KTM 990 Supermoto T AU GB 2012 Supermoto Bike Benutzerhandbuch

KTM 990 Supermoto T AU GB 2012 Supermoto Bike Benutzerhandbuch
BEDIENUNGSANLEITUNG 2012
990 Supermoto T EU
990 Supermoto T AUS/UK
990 Supermoto T FR
Art.-Nr. 3211783de
LIEBER KTM KUNDE
1
Wir möchten Sie recht herzlich zu Ihrer Entscheidung für ein KTM Motorrad beglückwünschen. Sie sind nun Besitzer eines modernen
sportlichen Motorrades, das Ihnen bestimmt viel Freude bereiten wird, wenn Sie es entsprechend warten und pflegen.
LIEBER KTM KUNDE
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Fahren!
Bitte tragen Sie unten die Seriennummern Ihres Fahrzeuges ein.
Fahrgestellnummer/Typenschild (
Motornummer (
S. 16)
Händlerstempel
S. 17)
Schlüsselnummer (
S. 17)
Die Bedienungsanleitung entsprach zum Zeitpunkt der Drucklegung dem neuesten Stand dieser Baureihe. Kleine Abweichungen, die sich
aus der konstruktiven Weiterentwicklung ergeben, sind jedoch nie ganz auszuschließen.
Alle enthaltenen Angaben sind unverbindlich. Die KTM-Sportmotorcycle AG behält sich insbesondere das Recht vor, technische Angaben,
Preise, Farben, Formen, Materialien, Dienst- und Serviceleistungen, Konstruktionen, Ausstattungen und Ähnliches ohne vorherige Ankündigung und ohne Angabe von Gründen zu ändern bzw. ersatzlos zu streichen, sie an lokale Gegebenheiten anzupassen sowie die Fertigung
eines bestimmten Modells ohne vorherige Ankündigung einzustellen. KTM übernimmt keine Haftung für Liefermöglichkeiten, Abweichungen von Abbildungen und Beschreibungen sowie Druckfehler und Irrtümer. Die abgebildeten Modelle enthalten zum Teil Sonderausstattungen, die nicht zum serienmäßigen Lieferumfang gehören.
LIEBER KTM KUNDE
© 2011 KTM-Sportmotorcycle AG, Mattighofen Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Nachdruck, auch auszugsweise sowie Vervielfältigungen jeder Art nur mit schriftlicher Genehmigung des Urhebers.
ISO 9001(12 100 6061)
Im Sinne der internationalen Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001 wendet KTM Qualitätssicherungsprozesse an, die zu
höchstmöglicher Produktqualität führen.
Ausgestellt durch: TÜV Management Service
KTM-Sportmotorcycle AG
5230 Mattighofen, Österreich
2
INHALTSVERZEICHNIS
INHALTSVERZEICHNIS
DARSTELLUNGSMITTEL ........................................................ 7
WICHTIGE HINWEISE............................................................. 8
FAHRZEUGANSICHT ............................................................ 12
Fahrzeugansicht vorne links (Symboldarstellung) ................. 12
Fahrzeugansicht hinten rechts (Symboldarstellung).............. 14
SERIENNUMMERN .............................................................. 16
Fahrgestellnummer/Typenschild......................................... 16
Schlüsselnummer ............................................................. 17
Motornummer .................................................................. 17
Gabelartikelnummer ......................................................... 18
Federbeinartikelnummer ................................................... 18
BEDIENUNGSELEMENTE ..................................................... 19
Kupplungshebel ............................................................... 19
Handbremshebel .............................................................. 19
Gasdrehgriff ..................................................................... 20
Lichtschalter.................................................................... 20
Lichthupentaster .............................................................. 21
Blinkerschalter ................................................................. 21
Hupentaster ..................................................................... 22
Zünd-/Lenkschloss............................................................ 22
Wegfahrsperre .................................................................. 23
Not-Aus-Schalter .............................................................. 23
E-Starterknopf.................................................................. 24
Kombiinstrument.............................................................. 24
Kombiinstrument - Funktionstasten.................................... 25
Kombiinstrument - Drehzahlmesser .................................... 25
Kombiinstrument - Kontrolllampen..................................... 26
Kombiinstrument - Display ................................................ 27
Kombiinstrument - Geschwindigkeitsanzeige ....................... 28
3
Kilometer oder Meilen einstellen........................................
Kombiinstrument - Uhrzeit ................................................
Uhrzeit einstellen .............................................................
Kombiinstrument - Anzeige ODO........................................
Kombiinstrument - Anzeige TRIP 1
einstellen/zurücksetzen .....................................................
Kombiinstrument - Anzeige TRIP 2
einstellen/zurücksetzen .....................................................
Kombiinstrument - Anzeige TRIP F ....................................
Kombiinstrument - Anzeige Umgebungstemperatur..............
Temperatureinheit einstellen .............................................
Kombiinstrument - Warnung vor Straßenglätte.....................
Kombiinstrument - Temperaturanzeige der Kühlflüssigkeit ...
Warnblinkschalter/Warnblinkanlage ....................................
Steckdose für elektrisches Zubehör ....................................
Tankverschluss öffnen.......................................................
Tankverschluss schließen ..................................................
Haltegriffe .......................................................................
Gepäckträgerplatte ...........................................................
Sitzbankschloss................................................................
Bordwerkzeug ..................................................................
Helmsicherung .................................................................
Beifahrerfußrasten............................................................
Schalthebel .....................................................................
Fußbremshebel ................................................................
Seitenständer...................................................................
INBETRIEBNAHME ..............................................................
Hinweise zur ersten Inbetriebnahme...................................
Motor einfahren................................................................
28
29
29
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30
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32
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39
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41
42
42
43
INHALTSVERZEICHNIS
Fahrzeug beladen .............................................................
FAHRANLEITUNG ................................................................
Kontroll- und Pflegearbeiten vor jeder Inbetriebnahme .........
Startvorgang.....................................................................
Anfahren .........................................................................
Schalten, Fahren ..............................................................
Abbremsen ......................................................................
Anhalten, Parken..............................................................
Kraftstoff tanken ..............................................................
SERVICEPLAN .....................................................................
Serviceplan......................................................................
FAHRWERK ABSTIMMEN .....................................................
Gabel/Federbein ...............................................................
Druckstufendämpfung der Gabel einstellen .........................
Zugstufendämpfung der Gabel einstellen ............................
Federvorspannung der Gabel einstellen...............................
Druckstufendämpfung Federbein .......................................
Druckstufendämpfung Low Speed des Federbeins
einstellen.........................................................................
Druckstufendämpfung High Speed des Federbeins
einstellen.........................................................................
Zugstufendämpfung des Federbeins einstellen ....................
Federvorspannung des Federbeines einstellen .....................
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL.......................................
Motorrad mit Hebevorrichtung vorne aufheben ....................
Motorrad von Hebevorrichtung vorne nehmen ......................
Motorrad mit Hebevorrichtung hinten aufheben ...................
Motorrad von Hebevorrichtung hinten nehmen.....................
Gabelbeine entlüften ........................................................
4
44
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46
47
49
49
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54
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58
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66
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68
71
71
71
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72
73
Sitzbank abnehmen ..........................................................
Sitzbank montieren...........................................................
Helmsicherung am Fahrzeug montieren ..............................
Kraftstofftank zurücksetzen ...............................................
Kraftstofftank positionieren ...............................................
Maskenspoiler ausbauen ...................................................
Maskenspoiler einbauen....................................................
Kettenverschmutzung kontrollieren.....................................
Kette reinigen ..................................................................
Kettenspannung kontrollieren ............................................
Kettenspannung einstellen ................................................
Kette, Kettenrad, Kettenritzel und Kettenführung
kontrollieren.....................................................................
Grundstellung des Kupplungshebels einstellen ....................
Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung
kontrollieren/berichtigen....................................................
BREMSEN ...........................................................................
ABS / Anti-Blockier-System ...............................................
Grundstellung des Handbremshebels einstellen ...................
Bremsscheiben der Vorderradbremse kontrollieren ...............
Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren ....
Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse nachfüllen
...........
Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren...................
Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren ...........................
Grundstellung des Fußbremshebels einstellen .....................
Bremsscheibe der Hinterradbremse kontrollieren .................
Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren ....
Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse nachfüllen
...........
Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren...................
x
x
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89
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94
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96
96
97
99
INHALTSVERZEICHNIS
5
RÄDER, REIFEN ................................................................
Vorderrad ausbauen
...................................................
Vorderrad einbauen
....................................................
Hinterrad ausbauen
...................................................
Hinterrad einbauen
....................................................
Ruckdämpfer der Hinterradnabe kontrollieren
..............
Reifenzustand kontrollieren .............................................
Reifenluftdruck kontrollieren ...........................................
ELEKTRIK .........................................................................
Batterie ausbauen
.....................................................
Batterie einbauen
......................................................
Batterie laden
...........................................................
Hauptsicherung wechseln................................................
Sicherungen ABS wechseln .............................................
Sicherungen der einzelnen Stromverbraucher wechseln ......
Scheinwerferlampe wechseln ...........................................
Begrenzungslichtlampe wechseln .....................................
Blinkerlampe wechseln ...................................................
Bremslichtlampe wechseln ..............................................
Rücklichtlampen wechseln ..............................................
Kennzeichenbeleuchtung wechseln ..................................
Scheinwerfereinstellung kontrollieren ...............................
Scheinwerferleuchtweite einstellen...................................
Zündschlüssel aktivieren/deaktivieren ...............................
KÜHLSYSTEM ...................................................................
Kühlsystem....................................................................
Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren ...........
Kühlflüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter
kontrollieren...................................................................
x
x
x
x
x
x
x
x
101
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102
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112
112
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120
122
124
127
127
132
137
139
139
140
145
145
145
148
Kühlflüssigkeit ablassen
.............................................
Kühlsystem befüllen/entlüften
....................................
MOTOR ABSTIMMEN .........................................................
Gasbowdenzugspiel kontrollieren......................................
Gasbowdenzugspiel einstellen
.....................................
Steckerverbindung Zündkurve..........................................
Zündkurve an die Kraftstoffqualität anpassen ....................
Grundstellung des Schalthebels kontrollieren ....................
Grundstellung des Schalthebels einstellen
...................
SERVICEARBEITEN MOTOR................................................
Motorölstand kontrollieren ...............................................
Motoröl und Ölfilter wechseln, Ölsiebe reinigen
............
Motoröl ablassen, Ölfilter wechseln und Ölsiebe
reinigen
....................................................................
Motoröl einfüllen
.......................................................
Motoröl nachfüllen .........................................................
REINIGUNG, PFLEGE.........................................................
Motorrad reinigen ...........................................................
Kontroll- und Pflegearbeiten für den Winterbetrieb ............
LAGERUNG .......................................................................
Lagerung .......................................................................
Inbetriebnahme nach der Lagerung ..................................
FEHLERSUCHE..................................................................
BLINKCODE WEGFAHRSPERRE..........................................
BLINKCODE MOTORSTEUERUNG .......................................
TECHNISCHE DATEN - MOTOR ...........................................
Füllmenge - Motoröl........................................................
Füllmenge - Kühlflüssigkeit .............................................
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE MOTOR.....
x
x
x
x
x
x
x
149
151
154
154
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155
156
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157
159
159
160
160
164
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167
167
169
170
170
171
172
175
177
183
184
184
185
INHALTSVERZEICHNIS
TECHNISCHE DATEN - FAHRGESTELL ................................
Lampenbestückung ........................................................
Reifen ...........................................................................
Füllmenge - Kraftstoff .....................................................
TECHNISCHE DATEN - GABEL............................................
TECHNISCHE DATEN - FEDERBEIN ....................................
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE
FAHRGESTELL ..................................................................
BETRIEBSSTOFFE .............................................................
HILFSSTOFFE....................................................................
NORMEN...........................................................................
INDEXVERZEICHNIS ..........................................................
6
189
190
191
191
192
193
195
199
202
204
205
DARSTELLUNGSMITTEL
7
Verwendete Symbole
Nachfolgend wird die Verwendung von bestimmten Symbolen erklärt.
Kennzeichnet eine erwartete Reaktion (z. B. eines Arbeitsschrittes oder einer Funktion).
Kennzeichnet eine unerwartete Reaktion (z. B. eines Arbeitsschrittes oder einer Funktion).
Alle Arbeiten, die mit diesem Symbol gekennzeichnet sind, erfordern Fachkenntnisse und technisches Verständnis.
Lassen Sie diese Arbeiten, im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit, in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte durchführen! Dort wird Ihr Motorrad von speziell geschulten Fachkräften mit dem erforderlichen Spezialwerkzeug optimal
gewartet.
Kennzeichnet einen Seitenverweis (Mehr Informationen sind auf der angegebenen Seite nachzulesen).
Benutzte Formatierungen
Nachfolgend werden die verwendeten Schriftformatierungen erklärt.
Eigenname
Kennzeichnet einen Eigennamen.
Name®
Kennzeichnet einen geschützten Namen.
Marke™
Kennzeichnet eine Marke im Warenverkehr.
WICHTIGE HINWEISE
8
Einsatzdefinition
KTM Sportmotorräder sind so konzipiert und konstruiert, dass sie gängigen Beanspruchungen bei regulärem Straßenbetrieb standhalten,
jedoch nicht für die Benutzung auf Rennstrecken und abseits asphaltierter Straßen.
Info
Das Motorrad ist nur in der homologierten Version für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen.
Service
Voraussetzung für den fehlerfreien Betrieb und die Vermeidung von vorzeitigem Verschleiß sind die Einhaltung der in der Bedienungsanleitung genannten Service-, Pflege- und Abstimmungsarbeiten von Motor und Fahrwerk. Schlechte Fahrwerksabstimmung kann Beschädigungen und Brüche an Fahrwerkskomponenten hervorrufen.
Die Benutzung der Motorräder bei extremen Einsatzbedingungen, z. B. stark schlammige und feuchte Straßen, kann zu überdurchschnittlichem Verschleiß von Komponenten wie etwa Antriebsstrang oder Bremsen führen. Demzufolge kann ein Service bzw. der Austausch von
Verschleißteilen bereits vor Erreichen der Verschleißgrenze laut Serviceplan notwendig sein.
Beachten Sie unbedingt die vorgeschriebenen Einfahrzeiten und Serviceintervalle. Deren genaue Einhaltung trägt wesentlich zur Erhöhung
der Lebensdauer Ihres Motorrades bei.
Garantie
Die im Serviceplan vorgeschriebenen Arbeiten müssen ausschließlich in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte durchgeführt und im Serviceheft als auch im KTM dealer.net bestätigt werden, da sonst jeglicher Garantieanspruch verloren geht. Bei Schäden und Folgeschäden,
die durch Manipulationen und/oder Umbauten am Fahrzeug verursacht wurden, kann keine Garantie gewährt werden.
Betriebsmittel
Es sind die in der Bedienungsanleitung genannten Kraft- und Schmierstoffe bzw. Betriebsstoffe gemäß Spezifikation zu verwenden.
WICHTIGE HINWEISE
9
Ersatzteile, Zubehör
Verwenden Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit nur Ersatzteile und Zubehörprodukte, die von KTM freigegeben und/oder empfohlen sind und
lassen Sie diese in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte montieren. Für andere Produkte und daraus entstandene Schäden übernimmt
KTM keine Haftung.
Einige Ersatzteile und Zubehörprodukte sind bei den jeweiligen Beschreibungen in Klammern angegeben. Ihr KTM-Händler berät Sie
gerne.
Die aktuellen KTM PowerParts für Ihr Fahrzeug finden Sie auf der KTM Website.
Internationale KTM Website: http://www.ktm.com
Arbeitsregeln
Für einige Arbeiten sind Spezialwerkzeuge notwendig. Diese sind nicht Bestandteil des Fahrzeuges, können aber unter der angegebenen
Nummer in Klammern bestellt werden. Bsp.: Ventilfederheber (59029019000)
Beim Zusammenbau müssen nicht wiederverwendbare Teile (z. B. selbstsichernde Schrauben und Muttern, Dichtungen, Dichtringe, ORinge, Splinte, Sicherungsbleche) durch neue Teile ersetzt werden.
Wird bei Schraubverbindungen ein Schraubensicherungsmittel (z. B. Loctite®) verwendet, sind die spezifischen Hinweise des Herstellers zu
dessen Verwendung einzuhalten.
Teile, die nach dem Zerlegen wiederverwendet werden sollen, sind zu reinigen und auf Beschädigung bzw. Verschleiß zu kontrollieren.
Beschädigte bzw. verschlissene Teile wechseln.
Nach Abschluss der Reparatur bzw. Wartung ist die Verkehrssicherheit des Fahrzeuges sicherzustellen.
Transport
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann wegrollen bzw. umfallen.
–
Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
WICHTIGE HINWEISE
10
Hinweis
Brandgefahr Einige Fahrzeugteile werden beim Betrieb des Fahrzeuges sehr heiß.
–
Fahrzeug nicht an Stellen mit leicht brennbaren und/oder entzündlichen Materialien abstellen. Keine Gegenstände über das betriebswarme Fahrzeug legen. Fahrzeug immer erst abkühlen lassen.
–
Motor abstellen und Zündschlüssel abziehen.
–
Motorrad mit Spannbändern oder anderen geeigneten Befestigungsvorrichtungen gegen Umfallen und Wegrollen sichern.
Umwelt
Motorradfahren ist ein wunderbarer Sport und wir hoffen natürlich, dass Sie ihn in vollen Zügen genießen können. Jedoch – er birgt Potential für Probleme mit der Umwelt wie auch für Konflikte mit anderen Personen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Motorrad sorgt
aber dafür, dass diese Probleme und Konflikte nicht auftauchen müssen. Um die Zukunft des Motorradsports zu sichern, versichern Sie
sich, dass Sie das Motorrad im Rahmen der Legalität benutzen, zeigen Sie Umweltbewusstsein und respektieren Sie die Rechte anderer.
Hinweise/Warnhinweise
Beachten Sie unbedingt die angegebenen Hinweise/Warnhinweise.
Info
Am Fahrzeug sind verschiedene Hinweis-/Warnhinweisaufkleber angebracht. Entfernen Sie keine Hinweis-/Warnhinweisaufkleber.
Fehlen diese, können Sie oder andere Personen Gefahren nicht erkennen und sich deshalb verletzen.
WICHTIGE HINWEISE
11
Gefahrengrade
Gefahr
Hinweis auf eine Gefahr, die unmittelbar und mit Sicherheit zum Tod oder zu schweren bleibenden Verletzungen führt, wenn nicht
die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Warnung
Hinweis auf eine Gefahr, die wahrscheinlich zum Tod oder zu schweren Verletzungen führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Vorsicht
Hinweis auf eine Gefahr, die möglicherweise zu leichten Verletzungen führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Hinweis
Hinweis auf eine Gefahr, die zu erheblichen Maschinen- oder Materialschäden führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Warnung
Hinweis auf eine Gefahr, die zu Umweltschäden führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Bedienungsanleitung
–
Lesen Sie unbedingt diese Bedienungsanleitung genau und vollständig, bevor Sie die erste Ausfahrt unternehmen. Sie enthält viele
Informationen und Tipps, die Ihnen die Bedienung und Handhabung Ihres Motorrades erleichtern werden. Nur so erfahren Sie, wie Sie
das Motorrad am besten für sich abstimmen und wie Sie sich vor Verletzungen schützen können. Außerdem enthält diese Bedienungsanleitung wichtige Informationen über die Wartung des Motorrades.
–
Die Bedienungsanleitung ist ein wichtiger Bestandteil des Motorrades und muss beim Weiterverkauf an den neuen Eigentümer übergeben werden.
FAHRZEUGANSICHT
12
Fahrzeugansicht vorne links (Symboldarstellung)
3.1
C00131-10
FAHRZEUGANSICHT
1
Kombiinstrument (
2
Rückspiegel
3
Kupplungshebel (
4
Sitzbank
5
Haltegriffe (
6
Schauglas Motoröl
7
Schalthebel (
8
Motornummer (
9
Federbein Zugstufeneinstellung
10
Druckstufendämpfung Federbein (
13
S. 24)
S. 19)
S. 37)
S. 40)
S. 17)
S. 65)
FAHRZEUGANSICHT
14
Fahrzeugansicht hinten rechts (Symboldarstellung)
3.2
C00132-10
FAHRZEUGANSICHT
15
1
Sitzbankschloss (
S. 38)
2
Lichtschalter (
2
Lichthupentaster (
2
Blinkerschalter (
2
Hupentaster (
3
Tankverschluss
4
Not-Aus-Schalter (
4
E-Starterknopf (
5
Handbremshebel (
6
Gabel Zugstufeneinstellung und Einstellung Federvorspannung
7
Beifahrerfußrasten (
8
Federbein Einstellung Federvorspannung-Preload Adjuster
9
Fußbremshebel (
10
Fahrgestellnummer/Typenschild (
11
Gabel Druckstufeneinstellung
S. 20)
S. 21)
S. 21)
S. 22)
S. 23)
S. 24)
S. 19)
S. 39)
S. 41)
S. 16)
SERIENNUMMERN
16
Fahrgestellnummer/Typenschild
4.1
Die Fahrgestellnummer 1 ist im Rahmen hinter dem Steuerkopf rechts eingeprägt.
B00664-10
Das Typenschild 2 ist am Rahmenrohr rechts angebracht.
B00660-10
SERIENNUMMERN
17
Schlüsselnummer
4.2
Die Schlüsselnummer Code number 1 ist auf der KEYCODECARD angeführt.
Info
Sie benötigen die Schlüsselnummer zum Bestellen eines Ersatzschlüssels. Bewahren Sie die KEYCODECARD an einem sicheren Ort auf.
Mit dem orangen Programmierschlüssel aktivieren bzw. deaktivieren Sie die schwarzen Zündschlüssel. Bewahren Sie den orangen Programmierschlüssel an einem
sicheren Ort auf, er darf nur für Lern- und Programmierfunktionen verwendet werden.
700563-01
Motornummer
4.3
Die Motornummer 1 ist an der linken Motorseite unterhalb des Kettenritzels eingeprägt.
B00120-10
SERIENNUMMERN
18
Gabelartikelnummer
4.4
Die Gabelartikelnummer 1 ist auf der Innenseite der Gabelfaust eingeprägt.
B00606-10
Federbeinartikelnummer
4.5
Die Federbeinartikelnummer 1 ist am Federbeinoberteil über dem Einstellring zur Motorseite hin eingeprägt.
C00133-10
BEDIENUNGSELEMENTE
19
Kupplungshebel
5.1
Der Kupplungshebel 1 ist am Lenker links angebracht.
Die Kupplung wird hydraulisch betätigt und stellt sich automatisch nach.
B00608-10
Handbremshebel
5.2
Der Handbremshebel 1 ist am Lenker rechts angebracht.
Mit dem Handbremshebel wird die Vorderradbremse betätigt.
B00609-10
BEDIENUNGSELEMENTE
20
Gasdrehgriff
5.3
Der Gasdrehgriff 1 ist am Lenker rechts angebracht.
B00655-10
Lichtschalter
5.4
Der Lichtschalter 1 ist am Lenker links angebracht.
Mögliche Zustände
Abblendlicht ein – Lichtschalter ist nach unten geschwenkt. In dieser Stellung ist das Abblendlicht und Rücklicht eingeschaltet.
Fernlicht ein – Lichtschalter ist nach oben geschwenkt. In dieser Stellung
ist das Fernlicht und Rücklicht eingeschaltet.
B00684-10
BEDIENUNGSELEMENTE
21
Lichthupentaster
5.5
Der Lichthupentaster 1 ist am Lenker links angebracht.
Mögliche Zustände
• Lichthupentaster in der Grundstellung
• Lichthupentaster gedrückt – In dieser Stellung wird die Lichthupe (Fernlicht) betätigt.
B00685-10
Blinkerschalter
5.6
Der Blinkerschalter 1 ist am Lenker links angebracht.
Mögliche Zustände
Blinker aus
Blinker links ein – Blinkerschalter nach links gedrückt. Der Blinkerschalter
geht nach dem Betätigen in die Mittelstellung zurück.
Blinker rechts ein – Blinkerschalter nach rechts gedrückt. Der Blinkerschalter geht nach dem Betätigen in die Mittelstellung zurück.
B00656-11
Zum Ausschalten des Blinkers den Blinkerschalter zum Schaltergehäuse drücken.
BEDIENUNGSELEMENTE
22
Hupentaster
5.7
Der Hupentaster 1 ist am Lenker links angebracht.
Mögliche Zustände
• Hupentaster in der Grundstellung
• Hupentaster gedrückt – In dieser Stellung wird die Hupe betätigt.
B00656-12
Zünd-/Lenkschloss
5.8
Das Zünd-/Lenkschloss befindet sich vor der oberen Gabelbrücke.
Info
Zum Einschalten der Zündung darf nur ein schwarzer Zündschlüssel verwendet werden.
Mit dem orangen Programmierschlüssel aktivieren bzw. deaktivieren Sie die schwarzen Zündschlüssel.
Mögliche Zustände
600825-01
Zündung aus OFF – In dieser Stellung ist der Zündstromkreis unterbrochen, der laufende Motor geht aus, der stehende Motor springt nicht an.
Der Zündschlüssel kann abgezogen werden.
Zündung ein ON – In dieser Stellung ist der Zündstromkreis geschlossen,
der Motor kann gestartet werden.
Lenkung blockiert – In dieser Stellung ist der Zündstromkreis unterbrochen
und die Lenkung blockiert. Der Zündschlüssel kann abgezogen werden.
BEDIENUNGSELEMENTE
23
Wegfahrsperre
5.9
Die elektronische Wegfahrsperre sichert das Fahrzeug gegen unbefugte Benutzung.
Durch das Abziehen des Zündschlüssels wird die Wegfahrsperre automatisch aktiviert und
die Motorelektronik gesperrt.
Die rote Warnlampe blinkt nach 1 Minute im 15 Sekunden Intervall.
Die rote Warnlampe kann auch durch Blinken Fehler anzeigen.
Info
400887-01
Die Zündschlüssel sind mit elektronischen Bauteilen bestückt. Nie mehrere Zündschlüssel an einem Schlüsselbund befestigen, sie können sich gegenseitig stören,
was zu Problemen führen kann.
Ein verlorener schwarzer Zündschlüssel muss deaktiviert werden, um eine unbefugte Inbetriebnahme des Fahrzeuges zu verhindern.
Der zweite schwarze Zündschlüssel ist im Auslieferungszustand aktiviert.
Es können noch zwei weitere Ersatz-Zündschlüssel (Schlüsselnummer auf der KEYCODECARD) bei einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte bestellt werden, diese müssen aber zur
Verwendung aktiviert werden.
Not-Aus-Schalter
5.10
Der Not-Aus-Schalter 1 ist am Lenker rechts angebracht.
Mögliche Zustände
Not-Aus-Schalter ein – Diese Stellung ist für den Betrieb notwendig, der
Zündstromkreis ist geschlossen.
Not-Aus-Schalter aus – In dieser Stellung ist der Zündstromkreis unterbrochen, der laufende Motor geht aus, der Motor kann nicht gestartet werden.
B00657-10
BEDIENUNGSELEMENTE
24
E-Starterknopf
5.11
Der E-Starterknopf 1 ist am Lenker rechts angebracht.
Mögliche Zustände
• E-Starterknopf
• E-Starterknopf
in der Grundstellung
gedrückt – In dieser Stellung wird der E-Starter betätigt.
B00657-11
Kombiinstrument
5.12
Das Kombiinstrument ist vor dem Lenker angebracht.
Das Kombiinstrument ist in 4 Funktionsbereiche gegliedert.
1 Funktionstasten
2 Drehzahlmesser
3 Kontrolllampen
4 Display
400885-10
BEDIENUNGSELEMENTE
25
Kombiinstrument - Funktionstasten
5.13
Mit der MODE Taste 1 wird der Anzeigemodus gewechselt.
Mögliche Anzeigemodi sind zurückgelegte Wegstrecke (ODO), Tripmaster 1 (TRIP 1), Tripmaster 2 (TRIP 2) und Umgebungstemperatur.
Mit der SET Taste 2 wird die Funktion Tripmaster 1 (TRIP 1) und Tripmaster 2 (TRIP 2)
auf 0.0 zurückgesetzt.
Mit der Taste 3 kann das ABS abgeschaltet werden.
400886-10
Kombiinstrument - Drehzahlmesser
5.14
Der Drehzahlmesser 1 zeigt die Motordrehzahl in Umdrehungen pro Minute an.
Die rote Markierung 2 kennzeichnet den Überdrehzahlbereich des Motors.
400888-10
BEDIENUNGSELEMENTE
26
Kombiinstrument - Kontrolllampen
5.15
Die Kontrolllampen geben zusätzliche Informationen über den Betriebszustand des Motorrades.
Mögliche Zustände
Blinkerkontrolllampe blinkt grün im Blinkrhythmus – Blinker ist eingeschaltet.
Leerlaufkontrolllampe leuchtet grün – Getriebe ist in Leerlauf geschaltet.
400889-01
Fernlichtkontrolllampe leuchtet blau – Fernlicht ist eingeschaltet.
Temperaturwarnlampe leuchtet rot – Kühlflüssigkeitstemperatur hat einen
kritischen Wert erreicht.
Kraftstoffpegelwarnlampe leuchtet orange – Kraftstoffpegel hat die Reservemarke erreicht. Display wird auf Anzeige TRIP F umgeschaltet.
Öldruckwarnlampe leuchtet rot – Öldruck ist zu niedrig.
FI Warnlampe (MIL) leuchtet/blinkt orange – Die OBD (On-Board-Diagnose)
hat einen emissions- oder sicherheitskritischen Fehler erkannt.
Kontrolllampe Wegfahrsperre leuchtet/blinkt rot – Status- oder Fehlermeldung bei der Wegfahrsperre/Alarmanlage.
Batteriewarnlampe leuchtet rot – Spannung im Bordnetz zu niedrig.
ABS‑Warnlampe leuchtet/blinkt rot – Status- oder Fehlermeldung beim
ABS (Anti-Blockier-System).
BEDIENUNGSELEMENTE
27
Kombiinstrument - Display
5.16
Beim Einschalten der Zündung leuchten eine Sekunde lang alle Anzeigesegmente zum
Funktionstest auf.
400892-01
LEnGth
Nach dem Funktionstest des Displays wird eine Sekunde lang der Radumfang LEnGth eingeblendet.
Info
Die Zahl 1870 entspricht dem Umfang des 17" Vorderrades mit Serienbereifung.
Danach wechselt die Anzeige in den zuletzt gewählten Modus.
400881-01
BEDIENUNGSELEMENTE
28
Kombiinstrument - Geschwindigkeitsanzeige
5.17
Die Geschwindigkeit 1 wird in Kilometer pro Stunde km/h bzw. in Meilen pro Stunde mph
angezeigt.
400838-10
Kilometer oder Meilen einstellen
5.18
Info
Wenn man die Einheit wechselt, bleibt der Wert ODO erhalten und wird entsprechend umgerechnet.
Länderspezifische Einstellung vornehmen.
Bedingung
Das Motorrad steht.
BEDIENUNGSELEMENTE
29
–
Zündung einschalten, dazu den Zündschlüssel in die Stellung ON
–
Die MODE Taste so oft drücken, bis der Anzeigemodus ODO aktiv ist.
–
Die MODE Taste gedrückt halten bis sich der Anzeigemodus von km/h auf mph bzw. von
mph auf km/h ändert.
drehen.
400893-10
Kombiinstrument - Uhrzeit
5.19
Die Uhrzeit wird im Bereich 1 vom Display dargestellt.
Info
Die Uhrzeit muss eingestellt werden, wenn die Batterie abgeschlossen wurde bzw.
wenn die Sicherung ausgebaut war.
400893-11
Uhrzeit einstellen
5.20
Bedingung
Das Motorrad steht.
BEDIENUNGSELEMENTE
30
–
Zündung einschalten, dazu den Zündschlüssel in die Stellung ON
–
Die MODE Taste so oft drücken, bis der Anzeigemodus ODO aktiv ist.
–
Die MODE Taste und die SET Taste gleichzeitig gedrückt halten.
–
Mit der MODE Taste die Stunden einstellen.
–
Mit der SET Taste die Minuten einstellen.
–
Die MODE Taste und die SET Taste gleichzeitig gedrückt halten.
drehen.
Die Uhrzeit beginnt zu blinken.
400893-12
Die Uhrzeit ist eingestellt.
Kombiinstrument - Anzeige ODO
5.21
Im Anzeigemodus ODO wird die Summe der zurückgelegten Wegstrecke in Kilometer bzw.
Meilen angezeigt.
Info
Dieser Wert bleibt auch erhalten, wenn die Batterie abgeschlossen wird, und/oder
die Sicherung durchgeschmolzen ist.
400839-01
Kombiinstrument - Anzeige TRIP 1 einstellen/zurücksetzen
5.22
Info
Der Tageswegstreckenzähler TRIP 1 läuft immer mit und zählt bis 999.9.
Mit dem Tageswegstreckenzähler kann die Streckenlänge bei Ausfahrten oder die Distanz zwischen zwei Tankstopps gemessen werden. Wird der Wert 999.9 überschritten, beginnt der Tageswegstreckenzähler wieder mit 0.0.
BEDIENUNGSELEMENTE
31
–
Zündung einschalten, dazu den Zündschlüssel in die Stellung ON
–
Die MODE Taste so oft drücken, bis der Anzeigemodus TRIP 1 aktiv ist.
–
Die SET Taste gedrückt halten.
drehen.
Die Anzeige TRIP 1 steht auf 0.0.
400840-01
Kombiinstrument - Anzeige TRIP 2 einstellen/zurücksetzen
5.23
Info
Der Tageswegstreckenzähler TRIP 2 läuft immer mit und zählt bis 999.9.
Mit dem Tageswegstreckenzähler kann die Streckenlänge bei Ausfahrten oder die Distanz zwischen zwei Tankstopps gemessen werden. Wird der Wert 999.9 überschritten, beginnt der Tageswegstreckenzähler wieder mit 0.0.
–
Zündung einschalten, dazu den Zündschlüssel in die Stellung ON
–
Die MODE Taste so oft drücken, bis der Anzeigemodus TRIP 2 aktiv ist.
–
Die SET Taste gedrückt halten.
Die Anzeige TRIP 2 steht auf 0.0.
400841-01
drehen.
BEDIENUNGSELEMENTE
32
Kombiinstrument - Anzeige TRIP F
5.24
Wenn der Kraftstoffpegel die Reservemarke erreicht, wechselt die Anzeige automatisch
auf TRIP F und beginnt bei 0.0 zu zählen, unabhängig davon, welcher Anzeigemodus vorher aktiviert war.
Info
Parallel zur Anzeige TRIP F beginnt die Kraftstoffpegelwarnlampe zu leuchten.
400842-01
Kombiinstrument - Anzeige Umgebungstemperatur
5.25
Die Umgebungstemperatur 1 wird in °C bzw. °F angezeigt.
400893-13
BEDIENUNGSELEMENTE
33
Temperatureinheit einstellen
5.26
Bedingung
Das Motorrad steht.
–
Zündung einschalten, dazu den Zündschlüssel in die Stellung ON
–
Die MODE Taste so oft drücken, bis die Umgebungstemperatur aktiv ist.
–
Die MODE Taste gedrückt halten bis sich der Anzeigemodus von °C auf °F bzw. von °F
auf °C ändert.
drehen.
400893-14
Kombiinstrument - Warnung vor Straßenglätte
5.27
Das Erscheinen des Eissymbols signalisiert erhöhte Gefahr von Straßenglätte.
Das Eissymbol erscheint im Display, wenn die Umgebungstemperatur unter den angegebenen Wert gefallen ist.
Temperatur
3 °C
Das Eissymbol erlischt im Display, wenn die Umgebungstemperatur wieder über den
angegebenen Wert gestiegen ist.
Temperatur
400894-10
4 °C
BEDIENUNGSELEMENTE
34
Kombiinstrument - Temperaturanzeige der Kühlflüssigkeit
5.28
Die Temperaturanzeige im Display besteht aus 12 Balken. Je mehr Balken leuchten, desto
heißer ist die Kühlflüssigkeit. Beim Aufleuchten des oberen Balkens beginnen gleichzeitig
alle Balken zu blinken und die Temperaturwarnlampe beginnt zu leuchten.
Mögliche Zustände
• Motor kalt – Bis zu fünf Balken leuchten.
• Motor betriebswarm – Sechs bis elf Balken leuchten.
• Motor heiß – Alle zwölf Balken blinken.
700124-01
Warnblinkschalter/Warnblinkanlage
5.29
Der Warnblinkschalter 1 ist links neben dem Kombiinstrument angebracht.
Die Warnblinkanlage wird zum Anzeigen von Notsituationen verwendet.
Info
Die Warnblinkanlage kann bei eingeschalteter Zündung bzw. bis 30 Sekunden nach
Ausschalten der Zündung aktiviert oder deaktiviert werden.
Warnblinkanlage nur so lange als unbedingt nötig aktivieren, die Batterie wird
dadurch entladen.
B00658-10
Mögliche Zustände
Warnblinkanlage aus
Warnblinkanlage ein – Es blinken alle vier Blinker, der Warnblinkschalter
und die grüne Blinkerkontrolllampe im Kombiinstrument.
BEDIENUNGSELEMENTE
35
Steckdose für elektrisches Zubehör
5.30
Die Steckdose 1 für elektrisches Zubehör ist links neben dem Zünd-/Lenkschloss angebracht.
Sie ist ohne zusätzlichen Schalter mit der Batterie verbunden.
Steckdose für elektrisches Zubehör
Spannung
12 V
maximale
Stromaufnahme
10 A
B00614-10
Tankverschluss öffnen
5.31
Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
–
Fahrzeug nicht in der Nähe von offenen Flammen bzw. brennenden Zigaretten tanken und den Motor immer abstellen. Darauf
achten, dass kein Kraftstoff insbesondere auf heiße Teile des Fahrzeugs verschüttet wird. Verschütteten Kraftstoff sofort aufwischen.
–
Der im Kraftstofftank vorhandene Kraftstoff dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten. Angaben zum
Kraftstoff tanken beachten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
–
Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt sofort
mit Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kraftstoff
verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln. Kraftstoff ordnungsgemäß in einem
geeigneten Kanister aufbewahren und von Kindern fernhalten.
BEDIENUNGSELEMENTE
36
Warnung
Umweltgefährdung Unsachgemäßer Umgang mit Kraftstoff gefährdet die Umwelt.
–
Kraftstoff darf nicht in das Grundwasser, den Boden oder in die Kanalisation gelangen.
–
Kappe am Tankverschluss 1 hochklappen und Zündschlüssel einstecken.
Hinweis
Beschädigungsgefahr Bruch des Zündschlüssels.
–
–
Zur Entlastung des Zündschlüssels auf den Tankverschluss drücken. Beschädigte
Zündschlüssel müssen erneuert werden.
Zündschlüssel 90° gegen den Uhrzeigersinn drehen und Tankverschluss abnehmen.
Info
B00615-10
Der Tankverschluss ist mit einem Belüftungssystem ausgestattet.
Tankverschluss schließen
5.32
B00616-01
–
Tankverschluss aufsetzen und Zündschlüssel 90° im Uhrzeigersinn drehen.
–
Zündschlüssel abziehen und Kappe herunterklappen.
BEDIENUNGSELEMENTE
37
Haltegriffe
5.33
Die Haltegriffe 1 dienen zum Rangieren des Motorrades.
Im Beifahrerbetrieb kann sich der Beifahrer während der Fahrt daran festhalten.
600923-10
Gepäckträgerplatte
5.34
Die Gepäckträgerplatte 1 befindet sich hinter der Sitzbank.
An der Gepäckträgerplatte kann die Grundplatte eines Koffersystems (optional) befestigt
werden.
Die Gepäckträgerplatte darf maximal mit dem angegebenen Gewicht belastet werden.
Höchstzulässige Belastung
der Gepäckträgerplatte
8 kg
Info
B00659-10
Angaben des Kofferherstellers beachten.
BEDIENUNGSELEMENTE
38
Sitzbankschloss
5.35
Das Sitzbankschloss 1 befindet sich am Heck unterhalb des Rücklichtes.
Es ist mit dem Zündschlüssel sperrbar.
600922-10
Bordwerkzeug
5.36
Im Staufach unter der Sitzbank befindet sich das Bordwerkzeug 1.
B00612-10
BEDIENUNGSELEMENTE
39
Helmsicherung
5.37
Warnung
Unfallgefahr Beeinträchtigung des Fahrverhaltens und der Fahrzeugbedienung
durch eine montierte Helmsicherung bzw. Helm.
–
B00687-10
Die Helmsicherung nicht zur Befestigung von einem Helm oder anderen Gegenständen während der Fahrt nutzen. Die Helmsicherung stets vor Fahrtantritt entfernen.
Mit dem Stahlseil 1 aus dem Bordwerkzeug kann ein Helm am Fahrzeug gegen Diebstahl
gesichert werden.
Beifahrerfußrasten
5.38
Die Beifahrerfußrasten sind klappbar ausgeführt.
Mögliche Zustände
• Beifahrerfußrasten eingeklappt – Für Betrieb ohne Beifahrer.
• Beifahrerfußrasten ausgeklappt – Für Betrieb mit Beifahrer.
B00127-01
BEDIENUNGSELEMENTE
40
Schalthebel
5.39
Der Schalthebel 1 ist am Motor links montiert.
B00120-11
Die Lage der Gänge ist aus der Abbildung ersichtlich.
Die Neutral- oder Leerlaufstellung N befindet sich zwischen dem 1. und 2. Gang.
B00121-10
BEDIENUNGSELEMENTE
41
Fußbremshebel
5.40
Der Fußbremshebel 1 befindet sich vor der rechten Fußraste.
Mit dem Fußbremshebel wird die Hinterradbremse betätigt.
B00122-10
Seitenständer
5.41
Der Seitenständer 1 befindet sich an der linken Fahrzeugseite.
Der Seitenständer dient zum Abstellen des Motorrades.
Info
Während der Fahrt muss der Seitenständer hochgeklappt sein.
Der Seitenständer ist mit dem Sicherheit-Startsystem gekoppelt, beachten Sie die
Fahranleitung.
B00663-10
Mögliche Zustände
• Seitenständer ausgeklappt – Fahrzeug kann auf dem Seitenständer abgestellt werden.
Das Sicherheit-Startsystem ist aktiv.
• Seitenständer eingeklappt – Diese Stellung ist bei allen Fahrten notwendig. Das
Sicherheit-Startsystem ist inaktiv.
INBETRIEBNAHME
42
Hinweise zur ersten Inbetriebnahme
6.1
Gefahr
Unfallgefahr Gefahr durch mangelhafte Verkehrstüchtigkeit.
–
Das Fahrzeug nicht in Betrieb nehmen, wenn Sie durch Konsumieren von Alkohol, Medikamenten oder Drogen verkehrsuntüchtig sind bzw. physisch als auch psychisch nicht in der Lage sind.
Warnung
Verletzungsgefahr Fehlende oder mangelhafte Schutzbekleidung stellt ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar.
–
Schutzbekleidung (Helm, Stiefel, Handschuhe, Hose und Jacke mit Protektoren) bei allen Fahrten tragen. Verwenden Sie
immer Schutzbekleidung, die sich in einwandfreiem Zustand befindet und den gesetzlichen Anforderungen entspricht.
Warnung
Sturzgefahr Beeinträchtigung des Fahrverhaltens durch unterschiedliche Reifenprofile an Vorder- und Hinterrad.
–
Vorder- und Hinterrad dürfen nur mit Reifen gleichartiger Profilgestaltung bereift sein, sonst könnte das Fahrzeug unkontrollierbar werden.
Warnung
Unfallgefahr Unkontrollierbares Fahrverhalten durch nicht freigegebene und/oder empfohlene Reifen/Räder.
–
Nur von KTM freigegebene und/oder empfohlene Reifen/Räder mit dem entsprechenden Geschwindigkeitsindex verwenden.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bodenhaftung bei neuen Reifen.
–
Neue Reifen haben eine glatte Lauffläche und daher nicht die volle Bodenhaftung. Die gesamte Lauffläche muss die ersten
200 Kilometer bei gemäßigter Fahrweise in wechselnden Schräglagen aufgeraut werden. Erst durch das "Einfahren" wird die
volle Haftfähigkeit erreicht.
INBETRIEBNAHME
43
Info
Bedenken Sie beim Betreiben Ihres Fahrzeugs, dass sich andere Menschen durch übermäßigen Lärm belästigt fühlen.
–
Vergewissern Sie sich, dass die Arbeiten der Auslieferungsinspektion von einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte durchgeführt wurden.
–
Lesen Sie vor der ersten Fahrt die gesamte Bedienungsanleitung aufmerksam durch.
–
Machen Sie sich mit den Bedienungselementen vertraut.
–
Grundstellung des Kupplungshebels einstellen. (
–
Grundstellung des Handbremshebels einstellen. (
–
Grundstellung des Fußbremshebels einstellen. (
–
Gewöhnen Sie sich auf einem leeren geeigneten Gelände an das Handling des Fahrzeuges, bevor Sie eine größere Ausfahrt machen.
Versuchen Sie auch einmal möglichst langsam zu fahren, um mehr Gefühl für das Motorrad zu bekommen.
–
Halten Sie während der Fahrt den Lenker mit beiden Händen fest und lassen Sie die Füße auf den Fußrasten.
–
Motor einfahren. (
Sie erhalten die Auslieferungsurkunde und das Serviceheft bei der Fahrzeugübergabe.
S. 87)
S. 90)
S. 95)
S. 43)
Motor einfahren
6.2
–
Während der Einlaufphase die angegebene Motordrehzahl und Motorleistung nicht überschreiten.
Vorgabe
Maximale Motordrehzahl
–
Während der ersten: 1.000 km
6.500 1/min
Nach den ersten: 1.000 km
9.500 1/min
Vollgasfahrten vermeiden!
INBETRIEBNAHME
44
Fahrzeug beladen
6.3
Warnung
Unfallgefahr Instabiles Fahrverhalten.
–
Höchstzulässiges Gesamtgewicht und Achslasten nicht überschreiten. Das Gesamtgewicht ergibt sich aus: Motorrad betriebsbereit und vollgetankt, Fahrer und Beifahrer mit Schutzkleidung und Helm, Gepäck.
Warnung
Unfallgefahr Instabiles Fahrverhalten durch unsachgemäße Montage des Koffers und/oder des Tankrucksacks.
–
Koffer und Tankrucksack gemäß Herstellervorschrift montieren und sichern.
Warnung
Unfallgefahr Instabiles Fahrverhalten bei hoher Geschwindigkeit.
–
Passen Sie die Geschwindigkeit der Zuladung entsprechend an. Fahren Sie langsamer, wenn Ihr Motorrad mit Gepäck beladen
ist.
Höchstgeschwindigkeit mit Gepäck
130 km/h
Warnung
Unfallgefahr Zerstörung des Taschensystems.
–
Wenn Sie Gepäcktaschen an Ihrem Motorrad montiert haben, die Herstellerangaben bezüglich maximaler Zuladung beachten.
Warnung
Unfallgefahr Schlechte Sichtbarkeit für andere Verkehrsteilnehmer durch verrutschte Gepäckstücke.
–
Wenn das Rücklicht verdeckt ist, sind Sie für nachkommenden Verkehrsteilnehmer schlechter sichtbar, besonders in der Dunkelheit. Kontrollieren Sie die Befestigung des mitgeführten Gepäcks regelmäßig.
Warnung
Unfallgefahr Verändertes Fahrverhalten und längerer Bremsweg bei hoher Zuladung.
–
Passen Sie die Geschwindigkeit der Zuladung entsprechend an.
INBETRIEBNAHME
45
Warnung
Unfallgefahr Instabiles Fahrverhalten durch verrutschte Gepäckstücke.
–
Kontrollieren Sie die Befestigung des mitgeführten Gepäcks regelmäßig.
Warnung
Verbrennungsgefahr Heiße Auspuffanlage kann das Gepäck verbrennen.
–
Befestigen Sie das Gepäck so, dass es nicht von der heißen Auspuffanlage verbrannt oder verschmort werden kann.
–
Wenn Sie Gepäck mitnehmen, ist auf eine sichere Befestigung möglichst nahe an der Fahrzeugmitte und eine gleichmäßige Gewichtsverteilung auf Vorderrad und Hinterrad zu achten.
–
Das höchstzulässige Gesamtgewicht und die höchstzulässigen Achslasten sind einzuhalten.
Vorgabe
Höchstzulässiges Gesamtgewicht
400 kg
Höchstzulässige Achslast vorne
160 kg
Höchstzulässige Achslast hinten
250 kg
FAHRANLEITUNG
46
Kontroll- und Pflegearbeiten vor jeder Inbetriebnahme
7.1
Info
Vor jeder Fahrt den Zustand des Fahrzeugs und die Verkehrssicherheit kontrollieren.
Das Fahrzeug muss beim Betrieb in einem technisch einwandfreien Zustand sein.
–
Motorölstand kontrollieren. (
–
Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren. (
S. 91)
–
Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren. (
S. 96)
–
Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren. (
S. 93)
–
Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren. (
S. 99)
–
Funktion der Bremsanlage kontrollieren.
–
Kühlflüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter kontrollieren. (
–
Kettenverschmutzung kontrollieren. (
–
Kettenspannung kontrollieren. (
–
Reifenzustand kontrollieren. (
–
Reifenluftdruck kontrollieren. (
–
Einstellung und Leichtgängigkeit aller Bedienungselemente kontrollieren.
–
Funktion der elektrischen Anlage kontrollieren.
–
Gepäck auf korrekte Befestigung kontrollieren.
–
Auf das Motorrad setzen und die Einstellung der Rückspiegel kontrollieren.
–
Kraftstoffvorrat kontrollieren.
S. 159)
S. 148)
S. 80)
S. 81)
S. 109)
S. 111)
FAHRANLEITUNG
47
Startvorgang
7.2
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit und/oder zum Tode führen.
–
Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen ohne eine geeignete Absauganlage.
Vorsicht
Unfallgefahr Wird das Fahrzeug mit entladener Batterie oder ohne Batterie betrieben, können elektronische Bauteile und Sicherheitsvorrichtungen beschädigt werden.
–
Fahrzeug nie mit entladener Batterie oder ohne Batterie betreiben.
Hinweis
Motorschaden Hohe Drehzahlen bei kaltem Motor wirken sich negativ auf die Haltbarkeit des Motors aus.
–
Motor immer mit niedriger Drehzahl warmfahren.
–
Not-Aus-Schalter in die Stellung
–
Zündung einschalten, dazu den Zündschlüssel in die Stellung ON
drücken.
drehen.
Nach dem Einschalten der Zündung ist zirka 2 Sekunden das Arbeitsgeräusch der
Kraftstoffpumpe hörbar. Gleichzeitig wird der Funktionstest des Kombiinstrumentes durchgeführt.
Die ABS‑Warnlampe leuchtet auf und geht nach dem Anfahren wieder aus.
–
Getriebe in Leerlauf schalten.
Die grüne Leerlaufkontrolllampe N 1 leuchtet.
B00650-10
–
E-Starterknopf
drücken.
FAHRANLEITUNG
48
Info
E-Starterknopf erst drücken, wenn der Funktionstest des Kombiinstrumentes
abgeschlossen ist.
Beim Starten KEIN Gas geben. Wenn während des Startvorganges Gas gegeben
wird, wird vom Motormanagement kein Kraftstoff eingespritzt, der Motor kann
dadurch nicht anspringen.
Maximal 5 Sekunden ununterbrochen starten. Bis zum nächsten Startversuch
mindestens 5 Sekunden warten.
Dieses Motorrad ist mit einem Sicherheit-Startsystem ausgerüstet. Der Motor
kann nur gestartet werden, wenn das Getriebe auf Leerlauf geschaltet ist oder
bei eingelegtem Gang der Kupplungshebel gezogen ist. Wenn Sie bei ausgeklapptem Seitenständer einen Gang einlegen und den Kupplungshebel loslassen, bleibt der Motor stehen.
–
Seitenständer entlasten und mit dem Fuß bis zum Anschlag nach oben schwenken.
ABS ausschalten
KTM empfiehlt, immer mit ABS zu fahren. Es kann aber Fahrsituationen geben, wo kein
ABS gewünscht wird.
Bedingung
Fahrzeug steht, Motor läuft.
–
Taste 2 3 - 5 Sekunden drücken.
Die ABS‑Warnlampe beginnt zu blinken, das ABS ist deaktiviert.
400886-11
FAHRANLEITUNG
49
Anfahren
7.3
–
Kupplungshebel ziehen, 1. Gang einlegen, Kupplungshebel langsam freigeben und gleichzeitig vorsichtig Gas geben.
Schalten, Fahren
7.4
Warnung
Unfallgefahr Bei abruptem Lastwechsel kann das Fahrzeug außer Kontrolle geraten.
–
Abrupte Lastwechsel und starke Bremsmanöver vermeiden, Geschwindigkeit den Fahrbahnverhältnissen anpassen.
Warnung
Unfallgefahr Zurückschalten bei hoher Motordrehzahl führt zum Blockieren des Hinterrades.
–
Nicht bei hoher Motordrehzahl in einen kleineren Gang zurückschalten. Der Motor wird überdreht und das Hinterrad kann blockieren.
Warnung
Unfallgefahr Auslösen von Fehlfunktionen durch falsche Zündschlüsselstellung.
–
Zündschlüsselstellung während der Fahrt nicht ändern.
Warnung
Unfallgefahr Ablenkung vom Verkehrsgeschehen durch Einstelltätigkeiten am Fahrzeug.
–
Alle Einstelltätigkeiten bei Stillstand des Fahrzeuges vornehmen.
Warnung
Verletzungsgefahr Der Beifahrer muss in der Lage sein, sich ordnungsgemäß auf dem Beifahrersitz zu halten.
–
Der Beifahrer muss sich am Fahrer oder am Halteriemen festhalten und die Füße auf die Beifahrerfußrasten stellen. Beachten
Sie die Vorschriften über das Mindestalter für Beifahrer in Ihrem Land.
FAHRANLEITUNG
50
Warnung
Unfallgefahr Unfallgefahr durch riskante Fahrweise.
–
Befolgen Sie die Verkehrsvorschriften, fahren Sie defensiv und vorausschauend, um Gefahren möglichst früh zu erkennen.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bodenhaftung bei kalten Reifen.
–
Bei jeder Fahrt müssen die ersten Kilometer vorsichtig mit mäßiger Geschwindigkeit gefahren werden, bis die Reifen ihre
Betriebstemperatur erreicht haben und optimale Bodenhaftung gewährleistet ist.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bodenhaftung bei neuen Reifen.
–
Neue Reifen haben eine glatte Lauffläche und daher nicht die volle Bodenhaftung. Die gesamte Lauffläche muss die ersten
200 Kilometer bei gemäßigter Fahrweise in wechselnden Schräglagen aufgeraut werden. Erst durch das "Einfahren" wird die
volle Haftfähigkeit erreicht.
Warnung
Unfallgefahr Instabiles Fahrverhalten.
–
Höchstzulässiges Gesamtgewicht und Achslasten nicht überschreiten. Das Gesamtgewicht ergibt sich aus: Motorrad betriebsbereit und vollgetankt, Fahrer und Beifahrer mit Schutzkleidung und Helm, Gepäck.
Warnung
Unfallgefahr Instabiles Fahrverhalten durch verrutschte Gepäckstücke.
–
Kontrollieren Sie die Befestigung des mitgeführten Gepäcks regelmäßig.
Warnung
Unfallgefahr Fehlende Verkehrssicherheit.
–
Nach einem Sturz ist das Fahrzeug wie vor jeder Inbetriebnahme zu kontrollieren.
Hinweis
Motorschaden Nicht gefilterte Ansaugluft wirkt sich negativ auf die Haltbarkeit des Motors aus.
FAHRANLEITUNG
–
51
Fahrzeug nie ohne Luftfilter in Betrieb nehmen, da Staub und Schmutz in den Motor gelangen und zu erhöhtem Verschleiß führen.
Hinweis
Motorschaden Überhitzung des Motors.
–
Beim Aufleuchten der Kühlflüssigkeitstemperatur-Warnanzeige Fahrzeug anhalten und Motor abstellen. Motor abkühlen lassen und
Kühlflüssigkeitsstand im Kühler kontrollieren bzw. berichtigen. Wird trotz leuchtender Kühlflüssigkeitstemperatur-Warnanzeige weitergefahren, kommt es zum Motorschaden.
Info
Treten beim Betrieb betriebsunübliche Geräusche auf, ist sofort anzuhalten, der Motor abzustellen und eine autorisierte
KTM-Fachwerkstätte zu kontaktieren.
–
Wenn die Verhältnisse (Steigung, Fahrsituation, usw.) es erlauben, können Sie in
höhere Gänge schalten.
–
Gas wegnehmen, gleichzeitig Kupplungshebel ziehen, nächsten Gang einlegen, Kupplungshebel freigeben und Gas geben.
Info
Die Lage der 6 Vorwärtsgänge ersehen Sie aus der Abbildung. Die Neutral- oder
Leerlaufstellung befindet sich zwischen dem 1. und 2. Gang. Der 1. Gang stellt
den Anfahr- oder Berggang dar.
B00121-10
–
Nach dem Erreichen der Höchstgeschwindigkeit durch volles Aufdrehen des Gasdrehgriffes, diesen auf ¾ Gas zurückdrehen. Die Geschwindigkeit verringert sich kaum, der
Kraftstoffverbrauch geht jedoch stark zurück.
–
Geben Sie immer nur so viel Gas wie es Fahrbahn und Witterungsverhältnisse erlauben.
Besonders in Kurven sollte nicht geschaltet und nur sehr vorsichtig Gas gegeben werden.
–
Zum Zurückschalten Motorrad nötigenfalls abbremsen und gleichzeitig Gas wegnehmen.
FAHRANLEITUNG
52
–
Kupplungshebel ziehen und niedrigeren Gang einlegen, Kupplungshebel langsam freigeben und Gas geben oder nochmals schalten.
–
Wenn zum Beispiel an einer Kreuzung der Motor abgewürgt wird, nur den Kupplungshebel ziehen und E-Starterknopf betätigen. Das Getriebe muss nicht in die Leerlaufstellung gebracht werden.
–
Stellen Sie den Motor ab, wenn längerer Betrieb im Leerlauf oder im Stand bevorsteht.
–
Beginnt während der Fahrt die FI Warnlampe (MIL) zu leuchten, muss sofort angehalten werden. Sobald sich das Getriebe in Leerlaufstellung befindet, beginnt die FI Warnlampe (MIL) zu blinken.
Info
Aus dem Blinkrhythmus kann eine zweistellige Zahl, der sogenannte Blinkcode,
ermittelt werden. Der Blinkcode gibt an, welches Bauteil von einer Störung
betroffen ist.
–
Erscheint das Eissymbol im Kombiinstrument ist mit Straßenglätte zu rechnen. Passen sie die Geschwindigkeit den geänderten Fahrbahnverhältnissen an.
Abbremsen
7.5
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch nasse oder verschmutzte Bremsen.
–
Verschmutzte oder nasse Bremsen vorsichtig sauber- bzw. trockenbremsen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch schwammigen Druckpunkt der Vorder- bzw. Hinterradbremse.
–
Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
FAHRANLEITUNG
53
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–
Wird der Fußbremshebel nicht freigegeben, schleifen die Bremsbeläge ununterbrochen. Die Hinterradbremse kann durch Überhitzung ausfallen. Nehmen Sie den Fuß vom Fußbremshebel, wenn Sie nicht bremsen wollen.
Warnung
Unfallgefahr Längerer Bremsweg durch höheres Gesamtgewicht.
–
Berücksichtigen Sie den längeren Bremsweg, wenn Sie einen Beifahrer und Gepäck mitführen.
Warnung
Unfallgefahr Verzögerte Bremswirkung auf Straßen mit Salzstreuung.
–
Streusalz kann sich auf den Bremsscheiben ablagern. Um die gewohnte Bremswirkung zu erzielen, müssen die Bremsscheiben
vorher sauber gebremst werden.
Warnung
Unfallgefahr Verlängerter Bremsweg durch ABS.
–
Die Bremsweise ist der Fahrsituation und den Fahrbahnverhältnissen anzupassen.
Warnung
Unfallgefahr Zu starkes Abbremsen führt zum Blockieren der Räder.
–
Die Wirksamkeit des ABS ist nur dann gewährleistet, wenn dieses auch eingeschaltet ist.
Warnung
Unfallgefahr Blockieren des Rades durch die Bremswirkung des Motors.
–
–
Ziehen Sie bei Notbremsungen, Vollbremsungen und beim Bremsen auf rutschigem Untergrund die Kupplung.
Zum Bremsen Gas wegnehmen und mit Vorderrad- und Hinterradbremse gleichzeitig bremsen.
FAHRANLEITUNG
54
Info
Mit ABS können Sie sowohl bei einer Vollbremsung als auch bei geringer Bodenhaftung auf sandigem, regennassem oder rutschigem Untergrund die volle Bremskraft anwenden, ohne Gefahr zu laufen, dass die Räder blockieren.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bodenhaftung durch Bremsen in Schräglage oder Bremsen auf seitlich abschüssigem Untergrund.
–
Bremsvorgang vor Kurvenbeginn abschließen.
–
Der Bremsvorgang sollte immer vor Kurvenbeginn abgeschlossen sein. Schalten Sie dabei, der Geschwindigkeit entsprechend, in einen
kleineren Gang.
–
Nutzen Sie bei langen Talfahrten die Bremswirkung des Motors. Schalten Sie dazu einen oder zwei Gänge zurück, überdrehen Sie
jedoch den Motor nicht. So brauchen sie wesentlich weniger zu bremsen und die Bremsen werden nicht überhitzt.
Anhalten, Parken
7.6
Warnung
Entwendungsgefahr Benutzung durch Unbefugte.
–
Fahrzeug nie unbeaufsichtigt stehen lassen solange der Motor läuft. Das Fahrzeug ist vor dem Zugriff Unbefugter zu sichern.
Wird das Fahrzeug verlassen, Lenkung absperren und Zündschlüssel abziehen.
Warnung
Verbrennungsgefahr Einige Fahrzeugteile werden beim Betrieb des Fahrzeuges sehr heiß.
–
Heiße Teile wie z. B. Auspuffanlage, Kühler, Motor, Stoßdämpfer und Bremsen nicht berühren. Bevor mit Arbeiten an diesen
Teilen begonnen wird, Teile abkühlen lassen.
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann wegrollen bzw. umfallen.
–
Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
FAHRANLEITUNG
55
Hinweis
Brandgefahr Einige Fahrzeugteile werden beim Betrieb des Fahrzeuges sehr heiß.
–
Fahrzeug nicht an Stellen mit leicht brennbaren und/oder entzündlichen Materialien abstellen. Keine Gegenstände über das betriebswarme Fahrzeug legen. Fahrzeug immer erst abkühlen lassen.
Hinweis
Materialschaden Beschädigung und Zerstörung von Bauteilen durch übermäßige Belastung.
–
Der Seitenständer ist nur für das Gewicht des Motorrades ausgelegt. Setzen Sie sich nicht auf das Motorrad, wenn es auf dem Seitenständer steht. Der Seitenständer bzw. der Rahmen können beschädigt werden und das Motorrad kann umfallen.
–
Motorrad abbremsen.
–
Getriebe in Leerlauf schalten.
–
Zündung ausschalten, dazu den Zündschlüssel in die Stellung OFF
drehen.
Info
Wenn der Motor mit dem Not-Aus-Schalter abgestellt wird und am Zündschloss bleibt die Zündung eingeschaltet, wird die
Stromversorgung der meisten Stromverbraucher nicht unterbrochen und die Batterie dadurch entladen. Motor daher immer mit
dem Zündschloss abstellen, der Not-Aus-Schalter ist nur für Notsituationen vorgesehen.
–
Motorrad auf festem Untergrund parken.
–
Seitenständer mit dem Fuß bis zum Anschlag nach vorne schwenken und mit dem Fahrzeug belasten.
–
Lenkung blockieren, dazu den Lenker nach links einschlagen, Zündschlüssel in der Stellung OFF niederdrücken und in die Stellung drehen. Um das Einrasten der Lenksperre zu erleichtern, den Lenker ein kleines Stück hin und her bewegen. Zündschlüssel
abziehen.
FAHRANLEITUNG
56
Kraftstoff tanken
7.7
Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
–
Fahrzeug nicht in der Nähe von offenen Flammen bzw. brennenden Zigaretten tanken und den Motor immer abstellen. Darauf
achten, dass kein Kraftstoff insbesondere auf heiße Teile des Fahrzeugs verschüttet wird. Verschütteten Kraftstoff sofort aufwischen.
–
Der im Kraftstofftank vorhandene Kraftstoff dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten. Angaben zum
Kraftstoff tanken beachten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
–
Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt sofort
mit Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kraftstoff
verschluckt, sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln.
Hinweis
Materialschaden Vorzeitiges Zusetzen des Kraftstofffilters.
–
In einigen Ländern und Regionen kann es vorkommen, dass die verfügbare Kraftstoffqualität und -sauberkeit nicht ausreicht. Probleme
im Kraftstoffsystem sind die Folge. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
–
Nur sauberen Kraftstoff tanken, der der angegebenen Norm entspricht.
Warnung
Umweltgefährdung Unsachgemäßer Umgang mit Kraftstoff gefährdet die Umwelt.
–
Kraftstoff darf nicht in das Grundwasser, den Boden oder in die Kanalisation gelangen.
FAHRANLEITUNG
57
–
Motor abstellen.
–
Tankverschluss öffnen. (
–
Kraftstofftank bis maximal an das Maß A mit Kraftstoff auffüllen.
S. 35)
Vorgabe
Maß A
Kraftstofftankinhalt
gesamt ca.
401182-10
35 mm
19 l
Superkraftstoff bleifrei (ROZ 95)
( S. 201)
–
Tankverschluss schließen. (
–
Die SET Taste 2 zwei Sekunden drücken.
S. 36)
Die Kraftstoffpegelwarnlampe 1 erlischt. TRIP F wird auf 0.0 gestellt und der vorherige Anzeigemodus erscheint.
Info
Wird die SET Taste 2 nicht gedrückt, erfolgt die Rückstellung nach zirka 3
Minuten automatisch.
400885-12
SERVICEPLAN
58
Serviceplan
8.1
K10N
K75A
K150A
K300A
Funktion der elektrischen Anlage kontrollieren.
•
•
•
•
Fehlerspeicher mit KTM‑Diagnosetool auslesen.
x
Messwerteblock Service mit KTM-Diagnosetool kontrollieren. x
Motoröl und Ölfilter wechseln, Ölsiebe reinigen. x ( S. 160)
Öldüse zur Kupplungsschmierung kontrollieren. x
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren. (
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
S. 93)
Bremsscheiben der Vorderradbremse kontrollieren. (
Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren. (
•
S. 90)
S. 99)
Bremsscheibe der Hinterradbremse kontrollieren. (
S. 96)
Bremsleitungen auf Beschädigung und Dichtheit kontrollieren.
Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren. (
Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren. (
S. 96)
S. 94)
Federbein und Gabel auf Dichtheit kontrollieren. Gabelservice und Federbeinservice nach Bedarf
und Einsatzzweck.
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Schwingarmlagerung kontrollieren.
x
Radlager auf Spiel kontrollieren. x
Reifenzustand kontrollieren. (
Reifenluftdruck kontrollieren. (
S. 109)
S. 111)
Kette, Kettenrad, Kettenritzel und Kettenführung kontrollieren. (
Kettenspannung kontrollieren. (
S. 84)
S. 81)
Alle beweglichen Teile (z. B. Seitenständer, Handhebel, Kette, ...) schmieren und auf Leichtgängigkeit kontrollieren.
x
SERVICEPLAN
59
K10N
Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen.
Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren. (
Gabelbeine entlüften. (
S. 91)
•
S. 73)
Steuerkopflagerspiel kontrollieren.
•
K75A
K150A
K300A
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Zündkerzen wechseln.
x
Ventilspiel kontrollieren. x
Alle Schläuche (z. B. Kraftstoff-, Kühl-, Entlüftungs-, Drainageschläuche, ...) und Manschetten
auf Risse, Dichtheit und korrekte Verlegung kontrollieren.
x
Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. (
S. 145)
•
Kabelstrang des Drosselklappenkörpers auf Beschädigung und korrekte Verlegung kontrollieren.
Kabel auf Beschädigung und knickfreie Verlegung kontrollieren.
Kraftstoffdruck kontrollieren.
x
x
Bowdenzüge auf Beschädigung, knickfreie Verlegung und Einstellung kontrollieren.
Luftfilter wechseln. Luftfilterkasten reinigen.
•
•
•
x
x
Wert Drucksensor‑Saugrohr (PM-Wert) mit KTM-Diagnosetool kontrollieren.
x
CO-Anpassung mit KTM-Diagnosetool kontrollieren.
x
Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung kontrollieren/berichtigen. (
Schrauben und Muttern auf festen Sitz kontrollieren. x
Kühlflüssigkeit wechseln. x
Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse wechseln. x
Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse wechseln. x
Kupplung kontrollieren. x
S. 87)
•
•
•
•
•
•
•
•
SERVICEPLAN
Scheinwerfereinstellung kontrollieren. (
60
S. 139)
K10N
K75A
K150A
K300A
•
•
•
•
•
•
•
•
Endkontrolle: Fahrzeug auf Verkehrssicherheit kontrollieren und Probefahrt durchführen.
•
•
•
•
Fehlerspeicher mit KTM-Diagnosetool nach der Probefahrt auslesen.
•
•
•
•
•
•
•
•
Funktion des Kühlerlüfters kontrollieren.
x
x
Serviceeintrag im KTM DEALER.NET und im Serviceheft durchführen. x
K10N: einmalig nach 1.000 km
K75A: alle 7.500 km oder jährlich
K150A: alle 15.000 km oder alle 2 Jahre
K300A: alle 30.000 km oder alle 4 Jahre
FAHRWERK ABSTIMMEN
61
Gabel/Federbein
9.1
Gabel und Federbein bieten viele Möglichkeiten, um das Fahrwerk Ihrem Fahrstil und der
Zuladung entsprechend abzustimmen.
Info
Um Ihnen die Abstimmung zu erleichtern, haben wir unsere Erfahrungswerte in
der Tabelle 1 zusammengefasst. Sie finden die Tabelle auf dem Luftfilterkasten,
nach dem Entfernen der Sitzbank. Bei fast allen Einstellungen, ausgenommen der
Federvorspannung des Federbeines, wird von der maximal eingedrehten Position aus
auf die angegeben Werte eingestellt. Drehen Sie die Stellschrauben nicht mit Kraft
gegen den Anschlag, nehmen Sie den letzten spürbaren Klick als letzte Position.
700587-01
Diese Einstellwerte sind als Richtwerte zu verstehen und sollten immer die Ausgangsbasis für Ihre persönliche Fahrwerkabstimmung sein. Verändern Sie nicht willkürlich die Einstellungen (maximal ± 40%), da sich sonst die Fahreigenschaften besonders im Hochgeschwindigkeitsbereich verschlechtern können.
Druckstufendämpfung der Gabel einstellen
9.2
Info
Die hydraulische Druckstufendämpfung bestimmt das Verhalten beim Einfedern der Gabel.
Eine optimal eingestellte Druckstufendämpfung gewährleistet, dass die Gabel bei hartem Bremsen und schnellen Lastwechseln
nicht zu weit und schnell eintaucht. Sie gibt dem Fahrer eine gute Rückmeldung über die Straßenbeschaffenheit.
FAHRWERK ABSTIMMEN
62
–
Einstellschrauben 1 bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Die Einstellschrauben befinden sich am unteren Ende der Gabelbeine.
Die Einstellung an beiden Gabelbeinen gleichmäßig vornehmen.
–
Dem Gabeltyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn zurückdrehen.
Vorgabe
Druckstufendämpfung
B00617-10
Komfort
25 Klicks
Standard
20 Klicks
Sport
15 Klicks
volle Nutzlast
15 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeigersinn
verringert die Dämpfung beim Einfedern.
Zugstufendämpfung der Gabel einstellen
9.3
Info
Die hydraulische Zugstufendämpfung bestimmt das Verhalten beim Ausfedern der Gabel.
Eine optimal eingestellte Zugstufendämpfung bremst die aufgebrachte Federenergie ab und ermöglicht ein zügiges, schwingungsfreies Rückstellen der Gabel in die Nulllage.
FAHRWERK ABSTIMMEN
63
–
Einstellschrauben 1 bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Die Einstellschrauben befinden sich am oberen Ende der Gabelbeine.
Die Einstellung an beiden Gabelbeinen gleichmäßig vornehmen.
–
Dem Gabeltyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn zurückdrehen.
Vorgabe
Zugstufendämpfung
B00618-10
Komfort
25 Klicks
Standard
20 Klicks
Sport
15 Klicks
volle Nutzlast
15 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeigersinn
verringert die Dämpfung beim Ausfedern.
Federvorspannung der Gabel einstellen
9.4
Info
Die Federvorspannung bestimmt die Ausgangslage des Federvorgangs der Gabel.
Eine optimal eingestellte Federvorspannung ist an das Fahrergewicht mit eventuellem Gepäck und Beifahrer angepasst und gewährleistet so einen Kompromiss zwischen Handlichkeit und Stabilität.
FAHRWERK ABSTIMMEN
64
–
Einstellschrauben 1 bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Die Einstellschrauben befinden sich am oberen Ende der Gabelbeine.
Die Einstellung an beiden Gabelbeinen gleichmäßig vornehmen.
–
Dem Gabeltyp entsprechende Anzahl von Umdrehungen gegen den Uhrzeigersinn
zurückdrehen.
Vorgabe
B00618-11
Federvorspannung - Preload Adjuster
Komfort
5 Umdrehungen
Standard
5 Umdrehungen
Sport
3 Umdrehungen
volle Nutzlast
3 Umdrehungen
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Vorspannung, drehen gegen den Uhrzeigersinn verringert die Vorspannung der Feder.
Eine Veränderung der Federvorspannung hat keinen Einfluss auf die Zugstufendämpfung, obwohl sich die Einstellschrauben bei den Einstellarbeiten mitdrehen. Grundsätzlich sollte jedoch bei Änderung der Federvorspannung auch die
Zugstufendämpfung angepasst werden.
FAHRWERK ABSTIMMEN
65
Druckstufendämpfung Federbein
9.5
C00134-01
Die Druckstufendämpfung des Federbeines ist in zwei Bereiche aufgeteilt, High Speed und
Low Speed.
High- und Low Speed bezieht sich auf die Einfedergeschwindigkeit des Hinterrades und
nicht auf die Fahrgeschwindigkeit.
Die High Speed Einstellung wirkt sich z. B. bei der Landung nach einem Sprung aus, das
Hinterrad federt dabei schnell ein.
Die Low Speed Einstellung wirkt sich z. B. bei der Fahrt über lange Bodenwellen aus, das
Hinterrad federt dabei langsam ein.
Diese zwei Bereiche sind getrennt einstellbar, der Übergang zwischen High- und Low Speed
ist jedoch fließend. Demzufolge wirken sich Änderungen im High Speed Bereich der Druckstufe auch im Low Speed Bereich aus und umgekehrt.
Druckstufendämpfung Low Speed des Federbeins einstellen
9.6
Vorsicht
Unfallgefahr Das Zerlegen von druckbeaufschlagten Teilen kann Verletzungen verursachen.
–
Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt. Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte KTMFachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Info
Die Low Speed Einstellung zeigt ihre Wirkung beim langsamen bis normalen Einfedern des Federbeins.
FAHRWERK ABSTIMMEN
66
–
Einstellschraube 1 mit einem Schraubendreher bis zum letzten spürbaren Klick im
Uhrzeigersinn drehen.
Info
Verschraubung 2 nicht lösen!
–
Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn zurückdrehen.
Vorgabe
C00134-10
Druckstufendämpfung Low Speed
Komfort
25 Klicks
Standard
20 Klicks
Sport
15 Klicks
volle Nutzlast
15 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeigersinn
verringert die Dämpfung.
Druckstufendämpfung High Speed des Federbeins einstellen
9.7
Vorsicht
Unfallgefahr Das Zerlegen von druckbeaufschlagten Teilen kann Verletzungen verursachen.
–
Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt. Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte KTMFachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
FAHRWERK ABSTIMMEN
67
Info
Die High Speed Einstellung zeigt ihre Wirkung beim schnellen Einfedern des Federbeins.
–
Einstellschraube 1 mit einem Steckschlüssel bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Verschraubung 2 nicht lösen!
–
Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Umdrehungen gegen den Uhrzeigersinn
zurückdrehen.
Vorgabe
C00134-11
Druckstufendämpfung High Speed
Komfort
2 Umdrehungen
Standard
1,5 Umdrehungen
Sport
1 Umdrehung
volle Nutzlast
1 Umdrehung
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeigersinn
verringert die Dämpfung.
FAHRWERK ABSTIMMEN
68
Zugstufendämpfung des Federbeins einstellen
9.8
Vorsicht
Unfallgefahr Das Zerlegen von druckbeaufschlagten Teilen kann Verletzungen verursachen.
–
Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt. Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte KTMFachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
–
Einstellschraube 1 bis zum letzten spürbaren Klick im Uhrzeigersinn drehen.
–
Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn zurückdrehen.
Vorgabe
Zugstufendämpfung
C00135-10
Komfort
20 Klicks
Standard
15 Klicks
Sport
10 Klicks
volle Nutzlast
10 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeigersinn
verringert die Dämpfung beim Ausfedern.
Federvorspannung des Federbeines einstellen
9.9
Warnung
Unfallgefahr Änderungen am Fahrwerk können das Fahrverhalten des Fahrzeuges stark verändern.
–
Nach Änderungen zuerst langsam fahren, um das Fahrverhalten abschätzen zu können.
FAHRWERK ABSTIMMEN
69
Info
Die Federvorspannung bestimmt die Ausgangslage des Federvorgangs am Federbein.
Eine optimal eingestellte Federvorspannung ist an das Fahrergewicht mit eventuellem Gepäck und Beifahrer angepasst und gewährleistet so einen Kompromiss zwischen Handlichkeit und Stabilität.
Bevor Sie die Federvorspannung ändern, sollten Sie sich die aktuelle Einstellung notieren - z. B. Federlänge messen.
–
Schraube 1 entfernen und Bremsleitungsführung abnehmen.
Info
Die Bremsleitungsführung muss auf jedenfall entfernt werden, um eine Beschädigung der Bremsleitung zu vermeiden.
C00136-10
–
Bremsleitungen vorsichtig zur Seite schieben.
–
Preload Adjuster bis zum Anschlag gegen den Uhrzeigersinn drehen.
6 mm Innensechskantschlüssel (Bordwerkzeug)
–
Dem Federbeintyp und dem Einsatz entsprechende Anzahl von Umdrehungen im Uhrzeigersinn drehen.
Vorgabe
Federvorspannung - Preload Adjuster
C00137-01
Komfort
2 Umdrehungen
Standard
2 Umdrehungen
Sport
4 Umdrehungen
volle Nutzlast
5 Umdrehungen
FAHRWERK ABSTIMMEN
70
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Federvorspannung, drehen gegen den Uhrzeigersinn verringert die Federvorspannung.
–
Bremsleitungsführung und Bremsleitung positionieren.
Info
Auf die Haltenase der Bremsleitungsführung achten.
–
Schraube 1 montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Bremsleitungshalter
C00136-10
EJOT PT K60x20
2 Nm
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
71
Motorrad mit Hebevorrichtung vorne aufheben
10.1
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann wegrollen bzw. umfallen.
–
Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
Vorarbeit
– Motorrad mit Hebevorrichtung hinten aufheben. (
S. 72)
Hauptarbeit
– Lenker in Geradeausstellung bringen. Hebevorrichtung vorne mit den Adaptern zu den
Gabelbeinen ausrichten.
Hebevorrichtung vorne (61029055300)
Info
Motorrad immer hinten zuerst aufheben.
B00623-01
–
Motorrad vorne aufheben.
Motorrad von Hebevorrichtung vorne nehmen
10.2
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann wegrollen bzw. umfallen.
–
Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
–
Motorrad gegen Umfallen sichern.
–
Hebevorrichtung vorne entfernen.
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
72
Motorrad mit Hebevorrichtung hinten aufheben
10.3
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann wegrollen bzw. umfallen.
–
Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
–
Hebebuchsen am Schwingarm montieren.
–
Adapter in die Hebevorrichtung hinten einsetzen.
Adapter (61029055120)
Hebevorrichtung hinten (61029055400)
–
Motorrad senkrecht stellen, Hebevorrichtung zum Schwingarm und den Adaptern ausrichten und Motorrad aufheben.
B00622-01
Motorrad von Hebevorrichtung hinten nehmen
10.4
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann wegrollen bzw. umfallen.
–
Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
–
Motorrad gegen Umfallen sichern.
–
Hebevorrichtung hinten entfernen und Fahrzeug am Seitenständer abstellen.
–
Hebebuchsen vom Schwingarm entfernen.
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
Gabelbeine entlüften
10.5
Vorarbeit
– Motorrad auf den Seitenständer stellen.
Hauptarbeit
– Entlüftungsschrauben 1 kurz entfernen.
Eventuell vorhandener Überdruck aus dem Gabelinneren entweicht.
–
Entlüftungsschrauben montieren und festziehen.
Info
Tätigkeit an beiden Gabelbeinen vornehmen.
B00621-10
Sitzbank abnehmen
10.6
600922-10
–
Den Zündschlüssel in das Sitzbankschloss 1 stecken und im Uhrzeigersinn drehen.
–
Die Sitzbank hinten anheben, in Richtung Heck schieben und nach oben abnehmen.
–
Den Zündschlüssel aus dem Sitzbankschloss ziehen.
73
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
74
Sitzbank montieren
10.7
–
Die vorderen Aussparungen 1 der Sitzbank an den Linsenschrauben am Kraftstofftank
positionieren, hinten absenken und gleichzeitig nach vorne schieben. Dabei müssen die
beiden Nasen 2 am Rahmen einhängen und der Verriegelungsbolzen 3 in das Schlossgehäuse eingeführt werden.
Die Sitzbank rastet mit einem hörbaren Klicken ein.
–
Abschließend kontrollieren, ob die Sitzbank korrekt montiert ist.
B00624-10
Helmsicherung am Fahrzeug montieren
10.8
Warnung
Unfallgefahr Beeinträchtigung des Fahrverhaltens und der Fahrzeugbedienung durch eine montierte Helmsicherung bzw. Helm.
–
Die Helmsicherung nicht zur Befestigung von einem Helm oder anderen Gegenständen während der Fahrt nutzen. Die Helmsicherung stets vor Fahrtantritt entfernen.
–
Sitzbank abnehmen. (
–
Das Stahlseil aus dem Bordwerkzeug mit einer Schlinge auf der Nase 1 positionieren.
S. 73)
Stahlseil (60012015000)
B00688-10
–
Das Stahlseil durch die Helmöffnung führen.
–
Die freie Schlinge des Stahlseils ebenfalls auf der Nase positionieren.
–
Helm vorsichtig seitlich am Fahrzeug positionieren.
–
Sitzbank montieren. (
S. 74)
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
75
Kraftstofftank zurücksetzen
10.9
Vorarbeit
– Sitzbank abnehmen. (
–
S. 73)
Maskenspoiler ausbauen. (
S. 77)
Hauptarbeit
– Schrauben 1 und Spoiler beidseitig entfernen.
304308-10
–
Schraube 2 beidseitig entfernen.
Info
Die Kraftstoffschläuche müssen nicht getrennt werden.
–
B00670-11
Kraftstofftank vorsichtig nach hinten schieben.
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
76
Kraftstofftank positionieren
10.10
Hauptarbeit
– Kraftstofftank vorsichtig nach vorne schieben.
Die Kraftstofftankbefestigungen müssen in den Ausnehmungen eingreifen.
–
Schraube 1 mit Lagerhülse und Gummibuchse beidseitig montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrgestell
M8
25 Nm
–
Verlegung der Kraftstoffschläuche kontrollieren.
–
Spoiler beidseitig positionieren. Schrauben 2 montieren und festziehen.
B00670-10
Vorgabe
Schraube Spoiler
M6
304308-11
Nacharbeit
– Maskenspoiler einbauen. (
–
Sitzbank montieren. (
S. 78)
S. 74)
3,3 Nm
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
Maskenspoiler ausbauen
10.11
–
Schrauben 1 entfernen.
–
Schrauben 2 entfernen.
–
Maskenspoiler abnehmen.
B00625-10
B00671-10
77
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
–
Schrauben 3 entfernen.
–
Innenverkleidung des Maskenspoilers abnehmen.
–
Arbeitsschritte auf der gegenüberliegenden Seite wiederholen.
–
Innenverkleidung des Maskenspoilers positionieren.
–
Schrauben 1 montieren und festziehen.
700633-01
Maskenspoiler einbauen
10.12
700633-10
78
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
–
Maskenspoiler positionieren.
–
Schrauben 2 montieren und festziehen.
–
Schrauben 3 montieren und festziehen.
–
Arbeitsschritte auf der gegenüberliegenden Seite wiederholen.
B00625-11
B00671-11
79
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
80
Kettenverschmutzung kontrollieren
10.13
–
Kette auf grobe Verschmutzung kontrollieren.
»
Wenn die Kette stark verschmutzt ist:
–
Kette reinigen. (
S. 80)
400678-01
Kette reinigen
10.14
Warnung
Unfallgefahr Schmiermittel auf den Reifen verringert deren Haftfähigkeit.
–
Schmiermittel mit einem geeigneten Reinigungsmittel entfernen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
–
Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
–
Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsorgen.
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
81
Info
Die Lebensdauer der Kette hängt zum Großteil von der Pflege ab.
–
Kette regelmäßig reinigen.
–
Groben Schmutz mit weichem Wasserstrahl abspülen.
–
Verbrauchte Schmierreste mit Kettenreinigungsmittel entfernen.
Kettenreinigungsmittel (
–
S. 202)
Nach dem Trocknen Kettenspray auftragen.
Kettenspray Onroad (
S. 202)
400725-01
Kettenspannung kontrollieren
10.15
Warnung
Unfallgefahr Gefährdung durch falsche Kettenspannung.
–
Ist die Kette zu stark gespannt, werden die Komponenten der Sekundär-Kraftübertragung (Kette, Kettenritzel, Kettenrad, Lager
im Getriebe und im Hinterrad) zusätzlich belastet. Neben vorzeitigem Verschleiß kann im Extremfall die Kette reißen oder die
Abtriebswelle des Getriebes brechen. Ist die Kette hingegen zu locker, kann sie vom Kettenritzel bzw. Kettenrad fallen und das
Hinterrad blockieren oder den Motor beschädigen. Auf korrekte Kettenspannung achten, ggf. einstellen.
Vorarbeit
– Motorrad auf den Seitenständer stellen.
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
82
Hauptarbeit
– Getriebe in Leerlauf schalten.
–
Im Bereich nach dem Kettengleitschutz die Kette nach oben in Richtung Schwinge
drücken und Kettenspannung A ermitteln.
Info
Der obere Kettenteil B muss dabei gespannt sein.
Ketten nutzen sich nicht immer gleichmäßig ab, wiederholen Sie deshalb diese
Messung an verschiedenen Stellen der Kette.
700570-01
Kettenspannung
»
7 mm
Wenn die Kettenspannung nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
Kettenspannung einstellen. (
S. 82)
Kettenspannung einstellen
10.16
Warnung
Unfallgefahr Gefährdung durch falsche Kettenspannung.
–
Ist die Kette zu stark gespannt, werden die Komponenten der Sekundär-Kraftübertragung (Kette, Kettenritzel, Kettenrad, Lager
im Getriebe und im Hinterrad) zusätzlich belastet. Neben vorzeitigem Verschleiß kann im Extremfall die Kette reißen oder die
Abtriebswelle des Getriebes brechen. Ist die Kette hingegen zu locker, kann sie vom Kettenritzel bzw. Kettenrad fallen und das
Hinterrad blockieren oder den Motor beschädigen. Auf korrekte Kettenspannung achten, ggf. einstellen.
Vorarbeit
– Motorrad auf den Seitenständer stellen.
–
Kettenspannung kontrollieren. (
S. 81)
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
83
Hauptarbeit
– Mutter 1 lösen.
–
Muttern 2 lösen.
–
Kettenspannung durch Drehen der Einstellschrauben 3 links und rechts einstellen.
Vorgabe
Kettenspannung
7 mm
Einstellschrauben 3 links und rechts so verdrehen, dass die Markierungen am linken
und rechten Kettenspanner 4 in derselben Position zu den Referenzmarken C stehen. Damit ist das Hinterrad korrekt ausgerichtet.
Info
Der obere Kettenteil muss dabei gespannt sein.
Ketten nutzen sich nicht immer gleichmäßig ab, kontrollieren Sie deshalb die
Einstellung an verschiedenen Stellen der Kette.
B00626-10
–
Muttern 2 festziehen.
–
Sicherstellen, dass die Kettenspanner 4 an den Einstellschrauben 3 anliegen.
–
Mutter 1 festziehen.
Vorgabe
Mutter Steckachse hinten
M25x1,5
90 Nm
Gewinde gefettet
Info
Durch den großen Verstellbereich der Kettenspanner (32 mm) können verschiedene Sekundärübersetzungen bei gleicher Kettenlänge gefahren werden.
Die Kettenspanner 4 können um 180° gedreht werden.
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
84
Kette, Kettenrad, Kettenritzel und Kettenführung kontrollieren
10.17
–
Kettenrad und Kettenritzel auf Verschleiß kontrollieren.
»
Wenn Kettenrad bzw. Kettenritzel eingelaufen sind:
–
Kettenrad bzw. Kettenritzel wechseln.
x
Info
Kettenritzel, Kettenrad und Kette sollten nur zusammen gewechselt werden.
100132-10
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
85
–
Getriebe in Leerlauf schalten.
–
Am unteren Kettenteil mit dem angegebenen Gewicht A ziehen.
Vorgabe
Gewicht Kettenverschleißmessung
–
15 kg
Den Abstand B von 18 Kettenrollen am unteren Kettenteil messen.
Info
Ketten nutzen sich nicht immer gleichmäßig ab, die Messung an verschiedenen
Stellen der Kette wiederholen.
Maximaler Abstand B an der längsten
Stelle der Kette
»
272 mm
Wenn der Abstand B größer ist als das angegebene Maß:
–
Kette wechseln.
x
Info
700572-01
Wenn eine neue Kette montiert wird, sollten auch das Kettenrad und
Kettenritzel gewechselt werden.
Neue Ketten nutzen sich auf einem alten, eingelaufenen Kettenrad bzw.
Kettenritzel schneller ab.
Die Kette besitzt aus Sicherheitsgründen kein Kettenschloss.
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
–
Kettengleitschutz auf Verschleiß kontrollieren.
»
Wenn kein Abstand mehr von der Kette bis zur Oberkante der Schraube ist:
–
–
86
Kettengleitschutz wechseln.
x
Kettengleitschutz auf festen Sitz kontrollieren.
»
Wenn der Kettengleitschutz lose ist:
–
Kettengleitschutz festziehen.
Vorgabe
B00653-01
–
M5
5 Nm
–
Schraube Kettengleitschutz
M6
6 Nm
Loctite® 243™
Kettengleitstück auf Verschleiß kontrollieren.
»
Wenn beim Kettengleitstück im Bereich C die Bohrung sichtbar wird:
–
–
Schraube Kettengleitschutz
Kettengleitstück wechseln.
x
Kettengleitstück auf festen Sitz kontrollieren.
»
Wenn das Kettengleitstück lose ist:
–
Kettengleitstück festziehen.
Vorgabe
B00654-10
Schraube Kettengleitstück
EJOT PT K60x20
2 Nm
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
87
Grundstellung des Kupplungshebels einstellen
10.18
Info
Wenn die Einstellschraube im Uhrzeigersinn verdreht wird, entfernt sich der Kupplungshebel vom Lenker.
Wenn die Einstellschraube gegen den Uhrzeigersinn verdreht wird, nähert sich der Kupplungshebel dem Lenker.
Der Verstellbereich ist begrenzt.
Drehen Sie die Einstellschraube nur mit der Hand und wenden Sie keine Gewalt an.
Einstellarbeiten nicht während der Fahrt durchführen.
–
Grundstellung des Kupplungshebels mit der Einstellschraube 2 an die Handgröße
anpassen.
–
Beim Einstellen des Kupplungshebel einen Mindestabstand zu anderen Fahrzeugteilen
sicherstellen.
Vorgabe
Mindestabstand
B00608-12
Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung kontrollieren/berichtigen
10.19
Info
Der Flüssigkeitsstand steigt mit zunehmendem Verschleiß der Kupplungsbelaglamellen.
Keine Bremsflüssigkeit verwenden.
5 mm
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
88
–
Den am Lenker montierten Vorratsbehälter der hydraulischen Kupplung in waagrechte
Position bringen.
–
Schrauben 1 entfernen.
–
Deckel 2 mit Membran 3 abnehmen.
–
Flüssigkeitsstand kontrollieren.
Flüssigkeitsstand unter Behälteroberkante
»
B00672-10
Wenn der Flüssigkeitsstand nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung berichtigen.
Hydrauliköl (15) (
–
4 mm
S. 199)
Deckel mit Membran positionieren. Schrauben montieren und festziehen.
BREMSEN
89
ABS / Anti-Blockier-System
11.1
Die ABS‑Einheit 1 bestehend aus Hydraulikeinheit, ABS‑Steuergerät und Rückförderpumpe, ist unter der Sitzbank verbaut. Jeweils ein Raddrehzahlgeber 2 befindet sich am
Vorder- und Hinterrad.
40
0
3
Warnung
2
0
Unfallgefahr Beeinträchtigte Funktion des ABS
0
1
0
2
401188-10
–
Bei Modifikationen wie verkürzte oder verlängerte Federwege, andere Felgendurchmesser, andere Reifen, falscher Reifenluftdruck, andere Bremsbeläge usw.
kann das ABS nicht mehr optimal funktionieren.
–
Die optimale Funktion des ABS ist nur gewährleistet, wenn am Bremssystem
ausschließlich von KTM freigegebene und/oder empfohlene Ersatzteile und Reifen verwendet werden.
–
Wartungsarbeiten und Reparaturen müssen fachgerecht durchgeführt werden.
(Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Das ABS ist ein Sicherheitssystem, welches das Blockieren der Räder bei Geradeausfahrt
ohne Einwirkung von Seitenkräften verhindert.
Das ABS arbeitet mit zwei voneinander unabhängigen Bremskreisen (Vorderrad- und Hinterradbremse). Im Normalbetrieb funktioniert die Bremsanlage wie eine konventionelle Bremsanlage ohne ABS. Erst wenn das ABS‑Steuergerät die Blockierneigung eines Rades erkennt,
beginnt das ABS durch Regeln des Bremsdruckes zu arbeiten. Der Regelvorgang ist durch
ein leichtes Pulsieren am Hand- bzw. Fußbremshebel spürbar.
Die ABS‑Warnlampe 3 muss nach dem Einschalten der Zündung aufleuchten und nach
dem Anfahren erlöschen. Wenn sie nach dem Anfahren nicht erlischt oder während der
Fahrt aufleuchtet, signalisiert das einen Fehler im ABS‑System. Das ABS ist dann nicht
mehr aktiv und die Räder können bei einer Bremsung blockieren. Die Bremsanlage selbst
bleibt funktionsfähig, lediglich die ABS‑Regelung entfällt.
Die ABS‑Warnlampe kann auch aufleuchten, wenn bei extremen Fahrsituationen die Drehzahl von Vorder- und Hinterrad stark voneinander abweichen, z. B. bei einem Wheelie oder
bei durchdrehendem Hinterrad. Dadurch wird das ABS abgeschaltet.
BREMSEN
90
Um das ABS wieder zu aktivieren, ist das Fahrzeug anzuhalten und die Zündung auszuschalten. Wird das Fahrzeug wieder in Betrieb genommen, wird auch das ABS wieder aktiviert. Die ABS‑Warnlampe erlischt nach dem Anfahren.
Mit der Taste 4 kann das ABS manuell abgeschaltet werden (siehe Startvorgang).
Grundstellung des Handbremshebels einstellen
11.2
–
Handbremshebel nach vorne ziehen.
–
Grundstellung des Handbremshebels mit dem Einstellrad 1 an die Handgröße anpassen.
Info
Einstellarbeiten nicht während der Fahrt durchführen.
B00627-10
Bremsscheiben der Vorderradbremse kontrollieren
11.3
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch abgenutzte Bremsscheibe(n).
–
Abgenutzte Bremsscheibe(n) unverzüglich wechseln. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
BREMSEN
91
–
Bremsscheibenstärke an mehreren Stellen der Bremsscheiben auf das Maß A kontrollieren.
Info
Durch Verschleiß reduziert sich die Stärke der Bremsscheiben im Bereich der
Anlagefläche 1 der Bremsbeläge.
Bremsscheiben - Verschleißgrenze
vorne
100135-10
»
Wenn die Bremsscheibenstärke unter dem Vorgabewert liegt:
–
–
4,5 mm
Bremsscheiben wechseln.
x
Bremsscheiben auf Beschädigung, Rissbildung und Verformung kontrollieren.
»
Wenn die Bremsscheiben Beschädigungen, Risse oder Verformungen aufweisen:
–
Bremsscheiben wechseln.
x
Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren
11.4
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–
Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total abgenutzte
Bremsbeläge hin. Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
–
Bremsflüssigkeit der Vorder- und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
BREMSEN
92
–
Den am Lenker montierten Bremsflüssigkeitsbehälter in waagerechte Position bringen.
–
Bremsflüssigkeitsstand am Bremsflüssigkeitsbehälter 1 kontrollieren.
»
Wenn der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung gesunken ist:
–
Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse nachfüllen.
x(
S. 92)
B00628-10
Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse nachfüllen
11.5
x
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–
Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total abgenutzte
Bremsbeläge hin. Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
–
Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten.
–
Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille.
–
Wenn Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
–
Bremsflüssigkeit der Vorder- und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
BREMSEN
93
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
–
Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsorgen.
Info
Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an!
Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenen Behälter!
–
Den am Lenker montierten Bremsflüssigkeitsbehälter in waagerechte Position bringen.
–
Schrauben entfernen.
–
Deckel 1 mit Membran 2 abnehmen.
–
Bremsflüssigkeit bis zur MAX Markierung auffüllen.
Bremsflüssigkeit DOT 4 / DOT 5.1 (
–
S. 199)
Deckel mit Membran positionieren. Schrauben montieren und festziehen.
B00629-10
Info
Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwaschen.
Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren
11.6
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch abgenutzte Bremsbeläge.
–
Abgenutzte Bremsbeläge unverzüglich wechseln. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
BREMSEN
94
Hinweis
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch beschädigte Bremsscheiben.
–
Werden die Bremsbeläge zu spät gewechselt werden, schleifen die Bremsbelagträger aus Stahl an der Bremsscheibe. Die Bremswirkung wird stark vermindert und die Bremsscheiben werden zerstört. Bremsbeläge regelmäßig kontrollieren.
–
Alle Bremsbeläge an beiden Bremszangen auf ihre Mindestbelagstärke A kontrollieren.
Mindestbelagstärke A
»
Ist die Mindestbelagstärke unterschritten:
–
–
Bremsbeläge der Vorderradbremse wechseln.
x
Alle Bremsbeläge an beiden Bremszangen auf Beschädigung und Rissbildung kontrollieren.
»
B00630-01
≥ 1 mm
Sind Beschädigungen oder Risse zu erkennen:
–
Bremsbeläge der Vorderradbremse wechseln.
x
Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren
11.7
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–
Ist der Leerweg am Fußbremshebel nicht vorhanden, baut sich im Bremssystem Druck auf die Hinterradbremse auf. Die Hinterradbremse kann durch Überhitzung ausfallen. Leerweg am Fußbremshebel nach Vorgabe einstellen.
BREMSEN
95
–
Fußbremshebel zwischen Endanschlag und Anlage zur Kolbenstange hin und her bewegen und Leerweg A kontrollieren.
Vorgabe
Leerweg am Fußbremshebel
3… 5 mm
Info
Die Kolbenstange darf sich dabei nicht bewegen.
»
600921-10
Wenn der Leerweg nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
Leerweg wieder herstellen.
Grundstellung des Fußbremshebels einstellen
11.8
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–
Ist der Leerweg am Fußbremshebel nicht vorhanden, baut sich im Bremssystem Druck auf die Hinterradbremse auf. Die Hinterradbremse kann durch Überhitzung ausfallen. Leerweg am Fußbremshebel nach Vorgabe einstellen.
–
Mutter 1 lösen und Druckstange 2 verdrehen, bis sich der Fußbremshebel in der
gewünschten Position befindet.
Mindestens zwei Gewindegänge sind an der unteren Mutter sichtbar.
Info
Der Verstellbereich ist begrenzt.
B00665-10
–
Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren. (
–
Mutter 1 festziehen.
S. 94)
BREMSEN
96
Bremsscheibe der Hinterradbremse kontrollieren
11.9
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch abgenutzte Bremsscheibe(n).
–
Abgenutzte Bremsscheibe(n) unverzüglich wechseln. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
–
Bremsscheibenstärke an mehreren Stellen der Bremsscheibe auf das Maß A kontrollieren.
Info
Durch Verschleiß reduziert sich die Stärke der Bremsscheibe im Bereich der
Anlagefläche 1 der Bremsbeläge.
Bremsscheibe - Verschleißgrenze
hinten
400480-10
»
Wenn die Bremsscheibenstärke unter dem Vorgabewert liegt:
–
–
4,5 mm
Bremsscheibe wechseln.
x
Bremsscheibe auf Beschädigung, Rissbildung und Verformung kontrollieren.
»
Wenn die Bremsscheibe Beschädigungen, Risse oder Verformungen aufweist:
–
Bremsscheiben wechseln.
x
Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren
11.10
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–
Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total abgenutzte
Bremsbeläge hin. Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
BREMSEN
97
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
–
Bremsflüssigkeit der Vorder- und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
–
Fahrzeug senkrecht stellen.
–
Bremsflüssigkeitsstand am Bremsflüssigkeitsbehälter kontrollieren.
»
Wenn der Flüssigkeitsstand die MIN Markierung 1 erreicht hat:
–
Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse nachfüllen.
x(
S. 97)
304306-10
Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse nachfüllen
11.11
x
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–
Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total abgenutzte
Bremsbeläge hin. Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
–
Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten.
–
Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille.
–
Wenn Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
BREMSEN
98
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
–
Bremsflüssigkeit der Vorder- und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
–
Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsorgen.
Info
Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an!
Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenen Behälter!
304304-10
–
Schrauben 1 entfernen.
–
Deckel 2 mit Membran 3 abnehmen.
BREMSEN
99
–
Bremsflüssigkeit bis zur Markierung A auffüllen.
Bremsflüssigkeit DOT 4 / DOT 5.1 (
–
S. 199)
Deckel mit Membran positionieren. Schrauben montieren und festziehen.
Info
Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwaschen.
304305-10
Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren
11.12
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch abgenutzte Bremsbeläge.
–
Abgenutzte Bremsbeläge unverzüglich wechseln. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Hinweis
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch beschädigte Bremsscheiben.
–
Werden die Bremsbeläge zu spät gewechselt werden, schleifen die Bremsbelagträger aus Stahl an der Bremsscheibe. Die Bremswirkung wird stark vermindert und die Bremsscheiben werden zerstört. Bremsbeläge regelmäßig kontrollieren.
BREMSEN
100
–
Bremsbeläge auf ihre Mindestbelagstärke A kontrollieren.
Mindestbelagstärke A
»
Ist die Mindestbelagstärke unterschritten:
–
–
Bremsbeläge der Hinterradbremse wechseln.
x
Bremsbeläge auf Beschädigung und Rissbildung kontrollieren.
»
Sind Beschädigungen oder Risse zu erkennen:
–
B00631-01
≥ 1 mm
Bremsbeläge der Hinterradbremse wechseln.
x
RÄDER, REIFEN
Vorderrad ausbauen
12.1
101
x
Vorarbeit
– Motorrad mit Hebevorrichtung hinten aufheben. (
–
Motorrad mit Hebevorrichtung vorne aufheben. (
S. 72)
S. 71)
Hauptarbeit
– Raddrehzahlgeberkabel aus der Klemme nehmen.
–
Schraube 1 entfernen und Raddrehzahlgeber 2 mit Hülse aus der Bohrung ziehen.
–
Schrauben 3 an beiden Bremszangen entfernen.
–
Bremsbeläge durch leichtes seitliches Kippen der Bremszangen auf der Bremsscheibe
zurückdrücken. Bremszangen vorsichtig nach hinten von den Bremsscheiben ziehen
und zur Seite hängen.
Info
B00632-10
Handbremshebel bei abgenommenen Bremszangen nicht betätigen.
–
Schraube 4 und Schrauben 5 lösen.
–
Schraube 4 ca. 6 Umdrehungen herausschrauben, mit der Hand auf die Schraube
drücken, um die Steckachse aus der Gabelfaust zu schieben. Schraube 4 entfernen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch beschädigte Bremsscheiben.
–
B00633-10
–
Das Rad immer so ablegen, dass die Bremsscheiben nicht beschädigt werden.
Vorderrad halten und Steckachse herausziehen. Vorderrad aus der Gabel nehmen.
RÄDER, REIFEN
Vorderrad einbauen
12.2
102
x
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
–
Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
–
Radlager auf Beschädigung und Verschleiß kontrollieren.
»
Wenn das Radlager beschädigt bzw. verschlissen ist:
–
–
Radlager wechseln.
x
Linke und rechte Distanzbuchse, sowie die Wellendichtringe reinigen, fetten und montieren.
Langzeitfett (
S. 202)
–
Schraube 1 und Steckachse 2 reinigen.
–
Vorderrad in die Gabel heben, positionieren und Steckachse einsetzen.
Der Pfeil auf der Speiche zeigt in Laufrichtung.
–
Schraube 1 montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Steckachse vorne
B00634-10
M25x1,5
45 Nm
RÄDER, REIFEN
103
–
Hülse auf den Raddrehzahlgeber 3 schieben und gemeinsam in die Bohrung stecken.
Schraube 4 montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Raddrehzahlgeber
B00632-11
M6
6 Nm
Loctite® 243™
–
Raddrehzahlgeberkabel in der Halterung fixieren.
–
Bremszangen positionieren und dabei auf korrekten Sitz der Bremsbeläge achten.
–
Schrauben 5 an beiden Bremszangen montieren, nicht festziehen.
–
Handbremshebel mehrmals betätigen, bis die Bremsbeläge an der Bremsscheibe anliegen und ein Druckpunkt vorhanden ist. Handbremshebel betätigt fixieren.
Bremszangen richten sich aus.
–
Schrauben 5 an beiden Bremszangen festziehen.
Vorgabe
Schraube Bremszange vorne
M10x1,25
45 Nm
Loctite® 243™
–
Fixierung des Handbremshebels entfernen.
–
Motorrad von Hebevorrichtung vorne nehmen. (
–
Motorrad von Hebevorrichtung hinten nehmen. (
–
Vorderradbremse betätigen und Gabel einige Male kräftig einfedern.
S. 71)
S. 72)
Gabelbeine richten sich aus.
–
Schrauben 6 festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelfaust
B00686-10
M8
15 Nm
RÄDER, REIFEN
Hinterrad ausbauen
12.3
104
x
Vorarbeit
– Motorrad mit Hebevorrichtung hinten aufheben. (
S. 72)
Hauptarbeit
– Schraube 1 entfernen und Raddrehzahlgeber 2 aus der Bohrung ziehen.
B00626-11
–
Mutter 3 entfernen. Kettenspanner 4 abnehmen.
–
Steckachse 5 so weit herausziehen, dass der Kettenspanner nicht mehr an der Stellschraube anliegt.
RÄDER, REIFEN
105
–
Hinterrad so weit als möglich nach vorne schieben und Kette vom Kettenrad nehmen.
–
Steckachse herausziehen.
–
Hinterrad nach hinten ziehen, bis der Bremszangenträger frei zwischen Bremsscheibe
und Felge hängt.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch beschädigte Bremsscheiben.
–
B00135-01
–
Das Rad immer so ablegen, dass die Bremsscheiben nicht beschädigt werden.
Hinterrad vorsichtig aus dem Schwingarm nehmen, ohne Felge und/oder Bremsscheibe
zu beschädigen.
Info
Bei ausgebautem Hinterrad die Fußbremse nicht betätigen.
Hinterrad einbauen
12.4
x
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
–
Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
Warnung
Unfallgefahr Keine Bremswirkung beim Betätigen der Hinterradbremse.
–
Nach dem Einbauen des Hinterrades immer Fußbremse betätigen, bis der Druckpunkt vorhanden ist.
Vorarbeit
– Motorrad mit Hebevorrichtung hinten aufheben. (
–
Hinterrad ausbauen.
x(
S. 104)
S. 72)
RÄDER, REIFEN
106
–
Ruckdämpfer der Hinterradnabe kontrollieren.
x(
S. 108)
Hauptarbeit
– Radlager auf Beschädigung und Verschleiß kontrollieren.
»
Wenn das Radlager beschädigt bzw. verschlissen ist:
–
–
Radlager wechseln.
Buchse 1 entfernen. Laufflächen von Buchse und Wellendichtring reinigen und fetten.
Langzeitfett (
B00635-10
x
S. 202)
–
Buchse montieren.
–
Gewinde der Steckachse und Mutter reinigen und fetten.
Langzeitfett (
–
S. 202)
Eingriffstellen an Bremszangenträger und Schwingarm reinigen.
RÄDER, REIFEN
107
–
Widerlager vom Bremszangenträger A und Schwingarm in Eingriff bringen. Hinterrad
vorsichtig in den Schwingarm heben und Bremsscheibe in Eingriff bringen. Kette auf
das Kettenrad legen und die Steckachse montieren.
–
Kettenspanner 2 und Mutter 3 montieren.
Info
Kettenspanner links und rechts in gleicher Position montieren.
–
Das Hinterrad nach vorne drücken, damit die Kettenspanner an den Spannschrauben
anliegen und Mutter festziehen.
Vorgabe
Damit das Hinterrad korrekt ausgerichtet ist, müssen die Markierungen an den Kettenspannern links und rechts in der selben Position zu den Referenzmarken B stehen.
Mutter Steckachse hinten
–
M25x1,5
90 Nm
Gewinde gefettet
Raddrehzahlgeber 4 in die Bohrung stecken. Schraube 5 montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Raddrehzahlgeber
B00626-12
–
M6
Loctite® 243™
Fußbremshebel mehrmals betätigen, bis die Bremsbeläge an der Bremsscheibe anliegen und ein Druckpunkt vorhanden ist.
Nacharbeit
– Motorrad von Hebevorrichtung hinten nehmen. (
–
6 Nm
Kettenspannung kontrollieren. (
S. 81)
S. 72)
RÄDER, REIFEN
108
Ruckdämpfer der Hinterradnabe kontrollieren
12.5
x
Info
Die Kraft des Motors wird vom Kettenrad mit 5 Ruckdämpfern auf das Hinterrad übertragen. Sie nutzen sich im Betrieb ab. Werden
die Ruckdämpfer nicht rechtzeitig gewechselt, wird der Kettenradträger und die Hinterradnabe beschädigt.
Vorarbeit
– Motorrad mit Hebevorrichtung hinten aufheben. (
–
Hinterrad ausbauen.
x(
S. 72)
S. 104)
Hauptarbeit
– Kettenradträger abnehmen.
–
Ruckdämpfer der Hinterradnabe auf Beschädigung und Verschleiß kontrollieren.
»
Wenn die Ruckdämpfer der Hinterradnabe beschädigt bzw. verschlissen sind:
–
–
Ruckdämpfer wechseln.
x
Kettenradträger positionieren.
Info
Eine möglichst spielfreie Bolzen-Ruckdämpfer-Paarung erhöht die Lebensdauer
der Ruckdämpfer.
B00636-01
Nacharbeit
– Hinterrad einbauen.
x(
S. 105)
–
Motorrad von Hebevorrichtung hinten nehmen. (
–
Kettenspannung kontrollieren. (
S. 81)
S. 72)
RÄDER, REIFEN
109
Reifenzustand kontrollieren
12.6
Warnung
Unfallgefahr Unkontrollierbares Fahrverhalten durch das Platzen eines Reifens.
–
Beschädigte oder abgefahrene Reifen im Interesse der Sicherheit sofort wechseln. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft
Ihnen gerne.)
Warnung
Sturzgefahr Beeinträchtigung des Fahrverhaltens durch unterschiedliche Reifenprofile an Vorder- und Hinterrad.
–
Vorder- und Hinterrad dürfen nur mit Reifen gleichartiger Profilgestaltung bereift sein, sonst könnte das Fahrzeug unkontrollierbar werden.
Warnung
Unfallgefahr Unkontrollierbares Fahrverhalten durch nicht freigegebene und/oder empfohlene Reifen/Räder.
–
Nur von KTM freigegebene und/oder empfohlene Reifen/Räder mit dem entsprechenden Geschwindigkeitsindex verwenden.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bodenhaftung bei neuen Reifen.
–
Neue Reifen haben eine glatte Lauffläche und daher nicht die volle Bodenhaftung. Die gesamte Lauffläche muss die ersten
200 Kilometer bei gemäßigter Fahrweise in wechselnden Schräglagen aufgeraut werden. Erst durch das "Einfahren" wird die
volle Haftfähigkeit erreicht.
Info
Reifentyp, Reifenzustand und Reifenluftdruck beeinflussen das Fahrverhalten des Motorrades.
Abgefahrene Reifen wirken sich besonders auf nassem Untergrund ungünstig auf das Fahrverhalten aus.
RÄDER, REIFEN
110
–
Vorder- und Hinterreifen auf Schnitte, eingefahrene Gegenstände und andere Beschädigungen kontrollieren.
»
Wenn der Reifen Schnitte, eingefahrene Gegenstände oder andere Beschädigungen
aufweist:
–
–
Reifen wechseln.
Profiltiefe kontrollieren.
Info
Beachten Sie die gesetzliche landesspezifische Mindestprofiltiefe.
400602-10
Mindestprofiltiefe
»
Wenn die Mindestprofiltiefe unterschritten ist:
–
–
≥ 2 mm
Reifen wechseln.
Reifenalter kontrollieren.
Info
Das Herstellungsdatum der Reifen ist üblicherweise in der Reifenbeschriftung
enthalten und wird mit den letzten vier Ziffern der DOT Bezeichnung gekennzeichnet. Die ersten beiden Ziffern weisen auf die Herstellungswoche und die
letzten beiden Ziffern auf das Herstellungsjahr hin.
KTM empfiehlt einen Wechsel der Reifen, unabhängig vom tatsächlichen Verschleiß, spätestens nach 5 Jahren.
»
Wenn der Reifen älter als 5 Jahre ist:
–
Reifen wechseln.
RÄDER, REIFEN
111
Reifenluftdruck kontrollieren
12.7
Info
Zu geringer Reifenluftdruck führt zu abnormalem Verschleiß und zur Überhitzung des Reifens.
Richtiger Reifenluftdruck gewährleistet optimalen Fahrkomfort und maximale Lebensdauer des Reifens.
–
Staubkappe entfernen.
–
Reifenluftdruck bei kalten Reifen kontrollieren.
Reifenluftdruck Solo
vorne
2,4 bar
hinten
2,4 bar
Reifenluftdruck mit Beifahrer / volle Nutzlast
400695-01
»
2,4 bar
hinten
2,6 bar
Wenn der Reifenluftdruck nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
–
vorne
Reifenluftdruck berichtigen.
Staubkappe montieren.
Info
Die Gummidichtung in der Staubkappe verhindert bei einem defekten Ventil das
Ausströmen der Luft aus dem Reifen.
ELEKTRIK
Batterie ausbauen
13.1
112
x
Warnung
Verletzungsgefahr Batteriesäure und Batteriegase verursachen schwere Verätzungen.
–
Batterien außer Reichweite von Kindern halten.
–
Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille.
–
Kontakt mit Batteriesäure und Batteriegasen vermeiden.
–
Funken oder offene Flammen von der Batterie fern halten. Laden nur in gut belüfteten Räumen.
–
Bei Hautkontakt mit reichlich Wasser abspülen. Wenn Batteriesäure in die Augen gelangt, mindestens 15 Minuten lang mit
Wasser ausspülen und einen Arzt aufsuchen.
Vorsicht
Unfallgefahr Wird das Fahrzeug mit entladener Batterie oder ohne Batterie betrieben, können elektronische Bauteile und Sicherheitsvorrichtungen beschädigt werden.
–
Fahrzeug nie mit entladener Batterie oder ohne Batterie betreiben.
Vorarbeit
– Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen.
–
Sitzbank abnehmen. (
S. 73)
ELEKTRIK
113
Hauptarbeit
– Minuskabel 1 der Batterie abklemmen.
B00637-10
B00638-10
–
Pluspolabdeckung 2 entfernen.
–
Pluskabel 3 der Batterie abklemmen.
–
Gummiband 4 aushängen.
–
Batterie nach oben aus der Batteriehalterung ziehen.
ELEKTRIK
Batterie einbauen
13.2
114
x
Hauptarbeit
– Batterie in der Batteriehalterung positionieren.
Info
Die Batteriepole müssen in Fahrtrichtung zeigen.
–
Gummiband 1 einhängen.
–
Pluskabel 2 der Batterie anklemmen.
–
Pluspolabdeckung 3 positionieren.
–
Minuskabel 4 der Batterie anklemmen.
B00638-11
B00637-11
Nacharbeit
– Sitzbank montieren. (
–
Uhrzeit einstellen. (
S. 74)
S. 29)
ELEKTRIK
Batterie laden
13.3
115
x
Warnung
Verletzungsgefahr Batteriesäure und Batteriegase verursachen schwere Verätzungen.
–
Batterien außer Reichweite von Kindern halten.
–
Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille.
–
Kontakt mit Batteriesäure und Batteriegasen vermeiden.
–
Funken oder offene Flammen von der Batterie fern halten. Laden nur in gut belüfteten Räumen.
–
Bei Hautkontakt mit reichlich Wasser abspülen. Wenn Batteriesäure in die Augen gelangt, mindestens 15 Minuten lang mit
Wasser ausspülen und einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Umweltgefährdung Bau- und Bestandteile der Batterie belasten die Umwelt.
–
Batterien nicht in den Hausmüll werfen. Entsorgen Sie eine defekte Batterie umweltgerecht. Geben Sie die Batterie bei Ihrem
KTM-Händler oder bei einer Rücknahmestelle für Altbatterien ab.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
–
Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsorgen.
ELEKTRIK
116
Info
Auch wenn die Batterie nicht belastet wird, verliert sie täglich an Ladung.
Sehr wichtig für die Lebensdauer der Batterie ist der Ladezustand und die Art der Ladung.
Schnellladungen mit höherem Ladestrom wirken sich negativ auf die Lebensdauer aus.
Wird Ladestrom, Ladespannung und Ladezeit überschritten, entweicht Elektrolyt über die Sicherheitsventile. Dadurch verliert die
Batterie an Kapazität.
Wenn die Batterie leergestartet wurde, ist sie unverzüglich zu laden.
Bei längerer Standzeit in entladenem Zustand tritt Tiefentladung und Sulfatierung ein und die Batterie wird zerstört.
Die Batterie ist wartungsfrei, das heißt die Kontrolle des Säurestandes entfällt.
Vorarbeit
– Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen.
–
Sitzbank abnehmen. (
–
Minuskabel der Batterie abklemmen, um Schäden an der Bordelektronik zu vermeiden.
S. 73)
ELEKTRIK
117
Hauptarbeit
– Ladegerät an die Batterie anklemmen. Ladegerät einschalten.
Batterieladegerät (58429074000)
Zusätzlich können Sie mit diesem Ladegerät Ruhespannung, Startfähigkeit der Batterie
und den Generator testen. Außerdem ist mit diesem Gerät ein Überladen der Batterie
unmöglich.
Info
Deckel 1 keinesfalls entfernen.
Batterie mit maximal 10% der Kapazität, die auf dem Batteriegehäuse 2 angegeben ist, laden.
–
Ladegerät nach dem Laden ausschalten. Batterie anklemmen.
Vorgabe
Ladestrom, Ladespannung und Ladezeit dürfen nicht überschritten werden.
Batterie regelmäßig nachladen, wenn
das Motorrad nicht in Betrieb genommen
wird
3 Monate
700588-01
Nacharbeit
– Sitzbank montieren. (
S. 74)
Hauptsicherung wechseln
13.4
Warnung
Brandgefahr Durch die Verwendung falscher Sicherungen kann die elektrische Anlage überlastet werden.
–
Nur Sicherungen mit der vorgeschriebenen Ampere-Zahl verwenden. Sicherungen niemals überbrücken oder instandsetzen.
ELEKTRIK
118
Info
Mit der Hauptsicherung sind alle Stromverbraucher des Fahrzeuges abgesichert. Die Hauptsicherung befindet sich unter der Sitzbank.
Vorarbeit
– Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen.
–
Sitzbank abnehmen. (
S. 73)
Hauptarbeit
– Schutzkappen 1 abnehmen.
–
Defekte Hauptsicherung 2 entfernen.
Info
Eine defekte Sicherung erkennen Sie am unterbrochenen Schmelzdraht A.
Im Startrelais steckt eine Ersatzsicherung 3.
–
Neue Hauptsicherung einsetzen.
Sicherung (58011109130) (
S. 190)
Tipp
Neue Ersatzsicherung in das Startrelais einsetzen, um sie bei Bedarf verfügbar
zu haben.
–
Schutzkappen 1 aufstecken.
B00640-10
Nacharbeit
– Sitzbank montieren. (
S. 74)
ELEKTRIK
119
Sicherungen ABS wechseln
13.5
Warnung
Brandgefahr Durch die Verwendung falscher Sicherungen kann die elektrische Anlage überlastet werden.
–
Nur Sicherungen mit der vorgeschriebenen Ampere-Zahl verwenden. Sicherungen niemals überbrücken oder instandsetzen.
Info
Zwei Sicherungen für das ABS befinden sich unter der Sitzbank. Mit diesen beiden Sicherungen sind die Rückförderpumpe und die
Hydraulikeinheit des ABS abgesichert. Die dritte Sicherung, mit der das ABS‑Steuergerät abgesichert ist, befindet sich im Sicherungskasten.
Vorarbeit
– Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen.
–
Sitzbank abnehmen. (
S. 73)
Sicherung der ABS‑Hydraulikeinheit wechseln:
– Schutzkappe abnehmen und Sicherung 1 entfernen.
–
Neue Sicherung einsetzen.
Sicherung (58011109130)
B00639-10
–
Kontrollieren, ob die ABS‑Warnlampe noch leuchtet.
–
Schutzkappe montieren.
ELEKTRIK
120
Sicherung der ABS‑Rückförderpumpe wechseln:
– Schutzkappe abnehmen und Sicherung 2 entfernen.
–
Neue Sicherung einsetzen.
Sicherung (58011109130)
–
Kontrollieren, ob die ABS‑Warnlampe noch leuchtet.
–
Schutzkappe montieren.
B00639-11
Nacharbeit
– Sitzbank montieren. (
S. 74)
Sicherungen der einzelnen Stromverbraucher wechseln
13.6
Warnung
Brandgefahr Durch die Verwendung falscher Sicherungen kann die elektrische Anlage überlastet werden.
–
Nur Sicherungen mit der vorgeschriebenen Ampere-Zahl verwenden. Sicherungen niemals überbrücken oder instandsetzen.
Info
Der Sicherungskasten mit den Sicherungen der einzelnen Stromverbraucher befindet sich unter der Sitzbank.
Vorarbeit
– Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen.
–
Sitzbank abnehmen. (
S. 73)
ELEKTRIK
121
Hauptarbeit
– Sicherungskastendeckel 1 öffnen.
–
Sicherungen kontrollieren.
Info
Eine defekte Sicherung erkennen Sie am unterbrochenen Schmelzdraht A.
–
Defekte Sicherung entfernen.
Vorgabe
B00648-10
Sicherung 1 - 10 A - Zündung, Kraftstoffpumpe, Warnblinkanlage
Sicherung 2 - 15 A - Fernlicht, Abblendlicht, Begrenzungslicht, Rücklicht, Kennzeichenbeleuchtung
Sicherung 3 - 10 A - Hupe, Bremslicht, Blinker
Sicherung 4 - 10 A - Kühlerlüfter
Sicherung 5 - 10 A - Zündung (EFI‑Steuergerät), Wegfahrsperre
Sicherung 6 - 10 A - Kombiinstrument, Zusatzgeräte (Dauerplus), Alarmanlage (optional), Steckdose
Sicherung 7 - 10 A - Zusatzgeräte (mit Zündschalter geschaltetes Plus)
Sicherung 8 - 10 A - ABS
Sicherung 9 - nicht belegt
Sicherung 10 - nicht belegt
Sicherung SPARE - 10 A/15 A - Ersatzsicherungen
–
Ersatzsicherung in passender Stärke einsetzen.
Sicherung (75011088010) (
S. 190)
Sicherung (75011088015) (
S. 190)
ELEKTRIK
122
Tipp
Neue Ersatzsicherung einsetzen, um sie bei Bedarf verfügbar zu haben.
–
Sicherungskastendeckel schließen.
Nacharbeit
– Sitzbank montieren. (
S. 74)
Scheinwerferlampe wechseln
13.7
Hinweis
Schaden am Reflektor Verringerte Leuchtkraft.
–
Fett am Glaskolben der Lampe verdampft durch die Hitze und setzt sich am Reflektor fest. Glaskolben vor der Montage reinigen und
fettfrei halten.
Vorarbeit
– Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen.
Hauptarbeit
– Abdeckung entfernen.
B00668-01
ELEKTRIK
123
–
Stecker 1 trennen.
–
Gummikappe 2 entfernen.
–
Bügel 3 aushängen.
–
Scheinwerferlampe 4 entfernen.
–
Neue Scheinwerferlampe im Scheinwerfergehäuse positionieren.
B00673-10
Abblendlicht/Fernlicht (H4 / Sockel P43t) (
S. 190)
Info
Scheinwerferlampe so einsetzen, dass die Nasen in den Ausnehmungen eingreifen.
B00674-10
–
Bügel positionieren.
ELEKTRIK
124
–
Gummikappe 2 montieren.
–
Stecker 1 anstecken.
–
Abdeckung montieren.
–
Funktion der Beleuchtung kontrollieren.
B00673-10
B00668-01
Begrenzungslichtlampe wechseln
13.8
Hinweis
Schaden am Reflektor Verringerte Leuchtkraft.
–
Fett am Glaskolben der Lampe verdampft durch die Hitze und setzt sich am Reflektor fest. Glaskolben vor der Montage reinigen und
fettfrei halten.
ELEKTRIK
125
Vorarbeit
– Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen.
Hauptarbeit
– Abdeckung entfernen.
B00668-01
ELEKTRIK
126
–
Kabeldurchführung 1 und Fassung des Begrenzungslichts vorsichtig aus dem Gehäuse
ziehen.
–
Lampe entfernen.
–
Neue Lampe in der Fassung positionieren.
Begrenzungslicht (W5W / Sockel W2,1x9,5d) (
–
Fassung mit Lampe vorsichtig im Gehäuse positionieren.
–
Kabeldurchführung montieren.
–
Abdeckung montieren.
–
Funktion der Beleuchtung kontrollieren.
B00675-10
B00668-01
S. 190)
ELEKTRIK
127
Blinkerlampe wechseln
13.9
Hinweis
Schaden am Reflektor Verringerte Leuchtkraft.
–
Fett am Glaskolben der Lampe verdampft durch die Hitze und setzt sich am Reflektor fest. Glaskolben vor der Montage reinigen und
fettfrei halten.
–
Schraube an der Rückseite des Blinkergehäuses entfernen.
–
Streuscheibe 1 vorsichtig abnehmen.
–
Lampe 2 leicht in die Fassung drücken, ca. 30° gegen den Uhrzeigersinn drehen und
aus der Fassung ziehen.
–
Neue Lampe leicht in die Fassung drücken und bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Blinker (RY10W / Sockel BAU15s) (
101147-10
S. 191)
–
Blinker auf Funktion kontrollieren.
–
Streuscheibe positionieren.
–
Schraube einsetzen und zuerst gegen den Uhrzeigersinn drehen, bis sie mit einem kleinen Ruck in den Gewindegang einrastet. Schraube leicht anziehen.
Bremslichtlampe wechseln
13.10
Hinweis
Schaden am Reflektor Verringerte Leuchtkraft.
–
Fett am Glaskolben der Lampe verdampft durch die Hitze und setzt sich am Reflektor fest. Glaskolben vor der Montage reinigen und
fettfrei halten.
ELEKTRIK
128
Vorarbeit
– Sitzbank abnehmen. (
S. 73)
Hauptarbeit
– Schrauben 1 entfernen.
–
Haltegriffe abnehmen.
–
Schrauben 2 am linken und rechten Hitzeschutz entfernen.
–
Hitzeschutz abnehmen.
B00641-10
B00642-10
ELEKTRIK
129
–
Schrauben 3 am linken und rechten Heckseitenteil entfernen.
–
Schrauben 4 entfernen.
–
Heckseitenteile abnehmen.
–
Schrauben 5 entfernen.
–
Heckoberteil abnehmen.
B00643-10
B00644-10
ELEKTRIK
130
–
Lampenfassung 6 bis zum Anschlag gegen den Uhrzeigersinn drehen und aus dem
Rücklicht nehmen.
–
Lampe leicht in die Fassung drücken, gegen den Uhrzeigersinn drehen und aus der Fassung ziehen.
–
Neue Lampe leicht in die Fassung drücken und bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Bremslicht (PR21W / Sockel BAW15s) (
S. 191)
–
Lampenfassung in das Rücklicht stecken und bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
–
Funktion der Bremslichtanlage kontrollieren.
–
Heckoberteil positionieren.
–
Schrauben 5 montieren und festziehen.
B00645-10
Vorgabe
B00644-10
Restliche Schrauben Fahrgestell
M5
5 Nm
Restliche Schrauben Fahrgestell
EJOT PT K50x18
T20
2 Nm
ELEKTRIK
131
–
Heckseitenteile positionieren.
–
Schrauben 3 am linken und rechten Heckseitenteil montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Heckseitenteil
–
EJOT Altracs
50x16
Erstverschraubung
3,3 Nm
Folgeverschraubung
2 Nm
Restliche Schrauben Fahrgestell
M5
5 Nm
Restliche Schrauben Fahrgestell
EJOT PT K50x12
T20
1,2 Nm
Schrauben 4 montieren und festziehen.
Vorgabe
B00643-10
–
Hitzeschutz positionieren.
–
Schrauben 2 am linken und rechten Hitzeschutz montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Taschenträger
B00642-10
M8
15 Nm
Loctite® 243™
ELEKTRIK
132
–
Haltegriffe positionieren.
–
Schrauben 1 montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Haltegriff
M8
20 Nm
B00641-10
Nacharbeit
– Sitzbank montieren. (
S. 74)
Rücklichtlampen wechseln
13.11
Hinweis
Schaden am Reflektor Verringerte Leuchtkraft.
–
Fett am Glaskolben der Lampe verdampft durch die Hitze und setzt sich am Reflektor fest. Glaskolben vor der Montage reinigen und
fettfrei halten.
Vorarbeit
– Sitzbank abnehmen. (
S. 73)
ELEKTRIK
133
Hauptarbeit
– Schrauben 1 entfernen.
–
Haltegriffe abnehmen.
–
Schrauben 2 am linken und rechten Hitzeschutz entfernen.
–
Hitzeschutz abnehmen.
B00641-10
B00642-10
ELEKTRIK
134
–
Schrauben 3 am linken und rechten Heckseitenteil entfernen.
–
Schrauben 4 entfernen.
–
Heckseitenteile abnehmen.
–
Schrauben 5 entfernen.
–
Heckoberteil abnehmen.
B00643-10
B00644-10
ELEKTRIK
135
–
Lampenfassungen 6 vorsichtig aus der Halterung ziehen.
–
Lampe entfernen.
–
Neue Lampe in der Fassung positionieren.
Rücklicht (WR5W / Sockel W2,1x9,5d) (
S. 191)
–
Fassungen mit Lampen vorsichtig in der Halterung im Rücklicht positionieren.
–
Funktion der Rücklichtlampen kontrollieren.
–
Heckoberteil positionieren.
–
Schrauben 5 montieren und festziehen.
B00646-10
Vorgabe
B00644-10
Restliche Schrauben Fahrgestell
M5
5 Nm
Restliche Schrauben Fahrgestell
EJOT PT K50x18
T20
2 Nm
ELEKTRIK
136
–
Heckseitenteile positionieren.
–
Schrauben 3 am linken und rechten Heckseitenteil montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Heckseitenteil
–
EJOT Altracs
50x16
Erstverschraubung
3,3 Nm
Folgeverschraubung
2 Nm
Restliche Schrauben Fahrgestell
M5
5 Nm
Restliche Schrauben Fahrgestell
EJOT PT K50x12
T20
1,2 Nm
Schrauben 4 montieren und festziehen.
Vorgabe
B00643-10
–
Hitzeschutz positionieren.
–
Schrauben 2 am linken und rechten Hitzeschutz montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Taschenträger
B00642-10
M8
15 Nm
Loctite® 243™
ELEKTRIK
137
–
Haltegriffe positionieren.
–
Schrauben 1 montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Haltegriff
M8
B00641-10
Nacharbeit
– Sitzbank montieren. (
S. 74)
Kennzeichenbeleuchtung wechseln
13.12
Hauptarbeit
– Schrauben 1 entfernen.
–
700602-01
Abdeckung der Kennzeichenbeleuchtung entfernen.
20 Nm
ELEKTRIK
138
–
Fassung 2 vorsichtig aus der Halterung ziehen.
–
Lampe entfernen.
–
Neue Lampe in der Fassung positionieren.
Kennzeichenbeleuchtung (W5W / Sockel W2,1x9,5d) (
S. 191)
–
Fassung mit Lampe vorsichtig in der Halterung positionieren.
–
Abdeckung positionieren.
–
Schrauben 1 montieren und festziehen.
700603-01
700602-01
Nacharbeit
– Funktion der Kennzeichenbeleuchtung kontrollieren.
ELEKTRIK
139
Scheinwerfereinstellung kontrollieren
13.13
A
0
–
Fahrzeug auf einer waagrechten Fläche vor einer hellen Mauer abstellen und in Höhe
der Scheinwerfermitte eine Markierung anbringen.
–
Eine weitere Markierung mit dem Abstand B unterhalb der ersten Markierung anbringen.
Vorgabe
0
B
Abstand B
–
5 cm
Fahrzeug im Abstand A senkrecht vor die Mauer stellen und das Abblendlicht einschalten.
Vorgabe
400726-10
Abstand A
5m
–
Nun setzt sich der Fahrer, gegebenenfalls mit Gepäck und Beifahrer, auf das Motorrad.
–
Scheinwerfereinstellung kontrollieren.
Die Hell-Dunkelgrenze muss beim einsatzfertigen Motorrad mit Fahrer, eventuellem
Gepäck und Beifahrer, genau auf der unteren Markierung liegen.
»
Wenn die Hell-Dunkelgrenze nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
Scheinwerferleuchtweite einstellen. (
S. 139)
Scheinwerferleuchtweite einstellen
13.14
Vorarbeit
– Scheinwerfereinstellung kontrollieren. (
S. 139)
ELEKTRIK
140
–
Durch Drehen des Verstellrades 2 die Leuchtweite des Scheinwerfers einstellen.
Vorgabe
Die Hell-Dunkelgrenze muss beim einsatzfertigen Motorrad mit Fahrer, eventuellem
Gepäck und Beifahrer, genau auf der unteren Markierung (angebracht bei: Scheinwerfereinstellung kontrollieren) liegen.
Info
B00139-10
Drehen nach oben erhöht die Leuchtweite, Drehen nach unten reduziert die
Leuchtweite.
Einstellarbeiten nicht während der Fahrt durchführen.
Zündschlüssel aktivieren/deaktivieren
13.15
Info
Der orange Programmierschlüssel darf ausschließlich zum Aktivieren/Deaktivieren verwendet werden!
Bei Verlust bzw. Ersatz eines schwarzen Zündschlüssel müssen die einzelnen schwarzen Zündschlüssel mit dem orangen Programmierschlüssel aktiviert bzw. deaktiviert werden. Dadurch wird auch eine unbefugte Inbetriebnahme des Fahrzeuges mit dem verlorenen schwarzen Zündschlüssel verhindert.
Bis zu vier schwarze Zündschlüssel können aktiviert/deaktiviert werden. Nur die während eines Aktivierungsvorgangs angelernten
schwarzen Zündschlüssel sind gültig. Alle nicht in dem Aktivierungsvorgang angelernten schwarzen Zündschlüssel sind ungültig,
können aber bei einem weiteren Aktivierungsvorgang wieder angelernt werden.
ELEKTRIK
141
Verlust eines schwarzen Zündschlüssels (zweiter schwarzer Zündschlüssel ist vorhanden):
Durch den folgenden Vorgang werden alle aktivierten schwarzen Zündschlüssel deaktiviert, die in diesem Vorgang nicht einbezogen werden.
–
Not-Aus-Schalter in die Stellung
–
Orangen Programmierschlüssel ins Zündschloss stecken.
–
Zündung einschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die Stellung ON
drehen.
drücken.
401184-10
FI Warnlampe
(MIL) geht an, wieder aus und beginnt zu blinken.
Kontrolllampe Wegfahrsperre
B00652-10
geht an.
–
Zündung ausschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die
Stellung OFF drehen.
–
Orangen Programmierschlüssel abziehen.
–
Schwarzen Zündschlüssel ins Zündschloss stecken.
–
Zündung einschalten, dazu den Zündschlüssel in die Stellung ON
FI Warnlampe
drehen.
(MIL) geht an, wieder aus und beginnt zu blinken.
Kontrolllampe Wegfahrsperre
geht an, kurz aus und wieder an.
–
Zündung ausschalten, dazu den Zündschlüssel in die Stellung OFF
–
Schwarzen Zündschlüssel abziehen.
–
Orangen Programmierschlüssel ins Zündschloss stecken.
–
Zündung einschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die Stellung ON
drehen.
FI Warnlampe
drehen.
(MIL) geht an, wieder aus und beginnt zu blinken.
ELEKTRIK
142
Kontrolllampe Wegfahrsperre geht an, kurz aus und blinkt entsprechend der
Anzahl der funktionsfähigen schwarzen Zündschlüssel einschließlich des orangen Programmierschlüssels. In diesen Fall zweimal.
–
Zündung ausschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die
Stellung OFF drehen.
–
Orangen Programmierschlüssel abziehen.
Der verlorengegangene schwarze Zündschlüssel ist deaktiviert.
Der vorhandene schwarze Zündschlüssel ist neu aktiviert.
Verlust beider schwarzer Zündschlüssel (kein schwarzer Zündschlüssel mehr vorhanden):
Dieser Vorgang ist notwendig, um eine missbräuchliche Verwendung durch die verlorengegangenen schwarzen Zündschlüssel zu verhindern.
–
Not-Aus-Schalter in die Stellung
–
Orangen Programmierschlüssel ins Zündschloss stecken.
–
Zündung einschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die Stellung ON
drehen.
drücken.
401184-11
FI Warnlampe
(MIL) geht an, wieder aus und beginnt zu blinken.
Kontrolllampe Wegfahrsperre
B00652-10
geht an.
–
Zündung ausschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die
Stellung OFF drehen.
–
Zündung einschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die Stellung ON
drehen.
FI Warnlampe
(MIL) geht an, wieder aus und beginnt zu blinken.
ELEKTRIK
143
Kontrolllampe Wegfahrsperre geht an, kurz aus und blinkt entsprechend
der Anzahl der funktionsfähigen schwarzen Zündschlüssel einschließlich des
orangen Programmierschlüssels. In diesen Fall einmal, da alle schwarzen Zündschlüssel deaktiviert sind.
–
Zündung ausschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die
Stellung OFF drehen.
–
Orangen Programmierschlüssel abziehen.
–
Neuen schwarzen Zündschlüssel nach der Schlüsselnummer auf der KEYCODECARD
bestellen und aktivieren.
Alle schwarzen Zündschlüssel sind deaktiviert.
Zündschlüssel aktivieren:
– Not-Aus-Schalter in die Stellung
drücken.
–
Orangen Programmierschlüssel ins Zündschloss stecken.
–
Zündung einschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die Stellung ON
drehen.
FI Warnlampe
(MIL) geht an, wieder aus und beginnt zu blinken.
Kontrolllampe Wegfahrsperre
geht an.
–
Zündung ausschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die
Stellung OFF drehen.
–
Orangen Programmierschlüssel abziehen.
–
Schwarzen Zündschlüssel ins Zündschloss stecken.
–
Zündung einschalten, dazu den Zündschlüssel in die Stellung ON
FI Warnlampe
drehen.
(MIL) geht an, wieder aus und beginnt zu blinken.
Kontrolllampe Wegfahrsperre
geht an, kurz aus und wieder an.
–
Zündung ausschalten, dazu den Zündschlüssel in die Stellung OFF
–
Schwarzen Zündschlüssel abziehen.
–
Sollen weitere Zündschlüssel aktiviert werden, sind die letzten 4 Arbeitsschritte mit
dem jeweiligen Zündschlüssel zu wiederholen.
drehen.
ELEKTRIK
144
–
Orangen Programmierschlüssel ins Zündschloss stecken.
–
Zündung einschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die Stellung ON
drehen.
FI Warnlampe
(MIL) geht an, wieder aus und beginnt zu blinken.
Kontrolllampe Wegfahrsperre geht an, kurz aus und blinkt entsprechend der
Anzahl der funktionsfähigen schwarzen Zündschlüssel einschließlich des orangen Programmierschlüssels.
–
Zündung ausschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die
Stellung OFF drehen.
–
Orangen Programmierschlüssel abziehen.
Alle im Arbeitsablauf einbezogene schwarze Zündschlüssel sind aktiviert.
KÜHLSYSTEM
145
Kühlsystem
14.1
Durch die Wasserpumpe 1 im Motor ist ein Zwangsumlauf der Kühlflüssigkeit gegeben.
Der bei Erwärmung entstehende Druck im Kühlsystem wird durch ein Ventil im Kühlerverschluss geregelt. Dadurch ist die angegebene Kühlflüssigkeitstemperatur zulässig, ohne
dass mit Funktionsstörungen zu rechnen ist.
125 °C
B00676-10
Die Kühlung erfolgt durch den Fahrtwind und einen Kühlerlüfter, der über einen Thermoschalter gesteuert wird.
Je niedriger die Geschwindigkeit, desto geringer die Kühlwirkung. Ebenso verringern
schmutzige Kühlrippen die Kühlwirkung.
Durch die Wärmeausdehnung wird der überschüssige Teil der Kühlflüssigkeit in den Ausgleichsbehälter 2 geleitet. Fällt die Temperatur, wird dieser Anteil wieder in das Kühlsystem zurückgesaugt.
700621-10
Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren
14.2
Warnung
Verbrühungsgefahr Kühlflüssigkeit wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß und steht unter Druck.
–
Kühler, Kühlerschläuche und sonstige Bauteile des Kühlsystems nicht bei betriebswarmem Motor öffnen. Motor und Kühlsystem abkühlen lassen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter lauwarmes Wasser halten.
KÜHLSYSTEM
146
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
–
Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt sofort
einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von Kindern halten.
Bedingung
Motor ist kalt.
Vorarbeit
– Motorrad auf einer waagrechten Fläche senkrecht stellen.
–
Sitzbank abnehmen. (
–
Maskenspoiler ausbauen. (
–
Kraftstofftank zurücksetzen. (
S. 73)
S. 77)
S. 75)
Hauptarbeit
– Kühlerverschluss 1 und Verschluss 2 vom Ausgleichsbehälter entfernen.
–
Frostschutz der Kühlflüssigkeit kontrollieren.
−25… −45 °C
»
Wenn der Frostschutz der Kühlflüssigkeit nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
–
Frostschutz der Kühlflüssigkeit korrigieren.
Kühlflüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter kontrollieren.
Der Kühlflüssigkeitsstand muss sich zwischen der oberen Markierung 3 und unteren
Markierung 4 befinden.
B00677-10
»
Wenn der Kühlflüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter nicht mit der Vorgabe übereinstimmt, aber noch nicht leer ist:
–
Kühlflüssigkeit bis zur oberen Markierung einfüllen.
KÜHLSYSTEM
147
Alternativ 1
Kühlflüssigkeit (
S. 199)
Alternativ 2
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) (
»
S. 200)
Wenn sich im Ausgleichsbehälter keine Kühlflüssigkeit befindet:
–
Kühlsystem auf Dichtheit kontrollieren.
x
Info
Motorrad nicht in Betrieb nehmen!
–
Kühlsystem befüllen/entlüften.
x(
S. 151)
–
Verschluss 2 vom Ausgleichsbehälter montieren.
–
Kühlflüssigkeitsstand im Kühler kontrollieren.
Der Kühler muss vollständig gefüllt sein.
»
Wenn der Kühlflüssigkeitsstand nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
Kühlflüssigkeitsstand korrigieren und Ursache des Verlustes feststellen.
Alternativ 1
Kühlflüssigkeit (
S. 199)
Alternativ 2
B00678-10
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) (
»
Wenn mehr Kühlflüssigkeit nachgefüllt werden musste als der Vorgabewert:
> 0,50 l
–
–
S. 200)
Kühlsystem befüllen/entlüften.
Kühlerverschluss 1 montieren.
x(
S. 151)
KÜHLSYSTEM
148
Kühlflüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter kontrollieren
14.3
Warnung
Verbrühungsgefahr Kühlflüssigkeit wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß und steht unter Druck.
–
Kühler, Kühlerschläuche und sonstige Bauteile des Kühlsystems nicht bei betriebswarmem Motor öffnen. Motor und Kühlsystem abkühlen lassen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter lauwarmes Wasser halten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
–
Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt sofort
einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von Kindern halten.
Bedingung
Motor ist kalt.
Kühler ist vollständig gefüllt.
Vorarbeit
– Motorrad auf einer waagrechten Fläche abstellen.
Hauptarbeit
– Kühlflüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter 1 kontrollieren.
Der Kühlflüssigkeitsstand muss sich zwischen der oberen Markierung 2 und unteren
Markierung 3 befinden.
»
B00679-10
Wenn der Kühlflüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter nicht mit der Vorgabe übereinstimmt, aber noch nicht leer ist:
–
Verschluss vom Ausgleichsbehälter entfernen.
–
Kühlflüssigkeit bis zur oberen Markierung einfüllen.
KÜHLSYSTEM
149
Alternativ 1
Kühlflüssigkeit (
S. 199)
Alternativ 2
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) (
–
»
S. 200)
Verschluss vom Ausgleichsbehälter montieren.
Wenn sich im Ausgleichsbehälter keine Kühlflüssigkeit befindet:
–
Kühlsystem auf Dichtheit kontrollieren.
x
Info
Motorrad nicht in Betrieb nehmen!
–
Kühlflüssigkeit ablassen
14.4
Kühlsystem befüllen/entlüften.
x(
S. 151)
x
Warnung
Verbrühungsgefahr Kühlflüssigkeit wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß und steht unter Druck.
–
Kühler, Kühlerschläuche und sonstige Bauteile des Kühlsystems nicht bei betriebswarmem Motor öffnen. Motor und Kühlsystem abkühlen lassen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter lauwarmes Wasser halten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
–
Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt sofort
einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von Kindern halten.
KÜHLSYSTEM
150
Vorarbeit
– Sitzbank abnehmen. (
S. 73)
–
Maskenspoiler ausbauen. (
–
Kraftstofftank zurücksetzen. (
S. 77)
S. 75)
Hauptarbeit
– Geeignetes Gefäß unter den Kühler bereitstellen.
–
Kühlerverschluss 1 abnehmen.
–
Schraube 2 entfernen.
–
Kühlflüssigkeit vollständig ablaufen lassen.
–
Schraube 2 mit neuem Dichtring montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrgestell
M6
10 Nm
B00680-10
–
Geeignetes Gefäß unter den Motor bereitstellen.
–
Schraube 3 entfernen.
–
Kühlflüssigkeit vollständig ablaufen lassen.
–
Schraube 3 mit neuem Dichtring montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Wasserpumpendeckel
B00676-11
M6
10 Nm
KÜHLSYSTEM
151
Kühlsystem befüllen/entlüften
14.5
x
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
–
Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt sofort
einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von Kindern halten.
Vorarbeit
– Sitzbank abnehmen. (
S. 73)
–
Maskenspoiler ausbauen. (
–
Kraftstofftank zurücksetzen. (
S. 77)
S. 75)
Hauptarbeit
– Sicherstellen, dass die Ablassschrauben am Kühler und Wasserpumpendeckel festgezogen sind.
–
700629-10
Entlüftungsschraube 1 entfernen.
KÜHLSYSTEM
152
–
Fahrzeug in die abgebildete Lage bringen und gegen Wegrollen sichern. Der Höhenunterschied A muss erreicht werden.
Vorgabe
Höhenunterschied A
50 cm
Info
Damit die gesamte Luft aus dem Kühlsystem entweichen kann, muss das Fahrzeug vorne angehoben werden. Ein schlecht entlüftetes Kühlsystem hat eine verminderte Kühlleistung, der Motor kann dadurch überhitzen.
A
0
400677-10
–
Kühlerverschluss abnehmen und Kühlflüssigkeit einfüllen, bis diese blasenfrei an der
Entlüftungsöffnung austritt und sofort Entlüftungsschraube 1 montieren und festziehen.
Alternativ 1
Kühlflüssigkeit (
S. 199)
Alternativ 2
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) (
B00682-10
S. 200)
–
Kühler mit Kühlflüssigkeit vollständig auffüllen. Kühlerverschluss montieren.
–
Fahrzeug am Seitenständer abstellen.
–
Kühlflüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter kontrollieren. (
S. 148)
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit
und/oder zum Tode führen.
–
Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor
nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen ohne eine
geeignete Absauganlage.
KÜHLSYSTEM
153
–
Motor starten und warmlaufen lassen, bis die Betriebstemperatur erreicht ist.
–
Motor abstellen und abkühlen lassen.
–
Nach dem Abkühlen nochmals den Kühlflüssigkeitsstand im Kühler kontrollieren und
nötigenfalls Kühlflüssigkeit nachfüllen.
–
Kühlflüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter kontrollieren. (
6 Balken der Temperaturanzeige leuchten.
Nacharbeit
– Kraftstofftank positionieren. (
–
Maskenspoiler einbauen. (
–
Sitzbank montieren. (
S. 76)
S. 78)
S. 74)
S. 148)
MOTOR ABSTIMMEN
154
Gasbowdenzugspiel kontrollieren
15.1
–
Gasdrehgriff auf Leichtgängigkeit kontrollieren.
–
Lenker in Geradeausstellung bringen. Gasdrehgriff leicht hin und her bewegen und das
Gasbowdenzugspiel ermitteln.
Gasbowdenzugspiel
»
3… 5 mm
Wenn das Gasbowdenzugspiel nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
Gasbowdenzugspiel einstellen.
x(
S. 155)
Gefahr
400192-10
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit
und/oder zum Tode führen.
–
–
Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor
nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen ohne eine
geeignete Absauganlage.
Motor starten und im Leerlauf laufen lassen. Lenker über den gesamten Lenkbereich
hin und her bewegen.
Die Leerlaufdrehzahl darf sich nicht ändern.
»
Wenn sich die Leerlaufdrehzahl ändert:
–
Gasbowdenzugspiel einstellen.
x(
S. 155)
MOTOR ABSTIMMEN
Gasbowdenzugspiel einstellen
15.2
155
x
–
Lenker in Geradeausstellung bringen.
–
Drosselklappensteller mit dem KTM-Diagnosetool in die Grundstellung bringen.
–
Manschette 1 zurückschieben.
–
Kontermutter 2 lösen.
–
Gasbowdenzugspiel mit der Einstellschraube 3 einstellen.
Vorgabe
Gasbowdenzugspiel
B00666-10
3… 5 mm
–
Kontermutter 2 festziehen.
–
Manschetten 1 aufschieben.
–
Gasdrehgriff auf Leichtgängigkeit kontrollieren.
Steckerverbindung Zündkurve
15.3
Die Steckerverbindung befindet sich unter der Sitzbank vor dem Rücklicht.
Durch Trennen der Steckverbindung, wird eine Zündkurve für Kraftstoff mit weniger als 95
Oktan (ROZ 95 / RON 95 / PON 91) aktiviert. Der Motor verliert dadurch ein wenig an Leistung, es wird aber verhindert, dass durch schlechten Kraftstoff Glühzündungen entstehen
und ein Motorschaden auftritt.
B00667-01
Mögliche Zustände
• Steckerverbindung getrennt – Kraftstoff mit 80 bis 94 Oktan (ROZ) kann für eine
Kraftstofftankfüllung verwendet werden.
• Steckerverbindung zusammengesteckt – Kraftstoff ab 95 Oktan kann verwendet werden.
MOTOR ABSTIMMEN
156
Zündkurve an die Kraftstoffqualität anpassen
15.4
Vorarbeit
– Zündung ausschalten, dazu den Zündschlüssel in die Stellung OFF
–
Sitzbank abnehmen. (
drehen.
S. 73)
Zündkurve für niederoktanigen Kraftstoff aktivieren:
Hinweis
Motorschaden Schlechte Kraftstoffqualität schädigt den Motor.
–
–
Das Fahrzeug maximal eine Kraftstofftankfüllung lang mit Kraftstoff betreiben, der weniger als 95 Oktan (ROZ 95 / RON 95 /
PON 91) aufweist.
–
Die Zündkurve muss auf niederoktanigen Kraftstoff eingestellt sein.
Steckerverbindung trennen.
Steckerverbindung getrennt – Kraftstoff mit 80 bis 94 Oktan (ROZ) kann für eine Kraftstofftankfüllung verwendet werden.
( S. 155)
Zündkurve für Kraftstoff ab 95 Oktan (ROZ 95 / RON 95 / PON 91) aktivieren:
– Steckerverbindung zusammenstecken.
Steckerverbindung zusammengesteckt – Kraftstoff ab 95 Oktan kann verwendet werden. (
Nacharbeit
– Sitzbank montieren. (
S. 74)
S. 155)
MOTOR ABSTIMMEN
157
Grundstellung des Schalthebels kontrollieren
15.5
–
In Fahrtposition auf das Fahrzeug setzen und den Abstand A zwischen Stiefeloberkante
und Schalthebel ermitteln.
Abstand Schalthebel zu Stiefeloberkante
»
Wenn der Abstand nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
A
0
10… 20 mm
Grundstellung des Schalthebels einstellen.
x(
400692-10
Grundstellung des Schalthebels einstellen
15.6
–
101172-10
x
Schraube 1 entfernen und Schalthebel 2 abnehmen.
S. 157)
MOTOR ABSTIMMEN
158
–
Verzahnung A von Schalthebel und Schaltwelle reinigen.
–
Schalthebel in gewünschter Position auf die Schaltwelle stecken und Verzahnung in
Eingriff bringen.
Info
Der Verstellbereich ist begrenzt.
Der Schalthebel darf beim Schalten keine Bauteile des Fahrzeuges berühren.
–
101173-10
Schraube montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Schalthebel
M6
10 Nm
Loctite® 243™
SERVICEARBEITEN MOTOR
159
Motorölstand kontrollieren
16.1
Vorarbeit
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit
und/oder zum Tode führen.
–
–
Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor
nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen ohne eine
geeignete Absauganlage.
Motor starten und warmlaufen lassen, bis die Betriebstemperatur erreicht ist.
6 Balken der Temperaturanzeige leuchten.
Hauptarbeit
– Motor abstellen.
–
Motorrad auf waagrechter Fläche senkrecht abstellen (nicht auf den Seitenständer).
Info
Nach dem Abstellen des Motors eine Minute warten und erst dann kontrollieren.
–
Motorölstand am Ölschauglas 1 kontrollieren.
Der Motorölstand muss sich zwischen der oberen Markierung 2 und unteren Markierung 3 befinden.
B00683-11
»
Wenn der Motorölstand nicht im angegebenen Bereich liegt:
–
Motoröl nachfüllen. (
S. 166)
SERVICEARBEITEN MOTOR
160
Motoröl und Ölfilter wechseln, Ölsiebe reinigen
16.2
x
–
Motoröl ablassen, Ölfilter wechseln und Ölsiebe reinigen.
–
Motoröl einfüllen.
x(
x(
S. 160)
S. 164)
B00119-01
Motoröl ablassen, Ölfilter wechseln und Ölsiebe reinigen
16.3
x
Warnung
Verbrühungsgefahr Motoröl bzw. Getriebeöl wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß.
–
Geeignete Schutzkleidung und Schutzhandschuhe tragen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter lauwarmes Wasser halten.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
–
Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsorgen.
Info
Das Motoröl ist bei betriebswarmem Motor abzulassen.
SERVICEARBEITEN MOTOR
161
–
Geeignetes Gefäß unter dem Motor bereitstellen.
–
Ölablassschraube 1 mit Magnet und Dichtring entfernen.
–
Motoröl aus dem Motor vollständig ablaufen lassen.
–
Schrauben 2 entfernen und Deckel 3 abnehmen.
–
Ölsieb 4 mit einer Zange aus dem Motorgehäuse ziehen.
700611-10
700610-10
700612-10
SERVICEARBEITEN MOTOR
162
–
Geeignetes Gefäß unter dem Motor bereitstellen.
–
Ölablassschraube 5 entfernen.
–
Motoröl aus dem Öltank vollständig ablaufen lassen.
–
Schrauben 6 entfernen und Ölleitung 7 zur Seite schwenken.
–
Ölsieb 8 aus dem Öltank ziehen.
–
Verschraubung 9 lösen und Ölleitung zur Seite schwenken.
–
Schrauben entfernen. Ölfilterdeckel bk mit O-Ring abnehmen.
–
Ölfilter bl aus dem Ölfiltergehäuse ziehen.
700613-10
700615-10
Seegerringzange verkehrt (51012011000)
700617-10
–
Motoröl vollständig ablaufen lassen.
–
Alle Ölsiebe und Ölablassschrauben mit Magnet gründlich reinigen.
–
Alle Dichtflächen reinigen.
SERVICEARBEITEN MOTOR
163
–
Ölfilter bl einsetzen.
–
O-Ring des Ölfilterdeckels ölen.
–
Ölfilterdeckel bk montieren. Schrauben montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben Motor
–
M5
6 Nm
Ölleitung positionieren. Verschraubung 9 montieren und festziehen.
Vorgabe
Mutter Ölleitung
700618-10
M16x1,5
25 Nm
–
Dichtring bm des Ölsiebes auf Beschädigungen und korrekten Sitz kontrollieren.
–
Ölsieb 8 in den Öltank stecken.
–
Ölleitung 7 positionieren. Schrauben 6 montieren und festziehen.
700614-10
Vorgabe
Restliche Schrauben Motor
–
M6
10 Nm
Ölablassschraube 5 mit Magnet und neuer Dichtung montieren und festziehen.
Vorgabe
Ölablassschraube mit Magnet
700613-10
M12x1,5
25 Nm
SERVICEARBEITEN MOTOR
–
164
Ölablassschraube 1 mit Magnet und neuem Dichtring montieren und festziehen.
Vorgabe
Ölablassschraube mit Magnet
M22x1,5
35 Nm
700611-10
–
Ölsieb 4 mit der Markierung TOP nach oben in das Motorgehäuse schieben.
–
Formring im Deckel 3 auf Beschädigungen und korrekten Sitz kontrollieren.
–
Deckel positionieren. Schrauben montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Kupplungsdeckel
M6
700616-10
Motoröl einfüllen
16.4
x
Info
Zu wenig Motoröl oder qualitativ minderwertiges Öl führt zu vorzeitigem Verschleiß des Motors.
10 Nm
SERVICEARBEITEN MOTOR
–
165
Die Ölmenge ist in zwei Arbeitsschritten einzufüllen.
Motoröl
B00683-10
3,80 l
Außentemperatur:
≥ 0 °C
Motoröl (SAE
10W/50)
( S. 200)
Außentemperatur:
< 0 °C
Motoröl (SAE
5W/40)
( S. 200)
–
Verschlussschraube 1 entfernen und Motoröl bis zur oberen Markierung 2 einfüllen.
–
Verschlussschraube montieren.
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit
und/oder zum Tode führen.
–
–
Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor
nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen ohne eine
geeignete Absauganlage.
Motor starten und warmlaufen lassen, bis die Betriebstemperatur erreicht ist.
6 Balken der Temperaturanzeige leuchten.
–
Schmiersystem auf Dichtheit kontrollieren.
–
Motor abstellen.
–
Motorrad auf waagrechter Fläche senkrecht abstellen (nicht auf den Seitenständer).
–
Verschlussschraube entfernen.
–
Motoröl bis zur oberen Markierung 2 auffüllen.
–
Verschlussschraube montieren.
SERVICEARBEITEN MOTOR
166
Motoröl nachfüllen
16.5
Info
Zu wenig Motoröl oder qualitativ minderwertiges Öl führt zu vorzeitigem Verschleiß des Motors.
Der Motorölstand muss bei betriebswarmem Motor korrigiert werden.
–
Verschlussschraube 1 entfernen und Motoröl bis zur oberen Markierung 2 einfüllen.
Bedingung
Außentemperatur: ≥ 0 °C
Motoröl (SAE 10W/50) (
S. 200)
Bedingung
Außentemperatur: < 0 °C
Motoröl (SAE 5W/40) (
B00683-10
S. 200)
Info
Für die optimale Leistungsfähigkeit des Motoröls ist es nicht ratsam
unterschiedliche Motoröle zu mischen.
Wir empfehlen gegebenenfalls einen Motorölwechsel durchzuführen.
–
Verschlussschraube montieren.
REINIGUNG, PFLEGE
167
Motorrad reinigen
17.1
Hinweis
Materialschaden Beschädigung und Zerstörung von Bauteilen durch Hochdruckreiniger.
–
Reinigen Sie das Fahrzeug nie mit einem Hochdruckreiniger oder einem starken Wasserstrahl. Der zu hohe Druck kann in elektrische
Bauteile, Steckverbinder, Bowdenzüge, Lager usw. eindringen und Störungen verursachen bzw. zur Zerstörung dieser Teile führen.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
–
Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsorgen.
Info
Reinigen Sie das Motorrad regelmäßig, der Wert und die Optik bleiben so über eine lange Zeit erhalten.
Direkte Sonneneinstrahlung auf das Motorrad während der Reinigung vermeiden.
Hauptarbeit
– Auspuffanlage verschließen, um das Eindringen von Wasser zu verhindern.
–
Groben Schmutz mit einem weichen Wasserstrahl entfernen.
–
Stark verschmutzte Stellen mit einem handelsüblichen Motorradreiniger einsprühen
und zusätzlich mit einem Pinsel bearbeiten.
Motorradreiniger (
S. 203)
Info
401061-01
Fahrzeug mit warmem Wasser, dem ein handelsüblicher Motorradreiniger zugesetzt ist und einen weichen Schwamm reinigen.
Wurde das Fahrzeug im Streusalz betrieben, ist es mit kaltem Wasser zu reinigen. Warmes Wasser würde die Salzwirkung verstärken.
REINIGUNG, PFLEGE
168
–
Nachdem das Motorrad gründlich mit einem weichen Wasserstrahl abgespült wurde,
sollte es mit Druckluft und einem Tuch getrocknet werden.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch nasse oder verschmutzte Bremsen.
–
–
Verschmutzte oder nasse Bremsen vorsichtig sauber- bzw. trockenbremsen.
Nach der Reinigung ein kurzes Stück fahren, bis der Motor die Betriebstemperatur
erreicht hat und dabei auch die Bremsen betätigen.
Info
Durch die Wärme verdunstet das Wasser auch an den unzugänglichen Stellen
des Motors und der Bremsen.
Nacharbeit
– Nach dem Abkühlen des Motorrades alle Gleit- und Lagerstellen schmieren.
–
Kette reinigen. (
–
Blanke Metallteile (Ausnahme Bremsscheiben und Auspuffanlage) mit
Korrosionsschutzmittel behandeln.
S. 80)
Reinigungs- und Konservierungsmittel für Metall und Gummi (
–
Alle lackierten Teile mit einem milden Lackpflegemittel behandeln.
Hochglanz-Politur für Lacke (
–
S. 203)
S. 202)
Zünd-/Lenkschloss, Tankschloss und Sitzbankschloss ölen.
Universal Ölspray (
S. 203)
REINIGUNG, PFLEGE
169
Kontroll- und Pflegearbeiten für den Winterbetrieb
17.2
Info
Wird das Motorrad auch im Winter benutzt, muss mit Salzstreuung auf den Straßen gerechnet werden. Es müssen daher Vorkehrungen gegen das aggressive Streusalz getroffen werden.
Wurde das Fahrzeug im Streusalz betrieben, ist es nach Fahrtende mit kaltem Wasser zu reinigen. Warmes Wasser würde die Salzwirkung verstärken.
–
Motorrad reinigen. (
–
Bremsen reinigen.
S. 167)
Info
Nach JEDEM Fahrtende auf gesalzenen Straßen sind die Bremszangen und
Bremsbeläge, im abgekühlten und eingebauten Zustand, gründlich mit kaltem
Wasser zu reinigen und gut zu trocknen.
Nach Fahrten auf gesalzenen Straßen ist das Motorrad gründlich mit kaltem
Wasser zu reinigen und gut zu trocknen.
401060-01
–
Motor, Schwingarm und alle anderen blanken oder verzinkten Teile (Bremsscheiben
ausgenommen) mit Korrosionsschutzmittel auf Wachsbasis behandeln.
Info
Es darf kein Korrosionsschutzmittel auf die Bremsscheiben gelangen, dadurch
wird die Bremswirkung stark vermindert.
–
Kette reinigen. (
S. 80)
LAGERUNG
170
Lagerung
18.1
Info
Wenn Sie das Motorrad für längere Zeit stilllegen wollen, sollten Sie folgende Maßnahmen durchführen oder durchführen lassen.
Kontrollieren Sie vor der Stilllegung des Motorrades alle Teile auf Funktion und Verschleiß. Wenn Servicearbeiten, Reparaturen
oder Umbauten notwendig sind, sollten diese während der Stilllegung (geringere Auslastung der Werkstätten) durchgeführt werden.
So können Sie lange Wartezeiten in den Werkstätten zu Saisonbeginn vermeiden.
401058-01
–
Kraftstofftanks möglichst leer fahren, um bei der Inbetriebnahme frischen Kraftstoff
auffüllen zu können.
–
Motorrad reinigen. (
–
Motoröl und Ölfilter wechseln, Ölsiebe reinigen.
–
Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. (
–
Reifenluftdruck kontrollieren. (
–
Batterie ausbauen.
–
Batterie laden.
S. 167)
x(
S. 160)
S. 145)
S. 111)
x ( S. 112)
x ( S. 115)
Vorgabe
Lagertemperatur der Batterie ohne direkte
Sonneneinstrahlung
–
0… 35 °C
Fahrzeug an einem trockenen Lagerplatz, der keinen großen Temperaturschwankungen
unterliegt, abstellen.
Info
KTM empfiehlt, das Motorrad aufzuheben.
–
Motorrad mit Hebevorrichtung hinten aufheben. (
–
Motorrad mit Hebevorrichtung vorne aufheben. (
S. 72)
S. 71)
LAGERUNG
171
–
Das Motorrad mit einer luftdurchlässigen Plane oder Decke abdecken.
Info
Luftundurchlässige Materialien sollten keinesfalls verwendet werden, da Feuchtigkeit nicht entweichen kann und dadurch Korrosion entsteht.
Es ist sehr schlecht, den Motor des stillgelegten Motorrades kurzzeitig laufen
zu lassen. Da der Motor dabei nicht genügend warm wird, kondensiert der beim
Verbrennungsvorgang entstehende Wasserdampf und bringt Ventile und Auspuff
zum Rosten.
Inbetriebnahme nach der Lagerung
18.2
401059-01
–
Motorrad von Hebevorrichtung vorne nehmen. (
–
Motorrad von Hebevorrichtung hinten nehmen. (
–
Batterie laden.
S. 71)
S. 72)
–
x ( S. 115)
Batterie einbauen. x ( S. 114)
–
Uhrzeit einstellen. (
–
Kraftstoff tanken. (
–
Kontroll- und Pflegearbeiten vor jeder Inbetriebnahme durchführen. (
–
Probefahrt durchführen.
S. 29)
S. 56)
S. 46)
FEHLERSUCHE
172
Fehler
Mögliche Ursache
Maßnahme
Motor dreht beim Betätigen des EStarterknopfes nicht durch
Bedienungsfehler
–
Arbeitsschritte zum Startvorgang durchführen.
( S. 47)
Batterie entladen
–
Batterie laden.
–
Ruhestrom kontrollieren.
Sicherung 1 oder 5 durchgeschmolzen
–
Sicherungen der einzelnen Stromverbraucher
wechseln. ( S. 120)
Hauptsicherung durchgeschmolzen
–
Hauptsicherung wechseln. (
Zünd-/Lenkschloss bzw.
Not-Aus-Schalter defekt
–
Not-Aus-Schalter kontrollieren.
–
Zünd-/Lenkschloss kontrollieren.
Sicherheit-Startsystem defekt
–
Sicherheit-Startsystem kontrollieren.
EWS‑Steuergerät nicht aktiviert
–
EWS‑Steuergerät aktivieren.
Fehlfunktion CAN-Bus Kommunikation
–
Fehlerspeicher mit KTM‑Diagnosetool auslesen.
x(
S. 115)
x
S. 117)
x
x
x
x
x
Kombiinstrument defekt
–
Kombiinstrument kontrollieren.
Steuergerät E-Startersperre defekt
x
–
Steuergerät E-Startersperre kontrollieren.
Motor dreht nur durch, wenn der Kupp- Ein Gang ist eingelegt
lungshebel gezogen ist
Sicherheit-Startsystem defekt
–
Getriebe in Leerlauf schalten.
–
Sicherheit-Startsystem kontrollieren.
Motor dreht durch, obwohl ein Gang
eingelegt ist
Sicherheit-Startsystem defekt
–
Motor dreht durch, springt aber nicht
an
Kupplung der Kraftstoffschlauchverbindung nicht zusammengesteckt
–
Kupplung der Kraftstoffschlauchverbindung
zusammenstecken.
Steckerverbinder des Kabelstranges
oxydiert
–
Steckerverbindung reinigen und mit Kontaktspray behandeln.
Fehler im Kraftstoffeinspritzsystem
–
Fehlerspeicher mit KTM‑Diagnosetool auslesen.
x
x
Sicherheit-Startsystem kontrollieren. x
x
FEHLERSUCHE
173
Fehler
Mögliche Ursache
Maßnahme
Motor hat zu wenig Leistung
Luftfilter stark verschmutzt
–
Luftfilter wechseln.
Fehler im Kraftstoffeinspritzsystem
–
Fehlerspeicher mit KTM‑Diagnosetool auslesen.
x
x
Motor wird übermäßig heiß
zu wenig Kühlflüssigkeit im Kühlsystem
–
Kühlsystem auf Dichtheit kontrollieren.
–
Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( S. 145)
Kühlerlamellen stark verschmutzt
–
Kühlerlamellen reinigen.
Schaumbildung im Kühlsystem
–
Kühlflüssigkeit ablassen.
–
Kühlsystem befüllen/entlüften.
x
x ( S. 149)
x ( S. 151)
Kühlerschlauch wechseln. x
geknickter oder beschädigter Kühlerschlauch
–
Sicherung 4 durchgeschmolzen
–
Sicherungen der einzelnen Stromverbraucher
wechseln. ( S. 120)
Thermostat defekt
–
Thermostat kontrollieren.
Defekt am Kühlerlüftersystem
–
Kühlerlüftersystem kontrollieren.
Luft im Kühlsystem
–
Kühlsystem befüllen/entlüften.
FI Warnlampe (MIL) leuchtet bzw.
blinkt
Fehler im Kraftstoffeinspritzsystem
–
Fehlerspeicher mit KTM‑Diagnosetool auslesen.
Motor geht während der Fahrt aus
Kraftstoffmangel
–
Kraftstoff tanken. (
Sicherung 1 oder 5 durchgeschmolzen
–
Sicherungen der einzelnen Stromverbraucher
wechseln. ( S. 120)
Sicherung ABS durchgeschmolzen
–
Sicherungen ABS wechseln. (
Raddrehzahl von Vorder- und Hinterrad
stark abweichend
–
Anhalten, Zündung ausschalten, erneut starten.
ABS‑Warnlampe leuchtet
x
x
x(
S. 151)
x
S. 56)
S. 119)
FEHLERSUCHE
174
Fehler
Mögliche Ursache
Maßnahme
ABS‑Warnlampe leuchtet
Fehlfunktion im ABS
–
ABS-Fehlerspeicher mit KTM‑Diagnosetool auslesen.
hoher Ölverbrauch
Motorölstand zu hoch
–
Motorölstand kontrollieren. (
zu dünnflüssiges Motoröl (Viskosität)
–
Motoröl und Ölfilter wechseln, Ölsiebe reinigen.
( S. 160)
Scheinwerfer und Rücklicht funktionieren nicht
Sicherung 2 durchgeschmolzen
–
Sicherungen der einzelnen Stromverbraucher
wechseln. ( S. 120)
Blinker, Warnblinkanlage, Bremslicht
und Hupe funktionieren nicht
Sicherung 1 oder 3 durchgeschmolzen
–
Sicherungen der einzelnen Stromverbraucher
wechseln. ( S. 120)
Batterie entladen
Zündung beim Abstellen des Fahrzeuges nicht ausgeschaltet
–
Batterie laden.
Batterie wird vom Generator nicht geladen
–
Ladespannung kontrollieren.
Sicherung 6 durchgeschmolzen
–
Sicherungen der einzelnen Stromverbraucher
wechseln. ( S. 120)
x
S. 159)
x
Kombiinstrument zeigt nichts im Display an
x(
S. 115)
x
BLINKCODE WEGFAHRSPERRE
Blinkcode Kontrolllampe Wegfahrsperre
12 Kontrolllampe Wegfahrsperre blinkt 1x kurz, 1 Sekunde Pause, 2x kurz
Fehlersetzbedingung
alle Zündschlüssel nicht aktiviert
Blinkcode Kontrolllampe Wegfahrsperre
13 Kontrolllampe Wegfahrsperre blinkt 1x kurz, 1 Sekunde Pause, 3x kurz
Fehlersetzbedingung
Fehlfunktion Antenne EWS‑Steuergerät
Blinkcode Kontrolllampe Wegfahrsperre
14 Kontrolllampe Wegfahrsperre blinkt 1x kurz, 1 Sekunde Pause, 4x kurz
Fehlersetzbedingung
Fehlfunktion im Transponder vom schwarzen Zündschlüssel
Blinkcode Kontrolllampe Wegfahrsperre
15 Kontrolllampe Wegfahrsperre blinkt 1x kurz, 1 Sekunde Pause, 5x kurz
Fehlersetzbedingung
schwarzer Zündschlüssel nicht aktiviert
Blinkcode Kontrolllampe Wegfahrsperre
16 Kontrolllampe Wegfahrsperre blinkt 1x kurz, 1 Sekunde Pause, 6x kurz
Fehlersetzbedingung
Fehlfunktion Verschlüsselung EWS‑Steuergerät zum schwarzen Zündschlüssel
175
BLINKCODE WEGFAHRSPERRE
Blinkcode Kontrolllampe Wegfahrsperre
21 Kontrolllampe Wegfahrsperre blinkt 2x kurz, 1 Sekunde Pause, 1x kurz
Fehlersetzbedingung
EWS‑Steuergerät nicht aktiviert
Blinkcode Kontrolllampe Wegfahrsperre
31 Kontrolllampe Wegfahrsperre blinkt 3x kurz, 1 Sekunde Pause, 1x kurz
Fehlersetzbedingung
Fehlfunktion Verschlüsselungsanfrage vom EFI‑Steuergerät zum EWS‑Steuergerät
Blinkcode Kontrolllampe Wegfahrsperre
32 Kontrolllampe Wegfahrsperre blinkt 3x kurz, 1 Sekunde Pause, 2x kurz
Fehlersetzbedingung
Fehlfunktion CAN-Bus Kommunikation
Blinkcode Kontrolllampe Wegfahrsperre
60 Kontrolllampe Wegfahrsperre blinkt 6x kurz
Fehlersetzbedingung
Fehlfunktion E²PROM
176
BLINKCODE MOTORSTEUERUNG
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
02 FI Warnlampe (MIL) blinkt 2x kurz
Fehlersetzbedingung
Schaltkreis Impulsgeber - Fehlfunktion im Schaltkreis
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
06 FI Warnlampe (MIL) blinkt 6x kurz
Fehlersetzbedingung
Drosselklappensensor Kreis A - Eingangssignal zu niedrig
Drosselklappensensor Kreis A - Eingangssignal zu hoch
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
07 FI Warnlampe (MIL) blinkt 7x kurz
Fehlersetzbedingung
Drosselklappensensor Kreis B - Eingangssignal zu niedrig
Drosselklappensensor Kreis B - Eingangssignal zu hoch
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
09 FI Warnlampe (MIL) blinkt 9x kurz
Fehlersetzbedingung
Drucksensor‑Saugrohr Zylinder 1 - Eingangssignal zu niedrig
Drucksensor‑Saugrohr Zylinder 1 - Eingangssignal zu hoch
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
11 FI Warnlampe (MIL) blinkt 1x lang, 1x kurz
Fehlersetzbedingung
Drucksensor‑Saugrohr Zylinder 2 - Eingangssignal zu niedrig
Drucksensor‑Saugrohr Zylinder 2 - Eingangssignal zu hoch
177
BLINKCODE MOTORSTEUERUNG
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
12 FI Warnlampe (MIL) blinkt 1x lang, 2x kurz
Fehlersetzbedingung
Temperatursensor‑Kühlflüssigkeit - Eingangssignal zu niedrig
Temperatursensor‑Kühlflüssigkeit - Eingangssignal zu hoch
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
13 FI Warnlampe (MIL) blinkt 1x lang, 3x kurz
Fehlersetzbedingung
Temperatursensor‑Ansaugluft - Eingangssignal zu niedrig
Temperatursensor‑Ansaugluft - Eingangssignal zu hoch
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
14 FI Warnlampe (MIL) blinkt 1x lang, 4x kurz
Fehlersetzbedingung
Drucksensor‑Umgebungsluft - Eingangssignal zu niedrig
Drucksensor‑Umgebungsluft - Eingangssignal zu hoch
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
15 FI Warnlampe (MIL) blinkt 1x lang, 5x kurz
Fehlersetzbedingung
Neigungswinkelsensor (A/D type) - Eingangssignal zu niedrig
Neigungswinkelsensor (A/D type) - Eingangssignal zu hoch
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
17 FI Warnlampe (MIL) blinkt 1x lang, 7x kurz
Fehlersetzbedingung
Lambdasonde Zylinder 1, Sonde 1 - Fehlfunktion im Schaltkreis
178
BLINKCODE MOTORSTEUERUNG
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
18 FI Warnlampe (MIL) blinkt 1x lang, 8x kurz
Fehlersetzbedingung
Lambdasonde Zylinder 2, Sonde 1 - Fehlfunktion im Schaltkreis
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
24 FI Warnlampe (MIL) blinkt 2x lang, 4x kurz
Fehlersetzbedingung
Spannungsversorgung - Fehlfunktion im Schaltkreis
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
25 FI Warnlampe (MIL) blinkt 2x lang, 5x kurz
Fehlersetzbedingung
Seitenständer (A/D type) - Fehlfunktion im Schaltkreis
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
33 FI Warnlampe (MIL) blinkt 3x lang, 3x kurz
Fehlersetzbedingung
Einspritzventil Zylinder 1 - Fehlfunktion im Schaltkreis
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
34 FI Warnlampe (MIL) blinkt 3x lang, 4x kurz
Fehlersetzbedingung
Einspritzventil Zylinder 2 - Fehlfunktion im Schaltkreis
179
BLINKCODE MOTORSTEUERUNG
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
37 FI Warnlampe (MIL) blinkt 3x lang, 7x kurz
Fehlersetzbedingung
Zündspule 1, Zylinder 1 - Fehlfunktion im Schaltkreis
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
38 FI Warnlampe (MIL) blinkt 3x lang, 8x kurz
Fehlersetzbedingung
Zündspule 1, Zylinder 2 - Fehlfunktion im Schaltkreis
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
41 FI Warnlampe (MIL) blinkt 4x lang, 1x kurz
Fehlersetzbedingung
Kraftstoffpumpensteuerung - Unterbrechung/Kurzschluss nach Masse
Kraftstoffpumpensteuerung - Eingangssignal zu hoch
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
45 FI Warnlampe (MIL) blinkt 4x lang, 5x kurz
Fehlersetzbedingung
Heizung‑Lambdasonde Zylinder 1, Sonde 1 - Unterbrechung/Kurzschluss nach Masse
Heizung‑Lambdasonde Zylinder 1, Sonde 1 - Eingangssignal zu hoch
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
46 FI Warnlampe (MIL) blinkt 4x lang, 6x kurz
Fehlersetzbedingung
Heizung‑Lambdasonde Zylinder 2, Sonde 1 - Unterbrechung/Kurzschluss nach Masse
Heizung‑Lambdasonde Zylinder 2, Sonde 1 - Eingangssignal zu hoch
180
BLINKCODE MOTORSTEUERUNG
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
49 FI Warnlampe (MIL) blinkt 4x lang, 9x kurz
Fehlersetzbedingung
Drosselklappensteller Kreis A - Fehlfunktion im Schaltkreis
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
50 FI Warnlampe (MIL) blinkt 5x lang
Fehlersetzbedingung
Drosselklappensteller Kreis B - Fehlfunktion im Schaltkreis
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
54 FI Warnlampe (MIL) blinkt 5x lang, 4x kurz
Fehlersetzbedingung
Sekundärluftventil - Unterbrechung/Kurzschluss nach Masse
Sekundärluftventil - Eingangssignal zu hoch
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
68 FI Warnlampe (MIL) blinkt 6x lang, 8x kurz
Fehlersetzbedingung
Drucksensor‑Saugrohr Zylinder 1 - Anschluss undicht
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
69 FI Warnlampe (MIL) blinkt 6x lang, 9x kurz
Fehlersetzbedingung
Drucksensor‑Saugrohr Zylinder 2 - Anschluss undicht
181
BLINKCODE MOTORSTEUERUNG
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
81 FI Warnlampe (MIL) blinkt 8x lang, 1x kurz
Fehlersetzbedingung
EWS‑Steuergerät - Fehlfunktion im Schaltkreis
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
91 FI Warnlampe (MIL) blinkt 9x lang, 1x kurz
Fehlersetzbedingung
Fehlfunktion CAN-Bus Kommunikation
182
TECHNISCHE DATEN - MOTOR
183
Bauart
2-Zylinder 4-Takt Otto-Motor, 75° V-Anordnung, flüssigkeitsgekühlt
Hubraum
999 cm³
Hub
62,4 mm
Bohrung
101 mm
Verdichtung
11,5:1
Steuerung
DOHC, 4 Ventile pro Zylinder, Antrieb über Kette
Ventil - Durchmesser
Auslass
33 mm
Einlass
38 mm
Ventilspiel
Auslass bei: 20 °C
0,25… 0,30 mm
Einlass bei: 20 °C
0,10… 0,15 mm
Kurbelwellenlager
Gleitlager
Pleuellager
Gleitlager
Kolben
Leichtmetall geschmiedet
Kolbenring
1 L-Ring, 1 Minutenring, 1 Ölabstreifring
Motorschmierung
Trockensumpfschmierung mit 2 Rotorpumpen
Primärübersetzung
35:67
Kupplung
Mehrscheibenkupplung im Ölbad / hydraulisch betätigt
Getriebe
6-Gang klauengeschaltet
Getriebeübersetzung
1. Gang
12:35
2. Gang
15:32
3. Gang
18:30
TECHNISCHE DATEN - MOTOR
184
4. Gang
20:27
5. Gang
24:27
6. Gang
27:26
Gemischaufbereitung
elektronisch gesteuerte Kraftstoffeinspritzung
Zündanlage
kontaktlos gesteuerte vollelektronische Zündanlage mit digitaler
Zündverstellung
Generator
12 V, 450 W
Zündkerze
NGK LKAR8BI9
Elektrodenabstand Zündkerze
0,8 mm
Kühlung
Flüssigkeitskühlung, permanente Umwälzung der Kühlflüssigkeit
durch Wasserpumpe
Leerlaufdrehzahl
1.400… 1.500 1/min
Starthilfe
E-Starter
Füllmenge - Motoröl
22.1
Motoröl
3,80 l
Außentemperatur: ≥ 0 °C
Motoröl (SAE 10W/50)
( S. 200)
Außentemperatur: < 0 °C
Motoröl (SAE 5W/40)
( S. 200)
Füllmenge - Kühlflüssigkeit
22.2
Kühlflüssigkeit
2,30 l
Kühlflüssigkeit (
S. 199)
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) (
S. 200)
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE MOTOR
185
Schlauchschelle Ansaugflansch
M4
1,5 Nm
–
Schraube Ölspritzrohr
M4
6 Nm
Loctite® 243™
Restliche Schrauben Motor
M5
6 Nm
–
Schraube Arretierhebel
M5
6 Nm
Loctite® 243™
Schraube Gangerkennungssensor
M5
3 Nm
Loctite® 243™
Schraube Lagersicherung
M5
6 Nm
Loctite® 243™
Schraube Winkelstutzen am Ventildeckel
M5
3 Nm
Loctite® 243™
Mutter Zylinderkopf
M6
8 Nm
–
Restliche Schrauben Motor
M6
10 Nm
–
Schraube Freilaufhalter
M6
10 Nm
Loctite® 243™
Schraube Freilaufnabe
M6
13 Nm
Loctite® 648™
Schraube Generatordeckel
M6
10 Nm
–
Schraube Impulsgeber
M6
10 Nm
Loctite® 243™
Schraube Kupplungsdeckel
M6
10 Nm
–
Schraube Kupplungsfeder
M6
10 Nm
–
Schraube Lagerbolzen im Generatordeckel
M6
10 Nm
Loctite® 243™
Schraube Motorgehäuse
M6
10 Nm
–
Schraube Nockenwellenlagerbrücke
M6
10 Nm
–
Schraube Ölpumpengehäuse
M6
10 Nm
Loctite® 243™
Schraube Schaltarretierung
M6
10 Nm
Loctite® 243™
Schraube Schalthebel
M6
10 Nm
Loctite® 243™
Schraube Startermotor
M6
10 Nm
–
Schraube Stator
M6
10 Nm
Loctite® 243™
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE MOTOR
186
Schraube Ventildeckel
M6
10 Nm
–
Schraube Wasserpumpendeckel
M6
10 Nm
–
Schraube Wasserpumpenrad
M6
10 Nm
Loctite® 243™
Unterdruckanschluss
M6
2,5 Nm
Loctite® 243™
Verschlussschraube
Unterdruckanschluss
M6
5 Nm
Loctite® 243™
Öldüse
M6x0,75
4 Nm
Loctite® 243™
Schraube Kupplungsdeckel
M8
15 Nm
–
Schraube Nockenwellenlagerbrücke
M8
1. Stufe
10 Nm
2. Stufe
18 Nm
–
Schraube Steuerkettenführungsschiene
M8
15 Nm
Loctite® 243™
Schraube Steuerkettenspannschiene
M8
20 Nm
Loctite® 243™
Schraube Zylinderkopf
M8
1. Stufe
18 Nm
2. Stufe
23 Nm
Loctite® 243™
Stiftschraube Auspuffflansch
M8
15 Nm
–
Mutter Zylinderkopf (außen liegend)
M10
1. Stufe
23 Nm
2. Stufe
34 Nm
Gilt nur unter Verwendung
von:
Ringschlüsselaufsatz 13 mm
(60029081000)
geölt mit Motoröl
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE MOTOR
187
Mutter Zylinderkopf am Kettenschacht
M10
1. Stufe
25 Nm
2. Stufe
38 Nm
geölt mit Motoröl
Schraube Lagerbolzen Steuerdoppelrad
M10
30 Nm
–
Stiftschraube Zylinderkopf in Motorgehäuse
M10
20 Nm
–
Verschlussschraube Kupplungsschmierung
M10
15 Nm
–
Öldruckschalter
M10x1
10 Nm
–
Schraube Pleuellager
M10x1
1. Stufe
25 Nm
2. Stufe
30 Nm
3. Stufe
60°
–
Zündkerze
M12x1,25
18 Nm
–
Temperatursensor-Kühlflüssigkeit
M12x1,5
12 Nm
–
Verschlussschraube Zylinderkopf
(2. Zylinder)
M12x1,5
25 Nm
–
Verschlussschraube Ölfiltergehäuse
M14x1,5
15 Nm
Loctite® 243™
Entlüftungsstutzen Generatordeckel
M16x1,5
10 Nm
Loctite® 243™
Schraube Rotor
M16x1,5
150 Nm
Loctite® 243™
Verschlussschraube Steuerkettenspanner
M16x1,5
20 Nm
–
Einschraubstutzen Kühlsystem
M20x1,5
10 Nm
Loctite® 577
Mutter Ausgleichswelle
M20x1,5
120 Nm
Loctite® 243™
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE MOTOR
188
Mutter Kettenritzel
M20x1,5
100 Nm
Loctite® 243™
Mutter Kupplungsmitnehmer
M22x1,5
130 Nm
Loctite® 243™
Ölablassschraube mit Magnet
M22x1,5
35 Nm
–
Schraube im Generatordeckel
M24x1,5
8 Nm
–
Mutter Primärrad
M33LHx1,5
130 Nm
Loctite® 243™
TECHNISCHE DATEN - FAHRGESTELL
189
Rahmen
Gitterrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahlrohren, pulverbeschichtet
Gabel
WP Suspension Up Side Down 4860 ROMA PA
Federbein
WP Suspension 4618 BAVP DCC PA
Federweg
vorne
160 mm
hinten
180 mm
Bremsanlage
vorne
Doppelscheibenbremse mit radial verschraubten
Vierkolben-Bremszangen, Bremsscheiben schwimmend gelagert
hinten
Einscheibenbremse mit Zweikolben-Bremszange, Bremsscheibe
fest gelagert
Bremsscheiben - Durchmesser
vorne
305 mm
hinten
240 mm
Bremsscheiben - Verschleißgrenze
vorne
4,5 mm
Bremsscheibe - Verschleißgrenze
hinten
4,5 mm
Reifenluftdruck Solo
vorne
2,4 bar
hinten
2,4 bar
Reifenluftdruck mit Beifahrer / volle Nutzlast
vorne
2,4 bar
hinten
2,6 bar
TECHNISCHE DATEN - FAHRGESTELL
190
Sekundärübersetzung
17:41
Kette
5/8 x 5/16” X‑Ring
Steuerkopfwinkel
65,6°
Radstand
1.505±15 mm
Sitzhöhe unbelastet
855 mm
Bodenfreiheit unbelastet
195 mm
Gewicht ohne Kraftstoff ca.
198 kg
Höchstzulässige Achslast vorne
160 kg
Höchstzulässige Achslast hinten
250 kg
Höchstzulässiges Gesamtgewicht
400 kg
Batterie
YTZ14S
Batteriespannung: 12 V
Nennkapazität: 11,2 Ah
wartungsfrei
Sicherung
75011088010
10 A
Sicherung
75011088015
15 A
Sicherung
58011109130
30 A
Abblendlicht/Fernlicht
H4 / Sockel P43t
12 V
60/55 W
Begrenzungslicht
W5W / Sockel W2,1x9,5d
12 V
5W
Instrumentenbeleuchtung und Kontrolllampen
LED
Lampenbestückung
24.1
TECHNISCHE DATEN - FAHRGESTELL
191
Blinker
RY10W / Sockel BAU15s
12 V
10 W
Rücklicht
WR5W / Sockel W2,1x9,5d
12 V
5W
Bremslicht
PR21W / Sockel BAW15s
12 V
21 W
Kennzeichenbeleuchtung
W5W / Sockel W2,1x9,5d
12 V
5W
Reifen
24.2
Bereifung vorne
Bereifung hinten
120/70 ZR 17 M/C 58W TL
Continental ContiSportAttack
180/55 ZR 17 M/C 73W TL
Continental ContiSportAttack
Weitere Informationen finden Sie im Bereich Service unter:
http://www.ktm.com
Füllmenge - Kraftstoff
24.3
Kraftstofftankinhalt gesamt ca.
Kraftstoffreserve ca.
19 l
Superkraftstoff bleifrei (ROZ 95) (
3,7 l
S. 201)
TECHNISCHE DATEN - GABEL
192
Gabelartikelnummer
14.18.7K.43
Gabel
WP Suspension Up Side Down 4860 ROMA PA
Druckstufendämpfung
Komfort
25 Klicks
Standard
20 Klicks
Sport
15 Klicks
volle Nutzlast
15 Klicks
Zugstufendämpfung
Komfort
25 Klicks
Standard
20 Klicks
Sport
15 Klicks
volle Nutzlast
15 Klicks
Federvorspannung - Preload Adjuster
Komfort
5 Umdrehungen
Standard
5 Umdrehungen
Sport
3 Umdrehungen
volle Nutzlast
3 Umdrehungen
Federlänge mit Vorspannbuchse(n)
384 mm
Federrate
mittel (Standard)
7,0 N/mm
Gabellänge
877 mm
Luftkammerlänge
100±20 mm
TECHNISCHE DATEN - FEDERBEIN
193
Federbeinartikelnummer
15.18.7L.20
Federbein
WP Suspension 4618 BAVP DCC PA
Druckstufendämpfung Low Speed
Komfort
25 Klicks
Standard
20 Klicks
Sport
15 Klicks
volle Nutzlast
15 Klicks
Druckstufendämpfung High Speed
Komfort
2 Umdrehungen
Standard
1,5 Umdrehungen
Sport
1 Umdrehung
volle Nutzlast
1 Umdrehung
Zugstufendämpfung
Komfort
20 Klicks
Standard
15 Klicks
Sport
10 Klicks
volle Nutzlast
10 Klicks
Federvorspannung - Preload Adjuster
Komfort
2 Umdrehungen
Standard
2 Umdrehungen
Sport
4 Umdrehungen
volle Nutzlast
5 Umdrehungen
Federrate
mittel (Standard)
Federlänge
150 N/mm
195 mm
TECHNISCHE DATEN - FEDERBEIN
194
Gasdruck
10 bar
Einbaulänge
372 mm
Stoßdämpferöl
Stoßdämpferöl (SAE 2,5) (50180342S1) (
S. 201)
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE FAHRGESTELL
Restliche Schrauben Fahrgestell
EJOT Delta PT 50x12
1,2 Nm
–
Restliche Schrauben Fahrgestell
EJOT PT K50x12 T20
1,2 Nm
–
Restliche Schrauben Fahrgestell
EJOT PT K50x18 T20
2 Nm
–
Schraube Bremsleitungshalter
EJOT PT K60x20
2 Nm
–
Schraube Heckseitenteil
EJOT Altracs 50x16
Erstverschraubung
3,3 Nm
Folgeverschraubung
2 Nm
–
Schraube Kettengleitstück
EJOT PT K60x20
2 Nm
–
Schraube Kombiinstrument
EJOT Delta PT 50x12
1 Nm
–
Schraube Seitenständerschalter
M4
2 Nm
Loctite® 243™
Restliche Muttern Fahrgestell
M5
5 Nm
–
Restliche Schrauben Fahrgestell
M5
5 Nm
–
Schraube Bremsleitungshalter
M5
2 Nm
–
Schraube Fußbremshebelauftritt
M5
6 Nm
Loctite® 243™
Schraube Kettengleitschutz
M5
5 Nm
–
Schraube Maskenspoiler
M5
1,2 Nm
–
Schraube Schauglas Motoröl
M5
3,3 Nm
–
Schraube Verschlussflansch
Kraftstofftank
M5
3,3 Nm
–
Schraube Windschild
M5
3,3 Nm
–
Mutter Rücklicht
M6
8 Nm
–
Restliche Muttern Fahrgestell
M6
15 Nm
–
Restliche Schrauben Fahrgestell
M6
10 Nm
–
Schraube Fußbremszylinder
M6
10 Nm
Loctite® 243™
195
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE FAHRGESTELL
Schraube Halter an ABS‑Einheit
M6
6 Nm
–
Schraube Kabelführung
M6
2 Nm
–
Schraube Kettengleitschutz
M6
6 Nm
Loctite® 243™
Schraube Kraftstoffhahn
M6
6 Nm
–
Schraube Kraftstoffpumpe
M6
6 Nm
–
Schraube Magnethalter am Seitenständer
M6
6 Nm
Loctite® 243™
Schraube Raddrehzahlgeber
M6
6 Nm
Loctite® 243™
Schraube Sitzbankbefestigung Kraftstofftank
M6
3,3 Nm
–
Schraube Spoiler
M6
3,3 Nm
–
Schraube Spritzschutz
M6
6 Nm
Loctite® 243™
Mutter Krümmer an Zylinderkopf
M8
Anzugsreihenfolge:
Muttern gleichmäßig anziehen. Blech nicht verbiegen.
–
Restliche Muttern Fahrgestell
M8
30 Nm
–
Restliche Schrauben Fahrgestell
M8
25 Nm
–
Schraube Auspuffschelle am Enddämpfer
M8
20 Nm
–
Schraube Auspuffschelle am Verteilerrohr
M8
35 Nm
–
Schraube Bremsscheibe hinten
M8
30 Nm
Loctite® 243™
Schraube Bremsscheibe vorne
M8
30 Nm
Loctite® 243™
Schraube Federhalter an der Seitenständerkonsole
M8
25 Nm
Loctite® 243™
Schraube Fußrastenträger hinten
M8
25 Nm
Loctite® 243™
196
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE FAHRGESTELL
Schraube Gabelbrücke oben
M8
20 Nm
–
Schraube Gabelbrücke unten
M8
15 Nm
–
Schraube Gabelfaust
M8
15 Nm
–
Schraube Gabelschaftrohr
M8
20 Nm
–
Schraube Haltegriff
M8
20 Nm
–
Schraube Lenkerklemmbrücke
M8
20 Nm
–
Schraube Maskenträger
M8
15 Nm
Loctite® 243™
Schraube Taschenträger
M8
15 Nm
Loctite® 243™
Schraube Zündschloss
(Einwegschraube)
M8
Restliche Muttern Fahrgestell
M10
50 Nm
–
Restliche Schrauben Fahrgestell
M10
45 Nm
–
Schraube Lenkeraufnahme
M10
20 Nm
–
Schraube Seitenständer
M10
35 Nm
Loctite® 243™
Schraube Seitenständerkonsole
M10
45 Nm
Loctite® 243™
Verschraubung Motoraufhängung
M10
45 Nm
–
Bremslichtschalter
M10x1
15 Nm
–
Hohlschraube Bremsleitung
M10x1
15 Nm
–
Schraube Bremszange vorne
M10x1,25
45 Nm
Loctite® 243™
Schraube Rahmenausleger oben
M10x1,25
45 Nm
Loctite® 243™
Schraube Rahmenausleger unten
M10x1,25
45 Nm
Loctite® 243™
Verschraubung Ruckdämpfer/Kettenrad
M10x1,25
50 Nm
Loctite® 243™
Ölablassschraube mit Magnet
M12x1,5
25 Nm
–
Schraube Federbein oben
M14x1,5
80 Nm
Gewinde gefettet
Loctite® 243™
197
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE FAHRGESTELL
Schraube Federbein unten
M14x1,5
80 Nm
Gewinde gefettet
Verschraubung Saugleitung
M14x1,5
45 Nm
Loctite® 577
Mutter Ölleitung
M16x1,5
25 Nm
–
Mutter Schwingarmbolzen
M19x1,5
130 Nm
Gewinde gefettet
Schraube Steuerkopf
M20x1,5
12 Nm
–
Mutter Steckachse hinten
M25x1,5
90 Nm
Gewinde gefettet
Schraube Steckachse vorne
M25x1,5
45 Nm
–
198
BETRIEBSSTOFFE
199
Bremsflüssigkeit DOT 4 / DOT 5.1
nach
– DOT
Vorgabe
– Verwenden Sie nur Bremsflüssigkeit, welche der angegebenen Norm entspricht (siehe Angaben auf dem Behälter) und die entsprechenden Eigenschaften besitzt. KTM empfiehlt Castrol und Motorex® Produkte.
Lieferant
Castrol
– RESPONSE BRAKE FLUID SUPER DOT 4
Motorex®
– Brake Fluid DOT 5.1
Hydrauliköl (15)
nach
– ISO VG (15)
Vorgabe
– Verwenden Sie nur Hydrauliköl, welches der angegebenen Norm entspricht (siehe Angaben auf dem Behälter) und die entsprechenden
Eigenschaften besitzt. KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
Lieferant
Motorex®
– Hydraulic Fluid 75
Kühlflüssigkeit
Vorgabe
– Nur geeignete Kühlflüssigkeit verwenden (auch in Ländern mit hohen Temperaturen). Bei minderwertigen Frostschutzmitteln kann es
zu Korrosion und Schaumbildung kommen. KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
BETRIEBSSTOFFE
200
Mischungsverhältnis
Gefrierschutz: −25… −45 °C
50 % Korrosions-/Frostschutzmittel
50 % destilliertes Wasser
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt)
−40 °C
Gefrierschutz
Lieferant
Motorex®
– Anti Freeze
Motoröl (SAE 10W/50)
nach
– JASO T903 MA (
–
SAE (
S. 204)
S. 204) (SAE 10W/50)
Vorgabe
– Verwenden Sie nur Motoröle, welche den angegebenen Normen entsprechen (siehe Angaben auf dem Behälter) und die entsprechenden Eigenschaften besitzen. KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
vollsynthetisches Motoröl
Lieferant
Motorex®
– Power Synt 4T
Motoröl (SAE 5W/40)
nach
– JASO T903 MA (
–
SAE (
S. 204)
S. 204) (SAE 5W/40)
BETRIEBSSTOFFE
201
Vorgabe
– Verwenden Sie nur Motoröle, welche den angegebenen Normen entsprechen (siehe Angaben auf dem Behälter) und die entsprechenden Eigenschaften besitzen. KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
vollsynthetisches Motoröl
Lieferant
Motorex®
– Power Synt 4T
Stoßdämpferöl (SAE 2,5) (50180342S1)
nach
– SAE (
S. 204) (SAE 2,5)
Vorgabe
– Verwenden Sie nur Öle, welche den angegebenen Normen entsprechen (siehe Angaben auf dem Behälter) und die entsprechenden
Eigenschaften besitzen.
Superkraftstoff bleifrei (ROZ 95)
nach
– DIN EN 228 (ROZ 95)
Vorgabe
– Verwenden Sie nur bleifreien Superkraftstoff, welcher der angegebenen Norm entspricht oder gleichwertig ist.
–
Ein Anteil von bis zu 10 % Ethanol (E10 Kraftstoff) ist dabei unbedenklich.
Info
Verwenden Sie keinen Kraftstoff aus Methanol (z. B. M15, M85, M100) oder mit einem Anteil von mehr als 10 % Ethanol
(z. B. E15, E25, E85, E100).
HILFSSTOFFE
Hochglanz-Politur für Lacke
Vorgabe
– KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
Lieferant
Motorex®
– Moto Polish
Kettenreinigungsmittel
Vorgabe
– KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
Lieferant
Motorex®
– Chain Clean
Kettenspray Onroad
Vorgabe
– KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
Lieferant
Motorex®
– Chainlube Road
Langzeitfett
Vorgabe
– KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
Lieferant
Motorex®
– Bike Grease 2000
202
HILFSSTOFFE
Motorradreiniger
Vorgabe
– KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
Lieferant
Motorex®
– Moto Clean 900
Reinigungs- und Konservierungsmittel für Metall und Gummi
Vorgabe
– KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
Lieferant
Motorex®
– Protect & Shine
Universal Ölspray
Vorgabe
– KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
Lieferant
Motorex®
– Joker 440 Synthetic
203
NORMEN
204
JASO T903 MA
Unterschiedliche technische Entwicklungsrichtungen erforderten eine eigene Spezifikation für 4-Takt Motorräder - die JASO T903 MA
Norm. Früher wurden für 4-Takt Motorräder Motoröle aus dem PKW Bereich eingesetzt, weil es keine eigene Motorradspezifikation gab.
Werden bei PKW Motoren lange Wartungsintervalle gefordert, so stehen bei Motorrad Motoren hohe Leistungsausbeute bei hohen Drehzahlen im Vordergrund. Bei den meisten Motorrad Motoren wird auch das Getriebe und die Kupplung mit dem gleichen Öl geschmiert. Die
JASO MA Norm geht auf diese speziellen Anforderungen ein.
SAE
Die SAE-Viskositätsklassen wurden von der Society of Automotive Engineers festgelegt und dienen der Einteilung der Öle nach ihrer Viskosität. Die Viskosität beschreibt nur eine Eigenschaft eines Öls und enthält keinerlei Aussage zur Qualität.
INDEXVERZEICHNIS
205
Bremsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
INDEXVERZEICHNIS
A
Abbremsen . . . . . .
ABS . . . . . . . . . . .
Anhalten . . . . . . . .
Anti-Blockier-System
Arbeitsregeln . . . . .
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. 52
. 89
. 54
. 89
..9
B
Batterie
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114
laden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115
Bedienungsanleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Begrenzungslichtlampe
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 124
Beifahrerfußrasten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
Betriebsmittel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Blinkcode
Motorsteuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 177-182
Wegfahrsperre . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 175-176
Blinkerlampe
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 127
Blinkerschalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Bordwerkzeug . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
Bremsbeläge
der Hinterradbremse kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99
der Vorderradbremse kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93
Bremsflüssigkeit
der Hinterradbremse nachfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 97
der Vorderradbremse nachfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92
Bremsflüssigkeitsstand
der Hinterradbremse kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96
der Vorderradbremse kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91
Bremslichtlampe
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 127
Bremsscheibe der Hinterradbremse
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96
Bremsscheiben der Vorderradbremse
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90
D
Display . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
Drehzahlmesser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
E
Einsatzdefinition . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Ersatzteile . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
E-Starterknopf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
F
Fahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
Anfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
Fahrgestellnummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
INDEXVERZEICHNIS
206
Fahrzeug
beladen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Fahrzeugansicht
hinten rechts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
vorne links . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Federbein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Druckstufendämpfung Allgemein . . . . . . . . . . . . . . . . .
Druckstufendämpfung High Speed einstellen . . . . . . . . .
Druckstufendämpfung Low Speed einstellen . . . . . . . . . .
Federvorspannung einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zugstufendämpfung einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
61
. 65
. 66
. 65
. 68
. 68
Federbeinartikelnummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Fehlersuche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 172-174
Frostschutz
kontrollieren
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 145
Fußbremshebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
Grundstellung einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95
Leerweg kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94
G
Gabel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Druckstufe einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Federvorspannung einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Gabelbeine entlüften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zugstufe einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
61
. 61
. 63
. 73
. 62
Gabelartikelnummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Garantie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Gasbowdenzugspiel
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 155
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 154
Gasdrehgriff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
Gepäck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Gepäckträgerplatte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37
H
Haltegriffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37
Handbremshebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
Grundstellung einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90
Hauptsicherung
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 117
Helmsicherung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
am Fahrzeug montieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74
Hinterrad
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105
Hupentaster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
I
Inbetriebnahme
Hinweise zur ersten Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . . . 42
Kontroll- und Pflegearbeiten vor jeder Inbetriebnahme . . . . 46
nach der Lagerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 171
INDEXVERZEICHNIS
207
Kontrolllampen . . . . . . . . . . . . . . .
Temperaturanzeige der Kühlflüssigkeit
Temperatureinheit einstellen . . . . . .
Uhrzeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Uhrzeit einstellen . . . . . . . . . . . . . .
Warnung vor Straßenglätte . . . . . . . .
K
Kennzeichenbeleuchtung
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137
Kette
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84
reinigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80
Verschmutzung kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80
Kettenführung
kontrollieren
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84
Kettenrad
kontrollieren
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84
Kettenritzel
kontrollieren
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84
Kettenspannung
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81
Kombiinstrument . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anzeige Umgebungstemperatur . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anzeige ODO . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anzeige TRIP 1 einstellen/zurücksetzen . . . . . . . . . . . . .
Anzeige TRIP 2 einstellen/zurücksetzen . . . . . . . . . . . . .
Anzeige TRIP F . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Display . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Drehzahlmesser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Funktionstasten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Geschwindigkeitsanzeige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kilometer oder Meilen einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . .
24
. 32
. 30
. 30
. 31
. 32
. 27
. 25
. 25
. 28
. 28
..
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. 26
. 34
. 33
. 29
. 29
. 33
Kontrolllampen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Kraftstofftank
positionieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76
zurücksetzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75
Kühlflüssigkeit
ablassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 149
Kühlflüssigkeitsstand
im Ausgleichsbehälter kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . 148
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 145
Kühlsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 145
befüllen/entlüften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 151
Kupplung
Flüssigkeitsstand kontrollieren/berichtigen . . . . . . . . . . . . 87
Kupplungshebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
Grundstellung einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87
L
Lagerung . . . . .
Lenkschloss . . .
Lichthupentaster
Lichtschalter . .
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170
. 22
. 21
. 20
INDEXVERZEICHNIS
208
M
Maskenspoiler
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78
Motor
einfahren
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
Motornummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Motoröl
ablassen .
einfüllen .
nachfüllen
wechseln .
.
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.
Motorölstand
kontrollieren
.
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160
164
166
160
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 159
Motorrad
mit Hebevorrichtung hinten aufheben
mit Hebevorrichtung vorne aufheben .
reinigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
von Hebevorrichtung hinten nehmen .
von Hebevorrichtung vorne nehmen . .
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. 72
. 71
167
. 72
. 71
N
Not-Aus-Schalter
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
O
Ölfilter
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 160
Ölsiebe
reinigen
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 160
P
Parken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
R
Reifenluftdruck
kontrollieren
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111
Reifenzustand
kontrollieren
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109
Ruckdämpfer Hinterradnabe
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108
Rücklichtlampen
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 132
S
Schalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
Schalthebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
Grundstellung einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157
Grundstellung kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157
Scheinwerfereinstellung
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139
Scheinwerferlampe
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 122
Schlüsselnummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Seitenständer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
INDEXVERZEICHNIS
209
Service . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Serviceplan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58-60
Typenschild . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Sicherung
der einzelnen Stromverbraucher wechseln . . . . . . . . . . . 120
Umwelt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Sicherungen ABS
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 119
Sitzbank
abnehmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73
montieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74
Sitzbankschloss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
Startvorgang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
Steckdose für elektrisches Zubehör . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
T
Tanken
Kraftstoff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
Tankverschluss
öffnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
schließen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
Technische Daten
Anzugsdrehmomente Fahrgestell
Anzugsdrehmomente Motor . . .
Fahrgestell . . . . . . . . . . . . . .
Federbein . . . . . . . . . . . . . . .
Gabel . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Motor . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Transport
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195-198
185-188
189-191
193-194
. . . . 192
183-184
......................................9
U
V
Vorderrad
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102
W
Warnblinkanlage . . . . . .
Warnblinkschalter . . . . . .
Warnung vor Straßenglätte
Wegfahrsperre . . . . . . . .
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Winterbetrieb
Kontroll- und Pflegearbeiten
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. 34
. 34
. 33
. 23
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Z
Zubehör . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Zündkurve
an die Kraftstoffqualität anpassen . . . . . . . . . . . . . . . . . 156
Steckerverbindung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 155
Zündschloss
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Zündschlüssel
aktivieren/deaktivieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140
*3211783de*
3211783de
11/2011
KTM-Sportmotorcycle AG
5230 Mattighofen/Österreich
http://www.ktm.com
Foto: Mitterbauer
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