QMS® Gentamicin

QMS® Gentamicin
QMS® Gentamicin (GENT)
In-vitro-Diagnostikum
0374470
10014390
10017107
Diese Packungsbeilage zum Quantitative Microsphere System (QMS) muss vor Gebrauch
aufmerksam gelesen werden. Die Anweisungen in der Packungsbeilage sind entsprechend zu
beachten. Wenn von den Anweisungen in dieser Packungsbeilage abgewichen wird, kann die
Zuverlässigkeit der Assay-Ergebnisse nicht garantiert werden.
VORSICHT: Luftblasen im Reagens können die Bestimmung des Reagenzienfüllstands in
der Kartusche behindern, was zu unzureichender Aspiration des Reagens und damit einer
Beeinflussung der Ergebnisse führen kann.
Verwendungszweck
Ungeöffnete Reagenzien bleiben bis zum Verfallsdatum stabil, wenn sie bei
2 °C bis 8 °C gelagert werden. Die Reagenzien dürfen nicht eingefroren oder Temperaturen über
32 °C ausgesetzt werden.
Der QMS Gentamicin-Assay ist für die quantitative Bestimmung von Gentamicin in Humanserum
oder -plasma auf automatischen Analysegeräten für die klinische Chemie vorgesehen.
Die erhaltenen Ergebnisse werden zur Diagnose und Behandlung einer Gentamicin-Überdosis
und zur Überwachung des Gentamicin-Spiegels zur Gewährleistung einer angemessenen
Therapie verwendet.
Zusammenfassung und Erläuterung des Tests
Gentamicin wird zur Behandlung schwerer Infektionen mit Aminoglykosid-empfindlichen
Organismen angewendet.
Die Überwachung der Serum- oder Plasmakonzentration von Gentamicin ist gemeinsam mit einer
sorgfältigen klinischen Beurteilung die effektivste Methode zur Sicherstellung einer adäquaten
Therapie. Die Gentamicin-Konzentration korreliert besser mit der antibakteriellen Aktivität als
die Dosierung. Eine Standarddosis von Gentamicin liefert nicht immer eine vorhersehbare
Konzentration, denn die Arzneistoffkonzentration ist vom Verteilungsvolumen des Patienten
und von der Elimination des Arzneistoffs abhängig. Verabreichungsform, extrazelluläres
Flüssigkeitsvolumen, renale Retention und physiologische Veränderungen beeinflussen diese
Faktoren während der Therapie. Sichere und wirksame Konzentrationen von Gentamicin
bewegen sich in einem engen Bereich. Exposition gegenüber hohen Konzentrationen über
einen längeren Zeitraum kann zu Nierenfunktionsstörung und Ototoxizität führen. Patienten mit
beeinträchtigter Nierenfunktion müssen während der Therapie mit Gentamicin engmaschig
überwacht werden, denn durch Gentamicin verursachte Nephrotoxizität ist möglicherweise
schwer von den Symptomen einer renalen Grunderkrankung zu unterscheiden.1
Der QMS Gentamicin-Assay ist ein homogener partikelverstärkter turbidimetrischer Immunoassay.
Der Assay basiert auf der Konkurrenz des freien Arzneistoffs in der Probe mit dem Arzneistoff auf
einem Mikropartikel um die Antikörper-Bindungsstellen des Gentamicin-Antikörperreagens. Das
Reagens für die Gentamicin-beschichteten Mikropartikel agglutiniert in Anwesenheit des AntiGentamicin-Antikörperreagens schnell, sofern sich kein konkurrierender Arzneistoff in der Probe
befindet. Die Geschwindigkeit der Extinktionsänderung wird photometrisch gemessen. Wenn eine
Probe zugegeben wird, die Gentamicin enthält, wird die Agglutinationsreaktion teilweise gehemmt,
sodass sich die Extinktionsänderung verlangsamt. Eine klassische, konzentrationsabhängige
Agglutinationshemmkurve zeigt die maximale Agglutinationsrate bei der niedrigsten GentamicinKonzentration und die geringste Agglutinationsrate bei der höchsten Gentamicin-Konzentration.
Reagenzien
QMS Gentamicin,
0374470,
10014390 oder
10017107 wird als Kit mit zwei
gebrauchsfertigen, flüssigen Reagenzien geliefert. Das Kit enthält:
10014390
10017107
Reagens 1 1 x 22 ml
Reagens 1 1 x 19 ml
Reagens 2 1 x 9 ml
Reagens 2 1 x 8 ml
Barcodierte C Pack-Kartusche Barcodiertes Indiko-Kit
Reaktive Bestandteile
Bestandteil
Monoklonale Anti-Gentamicin-Antikörper (Maus)
Natriumazid
Gentamicin-beschichtete Mikropartikel
Natriumazid
Konzentration
<1,0 %
≤0,05 %
≤0,4 %
≤0,05 %
Handhabung und Lagerung der Reagenzien
•
•
•
•
•
•
VORSICHT: Dieses Produkt enthält Bestandteile humanen Ursprungs und/oder potenziell
infektiöse Bestandteile. Die Bestandteile aus Humanblut wurden getestet und waren auf
HBsAg, Anti-HIV 1 und 2 sowie Anti-HCV nicht reaktiv. Es gibt keine Testmethode, die mit
vollständiger Gewissheit gewährleisten kann, dass Produkte humanen Ursprungs bzw.
inaktivierte Mikroorganismen keine Infektion übertragen. Daher wird empfohlen, alle Materialien
humanen Ursprungs als potenziell infektiös anzusehen und beim Umgang entsprechende
Biosicherheitsmaßnahmen zu treffen.
Probenahme und -handhabung
Glasröhrchen
Serum
Kunststoffröhrchen
• Kein Zusatz
• Serumtrennröhrchen (Gel)
• Gerinnungsaktivator
Plasma
• EDTA (K3)
• Mit Silikon
• Serumtrennröhrchen (Gel)
• Gerinnungsaktivator
•
•
•
•
EDTA (K2)
Lithium-Heparin
Natrium-Heparin
Plasmatrennröhrchen mit
Lithium-Heparin (Gel)
Andere Probenentnahmeröhrchen wurden nicht zum Gebrauch mit dem QMS Gentamicin-Assay validiert.
Bei allen Serum- oder Plasmaröhrchen sind die Anweisungen des Herstellers zu beachten.
Reagenzien-Kit
0374470
Vorsichtsmaßnahmen für Anwender
• In-vitro-Diagnostikum.
• Materialien mit verschiedenen Kitchargennummern dürfen nicht gemischt werden.
• Enthält unsterile monoklonale Maus-Antikörper.
BSA • Die Reagenzien enthalten ≤ 0,2 % Rinderserumalbumin (BSA). Kontakt mit Haut
und Schleimhäuten vermeiden. Nicht einatmen. Kann topische oder allergische
Reaktionen der Atemwege verursachen. Die betroffenen Stellen mit reichlich Wasser
abspülen. Bei Unfall durch Einatmen die betroffene Person an die frische Luft bringen
und ruhigstellen.
Für den QMS Gentamicin-Assay können die folgenden Probenentnahmeröhrchen benutzt werden:
Verfahrensprinzip
Reagens 1 2 x 16 ml
Reagens 2 2 x 6 ml
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
und
sind gebrauchsfertig.
Vor Gebrauch mehrmals umdrehen und dabei Blasenbildung vermeiden.
Luftblasen in der Reagenzienkartusche ggf. mit einem neuen Applikatorstab
entfernen. Alternativ kann das Reagens bei der entsprechenden Lagerungstemperatur
stehen gelassen werden, bis die Luftblasen entwichen sind. Zur Minimierung der
Volumendepletion die Luftblasen nicht mit einer Transferpipette entfernen.
Wenn die
- oder die
-Reagenskartusche leer ist, beide Kartuschen ersetzen und
die Kalibration mit mindestens zwei Kontrollenkonzentrationen nach den festgesetzten
Qualitätskontrollvorschriften des Labors verifizieren. Falls die Ergebnisse mit den Kontrollen
außerhalb der akzeptablen Bereiche liegen, ist u. U. eine erneute Kalibrierung nötig.
Falls Material versehentlich verschüttet wird, ist es gemäß der Standardvorgehensweise
des Labors und unter Einhaltung der Vorschriften auf kommunaler, Landes- und
Bundesebene zu entfernen und zu entsorgen. Das Material muss dabei als potenziell
infektiös behandelt werden.
Falls die Verpackung bei Erhalt beschädigt ist, Kontakt mit dem technischen Support
aufnehmen (Kontaktinformationen sind am Ende dieser Packungsbeilage zu finden).
• Unzureichendes Zentrifugieren der Probe kann zu fehlerhaften Ergebnissen führen.
• Die Proben dürfen kein Fibrin, keine roten Blutkörperchen und keine anderen Feststoffe
enthalten.
• Das Plasma oder Serum sobald wie möglich nach der Entnahme von Zellen, Gerinnsel
oder Gel trennen. Manche Geltrennröhrchen eignen sich nicht zur Verwendung mit
Assays zur Überwachung therapeutischer Arzneistoffspiegel; Informationen des
Röhrchenherstellers beachten.2
• Proben für den QMS Gentamicin-Assay sollten kurz vor einer Dosisgabe (Talspiegel)
entnommen werden, um zu bestätigen, dass eine adäquate Dosis verordnet wurde.
Die Spitzen-Probe sollte 30 Minuten nach einer 30-minütigen i.v. Infusion entnommen
werden.3 Proben, aus denen Zellen, Gerinnsel oder Gel entfernt wurden, können eine
Woche bei 2 °C bis 8 °C gelagert werden. Proben, die mehr als eine Woche nach Entnahme
untersucht werden, müssen eingefroren (≤ –10 °C) gelagert werden. Bei Proben, die bis
zu zwei Wochen eingefroren waren, wurden keine Leistungsunterschiede zu frischen
Proben beobachtet. Die Anzahl der Einfrier-Auftau-Zyklen muss begrenzt werden.
HINWEIS: Proben, die Carbenicillin oder Piperacillin enthalten, müssen eingefroren gelagert
werden, wenn sie mehr als 8 Stunden nach Entnahme analysiert werden. Werden Proben, die
diese Antibiotika enthalten, nicht eingefroren, kann dies dazu führen, dass aufgrund von Invitro-Inaktivierung falschniedrige Gentamicin-Spiegel bestimmt werden.4
Verfahren
Mitgeliefertes Material
• QMS Gentamicin-Reagenzien,
0374470,
10014390 oder
10017107
Zusätzlich erforderliches Material (nicht im Lieferumfang)
• QMS Gentamicin-Kalibratoren,
0373902
CAL A-F: je 1 x 1,0 ml
• Gentamicin-Kontrollen
Durchführung des Assays
Eine detaillierte Beschreibung der Durchführung und Kalibrierung des Assays ist in der
instrumentenspezifischen Bedienungsanleitung zu finden.
Beispiele für Tal- und Spitzenspiegel9
Manuelle Verdünnung
Patientenproben mit Gentamicin-Konzentrationen über 10,0 μg/ml können vor dem Pipettieren
der Probe in das Probengefäß manuell mit QMS Gentamicin CAL A (0,0 μg/ml) verdünnt werden.
Die Verdünnung muss so durchgeführt werden, dass die Ergebnisse der verdünnten Probe
über der Assay-Sensitivität von 0,3 μg/ml liegen. Die als Ergebnis erhaltene Konzentration
muss mit dem manuellen Verdünnungsfaktor multipliziert werden, um die endgültige
Probenkonzentration zu erhalten.
Endgültige Probenkonzentration = erhaltene Konzentration x manueller Verdünnungsfaktor
Weniger schwere
Infektion
Schwere
Infektion
Toxische
Konzentrationen
Talspiegel (μg/ml)
<1
<2 bis 4
>2 bis 4
Spitzenspiegel (μg/ml)
5 bis 8
8 bis 10
>10 bis 12
Spezifische Leistungsdaten
Manueller Verdünnungsfaktor = (Probenvolumen + CAL-A-Volumen)
Probenvolumen
Im Folgenden sind repräsentative Leistungsdaten zusammengestellt, die mit einem handelsüblichen
Laborautomaten für die klinische Chemie unter Anwendung von turbidimetrischer quantitativer
Analyse erzielt wurden.
Kalibrierung
Der QMS Gentamicin-Assay muss vollständig kalibriert werden (6-Punkte-Kalibrierung).
Zu diesem Zweck werden die QMS Gentamicin-Kalibratoren A, B, C, D, E und F zweifach getestet.
Sensitivität
Nachweisgrenze
Die Nachweisgrenze des QMS Gentamicin-Assays ist definiert als niedrigste Konzentration
eines Analyten, die zuverlässig nachgewiesen werden kann und bei der der Gesamtfehler die
Genauigkeitsanforderungen erfüllt. Die Nachweisgrenze lag bei 0,3 μg/ml.
Assaybereich
Der Assaybereich beträgt 0,3 μg/ml bis 10,0 μg/ml.
Für jede neue Charge muss eine Kalibrierung durchgeführt werden. Die Kalibrationskurve ist mit
mindestens zwei Kontrollenkonzentrationen nach den festgesetzten Qualitätskontrollvorschriften
des Labors zu verifizieren. Falls die Ergebnisse mit den Kontrollen außerhalb der akzeptablen
Bereiche liegen, ist u. U. eine erneute Kalibrierung nötig.
Hinweis: QMS Gentamicin CAL A ist die Kalibrationsleerwertprobe für diesen Assay.
Genauigkeit
Die Genauigkeit wurde mit einem in Richtlinie NCCLS EP6-A beschriebenen Verfahren
bestimmt.10 Jede Konzentration des QMS Gentamicin-Kalibrators wurde mit demselben
Volumen des Kalibrators der nächsthöheren Konzentration verdünnt, um Proben mit einem
mittleren Wert von 1,00 μg/ml, 2,25 μg/ml, 4,50 μg/ml und 8,00 μg/ml zu erhalten.
Qualitätskontrolle
Zusätzliche Qualitätskontrollvorschriften und mögliche Korrekturmaßnahmen sind in
den Standardarbeitsanweisungen des Labors und/oder im Qualitätssicherungsplan zu
finden. Alle Qualitätskontrollen müssen in Übereinstimmung mit den vor Ort geltenden und
gesetzlichen Richtlinien bzw. Akkreditierungsbestimmungen durchgeführt werden.
Die Proben wurden im Dreifachansatz mit dem QMS Gentamicin-Assay analysiert. Der
Mittelwert der Replikate wurde für jede Probe bestimmt und die prozentuale Wiederfindung
berechnet. Repräsentative Ergebnisse sind im Folgenden zusammengestellt:
Empfohlene Kontrollenvorschriften für den QMS Gentamicin-Assay:
• Mindestens zwei Kontrollenkonzentrationen, die den medizinischen Entscheidungsbereich
abdecken, müssen alle 24 Stunden getestet werden.
• Wenn eine häufigere Überwachung mit Kontrollen erforderlich ist, sind die festgelegten
Qualitätskontrollverfahren für das Labor zu befolgen.
• Wenn die Qualitätskontrollergebnisse nicht innerhalb der von Ihrem Labor festgelegten
Bereiche liegen, können die Patientenwerte falsch sein, sodass Korrekturmaßnahmen
erforderlich sind.
Prozentuale Wiederfindung = Mittlere wiedergefundene Konzentration
Theoretische Konzentration
Ergebnisse
Theoretische
Konzentration (μg/ml)
Mittlere wiedergefundene
Konzentration (μg/ml)
Prozentuale
Wiederfindung
1,00
1,09
109,0
2,25
2,37
105,0
4,50
4,60
102,2
8,00
8,23
102,9
Die Ergebnisse des QMS Gentamicin-Assays werden in der Einheit μg/ml oder μmol/l
angegeben. Zur Umrechnung von μg/ml Gentamicin in μmol/l Gentamicin den μg/ml-Wert mit
2,09 multiplizieren.3
Wie bei allen analytischen Bestimmungen muss auch der Gentamicin-Wert in Verbindung
mit Informationen aus klinischen Untersuchungen und anderen diagnostischen Verfahren
verwendet werden.
Mittlere prozentuale Wiederfindung: 104,8
Ergebnisfehlercodes
Ergebnisse können Ergebnisfehlercodes enthalten. Die Beschreibung solcher Codes ist in der
instrumentenspezifischen Bedienungsanleitung zu finden.
Linearität
Ein Linearitätsstandard für Gentamicin wurde fortlaufend verdünnt und im Dreifachansatz mit
dem QMS Gentamicin-Assay analysiert. Der Mittelwert der Replikate wurde für jede Probe
bestimmt und die prozentuale Wiederfindung berechnet. Die Ergebnisse sind im Folgenden
zusammengestellt.
Grenzen des Verfahrens
Siehe hierzu die Abschnitte „Probenentnahme und -handhabung“ sowie „Spezifische
Leistungsdaten“ in dieser Packungsbeilage.
Patientenproben, die den Arzneistoff Sisomicin enthalten, ergeben falschhohe GentamicinWerte. Dies wird im Abschnitt „Spezifität“ näher erläutert. Allerdings wird dieser Arzneistoff
normalerweise nicht gleichzeitig mit Gentamicin verabreicht.
Hohe Konzentrationen von Penicillinen oder Cephalosporinen inaktivieren Gentamicin
nachweislich in vitro. Der Grad der Inaktivierung ist vom jeweils gemessenen Aminoglykosid
abhängig, von Typ und Konzentration des vorliegenden Penicillins bzw. Cephalosporins
und von den Lagerbedingungen der Probe.5-7 Proben von Patienten, die solche Antibiotika
zusätzlich erhalten, müssen sofort analysiert oder eingefroren gelagert werden.
In seltenen Fällen können Patientenproben heterophile Antikörper enthalten, die mit dem QMS
Gentamicin-Assay möglicherweise zu niedrigen Ergebnissen führen.
Theoretische
Konzentration (μg/ml)
Mittlere wiedergefundene
Konzentration (μg/ml)
Prozentuale
Wiederfindung
1,72
1,64
95,3
3,44
3,62
105,2
5,16
5,27
102,1
6,88
7,20
104,6
Mittlere prozentuale Wiederfindung: 101,8
Die störenden heterophilen Antikörper treten in der Allgemeinbevölkerung nur selten auf.
Diese Antikörper können eine Autoagglutination des Mikropartikel-Reagens verursachen, was
falschniedrige Ergebnisse zur Folge hat, die unbemerkt bleiben.
Methodenvergleich
Korrelationsstudien wurden gemäß NCCLS-Protokoll EP9-A2 durchgeführt.11 Die Ergebnisse
des QMS Gentamicin-Assays wurden mit den Ergebnissen eines handelsüblichen FluoreszenzPolarisations-Immunoassays verglichen. Im Folgenden sind die Ergebnisse der PassingBablok12,13-Regressionsanalyse für die Studie zusammengestellt.
Aus diagnostischer Sicht muss das Analyseergebnis stets im Zusammenhang mit der
Anamnese, dem klinischen Bild und weiteren Befunden interpretiert werden.
Erwartete Werte
Spitzen- und Talkonzentration von Gentamicin sollten regelmäßig bestimmt werden, um
eine adäquate Arzneistoffkonzentration sicherzustellen und toxischen Nebenwirkungen
vorzubeugen. Bei mittelschweren Infektionen liegt der therapeutische Bereich für Gentamicin
bei 2 bis 8 μg/ml.8 Talspiegel über 2 μg/ml wurden mit Nephrotoxizität assoziiert.1 Bei der
Bestimmung der adäquaten Arzneistoffkonzentration für den jeweiligen Patienten müssen die
Empfindlichkeit des infizierenden Organismus, die Schwere der Infektion und der allgemeine
Gesundheitszustand des Patienten zu berücksichtigt werden.
2
Steigung
1,102
y-Achsenabschnitt
–0,412
Korrelationskoeffizient (r2)
0,997
Anzahl Proben
63
Präzision
Kreuzreaktivität von Arzneistoffen
Es wurde die Kreuzreaktivität von Arzneistoffen untersucht, die routinemäßig zusammen mit
Gentamicin verabreicht werden. Die folgenden Verbindungen wurden untersucht:
Die Präzision wurde gemäß NCCLS-Protokoll EP5-A2 bestimmt.14
In dieser Studie wurde eine handelsübliche, Gentamicin enthaltende Kontrolle auf Humanserumbasis in drei Konzentrationen verwendet. Jede Kontrollenkonzentration wurde im
Doppelansatz 20 Tage lang zweimal täglich analysiert. Die Intervalle zwischen den an einem
Tag durchgeführten Analysen betrugen mindestens zwei Stunden. Es wurden die Mittelwerte
und die Standardabweichung (SD) innerhalb eines Testlaufs, zwischen den Tagen sowie
insgesamt berechnet. Repräsentative Ergebnisse sind im Folgenden zusammengestellt:
Verbindung
Acetaminophen
Zwischen den
Tagen
Gesamt
GentamicinKonzentration
(μg/ml)
Prozentuale
Kreuzreaktivität
nn
200
1,58
1.000
3,71
nn
Acetylsalicylsäure
300
1,56
nn
Amikacin
300
3,76
nn
nn
Acetylcystein
Intratestlauf
Konzentration
der Verbindung
(μg/ml)
Probe
N
Mittelwert
(μg/ml)
SD
VK (%)
SD
VK (%)
SD
VK (%)
Amphotericin B
100
3,71
1
80
2,45
0,09
3,7
0,03
1,4
0,10
3,9
Ampicillin
50
3,76
nn
2
80
6,10
0,12
2,0
0,17
2,8
0,22
3,6
Ascorbinsäure
30
3,76
–0,23
3
80
9,12
0,12
1,3
0,18
2,0
0,25
2,8
Carbenicillin
Akzeptanzkriterien: <10 % Gesamt-VK
2.500
3,71
nn
250
3,76
nn
1.000
3,71
nn
320
3,76
nn
Cephalosporin C
1.000
3,65
nn
Cephalothin
1.000
3,71
nn
250
3,71
nn
Clindamycin
2.000
3,51
nn
Cyclosporin
6.000
1,56
nn
Erythromycin
500
3,71
nn
Ethacrynsäure
400
3,71
nn
5-Fluorocytosin
30
3,53
0,53
Cefamandol-Nafat
Störsubstanzen
Die folgenden Verbindungen führten in den angegebenen Konzentrationen beim Test mit dem
QMS Gentamicin-Assay zu einem Fehler von weniger als 10 % beim Gentamicin-Nachweis.
Die Störsubstanzstudien wurden nach NCCLS-Protokoll EP7-A2 durchgeführt.15 Die Ergebnisse
sind im Folgenden zusammengestellt.
Störsubstanz
Störsubstanzkonzentration
N
Gentamicin
(μg/ml)
Prozentuale
Wiederfindung
Bilirubin
20 mg/dl
3
3,44
99,5
HAMA Typ 1*
Normale
Humankonzentration
2
3,33
99,1
HAMA Typ 2*
Normale
Humankonzentration
2
3,33
93,3
Cefoxitin
Cephalexin
Chloramphenicol
Hämoglobin
2 g/dl
3
3,44
98,3
Furosemid
100
3,71
nn
Rheumafaktor**
1.240 IU/ml
3
3,56
97,8
Fusidinsäure
1.000
3,71
nn
Gesamteiweiß
12 g/dl
3
3,44
93,4
Ibuprofen
7.000
1,58
nn
Triglycerid
1.691 mg/dl
3
3,44
95,8
Kanamycin A
400
3,65
0,10
Kanamycin B
400
2,65
nn
*HAMA = Humane Anti-Maus-Antikörper
**Patientenproben mit Rheumafaktor-Konzentrationen über 1.240 IU können mit diesem Assay fehlerhafte Ergebnisse liefern.
Levodopa
Spezifität
Kreuzreaktivität
Das Aminoglykosid Sisomicin kreuzreagiert aufgrund der strukturellen Ähnlichkeit mit dem
QMS Gentamicin-Assay. Bei Patienten unter Sisomicin in Kombination mit Gentamicin können
die Ergebnisse dieses Assays deshalb nicht zur genauen Quantifizierung der Serum- oder
Plasmakonzentration von Gentamicin verwendet werden.
1.000
3,78
nn
Lincomycin
200
3,71
nn
Methicillin
20
3,71
nn
Methotrexat
Methylprednisolon
3,69
nn
3,71
nn
Metronidazol
1.000
1,57
nn
Neomycin
1.000
3,65
nn
Netilmicin
125
3,21
0,25
2.000
3,71
nn
10
1,58
nn
Oxytetracyclin
Penicillin V
Phenylbutazon
1.000
1,58
nn
Prednisolon
12
3,71
–0,29
Rifampin
5
1,59
nn
Sisomicin
10
3,59
50,35
Spectinomycin
100
3,76
nn
Streptomycin
400
3,65
nn
Sulfadiazin
Sulfamethoxazol
1.000
3,76
nn
400
3,76
nn
Tetracyclin
2.000
3,71
nn
Theophyllin
200
1,55
nn
Ticarcillin
100
3,87
–0,44
Tobramycin
100
3,65
0,16
Trimethoprim
20
3,69
0,30
Vancomycin
400
3,65
nn
*nn = nicht nachweisbar
3
5
200
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Microgenics Corporation
46500 Kato Road
Fremont, CA 94538 USA
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technischer Support in den USA:
1-800-232-3342
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Tel: +49 (0) 851 886 89 0
Fax: +49 (0) 851 886 89 10
Aktualisierungen der Packungsbeilage finden Sie auf:
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