KTM 990 Adventure R AU GB 2012 Travel Bike Benutzerhandbuch

KTM 990 Adventure R AU GB 2012 Travel Bike Benutzerhandbuch
BEDIENUNGSANLEITUNG 2012
990 Adventure EU
990 Adventure AUS/UK
990 Adventure FR
990 Adventure R EU
990 Adventure R AUS/UK
Art.-Nr. 3211791de
LIEBER KTM KUNDE
1
Wir möchten Sie recht herzlich zu Ihrer Entscheidung für ein KTM Motorrad beglückwünschen. Sie sind nun Besitzer eines modernen
sportlichen Motorrades, das Ihnen bestimmt viel Freude bereiten wird, wenn Sie es entsprechend warten und pflegen.
LIEBER KTM KUNDE
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Fahren!
Bitte tragen Sie unten die Seriennummern Ihres Fahrzeuges ein.
Fahrgestellnummer (
Motornummer (
S. 16)
Händlerstempel
S. 17)
Schlüsselnummer (
S. 17)
Die Bedienungsanleitung entsprach zum Zeitpunkt der Drucklegung dem neuesten Stand dieser Baureihe. Kleine Abweichungen, die sich
aus der konstruktiven Weiterentwicklung ergeben, sind jedoch nie ganz auszuschließen.
Alle enthaltenen Angaben sind unverbindlich. Die KTM-Sportmotorcycle AG behält sich insbesondere das Recht vor, technische Angaben,
Preise, Farben, Formen, Materialien, Dienst- und Serviceleistungen, Konstruktionen, Ausstattungen und Ähnliches ohne vorherige Ankündigung und ohne Angabe von Gründen zu ändern bzw. ersatzlos zu streichen, sie an lokale Gegebenheiten anzupassen sowie die Fertigung
eines bestimmten Modells ohne vorherige Ankündigung einzustellen. KTM übernimmt keine Haftung für Liefermöglichkeiten, Abweichungen von Abbildungen und Beschreibungen sowie Druckfehler und Irrtümer. Die abgebildeten Modelle enthalten zum Teil Sonderausstattungen, die nicht zum serienmäßigen Lieferumfang gehören.
© 2011 KTM-Sportmotorcycle AG, Mattighofen Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Nachdruck, auch auszugsweise sowie Vervielfältigungen jeder Art nur mit schriftlicher Genehmigung des Urhebers.
LIEBER KTM KUNDE
ISO 9001(12 100 6061)
Im Sinne der internationalen Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001 wendet KTM Qualitätssicherungsprozesse an, die zu
höchstmöglicher Produktqualität führen.
Ausgestellt durch: TÜV Management Service
KTM-Sportmotorcycle AG
5230 Mattighofen, Österreich
2
INHALTSVERZEICHNIS
INHALTSVERZEICHNIS
DARSTELLUNGSMITTEL ........................................................ 7
WICHTIGE HINWEISE............................................................. 8
FAHRZEUGANSICHT ............................................................ 12
Fahrzeugansicht vorne links (Symboldarstellung) ................. 12
Fahrzeugansicht hinten rechts (Symboldarstellung).............. 14
SERIENNUMMERN .............................................................. 16
Fahrgestellnummer ........................................................... 16
Typenschild ..................................................................... 16
Motornummer .................................................................. 17
Schlüsselnummer ............................................................. 17
Gabelartikelnummer ......................................................... 18
Federbeinartikelnummer ................................................... 18
BEDIENUNGSELEMENTE ..................................................... 19
Kupplungshebel ............................................................... 19
Handbremshebel .............................................................. 19
Lichtschalter.................................................................... 20
Lichthupentaster .............................................................. 20
Blinkerschalter ................................................................. 21
Hupentaster ..................................................................... 21
Not-Aus-Schalter .............................................................. 22
E-Starterknopf.................................................................. 22
Zünd-/Lenkschloss............................................................ 23
Wegfahrsperre .................................................................. 24
Kombiinstrument.............................................................. 24
Kombiinstrument - Funktionstasten.................................... 25
Kombiinstrument - Drehzahlmesser .................................... 25
Kombiinstrument - Kontrolllampen..................................... 26
Kombiinstrument - Display ................................................ 27
Kombiinstrument - Geschwindigkeitsanzeige ....................... 28
3
Kilometer oder Meilen einstellen........................................
Kombiinstrument - Uhrzeit ................................................
Uhrzeit einstellen .............................................................
Kombiinstrument - Anzeige ODO........................................
Kombiinstrument - Anzeige TRIP 1
einstellen/zurücksetzen .....................................................
Kombiinstrument - Anzeige TRIP 2
einstellen/zurücksetzen .....................................................
Kombiinstrument - Anzeige TRIP F ....................................
Kombiinstrument - Anzeige Umgebungstemperatur..............
Temperatureinheit einstellen .............................................
Kombiinstrument - Warnung vor Straßenglätte.....................
Kombiinstrument - Temperaturanzeige der Kühlflüssigkeit ...
Warnblinkschalter/Warnblinkanlage ....................................
Steckdose für elektrisches Zubehör ....................................
Tankverschlüsse öffnen .....................................................
Tankverschlüsse schließen ................................................
Ablagefach entriegeln .......................................................
Ablagefach verriegeln........................................................
Ablagefach öffnen ............................................................
Ablagefach schließen ........................................................
Sitzbankschloss................................................................
Bordwerkzeug ..................................................................
Beifahrerfußrasten............................................................
Kraftstoffhähne ................................................................
Haltegriffe .......................................................................
Gepäckträgerplatte ...........................................................
Schalthebel .....................................................................
Fußbremshebel ................................................................
28
29
29
30
30
31
32
32
33
33
34
34
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35
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37
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38
39
39
40
40
41
41
42
42
43
INHALTSVERZEICHNIS
Seitenständer...................................................................
Mittelständer ...................................................................
INBETRIEBNAHME ..............................................................
Hinweise zur ersten Inbetriebnahme...................................
Motor einfahren................................................................
Fahrzeug beladen .............................................................
FAHRANLEITUNG ................................................................
Kontroll- und Pflegearbeiten vor jeder Inbetriebnahme .........
Startvorgang.....................................................................
Anfahren .........................................................................
Schalten, Fahren ..............................................................
Abbremsen ......................................................................
Anhalten, Parken..............................................................
Kraftstoff tanken ..............................................................
SERVICEPLAN .....................................................................
Serviceplan......................................................................
FAHRWERK ABSTIMMEN .....................................................
Gabel/Federbein ...............................................................
Druckstufendämpfung der Gabel einstellen .........................
Zugstufendämpfung der Gabel einstellen ............................
Federvorspannung der Gabel einstellen...............................
Druckstufendämpfung Federbein .......................................
Druckstufendämpfung Low Speed des Federbeins
einstellen.........................................................................
Druckstufendämpfung High Speed des Federbeins
einstellen.........................................................................
Zugstufendämpfung des Federbeins einstellen ....................
Federvorspannung des Federbeins einstellen .......................
4
44
44
45
45
46
47
49
49
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52
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63
63
66
66
66
67
69
70
70
72
73
74
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL....................................... 76
Fahrzeug am Mittelständer aufheben.................................. 76
Fahrzeug vom Mittelständer nehmen .................................. 77
Gabelbeine entlüften ........................................................ 77
Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen......................... 78
Steuerkopflagerspiel kontrollieren ...................................... 79
Seitenverkleidung vorne ausbauen...................................... 80
Seitenverkleidung vorne einbauen ...................................... 81
Kühlerschutzgitter ausbauen ............................................. 82
Kühlerschutzgitter einbauen .............................................. 83
Sitzbank abnehmen .......................................................... 83
Sitzbank montieren........................................................... 84
Sturzbügel ausbauen
(990 Adventure)........................... 84
Sturzbügel einbauen
(990 Adventure) ........................... 85
Ablagefach abnehmen und zur Seite hängen
.................. 86
Ablagefach einbauen
................................................... 87
Linken Kraftstofftank ausbauen
.................................... 87
Linken Kraftstofftank einbauen
..................................... 89
Kettenverschmutzung kontrollieren..................................... 91
Kette reinigen .................................................................. 91
Kettenspannung kontrollieren ............................................ 92
Kettenspannung einstellen ................................................ 93
Kette, Kettenrad und Kettenritzel kontrollieren.................... 95
Grundeinstellung des Kupplungshebels einstellen................ 98
Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung
kontrollieren/berichtigen.................................................... 98
Rechten Unterfahrschutz ausbauen .................................... 99
Rechten Unterfahrschutz einbauen .................................... 99
Unterfahrschutz ausbauen
.......................................... 100
x
x
x
x
x
x
x
INHALTSVERZEICHNIS
5
Unterfahrschutz einbauen
..........................................
BREMSEN .........................................................................
ABS / Anti-Blockier-System (990 Adventure).....................
Leerweg am Handbremshebel kontrollieren .......................
Leerweg des Handbremshebels einstellen .........................
Bremsscheiben kontrollieren............................................
Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse
kontrollieren...................................................................
Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse nachfüllen
.........
Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren.................
Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren .........................
Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse
kontrollieren...................................................................
Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse nachfüllen
.........
Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren.................
RÄDER, REIFEN ................................................................
Vorderrad ausbauen
...................................................
Vorderrad einbauen
....................................................
Hinterrad ausbauen
...................................................
Hinterrad einbauen
....................................................
Dämpfergummis der Hinterradnabe kontrollieren
..........
Reifenzustand kontrollieren .............................................
Reifenluftdruck kontrollieren ...........................................
Speichenspannung kontrollieren ......................................
ELEKTRIK .........................................................................
Batterie ausbauen
.....................................................
Batterie einbauen
......................................................
Batterie laden
...........................................................
Hauptsicherung wechseln................................................
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
100
101
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102
103
103
104
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107
107
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113
113
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118
120
121
123
123
125
125
126
127
129
Sicherungen ABS wechseln (990 Adventure).....................
Sicherungen im Sicherungskasten wechseln......................
Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer ausbauen.................
Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer einbauen .................
Abblendlichtlampe wechseln ...........................................
Fernlichtlampe wechseln.................................................
Begrenzungslichtlampe im Scheinwerfer wechseln.............
Blinkerlampe wechseln ...................................................
Rücklichtlampe wechseln................................................
Bremslichtlampe wechseln ..............................................
Scheinwerfereinstellung kontrollieren ...............................
Leuchtweite des Scheinwerfers einstellen .........................
Zündschlüssel aktivieren/deaktivieren ...............................
KÜHLSYSTEM ...................................................................
Kühlsystem....................................................................
Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren ...........
Kühlflüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter
kontrollieren...................................................................
Kühlflüssigkeit ablassen
.............................................
Kühlsystem befüllen/entlüften
....................................
MOTOR ABSTIMMEN .........................................................
Gasbowdenzugspiel kontrollieren......................................
Gasbowdenzugspiel einstellen
.....................................
Steckerverbindung Zündkurve..........................................
Zündkurve an die Kraftstoffqualität anpassen ....................
SERVICEARBEITEN MOTOR................................................
Motorölstand kontrollieren ...............................................
Motoröl und Ölfilter wechseln, Ölsiebe reinigen
............
Motoröl ablassen, Ölsiebe reinigen
..............................
x
x
x
x
x
131
133
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145
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151
151
152
155
156
158
161
161
162
162
163
164
164
165
165
INHALTSVERZEICHNIS
Ölfilter ausbauen
.......................................................
Ölfilter einbauen
.......................................................
Motoröl einfüllen
.......................................................
Motoröl nachfüllen .........................................................
REINIGUNG, PFLEGE.........................................................
Motorrad reinigen ...........................................................
Kontroll- und Pflegearbeiten für den Winterbetrieb ............
LAGERUNG .......................................................................
Lagerung .......................................................................
Inbetriebnahme nach der Lagerung ..................................
FEHLERSUCHE..................................................................
BLINKCODE WEGFAHRSPERRE..........................................
BLINKCODE MOTORSTEUERUNG .......................................
TECHNISCHE DATEN - MOTOR ...........................................
Füllmenge - Motoröl........................................................
Füllmenge - Kühlflüssigkeit .............................................
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE MOTOR.....
TECHNISCHE DATEN - FAHRGESTELL ................................
Lampenbestückung ........................................................
Reifen ...........................................................................
Füllmenge - Kraftstoff .....................................................
TECHNISCHE DATEN - GABEL............................................
990 Adventure ...............................................................
990 Adventure R............................................................
TECHNISCHE DATEN - FEDERBEIN ....................................
990 Adventure ...............................................................
990 Adventure R............................................................
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE
FAHRGESTELL ..................................................................
x
x
x
6
169
170
170
172
174
174
176
177
177
178
179
182
184
190
191
191
192
196
198
199
199
200
200
201
203
203
204
206
BETRIEBSSTOFFE .............................................................
HILFSSTOFFE....................................................................
NORMEN...........................................................................
INDEXVERZEICHNIS ..........................................................
209
213
215
216
DARSTELLUNGSMITTEL
7
Verwendete Symbole
Nachfolgend wird die Verwendung von bestimmten Symbolen erklärt.
Kennzeichnet eine erwartete Reaktion (z. B. eines Arbeitsschrittes oder einer Funktion).
Kennzeichnet eine unerwartete Reaktion (z. B. eines Arbeitsschrittes oder einer Funktion).
Alle Arbeiten, die mit diesem Symbol gekennzeichnet sind, erfordern Fachkenntnisse und technisches Verständnis.
Lassen Sie diese Arbeiten, im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit, in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte durchführen! Dort wird Ihr Motorrad von speziell geschulten Fachkräften mit dem erforderlichen Spezialwerkzeug optimal
gewartet.
Kennzeichnet einen Seitenverweis (Mehr Informationen sind auf der angegebenen Seite nachzulesen).
Benutzte Formatierungen
Nachfolgend werden die verwendeten Schriftformatierungen erklärt.
Eigenname
Kennzeichnet einen Eigennamen.
Name®
Kennzeichnet einen geschützten Namen.
Marke™
Kennzeichnet eine Marke im Warenverkehr.
WICHTIGE HINWEISE
8
Einsatzdefinition
KTM Sportmotorräder sind so konzipiert und konstruiert, dass sie gängigen Beanspruchungen bei regulärem Straßenbetrieb und Einsatz in
leichtem Gelände (unbefestigte Straßen) standhalten, jedoch nicht für die Benutzung auf Rennstrecken.
Info
Das Motorrad ist nur in der homologierten Version für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen.
Service
Voraussetzung für den fehlerfreien Betrieb und die Vermeidung von vorzeitigem Verschleiß sind die Einhaltung der in der Bedienungsanleitung genannten Service-, Pflege- und Abstimmungsarbeiten von Motor und Fahrwerk. Schlechte Fahrwerksabstimmung kann Beschädigungen und Brüche an Fahrwerkskomponenten hervorrufen.
Die Benutzung der Motorräder bei extremen Einsatzbedingungen, z. B. stark schlammige und feuchte Straßen, kann zu überdurchschnittlichem Verschleiß von Komponenten wie etwa Antriebsstrang oder Bremsen führen. Demzufolge kann ein Service bzw. der Austausch von
Verschleißteilen bereits vor Erreichen der Verschleißgrenze laut Serviceplan notwendig sein.
Beachten Sie unbedingt die vorgeschriebenen Einfahrzeiten und Serviceintervalle. Deren genaue Einhaltung trägt wesentlich zur Erhöhung
der Lebensdauer Ihres Motorrades bei.
Garantie
Die im Serviceplan vorgeschriebenen Arbeiten müssen ausschließlich in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte durchgeführt und im Serviceheft als auch im KTM dealer.net bestätigt werden, da sonst jeglicher Garantieanspruch verloren geht. Bei Schäden und Folgeschäden,
die durch Manipulationen und/oder Umbauten am Fahrzeug verursacht wurden, kann keine Garantie gewährt werden.
Betriebsmittel
Es sind die in der Bedienungsanleitung genannten Kraft- und Schmierstoffe bzw. Betriebsstoffe gemäß Spezifikation zu verwenden.
WICHTIGE HINWEISE
9
Ersatzteile, Zubehör
Verwenden Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit nur Ersatzteile und Zubehörprodukte, die von KTM freigegeben und/oder empfohlen sind und
lassen Sie diese in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte montieren. Für andere Produkte und daraus entstandene Schäden übernimmt
KTM keine Haftung.
Einige Ersatzteile und Zubehörprodukte sind bei den jeweiligen Beschreibungen in Klammern angegeben. Ihr KTM-Händler berät Sie
gerne.
Die aktuellen KTM PowerParts für Ihr Fahrzeug finden Sie auf der KTM Website.
Internationale KTM Website: http://www.ktm.com
Arbeitsregeln
Für einige Arbeiten sind Spezialwerkzeuge notwendig. Diese sind nicht Bestandteil des Fahrzeuges, können aber unter der angegebenen
Nummer in Klammern bestellt werden. Bsp.: Ventilfederheber (59029019000)
Beim Zusammenbau müssen nicht wiederverwendbare Teile (z. B. selbstsichernde Schrauben und Muttern, Dichtungen, Dichtringe, ORinge, Splinte, Sicherungsbleche) durch neue Teile ersetzt werden.
Wird bei Schraubverbindungen ein Schraubensicherungsmittel (z. B. Loctite®) verwendet, sind die spezifischen Hinweise des Herstellers zu
dessen Verwendung einzuhalten.
Teile, die nach dem Zerlegen wiederverwendet werden sollen, sind zu reinigen und auf Beschädigung bzw. Verschleiß zu kontrollieren.
Beschädigte bzw. verschlissene Teile wechseln.
Nach Abschluss der Reparatur bzw. Wartung ist die Verkehrssicherheit des Fahrzeuges sicherzustellen.
Transport
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann wegrollen bzw. umfallen.
–
Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
WICHTIGE HINWEISE
10
Hinweis
Brandgefahr Einige Fahrzeugteile werden beim Betrieb des Fahrzeuges sehr heiß.
–
Fahrzeug nicht an Stellen mit leicht brennbaren und/oder entzündlichen Materialien abstellen. Keine Gegenstände über das betriebswarme Fahrzeug legen. Fahrzeug immer erst abkühlen lassen.
–
Motor abstellen und Zündschlüssel abziehen.
–
Motorrad mit Spannbändern oder anderen geeigneten Befestigungsvorrichtungen gegen Umfallen und Wegrollen sichern.
Umwelt
Motorradfahren ist ein wunderbarer Sport und wir hoffen natürlich, dass Sie ihn in vollen Zügen genießen können. Jedoch – er birgt Potential für Probleme mit der Umwelt wie auch für Konflikte mit anderen Personen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Motorrad sorgt
aber dafür, dass diese Probleme und Konflikte nicht auftauchen müssen. Um die Zukunft des Motorradsports zu sichern, versichern Sie
sich, dass Sie das Motorrad im Rahmen der Legalität benutzen, zeigen Sie Umweltbewusstsein und respektieren Sie die Rechte anderer.
Hinweise/Warnhinweise
Beachten Sie unbedingt die angegebenen Hinweise/Warnhinweise.
Info
Am Fahrzeug sind verschiedene Hinweis-/Warnhinweisaufkleber angebracht. Entfernen Sie keine Hinweis-/Warnhinweisaufkleber.
Fehlen diese, können Sie oder andere Personen Gefahren nicht erkennen und sich deshalb verletzen.
WICHTIGE HINWEISE
11
Gefahrengrade
Gefahr
Hinweis auf eine Gefahr, die unmittelbar und mit Sicherheit zum Tod oder zu schweren bleibenden Verletzungen führt, wenn nicht
die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Warnung
Hinweis auf eine Gefahr, die wahrscheinlich zum Tod oder zu schweren Verletzungen führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Vorsicht
Hinweis auf eine Gefahr, die möglicherweise zu leichten Verletzungen führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Hinweis
Hinweis auf eine Gefahr, die zu erheblichen Maschinen- oder Materialschäden führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Warnung
Hinweis auf eine Gefahr, die zu Umweltschäden führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Bedienungsanleitung
–
Lesen Sie unbedingt diese Bedienungsanleitung genau und vollständig, bevor Sie die erste Ausfahrt unternehmen. Sie enthält viele
Informationen und Tipps, die Ihnen die Bedienung und Handhabung Ihres Motorrades erleichtern werden. Nur so erfahren Sie, wie Sie
das Motorrad am besten für sich abstimmen und wie Sie sich vor Verletzungen schützen können. Außerdem enthält diese Bedienungsanleitung wichtige Informationen über die Wartung des Motorrades.
–
Die Bedienungsanleitung ist ein wichtiger Bestandteil des Motorrades und muss beim Weiterverkauf an den neuen Eigentümer übergeben werden.
FAHRZEUGANSICHT
12
Fahrzeugansicht vorne links (Symboldarstellung)
3.1
B00889-10
FAHRZEUGANSICHT
13
1
Kupplungshebel (
S. 19)
2
Bordwerkzeug (
3
Sitzbankschloss (
4
Gepäckträgerplatte (
5
Haltegriffe (
6
Gabel Druckstufeneinstellung
7
Kraftstoffhähne (
8
Seitenständer (
9
Schalthebel (
10
Fußraste
11
Mittelständer (
12
Beifahrerfußrasten (
S. 40)
S. 39)
S. 42)
S. 41)
S. 41)
S. 44)
S. 42)
S. 44)
S. 40)
FAHRZEUGANSICHT
14
Fahrzeugansicht hinten rechts (Symboldarstellung)
3.2
B00890-10
FAHRZEUGANSICHT
15
1
Ablagefach
2
Lichtschalter (
2
Blinkerschalter (
2
Hupentaster (
2
Lichthupentaster (
3
Warnblinkschalter/Warnblinkanlage (
S. 34)
4
Steckdose für elektrisches Zubehör (
S. 35)
5
Not-Aus-Schalter (
5
E-Starterknopf (
6
Handbremshebel (
7
Tankverschluss
8
Federbein Zugstufeneinstellung
9
Fußbremshebel (
10
Ölmessstab
11
Ausgleichsbehälter Kühlsystem
S. 20)
S. 21)
S. 21)
S. 20)
S. 22)
S. 22)
S. 19)
S. 43)
SERIENNUMMERN
16
Fahrgestellnummer
4.1
Die Fahrgestellnummer 1 ist auf dem Steuerkopf rechts eingeprägt.
Die Fahrgestellnummer ist auch am Typenschild eingetragen.
100542-10
Typenschild
4.2
Das Typenschild 1 befindet sich am rechten Rahmenrohr im Bereich des Öltanks.
B00891-10
SERIENNUMMERN
17
Motornummer
4.3
Die Motornummer 1 ist an der linken Motorseite unterhalb des Kettenritzels eingeprägt.
100544-10
Schlüsselnummer
4.4
Die Schlüsselnummer Code number 1 ist auf der KEYCODECARD angeführt.
Info
Sie benötigen die Schlüsselnummer zum Bestellen eines Ersatzschlüssels. Bewahren Sie die KEYCODECARD an einem sicheren Ort auf.
Mit dem orangen Programmierschlüssel aktivieren bzw. deaktivieren Sie die schwarzen Zündschlüssel. Bewahren Sie den orangen Programmierschlüssel an einem
sicheren Ort auf, er darf nur für Lern- und Programmierfunktionen verwendet werden.
700222-01
SERIENNUMMERN
18
Gabelartikelnummer
4.5
Die Gabelartikelnummer 1 ist auf der Innenseite der Gabelfaust eingeprägt.
100545-10
Federbeinartikelnummer
4.6
Die Federbeinartikelnummer 1 ist am Federbeinoberteil eingeprägt.
100546-10
BEDIENUNGSELEMENTE
19
Kupplungshebel
5.1
Der Kupplungshebel 1 ist am Lenker links angebracht.
Die Kupplung wird hydraulisch betätigt und stellt sich automatisch nach.
100505-10
Handbremshebel
5.2
Der Handbremshebel 1 ist am Lenker rechts angebracht.
Mit dem Handbremshebel wird die Vorderradbremse betätigt.
100506-10
BEDIENUNGSELEMENTE
20
Lichtschalter
5.3
Der Lichtschalter 1 ist am Lenker links angebracht.
Mögliche Zustände
Abblendlicht ein – Lichtschalter ist nach unten geschwenkt. In dieser Stellung ist das Abblendlicht und Rücklicht eingeschaltet.
Fernlicht ein – Lichtschalter ist nach oben geschwenkt. In dieser Stellung
ist das Fernlicht und Rücklicht eingeschaltet.
100507-10
Lichthupentaster
5.4
Der Lichthupentaster 1 ist am Lenker links angebracht.
Mögliche Zustände
• Lichthupentaster in der Grundstellung
• Lichthupentaster gedrückt – In dieser Stellung wird die Lichthupe (Fernlicht) betätigt.
100508-10
BEDIENUNGSELEMENTE
21
Blinkerschalter
5.5
Der Blinkerschalter 1 ist am Lenker links angebracht.
Mögliche Zustände
Blinker aus
Blinker links ein – Blinkerschalter nach links gedrückt. Der Blinkerschalter
geht nach dem Betätigen in die Mittelstellung zurück.
Blinker rechts ein – Blinkerschalter nach rechts gedrückt. Der Blinkerschalter geht nach dem Betätigen in die Mittelstellung zurück.
100509-10
Zum Ausschalten des Blinkers den Blinkerschalter zum Schaltergehäuse drücken.
Hupentaster
5.6
Der Hupentaster 1 ist am Lenker links angebracht.
Mögliche Zustände
• Hupentaster in der Grundstellung
• Hupentaster gedrückt – In dieser Stellung wird die Hupe betätigt.
100510-10
BEDIENUNGSELEMENTE
22
Not-Aus-Schalter
5.7
Der Not-Aus-Schalter 1 ist am Lenker rechts angebracht.
Mögliche Zustände
Not-Aus-Schalter aus – In dieser Stellung ist der Zündstromkreis unterbrochen, der laufende Motor geht aus, der Motor kann nicht gestartet werden.
Not-Aus-Schalter ein – Diese Stellung ist für den Betrieb notwendig, der
Zündstromkreis ist geschlossen.
100547-10
E-Starterknopf
5.8
Der E-Starterknopf 1 ist am Lenker rechts angebracht.
Mögliche Zustände
• E-Starterknopf
• E-Starterknopf
100548-10
in der Grundstellung
gedrückt – In dieser Stellung wird der E-Starter betätigt.
BEDIENUNGSELEMENTE
23
Zünd-/Lenkschloss
5.9
Das Zünd-/Lenkschloss 1 befindet sich vor der oberen Gabelbrücke.
Info
Zum Einschalten der Zündung darf nur ein schwarzer Zündschlüssel verwendet werden.
Mit dem orangen Programmierschlüssel aktivieren bzw. deaktivieren Sie die schwarzen Zündschlüssel.
Mögliche Zustände
100511-10
Zündung aus OFF – In dieser Stellung ist der Zündstromkreis unterbrochen, der laufende Motor geht aus, der stehende Motor springt nicht an.
Der schwarze Zündschlüssel kann abgezogen werden.
Zündung ein ON – In dieser Stellung ist der Zündstromkreis geschlossen,
der Motor kann gestartet werden.
Lenkung blockiert – In dieser Stellung ist der Zündstromkreis unterbrochen
und die Lenkung blockiert. Der schwarze Zündschlüssel kann abgezogen
werden.
BEDIENUNGSELEMENTE
24
Wegfahrsperre
5.10
Die elektronische Wegfahrsperre sichert das Fahrzeug gegen unbefugte Benutzung.
Durch das Abziehen des Zündschlüssels wird die Wegfahrsperre automatisch aktiviert und
die Motorelektronik gesperrt.
Die rote Warnlampe blinkt nach 1 Minute im 15 Sekunden Intervall.
Die rote Warnlampe kann auch durch Blinken Fehler anzeigen.
Info
400915-01
Die Zündschlüssel sind mit elektronischen Bauteilen bestückt. Nie mehrere Zündschlüssel an einem Schlüsselbund befestigen, sie können sich gegenseitig stören,
was zu Problemen führen kann.
Ein verlorener schwarzer Zündschlüssel muss deaktiviert werden, um eine unbefugte Inbetriebnahme des Fahrzeuges zu verhindern.
Der zweite schwarze Zündschlüssel ist im Auslieferungszustand aktiviert.
Es können noch zwei weitere Ersatz-Zündschlüssel (Schlüsselnummer auf der KEYCODECARD) bei einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte bestellt werden, diese müssen aber zur
Verwendung aktiviert werden.
Kombiinstrument
5.11
Das Kombiinstrument ist vor dem Lenker angebracht.
Das Kombiinstrument ist in 4 Funktionsbereiche gegliedert.
1 Funktionstasten
2 Drehzahlmesser
3 Kontrolllampen
4 Display
400913-10
BEDIENUNGSELEMENTE
25
Kombiinstrument - Funktionstasten
5.12
Mit der MODE Taste 1 wird der Anzeigemodus gewechselt.
Mögliche Anzeigemodi sind zurückgelegte Wegstrecke (ODO), Tripmaster 1 (TRIP 1), Tripmaster 2 (TRIP 2) und Umgebungstemperatur.
Mit der SET Taste 2 wird die Funktion Tripmaster 1 (TRIP 1) und Tripmaster 2 (TRIP 2)
auf 0.0 zurückgesetzt.
(990 Adventure)
Mit der Taste 3 kann das ABS abgeschaltet werden.
(990 Adventure R)
Die Taste 3 ist funktionslos.
400914-10
Kombiinstrument - Drehzahlmesser
5.13
Der Drehzahlmesser 1 zeigt die Motordrehzahl in Umdrehungen pro Minute an.
Die rote Markierung 2 kennzeichnet den Überdrehzahlbereich des Motors.
400916-10
BEDIENUNGSELEMENTE
26
Kombiinstrument - Kontrolllampen
5.14
Die Kontrolllampen geben zusätzliche Informationen über den Betriebszustand des Motorrades.
Mögliche Zustände
Blinkerkontrolllampe blinkt grün im Blinkrhythmus – Blinker ist eingeschaltet.
Leerlaufkontrolllampe leuchtet grün – Getriebe ist in Leerlauf geschaltet.
400917-01
Fernlichtkontrolllampe leuchtet blau – Fernlicht ist eingeschaltet.
Temperaturwarnlampe leuchtet rot – Kühlflüssigkeitstemperatur hat einen
kritischen Wert erreicht.
Kraftstoffpegelwarnlampe leuchtet orange – Kraftstoffpegel hat die Reservemarke erreicht. Display wird auf Anzeige TRIP F umgeschaltet.
Öldruckwarnlampe leuchtet rot – Öldruck ist zu niedrig.
FI Warnlampe (MIL) leuchtet/blinkt orange – Die OBD (On-Board-Diagnose)
hat einen emissions- oder sicherheitskritischen Fehler erkannt.
Kontrolllampe Wegfahrsperre leuchtet/blinkt rot – Status- oder Fehlermeldung bei der Wegfahrsperre/Alarmanlage.
Batteriewarnlampe leuchtet rot – Spannung im Bordnetz zu niedrig.
BEDIENUNGSELEMENTE
27
(990 Adventure)
ABS‑Warnlampe leuchtet/blinkt rot – Status- oder Fehlermeldung beim
ABS (Anti-Blockier-System).
Kombiinstrument - Display
5.15
Beim Einschalten der Zündung leuchten eine Sekunde lang alle Anzeigesegmente zum
Funktionstest auf.
400892-01
LEnGth
Nach dem Funktionstest des Displays wird eine Sekunde lang der Radumfang LEnGth eingeblendet.
Info
Die Zahl 2205 entspricht dem Umfang des 21" Vorderrades mit Serienbereifung.
Danach wechselt die Anzeige in den zuletzt gewählten Modus.
400837-01
BEDIENUNGSELEMENTE
28
Kombiinstrument - Geschwindigkeitsanzeige
5.16
Die Geschwindigkeit 1 wird in Kilometer pro Stunde km/h bzw. in Meilen pro Stunde mph
angezeigt.
400838-10
Kilometer oder Meilen einstellen
5.17
Info
Wenn man die Einheit wechselt, bleibt der Wert ODO erhalten und wird entsprechend umgerechnet.
Länderspezifische Einstellung vornehmen.
Bedingung
Das Motorrad steht.
BEDIENUNGSELEMENTE
29
–
Zündung einschalten, dazu den schwarzen Zündschlüssel in die Stellung ON
–
Die MODE Taste so oft drücken, bis der Anzeigemodus ODO aktiv ist.
–
Die MODE Taste gedrückt halten bis sich der Anzeigemodus von km/h auf mph bzw. von
mph auf km/h ändert.
drehen.
400893-10
Kombiinstrument - Uhrzeit
5.18
Die Uhrzeit wird im Bereich 1 vom Display dargestellt.
Info
Die Uhrzeit muss eingestellt werden, wenn die Batterie abgeschlossen wurde bzw.
wenn die Sicherung ausgebaut war.
400893-11
Uhrzeit einstellen
5.19
Bedingung
Das Motorrad steht.
BEDIENUNGSELEMENTE
30
–
Zündung einschalten, dazu den schwarzen Zündschlüssel in die Stellung ON
–
Die MODE Taste so oft drücken, bis der Anzeigemodus ODO aktiv ist.
–
Die MODE Taste und die SET Taste gleichzeitig gedrückt halten.
–
Mit der MODE Taste die Stunden einstellen.
–
Mit der SET Taste die Minuten einstellen.
–
Die MODE Taste und die SET Taste gleichzeitig gedrückt halten.
drehen.
Die Uhrzeit beginnt zu blinken.
400893-12
Die Uhrzeit ist eingestellt.
Kombiinstrument - Anzeige ODO
5.20
Im Anzeigemodus ODO wird die Summe der zurückgelegten Wegstrecke in Kilometer bzw.
Meilen angezeigt.
Info
Dieser Wert bleibt auch erhalten, wenn die Batterie abgeschlossen wird, und/oder
die Sicherung durchgeschmolzen ist.
400839-01
Kombiinstrument - Anzeige TRIP 1 einstellen/zurücksetzen
5.21
Info
Der Tageswegstreckenzähler TRIP 1 läuft immer mit und zählt bis 999.9.
Mit dem Tageswegstreckenzähler kann die Streckenlänge bei Ausfahrten oder die Distanz zwischen zwei Tankstopps gemessen werden. Wird der Wert 999.9 überschritten, beginnt der Tageswegstreckenzähler wieder mit 0.0.
BEDIENUNGSELEMENTE
31
–
Zündung einschalten, dazu den schwarzen Zündschlüssel in die Stellung ON
–
Die MODE Taste so oft drücken, bis der Anzeigemodus TRIP 1 aktiv ist.
–
Die SET Taste gedrückt halten.
drehen.
Die Anzeige TRIP 1 steht auf 0.0.
400840-01
Kombiinstrument - Anzeige TRIP 2 einstellen/zurücksetzen
5.22
Info
Der Tageswegstreckenzähler TRIP 2 läuft immer mit und zählt bis 999.9.
Mit dem Tageswegstreckenzähler kann die Streckenlänge bei Ausfahrten oder die Distanz zwischen zwei Tankstopps gemessen werden. Wird der Wert 999.9 überschritten, beginnt der Tageswegstreckenzähler wieder mit 0.0.
–
Zündung einschalten, dazu den schwarzen Zündschlüssel in die Stellung ON
–
Die MODE Taste so oft drücken, bis der Anzeigemodus TRIP 2 aktiv ist.
–
Die SET Taste gedrückt halten.
Die Anzeige TRIP 2 steht auf 0.0.
400841-01
drehen.
BEDIENUNGSELEMENTE
32
Kombiinstrument - Anzeige TRIP F
5.23
Wenn der Kraftstoffpegel die Reservemarke erreicht, wechselt die Anzeige automatisch
auf TRIP F und beginnt bei 0.0 zu zählen, unabhängig davon, welcher Anzeigemodus vorher aktiviert war.
Info
Parallel zur Anzeige TRIP F beginnt die Kraftstoffpegelwarnlampe zu leuchten.
400842-01
Kombiinstrument - Anzeige Umgebungstemperatur
5.24
Die Umgebungstemperatur 1 wird in °C bzw. °F angezeigt.
400893-13
BEDIENUNGSELEMENTE
33
Temperatureinheit einstellen
5.25
Bedingung
Das Motorrad steht.
–
Zündung einschalten, dazu den schwarzen Zündschlüssel in die Stellung ON
–
Die MODE Taste so oft drücken, bis die Umgebungstemperatur aktiv ist.
–
Die MODE Taste gedrückt halten bis sich der Anzeigemodus von °C auf °F bzw. von °F
auf °C ändert.
drehen.
400893-14
Kombiinstrument - Warnung vor Straßenglätte
5.26
Das Erscheinen des Eissymbols signalisiert erhöhte Gefahr von Straßenglätte.
Das Eissymbol erscheint im Display, wenn die Umgebungstemperatur unter den angegebenen Wert gefallen ist.
Temperatur
3 °C
Das Eissymbol erlischt im Display, wenn die Umgebungstemperatur wieder über den
angegebenen Wert gestiegen ist.
Temperatur
400894-10
4 °C
BEDIENUNGSELEMENTE
34
Kombiinstrument - Temperaturanzeige der Kühlflüssigkeit
5.27
Die Temperaturanzeige im Display besteht aus 12 Balken. Je mehr Balken leuchten, desto
heißer ist die Kühlflüssigkeit. Beim Aufleuchten des oberen Balkens beginnen gleichzeitig
alle Balken zu blinken und die Temperaturwarnlampe beginnt zu leuchten.
Mögliche Zustände
• Motor kalt – Bis zu fünf Balken leuchten.
• Motor betriebswarm – Sechs bis elf Balken leuchten.
• Motor heiß – Alle zwölf Balken blinken.
400617-01
Warnblinkschalter/Warnblinkanlage
5.28
Der Warnblinkschalter 1 ist links neben dem Kombiinstrument angebracht.
Die Warnblinkanlage wird zum Anzeigen von Notsituationen verwendet.
Info
Die Warnblinkanlage kann bei eingeschalteter Zündung bzw. bis 30 Sekunden nach
Ausschalten der Zündung aktiviert oder deaktiviert werden.
Warnblinkanlage nur so lange als unbedingt nötig aktivieren, die Batterie wird
dadurch entladen.
B00116-11
Mögliche Zustände
Warnblinkanlage aus
Warnblinkanlage ein – Es blinken alle vier Blinker, der Warnblinkschalter
und die grüne Blinkerkontrolllampe im Kombiinstrument.
BEDIENUNGSELEMENTE
35
Steckdose für elektrisches Zubehör
5.29
Die Steckdose 1 für elektrisches Zubehör ist links neben dem Kombiinstrument angebracht.
Sie ist ohne zusätzlichen Schalter mit der Batterie verbunden.
Steckdose für elektrisches Zubehör
Spannung
12 V
maximale
Stromaufnahme
10 A
B00116-10
Tankverschlüsse öffnen
5.30
Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
–
Fahrzeug nicht in der Nähe von offenen Flammen bzw. brennenden Zigaretten tanken und den Motor immer abstellen. Darauf
achten, dass kein Kraftstoff insbesondere auf heiße Teile des Fahrzeugs verschüttet wird. Verschütteten Kraftstoff sofort aufwischen.
–
Der im Kraftstofftank vorhandene Kraftstoff dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten. Angaben zum
Kraftstoff tanken beachten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
–
Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt sofort
mit Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kraftstoff
verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln. Kraftstoff ordnungsgemäß in einem
geeigneten Kanister aufbewahren und von Kindern fernhalten.
BEDIENUNGSELEMENTE
36
Warnung
Umweltgefährdung Unsachgemäßer Umgang mit Kraftstoff gefährdet die Umwelt.
–
Kraftstoff darf nicht in das Grundwasser, den Boden oder in die Kanalisation gelangen.
–
Abdeckung 1 am Tankverschluss hochklappen und Zündschlüssel in das Schloss stecken.
Hinweis
Beschädigungsgefahr Bruch des Zündschlüssels.
–
302078-10
Zur Entlastung des Zündschlüssels auf den Tankverschluss drücken. Beschädigte
Zündschlüssel müssen erneuert werden.
–
Zündschlüssel 90° im Uhrzeigersinn drehen.
–
Tankverschluss hochklappen, Zündschlüssel abziehen und den zweiten Tankverschluss
öffnen.
–
Zündschlüssel abziehen.
Info
Das Motorrad ist mit zwei Kraftstofftanks und zwei Einfüllstutzen ausgestattet.
Die Kraftstofftanks sind mit einer Leitung für den Niveauausgleich miteinander
verbunden.
Die beiden Tankverschlüsse sind mit einem Belüftungssystem ausgestattet.
BEDIENUNGSELEMENTE
37
Tankverschlüsse schließen
5.31
Warnung
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar, giftig und gesundheitsschädlich.
–
Tankverschluss nach dem Schließen auf eine korrekte Verriegelung kontrollieren. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen.
–
Tankverschlüsse zudrücken, bis die Schlösser verriegeln.
–
Abdeckungen zuklappen.
–
Zündschlüssel in das Sitzbankschloss stecken.
–
Zündschlüssel in Stellung B drehen.
–
Zündschlüssel abziehen.
100515-10
Ablagefach entriegeln
5.32
100518-10
BEDIENUNGSELEMENTE
38
Ablagefach verriegeln
5.33
–
Zündschlüssel in das Sitzbankschloss stecken.
–
Zündschlüssel in Stellung A drehen.
–
Zündschlüssel abziehen.
–
Ablagefach entriegeln. (
–
Taste 1 Richtung Sitzbank drücken und gleichzeitig Deckel anheben.
100519-10
Ablagefach öffnen
5.34
S. 37)
Info
Das Ablagefach kann nur geöffnet werden, wenn es vorher mit dem Sitzbankschloss entriegelt wurde.
100520-10
BEDIENUNGSELEMENTE
39
Ablagefach schließen
5.35
–
Deckel im hinteren Bereich niederdrücken, bis das Einrasten der Verriegelung hörbar
ist.
Info
Das Ablagefach kann wieder geöffnet werden, solange es nicht mit dem Sitzbankschloss verriegelt wurde.
–
Ablagefach verriegeln. (
S. 38)
100521-10
Sitzbankschloss
5.36
Das Sitzbankschloss 1 befindet sich in der linken Seitenverkleidung unterhalb der Sitzbank.
Mit dem Sitzbankschloss wird die Sitzbank entriegelt und das Ablagefach ent- und verriegelt.
Mögliche Zustände
• A Ablagefach verriegelt
• B Ablagefach entriegelt
• C Sitzbank entriegelt
100517-10
Das Sitzbankschloss ist mit dem Zündschlüssel sperrbar.
BEDIENUNGSELEMENTE
40
Bordwerkzeug
5.37
Im Staufach unter der Sitzbank befindet sich das Bordwerkzeug 1.
Die Verlängerung 2 kann auf einige Schlüsseln des Bordwerkzeuges gesteckt werden.
100531-10
Beifahrerfußrasten
5.38
Die Beifahrerfußrasten sind klappbar ausgeführt.
Mögliche Zustände
• Beifahrerfußrasten eingeklappt – Für Betrieb ohne Beifahrer.
• Beifahrerfußrasten ausgeklappt – Für Betrieb mit Beifahrer.
100530-10
BEDIENUNGSELEMENTE
41
Kraftstoffhähne
5.39
An jedem Kraftstofftank befindet sich ein Kraftstoffhahn 1.
Info
Die Kraftstoffhähne müssen bei Betrieb immer geöffnet sein.
Die Kraftstoffhähne werden nur zum Abnehmen der Kraftstofftanks geschlossen.
100524-10
Mögliche Zustände
• Kraftstoffhähne geschlossen – Die Rändelschrauben sind bis zum Anschlag im Uhrzeigensinn gedreht. Es kann kein Niveauausgleich erfolgen und kein Kraftstoff aus dem
Kraftstofftank fließen.
• Kraftstoffhähne geöffnet – Die Rändelschrauben sind bis zum Anschlag gegen den
Uhrzeigensinn gedreht. Es kann ein Niveauausgleich erfolgen und es kann Kraftstoff
aus dem Kraftstofftank fließen.
Haltegriffe
5.40
Die Haltegriffe 1 dienen zum Rangieren des Motorrades.
Im Beifahrerbetrieb kann sich der Beifahrer während der Fahrt daran festhalten.
B00553-10
BEDIENUNGSELEMENTE
42
Gepäckträgerplatte
5.41
Die Gepäckträgerplatte 1 befindet sich hinter der Sitzbank.
An der Gepäckträgerplatte kann die Grundplatte eines Koffersystems (optional) befestigt
werden.
Die Gepäckträgerplatte darf maximal mit dem angegebenen Gewicht belastet werden.
Höchstzulässige Belastung
der Gepäckträgerplatte
8 kg
Info
B00553-20
Angaben des Kofferherstellers beachten.
Schalthebel
5.42
Der Schalthebel 1 ist am Motor links montiert.
100526-10
BEDIENUNGSELEMENTE
43
Die Lage der Gänge ist aus der Abbildung ersichtlich.
Die Neutral- oder Leerlaufstellung befindet sich zwischen dem 1. und 2. Gang.
100527-10
Fußbremshebel
5.43
Der Fußbremshebel 1 befindet sich vor der rechten Fußraste.
Mit dem Fußbremshebel wird die Hinterradbremse betätigt.
100525-10
BEDIENUNGSELEMENTE
44
Seitenständer
5.44
Der Seitenständer 1 befindet sich an der linken Fahrzeugseite.
Der Seitenständer dient zum Abstellen des Motorrades.
Info
Während der Fahrt muss der Seitenständer hochgeklappt sein.
Der Seitenständer ist mit dem Sicherheit-Startsystem gekoppelt, beachten Sie die
Fahranleitung.
100528-10
Mögliche Zustände
• Seitenständer ausgeklappt – Fahrzeug kann auf dem Seitenständer abgestellt werden.
Das Sicherheit-Startsystem ist aktiv.
• Seitenständer eingeklappt – Diese Stellung ist bei allen Fahrten notwendig. Das
Sicherheit-Startsystem ist inaktiv.
Mittelständer
5.45
Zusätzlich zum Seitenständer ist das Fahrzeug mit einem Mittelständer 1 ausgestattet.
100529-10
INBETRIEBNAHME
45
Hinweise zur ersten Inbetriebnahme
6.1
Gefahr
Unfallgefahr Gefahr durch mangelhafte Verkehrstüchtigkeit.
–
Das Fahrzeug nicht in Betrieb nehmen, wenn Sie durch Konsumieren von Alkohol, Medikamenten oder Drogen verkehrsuntüchtig sind bzw. physisch als auch psychisch nicht in der Lage sind.
Warnung
Verletzungsgefahr Fehlende oder mangelhafte Schutzbekleidung stellt ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar.
–
Schutzbekleidung (Helm, Stiefel, Handschuhe, Hose und Jacke mit Protektoren) bei allen Fahrten tragen. Verwenden Sie
immer Schutzbekleidung, die sich in einwandfreiem Zustand befindet und den gesetzlichen Anforderungen entspricht.
Warnung
Sturzgefahr Beeinträchtigung des Fahrverhaltens durch unterschiedliche Reifenprofile an Vorder- und Hinterrad.
–
Vorder- und Hinterrad dürfen nur mit Reifen gleichartiger Profilgestaltung bereift sein, sonst könnte das Fahrzeug unkontrollierbar werden.
Warnung
Unfallgefahr Unkontrollierbares Fahrverhalten durch nicht freigegebene und/oder empfohlene Reifen/Räder.
–
Nur von KTM freigegebene und/oder empfohlene Reifen/Räder mit dem entsprechenden Geschwindigkeitsindex verwenden.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bodenhaftung bei neuen Reifen.
–
Neue Reifen haben eine glatte Lauffläche und daher nicht die volle Bodenhaftung. Die gesamte Lauffläche muss die ersten
200 Kilometer bei gemäßigter Fahrweise in wechselnden Schräglagen aufgeraut werden. Erst durch das "Einfahren" wird die
volle Haftfähigkeit erreicht.
INBETRIEBNAHME
46
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–
Wird der Fußbremshebel nicht freigegeben, schleifen die Bremsbeläge ununterbrochen. Die Hinterradbremse kann durch Überhitzung ausfallen. Nehmen Sie den Fuß vom Fußbremshebel, wenn Sie nicht bremsen wollen.
Info
Bedenken Sie beim Betreiben Ihres Fahrzeugs, dass sich andere Menschen durch übermäßigen Lärm belästigt fühlen.
–
Vergewissern Sie sich, dass die Arbeiten der Auslieferungsinspektion von einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte durchgeführt wurden.
Sie erhalten die Auslieferungsurkunde und das Serviceheft bei der Fahrzeugübergabe.
–
Lesen Sie vor der ersten Fahrt die gesamte Bedienungsanleitung aufmerksam durch.
–
Machen Sie sich mit den Bedienungselementen vertraut.
–
Grundeinstellung des Kupplungshebels einstellen. (
–
Leerweg des Handbremshebels einstellen. (
S. 103)
–
Grundstellung des Fußbremshebels einstellen.
x
–
Gewöhnen Sie sich auf einem geeigneten Gelände an das Handling des Motorrades, bevor Sie eine größere Ausfahrt machen. Versuchen Sie auch einmal möglichst langsam und im Stehen zu fahren, um mehr Gefühl für das Motorrad zu bekommen.
–
Halten Sie während der Fahrt den Lenker mit beiden Händen fest und lassen Sie die Füße auf den Fußrasten.
–
Motor einfahren.
S. 98)
Motor einfahren
6.2
–
Während der Einlaufphase die angegebene Motordrehzahl und Motorleistung nicht überschreiten.
Vorgabe
Maximale Motordrehzahl
Während der ersten: 1.000 km
6.500 1/min
Nach den ersten: 1.000 km
9.500 1/min
INBETRIEBNAHME
–
47
Vollgasfahrten vermeiden!
Fahrzeug beladen
6.3
Warnung
Unfallgefahr Instabiles Fahrverhalten.
–
Höchstzulässiges Gesamtgewicht und Achslasten nicht überschreiten. Das Gesamtgewicht ergibt sich aus: Motorrad betriebsbereit und vollgetankt, Fahrer und Beifahrer mit Schutzkleidung und Helm, Gepäck.
Warnung
Unfallgefahr Instabiles Fahrverhalten durch unsachgemäße Montage des Koffers und/oder des Tankrucksacks.
–
Koffer und Tankrucksack gemäß Herstellervorschrift montieren und sichern.
Warnung
Unfallgefahr Instabiles Fahrverhalten bei hoher Geschwindigkeit.
–
Passen Sie die Geschwindigkeit der Zuladung entsprechend an. Fahren Sie langsamer, wenn Ihr Motorrad mit Koffern oder
anderem Gepäck beladen ist.
Höchstgeschwindigkeit mit Gepäck
130 km/h
Warnung
Unfallgefahr Bruchgefahr des Koffersystems.
–
Wenn Sie Koffer an Ihrem Motorrad montiert haben, die Herstellerangaben bezüglich maximaler Zuladung beachten.
Warnung
Unfallgefahr Schlechte Sichtbarkeit für andere Verkehrsteilnehmer durch verrutschte Gepäckstücke.
–
Wenn das Rücklicht verdeckt ist, sind Sie für nachkommenden Verkehrsteilnehmer schlechter sichtbar, besonders in der Dunkelheit. Kontrollieren Sie die Befestigung des mitgeführten Gepäcks regelmäßig.
INBETRIEBNAHME
48
Warnung
Unfallgefahr Verändertes Fahrverhalten und längerer Bremsweg bei hoher Zuladung.
–
Passen Sie die Geschwindigkeit der Zuladung entsprechend an.
Warnung
Unfallgefahr Instabiles Fahrverhalten durch verrutschte Gepäckstücke.
–
Kontrollieren Sie die Befestigung des mitgeführten Gepäcks regelmäßig.
Warnung
Verbrennungsgefahr Heiße Auspuffanlage kann das Gepäck verbrennen.
–
Befestigen Sie das Gepäck so, dass es nicht von der heißen Auspuffanlage verbrannt oder verschmort werden kann.
–
Wenn Sie Gepäck mitnehmen, ist auf eine sichere Befestigung möglichst nahe an der Fahrzeugmitte und eine gleichmäßige Gewichtsverteilung auf Vorderrad und Hinterrad zu achten.
–
Das höchstzulässige Gesamtgewicht und die höchstzulässigen Achslasten sind einzuhalten.
Vorgabe
Höchstzulässiges Gesamtgewicht
430 kg
Höchstzulässige Achslast vorne
200 kg
Höchstzulässige Achslast hinten
250 kg
FAHRANLEITUNG
49
Kontroll- und Pflegearbeiten vor jeder Inbetriebnahme
7.1
Info
Vor jeder Fahrt den Zustand des Fahrzeugs und die Verkehrssicherheit kontrollieren.
Das Fahrzeug muss beim Betrieb in einem technisch einwandfreien Zustand sein.
–
Motorölstand kontrollieren. (
–
Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren. (
S. 104)
–
Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren. (
S. 108)
–
Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren. (
S. 107)
–
Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren. (
S. 111)
–
Funktion der Bremsanlage kontrollieren.
–
Kühlflüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter kontrollieren. (
–
Kettenverschmutzung kontrollieren. (
–
Kettenspannung kontrollieren. (
–
Reifenzustand kontrollieren. (
–
Reifenluftdruck kontrollieren. (
–
Speichenspannung kontrollieren. (
–
Einstellung und Leichtgängigkeit aller Bedienungselemente kontrollieren.
–
Funktion der elektrischen Anlage kontrollieren.
–
Gepäck auf korrekte Befestigung kontrollieren.
–
Auf das Motorrad setzen und die Einstellung der Rückspiegel kontrollieren.
–
Kraftstoffvorrat kontrollieren.
S. 164)
S. 155)
S. 91)
S. 92)
S. 121)
S. 123)
S. 123)
FAHRANLEITUNG
50
Startvorgang
7.2
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit und/oder zum Tode führen.
–
Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen ohne eine geeignete Absauganlage.
Vorsicht
Unfallgefahr Wird das Fahrzeug mit entladener Batterie oder ohne Batterie betrieben, können elektronische Bauteile und Sicherheitsvorrichtungen beschädigt werden.
–
Fahrzeug nie mit entladener Batterie oder ohne Batterie betreiben.
Hinweis
Motorschaden Hohe Drehzahlen bei kaltem Motor wirken sich negativ auf die Haltbarkeit des Motors aus.
–
Motor immer mit niedriger Drehzahl warmfahren.
FAHRANLEITUNG
51
–
Not-Aus-Schalter in die Stellung
–
Zündung einschalten, dazu den schwarzen Zündschlüssel in die Stellung ON
drücken.
drehen.
Nach dem Einschalten der Zündung ist zirka 2 Sekunden das Arbeitsgeräusch der
Kraftstoffpumpe hörbar. Gleichzeitig wird der Funktionstest des Kombiinstrumentes durchgeführt.
(990 Adventure)
Die ABS‑Warnlampe leuchtet auf und geht nach dem Anfahren wieder aus.
–
Getriebe in Leerlauf schalten.
Die grüne Leerlaufkontrolllampe N 1 leuchtet.
–
E-Starterknopf
drücken.
Info
E-Starterknopf erst drücken, wenn der Funktionstest des Kombiinstrumentes
abgeschlossen ist.
Beim Starten KEIN Gas geben. Wenn während des Startvorganges Gas gegeben
wird, wird vom Motormanagement kein Kraftstoff eingespritzt, der Motor kann
dadurch nicht anspringen.
Maximal 5 Sekunden ununterbrochen starten. Bis zum nächsten Startversuch
mindestens 5 Sekunden warten.
Dieses Motorrad ist mit einem Sicherheit-Startsystem ausgerüstet. Der Motor
kann nur gestartet werden, wenn das Getriebe auf Leerlauf geschaltet ist oder
bei eingelegtem Gang der Kupplungshebel gezogen ist. Wenn Sie bei ausgeklapptem Seitenständer einen Gang einlegen, bleibt der Motor stehen.
–
400918-10
Motorrad vom Hauptständer bzw. Seitenständer nehmen.
FAHRANLEITUNG
52
ABS ausschalten (990 Adventure)
KTM empfiehlt, immer mit ABS zu fahren. Es kann aber Fahrsituationen geben, wo kein
ABS gewünscht wird.
Bedingung
Fahrzeug steht, Motor läuft.
–
Taste 2 3 - 5 Sekunden drücken.
Die ABS‑Warnlampe beginnt zu blinken, das ABS ist deaktiviert.
400914-11
Anfahren
7.3
–
Kupplungshebel ziehen, 1. Gang einlegen, Kupplungshebel langsam freigeben und gleichzeitig vorsichtig Gas geben.
Schalten, Fahren
7.4
Warnung
Unfallgefahr Bei abruptem Lastwechsel kann das Fahrzeug außer Kontrolle geraten.
–
Abrupte Lastwechsel und starke Bremsmanöver vermeiden, Geschwindigkeit den Fahrbahnverhältnissen anpassen.
Warnung
Unfallgefahr Zurückschalten bei hoher Motordrehzahl führt zum Blockieren des Hinterrades.
–
Nicht bei hoher Motordrehzahl in einen kleineren Gang zurückschalten. Der Motor wird überdreht und das Hinterrad kann blockieren.
Warnung
Unfallgefahr Auslösen von Fehlfunktionen durch falsche Zündschlüsselstellung.
–
Zündschlüsselstellung während der Fahrt nicht ändern.
FAHRANLEITUNG
53
Warnung
Unfallgefahr Ablenkung vom Verkehrsgeschehen durch Einstelltätigkeiten am Fahrzeug.
–
Alle Einstelltätigkeiten bei Stillstand des Fahrzeuges vornehmen.
Warnung
Verletzungsgefahr Herunterfallen des Beifahrers.
–
Der Beifahrer muss in der Lage sein, sich ordnungsgemäß auf dem Beifahrersitz zu halten, sich am Fahrer oder an den Haltegriffen festzuhalten und die Füße auf die Beifahrerfußrasten zu stellen. Beachten Sie die Vorschriften über das Mindestalter für
Beifahrer in Ihrem Land.
Warnung
Unfallgefahr Unfallgefahr durch riskante Fahrweise.
–
Befolgen Sie die Verkehrsvorschriften, fahren Sie defensiv und vorausschauend, um Gefahren möglichst früh zu erkennen.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bodenhaftung bei kalten Reifen.
–
Bei jeder Fahrt müssen die ersten Kilometer vorsichtig mit mäßiger Geschwindigkeit gefahren werden, bis die Reifen ihre
Betriebstemperatur erreicht haben und optimale Bodenhaftung gewährleistet ist.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bodenhaftung bei neuen Reifen.
–
Neue Reifen haben eine glatte Lauffläche und daher nicht die volle Bodenhaftung. Die gesamte Lauffläche muss die ersten
200 Kilometer bei gemäßigter Fahrweise in wechselnden Schräglagen aufgeraut werden. Erst durch das "Einfahren" wird die
volle Haftfähigkeit erreicht.
Warnung
Unfallgefahr Instabiles Fahrverhalten.
–
Höchstzulässiges Gesamtgewicht und Achslasten nicht überschreiten. Das Gesamtgewicht ergibt sich aus: Motorrad betriebsbereit und vollgetankt, Fahrer und Beifahrer mit Schutzkleidung und Helm, Gepäck.
FAHRANLEITUNG
54
Warnung
Unfallgefahr Instabiles Fahrverhalten durch verrutschte Gepäckstücke.
–
Kontrollieren Sie die Befestigung des mitgeführten Gepäcks regelmäßig.
Warnung
Unfallgefahr Fehlende Verkehrssicherheit.
–
Nach einem Sturz ist das Fahrzeug wie vor jeder Inbetriebnahme zu kontrollieren.
Hinweis
Motorschaden Nicht gefilterte Ansaugluft wirkt sich negativ auf die Haltbarkeit des Motors aus.
–
Fahrzeug nie ohne Luftfilter in Betrieb nehmen, da Staub und Schmutz in den Motor gelangen und zu erhöhtem Verschleiß führen.
Hinweis
Motorschaden Überhitzung des Motors.
–
Beim Aufleuchten der Kühlflüssigkeitstemperatur-Warnlampe Fahrzeug anhalten und Motor abstellen. Motor abkühlen lassen und
Kühlflüssigkeitsstand im Kühler kontrollieren bzw. berichtigen. Wird trotz leuchtender Kühlflüssigkeitstemperatur-Warnlampe weitergefahren, kommt es zum Motorschaden.
Info
Treten beim Betrieb betriebsunübliche Geräusche auf, ist sofort anzuhalten, der Motor abzustellen und eine autorisierte
KTM-Fachwerkstätte zu kontaktieren.
FAHRANLEITUNG
55
–
Wenn die Verhältnisse (Steigung, Fahrsituation, usw.) es erlauben, können Sie in
höhere Gänge schalten.
–
Gas wegnehmen, gleichzeitig Kupplungshebel ziehen, nächsten Gang einlegen, Kupplungshebel freigeben und Gas geben.
Info
Die Lage der 6 Vorwärtsgänge ersehen Sie aus der Abbildung. Die Neutral- oder
Leerlaufstellung befindet sich zwischen dem 1. und 2. Gang. Der 1. Gang stellt
den Anfahr- oder Berggang dar.
Die Betriebstemperatur ist erreicht, wenn 6 Balken der Temperaturanzeige
leuchten.
100527-10
–
Nach dem Erreichen der Höchstgeschwindigkeit durch volles Aufdrehen des Gasdrehgriffes, diesen auf ¾ Gas zurückdrehen. Die Geschwindigkeit verringert sich kaum, der
Kraftstoffverbrauch geht jedoch stark zurück.
–
Geben Sie immer nur so viel Gas wie es Fahrbahn und Witterungsverhältnisse erlauben.
Besonders in Kurven sollte nicht geschaltet und nur sehr vorsichtig Gas gegeben werden.
–
Zum Zurückschalten Motorrad nötigenfalls abbremsen und gleichzeitig Gas wegnehmen.
–
Kupplungshebel ziehen und niedrigeren Gang einlegen, Kupplungshebel langsam freigeben und Gas geben oder nochmals schalten.
–
Wenn zum Beispiel an einer Kreuzung der Motor abgewürgt wird, nur den Kupplungshebel ziehen und E-Startknopf betätigen. Das Getriebe muss nicht in die Leerlaufstellung
gebracht werden.
–
Stellen Sie den Motor ab, wenn längerer Betrieb im Leerlauf oder im Stand bevorsteht.
–
Beginnt während der Fahrt die FI Warnlampe (MIL) zu leuchten, muss sofort angehalten werden. Sobald sich das Getriebe in Leerlaufstellung befindet, beginnt die FI Warnlampe (MIL) zu blinken.
FAHRANLEITUNG
56
Info
Aus dem Blinkrhythmus kann eine zweistellige Zahl, der sogenannte Blinkcode,
ermittelt werden. Der Blinkcode gibt an, welches Bauteil von einer Störung
betroffen ist.
–
Erscheint das Eissymbol im Kombiinstrument ist mit Straßenglätte zu rechnen. Passen Sie die Geschwindigkeit den geänderten Fahrbahnverhältnissen an.
Abbremsen
7.5
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch nasse oder verschmutzte Bremsen.
–
Verschmutzte oder nasse Bremsen vorsichtig sauber- bzw. trockenbremsen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch schwammigen Druckpunkt der Vorder- bzw. Hinterradbremse.
–
Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–
Wird der Fußbremshebel nicht freigegeben, schleifen die Bremsbeläge ununterbrochen. Die Hinterradbremse kann durch Überhitzung ausfallen. Nehmen Sie den Fuß vom Fußbremshebel, wenn Sie nicht bremsen wollen.
Warnung
Unfallgefahr Längerer Bremsweg durch höheres Gesamtgewicht.
–
Berücksichtigen Sie den längeren Bremsweg, wenn Sie einen Beifahrer und Gepäck mitführen.
FAHRANLEITUNG
57
Warnung
Unfallgefahr Verzögerte Bremswirkung auf Straßen mit Salzstreuung.
–
Streusalz kann sich auf den Bremsscheiben ablagern. Um die gewohnte Bremswirkung zu erzielen, müssen die Bremsscheiben
vorher sauber gebremst werden.
(990 Adventure)
Warnung
Unfallgefahr Verlängerter Bremsweg durch ABS.
–
Die Bremsweise ist der Fahrsituation und den Fahrbahnverhältnissen anzupassen.
Warnung
Unfallgefahr Zu starkes Abbremsen führt zum Blockieren der Räder.
–
–
Die Wirksamkeit des ABS ist nur dann gewährleistet, wenn dieses auch eingeschaltet ist.
Zum Bremsen Gas wegnehmen und mit Vorderrad- und Hinterradbremse gleichzeitig bremsen.
Info
Mit ABS können Sie sowohl bei einer Vollbremsung als auch bei geringer Bodenhaftung auf sandigem, regennassem oder
rutschigem Untergrund die volle Bremskraft anwenden, ohne Gefahr zu laufen, dass die Räder blockieren.
Warnung
Unfallgefahr Blockieren des Rades durch die Bremswirkung des Motors.
–
Ziehen Sie bei Notbremsungen, Vollbremsungen und beim Bremsen auf rutschigem Untergrund die Kupplung.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bodenhaftung durch Bremsen in Schräglage oder Bremsen auf seitlich abschüssigem Untergrund.
–
Bremsvorgang vor Kurvenbeginn abschließen.
FAHRANLEITUNG
58
–
Der Bremsvorgang sollte immer vor Kurvenbeginn abgeschlossen sein. Schalten Sie dabei, der Geschwindigkeit entsprechend, in
einen kleineren Gang.
–
Nutzen Sie bei langen Talfahrten die Bremswirkung des Motors. Schalten Sie dazu einen oder zwei Gänge zurück, überdrehen Sie
jedoch den Motor nicht. So brauchen sie wesentlich weniger zu bremsen und die Bremsen werden nicht überhitzt.
(990 Adventure R)
Warnung
Unfallgefahr Zu starkes Abbremsen führt zum Blockieren der Räder.
–
Die Bremsweise ist der Fahrsituation und den Fahrbahnverhältnissen anzupassen.
–
Zum Bremsen Gas wegnehmen und mit Vorderrad- und Hinterradbremse gleichzeitig bremsen.
–
Auf sandigem, regennassem oder schlüpfrigem Untergrund soll vorwiegend die Hinterradbremse betätigt werden.
–
Der Bremsvorgang sollte immer vor Kurvenbeginn abgeschlossen sein. Schalten Sie dabei, der Geschwindigkeit entsprechend, in
einen kleineren Gang.
–
Nutzen Sie bei langen Talfahrten die Bremswirkung des Motors. Schalten Sie dazu einen oder zwei Gänge zurück, überdrehen Sie
jedoch den Motor nicht. So brauchen sie wesentlich weniger zu bremsen und die Bremsen werden nicht überhitzt.
Anhalten, Parken
7.6
Warnung
Entwendungsgefahr Benutzung durch Unbefugte.
–
Fahrzeug nie unbeaufsichtigt stehen lassen solange der Motor läuft. Das Fahrzeug ist vor dem Zugriff Unbefugter zu sichern.
Wird das Fahrzeug verlassen, Lenkung absperren und Zündschlüssel abziehen.
Warnung
Verbrennungsgefahr Einige Fahrzeugteile werden beim Betrieb des Fahrzeuges sehr heiß.
–
Heiße Teile wie z. B. Auspuffanlage, Kühler, Motor, Stoßdämpfer und Bremsen nicht berühren. Bevor mit Arbeiten an diesen
Teilen begonnen wird, Teile abkühlen lassen.
FAHRANLEITUNG
59
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann wegrollen bzw. umfallen.
–
Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
Hinweis
Brandgefahr Einige Fahrzeugteile werden beim Betrieb des Fahrzeuges sehr heiß.
–
Fahrzeug nicht an Stellen mit leicht brennbaren und/oder entzündlichen Materialien abstellen. Keine Gegenstände über das betriebswarme Fahrzeug legen. Fahrzeug immer erst abkühlen lassen.
Hinweis
Materialschaden Beschädigung und Zerstörung von Bauteilen durch übermäßige Belastung.
–
Der Seitenständer ist nur für das Gewicht des Motorrades ausgelegt. Setzen Sie sich nicht auf das Motorrad, wenn es auf dem Seitenständer steht. Der Seitenständer bzw. der Rahmen können beschädigt werden und das Motorrad kann umfallen.
Hinweis
Materialschaden Beschädigung und Zerstörung von Bauteilen durch übermäßige Belastung.
–
Der Mittelständer ist nur für das Gewicht des Motorrades und das Gepäck ausgelegt. Setzen Sie sich nicht auf das Motorrad, wenn es
auf dem Mittelständer steht. Der Mittelständer bzw. der Rahmen können beschädigt werden und das Motorrad kann umfallen.
–
Ziehen Sie das Motorrad am Haltegriff und nicht am Handrad der Federbeineinstellung nach oben auf den Mittelständer. Das Federbein kann undicht werden.
–
Motorrad abbremsen.
–
Getriebe in Leerlauf schalten.
–
Zündung ausschalten, dazu den schwarzen Zündschlüssel in die Stellung OFF
drehen.
Info
Wenn der Motor mit dem Not-Aus-Schalter abgestellt wird und am Zündschloss bleibt die Zündung eingeschaltet, wird die
Stromversorgung der meisten Stromverbraucher nicht unterbrochen und die Batterie dadurch entladen. Motor daher immer mit
dem Zündschloss abstellen, der Not-Aus-Schalter ist nur für Notsituationen vorgesehen.
FAHRANLEITUNG
–
60
Motorrad auf festem Untergrund parken.
Alternativ 1
– Seitenständer mit dem Fuß bis zum Anschlag nach vorne schwenken und mit dem Fahrzeug belasten.
Alternativ 2
– Fahrzeug am Mittelständer aufheben. (
–
S. 76)
Lenkung blockieren, dazu den Lenker nach links einschlagen, schwarzen Zündschlüssel in der Stellung OFF niederdrücken und in
die Stellung drehen. Um das Einrasten der Lenksperre zu erleichtern, den Lenker ein kleines Stück hin und her bewegen. Schwarzen Zündschlüssel abziehen.
Kraftstoff tanken
7.7
Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
–
Fahrzeug nicht in der Nähe von offenen Flammen bzw. brennenden Zigaretten tanken und den Motor immer abstellen. Darauf
achten, dass kein Kraftstoff insbesondere auf heiße Teile des Fahrzeugs verschüttet wird. Verschütteten Kraftstoff sofort aufwischen.
–
Der im Kraftstofftank vorhandene Kraftstoff dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten. Angaben zum
Kraftstoff tanken beachten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
–
Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt sofort
mit Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kraftstoff
verschluckt, sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln.
Hinweis
Materialschaden Vorzeitiges Zusetzen des Kraftstofffilters.
–
In einigen Ländern und Regionen kann es vorkommen, dass die verfügbare Kraftstoffqualität und -sauberkeit nicht ausreicht. Probleme
im Kraftstoffsystem sind die Folge. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
FAHRANLEITUNG
–
61
Nur sauberen Kraftstoff tanken, der der angegebenen Norm entspricht.
Warnung
Umweltgefährdung Unsachgemäßer Umgang mit Kraftstoff gefährdet die Umwelt.
–
Kraftstoff darf nicht in das Grundwasser, den Boden oder in die Kanalisation gelangen.
–
Motor abstellen.
–
Fahrzeug am Seitenständer abstellen.
–
Tankverschlüsse öffnen. (
–
Rechten Kraftstofftank bis maximal an das Maß A mit Kraftstoff auffüllen.
S. 35)
Vorgabe
Maß A
–
75 mm
Linken Kraftstofftank bis maximal zur Unterkante des Einfüllstutzens auffüllen.
Kraftstofftankinhalt
gesamt ca.
20 l
Superkraftstoff bleifrei (ROZ 95)
( S. 211)
Info
Wird der rechte Kraftstofftank bis zum Einfüllstutzen befüllt, kann Kraftstoff
überlaufen, wenn das Motorrad auf dem Seitenständer abgestellt wird und sich
der Kraftstoff erwärmt.
–
800111-10
Tankverschlüsse schließen. (
S. 37)
FAHRANLEITUNG
62
bei niederoktanigen Kraftstoff
Hinweis
Motorschaden Schlechte Kraftstoffqualität schädigt den Motor.
–
–
–
Das Fahrzeug maximal eine Kraftstofftankfüllung lang mit Kraftstoff betreiben,
der weniger als 95 Oktan (ROZ 95 / RON 95 / PON 91) aufweist.
–
Die Zündkurve muss auf niederoktanigen Kraftstoff eingestellt sein.
Zündkurve an die Kraftstoffqualität anpassen. (
S. 163)
Die SET Taste 2 zwei Sekunden drücken.
Die Kraftstoffpegelwarnlampe 1 erlischt. TRIP F wird auf 0.0 gestellt und der vorherige Anzeigemodus erscheint.
Info
Wird die SET Taste 2 nicht gedrückt, erfolgt die Rückstellung nach zirka 3
Minuten automatisch.
400913-12
SERVICEPLAN
63
Serviceplan
8.1
K10N
K75A
K150A
K300A
Funktion der elektrischen Anlage kontrollieren.
•
•
•
•
Fehlerspeicher mit KTM‑Diagnosetool auslesen.
x
Messwerteblock Service mit KTM-Diagnosetool kontrollieren. x
Motoröl und Ölfilter wechseln, Ölsiebe reinigen. x ( S. 165)
Öldüse zur Kupplungsschmierung kontrollieren. x
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren. (
S. 107)
•
•
•
•
Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren. (
S. 111)
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Bremsscheiben kontrollieren. (
S. 103)
Bremsleitungen auf Beschädigung und Dichtheit kontrollieren.
Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren. (
Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren. (
S. 108)
S. 107)
Federbein und Gabel auf Dichtheit kontrollieren. Gabelservice und Federbeinservice nach Bedarf
und Einsatzzweck.
•
•
Schwingarmlagerung kontrollieren.
x
Radlager auf Spiel kontrollieren. x
Reifenzustand kontrollieren. (
Reifenluftdruck kontrollieren. (
S. 121)
S. 123)
Speichenspannung kontrollieren. (
Felgenschlag kontrollieren.
S. 123)
x
Kette, Kettenrad und Kettenritzel kontrollieren. (
Kettenspannung kontrollieren. (
S. 92)
S. 95)
•
SERVICEPLAN
64
Alle beweglichen Teile (z. B. Seitenständer, Handhebel, Kette, ...) schmieren und auf Leichtgängigkeit kontrollieren.
x
Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen. (
K75A
K150A
K300A
•
•
•
•
•
•
•
S. 78)
Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren. (
Gabelbeine entlüften. (
K10N
S. 104)
•
S. 77)
Steuerkopflagerspiel kontrollieren. (
S. 79)
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Zündkerzen wechseln.
x
Ventilspiel kontrollieren. x
Alle Schläuche (z. B. Kraftstoff-, Kühl-, Entlüftungs-, Drainageschläuche, ...) und Manschetten
auf Risse, Dichtheit und korrekte Verlegung kontrollieren.
x
Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. (
S. 152)
•
Kabelstrang des Drosselklappenkörpers auf Beschädigung und korrekte Verlegung kontrollieren.
Kabel auf Beschädigung und knickfreie Verlegung kontrollieren.
Kraftstoffdruck kontrollieren.
x
x
Bowdenzüge auf Beschädigung, knickfreie Verlegung und Einstellung kontrollieren.
Luftfilter wechseln. Luftfilterkasten reinigen.
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
x
x
Wert Drucksensor‑Saugrohr (PM-Wert) mit KTM-Diagnosetool kontrollieren.
x
CO-Anpassung mit KTM-Diagnosetool kontrollieren.
x
Schrauben und Muttern auf festen Sitz kontrollieren. x
Kühlflüssigkeit wechseln. x
Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse wechseln. x
Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse wechseln. x
Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung kontrollieren/berichtigen. (
S. 98)
•
•
•
•
•
•
SERVICEPLAN
65
K10N
Kupplung kontrollieren.
K75A
x
Scheinwerfereinstellung kontrollieren. (
K300A
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Endkontrolle: Fahrzeug auf Verkehrssicherheit kontrollieren und Probefahrt durchführen.
•
•
•
•
Fehlerspeicher mit KTM-Diagnosetool nach der Probefahrt auslesen.
•
•
•
•
•
•
•
•
Funktion des Kühlerlüfters kontrollieren.
S. 145)
K150A
x
x
Serviceeintrag im KTM DEALER.NET und im Serviceheft durchführen. x
K10N: einmalig nach 1.000 km
K75A: alle 7.500 km oder jährlich
K150A: alle 15.000 km oder alle 2 Jahre
K300A: alle 30.000 km oder alle 4 Jahre
FAHRWERK ABSTIMMEN
66
Gabel/Federbein
9.1
Gabel und Federbein bieten viele Möglichkeiten, um das Fahrwerk Ihrem Fahrstil und der
Zuladung entsprechend abzustimmen.
Info
Um Ihnen die Abstimmung zu erleichtern, haben wir unsere Erfahrungswerte in der
Tabelle 1 zusammengefasst. Sie finden die Tabelle unter der Sitzbank.
100532-10
Diese Einstellwerte sind als Richtwerte zu verstehen und sollten immer die Ausgangsbasis für Ihre persönliche Fahrwerkabstimmung sein. Verändern Sie nicht willkürlich die Einstellungen (maximal ± 40%), da sich sonst die Fahreigenschaften besonders im Hochgeschwindigkeitsbereich verschlechtern können.
Druckstufendämpfung der Gabel einstellen
9.2
Info
Die hydraulische Druckstufendämpfung bestimmt das Verhalten beim Einfedern der Gabel.
–
Schutzkappen 1 abnehmen.
–
Einstellschrauben 2 bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Die Einstellschrauben befinden sich am unteren Ende der Gabelbeine.
Die Einstellung an beiden Gabelbeinen gleichmäßig vornehmen.
–
B00552-10
Dem Gabeltyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn zurückdrehen.
FAHRWERK ABSTIMMEN
67
Vorgabe
(990 Adventure)
Druckstufendämpfung
Komfort
20 Klicks
Standard
15 Klicks
Sport
10 Klicks
volle Nutzlast
10 Klicks
(990 Adventure R)
Druckstufendämpfung
Komfort
20 Klicks
Standard
15 Klicks
Sport
10 Klicks
volle Nutzlast
10 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeigersinn
verringert die Dämpfung beim Einfedern.
–
Schutzkappen 1 montieren.
Zugstufendämpfung der Gabel einstellen
9.3
Info
Die hydraulische Zugstufendämpfung bestimmt das Verhalten beim Ausfedern der Gabel.
FAHRWERK ABSTIMMEN
68
–
Einstellschrauben 1 bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Die Einstellschrauben befinden sich am oberen Ende der Gabelbeine.
Die Einstellung an beiden Gabelbeinen gleichmäßig vornehmen.
–
Dem Gabeltyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn zurückdrehen.
Vorgabe
(990 Adventure)
100534-10
Zugstufendämpfung
Komfort
23 Klicks
Standard
18 Klicks
Sport
13 Klicks
volle Nutzlast
13 Klicks
(990 Adventure R)
Zugstufendämpfung
Komfort
23 Klicks
Standard
18 Klicks
Sport
13 Klicks
volle Nutzlast
13 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeigersinn
verringert die Dämpfung beim Ausfedern.
FAHRWERK ABSTIMMEN
69
Federvorspannung der Gabel einstellen
9.4
–
Einstellschrauben 1 bis zum Anschlag gegen Uhrzeigersinn drehen.
Info
Die Einstellung an beiden Gabelbeinen gleichmäßig vornehmen.
–
Dem Gabeltyp entsprechende Anzahl von Umdrehungen im Uhrzeigersinn zurückdrehen.
Vorgabe
(990 Adventure)
B00554-10
Federvorspannung - Preload Adjuster
Komfort
5 Umdrehungen
Standard
5 Umdrehungen
Sport
8 Umdrehungen
volle Nutzlast
7 Umdrehungen
(990 Adventure R)
Federvorspannung - Preload Adjuster
Komfort
5 Umdrehungen
Standard
5 Umdrehungen
Sport
8 Umdrehungen
volle Nutzlast
7 Umdrehungen
FAHRWERK ABSTIMMEN
70
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Federvorspannung, drehen gegen den Uhrzeigersinn verringert die Federvorspannung.
Das Einstellen der Federvorspannung hat keinen Einfluss auf die Dämpfungseinstellung der Zugstufe.
Grundsätzlich sollte jedoch bei mehr Federvorspannung auch eine höhere Zugstufendämpfung eingestellt werden.
Druckstufendämpfung Federbein
9.5
Die Druckstufendämpfung des Federbeines ist in zwei Bereiche aufgeteilt, High Speed und Low Speed.
High- und Low Speed bezieht sich auf die Einfedergeschwindigkeit des Hinterrades und nicht auf die Fahrgeschwindigkeit.
Die High Speed Einstellung wirkt sich z. B. bei der Landung nach einem Sprung aus, das Hinterrad federt dabei schnell ein.
Die Low Speed Einstellung wirkt sich z. B. bei der Fahrt über lange Bodenwellen aus, das Hinterrad federt dabei langsam ein.
Diese zwei Bereiche sind getrennt einstellbar, der Übergang zwischen High- und Low Speed ist jedoch fließend. Demzufolge wirken sich
Änderungen im High Speed Bereich der Druckstufe auch im Low Speed Bereich aus und umgekehrt.
Druckstufendämpfung Low Speed des Federbeins einstellen
9.6
Vorsicht
Unfallgefahr Das Zerlegen von druckbeaufschlagten Teilen kann Verletzungen verursachen.
–
Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt. Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte KTMFachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Info
Die Low Speed Einstellung zeigt ihre Wirkung beim langsamen bis normalen Einfedern des Federbeins.
FAHRWERK ABSTIMMEN
71
–
Einstellschraube 1 mit einem Schraubendreher bis zum letzten spürbaren Klick im
Uhrzeigersinn drehen.
Info
Verschraubung 2 nicht lösen!
–
100537-10
Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn zurückdrehen.
Vorgabe
(990 Adventure)
Druckstufendämpfung Low Speed
Komfort
25 Klicks
Standard
20 Klicks
Sport
15 Klicks
volle Nutzlast
15 Klicks
(990 Adventure R)
Druckstufendämpfung Low Speed
Komfort
25 Klicks
Standard
20 Klicks
Sport
15 Klicks
volle Nutzlast
15 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeigersinn
verringert die Dämpfung.
FAHRWERK ABSTIMMEN
72
Druckstufendämpfung High Speed des Federbeins einstellen
9.7
Vorsicht
Unfallgefahr Das Zerlegen von druckbeaufschlagten Teilen kann Verletzungen verursachen.
–
Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt. Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte KTMFachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Info
Die High Speed Einstellung zeigt ihre Wirkung beim schnellen Einfedern des Federbeins.
–
Einstellschraube 1 mit einem Steckschlüssel bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Verschraubung 2 nicht lösen!
–
100538-10
Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Umdrehungen gegen den Uhrzeigersinn
zurückdrehen.
Vorgabe
(990 Adventure)
Druckstufendämpfung High Speed
Komfort
2 Umdrehungen
Standard
1,5 Umdrehungen
Sport
1 Umdrehung
volle Nutzlast
1 Umdrehung
FAHRWERK ABSTIMMEN
73
(990 Adventure R)
Druckstufendämpfung High Speed
Komfort
2 Umdrehungen
Standard
1,5 Umdrehungen
Sport
1 Umdrehung
volle Nutzlast
1 Umdrehung
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeigersinn
verringert die Dämpfung.
Zugstufendämpfung des Federbeins einstellen
9.8
Vorsicht
Unfallgefahr Das Zerlegen von druckbeaufschlagten Teilen kann Verletzungen verursachen.
–
Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt. Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte KTMFachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
–
Einstellschraube 1 bis zum letzten spürbaren Klick im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Verschraubung 2 nicht lösen!
–
100539-10
Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn zurückdrehen.
FAHRWERK ABSTIMMEN
74
Vorgabe
(990 Adventure)
Zugstufendämpfung
Komfort
20 Klicks
Standard
15 Klicks
Sport
10 Klicks
volle Nutzlast
10 Klicks
(990 Adventure R)
Zugstufendämpfung
Komfort
20 Klicks
Standard
15 Klicks
Sport
10 Klicks
volle Nutzlast
10 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeigersinn
verringert die Dämpfung beim Ausfedern.
Federvorspannung des Federbeins einstellen
9.9
Vorsicht
Unfallgefahr Das Zerlegen von druckbeaufschlagten Teilen kann Verletzungen verursachen.
–
Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt. Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte KTMFachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
FAHRWERK ABSTIMMEN
75
–
Handrad 1 bis zum Anschlag gegen den Uhrzeigersinn drehen.
–
Dem Federbeintyp und dem Einsatz entsprechende Anzahl von Umdrehungen im Uhrzeigersinn drehen.
Vorgabe
(990 Adventure)
Federvorspannung - Preload Adjuster
Komfort
100549-10
4 Umdrehungen
Standard
4 Umdrehungen
Sport
8 Umdrehungen
volle Nutzlast
16 Umdrehungen
(990 Adventure R)
Federvorspannung - Preload Adjuster
Komfort
4 Umdrehungen
Standard
4 Umdrehungen
Sport
8 Umdrehungen
volle Nutzlast
10 Umdrehungen
Info
Zum Verstellen kann das Handrad nach außen geschwenkt werden.
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Federvorspannung, drehen gegen den Uhrzeigersinn verringert die Federvorspannung.
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
76
Fahrzeug am Mittelständer aufheben
10.1
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann wegrollen bzw. umfallen.
–
Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
Hinweis
Materialschaden Beschädigung und Zerstörung von Bauteilen durch übermäßige Belastung.
–
Der Mittelständer ist nur für das Gewicht des Motorrades und das Gepäck ausgelegt. Setzen Sie sich nicht auf das Motorrad, wenn es
auf dem Mittelständer steht. Der Mittelständer bzw. der Rahmen können beschädigt werden und das Motorrad kann umfallen.
–
Ziehen Sie das Motorrad am Haltegriff und nicht am Handrad der Federbeineinstellung nach oben auf den Mittelständer. Das Federbein kann undicht werden.
B00892-10
–
Links neben das Fahrzeug stellen.
–
Den Lenker mit der linken Hand nehmen und mit dem rechten Fuß den Mittelständer
auf den Boden drücken.
–
Den Auslegerarm 1 des Mittelständers mit dem gesamten Körpergewicht belasten und
gleichzeitig Fahrzeug am linken Haltegriff nach oben ziehen, bis der Mittelständer zum
Anschlag nach vorne klappt.
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
77
Fahrzeug vom Mittelständer nehmen
10.2
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann wegrollen bzw. umfallen.
–
Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
–
Lenkung entriegeln und mit beiden Händen am Lenker das Fahrzeug nach vorne bewegen.
–
Während das Fahrzeug vom Mittelständer kippt, die Vorderradbremse betätigen um ein
Wegrollen des Fahrzeuges zu verhindern.
–
Kontrollieren, ob der Mittelständer bis zum Anschlag nach oben geklappt ist.
100606-10
Gabelbeine entlüften
10.3
Vorarbeit
– Fahrzeug am Mittelständer aufheben. (
S. 76)
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
78
Hauptarbeit
– Entlüftungsschrauben 1 kurz entfernen.
Eventuell vorhandener Überdruck aus dem Gabelinneren entweicht.
–
Entlüftungsschrauben montieren und festziehen.
Info
Tätigkeit an beiden Gabelbeinen vornehmen.
100536-10
Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen
10.4
Vorarbeit
– Fahrzeug am Mittelständer aufheben. (
S. 76)
Hauptarbeit
– Staubmanschette 1 an beiden Gabelbeinen nach unten schieben.
Info
Die Staubmanschetten sollen Staub und groben Schmutz von den Gabelholmen
abstreifen. Mit der Zeit kann Schmutz hinter die Staubmanschetten gelangen.
Wird dieser Schmutz nicht entfernt, können die dahinter liegenden Öldichtringe
undicht werden.
100552-10
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
–
Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
–
79
Staubmanschette und Gabelinnenrohr an beiden Gabelbeinen reinigen und einölen.
Universal Ölspray (
S. 214)
–
Staubmanschetten in die Einbaulage zurückdrücken.
–
Überflüssiges Öl entfernen.
Nacharbeit
– Fahrzeug vom Mittelständer nehmen. (
S. 77)
Steuerkopflagerspiel kontrollieren
10.5
Warnung
Unfallgefahr Unsicheres Fahrverhalten durch nicht korrektes Steuerkopflagerspiel.
–
Steuerkopflagerspiel unverzüglich einstellen. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Info
Wird über längere Zeit mit Spiel in der Steuerkopflagerung gefahren, werden die Lager und in weiterer Folge die Lagersitze im Rahmen beschädigt.
Vorarbeit
– Fahrzeug am Mittelständer aufheben. (
S. 76)
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
80
Hauptarbeit
– Fahrzeug am Heck belasten oder am Unterfahrschutz aufheben.
Das Vorderrad hat keinen Bodenkontakt.
–
Lenker in Geradeausstellung bringen. Gabelbeine in Fahrtrichtung hin und her bewegen.
Es darf kein Spiel am Steuerkopflager spürbar sein.
»
B00115-01
Wenn ein spürbares Spiel vorhanden ist:
–
–
Steuerkopflagerspiel einstellen.
x
Lenker über den gesamten Lenkbereich hin und her bewegen.
Der Lenker muss sich leicht über den gesamten Lenkbereich bewegen lassen. Es dürfen keine Raststellungen spürbar sein.
»
Wenn Raststellungen spürbar sind:
–
Steuerkopflagerspiel einstellen.
–
Steuerkopflager kontrollieren ggf. wechseln.
Seitenverkleidung vorne ausbauen
10.6
Info
Die Arbeitsschritte sind links und rechts gleich.
x
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
81
–
Schrauben 1 entfernen.
–
Seitenverkleidung 2 oben vorsichtig nach außen schwenken und Steckverbinder der
Blinkerkabel trennen.
–
Überlaufschlauch des Kraftstofftanks abziehen und Verkleidung abnehmen.
B00893-10
Seitenverkleidung vorne einbauen
10.7
Info
Die Arbeitsschritte sind links und rechts gleich.
–
Seitenverkleidung 1 unten am Kraftstofftank aufsetzen und schräg halten.
–
Überlaufschlauch des Kraftstofftanks auf den Anschluss stecken.
–
Steckverbinder der Blinkerkabel verbinden und Seitenverkleidung oben zum Fahrzeug
schwenken.
–
Schrauben 2 mit Scheiben montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Muttern Fahrgestell
B00893-11
–
Funktion des Blinkers kontrollieren.
M6
10 Nm
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
82
Kühlerschutzgitter ausbauen
10.8
–
Schrauben 1 entfernen und Kühlerschutzgitter 2 abnehmen.
–
Muttern 3 vom Kühler abziehen.
100641-10
Tipp
Schrauben in die Bohrungen des Kühlerschutzgitters stecken und Muttern montieren. So sind alle nötigen Teile bei Bedarf griffbereit.
100642-10
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
83
Kühlerschutzgitter einbauen
10.9
0
3
0
2
0
1
–
Muttern 1 auf die Laschen 2 des Kühlers stecken.
–
Kühlerschutzgitter 3 unten an den Bohrungen 4 einhängen oben zum Kühler schwenken.
–
Schrauben 5 montieren und festziehen.
Vorgabe
5
0
Restliche Muttern Fahrgestell
4
0
0
1
M6
10 Nm
100639-10
Sitzbank abnehmen
10.10
100516-10
–
Zündschlüssel in das Sitzbankschloss stecken.
–
Zündschlüssel in Stellung C drehen.
–
Die Sitzbank hinten anheben, zurückziehen und nach oben abnehmen.
–
Zündschlüssel abziehen.
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
84
Sitzbank montieren
10.11
1
0
0
2
3
0
–
Die Sitzbank mit der Nase 1 am Ablagefach einhängen, hinten absenken und gleichzeitig nach vorne schieben. Dabei müssen die beiden Nasen 2 am Rahmen einhängen.
–
Verriegelungsbolzen 3 in das Schlossgehäuse einführen und Sitzbank hinten niederdrücken, bis der Verriegelungsbolzen mit einem hörbaren Klicken einrastet.
–
Kontrollieren Sie abschließend, ob die Sitzbank korrekt montiert ist.
100505-10
Sturzbügel ausbauen
10.12
x (990 Adventure)
Info
Die Arbeitsschritte sind links und rechts gleich.
Vorarbeit
– Fahrzeug am Mittelständer aufheben. (
Hauptarbeit
– Schraube 1 entfernen.
101563-10
S. 76)
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
–
Schrauben 2 und 3 entfernen und Sturzbügel abnehmen.
–
Distanzbuchse vorne entfernen.
101564-10
Sturzbügel einbauen
10.13
x (990 Adventure)
Info
Die Arbeitsschritte sind links und rechts gleich.
Hauptarbeit
– Sturzbügel positionieren und Klemmschelle am Rahmenrohr einhängen.
–
101564-11
Schrauben 1 und 2 montieren, aber noch nicht festziehen.
85
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
86
–
Distanzbuchse positionieren und Schraube 3 montieren.
–
Schrauben 1 und 2 festziehen.
Vorgabe
Schraube Sturzbügel
–
M8
15 Nm
M8
25 Nm
Schraube 3 festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrgestell
101563-11
Nacharbeit
– Fahrzeug vom Mittelständer nehmen. (
Ablagefach abnehmen und zur Seite hängen
10.14
x
Vorarbeit
– Sitzbank abnehmen. (
Hauptarbeit
– Ablagefach öffnen. (
100616-10
S. 77)
S. 83)
S. 38)
–
Schrauben 1 entfernen.
–
Ablagefach vorsichtig abnehmen und nach rechts zur Seite schwenken. Zwischen rechten Kraftstofftank und Ablagefach ein Tuch geben, um Beschädigungen zu vermeiden.
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
Ablagefach einbauen
10.15
87
x
Hauptarbeit
– Tuch entfernen und Ablagefach positionieren.
–
Schrauben 1 montieren und festziehen.
100616-10
Nacharbeit
– Ablagefach schließen. (
–
Linken Kraftstofftank ausbauen
10.16
Sitzbank montieren. (
S. 39)
S. 84)
x
Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
–
Fahrzeug nicht in der Nähe von offenen Flammen bzw. brennenden Zigaretten tanken und den Motor immer abstellen. Darauf
achten, dass kein Kraftstoff insbesondere auf heiße Teile des Fahrzeugs verschüttet wird. Verschütteten Kraftstoff sofort aufwischen.
–
Der im Kraftstofftank vorhandene Kraftstoff dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten. Angaben zum
Kraftstoff tanken beachten.
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
88
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
–
Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt sofort
mit Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kraftstoff
verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln. Kraftstoff ordnungsgemäß in einem
geeigneten Kanister aufbewahren und von Kindern fernhalten.
Vorarbeit
– Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen.
–
Fahrzeug am Mittelständer aufheben. (
(990 Adventure)
– Sturzbügel ausbauen.
x(
S. 76)
S. 84)
–
Rändelschrauben an beiden Kraftstoffhähnen bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
–
Seitenverkleidung vorne ausbauen. (
–
Sitzbank abnehmen. (
–
Ablagefach abnehmen und zur Seite hängen.
S. 80)
S. 83)
x(
S. 86)
Hauptarbeit
– Schrauben 1 entfernen.
–
Kraftstofftank vorne etwas anheben, an der oberen Halterung aushängen und oben vom
Fahrzeug wegschwenken.
Info
Den Kraftstofftank etwa auf gleicher Höhe wie montiert festhalten. Bevor der
Kraftstofftank endgültig entfernt werden kann, müssen einige Schläuche und
Steckverbindungen gelöst werden.
B00894-10
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
–
Steckverbindungen vom Kraftstoffstandsgeber 2 und Kraftstoffpumpe 3 trennen.
–
Schlauch 4 abziehen.
–
Kraftstoffschlauchverbindung 5 trennen.
89
Info
Aus dem Kraftstoffschlauch kann ein Rest Kraftstoff auslaufen.
100618-10
Linken Kraftstofftank einbauen
10.17
–
Schlauchklemme nach hinten schieben und Kraftstoffschlauch 6 vom Kraftstoffhahn
abziehen.
–
Kraftstofftank abnehmen.
x
Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
–
Fahrzeug nicht in der Nähe von offenen Flammen bzw. brennenden Zigaretten tanken und den Motor immer abstellen. Darauf
achten, dass kein Kraftstoff insbesondere auf heiße Teile des Fahrzeugs verschüttet wird. Verschütteten Kraftstoff sofort aufwischen.
–
Der im Kraftstofftank vorhandene Kraftstoff dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten. Angaben zum
Kraftstoff tanken beachten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
–
Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt sofort
mit Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kraftstoff
verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln. Kraftstoff ordnungsgemäß in einem
geeigneten Kanister aufbewahren und von Kindern fernhalten.
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
90
Vorarbeit
– Kraftstoffschlauchverbindung reinigen und O-Ring auf Beschädigungen kontrollieren.
Hauptarbeit
– Den Kraftstofftank etwa auf gleicher Höhe wie montiert positionieren, um die Schläuche und Steckverbindungen anzuschließen.
–
Kraftstoffschlauch 1 auf den Kraftstoffhahn stecken und Schlauchklemme nach vorne
schieben.
–
Kraftstoffschlauchverbindung 2 zusammenstecken.
–
Schlauch 3 auf den Anschluss stecken.
–
Steckverbindung der Kraftstoffpumpe 4 und des Kraftstoffstandsgebers 5 zusammenstecken.
–
Kraftstofftank etwas anheben und an der oberen Halterung einhängen.
–
Schrauben 6 montieren und festziehen.
100618-11
Vorgabe
Schraube Kraftstofftank
M8
15 Nm
(990 Adventure R)
– Schraube 7 montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Kraftstofftank
B00894-11
Nacharbeit
– Ablagefach einbauen.
x(
M8
15 Nm
S. 87)
–
Ablagefach schließen. (
–
Sitzbank montieren. (
–
Seitenverkleidung vorne einbauen. (
–
Rändelschrauben an beiden Kraftstoffhähnen bis zum Anschlag gegen den Uhrzeigersinn drehen.
S. 39)
S. 84)
S. 81)
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
–
91
Kraftstoffsystem auf Dichtheit kontrollieren.
(990 Adventure)
– Sturzbügel einbauen.
x(
S. 85)
–
Fahrzeug vom Mittelständer nehmen. (
–
Kette auf grobe Verschmutzung kontrollieren.
S. 77)
Kettenverschmutzung kontrollieren
10.18
»
Wenn die Kette stark verschmutzt ist:
–
Kette reinigen. (
S. 91)
400678-01
Kette reinigen
10.19
Warnung
Unfallgefahr Schmiermittel auf den Reifen verringert deren Haftfähigkeit.
–
Schmiermittel mit einem geeigneten Reinigungsmittel entfernen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
–
Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
92
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
–
Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsorgen.
Info
Die Lebensdauer der Kette hängt zum Großteil von der Pflege ab.
–
Kette regelmäßig reinigen.
–
Groben Schmutz mit weichem Wasserstrahl abspülen.
–
Verbrauchte Schmierreste mit Kettenreinigungsmittel entfernen.
Kettenreinigungsmittel (
–
S. 213)
Nach dem Trocknen Kettenspray auftragen.
Kettenspray Onroad (
S. 213)
400725-01
Kettenspannung kontrollieren
10.20
Warnung
Unfallgefahr Gefährdung durch falsche Kettenspannung.
–
Ist die Kette zu stark gespannt, werden die Komponenten der Sekundär-Kraftübertragung (Kette, Kettenritzel, Kettenrad, Lager
im Getriebe und im Hinterrad) zusätzlich belastet. Neben vorzeitigem Verschleiß kann im Extremfall die Kette reißen oder die
Abtriebswelle des Getriebes brechen. Ist die Kette hingegen zu locker, kann sie vom Kettenritzel bzw. Kettenrad fallen und das
Hinterrad blockieren oder den Motor beschädigen. Auf korrekte Kettenspannung achten, ggf. einstellen.
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
B
0
93
–
Motorrad auf den Seitenständer stellen.
–
Getriebe in Leerlauf schalten.
–
Im Bereich der unteren Kettenschutzschraube die Kette nach oben drücken und Kettenspannung A ermitteln.
Info
0
A
Der obere Kettenteil B muss dabei gespannt sein.
Ketten nutzen sich nicht immer gleichmäßig ab, wiederholen Sie deshalb diese
Messung an verschiedenen Stellen der Kette.
400620-10
Kettenspannung
»
35… 40 mm
Wenn die Kettenspannung nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
Kettenspannung einstellen. (
S. 93)
Kettenspannung einstellen
10.21
Warnung
Unfallgefahr Gefährdung durch falsche Kettenspannung.
–
Ist die Kette zu stark gespannt, werden die Komponenten der Sekundär-Kraftübertragung (Kette, Kettenritzel, Kettenrad, Lager
im Getriebe und im Hinterrad) zusätzlich belastet. Neben vorzeitigem Verschleiß kann im Extremfall die Kette reißen oder die
Abtriebswelle des Getriebes brechen. Ist die Kette hingegen zu locker, kann sie vom Kettenritzel bzw. Kettenrad fallen und das
Hinterrad blockieren oder den Motor beschädigen. Auf korrekte Kettenspannung achten, ggf. einstellen.
Vorarbeit
– Kettenspannung kontrollieren. (
S. 92)
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
94
Hauptarbeit
– Mutter 1 lösen.
–
Muttern 2 lösen.
–
Kettenspannung durch Drehen der Einstellschrauben 3 links und rechts einstellen.
Vorgabe
Kettenspannung
35… 40 mm
Einstellschrauben 3 links und rechts so verdrehen, dass die Markierungen am linken
und rechten Kettenspanner 4 in derselben Position zu den Referenzmarken C stehen. Damit ist das Hinterrad korrekt ausgerichtet.
Info
Der obere Kettenteil muss dabei gespannt sein.
Ketten nutzen sich nicht immer gleichmäßig ab, kontrollieren Sie deshalb die
Einstellung an verschiedenen Stellen der Kette.
100553-10
–
Muttern 2 festziehen.
–
Sicherstellen, dass die Kettenspanner 4 an den Einstellschrauben 3 anliegen.
–
Mutter 1 festziehen.
Vorgabe
Mutter Steckachse hinten
M25x1,5
90 Nm
Info
Die Kettenspanner 4 können um 180° gedreht werden.
Gewinde gefettet
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
95
Kette, Kettenrad und Kettenritzel kontrollieren
10.22
–
Kettenrad und Kettenritzel auf Verschleiß kontrollieren.
»
Wenn Kettenrad bzw. Kettenritzel eingelaufen sind:
–
Kettenrad bzw. Kettenritzel wechseln.
x
Info
Kettenritzel, Kettenrad und Kette sollten nur zusammen gewechselt werden.
100132-10
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
96
–
Fahrzeug am Mittelständer aufheben. (
–
Getriebe in Leerlauf schalten.
–
Am unteren Kettenteil mit dem angegebenen Gewicht A ziehen.
S. 76)
Vorgabe
Gewicht Kettenverschleißmessung
–
15 kg
Den Abstand B von 18 Kettenrollen am unteren Kettenteil messen.
A
Info
Ketten nutzen sich nicht immer gleichmäßig ab, die Messung an verschiedenen
Stellen der Kette wiederholen.
Maximaler Abstand B an der längsten
Stelle der Kette
0
B
»
272 mm
Wenn der Abstand B größer ist als das angegebene Maß:
–
Kette wechseln.
x
Info
1 2 3
16 17 18
400621-10
Wenn eine neue Kette montiert wird, sollten auch das Kettenrad und
Kettenritzel gewechselt werden.
Neue Ketten nutzen sich auf einem alten, eingelaufenen Kettenrad bzw.
Kettenritzel schneller ab.
Die Kette besitzt aus Sicherheitsgründen kein Kettenschloss.
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
–
Kettengleitschutz auf Verschleiß kontrollieren.
»
Wenn der Kettengleitschutz eingelaufen ist:
–
–
97
Kettengleitschutz wechseln.
x
Kettengleitschutz auf festen Sitz kontrollieren.
»
Wenn der Kettengleitschutz lose ist:
–
Kettengleitschutz festziehen.
Vorgabe
Schraube Kettengleitschutz
B00113-01
–
6 Nm
Loctite® 243™
6 Nm
Loctite® 243™
Kettenführung auf Verschleiß kontrollieren.
»
Wenn die Kettenführung eingelaufen ist:
–
–
M6
Kettenführung wechseln.
x
Kettenführung auf festen Sitz kontrollieren.
»
Wenn die Kettenführung lose ist:
–
Kettenführung festziehen.
Vorgabe
B00114-01
Schraube Kettenführung
M6
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
98
Grundeinstellung des Kupplungshebels einstellen
10.23
–
Grundstellung des Kupplungshebels mit der Einstellschraube 1 an die Handgröße
anpassen.
Info
Wenn die Einstellschraube im Uhrzeigersinn verdreht wird, entfernt sich der
Kupplungshebel vom Lenker.
Wenn die Einstellschraube gegen den Uhrzeigersinn verdreht wird, nähert sich
der Kupplungshebel dem Lenker.
Der Verstellbereich ist begrenzt.
Drehen Sie die Einstellschraube nur mit der Hand und wenden Sie keine Gewalt
an.
Einstellarbeiten nicht während der Fahrt durchführen.
100619-10
Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung kontrollieren/berichtigen
10.24
Info
Der Flüssigkeitsstand steigt mit zunehmendem Verschleiß der Kupplungsbelaglamellen.
Keine Bremsflüssigkeit verwenden.
–
Den am Lenker montierten Vorratsbehälter der hydraulischen Kupplung in waagrechte
Position bringen.
–
Schrauben 1 entfernen.
–
Deckel 2 mit Membran 3 abnehmen.
–
Flüssigkeitsstand kontrollieren.
Flüssigkeitsstand unter Behälteroberkante
100620-10
»
4 mm
Wenn der Flüssigkeitsstand nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
–
99
Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung berichtigen.
Hydrauliköl (15) (
S. 209)
–
Deckel mit Membran positionieren. Schrauben montieren und festziehen.
–
Schrauben 1 entfernen. Rechten Unterfahrschutz 2 abnehmen.
–
Rechten Unterfahrschutz 1 positionieren. Schrauben 2 montieren und festziehen.
Rechten Unterfahrschutz ausbauen
10.25
100581-10
Rechten Unterfahrschutz einbauen
10.26
Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrgestell
100581-11
M6
10 Nm
SERVICEARBEITEN FAHRGESTELL
Unterfahrschutz ausbauen
10.27
100
x
Vorarbeit
– Fahrzeug am Mittelständer aufheben. (
S. 76)
Hauptarbeit
– Seitenständer nach unten schwenken.
–
Alle vier Schrauben 1 entfernen und Unterfahrschutz 2 abnehmen.
100577-10
Unterfahrschutz einbauen
10.28
x
Hauptarbeit
– Unterfahrschutz 1 positionieren. Schrauben 2 montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Unterfahrschutz
–
M8
25 Nm
Seitenständer hochschwenken.
100578-10
Nacharbeit
– Fahrzeug vom Mittelständer nehmen. (
S. 77)
Loctite® 243™
BREMSEN
101
ABS / Anti-Blockier-System (990 Adventure)
11.1
Die ABS‑Einheit 1 bestehend aus Hydraulikeinheit, ABS‑Steuergerät und Rückförderpumpe, ist unter der Sitzbank verbaut. Jeweils ein Raddrehzahlgeber 2 befindet sich am
Vorder- und Hinterrad.
30
0
4
0
2
Warnung
Unfallgefahr Beeinträchtigte Funktion des ABS
1
0
0
2
400906-10
–
Bei Modifikationen wie verkürzte oder verlängerte Federwege, andere Felgendurchmesser, andere Reifen, falscher Reifenluftdruck, andere Bremsbeläge usw.
kann das ABS nicht mehr optimal funktionieren.
–
Die optimale Funktion des ABS ist nur gewährleistet, wenn am Bremssystem
ausschließlich von KTM freigegebene und/oder empfohlene Ersatzteile und Reifen verwendet werden.
–
Wartungsarbeiten und Reparaturen müssen fachgerecht durchgeführt werden.
(Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Das ABS ist ein Sicherheitssystem, welches das Blockieren der Räder bei Geradeausfahrt
ohne Einwirkung von Seitenkräften verhindert.
Das ABS arbeitet mit zwei voneinander unabhängigen Bremskreisen (Vorderrad- und Hinterradbremse). Im Normalbetrieb funktioniert die Bremsanlage wie eine konventionelle Bremsanlage ohne ABS. Erst wenn das ABS‑Steuergerät die Blockierneigung eines Rades erkennt,
beginnt das ABS durch Regeln des Bremsdruckes zu arbeiten. Der Regelvorgang ist durch
ein leichtes Pulsieren am Hand- bzw. Fußbremshebel spürbar.
Die ABS‑Warnlampe 3 muss nach dem Einschalten der Zündung aufleuchten und nach
dem Anfahren erlöschen. Wenn sie nach dem Anfahren nicht erlischt oder während der
Fahrt aufleuchtet, signalisiert das einen Fehler im ABS‑System. Das ABS ist dann nicht
mehr aktiv und die Räder können bei einer Bremsung blockieren. Die Bremsanlage selbst
bleibt funktionsfähig, lediglich die ABS‑Regelung entfällt.
Die ABS‑Warnlampe kann auch aufleuchten, wenn bei extremen Fahrsituationen die Drehzahl von Vorder- und Hinterrad stark voneinander abweichen, z. B. bei einem Wheelie oder
bei durchdrehendem Hinterrad. Dadurch wird das ABS abgeschaltet.
BREMSEN
102
Um das ABS wieder zu aktivieren, ist das Fahrzeug anzuhalten und die Zündung auszuschalten. Wird das Fahrzeug wieder in Betrieb genommen, wird auch das ABS wieder aktiviert. Die ABS‑Warnlampe erlischt nach dem Anfahren.
Mit der Taste 4 kann das ABS manuell abgeschaltet werden (siehe Startvorgang).
Leerweg am Handbremshebel kontrollieren
11.2
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–
Ist der Leerweg am Handbremshebel nicht vorhanden, baut sich im Bremssystem Druck auf die Vorderradbremse auf. Die Vorderradbremse kann durch Überhitzung ausfallen. Leerweg am Handbremshebel nach Vorgabe einstellen.
–
Handbremshebel zum Lenker drücken und Leerweg A kontrollieren.
Leerweg am Handbremshebel
»
Wenn der Leerweg nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
100555-10
≥ 3 mm
Leerweg des Handbremshebels einstellen. (
S. 103)
BREMSEN
103
Leerweg des Handbremshebels einstellen
11.3
–
Leerweg am Handbremshebel kontrollieren. (
–
Leerweg des Handbremshebels mit der Einstellschraube 1 einstellen.
S. 102)
Info
100556-10
Wenn die Einstellschraube im Uhrzeigersinn verdreht wird, verkleinert sich der
Leerweg. Der Druckpunkt entfernt sich vom Lenker.
Wenn die Einstellschraube gegen den Uhrzeigersinn verdreht wird, vergrößert
sich der Leerweg. Der Druckpunkt nähert sich dem Lenker.
Der Verstellbereich ist begrenzt.
Drehen Sie die Einstellschraube nur mit der Hand und wenden Sie keine Gewalt
an.
Einstellarbeiten nicht während der Fahrt durchführen.
Bremsscheiben kontrollieren
11.4
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch abgenutzte Bremsscheibe(n).
–
Abgenutzte Bremsscheibe(n) unverzüglich wechseln. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
BREMSEN
104
–
Bremsscheibenstärke vorne und hinten, an mehreren Stellen der Bremsscheibe, auf das
Maß A kontrollieren.
Info
Durch Verschleiß reduziert sich die Stärke der Bremsscheibe im Bereich der
Anlagefläche 1 der Bremsbeläge.
Bremsscheiben - Verschleißgrenze
vorne
400618-10
4,5 mm
Bremsscheibe - Verschleißgrenze
hinten
»
Wenn die Bremsscheibenstärke unter dem Vorgabewert liegt.
–
–
4,5 mm
Bremsscheibe wechseln.
Bremsscheiben vorne und hinten auf Beschädigung, Rissbildung und Verformung kontrollieren.
»
Wenn die Bremsscheibe Beschädigungen, Risse oder Verformungen aufweist:
–
Bremsscheibe wechseln.
Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren
11.5
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–
Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total abgenutzte
Bremsbeläge hin. Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
BREMSEN
105
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
–
Bremsflüssigkeit der Vorder- und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
–
Den am Lenker montierten Bremsflüssigkeitsbehälter in waagerechte Position bringen.
–
Bremsflüssigkeitsstand am Schauglas 1 kontrollieren.
»
Wenn der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung gesunken ist:
–
Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse nachfüllen.
x(
S. 105)
100557-10
Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse nachfüllen
11.6
x
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–
Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total abgenutzte
Bremsbeläge hin. Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
–
Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten.
–
Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille.
–
Wenn Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
BREMSEN
106
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
–
Bremsflüssigkeit der Vorder- und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
–
Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsorgen.
Info
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und Bremsleitungen
sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt.
Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an!
Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenen Behälter!
–
Den am Lenker montierten Bremsflüssigkeitsbehälter in waagerechte Position bringen.
–
Schrauben 1 entfernen.
–
Deckel 2 mit Membran 3 abnehmen.
–
Bremsflüssigkeit bis zum Maß A auffüllen.
Vorgabe
Maß A
Bremsflüssigkeit DOT 4 / DOT 5.1 (
100558-10
–
5 mm
S. 209)
Deckel mit Membran positionieren. Schrauben montieren und festziehen.
Info
Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwaschen.
BREMSEN
107
Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren
11.7
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch abgenutzte Bremsbeläge.
–
Abgenutzte Bremsbeläge unverzüglich wechseln. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Hinweis
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch beschädigte Bremsscheiben.
–
Werden die Bremsbeläge zu spät gewechselt werden, schleifen die Bremsbelagträger aus Stahl an der Bremsscheibe. Die Bremswirkung wird stark vermindert und die Bremsscheiben werden zerstört. Bremsbeläge regelmäßig kontrollieren.
–
Alle Bremsbeläge an beiden Bremszangen auf ihre Mindestbelagstärke A kontrollieren.
Mindestbelagstärke A
»
Ist die Mindestbelagstärke unterschritten:
–
–
Bremsbeläge der Vorderradbremse wechseln.
x
Alle Bremsbeläge an beiden Bremszangen auf Beschädigung und Rissbildung kontrollieren.
»
100559-10
≥ 1 mm
Wenn Beschädigungen oder Risse vorhanden sind:
–
Bremsbeläge der Vorderradbremse wechseln.
x
Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren
11.8
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–
Ist der Leerweg am Fußbremshebel nicht vorhanden, baut sich im Bremssystem Druck auf die Hinterradbremse auf. Die Hinterradbremse kann durch Überhitzung ausfallen. Leerweg am Fußbremshebel nach Vorgabe einstellen.
BREMSEN
108
–
Fußbremshebel zwischen Endanschlag und Anlage zum Fußbremszylinderkolben hin
und her bewegen und Leerweg A kontrollieren.
Vorgabe
Leerweg am Fußbremshebel
3… 5 mm
Info
Die Anlage am Fußbremszylinderkolben ist am größeren Widerstand beim Betätigen des Fußbremshebels erkennbar.
100602-10
»
Wenn der Leerweg nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
Grundstellung des Fußbremshebels einstellen.
x
Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren
11.9
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–
Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total abgenutzte
Bremsbeläge hin. Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
–
Bremsflüssigkeit der Vorder- und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
BREMSEN
109
–
Fahrzeug am Mittelständer aufheben. (
–
Bremsflüssigkeitsstand am Bremsflüssigkeitsbehälter kontrollieren.
»
S. 76)
Wenn der Flüssigkeitsstand die MIN Markierung 1 erreicht hat:
–
Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse nachfüllen.
x(
S. 109)
100560-10
Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse nachfüllen
11.10
x
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–
Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total abgenutzte
Bremsbeläge hin. Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
–
Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten.
–
Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille.
–
Wenn Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
–
Bremsflüssigkeit der Vorder- und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
BREMSEN
110
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
–
Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsorgen.
Info
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und Bremsleitungen
sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt.
Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an!
Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenen Behälter!
100561-10
–
Fahrzeug am Mittelständer aufheben. (
–
Schrauben 1 entfernen.
–
Deckel 2 mit Membran 3 abnehmen.
S. 76)
BREMSEN
111
–
Bremsflüssigkeit bis zur Markierung A auffüllen.
Bremsflüssigkeit DOT 4 / DOT 5.1 (
–
S. 209)
Deckel mit Membran positionieren. Schrauben montieren und festziehen.
Info
Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwaschen.
100562-10
Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren
11.11
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch abgenutzte Bremsbeläge.
–
Abgenutzte Bremsbeläge unverzüglich wechseln. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Hinweis
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch beschädigte Bremsscheiben.
–
Werden die Bremsbeläge zu spät gewechselt werden, schleifen die Bremsbelagträger aus Stahl an der Bremsscheibe. Die Bremswirkung wird stark vermindert und die Bremsscheiben werden zerstört. Bremsbeläge regelmäßig kontrollieren.
BREMSEN
112
–
Bremsbeläge auf ihre Mindestbelagstärke A kontrollieren.
Mindestbelagstärke A
»
Ist die Mindestbelagstärke unterschritten:
–
–
Bremsbeläge der Hinterradbremse wechseln.
x
Bremsbeläge auf Beschädigung und Rissbildung kontrollieren.
»
Wenn Beschädigungen oder Risse vorhanden sind:
–
100563-10
≥ 1 mm
Bremsbeläge der Hinterradbremse wechseln.
x
RÄDER, REIFEN
Vorderrad ausbauen
12.1
113
x
Vorarbeit
– Fahrzeug am Mittelständer aufheben. (
S. 76)
Hauptarbeit
– Fahrzeug am Heck belasten oder am Unterfahrschutz aufheben.
Das Vorderrad hat keinen Bodenkontakt.
–
Bremszangen mit der Hand zu den Bremsscheiben drücken, um die Bremskolben
zurückzudrücken.
100605-10
(990 Adventure)
– Schraube 1 entfernen und Raddrehzahlgeber 2 mit Hülse 3 aus der Bohrung ziehen.
100603-10
RÄDER, REIFEN
114
–
Schraube 4 und Schrauben 5 lösen.
–
Schraube 4 ca. 6 Umdrehungen herausschrauben, mit der Hand auf die Schraube
drücken, um die Steckachse aus der Gabelfaust zu schieben.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch beschädigte Bremsscheiben.
–
100604-10
–
Das Rad immer so ablegen, dass die Bremsscheiben nicht beschädigt werden.
Vorderrad halten und Steckachse herausziehen. Bremszangen leicht nach außen
schwenken und Vorderrad aus der Gabel nehmen.
Info
Handbremshebel bei ausgebautem Vorderrad nicht betätigen.
–
100567-10
Distanzbuchsen 6 entfernen.
RÄDER, REIFEN
Vorderrad einbauen
12.2
115
x
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
–
Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
–
Radlager auf Beschädigung und Verschleiß kontrollieren.
»
Wenn das Radlager beschädigt bzw. verschlissen ist:
–
–
Radlager wechseln.
x
Wellendichtringe 1 und Lauffläche A der Distanzbuchsen reinigen und fetten.
Langzeitfett (
S. 214)
–
Distanzbuchsen einsetzen.
–
Vorderrad in die Gabel heben, Bremsscheiben an den Bremszangen in Eingriff bringen
und Steckachse einsetzen.
100567-11
(990 Adventure)
Das ABS‑Sensorrad befindet sich in Fahrtrichtung links.
–
Schraube 2 montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Steckachse vorne
100604-11
M25x1,5
45 Nm
–
Fahrzeug vom Mittelständer nehmen. (
–
Vorderradbremse betätigen und Gabel einige Male kräftig einfedern, damit sich die
Gabelbeine ausrichten.
–
Schrauben 3 festziehen.
S. 77)
RÄDER, REIFEN
116
Vorgabe
Schraube Gabelfaust
M8
15 Nm
(990 Adventure)
– Hülse 4 auf den Raddrehzahlgeber 5 schieben und gemeinsam in die Bohrung
stecken. Schraube 6 montieren und festziehen.
Vorgabe
Verschraubung Raddrehzahlgeber vorne
M6
6 Nm
100603-11
Hinterrad ausbauen
12.3
x
Vorarbeit
– Fahrzeug am Mittelständer aufheben. (
S. 76)
Hauptarbeit
– Bremszange mit der Hand zur Bremsscheibe drücken, um die Bremskolben zurückzudrücken.
100634-10
RÄDER, REIFEN
117
(990 Adventure)
– Schraube 1 entfernen und Raddrehzahlgeber 2 aus der Bohrung ziehen.
100635-10
–
Mutter 3 entfernen. Kettenspanner 4 abnehmen.
–
Steckachse 5 nur so weit herausziehen, dass sich das Hinterrad nach vorne schieben
lässt.
–
Hinterrad so weit als möglich nach vorne schieben. Kette vom Kettenrad nehmen und
am Kettenradschutz 6 ablegen.
100569-10
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch beschädigte Bremsscheiben.
–
100570-10
Das Rad immer so ablegen, dass die Bremsscheiben nicht beschädigt werden.
RÄDER, REIFEN
118
–
Hinterrad halten und Steckachse herausziehen. Hinterrad aus dem Schwingarm nehmen.
Info
Bei ausgebautem Hinterrad die Fußbremse nicht betätigen.
–
Hinterrad einbauen
12.4
Distanzbuchse 7 entfernen.
x
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
–
Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
Warnung
Unfallgefahr Keine Bremswirkung beim Betätigen der Hinterradbremse.
–
Nach dem Einbauen des Hinterrades immer Fußbremse betätigen, bis der Druckpunkt vorhanden ist.
Hauptarbeit
– Dämpfergummis der Hinterradnabe kontrollieren.
–
»
Radlager wechseln.
S. 214)
Gewinde der Steckachse und Mutter reinigen und fetten.
Langzeitfett (
100571-10
x
Wellendichtring 1 und Lauffläche A der Distanzbuchse reinigen und fetten.
Langzeitfett (
–
S. 120)
Wenn das Radlager beschädigt bzw. verschlissen ist:
–
–
x(
Radlager auf Beschädigung und Verschleiß kontrollieren.
S. 214)
RÄDER, REIFEN
119
–
Dämpfergummis und Kettenradträger in das Hinterrad montieren.
–
Hinterrad in den Schwingarm stellen und die Bremsscheibe an der Bremszange in Eingriff bringen.
–
Steckachse montieren, aber nicht bis zum Anschlag einschieben.
–
Hinterrad so weit als möglich nach vorne schieben und Kette auf das Kettenrad legen.
–
Steckachse bis zum Anschlag einschieben, Kettenspanner 3 und Mutter 4 montieren.
Info
Kettenspanner 2 und 3 in gleicher Position montieren.
–
100636-10
Das Hinterrad nach vorne drücken, damit die Kettenspanner an den Spannschrauben
anliegen und Mutter 4 festziehen.
Vorgabe
Damit das Hinterrad korrekt ausgerichtet ist, müssen die Markierungen an den Kettenspannern links und rechts in der selben Position zu den Referenzmarken B stehen.
Mutter Steckachse hinten
M25x1,5
90 Nm
Gewinde gefettet
(990 Adventure)
– Raddrehzahlgeber 5 in die Bohrung stecken. Schraube 6 montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Raddrehzahlgeber hinten
–
M6
8 Nm
Loctite® 243™
Fußbremshebel mehrmals betätigen, bis die Bremsbeläge an der Bremsscheibe anliegen und ein Druckpunkt vorhanden ist.
100635-11
Nacharbeit
– Fahrzeug vom Mittelständer nehmen. (
S. 77)
RÄDER, REIFEN
120
Dämpfergummis der Hinterradnabe kontrollieren
12.5
x
Info
Die Kraft des Motors wird vom Kettenrad über 6 Dämpfergummis auf das Hinterrad übertragen. Sie nutzen sich im Betrieb ab. Werden die Dämpfergummis nicht rechtzeitig gewechselt, wird der Kettenradträger und die Hinterradnabe beschädigt.
Vorarbeit
– Fahrzeug am Mittelständer aufheben. (
–
Hinterrad ausbauen.
x(
S. 76)
S. 116)
Hauptarbeit
– Dämpfergummis 1 der Hinterradnabe auf Beschädigung und Verschleiß kontrollieren.
»
Wenn die Dämpfergummis der Hinterradnabe beschädigt bzw. verschlissen sind:
–
Alle Dämpfergummis der Hinterradnabe wechseln.
100572-10
–
Hinterrad mit dem Kettenrad nach oben auf eine Werkbank legen und die Steckachse
in die Nabe stecken.
–
Um das Spiel A zu kontrollieren, Hinterrad festhalten und versuchen das Kettenrad zu
verdrehen.
Info
Das Spiel wird am Kettenrad außen gemessen.
Spiel Dämpfergummis Hinterrad
100573-10
≤ 5 mm
RÄDER, REIFEN
121
»
Wenn das Spiel A größer ist als der angegebene Wert:
–
Alle Dämpfergummis der Hinterradnabe wechseln.
Nacharbeit
– Hinterrad einbauen.
–
x(
S. 118)
Fahrzeug vom Mittelständer nehmen. (
S. 77)
Reifenzustand kontrollieren
12.6
Warnung
Unfallgefahr Unkontrollierbares Fahrverhalten durch das Platzen eines Reifens.
–
Beschädigte oder abgefahrene Reifen im Interesse der Sicherheit sofort wechseln. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft
Ihnen gerne.)
Warnung
Sturzgefahr Beeinträchtigung des Fahrverhaltens durch unterschiedliche Reifenprofile an Vorder- und Hinterrad.
–
Vorder- und Hinterrad dürfen nur mit Reifen gleichartiger Profilgestaltung bereift sein, sonst könnte das Fahrzeug unkontrollierbar werden.
Warnung
Unfallgefahr Unkontrollierbares Fahrverhalten durch nicht freigegebene und/oder empfohlene Reifen/Räder.
–
Nur von KTM freigegebene und/oder empfohlene Reifen/Räder mit dem entsprechenden Geschwindigkeitsindex verwenden.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bodenhaftung bei neuen Reifen.
–
Neue Reifen haben eine glatte Lauffläche und daher nicht die volle Bodenhaftung. Die gesamte Lauffläche muss die ersten
200 Kilometer bei gemäßigter Fahrweise in wechselnden Schräglagen aufgeraut werden. Erst durch das "Einfahren" wird die
volle Haftfähigkeit erreicht.
RÄDER, REIFEN
122
Info
Reifentyp, Reifenzustand und Reifenluftdruck beeinflussen das Brems- und Fahrverhalten des Fahrzeuges.
Abgefahrene Reifen wirken sich besonders auf nassem Untergrund ungünstig aus.
–
Vorder- und Hinterreifen auf Schnitte, eingefahrene Gegenstände und andere Beschädigungen kontrollieren.
»
Wenn der Reifen Schnitte, eingefahrene Gegenstände oder andere Beschädigungen
aufweist:
–
–
Reifen wechseln.
Profiltiefe kontrollieren.
Info
Beachten Sie die gesetzliche landesspezifische Mindestprofiltiefe.
400602-10
Mindestprofiltiefe
»
Wenn die Mindestprofiltiefe unterschritten ist:
–
–
≥ 2 mm
Reifen wechseln.
Reifenalter kontrollieren.
Info
Das Herstellungsdatum der Reifen ist üblicherweise in der Reifenbeschriftung
enthalten und wird mit den letzten vier Ziffern der DOT Bezeichnung gekennzeichnet. Die ersten beiden Ziffern weisen auf die Herstellungswoche und die
letzten beiden Ziffern auf das Herstellungsjahr hin.
KTM empfiehlt einen Wechsel der Reifen, unabhängig vom tatsächlichen Verschleiß, spätestens nach 5 Jahren.
»
Wenn der Reifen älter als 5 Jahre ist:
RÄDER, REIFEN
123
–
Reifen wechseln.
Reifenluftdruck kontrollieren
12.7
Info
Zu geringer Reifenluftdruck führt zu abnormalem Verschleiß und zur Überhitzung des Reifens.
Richtiger Reifenluftdruck gewährleistet optimalen Fahrkomfort und maximale Lebensdauer des Reifens.
–
Staubkappe entfernen.
–
Reifenluftdruck bei kalten Reifen kontrollieren.
Reifenluftdruck Solo
vorne
2,4 bar
hinten
2,6 bar
Reifenluftdruck mit Beifahrer / volle Nutzlast
400695-01
»
2,4 bar
hinten
2,8 bar
Wenn der Reifenluftdruck nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
–
vorne
Reifenluftdruck berichtigen.
Staubkappe montieren.
Speichenspannung kontrollieren
12.8
Warnung
Unfallgefahr Instabiles Fahrverhalten durch eine falsche Speichenspannung.
–
Achten Sie auf eine korrekte Speichenspannung. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
RÄDER, REIFEN
124
Info
Durch eine lockere Speiche wird das Rad unwuchtig und es lockern sich innerhalb kurzer Zeit andere Speichen.
Sind die Speichen zu fest gespannt, können sie durch lokale Überlastung reißen.
Kontrollieren Sie die Speichenspannung, besonders am neuen Motorrad, regelmäßig.
–
Mit der Klinge eines Schraubendrehers jede Speiche kurz anschlagen.
Info
Die Tonfrequenz ist abhängig von der Speichenlänge und vom Speichendurchmesser.
Kommt es zu unterschiedlichen Tonfrequenzen an den einzelnen gleichlangen
und gleichdicken Speichen, deutet das auf eine unterschiedliche Speichenspannung hin.
Es muss ein heller Ton erklingen.
400694-01
»
Wenn die Speichenspannung unterschiedlich ist:
–
Speichenspannung korrigieren.
x
ELEKTRIK
Batterie ausbauen
13.1
125
x
Warnung
Verletzungsgefahr Batteriesäure und Batteriegase verursachen schwere Verätzungen.
–
Batterien außer Reichweite von Kindern halten.
–
Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille.
–
Kontakt mit Batteriesäure und Batteriegasen vermeiden.
–
Funken oder offene Flammen von der Batterie fern halten. Laden nur in gut belüfteten Räumen.
–
Bei Hautkontakt mit reichlich Wasser abspülen. Wenn Batteriesäure in die Augen gelangt, mindestens 15 Minuten lang mit
Wasser ausspülen und einen Arzt aufsuchen.
Vorarbeit
– Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen.
–
Fahrzeug am Mittelständer aufheben. (
–
Unterfahrschutz ausbauen.
x(
S. 76)
S. 100)
Hauptarbeit
– Schrauben 1 entfernen. Abdeckung 2 nach unten klappen.
100579-10
ELEKTRIK
126
–
Minuskabel 3 der Batterie abklemmen.
–
Pluskabel 4 der Batterie abklemmen.
–
Batterie samt Batteriehülle 5 aus dem Batteriefach nehmen.
Info
Motorrad nie mit entladener Batterie oder ohne Batterie betreiben. In beiden
Fällen können elektrische Bauteile und Sicherheitsvorrichtungen beschädigt
werden. Das Fahrzeug ist daher nicht mehr verkehrssicher.
100580-10
Batterie einbauen
13.2
x
Hauptarbeit
– Batterie in die Batteriehülle 1 stecken.
100580-11
–
Batterie samt Batteriehülle in das Batteriefach schieben.
–
Pluskabel 2 anklemmen.
–
Minuskabel 3 anklemmen.
ELEKTRIK
127
–
Abdeckung 4 unten am Batteriefach einhängen und nach oben schwenken.
–
Schrauben 5 montieren und festziehen.
100579-11
Nacharbeit
– Unterfahrschutz einbauen.
Batterie laden
13.3
x(
S. 100)
–
Fahrzeug vom Mittelständer nehmen. (
–
Uhrzeit einstellen. (
S. 77)
S. 29)
x
Warnung
Verletzungsgefahr Batteriesäure und Batteriegase verursachen schwere Verätzungen.
–
Batterien außer Reichweite von Kindern halten.
–
Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille.
–
Kontakt mit Batteriesäure und Batteriegasen vermeiden.
–
Funken oder offene Flammen von der Batterie fern halten. Laden nur in gut belüfteten Räumen.
–
Bei Hautkontakt mit reichlich Wasser abspülen. Wenn Batteriesäure in die Augen gelangt, mindestens 15 Minuten lang mit
Wasser ausspülen und einen Arzt aufsuchen.
ELEKTRIK
128
Warnung
Umweltgefährdung Bau- und Bestandteile der Batterie belasten die Umwelt.
–
Batterien nicht in den Hausmüll werfen. Entsorgen Sie eine defekte Batterie umweltgerecht. Geben Sie die Batterie bei Ihrem
KTM-Händler oder bei einer Rücknahmestelle für Altbatterien ab.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
–
Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsorgen.
Info
Auch wenn die Batterie nicht belastet wird, verliert sie täglich an Ladung.
Sehr wichtig für die Lebensdauer der Batterie ist der Ladezustand und die Art der Ladung.
Schnellladungen mit höherem Ladestrom wirken sich negativ auf die Lebensdauer aus.
Wird Ladestrom, Ladespannung und Ladezeit überschritten, entweicht Elektrolyt über die Sicherheitsventile. Dadurch verliert die
Batterie an Kapazität.
Wenn die Batterie leergestartet wurde, ist sie unverzüglich zu laden.
Bei längerer Standzeit in entladenem Zustand tritt Tiefentladung und Sulfatierung ein und die Batterie wird zerstört.
Die Batterie ist wartungsfrei, das heißt die Kontrolle des Säurestandes entfällt.
Wenn die Batterie nicht mit dem KTM Batterieladegerät geladen wird, ist die Batterie zur Ladung auszubauen. Durch Überspannung können sonst elektronische Bauteile beschädigt werden. Batterie laut Angaben auf dem Batteriegehäuse laden.
Vorarbeit
– Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen.
–
Rechten Unterfahrschutz ausbauen. (
S. 99)
ELEKTRIK
129
Hauptarbeit
– Rote Schutzkappe der Pluspolverlängerung abziehen.
–
Pluskabel des Ladegerätes an die Pluspolverlängerung 1 und Minuskabel an einer
blanken Stelle des Motors 2 anklemmen. Ladegerät einschalten.
Batterieladegerät (58429074000)
Zusätzlich können Sie mit diesem Ladegerät Ruhespannung, Startfähigkeit der Batterie
und den Generator testen. Außerdem ist mit diesem Gerät ein Überladen der Batterie
unmöglich.
–
Ladegerät nach dem Laden ausschalten und abklemmen.
Vorgabe
Batterie regelmäßig nachladen, wenn
das Motorrad nicht in Betrieb genommen
wird
–
3 Monate
Rote Schutzkappe der Pluspolverlängerung montieren.
100582-10
Nacharbeit
– Rechten Unterfahrschutz einbauen. (
S. 99)
Hauptsicherung wechseln
13.4
Warnung
Brandgefahr Durch die Verwendung falscher Sicherungen kann die elektrische Anlage überlastet werden.
–
Nur Sicherungen mit der vorgeschriebenen Ampere-Zahl verwenden. Sicherungen niemals überbrücken oder instandsetzen.
ELEKTRIK
130
Info
Die Hauptsicherung befindet sich im Startrelais unter dem rechten Unterfahrschutz.
Vorarbeit
– Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen.
–
Rechten Unterfahrschutz ausbauen. (
S. 99)
Hauptarbeit
– Startrelais 1 von der Halterung ziehen und Schutzkappe 2 abnehmen.
100583-10
(990 Adventure)
– Defekte Hauptsicherung 3 entfernen.
Info
Eine defekte Sicherung erkennen Sie am unterbrochenen Schmelzdraht A.
Im Startrelais steckt eine Ersatzsicherung 4.
Mit der Hauptsicherung sind außer der ABS-Einheit alle Stromverbraucher
des Fahrzeuges abgesichert.
100584-10
(990 Adventure R)
– Defekte Hauptsicherung 3 entfernen.
ELEKTRIK
131
Info
Eine defekte Sicherung erkennen Sie am unterbrochenen Schmelzdraht A.
Im Startrelais steckt eine Ersatzsicherung 4.
Mit der Hauptsicherung sind alle Stromverbraucher des Fahrzeuges abgesichert.
–
Neue Hauptsicherung einsetzen.
Sicherung (58011109130) (
S. 198)
–
Funktion der elektrischen Anlage kontrollieren.
–
Schutzkappe montieren und Startrelais auf die Halterung stecken.
Tipp
Neue Ersatzsicherung in das Startrelais einsetzen, um sie bei Bedarf verfügbar
zu haben.
Nacharbeit
– Rechten Unterfahrschutz einbauen. (
–
Uhrzeit einstellen. (
S. 99)
S. 29)
Sicherungen ABS wechseln (990 Adventure)
13.5
Warnung
Brandgefahr Durch die Verwendung falscher Sicherungen kann die elektrische Anlage überlastet werden.
–
Nur Sicherungen mit der vorgeschriebenen Ampere-Zahl verwenden. Sicherungen niemals überbrücken oder instandsetzen.
ELEKTRIK
132
Info
Zwei Sicherungen für das ABS befinden sich unter dem rechten Unterfahrschutz. Mit diesen beiden Sicherungen sind die Rückförderpumpe und die Hydraulikeinheit des ABS abgesichert. Die dritte Sicherung, mit der das ABS-Steuergerät abgesichert ist, befindet sich im Sicherungskasten.
Vorarbeit
– Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen.
–
Rechten Unterfahrschutz ausbauen. (
S. 99)
Sicherung der ABS‑Hydraulikeinheit wechseln:
– Schutzkappe 1 abnehmen und Sicherung 2 entfernen.
Info
Eine Ersatzsicherung befindet sich neben dem Sicherungskasten im Ablagefach.
–
Neue Sicherung einsetzen.
Sicherung (58011109125) (
100585-10
S. 198)
–
Kontrollieren, ob die ABS‑Warnlampe noch leuchtet.
–
Schutzkappe montieren.
Tipp
Neue Ersatzsicherung in das Ablagefach einsetzen, um sie bei Bedarf verfügbar zu haben.
ELEKTRIK
133
Sicherung der ABS‑Rückförderpumpe wechseln:
– Schutzkappe 1 abnehmen und Sicherung 2 entfernen.
Info
Eine Ersatzsicherung befindet sich neben dem Sicherungskasten im Ablagefach.
–
Neue Sicherung einsetzen.
Sicherung (58011109140) (
100586-10
S. 198)
–
Kontrollieren, ob die ABS‑Warnlampe noch leuchtet.
–
Schutzkappe montieren.
Tipp
Neue Ersatzsicherung in das Ablagefach einsetzen, um sie bei Bedarf verfügbar zu haben.
Nacharbeit
– Rechten Unterfahrschutz einbauen. (
S. 99)
Sicherungen im Sicherungskasten wechseln
13.6
Warnung
Brandgefahr Durch die Verwendung falscher Sicherungen kann die elektrische Anlage überlastet werden.
–
Nur Sicherungen mit der vorgeschriebenen Ampere-Zahl verwenden. Sicherungen niemals überbrücken oder instandsetzen.
Info
Der Sicherungskasten mit den Sicherungen der restlichen Stromverbraucher befindet sich im Ablagefach.
ELEKTRIK
134
Vorarbeit
– Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen.
–
Ablagefach öffnen. (
S. 38)
Hauptarbeit
– Sicherungskastendeckel 1 abnehmen.
100587-10
–
Defekte Sicherung entfernen.
Vorgabe
Sicherung IGNITION, FUEL PUMP - 10 A - Zündung, Kraftstoffpumpe, Wegfahrsperre,
Alarmanlage (optional)
Sicherung H/L BEAM, POSITION - 15 A - Fernlicht, Abblendlicht, Begrenzungslicht,
Kennzeichenbeleuchtung
Sicherung HORN, BRAKE LIGHT - 10 A - Hupe, Bremslicht, Warnblinkanlage
Sicherung FAN - 10 A - Kühlerlüfter
100588-11
Sicherung POWER RELAY - 10 A - Zündung (EFI‑Steuergerät)
Sicherung ACC1, CLOCK - 10 A - Kombiinstrument, Steckdose, Zusatzgeräte (Dauerplus), Alarmanlage (optional)
Sicherung ACC2 - 10 A - Zusatzgeräte (mit Zündschalter geschaltetes Plus)
(990 Adventure)
Sicherung ABS, OPTIONAL - 10 A - ABS
ELEKTRIK
135
(990 Adventure R)
Sicherung ABS, OPTIONAL - nicht belegt
(990 Adventure)
– Ersatzsicherung in passender Stärke einsetzen.
Sicherung (58011109110) (
S. 197)
Sicherung (58011109115) (
S. 198)
Info
Ersatzsicherungen 2 befindet sich neben dem Sicherungskasten.
Die Ersatzsicherungen 3 sind für das ABS.
Tipp
100588-10
Neue Ersatzsicherung in den Sicherungskasten einsetzen, um sie bei Bedarf
verfügbar zu haben.
(990 Adventure R)
– Ersatzsicherung in passender Stärke einsetzen.
Sicherung (58011109110) (
S. 197)
Sicherung (58011109115) (
S. 198)
Info
Ersatzsicherungen 2 befindet sich neben dem Sicherungskasten.
Tipp
100637-10
Neue Ersatzsicherung in den Sicherungskasten einsetzen, um sie bei Bedarf
verfügbar zu haben.
–
Funktion des Stromverbrauchers kontrollieren.
–
Sicherungskastendeckel schließen.
ELEKTRIK
136
Nacharbeit
– Ablagefach schließen. (
S. 39)
Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer ausbauen
13.7
Vorarbeit
– Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen.
–
Seitenverkleidung vorne ausbauen. (
S. 80)
Hauptarbeit
– Scheinwerfermaske am Cockpitträger aushängen und nach vorne abnehmen.
100590-10
100591-10
–
Steckverbindung 1 trennen.
–
Scheinwerfermaske auf einem weichen Tuch ablegen, damit der Scheinwerfer und die
Verkleidungsscheibe nicht beschädigt werden.
ELEKTRIK
137
Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer einbauen
13.8
Hauptarbeit
– Steckverbindung 1 anschließen.
–
Funktion der Beleuchtung kontrollieren.
–
Scheinwerfermaske positionieren.
100591-10
Nacharbeit
– Seitenverkleidung vorne einbauen. (
–
S. 81)
Scheinwerfereinstellung kontrollieren. (
S. 145)
Abblendlichtlampe wechseln
13.9
Hinweis
Schaden am Reflektor Verringerte Leuchtkraft.
–
Fett am Glaskolben der Lampe verdampft durch die Hitze und setzt sich am Reflektor fest. Glaskolben vor der Montage reinigen und
fettfrei halten.
Vorarbeit
– Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen.
–
Seitenverkleidung vorne ausbauen. (
–
Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer ausbauen. (
S. 80)
S. 136)
ELEKTRIK
138
Hauptarbeit
– Gummikappe 1 entfernen und Stecker 2 von der Lampe abziehen.
100592-10
–
Federbügel 3 aushängen und Lampe aus dem Scheinwerfer nehmen.
–
Neue Lampe im Scheinwerfer positionieren und Federbügel einhängen.
Abblendlicht (H7 / Sockel PX26d) (
S. 198)
Info
Die Lampe muss mit der Nase A in der Ausnehmung sitzen.
–
Stecker auf die Lampe stecken und Gummikappe montieren.
100593-10
Nacharbeit
– Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer einbauen. (
–
Seitenverkleidung vorne einbauen. (
–
Scheinwerfereinstellung kontrollieren. (
S. 81)
S. 145)
S. 137)
ELEKTRIK
139
Fernlichtlampe wechseln
13.10
Hinweis
Schaden am Reflektor Verringerte Leuchtkraft.
–
Fett am Glaskolben der Lampe verdampft durch die Hitze und setzt sich am Reflektor fest. Glaskolben vor der Montage reinigen und
fettfrei halten.
Vorarbeit
– Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen.
–
Seitenverkleidung vorne ausbauen. (
–
Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer ausbauen. (
S. 80)
S. 136)
Hauptarbeit
– Gummikappe 1 entfernen und Steckverbindung 2 trennen.
100594-10
ELEKTRIK
140
–
Federbügel 3 aushängen und Lampe aus dem Scheinwerfer nehmen.
–
Neue Lampe im Scheinwerfer positionieren und Federbügel einhängen.
Fernlicht (H3 / Sockel PK22s) (
S. 198)
Info
Die Lampe muss an den Nasen A korrekt sitzen.
–
Steckverbindung anschließen und Gummikappe montieren.
100595-10
Nacharbeit
– Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer einbauen. (
–
Seitenverkleidung vorne einbauen. (
–
Scheinwerfereinstellung kontrollieren. (
S. 137)
S. 81)
S. 145)
Begrenzungslichtlampe im Scheinwerfer wechseln
13.11
Hinweis
Schaden am Reflektor Verringerte Leuchtkraft.
–
Fett am Glaskolben der Lampe verdampft durch die Hitze und setzt sich am Reflektor fest. Glaskolben vor der Montage reinigen und
fettfrei halten.
Vorarbeit
– Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen.
–
Seitenverkleidung vorne ausbauen. (
–
Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer ausbauen. (
S. 80)
S. 136)
ELEKTRIK
141
–
Fassung 1 aus dem Scheinwerfer ziehen und Lampe 2 aus der Fassung ziehen.
–
Neue Lampe in die Fassung stecken und Fassung in den Scheinwerfer stecken.
Begrenzungslicht (W5W / Sockel W2,1x9,5d) (
S. 198)
100596-10
Nacharbeit
– Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer einbauen. (
–
Seitenverkleidung vorne einbauen. (
–
Scheinwerfereinstellung kontrollieren. (
S. 137)
S. 81)
S. 145)
Blinkerlampe wechseln
13.12
Hinweis
Schaden am Reflektor Verringerte Leuchtkraft.
–
Fett am Glaskolben der Lampe verdampft durch die Hitze und setzt sich am Reflektor fest. Glaskolben vor der Montage reinigen und
fettfrei halten.
ELEKTRIK
142
–
Schraube an der Rückseite des Blinkergehäuses entfernen.
–
Streuscheibe 1 vorsichtig abnehmen.
–
Lampe 2 leicht in die Fassung drücken, ca. 30° gegen den Uhrzeigersinn drehen und
aus der Fassung ziehen.
Info
Reflektor nicht mit den Fingern berühren und fettfrei halten.
–
100597-10
Neue Lampe leicht in die Fassung drücken und bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Blinker (RY10W / Sockel BAU15s) (
–
Blinker auf Funktion kontrollieren.
–
Streuscheibe positionieren.
S. 198)
Info
Die Nase A an der Ausnehmung B einhängen.
–
Schraube einsetzen und zuerst gegen den Uhrzeigersinn drehen, bis sie mit einem kleinen Ruck in den Gewindegang einrastet. Schraube leicht anziehen.
Rücklichtlampe wechseln
13.13
Hinweis
Schaden am Reflektor Verringerte Leuchtkraft.
–
Fett am Glaskolben der Lampe verdampft durch die Hitze und setzt sich am Reflektor fest. Glaskolben vor der Montage reinigen und
fettfrei halten.
ELEKTRIK
143
–
Muttern 1 an der Unterseite des hinteren Kotflügels entfernen und Rücklicht nach hinten ziehen.
–
Lampenfassungen 2 aus dem Rücklicht ziehen.
–
Lampen 3 aus den Fassungen ziehen.
–
Neue Lampen in die Fassungen stecken.
100599-10
Rücklicht (WR5W / Sockel W2,1x9,5d) (
100600-10
S. 198)
–
Lampenfassungen in das Rücklicht stecken.
–
Funktion der Beleuchtung kontrollieren.
–
Rücklicht positionieren. Muttern mit Scheiben montieren und festziehen.
Vorgabe
Mutter Rücklicht
M6
8 Nm
Bremslichtlampe wechseln
13.14
Hinweis
Schaden am Reflektor Verringerte Leuchtkraft.
–
Fett am Glaskolben der Lampe verdampft durch die Hitze und setzt sich am Reflektor fest. Glaskolben vor der Montage reinigen und
fettfrei halten.
ELEKTRIK
144
–
Muttern 1 an der Unterseite des hinteren Kotflügels entfernen und Rücklicht nach hinten ziehen.
–
Lampenfassung 2 bis zum Anschlag gegen den Uhrzeigersinn drehen und aus dem
Rücklicht nehmen.
–
Lampe 3 leicht in die Fassung drücken, ca. 30° gegen den Uhrzeigersinn drehen und
aus der Fassung ziehen.
–
Neue Lampe leicht in die Fassung drücken und bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
100599-10
Bremslicht (PR21W / Sockel BAW15s) (
S. 198)
–
Lampenfassung in das Rücklicht stecken und bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
–
Funktion der Beleuchtung kontrollieren.
–
Rücklicht positionieren. Muttern mit Scheiben montieren und festziehen.
100601-10
Vorgabe
Mutter Rücklicht
M6
8 Nm
ELEKTRIK
145
Scheinwerfereinstellung kontrollieren
13.15
A
0
–
Fahrzeug auf einer waagrechten Fläche vor einer hellen Mauer abstellen und in Höhe
der Scheinwerfermitte des Abblendlichts eine Markierung anbringen.
–
Eine weitere Markierung mit dem Abstand B unterhalb der ersten Markierung anbringen.
Vorgabe
0
B
Abstand B
–
5 cm
Fahrzeug im Abstand A senkrecht vor die Mauer stellen und das Abblendlicht einschalten.
Vorgabe
400609-10
Abstand A
5m
–
Nun setzt sich der Fahrer, gegebenenfalls mit Gepäck und Beifahrer, auf das Motorrad.
–
Scheinwerfereinstellung kontrollieren.
Die Hell-Dunkelgrenze muss beim einsatzfertigen Motorrad mit Fahrer, eventuellem
Gepäck und Beifahrer, genau auf der unteren Markierung liegen.
»
Wenn die Hell-Dunkelgrenze nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
Leuchtweite des Scheinwerfers einstellen. (
Leuchtweite des Scheinwerfers einstellen
13.16
Vorarbeit
– Scheinwerfereinstellung kontrollieren. (
S. 145)
S. 145)
ELEKTRIK
146
Hauptarbeit
– Mit der Einstellschraube 1 die Leuchtweite des Scheinwerfers einstellen.
Vorgabe
Die Hell-Dunkelgrenze muss beim einsatzfertigen Motorrad mit Fahrer, eventuellem
Gepäck und Beifahrer, genau auf der unteren Markierung (angebracht bei: Scheinwerfereinstellung kontrollieren) liegen.
Info
100598-10
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Leuchtweite, Drehen gegen den Uhrzeigersinn reduziert die Leuchtweite.
Zuladung kann möglicherweise eine Korrektur der Leuchtweite des Scheinwerfers erfordern.
Zündschlüssel aktivieren/deaktivieren
13.17
Info
Der orange Programmierschlüssel darf ausschließlich zum Aktivieren/Deaktivieren verwendet werden!
Bei Verlust bzw. Ersatz eines schwarzen Zündschlüssels müssen die einzelnen schwarzen Zündschlüssel mit dem orangen Programmierschlüssel aktiviert bzw. deaktiviert werden. Dadurch wird auch eine unbefugte Inbetriebnahme des Fahrzeuges mit dem verlorenen schwarzen Zündschlüssel verhindert.
Bis zu vier schwarze Zündschlüssel können aktiviert/deaktiviert werden. Nur die während eines Aktivierungsvorgangs angelernten
schwarzen Zündschlüssel sind gültig. Alle nicht in dem Aktivierungsvorgang angelernten schwarzen Zündschlüssel sind ungültig,
können aber bei einem weiteren Aktivierungsvorgang wieder angelernt werden.
ELEKTRIK
147
Verlust eines schwarzen Zündschlüssels (zweiter schwarzer Zündschlüssel ist vorhanden):
Durch den folgenden Vorgang werden alle aktivierten schwarzen Zündschlüssel deaktiviert, die in diesem Vorgang nicht einbezogen werden.
–
Not-Aus-Schalter in die Stellung
–
Orangen Programmierschlüssel ins Zündschloss stecken.
–
Zündung einschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die Stellung ON
drehen.
drücken.
401114-10
FI Warnlampe
(MIL) geht an, wieder aus und beginnt zu blinken.
Kontrolllampe Wegfahrsperre
400919-10
geht an.
–
Zündung ausschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die
Stellung OFF drehen.
–
Orangen Programmierschlüssel abziehen.
–
Schwarzen Zündschlüssel ins Zündschloss stecken.
–
Zündung einschalten, dazu den schwarzen Zündschlüssel in die Stellung ON
hen.
FI Warnlampe
dre-
(MIL) geht an, wieder aus und beginnt zu blinken.
Kontrolllampe Wegfahrsperre
geht an, kurz aus und wieder an.
–
Zündung ausschalten, dazu den schwarzen Zündschlüssel in die Stellung OFF
hen.
–
Schwarzen Zündschlüssel abziehen.
–
Orangen Programmierschlüssel ins Zündschloss stecken.
dre-
ELEKTRIK
148
–
Zündung einschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die Stellung ON
drehen.
FI Warnlampe
(MIL) geht an, wieder aus und beginnt zu blinken.
Kontrolllampe Wegfahrsperre geht an, kurz aus und blinkt entsprechend der
Anzahl der funktionsfähigen schwarzen Zündschlüssel einschließlich des orangen Programmierschlüssels. In diesen Fall zweimal.
–
Zündung ausschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die
Stellung OFF drehen.
–
Orangen Programmierschlüssel abziehen.
Der verlorengegangene schwarze Zündschlüssel ist deaktiviert.
Der vorhandene schwarze Zündschlüssel ist neu aktiviert.
Verlust beider schwarzer Zündschlüssel (kein schwarzer Zündschlüssel mehr vorhanden):
Dieser Vorgang ist notwendig, um eine missbräuchliche Verwendung durch die verlorengegangenen schwarzen Zündschlüssel zu verhindern.
–
401114-11
Not-Aus-Schalter in die Stellung
drücken.
ELEKTRIK
149
–
Orangen Programmierschlüssel ins Zündschloss stecken.
–
Zündung einschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die Stellung ON
drehen.
FI Warnlampe
(MIL) geht an, wieder aus und beginnt zu blinken.
Kontrolllampe Wegfahrsperre
geht an.
–
Zündung ausschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die
Stellung OFF drehen.
–
Zündung einschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die Stellung ON
drehen.
400919-10
FI Warnlampe
(MIL) geht an, wieder aus und beginnt zu blinken.
Kontrolllampe Wegfahrsperre geht an, kurz aus und blinkt entsprechend
der Anzahl der funktionsfähigen schwarzen Zündschlüssel einschließlich des
orangen Programmierschlüssels. In diesen Fall einmal, da alle schwarzen Zündschlüssel deaktiviert sind.
–
Zündung ausschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die
Stellung OFF drehen.
–
Orangen Programmierschlüssel abziehen.
Alle schwarzen Zündschlüssel sind deaktiviert.
–
Neuen schwarzen Zündschlüssel nach der Schlüsselnummer auf der KEYCODECARD
bestellen und aktivieren.
Zündschlüssel aktivieren:
– Not-Aus-Schalter in die Stellung
drücken.
–
Orangen Programmierschlüssel ins Zündschloss stecken.
–
Zündung einschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die Stellung ON
drehen.
FI Warnlampe
(MIL) geht an, wieder aus und beginnt zu blinken.
Kontrolllampe Wegfahrsperre
geht an.
ELEKTRIK
150
–
Zündung ausschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die
Stellung OFF drehen.
–
Orangen Programmierschlüssel abziehen.
–
Schwarzen Zündschlüssel ins Zündschloss stecken.
–
Zündung einschalten, dazu den schwarzen Zündschlüssel in die Stellung ON
hen.
FI Warnlampe
dre-
(MIL) geht an, wieder aus und beginnt zu blinken.
Kontrolllampe Wegfahrsperre
geht an, kurz aus und wieder an.
–
Zündung ausschalten, dazu den schwarzen Zündschlüssel in die Stellung OFF
hen.
–
Schwarzen Zündschlüssel abziehen.
–
Sollen weitere Zündschlüssel aktiviert werden, sind die letzten 4 Arbeitsschritte mit
dem jeweiligen Zündschlüssel zu wiederholen.
–
Orangen Programmierschlüssel ins Zündschloss stecken.
–
Zündung einschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die Stellung ON
drehen.
FI Warnlampe
dre-
(MIL) geht an, wieder aus und beginnt zu blinken.
Kontrolllampe Wegfahrsperre geht an, kurz aus und blinkt entsprechend der
Anzahl der funktionsfähigen schwarzen Zündschlüssel einschließlich des orangen Programmierschlüssels.
–
Zündung ausschalten, dazu den orangen Programmierschlüssel in die
Stellung OFF drehen.
–
Orangen Programmierschlüssel abziehen.
Alle im Arbeitsablauf einbezogene schwarze Zündschlüssel sind aktiviert.
KÜHLSYSTEM
151
Kühlsystem
14.1
Durch die Wasserpumpe 1 im Motor ist ein Zwangsumlauf der Kühlflüssigkeit gegeben.
Der bei Erwärmung entstehende Druck im Kühlsystem wird durch ein Ventil im Kühlerverschluss geregelt. Dadurch ist die angegebene Kühlflüssigkeitstemperatur zulässig, ohne
dass mit Funktionsstörungen zu rechnen ist.
125 °C
100608-10
Die Kühlung erfolgt durch den Fahrtwind und einen Kühlerlüfter 3, der über einen Thermoschalter gesteuert wird.
Je niedriger die Geschwindigkeit, desto geringer die Kühlwirkung. Ebenso verringern
schmutzige Kühlrippen die Kühlwirkung.
Durch die Wärmeausdehnung wird der überschüssige Teil der Kühlflüssigkeit in den Ausgleichsbehälter 2 geleitet. Fällt die Temperatur, wird dieser Anteil wieder in das Kühlsystem zurückgesaugt.
2
0
3
0
400619-10
KÜHLSYSTEM
152
Dem Fahrzeug wird ein Kühlerschutzgitter 4 beigepackt. Das Kühlerschutzgitter sollte
montiert werden, wenn das Fahrzeug abseits von asphaltierten Straßen gefahren wird.
Dadurch wird eine Beschädigung des Kühlers durch Steinschlag oder Ähnlichem verhindert.
4
0
100640-10
Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren
14.2
Warnung
Verbrühungsgefahr Kühlflüssigkeit wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß und steht unter Druck.
–
Kühler, Kühlerschläuche und sonstige Bauteile des Kühlsystems nicht bei betriebswarmem Motor öffnen. Motor und Kühlsystem abkühlen lassen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter lauwarmes Wasser halten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
–
Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt sofort
einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von Kindern halten.
Bedingung
Motor ist kalt.
Vorarbeit
– Seitenverkleidung vorne ausbauen. (
S. 80)
KÜHLSYSTEM
153
Nur die rechte Seitenverkleidung ausbauen.
Hauptarbeit
– Motorrad auf einer waagrechten Fläche senkrecht stellen.
–
Verschluss 1 vom Ausgleichsbehälter abnehmen.
–
Frostschutz der Kühlflüssigkeit kontrollieren.
−25… −45 °C
»
Wenn der Frostschutz nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
600898-10
–
Frostschutz der Kühlflüssigkeit korrigieren.
Kühlflüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter kontrollieren.
Der Kühlflüssigkeitsstand muss zwischen MIN und MAX sein.
»
Wenn sich im Ausgleichsbehälter keine Kühlflüssigkeit befindet:
–
Kühlsystem auf Dichtheit kontrollieren.
x
Info
Motorrad nicht in Betrieb nehmen!
–
»
Kühlsystem befüllen/entlüften.
x(
S. 158)
Wenn der Kühlflüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter nicht mit der Vorgabe übereinstimmt, aber noch nicht leer ist:
–
Kühlflüssigkeit bis zur MAX Markierung einfüllen.
Alternativ 1
Kühlflüssigkeit (
S. 210)
Alternativ 2
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) (
–
Verschluss vom Ausgleichsbehälter montieren.
S. 210)
KÜHLSYSTEM
154
–
Kühlerverschluss 2 entfernen.
–
Frostschutz der Kühlflüssigkeit kontrollieren.
−25… −45 °C
»
Wenn der Frostschutz nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
–
Frostschutz der Kühlflüssigkeit korrigieren.
Kühlflüssigkeitsstand im Kühler kontrollieren.
Der Kühler muss vollständig gefüllt sein.
B00895-10
»
Wenn der Kühlflüssigkeitsstand nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
Kühlflüssigkeitsverlust: < 0,50 l
–
Kühlsystem auf Dichtheit kontrollieren.
x
Info
Motorrad nicht in Betrieb nehmen!
–
Kühlflüssigkeitsstand korrigieren.
Alternativ 1
Kühlflüssigkeit (
S. 210)
Alternativ 2
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) (
»
S. 210)
Wenn der Kühlflüssigkeitsstand nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
Kühlflüssigkeitsverlust: > 0,50 l
–
Kühlsystem auf Dichtheit kontrollieren.
x
Info
Motorrad nicht in Betrieb nehmen!
–
Kühlsystem befüllen/entlüften.
x(
S. 158)
KÜHLSYSTEM
155
–
Kühlerverschluss montieren.
Nacharbeit
– Seitenverkleidung vorne einbauen. (
S. 81)
Kühlflüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter kontrollieren
14.3
Warnung
Verbrühungsgefahr Kühlflüssigkeit wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß und steht unter Druck.
–
Kühler, Kühlerschläuche und sonstige Bauteile des Kühlsystems nicht bei betriebswarmem Motor öffnen. Motor und Kühlsystem abkühlen lassen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter lauwarmes Wasser halten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
–
Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt sofort
einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von Kindern halten.
Bedingung
Motor ist kalt.
Kühler ist vollständig gefüllt.
KÜHLSYSTEM
156
–
Motorrad auf einer waagrechten Fläche abstellen.
–
Kühlflüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter 1 kontrollieren.
Der Kühlflüssigkeitsstand muss zwischen MIN und MAX sein.
»
Wenn sich im Ausgleichsbehälter keine Kühlflüssigkeit befindet:
–
Kühlsystem auf Dichtheit kontrollieren.
x
Info
Motorrad nicht in Betrieb nehmen!
100609-10
–
»
Kühlsystem befüllen/entlüften.
x(
S. 158)
Wenn der Kühlflüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter nicht mit der Vorgabe übereinstimmt, aber noch nicht leer ist:
–
Verschluss vom Ausgleichsbehälter entfernen.
–
Kühlflüssigkeit bis zur MAX Markierung einfüllen.
Alternativ 1
Kühlflüssigkeit (
S. 210)
Alternativ 2
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) (
–
Kühlflüssigkeit ablassen
14.4
S. 210)
Verschluss vom Ausgleichsbehälter montieren.
x
Warnung
Verbrühungsgefahr Kühlflüssigkeit wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß und steht unter Druck.
–
Kühler, Kühlerschläuche und sonstige Bauteile des Kühlsystems nicht bei betriebswarmem Motor öffnen. Motor und Kühlsystem abkühlen lassen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter lauwarmes Wasser halten.
KÜHLSYSTEM
157
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
–
Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt sofort
einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von Kindern halten.
Bedingung
Motor ist kalt.
Vorarbeit
– Fahrzeug am Mittelständer aufheben. (
–
S. 76)
Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen.
(990 Adventure)
– Sturzbügel ausbauen.
x(
S. 84)
–
Rändelschrauben an beiden Kraftstoffhähnen bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
–
Seitenverkleidung vorne ausbauen. (
–
Sitzbank abnehmen. (
–
Ablagefach abnehmen und zur Seite hängen.
–
Linken Kraftstofftank ausbauen.
S. 80)
S. 83)
x(
x(
S. 87)
S. 86)
KÜHLSYSTEM
158
Hauptarbeit
– Geeignetes Gefäß unter den Kühler bereitstellen.
–
Schraube 1 entfernen.
–
Kühlerverschluss abnehmen.
–
Kühlflüssigkeit vollständig ablaufen lassen.
–
Schraube 1 mit neuem Dichtring montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrgestell
M6
10 Nm
100612-10
–
Geeignetes Gefäß unter den Motor bereitstellen.
–
Schraube 2 entfernen.
–
Kühlflüssigkeit vollständig ablaufen lassen.
–
Schraube 2 mit neuem Dichtring montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Wasserpumpendeckel
M6
10 Nm
100611-10
Kühlsystem befüllen/entlüften
14.5
x
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
–
Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt sofort
einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von Kindern halten.
KÜHLSYSTEM
159
Bedingung
Seitenverkleidungen vorne ausgebaut.
–
Sicherstellen, dass die Ablassschrauben am Kühler und Wasserpumpendeckel festgezogen sind.
–
Entlüftungsschraube 1 entfernen.
–
Fahrzeug in die abgebildete Lage bringen und gegen Wegrollen sichern. Der Höhenunterschied A muss erreicht werden.
B00896-10
Vorgabe
Höhenunterschied A
50 cm
Info
A
0
400663-10
Damit die gesamte Luft aus dem Kühlsystem entweichen kann, muss das Fahrzeug vorne angehoben werden. Ein schlecht entlüftetes Kühlsystem hat eine verminderte Kühlleistung, der Motor kann dadurch überhitzen.
KÜHLSYSTEM
160
–
Kühlflüssigkeit einfüllen, bis diese blasenfrei an der Entlüftungsöffnung austritt und
sofort Entlüftungsschraube montieren und festziehen.
Alternativ 1
Kühlflüssigkeit (
S. 210)
Alternativ 2
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) (
B00897-01
S. 210)
–
Kühler mit Kühlflüssigkeit vollständig auffüllen. Kühlerverschluss montieren.
–
Fahrzeug am Seitenständer abstellen.
–
Kühlflüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter kontrollieren. (
S. 155)
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit
und/oder zum Tode führen.
–
Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor
nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen ohne eine
geeignete Absauganlage.
–
Motor starten und warmlaufen lassen, bis die Betriebstemperatur erreicht ist.
–
Motor abstellen und abkühlen lassen.
–
Nach dem Abkühlen nochmals den Kühlflüssigkeitsstand im Kühler kontrollieren und
nötigenfalls Kühlflüssigkeit nachfüllen.
–
Kühlflüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter kontrollieren und nötigenfalls Kühlflüssigkeit bis zur MAX Markierung auffüllen.
6 Balken der Temperaturanzeige leuchten.
100615-10
MOTOR ABSTIMMEN
161
Gasbowdenzugspiel kontrollieren
15.1
–
Gasdrehgriff auf Leichtgängigkeit kontrollieren.
–
Lenker in Geradeausstellung bringen. Gasdrehgriff leicht hin und her bewegen und das
Gasbowdenzugspiel ermitteln.
Gasbowdenzugspiel
»
3… 5 mm
Wenn das Gasbowdenzugspiel nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
Gasbowdenzugspiel einstellen.
x(
S. 162)
Gefahr
400192-10
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit
und/oder zum Tode führen.
–
–
Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor
nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen ohne eine
geeignete Absauganlage.
Motor starten und im Leerlauf laufen lassen. Lenker über den gesamten Lenkbereich
hin und her bewegen.
Die Leerlaufdrehzahl darf sich nicht ändern.
»
Wenn sich die Leerlaufdrehzahl ändert:
–
Gasbowdenzugspiel einstellen.
x(
S. 162)
MOTOR ABSTIMMEN
Gasbowdenzugspiel einstellen
15.2
162
x
–
Lenker in Geradeausstellung bringen.
–
Drosselklappensteller mit dem KTM-Diagnosetool in die Grundstellung bringen.
–
Kontermutter 1 lösen.
–
Gasbowdenzugspiel mit der Einstellschraube 2 einstellen.
Vorgabe
Gasbowdenzugspiel
–
3… 5 mm
Kontermutter 1 festziehen.
100621-10
Steckerverbindung Zündkurve
15.3
Die Steckerverbindung 1 befindet sich unter der Sitzbank, im Bereich der oberen Federbeinbefestigung.
Durch Trennen der Steckverbindung, wird eine Zündkurve für Kraftstoff mit weniger als 95
Oktan (ROZ 95 / RON 95 / PON 91) aktiviert. Der Motor verliert dadurch ein wenig an Leistung, es wird aber verhindert, dass durch schlechten Kraftstoff Glühzündungen entstehen
und ein Motorschaden auftritt.
100554-10
Mögliche Zustände
• Steckerverbindung getrennt – Kraftstoff mit 80 bis 94 Oktan (ROZ) kann für eine
Kraftstofftankfüllung verwendet werden.
• Steckerverbindung zusammengesteckt – Kraftstoff ab 95 Oktan kann verwendet werden.
MOTOR ABSTIMMEN
163
Zündkurve an die Kraftstoffqualität anpassen
15.4
Vorarbeit
– Zündung ausschalten, dazu den schwarzen Zündschlüssel in die Stellung OFF
–
Sitzbank abnehmen. (
drehen.
S. 83)
Zündkurve für niederoktanigen Kraftstoff aktivieren:
Hinweis
Motorschaden Schlechte Kraftstoffqualität schädigt den Motor.
–
–
Das Fahrzeug maximal eine Kraftstofftankfüllung lang mit Kraftstoff betreiben, der weniger als 95 Oktan (ROZ 95 / RON 95 /
PON 91) aufweist.
–
Die Zündkurve muss auf niederoktanigen Kraftstoff eingestellt sein.
Steckerverbindung 1 trennen. (Abbildung 100554-10
S. 162)
Steckerverbindung getrennt – Kraftstoff mit 80 bis 94 Oktan (ROZ) kann für eine Kraftstofftankfüllung verwendet werden.
( S. 162)
Zündkurve für Kraftstoff ab 95 Oktan (ROZ 95 / RON 95 / PON 91) aktivieren:
– Steckerverbindung 1 zusammenstecken. (Abbildung 100554-10
S. 162)
Steckerverbindung zusammengesteckt – Kraftstoff ab 95 Oktan kann verwendet werden. (
Nacharbeit
– Sitzbank montieren. (
S. 84)
S. 162)
SERVICEARBEITEN MOTOR
164
Motorölstand kontrollieren
16.1
Vorarbeit
– Fahrzeug am Mittelständer aufheben. (
S. 76)
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit
und/oder zum Tode führen.
–
–
Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor
nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen ohne eine
geeignete Absauganlage.
Motor starten und warmlaufen lassen, bis die Betriebstemperatur erreicht ist.
6 Balken der Temperaturanzeige leuchten.
Hauptarbeit
– Motor abstellen.
–
Ölmessstab 1 herausschrauben, mit einem Tuch abwischen und wieder ganz
einschrauben. Ölmessstab herausschrauben und Motorölstand ablesen.
Der Motorölstand muss sich zwischen der MIN und der MAX Markierung des Ölmessstabes befinden.
»
Wenn der Motorölstand nicht im angegebenen Bereich liegt:
–
100622-10
–
Motoröl nachfüllen. (
Ölmessstab montieren.
S. 172)
SERVICEARBEITEN MOTOR
165
Motoröl und Ölfilter wechseln, Ölsiebe reinigen
16.2
x
–
Motoröl ablassen, Ölsiebe reinigen.
–
Ölfilter einbauen.
–
Linken Kraftstofftank einbauen.
–
x(
Motoröl einfüllen. x (
–
Unterfahrschutz einbauen.
x(
S. 165)
S. 170)
x(
S. 89)
S. 170)
x(
S. 100)
B00119-01
Motoröl ablassen, Ölsiebe reinigen
16.3
x
Warnung
Verbrühungsgefahr Motoröl bzw. Getriebeöl wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß.
–
Geeignete Schutzkleidung und Schutzhandschuhe tragen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter lauwarmes Wasser halten.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
–
Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsorgen.
Info
Das Motoröl ist bei betriebswarmem Motor abzulassen.
Vorarbeit
– Fahrzeug am Mittelständer aufheben. (
S. 76)
SERVICEARBEITEN MOTOR
166
–
Unterfahrschutz ausbauen.
–
Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen.
(990 Adventure)
– Sturzbügel ausbauen.
x(
x(
S. 100)
S. 84)
–
Rändelschrauben an beiden Kraftstoffhähnen bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
–
Seitenverkleidung vorne ausbauen. (
–
Sitzbank abnehmen. (
–
Ablagefach abnehmen und zur Seite hängen.
–
Linken Kraftstofftank ausbauen.
S. 80)
S. 83)
x(
x(
S. 86)
S. 87)
Hauptarbeit
– Geeignetes Gefäß unter dem Motor bereitstellen.
100624-10
–
Ölablassschraube 1 mit Magnet und Dichtring entfernen.
–
Motoröl aus dem Motor vollständig ablaufen lassen.
–
Schrauben 2 entfernen und Deckel 3 abnehmen.
–
Ölsieb mit einer Zange aus dem Motorgehäuse ziehen.
SERVICEARBEITEN MOTOR
167
–
Schraube 4 am rechten Kraftstofftank und Schrauben 5 entfernen. Halterung 6
abnehmen.
–
Fahrzeug vom Mittelständer nehmen. (
–
Fahrzeug am Seitenständer abstellen.
–
Geeignetes Gefäß unter dem Motor bereitstellen.
–
Ölablassschraube 7 entfernen.
–
Motoröl aus dem Öltank vollständig ablaufen lassen.
–
Schrauben 8 entfernen und Ölleitung 9 zur Seite schwenken.
–
Ölsieb bk aus dem Öltank ziehen.
–
Ölfilter ausbauen.
–
Alle Ölsiebe und Ölablassschrauben mit Magnet gründlich reinigen.
–
Alle Dichtflächen reinigen.
100625-10
S. 77)
100626-10
100627-10
x(
S. 169)
SERVICEARBEITEN MOTOR
168
–
Dichtring bl des Ölsiebes auf Beschädigungen und korrekten Sitz kontrollieren.
–
Ölsieb bk in den Öltank stecken.
–
Ölleitung positionieren. Schrauben montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrgestell
–
M6
10 Nm
Ölablassschraube 7 mit Magnet und neuer Dichtung montieren und festziehen.
Vorgabe
Ölablassschraube mit Magnet
100628-10
–
M12x1,5
25 Nm
Ölablassschraube 1 mit Magnet und neuem Dichtring montieren und festziehen.
Vorgabe
Ölablassschraube mit Magnet
M22x1,5
35 Nm
–
Ölsieb bm mit der Markierung TOP nach oben in das Motorgehäuse schieben.
–
Formring im Deckel 3 auf Beschädigungen und korrekten Sitz kontrollieren.
–
Deckel 3 positionieren. Schrauben montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben Motor
100629-10
–
M6
10 Nm
Halterung 6 positionieren. Schrauben 5 montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrgestell
–
M8
25 Nm
Schraube 4 am rechten Kraftstofftank montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Kraftstofftank
100625-10
M8
15 Nm
SERVICEARBEITEN MOTOR
Ölfilter ausbauen
16.4
169
x
Warnung
Verbrühungsgefahr Motoröl bzw. Getriebeöl wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß.
–
Geeignete Schutzkleidung und Schutzhandschuhe tragen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter lauwarmes Wasser halten.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
–
Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsorgen.
Bedingung
Unterfahrschutz ausgebaut.
Vorarbeit
– Geeignetes Gefäß unter dem Motor bereitstellen.
Hauptarbeit
– Schrauben 1 entfernen. Ölfilterdeckel 2 mit O-Ring abnehmen.
100632-10
SERVICEARBEITEN MOTOR
–
170
Ölfilter 3 aus dem Ölfiltergehäuse ziehen.
Seegerringzange verkehrt (51012011000)
–
Motoröl vollständig ablaufen lassen.
–
Teile und Dichtfläche gründlich reinigen.
–
Ölfilter 1 einsetzen.
–
O-Ring des Ölfilterdeckels ölen. Ölfilterdeckel 2 montieren.
–
Schrauben montieren und festziehen.
100630-10
Ölfilter einbauen
16.5
x
Vorgabe
Restliche Schrauben Motor
M5
100631-10
Motoröl einfüllen
16.6
x
Info
Zu wenig Motoröl oder qualitativ minderwertiges Öl führt zu vorzeitigem Verschleiß des Motors.
6 Nm
SERVICEARBEITEN MOTOR
–
171
Die Ölmenge ist in zwei Arbeitsschritten einzufüllen.
Motoröl
–
100622-10
3,0 l
Außentemperatur:
≥ 0 °C
Motoröl (SAE
10W/50)
( S. 210)
Außentemperatur:
< 0 °C
Motoröl (SAE
5W/40)
( S. 211)
Ölmessstab 1 entfernen und Motoröl einfüllen.
Motoröl (1.Teilmenge) ca.
2,50 l
–
Ölmessstab montieren.
–
Fahrzeug am Mittelständer aufheben. (
Außentemperatur:
≥ 0 °C
Motoröl (SAE
10W/50)
( S. 210)
Außentemperatur:
< 0 °C
Motoröl (SAE
5W/40)
( S. 211)
S. 76)
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit
und/oder zum Tode führen.
–
–
Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor
nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen ohne eine
geeignete Absauganlage.
Motor starten und warmlaufen lassen, bis die Betriebstemperatur erreicht ist.
6 Balken der Temperaturanzeige leuchten.
–
Schmiersystem auf Dichtheit kontrollieren.
–
Motor abstellen.
SERVICEARBEITEN MOTOR
172
–
Ölmessstab entfernen und mit einem Tuch abwischen.
–
Motoröl bis zur MAX Markierung des Ölmessstabes auffüllen.
Motoröl (2.Teilmenge) ca.
–
0,50 l
Außentemperatur:
≥ 0 °C
Motoröl (SAE
10W/50)
( S. 210)
Außentemperatur:
< 0 °C
Motoröl (SAE
5W/40)
( S. 211)
Ölmessstab montieren.
Motoröl nachfüllen
16.7
Info
Zu wenig Motoröl oder qualitativ minderwertiges Öl führt zu vorzeitigem Verschleiß des Motors.
Der Motorölstand muss bei betriebswarmem Motor korrigiert werden.
–
Ölmessstab 1 entfernen und Motoröl bis zur MAX Markierung einfüllen.
Bedingung
Außentemperatur: ≥ 0 °C
Motoröl (SAE 10W/50) (
S. 210)
Bedingung
Außentemperatur: < 0 °C
Motoröl (SAE 5W/40) (
100622-10
S. 211)
SERVICEARBEITEN MOTOR
173
Info
Für die optimale Leistungsfähigkeit des Motoröls ist es nicht ratsam
unterschiedliche Motoröle zu mischen.
Wir empfehlen gegebenenfalls einen Motorölwechsel durchzuführen.
–
Ölmessstab montieren.
REINIGUNG, PFLEGE
174
Motorrad reinigen
17.1
Hinweis
Materialschaden Beschädigung und Zerstörung von Bauteilen durch Hochdruckreiniger.
–
Reinigen Sie das Fahrzeug nie mit einem Hochdruckreiniger oder einem starken Wasserstrahl. Der zu hohe Druck kann in elektrische
Bauteile, Steckverbinder, Bowdenzüge, Lager usw. eindringen und Störungen verursachen bzw. zur Zerstörung dieser Teile führen.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
–
Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsorgen.
Info
Reinigen Sie das Motorrad regelmäßig, der Wert und die Optik bleiben so über eine lange Zeit erhalten.
Direkte Sonneneinstrahlung auf das Motorrad während der Reinigung vermeiden.
–
Auspuffanlage verschließen, um das Eindringen von Wasser zu verhindern.
–
Groben Schmutz vorher mit einem weichen Wasserstrahl entfernen.
–
Stark verschmutzte Stellen mit einem handelsüblichen Motorradreiniger einsprühen
und zusätzlich mit einem Pinsel bearbeiten.
Motorradreiniger (
S. 214)
Info
401061-01
Fahrzeug mit warmem Wasser, dem ein handelsüblicher Motorradreiniger zugesetzt ist und einen weichen Schwamm reinigen.
Wurde das Fahrzeug im Streusalz betrieben, ist es mit kaltem Wasser zu reinigen. Warmes Wasser würde die Salzwirkung verstärken.
REINIGUNG, PFLEGE
175
–
Nachdem das Motorrad gründlich mit einem weichen Wasserstrahl abgespült wurde,
sollte es gut trocknen.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch nasse oder verschmutzte Bremsen.
–
–
Verschmutzte oder nasse Bremsen vorsichtig sauber- bzw. trockenbremsen.
Nach der Reinigung ein kurzes Stück fahren, bis der Motor die Betriebstemperatur
erreicht hat und dabei auch die Bremsen betätigen.
Info
Durch die Wärme verdunstet das Wasser auch an den unzugänglichen Stellen
des Motors und der Bremsen.
–
Nach dem Abkühlen des Motorrades alle Gleit- und Lagerstellen schmieren.
–
Kette reinigen. (
–
Blanke Metallteile (Ausnahme Bremsscheiben und Auspuffanlage) mit
Korrosionsschutzmittel behandeln.
S. 91)
Reinigungs- und Konservierungsmittel für Metall und Gummi (
–
Alle lackierten Teile mit einem milden Lackpflegemittel behandeln.
Hochglanz-Politur für Lacke (
–
S. 214)
S. 213)
Zünd-/Lenkschloss, Tankschloss und Sitzbankschloss ölen.
Universal Ölspray (
S. 214)
REINIGUNG, PFLEGE
176
Kontroll- und Pflegearbeiten für den Winterbetrieb
17.2
Info
Wird das Motorrad auch im Winter benutzt, muss mit Salzstreuung auf den Straßen gerechnet werden. Es müssen daher Vorkehrungen gegen das aggressive Streusalz getroffen werden.
Wurde das Fahrzeug im Streusalz betrieben, ist es nach Fahrtende mit kaltem Wasser zu reinigen. Warmes Wasser würde die Salzwirkung verstärken.
–
Motorrad reinigen. (
–
Bremsen reinigen.
S. 174)
Info
Nach JEDEM Fahrtende auf gesalzenen Straßen sind die Bremszangen und
Bremsbeläge, im abgekühlten und eingebauten Zustand, gründlich mit kaltem
Wasser zu reinigen und gut zu trocknen.
Nach Fahrten auf gesalzenen Straßen ist das Motorrad gründlich mit kaltem
Wasser zu reinigen und gut zu trocknen.
401060-01
–
Motor, Schwingarm und alle anderen blanken oder verzinkten Teile (Bremsscheiben
ausgenommen) mit Korrosionsschutzmittel auf Wachsbasis behandeln.
Info
Es darf kein Korrosionsschutzmittel auf die Bremsscheiben gelangen, dadurch
wird die Bremswirkung stark vermindert.
–
Kette reinigen. (
S. 91)
LAGERUNG
177
Lagerung
18.1
Info
Wenn Sie das Motorrad für längere Zeit stilllegen wollen, sollten Sie folgende Maßnahmen durchführen oder durchführen lassen.
Kontrollieren Sie vor der Stilllegung des Motorrades alle Teile auf Funktion und Verschleiß. Wenn Servicearbeiten, Reparaturen
oder Umbauten notwendig sind, sollten diese während der Stilllegung (geringere Auslastung der Werkstätten) durchgeführt werden.
So können Sie lange Wartezeiten in den Werkstätten zu Saisonbeginn vermeiden.
–
Beim letzten Auftanken vor der Silllegung des Motorrades, Kraftstoffzusatz beimengen.
Kraftstoffzusatz (
401058-01
S. 213)
–
Kraftstofftanks möglichst leer fahren, um bei der Inbetriebnahme frischen Kraftstoff
auffüllen zu können.
–
Motorrad reinigen. (
–
Motoröl und Ölfilter wechseln, Ölsiebe reinigen.
–
Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. (
–
Reifenluftdruck kontrollieren. (
–
Batterie ausbauen.
–
Batterie laden.
S. 174)
x(
x(
x(
S. 165)
S. 152)
S. 123)
S. 125)
S. 127)
Vorgabe
Lagertemperatur der Batterie ohne direkte
Sonneneinstrahlung
0… 35 °C
–
Fahrzeug an einem trockenen Lagerplatz, der keinen großen Temperaturschwankungen
unterliegt, abstellen.
–
Fahrzeug am Mittelständer aufheben. (
–
Das Motorrad mit einer luftdurchlässigen Plane oder Decke abdecken.
S. 76)
LAGERUNG
178
Info
Luftundurchlässige Materialien sollten keinesfalls verwendet werden, da Feuchtigkeit nicht entweichen kann und dadurch Korrosion entsteht.
Es ist sehr schlecht, den Motor des stillgelegten Motorrades kurzzeitig laufen
zu lassen. Da der Motor dabei nicht genügend warm wird, kondensiert der beim
Verbrennungsvorgang entstehende Wasserdampf und bringt Ventile und Auspuff
zum Rosten.
Inbetriebnahme nach der Lagerung
18.2
401059-01
–
Fahrzeug vom Mittelständer nehmen. (
–
Batterie laden.
S. 77)
–
x ( S. 127)
Batterie einbauen. x ( S. 126)
–
Uhrzeit einstellen. (
–
Kraftstoff tanken. (
–
Kontroll- und Pflegearbeiten vor jeder Inbetriebnahme durchführen. (
–
Probefahrt durchführen.
S. 29)
S. 60)
S. 49)
FEHLERSUCHE
179
Fehler
Mögliche Ursache
Maßnahme
Motor dreht beim Betätigen des EStarterknopfes nicht durch
Bedienungsfehler
–
Arbeitsschritte zum Startvorgang durchführen.
( S. 50)
Batterie entladen
–
Batterie laden.
–
Ruhestrom kontrollieren.
Sicherung IGNITION, FUEL PUMP oder
POWER RELAY durchgeschmolzen
–
Sicherungen im Sicherungskasten wechseln.
( S. 133)
Hauptsicherung durchgeschmolzen
–
Hauptsicherung wechseln. (
Zünd-/Lenkschloss bzw.
Not-Aus-Schalter defekt
–
Not-Aus-Schalter kontrollieren.
–
Zünd-/Lenkschloss kontrollieren.
Sicherheit-Startsystem defekt
–
Sicherheit-Startsystem kontrollieren.
EWS‑Steuergerät nicht aktiviert
–
EWS‑Steuergerät aktivieren.
Fehlfunktion CAN-Bus Kommunikation
–
CAN-Bus Kommunikation kontrollieren.
Kombiinstrument defekt
–
Steuergerät E-Startersperre defekt
–
x(
S. 127)
x
S. 129)
x
x
x
x
x
Kombiinstrument kontrollieren. x
Steuergerät E-Startersperre kontrollieren. x
Getriebe in Leerlauf schalten.
Sicherheit-Startsystem kontrollieren. x
Sicherheit-Startsystem kontrollieren. x
Motor dreht nur durch, wenn der Kupp- Ein Gang ist eingelegt
lungshebel gezogen ist
Sicherheit-Startsystem defekt
–
Motor dreht durch, obwohl ein Gang
eingelegt ist
Sicherheit-Startsystem defekt
–
Motor dreht durch, springt aber nicht
an
Kupplung der Kraftstoffschlauchverbindung nicht zusammengesteckt
–
Kupplung der Kraftstoffschlauchverbindung
zusammenstecken.
Steckerverbinder des Kabelstranges
oxydiert
–
Steckerverbindung reinigen und mit Kontaktspray behandeln.
Fehler im Kraftstoffeinspritzsystem
–
Fehlerspeicher mit KTM‑Diagnosetool auslesen.
–
x
FEHLERSUCHE
180
Fehler
Mögliche Ursache
Maßnahme
Motor hat zu wenig Leistung
Luftfilter stark verschmutzt
–
Luftfilter wechseln.
Fehler im Kraftstoffeinspritzsystem
–
Fehlerspeicher mit KTM‑Diagnosetool auslesen.
x
x
Motor wird übermäßig heiß
Zündkurve für niederoktanigen Kraftstoff aktiviert
–
Kraftstoff ab 95 Oktan tanken.
–
Steckerverbindung 1 zusammenstecken.
(Abbildung 100554-10 S. 162)
zu wenig Kühlflüssigkeit im Kühlsystem
–
Kühlsystem auf Dichtheit kontrollieren.
–
Kühlflüssigkeitsstand im Kühler kontrollieren.
Kühlerlamellen stark verschmutzt
–
Kühlerlamellen reinigen.
Schaumbildung im Kühlsystem
–
Kühlflüssigkeit ablassen.
–
x
x ( S. 156)
Kühlsystem befüllen/entlüften. x ( S. 158)
Kühlerschlauch wechseln. x
geknickter oder beschädigter Kühlerschlauch
–
Sicherung FAN durchgeschmolzen
–
Sicherungen im Sicherungskasten wechseln.
( S. 133)
Thermostat defekt
–
Thermostat kontrollieren.
Defekt am Kühlerlüftersystem
–
Kühlerlüftersystem kontrollieren.
Luft im Kühlsystem
–
Kühlsystem befüllen/entlüften.
FI Warnlampe (MIL) leuchtet bzw.
blinkt
Fehler im Kraftstoffeinspritzsystem
–
Fehlerspeicher mit KTM‑Diagnosetool auslesen.
Motor geht während der Fahrt aus
Kraftstoffmangel
–
Kraftstoff tanken. (
Sicherung IGNITION, FUEL PUMP oder
POWER RELAY durchgeschmolzen
–
Sicherungen im Sicherungskasten wechseln.
( S. 133)
Sicherung ABS durchgeschmolzen
–
Sicherungen ABS wechseln. (
ABS-Warnlampe leuchtet
(990 Adventure)
x
x
x(
S. 158)
x
S. 60)
S. 131)
FEHLERSUCHE
181
Fehler
Mögliche Ursache
Maßnahme
ABS-Warnlampe leuchtet
(990 Adventure)
Raddrehzahl von Vorder- und Hinterrad
stark abweichend
–
Anhalten, Zündung ausschalten, erneut starten.
Fehlfunktion im ABS
–
ABS-Fehlerspeicher mit KTM‑Diagnosetool auslesen.
x
Motorölstand zu hoch
–
Motorölstand kontrollieren. (
zu dünnflüssiges Motoröl (Viskosität)
–
Motoröl und Ölfilter wechseln, Ölsiebe reinigen.
( S. 165)
Scheinwerfer und Standlicht funktionieren nicht
Sicherung H/L BEAM, POSITION durchgeschmolzen
–
Sicherungen im Sicherungskasten wechseln.
( S. 133)
Blinker, Warnblinkanlage, Bremslicht
und Hupe funktionieren nicht
Sicherung HORN, BRAKE LIGHT durchgeschmolzen
–
Sicherungen im Sicherungskasten wechseln.
( S. 133)
Batterie entladen
Zündung beim Abstellen des Fahrzeuges nicht ausgeschaltet
–
Batterie laden.
Batterie wird vom Generator nicht geladen
–
Ladespannung kontrollieren.
Kombiinstrument zeigt nichts im Display an
Sicherung ACC1, CLOCK
durchgeschmolzen
–
Sicherungen im Sicherungskasten wechseln.
( S. 133)
Geschwindigkeitsanzeige im Kombiinstrument funktioniert nicht
Kabelstrang vom Raddrehzahlgeber
beschädigt bzw. Steckerverbindung
oxydiert
–
Raddrehzahlgeber kontrollieren.
hoher Ölverbrauch
S. 164)
x
x(
S. 127)
x
x
BLINKCODE WEGFAHRSPERRE
Blinkcode Kontrolllampe Wegfahrsperre
12 Kontrolllampe Wegfahrsperre blinkt 1x kurz, 1 Sekunde Pause, 2x kurz
Fehlersetzbedingung
alle Zündschlüssel nicht aktiviert
Blinkcode Kontrolllampe Wegfahrsperre
13 Kontrolllampe Wegfahrsperre blinkt 1x kurz, 1 Sekunde Pause, 3x kurz
Fehlersetzbedingung
Fehlfunktion Antenne EWS‑Steuergerät
Blinkcode Kontrolllampe Wegfahrsperre
14 Kontrolllampe Wegfahrsperre blinkt 1x kurz, 1 Sekunde Pause, 4x kurz
Fehlersetzbedingung
Fehlfunktion im Transponder vom schwarzen Zündschlüssel
Blinkcode Kontrolllampe Wegfahrsperre
15 Kontrolllampe Wegfahrsperre blinkt 1x kurz, 1 Sekunde Pause, 5x kurz
Fehlersetzbedingung
schwarzer Zündschlüssel nicht aktiviert
Blinkcode Kontrolllampe Wegfahrsperre
16 Kontrolllampe Wegfahrsperre blinkt 1x kurz, 1 Sekunde Pause, 6x kurz
Fehlersetzbedingung
Fehlfunktion Verschlüsselung EWS‑Steuergerät zum schwarzen Zündschlüssel
182
BLINKCODE WEGFAHRSPERRE
Blinkcode Kontrolllampe Wegfahrsperre
21 Kontrolllampe Wegfahrsperre blinkt 2x kurz, 1 Sekunde Pause, 1x kurz
Fehlersetzbedingung
EWS‑Steuergerät nicht aktiviert
Blinkcode Kontrolllampe Wegfahrsperre
31 Kontrolllampe Wegfahrsperre blinkt 3x kurz, 1 Sekunde Pause, 1x kurz
Fehlersetzbedingung
Fehlfunktion Verschlüsselungsanfrage vom EFI‑Steuergerät zum EWS‑Steuergerät
Blinkcode Kontrolllampe Wegfahrsperre
32 Kontrolllampe Wegfahrsperre blinkt 3x kurz, 1 Sekunde Pause, 2x kurz
Fehlersetzbedingung
Fehlfunktion CAN-Bus Kommunikation
Blinkcode Kontrolllampe Wegfahrsperre
60 Kontrolllampe Wegfahrsperre blinkt 6x kurz
Fehlersetzbedingung
Fehlfunktion E²PROM
183
BLINKCODE MOTORSTEUERUNG
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
02 FI Warnlampe (MIL) blinkt 2x kurz
Fehlersetzbedingung
Schaltkreis Impulsgeber - Fehlfunktion im Schaltkreis
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
06 FI Warnlampe (MIL) blinkt 6x kurz
Fehlersetzbedingung
Drosselklappensensor Kreis A - Eingangssignal zu niedrig
Drosselklappensensor Kreis A - Eingangssignal zu hoch
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
07 FI Warnlampe (MIL) blinkt 7x kurz
Fehlersetzbedingung
Drosselklappensensor Kreis B - Eingangssignal zu niedrig
Drosselklappensensor Kreis B - Eingangssignal zu hoch
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
09 FI Warnlampe (MIL) blinkt 9x kurz
Fehlersetzbedingung
Drucksensor‑Saugrohr Zylinder 1 - Eingangssignal zu niedrig
Drucksensor‑Saugrohr Zylinder 1 - Eingangssignal zu hoch
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
11 FI Warnlampe (MIL) blinkt 1x lang, 1x kurz
Fehlersetzbedingung
Drucksensor‑Saugrohr Zylinder 2 - Eingangssignal zu niedrig
Drucksensor‑Saugrohr Zylinder 2 - Eingangssignal zu hoch
184
BLINKCODE MOTORSTEUERUNG
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
12 FI Warnlampe (MIL) blinkt 1x lang, 2x kurz
Fehlersetzbedingung
Temperatursensor‑Kühlflüssigkeit - Eingangssignal zu niedrig
Temperatursensor‑Kühlflüssigkeit - Eingangssignal zu hoch
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
13 FI Warnlampe (MIL) blinkt 1x lang, 3x kurz
Fehlersetzbedingung
Temperatursensor‑Ansaugluft - Eingangssignal zu niedrig
Temperatursensor‑Ansaugluft - Eingangssignal zu hoch
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
14 FI Warnlampe (MIL) blinkt 1x lang, 4x kurz
Fehlersetzbedingung
Drucksensor‑Umgebungsluft - Eingangssignal zu niedrig
Drucksensor‑Umgebungsluft - Eingangssignal zu hoch
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
15 FI Warnlampe (MIL) blinkt 1x lang, 5x kurz
Fehlersetzbedingung
Neigungswinkelsensor - Eingangssignal zu niedrig
Neigungswinkelsensor - Eingangssignal zu hoch
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
17 FI Warnlampe (MIL) blinkt 1x lang, 7x kurz
Fehlersetzbedingung
Lambdasonde Zylinder 1, Sonde 1 - Fehlfunktion im Schaltkreis
185
BLINKCODE MOTORSTEUERUNG
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
18 FI Warnlampe (MIL) blinkt 1x lang, 8x kurz
Fehlersetzbedingung
Lambdasonde Zylinder 2, Sonde 1 - Fehlfunktion im Schaltkreis
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
24 FI Warnlampe (MIL) blinkt 2x lang, 4x kurz
Fehlersetzbedingung
Spannungsversorgung - Fehlfunktion im Schaltkreis
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
25 FI Warnlampe (MIL) blinkt 2x lang, 5x kurz
Fehlersetzbedingung
Seitenständer - Fehlfunktion im Schaltkreis
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
33 FI Warnlampe (MIL) blinkt 3x lang, 3x kurz
Fehlersetzbedingung
Einspritzventil Zylinder 1 - Fehlfunktion im Schaltkreis
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
34 FI Warnlampe (MIL) blinkt 3x lang, 4x kurz
Fehlersetzbedingung
Einspritzventil Zylinder 2 - Fehlfunktion im Schaltkreis
186
BLINKCODE MOTORSTEUERUNG
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
37 FI Warnlampe (MIL) blinkt 3x lang, 7x kurz
Fehlersetzbedingung
Zündspule 1, Zylinder 1 - Fehlfunktion im Schaltkreis
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
38 FI Warnlampe (MIL) blinkt 3x lang, 8x kurz
Fehlersetzbedingung
Zündspule 1, Zylinder 2 - Fehlfunktion im Schaltkreis
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
41 FI Warnlampe (MIL) blinkt 4x lang, 1x kurz
Fehlersetzbedingung
Kraftstoffpumpensteuerung - Unterbrechung/Kurzschluss nach Masse
Kraftstoffpumpensteuerung - Eingangssignal zu hoch
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
45 FI Warnlampe (MIL) blinkt 4x lang, 5x kurz
Fehlersetzbedingung
Heizung‑Lambdasonde Zylinder 1, Sonde 1 - Unterbrechung/Kurzschluss nach Masse
Heizung‑Lambdasonde Zylinder 1, Sonde 1 - Eingangssignal zu hoch
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
46 FI Warnlampe (MIL) blinkt 4x lang, 6x kurz
Fehlersetzbedingung
Heizung‑Lambdasonde Zylinder 2, Sonde 1 - Unterbrechung/Kurzschluss nach Masse
Heizung‑Lambdasonde Zylinder 2, Sonde 1 - Eingangssignal zu hoch
187
BLINKCODE MOTORSTEUERUNG
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
49 FI Warnlampe (MIL) blinkt 4x lang, 9x kurz
Fehlersetzbedingung
Drosselklappensteller Kreis A - Fehlfunktion im Schaltkreis
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
50 FI Warnlampe (MIL) blinkt 5x lang
Fehlersetzbedingung
Drosselklappensteller Kreis B - Fehlfunktion im Schaltkreis
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
54 FI Warnlampe (MIL) blinkt 5x lang, 4x kurz
Fehlersetzbedingung
Sekundärluftventil - Unterbrechung/Kurzschluss nach Masse
Sekundärluftventil - Eingangssignal zu hoch
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
68 FI Warnlampe (MIL) blinkt 6x lang, 8x kurz
Fehlersetzbedingung
Drucksensor‑Saugrohr Zylinder 1 - Anschluss undicht
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
69 FI Warnlampe (MIL) blinkt 6x lang, 9x kurz
Fehlersetzbedingung
Drucksensor‑Saugrohr Zylinder 2 - Anschluss undicht
188
BLINKCODE MOTORSTEUERUNG
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
81 FI Warnlampe (MIL) blinkt 8x lang, 1x kurz
Fehlersetzbedingung
EWS‑Steuergerät - Fehlfunktion im Schaltkreis
Blinkcode FI Warnlampe (MIL)
91 FI Warnlampe (MIL) blinkt 9x lang, 1x kurz
Fehlersetzbedingung
Fehlfunktion CAN‑Bus Kommunikation
189
TECHNISCHE DATEN - MOTOR
190
Bauart
2-Zylinder 4-Takt Otto-Motor, 75° V-Anordnung, flüssigkeitsgekühlt
Hubraum
999 cm³
Hub
62,4 mm
Bohrung
101 mm
Verdichtung
11,5:1
Leerlaufdrehzahl
1.420… 1.520 1/min
Steuerung
DOHC, 4 Ventile pro Zylinder, Antrieb über Kette
Ventil - Durchmesser
Auslass
33 mm
Einlass
38 mm
Ventilspiel
Auslass bei: 20 °C
0,25… 0,30 mm
Einlass bei: 20 °C
0,10… 0,15 mm
Kurbelwellenlager
Gleitlager
Pleuellager
Gleitlager
Kolben
Leichtmetall geschmiedet
Kolbenring
1 L-Ring, 1 Minutenring, 1 Ölabstreifring
Motorschmierung
Trockensumpfschmierung mit 2 Rotorpumpen
Primärübersetzung
35:67
Kupplung
Mehrscheibenkupplung im Ölbad / hydraulisch betätigt
Getriebe
6-Gang klauengeschaltet
Getriebeübersetzung
1. Gang
12:35
2. Gang
15:32
TECHNISCHE DATEN - MOTOR
191
3. Gang
18:30
4. Gang
20:27
5. Gang
24:27
6. Gang
27:26
Gemischaufbereitung
elektronisch gesteuerte Kraftstoffeinspritzung
Zündanlage
kontaktlos gesteuerte vollelektronische Zündanlage mit digitaler
Zündverstellung
Generator
12 V, 450 W
Zündkerze
NGK LKAR8BI9
Elektrodenabstand Zündkerze
0,8 mm
Kühlung
Flüssigkeitskühlung, permanente Umwälzung der Kühlflüssigkeit
durch Wasserpumpe
Starthilfe
E-Starter
Füllmenge - Motoröl
22.1
Motoröl
3,0 l
Außentemperatur: ≥ 0 °C
Motoröl (SAE 10W/50)
( S. 210)
Außentemperatur: < 0 °C
Motoröl (SAE 5W/40)
( S. 211)
Füllmenge - Kühlflüssigkeit
22.2
Kühlflüssigkeit
2,10 l
Kühlflüssigkeit (
S. 210)
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) (
S. 210)
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE MOTOR
192
Schlauchschelle Ansaugflansch
M4
1,5 Nm
–
Schraube Ölspritzrohr
M4
6 Nm
Loctite® 243™
Restliche Schrauben Motor
M5
6 Nm
–
Schraube Arretierhebel
M5
6 Nm
Loctite® 243™
Schraube Gangerkennungssensor
M5
3 Nm
Loctite® 243™
Schraube Lagersicherung
M5
6 Nm
Loctite® 243™
Schraube Winkelstutzen am Ventildeckel
M5
3 Nm
Loctite® 243™
Mutter Zylinderkopf
M6
8 Nm
–
Restliche Schrauben Motor
M6
10 Nm
–
Schraube Freilaufhalter
M6
10 Nm
Loctite® 243™
Schraube Freilaufnabe
M6
13 Nm
Loctite® 648™
Schraube Generatordeckel
M6
10 Nm
–
Schraube Impulsgeber
M6
10 Nm
Loctite® 243™
Schraube Kupplungsdeckel
M6
10 Nm
–
Schraube Kupplungsfeder
M6
10 Nm
–
Schraube Lagerbolzen im Generatordeckel
M6
10 Nm
Loctite® 243™
Schraube Motorgehäuse
M6
10 Nm
–
Schraube Nockenwellenlagerbrücke
M6
10 Nm
–
Schraube Ölpumpengehäuse
M6
10 Nm
Loctite® 243™
Schraube Schaltarretierung
M6
10 Nm
Loctite® 243™
Schraube Schalthebel
M6
10 Nm
Loctite® 243™
Schraube Startermotor
M6
10 Nm
–
Schraube Stator
M6
10 Nm
Loctite® 243™
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE MOTOR
193
Schraube Ventildeckel
M6
10 Nm
–
Schraube Wasserpumpendeckel
M6
10 Nm
–
Schraube Wasserpumpenrad
M6
10 Nm
Loctite® 243™
Unterdruckanschluss
M6
2,5 Nm
Loctite® 243™
Verschlussschraube
Unterdruckanschluss
M6
5 Nm
Loctite® 243™
Öldüse
M6x0,75
4 Nm
Loctite® 243™
Schraube Kupplungsdeckel
M8
15 Nm
–
Schraube Nockenwellenlagerbrücke
M8
1. Stufe
10 Nm
2. Stufe
18 Nm
–
Schraube Steuerkettenführungsschiene
M8
15 Nm
Loctite® 243™
Schraube Steuerkettenspannschiene
M8
20 Nm
Loctite® 243™
Schraube Zylinderkopf
M8
1. Stufe
18 Nm
2. Stufe
23 Nm
Loctite® 243™
Stiftschraube Auspuffflansch
M8
15 Nm
–
Mutter Zylinderkopf (außen liegend)
M10
1. Stufe
23 Nm
2. Stufe
34 Nm
Gilt nur unter Verwendung
von:
Ringschlüsselaufsatz 13 mm
(60029081000)
geölt mit Motoröl
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE MOTOR
194
Mutter Zylinderkopf am Kettenschacht
M10
1. Stufe
25 Nm
2. Stufe
38 Nm
geölt mit Motoröl
Schraube Lagerbolzen Steuerdoppelrad
M10
30 Nm
–
Stiftschraube Zylinderkopf in Motorgehäuse
M10
20 Nm
–
Verschlussschraube Kupplungsschmierung
M10
15 Nm
–
Öldruckschalter
M10x1
10 Nm
–
Schraube Pleuellager
M10x1
1. Stufe
25 Nm
2. Stufe
30 Nm
3. Stufe
60°
–
Zündkerze
M12x1,25
18 Nm
–
Temperatursensor-Kühlflüssigkeit
M12x1,5
12 Nm
–
Verschlussschraube Zylinderkopf
(2. Zylinder)
M12x1,5
25 Nm
–
Verschlussschraube Ölfiltergehäuse
M14x1,5
15 Nm
Loctite® 243™
Entlüftungsstutzen Generatordeckel
M16x1,5
10 Nm
Loctite® 243™
Schraube Rotor
M16x1,5
150 Nm
Loctite® 243™
Verschlussschraube Steuerkettenspanner
M16x1,5
20 Nm
–
Einschraubstutzen Kühlsystem
M20x1,5
10 Nm
Loctite® 577
Mutter Ausgleichswelle
M20x1,5
120 Nm
Loctite® 243™
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE MOTOR
195
Mutter Kettenritzel
M20x1,5
100 Nm
Loctite® 243™
Mutter Kupplungsmitnehmer
M22x1,5
130 Nm
Loctite® 243™
Ölablassschraube mit Magnet
M22x1,5
35 Nm
–
Schraube im Generatordeckel
M24x1,5
8 Nm
–
Mutter Primärrad
M33LHx1,5
130 Nm
Loctite® 243™
TECHNISCHE DATEN - FAHRGESTELL
196
Rahmen
Gitterrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahlrohren, pulverbeschichtet
Gabel
WP Suspension Up Side Down 4860 MXMA PA
Federbein
WP Suspension PDS 5018 DCC PA
Federweg (990 Adventure)
vorne
210 mm
Federweg (990 Adventure R)
vorne
245 mm
Federweg (990 Adventure)
hinten
210 mm
Federweg (990 Adventure R)
hinten
245 mm
Bremsanlage
vorne
Doppelscheibenbremse mit schwimmend gelagerten Bremszangen
und Bremsscheiben
hinten
Einscheibenbremse mit schwimmend gelagerter Bremszange und
Bremsscheibe
Bremsanlage (990 Adventure)
zwei voneinander unabhängige Bremskreise mit ABS
(Anti-Blockier-System) - Brembo/Bosch
Bremsanlage (990 Adventure R)
zwei voneinander unabhängige Bremskreise ohne ABS
(Anti-Blockier-System)
Bremsscheiben - Durchmesser
vorne
300 mm
hinten
240 mm
Bremsscheiben - Verschleißgrenze
vorne
4,5 mm
TECHNISCHE DATEN - FAHRGESTELL
197
Bremsscheibe - Verschleißgrenze
hinten
4,5 mm
Reifenluftdruck Solo
vorne
2,4 bar
hinten
2,6 bar
Reifenluftdruck mit Beifahrer / volle Nutzlast
vorne
2,4 bar
hinten
2,8 bar
Sekundärübersetzung
16:42
Kette
5/8 x 5/16” X‑Ring
Steuerkopfwinkel
63,4°
Radstand
1.570 mm
Sitzhöhe unbelastet (990 Adventure)
880 mm
Sitzhöhe unbelastet (990 Adventure R)
905 mm
Bodenfreiheit unbelastet (990 Adventure)
261 mm
Bodenfreiheit unbelastet (990 Adventure R)
301 mm
Gewicht ohne Kraftstoff ca. (990 Adventure)
209,5 kg
Gewicht ohne Kraftstoff ca. (990 Adventure R)
207 kg
Höchstzulässige Achslast vorne
200 kg
Höchstzulässige Achslast hinten
250 kg
Höchstzulässiges Gesamtgewicht
430 kg
Batterie
YTZ14S
Batteriespannung: 12 V
Nennkapazität: 11,2 Ah
wartungsfrei
Sicherung
58011109110
10 A
TECHNISCHE DATEN - FAHRGESTELL
198
Sicherung
58011109115
15 A
Sicherung
58011109125
25 A
Sicherung
58011109130
30 A
Sicherung
58011109140
40 A
Abblendlicht
H7 / Sockel PX26d
12 V
55 W
Fernlicht
H3 / Sockel PK22s
12 V
55 W
Begrenzungslicht
W5W / Sockel W2,1x9,5d
12 V
5W
Instrumentenbeleuchtung und Kontrolllampen
LED
Blinker
RY10W / Sockel BAU15s
12 V
10 W
Rücklicht
WR5W / Sockel W2,1x9,5d
12 V
5W
Bremslicht
PR21W / Sockel BAW15s
12 V
21 W
Kennzeichenbeleuchtung
W5W / Sockel W2,1x9,5d
12 V
5W
Lampenbestückung
24.1
TECHNISCHE DATEN - FAHRGESTELL
199
Reifen
24.2
Bereifung vorne
Bereifung hinten
Bedingung
90/90 - 21 M/C 54V TL
Pirelli SCORPION MT 90 A/T
150/70 R 18 M/C 70V TL
Pirelli SCORPION MT 90 A/T
90/90 - 21 M/C 54S M+S TT
Continental TKC 80
150/70 B 18 M/C 70Q M+S TT
Continental TKC 80
Alternativbereifung bis max.: 160 km/h
Weitere Informationen finden Sie im Bereich Service unter:
http://www.ktm.com
Füllmenge - Kraftstoff
24.3
Kraftstofftankinhalt gesamt ca.
Kraftstoffreserve ca.
20 l
Superkraftstoff bleifrei (ROZ 95) (
4l
S. 211)
TECHNISCHE DATEN - GABEL
200
990 Adventure
25.1
Gabelartikelnummer
14.18.7E.24
Gabel
WP Suspension Up Side Down 4860 MXMA PA
Druckstufendämpfung
Komfort
20 Klicks
Standard
15 Klicks
Sport
10 Klicks
volle Nutzlast
10 Klicks
Zugstufendämpfung
Komfort
23 Klicks
Standard
18 Klicks
Sport
13 Klicks
volle Nutzlast
13 Klicks
Federvorspannung - Preload Adjuster
Komfort
5 Umdrehungen
Standard
5 Umdrehungen
Sport
8 Umdrehungen
volle Nutzlast
7 Umdrehungen
Federlänge mit Vorspannbuchse(n)
468 mm
Federrate
weich
4,6 N/mm
mittel (Standard)
4,8 N/mm
hart
5,0 N/mm
Gabellänge
880 mm
TECHNISCHE DATEN - GABEL
100+30
−20 mm
Luftkammerlänge
Gabelöl pro Gabelbein
201
655 ml
Gabelöl (SAE 5) (
S. 209)
990 Adventure R
25.2
Gabelartikelnummer
14.18.7K.25
Gabel
WP Suspension Up Side Down 4860 MXMA PA
Druckstufendämpfung
Komfort
20 Klicks
Standard
15 Klicks
Sport
10 Klicks
volle Nutzlast
10 Klicks
Zugstufendämpfung
Komfort
23 Klicks
Standard
18 Klicks
Sport
13 Klicks
volle Nutzlast
13 Klicks
Federvorspannung - Preload Adjuster
Komfort
5 Umdrehungen
Standard
5 Umdrehungen
Sport
8 Umdrehungen
volle Nutzlast
7 Umdrehungen
Federlänge mit Vorspannbuchse(n)
468 mm
Federrate
weich
4,6 N/mm
TECHNISCHE DATEN - GABEL
202
mittel (Standard)
4,8 N/mm
hart
5,0 N/mm
Gabellänge
915 mm
Luftkammerlänge
100+30
−20 mm
Gabelöl pro Gabelbein
660 ml
Gabelöl (SAE 5) (
S. 209)
TECHNISCHE DATEN - FEDERBEIN
203
990 Adventure
26.1
Federbeinartikelnummer
12.18.7E.08
Federbein
WP Suspension PDS 5018 DCC PA
Druckstufendämpfung Low Speed
Komfort
25 Klicks
Standard
20 Klicks
Sport
15 Klicks
volle Nutzlast
15 Klicks
Druckstufendämpfung High Speed
Komfort
2 Umdrehungen
Standard
1,5 Umdrehungen
Sport
1 Umdrehung
volle Nutzlast
1 Umdrehung
Zugstufendämpfung
Komfort
20 Klicks
Standard
15 Klicks
Sport
10 Klicks
volle Nutzlast
10 Klicks
Federvorspannung - Preload Adjuster
Komfort
4 Umdrehungen
Standard
4 Umdrehungen
Sport
8 Umdrehungen
volle Nutzlast
16 Umdrehungen
Federrate
TECHNISCHE DATEN - FEDERBEIN
204
weich
140 N/mm
mittel (Standard)
150 N/mm
Federlänge
225 mm
Gasdruck
10 bar
Statischer Durchhang
25 mm
Einbaulänge
372 mm
Stoßdämpferöl (
S. 211)
SAE 2,5
990 Adventure R
26.2
Federbeinartikelnummer
12.18.7K.09
Federbein
WP Suspension PDS 5018 DCC PA
Druckstufendämpfung Low Speed
Komfort
25 Klicks
Standard
20 Klicks
Sport
15 Klicks
volle Nutzlast
15 Klicks
Druckstufendämpfung High Speed
Komfort
2 Umdrehungen
Standard
1,5 Umdrehungen
Sport
1 Umdrehung
volle Nutzlast
1 Umdrehung
Zugstufendämpfung
Komfort
20 Klicks
Standard
15 Klicks
TECHNISCHE DATEN - FEDERBEIN
205
Sport
10 Klicks
volle Nutzlast
10 Klicks
Federvorspannung - Preload Adjuster
Komfort
4 Umdrehungen
Standard
4 Umdrehungen
Sport
8 Umdrehungen
volle Nutzlast
10 Umdrehungen
Federrate
weich
130 N/mm
mittel (Standard)
140 N/mm
hart
150 N/mm
Federlänge
225 mm
Gasdruck
10 bar
Statischer Durchhang
25 mm
Einbaulänge
386 mm
Stoßdämpferöl (
S. 211)
SAE 2,5
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE FAHRGESTELL
Schraube Seitenständerschalter
M4
2 Nm
–
Schraube Fußbremshebelauftritt
M5
6 Nm
Loctite® 243™
Schraube Halter für Raddrehzahlgeber
vorne
M5
4 Nm
Loctite® 243™
Schraube Kabelführung Raddrehzahlgeber hinten
M5
3 Nm
–
Schraube Kraftstoffstandsgeber
M5
3 Nm
–
Schraube Tankverschluss
M5
5 Nm
–
Speichennippel
M5
5 Nm
–
Mutter Befestigung ABS-Einheit
M6
8 Nm
–
Mutter Pluspolverlängerung
M6
4 Nm
–
Mutter Rücklicht
M6
8 Nm
–
Restliche Muttern Fahrgestell
M6
10 Nm
–
Restliche Schrauben Fahrgestell
M6
10 Nm
–
Schraube Bremsleitungshalter an Gabelbrücke unten
M6
8 Nm
Loctite® 243™
Schraube Bremsscheibe hinten
M6
14 Nm
Loctite® 243™
Schraube Bremsscheibe vorne
M6
14 Nm
Loctite® 243™
Schraube Fußbremszylinder
M6
10 Nm
Loctite® 243™
Schraube Halter für Auspuffrohr
M6
12 Nm
Loctite® 243™
Schraube Hitzeschutzblech am Krümmer
M6
8 Nm
–
Schraube Kabel-/Leitungsführung an
Gabelbrücke oben
M6
8 Nm
Loctite® 243™
Schraube Kettenführung
M6
6 Nm
Loctite® 243™
206
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE FAHRGESTELL
Schraube Kettengleitschutz
M6
6 Nm
Loctite® 243™
Schraube Kraftstoffhahn
M6
6 Nm
–
Schraube Kraftstoffpumpe
M6
6 Nm
–
Schraube Magnethalter am Seitenständer
M6
6 Nm
Loctite® 243™
Schraube Raddrehzahlgeber hinten
M6
8 Nm
Loctite® 243™
Verschraubung Raddrehzahlgeber vorne
M6
6 Nm
–
Mutter Krümmer an Zylinderkopf
M8
Anzugsreihenfolge:
Muttern gleichmäßig anziehen. Blech nicht verbiegen.
–
Restliche Muttern Fahrgestell
M8
25 Nm
–
Restliche Schrauben Fahrgestell
M8
25 Nm
–
Schraube Auspuffschelle
M8
8 Nm
–
Schraube Bremszange vorne
M8
25 Nm
Loctite® 243™
Schraube Federhalter an der Seitenständerkonsole
M8
25 Nm
Loctite® 243™
Schraube Fußbremshebel
M8
20 Nm
–
Schraube Fußrastenträger hinten
M8
25 Nm
Loctite® 243™
Schraube Gabelbrücke oben
M8
20 Nm
–
Schraube Gabelbrücke unten
M8
15 Nm
–
Schraube Gabelfaust
M8
15 Nm
–
Schraube Gabelschaftrohr
M8
20 Nm
–
Schraube Kraftstofftank
M8
15 Nm
–
Schraube Lenkerklemmbrücke
M8
20 Nm
–
Schraube Sturzbügel
M8
15 Nm
–
207
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE FAHRGESTELL
25 Nm
Loctite® 243™
Schraube Unterfahrschutz
M8
Schraube Zündschloss
(Einwegschraube)
M8
Motortragschraube
M10
45 Nm
–
Restliche Muttern Fahrgestell
M10
45 Nm
–
Loctite® 243™
Restliche Schrauben Fahrgestell
M10
45 Nm
–
Schraube Lenkeraufnahme
M10
20 Nm
–
Schraube Seitenständer
M10
35 Nm
Loctite® 243™
Schraube Seitenständeraufnahmeblech
M10
40 Nm
Loctite® 243™
Schraube Seitenständerkonsole
M10
45 Nm
Loctite® 243™
Mutter Kettenradschraube
M10x1,25
50 Nm
Loctite® 243™
Schraube Rahmenausleger
M10x1,25
45 Nm
Loctite® 243™
Ölablassschraube mit Magnet
M12x1,5
25 Nm
–
Schraube Federbein oben
M14x1,5
80 Nm
Gewinde gefettet
Schraube Federbein unten
M14x1,5
80 Nm
Gewinde gefettet
Mutter Steckdose
M18x1
4 Nm
–
Lambdasonde
M18x1,5
45 Nm
–
Mutter Schwingarmbolzen
M19x1,5
130 Nm
Gewinde gefettet
Schraube Steuerkopf oben
M20x1,5
12 Nm
–
Mutter Steckachse hinten
M25x1,5
90 Nm
Gewinde gefettet
Schraube Steckachse vorne
M25x1,5
45 Nm
–
208
BETRIEBSSTOFFE
209
Bremsflüssigkeit DOT 4 / DOT 5.1
nach
– DOT
Vorgabe
– Verwenden Sie nur Bremsflüssigkeit, welche der angegebenen Norm entspricht (siehe Angaben auf dem Behälter) und die entsprechenden Eigenschaften besitzt. KTM empfiehlt Castrol und Motorex® Produkte.
Lieferant
Castrol
– RESPONSE BRAKE FLUID SUPER DOT 4
Motorex®
– Brake Fluid DOT 5.1
Gabelöl (SAE 5)
nach
– SAE (
S. 215) (SAE 5)
Vorgabe
– Verwenden Sie nur Öle, welche den angegebenen Normen entsprechen (siehe Angaben auf dem Behälter) und die entsprechenden
Eigenschaften besitzen. KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
Lieferant
Motorex®
– Racing Fork Oil
Hydrauliköl (15)
nach
– ISO VG (15)
Vorgabe
– Verwenden Sie nur Hydrauliköl, welches der angegebenen Norm entspricht (siehe Angaben auf dem Behälter) und die entsprechenden
Eigenschaften besitzt. KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
BETRIEBSSTOFFE
210
Lieferant
Motorex®
– Hydraulic Fluid 75
Kühlflüssigkeit
Vorgabe
– Nur geeignete Kühlflüssigkeit verwenden (auch in Ländern mit hohen Temperaturen). Bei minderwertigen Frostschutzmitteln kann es
zu Korrosion und Schaumbildung kommen. KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
Mischungsverhältnis
Gefrierschutz: −25… −45 °C
50 % Korrosions-/Frostschutzmittel
50 % destilliertes Wasser
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt)
−40 °C
Gefrierschutz
Lieferant
Motorex®
– Anti Freeze
Motoröl (SAE 10W/50)
nach
– JASO T903 MA (
–
SAE (
S. 215)
S. 215) (SAE 10W/50)
Vorgabe
– Verwenden Sie nur Motoröle, welche den angegebenen Normen entsprechen (siehe Angaben auf dem Behälter) und die entsprechenden Eigenschaften besitzen. KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
vollsynthetisches Motoröl
BETRIEBSSTOFFE
211
Lieferant
Motorex®
– Power Synt 4T
Motoröl (SAE 5W/40)
nach
– JASO T903 MA (
–
SAE (
S. 215)
S. 215) (SAE 5W/40)
Vorgabe
– Verwenden Sie nur Motoröle, welche den angegebenen Normen entsprechen (siehe Angaben auf dem Behälter) und die entsprechenden Eigenschaften besitzen. KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
vollsynthetisches Motoröl
Lieferant
Motorex®
– Power Synt 4T
Stoßdämpferöl (SAE 2,5) (50180342S1)
nach
– SAE (
S. 215) (SAE 2,5)
Vorgabe
– Verwenden Sie nur Öle, welche den angegebenen Normen entsprechen (siehe Angaben auf dem Behälter) und die entsprechenden
Eigenschaften besitzen.
Superkraftstoff bleifrei (ROZ 95)
nach
– DIN EN 228 (ROZ 95)
BETRIEBSSTOFFE
Vorgabe
– Verwenden Sie nur bleifreien Superkraftstoff, welcher der angegebenen Norm entspricht oder gleichwertig ist.
–
Ein Anteil von bis zu 10 % Ethanol (E10 Kraftstoff) ist dabei unbedenklich.
Info
Verwenden Sie keinen Kraftstoff aus Methanol (z. B. M15, M85, M100) oder mit einem Anteil von mehr als 10 % Ethanol
(z. B. E15, E25, E85, E100).
212
HILFSSTOFFE
Hochglanz-Politur für Lacke
Vorgabe
– KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
Lieferant
Motorex®
– Moto Polish
Kettenreinigungsmittel
Vorgabe
– KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
Lieferant
Motorex®
– Chain Clean
Kettenspray Onroad
Vorgabe
– KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
Lieferant
Motorex®
– Chainlube Road
Kraftstoffzusatz
Vorgabe
– KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
Lieferant
Motorex®
– Fuel Stabilizer
213
HILFSSTOFFE
Langzeitfett
Vorgabe
– KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
Lieferant
Motorex®
– Bike Grease 2000
Motorradreiniger
Vorgabe
– KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
Lieferant
Motorex®
– Moto Clean 900
Reinigungs- und Konservierungsmittel für Metall und Gummi
Vorgabe
– KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
Lieferant
Motorex®
– Protect & Shine
Universal Ölspray
Vorgabe
– KTM empfiehlt Motorex® Produkte.
Lieferant
Motorex®
– Joker 440 Synthetic
214
NORMEN
215
SAE
Die SAE-Viskositätsklassen wurden von der Society of Automotive Engineers festgelegt und dienen der Einteilung der Öle nach ihrer Viskosität. Die Viskosität beschreibt nur eine Eigenschaft eines Öls und enthält keinerlei Aussage zur Qualität.
JASO T903 MA
Unterschiedliche technische Entwicklungsrichtungen erforderten eine eigene Spezifikation für 4-Takt Motorräder - die JASO T903 MA
Norm. Früher wurden für 4-Takt Motorräder Motoröle aus dem PKW Bereich eingesetzt, weil es keine eigene Motorradspezifikation gab.
Werden bei PKW Motoren lange Wartungsintervalle gefordert, so stehen bei Motorrad Motoren hohe Leistungsausbeute bei hohen Drehzahlen im Vordergrund. Bei den meisten Motorrad Motoren wird auch das Getriebe und die Kupplung mit dem gleichen Öl geschmiert. Die
JASO MA Norm geht auf diese speziellen Anforderungen ein.
INDEXVERZEICHNIS
216
INDEXVERZEICHNIS
A
Abblendlichtlampe
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137
Abbremsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
Ablagefach
abnehmen und zur Seite hängen
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . .
entriegeln . . . . . . . . . . . . . . .
öffnen . . . . . . . . . . . . . . . . . .
schließen . . . . . . . . . . . . . . .
verriegeln . . . . . . . . . . . . . . .
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. 86
. 87
. 37
. 38
. 39
. 38
ABS . . . . . . . . . . .
Anhalten . . . . . . . .
Anti-Blockier-System
Arbeitsregeln . . . . .
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101
. 58
101
..9
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B
Batterie
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 125
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 126
laden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 127
Blinkerlampe
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 141
Blinkerschalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Bordwerkzeug . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
Bremsbeläge
der Hinterradbremse kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . 111
der Vorderradbremse kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . 107
Bremsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
Bremsflüssigkeit
der Hinterradbremse nachfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109
der Vorderradbremse nachfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105
Bremsflüssigkeitsstand
der Hinterradbremse kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . 108
der Vorderradbremse kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . 104
Bremslichtlampe
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 143
Bremsscheiben
kontrollieren
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103
D
Bedienungsanleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Dämpfergummis Hinterradnabe
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 120
Begrenzungslichtlampe im Scheinwerfer
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140
Display . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
Drehzahlmesser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Beifahrerfußrasten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
Betriebsmittel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
E
Einsatzdefinition . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Ersatzteile . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
INDEXVERZEICHNIS
217
E-Starterknopf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
F
Fahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
Anfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
Fahrgestellnummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Fahrwerk abstimmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66-75
Fahrzeug
am Mittelständer aufheben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76
beladen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
vom Mittelständer nehmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77
Fahrzeugansicht
hinten rechts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
vorne links . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Federbein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Druckstufendämpfung Allgemein . . . . . . . . . . . . . . . . .
Druckstufendämpfung High Speed einstellen . . . . . . . . .
Druckstufendämpfung Low Speed einstellen . . . . . . . . . .
Federvorspannung einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zugstufendämpfung einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
66
. 70
. 72
. 70
. 74
. 73
Fußbremshebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
Leerweg kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107
G
Gabel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Druckstufe einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Federvorspannung einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Gabelbeine entlüften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Staubmanschetten reinigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zugstufe einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
66
. 66
. 69
. 77
. 78
. 67
Gabelartikelnummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Garantie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Gasbowdenzugspiel
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 162
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 161
Gepäck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
Gepäckträgerplatte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
H
Haltegriffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
Federbeinartikelnummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Fehlersuche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 179-189
Handbremshebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
Leerweg einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103
Leerweg kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102
Fernlichtlampe
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139
Hauptsicherung
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 129
Frostschutz
kontrollieren
Hinterrad
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 116
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 118
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 152
INDEXVERZEICHNIS
218
Hupentaster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
I
Inbetriebnahme
Hinweise zur ersten Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . . . 45
Kontroll- und Pflegearbeiten vor jeder Inbetriebnahme . . . . 49
nach der Lagerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 178
K
Kette
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95
reinigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91
Verschmutzung kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91
Kettenrad
kontrollieren
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95
Kettenritzel
kontrollieren
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95
Kettenspannung
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92
Kombiinstrument . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anzeige Umgebungstemperatur . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anzeige ODO . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anzeige TRIP 1 einstellen/zurücksetzen . . . . . . . . . . . . .
Anzeige TRIP 2 einstellen/zurücksetzen . . . . . . . . . . . . .
Anzeige TRIP F . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Display . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Drehzahlmesser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Funktionstasten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
24
. 32
. 30
. 30
. 31
. 32
. 27
. 25
. 25
Geschwindigkeitsanzeige . . . . . . . . .
Kilometer oder Meilen einstellen . . . .
Kontrolllampen . . . . . . . . . . . . . . .
Temperaturanzeige der Kühlflüssigkeit
Temperatureinheit einstellen . . . . . .
Uhrzeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Uhrzeit einstellen . . . . . . . . . . . . . .
Warnung vor Straßenglätte . . . . . . . .
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....
....
...
....
....
....
....
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. 28
. 28
. 26
. 34
. 33
. 29
. 29
. 33
Kontrolllampen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Kraftstoffhähne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
Kraftstofftank links
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89
Kühlerschutzgitter
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83
Kühlflüssigkeit
ablassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 156
Kühlflüssigkeitsstand
im Ausgleichsbehälter kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . 155
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 152
Kühlsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 151
befüllen/entlüften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 158
Kupplung
Flüssigkeitsstand kontrollieren/berichtigen . . . . . . . . . . . . 98
Kupplungshebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98
INDEXVERZEICHNIS
219
L
Lagerung . . . . .
Lenkschloss . . .
Lichthupentaster
Lichtschalter . .
.
.
.
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.
177
. 23
. 20
. 20
M
Mittelständer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Motor
einfahren
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
Motornummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Motoröl
ablassen .
einfüllen .
nachfüllen
wechseln .
.
.
.
.
Motorölstand
kontrollieren
Motorrad
reinigen
.
.
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165
170
172
165
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 164
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 174
N
Not-Aus-Schalter
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
O
Ölfilter
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 169
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 170
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 165
Ölsiebe
reinigen
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 165
P
Parken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
R
Reifenluftdruck
kontrollieren
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 123
Reifenzustand
kontrollieren
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 121
Rücklichtlampe
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 142
S
Schalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
Schalthebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
Scheinwerfer
Leuchtweite einstellen
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 145
Scheinwerfereinstellung
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 145
Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 136
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137
Schlüsselnummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Seitenständer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Seitenverkleidung vorne
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80
INDEXVERZEICHNIS
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81
Service . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Serviceplan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63-65
Sicherungen
im Sicherungskasten wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 133
Sicherungen ABS
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 131
Sitzbank
abnehmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83
montieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84
Sitzbankschloss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
Speichenspannung
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 123
Startvorgang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
Steckdose für elektrisches Zubehör . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
Steuerkopflagerspiel
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79
Sturzbügel
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85
T
Tanken
Kraftstoff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
Tankverschlüsse
öffnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
schließen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37
220
Technische Daten
Anzugsdrehmomente Fahrgestell
Anzugsdrehmomente Motor . . .
Fahrgestell . . . . . . . . . . . . . .
Federbein . . . . . . . . . . . . . . .
Gabel . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Motor . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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206-208
192-195
196-199
203-205
200-202
190-191
Transport . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Typenschild . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
U
Umwelt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Unterfahrschutz
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100
Unterfahrschutz rechts
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99
V
Vorderrad
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115
W
Warnblinkanlage . . . . . .
Warnblinkschalter . . . . . .
Warnung vor Straßenglätte
Wegfahrsperre . . . . . . . .
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. 34
. 34
. 33
. 24
INDEXVERZEICHNIS
Winterbetrieb
Kontroll- und Pflegearbeiten
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 176
Z
Zubehör . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Zündkurve
an die Kraftstoffqualität anpassen . . . . . . . . . . . . . . . . . 163
Steckerverbindung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 162
Zündschloss
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
Zündschlüssel
aktivieren/deaktivieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 146
221
*3211791de*
3211791de
10/2011
KTM-Sportmotorcycle AG
5230 Mattighofen/Österreich
http://www.ktm.com
Foto: Mitterbauer
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