amz 6 auto

amz  6 auto
amz
Zeitschrift für das Kfz-Gewerbe und den Teilemarkt
auto motor zubehör
Heilig´s Blechle
68237 | ISSN 0001-1983
Offizielles Organ des
Gesamtverband
Autoteile-Handel E.V.
6
Juni 2009, 97. Jahrgang
Tipps für die Kundengewinnung
Neue Trends im Karosseriebau
Die Partnerschaft zwischen Ihnen und Ferodo:
Eine erfolgreiche Kombination.
Auf der einen Seite Ihre Erfahrung und Ihr Know-how
bei der Bremsenreparatur – auf der anderen Seite
unsere OE-Kompetenz und unsere Technologie –
von den Bremsbelägen bis zur Hydraulik.
Das alles macht Ferodo zur ersten Wahl für
Bremsenexperten.
Gas geben beim Dialogmarketing
Ein gutes Öl muss den Benzinverbrauch senken –
und Ihren Umsatz steigern.
© 2009 Exxon Mobil Corporation. Mobil 1 is a trademark of Exxon Mobil Corporation or one of its subsidiaries.
Mobil 1 ist Ihnen als führende Marke bekannt, die seit über 35 Jahren weltweit für Innovation und technologischen Vorsprung steht. Doch damit geben wir uns nicht zufrieden. Es ist mindestens genauso wichtig,
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Viele Ansprüche – Ein Öl.
amz 6/2009
editorial
E
inige Fahrzeughersteller ersetzen mittlerweile das Wartungs- und Serviceheft als
klassisches Papierdokument durch einen
digitalen Nachweis. Was für die einen, sprich
Vertragswerkstätten, sich als schnelle und
lückenlose Online-Dokumentation aller durchgeführten Services erweist, wirkt sich für andere,
sprich freie Werkstätten, nicht immer ohne Folgen
aus. Denn die Fahrzeughersteller schotten damit
die für alle Reparaturbetriebe wichtigen ServiceInformationen in ihrer eigenen Handelsorganisation ab. Denn freie Werkstätten können das System
nicht nutzen und somit auch nicht auf den digitalen Wartungsnachweis zugreifen.
Aber auch beim Gebrauch des traditionellen
Service-Scheckheftes können freie Werkstätten das
Nachsehen haben und müssen sich auf Schadenersatzklagen einstellen, wenn sie Fahrzeuge ihrer
Kunden nur auf die im Serviceheft verzeichneten
Angaben, nicht aber nach den aktuell erfolgten Änderungen hin warten. Im März verurteilte das Landgericht Mannheim eine freie Werkstatt auf Schadensersatz, weil man dort eine Inspektion nach den
Vorgaben des im Fahrzeug liegenden Service-Heft
durchführte. Jedoch wusste in der freien Werkstatt keiner, dass die darin angegebenen ServiceIntervalle vom Fahrzeughersteller zwischenzeitlich
geändert wurden. Das blieb leider nicht ohne Folgen, weil es zu einem Schaden am Fahrzeug einer
Kundin kam, die Ende 2007 ihren sieben Jahre alten
Audi A3 zur Inspektion brachte. Im Serviceheft waren 180.000 Kilometer als Wechselintervall für den
Zahnriemen vorgegeben. Da beim betreffenden
Fahrzeug lediglich 109.137 Kilometer auf dem Tacho angezeigt wurden, gab es für die Werkstatt
keinen Anlass, den Zahnriemen zu wechseln. Was
man dort jedoch nicht wusste, im November 2003
hatte Audi das Serviceintervall geändert, so dass
der Zahnriemen nach 180.000 Kilometern oder
spätestens nach fünf Jahren ausgetauscht werden
soll, heißt es in der Urteilsbegründung. Kurz nach
der Inspektion kam es in Folge des Zahnriemens zu
einem Motorschaden, worauf die Kundin die freie
Werkstatt auf Schadenersatz verklagte und Recht
bekam.
Das Landgericht begründete sein Urteil damit,
dass sich die Werkstatt nicht auf das Serviceheft
verlassen dürfe, sondern sich über die aktuellen
Herstellerangaben informieren müsse. Laut Urteil
ist aber auch unstreitig, dass der Fahrzeugherstel-
Das ist unfair
_ Das Landgericht Mannheim
verurteilt eine freie Werkstatt nach
einem Schaden am Kundenfahrzeug
auf Schadenersatz, die sich bei der
Inspektion auf die HerstellerAngaben im Serviceheft verließ.
„Das Mannheimer
Urteil kann für die freien
Werkstätten fatale
Auswirkungen haben.
Und das ist nicht fair.“
ler die Änderung der Service-Intervalle nur seinen
autorisierten Partnern bekannt gemacht hatte und
keine entsprechenden Informationen an Dritte,
sprich freie Werkstätten, weitergegeben hatte.
So scheint es schon ein wenig makaber, einer
freien Werkstatt den Vorwurf subjektiven Verschuldens zu machen, wenn sie sich bei einer Inspektion
an die Angaben im Service-Heft hält und keine Anhaltspunkte dafür hat, dass das, was der Automobilhersteller dort fixiert hat, falsch war. Hier muss
man sich fragen, ob der Fehler nicht eher in der
unterlassenen Warnung oder Information durch
den Fahrzeughersteller besteht. So sah man es zumindest beim Landgericht Frankfurt, das in einem
Urteil vom 27. März die Auffassung vertrat, dass es
dem Automobilhersteller zuzumuten ist, selbst aktiv dafür zu sorgen, dass die freien Werkstätten mit
solchen technischen Informationen versorgt werden, die letztlich dem Schutz des Fahrzeugbesitzers
dienen und ihn vor einem Schadensfall bewahren.
Die Frankfurter Richter führten aus, dass eine freie
Werkstatt davon ausgehen kann, dass ein Automobilhersteller im Zuge seiner Sorgfaltspflicht in
geeigneter Form freie Werkstätten oder aber auch
unmittelbar die betroffenen Autofahrer darauf hinweist, wenn solche neuen technischen Erkenntnisse
vorhanden sind. Das Mannheimer Urteil ist somit
schlicht ein Fehlurteil, und das ist nicht fair.
Jürgen Rinn (amz-Chefredakteur)
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
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amz 6/2009
inhaltsverzeichnis
Ferodo liefert ausschließlich
Spitzentechnologie
_ Die Federal-Mogul Marke
Ferodo weist eine unübertroffene Erfolgsgeschichte
als führender Anbieter in der
Serienbelieferung, dem OEBereich, auf.
Das OE-Geschäft ist stets der technische
Maßstab für den Ersatzteilmarkt. Dies
gilt für alle Arten von Ersatzteilen, doch
ausgerechnet bei den Bremsbelägen gibt
es nur eine überschaubare Anzahl von
Lieferanten, die auch OE-Qualität liefern.
Denn der Bremsbelag ist ein hochkomplexes Bauteil – so produzieren nämlich
die meisten Bremsenhersteller keine
Beläge, sondern überlassen diese Arbeit
Spezialisten – wie denen von Ferodo. Die
Anforderungen an die Bremse werden
von den Fahrzeugherstellern definiert.
Natürlich steht die Sicherheit an oberster
Stelle, doch dazu müssen die Bremsbeläge weit mehr können, als „nur“ zu bremsen. Als Beispiel sei das Fahrdynamik- und
Sicherheitsfeature ESP genannt.
Wenn es in
der Leitung kocht
ZugPrüfung
DeutschlandMarathon
Vernachlässigte Fahrzeugwartung lässt
sich oft an der Qualität der Bremsflüssigkeit
ablesen. Demnach lässt der Zustand der Bremsflüssigkeit bei vielen Fahrzeugen zu wünschen
übrig. Hier sollte man beim Kundendienst in
der Werkstatt ansetzen und ein besonderes
Augenmerk darauf richten. (Seite 18)
Eine neue Lösung zur Prüfung der elektromechanischen Parkbremse (EPB) auf dem
Plattenbremsprüfstand soll auch in Zukunft die
HU-Abnahme mit dieser Prüfstandsart ermöglichen. Sie greift gleichzeitig die Vorschläge
des ASA-Verbandes für eine neue Richtlinie für
Bremsprüfstände auf. (Seite 36)
Die Jury des Wettbewerbs „Werkstatt des
Jahres“ ermittelt jedes Jahr die besten konzeptgebundenen Werkstätten. Die Juroren machen sich
die Arbeit nicht leicht. Denn sie besuchen dafür
neun Betriebe in Deutschland. Und die liegen
zwischen Alpen und Ostsee. Die amz war beim
Deutschland-Marathon dabei. (Seite 68)
_
4
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
_
_
technik
teilemarkt
Erfolgreiche zweite Runde
szene
markt
trends
automobil
werkstattpraxis
werkstattausrüstung
werkstattmarkt
8
Elektronik auf dem Prüfstand
10
Ist das Auto morgen noch bezahlbar?
12
Popeye posiert in der Stadt
14
Tue Gutes bei den Gebrauchten und...
15
Belächelt, bekämpft, ...
16
Wenn es in der Leitung kocht
18
Heilig´s Blechle
20
Qualität ist hier Trumpf
24
Recht auf beiden Seiten
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Mit Bicarbonat schonend strahlen
28
Schrauben statt Schweißen
32
Elektrolytisch verzinken
34
Zug-Prüfung
36
Vollautomatische Rollenbremsenprüfstände
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Nahe am Original
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Sicher verankert
42
Schneller Servicetester
44
Alles für´s Autogasgeschäft
50
Neue Vertriebspartnerschaften
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WEB-TV auf amz.de
_ Auch das zweite amz Diagnose-Forum in diesem Jahr war ein
voller Erfolg. Das Konzept der amz: Zeitschriften in Verbindung
mit praxisorientierten Veranstaltungen und Webfilmen (Seite 8)
betrieb
Besser sein als das Original
62
Schräge Zähne mit mehr Biss
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Eines für alle
64
Klimaanlagen zum Nachrüsten 65
Ein Schlauch für alle Fälle
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Werterhalt durch Wartung
65
Aus der Praxis für die Praxis
66
Komplettes Programm
67
nachrichten
Offizielles Organ des Gesamtverband Autoteile-Handel E.V.
Erste Handels- und
Industriebeiratssitzung
54
Manager Fahrzeugteile:
Dritte Runde 2009
56
GVA tritt weiterhin offensiv
gegen Abwrackprämie ein
57
Mitgliederversammlung und
Kongress der FIGIEFA
59
Arbeitskreis FWI im GVA:
Sitzung 2009
60
Editorial: Das ist unfair
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Titelanzeige: Ferodo liefert ausschließlich Spitzentechnologie 6
management
Deutschlandmarathon
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Profile
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Gas geben beim Dialogmarketing
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KBA-Zahlen
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Bitte recht freundlich
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Impressum
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Mit Arbeitskleidung gewachsen
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Rückspiegel
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amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
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titel
anzeige
Ferodo liefert ausschließlich
Spitzentechnologie
_ Die Federal-Mogul Marke Ferodo weist eine unübertroffende Erfolgsgeschichte als führender Anbieter in der Serienbelieferung, dem so genannten OE-Bereich, auf.
D
as OE-Geschäft ist stets der
technische Maßstab für den
Ersatzteilmarkt. Dies gilt für
alle Arten von Ersatzteilen,
doch ausgerechnet bei den
Bremsbelägen gibt es nur eine überschaubare Anzahl von Lieferanten, die
auch OE-Qualität liefern. Denn der
Bremsbelag ist ein hochkomplexes Bauteil – so produzieren nämlich die meisten
Bremsenhersteller selbst keine Beläge
sondern überlassen diese Arbeit Spezialisten – wie denen von Ferodo.
Die Anforderungen an die Bremse
werden von den Fahrzeugherstellern definiert. Natürlich steht die Sicherheit an
oberster Stelle, doch dazu müssen die
Bremsbeläge weit mehr können, als „nur“
zu bremsen. Als Beispiel sei hier das Fahrdynamik- und Sicherheits-Feature ESP
genannt. Es ist von vorher definierten
Reibwerten abhängig. Der computergesteuerte Bremseneingriff erfolgt anhand
6
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
von Kennlinien, die auch diese Reibwerte berücksichtigen. Ein nicht OE-gleicher
Belag mit anderen Reibwerten kann hier
zu gefährlichen Sicherheitsverlusten führen. Höchste Anforderungen an den Belag stellen übrigens moderne Transporter
der Sprinter-Klasse. Hier kommen adaptive ESP-Systeme zum Einsatz, die sogar
den Schwerpunkt der Ladung berücksichtigen. Es gibt übrigens keinen Bremsbelaglieferanten weltweit, der in dieser Fahrzeugklasse einen höheren Anteil hätte
als Ferodo, von Citroen bis Volkswagen.
Um sicherzustellen, dass im Ersatzfall die gleichen Leistungen erbracht
werden können, verfolgt Ferodo eine
einfache Strategie: Die OE-Qualität wird
auch 1:1 im Ersatzteilmarkt angeboten.
Durch den hohen Serienanteil kann Ferodo im Aftermarket eine Produktpalette
anbieten, mit der sich nur ganz wenige
Wettbewerber messen können. Ein Blick
auf die Ergebnisse des Produktentwick-
lungsprogrammes für 2008 zeigt, dass
Federal-Mogul nicht nur weit über 100
neue Pkw-Bremsbeläge für gängige neue
Modelle eingeführt hat, sondern auch
seine führende Marktposition bei der
Abdeckung der Kategorie „Transporter“
gestärkt hat.
Forschung und Entwicklung
Das Beispiel ESP zeigt, dass ohne ausgiebiges Forschen, Entwickeln und Testen
keine zuverlässigen Produkte entstehen
können. Ferodo hat dafür in Bad Camberg ein eigenes Forschungs- und Testzentrum, das zum weltweiten Verbund
der Federal-Mogul Bremsen-Testzentren
gehört. Bad Camberg nimmt innerhalb
dieses Verbundes eine führende Position
ein, nicht zuletzt durch die TechnologieFührerschaft der deutschen Automobilproduktion. Ein besonderes Augenmerk
gilt hier der Neuentwicklung von Reib-
Ferodo Premier Bremsbeläge
erhalten die Leistungsfähigkeit der
Bremse zu 100 Prozent.
Beeindruckend: Glühende Bremsscheibe während einer Prüfstandsfahrt.
Fotos: Ferodo
materialien. Denn die Zukunftstrends
heißen Down-Sizing und Umweltschutz.
Für gewöhnlich wird Down-Sizing
mit der Motorentechnik in Verbindung
gebracht, also der Hubraumreduzierung
zur Treibstoffeinsparung. Doch diesen
Technologie-Trend gibt es in der Bremstechnik auch. Bremsen sind schwere
Bauteile, eine Größenreduzierung bei
gleicher Leistung verringert stets das
Fahrzeuggewicht und somit den Verbrauch. Zudem führen kleinere Bauteile
zu Kostenreduktionen.
Dem Reibbelag kommt bei kleineren
Bremssystemen eine herausragende Bedeutung zu. Damit die gleiche oder bessere Bremswirkung erzielt werden kann,
muss die Reibbelagmischung optimal auf
den jeweiligen Fahrzeugtyp abgestimmt
sein. Ferodo hat für diesen Verwendungszweck eine Palette von Materialien fertig
entwickelt, die mit „high friction“ bezeichnet wird. Erste Vertreter dieser neu-
en Generation von Bremsen findet man
schon auf der Straße, zum Beispiel beim
neuen Ford Kuga, der mit diesen FerodoBelägen ausgerüstet ist.
Natürlich müssen auch Komfortkriterien und Umweltgesichtspunkte in der
Entwicklung berücksichtigt werden. Die
Anforderungen in diesen Bereichen steigen weiter an. Jeder kennt die aktuelle
Feinstaubverordnung. In der Entwicklung
zeigen sich hier Parallelen zur Motorentechnik. Die Stäube, die der Gesetzgeber
reduzieren will, entstehen nicht nur durch
Abgas, sondern auch durch den Bremsabrieb. So werden in den Laboratorien von
Bad Camberg ganz neue Materialrezepte
entwickelt, die die Staubbildung in der
Zukunft drastisch reduzieren. Außerdem
finden sich in Ferodo Bremsbelägen keinerlei Bleiverbindungen.
Die Hightech Entwicklung moderner
Bremsbeläge muss natürlich auch die
Geräuschproblematik beachten. Fahrzeughersteller fordern, dass es keine
Geräuschentwicklung beim AutomatikKriechen gibt. Damit ist die Dosierung
der Schrittgeschwindigkeit per Bremspedal gemeint. Berganfahrhilfen, also das
automatische Abbremsen des Autos
beim Anfahren am Berg, werden verstärkt eingebaut. Dieses System stellt eine
hohe Belastung der Verbindung zwischen
Reibmaterial und Belagträger für die hinteren Beläge dar, da sich die Bremskraft
schlagartig aufbaut. Ein Design, das
nicht hierauf abgestimmt ist, führt zu
Belagsabrissen. Dieser Effekt kann auch
bei der elektrischen Parkbremse auftreten. Dieses technische Knowhow von
Ferodo wird von den Fahrzeugherstellern
geschätzt. Kein anderer Bremsbelagproduzent hat in den vergangenen Jahren
mehr Lieferanteile gewonnen als Ferodo.
Fast jeder der Top-Seller in Europa ist mit
Ferodo-Belägen ausgestattet, so natürlich auch der neue VW Golf VI.
Das Ferodo Sortiment
für den Aftermarket
In jedem Ferodo-Ersatzteilbelag findet
sich das technische Knowhow und die
OE-Qualität wieder. Mit Ferodo Premier
Bremsbelägen werden die 100 Prozent Leistungsfähigkeit der Bremse erhalten. Das
Belagsortiment erreicht eine Fahrzeugabdeckung von 99 Prozent, darunter auch so
neue Modelle wie die MB C-Klasse, Renault Megane oder der Alfa MiTo. Neben
Belägen umfasst das Ferodo Programm
Bremsscheiben und seit neuestem auch
Hydraulikteile, inklusive Bremsflüssigkeit.
Den besonderen Ansprüchen im Ersatzteilmarkt trägt Ferodo mit weiteren
Programmen Rechnung: Ein gesondertes
Transporter-Programm bietet die OE
entsprechenden Beläge, um in diesem
schnell wachsenden Marktsegment Service durchführen zu können.
Für das obere Pkw-Marktsegment
bietet Ferodo die mit einem Innovationspreis ausgezeichneten ThermoQuiet
Beläge an (TQ). Dieser Belag ist besser als
das OE-Angebot. Ein neues patentiertes
Produktionsverfahren ermöglicht ein
neues Design zur optimalen Geräuschreduzierung. TQ-Beläge eignen sich für
Fahrzeugtypen, die eine Tendenz zum
Bremsquietschen aufweisen. TQ ist ein
gutes Beispiel dafür, dass der Technologie-Transfer bei Ferodo auch in Richtung
OE funktioniert: Führende Bremsenhersteller prüfen zurzeit, ob dieses Design in
die Serie übernommen werden soll.
amz - I nfo
Federal-Mogul in Zahlen
Ferodo ist die führende Bremsenmarke
von Federal-Mogul (F-M). F-M gehört
zu den größten Automobilzulieferern
weltweit, insbesondere in den Bereichen
Motorenteile (zum Beispiel Kolben,
Kolbenringe, Lagerschalen), Dichtungstechnik (Zylinderkopfdichtungen,
Wellendichtringe), Zündung, Scheibenwischtechnik und eben Bremsen. 43.000
Mitarbeiter erzielen weltweit fast 6,9
Milliarden Dollar Umsatz. Hinter diesen
Zahlen verbergen sich zwei besondere
Fakten:
Das Ersatzteilgeschäft von FM ist im
Verhältnis zum OE Geschäft fast immer
ausgeglichen, das heißt man erzielt dort
ähnliche Umsätze. Im Gegensatz zu vielen anderen Automobilzulieferern steht
der Aftermarket nicht an zweiter Stelle,
sondern hat eine strategische Bedeutung. Die oben genannten Teile werden
im Ersatzmarkt unter bekannten Markennamen (unter anderem) wie Goetze,
Champion, Nüral und Glyco vertrieben.
Der Standort Deutschland ist für FM
eine wichtige industrielle Basis: Neben
dem weltweit führenden Bremsen-Technologie-Zentrum Bad Camberg sind hier
die Produktionsstätten für Motorengleitlager (Wiesbaden), Kolben (Nürnberg),
Nkw-Bremsbeläge (Marienheide), Kolbenringe (Burscheid und Dresden) sowie
Dichtungen (Herdorf).
Die Ersatzteilmarktaktivitäten für
Deutschland, Österreich, die Schweiz
und die Niederlande werden von Marienheide (Nähe Köln) aus gesteuert.
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
7
technik
szene
Links: Praxisnahe Informationsvermittlung: Michael Steinbeck demonstriert
die Schritte zur Diagnose am Komfortbus-System. Oben: Bei den Vorträgen
ging es nicht nur um trockene Theorie, sondern viel mehr darum, die Systematik zu verstehen und in der Praxis umzusetzen. Unten: Jens von Bühler
führte vor, wie der Fachmann den Diagnoseprozess mit Hilfe der Steuergerätediagnose effektiv gestalten kann. Fotos: Linzing
Erfolgreiche
zweite Runde
_ Auch das zweite amz Diagnose-
Forum in diesem Jahr war ein voller
Erfolg. Die äußerst positive Resonanz
der Teilnehmer bestätigt das Konzept
der amz, Inhalte des Print-Mediums
mit Veranstaltungen und Web-Filmen
praxisgerecht zu vertiefen.
D
as zweite amz DiagnoseForum fand am 9. Mai 2009 im
Bildungs- und Innovationszentrum der Handwerkskammer
Berlin in Bernau statt. Der Vormittag war dem Thema Fahrzeugvernetzung gewidmet.
Fahrzeugvernetzung
leicht gemacht
Michael Steinbeck vom BBZ Arnsberg
zeigte in einem sehr anschaulichen und
praxisnahen Vortrag die Grundsätze der
Fahrzeugvernetzung auf. Vieles verdeutlichte er an konkreten Beispielen aus der
Werkstattpraxis und verzichtete bewusst
auf theoretische Grundlagen, die seiner
Erfahrung nach den Werkstattfachmann
bei der Fehlersuche in Datenbussystemen nicht weiter bringen. Stattdessen
zeigte er den Teilnehmern, wie der Werkstattprofi mit recht einfachen Mitteln
und logischem Kombinieren auch dann
Fehler finden kann, wenn keine Herstellerunterlagen vorliegen. An den Praxisstationen wurde die Thematik dann an
Fahrzeugen mit realistischen Fehlern
vertieft. Hier zeigten der Referent und die
Diagnosespezialisten von AVL Ditest die
konkrete Vorgehensweise bei Kundenbe-
8
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
anstandungen im Bereich der Fahrzeugvernetzung am Beispiel eines Komfortbus- und eines Antriebsbus-Systems.
Diagnoseprozesse optimieren
Am Nachmittag stand das Thema „Mit
der Diagnose mehr Geld verdienen“ auf
dem Programm. Hierbei zeigten Michael Helmert von AVL Ditetst und Ulrich
Ackermann von Carat, welche Module zu
einem erfolgreichen und wirtschaftlich
effektiven Diagnoseprozess dazugehören. In dem interessant gestalteten Vortrag stellten die Referenten das Zusammenspiel der einzelnen Module vor. Im
Mittelpunkt stand dabei die Verlinkung
der Diagnosesoftware von AVL Ditest mit
Elekat, dem Teile- und Informationssystem von Carat.
Neue Impulse für
den Werkstattalltag
Anschließend demonstrierten die AVLFachleute an den Praxisstationen, wie der
Werkstattprofi mit den umfangreichen
Funktionen der Steuergerätediagnose
den Diagnoseprozess effektiv gestalten
kann. Hierbei lernten die Teilnehmer nebenbei auch viele neue Funktionen und
Möglichkeiten kennen, die sie in der Praxis umsetzen können.
Die Resonanz der Teilnehmer auf das
amz Diagnose-Forum war sehr positiv.
Viele bedankten sich ausdrücklich für die
gelungene Veranstaltung und die zahlreichen neuen Impulse, die sie für den
Werkstattalltag mitnehmen konnten.
Wer das amz Diagnose-Forum verpasst
hat, kann unter http://www.amz.de/video.html eine kurze Zusammenfassung
der Themen ansehen. Zusätzlich haben
wir im amz Diagnose spezial, das mit der
amz 4/2009 erschienen ist, alle Themen
redaktionell aufbereitet. Wer das Heft
nicht mehr vorliegen hat, kann es als epaper unter www.amz.de/service/epaper.html online durchblättern oder eine
PDF-Datei des Sonderheftes herunterladen und ausdrucken.
Das nächste amz Diagnose-Forum
findet am 22. August 2009 in Hannover
statt. Noch sind wenige Plätze frei. Wer
sich rasch anmeldet, hat noch die Chance an der Veranstaltung teilzunehmen.
Partner des amz Diagnose-Forums sind
die Unternehmen AVL Ditest und Carat.
Unterstützt wurde die Veranstaltung in
Berlin auch von febi.
Richard Linzing
Vorwärts mit DENSO:
Zukunftssichere Technologie
Die Qualität der Produkte von DENSO ist unübertroffen – und wird täglich von Millionen von
Autofahrern einer praktischen Prüfung unterzogen.
Tätig in 32 Ländern und mit einem Jahresumsatz von mehr als 40 Milliarden USD, sind wir für
die führenden Fahrzeughersteller weltweit der zweitgrößte Zulieferer eines breiten Spektrums von
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technik
szene
Elektronik
auf dem
Prüfstand
_ Der stetige Rückgang der
W
eil Murphy’s Gesetz –
„Was kaputt gehen kann,
geht auch kaputt“ – auch
für
Elektronikkomponenten gilt, ist seit dem
1. April 2006 für alle neu zugelassenen
Autos eine Elektroniküberprüfung im
Rahmen der periodischen Hauptuntersuchung vorgeschrieben. Zum Prüfumfang zählen beispielsweise Airbags, ABS,
ESP und Antriebsschlupfregelung, aber
auch Überrollschutzsysteme von Cabriolets, elektromechanische Servolenkung
oder Kurvenlicht. Zur Erfassung der
dazu erforderlichen Systemdaten und
zur Definition der Prüfinhalte haben die
deutschen
Überwachungsorganisationen vor drei Jahren das Gemeinschaftsunternehmen FSD GmbH (die Abkürzung steht für Fahrzeugsystemdaten)
gegründet, das modellspezifische Daten
von Herstellern und Importeuren erhält.
Ihre Aufgabe, Aufmerksamkeits- oder
Intelligenzdefizite des Fahrers durch
blitzschnelle elektronische und mechanische Gegenmaßnahmen zu kompensieren, können die virtuellen Schutzengel
Verkehrstotenzahlen bestätigt
die Wirksamkeit elektronischer
Fahrzeugsicherheits- und
Insassenschutzsysteme. Seit
April stehen die elektronischen
Schutzengel auf dem Prüfstand.
an Bord naturgemäß nur erfüllen, wenn
sie fehlerfrei arbeiten. Als Fehlerquellen
kommen nicht nur beschädigte oder
lose Kabel und korrodierte Steckverbindungen in Frage, bisweilen wundern sich
die Prüfer auch schon mal über einen
nicht mehr vorhandenen Airbag, der nach
einem Unfall zu ersetzen „vergessen“
wurde. Weil in modernen Fahrzeugen
bis zu siebzig Steuergeräte verbaut sind,
dienen diese vor allem Fahrzeughaltern
aus der Internet-Generation zunehmend
als fragwürdige Spielwiese: „Amateurhaftes Tuning war gestern“, berichtet
Mario Schwarz, Bereichsleiter des DekraFahrzeugprüfwesens. „Heute wird statt
dessen vorzugsweise illegales Chiptuning praktiziert und auch schon mal an
ABS- oder ESP-Systemen manipuliert.“
Die bislang vorliegenden Erkenntnisse
bestätigen Sinn und Notwendigkeit des
erweiterten Prüfprogramms: Auf Platz
eins der Mängelliste rangieren Bauteile
des Airbagsystems, wobei die Bandbreite
von Fehlfunktionen der Kontrollleuchte
bis zum völlig fehlenden Luftsack reicht.
Allein die Dekra registrierte im ersten
Quartal dieses Jahres diesbezüglich rund
8000 Mängel. Für das vergangene Jahr
erfasste die FSD etwa 60.000 Airbag-Beanstandungen, wobei bisher wegen der
verkürzten Prüfintervalle ausschließlich
Fahrzeuge von Taxi- oder Mietwagenunternehmen untersucht wurden. Den
zweiten Rang auf der Fehlerliste elektronischer Baugruppen nimmt das ABS
ein, gefolgt vom ESP. Konkrete Fallzahlen
wurden leider nicht mitgeteilt.
Trotz des erweiterten Prüfumfangs
sollen die Gebühren für die HU der betroffenen Fahrzeugjahrgänge nicht erhöht werden, versichert Gerd Neumann,
Geschäftsführer der Dekra Automobil
GmbH. Verbessert wurde übrigens auch
generell die Qualität der periodischen
Fahrzeugüberwachung: Mehr als 6000
mal pro Jahr nehmen zwei Prüfer – einer
davon aus einer fremden Überwachungsorganisation – nach dem Zufallsprinzip
unmittelbar nach einer Hauptuntersuchung Fahrzeug und Prüfbericht akribisch unter die Lupe.
Hans W. Mayer
Wer profitiert am meisten?
_ Der japanische Herstellerver-
band kritisiert die Neiddebatte im
Zuge der Abwrackprämie.
Vorwürfe, die japanische Automobilindustrie profitiere zu Lasten des deutschen Steuerzahlers von der so genannten Abwrackprämie, entbehren jeder
Grundlage. Darauf verwies Andreas Meckel, Repräsentant des japanischen Herstellerverbands JAMA, in Frankfurt. „Wir
sind allerdings sehr erfreut, dass die japanischen Automobilhersteller im ersten
Quartal des Jahres 2009 fast 120.000
Neufahrzeuge verkauft haben und damit
10
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
gut 31 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2008“, sagte Meckel. Allerdings
führe die Neiddebatte an den Tatsachen
vorbei. Der Gewinner der Abwrackprämie sei Volkswagen und stärkster Importeur sei laut den jüngsten Erhebungen
des KBA Fiat.
Um den fälschlichen Eindruck weiter zu entkräften, weist Meckel auf die
Pkw-Handelsbilanz zwischen Japan und
Deutschland hin. So sei der Pkw-Export
nach Japan ungleich höher als umgekehrt. Zudem schaffe die japanische Automobilindustrie in Europa Arbeitsplätze. „Gut 50 Prozent der Fahrzeuge, die
japanische Hersteller in Europa absetzen,
werden auch hier gebaut“, sagte Meckel.
Warum gerade die japanischen Hersteller derzeit eine hohe Absatzquote verzeichnen, führt der Repräsentant auf das
große Angebot an Kleinstfahrzeugen zurück und Modelle, deren Anschaffungskosten und günstigen Verbrauchswerte
einen hohen Kaufanreiz ausübten.„Die
japanische Automobilindustrie wäre in
Europa sicher noch erfolgreicher, wenn
die EU nicht noch zehn Prozent Einführzoll für jedes Fahrzeug verlangte“, so Meckel. Demgegenüber sei die Einfuhr nach
pero
Japan zollfrei. b Z Y ^ Z c [ d g b Z g#YZ
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technik
markt
Ist das Auto
morgen noch
bezahlbar?
_ Eine Studie des
Instituts für Automobilwirtschaft belegt:
Die Sensibilität der
Kunden gegenüber
den „Cost-of-Ownership“ wächst. Jetzt
besteht Handlungsbedarf für Hersteller
und Händler.
W
ieviel Mobilität können
wir uns in den kommenden Jahren noch leisten? Wird das Automobil
für die breite Bevölkerung
auch künftig noch bezahlbar sein? Wie
entwickeln sich langfristig die Autokosten? Was können Automobilhersteller
und Handel tun, um die Kostenexplosion zu bremsen? Mit diesen Fragen
setzt sich die vom Institut für Automobilwirtschaft (IFA) im Auftrag der Dekra
erstellte Studie „Cost-of-Ownership“
auseinander. Die Branche sieht sich
nicht nur durch die Finanzkrise enormen
Herausforderungen gegenüber: „Zum
Anstieg der Kraftstoffpreise kommt das
Sinken der Kaufkraft, die KohlendioxidProblematik und der Druck auf die Fahrzeugrestwerte“, erklärt der Vorsitzende
der Geschäftsführung der Dekra Automobil GmbH, Dipl.-Ing. Clemens Klinke.
„Will das Automobil unter diesen Vorzeichen seine Attraktivität für die Breite der
Bevölkerung erhalten, kommt es darauf
an, der steigenden Kostenbelastung
Paroli zu bieten.“
So mussten die Deutschen im vergangenen Jahrzehnt für ihr Auto immer
tiefer in die Tasche greifen. Im Zeitraum
von 1995 bis 2007 stieg der Preisindex
für die Anschaffung und den Unterhalt
12
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
von Autos mit einem Plus von 34,3 Prozent deutlich stärker als die allgemeinen
Verbraucherpreise, die um knapp 20 Prozent zulegten. Setzen sich die aktuellen
Trends fort, könnte der Anteil der Autokosten am monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von heute durchschnittlich
661 Euro (20,4 Prozent) auf 864 Euro
(22,8 Prozent) im Jahr 2015 steigen, und
im Jahr 2020 könnten es bereits 1049
Euro (25 Prozent) sein.
Finanzierungskosten:
Plus von 40 Prozent
Der Dekra/IFA-Studie zufolge sind für
die gestiegenen Kosten die Kraftstoffpreise (plus 4,7 Prozent), die Preise für
Wartungs- und Reparaturarbeiten ( jährlich plus 2,1 Prozent) aber auch die KfzSteuern verantwortlich, die sogar um 6,5
Prozent zulegten. Eine Kostenexplosion
gab es bei den Finanzierungskosten, die
sich von 2005 bis 2007 von 1000 Euro
auf 1400 Euro erhöhten – ein Plus von
40 Prozent. Die Fahrzeugpreise hingegen
blieben mit einem Plus von rund einem
Prozent jährlich unter dem allgemeinen
Verbraucherindex von 1,5 Prozent pro
Jahr. Der Löwenanteil der Autokosten
entfällt auf den Wertverlust. Diese Position summiert sich im Schnitt über alle
Fahrzeugklassen auf 50,4 Prozent. Zweitwichtigster Posten sind die Kraftstoffkosten (23,9 Prozent), gefolgt von Steuer
und Versicherung (16,5 Prozent) sowie
Wartung und Reparatur (9,2 Prozent).
Je größer das Auto, desto höher ist der
Wertverlust. Am höchsten ist er bei Oberklassefahrzeugen mit 66,9 Prozent Anteil
an den Autokosten. Bei kleineren Autos
hingegen fallen die Kraftstoffkosten in
der Relation stärker ins Gewicht.
Die Werkstattkosten betragen über
alle Fahrzeugklassen hinweg 9,2 Prozent
der Gesamtkosten. Bei Oberklassefahrzeugen (7,7 Prozent), bei leichten Nutzfahrzeugen (7,9 Prozent) und bei mittelgroßen Geländewagen (8,4 Prozent) liegt
dieser Anteil unter dem Durchschnitt.
Stärker ins Gewicht fällt er bei den Minis
(10,6 Prozent), den Sportwagen (10,3 Prozent) und den Mini Vans (10,2 Prozent).
Die Preise für Wartungs- und Reparaturarbeiten erhöhten sich seit dem Jahr
1995 um insgesamt 30,5 Prozent und
damit stärker als die Verbraucherpreise
(plus 22, 6 Prozent), der Stundenverrechnungssatz stieg von 53,73 Euro auf 65,04
Euro – ein Plus von 21 Prozent. Gründe
sind der anhaltende Anstieg der Personalund Personalzusatzkosten, aber auch die
steigenden Kosten für Diagnosegeräte
und Spezialwerkzeuge und die Erhöhung
der Mehrwertsteuer. Die Preise für Ersatzteile und Zubehör stiegen zwischen
1995 und dem ersten Halbjahr 2008 nur
moderat, um 14,5 Prozent, an.
Als starker Kostentreiber wirkte sich
der deutliche Anstieg der Wertverluste
seit Anfang des Jahrzehnts aus. So sank
der Restwert eines zwei Jahre alten Fahrzeuges im Schnitt von etwa 70 Prozent
im Jahr 2000 auf knapp 64 Prozent. Trotz
seiner hohen Bedeutung wird dieser Faktor von den meisten Kaufinteressenten
noch immer unterschätzt, ergab eine IFAOnline-Befragung von 1071 Privatkunden im Juni 2008. Am wichtigsten für die
Kaufentscheidung von Neuwagen-Käufern sind die Kraftstoffkosten, die 74 Prozent der Befragten als „sehr wichtig“ bezeichnen. Es folgen die Reparaturkosten
(70 Prozent) sowie die Versicherungskosten (69 Prozent) und erst danach der
Wertverlust mit 63 Prozent.
Was Handel
und Hersteller tun können
Doch wie kann die Branche die steigenden Kosten in den Griff bekommen?
Die bei Prof. Dr. Willi Diez am Institut für
Automobilwirtschaft entstandene Studie
nennt im Wesentlichen vier Handlungsfelder, auf denen die Automobilhersteller
und Händler zur Reduzierung der Kosten
beitragen können:
Wertverlust
Kraftstoff
Werkstatt
Wertverlust
16,5%
50 Euro
Werkstatt
90 Euro
9,2%
50 Euro
50,4%
23,9%
Steuer/Versicherungen
16,5%
90 Euro
9,2%
Steuer/Versicherungen
Kraftstoff
23,9%
130 Euro
274 Euro
Autokosten:
Jeder zweite
Euro für Wert50,4% verlust
274 Euro
130 Euro
So viel kostet ein PKW im Schnitt pro Monat
kostet ein PKW im Schnitt pro Monat
•
•
•
•
Die wartungs- und reparaturfreundliche Konstruktion der Fahrzeuge,
die Optimierung der Servicekonzepte
in Bezug auf Qualität und Kosten,
eine auf Langzeitqualität und zeitloses Fahrzeugdesign ausgerichtete
Produktpolitik und
eine Preispolitik unter Verzicht auf
Restwert schädigende Rabatte.
Die größten Reduktionschancen liegen im
Bereich der Wartungsund Reparaturkosten
einschließlich der
Ersatzteile, des Wertverlustes sowie der
Kraftstoffkosten.
Nach dem Rat der Experten müssen hohe
Einführungsrabatte möglichst vermieden
werden. Wird durch Eigenzulassungen
der Hersteller, Händlerzulassungen und
Verkäufe an Vermieter ein Anteil von 20
bis 30 Prozent überschritten, kommt es
zu einer Restwert schädigenden Überschwemmung des Marktes mit jungen
Gebrauchtwagen. Eine besonders stark
Restwert schädigende Wirkung haben
Bar-Rabatte, während Überzahlungen
von Gebrauchtwagen und Flatrate-Konzepte sich weniger negativ auf die Restwerte auswirken.
Als weitere Möglichkeit zur Verringerung der Kosten sieht die Studie die
Umsetzung eines Kostenmanagements
in der Werkstatt. Nach Ansicht der Experten können mit einer Optimierung
der Werkstattprozesse von der Annahme
bis zur Fahrzeugübergabe deutliche Kostenreduktionen erzielt werden, wobei
gleichzeitig hohe Qualität und Termintreue sichergestellt werden muss. Gelinge es, die Durchlaufzeiten je Fahrzeug
zu reduzieren, seien Preissenkungen
möglich. Notwendig dazu sei allerdings
hohe Prozesssicherheit von der Annahme bis zur Übergabe des Fahrzeuges,
damit Leerzeiten vermieden werden.
Die Studie nennt eine Reihe kostenrelevanter Schwachstellen im Serviceprozess von der Terminvereinbarung und
Werkstattdisposition bis zum Reklamationsmanagement. Vorrangig müssten
die Personalkosten kritisch überprüft
werden, auf die der höchste Kostenanteil
entfällt. Als Ansatzpunkte für eine Erhöhung der Werkstattauslastung nennt
die Studie ein aktives Servicemarketing,
die Erschließung neuer Zielgruppen und
Marktsegmente sowie die Aufnahme eiWoda.
ner Zweit- und Drittmarke. amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
Spinat war
gestern
Heute brauchen Azubis mehr,
um fit zu sein.
Stark wie Popeye? Das bringt in einem KfzBetrieb nur bedingt etwas. Auszubildende brauchen heute viel mehr Köpfchen als Muckies, um
zum Beispiel die komplexe Elektronik moderner
Fahrzeuge zu beherrschen. Deshalb fördert die
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13
technik
markt
Vom Design her ist der neue
Toyota, den die Marketingstrategen als City-SUV
bezeichnen, eine Mischung
aus iQ, Verso und RAV4.
Foto: Rinn
Popeye posiert in der Stadt
_ Nach iQ, Avensis und Verso bringt Toyota mit dem Urban Cruiser die
vierte Neuheit in nur vier Monaten auf den Markt.
Wie heißt der neue Kompakte, der wie
eine blecherne Abwandlung der Comicfigur Popeye aussieht? Richtig: Toyota
Urban Cruiser. Er hat augenscheinlich
genügend Spinat zu sich genommen,
um Muskeln zu zeigen – ein monströser
Kerl ist er aber deshalb nicht geworden.
Denn die beiden Motoren sind sparsam
und seine Abmessungen verdienen die
Bezeichnung „stadttauglich“. Der 3,93
Meter lange und 1,73 Meter breite Ur-
ban Cruiser wirkt bulliger und kantiger,
als das Maßband aussagt. Wer diese auffällige Silhouette bei einem Kleinwagen
mag, darf aus ökologischen Gründen
einigermaßen beruhigt in ihm Platz nehmen. Denn es stehen zwei Motoren zur
Wahl, die jeweils genügend Kraft auf die
Straße bringen und zudem mit annehmbaren Verbrauchswerten aufwarten: Der
101 PS/74 kW starke 1,33-Liter-Benziner
– eine Neuentwicklung – benötigt nach
der Norm 5,5 Liter Super, der 90 PS/66
kW leistende 1,4-Liter-Selbstzünder nur
4,9 Liter Diesel. So weit, so einfach. Toyota
hat sich allerdings noch ein paar Besonderheiten einfallen lassen: Der Benziner
hat eine serienmäßig Stopp-/Start-Automatik an Bord und seine Rückbank lässt
sich in Längsrichtung verschieben. Damit
kann der Diesel-Urban Cruiser nicht dienen. Dafür wird Letzterer ausschließlich
mit automatischem Allradantrieb angeboten – über einen Schalter an der Armaturentafel kann man ihn auch auf Knopfdruck zuschalten, wenn der Fahrer es für
sinnvoll erachtet.
Der Gepäckraum im Benziner-Urban
Cruiser wird mit 314 Liter angegeben, im
Selbstzünder neun Liter weniger, weil der
Allradantrieb an der Hinterachse Platz
braucht. Nach Umklappen der Rücksitze
entsteht freilich eine mächtige Stufe.
Die Ladekante maßen wir mit 70 Zentimetern, danach geht es wieder 23 Zentimeter hinab. Ein Einstieg in den Urban
Cruiser mit Ottomotor ist ab 16.950 Euro
möglich, der Diesel ist in einer höheren
Ausstattungsvariante ab 22.950 Euro zu
haben.
Bernd-Wilfried Kießler
Der Autofahrer flüchtet in Ausweichstrategien
_ Erik Wakolbinger, Leiter
Vertrieb Dekra Automobil GmbH,
zum Anstieg der Autokosten und
Maßnahmen zur Abhilfe.
amz: Herr Wakolbinger, warum ist es so
wichtig, den Anstieg der Autokosten zu
bremsen?
Wakolbinger: Der Anstieg der Autokosten
hat dazu geführt, dass die Autofahrer in
verschiedene Ausweichstrategien flüchten und versuchen, ihre individuellen
Unterhaltskosten zu senken. Zum Beispiel durch Aufschieben des Kaufs eines
Neuwagens, den Kauf eines kleineren
Fahrzeuges, geringere Fahrleistungen,
Verschleppung von notwendigen Wartungs- und Reparaturarbeiten oder Werkstattwechsel. Das hat in der Branche bei
Absatz und Umsatz deutliche Spuren
hinterlassen.
14
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
Erik Wakolbinger ist Leiter
Vertrieb bei der
Dekra Automobil
GmbH.
Foto: Dekra
amz: Wo sehen Sie die größten Einsparpotenziale?
Wakolbinger: Die größten Reduktionschancen sehen wir bei den Wartungsund Reparaturkosten einschließlich der
Ersatzteile, beim Wertverlust sowie den
Kraftstoffkosten. Allerdings liegt das maximale Reduktionspotenzial bei schätzungsweise nicht mehr als sieben Prozent. Damit würden die Autokosten bis
2020 aber trotzdem auf 23,3 Prozent der
Haushaltsnettoeinkommens steigen.
amz: Gibt es Ansätze, dieses Problem zu
lösen?
Wakolbinger: In den nächsten Jahren
könnte ein Trend in der Automobilbranche werden, dass die Hersteller und
Händler beim Neuwagenverkauf weitere
Leistungsbündel anbieten, die den Autofahrer von den Folgekosten entlasten.
Mit den Flatrate-Konzepten sind die Hersteller in diese Entwicklung eingestiegen.
Es spricht vieles dafür, dass sie diese Angebote in Zukunft weiter ausbauen.
amz: Herr Wakolbinger, vielen Dank für
das Gespräch.
_ Tue Gutes bei den Gebrauchten und ...
In der derzeitigen nicht gerade erfreulichen Situation auf dem Automarkt muss
auch die Gebrauchtwagen-Vermarktung
mehr forciert werden. Der hohe Bestand
an relativ jungen und damit teuren Gebrauchtwagen aus Buy-Back-Geschäften,
Dienstwagen- und Mietwagenflotten
führt beim Handel zu Vermarktungsschwierigkeiten und zur Schieflage des
Sortiments. Ein Ursachenbündel für die
Gebrauchtwagensituation beim Handel
sind unter anderem noch vorhandene
Schwächen im Bereich des Gebrauchtwagen-Marketings. Tue Gutes und rede
darüber – das bedeutet: Auch für Gebrauchtwagen muss geworben werden.
Nach Ermittlungen von EurotaxSchwacke liegt der durchschnittliche Werbeaufwand beim Handel für Gebrauchtwagen
bei 93 Euro. Nicht ganz die Hälfte (45 Prozent) aller befragten Händler investieren
bis zu 100 Euro pro Gebrauchtwagen für
die Werbung und ein Viertel spendieren
einem Gebrauchten sogar mehr als 150
Euro „Werbegeld“. „Bei den heutigen Preisen im Bereich der Kommunikation kann
man sich sehr leicht vorstellen, dass das
nicht den notwendigen Werbedruck, insbesondere nicht in Ballungsgebieten, zur
Folge haben kann“, so Stefan Spohn, Mitglied der EurotaxSchwacke-Geschäftsführung. Die deutschen Premiummarkenbetriebe Audi (124 Euro), BMW (125
Euro) und Mercedes (112 Euro) sind in Sachen Werbeaufwand etwas spendabler
als ihre Händler-Kollegen. Französische
Markenhändler sowie ihre VW- und FordKollegen haben mit einem Werbeaufwand von rund 79 Euro das kleinste Werbebudget pro Gebrauchtwagen.
Ute Kernbach
Tabelle und Grafik: Kernbach
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amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
15
technik
trends
Belächelt, bekämpft, ...
und jeder will es
gewesen sein
_ Auf der diesjährigen AMI/AMITEC in Leipzig fand ein Kon-
gress zum Thema „Antriebe, Mobilität und Innovationen – was
treibt uns morgen an?“ statt. Hier ein kurzer Ausblick dazu.
M
it Unterstützung von
Berner hatten sich zu dem
Thema „Antriebe, Mobilität, Innovationen – was
treibt uns morgen an?“
zahlreiche Vertreter aus der Automobilwirtschaft eingefunden, um Näheres
über die Antriebssysteme der mittelund längerfristigen Zukunft zu erfahren.
Nach Einführung in das Kongress-Thema
durch den Moderator der Veranstaltung, Prof. Dr. Cornel Stan, gab Dr. habil.
Uwe Lahl vom Bundesumweltministerium einen Überblick über zukünftige
Antriebe für Automobile aus Sicht der
Bundesregierung. Dass Energieträger
wie Erdöl, Erdgas und Kohle endlich sind,
ist Fakt, wenngleich die Expertenmei-
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee
freute sich über ein Motorenmodell von Prof.
Dr. Cornel Stan.
Foto: Enger
nungen darüber, wie lange Erdöl noch
als Antriebsbasis des Straßenverkehrs
dienen kann, geteilt sind.
Lahl wies darauf hin, dass Verkehr
und Transport auf den Straßen der Welt
im Jahr 2050 vor völlig neuen Herausforderungen stehen. Zu diesem Zeitpunkt
werde Erdöl kaum noch als Primärenergieträger zur Verfügung stehen und die
Emissionsvermeidung werde ein zentrales Thema sein. Als Primärenergieträger würden dann regenerative Quellen
wie Wind, Wasser, die Sonne, Erdwärme
oder auch Biomasse dienen. Für diese
müssen geeignete Energieträger für den
mobilen Einsatz gefunden werden. In der
Praxis bedeutet das, dass Kraftstoffe in
der Form, wie man sie heute kennt, aus-
gedient haben, und Strom als wichtigster
Energieträger im Straßenverkehr ins Zentrum rücken wird.
Erste Schritte dieser Entwicklung –
weg vom rein konventionellen Antrieb
hin zum Elektroauto – lassen sich bereits
heute beobachten. So hat die Hybridtechnologie bereits vor einigen Jahren Einzug
in das eine oder andere Fahrzeug gefunden. Führend auf diesem Gebiet sind die
japanischen Hersteller, die mit Dipl.-Ing.
Bernhard Grünewald (Toyota) und Dipl.Betriebswirt Uwe Likar (Mitsubishi), zwei
fachkundige Referenten nach Leipzig
entsandt hatten. Toyota hat von seinem
Modell Prius und einigen Fahrzeugen
seines Oberklasseablegers Lexus bereits
über 1,7 Millionen Hybridfahrzeuge am
Markt und verfolgt das Thema weiter mit
großem Eifer.
Unter einem Hybriden versteht der
Autofachmann ein Fahrzeug mit zwei
Antriebsarten. Für gewöhnlich ist es eine
Kombination aus Verbrennungs- und
Elektromotor, der aus einer Brennstoffzelle oder einer Batterie gespeist wird.
Da der Trend zwangsläufig zum reinen
Elektroauto geht, wird der Elektromotor
einen steigenden Anteil am Antrieb bekommen, während der Verbrennungsmotor an Bedeutung verliert.
Hybrid ist nicht gleich Hybrid
Je nach Leistungsausbeute unterscheidet
man zwischen Micro-, Mild- und Vollhybrid. Microhybride verfügen genau genommen nicht über zwei verschiedene
Antriebe. Hier soll eine Energieeinsparung über Bremskraftrückgewinnungssysteme (Rekupation) erfolgen, die etwa die
entstehende Hitze beim Bremsen speiElektrofahrzeuge sollen innerhalb der
nächsten fünf Jahre zur Verfügung stehen. Das sehen zumindest mehr als die
Hälfte der deutschen Autofahrer in einer
Studie des Meinungsforschungsinstitut
TNS/Infratest.
Grafik: Continental
16
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
chern oder über die mittlerweile bei
Neufahrzeugen recht weit verbreitete
Start-Stop-Automatik. Die nächste Stufe
stellen Mild- und Vollhybride dar. Bei den
Mildhybriden unterstützt tatsächlich ein
Elektroantrieb das Fahrzeug. Die Kosten
für ein solches System und auch das Gewicht sind überschaubar – leider auch
die Leistungsausbeute, die nur wenige
Kilowatt beträgt. Ein Einsatz ist deshalb
nur bei Kleinwagen und dort etwa beim
Antrieb der Nebensysteme sinnvoll. Bei
Vollhybriden wie dem Lexus RX 400h
übernimmt der Elektromotor einen wesentlich größeren Anteil. Die hierfür benötigten Energiespeichersysteme sind
sehr teuer und sehr schwer, weshalb ein
Einsatz auch für die nahe Zukunft nur in
SUV- und Oberklassewagen vorstellbar
ist.
Elektrifizierung des Antriebs
Die Speicherung der Energie ist enorm
aufwändig. Wenngleich die Entwicklung
in der Batterietechnik in den vergangenen
Jahren etwa bei Lithium-Ionen-Akkus
gut vorangekommen ist, steckt die Forschung noch in den Kinderschuhen. Verwunderlich ist das nicht, denn mit Erdöl
und dem daraus gewonnenen Diesel und
Benzin stand für viele Jahrzehnte ein Energieträger zur Verfügung, der kostenintensive Entwicklungen bei Batterien
unnötig machte. Seit einiger Zeit hat hier
ein Umdenken eingesetzt und viele Fahrzeughersteller versuchen die versäumte
Entwicklungsarbeit mit viel Geld nachzuholen.
Erst wenn es bei dieser Technik entscheidende Fortschritte gibt, kann die
nächste Stufe bei der Elektrifizierung
des automobilen Antriebs eingeläutet
werden: der Plug-In-Hybrid. Im wahrsten
Sinne des Wortes wird das Auto bei dieser
Technologie mit Energie aus der Steckdose betrieben und erstmals stationär erzeugter Strom für den Antrieb genutzt.
Die eingeschränkten Möglichkeiten der
Energiespeicherung sind aber auch hier
wieder der limitierende „Flaschenhals“
des Fortschritts: Um Reichweiten heutiger Pkw zu erreichen, müssten bisher
Batterien im Format eines Kleinbusses
mitgeführt werden. Realistischer in der
nahen Zukunft sind deshalb Lösungen in
Form von Kleinstwagen für den Stadtverkehr mit einer Reichweite von 50 Kilometern. Für den durchschnittlichen Autofahrer ist ein solches Fahrzeug durchaus
ausreichend, da dieser an 80 Prozent der
Tage des Jahres weniger als 40 Kilometer zurücklegt. Zusammen mit einem als
„Range-Extender“ ausgelegten Verbrennungsmotor, der dann einspringt, wenn
die Batterie leer ist, könnte diese Lösung
den Mobilitätsbedürfnissen weiter Teile
der Bevölkerung gerecht werden.
Langer Weg zum Elektroauto
nister etwa in der Förderung synthetischer
Biokraftstoffe und dem Einsatz von Methangas weitere Möglichkeiten. Auch
eine Optimierung der existierenden Benzin- und Dieselantriebe um fünf bis zehn
Prozent hält er für möglich. Eine solche
Absenkung des Verbrauchs ist auch dringend geboten, denn Deutschland hat
sich im Rahmen internationaler Verträge
dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2020 den
Energieverbrauch und die KohlendioxidEmissionen im Vergleich zu 1990 um
jeweils 20 Prozent zu senken und den
Anteil der erneuerbaren Energien im
Energiemix auf 20 Prozent zu erhöhen.
Aktuell entfällt etwa ein Drittel der verbrauchten Energie in der Bundesrepublik
auf den Verkehrsbereich, ebenso wie ein
Fünftel der Emissionen.
Bei den alternativen Antrieben und
Treibstoffen stehen in den nächsten Jahren interessante Entwicklungen an. In
dieser Frage werden die von Minister Tiefensee zitierten drei Phasen von Innovationen gelten: Erst werden Entwicklungen
belächelt, dann werden sie bekämpft
und schlussendlich will es jeder selbst
gewesen sein.
So rechnet die Bundesregierung bis zum
Jahr 2020 mit etwa einer Million Elektrofahrzeugen auf Deutschlands Straßen, bis
2030 mit fünf Millionen, bis dann 2050
die Mehrheit des innerstädtischen Verkehrs rein elektrisch bestritten werden
soll. Die Referenten der Fahrzeughersteller machten deutlich, mit welchem Nachdruck sie an den beschrieben Problemen
und Fragestellungen forschen. Wichtig
ist, dass die Politik dieses Ansinnen unterstützt. Lahl stellte im Zusammenhang
mit dieser Frage den „Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität“ vor, der
die Bundesrepublik zum Leitmarkt für
Elektromobilität machen soll. Im Rahmen des Programms sollen neben der
Entwicklung effizienter Energiespeicher
und der Fahrzeugtechnik auch die rechtlichen Rahmenbedingungen verbessert
werden.
Die Notwendigkeit, eine Politik aus
einem Guss bei diesem wichtigen Thema
zu machen, unterstrich auch BundesverB. Enger
kehrsminister Wolfgang Tiefensee. Er wies
darauf hin, dass gerade
in der Frage der Energiespeicherung „noch
der eine oder andere
Nobelpreisträger
gefunden werden muss,
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um die noch notwendigen Fortschritte zu
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machen.“ Gleichzeitig
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wies er auf weitere Problemfelder hin, die mit
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alternativen Antrieben
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und Kraftstoffen ein��������������������������
hergehen. So wird etwa
Bioethanol bevorzugt
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aus Pflanzen herge�����������������������������������
stellt, die sich für den
menschlichen Verzehr
������������������������������
eignen. Daraus ergibt
sich eine Konkurrenz����������������������������
situation, die von vie����������������������������������
len Experten als Grund
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dafür angesehen wird,
dass im vergangenen
����������������������
Jahr weltweit die Nah���������������������������������
rungsmittelpreise angestiegen sind. Um sol�����������������������������������
chen Problemen Herr
zu werden, setzt die
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����
Bundesregierung des�������������������������������
halb auf ganz verschie����������� ����������
����������
dene Maßnahmen, um
���������
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den Benzin- und Diesel������������������������������������������������������������������������������
verbrauch in Deutschland zu senken. So sieht
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der Bundesverkehrsmiamz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
17
technik
trends
Die Sachverständigen-Organisationen raten
zum regelmäßigen Wechsel der Bremsflüssigkeit.
Foto: Linzing
Wenn es in
der Leitung kocht
_ Vernachlässigte Fahrzeugwar-
tung lässt sich oft an der Qualität
der Bremsflüssigkeit ablesen. Demnach lässt der Zustand der Bremsflüssigkeit bei vielen Fahrzeugen
zu wünschen übrig. Hier sollte man
beim Kundendienst in der Werkstatt
ansetzen und ein besonderes Augenmerk darauf richten.
O
bwohl die Bremsflüssigkeit
Höchstleistung bringt, fristet
sie sowohl bei den Autofahrern aber auch bei manchen
Werkstätten ein bescheidenes
Dasein. Dabei spielt die Bremsflüssigkeit gerade bei den heutigen modernen
Systemen wie beispielsweise ABS und
ESP eine bedeutendere Rolle: Beim Betätigen des Bremspedals überträgt sie den
hydraulischen Druck zum Bremssystem.
Dabei entstehen Temperaturen von bis
zu 180 Grad Celsius, was überalterte
Bremsflüssigkeit zum Sieden bringt.
Doch wenn die Bremsflüssigkeit erst
einmal kocht, ist es zu spät.
Dass der Siedepunkt der Bremsflüssigkeit stark abnehmen kann, liegt im
zunehmenden Wassergehalt begründet.
Bremsflüssigkeit besitzt die Eigenschaft,
Wasser aufzunehmen und zu binden.
Mit zunehmendem Wassergehalt in der
Bremsflüssigkeit sinkt deren Siedepunkt
18
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
ab. Liegt der Siedepunkt im Vorratsbehälter unter 180 Grad Celsius, ist Gefahr
im Verzug. Beim Bremsen über längere
Zeit können dann in den Bremsleitungen
Dampfblasen entstehen. Im Unterschied
zur Flüssigkeit aber lässt sich dieser Wasserdampf komprimieren. Im schlimmsten Fall führt das zum völligen Versagen
der Bremsanlage, weil nicht mehr genügend Bremsdruck aufgebaut werden
kann. Muss das Bremspedal mehrmals
getreten – „gepumpt“ – werden, bevor
sich der notwendige Druck aufbaut, ist
das ein sicheres Alarmsignal für Luft im
Bremssystem. Schon geringe Wassermengen in der Bremsflüssigkeit führen
außerdem zu Korrosion an den inneren
Teilen der Bremsanlage, wie zum Beispiel
an den Kolben der Radbremszylinder.
Im Versuch getestet
Wie wichtig eine regelmäßige Kontrolle
der Bremsflüssigkeit ist, zeigte auch ein
bundesweiter Feldversuch, den die Dekra
2003 durchführte. Untersucht wurden
759 Fahrzeuge, deren Durchschnittsalter
bei 7,5 Jahren lag mit einer durchschnittlichen Fahrleistung von 92.200 Kilometern. Dabei stellte sich heraus, dass bei
etwa 32 Prozent aller untersuchten Fahrzeuge der Siedepunkt im Bereich unterhalb von 180 Grad Celsius lag; davon bei
jedem fünften Fahrzeug sogar unterhalb
der äußerst kritischen Marke von 150
Grad Celsius. Der Siedepunkt einer neuen
Bremsflüssigkeit liegt dagegen zwischen
270 und 300 Grad Celsius. Es zeigte sich,
dass Automobile ab einem Alter von sieben Jahren deutlich größere Probleme
mit der Qualität der Bremsflüssigkeit haben und damit ein nicht unerhebliches
Sicherheitsrisiko für alle Verkehrsteilnehmer sind.
Bemerkenswert bei diesem Praxistest
sei, so Dekra, dass sich über 98 Prozent
der Fahrer für eine kontinuierliche Kontrolle der Bremsflüssigkeit aussprachen.
Aber nur 42 Prozent wussten, warum die
Bremsflüssigkeit regelmäßig gewechselt
werden sollte. Eine regelmäßige Kontrolle des Bremsflüssigkeitsstandes im
Nachfüllbehälter ist deshalb dringend
angeraten. Sollte der Stand unterhalb der
Minimummarke des Ausgleichsbehälters
abgesunken sein, muss geprüft werden,
ob Bremsbelag oder Bremsscheibe verschlissen sind, oder das Bremssystem
undicht ist. Bei einem zu niedrigem Pegelstand sollte keinesfalls gedankenlos
nachgefüllt, sondern die Ursache gesucht
werden. Dies unterstreicht auch die Gesellschaft für Technische Überwachung
mbH (GTÜ).
Auf die Flüssigkeit kommt es
Bremsflüssigkeit besteht aus Polyglykolverbindungen und manchmal auch
aus Silikonflüssigkeit. Da Bremsen sehr
heiß werden können, muss die Bremsflüssigkeit besonders gegen Dampfblasenbildung geschützt sein. Leider nimmt
sie gern Wasser auf, ist hygroskopisch.
Wasser dringt hauptsächlich durch die
Bremsschläuche und Manschetten beim
Lösen der Bremse in das hydraulische System ein. Die Bremsflüssigkeit soll durch
einen hohen (Nass-)Siedepunkt, einen
niedrigen Stockpunkt und eine gleich
bleibende Viskosität über einen großen Temperaturbereich den Druck vom
Hauptbremszylinder auf die Radbremszylinder übertragen. Der Stockpunkt von
Bremsflüssigkeit liegt unter minus 65
Grad Celsius.
Um den immer höheren Ansprüchen
an die hocheffizienten Bremsanlagen
gerecht zu werden, hat ATE, eine Tochter
von Continental Teves „ATE SL6“, eine besonders dünnflüssige Bremsflüssigkeit
entwickelt. Damit trägt der Hersteller
den Hydraulikaggregaten Rechnung, die
über eine Vielzahl feinster Bohrungen
und Kanäle verfügen, deren Durchmesser zum Teil kleiner als die eines Menschenhaares sind. Tests hätten gezeigt,
dass mit „dickeren“ Bremsflüssigkeiten
früherer Generationen die Reaktionszeit
des Systems in kritischen Situationen
länger ist. Das von ATE empfohlene „SL6“
erfüllt zudem die Qualitätsstandards
DOT 4 und die ISO-Norm 4925.
Peter Rodenbüsch
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_ Schulungen für
Bremsenspezialisten
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Begriff. Zusammengefasst sind beide
Marken unter dem Dach des weltweit
aufgestellten
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Honeywell Friction Materials.
Um die Bremsenfachleute in den
Werkstätten und beim Teilehandel des
unabhängigen Reparaturmarkts auf
einem aktuellen Wissenstand zu halten
und diesen das notwendige Knowhow zu
vermitteln, bietet die Honeywell Aftermarket-Organisation ein entsprechendes
Schulungsprogramm an. Die Schulungspakete beinhalten nicht nur Themen für
Werkstätten, Berufs- und Meisterschulen, sondern auch für Teilespezialisten
und Sachverständige.
Unternehmensangaben zufolge umfasst das Angebot sechs voneinander
unabhängige Lehrgänge rund um das
Thema Bremse für Pkw, Transporter und
Nutzfahrzeuge. Die Inhalte der Seminare decken die Bedürfnisse von Werkstattfachleuten und Teilespezialisten
gleichermaßen ab: Die Experten von
Honeywell Friction Materials zeigen die
praxisbezogene Bremsenreparatur mit
Spezialwerkzeugen, halten Verkaufsschulungen ab und geben Hinweise zur
Gewährleistungsabwicklung.
Die Lehrgänge mit theoretischem
und praktischem Teil dauern rund drei
Stunden und sind für die Teilnehmer
kostenlos. Die Seminare finden in den
Werkstätten der Teilnehmer sowie beim
Teilehandel vor Ort statt, so dass keine
unnötigen Reise- und Übernachtungskosten entstehen.
Interessierte können Termine direkt
mit Volker Eschhold, dem Schulungsleiter der Honeywell Aftermarket GmbH,
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Foto: Honeywell
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
19
Bei den neuen beschichteten Bremsscheiben bleibt ATE
seiner Tradition treu: Mehr als das Übliche bieten und immer
einen Schritt voraus sein! Ein Anspruch, der gleichermaßen
für Materialqualität, Bremsleistung, Lebensdauer und Kundenservice gilt.
ATE bietet Ihnen folgende Vorteile:
• korrosionsbeständige Beschichtung aus umweltfreundlichem Material
• auch nach dem Einbau bleiben beschichtete Bereiche
korrosionsgeschützt
• modernste Technologie durch hochgekohlte
(z. B. GG15 HC) Bremsscheiben
• kein zusätzliches Behandeln (z. B. Reinigen) notwendig.
Einfach auspacken und einbauen.
• attraktives Design, insbesondere bei Alufelgen
• das derzeit größte Programm an beschichteten
Bremsscheiben
Continental Teves AG & Co. oHG
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Telefon +49 69 7603 -1
Fax +49 69 76 10 61
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technik
automobil
Links: In der Direktannahme wird der Schaden
aufgenommen und kalkuliert, in der Werkstatt
fachgerecht repariert und in der Übergabehalle
dem Kunden wieder nach genauer Detaillierung der Arbeiten überreicht.
Alt und neu unter einem Dach ist bei Nagel
kein Thema. Ob Restauration mit handwerklichen Geschick oder Reparaturen mit
modernsten Arbeitsmitteln.
Fotos: Rinn
Heilig´s
Blechle
D
_ Der technische Wandel rund um das Automobil verändert
auch die Anforderungen in der Karosserie-Instandsetzung,
wo sich eindeutige Trends abzeichnen. Ultrahochfeste Stähle,
Aluminiumwerkstoff, geschäumte Längsträger, Klebe- und
Fügetechniken erfordern neue Bearbeitungstechniken.
ie Aufgaben und Anforderungen in der KarosserieInstandsetzung haben sich
in den vergangenen Jahren
enorm verändert, wie auch
das Berufsbild des Karosseriemechanikers. Was früher noch mit Hammer
und Gasschweißen zu erledigen war,
gehört heute bei den neuen Fahrzeugen
der Vergangenheit an und ist nur noch
mit Ausnahme der Restaurierung in der
Praxis anzutreffen. Die Instandsetzung
hat sich aufgrund neuer Materialien wie
hochfester sowie ultrahochfester Stähle,
Aluminium als Karosseriewerkstoff,
geschäumte Längsträger, modernste
Klebe- und Fügetechniken grundlegend
verändert. Damit verbunden ist eine
hohe Verantwortung für den Instandsetzungsbetrieb und erfordert dort
völlig neue Bearbeitungsmethoden und
-techniken.
Schließlich müssen die hohen technologischen Voraussetzungen, mit denen das Auto ehemals das Band verließ,
auch nach einer Reparatur vollständig
erhalten bleiben. „Ein hohes Maß nimmt
dabei auch die Informationspolitik ein.
Wir brauchen heute für die moderne Instandsetzung die Daten und Informationen vom Automobilhersteller, also wie
er sein heiliges Blechle repariert haben
möchte. Die sicherheitsrelevanten Prozesse innerhalb eines Autos, wie etwa
die Auslösesensoriken, sind für das Un-
20
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
fallverhalten nach der Reparatur von großer Bedeutung. Denn nach der Reparatur
muss alles genauso funktionieren wie
vorher. Wir haben hierzu seitens unseres
Berufsverbandes eine technische Hotline installiert, bei der alle reparaturrelevanten Parameter für die Instandsetzung
abgerufen werden können. Hier sind die
im ZKF organisierten Karosseriefach- und
insbesondere die Eurogarant-Betriebe
auf dem neusten Stand der Technik“,
sagt Friedrich Nagel, Präsident des Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik. Das Eurogarant-System hat sich
laut Nagel in den vergangenen zwei bis
drei Jahren bei den Kfz-Versichern, aber
auch bei Leasinggesellschaften und
Flottenbetreibern zum Qualitätsbegriff
durchgesetzt. Dabei handelt es sich um
spezialisierte Fachbetriebe, die schwere Unfall- und Karosserieschäden einschließlich Lackierung sach- und fachgerecht instandsetzen.
Das muss man
wissen und beachten
Im Servicebereich zur UnfallschadenInstandsetzung zählt auch das Wissen
um die Ausstattungs-Besonderheiten
von modernen Fahrzeugen genauso wie
das Verständnis über die Wirkungsweise
des Karosserie-Crash-Managements und
die Beschreibung sowie Darstellung der
häufigsten Instandsetzungsarbeiten. Be-
vor eine Unfall-Instandsetzung durchgeführt wird, hat sich der verantwortliche
Werkstattmitarbeiter über die Ausstattungs-Spezialitäten des Fahrzeugs zu informieren. Schließlich müssen nach der
Reparatur auch die aktiven und passiven
fahrtechnischen Einrichtungen genau so
funktionieren wie bei einem Neufahrzeug. So gehören beispielsweise beim
neuen Opel Insignia in Verbindung mit
der ausgefeilten Karosseriestruktur die
bis zu acht Airbags im Fahrgastraum zur
Sicherheitsstruktur des Fahrzeugs. Eine
Karosserie-Instandsetzung in diesem Bereich bedeutet dann auch einen Eingriff
in die Sicherheits-Features.
Betrachten wir diesen Zusammenhang einmal am Beispiel der Frontairbag- und Gurtstraffer-Auslösung: Die
Sensoren für das Auslösen von Frontairbag und Gurtstraffer reagieren bei einem
Aufprall auf den negativen Beschleunigungsimpuls-Impuls. Je nach Stärke des
Impulses zündet die erste oder zweite
Stufe des Airbags in Abstimmung mit
dem Gurtstraffer. Wird die Karosserie
entgegen den Hersteller-Vorgaben instand gesetzt, kann die Charakteristik
des Impuls-Signals beeinflusst sein und
Reaktionen auslösen, die nicht auf die
Unfallschwere abgestimmt ist. Dies geschieht dann, wenn Karosseriepartien in
unerlaubterweise Weise gerichtet wurden und es dadurch zu einer Kaltverfestigung des Materials kommt.
„Das erste, was der Kunde kauft ist ein Gefühl.
Unser Motto lautet daher
– Qualität ist, wenn der
Kunde wiederkommt,
nicht die Ware“, rät
Friedrich Nagel, Präsident des Zentralverband
Karosserie- und Fahrzeugtechnik. Foto: Rinn
Ähnlich wird die Karosseriepartie versteift, wenn
in einem Schweißflansch
mehr Schweißpunkte oder
an anderer Stelle als vorgeschrieben gesetzt werden.
Zu einer KarosseriepartieVersteifung kommt es auch,
wenn eine eigen definierte
Überlapp-Verbindung anstelle einer vorgeschriebenen Stumpfnaht ausgeführt wird. In allen diesen
unerlaubten
ReparaturAusführungen kann bei
einem erneuten Aufprall der
Crash-Sensor den Airbag
und Gurtstraffer zu einer
verfrühten Reaktion veranlassen. Wesentlich kritischer
ist es, wenn aufgrund fehlerhafter Karosserie-Instandsetzung die
betroffene Karosseriepartie zum Beispiel durch Warmrichten oder mangelhafte Schweißpunkte geschwächt, also
weicher wird. Der Crash-Sensor könnte
erst wesentlich später Gurtstraffer und
Airbag auslösen, als es aufgrund des
Anstoßes erforderlich wäre. Als Folge
würde sich unweigerlich das
Verletzungsrisiko der Fahrzeuginsassen erhöhen. Denn
die Fahrzeuginsassen dürfen
weder in einen sich erst aufblasenden noch in den schon
zusammengefallenen Airbag
eintauchen. Für jeden Karosserie-Instandsetzer gilt daher
das oberste Gebot: Kennen
und absolut genaues Einhalten der FahrzeugherstellerReparaturvorschriften.
Auf die Frage, was ist heute als Karosseriereparatur zu
verstehen, die Erneuerung
eines Schraubteils oder eines
Längsträgers und inwieweit
man sich als Kfz-Werkstatt
auf das Feld von Karosseriereparaturen im Strukturbereich vorwagt, rät Karosseriebauexperte
Nagel zu überdenken und da, wo es ratsam ist, sich in Kooperation einem Karosseriefachbetrieb anzuschließen. Hier
haben sich schon in der Vergangenheit
Synergien zwischen Kfz-Betrieben, die
keine Karosserie- und Lackreparaturen
betreiben, mit angeschlossenen Karos-
seriefachbetrieben ergeben. „Hier gilt zu
bedenken, dass die Karosserieinstandsetzung ein teures Feld geworden ist,
was insbesondere das Werkstattequipment angeht. Deshalb machen hier interessante, zukunftsfähige Kooperationen
zwischen freien Kfz-Betrieben oder Autohäusern mit Karosserie- und Lackierfachbetrieben Sinn“, gibt Nagel zu verstehen.
Konzentration auf
mittelgroße Betriebe
Die Werkstätten stehen zunehmend
unter Kostendruck. Durch die ständig
größer werdende Modellvielfalt der einzelnen Fahrzeugmarken sind sie gezwungen, auch die Werkstatt-Einrichtung und
das Wissen ihrer Mitarbeiter um die neuen Produkte ständig anzupassen und zu
erweitern.
Hierdurch entstehen aber gleichzeitig Kosten, die sich zum überwiegenden
Teil in den Gemeinkosten eines Betriebs
wieder finden. Speziell bei der Karosserie-Instandsetzung wird versucht, durch
Schadensteuerung Betriebe mehr und
mehr zum schmerzhaften Spagat zu
zwingen: Einerseits erhöhen sich die in-
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automobil
ternen Kosten und andererseits gilt es,
beim Preiskampf zu bestehen. Die Lenkung der Schäden durch die Versicherer
in bestimmte Werkstätten ist für diese
vielfach mit reduzierten Werkstattpreisen und hohen Nebenleistungen verbunden. Hier steht die zu erzielende Rendite bei einer Reparatur im Vordergrund.
Denn nur bei ausreichender Rendite ist
der Betrieb in der Lage, langfristig in die
technische Ausrüstung und Aus- sowie
Weiterbildung seiner Mitarbeiter zu investieren.
Langfristig ist eine Konzentration
auf mittelgroße bis größere Betriebseinheiten für die Unfall-Instandsetzung zu
erwarten, die sowohl Karosserie- und
Lackarbeiten durchführen. Ähnlich wie
in der Karosseriereparatur verhält es sich
im Lackierbereich, wenn man sich bereits
die heutige Entwicklung wie etwa die
Wasserlacktechnolgie betrachtet. In der
Zukunft wird sich hier die Musik im UVBereich abspielen, was wiederum mit hohem Investment für die Betriebe verbun-
den ist und ihnen einen entsprechenden
hohen Fahrzeug-Durchsatz abverlangt.
Einzelne Betriebe mit drei oder vier
Durchgängen am Tag werden das nicht
leisten können. Größere Karosseriebetriebe verzeichnen aus wirtschaftlicher
Sicht Vorteile, da man dort Arbeitsabläufe optimieren und den Leistungsgrad
erhöhen kann.
Oldtimerrestauration –
Back to the Roots
Neben steigenden Anforderungen im
Instandsetzungssektor verzeichnen die
Karosseriebetriebe erfreulicherweise in
jüngster Zeit einen Run auf ihre angestammte handwerkliche Tradition. „Von
immer größerer Bedeutung gestaltet
sich für unsere Karosseriefachbetriebe in
letzter Zeit das Thema Oldtimerinstandsetzung und -restaurierung. Sie ist nach
wie vor zwar ein schwieriges Segment, da
sie in einer bestimmten Preisklasse angesiedelt ist. Denn eine hoch qualifizierte
Restaurierung kann nicht zu DumpingBedingungen erfolgen“, macht Nagel
deutlich. Wenn es um das handwerkliche
Geschick und Knowhow bei der Blechbearbeitung sowie Lackierung geht, sieht
er die Karosseriefachbetriebe in diesem
Segment gut aufgestellt, da man es dort
mit einem wiederherstellenden Beruf zu
tun hat.
„Eine Stärke unseres Berufes ist, dass
in der Ausbildung heute neben den modernen Technologien auch nach wie vor
das Instandsetzen, also Ausbeulen oder
Gas- und Sauerstoffschweißen gefordert
werden. Die zur Restaurierung wichtigen
Reparaturtechniken, wie das Ausbeulen,
werden also auch von den kommenden
Generationen beherrscht und weitergeführt“, führt ZKF-Präsident Nagel weiter
aus. Neben der Moderne, sprich modernsten Reparaturtechniken, ist hier
weiterhin das gute alte handwerkliche
Geschick gefragt.
Jürgen Rinn
Mal mehr, meist weniger
_ Die Interessengemeinschaft
Fahrzeugtechnik und Lackierung
e.V. stellt strittige Reparaturzeiten
für Karosserie- und Lackierarbeiten
auf den Prüfstand. 
Die Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung e. V. (IFL) ermittelt Fehler
und Mängel in den Arbeitszeiten für Karosserie- und Lackierarbeiten in den gängigen
EDV-gestützten Kalkulationssystemen und
weist diese aus. Foto: TÜV Rheinland
22
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
D
as Problem dürfte hinlänglich bekannt sein. Ein Reparaturauftrag wird nach den
Arbeitswerte(AW)-Vorgaben
des jeweiligen Automobilherstellers kalkuliert und anschließend der
Schaden repariert. Im Zuge der Reparatur stellt man fest, dass die Zeitvorgaben unmöglich einzuhalten sind, da
sie einfach den vollen Reparaturumfang
nicht widerspiegeln. So wurde laut der
Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung e.V. (IFL) beispielsweise für einen Fiat Panda ab Baujahr
09/03 (Typ 169 - Audatex-Code: 8 04) aus
Praxismeldungen bekannt, dass im Kalkulationssystem Audatex die Aus- und Einbauzeit der oberen Türscharniere vorne
links und rechts (Leitnummern 1487 und
1488) mit den vorgegebenen 2,5 AW (15
Minuten) pro Türscharnier falsch ist. Die
richtige Arbeitszeit für ein Türscharnier
beträgt 55 AW (5,5 Stunden). Hier macht
schon einen Unterschied, ob man hier in
Folge eines Druckfehlers 2,5 oder 55 AW
zugrunde legen muss.
Da es sich hier nicht um Einzelfälle
handelt und eine Institution zur Klärung
derartiger Fälle dringend erforderlich
machte, wurde im Januar 2007 von verschiedenen Verbänden und Organisationen aus der Werkstattbranche die Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik
und Lackierung e.V. (IFL) gegründet. Dort
hat man sich zum Ziel gesetzt, Fehler und
Mängel bei den Arbeitszeiten für Karosserie- und Lackierarbeiten in den gängigen
EDV-gestützten Kalkulationssystemen zu
ermitteln und im Dialog mit dem jeweiligen Schadenskalkulationsanbieter und
dem Automobilhersteller abzuändern,
also die „richtigen Arbeitszeiten“ für
einzelne Reparatur- oder Lackierarbeiten
herzustellen.
Die IFL vertritt die reparierenden und
lackierenden Fachbetriebe sowie auch
die Interessen der Kfz-Sachverständigen.
Die Interessensgemeinschaft besteht aus
den Werkstattverbänden Zentralverband
Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF),
Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), den Karosserieverbänden aus Österreich und der Schweiz, den
Sachverständigenorganisationen TÜV,
Dekra, BVSK und SSH sowie den Schadenskalkulationsanbietern Audatex und
DAT. Friedrich Nagel, Präsident des Zentralverbands Karosserie- und Fahrzeugtechnik, ist Vorsitzender der IFL. Als sein
Stellvertreter wurde in der Mitgliederversammlung 2008 Wilhelm Hülsdonk, Bundesinnungsmeister des Zentralverbands
des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes,
jr.
gewählt. www.ifl-ev.de
§
AU-Info
U NSE R L ESER-SERVIC E
Fachlich einschlägige Auszüge aus dem
Verkehrsblatt, die AU und AUK betreffend
Auf dieser Seite finden Sie regelmäßig und verlässlich
alle AU- und AUK-relevanten Änderungen der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO), die vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen,
Berlin, im amtlichen Verkehrsblatt bekanntgegeben
werden.
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen gab bis zum
Redaktionsschluss keine relevanten Änderungen der AU-Vorschriften bekannt.
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Geldinstitut
technik
automobil
Die Firma Nagel Karosserie und Lackierzentrum in
Offenbach ist ein moderner
Karosserie-Fachbetrieb und
setzt auf ständige Aktualisierung des Fachwissens der
Mitarbeiter.
Fotos: Rinn
Qualität
ist hier
Trumpf
_ Dem Kunden wird modernste Karosseriebau- und Instandsetzungstechnik geboten und für Versicherungen ein gläserner
Betrieb, das ist das Erfolgsgeheimnis des
Nagel Karosserie- und Lackierzentrums in
Offenbach.
D
as Karosserie- und Lackierzentrum Nagel wurde am 1. Juni
1945 von Karl Nagel gegründet
und wird mittlerweile in der
vierten Generation von Alexander Nagel, dem Urenkel des Firmengründers geführt. Die in Offenbach
ansässige Firma kann man ohne weiteres als Musterbeispiel des modernen
Karosserie- und Lackierfachbetriebes
bezeichnen. Die Instandsetzung von
Unfallschäden an Premiummarken sowie
schwerste Schäden an Aluminiumkarosserien gehören zum Spezialgebiet des
Unternehmens. Alle neuen Reparaturmethoden, wie zum Beispiel Ausbeulen
ohne Lackieren oder Hageldrücken,
kommen dort zum Einsatz. Von den neuesten Wasserlacktechniken bis hin zur
elektronischen Karosserievermessung,
modernsten Achsvermessungssystemen
und Rahmenrichtanlagen gehören hier
zum Repertoire. Bei Nagel sind bereits
seit geraumer Zeit über MIG- und
MAG-Lötgeräte und WiderstandspunktSchweißanlage der neuesten Generation
im Einsatz, ohne die eine herstellerkonforme und sachgerechte Instandsetzung
24
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
nicht möglich wäre. Neben den üblichen
Standardleistungen ist man dort auf die
Unfallinstandsetzung spezialisiert.
Neben der Unfallinstandsetzung
und der Fahrzeuglackierung kommen
auch Tätigkeiten dazu, die man auf den
ersten Blick einem Karosseriebaufachbetrieb primär vielleicht nicht zurechnen würde. Ein treffendes Beispiel dafür
ist die eigene Mietwagenflotte. Fahrzeuge aller Mietwagenklassen stehen
damit zur Verfügung. Selbstverständlich
wird der Schaden auch gewissenhaft
EDV-gestützt erfasst und kalkuliert. Als
Eurogarant-Fachbetrieb gewährt das
Unternehmen im Zuge der gesetzlichen
Gewährleistungspflicht
grundsätzlich
auf seine Leistungen mit derzeit drei
Jahren ein Jahr mehr als gesetzlich vorgeschrieben. Mit den meisten Versicherungen erfolgt die komplette Korrespondenz bereits digital per Internet. Die von
Nagel erstellten Bilder sowie die Kalkulationen werden ebenfalls digital über
das Internet zu den Versicherungen geschickt. Der Schaden wird dann anhand
von Fotos und Kalkulation von den Versicherungen geprüft und bestätigt.
„Qualität ist, wenn der
Kunde wiederkommt...
...und nicht die Ware“ – so lautet der Leitspruch des familiengeführten Unternehmens. Das geschulte Mitarbeiterteam
besteht ausschließlich aus Fachkräften
und Meistern, die fast alle in diesem
Betrieb ausgebildet wurden, darauf ist
man besonders stolz. Seit mehr als 60
Jahren existiert Nagel Karosserie und
Lackierzentrum bereits und wird von Alexander Nagel in der vierten Generation
erfolgreich weitergeführt. Diese Unternehmensstruktur verschafft dem Senior
Friedrich Nagel eigenen Worten zu Folge
Freiräume für seine Arbeit als Präsident
des Berufs- und Wirtschaftsverbandes
ZKF.
„Aufgrund dieser Aufgabe und meiner langjährigen Berufserfahrung wird
mir ständig bewusst, wie stark sich die
Anforderungen an einen KarosserieFachbetrieb im Laufe der Jahrzehnte gewandelt haben und auch in Zukunft noch
wandeln werden. Gerade der freie, nicht
markengebundene Karosserie- und Fachbetrieb muss aufgrund der Tatsache, dass
Für die heutige Unfallreparatur an den Fahrzeugen neuer
Generation ist modernes ...
I nfos in K ürze
Karosserie- und Lackierzentrum Nagel
Mühlheimer Straße 249-251, 63075 Offenbach
Tel. 069 8600080, Fax: 069 868445
Email: [email protected], Internet: www.kfz-nagel.de
er alle Fahrzeuge sach- und fachgerecht
instand setzen muss, sein Wissen und
seine Technik bezogen auf alle Fahrzeughersteller und -typen auf dem aktuellen
Stand der Technik halten“, macht Nagel
deutlich. Deshalb investiert sein Unternehmen zum einen auf dem Gebiet der
Technik in innovative Werkzeuge sowie
Geräte und zum anderen in der Mitarbeiterschulung in Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. „Qualität ist uns wichtig,
das fängt bei den Mitarbeitern an. Aus
genau diesem Grunde legen wir außerordentlichen Wert auf eine gute Ausbildung, Charakter und persönliche, positive Eigenschaften. Dies macht sich in
der Leistung bemerkbar“, sagt Alexander
Nagel, der Geschäftsführer in der vierten
Generation. Bei Nagel wird seit nunmehr
über 50 Jahren ausgebildet.
... Werkstatt-Equipment sowohl im
Karosserie-, wie auch Lackierbereich
eine Grundvoraussetzung.
sowohl in die Werkstattausstattung als
auch in die fachliche Qualifikation investieren muss. Denn die technologische
Weiterentwicklung rund ums Automobil
wird nicht stehen bleiben.
Ganz im Gegenteil, weitere Entwicklungen im Bereich der Fahrgastzellensicherheit und des Insassenschutzes wie
auch des Crashverhaltens der neuen
Fahrzeuggenerationen werden die Branche wegen ihres Einflusses auf die Reparaturverfahren in Atem halten. Die Zukunft wird dem innovativen, modernen
und betriebswirtschaftlich orientierten
Unternehmer offen stehen, davon ist
man bei Nagel überzeugt.
Jürgen Rinn
Die Evolution:
Die KarosseriereparaturBranche und die Perspektiven
Die Kompetenz des Karosserie-Fachbetriebes trägt vielerorts dazu bei, dass
Markenwerkstätten ihre Aufträge gerne auf einen Karosseriefachbetrieb als
Subunternehmer weitergeben. Das gilt
insbesondere auch für den Lackbereich.
Denn Lackieren ist heutzutage eine äußerst diffizile Arbeit, die neben hoher
handwerklicher Fähigkeit exakte Farbbestimmung sowie extreme Sauberkeit
erfordert. Dass dies bei Nagel selbstverständlich ist, sollte hier nur kurz erwähnt
werden. Mittels EDV-gesteuerter Farbmischanlage zaubern die Lackierer dort
über 30.000 verschiedene Farbtöne in
Unilack, Metallic-, Crystallic- oder PearlSonderlackierung, damit das Fahrzeug
nach der Reparatur wieder aussieht wie
neu.
Aufgrund des breiten Leistungsspektrums erklärt sich, warum der freie Karosseriefachbetrieb in größerem Umfang
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amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
25
technik
automobil
Die präzise Auftragserteilung ist der Schlüssel
für eine erfolgreiche und zufriedenstellende
Reparatur. Foto: Spies Hecker
_ Werkstattkunden fühlen
Recht auf
beiden Seiten
G
eht es nach dem ADAC, so
sollten die Rechte der Kunden
in den Kfz-Betrieben und
Autohäusern gestärkt werden.
„Kunden“, so Kurt Reinking,
Rechtsanwalt aus Bergisch Gladbach,
„sehen sich oft als die Benachteiligten.“
Daher plädiert der promovierte Jurist
für die Umkehr der Beweislast. Reinking
sieht nicht ein, dass Werkstattkunden
dem Meister einen Fehler nachweisen
müssen. Es müsse genau umgekehrt
sein. Auch soll die Werkstatt ausgetauschte Teile eine „angemessene Zeit“
aufbewahren. Dies sei in der Praxis und
durch den Werksvertrag, den Kunde und
Werkstatt durch das Unterschreiben
des Auftrages eingehen, schon in vielen
Fällen so, sagt dazu Ulrich Dilchert,
Geschäftsführer ZDK. So rät Dilchert
den Betrieben dringend, ausgetauschte
Teile aufzuheben, um sie gegebenenfalls als Beweis vorzuzeigen. „Kann der
Meister dem Kunden nicht belegen, dass
der Wechsel eines Aggregates oder Teils
notwendig war, so hat er ein Problem.
Wie will er dem Kunden sonst beweisen,
dass tatsächlich die Einspritzpumpe zum
Preis von 1000 Euro gewechselt werden
musste und nicht der Unterdruckschlauch an der Pumpe für lediglich 25
Euro“, sagt Dilcher.
Kundenzufriedenheit
höher als vermutet
Auf dem Rechtsforum des ADAC Ende
April 2009 in München riet der ZDKRechtsexperte, die Kfz-Betriebe nicht zu
sehr ins schlechte Licht zu rücken. „Denn“,
so Dilchert, „der Servicemarkt im Kfz-Gewerbe ist starkem Druck ausgesetzt“. Es
sei immer schwieriger, einen Kunden als
Stammkunden zu behalten.
Entscheidend für den Erfolg des Unternehmens sei aber neben der Preis-
26
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
würdigkeit, die Arbeitsqualität und die
Qualität der Kundenbetreuung. So sind
dem jüngsten DAT-Bericht zufolge die
meisten Kunden mit ihrer Werkstatt sehr
zufrieden. Dies spiegelt sich auch in den
Statistiken der Schiedsstellen wider. Die
insgesamt 98 Schiedsstellen in Deutschland bearbeiteten im Jahr 2008 insgesamt
11.000 Anträge. Dem stehen 72,5 Millionen Reparatur- und Wartungsarbeiten in
den insgesamt 39.100 Werkstätten und
Autohäusern in Deutschland gegenüber.
Schiedsstellenurteile
sind bindend
Den Schiedsstellen kommt zudem eine
herausragende Rolle zu. Sowohl Winfried
Bayer, Geschäftsführer der Kfz-Innung
Niederbayern, als auch Karl Pröbstl, Leiter Fahrzeugtechnik ADAC, wissen, dass
es bei Streitigkeiten vor Gericht nicht immer so ausgeht, wie sich die jeweiligen
Kontrahenten dies vorstellen. Zudem
seien solcherlei Streitigkeiten, je nach
Streitwert mit entsprechenden Kosten
verbunden. Bei der Schiedsstelle hingegen ginge es einzig um die Lösung des
praktischen Sachverhalts. So wurden im
Jahr 2007 von fast 11.000 Anträgen mehr
als 9000 bereits im Vorverfahren beendet
und knapp 1000 durch den für beide Seiten bindenden Spruch der Schiedskommission erledigt.
Exakt formulierte
Auftragserteilung
Alle Beteiligten des Forums waren sich
darüber einig, dass nur die präzise Auftragserteilung der Schlüssel für eine
erfolgreiche und zufriedenstellende
Reparatur ist. Dabei spielt die fachkundige Fehlersuche und Beratung eine entscheidende Rolle. Doch in diesem Punkt
warnen die Experten vor allzu großer Eu-
sich schon öfter einmal benachteiligt. Das jedenfalls
glaubt der ADAC und suchte
mit Experten in einem
Rechtsforum Ende April 2009
in München nach machbaren
Lösungen.
phorie. Der Anteil an mechanischen Fehlern sinke zwar ständig, dagegen steigt
die Fehlerquote im elektronischen Bereich. Und hier wisse sogar der Laie, der
täglich an seinem Computer sitzt, wie
schwierig es ist, einen Fehler sofort und
zielgerichtet zu entdecken. Daher seien
die Fehlersuchprogramme und Reparaturanleitungen der Automobilhersteller
sehr umfangreich und auch schon mal
zeitintensiv. Dies müsse der Kunde – außerhalb der Garantie – zahlen.
Um im Hinblick auf die Rechnungshöhe einer Reparatur böse Überraschungen
auszuschleißen, sollten im Vorfeld die
Kosten fixiert werden und bei nachträglich auftretenden Schäden unbedingt
die Zusage für die Auftragserweiterung
eingeholt werden. Dilchert empfiehlt
Werkstätten und Kunden, bei größeren
Reparaturen einen Kostenvoranschlag in
Betracht zu ziehen. Dennoch bleibt der
ADAC bei seinem Forderungskatalog, den
Werner Kaessmann, Generalsyndikus des
ADAC an die Werkstätten stellt:
• Aufträge sollten immer schriftlich
und konkret vereinbart und bei Bedarf mit dem Kunden am Fahrzeug
durchgesprochen werden.
• Transparent gestaltete Rechnungen
ohne geheimnisvolle Abkürzungen.
• Bei Inspektionen muss dokumentiert werden, welche Arbeitspositionen durchgeführt wurden.
• Ohne ausdrücklichen Kundenauftrag dürfen keine zusätzlichen Arbeiten durchgeführt werden.
Am Ende war man sich einig, dass eine
Umkehr der Beweislast nicht so einfach
durchzusetzen ist. Dazu ist der Gesetzgeber aufgerufen, entsprechende Gesetzesänderungen durchzuführen. Doch
diese Prozesse sind langwierig.
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Mit Bicarbonat schonend strahlen
_ Muss der Lack von
einzelnen Karosserieteilen
runter, dann hält sich die
Begeisterung des Lackierers
zumeist in Grenzen: Abbeizen ist heikel, Abschleifen
aufwändig, Sandstrahlen
hinterlässt eine Kraterlandschaft. Die mycon
GmbH aus Bielefeld hat ein
schonendes und günstiges
Verfahren entwickelt.
P
owerMaster hat das Unternehmen
das
patentierte
Verfahren
genannt, das auf den ersten
Blick an einen Hochdruckreiniger
erinnert: Kompressor, Schläuche,
Wasseranschluss. Aus der Reihe fällt da
nur der Behälter für das Strahlgut. Das
Geheimnis des PowerMasters steckt in
der Strahldüse: Sie beschleunigt das im
Wasser gelöste Strahlgut auf Überschallgeschwindigkeit und hat daher eine so
beeindruckende Leistung. Als Strahlgut
benutzen die Mitarbeiter von mycon
zumeist Bicarbonat. Damit haben sie
gute Erfahrungen gemacht, weil es sich
gut im Wasser löst und günstig ist.
Über die Dosiereinheit gelangt das
Bicarbonat in den Druckluftstrahl, erst
in der Strahlpistole wird das Wasser turbulent zugeführt. Somit erhöht sich das
Massegewicht des Strahlmittels und damit die Aufschlagkraft. Zudem zerplatzt
das in den Randzonen bereits wassergesättigte Strahlmittel beim Aufprall auf
die Oberfläche. „Farben, Lacke, Harze
und sogar Bitumen werden so regelrecht
weggesprengt“, sagt Jens W. Kipp, der
das System entwickelt hat. Wenn keine
Verschmutzungen durch Öl, Fett oder andere schädigende Stoffe vorliegen, kann
das Strahlmittel über den Abwasserkanal
entsorgt werden. Festpartikel lassen sich
ausfiltern.
Für einen Test haben wir einen alten
Kotflügel mitgebracht, dessen große Flächen sich beim Sandstrahlen verziehen
würden: Der PowerMaster pustet den
Originallack ebenso problemlos weg wie
die dicke Schicht Unterbodenschutz. Zurück bleibt eine glatte Oberfläche ohne
Krater. Alle Winkel, alle Ecken sind blank.
28
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
Wichtig ist, die Reste des Strahlguts
gründlich abzuspülen. Mit Bicarbonat
„geladen“ eignet sich der PowerMaster
allerdings nur bedingt zum Entrosten,
tiefergehende Vernarbungen schafft er
damit nicht. In diesem Bereich hat Michael Köhler, Chef der Köhler GmbH in
Wuppertal, Erfahrungen gesammelt:
„Zum Entrosten wechsle ich das Strahlmittel und benutze Glasmehl“, sagt der
51-Jährige. Er arbeitet seit 2006 mit dem
PowerMaster, den er hauptsächlich für
die Entlackung von Oldtimern einsetzt.
Inzwischen gehören auch die Klassik-Abteilungen einiger großer Automobilhersteller zu seinen Kunden. „Lack, Spachtelmasse, Unterbodenschutz und loser
Rost lassen sich mit dem PowerMaster
problemlos entfernen“, sagt Köhler.
Technisch präsentiert sich der PowerMaster anspruchslos, wie Geschäftsführer Oliver Kipp berichtet: „Als mobile Einheit ist er flexibel einsetzbar, der
Wasserverbrauch liegt bei einem halben
bis zwei Litern pro Minute.“ Das Gerät arbeitet im Niederdruckbereich mit einem
bis maximal zehn bar Druck und zwei bis
sechs Kubikmetern Luft pro Minute – je
nach Vorsatzdüse. Pro Betriebsstunde
verbraucht der PowerMaster zwischen
zwölf und 35 Kilo wasserlösliches Strahlmittel. Eine Ausnahme sind die Strahldüsen mit einer Breite von 160 Millimetern:
Dafür sind etwa zehn Kubikmeter Luftdurchsatz erforderlich und etwa 50 Kilo
Strahlmittel.
Sämtliche Geräte und auch komplette Handarbeitsplätze kann der Kunde
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Probe-Reinigen. Die Eckdaten sind
schnell erläutert: Aus allen Industriebereichen nimmt das Unternehmen
verschmutzte Teile entgegen, reinigt
sie kostenlos und schickt sie zurück
an den Eigentümer – zusammen mit
einer ausführlichen Dokumentation.
„Wir dokumentieren die Zeit, machen
Fotos und berechnen die Kosten, die für
gewöhnlich aufgelaufen wären. Unsere
Auftraggeber bekommen alles, was sie
für eine Wirtschaftlichkeitskalkulation
benötigen“, sagt Geschäftsführer Oliver
Kipp. Die Frachtkosten gehen zu Lasten
des Auftraggebers. Die Aktion ist befristet bis Ende August.
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und verwalten!
Lancia
amz: Fördert Spies Hecker auch Kooperationen von kleinen Lackierbetrieben
untereinander?
Hunze: Ja, im Spies Hecker Profi-Club, der
bereits seit 1990 ein starkes Forum für
Lackierbetriebe ist, tauschen vor allem
kleinere Unternehmen Informationen
aus. Bei unseren Themenforen treffen sich
Betriebsinhaber und diskutieren aktuelle
Themen der Branche. Viele Unternehmer
nutzen die Chance, um persönliche Kontakte zu führenden Entscheidern im Unfallreparaturmarkt zu knüpfen. Zudem
bieten wir unseren Clubmitgliedern einen Betriebsvergleich, der gerade kleinen
amz: Frau Hunze, vielen Dank für das Gespräch.
✓ Vollständige Original Teile
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Porsche
amz: Haben Sie ein Rechenbeispiel, ab
welcher Betriebsgröße sich eine Zusammenarbeit mit einem oder mehreren Kollegen lohnt?
Hunze: Nein, denn Kooperationen unterschiedlicher Betriebe in verschiedenen regionalen Märkten treffen immer auf ganz
differenzierte Voraussetzungen. Gerade
in wirtschaftlich unruhigen Zeiten wird
der Wettbewerbsdruck stärker und eine
Kooperation schwieriger. Dennoch gibt
es bei unseren Kunden positive Beispiele
erfolgreicher Zusammenarbeit. Diese
reicht von der einfachen Unterstützung
durch Ausleihen von Werkzeugen bis hin
zur engen Kooperation beim Abbau von
Auftragsspitzen. Wir unterstützen die Karosserie- und Lackierbetriebe auch beim
Knowhow-Transfer: Spies Hecker fördert
die Zusammenarbeit beim Austausch
von Informationen von Reparaturdaten,
Prozessabläufen und Betriebsführung.
Als Voraussetzung für eine erfolgreiche
Zusammenarbeit kommt es vor allem auf
Vertrauen und ein faires und ehrliches
Miteinander an. Ein starkes Netzwerk –
wie zum Beispiel Identica – kann hier den
einzelnen Betrieb zusätzlich unterstützen.
Ihre Vorteile!
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Vertragshändler Ihrer Wahl
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Seat
Lackierwerkstätten mit seiner konkreten
betriebswirtschaftlichen Auswertung Orientierung im Markt gibt.
Skoda
amz: Wie unterstützt Spies Hecker die
Lackierwerkstätten und freien Betriebe?
Hunze: Wir bieten unseren Kunden individuelle Lösungen sowohl mit gezieltem
Marketing und persönlicher technischer
Beratung. Spies Hecker leistet konkrete
Unterstützung in betrieblichen Fragen
und stellt Maßnahmen für eine erfolgreiche Kundenakquisition zur Verfügung.
Darüber hinaus bieten wir freien Lackierund Karosseriebetrieben die Möglichkeit,
an unserem Knowhow-Programm Colors
Unlimited International (CUI) teilzunehmen und im Branchenverein Spies Hecker
Profi-Club e.V. mitzuwirken. In unserem
Werkstattsystem Identica finden sich Partnerbetriebe, die in einem professionellen
Netzwerk von Karosserie und Lackexperten zusammenarbeiten wollen.
Opel
Angelika Hunze ist Leiterin Marketing Service und Geschäftsführerin
Spies Hecker Profi Club e.V. Foto: Spies Hecker
Volkswagen
Hecker den freien
Reparaturbetrieben
unter die Arme?
Peter Rodenbüsch
sprach mit Angelika Hunze, Leiterin
Marketing Service
und Geschäftsführerin Spies Hecker
Profi Club e. V.
Ford
_ Wie greift Spies
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technik
automobil
_ Italienischer
_ Jetzt im neuen Gewand
Unschöne Kratzer in Autolacken lassen
sich auf Dauer kaum vermeiden. Das vom
TÜV geprüfte Quixx-Repair-System entfernt laut Angaben des Herstellers leichte
und tiefe Kratzer, kleinere Schrammen und
Farbspuren schnell und zuverlässig
aus allen Lacken, auch Metallic.
Die Anwendung sei einfach: Paste
auftragen und polieren.
Die Entfernung von Lackkratzern kann gerade bei der Rückgabe von Leasingfahrzeugen oft
mehrere hundert Euro sparen. Was
früher oftmals aus Kulanz bei der
Fahrzeugrückgabe übersehen wurde, wird heute rigoros beanstandet.
Auch wer sein gebrauchtes Auto
verkaufen will erzielt einen höheren
Preis, wenn er es kratzerfrei anbietet.
Das Quixx-Repair-Sys­tem präsentiert sich seit Kurzem im neuen
Gewand. Der Hersteller bietet Quixx
in einer für den Kunden optimierten, größeren Verpackung
an. Entgegen dem allgemeinen
Trend zu Einsparungen sind die
Sets jetzt mit zwei, anstatt wie bisher einem Poliertuch ausgestattet.
www.e-v-i.de
Karosseriespezialist
Da gibt´s was oben drauf:
Quixx wird jetzt mit zwei
Poliertüchern geliefert.
Foto: Evi
_ Spritzkabinen für große Kaliber
Großraumanlagen werden individuell für den
jeweiligen Bedarfsfall projektiert, damit der
Benutzer über die für ihn optimale und wirtschaftlichste Einrichtung verfügt.
Foto: Wolf Anlagen-Technik
30
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
Erfolg durch Erfahrung lautet das Motto
bei Wolf Anlagen-Technik. Das Unternehmen aus Geisenfeld stellt Lackierkabinen
für Pkw, Nkw und Sonderfahrzeuge in
Fertigbauweise oder zur Nutzung vorhandener Gebäudeteile her. Die Lackierkabinen als Großraumanlagen werden
nach eigener Aussage individuell für
den jeweiligen Bedarfsfall entwickelt,
um dem Nutzer eine optimale und wirtschaftliche Einrichtung zur Verfügung zu
stellen. Die Kabinen können mit einem
oder mehreren Aggregaten bestückt und
auch in mehrere Abschnitte unterteilt
sein. Jeder Abschnitt für sich kann als
eigene Lackier- und Trockenkabine verwendet werden. Bei Großfahrzeugen ist
dann die Gesamtanlage im Einsatz. Um
dies dokumentieren zu können, hat das
Unternehmen eine neue Brosche aufgelegt, aus der alle Informationen rund um
jr.
diese Produkte hervorgehen. www.wolf-geisenfeld.de
Stoßstangen, Motorhauben, Frontverkleidungen, Scheinwerfer, Spiegel, Reparaturbleche, Kraftstoffbehälter, Ölwannen
und Radhausverkleidungen – das alles
gehört zum Lieferprogramm des Unternehmens Prasco SRL aus Turin in Italien.
1988 als Vertriebsbüro italienischer Hersteller gegründet, hat sich das Unternehmen gut entwickelt. Seit 2004 steht Prasco Italien ein Firmengelände von 80.000
Quadratmetern zur Verfügung. Die deutsche Prasco GmbH verfügt seit 2006 über
6500 Quadratmeter. Laut eigenem Bekunden hat sich Prasco zu einem der führenden Lieferanten für Karosserieteile in
Europa entwickelt.
In dem Unternehmen arbeiten heute 80 Mitarbeiter. Der Katalog beinhaltet
mehr als 16.000 verschiedene Artikel für
europäische, koreanische und japanische
Fahrzeuge. Laut Aussagen des Unternehmens schätzen die Kunden vor allem den
Service und die nahezu komplette Angebotspalette. Die Zusammenarbeit mit
allen führenden Herstellern von Karosserieteilen aus aller Welt habe dazu geführt,
dass Prasco ein konkurrenzfähiges Angebot mit höchster Qualität erreicht hat.
Alle Beleuchtungsprodukte und Außenspiegel entsprechen den gesetzlichen
Europäischen Vorschriften und natürlich
werden alle Teile unter Berücksichtigung
der ISO-Normen gefertigt.
Grün ist Programm
_ Mit dem neuen 30-7 2K-CV-
Grundfüller will Glasurit die
bekannte Reihe 68 noch ökonomischer und umweltfreundlicher
machen.
Maximaler Korrosionsschutz, leichte
Verarbeitbarkeit, und einen noch einmal deutlich verringerten Lösemittelanteil bietet laut Unternehmensangaben der neue Grundfüller von Glasurit,
der Lackmarke der BASF Coatings AG.
Der neue, wässrige 30-7 2K-CV-Grundfüller wurde eigens für den Zweischichtaufbau entwickelt. Der geringe
Verbrauch von Lösungsmitteln macht
die Verarbeitung umweltfreundlich
und zukunftssicher. Das grüne Etikett
der Lackdose ist damit Programm.
Für den Anwender soll sich der
Grundfüller 30-7 vor allem durch seine
Links: Alfa Romeo gehört
zu den Pionieren der
Common-Rail-Technologie. Der neue 2.0 JTDM
16V soll die sportliche
Philosophie der Marke
unterstreichen.
Der neue mit intelligentem
Downsizing konstruierte
1.8 TBi 16V überzeugt
durch Laufkultur, Drehfreude und Leistungsentfaltung. Fotos: Alfa Romeo
Zwei neue Alfa-Turbos
_ Alfa Romeo setzt in den
Baureihen Alfa 159 und Alfa 159
Sportwagon sowie in den Sportwagen Alfa Brera und Alfa Spider
den neuen Benzin-Direkteinspritzer
1.8 TBi 16V mit 200 PS und den
ebenfalls neu entwickelten DieselDirekteinspritzer 2.0 JTDM 16V mit
170 PS ein.
Alfa Romeo setzt in den Baureihen Alfa
159 und Alfa 159 Sportwagon sowie in
den Sportwagen Alfa Brera und Alfa Spider zwei neue Turbo-Triebwerke ein, einen Benzin-Direkteinspritzer 1.8 TBi 16V
und den ebenfalls neu entwickelten
Diesel-Direkteinspritzer 2.0 JTDM 16V.
Die Kombination aus Direkteinspritzung
und Turbo-Aufladung führt in beiden Fällen zu einem Plus an Leistung bei gleich-
optimale Verarbeitbarkeit auszeichnen.
Der 30-7 kann mit den bereits vorhandenen Spritzgeräten wie dem Druckkessel, der Doppelmembranpumpe, dem
Airless oder Airmix, bei Saug- und Fließbecher-Pistolen sowie bei der elektrostatischen Handapplication verarbeitet werden und ist so universell einsetzbar. Der
neue Grundfüller verfügt laut Glasurit
über eine sehr gute Spritznebelaufnahme und vereinfacht so die Applikation.
Die hohe Füllkraft von 30-7 garantiert
eine ausgezeichnete Strahlnarbenabdeckung, so dass 30-7 auch problemlos für
Ganzlackierungen im Nutzfahrzeugbereich eingesetzt werden kann. Bei einer
„Nass in Nass“-Verarbeitung mit Decklack braucht der Füller bei 20 Grad Celsius
eine Ablüftzeit zwischen 90 Minuten und
72 Stunden – je nach Luftfeuchtigkeit.
zeitig niedrigen Verbrauchs- und Emissionswerten, teilt man bei Alfa Romeo mit.
Beim 1,8-Liter-Triebwerk mit 1,742 Litern
Hubraum erreicht man kombiniert mit
Benzin-Direkteinspritzung plus Turboaufladung eine Leistungsausbeute von
147 kW (200 PS) bei 5000 Umdrehungen.
Das maximale Drehmoment liegt bei
320 Newtonmetern, das schon bei 1400
Touren anliegt. Der Benzinverbrauch
wird nach Modell mit 8,1 bis 8,3 Liter
angeben. Der 1.8 TBi 16V erfüllt zudem
die Euro-5-Abgasnorm und profitiert dadurch in Deutschland von einer Kfz-Steuer-Befreiung bis Ende 2010.
Ebenfalls neu im Programm für Alfa
159-Limousine und Sportwagon, Alfa Spider und Alfa Brera ist der Zwei-Liter-Common-Rail-Turbodiesel, der ebenfalls die
Euro-5-Abgasnorm erfüllt. Das bedeutet
auch in diesem Fall unter anderem eine
bis Ende 2010 gültige Befreiung von der
deutschen Kfz-Steuer. Das 125 kW (170
PS) starke Aggregat soll im Euro-Mix mit
5,4 Liter Dieselkraftstoff begnügen und
im nochmals Kohlendioxid-optimierten
Alfa 159 2.0 JTDM 16V Eco einen Verbrauch von 5,1 Liter auf 100 Kilometer
erreichen. Hohe Agilität bei minimalem
Verbrauch verspricht der neue Turbodiesel mit Fahrleistungen: Den Alfa 159,
Alfa Brera und Alfa Spider verhilft dieser
Motor zu 218 Stundenkilometer Spitzengeschwindigkeit. Beim Alfa 159 Sportwagon sind es laut Hersteller bauartbedingt
216. Für den Spurt aus dem Stand auf
Tempo 100 benötigen die 159er-Modelle
und der Spider neun Sekunden. Beim
Brera und Alfa 159 2.0 JTDM 16V sowie
Eco werden 8,8 Sekunden angegeben. jr.
Reihe 68: schneller
und ökonomischer
Die Reihe 68 ist zentraler Bestandteil
eines kompletten Nutzfahrzeug-Systems. Bei der Einführung der Reihe 68
kann sich der Fachbetrieb auf die professionelle Unterstützung von Glasurit
verlassen. Glasurit bietet auf individuelle Bedürfnisse zugeschnittene Verfahrenshandbücher sowie Schulungen
vor Ort. „Mit der Reihe 68 sind Lackierwerkstätten fit für die Zukunft“, sagt
Ralf Robert, Technical Sales Support
Deutschland.
Der neue Grundfüller ist Teil der so genannten Reihe 68, die eine Vorreiterrolle
im Nutzfahrzeugsektor sowohl bei der
Erst- als auch bei der Reparaturlackierung einnehmen will. Mit 30 Prozent
weniger Verbrauch in der Ready-forUse-Mischung und 30 Prozent kürzeren
Spritzzeiten sparen Anwender Material
und Zeit. Ein weiterer Pluspunkt ist die
um 25 Prozent schnellere Trocknung (30
Minuten bei 60 Grad Celsius). Die Reihe
68 ermöglicht damit höheren Durchsatz,
kürzere Standardzeiten und eine schnellere Auftragsabwicklung.
www.glasurit.com
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
31
technik
werkstattpraxis
Beim Karosseriebau des Opel
Insignia hat das Struktur- und
Festigkeitskleben stark zugenommen. Neu hinzugekommen
ist das Rollfalzen. Foto: Opel
Schrauben
statt Schweißen
_ Mit dem Opel Insignia
kommen im Karosseriebereich
zahlreiche Neuerungen auf den
Markt, die auch auf Reparaturverfahren Einfluss haben.
D
ie Karosserie eines Fahrzeugs
muss den Spagat zwischen
Sicherheits-, Komfort- und
Fahrdynamik-Anforderungen
erfüllen und zudem noch
Leichtbaupotential für Energieeinsparungen bieten. Den Entwicklungs-Ingenieuren ist es beim Insignia gelungen,
mit höchstfestem Stahl die Balance
zwischen Qualität und Sicherheit sowie
geringem Gewicht zu finden. Die steife
Karosseriestruktur bildet die Basis
dafür: Im Vergleich zum Vectra wurde
die Torsionssteifigkeit um 19 Prozent
verbessert, so dass sich Vorteile für ein
sicheres Fahrverhalten, den Lärmschutz
und die Crashsicherheit ergeben. Um
die Struktursteifigkeit der Karosserie zu
erreichen, wurden hoch- und höchstfeste Stähle verwendet, die insgesamt
einen 67-prozentigen Gewichtsanteil an
der Karosseriestruktur ausmachen. Bei
der Gewichtseffizienz – dem Verhältnis
von Fahrzeuggewicht zu Steifigkeit und
Größe – konnte sich der Insignia um
vier Prozent verbessern, weil intensiv
hoch- und höchstfeste Stähle sowie
Aluminiumbauteile eingesetzt wurden.
32
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
Die A- und B-Säulen beispielsweise
haben Einlagen aus höchstfestem Stahl,
der achtmal zugfester ist als normaler
Stahl. Die Einlagen verbinden Dach- und
Schwellerträger und verstärken so die
vordere Türöffnung. Strukturschäume
und Spezialklebstoffe in den Längsträgern und Karosseriesäulen erhöhen
die Crashsicherheit zusätzlich. Um die
Passagiere bei einem
Seitenaufprall
zu
schützen, sind die
B-Säulen die stärksten Teile der
gesamten Karosserie. Im Rohbau
werden sie innerhalb von 30 Sekunden
im Thermoform-Tiefziehprozess geformt,
wodurch sich die Zugfestigkeit deutlich
erhöht. Die Maßhaltigkeit der Karosserie
wird in der Rohbau-Fertigung durch spezifische Qualitätskontrollen gewährleistet, etwa durch rund 150 robotergesteuerte Laser-Präzisionsmessungen.
Verteilung der Crashenergie
Grundlage der hohen passiven Sicherheit
ist eine Karosserie mit einer Fahrgastzelle aus hochfestem Stahl, umgeben von
genau definierten Crash-Zonen, die sich
im Ernstfall kontrolliert verformen. Im
Frontbereich sind drei unterschiedliche
Lastpfade definiert, um äußere Kräfte zu
kanalisieren und zu absorbieren: Am vorderen Trägerrahmen führt dies über die
Längsträger und die oberen Holme in die
untere A-Säule. Im Heck sind zwei weitere
Querträger durch den Stoßstangenträger
aus Aluminium verbunden. Sie sind so
gestaltet, dass sie bei einem heftigen
Heckaufprall zunehmend einknicken und
sich verformen. Dabei kanalisieren sie
die Aufprall-Eneripan
gie in Richtung
m
:
Foto
untere C-Säulen,
Radläufe und Unterboden. Für besten Schutz
bei einem Seitenaufprall ist
die Karosseriestruktur so gestaltet,
dass sie die Belastungen verteilt, da es
dort wenig Spielraum für wirkungsvolle
Crash-Zonen gibt. In den Türen gibt es
mit Stahl verstärkte Holme, die diagonal
verbunden sind. Um die Belastung zu tragen, hat sich dieses Konzept, das B-Säule,
Seitenschweller mit Unterboden und
Dachverstrebungen einbezieht, als effizient erwiesen.
Fügetechniken
Die klassischen Fügetechniken Schweißen, Löten und Clinchen werden auch
beim Insignia eingesetzt, jedoch haben
sich die spezifischen Anteile gegenüber
dem Vectra deutlich verändert: Die Länge
der MIG-Lötnähte beträgt nur noch 400
Millimeter und ist somit um 2200 Millimeter kürzer, und die Anzahl der Clinchpunkte sank von 117 auf 141 Stück. Stark
zugenommen hat hingegen das Strukturund Festigkeitskleben: Der Insignia wird
Innenraum-Filter
auf 20.830 Millimeter Länge mit Klebematerial von DOW Automotiv zusätzlich verbunden (Vectra 300 Millimeter).
Die Epoxid-Klebstoffe sind eine Crashsichere Klebstofflösung zur Erfüllung der
Herstellervorgaben bezüglich Sicherheit
und Gewichtsreduzierung. Auch die Anzahl der Punkt-Schweiß-Verbindungen
hat sich vergrößert, auf jetzt 6331 Stück.
Ganz neu in der Reihe der Fügetechniken
ist das Rollfalzen. Hierbei werden die
Bleche mittels einer Bördelnaht verbunden, die zusätzlich mit Klebstoffmaterial
unterfüttert wird.
Das Laserschweißen ist heute Stand
der Technik und so nutzt auch Opel diese
Fügetechnik auf 2910 Millimeter Länge
(Vectra 1800 Millimeter). Zum Einsatz
kommt die Laserschweißtechnik unter
anderem, um Dach und Seitenwand der
Insignia-Karosserie zu verbinden. Der Laser fährt kameragesteuert an der Kante
der Dachhaut entlang und verschweißt
sie durchgehend mit dem Seitenrahmen.
Dies erhöht nicht nur die Steifigkeit der
Karosserie, sondern kommt auch der
Optik zugute: Erstmals kann auf eine
Abdeckleiste entlang der Regenrinne verzichtet werden.
Instandsetzung und Reparatur
Opel-Fahrzeuge überzeugen im Wettbewerbsvergleich mit günstigen Reparaturkosten nach einem Unfall. So wurde
auch die Konstruktion des Insignia mit
hohem Aufwand einerseits auf günstige
Reparaturkosten ausgelegt und andererseits auf hohen Werterhalt nach der Reparatur. Insgesamt soll der Opel Insignia
so konstruiert sein, daß Standzeiten und
Reparaturkosten durch den zügigen und
preiswerten Austausch von Komponenten minimal ausfallen.
Zum reparaturfreundlichen Konzept
gehören beispielsweise an vielen Stellen Schraub- statt Schweißverbindungen
oder die konstruktiv bereits vorgesehene
Möglichkeit, ursprünglich geschweißte
Verbindungen bei der Reparatur durch
Verschraubungen mit gleicher Festigkeit
zu ersetzen. Andere konstruktive Details
finden sich in der leichten Zugänglichkeit
und bei optimierten Befestigungen – beispielsweise des Kühlsystems oder der
Scheinwerfer. Beide Baugruppen verfügen
über definierte Sollbruchstellen, um weitere (kostenintensive) Beschädigungen zu
vermeiden. Für die Reparatur gibt es spezielle geschraubte Reparaturhalterungen,
mit denen sich die abgerissenen Befestigungslaschen günstig ersetzen lassen.
Die Scheinwerfer haben außerdem
so genannte Führungszapfen, die verhindern sollen, daß die im Crashfall
nach hinten geschobene Leuchteinheit
den Kotflügel beschädigt. Auch die Aufprallstützen, die ein Nachgeben der
Aluminium-Motorhaube bei einem Fußgängerunfall garantieren, sind mit dem
Hilfsrahmen verschraubt und können
preiswert gewechselt werden. Spezielle
Instandsetzungssysteme für Teile der
Fahrzeugelektrik tragen ebenfalls zur
günstigen Reparatur bei.
Das Reparatur- und Instandsetzungskonzept des Insignia wurde von Opel über
das übliche Maß der günstigen Versicherungseinstufung hinaus ausgelegt. Dieser Hersteller ist als reparaturfreundlich
und damit nachhaltig wertbeständig bekannt und diesem Ruf gilt es auch in Zukunft gerecht zu werden. Dennoch müssen die Opel-Reparaturvorgaben genau
beachtet werden, weil insbesondere der
Einsatz von hoch- und höherfesten Stahlblechen in der Karosserie erst die erforderliche Festigkeit und Stabilität bringt.
Diesen Materialien kommen besondere
Eigenschaften zugute und entsprechend
sind die Reparaturvorschriften. Der stark
gestiegene Anteil an Klebstoffmaterial
ist ebenfalls beachtenswert, da diese
sogenannte Hybrid-Fügetechnik (Punktschweißen und Kleben) auch in der Reparatur Anwendung findet. Der Karosseriefachmann sollte bei einer Reparatur am
Opel Insignia selbst gut vorbereitet sein
und auch den Instandsetzungsplatz entsprechend ausgerüstet haben.
Jürgen Klasing
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Reparaturfreundlich: Beim Opel Insignia wurden an vielen Stellen Schraub- statt Schweißverbindungen verwendet. Fotos (2): Klasing
Die Ingenieure haben die Möglichkeit vorgesehen, geschweißte Verbindungen bei der
Reparatur durch Verschraubungen zu ersetzen.
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
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technik
werkstattpraxis
Mit Re-Zinc lässt sich die Zinkschicht nach
der Karosserieinstandsetzung wieder herstellen. Fotos: Berner
Das Set besteht aus Stromquelle, Elektrolyt,
Handhaben mit Zinkplättchen und speziellen
Kunstfell-Pads.
Nach dem Verzinken muss das salzhaltige Elektrolyt
abgewaschen werden. Danach kann sofort mit dem
Lackaufbau begonnen werden.
Elektrolytisch verzinken
_ Berner bietet für das Wiederherstellen des Korrosionsschutzes
nach Blecharbeiten das so genannte Re-Zinc Verfahren an.
Damit sollen sich Fahrzeugkarosserien in einen ab Werk ähnlichen
Zustand zurück versetzen lassen.
D
ie meisten neueren Fahrzeuge sind vollverzinkt und
verfügen damit über einen
optimalen Korrosionsschutz.
Bei Karosseriearbeiten muss
die Zinkschicht meistens abgetragen
werden. Sorgt der Fachmann an dieser
Stelle nicht für einen ähnlich wirkungsvollen Korrosionsschutz, ist Rostbefall
vorprogrammiert.
Berner hat neulich mit Re-Zinc ein
neues elektrolytisches Verfahren vorgestellt, mit dem ein einhundertprozentiger
Korrosionsschutz auch nach der Reparatur gewährleistet sein soll. Es zeichnet
sich durch eine einfache und schnelle Anwendung und hohe Haftfestigkeit aus.
Die damit bearbeiteten Oberflächen sind
matt und sehr fein. Spachtelmasse, Füller
und Farben sollen hierauf gut haften. Ein
weiterer Vorteil: Da nur metallisch blanke Stellen verzinkt werden, bleibt der intakte Lack unbeschädigt.
Einfache Anwendung
Zum Reparaturset gehört eine Stromquelle, die eine konstante Stromstärke
zwischen sieben und 14 Ampere liefert.
Desweiteren gibt es im Set unterschiedliche Handhaben mit integrierter Zinkplatte. Für diese Handhaben werden
Kunstfelle mit einer speziellen Faserung
und ein salzhaltiges Elektrolyt mitgeliefert.
34
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
Zur Anwendung des Berner Re-Zincs wird
die Handhabe an den Pluspol der Stromquelle und der Minuspol an das Karosserieteil angeschlossen. Anschließend wird
die Handhabe mit dem Kunstfell-Pad versehen und in das Elektrolyt eingetaucht,
bis das Pad mit der Flüssigkeit getränkt
ist. Nun wird die Handhabe kreisförmig
über die blanke Schadstelle der Karosserie bewegt. Bei diesem Vorgang stellt
das Elektrolyt durch den Stromfluss ein
elektrolytisches Bad dar. Die spezielle
Faserung des Kunstfells lässt Zink-Ionen
von der Handhabe zum Karosserieblech
passieren. Durch den Stromfluss festigt
sich das Zink Stück für Stück auf der Karosserie und es entsteht eine matte, hellgraue Oberfläche. Entscheidender Vorteil
gegenüber anderen Verfahren ist, dass
sich keine Abrisskanten bilden. Denn
Zink setzt sich nur dort ab, wo Strom fließen kann. Die Stärke der Zinkschicht, die
auf diese Weise auf die Reparaturstelle
aufgebracht wird, beträgt zwei bis vier
Mikrometer (µm). Bei Bedarf kann der
Vorgang wiederholt werden. Abschließend wird die verzinkte Stelle mit einem
Schwamm und Leitungswasser abgewaschen. Danach kann sofort der weitere
Lackaufbau erfolgen.
Das Elektrolyt ist umweltneutral und
kann über die Kanalisation entsorgt werden. Nach der Anwendung werden alle
Teile des Reparatursets mit Leitungswasser gespült und getrocknet. Das System
kann beliebig oft wieder eingesetzt werden. Einziges Verschleißteil ist das Zinkplättchen in der Handhabe.
Vielfältige Einsatzgebiete
Das Berner Re-Zinc System beinhaltet
zwei verschiedene Handhaben für unterschiedliche Anwendungsgebiete. Die
große, runde ist für breite Flächen gedacht. Die kleine, rechteckige Handhabe
ermöglicht das Arbeiten an schwer zugänglichen und enge Stellen beziehungsweise an kleinen Flächen und an Kanten.
Die Zinkplättchen in den beiden Handhaben verfügen über Lasereinschnitte, so
dass sie sich flexibel an die zu bearbeitende Fläche anpassen. Daher können
auch Stellen mit Rundungen und Vertiefungen, beispielsweise an Kotflügeln und
Radläufen, sehr gut verzinkt werden.
Berner empfiehlt den Einsatz des
Re-Zinc-Verfahrens vor allem für Stellen,
die für Rost anfällig sind, beispielsweise durch die Gefahr von Steinschlägen.
Dazu zählen Kotflügel, Türen, Radläufe,
Schweller und Motorhauben. Weitere Anwendungsgebiete für das 540 Euro teure
System sind laut Anbieter Schweißnähte,
Falze und Innenseiten von zu punktenden
Blechen sowie bereits leicht angerostete
Stellen, die durch Re-Zinc vom Rostbefall
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werkstattausrüstung
Zug-Prüfung
_ Eine neue Lösung zur Prüfung der EPB auf dem Plattenbremsprüfstand
Fotos: Linzing
soll auch in Zukunft die HU-Abnahme mit dieser Prüfstandsart ermöglichen. Sie greift gleichzeitig die Vorschläge des ASA-Verbandes für eine
neue Richtlinie für Bremsprüfstände auf.
P
lattenbremsenprüfstände sind
seit jeher umstritten. Ganz
neutral betrachtet haben sie
im Vergleich zu Rollenbremsprüfständen
einige Vorteile:
Sie sind kostengünstig, ohne aufwändige Fundamentarbeiten zu installieren
und bieten eine schnelle Prüfung der
Bremsen unter realen Bedingungen –
quasi wie auf der Straße. Damit sind sie
bestens für den Annahmebereich und
für die stetig steigende Zahl von Allradfahrzeugen geeignet. Zudem liefern sie
interessante Zusatzinformationen, etwa
über das Nachschwingverhalten, das
Rückschlüsse auf das Dämpfungsvermögen des Fahrwerks erlaubt.
Gleichzeitig weisen die Plattenbremsprüfstände aber auch Defizite gegenüber
Rollenbremsprüfständen auf. So ist die
Reproduzierbarkeit der Prüfergebnisse
nicht immer gegeben, da es sehr schwierig ist, eine Untersuchungsreihe exakt
mit der gleichen Geschwindigkeit durchzuführen. Zudem sind Plattenprüfstände
für Diagnoseaufgaben kaum geeignet
– beispielsweise um exakt festzustellen,
wie sich die Bremskraftunterschiede bei
36
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
langsam zunehmender Pedalkraft entwickeln. Außerdem weisen einige Prüfstände beim Ermitteln der Gesamtabbremsung unrealistische Werte aus. Grund
dafür ist, dass bei Geschwindigkeiten
von unter 2,0 km/h ein Formschluss zwischen Reifen und Platte entsteht, der die
Bremswirkung verfälscht. Ein weiterer
Aspekt, der gegen die Plattenbremsprüfstände spricht, ist die zunehmende
Zahl der Fahrzeuge mit elektromechanischer Parkbremse (EPB). Wird die EPB
während der Fahrt betätigt, erfolgt eine
Abbremsung des Fahrzeugs mit Hilfe der
Betriebsbremse (siehe Kastentext).
Ende der Platte?
Fast schien es, als könnten all diese technisch bedingten Nachteile das Aus für
den Plattenbremsprüfstand in Deutschland bedeuten. Denn im Rahmen der
Neufassung der Vorschriften für die regelmäßige technische Überwachung ist
eine Überarbeitung der aktuellen Richtlinie für Bremsenprüfstände notwendig
geworden. Hierbei gilt es, neue Fahrzeugtechnologien wie die EPB oder die
Besonderheiten von Allradantrieben zu
berücksichtigen.
Der ASA-Verband wurde vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) dazu beauftragt,
einen Entwurf für eine neue Richtlinie für
Bremsprüfstände zu entwickeln. Rein aus
technischer Sicht hat anfangs alles für
den Rollenbremsprüfstand gesprochen.
Doch dem ASA-Arbeitskreis Prüfstände
ist es gelungen, einen Konsens zu erarbeiten, der künftig auch mit Plattenbremsprüfständen eine HU-Abnahme
ermöglichen soll.
Neue Bezugsgröße
So sieht der Entwurf der neuen Richtlinie
für Bremsprüfstände vor, dass künftig
nicht mehr die Bremskraft sondern die
mittlere Bremsverzögerung in den Fokus
der Auswertungen gestellt wird. Als Referenz soll – ähnlich wie bei Druckluftbremsen – die Betätigungskraft der Bremse
dienen. Aus diesem Grund haben die
ASA-Fachleute empfohlen, dass künftig
für alle Prüfstandsarten neben dem heute schon erforderlichen Pedalkraftmesser
eine Achslastwaage und für das Prüfen
von Auflaufbremsen bei Anhängern eine
Auflaufkraft- und -wegmesseinrichtung
vorgeschrieben sein soll. Um die Messergebnisse weiter zu optimieren, haben die
Prüfstandsexperten des ASA-Verbandes
außerdem für alle Prüfstandsbauarten
eine Mindestprüfgeschwindigkeit von 2,0
km/h und einen Reibwert der Rollen bzw.
Platten von 0,6 µ bis 0,8 µ vorgeschlagen.
Alle Prüfstände sollen außerdem in der
Lage sein, die Messwerte auszudrucken
und die letzten Ergebnisse zu speichern.
Außerdem soll die EPB aus dem Stand
heraus mit einer Geschwindigkeit von
bis zu maximal 2,0 km/h geprüft werden.
Hierbei wurde angeregt, dass das Haltemoment als Bewertungskriterium für die
Feststellbremse dienen soll.
Optimierungspotenzial
Um die Ergebnisse von Plattenbremsprüfständen zu optimieren, sieht der
ASA-Vorschlag vor, dass die mittlere
Bremsverzögerung künftig bei einer
Durchschnittsgeschwindigkeit von 5,0
km/h berechnet wird. Damit ist für diese Prüfstandsart eine Geschwindigkeitsmesseinrichtung notwendig. Werte
unter 2,0 km/h sollten dabei nicht mehr
berücksichtigt werden. Außerdem wurde
eine Empfehlung für die Mindestlänge
der Platten abgegeben. Sie sollte mindestens 1,5 m betragen. Für das Prüfen
elektromechanischer Feststellbremsen
aus dem Stand heraus, raten die ASAExperten außerdem, eine geeignete Zugvorrichtung mitzuliefern.
Bezüglich der Empfehlungen für die
Vorschriften für Rollenbremsprüfstände
hat sich der ASA-Arbeitskreis darauf geeinigt, dass die Rollen künftig bei einem
Schlupfwert von 25 Prozent abgeschaltet werden sollten. Außerdem wurde für
die Prüfrollen ein Mindestdurchmesser
von 200 mm vorgeschlagen. Ferner sollte
die Prüfgeschwindigkeit auch bei maxi-
Der Entwurf für die
neue Bremsprüfstandsrichtlinie sieht
auch für Rollenbremsprüfstände Optimierungsmaßnahmen vor.
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
37
technik
werkstattausrüstung
F unktion und T est
Die EPB im Audi A6
Die EPB bietet im Vergleich zur konventionellen Feststellbremse zahlreiche
Vorteile. Unter anderem ermöglicht sie
das Realisieren neuer Funktionen wie
adaptiver Anfahrassistent oder dynamische Notbremsung.
maler Bremskraft die Schwelle von 2,0
km/h nicht unterschreiten. Desweiteren
wurde angeregt, dass für die HU zugelassene Rollenprüfstände künftig über eine
Allradfunktion verfügen und in der Lage
sein sollen, für das Prüfen der EPB aus
dem Stand mit einer Prüfgeschwindigkeit bis zu maximal 2,0 km/h anzulaufen.
Eine Niederspannvorrichtung zur Achslasterhöhung wird ebenfalls als Pflichtausstattung empfohlen.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der Richtlinienentwurf des
ASA-Verbandes Verbesserungen für alle
Bremsprüfstandsbauarten beinhaltet,
die sich positiv auf die Sicherheit im Straßenverkehr auswirken werden. Zudem
werden erstmals die Prüfergebnisse von
Rollen- und Plattenbremsprüfständen
miteinander vergleichbar. Der Entwurf
wurde bereits an den Revisionsausschuss
§§ 29 und 47a StVZO geleitet. Noch ist
unklar, welche Änderungsvorschläge
vom Gesetzgeber angenommen und umgesetzt werden.
Erste Lösungen
Zieht der Autofahrer bei stehendem
Fahrzeug den Zug-Druck-Taster nach
oben, baut der Aktor innerhalb einer
Sekunde die maximale Spannkraft von
17 kN auf. Zum Lösen der EPB muss
der Zug-Druck-Taster bei getretenem
Bremspedal und eingeschalteter Zündung kurz nach unten gedrückt werden.
Wird der Bedienschalter der EPB bei
einer Geschwindigkeit von über 8 km/h
betätigt, interpretiert das System dies
als Notbremsung. In solchen Fällen
erfolgt ein Druckaufbau mit Hilfe des
ESP-Hydroaggregats an allen vier Radbremsen, der das Fahrzeug mit 8 m/s²
bis zum Stillstand verzögert. Damit ist
das dynamische Prüfen der EPB auf
Plattenbremsprüfständen nur schwer
möglich.
Für die Wirkprüfung der EPB auf
Rollenbremsprüfständen ist eine Prüfstandserkennungsfunktion ins System
integriert. Drehen sich die Hinterräder
bei stehenden Vorderrädern mit einer
Geschwindigkeit von unter 8 km/h (die
übliche Prüfstandsgeschwingikeit beträgt 6 km/h) wird die Prüfstandsfunktion aktiviert und ein entsprechender
Hinweis im Kombiinstrument ausgegeben. Danach lässt sich die Parkbremse
in zwei Stufen aktivieren. Betätigt der
Fachmann den EPB-Taster beim ersten
Mal, wird etwa die halbe Spannkraft
aufgebracht. Beim zweiten Ziehen des
Tasters wird die EPB bis zur Blockiergrenze betätigt.
rl
38
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
Der Werkstattausrüster Heka aus Freiburg hat für das Prüfen der EPB auf dem
Plattenbremsprüfstand bereits eine neue
statische Lösung entwickelt. Sie besteht
aus einer erweiterten Software für den
Prüfstand und einer Zugvorrichtung. Zum
Prüfen der EPB wird vor dem Prüfablauf
das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs in die Software eingegeben und
dort auch die EPB-Prüffunktion aktiviert.
Danach wird das Fahrzeug mit der Hinterachse auf den Plattenbremsprüfstand
gestellt und die EPB aktiviert. Wichtig ist
dabei, dass der Leerlauf eingelegt ist. Falls
der Plattenprüfstand im Durchfahrtsbereich steht – wo er am meisten Sinn
macht – muss die Zugvorrichtung jetzt
im Boden verankert werden. Anschließend wird ein Zugseil an der Abschleppöse des Fahrzeugs befestigt und mit der
Zugvorrichtung so lange gespannt, bis
die gesetzlich vorgeschriebene Haltekraft
(16 Prozent des zulässigen Gesamtgewichtes) erreicht ist. Die einzelnen Prüfschritte werden in der Anzeige des Prüfstandes durch Symbole angezeigt. Das
Ergebnis der EPB-Prüfung lässt sich in der
Anzeige ablesen. Gleichzeitig werden die
Werte in das Prüfprotokoll übernommen.
Das Prüfen der gesamten Bremsanlage kann auf diese Weise in knapp unter
zwei Minuten erfolgen. Nicht eingerechnet ist hierbei die eventuelle Suche nach
der anschraubbaren Abschleppöse und
der Zeitbedarf für eine zweite Person,
welche die Zugvorrichtung betätigt. Um
den Zeitbedarf noch weiter zu senken,
arbeitet Heka derzeit an der Entwicklung
eines Schnellspannsystems für die Zugvorrichtung. Eventuellen Sicherheitsbedenken begegnet das Unternehmen mit
einem sehr stabil ausgelegten Zugseil
und einer ebensolchen Verankerung der
Zugvorrichtung.
Die erweiterte Prüfsoftware ist laut
Herbert Kallinich, Geschäftsführer von
Heka, bereits zu einem Preis von 380
Euro erhältlich. Die Zugvorrichtung wird
zu einem Preis von rund 200 Euro angeboten. Damit hat Heka gezeigt, dass die
statische EPB-Prüfung auf dem Plattenbremsprüfstand möglich ist. Dennoch
bietet die Lösung für Skeptiker offene
Fragen und Ansatzpunkte für Kritik. Zum
Beispiel, wie das gespannte Zugseil im
hektischen Werkstattalltag zu bewerten ist, welche zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen eventuell zu treffen sind
und wie die Autofahrer auf diese Art der
Bremsenprüfung reagieren werden.
Laut Kallinich ist die EPB-Zug-Prüfung
auch für die rund 12.000 in Deutschland
bereits vorhandenen Plattenbremsprüfstände eine praktikable Lösung. Die
Zukunft wird es zeigen, ob sie der Markt
annimmt und ob die anderen Hersteller
von Plattenbremsprüfständen dem Beispiel von Heka folgen werden.
Richard Linzing
Plattenbremsprüfstände
liefern auch Zusatzinformationen, etwa über das
Ausschwingverhalten des
Fahrwerks.
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Ein Bremsenprüfstand ist nicht nur für die Abnahme der HU im eigenen Betrieb, sondern auch
für Wartungs- und Reparaturarbeiten unerlässlich. Mit der neuen Prüfstandsserie BSA 4xxx
bietet Bosch mikroprozessorgesteuerte Bremsenprüfstände an, die sich an die individuellen
Werkstatt-Anforderungen anpassen lassen. Bei
allen Varianten ist die Steuerelektronik als kompakte Einheit im Rollensatz untergebracht. Damit
kommen die Prüfstände ohne Steuerschrank aus.
Alle Prüfstände bieten einen vollautomatischen
Prüfablauf.
Für die Anforderungen der meisten Pkw-Werkstätten ist der BSA 4341 konzipiert. Er erlaubt bei
einer Prüfgeschwindigkeit von 5,2 km/h eine Prüfachslast von 2,5 Tonnen und eine Bremskraft von
6,0 kN. Serienmäßig verfügt er über eine automatische Allraderkennung mit Drehrichtungsumkehr. Eine elektromagnetische Bremse ermöglicht
das schonende Ausfahren aus dem Prüfstand. Mit
einem speziellen Prüfprogramm können zudem
elektronische Parkbremsen geprüft werden.
Bei Bedarf lassen sich die Rollenbremsenprüfstände BSA 43xx schrittweise zur kompletten
Prüfstraße aufrüsten, etwa mit dem Fahrwerkstester SDL 430. Das Modell SDL 435 erlaubt zusätzlich eine Geräuschdiagnose. Außerdem kann
der Prüfstand mit der Spurtestplatte SDL 410
erweitert werden. Basis der Aufrüstung zur Prüfstraße ist ein Werkstatt-PC, der über den BNet-Gerätebus-Anschluss des Prüfstandes angeschlossen
wird. Damit kann auch ein Bosch-Diagnose-Tester
aus der KTS-Reihe in die Prüfstraße eingebunden
werden, um beispielweise ABS-Sensoren zu prüfen. Die Bosch-Bremsenprüfstände und -prüfstrarl
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Nahe am Original
_ Das US-Unternehmen Ross-Tech
hat ein mehrsprachiges Diagnosesystem entwickelt, das fast alle
Funktionen des VW-Originaltesters
abbildet – ein Geheimtipp für alle
Werkstätten, die häufig mit Fahrzeugen des VW-Konzerns zu tun haben.
Für den Einsatz von VCDS wird lediglich ein Windows-Rechner benötigt. Messwerte lassen sich auch grafisch darstellen. op - C om
Alternative für Tech-II
Ähnlich wie VCDS für Fahrzeuge des
VW-Konzerns bietet OP-COM eine
kostengünstige Diagnose in Herstellerqualität für Opel-Modelle mit OBD-Anschluss. Die PC-basierte Diagnoselösung
bietet laut Anbieter umfangreiche und
frei konfigurierbare Istwertanzeigen,
Programmiermöglichkeiten von Steuergeräten, der Wegfahrsperre, Injektoren
und vieles mehr. Die übersichtlich
aufgebaute und leicht zu bedienende
Software wird laufend aktualisiert.
Updates sind derzeit noch kostenlos. Das
Gesamtsystem (Software, Anleitung und
Interface) wird in einem Hartschalenkoffer geliefert und kostet 850 Euro. Nähere
Informationen und Bezugsmöglichkeiten
gibt es unter www.carsoftmft.de.
40
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
F
reie Werkstätten, die ein universelles Diagnosesystem einsetzen,
stehen immer wieder vor der Situation, dass sie bei bestimmten
Diagnose- oder Codieraufgaben
passen müssen. Wer dennoch in die
Tiefen der markenspezifischen Diagnosewelt abtauchen will, steht vor der Entscheidung, sich ein herstellerspezifisches
Gerät anzuschaffen. Kleineren Betrieben
fehlt dazu aber meistens das Geld. Für
alle Kfz-Werkstätten, die einen hohen
Anteil an Fahrzeugen aus dem VW-Konzern betreuen müssen, gibt es aber mit
VCDS eine interessante Alternative zum
Originaltester. Die aus den USA stammende Software wird in Deutschland
übersetzt und als Komplettsystem unter
anderem von PCI Tuning in Riedenburg
(www.vcdspro.de) vertrieben.
Das VCDS-Diagnosesystem ist denkbar einfach aufgebaut: Herzstück ist
eine Software, die auf allen handelsüblichen Windows-Rechnern läuft. Die
Verbindung zur Fahrzeugelektronik wird
mit Hilfe eines OBD-Adapterkabels hergestellt, das gleichzeitig den Dongel für
das Freischalten der Software enthält.
Zur Diagnose muss das Adapterkabel
lediglich per USB-Schnittstelle mit dem
Rechner verbunden und die Software gestartet werden. Und schon stehen dem
Anwender fast alle Funktionen des VWOriginaltesters zur Verfügung. Nicht unterstützt werden geführte Funktionen,
Fotos: Linzing
das Flashen von Steuergeräten und die
Schlüsselprogrammierung.
Technisch
ist letztere Funktion zwar möglich, wird
aber faktisch vom Anbieter nicht empfohlen, da die Fahrzeugcodes nicht frei
verfügbar sind.
Die VCDS-Diagnosesoftware ist übersichtlich und leicht verständlich aufgebaut. Allgemeine Diagnoseaufgaben
lassen sich auch ohne spezielle VW-Kenntnisse zügig abarbeiten. Wer allerdings
Grundeinstellungen, Codierungen, oder
Anpassungen vornehmen will, muss sich
mit der im VW-Konzern üblichen Terminologie und den dort verwendeten Diagnosestrukturen auskennen. Diese Voraussetzung gilt aber auch für alle, die einen
originalen VW-Tester einsetzen wollen.
Direkt nach dem Aufrufen der Software kann der Anwender sich gezielt in
ein System einwählen oder die Funktion „Auto-Scan“ aktivieren, die alle verbauten Fahrzeugsysteme automatisch
abfragt und die Fehlerspeicherinhalte
auflistet. Mit der „Steuergerätesuche“ erhält man ebenfalls einen Überblick über
die verbauten Steuergeräte. Dank EOBDFunktionalität lässt sich das System auch
markenübergreifend einsetzen.
Hohe Funktionsvielfalt
VCDS zeichnet sich durch eine sehr große
Informationsfülle aus. So wird etwa beim
Ansprechen eines Fahrzeugsystems ne-
Die Leistung
des Originals
Erstklassige Filter
passgenau & zuverlässig!
Die Diagnosesoftware ist
übersichtlich und
leicht verständlich
aufgebaut. An
vielen Stellen setzt
sie VW-typische
Diagnosekenntnisse voraus.
ben Teilenummer, Bauteilbezeichnung,
Codierung und Fahrgestellnummer auch
der jeweilige Softwarestand angezeigt.
In Erwin, dem Informationssystem von
Volkswagen für den freien Markt, lässt
sich leicht nachprüfen, ob gegebenenfalls
eine Softwareaktualisierung notwendig
ist. Damit kann sich der Fachmann eine
unnötige Fehlersuche sparen.
Bei den Messwerten werden, wo es
möglich ist, auch die Sollwerte angezeigt. So kann der Fachmann bei der Fehlersuche schnell erkennen, ob ein Wert
aus dem Ruder läuft. Neben den vorgegebenen Messwertblöcken ist auch die
Anzeige individuell ausgewählter Messwerte möglich. Alle Messwerte können
sowohl numerisch als auch grafisch dargestellt und für spätere Auswertungen
samt Indexmarken protokolliert werden.
Für Codieraufgaben stellt die Software
Hilfetexte bereit, so dass der Anwender,
ohne erst Zusatzinformationen besorgen
zu müssen, den richtigen Code eingeben
kann. Das System unterstützt auch lange
Codierungen.
Neben den manuell auswählbaren
Diagnoseaufgaben wie Stellgliedtests,
Codierungen, Anpassungen und Grundeinstellungen verfügt die Software auch
über einige automatisierte Funktionen.
Hierzu zählt etwa das Zurücksetzen der
Serviceintervalle, das Löschen aller Fehlerspeicher mit einem Mausklick, das
Aktivieren oder Deaktiveren des Trans-
portmodus, das Anzeigen der GatewayVerbauliste oder die Ringbruchdiagnose
für MOST-Datenbusse.
Günstiger Einstieg in die
Markendiagnose
Neue Modelle des VW-Konzerns werden
laut Ross-Tech bereits drei bis sechs Monate nach Markteinführung in die Software aufgenommen. Die regelmäßig
verfügbaren Updates sind kostenlos. Es
entstehen nach dem Kauf also keine weiteren Kosten. Da der Dongel im Diagnosestecker enthalten ist, kann die Software
auf beliebig vielen Rechnern installiert
werden. Eine Hotline für Fragen rund um
das Diagnosesystem ist in Vorbereitung.
PCI Tuning bietet das System in einem
stabilen Kunststoffkoffer in zwei Versionen zu je 349 Euro und 449 Euro an.
Sie unterscheiden sich lediglich durch
die Zahl der enthaltenen Adapterleitungen. VCDS stellt für freie Werkstätten,
die einen hohen Anteil von Fahrzeugen
aus dem VW-Konzern zu betreuen haben, eine ideale und vor allem budgetschonende Ergänzung zu universellen
Diagnosesystemen dar. Bedenkt man,
dass damit für viele Diagnoseaufgaben
die Fahrt zum VW-Kollegen überflüssig wird, hat sich die Investition schnell
amortisiert.
Richard Linzing
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
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m
o:
t
Fo
Zweisäulenbühnen nutzen nichts,
wenn ein nicht geeignetes Verankerungssystem eingesetzt wird. Die
amz-Redaktion hat bei Maha nachgefragt, worauf bei der Hebebühnenbefestigung zu achten ist.
Z
weisäulenbühnen sind in KfzWerkstätten beliebt und weit
verbreitet. Sie sind vergleichsweise günstig, lassen sich fast
überall aufstellen und ermöglichen das Abarbeiten eines Großteils der
im Werkstattalltag anfallenden Aufgaben. Durch die Zunahme des Transportersegments geht der Trend immer mehr
zu so genannten Universalbühnen, die
vom Kleinwagen bis zur Sprinterklasse
alle Modelle anheben können.
Die meisten Hebebühnenhersteller
sind im Segment der Zweisäulenbühnen
vertreten. Der Einfluss der Anbieter aus
Fernost hat seit geraumer Zeit zu einem
heftigen Preiskampf am Markt geführt.
Doch das ist für den Endverbraucher –
also die Kfz-Werkstatt – nicht in jedem
Fall gut. „Aufgrund der geltenden Sicherheitsrichtlinien besteht bei der Produktion von Zweisäulenbühnen nur wenig
Spielraum für Kostensenkungen“, berichtet Wolfgang Eser, Key Account Manager bei Maha in Haldenwang. Dafür
sei der Montageservice oft Gegenstand
von Preisverhandlungen und hier werde
vielfach beim Befestigen der Säulen an
der Sicherheit gespart. Doch genau so
wie das ABS nichts bringt, wenn der Autofahrer minderwertige Reifen aufzieht,
sind auch alle Sicherheitsvorkehrungen
bei Zweisäulenbühnen nutzlos, wenn ein
nicht geeignetes Verankerungssystem
verwendet wird.
Ein ungeeignetes Dübelsystem kann bei Zweisäulenbühnen schwerwiegende Folgen haben.
der Oberseite zu Druckkräften. Dadurch
entstehen an der Unterseite Risse im
Beton, die von oben nicht wahrnehmbar sind. In diesem Fall spricht man von
gerissenem Beton. Die Risse sind aber
nicht weiter schlimm, da sie die Festigkeit des Bauelements nicht beeinflussen.
Ungerissenen Beton findet man nur bei
Bauteilen, die nicht auf Zug beansprucht
werden. Das kommt im Bereich von
Decken und Böden nur sehr selten vor.
Daher muss man bei der Montage von
Hebebühnen meistens von gerissenem
Beton ausgehen.
Auf den Dübel kommt es an
In der Praxis werden für die Befestigung
von Zweisäulenbühnen unterschiedliche
Dübelsysteme eingesetzt, etwa Spreizoder Verbunddübel. Die Wahl des Dübelsystems orientiert sich an den auftretenden Kräften am Fußpunkt der Säulen
und an der Bodenbeschaffenheit. Am
gängigsten sind Spreizdübel. Sie sind kostengünstig und vor allem schnell zu verarbeiten. Aber: „Dübel können ein Risiko
bei der Montage von Zweisäulenbühnen
darstellen, wenn man die Qualität des
Betons nicht kennt“, erklärt Winfried
Schmitt, Leiter der Fertigung und Entwicklung Hebetechnik bei Maha. Denn
der Monteur könne vor Ort nicht beurteilen, ob es sich bei der Bodenkonstruktion
Unterschiede bei Beton
Dazu muss man wissen, dass Beton nicht
gleich Beton ist. Fachleute unterscheiden
diesen Bauwerkstoff neben verschiedenen Druckfestigkeitsklassen in gerissenen und ungerissenen Beton. Beton
kann sehr hohe Druckkräfte aufnehmen
aber nur sehr geringe Zugkräfte. Ohne
Bewehrung reißt Beton bei Zugbelastung
und bricht auseinander. In Stahlbetonbauteilen übernimmt die Bewehrung
die Zugkräfte. Bei Decken oder Böden
aus Stahlbeton kommt es durch die Belastung an der Unterseite zu Zug- und an
42
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
Das Injektionsdübelsystem bietet eine hohe
Festigkeit und ist für gerissenen und ungerissenen Beton zugelassen.
Fotos: Linzing
um gerissenen oder ungerissenen Beton
handelt. „Werden Dübel verwendet, die
keine Zulassung für gerissenen Beton
haben oder zu nahe an einem alten Dübelloch positioniert, kann nicht von einer
sicheren und vorschriftsmäßigen Befestigung ausgegangen werden“, so Schmitt
weiter. Denn im Laufe der Zeit könnten
sich die Dübel lockern und im schlimmsten Fall die Bühne umkippen. Daher sei
es von größter Bedeutung, beim Befestigen von Zweisäulenbühnen nicht zu sparen und nur zugelassene Dübelsysteme
einzusetzen. Im Zweifel sei grundsätzlich
der Rat eines Statikers einzuholen.
Mit Injektionssystem
auf der sicheren Seite
Um diesen Unsicherheiten vorzubeugen, setzt Maha bei der Befestigung von
Zweisäulenbühnen ein so genanntes
Injektionssystem ein, erklärt Schmitt.
Es besteht aus einer Ankerstange mit
konischen Spreizelementen und einem
Zweikomponenten-Injektionsmörtel.
Dieses System vereint die Vorteile von
Verbund- und Spreizdübeln und ermöglicht es, hohe Lasten bei geringen Randund Achsabständen in den Untergrund
einzuleiten. Zudem ist es europaweit
für gerissenen und ungerissenen Beton
zugelassen. Schmitt: „Mit dem Einsatz
des Injektionssystems bei der Hebebühnenmontage sind wir unabhängig von
der Bodenqualität und immer auf der
sicheren Seite.“ Zudem schaffe die hohe
Festigkeit des Injektionssystem größere Spielräume bei der Wahl des Säulenabstandes. Allerdings mache sich der
höhere Zeitaufwand und die ebenfalls
höheren Materialkosten im Vergleich zu
Spreizdübelsystemen bei den Montagekosten bemerkbar. „Dieser Kostenmehraufwand zahlt sich aber durch höchste
Sicherheit bei der Montage von Zweisäulenbühnen aus und sollte bei jedem KfzUnternehmer nicht in Frage stehen“, rät
Eser.
Richard Linzing
_ Bühnen-Programm
neu gemischt
Der mittlerweile in Halver ansässige Hebetechnikspezialist Zippo Lifts hat sein
Hebetechnik-Angebot bei den UnterflurHebebühnen neu gemischt und aktualisiert. Neben neuen Bühnenvarianten
sind vor allem auch neue Ausstattungsmöglichkeiten und Zubehörfeatures dazugekommen, die ein individuelles Anpassen an die jeweiligen Bedürfnisse des
künftigen Betreibers ermöglichen.
So können Werkstattbetreiber zwischen verschiedenen Fahrzeugaufnahmen wählen: von der klassischen Reparaturaufnahme über Schwenkarme bis hin
zu Fahrbahnschienen. Zudem besteht die
Möglichkeit der Kombination mit Radfreihebern.
Darüber hinaus kann der Kunde
zwischen unterschiedlichen Stempelabständen und Traglasten wählen und
damit die Bühne auf seine speziellen
Bedürfnisse und Ansprüche abstimmen.
Flexibel heben: Mit neuen Ausstattungsvarianten
und Zubehördetails lassen sich die Unterflur-Hebebühnen von Zippo Lifts noch individueller gestalten.
Demnächst sollen neue Vier-Stempel-Varianten
dazukommen. Foto: Zippo Lifts
Zu den Eckdaten der Bühnen, die sich Unternehmensangaben zufolge aufgrund
ihrer einfachen Technik und wegen des
Verzichts auf „elektronischen Schnickschnack“ vor allem durch ihre Robustheit
und eine lange Lebensdauer auszeichnen, gehören eine Hubhöhe von 2060
Millimetern und eine Überfahrhöhe von
weniger als 70 Millimetern.
In den nächsten Wochen will Zippo
Lifts eigenen Angaben zufolge das Programm an Vier-Stempel-Unterflurhebebühnen noch um zwei weitere Varianten
erweitern. Das komplette Hebetechnikprogramm ist ab sofort auch online abkk
rufbar.
www.zippolifts.de
Hardware-Update für KTS-Tester
_ Die OBD-Wechseladapterleitung mit UBox02 erweitert den Einsatzbereich für ältere KTS-Diagnosegeräte von Bosch.
Die OBD-Wechseladapterleitung mit UBox02
ermöglicht die Diagnose an neueren Fahrzeugen auch mit älterer Diagnose-Hardware.
Foto: Linzing
Damit universelle Diagnosegeräte die
Kommunikation mit den Fahrzeugsteuergeräten aufnehmen können, müssen sie die Diagnoseprotokolle aller
Automobilhersteller beherrschen und
je nach System unterschiedliche Pins
am Diagnosestecker ansteuern. Dazu
sind die KTS-Diagnosegeräte von Bosch
neuerer Bauart mit einem integrierten
OBD-Wechseladapter ausgestattet. Bei
Änderungen oder Erweiterungen der
Kommunikationsprotokolle kann dieser
ausgetauscht und das Gerät damit auf
den aktuellsten Stand gebracht werden.
Für das Aufrüsten von KTS-Geräten
ohne Wechseladapter (KTS 520/550/650)
hat Bosch die OBD-Wechseladapter-
leitung mit so genannter UBox im
Programm. Letztere beinhaltet einen
Wechseladapter, der bei Bedarf einfach
ausgetauscht werden kann. Mittlerweile
gibt es die OBD-Leitung und die UBox in
der zweiten Generation. Sie unterstützt
nun auch das Adapterkonzept „easy connect“, mit dem sich herstellerspezifische
Diagnoseanschlüsse ohne aufwändige
Adaption nutzen lassen. Aufgrund neuer
Diagnoseprotokolle
und Schaltstrategien
bei der Pinbelegung
ist die OBD-Wechseladapterleitung
mit
UBox02 für eine stetig
steigende Zahl neuerer
Fahrzeugmodelle unerlässlich geworden. Ist
die OBD-Wechseladapterleitung mit UBox01
bereits
vorhanden,
muss lediglich die UBox
ausgetauscht werden.
Somit lassen sich
auch die KTS-Diagnose-
geräte 520/550/650 auf den aktuellsten
Stand bringen. Das Hardware-Update ist
denkbar einfach. Nach dem Anschließen
an das Diagnosegerät wird die neue Leitung automatisch von der Esitronic erkannt und der Anwender kann sofort mit
rl
der Diagnose starten. www.werkstattportal.bosch.de
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
43
technik
werkstattausrüstung
Leicht zu bedienen: Der Servicetester
EasyCheck bietet die wichtigsten
Funktionen an, die für Wartungsund Reparaturarbeiten benötigt
werden. Foto: Linzing
_ Der neue EasyCheck
von TRW ermöglicht Mechanikern die
schnelle Kommunikation mit der Fahrzeugelektronik bei
Servicearbeiten. Die
amz-Redaktion hat den
handlichen Tester ausprobiert.
Schneller Servicetester
D
ie Fahrzeugelektronik hat im
Werkstattalltag vieles verändert. Noch bis vor wenigen
Jahren war die Kommunikation mit den einzelnen
Systemsteuergeräten eher ein Fall für
den Diagnosespezialisten. Heute ist der
Kfz-Mechaniker selbst bei routinemäßigen Wartungsarbeiten und einfachen
Verschleißreparaturen darauf angewiesen. Doch dafür wird nicht immer
ein umfangreiches und teures Diagnosegerät benötigt. Denn Servicearbeiten
stellen ganz andere Anforderungen an
die Steuergerätekommunikation als
die Fehlersuche. Hier muss es vor allem
schnell gehen. Das betrifft sowohl die
Einsatzbereitschaft des Gerätes als auch
das Auffinden und Durchführen der verschiedenen Servicefunktionen.
Kompakt und vielseitig
Der Servicetester EasyCheck von TRW
passt genau zu diesen Anforderungen.
Dank handlicher Abmessungen findet
er in jedem Werkstattwagen Platz und
bietet für die Modelle der 13 wichtigsten
Fahrzeughersteller das Lesen und Löschen
des Fehlerspeichers von ABS-, Klima-, Airbag- und EPB-Steuergeräten. Zudem ermöglicht der EasyCheck das Zurückstellen der Serviceintervalle, das Auslesen
aller EOBD-Daten und das Deaktivieren
und Aktivieren der EPB und der SBC für
Wartungs- und Reparaturarbeiten.
Der Servicetester von TRW ist kompakt gebaut und liegt mit seiner gum-
44
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
mierten Einfassung sehr gut in der Hand.
Das Diagnosekabel wird an der Geräteoberseite eingesteckt. Die Spannungsversorgung des EasyCheck erfolgt über
die Diagnoseschnittstelle des Fahrzeugs.
Bedient wird das Gerät über sechs selbsterklärende Folientasten an der Gerätefront. Das beleuchtete Display ist gut
ablesbar – auch aus unterschiedlichen
Blickwinkeln und bei ungünstigen Lichtverhältnissen.
Schneller Start
Bereits zehn Sekunden nach dem Anschluss des EasyCheck an den Diagnosestecker ist das Gerät betriebsbereit. Im
Hauptmenü kann der Anwender anschließend eine der angeboten Funktionen anwählen. Danach wird die Fahrzeugmarke selektiert. Gegebenenfalls muss die
Anschlussart noch ausgewählt werden.
Nachfolgend wird der Mechaniker Schritt
für Schritt durch den Prüfablauf geführt.
Am unteren Bildschirmrand werden
Symbole für die Tasten eingeblendet, mit
denen der Fachmann einen Schritt weiter
kommt. Die eingegebenen Befehle setzt
der EasyCheck unverzüglich um. Zum
Ausschalten des Geräts genügt es vollkommen, lediglich den Diagnosestecker
abzuziehen.
Insgesamt ist die Bedienung des EasyCheck sehr einfach gestaltet. Auch die
verwendeten Begriffe sind verständlich
übersetzt. Für die Fehlerspeichereinträge
wird das Kürzel DTC verwendet. Abkürzungen für Istwerte im Bereich der EOBD
lassen sich mit der Hilfetaste entschlüsseln.
Modulares Konzept
Dank seines Funktionsangebots und
seiner Schnelligkeit stellt der EasyCheck
eine sinnvolle Ergänzung zu bestehenden Diagnosesystemen dar. Um letztere
für anspruchsvolle Fehlersuchaufgaben
nicht zu blockieren, sollte der EasyCheck
zur Grundausstattung von Servicemechaniker-Werkzeugwägen gehören. Je
nach Anforderungen der Werkstatt ist
der Servicetester in verschiedenen Funktionsumfängen erhältlich, die jederzeit
modular ausgebaut werden können. In
seiner höchsten Ausbaustufe kostet der
EasyCheck 575 Euro. Je nach gekauften
Softwaremodulen ist im Lieferumfang der
EasyCheck selbst, ein OBD-Anschlusskabel und ein Multiplexer enthalten. Eine
Schutztasche, eine ausführliche Bedienungsanleitung und eine Fahrzeugabdeckungsliste liegen ebenfalls bei. Letztere
informiert darüber, welche Anschlussleitung für die jeweilige Funktion benötigt
wird. Auch die Schalterstellungen für den
Multiplexer sind hier angegeben. Für ältere Fahrzeuge sind fahrzeugspezifische
Adapterleitungen optional erhältlich.
Weiterführende Informationen zum
EasyCheck wie Fahrzeugabdeckungsliste
und Bedienungsanleitung können unter
www.amz.de/service/downloads.html
heruntergeladen werden.
Richard Linzing
_ Fahrzeugspezifische
Bremsentools
Rücksteller für Serviceanzeigen und Servicetools für elektronische Bremssysteme
gehören zu den Kernkompetenzen von FT
Elektronik. Vor allem Kfz-Fachleute aus
freien und Mehrmarkenwerkstätten, die
lediglich die Wartungsintervallanzeige
zurücksetzen wollen, ohne sich gleich
ein Diagnosegerät kaufen zu müssen, gehören zur Kundschaft von FT Elektronik.
Seit einiger Zeit bereichern auch einfach
zu bedienende Servicetools für elektronische Betriebs- und Feststellbremssysteme das Angebot des Elektronikspezialisten.
Das SBC 2007 genannte Gerät etwa
dient dem Deaktivieren und Aktivieren
der elektrohydraulischen SBC-Bremse
von Mercedes Benz beim Service und
Bremsbelagwechsel. Dazu deaktiviert
das Tool den im Steuergerät hinterlegten
Selbsttest (automatisches Anlegen der
Bremsbeläge) und ermöglicht dadurch
den Druckabbau im Bremssystem. Nach
erfolgter Arbeit aktiviert das Gerät den
Selbsttest wieder, der Bremsdruck wird
aufgebaut und gleichzeitig auch der Fehlerspeicher des Systems gelöscht. Laut
Anbieter ist mit dem SBC 2007 zudem
der Bremsflüssigkeitswechsel mit der
www.japanparts.eu - Tel: 0039 045 8517748 - Fax: 0039 045 8510714
SPEZIALIST IN ERSATZTEILEN FUER JAPANISCHE UND KOREANISCHE AUTOS
sucht
Vertriebspartner oder Verkaufsagenten
herstellerspezifischen Entlüftungsroutine möglich.
Das EPB 2008 dagegen ist für die
elektronische Parkbremse EPB des Volkswagenkonzerns gedacht und dient dem
Auseinanderfahren und Anlegen der
hinteren Bremskolben. Nach dem Belagwechsel versetzt der Anwender das
System mittels der Anlern-Funktion
(Grundeinstellung und Fehlerspeicher
löschen) wieder in Betriebsbereitschaft.
Zudem lässt sich mit dem Gerät die fahrzeugseitige Testfunktion zum Bremsenprüfen auf dem Rollenbremsprüfstand
aktivieren. Das EPB 2008 ist bereits für
High-Speed-CAN-Bus-Systeme gerüstet.
Die Bremsentools sind mit einem
flashbaren Prozessor ausgestattet, so
dass sich Updates, sobald sich bei den
jeweiligen Fahrzeugen technisch etwas
ändern sollte, ohne großen Aufwand erkk
ledigen lassen.
www.ft-elektronik.com
Die elektronischen
Bremsentools von FT
Elektronik ermöglichen die fachmännische Wartung an
EPB und SBC.
Foto: Kuss
_ Schrauben und
Muttern sicher führen
Das Ansetzen von
Schrauben mit Hilfe
eines Steckschlüssels
in sehr schwer zugänglichen Bereichen ist mit
dem Problem verbunden, dass die Schraube
nicht gehalten werden
kann und aus dem
Steckschlüsseleinsatz
herausfällt. Berner hat
dafür eine Lösung in
Form eines dreiteiligen
Magnetadapter-Satzes
mit 1/4-, 3/8- und
1 / 2 - Zo l l - Au f n a h m e
vorgestellt. Der Magnetadapter wird zwischen
Steckschlüsseleinsatz
und
Steckschlüssel
gesteckt. Er hält die
Schraube oder Mutter
durch einen Magneten
fest. Dies ermöglicht ein
leichtes und sicheres Der Magnet­
Führen der Schraube in adapter hält
schwer zugänglichen Schrauben und
Bereichen und verhin- Muttern sicher
im Steckschlüsdert das Wegrutschen
seleinsatz.
und Herausfallen der
Foto: Berner
Schraube.
Der Einsatzbereich
des Magnetadapters reicht von Sechskant-, Zwölfkant-, I-Socket- und Zoll-Profilen bis hin zu Torx-SteckschlüsseleinsetMarcus Rosen
zen. www.berner.de
Hat’s Arbeit gehagelt?
Unsere Hagel-Spezialisten sind für Sie da.
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amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
45
technik
werkstattausrüstung
Sanfte Beulen-Massage: Mit
den auswechselbaren Werkzeugköpfen der Modula3000Serie lassen sich über 1000
verschiedenen Ausbeulwerkzeuge generieren. Der frei
drehbare „Roller-Ball“ (unten)
ist für Sicken und Kanten
gedacht.
Fotos: Dellen Straubinger
_ Sanft zu Dellen
Seit mehr als 25 Jahren beschäftigt sich
Heinrich Straubinger mit der Technik des
Dellendrückens. SAT – sanfte Ausbeultechnik – nennt der „Dellenpapst“ das
von ihm angewandte und perfektionierte
Verfahren, mit dem sich Hageldellen,
Parkrempler und leichte Blechschäden
entfernen lassen, ohne die Reparaturstelle lackieren zu müssen. Im hauseigenen
Ausbildungs- und Schulungszentrum
gibt Straubinger überdies sein Wissen an
interessierte Werkstattfachleute weiter.
Eine wichtige Rolle beim Dellendrücken spielt das Werkzeug, welches der
Dellenspezialist selbst entwickelt. „Basis sind ein spezieller Federstahl und die
besondere Oberflächengüte“, verrät der
Tüftler. Zur neuesten Kreation Straubingers gehören unter anderem die Werk-
zeuge der Serie „Modula3000“. Dabei
handelt es sich um ein Hebelsystem, bei
dem sich die Werkzeugköpfe einfach und
schnell per Gewinde auswechseln lassen.
Obwohl das patentierte System lediglich aus sieben unterschiedlich langen Gewindehebeln besteht, lassen sich
laut Straubinger in der Premium-Version
zusammen mit den rund 50 Verlängerungen und Endstücken nahezu 1000
individuelle Werkzeugvarianten generieren. „Damit hat der Anwender immer das
passende Werkzeug beziehungsweise
Endstück parat“, verspricht der Experte.
Diverse Kunststoff- und Gummiköpfe
ermöglichen ein kratzerfreies und materialschonendes Bearbeiten der betroffenen Karosseriepartie. Zudem lassen
sich damit Spannungen im Blech leicht
beseitigen. Die speziellen Teflon-Köpfe
aus dem Modula3000-Programm, etwa
der frei drehbare „Roller-Ball“, eignen
sich vor allem zum Wiederherstellen von
Kanten und Sicken und erlauben überdies das sonst nicht zulässige Bearbeiten
von Aluminium.
Werkstattfachleute, die sich mit SAT
ein neues Geschäftsfeld erschließen wollen, können die sanfte Ausbeultechnik in
einer dreitägigen Grundschulung erlernen. Für Fortgeschrittene und Profis bietet Dellen Straubinger spezielle Aufbautrainings und Intensivseminare an. kk
www.dellen-straubinger.de
_ Mobiles Richtsystem für Nutzfahrzeuge
Mit dem i-press lassen
sich Unfallschäden an
Nutzfahrzeugen von
vier bis 16 Tonnen
richten. Foto: Josam
Bei dem von Josam kürzlich vorgestellten
Richtsystem i-press handelt es sich eigenen Angaben zufolge um eine kostengünstige Einsteigervariante, mit der sich
46
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge von vier bis 16 Tonnen richten lassen. Die zum Patent angemeldete Neuentwicklung soll sich durch eine große
Flexibilität und dabei dennoch leichte
Handhabung auszeichnen. Außerdem
kommt das i-press ohne den sonst üblichen Fundamentrahmen aus, so dass es
sich auch mobil einsetzen lassen soll.
Die Verankerung der komplett mobilen Richtanlage erfolgt mit Bohrtöpfen,
die in den Werkstattboden eingelassen
werden. Die Installation dieser Bohrtöpfe
geht laut Josam schnell und einfach vonstatten und soll bei den meisten Betonböden mit einer Dicke von mindestens
150 Millimetern möglich sein.
Das mobile Richtgerät ist so konstruiert, dass die Richtbrücken nicht nur
horizontale Kräfte zum Drücken von seitlichen Verbiegungen aufbringen, sondern auch die vertikalen Kräfte aufnehmen können. Durch die Verwendung von
Aluminium ist es besonders leicht und
soll sich daher einfach installieren lassen.
Überdies sollen dadurch die Rüstzeiten
kk
kürzer ausfallen. www.josam.net
Der Feind der Spachtelkönige
Schichtdickenmessgerät
(nur für Eisenmetalle geeignet)
Komplett
wassergekühlt:
Der MI-90 T
Foto: Elektron
Bremen
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24
Monate
Garantie
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_ Für
Einsteiger
in die
InverterKlasse
Die Multispot-Baureihe des Bremer Schweißtechnikspezialisten Elektron hat Zuwachs erhalten:
Das Multispot MI-90 T fungiert als Basis-Widerstandspunktschweißgerät in der Inverter-Klasse.
Unternehmensangaben zufolge wurde das fahrbare MI-90 T für Punktschweißaufgaben bei der
Reparatur von Karosseriestrukturschäden entwickelt und soll nicht nur mit hervorragenden
Schweißleistungen, sondern auch mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis aufwarten können.
Laut Anbieter ist die Neuentwicklung speziell für das Bearbeiten von hochfesten Stählen
wie zum Beispiel Boron, USIBOR, TRIP, TWIP, XIP
ausgelegt und soll sich durch eine sehr einfache
Bedienung auszeichnen. Der Schweißstrom ist
elektronisch geregelt, wobei die maximale Stromstärke laut Elektron 13.500 A DC beträgt. Das neue
Multispot-Gerät ist komplett wassergekühlt. Zum
Lieferumfang gehört eine X-Punktschweißzange
mit dem Elektrodensatz MX 01/190. Die Elektrodenanpresskraft der Zange gibt Elektron mit 500
kk
daN bei acht bar an. www.elektron-bremen.de
_ Den Reparatur-Fortschritt im Blick
„Die Kombination einer universellen
Richtanlage mit einem elektronischen
Vermesssystem ist doppelt sinnvoll“,
sagt Roland Hortig, Vertriebsleiter
Deutschland beim Karosserierichtspezialisten Blackhawk. Denn damit, so
Hortig, ließe sich nicht nur eine exakte Schadensdiagnose erstellen, sondern überdies auf einfache Weise der
Reparaturfortschritt in Echtzeit überwachen.
Den Beweis tritt der Karosserieexperte mit einer auf das neue
Universal-Richtsystem Postlift PL 10
aufgespannten Cabrio-Karosse an, die
er an verschiedenen Stellen mit den
Ultraschallsendern und -mikrofonen
des elektronischen Messsystems
Shark versehen hat. Wo die relevanten
Messpunkte bei dem jeweiligen Fahrzeug liegen, erfährt der Anwender anhand der in der Datenbank des Shark
hinterlegten Fahrzeugdatenblätter.
Zudem enthält die Software auch Detailbilder, anhand derer sich die Messpunkte einfach finden lassen.
Nach dem Anbringen der Sender
und Mikrofone erhält der Karosseriespezialist alle anderthalb Sekun-
Mit dem elektronischen Ultraschall-Vermesssystem Shark lässt sich das Rückverformen des lädierten Blechs in Echtzeit
mitverfolgen. Foto: Kuss
den Informationen von bis zu zwölf
Messpunkten gleichzeitig und kann
damit das Rückverformen der Karosserie, etwa mit dem beliebig positionierbaren Zuggerät des Postlift PL 10,
beobachten. Shark stellt die Verformungsrichtung auf dem Monitor anhand eindeutig erkennbarer Symbole
dreidimensional dar, so dass eine fortkk
laufende Kontrolle möglich ist. www.blackhawk.de
_ „Schalldämpfer“ für Karosserieprofis
Mit SikaBaffle-278 lassen sich bei der Unfall­
instandsetzung werkseitig verbaute Dämmelemente reparieren.
Foto: Part GmbH
Um den Fahrzeuginnenraum effektiv vor
störenden Geräusche zu schützen, kommen häufig vorgeformte Akustik-Schaumelemente, so genannte „Baffles“, zum
Einsatz. Diese werden in die Karosseriestruktur integriert und verhindern, dass
sich der Schall unkontrolliert ausbreitet.
Im Zuge einer Unfallinstandsetzung lassen sich solche am Band eingesetzten
Dämmelemente allerdings nicht so ohne
weiteres ersetzen.
Mit dem Akustik-Füllschaum SikaBaffle-278 hat Sika kürzlich eine spezielle Lösung für Karosserie- und Lackierbetriebe
vorgestellt. Dieses neuartige Produkt
basiert auf einem Zwei-KomponentenPolyurethan-Schaum und lässt sich Produktinformationen zufolge als vollwertiger Ersatz beschädigter Baffles sowie
zum Füllen, Dämmen und Abdichten von
Karosseriehohlräumen verwenden.
Der Schaum härtet ohne Feuchtigkeit aus und dehnt sich um bis zu 200
Prozent. Eine hohe Anfangshalte- und
Klebekraft sollen ein sauberes Arbeiten
ohne Abtropfen erlauben. Der SikaBaffle-278 bietet eine Offenzeit von bis
zu fünf Minuten, wobei die chemische
Reaktion nach rund 30 Minuten abgeschlossen sein soll.
Unternehmensangaben zufolge härtet das Produkt klebefrei aus und soll
im Nachhinein weder nachquellen noch
schrumpfen. Der Akustik-Füllschaum
wird in 200-Milliliter-Dosen inklusive
kk
Spezialsprühkopf angeboten. www.part-info.com
www.hoffmann-speedster.com
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amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
47
technik
werkstattausrüstung
_ Hochleistungsschleifmittel
Trotz aller technischen Entwicklungen
gibt es nach wie vor beim Schleifen Arbeitsschritte, die von Hand mit dem
Handschleifblock oder der Karosserie-feile erledigt werden müssen. Daher hat die
part GmbH als Vertriebsunternehmen
von sia Abrasives und Sika nach Einführung von siaspeed für den Excenterschliff
nun das neue Hochleistungsschleifmittel
auch im Streifenformat auf den Markt
gebracht. Es überzeugt laut Anbieter
durch hohe Abtragsleistung, insbesondere beim Spachtelschliff mit Korn 80,
längerer Standzeit und optimalen Rautiefen.
Durch die Zugabe von keramischem
Korn erzielt siaspeed im Grobkorn spürbar mehr Schnittigkeit und damit höhere
Leistungen, so die Meldung. Ein weiterer
_ Radmontagewagen
mit Doppelnutzen
Mit dem InfrarotTrocknermodul lässt
sich der Radmontagewagen Blitz
Master Wheel 50 zum
Schnelltrockensystem
aufrüsten.
Foto: BlitzRotary
Die neuen siaspeed-Streifen sind laut Anbieter
schnittiger und beschleunigen den Grobschliff.
Foto: part
Vorteil sei die robuste Unterlage, die sich
auch bei hartem Einsatz bewähren soll.
Der Grobschliff lasse sich mit dem neuen
Schleifmittel wesentlich schneller, effizienter und letztlich günstiger als Basis für
die weiteren Arbeiten umsetzen.
Bei stärkerem Abtrag ist die hohe
Standzeit laut Anbieter nur mit Absaugung gegeben. An den sia-Handblöcken
lässt sich diese variabel einstellen. Die
neuartige Stearat-Beschichtung soll
den Schleifstaub zu den Absauglöchern
transportieren und auf diese Weise verhindern, dass sich das Schleifmittel zusetzt. Die Streifenformate und Lochbilder
bleiben im Vergleich zum Vorgänger unverändert. Die siaspeed-Streifen gibt es
in den Größen 70x125, 70x198, 70x420
rl
und 115x228 Millimeter. www.part-info.com
Ein als Zubehör erhältlicher SpezialInfrarot-Trockner erweitert das Einsatzspektrum des akkubetriebenen Radmontagewagens Blitz Master Wheel 50 des
Bräunlinger
Hebetechnikspezialisten
BlitzRotary. Mit dem Trocknermodul lässt
sich der praktische Werkstatthelfer nicht
nur für den bequemen und rückenschonenden Radwechsel einsetzen, sondern
bietet insbesondere Lackier- und SmartRepair-Betrieben einen Zusatznutzen.
In Zusammenarbeit mit dem französischen Lack-Spezialisten Fillon (www.
fillon-technologies.com) haben die Hebetechnikexperten bei BlitzRotary ein
praktisches
Schnelltrocknungssystem
auf Infrarot-Basis entwickelt. Es eignet
sich laut Anbieter insbesondere zum flexiblen Abwickeln vielfältiger Reparaturarbeiten, etwa um nach dem Lackieren
Türen, Kotflügel oder Teile der Motorhaube zu trocknen.
Praktische Details, wie beispielsweise
das integrierte Maßband zur Abstandskontrolle, sollen eine praxisgerechte Ergonomie ebenso unterstützen wie die
einstellbare Mast- beziehungsweise Trockenhöhe, die in vertikaler Position bis
zu 2,10 Meter betragen soll. Der große
Verstellbereich soll zudem auch den Einsatz im Lkw-Bereich erlauben. Die Heizmodule lassen sich den Produktinformationen zufolge individuell einstellen und
ausrichten, so dass sich Reparaturstellen
auch im Winkel von 45 bis 90 Grad trockkk
nen lassen. www.blitzrotary.com
48
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
_ Mobiler Flachmann
_ Lackdicke ermitteln
Mit der mobilen Reifendienst-Hebebühne CL-2.5-S erweitert Longus Autolift
sein Sortiment an Kurzhubbühnen aus
eigener Produktion. Unternehmensangaben zufolge eignet sich die verfahrbare
Bühne insbesondere für Reifendienste
sowie für Lackierereien und Karosseriewerkstätten, da sie eine absolute Türfreiheit bietet.
Für die neue Variante haben die Hebetechnikspezialisten von Longus Autolift nach eigenem Bekunden auf ein
bestehendes Modell zurückgegriffen
und dieses umfassend modifiziert. Zu
den Modifikationen gehören etwa pneumatische Sicherheitsklinken, die sich
geschützt unter robusten Abdeckungen
befinden. Überdies verfügt die neue
Kurzhubbühne über ein leicht verfahrbares Hydraulikaggregat in werkstattgerechtem Design mit übersichtlich angeordneten Bedienelementen. Laut Longus
wird dieses in stabiler Industriequalität
gefertigt.
Die CL-2.5-S hebt Fahrzeuge bis zu
einem Gewicht von 2,5 Tonnen auf eine
Busching bietet ein neues Gerät an, mit
dessen Hilfe Kfz-Werkstätten, Händler und
Sachverständige die Lackschichtdicke in
nur wenigen Sekunden ermitteln können.
Das Schichtdickenmessgerät 100424 FE/
AL/1000 misst die Stärke von Beschichtungen auf Aluminium, Stahl und Nichteisenmetallen. Somit ist es laut Anbieter bestens geeignet, um anhand der Lackdicke
versteckte Unfallschäden an Fahrzeugen
aufzuspüren. Die unverbindliche Preisemprl
fehlung beträgt 119 Euro. Die verfahrbare Kurzhub-Scherenhebebühne
CL-2.5-S bietet optimale Türfreiheit und empfiehlt sich für Karosserie- und Lackierbetriebe.
Foto: Longus Autolift
maximale Höhe von 995 Millimetern,
wobei die Auffahrhöhe lediglich 105 Millimeter beträgt. Die Aufnahmenschienen
besitzen arretierbare Rampen zur Verlängerung, die maximale Läge beträgt dann
1996 Millimeter. Flache Gummiauflagen
und das Mobil-Kit zum mühelosen Umsetzen der Hebebühne gehören laut Longus zum Lieferumfang der CL-2.5-S.
Weitere Hebebühnenmodelle für
Quads, Gartentraktoren und Motorräder
kk
sollen ab Juli dieses Jahres folgen.
www.longus.net
www.busching.de
Mit dem Schichtdickenmessgerät lassen sich
Unfallschäden schnell ermitteln. Foto: Busching
_ Vollautomatischer Klimaservice im „Sechs-Punkte-Zyklus“
„Vollautomatische Servicestationen können Kfz-Betriebe dabei unterstützen, ihr
Klimageschäft zu optimieren und den
Umsatz zu steigern“, sind die Experten
beim Werkstattausrüster Maha sicher.
„Wegen des vollautomatischen Ablaufs
der einzelnen Programmschritte ist der
Werkstattfachmann während des Klimaservices nicht ans Fahrzeug gebunden
und kann sich anderen lukrativen Wartungs- und Reparaturarbeiten widmen“,
so die Allgäuer Klimaservicespezialisten
weiter.
Mit dem Klimavollautomaten MAC
2000 (MAC = Maha Air Conditioning
Unit) hat Maha ein entsprechendes Gerät im Programm. Der Nachfolger des
bewährten RS2 führt die einzelnen Serviceschritte nach dem Programmstart
selbstständig aus: Kältemittel absaugen und recyceln inklusive Reinigen von
Feststoffen sowie Abscheiden von altem
Kältemittelöl, Messen des Anlagenrestdrucks sowie das Evakuieren der Anlage. Auch die Vakuum-Leckkontrolle läuft
ohne Zutun des Anwenders ab. Beim
Wiederbefüllen der Anlage steuert das
MAC 2000 automatisch frisches Kompressoröl und bei entsprechender Programmierung auch das UV-Additiv zu.
Außerdem verfügt die Station über eine
Füllmengenkompensation der Serviceschläuche und einen beheizten 15-KiloFüllzylinder, der ein rasches Füllen und
Spülen begünstigen soll. Zur Serienausstattung des MAC 2000 gehören überdies
eine Füllmengendatenbank, ein Messwertdrucker, eine integrierte Spülfunktion sowie gut ablesbare Druckmanometer.
Außerdem ist die „6-Punke-Cyclomatic“
mit an Bord, die hilft, bestimmte Abläufe
beim Klimaservice zu beschleunigen. kk
www.maha.de
Motoren
Zylinderköpfe
Turbolader
Diesel-Einspritzpumpen
Schalt-Getriebe
Für PKW und Transporter
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Qualitätsprodukte
vom europäischen Hersteller
Allgäu-Power:
Bei der vollautomatischen
Servicestation
MAC 2000
von Maha
unterstützt die
„6-Punkte-Cyclomatic“ den
Werkstattfachmann beim
Klimaservice.
Foto: Maha
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Tel. (0931) 66096-0 - Fax -70
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amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
49
technik
werkstattmarkt
Alles für‘s
AutogasGeschäft
_ Mit einem attraktiven Komplett-
Der Werkstattwagen für die Autogasumrüstung enthält häufig benötigte Spezialwerkzeuge und Verbrauchsmaterialien. Foto: Linzing
R
ückläufige Umsätze im Servicegeschäft, steigender Kostendruck
und die verschärfte Wettbewerbssituation im Reparaturmarkt
zwingen
Kfz-Betriebe,
neue
Geschäftszweige für eine optimale Werkstattauslastung zu finden. Die Umrüstung
auf Autogas kann für den einen oder
anderen Betrieb so ein Geschäftszweig
sein. Doch der Einstieg in das AutogasGeschäft ist ein Weg mit zahlreichen
Herausforderungen. Werden hierbei
grundlegende Weichen falsch gestellt,
bleibt der Erfolg auf lange Sicht aus.
Beratung und Schulung
Mit WOW! ecoconcepts hat die WürthTochter Würth Online World (www.wowportal.com) ein Konzept entwickelt, das
Kfz-Werkstätten mit fachmännischer
Beratung, technischem Knowhow und
hochwertigen Anlagen beim Start in das
erfolgreiche Autogasgeschäft unterstützen soll.
50
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
paket will WOW! Kfz-Werkstätten
unterstützen, erfolgreich ins Autogas-Geschäft zu starten. Das Angebot reicht von der grundlegenden
Beratung über Schulungsmaßnahmen und komplette Anlagen bis
hin zur Garantieabwicklung.
So sieht das Konzept zunächst eine
grundlegende Beratung zum Thema
Autogas vor. Hierbei werden mit dem
Werkstattbetreiber Themen wie Umrüstpotenzial, Rentabilität und rechtliche Voraussetzungen erörtert. Darauf aufbauend werden der zukünftige Arbeitsplatz
für Gasumrüstungen und die Mitarbeiterprofile analysiert. Mit Hilfe eines SollIst-Abgleichs werden dann gemeinsam
mit dem Unternehmer die notwendigen
Maßnahmen definiert. Anschließend
folgt die Schulungs- und Trainingsphase
für die Mitarbeiter. Hierbei ist im Rahmen des WOW! ecoconcepts sowohl die
GAP/GSP-Schulung als auch eine Konfigurationsschulung für Autogasanalgen
vorgesehen.
Hochwertige Komplettanalgen
Für die Vermarktung des neuen Tätigkeitsfeldes bietet das Konzept Verkaufsunterlagen, Mailingaktionen und
günstige Finanzierungsangebote für Au-
tofahrer. Hierfür konnte die BDK als Partner gewonnen werden.
Die Lieferung hochwertiger Autogasanlagen ist ebenfalls Bestandteil von
WOW! ecoconcepts. Hierbei arbeiten die
Künzelsauer mit Ecoengines zusammen,
dem Generalimporteur von Lovato-Anlagen. Die Anlagen werden fahrzeugindividuell vorkonfiguriert und mit Abgasgutachten geliefert. Die Werkstatt muss sich
also nicht um das Beschaffen zusätzlicher
Komponenten kümmern.
Abgerundet wird das Autogas-Konzept von einer technische Hotline, der
Reparaturunterstützung „Flying-DoctorService“ und der Übernahme des Garantiethemas. Speziell für den Autogas-Umrüstarbeitsplatz hat WOW! zudem einen
speziellen Werkstattwagen entwickelt.
Er enthält neben den benötigten Spezialwerkzeugen zahlreiche Verbrauchsmaterialen und Hilfsmittel, die für die Umrüstung benötigt werden.
Richard Linzing
_ Neue Vertriebspartnerschaften
Batterien müssen in modernen Fahrzeugen täglich Höchstleistungen bringen,
um die vom Autofahrer gewünschte Mobilität jederzeit sicherzustellen. „Doch
dabei geht es längst nicht mehr nur um
den klassischen Startprozess, sondern genauso um die kontinuierliche Versorgung
von einer steigenden Anzahl technischer
Systeme im Fahrzeug oder um die Absicherung von Diagnoseprozessen in der
Werkstatt“, sagen die BatterieladetechikExperten von Fronius. Um dem Rechnung
zu tragen, benötige die Werkstatt ein
geeignetes und leistungsfähiges LadeEquipment. Das im österreichischen Wels
ansässige Unternehmen bietet schon
seit längerem entsprechende Batterieladegeräte an, die sich Unternehmensangaben zufolge durch hohe Qualitäts- und
Sicherheitsstandards auszeichnen und
deshalb von verschiedenen Fahrzeugund Diagnosegerätehersteller empfohlen werden.
Durch Kooperationen mit der FörchUnternehmensgruppe sowie der Knoll
GmbH will der Batterieladetechnik-Spezia-
Ladetechnik für Werkstatt und Schauraum: Die „Acctiva“-Batterielader von Fronius bereichern
ab sofort auch das Vertriebsangebot von Förch und der Knoll GmbH.
list nun sein Engagement in der Werkstattund Autohausbranche ausbauen. Auf der
Amitec in Leipzig präsentierten die beiden
neuen Vertriebspartner bereits erstmals
die verschiedenen Ladesysteme der Österreicher. „Durch die Zusammenarbeit
mit Förch und Knoll werden Möglichkeiten
geschaffen, Werkstätten und Autohäuser auf schnellem und direktem Weg mit
Fronius-Geräten zu versorgen“, erklärt ein
Unternehmenssprecher von Fronius. Die
Kooperationspartner vertreiben künftig
unter anderem das Steckerladegerät „Acctiva Easy 1206“, das nicht nur zur Lade-
erhaltung im Schauraum dient, sondern
sich auch für die Überprüfung von Batterien und deren Aufladung im Werkstattbereich eignen soll. Auch das universelle
Ladegerät Acctiva Professional mit 30
Ampere sowie das Premiumgerät Acctiva
Professional Flash mit 70 Ampere finden
sich künftig im Angebot der beiden Unternehmen. Mit letzterem soll sich insbesondere auch die Fremdstromversorgung
bei Diagnosevorgängen und SoftwareUpdates sicherstellen lassen.
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www.fronius.com
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Auch eich!
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wir auch ein eigenes
Magazin!
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technik
werkstattmarkt
Knowhow „für lau“: Ab sofort können Werkstattprofis das Hella Online-Training kostenlos nutzen. Es umfasst die Themenbereiche
Thermomanagement (Klima und Kühlung),
Beleuchtung sowie Elektrik und Elektronik.
Foto: Kuss
_ Online-Training jetzt kostenlos
Weiterbildungsangebote für Kfz-Fachleute haben beim Elektronikspezialisten
und Zulieferer Hella eine lange Tradition.
Dazu gehören neben klassischen Schulungen und Trainings im unternehmenseigenen Technischen Servicecenter in Erwitte vor allem auch externe Schulungen
in Zusammenarbeit mit Berufsbildungszentren und dem Teilehandel – und seit
kurzem auch das internetbasierte Hella
Online-Training HOT.
Ab sofort können alle interessierten
Werkstattprofis dieses Tool kostenlos
nutzen und ihr Wissen in frei einteilbaren
Lerneinheiten auffrischen und erweitern. Das e-Learning-Programm umfasst
mehrere Module, wobei die Inhalte der
Trainings jeweils auf die vier Kompetenzbereiche von Hella – Thermomanagement (Klima und Kühlung), Beleuchtung,
Elektrik und Elektronik – abgestimmt
sind.
In den überschaubaren Lerneinheiten
werden selbst komplexe Sachverhalte
mit Hilfe anschaulicher Grafiken und
Animationen leicht verständlich vermittelt. Sie informieren den „e-Learner“
über die technische Grundlagen und
die Funktionsweise der jeweiligen Systeme und zeigen zudem Möglichkeiten
zur Fehlerdiagnose und -behebung auf.
„Kleine Lerneinheiten schaffen schnelle
Lernerfolge. Zudem lässt sich mit dem
zu jedem Themenbereich angebotenen
Quiz jederzeit das neu erworbene Wissen schnell überprüfen“, erklären die Initiatoren des HOT.
Voraussetzung, um am Hella Online
Training teilzunehmen, ist die (kostenlose) Anmeldung beim Hella Aftermarket Club (AMC) über die Homepage des
Zulieferers. Am schnellsten lässt sich dies
über einen entsprechenden Klick in den
„Login“-Kasten rechts oben auf der Seite
kk
erledigen.
www.hella.com
_ Messgehilfe
Ein allzu rüder Umgang im täglichen
Werkstattalltag schadet der Klimastation, insbesondere die Füllgenauigkeit
kann darunter leiden. Darüber hinaus
verlangen einige Fahrzeughersteller von
ihren Servicebetrieben, dass diese die
Füllmengengenauigkeit ihrer Servicestation regelmäßig überprüfen. Damit
sollen Reklamationen aufgrund einer ungenauen Kältemittelmenge nach einem
Service oder einer Reparatur möglichst
vermeiden werden.
Das alleinige Überprüfen der Kältemittelwaage reicht jedoch den Experten
von Vulkan zufolge nicht aus, da es auch
noch andere Faktoren gibt, die Einfluss
auf die tatsächlich eingefüllte Kältemittelmenge haben. Um die Füllmengengenauigkeit eines Klimageräts exakt
ermitteln zu können, hat der Klimatechnikspezialist Vulkan aus Herne mit dem
52
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
LOKtool CATE.1800 ein spezielles und
dennoch universell einsetzbares Testequipment entwickelt. Der Prüfkoffer
enthält einen Verflüssiger mit einem
Volumen von 1800 Millilitern, passend
für eine Kältemittelfüllmenge von 590
Gramm. Am Verflüssiger befinden sich
ein Hoch- sowie ein Niederdruckanschluss.
Die Bedienung ist den Experten von
Vulkan zufolge einfach: Der Koffer wird
mit Hilfe der Servicestation leer gesaugt
und evakuiert. Anschließend stellt der
Prüfer den Koffer auf eine Waage und tariert diese. Daraufhin füllt er die so „auf
Null“ gesetzte Prüfeinheit laut Servicegerät mit 590 Gramm Kältemittel und sieht
sofort anhand der Waage, wie genau die
kk
Füllung tatsächlich gewesen ist. www.vulkan24.com
Genug gefüllt? Mit dem Prüfkoffer LOKtool CATE.1800
von Vulkan lässt sich die Füllmengengenauigkeit von
Klimaservicegeräten ermitteln.
Foto: Vulkan
nachrichten
Low Cost Cars – ein lohnendes
Geschäft für den Servicemarkt?
_ Der Wunsch der Menschen nach individueller Mobilität ist groß, ganz gleich, ob in den
Industrienationen oder den Schwellenländern. In Europa etwa befeuert
derzeit die Wirtschaftskrise den Absatz von Low Cost Cars, d.h. preiswerten Kleinwagen.
S
o wechseln in Deutschland die Auto- Bedeutende Zulieferer aus Deutschland hainteressenten lieber in eine kleinere ben an der Wertschöpfung dieser Fahrzeuge
Fahrzeugklasse als auf das Auto- inzwischen große Anteile errungen. Die preisfahren ganz zu verzichten. Auch die werten Kleinwagen haben in den letzten JahBürger in den aufstrebenden Nati- ren einen weltweiten Siegeszug angetreten.
onen Asiens drängen auf die Straße, viele Ihr globaler Marktanteil verdoppelte sich von
Menschen stehen hier das erste Mal vor dem 1995 bis 2008 auf nahezu 11 Prozent. MittlerKauf eines Fahrzeugs. In
weile sind fast 1,5 Mio. Dacia
Indien etwa wurde die erste
Logan, Hyundai i 10, Honda
Produktionsreihe des neuLife und Suzuki Alto auf Euroentwickelten Tata Nano an
pas Straßen unterwegs.
Kaufinteressenten verlost, so
Mit den Folgen des wachgroß war die Nachfrage. Wähsenden Anteils an Low Cost
rend dort allerdings BilligCars am deutschen Kfz-Serfahrzeuge einen Preisrahmen
vicemarkt hat sich Prof. Dr.
von 1.500 bis 5.000 Euro
Norbert Schreier (Fachhochanpeilen, zählt man in Europa
schule Esslingen) im Rahmen
Kfz bis maximal 10.000 Euro
seines Vortrags auf dem dieszu diesem Segment.
jährigen
FIGIEFA-Kongress
In der Bundesrepublik falbeschäftigt. Vom Prinzip unlen unter diese Preisschranke
terscheiden sich die Wartung
vor allem die Angebote von
und die Reparatur etwa eines
Hans Jürgen Wahlen,
Lada oder Dacia. Gerade die
Dacia Logans nicht wesentlich
Geschäftsführer GVA
rumänische Marke hat in den
von der eines deutschen Fahrletzten Quartalen stark zugelegt. Zum einen ist zeugs aus der automobilen Mittelklasse. Im
dies auf Verwerfungen durch die Abwrackprä- Wesentlichen sind lediglich die verwendeten
mie zurückzuführen – viele Menschen, die sich Materialien einfacher gehalten, die Elektronik
sonst eher einen Gebrauchtwagen anschaf- simpler und die Wartungsintervalle oftmals
fen, greifen nun zu einem Neu- oder Jahres- kürzer – keine schlechten Nachrichten für die
wagen. Zum anderen zeigt sich aber auch ein Werkstätten also.
längerfristiger Trend zur stärkeren Bedeutung
Prof. Schreier erwartet nicht, dass sich die
von Minimallösungen im Individualverkehr. Reparaturkosten für Billigfahrzeuge an dem
Gründe für diese neue „Klein ist chic“ - Men- niedrigen Niveau des Kaufpreises orientieren
talität dürften in ökonomischen Erwägungen werden. Er sieht gerade durch den Einsatz von
in wirtschaftlich schwierigen Zeiten liegen, preiswerten Materialien in der Fahrzeugproaber auch in einem neuen sozio-ökologischen duktion, etwa Teile, für die Kunststoff anstelle
Bewusstsein, dass kleine und deshalb tenden- von Stahl verwendet wurde, einen erhöhten
ziell verbrauchsarme Fahrzeuge den eigenen Reparaturbedarf. Auch werde das hohe LohnAnsprüchen an Mobilität genügen. Letzte- niveau in Deutschland dafür sorgen, dass die
res sieht man in einem starken Trend hin zu Wartungs- und Reparaturkosten für ein Low
kleinen aber teuren Lifestyle-Fahrzeugen, die Cost Car proportional am Kaufpreis gemessen,
nicht zum Segment der Low Cost Cars gezählt wesentlich höher ausfallen werden als etwa in
werden können.
der automobilen Mittelklasse.
Auch wer an den Anschaffungskosten seiDer Trend hin zu einem wachsenden Annes neuen Fahrzeugs sparen will und muss, teil an sog. Billigfahrzeugen bietet für die
hat Anforderungen an Qualität und erwar- freien Reparaturbetriebe große Chancen. Zum
tet ein Mindestmaß an Komfort. Nationale einen haben die Besitzer eines Low Cost Cars
und europäische Richtlinien fordern darüber bereits mit ihrem Kaufentscheid nachgewiehinaus Emissions- und Sicherheitsstandards sen, dass sie kostenbewusst sind – eine Eigenein, die den hiesigen Idealtyp eines Low Cost schaft, die viele Fahrzeughalter zum Besuch
Cars, den Dacia Logan, elementar von seinem freier Werkstätten führt. Zum anderen bildet
asiatischen Bruder, den Tata Nano, sowohl der technische Standard der besagten Wagen
technisch als auch preislich unterscheiden. keine hohe Hürde was Standardreparaturen
an Mechanik und Elektrik der Autos betrifft.
Für den freien Reparaturmarkt heißt es
nun, diese Entwicklung frühzeitig zu erkennen
und speziell angepasste Servicekonzepte zu
entwickeln!
Hans Jürgen Wahlen
gva n achrich t e n 6 / 2 0 0 9
Inhaltsverzeichnis
Erste Handels- und Industriebeiratssitzung in 2009
54
Manager Fahrzeugteile:
Dritte Runde 2009 beendet
56
GVA tritt weiterhin offensiv
gegen Abwrackprämie ein
57
ADI Convention 2009: Viele GVAMitglieder in Belgien vertreten
58
Mitgliederversammlung und
Kongress der FIGIEFA
59
Arbeitskreis FWI im GVA:
Sitzung 2009
60
gva n achrich t e n
Impressum
Gothaer Straße 17, 40880 Ratingen
Postfach 12 56, 40832 Ratingen
Telefon (0 21 02) 7 70 77-0
Telefax (0 21 02) 7 70 77-17
1. Vorsitzender: Hartmut Röhl
Geschäftsführung: Hans Jürgen Wahlen,
Marita Kloster
Redaktion der GVA-Nachrichten:
Alexander Vorbau (verantwortlich)
Jürgen Rinn
Schlütersche Verlagsgesellschaft
mbH & Co. KG, Hans-Böckler-Allee 7
30173 Hannover
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
53
nachrichten
Oben links: Die Kaffeepause bot
Gelegenheit für interessante
Gespräche.
Oben rechts: Die aktuellen
wirtschaftlichen und politischen
Rahmenbedingungen boten viel
Gesprächsstoff für die Beiratssitzung.
Unten links: Im Anschluss an die
Beiratssitzung fand eine Sitzung
des GVA-Präsidiums statt. Die
Vorstandsmitglieder nutzten die
Gelegenheit, GVA-Präsident Hartmut Röhl ein Präsent zu seinem 65.
Geburtstag im April zu überreichen.
Das Geschenk soll die karitative
Arbeit von Hartmut Röhl in Madagaskar unterstützen, wo Röhl mit
großem Engagement den Wiederaufbau einer vom Sturm zerstörten
Schule vorantreibt.
Erste Handels- und
Industriebeiratssitzung in 2009
_ Ende April trafen sich
Mitglieder des Handels- und
Industriebeirats im GVA zur
ersten gemeinsamen Sitzung
des Jahres in Ratingen.
54
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
Z
u Beginn der Sitzung stand die
Begrüßung der vom Präsidium
neu berufenen Beiräte auf der
Tagesordnung, die den Verband
seit Jahresbeginn mit Rat und
Tat unterstützen. In den Handelsbeirat
sind vom Präsidium Frau Marion Metzger
(Metzger), Herr Dr. Bertram Feuerbacher
(Trost), Herr Jörg Kasten (Heil & Sohn),
Herr Heribert Heinzmann (Heinzmann)
und Herr Dr. Klaus Stender (Geueke)
berufen worden. Neue Industrieberäte
sind Herr Thomas Fischer (VREI), Herr
Karsten Schüßler-Bilstein (Febi), Herr
Carsten Hogrefe (Wabco), Herr Arnd
Franz (Mahle), Herr Jürgen Rabsilber (van
Wezel), Herr Ernst Prost (Liqui Moly) sowie
Herr Hans Mühlhaus (Herth & Buss).
Einen zentralen Punkt auf der Tagesordnung nahm die Aussprache über die
wirtschaftliche Lage der Branche ein.
Die jüngsten Umfragen des Verbands
hatten ergeben, dass die globale Wirtschafts- und Finanzkrise auch am freien
Kfz-Servicemarkt nicht spurlos vorüber
geht.
Viele
Mitgliedsunternehmen
schätzen aber die Aussichten für die
Entwicklung der Branche als wesentlich positiver ein als die Konjunktur
der Gesamtwirtschaft. Dieses Bild
wurde in der Diskussion auch von
den Beiräten gestützt, die den freien
Markt insgesamt gut gerüstet für wirtschaftlich schwierige Zeiten sehen.
„Schwarzmalerei“ ist somit fehl am
Platz.
Der neue
Handelsbeirat Heribert
Heinzmann
(Heinzmann,
links im Bild)
tauschte sich
mit GVA-Präsident Hartmut
Röhl aus.
In seiner ersten Sitzung als neuer Industriebeirat dabei:
Jürgen Rabsilber (Van Wezel, Bildmitte).
Der neuberufene Handelsbeirat
Jörg Kasten (Heil & Sohn) im
Gespräch mit Marion Metzger
(Metzger) und GVA-Vorstand Dr.
Friederike Schwenker (Schwenker).
Industrie trifft Handel: Franz-Werner
Drees (Hella) und Jochen Leuthold (TRW)
mit GVA-Vorstand Fabian Roberg (Coler)
(v.l.n.r.)
Über neue Entwicklungen gab es bezüglich der Zukunft der Kfz-GVO (EU) Nr.
1400/2002 zu berichten. Voraussichtlich
im Juli 2009 wird sich die EU-Kommission zu möglichen Szenarien für die Zeit
nach dem Auslaufen der aktuellen Verordnung im Mai 2010 äußern. In ihrem
Evaluierungsbericht ließ die Kommission
in 2008 noch eine klare Präferenz erkennen, keine sektor-spezifischen Regeln
mehr vorzusehen und stattdessen allgemeine Regeln (etwa eine Schirm-GVO)
anzuwenden. Mittlerweile lässt sich eine
Tendenz zur Verlängerung der Kfz-GVO
Nr. 1400/2002 seitens der EU-Kommission erkennen. Zurückzuführen ist dies
wohl auf die Stellungnahmen beteiligter
Kreise, so auch des GVA, zum Evaluierungsbericht. Die Mehrzahl der Stakeholder ließ den klaren Willen für eine
Neuauflage sektor-spezifischer Regeln
erkennen. Wegen der Krise in der Automobilwirtschaft will die EU-Kommission
außerdem offenbar vermeiden, dass sich
die Fahrzeughersteller in der schwierigen
aktuellen Lage auf neue rechtliche Regelungen einstellen müssen.
GVA-Vorstandsmitglied Rüdiger Hahn
(Winkler) und Manfred Filko (ZF)
tauschten sich über die aktuelle Marktsituation aus.
GVA-Präsident Hartmut Röhl (2.v.r.) und GVA-Schatzmeister Michael
Katschmanowski (Matthies, 2.v.l.) im Pausengespräch mit den Beiräten.
Der GVA strebt die Verlängerung der aktuellen Kfz-GVO mit einigen Spezifizierungen an. So sollte die neue Verordnung
die Frage des Erlöschens der Herstellergarantie bei Fremdwartung eindeutig klären und den Zugang zu den technischen
Informationen der Fahrzeughersteller
präzisierend klar festlegen. Die Vorteile
einer sektorspezifischen GVO liegen darin, dass sie klare und gerichtsfeste Regelungen für die Marktbeteiligten trifft
und Verstöße gegen die so genannten
schwarzen Klauseln sanktioniert.
Ein wichtiges Instrument, um dieses Ziel
zu erreichen, ist die europaweite Informationskampagne „Right to Repair“ verschiedener Akteure des freien Kfz-Servicemarktes. Im Rahmen der Kampagne
gibt es verschiedene Aktionen, an denen
sich nicht nur die Mitarbeiter der Branche
sondern auch Verbraucher aktiv beteiligen können. Dazu zählt etwa die OnlinePetition, die unter www.r2rc.de geschaltet ist. Jede Stimme zählt, um die Zukunft
des freien Marktes und die Wahlfreiheit
der Verbraucher zu sichern!
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
55
nachrichten
Manager Fahrzeugteile:
Dritte Runde 2009 beendet
_ Der Manager
Fahrzeugteile, die
Fort- und Weiterbildungsveranstaltung des freien
Kfz-Servicemarktes
geht auf die Zielgerade für 2009.
Konzentration bei der
Bearbeitung
der Sanduhrfrage.
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56
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
N
achdem die ersten beiden
Runden bereits mit der Kür
von insgesamt 26 „Neu-Managern“ erfolgreich beendet
wurden, galt es Ende April die
Absolventen der vorletzten Runde des
Jahres zu finden. 20 Teilnehmer schafften
es schlussendlich, die anspruchsvollen
Klausuren und die Abschlussprüfung
erfolgreich zu gestalten. Bei bestem
Frühlingswetter mussten die Prüflinge
am Prüfungssamstag in Bad Honnef ihr
Wissen in den Fächern Jura, BWL, Marketing und Markt unter Beweis stellen.
Als besondere Anerkennung der Leistung der Absolventen erhalten diese
traditionell eine Einladung zur Jahresmitgliederversammlung des GVA in Hannover. Dort wird auch eine Ehrung der
besten Absolventen der vier Runden des
Manager Fahrzeugteile 2009 stattfinden. Die diesjährige Jahresmitgliederversammlung des GVA mit anschließendem
Kongress wird am 20./21. Oktober stattfinden.
Weitere Informationen zum Manager Fahrzeugteile sowie zu den anderen
Seminaren im Rahmen des GVA-College,
sind beim GVA in Ratingen unter Tel.
02102 / 7 70 77 – 0 oder im Internet unter www.gva-college.de erhältlich. Aufgrund der großen Nachfrage empfiehlt
sich eine baldige Anmeldung für den Manager Fahrzeugteile 2010.
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GVA tritt weiterhin offensiv
gegen Abwrackprämie ein
_ Für viel Missfallen sorgt die von der Bundesregierung beschlossene Abwrackprämie in Deutschland. Diese war ursprünglich im Rahmen des Konjunkturpakts II mit einem Volumen von 1,5 Mrd. Euro
beschlossen worden.
A
m 8. April hatte die Bundesregierung in Berlin beschlossen,
diese Summe um 3,5 Mrd. auf
5 Mrd. Euro zu erhöhen. Mit
diesen bereitgestellten Mitteln
könnte bis Jahresende der Kauf von bis
zu 2 Mio. Neufahrzeugen oder Jahreswagen bei gleichzeitiger Verschrottung
eines mindestens neun Jahre alten Autos
staatlich bezuschusst werden.
Der GVA hat die Abwrackprämie und
erst recht deren Erhöhung von Beginn an
abgelehnt, da sie ökologischer, ökonomischer und fiskalischer Unsinn ist. Für
GVA-Präsident Hartmut Röhl stellt sie
„ein antiquiertes Mittel staatlicher Konsumsteuerung dar, das kurz-, mittel- und
langfristig die Volkswirtschaft im Allgemeinen und die Automobilwirtschaft im
Speziellen schädigen wird.“
Derzeit erzeugt die Prämie ökonomische Verwerfungen in Teilehandel und
-industrie, dem Gebrauchtwagenmarkt
und auch bei den Fahrzeugentsorgern,
da das gewachsene Gleichgewicht des
Marktes gestört wird.
Auch aus ökonomischer Sicht ist die
von der Bundesregierung beschlossene
Maßnahme zu kritisieren, denn die für die
Produktion eines Neufahrzeugs einzusetzende Energie ist weitaus höher als der
fortgesetzte Betrieb eines Altfahrzeugs.
Die Politik, offenbar erfreut darüber,
dass eine ihre Maßnahmen gegen die
Wirtschaftskrise eine kurzfristige, wenngleich nicht nur aus Sicht des GVA negative, Wirkung entfaltet, ließ scheinbar auch
bei der steuerlichen Selbstfinanzierung
der Abwrackprämie nur wenig Rechenkunst walten. So kann die vorgetragene
Mechanik der Selbstfinanzierung der Abwrackprämie etwa durch höhere Mehrwertsteuereinnahmen aus dem Neuwagenverkauf als fragwürdig bezeichnet
werden. GVA-Präsident Hartmut Röhl
äußerte sich auch in dieser Frage wieder-
holt eindeutig: „Die Bürger können jeden
Euro nur einmal ausgeben. Wenn sie dies
für einen Neuwagen tun, kaufen sie im
Gegenzug keine anderen Güter wie Kühlschränke oder Fernsehapparate. Da der
staatliche Zuschuss durch die Abwrackprämie beim Kauf eines Neuwagens
über 15.000 Euro in etwa dem Erlassen
der Mehrwertsteuer für dieses Fahrzeug
gleichkommt, wird diese Einnahme dem
Staat also an anderer Stelle fehlen.“ Vollkommen unberücksichtigt bleiben in der
öffentlichen Diskussion die Kosten für
die Bearbeitung der Anträge durch das
BAFA. 220 Mitarbeiter arbeiten mittlerweile im Fachbereich Umweltprämie. Die
notwendige IT-Infrastruktur musste erst
noch angeschafft werden.
Aus den genannten Gründen wird der
GVA deshalb weiterhin seine ablehnende
Haltung zur der Prämie offensiv gegenüber der Öffentlichkeit und der Politik
vertreten.
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
57
nachrichten
Jochen Leuthold (TRW) freute sich über viele
gute Gespräche.
So sehen Sieger aus: die frisch gekürten Gewinner des ADI-Awards „Supplier of the Year“ von
Schaeffler. In der Bildmitte Michael Söding (Schaeffler), links Georg Wallus.
ADI Convention 2009: Viele GVAMitglieder in Belgien vertreten
_ Die europäische Integration und die Vernetzung der Volkswirtschaften
machen auch vor dem freien Kfz-Servicemarkt nicht halt.
E
Knut Sörensen (NOR) im Gespräch mit GVAIndustriesprecher Manfred Filko (ZF).
Der neugewählte Präsident der ADI, Thomas
Vollmar (CARAT), bei seiner President’s
Address.
58
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
s wundert deshalb nicht, dass
die internationalen Teilekooperationen ständig an Bedeutung
gewinnen. Neben ATR International, GAUI und TEMOT International gehört die Autodistribution International (ADI) zu den „Big Four“ des
Kontinents.
Im April hatte die ADI zu ihrer Convention 2009 nach Louvain-La-Neuve geladen und zahlreiche hochrangige Vertreter
von Handel und Industrie waren der Einladung gern gefolgt, darunter auch viele
GVA-Mitglieder. Im Mittelpunkt des Treffens standen die zahlreichen Gespräche
von ADI-Partnern und Lieferanten, die
von den Teilnehmern aufgrund der besonderen Qualität sehr gelobt wurden.
Neue Perspektiven auf das Geschäftsleben eröffnete eine coaching-session
mit Justine Henin im Anschluss an den
Cocktailempfang in der Magna Aula der
renommierten Universität in LouvainLa-Neuve. Der ehemaligen Weltranglistenersten im Damentennis gelang es
gut, im Doppel mit ihrem ehemaligen
Trainer Carlos Rodriguez, Analogien zwischen Sport- und Geschäftswelt aufzuzeigen. Ihren Worten folgend, lassen
sich viele Schwierigkeiten, etwa jetzt in
Zeiten der Wirtschaftskrise, mit up and
downs im Spitzensport vergleichen. Auch
die Wege solchen Widrigkeiten erfolgreich zu begegnen, seien grundsätzlich
vergleichbar.
Als besonders Highlight schloss sich
die Verleihung des ADI Awards „Supplier
of the Year“ an. Alljährlich stimmen die
ADI Partner über den besten Lieferanten
des Jahres ab, gemessen an einem Mix
aus10 Kriterien der Bereiche Produkt und
Marketing. In diesem Jahr machte GVAMitglied Schaeffler das Rennen um die
begehrte Trophäe. Vor dem festlichen
Dinner hielt der neugewählte Präsident
der ADI, der Geschäftsführer der CARAT
Thomas Vollmar, seine Antrittsrede und
fand treffende Worte, um den Schwierigkeiten der Gesamtwirtschaft zu begegnen. Vollmer tritt die Nachfolge von
Olivier Métraux an und ist der erste
Deutsche auf diesem wichtigen Posten.
Tennis-Ass Justine Henin gab eine interessante
coaching-session.
Mario Gundlach und Norbert Neuhaus (beide
NGK) waren auch auf der ADI-Convention dabei.
Der Abend wurde mit einem festlichen Dinner abgeschlossen.
Mitgliederversammlung und
Kongress 2009 der FIGIEFA in Istanbul
_ Im Mai fand die Mitgliederversammlung des internationalen Dachverbands
des freien Kfz-Teilegroßhandels, FIGIEFA, in der türkischen Metropole Istanbul statt.
A
Der neue
FIGIEFA-Präsident Michel
Vilatte
ls wichtigster Punkt der Tagesordnung stand die Wahl des
neuen Präsidiums an. Von den
Mitgliedern zum neuen Präsidenten wurde Michel Vilatte
(FEDA, Frankreich) gewählt. Der bisherige Vorsitzende des Verbands, Knud
Sörensen (AUTIG, Dänemark), wechselte
turnusgemäß auf den Posten des VizePräsidenten.
Mit Hartmut Röhl (GVA, Deutschland), Roberto Aldea (ANCERA, Spanien),
Christer Liljenberg (SBF, Schweden), Eric
Rommerts (RAI, Niederlande) sowie mit
Schatzmeister Bob Davis (SMMT, Groß-
britannien) wurden die anderen Mitglieder des Boards wiedergewählt.
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand am gleichen Ort der
FIGIEFA-Kongress 2009 statt. Die FIGIEFA
konnte mit Prof. Norbert Schreier (Fachhochschule Esslingen), Francoise Blais
(Valeo) sowie Dr. Thomas Funke (Osborne
Clarke) kompetente Referenten gewinnen, die viel über die zukünftigen Herausforderungen an den IAM zu berichten wussten.
Die GVA-Nachrichten werden in der
nächsten Ausgabe ausführlich über den
Kongress berichten.
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
59
nachrichten
GVA-Geschäftsführerin Marita Kloster erläutert den Teilnehmern des AK die wirtschaftliche Lage im Kfz-Teilehandel.
Die Gespräche mit dem
FWI wurden bereits vor
einigen Jahren in Form
eines gemeinsamen
Arbeitskreises institutionalisiert.
Arbeitskreis FWI im
GVA: Sitzung 2009
_ Der regelmäßige fachliche Austausch mit anderen
Verbänden ist ein wichtiges Instrument für den GVA,
um relevantes Fachwissen aus eng mit dem Teilehandel
verbundenen Branchen zu erhalten.
v.l.n.r.: GVA-Vorstand Stephan Klatt (Hennig Fahrzeugteile Essen), Volker Einbeck
(Gedore) und Udo Frechen (Stahlgruber).
Ziel der Treffen ist es, einen regen Austausch über Themen verwandter Branchen
zu ermöglichen.
60
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
E
in solches Forum bietet etwa der
gemeinsame Arbeitskreis von GVA
und FWI (Fachverband Werkzeugindustrie e.V.). Dieser AK wurde,
nachdem es bereits über lange
Jahre gemeinsame Fachgruppengespräche gab, 1993 in Form eines Arbeitskreises institutionalisiert. Der FWI,
beheimatet in Remscheid, ist die Interessenvertretung der Werkzeugindustrie.
Hieraus ergeben sich zahlreiche Anknüpfungspunkte zum GVA, denn ohne Werkzeuge keine Teileproduktion und auch
kein Kfz-Service. Die deutsche Werkzeugindustrie ist ähnlich wie der freie KfzTeilehandel von kleinen und mittleren
Unternehmen geprägt. Dem FWI ist sehr
daran gelegen, diese Vielfalt zu erhalten,
und er betreibt dafür Lobbyarbeit auf
nationaler und europäischer Ebene.
Der gemeinsame Arbeitskreis von
GVA und FWI soll in erster Linie dazu
dienen, optimale Wege der Marktbearbeitung zur Belebung des Werkzeuggeschäfts zu finden und dabei unterstützend tätig zu sein. In der Sitzung des
AK 2009 stand als Grundlage dafür ein
intensiver Austausch zur Marktlage an
erster Stelle. Der GVA nutzte die Gelegenheit auch den aktuellen Stand ausgewählter politischer Projekte vorzustellen.
So enthält etwa die Kfz-GVO, über deren
Zukunft zurzeit in Brüssel entschieden
wird, Passagen, die den Zugang des freien Kfz-Servicemarktes zu technischen
Informationen und Werkzeugen regeln.
Einen weiteren Austausch gab es aber
auch über Themenfelder wie geplante
und bereits abgeschlossene Messeaktivitäten der Verbände.
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Foto: Rinn
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Besser sein als
das Original
_ Mit seinen Produktverbes-
serungen hat sich die Wulf
Gaertner Autoparts AG mit
der Marke Meyle Products
einen Namen gemacht. Das
Hamburger Unternehmen
betreibt intensive Produktforschung sowie -Verbesserung
und geht mit verlängerten Garantiezeiten für seine HD-Teile
in die Qualitätsoffensive.
62
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
Foto: Rinn
D
as Bessere ist des Guten Feind,
so oder ähnlich könnte man
die Aktivitäten der Wulf Gaertner Autoparts AG sinnbildlich im Bereich der Produktphilosophie auf den Punkt bringen. Unter
dem Markennamen Meyle Products
entwickelt, produziert und vertreibt das
Hamburger Unternehmen hochwertige
Ersatzteile für den Kfz-Aftermarket. Vor
etwas mehr als einem halben Jahrhundert im Jahr 1958 von Wulf Gaertner
als Exporteur von Autoersatzteilen
gestartet, florierten die Geschäfte erst
in Süd- und Mittelamerika, dann in aller
Welt. Frühzeitig hatte man dort erkannt,
dass es längst nicht mehr allein mit dem
Aufbau einer Vertriebsstruktur und der
Abwicklung des Geschäftes mit Artikelnummern getan ist und setzte 1995 mit
der Übernahme von Meyle Products,
einer Qualitätsmarke im Ersatzteilmarkt
einen Meilenstein. Schon seit Jahren
hat sich das Unternehmen mit verbesserten Produkten einen Namen gemacht
und zum Trendsetter auf diesem Gebiet
entwickelt.
Den Hamburgern kommt dabei zu
Gute, dass der wachsende Wettbewerb
die Automobilhersteller beflügelt, ihre
Produktentwicklungszyklen immer mehr
zu verkürzen und kurzfristiger Fahrzeuge
mit komplexen und anspruchsvollen
Bauteilen auf den Markt zu bringen.
Die Belastungen, denen die einzelnen
Komponenten und Bauteile der modernen Autos mittlerweile ausgesetzt sind,
nehmen enorm zu. Das gilt insbesondere für Querlenker, Traggelenke, Feder-
„Wir greifen gezielt
Problemfälle auf, um
diese Teile weiter zu
verbessern,“ sagt Dipl.
Ing. Sven Nielsen,
Technischer Direktor
bei der Wulf Gaertner
Autoparts AG.
Mit innovativen Produktverbesserungen hat sich Meyle Products einen Namen gemacht.
beinstützlager, Spurstangenköpfe sowie
deren Lagerschalen, Hydrolager und
Gummi-Metallteile. Deshalb betreibt
man in Hamburg-Rahlstedt intensive
Produktforschung und -entwicklung
an diesen Teilen. Dort werden neue Automodelle nach Serienanlauf auf ihre
Schwachstellen von einem Expertenteam
aus Ingenieuren und erfahrenen KfzPraktikern analysiert. Diese entwickeln
gemeinsam mit den Produktionswerken
und Kooperationspartnern Bauteile, in
denen die erkannten Probleme behoben
werden.
Wenn Gutes nicht
immer gut genug ist
Dipl. Ing. Sven Nielsen, Technischer Direktor bei Wulf Gaertner Autoparts AG,
macht das an Beispielen wie etwa dem
BMW E36 fest, wo das Fahrvergnügen
durch das vordere Traggelenk schon
mal getrübt werden kann, wenn dieses
hoch belastete Bauteil bereits nach einer Weile ausgeschlagen ist. „Das E36Traggelenk war bei uns der Auslöser für
die Weiterentwicklung schwach ausgelegter Bauteile für unsere HD-Serie. Die
neuesten weiterentwickelten Bauteile
sind unsere HD-Pendelstützen. Wie im
Markt und in allen Werkstätten bekannt
ist, gibt es viele Modelle, bei denen diese
Bauteile frühzeitig ausfallen. VW Sharan,
Mercedes A-Klasse und Ford Mondeo
sind nur einige Beispiele dafür. Die konsequente Weiterentwicklung dieser
Bauteile stellt daher für viele Werkstätten und Fahrzeughalter die Abhilfe dar.
Wir haben die Kugelgelenke verstärkt
und durch eine ideale Kombination des
Kunststoffsitzes, des Fettes und der Kugelbolzen verbessert.“ Die von den Hamburgern neu entwickelten Pendelstützen
haben seinen Worten zu Folge eine bessere Dauerfestigkeit und deutlich verlängerte Lebensdauer. Neben Prüfungen und
Produkterprobungen im eigenen Hause
Qualität in Form
und Funktion.
Die Hamburger Entwickler nehmen Bauteile
aus der Serienproduktion unter die Lupe.
Deshalb betreibt man für die Meyle Products
intensive Produktforschung und -entwicklung.
Foto: Rinn
In Deutschland ist das Unternehmen heute
gut aufgestellt. Weltweit ist die Wulf Gaertner
Autoparts AG mit der Marke Meyle Products
in 120 Ländern vertreten und betreut dort den
Groß- und Fachhandel.
Foto: Wulf Gaertner Autoparts AG
setzt man bei Meyle vor allem auch auf
Praxiserprobung der verbesserten Teile.
Das heißt, die Teile kommen weltweit
in Taxen und Fahrschulfahrzeugen zum
Einsatz und werden bei strapaziösem
Einsatz auf ihre Haltbarkeit kontrolliert.
„Gefertigt wird nach deutschen Maßstäben, die strenge Qualitätssicherung
sowie Produkttests finden in Hamburg
statt“, macht Nielsen deutlich.
Meyle geht in
die Qualitätsoffensive
Deshalb geht der Autoersatzteilhersteller aus Hamburg mit seinen HD-Teilen
(heavy duty), die länger als das Original
halten sollen, in die Offensive und macht
dies mit seiner Werbekampagne deutlich:
„Manche Dinge halten länger als das Original“ oder „Schluss mit Reklamationen“,
heißt es dort. Die technischen Innovationen der Produkte zielen, da wo es sinnvoll ist, auf die Verbesserung mehrerer
Komponenten. Zunächst geht es darum,
herauszufinden, welche Belastungen in
der Konstruktion des Teils ausschlaggebend für den Ausfall sind. Je nach Ergebnis wird die Konstruktion verändert, das
Innenleben robuster gestaltet, hochwertigeres Material eingesetzt oder GummiMetallverbindungen umgestaltet. Im
Verbesserungsprozess arbeiten die Ingenieure mit etablierten Partnern der Automobilbranche zusammen, die auf ihren Fachgebieten Spezialisten sind: zum
Beispiel mit Lufthansa Technik Intercoat
für Verschleißschutzbeschichtungen, mit
Fuchs Lubritech etwa für das in Kugelgelenken eingesetzte Hightech-Fett sowie
dem Technologischen Zentrum der Fachhochschule Lübeck.
„Die verbesserten Teile erhalten das
Siegel HD-Quality sowie den Zusatz
HD in der Teilenummer. Bisher wurden
rund 500 Teile vornehmlich aus den Produktgruppen Lenkung und Aufhängung,
Schwingungstechnik, sprich GummiMetall, und Kühlung verbessert. Prominente Vertreter der HD-Serie sind etwa
das besagte Pendelstützenprogramm für
rund 5000 Fahrzeugmodelle, das E36Ganzmetall-Traggelenk oder der E46Querlenker“, sagt Kirsten Rothe, die bei
Wulf Gaertner Autoparts AG im Vertrieb
für Deutschland und Österreich tätig ist.
„Auf unsere HD-Teile geben wir vier statt
der üblichen zwei Jahre Garantie, weil
deren Qualität die der Originalteile weit
übertrifft, können wir guten Gewissens
und ohne zu zögern diese verlängerte
Garantie darauf geben“, führt sie weiter
aus.
Das bedeutet für die Werkstatt, sie
kann mit gutem Gewissen ein solches
Teil verbauen, ohne befürchten zu müssen, dass der Kunde irgendwann wieder
mit dem gleichen Schaden die Werkstatt
ansteuert. „Wir wollen mit unseren Produkten die besten im freien Teilemarkt
sein“, kennzeichnet Vertriebsleiter der
Wulf Gaertner Autoparts AG, Lars Gaertner, die strategische Ausrichtung des Unternehmens: „Meyle hat den Anspruch,
bester Anbieter für Verschleißteile im
freien Teilehandel zu sein. Soll heißen,
beste Qualität unserer Produkte, wettbewerbsfähige Preise und Spitzenservice
einschließlich schneller Lieferfähigkeit.
Und so werden wir auch weiterhin erfolgreich am Markt leistungsoptimierte
Verschleißteile anbieten. Unser Ziel dabei
ist eine Marktabdeckung von 95 Prozent.
Allerdings werden wir keinen Spagat in
andere Produktgruppen machen, sondern unsere Kernkompetenz sowie unsere Serviceleistungen für unsere Kunden
weiter ausbauen und stärken.“
Die neuen FahrradHeckträger von Atera.
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Jürgen Rinn
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
63
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teilemarkt
Beim Zahnriemengetriebe des
elektromechanischen Lenksystems von BMW,
ZF Lenksysteme
und ContiTech
kommt der
schrägverzahnten Riemen
CONTI SLT
POWER zum
Einsatz.
Foto: ContiTech
Schräge Zähne mit mehr Biss
_ Ein schrägverzahnter Zahnrie-
men von ContiTech treibt elektromechanisches Lenksystem an und
bewährt sich im Serieneinsatz.
Gemeinsan haben BMW, ZF Lenksysteme
und ContiTech ein elektromechanisches
Lenksystem (Electrical Power Steering,
EPS) mit achsparalleler Anordnung (APA)
entwickelt, das bereits seit 2006 im BMW
1er und 3er eingesetzt wird. Es besteht
aus einem Elektromotor, einer Kugelgewindespindel und einem Zahnriemengetriebe. Im Gegensatz zu hydraulischen
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64
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
Ausführungen benötigt ein solches elektromechanisches Servosystem bei der
Geradeausfahrt keine Energie und reduziert so den Kraftstoffverbrauch um bis
zu 0,3 Liter auf 100 Kilometer. Zudem
verzichtet das EPS-APA auf den Einsatz
von Hydraulikflüssigkeit, weil es modular
aufgebaut ist.
Für das Zahnriemengetriebe des EPS
hat ContiTech einen schrägverzahnten
Riemen entwickelt, den Conti SLT Power. SLT steht für „Super Low Temperature“, denn der Riemen ist für einen
Temperaturbereich von minus 40 bis
plus 120 Grad Celsius ausgelegt. „Möglich wurde dieser Fortschritt durch den
Einsatz eines EPDM-TieftemperaturElastomers, das extrem alterungs-,
kälte- und hitzebeständig ist“, erläutert
Hermann Schulte, Leiter Forschung und
Entwicklung der ContiTech Power Transmission Group. Der verbaute Glascord
gebe dem Riemen zudem eine besonders
hohe Biegewechsel-Festigkeit, Wasserbeständigkeit und Längenstabilität, sagt er.
Auch der niedrige Geräuschpegel
spielt eine große Rolle. Das Zahnscheiben- und das Riemenprofil wurde für diese Anwendung entwickelt und um fünf
Grad schrägverzahnt. Dadurch wird
ein störungsfreier Zahneinlauf und
eine optimierte Akustik erreicht.
Kein Riemen soll lauter als 45 Dezibel sein. Deshalb werde jeder Riemen
vor der Auslieferung auf seine Akustik
überprüft, lautet die Herstelleraussage.
Zudem erhalte jeder Riemen während der
Produktion eine Kennzeichnung, um eine
lückenlose Produktrückverfolgbarkeit zu
gewährleisten, die für Lenksysteme gefordert wird. Das gesamte Lenkungssystem soll eine wartungsfreie Haltbarkeit
jr.
von mehr als 15 Jahren gewähren. _ Eines für alle
Der Motor des neuen VW Passat TSI EcoFuel kann wahlweise mit Erdgas oder Benzin betrieben werden. Der bivalent ausgelegte Hochleistungs-Motor verlangt
auch ein für beide Kraftstoffe geeignetes
Hochleistungs-Motorenöl. Insbesondere
muss das Öl die Auswirkungen der im
Erdgasbetrieb auftretenden höheren Verbrennungstemperaturen beherrschen.
Darüber hinaus ist es erforderlich, aschebildende Wirkstoffe zu reduzieren. VW
schreibt ein Low SAPS-Motorenöl mit der
Freigabe VW 504 00/507 00 vor.
Addinol bietet mit dem Giga Light
MV 0530 LL jetzt ein Low SAPS-Motorenöl der SAE-Klasse 5W-30. Das Leichtlauföl
erfüllt laut Herstellerangaben optimal
alle Anforderungen der VW-Gruppe beim
Erdgas- und auch beim Benzinbetrieb.
Hinter dem Kürzel Low SAPS – was so viel
bedeutet wie weniger Sulfat-Asche, weniger Phosphor und weniger Schwefel –
verbirgt sich eine große Herausforderung
für die Hersteller von Schmierstoffen und
Additiven.
Hochleistungs-Motorenöle
basieren hauptsächlich auf aschebildenden Metallverbindungen. Addinol Giga
light MV 0530 LL kommt laut eigenen
Angaben quasi mit einer Halbierung der
Aschebildner und Schwefel-/Phosphorverbindungen aus und enthält vollkommen neu entwickelte Wirkstoffe.
Eignet sich
laut Unternehmensangaben
für beinahe
alle Motoren:
Das Addinol
Gig light MV
0530 LL.
Foto: Addinol
Zudem soll sich das Motorenöl unter
anderem durch niedrigen Kraftstoffverbrauch, seinen Longlife-Charakter, sehr
gute Motorsauberkeit, extremen Verschleißschutz, optimale Viskosität und
stabilen Ölfilm bei allen Betriebstemperaturen auszeichnen. Addinol Giga light
MV 0530 LL sei ein Allrounder für die
Werkstatt, heißt es in der Mitteilung. Es
übertreffe die Anforderungen der Spezifikation ACEA C3 und verfüge neben der
Freigabe VW 504 00/507 00 zusätzlich
über die MB-Freigabe 229.51 und BMW
Longlife-04. Damit könne das Motorenöl
in nahezu allen Benzin- und Dieselmotoren eingesetzt werden. Dazu zählten
bis auf wenige Ausnahmen alle VW, Audi,
Seat, Skoda, BMW und Mercedes-Benz
sowie alle Fahrzeuge, in deren Betriebshandbuch ein Motorenöl mit der Spezifikation C3 vorgeschrieben wird.
Mühlburren 2 – 4
72501 Gammertingen
www.reifen-goeggel.de
Telefon (0 75 74) 9 31 30
Telefax (0 75 74) 9 34 40
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U
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m
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d
n
u
R
_ Ein Schlauch für alle Fälle
Prima Klima zum Nachrüsten: Standheizungsspezialist Eberspächer vertreibt ab sofort
Nachrüst-Klimaanlagen von Delphi Diavia. Das
Modell „Madrid“ leistet 15.000 Watt und ist für
Busse mit bis zu 25 Plätzen geeignet.
Foto: Eberspächer
Die ECON-WerkstattausrüstungsGmbH
aus dem rheinlad-pfälzischen Dernbach
hat einen Universal-Kühlerschlauch im
Programm, der nicht nur gute Dienste
leistet, wenn kein Original-Schlauch
griffbereit ist, sondern zudem auch noch
preiswert ist.
Der Universalschlauch mit dem Namen Tubano ist laut Angaben von ECON
unbegrenzt einsetzbar bei Zuleitungen,
Ableitungen und Verbindungen, er ist
beständig sowohl gegen Wasser als auch
Säuren und verdünnte Basen.
Die Anwendung ist denkbar einfach:
Wenn der Durchmesser und die Länge
bestimmt sind, den Schlauch in der Mitte des Faltenbalges abschneiden und mit
Schlauchschellen befestigen. Der Tubano-Universal-Kühlerschlauch wird in einer Länge von einem Meter geliefert.
www.econ-wa.de
_ Klimaanlagen
zum Nachrüsten
Mit dem Vertrieb von Nachrüst-Klimaanlagen des Herstellers Diavia erweitert
der Esslinger Standheizungsspezialist
Eberspächer ab sofort sein Nachrüstangebot. Die Dachklimaanlagen und Splitgeräte eignen sich einer Unternehmensinformation zufolge insbesondere für die
Nachrüstung bei Sonderfahrzeugen und
Transportern.
Laut Eberspächer bieten die aus verschiedenen Komponenten modular aufgebauten Klimaanlagen Erstausrüsterqualität auch für die Nachrüstung. Für
viele Fahrzeuge gibt es spezielle Einbausets, welche die Installation erleichtern
sollen. Beim Einbau werden vorhandene
Heizungs-, Lüftungs- und Regelkomponenten um die Bausteine der Klimaanlage erweitert. Das Leistungsspektrum der
Anlagen reicht von 4000-Watt-Geräten
für Traktoren oder Baufahrzeuge bis hin
zu 15.500-Watt-Anlagen für Kleinbusse
mit bis zu 25 Sitzplätzen.
Diavia ist laut Eberspächer einer der
europäischen Marktführer für Nachrüstklimaanlagen im Automotive-Sektor und
Teil von Delphi Automotive Systems in
Bologna (Italien), einem Zulieferer im Bereich „thermal systems“. Den Vertrieb der
Delphi Diavia-Geräte organisiert die Eberspächer Heizgeräte GmbH in Torgelow
über das Eberspächer-Vertriebsnetz aus
kk
Händlern und Werkstätten. www.eberspaecher.com/torgelow
Anwendungsbeispiele für WD-40
können unter www.wd40.de abgerufen werden. Die Seite www.3-in-1.eu
informiert Profi-Anwender über die
Einsatzmöglichkeiten der einzelnen
3-in-one-Professinal-Produkte.
Foto: WD-40-Company
_ Werterhalt durch Wartung
Wartungs- und Instandhaltungsprozesse gewinnen gerade in wirtschaftlich
schwierigen Zeiten an Bedeutung und
lassen sich oft mit chemisch-technischen
Produkten unterstützen und vereinfachen. Hier bietet sich das Sortiment der
WD-40-Company mit dem Multifunktionsöl WD-40, dem Alleskönner als Rostlöser, Schmiermittel, Kontaktspray, Korrosionsschutzmittel und Teilereiniger in
einem an. Mit dem patentierten Smart
Straw-Sprühkopfes kann es punktgenau, flächig sowie schnell und sauber
auftragen werden. Schwergängige Mechanismen kommen wieder in Gang und
Korrosion wird dauerhaft verhindert. Der
Verschleiß von Werkzeugen und Maschinen kann damit deutlich reduziert werden. Für professionelle Anwender wird
zusätzlich die Dekra-geprüfte Produktreihe 3-in-one Professinal angeboten.
Die sechs Produkte sind für speziellere
Anwendungsbereiche vorgesehen. Die
Bandbreite reicht vom Hochleistungsrostlöser über den Universalreiniger, das
Silikonspray, den Motor-Schnellstarter,
das Universal-Lithiumfett bis hin zum
weißen Lithiumsprühfett. Die drei erstgenannten Produkte sind ebenfalls mit
jr.
Smart Straw erhältlich. amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
65
teilemarkt
Bei der Abbremsung aus Tempo 50
kam der Probant
mit den intakten
Stoßdämpfern wesentlich eher zum
Stehen. Für einen
Fußgänger, der die
Straße überquert,
wäre das zu knapp
geworden. Fotos: Rinn
Aus der Praxis für die Praxis
_ Auf der Lemförder Lenkungs- und Fahrwerktour 2009 macht ZF Services von März bis
Juli bundesweit die Kfz-Werkstätten mit praxisnahen Trainings fit für den Verkauf und die
Montage von Stoßdämpfern und Fahrwerksteilen.
D
amit man als Werkstatt gegenüber Kunden bei Mängeln im
Bereich Lenkungs- und Fahrwerkskomponenten professionell und überzeugend kommunizieren kann, bietet ZF Services auf
der Lemförder Lenkungs- und Fahrwerktour 2009 eine Menge an Informationen,
Action und Spaß. Das Schweinfurter
Unternehmen verdeutlicht dort praxisnah, dass Lenkungs- und Fahrwerkkomponenten nicht nur einen entscheidenden Einfluss auf Zuverlässigkeit und
Fahrkomfort haben, sondern sich auch
die Fahrsicherheit auswirken. Die Lemförder Werkstatt-Aktion findet von März
bis Juli 2009 an 14 Orten bundesweit
statt. Mit praxisnahen Halbtagstrainings im Bereich Verkauf und Produkte
werden hier die Werkstätten fit für das
Dass Fahrwerkkomponenten nicht nur Einfluss
auf Zuverlässigkeit und Fahrkomfort haben,
sondern auch auf die Fahrsicherheit, wurde im
Rahmen der Lemförder Lenkungs- und Fahrwerktour 2009 eindeutig demonstriert.
Stoßdämpfergeschäft gemacht. Denn
abgenutzte Stoßdämpfer beeinträchtigen die Fahrsicherheit, wenn sie ihre
Verschleißgrenze erreicht haben. Da dies
für den Kunden unbemerkt geschieht,
besteht hier für die Werkstatt Prüf-,
sprich Handlungsbedarf. Defekte Stoßdämpfer bemerkt man nicht so schnell
wie etwa eine rutschende Kupplung oder
quietschende Bremsen. Mit zwei baugleichen VW Golf, der eine mit intakten
und der andere mit defekten Stoßdämpfern, demonstrieren die Experten von ZF
Services den Einfluss auf die Verkehrssicherheit dieser hoch belasteten Bauteile. Schlechte Stoßdämpfer haben für
gewöhnlich schwerwiegende Folgen für
die Fahrsicherheit. Das ist in erster Linie
ein längerer Bremsweg, höhere Aquaplaning-Gefahr, verlängerte Reaktionszeit
und schlechtere Sichtverhältnisse bei
Nacht. Dass ein Auto mit intakten Dämpfern bei gleichzeitigem Bremspunkt eher
zum Stehen kommt, als ein Fahrzeug mit
abgenutzten Stoßdämpfern wird hier
praktisch bewiesen. Bei der Abbremsung
aus Tempo 50 war es in etwa die Breite
Wie schlapp bei dem einen Testfahrzeug die
abgenutzen Stoßdämpfer waren, demonstrierte
der Instruktor recht eindeutig mit der WippMethode.
Beim praxisnahen Training machte der ZFExperte die Teilnehmer aus den Werkstätten
auf mögliche Montagefehler aufmerksam, die
häufig anzutreffen sind.
eines Zebrastreifens, die der Golf mit den
defekten Dämpfern später zum Stehen
kam, als sein intakter Kollege. Das kann
dann mitunter für Personen auf dem
Zebrastreifen zu spät sein.
Wertvolle Tipps für
den Verkauf und die Montage
Damit diese Fakten im Verkaufsgespräch
ausreichend zur Geltung kommen, geben
die Vertriebsexperten den Teilnehmern
eine ganze Reihe von Tipps mit auf den
Weg. Zuerst einmal, dass ein Verkaufsgespräch in einer Wohlfühlatmosphäre
stattfinden soll und dass der Kunde ein
Recht auf Information und Sicherheit hat.
Nach einer Selbsteinschätzung zwischen
Kunden- und Abschlußorierentierung
weiß jeder der Teilnehmer, wo er im Verkauf steht. Wie wichtig das Verkaufsgespräch selbst ist, machen die Experten an
der AFPÜ-Methode mit einigen Fallbeispielen aus dem Tagesgeschäft deutlich.
Das heißt, einem Kundeneinwand stehen
Anerkennung, Frage, Positionierung und
Überprüfung gegenüber. Dabei lernen
die Teilnehmer auch die Grundregeln,
sprich Techniken des Verkaufens kennen.
Im praktischen Teil nimmt der Trainer die
Produkte ins Visier. Dabei verweist er auf
die Erstausrüsterqualität der Fahrwerksteile aus dem Hause Lemförder und
mahnt zu achtsamen Umgang bei der
Montage von Federbeinen sowie Lenkern. Hier kommt es beim Festziehen der
Lenkerbuchsen auf die Null-Lage eines
Fahrzeugs an. In der Praxis komme es
immer wieder vor, dass nach dem Einbau
des Federbeins die Lenker nicht entspannt werden und so bereits Verschleiß und
Schäden vorprogrammiert sind. Ohne die
Entspannung treten wesentlich höhere
Belastungen an den Lenkern im Fahralltag auf, weil die Gummis durch die dabei eintretende größere Verdrehung zu
stark belastet werden. Resultat: Sie verschleißen dadurch erheblich schneller,
werden damit zum Sicherheitsrisiko und
beeinflussen die Lenkpräzision negativ.
Deshalb rät der Experte, bei Arbeiten
am Fahrwerk die Lenker zu lösen, insbesondere nach der Montage von vorderen
Federbeinen. Diese können sich in neutraler Lage entspannen und werden danach wieder in Null-Lage befestigt. Dann
ist die Werkstatt auf der sicheren Seite,
was die Montage angeht.
Insgesamt elf Servicetrainer mit
zwei Trucks, drei Pkw zur Demonstration, zwei Rennwagen zum Mitfahren
und drei Tonnen Equipment stehen den
rund 7000 teilnehmenden Werkstätten
in der vier Monate dauernden Aktion zur
Verfügung. Neben Wissen für die Praxis,
stehen auch die eigene Geschicklichkeit
beim Parcourfahren und Action beim
Mitfahren im Rennwagen auf dem Programm, von Langeweile keine Spur.
Jürgen Rinn
Eberspächer bietet ein Komplettprogramm für
den Ersatzteilmarkt im Bereich Abgastechnik.
Foto: Eberspächer
_ Komplettes
Programm
Ob Saab oder Volvo, Daewo oder Toyota,
bei der Eberspächer Exhaust Aftermarket
GmbH & Co. KG in Neunkirchen sind alle
Schalldämpfer, Anbausätze und Rohre
für gängige Pkw-Modelle aus Fernost
und Skandinavien ab Baujahr 1985 verfügbar. Mit der Programmerweiterung
für schwedische und asiatische Fahrzeuge gilt der schwäbische Abgasspezialist erstmals als Vollsortimenter im
Aftermarket. Mit 580 asiatischen und
100 schwedischen Artikeln soll eine
Marktabdeckung von 85 Prozent erreicht
werden, heißt es dort. „Im Aftermarket
Abgastechnik deckt Eberspächer jetzt
alle relevanten Anwendungsbereiche
für internationale Fahrzeuge ab“, betont
Gerald Forster, operativer Geschäftsführer der Eberspächer-Tochter. Dazu gehören Abgasanlagen für nahezu alle europäischen und asiatischen Pkw sowie für
zahlreiche leichte Nutzfahrzeuge. Alle
Produkte der Abgastechnik werden laut
Hersteller in einem internationalen Fertigungsverbund produziert und sind im
neuen Eberspächer-Gesamtkatalog sowie im elektronischen Teilekatalog TecDoc gelistet. Die Handelspartner werden
mit Cross-Referenzlisten und passenden
jr.
Lagervorschlägen unterstützt. Glühkerzen: NGK
www.ngk-dpower.com
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
67
betrieb
management
Deutschlandmarathon
_ Die Jury des Wettbewerbs „Werkstatt des Jahres“ ermittelt jedes Jahr
die besten konzeptgebundenen Werkstätten. Die Juroren machen sich die
Arbeit nicht leicht. Denn sie besuchen dafür neun Betriebe in Deutschland.
Und die liegen zwischen Alpen und Ostsee.
Z ur S ache
Werkstatt des Jahres
Der traditionelle Qualitätswettbewerb
wird bereits zum elften Mal ausgeschrieben. Als Veranstalter ist Partslife zum
ersten mal dabei und hat das Konzept
den aktuellen Entwicklungen im freien
Kfz-Service-Markt angepasst.
Neben dem Erscheinungsbild und der
technischen Ausstattung der Werkstatt
wird vor allem auf den angebotenen
Service sehr großen Wert gelegt. Auch
die strategische Ausrichtung für die
Zukunft findet besondere Berücksichtigung. Die deutschen freien Mehrmarkenwerkstätten stellen in diesem
Wettbewerb ihre Qualität und Leistungsfähigkeit unter Beweis. Um eine größere
Chancengleichheit im Wettbewerb zu
gewährleisten, wurden drei Kategorien
nach Anzahl der Mitarbeiter vorbereitet.
68
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
W
er schon einmal Werkstatt des Jahres war,
weiß, dass die Teilnahme
einen großen Aufwand
bedeutet. Oft jedoch
wird unterschätzt, was die Jury aus Vertretern aller Werkstattsysteme auf sich
nimmt, um wirklich die besten Betriebe
zu finden.
Die Bedeutung des Wettbewerbs
ist dabei für alle Beteiligten enorm wichtig, denn sowohl die
Jury als auch die beteiligten
Werkstattpartner profitieren sehr von der Teilnahme.
Die Jury reiste vier Tage lang
durch Deutschland. T. Michalzik
(von links), Coparts; H. Regnath,
Select AG; H. Braitmaier, AutoCrew; K. Zick, Centro; S. Vassia,
Trost; J. Dölicke, Automeister;
W. Bredlau, ATR; F. Eucker,
Dekra; W. Oberheide, Bosch;
vorne: W. Steube, Partslife.
Steube ist davon überzeugt, dass ein solcher Wettbewerb der gesamten Branche
gut tut. Denn die beteiligten Betriebe
setzen Zeichen und Maßstäbe für das
Geschäft der freien Werkstätten.
Sie beweisen, dass diese Betriebe
sehr leistungsfähig sind und zeigen sowohl anderen Kfz-Profis als auch der
Fo
to:
We
be
r
Gut für die ganze
Branche
Veranstaltet wird „Werkstatt des Jahres“ vom Entsorgungsdienstleister Partslife. Geschäftsführer Wolfgang
Auch die Feuerwehr gehört zu den Kunden der
preisgekrönten Werkstätten.
Fotos: Weber
Industrie, dass freie Werkstätten ausgesprochen ernst zu nehmende Geschäftspartner sind.
Den freien Markt stützen
Partslife möchte mit dem Wettbewerb
dazu beitragen, den freien Markt zu unterstützen. Steube sieht, dass gerade ein unabhängiges Unternehmen wie seines eine
neutrale Plattform bieten kann. Für noch
mehr Neutralität sorgt die Dekra. Auch sie
unterstützt den Wettbewerb. Dekra Key
Account Manager Frank Euckert hat die
Jury auf ihrer Reise begleitet und dafür gesorgt, dass die Wahl der besten Werkstätten Deutschlands fair und gerecht zuging.
Wolfgang Bredlau von ATR bringt das
Engagement der Jury auf den Punkt: „Wir
von den Werkstattkonzepten unterstützen die Werkstätten dabei, sich auf ihr
Geschäft zu konzentrieren. Der Wettbewerb hilft ihnen dabei, sich weiter zu
entwickeln. Denn diese Art von geballter
Konkurrenz belebt wirklich das Geschäft.“
Einig sind sich die Juroren darüber, dass
durch die Teilnahme am Wettbewerb der
Blick der Unternehmer auf ihren eigenen
Betrieb geschärft wird und sie sich auch
dadurch weiter entwickeln.
Große Fairness
Ein weiterer Aspekt des Wettbewerbs ist
die enorme Fairness unter Unternehmen,
die eigentlich im Wettbewerb miteinander stehen. Denn es herrscht große Offenheit unter den Verantwortlichen der
Konzepte. Sie tauschen sich sachlich über
Stärken und Schwächen der beteiligten
Werkstätten aus, und zwar ganz unabhängig von deren Konzeptzugehörigkeit.
Dass dabei nicht immer eitel Sonnenschein herrschen kann, ist kein Geheimnis. Doch am Ende ist der Wille groß, einen Konsens herbeizuführen, da alle an
die gemeinsame Sache glauben. Klaus
Zick von Centro lobt die große Fairness,
die unter den Juroren herrscht und erwähnt, dass ihm der Wettbewerb auch
schon so manche neue Idee geliefert hat.
„Es ist spannend, dass die eigenen Betriebe vom Wettbewerb bewertet werde.“, bemerkt er überzeugt.
Ein weiter Weg
So schwebt tatsächlich der Geist der
Fairness über dem Bus, mit dem die Jury
quer durch Deutschland reist. Sie legt
dabei jedes Jahr eine ganze Reihe von Kilometern zurück. Zwischen dem 11. und
dem 14. Mai reiste sie von Herrenberg
über die Münsterländer Orte Goch, Heiden und Raesfeld nach Gütersloh. Weiter
ging es nach Leer, dann von Hohenaspe
Das kostenlose Ersatzfahrrad gehört inzwischen zum guten Ton.
Kleine Details machen oft
den Erfolg der preisgekrönten Werkstätten aus.
Auch wenn die Jury unbestechlich ist: kleine Geschenke
hatten die Teilnehmer dennoch vorbereitet.
Wolfgang Steube von
Partslife hatte die
Organisation voll im
Griff.
in Schleswig-Holstein nach Zerbst in der
Region Magdeburg. Letzte Station war
Strausberg bei Berlin.
So kamen rund 2400 Kilometer zusammen, An- und Abreise der Juroren
noch gar nicht mitgezählt. Geschont hat
sich die Jury nicht. Sie war täglich vom
frühen Morgen bis zum späten Abend
auf den Beinen. Der viertägige Marathon
durch die besten Werkstätten der Republik hat sich für sie dennoch gelohnt.
Denn gerade die Tatsache, dass die Profis
durch jahrelange Erfahrung wissen, wo
die Schwachstellen in den Werkstätten
zutage treten, ist die Stärke des Unterfangens. Das geballte Knowhow von
neun Konzepten macht erst die umfassende Bewertung möglich.
Spannung bleibt
Und auch wenn jetzt schon fest steht,
wer gewonnen hat, schweigt die Jury eisern. Denn die Verleihung der Preise ist
am 16. Juni in Bamberg. Bis dahin bleibt
die Spannung noch erhalten.
Dr. Frauke Weber
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amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
69
betrieb
management
Im Autohandel und auch
in Kfz-Werkstätten wird
vermehrt auf
Dialogmarketing-Kampagnen zur
direkten Kundenansprache
gesetzt.
Gas geben beim Dialogmarketing
_ Tipps für die Kundengewinnung: Für Kraftfahrzeugbetriebe, die sich
für Dialogmarketing entscheiden, soll es künftig mit einem neuen Online-Tool
der Deutschen Post einfacher und selbstverständlicher werden.
E
s wird immer schwieriger, Neuwagen oder fabrikneue Zweiräder
zu verkaufen, aber auch der Kontakt zu Neukunden in der Werkstatt gestaltet sich zunehmend
schwieriger. Um zu überleben, muss
man auf maßgeschneiderte Angebotspakete für spezielle Käufergruppen,
auf Zusatzgeschäft im Bereich Service,
Finanzierung, Leasing, Versicherung
sowie auf Dialogmarketing setzen, um
seine Kunden gezielt zu erreichen. Die
neue „Mailingfactory“ (www.mailingfactory.de) ist ein praktisches Instrument,
das es kleinen und mittelständischen
Unternehmen ermöglicht, den gesamten
Prozess von Dialogmarketing-Aktionen
ohne Vorkenntnisse, schnell, zielgerichtet
und kostengünstig online abzuwickeln.
Damit will man bei der Deutschen Post
mittelständischen Unternehmen verschiedenster Branchen – darunter auch
Autohäuser, Motorradhändler, Kfz-Werkstätten und Tankstellen – für den Einsatz
von Dialogmarketing gewinnen. „Gerade
für mittelständische Unternehmen
lohnt sich der Einsatz von Werbung per
Post. Die Mailingfactory gibt jetzt auch
Unternehmen mit wenig oder keinerlei
Erfahrung im Umgang mit Dialogmarketing die Möglichkeit, schnell und mit
geringem Einsatz viel zu erreichen“, sagt
Ingrid Hillen, Leiterin Marketing Gewerbekunden bei der Post. Ihren Worten
zu Folge bietet das neue Online-Tool
dazu mehr als 200 branchenspezifische
Mailing-Vorlagen. Es stehen konkrete
Werbeanlässe als „Aufhänger“ zur Ver-
Gesteuerter Werbeerfolg: Werkstätten und
Autohandel setzen
stärker auf Dialogmarketing.
Fotos:
vergissmeinnicht
70
fügung: Treue- oder Rabatt-Aktionen,
Sonderangebote, Jubiläen, Weihnachtskarten, saisonale Themen sowie brachentypische Kommunikationsthemen.
Die Vorlagen seien individuell gestaltbar,
zum Beispiel durch alternatives Bildmaterial, Überschriften, Texte oder Grafiken, so Marketingexpertin. Auch sei
die Handhabung des Online-Tools eher
einfach. „Innerhalb von nur 20 Minuten
lässt sich ein komplettes Mailing online
erstellen und der Versand beauftragen,“
verspricht Ingrid Hillen.
Wem keine eigenen Adressen zur
Verfügung stehen, der kann in seinem
regionalen Umkreis werben oder auf attraktive Mietadress-Pakete zurückgreifen. Über beide Wege lassen sich schnell
neue Zielgruppen ermitteln und ansprechen. In ein paar Tagen kann so ein Mailing produziert und an seine Empfänger
versendet werden. Adressierte Mailings
können schon ab einer Auflage von 50
Stück, Postwurfsendungen ab 600 Stück
erstellt werden. „Ob für den Gebrauchtwagenverkauf, die Einführung neuer
Modelle, Events wie den Tag der offenen
Tür oder verkaufsoffene Sonntage, Werkstatt-Dienstleistungen oder TÜV- und
AU-Angebote – die neue Mailingfactory
bietet Autohändlern fast für jeden Anlass
eine Vorlage, die sich in Verkaufserfolge
ummünzen lässt.“, sagt Peter Strauch
vom Direkt Marketing Center Augsburg.
Wenn es um Eigenwerbung geht, tun sich
viele Kfz-Unternehmen schwer. Zu teuer,
zu wenig effektiv oder zu wenig messbar
sei sie – so oder ähnlich lauten gängige
Vorurteile. Dabei setzt man dort oftmals
auf die falschen Werbemittel oder diese
weisen derart gravierende konzeptionelle
oder gestalterische Mängel auf, dass
ihre Werbewirkung gegen Null tendiert.
Dabei ist die Wahl nicht schwer. Gerade
angesichts zumeist geringer Budgets
sind Werbebrief oder Postwurfsendung
für Handwerksbetriebe nicht selten der
Königsweg in Sachen Kommunikation.
Das so genannte Dialogmarketing liefert
messbare Ergebnisse, bringt Lerneffekte
und nimmt bereits in der Ansprache die
beiden Hauptvorteile vorweg, die Handwerksbetriebe ihren Kunden zu bieten
haben: Die persönliche Beratung und die
kundenspezifische Lösung.
Dabei schließt der Einsatz von Dialogmarketing jedoch parallele Investitionen
im Bereich klassischer Medien nicht aus.
Im Gegenteil: Maßgeschneiderte Werbebotschaften sowie das Zusammenspiel
aller Werbemittel und Kommunikationskanäle erhöhen auch die Wirkung der
Dialogmarketing-Maßnahmen. Wir haben die unterschiedlichen Werbemittel
und Kanäle einmal genauer betrachtet.
So ist Direktwerbung der beste Weg für
alle, die ihre Zielgruppe sehr genau bestimmen können.
Die für den Versand benötigten
Adressen beschaffen Sie sich relativ einfach über Adressverlage. Bei Entwurf und
Gestaltung der Briefe ist es sinnvoll, sich
von einer Werbeagentur unterstützen
zu lassen. Vorteil: Geringe Streuverluste
durch gezielte Ansprache. Nachteil: Vor
allem beim ersten Mal teuer, da hohe
Entwicklungskosten.
Anzeigen führen je nach Produkt und
Einzugsgebiet mit unterschiedlichen
Wegen zum Erfolg: Wer beispielsweise
Waren für alle auf einem eng begrenzten
Markt anbietet, sollte in der Lokalzeitung
oder den örtlichen Anzeigenblättern inserieren. Lässt sich die Zielgruppe fachlich einschränken, ist der Weg über die
einschlägigen Fachzeitschriften wegen
der geringeren Streuverluste vorzuziehen. Für beide Wege gilt gleichermaßen:
Nur eine gut gemachte Anzeige, die aus
der Masse heraussticht, löst das erwartete Echo aus. Vorteile: Thema und Motiv der Anzeige ohne Aufwand beliebig
veränderbar und Rabatte bei „AbonnentSchaltung“. Nachteil: Handgestrickte Lösungen bringen wenig, daher empfiehlt
sich die Einschaltung einer (nicht immer
ganz preiswerten) Agentur.
Bei Prospekten sollte das Produkt oder
die Dienstleistung möglichst viele Kunden auf einem eingeschränkten lokalen
Markt ansprechen können. Was sich also
für den Gastwirt, Schuhmacher, HiFi-Verkäufer durchaus lohnt, ist für einen weniger auf die allgemeinen Verbraucherinteressen abzielenden Unternehmer, zum
Beispiel aus der Gebäudetechnik, kaum
geeignet. Vorteil: Kostengünstig, da wenig Herstellungsaufwand. Nachteil: Können bei der Papierflut in den Briefkästen
leicht untergehen
Das Ladengeschäft
als Hingucker nutzen
Besitzen Sie ein Ladengeschäft, dann
gestalten Sie Ihre Außenfenster mit viel
Sorgfalt. Haben Sie den potenziellen Kunden erst einmal aufmerksam gemacht
und betritt er den Laden, haben Sie schon
halb gewonnen. Häufig wechselnde Dekoration weckt die Neugier: „Was haben die jetzt schon wieder ausgestellt?“
Vorteil: Zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten, steuerbar nach Wetter und
Saison. Nachteil: Hoher Aufwand durch
ständigen Wechsel, nur für Unternehmer
mit Ladengeschäft geeignet.
Sind Ihnen potenzielle Kunden, beispielsweise über ein Gewinnspiel oder
eine Fragebogenaktion mit Adressen
und Telefonnummern bekannt, können
Sie durch telefonisches Nachfassen den
Kunden zum Käufer machen. „Kalte“ Anrufe bei Leuten, die noch nie mit Ihnen in
Kontakt waren, untersagt der Gesetzgeber allerdings. Vorteil: Persönlicher Kontakt garantiert bei geschickter Ansprache
eine hohe Erfolgsquote. Nachteil: Adressen der möglichen Kunden müssen bekannt sein.
Messen und Ausstellungen, also
regionale
Verbraucherausstellungen
mit starkem Publikumsverkehr, können
Anbieter von Produkten und Dienstleistungen nutzen, die viele Konsumenten
ansprechen. Wer dagegen auf ein Fachpublikum abstellt, für den lohnen sich überregionale Fachmessen. Vorteil: Direkter
Blickkontakt zum Kunden, der wiederum
www.techau.de
Tipps für die
Kundengewinnung
das Angebot persönlich prüfen kann.
Nachteil: Insbesondere bei Fachmessen
hohe Gebühren für die Standflächen.
Einfache Produkte oder die Bewerbung des Betriebes eignen sich am besten zur Plakatwerbung. Als Faustregel
gilt: Je weniger und größer der Text und
je ansprechender das Foto, desto erfolgreicher ist dieses Werbemittel. Vorteil:
Geringe Herstellungskosten. Nachteil: Je
nach Produkt hohe Streuverluste, Gefahr
der Zerstörung oder des Überklebens.
Die Zahl der lokalen Radiosender
wächst ständig. Damit werden diese Medien auch für den kleineren Unternehmer
zunehmend wichtig. So nutzen viele lokale Händler auf der „grünen Wiese“ mittlerweile die lokalen Medien, um Kunden
aus den überfüllten Stadtzentren anzulocken. Vorteil: Zum Teil hohe regionale
Akzeptanz der privaten Sender macht die
Spots „glaubhaft“. Nachteil: Zum Teil sehr
hohe Kosten pro Sendeminute.
Bei der Kinowerbung können Sie die
Chance nutzen, Ihr Angebot zu präsentieren, während die Zuschauer auf den
Film warten. Anders als beim Fernsehen
sind Sie sich hier der ungeteilten Aufmerksamkeit des Zuschauers sicher. Auch
dieses Medium eignet sich am besten
für Unternehmer mit einem regionalen
Markt. Vorteil: Durch die Art des Films ist
die Zielgruppe genau bestimmbar. Nachteil: Erstellung des Spots erfordert hohen
organisatorischen und finanziellen Aufwand.
Last but not least ist eine wirksame
„Mund-zu-Mund-Propaganda“
der
Traum vieler Unternehmer. Denn sie ist
die kostengünstigste und glaubhafteste
Form der Kundenwerbung. Damit Sie
der Kunde jedoch seinen Freunden und
Bekannten empfiehlt, muss er zunächst
hundertprozentig mit Ihrer Leistung zufrieden sein. Jeder unzufriedene Kunde
schadet dem Image und erschwert die
Ansprache neuer Kunden. Das als kurzer
Überblick zu den möglichen Werbemitteln und -kanälen. Die Entscheidung, welche die bessere, effizientere und letztlich
kostenrelevante Lösung ist, muss jeder
UR.
nach eigenem Ermessen wählen. ABSCHLEPPWAGEN
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amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
71
betrieb
management
Bitte recht freundlich
_ Schon bei der
genau so wichtig wie die Termintreue.
Freundlichkeit führt zu positiver Mundzu-Mundwerbung: ein zufriedener Kunde
sagt es sieben anderen.
Kundenbegrüßung ist
Freundlichkeit angesagt, denn der erste
Eindruck entscheidet,
der letzte bleibt.
T
Für die gute Atmosphäre ist
jeder selbst verantwortlich.
atort:
eine
Kfz-Werkstatt
irgendwo in Deutschland. Opfer:
ein nichtsahnender Kunde, der
soeben eintritt. Ein anderer Kunde
steht vor dem Schreibtisch des
Werkstattleiters und wartet auf seine
Rechnung. Der Werkstattleiter tippt
gerade die einzelnen Posten in seinen PC
ein. Der zweite Kunde kommt also herein
und sagt fröhlich: „Guten Morgen“. Der
Werkstattleiter tippt schweigend an
seinem PC. Der Kunde räuspert sich, der
Werkstattleiter tippt unbeirrt weiter
und würdigt den neuen Kunden keines
Blickes. Grundsätzlich gilt: Es kostet
kein Geld, einen Kunden freundlich zu
begrüßen, verbessert aber von Anfang
an die Kundenbeziehung. Und die ist
Freundlichkeit wird schon bei der Kundenbegrüßung wahrgenommen. Der
erste Eindruck entscheidet, der letzte
bleibt. Und ein schlechter erster Eindruck
schafft Vorurteile. Albert Einstein sagte
einmal: „Es ist leichter ein Atom zu zertrümmern, als ein Vorurteil.“ Der erste
Eindruck findet in den ersten Sekunden
statt. In diesen Sekunden entstehen oft
Urteile, genauer „Vorurteile“ bei Kunden.
Vom unfreundlichen Mitarbeiter schließt
der Kunde auf die Leistung der Firma. Ein
ganzer Rattenschwanz von Eigenschaften
wird noch angehängt, getreu dem Motto:
Wer unsympathisch wirkt, den mag ich
nicht. Und wen ich nicht mag, dem traue
ich auch nicht, dass er mich zufrieden
stellt. Positive Merkmale führen dagegen
zu positivem Rückschluss: sympathisch –
glaubwürdig – da gehe ich wieder hin.
Freundlichkeit kann man sich
leisten – sie kostet nichts und
bringt am meisten.
Lächeln kostet nichts, oder? Lächeln
macht zwar aus viel Arbeit nicht weniger,
aber sie macht sie leichter. Ein freundliches Lächeln macht das Kundengespräch nicht kürzer, aber um einiges angenehmer. Ein freundliches Lächeln wirkt
sich auf die zwischenmenschliche Beziehung aus. So gesehen ist der Unterschied
zwischen teilnahmsloser Pflichterfüllung
und freundlicher Gesprächsführung gar
nicht so unbedeutend. Natürlich muss
man nicht den ganzen Tag lächeln. Bei
der Begrüßung ist die Mimik wichtig. Lächeln macht nicht nur sympathisch, wer
lächelt sieht besser aus. Zu unterscheiden ist „grinsen“ (krampfhaftes smiling)
und „lächeln“ (positive innere Einstellung). Sicherlich ist es gerade bei Hektik
und Stress schwierig, freundlich zu sein.
Es gibt aber immer wieder Mitarbeiter,
denen das gelingt, die auch in schwieriger Situation freundlich sind. Also gilt,
wenn ein Kunde hereinkommt, muss er
sofort begrüßt werden. Die Arbeit am
Wissen Sie, dass:
S y mpathie :
Woran erkennt man, dass der Kunde Sie akzeptiert?
Er nimmt sich Zeit für Sie
Er stellt persönliche Fragen
Er gibt Ihnen gerne Recht
… fast 80 Prozent der Mitarbeiter davon überzeugt sind,
sympathisch zu wirken?
... der erste Eindruck in weniger
als zehn Sekunden entsteht?
Er zeigt Entgegenkommen
Er verzeiht kleinere Fehler
Er leistet Mithilfe
Er ist erreichbar beim Rückruf
Er bedankt sich für Ihre Hilfe
Er nervt Sie nicht mit Forderungen
... viele Mitarbeiter nicht mehr
„Danke“ sagen können, wenn
ihnen ein Kunde entgegenkommt?
F reundlichkeit :
... Stammkunden zu Gesprächsbeginn einen Sekunden-SmallTalk erwarten?
Unbezahlbare Vorteile, die nichts kosten.
macht einfach Spaß
bindet den Kunden an Ihre Firma
hilft bei der Lösung von
Problemen
vermeidet Stress
72
... man zehn positive Wörter
braucht, um ein negatives Wort
auszugleichen?
Freundlichkeit:
wozu?
führt zu Entgegenkommen
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
bringt Mithilfe in der Sache
stimmt Ihren Kunden
freundlich
macht Sie beliebt
... vorgespielte Freundlichkeit
der Telefonistin nicht positiv
wirkt?
... unsympathische Menschen
länger im Gedächtnis des Kunden bleiben als sympathische?
... in positivem Gesprächsklima
zum Kunden schneller sachliche
Ergebnisse erzielt werden als in
negativem Klima?
Computer wird für einen Augenblick
unterbrochen und anschließend fortgesetzt. Schon Wilhelm Busch stellte fest:
„Wer auf dem Lande und in der Stadt
seine Kundschaft wohnen hat, der sei
freundlich und bescheiden denn das mag
die Kundschaft leiden.“
In einem Zehn-Punkte-Programm
kann jede Firma „Kundenfreundlichkeit“ definieren und auf die Internetseite stellen. Mit den Mitarbeitern wird
dieses Programm gemeinsam entwickelt
– es sind also alle beteiligt. Wie wichtig
Freundlichkeit ist, zeigt sich auch bei der
Abfrage der Kundenzufriedenheit nach
Reparaturen. Im Fragebogen ist immer
der Punkt „Freundlichkeit“ enthalten
(„Wie beurteilen Sie die Freundlichkeit
meiner Mitarbeiter?“).
Negative Worte sind ein echter Killer
für ein gutes Gesprächsklima. „Bitte gedulden Sie sich einen Moment“ hört sich
besser an als „Sie müssen warten“. „Der
Chef ist nicht da“ kann ja stimmen, aber
es wirkt negativ. „Ich lege ihm eine Notiz
hin, dann kann er sich melden“ kommt
besser beim Kunden an. „Heute geht
nichts mehr“ ist auch so ein schreckliches
Beispiel. „Morgen Vormittag ist die Reparatur fertig“ ist positiv. „Da haben Sie
mich falsch verstanden“ oder „Da habe
ich mich falsch ausgedrückt“. Zwischen
den beiden Aussagen ist eben ein deutlicher Unterschied.
Foto: pressmaster
Z Zuhören, zuhören, zuhören
IInnere Einstellung – Sie muss stimmen
P Positive Worte (bitte und danke)
AAkzeptanz des Anrufers, ihn so nehmen wie er ist
N Namen des Anrufers nennen
Dabei wäre unfreundlich: „Da müssen
Sie mir erst Ihren Namen sagen“, freundlich dagegen: „Bitte sagen Sie mir Ihren
Namen“ und überfreundlich: „Würden
Sie bitte so nett sein und mir freundlicherweise Ihren Namen sagen.“
Was können Sie privat tun?
Pflegen Sie den Umgang mit optimistischen Menschen. Meiden Sie Stimmungstöter. Beenden Sie die Beziehung zu
Bekannten, die Ihnen, wenn Sie mit Ihnen
zusammen waren, ein Gefühl der Entmutigung hinterlassen. Wählen Sie Freunde,
die in Ihnen Tatkraft und Selbstvertrauen wecken. Nutzen Sie die stimulierende
Kraft der Musik. Hören Sie zu Hause und
beim Autofahren Ihre Lieblingsmusik. Sie
versetzt Sie in eine entsprechende Grund-
stimmung. Die positive Grundstimmung
ist die beste Basis, mit den beruflichen
Alltagsproblemen fertig zu werden. Wie
ist es mit Ihnen? Sind Sie wirklich positiv
wie Sie sich selbst einschätzen?
Welche Vorteile
bringt Ihnen Sympathie?
Eigentlich macht es uns selbst Spaß,
freundlich zu wirken. Denn das hebt die
Stimmung. Sympathiegewinnung sollte
man nicht von der eigenen Laune abhängig machen. Besonders wirkungsstark ist
Freundlichkeit zu Gesprächsbeginn. In
den ersten Sekunden, wenn der Kontakt
beginnt, werden die Weichen gestellt für
den weiteren Verlauf des Gesprächs. Ein
guter Start beginnt mit freundlichem
Gesicht (auch am Telefon) und positiven Worten. Keiner verlangt, dass Sie
den ganzen Tag nur lächeln. Übrigens:
Freundliche Gedanken machen ein Gespräch freundlich. Wer schlecht über
andere denkt, kann nicht freundlich mit
ihnen reden.
Rolf Leicher
Freundlichkeit am Telefon
Mit diesen acht Buchstaben (MARZIPAN)
erreichen Sie achtzig Prozent der möglichen Freundlichkeit:
MMimik, Lächeln hört man durch die
Stimme
A Ausdrucksweise und Wortwahl
RRecht geben, wenn der Anrufer Recht
hat
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
73
betrieb
management
Aus 13 eigenständigen Gesellschaften setzt sich der DBL-Verbund zusammen. Mit modernsten Reinigungsmethoden wird die Berufsbekleidung fit
gemacht.
Fotos: DBL
Mit Arbeitskleidung
gewachsen
_ Der Markt der Berufsbekleidungsanbieter ist auch 2008
weiter gewachsen. Die Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH
bietet jetzt auch Arbeitsschutzartikel an.
S
chon lange hat die Berufsbekleidung ihr Image als eintönige
Funktionsbekleidung
abgelegt.
Zwar stehen bei der Suche nach
Latzhosen, Kitteln oder Arbeitshemden immer noch Funktionalität, Qualität und Schutz im Vordergrund, aber
Hersteller und Kunden setzen zunehmend auf das entsprechende Outfit.
Diese Trendwende wurde entscheidend
durch Anbieter von Mietberufskleidung
forciert. Sie sorgen dafür, dass die Mitarbeiter in den Betrieben nicht nur schick
daher kommen, sondern auch immer
saubere und gepflegte Kleidung zur Verfügung haben.
Ein Großversorger in diesem Bereich
ist die deutsche Berufskleider-Leasing
GmbH (DBL), ein genehmigtes Mittelstandskartell aus insgesamt 13 eigenständigen Unternehmen an 24 Standorten innerhalb Deutschlands. „Der textile
Mietservice hat sich im Laufe der Jahre zu
einem komplexen Gebilde ausgeweitet,
das von der Beratung über die Pflege bis
hin zur Überwachung der Normen reicht“,
sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung des 1971 gegründeten Verbundes,
Louis Serrado. Und er fügt hinzu: „Mit
den Wünschen der Kunden hat sich auch
74
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
der Service verändert“. Demnach sei der
Beratungsbedarf der bundesweit über
5200 Kunden, die sich aus Unternehmen
der Lebensmittelherstellung, Handel und
Handwerk, Industrie bis hin zum Pflegeservice und Krankenhäusern erstreckt,
gestiegen. Die Vorgaben des Gesetzgebers und der Berufsgenossenschaft zum
Thema Berufsbekleidung seien inzwischen sehr umfangreich und von vielen
Kunden gar nicht mehr nachvollziehbar.
„Daher sehen wir es als unsere Aufgabe,
die Unternehmen zu unterstützen und
ihnen ganz auf ihre Bedürfnisse abgestimmt komplette Pakete anzubieten“,
sagt Serrado.
Ein gutes Jahr
für den DBL-Verbund
Der Markt für die professionelle Textilpflege in Deutschland umfasste im
vergangenen Jahr ein Volumen von 3,5
Milliarden Euro. Davon entfallen alleine 2,6 Milliarden Euro auf Mietservice
und Wäschereinen. Der Anteil des DBLVerbundes an diesem Kuchen liegt bei
198 Millionen Euro und ist den Angaben
zufolge gegenüber dem Jahr 2007 um
mehr als acht Prozent, beziehungsweise
15 Millionen Euro gestiegen. Dazu Dirk
Hischemöller, Geschäftsführer Vertrieb
und Marketing der DBL: „Wir haben uns
verpflichtet, nur Kollektionen, die nach
dem ÖkoTex-Standard 100 geprüft und
zertifiziert sind, zu liefern. Auch bei der
Pflege der Berufskleidung und der Wahl
der Waschmittel seien besondere Kriterien zu berücksichtigen, so Hischemöller
anlässlich einer Fachpressekonferenz im
März 2009 in Gochsheim bei Schweinfurt bei der Richter Textilservice GmbH.
Waschtemperatur, Waschdauer, die richtige Dosierung der Waschmittel und der
ausgiebige Spülgang nach dem Waschen
würden in den Unternehmen der DBL
ständig kontrolliert.
Neben dem Kerngeschäft Mietberufskleidung versorgt der DBL-Verbund
seine Kunden auch mit Mietfußmatten.
In diesem Bereich stieg der Umsatz im
Vergleich zu 2007 um 4,5 Prozent auf
13,2 Millionen Euro. An dem Gesamtumsatz, der Berufskleidung und Fußmatten
einschließt, nimmt die Kfz-Branche mit
etwa neun Prozent einen der hinteren
Plätze ein. Allerdings umfasst der Bereich
Kfz etwa zehn Prozent der von DBL eingekleideten Träger. Insgesamt 18 Prozent
der Kunden aus der Kfz-Branche leasen
ihre Berufskleidung bei den Unternehmen der DBL.
Arbeitsschutzartikel
im Programm
Seit dem vergangenen Jahr bietet der
DBL-Verbund seinen Kunden nun auch
Arbeitsschutzartikel an. Dazu gründete der Verbund im September 2008 die
Arbeitsschutz- und Handels-GmbH. Im
Gegensatz zum traditionellen Leasingangebot handelt es sich hierbei ausschließlich um Kaufartikel. In Zusammenarbeit
Der Vorsitzende der
Geschäftsführung
des 1971 gegründeten Verbundes,
Louis Serrado, sieht
es als wichtigste
Aufgabe, den
Kunden komplette
Pakete rund um
den Mietservice
anzubieten.
Dirk Hischemöller,
Geschäftsführer
Vertrieb und Marketing: „Die Dosierung der Waschmittel und der
Spülgang werden in
den Unternehmen
der DBL ständig
kontrolliert.“
Foto: Rodenbüsch
mit Partnern aus Industrie und Handel
werden Schutzhelme, Hörschutz, Atemschutz, Handschuhe, Arbeitsschuhe oder
Absturzsicherungen angeboten. Interessenten können sich im Internet unter
www.dbl-psa.de im virtuellen Shop umsehen und bei Bedarf ihre Bestellungen
aufgeben.
Die deutsche Berufskleider-Leasing GmbH (DBL) besteht aus insgesamt 13 eigenständigen Unternehmen an 24 Standorten innerhalb Deutschlands.
Auf die derzeit weltweit stagnierende
wirtschaftliche Situation angesprochen
sagt Hischemöller, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing: „Wir erwarten im
Jahr 2009 einen Umsatz, der knapp unter
dem des Vorjahres liegt. Allerdings ist es
richtig, dass wir auch mit einem gewissen Entscheidungsstau unserer Kunden
rechnen, da inzwischen vermehrt Mitarbeiter, vorwiegend Zeitarbeiter entlassen werden und niemand eine Prognose
wagt.“ Den eigentlichen Umsatzeinbruch
des DBL-Verbundes erwartet Hischemöller im Jahr 2010.
Peter Rodenbüsch
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profile
Ausgezeichnete Ausbildung
Das Kölner Stadtoberhaupt Fritz Schramma überreichte das Ausbildungszertifikat an Geschäftsführer
Hans Otto Hess und Betriebsleiter Heinrich Haas.
Foto: Hess
Harald Hahn als
ASA-Vizepräsident
bestätigt
Auf der Jahresmitgliederversammlung in Rust wurde Harald Hahn,
Vizepräsident des ASA-Verbandes,
einstimmig für weitere zwei Jahre
in seinem Amt bestätigt. „Ich danke
den ASA-Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen. Gemeinsam
mit meinen Vorstandskollegen werde
ich mich weiter dafür einsetzen, dass
die Interessen des ASA-Verbandes im
In- und Ausland noch stärker wahrgenommen werden“, sagte Hahn kurz
jr.
nach seiner Wiederwahl.
Die Hans Hess Autoteile GmbH wurde
für die hohe Qualität in der Ausbildung
mit dem Ausbildungszertifikat der Bundesagentur für Arbeit ausgezeichnet.
Seit drei Jahren verleiht die Arbeitsagentur Köln zusammen mit der Stadt Köln
die Auszeichnung, mit der besondere
Anstrengungen von Unternehmen im
Bereich der Ausbildung junger Menschen
öffentlich gewürdigt werden.
Das in Köln ansässige Unternehmen
beschäftigt 188 Mitarbeiter, davon sind
18 Auszubildende. Für Hans Otto Hess ist
die Ausbildung junger Menschen nicht
nur eine Frage der Zukunftsfähigkeit des
Unternehmens, sondern eine selbstverständliche Verpflichtung gegenüber der
jungen Generation und der Gesellschaft,
da eine abgeschlossene Berufsausbildung die Grundlage für den Aufbau der
eigenen Existenz ist.
Gelobt wurde das Traditionsunternehmen, bei dem sich die Ausbildungsquote auf fast zehn Prozent beläuft,
nicht nur für das kontinuierliche Engagement im Ausbildungsbereich, sondern
auch die intensive Betreuung für seiner
jr.
Nachwuchskräfte. Ruville ist „Supplier of the Year 2008“
Die Egon von Ruville GmbH st ein Unternehmensbereich der Schaeffler Gruppe
Automotive. Das Hamburger Unternehmen wurde erstmals von der Autodistribution International (ADI) mit der Auszeichnung „Supplier of the Year 2008“
prämiert. Die ADI ist eine der europaweit
größten Einkaufskooperationen für KfzErsatzteile, -Werkzeuge und -Services.
Mit ihren 19 Partnern vertritt die ADI
rund 500 Kfz-Großhandelsunternehmen
und ist mit 2200 Großhandelsfilialen in
26 Ländern vertreten. ADI-Mitgliedsunternehmen werden von Schaeffler Automotive Aftermarket mit dem kompletten
Produkt- und Servicesortiment der Marken LuK, INA, FAG und Ruville bedient.
Im Rahmen des Awards bewerten
die ADI-Partner den Produkt- und Marketingmix von allen 42 Vertragslieferanten.
Dabei gilt es, strenge Anforderungen in
zehn verschiedenen Kategorien zu erfüllen. Die Trophäe wurde erstmals 1992
und dieses Jahr zum 17. Mal vergeben.
Die Übergabe der Trophäe fand in der
belgischen Universität „Université Catholique de Louvain (UCL)“ in Louvainla-Neuve statt.
Foto: Ruville
„Mit der Verleihung hat die ADI der Schaeffler Automotive Aftermarket das Vertrauen ausgesprochen – eine Anerkennung, insbesondere in dem momentan
schwierigen, wirtschaftlichen Umfeld“,
sagt Michael Söding, Geschäftsleitung
Vertrieb & Marketing des Aftermarketjr.
Spezialisten. Neuer Präsident der adi
Klaus Burger, Präsident des ASA-Verbandes (rechts) gratuliert Harald Hahn
zu seiner Wiederwahl zum Vizepräsidenten des ASA-Verbandes. Foto: ASA
76
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
Im Rahmen der ordentlichen adi-Aktionärsversammlung Ende
April 2009 wurde der Sprecher der Carat-Geschäftsführung,
Thomas Vollmar, einstimmig zum neuen Präsident der adi
(Autodistribution International) gewählt. Er tritt damit die
Nachfolge von Olivier Metraux an, der dieses Amt seit 2006
innehatte.
Mit Thomas Vollmar steht seit Gründung der adi 1970 zum
ersten Mal ein deutscher Kooperationsgeschäftsführer an der
Spitze der größten europäischen Teilehandelskooperation. Die
adi ist in 28 europäischen Ländern mit ihren Aktionären und
assoziierten Mitgliedern vertreten und erwirtschaftete 2008
rl
ein Umsatzvolumen von 5,1 Milliarden Euro. Thomas Vollmar,
Sprecher der CaratGeschäftsführung,
ist zum adi-Präsidenten gewählt
worden. Foto: Carat
Mit dem Kärcher in die berufliche Zukunft
Im Herbst startet das Förderungs- und
Bildungszentrum der Handwerkskammer Hannover die Fortbildung zur Fachkraft für innovative Fahrzeugaufbereitung (HWK). Das passende Arbeitsgerät
bekommt die HWK schon jetzt: Mit dem
benachbarten Kärcher-Center in Garbsen
pflegt die Handwerkskammer seit jeher
eine gute Partnerschaft. So ist es denn
auch wenig verwunderlich, dass fünf
Profi-Geräte – ein Hochdruckreiniger, ein
Waschsauger und drei Nass-Trocken-Sauger – auf die ersten Fortbildungsteilnehmer warten. „Das Kärcher-Center zeigte
sich beeindruckt von der in Deutschland
einzigartigen Maßnahme, die Handwerksbetriebe darin schult, gebrauchte
Fahrzeuge aufzubereiten“, sagt Veit Adam,
Leiter des Förderungs- und Bildungszentrums, der zusammen mit Klaus Müller,
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Über 30 Jahre
dem Leiter des Kfz-Bereiches, die Geräte
in Empfang nahm.
„Wir möchten durch unsere Spende
deutlich machen, wie wichtig professionelle Reinigungsgeräte bei der Fahrzeugaufbereitung sind“, sagt Hermann Gräpel,
Geschäftsführer der deterding+graepel
gmbh, die das Kärcher-Center in Garbsen
betreibt. Das Geschäft der Aufbereitung
sei in einen leicht schlechten Ruf geraten,
weil sich zu viele Ich-AGs mit mangelhafter Ausbildung und Ausstattung auf
diesem Feld getummelt hätten. „Wir sind
daran interessiert, dass diese Branche ein
Fundament bekommt“, sagt Gräpel.
Das Förderungs- und Bildungszentrum hat bereits seit dreieinhalb Jahren Erfahrungen auf dem Gebiet der
Aufbereitungen gesammelt. Bisher gab
es Schulungen im Zeitrahmen von ein
Bernd Föge (von links), Mitarbeiter Kärcher, Swen Schäfer, Verkaufsberater, Hermann Gräpel, Geschäftsführer
deterding+graepel, Veit Adam, Leiter des Förderungsund Bildungszentrums, Klaus Müller, Leiter des KfzBereiches.
Foto: Vahle
bis zwei Tagen. Die neue Fortbildung
erstreckt sich jetzt auf sieben Wochen
und ist modular aufgebaut. Nach jedem
Modul gibt es eine Prüfung, wer alle vier
bestanden hat, kann sich Fachkraft für
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amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
77
KBA
Zahlen
Es geht weiter bergauf
D
ie Pkw-Neuzulassungen befinden sich weiterhin auf hohem
Niveau. Mit 379.626 fabrikneuen Pkw wurde zwar die
hohe Zulassungsrate vom März
nicht erreicht (minus 5,3 Prozent), aber
das Vorjahresergebnis wurde klar um
19,4 Prozent übertroffen. Großen Anteil
an diesem Resultat hatten die privaten
Zulassungen (67,6 Prozent). Die Zuwachsraten in den Segmenten sprechen für sich:
Minis 94 Prozent, Kleinwagen 87 Prozent
Marke/
Modellreihe
April
2009
1
ALFA ROMEO
ALFA MITO
ALFA 147, GT
ALFA 159, BRERA, GTV, SPIDER
SONSTIGE
Zusammen
ASTON MARTIN
ASTON MARTIN DB9
ASTON MARTIN V8
SONSTIGE
Zusammen
AUDI
AUDI A3, S3
AUDI A4, S4
AUDI A5
AUDI A6, S6
AUDI A8, S8
AUDI Q5
AUDI Q7
AUDI R8
AUDI TT
SONSTIGE
Zusammen
BENTLEY
BENTLEY CONTINENTAL
SONSTIGE
Zusammen
BMW, MINI
ALPINA B 3
ALPINA D3
BMW MINI
BMW X3
BMW X5
BMW X6
BMW Z4
BMW 1ER
BMW 3ER
BMW 5ER
BMW 6ER
BMW 7ER
SONSTIGE
Zusammen
CHEVROLET
CHEVROLET CAPTIVA
CHEVROLET CRUZE
CHEVROLET EVANDA, EPICA
78
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
und die Kompaktklasse 18 Prozent zum
Vorjahr. Diese drei Pkw-Segmente machen
zusammen mit 65 Prozent den größten
Teil der Neuzulassungen aus. Der Dieselanteil beträgt dadurch lediglich 28 Prozent. 42,3 Prozent aller Neuzulassungen
waren ausländischer Herkunft. Fiat (plus
151 Prozent), Renault (inklusive Dacia) und
Škoda sind in Deutschland am stärksten
vertreten. Extrem hohe Zuwachsraten
waren auch bei Hyundai (plus 134 Prozent)
und Alfa Romeo (plus 175 Prozent) zu beoInsgesamt
Jan.-April 2009
Anzahl
Anteil %
2
3
bachten. Bei den deutschen Marken gab
es ein kräftiges Plus bei Opel (36 Prozent),
Ford (30 Prozent) und VW (22 Prozent). Alle
anderen deutschen Hersteller mussten
zweistellige Minusraten verzeichnen.
Bei den Gebrauchten fielen im PkwBereich mit 539.060 Umschreibungen minus 7,9 Prozent weniger an als vor einem
Jahr. Die „Einjährigen“ stehen nicht mehr
so sehr im Fokus. Die bis zu zwölf Monate
alten Fahrzeuge gingen auffallend deutlich um 26,7 Prozent zurück.
jr.
Marke/
Modellreihe
862
163
316
8
1 349
2 234
572
929
23
3 758
59,4
15,2
24,7
0,6
0,3
CHEVROLET KALOS, AVEO
CHEVROLET LACETTI
CHEVROLET MATIZ
CHEVROLET NUBIRA
SONSTIGE
Zusammen
17
20
11
48
45
80
34
159
28,3
50,3
21,4
0,0
7 012
6 374
1 727
3 415
294
2 010
281
80
769
42
22 004
21 617
26 494
4 832
12 865
778
5 780
1 094
211
2 438
115
76 224
28,4
34,8
6,3
16,9
1,0
7,6
1,4
0,3
3,2
0,2
6,1
CHRYSLER, JEEP, DODGE
CHRYSLER PT CRUISER
CHRYSLER SEBRING
CHRYSLER VOYAGER
CHRYSLER 300C
DODGE CALIBER
DODGE JOURNEY
DODGE NITRO
JEEP CHEROKEE
JEEP COMMANDER
JEEP COMPASS
JEEP GRAND CHEROKEE
JEEP PATRIOT
JEEP WRANGLER
SONSTIGE
Zusammen
19
6
25
70
11
81
86,4
13,6
0,0
24
16
3 296
1 272
875
476
191
6 846
7 478
2 439
127
770
73
23 883
61
46
9 807
4 009
3 425
1 705
433
23 413
23 267
10 748
415
2 093
286
79 708
0,1
0,1
12,3
5,0
4,3
2,1
0,5
29,4
29,2
13,5
0,5
2,6
0,4
6,4
174
44
11
757
55
84
7,3
0,5
0,8
April
2009
1
826
91
1 406
154
13
2 719
Insgesamt
Jan.-April 2009
Anzahl
Anteil %
2
3
3 398
32,6
261
2,5
5 218
50,1
572
5,5
68
0,7
10 413
0,8
5
65
89
56
133
77
73
27
24
19
52
51
61
29
761
70
260
397
278
378
378
208
139
127
74
255
204
228
144
3 140
2,2
8,3
12,6
8,9
12,0
12,0
6,6
4,4
4,0
2,4
8,1
6,5
7,3
4,6
0,3
CITROEN
CITROEN BERLINGO
CITROEN C-CROSSER
CITROEN C1
CITROEN C2
CITROEN C3
CITROEN C4
CITROEN C5
CITROEN C6
CITROEN C8
CITROEN JUMPER
CITROEN JUMPY
CITROEN NEMO
CITROEN XSARA
SONSTIGE
Zusammen
2 023
169
1 792
491
2 161
1 951
713
29
122
189
114
204
150
6
10 114
5 093
568
7 226
1 679
5 305
5 405
2 461
79
512
449
429
429
649
18
30 302
16,8
1,9
23,8
5,5
17,5
17,8
8,1
0,3
1,7
1,5
1,4
1,4
2,1
0,1
2,4
DAIHATSU
DAIHATSU COPEN
DAIHATSU CUORE
DAIHATSU MATERIA
DAIHATSU SIRION
DAIHATSU TERIOS
DAIHATSU TREVIS
SONSTIGE
Zusammen
22
153
82
298
87
19
2
663
51
1 182
418
2 892
458
232
5
5 238
1,0
22,6
8,0
55,2
8,7
4,4
0,1
0,4
Marke/
Modellreihe
April
2009
1
FERRARI
FERRARI CALIFORNIA
FERRARI F 430
FERRARI 599 GTB
SONSTIGE
Zusammen
Insgesamt
Jan.-April 2009
Anzahl
Anteil %
2
3
27
59
20
2
108
58
164
64
11
297
19,5
55,2
21,5
3,7
0,0
FIAT
FIAT BRAVO, BRAVA
FIAT CROMA
FIAT DOBLO
FIAT DUCATO
FIAT FIORINO
FIAT LINEA
FIAT PANDA
FIAT PUNTO
FIAT SEDICI
FIAT SEICENTO
FIAT STILO
FIAT ULYSSE, SCUDO
FIAT 500
SONSTIGE
Zusammen
946
148
313
1 867
333
46
8 332
8 930
161
105
3
210
2 519
31
23 944
2 364
482
1 096
4 085
1 168
205
24 798
22 342
692
381
54
550
9 602
90
67 909
3,5
0,7
1,6
6,0
1,7
0,3
36,5
32,9
1,0
0,6
0,1
0,8
14,1
0,1
5,4
FORD
FORD FIESTA
FORD FOCUS
FORD FOCUS C-MAX
FORD FUSION
FORD GALAXY
FORD KA
FORD KUGA
FORD MONDEO
FORD MUSTANG
FORD S-MAX
FORD TRANSIT CONNECT
FORD TRANSIT, TOURNEO
SONSTIGE
Zusammen
13 656
3 723
904
1 045
702
2 275
1 054
2 441
29
1 161
119
1 366
19
28 494
35 545
19 266
4 113
3 711
2 365
7 348
3 860
8 155
97
3 860
604
3 761
127
92 812
38,3
20,8
4,4
4,0
2,5
7,9
4,2
8,8
0,1
4,2
0,7
4,1
0,1
7,4
GENERAL MOTORS
GM CADILLAC ESCALADE
GM CHEVROLET HHR
GM HUMMER H2
GM HUMMER H3
SONSTIGE
Zusammen
6
533
4
7
39
589
20
622
34
35
162
873
2,3
71,2
3,9
4,0
18,6
0,1
HONDA
HONDA ACCORD
HONDA CIVIC
HONDA CR-V
HONDA FR-V
HONDA INSIGHT
HONDA JAZZ
HONDA S2000
SONSTIGE
Zusammen
325
771
389
95
378
1 587
14
5
3 564
1 273
5 788
2 264
472
400
8 850
26
25
19 098
6,7
30,3
11,9
2,5
2,1
46,3
0,1
0,1
1,5
HYUNDAI
HYUNDAI ACCENT
HYUNDAI COUPE
HYUNDAI GETZ
HYUNDAI H-1 STAREX
HYUNDAI I 10
HYUNDAI I 20
HYUNDAI I 30
HYUNDAI IX 55
HYUNDAI MATRIX
HYUNDAI SANTA FE
HYUNDAI SONATA
HYUNDAI TUCSON
SONSTIGE
Zusammen
253
38
488
161
4 354
1 140
1 879
12
441
207
44
616
26
9 659
552
157
4 224
599
12 177
4 403
10 357
52
1 645
758
99
3 166
91
38 280
1,4
0,4
11,0
1,6
31,8
11,5
27,1
0,1
4,3
2,0
0,3
8,3
0,2
3,1
IVECO
Marke/
Modellreihe
April
2009
1
79
3
82
IVECO DAILY
SONSTIGE
Zusammen
JAGUAR
JAGUAR X-TYPE
JAGUAR XF
JAGUAR XJ
JAGUAR XK
SONSTIGE
Zusammen
Insgesamt
Jan.-April 2009
Anzahl
Anteil %
2
3
251
96,2
10
3,8
261
0,0
42
178
23
62
5
310
152
417
71
169
30
839
18,1
49,7
8,5
20,1
3,6
0,1
441
72
2 294
28
1 159
509
396
272
429
13
5 613
1 170
292
7 700
134
4 426
1 990
1 790
1 254
1 408
66
20 230
5,8
1,4
38,1
0,7
21,9
9,8
8,8
6,2
7,0
0,3
1,6
316
45
17
1
379
1 390
314
69
3
1 776
78,3
17,7
3,9
0,2
0,1
11
2
13
35
4
39
89,7
10,3
0,0
LANCIA
LANCIA DELTA
LANCIA MUSA
LANCIA PHEDRA
LANCIA YPSILON
SONSTIGE
Zusammen
171
70
9
119
5
374
576
260
52
455
26
1 369
42,1
19,0
3,8
33,2
1,9
0,1
LAND ROVER
LAND ROVER DEFENDER
LAND ROVER DISCOVERY
LAND ROVER FREELANDER
LAND ROVER RANGE ROVER
LAND ROVER RANGE ROVER SPORT
SONSTIGE
Zusammen
89
51
116
32
80
2
370
361
255
489
145
336
4
1 590
22,7
16,0
30,8
9,1
21,1
0,3
0,1
LOTUS
LOTUS ELISE
SONSTIGE
Zusammen
8
2
10
17
7
24
70,8
29,2
0,0
MASERATI
MASERATI GRANTURISMO
SONSTIGE
Zusammen
32
12
44
97
58
155
62,6
37,4
0,0
29
318
16
1 186
472
499
1 029
3
3 552
200
1 459
90
8 714
5 493
3 562
4 575
22
24 115
0,8
6,1
0,4
36,1
22,8
14,8
19,0
0,1
1,9
KIA
KIA CARENS
KIA CARNIVAL
KIA CEED
KIA MAGENTIS
KIA PICANTO
KIA RIO
KIA SORENTO
KIA SOUL
KIA SPORTAGE
SONSTIGE
Zusammen
LADA
LADA NIVA
LADA 1118
LADA 2170
SONSTIGE
Zusammen
LAMBORGHINI
LAMBORGHINI GALLARDO
SONSTIGE
Zusammen
MAZDA
MAZDA CX-7
MAZDA MX-5
MAZDA RX-8
MAZDA 2
MAZDA 3
MAZDA 5
MAZDA 6
SONSTIGE
Zusammen
MERCEDES
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
79
KBA
Zahlen
Marke/
Modellreihe
MERCEDES A-KLASSE
MERCEDES B-KLASSE
MERCEDES C-KLASSE
MERCEDES CL-KLASSE
MERCEDES CLK
MERCEDES CLS
MERCEDES E-KLASSE
MERCEDES G-KLASSE
MERCEDES GL-KLASSE
MERCEDES GLK
MERCEDES ML-KLASSE
MERCEDES R-KLASSE
MERCEDES S-KLASSE
MERCEDES SL
MERCEDES SLK
MERCEDES SLR
MERCEDES SPRINTER
MERCEDES VIANO
MERCEDES VITO
SONSTIGE
Zusammen
MITSUBISHI
MITSUBISHI COLT
MITSUBISHI GRANDIS
MITSUBISHI LANCER
MITSUBISHI L200
MITSUBISHI OUTLANDER
MITSUBISHI PAJERO, MONTERO
SONSTIGE
Zusammen
MORGAN
MORGAN 4/4
SONSTIGE
Zusammen
NISSAN, INFINITI
NISSAN GT-R
NISSAN MICRA
NISSAN MURANO
NISSAN NAVARA
NISSAN NOTE
NISSAN PATHFINDER
NISSAN PATROL
NISSAN PRIMASTAR
NISSAN QASHQAI
NISSAN TIIDA
NISSAN X-TRAIL
SONSTIGE
Zusammen
OPEL
OPEL AGILA
OPEL ANTARA
OPEL ASTRA
OPEL COMBO
OPEL CORSA
OPEL GT
OPEL INSIGNIA
OPEL MERIVA
OPEL MOVANO
OPEL SIGNUM
OPEL TIGRA
OPEL VECTRA
OPEL VIVARO
OPEL ZAFIRA
SONSTIGE
Zusammen
PEUGEOT
PEUGEOT BOXER
PEUGEOT EXPERT
PEUGEOT PARTNER
PEUGEOT 107
PEUGEOT 206
80
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
April
2009
1
5 039
3 346
5 089
93
266
143
4 804
51
79
827
675
142
577
57
445
5
349
514
799
36
23 336
Insgesamt
Jan.-April 2009
Anzahl
Anteil %
2
3
16 282
18,8
13 470
15,6
25 348
29,3
205
0,2
1 917
2,2
619
0,7
12 671
14,6
283
0,3
355
0,4
3 384
3,9
2 672
3,1
444
0,5
2 165
2,5
306
0,4
1 407
1,6
11
0,0
1 277
1,5
1 567
1,8
1 974
2,3
147
0,2
86 504
6,9
3 043
27
549
9
220
122
9
3 979
9 744
130
2 295
52
1 008
497
40
13 766
70,8
0,9
16,7
0,4
7,3
3,6
0,3
1,1
19
3
22
41
5
46
89,1
10,9
0,0
Marke/
Modellreihe
PEUGEOT 207
PEUGEOT 307
PEUGEOT 308
PEUGEOT 407
PEUGEOT 607
PEUGEOT 807
PEUGEOT 1007
PEUGEOT 3008
PEUGEOT 4007
SONSTIGE
Zusammen
PORSCHE
PORSCHE BOXSTER, CAYMAN
PORSCHE CAYENNE
PORSCHE 911
SONSTIGE
Zusammen
RENAULT, DACIA
DACIA LOGAN
DACIA SANDERO
RENAULT CLIO
RENAULT ESPACE
RENAULT KANGOO
RENAULT KOLEOS
RENAULT LAGUNA
RENAULT MASTER, NISSAN INTERSTAR
RENAULT MEGANE
RENAULT MODUS
RENAULT SCENIC
RENAULT TRAFIC
RENAULT TWINGO
SONSTIGE
Zusammen
ROLLS-ROYCE
ROLLS-ROYCE
8
1 529
46
1
421
10
2
14
1 174
88
167
34
3 494
8
4 279
218
19
1 419
68
32
87
5 467
678
852
145
13 272
0,1
32,2
1,6
0,1
10,7
0,5
0,2
0,7
41,2
5,1
6,4
1,1
1,1
1 393
239
9 074
368
14 486
154
4 433
3 791
10
1
226
68
592
3 149
28
38 012
5 577
1 204
27 142
1 341
36 095
337
12 288
9 629
51
77
1 264
904
1 570
9 788
138
107 405
5,2
1,1
25,3
1,2
33,6
0,3
11,4
9,0
0,0
0,1
1,2
0,8
1,5
9,1
0,1
8,6
55
51
540
1 291
1 927
143
174
1 934
6 172
4 273
0,3
0,4
4,3
13,7
9,5
SAAB
SAAB 9-3
SAAB 9-5
SONSTIGE
Zusammen
SEAT ALHAMBRA
SEAT ALTEA, TOLEDO, LEON
SEAT EXEO
SEAT IBIZA, CORDOBA
SONSTIGE
Zusammen
SKODA
SKODA FABIA
SKODA OCTAVIA
SKODA ROOMSTER
SKODA SUPERB
SONSTIGE
Zusammen
SMART
SMART FORTWO
SONSTIGE
Zusammen
SSANGYONG
SSANGYONG ACTYON
SSANGYONG KYRON
SSANGYONG REXTON
Zusammen
SUBARU
SUBARU FORESTER
SUBARU IMPREZA
SUBARU JUSTY
April
2009
1
8 853
54
1 789
291
15
58
20
30
109
8
15 091
Insgesamt
Jan.-April 2009
Anzahl
Anteil %
2
3
23 564
52,4
279
0,6
6 287
14,0
998
2,2
48
0,1
251
0,6
280
0,6
30
0,1
508
1,1
39
0,1
44 980
3,6
297
378
950
51
1 676
1 410
1 206
2 472
169
5 257
26,8
22,9
47,0
3,2
0,4
4 031
7 163
2 604
141
711
311
690
108
3 236
882
645
182
1 884
18
22 606
9 153
13 632
9 425
492
2 474
1 412
2 095
329
8 858
2 537
2 889
691
7 468
68
61 523
14,9
22,2
15,3
0,8
4,0
2,3
3,4
0,5
14,4
4,1
4,7
1,1
12,1
0,1
4,9
4
11
0,0
120
24
3
147
466
103
5
574
81,2
17,9
0,9
0,0
128
2 010
262
5 169
5
7 574
600
6 648
433
17 038
27
24 746
2,4
26,9
1,7
68,9
0,1
2,0
10 947
6 585
2 478
633
29
20 672
38 218
18 775
6 737
2 387
89
66 206
57,7
28,4
10,2
3,6
0,1
5,3
3 164
1
3 165
11 666
5
11 671
100,0
0,0
0,9
1
6
6
13
15
32
22
69
21,7
46,4
31,9
0,0
304
143
244
1 231
617
1 371
35,5
17,8
39,5
Impressum
Marke/
Modellreihe
SUBARU LEGACY
SUBARU TRIBECA
SONSTIGE
Zusammen
SUZUKI
SUZUKI ALTO
SUZUKI GRAND VITARA
SUZUKI IGNIS
SUZUKI JIMNY
SUZUKI SPLASH
SUZUKI SWIFT
SUZUKI SX4
SONSTIGE
Zusammen
April
2009
1
47
4
2
744
Insgesamt
Jan.-April 2009
Anzahl
Anteil %
2
3
230
6,6
20
0,6
3
0,1
3 472
0,3
626
346
15
547
1 004
2 017
700
12
5 267
904
1 771
73
2 476
4 911
10 196
3 650
48
24 029
3,8
7,4
0,3
10,3
20,4
42,4
15,2
0,2
1,9
23
57
8
138
1 430
1 361
3 742
802
25
585
89
90
458
430
507
4 652
73
14 470
90
189
27
363
6 965
5 411
12 554
4 157
82
3 174
366
733
1 543
454
549
15 484
203
52 344
0,2
0,4
0,1
0,7
13,3
10,3
24,0
7,9
0,2
6,1
0,7
1,4
2,9
0,9
1,0
29,6
0,4
4,2
219
565
577
114
91
14
543
31
4
2 158
792
2 057
2 706
663
282
110
2 035
179
7
8 831
9,0
23,3
30,6
7,5
3,2
1,2
23,0
2,0
0,1
0,7
5 205
93
1 065
918
32 505
401
8 615
255
13 839
1 676
606
4 849
335
4 931
2 970
69
78 332
13 444
329
3 073
7 072
90 703
1 166
29 482
912
45 779
5 313
2 113
15 793
1 523
16 918
9 713
311
243 644
5,5
0,1
1,3
2,9
37,2
0,5
12,1
0,4
18,8
2,2
0,9
6,5
0,6
6,9
4,0
0,1
19,5
WIESMANN
WIESMANN ROADSTER
SONSTIGE
Zusammen
9
10
19
29
23
52
55,8
44,2
0,0
SONSTIGE HERSTELLER
174
624
0,1
379 626 1 247 716
100,0
TOYOTA, LEXUS
LEXUS GS
LEXUS IS
LEXUS LS
LEXUS RX
TOYOTA AURIS
TOYOTA AVENSIS, CARINA
TOYOTA AYGO
TOYOTA COROLLA VERSO
TOYOTA HIACE
TOYOTA IQ
TOYOTA LANDCRUISER
TOYOTA PRIUS
TOYOTA RAV 4
TOYOTA URBAN CRUISER
TOYOTA VERSO
TOYOTA YARIS
SONSTIGE
Zusammen
VOLVO
VOLVO C30
VOLVO V50
VOLVO XC60
VOLVO XC90
VOLVO 40
VOLVO 60
VOLVO 70
VOLVO 80
SONSTIGE
Zusammen
VW
VW CADDY
VW CRAFTER
VW EOS
VW FOX
VW GOLF, JETTA
VW NEW BEETLE
VW PASSAT
VW PHAETON
VW POLO
VW SCIROCCO
VW SHARAN
VW TIGUAN
VW TOUAREG
VW TOURAN
VW TRANSPORTER, CARAVELLE
SONSTIGE
Zusammen
Neuzulassungen insgesamt
auto | motor | zubehör
ISSN 0001-1983
Gegr. 1912 als „AUTO-Markt“
Franzensbad-Wien, 97. Jahrgang 2009
Offizielles Organ
des Gesamtverband
Autoteile-Handel e.V.
Das Kraftfahrzeug-Magazin für die Führungskräfte
aus Kfz-Handel, -Werkstätten, -Teilegroß- und Einzelhandel
sowie aus -Industrie und -Zulieferfirmen
Redaktion:
Jürgen Rinn (Chefredakteur)
Finkenstraße 2, 97264 Helmstadt
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Richard Linzing (stellv. Chefredakteur)
Telefon 08261 7628983, Telefax 08261 7628984­
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Gerichtsstand und Erfüllungsort: Hannover
Druck: CW Niemeyer Druck GmbH, Böcklerstraße 13,
31789 Hameln/Wangelist
Dieser Ausgabe liegen das amz-Sonderheft „Klima Spezial“
sowie Informationen zum amz-Dieselforum in Zusammenarbeit mit Bosch bei. Wir bitten unsere Leser um freundliche
Beachtung.
Die Titel des Verlagsbereichs KFZ-Medien im Überblick:
• amz – auto motor zubehör • bfp fuhrpark + management
• Kfz-MeisterService (integriert in amz) • NKWpartner
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
81
rückspiegel
Dach auf –
Dach zu.
_ Cabrios von Peugeot gibt
es seit mehr als 75 Jahren. Eine
besondere Spezialität der Franzosen sind Klappdach-Cabrios
mit stählernem Verdeck. Deren
Geschichte beginnt in den 30erJahren.
D
as erste Cabrio der Löwenmarke hieß Peugeot 201 C.
Produziert wurde es ab 1931.
Die äußere Form folgte der
damaligen europäischen Designersprache, doch der technische Aufwand war ungewöhnlich groß: Eine
hypermoderne
Einzelradaufhängung
sorgte für den sprichwörtlich französisch-bequemen Fahrkomfort. Zwei
Jahre später schon folgte der 301 C mit
elektrisch versenkbarem Dach. Damit
eröffnete die „Löwenmarke“ den Automobilisten ein völlig neues Fahr- und
Lebensgefühl – auch heute noch.
Eine Idee, die begeisterte
Der 301 C mit seinem elektrisch versenkbaren metallenen Klappverdeck bedeutete eine technische Innovation, die noch
eine ganze Reihe der Peugeot CoupéCabriolet-Modelle prägten sollte. Die
Idee dazu stammt von Zahnarzt und
Hobby-Designer Georges Paulin. Paulin
kam auf die Idee, das versenk- und klappbare Metalldach im Kofferraum unterzubringen.
Der automobilbesessene Visionär
überzeugte mit seiner Idee nicht nur den
damals größten Pariser Vertragshändler
Emile Darl`Mat, sondern konnte auch
den bekannten Karosseriebauer Marcel Pourtout damit begeistern. In einer
Einzelanfertigung entstand so der 301
Eclipse, wobei „Eclipse“ übersetzt soviel
wie „Überdeckung“ bedeutet. Die Serienfertigung des klappbaren Dach-Konzepts
begann allerdings erst 1934 mit dem
Peugeot 401 Eclipse und dem größeren
Luxusmodell, dem 601. Bei letzterem
erledigte ein Elektromotor das exklusive
Dach-auf-Dach-zu-Spielchen.
82
amz - auto | motor | zubehör Nr. 6-2009
Vorreiter: Der Peugeo
t 301 Eclipse von 193
4 war das erste Cabrio
Klappdach. Der Protot
-Coupé der Löwenmark
yp entstand ein Jahr
e mit Metallzuvor in Einzelanfert
igung.
Fotos: Peugeot
Mechanisch für die Masse
Interessant war vor allem auch der 402
Eclipse, der 1934 auf dem Pariser Automobilsalon debütierte und dessen Karosserie auf dem Fahrwerk des 401 Platz
fand. Beeindruckend und völlig neu war
das Stromlinien-Design mit den beiden
Scheinwerfern, die sich hinter dem Kühlergrill versteckten. Auch der Innenraum
konnte sich sehen lassen: Art-Déco-Elemente machen ihn zu etwas ganz Besonderem.
Allerdings entschied man sich beim
402 Eclipse für eine weniger anfällige,
mechanische Betätigung des stählernen
Klappverdecks. Mit wenigen Handgriffen lässt sich das Coupé in ein Cabrio
verwandeln: Zuerst den Kofferraumdeckel öffnen, dann die Schrauben über
den hinteren Radkästen lockern, noch
die Schrauben an der Frontscheibe herausdrehen und schließlich die Seitenscheiben öffnen. Zum Schluss noch das
Hardtop-Dach anheben und in den Kofferraum schieben – fertig! Dort finden
dann auch noch zwei maßgeschneiderte
Koffer, das Reserverad und das Bordwerkzeug Platz.
Nach wenigen Handgriffen verschwindet das
Stahldach des Peugeot 402 Eclipse im Kofferraum. Beim 602 erledigt dies ein Elektromotor.
Das Publikum war vom avantgardistischen Aussehen und den technischen
Innovationen der 402er-Modelle so begeistert, dass es ihnen den Beinamen
„Ligne Fuseau Sochaux – Raketendesign
aus Sochaux“ verlieh. An eine Rakete erinnerte damals wohl auch der Preis: Für
34.000 Francs konnte man einen 402
Eclipse erstehen. Umgerechnet auf heutige Kaufkraft rund 150.000 Euro.
Der König der Löwen
Der „König der Löwen“ hieß 601 Eclipse.
Das Topmodell erlangte durch den Film
„Le Schpountz“ sogar Leinwandruhm.
Doch selbst dies konnte nicht verhindern, dass die 601-Baureihe nach nur
18 Monaten Produktionszeit und 4000
Exemplaren eingestellt wurde. Nur etwa
160 der produzierten 601er verließen offen die Produktionshallen, 21 davon mit
elektrisch versenkbarem Stahldach. Deswegen hat sich der 601 Eclipse zu einer
Rarität entwickelt: Das letzte noch existierende Modell ist seit 2009 im Peugeot-Museum in Sochaux zu bewundern.
Klaus Kuss
Der 308 CC (vorne) führt die Erfolgsgeschichte
der Stahldach-Cabrio-Coupés fort, die 1934
mit dem 402 Eclipse begann.
Eine Zeitschrift ist immer
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