Omega | CN8200 Serie | Owner Manual | Omega CN8200 Serie Benutzerhandbuch

Omega CN8200 Serie Benutzerhandbuch
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CN8200 SERIE
Temperatur- und Prozessregler
mit 1/16 DIN - Maß
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Fester Bestandteil in OMEGAs Unternehmensphilosophie ist die Beachtung aller einschlägigen Sicherheits- und
EMV-Vorschriften. Produkte werden sukzessive auch nach europäischen Standards zertifiziert und nach entsprechender
Prüfung mit dem CE-Zeichen versehen.
Die Informationen in diesem Dokument wurden mit großer Sorgfalt zusammengestellt.
OMEGA Engineering, Inc. kann jedoch keine Haftung für eventuelle Fehler übernehmen und behält sich Änderungen
der Spezifkationen vor.
WARNUNG: Diese Produkte sind nicht für den medizinischen Einsatz konzipiert und dürfen nicht an Menschen
eingesetzt werden.
Merkmale
Vor Ort einstellbar auf Thermoelement-, Widerstandsfühler,
Strom- oder Spannungs-Eingänge
Ein/Aus- oder ausgefeilte PID-Regelung
Selbstoptimierung - Heiz- oder Kühlbetrieb
Rampen-/Haltefunktion mit acht Segmenten
Hysterese und Totbereich für Ein/Aus-Regelung einstellbar
Unterstützt zwei Regelausgänge
Einstellbare Prozess- oder Abweichungsalarme
Stoßfreie Umschaltung von Regelungs-/Handbetrieb
IP65-geschützte Frontplatte, “Wasserdicht”
Zweizeilige, 4-stellige alphanumerische 7-Segmentanzeige
Zuschaltbare Sollwertrampe
Alarmunterdrückung beim Hochfahren
Messkreisüberwachungs-Alarm
Verfügbare Optionen: Serielle Schnittstellen, Kontakt-/DigitalEingang, Externe Sollwertvorgabe, Sensorspeisung,
Hilfsausgang, zwei Alarme und Relais-Alarmausgänge
Zulassungen UL, cUL, CE
3
Sicherheitshinweis
?
!
4
Hohe Spannungen und hohe Temperaturen stellen eine
Brandgefahr dar und können außerdem Geräte beschädigen
sowie zu schweren Verletzungen bis hin zum Tode führen.
Befolgen Sie bei Installation und Einsatz dieses Instruments
alle Anweisungen und setzen Sie zugelassene
Sicherheitsvorrichtungen ein. Alle elektrischen Anschlüsse
und die Verdrahtung dürfen nur von Personal ausgeführt
werden, das für diese Aufgaben geschult und qualifiziert ist.
Installieren Sie dieses Instrument nicht an einem Standort,
an dem es übermäßigen Stößen, Vibration, Schmutz,
Feuchtigkeit, Öl oder sonstigen Flüssigkeiten ausgesetzt ist.
Der sichere Betriebstemperaturbereich für dieses Modell
beträgt 0°C bis 60°C.
Dieses Gerät wude getestet und erfüllt die Schutzart IP65
(NEMA Typ 4X) — nur für den Einsatz in Innenräumen. Bei
korrekter Installation bietet das Gehäuse den Schutz eines
IP65-Gehäuses und bleibt “wasserdicht.” Diese Schutzart
wird jedoch nur erreicht, wenn der Regler in einem
geeigneten IP65-Gehäuse installiert ist.
Inhaltsverzeichnis
Informationen und
Bedienungsanweisungen
zu den installierten
Optionen und der
digitalen Kommunikation
entnehmen Sie bitte dem
Options- oder
KommunikationsHandbuch, das Ihrem
Regler beiliegt.
Installation
Abmessungen
Installation
Verdrahtung
Ausgangsarten
Bedienung
Einschalten
Zugangsebenen
Betriebsarten
Menüsystem-Übersicht
Ablauf bei der ersten Einstellung
Menüs und Parameter Beschreibungen
Eingangs-Menü
Anzeigen-Menü
Ausgangs-Menü
Regelungs-Menü
Hinweise zu Alarmen
Dämpfungs-Menü der Selbstoptimierung
Rampen-/Profil-Menü
Supervisor-Menü
Kalibrierungs-Menü
Options-Menü
Selbstoptimierung
Manuelle Einstellung
Fehlerkodes
Technische Daten
CN8200 Bestellkodes
Neukalibrierung
Kurzübersicht
IEC-Anforderungen
Glossar
Kurzanleitung
6
7
7
8
11
13
14
15
17
19
24
26
27
30
31
33
35
37
38
41
42
42
43
45
47
48
51
52
53
56
57
61
5
Installation
Auspacken und Kontrolle
Die Maße zwischen den
Mittellinien der
Tafelausschnitte geben
den empfohlenen
Mindestabstand an.
1. Kontrollieren Sie den Versandkarton auf offensichtliche
Beschädigungen.
2. Überpüfen Sie den Regler nach dem Auspacken aus dem
Versandkarton auf Schäden. Versuchen Sie nie, ein
beschädigtes Gerät zu installieren oder in Betrieb zu
nehmen.
3. Vergewissern Sie sich anhand des Modellnummern-Kodes
auf der Seite des Reglers, dass alle Komponenten
vorhanden sind.
Abbildung 1. Empfohlene Anordnung in der Schalttafel bei
Installation mehrerer Regler
54,6 mm
72,4 mm
6
Abmessungen
Abbildung 2. Gehäuseabmessungen
118,21
53,3
53,3
Installation
Bei korrekter Installation
bietet das Gehäuse den
Schutz eines IP65Gehäuses und bleibt
“wasserdicht.”
O1
O2
A1
A2
F1
F2
8,21
100
PV
44,5
SV
Bevor Sie den CN8200 in Ihrer Schalttafel installieren,
vergewissern Sie sich, dass der Tafelausschnitt die richtige
Größe hat (45 mm x 45 mm) und entgratet ist. Hinter der
Schalttafel ist ein freier Raum von mindestens 100 mm Tiefe
erforderlich.
Schieben Sie den Regler von vorne in die Tafel, bis die Front
anliegt und schieben Sie den Montagerahmen von der
Reglerrückseite über den Regler, bis der Rahmen fest an der
Tafel anliegt.
Abbildung 3. Mechanische Komponenten des CN8200
Frontrahmen
Montagerahmen
Griffmulde
Dichtung
Tafel
7
Verdrahtung
!
?
Wichtig: Jegliche Verdrahtung darf ausschließlich von
ausgebildetem, qualifiziertem Personal ausgeführt werden und
muss in Übereinstimmung mit allen anwendbaren Vorschriften
erfolgen.
Der CN8200 verfügt über integrierte Entstörglieder, die eine
Reihe von elektrischen Störungen (HF) ausfiltern. Spannungsversorgungs- und Signalleitungen sollten jedoch immer
getrennt geführt werden. Idealerweise sollten die Leitungen
wie folgt gebündelt werden: Spannungsversorgung, Signale,
Alarme, und Ausgänge. Diese Leitungsbündel sollten in
separaten Kabelkanälen geführt werden. Bei abgeschirmten
Sensorkabeln sollte die Abschirmung immer nur an einer Seite
angeschlossen werden.
Bei Bedarf schließen Sie weitere Entstörglieder wie zum
Beispiel ein RC-Glied an die externe Störquelle an.
Abbildung 4. Klemmenbelegung
Alarm/Komm.
N. O. COM
A1
RxD TxD
RS232
B (-) A (+)
RS485
N. O.
Ausgang 1
C
+
-
Ausgang 2
C
2
+
-
4
5
232/485
Masse
14
11
12
A2
Alarm/
Komm.
8
9
Pt100
-
10
Thermoelement
+
L1 L2
100 - 250 V 50/60 Hz
100 - 250 V DC (automatische Polaritätswahl)
24 V AC/DC (automatische Polaritätswahl)
8
COM
N. O.
7
13
3
N. C.
N. O.
6
1
Sensoreingang
Verdrahtung
Um die spezifizierte
Genauigkeit zu erreichen,
darf der Widerstand des
Thermoelement- Kreises
100 Ohm nicht
überschreiten. Bei
höheren Widerständen
können Fehler auftreten.
Wenn abgeschirmte
Thermoelement-Leitungen
verwenden werden, darf
die Abschirmung nur an
einer Seite angeschlossen
werden.
Abbildung 5. Thermoelement-Eingangsverdrahtung
Achten Sie darauf, dass Sie ein
geeignetes Thermoelement mit
der richtigen Ausgleichsleitung
8
verwenden. Schließen Sie die
9
Minus-Leitung an Klemme 9 an
Thermoelement
(bei ISA-Thermoelementen in der 10
Regel rot), die Plus-Leitung an
Klemme 10. Bei Verlängerungsleitung ist auf die gleiche Polarität
wie beim Thermoelement zu
achten.
Abbildung 6. Widerstandsfühler-Verdrahtung
An den Eingang des CN8200
können Pt100-Widerstandsfühler
(100 Ohm) in 2- oder 3-Leitertechnik angeschlossen werden.
Widerstandsthermometer
Bei 2-Draht-Widerstandsfühlern
+
schließen Sie den Fühler an die
Klemmen 9 und 10 mit einer
Anmerkung:
Brücke über den Kontakten 8 und
Für 2-Draht-Fühler
10 an. Halten Sie die LeitungsKlemmen 8 und 10 brücken.
länge so kurz wie möglich und
verwenden Sie einen möglichst großen Kabelquerschnitt, um
die Leitungswiderstände gering zu halten. Bei längeren
Leitungslängen sollten Widerstandsfühler mit 3Drahtanschluss verwendet werden.
8
9
10
9
Verdrahtung
!
?
Abbildung 7. Verdrahtung von Prozesssignal- und linearen
Eingängen
Strom- und Spannungs-Eingänge:
8
Schließen Sie die Plus-Leitung an
Klemme 10 an, die Minus-Leitung
- Eingang:
9
Strom und
an Klemme 9.
10
+ Spannung
Der CN8200 kann ohne Änderungen und ohne Berücksichtigung der Polarität mit Spannungen von 100 bis 250 V AC
oder DC betrieben werden. Jegliche Verdrahtung muss in
Übereinstimmung mit allen anwendbaren Vorschriften
erfolgen. Dies gilt insbesondere für die Netzverdrahtung.
Obwohl nicht zwingend erforderlich, ist es ratsam, die Phase
des Netzanschlusses (Kontakt 11) mit einer Schmelzsicherung
von 0,5 A abzusichern.
Dabei sollten die Spannungsversorgung des Reglers und der
Last separat abgesichert werden.
Abbildung 8. Netzverdrahtung
3
8
11
4
9
5
10
L1
10
12
L2
100 - 250 V 50/60 Hz
100 - 250 V DC (automatische Polaritätswahl)
Ausgangsarten
Relaisausgänge (Typ “R”)
unterliegen einem
Verschleiß, da es sich um
elektromechanische
Komponenten handelt. Für
eine optimale
Lebensdauer der Relais
sollte die Zykluszeit auf
den größten Wert
eingestellt werden, bei
dem sich eine gute
Regelung erzielen läßt.
Bei der Bestellung Ihres CN8200 haben Sie eine bestimmte
Ausgangsart spezifiziert, die mit “R”, “DC”, “T”, “F” oder “FH”
abgekürzt ist. Weiterhin kann der Regler mit einem oder zwei
Ausgängen ausgestattet sein. Die folgenden Werte eignen sich
für die meisten typischen Anwendungen.
Für Regelausgangs-Art —
geeignete Zykluszeiten:
(in Sekunden)
R
>15
DC
0,2
T
>1
F
0,2
FH
0,2
11
Ausgangsarten
Ausgangsart
R
DC
T
F
FH
12
Beschreibung
Relais mit einer Schaltleistung von 5 A
(120/240 V AC) zum Schalten ohmscher
Lasten. Wenn Ihr Regler mit einem “R”
Ausgang ausgestattet ist, bestellen Sie bitte
die Option CNQUENCHARC. Zur Ansteuerung
von Lasten wie Relais oder Magnetventilen
sollte die Ausgangsart “T” verwendet werden.
20 V DC Logikausgang für Halbleiterrelais
Halbleiterrelais mit einer Schaltleistung von
1 A bei 120/240 V AC, Nulldurchgangsgeschaltet und durch Optokoppler vom
Steuersignal getrennt. Zur direkten
Ansteuerung von Lasten bis maximal 1 A
geeignet. Zum Schalten größerer Lasten ist
ein externes Relais erforderlich.
4-20 mA, volles Ausgangssignal an Lasten
mit einem Bürdewiderstand von maximal
500 Ohm.
4-20 mA mit höherem Bürdewiderstand
(maximal 1000 Ohm).
Bedienung
Abbildung 9. Bedienungselemente und Anzeigen
#
Mode/Enter
Parameterauswahl, Aufrufen
von Betriebsarten, Bestätigen
von gehaltenen Alarmen,
Durchlaufen von Menüpunkten
Verkleinern. Verkleinert den
angezeigten Wert. (Gedrückt halten für
schnellere Änderung des Wertes)
Vergrößern. Vergrößert den angezeigten
Wert. (Gedrückt halten für schnellere
Änderung des Wertes)
%
$
&
Menü
Aufrufen und Verlassen des Menüsystems, Weiterschalten
zum nächsten Menü und Aufruf der Zugangsebenen-Menüs.
13
Einschalten
Die Funktionsbereiche des
CN8200 sind in drei klar
getrennte, konfigurierbare
Gruppen unterteilt:
Zugangsebene,
Menüsystem und normaler
Betrieb.
Bitte geben Sie bei
Rückfragen zu Ihrem
Regler immer die
SoftwareVersionsnummer, das
eingestellte
Kommunikationsprotokoll
sowie die volle
Modellnummer des Reglers
an.
14
&$%#
Beim ersten Einschalten des Reglers werden kurz alle
Segmente der LED-Anzeige aktiviert, während verschiedene
Diagnosefunktionen ausgeführt werden, um die Funktionsfähigkeit sicherzustellen. Anschließend erscheint in der
unteren Displayzeile die Software-Versionsnummer, gefolgt
von einem Konfigurationskode in der oberen Zeile sowie dem
unterstützten Schnittstellen-Protokoll in der unteren
Anzeigenzeile.
Wichtig: Beim ersten Einschalten besteht die Möglichkeit,
dass Ausgänge aktiviert sind. Daher sollte das Gerät auf
Standby-Betrieb eingestellt werden, bis es für die Applikation
konfiguriert ist. Um die Standby-Betriebsart zu aktivieren,
führen Sie folgende Schritte aus:
1. Betätigen Sie die Taste Mode/Enter [ und halten Sie
diese gedrückt, bis in der oberen Zeile ein Menü erscheint
(nach ca. 3 Sekunden).
2. Betätigen Sie die Taste Vergrößern \ oder ]
Verkleinern, bis in der unteren Zeile die Anzeige StbY
erscheint.
3. Betätigen Sie die Taste Mode/Enter [. (In der oberen
Zeile wird abwechselnd StbY und der Istwert
angezeigt.)
Zugangsebenen
Bedienung: Übersicht
Die ab Werk eingestellte
Zugangsebene ist die
Konfigurations-Eben .e
CnF9 . Wenn Sie die
Konfiguration
abgeschlossen haben,
sollten Sie den Zugang so
weit sperren, wie dies für
Ihre Applikation sinnvoll
ist.
Die menügeführte Bedieneroberfläche des CN8200 ermöglicht
eine einfache Einstellung des Instruments und der
gewünschten Sicherheitsfunktionen sowie ein einfache
Änderung des Sollwerts und der Betriebsart. Abbildung 10 auf
Seite 20 zeigt eine Übersicht der Bedieneroberfläche und der
Tasten zum Wechseln der Betriebsarten.
Zugangsebenen
Unterschiedliche Zugangsebenen ermöglichen es, den Zugriff
auf Menüs, Sollwert und Betriebsart-Umschaltung
entsprechend der Applikation einzuschränken. Diese
Zugangsebenen sind Sperren der Tastatur, Sollwert, Sollwert
und Betriebsarten, Bediener, Konfiguration und
Werkseinstellung. Um die Zugangsebene aus der normalen
Betriebsanzeige (Istwert-Anzeige) anzuzeigen oder zu ändern,
halten Sie die Menü-Taste ^ für ca. 10 Sekunden gedrückt.
(Ignorieren Sie dabei das Menü, das nach ca. 3 Sekunden in
der oberen Zeile eingeblendet wird.) Das Instrument zeigt die
Meldung AcLu (Zugangsebene) und die aktuelle
Zugangsebene an, z.B. USEr. Betätigen Sie die Taste
Vergrößern \ oder ] Verkleinern, um die Sicherheitsebenen zu durchlaufen. Betätigen Sie die Taste Mode/Enter
[ einmal, wenn die gewünschte Zugangsebene angezeigt
wird, und kehren Sie zur Istwert-Anzeige zurück.
15
Zugangsebenen
Zugangsebenen und verfügbare Funktionen
Loc.O Tastatur Sperren Dies ist die höchste Sicherheitsebene, in
der keinerlei Funktionen zugänglich sind.
Zum Verlassen dieser Ebene wählen Sie
eine andere Ebene (s. o.).
__SP Sollwert
Kein Zugriff auf Menüs, nur Sollwert oder
Ausgangswert (im Handbetrieb) können
geändert werden.
SP.PL Sollwert und Betriebsarten
Kein Zugriff auf Menüs, nur Sollwert,
Ausgangswert (im Handbetrieb) und
Betriebsart können geändert werden.
USEr Bediener
Alle Funktionen der “Sollwert”-Ebene
sowie Betriebsarten, Selbstoptimierung
und Regelungs-Menüs sind zugänglich.
CnF9 Konfiguration
Wie “Bediener”-Ebene, zusätzlich die
Menüs für Eingang, Ausgang, Anzeige und
Supervisor.
FACt Werkseinstellung Wie “Konfiguration”, zusätzlich Zugang
zum Kalibrierungs-Menü.
Anmerkung: Wenn Jumper JMP03 abgezogen wird, ist die Tastatur
hardwaremäßig gesperrt, so dass keiner Bedieneingriff möglich ist.
JMPØ3
16
Betriebsarten
Denken Sie daran, die
Taste Mode/Enter zu
betätigen, nachdem Sie
die Auswahl
vorgenommen haben.
Wenn beide Ausgänge auf
OFF oder ALr
eingestellt sind, arbeitet
der CN8200 als Anzeiger
ohne Regelfunktionen. Die
Regelausgänge werden
abgeschaltet und es
werden keine
Betriebsarten angezeigt.
Die Betriebsarten des CN8200 sind: Manuell, Standby,
Normal, Selbstoptimierung, Rampenfunktion (Profil), Run
und Hold. Um zwischen Betriebsarten umzuschalten, halten
Sie die Taste Mode/Enter [ für drei Sekunden gedrückt.
Daraufhin wird die und aktuelle Betriebsart angezeigt. Um die
Betriebsarten zu durchlaufen, betätigen Sie die Tasten
Vergrößern \ und Verkleinern ]. Wenn die gewünschte
Betriebsart angezeigt wird, betätigen Sie die Taste Mode/Enter
[ einmal, um diese zu aktivieren.
(
)
)
)
_FOP
StbY
_nor
Atun
) __r.S
) rs._r
) rs._H
Manuell
Standby
Normal
Selbstoptimierung (Nur in der Betriebsart
Standby verfügbar, wenn mindestens ein Ausgang auf
PID-Regelung eingestellt ist.)
Rampenfunktion (Profil)
(Nur wenn eine Rampe definiert ist.)
Run
(Nur bei aktiver Rampe.)
Hold
(Nur bei aktiver Rampe.)
Diese Betriebsarten werden auf der folgenden Seite
beschrieben.
17
Betriebsarten
_FOP Manuell
Der Handbetrieb hat
Vorrang vor dem
Regelbetrieb, so dass Sie
die Ausgangswerte
manuell unabhängig vom
Sollwert oder Istwert
einstellen können.
Wenn als Regelalgorithmus
PID eingestellt wurde,
erfolgt die Umschaltung
auf den Handbetrieb
“stoßfrei”.
18
Dient zur Einstellung des Regelausgangs
auf einen festen Prozentwert,
unabhängig von Istwert. Zur Einstellung
des Wertes betätigen Sie die Menü-Taste
^, um die Anzeige Prct aufzurufen
und stellen Sie den Ausgang mit den
Tasten Vergrößern und Verkleinern ein.
Wenn Ausgang 1 ein Regelausgang ist,
wird Pct1 angezeigt. Wenn Ausgang 2
ein Regelausgang ist, wird Pct2
angezeigt.
StbY Standby
Schaltet die Regelausgänge ab.
_nor Normal
Normaler Regelbetrieb
Atun Selbstoptimierung
Dient zum Start der
Selbstoptimierung (nur aus
der Betriebsart Standby).
__r.S Rampen-/Haltefunktion Dient zum Starten der
Rampenfunktion (Profil)
rs._r Run
Ausführen des Profils (Run)
rs._H Hold
Haltefunktion (Hold)
MenüsystemÜbersicht
Wenn für mehr als
5 Minuten keine Taste
betätigt wurde, verläßt der
Regler automatisch das
Menüsystem und kehrt zur
Istwert-Anzeige zurück.
Das Parameter-Menüsystem ist in zehn Menüs unterteilt:
Eingang, Anzeige, Ausgang, Regelung, Alarm, Optimierung,
Profil, Supervisor, Kalibrierung und Option. Um die Menüs
aufzurufen, halten Sie die Menü-Taste ^ für ca. 3 Sekunden
gedrückt, bis ein Menüpunkt in der oberen Zeile erscheint.
Wenn ein Untermenü aus dem Optionsmenü aufgerufen
wurde, erscheinen weitere Menüpunkte für die entsprechende
Option, die jedoch keine Funktion haben, wenn nicht die
entsprechende Option im Regler installiert ist. Drücken Sie die
Taste Menü ^, um die einzelnen Menüpunkte zu
durchlaufen. Drücken Sie die Taste Mode/Enter [, um die
einzelnen Optionen eines Menüs zu durchlaufen. Die Tasten
Vergrößern und Verkleinern \] dienen zur Einstellung der
Parameter.
In den Menüpunkten sind zusammengehörige Parameter zu
einer Gruppe zusammengefasst. Die Abfolge der Menüs ist so
strukturiert, dass die wichtigsten Menüeinstellungen zuerst
erscheinen.
19
MenüsystemÜbersicht
Abbildung 10. CN8200 Funktionsübersicht
Sie können jederzeit zur
Istwertanzeige
zurückkehren, indem Sie
die Taste Menü ^ für
drei Sekunden gedrückt
halten.
+
für 3 Sekunden
MenüSystem
+
für 3 Sekunden
20
Zugangsebenen
+
(
für 10 Sekunden
einmal
(
für 3 Sekunden
BetriebsartAuswahl
IstwertAnzeige
(
einmal
21
MenüsystemÜbersicht
Abbildung 11. Übersicht des CN8200 Menüsystems und Zugangsebene
+
Menü-Taste
(
_InP dSPL
Mode/Enter
-Taste
OutP
CtrL
_ALr
tunE
tYPE dEC.P OI.tY OI.Ac
_db.1
A1.AA
dPn9 _8.r.S r.OPt _dIS
F.S.01
bIAS d.FIL OI.cY OI.LL
HYS.1
A1.dL
HLd.b S.SP.r
F.S.02
SCL.L Unit
OI.HL OI.AA
_db.2
A1.IH
tEr.5 S.S.r.t
HI.rd
SCL.H bLAn
OI.AO OI.dL
HYS.2
A1.SP
rcY.n HLd.b
LO.rd
SP.LL
OI.IH OI.SP
_Pb1
A2.AA
PF.rE tEr.5
Ld.dP
SP.HL
O2.tY O2.Ac
_Pb2
A2.AO
rt (Nummer)
1.FIL
O2.cY O2.LL
_dEr
A2.dL
rE (Nummer)
O2.HL O2.AA
OFFS
A2.IH
SL (Nummer)
O2.AO O2.dL
_Int
A2.SP
St (Nummer)
O2.IH O2.SP
_r-S
SE (Nummer)
ANMERKUNG: Die Parameterbezeichnungen können
sich je nach Konfiguration des Reglers ändern.
22
SUPr
en
Funktion nur wenn Optionskarten installiert sind
_CAL
OPtn
SErL
C-dI
_rAS
CALo
CArd
Id.no
Func
SCL.L Out.U
bAUd
S.SP.S SCL.H SCL.L
dAt.F
StbY
tr.dL
rS.rH
CAHi
_dIS
A.Out
SCL.H
(
)
*
Mode/EnterTaste
(3 Sekunden)
Vergrößern/
VerkleinernTaste
_FOP __r.S Atun _nor StbY
Zugangsebenen
Loc.0 (Sperren der Tastatur) =
Kein Zugang
__SP (Sollwert) =
Sollwert und Ausgangswert
(Handbetrieb)
SP.PL (Sollwert und Betriebsarten) =
Plus
__SP
USEr (Bediener) =
Plus
SP.PL
CnF9 (Konfiguration) =
Plus
USEr
FACt (Werkseinstellung) =
Plus
CnF9
23
Ablauf bei der
ersten Einstellung
Wenn für mehr als
5 Minuten keine Taste
betätigt wurde, verläßt der
Regler automatisch das
Menüsystem und kehrt zur
Betriebsarten-/IstwertAnzeige zurück.
Diese Konfigurationsanleitung bezieht sich auf
PID-Regelausgänge.
24
Viele der Parameter, die Sie für Ihre Applikationen einstellen,
beeinflussen sich gegenseitig. Daher empfehlen wird den
folgenden Ablauf zur Einstellung des CN8200.
1) Aktivieren Sie die Standby-Betriebsart wie im folgenden
beschrieben. Halten Sie die Taste Mode/Enter [ für drei
Sekunden gedrückt. Wählen Sie den Standby-Betrieb mit
den Tasten Vergrößern \ und Verkleinern ]. Betätigen
Sie die Taste Mode erneut. In der oberen Zeile wird nun
abwechselnd StbY und der Istwert angezeigt.
2) Eingangsart: Halten Sie die Menü-Taste ^ für drei
Sekunden gedrückt, um das Menüsystem aufzurufen. Das
Eingangsmenü _InP wird angezeigt. Drücken Sie die
Taste Mode/Enter [, bis tYPE erscheint. Wählen Sie
die gewünschte Eingangsart mit Vergrößern \ und
Verkleinern ]. Wenn ein linearer Eingang gewählt
wurde, betätigen Sie die Taste Mode/Enter [, um die
Skalierungsgrenzwerte L.SCL und H.SCL aufzurufen,
bevor Sie fortfahren. Stellen Sie die Grenzwerte mit den
Tasten Vergrößern \ und Verkleinern ] ein.
3) Ausgangsart: Betätigen Sie die Menü-Taste ^, um das
Menü OutP aufzurufen. Betätigen Sie die Taste
Mode/Enter [, um die Parameter für die Ausgangsart zu
durchlaufen. Wählen Sie die gewünschte Ausgangsart mit
den Tasten Vergrößern \ und Verkleinern ]. Stellen
Sie die Wirkungsweise, Zykluszeit und Begrenzungen für
PID-Ausgänge mit den Tasten Mode/Enter, Vergrößern und
Verkleinern ein. Die Alarm- und Ein/Aus-AusgangsEinstellungen sowie deren Anzeigen sind unterschiedlich.
Vgl. Beschreibung des Ausgangs-Menüs auf Seite 31.
Ablauf bei der
ersten Einstellung
Wichtig: Nach der Eingabe
eines neuen Wertes
MÜSSEN Sie entweder die
Taste Mode/Enter oder
Menü betätigen oder einen
anderen Parameter
anwählen, damit der neue
Wert übernommen wird.
Der Regler übernimmt den
neuen Wert NUR, wenn
eine Taste betätigt wird.
4) Zur manuellen Einstellung des Reglers rufen Sie die
Parameter des Regelungs-Menü auf, indem Sie die MenüTaste ^ betätigen, bis CtrL angezeigt wird. Benutzen
Sie die Tasten Mode/Enter [, um die Parameter zu
durchlaufen und stellen Sie diese mit den Tasten
Vergrößern \ und Verkleinern ] ein. Anderenfalls
können Sie mit Schritt 6 fortfahren.
5) Um die Selbstoptimierung aufzurufen, halten Sie die
Menü-Taste ^ für ca. 3 Sekunden gedrückt, um das
Menüsystem aufzurufen. Betätigen Sie die Menü-Taste
mehrmals, bis der Selbstoptimierungs-Parameter
“Dämpfung” tunE erscheint. Achten Sie darauf, dass die
Dämpfung auf einen geeigneten Wert eingestellt ist
(s. Seite 37). Um zur Istwert-Anzeige zurückzukehren,
halten Sie die Menü-Taste ^ für ca. 3 Sekunden
gedrückt und fahren Sie mit Schritt 4 auf Seite 43 fort.
6) Kehren Sie zur Istwert-Anzeige zurück, indem Sie die
Menü-Taste ^ für ca. 3 Sekunden gedrückt halten.
7) Sollwerteinstellung: Stellen Sie den Sollwert mit den
Tasten Vergrößern \ und Verkleinern ] ein. Warten
Sie ab, bis sich der Prozess stabilisiert hat, bevor Sie
fortfahren, z.B. bei einem Heizprozess, bis sich der
Prozess wieder auf die Umgebungstemperatur eingestellt
hat.
8) Zugangsebene: Halten Sie die Menü-Taste für ca.
10 Sekunden gedrückt, bis die Anzeige AcLu erscheint.
Stellen Sie mit den Tasten Vergrößern und Verkleinern die
höchste Zugangsebene ein, die für Ihre Applikation
angemessen ist. S. Seite 16.
25
Menüs und Parameter
Beschreibungen
Menüs und Parameter
_InP Eingang
Dient zur Einstellung Sensor-bezogener Parameter wie
Eingangsart, Bereichsgrenzwerte und Skalierung.
dSPL Anzeige
Dient zur Einstellung von Dezimalposition und Einheit.
Dient zur Einstellung von Ausgangfunktion, Regelalgorithmus
und Alarmen.
CtrL Regelung
Dient zur Einstellung der Regelparameter.
_ALr Alarm
Dient zur Einstellung der Alarmparameter.
Anmerkung: Diese Menü erscheint auch bei Reglern, in denen
keine Alarm-Hardware installiert ist. Die Alarmausgabe
beschränkt sich dann auf die LEDs A1 und A2 an der Frontplatte.
tunE Selbstoptimierung Dient zur Einstellung der Dämpfung für die Selbstoptimierung.
_r-S Rampe/Profil
Dient zur Einstellung der Rampenfunktion.
SUPr Supervisor
Dient zur Einstellung der Sicherheitsstellung und anderer
übergeordneter Parameter.
_CAL Kalibrierung
Dient zur Neukalibrierung des Eingangs.
OutP Ausgang
OPtn Option
SErL Kommunikation
C-dL Kontakt/Digital-
Eingang
Dient zur Auswahl der installierten Optionen.
(Option) Dient zur Einstellung der Kommunikationsparameter.
(Option) Dient zur Einstellung des Kontakteingangs.
_rAS Externe analoge
Sollwertvorgabe
AOut Hilfsausgang
26
(Option) Dient zur Einstellung der externen Sollwertvorgabe.
(Option) Dient zur Einstellung der Hilfsausgangs-Parameter.
Eingangs-Menü
+ _INP
( tYPE
ANMERKUNG: EINE DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER
MENÜPARAMETER ENTNEHMEN SIE
BITTE DEM GLOSSAR AB SEITE 57.
Als erster Parameter muss die Eingangsart eingestellt werden.
Die übrigen Parameter des Eingangsmenüs ändern sich
abhängig davon, ob ein linearer oder ein Temperatur-Eingang
gewählt wurde. Weiterhin können sich auch andere, auf den
Messbereich bezogene Parameter ändern. Fahren Sie nach
Auswahl der Eingangsart mit dem entsprechenden Abschnitt
auf Seite 29 fort, um die übrigen Parameter des
Eingangsmenü einzustellen.
Eingangsmenü
Anzeige Parameter
Auswahl
tYPE Eingangsart
___J
___b
___C
___E
__CA
___n
_niC
__nn
___r
___S
___t
_PL2
Thermoelement Typ J
Thermoelement Typ B
Thermoelement Typ C
Thermoelement Typ E
Thermoelement Typ K
Thermoelement Typ N
Thermoelement Typ NIC
Thermoelement Typ NNM
Thermoelement Typ R
Thermoelement Typ S
Thermoelement Typ T
Platinel II Thermoelement
27
Eingangs-Menü
Eingangsmenü (Fortsetzung)
Anzeige Parameter
Auswahl
tYPE Eingangsart
_rtd Pt100 Widerstandsfühler
(100 Ohm)
_rt.d Pt100 Ohm
Widerstandsfühler
0.20A 0-20 mA
4.20A 4-20 mA
_0.10 0-10 mV
_0.50 0-50 mV
0.100 0-100 mV
10.50 10-50 mV
_0-1 0-1 V
_0-5 0-5 V
0-10 0-10 V
_1-5 1-5 V
Jumper für Eingangsart
JMPØ2
Eingangsart
Thermoelement
Widerstandsfühler
Spannung < 100 mV
Spannung > 100 mV
Strom
JMPØ1
Jumper
JMPØ1
JMPØ2
Aus
Aus
Aus
Ein
Ein
Aus
Aus
Aus
Aus
Ein
Anmerkung: Bei der Bestellung Ihres Reglers wurde eine Eingangsart angegeben. Der Regler ist ab
Werk auf diese Eingangsart eingestellt und kalibriert. Wenn Sie die Eingangsart von Thermoelement
auf Widerstandsfühler wechseln (oder umgekehrt), müssen Sie den Regler neu kalibrieren, außer
wenn Sie die Option “Alle Kalibrieren” bestellt hatten. (Informationen zur Kalibrierung entnehmen Sie
bitte Seite 52.) Wenn Sie anstelle eines Temperatureingangs einen linearen Eingang wählen, MÜSSEN
Sie den Regler neu kalibrieren und die Jumpereinstellungen ändern wie in der Tabelle oben gezeigt.
28
Eingangs-Menü
Temperatur-Eingangsarten
+ _INP
( bIas
Anzeige
Parameter
bIAS
Offset
Auswahl
-100 bis 100
SP.LL
Untere Sollwertgrenze
1 bis Sensor-Endwert
SP.HL
Obere Sollwertgrenze
Sensor-Endwert
I.FIL
Filter
0,1 bis 10,0 Sekunden
Lineare Eingänge
Anzeige
Parameter
Auswahl
bIAS
Offset
-100 bis 100
SCL.L
Unterer Eingangsgrenzwert -1999 bis 9999
SCL.H
Oberer Eingangsgrenzwert
-1999 bis 9999
SP.LL
Untere Sollwertgrenze
Sensor-Endwert
SP.HL
Obere Sollwertgrenze
Sensor-Endwert
I.FIL
Filter
0,1 bis 10,0 Sekunden
29
Anzeigen-Menü
+ dSPL
( dec.p
Anzeige
Parameter
Auswahl
dEC.P
Dezimalpunkt-Position
0-3 für lineare Eingänge
0-1 für Temperatureingänge
d.FIL
Filter
0,1 bis 10,0 Sekunden
Unit
Einheiten*
bLAn
Dunkelschaltung
___F Fahrenheit
___C Celsius
_CAY Kelvin
Anmerkung: Diese Auswahl erscheint nicht für lineare Eingänge.
30
_0FF 0-9999 Sekunden
Ausgangs-Menü
+ Outp
( OI.ty
Als erster Parameter im Ausgangs-Menü muss die Ausgangsart eingestellt werden. Für die Ausgangsart gibt es drei
Einstellmöglichkeiten: PID, Ein/Aus und Alarm sowie Off für
einen abgeschalteten Ausgang. (Wenn Sie nicht sicher sind,
welche Ausgangsart sich am besten für Ihre Applikation
eignet, lesen Sie bitte im Glossar die Beschreibung der
Ausgangsarten nach.) Die übrigen Parameter des
Ausgangsmenüs ändern sich abhängig davon, welche
Ausgangsart gewählt wurde. Auch die Parameter des
Regelungsmenüs ändern sich je nach Ausgangsart. Wenn der
Regler mit zwei Ausgängen ausgestattet ist, können Sie für
diese unterschiedliche Ausgangsarten einstellen. Nach
Auswahl der Ausgangsart lesen Sie bitte die entsprechenden
Abschnitte zu den weiteren Parametern des Ausgangs-Menüs
nach. Zur Vereinfachung wird in den folgenden Abschnitten
davon ausgegangen, dass beide Ausgänge auf die gleiche
Ausgangsart eingestellt sind. Wenn Sie verschiedene
Ausgangsarten eingestellt haben, lesen Sie bitte beide
entsprechenden Abschnitte.
Ausgangsart
Anzeige Parameter
Auswahl
OI.tY Ausgangsart _Pid
Alarm 1
on.oF
Anzeige Parameter
Auswahl
O2.tY Ausgangsart _Pid
Alarm 2
on.oF
_OFF
_OFF
_ALr
_ALr
31
Ausgangs-Menü
PID-Ausgangsart
OI.Ac Ausgang 1 Wirkung
( OI.Ac
* __rE
__rE (Umgekehrte Wirkung)
_dir (Direkte Wirkung)
OI.cY Ausgang 1 Zykluszeit*
0,2; 1 bis 120 Sekunden
OI.LL Ausgang 1 Unterer Grenzwert
1-100%
OI.HL Ausgang 1 Oberer Grenzwert
1-100%
02.Ac Ausgang 2 Wirkung
__rE (Umgekehrte Wirkung)
_dir (Direkte Wirkung)
02.cY Ausgang 2 Zykluszeit*
0,2; 1 bis 120 Sekunden
02.LL Ausgang 2 Unterer Grenzwert
1-100%
02.HL Ausgang 2 Oberer Grenzwert
1-100%
* Empfohlene Einstellungen für die Zykluszeit
Ausgangsart
R (Relais, 5 A/3 A)
DC (Logik, 20 V DC)
F (4-20 mA)
FH (4-20 mA)
T (Halbleiterrelais)
32
Empfohlene Einstellung (Sekunden)
15 bis 120
0,2
MUSS auf 0,2 eingestellt werden
MUSS auf 0,2 eingestellt werden
1 bis 120
Regelungs-Menü
+ CtrL
( _PbI
Eine Einstellung der
Vorhaltezeit oder der
Nachstellzeit auf _0
schaltet das D- bzw. IVerhalten der PIDRegelung ab.
PID-Ausgangsart
Wie das Ausgangs-Menü sind auch die Parameter des
Regelungs-Menüs von der gewählten Ausgangsart abhängig.
Anmerkung: Diese Parameter werden automatisch durch die
Selbstoptimierung eingestellt. Die Einstellung dieser
Regelparameter sollte nur geändert werden, wenn der Prozess
eine manuelle Einstellung erforderlich macht.
Anzeige
_Pb1
Parameter
Proportionalbereich 1
Auswahl
1 bis Sensor-Endwert
_Pb2
Proportionalbereich 2
1 bis Sensor-Endwert
_dEr
Vorhaltezeit (D-Anteil)
0 bis 2400 Sekunden
OFFS
Manuelles Integral
OFF für Aus, -100% bis 100%
Anmerkung: Die Nachstellzeit (I-Anteil) kann nur eingestellt werden, wenn
das manuelle Integral auf OFF gesetzt ist.
_Int
Nachstellzeit (I-Anteil)
0 bis 9600 Sekunden
Wenn beide Ausgänge auf
direkte Wirkung oder
umkehrte Wirkung
eingestellt wurden, wird
nur eine Einstellung für
den Proportionalbereich
angezeigt.
33
Ausgangs-Menü
Ein/Aus-Ausgangsart
( 01.Ac
* __rE
Anzeige
Parameter
Auswahl
01.Ac
Ausgang 1 Wirkung
__rE (Umgekehrte Wirkung)
_dir (Direkte Wirkung)
02.Ac
Ausgang 2 Wirkung
__rE (Umgekehrte Wirkung)
_dir (Direkte Wirkung)
Regelungs-Menü
+ CtrL
( _db.1
34
Ein/Aus-Ausgangsart
Wenn beide Ausgänge im Ausgangsart-Menü auf _OFF
gestellt, also abgeschaltet sind, arbeitet der Regler als
Anzeiger ohne Regelfunktionen. Die Regelausgänge werden
abgeschaltet, und es werden keine Betriebsarten angezeigt.
Anzeige
Parameter
Auswahl
_db.1
Totbereich 1
Negativer Sensor-Endwert bis
positiver Sensor-Endwert
HYS.1
Hysterese Ausgang 1
1 bis Sensor-Endwert
_db.2
Totbereich 2
Negativer Endwert des Sensors
bis positiver Endwert des Sensors
HYS.2
Hysterese Ausgang 2
1 bis Sensor-Endwert
Hinweise
zu Alarmen
Der CN8200 verfügt über vier Alarmarten: Prozess,
Abweichung, innerhalb und außerhalb des Abweichungsbereichs. Alle Alarme können so konfiguriert werden, dass sie
beim Hochfahren für eine konfigurierbare Zeitspanne
unterdrückt werden.
Außer bei einem
Prozessalarm werden die
Alarmsollwerte dem
Sollwert nachgeführt.
Prozessalarm:
Abweichungs-:
alarm
Alarm innerhalb
Bereich:
Wenn ein Alarm mit
Haltefunktion ausgelöst
wurde und die
Alarmbedingung
verloschen ist, muss die
Taste Mode/Enter [
betätigt werden, um den
Alarm zu quittieren.
Alarm außerhalb
Bereich:
Wird bei einem vorgegebenen Wert ausgelöst,
unabhängig vom Sollwert. Ein “Hoch”Prozessalarm wird beim Alarmsollwert und darüber
ausgelöst. Ein “Tief”-Prozessalarm wird beim
Alarmsollwert und darunter ausgelöst.
Wird bei einer vorgegebenen Abweichung
vom Sollwert ausgelöst. Ein “Hoch-” oder “Tief”Abweichungsalarm wird über bzw. unter dem
Sollwert ausgelöst, wenn der vorgegebene Wert für
die Abweichung überschritten wird.
Wird ausgelöst, wenn sich der Istwert
innerhalb einer vorgegebenen Abweichung vom
Sollwert befindet.
Wird ausgelöst, wenn sich der Istwert
außerhalb einer vorgegebenen Abweichung vom
Sollwert befindet.
Alarme mit Haltefunktion
Die Alarmfunktionen des CN8200 können mit einer
Haltefunktion konfiguriert werden, indem als Arbeitsweise des
Alarms die Einstellung _LAt gewählt wird.
35
Ausgangs-Menü
Alarm-Ausgangsart
( 01.AA
* _OFF
Anzeige Parameter Alarm 1
O1.AA Alarmarbeitsweise
01.AO Alarmart
Anmerkung: Das
Regelungs-Menü kann
nicht auf Ausgänge
angewendet werden, die
einem Alarm zugeordnet
sind. Daher wird das
Regelungs-Menü in
diesem Fall nicht
angezeigt.
01.dL Alarmverzögerung
01.IH Alarmunterdrückung
beim Hochfahren
01.SP Alarmsollwert
Anzeige Parameter Alarm 2
02.AA Alarmarbeitsweise
02.AO Alarmart
02.dL Alarmverzögerung
02.IH Alarmunterdrückung
beim Hochfahren
02.SP Alarmsollwert
36
Auswahl
_OFF (Aus)
_LAt (Haltefunktion)
_nor (Normal)
Pro.L (Prozess-Tiefalarm)
Pro.H (Prozess-Hochalarm)
_in.b (Innerhalb Bereich)
nor.b (Außerhalb Bereich)
_dE.L (Abweichungs-Tiefalarm)
_dE.H (Abweichungs-Hochalarm)
0 bis 9999 Sekunden
0 bis 9999 Sekunden
Sensor-Endwert
Auswahl
_OFF (Aus)
_LAt (Haltefunktion)
_nor (Normal)
Pro.L (Prozess-Tiefalarm)
Pro.H (Prozess-Hochalarm)
_in.b (Innerhalb Bereich)
nor.b (Außerhalb Bereich)
_dE.L (Abweichungs-Tiefalarm)
_dE.H (Abweichungs-Hochalarm)
0 bis 9999 Sekunden
0 bis 9999 Sekunden
Sensor-Endwert
Dämpfungs-Menü
der Selbstoptimierung
+ tunE
( dPn9
Anzeige
Parameter
Auswahl
dPn9
Dämpfung
__Lo Niedrig
__nL Normal
__Hi Hoch
Anmerkung: Der Dämpfungsparameter legt fest, wie
aggressiv der Regler die Selbstoptimierung
ausführt. Die Einstellung “Normal” bildet einen
Kompromiss zwischen schneller Erholung und
Überschwingen. Die Einstellung “Low” führt zu
einer schnellen Erholung, möglicherweise auch zum
Überschwingen. Die Einstellung “High” schließlich
führt zu einer langsameren Erholung, jedoch nur
minimalem oder keinem Überschwingen.
37
Rampen/Profil-Menü
+ _r-5
( r.OPt
* S.SP.r
( S.S.r.t
38
Dauer der Anfahrrampe (nur ein Sollwert)
In dieser Einstellung führt der Regler den Prozess innerhalb
der angegebenen Zeit vom aktuellen Istwert auf den Sollwert.
Diese Rampe wird beim Anfahren ausgeführt, wenn sie aus
dem Rampen-/Haltefunktions-Menü angewählt wird. Der
Sollwert muss mindestens ±0,2% des Sensorendwerts vom
Istwert entfernt sein, damit die Rampenfunktion ausgeführt
werden kann.
Profilfunktion (Profil mit mehreren Sollwerten)
In dieser Einstellung kann ein Profil eingerichtet werden.
(Dabei werden alle Profilvariablen der Rampen-/Haltefunktion
angezeigt). Profile können bei Bedarf über die Tastatur im
Betriebarten-Menü gestartet, angehalten und beendet werden.
Nach einem Ausfall der Spannungsversorgung kann das Profil
automatisch wieder aufgenommen werden. Weiterhin ist eine
Steuerung über die Kontakteingangs-Option möglich (nur
Start und bei angehaltenen/fortgesetzten Profilen).
Toleranzbereich
Dieser Wert gibt die maximale Temperaturabweichung vom
Sollwert an, innerhalb der der Segmenttimer weiter läuft.
Außerhalb dieses Bereiches wird der Timer angehalten, bis der
Prozess wieder in diesen zurückkehrt, anschließend wird der
Timer fortgeführt. Wenn diese Funktion nicht benötigt wird,
sollte sie mit der Einstellung _OFF abgeschaltet werden.
Status bei Profilende
Dieser Parameter legt fest, wie sich die Regelung nach
Abschluss des Profils verhält. In der Einstellung LASt wird
der Sollwert des letzten Profilsegments beibehalten. dEFt ist
der Sollwert, der vor dem Profilstart aktiv war.
Rampen/Profil-Menü
+ _r-S
( r.OPt
) _8.r.5
( HLd.b
Wenn bei der Ausführung
einer Rampenfunktion ein
Fehler auftritt, wechselt die
Anzeige in der oberen Zeile
für drei Sekunden zwischen
_r-S und einer Fehlernummer, anschließend wird
die Rampenfunktion
beendet. Mögliche
Fehlerkodes sind:
02 = Profil leer (d. h. alle
Rampenzeiten auf Null
gesetzt)
05 = Zu geringer Abstand
von Sollwert und Istwert
Anzahl Wiederholungen
Legt fest, wie oft das Profil nach dem ersten Durchlauf
wiederholt werden soll, bevor das Programm beendet wird.
Wiederaufnahme nach Spannungsausfall
Dieser Parameter legt fest, ob das Profil nach einem Ausfall
der Spannungsversorgung wieder fortgesetzt werden soll
(ON). Das Profil wird dann mit dem Beginn des letzten aktiven
Segments fortgesetzt.
Profilereignisse (1-8) (Wenn Alarme als Ereignis für die
Rampen-/Haltefunktion konfiguriert wurden.)
Rampen-/Haltesegment-Ereignisse werden am Beginn des
entsprechenden Segments ausgelöst. Alle Ereignisse werden
nach Abschluß oder Abbruch des Profils zurückgesetzt.
Anzeige
Parameter
Auswahl
r.OPt
Profil-Option
S.SP.r Anfahrrampe
_8.r.S Profil
_dIS Abgeschaltet
S.S.r.t Anfahrrampen-Dauer*
1-9999 Minuten
Anmerkung: Nur für Anfahrrampen verfügbar.
HLd.b Toleranzbereich
Aus-100
tEr.S
Status bei Profilende
LASt Letzter Sollwert
dEFt Ursprünglicher Sollwert
StbY Standby-Betrieb
39
Rampen/Profil-Menü
Anmerkung:
Die folgenden sieben Parameter sind nur für Profile verfügbar,
Damit Rampen- oder
Halteereignisse verwendet
werden können, muss der
Alarm 1 oder Alarm 2 im
Alarmmenü als
Ereignisalarm
konfiguriert werden
Eunt .
40
Anzeige
Parameter
Auswahl
rcY.n
Anzahl Wiederholungen
(Profilwiederholungen)
0-99, cont (Endlos)
PF.rE
Wiederaufnahme
nach Spannungsausfall
_OFF Aus
__on Ein
_rt_
Rampendauer 1-8
0-9999 Minuten
_rE_
Rampen-Ereignis 1-8
A1.on
A1.oF
A2.on
A2.oF
_dIS
_SL_
Haltesegmente 1-8
Anzeigeneinheiten,
Sicherheitsstellung
_St_
Haltedauer 1-8
0-9999 Minuten
_SE_
Halte-Ereignis 1-8
A1.on
A1.oF
A2.on
A2.oF
_dIS
Alarm 1 Ein
Alarm 1 Aus
Alarm 2 Ein
Alarm 2 Aus
Abgeschaltet
Alarm 1 Ein
Alarm 1 Aus
Alarm 2 Ein
Alarm 2 Aus
Abgeschaltet
Supervisor-Menü
+ SUPr
( F.S.01
Der Regler nimmt die
Sicherheitsstellung nur
ein, wenn ein Problem im
Bereich des
Eingangssignals erkannt
wird. Bei internen
Störungen wie zum
Beispiel EEPROMProblemen ist nicht
sichergestellt, dass der
Regler die
Sicherheitsstellung
herbeiführen kann.
Anzeige
Parameter
Auswahl
F.S.01
Ausgang 1
Sicherheitsstellung
0 bis 100% des Ausgangs
F.S.02
Ausgang 2
Sicherheitsstellung
0 bis 100% des Ausgangs
L.br.t
Intervall für Messkreisüberwachungs-Alarm
Aus, 4-9600 Sekunden
HI.rd
Maximaler Wert
—
LO.rd
Minimaler Wert
—
Ld.dP
Parameter
Grundeinstellung Laden
_YES
__no
Wählen Sie “Yes” um die Grundeinstellung zu laden. Dabei werden alle
Parameter aller Menüs auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.
Die obere
Ausgangsbegrenzung wird
in der Sicherheitsstellung
ignoriert.
41
KalibrierungsMenü
+ _CAL
( CALo
CALo Wechselt entsprechend der Temperatur, die an den Eingang
angelegt werden muss, um den unteren Kalibrierungswert zu
kalibrieren.
Die Kalibrierung des unteren Kalibrierungswertes wird durch
Betätigung der Taste Vergrößern ausgelöst.
CAHi Wechselt entsprechend der Temperatur, die an den Eingang
angelegt werden muss, um den oberen Kalibrierungswert zu
kalibrieren.
Die Kalibrierung des oberen Kalibrierungswertes wird durch
Betätigung der Taste Vergrößern ausgelöst.
Options-Menü
Anzeige Parameter
+ OPtn
( CArd
)
*
42
Auswahl
CArd Installierte Optionskarte nonE Keine
SErL Serielle Kommunikation
SC.dI Serielle Kommunikation
und Kontakteingang
_rAS Externe analoge
Sollwertvorgabe
A.Out Hilfsausgang
_ALr Alarm
dI.AL Kontakteingang und
Alarme
Selbstoptimierung
Heiz- oder Kühlbetrieb
Damit der Regler die
Selbstoptimierung korrekt
ausführen kann, muss der
Sollwert mindestens 1%
der Messbereichsspanne
vom Istwert entfernt sein.
Vergewissern Sie sich, dass
die Sollwert-Zielzeit auf
OFF gesetzt ist.
Die Genauigkeit der
Optimierung nimmt zu, je
weiter Sollwert und
Istwert auseinander
liegen.
Die Selbstoptimierung
sollte nur vorgenommen
werden, wenn sich das
System im Gleichgewicht
befindet (keine restliche
latente Energie).
Um die Selbstoptimierung zu aktivieren, führen Sie
folgende Schritte aus:
1) Konfigurieren Sie den Regler wie in den ersten drei Schritten
unter “Ablauf bei der ersten Einstellung” auf Seite 24 beschrieben.
Stellen Sie die Dämpfung ein. (S. Seite 37.)
2) Wenn sich der Regler noch nicht im Standby-Betrieb befindet,
stellen Sie ihn auf Standby: Halten Sie die Taste Mode/Enter [
für drei Sekunden gedrückt. Die aktuelle Betriebsart wird
angezeigt. Wählen Sie die Standby-Betriebsart mit den Tasten
Vergrößern \ und verkleinern ]. Betätigen Sie die Taste Mode
erneut. In der oberen Zeile wird nun abwechselnd StbY und der
Istwert angezeigt. Damit sind alle Ausgänge deaktiviert.
3) Wenn noch kein Sollwert eingestellt wurde, stellen Sie den
Sollwert mit den Tasten Vergrößern und Verkleinern ein.
4) Warten Sie ab, bis sich der Prozess stabilisiert hat, bevor Sie
fortfahren, z.B. bei einem Heizen/Kühlen-Prozess, bis sich der
Prozess wieder auf die Umgebungstemperatur eingestellt hat.
5) Starten Sie die Selbstoptimierung. Halten Sie die Taste
Mode/Enter für drei Sekunden gedrückt und betätigen Sie die
Tasten Vergrößern oder Verkleinern, bis die Meldung Atun
erscheint. Betätigen Sie die Taste Mode/Enter erneut. Die Anzeige
wechselt zwischen tunE und dem Istwert, während der Regler
die optimalen Einstellungen für PID-Parametereinstellungen für
den Prozess ermittelt. Sollte beim Neustart ein zu starkes
Überschwingen auftreten, fahren Sie den Prozess herunter und
vergrößern Sie die Dämpfungseinstellung. Sollte das
Ansprechverhalten zu langsam sein, fahren Sie den Prozess
herunter und verkleinern Sie die Dämpfungseinstellung.
43
Selbstoptimierung
Heiz- oder Kühlbetrieb
Wenn bei der Selbstoptimierung ein Fehler auftritt,
wechselt die Anzeige in der oberen Zeile für drei Sekunden
zwischen tunE und einer Fehlernummer, anschließend wird
die Optimierung abgebrochen. Danach wechselt der Regler
automatisch zum Standby-Betrieb. Mögliche Fehlerkodes sind:
02 = Keine PID-Regelung konfiguriert
03 = Ausgang 2 Wirkung falsch eingestellt
05 = Zu geringer Abstand von Sollwert und Istwert
08 = Selbstoptimierung führt zu ungültigen Werten
09 = Timeout
Selbstoptimierungs-Ablauf
Anmerkung: Denken Sie daran, dass der Sollwert mindestens 1% der
Spanne über dem vorherigen Sollwert liegen muss und dass der
Istwert stabil sein muss, bevor Sie die Selbstoptimierung aufrufen.
Aktuelle
Betriebsart
StandbyBetrieb
(
*
(
Für 3
Sekunden
halten
Drücken
Einmal
drücken
StandbyBetrieb
44
StbY
Selbstoptimierung
tunE
blinkt
(
*
(
Für 3
Sekunden
halten
Drücken bis
Einmal
drücken
Atun
erscheint
blinkt
Selbstoptimierung
läuft
Manuelle
Einstellung
Manuelle Einstellung (Zeigler-Nichols-Methode)
Während auch einige
weitere Prozesse als
Heizen-/Kühlen-Prozesse
gut auf die
Selbstoptimierung
ansprechen, kann es für
andere als
TemperaturregelApplikationen erforderlich
sein, den Regler manuell
einzustellen.
Diese Einstellmethode eignet sich für Prozesse, in denen keine
Temperaturen geregelt werden oder in denen der Unterschied
zwischen Umgebungstemperatur und Betriebstemperatur nur
gering ist. Um mit dieser Methode optimale Ergebnisse zu
erzielen, sollte der Verlauf mit einem Schreiber aufgezeichnet
werden.
1) Schalten Sie bei Temperaturregel-Prozessen alle Kühlvorrichtungen ab.
2) Wenn der Regler abgeschaltet ist und die Tasten nicht gesperrt
sind: Schalten Sie die Spannungsversorgung ein und stellen Sie
den Regler sofort auf Standby. Drücken Sie hierzu die Taste
Mode/ Enter [ für drei Sekunden, betätigen Sie die Taste
Vergrößern \ bis StbY angezeigt wird und drücken Sie
Mode/Enter [ erneut.
3) Bei einem Ausgang mit direkter Wirkung muss dieser
abgeschaltet werden, bevor Sie fortfahren: 02tY = _OFF.
4) Kontrollieren Sie im Regelungs-Menü, dass Vorhaltezeit _dEr,
Offset OFFS und the Nachstellzeit _Int auf Null gesetzt sind
und dass der Proportionalbereich _Pb1 oder _Pb2 auf den
maximalen Wert eingestellt ist.
5) Stellen Sie den gewünschten Sollwert mit den Tasten
Vergrößern/Verkleinern ein.
6) Betätigen Sie die Taste Mode/Enter [ für drei Sekunden, die
Taste Vergrößern \ zweimal und die Taste Mode/Enter erneut,
um zur normalen Betriebsanzeige _nor zurückzukehren.
45
Manuelle
Einstellung
7) Beobachten Sie den Schreiber und verkleinern Sie die Einstellung
für den Proportionalbereich, bis ein kleines, bleibendes
Schwingen eintritt. Messen Sie die Schwingungsdauer (“T” in der
folgenden Abbildung).
T
8) Teilen Sie die Schwingungsdauer (T) durch acht. Das Ergebnis ist
die Vorhaltezeit _dEr in Sekunden. Multiplizieren Sie diesen
Wert mit vier. Dies ist die Nachstellzeit _Int in Sekunden.
9) Multiplizieren Sie die in Schritt 7 gemessene Bandbreite mit 1,66
und stellen Sie den Proportionalbereich auf diesen Wert ein.
46
Fehlerkodes
Wenn ein Fehler mit den
beschriebenen
Maßnahmen nicht
behoben werden kann,
wenden Sie sich bitte an
Omega.
Anzeige
Problem
Abhilfe
Err.H
Messkreis offen
Sensoranschluss,
Verdrahtung
und Eingang prüfen.
Err.L
Sensor verpolt
Einstellung des Sensortyps
im Eingangsmenü und
Sensorpolarität prüfen.
LPbr
Messkreisüberwachungs
-Alarm
Problem korrigieren und
Regler zurücksetzen.
0100
0101
0202
Regler
0303
3865
Prüfsummenfehler
RAM-Fehler
Grundeinstellung geladen
Beliebige Taste drücken,
um einen Software-Reset
auszuführen und den
EEPROM-Schreibfehler
Wiederaufnahme nach
Spannungsausfall
abgeschaltet
neu zu initialisieren.
Keine Wiederaufnahme
möglich.
__36
und
andere
2-stellige
Kodes
Unerwarteter oder
ungültiger Interrupt
Reset ausführen.
47
Technische
Daten
Betriebsgrenzwerte
Umgebungstemperatur
Relative Feuchte
Spannungsversorgung
Leistungsaufnahme
0°C bis 60°C
90%, nicht-kondensierend
100 bis 250 V
50/60 Hz (einphasig)
100 bis 250 V DC
24 V AC/DC
Unter 6 VA
Leistungskenndaten
Genauigkeit
Sollwertauflösung
Wiederholbarkeit
Temperaturstabilität
Thermoelement-Vergleichsstellenkompensation
Störunterdrückung
Messrate
±0,20% des Endwerts
(±0,10% typisch), ±1 Digit
1 Stelle/ 0,1 Stelle
±1 Stelle
5 µV /°C (maximal)
0,05°C /°C Umgebungstemperatur
>100 dB Gleichtakt, >70 dB Gegentakt
10 Hz (100 ms)
Regelung
Sollwertbegrenzung
Alarme
Proportionalbereich
48
Automatische Einstellung auf
Messbereich des gewählten Eingangs
Einstellbar als Hoch- oder Tiefalarm;
als Absolut-, Abweichungs- oder
Abweichungsbereichs-Alarm
1 bis Sensor-Endwert
Technische Daten
Nachstellzeit (I-Anteil)
Vorhaltezeit (D-Anteil)
Zykluszeit
Hysterese der Regelung
Selbstoptimierung
Handbetrieb
0 bis 9600 Sekunden
0 bis 2400 Sekunden
200 ms; 1 bis 120 Sekunden
1 bis Sensor-Endwert
Über die Tastatur anwählbar
Über die Tastatur anwählbar
Mechanische Kenndaten
Anzeige
Anzeigenbereich
Tafelausschnitt
Tiefe hinter der Schalttafel
Frontseitige Schutzart
Betriebstemperatur
Feuchte
Parameter-Sicherung
Elektrische Anschlüsse
Kontakte
Zweizeilige, 4-stellige LED Anzeige
mit 9,2 mm Ziffernhöhe
Istwert: Orange
Sollwert/Menü: Grün
-1999 bis 9999
45 mm x 45 mm
100 mm
IP65 (NEMA 4X)
0 bis 60° C
90% r. F. max.,
nicht-kondensierend
Interner, nicht-flüchtiger Speicher
Eingangs- und Ausgangssignale
über abnehmbaren Klemmenblock
Für Kabelschuhe Eingangsarten
49
Technische Daten
Eingangsarten
Thermoelemente
Widerstandsfühler
Lineare Bereiche
Typen B, C, E, J, K, N, NIC, NNM, R, S, T und
Platinel II; Maximaler Leitungswiderstand
100 Ohm, um die spezifierte Genauigkeit zu
erhalten.
Pt100 nach IEC751
mit 2- oder 3-Drahtanschluss,
100 Ohm bei 0° C
1000 Ohm möglich
0-50 mV/10-50 mV, 0-5 V/1-5 V
0-20 mA/4-20 mA, 0-100 mV und 0-10 V
Ausgangsoptionen
R
DC
T
F
FH
50
Relais mit einer Schaltleistung von 5 A (120/240 V AC)
zum Schalten ohmscher Lasten. Wenn Ihr Regler mit
einem “R” Ausgang ausgestattet ist, bestellen Sie bitte die
Option CNQUENCHARC. Zur Ansteuerung von Lasten wie
Relais oder Magnetventilen sollte die Ausgangsart “T”
verwendet werden.
20 V DC Logikausgang für Halbleiterrelais
Halbleiterrelais mit einer Schaltleistung von 1 A bei
120/240 V AC, Nulldurchgangs-geschaltet und durch
Optokoppler vom Steuersignal getrennt. Zur direkten
Ansteuerung von Lasten bis maximal 1 A geeignet. Zum
Schalten größerer Lasten ist ein externes Relais
erforderlich.
4-20 mA, volles Ausgangssignal an Lasten mit einem
Bürdewiderstand von maximal 500 Ohm.
4-20 mA mit höherem Bürdewiderstand
(maximal 1000 Ohm).
CN8200
Bestellkodes
Bestellnummer
Beschreibung
CN8201
1/16 DIN, ein Regelausgang
CN8202
1/16 DIN, zwei Regelausgänge
Bestellkodes für die Ausgangsart
1. Ausgang 2. Ausgang
Relais
-R1
-R2
DC Logikausgang
-DC1
-DC2
1A Halbleiterrelais
-T1
-T2
4-20 mA (500 ohm max.)
-F1
-F2
4-20 mA (1000 ohm max.)
-FH1
-FH2
Optionale Spannungsversorgung
24 V AC/V DC
-LV
Weitere Optionen (nicht nachrüstbar)
Beschreibung
Bestellkode
Ein Alarmausgang, Relais
-AL1
Zwei Alarmausgänge, Halbleiterrelais, AC
-AL2
RS-232 Schnittstelle
-C2
RS-485 Schnittstelle
-C4
Schreiberausgang, PV oder SV, 4...20 mA
-PVSV1
Schreiberausgang, PV oder SV, 0...5 V DC
-PVSV2
Anwahl eines 2. Sollwerts über Schließer
und 1 Alarmausgang
-RSP1
Analoge Sollwertvorgabe, 0 bis 5 V DC
-RSP2
Analoge Sollwertvorgabe, 1 bis 5 V DC
-RSP3
Analoge Sollwertvorgabe, 0 bis 20 mA
-RSP4
Analoge Sollwertvorgabe, 4 bis 20 mA
-RSP5
Analoge Sollwertvorgabe, 0 bis 20 mA
-RSP6
Analoge Sollwertvorgabe, 4 bis 20 mA
-RSP7
Transmitterspeisung, 15 V DC
-XP1
Transmitterspeisung, 12 V DC
-XP2
Transmitterspeisung, 10 V DC
-XP3
Transmitterspeisung, 5 V DC
-XP4
51
Neukalibrierung
Die Regler der CN8200Serie wurden im Werk
bereits kalibriert. Unter
normalen Bedienungen
sollte die
Werkskalibrierung über
die gesamte Lebensdauer
des Reglers unverändert
bleiben. Sollte dennoch
eine Neukalibrierung
erforderlich sein, lassen
Sie den Regler zuvor
15 Minuten aufwärmen
und folgen Sie den
Schritten in diesem
Abschnitt genau.
CAL
( CALo
( CAHi
52
1) Schalten Sie die Spannungsversorgung des Reglers ab
und klemmen Sie alle Ein- und Ausgänge ab. Schließen
Sie einen geeigneten Kalibrator an die Eingangsklemmen an.
2) Schalten Sie den Kalibrator ein und kontrollieren Sie,
dass der angezeigte Wert in dem für den Regler
zulässigen Bereich liegt. Schalten Sie danach die
Spannungsversorgung des Reglers ein.
3) Durchlaufen Sie das Kalibrierungs-Menü bis zum
unteren Kalibrierungspunkt.
(Die Zugangsebene muss auf “Werkseinstellung”
eingestellt sein, damit dieses Menü erscheint.)
4) Stellen Sie den Kalibrator auf den Wert ein, der am
Regler angezeigt wird. (Vgl. Tabelle für
“Kalibrierungswerte für Widerstandsfühler”.)
5) Lassen Sie den Regler für mindestens eine Minute
stabilisieren.
6) Taste Vergrößern \ drücken.
7) Wiederholen Sie die Schritte 4, 5 und 6 für den oberen
Kalibrierungspunkt.
8) Betätigen Sie die Menü-Taste für drei Sekunden, um zur
Istwert-Anzeige zurückzukehren.
Kalibrierungswerte für Widerstandsfühler
Grad Celsius
Grad Fahrenheit
Ohm
0°
32°
100
768°
1414°
366
328°
622,4°
222
Kurzübersicht
1. Rückkehr zur letzten Betriebsart
(Normal, Standby, Handbetrieb oder Selbstoptimierung):
Tätigkeit
Anzeige
^ für 3 Sek. PV + SV + Betriebsart
drücken
Aus Zugangsebenen-Menü: [ drücken PV + SV + Betriebsart
Aus dem Menüsystem:
2. Aufruf der Standby-Betriebsart
Tätigkeit
Aus dem normalen Betrieb: [ für 3 Sek.
drücken
\ drücken
[ drücken
Anzeige
CtrL
_nor Normal
CtrL
StbY Standby
StbY + PV + SV
Aus dem Handbetrieb:
[ für 3 Sek.
drücken
\ drücken
[ drücken
CtrL
_FOP Handbetrieb
StbY Standby
StbY + PV + SV
Aus dem Menüsystem:
^ für 3 Sek.
drücken
[ für 3 Sek.
drücken
\ drücken
[ drücken
CtrL
_nor Normal
CtrL
StbY Standby
StbY
StbY + PV + SV
53
Kurzübersicht
2. Aufruf der Standby-Betriebsart (Fortsetzung)
Tätigkeit
Aus Zugangsebenen-Menü: [ drücken
[ für 3 Sek.
drücken
\ drücken
[ drücken
Anzeige
PV + SV
CtrL
_nor Normal
CtrL
StbY Standby
StbY + PV + SV
3. Standby-Betriebsart verlassen
Tätigkeit
[ für 3 Sek.
drücken
\ drücken
[ drücken
Anzeige
CtrL
StbY Standby
CtrL
_nor Normal
PV + SV
4. Selbstoptimierung aufrufen
Tätigkeit
Anzeige
Standby-Betrieb
anwählen
(S. Punkt 2 oben)
[ drücken CtrL
StbY Standby
] drücken CtrL
Atun
[ drücken tunE + PV + SV
54
Kurzübersicht
5. Selbstoptimierung abbrechen
und zum normalen Betrieb zurückkehren
Tätigkeit
[ für 3 Sek.
drücken
] drücken
[ drücken
Anzeige
CtrL
Atun
CtrL
_nor Normal
PV + SV
6. Auf Handbetrieb umschalten
Tätigkeit
[ für 3 Sek.
drücken
[ drücken
Um einen neuen Ausgangswert einzustellen:
\ und ]
Ausgangswert für
Ausgang 2:
^ drücken
Anzeige
CtrL
_FOP Manuell
Pct1
+ PV +
% Ausgangswert
CtrL
+ PV +
% Ausgangswert
7. Handbetrieb verlassen
Tätigkeit
[ für 3 Sek.
drücken
\ drücken
[ drücken
Anzeige
CtrL
StbY Standby
CtrL
_nor Normal
PV + SV
55
IECAnforderungen
?
!
DER EINSATZ DIESES GERÄTES AUF EINE ANDERE ALS DIE VOM
HERSTELLER VORGESEHENE WEISE KANN DAZU FÜHREN, DASS
SCHUTZVORRICHTUNGEN DES GERÄTES UNWIRKSAM WERDEN.
Der maximale Strom ist von der Netzspannung abhängig:
230 mA bei einer 24 V AC/DC Versorgung, Sicherung: 700 mA
60 mA bei einer 85-250 V AC/DC Versorgung, Sicherung: 100 mA
Ausgangsspezifikationen
Ausgangsart
R
T
DC
Max. Strom
5A
1A
20 mA
Spannung
250 V AC/DC
250 V Spitze
5V
Leckstrom
1000 MOhm
1 mA
—
Reinigungsanweisungen
1. Unterbrechen Sie vor Beginn der Reinigung die
Spannungsversorgung zum Gerät.
2. Verwenden Sie ein Baumwolltuch und feuchten Sie dieses
leicht mit Isopropyl-Alkohol an. Verwenden Sie keine
Reinigungsmittel oder andere Lösemittel, da diese das
Gerät beschädigen können.
3. Lassen Sie das Gerät vollständig trocknen, bevor Sie die
Spannungsversorgung wieder einschalten.
56
Glossar
Alarmverzögerung - Die Verzögerung zwischen der Erkennung eines
Alarmzustandes und dem Auslösen von Alarmanzeige und -ausgabe.
Alarmunterdrückung beim Hochfahren - Verhindert, dass bei einem
Kaltstart während des Hochfahrens ein Tiefalarm ausgelöst wird.
Dunkelsteuerung - Legt die Zeit fest, für die der Sollwert angezeigt
wird. Nach dieser Zeit wird die Sollwertanzeige abgeschaltet. Bei
Betätigung einer beliebigen Taste wird der Sollwert wieder
eingeblendet.
Ein/Aus-Ausgangsart - In einer Heiz-Applikation gibt der Regler ein
Ausgangssignal von 100% aus, wenn der Istwert unter dem Sollwert
liegt. Ab dem Sollwert und darüber ist das Ausgangssignal 0%. In
einer Kühlen-Applikation (oder Zone) gibt der Regler ein Ausgangssignal von 100% aus, wenn der Istwert über dem Sollwert liegt. Ab
dem Sollwert und darunter beträgt das Ausgangssignal 0%. Es gibt
nur zwei Ausgangszustände: 100% (Ein) und 0% (Aus).
Typische Applikationen für Ein/Aus-Regelungen:
1. Wenn ein leichtes Schwingen der Temperatur
annehmbar ist.
2. Wenn ein permanentes ein- und ausschalten
mechanischer Komponenten nicht möglich ist
(Kompressoren, Gebläse, usw.)
3. Prozesse, in denen nicht genug Leistung zur
Verfügung steht.
Filter (im Anzeigen-Menü) - Ändert die Filterkonstante (nur für die
Anzeige). Sie wirkt sich nicht auf die Regelung aus. Dieser Parameter
dient hauptsächlich dazu, häufige Wechsel des angezeigten Werts zu
reduzieren, wenn Werte mit Dezimalpunkt (d. h. höherer Auflösung)
angezeigt werden.
Filter (in Eingangs-Menü) - Legt den Zeitraum fest, über den der
Mittelwert des Istwerts gebildet wird.
57
Glossar
Hysterese - Bei der On/Off-Regelung gibt die Hysterese den Bereich
an, in dem der Ausgang seinen Zustand nicht ändert. Die Hysterese
verhindert Kontaktflattern um den Sollwert herum und unterdrückt das
Schwingen des Ausgangs.
Intervall für Messkreisüberwachungs-Alarm - Das Zeitintervall, in dem
der Regler einen Messkreisüberwachungs-Alarm erkennt und die
Sicherheitsstellung auslöst.
Manuelles Integral - Verschiebt den Proportionalbereich um einen
konstanten Betrag in Prozent nach oben oder unten, so dass am
Sollwert ein größeres oder kleineres Ausgangssignal anliegt. Dieser
Parameter dient zum Ausgleich einer bleibenden Regelabweichung.
Maximaler Wert - Speichert den maximalen Istwert, der gemessen
wurde. Der Wert kann mit den Tasten Vergrößern oder Verkleinern
zurückgesetzt werden.
Messkreisüberwachungs-Alarm - Ein Zustand, bei dem sich das
Eingangssignal nicht ändert oder nicht korrekt auf Änderungen des
Ausgangssignals anspricht. Mögliche Ursachen können ein
Thermoelement- oder Eingangsproblem sowie ein Ausfall eines
Heizelementes oder anderen Stellgliedes sein.
Minimaler Wert - speichert den minimalen Istwert, der gemessen
wurde. Der Wert kann mit den Tasten Vergrößern oder Verkleinern
zurückgesetzt werden.
Nachstellzeit (I-Anteil) - Die Nachstellzeit korrigiert langsam die
Position des Proportionalbereichs (den Bereich des Ausgangssignals),
um eine bleibende Regelabweichung zu korrigieren.
Oberer Ausgangsgrenzwert % - Der größte Ausgangswert in Prozent,
den der Regelausgang annehmen kann.
Obere Sollwertgrenze - Der Bediener kann keinen größeren Sollwert
einstellen als den hier vorgegebenen.
58
Glossar
Offset - Erlaubt die Kompensation von Differenzen zwischen der
Sensortemperatur und dem zu messenden Punkt. Die Anzeige von
Istwert und Sollwert wird um den als Offset im Eingangsmenü
eingestellten Wert korrigiert angezeigt. Beispiel: Die gewünschte
Temperatur beträgt 150 Grad. Der Sensor befindet sich neben einem
Heizelement und zeigt einen um 50 Grad höheren Wert als die
tatsächliche Prozesstemperatur an. Geben Sie einen Offset von -50 ein
und stellen Sie den Sollwert auf 150 ein. Als Istwert wird nun 150
angezeigt, auch wenn der Sensor tatsächlich 200 Grad misst.
PID-Ausgangsart (Proportional - Integral - Differential) - Der Regler
variiert das Ausgangssignal innerhalb des Proportionalbereichs unter
Berücksichtigung der I- und D-Anteile. Das Ausgangssignal wird
proportional verkleinert, je näher sich der Istwert am Sollwert
befindet. Die PID-Regelung reduziert oder verhindert Überschwingen
beim Hochfahren, bietet eine vorzügliche Stabilität und eignet sich für
Prozesse, die mit einer Verzögerung ansprechen. Bei der
Selbstoptimierung werden die PID-Parameter für den gegebenen
Prozess automatisch berechnet.
Typische Applikationen für PID-Regelungen:
1. Prozesse mit einer großen thermischen Trägheit
2. Wenn Lastwechsel auftreten.
3. Wenn Überschwingen nicht toleriert werden kann.
4. Wenn eine sehr genaue Regelung erforderlich ist.
Proportionalbereich - Der (in Temperatureinheiten ausgedrückte)
Bereich, in dem der Regler das Regelausgangssignal variiert.
Sicherheitsstellung - Dies ist das Ausgangssignal, das der Regler
ausgibt, wenn ein Messkreisüberwachungs-Alarm auftritt, nachdem
das entsprechende Intervall abgelaufen ist.
59
Glossar
Thermische Trägheit - Das Produkt aus thermischem Widerstand und
thermischer Kapazität. Auch definiert als Verzögerung des
Wärmeeintrages vom geregelten Element zum Sensor, die durch die
thermische Masse des Prozessmaterials und anderer
Prozesskomponenten oder durch die Entfernung zwischen Stellglied
und Sensor entsteht.
Totbereich - Bei der Ein/Aus-Regelung ist dies der Bereich um den
Sollwert herum, innerhalb dem das Ausgangssignal nicht verändert
wird. Damit wird der Sollwert effektiv verschoben.
Unterer Ausgangsgrenzwert % - Der kleinste Ausgangswert in
Prozent, den der Regelausgang annehmen kann.
Untere Sollwertgrenze - Der Bediener kann keinen kleineren Sollwert
einstellen als den hier vorgegebenen.
Vorhaltezeit (D-Anteil) - Der D-Anteil ist für eine schnelles
Ansprechen auf Lastwechsel verantwortlich.
Zykluszeit - Bei zeitproportionalen Regelungen wird das
Ausgangssignal als Verhältnis der Einschalt- zur Ausschaltzeit des
Relais ausgegeben. Die Summe von Ein- und Ausschalt-Zeit ist die
Zykluszeit.
Beispiel: Ausgangsart =
Mechanisches Relais
Zykluszeit =
10 Sekunden
Ausgangsignal =
50%
Regelausgang =
5 Sekunden geschlossen,
5 Sekunden geöffnet
60
Kurzanleitung - CN8200 Temperaturregler
Erfahrene Anwender, die bereits mit Reglern und den PID-Ausgängen
vertraut sind, können diese Kurzanleitung benutzen, um die
Selbstoptimierung aufzurufen, nachdem der Regler korrekt installiert
und verdrahtet ist, sowie die Zugangsebene auf CnF9 eingestellt
wurde. Nach Abschluss der Konfiguration sollte der Zugriff wieder
auf das für Ihre Applikation notwendige Maß beschränkt werden.
Diese Kurzanleitung kann eine vollständige Lektüre der gesamten Anleitung nicht
ersetzen. Bitte lesen Sie unbedingt das gesamte Handbuch durch, um sich mit den
Details zur Bedienung und, noch wichtiger, mit den Sicherheitsvorkehrungen vertraut zu
machen. Wenn Sie Fragen haben oder bei der Konfiguration des Reglers auf ein
Problem stoßen, lesen Sie bitte zunächst im Handbuch nach. Sollte das Problem damit
nicht gelöst sein, wenden Sie sich bitte an Omega.
^
\
]
[
Menü
Vergrößern
Verkleinern
Mode/Enter
1. Spannungsversorgung einschalten. Nach Abschluss der Selbstdiagnose stellen Sie den Regler
auf Standby, indem Sie die Taste Mode/Enter [ für 3 Sekunden gedrückt halten und \
oder ] betätigen, bis StbY erscheint und anschließend erneut [ drücken. StbY blinkt
abwechselnd mit dem Istwert.
2. Halten Sie die Menü-Taste ^ für ca. 3 Sekunden gedrückt, bis die Anzeige _InP erscheint.
Betätigen Sie die Taste [ einmal, bis tYPE erscheint und betätigen Sie die Tasten \ und
], um die Eingangsart zu wählen.
3. Drücken Sie ^, um Out.P aufzurufen, und drücken Sie [ einmal, um O1.tY
anzuzeigen. Betätigen Sie \ und ], um _Pid auszuwählen.
4. Betätigen Sie die Taste [, bis Ausgang 1 Wirkung O1.Ac angezeigt wird. Wählen Sie die
gewünschte Ausgangswirkung mit den Tasten \ und ]. (Umgekehrte Wirkung = Heizen)
61
5. Drücken Sie [ erneut, um die Zykluszeit für Ausgang 1 01.cY aufzurufen. Wählen Sie die
Zykluszeit entsprechend dem verwendeten Ausgang. Wenn Sie unsicher sind, vergleichen Sie
die Bestellkodes auf Seite 51 dieser Anleitung mit der Bestellnummer auf dem Aufkleber des
Reglers.
Die empfohlenen Zykluszeiten sind:
Für Regelausgangs-Art –
geeignete Zykluszeiten (in Sekunden)
R
15 bis 120
F
0,2
FH
0,2
DC
0,2
T
1 bis 120
WICHTIG: WENN NUR EIN AUSGANG AUF PID EINGESTELLT IST, DEN ANDEREN AUSGANG
AUF EIN/AUS, ALARM ODER AUS EINSTELLEN.
6. Drücken Sie die Taste [, um den nächsten Ausgangsparameter aufzurufen und wählen Sie
den gewünschten Wert mit den Tasten \ und ].
7. Drücken Sie [, um eine andere Ausgangsart zu wählen, wie in den Schritten 4 bis 6
beschrieben.
8. Betätigen Sie mehrmals ^, bis tunE angezeigt wird und drücken Sie [. Achten Sie
darauf, dass die Dämpfung der Selbstoptimierung auf einen geeigneten Wert für Ihre
Applikation eingestellt ist. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte Seite 37.
9. Halten Sie ^ für 3 Sekunden gedrückt, bis in der oberen Zeile abwechselnd StbY und der
Istwert angezeigt werden.
10. Stellen Sie den gewünschten Sollwert mit den Tasten \ und ] ein.
11. Halten Sie die Taste [ für 3 Sekunden gedrückt. In der unteren Zeile wird StbY angezeigt.
Drücken Sie \ oder ], bis Atun angezeigt wird. Starten Sie die Selbstoptimierung mit
der Taste [. Im Display blinkt tunE. Nach Abschluss der Selbstoptimierung blinkt die
Anzeige nicht mehr. Der Regler kehrt zur Istwert-Anzeige zurück und nimmt die Regelung auf.
12. Wenn zu hohes Überschwingen auftritt, ändern Sie die Dämpfungseinstellung auf __Hi.
Bei zu langsamem Ansprechen ändern Sie die Dämpfungseinstellung auf __Lo.
62
GARANTIEBEDINGUNGEN
OMEGA garantiert, dass die Geräte frei von Material- und Verarbeitungsfehlern sind. Die Garantiedauer beträgt 13 Monate, gerechnet ab
dem Verkaufsdatum. Weiterhin räumt OMEGA eine zusätzliche Kulanzzeit von einem Monat ein, um Bearbeitungs- und Transportzeiten
Rechnung zu tragen und sicherzustellen, dass diese nicht zu Lasten des Anwenders gehen.
Wenn eine Fehlfunktion auftreten sollte, muss das betroffene Instrument zur Überprüfung an OMEGA eingeschickt werden. Bitte
wenden Sie sich schriftlich oder telefonisch an die Kundendienstabteilung, um eine Rückgabenummer (AR) zu erhalten. Wenn OMEGA
das Instrument bei der Überprüfung als defekt befindet, wird es kostenlos ausgetauscht oder instandgesetzt. OMEGAs Garantie erstreckt
sich nicht auf Defekte, die auf Handlungen des Käufers zurückzuführen sind. Dies umfasst, jedoch nicht ausschließlich, fehlerhafter
Umgang mit dem Instrument, falscher Anschluss an andere Geräte, Betrieb außerhalb der spezifizierten Grenzen, fehlerhafte Reparatur
oder nicht autorisierte Modifikationen. Diese Garantie ist ungültig, wenn das Instrument Anzeichen unbefugter Eingriffe zeigt oder
offensichtlich aufgrund einer der folgenden Ursachen beschädigt wurde: exzessive Korrosion, zu hoher Strom, zu starke Hitze,
Feuchtigkeit oder Vibrationen, falsche Spezifikationen, Einsatz in nicht dem Gerät entsprechenden Applikationen, zweckfremder Einsatz
oder andere Betriebsbedingungen, die außerhalb OMEGAs Einfluss liegen. Verschleißteile sind von dieser Garantie ausgenommen.
Hierzu zählen, jedoch nicht ausschließlich, Kontakte, Sicherungen oder Triacs.
OMEGA ist gerne bereit, Sie im Bezug auf Einsatz- und Verwendungs möglichkeiten unserer Produkte zu beraten.
OMEGA übernimmt jedoch keine Haftung für Fehler, Irrtümer oder Unterlassungen sowie für Schäden, die durch den Einsatz der Geräte
entsprechend der von OMEGA schriftlich oder mündlich erteilten Informationen entstehen.
OMEGA garantiert ausschließlich, dass die von OMEGA hergestellten Produkte zum Zeitpunkt des Versandes den Spezifikationen
entsprachen und frei von Verarbeitungs- und Materialfehlern sind. Jegliche weitere Garantie, ob ausdrückliche oder implizit
angenommene, einschließlich der der Handelsfähigkeit sowie der Eignung für einen bestimmten Zweck ist ausdrücklich ausgeschlossen.
Haftungsbeschränkung: Der Anspruch des Käufers ist auf den Wert des betroffenen Produkts/Teiles begrenzt. Ein darüber
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anderen Rechtsgründen hergeleitet werden. Insbesondere haftet OMEGA nicht für Folgeschäden und Folgekosten.
SONDERBEDINGUNGEN: Die von OMEGA verkauften Produkte sind weder für den Einsatz in medizintechnischen Applikationen
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2. Modell und Seriennummer des Produkts.
3. Reparaturanweisungen und/oder Fehlerbeschreibung.
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gerne die aktuellen Preise für Reparaturen mit. Bitte halten Sie die
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2. Modell und Seriennummer des Produkts.
3. Reparaturanweisungen und/oder Fehlerbeschreibung.
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V
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V
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V
U
V
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V
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V
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Tisch- und Laborgeräte
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Industrielle pH- und Leitfähigkeitsmessung
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V
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Erfassungssysteme
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Empfänger und Anzeigen
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V
U
V
U
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Eintauchelemente und Heizbänder
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Laborheizungen
UMWELTMESSTECHNIK
V
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V
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V
U
V
U
V
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Mess- und Regelinstrumentierung
Refraktometer
Pumpen und Schläuche
Testkits für Luft, Boden und Wasser
Industrielle Brauchwasser- und
Abwasserbehandlung
Instrumente für pH, Leitfähigkeit und
gelösten Sauerstoff
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