir nicht
eingreifen würden“, gibt Bergtich Einblick.
„Wir sind auch häufiger gefordert, die Vertragssituation der Realität anzupassen“, bestätigt Bettina Klink, Vertriebsleiterin der akf servicelease
und Betreuerin des Kunden DPD, und verweist
hier auf eine entsprechende, portalgestützte Lösung der akf servicelease für das Controlling. Die
Geschäftsbeziehung zu DPD wird seit Mitte 2004
bestens gepflegt. Der Full Service-Leasinggeber
war seinerzeit dem Paketdienstleister bereits aus
einer gemeinsamen Projektarbeit in Bezug auf
Pflanzenöle bekannt. „Wir wollten einen Partner
gewinnen“, begründet Hannsjochen Knölker, „der
sich auf solche Fuhrparkgrößen konzentriert.“
Die akf servicelease gewährleistet Dienstleistungstiefe
„Wir stellen Flexibilität, Dynamik und stete Ansprache gegenüber unseren Kunden in den Vordergrund und agieren dezentral zur Förderung
Flottenmanagement 3/2007
besonderer Kundennähe“, beschreibt Bettina
Klink die Hausphilosophie bei
akf servicelease.
Zur wesentlichen
Hilfestellung für
das Fuhrparkmanagement bietet
der Full ServiceLeasinggeber mit
dem Fleetanalyzer
auch ein OnlineRepor ting, das
alle Kostenarten, -stellen und -träger oder auch
entsprechende Untersummen statistisch aufbereitet und übersichtlich darstellt. Hier finden sich
neben tabellarischen und grafischen Darstellungen der Soll/Ist-Vergleiche, beispielsweise in
punkto Verbrauch oder Laufleistung, sämtliche
Daten bezüglich des Fahrzeugs und seines Nutzers. Ausreißer und unrentable Fahrzeuge sind
damit schnell zu identifizieren.
„Neben diesen routinemäßigen Auswertungen“,
erklärt Bettina Klink, „erhalten unsere Kunden
aber auch regelmäßige Informationen über den
Status der jeweiligen Verträge. Das Reporting-Tool
erfährt in Kooperation mit dem Kunden eine ständige Weiterentwicklung und wird so quasi ‚am lebenden Objekt‘ optimiert.“
Besonders imponiert Fuhrparkmanager Martin
Bergtich auch das Handling der Fahrzeugrückgabe durch akf servicelease. „Das ist immer noch
ein spannendes Thema, ein drei Jahre altes Auto
ist nicht ladenneu. Es ist einfach so, dass ein Fahrzeug, das 50.000 Kilometer im Jahr zurücklegt,
vorn mit Steinschlagschäden zurückgegeben werden muss. Und der eine Dienstwagennutzer putzt
vor Rückgabe die Felge noch, der andere eben
nicht. Dennoch verhält sich die akf servicelease
bei diesem Thema durchweg entspannt, die Diskussionspunkte sind auf ein Minimum geschrumpft.“
„Wir versuchen stets, etwaige Probleme einvernehmlich zu lösen, ohnehin ist die Geschäftsbeziehung zu DPD von einer sehr offenen Kommunikation auf beiden Seiten geprägt“, antwortet
Ortstermin in Aschaffenburg: Martin Bergtich (DPD),
Bettina Klink (akf servicelease), Hannsjochen Knölker
(DPD), Bernd Franke, Erich Kahnt (beide FM, v.l.) (o.li.)
Die Geschäftsbeziehung wird seit Mitte 2004 bestens
gepflegt: DPD-Fuhrparkleiter Martin Bergtich verlässt sich
auf Bettina Klink. (o.re.)
Hannsjochen Knölker: „Wir wollten einen komfortablen
Auswahlrahmen nutzen, der auch noch in punkto Kosten
vertretbar ist.“ (li., neben Bernd Franke)
Bettina Klink. „Natürlich muss vorweg im Vertrag
eine exakte Definition gegeben werden, was sind
‚Gebrauchsspuren‘, was fällt unter ‚Toleranz‘. Es
versteht sich allerdings von selbst, dass wir Bagatellschäden nicht berechnen.“ Übrigens ist bei
der DPD entschieden worden, die Fahrzeuge zentral in Aschaffenburg zurückzugeben, „um die
Rückgabe aus dem sehr subjektiven Klima beim
Dienstwagennutzer herauszunehmen“, so Knölker.
„Wir möchten fertig sein, wenn es losgeht“
Ein Kompliment spricht Martin Bertich der akf
servicelease auch für die Handhabung des aktuellen Themas „Feinstaub-Plakette“ aus: „Wie innovativ ein Full Service-Leasinggeber sein kann
und wie sehr auf der Höhe der Zeit, zeigt sich
eben auch in solchen Details. Die Fahrzeuge werden hier gleich mit Plaketten zugelassen, wir werden seitens der akf in Form eines durchlaufenden Postens mit fünf Euro je Fahrzeug belastet
gemäß unserer Prämisse: Wir möchten fertig sein,
wenn es losgeht, und nicht dann agieren, wenn
es losgeht.“
„Schließlich geht es nicht zuletzt auch darum,“
fasst Hannsjochen Knölker zusammen, „den
Dienstwagennutzer in der Etappe zu entlasten,
wo immer es geht. Andernfalls würden Probleme
geradezu vorprogrammiert. Es ist auch ein Wesenszug unserer erfolgreichen Zusammenarbeit
mit der akf servicelease, dass wir uns von
vornherein über alle relevanten Details unterhalten, um den gewünschten Zustand zu erreichen.“
„Daher kann unsere primäre Aufgabenstellung
auch nicht sein, mit Standard-Produkten an den
Kunden heranzutreten, sondern die wirklichen
Fragen des Kunden zu beantworten und mit ihm
gemeinsam die Dienstleistungs-Produkte und die
Servicetiefe zu entwickeln, die er braucht“, so
Bettina Klink
18
Jubiläum
ist 5!
Test
Erfolgs
Rezept
Fiat
Ducato 2.3 JTD
Für Fiat ist die
Transporter-Reihe
Ducato ein voller
Erfolg. Seit 1981
verkaufte sich der
Leichttransporter
1,2 Millionen mal.
Dem aktuellen Jahrgang steht ein
neuer Direkteinspritzer mit 2.3 Liter
Hubraum zur
Verfügung.
Mittlerweile rollt die dritte Generation des erfolgreichen Ducato vom Band. Der von Flotten
management getestete Kombi
verfügt über einen mittleren
Radstand (3,2 Meter) und mit
dem 2.3 Liter DirekteinspritzerDiesel über das neueste Triebwerk im Programm. Scheinwerfer in Klarglasoptik und die neue
Front mit dem großen Fiat-Logo
garantieren einen selbstbewußten Auftritt. Mit dem schicken
Kombi könnte man auch an der
Oper vorfahren.
Den Einstieg konstruierten die
Fiat-Ingenieure so leicht wie
möglich. Durch die weit öffnenden Türen ist der Aus- und Einstieg sehr bequem. Kurierfahrer
werden es zu schätzen wissen.
Die hintere Doppelschwenktür
wird durch große Scharniere
und einen soliden Zapfen ins
Schloss geführt.
Am Arbeitsplatz des Fahrers wartet ein in der Neigung einstellbares, griffiges Dreispeichen-
Technische Daten Ducato 2.3 JTD/M Kombi
Motor
Hubraum in ccm
kW bei U/min
Nm bei U/min
Abgasnorm
Antrieb / Getriebe
Bereifung, Felge
Reifenpreis*
EG-Verbrauch
Testverbrauch
Tankinhalt
Reichweite
Zuladung
Laderaumvolumen
Höhe der Ladekante
geteilte Rückbank
Durchladeöffnung
Anhängel. geb./ungebr.
Vierzylinder, Diesel
2.286
81 bei 3.600
270 bei 1.800
EURO 2
Front / 5-Gang, manuell
205/70 R 15 C 8 PR, Stahl
194 Euro
7,8 auf 100 km
9,7 auf 100 km
80 Liter
824 km
1.250 kg
9 Plätze, 4.900 Liter
58 cm
2.000 / 750 kg
Lenkrad. Der Schalthebel des
Fünfgang-Getriebes rastet exakt
ein, liegt aber zu dicht im Bereich des rechten Knies. Wer
groß ist und entsprechend lange Oberschenkel hat, berührt
beim Schalten in den zweiten
und vierten Gang die rechte
Kniescheibe. Da hilft es nur, den
Sitz in die hintere Raste zu
schieben – wenn die Arme lang
genug sind.
Großes Fassungsvermögen bieten die Türablagen, in der selbst
eine 1,5-Liter-Wasserf lasche
Platz findet. Ein großes Handschuhfach und ein zusätzliches
Klemmbrett für DIN A4-Papiere
auf dem Armaturenbrett erweisen sich als praxisgerecht.
Eine gut arbeitende Lüftung/
Heizung sorgt für einen sicheren und angenehmen Arbeitsplatz. Neben dem insgesamt gut
ablesbaren Cockpit und seinen
Reglern fallen nur der Schalter
für die Klimaanlage – kaum erkennbar – und der Leuchtwei-
Kosten
Steuer pro Jahr
Typklassen HP / TK / VK
Ölwechsel
Wartung
Garantie
Durchrostung
Technik
Mobilität
341 Euro
25 / 35 / 31
40.000 km
30.000 km
2 Jahre ohne km-Begr.
8 Jahre
2 Jahre
2 Jahre
Sicherheit/Komfort
Fahrer-/Beifahrer-Airbag
Kopf-/Window-Airbag
ABS
ESP (DSTC)
Klimaanlage manuell
automatisch
Schiebedach, elektr.
Scheinwerfer-Waschanlage
Tempomat
Xenon-Scheinwerfer
Serie/406 Euro
-/Serie
2.436 Euro
220 Euro
290 Euro
-
27
ten-Regler – nicht beleuchtet – aus dem Rahmen.
Nun zum neuen JTD-Triebwerk. Die Geräuschentwicklung des 2.3 Liter Turbodiesels ist ausreichend gedämmt, auch bei hohen Drehzahlen wirkt
das 110 PS-Triebwerk nie angestrengt. Guter
Durchzug ab Standgas-Drehzahlen und Drehfreude belegen Fiats Kompetenz in Diesel-Aggregaten. Überraschung dagegen an der Tankstelle:
statt des angegebenen EG-Verbrauchs von 7,8 Litern Diesel auf 100 Kilometern, genehmigte sich
unser Testfahrzeug stolze 9,7 Liter Kraftstoff. Zur
Kontrolle wird Flottenmanagement nochmals ein
vergleichbares Fahrzeug testen.
Im Stadtverkehr überzeugt der Ducato mit gutem
Handling. Die großen Außenspiegel mit einem
zweiten „Toter-Winkel-Spiegel“ bieten gute Sicht
nach hinten. Die Windempfindlichkeit auf der Autobahn ist gering, der Geradeauslauf bei Geschwindigkeiten über Tempo 140 ist etwas nervös. Hier stören auch die ständigen Eigenschwingungen des Lenkrades bei nicht absolut ebener
Fahrbahn.
Für Komfort, auch auf langen Etappen, sorgen die
Sitze mit ihrer festen Polsterung. Der Fahrersitz
bietet auch eine Lordosestütze. Die vorklappbare
dritte Sitzbank ist leicht zu handhaben. Die Einfädelung der Gurtpeitschen in die Sitzöffnungen
beim Zurückklappen ist umständlich.
Juni 2007, das stolze Flottenmanagement-Team hat gut lachen und feiert 30 Ausgaben: Bernd Franke
(Geschäftsführer), Nathalie Anhäuser (Sekretariat/Leser-Service) Julia Rose (Redakteurin) und Lisa Görner
(Layout und Korrektorat, vorn, v.re.); Patrick Broich (Technik), Ralph Wuttke (Chefredakteur), Gregor Wisniewski
(Online-Support), Erich Kahnt (Redakteur), Jean-Marie Alexandre (Produktion, hinten, v.re.) (Bild oben)
Fazit: Der Ducato ist ein durchdachter Kombi, dessen Variabilität durch die leicht vorklappbare dritte Sitzreihe zusätzlich gewinnt. Wenn man über
die erwähnten kleinen Mängel hinwegsehen kann,
ist der Fiat besonders in der Anschaffung wirtschaftlich ein interessantes Angebot.
(os)
Sehr helles Licht und somit aktive Sicherheit bieten die
großen Klarglas-Scheinwerfer. Das 2.3-JTD-Triebwerk
arbeitet kräftig und laufruhig, fiel im Test allerdings
durch hohen Verbrauch auf.
Basispreis
Fiat Ducato 2.3 JTD/M Kombi
21.370 Euro
Bewertung
+
• laufruhiger Motor
• gute Heizung und Lüftung
• umklappbare dritte Sitzreihe
–
• Lenkrad-Vibrationen
• Schalthebel unergonomisch
• hoher Verbrauch
Fullservice-Leasingsraten bei 36 Monaten Laufzeit
30.000 km/Jahr
144,40 Euro (3.896,07 Euro)**
50.000 km/Jahr
228,97 Euro (3.896,07 Euro)**
70.000 km/Jahr
313,10 Euro (3.896,07 Euro)**
(Quelle: Deutsche Autoleasing/Bad Homburg)
* incl. MwSt., ohne Montage / Wuchten
** einmalige Leasingsonderzahlung
Flottenmanagement 01/2002
2002, erster Transporter-Test, Fiat Ducato: „...ein
durchdachter Kombi, dessen Variabilität durch die vorklappbare dritte Sitzreihe zusätzlich gewinnt. Der Fiat
ist insbesondere ein in der Anschaffung wirtschaftlich
interessantes Angebot.“
Flottenmanagement 3/2007
Erstes Interview auf der AMI 2002: Stephan Lützenkirchen, auch heute noch Abteilungsleiter Firmen- und Flottenservice bei der Citroën
Deutschland AG in Köln, setzt ambitionierte Ziele: „Citroën ist der Hersteller der Preis- und Leistungsbewussten. Firmenkunden vorzustellen,
was Citroën zu leisten vermag, das wollen wir voran treiben. Wir möchten gelebtes Understatement mit einem Hang zur Innovation und zum
Besonderen in die Unternehmen transportieren.“
2004, Schrecksekunde in Pullach:
Das Interview zum FahrzeugrückgabeKonzept Sixt FAirbag ist zu Ende, und
nichts ist auf dem Band! Spontan
und souverän gab Sixt Leasing-Vorstand Jörg-Martin Grünberg die Antworten noch einmal.
Jubiläum
2002, der erste FM-Vergleichssieger war in der Kategorie MittelklasseDiesel-Kombis der Ford Mondeo Turnier: „...sehr günstig bei den GesamtBetriebskosten. Mit 96 kW ist er kräftig, mit 10,2 Sekunden Beschleunigung spurtstark und mit 200 km/h flott. Er ist gähnend geräumig und ein
trefflicher Packesel.“
2003, Gründung des Flottenmanagement-Redaktionsbeirates bei Opel in Rüsselsheim:
Seither finden regelmäßige Beirats-Treffen statt, die den tieferen Einblick gewähren und die
Themenauswahl befruchten.
2006, „Klopfe, so wird Dir aufgetan“: Im Rahmen
der Artikelserie „Ein Tag bei...“ besucht Flottenmanagement die Leasing- und FuhrparkmanagementUnternehmen und kann detallliert die Dienstleistungstiefen der Anbieter darstellen (FM-Redakteur Erich Kahnt (li.) mit Harald Braunschuh,
Managing Director Automotive bei der VR-Leasing
AG in Eschborn)
2004, Fazit des ersten Dauertests: „Die zweite Generation des Toyota
Avensis tritt durch markantes Design selbstbewusst auf, auch die inneren
Werte überzeugten – ein sehr zuverlässiges und komfortables Auto für die
Langstrecke.“
2004, Flottenmanagement-Event „Erdgasfahrzeuge erleben“ mit 15
alternativ angetriebenen Fahrzeugen: Wir begrüßen 50 Gäste am Flughafen Köln/Bonn, viele Fuhrparkmanager und Referenten aus der Autoindustrie, den Leasingunternehmen und der Energiewirtschaft.
2005, aus Volontären werden Leute:
Schon nach eineinhalb Jahren Ausbildung ist Julia Rose FM-Redakteurin für
alles
2007,„Schuss, Treffer!“: Jean-Marie
Alexandre, der in mehr als 30 Jahren
Bild-Journalismus schon die Größten der
Weltpolitik gut aussehen ließ, setzt den
neuesten Ford Galaxy in Szene.
2005, Highlight bei Hannover: Konrad
Soestmeyer, Fleet-Account Manager bei der
Continental AG (li., neben Bernd Franke), ermöglicht ein außergewöhnliches Redaktionsbeiratstreffen im Contidrom.
Flottenmanagement 3/2007
19
Überzeugt auf der Straße.
Bester bei der Beschleunigung.
Egal ob als 5-Türer oder 3-Türer – mit den BMW 1er Modellen schließen sich maximale Leistung und minimaler Verbrauch nicht mehr
aus. Mit dem BMW 118d in Ihrer Flotte lässt sich höchste Sparsamkeit mit purem Fahrspaß verbinden. Denn die speziell entwickelten
BMW EfficientDynamics™ Maßnahmen sorgen für kraftvolle Fahreigenschaften bei geringstem Verbrauch und den besten CO2-Werten in seiner
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für eine spürbare Kostenreduzierung.
* Beschleunigung von 0 auf 100 km/h, Verbrauch in l/100 km (ECE kombiniert), BMW 118d im Vergleich zum direkten Wettbewerb. Kraftstoffverbrauch innerorts: 5,7 l/100 km, außerorts:
4,1 l/100 km, kombiniert: 4,7 l/100 km, CO2-Emission kombiniert: 123 g/km.
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Freude am Fahren
Überzeugt in der Kalkulation.
Bester beim Verbrauch.*
Innovationen für weniger Verbrauch – BMW EfficientDynamics™
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Präzise Diesel-Direkteinspritzung mit höherem Einspritzdruck in einem Voll-Aluminium-Motorblock für bessere Verbrauchswerte bei optimaler Kraftentfaltung.
- Energieeffizienz durch Bremsenergierückgewinnung: BMW Innovation zur
Umwandlung von kinetischer in elektrische Energie.
- Auto Start Stop Funktion: BMW Technologie für mehr Sparsamkeit, die den
Motor dann nutzt, wenn er auch gebraucht wird – und z. B. an einer Ampel abschaltet und beim Tritt auf die Kupplung wieder startet.
Doppelte Freude. Die neuen BMW 1er.
15.05.2007 14:40:47 Uhr
22
Jubiläum
Happy birthday!
Die Branche gratuliert zu 5 Jahre Flottenmanagement
Armin Villinger,
Leiter Verkauf an
Großkunden, Behörden, Sonderabnehmer und VIPs
bei der Audi AG
Herzliche Glückwünsche von Audi
zum 5-jährigen
Bestehen von
Flottenmanagement! In Ihrem spezialisierten Segment haben
Sie in dieser Zeit ein hoch informatives Format geschaffen, das für uns heute nicht mehr
wegzudenken ist. Wir sind immer wieder beeindruckt, wie Sie es mit einer relativ kleinen
Mannschaft so erfolgreich schaffen, alle relevanten aktuellen Themen zu beleuchten und
für Ihre Leser spannend redaktionell aufzubereiten. Wir wünschen Ihnen für die Zukunft
weiterhin viel Erfolg, machen Sie weiter so!
Rüdiger Hüttemann, Leiter Fleet
& Gebrauchtwagen
Business der Volvo
Car Germany GmbH
Fünf Jahre Flottenmanagement –
das sind fünf Jahre kompetenter
und unabhängiger
Fachjournalismus
auf hohem Niveau. Zu den Qualitätsmerkmalen zählen die fundierte Recherche, die sachliche Berichterstattung und der hohe Informationswert. Im Flottenmarkt ist Ihre Zeitschrift
längst eine feste Größe, und daher zählt sie
auch bei den Mitarbeitern von Volvo Car Germany zur Pflichtlektüre. Wir gratulieren und
freuen uns weiterhin auf eine faire und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Michael Velte, Geschäftsführer Deutsche Auto-Leasing
GmbH
Fünf Jahre erfolgreiche redaktionelle Tätigkeit in
einem har t umkämpften Marktumfeld beweist,
dass Flottenmanagement die richtigen Themen
gefunden hat, um seine Leserschaft langfristig zu binden und einen Mehrwert zu schaffen. Dafür herzlichen Glückwunsch und die
besten Wünsche für ein weiterhin erfolgreiches
redaktionelles Händchen.
Flottenmanagement 3/2007
Burkhard Ortmeier,
Vertrieb Verkauf Großkunden bei der SEAT
Deutschland GmbH
Bereits kurz nach seinem Erscheinen hatte sich das Magazin
Flottenmanagement
durch kompetente
Berichterstattung,
fachlich interessante
Themenauswahl und nicht zuletzt durch das neue
Format – verbunden mit einem modernen Layout
– einen großen Leserkreis erschlossen. In den vergangenen fünf Jahren haben wir und unsere Kunden Flottenmanagement als fachlich besonders informatives und interessantes Medium für die Zielgruppe Flotteninhaber kennen- und schätzen
gelernt. Zum Jubiläum gratulieren wir ganz herzlich! Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Kreativität und Erfolg!
Klaus Sawallisch,
Leiter Flotten- und
Behördenverkauf der
Ford-Werke GmbH
Flottenmanagement
– das steht nicht nur
sechs Mal im Jahr für
ein außergewöhnliches Heft-Format, für
interessante Berichte, Interviews, Kostenvergleiche, Rechtsberatung
oder vieles andere mehr. Flottenmanagement –
das sind vor allem die Menschen, die hinter dem
Produkt stehen – die Macher also. Ich nehme den
fünften Geburtstag zum Anlass, um der gesamten Flottenmanagement-Mannschaft dickes Lob
zu zollen: Sie sind kompetent und kreativ – gut,
das versteht sich eigentlich fast von selbst, denn
wie sonst wäre es möglich, dass sie sich in diesem wettbewerbsintensivem Umfeld fünf Jahre
behauptet und eine treue Leserschaft gewonnen
haben? Hinzu kommt aber: Sie sind stets guter
Dinge und sehr sympathisch. Das scheint mir nicht
selbstverständlich zu sein angesichts des Terminund Zeitdrucks, unter dem wir alle stehen. Mein
Eindruck von vielen persönlichen Kontakten mit
Ihnen ist: Sie haben Spaß an Ihrer Arbeit. Und
nicht zuletzt deswegen macht es mir Spaß, mit
Ihnen zusammenzuarbeiten. Ich wünsche Ihnen
– allen voran dem Redaktionsteam und dem Verlag – im Namen der Ford-Werke GmbH weiterhin
viel Inspiration, Kreativität, Motivation – und
Spaß an Ihrer Arbeit.
Larsen Hilbertz,
Leiter Marketing
Flotten Renault bei
der Renault Nissan
Deutschland AG
Bonne anniversaire Flottenmanagement! Zusammen werden wir
105 Jahre alt,
denn Renault, seit nunmehr 16 Jahren größter Importeur, feiert in diesem Jahr seinen 100.
Geburtstag in Deutschland. Heute gehört die
Renault Deutschland AG mit rund 173.000 verkauften Pkw und leichten Nutzfahrzeugen pro
Jahr zu den führenden Anbietern auf dem deutschen Automobilmarkt. Flottenmanagement
wie-derum ist es innerhalb von nur fünf Jahren gelungen, eine führende Position auf dem
Markt einzunehmen. Durch Vielseitigkeit in der
Themenwahl, Neutralität und Qualität in der
Redaktion sowie dem auffällig anderen Format
empfiehlt sich Flottenmanagement in der Direktion Flotten der Renault Deutschland AG zur
„Pflichtlektüre“. Wir wünschen weiterhin viel
Erfolg und freuen uns auf viele weitere Ausgaben.
Holger Rost,
Geschäftsführer der
Athlon Car Lease
Germany GmbH &
Co. KG
Seit fünf Jahren
begleitet uns das
Fachmagazin Flottenmanagement in
unserem Geschäft
und heute muss ich sagen, ich will es nicht
mehr missen. Am Erscheinungstag der ersten
Ausgabe habe ich gestutzt über das ungewöhnlich große Format und, so ehrlich will ich sein,
habe mich gefragt, wo ein weiteres Flottenmagazin in unserer kleinen Branche noch Platz
findet. Heute hat es seinen Platz erkämpft, und
zwar mit hoher Kompetenz, innovativen Themen und einem unübertroffenen RundumBlick in unserer Branche. Wir gratulieren dem
Magazin zum fünften Geburtstag und wünschen weiterhin viel Erfolg beim Aufdecken von
Trends, Ausleuchten von Basiswissen und Aufzeigen von hilfreichen Praxisbeispielen.
Vorsprung durch Technik www.audi.de
Exklusive Ausstattung.
Inklusive Preisvorteil.
Der Audi A4 Avant.
Jetzt mit 5 Paketen zu attraktiven Konditionen.
Durch und durch überzeugend. Der Audi A4 Avant beeindruckt mit seinen kraftvollen
Motoren ebenso wie durch fünf starke Ausstattungspakete. Die Business-Pakete vereinen
das dynamische Design mit komfortablen Extras, z. B. Navigationssystem, Fahrerinformationssystem, Handyvorbereitung und Multifunktions-Lederlenkrad im 4-Speichen-Design.
Oder unterstreichen Sie die sportliche Seite des Audi A4 Avant mit dem Designpaket Plus
sowie den S line Sportpaketen. Alle Pakete mit einem überzeugenden Preisvorteil – jetzt
bei Ihrem Audi Partner.
Kraftstoffverbrauch in l/100 km: innerorts 7,6–15,8; außerorts 5,2–7,9;
kombiniert 5,8–10,7; CO2-Emission in g/km: kombiniert 154–257
245x345_GK_A4_Flottenmanagem23771 1
23.03.2007 10:10:23 Uhr
24
Jubiläum
Norbert Zumblick,
Commercial
Director Arval
Deutschland GmbH
in München
Unsere Kunden
und Mitarbeiter
schätzen Flottenmanagement als
unabhängiges
Fachmedium für Fuhrpark-Entscheider. Wie
Arval, so unterstützt auch Flottenmanagement
seine Zielgruppe umfassend bei der Fuhrparkverwaltung und hilft, den Überblick zu behalten. Wir gratulieren ganz herzlich zum fünfjährigen Bestehen – machen Sie weiter so!
Marc-Oliver
Prinzing,
Geschäftsführer
der Hiepler + Partner GmbH
Bekanntlich muss
man in einer Branche nicht der Erste, aber origineller
sein als die anderen – Gratulation zu fünf erfolgreichen Jahren
Flottenmanagement! Sie haben es geschafft,
ein Magazin zu platzieren, das sich nicht nur
durch sein Format, sondern auch durch die
Nähe zu seinen Lesern abhebt. Die richtige Mischung aus aktuellen Informationen, Erfahrungsberichten aus der Praxis und Denkanstößen zu strategischen Themen sind die Basis
dieses Erfolges.
Herbert Busen,
Geschäftsführer
der Carglass GmbH
in Köln
Carglass Deutschland, der führende
Spezialist für Autoglas Reparatur
und Austausch
gratuliert Flottenmanagement zu fünf erfolgreichen Jahren! Ein
Jubiläum wird in unserer schnelllebigen Zeit
immer außergewöhnlicher, besonders vor dem
Hintergrund eines äußerst lebendigen Wettbewerbsumfeldes. Wir freuen uns auch zukünftig auf spannende Ausgaben mit interessanten Branchennews und Erfolgsgeschichten.
Michael Hein, Leiter Großkunden der
Skoda Auto
Deutschland GmbH
An dieser Stelle ist
es an uns, Ihnen
und Ihrem Team
DANKE zu sagen
für fünf Jahre hervor ragende Zusammenarbeit. Wir freuen uns schon jetzt auf
die nächsten fünf Jahre, auf kompetenten
Fachjournalismus, fundierte Recherchen, aussagekräftige Reportagen und ein übersichtliches Themenfeld. Alles in Allem eine perfekt
aufgebaute Zeitschrift, die an Informationswert nicht zu übertreffen ist.
Flottenmanagement 3/2007
Bettina Heinen,
Marketingleiterin der
LeasePlan Deutschland GmbH
Herzlichen Glückwunsch an Chefredakteur Ralph Wuttke und an das komplette Flottenmanagement-Team zum 5jährigen Bestehen! Ihr Erfolg in dieser Zeit hat
bewiesen, dass Ihr Konzept voll aufgegangen ist:
Praxisnahe Artikel mit vielen alltagstauglichen
Tipps sowie regelmäßige und übersichtliche Kosten- und Modellvergleiche vermitteln einen echten Mehrwert für die Fuhrparkverantwortlichen.
Durch die ausführlichen und detailliert recherchierten Praxisberichte erhält jeder Leser einen
tiefen Themeneinblick. So soll eine Fachzeitschrift
aussehen! Ich wünsche Ihnen auch weiterhin viel
Erfolg und uns noch viele lesenswerte Artikel!
Dittmar Michelsen,
Leiter Business Vertrieb der Mazda Motors GmbH
Als Newcomer im
Jahre 2002 im Flottenmarkt hat sich
Ihre Zeitschrift dramatisch entwickelt.
Nach erst fünf Jahren
haben Sie sich als Fachzeitschrift in diesem Bereich mehr als etabliert. Die gefühlte Bedeutung
einer Zeitschrift und somit die Einschätzung der
Hersteller lässt sich wohl am besten am Gewicht
messen. Die 2/2007 hat immerhin 576 Gramm –
Respekt! Aus meiner Sicht haben Ihr Konzept mit
vielen Interviews und Fallbeispielen sowie die lockere und positive Art Ihres Teams diesen Erfolg
möglich gemacht. Weiter so...
Alexandra Stahnke,
Brand & Communication bei der
euroShell Deutschland
GmbH
Der Flottenmarkt ist
ständig in Bewegung: Die Automobilbranche, die Leasingund Fuhrparkmanagementgesellschaften, die Versicherungen und
natürlich auch das Tankkartengeschäft erleben
Zeiten, die täglich neue Herausforderungen stellen. Nur wer sich permanent innovativ, flexibel
und serviceorientiert präsentiert, wird Fuhrparkmanagern die Lösungen bieten können, die erfolgreich in die Zukunft führen. Und genau das
haben Flottenmanagement und wir in den zurückliegenden Jahren auch kontinuierlich gezeigt. Wir
gratulieren dem GRÖSSTEN Fachmagazin für innovatives Fuhrpark- und Mobilitätsmanagement
zum 5-jährigen Jubiläum, sagen danke und freuen uns weiterhin auf die tolle Zusammenarbeit
im absoluten Großformat!
Steffen Giebler, Geschäftsführer der
Master Lease
Germany GmbH
Seit fünf Jahren
schon ist Flottenmanagement im
Flottenmarkt vertreten. Es ist die Mischung aus technischen und wirtschaftlichen
Informationen sowie Management-Themen, mit
denen Flottenmanagement sich am Markt behaupten konnte. Allein das ungewöhnliche Format zeigt, dass Flottenmanagement sich vom
Wettbewerb abhebt. Zu diesem Erfolg und dem
fünften „Geburtstag“ gratuliere ich ganz herzlich. Flottenmanagement greift immer wieder
Themen auf, die dem Leser als Orientierungshilfe im Flottenmarkt dienen. Ganz persönlich
habe ich die Redakteure von Flottenmanagement stets als interessante und angenehme Gesprächspartner erlebt, die im Interview ebenso
hartnäckig in der Sache wie fair im Umgang
sind. Ich freue mich auf viele weitere Jahre mit
Ihrer Zeitschrift – im persönlichen Kontakt und
als Leser.
Konrad Soestmeyer,
Key Account Car
Fleet D bei der
Continental AG
Zum fünften Jahrestag und damit
zur schon 30. Ausgabe gratulier t
Continental ganz
herzlich! Wir haben das damals neue FlottenMagazin von Anfang mit Interesse verfolgt. Wir
freuen uns über den Erfolg, über den Zuspruch
der Leser und darüber, dass das Flotten-Magazin nun aus der Landschaft der Fachzeitschriften nicht mehr wegzudenken ist. An dieser Stelle möchten wir uns für die offene, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Redaktion und Verlag
bedanken und alles Gute für die Zukunft wünschen.
Dirk Wansart,
Marketing Manager
bei der Aral AG
Seit nunmehr fünf
Jahren hat sich das
F l o t t e n m a n a ge ment als feste Größe bei den Flottenzeitschrif ten etabliert. Gerade das übergroße Heftformat zeigt
eine besonders gut gestaltete Mischung aus Praxisberichten, wirtschaftlichen Informationen
sowie Neuheiten aus der Fuhrparkbranche. Mit
viel Sachverstand, Liebe zum Thema und fundierter Recherche greifen Ihre Redakteure die
aktuellen Trends aus der Branche auf und bieten so den Lesern wertvolle und umfassende Informationen sowie nützliche Ratschläge. Wir
wünschen dem Flottenmanagement weiterhin
viel Erfolg im Flottenmarkt!
Jubiläum
Dirk H. Pinkvos,
Geschäftsführer
der Volkswagen
Leasing GmbH
5 Jahre – ein halbes Jahrzehnt: Ein
solches Jubiläum
ist in der heutigen
schnelllebigen
Zeit ohne Frage
ein Grund stolz zu
sein. Der Zeitschrift Flottenmanagement ist es
gelungen, in einem immer härter werdenden
Wettbewerb und auch in schwierigen Zeiten
Fuß zu fassen und sich als angesehene Zeitschrift für das automobile Flottengeschäft zu
etablieren. Was es heißt, sich in einem verändernden Marktumfeld dauerhaft zu behaupten,
wissen wir nur zu gut. Die Volkswagen Leasing
gratuliert Redaktion und Verlag ganz herzlich
zu diesem Ereignis und bedankt sich an dieser
Stelle für die gute Zusammenarbeit und hofft
auf viele weitere erfolgreiche Jahre der Kooperation.
Stephan
Lützenkirchen, Abteilungsleiter Firmen- und Flottenservice der Citroën
Deutschland AG
Als ich die erste
Ausgabe von Flottenmanagement
in den Händen
hielt, fiel sofort
das ungewöhnliche Format auf: das Magazin ist deutlich größer und schwerer als alle anderen FuhrparkFachtitel und fällt somit auf. Durch diese besondere Größe können viele Themen mit
großen Bildern und Darstellungen besonders
veranschaulicht werden – ob ausführliche Tests
oder die übersichtlichen Vergleiche von Anbietern. Ebenfalls gefallen mir die hintergründigen Berichte, wie z.B. die Begleitung eines Unternehmens bei der Umstellung des Fuhrparks.
Auch wenn die Größe nicht immer praktisch
ist, der Inhalt ist es wert! Herzlichen Glückwunsch an die Redaktion!
Jörg-Martin
Grünberg, Vorstand
der Sixt Leasing AG
Sixt Leasing gratuliert zu einer beachtlichen Leistung: Seit fünf
Jahren hat Flottenmanagement
sämtliche Themen
rund um innovatives Fuhrpark- und Mobilitätsmanagement fest
im Blickfeld. Wir beglückwünschen ein unabhängiges und gut informiertes Fachmagazin,
das seinen Lesern umfassende Praxisberichte
und detaillierte Branchenübersichten bietet.
Die Redaktion hat Sixt Leasing mit einer ausgewogenen Berichterstattung begleitet. Auf die
nächsten fünf Jahre!
Harald Braunschuh,
Managing Director
Automotive bei
VR-Leasing AG
Die VR-Leasing AG
gratuliert den Machern des Flottenmanagements, Herausgeber Bernd Franke,
Chefredakteur Ralph
Wuttke und dem Redaktionsteam, auf das Herzlichste zum fünften
Geburtstag des Magazins. Das Heft bietet in wertiger und großer Aufmachung alles, was Unternehmensentscheider, Fuhrparkmanager, Controller und Vertriebler brauchen: profunde und unabhängige Informationen rund um das Fuhrparkmanagement, aktuelle Branchenberichte und
Marktübersichten, spannende Specials, ausführliche Tests und guten Rat. Ihr Heft ist für uns
seit seiner Erstauflage im Jahr 2002 eine angenehme Pflicht-Lektüre.
Jürgen Lobach, Geschäftsführer der CCUni
Rent System GmbH
Die Zahl 5 ist etwas
ganz Besonderes:
Nicht nur weil man 5
auch einmal gerade
sein lassen kann, sondern weil sie als Jubiläumszahl für Beständigkeit und Erfolg steht. Deshalb gratuliere ich
Ihnen zu 5 Jahren ansprechender, hochwertiger
Lektüre und wünsche Ihnen weiterhin interessante Ideen und Interviewpartner sowie den richtigen „Riecher“, damit das Flottenmanagement
bleibt, wie es ist: außerordentlich lesenswert!
Auch die CCUniRent steht heuer im Zeichen der 5
– wenn das mal kein Grund zum Feiern ist?
Manfred Koller,
Bereichsleiter Fleet bei
der A.T.U. Auto-TeileUnger Handels GmbH
& Co. KG
Ich möchte Ihnen
ganz herzlich zum
fünfjährigen Jubiläum
Ihrer Zeitschrift Flottenmanagement gratulieren. In dieser Zeit
hat sich Ihr Magazin zum wichtigen Informationsmedium für das Flottengeschäft entwickelt. Ich hoffe, dass dies auch weiterhin so bleibt und wünsche
Ihrer Zeitschrift alles Gute für die Zukunft.
Andreas-Markus Gersten,
Senior Marketing Manager
Bury Group/naviflash
Ich habe gerade Geburtstag
gehabt, weiß also, was das
bedeutet. Flottenmanagement hat sich nun fünf Jahre erfolgreich behauptet
und steht auf Wachstumskurs. Die seriöse Berichterstattung, das ungewöhnliche Format und vor allem die Menschen dahinter
haben das bewirkt. Kompliment und Gratulation!
Ansgar Blömer, Leiter
Key Account bei der
Top Service Team KG
2007 ist ein besonderes Jahr: Fünf Jahre
Flottenmanagement
trifft auf 30 Jahre Top
Service Team – und
gemeinsam feier n
macht ja bekanntlich
doppelt Spaß. Kaum zu glauben, dass es der Verbund von inhabergeführten Reifenfachhändlern
25 Jahre ohne ein Aushängeschild unter den
Branchenfachmagazinen gemeistert hat. Flottenmanagement hat das erreicht, was nur wenige schaffen: Das Magazin hat sich in kurzer Zeit
zu einem Informationsmedium entwickelt, das
für die gesamte Flottenbranche nicht mehr wegzudenken ist. Themen, die die Branche etwas
angehen, gut recherchierte Texte, ein verständlicher Schreibstil, eine übersichtliche Darstellung und letztendlich auch das unübersehbare
Format machen Flottenmanagement für die gesamte Branche zum wichtigen Begleiter im Flotten-Alltag. Top Service Team gratuliert zum Fünfjährigen – und freut sich schon jetzt auf weitere
gemeinsame Geburtstage.
Frank Oborny, Leiter
Vertrieb Großkunden
Deutschland bei der
Volkswagen AG
Gratulation aus
Wolfsburg zum 5.
Geburtstag des Flottenmanagement-Magazins! Das Flottenmanagement hat
sich für die Marke Volkswagen zu einer Pflichtlektüre entwickelt. Die präzise Aufbereitung
berufs- und flottenrelevanter Themen sowie die
Nähe zum Kunden machen das Magazin zu einem informativen Fachtitel, der aus dem Portfolio der Fuhrparkzeitschriften nicht mehr wegzudenken ist. Weiter so!
Albert de Cillia, CEO
der Fuhrparksparte
von GE Capital
Solutions
Flottenmanagement
hat sich als eine
wichtige Informationsquelle zu sämtlichen Themen rund
um den Fuhrpark
etabliert. Ob Praxistipps, Markttrends oder Hintergründiges aus dem Markt, Flottenmanagement berichtet fundiert und mit Format. Die
Berichte und Kommentare des Heftes haben
Gewicht, die Redaktion verleiht ihm ein unverwechselbares Gesicht. Fünf Jahre Flottenmanagement – dem gesamten Team gratulieren wir
herzlich zu diesem Jubiläum. Auf eine weiterhin
gute Zusammenarbeit bis zum nächsten runden
Geburtstag in fünf Jahren.
Flottenmanagement 3/2007
25
SIE GLAUBEN AN WIEDERGEBURT?
HIER STEHT DER BEWEIS.
Der CITROËN C6.
Er ist der Nachkomme einer
„Göttin“ – und genau wie die legendäre CITROËN DS sorgt
er für staunende Blicke. Wegen seines außergewöhnlichen
Designs. Weil er neue Maßstäbe beim Komfort setzt. Weil er
seiner Zeit voraus ist. Mit einer hydropneumatischen Federung
mit elektronisch geregelter Abstimmung und Dämpfung. Mit
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Alle Preise zzgl. MwSt. und Fracht. Kraftstoffverbrauch innerorts 8,7 l/100 km, außerorts 5,4l/100 km, kombiniert 6,6 l/100km. CO2-Emission kombiniert 175 g/km (gemäß RL 80/1268/EWG).
Head-up-Display, einem AFIL-Spurassistenten und mitlenkenden
Bi-Xenon-Scheinwerfern. Er bildet genau die Ausnahme, auf die
viele gewartet haben. Ab € 290,– /Monat*.
**
CITROËN C6
**In der Kategorie „Fahrzeuge über €40.000,–“ (Importeurwertung)
(Firmenauto 8/2006, Dekra)
NICHTS BEWEGT SIE WIE EIN CITROËN
28
Leasing
Limes gegen Null
Das FlottenmanagementLeasingbarometer belegt,
dass sich der Markt in Richtung Käufer-Markt bewegt
Seit einiger Zeit zeichnet sich auf dem Leasingmarkt der Trend ab, dass die Finanzleasing-Raten sogar für sehr flottenrelevante, gefragte Fahrzeuge im Durchschnitt ziemlich genau auf das
Niveau der schlichten Restwertverluste absinken.
Das ist jedenfalls auch das Ergebnis einer Flottenmanagement-Beobachtung der Finanzleasingraten und Restwerte für fünf Mittelklasse-Dieselkombis (der neueste Ford Mondeo Turnier war bei
Redaktionsschluss noch nicht kalkulierbar) bei
drei Jahren Laufzeit und jährlicher Laufleistung
von 30.000 Kilometern seit Oktober 2006 (siehe
Tabelle). Diese Momentaufnahme mag zugleich als
weiterer Beleg für die Einschätzung von Holger
Rost im FM-Gastkommentar dienen (siehe auch
FM 2/2007, Seite 114):
Wohlgemerkt, die betrachteten Fahrzeuge wie
Audi A4 Avant, Dreier BMW-Kombi oder VW Passat Variant, sind in Deutschland ausgesprochene
Flotten-Renner. Damit sind schon die offensichtlich „sinkenden Margen“ der Leasinggeber zusätzlich untermauert. Aber auch das Fallen der Restwerte kann bestätigt werden. Den immer noch
einzigen, frei zugänglichen Leasing-Kalkulator im
Internet, in dem der User Restwerte kalkulieren
kann, bietet die ALD Automotive. Mit knapp
93.000 Verträgen im Bestand per Ende 2006 gehört sie zu den ganz Großen im deutschen Fuhrparkmanagement-Markt, liegt damit hier gegenwärtig unter allen Anbietern auf Rang vier und
unter den herstellerunabhängigen Leasinggesellschaften gar auf Rang zwei.
„Leasingraten werden vielerorts auf Teufel komm
raus subventioniert, das Rabatt-Gespenst immer
weiter aufgeblasen, am Ende der Leasinglaufzeit
geht diesem ‚Geschäftsmodell‘ dann die Puste aus.
Denn steigende Rabatte führen zu künstlich erzeugten Überkapazitäten, Leasingrückläufer lassen sich schlechter absetzen. Die Folge sind sinkende Restwerte und sinkende Margen.“
Dass ein so großer Anbieter in der Wiedervermarktung der Leasing-Rückläufer über jede Menge
Routine und ausgefuchste Vertriebskanäle verfügt, die dort
kalkulierbaren
36 Mte.
Okt.
RestRestwerte also
30.000 km p.a./ 2006 wertverrecht nahe an
Schnitt 5
lust
Leasingraten
mtl.
der Realität liegen, versteht
Audi A4 Avant
374,86 368,69
sich von selbst.
2.0 TDI DPF
In der entsprechenden FM-Tabelle ist im Dreimonats-Rhythmus Oktober, Januar, April für die einzelnen Fahrzeuge der Durchschnitt aus fünf Finanzleasingraten errechnet worden, die Flottenmanagement (und damit jeder) in frei zugänglichen Leasing-Kalkulatoren für je ein Einzelexemplar ohne Berücksichtigung von GroßmengenNachlässen ermitteln konnte. Die Quintessenz der
Ermittlung: Die durchschnittliche Finanzleasingrate für diese Fahrzeuge, die noch im Oktober
2006 plus 2,9 Prozent über dem durchschnittlichen, monatlichen Restwertverlust lag, sank bis
zum April auf minus 0,8 Prozent darunter.
Flottenmanagement 3/2007
Danach ist für
die fünf aufgeführ ten sehr
flottenrelevanten Mittelklasse-Diesel-Kombis zunächst
einmal festzustellen, dass es
einen Trend
zum Fall der
BMW 320d
DPF touring
Restwerte sogar noch innerhalb des letzten halben Jahres gegeben hat, im Schnitt aller fünf Fahrzeuge betrachtet um immerhin etwas mehr als 1,5
Prozentpunkte. Das ist relativ viel vor dem Hintergrund, dass sich die Laufzeiten für Leasingfahrzeuge gewöhnlich zwischen drei und vier Jahren bewegen, und mag dann in Einzelfällen auch
bedeuten, dass die vom Leasinggeber einmal konzipierte Kalkulation für ihn hernach nicht aufgeht.
In solcher Gesamtlage bleiben dem Leasinggeber eigentlich nur drei Möglichkeiten: • Entweder erhöht er die Finanzleasingraten, um die höheren Restwertverluste aufzufangen, weiter wirtschaftlich gesund zu fahren und damit auch die
dauerhafte Leistungs- und Servicefähigkeit seines Unternehmens gegenüber den Kunden zu erhalten, was nicht zuletzt auch dem Kunden wichtig sein sollte. Das kann dann aber auch zur Fol+/-%
Jan.
2007
Restwertverlust
mtl.
+/-%
April
2007
Rest- +/-%
wertverlust
mtl.
+1,7
376,87
368,81
+2,2
382,00
379,88
+0,6
-0,5
393,77
400,79
-1,7
402,97
408,13
-1,3
406,18
408,13
Mercedes C 200 T 446,50
CDI Classic
411,44
+8,5
450,34
411,48
+9,4
463,38
411,19 +12,6
Opel Vectra
379,25
Caravan 1.9 CDTI
370,77
+2,3
349,49
373,84
-6,5
350,47
403,49 -13,1
VW Passat Variant 352,45
2.0 TDI DPF
341,01
+3,4
354,86
344,69
+3,0
352,69
367,74
-4,1
378,54
+2,9
386,91
381,39
+1,4
390,94
394,09
-0,8
Schnitt
Alle 5
389,37
Leasing
ge haben, dass er sich im Wettbewerb vom
Preis-Niveau des Marktes her nach oben hin
weg bewegt und Konkurrenzfähigkeit einbüßt.
Schließlich scheut der Kunde keinen Vergleich,
für ihn ist der Preis ein wesentliches, mitentscheidendes Kriterium, ihm wird der Vergleich
zeigen, dass bestimmte Fahrzeuge auf dem
Markt bestimmte Preise haben. Und er vergleicht in einer Zeit, in der, gesamtwirtschaftlich gesehen, geradezu unselige Rabattschlachten toben.
• Oder der Leasinggeber hält aus Konkurrenzgründen die Finanzleasingraten weitestgehend
stabil, um hier gut oder besser im Geschäft zu
bleiben, und nimmt für eine gewisse Zeit in
Kauf, dass er damit nur die Restwertverluste
abdeckt oder gar drauf legt. Eine solche Geschäftsphilosophie kann dann noch Sinn machen, wenn er beispielsweise als Full ServiceLeasinggeber noch die Möglichkeit hat, in an-
deren Dienstleistungsbereichen seines Produkt-Portfolios nennenswert zu verdienen, das Geld also über
den Service herein zu holen.
Was bedeutet das insgesamt für den Leasingnehmer?
Der Leasingnehmer kann einstweilen frohlocken,
diese Finanzierungsform wird für ihn jetzt noch
einmal attraktiver, denn die Problematik schneller
verfallender Restwerte trifft ihn nicht direkt. Schneller verfallende Restwerte bedeuten ja nichts anderes, als dass gegenwärtig viele Gebrauchtwagen
schlechter abzusetzen sind. Wer wollte sich denn
jetzt, unter solchen Umständen, als Käufer eines
Fuhrparks gern mit dieser Wiedervermarktungs-Problematik auseinandersetzen müssen?
Hinzu kommt, dass vor diesen Hintergründen jetzt
auch manches sehr flottenrelevante, also gefragte
Fahrzeug zu attraktiven Konditionen angeboten
wird, da kann der Leasingnehmer momentan eigent-
In der Mittelklasse gegenwärtig besonders restwertstabil: das Mercedes C-Klasse T-Modell
lich nur zuschlagen. Darüber hinaus bewegt sich
der Markt unter diesen Vorzeichen gerade deutlicher in Richtung Käufer-Markt, will sagen, der
Leasingnehmer nimmt in den Verhandlungen um
die Konditionen eine gestärkte Position ein.
(7..5'48+%'.'#5+0)
100
%
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29
30
Leasing
Holger Rost, Geschäftsführer der Athlon
Car Lease Germany: „Bei den NonCaptives geht es wesentlich um optimale
Beratung und zufriedene Kunden.“
Mit
der
Wendigkeit
des
„Eh-da-Kosten“
Schnellbootes
Ein Besuch bei der Athlon Car Lease
Germany GmbH & Co. KG in Meerbusch
Die jüngsten Konzentrationen auf dem
Markt für Full Service Leasing und Fuhrparkmanagement zum Jahreswechsel
2006/2007 haben zwar in der Tendenz
das Lager der herstellerabhängigen Anbieter leicht gestärkt, allerdings birgt
die neue Aufstellung der Unternehmen
gleichzeitig wohl auch Chancen für die
verbleibenden herstellerunabhängigen
Gesellschaften.
„Wir sind nicht unglücklich über diese
Situation“, kommentiert Holger Rost,
Geschäftsführer der herstellerunabhängigen Athlon Car Lease Germany in
Meerbusch. „Einerseits wird ein eingeschränktes Anbieterfeld für den Kunden überschaubarer, andererseits wachsen damit aber auch unsere Chancen,
im Wettbewerb noch mehr an Kontur zu
gewinnen.“
Rost interpretiert das bis in die Dienstleistungs-Mentalitäten hinein. Bei den
Flottenmanagement 3/2007
herstellerabhängigen Unternehmen, den
Captives, sei ganz einfach die Philosophie
eine andere, hier ginge es vornweg um die
Absatzförderung der hauseigenen Produkte und die Vertretung der Interessen der
Fahrzeughersteller. Dienstleistung und
Service können hier schon mal dahinter zurücktreten.
„Bei den Non-Captives wiederum steht das
komplette Dienstleistungs-Programm rund
um das Auto im Vordergrund, es geht darum, optimal zu beraten und zufriedene
Kunden zu gewinnen.“ Hierbei sei dann
eine kleinere, flexible Gesellschaft, wie
Athlon Car Lease, nicht selten im Vorteil.
„Zwar ergeben sich für eine größere Gesellschaft auf Grund der Bestell-Volumina
Skalen-Effekte beim Einkauf, aber sie
kreuzt dann über den Dienstleistungs-Sektor auch mit der Trägheit eines Schlachtschiffs, während unser Unternehmen mit
der Wendigkeit eines Schnellbootes
unterwegs ist.“
Leasing
Dabei käme es wesentlich darauf an, wie die Dienstleistungs-Prozesse dargestellt und in der Abwicklung bearbeitet würden. „Wir bei Athlon Car Lease wollen in punkto
Vereinfachung und Harmonisierung der Prozesse zwischen Flottenbetreiber und Leasinggesellschaft die Nase
vorn haben, genau hier wird sich auch künftig die Spreu
vom Weizen trennen. Hingegen erwarte ich nicht, dass
sich in absehbarer Zeit die auch in der Branche weitgehend standardisierte Palette der Dienstleistungs-Produkte nennenswert ändert. Hier sehe ich momentan auch
keinen Handlungsbedarf, wir wollen ja beispielsweise
nicht auch noch in den Travel-Bereich gehen.“
Diese qualitativ hochwertige Dienstleistungstiefe, die
erst die Kundenbindung auf Dauer stärke, ließe sich
allerdings nicht über den Preis darstellen. Ohnehin laufe sich die Masche „Geiz ist geil“ einfach tot. Zur Umsetzung der Dienstleistungstiefe gehöre vielmehr auch, den
Mitarbeitern, die mit den Kunden ständig in Kontakt
stünden, „das Gefühl zu geben, dass sie etwas Besonderes sind.“
Auch in diesem Sinne geht Athlon Car Lease gerade seit November 2006 mit einem Umbau der
Organisation die nächsten Schritte nach vorn, es
gilt, den Customer-Service von allen administrativen Aufgaben zu „entschlacken“. Auslösendes
Moment sei gerade der Preiskampf am Markt gewesen. Sukzessive wird das gesamte Vertragsmanagement, von der Auftragsbestätigung des Händlers bis hin zu den Vertragsständen in einer eigenen Abteilung (Contract Management) zusammengefasst, „damit der Customer-Service“, so Holger
Rost, „noch mehr Zeit bekommt, sich mit den Kunden zu befassen. Der Mitarbeiter muss auch
jederzeit für den Kunden da sein können.“ „Aus
diesem Anspruch heraus“, ergänzt Detlef Körner,
Director Operations bei Athlon Car Lease Germany, „folgen Veränderungen für das ganze Haus.
Wir wollen die vollständige Konzentration auf die
Kern-Aktivitäten und die Konzentration auf die
Qualitätsverbesserung in den Prozessen fördern.
Die im November eingeleiteten Maßnahmen ver-
„Zur Umsetzung der Dienstleistungstiefe gehört
auch, den Mitarbeitern das Gefühl zu geben,
dass sie etwas Besonderes sind.“ (li.o.)
„Große Erfahrung und weit entwickelte OnlineTools auf der Internet-Plattform Athlonline.“
(o.Mitte)
„Das Tätigkeitsfeld muss für den Mitarbeiter
abwechslungsreich und interessant bleiben“:
Detlef Körner, Director Operations bei der
Athlon Car Lease Germany, bringt den Umbau
der Organisation nach vorn. (re.o.)
„Die Weiterentwicklung unserer Online-Dienste
wird sehr stark von den Kundenwünschen nach
vorn getrieben“ (li.u.)
31
32
Leasing
„Im Wettbewerb noch mehr an Kontur gewinnen“: Holger Rost, Geschäftsführer der Athlon Car Lease
Germany in Meerbusch (re.), im
Gespräch mit Erich Kahnt (FM) (li.)
„Es ist schon immer etwas Besonderes gewesen, dass unsere Mitarbeiter auch zu den Kunden hinaus
fahren“: Sales Director Roland
Meyer unterstreicht die Kundennähe des Unternehmens. (re.)
Klare Linien in der Architektur: Das
neue Gebäude der Athlon Car Lease
in Meerbusch (u.)
folgen wir von der Planung her noch bis in den
Herbst 2007 parallel zum Alltagsgeschäft. Damit gehen auch viele Schulungen einher, weil
sich die Strukturen vieler Aufgabenbereiche verändern.“
Der Umbau der Tätigkeitsfelder würde von den
Mitarbeitern zunehmend positiv aufgenommen,
weil die große Bandbreite der vielschichtigen Anforderungen jeweils auf überschaubare Maße reduziert würde und damit künftig die Kernaufgaben vernünftig bearbeitet werden könnten.
„Dabei achten wir aber verstärkt darauf,“ unterstreicht Detlef Körner, „dass das Ganze nicht in
Richtung Fabrik tendiert. Das Tätigkeitsfeld muss
für den Mitarbeiter abwechslungsreich und interessant bleiben.“
„Für uns stehen ganz klar der Kunde und der
Mitarbeiter im Fokus“, bestätigt Roland Meyer,
der als Sales Director in Meerbusch gemeinsam
mit Detlef Körner gerade die Maßnahmen umsetzt. „Wir müssen mit beiden unser Geld verdienen. Dabei ist es schon immer etwas Besonderes gewesen, dass unsere Mitarbeiter nicht im
Sinne klassischer Sachbearbeiter agieren, sondern insbesondere auch zu den Kunden hinaus
fahren.“
„Quo vadis Flottenmarkt?“
Nicht zuletzt weiß man auch bei Athlon Car Lease sehr genau, was die Kunden wirklich wollen.
Die immer noch jüngste Studie über das relevante Segment, „Quo vadis Flottenmarkt?“, wurde von den Meerbuschern bei der CAR Center Automotive Research der Fachhochschule Gelsenkirchen in Auftrag gegeben und im Sommer 2006
veröffentlicht. Hier wurden 1.264 mittelständische Unternehmen mit einem Fuhrpark von
mindestens 20 Fahrzeugen befragt.
Das Gros der Fuhrparkmanager, immerhin 73,3
Prozent der Befragten, tendiert nicht zu Billigangeboten, sondern fragt viele Serviceleistungen ab und zeigt sogar Bereitschaft, dafür höhere Leasingraten zu zahlen. Lediglich ein Viertel der Befragten gab an, unabhängig vom
Service-Niveau vor allem an niedrigeren Leasingraten interessiert zu sein. Auf die Abfrage einzelner Services hinsichtlich ihres Bedeutungsgrades lässt sich allerdings feststellen, dass beide Anspruchsgruppen, die „Serviceorientierten“
und die „Preissensiblen“, fast identische Erwartungen an das Service-Niveau einer LeasinggeFlottenmanagement 3/2007
sellschaft haben. Ein „breites Serviceangebot“
gewichtet auf einer Skala von 1 bis 4 die erste
Anspruchsgruppe mit 1,2, die zweite ganz ähnlich mit 1,4.
Nach den Ergebnissen der Studie fordern die Fuhrparkmanager vom Full Service-Leasing-Anbieter
darüber hinaus, dass er einerseits eine übergreifende Fuhrpark-Strategie für den Kunden entwickle, wie zum Beispiel das Konzept einer Dienstwagenordnung (98,8 Prozent der Befragten mittelgroßer Flotten mit 101 bis 200 Fahrzeugen) und
andererseits auch die komplette Administration
übernehme. Zudem stünden eine schnelle Erreichbarkeit des Ansprechpartners rund um die
Uhr, das „Schadenmanagement mit 24-StundenHotline“ und Online-Tools, die exakt die Kundenbedürfnisse träfen, ganz oben auf den Wunschlisten. „Gerade auch in Letzterem sehen wir eine
besondere Stärke von Athlon Car Lease“, hebt
Holger Rost hervor. „Schon vor sieben Jahren starteten wir die komplett durchgängige InternetPlattfor m At hlonline für unsere Kunden.
Seinerzeit war Athlon Car Lease in dieser Beziehung ein Vorreiter und verfügt somit heute hier
über die größte Erfahrung und die am weitesten
entwickelten Online-Tools. Wir wollen uns
allerdings auch hier nicht auf unseren Lorbeeren
ausruhen, zumal die Weiterentwicklung unserer
Online-Dienste ohnehin sehr stark von den Kundenwünschen nach vorn getrieben wird.“
„Bei Vertragsende ordentlich verhalten“
Außerdem sei Athlon Car Lease offensichtlich sehr
gut aufgestellt beim Thema Fahrzeugrückgabe,
die Kunden würden immer wieder die kulante Art
und Weise der Abrechnungen von Rückgabeschäden loben. Sicher könne hier und da der eine oder
andere Kleinschaden im Sinne der Fairen Fahrzeugbewertung des VMF-Verbandes auch noch
berechnet werden (Athlon Car Lease ist Mitglied),
letztlich nehme man in Meerbusch aber dann doch
Abstand davon. „Wir verfahren bei Athlon Car
Lease nach der Maßgabe: Lieber Kunde, du kannst
bei uns sicher sein, dass wir uns bei Vertragsende ordentlich verhalten werden.“
Was wird ansonsten gegenwärtig seitens der Flottenbetreiber stärker thematisiert?
„Ein Thema im Kommen ist, wieviele Fahrzeuge
die Leasinggesellschaft während der Vertragslaufzeit vorzeitig zurücknimmt, wenn beispielsweise
ein Mitarbeiter außerplanmäßig das Unternehmen verlässt“, fällt Holger Rost ein. „Wir bei Ath-
lon Car Lease verhalten uns auch in dieser Beziehung kulant und treffen kundenindividuelle Vereinbarungen. Auf Wunsch verhandeln wir mit einem Flottenbetreiber auch einen bestimmten Prozentsatz seines Fuhrparks, der vorzeitig zurückgegeben werden kann. Die Konditionen dafür werden dann vorab festgelegt. Allerdings sollten diese Fahrzeuge mindestens 12 Monate alt sein, und
es darf sich nicht um Exoten mit großen Wiedervermarktungsproblemen handeln.“
Gern äußerte sich der Geschäftsführer von Athlon
Car Lease auch noch einmal zum DauerbrennerThema „Full Service Leasing für Kleinflotten oder
nicht?“ (siehe auch die entsprechenden Diskussionsbeiträge in FM 2/2007, Seite 18). Er hält das
Full Service-Leasing für diese Klientel schon allein
deshalb für sinnvoll, weil auch der Kleinflottenbetreiber von den deutlichen Einkaufsvorteilen einer Leasinggesellschaft profitieren könne, die er
selbst so gar nicht realisieren könne. Im Vergleich
zu diesen Einkaufsvorteilen seien die entsprechenden Management-Fees für die einzelnen Dienstleistungsmodule vernachlässigbar gering.
„Aber einmal abgesehen davon: Es spricht auch
nichts dagegen, kleine Fuhrparks sinnvoll zu strukturieren und zumindest die Ansätze einer Car Policy hinein zu bringen. Und schon dazu bedarf es
einer optimalen Beratung, wie sie auf den Erfahrungswerten einer gestandenen Full Service-Leasinggesellschaft wächst. Darüber hinaus verfügt der
Kleinflottenbetreiber in aller Regel nicht über das
Know-how zur qualitativen und damit kostensparenden Rechnungsprüfung, schon bei 20 Fahrzeugen fällt eine Unmenge an Belegen an. Es ist ganz
einfach so, dass der administrative Aufwand rund
um den Fuhrpark, mit dem sich auch in den kleineren Unternehmen irgendjemand intensiv befassen muss, gerade in diesen Unternemen erheblich
unterschätzt wird.“
Mazda siegt zweimal in Folge im AUTO BILD Qualitätsreport.
AUTO BILD 47/04, AUTO BILD 05/06.
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5 Jahre Engagement, Know How und Kompetenz: Das Mazda Team gratuliert den Mitarbeitern von Flottenmanagement zum Jubiläum
und freut sich auf eine weitere gute Zusammenarbeit. Alles über Mazda erfahren Sie beim Mazda Firmenkunden Center unter
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Flottenmanagement
und Mazda Business Vertrieb.
34
Leasing
Abwarten
&
rechtzeitig reagieren
Das geschickte Handling der
Leasingvertrags-Anpassung bei
Kilometer-Ausreißern gehört nach
wie vor zu den Kunststücken im
Fuhrparkmanagement
Das Problem ist offenbar so alt wie der LeasingFuhrpark selbst. „Über 50 Prozent aller Leasingverträge“, weiß beispielsweise Harald Braunschuh, Managing Director Automotive bei der VRLeasing AG in Eschborn, „zeigen signifikante
Abweichungen zur ursprünglich vereinbarten
Fahrleistung. Dabei kann der Ausgleich zur offenen Restwert-Kalkulation gewöhnlich entweder
über die klassische Mehr- bzw. Minderkilometerabrechnung zu festen Größen oder über eine Neukalkulation des Vertrags mit der realistischen
Laufleistung erfolgen.“
Das klingt zunächst einmal recht einfach, wird
nahezu auch immer so praktiziert, dennoch stellt
das optimale Handling bisweilen wohl immer noch
eine kleine Herausforderung an das jeweilige
Fuhrparkmanagement dar. Jedenfalls sieht sich
Harald Braunschuh, auch stellvertretend für den
VMF-Verband der markenunabhängigen Fuhrparkmanagement-Anbieter, veranlasst, den Flottenbetreibern hier noch einmal einige grundsätzliche
Regeln mit auf den Weg zu geben.
Flottenmanagement 3/2007
„Es sollten während der Vertragslaufzeit unbedingt mehrere Anpassungen vermieden werden,“
so Braunschuh, „denn jede Umstellung ist immer
mit Kosten verbunden. Deshalb empfehle ich, nur
bei signifikanten und konstanten Abweichungen
von mehr als 20 Prozent von der vereinbarten Gesamtfahrleistung eine Anpassung beim Leasinggeber zu beantragen. Unterhalb dieser Grenze ist
eine Mehr- oder Minderkilometerabrechnung zu
vorher vertraglich vereinbarten Konditionen zu
empfehlen.“
Dabei sollten die Fuhrparkmanager mindestens
den Ablauf von 50 Prozent der Laufzeit abwarten, da sich zu viel oder zu wenig gefahrene Kilometer zu Beginn des Vertrages über die Laufzeit
noch ausgleichen könnten. „Die Fuhrparkmanager sollten bei einer Neukalkulation des Vertrages eine stichtagsbezogene Anpassung für die
Restlaufzeit verlangen. Dadurch wird die bei einer höheren Fahrleistung entstehende Nachbelastung gleichmäßig auf die Restlaufzeit verteilt. So
wird eine sofortige hohe Nachzahlung vermieden,
Leasing
die gegebenenfalls bei einer rückwirkenden
Anpassung auf eine höhere Fahrleistung anfallen würde.“
Die rechtzeitige Anpassung eines Leasingvertrages an die reale Kilometerleistung wird
auch seitens Arval als „gut und gerechtfertigt“ bestätigt. Der klare Vorteil liege eben
darin, dass die Leasingraten stets korrekt und
überschaubar blieben und es so bei Vertragsende zu keinen Nach- oder Rückzahlungen
käme. „So wird ja auch der große Pluspunkt
beim Leasing,“ verweist Norbert Zumblick,
Commercial Director der ARVAL Deutschland
GmbH, „die festen, berechenbaren Leasingraten, nicht in Frage gestellt.“
Dabei sollte der Leasingnehmer insbesondere
aber folgende Punkte im Auge behalten:
a) Bestimmte Vertragsbedingungen
- Freigrenzen, innerhalb derer Mehr- und Minderkilometer kulanterweise nicht berechnet
werden (normalerweise in den AGB geregelt,
bei Arval beispielsweise +/- 2.500 km)
- Mehr- bzw. Minderkilometersätze (normalerweise im einzelnen Leasingvertrag geregelt)
- Grenze, ab der Vertragsanpassung vom Leasingnehmer wie auch vom Leasinggeber verlangt werden kann (jeweils nach AGB)
- Eventuelle Bearbeitungsgebühren für Vertragsanpassungen
- Gegebenenfalls ist die Laufleistungskontrolle (Ausreißerreports) ohne Berechnung inklusive
b) Service des Leasinggebers
- Ein Full Service-Dienstleister sollte transparent agieren und Reports über Kilometer-Abweichungen liefern können sowie den Leasingnehmer „proaktiv“ auf
die Notwendigkeit von Vertragsanpassungen aufmerksam machen (ist in der Branche weitestgehend Standard, Red.).
- Voraussetzung dafür ist die regelmäßige Erfassung
des Kilometer-Standes. Dies kann auf zwei Arten geschehen: Zum einen beim Tanken (hier ist man aber
auf die korrekte Kilometereingabe des Fahrers angewiesen). Eine Full Service-Leasinggesellschaft, die
auch das Kraftstoffmanagement übernommen hat,
erhält die Daten mit den Tankrechnungen und sollte
dies auswerten können. Die zweite Möglichkeit ist die
Abfrage durch den Leasingnehmer und die Mitteilung
der Daten an den Leasinggeber. In diesem Fall kann
der Leasingnehmer auch ein proaktives Verhalten seines Dienstleisters erwarten, das heißt, eine kostenlose Laufleistungskontrolle.
- Vertragsanpassungen machen allerdings erst nach
zwölf Monaten Laufzeit Sinn – dann können sie aber
praktisch zu jedem Zeitpunkt vorgenommen werden.
Wurde das Fahrzeug während der Laufzeit einem anderen Fahrer oder Einsatzgebiet zugeteilt, ist eine An-
passung oft angebracht. Es kann aber im Einzelfall auch sinnvoll sein, erst die Laufleistungsentwicklung abzuwarten. Ein proaktiver Leasinggeber geht hier zum richtigen Zeitpunkt auf den
Leasingnehmer zu. Ein guter Fuhrparkspezialist
sollte bei den Anpassungsangeboten auch Alternativen aufzeigen, beispielsweise auf Basis der
tatsächlich beobachteten Kilometer die optimale
Laufzeit errechnen und dann gegebenenfalls Vertragsverlängerungen anbieten.
Unabhängig von diesen Tipps und Empfehlungen
ist die Vertragsanpassung aber auch nahezu
überall detaillierter Vertragsbestandteil. In den
entsprechenden Passagen ist vorweg zumeist die
maximal mögliche Gesamtlaufleistung, auf beispielsweise 180.000 oder 200.000 Kilometer begrenzt. Unterschiedlich ist die Berechtigung des
Leasinggebers oder gar beider Parteien geregelt,
den Kilometer-Vertrag wegen erheblicher Überoder Unterschreitung anzupassen. Das kann dann
nach einer Abweichung um zehn, 20 Prozent oder
nach einer Abweichung von beispielsweise 10.000
Kilometern geschehen und sich im Falle von Full
Service-Leasing auch auf die Raten für Technik-,
Reifen- und Tankkarten-Service beziehen.
Schon diese Bandbreiten der juristischen Regelungen im Einzelfall zu diesem Thema lassen also
auch dringend den Blick in den bestehenden Leasingvertrag angeraten erscheinen.
35
36
Management
Genug Möglichkeiten der
Das sagen Fuhrparkmanager zur
Gestaltung einer Car Policy
Der Einfluss des Fuhrparkmanagers
Es zeichnet sich ab, dass in den Unternehmen der Einfluss des Fuhrparkmanagers auf
die Konzeption der Car Policy an Bedeutung
gewinnt. Die Fälle, in denen die Geschäftsleitung „einfach von oben diktiert“ oder die
Gestaltungen der Car Policies sehr stark vom
„Geschmack“ des Unternehmers abhängen,
werden offenbar seltener.
Zumindest kann der Fuhrparkmanager, so
Helmut Schwengels, Pipelife, „auch einen
von der Geschäftsleitung artikulierten, extremen Sparwillen mit vernünftiger Argumentation noch auf eine praktikable, solide Basis stellen im Hinblick auf die Fragen: Was brauchen wir, wie wollen wir uns
bei den Kunden darstellen?“ Das bestätigt
in etwa auch die Aussage von Dieter Prohaska, adidas: „In erster Linie ist in unserem Unternehmen der Bereich Human Ressources für die Firmenwagen-Regelung verantwortlich, ich habe als Fleetmanager aber
dennoch genug Möglichkeiten, auf verschiedene, fahrzeugspezifische Details einzuwirken.“
Flottenmanagement 3/2007
Einwirkung
Andernorts können die Fuhrparkmanager die Initiative mit Vorschlägen ergreifen, die von der jeweiligen Geschäftsleitung sorgfältig geprüft werden. „In unserem Unternehmen wirkt an der Erstellung der Car Policy neben der Geschäftsleitung
und dem Fleetmanagement auch die Personalabteilung mit“, beschreibt beispielsweise Claus-Peter Gotta, Lafarge Roofing. „Dabei kommt der erste Vorschlag bis hin zu den Referenzraten, Referenzmodellen, Ausstattungslinien sowie den
Laufzeiten und Laufleistungsgruppen von mir. Die
Personalleiter befassen sich hauptsächlich mit den
Berechtigungen und der Versteuerung.“
wagen beschafft werden,“ offenbart Erik Schillig, OBI,
„um die Effizienz im Fuhrpark zu erhöhen und die Kosten zu optimieren. Je Funktionsstufe wurde außerdem ein Fahrzeug definiert, wobei es keine Upgrade-,
sondern nur eine Downgrade-Möglichkeit gibt. Durch
die Reduzierung der Car Policy auf drei Marken liefern
auch nur noch zwei Autohändler aus.“
Fahrzeugwahl und Ausstattungs-Linien
Ein seltenerer Fall, aber Wilhelm Schüler, Würth,
kreist die weitestgehende neutrale Fahrzeugauswahl „durch die interne Vollkosten-Rechnung und
Festlegung der Leistungsobergrenze“ ein. „Wir leben das absolute User Chooser-Prinzip, daher rührt
bei uns die große Vielfalt in Bezug auf sehr verschiedene Fahrzeugmodelle (Coupés, Cabrios, SUV
etc. sind erlaubt)“, bekundet Dieter Prohaska.
„Ungefähr 50 Prozent der Flotte entfallen auf VAGFahrzeuge, hieraus resultieren auch die gegenwärtigen Referenzfahrzeuge, der VW Passat und äquivalente
Audi-Modelle“, steuert Claus-Peter Gotta bei, während
Helmut Schwengels auf die Entwicklungsgeschichte
verweist: „Das entsteht gewöhnlich auch aus einer
gewachsenen Beziehung zu einer Fahrzeugmarke und
einem Händler. In unserem Unternehmen hat sich der
VW Passat über Jahre hinweg bewährt, es wurde schon
einmal der Händler gewechselt, aber nicht die Marke.
Bei uns fahren der Außendienst und die Techniker
den VW Passat Variant, die Abteilungsleiter den Audi
A4 Avant, weil das Image des Audi über dem des Passats gesehen wird. Andere Führungskräfte im Außendienst fahren die Mercedes C-Klasse.“
„Wir kamen zu dem Ergebnis, dass künftig nur noch
Fahrzeuge von Audi, DaimlerChrysler und Volks-
Die Frage der Ausstattung wird zwischen „deutlicher
eingeschränkt“ und „frei wählbar“ beantwortet. „Es
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38
Management
Cabrios oder Coupés, wie
beispielsweise auch der Volvo C
70, kommen inzwischen dort zum
Zuge, wo aus Gründen der Mitarbeiter-Motivation die Liberalität
der Car Policy möglichst hoch ist
(li.)
gibt eine Grundausstattung
plus Klimaanlage/-automatik,
CD-Player und Handyvorbereitung, eventuell werden Sicherheitsausstattungen oder
Business-Pakete berücksichtigt“, definiert beispielsweise
Wilhelm Schüler konkret, während Erik Schillig insofern eingrenzt: „Eine Sonderausstattung ist nur wählbar, wenn sie
von außen nicht ersichtlich
ist.“
„Bei uns wird das Referenzmodell mit einer Lafarge-Ausstattung zuzüglich eines festgelegten Prozentsatzes auf den
Listenpreis für die persönliche
Ausstattung gerechnet“, erklärt Claus-Peter Gotta. Bernd
Wickel, ARZ Haan AG, nutzt auch Sondermodelle
der Hersteller. Thorsten Brod, ECS-Group, kann
in punkto Ausstattung den Dienstwagennutzern
ein Mitspracherecht zugestehen, auch Dieter Prohaska kann hier sehr liberal verfahren: „In dieser
Beziehung sind unseren Mitarbeitern alle Möglichkeiten offengehalten.“
Welche Änderungen haben sich positiv ausgewirkt?
Claus-Peter Gotta nennt hier die Festlegung einer Referenzrate mit der Möglichkeit der Zuzahlung, das hätte einiges an Diskussionsstoff genommen. Thorsten Brod hebt die feste Rate bei
freier Ausstattungswahl für den Nutzer hervor.
Wilhelm Schüler wiederum hat gute Erfahrungen
mit der Einführung der Van- und Kombimodelle
aus den einzelnen Kategorien gesammelt.
Trends zu mehr Liberalität?
„Erfolgreiche Außendienstler stellen auch schon
einmal Forderungen“, weiß Helmut Schwengels.
„Entscheidend bleibt aber die Höhe der Leasingraten. Wenn eine gewünschte zusätzliche Ausstattung für einen erfolgreichen Mitarbeiter eine geringfügig höhere Leasingrate bedeutet, ist das
bestimmt kein Grund, den Mitarbeiter zu demotivieren.“
„Unsere Richtlinien sind grundsätzlich offen für
alle Hersteller,“ sagt Claus-Peter Gotta, „Neuaufnahmen in die Car Policy haben am ehesten eine
Chance, wenn der Wagen zuvor im Fuhrpark testweise zur Verfügung stand. Die Mitarbeiter
wiederum können durch Zuzahlung eine Gruppe
nach oben klettern. Es gelten lediglich die üblichen Einschränkungen im Hinblick auf Dreitürer,
Cabrios oder Geländefahrzeuge.“
„Wir fahren bereits eine sehr liberale Car Policy,
um die Dienstwagen-Nutzer zu motivieren“, unterstreicht Dieter Prohaska. „Es ist auch nicht gewünscht, das zu ändern, weil es dieser Maxime
dann widersprechen würde.“
Wachsen die Ansprüche der Dienstwagen-Nutzer?
Da alle drei Jahre die Fahrzeuge erneuert würden, betont Bernd Wickel, würden sie ohnehin
schon in der Serienausstattung mit besseren Merkmalen als die „Alten“ ausgeliefert. „Das ist immer
Flottenmanagement 3/2007
Häufig fließen in die detaillierte
Gestaltung der Car Policy auch die
Business-Pakete der Fahrzeughersteller ein (u.)
wieder ein gutes Argument, um noch höhere Forderungen abzuwehren. Vieles regelt sich dann
aber auch schon mit Verweis auf die Dienstwagenbesteuerung (1%-Klausel).“ „Natürlich wissen
auch die Fahrzeugnutzer, wann ihr Leasingvertrag ausläuft, und informieren sich beizeiten beim
Händler“, weiß Helmut Schwengels. „Sie versuchen, immer die neueste
Ausstattung zu bekommen
und beobachten argwöhnisch, ob der Kollege bereits
etwas Besseres fährt.“
„Grundsätzlich sind die Ansprüche schon recht
hoch, weil bei uns die Firmenwagen Gehaltsbestandteil sind“, gibt Thorsten Bord an, während
Wilhelm Schüler die Erfahrung gemacht hat, „dass
ab einer bestimmten Position nur noch Premiumfahrzeuge gewünscht sind.“
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40
Management
Interview mit Arndt und Bernd
Hüsges, Managing Directors bei
der Hüsges Gruppe in Willich.
Neues Zeitalter
Flottenmanagement: Herr Hüsges, welche flottenrelevanten Dienstleistungen bietet die Hüsges
Gruppe an?
Arndt Hüsges: Seit fast 40 Jahren ist die Hüsges
Gruppe im Bereich der Kfz-Begutachtung tätig.
In den letzten zehn Jahren haben wir unsere Kernkompetenz um einige Komponenten wie Schadenmanagement, Haupt- und Abgasuntersuchungen,
Unfallrekonstruktion, Arbeitssicherheit und um
den Bereich Leasingzustandsberichte erweitert
und bieten unsere Dienstleistungen bundesweit
mit 100 Franchisepartnern an 160 Standorten an,
was uns zu Deutschlands größter unabhängiger
Sachverständigenorganisation macht. Unseren
Fokus legen wir seit einigen Jahren auf die Erstellung von Fahrzeugzustandsberichten vor der
Aussteuerung.
Flottenmanagement: An welche Art von Fuhrparks richten Sie Ihre Services und mit welchen
Vorteilen können Sie hierbei überzeugen?
Bernd Hüsges: Wir bieten Begutachtungen je nach
Kundenbedarf an. Gibt ein Unternehmen die Fahrzeugvermarktung an Dienstleister ab, reichen einfache Bewertungsmaßstäbe. Soll der Fuhrpark
selbst vermarktet werden, muss der Zustandsbericht umfangreicher sein. Der Basiszustandsbericht beispielsweise enthält sieben FahrzeugbilFlottenmanagement 3/2007
der, des Weiteren erstellen wir Berichte mit Händlereinkaufs- beziehungsweise Händlerverkaufswert, Berichte mit Schäden, mit Reparaturkosten,
so dass wir für jede Flotte, zu unseren Kunden zählen Leasingunternehmen, Fahrzeugvermarkter wie
auch Kauffuhrparks, individuelle Bewertungspakete vor der Fahrzeugrückgabe und Abrechnung
anbieten. Wir setzen die selbst entwickelte Software CarData24
kombiniert mit
einer PDA-LöBernd Hüsges:
sung für den
Sachverständi„Mit unserer PDA-Lögen ein, mithilsung sind die Sachverfe derer wir in
ständigen in der Lage,
der Lage sind,
große Fahrzeuggroße Fahrvolumina zeitnah zu
zeugvolumina
bewerten.“
zeitnah zu begutachten und
Zustandsberichte umgehend fertig zu stellen. Dadurch
erreichen wir eine hohe Effizienz und Transparenz.
Beispielsweise können wir an einem Tag über 150
Fahrzeuge aufnehmen, welche dann innerhalb von
zwei Tagen fertig in unserem System multilingual
zur Verfügung stehen. Über eine Online-Schnittstelle ist der Kunde ständig in der Lage mit uns zu
kommunizieren und sich über den Zustand seiner
Aufträge zu informieren.
Arndt Hüsges: Bereits zur Vorstellung unserer Produkte binden wir den Kunden und seine Corporate Identity ein und passen umgehend unsere
Software-Anwendung dementsprechend an. Er
erhält sofort den Zugang und kann mit CarData24 arbeiten. Auf seine Wünsche und Bedürfnisse gehen wir unmittelbar ein, denn nur so erhalten wir die Möglichkeit, unser Produkt kundengemäß zu verbessern. Geht
es um kurzfristige Begutachtung, sind wir personalseitig
und bundesweit so aufgestellt,
dass wir meist für den selben Tag
einen Termin vereinbaren. Der
Kunde nutzt das CarData24-Portal für eine Anfrage, die direkt
bei dem nächstgelegenen Sachverständigen-Partner aufläuft.
Über das Portal kann der Fuhrparkverantwortliche von jedem
Ort zu jeder Zeit den aktuellen
Status des Gutachtens verfolgen. Eine hohe Revisionssicherheit erhält der
Kunde dadurch, dass wir bundesweit einheitliche Werte garantieren, die sich über eine eigens
entwickelte Matrix ausgehend vom eigentlichen
Reparaturwert in Relation zum Fahrzeugwert, errechnen. Das bedeutet, der gleiche Schaden an
einem bestimmten Fahrzeug kostet in München
dasselbe wie in Hamburg.
Management
Bernd und Arndt Hüsges (v.l.) führen die PDA-gesteuerte Fahrzeugbewertung vor (li.)
Präsentation der Life-Reportings in CarData24: v.r.
Bernd Franke (FM), Arndt und Bernd Hüsges, Julia Rose
(FM) (re.)
PDA mit Schnittstelle zur selbstentwickelten Software
CarData24 (u.)
Flottenmanagement: An welchem Punkt im Leben eines Flottenfahrzeugs werden Ihre Services
interessant, welchen Aufwand hat der Kunde?
Bernd Hüsges: In der Regel beansprucht der Kunde unsere Dienstleistungen am Ende der Laufzeit,
wenn das Fahrzeug vor der Aussteuerung bewertet werden soll. Andere Fälle wären Haftpflichtoder Kaskoschäden, wenn wir also eine Schadenhöhe feststellen müssen. Bei großen Fuhrparks
gibt es Vereinbarungen über den so genannten
Kaskopool, also spezielle Preise je nach Volumen.
Benötigt der Fuhrparkleiter die Dienste der Hüsges Gruppe, kontaktiert er seinen Ansprechpartner, der alles weitere
koordiniert. Dies geschieht entweder über
Arndt Hüsges:
die Hotline oder das
Internet-Portal. Geht
„Zudem können wir
ein Auftrag, optional
den Fuhrparkleiter in
mit Ter minwunsch,
seinem Schadensüber das System an den
management unterdem Kunden nächstgestützen.“
legenen Sachverständigen-Partner, muss er
innerhalb eines bestimmten Zeitfensters
bearbeitet werden, sonst erhält ein anderer Partner im Postleitzahlenbereich den Auftrag. Im
Anschluss erfolgt dann die genaue Terminabsprache. Über das System kann jederzeit verfolgt werden, in welchem Stadium sich der Auftrag befindet. Wir ermöglichen dem Kunden damit ein tägliches Live-Reporting und höchste Transparenz.
Flottenmanagement: Wie passen Sie Ihre Arbeit
an die des Fuhrparkleiters an, inwiefern können
Sie seine Arbeit dadurch effizienter machen? Welche Zeit- oder Kosteneinsparungen ergeben sich
daraus?
Bernd Hüsges: Im Bereich der Aufträge ist CarData24 so konzipiert, dass mehrere optional personifizierbare Aufträge mittels Excel-Listen inklusive Bilder und Dokumente wie Fahrzeugschein,
Versicherungspolice etc. zu jedem einzelnen Fall
eingespielt werden können, das System vergibt
automatisch die Aufträge an die Partner, legt die
Schäden an und ermöglicht dem Fuhrparkleiter,
den jeweiligen Bearbeitungsstatus einzusehen.
Am Ende erhält er die Rechnung aus einer Hand,
egal wie viele Partner an der Begutachtung beteiligt waren.
Arndt Hüsges: Ein Zusatznutzen ergibt sich daraus, dass wir sämtliche Schadensvorgänge dokumentieren. Damit können wir den Fuhrparkleiter in seinem versicherungsseitigen Schadenmanagement unterstützen und bieten zusätzlich ein
umfangreiches Archiv über alle gespeicherten
Daten an. Über eine Aufstellung der Schadensregulierungssummen kann er ersehen, ob sich seine Versicherungsvereinbarungen optimieren lassen oder wie er die Prämien für den Fuhrpark neu
verhandeln kann. Wir sind ebenfalls in der Lage,
auf Knopfdruck Statistiken über die Schadenhäufigkeit oder Schadensarten etc. zu erstellen. Dadurch, dass wir
auf ein bundesweites
Werkstattnetz mit kostenoptimierten Reparaturpreisen zurückgreifen, können wir für
Fuhrparks ein komplettes Schadenmanagement anbieten inklusive
24-Stunden-Hotline,
Leihwagen und Rechtsanwälten. Kosteneinsparungen von 20 Prozent sind dabei realistisch.
Flottenmanagement: Wenn Sie einige Zeit zurückblicken, welche technischen Innovationen erleichtern Ihnen und Ihrem Team die Arbeit heute, wie nutzen Sie die moderne digitale Technik,
welche Effizienz und Transparenz erreichen Sie
dadurch mittlerweile?
Arndt Hüsges: Unsere Sachverständigen arbeiten
heute bei der Begutachtung mit einem Personal
Digital Assistant (PDA) in einem von uns selbst
entwickelten System. Wir betrachten es als Beginn eines neuen Zeitalters in der Fahrzeugbewertung. Zum einen erhalten sie über eine direkte Schnittstelle zu DAT mit der Fahrgestellnummer sämtliche relevante Fahrzeugdaten inklusive
Herstellerausstattung. Zum anderen passen wir
die Programme speziell auf die Rücknahmeanforderungen des Kunden an, beispielsweise wenn er
bestimmte Fahrzeugfotos, bestimmte Wertekategorien benötigt. Ohne deren Erfüllung lässt sich
das Gutachten nicht abschließen. Somit unterstützt ihn das Programm, minimiert Fehlerquellen gegen Null und beschleunigt durch vorgegebene Schritte den Ablauf. Der PDA lässt sich
zudem multilingual programmieren. Wenn also ein
Gutachten in Frankreich in der Landessprache
erstellt wird und das Gutachten auf unseren Server geschickt wurde, kann der zuständige Mitarbeiter es auf Knopfdruck direkt auf deutsch respektive englisch, italienisch, türkisch, niederländisch oder tschechisch bearbeiten. Die Sprachbarrieren und der damit verbundene Zeitaufwand
für Übersetzungen fallen somit weg. Nicht zuletzt
wird durch die ganze Systematisierung der Begutachtung per PDA der einzelne Sachverständige schneller und flexibler. Er kann vor Ort den
Vorgang abschließen und an CarData24 versenden. Die Standzeiten der Fahrzeuge verkürzen
sich. Insgesamt verringern sich die gesamten Prozesskosten erheblich.
Hüsges Gruppe
Das Ingenieurbüro Helmut
Hüsges wurde im Jahre 1970 gegründet. Mittlerweile gehören
über 160 Sachverständigen-Niederlassungen mit 100 FranchisePartnern zur Hüsges Gruppe. Der
Dienstleistungsbereich erstreckt
sich auf die Bereiche Schadenund Wertgutachten, Schadenmanagement, HU/AU, Verkehrsunfallrekonstruktionen,
Unfallursachen-Ermittlung und
Verkehrssicherheitsuntersuchungen. Seit der Übernahme des Büros Willich durch Bernd Hüsges hat die forensische Tätigkeit
einen breiten Raum in der Gesamtpalette der Unternehmensdienstleistungen eingenommen. 1996 ist die Fahrzeug-Untersuchung nach § 19 sowie 1999 die Arbeitssicherheit mit in das
Unternehmensprofil aufgenommen worden. Im Jahre 2000 wurde von Arndt Hüsges ein weiteres Segment in das Unternehmensportfolio eingebunden. Hierbei handelt es sich um Fleet Management Services für Leasinggesellschaften. Die Hüsges Gruppe ist Mitbegründer der Firma CareMobil24, die sich auf
Fuhrparkbetreuung von Start bis Ziel spezialisiert.
Kontakt: Arndt Hüsges
Krefelder Str. 297, 47877 Willich, 02154/428888
[email protected] • www.huesges.com
Flottenmanagement 3/2007
41
42
Management
Großkundenleistungszentrum
Gemischtwarenladen oder
Dienstleistungsmarke mit verschiedenen Produktmarken? Ein Gastbeitrag
von Ingo Hinrichs, Verkaufsleiter Großkunden Region Süd/Ost bei der MAHAG
Münchener Automobil und Service
GmbH & Co. KG in München
„Nun“, antwortete einmal ein Bewerber um eine
Position eines Großkundenbeauftragten, als er gefragt wurde, was das Ziel des ersten Gesprächs
mit einem Großkunden sei, „ich will dem Kunden
mein Produkt präsentieren, ihn davon begeistern
und es ihm verkaufen.“ Bei dem Produkt ging es
um eine Automarke, die in ganz Deutschland in
jeder Stadt mehrfach angeboten wird und quasi
„an jeder Ecke“ zu erwerben ist.
Großkundenleistungszentren benötigen Produktmarken, die sie verkaufen. Je wertiger und zahlreicher sie vorhanden sind, um so leichter ist es,
im Markt überhaupt mit den potenziellen Kunden zu sprechen. Wenn ein Großkundenleistungszentrum jedoch eine eigene Marke sein will, muss
es sich am Markt neu positionieren und aus der
Autolieferantenposition in eine Dienstleistungsund Beratungsposition wechseln. Sämtliche die
Wertschöpfungskette beeinflussenden Produkte
müssen dann innerhalb des Leistungszentrums
vorhanden und miteinander verzahnt sein, ebenso
vorhanden und verzahnt wie die verschiedenen
als Marke
Geschäftsfelder: Akquisition, Leasing und Finanzierung, Distribution, Service, Versicherung, Risk
Management und Gebrauchtwagenvermarktung.
Dazu gehören auch das Fuhrparkmanagement in
allen Facetten und hunderte von kleinen Dingen
mit Bedeutung im Fuhrparkwesen.
Wie funktioniert eine vitale Dienstleistungsmarke?
Eine Dienstleistungsmarke funktioniert, wenn sie
zertifiziert ist... Prozesse genau beschrieben
sind... Standards eingehalten werden... Zuständigkeiten klar sind...
Die – nennen wir sie – Randprodukte stützen den
Vertrieb der Kernprodukte und schaffen den Benefit. Wenn dieser Benefit erkannt wird, ist das
ein Grund, eine Geschäftsbeziehung einzugehen.
Benefit ist die Bedingung dafür, dass nicht nur
über Preise und Nachlässe diskutiert wird, sondern über Leistungen, die wichtig sind und helfen, für das Kerngeschäft des Kunden die nötigen Freiräume zu schaffen.
Vitalität?
Die Marke Großkundenleistungszentrum ist
gleichsam Problemlöser und Berater bei allen automobilen Services. Es wird nicht nur über den
Markt gegangen, um Autos zu verkaufen. Die Marke Großkundenleistungszentrum hält alle automobilen Services bereit und implementiert diese
in das beratene Unternehmen als ein zusammengehörendes Dienstleistungssystem. Die Automobile werden dann in das implementierte Dienstleistungssystem distributiert.
„Das ist so Standard.“ „Das schreibt die ISO-Norm
so vor.“ „Das geht nicht anders, weil...“ „Dafür
ist jetzt keine Zeit.“ „Das können wir nicht,
weil...“ „Das haben wir schon immer so gemacht...“
Die vitale Dienstleistungsmarke funktioniert nur
mit Kreativität der Prozessschaffenden; mit der
Voraussetzung, stets die Hand am Puls des Marktes zu haben; mit dem Willen, nicht nach Zuständigkeiten zu suchen, sondern zuständig zu sein;
mit der Anpassung – nicht Anbiederung – an
Marktgegebenheiten und Kundenanforderungen;
mit dem Aufspüren von Trends; mit der steten
Optimierung der Prozesse; mit Innovationen, die
überraschend sind und vom Kunden als erleichternd empfunden werden. Die Marke funktioniert
mit Nachhaltigkeit, mit Seriosität und betriebsZuständig sein
und stets die
Hand am Puls des
Marktes: „Die vitale Dienstleistungsmarke
funktioniert nur
mit der Kreativität der Prozessschaffenden“
Flottenmanagement 3/2007
wirtschaftlich gesicherten Prozesstrukturen. Sie funktioniert mit
Kompetenz und Kommunikation
auf hohem Niveau. Sie funktioniert mit der Neugier, alles zu hinterfragen, auf den Prüfstein zu
Ingo
stellen und querzudenken. Sie
Hinrichs
funktioniert mit der Bereitschaft,
ist Verkaufsleiter Großkunden Region
verantwor tlich und entscheiSüd/Ost der MAHAG Automobilhandel
dungsbereit zu sein. Sie funktiound Service GmbH & Co. KG.
niert mit beständigen Prozessen,
die nicht jeder modischen EntDer Hamburger Industriekaufmann
wicklung hinterherlaufen. Sie
und Marketingwirt ist ein ausgesprofunktioniert nur, wenn alle hinchener Fuhrparkmanagement-Experterfragten und quergedachten
te für Großkunden. Er gilt als ArchiDinge nicht heute so und morgen
tekt und Verfechter innovativer
anders in die Prozesse eingesteuDienstleistungskonzepte bis ins Detail mit proaktiver Feinsteuerung.
ert werden, sondern die Prozesse
behutsam geregelt werden, so
dass sie dauerhaft sind. Wer dafür
die Rahmenbedingungen zulässt, wird eine funktionierende und vitale
Dienstleistungsmarke schaffen.
Sendung und Wahrnehmung der Markenbotschaft
Jeder Kontakt mit der Marke bewirkt ein Senden und Wahrnehmen der
Markenbotschaft. Sobald sich der Kunde mit der Marke befasst und die
Sendung wahrnimmt, spult im Kopf ein individueller Film ab. Emotionen
werden frei, und es wird Erlebtes, Vermitteltes, Vermutetes, Positives und
Negatives mit der Marke verbunden. Das ist bei einer regionalen Marke,
wie sie ein Großkundenleistungszentrum verkörpert, naturgemäß auf den
Kreis der Rezipienten eingeschränkt, der diese Marke kennt. Aber dieser
Kreis wird die Marke wahrnehmen und etwas mit ihr verbinden.
Unentbehrlich ist es, die Markenbotschaft in Einklang mit den Werten der
Marke zu bringen und dafür Sorge zu tragen, dass Botschaft und Handeln
identisch sind. Die Wahrnehmung ist dann Sache des Kunden. Je glaubwürdiger Botschaft und Handeln im Einklang stehen, um so positiver wird
die Marke wahrgenommen.
HERZLICHEN
GLÜCKWUNSCH!
Profunde und unabhängige Informationen rund um
Lässt sich Qualität erzeugen?
Qualität ist ein Bewusstsein, das sich im Kopf des Rezipienten entwickelt.
Ein Unternehmen kann viel dafür tun, dass es solide, traditionell, innovativ, betriebswirtschaftlich oder opportun arbeitet und produziert. Es kann
von sich behaupten, dass es Qualität liefert. Entscheidend ist aber, ob der
Kunde es so empfindet. Es gibt keinen Kunden, der einfach nur nicht versteht, dass Qualität produziert wurde. Es gibt nur Kunden, deren Ansprüche und Werteerwartungen erfüllt werden müssen.
Was leistet die Marke?
Ist es nicht das Tun, das im allgemeinen als Leistung verstanden wird? Ist
Leistung nicht das Regulieren und Beheben möglicher Probleme, das Schließen eines Vertrages und der Aufbau einer Kundenbeziehung? Ist Leistung
nicht, zufriedene Kunden zu haben?
Die Marke leistet Commitment (= Eintrittsverpflichtung, Verbindlichkeit,
Bindung). Das ist keine Absichtserklärung, um einen kommunikativen Erfolg beim Kunden oder nach innen zu buchen, zur eigenen Beruhigung,
um anzuzeigen, was unter Umständen geleistet werden könnte.
Commitment meint vielmehr die Verpflichtung zur Übernahme von Verantwortung, verbunden mit der gelebten Beständigkeit, dieser übernommenen Verantwortung immer gerecht zu werden. Commitment ist mehr als
ein Markenversprechen und eine Markenbotschaft. Es ist das Leben eines
Engagements und das permanent strukturierte, aber auch kreative Handeln aller, die sich dieses Engagements verschrieben haben – committed
sind. Es ist die ständige Gestaltung von vielen Prozessschritten, die Teile
eines Gesamtprozesses sind, der täglich aufs Neue dazu führt, das alle
Versprechen, die eine Marke abgibt, auch eingelöst werden.
Das klingt ebenso einfach, wie es kompliziert ist. Aber genau das ist es,
was eine Marke leisten muss.
das Fuhrparkmanagement, aktuelle Branchenberichte
und Marktübersichten, spannende Specials, ausführliche
Tests und guten Rat. Das ist „news to use“ in Bestform.
Zum fünfjährigem Jubiläum gratuliert die
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dem Herausgeber und dem gesamten Redaktionsteam
des Fachmagazins
FLOTTENMANAGEMENT.
Wir wünschen unserem Partner auch weiterhin gelungene Beiträge und Informationen für interessierte Leser
und unsere gemeinsamen Kunden!
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Anz_Geburtstag_Flottenmgt_RZ.ind1 1
21.05.2007 14:36:06 Uhr
44
Management
„Passt jetzt in seinen Dimensionen optimal in die
Klasse“: Im Segment des neuesten Fiat Scudo wird das
größte Wachstums-Potenzial gesehen (u.)
„Erfolgsstory im Segment der City-Vans“: Der Fiat Dobló
Cargo rangiert in seiner Klasse 2007 erstmals auf Rang
zwei (ganz u.)
„Seit vielen Jahren das Thema Erdgas entscheidend
voran gebracht“: Die Version des Dobló Cargo gehört zu
den absoluten Marktführern (re.o.)
„Bei den 3,5-Tonnern ebenfalls auf Platz zwei: Der Fiat
Ducato ist schon traditionell eine feste Größe im
deutschen Transportermarkt (re.u.)
Interview mit Thomas Hajek, Vorstand (li.), und Marco Kronsbein,
Referent Großkunden, bei der Fiat Automobil AG in Frankfurt/Main
Flottenmanagement: Auch im deutschen Flottenmarkt ist Fiat Professional, die leichte Nutzfahrzeugsparte von Fiat, seit nahezu zwei Jahrzehnten eine feste Größe. Insbesondere hat sich hier auch der große
Transporter Ducato immer wieder als Importfabrikat Nummer eins etabliert. Welche Bedeutung hat das Flottengeschäft für Fiat Professional
im Vergleich zum Privatkundengeschäft bzw. zum Geschäft mit kleineren Gewerbetreibenden?
Kronsbein: Von den rund 40.000 Fahrzeugen, die wir im Jahr vermarkten, entfallen etwa 50 Prozent nicht auf den gewerblichen Bereich,
ein Großteil davon wiederum sind Reisemobile. In der anderen Hälfte
liegt unser Fokus sehr stark auf kleineren Flotten bis etwa zehn Fahrzeuge und mittleren Flotten bis 50 Einheiten. Das ist ein Geschäft, das
unser Handel sehr erfolgreich und professionell betreibt. Bei großen
Flotten sehen wir noch zusätzliches Potenzial, wissen uns aber auch in
einer sehr guten Ausgangs-Position. Mit Strada, Dobló Cargo, Scudo
und Ducato bieten wir hier einerseits die umfangreichste Produktpalette und andererseits sehr attraktive Restwerte.
Flottenmanagement: Wo steht jetzt Fiat Professional aktuell in den
einzelnen Klassen des Flottengeschäfts? Was können Sie noch tun, um
die Marktanteile noch weiter auszubauen, wie hart ist hier die Konkurrenz zu den einheimischen Herstellern, wie sieht das Ranking im
Vergleich zu anderen Importfabrikaten aus?
Hajek: In der großen Transporterklasse mit 3,5 Tonnen Gesamtgewicht
halten wir auf dem deutschen Markt mit dem Fiat Ducato Platz zwei
mit einem Segment-Anteil von über 20 Prozent hinter dem Sprinter
Flottenmanagement 3/2007
Hervorra
und vor allen anderen deutschen Herstellern und Importfabrikaten. Das ist eine
sehr gute Position. Im Segment des Fiat Scudo sehen wir das größte Wachstumspotenzial, weil wir seit Januar 2007 mit dem neuen Scudo ein Fahrzeug im Portfolio haben, das in seinen Dimensionen optimal in diese Klasse passt. Diesen
Newcomer wollen wir mittelfristig unter den ersten Drei der Klasse platzieren.
Dass wir voll in der Lage sind, solche Potenziale mit unserem Handel und unseren
Geschäftspartnern zu nutzen, beweist auch die Erfolgsstory des Dobló Cargo im
Segment der City-Vans, der 2007 erstmals hinter dem Caddy auf Platz zwei liegt.
Flottenmanagement: Wie verteilt sich gegenwärtig Ihr Flottengeschäft, einmal
betrachtet im Hinblick auf Branchen, einmal betrachtet im Hinblick auf Flottengrößen? In welchen Segmenten kommt Fiat Professional schon sehr gut zum
Zuge, wo sehen Sie noch Nacharbeit vor sich?
Hajek: Fiat Professional hat schon sehr früh begonnen, für die handwerklichen
Branchen maßgeschneiderte Lösungen anzubieten und kann auf diesem Gebiet
einen großen Erfahrungsschatz vorweisen. Der Kunde kommt bei uns schnell zu
einem Fahrzeug, das auf seinen Einsatzzweck zugeschnitten ist. Er muss also
nicht mehr verschiedene Zulieferer zu Rate ziehen oder gar selbst für den Umbau
Management
45
Fahrzeugen verhält sich in dieser Beziehung zurückhaltender.
Flottenmanagement: Wenn die geeignete Modellpalette geboten wird, welche wesentlichen Anforderungen stellt gegenwärtig der Flottenbetreiber an seinen
Transporter-Lieferanten, was müssen Sie seitens Fiat
Professional darüber hinaus leisten können?
Hajek: Grundsätzlich sind wir mit unserer Produktpalette hervorragend aufgestellt. Der gewerbliche Transporterkunde verlangt im komplexen Nutzfahrzeuggeschäft aber zu Recht auch eine ausgezeichnete Beratung durch Top-Verkäufer – beispielsweise im Hinblick
auf Maße, Zuladung oder Achslasten. Viel mehr noch
als im Pkw-Bereich sind hier im Verkauf absolute Spe-
gend aufgestellt
sorgen. Das begründet unseren durchschlagenden Erfolg in diesem Geschäft. Auch die
Händler wissen es zu schätzen, dass wir unsere
Modelle mit einer Vielzahl von Spezifikationen ab
Auslieferungslager anbieten können. Wie flexibel wir unser Angebot auf den Bedarf unserer
Kunden zuschneiden können, ist auch daran ersichtlich, dass wir gerade bei kleinen Flotten einen sehr hohen Marktanteil verzeichnen können.
Flottenmanagement: Wie verteilt sich Ihr Flottengeschäft im Hinblick auf Leasing/Kauf, können Sie Trends in die eine oder andere Richtung
verzeichnen, wie begründen Sie aus Ihrer Sicht
die Entwicklung?
Hajek: Naturgemäß spielt das Leasing für den
Gewerbetreibenden eine ausgesprochen starke
Rolle. Dies liegt vor allem in der deutschen Steu-
ergesetzgebung begründet.
Bei uns liegt der Leasinganteil bei rund 80
Prozent. Einen Großteil dieser Geschäfte wickeln wir über unseren eigenen Finanzdienstleister, die Fiat Bank, ab. Gegenwärtig stellen wir verstärkt
einen Trend zu
Full-Service-PaThomas Hajek:
keten fest, auch
wenn die Kunden „Der Kunde kommt bei
in der Regel von
uns schnell zu Fahrniedrigeren Leiszeugen, die auf den
tungsumfängen
Einsatzzweck zugeaus starten. Vor
schnitten sind.“
allem das Management großer
Fuhrparks nutzt
die Vorteile des Full-Service-Leasing. Der
klassische Gewerbetreibende mit bis zu drei
zialisten gefordert. Daher arbeiten wir seit Jahren sehr
aktiv daran, bei uns intern wie auch beim Handel eine
Verkaufsmannschaft mit entsprechender Qualifikation und umfangreichem Fachwissen aufzubieten. Wir
unterstützen unseren Handel aktiv bei der Auswahl,
bei der Einstellung von Verkäufern
und auch bei der Entlohnung in
der Einarbeitungszeit. Unter dem
Strich ist das für den Kunden bares Geld wert. Dass wir hier den
richtigen Weg beschreiten, zeigt
die hohe Loyalitätsrate unserer
Kunden.
Flottenmanagement: Welche Bedeutung innerhalb des Flottenmarktes genießt das Geschäft mit
speziellen Transporter-Lösungen, wie ist Fiat Professional hier aufgestellt?
Flottenmanagement 3/2007
46
Management
Hajek: Wir bieten schon seit langem spezielle Aufbaulösungen für Dachdecker, Schreiner oder den
Sanitärbereich an. Eine ausgesprochen starke Position im Markt halten wir auch im Segment der
Kühlfahrzeuge, nicht nur für den Lebensmittel-,
sondern auch für den Arzneimittel-Transport. Die
entsprechenden Spezial-Versionen des Dobló Cargo, Scudo und Ducato stehen über die gesamte
Bandbreite der Modellpalette zur Verfügung. Zusätzlich zielen wir mit unseren Speditionsmodellen mit besonderem Innenausbau auf große Flotten.
Flottenmanagement: Fiat Professional kann auch
trefflich auf dem Klavier der alternativen Antriebe
spielen, wie gestaltet sich die Nachfrage nach Erdgas-Transportern?
Hajek: Das sehen wir ein wenig mit lachendem und
weinendem Auge. Einerseits hat Fiat nicht nur im
Pkw-Bereich, sondern auch im Nutzfahrzeugbereich seit vielen Jahren das Thema Erdgas entscheidend voran gebracht, ist aber damit wahrscheinlich auf Grund seiner Stellung als Importeur in der
Öffentlichkeit nicht so durchgedrungen, wie es
dieses Engagement selbst verdient hätte. Diese
Fahrzeuge, die quasi keinerlei Feinstaub produzieren und eigentlich als geniale Lösung gelten,
passen mehr denn je in die Zeit. Wir gehören mit
Nutzfahrzeugen wie dem Dobló Cargo und dem
Ducato zu den absoluten Marktführern.
Hajek: In den mittleren Gewerbebereichen sind Thema Transporter in Frankfurt: Bernd Franke (FM),
wir in dieser Beziehung schon sehr stark über Marco Kronsbein, Thomas Kern, Thomas Hajek (alle
die Fiat Bank engagiert. In der Regel wachsen Fiat), Erich Kahnt (FM, v.l.)
die Kundenanforderungen an das Service-Paket
in Etappen. Zunächst einmal erwartet der Kun- Kronsbein: Wir stehen jedem potenziellen Partde Planungssicherheit in punkto Wartungskos- ner offen gegenüber. Wir glauben, dass wir mit
ten. Dieser Zielsetzung kommt entgegen, dass herstellerunabhängigen Leasinggesellschaften
unsere neuen Fahrzeuge Wartungsintervalle von vor allem verstärkt dort ins Geschäft kommen könAktuell hat sich der Trend zu Erdgasfahrzeugen – bis zu 45.000 Kilometern aufweisen. Das redu- nen, wo sie große Flotten im Bestand führen. Hier
auch durch den Markteintritt deutscher Hersteller ziert die Kosten per se, denn bis zu einer Ge- stellen wir uns der Herausforderung, die Position
– deutlich verstärkt. Erdgasfahrzeuge genießen samtlaufleistung von 200.000 Kilometern fallen von Fiat Professional stärker auszubauen, beiderzeit im Markt eine enorme Akzeptanz. Zwar ist zwei Wartungen weniger an. Zudem bieten un- spielsweise unter Verweis auf die langen Inspekunser Marktanteil durch die Zunahme der Wettbe- sere neuen Fahrzeuge mit Pkw-Zulassungen in tionsintervalle oder attraktivere Restwerte im Verwerber gesunken, aber wir verkaufen mehr Fahr- den einzelnen Transporterklassen jetzt beste gleich zum Wettbewerb. Um unsere Produkte adzeuge als im Vorjahr und halten nach wie vor Rang Kasko-Einstufungen mit deutlichem Abstand äquat präsentieren und die Vorteile dem Kunden
drei bei den Zulassungen.
zum Wettbewerb. Das gibt einen weiteren Hin- verständlich und praxisnah darlegen zu können,
haben wir unweis auf die kosteneffiziente ReFlottenmanagement: Abseits der Modellpalette paraturfreundlichkeit.
sere Vertriebsverlangt der Flottenbetreiber auch zusätzliche Ser- Ich will hierfür nur ein Beispiel
mannschaft im
vice-Programme, im Falle Leasing häufig ein mehr anführen: Bei unseren neuen
GroßkundenMarco Kronsbein:
oder minder ausgebautes Full-Service-Leasing. Wie Fahrzeugen sind die Frontscheinbereich mit
ist Fiat Professional hier aufgestellt, was kann hier werfer nach oben und hinten gekompetenten
„Unser Fokus liegt
die Fiat Bank schon von Haus aus leisten, wie wer- zogen, weil der Ersatz beschädigFachleuten
sehr stark auf kleiden die einzelnen Dienstleistungs-Module darge- ter Scheinwerfer generell sehr kosverstärkt und
neren und mittlestellt?
werden hier
tenintensiv ist. Durch unsere
ren Flotten.“
auch personell
NeukonstruktiFlottengeschäft Fiat Nfz 2006
weiter wachon liegen aber
Verkaufte Einheiten (bereinigtes Flottengeschäft) 7.423 Einheiten
sen und weidie Scheinwerfer
+ 2,25 % (7.256 in 2005)
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr
terhin erstjetzt in einem
Prozentuale Verteilung des Flottengeschäfts
klassige Betreuung bieten. Fiat hat den CommonBereich,
der
nachweislich
bei
41,43 %
Transporter bis 2,0 t zG (Fiat Doblò Cargo)
Unfällen seltener in Mitleiden- Rail-Dieselmotor erfunden und bietet repa5,82 %
Transporter bis 2,8 t zG (Fiat Scudo)
schaft gezogen wird. Das wie- raturfreundliche Fahrzeuge mit niedrigen War50,61 %
Transporter 2,8 bis 3,9 t zG (Fiat Ducato)
2,14 %
Pick Up (Fiat Strada o.ä.)
derum schlägt sich konkret in tungskosten. Alles gute Argumente, die für den
1. Ducato KAWA 35 L4H2 120 PS
Topseller im Flottengeschäft
niedrigeren Kasko-Prämien nie- Kauf eines Fahrzeugs aus unserer Produktpalette
2. Ducato KAWA 30 L1H1 100 PS
der. Ansonsten stehen auf der sprechen.
3. Ducato KAWA 33 L4H2 120 PS
Anforderungs-Skala der einzelFiat Mini Cargo, City Transporter unter
Flottenrelevante Produkt-Neuheiten
nen Dienstleistungs-Module Flottenmanagement: Welche Ziele setzen Sie für
1,6 t
der nächsten 12 Monate
noch Versicherungsleistungen Fiat Professional im laufenden Jahr, was wollen
Leasing 80 % / Kauf 20 %
Anteile Leasing (Full Service-Leasing)/Kauf
2 Jahre ohne km-Begrenzung,
Garantiebedingungen
ganz oben, weiter hinten ran- Sie mittelfristig bis 2010 erreichen?
optional erweiterbar
giert das Tankkarten-Managebis zu 45.000 km
Inspektionsintervalle
Hajek: Wir planen dieses Jahr 45.000 Fahrzeuge
ment.
Kooperationspartner/Leasinggesellschaften/ Die Fiat Automobil AG hält mit namhaften
zu fakturieren. Im nächsten Jahr kommen mit
Leasinggesellschaften Rahmenverträge
Banken (Ansprechpartner)
dem neuen Kleinsttransporter Mini-Cargo, einem
Flottenmanagement:
Wie
geFiat Automobil AG, Großkunden / RaC /
Ansprechpartner Großkundengeschäft
genialen Konzept unterhalb der Dobló Cargo-Baustaltet
Fiat
Professional
das
VerGebrauchtwagen (direkte Ansprechpartner siehe website)
hältnis zu den herstellerunab- reihe, und einem Eintonner-Pick up noch zwei atwww.fiatflotte.de
Internetseite für Großkunden
hängigen Leasinggesellschaf- traktive Fahrzeuge hinzu. Dann halten wir 50.000
www.fiat-professional.de
Einheiten im Jahr für realistisch.
ten?
Flottenmanagement 3/2007
Kommunikation in Bewegung
Mit genug
ist Ihre Flotte vorn.
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Freisprechanlagen neu definiert
Ob Freisprechen oder Navigation, Einsteigermodell
oder Profiversion, EGO lässt keine Wünsche offen.
EGO eignet sich für jeden Fahrzeugtyp und jede
Fahrzeuggröße. Nutzen mehrere Personen ein Fahrzeug? Kein Problem: EGO kann die Daten von bis zu
10 Mobiltelefonen speichern und ermöglicht so einen einfachen Benutzerwechsel. Einbaubetriebe vor
Ort stehen Ihnen und Ihrer Flotte mit Rat und Tat zur
Seite. Starten Sie durch – mit Ihrem EGO.
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Ein Unternehmen
der Funkwerk AG
48
Management
Mit den FLEETdays startet
die Hiepler + Partner
Akademie eine Vortragsreihe für Fuhrparkleiter, die
sich auf ausführliche Fachvorträge konzentriert.
AufTakt
Weniger ist mehr. Dass dieser Spruch sich für die Auftaktveranstaltung der neuen Seminarreihe „FLEETdays“ der Hiepler
+ Partner Akademie bewahrheitet hat, bestätigt Geschäftsführer Marc-Oliver Prinzing. Während bei anderen Seminarkonzepten zwei Veranstaltungstage mit Referaten vollgepackt
werden, beschränkte sich die Referentenzahl im Göttinger Sartorius College auf zwei pro Tag, denen jeweils rund zwei Stunden Vortragszeit eingeräumt wurde.
„Das Konzept, reine Fachvorträge in einem kommunikativen
Rahmen anzubieten, ist aufgegangen und sehr gut angenommen worden“, resümmiert Prinzing. Außerdem blieb genug
Zeit für Zwiegespräche und Erfahrungsaustausch unter Kollegen im kleinen Rahmen, ein nicht zu unterschätzender Faktor. Rund 30 Fuhrparkentscheider verfolgten eine vielseitige
Themenmischung an Vorträgen, die wir hier inhaltlich anreißen wollen.
Ausschreibungen
Uwe Seitz von der Semase Seitz GmbH & Co. KG setzte seinen
Vortragsschwerpunkt auf Wissenswertes zur Ausschreibung
von Leasing- und Fuhrparkmanagementdienstleistungen.
„Ausschreibungen dienen zum einen der Überprüfung der
Dienstleistungsqualität des Anbieters, der Preisstellung im
Markt, weitere Gründe sind eigene Kostenoptimierungen im
Fuhrparkbetrieb oder der Ausgleich von marktbedingten Kostensteigerungen“, fasst der Unternehmensberater zusammen.
Inhaltlich sollten die Ausschreibungen konkretisiert werden,
vor allem in Bezug auf Anforderungen und Aufgabenstellung
Flottenmanagement 3/2007
an den Anbieter, Bewertungskriterien, Erwartungen an
Inhalte und klare Vereinbarungen sowie die Inhalte eines Servicelevel-Agreements. Drei bis vier der „besten“
Anbieter sollten dann von Angesicht zu Angesicht auf
Herz und Nieren geprüft werden, sprich: haben sie die
Aufgaben verstanden, wie glaubwürdig, wie f lexibel
sind sie etc. Kommt es nach erfolgreichen Verhandlungen zum Vertragsabschluss, empfiehlt Seitz regelmäßige Überprüfung, Statusgespräche und kollegialen Austausch.
Gebrauchtwagenvermarktung
Dr. Werner Lohrberg, AUTOonline (s. Foto oben), beleuchtete das Thema Gebrauchtwagenvermarktung,
welches vor allem Kauffuhrparks, Leasinggesellschaften, Hersteller, den Handel und Autovermieter betrifft.
Neue Märkte innerhalb und außerhalb Europas beeinflussen das Geschäft positiv, nicht zuletzt die elektronischen Medien vereinfachen die Prozesse. Was also
ist entscheidend für die gewerbliche Gebrauchtwagenvermarktung: neben der Optimierung der Erlöse gilt
es die eigenen Rahmenbedingungen und Voraussetzungen im Auge zu behalten.
„Zunächst ist es wichtig, mit der Auswahl des Fuhrparkfahrzeugs (Marke, Modell, Ausstattung, Farben,
Zustand) eine Attraktivität zu schaffen. Bei der Vermarktung spielt es zudem eine Rolle, wie groß der Käuferkreis ist und wie aussagekräftig die Fahrzeugbeschreibung ist“, weiß Lohrberg. Weitere Überlegungen
Lieber Fuhrparkmanager,
das könnte der Grund sein, warum man Sie
besonders freundlich im Aufzug grüßt.
Mondeo. Der neue Ford.
Verführt in Sekunden: der neue Ford Mondeo. Dafür sorgt alleine schon seine
äußere Erscheinung, geprägt durch das neue Ford kinetic Design. Darüber
hinaus überzeugt er durch innovative Technologien wie z. B. Adaptive Cruise
Control mit Auffahrwarnsystem. www.ford.de/firmenkunden
O&M FL/07-06
FordMondeo
Feel the difference
50
Management
Vornehmlich gute Kritiken ließen die 30 Teilnehmer über die Auftaktveranstaltung verlauten (li.o.)
„Die Akzeptanz und das positive Feedback bestärken uns, diese Veranstaltungsreihe fortzusetzen“ Geschäftsführer
Stephan A. Hiepler und Marc-Oliver Prinzing
(o.re., v.l.)
Die FLEETdays fanden strategisch günstig im am
geografischen Mittelpunkt Deutschlands gelegenen Göttinger Sartorius College statt (ganz li.u.)
Uwe Seitz versuchte die Zuhörer für die Fallstricke der
Suche nach Leasing- und
FuhrparkmanagementDienstleistern zu sensibilisieren (re.u.)
Der Rechtswissenschaftler
Joachim Otting brachte
Licht in das Dunkel des
Schadensrecht (li.u.)
für die Wahl des Partners sollten angestellt werden bezüglich
des Vermarktungsvolumens, Logistik und der eigenen personellen Ressourcen.
Schadensrecht
Dem sonst recht trockenen juristischen Gebiet verschaffte Ass.
Jur. Joachim Otting durch seinen Vortrag zum Schadensrecht
einen anschaulichen Flottenbezug für Nicht-Juristen. Ein Interesse galt der Schadensminderungspflicht, über die der BGH
entschieden hat, dass der Geschädigte nicht in die Tasche
des Schädigers sparen muss.
In diesem Zusammenhang informierte Otting über die Rechtmäßigkeit der Einbehaltung von Großkundenrabatten im Fall
von Schadensreparaturen. Damit einher geht der Fall der fiktiven Abrechnungen. Am Beispiel der „Porsche-Entscheidung“
(BGH VI ZR 398/02, 29.3.03) zeigte der Rechtswissenschaftler auf, dass in der Realität allerdings doch keine Ruhe in die
Diskussion um die „Stundenverrechnungssätze“ eingekehrt
scheint.
Schadenmanagement
Einem heiklen wie komplexen Thema widmete sich Annette
Schickler, Projektkoordinatorin Schadenmanagement bei der
DEKRA, mit den Chancen und Risiken im Outsourcing des
Schadenmanagement. Zentrale Punkte darin benennt sie mit
„Schadenannahme und Erstbearbeitung, Reparaturorganisation, Komplettabwicklung mit beteiligter Versicherung, Buchhaltung, Qualitätsmanagement und Koordination, Reporting
und Auswertung“.
Für essenziell erachtete sie, dass klare Prozessabläufe geschaffen werden und ein effizientes Datenmanagement betrieben
Flottenmanagement 3/2007
wird. Aussagekräftige Reportings und Controlling empfiehlt
Annette Schickler ebenso wie absolute Konformität mit dem
Rechtsberatungsgesetz. Entscheidende Grundvoraussetzungen
für eine professionelle Schadensabwicklung seien zudem gutes Fachpersonal und ein zuverlässiges Werkstattpartnernetz.
Das durchweg positive Feedback von Teilnehmer- wie auch Referentenseite ermutigt die Organisatoren von Hiepler + Partner, dieses Veranstaltungskonzept fortzuführen. Sie freuten
sich über Statements wie das von Benjamin Pandolfi, Fuhrparkmanagement – Euromaster Immobilien GmbH: „Das Programm der FLEETdays war sehr informativ, nützlich und praxisnah. Die Gastredner haben die verschiedenen Themenbereiche sehr gut beleuchtet. Insbesondere von Vorteil war der
fachliche Austausch mit den Fuhrparkkollegen aus dem Teilnehmerkreis. Alles in allem einen gelungene, gut organisierte
Veranstaltung in einem angenehmen Ambiente.“
Auch Bernd Kullmann, Flottenmanager – IDEAL Lebensversicherung a.G. verbuchte den Seminarbesuch als Gewinn: „Erfreulicher Weise konnte ich nach Abschluss der Hiepler + Partner FLEETdays die Feststellung treffen, genug „mitgenommen“
und auch neue Kontakte zu Kollegen geknüpft zu haben. Themen und die Fachkompetenz der Referenten gefielen und geben zu der Hoffnung Anlass, dass diese Seminarreihe in der
gleichen Qualität fortgeführt wird.“
Die Vorbereitungen dafür laufen quasi schon: „Die von den
Teilnehmern genannten Themenwünsche für weitere Seminare wurden von uns aufgenommen und bereits in die Planung
der nächsten Veranstaltung einbezogen“, teilte Marc-Oliver
Prinzing mit.
52
Management
Echtkosten
Rechnung
Wiederholt Sieger in der Mittelklasse in
all unseren Kostenvergleichen ist der
Skoda Octavia Kombi, und auch in unserer Vollkostenrechnung verweist der
Skoda wieder sämtliche Wettbewerber
auf die hinteren Ränge. Niedrigster Listenpreis, günstigster Wert bei Reifen
und Kraftstoff sowie ein guter Restwert
und niedrige War tungskosten bei
120.000 Kilometern Gesamtlaufzeit in
drei Jahren reichen zum Gesamtsieg.
Knapp gefolgt vom Toyota Avensis, der
mit den niedrigsten Wartungskosten
punktet und insgesamt knapp 4 Prozent
mehr Kosten in drei Jahren verursacht,
in der Summe 881 Euro.
Auch in diesem Echtkostenvergleich
zeigt sich wieder einmal, dass vorzügliche Einzelwerte das Gesamtranking
nur verschieben, aber nicht entscheiden: Der BMW 320d überzeugt mit einem Spitzen-Restwert von 56,9 Prozent
– das sind gut 6 Prozentpunkte mehr
als der zweitplatzierte Audi und 17 Prozentpunkte über dem Gesamt-Kostensieger Skoda Octavia – führt aber dennoch nur zu einem vierten Platz in den
Gesamtkosten. Das Gesamtpaket entscheidet.
sortiert nach Gesamtkosten
Im dritten Teil unserer in Zusammenarbeit mit EurotaxSchwacke erstellten
Echtkostenrechnung nehmen wir zwei
starke Segmente unter die Lupe: Mittelklasse-Dieselkombis als den Klassiker schlechthin sowie das Wachstums-Segment SUV. Vor allem bei den
SUVs, von Natur aus ein heterogenes Segment, zeigen sich große Unterschiede.
Marke
Name
ETX Code
Listenpreis
in Euro, netto
Restwert
(exkl. MwSt.)
Restwert in
Prozent
Mittelklasse Kombis
SKODA
Octavia Combi 2.0 TDI Ambiente DPF
10466116
20.244
8.067
39,9
TOYOTA
Avensis 2.0 D-4D Combi
10507920
20.948
8.235
39,3
VOLVO
V50 2.0D DPF
10519479
23.193
9.790
42,2
BMW
320d DPF Touring
10136381
28.529
16.219
56,9
AUDI
A4 Avant 2.0 TDI DPF
10110027
26.555
13.445
50,6
VOLSWAGEN
Passat Variant 2.0 TDI DPF Trendline
10522325
24.095
10.505
43,6
PEUGEOT
407 SW HDi 135 Tendance
10420750
22.773
9.244
40,6
FIAT
Croma 1.9 Multijet 16V DPF Active
10178953
21.513
8.110
37,7
HONDA
Accord Tourer 2.2i-CDTi Sport
10284048
24.440
10.042
41,1
OPEL /VAUXHALL Vectra 1.9 CDTI Caravan
10414521
23.716
8.865
37,4
MAZDA
6 Sport Kombi 2.0 CD DPF Exclusive
10375281
22.759
8.025
35,3
FORD
Mondeo 2.0 Turnier TDCi DPF Ambiente
10211931
22.248
7.144
32,1
SAAB
9-3 1.9 Sport Kombi TiD DPF Linear
10453995
25.462
9.958
39,1
RENAULT
Laguna Grandtour 2.0 dCi FAP Dynam.
10446528
24.118
8.612
35,7
JAGUAR
X-Type Estate 2.2 Diesel
10332292
27.395
11.051
40,3
CITROËN
C5 Kombi HDi 135 Tendance
10149946
23.882
7.310
30,6
MERCEDES
C 220 T CDI Classic DPF
10380281
29.800
12.605
42,3
Captiva 2.0 4WD 5 Sitzer LS
40250412
24.697
12.480
50,5
SUV
CHEVROLET
OPEL/VAUXHALL Antara 2.0 CDTI Edition
40411130
26.522
11.176
42,1
KIA
Sorento 2.5 CRDi VGT DPF LX
40800579
26.340
11.598
44,0
JEEP
Cherokee 2.8 CRD Automatik Sport
40551339
25.286
9.748
38,6
VOLVO
XC 90 D5 Kinetic
40510569
35.866
19.497
54,4
LANDROVER
Discovery TD V6 S
40352414
33.866
16.513
48,8
BMW
X5 3.0d
10138539
43.613
25.252
57,9
VOLKSWAGEN
Touareg 3.0 V6 TDI DPF
40520520
37.773
19.412
51,4
AUDI
Q7 3.0 TDI DPF quattro tiptronic
10110257
42.689
23.150
54,2
MERCEDES
ML 320 CDI 7G-TRONIC DPF
40380885
43.200
22.183
51,4
TOYOTA
Land Cruiser 100
40501343
49.828
23.907
48,0
Richtig wild werden die Unterschiede
der Vollkosten im Segment der SUVs.
Na gut, man kann einen Chevrolet Captiva oder Kia Sorento sicher nicht mit
einem Porsche Cayenne oder Audi Q7
vergleichen – wir tun es aber trotzdem.
Schließlich sind alle in dem Segment
FORD
Maverick V6 Limited
40210550
27.794
9.075
32,7
LEXUS
RX 400h (Hybrid)
40590050
42.888
23.275
54,3
NISSAN
Murano 3.5
40401446
39.277
15.884
40,4
CADILLAC
SRX 3.6 V6 Elegance
40240010
37.888
14.371
37,9
PORSCHE
Cayenne
40430070
43.475
22.229
51,1
Flottenmanagement 3/2007
B E N Z I N E R
Insgesamt liegt das Feld der Mittelklasse-Diesel-Kombis jedoch recht nah
beieinander; das Gros der Fahrzeuge
weicht um nicht mehr als 15 Prozent
vom Preisgünstigsten ab. Die Ausreißer
indes haben gute Gründe: Renault und
Citroën kämpfen mit niedrigen Restwerten, wie auch der deutsche Premiumanbieter Mercedes – hier allerdings
wohl eher durch den gerade anstehenden Modellwechsel bedingt. Jaguar und
Saab wiederum sind ohnehin eher Fahrzeuge für Individualisten.
Management
der SUV zu Hause, und in diesem klassischen User-Chooser-Bereich – Funktionsfahrzeuge dieser Gattung dürfte es in Fuhrparks kaum geben – zählt eben der Wille
des Fahrzeugnutzers mehr als die Kosten.
Dennoch sollten sie zumindest bekannt
sein; der Fuhrparkleiter steht ja für die Gesamtkosten ein.
Und auch in diesem Segment gibt es eine
kleine Überraschung: Bei 90.000 Kilometern Laufleistung in drei Jahren sind die
Dieselfahrzeuge nicht immer die günstigsten: Der Benziner Ford Maverick und der
Hybrid Lexus RX 400h sind über die Laufzeit rund 7000 Euro günstiger als der Toyota Land Cruiser und liegen auch noch knapp
unter dem Mercedes ML 320 CDI.
53
Premium fahren heißt bei SUV immer auch Premium zahlen: Ein BMW X5, VW Touareg V6, Audi Q7
oder Mercedes ML 320 kostet in drei Jahren eben
mindestens 6.790 Euro mehr als beispielsweise der
zweitplatzierte Opel Antara. Vom günstigsten Chevrolet Captiva 2.0 bis zum teuersten SUV unserer
Liste, dem Cadillac SRX3, liegt der Aufpreis über
die dreijährige Laufzeit bei satten 98 Prozent oder
knapp 23.000 Euro – für ein einzelnes Fahrzeug,
wohlgemerkt.
Dennoch, die Wachstumsraten der letzten Jahre im
Segment der SUV sprechen für sich, da wird auch
die potenzielle CO2-Steuer nicht viel ändern. Denn
ein SUV ist eben immer auch ein motivierendes Status-Symbol – sowohl in der Hierarchie im Unternehmen als auch nach außen im privaten Umfeld.
Gerade, wenn es ein Firmenfahrzeug ist.
Gesamtsieg in der Mittelklasse: Skoda Octavia Combi 2.0 TDI
Ambiente DPF
Wartungssumme
Laufzeit/Euro
Reifenbetrag
Durchschnittlicher Verbrauch
Dieselkosten
1 Liter = 1 Euro
Gesamtkosten
Wartung, Reifen, Diesel
Differenz zum
Günstigsten in
Prozent
Differenz zum
Günstigsten
absolut
Differenz zum
Günstigsten in
Prozent
Differenz zum
Günstigsten
absolut
3.804,41
1.178,59
5,6
6.720
11.703,00
–
–
23.880,00
–
–
3.553,55
1.415,09
5,9
7.080
12.048,64
2,95
345,64
24.761,64
3,69
881,64
3.968,19
1.412,32
5,8
6.960
12.340,51
5,45
637,51
25.743,51
7,80
1.863,51
4.623,43
1.838,17
5,9
7.080
13.541,60
15,71
1.838,60
25.851,60
8,26
1.971,60
4.020,36
1.412,32
6,1
7.320
12.752,68
8,97
1.049,68
25.862,68
8,30
1.982,68
3.950,38
1.412,32
6,0
7.200
12.562,70
7,35
859,70
26.152,70
9,52
2.272,70
3.822,41
1.695,19
6,0
7.200
12.717,60
8,67
1.014,60
26.246,60
9,91
2.366,60
4.149,49
1.412,32
6,1
7.320
12.881,81
10,07
1.178,81
26.284,81
10,01
2.404,81
4.015,41
1.412,32
5,9
7.080
12.507,73
6,88
804,73
26.905,73
12,67
3.025,73
4.098,67
1.178,59
5,8
6.960
12.237,26
4,57
534,26
27.088,26
13,43
3.208,26
4.056,19
1.415,09
6,1
7.320
12.791,28
9,30
1.088,28
27.525,28
15,26
3.645,28
3.600,75
1.412,32
6,2
7.440
12.453,07
6,41
750,07
27.557,07
15,40
3.677,07
4.410,54
2.098,39
5,9
7.080
13.588,93
16,11
1.885,93
29.092,93
21,83
5.212,93
4.298,19
1.934,59
6,2
7.440
13.672,78
0,62
1.969,78
29.178,78
22,19
5.298,78
4.472,61
1.412,32
6,2
7.440
13.324,93
13,86
1.621,93
29.668,93
24,24
5.788,93
4.137,79
1.849,16
6,0
7.200
13.186,95
12,68
1.483,95
29.758,95
24,62
5.878,95
4.416,33
1.412,32
6,9
8.280
14.108,65
20,56
2.405,65
31.303,65
31,09
7.423,65
3.313,74
1.235,04
7,4
6.660
11.208,78
–
–
23.425,78
–
–
3.228,61
1.344,95
7,5
6.750
11.323,56
1,03
114,78
26.669,56
13,85
3.243,78
3.481,09
1.724,55
7,9
7.110
12.315,64
9,87
1.106,86
27.057,64
15,50
3.631,86
3.614,71
1.665,71
9,9
8.910
14.190,42
26,60
2.981,64
29.728,42
26,90
6.302,64
4.197,13
2.320,91
8,2
7.380
13.898,04
23,99
2.689,26
30.267,04
29,20
6.841,26
4.339,24
2.774,51
9,4
8.460
15.573,75
38,94
4.364,97
32.926,75
40,56
9.500,97
5.129,88
2.526,79
8,7
7.830
15.486,67
38,17
4.277,89
33.847,67
44,49
10.421,89
4.769,03
2.276,18
10,6
9.540
16.585,21
47,97
5.376,43
34.946,21
49,18
11.520,43
5.033,33
2.278,95
10,5
9.450
16.762,28
49,55
5.553,50
36.301,28
54,96
12.875,50
5.015,45
2.276,18
9,4
8.460
15.751,63
40,53
4.542,85
36.768,63
56,96
13.342,85
4.685,45
2.190,75
11,1
9.990
16.866,20
50,47
5.657,42
42.787,20
82,65
19.361,42
4.066,26
1.739,92
11,6
11.797,20
17.603,38
57,05
6.394,60
36.322,38
55,05
12.896,60
4.931,41
2.673,71
8,1
8.383,50
15.988,62
42,64
4.779,84
35.601,62
51,98
12.175,84
4.938,91
2.455,35
12,3
12.730,50
20.124,76
79,54
8.915,98
43.517,76
85,77
20.091,98
5.413,41
2.249,53
14,7
15.214,50
22.877,44
104,10
11.668,66
46.394,44
98,05
22.968,66
6.271,29
2.519,74
12,9
14.048,10
22.839,13
103,76
11.630,35
44.085,13
88,19
20.659,35
Gesamtkosten
Flottenmanagement 3/2007
54
Management
User-Chooser-Markt
2006
Das Fahrzeug als Arbeitsmittel mit Nutz-
Erwartete Entwicklung Dienstwagenfahrer 2007
wert für Familie und Freizeit versus PKW
Grafik 1
als Anerkennung für Leistung – mit der
keine Angabe
eher abnehmend
entsprechenden Wertigkeit von Marke und
gleich bleibend
Image; das sind die beiden User-Chooser-
eher zunehmend
Typen, die dataforce in der aktuellen Studie „Der User-Chooser-Markt 2006“ in ei-
30,2%
ner ausführlichen Umfrage von über 500
21,0%
24,2%
10,4%
Fuhrparkleitern ermittelt hat.
Die Zahl der gewerblichen Fahrzeugzulassungen dürfte
weiter steigen, und den rückläufigen Verkauf im privaten Sektor ausgleichen. Laut dataforce ist die Zahl der
Fuhrparkleiter, die eher eine Zunahme als einen Rückgang der Anzahl der Dienstwagen im laufenden Jahr erwarten, mindestens viermal so hoch. Die Zunahme wird
dabei um so eher erwartet, je größer der Fahrzeugbestand im Unternehmen bereits ist (siehe Grafik 1).
Die Zunahme der Flottenfahrzeuge spielt für die Hersteller eine große Rolle: Schließlich gilt es, die eigene Marke in möglichst vielen Car Policies unterzubringen. Denn
schon bei 72 Prozent der Unternehmen unter 24 Fahrzeugen gibt es zumindest implizite Einschränkungen bei
der Markenwahl – bei größeren Flotten steigt dieser Wert
allmählich auf bis zu 97 Prozent (siehe Grafik 2). Der Fuhrparkleiter dürfte damit zunehmend umworben werden,
und das bereits bei kleinen Fuhrparkgrößen – damit steigt
die eigene Verhandlungsposition nochmals beträchtlich.
Einschränkungen bei der Markenwahl
Grafik 2
implizite Regeln
Fahrzeugüberlassungsverträge
schriftlich fixierte Car Policy
Hauptregel bei der Auswahl von Marken
Grafik 3
Auch bei der ungestützten (also ohne Antwortvorgabe)
Frage nach der Hauptregel für die Auswahl von User-Chooser-Fahrzeugen zeigten sich klare Trends, die nicht zuletzt
von der Größe des Gesamtfuhrparks abhängig waren (siehe Grafik 3): Je größer der Fuhrpark, desto deutscher
wird die Vorgabe; in Fuhrparks über 100 Fahrzeugen wird
demnach zu rund einem Drittel ausschließlich deutsch
gefahren. Auch die generelle Festlegung auf nur bestimmte Marken findet sich um so häufiger, je größer der Gesamtfuhrpark ist. Genau umgekehrt verhält es sich bei
der Begrenzung der Auswahl durch den Anschaffungspreis: Bei Fuhrparks bis 24 PKW spielt diese Grenze noch
zu 14 Prozent die entscheidende Rolle, über 100 PKW ist
der Wert mit knapp 6 Prozent mehr als halbiert.
Flottenmanagement 3/2007
nur deutsche Marken
nur bestimmte Marken
Position des Dienstwagenfahrers
im Unternehmen
Anschaffungspreis
Obergrenze Leasingraten
nur Diesel-Pkw
Fahrzeug muss für Zwecke des
Unternehmens einsetzbar sein
Preis/Leistungs-Verhältnis
nur bestimmte Aufbauarten
das kann der Fahrer entscheiden
Extra
55
...der Audi A8 3.0 TDI DPF quattro
in der 29. Folge der großen FlottenmanagementVergleichsserie Limousinen der Oberklasse
And the
winner is...
Flottenmanagement-Vorgabe
Mindestausstattung
• Airbag rundum
• Außenspiegel elektrisch
einstell- und beheizbar
• Automatik
• Klimatisierungsautomatik
• Navigationsgerät
• Nebelscheinwerfer
• Radio mit CD-Wechsler
• Telefon mit Freisprechanlage
Die generelle Marktbedeutung der Oberklasse im
deutschen Flottengeschäft ist zwar quantitativ
betrachtet relativ gering, dennoch spielt sie eine
qualitativ nicht zu unterschätzende Rolle. Hängt
doch hierzulande in den Unternehmen der Fahrzeug-Auswahlrahmen für die Car Policy immer
noch wesentlich auch vom „Geschmack“ der jeweiligen Geschäftsleitung ab, und damit nicht
zuletzt von den Erfahrungen, die sie mit ihrem
(ihren) eigenen Firmenwagen sammelt. Auf diesen Etagen stehen dann ständig Image und Qualität der Oberklasse-Fahrzeuge auf dem Prüfstand. Mehr noch als jede andere Kategorie im
Flottenmarkt ist diese Kategorie eine Domäne der
deutschen Hersteller (mit deutlich mehr als 90
Prozent Marktanteil), daher können den hier
auch nicht so zahlreich vertretenen Import-Fabrikaten bestenfalls Außenseiter-Chancen eingeräumt werden.
Sonderwertung
Kofferraumvolumen in Liter
Nun sind vergleichsweise weiche Kriterien wie „Geschmack“ und
Image das eine, das andere sind harte Fakten und Zahlen, und
nur die können auch im Flottenmanagement-Vergleich gewertet
werden. Dabei ist vorweg zu berücksichtigen, dass zwar der Dieselmotor auch in der Oberklasse seit langem salonfähig ist, aber
immer noch nicht jeder dort vertretene Fahrzeughersteller eine
entsprechende Version im Programm hat. Sollte, aus Kostengründen, der Diesel Prämisse sein, scheiden sich hier schon die Geister. Der Cadillac, der Honda und der größere Lexus sind
einstweilen lediglich als Benziner zu haben, es mag aber hier
und da letztlich auch Marke vor Motor gehen.
Wie vor eineinhalb Jahren, beim letzten Klassen-Vergleich, liegen wieder die „Vier Ringe“ klar vorn. Der Audi A8 3.0 TDI DPF
quattro bleibt hier, insbesondere auch nach der neuesten FMVorgabe „Muster-Fuhrpark“ mit Einbeziehung von GroßmengenNachlässen (für einen beispielhaften 400 Wagen-Fuhrpark mit
hohem User Chooser-Anteil), nach den Vergleichs-Kriterien das
beste Angebot. Der Ingolstädter liegt unter den drei Kostengüns-
Sonderwertung
Motorleistung in kW
Sonderwertung
Reichweite in km
1. Mercedes S 320 CDI 4 Matic DPF
560
1. Honda Legend 3.5 V6 SH-AWD
217
1. BMW 730d DPF
1.073
2. Audi A8 3.0 TDI DPF quattro
500
2. Lexus GS 430
208
2. Audi A8 3.0 TDI DPF quattro
1.058
BMW 730d DPF
500
3. Cadillac STS 3.6 V6 Elegance
189
3. Jaguar XJ6 2.7 Twin Turbo DPF
1.049
VW Phaeton 3.0 V6 TDI DPF 4Motion
500
4. Mercedes S 320 CDI 4 Matic DPF
173
4. Mercedes S 320 CDI 4 Matic DPF
1.034
488
5. Audi A8 3.0 TDI DPF quattro
171
5. Honda Legend 3.5 V6 SH-AWD
1.000
6. Jaguar XJ6 2.7 Twin Turbo DPF
470
6. BMW 730d DPF
170
6. VW Phaeton 3.0 V6 TDI DPF 4Motion
937
7. Cadillac STS 3.6 V6 Elegance
464
7. VW Phaeton 3.0 V6 TDI DPF 4Motion
165
7. Citroën C6 HDi 205 Biturbo FAP
827
8. Honda Legend 3.5 V6 SH-AWD
452
8. Jaguar XJ6 2.7 Twin Turbo DPF
152
8. Lexus GS 430
623
9. Lexus GS 430
430
9. Citroën C6 HDi 205 Biturbo FAP
150
9. Cadillac STS 3.6 V6 Elegance
532
5. Citroën C6 HDi 205 Biturbo FAP
Flottenmanagement 3/2007
56
Kostenvergleich Lim
Extra
Ein Service von
Kosten Netto in Euro
(bei einer Laufleistung von
36 Monaten ohne Anzahlung)
Audi A8
3.0 TDI
DPF Quattro
BMW 730d
DPF
Citroën C6
HDi 205
Biturbo FAP
Jaguar XJ6
2.7 TwinTurbo
DPF
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
1.355,69
1.513,31
1.853,12
1.380,67
1.538,73
1.878,12
1.135,46
1.279,71
1.586,14
1.563,99
1.725,54
2.074,00
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
1.213,99
1.300,81
1.498,92
1.243,98
1.333,73
1.536,43
990,43
1.062,21
1.223,61
1.428,96
1.523,04
1.736,47
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
141,70
212,50
354,20
136,69
205,00
341,69
145,03
217,50
362,53
135,03
202,50
337,53
Außenmaße (LxBxH)
Motorleistung kW/PS
Beschleunigung 0-100 km/h
Höchstgeschwindigkeit
Durchschnittsverbr. in Liter
Reichweite km
Kofferraumvolumen in Liter
Zuladung kg
CO2-Ausstoß g/km
Dichte Servicenetz
Garantiebedingungen
5.051/1.894/1.444
171/233
7,8
243
8,5 D
1.058
500
533
227
2.100
2 Jahre, 3 Jahre
gegen Lackmängel, 12
Jahre gegen Korrosion
5.039/1.902/1.491
170/231
7,8
238
8,2 D
1.073
500
580
216
800
2 Jahre; 3 Jahre
Lackgarantie, 12 Jahre
gegen Korrosion
4.908/1.660/1.464
150/204
9,3
230
8,7 D
827
488
389
230
732
2 Jahre, 3 Jahre gegen
Lackmängel, 12 Jahre
gegen Korrosion
5.091/1.898/1.448
152/207
8,2
222
8,1 D
1.049
470
556
214
88
3 Jahre, 3 Jahre gegen
Lackmängel, 6 Jahre
gegen Korrosion
Inspektionsintervalle
30.000 km / 2 Jahre
(Ölwechsel 15.000 km)
Service-Anzeige
30.000 km / 1 Jahr
20.000 km / 1 Jahr
Ausstattungsplus/Serie
Adaptive air suspention,
Tempomat, Licht- und
Regensensor, Dieselpartikelfilter
Dieselpartikelfilter,
Regensensor,
Xenon-Licht,
Multifunktionslenkrad
Dieselpartikelfilter,
Luftfederung, Zuheizer,
Regensensor,
Multifunktionslenkrad
Restwert nach 36 Mon.,
30.000 km p.a.
41 %
38 %
Partikelfilter,
Regensensor, Xenon-Licht,
Tempomat, Reifendruckkontrolle, hydropneumatische Federung
31,25 %
55.168
55.378
39.328
53.613
Betriebskosten mtl.
(inkl. Treibstoffkosten)
Schaltgetriebe 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Automatik 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Fullservice-Leasingrate mtl.
Schaltgetriebe 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Automatik 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Treibstoffkosten mtl.
Schaltgetriebe 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Automatik 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Technische Daten*
Listenpreis
(netto; ohne Ausstattung)
Flottenmanagement 3/2007
= Plätze 1 bis 3 / bzw. alles lieferbar
= Plätze 7 bis 9 / bzw. nicht alles lieferbar
27,50 %
(* Herstellerangaben)
ousinen Oberklasse
Extra
57
Ein Service von
Honda Legend
3.5 V6
SH-AWD
Cadillac STS
3.6 V6
Elegance
Mercedes S 320
CDI 4 Matic
DPF
VW Phaeton
3.0 V6 TDI
DPF 4Motion
Lexus GS
430
Kosten Netto in Euro
(bei einer Laufleistung von
36 Monaten ohne Anzahlung)
Betriebskosten mtl.
(inkl. Treibstoffkosten)
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
1.299,17
1.491,89
1.898,32
1.461,17
1.652,46
2.054,26
1.591,12
1.760,41
2.126,21
1.759,98
1.928,03
2.288,84
1.768,40
1.958,69
2.361,53
Schaltgetriebe 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Automatik 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Fullservice-Leasingrate mtl.
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
1.076,96
1.158,64
1.342,86
1.229,62
1.305,21
1.475,46
1.446,09
1.542,91
1.763,68
1.603,28
1.693,03
1.897,14
1.555,52
1.639,44
1.829,40
Schaltgetriebe 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Automatik 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Treibstoffkosten mtl.
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
222,21
333,25
555,46
231,55
347,25
578,80
145,03
217,50
362,53
156,70
235,00
391,70
212,88
319,25
532,13
Schaltgetriebe 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Automatik 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Technische Daten*
4.825/1.820/1.430
208/283
6,1
269
11,4 S
623
430
390
269
630
3 Jahre bis 100.000
km, 3 Jahre Lackgarantie, 12 Jahre
gegen Korrosion
30.000 km / 2 Jahre
(Ölwechsel 15.000 km)
Außenmaße (LxBxH)
Motorleistung kW/PS
Beschleunigung 0-100 km/h
Höchstgeschwindigkeit
Durchschnittsverbr. in Liter
Reichweite km
Kofferraumvolumen/Liter
Zuladung kg
CO2-Ausstoß g/km
Dichte Servicenetz
Garantiebedingungen
Dieselpartikelfilter,
Luftfederung, Tempomat,
Regensensor, XenonLicht, Multifunktionslenkrad
32,75 %
Multifunktionslenkrad,
Regensensor,
Reifendruckkontrolle,
Tempomat, Xenon-Licht
Ausstattungsplus/Serie
30,50 %
Restwert nach 36 Mon.,
30.000 km p.a.
53.448
49.397
Listenpreis
(netto; ohne Ausstattung)
4.957/1.847/1.452
217/295
7,3
250
11,9 S
1.000
452
390
282
320
3 Jahre bzw. 100.000
km, 3 Jahre gegen
Lackmängel, 12 Jahre
gegen Korrosion
15.000 km / 1 Jahr
4.985/1.843/1.464
189/257
7,4
229
12,4 S
532
464
667
295
63
3 Jahre bzw.
100.000 km
5.076/1.871/1.473
173/235
7,8
245
8,7 D
1.034
560
595
227
591
2 Jahre, 30 Jahre
gegen Korrosion
5.055/1.903/1.450
165/225
8,8
234
9,6 D
937
500
528
259
2.500
2 Jahre, 3 Jahre gegen
Lackmängel, 12 Jahre
gegen Korrosion
k. A.
Service-Anzeige
Service-Anzeige
Tempomat, Regensensor, Multifunktionslenkrad, Navigationssystem, Rückfahrkamera
Tempomat, Regensensor, Multifunktionslenkrad, Reifendruckkontrolle, Xenon-Licht
29,75 %
27,50 %
Dieselpartikelfilter, Luftfederung, Tempomat, Regensensor, 7-Gang Tronic,
Multifunktionslenkrad,
Reifendruckkontrolle
41,75 %
47.563
39.612
61.000
Inspektionsintervalle
Flottenmanagement 3/2007
58
Extra
Sonderwertung
Restwerte in Prozent*
Sonderwertung
Treibstoffkosten in Euro/100 km
Sonderwertung
Zuladung in kg
1. Mercedes S 320 CDI 4 Matic DPF
41,75
1. Jaguar XJ6 2.7 Twin Turbo DPF
9,32
1. Cadillac STS 3.6 V6 Elegance
667
2. Audi A8 3.0 TDI DPF quattro
41,00
2. BMW 730d DPF
9,43
2. Mercedes S 320 CDI 4 Matic DPF
595
3. BMW 730d DPF
38,00
3. Audi A8 3.0 TDI DPF quattro
9,78
3. BMW 730d DPF
580
4. VW Phaeton 3.0 V6 TDI DPF 4Motion
32,75
4. Citroën C6 HDi 205 Biturbo FAP
10,01
4. Jaguar XJ6 2.7 Twin Turbo DPF
556
5. Citroën C6 HDi 205 Biturbo FAP
31,25
Mercedes S 320 CDI 4 Matic DPF
10,01
5. Audi A8 3.0 TDI DPF quattro
533
6. Lexus GS 430
30,50
6. VW Phaeton 3.0 V6 TDI DPF 4Motion
11,04
6. VW Phaeton 3.0 V6 TDI DPF 4Motion
528
7. Honda Legend 3.5 V6 SH-AWD
29,75
7. Lexus GS 430
15,50
7. Honda Legend 3.5 V6 SH-AWD
390
8. Cadillac STS 3.6 V6 Elegance
27,50
8. Honda Legend 3.5 V6 SH-AWD
16,18
27,50
9. Cadillac STS 3.6 V6 Elegance
16,86
Jaguar XJ6 2.7 Twin Turbo DPF
Lexus GS 430
9. Citroën C6 HDi 205 Biturbo FAP
390
389
*36 Monate, 30.000 km p.a.
tigsten, beim Full Service-Leasing ebenso
wie beim Verbrauch. In den Sonderwertungen Kofferraumvolumen, Reichweite und
Restwerte erreicht er jeweils den Ehrenplatz.
Zudem bietet er, auf einer Höhe mit dem
Lexus, die großzügigsten Inspektionsintervalle. Das Audi-Servicenetz ist auch das
zweitdichteste aller Wettbewerber in dieser
Klasse.
Den diesmal deutschen Doppelsieg in der
Wertung zementiert der zweite Rang des
BMW 730d DPF, der ebenfalls im technischen Teil überzeugt. Bei Kofferraumvolumen und Zuladung erreicht
er Podiumsplätze. Er gehört, wie der Audi, zu den Spurtstärksten der Klasse und liegt ebenfalls relativ günstig
beim CO2-Ausstoß. Auf der Kostenseite brilliert er beim
Treibstoffverbrauch, auch bei den Restwerten kommt
er unter die ersten Drei. Allerdings liegen bei nahezu
vergleichbaren Nettolisten-Preisen die Full Service-Leasingraten des Bajuwaren deutlicher über denen des
Ingolstädters. Der Newcomer Citroën C6 HDi 205 Biturbo FAP erobert auf Anhieb Rang drei. Er wartet mit dem
And the winner is....
Audi A8 3.0 TDI
günstigsten Netto-Listenpreis knapp unter 40.000
Euro auf, die Full Service-Leasingraten sind mit
Abstand die niedrigsten überhaupt. Das bringt ihn
auch bei den Gesamtbetriebskosten an die Spitze. Darüber hinaus schonen die Inspektionsintervalle den Geldbeutel.
Ein Blick auf die Sonderwertungen: Hier schneidet besonders gut die Mercedes S-Klasse ab, die
wie der Audi in allen sechs Sonderwertungen
unter den ersten Fünf rangiert. Der Mercedes gewinnt beim Kofferraum-Volumen mit stolzen 560
Litern, bei den Restwerten mit 41,75 Prozent nach
drei Jahren und 30.000 Kilometern jährlicher
Laufleistung und belegt bei der Zuladung mit 595
Kilogramm den zweiten Platz.
LeasePlan Full-Service-Leasing
Die LeasePlan Deutschland GmbH mit Sitz in Neuss bietet dem
Kunden ein umfassendes betriebliches Fuhrparkmanagement,
auch für die internationale Flotte. In der offenen Kalkulation
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Flottenmanagement 3/2007
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60
Management
Viele Hebel in Bewe
Flottenmanagement: Im letzten Jahr hat Ford mit
dem Galaxy und dem S-MAX zwei Modelle vorgestellt, die eine große Bedeutung für das Flottengeschäft haben, jetzt folgt mit dem neuen Mondeo ein weiterer Fahnenträger im Ford kinetic Design. Strebt Ford damit einen Imagewechsel an
oder sollen zusätzliche Kundengruppen erschlossen werden, die bisher nicht Ford gefahren sind?
Welche Erwartungen haben sich mit den ersten
Fahrzeugen erfüllt? Von welchen Reaktionen zum
neuen Mondeo aus dem Fuhrparkbereich können
Sie bereits berichten?
Sawallisch: Generell gilt, dass wir mit der Einführung eines neuen Modells zusätzliche Kunden gewinnen wollen – sei es im Endverbraucheroder im Firmenwagengeschäft. Die Modelle Galaxy und S-MAX legten einen vortrefflichen Einstieg hin: Der Galaxy hat seine Flottenverkaufszahlen verdoppelt und der S-MAX erreicht in seinem ersten Jahr – also quasi aus dem Stand –
einen Segmentanteil von 11 Prozent bei den großen Vans. Vor allem der S-MAX hat uns eine große Anzahl von neuen Kunden im Flottenbereich
erschlossen. Firmen interessieren sich nun für
den S-MAX, bei denen wir vorher nicht vertreten
waren. Das Ford kinetic Design, das den Galaxy,
den S-MAX und den neuen Mondeo auszeichnet,
bedeutet für uns ja nichts anderes als „Energie
in Bewegung“ und gibt den Fahrzeugen nun die
Emotionen, die speziell User-Chooser erwarten.
Mit dem Volumenmodell Mondeo führen wir deshalb konsequent die Designsprache fort, die wir
mit dem Galaxy und dem S-MAX begonnen haben.
Caba: Welche Bedeutung der Mondeo für das Flottengeschäft hat, zeigt der Aufwand, den wir zu
seiner Einführung betreiben. Noch nie haben wir
so viele Hebel in Bewegung gesetzt, um das Auto
unseren potenziellen Kunden vorzustellen, denn
so ein Fahrzeug wie den Mondeo bekommt man
nicht jedes Jahr. Zudem nimmt Deutschland als
Lead-Market im Flottenbereich eine zentrale Stellung ein. Anfang des Jahres luden wir 50 Gewerbetreibende und Fuhrparkentscheider zu einer
Vorab-Präsentation ein. Schon dort erhielten wir
ein sehr positives Feedback, das uns in unserer
sehr selbstbewussten Positionierung des Fahrzeugs bestärkt hat wie wir es auch im Slogan
„Mondeo. Der neue Ford“ ausdrücken.
Flottenmanagement 3/2007
Interview mit Klaus Sawallisch (v.r.), Leiter Flotten- und Behördenverkauf, und
Ralph Caba, Manager Fleet Marketing & Direct Sales, der Ford-Werke GmbH
Flottenmanagement: Vor dem Generationswechsel in der Mittelklasse startete Ford die Mittelstandsoffensive, während der „alte“ Mondeo zu
sehr günstigen Leasingraten angeboten wurde.
Welche Unternehmen haben hier zugeschlagen?
Sprechen Sie mit der Aktion eine andere Zielgruppe an als die, die für den neuen Mondeo vorgesehen ist? Welche Chancen bieten sich Ihnen allein
dadurch, dass die Kunden auf Ford aufmerksam
werden, welche Risiken (wie Restwertabsenkung)
gehen Sie aber auch ein?
Caba: Der Ford Mondeo war immer schon ein absolut verlässliches Fahrzeug zu einem guten PreisLeistungs-Verhältnis. Insofern hatten wir auch in
der Auslaufphase eine stabile Kundennachfrage.
Das letzte Produktionskontingent des noch aktuellen Mondeo ist praktisch ausverkauft. Die Interessenten kamen aus allen Branchen mit Fuhrparks
Klaus Sawallisch:
„Das kinetic design
im Galaxy, S-MAX
und Mondeo gibt den
Fahrzeugen nun die
Emotionen, die User
Chooser erwarten.“
von klein bis groß. Mit dem neuen Ford Mondeo
haben wir ein Produkt, auf das wir richtig stolz
sind. Es verbindet die immer schon starken rationalen Produktwerte mit einem Design, das wirklich Emotionen weckt. Der kommende Mondeo verkörpert unsere neue Design-Sprache, das Ford kinetic Design, wie kein anderes Modell. Man spürt
das, wenn man mit diesem Auto unterwegs ist.
Im Grunde visieren wir mit dem neuen Mondeo
keine neuen Kundengruppen an, sondern wollen
unsere Klientel weiter kompetent bedienen. Wir
erwarten allerdings Zuwächse bei Gewerbetreibenden und bei kleinen bis mittleren Flotten, wo dieses attraktive Auto sicher punkten wird. Und wir
sehen ein Riesenpotenzial bei Firmenwagenfahrern, den User-Choosern.
Zur Ansprache dieser Zielgruppe nutzen wir vermehrt das Internet. Die Seite www.firmenwagenlounge.de ist unsere Plattform, um die User-Chooser zu erreichen. Diese Kommunikationsschiene
wollen wir künftig weiter ausbauen. Wir erwarten bis zum Jahresende 15.000 Abonnenten. Wie
attraktiv Ford-Fahrzeuge für Firmenkunden sind,
können wir nicht zuletzt auch daran ablesen, dass
wir das erste Quartal 2007 mit einem Plus von 18
Prozent abgeschlossen haben. So legten
beispielsweise der Ford Fiesta um 20 Prozent zu,
der Ford Fusion lief ebenfalls sehr gut. Unsere
Aktion „Ford Power für den Mittelstand“ hat sich
dabei als sehr erfolgreiches Instrument etabliert,
mit dem wir in befristeten Aktionen bestimmte
Fahrzeuge zu sehr attraktiven Konditionen anbieten. Beispielsweise verbuchten wir aufgrund
dieser Mittelstandsoffensive eine Steigerung der
Ford Focus-Verkäufe um sechs Prozent im ersten
Quartal.
Sawallisch: Beim neuen Ford Mondeo konnten
wir das Preisniveau des Vorgängers halten. Ausstattungsbereinigt ist er sogar etwas günstiger
geworden. Weil wir den neuen Ford Mondeo frühzeitig den Leasinggesellschaften und Restwertspezialisten zugänglich gemacht haben, konnten wir deutliche Steigerungen bei den Restwertprognosen im Vergleich zum Vorgängermodell
verbuchen. Verbunden mit einer verbesserten Versicherungseinstufung bedeutet das für uns, dass
wir unter anderem äußerst wettbewerbsfähige
Leasingraten für den neuen Ford Mondeo unterstützen können. Direkt ab Marktstart, dem 16.
Juni, sind übrigens alle drei Karosserievarianten
des neuen Ford Mondeo erhältlich, also Limousine, Fließheck und Turnier. Bisher lag der Kombi-Anteil für den Mondeo bei uns im Flottenbereich bei rund 90 Prozent. Mit dem neuen Modell
sehen wir aber durchaus Chancen, den Mix zur
Limousine und zum Fließheck hin zu verändern
– bedingt durch eine wachsende Nachfrage nach
diesem Fahrzeug im User-Chooser-Bereich.
Flottenmanagement: Ford kann sich im Vergleich
der anderen deutschen Hersteller auf eine beachtliche Zahl an Händlern und Servicebetriebe stüt-
Management
61
gung gesetzt
„Der Galaxy hat seine Flottenverkaufszahlen
verdoppelt“ (li.o.)
„Mit dem Mondeo haben wir ein Produkt auf das
wir richtig stolz sind“ (2. v.li.)
Bilder rechts von oben:
„Der S-MAX hat uns viele Neukunden im
Flottenbereich erschlossen“
„Im ersten Quartal 2007 hat der Fiesta 20
Prozent Zuwachs im Flottenbereich erlebt“
„Mit 250 Euro netto Aufpreis für die BioethanolTechnologie erhält man im Ford Focus einen
günstigen alternativen Antrieb“
Flottenmanagement 3/2007
62
Management
zen. Wie sind Sie zusätzlich aufgestellt mit Großkundenzentren? Auf welches Serviceportfolio greifen Sie zurück, um die Flotte in Bewegung zu halten? Wie nutzen Sie diese Vorteile in der Kundenakquise, welche Türen öffnen Sie dadurch?
Caba: Wir unterscheiden in unserem Händlernetz
mit mehr als 600 Stützpunkten absichtlich nicht
zwischen „normalen“ Betrieben und Großkundenzentren. Es ist unsere Philosophie, dass möglichst
viele Händler im Markt gleich qualifiziert und aktiv sein sollen. Etwa 75 Prozent unserer Firmenkunden brauchen den Händler vor Ort, den sie
kennen, der sie kompetent berät und betreut. Dessen ungeachtet unterstützen wir unsere Händler
dabei, sich auf das Firmenkundengeschäft zu konzentrieren. Dazu gehört die absolute Kundenorientierung, zum Beispiel die nötige Flexibilität bezüglich Service und Öffnungszeiten für Firmenkunden. Diese Händler sichern sich damit ein stabiles
Geschäft, dies ist gerade hinsichtlich der aktuellen Industrieentwicklung im Privatkundenbereich
besonders wichtig. Als wirksames Instrument zur
Erfolgsmessung steht dem Händler der „Kundenmeinungsspiegel“ zur Leistungsbestimmung und
Qualitätsverbesserung zur Verfügung. Die Leistungsfähigkeit unserer Händler im Dienste der
Kunden wird auch finanziell vom Werk bonifiziert.
Gelöste Stimmung bei Ford in Köln: (v.l.) Isfried Hennen, Ralph Caba, Klaus Sawallisch (alle Ford), Julia Rose, Bernd Franke (FM)
In Bezug auf die Gebietsleiter hat sich für die
Ford-Händler und für die Kunden nichts verändert: Sowohl die Händler als auch die Kunden
stehen weiterhin mit denselben Menschen in
Kontakt wie früher. Gerade im Bereich des mittleren Flottensegments verzeichnet Business Partner einen Zuwachs an Verträgen. Die Dienstleistung Business Partner ist auch für unsere Fahrzeuge ein gutes Verkaufsargument, denn dieser
integrale Service wird vom Kunden gewünscht,
ja geradezu gefordert. Daher arbeiten die FordRepräsentanten und die Repräsentanten von
Business Partner auch jeweils sehr eng zusammen.
deutschen Flottenbetreiber zu Ihnen, und wie helfen Sie ihnen oder können ihnen Unsicherheiten
nehmen?
Sawallisch: Bereits heute schon haben wir zehn
Modelle im Angebot, die mit ihren CO2-Werten unter dem für 2012 diskutierten Zielwert von 130
Gramm CO2 pro Kilometer liegen. Darüber hinaus
bieten wir besonders umweltbewussten Kunden
Fahrzeuge erstens mit Erdgasantrieb – aktuell die
Modelle Ford C-MAX CNG, Ford Focus CNG und Ford
Transit CNG, – zweitens mit Autogas – aktuell den
Flottenmanagement: Der Ford-zugehörige FinanzFord Transit LPG – und drittens mit Bio-Ethanol:
dienstleister Business Partner ist seit eineinhalb
aktuell die Modelle Ford Focus flexifuel und Ford
Jahren neu aufgestellt am Markt. Wie profitieren
C-MAX flexifuel. Im Frühjahr 2008 werden dann
Sie von den Veränderungen? Wie interagieren Sie Darüber hinaus ist auch der Händler ein wichti- mit dem Galaxy, dem S-MAX und dem Mondeo weimit dem Kunden im Netzwerk Ford – Business Part- ger Kontaktpunkt für den Kunden. Seine Service- tere Bio-Ethanol-Modelle auf den Markt kommen.
ner – Ford-Händler? Was ist dem Kunden hierbei orientierung und Kundennähe ist gerade bei klei- Insofern sehen wir uns sehr gut aufgestellt für
wichtig?
neren und mittleren Fuhrparks oftmals entschei- Kunden, die besonders CO2-arme Fahrzeuge woldend für die Marken- und
len. Nur ein Beispiel:
Sawallisch: Mit der Neuaufstellung von Ford Fi- Modellwahl. Gemeinsam mit
Bei einer ganzheitlinancial und der Umbenennung in Business Part- Business Partner werden wir
chen Betrachtung
Ralph Caba:
ner wurde unser Fuhrparkmanagement-Konzept unsere Händlerschaft weiter
emittieren unsere flemodernisiert. Durch die Kooperation mit der ALD gezielt ausbilden und für die
xifuel-Fahrzeuge um
„Möglichst viele FordAuto Leasing Deutschland GmbH bringen beide Bedürfnisse der Firmenkun80 Prozent weniger
Händler sollen im
Partner ihre Kernkompetenzen ein. Der Kunde pro- den noch stärker sensibiliCO2 als konventionelMarkt aktiv sein, denn
fitiert hier von in Form von professioneller Bera- sieren. Dabei steht den
le Modelle mit Bendie meisten Firmentung und Betreuung, guten Konditionen und mo- Händlern dann auch ein Onzinantrieb. Und das
kunden brauchen den
dernen, web-basierten Systemen. Business Part- line-Kalkulationstool zur
Schöne daran ist:
Händler vor Ort.“
ner bietet sowohl die Vorteile der Konzernver- Verfügung, um kleineren
Diese Autos sind
bundenheit sowie markenunabhängiger Dienstleis- Flottenkunden direkt im Bekraf tstof f-f lexibel:
tungen.
ratungsgespräch ein LeaSie können Bio-Ethasingangebot inklusive der ge- nol, einen Kraftstoff auf Alkohol-Basis, SuperbenFlottengeschäft Ford 2007
wünschten Dienstleistungen zin und jede beliebige Bio-Ethanol-SuperbenzinVerkaufte Einheiten (bereinigtes Flottengeschäft) cum. März 12.000 Einheiten
unterbreiten zu können. Damit Mischung tanken. Wir verstehen unsere Erdgas-,
18 %
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr
ist dies die erste herstellerver- Flüssiggas- und Bio-Ethanol-Fahrzeuge als BrüProzentuale Verteilung des Flottengeschäfts
bundene Automobilbank bezie- ckentechnologien auf dem Weg zur Marktreife der
ca 25 %
Kompaktklasse
hungsweise Leasinggesell- Brennstoffzelle, an der Ford ebenfalls arbeitet.
ca. 30 %
Mittelklasse
schaft, die Händlern und Kun0
Oberklasse
ca. 45 %
Transporter
den diesen Service bietet.
Caba: Der Mehrpreis für unsere Bio-Ethanol-Fahr1. Mondeo 2. Focus 3. Galaxy / S-MAX
Topseller im Flottengeschäft
zeuge beträgt nur 300 Euro, das sind netto rund
S-MAX und Mondeo mit 6-Gang-AutoFlottenrelevante Produkt-Neuheiten
Flottenmanagement: Vor dem 250 Euro, die prinzipiell in der Leasingrate vermatik; Mondeo mit neuem 2,3l-Benzider nächsten 12 Monate
Hintergrund Feinstaubdiskus- schwinden. Damit haben wir praktisch das günsner (118 kW /160 PS), Bio-Ethanolsion, CO2-Emissionen und neue tigste Angebot für alternative Antriebe im Markt.
Varianten von Galaxy, S-MAX und MonKfz-Besteuerung werden Rufe Interessiert zeigen sich vor allem Kunden aus dem
deo
Leasing: 70 % / Kauf 30 %
Anteile Leasing (Full Service-Leasing)/Kauf
nach Innovationen bei den kommunalen Bereich und Kunden, die die MögGarantiebedingungen / Inspektionsintervalle 2jährige Sachmängelhaftung
Fahrzeugherstellern laut. Wel- lichkeit haben, eine eigene Bio-Ethanol-TankstelAnzahl Vertragshändler, Service-Stützpunkte ca. 600 Händler / 200 Filialen / ca.
che technischen Möglichkeiten le auf dem Betriebsgelände zu installieren. Wir
1.100 autorisierte Service-Betriebe
Business-Center
gibt es, mit welchen Entwick- erleben häufig, dass Imagegründe eine große
Kooperationspartner/Leasinggesellschaften/ Ford Bank / Business Partner
lungen geht Ford an den Start Rolle spielen, das heißt, dass eine auffällige FahrBanken (Ansprechpartner)
oder ist es bereits? Inwiefern zeugbeschriftung auf die Tatsache hinweisen soll,
Dr. Wilfried Völsgen,
Ansprechpartner Großkundengeschäft
Tel. 0221-9017341
können Sie vom weltweit akti- dass die Firma XY Bio-Ethanol tankt, weil sie ihr
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ven Konzern profitieren? Mit Umweltbewusstsein als wesentlicher Teil der Firwww.ford.de/firmenkunden
Internetseite für Großkunden
welchen Wünschen kommen die menphilosophie auch zeigen möchte.
Flottenmanagement 3/2007
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64
Management
Kompetenz
in jeder Beziehung
„Das Geschäft mit Firmengroßkunden bedarf einiges an Einsatz und Feingefühl“, meint Horst
Gebauer, Geschäftsführer des Volkswagen Zentrum Leverkusen, im Großkundengeschäft mitverantwortlich für das Audi Großkunden Leistungszentrum. „Der Großkunde ist ein sehr anspruchsvoller Kunde. Er erwartet Kompetenz in jeder
Beziehung. Unsere Aussagen gegenüber ihm müssen eins zu eins stimmen, und immer ist von uns
eine direkte Reaktion gefragt. Die Fuhrparkmanager der Großkunden wollen vor allem keine
Sorgen haben und auch keine hausinternen Beschwerden seitens ihrer Dienstwagennutzer erleben, es geht hier wesentlich nicht um fünf Euro
in der Rate.“
Für den Hersteller gilt ein Kunde als Großkunde,
wenn er einen Vertrag über die Abnahme von
mindestens fünf Fahrzeugen im Jahr geschlossen
hat. In Einzelfällen kann das Kontingent auch bis
zu über 300 Fahrzeugen im Jahr reichen.
Insgesamt werden in Leverkusen über 100 Großkunden betreut und gegenwärtig mit jährlich rund
2.300 Fahrzeugen der Marken Audi und VW beliefert.
Michael Friedrichs, Verkaufsleiter für Großkunden in Leverkusen, hat die Entwicklungsgeschichte des Zentrums erlebt und mit beeinflusst. Nach
jahrelanger Konkurrenzsituation hätten sich die
beiden Leverkusener Autohändler mit MarkenSpezialisierung, Gottfried Schulz und Rhenus
Prinz, im Oktober 2003 an einen Tisch gesetzt
und beschlossen, gemeinsam ein Zentrum zu errichten. „Nach dieser Fusion“, so Michael Friedrichs, „ist das Audi-Zentrum praktisch auf der
grünen Wiese entstanden.“ Und Horst Gebauer
Flottenmanagement 3/2007
Ein Tag beim Audi Großkunden Leistungszentrum
pflichtet bei: „Herr Friedrichs hat schon vor Jahren erkannt, dass wir uns auf das Thema Großkunden speziell konzentrieren müssen.“
„Die Entwicklungsgeschichte der Beziehungen
zwischen einem Autohändler und einem Firmenkunden läuft ja oft gleich ab“, schlüsselt Michael
Friedrichs eine generelle Problematik auf. „Vor 15
oder 20 Jahren sind die beiden einmal aufeinander
zugegangen und haben dann zunächst gut zusammen gearbeitet. Ab einem bestimmten Punkt
konnte der Autohändler die Ansprüche des Kunden aber nicht mehr voll befriedigen. Oft ist er
vom Wachstums-Tempo des Unternehmens des
Kunden überfordert; es fehlt ihm an den Ressourcen, just in time zu reagieren. Möglicherweise
fehlt es an ausreichend Personal, an einer ausreichend großen Testwagenflotte.“
Der Großkunde wünsche sich heute vornweg einen Ansprechpartner für alle Belange („One face
to the customer“). Er erwarte den schnellen Rat
und möglichst keine administrativen Belastungen. So würden zu den wesentlichen Anforderungen beispielsweise auch die bundesweite Auslieferung und Rückführung oder das Online-Ordering gehören. „Ansonsten sind im
Großkundengeschäft in erster Linie die Fuhrparkmanager der Unternehmen unsere Ansprechpartner,“ verdeutlicht Horst Gebauer. „Auch für diese
Klientel zählen hauptsächlich Betreuung, Service
und natürlich die Kosten.“
Das Großkunden Leistungszentrum in Leverkusen kann sich derzeit auf fünf Großkunden-Be-
treuer stützen, die die Kunden mehrfach im Jahr besuchen, zwei davon
sind sogar zertifizierte Fuhrparkmanagement-Berater. „Eigentlich sollte
man zum Großkunden-Betreuer geboren sein,“ ist Horst Gebauer überzeugt.
„Auf jeden Fall ist es sehr wichtig, dass
die Großkunden-Betreuer mit hoher
Kompetenz aufwarten. Daher werden
sie über die Jahre auch regelmäßig
geschult. Die Betreuer legen für jeden
Großkunden eine Stammakte an, die
auch sämtliche Veränderungen in seinem Fuhrpark und jedes Besprechungsprotokoll enthält. Es wird
grundsätzlich kein Gespräch ohne Protokoll geführt, schließlich kann auch ein Betreuer einmal
ausfallen. Daher pflegen wir die Aktenführung
äußerst sorgfältig; die Erstkontakte zum Kunden
gestalten sich entsprechend aufwendig.“
Auch sonst sind die Leverkusener auf die Kundenanforderungen bestens vorbereitet. Alle Entscheider beim Großkunden werden in sämtlichen
wichtigen Fragen direkt über ein web-basiertes
Informationssystem benachrichtigt. „Hierbei hilft
uns auch sehr die Zusammenarbeit mit dem Hersteller Audi und der Audi Bank, mit denen wir
auch gemeinsame Produkte entwickeln,“ ergänzt
Horst Gebauer. „Ergebnisse dieser Kooperationen
sind das Fleet-Ordering und zahlreiche andere
Online-Abwicklungen.“
Er verweist auf die sehr gute Aufstellung beim
Werkstatt-Service bis hin zum 24h-Notdienst mit
Ersatzwagen. Auch in diesem Bereich setzen sich
fünf Berater des Audi Zentrums für jeweils fest
zugeordnete Firmenkunden ein. Jeder ServiceBerater ist über Durchwahl- und Handynummer
erreichbar. Er beherrscht auch das geschickte
Handling von Sonderanforderungen, wenn
beispielsweise die Rechnungsstellung erhöhte
Aufmerksamkeit erfordert, weil der Kunde Full
Service-Leasing bei einer herstellerunabhängigen
Leasinggesellschaft abgeschlossen hat. „Wir arbeiten selbstverständlich auch mit allen, freien
Leasinggesellschaften zusammen, wenn diese Geschäftsbeziehung beim Kunden historisch gewachsen ist“, unterstreicht Michael Friedrichs.
Klaus Düster, Assistent der Geschäftsleitung,
nennt weitere Beispiele für die Flexibilität und
das hohe Maß an Serviceorientierung: „Es kommt
gelegentlich vor, dass am 20. Mai die Meldung
des Kunden eingeht, ab 1. Juni brauche ein neu-
er Direktor sein neues Auto. In solchen Fällen können wir uns für eine Übergangszeit auch mit Testwagen behelfen, weil wir eine relativ große Testwagenflotte mit allen relevanten Motorvarianten disponieren können. Darüber hinaus ist es für
Großkunden auch immer wieder wichtig, dass wir
mit der Markteinführung eines neuen Modells das
aktuelle Testfahrzeug für zwei Wochen vorhalten
können. Auch laden wir Großkunden direkt zu Neuvorstellungen ein.“ Nicht zuletzt legt das Audi Zentrum großen Wert auf den Einsatz eigener Auslieferungsfahrer, die, so Düster, „auch in der Lage sind,
ein Fahrzeug oder die Funktionsweise und die Bedienung eines Navigationsgerätes bis ins Detail richtig zu erklären.“
„Das geht bis in solche Feinheiten hinein,“ ergänzt
Horst Gebauer, „dass jetzt jedes Fahrzeug grundsätzlich mit Warnweste und Feinstaub-Plakette ausgeliefert wird. Wir sind sogar zu Fuhrparks hinausge-
„Praktisch auf der grünen Wiese entstanden“: Das Audi
Großkunden Leistungszentrum in Leverkusen (o.)
Bilder unten von links:
„Unsere Aussagen müssen eins zu eins stimmen“: Frank
Oberbörsch (re.), Mitarbeiter im Verkauf, bietet in der Beratung Kompetenz in jeder Beziehung
Michael Friedrichs, Verkaufsleiter Großkunden in
Leverkusen: „Wir suchen auch den direkten Draht zum
User Chooser, denn der nächste Dienstwagen sollte wieder
ein Audi sein“
„Schon vor Jahren erkannt, dass wir uns auf Großkunden
speziell konzentrieren müssen“: Für alle Anforderungen
unter einem Dach hervorrragend aufgestellt
Horst Gebauer, Geschäftsführer in Leverkusen: „Die
Fuhrparkmanager der Großkunden wollen vor allem keine
Sorgen haben“
Jeder Service-Berater ist auch über Durchwahl- und
Handynummer erreichbar
Audi Großkunden Leistungszentren
Anzahl der Audi Großkunden Leistungszentren
in Deutschland: 180
Firmenkundenspezifische Leistungen:
•Exklusive und individuelle Beratung durch
spezialisierte Großkunden-Verkäufer
•Angebot von Vorführwagen speziell für Firmenkunden
•Bevorzugte Service-Betreuung der Firmenkunden z.B.
Mobilitätsgewährleistung, Hol- und Bringservice
•Besondere Finanzierungs- und Leasingangebote
Internetseiten für Firmenkunden:
www.audi.de/grosskunden
www.audi.de/dienstwagen
Flottenmanagement 3/2007
66
Management
An einem Tisch in
Leverkusen: Horst Gebauer,
Klaus Düster (beide Audi
Zentrum), Ralf Weichselbaum
(Audi AG), Michael Friedrichs
(Audi Zentrum), Erich Kahnt,
Bernd Franke (beide FM,
v.li.)(li.)
„Sehr guter Kontakt“: Ralf
Weichselbaum (Vertriebsleiter
Großkunden der Audi AG),
Michael Friedrichs, Horst
Gebauer, Klaus Düster (alle
Audi Großkunden Leistungszentrum Leverkusen, v. re.)
(re.)
fahren und haben die Feinstaub-Plaketten selbst
aufgeklebt. Mit solchen Kleinigkeiten gewinnen
wir oft mehr als mit allen Marketingmaßnahmen.
Eine Serviceorientierung auf solchem Niveau
zeigt dem Kunden: mit diesem Back-Office, mit
dieser Leasinggesellschaft und mit diesem Händler kann ich zusammenarbeiten.“
Nicht zuletzt bemühen sich die Leverkusener
aufmerksam um die Dienstwagennutzer selbst.
„Zwar können wir die User Chooser nicht so stark
beeinflussen wie den Flottenbetreiber,“ differenziert Michael Friedrichs, „aber wir selektieren
auch die User Chooser-Adressen, denn der
nächste Dienstwagen sollte natürlich wieder ein
Audi sein. Spätestens nach zweieinhalb Jahren
müssen wir dann den direkten Kontakt zum
Dienstwagennutzer suchen.“
Dabei kann das Großkunden Leistungszentrum
voll auf die Stärken der Marke Audi und der Produktpalette setzen. „Es gibt gegenwärtig wahrscheinlich keine Premiummarke, die mehr
sticht“, betont Horst Gebauer. „Das Markenprofil wurde durch den neuen Audi R 8 noch einmal
geschärft, und auch in den Statistiken ist ein
deutlicher Imagegewinn festzustellen. Das
wiederum hat nicht zuletzt auch sehr gute Rest-
werte zur Folge, die am Markt durchsetzungsfähig sind. Grundsätzlich zählt der quattro-Antrieb
zu den generellen Audi-Produktvorteilen, der
insbesondere beim User Chooser sehr gut ankommt. Schließlich ist im Großkundengeschäft
der Audi A6 als Limousine und als Avant in der
Oberen Mittelklasse schon das klar führende
Auto. So exzellente Produkte wie der A4 oder
der A6 helfen uns enorm.“
Hinzu kommt die Unterstützung durch die AUDI
AG, die in vielen Bereichen deutlich wird. „Es
besteht schon eine klare Aufgabentrennung zwischen der Zentralabteilung in Ingolstadt, der
Vertriebsregion und dem Handel am Point of
Sale,“ führt Ralf Weichselbaum, Vertriebsleiter
Großkunden bei der Audi AG in Ingolstadt, aus.
„Wir in Ingolstadt müssen die Rahmenbedingungen festlegen und bundesweit im Markt mit entsprechenden Programmen und Maßnahmen
agieren, die sowohl auf die Bedürfnisse unseres
Handels wie auch unserer Großkunden zugeschnitten sind. Andererseits sind wir aber auch
gefordert, auf die individuellen Anforderungen
unserer Kunden einzugehen. Im Zusammenspiel
dieser beiden Aspekte liegt eine bedeutende Herausforderung für uns in der Zentrale.“
So bietet der Fahrzeughersteller immer wieder Lehrgänge und Schulungen an sowie Seminare für zertifizierte Fuhrparkbetreuer. „Hierdurch wollen wir
eine einheitliche Vorgehensweise beim Kunden vor
Ort sicherstellen und die Betreuungsqualität erhöhen“, erklärt Weichselbaum. „Darüber hinaus werden wir in naher Zukunft eine Disponenten-Schulung speziell für Großkunden anbieten, mit der wir
unserem Handel klar signalisieren, dass auch die
‚handwerklichen‘ Themen einen hohen Stellenwert
für uns haben.“
Aber auch in der Produktplanung werden die Weichen heute so gestellt, dass das Großkundengeschäft
proaktiv nach vorn gebracht wird. „Wir konnten erreichen, dass heute der jeweils neue Avant schon
kurz nach der Präsentation der neuen Limousine
vorgestellt wird, während es früher etwa ein Jahr
gedauert hat. Genauso achten wir darauf, dass für
unsere Großkunden relevante Motoren und Getriebe frühzeitig zur Verfügung stehen.“ Weichselbaum
hebt den sehr guten Kontakt zwischen den Audi
Händlern, den Vertriebsregionen und seinen Mitarbeitern hervor. „Unser Ziel ist es, im Zusammenspiel
aller Beteiligten dem Kunden eine adäquate Lösung
anzubieten. In solchen Fällen treten wir als Vertriebsabteilung des Herstellers beim Kunden prinzipiell gemeinsam mit dem Handelspartner auf.“
Image und innovative Produkte
Interview mit Ralf Weichselbaum,
Leiter Verkauf an Großkunden bei
der AUDI AG
Flottenmanagement: Die Image-Werte der „Vier Ringe“
liegen auf höchstem Niveau, die Modellentwicklung stellt
immer wieder den „Vorsprung durch Technik“ auf die
Räder und in Le Mans ist die Marke seit Jahren kaum
noch zu schlagen. Was bleibt noch zu tun, um den Firmenkunden dauerhaft von Audi zu überzeugen?
Weichselbaum: Im letzten Jahr war Audi wie auch in
2005 Marktführer im Premiumsegment des Flottenmarktes. Das ist für uns ein deutliches
Zeichen, dass wir unsere Kunden mit unseren innovativen Produkten begeistern. Das positive Image der Marke Audi trägt dazu bei. In der Außenwirkung der Firmenfuhrparks spielt
auch dieser Faktor eine große Rolle und unterstützt unsere Erfolgsstory im Flottenmarkt.
Auch in Zukunft wollen wir unsere Position weiter ausbauen. Dabei legen wir sehr viel
Wert auf exklusive und kompetente Betreuungsqualität, nicht nur bei uns als Hersteller,
sondern auch innerhalb unserer Handelsorganisation im Verkauf und im Service. Die 180
Großkunden Leistungszentren in Deutschland tragen einen wesentlichen Anteil zu diesem
Erfolg bei.
Flottenmanagement: Wie motiviert die AUDI AG die Einrichtung von Audi Großkunden
Leistungszentren, welche Kriterien muss ein Audi Großkunden Leistungszentrum erfüllen?
Flottenmanagement 3/2007
Weichselbaum: Von einem Großkunden Leistungszentrum erwarten wir eine besondere Betreuung der Firmenkunden. Zum einen sind dies qualifizierte Großkunden-Verkäufer, das Angebot von Vorführwagen für den exklusiven Einsatz bei
den Firmenkunden sowie eine bevorzugte Service-Betreuung. Zum anderen entscheiden Volumen, die Kundenvertragsstruktur und das Händlernetz über die
Einrichtung des Partnerbetriebes als Großkunden Leistungszentrum.
Wir unterstützen die Leistungszentren bei der Erfüllung dieser besonderen Anforderungen, nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern auch durch unsere eigenen Großkundenaußendienste.
Flottenmanagement: Welche Background-Unterstützung bietet die AUDI AG den
Großkunden Leistungszentren, in welchen Fällen schaltet sie sich selbst ein?
Weichselbaum: Um den Erfolg unserer Partner zu unterstützen, bietet die AUDI
AG zusammen mit dem Volkswagen Konzern verschiedene Qualifizierungsprogramme an. Der Großkunden-Verkäufer im Handel wird nicht nur auf die Produkte und den Verkauf der Fahrzeuge geschult, sondern erhält auf Wunsch auch
die Möglichkeit, sich intensiver mit den Belangen der Firmenkunden auseinanderzusetzen, zum Beispiel in Seminaren zum Fuhrparkmanagement. Bei Fragestellungen, die der Handelspartner nicht allein, sondern nur zusammen mit dem
Hersteller lösen kann, unterstützen wir selbstverständlich, entweder über die
eigenen Großkundenaußendienste in der jeweiligen Vertriebsregion vor Ort oder
direkt aus der Zentrale in Ingolstadt. Die Themenstellung bildet dabei für uns
ein sehr breites Spektrum ab und reicht von der Unterstützung bei der Abgabe
von Angeboten im Rahmen von Ausschreibungen bis zu sehr speziellen Fragen,
beispielsweise bei Kulanzregelungen.
68
Management
Kostbar
wie ein Schatz
Welch kostbares Gut der Führerschein für den
Dienstwagennutzer darstellt und wie leicht es
ist, ihn zu verlieren, wollen wir gerne
mahnend in Erinnerung rufen.
Ab 1,6 Promille ist der Führerschein erst einmal ertränkt, dann steht
eine MPU ins Haus (li.)
Ab 0,3 Promille kann der „Lappen“ schon eingezogen werden,
für den Dienstwagennutzer mit weitreichenden Konsequenzen (o.)
Führerscheinentzug und MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) gelten meist als Warnschuss, das eigene Verhalten zu überdenken und
zu ändern, bevor Schlimmeres passiert. Beim
Dienstwagennutzer tritt damit allerdings schon ein
„worst case“ ein, denn keinen Führerschein zu besitzen bedeutet seinen Job nicht ausüben zu können, was wiederum eine Kündigung rechtfertigen
könnte. Und was danach kommt, kann den sozialen Abstieg bedeuten – das wissen die Verkehrspsychologen des TÜV SÜD Axel Uhle und Thomas
Wagenpfeil aus ihrer täglichen Arbeit. Soweit sollte man es also bloß nicht kommen lassen.
Die Ursachen für einen Führerscheinentzug mit anschließender MPU liegen hierzulande hauptsächlich beim Alkoholmissbrauch (mehr als 1,6 Promille
oder zum wiederholten Male), neben Drogenmissbrauch steht an dritter Stelle schon das Punktekonto der Flensburger Verkehrssünderkartei (ab 18
Punkten). Um die Dienstwagenfahrerinnen braucht
sich der Fuhrparkleiter allerdings weniger Sorgen
zu machen: zu 96 Prozent betrifft die MPU in Alkoholangelegenheiten Männer.
Wer weiß denn schon genau, wann er mindestens
die kritische Grenze von 0,3 im Falle eines Unfalls,
die einer Ordnungswidrigkeit von 0,5 Promille oder
sogar die einer Straftat von 1,1 Promille erreicht
hat?
Flottenmanagement 3/2007
Die TÜV-Experten unterscheiden zwei Trinkverhaltensweisen: Diejenigen, die grundsätzlich Alkoholgenuss und Autofahren
trennen können und daher auch unwahrscheinlicher mit einer Promillezahl von 1,6
und mehr am Steuer erwischt werden. Und
diejenigen, die eine gewisse Trinkgewohnheit aufweisen, häufiger und in größeren
Mengen Alkohol zu sich nehmen und dann
auch in der Regel nicht mit der Gewohnheit,
Auto zu fahren brechen. Tatsächlich liegt
der Durchschnittsmesswert, den die Kontrollen alkoholisierter Fahrer ergeben haben, bei
1,6 Promille.
Die mindestens halbjährliche Führerscheinkontrolle
bei Dienstwagennutzern beziehungsweise bei Fahrzeugaushändigung (regelmäßig auch bei Nutzung von
Poolfahrzeugen) sollte gewissenhaft durchgeführt und
dokumentiert werden. Erhält der Fuhrparkleiter Kenntnis vom Führerscheinentzug eines Dienstwagennutzers, so darf diesem kein Firmenfahrzeug mehr ausgehändigt werden.
Was kann also der Fuhrparkleiter tun, um
sich einerseits vor der Halterhaftung zu
schützen, in die er mit bis zu einem Jahr
Freiheitsstrafe oder einer Geldbuße genommen werden kann, wenn ein Dienstwagennutzer ohne gültigen Führerschein „erwischt“ wird? Schließlich manövriert der
Führerscheinverlust diesen Nutzer in das Dilemma, seinen Job zu verlieren, wenn er den
Verlust meldet. Andererseits, wie kann der
Fuhrparkleiter dem Führerscheinverlust eines Dienstwagennutzers vorbeugen, und das
alles im Einklang mit der eigenen Haftbarkeit, dem Betriebsrat und mit der Persönlichkeitssphäre des Angestellten?
Und schließlich gäbe es ja noch die Möglichkeit, bei
Führerscheinverlust Urlaub einzureichen und einen
neuen Schein im Ausland zu machen. Zumindest noch,
denn dies soll laut Verkehrsgerichtstag mit der dritten Führerscheinrichtlinie der EU, die noch in diesem
Jahr umgesetzt werden soll, verhindert werden. Das
Problem dabei sehen die TÜV-Experten allerdings darin, dass die Delinquenten hierfür Einsicht und Verhaltensänderung nicht benötigen. Immerhin sind sowohl alkoholisiert Fahrende als auch „Verkehrsrowdies“ oftmals Wiederholungstäter, denen spätestens
durch eine MPU Einhalt und Maßregelung geboten
werden soll und erst bei medizinisch und psychologisch attestierter Eignung die Erlaubnis wieder erteilt
wird (siehe auch Seite 69).
Bei den „Punkte“-Kandidaten sollte ein Auge auf den
dienstlich erfahrenen „Punktestand“ geworfen werden. Doch letztlich bleiben die privat eingehandelten
Punkte unerkannt. Ein persönliches Gespräch scheint
bei Häufung angebracht.
Recht
69
Führerscheinkontrolle
&
Führerscheintourismus
Hinweise für den
Umgang mit Inhabern ausländischer
Führerscheine
Fuhrparkverantwortliche haben es derzeit schwer, den Überblick
zu behalten, wenn sie Führerscheinkontrollen durchführen. Denn
neben deutschen Führerscheinen sind häufig auch ausländische
Führerscheine zu kontrollieren. Dies ist angesichts der Freiheiten für Arbeitnehmer in der Europäischen Union eigentlich nichts
Außergewöhnliches. Allerdings gibt es auch die Fälle der sogenannten „Führerscheintouristen“, die sich häufig nach gerichtlich abgeurteilten Trunkenheitsfahrten eine ausländische Fahrerlaubnis besorgen, weil ihnen eine deutsche Fahrerlaubnis wegen Ver weigerung oder Nichtbestehen der medizinischpsychologischen Untersuchung nicht erteilt wird.
Abgesehen von den ohnehin bei der Kontrolle ausländischer Fahrerlaubnisse bestehenden Besonderheiten müssen Fuhrparkleiter
auch wissen, wie sie mit „Führerscheintouristen“ umzugehen
haben. In letzter Zeit häufen sich die Gerichtsentscheidungen
zum Thema Führerscheintourismus. Dass sich dabei die Entscheidungen auch noch im Ergebnis teils widersprechen, macht es für
den Fuhrparkleiter nicht einfacher. Daher sollte der Fuhrparkverantwortliche schon im eigenen Interesse ein besonderes Augenmerk auf die Führerscheinkontrolle legen, denn das Anordnen oder Zulassen des Fahrens ohne gültige Fahrerlaubnis kann
zugleich für ihn straf- und ordnungswidrigkeitenrechtliche Konsequenzen haben. Dennoch wird die Führerscheinkontrolle in der
Praxis vielfach recht lax gehandhabt, wenn sie überhaupt statt-
findet. Der Beitrag zeigt daher, was bei der Führerscheinkontrolle zu beachten ist und gibt praktische Hinweise
zum Umgang mit den Führerscheintouristen.
Pflicht des Unternehmens als Fahrzeughalter zur Führerscheinkontrolle
Die Pflicht zur Führerscheinkontrolle trifft in erster Linie den Halter. Nach der ständigen Rechtsprechung des
Bundesgerichtshofes ist Halter eines Fahrzeuges, wer das
Kraftfahrzeug für eigene Rechnung in Gebrauch hat und
die entsprechende Verfügungsgewalt hierüber besitzt
(vgl. BGH, VersR 1992, S. 437). Das wichtigste Merkmal
der Haltereigenschaft ist die Verfügungsgewalt, die bei
nicht nur vorübergehender Verwendung des Fahrzeuges
im eigenen Interesse gegeben ist und die davon abhängig ist, wer über den Kraftfahrzeugeinsatz bestimmen
kann. Wer also Anlass, Ziel und Zeit der Fahrten selbst
bestimmen kann, ist Halter – und das sogar dann, wenn
eine dritte Person die fixen Kosten für den Fahrzeugunterhalt trägt. Ohne Bedeutung für die Haltereigenschaft
ist daher auch die Frage der straßenverkehrsrechtlichen
Zulassung oder gar das Eigentum; beides können aber
wichtige Indizien sein, wenn es um die Klärung der Haltereigenschaft geht. Ansonsten ist natürlich die Kostentragung von Fixkosten wie beispielsweise von SpritkosFlottenmanagement 3/2007
70
Recht
+++ Rechtsprechung +++
Drängeln im langsamen Stadtverkehr kann strafbare
Nötigung sein
Dichtes, bedrängendes Auffahren auf den Vordermann
kann – insbesondere bei gleichzeitigem Betätigen von
Lichthupe und Hupe – den Tatbestand der Nötigung auch
dann erfüllen, wenn dies im innerörtlichen Verkehr stattfindet. Eine Nötigung liegt vor, wenn der Täter mit seinem Fahrzeug innerorts über eine Strecke von knapp 300
Metern bei einer Geschwindigkeit von 40 bis 50 km/h einen vor ihm fahrenden Verkehrsteilnehmer bedrängt, in
dem er dicht auffährt und Lichthupe und Hupe betätigt,
um den Bedrängten zu schnellerem Fahren oder einer Freigabe der Fahrbahn zu veranlassen.
(BVerfG, Beschluss vom 29.03.2007, Az. 2 BvR 932/06)
Entfernt sich ein Unfallverursacher vorsatzlos, handelt
es sich nicht um Fahrerflucht
Wer einen Unfall verursacht und sich danach berechtigt
oder entschuldigt vom Unfallort entfernt, etwa weil er einen Verletzten ins Krankenhaus bringt, der muss nachträglich gegenüber Unfallbeteiligten oder der Polizei seine Personalien angeben. Wer dies versäumt, macht sich
wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort strafbar und
riskiert bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe. Der Bundesgerichtshof und ihm folgend die Strafgerichte der unteren
Instanzen haben in jahrelanger Rechtsprechung den Standpunkt vertreten, dass auch derjenige wegen unerlaubten
Entfernens vom Unfallort zu bestrafen sei, der sich vorsatzlos entfernt habe, weil er den Unfall nicht bemerkt
hatte. Dagegen wandte sich ein Beschuldigter, der vom
Amtsgericht Herford verurteilt worden war. Er klagte vor
dem Bundesverfassungsgericht und gewann. Wer sich „berechtigt oder entschuldigt“ vom Unfallort entfernen, handele unter ganz anderen Voraussetzungen als derjenige,
der das mangels Kenntnis des Unfallgeschehens tue.
Anmerkung: Wer einen Unfall verursacht, ohne dies
zunächst zu bemerken, dann aber später darauf aufmerksam gemacht wird, darf künftig nicht mehr wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort bestraft werden. Bisher
machte sich nach der BGH-Rechtsprechung auch strafbar,
wer zunächst unabsichtlich weiterfährt, dann aber – nachdem er den Unfall bemerkt hat – nicht unverzüglich die
Feststellung seiner Personalien ermöglicht. Nunmehr kippt
das Bundesverfassungsgericht diese langjährige BGHRechtsprechung zur Fahrerflucht. Nach den Verfassungsrichtern wird dadurch der Wortlaut des einschlägigen §
142 StGB unzulässig ausgedehnt. Dies verstoße gegen das
Bestimmtheitsgebot im Grundgesetz.
(BVerfG, Beschluss vom 19.03.2007, Az. 2 BvR 2273/06)
Anhörungsbogen an Firma hinsichtlich Verkehrsordnungswidrigkeit unterbricht Verfolgungsverjährung
nur bei erkennbarer Ermittlung gegen Einzelperson
Das Amtsgericht hatte gegen den Betroffenen wegen vorsätzlicher Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit eine Geldbuße von 800,00 Euro festgesetzt und
im Urteil zugleich ein Fahrverbot von drei Monaten angeordnet. Hiergegen legte der Betroffene Rechtsbeschwerde
ein. Das Oberlandesgericht stellte bei der Prüfung der
Verfahrensvoraussetzungen fest, dass die Verfolgung der
dem Betroffenen zur Last gelegten Ordnungswidrigkeit
bereits verjährt war und stellte daraufhin das Verfahren
ein.
In seinen Feststellungen führte das OLG aus, dass der Betroffene die Ordnungswidrigkeit am 31. Mai 2005 begangen haben soll. Das vom Geschwindigkeitsmessgerät gefertigte Foto zeigte jedoch wegen der herunter geklappten Sonnenblende nur den unteren Teil des Gesichts des
Fahrers. Der Betroffene hatte nicht eingeräumt, zur Tatzeit der Fahrer des fraglichen Fahrzeugs gewesen zu sein.
Die drei-monatige Frist der Verfolgungsverjährung bis zum
Erlass eines Bußgeldbescheids wurde nach Ansicht des OLG
bereits am 15. Juni 2005 durch die Übersendung des ersten Anhörungsbogens durch das Straßenverkehrsamt an
die Firma des Betroffenen unterbrochen. Der Anhörungsbogen richtete sich „An den Geschäftsführer ...“ mit der
Anschrift der Firma des Betroffenen. Aus dem Gesamteindruck dieses Bogens ergab sich, dass die Straßenverkehrsbehörde den Betroffenen als Halter des Wagens und Inhaber bzw. Geschäftsführer der Firma anhand des augenscheinlich einen Mann abbildenden Fotos der OrdnungsFortsetzung auf Seite 72
Flottenmanagement 3/2007
Bekannte Alkoholprobleme erfordern eine intensive Überprüfung des Führerscheins
ten, Reparaturen, Abschreibung für Abnutzung,
Verzinsung des Anschaffungspreises, Steuern
und Versicherung etc. ein bedeutsames Indiz
für die Haltereigenschaft: Diese Kosten sind üblicherweise in der Person zu sehen, bei der sie
sich wirtschaftlich letztendlich auswirken.
Damit steht regelmäßig das Unternehmen in der
Halterverantwortung, welches das Fahrzeug angeschafft hat und das den Fuhrpark unterhält
und betreibt. Halterverantwortlich ist damit primär die Geschäftsleitung des Unternehmens. In
den seltensten Fällen hat aber ein Geschäftsführer die nötige Zeit, sich selbst um jedes einzelne Fahrzeug und die Fahrer zu kümmern. Da
dieser Umstand nicht von einer prinzipiellen
Halterhaftung entlasten kann, wird üblicherweise die Geschäftsführung ihre eigene Halterverantwortung durch organisatorische Maßnahmen auf andere Personen wie einen Fuhrparkleiter übertragen. Eine solche Delegation von
Halterpflichten sollte immer ausdrücklich, klar
und vor allem schriftlich geregelt werden. Wird
eine zuverlässige und sachkundige Person –
dies ist regelmäßig der Fuhrparkmanager – mit
der Erfüllung der Halterpflichten zur Erfüllung
in eigener Verantwortung beauftragt, kann die
Halterhaftung jedenfalls für die Geschäftsleitung beschränkt werden – sofern auch hier regelmäßige Kontrollen des Fuhrparkverantwortlichen durch die Geschäftsleitung erfolgen.
Pflicht des Fuhrparkleiters zur Führerscheinkontrolle
Den im Rahmen der Delegation von Halterpflichten nunmehr vollumfänglich halterverantwortlichen Fuhrparkleiter treffen sämtliche
Pflichten eines Fahrzeughalters unmittelbar,
gleich ob die Halterpflicht ihre Grundlage im
Zivil-, Straf-, Ordnungswidrigkeiten- oder Verwaltungsrecht hat. Als Halterverantwortlicher
darf der Fuhrparkmanager niemanden fahren
lassen, der keine Fahrerlaubnis besitzt. Der
Fuhrparkleiter in seiner Eigenschaft als „dele-
gierter“ Fahrzeughalter muss sich deshalb regelmäßig davon überzeugen, dass alle Fahrzeugführer
eine gültige Fahrerlaubnis besitzen. Er muss sich
die sichere Überzeugung verschaffen, dass der Fahrer die erforderliche uneingeschränkte Fahrerlaubnis hat (vgl. OLG Köln VersR 1969, S. 741 ff.). Diese
Pflicht besteht grundsätzlich unabhängig davon, ob
das Fahrzeug einem einzelnen Mitarbeiter zur ständigen alleinigen Nutzung als Dienstwagen überlassen wurde oder ob es sich um ein sogenanntes Poolfahrzeug handelt, bei dem die Nutzer je nach Bedarfslage täglich – teils sogar mehrfach – wechseln.
Der Fuhrparkleiter kann den Besitz einer Fahrerlaubnis nur durch Einsichtnahme in den Original-Führerschein kontrollieren. Die Art der Fahrzeugnutzung kann dabei Auswirkungen darauf haben, auf
welche Art und Weise und mit welcher Kontrolldichte die Führerscheinkontrolle dann letztlich durchzuführen ist.
Häufigkeit der Führerscheinkontrolle
Zumindest bei der Einstellung eines Fahrers muss
sich der Halterverantwortliche die Fahrerlaubnis im
Original vorlegen lassen (vgl. BGH VRS 34, S. 354;
OLG Zweibrücken VRS 63, S. 55). Der Fuhrparkleiter muss sich zwar im Regelfall nicht vor Antritt jeder einzelnen Fahrt den Führerschein vorlegen lassen. Vielmehr ist es nach der Rechtsprechung aber
ausreichend, wenn der Halterverantwortliche des
Unternehmens regelmäßige Stichproben durchführt. Dabei ist eine zweimalige Prüfung pro Jahr
angemessen und ausreichend, es sei denn, besondere Umstände, wie beispielsweise bekannte Alkoholprobleme eines Fahrers, begründen im Einzelfall die Erforderlichkeit einer intensiveren Überprüfung des Führerscheins. Nach herrschender Ansicht
muss – unter Berufung auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (vgl. BGH VRS 34, S. 354) – die Überprüfung der Fahrerlaubnis mindestens zweimal jährlich durch Einsichtnahme in den Original-Führerschein erfolgen.
Es sollte also ein geeignetes Wiedervorlagesystem
eingerichtet werden. Eine lediglich einmalige Ein-
sichtnahme bei der Einstellung des Mitarbeiters genügt daher
keinesfalls. Auch darf sich der Fuhrparkleiter nicht auf die bloßen
Angaben eines Angestellten verlassen (vgl. OLG Hamm VRS 31, S.
64). Auf die gängige Ausrede bei der Führerscheinkontrolle, der
Fahrer habe den „Lappen vergessen“ oder den Führerschein „in
einer anderen Jacke zu Hause gelassen“ kann und darf der Fuhrparkleiter daher nichts geben; er wird daher auf eine kurzfristige
Vorlage der Fahrerlaubnis drängen oder gegebenenfalls sogar die
Fahrzeugherausgabe im Einzelfall verweigern müssen. Denn es
kann ja durchaus ein Fall vorliegen, bei dem der betroffene Fahrer
die Fahrerlaubnis deshalb nicht vorlegen kann, weil er diese wegen eines vorübergehenden Fahrverbots oder wegen einer Fahrerlaubnisentziehung faktisch nicht vorzeigen kann. Im Falle der fehlenden Vorlage des Führerscheins besteht jedenfalls mangels gesetzlicher Regelungen weder die Pf licht noch das Recht des
Fuhrparkleiters, durch eine Anfrage bei der Führerscheinstelle festzustellen, ob die Fahrerlaubnis noch fortbesteht.
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Recht
71
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Das mittlerweile aufgelöste Bayrische Oberste Landesgericht hatte die Ansicht vertreten, dass eine nochmalige Überprüfung nicht
erforderlich sei, wenn der Halter den o.g. Anforderungen an die
Führerscheinkontrolle einmal gerecht geworden ist (vgl. BayObLG
DAR 1988, S. 387). Er brauchte sich nach Ansicht des OLG Koblenz
dann auch nicht mehr von Zeit zu Zeit zu erkundigen, ob der Fahrer noch im Besitz der Fahrerlaubnis ist (vgl. OLG Koblenz VRS 60,
56). In diese Richtung tendierend hat in jüngerer Zeit
beispielsweise das Kammergericht Berlin (KG, Urteil vom
16.09.2005, Az. (3) 1 Ss 340/05 (86/05), ZAP EN-Nr.313/2006)
entschieden und festgestellt, dass kein fahrlässiges Zulassen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis gegeben ist, wenn der Fahrzeughalter auf das
Fortbestehen der einmal erteilten Fahrerlaubnis vertrauen durfte. Hat
ein Fahrzeughalter einem anderen sein Kraftfahrzeug überlassen und
sich zunächst den Führerschein zeigen lassen, kann er grundsätzlich
vom Fortbestehen der einmal erteilten Fahrerlaubnis ausgehen. Es wäre
– so das Kammergericht – eine Überspannung der Sorgfaltspflicht und
würde an der Lebenswirklichkeit vorbeigehen, würde man vom Halter
verlangen, er müsse sich vor jeder Fahrzeugüberlassung erneut den Führerschein vorlegen lassen. Die Entscheidung ist für Fuhrparkleiter von
besonderer Bedeutung, denn das Gericht sagt dabei ganz ausdrücklich,
dass dies auch für den vom Fahrzeughalter nach § 14 Abs. 2 S. 1 Nr. 2
StGB Beauftragten (z.B. Fuhrparkleiter) gilt.
Besonderheiten sind aber dennoch bei Pool- und Servicefahrzeugen zu
beachten, die nicht nur einem einzigen Mitarbeiter zur ständigen Benutzung zugewiesen sind; hier muss, wenn der Nutzerkreis nicht exakt
definiert ist, im Zweifelsfalle bei jeder Fahrzeugausgabe die Fahrerlaubnis kontrolliert werden.
Inhalt und Umfang der Führerscheinkontrolle
Zu prüfen ist also der Originalführerschein. Eine Fotokopie, ein Telefax,
ein eingescanntes Dokument oder ähnliches ist als Nachweis unzureichend und sollte daher in keinem Falle vom Halterverantwortlichen akzeptiert werden. Zu prüfen ist auch, ob der Fahrer für das benötigte Fahrzeug aus dem Firmenfuhrpark auch die richtige Fahrerlaubnisklasse besitzt, notfalls ist bei alten Führerscheinen ein Abgleich durch
Gegenüberstellung der alten und neuen Fahrerlaubnisklassen vorzunehmen; die Regelung des § 6 Fahrerlaubnisverordnung (FEV) sowie die Anlage 3 zu § 6 Abs. 7 FEV sind dabei hilfreich. Außerdem sollten die Schlüsselzahlen notiert werden; hieraus ergeben sich Beschränkungen, Auflagen und Zusatzangaben zur Fahrerlaubnis, die im Einzelfall für die Fahrzeugüberlassung große Bedeutung haben können. Kenntnisse der Regelungen aus der Fahrerlaubnisverordnung sind bei der Deutung der
Schlüsselzahlen hilfreich. Die durchgeführte Kontrolle sollte unbedingt
schriftlich – beispielsweise durch Verwendung des FlottenmanagementFormulars – dokumentiert werden, wobei zu empfehlen ist, eine Kopie
des Originalführerscheins zu fertigen und diese unter Verschluss aufzubewahren.
Unter arbeitsrechtlichen Gesichtspunkten ist zu berücksichtigen, dass
die Führerscheinkontrolle keinen Eingriff in den Datenschutz darstellt.
Sofern dem Fuhrparkleiter dies durch sein Unternehmen gestattet ist –
Flottenmanagement 3/2007
72
Recht
+++ Rechtsprechung +++
widrigkeit persönlich verdächtigte und ihn zu diesem Vorwurf anhören wollte. Nach weiteren Ermittlungen übersandte die Straßenverkehrsbehörde dem Betroffenen unter seiner Privatanschrift am 29. Juli 2005 einen zweiten
Anhörungsbogen. Nach Ansicht des OLG endete die
dreimonatige Frist der Verfolgungsverjährung jedoch
bereits am 15. September 2005 – also vor Erlass des Bußgeldbescheids am 10. Oktober 2005. Die erneute Übersendung eines zweiten Anhörungsbogens konnte die Verjährung nicht ein zweites Mal unterbrechen.
Das OLG führte hierzu weiter aus: Richtet sich bei der
Ermittlung von Verkehrsordnungswidrigkeiten der
Anhörungsbogen an eine Firma, hinter der sich ein Einzelkaufmann verbirgt, oder wird dem Text nach der Betroffene konkretisiert, reicht diese Bezeichnung zur Verdeutlichung aus, dass die Ermittlungen der Behörde sich
gegen eine individuell bestimmte Person richten. Die Übersendung eines solchen Anhörungsbogens durch das
Straßenverkehrsamt unterbricht gem. § 33 Abs. 1 S. 1 Nr.
1 OWiG die Verfolgungsverjährung einmalig. Eine erneute Übersendung eines konkretisierten Anhörungsbogens
kann dagegen die Verjährung nicht ein zweites Mal unterbrechen, da die Unterbrechungsmöglichkeiten der Norm
nur alternativ bestehen. Damit verlor auch das angefochtene Urteil seine Wirkung. Die Kosten des Verfahrens und
die dem Betroffenen entstandenen notwendigen Auslagen fielen der Staatskasse zur Last. (Brandenburgisches
OLG, Beschluss vom 14.02.2007, Az. 2 Ss (OWi) 22 B/07)
Missbräuchliche Berufung auf Grundsatz der EUFahrerlaubnisanerkennung bei Umgehung inländischer
Vorschriften
Wurde eine Fahrerlaubnis mit dem Ziel der Umgehung inländischer Vorschriften in einem anderen EU-Mitgliedsstaat erworben, kann es dem Erwerber verwehrt sein, sich
auf den Anerkennungsgrundsatz des Art. 1 Abs. 2 der
Richtlinie 91/439/EWG zu berufen. Von einer solchen
Umge-hungsabsicht ist auszugehen, wenn der Betroffene zuvor mehrfach ohne Erfolg versucht hat, die ihm anlässlich einer Verurteilung wegen eines Straßenverkehrsdelikts entzogene Fahrerlaubnis im Inland wiederzuerlangen, und er zu dem die Erlaubnis ausstellenden EU-Mitgliedsstaat keinerlei persönliche oder berufliche Bindung
hat. (VG Gera, Beschluss vom 22.02.2007, Az. 3 E 613/
06 Ge)
Gültige Fahrerlaubnis aus anderem EU-Mitgliedsstaat
schließt Verurteilung wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis in Deutschland aus
Ein Angeklagter kann nicht wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt werden, wenn er über einen sogenannte tschechischen Führerschein verfügt. Ist dem Angeklagten nicht verwehrt, in einem anderen EU-Mitgliedsland
eine neue Fahrerlaubnis zu erwerben und hiermit auch in
Deutschland – trotz Bußgeldverfahren, trotz zahlreicher
Punkte und Strafverfahren – zu fahren, ist der Tatbestand
der Strafnorm des § 21 StVG nicht einschlägig. (AG
Sondershausen, Urteil vom 21.02.2007, Az. 475 Js 56575/
06 3 Cs)
Vom Leasingnehmer zu erbringende Schadensersatzleistungen sind ohne Umsatzsteuer zu berechnen
Der BGH hält daran fest, dass Schadensersatzleistungen,
die der Leasingnehmer nach einer von ihm schuldhaft
veranlassten außerordentlichen Kündigung des Leasingvertrages zu erbringen hat, ohne Umsatzsteuer zu berechnen sind, weil ihnen eine steuerbare Leistung nicht gegenübersteht und der Leasinggeber deshalb Umsatzsteuer auf sie nicht zu entrichten hat. Nichts anderes gilt für
den leasingtypischen Ausgleichsanspruch des Leasinggebers, der auf Ausgleich seines noch nicht amortisierten Gesamtaufwandes zum Zeitpunkt einer ordentlichen
Kündigung, einer nicht durch den Leasingnehmer
schuldhaft veranlassten außerordentlichen Kündigung
oder einer einvernehmlichen vorzeitigen Beendigung des
Leasingvertrages gerichtet ist.
(BGH, Urteil vom 14.03.2007, VIII ZR 68/06)
Verkehrsunfall beim Überholen einer Fahrzeugkolonne:
überholender Kleintransporter kann mit 30% haften, wenn
beim Überholen das mittlere Fahrzeug plötzlich ausschert
Das Überholen einer Kolonne durch einen Kleintransporter
Fortsetzung auf Seite 73
Flottenmanagement 3/2007
im Idealfall schriftlich im Rahmen der Aufgabenbeschreibung für das Fuhrparkmanagement –
kann er die entsprechende Führerscheinkontrolle seinerseits auch an eine externe Prüfungsorganisation delegieren. Diese Entscheidung zum
Outsourcing der Führerscheinkontrolle unterliegt
aber je nach Betriebsgröße auch der Mitbestimmungspflicht des Betriebsrats.
Besonderheiten bei ausländischen Führerscheinen
Besonderheiten sind – auch mit Blick auf einen
möglichen Führerscheintourismus – bei der Kontrolle ausländischer Fahrerlaubnisse zu beachten.
Grundsätzlich gilt: Mit einer gültigen ausländischen Fahrerlaubnis dürfen in Deutschland diejenigen Kraftfahrzeuge geführt werden, die der
ausländischen Fahrzeugklasse entsprechen. Fahrerlaubnisse aus EU-Mitgliedstaaten und EWRStaaten berechtigten gemäß § 28 FEV deren Inhaber mit ordentlichem Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland grundsätzlich wie inländische Erlaubnisse zum Führen von Kraftfahrzeugen in Deutschland. Einige wenige Ausnahmen hiervon sind allerdings in § 28 Abs. 2 bis 4
FEV geregelt, so beispielsweise für Inhaber von
vorläufigen Führerscheinen oder Lernführerscheinen (§ 28 Abs. 4 Nr. 1 FEV). EU-Führerscheine
sind zum Nachweis der Fahrerlaubnis also im Wesentlichen unproblematisch.
Inhaber von ausländischen Fahrerlaubnissen aus
anderen Staaten außerhalb des genannten EU-/
EWR-Wirtschaftsraums (vgl. § 4 der Verordnung
über internationalen Kraftverkehr(IntKfzVO))
dürfen im Rahmen ihrer ausländischen Fahrberechtigung auch in Deutschland Kraftfahrzeuge
führen, auch wenn sie hier nicht über einen ordentlichen Wohnsitz im Sinne des § 7 FEV verfügen. Die Fahrerlaubnis ist durch einen gültigen
(ausländischen) nationalen oder internationalen
Führerschein nachzuweisen. Zu beachten ist, dass
der internationale Führerschein keine eigenständige Fahrerlaubnis darstellt, sondern nur die nationale Fahrerlaubnis für den internationalen
Straßenverkehr verkörpert. Er stellt also eigentlich nur zusammen mit dem Original der nationalen Fahrerlaubnis einen ordentlichen Führerscheinnachweis dar.
In letzter Zeit häufen sich Gerichtsurteile zum
„Führerscheintourismus“
Prinzipiell berechtigten Führerscheine aus EU-Staaten
bei BRD-Wohnsitz zum Fahren in Deutschland
Im Hinblick auf den „Führerscheintourismus“ ist
allerdings zu beachten, dass ausländische Führerscheine dann nicht zum Autofahren in
Deutschland berechtigen, solange hier die Fahrerlaubnis entzogen ist beziehungsweise ein Fahrverbot besteht. Wird einem Autofahrer der deutsche Führerschein entzogen, darf er sich also auch
mit einem (ausländischen) EU-Führerschein nicht
hinter das Steuer setzen. In einem vom VG Frankfurt/Oder entschiedenen Fall (Az. 2 L 266/05)
hatte das Strafgericht einem Autofahrer die Fahrerlaubnis entzogen und eine sechsmonatige Sperre für die Neuerteilung verhängt. Stattdessen
wollte der Antragsteller seinen in Tschechien erworbenen EU-Führerschein nutzen. Dies wollte er
mit einem Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht
(VG) durchsetzen, scheiterte aber. Das Papier berechtige den Autofahrer zwar auch in Deutschland, einen Wagen zu führen – so das Verwaltungsgericht –, dies gelte aber nur dann, wenn dem
Inhaber die Erlaubnis nicht behördlich entzogen
worden sei.
Nach dem EuGH-Urteil vom 29.4.2004 (Az. CE476/01, „Halbritter“) darf ein Mitgliedsstaat die
Anerkennung der Gültigkeit eines Führerscheins,
der später von einem anderen Mitgliedstaat innerhalb der Europäischen Union auf der Grundlage der Richtlinie 91/439/EWG ausgestellt worden
ist, nicht ablehnen, wenn die frühere Fahrerlaubnis des Führerscheininhabers im erstgenannten
Mitgliedstaat entzogen wurde, die Sperrfrist für
die Neuerteilung in diesem Mitgliedsstaat aber
bereits abgelaufen ist. Der Besitz eines ausländischen Führerscheins sei als Nachweis dafür anzusehen, dass der Inhaber des Führerscheindokuments die in der Richtlinie 91/439/EWG statuierten Voraussetzungen für die Ausstellung erfüllt
hat. Den deutschen Behörden wird damit das
Recht abgesprochen, die Anerkennung des ausländischen Führerscheins abzulehnen. Aus diesem Grunde haben sich die deutschen Behörden
in letzter Zeit verstärkt auf eine rechtsmissbräuchliche Umgehung von deutschen Vorschriften
insbesondere zur MPU berufen und versucht, vor
Recht
+++ Rechtsprechung +++
auf einer Bundesstraße unmittelbar hinter einer Ortschaft
stellt noch kein Überholen bei unklarer Verkehrslage dar.
Setzt ein Kleintransporter zum Überholen von drei vor ihm
fahrenden Fahrzeugen an und schert das mittlere plötzlich aus, so haftet er mit 30% der entstandenen Schäden. (OLG Rostock, Urteil vom 23.02.2007, Az. 8 U 39/
06)
Pflicht zur zweiten Rückschau entfällt, wenn ein Linksüberholen in besonderem Maße verkehrswidrig wäre
Die Missachtung eines Überholverbotes reicht grundsätzlich nicht aus, den Linksabbiegenden von seiner doppelten Rückschaupflicht zu befreien. Auch der Abbiegende
muss im gewissen Maß damit rechnen, dass sich andere
Verkehrsteilnehmer verkehrswidrig verhalten. Die Pflicht
zur zweiten Rückschau entfällt aber in den Fällen, in denen ein Linksüberholen nicht nur unzulässig, sondern in
besonders grobem Maße verkehrswidrig wäre und aus diesem Grund für den Abbiegenden so fern liegt, dass sich
der Linksabbieger auch unter Berücksichtigung der ihn
treffenden Sorgfaltspflicht nicht auf eine derartige Möglichkeit einstellen braucht.
(LG Erfurt, Urteil vom 24.11.2006, Az. 10 O 1309/05)
Beweis des Geschädigten über behaupteten Verkehrsunfall ist nicht geführt, wenn Kollision lediglich möglich erscheint
Der Geschädigte, der eine Haftpflichtversicherung aus
einem behaupteten Verkehrsunfall in Anspruch nimmt,
hat grundsätzlich die Rechtsgutverletzung darzulegen
und zu beweisen. Dieser Beweis ist nicht geführt, wenn
die Kollision zwar möglich ist, der Sachverständige aber
feststellt, dass die Schadensbilder nicht zu dem von den
Beteiligten behaupteten Geschehen passen. Das gleiche
gilt, wenn eine Kollision zwar nachgewiesen ist, der Geschehensablauf nach den Feststellungen des Sachverständigen jedoch nicht so wie behauptet gewesen sein
kann. (Brandenburgisches OLG, Urteil vom 23.11.2006,
Az.12 U 101/06)
diesem Hintergrund dem Inhaber der ausländischen Fahrerlaubnis die Nutzung der Fahrerlaubnis jedenfalls in Deutschland zu untersagen. Dies ist Gegenstand zahlreicher Gerichtsverfahren, die leider auch nicht immer einheitlich entschieden werden.
Hier hat beispielsweise das Verwaltungsgericht
Gera (Beschluss vom 22.02.2007, Az. 3 E 613/
06 Ge) entschieden, dass es dem Inhaber einer
Fahrerlaubnis aus einem anderen EU-Mitgliedstaat ausnahmsweise verwehrt sein kann, sich
auf den Anerkennungsgrundsatz des Art. 1 Abs.
2 der Richtlinie 91/439/EWG zu berufen, wenn
der Erwerb der Fahrerlaubnis mit dem Ziel der
Umgehung inländischer Vorschriften erfolgte.
Von einer solchen Umgehungsabsicht sei – so
das Gericht – auszugehen, wenn der Betroffene
zuvor mehrfach ohne Erfolg versucht hat, die
ihm anlässlich einer Verurteilung wegen eines
Straßenverkehrsdelikts entzogene Fahrerlaubnis im Inland wiederzuerlangen und er zudem
die Erlaubnis ausstellenden EU-Mitgliedsstaat
keinerlei persönliche oder berufliche Bindung
hat. Ähnlich hatte sich auch bereits das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen mit Beschluss vom 13.09.2006 (Az. 16 B 989/06) geäußert. Demgegenüber hat sich das Verwaltungsgericht Stuttgar t auf die Seite des
Führerscheininhabers gestellt und mit Urteil
vom 21.03.2007 (Az. 3 K 2703/06) entschieden,
dass die Nichterfüllung des Wohnsitzerfordernisses und die „Umgehung“ einer MPU für sich
genommen noch nicht den Einwand einer
rechtsmissbräuchlichen Berufung auf das Gemeinschaftsrecht begründen.
73
Woran soll sich also der Fuhrparkleiter bei dieser unterschiedlichen Rechtsprechung orientieren? Aus der
EuGH-Entscheidung vom 29.4.2004 folgt jedenfalls,
dass sich der Fuhrparkmanager – der ja gerade keine
Ordnungsbehörde mit weitergehenden Ermittlungsbefugnissen ist – bei der Führerscheinkontrolle auch
künftig mit der Vorlage einer ausländischen Fahrerlaubnis zufrieden geben darf. Allerdings muss bei
Personen, die bereits wegen Trunkenheit in Erscheinung getreten sind, bei der – nicht zu vernachlässigenden – Prüfung der Fahreignung der Führerscheininhaber darauf geachtet werden, dass nicht einem
erkennbar fahruntüchtigen, beispielsweise alkoholiserten Fahrer ein Fahrzeug überlassen wird. Dies
wird der Fuhrparkleiter aber schon im eigenen Interesse zwecks Haftungsvermeidung berücksichtigen.
Haftung des Fuhrparkleiters
Kommt der Fuhrparkmanager den mit der Delegation von Halterpflichten verbundenen Aufgaben nicht
hinreichend nach, bestehen für ihn abgesehen von
Schadenfällen und der damit einhergehenden Schadenersatzhaftung weitere diverse Haftungsmöglichkeiten. Insbesondere kommen hier
• eine Beteiligung an Straftaten wegen Fahrens ohne
Fahrerlaubnis (§ 21 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 2 Nr. 3 StVG),
• ordnungswidrige Verstöße gegen Halterpflichten
(§§ 24 StVG i.V.m. § 69a Abs. 5 Nr.3, 31 StVZO,
in Betracht.
Auch vor diesem Hintergrund sollte die Führerscheinkontrolle ernst genommen sowie ordentlich durchgeführt und dokumentiert werden.
Rechtsanwalt Lutz D. Fischer, Lohmar
[email protected], www.fischer-lohmar.de
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Flottenmanagement 3/2007
74
Versicherung
Wer den Schaden hat...
...braucht für
den Spott nicht zu sorgen
Auch Kleinvieh macht Mist. Und Kleinschäden an
Firmenfahrzeugen verursachen oftmals adäquaten,
wenn nicht sogar gesteigerten Ärger im
Unternehmen. Betroffen sind zumeist nicht nur der
verursachende Fahrer, sondern auch viele andere,
mit dem Fuhrpark und der Schadensabwicklung
betraute Personen oder Abteilungen, von den
Kosten ganz zu Schweigen. Im Folgenden stellen wir
die häufigsten Fallgestaltungen dar sowie sinnvolle
Gegenmaßnahmen. Betrachtet wird das
Schadengeschehen unter dem Kosten-Blickwinkel
Mensch, Technik und Organisation.
Michael Rieger, Montecorni Consulting
Unternehmens- und Versicherungsberater Michael
Rieger ist Spezialist auf dem Gebiet der Kraftfahrtversicherung sowie des Schadenmanagements. Zudem
ist er Herausgeber des im Flottenmanagement-Verlag
soeben erschienenen Fachbuches „Kosten senken durch
innovatives Fuhrparkmanagement“. In diesem Werk ist
ein Schwerpunkt dem Unfallmanagement und der
Kraftfahrtversicherung gewidmet.
Flottenmanagement 3/2007
Wie können Kleinschäden entstehen
Meist ist es schnell passiert: Nur eine kleine Unachtsamkeit beim Einparken –
und schon hat der Kotflügel des gerade erst übernommenen Leasingfahrzeuges einen messerlangen Kratzer oder die – zumeist in Wagenfarbe lackierte –
Stoßstange eine tiefe Delle. Oftmals erleidet man derartige kleine „Schönheitsfehler“ gar nicht mal selbstverschuldet, sondern andere Ursachen wie Hagelschauer, Steinschlag, Fallobst, mittransportiertes Gepäck setzen der armen Karosserie zu. All diese können sich auch schon bei einem nur mittelgroßen Fuhrpark auf zu ganz erklecklichen Summen zusammenläppern.
Was mit Kleinschäden gemeint ist, lässt sich nicht so exakt definieren. Oft
verbreitet ist jedoch eine Meinung, im Bereich von etwa 500 Euro, egal ob man
einen Kasko- oder Haftpflichtschaden zugrunde legt, und, dass das Auto dann
noch fahrfähig ist. Typisch sind die oben beschriebenen größeren Kratzer,
Beulen, Dellen oder Abschürfungen an Stoßstangen. Oder konkreter wird es,
wenn man Reparaturkosten zu erwarten hat, die knapp über dem Selbstbehalt
liegen, die man in der Flottenversicherung vereinbart hat. Häufig liegt diese
für Vollkaskoschäden bei 300, 500 oder auch 1.000 Euro; bei Teilkaskoschäden
verbleiben dem Flottenbetreiber meist 150 bis 500 Euro.
Aufbereitung vor Leasingrückgabe empfehlenswert
Gerade bei Auslauf eines Leasingvertrages empfiehlt es sich, viele kleine Karosserie- und Lackschäden mittels SmartRepair beheben zu lassen oder
zumindest den Zustand zu verbessern, welcher sich nach oftmals sechsstelliger Fahrleistung, unabhängig von der Verursachensfrage, eben nun einmal realisiert hat. Dies kann man ja ohnehin gleich mit einer gründlichen Fahrzeuginnenreinigung verbinden, die auch nicht selten erforderlich ist, um das Auto
beim verwertenden Händler „akkurat“ vorzuführen.
Einreichung beim Versicherer meist nicht zweckmäßig
Dann ist es eben sehr ärgerlich, einen Schaden einzureichen, dessen Höhe nur
knapp die Grenze des Selbstbehaltes überschreitet. Deren Gründe sind dreierlei
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76
Versicherung
und liegen auf der Hand: erstens bleibt man auf einem Großteil der
Kosten sitzen, zweitens hat man doch die administrative Arbeit im Zuge
der Schadensmeldung und drittens wird die Schadensquote belastet.
Bei Tarifverträgen gibt es obendrauf auch noch eine Rückstufung, außer es handelt sich lediglich um einen Teilkaskoschaden. Hierunter fallen die sehr häufigen Reparaturen wie der Austausch an der Fahrzeugverglasung. Aufgrund schnell galoppierender Schadenquoten und drohender Sanierungen am Jahresende bekommen viele Controller und
Fuhrparkleiter oft schon unterjährig das Schaudern.
bis zur Unkenntlichkeit behoben werden können.
Präventive Maßnahmen: Zwei Faktoren: TECHNIK - MENSCH
Am idealsten ist es natürlich, wenn gar kein Schaden eintritt . Um dies zu erreichen, gibt es im Wesentlichen zwei Wege zur Prävention.
Betrachten wir zunächst den Faktor TECHNIK:
Dem Fuhrparkbetreiber ist zu raten, die Fahrzeuge auch im Hinblick auf entsprechende Sicherheits-Features Vorteile für Fuhrparkbetreiber und Dienstwagennutzer auszustatten:
Sinnvolle Ausstattungsmerkmale
Direkte und indirekte Unfallkosten
Diese sind bei Bagatellunfällen zumindest in ihrer administrativen Auswirkung auf das Tagesgeschäft kaum minder als bei größeren Schäden
anzusehen. Oftmals übersieht man neben den direkten Unfallkosten wie
Abschlepp- oder Reparaturkosten, Aufwändungen für Mietwagen, Schadenfeststellung und so weiter, die ja weitgehend einer Versicherungsdeckung unterliegen, die nicht unbedeutenden indirekten oder unternehmensinternen Folgekosten, die zunächst nicht sichtbar sind. Gemeint sind damit Folgekosten durch Imageverlust (indem ein bestellter
Artikel nicht rechtzeitig ausgeliefert werden kann), Arbeitszeitverluste, Verpflichtung zu Gehaltsfortzahlung im Krankheitsfall, höhere Beiträge zum gesetzlichen Unfallversicherungsträger oder zeitintensive
Schadenbearbeitung. Auch bei Kleinunfällen sind diese nicht zu unterschätzen.
Faktor REPARATUR: Preiswerte Instandsetzungsmethoden
Das seit einigen Jahren sich etablierende Zauberwort heißt SMART Repair. Dieser Begriff steht für „Small to Medium Area Repair Technic” und
beschreibt die effektive und kostengünstige Reparatur von Beschädigungen an Fahrzeugen. Anders als die aufwändigen Lackiermaßnahmen in Karosseriewerkstätten wird an eben kleineren Schäden eine
qualitativ gleichwertige und günstigere Reparatur erbracht. Hochmoderne Verfahren und innovative Verfahren der Lack-, Karosserie,- Leder,- Textil-, Glas- und Kunststoffbearbeitung sorgen für hervorragende Ergebnisse. Abstriche bei der gewohnten Qualität sind kaum zu befürchten.
Sehen wir uns die wichtigsten Methoden einmal näher an: Beim so genannten „Kaltdrücken” wird das Fahrzeug wieder in den Originalzustand
versetzt. Mittels einer Art Saugglocke können ganz kleine Dellen wieder
herausgezogen werden. Somit ist eine Behandlung der Oberfläche nicht
erforderlich, die man beim Verkauf oder der Rückgabe angeben müsste.
Des Weiteren sind einige Farbtöne schwierig beizulackieren, so zum Beispiel der Farbton silbermetallic, der gerade in Flotten nicht selten anzutreffen ist. Aber auch das „Flicken” von kleinen Einschlägen in der Frontscheibe verhindert einen sich vergrößernden Riss und ein späteres Auwechseln, vorausgesetzt, man lässt den etablierten Glasprofi zügig nach
dem Ereignis Hand anlegen. Die Kosten im Bereich von rund hundert
Euro übernehmen übrigens die meisten Versicherer zumeist dann gerne
gänzlich, so dass dem Fuhrparkbetreiber keine Kosten entstehen. Auch
unfassbar, wie Bohrlöcher, Kratzer und andere negativen Veränderungen im Innenraum (Armaturenbrett, Mittelkonsole, Türgriffe) mittels
immer moderner werdender Reparatur- und „Flicktechniken” nahezu
Sinnvolle Sicherheitsausstattung im Fahrzeug
• Airbags
• ABS, ESP
• Freisprechanlage
oder Blue Tooth
• Bremsassistent
• Einparkhilfe
• Unfall-ErkennungsSystem
• Spurhalte-Assistent
• Navigationssystem
mit SOS-Ruf
• Licht-/Regensensor
• Xenon,- Kurvenlicht
• Head-Up-Display usw.
Zudem wird auch die körperliche Belastung des Fahrers gemindert. Je mehr die Unternehmen bereit sind, in Sicherheits- und
Komfortausstattung zu investieren, um so besser. Auch wirkt
sinnvolles Zubehör restwerterhöhend, egal, ob die Fahrzeuge
gekauft oder geleast sind. Erwiesenermaßen tragen die links
aufgeführten Systeme zur Unfallminderung bei .
Neben der heute schon fast obligatorischen Klimaanlage, welche gerade angesichts der immer heißeren Jahresabschnitte für
einen eher kühlen Kopf beim Fahrer sorgen und somit so manchen Crash infolge Übermüdung verhindern, trägt weiteres technisches Zubehör - siehe nebenstehend – dazu bei, die eine oder
andere Berührung mit Mauer, Blech oder Mensch (oder Tier)
zu vermeiden.
Faktor MENSCH:
Der Mensch als „Lenker“ der fahrbaren Untersätze stellt naturgemäß erst einmal
die größte Gefahrenquelle dar, Folgende Tatbestände sind die häufigsten Gründe
für Unfälle: • Überhöhte Geschwindigkeit • Selbst auferlegter Druck, perfekt zu
sein und gut zu fahren (tritt vor allem bei weniger routinierteren Fahrern auf,
wie beim VIP-Service für besondere Anlässe • Missachten von Vorfahrten • Dichtes Auffahren und Drängeln • Fehler beim Abbiegen und Einparken • Überschätzen der Längen- und Breitenverhältnisse eines Fahrzeuges.
Fuhrparkbetreiber mit Außendienstlern oder Fahrern sollten diese auch regelmäßig schulen. Gemeint sind damit vorrangig die nützlichen Fahrsicherheitstrainings, welche von Herstellern, technischen Organisationen oder auch Flottenversicherern angeboten werden, die das Risk Management zur Schadenverhütung und Eindämmung negativer Unfallfolgen in ihrem Portfolio haben. Letztere
verdienen auch schon deswegen den Vorzug, weil nicht alle Fahrer unter hohen
Kosten geschult werden, sondern nur die berühmten „ Mehrfachverursacher”.
Schließlich helfen auch psychologische Aspekte, Unfälle präventiv zu vermeiden. Das Unternehmen ist gut beraten mit Mitarbeitern, denen ein und dieselbe
Verursachung mehrfach in einem kurzen Zeitraum zur Last fällt, ein klärendes,
aber keinesfalls demotivierendes Gespräch zu führen, gerade dann, wenn sie sonst
gute Arbeit leisten. Auch zielgerichtete Bonus-Malus-Systeme wirken manchmal
wie Wunder, wenn am Ende des Jahres für den unfallfreien Fahrer ein zusätzlicher finanzieller Vorteil winkt. Umgekehrt ist es aber nicht falsch, ab einer gewissen Häufigkeit den Mitarbeiter anteilig, beispielsweise über die Selbstbeteiligung bei Kaskoschäden, zur Kasse zu bitten oder anonym die Unfallzahlen im
Unternehmen mittels geeigneter Medien (wie Intranet) zu veröffentlichen und
die Fahrer hierauf immer wieder aufmerksam zu machen.
Reparaturtechniken von SMART Repair im Überblick
Autoteil
Stoßstange
Lack (Spot Repair)
Karosserie
Sitze, Dachhimmel, Fußboden
Felgen
Kunststoffteile innen
(Armaturen, Türverkleidung, Mittelkonsole
Verglasung (Front-, Heck-,
Seitenscheibe, Spiegel)
Stoßstangen
Flottenmanagement 3/2007
Beschädigung
Reparaturmethode
Kleine Lackschäden, Kratzer, Lackabsplitterungen
Lediglich beschädigte Teile werden behandelt.
Kleine Lackschäden werden beilackiert und Übergänge
zum Altlack unsichtbar mit Klarlack behandelt
Dellen werden mit Spezialwerkzeug
ohne Lackierung punktuell herausgedrückt.
Beschädigte Stelle wird angeschliffen, Kleber aufgetragen,
mit Spachtel glattgezogen, erneut schleifen, füllen und
dann lackieren
Felgen werden sandgestreut; dann die Felgenoberfläche
mit Aluminiumlack lackiert
Vertiefungen und Löcher werden mit Kunstharz ausgefüllt,
strukturiert und farblich angeglichen
Beulen, Dellen, die nicht zu groß sind durch
Steinschlag, Parkrempler, Hagel, Steinschlag
leichte Beschädigung, Verunreinigungen, auch durch
starken Nikotin-Genuss, starke Abschabungen, Polster
„durchgesessen“
Kleiner Abschürfungen durch Bordsteinkanten
Bohrlöcher, Risse, Abschürfungen
Frontscheibe: Risse durch Steinschlag
Kratzer an Stoßstangen, kleine Abschürfungen
Beschädigte Stellen werden mit einem Glasfräser geöffnet,
mit Kunstharz gespachtelt und anschließend glatt
geschliffen
Unfall- u. Bruchschäden, starke Abschabungen oder Dellen
Special Navigation & Kommunikation
77
Digitale
Verbindung
Kommunikation
und Navigation
sind ein fester
Bestandteil des
Fuhrparks geworden. Im Special
bieten wir einen
aktuellen Überblick
sowie detaillierte
Einzelbetrachtungen.
Manchmal fragt man sich, ob mit der ganzen Technisierung wirklich alles einfacher, schneller und
effektiver geworden ist. Schließlich gab es Zeiten, in denen wir ohne Handy, Navigationsgerät
und elektronisches Fahrtenbuch ausgekommen
sind, und der Fuhrparkleiter nicht ständig in Erfahrung bringen konnte, wo seine Fahrer gerade
sind. Auch damals liefen die Geschäfte.
Doch die, die von diesen elektronischen Helfern
heute Gebrauch machen, wissen, warum sie sie
einsetzen. Zur Mindestausstattung des Firmenfahrzeugs kann man heute sicherlich die Freisprechanlage zählen, denn ohne sie beim Fahren
zu telefonieren wird geahndet. Wir haben zwei
Möglichkeiten der Freisprechtelefonie getestet,
einmal das EGO Talk von Funkwerk Dabendorf (S.
87), eine eingebaute Anlage im Fahrzeug, und
einmal das Bluetooth-Headset Jabra JX10 (S. 85).
Ein Navigationsgerät gehört heute fast schon zum
Muss, ab einer bestimmten Fahrzeugklasse fungiert der Festeinbau restwertsteigernd. Wer so ein
Gerät nicht ab Werk bestellen will, kann beispielsweise auf das Pioneer Avic-D3 für den Doppel-DINSchacht zurückgreifen. Wir haben es einmal getestet (S. 84).
Derzeit scheint der Trend aber auch im Fuhrpark zum günstigeren
mobilen Navi zu gehen. Diesen Tenor holten wir auf dem zweiten
Wollnikom Telematik-Treff ein, auf dem wir fuhrparkrelevante Neuheiten der Branche erfuhren (S. 78).
Wie gesagt, mobile Navigation im Dienstwagen wird interessanter:
in unserer Tabelle ab Seite 81 können Sie sich einen Überblick über
die aktuellen , nachrüstbaren und mobilen Geräte verschaffen. Achten Sie bitte darauf, dass beim Einsatz die Arbeitssicherheit nicht
gefährdet wird und bemühen Sie sich um eine professionelle Befestigung im Fahrzeug, damit das Gerät bei einem Unfall nicht zum
Geschoss wird. Leider steigt aber auch das Diebstahlrisiko, da, selbst
wenn der Fahrer das Gerät von der Halterung entfernt, allein die
Halterung suggeriert, dass das Navigationsgerät ja im Handschuhfach liegen könnte.
Flottensteuerung per Telematik gehört sicherlich zu den mit Skepsis betrachteten Methoden, den Fuhrpark effizienter einzusetzen.
Welchen Nutzen das Unternehmen daraus ziehen kann und mit welch
einfachen Mitteln dies erreicht werden kann, erläutert Ralf Heuser
von IGL Telematics am Beispiel von ecoGPS (S. 86).
Das manipulationssichere Fahrtenbuch als Alternative zur pauschalen und meist für den Arbeitnehmer teureren 1vH-Besteuerung seines auch privat genutzten Dienstwagens belegt eine weitere Sparte
in der Abteilung Kommunikation. Anhand des HE2000 von Heedfeld erklären wir die Funktionsweisen und Handhabung (S. 88).
Flottenmanagement 3/2007
78
Special Navigation & Kommunikation
Treffpunkt
Wir berichten vom zweiten
Wollnikom Telematik Treff in
Mönchengladbach, und haben uns
einige interessante Produktneuheiten zeigen lassen.
Gegenwart &
1
Schon die Besucherzahl lässt durchblicken, dass der Begriff „Telematik“ für den Fuhrparkleiter kein unverständlicher mehr ist. Rund 190 Interessenten machten sich am
26. und 27. April auf nach Mönchengladbach ins Kunstwerk, wo Wollnikom zum zweiten Mal den Telematik Treff veranstaltete.
Die Produktschwerpunkte der vertretenen 30 Aussteller definieren schon am besten,
was Telematik eigentlich beinhaltet: von der Freisprechanlagentechnologie, mit oder
ohne Bluetooth, über mobile und festeingebaute Navigationsgeräte, Flottensteuerung, Ortungssysteme, elektronische Fahrtenbücher und Arbeitszeiterfassungssysteme bis hin zur elektronischen Führerscheinkontrolle.
2
3
Flottenmanagement 3/2007
Schließlich wollen die vorgestellten Produkte individuelle Einsparpotenziale und Effizienzsteigerung im Fuhrparkmanagement bieten. Das versprechen sich auch die
befragten Fuhrparkentscheider, die sich bei den Herstellern ausführlich informiert
haben. Besonders im Fokus standen hierbei mobile Navigationsgeräte. „Wir interessieren uns für die portable Lösung, weil wir dadurch etwa 1.000 Euro zu einem Festeinbausystem – mit dem wir im übrigen auch nicht immer zufrieden waren – pro
Fahrzeug sparen können“, erklären Frank Kühnel und Heinz-Peter Willems von der
Firma Karrena. „Hier haben wir die Möglichkeit, uns gleich diverse Lösungen anzuschauen und erklären zu lassen.“
Vermehrt wird auch bei diesen Geräten die Integration einer Freisprecheinrichtung
angeboten, so auch beim neuesten Produkt aus dem Hause naviflash, dem 1040i, das
Navigation und Telefonie ermöglicht. „Auf 4 GB Speicherkarten stehen Tele AtlasEuropakarten von 28 Ländern bereit, per Lenkradfernbedienung lassen sich sowohl
Routenführung als auch das Telefon steuern“, veranschaulicht Key Account Manager
Oliver Wunderlich die Funktionen. Ganz ohne Fernbedienung kommt das naviflash
1021i aus, welches sich per Touchscreen einstellen lässt.
Special Navigation & Kommunikation
4
6
Zukunft
Fast ohne Diebstahlrisiko präsentiert sich das Nachrüstgerät von paragon, nämlich in den Rückspiegel integriert und
dadurch gut „getarnt“, aber mit sämtlichen Funktionen, die
man von einem Navigationsgerät erwarten kann. Mit 600
Gramm wiegt es nur etwa 200 Gramm mehr als ein „normaler“ Spiegel mit Abblendfunktion. „Für den Stromanschluss
wird die 12V Versorgung der Innenbeleuchtung genutzt, die
Kabel verlaufen im Fuß“, erläutert Klaus Brand-Anheuser,
Vertriebsmanager Navigation/Telematik der paragon fidelity GmbH, weitere Vorteile. „In den Rückspiegel schaut der
Fahrer sowieso, da ist der Weg zum Navigationsdisplay nicht
mehr weit.“
Auch wenn die Darstellung klein scheint, sie sieht sehr klar
und deutlich aus. Die Bedientasten liegen unten am Spiegelgehäuse, eine Fernbedienung wird mitgeliefert.
Fortsetzung auf S. 80
5
1. Mehr als 30 Aussteller freuten sich über rund 190
Besucher
2. Kennen und Kennenlernen: (v.l.) Alexandra Stahnke,
Sylvia der Petrosian (beide euroShell), Bernd Franke
(FM), Volker Varol (Wollnikom)
7
3. Interessiert an einer Kombilösung: (v.li.) Thomas
Symura und Maria Weßeling (beide Fa. Wessling) im
Gespräch mit Julia Rose (FM)
4. Volker Varol (Wollnikom, li.) mit Mario Lingen (Aral)
5. Jetzt mit Touchscreen: das mobile Navi naviflash
1021
6. Bernd Wickel (ARZ Haan, mit Bernd Franke (FM))
will sich über mobile Navigationsgeräte informieren
7. Flottensteuerung (hier easyfleet von FwD) wird
immer interessanter
8
8. Bury präsentiert Freisprechanlagen und Navigationsgeräte
79
80
Special Navigation & Kommunikation
9
10
11
12
Für mehr als nur ein Telematik-Produkt interessiert sich Maria Weßeling, die den aus 130 Fahrzeugen bestehenden Fuhrpark der Firma Wessling betreut. „Für den Einsatzbereich unseres
Fuhrparks benötigen wir eine Kombination von
Navigation, Freisprecheinrichtung und Ortungsmöglichkeit, da die Fahrer oft alleine im Gelände unterwegs sind. Auf dem Telematik-Treff habe
ich Kontakt zur Firma Wollnikom gesucht, über
die wir Beratung und Einbau aus einer Hand erhalten und die auch über einen deutschlandweiten Service für unseren dezentralen Fuhrpark
verfügt. Bald wollen wir mit ein, zwei Testfahrzeugen starten“, fasst Maria Weßeling erste Ergebnisse zusammen.
Dem Bereich Fahrzeugortung wird hierzulande
in den meisten Branchen noch eine gewisse
Skepsis entgegengebracht, da damit gleich
„Überwachung“ assoziiert wird. Aufklärungsarbeit leisteten die Vorträge von Andreas Klemautzki, TomTom Work, Michael Zander von
Funkwerk Dabendorf, Dr.Uwe Bertram von Sycada und Dietmar Wagner von CSB Hanse GmbH,
die auf der Galerie parallel zur Ausstellung stattfanden.
„Mittlerweile erreichen wir potenzielle Kunden
und überzeugen auch den Betriebsrat eher mit
den Argumenten „Kosteneffizienz und Einsparung“, die wir durch Flottensteuerungssysteme
zum Wohl der ganzen Firma erreichen, es geht
nicht gegen den Angestellten“, weiß Robert van
Gestel, National Account Manager der Minor Planet Systems GmbH. „Privatfahrten lassen sich
von der Ortung ausblenden, werden allerdings
mit Anfangs- und Endkilometerstand vermerkt.“
Das Flottensteuerungssystem VMIgreenlight von
Minor Planet verfügt über eine Fülle von Individualisierungsmerkmalen und Auswertungsmöglichkeiten, sprich Berichte, die über den aktuellen Fahrzeugstandort hinausgehen. Jede Minute wird das Fahrzeug über das GPRS Modul in
der Blackbox getrackt und der Betriebszustand
in Echtzeit an den Server übermittelt. Damit können über das Internet und über eine Software
detaillierte Berichte abgerufen werden, bei-
spielsweise um Start- und Stopp-Aktivitäten,
benötigte Zeiten, Entfernungen zu belegen, ob
für die Rechnungsstellung, die Arbeitszeiterfassung, die Optimierung der Mitarbeiterdisposition oder die Auftragsübermittlung.
„60 Prozent unserer Kunden kommen aus dem
Dienstleistungssektor, mit Flotten zwischen 2
und 600 Fahrzeugen“, so van Gestel. Je nach
Flottengröße und Aufwand kostet die Telematikanwendung den Nutzer pro Fahrzeug 30 bis
50 Euro/Monat, grundsätzlich als Flatrate und
zuzüglich einmaliger Einbaukosten von 175
Euro für den Vorort-Einbau beim Kunden.
Wie er den Telematik-Treff bisher bewertet, haben wir Robert van Gestel gefragt. Seine Antwort deckt sich mit dem Tenor vieler Aussteller: „Nicht die Quantität der Gespräche, sondern die Qualität zählt. Und davon sind wir
restlos begeistert.“
Nach den zwei Tagen kann auch Claus Wollnik,
Geschäftsführer von Wollnikom und Veranstalter der Messe, zufrieden sein. Die Besucherzahlen haben sich im Vergleich zum Vorjahr stark
vermehrt, und auch die Aussteller freuen sich
auf ein nächstes Mal.
9. Julia Rose (FM), Ralf Heuser (IGL Telematics),
Bernd Franke (FM, v.l.)
10. Jürgen Schroer (Opel van Eupen, li.) begrüßt die
informativen Gespräche in lockerer Runde (v.li.)
11. Organisatoren und Medienpartner: Raimund
Clusen, Claus Wollnik (beide Wollnikom), Bernd Franke (FM)
12. Wollen mobile Geräte im Fuhrpark testen: (v.r.)
Frank Kühnel und Heinz-Peter Willems von Karrena
mit Udo Bleeker, Falk
13. Die Führerscheinkontrolle am Stand von Invers
erfreut sich großen Anklangs
14. Neue Kontakte: Mario Lingen (Aral), Detlef
Hochgeschurz (BCA, re.)
15. Navigation im Rückspiegel von paragon
16. Andreas Zimmermann (Die Continentale) will
mehr über Freisprechanlagen erfahren (hier mit
Klaus Wohle am Stand von FwD)
Flottenmanagement 3/2007
13
15
17. Marita Friedrichs (Ruhrverband) lässt sich von
Axel Vögele und Michael Bogateck über Euromaster
auf den neuesten Stand bringen
14
16
18
Special Navigation & Kommunikation
Alle Wege...
führen bekanntlich nach Rom. Heutzutage
kommt es jedoch darauf an, wahlweise auf
dem schnellsten oder alternativ kürzesten
Weg sein Ziel zu erreichen, mithin ist für
den Außendienstmitarbeiter eine
Navigationshilfe nahezu unerlässlich
Viele komfortable Wege der mobilen Routenführung stehen
mittlerweile zur Auswahl. Zunächst zu den beiden in unserer
Übersicht nicht berücksichtigten: Die Festeinbaulösung des
Herstellers ist noch immer der Klassiker und die komfortabelste Lösung, weil die Bedienung meist über das Lenkrad
möglich und die Zielführung im internen Bordcomputer dargestellt ist – leider ist das aber auch der teuerste Weg zum
Ziel. Ebenfalls unberücksichtigt gelassen haben wir hier die
Handy-Navigation, weil hier das Kartenmaterial nicht im Gerät integriert ist und somit für jede Anfrage Gebühren anfallen – nichts für Power-User.
Festeinbau zur Nachrüstung
Preislich oft verdammt nah an der Hersteller-Navigation warten Nachrüstlösungen zum Festeinbau als Ausgleich oft mit
deutlich erweiterten Funktionen und großen Farbdisplays auf.
Weiterer großer Vorteil: Am Ende der Leasingdauer kann das
Gerät einfach wieder ausgebaut und in das nächste Fahrzeug
übernommen werden. Allerdings sollte spätestens dann auch
ein Update zugekauft werden.
Millionseller portable Lösung
Das kleine Portable erfreut sich völlig zu Recht großer Beliebtheit: Günstig in Anschaffung und Handling, oft mit „Fußgängerfunktion“ für die Großstadt ausgestattet und leicht
zu bedienen, ist es fast die eierlegende Wollmilchsau. Aber
auch hier sind die Funktionsunterschiede der verschiedenen
Geräten beachtlich.
Individuelle Anforderung entscheidet
Wie so oft entscheidet das Nutzerprofil über Sinn und Unsinn
der einzelnen Lösungen. Die Unterschiede jedenfalls sind
enorm: Allein in unserer kleinen Übersicht reicht die Preisspanne von rund 250 Euro bis weit über 1.000 Euro, die Displaygröße von 2,8 bis 6,95 Zoll und die in der Basisausstattung enthaltenen Länder von 1 bis 37. Auch Fragen, ob
beispielsweise ein Touchscreen oder eine Fernbedienung als
angenehmer empfunden wird und ob das Gerät auch als Freisprecheinrichtung eingesetzt werden soll, entscheiden
letztlich über die konkrete Modellauswahl.
Fest & Portabel
Anbietername,
Produktname
Fujitsu Siemens
Pocket LOOX N110
Fujitsu Siemens
Pocket LOOX N560
Falk
Falk P 300
Maße, mm
Gewicht, ca.
Basispreis netto (inkl. Software)
Enthaltene Länder im Basispreis
Größe des Displays
Pfeilanzeige/Kartendarstellung
Touchscreen
Fernbedienung
Anschlüsse
89 x 62 x 16
110 g
ab 299,37 europäische Länder
2,8 Zoll
ja/ja
ja
nein
Lautsprecher, Kopfhörer,
Mini USB, Mini SD Card
116 x 71 x 14
160 g
ab 659,37 europäische Länder
3,5 Zoll
ja/ja
ja
nein
Lautsprecher, Kopfhörer,
IrDa, USB, SD Karte,
eingebautes Mikrofon
100 x 87 x 22 mm
190 g
378,37 europäische Länder
3,5 Zoll
ja/ja
ja
nein
Mini-USB
Sprachführung, Anzahl Sprachen
Text-to-Speech-Funktion/Sprachen
Speicherkapazität, -art
Betriebssystem
Vorinstallierte Kartensoftware
Update der Software
Kosten der Updates
Berechnung von drei Alternativrouten
(schnellste/kürzeste/Luftlinie)
Tag/Nachtdarstellung
Zubehör im Lieferumfang
11 Sprachen
nein/–
64 MB RAM/2 GB ROM
WinCE 5.0 Core
NAVIGON (Navteq)
bei Bedarf
ca. 99,ja/ja/nein
19 Sprachen
nein/–
64 MB RAM/128 MB ROM
Windows Mobile 5.0
NAVIGON (Navteq)
bei Bedarf
ca. 99.ja/ja/nein
6 Sprachen
nein/–
64 MB RAM/2 GB Flash
WinCE 5.00 Core
Navteq
ja, über Internet
kostenlos
ja/ja/nein
ja/ja
Autohalter, Software,
Auto+Ladekabel,
Wechselcover, Tasche,
Sync Kabel, Kopfhörer
ja/ja
Docking Station,
Auto+Ladekabel, Sync
Kabel, Akku, Stift, Autohalter, vorinstallierte
SD-Karte, Software
Optional erhältliches Zubehör
Wechselcover, verschiedene Taschen, Audio
Control Set, TMC Kabel
Ledertaschen, Audio
Control Set, TMC Kabel,
ja/ja
Dockingstation mit TMCKurzantenne,
Fahrzeughalterung Profi,
TMC, Wurfantenne,
Auto+Ladekabel, USBSync-Kabel, Software
Car Kit Professional, Car
Kit Comfort, Car Kit Basic
Garantiezeit
Zielspeicher: feste und zuletzt angefahrene Ziele
Betriebsdauer des Akkus
Als Freisprecheinrichtung nutzbar
Integrierter Verkehrsfunkempf. TMC
TMC Staumeldungen
2 Jahre Send In & Return 2 Jahre Send In & Return 2 Jahre
speicherabhängig
beliebig viele feste,
speicherabhängig
20 zuletzt angefahrene
bis zu 12 Std.
nutzungsabhängig
nutzungsabhängig
nein
nein
nein
nein
ja
nein
ja, in SW integriert,
ja (TMC Pro)
ja, in SW integriert,
Kabel optional
Kabel optional
ja
nein
ja
ja
ja
ja
ja/ja
nein/nein
ja/ja
nein
ja
nein
ja
ja
ja
ja, (speicherabhängig) ja, (speicherabhängig) ja, unbegrenzt
ca. 5 Mio
660.000
ca. 5 Mio
ja
nein
nein
ja
ja
ja
ja
nein
ja
ja/ja
nein/nein
ja/ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
vollintegrierte GPS LöMP3-Player mit integriervollintegriert,
sung mit einem
ter Playlist, Möglichkeit
leuchtstarkes Display,
der Integration an AutoKfz, Motorrad, Fußgän- leistungsstarken PDA
verbunden (BT, WLAN), batterie, Lautsprecher
ger geeignet, auch als
Windows Mobile 5.0
und trotzdem mobil,
Media Player nutzbar
Betriebssystem
multimedialer Städtereiseführer
www.fujitsu-siemens.de www.fujitsu-siemens.de www.falk.de/navigation
Fujitsu Siemens Compu- Fujitsu Siemens Compu- Falk Marco Polo
ters GmbH, Mies-van-der- ters GmbH, Mies-van-der- Interactive, 73760
Rohe-Straße 8, 80807
Ostfildern, [email protected]
Rohe-Straße 8, 80807
München, [email protected]ünchen, [email protected]
siemens.com
Für die Sparfüchse unter den Fuhrparkleitern gibt es einige
alternative Navigationslösungen, die wir hier in einer kleinen
Übersicht vorstellen.
Handheld
Die Navigation via Handheld ist vor allem für denjenigen zu
empfehlen, der ohnehin einen solchen Pocket-PC nutzt: Die
zusätzlichen Anschaffungskosten halten sich in Grenzen, die
Navigation funktioniert ordentlich und die Autohalterung ist
inklusive. Lediglich das Display erreicht naturgemäß nicht
die Größe anderer Alternativlösungen.
PDA
Automatischer Kreuzungszoom
GPS-Empfänger im Gerät integriert
Geschwindigkeitsinfos/Warnung
Verschiedene Profile speicherbar
Routenkalkulation nach Profilen
Mehr als 30 Favoriten
Anzahl vorgegebener POIs
Import eigener POIs
Markennamenanz. (z.B. Shell)
Reale Beschilderungsanzeige
Anzeige von Extras/Gefahrenzonen
Go-Home-Funktion
Funktion “Gebiet sperren“
Fußgängermodus
Highlights dieser Navigationslösung
Website für Informationen
Kontaktadresse
Flottenmanagement 3/2007
81
82
Special Navigation & Kommunikation
Festeinbau
Anbietername,
Produktname
Blaupunkt
TravelPilot EX-V
Professional
180 x 51,5 x 160
1.420 g
1.710,25 europäische Länder
6,5 Zoll
ja/ja
nein
ja
Mobiltelefon oder Bordrechner
Portabel
Kenwood
DNX7200
Pioneer
AVIC-D3
DoppelDIN
2.850 g
1.175,26 europäische Länder
6,1 Zoll
ja/ja
ja
optional
Audio/Video, Rückfahrkamera, Pioneer-Datenbus, 3 Vorverstärkerausgänge
10 Sprachen
nein/–
Dual Layer DVD
Pioneer
TeleAtlas
jährlich
234,ja/ja/nein
TechniSat
Navigationsradio
NAVI-DRESDEN 1
187 x 57 x 195
1.500 g
419,DE+Hauptstr. Europas
k.A.
ja/nein
nein
nein
CD-Wechsler,
Freisprecheinrichtung, 4x
Line out , GPS-Antenne
Becker
Traffic Assist Pro
7929 (Ferrari)
13,7 x 8,8 x 1,95
271 g
545,37 europäische Länder
4 Zoll
ja/ja
ja
nein
USB, TMC-Antenne, Kopfhörer, externe GPS-Antenne
Funkwerk Dabendorf
EGO Drive
GARMIN
nüvi 670 TFM
136 x 110 x 31
232 g
500,17 europäische Länder
4,3 Zoll
ja/ja
ja
optional
Headset; Mini-USB,
A/V In -out, Plug in
Cradle
125 x 74 x 23
190 g
587,33 L. Europa+USA+Kanada
4,3 Zoll
ja/ja
ja
nein
USB
3 Sprachen
nein/–
k.A.
k.A.
Navteq
ja
auf Anfrage
ja/ja/nein
18 Sprachen
ja/50 Voice-Tags
64 MB/64 MB FLASH
Win CE
Navteq
jährlich
k.A
ja/ja/nein
12 Sprachen
ja/8 Sprachen
128 MB/256 MB
WinCE 5.0
Navteq
ja
offen
ja/ja/ja
9 Sprachen
ja/25 Sprachen
k.A.
Garmin eigen
Navteq
1x jährlich
ca. 75,ja/ja/ja
Sprachführung, Anzahl Sprachen
Text-to-Speech-Funktion, Sprachen
Speicherkapazität, -art
Betriebssystem
Vorinstallierte Kartensoftware
Update der Software
Kosten der Updates
Berechnung von drei Alternativrouten
(schnellste/kürzeste/Luftlinie)
Tag/Nachtdarstellung
Zubehör im Lieferumfang
11 Sprachen
nein/–
k.A.
Blaupunkteigen
TeleAtlas
jährlich
ca. 229,ja/ja/nein
182 x 112 x 163
2.850 g
1.260,33 europäische Länder
6,95 Zoll
ja/ja
ja
ja
USB, iPod , A/V-in, -out,
Rückfahrkamera,
Adapteranschluß für
versch. Geräte
18 Sprachen
ja/9 Sprachen
k.A.
k.A.
Navteq
noch nicht verfügbar
noch nicht verfügbar
ja/ja/ja
ja/ja
IR-Fernbedienung, GPSAntenne, NavigationsDVD, Einbau- u. Kabelsatz, RS232-Datenkabel
ja/ja
ja/ja
Strom-Anschlußkabel,
Einbausatz
GPS Antenne, Einbaurahmen, Antennen-Adapter, Fernbedienung
ja/ja
Navigations-CD, Einbaurahmen, BDA, CodeKarte, GPS-Antenne, Entriegelungswerkzeug
ja/ja
Halterung, SD-Karte,
Cigar jack, DVD, USB
Datenkabel,
Dockingstation
ja/ja
siehe unter
www.pushyourego.de
ja/ja
USB Kabel, Kfz
Halterung, Handbücher,
Klebepad, Ledertasche,
Zigarettenanzünderstecker mit
TMC-Empfänger
Optional erhältliches Zubehör
Externer Bildschirm,
Radsensor, TMC-Empfänger-Box, Kabel-Fernbedienung
DVD/CD-Wechsler, TVTuner, USB-Adapter
Radioblenden, CAN Bus
Interfaces, fahrzeugspezifische Kabelsätze
Tasche, Halterung
siehe unter
www.pushyourego.de
Garantiezeit
Zielspeicher: feste und zuletzt angefahrene Ziele
Betriebsdauer des Akkus
Als Freisprecheinrichtung nutzbar
Integrierter Verkehrsfunkempf. TMC
TMC Staumeldungen
2 Jahre
ca. 50; 12 letzte Ziele
TMC-Empfänger,
Bluetooth-Adapter, iPodAdapter, TV-Tuner (auch
DVB), CD-Wechsler, Lenkradfernbedieungsadapter
für div. Fahrzeugtypen
2 Jahre
unbegrenzt
2 Jahre
100 feste/100 zuletzt
angefahrene
Autobatterie
ja, via Bluetooth
ja
ja
2 Jahre
10 letzte Ziele, 25 feste
2 Jahre
50 zuletzt angefahrene
Ziele
ca. 3 Std.
nein
in Dockingstation
in Dockingstation
2 Jahre
noch offen
SD-Datenkarte (diverse
Länder), div. GPS-Relaisantennen, Antennenverlängerung, Halterung,
Netzteil, KFZ-Kabel,
Karten
2 Jahre
500/52
bis zu 6 Std.
ja, via Bluetooth
ja
ja
4-8 Std.
ja, via Bluetooth
ja
ja
ja
nein
nein/nein
ja
ja
ja, ca. 40
1,5 Mio
nein
ja
nein
nein/nein
ja
nein
nein
autom. Stummschaltung
bei Telefongespr., iPod
Steuerung, alle bekannte
Audioformate, Eingang
Rückfahrkamera, Vorbereitung für Lenkradfernbedienung
www.pioneer.de
Pioneer Electronics
Deutschland GmbH,
Hanns-Martin-SchleyerStr. 35, 47877 Willich,
[email protected]
nein
nein
nein/nein
nein
nein
nein, 25
43
nein
ja
nein
nein/nein
nein
ja
nein
digitales Radiokonzept
onboard, CD-/MP3-Laufwerk, Empfang von Kurzwelle
ja
ja
ja/ja
nein
ja
ja, ca. 50
über 1Mio.
nein
ja
ja
nein/nein
ja
ja
ja
Picture Viewer, MP-/
WMA-Wiedergabe,
Schnellwahltasten
ja
ja
ja/nein
ja
ja
ja, (noch offen)
noch offen
noch offen
ja
nein
ja/nein
ja
ja
nein
integrierte BluetoothFreisprechanlage, MP3Player, Video-Player,
Picture-Viewer,
Audiostreaming via
Bluetooth
www.carcommunications.de
TechniSat Digital GmbH,
TechniPark, D-54550
Daun, [email protected]
technisat.de
www.becker.de
Harman/Becker Automotive Systems GmbH,
Becker-Goering-Str. 16,
D-76307 Karlsbad,
[email protected]
Maße, mm
Gewicht, ca.
Basispreis netto (inkl. Software)
Enthaltene Länder im Basispreis
Größe des Displays
Pfeilanzeige/Kartendarstellung
Touchscreen
Fernbedienung
Anschlüsse
Automatischer Kreuzungszoom
GPS-Empfänger im Gerät integriert
Geschwingigkeitsinfos/Warnung
Verschiedene Profile speicherbar
Routenkalkulation nach Profilen
Mehr als 30 Favoriten
Anzahl vorgegebener POIs
Import eigener POIs
Markennamenanz. (z.B. Shell)
Reale Beschilderungsanzeige
Anzeige von Extras/Gefahrenzonen
Go-Home-Funktion
Funktion “Gebiet sperren“
Fußgängermodus
Highlights dieser Navigationslösung
Website für Informationen
Kontaktadresse
Flottenmanagement 3/2007
Autobatterie
nein
nein
Voraussetzung: Anschluss
einer geeign.TMC-Quelle
ja
ja
nein/nein
nein
ja
ja, ca. 50
ca. 1,1 Mio
nein
ja
nein
nein/nein
nein
ja
nein
zuverlässige Routenführung auch ohne GPSSignal, Bordcomputerfunktionen, Servicemenü/Fehlerdiagnose,
Datenaustausch mit
Fuhrparkzentrale
www.blaupunkt.de
Blaupunkt GmbH, Postfach 777 777,
D-31132 Hildesheim,
[email protected]
Autobatterie
ja, optional Bluetooth
nein
optional
ja
nein (im Lieferumfang)
ja/nein
ja
ja
ja, (unbegrenzt)
1,3 Mio.
ja
ja
nein
nein/nein
ja
ja
nein
Schnittstelle für
BluetoothFreisprecheinrichtung,
Wiedergabe von DVD,
DivX, JPEG, AAC-, WMAund MP3
www.kenwood.de
Kenwood Electronics,
Deutschland GmbH,
Rembrücker Str. 15,
63150 Heusenstamm,
[email protected]
Autobatterie
ja, via NF-Telefoneing.
ja
ja
ja
ja
ja/ja (optional ladbar)
nein
ja
ja, 500
2 Mio
ja
ja
nein
ja/ja
ja
nein
ja
UKW-Sender zur drahtlosen Verbindung mit der
Auto HiFi-Anlage, MP3und Audible-HörbuchPlayer, Freisprecheinr.,
optional Reiseführer und
Übersetzungscomputer
www.pushyourego.de
www.garmin.de
Funkwerk Dabendorf
GPS GmbH, Lochhamer
GmbH, Märkische Straße, Schlag 5a, 82166
D-15806 Dabendorf,
Gräfelfing, [email protected]@fwd-online.de
nav.de
Special Navigation & Kommunikation
TomTom
TomTom GO 910
Sony Deutschland GmbH Thomson
GPS 420GE
NV-U71T
107 x 82,5 x 21,5
155 g
276,37 europäische Länder
3.5 Zoll
ja/ja
ja
nein
Mini-USB, Kopfhörer
Nokia
Nokia 330 Auto
Navigation
119 x 83 x 24
205 g
327.33 europäische Länder
3,5 Zoll
ja/ja
ja
nein
Mini-USB
103,8 x 87,6 x 32, 8
280 g
251,37 europäische Länder
3,5 Zoll
ja/ja
ja
nein
Mini-USB
135 x 180 x 20
205 g
293,22 europäische Länder
4,2 Zoll
nein/ja
ja
nein
USB, SD Slot,
Kopfhöreranschl., Externe Antenne
9 Sprachen
nein/–
64 MB int./4 GB CF
Linux
TeleAtlas
2 x jährlich
ca. 150,ja/ja/nein
19 Sprachen
nein/–
64MB / 64 MB
WinCE.net 5 Core
Navteq
bei Bedarf
ca. 99,ja/ja/nein
ja, 14 Sprachen
nein/64 MB/256 MB/2 GB SD
Windows CE.Net
Navteq
nein
keine
ja/ja/nein
17 Sprachen
nein/–
2GB Flash Memory
k.A.
Navteq
k.A
k.A.
ja/ja/ja
8 Sprachen
nein/–
64 MB/512 MB
WinCE 5.0
TeleAtlas
ja
keine
ja/ja/ja
36 Sprachen
ja/36 Sprachen
20 GB Festplatte
Linux
TeleAtlas
regelmäßig
kostenlos
ja/ja/nein
36 Sprachen
nein/–
32 MB RAM
Linux
TeleAtlas
regelmäßig
kostenlos
ja/ja/nein
ja/ja
Klebefuß mit 12 V
Stromversorgung, DVD
mit Kartenmaterial, 1 GB
Speicherkarte mit vorinstallierter Software,
Fernbedienung, Tasche
MobilityPack, Lenkradfernbedienung, Klebefuß, Saugfuß
ja/ja
Backup-DVD, FlexaktivArm, Fernbedienung,
Bedienungsanleitung,
Transporttasche, DVB-T
Kompakt-+Mini Mag
Magnetfuß-Antenne
MobilityPack, Lenkradfernbedienung, Klebefuß, Saugfuß
ja / ja
Halterung, Autoladekabel
ja/ja
Saugnapfhalterung,
Netzteil, Autoladekabel,
USB-Kabel, TCM Antenne
(80cm)
ja/ja
KFZ Halterung, Autoladekabel, Netzadapter, TMCAntenne, USB Kabel,
Tasche, Software
ja/ja
SD-Karte,
Frontscheibenhalterung,
USB-Autoladegerät und
USB-Kabel, InstallationsCD
2 Jahre
20
2 Jahre
20
2 Jahre
Speicherabhängig /100
2 Jahre
k.A.
Halterungskit, Installati- Netzteil 10/240 V,
Schutztasche aus Stoff,
ons-Kit, GPS-Antenne
KFZ-Ladegerät, KFZHalterung (Saugnapf),
TMC-Antenne, LCDSchutzfolie
2 Jahre
2 Jahre
>30/>30
k.A.
ja/ja
Fernbedienung, Tragetasche, PC Dockingstation, Autoladegerät,
Windscreendock,
Audiokabel, FM Transmitter, TMC Receiver
Leather Case GO, iPodAnschlusskabel, Tragetasche, TomTom Bag,
Cover, externes Mikrofon,
Ladestation,
Befestigungsset
1 Jahr
10
10 Std.
nein
ja
ja
10 Std.
nein
ja
ja
ca. 4,5 Std.
nein
nein, über externes Kabel
ja
bis zu 4 Std.
nein
nein, optional
nein, optional
bis zu 6 Std.
nein
ja
ja
3,5 Std.
nein
nein
ja
4 Std.
ja, via Bluetooth
nein
ja
ca. 2 Std.
ja, via Bluetooth
nein
ja
ja
ja
nein/nein
nein
ja
ja, 100
2 Mio
nein
nein
nein
ja/ja
nein
ja
nein
TMC, multifunktionale
Fernbedienung, 1 GBKarte
ja
ja
nein/nein
nein
ja
ja, 100
2 Mio
nein
nein
nein
ja/ja
nein
ja
nein
TMC, integriertes DVB-T
Modul, 4 GB-Karte,
Merian-Scout-Reiseführer
ja
ja
ja/ja
nein
ja
ja, k.A.
ca. 5 Mio
nein
ja
ja
ja/ja
ja
ja
ja
Fahrspurassistent, dynamische Streckenübersicht
nein
ja
ja/ja
ja
ja
ja, 50
50 POI-Kategorien
ja
nein nein
nein
ja
nein
ja
Music Player (MP3,
WMA), Photo Viewer
(JPEG, BMP), Video
Player (WMV, AVI MPEG
4, ASF, MPG)
ja
ja
nein/nein
nein
ja
k.A.
mehr als 1 Mio
nein
ja
ja
nein/nein
ja
ja
ja
Personalisierte SymbolSteuerung (PSS): Navigieren mit eigenen Zeichen per Touchscreen
ja
ja
ja/nein
ja
ja
ja, k.A.
2 Mio
ja
ja
nein
ja/ja
ja
nein
ja
MPEG 4, MP3, 3GP, MP4
ja
ja
ja/ja
ja
ja
ja, k.A.
mehrere 1.000
nein
ja
nein
ja/ja
ja
ja
ja
Tausende Orte von Interesse vorinstalliert,
TomTom PLUS-Dienste,
QuickGPSfix, TomTom
HOME-Software
www.naviflash.com
Naviflash GmbH, Werster
Straße 60, 32584 Löhne,
www.bury.com,
[email protected]
www.naviflash.com
Naviflash GmbH, Werster
Straße 60, 32584 Löhne,
www.bury.com,
[email protected]
www.navigon.com
Navigon AG, Schottmüllerstraße 20a,
D-20251 Hamburg
www.nokia.de
Nokia GmbH,
Meesmannstraße 103,
44807 Bochum, Nokia
Kontakt Center:
0900/1 77 22 22
www.sony.de
Sony Deutschland GmbH,
Kemperplatz 1, 10785
Berlin, 030/2575 500,
Hotline 01805/252586
www.thomsonlink.com
Thomson Vertriebs
GmbH, Karl-WiechertAllee 74, 30625 Hannover, [email protected]
thomson.net
ja
ja
ja/ja
ja
ja
ja, k.A.
mehrere 1.000
ja
ja
nein
ja/ja
ja
ja
ja
MP3 Player, Picture
Viewer, iPod®-Steuerung,
Buddie-Funktion, schnelle GPS-Standortbestimmung, 20-GB
Festplatte, TMC Pro via
TomTom Traffic
www.tomtom.com
Rembrandtplein 35,
NL-1017 CT Amsterdam,
Niederlande
Naviflash
Naviflash 1020
Naviflash
Naviflash 1060i
NAVIGON AG
NAVIGON 3110
108 x 84 x 49
350 g
335.28 europäische Länder
3,5 Zoll
ja/ja
nein
ja
A/V
108 x 84 x 50
500 g
461,28 europäische Länder
3,5 Zoll
ja/ja
nein
ja
A/V
9 Sprachen
nein/–
64 MB int./1 GB CF
Linux
TeleAtlas
2 x jährlich
ca. 150,ja/ja/nein
ja/ja
Nokia Schwanenhals mit
Saugfuß,Gerätehalter,
ZigarettenanzünderLadekabel,Nokia
Speicherkarte,USBDatenkabel
Speicherkarten, Taschen, TMC-Modul, Kopfhörer,
etc.
Lautsprecher
TomTom
TomTom ONE XL
(Regional und Europa)
112 x 81 x 66
119 x 86 x 27
340 g
208 g
419,ab 251,Europa, USA und Kanada 21 europäische Länder
4,3 Zoll
4 Zoll
ja/ja
ja/ja
ja
ja
nein
ja
USB, Bluetooth
USB, Bluetooth
Externe Antenne, Tragetasche, TMC Receiver
(ONE XL Regional)
1 Jahr
10
www.tomtom.com
Rembrandtplein 35,
NL-1017 CT Amsterdam,
Niederlande
Flottenmanagement 3/2007
83
84
Special Navigation & Kommunikation
Kinderleicht
Die Anschlussmöglichkeiten und Zusatzfunktionen des AVIC-D3 sind reichhaltig. Entertainment
bietet der DVD-Player, der sämtliche silberne
Scheiben, ob CD-RW oder DVD-RW mit den gängigsten Formaten WAV, MP3, WMA, AAC oder DivX
abspielt. Ist die Routenführung einmal eingegeben, kann die Karten-DVD entnommen werden,
da die Navigation aus dem internen Speicher abläuft. Ein iPod-Anschluss ermöglicht das Abspielen des kompletten iPod-Inhalts (Kabelverbindung optional), die Bedienung ist analog der des
Players aufgebaut. Nicht zuletzt ist natürlich ein
Radio integriert. Ein MOSFET-Verstärker, ein Equalizer, eine Subwooferweiche und drei Vorverstärkeraufgänge runden die indivduelle Klangvorliebe ab.
Des Weiteren lässt sich ebenfalls eine Rückfahrkamera einbauen, die das 6,1-Zoll Display nutzt.
Auch können weitere Monitore für die Kopfstützen angeschlossen werden. Eine Diebstahlsicherung für das gesamte Gerät bietet ein persönliches Codewort, das bei Trennung von der Stromversorgung eingegeben werden muss.
AVIC-D3 heißt die Navigations-Nachrüstlösung für den Doppel-DIN-Schacht
von Pioneer. Wir haben getestet, dass
sie mehr als nur zum Ziel führen kann.
Das festeingebaute Navigationsgerät gilt nach
wie vor als Klassiker im Dienstwagen. Die altbekannten Vorzüge „gute Bedienungsergonomie“,
weil praktisch erreichbar, gut ablesbar und sicher in der Mittelkonsole verbaut, „restwertsteigernd“ und „präzise Wegführung“ durch Verbindung mit der Antriebswelle sprechen eindeutig
dafür. Bei vielen Fahrzeugmodellen kann das
Navi aus den Sonderausstattungslisten dazu geordert werden, doch muss für ein einfaches DVDNavigationsgerät nicht selten ein Betrag von
1.500 Euro netto und mehr investiert werden.
Eine Nachrüstlösung im Doppel-DIN-Format präsentierte jüngst der Hifi- und Navigationsspezialist Pioneer, sämtliche audiovisuellen Entertainment-Qualitäten inklusive. Zwei wichtige Voraussetzungen für eine Empfehlung erfüllt das
AVIC-D3 auf Anhieb: die erste Zieleingabe funk-
tioniert problemlos, denn über das 6,1 Zoll große
Touchpanel lässt es sich intuitiv bedienen, das Benutzermenü erscheint übersichtlich und logisch
aufgebaut.
Die wichtigsten Funktionen lassen sich unaufwändig finden und starten, selbstdefinierbare Schnellzugriffsfunktionen auf dem Kartenmenü erleichtern den Vorgang erheblich. Weiterer Bonuspunkt:
unsere Verlagsadresse kennt die Software (das ist
nicht immer der Fall) und berechnet zügig die Strecke. 8,5 GB Daten für ganz Europa werden auf 2
DVDs mitgeliefert.
Auch der Zielführung, ein weiteres wesentliches
Kriterium, konnten wir bedenkenlos folgen, dank
TMC-Stauumfahrung ohne größeren Zeitverlust. Die
Ansagen werden frühzeitig deutlich erteilt und mittels einer Balkenanzeige beziehungsweise Distanzangaben präzisiert, auch der übernächste Richtungswechsel wird angezeigt.
Nette Features: der Begrüßungsbildschirm kann
mit Bildern, beispielsweise Firmenlogos individualisiert werden, Tastaturbeleuchtung und Bildschirm-Farbschemata können in 32.768 möglichen Farben eingestellt werden. Eine BluetoothFreisprechfunktion steckt in der Modellvariante
AVIC-D3BT, mit der bis zu fünf Telefone registriert und bedient werden können.
Das Pioneer-Navigationsgerät der neuesten Generation wird über den Fachhandel und über ausgewählte Autohäuser vertrieben und kann dort
auch eingebaut werden. Eine rückstandslose
Rückrüstung stellt kein Problem dar. Die Kosten
liegen bei 1.177 Euro netto mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Für den Einbau werden rund
100 Euro berechnet. Eine Liste der Fahrzeuge, für
die der Doppel DIN-Einbauadapter (im Preis inbegriffen) erhältlich ist, finden Sie in der Produktbeschreibung auf www.pioneer.de.
Die Kartendarstellung kann per Zoomstufe vergrößert werden, verbleibende Strecke beziehungsweise
Fahrzeit oder Ankunftszeit erscheinen an gut ablesbarer Stelle. Wird eine Routenneuberechnung erforderlich, erfolgt diese unmittelbar.
Die Routenführung erfolgt aus dem Speichermodus, das
Laufwerk kann für Musik-CDs o.ä. genutzt werden (li.)
Bei iPod-Anschluss erfolgt die Steuerung in dem dem
Nutzer wohlbekannten Apple-Format (re.)
Funktionen wie Vergrößerung oder Kartenausschnitte
können auf dem Touch-Panel bedient werden (o.)
Flottenmanagement 3/2007
Klein und fein
Das Bluetooth-Headset
Jabra JX10 im Praxistest.
Vorteile von Headsets als
Freisprecheinrichtungen
bestehen darin, dass sie
klein, portabel und fast
überall verwendbar sind.
Mittels Bluetooth können
sie mit jedem aktuellen
Handy verbunden werden.
Dank der technischen Weiterentwicklung der MobilteChic und funktionell: das Jabra JX10-Headset mit
lefone lassen sich heute
Ladestation im Jacob Jensen Design
sogar viele Funktionen per
Sprachbefehl, also ohne das
Telefon anzurühren, ausführen. Das Jabra JX10 qualifiziert sich als ein
Headset für den Dienstwagenfahrer. Zum einen machen sich die 3,9 cm
Länge und weniger als 10 Gramm Gewicht äußerlich und auch beim Tragen kaum bemerkbar. Die Sprachausgabe klingt deutlich, als hielte man
sich das Telefon ans Ohr. Auch die Angerufenen bemerkten akustisch nicht
einmal, dass wir über Headset sprachen. Hintergrundgeräusche unterdrückt
das DSP, auch eine automatische Lautstärkenregulierung sorgt für hohen
Sprachkomfort in lauterer Umgebung.
Die Bedienung geht denkbar einfach vonstatten, eine große Taste an der
Geräteunterseite dient dazu, je nach Druckintensität verschiedene Funktionen auszulösen: ein leichter Druck während es klingelt zur Anrufannahme, ein längerer zum Abweisen, zur Sprachsteuerung ein kurzes Drücken, zur Wahlwiederholung ein längeres, Anklopfen und Anruf parken
wird ebenfalls ermöglicht.
Gerade die Sprachsteuerung ist wichtig, wenn bei der Fahrt ein Anruf
getätigt werden muss. In unserem Redaktionshandy SonyEricsson K610i
können Kontakte per Sprachaufnahme abgespeichert werden und über
das Jabra JX10 per Knopfdruck aufgerufen werden. Die Spracherkennung
erfolgt problemlos, der Wählvorgang wird unmittelbar eingeleitet, die Hände bleiben am Steuer.
Noch einige Eckdaten: Gesprächszeit 6 Stunden, Stand by 200 Stunden.
Das Headset kann mit oder ohne Ohrbügel getragen werden, wahlweise
am linken oder rechten Ohr. Mitgeliefert werden eine Ladestation im selben Jacob Jensen-Design für die Steckdose sowie ein USB-Kabel für den
Computer. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 125 Euro netto,
erhältlich ist das Headset bei ausgewählten Fachhändlern.
Fazit: Das handliche und zudem chicke Headset überzeugt durch einfache
Bedienung und besten Sprachkomfort. Es lässt sich komfortabel auch am
Steuer nutzen, ohne den Blick von der Straße zu nehmen.
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Special Navigation & Kommunikation
Ralf Heuser (r.) im Gespräch mit Julia Rose
Einfache Tagesprotokolle mit ecoGPS vereinfachen die Disposition der
Fahrzeugflotte (u.)
Einfach &
kostengünstig
Interview mit Ralf Heuser, Ge-
schäftsführer IGL Telematics
GmbH & Co. KG, über Flotten-
steuerung mit ecoGPS.
Flottenmanagement: Herr Heuser, aus welchen
Komponenten besteht das Produkt ecoGPS und für
welche Anwendungszwecke und -bereiche sehen
Sie es vor? An welche Fuhrparks wenden Sie sich?
Heuser: Im Wesentlichen besteht ecoGPS aus einem GPS-Modul für die Positionsermittlung und
einem GSM-Modem für die Übertragung der Positionsdaten. Weiterhin sind ein Mikrocontroller, ein
Bewegungssensor, ein Akku, ein KFZ- Netzteil sowie Anschlusstechnik im Gehäuse integriert. Für
den GPS/GSM Empfang ist eine Kombiantenne im
Lieferumfang enthalten. ecoGPS ist ein ganz einfaches Ortungssystem für Firmen mit kleinen und
mittleren Fahrzeugflotten, für die es sinnvoll ist,
ständig die Fahrzeugposition zu kennen oder später nachvollziehen zu können, wo das Fahrzeug
wann wie lange war. Typische Anwender sind Firmen aus dem Bereich Service und Handwerk, die
bei uns einen Marktanteil von 75% ausmachen.
Kurierdienste und Speditionen setzen unsere Systeme für die eigene Disposition aber auch zur Steuerung von ihren Subunternehmern ein. Die Aspekte Disposition und Arbeitszeitabrechnung stehen bei allen Kunden im Vordergrund. Die
Steigerung der Leistung pro Mitarbeiter und die
Qualitätssicherung sind die begleitenden Nebeneffekte.
Flottenmanagement: Welche Überlegungen und
Umstände hat IGL Telematics dazu gebracht,
ecoGPS zu entwickeln und auf den Markt zu bringen? Seit wann gibt es ecoGPS und wo und wie
kann der Kunde es beziehen?
Heuser: Mit ecoGPS wurde das Ziel verfolgt ein extrem einfaches und kostengünstiges Produkt zu
entwickeln. Aus 10 Jahren Erfahrung im Bereich
Flottenmanagement – die IGL Telematics ist bisher
bekannt für die OSCAR Ortungssysteme, die als
Flottenmanagement 3/2007
elektronische Fahrtenbücher und im Flottengeschäft bei den Fahrzeugvermietern eingesetzt werden – wurden die wichtigsten von den
Kunden gewünschten Funktionen herausgegriffen
und umgesetzt. Zeitaufwändige individuelle Konfigurationen auf Kundenwunsch entfallen bei
ecoGPS. Da das System bei Bewegung oder eingeschalteter Zündung einmal pro Minute eine aktuelle Position verschickt, ist eine Abfrage durch den
Kunden nicht mehr notwendig.
Ein wesentliches Hemmnis im Vertrieb war bisher,
dass der Kunde mehrere Verträge mit Mobilfunkanbietern und uns als Internetportalanbieter abschließen musste. Heute bieten wir ecoGPS mit
einer Flatrate für Kommunikation und Internetzugang an. Der niedrige Komplettpreis mit 399
Euro und monatliche Fixkosten von 14,71 Euro signalisieren eine untere Preisgrenze für die nächsten Jahre. EcoGPS startete Anfang August 2006
und ist über alle Talkline Shops, den qualifizierten Funkfachhandel oder unsere Systemanbieter
(siehe www.ecoGPS.de) zu beziehen. Die Distribution an die Händler erfolgt über drei Großhandelsschienen: Teleduo in Norderstedt für den Norden,
q1q in München für den Süden und wir selbst bedienen von Aachen aus die Mitte Deutschlands.
Flottenmanagement: Wie kann der Fuhrparkleiter mit ecoGPS seine Flotte effizienter arbeiten
lassen, welche Funktionen stehen dabei zur Verfügung?
Heuser: Wenn die Disposition der Fahrzeuge im
Vordergrund steht, ist der Einspareffekt durch die
ständig aktuelle Information meist offensichtlich.
Die Fahrzeugpositionen lassen sich auf einer kleinen Map&Guide Karte oder auf GoogleEarth anzeigen. Das lästige Telefonieren und die damit
verbundene Zeit entfällt. Die einfachen Tagespro-
tokolle mit allen Starts und Stopps sowie
der Gesamtarbeitszeit vereinfachen der Buchhaltung die Lohnabrechnung und die Abrechnung mit
den Kunden. Diese Funktionen stehen direkt über
den Internetzugang zur Verfügung. Für Kunden
mit eigener Dispositionssoftware oder ERP-Systemen bieten wir fertige Schnittstellen an, um die
Daten automatisiert weiterzuverarbeiten.
Flottenmanagement: Von welchen Kosteneinsparungen haben Ihnen Ihre Kunden berichtet? Welche Aufwendungen entstehen dem Nutzer dabei
monatlich?
Heuser: Die mit Telematiksystemen ausgerüstete
Fahrzeugflotte ist leistungsfähiger. Servicetechniker beispielsweise fahren anstatt zu vier Terminen pro Tag nun zu mindestens fünf. Treibstoffkosten sinken um mindestens 5% wegen einer disziplinierteren Fahrweise. Die teils „kreativen“
Arbeitsstundenabrechnungen mit Aufrundungen
zur nächsten vollen oder halben Stunde entfallen. Auch wenn die meisten Kunden das anfangs
nicht glauben, die Amortisationszeit bei den
ecoGPS Systemen liegen meist unter drei Monaten. Das System kostet mit allem benötigten Zubehör 399,- Euro netto und der Einbau in Deutschland in der Regel 89,- Euro netto. Die monatlichen Kosten betragen 14,71 Euro netto inklusive
der Mobilfunkkosten und dem Internetzugang,
also unter 50 Cent pro Tag. Weitere Kosten entstehen nur dann, wenn das Fahrzeug ins Ausland
fährt. Das Roaming kann aber auf Wunsch abgeschaltet werden, so bleibt es dann bei 14,71 Euro.
IGL Telematics GmbH & Co. KG
Ralf Heuser, Dennewartstraße 27, 52068 Aachen
Tel.: (0241) 9631430, Fax: (0241) 9631439
[email protected] • www.ecogps.de
Special Navigation & Kommunikation
Eine ganze Reihe von EgoTypen möchte Funkwerk
Dabendorf mit der Bluetooth-Freisprecheinrichtungsserie EGO zufrieden
stellen. Wir fingen klein
an und haben getestet,
für wen das kompakte EGO
Talk nützlich ist.
EGO Talk nennt sich die optisch
kleinste und mit Basisfunktionen
ausgestattete Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Das, was man nach erfolgreichem Einbau im Fahrzeug
notwendigerweise noch sieht, beläuft sich auf das kleine 4,4 x 3,2
Zentimeter große Bedienteil, das
gut erreichbar beispielsweise an die
Mittelkonsole geklebt wird, und ein
kleines Mikrofon, das idealerweise
über der Windschutzscheibe befestigt wird. Alles mit gut versteckten
Kabeln und in der Regel rückrüstbar und damit auch für Leasingfahrzeuge geeignet, beteuert der Wollnikom-Techniker Rüdiger Bienert.
An Einbauzeit sollten etwa eine bis
eineinhalb Stunden kalkuliert werden, über den mobilen Einbauservice wird dies beispielsweise am Unternehmensstandort möglich. Der
Techniker arbeitet, während das
Fahrzeug sowieso ungenutzt auf
dem Parkplatz steht.
Dabei schließt er die Elektronikbox
an, über die die Stromversorgung,
die Schnittstelle zum Autoradio beziehungsweise zu den Lautsprecherboxen und die Bluetooth-Datenübertragung verläuft. Sie bleibt später im Inneren der Fahrzeugverkleidung verborgen.
Viel muss man nun nicht mehr zu
tun, um die Freisprecheinrichtung
in Gang zu setzen, die weiteren Vorgänge gehen leicht von der Hand:
Bluetooth am Telefon einschalten,
Gerät suchen und damit paaren. Ab
sofort erkennen sich die beiden
(fast) automatisch wieder. Das EGO
Talk kann sogar mit bis zu acht Mobiltelefonen verbunden werden.
Kommt ein Anruf herein, blendet
die Audioübertragung aus, der am
Telefon eingestellte Klingelton ertönt aus einer Lautsprecherbox.
Über die minimalistische Tastatur
erfolgt die Gesprächsannahme mit
einem Knopfdruck, also ohne den
Blick von der Straße zu nehmen –
Egomania
es gibt nur sechs Schalter. Klar und deutlich, deutlicher sogar noch, als beim herkömmlichen Telefonat
mit dem Gerät am Ohr, ist der Teilnehmer zu hören
und wird am anderen Ende auch so verstanden. Die
Echo- und Geräuschunterdrückung DSP filtert Umgebungsgeräusche sauber weg.
Das Gerät empfiehlt sich vor allem für (Pool-)Fahrzeugnutzer, die auf jeden Fall telefonisch erreichbar sein müssen,
die Anrufannahme gestaltet sich einfacher als das Anrufen. Diese günstige Basislösung kostet 83 Euro netto plus
Einbau.
Per Sprachsteuerung (bei entsprechend ausgestatteten Mobiltelefonen) – dabei greift die Freisprechanlage auf das Mobiltelefon zurück – können Anrufe
getätigt werden, dazu muss lediglich der untere rechte Schalter gedrückt werden und der anzuwählende
Name gesprochen werden. Auch kann über einen
Knopfdruck am Bedienteil oben links die Wahlwiederholungsfunktion aktiviert werden. Bei eingehenden SMS ertönt das am Telefon eingestellte Signal.
Verfügt das Handy über MP3-Funktion, können die
Musikdateien über EGO-Talk wiedergegeben werden.
Einfach am Bedienteil umschalten und Player am Telefon aktivieren. Eingehende Gespräche werden gewohnt durchgestellt. Aber Vorsicht: da EGO Talk auf
das Telefon zurückgreift und nur eine begrenzte Anzahl an Funktionen über die Anlage bereitstellt, darf
das Telefon für weitere Nutzung während der Fahrt
nicht in die Hand genommen werden, das kann
bekanntermaßen teuer werden.
Bluetooth-Freisprechen über das Autoradio mit EGO-Talk von
Funkwerk Dabendorf (ganz oben)
Vorort-Einbau der Freisprechanlage: Rüdiger Bienert (Wollnikom)
erläutert Julia Rose (FM) die Funktionen von EGO-Talk (Mitte)
Simpel: Anrufannahme per Knopfdruck (u.)
Wir haben eine einfache Freisprecheinrichtung mit
den wichtigsten Basisfunktionen erlebt, die mit guter Sprachqualität die Anforderungen an gefahrloses Telefonieren im Auto erfüllt. Über weitere optionale Kabelverbindungen können MP3-Player wie auch
iPods angeschlossen werden. Zum optionalen Zubehör gehört unter anderem eine Handyschale, um das
Gerät zu laden, denn Bluetooth verbraucht viel Akkukapazität.
Flottenmanagement 3/2007
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88
Special Navigation & Kommunikation
Klick und klar
Elektronische
Fahrtenbücher
sind nicht manipulierbar und
einfacher in der
Handhabung
Arbeitnehmer müssen ihren Firmenwagen monatlich pauschal mit 1 Prozent des Brutto-Listenneupreises inklusive aller Extras und der gesetzlichen
Mehrwertsteuer versteuern, wenn auch die Möglichkeit der privaten Nutzung besteht. Das wird
auch als sogenannter geldwerter Vorteil bezeichnet.
Abweichungen von der relativ teuren pauschalen
Versteuerung akzeptiert das Finanzamt nur, wenn
die Nutzung des Fahrzeugs lückenlos durch ein
Fahrtenbuch belegt werden kann. Nach Führung
eines solchen muss sich der Nutzer des Firmenwagens nur den Teil anrechnen lassen, den er tatsächlich privat gefahren ist. Allerdings stellt
einerseits die immer noch gebräuchlichste, handschriftliche Führung eine Tortur dar, während
wiederum Excel-Tabellen nicht zulässig sind, da
hier die Daten beliebig manipulierbar sind.
Elektronische Fahrtenbücher hingegen, wie sie
seit dem Jahrtausendwechsel angeboten werden,
sind eine vergleichsweise bequeme und praktische Lösung. Sie ermitteln über einen GPS-Empfänger, das ist die entscheidende Innovation, die
aktuelle Fahrzeugposition. Das Kabel kann unauffällig in den Fugen bis zum eigentlichen Gerät
verlegt werden. Etwas kniffliger wird es bei der
Elektrik, denn die Geräte benötigen Bordspannung und lassen sich nicht immer einfach in den
Zigarettenanzünder einstecken. Das liegt daran,
dass neben einer dauerhaften Stromversorgung
auch ein Signal benötigt wird, das durch Drehen
des Zündschlüssels geschaltet wird. In jedem Fall
sollten diese Arbeiten einem Fachmann überlassen werden.
„Ansonsten beschränkt sich der Geräteeinbau auf
die Anschlüsse Dauerplus, Zündstrom und Masse
sowie die Anbringung der GPS-Antenne“, erklärt
beispielsweise Wolfgang Heidemann, Vertriebsleiter bei der Heedfeld Elektronik in Bielefeld. „Nach
Einbau des Elektronischen Fahrtenbuches und der
Installation der Software auf dem PC wird der Kilometer-Stand des Fahrzeuges in die Software
Flottenmanagement 3/2007
übernommen. Auf einer CF-Karte im Fahrzeuggerät werden alle fahrrelevanten Daten wie Datum, Uhrzeit, Koordination, Starts und Stopps
aufgezeichnet. Mit Hilfe eines Kartenlesers werden diese Daten in die Software übernommen,
wo nur noch die Kundennamen und der Grund
des Besuches erfasst werden müssen. Nachträgliche Änderungen in der Software müssen protokolliert werden, damit das System auch den
Anforderungen der Finanzbehörden genügt.“
Heedfeld Elektronik befasst sich seit Ende 2000
mit Elektronischen Fahrtenbüchern. Die Entwicklung wurde durch die langjährige Erfahrung
mit GPS-gestützten Taxi-Vermittlungssystemen
geprägt, hier zählt sich das Unternehmen zu den
Marktführern in Deutschland. „Im Übrigen“, so
Heidemann weiter, „gibt es bei uns seit langem
GPRS-Geräte für die Flottensteuerung, optional
mit Bildschirm inklusive Navi und der zur Disposition notwendigen Software. Die Einrichtung
eines eigenen Servers erfordert einen permanenten Internetzugang mit fester IP-Adresse. Es besteht auch die Möglichkeit, die Fahrzeuge auf
unserem Web-Server anzumelden.“
Ob die Fahrten dienstlich oder privat sind,
lässt sich über einen
Schalter eingeben.
Start und Stopp, Wege
und Uhrzeiten hingegen ermittelt das System aus den Daten der
Satelliten-Navigation.
Auf einer CF-Card
speichert das HE 2000
die fahrrelevanten Daten nur als geografische Positionen, denen noch eine Adresse zugeordnet werden
muss. Danach werden
die Fahrten in einer
nicht mehr veränder-
baren Liste auf der Festplatte des PC gespeichert,
der Ausdruck kann ohne weiteres dem Finanzamt
vorgelegt werden. Für Flottensteuerung und Management kann das System durch ein GSM-Modem
erweitert werden, so dass die Zentrale jederzeit
auch die Fahrzeugpositionen feststellen kann.
Heedfeld HE 2010: Online-Lösung zum verdeckten Einbau
(Mitte oben)
Heedfeld HE 2000: Offline-Lösung zur mobilen Zeit- und
Fahrstreckenerfassung (Mitte unten)
Die Fahrten lassen sich in einer nicht mehr veränderbaren Liste auf der Festplatte eines PC speichern (u.)
Langzeittest
Auftaktbericht zum vierten
Flottenmanagement-Langzeittest, den wir mit dem Seat
Altea XL 2.0 TDI DPF DSG bis
September fahren.
Und los geht`s
Langzeittests haben sich in den fünf Jahren
Flottenmanagement mittlerweile schon etabliert. Seit dem Start mit dem Toyota Avensis
Combi in 2004 spulten mit dem VW Touran und
dem Opel Vectra Caravan zwischenzeitlich zwei
deutsche Fabrikate ihre Kilometer verlässlich
mit uns ab. Nun ist die Zeit mal wieder reif, einen Importeur in die Liste einzureihen.
Seit Anfang Mai stellt der Seat Altea XL mit der
Motorisierung 2.0 TDI (103 kW/140 PS) und
Sechsgang-DSG seine Fuhrparktauglichkeit bei
uns unter Beweis. Allein vom Einsatzbereich
Fuhrpark schien uns die Langversion des jungen Vans sehr angebracht, denn diese 19 Zentimeter mehr kommen dem Innenraum, speziell dem Fond wie auch dem Kofferraum mit 532
(über 40 Liter mehr als beim Altea) bis maximal
1.604 Litern zugute. Qualifikationen, mit denen er bei der User-Chooser-Gruppe punkten
kann.
Zwar blieb bis zum (und gerade wegen des) Redaktionsschluss noch nicht allzuviel Gelegenheit, ihn auf die Langstrecke zu bringen. Das
soll nämlich sein Haupteinsatzgebiet werden,
um unter anderem Kraftstoffverbrauch und
Langstreckenkomfort zu testen. Dennoch, auf
rund 700 Kilometern konnten wir den spanischen Kompaktvan schon erleben.
Und das, was wir erfuhren, fasst sich so zusammen:
Dass der Seat Altea XL ein optisch schicker moderner Van ist, darüber sind sich alle hier bei
uns einig. Weiteres Lob holten sich die Werte
rechts von oben nach unten:
Praktisch geräumig im Innen- und Laderaum
Die optionale iPod-Schnittstelle erfreut das
Musikliebhaber-Herz
Chic und 14 Zentimeter länger, der Seat Altea XL
Dem Durchschnittsverbrauch auf der Spur: penible
Dokumentation ist Pflicht
Motorleistung und Durchzugskraft ab und ebenfalls
das DSG, das frühzeitig und sanft hochschaltet. Redakteurin Julia Rose freute sich besonders, als sie
die integrierte iPod-Schnittstelle entdeckte, für musikalische Unterhaltung auf den nächsten einsamen
Langstrecken ist nun ausreichend gesorgt.
Die Rücksitze lassen sich leicht umklappen, so dass
eine große Staufläche im Kofferraum (übrigens mit
doppeltem Boden) entsteht, auch die Ladekante ist
sehr niedrig. Lästig nur, vor allem, wenn es regnet
oder man die Hände voll hat, dass sowohl für die
Fondtüren sowie den Kofferraum immer mindestens
noch einmal die Fernbedienung betätigt werden
muss.
Positiv aufgefallen sind jetzt schon die gut ausgeformten, bequemen Sitze und auch die vantypische
hohe Sitzposition, die einen guten Aus- und Überblick auf die Straßenlage bietet.
Die Voraussetzungen scheinen günstig für interessante Fahreindrücke, die wir Ihnen in den nächsten Flottenmanagement-Ausgaben übermitteln werden.
Seat Altea XL 2.0 TDI DPF DSG
Motor / Hubraum in ccm:
kW/PS bei U/min:
Drehmoment bei U/min:
Getriebe:
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß:
0-100 in sek / V-max. in km/h:
EU-Verbrauch / Reichweite:
Zuladung kg/ Ladevolumen:
Typklasse HP / VK / TK:
Basispreis (netto):
Vierzyl.-Diesel / 1.968
103/140 / 4.000
320 Nm bei 1.750-2.500
6-Gang, DSG
Euro 4 /160 g/km
10,0 / 201
6,0 L / 916 km
620 / 532-1.604 L
18 / 19 / 23
23.017 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
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Test
Vor der Markteinführung
durften wir die neue
Mondeo-Generation,
genauer die FließheckVersion mit dem 2,5 LiterOtto-Motor testen.
M
Der neue
it dem S-MAX und dem Galaxy setzte Ford die Energie
neu in Bewegung. Kinetic Design heißt das Zauberwort, das Emotionen in den Auftritt der neuen FordModelle bringen soll, die vor allem die Zielgruppe der UserChooser ansprechen sollen.
Nun haben die Linien der dritten Generation der Kölner Mittelklasse Wiedererkennungswert mit Charakter, beispielsweise
die des elegant-markanten Kühlers, der verspielten Seitenlinienführung sowie die des Fließhecks mit den großen Leuchten. Dieses gewisse Etwas wirkt so nachhaltig, dass sich die
Leute nach diesem Mondeo umdrehen – was wir so auch bemerkt haben.
Flaggschiff
Mit den gewachsenen Maßen (45 Millimeter länger, 120 Millimeter breiter) kommt der neue Mondeo schon an die Größe
des legendären Scorpio heran. Der Zuwachs macht sich vor
allem im Innenraum bemerkbar: großzügige Platzverhältnisse ohne Bewegungseinschränkungen für alle Front- und Fondpassagiere. In den Kofferraum des Fließhecks passen 528 Liter, bei umgelegter Rückbank sogar 1.448 Liter hinein.
Lediglich beim Öffnen der langen Kofferraumklappe muss man
Vorsicht walten lassen, die eine oder andere Parkhaus- oder
Garagendecke dürfte im Aktionsradius liegen.
In der Innenraumgestaltung ist der neue Mondeo jünger geworden. Hochwertige, haptisch und optisch ansprechende
Materialien sowie eine durchdachte Konzeption der Instrumentenbedienung runden den positiven Eindruck ab. Das HMI
steuert intuitiv anwendbar über spezielle Tasten am Lenkrad
sämtliche Funktionen wie Bordcomputer, Audio- und Navigationsgerät. In der Mitte der Instrumententafel erscheinen
die Daten direkt im Sichtfeld des Fahrers.
1
Guten Seitenhalt wie auch Langstreckenkomfort dank langer
Beinauflagen und festen Wangen bieten die Vordersitze. Elektrisch justierbar (optional) findet sich darin für jede Körperlänge eine bequeme Sitzposition.
Topmotorisiert
Angetrieben wird unser Testwagen von der Topmotorisierung,
dem fünfzylindrigen 162 kW/220 PS starken 2,5-Liter Benziner bekannt aus dem Focus ST sowie aus S-MAX und Galaxy.
Auch im Mondeo sorgt er spritzig, aber leider auch durstig
(Testzyklus 11,5 Liter auf 100 km) für Fahrspaß. Leistungsdaten wie 245 km/h Spitzengeschwindigkeit sowie 7,5 Sekunden Beschleunigung von 0 auf 100 km/h verdeutlichen, dass
der neue Mondeo einiges drauf hat, um seinem biederen Image
von damals davon zu fahren.
Das interaktive Fahrwerk (811 Euro netto, ab Ausstattung
Trend) leistet solide und sichere Arbeit, auch wenn subjektiv
die Unterschiede der Stufen Normal, Komfort und Sport nicht
so groß erscheinen. Fahrbahnunebenheiten fallen kaum mehr
ins Gewicht, so ausgezeichnet kooperieren Dämpfer und Fahrdynamiksysteme. Maßgeblich beteiligt am angenehmen Fahrgefühl erweist sich die präzise, gleichermaßen feste Lenkung.
Die langen Schaltwege des manuellen Sechsganggetriebes bieten einen der wenigen Ansatzpunkte für Kritik, denn hier hätte
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3
5
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Test
Ford
8
der sportliche Auftritt des Mondeos mit knackig einrastenden
Gängen vollendet werden können. Dennoch, der Mondeo liefert ein insgesamt stimmiges Bild seiner Fahreigenschaften
ab, mit laufruhiger Motor-Getriebe-Abstimmung, wohlgedämpfter Geräuschkulisse und premiumverdächtigen Handlingeigenschaften.
Einziger richtiger Wermutstropfen, den die Tatsache, dass es
sich beim 2,5 Liter-Motor um keine typische Flottenmotorisierung handelt, wieder abschwächt, ist ein recht hoher Testverbrauch.
Wahlmöglichkeiten
Ausstattungsseitig liefern die Kölner über das serienmäßige
Angebot hinaus ein Aufgebot an Wahlmöglichkeiten auf hohem Niveau. Sechs verschiedene Ausstattungen, eine reichhaltige Liste an Optionen sowie viele interessante Pakete unterstützen die Individualisierung sowohl in Richtung Business als auch Sportlichkeit. Auf zwei Attribute kann der Kunde
immer zählen: Sicherheit und Alltagsnutzen stehen grundsätzlich im Vordergrund.
Eine der innovativen Technologien im Mondeo stellt die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage AAC (811 bis 1.034 Euro je
nach Ausstattungsvariante) dar. Sie unterstützt durch Radarmessung des Abstands zum Vordermann den Fahrer im fließenden Verkehr bei Tempi von 30 bis 180 km/h und drosselt
automatisch die Geschwindigkeit bei kritisch abnehmendem
Abstand. Ebenfalls als praktisches Novum entpuppt sich das
serienmäßige EasyFuel Tanksystem, das Falschbetankung verhindert, zudem deckellos funktioniert, dadurch die Hände
sauber hält.
Direkt ab Marktstart am 16.6. stehen alle drei Karosserievarianten Stufenheck, Fließheck und Turnier zur Verfügung mit
bis zu vier Benziner mit 81 kW/110 PS bis 162 kW/220 PS und
drei Diesel von 74 kW/100 PS bis 103 kW/140 PS. An Getriebevarianten stehen 5- und 6-Gang Schaltgetriebe sowie eine 6Gang-Automatik (ab Sommer 07) für den 2.0 TDCI zur Wahl.
Die Preise bleiben auf Vorgängerniveau und starten bei 18.479
Euro netto für die Stufenhecklimousine mit dem 1.6 Liter Benziner sowie 18.908 Euro netto für den Turnier mit dem Basisdiesel.
Fazit: Der Mondeo als Volumenmodell im Flottenbereich hat
mit dem neuen Design Potenzial dazugewonnen. Ein gutes
Fahrzeug ist noch besser geworden.
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1. Schnittig sportliche Front hier in der Ausstattung Titanium (im
Vorserienmodell mit sichtbarem AAC-Kasten)
2. Bedienfreundliche Anordnung der Instrumente und Schalter
3. Praktische Innovation ohne Tankdeckelverschluss: falsche
Kraftstoffbefüllung ist ausgeschlossen, zudem bleiben die Hände
sauber
4
4. Prominente Heckleuchten machen ihn zum Hingucker
5. Großzügig bemessener Laderaum mit serienmäßigen Verzurrösen
6. Die markante zum Heck aufsteigende Seitenlinie evoziert
Emotionen
7. Viel Platz und auch Spielraum für Komfortfeatures im Fond
8. Sein dynamisches Design soll den User Chooser ansprechen
9. Modernes übersichtliches Design der Mittelkonsole
7
10
10. Hochöffnende Kofferraumklappe
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Test
Ford Mondeo 2.5
Motorenpalette Ford Mondeo
1.6 Ti-VCT
2.5
1.8 TDCi
2.0 TDCi
Otto/ 1.596
Otto/ 2.521
Diesel/ 1.753
Diesel/ 1.997
Leistung kW (PS) bei U/min
81/110 bei 6.200
162/220 bei 5.000
74/100 bei 3.850
103/140 bei 4.000
Drehmoment (Nm) bei U/min
160 bei 4.100
320 bei 1.500-4.800
280 bei 1.800
320 bei 1.750-2.240
Verbrauch auf 100 km (EU)
7,2 S
9,3 S
5,7 D
5,9 D
Höchstgeschwindigkeit
190
245
185
210
0 auf 100 km/h
12,7
7,5
12,3
9,5
Laderaum in Liter (VDA)
1.460
1.460
1.460
1.460
550
554
574
555
16 / 15 / 15
17 / 22 / 23
18 / 18 / 21
18 / 19 / 21
Schadstoffklasse
EU4
EU4
EU4
EU4
CO2 - Ausstoß in g/km
172
222
151
156
Preis in Euro (netto)
18.479
23.613
20.147
22.605
Motor/Hubraum in ccm
Nutzlast in kg
Typklassen HP/VK/TK
Betriebskosten
Schaltgetriebe (mtl.)
20.000 km
30.000 km
50.000 km
Automatik (mtl.)
20.000 km
30.000 km
50.000 km
434,55
528,99
704,09
629,30
751,00
976,79
413,05
468,40
618,05
478,59
556,47
695,34
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Fullservice Leasingrate
Schaltgetriebe (mtl.)
20.000 km
30.000 km
50.000 km
Automatik (mtl.)
20.000 km
30.000 km
50.000 km
Motor
Hubraum in ccm
kW bei U/min
Nm bei U/min
Abgasnorm
Partikelfilter
Antrieb / Getriebe
Höchstgeschw. km/h
Beschleunigung 0-100/h
EU-Verbrauch
EU-Reichweite
Testverbrauch
Test-Reichweite
CO2-Ausstoß
Tankinhalt
Zuladung
Laderaumvolumen
Anhängel. geb./ungeb.
Fünfzylinder-Otto
2.521
162 (220) bei 5.000
320 bei 1.500-4.800
EURO 4
–
Front- / 6-Gang, manuell
245
7,5
9,3 l auf 100 km
753 km
11,5 l auf 100 km
609 km
222 g/km
70 Liter
693 kg
528-1.448 Liter
1.800 / k. A.
Kosten
Steuer pro Jahr
Typklassen HP / VK / TK
Ölwechsel / Menge
Wartung
175 Euro
17 / 22 / 23
20.000 km / 4,1 L
20.000 km / 12 Monate
Garantie
Technik
Mobilität
2 Jahre
2 Jahre
Sicherheit / Komfort
Front-/Seiten-Airbag
Serie
Serie
Kopfairbag
Vorhang-Airbags
–
ESP
Serie
Reifendruck-Kontrolle
172 Euro
Einparkhilfe vorne/hinten 424 Euro
Kurvenlicht
391 Euro
Klimaanlage
Serie ab Trend
Glas-/Schiebedach, elektr. 685 Euro
Scheinwerfer-Waschanl.
189 / Serie mit Bi-Xenon
Tempomat
ab 239 Euro /Serie bei Ghia
Bi-Xenon-Scheinwerfer
806
Ladungssicherung:
Verzurrösen Serie
Optionspakete:
diverse Audio-, Business-,
Komfort-, Sicht-, Technik-, Styling- und Sport-Pakete
Kommunikation
Bordcomputer
Serie
Navigationssystem
1.357 Euro
Radio
ab 630 Euro
Telefonvorb. (Bluetooth)
ab 252 Euro (Kombination mit Radio-CD-Gerät im Audio-Paket für 605 Euro)
Firmenfahrzeuganteil
45 %
Dieselanteil
90 %
Basispreis netto
Ford Mondeo 2.5
286,92
307,59
335,15
438,61
465,02
500,24
311,38
333,92
363,97
373,35
398,64
432,35
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
286,92
307,59
335,15
190,69
285,98
476,55
101,67
152,48
254,08
105,24
157,83
262,99
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
23.613 Euro
(alle Preise netto)
Bewertung
+
• gutes Fahrwerk
• hochwertige moderne Innenraumkonzeption
Treibstoffkosten
Schaltgetriebe (mtl.)
20.000 km
30.000 km
50.000 km
Automatik (mtl.)
20.000 km
30.000 km
50.000 km
Flottenmanagement 3/2007
• coupéhafte, hochöffnende Kofferraumklappe
• unübersichtliche Karosserie
Die ALD-Full-Service-Raten enthalten:
Finanzrate, Wartung und Reparatur, Kfz-Steuer, Tankkarte
und GEZ für eine Laufzeit von 36 Monaten
Fahrtelegramm
Mit den BlueMotion-Modellen senkt Volkswagen
die Verbräuche seiner konventionellen Dieselvarianten auf eine verhältnismäßig einfache Art und Weise. Jetzt kommt auch
der Passat in den Genuss jener Modifikationen.
Garantiert blaue Weste
Wie lässt sich der Kraftstoffverbrauch herunterbrechen? Leichtbau?
Motortechnische Maßnahmen? Sicher, aber derartige Lösungen sind
teuer. Volkswagen greift nun in die Trickkiste und verspricht, dass
der Passat Variant BlueMotion 0,7 Liter je 100 Kilometer weniger verbrauchen soll als die konventionelle Version – und das mit recht simplen Mitteln: Strömungsoptimierter Kühler, längere Getriebeübersetzung (ab dem 3. Gang) sowie spezielle Reifen mit geringerem Rollwiderstand sollen kräftig Energie einsparen. Nach einem Sparmodell sieht
dieser Passat optisch allerdings nicht aus, das muss selbst der Autokenner konzedieren.
Auch der Fahreindruck darf eher als agil denn fade bezeichnet werden. Der 105 PS Pumpe-Düse-Motor hat mit dem rund 1,5 Tonnen wiegenden Variant keine Probleme. Selbst im langen dritten Gang zieht
der Selbstzünder noch merklich in die Vertikale, sobald der Drehzahlmesser kurz vor der 2.000-Touren-Marke steht. Außerdem ist der Passat ein leiser Tourer – optimal für die Langstrecke, was durch das nied-
Äußerlich erkennt man den
Passat BlueMotion allenfalls
am Schriftzug...
Solide Wohnstube – im Passat
reist es sich vorzüglich...
rigere Drehzahlniveau nur
verstärkt wird. Die Gangempfehlungen helfen zusätzlich beim Sparen: Wer
früh schaltet und die Drehzahl nicht über 2.500 Rotationen schwappen lässt,
wird an der Tankstelle
ganz sicher belohnt und
entlastet die Umwelt: Mit
137 g CO2 je Kilometer.
Kleiner Nagler
Preiswerter Koreaner – der Lacetti mit Dieselmotor
Die koreanische Abteilung von Chevrolet bläst zum Angriff: Wer auf dem deutschen Markt Erfolg haben will, muss auch einen Diesel im Angebot haben –
genau diesen Punkt haben die Anglo-Koreaner nun auf der Checkliste abgehakt.
Was braucht es, um in deutsche Fahrzeugflotten zu kommen? Eine Kompaktund Mittelklasse im Programm sowie Dieselmotoren. Ohne jenes Antriebsprinzip lassen sich Großkunden kaum locken, denn auf der Langstrecke lohnt sich
der Diesel dank deutlich niedrigeren Kraftstoffkosten eben. Also legte die bis
dato selbstzünderlose koreanische GM-Tochter nach und entwickelte einen
kräftigen Zweiliter – das wurde offenbar nötig, nachdem das Motorenprojekt
GM-Fiat beendet ist.
Chevrolets neuestes Kind mit Commonrail-Einspritzung macht seine Sache
durchaus gut. Das Triebwerk wird wahlweise mit statischer oder variabler Turbinengeometrie ausgestattet und leistet 121 respektive 150 PS.
VW Passat Variant 1.9 TDI BlueMotion
Motor / Hubraum in ccm:
kW/PS bei U/min:
Drehmoment bei U/min:
Getriebe:
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß:
0-100 in sek / V-max. in km/h:
EU-Verbrauch / Reichweite:
Zuladung kg / Ladevolumen:
Typklasse HP/VK/TK:
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
Dieselanteil:
Basispreis (netto):
Betriebskosten pro Monat / km**:
Vierzyl.-Diesel /1.896
77/105 bei 4.000
250 Nm bei 1.900
5-Gang, manuell
Euro 4 / 137 g/km
12,4 / 190
5,2 L / 1.346 km
623 / 603-1.731 L
17 / 17 / 22
k. A.
k. A.
23.048 Euro
k. A.
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Den Kompaktwagen Lacetti gibt es
allerdings nur mit
dem schwächeren
Zweiliter, welcher
jedoch alles andere als schwachbrüstig wirkt.
Nach einer minimalen Anfahrschwäche legt sich
Schlicht, aber funktional – der Innenraum des Lacetti
der Nagler ins
Zeug und beschleunigt den Fronttriebler mit Nachdruck; nötigenfalls
auch bis knapp 200 km/h, wobei man dann eine noch größere Überraschung erlebt: Man kann sich bei hohem Tempo ohne Anstrengung unterhalten, der Lacetti bleibt stets leise. Das macht ihn zum
kommoden Langstreckler, der übrigens auch genügend Platz in der
Fahrgastzelle bereithält, das gilt
Chevrolet Lacetti SDX 2,0 Diesel
auch für den
Fond.
Ab 15.663 Euro
(netto) ist der Lacetti Diesel zu haben und bietet serienmäßig Audiound Klimaanlage
sowie ABS, vier
Airbags sowie
Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung.
Motor / Hubraum in ccm:
kW/PS bei U/min:
Drehmoment bei U/min:
Getriebe:
Schadstoffklasse /CO2-Ausstoß:
0-100 in sek / V-max. in km/h:
EU-Verbrauch / Reichweite:
Zuladung kg/ Ladevolumen:
Typklasse HP/VK/TK:
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
Dieselanteil:
Basispreis (netto):
Betriebskosten pro Monat / km**:
Vierzyl.-Diesel /1.991
89/121 bei 3.800
280 Nm bei 2.000
5-Gang-Schaltung
Euro 4 / 146 g/km
9,8 / 186
5,7 L / 1.053 km
400 / 275-1.045 L
17 / 18 / 20
k. A.
k. A.
15.663 Euro
621,02 / 0,25
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 3/2007
93
94
Fahrtelegramm
Nissans Qashqai platziert
sich zwischen Kompaktklasse und SUV.
Großstadtdschungel
Leicht zu
bedienende, modern gestaltete
Innenausstattung
(re.)
Nissan
Qashqai,
der neue
Stadtnomade (li.)
Auffällig nicht nur der Name. Qashqai. Da muss man allein beim Tippen
dreimal schauen, ob die Buchstabenfolge stimmt. Qashqai, gesprochen
Kasch-Kai, benannt nach einem iranischen Nomadenstamm heißt die
neue Kompakt-, ja was denn? Kompakt-Limousine? Kompakt-SUV? Eben
eine Mischung aus beiden und genau
das, was gut in Nissans Portfolio
passt. So gut, dass man sich hier in
Deutschland über eine hohe Nachfrage freuen kann.
Die erste Ausfahrt untermauert diesen Erfolg mit durchweg
positiven Eindrücken. Das Fahrzeug mit den Abmaßen von
4,32 m Länge, 1,78 m Breite und 1,61 m Höhe gibt sich wendig und robust. Im Innenraum gefallen das moderne Cockpit,
angenehme Platzverhältnisse mit hoher Sitzposition und bequeme, doch recht weiche Sitze. Der 1.5 dCI-Dieselmotor harmoniert mit dem kompakten rund 1,5 Tonnen schweren „Chimären“ und stellt bei 2.000 Umdrehungen das DrehmomentOptimum von 240 Nm bereit. Damit fließt er im Stadtverkehr
und auf der Autobahn dynamisch mit. Allrad ist optional für
den 2.0 dCi und den 2.0-Otto-Motor erhältlich. Die Preise starten bei 16.630 Euro netto für den 1.6 Liter-Benziner mit Frontantrieb.
Äußerlich nur durch einen Spoiler „Stummel“ von
den großen zu unterscheiden (re.)
Der Basis-C6: gewohnt komfortables Ambiente, in
der Mitte der Handschaltungsknauf (u.)
Nissan Qashqai 1.5 dCI DPF
Motor / Hubraum in ccm:
kW/PS bei U/min:
Drehmoment bei U/min:
Getriebe:
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß:
0-100 in sek / V-max. in km/h:
EU-Verbrauch / Reichweite:
Zuladung kg / Ladevolumen:
Typklasse HP / VK / TK:
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
Dieselanteil:
Basispreis (netto):
Betriebskosten pro Monat / km**:
Vierzyl.-Diesel / 1.461
78/105 bei 4.000
240 Nm bei 2.000
6-Gang, manuell
Euro 4 / 145 g/km
12,2 / 174
5,4 L / 1.204 km
384-448 / 410-1.513 L
17 / 18 / 22
10 %
82 %
18.269 Euro
626,54 / 0,25
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Repräsentativ
Wir sind den 170-PS Basisdiesel im Citroën C6 gefahren.
Citroën C6 Biturbo FAP 170 HDI
Ein großer Wagen braucht nicht unbedingt
einen großen Motor. Den Beweis dafür stellt
der Citroën C6 an, seines Zeichens Flaggschiff der Marke mit dem Doppelwinkel. Zur
Einführung vor einem Jahr standen der 2.7Liter HDI und der 3-Liter Otto-Motor zur
Wahl, nun ist der Basismotor, ein 170 PS
starker Diesel, im Programm, der den C6 in
10,3 s auf 100 km/h und immerhin auf eine
Höchstgeschwindigkeit von 217 km/h
treibt. Leistungsdaten, die wir für eine Basismotorisierung als sehr zufriedenstellend
erachten.
Flottenmanagement 3/2007
Insgesamt hat Citroën einiges getan, um das Fahrzeug vor allem für Firmenkunden preislich attraktiv, dennoch ausstattungsseitig für deren Zwecke
vollkommen zu gestalten. Die Basisvariante kommt
mit einem manuellen Sechsganggetriebe prima aus,
auf den Spoiler wird verzichtet und ein weniger aufwändiges, dennoch gewohnt komfortables Fahrwerk
(Hydractive 3-Plus) verbaut. Der Kunde kann ein repräsentatives, sehr bequem zu händelndes Fahrzeug
erwarten. Das alles und noch viel mehr (z.B. drei
Ausstattungsniveaus) gibt es zu einem Preis ab
34.555 Euro netto oder attraktiven Leasingkonditionen über die Citroën Bank.
Motor / Hubraum in ccm:
kW/PS bei U/min:
Drehmoment bei U/min:
Getriebe:
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß:
0-100 in sek / V-max. in km/h:
EU-Verbrauch / Reichweite:
Zuladung / Ladevolumen:
Typklasse HP/VK/TK:
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
Dieselanteil:
Basispreis (netto):
Betriebskosten pro Monat / km**:
Vierzyl.-Diesel /1.461
125/170 bei 4.000
240 Nm bei 2.000
6-Gang-Schaltung
Euro 4 / 175 g/km
10,3 / 217
6,6 L / 1.091
385 kg / 421 L
17 / 18 / 22
20 %
90 %
34.555 Euro
847,45 / 0,34
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Fahrbericht
Eleganz, Sportlichkeit und Individualität
vereinen sich im Erfolgsmodell Audi A3
Sportback, den wir hier als 2.0 TDI (125 kW/
Bestseller
1,5 Millionen produzierte Fahrzeuge in elf Jahren, zwei Generationen und ein dritter Platz in
der Audi-Flottenstatistik: diese Eckdaten des
Erfolges treffen auf den Audi A3 zu. Grund genug,
um das mit 15,5 Prozent der Audi-Flottenverkäufe
drittmeist gewählte Firmenfahrzeug vorzustellen.
Premium kombiniert mit Emotionen und einer
Portion Sportlichkeit stellen schließlich auch die
Zutaten des Ingolstädter Erfolgsrezepts dar, die
sich in der Kompaktklasse vereinen.
Schon beim Einstieg sinken Fahrer und Beifahrer in sportlich tief montierte Sitze mit gutem
Seitenhalt. Im Cockpit liegen die Instrumente gut
sicht- und bedienbar beieinander, die gewohnte
Audi-Anordnung herrscht hier vor. Sportback
nennt sich die fünftürige Version, die sieben Zentimeter länger als der Dreitürer ist und über einen etwa 20 Liter größeren Gepäckraum bei aufrechter Rückbank verfügt. Maximal passen hinten
1.120 Liter hinein und verschaffen ihm somit
auch zum Transport eine gewisse Flexibilität.
Motorisiert ist das Testfahrzeug mit dem 2.0 TDI
mit 125 kW/170 PS, auch bekannt und beliebt
aus den größeren Modellen A4 und A6 – ein Motor, der bei dem leichteren kompakten A3 für außerordentliche Agilität sorgt. Die Fahrt kann los
gehen. Und flott voran geht diese dank eines
Drehmoments von 350 Nm, die Beschleunigungszeit von 0 auf 100 km/h liegt gerade einmal bei
8,9 s. Knackig rasten passend dazu die Gänge
der manuellen Sechsgangschaltung ein. Die Federung gibt sich ebenfalls sportlich abgestimmt
und schluckt hart auf kurzen Wegen die Straßenunebenheiten weg.
170 PS) unter die Lupe nehmen.
Angenehm aufgeräumtes Ambiente im Audi A3 Sportback
(o.)
Bei umgeklappten Rücksitzen passen bis zu 1.100 Liter in
den Sportback (u.)
Fünf Türen und rund 7 cm mehr Länge unterscheiden
den Sportback vom Dreitürer
Den Durchschnittsverbrauch geben die Ingolstädter mit 5,8 L auf 100 km an, damit liegt der
A3 schon verhältnismäßig günstig. Wer es noch
sparsamer haben möchte, kann ab sofort auf den
A3 1.9 TDIe mit 77 kW/105 PS zurückgreifen,
der laut Werksangabe durchschnittlich nur 4,5
Liter verbraucht – damit 0,4 Liter weniger als
der „normale“ 1.9 TDI- und nur 119 g CO2/km
ausstößt. „e” bedeutet in diesem Fall gewichtsoptimierte Materialien, eine verlängerte Übersetzung der Gänge 3 bis 5, eine verbrauchsgünstig abgestimmte Motorelektronik sowie eine
Schaltanzeige mit Hinweisen, ob der nächste
Gang nicht die bessere Wahl ist.
Die Preise für den fünftürigen A3 liegen mindestens bei 17.227 Euro netto für den Basisbenziner mit 1,6 Liter Hubraum und 75 kW/102 PS.
Der kleinste Diesel (1.9 TDI, 77 kW/105 PS) startet bei 19.622 Euro netto, die e-Version kostet
lediglich 126 Euro netto mehr.
Audi A3 Sportback 2.0 TDI DPF
Motor / Hubraum in ccm:
kW/PS bei U/min:
Drehmoment bei U/min:
Getriebe:
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß:
0-100 in sek / V-max. in km/h:
EU-Verbrauch / Reichweite:
Zuladung / Ladevolumen:
Typklasse HP / VK / TK:
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
Dieselanteil:
Basispreis (netto):
Betriebskosten pro Monat / km**:
Vierzyl.-Diesel / 1.968
125/170 / 4.200
350 Nm bei 1.750-2.500
6-Gang, manuell
Euro 4 / 154 g/km
8,3 / 222
5,8 L / 948 km
560 kg / 370 L
18 / 21 / 24
20 %
82 %
22.101 Euro
582,21 / 0,23
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 3/2007
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96
Fahrtelegramm
Eindrucksvoll auch von hinten – so werden ihn die
meisten anderen PKW-Fahrer sehen (Abb. S5)
Design ist das wichtigste Kaufargument für ein Coupé
– mithin sollte der neue A5 keine Absatzprobleme
haben, denn optisch ist er mehr als gelungen.
Formensprache
Dabei überzeugt nicht nur sein exclusives und sportliches Design – breite Spur, große Räder, langer Radstand und kurze Überhänge. Der neue A5 hält auch auf
der Straße, was die Optik vorab verspricht: Dank Quattro-Antrieb nimmt er mühelos jede Kurve in (fast) beliebiger Geschwindigkeit. Über- oder Untersteuern?
Fehlanzeige! Hier setzt nur die reine Physik die Grenzen. Das 6-Gang-Getriebe überzeugt durch kernige
Schaltung mit kurzen Wegen. Muss es auch: Eine Automatik ist für den 3-Liter-Diesel leider noch nicht in
Sicht, wohl aber für den kleinen Bruder mit 2,7 Litern.
Das Interieur ist audi-typisch Benchmark seiner Klassse: Feinste Materialien, perfekte Ergonomie und Verarbeitung. Und dabei kein ablenkender Schnickschnack:
Alles ist solide und alltagstauglich. Wie übrigens der
ganze A5: Bei echten 4 Sitzen und immerhin
455 Litern Kofferraumvolumen sollten die
zwei fehlenden Türen den Fuhrparkleiter
nicht weiter stören, zumal die Motoren –
mit serienmäßigem Partikelfilter – bei aller
Leistungsfreude mit 7,2 bzw. 6,7 L durchschnittlichem Dieselkonsum echte Spritsparer sind – moderate Fahrweise vorausgesetzt. Der 2,7-Liter-Diesel mit 190 PS startet bei 34.327 Euro netto mit umfangreicher Serienausstattung: 17-Zoll-Aluräder,
Xenon-Plus-Scheinwerfer mit coolem LEDTagfahrlichtband, Klimaautomatik, Navigation und CD-Player sind schon inklusive. Der
3-Liter-Diesel ist ab 37.899 Euro zu haben.
Dreier-Potenz
Audi A5 3.0 TDI quattro
Motor / Hubraum in ccm:
6-Zyl. Diesel / 2.967
kW/PS bei U/min:
176/ 240 bei 4.000-4.400
Drehmoment bei U/min:
500 Nm bei 1.500-3.000
Getriebe:
6-Gang Schaltung
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß: Euro 4 / 191 g/km
0-100 in sek / V-max. in km/h:
5,9 / 250
EU-Verbrauch / Reichweite:
7,2 L / 888 km
Zuladung kg / Ladevolumen:
500 / 455 L
Typklasse HP/VK/TK:
18 / 24 / 26
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
k. A.
Dieselanteil:
k. A.
Basispreis (netto):
37.899 Euro
Betriebskosten pro Monat / km**: 897,25 / 0,36
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Fröhliche TastenLandschaft, aber
die Bedienung gelingt gut (re.)
Dynamischer Kompaktwagen – jetzt
auch mit kräftigem Diesel (li.)
auf dem Armaturenbrett und lässt sich entsprechend gut ablesen. Ab 19.495 Euro (netto) gibt es
den Mazda 3 Diesel mit 143 PS – ausschließlich in
der sogenannten „Top“-Version, welche unter anderem anderweitig oft teure Optionen wie Klimaautomatik, Leichtmetallräder, Radio inklusive CDPlayer, Tempomat und Xenonlicht serienmäßig bietet. Die Sicherheitsausrüstung ist ebenso komplett
– über acht Airbags, Antiblockiersystem und ESP
muss man nicht diskutieren.
Nachdem der Mazda 3 für
Dieselfans bei 109 PS endete, legte der Hersteller
jüngst nach – mit dem
hauseigenen Zweiliter,
allerdings statt mit dem
hubraumgleichen FordPSA-Triebwerk, das schon
länger in den Plattformbrüdern Volvo S40 und Ford
Focus zum Einsatz kommt.
Flottenmanagement 3/2007
Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, das gilt auch für Autos – daher erstarkte der Mazda 3 mit Selbstzünder nun. Dank Verwendung des
hauseigenen Zweiliters – auch bekannt aus Mazda 5 und 6 – bietet er ab
sofort mehr Fahrspaß für jene Kunden, die aufgrund hoher Kilometerleistung auf den Diesel angewiesen sind oder dessen bullige Charakteristik bei niedriger Drehzahl schätzen.
Sechs Gänge mit passenden Anschlüssen helfen, das verfügbare Drehmoment von satten 360 Nm (bei 2.000 Touren) gut auszunutzen. Zum
ordentlichen Durchzug gesellt sich sauberer Motorlauf, das kann der
Mazda-Motor mindestens so gut wie sein Bruder aus dem Ford-PSARegal.
Ansonsten gibt sich der nun stärkste Diesel-Dreier wie seine schwächeren Modellbrüder. Die Bedienung gelingt trotz vieler Knöpfchen ganz
gut, der Schirm des optionalen DVD-Navigationssystems thront hoch
Mazda 3 Sport 2,0 L MZR-CD
Motor / Hubraum in ccm:
kW/PS bei U/min:
Drehmoment bei U/min:
Getriebe:
Schadstoffklasse /CO2-Ausstoß:
0-100 in sek / V-max. in km/h:
EU-Verbrauch / Reichweite:
Zuladung / Ladevolumen:
Typklasse HP/VK/TK:
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
Dieselanteil:
Basispreis (netto):
Betriebskosten pro Monat / km**:
Vierzyl.-Diesel /1.998
105/143 bei 3.500
360 Nm bei 2.000
6-Gang-Schaltung
Euro 4 / 128 g/km
9,9 / 203
6,0 L / 917
460 kg / 346-1.285 L
18 / 22 / 23
k. A.
k. A.
20.840 Euro
k. A.
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Fahrbericht
Erfolgsschlager
Durch ein „Zucken“ im Lenkrad leitet das ESP das Gegenlenken in kritischen Situationen (Analyse der Sensorenwerte) ein und gibt damit die Richtung vor, die
das Fahrzeug aus dem riskanten Bereich bringt, die
der Fahrer dann auch einschlägt.
An einem Topseller etwas zu verbessern,
scheint immer schwierig. Dennoch bleibt es
unerlässlich, die Zeichen der Zeit, die ja im
Automobilwesen in immer kürzeren Abständen sichtbar werden, auch an gerade einmal
vier Jahre alten Autos zu korrigieren.
So geschehen beim Volkswagen Touran, der
stets die Zulassungsstatistiken im Van-Bereich anführt und demnach bezogen auf die
Beliebtheit noch kein bisschen in die Jahre
gekommen zu sein scheint.
Äußerlich haben die Wolfsburger dem Touran das aktuelle VW-Erscheinungsbild aufgesetzt, das heißt, er kommt nun mit breiter,
chromlastiger Kühlerspange sowie den schnittigen Frontscheinwerfern daher, das Heck
wurde analog modifiziert.
Innen halten neben leichten optischen Veränderungen neue Technologien Einzug. So
gibt es gleich ab der Basisversion Conceptline eine Geschwindigkeitsregelanlage, ein Radio-CD-System mit MP3-Modus sowie ESP inklusive Gegenlenkfunktion und Gespannstabilisierung serienmäßig.
Einzigartig im Vansegment unterstützt die Gegenlenkfunktion die Intuition des Fahrers.
Zum Beispiel teils trockene, teils schneeglatte Fahrbahn, also mit unterschiedlichen Reibwerten. Bei einer Vollbremsung orientiert sich die Bremswirkung
des ESP am Rad mit dem schlechtesten Reibwert.
Durch den Lenkimpuls bewegt sich das Fahrzeug auf
die Fläche mit besserem Reibwert, somit kann die
Bremswirkung verstärkt werden, der Bremsweg soll
sich laut Herstellerangaben um bis zu 10 Prozent verkürzen können.
Neuartig und ab sofort bestellbar: der Parklenkassistent, der automatisch parallel zur Fahrbahn einparken kann. Dabei übernimmt das Fahrzeug die Lenkmanöver, dem Fahrer bleibt das Gasgeben, Kuppeln
und Bremsen. Sicherheit geht vor: zu hohe Geschwindigkeit sowie Lenkeingriff des Fahrers deaktivieren
das System.
Motorseitig fuhr unser Testfahrzeug mit dem 2.0 TDI
mit 103 kW/140 PS, einem im Flottenbereich wohlbekannten und beliebten Motor aus dem Konzernregal.
Im Touran erweist er sich als gute Wahl, durchzugsstark und verbrauchsarm (6,5 Liter auf 100 km im
Durchschnitt). Die Schaltarbeit mit der manueller
Sechsgangbox geht mühelos aus der Hand, auf sportlich kurzen Schaltwegen macht die Arbeit sogar viel
Spaß.
Ein angenehmer und variabler Aspekt: In der dritten
Zweisitzer-Reihe finden auch Erwachsene nicht nur
über kurze Distanzen bequem Platz. Dank der verschiebbaren Einzelsitze in der zweiten Reihe lässt sich
flexibel die nötige Beinfreiheit einstellen. Bei Nicht-
Bewährtes noch besser machen
war Volkswagens Devise beim
facegelifteten Touran. Wir fuhren
den 2.0 TDI mit 103 kW/140 PS.
Mit dem Facelift kam der Marken-Kühlergrill auch zum
Touran (o.)
Leichte Retuschen im Cockpit machen die Bedienung
gefälliger (li.o.)
Vollwertige Sitze sogar in der dritten Reihe (li.Mitte)
Ein echter, aber toll individualisierbarer Volkswagen(li.u.)
gebrauch verschwinden die Sitze in Nullkommanichts im Kofferraumboden, es bleibt nichts als
eine ebene Fläche. Wer‘s wünscht, erhält den Touran auch in Fünfsitzer-Ausstattung. Die Motorenpalette ist mit vier Otto- und vier Dieselmotoren
VW-typisch reichhaltig, vom 1.6 Liter-Benziner (75
kW/102 PS) bis zum 1.4 TSI Twincharger mit 125
kW/170 PS, vom 1.9 TDI mit 66 kW/90 PS bis zum
2.0 TDI mit 125 kW/170 PS ist so ziemlich alles
dabei, was das Autofahrerherz begehrt, seit letztem Sommer auch die umweltfreundliche Erdgasversion EcoFuel. Die Preis starten bei 17.638 Euro
netto für den Basisbenziner.
Touran 2.0 TDI
Motor / Hubraum in ccm:
kW/PS bei U/min:
Drehmoment bei U/min:
Getriebe:
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß:
0-100 in sek / V-max. in km/h:
EU-Verbrauch / Reichweite:
Zuladung / Ladevolumen:
Typklasse HP / VK / TK:
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
Dieselanteil:
Basispreis (netto):
Betriebskosten pro Monat / km**:
Vierzyl.-Diesel / 1.968
103/140 / 4.000
320 Nm bei 1.750-2.500
6-Gang, manuell
Euro 4 /159 g/km
10,2 / 200
6,1 L / 984 km
652 kg / 1.989 L
22 / 16 / 14
15,5 %
90 %
24.763 Euro
616,49 / 0,25
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
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Test
Einer der
wenigen
Ein eindrucksvolles Angebot von Maserati für den individuellen Dienstwagenauftritt: der Quattroporte Automatic.
M
aserati: ein Name, der auf der Zunge zergeht. Der Bilder von Autorennen
im Kopf hervorruft. Der aber auch mit einer langen Tradition von Straßensportwagen und viertürigen Limousinen verknüpft ist, von denen
der eingängigste Name seit den 60er Jahren schlicht Quattroporte lautet.
Nunmehr in der fünften Generation stets mit Liebe zum Detail und viel Handarbeit gefertigt bietet Maserati den Quattroporte mit einer Wandler-Automatik an
und nimmt dies zum Anlass, verstärkt den automobilen Geschäftskunden ins Visier zu nehmen. Maserati richtet sein Angebot an diejenigen, die nicht durch Car
Policies restringiert werden, selber das Fahrzeug bestimmen dürfen und damit
ihren Außenauftritt unterstreichen können.
Hingucker
Schon sein Erscheinungsbild weckt Aufmerksamkeit und neugierige Blicke:
Einerseits die derjenigen, die erst einmal feststellen wollen, welche Marke sich
hinter diesem imposanten Kühler verbirgt. Irgendwie hat er doch etwas von Understatement. Andererseits derer, die sich freuen, einen der wenigen Maserati
1
2
Flottenmanagement 3/2007
Test
3
4
7
5
6
8
9
auf deutschen Straßen zu entdecken – hierzulande wurden laut KBA seit
1999 knapp 4.000 (davon rund 1.000 Quattroportes) der Fahrzeuge mit dem
prominenten Dreizack zugelassen. Und dann schauen die, die erst auf den
satten Ton des achtzylindrigen Motors reagieren, wenn der Wagen an ihnen
vorbeifährt.
Er bietet ein Ambiente aus hochwertigem Leder, Klavierlack und edlem Holz
gleich einer Lounge mit ebenso viel Platz und Bequeme, ob auf dem Fahrersitz oder auf den zwei individuell einstellbaren Sitzen hinten im Fond. Der
Kofferraum hält Stauraum für 450 Liter vor.
Das Beste aus zwei Welten steht dem sportlichen Dienstwagenfahrer in der
Kombination aus dynamischer Leistung und komfortablem Fahrverhalten
zur Verfügung. Die 400 PS sprechen eigentlich für sich, doch nun bringt
eine eigens für den Quattroporte entwickelte Sechsgang-Wandlerautomatik
von ZF die Kraft an die Räder, die an maximale Drehzahlen von bis zu 7.200
Umdrehungen angepasst wurde. Dem Leistungsfluss droht somit keine jähe
Unterbrechung mehr. Zügelt man das Temperament, das im Quattroporte
1. Mit einem Radstand von über 3 Metern wirkt er sportlich und bietet viel Platz
2. Gediegenes Ambiente in edlem Leder und Holz mit allen Instrumenten an gewohnten Plätzen
3. Innenausstattung für den Liebhaber feinen Designs: eigenwillige Formen und Linien versprechen Individualität
4. Sitze wie Wohlfühlsessel: optimal einzustellen und mit Memoryfunktion für den
leichten Ein- und Ausstieg
5. Der Schaltknauf der neuen Wandlerautomatik: im manuellen Modus schaltet man
hoch durch Drücken
6. 4,2-Liter, 400 PS, V8 gebaut bei Ferrari auf ein Bild gebannt
7. Einladende loungeartige Rückbankarchitektur
8. Die überlange Motorhaube mit sportlichem Relief wirkt besonders kraftvoll
9. Schon die Haptik der Materialien ist ein sinnliches Erlebnis
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100
Test
Maserati Quattroporte 4.2 Automatic
steckt durch gleichmäßige Fahrweise, so
pendelt der Drehzahlmesser bei moderaten
2-3.000 Umdrehungen, die Gänge wechseln
weich. Die Fahrt gleicht einem entspanntem Gleiten.
Sportwagenqualitäten
Im Sportmodus ändert die Limousine ihr
Gesicht und legt einiges an Gutmütigkeit
ab. Mit höheren Drehzahlen, sensiblerer
Gasannahme und härterer Fahrwerksabstimmung sind die Sportwagenqualitäten
nicht mehr zu verleugnen. Den Wagen bis
270 km/h Spitze ( 0 auf 100 km/h in 5,6 s)
treiben zu können, macht eine weitere Besonderheit aus. Und selbst bei diesem Tempo lässt sich das Fahrzeug stets elegant und
sicher bewegen.
Maserati legt Wert darauf, dem Wagen einen hohen Alltagsnutzen zu verleihen. Deshalb ist man hergegangen und hat neben
dem „Normal“- und „Sport“-Modus einen
„Ice“-Modus eingerichtet, der auch bei widrigen Straßenverhältnissen größtmögliche
Sicherheit und Traktion gewährleisten soll.
Wahlweise automatisch oder „manuell“ lässt
sich der Gangwechsel einleiten, am Schaltknüppel muss sportwagentypisch für den
nächsthöheren Gang nach vorne gedrückt
werden. Optional liegen hinter dem Lenkrad Schaltpaddeln.
Eckdaten
Mit einem 4,2 Liter-großen Hubraum, seinen 400 PS und über 1,8 Tonnen Gewicht
genehmigt sich der Achtzylinder-Bolide auf
unserer Teststrecke 16,1 Liter Super, je nach
Gasfuß können es gerne mehr werden. Doch
wer die mindestens 94.168 Euro netto investiert, wird nicht am Kraftstoff sparen
wollen.
Die hydraulische Wandlerautomatik ist
beim Maserati Quattroporte Automatic
übrigens am Front-Mittel-Motor angebracht, welcher hinter der Vorderachse
liegt. Bei diesem Modell wird damit eine
Flottenmanagement 3/2007
Betriebskosten Maserati
Betriebskosten
Schaltgetriebe (mtl.)
20.000 km
30.000 km
50.000 km
Automatik (mtl.)
20.000 km
30.000 km
50.000 km
4.2 Automatic
–
–
–
2.685,74
2.941,70
3.383,37
Fullservice Leasingrate
Schaltgetriebe (mtl.)
20.000 km
30.000 km
50.000 km
Automatik (mtl.)
20.000 km
30.000 km
50.000 km
–
–
–
2.384,33
2.489,67
2.630,12
Treibstoffkosten
Schaltgetriebe (mtl.)
20.000 km
30.000 km
50.000 km
Automatik (mtl.)
20.000 km
30.000 km
50.000 km
–
–
–
301,41
452,03
753,25
optimale Gewichtsverteilung von 49 zu 51 Prozent erreicht.
In der Grundausstattung finden sich bereits viele Komfortaccessoires wie Diebstahlwarnanlage, Navigationsgerät, Bose Soundsystem, Bi-Xenonlicht und einiges
mehr. Auch die Garantiebedingungen beinhalten einiges: 3 Jahre Neuwagen-Garantie ohne Kilometerbegrenzung und 3 Jahre Wartung bis maximal 60.000 km sind
inklusive. In Deutschland stehen dafür 28 Händler mit
Service und 6 reine Servicebetriebe zur Verfügung.
Fazit: Die Aura eines Maserati, Eleganz und Kraft vereinen sich im Quattroporte, an dem sich das Auge kaum
satt sieht, in dem die automobilen Emotionen stets lebendig bleiben und mit dem die gewisse Portion Extravaganz transportiert werden kann. Kraft haben viele
Dienstwagen, aber der Quattroporte bleibt einzigartig.
Motor
Hubraum in ccm
kW bei U/min
Nm bei U/min
Abgasnorm
Partikelfilter
Antrieb / Getriebe
Höchstgeschw. km/h
Beschleunigung 0-100/h
EU-Verbrauch
EU-Reichweite
Testverbrauch
Test-Reichweite
CO2-Ausstoß
Tankinhalt
Zuladung
Laderaumvolumen
Anhängel. geb./ungeb.
Acht-Zylinder-Otto
4.244
294 (400) bei 7.000
460 bei 4.250
EURO 4
–
Heck- / 6-Gang-Automatik
270
5,6 s
14,7 l auf 100 km
612 km
16,1 l auf 100 km
559 km
345 g/km
90 Liter
485 kg
450 Liter
–/–
Kosten
Steuer pro Jahr
Typklassen HP / VK / TK
Ölwechsel / Menge
Wartung
290 Euro
k. A.
20.000 km / 2 Jahre
20.000 km / 2 Jahre
Garantie
Technik
Mobilität
Sicherheit / Komfort
Automatik
Front-/Seiten-Airbag
Kopfairbag
Window-Airbags
ESP
Reifendruck-Kontrolle
Einparkhilfe vorne/hinten
3 Jahre o. km-Begrenzung
3 Jahre, optional
verlängerbar
Kurvenlicht
Klimaanlage
Glas-/Schiebedach, elektr.
Scheinwerfer-Waschanl.
Tempomat
Bi-Xenon-Scheinwerfer
Ladungssicherung:
Optionspakete:
Serie
Serie
–
Serie
Serie
Serie
618 / 1.235 Euro (komb.,
inkl. Sitzheizung)
–
Serie
1.546 Euro
Serie
Serie
Serie
k. A.
–
Kommunikation
Bordcomputer
Navigationssystem
Radio
Telefonvorb. (Bluetooth)
Firmenfahrzeuganteil
Dieselanteil
Serie
Serie
Serie
1.420 Euro
k. A.
–
Basispreis netto
Maserati Quattroporte
4.2 Automatic
94.168 Euro
(alle Preise netto)
Bewertung
+
• Understatement
• elegante Individualität
• hoher Grundpreis
• kleiner Kofferraum
Die ALD-Full-Service-Raten enthalten:
Finanzrate, Wartung und Reparatur, Kfz-Steuer, Tankkarte
und GEZ für eine Laufzeit von 36 Monaten
Fahrtelegramm
Mittlere
Turbulenz
Moment mal, 160 PS bei 1,8-Litern Hubraum?
Das klingt schwer nach Downsizing; die Zutaten verraten denn auch die Wahrheit. Direkteinspritzung und Turboaufladung sorgen
für reichlich Dampf - allerdings auf niedrigem Level. Dieser Motor macht aus dem Altea keine Rennsemmel, ist kein Reißer wie
der große Bruder, der 200 PS starke Zweiliter. Allerdings ist er ein kräftiger Vertreter
der Benziner-Gilde, entfaltet seine Leistung erfreulicherweise kontinuierlich ohne
spürbare Turbo-Tücken. Zweihundert Sachen sind für den verlängerten Kompaktvan kein Thema, auch die Beschleunigung im unteren Bereich überzeugt, obwohl
das Werk mit angegebenen 9,1 Sekunden keinen allzu ausgeprägten Sportler vorgibt.
So wird der Kunde nicht enttäuscht, vielmehr ist das Gegenteil der Fall, und auch
die Laufkultur muss sich keinesfalls verstecken. Das Otto-Triebwerk bleibt bis in
hohe Drehzahlbereiche mechanisch vibrationsarm. Und der Verbrauch? Kombiniert
7,8 Liter verspricht der Hersteller, jedoch sollte es SuperPlus sein. Ansonsten bekommt der Käufer bekannte Altea-XL-Vorzüge inklusive sattem Beinraum im Fond
und allerhand ausgeklügelter Ablagen wie zum Beispiel das zweite
Fach im Kof ferraum. Mindestens
20.852 Euro netto
kostet der Altea
XL 1,8 TFSI und
bietet dafür neben den obligatorischen Sicherheitsfeatures wie ABS,
ESP, Front-,
Kopf- und Seitenairbags
auch serienmäßige Komfortmerkmale wie
Klimaanlage,
R e ge n s e n s o r
sowie Tempomat.
Als neue Downsizing-Motorvariante mit
wenig Hubraum und viel Leistung präsentiert sich der nützliche Seat Altea XL 1,8
TFSI und stellt eine erfrischende Alternative zum Diesel.
Seat Altea XL 1,8 TFSI
Motor / Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel /1.800
kW/PS bei U/min:
118/160 bei 5.000-6.000
Drehmoment bei U/min:
250 Nm bei 1.500-4.200
Getriebe:
6-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß: Euro 4 / 183 g/km
0-100 in sek / V-max. in km/h:
9,1 / 280
EU-Verbrauch / Reichweite:
7,8 L / 705 km
Zuladung kg / Ladevolumen:
620 / 532-1.604 L
Typklasse HP/VK/TK:
16 / 18 / 20
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
k. A.
Dieselanteil:
k. A.
Basispreis (netto):
20.852 Euro
Betriebskosten pro Monat / km**: k. A.
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Volle Größe
zum halben Preis
Preiswerte Pkw liegen im Trend, und genau hier setzt Fiat mit dem neuen Linea an: Ab rund 11.000 Euro (netto) gibt es einen großen 4-Türer
mit hinreichend Platz auf den Rückbank, in dem darüber hinaus noch
500 Liter Gepäckvolumen zur Verfügung stehen. Und das ganze auch
noch in sportlich-italienischem Design mit einem wuchtigen Kühlergrill im freundlich dreinschauenden Gesicht. Fahrer- und Beifahrerairbag, Kopfairbags, ABS mit EBD, Bordcomputer und Zentralverriegelung
sind auch schon serienmäßig an Bord. Wer braucht da noch die Chinesen? Gut, der Linea hat nicht nur Vorteile: Konzipiert für den türkischasiatischen Markt fährt er sich entsprechend weich, und auch das Interieur entspricht nicht unbedingt dem klassisch europäischen Geschmack. Mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 von 14,6
Sekunden (Diesel: 13,8) und einer Höchstgeschwindigkeit von 165 (Diesel: 170) km/h ist er sicher kein Autobahn-Rambo. Aber gerade
die Fülle der etwas „anderen“ Details
könnten ihn schon wieder zu einem echten Kultauto werden lassen, das zudem
extrem preisgünstig zu haben ist. Auch
der Verbrauch kann sich durchaus sehen
lassen: Mit dem 1,4-Liter-Benzinmotor
konsumiert er nur durchschnittliche 6,3
Liter, als 1.3-Liter Multijet-Diesel benötigt
der 1,2-Tonner nur 4,9 Liter – bei gerade
einmal 129g CO2-Emission pro Kilometer.
Fiat Linea 1.4 8V
Motor / Hubraum in ccm:
kW/PS bei U/min:
Drehmoment bei U/min:
Getriebe:
Schadstoffklasse /CO2-Ausstoß:
0-100 in sek / V-max. in km/h:
EU-Verbrauch / Reichweite:
Zuladung kg/ Ladevolumen:
Typklasse HP/VK/TK:
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
Dieselanteil:
Basispreis (netto):
Betriebskosten pro Monat / km**:
Vierzyl.-Benz./1.368
56/77 bei 6.000
115 Nm bei 3.000
5-Gang, manuell
Euro 4 / ? g/km
14,6 / 165
6,3 L / 714 km
k. A. / 500 L
k. A.
10 %
31 %
ca. 11.000 Euro
k. A.
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 3/2007
101
102
Marktübersicht
Accord Tourer
159 SW
CR-V
Honda ja,
Accord
Marktübersicht flottenrelevanter
Fahrzeuge von Honda
aber welche?
Modelle
Motorart
(Laufzeit 36 Monate
Leistung
Listenpreis
Finanz
Full
Treibstoff-
Gesamt-
kW/PS
Euro
Leasingrate
Service
kosten
kosten
(netto)
20.000 km
20.000 km
20.000 km
20.000 km
20.000 km
30.000 km
ohne Anzahlung)
Flottenmanagement 3/2007
Jazz
Legend
Restwert
Finanz
Leasingrate
Jazz 1.2
Jazz 1.4 LS
Otto-4-Z
Otto-4-Z
57/78
61/83
9.487
12.747
166,22
223,34
225,38
283,13
112,77
116,87
338,15
400,00
4.459
5.992
4.459
5.992
Civic 1.4i Dsi
Civic 1.8i Vtec Comfort
Civic 2.2i CTDi Comfort
Otto-4-Z
Otto-4-Z
Diesel-4-Z
61/83
103/140
103/140
13.914
16.836
19.108
230,03
297,18
333,70
291,17
360,79
397,31
120,97
131,23
90,97
412,14
492,02
488,28
6.748
7.408
8.318
6.748
7.408
8.318
Civic Hybrid 1.3 DSI i-VTE
Otto-4-Z
70/95
20.000
386,58
447,72
94,32
542,04
7.450
7.450
FR-V 1.8 Comfort
FR-V 2.2 CTDi Comfort DPF
Otto-4-Z
Diesel-4-Z
103/140
103/140
19.664
21.933
349,47
381,61
417,58
473,38
153,78
112,37
571,36
585,75
8.799
10.142
8.799
10.142
Accord 2.0i Comfort
Accord 2.2i CTDi Sport
Accord 2.4i Type S
Otto-4-Z
Diesel-4-Z
Otto-4-Z
114/155
103/140
140/190
20.420
23.193
24.622
357,97
406,58
463,76
424,17
498,35
532,43
159,93
112,37
184,54
584,10
610,72
716,97
8.832
10.031
9.356
8.832
10.031
9.356
Accord Tourer 2.0i Comfort
Accord Tourer 2.2i CTDi Sport
Accord Tourer 2.4i Type S
Otto-4-Z
Diesel-4-Z
Otto-4-Z
114/155
103/140
140/190
21.597
24.663
26.261
378,59
432,36
494,62
444,79
524,13
563,29
174,28
105,24
198,89
619,07
629,37
762,18
9.341
10.667
9.979
9.341
10.667
9.979
Honda Legend 3.5 V6 SH AWD
Otto-6-Z
217/295
47.563
969,44
1.062,47
243,99
1.306,46
16.290
16.290
CR-V 2.0i VTEC Comfort
CR-V 2.2i CTDi DPF Comfort
Otto-4-Z
Diesel-4-Z
110/150
103/140
22.647
24.706
402,48
429,86
474,08
524,33
166,08
115,94
640,16
640,27
10.135
11.426
10.135
11.426
Marktübersicht
Mit dem Civic Hybrid, dem Stufenheckmodell mit kombiniertem Elektro- und Benzinmotor, im Angebot hebt
sich der Importeur von der großen Masse der meisten
anderen Importeure und Hersteller ab und bietet eines von derzeit drei Hybridmodellen in Deutschland
an. Gleichzeitig hält er die positive Spitze beim CO2Ausstoß der Honda-Fahrzeuge und kommt auf durchschnittlich 109 g/km.
Civic
FR-V
Honda gehört eher zu den kleinen im deutschen
Flottengeschäft und positioniert sich als japanischer Importeur im Mittelfeld der Flottenstatistik. Minimalistisch mutet fast die Modellpalette an, sechs Modelle, davon beim Accord eines mit Kombivariante, vom Kleinwagen Jazz,
der Kompaktklasse Civic über einen drei plus
drei-Sitzer Van, dem FR-V, mit dem neuen Legend in der Oberklasse und mit der neuen Generation des SUV namens CR-V. Eigentlich sind
damit alle wesentlichen Segmente für die Flotte
vertreten, und auch in relativ neuem Zustand.
Dennoch lag der Zielgruppen-Fokus der Marke
bisher eher auf dem Privatkundengeschäft. Aber
daran ändert Honda Deutschland mit einer Neuaufstellung der Vertriebsstruktur seit geraumer
Zeit einiges. Erste Erfolge stellen sich ein, nicht
zuletzt, dass Dataforce für den neuen CR-V erste
Superlative vermeldet: mit 3,1 Prozent erreichte das SUV den höchsten Marktanteil seit einFull
Treibstoff-
Gesamt-
Restwert
einhalb Jahren im Flottenmarkt. Mit Vorliebe
für die Dieselvariante. Dieses für das Vielfahrergeschäft in Deutschland wichtige Aggregat, den 2.2 CTDi mit 103 kW/140 PS verbaut
man seit 2004 in nahezu allen Modellreihen.
Nur der kleine Jazz und der große Legend
sollen ohne Diesel auskommen.
Der Einstieg in das Fahrzeugleasing startet für den
Honda Jazz 1.4 mit 57 kW/ 78 PS im Finanzleasing für
20.000 Jahreskilometern und 36 Monaten Laufzeit bei
166,22 Euro netto pro Monat. Das Full-Service-Leasing
kostet rund 60 Euro mehr. Für den beliebten Honda
Civic in der kleinsten Motorisierung müssen dann
mindestens 230 Euro investiert werden.
Dabei zeigen die Betriebskostenkalkulationen
über die Leasingraten, dass sich der Diesel
im Honda nicht immer auszahlt: bei allen Modellreihen mit Diesel rechnet sich dieser erst
ab 30.000 km jährlicher Fahrleistung – die
Betriebskosten für Diesel oder Benziner halten sich beim CR-V die Waage, eine individuelle Entscheidung also. Beim Civic bleibt der
1.4i-Motor in allen drei Laufleistungen immer
der günstigste. Als Lademeister erweisen sich
vor allem der FR-V und der Accord Tourer,
hohe Zuladungen über 500 kg verträgt aber
keiner der Honda Pkw.
Finanz
Full
Treibstoff-
Gesamt-
Flottenrelevante Fakten
Marktanteil im deutschen Flottenmarkt: 0,48 %
Anteil Flottengeschäft am Gesamtgeschäft: 10 %
Anzahl Servicebetriebe: 439
Bedingungen für Großkunden: ab 1 Fahrzeug,
gestaffelte Bonifizierung n. Abnahmevolumen
aktuelle Business Pakete:
Flottenrelevante Pakete ab 2008
Restwerte
Reichweite
CO2-
Höchstge-
Lade-
Zuladung
kg
Service
kosten
kosten
Leasingrate
Service
kosten
kosten
Ausstoß
schwindigk.
volumen
30.000 km
30.000 km
30.000 km
30.000 km
50.000 km
50.000 km
50.000 km
50.000 km
50.000 km
km
g / km
km/h
max. Liter
235,99
297,40
169,13
175,28
405,12
472,68
4.032
5.418
190,98
259,62
250,14
316,41
297,87
292,08
548,01
608,49
3.463
4.653
763
736
129
137
170
170
1.323
1.323
351
351
306,73
379,62
418,46
181,43
196,80
136,43
488,16
576,42
554,89
6.122
6.650
7.468
266,35
341,12
383,04
327,49
404,73
446,65
302,33
327,95
227,34
629,82
732,68
673,99
5.287
5.640
6.333
847
781
960
139
156
141
170
205
205
456
456
456
410
485
468
470,09
141,45
611,54
6.550
438,79
499,93
235,71
735,64
5.350
1.087
109
185
350
352
439,07
497,92
230,63
168,53
669,70
666,45
7.915
9.157
400,79
438,86
468,90
530,63
384,31
280,83
853,21
811,46
6.735
7.841
774
920
177
167
190
190
1.600
1.600
481
487
447,01
524,30
559,97
239,85
147,13
276,75
686,86
671,43
836,72
7.913
8.987
8.248
411,27
467,12
528,03
477,47
558,89
596,70
399,69
245,17
461,18
877,16
804,06
1.057,88
6.688
7.596
6.771
833
1.182
722
189
148
214
217
212
227
459
459
459
487
423
462
468,95
551,72
592,67
261,38
157,83
298,28
730,33
709,55
890,95
8.369
9.557
8.797
434,96
496,74
563,17
501,16
588,51
631,84
435,56
262,99
497,05
936,72
851,50
1.128,89
7.073
8.077
7.222
765
1.102
670
204
155
230
205
197
220
1.657
1.657
1.657
487
428
464
1.115,68
365,93
1.481,61
14.150
1.093,59
10.186,62
609,79
1.796,4
11.296
613
282
250
452
390
499,42
551,97
249,08
173,88
748,50
725,85
9.115
10.315
461,60
494,35
533,20
588,83
415,06
289,75
948,26
878,58
7.757
8.832
716
892
192
173
190
187
1.532
1.532
481
473
Flottenmanagement 3/2007
103
104
Motivation
Dauerbrenner
Der BMW X3 gehörte immer schon zu den
beliebten SUVs respektive SAV, als das der
X3 bezeichnet werden will, im Flottenmarkt,
er eroberte als das erste deutsche KompaktSUV ab 2004 die Herzen. Seit Herbst 2006
verhilft ihm ein – äußerlich zwar nur leichtes – Facelift zu neuem Aufwind bis hin zur
Marktführerschaft seines Segments im Februar 2007, wie Dataforce jüngst mitteilte.
Damit spiegelt sich bei dieser typischen, vor
allem wachsenden User-Chooser-Fahrzeugklasse eindeutig die Privatmarkt-Tendenz
wider, auf dem das kleinere BMW SUV
ebenfalls in Sachen Verkaufszahlen vorne
liegt. Warum also großartig ändern?
Was genau seinen Erfolg ausmacht, wollten wir in der von 45 Prozent der Flottenkunden gewählten Variante mit dem 2.0dMotor herausfinden. Der X3 steht für die
Gattung Straßenfahrzeug. Zum einen aufgrund der hohen Sitzposition mit exzellentem Überblick, zum anderen mit einem angemessen starken, zugleich sparsamen Motor für die Stadt- und Landstrecken.
In diesem Zusammenhang sei direkt gesagt, dass er
nur für den leichten Geländeeinsatz ausgelegt ist. Ein
permanenter Allradantrieb, das xDrive-System, sorgt
für gleichmäßige Traktion bei variabler Kraftverteilung,
in normalen Fahrsituationen liegt diese bei 40:60. Eine
zuschaltbare Bergabfahrhilfe unterstützt, wenn der Weg
einmal steiler herunter führt. Über Differenzialsperren
oder Untersetzungen verfügt er aber nicht.
BMW-typisch verspürt man auch in diesem SAV eine
für ein Fahrzeug dieses Gewichts (1,8 Tonnen) und
Schwerpunkts eine gewisse Sportlichkeit. Die Seitenneigung in Kurven hält sich schon sehr in Grenzen,
und auch das Fahrwerk reagiert angenehm aber nicht
zu straff. Die Sechsgang-Handschaltung lässt sich auf
kurzen Wegen bedienen, erscheint jedoch nicht ganz
präzise eingestellt. Die Motorleistungen des 2.0-LiterVierzylinder-Dieselaggregats umfassen 110 kW/150 PS
mit einem zwischen 2.000 und 2.500 Umdrehungen/
min. anliegenden Drehmoment von 330 Nm. Er spurtet
von 0 auf 100 km/h in 10,2 Sekunden und schafft eine
Höchstgeschwindigkeit von 198 km/h. Summa summarum ordentliche Daten, die durchaus Fahrspaß beinhalten, die etwas rauen Motorgeräusche fallen da
eigentlich kaum ins Gewicht. Der werksseitig angege-
Wir sind der Frage nachgegangen,
warum der BMW X3 eigentlich ein
so beliebtes Flotten-SUV ist.
bene Durchschnittsverbrauch liegt bei 7,2 Litern.
Der Partikelfilter steckt serienmäßig im System.
Für Mitfahrer beziehungsweise Gepäck steht ausreichend Platz zur Verfügung. Auf der Rückbank
sitzen drei Personen bequem. Bei aufrechter Lehne fasst der Kofferraum 480 Liter, umgeklappt
passen 1.560 Liter in ein gut zu beladendes Heck.
Wer das SAV als Zugmaschine nutzen will, darf
1.700 kg gebremst oder 720 kg ungebremst anhängen. Als Zuladung verträgt es 520 kg.
Für den Einstiegsdiesel müssen mindestens 31.429
Euro netto investiert werden, darin sind sämtliche Sicherheitsfeatures wie DSC mit Traktionskontrolle, Antriebsschlupfregelung, ABS, AnhängerStabilisierung sowie Kurvenbremsunterstützung,
ebenso Front-, Seiten- und Vorhang-Airbags und
einiges mehr inklusive. Die Liste der Sonderausstattungen ist aber auch Premium-typisch lang.
Daneben sind noch zwei 3-Liter-Diesel mit 160 kW/
218 PS und 210 kW/286 PS respektive drei Benziner mit 110/150, 160/218 und 200 kW/ 272 PS
erhältlich. Die Basisversion kostet ab Werk 29.076
Euro netto.
Funktionelle Anordnung der Instrumente
im Cockpit mit verbesserter Material-Haptik (ganz li.)
Leicht zu beladender Kofferraum, der
1.580 Liter maximal fasst (li.)
Äußerlich hat sich an Front und auch
am Heck kaum etwas verändert (u.)
Im geräumigen Fond sitzen mehr als
nur eine Person bequem (ganz u.)
Flottenmanagement 3/2007
Transporter
105
Nützlich
& angenehm
Peugeot hat den Expert erneuert.
Wir sind den L2H1-Kasten mit dem
2.0 HDi 120-Motor gefahren.
Passend zum Wirtschaftsaufschwung sorgt auch Peugeot durch die Modernisierung des mittleren Transporters Expert für frischen Wind in der Nutzfahrzeugsparte. In der dritten Generation hat man ihm
ein schnittiges Äußeres verpasst, zudem ein besonderes Augenmerk auf Komfort, Sicherheit und niedrige Betriebskosten gelegt.
neu im Programm stehenden langen Hochdach L2H2. Die
Ladehöhe wurde auf 1.449 mm bei der Basisversion und
auf 1.750 mm bei der hohen Version erhöht, die Ladefläche auf 2.254 mm in der Kurzversion und auf 2.584 mm
in der Langversion vergrößert. Auch an der Nutzlast haben die Franzosen gearbeitet, nun dürfen 1.000 beziehungsweise 1.200 kg zugeladen werden.
Schon beim Platznehmen in der Fahrerkabine fällt
der Pkw-ähnliche Komfort auf. Wie in einem Van sitzt
es sich erhöht und äußerst bequem. Haptisch und
optisch angenehme Materialien lassen keineswegs
den Eindruck eines „Nutzfahrzeugs“ entstehen. Und
auf die aus Limousine und Co. bekannten Ausstattungsmerkmale muss nicht verzichtet werden,
schließlich verbringt auch der Transporter-Fahrer
heutzutage viel Zeit im Fahrzeug. So listet Peugeot
bei den Sonderausstattungen beispielsweise diverse
Sitzmodifikationen, Bordcomputer, Regensensor und
Lichtautomatik, Navigation mit Freisprecheinrichtung und Klimaanlage auf.
Das Herzstück des Test-Transporters bildet ein 2,0-Liter
HDi-Dieselmotor mit 88 kW/120 PS aus der gemeinsamen Entwicklung von PSA und Ford. Ein Drehmoment
von 300 Nm verschafft ihm die nötige Kraft und ein gutes Beschleunigungsverhalten. Dabei bleibt die Geräuschentwicklung dank einer guten Dämmung stets moderat.
Gleiches gilt für den werksseitig angegebenen Durchschnittsverbrauch: 7,2 Liter/100 km.
Serienmäßig an Bord hat der Expert viele praktische
Ablagefächer, Zentralverriegelung mit Fernbedienung
und je nach Version eine Luftfederung. Diese sorgt
für eine konstante Gesamthöhe von unter 1,90 m in
abgesenktem Zustand, daneben für eine unabhängig von der Beladung konstante Fahrzeughöhe. Bei
der manuellen Höhenverstellung kann über eine Taste hinten im Laderaum die Ladekante beim Be- und
Entladen reguliert werden.
Ein neues Fahrzeug bietet regelmäßig die Chance,
an den Abmessungen zu arbeiten. Hier hat Peugeot
an sämtlichen Ecken und Enden draufgelegt: die
Kurzversion wurde um 283 mm, die Langversion um
213 mm gestreckt, der Laderaum wuchs auf 5 Kubikmeter beim L1H1, auf 6 beim L2H1 und auf 7 beim
Pkw-Anmutung im Innenraum mit Ausstattungsfeatures bekannt aus Limousine und
Co. (o.)
In den Kasten passen Euro-Paletten breit
oder quer, serienmäßig ist auch er mit
Holzbodenverkleidung zu haben (o. Mitte)
Länger und breiter, auch in verschiedenen
Längen und Höhen erhältlich (li.o.)
In der Optionenliste findet sich die zweite
Schiebetür (re.)
Das Fahrverhalten des Experts geht durchaus ebenfalls netto startet. Erfreulich zudem für die
als Pkw-ähnlich durch. So lässt er sich komfortabel und Betriebskosten: das Wartungsintervall
leichtgängig dank Servolenkung durch die Kurven zir- wurde auf 30.000 km bzw. zwei Jahre
keln als auch rangieren. Hierbei empfiehlt sich die akus- erhöht sowie die Einbruchssicherheit
tische Einparkhilfe, die den Fahrer unterstützt, den nicht verbessert, so dass die Versicherungssichtbaren Bereich hinter dem Fahrzeug abzuschätzen. einstufungen sanken.
Das manuelle Sechsganggetriebe erweist sich
als gut abgestimmt, jedoch durch die eng liePeugeot Expert L2H1 2.0 HDi 120
genden Schaltgassen kam es im Testbetrieb hin
Motor / Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel / 1.997
und wieder zu Schaltfehlern.
In der Fortentwicklung der Expert-Reihe erweitert Peugeot das Spektrum neben der neuen
Hochdachvariante um eine Vielzahl von Umbaumöglichkeiten auf der Plattform-Fahrgestell-Version, die auf der Langversion mit einem Radstand von 3122 mm beruht. Durch die
Versionsvielfalt können nun noch mehr Kundenwünsche abgedeckt werden. Die Basisversion bildet der L1H1 mit dem 1.6 L HDi-Motor
mit 66 kW/ 90 PS, der preislich bei 19.030 Euro
kW/PS bei U/min:
Drehmoment bei U/min:
Getriebe:
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß:
0-100 in sek / V-max. in km/h:
EU-Verbrauch / Reichweite:
Zuladung / Ladevolumen:
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
Dieselanteil:
Basispreis (netto):
Betriebskosten pro Monat / km**:
88 /120 / 4.000
300 Nm bei 2.000
6-Gang, manuell
EU 4 / 194 g/km
15,4 / 160
7,2 L /1.111 km
1.200 kg / 6 cbm
88 %
99 %
21.730 Euro
560,38 / 0,22
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 3/2007
106
Innovation
PriusPrinzip
Vorbildliche Emissions- und Verbrauchswerte
machen das Hybrid-Modell Toyota Prius attraktiv.
Das Thema Hybrid geistert seit geraumer Zeit
in steter Regelmäßigkeit durch die Medien: sei
es die eine oder andere Automobil-Show, auf
der Neuheiten und Ausblicke präsentiert werden, sei es die Politik, die neue Umweltschutzmaßstäbe setzen will und umweltfreundliche
Fahrzeuge fordert, seien es die (amerikanischen) Promis, die sich mit dem Thema Umweltschutz profilieren.
Als alten Hase auf diesem Gebiet kann man das
weltweit erste Serienfahrzeug mit Elektro-/Ottomotor-Kombination, den Toyota Prius, bezeichnen, den es bereits seit 1997 gibt und der
nun in der zweiten Generation in aktualisierter Form auf Deutschlands Straßen fährt. Dort
fallen die rund 8.300 Fahrzeuge, die seit 2001
in Deutschland zugelassen wurden vor allem
durch ihr ungewöhnliches Design auf.
An der Ampel merkt bestimmt niemand, dass
er ein Hybridfahrzeug neben oder vor sich hat,
von innen fällt auf jeden Fall die Andersartigkeit der Fahrzeugtechnik auf. Zum einen beim
Anlassen, wenn die typischen Motorgeräusche
ausbleiben, statt dessen nur das leichte Vibrieren des Elektromotors spürbar wird. Zum
anderen durch eine futuristisch anmutende
schematische Darstellung des Motoreinsatzes
sowie des Energieflusses (s. Foto).
Aber eigentlich ist der Prius ein ganz normales
Fahrzeug. Es startet per Knopfdruck, heutzutage nichts ungewöhnliches mehr, fährt mit Automatikgetriebe und einer überdurchschnittlichen Leistung von 82 kW/113 PS. Nicht ganz
normal im Klassenvergleich stellt sich der Benzinverbrauch auf 100 km dar: mit 4,3 liegt er
für einen Kompaktwagen vorbildlich niedrig.
Der Grund dafür liegt in der Kombination von
Elektro- und Benzinmotor. Bei GeschwindigkeiFlottenmanagement 3/2007
Der Energiefluss wird visualisiert, so dass der Fahrer sein
Fahrverhalten anpassen kann: Ladezustand des Akkus,
Verbrauch, Motoreinsatz, regeneratives Bremsen (li.o.)
Die eigenwillige Form bewirkt einen günstigen Cw-Wert
und hilft somit Energie sparen (li.u.)
Futuristisches Cockpit mit vielen digitalen Anzeigen, die
interessanteste davon in der Mittelkonsole (li.)
Fond ist sehr geräumig, der Kofferraum mit 408 bis
1.210 Litern standesgemäß, das Sicherheitsniveau
mit fünf Sternen im NCAP Crashtest vorbildlich.
ten bis 50 km/h greift der Elektromotor mit seinen 50 kW/68 PS unterstützend ein, im per Schalter wählbaren EV-Modus treibt er bei vollem Ladezustand des Akkus das Fahrzeug völlig autark
an. So lassen sich durchaus 1 bis 2 Kilometer völlig emissions- und geräuschfrei, zudem ohne
Kraftstoffverbrauch, zurücklegen.
Der Elektro-Akku lädt sich entweder durch überschüssige Energie wieder auf, die beispielsweise
beim Bremsen oder im Leerlauf, optional im BModus mit erhöhtem Widerstand, eingefangen
wird. Auch über den Benzinmotor wird je nach
Ladezustand vom Generator Energie zugeführt.
Im Grunde geschieht dies alles von selbst, doch
durch bewusstes Fahren lässt sich das Prius-Prinzip noch umwelt- und kraftstoffsparender umsetzen.
Gerade im Stadtverkehr, bei Geschwindigkeiten
unter 50 km/h spart der Prius durch den Elektromotoreinsatz enorm, auch, weil er im Stand den
Motor abschaltet. Nimmt man den Fuß von der
Bremse, startet er automatisch: die hier erzielten Verbräuche liegen laut Toyota bei 5,0 Liter.
Auch sämtliche anderen Größen qualifizieren ihn
zu einem sehr alltagstauglichen Fahrzeug: der
Warum nicht einmal den Toyota Prius als Poolfahrzeug einsetzen? Die Unkompliziertheit der Nutzung
wie auch die Sparsamkeit und Umweltverträglichkeit (104 g CO2/km) sprechen dafür. Wer der aufwändigen Technik misstrauen sollte, sei hiermit beruhigt: Toyota gibt drei Jahre respektive 100.000
km Vollgarantie und acht Jahre Garantie auf alle
Komponenten des Hybrid-Systems inklusive Batterie bis 160.000 Kilometer.
Toyota Prius
Motor / Hubraum in ccm:
kW/PS bei U/min:
Drehmoment bei U/min:
Getriebe:
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß:
0-100 in sek / V-max. in km/h:
EU-Verbrauch / Reichweite:
Zuladung kg / Ladevolumen L:
Typklasse HP / VK / TK:
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
Dieselanteil:
Basispreis (netto):
Betriebskosten pro Monat / km**:
Vierzyl.-Otto / 1.497
57/78 / 5.000 (O)
50/68 / 1.200-1.540 (E)
115 Nm bei 4.000 (O)
400 Nm bei 0-1.200 (E)
Automatik, stufenlos
Euro 4 / 104 g/km
10,2 / 170
4,3 L / 1.047 km
325-350 / 408-1.210
18 / 17 / 17
17 %
–
20.905 Euro
637,76 / 0,25
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
* (O) = Ottomotor, (E) = Elektromotor
Wissen
DRUCK-SACHE
107
Die Autos wurden in den
letzten Jahren schwerer und
stärker, entsprechend stieg
auch der Kraftstoffkonsum
an – trotz verbrauchsreduzierender Maßnahmen. Daher ist „Downsizing“ ein
neues Mittel, das immer
häufiger zur Anwendung
kommt, um explodierenden
Verbräuchen entgegenzuwirken. Doch was genau
vesteckt sich hinter diesem
Begriff?
Hubraum ist durch nichts zu ersetzen – außer
durch noch mehr Hubraum. Wer kennt diesen
Spruch nicht? Natürlich, er ist wahr, viel Hubraum
sorgt für viel Power im unteren Drehzahlbereich,
für elastisches Fahren, generiert allerdings auch
hohe Rechnungen an der Tankstelle und mithin
viel CO2. Aber mal ehrlich: Wer möchte denn in
Sachen Motorleistung schon Rückschritte machen? Um dem Leistungshunger gerecht zu werden, bedienen sich die Ingenieure immer häufiger eines bestimmten Tricks: Downsizing. Will
heißen: Der Hubraum schrumpft, die Leistung
steigt. Die Zauberformel heißt schlicht und einfach Aufladung.
Nun sind Turbolader freilich keine Erfindung der
letzten Jahre, schon vor mehr als drei Jahrzehnten hatten Hersteller wie BMW oder Porsche aufgeladene Motoren im Programm. Doch diese bargen auch Probleme. Denn der Turbolader spricht
nur bei schnellem Abgasstrom an, welcher
wiederum lediglich bei höheren Drehzahlen gegeben ist. Plötzlich einsetzender Schub stört die
Leistungsentfaltung und verhagelt dem Triebwerk
die Charakteristik. Außerdem entsteht der Eindruck einer Anfahrschwäche – Alltag bei heutigen Dieselmaschinen. Sie kommt zustande, weil
der Motor in ein Drehmoment-Hoch gerät, sobald
der Lader die Arbeit aufnimmt, in der Regel kurz
vor 2.000 Umdrehungen je Minute. Frühere Sauger-Diesel entfalteten ihre Leistung linear. Für
bullige Charakteristik gerade bei niedrigen Drehzahlen sorgt also der Turbo nicht.
Dafür aber der Kompressor. Hier handelt es sich
um mechanische Aufladung, das heißt, der Lader wird nicht durch die Abgase angetrieben, sondern viel effizienter über einen weiteren Riemen.
Kompressormotoren liefern genau jenes Ergebnis,
das Fans hubraumstarker Triebwerke schätzen:
Bulliger Antritt aus dem Drehzahlkeller.
Volkswagen beispielsweise hat einen Motor entwickelt, der beide Aufladetechniken miteinander
kombiniert. Der sogenannte TSI-Motor wird im
unteren Drehzahlbereich vom Kompressor beflügelt und obenrum turbo-beatmet. Heraus kommt
eine satte Leistung von 170 PS bei gerade mal 1,4
Litern Hubraum. Mit runden sieben Litern Durchschnittsverbrauch kann sich die Maschine zeigen
– der 20 PS schwächere Zweiliter-Direkteinspritzer verbraucht mehr.
Allerdings hat sich auch bei den reinen Turbos
viel getan – variable Turbinengeometrie ist heute Stand der Technik. Somit sprechen die Lader
schon bei niedrigeren Drehzahlen an, nämlich
dann, wenn die Abgasströme noch gering ausfallen. Kontinuierliche Leistungsentfaltung beim
Turbo? Bei modernen Benzinern ist das kein Problem. Hinzu kommen beachtliche Literleistungen;
so hat Opel inzwischen einen 1,6-Liter-Turbo im
Programm, der dem Astra mittels 180 Pferdestärken ordentlich Beine macht, aber deutlich unter
acht Liter verbrauchen soll.
Aber auch Dieselmotoren werden Downsizing unterzogen, bisher jedoch ausschließlich auf hohem
Niveau. So setzt BMW auf Registeraufladung – hier
arbeiten zwei verschieden große Turbolader nicht
gemeinsam, sondern getrennt voneinander. Ein
kleinerer, weniger behäbiger Lader wird im unteren Drehzahlbereich aktiviert, während ein großer Turbo oben richtig Druck macht. Immerhin,
der Dreiliter-Reihensechser bringt es inzwischen
auf stattliche 286 Pferdchen. Motorenwerke wären jedoch nicht die Motorenwerke, wenn sie die
Benziner vernachlässigen würden: Nach langer
Turbo-Abstinenz gibt es wieder einen Biturbo mit
drei Litern Hubraum und satten 306 PS. Jenes
Triebwerk zieht schon ab Standgas-Drehzahl bullig an und macht aus dem Dreier einen Supersportler, den man jedoch locker mit unter neun Litern
SuperPlus pro 100 Kilometer bewegen kann.
Dennoch muss klar gesagt werden, dass Downsizing kein ultimatives Heilmittel für geringen Verbrauch darstellt. Es kommt entscheidend auf die
Fahrweise an. Wer häufig im Volllast-Bereich unterwegs ist, darf sich über entsprechenden Durst
nicht beschweren, das gilt übrigens auch für die
hochgelobten Hybrid-Antriebe. Dennoch ist zu erwarten, dass die Hubräume mittelfristig kleiner
werden – jüngstes Beispiel ist der neue Mondeo;
endet seine Motorpalette doch bei 2,5 Litern,
während der Vorgänger noch 500 ccm mehr bot.
Hubraum ist eben doch zu ersetzen – durch Aufladung und Technik.
Höchste Zeit also für eine Anpassung derjenigen
Car Policies, die Status und Hierarchie noch immer
nach dem Hubraum definieren – darauf kommt
es zunehmend nicht mehr an.
Reihensechszylinder-Ottomotor
im 3er BMW mit 306 PS und
unter 9 Litern Verbrauch
So funktioniert Downsizing
Wie genau funktioniert eigentlich Aufladung?
Ein Turbinenrad wird durch die Energie des ausströmenden
Abgases angetrieben und treibt wiederum über eine Welle das
sogenannte Verdichterrad an, welches das Frischgas verdichtet, bevor es in den Brennraum gelangt. Demnach können
größere Kraftstoffmengen eingespritzt werden, was sowohl
Leistung als auch Drehmoment steigert. Mechanische Lader
verdichten ebenfalls die angesaugte Luft, nutzen aber als
Antrieb nicht das Abgas, sondern den Motor selbst, mit dem
sie über einen zusätzlichen Riemen verbunden sind.
Nicht, dass Aufladung prinzipiell neu wäre. Allerdings gibt es
in diesem Bereich ständig effizienzsteigernde Weiterentwicklungen. Sogenannte Twin-Scroll-Lader beispielsweise
teilen das zum Turbinenrad geleitete Abgas in zwei Ströme;
der Lader spricht schneller an. Spezielle, schneckenförmig gestaltete Kanäle zur Turbine verleihen den Gasen mehr Dynamik, wodurch übrigens auch der Abgasgegendruck abfällt. Notwendig für diese Entwicklung war auch der Einsatz spezieller
Materialien – schließlich erreicht das durch die Kanaltrennwand schnellende Abgas nahezu 1000 Grad Celsius.
Flottenmanagement 3/2007
108
Reifen
ZielKo
Der ContiEcoContact 3 bietet kurze Bremswege auf trockener und Nasser
Straße, niedrigen Rollwiderstand und hohe Laufleistung. Durch seine
breite Dimensionspalette bietet er fast alle Fahrzeuge der Kompaktklasse
eine Umrüstmöglichkeit auf den sicheren Kraftstoffsparer.
Dank seiner außergewöhnlichen Profilgestaltung setzt der
ContiPremium Contact Maßstäbe beim Bremsen auf trockener und
nasser Fahrbahn. Der rollwiderstandsoptimierte Reifen mit den flachen und steilen Flanken und stabilen Profilblöcken bietet selbst in
kritischen Fahrsituationen hohe. Das Lieferprogramm ist breit ausgebaut, auch der ContiPremiumContact 2 hat eine umfangreiche Freigabeliste für die Erstausrüstung.
Der neue Matador MP 43 Evo ist ein neuer langlebiger High Performance Sommerreifen für komfortable Fahrzeuge der Mittel- und Oberklasse für sportlichen
Fahrstil, maximalen Komfort und hohe Leistung beim Bremsen und im Handling. Der MP 43 kommt in den Geschwindigkeitskategorien H (bis 210 km/h),
V (bis 240 km) und W (bis 279 km/h) auf den Markt. Alle drei Zonen des Profils wurden separat auf ein geringes Abrollgeräusch optimiert.
Der Hochleistungswinterreifen Matador MP 59 Nordicca M+S wurde in
der dritten Generation der Pkw-Winterreifen mit einer asymmetrischen
Ausführung speziell für die Witterungsbedingungen Kontinentaleuropas
entwickelt. Sicherheit in Grenzsituationen, gleichmäßige Leistung auf unterschiedlichen Fahrbahnoberflächen, wie auch bei Sicherung des maximalen Fahrkomforts und Fahrvergnügen zeichnen den Reifen aus.
Der Vredestein Ultrac Sessanta mit seinen hochwertigen Silica, spezieller
Laufmischung und Karkassenaufbau sowie innovativer Profilform ist speziell auf den ökologischen Anspruch im Sinne der Reduktion des CO2Ausstoßes entwickelt. Das asymetrische Profil sorgt darüber hinaus für
hohe Traktion und kürzeste Bremswege sowie optimale Ableitung von
Wasser in der Reifeninnenseite. Durch gleichmäßigen Abrieb ist er langlebig und entlastet dadurch die Umwelt zusätzlich. Der Ultrac Sessanta
ist in zahlreichen Größen für PKW und SUV erhältlich.
Der beste Reifen ist ein Vollstahlreifen – zumindest
aus der Sicht des Spritverbrauchs und damit im Sinne der aktuellen CO2-Diskussion. Aber der Reifen ist
ja nicht aus einer Laune der Produzenten heraus aus
Gummi; die Hersteller haben eine Fülle von oft gegensätzlichen Anforderungsprofilen, die unter einen
Hut beziehungsweise in ein einziges Produkt eingebracht werden wollen.
Rund 20 Prozent – und damit jede fünfte Tankfüllung – des Kraftstoffkonsums von PKW werden durch
den Rollwiderstand der Reifen verbraucht. Denn das
Verformen der Auflagefläche des Reifens, wenn also
der an sich runde Reifen straßenseitig durch das
Gewicht des Fahrzeuges „plattgedrückt“ wird, kostet
Energie. Diese wird dann vom Reifen in Form von
Wärme wieder abgegeben.
Dabei macht das Verformen durchaus Sinn: Es vergrößert die Auflagefläche des Reifens auf dem Asphalt und sorgt für eine gute Bodenhaftung. Agilität, Kurvenverhalten, Grip, Fahren im Grenzbereich für all das steht letztlich der Reifen, der allein den
Kontakt des Fahrzeuges mit der Straße herstellt. Ohne
guten Reifen gibt es keine Freude am Fahren. Damit
sind wir auch schon bei den Zielkonflikten der Reifenhersteller: Ein härterer Reifen verursacht weniger Rollwiderstand – aber auf Kosten anderer,
durchaus notwendiger Eigenschaften des schwarzen
Gummis: Denn die daraus resultierende niedrigere
Auf lagef läche würde zu weniger Grip, längeren
Bremswegen, höherem Verschleiß und vermehrtem
Abrieb führen. Abrieb? Da war doch noch was!
Stimmt, der Feinstaub ist aus den Medien schon
wieder fast verschwunden, auch hier haben Reifen ja
einen gewissen Anteil. Aber jetzt haben wir ja CO2.
Was kann der Fuhrparkleiter tun?
Ganz wichtig ist der korrekte Luftdruck im Reifen.
Der Fuhrparkleiter sollte die Fahrer immer wieder
motivieren, möglichst alle vier Wochen den Fülldruck
im Reifen zu überprüfen. Das spart Sprit, weil sich
bei zu niedrigem Luftdruck die Auflagefläche weiter
erhöht und somit der Rollwiderstand deutlich anwächst. Nebenbei ist der korrekte Luftdruck auch in
mehrfacher Hinsicht sicherheitsrelevant: Erwärmt
sich der Reifen infolge des gestiegenen Rollwiderstandes (durch niedrigen Luftdruck) zu stark, speziell bei höheren Geschwindigkeiten, kann der Reifen
beschädigt werden bis hin zum gefürchteten Reifenplatzer. Außerdem steigt bei zu großer Auflagefläche die Gefahr des Aquaplaning.
Nun ist der Dienstwagenfahrer – hier unterscheidet
er sich nicht vom Privatfahrer – grundsätzlich faul
und Luftdruckmessen macht auch keinen Spaß. Ein
Luftdruckkontrollsystem in der CarPolicy als Pflicht-
Flottenmanagement 3/2007
109
Reifen
nflikte
ausstattung – wo immer lieferbar – hilft hier weiter.
Ebenfalls ein gewichtiger Faktor: Das Fahrzeuggewicht. Denn die Verformung des Reifens ist
um so stärker, je mehr Kilo das Fahrzeug auf die
Waage bringt. Das bedeutet: Alles Überflüssige
sollte heraus. In manch einem Kofferraum ist ein
Sammelsurium von Dingen, die man vielleicht
irgendwann einmal brauchen kann – viele unnütze Kilos, die Sprit konsumieren.
Der Reifen an sich
Unterschiedlich aufgebaute Reifen haben unterschiedliche Rollwiderstände. Denn auf die teuren Silica kommt es an: Reifen mit hohem Anteil
an Silica weisen gegenüber den preisgünstigeren Rußmischungen einen um bis zu einem Drittel niedrigeren Rollwiderstand auf, was in der
Summe wiederum zu gut fünf Prozent reduziertem Spritverbrauch führt. Hier sollte sich für den
Fuhrparkleiter die Frage stellen, ob etwas teurere A-Brands nicht nur für mehr Image und damit
Motivation beim Mitarbeiter führen, sondern sich
unterm Strich sogar finanziell rechnen – gutes Umweltgewissen inklusive.
Optimierte Reifen
Rollwiderstandsoptimierte Reifen bieten alle
großen Hersteller bereits an. Der doppelte
Effekt: Sprit und damit Kosten sparen und
nebenbei CO2 reduzieren. Eine einfache und
einheitliche Kennzeichnung, wie es sie
beispielsweise für Elektrogeräte mit geringer Stromaufnahme gibt, ist für SpritsparReifen leider noch nicht in Sicht. Daher
bleibt dem Fuhrparkleiter nur der Bllick in
die einschlägigen Tests, beispielsweise vom
ADAC oder Stiftung Warentest. Oder, einfacher, der Griff zu den speziellen von der Industrie bereits angebotenen rollwiderstandsoptimierten Produkten, die allerdings oft als
solche derzeit noch nicht hinreichend beworben werden – oft sind sie nicht einmal
dem Namen nach erkennbar. Daher haben
wir für Sie einige optimierte Reifen als Beispiele herausgesucht.
Der Pirelli P6 wurde im Hinblick
auf Komfort, Stabilität und Sicherheit für schwere Fahrzeuge, Limousinen, Kombis und
Vans konzipiert. Der Reifen
passt sich optimal allen Bedingungen an und behält
diese Flexibilität über seine
gesamte Lebensdauer. Die
breiten Profilblöcke, unterstützt durch bogenförmige
Querrillen, bewirken eine gute
Traktion beim Beschleunigen
und verkürzen gleichzeitig den
Bremsweg. Zusammen mit den
Schulterblöcken verbessern sie den
Abrollkomfort und verringern den Verschleiß. In der Größe 195/65 R15 (MO) gibt es den P6 als rollwiderstandsoptimiertes Modell.
Das Grundkonzept des neuen P7
basiert auf den Erfahrungen
des Motorsports und wurde in
Zusammenarbeit mit den
führenden Fahrzeugherstellern speziell für Limousinen
und Kombis mit hoher
Motorleistung entwickelt.
Der P7 besitzt eine optimierte Aufstandsfläche,
die gezielt auf die Kriterien
Sicherheitsreserven gegen
Aquaplaning, kürzere
Bremswege, geringeres Abrollgeräusch und optimale
Handlingwerte abgestimmt ist.
Das asymmetrische Profildesign
unterstützt einen sportlichen Fahrstil. Rollwiderstandsoptimiert gibt es den P7 als 225/55 R 16 oder auch
der 215/55 R 16. Weitere Dimensionen folgen.
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110
Gastkommentar
G A S T K O M M E N T A R
den Fahrkomfort. Worin liegt das zentrale Interesse des
Flottenbetreibers?
Das Thema ist so alt wie das Auto selbst;
ohne Reifen rollt es nicht. Und jeder Fahrer hat schon unschöne Erlebnisse gehabt:
Den Plattfuß in der Autobahnbaustelle,
Aquaplaning, eine schnelle Kurve im
Grenzbereich und das ganze Szenario des
Winterwetters. Dass der PKW-Reifen keine „Eier legende Wollmilchsau“ oder ein
Alleskönner ist, ist hinlänglich bekannt.
Die Einsatzvielfalt des Reifens ist fast unendlich. Aber wie sieht der Reifen aus, der
beste Leistung für den geschäftlichen Vielfahrer verspricht? In den meisten Fällen
fährt er ein Diesel-Fahrzeug der Mitteloder gehobenen Mittelklasse mit drei Jahren durchschnittlicher Nutzungsdauer
oder 120.000 Kilometern Laufleistung, der
Frontantrieb dominiert. Komfortabel, gut
ausgestattet, rollendes Büro und „Lastesel“ muss der Dienstwagen sein. Der drehmomentstarke Diesel sorgt für zügigen
Fahrspass. Nahezu alle Dienstwagen werden mit Winter- und Sommerreifen ausgestattet, der jeweils richtigen Bereifung
für die Jahreszeit. Erst der Wechsel ermöglicht optimale Leistung, abhängig von der
jeweiligen Gummimischung des Profils. Im
jeweiligen Einsatzzeitraum verkürzen sie
die Bremsweg-Länge, lassen Aquaplaning
später eintreten und sichern Traktion auf
trockener Straße. Natürlich gehört dazu
auch der positive Einfluss des passenden
Luftdrucks auf den Rollwiderstand und
Flottenmanagement 3/2007
Die Laufleistung wird entscheidend durch den Gasfuß
beeinflusst. Starkes Beschleunigen mit kräftigen Dieselmotoren kostet besonders bei Frontantrieb Gummi.
Allerdings steht die Laufleistung in der Reifenentwicklung an zweiter Stelle. Das wichtigste Kriterium aber ist
die Fahrsicherheit. Um alles „auf einen Nenner“ zu bringen, wird der Fahrzeughersteller Reifendimensionen mit
Continental oder anderen Erstausrüstern testen, freigeben und montieren. Die Standard-Dimensionen unterstützen die Laufleistung, den Komfort und die Lebensdauer der Achsaufhängungen maximal. Die Erweiterung
um eine oft breite Dimensionspalette für weitergehende
optische und fahrdynamische Ansprüche wird vom Hersteller optional angeboten und ist damit empfehlenswert.
Rollwiderstände beeinflussen den Kraftstoffverbrauch
(nicht zuletzt vor dem Hintergrund der CO2-Debatte).
Auch hier gilt: Der passende Reifen ist wirtschaftlicher.
PKW-Reifen aus dem Hause Continental sind generell rollwiderstandsoptimiert. Da aber ein ContiSportContact 3
für einen anderen Einsatz gebaut ist als der KomfortReifen für die Mittelklasse, ContiPremium Contact 2, sind
entsprechende Konstruktions-Unterschiede notwendig.
Continental bietet als Erstausrüster die entsprechende
Dimensionspalette an. Continental Winterreifen (ContiWinterContact TS 800 und TS 810, TS 810 Sport) bieten
im Winter die entsprechende Höchstleistung. Hier gilt
aber auch: der breiteste Reifen mit dem höchsten Speedindex ist nicht immer der beste für den wirtschaftlichen
Einsatz.
Die Frage nach Zweitmarken oder Billigprodukten erübrigt sich, wenn man weiß, dass ein hochwertiger Reifen
lebenslang ruhig und rund läuft. Der Fahrer bleibt entspannt, und kann sich auf den Kundenbesuch konzentrieren. Hier noch eine Empfehlung: Planen Sie Fahrsicherheitstrainings ein; je besser die Fahrer das Auto beherrschen und die Motorleistung sinnvoll einsetzen,
umso geringer sind auch Kraftstoffkonsum und Reifenbedarf der Flotte. Und – last but not least: Achten Sie
darauf, Sommerreifen zwischen zwei und drei Millimetern Restprofil und Winterreifen bereits ab vier Millimetern Restprofil auszutauschen. Geringere Aquaplaningneigung sowie deutlich verbesserter Grip der Winterreifen auf typisch winterlichen Straßen werden es danken.
Konrad Soestmeyer
Key Account Car Fleet D, Continental AG, Hannover
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Prohaska, Christian Scholz, Sven Schulze, HansJoachim Schwandt, Helmut Schwengels, Peter Stamm,
Bernd Wickel
Redaktion: Erich Kahnt (Ressort Fuhrparkmanagement), Julia Rose, Zeno Alberti, Stefan Wluka, Lisa
Görner (Korrektorat), Daniela Fischer, Christian Löffler
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Dása Rasková, Michael Rieger
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Auflage
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geprüft
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Flottenmanagement erscheint 6 x jährlich
Bezugspreise 2007: Einzelheft 4,- Euro
Inland jährlich 20,- Euro (inkl. MwSt.)
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