KIA Carnival User manual

KIA Carnival User manual
Inhalt
1. Einleitung
2. Kurzanleitung für die Benutzung des „Acrobat Reader“ 3.1
3. Kurzanleitung für die Benutzung des „Acrobat Reader“ 4.0 oder höher
1.
Einleitung
Diese CD beinhaltet die Werkstatthandbücher zum KIA Carnival Modelljahr 1999-2001. Die
Werkstatthandbücher sind für den schnelleren Zugriff in Kapitel, Unterkapitel und Absätze
unterteilt, welche direkt angewählt werden können.
1.1
Inhalt der CD
Auf der CD enthalten:
-
Werkstatthandbücher KIA Carnival 99-01
Kurzanleitung
1.2
Systemvorraussetzungen
(Datei: WHB_Carnival_MY-1999.pdf)
(Datei: Anleitung.pdf)
1.2.1 Hardware
Für die o.g. Funktionen wird folgende Hardwareausstattung benötigt:
Handelsüblicher PC mit Festplatte und CD-Rom Laufwerk (Pentium-Prozessor empfohlen)
1.2.2 Software
Voraussetzung für die Benutzung des Werkstatthandbuchs ist, dass Ihr Rechner mit
folgender Software ausgestattet ist:
-
Windows 95, Windows NT 4, Windows 98, Windows ME, Windows 2000, oder
Windows XP
Acrobat Reader* ab Version 3.1 oder Adobe Acrobat
* Die markierte Software ist Freeware. Sie kann bei Bedarf aus dem Internet herunter
geladen oder von der CD PC-Scan installiert werden.
1.3
Installationsanweisung drucken
Die vorliegende Installationsanweisung kann durch Anklicken des Druckersymbols (ab
Acrobat Reader 4.0) oder durch Klicken auf „Datei/Drucken“ jederzeit auf dem an Ihrem PC
angeschlossenen Drucker ausgedruckt werden.
1.4
Laden der WHB-Datei
1.
2.
3.
4.
Starten Sie „Acrobat Reader“ oder „Adobe Acrobat“.
Klicken Sie in der Menüleiste „Datei/Öffnen“ an.
Wählen Sie auf den Eintrag des CD-Laufwerks.
Doppelklicken Sie auf die Datei „WHB_Carnival_MY-1999.pdf“.
2.
Kurzanleitung Acrobat Reader 3.1
2.1
Diese Kurzanleitung bezieht sich auf die Benutzung von „Acrobat Reader 3.1“.
Nach dem Aufruf der Datei „WHB_Carnival_MY-1999.pdf“ sehen Sie folgenden Bildschirm:
Abbildung 1
In der linken Fensterhälfte sehen Sie die Kapitel des Werkstatthandbuchs und in der rechten
Fensterhälfte sehen Sie die erste Handbuchseite. Wenn Sie in der linken Fensterhälfte auf
eine Überschrift klicken, wird in der rechten Fensterhälfte die dazugehörige Seite angezeigt.
Die Kapitel sind unterteilt. Wenn Sie innerhalb eines
Kapitels zu einem entsprechenden Abschnitt springen
möchten, klicken Sie auf das Pfeilsymbol
neben einer
Kapitelüberschrift in der linken Fensterhälfte. Es erscheinen die Abschnitte des entsprechenden Kapitels (siehe
Abbildung 2).
Ein Klick auf einen Absatz öffnet die entsprechende Seite
des Werkstatthandbuchs in der rechten Fensterhälfte.
Ein Klick auf das Pfeilsymbol
sicht wieder.
schließt die Kapitelüber-
Erklärung der Werkzeugleisten, siehe Abbildung 3 und
Abbildung 4. Ein Klick auf das Symbol führt die Funktion
aus.
Abbildung 2
Umschalten zwischen Navigationsfenster (Lesezeichen) und
Vollbildansicht
Dokumentenanfang und Ende
Vergrößern der Ansicht1
Ansicht im Fenster
Mit der Maus
bewegen
Seitenweise vor
und zurück blättern
Umschaltung der
Seitenansicht
Abbildung 3
Springt direkt zur
eingegebenen Seite2
Vergrößerungsfaktor einstellen3
Abbildung 4
1)
Durch Halten der Taste „STRG“ kann die Ansicht verkleinert werden.
Beim Klick auf das Feld öffnet sich ein Fenster, in das Sie die Seitenzahl eingeben können.
3)
Beim Klick auf das Feld öffnet sich ein Fenster, in das Sie den Faktor eingeben können.
2)
3.
Kurzanleitung Acrobat Reader 4.0 oder höher
3.1
Diese Kurzanleitung bezieht sich auf die Benutzung von „Acrobat Reader 4.0“.
Nach dem Aufruf der Datei „WHB_Carnival_MY-1999.pdf“ sehen Sie folgenden Bildschirm:
Abbildung 5
In der linken Fensterhälfte sehen Sie die Kapitel des Werkstatthandbuchs und in der rechten
Fensterhälfte sehen Sie die erste Handbuchseite. Wenn Sie in der linken Fensterhälfte auf
eine Überschrift klicken, wird in der rechten Fensterhälfte die dazugehörige Seite angezeigt.
Die Kapitel sind unterteilt. Wenn Sie innerhalb eines
Kapitels zu einem entsprechenden Abschnitt springen
möchten, klicken Sie auf das Plussymbol
neben
einer Kapitelüberschrift in der linken Fensterhälfte. Es
erscheinen die Abschnitte des entsprechenden Kapitels
(siehe Abbildung 6).
Ein Klick auf einen Absatz öffnet die entsprechende
Seite des Werkstatthandbuchs in der rechten Fensterhälfte.
Ein Klick auf das Minussymbol
übersicht wieder.
schließt die Kapitel-
Erklärung der Werkzeugleisten, siehe Abbildung 7 und
Abbildung 8. Ein Klick auf das Symbol führt die Funktion
aus.
Abbildung 6
Datei
Öffnen
Vergrößern der Ansicht1
Dokumentenanfang und Ende
Datei
Drucken
Blendet die linke
Spalte ein und aus
Ansicht im
Fenster mit
der Maus
bewegen
Seitenweise vor
und zurückblättern
Umschaltung der
Seitenansicht
Abbildung 7
Dokumentenanfang
Springt direkt zur
angegebenen Seite2
Vergrößerungsfaktor
auswählen/eingeben
Dokumentenende
Seitenweise vor und
zurückblättern
Abbildung 8
1)
Wenn die linke Maustaste auf dem Symbol gedrückt bleibt, erscheint das Symbol „Verkleinern“. Mit gedrückter Maustaste den Mauspfeil auf das Verkleinern-Symbol bewegen und
danach die Maustaste loslassen.
2)
Fenster doppelklicken, die gewünschte Seitenzahl eingeben und mit „ENTER“ bestätigen.
Werkstatthandbuch
INHALTSVERZEICHNIS
KAPITEL
VORWORT
Dieses Werkstatthandbuch enthält Informationen über
gängige Service-, Reparatur-, und Wartungsarbeiten für
alle Systeme des Carnival.
Das Handbuch ist in Kapitel unterteilt, in denen die betreffenden Fahrzeugsysteme erläutert werden. Jedes
Kapitel ist wiederum in Abschnitte unterteilt. Jedes Bauteil oder Untersystem wird in einem eigenen Abschnitt
behandelt. Einige Kapitel enthalten einen Wartungsabschnitt mit Arbeitsvorgängen, die auf mehrere Bauteile oder Untersysteme im Kapitel zutreffen. Gewöhnlich enthält jeder Abschnitt eine Kurzbeschreibung des
betreffenden Bauteils sowie eine Anleitung zur Fehlersuche und eine Beschreibung der Verfahren für Einstellungen, Ausbau, Einbau, Zerlegung, Zusammenbau
und Prüfung von Bauteilen. Um eine systematische
Fehlersuche und -behebung zu gestatten, enthält der
erste Abschnitt einiger Kapitel eine Beschreibung von
Diagnose- und Prüfverfahren. Tabellen mit Spezialwerkzeugen und technischen Daten befinden sich, soweit
erforderlich, am Anfang der meisten Kapitel.
Jedes Kapitel beginnt mit einem ausführlichen KapitelInhaltsverzeichnis. Darin werden alle behandelten Bauteile, Arbeits- und Prüfschritte mit Angabe der Seitenzahlen aufgeführt. Die Seitennumerierung erfolgt kapitelweise.
Gruppe
Allgemeine Informationen
00
Wartungsplan
01
Motor
KV6 DOHC (Benziner)
10A
J3 TCI DOHC (Diesel)
10B
Ölkreislauf
11
Kühlsystem
12
Ansaug- und Auspuffsystem
20
Abgasregelung
21
Kraftstoffsystem
KV6 DOHC (Benziner)
22A
J3 TCI DOHC (Diesel)
22B
Zündanlage
30
Anlasser
31
Generator, Batterie
32
Kupplung
40
Schaltgetriebe
41
Automatikgetriebe (50-40LE + 50-42LE)
42
Beispiel: 42A-35= (Kapitel) 42A, (Seite) 35
Die in diesem Handbuch enthaltenen Angaben und Daten
entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Drucklegung. Die
Kia Motors Corporation behält sich das Recht vor, eine Modellproduktion jederzeit zu beenden und Spezifikationen und
Konstruktionen ohne Ankündigungen zu ändern, ohne daß sich
daraus Verpflichtungen ergeben.
Kia Motors Corporation
SEOUL, KOREA
Alle Rechte vorbehalten. Dieses Handbuch darf ohne
schriftliche Genehmigung der Kia Motors Corporation weder
ganz noch in Auszügen nachgedruckt, vervielfältigt oder
übersetzt werden. Dazu gehört der Einsatz von elektronischen
und mechanischen Systemen einschließlich Fotokopierern,
Aufzeichnungsgeräten und Systemen zur Datenspeicherung
und -wiedergabe.
Copyright 1999, Kia Motors Corporation
Gedruckt in Korea
Publikationsnummern
Grundausgabe: 0K-K55A-19NG
Ergänzung Kap. 52-2: AFLC-GG14A
Ergänzung Kap. 42A: 0K-KKV1-G09AC
Automatikgetriebe (F4A51-2)
42A
Antriebswelle und Achse
50
Lenkung
51
Bremsanlage
52
Antiblockiersystem
52-1
Antiblockiersystem MGH 10
52-2
Räder und Bereifung
53
Radaufhängung
54
Karosserie
60
Air Bag-System
60-1
Wegfahrsperre
60-2
Sonnendach
60-3
Klimaanlage
62
VORSICHT
Geeignete Wartungs- und Instandsetzungsverfahren sind sowohl für den sicheren und
zuverlässigen Betrieb eines Kraftfahrzeugs als auch für die persönliche Sicherheit des
Mechanikers unabdingbar. Bei den zur Wartung eines Fahrzeugs verwendeten Verfahren,
Techniken, Werkzeugen und Bauteilen gibt es eine ebenso breite Streuung wie bei den
Kenntnissen und Fähigkeiten der einzelnen Mechaniker. Das vorliegende Handbuch kann
nicht alle sich daraus ergebenden Eventualitäten antizipieren und entsprechende Hinweise
dazu geben. Daher muß jeder, der von den hier gegebenen Anleitungen abweicht, zunächst
sicherstellen, daß er durch die Wahl seiner Methoden, Werkzeuge und Bauteile weder seine
eigene Sicherheit noch die des Fahrzeugs beeinträchtigt.
Es folgen einige allgemeine Warnhinweise, die bei der Arbeit am Fahrzeug stets zu beachten
sind.
•
•
•
•
•
•
•
Schutzbrille tragen.
Bei Arbeiten unter dem Fahrzeug stets Unterstellböcke verwenden.
Zündung AUS, es sei denn anders lautend spezifiziert.
Handbremse bei Arbeiten am Fahrzeug anziehen.
Motor nur in einem gut belüfteten Raum laufenlassen (Absauganlage verwenden).
Bei laufendem Motor Abstand zu sich bewegenden Bauteilen halten.
Berührung mit heißen Bauteilen (Kühler, Abgaskrümmer, Abgasrohr, Katalysator,
Schalldämpfer) vermeiden. Verbrennungsgefahr!
• Bei der Arbeit am Fahrzeug nicht rauchen.
• Bei allen Arbeiten an der Fahrzeugelektrik zunächst die Sicherheitshinweise im Kapitel
RT durchlesen und befolgen.
• Bei allen Arbeiten am Airbagsystem sind die allgemeinen Sicherheitsregeln zu beachten.
Arbeiten sind daher nur von dafür speziell geschultem Personal durchzuführen.
ACHTUNG
Die Verwendung von minderwertigen Kraftstoffen und Schmiermitteln, die nicht den KIA
Spezifikationen entsprechen, kann zu ernsthaften Motor- und Getriebeschäden führen. Es
sind stets Qualitätskraftstoffe und Schmiermittel zu verwenden, die den Spezifikationen im
Abschnitt „Technische Daten“ der jeweiligen Kapitel des Handbuchs entsprechen.
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Allgemeine Informationen
Grundlegende Hinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 00-01
Aufnahmepunkte für Wagenheber . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 00-09
Aufnahmepunkte für Fahrzeugbühne (Zweisäulenhebebühne) . . 00-09
Abschleppen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 00-10
Lage der Fahrgestellnummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 00-10
Lage der Motornummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 00-11
Einheiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 00-12
Abkürzungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 00-12
00
ALLGEMEINE INFORMATIONEN 00-01
Grundlegende Hinweise
Symbole
Es werden sechs Symbole für Öle, Flüssigkeiten, Fette und Dichtmittel verwendet. Sie geben an, wo das jeweilige
Mittel einzusetzen ist.
Symbol
Bedeutung
Typ
Öl verwenden
Neues Motor- bzw. Getriebeöl der angegebenen Spezifikation
Bremsflüssigkeit verwenden
Nur Bremsflüssigkeit der angegebenen
Spezifikation
Automatikgetriebeflüssigkeit verwenden
Nur ATF der angegebenen Spezifikation
Fett auftragen
Fett der angegebenen Spezifikation
Dichtmittel auftragen
Geeignetes Dichtmittel
Vaseline auftragen
Vaseline
BSX000000-1
BSX000000-2
BSX000000-3
BSX000000-4
BSX000000-5
BSX000000-6
Hinweis
Wenn Spezialöl oder -fett benötigt wird, ist dies in der Abbildung angegeben.
Warnhinweise
Beachten Sie beim Durchlesen der Arbeitsvorgänge die unter HINWEIS, ACHTUNG und VORSICHT gegebenen
Informationen. Sie dienen jeweils einem bestimmten Zweck. HINWEISE geben Ihnen zusätzliche Informationen,
die Ihnen helfen, einen bestimmten Vorgang vollständig durchzuführen. Unter ACHTUNG finden Sie Informationen
zur Vermeidung von Fehlern, durch die das Fahrzeug beschädigt werden könnte. VORSICHT ermahnt Sie zu
besonderer Sorgfalt in den Bereichen, in denen bei unvorsichtiger Vorgehensweise Verletzungsgefahr besteht.
00-02 ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Die folgende Liste enthält einige allgemeine WARNHINWEISE, die Sie bei der Arbeit am Fahrzeug beachten
müssen:
Vorbereitung der Werkzeuge und
Meßgeräte
Schutz des Fahrzeugs
Vor Arbeitsbeginn sicherstellen, daß alle erforderlichen
Werkzeuge und Meßgeräte verfügbar sind.
Kotflügel, Sitze und Bodenbereiche vor Arbeitsbeginn
stets abdecken. Motor nur in gutbelüfteten Bereichen
laufenlassen. Vergiftungsgefahr!
BSX000003
BSX000001
Spezialwerkzeug
Spezialwerkzeug verwenden, falls erforderlich. Erforderliches Spezialwerkzeug wird jeweils im Abschnitt
“Vorbereitung” angegeben.
Ein Wort zur Sicherheit
Beim Aufbocken des Fahrzeugs müssen folgende
Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden:
1. Räder, die beim Anheben auf dem Boden stehenbleiben, mit Keilen gegen Vor- und Zurückrollen
sichern.
2. Nur an den vorgeschriebenen Aufnahmepunkten
ansetzen.
3. Fahrzeug mit Unterstellböcken abstützen.
SST
Vor dem Starten des Fahrzeugs unbedingt sicherstellen,
daß sich keine Werkzeuge oder Personen im Motorraum befinden.
BSX000004
BSX000002
ALLGEMEINE INFORMATIONEN 00-03
Teile ausbauen
Vor Arbeitsbeginn ermitteln, welche Teile und Baugruppen für das Ersetzen / die Reparatur ausgebaut oder
zerlegt werden müssen.
BSX000007
Teile anordnen
BSX000005
Alle zerlegten Teile müssen sorgfältig für den Zusammenbau angeordnet werden. Wiederverwendbare Teile
trennen oder anderweitig kennzeichnen.
Zerlegung
Beim Zerlegen komplexer Baugruppen müssen alle
Teile so zerlegt werden, daß weder Funktion noch
Erscheinungsbild beeinträchtigt werden. Außerdem
sind die Teile zu kennzeichnen, um einen schnellen
und sicheren Zusammenbau zu gewährleisten.
BSX000008
Wiederverwendbare Teile reinigen
Alle wiederverwendbaren Teile müssen auf geeignete
Weise gründlich gereinigt werden.
BSX000006
Bauteile prüfen
Jedes ausgebaute Teil muß sorgfältig auf Funktionsstörungen, Verformungen, Beschädigungen und
andere Beeinträchtigungen geprüft werden.
BSX000009
00-04 ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Zusammenbau
Einstellen
Beim Zusammenbau aller Teile müssen die vorgeschriebenen Werte und Einstellungen genau eingehalten
werden.
Folgende Teile müssen nach dem Ausbau ersetzt
werden:
1. Öldichtungen 4. Dichtungen
2. O-Ringe
5. Sicherungsscheiben
3. Splinte
6. Selbstsichernde Muttern
Beim Einstellen geeignete Meß- und Prüfgeräte
verwenden.
BSX000012
Gummiteile und -schläuche
Gummiteile- und schläuche nicht mit Benzin oder Öl in
Kontakt bringen.
BSX000010
Je nach Lage:
1. Dichtmittel auftragen oder neue Dichtung
verwenden.
2. Öl auf bewegliche Teile auftragen.
3. Vor dem Zusammenbau vorgeschriebenes Öl oder
Fett an den angegebenen Stellen (Öldichtungen
etc.) auftragen.
BSX000014
BSX000011
ALLGEMEINE INFORMATIONEN 00-05
Arbeitsgeräte zur Fehlersuche in
der elektrischen Anlage
Prüflampe
Als Prüflampe dient eine Diodenprüflampe.
Mit der Prüflampe wird auf einfache Weise geprüft, ob
Spannung anliegt oder ein Kurzschluß vorhanden ist.
Achtung
Es dürfen nur Diodenprüflampen verwendet
werden.
Voltmeter
Das Gleichspannungs-Voltmeter dient zur Spannungsmessung. Der Meßbereich des Voltmeters muß mindestens 15 Volt betragen. Die mit “+” gekennzeichnete
Prüfspitze (rotes Kabel) wird am zu messenden Punkt
angelegt, die Prüfspitze mit der “-” Markierung (schwarzes Kabel) an die Fahrzeugmasse.
Voltmeter
schwarzes
Kabel
Kabelbrücke
Mit Kabelbrücken werden zu Prüfzwecken Schalter
überbrückt und Masseverbindungen hergestellt.
Achtung
Keine Verbindung zwischen Spannungsversorgung und Fahrzeugmasse über das Hilfskabel
herstellen. Andernfalls können Kabelstränge
und elektronische Bauteile beschädigt werden.
Spannung
Masse
AS2A00017
Ohmmeter
Das Ohmmeter dient zur Messung des Widerstands
zwischen zwei Punkten im Stromkreis sowie zur Durchgangsprüfung und zur Ermittlung von Kurzschlüssen.
Achtung
Ohmmeter nicht an Stromkreise anschließen, an
denen Spannung anliegt, da es dabei beschädigt
werden kann.
Stromversorgung
BSX061002
Ohmmeter
BSX061004
00-06 ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Elektrische Bauteile
Batteriekabel
Batterie-Massekabel abklemmen, bevor Stecker abgezogen oder elektrische Bauteile ersetzt werden.
AS2A00019
Kabelstecker verriegeln
Beim Verriegeln auf das Klickgeräusch achten, das die
feste Verriegelung anzeigt.
AS2A00018
Kabelstecker
Kabelstecker trennen
1. Beim Trennen von Kabelsteckern niemals am
Kabelstrang ziehen.
AS2A00020
Prüfung
1. Meßgerät-Prüfspitze von der Kabelseite her an die
zu prüfende Klemme anlegen.
BSX061006
2. Kabelstecker können nach Drücken oder Zurückziehen des Verriegelungshebels abgezogen werden.
BSX061007
ALLGEMEINE INFORMATIONEN 00-07
2. Klemmen von wasserdichten Kabelsteckern von
der Anschlußseite her prüfen, da sie von der Kabelstrangseite nicht erreichbar sind.
Achtung
a) Feinen Draht als Prüfspitze verwenden, um Beschädigungen der Klemmen zu vermeiden.
b) Klemmen beim Einführen der Prüfspitze nicht
beschädigen.
Buchse und Stecker
Dünnen Metallstreifen von der Klemmenseite der
Buchse oder des Steckers einführen. Klemme danach
bei niedergedrückter Verriegelung aus Buchse / Stecker
ziehen.
Typ A
Typ B
AS2A00023
AS2A00021
Prüfen
Leicht an den einzelnen Adern ziehen, um zu prüfen ob
sie fest in den Klemmen sitzen.
BSX061008
AS2A00022
Klemmen ersetzen
Zum Ausbau der Klemme (siehe Abbildung) geeignetes
Werkzeug verwenden.
Klemmen beim Einbau so weit einführen bis sie
einrasten.
00-08 ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Sensoren, Schalter und Relais
Sensoren, Schalter und Relais stets mit Vorsicht behandeln. Nicht fallenlassen oder gegen andere Teile
stoßen.
AS2A00024
Kabelfarben
Zeichen mit zwei Farbkürzeln weisen auf zweifarbige
Kabel hin. Das erste Kürzel gibt die Grundfarbe des
Kabels an, das zweite die Farbe des Streifens.
Blk/Red
Brn/Yel
gelb
rot
schwarz
braun
AS2A00025
Code
Farbe
Code
Farbe
BLK
Schwarz
ORN
Orange
BRN
Braun
PNK
Lila
GRN
Grün
RED
Rot
GRY
Grau
VIO
Violett
BLU
Blau
WHT
Weiß
LT BLU
Hellblau
YEL
Gelb
LT GRN
Hellgrün
LT GRY
Hellgrau
ALLGEMEINE INFORMATIONEN 00-09
Aufnahmepunkte für
Wagenheber
Aufnahmepunkte für
Fahrzeughebebühne
(Zweisäulenhebebühne) und
Unterstellböcke
Fahrzeugfront
Aufnahmepunkt für Wagenheber:
In der Mitte des Hilfsrahmens.
Fahrzeugfront / -heck
Vorn
Hinten
AV2A00001
133-07009 / 133-07009-1
Fahrzeugheck
Aufnahmepunkt für Wagenheber:
In der Mitte der Hinterachse.
AV2A00002
00-10 ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Abschleppen
Um Schäden am Fahrzeug beim Abschleppen zu
vermeiden, ist die richtige Abschleppausrüstung
erforderlich. Für abgeschleppte Fahrzeuge geltende
Gesetze und Bestimmungen stets beachten. In der
Regel sollten die Antriebsräder abgeschleppter
Fahrzeuge nicht mitrollen.
Lage der
Fahrgestellnummer (VIN)
VIN
1V108004
Aufbau der Fahrgestellnummer
KNE UP
75 1 2 W 6
123456
1T3108009A
Seriennummer
Bei Automatik- und Schaltgetriebe:
1. Zündschlüssel in Stellung “ACC”.
2. Wähl- oder Schalthebel in Stellung “N” (Leerlauf)
bringen.
3. Feststellbremse lösen.
Achtung
a) Fahrzeug nicht rückwärts abschleppen,
wenn die Antriebsräder mitrollen.
Andernfalls kann das Getriebe beschädigt
werden.
b) Die Hilfskraftunterstützung für Bremse und
Lenkung arbeitet bei abgestelltem Motor
nicht.
c) Hakenschlaufen unter Front und Heck des
Fahrzeugs nicht zum Abschleppen verwenden. Die Hakenschlaufen dienen AUSSCHLIESSLICH zur Verankerung beim
Transport. Werden die Hakenschlaufen
zum Abschleppen verwendet, führt dies
zu Beschädigungen der Schürzen und
Stoßfänger.
weltweite
Herstellerkennzeichnung
KNA/KNE Kia Motors Corporation
Fahrzeugtyp
UP : Kia Carnival
Aufbau:
75 = 4-türiger Wagon
Motor
1 - 2.9 L DOHC Turbodiesel
2 - 2.5 L V6 DOHC Benziner
Getriebe (allg. Bereich)
2 - 5 Schaltgetriebe
3 - 4 Automatikgetriebe
Produktionsstätte
6 - Werk Sohari
Modelljahr
ALLGEMEINE INFORMATIONEN 00-11
Lage der Motornummer
KV6 Benzinmotor
Motornummer
AV2A00004
J3 TCI Dieselmotor
Motornummer
AV2A00003
00-12 ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Einheiten
Nm.............................................................. Drehmoment
1/min .......................................................... Drehzahl
A ................................................................. Stromstärke
V ................................................................. Spannung
Ω................................................................. Widerstand
kg/cm2 (kPa) ............................................... Druck
bar (mbar) ................................................... Druck
W ................................................................ Leistung
l................................................................... Volumen
mm ............................................................. Länge
Abkürzungen
ABS ................................................... Anti-Blockiersystem
A/C .................................................... Klimaanlage
ACC ................................................... Zubehör
AGR ................................................... Abgasrückführung
A/T ..................................................... Automatikgetriebe
ATF .................................................... Automatikgetriebeflüssigkeit
CMP................................................... Nockenwellensensor
DIS..................................................... Verteilerlose Zündung
DLC ................................................... Diagnosestecker
DOHC ................................................ Doppelte obenliegende
Nockenwelle
EBD ................................................... Elektr. Bremskraftverteiler
ECT.................................................... Kühlmitteltemperatur
E/L ..................................................... Elektrische Last
EX ....................................................... Abgas/Auspuff
GND.................................................... Masse
HFM.................................................... Luftmassenmesser
HLA..................................................... Hydrostößel
HO2S................................................... Lambdasonde
IAC...................................................... Leerlaufluftregelung
IAT ...................................................... Ansauglufttemperatur
IGN ..................................................... Zündung
IN ........................................................ Einlaß
INT ...................................................... Zeitweilig
LH ....................................................... Links
M ........................................................ Motor
MIL...................................................... Störungsanzeigeleuchte
M/S ..................................................... Manuelle Lenkung
M/T ..................................................... Schaltgetriebe
OBD.................................................... On-Board-Diagnose
OFF..................................................... Schalter aus
ON ...................................................... Schalter ein
OT....................................................... Oberer Totpunkt
PCM................................................... Motorsteuergerät
PCV .................................................... Kurbelgehäuseentlüftung
P/S...................................................... Servolenkung
PRC .................................................... Druckregler
P/W..................................................... Elektr. Fensterheber
RH....................................................... Rechts
SFI ...................................................... Mehrkanaleinspritzung
SST..................................................... Spezialwerkzeug
SW ...................................................... Schalter
TCM.................................................... Getriebesteuerung
TCS..................................................... Schlupfregelung
TPS..................................................... Drosselklappensensor
TWC.................................................... 3-Wege-Katalysator
UT ....................................................... Unterer Totpunkt
VSS..................................................... Geschwindigkeitssensor
WU-TWC ............................................ Katalysatorheizung
Wartungsplan
Wartungsplan
01
Wartungsplan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 01-1
WARTUNGSPLAN 01-01
Wartungsplan Benzinmotor
INSPEKTIONSINTERVALLE
Nach Monaten oder Kilometer, je nachdem, was zuerst eintritt
Monate
12
24
36
48
60
72
84
96
108
120
km
1 5000
30000
45000
60000
75000
90000
105000
120000
135000
150000
INSPEKTIONSUMFANG
Luftfiltereinsatz*2
W
W
W
W
W
siehe Hinweis
Zahnriemen*2
Keilriemen*2
P
Zündkerzen
P
W
P
P
W
P
P
W
P
P
W
P
P
W
Leerlaufdrehzahl
P
P
P
P
P
Kühlsystem
P
P
P
P
P
Kühlmittel (siehe Hinweis)
P
Pollenfilter*2
W
P
W
W
P
W
W
P
W
W
P
W
W
W
Motoröl*2
W
W
W
W
W
W
W
W
W
W
Ölfilter*2
W
W
W
W
W
W
W
W
W
W
Kraftstoffilter*2
W
W
W
W
W
Kraftstoffleitung
P
P
P
P
P
P
P
P
P
P
Bremsanlage/Kupplung Sichtprüfung
auf Undichtigkeit und Beschädigung,
Pedalweg
Brems-/Kupplungsflüssigkeit
(siehe Hinweis)
P
P
P
P
P
P
P
P
P
P
Scheibenbremse, Sichtkontrolle
P
P
P
P
P
P
P
P
P
P
Trommelbremse einschl. Handbremse
P
P
P
P
P
P
P
P
P
Lenkanlage
P
P
P
P
P
P
Batterie Ladezustand
P
P
P
P
P
P
P
P
P
P
Manschetten der Antriebswelle
P
P
P
P
P
P
P
P
P
P
Schaltgetriebe*1, Ölstand, Undichtigkeiten*2
P
P
P
W
P
P
P
W
P
P
Automatikgetriebe*1, Ölstand, Undichtigkeiten*2
P
P
P
W
P
P
P
W
P
P
Fahrwerk Schraubenverbindungen
P
Auspuffanlage (Hitzeschild)
P
P
P
P
P
P
P
P
P
Bereifung Profiltiefe, Reifenlaufbild
inkl. Reserverad Reifenluftdruck
P
P
P
P
P
P
P
P
P
P
Beleuchtungseinrichtung auf Funktion
P
P
P
P
P
P
P
P
P
P
Alle beweglichen Teile, inkl. Sicherheitsgurte
P
P
P
P
P
P
P
P
P
P
P
P
P
P
P
P
Fehlercode auslesen inkl.
ABS*1,
Airbagsystem
Klimaanlage auf Funktion*1
*1
W
P
E
= sofern vorhanden
= ersetzen/wechseln
= prüfen
= prüfen ggf. einstellen
*2
P
P
P
P
P
= Wird das Fahrzeug überwiegend unter erschwerten
Bedingungen betrieben, sind die Intervalle in
entsprechend kürzeren Abständen durchzuführen
P
P
P
P
Wichtiger Hinweis:
Bremsflüssigkeitswechsel alle 2 Jahre
Kühlmittelwechsel alle 2 Jahre
Zahnriemenwechsel alle 90.000 km/4 Jahre
Getriebeölwechsel alle 4 Jahre
01-02 WARTUNGSPLAN
Wartungsplan Dieselmotor
INSPEKTIONSINTERVALLE
Nach Monaten oder Kilometer, je nachdem, was zuerst eintritt
Monate
km
INSPEKTIONSUMFANG
Luftfiltereinsatz*2
12
24
36
10.000
20.000
30.000
40.000
50.000
60.000
70.000
80.000
90.000
P
W
P
W
P
W
P
W
P
Zahnriemen*2
siehe Hinweis
Keilriemen*2
P
P
Leerlaufdrehzahl
P
P
P
P
Kühlsystem
P
P
P
P
Kühlmittel (siehe Hinweis)
P
W
P
W
Bypass
Ölfilter*2
W
W
W
W
Motoröl*2
W
W
W
W
W
W
W
W
W
Ölfilter*2
W
W
W
W
W
W
W
W
W
P
P
P
P
Kraftstoffilter*2
siehe Hinweis
Kraftstoffleitungen
P
Manschetten der Antriebswelle
P
P
P
P
P
P
P
P
Brems-Kupplungsflüssigkeit (siehe Hinweis)
P
P
P
P
P
P
P
P
P
Scheibenbremse, Sichtkontrolle
P
P
P
P
P
P
P
P
P
Trommelbremse einschl. Handbremse
P
P
P
P
Lenkung/Fahrwerk
P
P
P
P
Auspuffanlage (Hitzeschild)
P
P
P
P
Fahrwerk Schraubenverbindungen
Schaltgetriebe*1,
Ölstand,
P
P
Undichtigkeiten*2
(siehe Hinweis)
P
P
P
P
P
P
P
W
P
P
P
P
P
P
P
P
P
W
Bereifung Profiltiefe, Reifenlaufbild
P
P
P
P
P
P
P
P
Beleuchtung auf Funktion
P
P
P
P
P
P
P
P
P
P
P
P
Automatikgetriebe*1,
Ölstand,
Undichtigkeiten*2
(siehe Hinweis)
Batterie Ladezustand
Fehlercode auslesen inkl.
Klimaanlage auf
ABS*1,
Airbagsystem
Funktion*1
P
P
P
P
Sevolenkung, Ölstand
P
P
P
P
Bremspedalspiel
P
P
P
P
Bremskraftverstärker Funktion
P
P
P
P
Radmuttern/Schrauben
P
Alle beweglichen Teile, inkl. Sicherheitsgurte
*1
W
P
E
= sofern vorhanden
= ersetzen/wechseln
= prüfen
= prüfen ggf. einstellen
*2
P
P
P
P
P
P
= Wird das Fahrzeug überwiegend unter erschwerten
Bedingungen betrieben, sind die Intervalle in
entsprechend kürzeren Abständen durchzuführen
P
P
P
P
P
P
Wichtiger Hinweis:
Bremsflüssigkeitswechsel alle 2 Jahre
Kühlmittelwechsel alle 2 Jahre
Zahnriemenwechsel alle 90.000 km/4 Jahre
Kraftstoffilter alle 10.000 km entwässern
Getriebeölwechsel alle 4 Jahre
KV6 DOHC BENZINMOTOR MOTOR
MOTOR
(KV6 DOHC Benzinmotor)
Spezialwerkzeuge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-01
Fehlersuchtabellen
Motor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-03
Zahnriemen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-06
Hydrostößel (HLA) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-07
Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-08
Wartung am Fahrzeug
Vorderer Zahnriemen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-09
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-10
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-12
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-13
Hydrostößel (HLA) - Rechte Bank . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-16
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-17
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-19
Hydrostößel (HLA) - Linke Bank . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-23
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-24
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-24
Zylinderkopfdichtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-26
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-26
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-27
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-28
Aus- und Einbau
Ausbau
Motor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-30
Einbau
Motor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-35
Zerlegung, Prüfung und Zusammenbau
Zerlegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-39
Zahnriemen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-39
Zylinderkopf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-41
Zylinderblock . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-44
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-47
Zylinderkopf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-47
Ventile und Ventilführungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-48
Ventilsitze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-49
Ventilfedern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-50
Nockenwelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-51
Lagereinsatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-52
10A
MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
Pleuelfußlagerdeckel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-52
Zylinder-Laufbuchsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-53
Kolben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-53
Bestimmung der Pleuelfußlager . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-54
Bestimmung der Kurbelwellenhauptlager . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-56
Zusammenbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-58
Zylinderblock . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-58
Zylinderkopf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-64
Vorderer Zahnriemen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10A-70
KV6 DOHC BENZINMOTOR
MOTOR 10A-01
Spezialwerkzeuge
Motor
0K130 990 007
0K993 120 001
Motorständer
Ventilfederspanner
Zum Ein- und Ausbau des Motors.
Zum Aus- und Einbau der Ventile.
0K552 101 001
0K993 120 004
Hängevorrichtung, Motorständer
Drehgelenk, Ventilfederspanner
Zum Aus- und Einbau des Motors.
Zum Aus- und Einbau der Ventile.
0K201 170 AA0
0K993 110 AA0
Motorträger
Kolbenbolzen-Werkzeugsatz
Zum Aus- und Einbau des Motors.
Zum Aus- und Einbau der Kolbenbolzen.
0K590 111 001
0K201 120 011
Zahnkranz-Arretierung
Aus- und Einbauwerkzeug, Ventilführungen
Zur Arretierung des Schwungrads.
Zum Aus- und Einbau der Ventilführungen.
10A-02 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
0K993 120 006
Ausbauwerkzeug, Ventilschaftdichtungen
Zum Ausbau der Ventilschaftdichtungen.
0K201 120 005
Einbauwerkzeug, Ventilschaftdichtungen
Zum Einbau der Ventilschaftdichtungen.
0K130 283 021
Kugelgelenkabzieher
Zum Auspressen der Spurstangenköpfe.
KV6 DOHC BENZINMOTOR
MOTOR 10A-03
Fehlersuchtabelle
Motor KV6 DOHC
Problem
Motor dreht nicht durch
Mögliche Ursache
Batterie, Anlasser, Elektrik
Maßnahme
Siehe Anlasser,
Kapitel 31, Generator
Kapitel 32 oder Schaltplanbuch
Flüssigkeit im Brennraum
Absaugen und Motor
ohne Zündkerzen
drehenlassen
Motorblock verzogen
Instandsetzen
Motor dreht normal durch, Fehlfunktion Kraftstoffsystem
Siehe Kraftstoffsystem,
startet jedoch nicht
Kapitel 22
Fehlfunktion Zündsystem
Siehe Zündsystem,
Kapitel 30
Ventilspiel nicht i.O.
Hydrostößel prüfen
Abgasanlage beeinträchtigt
Siehe Abgasanlage,
Kapitel 20
Zahnriemen und verwandte Teile
Zahnriemen und verwandte
Teile prüfen und ggf.
ersetzen
Schlechter Leerlauf
Zu geringe Kompression wg. hängender oder verbrannter Ventile,
Kompressionsprüfung wie
verschlissener Kolbenringe oder Zylinder; Zylinderkopfdichtung
im entspr. Kap. beschr.;
beschädigt
Motor ggf. instandsetzen
Nockenwelle nicht i.O.
Ersetzen
Fehlfunktion Kraftstoffsystem
Siehe Kraftstoffsystem,
Kapitel 22
Fehlfunktion Abgasregelung
Siehe Abgasregelung,
Kapitel 21
Fehlfunktion Zündsystem
Siehe Zündsystem,
Kapitel 30
Ventilspiel nicht i.O.
Hydrostößel prüfen
Kompression ungleichmäßig
Kompressionsprüfung wie
im entspr. Kap. beschr.;
Motor ggf. instandsetzen
Weiße Abgase
Schlechter Ventilsitz
Instandsetzen oder ersetzen
Ventilfeder gebrochen
Instandsetzen
Zylinderkopfdichtung nicht i.O.
Ersetzen
Normalerweise durch Wasserdampf verursacht, der Nebenprodukt
nicht erforderlich
der Verbrennung ist (bei Kälte sichtbar)
Viel weißer Rauch bei warmem Motor: Zylinderkopfdichtung nicht i.O., Instandsetzen oder ersetzen
Ansaugtraktdichtung nicht i.O., Zylinderblock, -kopf oder Ansaugkrümmer gerissen
10A-04 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
Problem
Schwarze Abgase
Mögliche Ursache
Fehlfunktion Kraftstoffsystem
Maßnahme
Siehe Kraftstoffsystem,
Kapitel 22
Fehlfunktion Abgasregelung
Siehe Abgasregelung,
Kapitel 21
Blaue Abgase
Es gelangt Öl in die Brennräume und verbrennt. Mögliche Ursachen: Ersetzen
verschlissene Kolbenringe, Ventilführungen, Ventilschaftdichtungen;
Zylinderkopfdichtung nicht i.O.
Ventiltrieb erzeugt
Ventilführungen verschlissen
Instandsetzen
ungewöhnliche
Öldruck zu niedrig
Siehe Ölkreislauf,
Geräusche
Zu geringe Leistung
Kapitel 11
Ventilspiel nicht i.O.
Hydrostößel prüfen
Ventilfeder gebrochen
Ersetzen
Ventile hängen
Ventile gangbar machen
Nockenwelle nicht i.O.
Ersetzen
Ungenügende Kompression durch:
1. Ventilspiel nicht i.O.
Hydrostößel prüfen
2. Ventilsitz undicht
Instandsetzen oder ersetzen
3. Ventilschaft verzogen
Ersetzen
4. Ventilfeder ermüdet oder gebrochen
Ersetzen
5. Zylinderkopfdichtung nicht i.O.
Ersetzen
6. Zylinderkopf verogen oder gerissen
Instandsetzen o. ersetzen
7. Kolbenringe sitzen fest, sind beschädigt oder verschlissen
Ersetzen
8. Kolben verschlissen oder gebrochen
Fehlfunktion Kraftstoffsystem
Ersetzen
Siehe Kraftstoffsystem,
Kapitel 22
Rutschende Kupplung
S. Kupplung, Kapitel 40
Hängende Bremsen
Siehe Bremsanlage,
Kapitel 52
Falsche Reifengröße
Siehe Räder und Bereifung,
Kapitel 53
Abgasanlage nicht i.O.
Siehe Abgasanlage,
Kapitel 20
Abnormale Verbrennung
Motorklopfen im Leerlauf
Ventilspiel nicht i.O.
Hydrostößel prüfen
Verbranntes oder hängendes Ventil
Ersetzen
Ventilfeder ermüdet oder gebrochen
Ersetzen
Kohleablagerungen in Brennräumen
Ablagerungen beseitigen
Aggregat-Antriebsriemen/Spanner locker
Riemen und Spanner prüfen
(bei warmem Motor)
ggf. ersetzen
Lager A/C-Kompressor oder Generator
Prüfen und ersetzen
Falsche Ölviskosität
Spezifiziertes Motoröl
auffüllen
Kobenbolzenspiel zu groß
Neuen Kolben, Bolzen oder
Pleuel einbauen
Pleuelspiel
Pleuel prüfen und ggf.
ersetzen
KV6 DOHC BENZINMOTOR
Problem
Motorklopfen im Leerlauf
Mögliche Ursache
Spiel Kolben / Zylinder zu gering
(bei warmem Motor)
MOTOR 10A-05
Maßnahme
Honen und ggf. Pleuel
ersetzen
Zahnriemenführung oder -spanner nicht i.O.
Ersetzen
Umlenkrolle lose
Spannen oder ggf. ersetzen,
Leichte Leerlaufgeräusche Ventilfeder stößt gegen Deckel, ist schief oder gebrochen
Instandsetzen oder ersetzen
nehmen bei steigender
Zu viel Spiel zwischen Ventilschaft und -führung
Instandsetzen
Drehzahl zu
Ventilsitz unrund
Instandsetzen
Motorklopfen bei kaltem
Spiel Kolben / Zylinder zu groß
Kolben ersetzen
Motor
Umlenkrolle lose oder beschädigt
Spannen oder ersetzen
Klopfen nimmt
Spiel Kolben / Zylinder zu groß
Kolben ersetzen
drehzahlabhängig zu
Pleuel verzogen
Ersetzen
Starkes Motorklopfen
Umlenkrolle beschädigt
Ersetzen
bei warmem Motor unter
Aggregate-Antriebsriemen überspannt oder beschädigt
Einstellen o. ersetzen
Last
Riemenspanner beschädigt
Ersetzen
Schwungrad gebrochen oder Kupplungsscheibe locker
Schwungrad prüfen, ggf.
Kupplungsscheibe ersetzen
Kurbelwellenlagerspiel zu groß
Instandsetzen
Pleuelfußlagerspiel zu groß
Instandsetzen
Leichtes Motorklopfen
Zündzeitpunkt nicht i.O.
Zündzeitpunkt prüfen
bei warmem Motor und
Kolbenbolzen und/oder Pleuel beschädigt
Kolbenbolzen und/oder
geringer Last
Pleuel ersetzen
Schlechter Kraftstoff
Spezifizierte Kraftstoffqualität verwenden
Auspuffkrümmer undicht
Bolzen festziehen oder ggf.
Krümmerdichtungen
ersetzen
Motorklopfen beim
Starten und einige
Sekunden danach
Pleuellagerspiel zu groß
Instandsetzen
Ölviskosität nicht i.O.
Spezifiziertes Motoröl
auffüllen
10A-06 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
Fehlersuchtabelle
Zahnriemen
Problem
Abgebrochene oder
Mögliche Ursache
Nockenwelle sitzt fest
beschädigte Zähne
Maßnahme
Ventildeckel abnehmen
und Nockenwelle prüfen,
ggf. instandsetzen o. ers.
Riemenspanner sitzt fest
Spanner ausbauen,
prüfen und ggf. ersetzen
Riemenrückseite brüchig
Motor wird zu heiß
und / oder verschlissen
Kühlsystem prüfen
Siehe Motorkühlung,
Kapitel 12
Riemen streift Riemenabdeckung
Riemenabdeckung
abnehmen und prüfen
Ggf. ersetzen
Seitlicher Verschleiß
Zahnriemen nicht korrekt eingebaut
und / oder Ausfransungen
Zahnriemen aus- und
wieder einbauen
Zahnriemenführung nicht i.O.
Zahnriemen ausbauen und
Führung prüfen
Verschlissene Zähne
Schlechte Abdichtung der
Zahnriemenabdeckung
Zahnriemenabdeckung
ausbauen und prüfen,
ggf. ersetzen
Wasserpumpe undicht
Wasserpumpe prüfen,
ggf. ersetzen
Nockenwelle nicht i.O.
Ventildeckel ausbauen und
Nockenwelle prüfen
Instandsetzen oder ersetzen
Riemen zu stramm gespannt
Spannfeder ausbauen und
prüfen, ggf. ersetzen
Öl oder Kühlmittel auf
Öldichtung
dem Riemen
Vordere Öldichtungen
prüfen, ggf. ersetzen
Wasserpumpe undicht
Wasserpumpe prüfen,
ggf. ersetzen
Riemenabdeckung undicht
Zahnriemenabdeckung
ausbauen und prüfen,
ggf. ersetzen
KV6 DOHC BENZINMOTOR
MOTOR 10A-07
Fehlersuchtabelle
Hydrostößel (HLA)
Problem
•
•
•
•
•
Mögliche Ursache
Maßnahme
Geräusche beim Starten des Motors unmittelbar
nach Ölwechsel.
Geräusche beim Starten des Motors, nachdem
das Fahrzeug etwa 1 Tag nicht benutzt wurde.
Ölbohrung
undicht
Motor bei 2.000-3.000 1/min laufenlassen.
Wenn die Geräusche nach 2 Sekunden 10 Minuten* aufhören, sind die Hydrostößel OK.
Falls nicht, Hydrostößel ersetzen.
Geräusche beim Starten, wenn der Motor
3 Sek. oder länger mit dem Anlasser gedreht
wird.
Geräusche beim Starten des Motors nach
Einbau neuer Hydrostößel.
Hydrostößel
undicht
* Die erforderliche Umlaufzeit des Öls enthält
eine Toleranz für den Zustand des Öls und die
Umgebungstemperatur.
Geräusch hält länger als 10 Minuten an.
Öldruck zu gering
Öldruck prüfen.
Ursache ermitteln, falls geringer als angegeben.
Öldruck: 3,2/5,0 kg/cm2 bei 3.000 1/min
Hydrostößel NOK
Hydrostößel von Hand niederdrücken.
Hydrostößel ist OK, falls er nicht nachgibt.
Hydrostößel ersetzen, falls er nachgibt.
Ventilspiel messen.
HLA ersetzen, falls Spiel größer als 0 mm.
•
Falsche Ölmenge
Öl-Füllstand prüfen.
Je nach Bedarf Öl auffüllen oder ablassen.
Öl nicht i.O.
Zustand des Öls prüfen.
Öl wechseln, falls nicht i.O. (auf korrekte Menge
und Spezifikation achten).
Leerlaufgeräusche nach Betrieb bei hoher
Drehzahl.
10A-08 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
Technische Daten
Motor
Motor
KV6 DOHC
Position
Bauart
Viertakt-Ottomotor
Zylinderanordnung und -anzahl
V-Sechszylinder (90°)
Brennräume
Pultdach
Ventilsystem
Zahnriemensteuerung, 24 Ventile, DOHC
Hubraum
ccm
2.497
Bohrung x Hub
mm
80 x 82.8
kg/cm2-1/min
13,5 - 290
Verdichtungsverhältnis
10,4:1
Verdichtungsdruck
Ventil-
Einlaß
Steuerzeiten
Öffnen
Schließen
Auslaß
Öffnen
Schließen
Ventilspiel
vor OT
2°
nach UT
54°
vor UT
50°
nach OT
14°
Einlaß
0: Wartungsfrei
mm Auslaß
Leerlaufdrehzahl *1
Zündzeitpunkt *2
Zündfolge
*1. Wählhebelstellung “P”
*2. Prüfklemme “Masse”
0: Wartungsfrei
1/min
vor OT
725±50
12°± 5°
1-6-5-4-3-2
KV6 DOHC BENZINMOTOR
Motor 10A-09
Wartung am Fahrzeug
Vorderer Zahnriemen
22-26 Nm
5-7 Nm
45 Nm
22-27 Nm
40-50 Nm
37-53 Nm
BV2A10A001
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
Pumpe Servolenkung
Generatorklemme “B”
Generator
Antriebsriemen-Umlenkrolle
Ölpeilstabführung
Vordere Zahnriemenabdeckung
(7) Generator- /Servopumpenhalterung
(8) Aufnahme für Hebevorrichtung
(9) Antriebsriemenspanner
(10) Kurbelwellenriemenscheibe
(11) Abdeckung Kurbelwellenriemenscheibe
(12)
(13)
(14)
(15)
(16)
Kompressor Klimaanlage
Halterung A/C-Kompressor
Vordere Abdeckung
Zahnriemenspanner (autom.)
Zahnriemen
10A-10 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
Ausbau
1. Batteriemassekabel abklemmen.
2. Zwei Muttern und drei Schrauben lösen.
Motorhalterung Nr.3 ausbauen.
AV2A42155
AV2051008
3. Spannvorrichtung mit Schraubenschlüssel anheben
und Antriebsriemen abnehmen.
AV2A42154
4. Drei Befestigungsschrauben der Servopumpe
lösen.
Servopumpe und Ausgleichsbehälter ausbauen
(Schläuche bleiben angeschlossen).
5. Servopumpe und Ausgleichsbehälter mit Draht
neben dem Motorblock fixieren.
6. Klemme “B” und Kabelstecker vom Generator abklemmen.
7. Zwei Schrauben lösen und Generator von der
Halterung abnehmen. Generator ausbauen.
8. Zwei Befestigungsschrauben der AntriebsriemenUmlenkrolle lösen und Umlenkrolle ausbauen.
9. Befestigungsschraube der Ölpeilstabführung (an
Zylinderkopf) lösen.
10. Zwei Befestigungsmuttern der Ölpeilstabführung
(an Ölwanne) lösen. Peilstabführung ausbauen
(Dichtung nicht wiederverwenden).
11. Drei Schrauben lösen und linke vordere Steuerriemenabdeckung ausbauen.
12. Drei Schrauben lösen und rechte vordere Steuerriemenabdeckung ausbauen.
13. Fünf Befestigungsschrauben der Generator-/Servopumpenhalterung lösen.
14. Halterung und Aufnahme für Hebevorrichtung
ausbauen.
15. Zwei Befestigungsschrauben des Antriebsriemenspanners lösen und Spanner ausbauen.
16. Einstellmarkierung ausrichten. Kurbelwelle dazu im
Uhrzeigersinn drehen, bis ‘L’-Markierung des
Nockenwellenrads der linken Bank mit Markierung
der hinteren Steuerriemenabdeckung fluchtet.
rechte
Bank
Zündzeitpunktmarkierung
linke
Bank
AG2010013
KV6 DOHC BENZINMOTOR
17. Fahrzeug aufbocken.
18. Bolzen lösen und Rad ausbauen.
19. Zwei Befestigungsschrauben und drei Klammern
des Spritzschutzes im Radhaus lösen. Spritzschutz
ausbauen.
MOTOR 10A-11
30. Obere Befestigungsschraube des automatischen
Steuerriemenspanners (an Motor) lösen.
Spannrolle
automatische
Spannvorrichtung
obere Schraube
AG2010014
AV2A10058
20. Schraube der Kurbelwellenriemenscheibe lösen.
21. Kurbelwellenriemenscheibe ausbauen.
22. Drei Befestigungsschrauben der Riemenscheibenabdeckung lösen und Abdeckung ausbauen.
23. Vier Befestigungsschrauben des Klimaanlagenkompressors lösen und Kompressor ausbauen
(Schläuche bleiben angeschlossen).
24. Kompressor mit Draht neben dem Motor fixieren.
BSX010A060
25. Vier Befestigungsschrauben der A/C-Kompressorhalterung lösen und Halterung ausbauen.
26. Befestigungsschraube der Kabelstrangführung (an
vorderer Abdeckung) lösen
27. Sechs Befestigungsschrauben der vorderen Abdeckung (an Motor) lösen.
28. Inbusschraube der vorderen Abdeckung lösen.
29. Vordere Abdeckung ausbauen.
31. Untere Schraube lockern und Spannvorrichtung
von Spannrolle fortschwenken. Schraube herausnehmen und Spanner ausbauen.
32. Steuerriemen abnehmen.
Hinweis
a) Zahnriemen nur mit den Fingern von den Zahnrädern drücken; der Einsatz von Hebelwerkzeug
kann zu Beschädigungen des Riemens und der
Räder führen.
b) Kurbelwelle nicht drehen, solange der Zahnriemen fehlt und die Zylinderköpfe montiert
sind.
10A-12 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
Prüfung
Hinweis
Zahnriemen nicht knicken oder umstülpen. Zahnriemen nicht mit Öl oder Fett in Berührung bringen.
1. Zahnriemen bei Verschmutzung durch Öl oder Fett
ersetzen.
2. Zahnriemen auf ungleichmäßige Abnutzung,
Ausfransung, Abschuppung, Rißbildung und
Verhärtung prüfen und ggf. ersetzen.
5. Automatische Spannvorrichtung auf Öldichtigkeit
prüfen. Spannvorrichtung ggf. ersetzen.
6. Überstand des Spannerbolzens messen und
Bolzen ggf. ersetzen.
Überstand (freie Länge) : 14 mm
Überstand
Beschädigung
/ Verschleiß
Abschuppung
Riß
AG2010017
ABT010217
3. Riemen wie in Abb. gezeigt zu einem “U” biegen.
Der Abstand “A” muß mindestens 25 mm betragen.
7. Nockenwellenräder und Zahnriemenantriebsrad auf
gebrochene Zähne und Beschädigungen prüfen.
Hinweis
Alle Bauteile ersetzen, die Schäden oder übermäßigen Verschleiß aufweisen, oder in anderer Weise
auf eine bevorstehende Fehlfunktion schließen
lassen.
A
ABT010216
4. Umlenkrolle u. Spannerriemenscheibe auf ungleichmäßige Abnutzung und Lagergängigkeit prüfen.
AN7010B090
AV2A10056
KV6 DOHC BENZINMOTOR
Einbau
1. Darauf achten, daß die Einstellmarkierung auf
Zahnriemenscheibe mit der Markierung auf Motor
fluchtet.
Darauf achten, daß die “L”-Markierung auf dem
Nockenwellenrad der linken Bank mit der
Markierung der hinteren Zahnriemenabdeckung
fluchtet.
Darauf achten, daß die “R”-Markierung auf dem
Nockenwellenrad der rechten Bank mit der Markierung der hinteren Zahnriemenabdeckung
fluchtet.
rechte
Bank
Einstellmarkierungen
MOTOR 10A-13
4. Spannvorrichtung anbringen, Schrauben einsetzen
und festziehen.
Anzugsdrehmomente:
A : 22-25 Nm
B : 40-50 Nm
linke
Bank
A
B
Paßstift
Paßstift
AG2010014
AG2010013
2. Zahnriemen mit den Fingern auf die Räder auflegen.
Mit dem Antriebsrad beginnen und gegen den Uhrzeigersinn fortfahren.
Hinweis
Pfeilmarkierung des Steuerriemens muß in Laufrichtung weisen.
3. Spannbolzen mit geeignetem Werkzeug vorsichtig
zusammendrücken und passenden Stift (Ø 2 mm) in
die seitliche Bohrung einführen, um den Bolzen zu
fixieren.
5. Spannrolle freigeben und Stift aus der Bohrung der
automatischen Spannvorrichtung entfernen.
6. Kurbelwelle um zwei vollständige Umdrehungen im
Uhrzeigersinn drehen und Einstellmarkierung auf
dem Zahnriemenantriebsrad mit der Einstellmarkierung auf dem Motorblock fluchten lassen.
7. Darauf achten, daß die “L”-Markierung auf dem
Nockenwellenrad der linken Bank mit der Markierung auf der hinteren Zahnriemenabdeckung
fluchtet.
Darauf achten, daß die “R”-Markierung auf dem
Nockenwellenrad der rechten Bank mit der Markierung auf der hinteren Zahnriemenabdeckung
fluchtet.
rechte
Bank
Einstellmarkierung
linke
Bank
Bohrungen
AG2010013
8. Falls die Markierungen nicht fluchten: Zahnriemen
abnehmen und Schritte 1 bis 7 erneut ausführen.
AG2010017
10A-14 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
9. Vordere Abdeckung anbauen.
18. Generator-/Servopumpenhalterung anbauen.
Anzugsdrehmomente:
1:
28-35 Nm
5:
40-50 Nm
2, 3, 4, 6, 7:
75-90 Nm
1
Anzugsdrehmoment:
45 Nm
19. Linke und rechte vordere Zahnriemenabdeckung
anbauen. Auf korrekten Sitz der Dichtungen
achten.
Anzugsdrehmoment:
5
7-10 Nm
20. Ölpeilstabführung mit neuer Dichtung einbauen und
Muttern sowie Schraube festziehen.
4
Anzugsdrehmoment:
KI
21. Riemen-Umlenkrolle anbauen.
3
6
2
7
BSX010A022-1
10. Kabelstrangführung an vorderer Abdeckung
anbringen.
11. A/C-Kompressorhalterung anbauen.
Anzugsdrehmoment:
7-10 Nm
Anzugsdrehmoment:
40-50 Nm
22. Generator an Halterung befestigen.
Anzugsdrehmoment:
45 Nm
23. Klemme “B” und Kabelstecker an Generator
anklemmen.
24. Servopumpe an Halterung befestigen.
25. Antriebsriemenspanner mit Schraubenschlüssel
anheben und Antriebsriemen auflegen.
37-53 Nm
12. A/C-Kompressor anbauen.
13. Abdeckung Kurbelwellenriemenscheibe anbauen.
Anzugsdrehmoment:
7-10 Nm
14. Kurbelwellenriemenscheibe anbauen.
Anzugsdrehmoment:
157-167 Nm
15. Radhaus-Einsatz anbauen.
16. Rad anbauen.
Anzugsdrehmoment:
88-107 Nm
17. Antriebsriemenspannvorrichtung anbauen.
Anzugsdrehmoment:
22-27 Nm
AV2A42154
KV6 DOHC BENZINMOTOR
26. Motorhalterung Nr. 3 einbauen.
AV2051008
Anzugsdrehmoment:
67-93 Nm
27. Batteriemassekabel anklemmen.
MOTOR 10A-15
10A-16 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
Hydrostößel (HLA)
Rechte Bank
BV2A10A002
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
Hintere Zahnriemenabdeckung
Vorderes Nockenwellenrad
Hinteres Nockenwellenrad
Spanner hinterer Zahnriemen
Hinterer Zahnriemen
Hintere Abdeckung (hinterer
Zahnriemen)
(7) Hintere Abdeckung (vorderer
Zahnriemen)
(8) Ventildeckel und Dichtung
(9) Nockenwellenträger
(10) Nockenwelle
(11) Hintere Öldichtung (braun)
(12) Vordere Öldichtung Einlaßnockenwelle (rot)
(13) Vordere Öldichtung Auslaßnockenwelle (schwarz)
(14) Hydrostößel (HLA)
KV6 DOHC BENZINMOTOR
MOTOR 10A-17
Ausbau (rechte Bank)
1. Batteriemassekabel abklemmen.
2. Vordere Abdeckung ausbauen.
(Siehe “Vorderen Zahnriemen ausbauen”; Schritt 1
bis 28, Seite 10A-10)
3. Ansaugkanal ausbauen (2 Schrauben, 1 Klammer).
Lüftungsschlauch
Breather hose
Luftfiltergehäuse
AV2A10060
11. Lüftungsschlauch und Schlauch der Kraftstoffrückführung vom Ausgleichsbehälter abziehen.
Ansaugkanal
1V2107001
4. Kabelstecker des Luftmassenmessers abklemmen.
5. Luftfiltergehäuse ausbauen (3 Schrauben, 1 Klammer).
6. Gaszug aushängen.
Kraftstoffrückführung
Fuel
return hose
Lüftungsschlauch
Breather
hose
Gaszug
Accelerator
cable
AV2A10061
TPS-Stecker
TPS
Connector
Stecker
IAC
Valve
IAC-Ventil
Connector
12. Kabelstranghalter vom Ausgleichsbehälter
abbauen.
Lüftungsschlauch
Breather
hose
AV2A10059
7. TPS- und IAC-Ventil-Kabelstecker abklemmen.
8. Lüftungsschlauch vom Drosselklappengehäuse
abziehen.
9. Zündkabel abziehen.
10. Lüftungsschläuche vom linken Ventildeckel
abziehen.
Kabelhalter
Harness
coupler
bracket
AV2A10062
10A-18 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
13. VICS-Ventil-Kabelstecker, Bremsunterdruckschlauch und Unterdruckschlauch der Spülregelung abziehen.
21. Vier Schrauben lösen und hintere Abdeckung des
vorderen Zahnriemens vom Zylinderkopf abbauen.
22. Hinteren Zahnriemenspanner abbauen.
Hinweis
Beim Ersetzen des Zahnriemens stets auch die
Spannfeder ersetzen.
Bolt's
Schrauben
Spannfeder
UnterdruckPurge control
schlauch
vacuum hose
Spülregelung
Brake
vacuum
Bremsunterdruckschlauch
hose
Nut's
Muttern
VICS-Ventil-Kabelstecker
VICS
valve connector
AV2A10063
AS2A10052
14. Ausgleichsbehälter ausbauen (4 Schrauben,
2 Muttern).
15. Hintere Zahnriemenabdeckung ausbauen
(3 Schrauben).
16. Schrauben der vorderen und der beiden hinteren
Nockenwellenräder lösen.
17. Obere Befestigungsschraube des vorderen
Zahnriemenspanners (an Motor) lösen.
Spannrolle
23. Hinteren Zahnriemen abnehmen.
24. Hintere Nockenwellenräder abbauen.
25. Zwei Schrauben lösen und hintere Abdeckung des
hinteren Zahnriemens vom Zylinderkopf abbauen.
26. Schrauben (14 Stck.) lösen und Ventildeckel sowie
Dichtung abnehmen.
27. Befestigungsschrauben (22 Stck.) des Nockenwellenträgers (an Zylinderkopf) stufenweise in der
gezeigten Reihenfolge lösen, bis die Ventilfedern
entspannt sind. Schrauben entnehmen.
8
20
16
12
3
automatischer
Riemenspanner
18
10
22
14
5
1
6
obere Schraube
9
21
17
4
13
AG2010014
18. Untere Schraube lösen und Spannvorrichtung von
Spannrolle fortschwenken. Schraube entnehmen
und Spanner ausbauen.
19. Steuerriemen abnehmen.
Hinweise
a) Zahnriemen nur mit den Fingern von den Zahnrädern drücken; der Einsatz von Hebelwerkzeug
kann zu Beschädigungen des Riemens und der
Räder führen.
b) Kurbelwelle nicht drehen, solange der Zahnriemen fehlt und die Zylinderköpfe montiert sind.
20. Vorderes Nockenwellenrad ausbauen.
7
15
19
11
2
AV2A10044
28. Nockenwellenträger ausbauen.
Hinweis
Der Träger wird durch Paßbolzen fixiert.
29. Nockenwellen ausbauen (Öldichtungen nicht
wiederverwenden).
30. Einbaulage der Hydrostößel für eventuelle Wiederverwendung markieren.
KV6 DOHC BENZINMOTOR
Hinweis
Hydrostößel müssen in ihrer ursprünglichen Einbaulage eingebaut werden. Das Vertauschen von
Hydrostößeln führt zu vorzeitigem und ungleichmäßigem Verschleiß der Hydrostößel und Nockenwellen.
31. Zwölf Hydrostößel mit Hilfe eines Magneten aus
dem Zylinderkopf entnehmen.
32. Hydrostößel umgekehrt in Ölbad lagern.
MOTOR 10A-19
7. Dichtflächen des Nockenwellenträgers wie gezeigt
mit dünnen durchgängigen Dichtmittelraupen belegen und anschließend zu einem gleichmäßigen
Film verstreichen.
Dichtmittel:
Raupenstärke:
Hylogrip 2000
2 mm
Achtung
Darauf achten, daß kein Dichtmittel in die
Bohrungen der Hydrostößel oder die Ölnuten
des Trägers gelangt. Der Zusammenbau muß
binnen 15 Minuten erfolgen.
AS2A10060
Einbau (rechte Bank)
1. Reibflächen der Hydrostößel mit frischem Motoröl
benetzen.
AV2A10043
8. Öldichtungen auf Nockenwellen montieren.
9. Nockenwellen und -lager mit Motoröl bestreichen.
10. Nockenwellenträger einsetzen und Schrauben in
der gezeigten Reihenfolge festziehen.
Anzugsdrehmoment:
7-10 Nm
BSX010B116
2. Hydrostößel in die Zylinderkopfbohrungen einsetzen.
Hinweis
Hydrostößel bei Wiederverwendung in ursprünglicher Einbaulage einbauen.
3. Prüfen, ob Hydrostößel in ihrer Bohrung leicht beweglich sind.
4. Nockenwellen prüfen und beschädigte oder verschlissene Nockenwellen ersetzen.
5. Nockenwellen und -lager mit frischem Motoröl
benetzen und Nockenwellen einbauen.
6. Dichtflächen an Zylinderkopf und Nockenwellenträger mit Kunststoffschaber aus dem Dicht-Kit
reinigen. Dichtflächen mit Hylomar Easy Clean und
fusselfreiem Tuch reinigen.
Achtung
Keine Metallschaber verwenden.
AV2A10037
11. Dichtflächen des Ventildeckels und des Nockenwellenträgers reinigen.
12. Innenseite des Ventildeckels reinigen.
13. Ventildeckeldichtung einsetzen und Ventildeckel
auf dem Nockenwellenträger positionieren.
10A-20 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
Achtung
Beim Einbau einer neuen Ventildeckeldichtung
darauf achten, daß die Pfeilmarkierungen zur
Einlaßseite weisen.
18. Hintere Nockenwellenräder anbauen.
Einlaßnockenwellenrad, rechte Bank: Die “B”Markierung weist zum Nockenwellen-Paßstift, die
“A”-Markierung weist aufwärts.
14. Ventildeckelschrauben in der gezeigten Reihenfolge festziehen.
Anzugsdrehmoment:
Paßstifte
7-10 N•m
linke Bank
rechts
rechte Bank
AG2010015
Paßstifte
AV2A10042A
15. Hintere Zahnriemenabdeckungen an den Zylinderkopf anbauen.
Anzugsdrehmoment:
7-10 Nm
rechte
Bank
Paßstift
49-61 Nm
Einstellmarkierung
Hinweis
Einbaulage der Nockenwellenräder beachten.
Anzugsdrehmoment:
16. Vorderes Nockenwellenrad wie in der Abbildung
gezeigt anbauen.
Anzugsdrehmoment:
19. Auslaßnockenwellenrad (beide Bänke): Die “A”Markierung weist zum Nockenwellen-Paßstift, “B”Markierung fluchtet mit der Markierung auf der
hinteren Abdeckung.
49-61 Nm
20. Hinteren Zahnriemenspanner von Hand spannen.
Hinweis
Spannfeder bei jedem Zahnriemenwechsel
ersetzen.
linke
Bank
Paßstift
Spannfeder
AG2010013
AS2A10052
17. Vorderen Zahnriemen einbauen.
(siehe “Einbau Vorderer Zahnriemen”, Schritt 1 - 5,
Seite 10-A13)
21. Hinteren Zahnriemen einbauen.
KV6 DOHC BENZINMOTOR
22. Kurbelwelle zum Einstellen der Spannfeder um 90°
im Uhrzeigersinn drehen und Sperrschraube des
Spanners festziehen.
Anzugsdrehmoment:
MOTOR 10A-21
Einstellmarkierungen
rechte
Bank
linke
Bank
37-52 Nm
23. Spannung an den in der Abbildung markierten
Stellen mit geeignetem Werkzeug messen.
Spannung: 100-140 Hz
AG2010013
26. Abdeckung des hinteren Zahnriemens einbauen.
Anzugsdrehmoment:
3-5 Nm
27. Ausgleichsbehälter einbauen.
Bolt's
Schrauben
AV2A10055
24. Kurbelwelle um zwei Umdrehungen im Uhrzeigersinn drehen und Einstellmarkierungen auf dem
Zahnriemenantriebsrad mit den Markierungen auf
dem Motorblock fluchten lassen.
25. Darauf achten, daß die Einstellmarkierungen auf
dem vorderen und hinteren Nockenwellenrädern
korrekt ausgerichtet sind.
UnterdruckPurge control
schlauch
vacuum hose
Spülregelung
Brake
vacuum
Bremsunterdruckschlauch
hose
Nut's
Muttern
VICS-Ventil-Kabelstecker
VICS
valve connector
linke
Bank
rechte
Bank
AV2A10055A
AV2A10063
28. VICS-Ventil-Kabelstecker, Bremsunterdruckschlauch und Unterdruckschlauch der
Spülregelung anbringen.
29. Kabelstranghalter an Ausgleichsbehälter anbringen.
30. Lüftungsschlauch und Kraftstoffrückführung am
Ausgleichsbehälter anbringen.
31. Lüftungsschlauch am Ventildeckel anbringen.
32. Zündkabel anklemmen.
33. Lüftungsschlauch am Drosselklappengehäuse
anbringen.
34. TPS- und IAC-Sensor-Kabelstecker anklemmen.
35. Gaszug einhängen.
10A-22 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
36. Spiel des Gaszugs messen.
Spiel: 1-3 mm
AV2020003
37.
38.
39.
40.
Luftfiltergehäuse einbauen.
Kabelstecker des Luftmassenmessers anklemmen.
Ansaugkanal einbauen.
Motorhalterung (Nr. 3) einbauen.
(siehe “Einbau Vorderer Zahnriemen”, Schritt 9 – 26,
Seite 10A-14)
41. Batteriemassekabel anklemmen.
KV6 DOHC BENZINMOTOR
MOTOR 10A-23
Hydrostößel (HLA)
Linke Bank
37-52 Nm
BV2A10A003
(1) Abdeckung hinterer
Zahnriemen
(2) Vorderes Nockenwellenrad
(3) Hinteres Nockenwellenrad
(4) Spanner hinterer Zahnriemen
(5) Hinterer Zahnriemen
(6) Hintere Abdeckung
(Zahnriemen hinten)
(7) Hintere Abdeckung
(Zahnriemen vorn)
(8) Ventildeckel und -dichtung
(9) Nockenwellenträger
(10) Nockenwelle
(11) Hintere Öldichtung (braun)
(12) Vordere Öldichtung Einlaßnockenwelle (rot)
(13) Vordere Öldichtung Auslaßnockenwelle (schwarz)
(14) Hydrostößel (HLA)
10A-24 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
Ausbau (linke Bank)
Einbau (linke Bank)
1. Batteriemassekabel abklemmen.
2. Vordere Abdeckung ausbauen.
(siehe “Ausbau Vorderer Zahnriemen), Schritt
1 bis 29, Seite 10A-10)
3. Ansaugkanal ausbauen (2 Schrauben, 1 Klammer).
1. Ventildeckel einbauen.
(siehe “Einbau HLA (recht Bank)”; Schritt 1 bis 13,
Seite 10A-19)
2. Ventildeckelschrauben in der gezeigten Reihenfolge festziehen (s. Abbildung).
Anzugsdrehmoment:
7-10 Nm
Luftfiltergehäuse
links
Ansaugkanal
1V2107001
4. Kabelstecker des Luftmassenmessers abklemmen.
5. Luftfiltergehäuse ausbauen (3 Schrauben, 1
Klammer).
6. Zündkabel abklemmen.
7. Lüftungsschläuche vom linken Ventildeckel
abziehen.
AV2A10042A
3. Hintere Zahnriemenabdeckungen an Zylinderkopf
anbauen.
Anzugsdrehmoment:
7-10 Nm
4. Vorderes Nockenwellenrad einbauen
(s. Abbildung).
Nockenwellensensor
Anzugdrehmoment:
rechte
Bank
Lüftungsschlauch
Breather hose
49-61 Nm
Einstellmarkierung
linke
Bank
Kabelstecker
Lambdasonde
Paßstift
Schraube
Schraube
Paßstift
AV2A10060
8. Zwei Befestigungsschrauben des oberen
Kühlmittelschlauchs lösen.
9. Kabelstecker der Lambdasonde und des
Drosselklappensensors abklemmen.
10. Zwölf Hydrostößel aus Zylinderkopf ausbauen.
(siehe “Ausbau HLA (rechte Bank)”, Schritt
5 bis 32, Seite 10A-18)
AG2010013
KV6 DOHC BENZINMOTOR
5. Vorderen Zahnriemen einbauen.
(siehe “Einbau Vorderer Zahnriemen”, Schritte
1 bis 5, Seite 10A-13)
6. Hintere Nockenwellenräder einbauen.
Einlaßnockenwellenrad, linke Bank: “A”-Markierung
weist zum Nockenwellenpaßstift. Darauf achten,
daß “A”-Markierung aufwärts weist.
Paßstifte
linke Bank
rechte Bank
Paßstifte
AG2010015
7. Auslaßnockenwellenrad (beide Bänke): “A”-Markierung weist zum Nockenwellen-Paßstift. “A”Markierungen mit Markierungen auf hinterer
Abdeckung fluchten lassen.
Hinweis
Einbaulage der Nockenwellenräder beachten.
Anzugsdrehmoment:
49~61 Nm
8. Abdeckung hinterer Zahnriemen einbauen.
(siehe “Einbau HLA (rechte Bank)”, Schritt
20 bis 26, Seite 10A-20)
9. Kabelstecker des Nockenwellensensors und der
Lambdasonde anklemmen.
10. Befestigungsschrauben des oberen Kühlmittelschlauchs anbringen.
11. Lüftungsschläuche an den linken Ventildeckel
anbringen.
12. Zündkabel anklemmen.
13. Luftfiltergehäuse einbauen.
14. Kabelstecker des Luftmassenmessers anklemmen.
15. Ansaugkanal einbauen.
16. Motorhalterung (Nr. 3) einbauen.
(siehe “Einbau Vorderer Zahnriemen”, Schritt
9 bis 26, Seite10A-14)
17. Batteriemassekabel anklemmen.
MOTOR 10A-25
10A-26 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
Zylinderkopfdichtung
6. Kabelstecker des Nockenwellensensors und der
Lambdasonde abklemmen.
7. Kabelstecker der Zündspulen, Einspritzventile
sowie des Ansauglufttemperatursensors
abklemmen.
Ausbau
1. Batteriemassekabel abklemmen.
2. Kühlmittel ablassen.
Zündspulen-Kabelstecker
Ignition
coil connector
Kühlmittelschlauch
Coolant hose
Kraftstoffleitung
Fuel
hose
Einspritzventil-Kabelstecker
Fuel injector connector
KühlmittelCoolant
Ablaßschlauch
Drain plug
AV2A10064
Kabelstecker
Intake
air
Ansauglufttemperaturtemperature
fühler
sensor connector
AV2A10065
3. Motoröl ablassen.
4. Hintere Abdeckung des hinteren Zahnriemens vom
Zylinderkopf abbauen.
(siehe “Ausbau HLA (rechte Bank), Schritt 2 bis 25,
Seite 10A-17)
5. Zwei Befestigungsschrauben des oberen Kühlmittelschlauchs lösen.
Nocken
wellensensor
Lüftungsschlauch
Breather hose
Kabelstecker
Lambdasonde
Schraube
Schraube
AV2A10060
8. Kraftstoffleitung von der Einspritzleiste abziehen.
VORSICHT
OFFENES FEUER UND FUNKENBILDUNG IM
BEREICH OFFENER KRAFTSTOFFLEITUNGEN
VERMEIDEN. ES BESTEHT BRAND- UND
EXPLOSIONSGEFAHR.
9. Kühlmittelschlauch abziehen und Kühlmittel
in einem geeigneten Behälter auffangen.
10. Ansaugkrümmer ausbauen (5 Schrauben,
2 Muttern).
KV6 DOHC BENZINMOTOR
MOTOR 10A-27
Prüfung
11. Auspuffkrümmer ausbauen.
1. Zylinderkopfdichtung auf Undichtigkeiten, Kühlmittelflecken und Brandspuren zwischen den
Zylindern untersuchen.
2. Kontaktflächen von Zylinder und Zylinderkopf
reinigen.
3. Planheit des Zylinderkopfs in sechs Richtungen
messen (s. Abbildung).
AV2A10066
12. Ventildeckel ausbauen.
13. Zylinderkopf ausbauen.
AT3010038
4. Zylinderkopf planschleifen oder ersetzen, falls
Verzug außerhalb der Toleranz liegt. Nur soviel
Material abnehmen, wie zum Erreichen einer
planen Fläche erforderlich ist.
Maximale Planstärke: 0,15 mm
5. Zylinderkopfhöhe messen.
Zulässige Höhe: 118,95 mm - 119,05 mm
AV2A10041
14. Zylinderkopfdichtung ersetzen.
6. Zylinderkopf ersetzen, falls die Höhe nicht innerhalb der Toleranz liegt.
Hinweis
Ansaug- und Auspuffkrümmer ausbauen und Kontaktflächen ebenfalls auf Planheit prüfen, falls der
Zylinderkopf plangeschliffen werden muß.
10A-28 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
7. Ein- und Auslaßauflagetflächen in zwei Richtungen
auf Verzug prüfen (s. Abbildung).
Zulässiger Verzug: 0,15 mm
Einbau
1. Auflageflächen von Zylinder und Zylinderkopf
gründlich reinigen.
2. Darauf achten, daß die Paßstifte im Zylinderblock
korrekt positioniert sind.
3. Neue Zylinderkopfdichtung mit der Aufschrift
“TOP” nach oben auf dem Block positionieren.
4. Zylinderkopf aufsetzen und an den Paßstiften
ausrichten.
5. Zylinderkopfschrauben vorsichtig einsetzen.
Schrauben zunächst von Hand anziehen.
Achtung
Zylinderkopfschrauben nicht fallenlassen.
6. Schraubengewinde und Sitzflächen mit Motoröl
bestreichen.
7. Zylinderkopschrauben in Stufen festziehen (Reihenfolge s. Abbildung).
AT3010040A
8. Auflageflächen planschleifen oder Zylinderkopf
ersetzen, falls Verzug nicht innerhalb der Toleranz
liegt.
Maximale Materialabnahme:
Anzugsdrehmoment:
1. Stufe:
25 Nm
2. Stufe:
um weitere 90°
3. Stufe:
35-45 Nm
0,15 mm
9. Zylinderblock in sechs Richtungen auf Verzug der
Aufflagetfläche an der Oberseite prüfen.
Verzug: 0,15 mm
10. Zylinderblock planschleifen, falls Verzug außerhalb
der Toleranz liegt.
Maximale Materialabnahme:
0,15 mm
AV2A10041
8. Auflageflächen von Ventildeckel und
Nockenwellenträger reinigen.
9. Innenseite des Ventildeckels reinigen.
10. Ventildeckeldichtung anbringen und Ventildeckel
auf Nockenwellenträger aufsetzen.
Achtung
Beim Einbau einer neuen Ventildeckeldichtung
darauf achten, daß die Pfeilmarkierungen zur
Einlaßseite weisen.
KV6 DOHC BENZINMOTOR
11. Ventildeckelschrauben in der Reihenfolge gemäß
Abbildung festziehen.
Anzugsdrehmoment:
MOTOR 10A-29
13. Ansaugkrümmer anbauen.
Zündspulen-Kabelstecker
Ignition
coil connector
7-10 Nm
Rechts
Kühlmittelschlauch
Coolant hose
Kraftstoffleitung
Fuel
hose
Einspritzventil-Kabelstecker
Fuel injector connector
Kabelstecker
Intake
air
Ansauglufttemperaturtemperature
fühler
sensor connector
AV2A10065
Links
AV2A10042A
12. Auspuffkrümmer anbauen.
AV2A10066
14. Kühlmittelschlauch anbringen.
15. Kraftstoffleitung an der Einspritzleiste anbringen.
16. Kabelstecker für Zündspulen, Einspritzventile und
Ansauglufttemperaturfühler anklemmen.
17. Kabelstecker für Nockenwellensensor und Lambdasonde anklemmen.
18. Oberen Kühlmittelschlauch anbringen.
19. Motorhalterung (Nr. 3) anbauen.
(siehe ”Einbau HLA (rechte Bank), Schritt 15 bis 40,
Seite 10A-20)
20. Motor mit der angegebenen Menge Öl der korrekten Spezifikation füllen.
(siehe “Ölkreislauf”, Abschnitt 11)
21. Motor mit der angegebenen Menge Kühlmittel der
korrekten Spezifikation füllen.
(siehe “Kühlsystem”, Abschnitt 12)
22. Batteriemassekabel anklemmen.
10A-30 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
Ausbau
Motor
31
E
D
A
A
B
B
32
C
D
C
E
AV2A42135
KV6 DOHC BENZINMOTOR
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
(8)
(9)
(10)
(11)
(12)
(13)
(14)
(15)
(16)
Antriebsriemen
Servopumpe und Ausgleichsbehälter
Kompressor Klimaanlage
Ansaugkanal
Unterer und oberer Kühlerschlauch
Kraftstoffleitung
Luftfiltergehäuse
Gaszug
Schaltgestänge
Motorhalterung (Nr.4)
Magnetventil-Kabelstecker
Anlasser
Kabelstecker Kurbelwellen-Positionssensor
Kabelstecker Geschwindigkeitssensor
Kabelstecker Lambdasonde
ATF-Kühlerschlauch
(17)
(18)
(19)
(20)
(21)
(22)
(23)
(24)
(25)
(26)
(27)
(28)
(29)
(30)
(31)
(32)
MOTOR 10A-31
Befestigungsschrauben Wandlergehäuse
Motorhalterung Nr. 2
Felge und Reifen
Auspuffkrümmer
Spurstangenkopf
Stabilisator
Stabilisatorhalterung
Unterer Querlenker
Gelenkwellenhalterung
Antriebswelle
Zwischenwelle
Motorhalterung Nr. 1
Hilfsrahmen
Motorhalterung Nr. 3
Befestigungsmutter Drehmomentwandler
Automatikgetriebe
6. Zwei Schläuche vom Ausgleichsbehälter abziehen.
7. Schlauch von der Servopumpe abziehen.
1. Batteriemassekabel abklemmen.
2. Fahrzeug aufbocken.
3. Kühlmittel ablassen (siehe Abschnitt 12,
Kühlsystem).
4. ATF ablassen (siehe Seite 42-33).
Schläuche
MAX
Schlauch
MIN
Ablaßschraube
AV2051002 / AV2051007
AV2A42117
5. Automatische Spannvorrichtung mit Schraubenschlüssel anheben und Antriebsriemen abnehmen.
AV2A42154
8. A/C-Kompressor ausbauen (Schläuche bleiben
angeschlossen).
9. A/C-Kompressor mit geeignetem Draht neben dem
Motor fixieren.
BSX010A060
10A-32 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
10.
11.
12.
13.
Ansaugkanal abbauen.
Unteren und oberen Kühlerschlauch abbauen.
Heizungsschläuche und Bremsleitung abbauen.
Kraftstoffleitung abbauen (siehe Abschnitt 22,
Kraftstoffsystem).
19.
20.
21.
22.
Magnetventil-Kabelstecker abklemmen.
Anlasser ausbauen (siehe Abschnitt 30, Anlasser).
Kabelstecker des Kurbelwinkelsensors abklemmen.
Kabelstecker des Geschwindigkeitssensors abklemmen.
VORSICHT
A) BEIM ABZIEHEN DER KRAFTSTOFFLEITUNG NICHT RAUCHEN. FUNKENBILDUNG
UND OFFENES FEUER VERMEIDEN.
B) PUTZLAPPEN BEREITHALTEN. BEIM
ABZIEHEN TRITT KRAFTSTOFF AUS.
C) SCHLAUCH VERSCHLIESSEN, SO DASS
KEIN KRAFTSTOFF AUSTRETEN KANN.
14. Drei Muttern des Luftfiltergehäuses lösen und
Luftfilter ausbauen.
15. Gaszug aushängen.
16. U-förmige Klammer des Schaltzugs vom Schaltgestänge abnehmen.
17. Mutter und Unterlegscheibe vom Schaltgestänge
lösen.
Geschwindigkeitssensor
AS2A42049
23. Beide Lambdasonden-Kabelstecker abklemmen.
24. Beide ATF-Kühlerschläuche abziehen.
U-Klammer
AV2A42118
18. Drei Befestigungsmuttern der Motorhalterung Nr. 4
lösen, danach Haltebolzen der Motoraufhängung
lösen.
AV2A42120
25. Motorhalterung Nr. 3 ausbauen.
26. Beide Vorderräder abbauen (je fünf Radmuttern).
27. Auspuffkrümmer ausbauen (siehe Abschnitt 20,
Ansaugtrakt und Auspuffanlage).
28. Linken und rechten Spurstangenkopf von den
Achsschenkeln trennen (je ein Splint und eine
Mutter).
Muttern
Bolzen
AV2A42119
KV6 DOHC BENZINMOTOR
MOTOR 10A-33
29. Stabilisatorhalterung ausbauen und Halterung vom
Stabilisator trennen.
30. Stabilisatorhalterung vom Achsschenkel trennen.
31. Klemmschraube u. Mutter v. Achsschenkeln lösen.
Unteren Querlenker vom Achsschenkel trennen.
AV2A10026
36. Vier Muttern des Rahmenträgers und vier Muttern
der Längslenker lösen.
AV2A42124
32. Gelenkwellenhalterung vom Motorblock trennen
(3 Schrauben).
33. Beide Antriebswellen vorsichtig aus dem
Automatikgetriebe hebeln.
AV2A42123
37. Motor, Automatikgetriebe und Rahmenträger vorsichtig absenken.
38. Drei Befestigungsschrauben der Motorhalterung
Nr. 1 am Rahmenträger lösen.
AV2050010
34. Schraube der Zwischenwelle lösen (siehe Abschnitt
51, Lenkung).
35. Automatikgetriebe, Motor und Rahmenträger mit
geeigneter Hebevorrichtung abstützen.
AV2A42125
10A-34 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
39. Vier Schrauben der Motorhalterung Nr. 2 lösen und
Motorhalterung Nr. 2 von Automatikgetriebe und
Rahmenträger trennen.
42. Neun verbleibende Gehäuseschrauben des
Drehmomentwandlers lösen.
AV2A42127
AV2A42122
40. Drei obere Schrauben des Drehmomentwandlers
lösen.
Schrauben
AV2A42121
41. Sechs Befestigungsmuttern zwischen Schwungrad
und Drehmomentwandler lösen. Motor über
Kurbel-wellenrad drehen, um an alle Muttern zu
AV2A42126
gelangen.
43. Getriebe vorsichtig vom Motor trennen.
KV6 DOHC BENZINMOTOR
MOTOR 10A-35
Einbau
1. Getriebe am Motor anbringen und Gehäuseschrauben des Drehmomentwandlers einsetzen.
Anzugsdrehmoment:
63-90 Nm
AV2A42126
4. Motorhalterung Nr. 2 mit vier Schrauben am Automatikgetriebe befestigen.
AV2A42127
Anzugsdrehmoment:
Kurze Schrauben:
Lange Schraube:
67-93 Nm
85-117 Nm
2. Drei obere Schrauben des Drehmomentwandlergehäuses einsetzen.
kurze
Schrauben
Schrauben
lange Schrauben
AV2A42122
AV2A42121
5. Drei Befestigungsschrauben der Motorhalterung
Nr. 1 (an Rahmenträger) einsetzen.
Anzugsdrehmoment:
67-93 Nm
3. Sechs Befestigungsmuttern zwischen Schwungrad
und Drehmomentwandler anbringen. Motor über
Kurbelwellenrad drehen, um an alle Positionen zu
gelangen.
Anzugsdrehmoment:
34-49 Nm
AV2A42123
10A-36 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
6. Automatikgetriebe, Motor und Rahmenträger auf
geeigneter Hebevorrichtung positionieren und unter
dem Fahrzeug plazieren.
7. Automatikgetriebe, Motor und Rahmenträger anheben und im Motorraum ausrichten.
AV2A42119
AV2A10026
8. Vier Muttern des Rahmenträgers und vier Muttern
der Längslenker festziehen.
Anzugsdrehmoment
Hilfsrahmen: 120-137 Nm
Zugstreben: 93-115 Nm
12. Schraube der Zwischenwelle einsetzen (siehe
Abschnitt 51, Lenkung).
13. Antriebswellen mit neuen Clips versehen.
14. Gelenkwellen mit der Öffnung des Sprengrings
nach oben in das Getriebe einführen.
15. Gelenkwellenhalterung anbringen, danach drei
Schrauben einsetzen.
Anzugsdrehmoment:
42-62 Nm
16. Beide unteren Querlenker am Rahmenträger
montieren.
Anzugsdrehmoment:
120-137 Nm
17. Kugelgelenke der beiden Querlenker einführen und
Klemmschrauben einsetzen.
Anzugsdrehmoment:
93-115 Nm
AV2A42123
9. Hebevorrichtung unter Getriebe und Motor hervorziehen.
10. Motorhalterung Nr. 3 einbauen.
Anzugsdrehmoment:
Muttern:
67-93 Nm
Schrauben:
85-117 Nm
11. Motorhalterung Nr.4 einbauen.
Anzugsdrehmoment:
67-93 Nm
AV2A42124
KV6 DOHC BENZINMOTOR
18. Beide Stabilisatorhalterungen einbauen.
Anzugsdrehmoment:
93-115 Nm
19. Beide Spurstangenköpfe an Achsschenkeln anbringen und Muttern festziehen.
Anzugsdrehmoment:
59-80 Nm
27.
28.
29.
30.
31.
MOTOR 10A-37
Anlasser einbauen (siehe Abschnitt 30, Anlasser).
Magnetventil-Kabelstecker anklemmen.
Kabelstecker des Kurbelwinkelsensors anklemmen.
Mutter des Schaltgestänges anbringen.
U-förmige Klammer anbringen.
U-Klammer
Splint einführen und sichern.
20. Auspuffkrümmer einbauen (siehe Abschnitt 20,
Ansaugtrakt und Auspuffanlage).
21. Beide Vorderräder anbringen und Radmuttern
festziehen.
Anzugsdrehmoment:
88-118 Nm
22. Fahrzeug absenken.
23. Schläuche auf ATF-Kühlrohr anbringen. Auf vollständigen Sitz achten.
24. Schlauchschellen in der Mitte der Markierung wie
gezeigt anbringen.
AV2A42118
32. Gaszug einhängen (siehe Abschnitt 20, Ansaugtrakt
und Auspuffanlage).
33. Kraftstoffleitung anbauen (siehe Abschnitt 22,
Kraftstoffsystem).
34. Heizungsschläuche und Bremsleitung anbauen.
35. Oberen und unteren Kühlerschlauch anbauen.
36. A/C-Kompressor einbauen (siehe Abschnitt 62,
Klimaanlage).
37. Schläuche der Servolenkung anbauen (siehe
Abschnitt 51, Servolenkung).
38. Automatische Spannvorrichtung mit Schraubenschlüssel anheben und Antriebsriemen anbringen.
AV2A42120
25. Beide Lambdasonden-Kabelstecker anklemmen.
26. Kabelstecker des Geschwindigkeitssensors
anklemmen.
AV2A42154
AS2A42049
10A-38 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
39.
40.
41.
42.
43.
44.
45.
46.
47.
Luftfiltergehäuse einbauen.
Ansaugkanal einbauen.
Batteriemassekabel anklemmen.
Getriebe mit ATF befüllen (siehe “Getriebeflüssigkeit”, Seite 42-33).
Schaltzug einstellen.
Kühlmittel einfüllen (korrekte Menge und Spezifikation, siehe Abschnitt 12, “Kühlsystem”).
Servoflüssigkeit einfüllen (siehe Abschnitt 51,
“Servolenkung”).
Gaszug einstellen (siehe Abschnitt 20, “Ansaugtrakt
und Auspuffanlage”).
Motor starten und auf Undichtigkeiten prüfen.
KV6 DOHC BENZINMOTOR
MOTOR 10A-39
Zerlegung, Prüfung und Zusammenbau
Zerlegung
Vorderer Zahnriemen
22-26 Nm
7-10 Nm
45 Nm
49-61 Nm
49-61 Nm
22-27 Nm
45 Nm
40-50 Nm
40-50 Nm
7-10 Nm
37-53 Nm
AG2010019
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
Schraube Kurbelwellenrad
Kurbelwellenriemenscheibe
A/C-Kompressor
A/C-Kompressorhalterung
Generator
Servopumpe
(7)
(8)
(9)
(10)
(11)
(12)
Umlenkrolle
Autom. Riemenspanner
Vordere Abdeckung
Riemenscheibenabdeckung
Zahnriemenabdeckung (vorn)
Autom. Zahnriemenspanner
(13)
(14)
(15)
(16)
Zwischenrad Zahnriemen
Zahnriemen
Vorderes Nockenwellenrad
Vordere Abdeckung hinterer
Zahnriemen
10A-40 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
1. Spezialwerkzeug (0K552 101 001) an Motor
anbauen.
0K552 101 001
AV2A10027
2. Motor an Standvorrichtung (0K130 990 007)
befestigen.
0K130 990 007
AT3010018
4. Schraube lösen und Kurbelwellenriemenscheibe
ausbauen.
5. Drei Schrauben lösen und Abdeckung der Kurbelwellenriemenscheibe ausbauen.
6. Drei Befestigungsschrauben lösen und Servopumpe von Halterung trennen.
7. B-Klemme und Kabelstecker von Generator abklemmen.
8. Zwei Schrauben lösen und Generator von Halterung trennen. Generator ausbauen.
9. Zwei Befestigungsschrauben lösen und RiemenUmlenkrolle ausbauen.
10. Befestigungsschraube der Ölpeilstabführung (an
Zylinderkopf) lösen.
11. Zwei Befestigungsschrauben der Ölpeilstabführung
(an Ölwanne) lösen. Ölpeilstabführung ausbauen
(Dichtung nicht wiederverwenden).
12. Drei Schrauben lösen und linke Abdeckung des
vorderen Zahnriemens ausbauen.
13. Drei Schrauben lösen und rechte Abdeckung des
vorderen Zahnriemens ausbauen.
14. Fünf Befestigungsschrauben der Generator- /
Servopumpenhalterung lösen.
15. Halterung und Aufnahme für Hebevorrichtung
ausbauen.
16. Zwei Befestigungsschrauben des Antriebsriemenspanners lösen und Spanner ausbauen.
17. Sechs Befestigungsschrauben der vorderen
Abdeckung (an Motorblock) lösen.
18. Inbus-Befestigungsschraube der vorderen Abdeckung (an Motorblock) lösen.
19. Vordere Abdeckung ausbauen.
20. Obere Befestigungsschraube des Zahnriemenspanners lösen.
21. Schrauben der Nockenwellenräder lösen.
22. Unter Schraube lösen und automatische Spannvorrichtung von der Spannrolle fortschwenken.
23. Zahnriemen abnehmen.
3. Schwungrad (ATX) mit Spezialwerkzeug (0K590
111 001) fixieren.
Hinweis
a) Zahnriemen nur mit bloßen Händen abnehmen;
die Verwendung von Hebelwerkzeug kann zu
Beschädigungen des Riemens und der Räder
führen.
b) Kurbelwelle nicht drehen, solange der Zahnriemen fehlt und die Zylinderköpfe montiert
sind.
24.
25.
26.
27.
0K590 111 001
AT3010021
Antriebsriemen-Umlenkrolle ausbauen.
Spannrolle ausbauen.
Vorderes Nockenwellenrad ausbauen.
Hintere Abdeckung des vorderen Zahnriemens
ausbauen.
KV6 DOHC BENZINMOTOR
MOTOR 10A-41
Zerlegung
Zylinderkopf
25 Nm
+ 90°
+ 35-45 Nm
49-61 Nm
49-61 Nm
37-52 Nm
AG2010016
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
(8)
(9)
Öleinfülldeckel
Ventildeckel
Ventildeckeldichtung
Nockenwellenträger
Zylinderkopfschraube
Nockenwelle
Hintere Öldichtung (braun)
Vordere Öldichtung - Einlaß (rot)
Vord. Öldichtung - Auslaß (schwarz)
(10)
(11)
(12)
(13)
(14)
(15)
(16)
(17)
(18)
Hydrostößel (HLA)
Ventilkeil
Oberer Ventilsitz
Ventilfeder
Ventilführung
Ventilsitz
Ventil
Zylinderkopf
Zylinderkopfdichtung
(19)
(20)
(21)
(22)
(23)
(24)
(25)
(26)
(27)
Hintere Zahnriemenabdeckung
Spanner hinterer Zahnriemen
Schraube Nockenwellenrad
Hinteres Nockenwellenrad
Hinterer Zahnriemen
Abdeckung hinterer Zahnriemen
Zündspule
Zündkabel
Kraftstoffleitung
10A-42 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
28. Kabelstecker vom Drosselklappensensor und vom
IAC-Ventil abklemmen.
Kabelstecker
Drosselklappensensor
TPS
Connector
Gaszug
Accelerator
cable
KAbelstecker
IAC
Valve
IAC-Ventil
Connector
34.
35.
36.
37.
38.
Zündspulen-Kabelstecker abklemmen.
Einspritzventil-Kabelstecker abklemmen.
Zündspulen-Baugruppe ausbauen (5 Schrauben).
Kraftstoffleitung ausbauen.
Abdeckung des hinteren Zahnriemens ausbauen
(3 Schrauben).
39. Hinteren Zahnriemenspanner ausbauen.
Hinweis
Spannfeder bei jedem Zahnriemenwechsel
ersetzen.
Lüftungsschlauch
Breather
hose
AV2A10059
Spannfeder
29. Lüftungsschlauch vom Drosselklappengehäuse
abziehen.
30. Zündkabel ausbauen.
31. Lüftungsschläuche vom linken Ventildeckel
abziehen.
32. Lüftungsschlauch und Kraftstoffrückführung vom
Ausgleichsbehälter abziehen.
AS2A10052
40. Hinteren Zahnriemen abnehmen.
41. Hintere Nockenwellenräder ausbauen.
42. Zwei Schrauben lösen und hintere
Zahnriemenabdeckung vom Zylinderkopf abbauen.
43. Schrauben lösen (14 Stck.) und Ventildeckel und
Dichtung abnehmen.
44. Befestigungsschrauben des Nockenwellenträgers
(22 Stck.) (an Zylinderkopf) stufenweise in der
gezeigten Reihenfolge lösen, bis die Ventilfedern
nicht mehr gespannt sind. Schrauben
herausdrehen und entnehmen.
Kraftstoffrückführung
Fuel
return hose
Lüftungsschlauch
Breather
hose
AV2A10061
8
33. Ausgleichsbehälter ausbauen (4 Schrauben,
2 Muttern).
18
10
20
16
22
12
3
14
5
1
6
Schrauben
Bolt's
9
21
17
7
15
4
13
19
Unterdruckschlauch
Purge control
Spülregelung
vacuum hose
11
2
AV2A10044
BremsunterdruckBrake vacuum
schlauch
Muttern
hose
Nut's
45. Nockenwellenträger ausbauen.
Kabelstecker
VICS-Ventil
VICS valve connector
AV2A10063
Hinweis
Träger wird mit Paßbolzen fixiert.
KV6 DOHC BENZINMOTOR
46. Nockenwellen ausbauen (Öldichtungen nicht
wiederverwenden).
47. Hydrostößel so markieren, daß sie bei Wiederverwendung in der ursprünglichen Einbaulage
eingebaut werden können.
Hinweis
Hydrostößel (HLA) müssen an derselben Stelle
eingebaut werden, an der sie ausgebaut wurden.
Falls sie an anderer Stelle eingebaut werden,
kommt es zu vorzeitigem und unregelmäßigem
Verschleiß der Hydrostößel und Nockenwellen.
MOTOR 10A-43
52. Ventilfedern mit Spezialwerkzeug (0K993 120
001) zusammendrücken und genug Platz zum Entnehmen der Ventilkeile lassen.
0K993 120 001
48. Vierundzwanzig Hydrostößel mit Magnet aus dem
Zylinderkopf entnehmen.
49. Hydrostößel umgekehrt in Ölbad lagern.
0K993 120 004
AT3010037
53. Feder langsam entspannen und oberen Sitz /
Ventilfeder aus dem Zylinderkopf ausbauen.
54. Vorgang bei allen 24 Ventilen wiederholen.
55. Reihenfolge der Ventile beibehalten, falls sie
wiederverwendet werden sollen.
56. Zylinderkopf so markieren, daß die Ventile in ihrer
ursprünglichen Einbaulage eingebaut werden
können.
57. Ventile aus dem Zylinderkopf ausbauen.
AS2A10060
50. Zylinderkopfschrauben in zwei oder drei Schritten
in der gezeigten Reihenfolge lösen (s. Abbildung).
AV2A10041
51. Zylinderkopf vom Zylinderblock abnehmen.
10A-44 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
Zerlegung
Zylinderblock
15-20 Nm
7-10 Nm
40-50 Nm
7-10 Nm
14-18 Nm
18-22 Nm
+ Nachziehen um 40~50°
10 Nm
+ 20 Nm
+ Nachziehen um 90°
22-28 Nm
7-10 Nm
7-10 Nm
22-27 Nm
AG2010020
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
Ölpeilstabführung
Ölpeilstabdichtung
Ölwanne
Ölsieb
O-Ring
Untere Kurbelgehäusehälfte
(7) Lagereinsatz
(8) Pleuellagerdeckel
(9)
(10)
(11)
(12)
(13)
(14)
(15)
(16)
(17)
Pleuellager
Pleuel
Kolben
Kolbenring
Zylinderbuchse
Hauptlager
Führungslager
Kurbelwelle
Hintere Öldichtung
(18)
(19)
(20)
(21)
(22)
(23)
(24)
(25)
(26)
Vordere Öldichtung
Zahnriemenscheibe
Ölfilter
Ölpumpe
Zahnriemen-Umlenkrolle
Zahnriemenspanner-Rolle
Wasserpumpe
Dichtung
Zylinderblock
(27)
(28)
(29)
(30)
(31)
(32)
O-Ring
Thermostatgehäuse
Wasserableitung
Wasserzuführung
Kunststoff-Clip
Ölablaßschraube
KV6 DOHC BENZINMOTOR
58. Schwungrad (Automatikgetriebe) mit
Spezialwerkzeug (0K590 111 001) fixieren.
MOTOR 10A-45
68. Ölpumpe und Dichtung ausbauen (14 Schrauben).
0K590 111 001
BV2A10A005
BSX010A092
59. Schwungrad-Sicherungsschrauben lösen.
60. Grundplatte, Schwungrad und Zwischenstück
ausbauen.
61. Spezialwerkzeug (0K590 111 001) entfernen.
62. Hintere Öldichtung ausbauen (5 Schrauben).
63. Ölwannen-Befestigungsschrauben lösen (10 Stck.).
Lage der vier längeren Schrauben merken.
69. Öldichtung mit einem umhüllten Schraubendreher
aus dem Pumpendeckel ausbauen.
70. Ölsieb ausbauen (O-Ring nicht wiederverwenden).
71. Untere Kurbelgehäusehälfte ausbauen
(8 Schrauben).
BV2A10A006
AV2A10002
72. Lagereinsatz ausbauen (16 Schrauben).
64. Ölwanne ausbauen (mit Schraubendreher oder
geeignetem Werkzeug abhebeln).
Achtung
a) Werkzeuge nicht mit Gewalt zwischen Ölwanne und Zylinderblock einführen. Andernfalls können die Dichtflächen beschädigt
werden.
b) Dichtflächen beim Entfernen von Dichtmittelresten nicht beschädigen.
65. Ölfiltereinsatz ausbauen.
66. Kabelstecker des Öldruckschalters und des Öltemperatursensors abklemmen.
67. Zahnriemenscheibe ausbauen.
BSX010A165
10A-46 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
73. Hauptlager und beide Hälften des Führungslagers
aus dem Lagereinsatz ausbauen und Reihenfolge
beibehalten.
74. Pleuel und Pleuellagerdeckel unter Verwendung
eines Zahlenstemples mit der Nummer des jeweiligen Zylinders kennzeichnen.
Hinweis
Alle Pleuel auf derselben Seite kennzeichnen und
Block mit Referenzmarkierung versehen, so daß
Pleuel richtigherum an der korrekten Position eingebaut werden können. Andernfalls kommt es zu
Schmierungs-, und Lagerproblemen sowie zu
Schäden an Bauteilen im Motor.
86. Kolbenauge und Pleuel auf Geradheit und
Verformung prüfen, falls Pleuel nicht frei schwingt.
87. Spezialwerkzeug anbringen, wie in der Abbildung
gezeigt.
0K993 110 A02
Kolbenbolzen
0K993 110 A03
0K993 110 A01
75. Vier Paßstifte ausbauen und Pleuellagerdeckel von
Pleuel Nr. 1 und Nr. 2 abbauen.
76. Pleuel von der Kurbelwelle abbauen.
77. Lagerschalen aus Pleuel und Pleuellagerdeckel
nehmen.
78. Kurbelwelle drehen, Schrauben der übrigen Pleuellagerdeckel lösen und Pleuellager ausbauen.
79. Kurbelwelle ausbauen. Haupt- und Führungslager
aus dem Zylinderblock ausbauen.
80. Zylinderblock so positionieren, daß alle Kolben und
Laufbuchsen ausgebaut werden können.
81. Kolben und Laufbuchsen vorsichtig aus dem Zylinderblock drücken.
82. Kolben aus den Laufbuchsen nehmen und Laufbuchsen in ihrer Reihenfolge belassen.
83. Deckel wieder an den Pleuel anbringen und Paßstifte leicht anziehen.
84. Kolben senkrecht halten und Pleuel sanft hin- und
her bewegen.
85. Pleuel loslassen und Bewegung beobachten.
Hinweis
Pleuel nicht wild hin- und her schwingen lassen.
Der mehrfache harte Aufprall auf den Kolbenrand
erzeugt eine Ausbuchtung. In diesem Fall muß der
Kolben ersetzt werden.
AT3010083
88. Kolbenbolzen auspressen.
89. Wasserpumpe und Dichtung ausbauen
(7 Schrauben).
BV2A10A007
90. Zahnriemenspannrolle ausbauen.
91. Zahnriemen-Umlenkrolle ausbauen.
92. Thermostatgehäuse ausbauen (O-Ringe nicht
wiederverwenden).
AN7010A036
KV6 DOHC BENZINMOTOR
Prüfung
Zylinderkopf
1. Zylinderkopf auf Schäden, Risse und eindringendes
Wasser / Öl prüfen. Zylinderkopf ggf. ersetzen.
2. Zylinderkopfverzug in den sechs gezeigten Richtungen messen (s. Abbildung).
Zulässiger Verzug: 0,15 mm
MOTOR 10A-47
3. Zylinderkopf planschleifen, falls der Verzug außerhalb der Toleranz liegt.
Zylinderkopf ersetzen, falls seine Höhe nicht innerhalb der Toleranz liegt.
Zulässige Höhe:
Planschleifen:
118,95 mm - 119,05 mm
max. 0,15 mm
4. Verzug der Krümmerdichtflächen wie gezeigt in
zwei Richtungen messen (s. Abbildung).
AT3010038
AT3010040A
5. Flächen planschleifen oder Zylinderkopf ersetzen,
falls Verzug außerhalb der Toleranz liegt.
AT3010039
Hinweis
Folgende Punkte müssen vor dem Schleifen des
Zylinderkopfs überprüft werden. Zylinderkopf ggf.
reparieren oder ersetzen.
a) Einsinken der Ventilsitze
b) Schäden an den Krümmer-Dichtflächen
c) Radiales und axiales Nockenwellenspiel
10A-48 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
Ventile und Ventilführungen
4. Ventilschaftdurchmesser messen.
1. Alle Ventile auf folgende Punkte prüfen:
Ggf. ersetzen oder planschleifen.
1) Schaft beschädigt oder verbogen
2) Ventilsitzfläche rauh oder beschädigt
3) Ventilschaftspitze beschädigt oder
ungleichmäßig verschlissen
2. Stärke des Ventiltellers messen. Ventil ggf.
ersetzen.
Tellerstärke:
Einlaßventil:
Auslaßventil:
Durchmesser
Einlaßventil:
Auslaßventil:
5,952 mm - 5,957 mm
5,947 mm - 5,962 mm
1,32 mm - 1,58 mm
1,82 mm - 2,08 mm
Schaftspitze
AV2A10034
5. Innendurchmesser der Ventilführungen messen.
Tellerstärke
Ventilsitzfläche
Innendurchmesser
Ein- und Auslaßventile: 6,000 mm - 6,025 mm
BSX010A110
3. Ventillänge messen.
Ventillänge:
Standard:
Mindestens:
Einlaßventil:
Auslaßventil:
Einlaßventil:
Auslaßventil:
89,6 mm
90,0 mm
89,39 mm
89,81 mm
BSX010A112-1
AT3010041
KV6 DOHC BENZINMOTOR
6. Außendurchmesser des Ventilschafts vom Innendurchmesser der Ventilführung subtrahieren und
auf diese Weise das Spiel zwischen Schaft und
Führung berechnen.
Zulässiges Spiel
Einlaßventil:
Auslaßventil:
0,025 mm - 0,060 mm
0,030 mm - 0,065 mm
MOTOR 10A-49
Ventilsitze
1. Kontaktbereich zwischen Ventilsitz und Ventilgesicht auf folgende Punkte prüfen:
1) Rauhigkeit
2) Schäden
2. Ventilsitz ggf. mit einem 45° Ventilsitzfräser planen
und/oder Ventilgesicht planschleifen.
Ventilschaft
Ventilführung
Spiel
BSX010B084
BSX010A113
7. Ventil und/oder Ventilführung ersetzen, falls Spiel
außerhalb der Toleranz liegt.
8. Ventilschaft-Überstand messen (Maß A in der
Abbildung). Ggf. ersetzen.
Höhe: 6 mm
AV2A10039
3. Ventilgesicht dünn mit Touchierpaste bestreichen.
4. Ventilsitz durch Drehen des Ventils im Sitz prüfen.
1) Ventil ersetzen, falls der Ventilsitz nicht rundherum blau ist.
2) Ventil planschleifen, falls der Ventilsitz nicht
rundherum blau ist.
BSX010B085
10A-50 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
Ventilfedern
5. Auflagebreite messen.
1. Alle Ventilfedern auf Risse und Schäden untersuchen.
2. Freie Länge und Verzug messen. Ggf. ersetzen.
Zulässige Breite: 1,2 mm - 1,7 mm
Freie Länge:
47,6 mm
Sitzk
onta
ktbre
ite
BSX010A120
6. Prüfen, ob die Sitzfläche in der Mitte des Ventilgesichts liegt.
1) Ventilsitz mit 45° Ventilsitzfräser korrigieren,
falls Sitzposition zu hoch.
2) Ventilsitz mit 45° Ventilsitzfräser korrigieren,
falls Sitzposition zu tief.
BSX010A123
Zulässiger Verzug:
1,43 mm
Verzug
30°±2°
30°±2°
Auslaß
45°
Einlaß
45°
BSX010A124
AV2A10036
7. Ventil mit Läppaste einschleifen.
3. Spannung der Feder bei einer Länge von 37 mm
messen und Feder ggf. ersetzen.
KV6 DOHC BENZINMOTOR
Nockenwelle
1. Enlagerzapfen auf V-Blöcke legen.
2. Nockenwellenschlag messen. Nockenwelle ggf.
ersetzen.
MOTOR 10A-51
5. Durchmesser der Lagerzapfen in den Ebenen
X und Y an zwei Stellen (A und B) messen
(s. Abbildung).
Zulässiger Schlag: max. 0,03 mm
BSX010B089
BSX010B088
3. Nockenwelle auf Verschleiß und Schäden untersuchen. Nockenwelle ggf. ersetzen.
4. Nockenhöhe an zwei Stellen messen
(s. Abbildung).
Zulässiger Zapfendurchmesser
Einlaß:
29,97 mm - 30,00 mm
Auslaß:
29,97 mm - 30,00 mm
6. Spiel der Nockenwellenlagerzapfen messen.
Achtung
Spiel nicht bei eingebauten Hydrostößeln
messen.
1) Zapfen und Lagerflächen vollständig von
Fremdstoffen und Öl befreien.
2) Nockenwelle in Zylinderkopf einsetzen.
3) Plastigage-Streifen längs auf die Lagerzapfen
legen.
4) Nockenwellenträger einsetzen und in der
angegebenen Reihenfolge festziehen
(s. Abbildung).
Anzugsdrehmoment:
7-10 Nm
BSX010A126
Nockenhöhe:
Standard:
Minimum:
Einlaß:
Auslaß:
Einlaß:
Auslaß:
38,53 mm
39,12 mm
38,48 mm
39,10 mm
AV2A10037
10A-52 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
5) Schrauben des Nockenwellenträgers in der
umgekehrten Reihenfolge des Festziehens
lösen.
6) Spiel der einzelnen Zapfen ablesen.
Zulässiges Spiel:
0,025 mm - 0,059 mm
7) Nockenwelle und/oder Zylinderkopf ersetzen,
falls Spiel außerhalb der Toleranz liegt.
Lagereinsatz
1. Axialspiel der Kurbelwelle messen, bevor der
Lagereinsatz ausgebaut wird.
BSX010A165
Axialspiel: 0,1 mm - 0,3 mm
4) Schrauben des Lagereinsatzes in umgekehrter
Reihenfolge des Festziehens lösen.
5) Spiel der einzelnen Zapfen ablesen.
Zulässiges Spiel:
0,018 mm - 0,039 mm
Pleuellagerdeckel
1. Pleuel-Seitenspiel messen, bevor Pleuel ausgebaut
werden.
Zulässiges Seitenspiel:
0,14 mm - 0,34 mm
BV2A10A010
2. Lagereinsatz ausbauen.
3. Hauptlagerspiel messen.
1) Zapfen und Lagerflächen von Fremdstoffen und
Öl befreien.
2) Plastigage-Streifen längs auf den Zapfen positionieren.
3) Lagereinsatz einsetzten und in der angegebenen Reihenfolge festziehen (s. Abbildung).
Anzugsdrehmoment:
1. Stufe:
9,8 Nm
2. Stufe:
19,6 Nm
3. Stufe:
weitere 90°
BSX010A098
2. Pleuellagerdeckel ausbauen.
KV6 DOHC BENZINMOTOR MOTOR
3. Pleuellagerspiel messen.
1) Zapfen und Lagerflächen von Fremdstoffen und
Öl befreien.
2) Plastigage-Streifen längs auf den Zapfen
positionieren.
3) Pleuellagerdeckel aufsetzen und festziehen.
10A-53
Zylinder-Laufbuchsen
1. Zylinder-Laufbuchsen auf Riefen und Freßspuren
untersuchen. Laufbuchsen ggf. ersetzen.
2. Innendurchmesser der Laufbuchsen prüfen
(s. Abbildung).
Innendurchmesser Zylinder-Laufbuchsen:
Typ “A”:
80,000 mm - 80,015 mm
Typ “B”:
80,016 mm - 80,030 mm
Anzugsdrehmoment:
1. Stufe:
18-22 Nm
2. Stufe:
um weitere 40-50°.
4) Schrauben der Pleuellagerdeckel lösen.
5) Spiel der einzelnen Zapfen ablesen.
Zulässiges Spiel:
0,022 mm - 0,040 mm
60 mm
10 mm
Meßbereich
AV2A10047
Kolben
BSX010A099
1. Kolbenhemd aller Kolben auf Risse, Riefen und
ungewöhnliche Verschleißmuster untersuchen.
Kolben ggf. ersetzen.
Riefen
ungleichmäßiger
Verschleiß
Riß
AS2A10093
10A-54 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
2. Außendurchmesser aller Kolben in einem Versatz
von 90° zum Kolbenbolzen 12,37 mm unterhalb der
Unterkante der Ölringnut messen.
4. Ringspalt mit Fühlerlehre messen. Kolbenringe ggf.
ersetzen.
Zulässiger Ringspalt:
0,02 mm - 0,05 mm
Kolben-Außendurchmesser:
Typ “A”:
79,965 mm - 79,980 mm
Typ “B”:
79,981 mm - 79,995 mm
Ölringnut
12,37 mm
ABT010208
Außendurchmesser
AS2A10140A
Bestimmung der Pleuelfußlager
1. Pleuelfuß-Bohrungscode prüfen.
3. Kolbenring von Hand in die Laufbuchse einführen
und mit Kolben bis ca. 20 mm unterhalb des Ringwegs schieben.
Hinweis
a) Bei der in den Pleuellagerdeckel eingeprägten
Zahl handelt es sich um den Pleuelfuß-Bohrungscode. Beim dort eingeprägten Buchstaben
handelt es sich um den Gewichtscode.
b) Jedes der sechs Pleuel innerhalb eines Motors
muß denselben Gewichtscode aufweisen.
Gewichtscode
Kolbenring
AS2A10082
Pleuelfuß-Bohrungscode
AV2A10048
KV6 DOHC BENZINMOTOR
Pleuelfuß-Bohrungsdurchmesser
Code
7
8
9
MOTOR 10A-55
Durchmesser der Pleuellagerzapfen
Code
A
B
C
Durchmesser
57,671 mm - 57,677 mm
57,665 mm - 57,671 mm
57,659 mm - 57,665 mm
Durchmesser
54,049 mm - 54,055 mm
54,043 mm - 54,049 mm
54,037 mm - 54,043 mm
3. Passende Pleuelfußlager anhand nachfolgender
Tabelle bestimmen.
Tabelle zur Bestimmung der Pleuelfußlager
Maßcode Pleuelfußbohrung
7
8
A
Braun
Grün
Maßcode
Schwarz
Braun
Pleuellager B
C
Blau
Schwarz
-zapfen
9
Gelb
Grün
Braun
Durchmesser
Zulässiges Spiel der Pleuelfußlager:
0.022 mm - 0.040 mm)
AV2A10049
Stärke der Pleuelfußlager
2. Maßcode der Pleuelfußlager prüfen.
Hinweis
Buchstaben der Pleuelfußlager-Maßcodes auf der
Kurbelwange notieren.
Die Codes sind wie gezeigt von links nach rechts zu
lesen; dabei steht der Maßcode des ersten Lagers
an vorderster Stelle.
Farbe
Blau
Schwarz
Braun
Grün
Gelb
Stärke
1,800 mm - 1,803 mm
1,797 mm - 1,800 mm
1,794 mm - 1,797 mm
1,791 mm - 1,794 mm
1,788 mm - 1,791 mm
Hauptlagerzapfen
Hauptlager-Maßcode
Pleuelfußlager-Maßcode
AV2A10050
Pleuelfußzapfen
AV2A10053
10A-56 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
4. Untere und obere Lagerschale am Pleuel bzw.
Pleuellagerdeckel anbringen und Pleuel und Deckel
auf dem Lagerzapfen montieren.
Anzugsdrehmoment:
1. Stufe:
17,6-21,6 Nm
2. Stufe:
weitere 40-50°
2. Maßcode der Hauptlagerzapfen prüfen.
Hinweis
Maßcodes der Hauptlagerzapfen auf der Kurbelwange notieren.
Die Codes werden von links nach rechts gelesen;
dabei befindet sich der Maßcode des vorderen
Hauptlagerzapfens an erster Stelle.
Bestimmung der Kurbelwellenhauptlager
1. Maßcodes der Zylinderblock-Hauptlagerbohrung
prüfen.
Hinweis
Maßcode der Zylinderblock-Hauptlagerbohrungen
auf der Stirnseite des Blocks notieren (s. Abb.).
Die Codes sind von links nach rechts zu lesen; der
Code des vorderen Hauptlagers steht dabei an
erster Stelle.
Hauptlager-Maßcode
Pleuelfußlager-Maßcode
AV2A10050
Durchmesser der Hauptlagerzapfen
Code
1
2
3
Zapfendurchmesser
67,743 mm - 67,749 mm
67,737 mm - 67,743 mm
67,731 mm - 67,737 mm
AV2A10001
3. Passende Hauptlager anhand nachfolgender
Tabelle bestimmen.
Durchmesser Zylinderblock-Hauptlagerbohrung
Code
A
B
C
Tabelle zur Bestimmung der Hauptlager
Bohrungsdurchmesser
71,593 mm - 71,600 mm
71,586 mm - 71,593 mm
71,579 mm - 71,586 mm
Maßcode ZylinderblockHauptlagerbohrung
Maßcode 1
Hauptlager 2
-zapfen
3
A
Braun
Schwarz
Blau
B
Grün
Braun
Schwarz
C
Gelb
Grün
Braun
Zulässiges Hauptlagerspiel:
0,018 mm - 0,039 mm
KV6 DOHC BENZINMOTOR
Stärke der Kurbelwellen-Hauptlager
Farbe
Blau
Schwarz
Braun
Grün
Gelb
Lagerstärke
1,927 mm - 1,930 mm
1,924 mm - 1,927 mm
1,921 mm - 1,924 mm
1,918 mm - 1,921 mm
1,915 mm - 1,918 mm
Hauptlagerzapfen
Pleuellagerzapfen
AV2A10053
4. Untere und obere Lagerschalen in Zylinderblock
bzw. Lagereinsatz einsetzen.
5. Kurbelwelle in Zylinderblock einsetzen und Lagereinsatz in Zylinderblock einbauen.
Anzugsdrehmoment:
1. Stufe:
10 Nm
2. Stufe:
20 Nm
3. Stufe:
weitere 90°
BSX010A165
MOTOR 10A-57
10A-58 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
Zusammenbau
Zylinderblock
15-20 Nm
7-10 Nm
40-50 Nm
7-10 Nm
14-18 Nm
18-22 Nm
+ Nachziehen um 40~50°
10 Nm
+ 20 Nm
+ Nachziehen um 90°
22-29 Nm
7-10 Nm
7-10 Nm
22-27 Nm
AG2010020
(1) Ölpeilstabführung
(2) Ölpeilstabdichtung
(3) Ölwanne
(4) Ölsieb
(5) O-Ring
(6) Kurbelgehäuse
(7) Lagereinsatz
(8) Pleuellagerdeckel
(9)
(10)
(11)
(12)
(13)
(14)
(15)
(16)
Pleuellager
Pleuel
Kolben
Kolbenring
Zylinder-Laufbuchse
Hauptlager
Führungslager
Kurbelwelle
(17)
(18)
(19)
(20)
(21)
(22)
(23)
(24)
Hintere Öldichtung
Vordere Öldichtung
Zahnriemenscheibe
Ölfilter
Ölpumpe
Zahnriemen-Umlenkrolle
Zahnriemen-Spannrolle
Wasserpumpe
(25)
(26)
(27)
(28)
(29)
(30)
(31)
(32)
Dichtung
Zylinderblock
O-Ring
Thermostatgehäuse
Wasserableitung
Wasserzuführung
Kunststoff-Clip
Ölablaßschraube
KV6 DOHC BENZINMOTOR
1. Sämtliche Teile vor dem Zusammenbau reinigen.
2. Gleitflächen vor dem Zusammenbau mit frischem
Motoröl benetzen.
3. Haupt- und Pleuellager ersetzen, falls verbrannt,
verschlissen oder anderweitig beschädigt.
MOTOR 10A-59
10. Kolben und Pleuel zusammenbauen und dabei
Montagemarkierungen beachten.
Links ( Zylinder Nr. 1, 3, 5)
Hinweis
Dichtungen nicht wiederverwenden.
4. O-Ringe und Thermostatgehäuse einbauen.
5. Zahnriemen-Umlenkrolle anbauen.
Anzugsdrehmoment:
Montagemarkierungen
40-50 Nm
6. Zahnriemen-Spannrolle anbauen.
Anzugsdrehmoment:
40-50 Nm
7. Wasserpumpe mit Dichtung anbauen.
Anzugsdrehmoment:
Rechts (Zylinder Nr. 2, 4, 6)
7-10 Nm
8. Spezialwerkzeuge (0K993 110 A03 / 0K993 110
A02) an Kolbenbolzen anbringen.
Montagemarkierungen
Kolbenbolzen
Einführungsrichtung
AV2A10054
0K993 110 A03
0K993 110 A02
11. Kolben und Pleuel auf Spezialwerkzeug plazieren
(0K993 110 A03) (s. Abbildung).
0K993 110 A02
AT3010081
9. Außenfläche der Kolbenbolzen und Innenseite der
Pleuelaugen mit frischem Motoröl bestreichen.
Kolbenbolzen
0K993 110 A03
0K993 110 A01
AT3010083
10A-60 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
12. Kolbenbolzen einpressen.
13. Schwingdrehmoment prüfen (s. Abbildung).
Kolbenbolzen ausbauen und Schritte 8 bis 12
wiederholen, falls das Pleuel nicht durch das
Eigengewicht herunterfällt.
15. Sicherstellen, daß beide Führungen rundherum auf
der Flanke des Distanzstücks aufliegen. Dazu
prüfen, ob sich die Führungen in beide Richtungen
drehen lassen.
Flanke
obere Führung
Enden des
Distanzstücks
untere Führung
ABT010170
AN7010A036
14. Dreiteilige Ölabstreifringe auf Kolben anbringen.
1) Frisches Motoröl auf Ölring-Distanzstück und
beide Führungen auftragen.
2) Ölring-Distanzstück so einbauen, daß die
Öffnung nach oben weist.
3) Obere und untere Führung einbauen.
Hinweis
a) Obere und untere Führung sind identisch.
b) Es spielt dabei keine Rolle, welche Seite der
Führungen nach oben weist.
16. Sekundärring zuerst einbauen, danach oberen
Ring. Kolbenringzange verwenden.
Hinweis
Die Ringe müssen mit der “Y”-Markierung nach
oben eingebaut werden.
17. Sekundärring und oberen Ring mit frischem
Motoröl bestreichen.
oberer Ring
Sekundärring
AT3010070A
AS2A10085
KV6 DOHC BENZINMOTOR
18. Ringspalte wie angegeben positionieren
(s. Abbildung).
obere Ölringführung
ÖlringDistanzstück
untere Ölringführung
oberer Ring
Kolbenbolzen
Sekundärring
BSX010A162
19. Kolben in Laufbuchsen einführen.
20. Zapfen und Lager auf Fremdkörper untersuchen.
Kurbelwelle, Ölbohrungen und Hauptlagerzapfen
gründlich reinigen und mit Druckluft trocknen.
21. Mit Nuten versehene Hauptlagerschalen in die Aufnahmen des Zylinderblocks einsetzen.
(siehe “Bestimmung der Hauptlager”, Seite 10A-56)
22. Hauptlagerschalen in den Lagerträger einsetzen.
23. Kurbelwellen-Führungslager einfetten und mit der
Ölnut nach außen am Lagereinsatz montieren.
24. Kurbelwelle in den Zylinderblock einsetzen.
25. Schulter der Zylinder-Laufbuchsen mit einer 2 mm
starken durchgängigen Raupe “Hylomar Universal
Blau” Dichtmittel versehen.
MOTOR 10A-61
26. Lagerschalen in Pleuel und Lagerdeckel einsetzen
(siehe “Bestimmung der Pleuelfußlager”, Seite
10A–54).
27. Laufbuchsen senkrecht in den Zylinderblock einführen, bis die Schultern der Buchsen auf dem
Block aufsitzen. Dabei weisen die ‘Front’ Markierungen zur Stirnseite des Motors.
28. PIeuellagerdeckel einbauen und dabei die bei der
Zerlegung gemachten Markierungen zueinander
ausrichten. Mit dem angegebenen Drehmoment
festziehen.
Anzugsdrehmoment:
1. Stufe:
18-22 Nm
2. Stufe:
um weitere 40-50°
Hinweis
Markierungen auf Pleuel und Lagerdeckel müssen
beim Einbau der Pleuel mit den Referenzmarkierungen auf dem Zylinderblock übereinstimmen.
Andernfalls kommt es im Bereich der Pleuellager zu
Schmierungsproblemen.
29. Lagereinsatz in den Zylinderblock einbauen.
Anzugsdrehmoment:
1. Stufe:
10 Nm
2. Stufe:
20 Nm
3. Stufe:
um weitere 90°
Hinweis
Auf saubere Dichtflächen an Zylinderblock und
Laufbuchsen achten.
BSX010A165
30. Dichtflächen an Kurbelgehäuse und Zylinderblock
mit Kunststoffschaber reinigen.
BV2A10A008
10A-62 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
31. Durchgehende Dichtmittelraupe auf die Dichtflächen des Kurbelgehäuses (s. Abbildung) auftragen und mit Bürste oder Roller zu einem gleichmäßigen Film verstreichen.
Hinweis
Die Öldichtung muß eingepreßt werden, bis sie fast
mit der Außenseite der Ölpumpe fluchtet.
Achtung
Der Zusammenbau sollte unmittelbar nach dem
Auftragen des Dichtmittels erfolgen, um Verunreinigungen durch anhaftende Fremdkörper zu
vermeiden.
AS2A11018
37. Ölpumpe und Dichtung einbauen (14 Schrauben).
Anzugsdrehmoment:
7-10 Nm
BV2A10A009
32. Kurbelgehäuse an den Zylinderblock anbauen.
Anzugsdrehmoment:
22-29 Nm
BV2A10A005
BV2A10A006
33. O-Ring und Ölsieb einbauen.
Anzugsdrehmoment:
7-10 Nm
34. Neue vordere Öldichtung und Ölpumpe mit
frischem Motoröl benetzen.
35. Vordere Öldichtung von Hand einbauen.
36. Öldichtung in die Ölpumpe einpressen.
38. Zahnriemenscheibe anbauen.
39. Kabelstecker des Öldruckschalters und des
Öltemperaturfühlers anklemmen.
40. Gummidichtung des Ölfilters dünn mit frischem
Motoröl bestreichen.
41. Ölfilter von Hand einschrauben, bis die Dichtung
das Gehäuse berührt. Filter anschließend mit dem
Ölfilterschlüssel um weitere 1 1/6 Umdrehungen
festziehen.
Anzugsdrehmoment:
14-18 Nm
42. Dichtflächen zwischen Kurbelgehäuse und
Ölwanne reinigen.
KV6 DOHC BENZINMOTOR
43. Durchgängige Dichtmittelraupen auf die Dichtflächen der Ölwanne (s. Abbildung) auftragen und
mit Bürste oder Roller zu einem dünnen Film
verstreichen.
Dichtmittel:
Raupenstärke:
MOTOR 10A-63
49. Anlaßscheibe (Automatikgetriebe) mit
Spezialwerkzeug (0K590 111 001) fixieren.
HYLOGRIP 2000
3 mm
0K590 111 001
BSX010A092
50. Sicherungsschrauben der Anlaßscheibe festziehen.
AV2A10051
44. Ölwanne anbringen und Schrauben in der angegebenen Reihenfolge festziehen (s. Abbildung).
AV2A10002
45. Lauffläche der hinteren Öldichtung mit frischem
Motoröl bestreichen.
46. Hintere Öldichtung einsetzen und festziehen.
Anzugsdrehmoment:
7-10 Nm
47. Grundplatte, Schwungrad und Zwischenstück
anbauen.
48. Sicherungsschrauben der Anlaßscheibe einsetzen
und von Hand anziehen.
Anzugsdrehmoment:
95-105 Nm
10A-64 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
Zusammenbau
Zylinderkopf
25 Nm
+ Nachziehen um 90°
+ 35-45 Nm
49-61 Nm
49-61 Nm
3-5 Nm
37-52 Nm
AG2010016
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
(8)
(9)
Öleinfülldeckel
Ventildeckel
Ventildeckeldichtung
Nockenwellenträger
Zylinderkopfschraube
Nockenwelle
Hintere Öldichtung (braun)
Vordere Öldichtung - Einlaß (rot)
Vordere Öldichtung Auslaß (schwarz)
(10)
(11)
(12)
(13)
(14)
(15)
(16)
(17)
(18)
(19)
Hydrostößel (HLA)
Ventilkeil
Oberer Sitz
Ventilfeder
Ventilführung
Ventilsitz
Ventil
Zylinderkopf
Zylinderkopfdichtung
Hintere Zahnriemenabdeckung
(20) Hinterer Zahnriemenspanner
(21) Schraube hinteres
Nockenwellenrad
(22) Hinteres Nockenwellenrad
(23) Hinterer Zahnriemen
(24) Abdeckung hinterer Zahnriemen
(25) Zündspule
(26) Zündkabel
(27) Kraftstoffleitung
KV6 DOHC BENZINMOTOR
51. Überstand der Ventilführung messen (Maß “A” in
der Abbildung). Gegebenenfalls ersetzen.
MOTOR 10A-65
56. Ventilfedern mit Spezialwerkzeug zusammendrücken und Ventilkeile einsetzen.
Überstand: 6 mm
0K993 120 001
0K993 120 004
AT3010037
AV2A10039
52. Ventil einbauen und Ventilschaftdichtung anschließend über den Ventilschaft auf die Ventilführung
schieben.
53. Einbauwerkzeug für Ventilschaftdichtungen über
der Dichtung anbringen.
57. Vorsichtig mit einem Kunststoffhammer auf das
Ende der Ventilschäfte schlagen, um sicherzustellen, daß die Ventilkeile korrekt sitzen.
58. Anlageflächen von Zylinder und Zylinderkopf
gründlich reinigen.
59. Darauf achten, daß die Paßstifte richtig im
Zylinderblock sitzen.
60. Neue Zylinderkopfdichtung mit der Aufschrift
“TOP” nach oben auf dem Zylinderblock plazieren.
61. Zylinderkopf aufsetzen und an den Paßstiften
ausrichten.
63. Gewindegänge und Sitzflächen der Zylinderkopfschrauben mit frischem Motoröl bestreichen.
62. Zylinderkopschrauben vorsichtig einführen.
Schrauben von Hand festziehen.
Achtung
Zylinderkopfschrauben nicht fallenlassen.
BSX010B112
Achtung
Bei Verwendung eines Hammers werden die
Ventilschaftdichtungen beschädigt.
54. Unteren Federsitz in den Zylinderkopf einsetzen.
55. Ventilfedern und oberen Federsitz einsetzen.
10A-66 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
64. Zylinderkopfschrauben in der angegebenen
Reihenfolge festziehen (s. Abbildung).
Achtung
Keine Metallschaber verwenden.
71. Durchgängige Dichtmittelraupen auf die Dichtflächen des Nockenwellenträgers (s. Abbildung)
auftragen und mit Bürste oder Roller zu einem
gleichmäßigen Film Verstreichen.
Anzugsdrehmoment:
1. Stufe:
25 Nm
2. Stufe:
um weitere 90°
3. Stufe:
35-45 Nm
Dichtmittel:
Raupenstärke:
Hylogrip 2000
2 mm
Achtung
Darauf achten, daß kein Dichtmittel in die Ölbohrungen der Hydrostößel oder die Ölnuten
des Trägers gelangt. Der Zusammenbau sollte
binnen 15 Minuten erfolgen.
AV2A10041
65. Gleitflächen der Hydrostößel mit frischem Motoröl
benetzen.
66. Hydrostößel in die entsprechenden Bohrungen des
Zylinderkopfs einsetzen.
AV2A10043
72. Öldichtungen an die Nockenwellen anbauen.
73. Nocken und Lagerzapfen mit frischem Motoröl
bestreichen.
74. Nockenwellenträger einsetzen und Schrauben
in der angegebenen Reihenfolge festziehen
(s. Abbildung).
BSX010B116
Hinweis
Hydrostößel bei Wiederverwendung in ursprünglicher Einbaulage einbauen.
67. Prüfen, ob die Hydrostößel in ihren Bohrungen frei
beweglich sind.
68. Nockenwellen prüfen und ersetzen, falls beschädigt oder übermäßig verschlissen.
69. Nockenwellen und Lagerflächen mit frischem
Motoröl bestreichen und Nockenwellen einbauen.
70. Dichtflächen am Zylinderkopf und Nockenwellenträger mit Kunststoffschaber reinigen.
Dichtflächen mit “Hylomar Easy Clean” und
fusselfreiem Tuch reinigen.
AV2A10037
Anzugsdrehmoment:
7-10 Nm
KV6 DOHC BENZINMOTOR
75. Dichtflächen des Ventildeckels und des Nockenwellenträgers reinigen.
76. Innenseite des Ventildeckels reinigen.
77. Ventildeckeldichtung einsetzen und Ventildeckel
auf Nockenwellenträger setzen.
Achtung
Beim Einbau neuer Ventildeckeldichtungen
darauf achten, daß die Pfeilmarkierung zur
Einlaßseite weisen.
78. Ventildeckelschrauben in der angegebenen Reihenfolge festziehen (s. Abbildung).
Anzugsdrehmoment:
7-10 Nm
MOTOR 10A-67
79. Hintere Zahnriemenabdeckungen an den Zylinderkopf anbauen.
Anzugsdrehmoment:
7-10 Nm
80. Vorderes Nockenwellenrad einbauen
(s. Abbildung).
Anzugsdrehmoment:
rechte
Bank
Paßstift
49-61 Nm
Einstellmarkierungen
linke
Bank
Paßstift
Rechts
AG2010013
81. Darauf achten, daß die Einstellmarkierung auf der
Zahnriemenscheibe mit der Markierung auf dem
Motor fluchtet.
Darauf achten, daß die “L”-Markierung auf dem
Nockenwellenrad der linken Bank mit der
Markierung auf der hinterer Zahnriemenabdeckung
fluchtet.
Darauf achten, daß die “R”-Markierung auf dem
Nockenwellenrad der rechten Bank mit der
Markierung auf der hinterer Zahnriemenabdeckung
fluchtet.
82. Zahnriemen von Hand auflegen. Mit dem Zahnriemenantriebsrad beginnen und im Uhrzeigersinn
fortfahren.
Links
Hinweis
Die Pfeilmarkierung auf dem Zahnriemen muß in
Laufrichtung weisen.
AV2A10042A
10A-68 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
83. Bolzen der automatischen Spannvorrichtung mit
geeignetem Werkzeug vorsichtig zusammendrücken und passenden Stift in die seitliche
Bohrung einführen, um den Bolzen in Position zu
halten.
Bohrungen
87. Prüfen, ob die “L”-Markierung auf dem Nockenwellenrad der linken Bank mit der Markierung auf
der hinteren Zahnriemenabdeckung fluchtet.
Prüfen, ob die “R”-Markierung auf dem Nockenwellenrad der rechten Bank mit der Markierung auf
der hinteren Zahnriemenabdeckung fluchtet
rechte
Bank
Einstellmarkierungen
linke
Bank
AG2010017
AG2010013
84. Spannvorrichtung anbringen, Schrauben einsetzen
und festziehen.
Anzugsdrehmoment:
A: 22-25 Nm
B: 40-50 Nm
88. Zahnriemen abnehmen und Schritte 80 bis 87
wiederholen, falls die Markierungen nicht fluchten.
89. Hinteres Nockenwellenrad einbauen. EinlaßNockenwellenrad der rechten Bank: “B”Markierung weist zum Paßstift der Nockenwelle,
“A”-Markierung weist aufwärts.
Einlaß-Nockenwellenrad der linken Bank: “A”Markierung weist zum Paßstift der Nockenwelle,
“B”-Markierung weist aufwärts.
Paßstifte
linke Bank
rechte Bank
A
B
AG2010014
85. Spannrolle freigeben und Stift aus der Bohrung der
Spannvorrichtung entfernen.
86. Kurbelwelle um zwei volle Umdrehungen im Uhrzeigersinn drehen und Einstellmarkierung auf
Zahnriemenantriebsrad mit der Markierung auf dem
Motorblock fluchten lassen.
AG2010015
Paßstifte
90. Auslaß-Nockenwellenräder: “A”-Markierung weist
zu Nockenwellen-Paßstift. “A”-Markierung an
Markierungen auf hinterer Zahnriemenabdeckung
ausrichten.
Hinweis
Einbaulage der Nockenwellenräder beachten.
Anzugsdrehmoment:
49-61 Nm
KV6 DOHC BENZINMOTOR
91. Hinteren Zahnriemenspanner von Hand anziehen.
Hinweis
Spannfeder bei jedem Zahnriemenwechsel
ersetzen.
MOTOR 10A-69
96. Prüfen, ob Einstellmarkierungen auf vorderen und
hinteren Nockenwellenrädern fluchten.
rechte
Bank
linke
Bank
AV2A10055A
AS2A10052
rechte
Bank
Einstellmarkierungen
linke
Bank
92. Hinteren Zahnriemen einbauen.
93. Kurbelwelle zum Einstellen der Spannfeder um 90°
im Uhrzeigersinn drehen. Sicherungsschraube der
Spannvorrichtung festziehen.
Anzugsdrehmoment:
37-52 Nm
94. Zahnriemenspannung mit geeignetem Spezialwerkzeug an den beiden gezeigten Stellen messen
(s. Abbildung).
Spannung:
AG2010013
100-140 Hz
97. Hintere Zahnriemenabdeckung einbauen.
Anzugsdrehmoment:
98.
99.
100.
101.
102.
103.
104.
105.
AV2A10055
95. Kurbelwelle um zwei vollständige Umdrehungen
im Uhrzeigersinn drehen und Einstellmarkierung
auf Zahnriemenantriebsrad mit Markierung auf
Motorblock fluchten lassen.
106.
107.
108.
3-5 Nm
Ansaugkrümmer einbauen.
Kraftstoffleitung einbauen.
Zündspulen einbauen.
Kabelstecker der Einspritzventile anklemmen.
Kabelstecker der Zündspulen anklemmen.
Ausgleichsbehälter einbauen.
Lüftungsschlauch und Kraftstoffrückführung am
Ausgleichsbehälter anbringen.
Lüftungsschlauch am linken Ventildeckel anbringen.
Zündkabel anbauen.
Lüftungsschlauch am Drosselklappengehäuse
befestigen.
Kabelstecker für Drosselklappensensor und IACVentil anklemmen.
10A-70 MOTOR KV6 DOHC BENZINMOTOR
Zusammenbau
Vorderer Zahnriemen
22-26 Nm
49-61 Nm
5-7 Nm
45 Nm
49-61 Nm
22-27 Nm
45 Nm
40-50 Nm
40-50 Nm
7-10 Nm
157167 Nm
37-53 Nm
AG2010019
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
Riemenscheibenschraube
Kurbelwellenriemenscheibe
A/C-Kompressor
A/C-Kompressorhalterung
Generator
Servolenkungspumpe
(7)
(8)
(9)
(10)
(11)
(12)
Zwischenrad
Riemenspanner
Vordere Abdeckung
Riemenscheibenabdeckung
Vord. Zahnriemenabdeckung
Autom. Zahnriemenspanner
(13)
(14)
(15)
(16)
Zahnriemen-Umlenkrolle
Zahnriemen
Vorderes Nockenwellenrad
Hintere Abdeckung vorderer
Zahnriemen
KV6 DOHC BENZINMOTOR
109. Vordere Abdeckung einbauen.
117. Abdeckung der Kurbelwellenriemenscheibe
einbauen.
Anzugsdrehmoment:
1:
28-35 Nm
5:
40-50 Nm
2, 3, 4, 6, 7:
75-90 Nm
Anzugsdrehmoment:
5
KI
4
3
6
2
7
BSX010A022-1
110. Generator-/Servopumpenhalterung und Aufnahme
für Motorhebevorrichtung einbauen.
Anzugsdrehmoment:
45 Nm
111. Linke und rechte Abdeckung des vorderen Zahnriemens einbauen. Auf korrekten Sitz der Dichtungen achten.
Anzugsdrehmoment:
5-7 Nm
112. Ölpeilstabführung einbauen. Neue Dichtung verwenden und Muttern und Schraube festziehen.
Anzugsdrehmoment:
7-10 Nm
113. Zwischenrad einbauen.
Anzugsdrehmoment:
40-50 Nm
114. Generator an Halterung anbauen.
Anzugsdrehmoment:
7-10 Nm
118. Kurbelwellenriemenscheibe einbauen.
Anzugsdrehmoment:
1
MOTOR 10A-71
45 Nm
115. B-Klemme und Kabelstecker am Generator
anklemmen.
116. Servopumpe an die Halterung anbauen.
157-167 Nm
J3 TCI DOHC DIESEL
MOTOR
Motor
(J3 TCI DOHC DIESEL)
SPEZIALWERKZEUGE
10B-01
FEHLERSUCHTABELLE
10B-03
TECHNISCHE DATEN
10B-06
WARTUNG AM FAHRZEUG
Motoröl
Kühlmittel
Keilriemen
Zahnriemen
Leerlaufdrehzahl
Leerlaufdrehzahlanhebung
Einspritzverstellung
Kompressionsdruck
Ausgleichswelle
10B-07
10B-07
10B-08
10B-09
10B-11
10B-11
10B-11
10B-12
10B-13
AUSBAU / EINBAU
Motor
10B-16
AUSBAU, ZERLEGUNG, PRÜFUNG UND ZUSAMMENBAU
Nebenaggregate
Ausbau / Einbau
10B-24
Zahnriemenabdeckung
Ausbau / Einbau
10B-26
Zahnriemen
Ausbau
Prüfung
Einbau
10B-27
10B-29
10B-32
Zylinderkopf
Zerlegung
Prüfung
Zusammenbau
10B-35
10B-36
10B-37
Zylinderblock
Zerlegung
Prüfung
Zusammenbau
10B-39
10B-41
10B-46
10B
J3 TCI DOHC DIESEL
MOTOR 10B-01
Spezialwerkzeuge
Motor
Spezialwerkzeug
0K130 990 007
0K710 120 004
Motorständer
Einbauwerkzeug, Ventilschaftdichtungen
Zum Ein- und Ausbau des Motors.
Zum Einbau der Ventilschaftdichtungen.
0K410 101 004
0K130 160 010
Hängevorrichtung, Motorständer
Zentrierdorn, Kupplungsscheibe
Zum Ein- und Ausbau des Motors.
Zum Einbau der Kupplungsscheibe und der
Druckplatte.
0K670 130 010
0K552 111 001
Meßuhr, Nockenhub
Haltevorrichtung, Nockenwellenrad
Zur Messung des Nockenhubs.
Zum Einbau der Nockenwellenräder.
0K993 120 004
0K552 131 002
Gelenk, Ventilfeder-Ausbauwerkzeug
Adapter, Kompressionsmesser
Zum Aus- und Einbau der Ventile.
Zur Messung des Kompressionsdrucks.
10B-02 MOTOR J3 TCI DOHC DIESEL
0K993 120 001
Ventilfederheber
Zum Aus- und Einbau der Ventile.
0K993 120 006
Ausbauwerkzeug, Ventilschaftdichtungen
Zum Ausbau der Ventilschaftdichtungen.
0K590 111 001
Zahnkranz-Fixiervorrichtung
Zur Arretierung des Schwungrads.
0K130 111 004
Flanschhalter
Zum Ausbau der Nockenwellenräder.
J3 TCI DOHC DIESEL
MOTOR 10B-03
Fehlersuchtabelle
Motor
Problem
Wenig Leistung
Rauchentwicklung
Mögliche Ursache
Zu geringe Kompression:
1. Luftfiltereinsatz verschmutzt
2. Schlauchverbindung zwischen Kompressor
und Zwischenkühler lose
3. Ansaugkrümmer zieht Falschluft
4. Auspuffkrümmer undicht
5. Turbolader-Befestigungsflansch undicht
6. Fehlfunktion im Inneren des Turboladers
7. Kanal zwischen Luftfilter und Verdichter verstopft
8. Kanal zwischen Verdichter und Ansaugkrümmer verstopft
9. Ventilsitz undicht
10. Ventilschaft verzogen
11. Ventilfeder ermüdet oder gebrochen
12. Zylinderkopfdichtung nicht i.O.
13. Zylinderkopf gerissen oder verzogen
14. Kolbenring hängt, ist beschädigt oder verschlissen
15. Kolben gebrochen oder verschlissen
Bauteile / Systeme prüfen, ggf.
ersetzen
Fehlfunktion des Kraftstoffsystems
Kupplung rutscht
Falsche Reifengröße
s. Kapitel 22, Kraftstoffsystem
s. Kapitel 40, Kupplung
s. Kapitel 53, Räder
und Bereifung
s. Kapitel 20, Auspuffanlage
Fehlfunktion der Auspuffanlage
Übermäßiger
Ölverbrauch
Motor dreht, läßt
sich aber nicht
starten
Motoröl-Viskosität nicht i.O.
Turbolader-Verdichter undicht
(Öl an Gehäuse oder Rad)
Turbolader undicht
Kolbenring hängt, Ring o. Nut verschlissen
Kolben oder Zylinder verschlissen
Ventilschaftdichtung nicht i.O.
Ventilschaft oder -führung verschlissen
Fehlfunktion des Kraftstoffsystems
Fehlfunktion der Elektrik
Auspuffanlage beeinträchtigt
Zahnriemen oder verwandte Teile
Niedrige Kompression
Nockenwelle verschlissen
Blaue Abgase
Maßnahme
In der Regel durch Verbrennung von Öl in den Brennräumen:
Kolbenringe, Ventilführungen, oder Ventilschaftdichtungen
verschlissen oder Zylinderkopfdichtung nicht i.O.
Luftfiltereinsatz verschmutzt
Lose Schlauchverbindung zwischen Kompressor u. Zwischenkühler
Ansaugkrümmer zieht Falschluft
Ölfilter verstopft
Kanal zwischen Luftfilter und Turbolader-Verdichter verstopft
Turbolader undicht
Wechseln
Instandsetzen
Instandsetzen
Ersetzen
Instandsetzen oder ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
s. Kapitel 22, Kraftstoffsystem
s. Kapitel 31, Anlasser
und Batterie
s. Kapitel 20, Auspuffanlage
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Festziehen
Instandsetzen
Ersetzen
Instandsetzen
Instandsetzen
10B-04 MOTOR J3 TCI DOHC DIESEL
Problem
Weißer Abgasrauch
Mögliche Ursache
Maßnahme
In der Regel durch Wasserdampf verursacht. Es handelt sich bei
kaltem Wetter um ein normales Nebenprodukt der Verbrennung.
Starker weißer Rauch bei warmem Motor kann durch eine defekte
Zylinderkopfdichtung sowie durch einen gerissenen Zylinderblock
oder -kopf verursacht werden.
nicht erforderlich
Schwarzer Abgasrauch
Kraftstoffsystem nicht i.O.
Fehlfunktion Abgasregelung
s. Kapitel 22, Kraftstoffsystem
s. Kapitel 21, Abgasregelung
Ungewöhnliche
Verbrennung
Ventil klemmt oder ist verbrannt
Ventilfeder ermüdet oder gebrochen
Kohleablagerungen in Brennräumen
Ersetzen
Ersetzen
Ablagerungen entfernen
Schlechter Leerlauf
Fehlfunktion Kraftstoffsystem
Fehlfunktion Abgasregelung
s. Kapitel 22, Kraftstoffsystem
s. Kapitel 21, Abgasrtegelung
Ungleichmäßige Kompression zwischen einzelnen Zylindern
Schlechter Ventilsitz
Ventilfeder gebrochen
Zylinderkopfdichtung nicht i.O.
Instandsetzen
Instandsetzen oder ersetzen
Instandsetzen
Ersetzen
Ungewöhnliche
Geräuschentwicklung
des Turboladers
Luftfiltereinsatz verschmutzt
Fremdkörper in Ansaugkanal oder Verdichtergehäuse
Fremdkörper zwischen Ansaugkrümmer und Verdichter
Fremdkörper in Auspuffanlage
Kohleablagerungen auf Turbinengehäuse
Störung zwischen sich drehenden Teilen des Turboladers
Ansaug- oder Auspuffkrümmer lose
Ersetzen
Reinigen
Reinigen
Reinigen
Reinigen
Instandsetzen oder ersetzen
Festziehen
Motorklopfen im Leerlauf
bei Betriebstemperatur
Keilriemenspannvorrichtung lose oder verschlissen
Ölviskosität nicht i.O.
Kolbenbolzenspiel zu groß
Pleuel nicht i.O.
Spiel zwischen Kolben und Laufbuchse nicht i.O.
Zahnriemenspannvorrichtung oder -führung nicht i.O.
Zwischenrad lose
ggf. ersetzen
Öl mit korrekter Viskosität einfüllen
Neuen Kolbenbolzen und/oder
neues Pleuel einbauen
Prüfen und ersetzen
Honen und neue Kolben einbauen
Ersetzen
Festziehen oder ersetzen
Leichte Leerlaufgeräusche,
nehmen bei steigender
Drehzahl zu
Ventilfeder berührt Deckel, verzogen oder gebrochen
Spiel zwischen Schaft und Führung zu groß
Ventilsitz unrund
Auspuffrohr durchgerostet
Instandsetzen oder ersetzen
Instandsetzen
Instandsetzen
Ersetzen
Motorklopfen im kalten
Zustand
Spiel zwischen Kolben und Laufbuchse zu groß
Zwischenrad lose oder gebrochen
Ersetzen
Festziehen oder ersetzen
Klopfen nimmt unter Last
zu
Spiel zwischen Kolben und Laufbuchse zu groß
Pleuel verbogen
Kolben ersetzen
Ersetzen
Starkes Motorklopfen
bei warmem Motor unter
Last
Zwischenrad gebrochen
Keilriemen zu stramm oder beschädigt
Riemenspanner beschädigt
Schwungrad gebrochen oder Kupplungsscheibe lose
Hauptlagerspiel zu groß
Pleuellagerspiel zu groß
Ersetzen
Riemen spannen oder ersetzen
Ersetzen
Schwungrad o. Scheibe ersetzen
Instandsetzen
Instandsetzen
Instandsetzen oder ersetzen
J3 TCI DOHC DIESEL
Problem
Mögliche Ursache
MOTOR 10B-05
Maßnahme
Leichtes Motorklopfen
bei warmem Motor und
leichter Last
Zündung falsch eingestellt
Kolbenbolzen und/oder Pleuel nicht i.O.
Schlechter Kraftstoff
Auspuffkrümmer undicht
Pleuellagerspiel zu groß
Einstellung prüfen
Ersetzen
Ersetzen
Festziehen oder Ersetzen
Instandsetzen
Motorklopfen beim Starten;
Klopfen hält nur einige
Sekunden an
Ölviskosität nicht i.O.
Öl der korrekten Viskosität
einfüllen
Störung des Turboladers
Rundlauf NOK
Kompressorblätter durch äußere Einwirkung beschädigt
Turbinen- und Kompressorblätter berühren Gehäuse
Starke Ablagerungen an Kompressorgehäuse oder -rad
Starke Kohleablagerungen auf der Rückseite der Turbinenblätter
Mittelgehäuse durchgebrannt
Instandsetzen oder ersetzen
Instandsetzen oder ersetzen
Reinigen oder instandsetzen
Reinigen oder instandsetzen
Ersetzen
Turbinenwelle des
Turboladers leckt
Zuviel Öl verwendet
Kurbelgehäuseentlüftung verstopft
Fremdkörper in Ölablaßleitung des Turboladers
Mittelgehäuse durchgebrannt
Turbolader-Lager, Lagerbohrung oder Wellenzapfen verschlissen
Zuviel Öl in Kurbelgehäuse
Normal verbrennen lassen
Instandsetzen
Reinigen und instandsetzen
Instandsetzen
Instandsetzen oder ersetzen
Ölfüllstand korrigieren
Turbolader-Kompressor
undicht
Luftfiltereinsatz verschmutzt
Kanal zwischen Kompressor und Luftfilter verstopft
Verbindungskanal zwischen Kompressor und Ansaugsystem lose
Ansaugkrümmer undicht
Fremdkörper in Turbolader-Ölablaßleitung
Kurbelgehäuse-Bypass verstopft
Kompressorblätter verschlissen oder beschädigt
Turbolader-Lagerbohrung, -Lager oder -Wellenzapfen verschlissen
Ersetzen
Instandsetzen
Festziehen
Instandsetzen
Instandsetzen oder ersetzen
Instandsetzen
Reinigen oder instandsetzen
Ersetzen
Turbolader-Lager,
-Lagerbohrung oder
-Wellenzapfen verschlissen
Öl verschmutzt
Schmierung nicht i.O.
Fremdkörper in Turbolader-Ölzuführung
Ölilter verstopft
Funktion der Ölpumpe nicht i.O.
Ersetzen
Prüfen
Prüfen und instandsetzen
Ersetzen
Prüfen und instandsetzen
J3 TCI DOHC DIESEL
Wartung am Fahrzeug
MOTOR 10B-07
Kühlmittel
Kühlmittelfüllstand
Motoröl
1. Darauf achten, daß das Fahrzeug auf ebenem
Untergrund steht.
2. Motor auf normale Betriebstemperatur bringen und
abstellen.
3. Fünf Minuten warten.
4. Ölpeilstab herausnehmen und Ölfüllstand und zustand kontrollieren.
VORSICHT
A) KÜHLERVERSCHLUSSDECKEL NICHT
ABNEHMEN, SOLANGE DER MOTOR HEISS
IST.
B) DICKEN LAPPEN ÜBER DEN VERSCHLUSS
LEGEN UND VORSICHTIG ABNEHMEN.
1. Kontrollieren, ob der Kühlmittelfüllstand bis zum
Einfüllstutzen reicht.
2. Prüfen, ob der Füllstand im Kühlmittel-Ausgleichsbehälter zwischen den Markierungen “Full” und
“Low” liegt.
AGX010A022
5. Öl je nach Bedarf auffüllen oder wechseln.
AV2A10020
3. Kühlmittelstand ggf. korrigieren.
Zustand des Kühlmittels
1. Prüfen, ob im Bereich des Einfüllstutzens Rost und
andere Ablagerungen vorhanden sind.
2. Prüfen, ob sich Öl im Kühlmittel befindet.
3. Kühlmittel ggf. wechseln.
10B-08 MOTOR J3 TCI DOHC DIESEL
Keilriemen
Einstellung
Prüfung
1. Befestigungsschraube des Zwischenrads lösen.
1. Keilriemen auf Verschleiß, Risse und Ausfransungen
untersuchen und ggf. ersetzen.
2. Prüfen, ob die Keilriemen korrekt auf den
Riemenscheiben sitzen.
3. Prüfen, ob “
” Markierung der automatischen
Spannvorrichtung mit “ ” Markierung fluchtet.
Wenn die Markierungen wie in Abbildung
fluchten, ist die Spannung OK. Spannvorrichtung
korrigieren oder Riemen ersetzen, falls sie wie in
Abbildung
ausgerichtet sind.
AN9010018-1
2. Auslenkung durch Drehen der Einstellschraube
einstellen.
Auslenkung (bei ca. 98 N)
Neu:
7-9 mm
Gebraucht:
9-11 mm
2
3. Zwischenrad-Befestigungsschraube nach dem
Einstellen wieder festziehen.
1
Anzugsdrehmoment:
AV2A10B001
4. Auslenkung des A/C-Kompressorriemens prüfen,
indem zwischen den Riemenscheiben eine Kraft
von 98 N angesetzt wird.
37-52 Nm
Ersetzen
1.
2.
3.
4.
5.
Fahrzeug aufbocken.
Rechtes Vorderrad abbauen.
Zwischenrad-Befestigungsschraube lösen.
A/C-Keilriemen ausbauen.
Spannvorrichtung mit Schraubenschlüssel
ablassen und Riemen abnehmen.
AV2A10B002
Achtung
a) Riemenauslenkung zwischen den Riemenscheiben messen.
b) Auslenkung bei kaltem Motor prüfen, mindestens
aber 30 Minuten nach Abstellen des Motors.
Auslenkung des A/C-Riemens:
Neu:
7-9 mm
Gebraucht:
9-11 mm
AV2A10B038
6. Spannvorrichtung mit Schraubenschlüssel
ablassen und Keilriemen auflegen.
7. A/C-Keilriemen einbauen.
8. Auslenkung des A/C-Riemens prüfen (s. Prüfung
und Einstellung, Seite10B-8).
J3 TCI DOHC DIESEL
MOTOR 10B-09
Zahnriemen
Nockenwellenräder
Ausbau
EX
IN
IN
EX
1. Fahrzeug aufbocken.
2. Oberen Kühlerschlauch ausbauen.
3. Abscheider ausbauen (Schläuche bleiben angeschlossen).
4. Silentblock der Motorhalterung Nr. 3 ausbauen.
Einspritzpumpenrad
Motor-Silentblock
Nr. 3
Zahnriemenantriebsrad
AV2A10B041
15. Spannrolle um 90° gegen den Uhrzeigersinn
drehen und Spannrollenschraube festziehen.
AV2A10B039
90°
5. Motorhalterung Nr. 3 ausbauen.
Spanner
AV2A10B020
16. Zahnriemen abnehmen.
AV2A10B040
6. Rechtes Vorderrad abbauen.
7. A/C-Keilriemen ausbauen.
8. Keilriemen ausbauen (s. “Keilriemen ausbauen”,
Seite 10B-8)
9. Automatische Spannvorrichtung ausbauen.
10. Wasserpumpen-Riemenscheibe abbauen.
11. Kurbelwellenriemenscheibe abbauen.
12. Obere Zahnriemenabdeckung abbauen.
13. Untere Zahnriemenabdeckung abbauen.
14. Kurbelwelle drehen und Einstellmarkierung auf dem
Zahnriemenantriebsrad mit der Markierung auf dem
Motorblock fluchten lassen.
10B-10 MOTOR J3 TCI DOHC DIESEL
Einbau
9. Obere und untere Zahnriemenabdeckung anbauen.
1. Darauf achten, daß Einstellmarkierungen auf Zahnriemenantriebsrad, Nockenwellenrädern und Einspritzpumpenrad mit Motormarkierungen fluchten.
Nockenwellenräder
Anzugsdrehmoment:
10. Kurbelwellenriemenscheibe anbauen.
Anzugsdrehmoment:
EX
7-10 Nm
343-392 Nm
IN
IN
EX
11. Wasserpumpenriemenscheibe anbauen.
Einspritzpumpenrad
Anzugsdrehmoment:
18-29 Nm
12. Automatische Spannvorrichtung anbauen.
Anzugsdrehmoment:
13. Keilriemen und A/C-Keilriemeneinnbauen (siehe
“Keilriemen”, Seite10B-8)
Zahnriemenantriebsrad
AV2A10B030
2. Zahnriemen aufziehen.
3. Spanner-Sicherungsschraube lockern, so daß
Spannerfeder Druck auf Zahnriemen ausübt.
Hinweis:
18-29 Nm
Keinen zusätzlichen Druck ausüben.
4. Spannrollenschraube festziehen.
Anzugsdrehmoment:
Zahnriemenspannung:
88-108 Nm
15. Motorhalterung Nr. 3 anbauen.
Anzugsdrehmoment:
36-54 Nm
16. Silentblock der Motorhalterung Nr. 3 anbauen.
Anzugsdrehmoment:
Mutter:
67-93 Nm
Schraube:
85-117 Nm
Muttern
123-137 Hz
IN
Schraube
AV2A10B039
EX
IN
Anzugsdrehmoment:
37-52 Nm
5. Kurbelwelle um zwei vollständige Umdrehungen im
Uhrzeigersinn drehen und die Einstellmarkierung
auf der Zahnriemenantriebsscheibe mit der Markierung auf dem Motorblock fluchten lassen.
6. Darauf achten, daß die Einstellmarkierungen auf
den Nockenwellenrädern und dem Einspritzpumpenrad mit den Markierungen auf dem Motor
fluchten.
7. Zahnriemen abnehmen und Schritte 1 bis 6
wiederholen, falls Markierungen nicht fluchten.
8. Zahnriemenspannung mit geeignetem Werkzeug
am angegebenen Punkt messen (s. Abbildung).
EX
14. Rechtes Vorderrad anbauen.
17. Abscheider einbauen.
18. Kühlerschlauch einbauen.
19. Spezifiziertes Kühlmittel einfüllen (siehe Kapitel 12,
Kühlsystem)
20. Motor starten und auf Undichtigkeiten prüfen.
AV2A10B021
J3 TCI DOHC DIESEL
MOTOR 10B-11
Leerlaufdrehzahl
Leerlaufanhebung
Vorbereitung
1. Leerlaufdrehzahl prüfen und ggf. korrigieren.
2. Motor starten und Klimaanlage einschalten.
3. Prüfen, ob die Leerlaufdrehzahl der Spezifikation
entspricht.
1. Motor auf normale Betriebstemperatur bringen.
2. Motor im Leerlauf laufenlassen.
1) Wälhebel in Stellung “N” bringen.
2) Vorderräder in Geradeausstellung bringen.
3) Zündschalter in Stellung “OFF” bringen.
3. Prüfen, ob das Spiel des Gaszugs innerhalb der
Toleranz liegt (siehe Kapitel 20, “Ansaugsystem und
Auspuffanlage”).
Zulässiges Spiel des Gaszugs:
1-3 mm
Leerlaufanhebung: 850 ± 50 1/min
4. Kontermutter der Einstellschraube für die Leerlaufanhebung lockern und Leerlauf durch Drehen
der Schraube einstellen, falls Leerlaufdrehzahl nicht
der Spezifikation entspricht.
Anzugsdrehmoment:
6-9 Nm
Prüfung / Einstellung
1. Leerlaufdrehzahl messen.
Einspritzverstellung
Prüfung / Einstellung
Leerlaufdrehzahl: 800 ± 20 1/min
2. Kontermutter der Einstellschraube lockern und
Leerlauf durch Drehen der Schraube einstellen,
falls Leerlaufdrehzahl nicht der Spezifikation
entspricht.
Anzugsdrehmoment:
1. Kurbelwelle langsam drehen und weiße Markierung
auf der Kurbelwellenriemenscheibe mit der OTMarkierung auf der Abdeckung fluchten lassen.
Oder Markierung “T” des Schwungrads mit
Stiftmarkierung fluchten lassen.
6-9 Nm
Stiftmarkierung
Leerlaufeinstellschraube
Schwungrad
10
T
5
10
15
20
30
J
3
Einstellschraube
Leerlaufanhebung
AV2A10B029-1
AV2A10B018
Hinweis
Das Drehen der Schraube im Uhrzeigersinn führt zu
einer Erhöhung der Leerlaufdrehzahl, das Drehen
gegen den Uhrzeigersinn zu einer Verringerung der
Leerlaufdrehzahl.
2. Einspritzleitung zwischen Einspritzpumpe und
–düse ausbauen.
3. Abdeckung des Hydraulikteils der Einspritzpumpe
ausbauen und Spezialwerkzeug (0K670 131 010)
anbringen.
Achtung
a) Beim Ausbau der Einspritzpumpe kann
Kraftstoff auslaufen.
b) Spezialwerkzeug so einbauen, daß etwa
1,0 ± 0,2 mm Hub angezeigt werden.
J3 TCI DOHC DIESEL
MOTOR 10B-13
Ausgleichswelle
Ausbau
1. Ölwanne ausbauen(siehe Kapitel11, “Ölkreislauf”).
2. OT-Einkerbung auf der Riemenscheibe durch
Drehen der Kurbelwellen-Riemenscheibe mit der
OT-Markierung (“T”) auf der Abdeckung fluchten
lassen.
Ausgleichsrad
Markierung
DC
BT
T
AV2A10B032
10
5. Schraube des Ausgleichsrads lockern.
OT-Markierung
ausrichten
Position mit Stift
markieren
AV2A10B031
3. Drei Schrauben des Ausgleichswellengehäuses
lösen und Einstellmarkierungen der Zahnräder
prüfen.
Hinweis
Mittlere Gehäuseschraube von Hand festziehen,
um ein Herausfallen der Ausgleichswelle zu verhindern.
Hinweis
5 mm starkes Gummistück zwischen die Ausgleichswellenräder klemmen, um ein Drehen der
Ausgleichswelle zu verhindern und die Ausgleichsräder vor Beschädigungen zu schützen.
Links
LH
Rechts
RH
Träger
Flansch
Gummistreifen
AV2A10B033
AV2A10B006
4. Beim Zusammenbau nach dem Prüfen der Ausgleichswellenmarkierungen dasjenige Kettenglied
markieren, das mit der OT-Markierung fluchtet
(+/- 3 mm).
Hinweis
Zwei Punktmarkierungen des Kettenglieds
ignorieren; sie dienen nur zur Motormontage.
6. Ausgleichswellenrad mit einer Hand halten und mit
der anderen Hand gegen den Flansch schlagen,
um das Ritzel vom Ende der Ausgleichswelle zu
lösen.
7. Schraube der Ölzuführung beim Zerlegen des
Trägers lösen, um die Zuführung von der Ölpumpe
zu trennen.
8. Träger-Befestigungsschraube lösen und Träger
ausbauen.
10B-14 MOTOR J3 TCI DOHC DIESEL
Einbau
1. Axialspiel der Ausgleichswelle messen.
Zulässiges Axialspiel:
0,1-0,25 mm
2. Ausgleichswelle einbauen.
Hinweis
Mittlere Gehäuseschraube von Hand festziehen,
um ein Herausfallen der Ausgleichswelle zu verhindern.
3. Träger in den Block einbauen. Lage des Paßstifts
beachten und Ölmeßvorrichtung in die Bohrung
des Trägers einsetzen.
Anzugsdrehmoment:
AV2A10B028
7. Schraube des Ausgleichsrads festziehen.
44 Nm
4. Kurbelwellenriemenscheibe, Ölpumpenrad,
Führung, Hebel und Kettenspanner einbauen.
5. Tauchkolben des Kettenspanner eindrücken und
Stift in die Anschlagbohrung einsetzen, um die
Kette zu entspannen.
Hinweis
5 mm starkes Gummistück zwischen die Ausgleichswellenräder klemmen, um ein Drehen der
Ausgleichswellen zu verhindern und die Ausgleichsräder vor Beschädigungen zu schützen.
Anzugsdrehmoment:
Stift
AV2A10B027
6. Einstellmarkierung des Ausgleichsrads mit markiertem Kettenglied fluchten lassen und Ritzel auf dem
Wellenstumpf anbringen.
Hinweis
Flansch herausziehen, Ritzel festhalten und auf
Welle anbringen.
52 Nm
8. Anzugsdrehmoment von 4.4 Nm kontrollieren, um
ein Herausfallen der Schraube des Ausgleichrads
zu verhindern.
9. Stift aus der Bohrung des Kettenspanners entfernen, um die Kette zu spannen.
10. Kurbelwelle um zwei Umdrehungen drehen, so daß
die Kette eine vollständige Drehung erfährt. Prüfen,
ob die OT-Markierungen der Kurbelwellen-Riemenscheibe und des Gehäuses miteinander fluchten.
Fall dies nicht der Fall ist, muß die Einstellung
wiederholt werden.
Hinweis
Die Markierung des Kettenglieds gilt nur für den
Zusammenbau; nach zwei Umdrehungen der
Kurbelwellen-Riemenscheibe fluchtet sie nicht
mehr.
Die Prüfung der Einstellung kann nur über das
Ausgleichswellenrad erfolgen.
J3 TCI DOHC DIESEL
11. Flansch-Schraube lösen, Zahnradabdeckung
anbringen und drei Schrauben festziehen.
Anzugsdrehmoment:
LH
23 Nm
RH
23 Nm
AV2A10B035
12. Ölleitungen an Träger, Ölpumpe und Block anbringen und Schrauben festziehen.
Schrauben der Ölzuführungen
23 Nm
Ölsieb
Trägerschrauben
44 Nm
AV2A10B036
13. Ölwanne einbauen (s. Kapitel 11, “Ölkreislauf”)
14. Motoröl der korrekten Spezifikation und Menge
einfüllen(siehe Kapitel 11, “Ölkreislauf”.)
15. Motor starten und auf auslaufendes Öl prüfen.
MOTOR 10B-15
10B-16 MOTOR J3 TCI DOHC DIESEL
Aus- und Einbau
11. U-förmige Klammer abziehen.
12. Mutter und Scheibe von Gestänge des
Automatikgetriebes lösen.
Motor
U-Klammer
Ausbau
1. Batterie-Massekabel und -Pluskabel abklemmen.
2. Fahrzeug aufbocken.
3. Kühlmittel ablassen (siehe Kapitel 12,
“Kühlsystem”).
4. Batterie und Batterieträger ausbauen.
5. Luftfilter und -halterung ausbauen.
6. Kabelstecker des Wischermotors auf der rechten
Seite abklemmen.
7. Schlauch des Kühlmittelausgleichsbehälters vom
Thermostatgehäuse abziehen.
8. Beide Masse-Kabelstecker vom Sicherungskasten
abklemmen.
9. Fahrzeugmasse abklemmen.
AV2A42118
13. Heizungsschlauch vom Thermostatgehäuse lösen.
14. Beide Unterdruckschläuche abziehen und Kabelstecker des Kühlmitteltemperaturfühlers abklemmen.
AV2A10B042
10. Fünf Kabelstecker abklemmen (s. Abbildung).
AV2A10B044
15. Filterrohr des Automatikgetriebes ausbauen.
16. Gaszug von der Einspritzpumpe trennen.
17. Bremsunterdruckschalter vom Generator abklemmen.
AV2A10B043
J3 TCI DOHC DIESEL
18. Kraftstoffschläuche von Abscheider lösen.
Kraftstoffschläuche
MOTOR 10B-17
23.
24.
25.
26.
Beide Vorderräder abbauen.
Keilriemen abnehmen (s.“Keilriemen”, Seite 10B-8).
Kabelstecker der Magnetkupplung abklemmen.
A/C-Kompressor ausbauen (Schläuche bleiben
angeschlossen).
27. A/C-Kompressor mit Draht neben dem Motor
fixieren.
AV2A10B045
Achtung
Servoleitung nach dem Abziehen verschließen,
um zu verhindern, daß Flüssigkeit ausläuft.
19. Beide Schläuche des Servo-Ausgleichsbehälters
lösen.
20. Servoflüssigkeitsleitung von Servolenkpumpe
trennen.
21. Heizungsschlauch lösen.
Schlauch
BSX010A060
28. Auspuffkrümmer ausbauen (s. Kapitel 20,
“Ansaugsystem und Auspuffanlage”).
29. Beide Spurstangenköpfe von den Achsschenkeln
trennen (je ein Splint und eine Mutter).
30. Stabilisatorhalterung ausbauen und Aufhängung
vom Stabilisator abbauen.
31. Stabilisatoraufhängung vom Achsschenkel trennen.
Achtung
Kugelgelenk-Faltenbälge nicht beschädigen.
32. Klemmschrauben und Muttern der Achsschenkel
lösen. Untere Querlenker von Achsschenkeln lösen.
AV2A10B046
22. Beide Kühlschläuche des Automatikgetriebes
lösen.
AV2A42124
AV2A42120
10B-18 MOTOR J3 TCI DOHC DIESEL
33. Gelenkwellenhalterung von Motorblock abbauen
(drei Schrauben).
35. Geeignetes Werkzeug ansetzen, um das Seitenrad
in Position zu halten.
Achtung
a) Antriebswellen schrittweise aus dem Getriebe ziehen. Wenn die Wellen mit einem
Ruck herausgezogen werden, können die
Öldichtungen des Differentials beschädigt
werden.
b) Antriebswellen nach dem Ausbau mit Draht
abhängen, um Gelenke und Manschetten zu
schützen.
geeignetes Werkzeug
BSX042114
36. Schraube der Zwischenwelle lösen
(siehe Kapitel 51, “Lenkung”).
37. Schraube des A/C-Schlauchs vom Rahmenträger
lösen.
Schraube A/C-Schlauch
BSX041010
34. Beide Antriebswellen vorsichtig aus dem
Automatikgetriebe hebeln.
AV2A10B047
38. Motorhalterungen Nr. 3 und Nr. 4 ausbauen.
39. Automatikgetriebe, Motor und Rahmenträger mit
geeigneter Hebevorrichtung abstützen.
AV2050010
AV2A10026
J3 TCI DOHC DIESEL
40. Vier Schrauben des Rahmenträgers und vier
Schrauben der Längslenker lösen.
MOTOR 10B-19
44. Anlasser ausbauen (siehe Kapitel 31, “Anlasser und
Batterie”).
45. Untere Abdeckung ausbauen.
untere Abdeckung
AV2A42123
41. Motor, Automatikgetriebe und Rahmenträger
langsam absenken.
42. Drei Befestigungsschrauben der Motorhalterung
Nr. 1 (an Rahmenträger) lösen.
AV2A10B050
46. Sechs Schwungrad-Befestigungsschrauben (an
Drehmomentwandler) lösen. Motor an der Kurbelwellen-Riemenscheibe drehen, um an alle sechs
Muttern zu gelangen.
AV2A10B048
43. Vier Befestigungsschrauben der Motorhalterung
Nr. 2 lösen und Halterung von Automatikgetriebe
und Rahmenträger trennen.
AV2A10B049
AV2A10B051
47. Schrauben des Wandlergehäuses lösen.
48. Getriebe vorsichtig vom Motor trennen.
10B-20 MOTOR J3 TCI DOHC DIESEL
Einbau
6. Motorhalterung Nr. 1 einbauen.
1. Automatikgetriebe an Motor anbauen und Schrauben des Wandlergehäuses einsetzen.
Anzugsdrehmoment:
67-93 Nm
Anzugsdrehmoment:
M19: 64-89 Nm
M17: 37-52 Nm
Schraube
2. Sechs Befestigungsmuttern des Schwungrads (an
Drehmomentwandler) anbringen. Motor über Kurbelwellen-Riemenscheibe drehen, um an alle Bolzen zu
gelangen.
Anzugsdrehmoment:
34-49 Nm
AV2A10B048
7. Automatikgetriebe, Motor und Hilfsrahmen auf
geeignete Hebevorrichtung setzen und unter dem
Fahrzeug positionieren.
8. Automatikgetriebe, Motor und Hilfsrahmen anheben und im Motorraum ausrichten.
AV2A10B051
3. Untere Abdeckung einbauen.
4. Anlasser einbauen (siehe Kapitel 31, “Anlasser und
Batterie”).
5. Motorhalterung Nr 2 einbauen.
Anzugsdrehmoment:
85-117 Nm
AV2A10026
9. Vier Schrauben des Rahmenträgers und vier
Schrauben der Längslenker anbringen.
Anzugsdrehmoment:
Hilfsrahmen: 120-137 Nm
Längslenker: 93-115 Nm
Schraube
AV2A10B049
J3 TCI DOHC DIESEL
MOTOR 10B-21
12. Hebevorrichtung unter Automatikgetrieb und Motor
entfernen.
13. Schraube der A/C-Schlauchhalterung an Rahmenträger anbringen.
Schraube A/C-Schlauchhalterung
AV2A42123
10. Motorhalterung Nr. 3 einbauen.
AV2A10B047
Anzugsdrehmoment:
A:
85-117 Nm
B:
67-93 Nm
14. Schraube der Zwischenwelle anbringen (siehe
Kapitel 51, “Lenkung”).
15. Fixiervorrichtung entfernen.
16. Neue Federsicherungen an
Antriebswellenverzahnung anbringen.
17. Gelenkwellen so in das Getriebe einführen, daß die
Öffnung der Federsicherungen nach oben weist.
18. Gelenkwellenhalterung anbringen und drei
Schrauben festziehen.
B
Anzugsdrehmoment:
A
42-62 Nm
AV2A10B039
Federsicherung
11. Motorhalterung Nr. 4 einbauen.
Anzugsdrehmoment:
A:
85-117 Nm
B:
67-93 Nm
B
A
BSX042461
19. Kugelgelenke der unteren Querlenker einsetzen
und Klemmschrauben festziehen.
Anzugsdrehmoment:
AV2A42119
93-115 Nm
10B-22 MOTOR J3 TCI DOHC DIESEL
30. Heizungsschlauch anbringen.
AV2A42124
20. Beide Stabilisatoraufhängungen einbauen.
AV2A10B046
Anzugsdrehmoment:
93-115 Nm
21. Beide Spurstangenköpfe an Achsschenkel anbauen und Muttern der Spurstangenköpfe festziehen.
Anzugsdrehmoment:
31. Kraftstoffschläuche an Abscheider anbringen.
59-79 Nm
22. Splinte einsetzen und umbiegen.
23. Auspuffkrümmer einbauen (siehe Kapitel 20,
“Ansaugsystem und Auspuffanlage”).
24. A/C-Kompressor einbauen (siehe Kapitel 62,
“Klimaanlage”).
25. Kabelstecker der Magnetkupplung anklemmen.
26. Keilriemen einbauen (s. “Keilriemen”, Seite 10B–8)
27. Vorderräder einbauen und Radmuttern festziehen.
Anzugsdrehmoment:
88-118 Nm
AV2A10B045
28. Beide A/T-Kühlerschläuche anbringen (bis zum
Anschlag schieben).
29. Schlauchschellen in der Mitte der Markierung im
angegebenen Winkel anbringen (s. Abbildung).
AV2A42120
32. Schläuche an Servopumpe befestigen.
33. Beide Schläuche an Ausgleichsbehälter der
Servolenkung anbringen.
34. Bremsunterdruckschlauch an Generator anbringen.
35. Gaszug an Einspritzpumpe anbringen (siehe
Kapitel 20, “Ansaugsystem und Auspuffanage”).
36. Filterohr des Automatikgetriebes einbauen.
37. Beide Unteruckschläuche anbringen und Kabelstecker des Kühlmitteltemperaturfühlers
anklemmen.
38. Heizungsschlauch an Thermostatgehäuse
anbringen.
39. Mutter und Scheibe an AutomatikgetriebeGestänge anbringen.
40. U-förmige Klammer einsetzen.
41. Fünf Kabelstecker anklemmen.
J3 TCI DOHC DIESEL
AV2A10B043
42. Massekabel anschrauben.
43. Beide Massekabelstecker an Sicherungskasten
anschrauben.
AV2A10B042
44. Schlauch des Kühlmittelausgleichsbehälter am
Thermostatgehäuse befestigen.
45. Kabelstecker des Wischermotors auf der rechten
Seite anklemmen.
46. Ansaugrohr, Luftfiltergehäuse und -Halterung
einbauen.
47. Batterieträger und Batterie einbauen.
48. Batterie-Massekabel und -Pluskabel anklemmen.
49. Getriebe mit ATF füllen (siehe
“Automatikgetriebeflüssigkeit”, Seite 42-33).
50. Kühlmittel der korrekten Spezifikation und Menge
einfüllen (siehe Kapitel 12, “Kühlsystem”).
51. Servoflüssigkeit einfüllen (siehe Kapitel 51,
“Servolenkung”).
52. Kraftstoffleitungen entlüften (siehe Kapitel 22B,
“Kraftstoffsystem”).
53. Steuerzug des Automatikgetriebes einstellen (siehe
Kapitel 42, “Automatikgetriebe”).
54. Gaszug einstellen (siehe Kapitel 20, “Ansaugsystem
und Auspuffanlage”).
55. Motor starten und auf auslaufende Flüssigkeiten
prüfen.
MOTOR 10B-23
10B-24 MOTOR J3 TCI DOHC DIESEL
Zerlegung, Prüfung und
Zusammenbau
6. Lüfter und Lüfterschlauch ausbauen.
Hinweis
a) Alle baugleichen Teile (z.B. Kolben, Kolbenringe und Ventilfedern) so markieren, daß sie
wieder in ihrer ursprünglichen Einbaulage
eingebaut werden können.
b) Teile mit Dampf reinigen und mit Druckluft
trocknen.
c) Reihenfolge beim Zerlegen von Bauteilen und
Baugruppen für den späteren Zusammenbau
merken und auf Verformung, Verschleiß und
Schäden achten.
Nebenaggregate
AV2A10B054
7. Rückführungsschlauch ausbauen.
Zerlegung
1. Zwischenkühler-Abdeckung ausbauen.
2. Zwischenkühler und -Zufuhrschlauch ausbauen.
Zufuhrschlauch Zwischenkühler
Rückführungs–
schlauch
Zwischenkühler
AV2A10B055
AV2A10B052
3. Motor-Kabelstrang abbauen.
4. Lüftungsschlauch abziehen.
5. Einspritzleitung ausbauen.
8. Unteren Kühlmittelschlauch vom Zylinderblock
abbauen.
9. AGR-Leitung ausbauen.
10. Generator, Schlauch, Generatorhalterung und
Spannvorrichtung ausbauen.
AV2A10B056
AV2A10B053
J3 TCI DOHC DIESEL
11. Thermostatgehäuse ausbauen.
MOTOR 10B-25
17. Hitzeschild, Auspuffkrümmer und Dichtung ausbauen.
18. Ansaugkrümmer und Dichtung ausbauen.
19. Spezialwerkzeug (0K410 101 004) an Motor
anbringen.
AV2A10B057
Aufnahmebohrungen
12. Turbolader-Dämpfung ausbauen.
13. Turbolader ausbauen.
AV2A10B037
20. Motor an Spezialwerkzeug (0K130 990 007)
montieren.
0K410 101 004
AV2A10B058
0K130 990 007
14. Kühlmittel-Bypass-Schlauch und -Leitung
ausbauen.
AV2A10B060
BypassSchlauch
Zusammenbau
Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge
des Zerlegens.
AV2A10B059
15. Halterung der Lenk-Servopumpe ausbauen.
16. AGR-Ventil und Dichtung ausbauen.
10B-26 MOTOR J3 TCI DOHC DIESEL
Zahnriemenabdeckung
Zerlegung
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
Motorhalterung Nr. 3 ausbauen.
Wasserpumpen-Riemenscheibe ausbauen.
Servolenkungspumpe abbauen.
Kurbelwellen-Riemenscheibe abbauen.
Zwischenrad und Halterung abbauen.
Obere Zahnriemenabdeckung abbauen.
Untere Zahnriemenabdeckung abbauen.
Zusammenbau
1. Untere und obere Zahnriemenabdeckung
einbauen.
Anzugsdrehmoment:
7-10 Nm
2. Zwischenrad und Halterung einbauen.
Anzugsdrehmoment:
37-52 Nm
3. Kurbelwellen-Riemenscheibe einbauen.
Anzugsdrehmoment:
343-392 Nm
4. Servolenkungspumpe einbauen.
Anzugsdrehmoment:
30-40 Nm
5. Motorhalterung Nr. 3 einbauen.
Anzugsdrehmoment:
67-93 Nm
J3 TCI DOHC DIESEL
MOTOR 10B-27
Zahnriemen
A
A
AV2A10B062
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
(8)
Zahnriemen
Einspritzpumpe
Wasserpumpe
Nockenwellenrad
Zahnriemenspanner
Zwischenrad
Zahnriemenantriebsrad
Obere Platte
(9)
(10)
(11)
(12)
(13)
(14)
(15)
(16)
Aufnahme für Hebevorrichtung
Düsenhalterung
Düse
Ventildeckel
Kipphebelwelle
Nockenwellenlagerdeckel
Nockenwelle
Zylinderkopf
10B-28 MOTOR J3 TCI DOHC DIESEL
Zerlegung
1. Kurbelwelle drehen und die Einstellmarkierung auf
der Zahnriemenscheibe mit der Markierung auf dem
Motorblock fluchten lassen.
EX
IN
EX
IN
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
Spannvorrichtung und Zwischenrad abbauen.
Zahnriemenantriebsrad abbauen.
Obere Platte ausbauen.
Aufnahme für Hebevorrichtung ausbauen.
Düsenhalter und Düse ausbauen.
Ventildeckel abbauen.
Kipphebelwelle ausbauen.
Nockenwellenlagerdeckel und Nockenwellen
ausbauen.
14. Zylinderkopfschrauben in der angegebenen
Reihenfolge (s. Abbildung) lösen.
AV2A10B041
2. Spannrolle um 90° gegen den Uhrzeigersinn
drehen und Schraube festziehen.
AV2A10B008
90°
Zahnriemenspanner
AV2A10B020
3. Zahnriemen abnehmen.
4. Einspritzpumpe ausbauen.
5. Spezialwerkzeug (0K552 111 001) montieren
(s. Abbildung) und Nockenwellenräder abbauen.
IN
EX
IN
EX
0K552 111 001
AV2A10B022
J3 TCI DOHC DIESEL
Prüfung
MOTOR 10B-29
Nockenwellenräder u. Zahnriemenantriebsrad
Vorderer Zahnriemen
Hinweis
a) Zahnriemen nicht knicken oder verdrehen.
b) Zahnriemen nicht mit Öl oder Fett in Berührung
kommen lassen.
1. Mit Öl oder Fett verschmutzte Zahnriemen
ersetzen.
2. Zahnriemen auf ungleichmäßige Abnutzung, Ausfransung, Abblättern, Risse und Verhärtungen
untersuchen. Zahnriemen ggf. ersetzen.
Hinweis
Zahnriemenräder nicht mit Reinigungsmitteln reinigen. Mit weichem Tuch abwischen und Räder
nicht zerkratzen, um übermäßigen Verschleiß des
Zahnriemens zu vermeiden.
1. Zähne der Räder auf Verschleiß, Verformung und
andere Schäden untersuchen und ggf. ersetzen.
Spannfeder
1. Spannfeder prüfen und ggf. ersetzen.
Beschädigung /
Verschleiß
Abblättern
Riß
AV2A10B083
ABT010217
3. Zahnriemen zum Prüfen zu einem “U” formen
(s. Abbildung). Das Maß “A” muß mindestens
25 mm betragen.
Spannvorrichtung und Zwischenrad
Hinweis
Spannrolle und Zwischenrad nicht mit Reinigungsmitteln reinigen. Mit weichem Tuch abwischen und
Räder nicht zerkratzen, um übermäßigen Verschleiß
des Zahnriemens zu vermeiden.
1. Spannrolle und Zwischenrad auf Leichtgängigkeit
und Drehgeräusche prüfen. Ggf. ersetzen.
A
ABT010216
AV2A10B064
10B-30 MOTOR J3 TCI DOHC DIESEL
Nockenwelle
1. Nockenwelle mit den Endlagerzapfen auf V-Blöcke
setzen.
2. Meßuhr am mittleren Lagerzapfen anbringen und
auf “Null” stellen.
3. Nockenwelle drehen und Höhenschlag messen.
6. Durchmesser der Nockenwellenlagerzapfen in den
Richtungen X und Y auf beiden Seiten (A und B)
der Zapfen messen (s. Abbildung).
Zulässiger Durchmesser:
27,941mm - 27,960 mm
Zulässiger Höhenschlag: 0,08 mm
BSX010B089A
AV2A10B066
4. Nockenwellen auf Verschleißmuster, Risse und
Schäden untersuchen.
5. Nockenhöhe an 2 Stellen messen (s. Abbildung).
Nockenhöhe
Einlaßnockenwelle:
Auslaßnockenwelle:
22,497 mm
22,593 mm
7. Nockenwellen ggf. ersetzen.
8. Spiel der Nockenwellenlagerzapfen messen.
9. Zapfen und Lagerflächen von Fremdstoffen und Öl
befreien.
10. Nockenwellen in Zylinderkopf einsetzen.
11. Plastigage®-Streifen längs auf den Lagerzapfen
positionieren.
12. Nockenwellen nicht drehen.
13. Nockenwellenlagerdeckel anbringen (Kennzahlen
und Pfeilmarkierungen beachten).
14. Deckelmuttern aufsetzen. In fünf oder sechs
Schritten festziehen (Reihenfolge, s. Abbildung).
Anzugsdrehmoment:
18-27 Nm
AV2A10B067
AS2A10107
J3 TCI DOHC DIESEL
MOTOR 10B-31
15. Lagerdeckelmuttern in fünf oder sechs Schritten
lockern (Reihenfolge s. Abbildung).
16. Nockenwellenlagerdeckel abnehmen.
BSX010B094
Kipphebel und Kipphebelwellen
AS2A10107
Zulässiger Innendurchmesser:
19,97mm - 20,00 mm
17. Spiel ablesen.
Zulässiges Spiel:
1. Innendurchmesser der Kipphebel messen.
0,04mm - 0,08 mm
2. Außendurchmesser der Kipphebelwellen messen.
18. Zylinderkopf ersetzen, falls das Spiel außerhalb der
Toleranz liegt.
BSX010B093
19. Nockenwellen einbauen.
20. Meßuhr am Ende der Nockenwelle ansetzen.
21. Nockenwelle mit Hebel ganz in eine Richtung
drücken.
22. Meßuhr auf “Null” stellen.
23. Nockenwelle nun vollständig in die
entgegengesetzte Richtung drücken.
24. Meßuhr ablesen. Der abgelesene Wert entspricht
dem Axialspiel.
Zulässiges Axialspiel:
0,08mm - 0,11 mm
Zulässiger Außendurchmesser:
19,959mm - 19,980 mm
10B-32 MOTOR J3 TCI DOHC DIESEL
Zusammenbau
1. Alle Fremdstoffe von der Oberseite des Zylinderblocks entfernen.
2. Neue Zylinderkopfdichtung auflegen.
9. Deckelmuttern anbringen und in zwei oder drei
Schritten in der angegebenen Reihenfolge
(s. Abbildung) festziehen.
Anzugsdrehmoment:
18-27 Nm
Achtung
Länge der Zylinderkopfschrauben messen und
Schrauben ggf. ersetzen.
Lange Schrauben:
L = 132 mm
Kurze Schrauben:
L = 93 mm
3. Zylinderkopf aufsetzen.
4. Gewinde und Sitzflächen der Zylinderkopfschrauben mit frischem Motoröl bestreichen und
Schrauben in Zylinderkopf einsetzen.
5. Zylinderkopfschrauben in der angegebenen
Reihenfolge festziehen (s. Abbildung).
Anzugsdrehmoment:
entweder:
80 Nm
49 Nm
oder:
+ weitere 40°-50°
AS2A10107
Hinweis
Kipphebelwellen nicht miteinander vertauschen.
• Einlaßseitig
Gelb
• Auslaßseitig:
Schwarz
10. Kipphebelwellen einbauen und in in zwei oder
drei Schritten in der angegebenen Reihenfolge
(s. Abbildung) festziehen.
Anzugsdrehmoment:
18-27 Nm
AV2A10B008
6. Wellenzapfen und Lagerflächen von Fremdstoffen
und Öl befreien.
7. Nockenwellen in Zylinderkopf einsetzen.
8. Nockenwellenlagerdeckel anbringen (Zahlen und
Pfeilmarkierungen beachten).
Schwarz
Gelb
E4
E3
E2
AV2A10B025
11. Ventildeckel und Dichtung einbauen.
I2
I3
Anzugsdrehmoment:
I4
AV2A10B065
7-9 Nm
J3 TCI DOHC DIESEL
12. Düse und Halterung einbauen.
Anzugsdrehmoment:
20. Einspritzpumpe einbauen, danach Einspritzpumpenrad anbringen.
16-21 Nm
Anzugsdrehmoment:
13. Vordere und hinter Aufnahme für Hebevorrichtung
einbauen.
14. Obere Platte einbauen.
15. Zahnriemenantriebsrad einbauen.
16. Zwischenrad einbauen.
Anzugsdrehmoment
MOTOR 10B-33
37-52 Nm
59-69 Nm
21. Nockenwellenräder positionieren und anschließend
Spezialwerkzeug (0K552 111 001) anbringen
(s. Abbildung).
22. Schrauben der Nockenwellenräder festziehen.
Anzugsdrehmoment:
59-69 Nm
17. Spannvorrichtung einbauen.
Gehäuse
EX
IN
IN
EX
Spannfeder
0K552 111 001
AV2A10B022
Spannrolle
AS2A10052
18. Spannrolle um 90° gegen den Uhrzeigersinn
drehen und Schraube festziehen.
23. Darauf achten, daß die Einstellmarkierungen auf
Zahnriemenantriebsrad, Nockenwellenrädern und
Einspritzpumpenrad mit den Markierungen auf dem
Motor fluchten.
Nockenwellenräder
90°
IN
EX
IN
EX
Einspritzpumpenrad
Spannrolle
Zahnriemen–
antriebsrad
AV2A10B020
19. Wasserpumpe einbauen.
Anzugsdrehmoment:
19-26 Nm
AV2A10B030
24. Zahnriemen von Hand aufziehen. Mit dem Zahnriemenantriebsrad beginnen und gegen den
Uhrzeigersinn fortfahren.
Hinweis
Die Pfeilmarkierung auf dem Zahnriemen muß in
Laufrichtung weisen.
10B-34 MOTOR J3 TCI DOHC DIESEL
25. Sicherungsschraube der Spannrolle lockern, so
daß die Feder den Zahnriemen spannt.
Hinweis
Zahnriemen nicht zusätzlich spannen.
26. Spannrollenschraube festziehen.
Anzugsdrehmoment:
37-52 Nm
27. Kurbelwelle um zwei vollständige Umdrehungen im
Uhrzeigersinn drehen und die Einstellmarkierung
des Zahnriemens mit der Einstellmarkierung auf
dem Motorblock fluchten lassen.
28. Kontrollieren, ob Einstellmarkierungen auf Nockenwellenrädern und Einspritzpumpenrad mit den
Motormarkierungen fluchten.
29. Zahnriemen ausbauen und Schritte 23 bis 28
wiederholen, falls Markierungen NOK.
30. Zahnriemenspannung mit geeignetem Meßgerät an
der angegebenen Stelle messen (s. Abbildung).
Zahnriemenspannung:
IN
EX
IN
EX
123-137 Hz
AV2A10B021
J3 TCI DOHC DIESEL
MOTOR 10B-35
Zylinderkopf
AV2A10B082
(1) Ventilkeil
(2) Oberer Ventilfederteller
(3) Ventilfeder
(4) Unterer Ventilfederteller
(5) Ventil
(6) Ventilschaftdichtung
Zerlegung
1. Ventilkeile mit Spezialwerkzeug (0K993 120 001 /
0K993 120 004) ausbauen.
3. Ventilschaftdichtung mit Spezialwerkzeug (0K993
120 006) ausbauen.
0K993 120 001
0K993 120 006
0K993 120 004
AV2A10B069
AV2A10B068
2. Oberen Ventilfederteller, Ventilfeder, unteren
Ventilfederteller und Ventil ausbauen.
10B-36 Motor J3 TCI DOHC DIESEL
Prüfung
Ventile
1. Ventile auf folgende Punkte prüfen:
a. Verbogene Ventilschäfte
b. Rauhe oder beschädigte Oberflächen
c. Beschädigte oder ungleichmäßige
Schaftenden
2. Ventile je nach Bedarf schleifen oder ersetzen.
Ventilsitzbreite
Einlaßventile:
Auslaßventile:
1,2 mm
1,1 mm
BSX010A112
Schaftende
Ventilfedern
1. Ventilfedern auf Brüche und Schäden untersuchen.
2. Freie Länge und Winkel messen. Ventilfedern ggf.
ersetzen.
Freie Länge:
Zulässiger Verzug:
52,47 mm
max. 2°
Sitzbreite
Ventilsitzwinkel 45°
BSX010A110
Verzug
3. Durchmesser der Ventilschäfte messen.
Durchmesser
Einlaßventile:
Exhaust:
6,965mm - 6,980 mm
6,945mm - 6,960 mm
AS2A10139
BSX010A111
4. Innendurchmesser der Ventilführungen an den
angegebenen Stellen (s. Abbildung) messen.
Durchmesser Ein- und Auslaßventilführungen:
7,010mm - 7,030 mm
J3 TCI DOHC DIESEL
Zusammenbau
1. Ventilschaftdichtung mit geeignetem Werkzeug
einpressen.
AV2A10B070
2. Ventil, unteren Ventilfederteller, Ventilfeder und
oberen Ventilfederteller einbauen.
3. Ventilfeder mit Spezialwerkzeug (0K993 120 001 /
0K993 120 004) spannen und Ventilkeil einsetzen.
4. Mit einem Kunststoffhammer leicht auf den Ventilschaft schlagen, um sicheren Sitz zu gewährleisten.
0K993 120 001
0K993 120 004
AV2A10B068
MOTOR 10B-37
10B-38 Motor J3 TCI DOHC DIESEL
Zylinderblock
Dichtung
Dichtung
O-Ring
AV2A10B071
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
(8)
(9)
(10)
(11)
(12)
(13)
Ölwanne
Ölzuführung
Zahnriemengehäuse
Kette
Ausgleichswellengehäuse
Ölsieb
Hebel
Ölpumpe
Spannvorrichtung
Führung
Kupplungscheibe u. Druckplatte (nur Schaltgetriebe)
Schwungrad (nur Schaltgetriebe)
Hintere Abdeckung
(14)
(15)
(16)
(17)
(18)
(19)
(20)
(21)
(22)
(23)
(24)
(25)
(26)
Pleuellagerdeckel
Pleuel
Pleuellager
Kolben und Kolbenbolzen
Kolbenringe
Hauptlagerdeckel
Hauptlager
Kurbelwelle
Ausgleichswellenrad
Anlaufscheibe
Ausgleichswelle
Öldüse
Ausgleichswellenritzel
J3 TCI DOHC DIESEL
Zerlegung
1. Kupplungsscheibe, Druckplatte und Schwungrad
ausbauen.
2. Ölwannen-Befestigungsschrauben lösen.
3. Ölwanne mit Schraubendreher oder anderem
geeigneten Werkzeug abhebeln.
Achtung
a) Werkzeug nicht mit Gewalt zwischen
Zylinderblock und Ölwanne einführen, da
sonst die Dichtflächen beschädigt werden.
b) Dichtflächen beim Beseitigen der Dichtmittelreste nicht verkratzen.
MOTOR 10B-39
8. Beim Zusammenbau nach dem Prüfen der Markierung: Kettenglied so markieren, daß es sich auf
Höhe der OT-Markierung (+/- 3 mm) befindet.
Hinweis
Die beiden schwarzen Punktmarkierungen auf
einem Kettenglied dienen nur der Motormontage.
Ausgleichswellenritzel
4. Ölzuführung ausbauen.
5. Zahnriemengehäuse ausbauen.
6. OT-Kerbe auf der Riemenscheibe mit “T”-Markierung auf dem Gehäuse fluchten lassen.
Markierung
AV2A10B032
DC
BT
T
10
OT-Markierung
ausrichten
AV2A10B031
7. Drei Schrauben des Ausgleichswellengehäuses auf
der Hinterseite des Lagereinsatzes lösen und Markierung kontrollieren, um die Steuerzeiten zu
prüfen.
9. Schraube des Ausgleichswellenritzels lösen.
10. Ritzel beim Ausbau mit einer Hand festhalten und
gleichzeitig gegen die Anlaufscheibe schlagen, um
das Ritzel vom Wellenstumpf zu trennen.
11. Kette ausbauen.
12. Lagereinsatz ausbauen.
13. Ölsieb und -pumpe ausbauen.
14. Hebel, Spannvorrichtung und Führung ausbauen.
15. Hintere Abdeckung ausbauen.
16. Seitenspiel der Pleuellager messen, bevor Pleuel
ausgebaut werden.
Zulässiges Seitenspiel:
0,14-0,39 mm
Hinweis
Mittlere Schraube in die Anlaufscheibe einschrauben, um ein Herausfallen der Ausgleichswelle zu
verhindern.
AN9010052
AV2A10B006
10B-40 MOTOR J3 TCI DOHC DIESEL
17. Pleuellagerdeckel ausbauen.
18. Pleuellagerspiel messen.
1) Kurbelzapfen und Lagerflächen von
Fremdstoffen und Öl befreien.
2) Plastigage-Streifen längs auf den Lagerzapfen
plazieren.
3) Pleuellagerdeckel anbringen und festziehen.
21. Hauptlagerdeckel ausbauen.
22. Hauptlagerspiel messen.
1) Zapfen und Lagerflächen von Fremdstoffen und
Öl befreien.
2) Plastigage-Streifen längs auf den Zapfen
plazieren.
3) Hauptlagerdeckel anbringen und festziehen
(s. Abbildung).
Anzugsdrehmoment:
entweder:
69 Nm
oder:
30 Nm+ weitere 90°
Anzugsdrehmoment:
1. Stufe:
74 Nm
2. Stufe:
um weitere 60°
AN7010A164
4) Schrauben der Hauptlagerdeckel lösen und
Deckel abnehmen.
5) Spiel der einzelnen Zapfen ablesen.
AN9010049
4) Muttern der Pleuellagerdeckel lösen.
5) Spiel der einelnen Lager ablesen.
Zulässiges Spiel:
Zulässiges Spiel:
Nr. 1, 2, 4, 5:
Nr. 3:
0,043mm - 0,077 mm
19. Pleuel und Kolben ausbauen.
20. Kurbelwellenaxialspiel messen, bevor die Hauptlagerdeckel ausgebaut werden.
Zulässiges Axialspiel:
0,045mm - 0,079 mm
0,068mm - 0,101 mm
23. Schrauben der Hauptlagerdeckel in der angegebenen Reihenfolge (s. Abbildung) lockern.
24. Hauptlagerdeckel, Hauptlager und Kurbelwelle
ausbauen.
0,14mm - 0,39 mm
AV2A10B072
AN7010A165
25.
26.
27.
28.
Ausgleichswelle und Anlaufscheibe ausbauen.
Ausgleichswellenritzel ausbauen.
Öldüse ausbauen.
Sprengring mit geeignetem Werkzeug entnehmen
und Kolbenbolzen ausbauen.
29. Kolbenringe mit Kolbenringzange ausbauen.
J3 TCI DOHC DIESEL
Prüfung
MOTOR 10B-41
Kolben
Lagereinsatz und Ausgleichswelle
1. Außendurchmesser der Ausgleichswelle sowie
Innendurchmesser des Lagereinsatzes messen und
nach Bedarf ersetzen.
Innendurchmesser
Außendurchmesser
Lagereinsatz (mm)
Ausgleichswelle (mm)
Links1
25,000-25,021 mm
Links1
24,939-24,960 mm
Links2
54,000-54,030 mm
Links2
53,910-53,940 mm
Links3
56,000-56,030 mm
Links3
55,910-55,940 mm
Rechts1
35,000-35,025 mm
Rechts1
34,925-34,950 mm
Rechts2
54,000-54,030 mm
Rechts2
53,910-53,940 mm
Rechts3
56,000-56,030 mm
Rechts3
55,910-55,940 mm
Hinweis
Beim Ersetzen der Kolben müssen auch die
Kolbenringe ersetzt werden.
1. Kolbenhemd auf Schäden, Riefen und ungewöhnliche Verschleißspuren untersuchen.
Riefe
Verschleißspur
Riß
AV2A10B073
2. Kolbendurchmesser in einem Versatzwinkel von
90° zum Kolbenbolzen 15 mm über der Unterkante
des Kolbens messen.
RH1
RH2
LH2
RH3
LH3
Kolbendurchmesser
Typ A:
97,015mm - 97,030 mm
Typ B:
97,030mm - 97,045 mm
Innendurchmesser
Hinweis
Kolben ersetzen, falls Kolbenhemd beschädigt oder
verschlissen.
LH1
Außendurchmesser
AV2A10B026
15 mm
Außendurchmesser
AV2A10B074
10B-42 MOTOR J3 TCI DOHC DIESEL
3. Kolbenspiel durch Subtraktion des Kolbendurchmessers vom Innedurchmesser der jeweiligen
Laufbuchse errechnen.
Zulässiges Spiel:
0,070mm - 0,098 mm
4. Kolben oder Laufbuchse ersetzen, falls Spiel
außerhalb der spezifizierten Toleranz liegt.
2. Kolben ersetzen, falls Grenzwert überschritten
wird.
3. Kolbenringe auf Schäden, Verschleiß und Brüche
untersuchen.
4. Kolbenringe ggf. ersetzen.
5. Kolbenring von Hand in die Laufbuchse einführen.
6. Ring mit Hilfe eines Kolbens bis zum unteren Rand
des Kolbenwegs in die Laufbuchse schieben.
Kolbenring
Spiel
AS2A10081
AS2A10080
7. Kolbenringspalt mit Fühlerlehre messen.
Kolbenringe
1. Neuen Kolbenring in Ringnut einsetzen und Luftspalt messen.
Kolbenring-Luftspalt:
Oberer Ring:
Sekundärring:
Ölabstreifring:
Verschleißgrenze:
0,076mm - 0,102 mm
0,040mm - 0,080 mm
0,030mm - 0,070 mm
0,30 mm
Kolbenring-Spaltmaß:
Oberer Ring:
Sekundärring:
Ölringführung:
Verschleißgrenze:
0,30mm - 0,45 mm
0,40mm - 0,55 mm
0,20mm - 0,40 mm
1,50 mm
ABT010208
AS2A10081
8. Kolbenring ggf. ersetzen.
J3 TCI DOHC DIESEL
MOTOR 10B-43
Kolbenbolzen
1. Kolbenbolzen in den Ebenen X und Y an den vier
angegebenen Stellen (s. Abbildung) messen.
Zulässiger Durchmesser:
31,994mm - 32,000 mm
ABT010210
5. Pleuel ggf. ersetzen.
AS2A10142
Pleuel
1. Innendurchmesser der Pleuelaugen messen.
Zulässiger Innendurchmesser:
32,012mm - 32,033 mm
Hinweis
Pleuel müssen stets als komplette Baugruppe
ersetzt werden. Zu einer Baugruppe gehören
Lagerdeckel, Pleuel, Schrauben und Muttern.
Kurbelwelle
1. Kurbelwellenlager und Kurbelzapfen auf Schäden
und Anlaufspuren untersuchen.
2. Auf verstopfte Ölbohrungen achten.
3. Kurbelwelle auf V-Blöcke setzen.
4. Kurbelwellenschlag auf Höhe des mittleren Lagerzapfens messen. Kurbelwelle ersetzen, falls spezifizierte Toleranz überschritten wird.
Zulässsiger Höhenschlag: 0,14mm - 0,39 mm
Pleuelzapfen
AS2A10143A
2. Durchmesser der Kolbenbolzen vom Innendurchmesser des jeweiligen Pleuelauges subtrahieren,
um Kolbenbolzenspiel zu bestimmen.
Hauptlagerzapfen
AV2A10B075
Zulässiges Spiel:
0,012mm - 0,039 mm
3. Pleuelbuchse ersetzen, falls Spiel außerhalb der
spezifizierten Toleranz liegt.
4. Pleuel auf Verzug prüfen.
10B-44 MOTOR J3 TCI DOHC DIESEL
Bestimmung der Pleuelfußlager
Bestimmung der Hauptlager
1. Maßcode der Pleuelfußbohrung prüfen.
1. Maßcodes der Hauptlagerbohrungen des
Zylinderblocks prüfen.
Hinweis
Der Code befindet sich auf dem Pleuellagerdeckel.
Hinweis
Der Code befindet sich neben der Schraubenbohrung des Lagereinsatzes.
Pleuelfuß-Bohrungsdurchmesser
Hauptlager-Bohrungsdurchmesser
Stufe
Durchmesser
1
60,833 mm - 60,839 mm
2
Code
Bohrungsdurchmesser
A
74,066 mm - 74,075 mm
•
74,075 mm - 74,084 mm
C
74,084 mm - 74,092 mm
60,839 mm - 60,846 mm
2. Passende Pleuellagerschalen gemäß folgender
Tabelle bestimmen.
2. Maßcodes der Hauptlagerzapfen prüfen.
Zulässiges Pleuellagerspiel:
0.043 mm~0.077 mm
Auswahltabelle Pleuelfußlager
Pleuelmaß
Lagermaß
Spiel
1
Blau
0,045 mm - 0,077 mm
2
Rot
0,043 mm - 0,076 mm
Hinweis
Die Farbmarkierung befindet sich seitlich auf der
Lagerschale.
Hinweis
Der Code befindet sich auf der Kurbelwelle
zwischen Hauptlagerzapfen und Pleuellagerzapfen.
Durchmesser der Hauptlagerzapfen
Code
A
•
3. Obere und untere Lagerschale in Pleuel und
Pleuellagerdeckel einsetzen und Pleuel mit
Lagerdeckel auf dem Kurbelzapfen anbringen.
Farbe
Stärke der Lagerschalen
Blau
1,828 mm - 1.832 mm
Rot
1,832 mm - 1,836 mm
Zapfendurchmesser
Nr. 1, 2, 4, 5
Nr. 3
69,995 mm - 70,002 mm 69,973 mm - 69,980 mm
70,002 mm - 70,009 mm 69,980 mm - 69,987 mm
70,009 mm - 70,015 mm 69,987 mm - 69,993 mm
C
3. Passende Lagerschalen anhand der nachfolgenden
Tabelle bestimmen.
Hauptlager-Auswahltabelle
Maßcode Hauptlagerbohrungen
Anzugsdrehmoment:
entweder:
69 Nm
oder:
30 Nm und weitere 90°
Zylinderblock
Maßcode
Hauptlagerzapfen
A
•
C
Grün
Braun
Schwarz
•
Gelb
Grün
Braun
C
Gelb
Gelb
Grün
A
Zulässiges Hauptlagerspiel:
Nr. 1, 2, 4, 5:
0,045 mm - 0,079 mm
Nr. 3:
0,068 mm - 0.101 mm
J3 TCI DOHC DIESEL
Stärke der Hauptlagerschalen
MOTOR 10B-45
Kolben-Auswahltabelle
Farbe
Lagerstärke
Laufbuchsen-
Kolben-
Schwarz
2,013 mm - 2,018 mm
markierung
markierung
Braun
2,008 mm - 2,013 mm
Gelb
B
0,070 mm - 0,098 mm
Grün
2,003 mm - 2,008 mm
Blau
A
0,070 mm - 0,098 mm
Gelb
1,998 mm - 2,003 mm
4. Obere und untere Lagerschalen in Lagerbohrungen
des Zylinderblocks und Hauptlagerdeckel einsetzen.
5. Kurbelwelle in Zylinderblock einsetzen und Hauptlagerdeckel einbauen.
Anzugsdrehmoment:
1. Stufe
75 Nm
2. Stufe:
um weitere 60°
Spiel
Hinweis
Der Außendurchmesser ist auf der Außenseite der
Laufbuchse eingeprägt, der Innendurchmesser ist
auf der Oberseite der Laufbuchse notiert.
Außen- und Innendurchmesser der Laufbuchsen
Code
Außendurchmesser
Farbe
Innendurchmesser
3Y
101,493 mm - 101,506 mm Gelb 97,113 mm - 97,126 mm
3Y
101,493 mm - 101,506 mm Blau 97,100 mm - 97,113 mm
Bestimmung der Laufbuchsen und Kolben
3X
101,480 mm - 101,493 mm Gelb 97,113 mm - 97,126 mm
1. Laufbuchsen-Maßcode des Zylinderblocks
ablesen.
3X
101.480 mm - 101,493 mm Blau 97,100 mm - 97,113 mm
Kolben-Außendurchmesser
Hinweis
Codes sind in die Oberseite der Zylinder geprägt.
Code
Innendurchmesser
Y
101,513 mm - 101,526 mm
X
101,500 mm - 101,513 mm
Innendurchmesser der Zylinderbohrung
2. Passende Laufbuchse anhand nachfolgender
Tabelle bestimmen.
Zulässiges Spiel zwischen Laufbuchse und
Zylinderbohrung: 0,007 mm - 0,033 mm
Laufbuchsen-Auswahltabelle
Maßcode
Laufbuchsen-
Zylinderbohrung
markierung
Y
3Y - Gelb
0,007 mm - 0,033 mm
Y
3Y - Blau
0,007 mm - 0,033 mm
X
3X - Gelb
0,007 mm - 0,033 mm
X
3X - Blau
0,007 mm - 0.033 mm
Spiel
Code
Außendurchmesser
A
97,015 mm - 97.030 mm
B
97,030 mm - 97,045 mm
10B-46 MOTOR J3 TCI DOHC DIESEL
Zusammenbau
3. Sekundärring zuerst einbauen, danach den oberen
Ring. Kolbenringzange verwenden.
Hinweis
a) Alle Teile vor dem Zusammenbau reinigen.
b) Alle Gleitflächen mit frischem Motoröl bestreichen.
Hinweis
Die Ringe müssen mit nach oben weisenden “Y”Markierungen eingebaut werden.
1. Dreiteilige Ölabstreifringe auf Kolben montieren.
1) Ölring-Distanzstück und -Führungen mit
frischem Motoröl bestreichen.
2) Ölring-Distanzstück so einbauen, daß die
Öffnung nach oben weist.
3) Obere und untere Führung einbauen.
oberer Ring
Sekundärring
Hinweis
a) Obere und untere Führung sind identisch.
b) Es spielt keine Rolle, welche Seite der
Führungen nach oben weist.
AV2A10B076
4. Oberen Ring und Sekundärring mit frischem
Motoröl bestreichen.
5. Ringspalte wie angegeben ausrichten
(s. Abbildung).
oberer Ring
obere Ölringführung
AS2A10085
2. Führungen in beide Richtungen drehen, um zu
prüfen, ob sie vollständig auf den Flanken des
Distanzstücks aufliegen.
ÖlringDistanzstück
30°
30°
Kolbenbolzen
Sekundärringring
untere Ölringführung
Distanzstück-Flanke
obere Führung
BSX010A162
ÖlringDistanzstückenden
untere Führung
ABT010170
6. Einen der Sprengringe in die entsprechende
Kolbenaugennut einsetzen.
7. Pleuelkopf in den Kolben einführen und Kolbenbolzen bis zum Anschlag durch Kolben- und
Pleuelauge führen.
Hinweis
Darauf achten, daß Kolben und Pleuel wieder in
ihrer ursprünglichen Einbaulage eingebaut werden.
J3 TCI DOHC DIESEL
MOTOR 10B-47
(6) Deckelschrauben der Hauptlager in zwei oder
drei Schritten in der angegebenen Reihenfolge
festziehen (s. Abbildung).
AS2A10096
8. Zweiten Sprengring in die gegenüberliegende Nut
einsetzen.
AV2A10B079
Anzugsdrehmoment:
1. Stufe:
75 Nm
2. Stufe:
um weitere 60°
(7) Hauptlagerdeckel ausbauen und Maximalsowie Minimalspiel von den Plastigage-Streifen
der einzelnen Zapfen ablesen.
(8) Kurbelwelle schleifen und UntermaßHauptlager einbauen, falls das Spiel außerhalb
der Spezifikation liegt.
AS2A10097
9. Kolben festhalten und Pleuel vor und zurück
bewegen. Auf Freigängigkeit des Pleuels achten.
10. Öldüse einbauen.
11. Hauptlagerspiel vor dem Einbau der Kurbelwelle
wie folgt prüfen.
Spiel prüfen
(1) Zapfen und Lagerflächen von Fremdstoffen und
Öl befreien.
Achtung
a) Hauptlagerschalen (mit Nut) in den Zylinderblock einsetzen.
b) Führungslager so einbauen, daß die Ölnut
zur Kurbelwelle weist.
(2) Obere Hauptlagerschalen und Führungslager
einsetzen.
(3) Kurbelwelle in den Zylinderblock einsetzen.
Achtung
Kurbelwelle beim Messen des Spiels nicht
drehen.
(4) Plastigage-Streifen längs auf den Lagerzapfen
plazieren.
(5) Untere Hauptlagerschalen und Hauptlagerdeckel einsetzen. Deckelnummern und
Markierung beachten.
AV2A10B072
Zulässiges Spiel:
Nr. 1, 2, 4, 5:
Nr. 3:
0,045 mm - 0,079 mm
0,068 mm - 0,101 mm
10B-48 MOTOR J3 TCI DOHC DIESEL
12. Hauptlager, Führungslager und Hauptlagerzapfen
mit frischem Motoröl bestreichen.
13. Kurbelwelle und Hauptlagerdeckel unter Beachtung
der Deckelnummern und der
Markierungen
einbauen.
14. Hauptlager-Deckelschrauben in zwei oder drei Stufen in der angegebenen Reihenfolge festziehen
(s. Abbildung).
Anzugsdrehmoment:
1. Stufe:
75 Nm
2. Stufe:
um weitere 60°
(4)Kolben mit Hammerstiel soweit in den Zylinder
schlagen, bis das Pleuel auf der Kurbelwelle
aufsetzt.
(5)Lagerschalen in Pleuellagerdeckel einsetzen.
(6)Plastigage-Streifen auf Pleuelzapfen plazieren.
Hinweis
Beim Einbau auf die Markierungen an Pleuel und
Pleuellagerdeckeln achten. Sie müssen miteinander
fluchten.
(7)Pleuellagerdeckel einbauen.
Anzugsdrehmoment:
entweder: 69 Nm
oder:
30 Nm + weitere 90°
AV2A10B072
15. Pleuelfußlagerspiel vor dem Einbau der Pleuel wie
folgt prüfen.
(1) Kolben und Pleuel in Kolbenringspanner
einspannen.
(2) Kurbelwelle soweit drehen, daß sich der
Pleuelzapfen des jeweiligen Zylinders in UTStellung befindet.
(3) Kolben und Pleuel soweit absenken, bis die
Spannvorrichtung auf Zylinderblock aufsetzt.
Markierungen
AV2A10B080
(8)Pleuellagerdeckel lösen und abnehmen.
(9)Pleuellagerspiel ablesen.
Zulässiges Spiel:
0,043 mm - 0,077 mm
(10)Kurbelwelle planschleifen und Untermaßlager
einbauen, falls Spiel außerhalb der
Spezifikation liegt.
(11)Pleuellager und Lagerdeckel mit frischem
Motoröl benetzen.
(12)Pleuellagerdeckel einbauen.
Anzugsdrehmoment:
entweder:
69 Nm
oder:
30 Nm + weitere 90°
BSX010B103
J3 TCI DOHC DIESEL
MOTOR 10B-49
16. Hebelschraube mit Loctite bestreichen und Hebel
einbauen.
Anzugsdrehmoment:
9-13 Nm
17. Führung einbauen.
Anzugsdrehmoment:
9-13 Nm
18. Kettenspanner einbauen.
Anzugsdrehmoment:
19-26 Nm
Achtung
Beim Einbau beachten: Markierungen der beiden Ausgleichswellenräder müssen miteinander
fluchten.
19. Ausgleichswellenrad auf Ausgleichswelle
montieren.
Anzugsdrehmoment:
44 Nm
Stift
AV2A10B078
24. Kette auf dem Kurbelwellenritzel montieren.
25. Zahnriemengehäuse einbauen.
26. Kurbelwelle drehen, bis Markierung auf Zahnriemengehäuse mit Kurbelwellen-Keilnut fluchtet.
27. Markierung des Ausgleichswellenrads mit
Kettengliedmarkierung fluchten lassen und Rad auf
dem Ausgleichswellenstumpf montieren.
20. Anlaufscheibe und Ausgleichswelle an Lagereinsatz
montieren.
Ausgleichswellenritzel
LH
RH
Markierung
AV2A10B032
28. Schraube des Ausgleichswellenritzels festziehen.
AV2A10B081
21. Lagereinsatz in Zylinderblock einbauen. Auf Ausrichtung der Paßstifte achten und Ölpeilstab in die
Bohrung des Lagereinsatzes einführen.
Anzugsdrehmoment:
Anzugsdrehmoment:
52 Nm
Kurbelwelle
44 Nm
22. Ölpumpe und -sieb einbauen.
23. Tauchkolben des Kettenspanners vollständig
zurückschieben und Stift in Anschlagbohrung
einführen.
Ausgleichswellenrad
Ölpumpenrad
AV2A10B028
10B-50 MOTOR J3 TCI DOHC DIESEL
29. Stift aus der Bohrung des Kettenspanners
entfernen.
30. Abdeckung der Ausgleichswellenräder einbauen.
Anzugsdrehmoment:
23 Nm
31. Ölzuführung einbauen.
Anzugsdrehmoment:
23 Nm
32. Hintere Abdeckung einbauen.
Anzugsdrehmoment:
8-11 Nm
33. Dichtflächen von Fremdstoffen reinigen.
Hinweis
Ölwanne binnen fünf Minuten nach Auftragen des
Silikon-Dichtmittels montieren.
34. Durchgängige Silikon-Dichtmittelraupe auf die
Dichtflächen der Ölwanne auftragen.
Dichtmittel
AV2A10B077
35. Ölwanne einbauen.
36. Schwungrad, Kupplungsscheibe und Kupplungsdeckel einbauen (siehe Kapitel 40, “Kupplung”).
ÖLKREISLAUF
Ölkreislauf
Spezialwerkzeuge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11-01
Fehlersuchtabelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11-01
Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11-02
Wartung am Fahrzeug
Motoröl wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11-03
Öldruck prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11-03
Ölfilter ersetzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11-03
Aus- und Einbau
Ölwanne (KV6 Benzinmotor)
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11-04
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11-04
Ölwanne (J3 TCI Diesel)
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11-04
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11-06
Ölpumpe (KV6 Benzinmotor)
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11-06
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11-06
Ölpumpe (J3 TCI Diesel)
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11-07
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11-08
Ölkühler (nur J3 TCI Diesel)
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11-09
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11-09
Zerlegung
Ölpumpe (KV6 Benzinmotor) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11-10
11
ÖLKREISLAUF 11-01
Spezialwerkzeuge
Ölkreislauf
0K670 140 015
Öldruck-Meßgerät
Zum Messen des Öldrucks.
Fehlersuchtabelle
Ölkreislauf
Problem
Mögliche Ursache
Maßnahme
Schlechtes Startverhalten
Motoröl nicht i.O.
Zu wenig Motoröl
Wechseln
Ölstand korrigieren
Übermäßiger
Ölverbrauch
Motorverschleiß
Öl-Undichtigkeit
Siehe Abschnitt 10
Instandsetzen
Abfallender Öldruck
Zu wenig Motoröl
Öl-Undichtigkeit
Ölpumpenzahnrad verschlissen und/oder beschädigt
Ölpumpen-Tauchkolben verschlissen oder Feder ermüdet
Ölsieb verstopft
Übermäßiges Haupt- oder Pleuelfußlagerspiel
Ölstand korrigieren
Beheben
Ersetzen
Ersetzen
Reinigen
Siehe Kapitel 10
Warnleuchte leuchtet
bei laufendem
Motor auf
Abfallender Öldruck
Fehlfunktion des Öldruckschalters
Siehe weiter oben
Siehe Handbuch “Schaltpläne”
Fehlfunktion der Elektrik
Siehe Handbuch “Schaltpläne”
11-02 ÖLKREISLAUF
Technische Daten
Ölkreislauf
Motor
Position
KV6 Benzinmotor
Ölkreislauf
Ölpumpe
Druckumlaufschmierung
Bauart
Auslösedruck
Ölfilter
Öldruckschalter-Aktivierungsdruck
Motoröl
kg/cm2
Bauart
Auslösedruckdifferenz
Ölfüllmenge
J3 TCI Diesel
Doppelrotor-Ölpumpe
Trochoidenölpumpe
3,5-4,5
5,5-6,5
Hauptstrom, Papiereinsatz
Kombifilter, Papiereinsatz
0,8-1,2
kg/cm2
0,2-0,35
kg/cm2
Gesamt (trockener Motor)
Liter
5,8
7,4
Ölwanne
Liter
5,0
5,8
Ölfilter
Liter
0,4
0,8
API Service SG oder SH,
API Service CD,
SAE 5W-30 oder 10W-30
SAE 10W-30
ÖLKREISLAUF 11-03
Wartung am Fahrzeug
Motoröl wechseln
VORSICHT
VORSICHT BEIM ABLASSEN DES ÖLS. DAS ÖL
IST HEISS UND KANN ZU VERBRÜHUNGEN
FÜHREN.
1. Motor auf Betriebstemperatur bringen und dann
abstellen. Geeigneten Auffangbehälter unter die
Ölwanne stellen.
2. Öleinfülldeckel abnehmen und Ölpeilstab herausziehen.
3. Öl vollständig ablassen.
4. Ablaßschraube mit neuer Dichtung einschrauben.
Anzugsdrehmoment:
KV6 Benzinmotor:
J3 TCI Diesel:
25-30 Nm
32-41 Nm
5. Angegebene Menge Öl der korrekten Spezifikation
einfüllen (siehe Tabelle “Technische Daten” auf
Seite 11-2)
6. Öleinfülldeckel anbringen.
7. Motor laufenlassen und auf Dichtheit prüfen.
8. Motorölfüllstand mit Peilstab messen und ggf.
korrigieren.
Öldruck prüfen
1. Öldruckschalter abklemmen und ausbauen.
2. Öldruck-Meßgerät in Aufnahmebohrung des
Öldruckschalters einschrauben.
3. Motor auf Betriebstemperatur bringen.
4. Motor laufenlassen und Meßwerte ablesen.
Öldruck (KV6 Benzinmotor)
Bei Leerlaufdrehzahl: 3,5 kg/cm2
Bei 3.000 1/min:
3,5-5,0 kg/cm2
Öldruck (J3 TCI Diesel)
Bei 3.000 1/min:
3,2-5,0 kg/cm2
5. Ursache ermitteln und beheben, falls Öldruck nicht
den Angaben entspricht (siehe “Fehlersuche” auf
Seite 11-1).
6. Öldruck-Meßgerät entfernen und Öldruckschalter
einbauen.
Anzugsdrehmoment:
12-18 Nm
Ölfilter ersetzen
1. Ölfilter mit Ölfilterschlüssel ausbauen.
Gummidichtung beseitigen, falls sie am Motorgehäuse hängenbleibt.
2. Gummidichtung des neuen Filters dünn mit
frischem Motoröl bestreichen.
3. Ölfilter von Hand einschrauben, bis die Gummidichtung am Gehäuse anliegt.
4. Filter mit Filterschlüssel um 1-1/6 Umdrehungen
festziehen.
Anzugsdrehmoment:
KV6 Benzinmotor:
J3 TCI Diesel:
14-18 Nm
18-22 Nm
5. Motor starten und auf Dichtheit prüfen.
6. Motor abstellen und fünf Minuten warten. MotorölFüllstand prüfen und ggf. korrigieren.
ÖLKREISLAUF 11-04
Aus- und Einbau
Ölwanne (J3 TCI Diesel)
Ausbau
Ölwanne (KV6 Benzinmotor)
Ausbau
1.
2.
3.
4.
5.
1. Motor- und Getriebeöl ablassen.
2. Rechtes Vorderrad abbauen.
3. Rechten Spurstangenkopf lösen.
Batterie-Massekabel abklemmen.
Motoröl in geeigneten Behälter ablassen.
Auspuffkrümmer ausbauen.
Ölwannen-Befestigungsschrauben lösen.
Ölwanne ausbauen.
Einbau
Achtung
a) Dichtflächen an Zylinderblock und Ölwanne
reinigen, bevor die Ölwanne wieder
eingebaut wird.
b) Schraubengewinde reinigen, falls Schrauben wiederverwendet werden.
AV2050004
1. Durchgängige Silikon-Dichtmittelraupe auf die
Dichtfläche der Ölwanne auftragen (an den Schraubenbohrungen innen vorbei).
4. Stabilisatoraufhängung (rechts) abbauen.
Achtung
Der Einbau der Ölwanne muß binnen 5 Minuten
nach dem Auftragen des Dichtmittels erfolgen.
Spurstange
Antriebswelle
Dichtmittel
unterer Querlenker
Stabilisatoraufhängung
AV2050009
5. Rechten unteren Querlenker von Achsschenkel
trennen.
6. Rechte Antriebswelle mit geeignetem Werkzeug
aushebeln.
AV2A10018-1
2. Ölwannen-Befestigungsschrauben festziehen.
Anzugsdrehmoment:
22-27 Nm
3. Auspuffkrümmer einbauen.
4. Motoröl der angegebenen Menge und Spezifikation
einfüllen.
5. Batterie-Massekabel anklemmen.
6. Motor starten und auf Dichtheit prüfen.
7. Ölfüllstand kontrollieren und ggf. korrigieren.
AV2050010
ÖLKREISLAUF 11-05
7. Gelenkwelle ausbauen (rechts).
8. Winkelbleche und Abdeckung ausbauen.
11. Zwei Muttern des Rahmenträgers auf der rechten
Seite lösen.
Zwei Muttern des Rahmenträgers auf der linken
Seite lockern und Rahmenträger vorsichtig nach
rechts kippen.
Winkelblech
Winkelblech
Abdeckung
AV2011001
9. Schraube der Motorhalterung Nr. 1 lösen.
AV2011004
12. Ölwanne ausbauen.
AV2011002
10. Mutter der Motorhalterung Nr. 2 lösen.
AV2011005
AV2011003
11-06 ÖLKREISLAUF
Ölpumpe (KV6 Benzinmotor)
Einbau
Ausbau
Achtung
a) Dichtflächen an Zylinderblock und Ölwanne
reinigen, bevor die Ölwanne wieder eingebaut wird.
b) Schraubengewinde reinigen, falls Schrauben wiederverwendet werden.
1. Vorderen Zahnriemen ausbauen.
(siehe “Ausbau Vorderer Zahnriemen”; Schritte
1 bis 32, Seite 10A-10)
2. Ölpumpe mit Dichtung ausbauen (14 Schrauben).
1. Durchgängige Silikon-Dichtmittelraupe auf die
Dichtfläche der Ölwanne auftragen (an den Schraubenbohrungen innen vorbei).
Achtung
Der Einbau der Ölwanne muß binnen 5 Minuten
nach dem Auftragen des Dichtmittels erfolgen.
2. Ölwanne einbauen.
3. Muttern des Rahmenträgers festziehen.
Anzugsdrehmoment:
119-137 Nm
BV2A10A005
4. Mutter der Motorhalterung Nr. 2 festziehen.
Anzugsdrehmoment:
67-93 Nm
5. Schraube der Motorhalterung Nr. 1 festziehen.
Anzugsdrehmoment:
6.
7.
8.
9.
10.
85-117 Nm
Winkelbleche und Abdeckung einbauen.
Gelenkwelle einbauen.
Antriebswelle einbauen.
Unteren Querlenker an Achsschenkel montieren.
Stabilisatoraufhängung anbauen.
Anzugsdrehmoment:
93-115 Nm
11. Spurstangenkopf befestigen.
Anzugsdrehmoment:
3. Vordere Öldichtung aus dem Pumpendeckel
aushebeln (umwickelten Schraubendreher
verwenden).
Einbau
1. Neue vordere Öldichtung und Ölpumpengehäuse
mit frischem Motoröl bestreichen.
2. Vordere Öldichtung von Hand einsetzen.
3. Öldichtung in das Pumpengehäuse einpressen.
Hinweis
Die Öldichtung muß eingepreßt werden, bis sie fast
mit der Oberfläche des Pumpengehäuses fluchtet.
59-80 Nm
12. Vorderrad anbauen.
Anzugsdrehmoment:
88-118 Nm
13. Motoröl der angegebenen Menge und Spezifikation
einfüllen.
14. Batterie-Massekabel anklemmen.
15. Motor starten und auf Dichtheit prüfen.
16. Ölfüllstand kontrollieren und ggf. korrigieren.
AS2A11018
ÖLKREISLAUF 11-07
4. Neue Dichtung verwenden und Ölpumpe einbauen
(14 Schrauben).
Anzugsdrehmoment:
7-10 Nm
5. Motorhalterung Nr. 3 einbauen.
(siehe “Einbau Vorderer Zahnriemen”, Schritte
1 bis 27, Seite 10A-13)
Ölpumpe (J3 TCI Diesel)
Ausbau
1. Ölwanne ausbauen.
(siehe “Ölwanne ausbauen”, Schritte1 bis12,
Seite 11-4)
2. OT-Kerbe auf der Außenseite der Riemenscheibe
durch Drehen der Kurbelwellen-Riemenscheibe mit
der “T”-Markierung auf dem Zahnriemengehäuse
fluchten lassen.
DC
BT
T
10
OT-Markierung
Position mit Stift
markieren
AV2A10B031
3. Kettenglied markieren, das sich auf Höhe der OTMarkierung (+/- 3 mm) befindet.
Ausgleichswellenritzel
Markierung
AV2A10B032
11-08 ÖLKREISLAUF
4. Tauchkolben des Kettenspanners vollständig
zurück drücken und Stift in die Anschlagbohrung
einführen, um die Kette zu entspannen.
Einbau
1. Ölpumpe einbauen.
2. Ölzuführung anbauen.
Anzugsdrehmoment:
23 Nm
3. Markierung des Ausgleichswellenritzels mit
markiertem Kettenglied fluchten lassen.
Stift
AV2A10B027
Ausgleichswellenritzel
5. Ölzuführung vom Lagereinsatz trennen.
Markierung
Olpumpe
Ölsieb
AV2A10B032
4. Stift aus der Anschlagbohrung des Kettenspanners
nehmen, um die Kette zu spannen.
5. Ölwanne einbauen.
(siehe “Ölwanne einbauen”, Schritte 1 bis 16,
Seite 11-6)
Ölzuführung
BV2A11001
6. Ölpumpe ausbauen (vier Schrauben).
ÖLKREISLAUF 11-09
Ölkühler (nur J3 TCI Diesel)
Einbau
Ausbau
1. Neue O-Ringe einsetzen und Ölkühler am ÖlfilterTräger befestigen.
1. Ansaugschlauch ausbauen.
2. Lüfterhalterung ausbauen.
Anzugsdrehmoment:
Dichtung
15-25 Nm
2. Neue Dichtung auflegen und Ölfilter-Träger am
Zylinderblock befestigen.
3. Lüfterhalterung einbauen.
4. Ansaugschlauch einbauen.
Ölkühler
Halterung
Lüfter
Öldruckschalter
Ölfilter
BV2A11002
3. Ölfilter-Träger ausbauen (2 Muttern, 8 Schrauben).
4. Vier Ölkühler-Befestigungsschrauben lösen.
5. Ölkühler vom Ölfilter-Träger trennen.
11-10 ÖLKREISLAUF
Zerlegung
Ölpumpe (KV6 Benzinmotor)
Zerlegung
BV2A11003
(1)
(2)
(3)
(4)
Öldruckschalter
Ölfilter
Ölpumpendichtung
Vordere Öldichtung
(5)
(6)
(7)
(8)
Überdruckventilstopfen
Überdruckventilfeder
Überdruckventil-Tauchkolben
Ölpumpendeckel
(9) Außenrotor
(10) Innenrotor
KÜHLSYSTEM
Kühlsystem
Fehlersuchtabelle
12-01
Technische Daten
12-01
Funktionsbeschreibung
Schaltplan
Kühlerlüfter (KV6 Benzinmotor)
Kühlerlüfter (J3 TCI Diesel)
12-02
12-03
Wartung am Fahrzeug
Kühlmittel
Prüfung
Wechsel
12-04
12-04
Kühlerdeckel
Prüfung
12-05
Kühlerlüfterrelais
Prüfung
12-05
Kühlmitteltemperatursensor
Prüfung
12-05
Aus- und Einbau
Kühlerlüftermotor
Ausbau
Einbau
12-06
12-06
Kühler
Ausbau
Einbau
12-06
12-07
Wasserpumpe (KV6 Benzinmotor)
Ausbau
Einbau
12-07
12-07
Wasserpumpe (J3 TCI Diesel)
Ausbau
Einbau
12-07
12-09
Thermostat (KV6 Benzinmotor)
Ausbau
Einbau
12-09
12-11
Thermostat (J3 TCI Diesel)
Ausbau
Einbau
12-12
12-12
12
KÜHLSYSTEM 12-01
Fehlersuchtabelle
Kühlsystem
Problem
Mögliche Ursache
Maßnahme
Überhitzung
Kühlmittelstand zu niedrig
Kühlmittel-Leck
Kühlrippen verstopft
Kühlerdeckel NOK
Lüftermotor NOK
Thermostat NOK
Kühlmittelkanal verstopft
Wasserpumpe NOK
Korrigieren
Reparieren
Reinigen
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Reinigen
Ersetzen
Korrosion
Kühlmittel verunreinigt
Wechseln
Technische Daten
Kühlsystem
Motor
Position
Kühlsystem
KV6 Benzinmotor
Zwangsumlauf-Wasserkühlung
Kühlmittel-Füllmenge
Liter
9,4
Wasserpumpe Bauart
Thermostat
Wachs (Bypass)
Wachs
Öffnungsbeginn bei
°C
81,5-84,5
86,5-89,5
Vollständige Öffnung bei
°C
96
100
mm
mind. 9,0
Bauart
Deckel-Überdruckventil öffnet bei
Kühlerlüfter
Kreiselpumpe
Bauart
Hub bei vollständiger Öffnung
Kühler
J3 TCI Diesel
kg/cm2
Bauart
Betriebstemperatur
mind. 8,5
Wellrippenkühler
0,75-1,05
Elektrolüfter
°C
Über 98 - niedrige Drehzahl
Über 105 - hohe Drehzahl
Anzahl der Flügel
Außendurchmesser
5
mm
366
12-02 KÜHLSYSTEM
Funktionsbeschreibung
Schaltplan
Kühlerlüfter (KV6 Benzinmotor)
AV2A12001
KÜHLSYSTEM 12-03
Schaltplan
Kühlerlüfter (J3 TCI Diesel)
AV2A12002
12-04 KÜHLSYSTEM
Wartung am Fahrzeug
Wechsel
Kühlmittel
Prüfung
VORSICHT
A) KÜHLERVERSCHLUSSDECKEL NICHT
ABNEHMEN, SOLANGE DER MOTOR NOCH
HEISS IST.
B) DICKEN LAPPEN UM DEN DECKEL
WICKELN UND DECKEL ABNEHMEN.
C) DECKEL ZUNÄCHST BIS ZUM ERSTEN
ANSCHLAG DREHEN UND ÜBERDRUCK
ENTWEICHEN LASSEN. DECKEL
ANSCHLIESSEND VOLLSTÄNDIG LÖSEN.
Achtung
Als Kühlmittel nur ein Gemisch aus Wasser und
Frostschutzmittel (45%) verwenden, um den
notwendigen Korrosionsschutz für AluminiumMotorbauteile zu gewährleisten.
KV6 BENZINMOTOR
1. Kühlerdeckel abnehmen und Ablaßschraube lösen.
Füllstand
1. Kontrollieren, ob sich der Kühlmittelfüllstand nahe
dem Einfüllstutzen befindet.
2. Darauf achten, daß sich der Füllstand des Kühlmittel-Ausgleichsbehälters zwischen den Markierungen “Full” und “Low” befindet.
KühlmittelCoolant
Ablaßschraube
Drain plug
AV2A10064
2. Kühlmittel in geeigneten Behälter ablassen.
3. Kühlsystem gründlich mit Wasser spülen. System
anschließend vollständig leerlaufen lassen.
4. Ablaßschraube festziehen.
5. Angegebene Menge Kühlmittel auf Glykolbasis
auffüllen.
Kühlmittel-Füllmenge:
AV2A10020
3. Kühlmittelfüllstand ggf. korrigieren.
Kühlmittelzustand
1. Kontrollieren, ob im Bereich des Kühlerdeckels
oder des Einfüllstutzens Rost und andere Ablagerungen vorhanden sind.
2. Prüfen, ob sich Öl im Kühlmittel befindet
3. Kühlmittel ggf. wechseln.
Undichtigkeiten
1. Drucktester am Kühlereinfüllstutzen anbringen.
2. System mit einem Druck von 1,05 kg/cm2 beaufschlagen.
3. Prüfen, ob ein konstanter Druck von 1,05 kg/cm2
gehalten wird.
4. System bei abfallendem Druck auf Dichtheit prüfen.
9,4 Liter
6. Motor bei abgenommenem Kühlerdeckel
laufenlassen, bis der obere Kühlerschlauch heiß
wird.
7. Kühler im Leerlauf bis zur Unterkante des Einfüllstutzens auffüllen.
8. Kühlerdeckel aufschrauben.
9. Motor abkühlen lassen und Kühlmittelfüllstand
kontrollieren.
KÜHLSYSTEM 12-05
Kühlerdeckel
1. Batterie-Massekabel abklemmen.
2. Kühlerlüfterrelais aus dem Sicherungs-/Relaiskasten im Motorraum entnehmen.
3. Mit Ohmmeter auf Durchgang prüfen.
Prüfung
Überdruckventil
1. Überdruckventil und Ventilsitz von Fremdstoffen
reinigen.
2. Kühlerdeckel an Deckeltester anschließen.
Allmählich mit Druck von 1,05 kg/cm2 beaufschlagen.
Klemmen
Durchgang
3-4
Nein
1-2
Ja
BSX012004
BSX012019
3. Etwa 10 Sekunden warten und Druckabfall prüfen.
4. Kühlerdeckel ggf. ersetzen.
Unterdruckventil
1. Am Unterdruckventil ziehen, um es zu öffnen.
Darauf achten, daß es beim Loslassen wieder vollständig schließt.
2. Auf Schäden an den Dichtflächen sowie auf brüchige oder verformte Dichtungen achten.
3. Kühlmitteldeckel ggf. ersetzen.
4. Klemme 1 an 12V-Spannung legen, Klemme 2 an
Masse. Auf Durchgang zwischen Klemmen 3 und 4
prüfen.
5. Lüftermotorrelais ersetzen, falls kein Durchgang
vorhanden ist.
Kühlmitteltemperatursensor
Prüfung
1. Widerstand prüfen.
Kühlerlüfterrelais
Prüfung
Hinweis
Die Kühlerlüfterrelais befindet sich im Sicherungs-/
Relaiskasten im Motorraum.
Kühlmitteltemperatur
Widerstand (kΩ)
-20°C
14,6-17,8
20°C
2,2-2,7
80°C
0,29-0,35
2. Kühlmitteltemperatursensor ersetzen, falls die
gemessenen Werte nicht der Spezifikation entsprechen.
Lüfterrelais
AV2022002
12-06 KÜHLSYSTEM
Aus- und Einbau
Einbau
Kühlerlüftermotor
Ausbau
1.
2.
3.
4.
Batterie-Massekabel abklemmen.
Ansaugrohr ausbauen.
Kabelstecker des Kühlerlüftermotors abklemmen.
Beide Befestigungsschrauben des oberen Kühlerschlauchs lösen.
1.
2.
3.
4.
5.
Lüftermotor einbauen.
Lüfterrad mit U-Klammer an Lüftermotor sichern.
Kühlerlüfter mit Hutze einbauen.
Kabelstecker des Kühlerlüftermotors anklemmen.
Beide Befestigungsschrauben des oberen Kühlmittelschlauchs anbringen.
6. Ansaugrohr einbauen.
7. Batterie-Massekabel anklemmen.
Kühler
Ausbau
1. Kühlmittel in geeigneten Behälter ablassen.
Lüftungsschlauch
Breather hose
Schraube
Schraube
AV2A10060
KühlmittelCoolant
Ablaßschraube
Drain plug
5. Drei Befestigungsschrauben der Lüfterhutze lösen.
Lüftermotor
AV2A10064
2. Kühlerlüfter-Baugruppe ausbauen
(siehe “Kühlerlüftermotor ausbauen ”Schritte
1 bis 6, Seite 12-6).
3. Oberen Kühlerschlauch abziehen.
4. Ausgleichsbehälterschlauch abziehen.
5. Unteren Kühlmittelschlauch abziehen.
6. Kühlerhalterungen ausbauen.
Kühlerhalterung
Kühlerlüfter
U-Klammer
BV2A12001
6. Kühlerlüfter ausbauen.
7. U-förmige Sicherungsklammer des Lüfterrads abnehmen und Lüfterrad abziehen.
8. Befestigungsschrauben des Lüftermotors lösen
und Lüftermotor ausbauen.
Kühler
BV2A12002
7. Kühler entnehmen.
KÜHLSYSTEM 12-07
Einbau
Einbau
1.
2.
3.
4.
5.
6.
1. Neue Dichtung einsetzen und Wasserpumpe
einbauen.
Kühler einsetzen.
Kühlerhalterungen einbauen.
Unteren Kühlmittelschlauch anschließen.
Ausgleichsbehälterschlauch anschließen.
Oberen Kühlmittelschlauch anschließen.
Kühlerlüfter-Baugruppe einbauen
(siehe “Kühlerlüftermotor einbauen, Schritte 3 bis 7,
Seite 12-6).
7. Kühlmittel einfüllen
(siehe “Kühlmittel ersetzen”, Seite 12-4).
Anzugsdrehmoment:
7-10 Nm
Wasserpumpe (KV6 Benzinmotor)
Ausbau
1. Kühlmittel in geeigneten Behälter ablassen.
BV2A10A007
2. Motorhalterung Nr. 3 einbauen
(siehe “Vorderen Zahnriemen einbauen”, Schritt
1 bis 27, Seite 10A-13).
3. Kühlmittel einfüllen
(siehe “Kühlmittel wechseln” auf Seite 12-4).
KühlmittelCoolant
Ablaßschraube
Drain plug
Wasserpumpe (J3 TCI Diesel)
AV2A10064
2. Vorderen Zahnriemen ausbauen
(siehe “Vorderen Zahnriemen ausbauen”, Schritte
1 bis 32, Seite 10A-10).
3. Wasserpumpe mit Dichtung ausbauen
(7 Schrauben).
Ausbau
1. Kühlmittel in geeigneten Behälter ablassen.
KühlmittelCoolant
Ablaßschraube
Drain plug
AV2A10064
BV2A10A007
12-08 KÜHLSYSTEM
2. Fahrzeug aufbocken.
3. Rechtes Vorderrad abbauen.
4. Spannung des A/C-Keilriemens durch Drehen der
Einstellschraube des Zwischenrads lösen.
7. Spannvorrichtung ausbauen.
WasserpumpenRiemenscheibe
untere Zahnriemenabdeckung
Spannvorrichtung
Kurbelwellen-Riemenscheibe
BV2A12003
Einstellschraube
AN9010018-1
5. A/C-Keilriemen abnehmen.
6. Spannvorrichtung mit Schraubenschlüssel absenken und Keilriemen abnehmen.
8.
9.
10.
11.
Wasserpumpen-Riemenscheibe abbauen.
Kurbelwellen-Riemenscheibe abbauen.
Untere Zahnriemenabdeckung abbauen.
Wasserpumpe ausbauen.
Wasserpumpe
BV2A12004
AV2A10B038
KÜHLSYSTEM 12-09
Thermostat (KV6 Benzinmotor)
Einbau
1. Neue Dichtung einsetzen und Wasserpumpe
einbauen.
2. Untere Zahnriemenabdeckung einbauen.
Anzugsdrehmoment:
7-10 Nm
Ausbau
1. Batterie-Massekabel abklemmen.
2. Kühlmittel in geeigneten Behälter ablassen.
3. Gaszug aushängen.
3. Kurbelwellen-Riemenscheibe anbauen.
Anzugsdrehmoment:
343-392 Nm
4. Wasserpumpen-Riemenscheibe anbauen.
Anzugsdrehmoment:
18-29 Nm
TPS-Kabelstecker
TPS Connector
Gaszug
Accelerator
cable
Kabelstecker
IAC
Valve
IAC-Ventil
Connector
5. Spannvorrichtung einbauen.
Anzugsdrehmoment:
18-29 Nm
Lüftungsschläuche
Breather hose
6. Spannvorrichtung mit Schraubenschlüssel
absenken und Riemen aufziehen.
7. A/C-Antriebsriemen aufziehen.
8. Riemen spannen.
Auslenkung (bei 98 N)
Neu:
7-9 mm
Gebraucht:
9-11 mm
9. Rechtes Vorderrad anbauen.
Anzugsdrehmoment:
AV2A10059
4. TPS- und IAC-Ventil-Kabelstecker abklemmen.
5. Beüftungsschlauch vom Drosselklappengehäuse
abziehen.
6. Zündkabel abklemmen.
7. Belüftungsschläuche von linkem Ventildeckel
abziehen.
88-107 Nm
10. Kühlmittel einfüllen.
(siehe ”Kühlmittel wechseln” auf Seite 12-4).
Lüftungsschläuche
Breather hose
AV2A10060
12-10 KÜHLSYSTEM
8. Belüftungsschlauch und Kraftstoffrückführung vom
Ausgleichsbehälter abziehen.
11. Ausgleichsbehälter ausbauen (4 Schrauben,
2 Muttern).
12. Kabelstecker für Zündspulen, Einspritzventile und
Ansauglufttemperatursensor abklemmen.
Zündspulen-Kabelstecker
Ignition coil connector
Kraftstoffrückführung
Fuel
return hose
Lüftungsschlauch
Breather
hose
Kühlmittelschlauch
Coolant hose
Kraftstoffschlauch
Fuel hose
Kabelstecker-Einspritzventile
Fuel injector connector
AV2A10061
Kabelstecker
Intake air
Ansauglufttemperaturtemperature
fühler
sensor connector
AV2A10065
9. Kabelhalterung von Ausgleichsbehälter abziehen.
13. Kraftstoffschlauch von der Kraftstoffleiste lösen.
VORSICHT
OFFENES FEUER UND FUNKENBILDUNG IM
BEREICH OFFENER KRAFTSTOFFLEITUNGEN
VERMEIDEN. ES BESTEHT BRAND- UND
EXPLOSIONSGEFAHR.
14. Kühlmittelschlauch vom Ansaugkrümmer trennen.
15. Ansaugkrümmer ausbauen (5 Schrauben, 2 Muttern).
16. Kühlmittelschläuche vom Thermostat lösen.
17. Thermostatgehäuse ausbauen.
Kabelhalterung
Harness coupler
bracket
AV2A10062
Hinweis
Komplettes Thermostatgehäuse ersetzen, falls das
Thermostat beschädigt ist.
10. VICS-Ventilkabelstecker abklemmen und Bremsunterdruckschlauch sowie Unterdruckschlauch der
Spülregelung abziehen.
Thermostatgehäuse
Schrauben
Bolt's
UnterdruckPurge control
schlauch
vacumm hose
Spülregelung
Brake vacumm
BremsunterdruckMuttern
hose
Nut's
schlauch
Wasserpumpe
AV2012006
VICS-Ventilstecker
VICS
valve connector
AV2A10063
KÜHLSYSTEM 12-11
Einbau
1. Neuen O-Ring einsetzen und Thermostatgehäuse
einbauen.
Anzugsdrehmoment:
8. VICS-Ventilstecker anklemmen und Bremsunterdruckschlauch sowie Unterdruckschlauch der
Spülregelung anschließen.
15-20 Nm
Bolt's
Schrauben
2. Kühlmittelschläuche an Thermostatgehäuse anschließen.
3. Ansaugkrümmer einbauen.
4. Kühlmittelschlauch am Ansaugkrümmer befestigen.
5. Kraftstoffschlauch an Kraftstoffleiste anschließen.
6. Kabelstecker der Zündspulen, Einspritzventile und
des Ansauglufttemperatursensors anklemmen.
UnterdruckPurge control
schlauch
vacumm hose
Spülregelung
BremsunterdruckBrake vacumm
schlauch
Muttern
hose
Nut's
Ignition coil connector
Zündspulen-Kabelstecker
VICS-Ventilstecker
VICS valve connector
AV2A10063
Kühlmittelschlauch
Coolant hose
Kraftstoffschlauch
Fuel hose
Kabelstecker-Einspritzventile
Fuel injector connector
Kabelstecker
Intake air
Ansauglufttemperaturtemperature
fühler
sensor connector
AV2A10065
7. Ausgleichsbehälter einbauen.
9. Kabelhalterung am Ausgleichsbehälter anbringen.
10. Belüftungsschlauch und Kraftstoffrückführung an
Ausgleichsbehälter anschließen.
11. Belüftungsschläuche an linken Ventildeckel
anschließen.
12. Zündkabel anklemmen.
13. Belüftungsschlauch an Drosselklappengehäuse
anschließen.
14. TPS- und IAC-Ventil-Kabelstecker anklemmen.
15. Gaszug einhängen.
16. Spiel des Gaszugs messen.
Zulässiges Spiel:
1-3 mm
AV2020003
17. Kühlmittel einfüllen.
(siehe “Kühlmittel wechseln” auf Seite 12-4).
18. Batterie-Massekabel anklemmen.
12-12 KÜHLSYSTEM
Thermostat (J3 TCI Diesel)
Ausbau
1. Beide Befestigungsschrauben des Thermostatgehäuses lösen.
Thermostatgehäuse
AV2A10B044
2. Thermostat und Dichtung ausbauen.
3. Thermostat ggf. ersetzen.
Einbau
1. Thermostat einbauen.
2. Neue Dichtung einsetzen und Thermostatgehäuse
einbauen.
ANSAUGSYSTEM UND AUSPUFFANLAGE
Ansaugsystem und Auspuffanlage
Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20-01
Wartung am Fahrzeug (KV6 BENZINMOTOR)
Gaszug
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20-02
Luftfiltereinsatz
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20-02
Wartung am Fahrzeug (J3 TCI DIESEL)
Ansicht Ansaugsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20-03
Tubolader . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20-04
Prüfung im eingebauten Zustand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20-04
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20-04
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20-05
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20-05
Zwischenkühler
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20-06
Aus- und Einbau
Ansaugsystem aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20-07
Auspuffanlage aus- und einbauen (KV6 BENZINMOTOR) . . . . . . . . 20-08
Auspuffanlage aus- und einbauen (J3 TCI DIESEL) . . . . . . . . . . . . . . 20-09
20
ANSAUGSYSTEM UND AUSPUFFANLAGE 20-01
Technische Daten
Ansaugsystem und Auspuffanlage
Motor
Position
Luftfiltereinsatz
Bauart
Gaszug
zulässiges Spiel
KV6 Benzinmotor
Trockenfilter
1-3 mm
20-02 ANSAUGSYSTEM UND AUSPUFFANLAGE
Wartung am Fahrzeug
(KV6 BENZINMOTOR)
Luftfiltereinsatz
Prüfung
1. Luftfiltereinsatz auf Verschmutzung, Schäden und
anhaftendes Öl untersuchen und ggf. reinigen oder
ersetzen.
Gaszug
Prüfung
1. Gaspedal vollständig durchtreten und kontrollieren,
ob die Drosselklappe vollständig öffnet.
Mit Schraube
einstellen, falls erforderlich.
Hinweis
Einsatz mit Druckluft von innen nach außen bzw.
von oben nach unten durchblasen, um ihn zu
reinigen.
Gaspedal
Motorraum
AT3020003
2. Spiel des Gaszugs messen.
Zulässiges Spiel:
1-3 mm
3. Durch Drehen der Einstellmutter
nicht wie spezifiziert.
korrigieren, falls
AV2020003
AV2A20001
ANSAUGSYSTEM UND AUSPUFFANLAGE 20-03
Wartung am Fahrzeug (J3 TCI DIESEL)
Ansicht Ansaugsystem
2.9 DOH
C 16V TD
I
AV2A20007
(1) Zwischenkühler
(2) Turbolader
(3) Luftfiltergehäuse
(4) Ansaugrohr
20-04 ANSAUGSYSTEM UND AUSPUFFANLAGE
Turbolader
Turbolader-Baugruppe ersetzen, falls die Prüfung einen Defekt ergibt.
Symptom
Zu prüfen
Turbinenrad
Prüfergebnis
Ölverlust
Rauch
Geräusche
Kaum Leistung
Beschl. NOK
Ölverlust
Kohleablagerungen
Berührt Gehäuse
Blätter verformt oder gebrochen
Verdichterrad
Öl im Ansaugtrakt
Berührt Gehäuse
Blätter verformt oder gebrochen
Turbine und Kompressor
Schwergängig oder rauher Lauf (von Hand)
beide Richtungen prüfen
Läuft nicht weiter
Übermäßiges Lagerspiel
Ablagerungen in Ölbohrung
Ölbohrung
Ablagerungen in Ölbohrung
Funktion des Ladedruck-
Ohne Funktion nach
begrenzers (A/C “An”)
Ablassen des Drucks
: sehr wahrscheinlich
: möglich
: unwahrscheinlich
Turbolader
Prüfung im eingebauten Zustand
1. Motor auf Betriebstemperatur bringen.
2. Schlauchverbindung zwischen Ansaugrohr und
Ladedruckregler von der Einlaßseite abziehen.
3. Dreipoligen Stecker des Manometers anschließen.
4. Motor starten, Drehzahl erhöhen und Druckwert
ablesen.
Gemessener Druck
Prüfen
Kein Druck oder
Auspuff undicht?
Druck zu gering
Turbolader NOK?
Über dem angegebenen
Stellgliedschlauch
Ladedruck
defekt oder abgezogen?
(Standardwert)
Stellgliedfunktion NOK?
Ausbau
1. Kühlmittel in geeigneten Behälter ablassen.
2. Ansaugrohr ausbauen und darauf achten, daß
keine Fremdkörper in den Ansaugtrakt des Turboladers gelangen.
3. Turbolader-Isolierung ausbauen.
4. Wasserabgang des Turboladers abbauen.
5. Ölzuführung des Turboladers abbauen.
6. Abgasrohre ausbauen.
7. Ein- und Auslaßleitungen des Turboladers
abbauen.
8. Befestigungsschrauben lösen und Turbolader
ausbauen.
Achtung
a) Stellglied nicht an der Stange oder am
Schlauch festhalten.
b) Nur Stehbolzen der angebenen Spezifikation
verwenden. Bei abweichenden Materialeigenschaften kann der Bolzen bei hohen
Temperaturen gelängt werden und so ein
Gasleck verursachen.
c) Der Turbolader läuft bei hoher Temperatur
und Drehzahl. Unbedingt darauf achten, daß
keine Fremdkörper in die Ölleitung gelangen, die Ölpumpe nicht beeinträchtigt
wird etc...
d) Einlaßöffnungen des Turboladers nach dem
Ausbau verschließen, so daß keine Fremdkörper eindringen können.
e) Wenn Öl aus dem Sensorgehäuse in das
Turbinen- und Verdichtergehäuse läuft,
muß dies nicht auf einen Defekt hindeuten.
Vielmehr ist darauf zu achten, daß der
Turbolader nach dem Ausbau gerade
gehalten wird (wie in Einbaulage).
ANSAUGSYSTEM UND AUSPUFFANLAGE 20-05
Einbau
Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge des
Ausbaus.
8. Sitz des Ladedruck-Regelventils im Turbinengehäuse auf Dichtigkeit prüfen.
Achtung
a) Beim Einbau eines neuen Turboladers:
etwas Öl in den Schmiermitteleinlaß des
Laders gießen.
b) Darauf achten, daß die Ölzuführung angeschlossen ist, bevor der Motor gestartet
wird. 1-2 Minuten bei geringer Drehzahl
laufenlassen. Drehzahl anheben, nachdem
Lader ausreichend mit Schmiermittel
versorgt wurde.
Prüfung
1. Kontrollieren, ob sich die Rotorwelle leicht von
Hand drehen läßt.
2. Rotorwelle auf Axialspiel prüfen.
3. Meßuhr ansetzen und Spiel messen.
Zulässiges Spiel:
0,026mm - 0,074 mm
AV2A20003
Turbolader-Stellglied
Prüfung
1. Luftschlauch vom Stellglied abziehen.
2. Drucktester an das eine Ende der Stellgliedleitung
anschließen und anderes Ende an das Stellglied
anschließen.
3. Meßgerät am Stellgliedhebel anbringen.
4. Prüfen, ob das Stellglied betätigt wird und ob der
Ausschlag des Meßgeräts 2,0 mm beträgt, wenn
über den Tester ein Druck von 144-156 kPa
angelegt wird.
Achtung
Bei einem Druck von mehr als 1,5 kg/cm2 kann
das Stellglied beschädigt werden.
5. Stellglied ersetzen, falls es nicht betätigt wird oder
der Standarddruck nicht erreicht wird.
AV2A20002
4. Turbinen- und Verdichterrad auf Öl oder Rußablagerungen untersuchen.
5. Turbinen- und Verdichterrad auf Verformungen und
Brüche untersuchen.
6. Prüfen, ob Turbinen- und/oder Verdichterrad an
das Gehäuse stoßen.
7. Ladedruck-Regelventil auf Leichtgängigkeit prüfen.
Stellgliedhebel nach dem Entfernen des Fixierstifts
auf Verzug oder Brüche untersuchen.
20-06 ANSAUGSYSTEM UND AUSPUFFANLAGE
Zwischenkühler
Prüfung
1. Zwischenkühler auf Schäden und Risse sicht prüfen
und ggf. ersetzen.
2. Verbogene Kühlrippen mit einem Schraubendreher
richten.
3. Druck von of 1,5 kg/cm2 anlegen und auf Dichtigkeit prüfen.
AV2A20004
ANSAUGSYSTEM UND AUSPUFFANLAGE 20-07
Aus- und Einbau
Ansaugsystem
Aus- und Einbauhinweise
1. Bauteile in der Reihenfolge gemäß Abbildung ausbauen.
2. Alle Teile prüfen und bei Bedarf instandsetzen oder ersetzen.
3. In umgekehrter Reihenfolge einbauen.
AV2020001
(1) Ansaugrohr
(2) Luftfiltergehäuse
(3) Luftmassenmesser
(4) Luftansaugschlauch
20-08 ANSAUGSYSTEM UND AUSPUFFANLAGE
Auspuffanlage (KV6 DOHC)
Aus- und Einbau
1. Bauteile in der Reihenfolge gemäß Abbildung ausbauen.
2. Alle Teile prüfen und bei Bedarf instandsetzen oder ersetzen.
3. In umgekehrter Reihenfolge einbauen.
A
35-49 Nm
Ersetzen
16-24 Nm
Ersetzen
Ersetzen
40-55 Nm
B
35-49 Nm
A
32-46 Nm
32-46 Nm
B
AV2A20005
(1) Katalysator
(2) Vorschalldämpfer
(3) Hauptschalldämpfer
(4) Endrohr
ANSAUGSYSTEM UND AUSPUFFANLAGE 20-09
Auspuffanlage (J3 TCI Diesel)
Aus- und Einbau
1. Bauteile in der Reihenfolge gemäß Abbildung ausbauen.
2. Alle Teile prüfen und bei Bedarf instandsetzen oder ersetzen.
3. In umgekehrter Reihenfolge einbauen.
A
35-49 Nm
40-55- Nm
Ersetzen
35-50 Nm
B
Ersetzen
A
32-46 Nm
35-49 Nm
B
AV2A20006
(1) Flammrohr, wahlweise mit KEMIRA Katalysator
(2) Vorschalldämpfer
(3) Hauptschalldämpfer
(4) Endrohr
ABGASREGELUNG
Abgasregelung
Spezialwerkzeuge
Abgasregelung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-01
Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-02
Beschreibung und Funktion KV6 DOHC
Bauteile der Abgasreinigung im Motorraum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-03
Funktionsansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-04
Schaltplan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-05
Bauteile-Beschreibung (Tabelle) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-09
Pin-Spannungstabelle Motorsteuergerät (PCM) . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-11
Grundlegende Prüfverfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-14
Fehlersuche
Auslesen von Fehlercodes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-15
Löschen von Fehlercodes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-15
Fehlercode-Tabelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-16
Fehlercode – Fehlersuchtabelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-18
Fehlersuchtabelle
Anleitung für Fehlersuchtabelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-58
Arbeitsablauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-58
Diagnose-Index . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-59
Definition der Fahrzustände . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-60
Vorsichtsmaßnahmen für die Fehlersuche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-60
Fehlersuchtabelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-61
Wartung am Fahrzeug
Kurbelgehäuseentlüftung (PCV) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-89
Systemprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-89
EVAP-Spülmagnetventil . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-89
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-89
Luftmassenmesser (Heißfilm) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-89
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-89
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-89
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-90
Kühlmitteltemperatursensor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-90
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-90
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-90
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-90
Drosselklappensensor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-91
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-91
Spannungsmessung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-91
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-91
Lambdasonde (beheizt) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-92
Prüfung vordere und hintere Lambdasonde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-92
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-92
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-92
Hauptrelais . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-93
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21-93
21
ABGASREGELUNG 21-01
SPEZIALWERKZEUGE
Abgasregelung
0K2A1 189 AA0
Diagnosegerät
F1 F2
F3 F4
F5
F6
PG UP
POWER
*
PG DM
1
2
3
4
5
6
7
8
9
YES
0
NO
HELP
ESC
ENTER
Für die Fehlerdiagnose und zum Auslesen und
Löschen der Fehlercodes.
0K2A1 131 001A
Kraftstoffmeßvorrichtung
Zum Messen des Kraftstoffdrucks
0K2A1 189 B0B/0K2A1 189 134
Klemmenmeßgerät
0K2A1 189 BOB
OX
T BB
OU O
K 8B
0K2A1 189 134
EA 1 19
BR K2A
0
Für die Spannungs- und Widerstandsmessung der
PCM-Klemmen
21-02 ABGASREGELUNG
Technische Daten
Motor
Bauteil
Leerlaufdrehzahl*
1/min
Zündzeitpunkt*
vor OT
Drosselklappengehäuse Typ
mm
Typ
42 x 2
Rotary
Widerstand
Öffnen
16,5 – 18,5
Ω bei 20 °C
Schließen
14,5 – 16,5
Luftmassenmesser
Beheizter Widerstand (Heißfillm)
Luftfiltereinsatz
Trockenfilter, Papier
EVAP-Ventil
Widerstand bei 20 °C
Kühlmittel-
Widerstand kΩ
temperatursensor
Einspritzdüse
12° ± 5°
Horizontaler Durchgang
Einlaß Ø
IAC-Ventil
725 ± 50
Ω
26
bei -20 °C
15,04 (+1,79/-1,6)
bei +20 °C
2,45 (+0,19/-0,18)
bei +80 °C
0,318 ± 0,011
Betriebsart
elektromechanisch
Anzahl Düsenöffnungen
2
Widerstand bei 20 °C
Ω
Lambdasonde (beheizt)
Widerstand bei 20 °C
Ω
6
VICS-Ventil
Widerstand bei 20° C
Ω
13,8 ± 3,5
Hauptrelais
Widerstand bei 20° C
Ω
85
* nicht einstellbar
14,5
ABGASREGELUNG 21-03
BESCHREIBUNG UND FUNKTION
Bauteile der Abgasreinigung im Motorraum
KV6 DOHC
AV2021001-1
1. Luftmassenmesser
2. Drosselklappensensor
3. Ansauglufttemperatursensor
4. Kühlmitteltemperatursensor
5. Kurbelwinkelsensor
6. Nockenwellensensor
7. Einspritzdüse
8. IAC-Ventil
9. EVAP-Spülventil
10. Zündspule
Beheizte
Lambdasonde
(Zylinderreihe 1)
Ansauglufttemperatursensor
Luftmassenmesser
Drosselklappensensor
EVAPSpülventil
VICSVentil
Kurbelwinkelsensor
Kühlmitteltemperatursensor
Druckregler
Einspritzdüse
Beheizte Lambdasonde
(Zylinderreihe 2)
Nockenwellensensor
Kraftstoffilter
Dreiwege-Katalysator
Kraftstoffpumpe
Aktivkohlebehälter
21-04 ABGASREGELUNG
Funktionsansicht
KV6 DOHC
AV2021026
X-01
8
1
4
7
P
B
L/R
2
5
8
*
B
L/Y
(A)
3
6
9
W
B
L/Y
L/Y
1
7
*
G/Y
*
G/W
13
19
[EM]
2
8
14
*
B
L
G
B-03
20
B
C
MAIN
RELAY
Hauptrelais
D
A
B
C
B-02
B-02
3
9
15
21
*
B
R
B
4
10
16
22
(B)
*
*
*
*
5
11
17
*
*
O
W/B
23
6
12
18
*
*
*
*
R[F]
R[F]
W/B[F]
10A INJ.
X-03K
JB-07
2
10A ROOM
G/Y[E]
G[D]
G/Y[D]
A
X-01
10A O2 SEN
X-01
JB-02
2
X-04B
X-03I
G/Y[F]
G[F]
L/R[D]
24
W/R[F]
Kraftstoffpumpe
FUEL
PUMP
Relais
RELAY
D
A
B-06M
B-02
X-04D
L/R[F]
L/Y[F]
X-01
X-01
40A BTN 1
30A
EGI
G[F]
Relais
COOLING
Kühlerlüfter
FAN RELAY
(SECTION
B-3)
(Abschnitt
B-3)
W/R[F]
Kraftstoff10A
FUEL
pumpe
PUMP
B[E]
B-01
CONTROL UNIT (PCM)
[EM]
B-01ENGINE
Motorsteuergerät
G
Batterie
BATTERY
B-06E
4
G
W/B
B
A
R
L/R
[F]
b
a
L
G
d
c
G/W
L/Y
B-05 OXYGEN
Lambdasonde
(Zylinderreihe
1) [E] B
B-05
SENSOR
(BANK 1)
D
C
B-02
RELAY [F]
B-02MAIN
Hauptrelais
(SECTION U-1)
(SECTION C-1a)
Diagnosestecker
DIAGNOSIS
7 (Abschnitt
CONNECTORU-1)
L/Y[F]
A9
17
d
G/Y[E]
a
R[E]
27
R[EM]
B15
b
B-04
G
W/R
B
A
L/Y
G/Y
G/Y
N
M
P
L/Y
L
K
*
[P]
L/Y
J
I
*
<P>
L/Y
B-06 SHORT
CONNECTOR N0.2#[F]
B-06
Kurzschlußstecker
2 [F]
D
C
H
G
c
d
G/W[E]
7
a
L[E]
8
L[EM]
B14
G[D]
B-05
G[E]
X-09
G[EM]
b
B-01
B-01
D10
B20
18
X-10I
G[EM]
P
L/Y
F
E
*
L/Y
D
C
b
a
*
L/Y
B
R
d
c
B
A
P
L/Y
G/Y
G/Y
L/Y
< > : A/T
[ ] : ABS
B-04
SENSOR
(BANK2) [E] B2) [E] B
B-04OXYGEN
Lambdasonde
(Zylinderreihe
(Zylinderreihe 1)
OXYGEN
SENSOR (BANK 1)
Lambdasonde
L/Y[E]
5
B1
G/W[EM]
B[EM]
B8
IAC-Ventil
A
IAC VALVE
(AbschnittB-1b)
B-1b)
(SECTION
B-03 FUEL
PUMP
RELAY [F]
B-03
Relais
Kraftstoffpumpe
[F]
(Zylinderreihe 2)
B9
B[EM]
X-09
B[E]
37
B[EM]
B21
OXYGEN
SENSOR (BANK 2)
Lambdasonde
c
L/Y[E]
B-06C
L/Y[F]
B13
G/Y[EM]
X-03H
L/Y[D]
X-07F
Einspritzdüse
INJECTOR
(SECTION B-1c)
(Abschnitt
B-1c)
(Abschnitt B-1d)
EVAP-Spülmagnet-
A7
L/R[EM]
ENGINE CONTROL
UNIT
Motorsteuergerät
(PCM)
L/Y[EM]
X-10H
L/Y[EM]
PURGE SOLENOID
ventil B-1d)
(SECTION
Kraftstofftank
FUEL TANK
X-06A
3
A8
X-08J
6 (Abschnitt
UNIT
C-1a)
L/Y[F]
BR[F]
BR[F]
W/B[D]
L/R[I]]
X-10K
W/E[EM]
B23
JB-04
8
Benzin
GASOLINE
ABGASREGELUNG 21-05
Schaltplan
KV6 DOHC
X-15B
P[F]
3
B-06H
B-06B
JB-01
JB-07
10A
ENG.
5
IG2
P[F]
P
B
L/R
2
5
8
*
B
L/Y
B-09
COIL(1.4)
[E]
B-09IGNITION
Zündspule
(1,4) [E]
1
4
7
(A)
3
6
9
P
Y/W
B
A
W
B
L/Y
L/Y
P[D]
P[E]
X-10H
B/R[F]
B/W
*
*
*
2
15
28
41
*
*
*
*
3
16
29
42
B-07
P[EM]
A1
*
*
*
G/R
A
4
17
30
43
*
B/Y
*
*
B
A
5
18
31
44
W
P
*
*
*
*
6
19
32
45
*
L/W
*
7
A
B[EM]
B
R
L/R
(C)
Y/G
Y/L
O
9
Y
*
*
Y/W
22
35
48
10
23
36
49
*
BR
W
*
L
*
*
L/Y
11
24
37
50
C
W/R
B
L/Y
A
1
B
L/R
G
P
*
W/Y
12
25
38
51
*
*
13
Y
W/L
26
39
52
Y[F]
X-10D
C13
B
L/Y[E]
5
1
4
7
G
*
*
2
5
8
W
B
*
(E)
3
6
9
Y/W
*
*
C
B
Y
A
BR
B-11
W/R[E]
5
W/R[EM]
C47
B-01
Y[EM]
10A
10ALambdasonde
O2 SEN
(Abschnitt B-1a)
(SECTION
B-1a)
Y[D]
IDLE AIR CONTROL
VALVE
IAC-Ventil
(IAC)
A
L/R[E]
15
L/R[EM]
C46
X-03D
B-12
AIR TEMPERATURE SENSOR
B-12INTAKE
Ansauglufttemperatursensor
[E] B[E] B
B-10
W[E]
19
W[EM]
E2
IGNITION
COIL(3.6)
Zündspule
(3,6)
A
B-11
AIR CONTROL
VALVE [E]
B-11IDLE
IAC-Ventil
[E]
*
8
21
34
W/R
47
B-09
Y/W[E]
29
Y/W[EM]
E3
ENGINE CONTROL (PCM)
UNIT
Motorsteuergerät
20A START
20 A Anlaßsystem
(SECTION
(Abschnitt
A) A)
IGNITION
COIL(1.4)
Zündspule
(1,4)
Y/BR
20
33
46
E5
B-08
Y/R
IGNITION
COIL(2.5)
Zündspule
(2,5)
B
G[E]
9
G[EM]
E1
B-10
COIL(3.6)
[E]
B-10IGNITION
Zündspule
(3,6) [E]
1
14
27
40
CONDENSER
Kondensator
X-07H
IGNITION
Zündschalter
SWITCH
X-02C
X-01
30A IG KEY 1
X-01
B/R[D]
W[D]
8
JB-05
IG1
ST
X-15C
B[E]
B-01
ENGINE CONTROL
UNIT
[EM]
Motorsteuergerät
(PCM)
[EM]
G
ACC
Batterie
BATTERY
B
X-09
B
B-13
W/Y[E]
1
W/Y[EM]
B-01
C25
B
A
G
P
ENGINE
COOLANT
KühlmittelTEMPERATURE
temperatursensor
SENSOR
A
L/Y[E]
12
L/Y[EM]
C24
B
W/Y
A
L/Y
B-13
COOLANT TEMPERATURE
SENSOR [E] GY
B-13ENGINE
Kühlmitteltemperatursensor
[E] GY
B-08IGNITION
Zündspule
(2,5) [E]
B-08
COIL(2.5)
[E]
P
B-07 CONDENSER
B-07
Kondensator[E][E]B B
B-12
B/R[E]
39
B/R[EM]
C23
INTAKE
AIR
AnsaugluftTEMPERATURE
temperatursensor
SENSOR
A
L/W[E]
26
L/W[EM]
C22
Benzin
GASOLINE
21-06 ABGASREGELUNG
10A Einspritzdüse
B
C
B/W
*
*
*
2
15
28
41
*
*
*
*
3
16
29
42
*
*
*
G/R
B
R
A
BR
B-18
#1 [E]
B-18INJECTOR
Einspritzdüse
# 1B[E] B
1
14
27
40
A
4
17
30
43
*
5
18
31
44
*
*
*
*
6
19
32
45
*
L/W
*
Y/R
B
G
A
A
BR[E]
L
B
7
R
L/R
*
Y/BR
20
33
46
(C)
8
Y/G
Y/L
21
BR
O
W/R
34
47
48
*
Y/W
Y
*
10
23
36
49
Y/B
BR
W
*
A
BR[E]
D
B
L
B
L
*
*
L/Y
11
24
37
50
G
P
*
W/Y
12
25
38
51
A
BR
*
*
13
A
1
11
21
31
*
*
*
*
12
2
*
*
*
W/B
22
32
3
B
W
A
BR
*
W/R
13
23
33
*
*
B-17
BR[E]
B
VICS
SOLENOID
VICSVALVE
Magnetventil
B
Y/R[E]
24
Y/R[EM]
C45
B-21
#4 [E]
B-21 INJECTOR
Einspritzdüse
# 4 B[E] B
Y
W/L
26
39
52
B-16
Y/G[E]
25
Y/G[EM]
C8
CRANKSHAFT
Kurbelwinkelsensor
POSITIOM SENSOR
C
Y/L[E]
11
Y/L[EM]
C21
B-20
#3 [E]
B-20 INJECTOR
Einspritzdüse
# 3 B[E] B
9
22
35
B-15
W/G[E]
36
W/G[EM]
D7
COMSHAFT
POSITION
NockenwellenSENSOR
sensor
C
V[E]
31
W/G[EM]
D8
B-19
#2 [E]
B-19 INJECTOR
Einspritzdüse
# 2 B[E] B
B/Y
*
*
B-14
B/Y[E]
6
B/Y[EM]
C17
MASS
AIR FLOW
Luftmassenmesser
SENSOR
B/W[E]
BR[E]
C
B-24
A
10
B/W[EM]
C1
B-01
CONTROL UNIT
[EM][EM]
B-01ENGINE
Motorsteuergerät
(PCM)
BR[E]
X-07E
BR[F]
4
10A INJ.
(Abschnitt
B-1a)
(SECTION
B-1a)
B-01
B
*
*
*
*
5
15
25
35
*
*
L
*
6
16
26
36
*
*
*
*
7
17
27
37
W/G
R
*
*
B
Y
A
BR
B-22
#5 #
[E]5 B[E] B
B-22 INJECTOR
Einspritzdüse
4
14
24
34
(D)
8
*
*
9
B
L[E]
*
*
G/B
*
#3
10
20
30
40
G
G/R
*
Y
INJECTOR
#3
Einspritzdüse
A
BR[E]
H
23
B
O
A
BR
B
#4
B-21
W[E]
INJECTOR
#4
Einspritzdüse
A
BR[E]
I
33
W[EM]
C36
#5
B/Y
B
B/W
A
BR
C
B
Y/G
A
BR
N
M
*
*
L
K
BR
BR
J
I
B-24
B
B-23
V
B
W/G
A
BR
B
BR
BR
H
G
BR
BR
F
E
BR
*
Y/R
D
C
A
BR
BR
BR
B
A
BR
BR
B-17
SOLENOID VALVE[E]
[E]
B-17VICS
VICS-Magnetventil
C
SENSOR [E] B
INJECTOR #6
Einspritzdüse
#6
A
X-09
O[E]
14
O[EM]
C34
B-15 COMSHAFT
POSITION [E] B
B-15
Nockenwellensensor
B-22
K
BR[E]
B-24
CONNECTOR
B-24 SHORT
Kurzschlußstecker
#12No.
[E] 12
B [E] B
Y/L
B-16
POSITION[E]
B-16CRANKSHAFT
Kurbelwinkelsensor
SENSOR [E]
C
B
Y[E]
4
Y[EM]
C35
INJECTOR
#5
Einspritzdüse
A
BR[E]
J
B-14
AIR FLOW
B-14MASS
Luftmassenmesser
[E]
SENSOR [E]
B-20
L[EM]
C37
B-23
#6 [E]
B-23INJECTOR
Einspritzdüse
# 6B[E] B
V
19
29
39
B-19
Y/W
18
28
38
#2
A
G[E]
INJECTOR
#2
Einspritzdüse
B-18
BR[E]
#1
B
R[E]
G
13
G[EM]
C38
INJECTOR
#1
Einspritzdüse
A
BR[E]
F
3
R[EM]
C33
Motorsteuergerät
ENGINE CONTROL(PCM)
UNIT
GASOLINE
Benzin
ABGASREGELUNG 21-07
P
B
L/R
2
5
8
*
B
L/Y
(A)
3
6
9
W
B
L/Y
L/Y
C
L/W
B
G/R
A
Y/BR
B-25
POSITION SENSOR
[E] GY
B-25 THROTTLE
Drosselklappensensor
[E]GY
1
4
7
A
1
*
*
*
B/W
14
27
40
2
15
28
41
*
*
*
*
3
16
29
42
B
*
*
*
G/R
PURGE
EVAP- SOLENOID
VALVE
Spülmagnetventil
A
4
17
30
43
B/Y
*
A5
B
G/R
A
BR
5
18
31
44
8
B[EM]
*
*
B-26
G/R[F]
X-05C
G/R[I]
X-08B
G/R[EM]
C42
B-26
SOLENOID VALVE
B-26 PURGE
EVAP-Spülmagnetventil
[F]B[F] B
B-25
BR[F]
3
10A Einspritzdüse
10A INJ.
(Abschnitt
(SECTION B-1a)
B-1a)
X-09
Y/BR[E]
21
THROTTLE
POSITION
DrosselklappenSENSOR
sensor
B-01
ENGINE CONTROL
UNIT
[EM]
Motorsteuergerät
(PCM)
[EM]
G
L/W[E]
Y/B[E]
C
32
B
C20
L/W[EM] Y/BR[EM]
C19
22
Y/B[EM]
C10
6
19
32
*
L/W
*
Y/R
7
R
L/R
(C)
*
Y/BR
20
33
46
8
W[I]
X-08K
W[EM]
A3
Y/G
Y/L
21
8
O
W/R
34
47
9
Y
*
*
Y/W
22
35
48
(Abschnitt T)
10
23
36
49
IMMOBILIZER
Steuergerät
CONTROL
UNIT
Wegfahrsperre
(SECTION T)
B[EM]
A6
B
L
A
B/Y
W
*
Y/B
B17
C26
11
W/L[I]
F
W/L[EM]
L
*
*
G
P
*
W/Y
12
25
38
51
*
*
13
Y
W/L
26
39
52
(Abschnitt H-1)
L/Y
11
24
37
50
10
W/R[I]
H
W/R[EM]
D13
EC-AT
CONTROL
EC-ATUNIT
Getriebesteuerung
(SECTION H-1)
9
O[F]
O[D]
X-03A
O[EM]
X-10A
BR
B-27
PRESSURE SWITCH
[F]
B-27 DUAL
Doppeldruckschalter
[F]
*
*
*
*
45
7
B[EM]
A4
Motorsteuergerät
(PCM)
ENGINE
CONTROL UNIT
14
R[I]
D
1
11
21
31
*
*
*
*
12
2
*
*
*
W/B
22
32
3
*
*
*
16
Y[F]
N
Y[D]
N
Y[EM]
D40
17
Y/W[F]
M
Y/W[D]
M
Y/W[EM]
D18
4
14
24
34
*
*
*
*
5
15
25
35
*
*
L
*
X-03
18
G/B[F]
L
G/B[D]
L
X-10
G/B[EM]
D29
6
16
26
36
(D)
*
*
*
*
7
17
27
37
W/G
R
*
*
(Abschnitt B-3)
A/C
CUT RELAY
Abschaltrelais
(SECTION
B-3)
Klimaanlage
COOLING
KühlerlüfterFAN RELAY
relais
(SECTION B-3)
(Abschnitt B-3)
W/R
13
23
33
X-08
R[EM]
D17
(Abschnitt C-1a,
C-1b)
13
W/B[I]
A
W/B[EM]
D22
INSTRUMENT
CLUSTER
Instrumentenblock
(SECTION C-1a,C-1b)
12
G/R[I]
C
G/R[EM]
D20
8
*
*
V
B-27
19
9
19
29
39
*
*
G/B
*
10
20
30
40
G
G/R
*
Y
schalter
DUAL
DoppelPRESSURE
druckSWITCH
B-27
B/Y[F]
A
B
L[F]
X-03J
L[D]
X-10J
(Abschnitt G-1a)
Y/W
18
28
38
B-01
L[EM]
D25
A/C
CONTROL
Steuergerät
UNIT
Klimaanlage
(SECTION G-1a)
77
P[I]
X-08I
P[EM]
C51
Benzin
GASOLINE
21-08 ABGASREGELUNG
ABGASREGELUNG 21-09
Tabelle Bauteile-Beschreibung
Bauteil
A/C-Abschaltrelais
Funktion
Bemerkungen
Steuert den A/C-Betrieb entsprechend
Steuert den Betrieb des
den Zustandsbedingungen und sendet
Kondensatorlüfters.
A/C-Signale (Betriebszustände) an das
PCM.
A/C-Schalter
Steuert die Spannungsversorgung für
Typ: Im Grundzustand ohne Spannung.
das A/C-Relais.
Luftfilter
Filtert die Ansaugluft.
Typ: trocken, Papierfilter
Nockenwellensensor (CMP)
Erkennt OT des 1. Zylinders, sendet
An der Rückseite des Zylinderkopfs
Signale an das PCM.
(Reihe 1) montiert.
Regelt den Druck im Kraftstofftank und
Befindet sich im EVAP-Leitungssystem,
die Zufuhr der Benzindämpfe zum
nahe dem Kraftstofftank.
Druckregelventil
Aktivkohlebehälter.
Kurbelwinkelsensor (CKP)
Überwacht den Drehwinkel der
SGT-Signal.
Kurbelwelle und sendet Signale an das
PCM.
Diagnosestecker (DLC)
Hauptrelais EGI
Zentraler Prüfstecker für die On-Board-
Zum Auslesen der Fehlercodes und für
Diagnose.
System-Prüfungen.
Versorgt elektrische Verbraucher mit
1. Typ: Im Grundzustand ohne
Batteriespannung.
Spannung.
2. Wird vom PCM gesteuert.
Motorsteuergerät (PCM)
Erkennt Systeme wie folgt:
1. A/C-Betrieb
1. A/C-Schalter
2. Kraftstoff/Luft-Gemisch
2. Lambdasonde
(Sauerstoffkonzentration)
3. Signal - Motor anlassen
3. Zündschalter
4. Motorkühlmitteltemperatur
4. Kühlmitteltemperatursensor
5. Motordrehzahl
5. Kurbelwinkelsensor (SGT-Signal)
6. Signal - Zündung EIN
6. Zündschalter
7. Nur A/T:
7. Nur A/T:
Zustandsbedingung Fahrstufe
Wählhebelschalter (Fahrstufe)
8. Angesaugtes Luftvolumen
8. Luftmassenmesser
9. Ansauglufttemperatur
9. Ansauglufttemperatursensor
10. OT 1. Zylinder (Kompressionshub)
10. Nockenwellensensor (SGC-Signal)
11. Drosselklappenöffnungswinkel
11. Drosselklappensensor
Steuert Systeme wie folgt:
1. A/C (abschalten)
1. A/C-Abschaltrelais
2. Eigendiagnose
2. Diagnosegerät & MIL
3. Kraftstoffeinspritzung
3. Einspritzdüsen
4. Zündsteuerung
4. Zündspule
5. Leerlaufregelung
5. Leerlaufregelventil
6. EVAP-Spülregelung
6. Spülmagnetventil
7. Kraftstoffpumpe
7. Kraftstoffpumpenrelais
8. Kühlerlüfter
Kühlmitteltemperatursensor (ECT)
8. Kühlerlüfterrelais (schnell, langsam)
Überwacht die Kühlmitteltemperatur
Am Zylinderkopf montiert
und sendet Signale an das PCM.
(Zylinderreihe 1).
Aktivkohlebehälter
Speichert Benzindämpfe (Motor AUS)
–
Kraftstoffilter (Hochdruckseite)
Feinfilter. Filtert den von der Pumpe
–
abgegebenen Kraftstoff.
Kraftstoffilter (Niederdruckseite)
Filtert den Kraftstoff (vor der Pumpe)
im Tank.
–
21-10 ABGASREGELUNG
Tabelle Bauteile-Beschreibung (Fortsetzung)
Bauteil
Funktion
Bemerkungen
Einspritzdüse
Spritzt Kraftstoff in den Ansaugkanal.
Wird vom PCM gesteuert.
Kraftstoffdruckregler
Regelt den Kraftstoffdruck für die
Wird vom Ansaugkrümmer-Unterdruck
Einspritzdüsen.
gesteuert.
Saugt Kraftstoff im Tank an und fördert
Wird über ein Relais geschaltet.
Kraftstoffpumpe
ihn unter Druck in das Leitungssystem.
Kraftstoffpumpenrelais
Steuert die Spannungsversorgung der
Kraftstoffpumpe.
1. Typ: Im Grundzustand offener
Stromkreis.
2. Aktivierung vom PCM durch das
Kraftstoffpumpen-Steuersignal oder
durch Überbrücken der
Diagnosesteckerklemmen 1 und B+.
Lambdasonde (beheizt)
Überwacht die Sauerstoffkonzentration
1. Befindet sich im Auspuffkrümmer.
im Abgas und sendet Signale an das
2. Zur Regelung des Kraftstoff/Luft-
PCM.
Leerlaufluft-Regelventil (IAC)
1. Zur Regelung der Leerlaufdrehzahl.
unter Umgehung des Drosselklappen-
2. Wird vom PCM-Leerlauf-Steuersignal
gehäuses.
Zündspulen
Gemischs.
Regelt die Ansaugluftmenge im Leerlauf
Versorgen die Zündkerzen mit
gesteuert.
Direkt über den Zündkerzen montiert.
Sekundär-Spannung.
Zündungs-Steuermodul
Steuert die Zündspulen.
Zündschalter
Startet den Motor und schaltet die
Im PCM integriert.
–
Spannungsversorgung für elektrische
Verbraucher.
Ansaugkrümmer
Verteilt Ansaugluft an die Zylinder.
–
Hauptrelais
Spannungsversorgung für PCM und
–
Regelkreis-Bauteile.
Luftmassenmesser (MAF)
Überwacht das Ansaugluftvolumen und
Typ: Heißfilm
sendet Signale an das PCM.
EVAP-Spülmagnetventil
Steuert die Zufuhr von Kraftstoff-
1. Zur Spülsteuerung
dämpfen vom Aktivkohlebehälter zum
2. Wird vom PCM-Spülsignal gesteuert.
Ansaugkrümmer (Dynamikkammer).
Resonanzkammer
Reduziert Ansauggeräusche und
–
vergrößert das Motordrehmoment.
Anlasser
Startet den Motor am Zahnkranz des
–
Schwungrads.
3-Wege-Katalysator
Reduziert den HC-, CO- und NOx-
Für die Abgasreinigung.
Gehalt in den Abgasen.
Drosselklappengehäuse
Regelt das Ansaugluftvolumen.
Drosselklappensensor
Überwacht die Drosselklappenstellung
–
Am Drosselklappengehäuse montiert.
und sendet Signale an das PCM.
Getriebesteuerungsmodul (A/T)
Steuert die Kraftübertragung für
Befindet sich hinter der Fahrerfußraum-
verbesserte Leistung und Schalt-
Verkleidung.
vorgänge.
Getriebebereich-Wählschalter (A/T)
Überwacht die Stellung des
1. Für die Leerlaufregelung.
Fahrstufenhebels und sendet Signale an
2. Bestimmung des Lastzustands
das PCM.
VICS-Ventil
Steuert das Verschlußventil im Ansaugkrümmer.
–
ABGASREGELUNG 21-11
Pin-Spannungstabelle PCM
Pin
A-1
A-3
Signal
Eingang Zündung
Diagnose [K-Line]
Angeklemmt an
Zündschalter
Diagnosestecker
Prüfbedingung
Soll-Spannung
Zündung EIN/Motor AUS
B+
Leerlauf
B+
Zündung EIN/Motor AUS
B+
Leerlauf
B+
A-4
Masse (Elektrische Last)
Masse
Konstant
Unter 0,5 V
A-5
Masse (Spannung 1)
Masse
Konstant
Unter 0,5 V
A-6
Masse (Spannung 2)
Masse
Konstant
Unter 0,5 V
A-7
Batterie-Backup
Batterie
Konstant
B+
A-8
Spannungseingang 1
Hauptrelais
Zündung EIN/Motor AUS
B+
Leerlauf
B+
Zündung EIN/Motor AUS
B+
Leerlauf
B+
Zündung EIN/Motor AUS
B+
A-9
Spannungseingang 2
Hauptrelais
B-1
Heizungssteuerung Lamb- Lambdasonde
dasonde (Zylinderreihe 1)
(Zylinderreihe 1)
Leerlauf
0-B+
B-8
Abschirmung Lambda-
Lambdasonde
Konstant
Unter 1 V
Lambdasonde
Konstant
Unter 1 V
Zündung EIN/Motor AUS
B+
sonde (Zylinderreihe 1)
B-9
Abschirmung Lambdasonde (Zylinderreihe 2)
B-13
Heizungssteuerung Lamb- Lambdasonde
dasonde (Zylinderreihe 2)
(Zylinderreihe 2)
Leerlauf
0-B+
B-14
Eingang Lambdasonde
Lambdasonde
Zündung EIN/Motor AUS
Unter 0,5 V
(Zylinderreihe 1)
(Zylinderreihe 1)
Leerlauf (Geschlossener Regelkreis Kraftstoff/Luft)
0-1 V
B-15
B-17
Eingang Lambdasonde
Lambdasonde
Zündung EIN/Motor AUS
Unter 0,5 V
(Zylinderreihe 2)
(Zylinderreihe 2)
Leerlauf (Geschlossener Regelkreis Kraftstoff/Luft)
0-1 V
Signalausgang
Getriebesteuergerät
Zündung EIN (Kühlmitteltemperatur unter 70° C)
Unter 1,5 V
Zündung EIN (Kühlmitteltemperatur über 70° C)
B+
Masse
Konstant
Unter 1 V
Masse
Konstant
Unter 1 V
Kühlmitteltemperatur
B-20
Masse Lambdasonde
(Zylinderreihe 1)
B-21
Masse Lambdasonde
(Zylinderreihe 2)
B-23
C-1
Steuerung Hauptrelais
Eingang Luftmassen-
Hauptrelais
Luftmassensensor
Sensor
C-8
Eingang
Kurbelwinkelsensor
Kurbelwinkelsensor
C-10
C-13
Referenzspannung
Drosselklappensensor
Nur A/T:
Getriebesteuerung
Signaleingang Park/Neutral
Zündung AUS
B+
Zündung EIN
Unter 1 V
Zündung EIN/Motor AUS
Unter 1 V
Leerlauf (bei Betriebstemperatur)
0,6-0,8 V
Zündung EIN/Motor AUS
Unter 0,5 V
Leerlauf
2-3 V (Rechtecksignal)
Zündung EIN
5V
Zündung EIN (Wählhebel in Position Park/Neutral)
Unter 1 V
Zündung EIN (Wählhebel in anderer Position)
B+
C-17
Masse Luftmassensensor
Masse
Konstant
Unter 1 V
C-19
Eingang
Drosselklappensensor
Zündung EIN (Drosselklappe geschlossen)
0,4-0,8 V
Zündung EIN (Drosselklappe kpl. geöffnet)
4-4,4 V
C-20
Masse
Masse
Konstant
Unter 1 V
C-21
Masse Kurbelwinkelsensor Masse
Konstant
Unter 1 V
C-22
Eingang Ansaugluft-
Zündung EIN (Ansauglufttemperatur 20 °C)
ca. 3,7 V
temperatursensor
sensor
C-23
Masse Ansaugluft-
Masse
Konstant
Unter 1 V
Drosselklappensensor
Drosselklappensensor
temperatursensor
Ansauglufttemperatur-
21-12 ABGASREGELUNG
Pin-Spannungstabelle PCM (Fortsetzung)
Pin
C-24
C-25
Signal
Angeklemmt an
Eingang Kühlmittel-
Kühlmittel-
temperatursensor
temperatursensor
Masse Kühlmittel-
Prüfbedingung
Soll-Spannung
Zündung EIN (Kühlmitteltemperatur 80 °C)
ca. 1,4 V
Masse
Konstant
Unter 1 V
Drehmoment
Getriebesteuergerät
Leerlauf
8 – 10 V
Steuerung Einspritzdüse
Einspritzdüse #1
temperatursensor
C-26
C-33
C-34
Signalausgang
Steuerung Einspritzdüse
Einspritzdüse #6
C-35
Steuerung Einspritzdüse
Einspritzdüse #5
C-36
Steuerung Einspritzdüse
Einspritzdüse #4
C-37
Steuerung Einspritzdüse
Einspritzdüse #3
C-38
Steuerung Einspritzdüse
Einspritzdüse #2
C-42
Steuerung EVAP-
EVAP-Spülmagnetventil
Spülmagnetventil
C-45
C-46
Steuerung VICS-Ventil
IAC-Ventilsteuerung –
VICS-Ventil
IAC-Ventil
IAC-Ventilsteuerung –
Signaleingang
Eingang
Masse
Zündung EIN/Motor AUS
B+
Leerlauf
B+
Zündung EIN/Motor AUS
B+
Leerlauf
B+
Zündung EIN/Motor AUS
B+
Leerlauf
B+
Zündung EIN/Motor AUS
B+
Leerlauf
B+
Zündung EIN/Motor AUS
B+
Leerlauf (EVAP-Spülmagnetventil in Betrieb)
10-12 V (Arbeitssignal)
Leerlauf (EVAP-Spülmagnetventil außer Betrieb)
B+
Zündung EIN/Motor AUS
B+
VICS-Ventil in Betrieb
Unter 1 V
VICS-Ventil außer Betrieb
B+
B+
Zündung EIN/Motor AUS
Unter 1 V
Leerlauf
8-10 V (Arbeitssignal)
Zündung EIN, A/C in Betrieb
Unter 1 V
Zündung EIN, A/C außer Betrieb
ca. 9,8 V
Zündung EIN/Motor AUS
0 V oder 5 V
Leerlauf
4,5-4,7 V (Rechtecksignal)
Masse
Konstant
Unter 0,5 V
Kraftstoffpumpenrelais
Zündung EIN (Kraftstoffpumpenrelais in Betrieb)
Unter 1 V
Zündung EIN (Kraftstoffpumpenrelais außer Betrieb)
B+
Zündung EIN (Drosselklappe geschlossen)
10-11 V
IAC-Ventil
A/C-Schalter
Nockenwellensensor
Nockenwellensensor
D-8
B+
B+
4-6 V (Arbeitssignal)
Anforderung A/C
D-7
Zündung EIN/Motor AUS
Leerlauf
Leerlauf
Öffnen
C-51
B+
B+
Zündung EIN/Motor AUS
Schließen
C-47
Zündung EIN/Motor AUS
Leerlauf
Nockenwellensensor
D-10
Steuerung
Kraftstoffpumpenrelais
D-13
Ausgang
Getriebesteuergerät
Zündung EIN (Drosselklappe kpl. geöffnet)
2-3 V
Signalausgang
Instrumentenblock
Zündung EIN/Motor AUS
Unter 0,5 V
Motordrehzahl
(Drehzahlmesser)
Leerlauf
Steuerung Kühlerlüfter-
Kühlerlüfterrelais (langsam) Zündung EIN
Drosselklappensensor
D-17
D-18
relais (langsam)
5-6 V (Rechtecksignal)
Unter 1 V
Kühlerlüfter (langsam) in Betrieb
Zündung EIN
B+
Kühlerlüfter (langsam) außer Betrieb
D-20
D-22
Steuerung MIL
Eingang FzgGeschwindigkeit
Störungsanzeigeleuchte
Zündung EIN/Motor AUS
Unter 0,5 V
(MIL)
Leerlauf (kein Fehlercode vorhanden) B+
Leerlauf (Fehlercode vorhanden)
Unter 0,5 V
Instrumentenblock
Fahrzeug steht
0 V/5 V
Fahrzeug rollt
2-3 V (Rechtecksignal)
ABGASREGELUNG 21-13
Pin-Spannungstabelle PCM (Fortsetzung)
Pin
D-25
Signal
Eingang A/C-
Angeklemmt an
A/C-Doppeldruckschalter
Kompressor gekuppelt
D-29
Steuerung A/C-
A/C-Abschaltrelais
Abschaltrelais
D-40
Steuerung
Kühlerlüfterrelais (schnell)
Kühlerlüfterrelais (schnell)
E-1
E-2
Steuerung Zündspule
Steuerung Zündspule
E-3
Steuerung Zündspule
E-5
Masse Zündspule
Prüfbedingung
Soll-Spannung
Zündung EIN, A/C in Betrieb
Unter 1 V
Zündung EIN, A/C außer Betrieb
ca. 9,8 V
Zündung EIN, A/C in Betrieb
Unter 1 V
Zündung EIN, A/C außer Betrieb
B+
Zündung EIN, Kühlerlüfter (schnell) in Betrieb
Unter 1 V
Zündung EIN, Kühlerlüfter (schnell) außer Betrieb
B+
Zündspule Zyl. #2
Zündung EIN/Motor AUS
B+
und Zyl. #5
Leerlauf
B+
Zündspule Zyl. #3
Zündung EIN/Motor AUS
B+
und Zyl. #6
Leerlauf
B+
Zündspule Zyl. #1
Zündung EIN/Motor AUS
B+
und Zyl. #4
Leerlauf
B+
Masse
Konstant
Unter 1 V
21-14 ABGASREGELUNG
Grundlegende Prüfverfahren
Leerlaufdrehzahl
Zündzeitpunkt
1.
2.
3.
4.
1.
2.
3.
4.
Feststellbremse anziehen.
Motor auf Betriebstemperatur bringen.
Alle elektrischen Verbraucher auf AUS schalten.
Stroboskoplampe an das Zündkabel (Zylinder #1)
anschließen.
Feststellbremse anziehen.
Motor auf Betriebstemperatur bringen.
Alle elektrischen Verbraucher auf AUS schalten.
Induktiven Drehzahlmesser an das Zündkabel
(Zylinder #1) oder Geberkabel des Drehzahlmessers an Pin O im Diagnosestecker anschließen. Wird ein Diagnosegerät verwendet,
dieses an den Diagnosestecker anschließen.
Hinweis
In der Kunststoffabdeckung der Zündspule (Mitte
des Ventildeckels) befindet sich eine Gummikappe
direkt über dem Zündkabel für den ersten Zylinder.
Diese Kappe entfernen und den Induktionsgeber
des Drehzahlmessers oder der Stroboskoplampe
mit dem Zündkabel (Zylinder #1) verbinden. Ist der
Induktionsgeber zu groß, muß die Spulenabdeckung abgebaut werden.
5.
Sicherstellen, daß die Zündmarkierungen auf der
Kurbelwellen-Riemenscheibe und auf der Steuerriemenabdeckung zueinander ausgerichtet sind.
Zündzeitpunkt: 12° ± 5° vor OT (Leerlauf)
Hinweis
Der Zündzeitpunkt ist nicht einstellbar.
6.
V2021012
Hinweis
Der Basisleerlauf ist nicht einstellbar, da er vom
Motorsteuergerät automatisch geregelt wird. Eine
falsche Leerlaufdrehzahl weist auf einen möglichen
Fehler in der Leerlaufsteuerung oder eine
Undichtigkeit des Ansaugkrümmers hin.
Entspricht der Zündzeitpunkt nicht der Spezifikation, muß das PCM ausgetauscht werden.
5. Prüfen, ob die Leerlaufdrehzahl der Spezifikation
entspricht.
Leerlaufdrehzahl (Getriebe in "Neutral"):
725 ± 50 1/min
Hinweis
Dieses Zündsystem zündet auch im Auslaßtakt,
daher zeigen einige Drehzahlmesser die doppelte
Motordrehzahl an.
AS2A2101
6.
7.
Motor ausschalten.
Den Drehzahlmesser vom Diagnosestecker oder
Zündkabel abklemmen.
ABGASREGELUNG 21-15
FEHLERSUCHE
Auslesen von Fehlercodes
1. Diagnosegerät an den Diagnosestecker anschließen.
2. Zündung einschalten.
3. Fehlercodes auslesen.
Löschen von Fehlercodes
1. Diagnosegerät an den Diagnosestecker anschließen.
2. Zündung einschalten.
3. Im PCM gespeicherte Fehlercodes löschen.
a
d
o
r
b
e
g
i
k
m
p
c
f
h
j
l
n
q
s
t
Diagnosestecker
BS2A21031
20-Pin-Diagnosestecker
Pin-Nr.
Klemmenbelegung
a
Spannungsversorgung für Kraftstoffpumpen-Test
b
Spannungsversorgung für Zündung EIN
f
Airbag
j
Prüfmasse für A/T-Fahrzeuge
k
Kommunikationsleitung für das Diagnosegerät
m
Fehlerausgabe für A/T-Fahrzeuge
n
Zum Löschen von Fehlern für A/T-Fahrzeuge
o
Prüfklemme Motordrehzahl
p
Motor-Fehlerausgabe
r
Masse
s
Masse
21-16 ABGASREGELUNG
Fehlercode-Tabelle
Fehlercode
P0100
P0110
P0115
P0120
P0130
Bauteil
Störung im Stromkreis des
Luftmassenmessers (MAF)
Störung im Stromkreis des
Ansauglufttemperatursensors
(IAT)
TP-Sensor gibt bei Einschalten der Zündung
einen Wert unter 0,1 V an.
TP-Sensor gibt bei Einschalten der Zündung
einen Wert über 4,86 V an.
Störung im Stromkreis der
Lambdasonde (Zylinderreihe 1)
Störung im Stromkreis der
Lambdasondenheizung
(Zylinderreihe 1)
P0202
P0203
P0204
P0205
P0206
Kurzschluß an Masse,
Stromkreis
unterbrochen
Störung im Stromkreis des
Drosselklappensensors (TP)
P0135
P0201
Ansaugluftmasse unterschreitet 3 kg/h bei einem
Drosselklappenwinkel über 4,2° nach dem
Motorstart, außer bei abgeschalteter
Kraftstoffversorgung.
Ansaugluftmasse überschreitet 700 kg/h bei
Motorbetrieb nach dem Motorstart.
IAT-Sensor gibt ca. 60 Sekunden nach dem
Motorstart einen Wert über 118 °C an.
IAT-Sensor gibt ca. 60 Sekunden nach dem
Motorstart einen Wert unter -38° C an.
ECT-Sensor gibt ca. 60 Sekunden nach dem
Motorstart einen Wert über ca. 138° C an.
ECT-Sensor gibt ca. 60 Sekunden nach dem
Motorstart einen Wert unter ca. -38° C an.
Störung im Stromkreis der
Lambdasonde (Zylinderreihe 2)
P1166
P1167
Fehlfunktion
Störung im Stromkreis des
Kühlmitteltemperatursensors
(ECT)
P0150
P0155
Diagnose
Störung im Stromkreis der
Lambdasondenheizung
(Zylinderreihe 2)
Rückmeldesystem (Zylinderr.1)
Rückmeldesystem (Zylinderr. 2)
Störung im Stromkreis der
Einspritzdüse #1
Störung im Stromkreis der
Einspritzdüse #2
Störung im Stromkreis der
Einspritzdüse #3
Störung im Stromkreis der
Einspritzdüse #4
Störung im Stromkreis der
Einspritzdüse #5
Störung im Stromkreis der
Einspritzdüse #6
– Lambdasonden-Spannung nach Heizbeginn
unter 0,06 V.
– Lambdasonden-Spannung nach Heizbeginn
über 1 V.
Kurzschluß an B+
Kurzschluß an Masse
Kurzschluß an B+,
Stromkreis
unterbrochen
Kurzschluß an Masse
Kurzschluß an B+,
Stromkreis
unterbrochen
Kurzschluß an Masse
Kurzschluß an B+,
Stromkreis
unterbrochen
Kurzschluß an Masse
Kurzschluß an B+
– Signal über oberem Grenzwert bei
eingeschalteter Zündung.
– Signal unter unterem Grenzwert bei
eingeschalteter Zündung.
– Kein Signal bei eingeschalteter Zündung.
Kurzschluß an B+
– Adaptive Korrektur des Kraftstoff/Luft-Gemischs
liegt unter dem unteren Grenzwert.
– Adaptive Korrektur des Kraftstoff/Luft-Gemischs
liegt über dem oberen Grenzwert.
– Signal über oberem Grenzwert bei Drehzahl
über 250 1/min.
– Signal unter unterem Grenzwert bei Drehzahl
über 250 1/min.
– Kein Signal bei Drehzahl über 250 1/min.
Fett
Kurzschluß an Masse
Stromkreis
unterbrochen
Mager
Kurzschluß an B+
Kurzschluß an Masse
Stromkreis
unterbrochen
ABGASREGELUNG 21-17
Fehlercode
P0230
Bauteil
Störung im Stromkreis des
Kraftstoffpumpenrelais
P0335
Störung im Stromkreis des
Kurbelwinkelsensors (CKP)
P0340
Störung im Stromkreis des
Nockenwellensensors (CMP)
P0443
Störung im Stromkreis des
EVAP-Spülventils
P0500
Störung im Stromkreis des
Geschwindigkeitssensors
P0606
P1505
PCM
Störung im Stromkreis des
IAC-Ventils (Öffnen-Spule)
Störung im Stromkreis des
IAC-Ventils (Schließen-Spule)
P1507
Diagnose
Signal unter unterem Grenzwert, wenn das
Kraftstoffpumpenrelais außer Betrieb ist.
Signal über oberem Grenzwert, wenn das
Kraftstoffpumpenrelais in Betrieb ist.
Kein CKP-Sensorsignal.
Zulässige Kurbelwellenmarkierung festgestellt,
aber Synchronisierung nicht erfolgreich.
Anzahl der Kurbelwellenmarkierungen nicht richtig
(weniger als 56 oder mehr als 60 Markierungen).
Kein CMP-Sensorsignal, wenn der CKP-Sensor
funktionsfähig ist.
CMP-Sensor liegt außerhalb des Bereichs des
CKP-Senors, wenn der CKP-Sensor
funktionsfähig ist.
Signal bei eingeschalteter Zündung unter unterem
Grenzwert.
Signal bei eingeschalteter Zündung über oberem
Grenzwert.
Kein Signal bei eingeschalteter Zündung.
Für die Dauer von 4 Sek. wurde kein FzgGeschwindigkeitssignal gesendet. (Drehzahl über
2.688 1/min, Ansaugluftmasse über
272 mg/Kurbelwellenumdrehung, Motorkühlmittel
über 60 °C)
Interne Störung im PCM
– Signal bei eingeschalteter Zündung unter
unterem Grenzwert.
– Signal bei eingeschalteter Zündung über
oberem Grenzwert.
– Kein Signal bei eingeschalteter Zündung.
Störung im Stromkreis des
VICS-Ventils
– Signal unter unterem Grenzwert, wenn VICSVentil außer Betrieb.
P1672
Störung im Stromkreis des
Kühlerlüfterrelais (langsam)
P1673
Störung im Stromkreis des
Kühlerlüfterrelais (schnell)
Störung im Stromkreis des
Hauptrelais
Signal über oberem Grenzwert, wenn VICS-Ventil
in Betrieb.
– Signal unter unterem Grenzwert, wenn
Kühlerlüfter außer Betrieb.
– Signal über oberem Grenzwert, wenn
Kühlerlüfter in Betrieb.
P1523
P1699
Signal unter unterem Grenzwert.
Signal über oberem Grenzwert.
Fehlfunktion
Kurzschluß an Masse,
Stromkreis
unterbrochen
Kurzschluß an B+
Kein Signal
Ungültiges Signal
Kein Signal
Ungültiges Signal
Kurzschluß an Masse
Kurzschluß an B+
Stromkreis
unterbrochen
–
–
– Kurzschluß an Masse
– Kurzschluß an B+
– Stromkreis
unterbrochen
Kurzschluß an Masse,
Stromkreis
unterbrochen
Kurzschluß an B+
Kurzschluß an Masse,
Stromkreis
unterbrochen,
Kurzschluß an B+
Kurzschluß an Masse,
Stromkreis
unterbrochen
Kurzschluß an B+
21-18 ABGASREGELUNG
Fehlercode – Fehlersuchtabelle
Fehlercode
P0100
Störung im Stromkreis des Luftmassenmessers (MAF)
Stromkreisbeschreibung
Zwischen dem Luftfilter und dem Drosselklappengehäuse befindet sich ein Luftmassenmesser (MAF),
der die Masse der vom Motor angesaugten Luft mißt.
Das Motorsteuergerät verwendet diese Information zur
Berechnung der Einspritzdauer und des Zündzeitpunkts. Ein hoher Betrag bedeutet Beschleunigung
oder hohe Last, während ein kleiner Betrag Verzögerung oder Leerlauf bedeutet. Die Luftmasse muß
zwischen 11 und 16 kg/h im Leerlauf bei Betriebstemperatur liegen, bei Beschleunigung stark ansteigen
und bei gleichbleibender Motordrehzahl konstant
bleiben.
5V
Ausgangsspannung
0V
0 kg/h
Ansaugluftmasse
700 kg/h
AT3021016
Fehler und Fehlerbeschreibung
Fehlercode
P0100
Fehler
Fehlerbeschreibung
Kurzschluß an Masse,
Stromkreis unterbrochen
Ansaugluftmasse unterschreitet 3 kg/h bei einem
Drosselklappenwinkel über 4,2° nach dem Motorstart, außer bei
abgeschalteter Kraftstoffversorgung.
Ansaugluftmasse überschreitet 700 kg/h bei Motorbetrieb nach dem
Motorstart.
Kurzschluß an B+
Notfunktion
• Bei Versagen des Luftmassensensors wird der Notbetriebswert aus Motordrehzahl, Drosselklappenwinkel und Luftmasse
durch das IAC-Ventil berechnet.
• Die EVAP-Abgasregelung wird im Minimalbetriebsmodus gesteuert.
• Die folgenden Adaptationsfunktionen werden deaktiviert:
Adaptive Kraftstoff/Luft-Gemischkorrektur: Adaptationswerte auf Neutral gesetzt
Leerlaufadaptation
• Die Diagnose des Kraftstoffsystems wird deaktiviert.
ABGASREGELUNG 21-19
Fehlercode Nr. P0100
Betroffene Bauteile
Schritt
1
2
3
4
Störung im Stromkreis des Luftmassenmessers (MAF)
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß in der MAF-Stromversorgungsleitung zum
Hauptrelais
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß in der MAF-Signalleitung zum PCM
• Fehlfunktion des Luftmassensensors
Prüfung
Motor starten und bis zum Erreichen der
Betriebstemperatur im Leerlauf laufen lassen.
Spannung zwischen MAF-Sensorsteckerklemme
B14-B und Masse messen (0,6-0,8 V). Entspricht der
Meßwert der Spezifikation?
Zündung AUS und MAF-Sensorstecker abklemmen.
Zündung EIN, Motor AUS. Spannung zwischen
Sensorsteckerklemme B14-C und PCM-Klemme C17
messen (ca. 12 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Spannung zwischen MAF-Sensorkabelstrangklemme
B14-C und Fahrzeugmasse messen (ca. 12 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Kabelverbindung zwischen MAF-Sensorsteckerklemme B14-C und Hauptrelais auf Zustand prüfen.
Wurde eine unzureichende Steckerverbindung
gefunden?
5
Maßnahme
Ja
Mit Schritt 2 fortfahren.
Nein
Mit Schritt 5 fortfahren.
Ja
Mit Schritt 4 fortfahren.
Nein
Mit Schritt 3 fortfahren.
Ja
Nein
Kurzschluß oder unterbrochener Stromkreis
zwischen MAF-Sensorstecker B14-C und
Hauptrelais. Ggf. Kabel instandsetzen.
Ja
Kabelsteckerverbindung ggf. instandsetzen.
Nein
Ja
Kabelverbindungen zwischen PCM und MAF-Sensor
auf folgendes prüfen:
– Unterbrochene Kabelverbindung
– Kurzschluß an Masse
– Kurzschluß an MAF-Sensormasse
Ist die MAF-Signalleitung unterbrochen oder
kurzgeschlossen?
Kurzschluß oder unterbrochener Stromkreis
zwischen MAF-Sensorstecker und PCMSensormasse C17. Ggf. Kabel instandsetzen.
Nein
Luftmassensensor ersetzen.
Kurzschluß zwischen MAF-Signalklemme B14-B
und PCM-Steckerklemme C1 suchen. Ggf. Kabel
instandsetzen.
Luftmassensensor ersetzen.
21-20 ABGASREGELUNG
Fehlercode
P0110
Störung im Stromkreis des Ansauglufttemperatursensors
(IAT)
Stromkreisbeschreibung
In den Ansaugkrümmer ist ein Ansauglufttemperatursensor (IAT) eingeschraubt. Der IAT-Sensor ist ein
Heißleiter, dessen Widerstand sich mit der Temperatur
ändert. Das PCM sendet eine Referenzspannung (5 V)
an den Sensor und überwacht die Ausgangsspannungen. Diese Spannungen ändern sich mit dem
Widerstand entsprechend dem Temperaturwechsel der
Ansaugluft. Wird die Ansaugluft wärmer, sinkt der
Sensorwiderstand und somit die Ausgangsspannung.
Bei sinkender Temperatur steigen der Widerstand und
die Spannung.
5V
Ausgangsspannung
0V
40 °C
Ansauglufttemperatur
140 °C
AT3021018
Fehler und Fehlerbeschreibung
Fehlercode
P0110
Fehler
Fehlerbeschreibung
Kurzschluß an Masse,
Stromkreis unterbrochen
IAT-Sensor gibt ca. 60 Sekunden nach dem Motorstart einen Wert
über 118 °C an.
Kurzschluß an B+,
Stromkreis unterbrochen
IAT-Sensor gibt ca. 60 Sekunden nach dem Motorstart einen Wert
unter -38 °C an.
Notfunktion
• Ist der Kühlmitteltemperatursensor funktionsbereit, wird als Ersatzwert 0 °C Ansauglufttemperatur (Kühlmitteltemperatur
unter 70 °C) oder ca. 20 °C (Kühlmitteltemperatur über 70 °C) angenommen.
• Ist der Kühlmitteltemperatursensor ohne Funktion, wird eine Ansauglufttemperatur von ca. 20 °C angenommen.
• Die folgenden Adaptationsfunktionen werden deaktiviert:
Adaptive Kraftstoff/Luft-Gemischkorrektur
Leerlaufadaptation
• Die Diagnose des EVAP-Systems und des Kraftstoffsystems wird deaktiviert.
ABGASREGELUNG 21-21
Fehlercode Nr. P0110
Betroffene Bauteile
Prüfung
Schritt
1
2
3
Störung im Stromkreis des Ansauglufttemperatursensors (IAT)
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß zwischen IAT-Sensorsignal und PCM
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß zwischen IAT-Sensormasse und PCM
• Störung des IAT-Sensors
Maßnahme
Zündung AUS und IAT-Sensorkabelstecker
abklemmen. Zündung EIN. Spannung zwischen
Sensor-Kabelsteckerklemme B12-A (zum PCM) und
Masse messen (ca. 5 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung AUS. Widerstand zwischen SensorKabelsteckerklemme B12-B (zum PCM) und Masse
messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Widerstand zwischen den Klemmen 1 und 2 des
IAT-Sensorsteckers B12 messen. OK?
Temperatur
Widerstand (kΩ)
-20°C
15,04 (+1,79/-1,6)
20°C
2,45 (+0,19/-0,18)
80°C
0,318±0,011
Ja
Nein
Ja
Mit Schritt 2 fortfahren
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Sensor-Steckerklemme B12-A und PCMSteckerklemme C22. Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 3 fortfahren.
Nein
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Sensor-Steckerklemme B12-B und PCMSteckerklemme C23. Ggf. instandsetzen.
Ja
Unzureichender Klemmenkontakt. Klemmen können
oxidiert, verbogen oder falsch gesteckt sein.
Ggf. instandsetzen.
Nein
IAT-Sensor ersetzen.
21-22 ABGASREGELUNG
Fehlercode
P0115
Störung im Stromkreis des Kühlmitteltemperatursensors
(ECT)
Stromkreisbeschreibung
In den Zylinderkopf ist ein Kühlmitteltemperatursensor
(ECT) eingebaut. Der ECT-Sensor ist ein Heißleiter,
dessen Widerstand sich mit der Temperatur ändert.
Das PCM sendet eine Referenzspannung (5 V) an den
Sensor und überwacht die Ausgangsspannung. Diese
Spannung ändert sich mit dem Widerstand entsprechend dem Temperaturwechsel des Kühlmittels. Wird
das Kühlmittel wärmer, sinkt der Sensorwiderstand und
somit die Ausgangsspannung. Bei sinkender Temperatur steigen der Widerstand und die Spannung. Das
PCM stellt die Ausgangsspannung fest und erhöht die
Einspritzdauer bei kaltem Motor.
5V
Ausgangsspannung
0V
40 °C
Kühlmitteltemperatur
140 °C
AT3021018
Fehler und Fehlerbeschreibung
Fehlercode
P0115
Fehler
Fehlerbeschreibung
Kurzschluß an Masse
ECT-Sensor gibt ca. 60 Sekunden nach dem Motorstart einen Wert
über ca. 140° C an.
Kurzschluß an B+,
Stromkreis unterbrochen
ECT-Sensor gibt ca. 60 Sekunden nach dem Motorstart einen Wert
unter ca. -38° C an.
Notfunktion
• Wurde kein gültiger Kühlmitteltemperaturwert nach Einschalten der Zündung festgestellt, wird der Ersatzwert der
Kühlmitteltemperatur gleich dem Wert der Ansauglufttemperatur (IAC-Sensor funktionsbereit) oder als 20 °C (IAC-Sensor
ohne Funktion) angenommen.
• Lag ein gültiger Kühlmitteltemperaturwert vor Feststellung der Störung vor, wird der letzte gültige Kühlmitteltemperaturwert
als Ersatzwert angenommen. Danach wird der Wert um einen bestimmten Betrag (entsprechend der Ansaugluftmasse) bis
ca. 100 °C erhöht.
• Der Kühlerlüfter läuft mit hoher Geschwindigkeit.
• Das EVAP-Spülsystem wird im Minimalbetriebsmodus gesteuert.
• Die folgenden Adaptationsfunktionen werden deaktiviert:
Adaptive Kraftstoff/Luft-Gemischkorrektur. Adaptationswerte auf Neutral gesetzt.
Leerlaufadaptation
• Die Diagnose des Kraftstoffsystems wird deaktiviert.
ABGASREGELUNG 21-23
Fehlercode Nr. P0115
Betroffene Bauteile
2
3
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß zwischen ECT-Sensorsignal und PCM
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß zwischen ECT-Sensormasse und PCM
• Störung des ECT-Sensors
Prüfung
Schritt
1
Störung im Stromkreis des Kühlmitteltemperatursensors (ECT)
Maßnahme
Zündung AUS und ECT-Sensorkabelstecker
abklemmen. Zündung EIN. Spannung zwischen
Sensor-Kabelsteckerklemme B13-A (zum PCM) und
Masse messen (ca. 5 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung AUS. Widerstand zwischen SensorKabelsteckerklemme B13-B (zum PCM) und Masse
messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Widerstand zwischen den Klemmen 1 und 2 des
Sensorsteckers B13 messen. OK?
Temperatur
Widerstand (kΩ)
-20°C
15,04 (+1,79/-1,6)
20°C
2,45 (+0,19/-0,18)
80°C
0,318±0,011
Ja
Nein
Ja
Mit Schritt 2 fortfahren
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Sensor-Steckerklemme B13-A und PCMSteckerklemme C24. Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 3 fortfahren.
Nein
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Sensor-Steckerklemme B13-B und PCMSteckerklemme C25. Ggf. instandsetzen.
Ja
Unzureichender Klemmenkontakt. Klemmen können
oxidiert, verbogen oder falsch gesteckt sein.
Ggf. instandsetzen.
Nein
ECT-Sensor ersetzen.
21-24 ABGASREGELUNG
Fehlercode
P0120
Störung im Stromkreis des Drosselklappensensors (TP)
Stromkreisbeschreibung
Am Drosselklappengehäuse ist ein Drosselklappensensor (TP) angebaut, der den Öffnungswinkel der
Drosselklappe feststellt. Aus dem Sensorsignal
bestimmt das PCM die Betriebsbedingungen, wie z. B.
Leerlauf (geschlossene Drosselklappe), Teillast,
Beschleunigung/Verzögerung und vollständige
Drosselklappenöffnung. Das PCM sendet eine
Referenzspannung (5 V) an den Sensor und überwacht
die Ausgangsspannung, die direkt mit dem Öffnen der
Drosselklappe ansteigt. Die Ausgangsspannung liegt
zwischen 0,4-0,8 V (geschlossene Drosselklappe) und
4,0-4,4 V (vollständige Drosselklappenöffnung).
5V
Ausgangsspannung
0V
0 °C
Drosselklappenwinkel
100 °C
AT3021020-1
Fehler und Fehlerbeschreibung
Fehlercode
P0120
Fehler
Fehlerbeschreibung
Kurzschluß an Masse,
Stromkreis unterbrochen
TP-Sensor gibt bei Einschalten der Zündung einen Wert unter 0,1 V
an.
Kurzschluß an B+
TP-Sensor gibt bei Einschalten der Zündung einen Wert über 4,86 V
an.
Notfunktion
• Bei einer Störung des TP-Sensors wird der Drosselklappenwinkel abhängig von Motordrehzahl und Ansaugluftmasse
angenommen.
• Treten gleichzeitig Störungen am TP- und Luftmassensensor auf, wird ein Drosselklappenwinkel von 25,3° verwendet.
• Die folgenden Adaptationsfunktionen werden deaktiviert:
Adaptive Kraftstoff/Luft-Gemischkorrektur.
Leerlaufadaptation
TP-Sensoradaptation
• Die folgenden Diagnosefunktionen werden deaktiviert:
Luftmassensensor
Kraftstoffsystem
ABGASREGELUNG 21-25
Fehlercode Nr. P0120
Betroffene Bauteile
Schritt
1
2
3
4
Störung im Stromkreis des Drosselklappensensors (TP)
• Referenzspannungsleitung (5 V) zwischen TP-Sensor und PCM kurzgeschlossen oder
unterbrochen
• Signalleitung zwischen TP-Sensor und PCM kurzgeschlossen oder unterbrochen
• Sensormasse zwischen TP-Sensor und PCM kurzgeschlossen oder unterbrochen
• Störung des TP-Sensors
Prüfung
Zündung AUS und TP-Sensorkabelstecker
abklemmen. Zündung EIN. Spannung zwischen
Sensor-Kabelsteckerklemme B25-B (zum PCM) und
Masse messen (ca. 5 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung AUS. Widerstand zwischen SensorKabelsteckerklemme B25-A (zum PCM) und Masse
messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
TP-Sensorkabelstecker wieder anklemmen. Zündung
EIN. Bei geschlossener Drosselklappe Spannung
zwischen Sensor-Kabelsteckerklemme B25-C und
Masse messen (0,4-0,8 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Gaspedal vollständig durchtreten und Spannung
zwischen Sensor-Kabelsteckerklemme B25-C und
Masse messen (4,0-4,4 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit Schritt 2 fortfahren.
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Sensor-Steckerklemme B25-B und PCMSteckerklemme C10. Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 3 fortfahren.
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Sensor-Steckerklemme B25-A und PCMSteckerklemme C20. Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 4 fortfahren.
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Sensor-Steckerklemme B25-C und PCMSteckerklemme C19. Ggf. instandsetzen.
TP-Sensor ersetzen.
Unzureichender Klemmenkontakt. Klemmen können
oxidiert, verbogen oder falsch gesteckt sein.
Ggf. instandsetzen.
21-26 ABGASREGELUNG
Fehlercode
P0130
Störung im Stromkreis der Lambdasonde
(Zylinderreihe 1)
Fehlercode
P0150
Störung im Stromkreis der Lambdasonde
(Zylinderreihe 2)
Stromkreisbeschreibung
In den vorderen Auspuffkrümmer ist eine Lambdasonde eingebaut, die den Sauerstoffgehalt im Abgas
feststellt. Bei einem mageren Kraftstoff/Luft-Gemisch
muß die Sonde eine niedrige Spannung (unter 450 mV)
abgeben, bei einem fetten Gemisch eine hohe
Spannung (mehr als 450 mV). Die Sonde dient als
Schalter zwischen fett und mager und sendet diese
Information an das PCM. Aufgrund dieses Signals
erhöht oder verringert das PCM die Einspritzdauer. Die
Lambdasonde besitzt eine Heizvorrichtung, um die
Aufwärmzeit zu verringern und somit direkt nach dem
Start die Regelung zu beginnen. Die Heizvorrichtung
erhält Batteriespannung vom Hauptrelais und wird vom
PCM über Masse eingeschaltet.
CN7A21009
Fehler und Fehlerbeschreibung
Fehlercode
P0130 (Zylinderreihe 1)
P0150 (Zylinderreihe 2)
Fehler
Fehlerbeschreibung
Kurzschluß an B+
Lambdasonden-Spannung nach Heizbeginn über 1 V.
Kurzschluß an Masse
Lambdasonden-Spannung nach Heizbeginn unter 0,06 V.
ABGASREGELUNG 21-27
Fehlercode Nr. P0130
Betroffene Bauteile
Schritt
1
2
Störung im Stromkreis der Lambdasonde
(Zylinderreihe 1)
• Lambdasonden-Heizungsstromkreis unterbrochen oder kurzgeschlossen
• Störung der Lambdasonde
Prüfung
Zündung AUS und Lambdasondenstecker
abklemmen.
Widerstand zwischen Sonden-Kabelsteckerklemme
B05-B (zum PCM) und Masse messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung EIN und Spannung zwischen
Sondensteckerklemme B05-A (zum PCM) und Masse
messen (1 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Nein
3
4
5
Zündung AUS und Widerstand zwischen SondenKabelsteckerklemme B05-A (zum PCM) und Masse
messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Widerstand zwischen Sonden-Kabelsteckerklemme
B05-A (zum PCM) und PCM-Steckerklemme B14
messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Sonde wieder anklemmen. Motor starten und bis zum
Erreichen der Betriebstemperatur laufen lassen.
Spezialwerkzeug 0K2A1 189 AA0 zur Prüfung der
Lambdasondensignale verwenden. Schaltet das
Lambdasondensignal mehr als 3mal pro 10 Sekunden
von mager nach fett oder von fett nach mager?
Ja
Mit Schritt 2 fortfahren
Unterbrochener Stromkreis zwischen
Sondensteckerklemme B05-B und PCMSteckerklemme B20. Ggf. instandsetzen.
Kurzschluß an B+ zwischen Sondensteckerklemme
B05-A und PCM-Steckerklemme B14.
Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 3 fortfahren.
Kurzschluß an Masse zwischen
Sondensteckerklemme B05-A und PCMSteckerklemme B14. Ggf. instandsetzen.
Nein
Mit Schritt 4 fortfahren.
Ja
Mit Schritt 5 fortfahren.
Nein
Ja
Nein
Unterbrochener Stromkreis zwischen SondenSteckerklemme B05-A und PCM-Steckerklemme
B14. Ggf. instandsetzen.
Auf unzureichenden Klemmenkontakt prüfen.
Ggf. instandsetzen.
Lambdasonde (Zylinderreihe 1) instandsetzen oder
ersetzen.
21-28 ABGASREGELUNG
Fehlercode Nr. P0150
Betroffene Bauteile
Schritt
1
2
Störung im Stromkreis der Lambdasonde
(Zylinderreihe 2)
• Lambdasonden-Heizungsstromkreis unterbrochen oder kurzgeschlossen
• Störung der Lambdasonde
Prüfung
Zündung AUS und Lambdasondenstecker
abklemmen.
Widerstand zwischen Sonden-Kabelsteckerklemme
B04-B (zum PCM) und Masse messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung EIN und Spannung zwischen SondenKabelsteckerklemme B04-A (zum PCM) und Masse
messen (1 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Nein
3
4
5
Zündung AUS und Widerstand zwischen SondenKabelsteckerklemme B04-A (zum PCM) und Masse
messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Widerstand zwischen Sonden-Kabelsteckerklemme
B04-A (zum PCM) und PCM-Steckerklemme B15
messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Sonde wieder anklemmen. Motor starten und bis zum
Erreichen der Betriebstemperatur laufen lassen.
Spezialwerkzeug 0K2A1 189 AA0 zur Prüfung der
Lambdasondensignale verwenden. Schaltet das
Lambdasondensignal mehr als 3mal pro 10 Sekunden
von mager nach fett oder von fett nach mager?
Ja
Mit Schritt 2 fortfahren
Unterbrochener Stromkreis zwischen
Sondensteckerklemme B04-B und PCMSteckerklemme B21. Ggf. instandsetzen.
Kurzschluß an B+ zwischen Sondensteckerklemme
B04-A und PCM-Steckerklemme B15.
Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 3 fortfahren.
Kurzschluß an Masse zwischen
Sondensteckerklemme B04-A und PCMSteckerklemme B15. Ggf. instandsetzen.
Nein
Mit Schritt 4 fortfahren.
Ja
Mit Schritt 5 fortfahren.
Nein
Ja
Nein
Unterbrochener Stromkreis zwischen SondenSteckerklemme B04-A und PCM-Steckerklemme
B15. Ggf. instandsetzen.
Auf unzureichenden Klemmenkontakt prüfen.
Ggf. instandsetzen.
Lambdasonde (Zylinderreihe 2) instandsetzen oder
ersetzen.
ABGASREGELUNG 21-29
Fehlercode
P0135
Störung im Stromkreis der Lambdasondenheizung
(Zylinderreihe 1)
Fehlercode
P0155
Störung im Stromkreis der Lambdasondenheizung
(Zylinderreihe 2)
Stromkreisbeschreibung
Beim Anlassen wird die Lambdasonde für die Dauer
(t1) gemäß der aktuellen Kühlmitteltemperatur und der
Ansaugluftmasse vorgewärmt. In der Vorwärmphase
wird die Heizung entsprechend der Batteriespannung,
Motordrehzahl und Ansaugluftmasse gesteuert.
Nach Ablauf der Vorwärmphase wird die Sonde für ca.
6 Sek. voll geheizt. Danach wird die Heizung wieder
entsprechend der Batteriespannung, Ansaugluftmasse,
Motordrehzahl und Sondenspannung gesteuert.
Max.
Heizleistung
(98%)
Max. heater duty
(98%)
MotorEngine
AUS
stop
Sondenheizleistung
HO2S heater duty
Mindestheizleistung
Min heater duty2%
(2%)
Engine
Motorstarting
start
Heizdauer (t1) nach
Motorstart
Heating time(t1)
after engine starting
Die Lambdasonde besitzt eine Heizvorrichtung, um die
Aufwärmzeit zu verringern und somit direkt nach dem
Start die Regelung zu beginnen. Die Heizvorrichtung
erhält Batteriespannung vom Hauptrelais und wird vom
PCM über Masse eingeschaltet.
FullVollheizphase
rate heating phase
ca. 6 Sek.
Approx.
6 sec.
Regelkreis
geschlossen
A/F regulation
loop closed
AV2A21009
Fehler und Fehlerbeschreibung
Fehlercode
P0135 (Zylinderreihe 1)
P0155 (Zylinderreihe 2)
Fehler
Fehlerbeschreibung
Stromkreis unterbrochen
Kein Signal bei eingeschalteter Zündung.
Kurzschluß an Masse
Kurzschluß an B+
Signal unter unterem Grenzwert bei eingeschalteter Zündung.
Signal über oberem Grenzwert bei eingeschalteter Zündung.
21-30 ABGASREGELUNG
Fehlercode Nr. P0135
Betroffene Bauteile
Schritt
1
2
Störung im Stromkreis der Lambdasondenheizung
(Zylinderreihe 1)
• Lambdasonden-Heizungsstromkreis unterbrochen oder kurzgeschlossen
• Falscher Widerstand der Sondenheizung
Prüfung
Zündung AUS und Lambdasondenstecker
(Zylinderreihe 1) abklemmen.
Zündung EIN und Spannung zwischen
Sondensteckerklemme B05-C und Masse messen
(ca. 12 V). Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung EIN und Motor AUS. Spannung zwischen
Sondensteckerklemme B05-D (zum PCM) und Masse
messen (12 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Maßnahme
Ja
Mit Schritt 2 fortfahren.
Nein
Mit Schritt 6 fortfahren.
Ja
Nein
3
4
5
6
Zündung AUS und Widerstand zwischen SondenKabelsteckerklemme B05-D (zum PCM) und Masse
messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
PCM-Stecker abklemmen. Widerstand zwischen
Sonden-Kabelsteckerklemme B05-D und PCMSteckerklemme B1 messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung AUS und Widerstand zwischen Klemmen
C und D des Sonden-Kabelsteckers B05 messen
(ca. 6 Ω bei 23 °C).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Sicherung "O2 SEN" (10A) prüfen. OK?
Ja
Kurzschluß an B+ zwischen Sondensteckerklemme
B05-D und PCM-Steckerklemme B1.
Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 3 fortfahren.
Kurzschluß an Masse zwischen
Sondensteckerklemme B05-D und PCMSteckerklemme B1. Ggf. instandsetzen.
Nein
Mit Schritt 4 fortfahren.
Ja
Mit Schritt 5 fortfahren.
Nein
Ja
Kabelstrang zwischen Sonden-Steckerklemme
B05-D und PCM-Steckerklemme B1 instandsetzen.
Instandsetzung prüfen und Probefahrt durchführen.
PCM ersetzen.
Nein
Lambdasonde (Zylinderreihe 1) ersetzen.
Instandsetzung prüfen und Probefahrt durchführen.
Ja
Kabelstrang zwischen Kabelstrang-Steckerklemme
B02-B und Sonden-Steckerklemme B05-C
instandsetzen. Instandsetzung prüfen und
Probefahrt durchführen.
Nein
Ggf. Sicherung ersetzen.
ABGASREGELUNG 21-31
Fehlercode Nr. P0155
Betroffene Bauteile
Schritt
1
2
Störung im Stromkreis der Lambdasondenheizung
(Zylinderreihe 2)
• Lambdasonden-Heizungsstromkreis unterbrochen oder kurzgeschlossen
• Falscher Widerstand der Sondenheizung
Prüfung
Zündung AUS und Lambdasondenstecker
(Zylinderreihe 2) abklemmen.
Zündung EIN und Spannung zwischen
Sondensteckerklemme B04-C und Masse messen
(ca. 12 V). Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung EIN und Motor AUS. Spannung zwischen
Sondensteckerklemme B05-D (zum PCM) und Masse
messen (12 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Maßnahme
Ja
Mit Schritt 2 fortfahren.
Nein
Mit Schritt 6 fortfahren.
Ja
Nein
3
4
5
6
Zündung AUS und Widerstand zwischen SondenKabelsteckerklemme B05-D (zum PCM) und Masse
messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
PCM-Stecker abklemmen. Widerstand zwischen
Sonden-Kabelsteckerklemme B05-D und PCMSteckerklemme B13 messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung AUS und Widerstand zwischen Klemmen
C und D des Sonden-Kabelsteckers B05 messen
(ca. 6 Ω bei 23 °C).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Sicherung "O2 SEN" (10A) prüfen. OK?
Ja
Kurzschluß an B+ zwischen Sondensteckerklemme
B05-D und PCM-Steckerklemme B13.
Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 3 fortfahren.
Kurzschluß an Masse zwischen
Sondensteckerklemme B05-D und PCMSteckerklemme B13. Ggf. instandsetzen.
Nein
Mit Schritt 4 fortfahren.
Ja
Mit Schritt 5 fortfahren.
Nein
Ja
Kabelstrang zwischen Sonden-Steckerklemme
B05-D und PCM-Steckerklemme B13
instandsetzen. Instandsetzung prüfen und
Probefahrt durchführen.
PCM ersetzen.
Nein
Lambdasonde (Zylinderreihe 2) ersetzen.
Instandsetzung prüfen und Probefahrt durchführen.
Ja
Kabelstrang zwischen Kabelstrang-Steckerklemme
B02-B und Sondensteckerklemme B04-C
instandsetzen. Instandsetzung prüfen und
Probefahrt durchführen.
Nein
Ggf. Sicherung ersetzen.
21-32 ABGASREGELUNG
Fehlercode
P0201
Störung im Stromkreis der Einspritzdüse #1
Fehlercode
P0202
Störung im Stromkreis der Einspritzdüse #2
Fehlercode
P0203
Störung im Stromkreis der Einspritzdüse #3
Fehlercode
P0204
Störung im Stromkreis der Einspritzdüse #4
Fehlercode
P0205
Störung im Stromkreis der Einspritzdüse #5
Fehlercode
P0206
Störung im Stromkreis der Einspritzdüse #6
Stromkreisbeschreibung
Aufgrund der Daten von verschiedenen Sensoren
berechnet das PCM die Öffnungsdauer der Einspritzdüsen und sendet Signale an die Einspritzdüsen. Diese
erhalten Batteriespannung vom Hauptrelais. Das PCM
steuert jede Düsen über die Masseschaltung des
Regelstromkreises. Aktiviert das PCM den Düsenstromkreis, muß die Stromkreisspannung niedrig sein.
Bei der Deaktivierung muß die Spannung hoch sein.
Wird im Stromkreis eine Spannung außerhalb des
zulässigen Bereichs festgestellt, wird der Fehlercode
gesetzt.
AS2A21043
Fehler und Fehlerbeschreibung
Fehlercode
P0201
Fehler
Fehlerbeschreibung
Kurzschluß an B+
Signal über oberem Grenzwert bei Drehzahl über 250 1/min.
Stromkreis unterbrochen
Kein Signal bei Drehzahl über 250 1/min.
Kurzschluß an Masse
Signal unter unterem Grenzwert bei Drehzahl über 250 1/min.
P0202
P0203
P0204
P0205
P0206
ABGASREGELUNG 21-33
Fehlercode Nr. P0201
Störung im Stromkreis der Einspritzdüse #1
Betroffene Bauteile
•· Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß zwischen Düsensteuerung und PCM
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß zwischen Düsen-Spannungsversorgung und
Hauptrelais
• Störung der Einspritzdüse #1
Schritt
Prüfung
1
Zündung AUS und Kabelstecker der Einspritzdüse #1
abklemmen.
Zündung EIN. Spannung zwischen Steckerklemme
B18-A und Masse messen (11–13 V). Entspricht der
Meßwert der Spezifikation?
2
3
4
Kabelstecker der Einspritzdüse #1 wieder
anklemmen.
Spannung zwischen Steckerklemme B18-B
(zum PCM) und Masse messen (11–13 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung AUS und Kabelstecker der Einspritzdüse #1
abklemmen. Spannung zwischen Steckerklemme
B18-B (zum PCM) und Masse messen (11–13 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Widerstand zwischen den Klemmen 1 und 2 des
Steckers B18 messen (14,5 Ω bei 20 °C).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit Schritt 2 fortfahren.
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Steckerklemme B18-A und Hauptrelais.
Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 3 fortfahren.
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Steckerklemme B18-B und PCMSteckerklemme C33. Ggf. instandsetzen.
Kurzschluß an B+ zwischen Steckerklemme B18-B
und PCM-Steckerklemme C33. Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 4 fortfahren.
Unzureichender Klemmenkontakt. Klemmen können
oxidiert, verbogen oder falsch gesteckt sein.
Ggf. instandsetzen.
Einspritzdüse #1 ersetzen.
21-34 ABGASREGELUNG
Fehlercode Nr. P0202
Störung im Stromkreis der Einspritzdüse #2
Betroffene Bauteile
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß zwischen Düsensteuerung und PCM
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß zwischen Düsen-Spannungsversorgung und
Hauptrelais
• Störung der Einspritzdüse #2
Schritt
Prüfung
1
Zündung AUS und Kabelstecker der Einspritzdüse #2
abklemmen.
Zündung EIN. Spannung zwischen Steckerklemme
B19-A und Masse messen (11–13 V). Entspricht der
Meßwert der Spezifikation?
2
3
4
Kabelstecker der Einspritzdüse #2 wieder
anklemmen.
Spannung zwischen Steckerklemme B19-B
(zum PCM) und Masse messen (11–13 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung AUS und Kabelstecker der Einspritzdüse #2
abklemmen. Spannung zwischen Steckerklemme
B19-B (zum PCM) und Masse messen (11–13 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Widerstand zwischen den Klemmen 1 und 2 des
Steckers B19 messen (14,5 Ω bei 20 °C).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit Schritt 2 fortfahren.
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Steckerklemme B19-A und Hauptrelais.
Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 3 fortfahren.
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Steckerklemme B19-B und PCMSteckerklemme C38. Ggf. instandsetzen.
Kurzschluß an B+ zwischen Steckerklemme B19-B
und PCM-Steckerklemme C38. Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 4 fortfahren.
Unzureichender Klemmenkontakt. Klemmen können
oxidiert, verbogen oder falsch gesteckt sein.
Ggf. instandsetzen.
Einspritzdüse #2 ersetzen.
ABGASREGELUNG 21-35
Fehlercode Nr. P0203
Störung im Stromkreis der Einspritzdüse #3
Betroffene Bauteile
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß zwischen Düsensteuerung und PCM
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß zwischen Düsen-Spannungsversorgung und
Hauptrelais
• Störung der Einspritzdüse #3
Schritt
Prüfung
1
Zündung AUS und Kabelstecker der Einspritzdüse #3
abklemmen.
Zündung EIN. Spannung zwischen Steckerklemme
B20-A und Masse messen (11–13 V). Entspricht der
Meßwert der Spezifikation?
2
3
4
Kabelstecker der Einspritzdüse #3 wieder
anklemmen.
Spannung zwischen Steckerklemme B20-B
(zum PCM) und Masse messen (11–13 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung AUS und Kabelstecker der Einspritzdüse #3
abklemmen. Spannung zwischen Steckerklemme
B20-B (zum PCM) und Masse messen (11–13 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Widerstand zwischen den Klemmen 1 und 2 des
Steckers B20 messen (14,5 Ω bei 20 °C).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit Schritt 2 fortfahren.
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Steckerklemme B20-A und Hauptrelais.
Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 3 fortfahren.
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Steckerklemme B20-B und PCMSteckerklemme C37. Ggf. instandsetzen.
Kurzschluß an B+ zwischen Steckerklemme B20-B
und PCM-Steckerklemme C37. Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 4 fortfahren.
Unzureichender Klemmenkontakt. Klemmen können
oxidiert, verbogen oder falsch gesteckt sein.
Ggf. instandsetzen.
Einspritzdüse #3 ersetzen.
21-36 ABGASREGELUNG
Fehlercode Nr. P0204
Störung im Stromkreis der Einspritzdüse #4
Betroffene Bauteile
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß zwischen Düsensteuerung und PCM
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß zwischen Düsen-Spannungsversorgung und
Hauptrelais
• Störung der Einspritzdüse #4
Schritt
Prüfung
1
Zündung AUS und Kabelstecker der Einspritzdüse #4
abklemmen.
Zündung EIN. Spannung zwischen Steckerklemme
B21-A und Masse messen (11–13 V). Entspricht der
Meßwert der Spezifikation?
2
3
4
Kabelstecker der Einspritzdüse #4 wieder
anklemmen.
Spannung zwischen Steckerklemme B21-B
(zum PCM) und Masse messen (11–13 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung AUS und Kabelstecker der Einspritzdüse #4
abklemmen. Spannung zwischen Steckerklemme
B21-B (zum PCM) und Masse messen (11–13 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Widerstand zwischen den Klemmen 1 und 2 des
Steckers B21 messen (14,5 Ω bei 20 °C).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit Schritt 2 fortfahren.
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Steckerklemme B21-A und Hauptrelais.
Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 3 fortfahren.
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Steckerklemme B21-B und PCMSteckerklemme C36. Ggf. instandsetzen.
Kurzschluß an B+ zwischen Steckerklemme B21-B
und PCM-Steckerklemme C36. Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 4 fortfahren.
Unzureichender Klemmenkontakt. Klemmen können
oxidiert, verbogen oder falsch gesteckt sein.
Ggf. instandsetzen.
Einspritzdüse #4 ersetzen.
ABGASREGELUNG 21-37
Fehlercode Nr. P0205
Störung im Stromkreis der Einspritzdüse #5
Betroffene Bauteile
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß zwischen Düsensteuerung und PCM
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß zwischen Düsen-Spannungsversorgung und
Hauptrelais
• Störung der Einspritzdüse #5
Schritt
Prüfung
1
Zündung AUS und Kabelstecker der Einspritzdüse #5
abklemmen.
Zündung EIN. Spannung zwischen Steckerklemme
B22-A und Masse messen (11–13 V). Entspricht der
Meßwert der Spezifikation?
2
3
4
Kabelstecker der Einspritzdüse #5 wieder
anklemmen.
Spannung zwischen Steckerklemme B22-B
(zum PCM) und Masse messen (11–13 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung AUS und Kabelstecker der Einspritzdüse #5
abklemmen. Spannung zwischen Steckerklemme
B22-B (zum PCM) und Masse messen (11–13 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Widerstand zwischen den Klemmen 1 und 2 des
Steckers B22 messen (14,5 Ω bei 20 °C).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit Schritt 2 fortfahren.
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Steckerklemme B22-A und Hauptrelais.
Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 3 fortfahren.
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Steckerklemme B22-B und PCMSteckerklemme C35. Ggf. instandsetzen.
Kurzschluß an B+ zwischen Steckerklemme B22-B
und PCM-Steckerklemme C35. Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 4 fortfahren.
Unzureichender Klemmenkontakt. Klemmen können
oxidiert, verbogen oder falsch gesteckt sein.
Ggf. instandsetzen.
Einspritzdüse #5 ersetzen.
21-38 ABGASREGELUNG
Fehlercode Nr. P0206
Störung im Stromkreis der Einspritzdüse #6
Betroffene Bauteile
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß zwischen Düsensteuerung und PCM
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß zwischen Düsen-Spannungsversorgung und
Hauptrelais
• Störung der Einspritzdüse #6
Schritt
Prüfung
1
Zündung AUS und Kabelstecker der Einspritzdüse #6
abklemmen.
Zündung EIN. Spannung zwischen Steckerklemme
B23-A und Masse messen (11–13 V). Entspricht der
Meßwert der Spezifikation?
2
3
4
Kabelstecker der Einspritzdüse #6 wieder
anklemmen.
Spannung zwischen Steckerklemme B23-B
(zum PCM) und Masse messen (11–13 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung AUS und Kabelstecker der Einspritzdüse #6
abklemmen. Spannung zwischen Steckerklemme
B23-B (zum PCM) und Masse messen (11–13 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Widerstand zwischen den Klemmen 1 und 2 des
Steckers B23 messen (14,5 Ω bei 20 °C).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit Schritt 2 fortfahren.
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Steckerklemme B23-A und Hauptrelais.
Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 3 fortfahren.
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Steckerklemme B23-B und PCMSteckerklemme C34. Ggf. instandsetzen.
Kurzschluß an B+ zwischen Steckerklemme B23-B
und PCM-Steckerklemme C34. Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 4 fortfahren.
Unzureichender Klemmenkontakt. Klemmen können
oxidiert, verbogen oder falsch gesteckt sein.
Ggf. instandsetzen.
Einspritzdüse #6 ersetzen.
ABGASREGELUNG 21-39
Fehlercode
P0230
Störung im Stromkreis des Kraftstoffpumpenrelais
Stromkreisbeschreibung
Beim Einschalten der Zündung aktiviert das PCM für
4 Sek. die Kraftstoffpumpe, wenn der Kurbelwinkelsensor kein Signal an das PCM sendet. Wird ein Signal
vom Kurbelwinkelsensor festgestellt, bleibt die Kraftstoffpumpe eingeschaltet. Beim Ausschalten der Zündung schaltet das PCM die Kraftstoffpumpe ab.
EIN
Zündschloß
AUS
1 Zahn festgestellt
Kurbelwelle
in Betrieb
Elektrische
Kraftstoffpumpe
außer
Betrieb
4 Sek.
Signal muß erfolgen, sonst
Synchronisierungsfehler
AV2A21010
Fehler und Fehlerbeschreibung
Fehlercode
P0230
Fehler
Fehlerbeschreibung
Kurzschluß an Masse,
Stromkreis unterbrochen
Signal unter unterem Grenzwert, wenn die Kraftstoffpumpe außer
Betrieb ist.
Kurzschluß an B+
Signal über oberem Grenzwert, wenn die Kraftstoffpumpe in Betrieb
ist.
21-40 ABGASREGELUNG
Fehlercode Nr. P0230
Betroffene Bauteile
Schritt
1
2
Störung im Stromkreis des Kraftstoffpumpenrelais
• Störung im Kraftstoffpumpenrelais
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
Prüfung
Nach Einschalten der Zündung 10 Sek. warten.
Spannung zwischen PCM-Steckerklemme D10 und
Masse messen (11-13 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Motor starten und Spannung zwischen PCMSteckerklemme D10 und Masse messen (12–14 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Nein
3
Zündung AUS und Kraftstoffpumpen-Relaisstecker
abklemmen.
Kraftstoffpumpenrelais auf Durchgang prüfen.
Siehe Prüfung des Kraftstoffpumpenrelais,
Seite 22A-8.
Ist das Relais funktionsfähig?
Ja
Nein
Mit Schritt 2 fortfahren.
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß an
Masse zwischen Kabelstecker B-02 des
Sicherungs- und Relaiskastens und PCMSteckerklemme D-10. Ggf. instandsetzen.
Kurzschluß an B+ zwischen Kabelstecker B-02 des
Sicherungs- und Relaiskastens und PCMSteckerklemme D-10. Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 3 fortfahren.
Unzureichender Klemmenkontakt an PCMSteckerklemme D-10 oder Kabelstecker B-02 des
Sicherungs- und Relaiskastens. Ggf. instandsetzen.
Kraftstoffpumpenrelais ersetzen.
ABGASREGELUNG 21-41
Fehlercode
P0335
Störung im Stromkreis des Kurbelwinkelsensors (CKP)
Stromkreisbeschreibung
An der Vorderseite des Getriebegehäuses am
Schwungrad befindet sich ein Kurbelwinkelsensor
(CKP). Dieser Sensor (Hall-Effekt) erzeugt Spannung
mit Hilfe eines Geberrads auf der Kurbelwelle. Das
Geberrad enthält 58 Nuten und eine weitere breite Nut.
Steht die Nut über dem Sensor, gibt dieser keine
Spannung (ca. 0 V) ab. Steht keine Nut, sondern Metall
über dem Sensor, gibt er eine hohe Spannung (5 V) ab.
Während einer Kurbelwellenumdrehung erfolgen 58
Rechtecksignale und ein längeres Signal. Das PCM
berechnet mit der Frequenz der Sensorsignale die
Motordrehzahl, die Einspritzdauer und den
Zündzeitpunkt. Die breite Nut dient der Bestimmung
des Zylinders, der sich im OT befindet.
CKP - Sensor
CMP - Sensor
AV2021034
Fehler und Fehlerbeschreibung
Fehlercode
P0335
Fehler
Fehlerbeschreibung
Kein Signal
Kein CKP-Sensorsignal
Ungültiges Signal
Zulässige Kurbelwellennut festgestellt, aber Synchronisierung nicht
erfolgreich.
Anzahl der Kurbelwellennuten nicht richtig
(weniger als 56 oder mehr als 60 Nuten).
21-42 ABGASREGELUNG
Fehlercode Nr. P0335
Betroffene Bauteile
Schritt
1
2
3
4
Störung im Stromkreis des Kurbelwinkelsensors (CKP)
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß zwischen CKP-Sensorsignal und PCM
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß zwischen CKP-Sensormasse und PCM
• Störung des Kurbelwinkelsensors
Prüfung
Zündung EIN. Kabelstecker vom CKP-Sensor
abklemmen. Spannung zwischen Kabelsteckerklemme B16-A und Masse messen (11–13 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung AUS. Kabelstecker vom PCM abklemmen.
Widerstand zwischen Kabelsteckerklemme B16-B
und PCM-Steckerklemme C8 messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Widerstand zwischen Kabelsteckerklemme B16-C
und PCM-Steckerklemme C21 messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
PCM-Stecker wieder anklemmen und Widerstand
zwischen Sensor-Kabelsteckerklemme B16-B und
Kabelsteckerklemme B16-C messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
6
Zündung EIN. Spannung zwischen Kabelsteckerklemme B16-B (zum PCM) und Masse messen
(11-13 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Luftspiel zwischen CKP-Sensor und Geberrad
messen (0,3-1,7mm).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Sensor-Steckerklemme B16-A und
Hauptrelais. Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 3 fortfahren.
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Sensor-Steckerklemme B16-B und PCMSteckerklemme C8. Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 4 fortfahren.
Nein
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Sensor-Steckerklemme B16-C und PCMSteckerklemme C21. Ggf. instandsetzen.
Ja
Kurzschluß zwischen Sensor-Steckerklemme B16-B
und Steckerklemme B16-C.
Ggf. instandsetzen.
Nein
5
Mit Schritt 2 fortfahren.
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit Schritt 5 fortfahren.
Kurzschluß an B+ in Kabelsteckerklemme B16-B.
Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 6 fortfahren.
CKP-Sensor ersetzen
Geberrad auf korrekten Zustand prüfen. Luftspalt
einstellen.
ABGASREGELUNG 21-43
Fehlercode
P0340
Störung im Stromkreis des Nockenwellensensors (CMP)
Stromkreisbeschreibung
An der Rückseite des Zylinderkopfs ist ein Nockenwellensensor eingebaut. Dieser Sensor sendet ein
Signal an das PCM, wenn sich Zylinder #1 im OT
befindet.
Der CMP-Sensor besteht aus einem Hall-Gerät und
einem Magneten. Wird das Magnetfeld des Hall-Geräts
durch einen Stift der Nockenwelle gestört, gibt der
Sensor eine Spannung von 0 V ab. Andernfalls beträgt
die Spannung 5 V.
CKP - Sensor
CMP - Sensor
AV2021034
Fehler und Fehlerbeschreibung
Fehlercode
P0340
Fehler
Fehlerbeschreibung
Kein Signal
Kein CMP-Sensorsignal, wenn der CKP-Sensor funktionsfähig ist.
Ungültiges Signal
CMP-Sensor liegt außerhalb des Bereichs des CKP-Sensors, wenn
der CKP-Sensor funktionsfähig ist.
21-44 ABGASREGELUNG
Fehlercode Nr. P0340
Betroffene Bauteile
Störung im Stromkreis des Nockenwellensensors (CMP)
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß zwischen CMP-Sensorsignal und PCM
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß zwischen CMP-Sensormasse und PCM
• Störung des Nockenwellensensors
Schritt
Prüfung
1
Zündung AUS. Kabelstecker vom CMP-Sensor
abklemmen.
Zündung EIN und Spannung zwischen Sensor-Kabelsteckerklemme B15-A und Masse messen (11-13 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
2
3
4
5
6
Zündung AUS. Widerstand zwischen Sensor-Kabelsteckerklemme B15-C (zum PCM) und Masse messen
(0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung AUS und Widerstand zwischen SensorKabelsteckerklemme B15-B (zum PCM) und Masse
messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
PCM-Stecker abklemmen. Widerstand zwischen
Sensor-Kabelsteckerklemme B15-B (zum PCM) und
PCM-Steckerklemme D7 messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
PCM-Stecker wieder anklemmen. Zündung EIN.
Spannung zwischen CMP-SensorKabelsteckerklemme B15-B (zum PCM) und Masse
messen (11-13 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
CMP-Sensor ausbauen und Zyl. #1-Signalgeber
prüfen. Ist der Signalgeber ordnungsgemäß in die
Nockenwelle eingebaut?
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Mit Schritt 2 fortfahren.
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Sensor-Steckerklemme B15-A und
Hauptrelais. Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 3 fortfahren.
Nein
Unterbrochener Stromkreis zwischen SensorSteckerklemme B15-C und PCM-Steckerklemme
D8. Ggf. instandsetzen.
Ja
Kurzschluß an Masse zwischen SensorSteckerklemme B15-B und PCM-Steckerklemme
D7. Ggf. instandsetzen.
Nein
Mit Schritt 4 fortfahren.
Ja
Mit Schritt 5 fortfahren.
Nein
Ja
Unterbrochener Stromkreis zwischen SensorSteckerklemme B15-B und PCM-Steckerklemme
D7. Ggf. instandsetzen.
Kurzschluß an B+ zwischen Sensor-Steckerklemme
B15-B und PCM-Steckerklemme D7. Ggf.
instandsetzen.
Nein
Mit Schritt 6 fortfahren.
Ja
CMP-Sensor ersetzen.
Nein
Nockenwelle ausbauen und Zyl. #1-Signalgeber
ersetzen.
ABGASREGELUNG 21-45
Fehlercode
P0443
Störung im Stromkreis des EVAP-Spülventils
Stromkreisbeschreibung
Das EVAP-System verhindert das Austreten von
Kraftstoffdämpfen aus dem Kraftstofftank in die
Atmosphäre, wo sie photo-chemischen Smog bilden
können. Kraftstoffdämpfe werden im Aktivkohlebehälter gesammelt. Das Spülventil wird vom PCM
gesteuert, um die Dämpfe zur Verbrennung vom
Behälter zurück in den Motor zu leiten.
Das Motormanagement des Carnival verwendet die
adaptive Funktion der EVAP-Steuerung. Jeder Spülvorgang führt zu Abweichungen der Regelkreissteuerung. Während des Spülens des EVAP-Behälters
(Öffnen des EVAP-Ventils) wird das adaptive Ventil auf
Neutral gehalten und die adaptive Regelfunktion
deaktiviert. Die adaptive Regelkreissteuerung wird nur
freigegeben, wenn keine Dämpfe durch Spülen des
Aktivkohlebehälters (Schließen des EVAP-Ventils) in
den Ansaugkanal geleitet werden. Ein Regelventil dient
zur Druckregelung im Kraftstofftank und verhindert,
daß Kraftstoff im Fall eines Fzg.-Überschlags austritt.
AV2021035
Fehler und Fehlerbeschreibung
Fehlercode
P0443
Fehler
Fehlerbeschreibung
Kurzschluß an Masse
Signal bei eingeschalteter Zündung unter unterem Grenzwert.
Kurzschluß an B+
Signal bei eingeschalteter Zündung über oberem Grenzwert.
Stromkreis unterbrochen
Kein Signal bei eingeschalteter Zündung.
21-46 ABGASREGELUNG
Fehlercode Nr. P0443
Betroffene Bauteile
Schritt
1
2
3
4
5
6
Fehlfunktion im Stromkreis des EVAP-Spülventils
• Unterbrochener Stromkreis der EVAP-Spülmagnetventil-Regelung
• Störung des Spülmagnetventils
• Kurzschluß an B+ oder Masse im Stromkreis des Spülmagnetventils
Prüfung
Zündung AUS. Kabelstecker des Spülmagnetventils
abklemmen. Zündung EIN, Motor AUS. Spannung
zwischen Steckerklemme B26-B (zum PCM) und
Masse messen (ca. 12 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung AUS. Widerstand zwischen EVAPSteckerklemme B26-B (zum PCM) und Masse
messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
PCM-Stecker abklemmen. Auf Durchgang zwischen
EVAP-Steckerklemme B26-B und PCMSteckerklemme C42 prüfen.
Ist Durchgang vorhanden?
Zündung EIN, Motor AUS. Spannung zwischen EVAPSteckerklemme B26-A und Masse messen (ca. 12 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Kabelverbindungen an Steckerklemme B26-A und
Hauptrelais auf Zustand prüfen.
Sind die Steckerverbindungen OK?
Widerstand zwischen den Klemmen A und B des
Spülventilsteckers B26 messen (ca. 26 Ω bei 20 °C).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Kurzschluß an B+ in Steckerklemme B 26-B.
Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 2 fortfahren.
Kurzschluß an Masse in Steckerklemme B 26-B.
Ggf. instandsetzen.
Nein
Mit Schritt 3 fortfahren.
Ja
Mit Schritt 4 fortfahren.
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Unterbrochener Stromkreis zwischen Steckerklemme B26-B und PCM-Steckerklemme C42.
Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 5 fortfahren.
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen Steckerklemme B26-A und Hauptrelais.
Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 6 fortfahren.
Kabelsteckerverbindung ggf. instandsetzen.
Zustand der Klemmenkontakte sichtprüfen (oxidiert,
verformt oder falsch gesteckt). Ggf. instandsetzen.
EVAP-Spülmagnetventil ersetzen.
ABGASREGELUNG 21-47
Fehlercode
P0500
Geschwindigkeitssensor (VSS), Meßbereich / Funktion
Stromkreisbeschreibung
Am Getriebegehäuse befindet sich ein Geschwindigkeitssensor, der 4 Impulse pro Umdrehung der Antriebswelle
sendet. Die Frequenz der Signale ist proportional zur Fahrzeuggeschwindigkeit. Im Instrumentenblock wird das
Signal in eine Rechteckwelle umgeformt und an das PCM gesendet. Aus der Signalfrequenz berechnet das PCM
die Fahrzeuggeschwindigkeit.
Fehler und Fehlerbeschreibung
Fehlercode
P0500
Fehler
Kein Signal
Fehlerbeschreibung
Für die Dauer von 4 Sek. wurde kein Fzg-Geschwindigkeitssignal
gesendet. (Drehzahl über 2.688 1/min, Ansaugluftmasse über
272 mg/Kurbelwellenumdrehung)
21-48 ABGASREGELUNG
Fehlercode Nr. P0500
Betroffene Bauteile
Geschwindigkeitssensor (VSS), Meßbereich / Funktion
• Unterbrochener Stromkreis des Geschwindigkeitssensors
• Kurzschluß an B+ oder Masse im Stromkreis des Geschwindigkeitssensors
Schritt
Prüfung
1
Zündung AUS und PCM-Stecker abklemmen.
Widerstand zwischen PCM-Steckerklemme D-22 und
Masse messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Maßnahme
Ja
Nein
2
3
PCM-Stecker anklemmen. Zündung EIN. Spannung
zwischen PCM-Steckerklemme D-22 und Masse
messen (11–13 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Besteht Durchgang zwischen PCM-Steckerklemme
D-22 und Instrumentenblock-Klemme 2D?
Ja
Nein
Ja
Nein
Kurzschluß an Masse zwischen InstrumentenblockKlemme 2D und PCM-Steckerklemme D-22.
Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 2 fortfahren.
Kurzschluß an B+ zwischen Steckerklemme 2D und
PCM-Steckerklemme D-22. Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 3 fortfahren.
Instrumentenblock ersetzen.
Unterbrochener Stromkreis zwischen Steckerklemme 2D und PCM-Steckerklemme D-22.
Ggf. instandsetzen.
ABGASREGELUNG 21-49
Fehlercode Nr. P1166
Rückmeldesystem (Zylinderreihe 1)
Fehlercode Nr. P1167
Rückmeldesystem (Zylinderreihe 2)
Schritt
Prüfung
1
Nach der Instandsetzung auf die gleiche
Codenummer prüfen.
2
Diagnosegerät anschließen und auf Fehlfunktion für
den zugehörigen Stecker prüfen (Nr. P1166 oder
Nr. P1167).
Lautet die Fehlermeldung "fett"?
3
Bei Motorleerlauf Kraftstoffleitungsdruck prüfen.
Kraftstoffleitungsdruck: 2,4–2,6 bar
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
4
Einspritzdüse auf Undichtigkeit oder Verstopfung
prüfen.
Ja
Nein
5
Im Motorleerlauf nacheinander Zündkabel von jedem
Zylinder abklemmen und auf gleichen Drehzahlabfall
prüfen.
Bei abgeklemmter Druckreglerleitung und
Motorleerlauf Kraftstoffleitungsdruck prüfen.
Kraftstoffleitungsdruck: 2,94–3,14 bar
Ja
Nein
6
Ja
Nein
(Voraussetzung: Unterdruckleitung vom Druckregler
abgeklemmt)
7
8
Luftmasse in den Komponenten des Ansaugsystems
prüfen.
– Anschluß der Unterdruckleitung prüfen.
– Unterdruck: über 480 mmHg
Den Zylinder mit Fehlzündungen im Schritt 5 prüfen.
9
Arbeitsgeräusch der Einspritzdüse am Zylinder
prüfen, an dem Störungen in Schritt 5 festgestellt
wurden.
10
Einspritzdüse des Zylinders ersetzen, an dem
Störungen in Schritt 5 festgestellt wurden. Nach der
Instandsetzung auf die gleiche Codenummer prüfen.
PCM ersetzen und feststellen, ob der Motorlauf
ordnungsgemäß ist.
11
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Zustand des Lambdasondenstromkreises prüfen.
– Wenn OK, auf Fehlercode P0130 oder P0150
prüfen.
– Wenn nicht i.O., instandsetzen oder Stecker
ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Hinweis
Kraftstoff/Luft-Gemisch ist fett.
Mit Schritt 5 fortfahren.
Hinweis
Kraftstoff/Luft-Gemisch ist mager, oder es
treten Fehlzündungen auf
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Druck zu hoch
Rücklaufleitung auf Verstopfung oder Verengung
prüfen.
– Wenn OK, Druckregler ersetzen.
– Wenn nicht i.O., instandsetzen oder ersetzen.
Einspritzdüse ersetzen.
Kühlmitteltemperatursensor prüfen.
– Wenn OK, Lambdasonde ersetzen.
– Wenn nicht i.O., Kühlmitteltemperatursensor
ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Mit Schritt 8 fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Druck zu gering
Bei verschlossener Rücklaufleitung Kraftstoffleitungsdruck prüfen.
– Druckregler prüfen, wenn Druck plötzlich ansteigt.
– Auf Verstopfung zwischen Kraftstoffpumpe und
Druckregler prüfen, wenn Druck langsam ansteigt.
Ist die Leitung nicht blockiert, Maximaldruck der
Kraftstoffpumpe prüfen.
Lambdasonde ersetzen.
Entsprechende Bauteile instandsetzen oder
ersetzen.
Zündsystem instandsetzen oder ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Steckerklemme der Einspritzdüse auf ca. 12 V prüfen.
– Wenn ja, Einspritzdüse ersetzen.
– Andernfalls Stromkreis auf Kurzschluß oder
Unterbrechung prüfen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Fehlerhafte Einspritzdüse abklemmen.
21-50 ABGASREGELUNG
Fehlercode
P01505
Störung im Stromkreis des IAC-Ventils (Öffnen-Spule)
Fehlercode
P01507
Störung im Stromkreis des IAC-Ventils (Schließen-Spule)
Stromkreisbeschreibung
In das Drosselklappengehäuse ist ein Leerlaufregelventil (IAC) eingebaut, das die Luftmasse regelt, die um
die Drosselklappe herumgeleitet wird.
Das IAC-Ventil dient zur Beibehaltung des Leerlaufs
entsprechend den unterschiedlichen Lastzuständen
und Betriebsbedingungen. Es führt auch zusätzliche
Luft beim Starten zu. Bei der Verzögerung fungiert es
als elektronischer Schließdämpfer.
Öffnen-Spule
Das Ventil besteht aus einer Öffnen-Spule, einer
Schließen-Spule und einem Permanentmagneten. Die
beiden Spulen werden vom PCM aufgrund der Signale
mehrerer Sensoren durch Anlegen der Steuerstromkreise an Masse gesteuert. Gemäß den Steuersignalen
vom PCM dreht sich der Ventilrotor, um den Luftnebenstrom zum Motor zu regeln.
Schließen-Spule
AV2021036
Fehler und Fehlerbeschreibung
Fehlercode
P1505
Öffnen-Spule
P1507
Schließen-Spule
Fehler
Fehlerbeschreibung
Kurzschluß an Masse
Signal bei eingeschalteter Zündung unter unterem Grenzwert.
Kurzschluß an B+
Signal bei eingeschalteter Zündung über oberem Grenzwert.
Stromkreis unterbrochen
Kein Signal bei eingeschalteter Zündung.
ABGASREGELUNG 21-51
Störung im Stromkreis des Leerlaufluft-Regelventils (IAC)
(Öffnen-Spule)
Fehlercode Nr. P1505
Betroffene Bauteile
Schritt
1
2
3
4
5
6
• Unterbrochener Stromkreis zum IAC-Ventil
• Störung des IAC-Ventils (Öffnen-Spule)
• Kurzschluß an B+ oder an Masse im Stromkreis des IAC-Ventils
Prüfung
Zündung AUS und IAC-Kabelstecker abklemmen.
Zündung EIN, Motor AUS. Spannung zwischen
IAC-Steckerklemme B11-C (zum PCM) und Masse
messen (ca. 12 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung AUS. Widerstand zwischen IAC-Steckerklemme B11-C (zum PCM) und Masse messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
PCM-Stecker abklemmen. Auf Durchgang zwischen
IAC-Steckerklemme B11-C und PCM-Steckerklemme
47 prüfen.
Ist Durchgang vorhanden?
Zündung EIN, Motor AUS. Spannung zwischen IACSteckerklemme B11-B und Masse messen (ca. 12 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Kabelverbindungen an Steckerklemme B11-B und
Hauptrelais auf Zustand prüfen.
Sind die Steckerverbindungen OK?
Widerstand zwischen den Klemmen B und C des
Steckers B11 messen (16,5–18,5 Ω bei 20 °C).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Kurzschluß an B+ in Steckerklemme B11-C.
Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 2 fortfahren.
Kurzschluß an Masse in Steckerklemme B11-C.
Ggf. instandsetzen.
Nein
Mit Schritt 3 fortfahren.
Ja
Mit Schritt 4 fortfahren.
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Unterbrochener Stromkreis zwischen IAC-Steckerklemme B11-C und PCM-Steckerklemme C47.
Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 5 fortfahren.
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen IAC-Steckerklemme B11-B und
Hauptrelais. Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 6 fortfahren.
Kabelsteckerverbindung ggf. instandsetzen.
Zustand der Klemmenkontakte sichtprüfen (oxidiert,
verformt oder falsch gesteckt). Ggf. instandsetzen.
IAC-Regelventil ersetzen.
21-52 ABGASREGELUNG
Störung im Stromkreis des Leerlaufluft-Regelventils (IAC)
(Schließen-Spule)
Fehlercode Nr. P1507
Betroffene Bauteile
Schritt
1
2
3
4
5
6
• Unterbrochener Stromkreis zum IAC-Ventil
• Störung des IAC-Ventils (Öffnen-Spule)
• Kurzschluß an B+ oder an Masse im Stromkreis des IAC-Ventils
Prüfung
Zündung AUS und IAC-Kabelstecker abklemmen.
Zündung EIN, Motor AUS. Spannung zwischen
IAC-Steckerklemme B11-A (zum PCM) und Masse
messen (ca. 12 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung AUS. Widerstand zwischen IAC-Steckerklemme B11-A und Masse messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
PCM-Stecker abklemmen. Auf Durchgang zwischen
IAC-Steckerklemme B11-A und PCM-Steckerklemme
C46 prüfen.
Ist Durchgang vorhanden?
Zündung EIN, Motor AUS. Spannung zwischen IACSteckerklemme B11-B und Masse messen (ca. 12 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Kabelverbindungen an Steckerklemme B11-B und
Hauptrelais auf Zustand prüfen.
Sind die Steckerverbindungen OK?
Widerstand zwischen den Klemmen A und B des IACSteckers B11 messen (14,5–16,5 Ω bei 20 °C).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Kurzschluß an B+ in Steckerklemme B11-A.
Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 2 fortfahren.
Kurzschluß an Masse in Steckerklemme B11-A.
Ggf. instandsetzen.
Nein
Mit Schritt 3 fortfahren.
Ja
Mit Schritt 4 fortfahren.
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Unterbrochener Stromkreis zwischen IAC-Steckerklemme B11-A und PCM-Steckerklemme C46.
Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 5 fortfahren.
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen IAC-Steckerklemme B11-B und
Hauptrelais. Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 6 fortfahren.
Kabelsteckerverbindung ggf. instandsetzen.
Zustand der Klemmenkontakte sichtprüfen (oxidiert,
verformt oder falsch gesteckt). Ggf. instandsetzen.
IAC-Regelventil ersetzen.
ABGASREGELUNG 21-53
Fehlercode
P1523
Störung im Stromkreis des VICS-Ventils
Stromkreisbeschreibung
VICSVerschlußventil
Ventil offen
Ventil
geschlossen
Drehmoment
Das variable Ansaugsteuersystem (VICS) dient zur
Veränderung des Aufladungseffekts durch die Luftmassenträgheit, um die Motorleistung und das Drehmoment zu steigern. Liegt die Motordrehzahl bei
3600–5400 1/min, ist das VICS-Ventil aktiviert, das
Verschlußventil ist geöffnet, und der Ansaugkrümmer
(Dynamikkammer) wird mit großemVolumen befüllt.
Liegt die Motordrehzahl außerhalb dieses Bereichs,
wird das VICS-Ventil deaktiviert, das Verschlußventil
geschlossen und der Ansaugkrümmer mit kleinerem
Volumen befüllt.
Kein
VICS
Geschlossen
Offen
3700 1/min
Niedrig
Motordrehzahl
Geschlossen
6500 1/min
Hoch
AV2A21011
Fehler und Fehlerbeschreibung
Fehlercode
P1523
Fehler
Fehlerbeschreibung
Kurzschluß an Masse,
Stromkreis unterbrochen
Signal unter unterem Grenzwert, wenn VICS-Ventil außer Betrieb.
Kurzschluß an B+
Signal über oberem Grenzwert, wenn VICS-Ventil in Betrieb.
21-54 ABGASREGELUNG
Störung im Stromkreis des VICS-Ventils
Fehlercode Nr. P1523
Betroffene Bauteile
• Unterbrochener Stromkreis zum VICS-Ventil
• Störung des VICS-Ventils
• Kurzschluß an B+ oder an Masse im Stromkreis des VICS-Ventils
Schritt
Prüfung
1
Zündung AUS und VICS-Kabelstecker abklemmen.
Zündung EIN, Motor AUS. Spannung zwischen VICSSteckerklemme B17-B (zum PCM) und Masse
messen (ca. 12 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
2
3
4
5
6
Zündung AUS. Widerstand zwischen VICSSteckerklemme B17-B (zum PCM) und Masse
messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
PCM-Stecker abklemmen. Auf Durchgang zwischen
VICS-Steckerklemme B17-B und PCM-Steckerklemme C45 prüfen.
Ist Durchgang vorhanden?
Zündung EIN, Motor AUS. Spannung zwischen VICSSteckerklemme B17-A und Masse messen (ca. 12 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Kabelverbindungen an Steckerklemme B17-A und
Hauptrelais auf Zustand prüfen.
Sind die Steckerverbindungen OK?
Widerstand zwischen den Klemmen A und B des
Steckers B17 messen (13,8±3,5 Ω bei 20 °C).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Kurzschluß an B+ in Steckerklemme B17-B.
Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 2 fortfahren.
Kurzschluß an Masse in Steckerklemme B17-B.
Ggf. instandsetzen.
Nein
Mit Schritt 3 fortfahren.
Ja
Mit Schritt 4 fortfahren.
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Unterbrochener Stromkreis zwischen VICSSteckerklemme B17-B und PCM-Steckerklemme
C45. Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 5 fortfahren.
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
zwischen VICS-Steckerklemme B17-A und
Hauptrelais. Ggf. instandsetzen.
Mit Schritt 6 fortfahren.
Kabelsteckerverbindung ggf. instandsetzen.
Zustand der Klemmenkontakte sichtprüfen (oxidiert,
verformt oder falsch gesteckt). Ggf. instandsetzen.
VICS-Ventil ersetzen.
ABGASREGELUNG 21-55
Fehlercode
P1672
Störung im Stromkreis des Kühlerlüfterrelais (langsam)
Fehlercode
P1673
Störung im Stromkreis des Kühlerlüfterrelais (schnell)
Stromkreisbeschreibung
Das PCM steuert einen elektrischen Kühlerlüfter, um
ein Überhitzen des Motors zu verhindern. Der Kühlerlüfter arbeitet mit zwei Geschwindigkeiten (langsam /
schnell), die je nach Eingangssignalen des Geschwindigkeitssensors, des Klimaanlagenschalters und des
Kühlmitteltemperatursensors geschaltet werden (siehe
nebenstehendes Bild). Drei Relais steuern den Kühlerlüfter.
Klimaanlage außer Betrieb und Fahrzeuggeschwindigkeit unter 75 km/h
Hysterese
Hysterese
Schnell
Langsam
Außer Betrieb
Klimaanlage außer Betrieb und Fahrzeuggeschwindigkeit über 80 km/h
Hysterese
Hysterese
Schnell
Langsam
Außer Betrieb
Relais 1
Relais 2
Relais 3
Langsam
EIN
AUS
AUS
Schnell
EIN
EIN
EIN
Klimaanlage in Betrieb
Kühlmitteltemperatur
40 °C
95 °C
104 °C
110 °C
AV2021042
Fehler und Fehlerbeschreibung
Fehlercode
P1672 (langsam)
P1673 (schnell)
Fehler
Fehlerbeschreibung
Kurzschluß an Masse,
Stromkreis unterbrochen
Signal unter unterem Grenzwert, wenn Kühlerlüfter außer Betrieb.
Kurzschluß an B+
Signal über oberem Grenzwert, wenn Kühlerlüfter in Betrieb.
21-56 ABGASREGELUNG
Störung im Stromkreis des Kühlerlüfters (langsam)
Fehlercode Nr. P1672
• Störung des Kühlerlüfters
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
Betroffene Bauteile
Schritt
Prüfung
1
Zündung EIN. Spannung zwischen PCM-Klemme D18
und Masse messen (ca. 12V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung AUS und Kühlerlüfter-Relais abziehen.
Widerstand zwischen den Klemmen A und D des
Relaissteckers D28 messen. (60 Ω bei 20 °C).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung AUS und Kühlerlüfterrelais abklemmen.
Widerstand zwischen Steckerklemme D28-D
(zum PCM) und Masse messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
2
3
Prüfung
1
Zündung EIN. Spannung zwischen PCM-Klemme D40
und Masse messen (ca. 12V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung AUS und Kühlerlüfter-Relais abziehen.
Widerstand zwischen den Klemmen A und D des
Relaissteckers D29 messen. (60 Ω bei 20 °C).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Zündung AUS und Kühlerlüfterrelais abklemmen.
Widerstand zwischen Steckerklemme D29
(zum PCM) und Masse messen (0 Ω).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
3
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit Schritt 2 fortfahren.
Mit Schritt 3 fortfahren.
Schlechter Klemmenkontakt an der PCMSteckerklemme D18. Sichtprüfen und nach Bedarf
instandsetzen.
Kühlerlüfterrelais ersetzen.
Kurzschluß an Masse zwischen Steckerklemme
D28-D und PCM-Steckerklemme D18.
Ggf. instandsetzen.
Unterbrochener Stromkreis zwischen
Steckerklemme D28-D und PCM-Steckerklemme
D18. Ggf. instandsetzen.
• Störung des Kühlerlüfters
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
Schritt
2
Ja
Nein
Störung im Stromkreis des Kühlerlüfters (schnell)
Fehlercode Nr. P1673
Betroffene Bauteile
Maßnahme
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit Schritt 2 fortfahren.
Mit Schritt 3 fortfahren.
Schlechter Klemmenkontakt an der PCMSteckerklemme D40. Sichtprüfen und nach Bedarf
instandsetzen.
Kühlerlüfterrelais ersetzen.
Kurzschluß an Masse zwischen Steckerklemme D29
und PCM-Steckerklemme D40.
Ggf. instandsetzen.
Unterbrochener Stromkreis zwischen
Steckerklemme D29 und PCM-Steckerklemme D40.
Ggf. instandsetzen.
ABGASREGELUNG 21-57
Störung im Stromkreis des Hauptrelais
Fehlercode Nr. P1699
Betroffene Bauteile
• Störung des Hauptrelais
• Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß
Schritt
Prüfung
1
Zündung EIN. Spannung zwischen PCM-Klemme B23
und Masse messen (11-13V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
2
3
Zündung AUS. Spannung zwischen PCM-Klemme
B23 und Masse messen (11-13V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Hauptrelaisstecker abziehen.
Hauptrelais auf Durchgang prüfen.
Siehe Prüfung des Hauptrelais, Seite 21-93.
Ist das Relais OK?
Maßnahme
Ja
Kurzschluß an B+ zwischen Kabelstecker B02-D
des Sicherungs- und Relaiskastens und PCMSteckerklemme B23. Ggf. instandsetzen.
Nein
Mit Schritt 2 fortfahren.
Ja
Mit Schritt 3 fortfahren.
Nein
Ja
Nein
Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß an
Masse zwischen Kabelstecker B02-D des
Sicherungs- und Relaiskastens und PCMSteckerklemme B23. Ggf. instandsetzen.
Schlechter Klemmenkontakt an der PCMSteckerklemme B23 oder Kabelstecker B02-D des
Sicherungs- und Relaiskastens. Ggf. instandsetzen.
Hauptrelais ersetzen.
21-58 ABGASREGELUNG
FEHLERSUCHTABELLE
Arbeitsablauf
Anleitung für Fehlersuchtabelle
Reparaturannahme
Einleitung
Die meisten Kraftstoff- und Abgasregelsysteme werden
elektrisch gesteuert. Die Fehlersuche und -diagnose in
diesen Systemen kann deshalb schwierig sein,
besonders bei der Suche nach unregelmäßig
auftretenden Fehlern.
Vor Beginn der eigentlichen Fehlersuche ausführlich
mit dem Kunden über die Fehlfunktionen oder Fahrstörungen sprechen. Die Fehlerbeschreibungen des
Kunden geben oft wichtige Hinweise zur Auffindung
der Fehlerquelle, insbesondere für die Suche nach
unregelmäßig auftretenden Fehlern. Die Erläuterung
der Symptome sowie der Rahmenbedingungen, unter
denen die Fehlfunktion beanstandet wird, können eine
große Hilfe für die Fehlerdiagnose sein.
Kundenbeschwerden anhören
Den Abschnitt der Fehlersuchtabelle
bestimmen, der das vorliegende
Symptom beschreibt
Systemfehler suchen
Siehe
„DiagnoseIndex“ in diesem
Abschnitt
Prüfen
Maßnahme
Fehlerhaftes Teil suchen
Nein
Instandsetzen / Ersetzen
Feststellen, ob der Fehler beseitigt
wurde
Ja
Endabnahme / Auslieferung
Diagnose-Index
Beschreibung:
DIAGNOSE-INDEX
Zusätzliche Informationen zu
dem Fehlersuchpunkt.
Nr:
Laufende Fehlersuchpunkt-Nr.
NR.
FEHLERSUCHPUNKT
BESCHREIBUNG
SEITE
Fehlersuchpunkt:
Seite:
Es gibt 27 verschiedene
Fehlersuchpunkte. Den Punkt
auswählen, der dem
vorliegenden Symptom am
nächsten kommt.
Angabe der relevanten
Seitenzahl.
Fehlersuchtabelle
Beschreibung:
Fehlersuch-Hinweise:
Schritt:
Prüfung:
Maßnahme:
Nähere Beschreibung des Fehlersuchpunkts. Vor Beginn der Fehlersuche sicherstellen, daß
die Tabelle das vorliegende Symptom behandelt.
Hinweise auf mögliche Fehlerursachen
Reihenfolge der Maßnahmen zur Fehlersuche
Prüfabläufe für eine schnelle Diagnose
Hinweise zur Reihenfolge der Prüfschritte und Arbeitshinweise, die in Abhängigkeit der
Antworten „Ja / Nein“ zu befolgen sind.
ABGASREGELUNG 21-59
DIAGNOSE-INDEX
Nr.
1
2
Fehlersuchpunkt
Motor dreht nicht durch oder dreht langsam
Dreht normal durch, aber
Keine Verbrennung
springt nicht an
Verbrennung
Teilweise Verbren-
3
Beschreibung
Siehe Motorelektrik
Dreht normal durch, zeigt aber keine Anzeichen von
Dreht normal durch, hat aber nur teilweise Verbrennung
nung, Motor kalt
4
Teilweise
Motor startet kalt normal, aber nicht bei
Verbrennung bei
Betriebstemperatur
Seite
Kap. 31
21-61
21-63
21-65
Betriebstemperatur
Dreht normal durch, aber
Motor warm oder
Dreht normal durch, benötigt aber zu viel Zeit bis zum
springt schlecht an
kalt
Anspringen
6
Motor ist kalt
Motor startet nur bei Betriebstemperatur normal
7
Motor hat
Motor startet nur im kalten Zustand normal
5
Betriebstemperatur
8
9
Rauher Leerlauf
Motor warm oder
(Leerlaufdrehzahl zu
kalt
gering/Motor stirbt im
Motor ist kalt
Leerlauf ab)
10
Motor stirbt im Leerlauf ab oder vibriert stark
Während der Aufwärmphase stirbt der Motor im Leerlauf
ab oder vibriert stark
Motor hat
Während der Aufwärmphase ist der Leerlauf normal. Bei
Betriebstemperatur
Betriebstemperatur stirbt der Motor im Leerlauf ab oder
21-66
21-67
21-68
21-69
21-70
21-71
vibriert stark
11
Klimaanlage ist
Bei eingeschalteter Klimaanlage stirbt der Motor im
eingeschaltet
Leerlauf ab oder vibriert stark
21-72
Rauher Leerlauf/Motor stirbt direkt nach dem
Nur direkt nach dem Anlassen stirbt der Motor im
Anspringen ab
Leerlauf ab oder vibriert stark (Gaspedal nicht betätigt)
13
Leerlaufdrehzahl bei Betriebstemperatur zu hoch
Nur nach der Aufwärmphase zu hoher Leerlauf
21-74
14
Ungleichmäßiger Leerlauf, zu hoch/zu gering
Leerlaufdrehzahl wechselnd hoch oder niedrig
21-75
15
Motor stirbt bei Verzögerung ab
Motor stirbt während oder nach einer Verzögerung
12
plötzlich ab
16
Motor stirbt plötzlich ab (unregelmäßig
Motor stirbt sporadisch ab
auftretend)
17
Motor stottert beim Beschleunigen
Beschleunigungslöcher nach dem Durchtreten des
Gaspedals oder Ruckeln beim Beschleunigen
18
Motor dreht bei gleichmäßiger Fahrt plötzlich
Unerwartete (mehrfache) Änderungen der Motordrehzahl
höher
19
Leistungsverlust
21-73
21-76
21-77
21-78
21-79
Unzureichende Leistung bei vollständig geöffneter
Drosselklappe und unzureichende Höchst-
21-80
geschwindigkeit
20
Unzureichende Beschleunigung
Unzureichende Leistung beim Beschleunigen
21
Rauher Motorlauf und Fehlzündungen beim
Beim Verzögern ungewöhnlicher Motorlauf begleitet von
Verzögern
Fehlzündungen
Klopfen/Klingeln
Unzureichende Verbrennung mit hörbaren Klingel- oder
22
Klopfgeräuschen
21-82
21-84
21-85
23
Kraftstoffgeruch
Kraftstoffgeruch im Fahrgastraum feststellbar
21-86
24
Übermäßiger Ölverbrauch
Ölverbrauch höher als spezifiziert
21-87
25
Störungsanzeigeleuchte (MIL) leuchtet ständig
Diagnosegerät erkennt trotz aktivierter MIL keinen Fehler
21-87
26
Störungsanzeigeleuchte (MIL) leuchtet nicht
Diagnosegerät erkennt trotzdem einen Fehler
21-88
27
Klimaanlage läßt sich nicht einschalten
Lüftermotor arbeitet, Magnetkupplung ohne Funktion
21-88
21-60 ABGASREGELUNG
Definition der Fahrzustände
Stottern:
Ruckeln während des
Beschleunigens
Zögern:
Beschleunigungsloch direkt nach
dem Durchtreten des Gaspdals
Drehzahlanstieg: Ständige Drehzahländerungen bei
gleichmäßiger Fahrt
Vorsichtsmaßnahmen für die
Fehlersuche
Kraftstoffdruck ablassen
Vorsicht
Das Kraftstoffleitungssystem steht auch bei
abgestelltem Motor unter Druck. Vor dem
Lösen einer Kraftstoffleitung Kraftstoffdruck
ablassen, um Verletzungen, Feuer und
Schäden zu vermeiden.
Kraftstoff ist explosiv. Auch ein entleerter
Tank enthält explosive Gase. Arbeitsplatz
ausreichend belüften. Nicht rauchen,
Funkenbildung und offenes Feuer fernhalten.
Für das Ablassen des Kraftstoffleitungsdrucks siehe Kap. 22 “Ablassen des Kraftstoffleitungsdrucks”.
Motordrehzahl
Nr. 18 Motordrehzahl
verändert sich
Nr. 17
Beschleunigungslöcher
Nr. 21
Rauher Motorlauf/
Fehlzündungen beim
Verzögern
Zeit
AS2A21012
ABGASREGELUNG 21-61
Fehlersuchtabelle
2
Motor dreht normal durch, aber springt nicht an (Keine Verbrennung)
Beschreibung • Dreht normal durch, aber keine Verbrennung
• Batterie ist OK
• Drosselklappe beim Anlassen geschlossen
(Fehlersuch-Hinweise)
Keine Kraftstoffzufuhr zum Motor aufgrund von Kraftstoffmangel oder an allen Zylindern keine Zündung.
1. Kein Zündfunke
• Fehlfunktion der Zündungsregelung
• Fehlfunktion einer Zündanlagen-Komponente
Schritt
Prüfung
1
Zündkabel abziehen und prüfen, ob ein kräftiger
blauer Funke überspringt. Ist das Ergebnis wie
gefordert?
Prüfen, ob die Störungsanzeigeleuchte (MIL) bei
eingeschalteter Zündung aufleuchtet.
Leuchtet die MIL nach dem Anlassen des Motors
weiterhin auf?
Zündsystem prüfen. Widerstände der Zündspulen
prüfen.
Primärspule: ca. 0,36-0,44 Ω
Sekundärspule: 10,9-13,3 kΩ
Kabelstrang zwischen PCM und Zündspulen prüfen.
Entspricht der Widerstand der Spezifikation?
Zündkabel prüfen.
Widerstand: 16 kΩ/m
Zündkabel auf Beschädigungen prüfen.
Sind die Zündkabel OK?
Die Diagnosesteckerklemmen „Kraftstoffpumpe“ und
B+ mit Kabelbrücke überbrücken und das
Arbeitsgeräusch der Kraftstoffpumpe prüfen.
Arbeitet die Kraftstoffpumpe?
2
3
4
5
2. Keine Kraftstoffeinspritzung
• Fehlfunktion der Kraftstoffpumpe
• Fehlfunktion der Einspritzdüse(n)
3. Kraftstoffleitungsdruck zu gering
4. Kompressionsdruck zu gering
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Zündspulen ersetzen oder Kabelstrang
instandsetzen.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Zündkabel ersetzen.
Ja
Nein
Ja
Bei eingeschalteter Zündung prüfen, ob
Batteriespannung am Kabel (grün/gelb) der
Kraftstoffpumpe anliegt. OK?
7
Arbeitsgeräusche der Einspritzdüsen bei
Anlasserdrehzahl prüfen. OK?
Bei laufendem Motor prüfen, ob Batteriespannung an
den Einspritzdüsensteckern anliegt. OK?
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Prüfen, ob der Einspritzdüsen-Widerstand 14,5 Ω
beträgt. OK?
Ja
Nein
9
MIL leuchtet. Ursache feststellen. Siehe FehlercodeTabelle S. 21-16.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Nein
6
8
Mit Schritt 5 fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Feststellen, ob der Motor in diesem Prüfzustand
gestartet werden kann.
– Wenn der Motor anspringt, Hauptrelais und
dessen Verkabelung prüfen.
– Wenn der Motor nicht anspringt, mit Schritt 7
fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Kraftstoffpumpe auf Durchgang prüfen (zwischen
den Klemmen der Kabel grün/gelb und schwarz).
– Bei Durchgang Kraftstoffpumpe ersetzen.
– Ist kein Durchgang vorhanden, Massestromkreis
instandsetzen.
Zugehörigen Kabelstrang instandsetzen.
Mit Schritt 10 fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Kabelstrang zwischen Hauptrelais und Einspritzdüse
prüfen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Einspritzdüse ersetzen.
21-62 ABGASREGELUNG
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
Schritt
Prüfung
10
Die Diagnosesteckerklemmen „Kraftstoffpumpe“ und
B+ mit Kabelbrücke überbrücken und bei
eingeschalteter Zündung den Kraftstoffleitungsdruck
prüfen.
Maßnahme
Ja
Nein
Kraftstoffleitungsdruck: 2,94–3,14 bar
(Voraussetzung: Unterdruckleitung vom Druckregler
abgeklemmt)
Ja
Nein
Druck zu gering:
Rücklaufleitung zudrücken und prüfen, ob der
Förderdruck steigt.
Falls der Förderdruck steigt, Druckregler ersetzen.
Falls der Förderdruck nicht steigt, Kraftstoffilter in
der Kraftstoffpumpe prüfen.
Wenn Filter OK, Kraftstoffpumpen-Maximaldruck
prüfen und Pumpe bei Bedarf ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Motor auf folgende Punkte prüfen:
– Kolben, Kolbenringe und Zylinderwandung auf
Verschleiß
– Zylinderkopfdichtung auf Beschädigung
– Zylinderkopf auf Verzug
– Ventilspiel auf falsche Einstellung
– Ventile auf Klemmen in der Führung
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nach Bedarf reinigen oder ersetzen.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Kurbelwinkelsensor und seine Verkabelung prüfen.
Entspricht der Kraftstoffleitungsdruck der
Spezifikation?
11
Kompressionsdruck messen.
Ja
Nein
Kompressionsdruck: 13,6 bar bei 290 1/min
Entspricht der gemessene Kompressionsdruck der
Spezifikation?
12
Alle Zündkerzen prüfen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Druck zu hoch:
Rücklaufleitung vom Kraftstoffilter lösen.
Rücklaufleitung zum Tank hin durchblasen.
Falls die Leitung frei ist, neuen Druckregler
probeweise einbauen.
Falls die Rücklaufleitung blockiert ist, nach Bedarf
reinigen oder ersetzen.
Elektrodenabstand: 1,0 – 1,1 mm
13
14
Auf übermäßige Ablagerungen und
Verbrennungsrückstände prüfen
Auf einwandfreien Kontakt der Zündkabel und
-kerzenstecker prüfen.
Sind die geprüften Punkte OK?
Kurbelwinkelsensor prüfen.
Ist der Kurbelwinkelsensor OK?
PCM ersetzen und prüfen, ob der Motor
ordnungsgemäß angelassen werden kann.
ABGASREGELUNG 21-63
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
3
Motor dreht normal durch, aber springt nicht an (nur teilweise Verbrennung) – Motor ist kalt
Beschreibung • Dreht normal durch, aber Verbrennung nicht kontinuierlich
• Batterie ist OK
• Ausreichend Kraftstoff im Tank
(Fehlersuch-Hinweise)
1. Kraftstoff/Luft-Gemisch zu fett
• Luftfiltereinsatz verschmutzt
• Fehlfunktion des Luftmassensensors
Schritt
Prüfung
1
Prüfen, ob die Störungsanzeigeleuchte (MIL) bei
eingeschalteter Zündung aufleuchtet.
Leuchtet die MIL nach dem Anlassen des Motors
weiterhin auf?
Zündkerzenstecker abziehen.
Anlasser betätigen und Funken zwischen Zündkabel
und Masse prüfen.
Sind die überspringenden Funken OK?
Die Diagnosesteckerklemmen „Kraftstoffpumpe“ und
B+ mit Kabelbrücke überbrücken und bei
eingeschalteter Zündung den Kraftstoffleitungsdruck
prüfen.
2
3
2. Kraftstoff/Luft-Gemisch zu mager
• Fehlfunktion in der Kraftstoffeinspritz-Regelung (evtl.
falscher Kühlmitteltemperaturwert)
• Kraftstoffleitungsdruck zu gering
• Im Ansaugsystem wird Falschluft angesaugt
3. Kompressionsdruck zu gering
Maßnahme
Nein
MIL leuchtet. Ursache feststellen. Siehe FehlercodeTabelle S. 21-16.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Zündspulen ersetzen oder Kabelsatz instandsetzen.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Druck zu hoch:
Rücklaufleitung vom Kraftstoffilter lösen.
Rücklaufleitung zum Tank hin durchblasen.
Falls die Leitung frei ist, neuen Druckregler
probeweise einbauen.
Falls die Rücklaufleitung blockiert ist, nach Bedarf
reinigen oder ersetzen.
Druck zu gering:
Rücklaufleitung zudrücken und prüfen, ob der
Förderdruck steigt.
Falls der Förderdruck steigt, Druckregler ersetzen.
Falls der Förderdruck nicht steigt, Kraftstoffilter in
der Kraftstoffpumpe prüfen.
Wenn Filter OK, Kraftstoffpumpen-Maximaldruck
prüfen und Pumpe bei Bedarf ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Prüfen, ob an den Einspritzdüsensteckern
Batteriespannung anliegt. Verkabelung zwischen
Hauptrelais und Einspritzdüsen prüfen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Einspritzdüse ersetzen.
Ja
Kraftstoffleitungsdruck: 2,94–3,14 bar
(Voraussetzung: Unterdruckleitung vom Druckregler
abgeklemmt)
Entspricht der Kraftstoffleitungsdruck der
Spezifikation?
4
Sind die Einspritzdüsen während des Anlassens in
Funktion?
Ja
Nein
5
Widerstand der Einspritzdüsen prüfen.
Widerstand: 14,5 Ω
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
IAC-Ventil auf Funktion prüfen.
Auf unterbrochenen Stromkreis zwischen PCM und
IAC-Ventil prüfen. Bei laufendem Motor auf
anliegende Batteriespannung am IAC-Ventilkabel
(blau/gelb) prüfen.
Ist das IAC-Ventil OK?
Spannungswerte an den Klemmen der folgenden
Bauteile messen: Luftmassensensor,
Drosselklappensensor, Zündspulen und
Kühlmitteltemperatursensor.
Sind die Meßwerte OK?
Ja
Nein
6
7
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Unterbrochener Stromkreis oder falscher
Spannungswert:
– IAC-Verkabelung instandsetzen.
– IAC-Ventil ersetzen.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nach Bedarf instandsetzen.
21-64 ABGASREGELUNG
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
Schritt
8
Prüfung
Funktion des Luftmassensensors prüfen. OK?
Maßnahme
Ja
Nein
9
Prüfen, ob der Motor bei abgeklemmtem Stecker des
Kühlmitteltemperatursensors anspringt.
Springt der Motor an?
Ja
Nein
10
Bauteile des Luftansaugsystems auf Undichtigkeit
prüfen. OK?
Ja
Nein
11
Kompressionsdruck messen.
Kompressionsdruck: 13.6 bar bei 290 1/min
Ja
Nein
Entspricht der gemessene Kompressionsdruck der
Spezifikation?
12
Alle Zündkerzen prüfen.
Elektrodenabstand: 1,0 – 1,1 mm
Auf übermäßige Ablagerungen und
Verbrennungsrückstände prüfen.
Auf einwandfreien Kontakt der Zündkabel und
-kerzenstecker prüfen.
Sind die geprüften Punkte OK?
13
PCM ersetzen und prüfen, ob der Motor
ordnungsgemäß angelassen werden kann.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Luftmassensensor ersetzen.
Kühlmitteltemperatursensor prüfen:
– Falls OK, Kabelstrang zwischen
Kühlmitteltemperatursensor und PCM prüfen.
– Falls nicht i.O., Kühlmitteltemperatursensor
ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nach Bedarf instandsetzen oder ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Motor auf folgende Punkte prüfen:
– Kolben, Kolbenringe und Zylinderwandung auf
Verschleiß
– Zylinderkopfdichtung auf Beschädigung
– Zylinderkopf auf Verzug
– Ventilspiel auf falsche Einstellung
– Ventile auf Klemmen in der Führung
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nach Bedarf reinigen oder ersetzen.
ABGASREGELUNG 21-65
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
4
Motor dreht normal durch, aber springt nicht an (nur teilweise Verbrennung)
Motor auf Betriebstemperatur
Beschreibung • Neustart bei betriebswarmem Motor, Anlaßdrehzahl ist OK
• Batterie ist OK
• Motor springt im kalten Zustand einwandfrei an
(Fehlersuch-Hinweise)
1. Kraftstoff/Luft-Gemisch zu fett
• evtl. falscher Kühlmitteltemperaturwert
• Einspritzdüse undicht
Schritt
Prüfung
1
Motor auf Betriebstemperatur bringen und abstellen.
Diagnosesteckerklemmen „Kraftstoffpumpe“ und B+
bei eingeschalteter Zündung 3 Minuten lang mit
Kabelbrücke überbrückt lassen. Danach prüfen, ob
der Motor anspringt.
Springt der Motor an?
Die Diagnosesteckerklemmen „Kraftstoffpumpe“ und
B+ mit Kabelbrücke überbrücken und bei
eingeschalteter Zündung den Kraftstoffleitungsdruck
prüfen.
2
2. Tankbelüftung verschlossen
• Kraftstoffdruckverlust nach dem Abstellen des Motors
Maßnahme
Ja
Nein
Andere Kraftstoffmarke verwenden.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Druck zu hoch:
Rücklaufleitung vom Kraftstoffilter lösen.
Rücklaufleitung zum Tank hin durchblasen.
Falls die Leitung frei ist, neuen Druckregler
probeweise einbauen.
Falls die Rücklaufleitung blockiert ist, nach Bedarf
reinigen oder ersetzen.
Druck zu gering:
Rücklaufleitung zudrücken und prüfen, ob der
Förderdruck steigt.
Falls der Förderdruck steigt, Druckregler ersetzen.
Falls der Förderdruck nicht steigt, Kraftstoffilter in
der Kraftstoffpumpe prüfen.
Wenn Filter OK, Kraftstoffpumpen-Maximaldruck
prüfen und Pumpe bei Bedarf ersetzen.
Kraftstoffdruckregler ersetzen.
Prüfen, ob der Kraftstoffpumpendruck gehalten
wird.
– Falls OK, Einspritzdüsen auf Undichtigkeit prüfen.
– Falls nicht i.O., Kraftstoffpumpe ersetzen.
Kraftstoffleitungsdruck: 2.94–3,14 bar
(Voraussetzung: Unterdruckleitung vom Druckregler
abgeklemmt)
Entspricht der Kraftstoffleitungsdruck der
Spezifikation?
3
Druckreglerausgang verschließen und danach
Zündung ausschalten.
Prüfen, ob der Kraftstoffleitungsdruck gehalten wird.
Ja
Nein
Kraftstoffleitungsdruck: 1,8 bar für 15 Minuten
4
5
6
7
Wird der Kraftstoffdruck wie spezifiziert gehalten?
Prüfen, ob der Motor bei abgeklemmtem Stecker des
Kühlmitteltemperatursensors anspringt.
Springt der Motor an?
Prüfen, ob die Störungsanzeigeleuchte (MIL) bei
eingeschalteter Zündung aufleuchtet.
Leuchtet die MIL auf?
Spannungswerte an den Klemmen der folgenden
Bauteile messen: Luftmassensensor,
Drosselklappensensor, Zündspulen und
Kühlmitteltemperatursensor.
Sind die Meßwerte OK?
PCM ersetzen und prüfen, ob der Motor
ordnungsgemäß angelassen werden kann.
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Kühlmitteltemperatursensor prüfen:
– Falls OK, Kabelstrang zwischen
Kühlmitteltemperatursensor und PCM prüfen.
– Falls nicht i.O., Kühlmitteltemperatursensor ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
MIL leuchtet. Ursache feststellen. Siehe FehlercodeTabelle S. 21-16.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ursachen feststellen.
21-66 ABGASREGELUNG
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
5
Motor dreht normal durch, aber springt schlecht an – Motor ist kalt oder warm
• Dreht normal durch, aber Zeitraum bis zum Anspringen deutlich zu lang
Beschreibung • Batterie ist OK
• Leerlaufverhalten ist OK. (Bei schlechtem Leerlauf siehe S. 21-72 bis 21-75)
(Fehlersuch-Hinweise)
1. Kraftstoff/Luft-Gemisch zu mager
• Fehlfunktion in der Kraftstoffeinspritz-Regelung (evtl.
falscher Kühlmitteltemperaturwert).
• Kraftstoffleitungsdruck zu gering
• Im Ansaugsystem wird Falschluft angesaugt
Schritt
1
2
3
4
5
2. Kraftstoff/Luft-Gemisch zu fett
• Luftfiltereinsatz verschmutzt
• Fehlfunktion des MAF-Sensors
3. Zündkerzen nicht i.O.
Prüfung
Prüfen, ob die Störungsanzeigeleuchte (MIL) bei
eingeschalteter Zündung aufleuchtet.
Leuchtet die MIL nach dem Anlassen des Motors
weiterhin auf?
Ansaugkrümmer-Unterdruck im Leerlauf messen.
Unterdruck: über 480 mmHg
Entspricht der Ansaugkrümmer-Unterdruck der
Spezifikation?
Luftfiltereinsatz auf Verunreinigung prüfen.
Ist der Luftfiltereinsatz OK?
Prüfen, ob der Motor gut anspringt, wenn die
Drosselklappe zu 1/4 geöffnet ist.
Springt der Motor gut an?
Kraftstoffleitungsdruck im Leerlauf prüfen.
Maßnahme
Nein
MIL leuchtet. Ursache feststellen. Siehe FehlercodeTabelle S. 21-16.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Luftansaugsystem auf Undichtigkeiten prüfen.
Ja
Nein
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Reinigen oder ersetzen.
Drosselklappe auf Ablagerungen prüfen und mit
Schritt 6 fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Druck zu hoch:
Rücklaufleitung vom Kraftstoffilter lösen.
Rücklaufleitung zum Tank hin durchblasen.
Falls die Leitung frei ist, neuen Druckregler
probeweise einbauen.
Falls die Rücklaufleitung blockiert ist, nach Bedarf
reinigen oder ersetzen.
Druck zu gering:
Rücklaufleitung zudrücken und prüfen, ob der
Förderdruck steigt.
Falls der Förderdruck steigt, Druckregler ersetzen.
Falls der Förderdruck nicht steigt, Kraftstoffilter in
der Kraftstoffpumpe prüfen.
Wenn Filter OK, Kraftstoffpumpen-Maximaldruck
prüfen und Pumpe bei Bedarf ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ursachen feststellen.
Ja
Nein
Ja
Nein
Kraftstoffleitungsdruck: 2,94–3,14 bar
(Voraussetzung: Unterdruckleitung vom Druckregler
abgeklemmt)
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
6
8
IAC-Ventil auf Funktion prüfen. Auf unterbrochenen
Stromkreis zwischen PCM und IAC-Ventil prüfen. Bei
laufendem Motor auf anliegende Batteriespannung
am IAC-Ventilkabel (blau/gelb) prüfen.
Sind die Prüfungen OK?
Die Diagnosesteckerklemmen „Kraftstoffpumpe“ und
B+ mit Kabelbrücke überbrücken und prüfen, ob der
Motor angelassen werden kann.
Springt der Motor an?
MAF-Sensor auf Funktion prüfen. OK?
9
Kompressionsdruck messen.
7
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Kompressionsdruck: 13,6 bar bei 290 1/min
Entspricht der gemessene Kompressionsdruck der
Spezifikation?
10
11
Alle Zündkerzen prüfen.
Elektrodenabstand: 1,0 – 1,1 mm
Auf übermäßige Ablagerungen und
Verbrennungsrückstände prüfen.
Auf einwandfreien Kontakt der Zündkabel und
-kerzenstecker prüfen.
Sind die geprüften Punkte OK?
PCM ersetzen und prüfen, ob der Motor
ordnungsgemäß angelassen werden kann.
Ja
Nein
Kraftstoffpumpenrelais prüfen.
– Falls OK, Kabelstrang instandsetzen.
– Falls nicht i.O., Relais ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Reinigen oder ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Motor auf folgende Punkte prüfen:
– Kolben, Kolbenringe und Zylinderwandung auf
Verschleiß
– Zylinderkopfdichtung auf Beschädigung
– Zylinderkopf auf Verzug
– Ventilspiel auf falsche Einstellung
– Ventile auf Klemmen in der Führung
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nach Bedarf reinigen oder ersetzen.
ABGASREGELUNG 21-67
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
6
Motor dreht normal durch, aber springt schlecht an – Motor ist kalt
Beschreibung • Dreht normal durch, aber Zeitraum bis zum Anspringen deutlich zu lang
• Batterie ist OK
• Neustart bei Betriebstemperatur ist OK
• Leerlaufverhalten ist OK. (Bei schlechtem Leerlauf siehe S. 21-69 bis 21-72)
(Fehlersuch-Hinweise)
1. Kraftstoff/Luft-Gemisch zu fett
• Fehlfunktion des Luftmassensensors
• Luftfiltereinsatz verschmutzt
Schritt
Prüfung
1
Prüfen, ob die Störungsanzeigeleuchte (MIL) bei
eingeschalteter Zündung aufleuchtet.
Leuchtet die MIL nach dem Anlassen des Motors
weiterhin auf?
Spannungswerte an den Klemmen der folgenden
Bauteile messen: MAF-Sensor, Drosselklappensensor, Zündspulen und Kühlmitteltemperatursensor.
Sind die Meßwerte OK?
Prüfen, ob der Motor gut anspringt, wenn die
Drosselklappe zu 1/4 geöffnet ist.
Springt der Motor gut an?
Ansaugkrümmer-Unterdruck im Leerlauf messen.
2
3
4
2. Kraftstoff/Luft-Gemisch zu mager
• Fehlfunktion in der Kraftstoffeinspritz-Regelung (evtl.
falscher Kühlmitteltemperaturwert).
Maßnahme
Nein
MIL leuchtet. Ursache feststellen. Siehe FehlercodeTabelle S. 21-16.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ursachen feststellen.
Ja
Ja
Nein
Ja
Nein
Drosselklappe auf Ablagerungen prüfen und mit
Schritt 6 fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Luftansaugsystem auf Undichtigkeiten prüfen.
Unterdruck: über 480 mmHg
5
6
Entspricht der Ansaugkrümmer-Unterdruck der
Spezifikation?
Luftfiltereinsatz auf Verunreinigung prüfen.
Ist der Luftfiltereinsatz OK?
Die Diagnosesteckerklemmen „Kraftstoffpumpe“ und
B+ mit Kabelbrücke überbrücken und bei
eingeschalteter Zündung den Kraftstoffleitungsdruck
prüfen.
Ja
Nein
Ja
Nein
Kraftstoffleitungsdruck: 2,94–3,14 bar
(Voraussetzung: Unterdruckleitung vom Druckregler
abgeklemmt)
Entspricht der Kraftstoffleitungsdruck der
Spezifikation?
7
PCM ersetzen und System auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
Springt der Motor gut an?
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Reinigen oder ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Druck zu hoch:
Rücklaufleitung vom Kraftstoffilter lösen.
Rücklaufleitung zum Tank hin durchblasen.
Falls die Leitung frei ist, neuen Druckregler
probeweise einbauen.
Falls die Rücklaufleitung blockiert ist, nach Bedarf
reinigen oder ersetzen.
Druck zu gering:
Rücklaufleitung zudrücken und prüfen, ob der
Förderdruck steigt.
Falls der Förderdruck steigt, Druckregler ersetzen.
Falls der Förderdruck nicht steigt, Kraftstoffilter in
der Kraftstoffpumpe prüfen.
Wenn Filter OK, Kraftstoffpumpen-Maximaldruck
prüfen und Pumpe bei Bedarf ersetzen.
Probefahrt, Endabnahme und Auslieferung.
Andere Benzinmarke verwenden.
21-68 ABGASREGELUNG
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
7
Motor dreht normal durch, aber springt schlecht an – Motor auf Betriebstemperatur
Beschreibung • Dreht normal durch, aber Zeitraum bis zum Anspringen deutlich zu lang
• Batterie ist OK
• Kaltstart ist OK
• Leerlaufverhalten ist OK. (Bei schlechtem Leerlauf siehe S. 21-69 bis 21-72)
(Fehlersuch-Hinweise)
1. Kraftstoff/Luft-Gemisch zu fett
• Fehlfunktion bei der Berechnung des Kraftstoff/LuftVerhältnisses
• Einspritzdüse(n) undicht
Schritt
1
2
3
2. Tankbelüftung verschlossen
• Einspritzdüse undicht
Prüfung
Prüfen, ob die Störungsanzeigeleuchte (MIL) bei
eingeschalteter Zündung aufleuchtet.
Leuchtet die MIL nach dem Anlassen des Motors
weiterhin auf?
Spannungswerte an den Klemmen der folgenden
Bauteile messen: Luftmassensensor, Drosselklappensensor, Zündspulen und Kühlmitteltemperatursensor.
Sind die Meßwerte OK?
Motor aus dem Leerlauf abstellen.
Prüfen, ob der Kraftstoffleitungsdruck gehalten wird.
Maßnahme
Ja
MIL leuchtet. Ursache feststellen. Siehe FehlercodeTabelle S. 21-16.
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nein
Ja
Nein
Kraftstoffleitungsdruck:
über 1,8 bar für 15 Minuten
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Ursachen feststellen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Druckreglerausgang verschließen und danach
Zündung ausschalten.
Prüfen, ob der Kraftstoffleitungsdruck gehalten wird.
– Falls OK, Kraftstoffdruckregler ersetzen.
– Falls nicht i.O. prüfen, ob der Kraftstoffpumpendruck gleichbleibend ist.
Falls Krafstoffpumpendruck OK, Einspritzdüsen auf
Undichtigkeit prüfen.
4
5
Motor auf Betriebstemperatur bringen und abstellen.
Diagnosesteckerklemmen „Kraftstoffpumpe“ und B+
bei eingeschalteter Zündung 3 Minuten lang mit
Kabelbrücke überbrückt lassen. Danach prüfen, ob
der Motor anspringt.
Springt der Motor gut an?
PCM ersetzen und System auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
Springt der Motor gut an?
Ja
Nein
Ja
Nein
Andere Kraftstoffmarke verwenden.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Probefahrt, Endabnahme und Auslieferung.
Andere Benzinmarke verwenden.
ABGASREGELUNG 21-69
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
8
Rauher Leerlauf/Motor stirbt im Leerlauf ab – Motor ist kalt oder warm
Beschreibung • Motor springt gut an, aber stirbt im Leerlauf ab oder vibriert
(Fehlersuch-Hinweise)
1. Kraftstoff/Luft-Gemisch zu mager
• Falschluft wird angesaugt
• Fehlfunktion bei der Kraftstoffeinspritz-Steuerung
• Kraftstoffleitungsdruck zu gering
2. Einspritzdüse(n) verstopft oder Fehlfunktion
Schritt
1
2
3
4
5
3.
4.
5.
6.
7.
Fehlfunktion des Luftmassensensors
Fehlfunktion des IAC-Ventils oder dessen Verkabelung
Fehlfunktion der Zündkerzen
Kompressionsdruck zu gering
Fehlfunktion des Drosselklappensensors oder dessen
Verkabelung
Prüfung
Prüfen, ob die Störungsanzeigeleuchte (MIL) bei
eingeschalteter Zündung aufleuchtet.
Leuchtet die MIL nach dem Anlassen des Motors
weiterhin auf?
Spannungswerte an den Klemmen der folgenden
Bauteile messen: Luftmassensensor,
Drosselklappensensor, Zündspulen und
Kühlmitteltemperatursensor.
Sind die Meßwerte OK?
Arbeitsgeräusch der Einspritzdüsen im Leerlauf
prüfen.
Arbeiten die Einspritzdüsen?
Bei laufendem Motor Spannung an den
Einspritzdüsen prüfen (ca. 12 V).
Entsprechen die Meßwerte der Spezifikation?
Widerstand der Einspritzdüsen prüfen.
Maßnahme
Nein
MIL leuchtet. Ursache feststellen. Siehe FehlercodeTabelle S. 21-16.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ursachen feststellen.
Ja
Nein
Mit Schritt 5 fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Kabelstrang zwischen Einspritzdüsen und PCM
prüfen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Einspritzdüse(n) ersetzen.
Ja
Ja
Nein
Widerstand: 14,5 Ω
7
Entsprechen die Meßwerte der Spezifikation?
Zündung EIN. Bei geschlossener Drosselklappe
Spannung des Drosselklappensensors prüfen
(0,4-0,8 V).
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Luftmassensensor prüfen. OK?
8
Kompressionsdruck messen.
6
Kompressionsdruck: 13,6 bar bei 290 1/min
Entspricht der gemessene Kompressionsdruck der
Spezifikation?
9
PCM ersetzen und System auf einwandfreie Funktion
prüfen.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Drosselklappensensor ersetzen oder Kabelstrang
instandsetzen.
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Luftmassensensor ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Motor auf folgende Punkte prüfen:
– Kolben, Kolbenringe und Zylinderwandung auf
Verschleiß
– Zylinderkopfdichtung auf Beschädigung
– Zylinderkopf auf Verzug
– Ventilspiel auf falsche Einstellung
– Ventile auf Klemmen in der Führung
21-70 ABGASREGELUNG
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
9
Rauher Leerlauf/Motor stirbt im Leerlauf ab – Motor ist kalt
Beschreibung • Motordrehzahl in der Warmlaufphase zu gering (Vibrationen) oder Motor stirbt ab
(Fehlersuch-Hinweise)
1. Zu wenig Ansaugluft
• Fehlfunktion des Luftmassensensors
• Verschmutzter Luftfiltereinsatz
• Fehlfunktion des IAC-Ventils
Schritt
1
2
2. Fehlfunktion der Einspritzsteuerung
• Fehlfunktion eines Systembauteils der
Einspritzsteuerung (evtl. falscher
Kühlmitteltemperaturwert)
Prüfung
Prüfen, ob die Störungsanzeigeleuchte (MIL) bei
eingeschalteter Zündung aufleuchtet.
Leuchtet die MIL nach dem Anlassen des Motors
weiterhin auf?
Ansaugkrümmer-Unterdruck im Leerlauf messen.
Maßnahme
Nein
MIL leuchtet. Ursache feststellen. Siehe FehlercodeTabelle S. 21-16.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Luftansaugsystem auf Undichtigkeiten prüfen.
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Luftfiltereinsatz ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ursachen feststellen.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Kühlmitteltemperatursensor ersetzen.
Ja
Nein
Probefahrt, Endabnahme und Auslieferung.
Andere Benzinmarke verwenden.
Ja
Unterdruck: über 480 mmHg im Leerlauf
3
4
5
6
Entspricht der Ansaugkrümmer-Unterdruck der
Spezifikation?
Luftfiltereinsatz auf Verunreinigung prüfen.
Ist der Luftfiltereinsatz OK?
Spannungswerte an den Klemmen der folgenden
Bauteile messen: Luftmassensensor,
Drosselklappensensor, Zündspulen und
Kühlmitteltemperatursensor.
Sind die Meßwerte OK?
Widerstand des Kühlmitteltemperatursensors prüfen.
– bei -20°C: 14,6–17,8 kΩ
– bei 20°C: 2,2–2,7 kΩ
– bei 80°C: 0,29–0,35 kΩ
Entsprechen die Meßwerte der Spezifikation?
PCM ersetzen und System auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
Arbeitet das System störungsfrei?
ABGASREGELUNG 21-71
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
10
Rauher Leerlauf/Motor stirbt im Leerlauf ab – Motor auf Betriebstemperatur
Beschreibung • Motordrehzahl in der Warmlaufphase OK, betriebswarmer Motor stirbt im Leerlauf ab oder vibriert
(Fehlersuch-Hinweise)
1. Fehlfunktion des IAC-Ventils
2. Kraftstoff/Luft-Gemisch zu mager
• Falschluft wird angesaugt
• Kraftstoffleitungsdruck zu gering
3. Fehlfunktion des Zündsystems
Schritt
1
2
3
4. Kraftstoff/Luft-Gemisch zu fett
• Fehlfunktion der Einspritzsteuerung (evtl. falscher
Kühlmitteltemperaturwert)
5. Kompressionsdruck zu gering
Prüfung
Prüfen, ob die Störungsanzeigeleuchte (MIL) bei
eingeschalteter Zündung aufleuchtet.
Leuchtet die MIL nach dem Anlassen des Motors
weiterhin auf?
Spannungswerte an den Klemmen der folgenden
Bauteile messen: Luftmassensensor,
Drosselklappensensor, Zündspulen und
Kühlmitteltemperatursensor.
Sind die Meßwerte OK?
Ansaugkrümmer-Unterdruck im Leerlauf messen.
Maßnahme
Nein
MIL leuchtet. Ursache feststellen. Siehe FehlercodeTabelle S. 21-16.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ursachen feststellen.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Luftansaugsystem auf Undichtigkeiten prüfen.
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Luftfiltereinsatz ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Druck zu hoch:
Rücklaufleitung vom Kraftstoffilter lösen.
Rücklaufleitung zum Tank hin durchblasen.
Falls die Leitung frei ist, neuen Druckregler
probeweise einbauen.
Falls die Rücklaufleitung blockiert ist, nach Bedarf
reinigen oder ersetzen.
Druck zu gering:
Rücklaufleitung zudrücken und prüfen, ob der
Förderdruck steigt.
Falls der Förderdruck steigt, Druckregler ersetzen.
Falls der Förderdruck nicht steigt, Kraftstoffilter in
der Kraftstoffpumpe prüfen.
Wenn Filter OK, Kraftstoffpumpen-Maximaldruck
prüfen und Pumpe bei Bedarf ersetzen.
Kühlmitteltemperatursensor ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit Schritt 10 fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Mit Schritt 10 fortfahren.
Einspritzdüse(n) ersetzen.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Motor prüfen.
Ja
Unterdruck: über 480 mmHg im Leerlauf
4
5
Entspricht der Ansaugkrümmer-Unterdruck der
Spezifikation?
Luftfiltereinsatz auf Verunreinigung prüfen.
Ist der Luftfiltereinsatz OK?
Kraftstoffleitungsdruck im Leerlauf prüfen.
Kraftstoffleitungsdruck: 2,94–3,14 bar
(Voraussetzung: Unterdruckleitung vom Druckregler
abgeklemmt)
Entspricht der Kraftstoffleitungsdruck der
Spezifikation?
6
7
8
Stecker des Kühlmitteltemperatursensors abklemmen
und prüfen, ob sich die Leerlaufqualität verbessert.
Läuft der warme Motor im Leerlauf besser?
Arbeitsgeräusch der Einspritzdüsen im Leerlauf
prüfen. Arbeiten die Einspritzdüsen?
Widerstand der Einspritzdüsen prüfen.
Widerstand: 14,5 Ω
9
Entsprechen die Meßwerte der Spezifikation?
Kompressionsdruck messen.
Kompressionsdruck: 13,6 bar bei 290 1/min
10
Entspricht der gemessene Kompressionsdruck der
Spezifikation?
PCM ersetzen und System auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
21-72 ABGASREGELUNG
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
11
Rauher Leerlauf/Motor stirbt im Leerlauf ab – Klimaanlage ist eingeschaltet
Beschreibung • Motor stirbt im Leerlauf ab oder vibriert stark bei eingeschalteter Klimaanlage
• Leerlauf ist bei ausgeschalteter Klimaanlage normal
(Fehlersuch-Hinweise)
1. Fehlfunktion der Leerlaufluftregelung
2. Fehlfunktion des A/C-Schalters
Schritt
1
2
3
4
Prüfung
Prüfen, ob die Störungsanzeigeleuchte (MIL) bei
eingeschalteter Zündung aufleuchtet.
Leuchtet die MIL nach dem Anlassen des Motors
weiterhin auf?
Prüfen, ob das A/C-Abschaltrelais EIN oder AUS ist,
wenn der A/C-Schalter EIN oder AUS ist.
Sind A/C-Schalter und Abschaltrelais OK?
Zwischen den PCM-Steckerklemmen C25, C29, C51
und C251-29 auf Durchgang prüfen.
Ist Durchgang vorhanden?
PCM ersetzen und System auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
Maßnahme
Ja
MIL leuchtet. Ursache feststellen. Siehe FehlercodeTabelle S. 21-16.
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nein
Ja
Nein
A/C-Schalter oder Abschaltrelais ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Kabelstrang instandsetzen.
ABGASREGELUNG 21-73
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
12
Motor stirbt direkt nach dem Anlassen ab – kein Leerlauf
Beschreibung • Motor springt gut an, aber vibriert im Leerlauf stark oder stirbt direkt nach dem Anlassen ab (beim
Beschleunigen aus dem Leerlauf)
• Leerlauf ist in anderen Betriebszuständen normal
(Fehlersuch-Hinweise)
1. Fehlfunktion der Leerlaufluftregelung
2. Undichtigkeit im Luftansaugsystem
Schritt
1
2
3. Fehlfunktion des Luftmassensensors
Prüfung
Prüfen, ob die Störungsanzeigeleuchte (MIL) bei
eingeschalteter Zündung aufleuchtet.
Leuchtet die MIL nach dem Anlassen des Motors
weiterhin auf?
Luftmassensensor auf Funktion prüfen. OK?
Maßnahme
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nein
3
4
Prüfen, ob die Spannung an der Klemme des
Drosselklappensensors konstant zwischen 0,4-0,8 V
liegt.
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
5
Ja
Nein
Ansaugkrümmer-Unterdruck im Leerlauf messen.
Ja
Unterdruck: über 480 mmHg im Leerlauf
Nein
Entspricht der Ansaugkrümmer-Unterdruck der
Spezifikation?
PCM ersetzen und System auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
MIL leuchtet. Ursache feststellen. Siehe FehlercodeTabelle S. 21-16.
Luftmassensensor ersetzen oder dessen Kabelstrang instandsetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Drosselklappensensor ersetzen oder dessen
Kabelstrang instandsetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Luftansaugsystem und Ansaugkrümmer auf
Undichtigkeiten prüfen.
21-74 ABGASREGELUNG
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
13
Leerlaufdrehzahl bei Betriebstemperatur zu hoch
Beschreibung • Nur nach der Aufwärmphase zu hoher Leerlauf
(Fehlersuch-Hinweise)
Ansaugluftmasse zu groß
1. Drosselklappe nicht vollständig geschlossen
2. Fehlfunktion der Leerlaufsteuerung
Schritt
1
2
3
4
5
6
• IAC-Ventil klemmt
• IAC-Ventilstecker abgeklemmt
• Falsches Eingangssignal von Kühlmitteltemperatursensor
Prüfung
Prüfen, ob Drosselklappe bei nicht betätigtem
Gaspedal vollständig geschlossen ist.
Ist die Drosselklappe geschlossen?
Prüfen, ob die Störungsanzeigeleuchte (MIL) bei
eingeschalteter Zündung aufleuchtet.
Leuchtet die MIL nach dem Anlassen des Motors
weiterhin auf?
Stecker des Kühlmitteltemperatursensors
abklemmen. Prüfen, ob sich das Motorverhalten
verbessert.
Verbessert sich das Motorverhalten?
Prüfen, ob die Spannung an der Klemme des
Drosselklappensensors konstant zwischen 0,4-0,8 V
liegt.
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Spannung an folgenden PCM-Klemmen prüfen:
– IAC-Ventilsteuerung
– A/C-Anforderungseingang
– Park/Neutral-Eingang
Entsprechen die Meßwerte der Spezifikation?
PCM ersetzen und System auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Drosselklappengestänge auf richtigen Einbau und
Freigängigkeit prüfen. Falls nicht i.O., Gestänge
reinigen oder einstellen.
MIL leuchtet. Ursache feststellen. Siehe FehlercodeTabelle S. 21-16.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Kühlmitteltemperatursensor ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Drosselklappensensor oder Kabelstrang ersetzen.
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nein
Ggf. ersetzen.
ABGASREGELUNG 21-75
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
Ungleichmäßiger Leerlauf, zu hoch/zu gering
14
Beschreibung • Leerlaufdrehzahl wechselnd hoch oder niedrig
(Fehlersuch-Hinweise)
1. Fehlfunktion des Drosselklappensensors
2. Undichtigkeit im Luftansaugsystem
3. Fehlfunktion des IAC-Steuersystems
Schritt
1
2
3
4
5
6
7
8
9
4. Einspritzung unregelmäßig
5. Fehlfunktion des Zündsystems
Prüfung
Prüfen, ob die Störungsanzeigeleuchte (MIL) bei
eingeschalteter Zündung aufleuchtet.
Leuchtet die MIL nach dem Anlassen des Motors
weiterhin auf?
Prüfen, ob die Spannung an der Klemme des
Drosselklappensensors konstant zwischen 0,4-0,8 V
liegt.
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Luftfiltereinsatz auf Verunreinigung prüfen.
Ist der Luftfiltereinsatz OK?
Im Motorleerlauf nacheinander Zündkabel von jedem
Zylinder abklemmen und auf gleichen Drehzahlabfall
prüfen. OK?
Spannung an folgenden PCM-Klemmen prüfen:
– IAC-Ventilsteuerung
– A/C-Anforderungseingang
– Park/Neutral-Eingang
Entsprechen die Meßwerte der Spezifikation?
MAF-Sensor auf Funktion prüfen. OK?
Arbeitsgeräusch der Einspritzdüsen im Leerlauf
prüfen.
Arbeiten die Einspritzdüsen?
Prüfen, ob an den Einspritzdüsensteckern
Batteriespannung anliegt.
Entsprechen die Meßwerte der Spezifikation?
Widerstand der Einspritzdüsen prüfen.
Maßnahme
Nein
MIL leuchtet. Ursache feststellen. Siehe FehlercodeTabelle S. 21-16.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Drosselklappensensor oder Kabelstrang ersetzen.
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Luftfiltereinsatz ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Mit Schritt 7 fortfahren.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ursache feststellen.
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
MAF-Sensor ersetzen.
Mit Schritt 9 fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Verkabelung zwischen Hauptrelais und
Einspritzdüsen prüfen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Einspritzdüse(n) ersetzen.
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ggf. reinigen oder ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ursache feststellen.
Ja
Nein
Einspritzdüse(n) ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Widerstand: 14,5 Ω
10
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Alle Zündkerzen prüfen. OK?
11
Kompressionsdruck messen.
Kompressionsdruck: 13,6 bar bei 290 1/min
12
13
Entspricht der gemessene Kompressionsdruck der
Spezifikation?
Einspritzdüse(n) auf Undichtigkeit prüfen.
Einspritzdüse(n) undicht?
PCM ersetzen und System auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
21-76 ABGASREGELUNG
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
15
Motor stirbt bei Verzögerung ab
Beschreibung • Motor stirbt während oder nach einer Verzögerung plötzlich ab
• Normaler Leerlauf
(Fehlersuch-Hinweise)
Motordrehzahl fällt beim Loslassen des Gaspedals plötzlich ab, wodurch sich Stecker lösen können.
1. Fehlfunktion des IAC-Ventils
2. Fehlfunktion des Drosselklappensensors
Schritt
1
2
3
4
Prüfung
Prüfen, ob die Störungsanzeigeleuchte (MIL) bei
eingeschalteter Zündung aufleuchtet.
Leuchtet die MIL nach dem Anlassen des Motors
weiterhin auf?
Spannungswerte an den Klemmen der folgenden
Bauteile messen: Drosselklappensensor, IAC-Ventil
und zugehörige Kabelstränge.
Sind die Meßwerte und die Kabelstränge OK?
Spannung an den PCM-Steckerklemmen C46, C47,
C19, C10 und C20 messen.
Entsprechen die Meßwerte der Spezifikation?
Klemmenkontakt der folgenden Stecker auf Zustand
prüfen:
Drosselklappensensor, Luftmassensensor, Zündspulen, Einspritzdüsen, Kurbelwinkelsensor, PCM.
Sind die Steckerverbindungen OK?
5
3. Fehlfunktion der Kraftstoffabschaltung
PCM ersetzen und System auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
Maßnahme
Ja
MIL leuchtet. Ursache feststellen. Siehe FehlercodeTabelle S. 21-16.
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Kabelstrang instandsetzen oder fehlerhaftes Bauteil
ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ursache feststellen und ggf. instandsetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ggf. instandsetzen oder ersetzen.
ABGASREGELUNG 21-77
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
16
Motor stirbt plötzlich ab (unregelmäßig auftretend)
Beschreibung • Motor stirbt sporadisch ab
• Normaler Motorlauf bis zum Absterben
(Fehlersuch-Hinweise)
1. Fehlfunktion des IAC-Steuersystems
2. Fehlfunktion des Drosselklappensensors
Schritt
1
2
3. Elektrischer Kontakt unregelmäßig gelöst
(Wackelkontakt)
Prüfung
Prüfen, ob die Störungsanzeigeleuchte (MIL) bei
eingeschalteter Zündung aufleuchtet.
Leuchtet die MIL nach dem Anlassen des Motors
weiterhin auf?
Klemmenkontakt der folgenden Stecker auf Zustand
prüfen:
Drosselklappensensor, Luftmassensensor, Zündspulen, Einspritzdüsen, Kurbelwinkelsensor, PCM.
Maßnahme
Ja
MIL leuchtet. Ursache feststellen. Siehe FehlercodeTabelle S. 21-16.
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nein
Ggf. instandsetzen oder ersetzen.
Sind die Steckerverbindungen OK?
3
4
5
Signale von Kurbelwinkelsensor und Luftmassensensor messen.
Sind die Sensorsignale OK?
Spannung an den PCM-Steckerklemmen C46, C47,
C19, C10 und C20 messen.
Entsprechen die Meßwerte der Spezifikation?
PCM ersetzen und System auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ggf. instandsetzen oder ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ursache feststellen und ggf. instandsetzen.
21-78 ABGASREGELUNG
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
Motor stottert beim Beschleunigen
17
Beschreibung • Beschleunigungslöcher nach dem Durchtreten des Gaspedals oder Ruckeln beim Beschleunigen
(Fehlersuch-Hinweise)
1. Kraftstoff/Luft-Gemisch bei Beschleinigung zu mager
• Kraftstoffleitungsdruck zu gering
Schritt
1
2
• Undichtigkeit im Luftansaugsystem
• Fehlfunktion der Einspritzsteuerung
Prüfung
Prüfen, ob die Störungsanzeigeleuchte (MIL) bei
eingeschalteter Zündung aufleuchtet.
Leuchtet die MIL nach dem Anlassen des Motors
weiterhin auf?
Ansaugkrümmer-Unterdruck im Leerlauf messen.
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Luftansaugsystem auf Undichtigkeiten prüfen und
ggf. instandsetzen.
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Luftfiltereinsatz ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Luftmassensensor ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Kühlmitteltemperatursensor ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Drosselklappensensor ersetzen.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Einspritzdüse(n) prüfen. Siehe Kraftstoffsystem,
Kapitel 22.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Gelenk oder beschädigtes Gestänge einstellen oder
ersetzen. Gaszugspiel einstellen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Druck zu hoch:
Rücklaufleitung vom Kraftstoffilter lösen.
Rücklaufleitung zum Tank hin durchblasen.
Falls die Leitung frei ist, neuen Druckregler
probeweise einbauen.
Falls die Rücklaufleitung blockiert ist, nach Bedarf
reinigen oder ersetzen.
Druck zu gering:
Rücklaufleitung zudrücken und prüfen, ob der
Förderdruck steigt.
Falls der Förderdruck steigt, Druckregler ersetzen.
Falls der Förderdruck nicht steigt, Kraftstoffilter in
der Kraftstoffpumpe prüfen.
Wenn Filter OK, Kraftstoffpumpen-Maximaldruck
prüfen und Pumpe bei Bedarf ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ggf. instandsetzen.
Ggf. instandsetzen oder ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Unterdruck: über 480 mmHg im Leerlauf
4
Entspricht der Ansaugkrümmer-Unterdruck der
Spezifikation?
Luftfiltereinsatz auf Verunreinigung prüfen.
Ist der Luftfiltereinsatz OK?
Luftmassensensor auf Funktion prüfen. OK?
5
Kühlmitteltemperatursensor auf Funktion prüfen. OK?
6
Drosselklappensensor prüfen.
Spannung zwischen Klemmen:
Drosselklappe geschlossen: 0,4–0,8 V
Drosselklappe kpl. geöffnet: 4,0–4,4 V
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Stecker der Einspritzdüsen im Leerlauf nacheinander
abklemmen und auf gleichen Drehzahlabfall prüfen.
OK?
Drosselklappengestänge auf richtigen Einbau und
Freigängigkeit prüfen. OK?
3
7
8
9
Kraftstoffleitungsdruck im Leerlauf prüfen.
Ja
Nein
Ja
Nein
Kraftstoffleitungsdruck: 2,94–3,14 bar
(Voraussetzung: Unterdruckleitung vom Druckregler
abgeklemmt)
Entspricht der Kraftstoffleitungsdruck der
Spezifikation?
10
11
12
Einbau von Luftkanal und Unterdruckleitungen prüfen.
Sind die Unterdruckleitungen OK?
Auspuffsystem auf Verschluß prüfen.
Ist das Auspuffsystem verstopft?
PCM ersetzen und System auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
MIL leuchtet. Ursache feststellen. Siehe FehlercodeTabelle S. 21-16.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Nein
Ja
Nein
ABGASREGELUNG 21-79
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
Motor dreht bei gleichmäßiger Fahrt plötzlich höher
18
Beschreibung • Unerwartete (mehrfache) Änderungen der Motordrehzahl
(Fehlersuch-Hinweise)
1. Fehlfunktion des Drosselklappensensors
2. Fehlzündungen
Schritt
1
2
3. Unregelmäßig unterbrochener elektrischer Kontakt
(Wackelkontakt)
4. Kraftstoff/Luft-Gemisch zu mager
Prüfung
Prüfen, ob die Störungsanzeigeleuchte (MIL) bei
eingeschalteter Zündung aufleuchtet.
Leuchtet die MIL nach dem Anlassen des Motors
weiterhin auf?
Ansaugkrümmer-Unterdruck im Leerlauf messen.
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Luftansaugsystem auf Undichtigkeiten prüfen und
ggf. instandsetzen.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Drosselklappensensor ersetzen.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Vordere beheizte Lambdasonde ersetzen.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Kabelstrang instandsetzen oder
Geschwindigkeitssensor ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ursache(n) feststellen und instandsetzen.
Unterdruck: über 480 mmHg im Leerlauf
3
4
5
6
7
8
9
Entspricht der Ansaugkrümmer-Unterdruck der
Spezifikation?
Drosselklappensensor prüfen.
Spannung zwischen Klemmen:
Drosselklappe geschlossen: 0,4–0,8 V
Drosselklappe kpl. geöffnet: 4,0–4,4 V
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Kabelstecker von beheizter Lambdasonde abziehen
und Funktion prüfen.
Ist die Lambdasonde OK?
Eingangssignal des Geschwindigkeitssensors an
PCM-Klemme D22 prüfen.
Ist das Signal OK?
Spannung an den PCM-Steckerklemmen C19, C10
und C20 messen.
Entsprechen die Meßwerte der Spezifikation?
Drosselklappengestänge auf richtigen Einbau und
Freigängigkeit prüfen. OK?
Luftfiltereinsatz auf Verunreinigung prüfen.
Ist der Luftfiltereinsatz OK?
Kraftstoffleitungsdruck im Leerlauf prüfen.
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Kraftstoffleitungsdruck: 2,94–3,14 bar
(Voraussetzung: Unterdruckleitung vom Druckregler
abgeklemmt)
Entspricht der Kraftstoffleitungsdruck der
Spezifikation?
10
11
Auspuffsystem auf Verschluß prüfen.
Ist das Auspuffsystem verstopft?
PCM ersetzen und System auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
MIL leuchtet. Ursache feststellen. Siehe FehlercodeTabelle S. 21-16.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Gelenk oder beschädigtes Gestänge einstellen oder
ersetzen. Gaszugspiel einstellen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Luftfiltereinsatz ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Druck zu hoch:
Rücklaufleitung vom Kraftstoffilter lösen.
Rücklaufleitung zum Tank hin durchblasen.
Falls die Leitung frei ist, neuen Druckregler
probeweise einbauen.
Falls die Rücklaufleitung blockiert ist, nach Bedarf
reinigen oder ersetzen.
Druck zu gering:
Rücklaufleitung zudrücken und prüfen, ob der
Förderdruck steigt.
Falls der Förderdruck steigt, Druckregler ersetzen.
Falls der Förderdruck nicht steigt, Kraftstoffilter in
der Kraftstoffpumpe prüfen.
Wenn Filter OK, Kraftstoffpumpen-Maximaldruck
prüfen und Pumpe bei Bedarf ersetzen.
Ggf. instandsetzen
Mit nächstem Schritt fortfahren.
21-80 ABGASREGELUNG
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
Leistungsverlust
19
Beschreibung • Unzureichende Leistung bei vollständig geöffneter Drosselklappe
• Unzureichende Höchstgeschwindigkeit
• Normaler Leerlauf
(Fehlersuch-Hinweise)
1. Unzureichende Ansaugluft
• Drosselklappe öffnet nicht vollständig
• Ansaugsystem verstopft
Schritt
1
Prüfung
3
Folgende Punkte prüfen:
– Durchrutschen der Kupplung
– Schleifen der Bremse
– Reifenluftdruck zu gering
– Falsche Reifengröße
Sind diese Punkte OK?
Prüfen, ob Drosselklappe bei durchgetretenem
Gaspedal vollständig geöffnet ist.
Ist die Drosselklappe geöffnet?
Gaszug auf richtigen Einbau prüfen. OK?
4
Zustand des Drosselklappengehäuses prüfen. OK?
5
Prüfen, ob die Störungsanzeigeleuchte (MIL) bei
eingeschalteter Zündung aufleuchtet.
Leuchtet die MIL nach dem Anlassen des Motors
weiterhin auf?
Nockenwellensensor prüfen.
Ist der Sensor OK?
2
6
7
8
2. Kraftstoff/Luft-Gemisch zu mager
• Kraftstoffleitungsdruck zu gering
• Fehlfunktion der Einspritzsteuerung
3. Fehlfunktion des Zündsystems
4. Kompressionsdruck zu gering
Drosselklappensensor prüfen.
Spannung zwischen Klemmen:
Drosselklappe geschlossen: 0,4–0,8 V
Drosselklappe kpl. geöffnet: 4,0–4,4 V
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Ansaugkrümmer-Unterdruck im Leerlauf messen.
Maßnahme
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ggf. instandsetzen.
Ja
Nein
Mit Schritt 5 fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Gaszug einstellen oder ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Drosselklappengehäuse instandsetzen oder
ersetzen.
MIL leuchtet. Ursache feststellen. Siehe FehlercodeTabelle S. 21-16.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ansaugsystem oder Dynamikkammer
instandsetzen.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Einspritzdüse(n) prüfen. Siehe Kraftstoffsystem,
Seite 22-20.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Luftfiltereinsatz ersetzen.
Unterdruck: über 480 mmHg im Leerlauf
9
10
Entspricht der Ansaugkrümmer-Unterdruck der
Spezifikation?
Stecker der Einspritzdüsen im Leerlauf nacheinander
abklemmen und auf gleichen Drehzahlabfall prüfen.
OK?
Luftfiltereinsatz auf Verunreinigung prüfen.
Ist der Luftfiltereinsatz OK?
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nockenwellensensor ersetzen oder zugehörigen
Kabelstrang instandsetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Drosselklappensensor ersetzen.
Ja
Nein
ABGASREGELUNG 21-81
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
Schritt
11
Prüfung
Motor aus dem Leerlauf abstellen.
Prüfen, ob der Kraftstoffleitungsdruck gehalten wird.
Maßnahme
Ja
Nein
Kraftstoffleitungsdruck:
über 1,8 bar für 15 Minuten
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
12
13
14
Steigt der Kraftstoffleitungsdruck beim Beschleunigen
plötzlich an?
Kraftstoffleitungsdruck: 3,3 bar
MAF-Sensor auf Funktion prüfen. OK?
Zündsystem prüfen:
Zündspulenwiderstände prüfen
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Druckreglerausgang verschließen und danach
Zündung ausschalten.
Prüfen, ob der Kraftstoffleitungsdruck gehalten wird.
– Falls OK, Kraftstoffdruckregler ersetzen.
– Falls nicht i.O. prüfen, ob der Kraftstoffpumpendruck gleichbleibend ist.
Falls Krafstoffpumpendruck OK, Einspritzdüsen auf
Undichtigkeit prüfen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Kraftstoffleitung und Kraftstoffilter auf Verstopfung
prüfen und ggf. instandsetzen.
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
MAF-Sensor ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Zündspulen ersetzen oder Kabelstrang
instandsetzen.
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Zündkabel ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Reinigen oder ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Motor auf folgende Punkte prüfen:
– Kolben, Kolbenringe und Zylinderwandung auf
Verschleiß
– Zylinderkopfdichtung auf Beschädigung
– Zylinderkopf auf Verzug
– Ventilspiel auf falsche Einstellung
– Ventile auf Klemmen in der Führung
Probefahrt, Endabnahme und Auslieferung.
Andere Kraftstoffmarke verwenden.
Primärspule: 0,36 – 0,44 Ω
Sekundärspule: 10,9 – 13,3 kΩ
– Kabelstrang zwischen PCM und Zündspulen prüfen
Ist das Zündsystem OK?
15
Zündkabel prüfen. OK?
16
Zündkerzen prüfen. OK?
17
Kompressionsdruck messen.
Kompressionsdruck: 13,6 bar bei 290 1/min
Entspricht der gemessene Kompressionsdruck der
Spezifikation?
18
PCM ersetzen und System auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
Arbeitet das System störungsfrei?
Ja
Nein
21-82 ABGASREGELUNG
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
Unzureichende Beschleunigung
20
Beschreibung • Unzureichende Leistung beim Beschleunigen
• Unzureichende Leistung bei vollständig geöffneter Drosselklappe
• Unzureichende Höchstgeschwindigkeit
• Normaler Leerlauf
(Fehlersuch-Hinweise)
1. Faktoren außer Motorfehlfunktion
• Durchrutschen der Kupplung
• Schleifen der Bremse
• Reifenluftdruck zu gering
• Falsche Reifengröße
• Überladung
Schritt
1
2. Unzureichende Ansaugluft
• Drosselklappe öffnet nicht vollständig
• Ansaugsystem verstopft
3. Kraftstoff/Luft-Gemisch zu mager
4. Fehlfunktion des Zündsystems
5. Kompressionsdruck zu gering
Prüfung
Maßnahme
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ggf. instandsetzen.
Ja
Nein
Mit Schritt 5 fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Gaszug einstellen oder ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Drosselklappengehäuse instandsetzen oder
ersetzen.
MIL leuchtet. Ursache feststellen. Siehe FehlercodeTabelle S. 21-16.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
3
Folgende Punkte prüfen:
– Durchrutschen der Kupplung
– Schleifen der Bremse
– Reifenluftdruck zu gering
– Falsche Reifengröße
Sind diese Punkte OK?
Prüfen, ob Drosselklappe bei durchgetretenem
Gaspedal vollständig geöffnet ist.
Ist die Drosselklappe geöffnet?
Gaszug auf richtigen Einbau prüfen. OK?
4
Zustand des Drosselklappengehäuses prüfen. OK?
5
Prüfen, ob die Störungsanzeigeleuchte (MIL) bei
eingeschalteter Zündung aufleuchtet.
Leuchtet die MIL nach dem Anlassen des Motors
weiterhin auf?
Nockenwellensensor und Kabelstecker prüfen.
Prüfergebnis OK?
Ja
Nein
Drosselklappensensor prüfen.
Spannung zwischen Klemmen:
Drosselklappe geschlossen: 0,4–0,8 V
Drosselklappe kpl. geöffnet: 4,0–4,4 V
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Ansaugkrümmer-Unterdruck im Leerlauf messen.
Ja
Nein
2
6
7
8
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ansaugsystem auf Undichtigkeit prüfen und ggf.
instandsetzen.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Einspritzdüse(n) prüfen. Siehe Kraftstoffsystem,
Seite 22A-9.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Luftfiltereinsatz ersetzen.
Unterdruck: über 480 mmHg im Leerlauf
9
10
Entspricht der Ansaugkrümmer-Unterdruck der
Spezifikation?
Stecker der Einspritzdüsen im Leerlauf nacheinander
abklemmen und auf gleichen Drehzahlabfall prüfen.
OK?
Luftfiltereinsatz auf Verunreinigung prüfen.
Ist der Luftfiltereinsatz OK?
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nockenwellensensor ersetzen oder zugehörigen
Kabelstrang instandsetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Drosselklappensensor ersetzen.
Ja
Nein
ABGASREGELUNG 21-83
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
Prüfung
Schritt
11
Kraftstoffleitungsdruck im Leerlauf prüfen.
Maßnahme
Ja
Nein
Kraftstoffleitungsdruck: 2,94–3,14 bar
(Voraussetzung: Unterdruckleitung vom Druckregler
abgeklemmt)
Entspricht der Kraftstoffleitungsdruck der
Spezifikation?
12
13
14
Steigt der Kraftstoffleitungsdruck beim Beschleunigen
plötzlich an?
Kraftstoffleitungsdruck: 3,3 bar
Luftmassensensor auf Funktion prüfen. OK?
Zündsystem prüfen.
Widerstände der Zündspulen prüfen.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Druck zu hoch:
Rücklaufleitung vom Kraftstoffilter lösen.
Rücklaufleitung zum Tank hin durchblasen.
Falls die Leitung frei ist, neuen Druckregler
probeweise einbauen.
Falls die Rücklaufleitung blockiert ist, nach Bedarf
reinigen oder ersetzen.
Druck zu gering:
Rücklaufleitung zudrücken und prüfen, ob der
Förderdruck steigt.
Falls der Förderdruck steigt, Druckregler ersetzen.
Falls der Förderdruck nicht steigt, Kraftstoffilter in
der Kraftstoffpumpe prüfen.
Wenn Filter OK, Kraftstoffpumpen-Maximaldruck
prüfen und Pumpe bei Bedarf ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Kraftstoffleitung und Kraftstoffilter auf Verstopfung
prüfen und ggf. instandsetzen.
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Luftmassensensor ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Zündspulen ersetzen oder Kabelstrang
instandsetzen.
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Zündkabel ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ggf. reinigen oder ersetzen.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Motor auf folgende Punkte prüfen:
– Kolben, Kolbenringe und Zylinderwandung auf
Verschleiß
– Zylinderkopfdichtung auf Beschädigung
– Zylinderkopf auf Verzug
– Ventilspiel auf falsche Einstellung
– Ventil auf Klemmen in Führung
Probefahrt, Endabnahme und Auslieferung.
Andere Kraftstoffmarke verwenden.
Primärspule: ca. 0,36 – 0,44 Ω
Sekundärspule: 10,9 – 13,3 kΩ
15
Kabelstrang zwischen PCM und Zündspulen prüfen.
Ist das Zündsystem OK?
Zündkabel prüfen. OK?
16
Zündkerzen prüfen.
Elektrodenabstand: 1,0 – 1,1 mm
17
– Auf übermäßige Ablagerungen und
Verbrennungsrückstände prüfen.
– Auf einwandfreien Kontakt der Zündkabel und
-kerzenstecker prüfen.
Sind die geprüften Punkte OK?
Kompressionsdruck messen.
Kompressionsdruck: 13,6 bar bei 290 1/min
Entspricht der gemessene Kompressionsdruck der
Spezifikation?
18
PCM ersetzen und System auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
Arbeitet das System störungsfrei?
Ja
Nein
21-84 ABGASREGELUNG
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
Rauher Motorlauf und Fehlzündungen beim Verzögern
21
Beschreibung • Beim Verzögern ungewöhnlicher Motorlauf begleitet von Fehlzündungen
• Normale Kraftübertragung
(Fehlersuch-Hinweise)
1. Kraftstoff/Luft-Gemisch zu fett
• Luftfiltereinsatz verschmutzt
• Fehlfunktion der Einspritzsteuerung (Kraftstoffabschaltung)
• Einspritzdüse(n) undicht
• Fehlfunktion des Drosselklappensensors
Schritt
1
2
Prüfung
Maßnahme
MIL leuchtet. Ursache feststellen. Siehe FehlercodeTabelle S. 21-16.
Prüfen, ob die Störungsanzeigeleuchte (MIL) bei
eingeschalteter Zündung aufleuchtet.
Leuchtet die MIL nach dem Anlassen des Motors
weiterhin auf?
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ansaugkrümmer-Unterdruck im Leerlauf messen.
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Unterdruck: über 480 mmHg im Leerlauf
Nein
Ja
Ansaugsystem auf Undichtigkeit prüfen und ggf.
instandsetzen.
Entspricht der Ansaugkrümmer-Unterdruck der
Spezifikation?
3
Luftfiltereinsatz auf Verunreinigung prüfen.
Ist der Luftfiltereinsatz OK?
Ja
Nein
4
5
Spannung an den PCM-Steckerklemmen C1, C17,
B10, B19 und B20 messen.
Entsprechen die Meßwerte der Spezifikation?
Einspritzsystem prüfen (Kapitel 22).
Ist das Einspritzsystem OK?
Ja
Nein
Ja
Nein
6
Luftmassensensor auf Funktion prüfen. OK?
Ja
Nein
7
8
9
Drosselklappensensor prüfen.
Spannung zwischen Klemmen:
Drosselklappe geschlossen: 0,4–0,8 V
Drosselklappe kpl. geöffnet: 4,0–4,4 V
Prüfen, ob wieder Leerlaufspannung anliegt, wenn der
gezogene Gaszug losgelassen wird.
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Drosselklappengehäuse auf Verschmutzung prüfen.
Ist das Drosselklappengehäuse verschmutzt?
Einspritzdüsen auf Undichtigkeit prüfen.
Sind die Einspritzdüsen OK?
PCM ersetzen und System auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
Luftfiltereinsatz ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ursache feststellen und instandsetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ggf. Einspritzssystem instandsetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Luftmassensensor ersetzen.
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nein
Drosselklappensensor ersetzen.
Ja
Ggf. reinigen oder ersetzen.
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nein
10
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ggf. reinigen oder ersetzen.
ABGASREGELUNG 21-85
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
Klopfen / Klingeln
22
Beschreibung • Unzureichende Verbrennung mit hörbaren Klingel- oder Klopfgeräuschen
(Fehlersuch-Hinweise)
1.
2.
3.
4.
Falscher Zündzeitpunkt
Ölkohleablagerungen im Zylinder
Motor überhitzt
Kraftstoff/Luft-Gemisch zu mager
• Falsche Kraftstoffeinspritzung
• Druckabfall in der Kraftstoffleitung beim Beschleunigen
Schritt
1
Prüfung
3
Prüfen, ob die Störungsanzeigeleuchte (MIL) bei
eingeschalteter Zündung aufleuchtet.
Leuchtet die MIL nach dem Anlassen des Motors
weiterhin auf?
Prüfen, ob Drosselklappe bei durchgetretenem
Gaspedal vollständig geöffnet ist.
Ist die Drosselklappe geöffnet?
Gaszug auf richtigen Einbau prüfen. OK?
4
Zustand des Drosselklappengehäuses prüfen. OK?
5
Kompressionsdruck messen.
2
Maßnahme
Nein
MIL leuchtet. Ursache feststellen. Siehe FehlercodeTabelle S. 21-16.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Nein
Mit Schritt 5 fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Gaszug einstellen oder ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Drosselklappengehäuse instandsetzen oder
ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Motor auf folgende Punkte prüfen:
– Kolben, Kolbenringe und Zylinderwandung auf
Verschleiß
– Zylinderkopfdichtung auf Beschädigung
– Zylinderkopf auf Verzug
– Ventilspiel auf falsche Einstellung
– Ventile auf Klemmen in der Führung
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nockenwellensensor ersetzen oder zugehörigen
Kabelstrang instandsetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Druck zu hoch:
Rücklaufleitung vom Kraftstoffilter lösen.
Rücklaufleitung zum Tank hin durchblasen.
Falls die Leitung frei ist, neuen Druckregler
probeweise einbauen.
Falls die Rücklaufleitung blockiert ist, nach Bedarf
reinigen oder ersetzen.
Druck zu gering:
Rücklaufleitung zudrücken und prüfen, ob der
Förderdruck steigt.
Falls der Förderdruck steigt, Druckregler ersetzen.
Falls der Förderdruck nicht steigt, Kraftstoffilter in
der Kraftstoffpumpe prüfen.
Wenn Filter OK, Kraftstoffpumpen-Maximaldruck
prüfen und Pumpe bei Bedarf ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Instandsetzen oder ersetzen.
Probefahrt, Endabnahme und Auslieferung.
Andere Kraftstoffmarke verwenden.
Ja
Ja
Nein
Kompressionsdruck: 13,6 bar bei 290 1/min
Entspricht der gemessene Kompressionsdruck der
Spezifikation?
6
Nockenwellensensor und Verkabelung prüfen.
Sind Sensor und Kabelstrang OK?
Ja
Nein
7
Kraftstoffleitungsdruck im Leerlauf prüfen.
Ja
Nein
Kraftstoffleitungsdruck: 2,94–3,14 bar
(Voraussetzung: Unterdruckleitung vom Druckregler
abgeklemmt)
Entspricht der Kraftstoffleitungsdruck der
Spezifikation?
8
Kühlsystem prüfen. OK?
9
PCM ersetzen und System auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
Arbeitet das System störungsfrei?
Ja
Nein
Ja
Nein
21-86 ABGASREGELUNG
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
23
Kraftstoffgeruch
Beschreibung • Kraftstoffgeruch im Fahrgastraum feststellbar
(Fehlersuch-Hinweise)
1. Anschluß im Kraftstoffsystem oder im EVAP-System nicht fest
2. Fehlfunktion des EVAP-Systems
Schritt
1
2
3
4
Prüfung
Kraftstoffsystem oder EVAP-System auf
Beschädigung oder Undichtigkeit prüfen.
Sind die Systeme beschädigt oder undicht?
Prüfen, ob die Störungsanzeigeleuchte (MIL) bei
eingeschalteter Zündung aufleuchtet.
Leuchtet die MIL nach dem Anlassen des Motors
weiterhin auf?
Motor auf Betriebstemperatur bringen.
Nach Abklemmen des Unterdruckschlauchs vom
Aktivkohlebehälter zum Spülventil prüfen, ob Unterdruck anliegt.
Liegt Unterdruck an?
Arbeitsgeräusch des Spülventils prüfen.
Arbeitet das Spülventil normal?
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
5
6
Prüfen, ob Unterdruck im Schlauch vorhanden ist,
nachdem Batteriespannung an das EVAP-Ventil
angelegt wurde.
Ist Unterdruck vorhanden?
PCM ersetzen und System auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
Ja
Nein
Ggf. instandsetzen oder ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
MIL leuchtet. Ursache feststellen. Siehe FehlercodeTabelle S. 21-16.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Mit Schritt 6 fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Unterdruckschlauch auf Verstopfung prüfen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Spannung an der PCM-Klemme prüfen.
EVAP-Spülventil ersetzen.
ABGASREGELUNG 21-87
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
24
Übermäßiger Ölverbrauch
Beschreibung • Ölverbrauch höher als spezifiziert
(Fehlersuch-Hinweise)
1. Fehlfunktion der Kurbelgehäuseentlüftung
2. Fehlfunktion des Motors (Ölverlust)
Prüfung
Schritt
1
Schlauch der Kurbelgehäuseentlüftung oder
Anschlüsse auf Beschädigung, Vorhandensein,
Verstopfung und freie Einbaulage prüfen.
Ist das System OK?
Prüfen, ob sich im Entlüftungsschlauch Öl befindet
oder Überdruck vorhanden ist.
Ist der Entlüftungsschlauch OK?
2
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Nein
25
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ggf. instandsetzen oder ersetzen.
Motorzustand prüfen:
– Verschleiß der Kolbenringnuten
– Fehlfunktion der Kolbenringe
– Verschleiß von Kolben oder Zylinder
Motorzustand prüfen:
– Ölverlust
– Verschleiß der Ventilschaftabdichtung
– Verschleiß des Ventilschafts
– Verschleiß der Ventilführung
Störungsanzeigeleuchte (MIL) leuchtet ständig
Beschreibung • Diagnosegerät erkennt trotz aktivierter MIL keinen Fehler
(Fehlersuch-Hinweise)
1.
2.
Kurzschluß im Kabelstrang
Fehlfunktion des PCM
Schritt
Prüfung
1
Kabel (grün/rot) vom PCM abklemmen und prüfen, ob
MIL weiterhin leuchtet.
Leuchtet MIL weiterhin auf?
Maßnahme
Ja
Nein
PCM ersetzen.
Auf Kurzschluß zwischen Instrumentenblock und
PCM prüfen.
21-88 ABGASREGELUNG
Fehlersuchtabelle (Fortsetzung)
26
Störungsanzeigeleuchte (MIL) leuchtet nicht
Beschreibung • Diagnosegerät erkennt einen Fehler, aber MIL leuchtet nicht auf
(Fehlersuch-Hinweise)
1. Glühlampe defekt
2. Stromkreis unterbrochen
3. Fehlfunktion des PCM
Prüfung
Schritt
1
MIL-Glühlampe auf Funktion prüfen. OK?
2
PCM-Kabel (grün/rot) und Masse mit Kabelbrücke
überbrücken. Prüfen, ob MIL aufleuchtet. Leuchtet
MIL auf?
PCM-Klemmen prüfen.
Sind die Klemmen OK?
3
27
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Glühlampe ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Kabelstrang zwischen PCM und Anzeige
instandsetzen.
PCM ersetzen.
PCM-Stecker instandsetzen oder ersetzen.
Klimaanlage läßt sich nicht einschalten
Beschreibung • Lüftermotor arbeitet, Magnetkupplung ohne Funktion
(Fehlersuch-Hinweise)
1. Unterbrochener Stromkreis oder Kurzschluß im
Kabelstrang
2. Fehlfunktion von A/C-Relais, -Schalter oder
Magnetschalter
Schritt
1
2
3. Fehlfunktion des PCM
Prüfung
Spannung an PCM-Klemme C51 prüfen.
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Spannung an PCM-Klemme D25 prüfen.
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ursache feststellen.
A/C-System prüfen.
PCM ersetzen.
ABGASREGELUNG 21-89
Wartung am Fahrzeug
EVAP-Spülmagnetventil
Prüfung
Kurbelgehäuseentlüftung (PCV)
Systemprüfung
1. Motor auf Betriebstemperatur bringen.
2. Unterdruckschlauch vom EVAP-Spülventil trennen.
3. Sicherstellen, daß am Steuermagnetventil kein
Unterdruck anliegt.
4. Falls NOK, Funktion des EVAP-Spülventils prüfen.
5. Wenn das EVAP-Spülventil ordnungsgemäß
arbeitet, Unterdruckschlauch wieder anschließen.
1. Unterdruckschläuche vom EVAP-Spülventil
trennen.
2. Sicherstellen, daß keine Luft durch das Ventil
strömt.
zum Einlaß
zum Aktivkohlebehälter
AS2A21017A
3. Ventilstecker abklemmen und 12 V-Batteriespannung anlegen (siehe Bild).
4. Sicherstellen, daß Luft durch das Ventil strömt.
5. Wenn keine Luft strömt, Ventil ersetzen.
6. Ventilstecker wieder anklemmen.
7. Unterdruckschläuche wieder anschließen.
AS2A21018
21-90 ABGASREGELUNG
Luftmassenmesser (Heißfilm) (MAF)
Kühlmitteltemperatursensor
Ausbau
Ausbau
Hinweis
Sensor nicht fallenlassen oder Stößen aussetzen.
Keine Objekte in den Sensor einführen.
1. Luftmassensensorstecker abklemmen.
2. Halteklammern des Ansaugschlauchs auf beiden
Seiten des Luftmassensensors lösen.
3. Ansaugschlauch vom Luftmassensensor trennen.
4. Luftmassensensor mit zwei Schrauben von seiner
Halterung abbauen.
5. Luftmassensensor entnehmen.
Hinweis
Der Kühlmitteltemperatursensor befindet sich
neben dem Thermostatgehäuse.
1. Stecker des Kühlmitteltemperatursensors
abklemmen.
2. Kühlmitteltemperatursensor ausbauen.
Prüfung
1. Sensorwiderstand mit Ohmmeter messen.
Wassertemperatur
Prüfung
Widerstand (kΩ)
°C
1. Luftmassensensor auf Beschädigung prüfen, ggf.
ersetzen.
Einbau
1. Luftmassensensor an Ansaugschlauch anschließen
und auf Halterung setzen.
2. Luftmassensensor mit zwei Schrauben an der
Halterung befestigen.
20°C
2,45±0,24
80°C
0,318±0,011
2. Entspricht der Widerstand nicht der Spezifikation,
Kühlmitteltemperatursensor ersetzen.
Kühlmitteltemperatursensor
Anzugsdrehmoment: 8-11 Nm
3. Ansaugschlauch am Luftmassensensor befestigen.
4. Halteklammern auf beiden Seiten des Luftmassensensors festziehen.
5. Luftmassensensorstecker anklemmen.
6. Motor auf Betriebstemperatur bringen und im
Leerlauf laufenlassen.
7. Voltmeter zwischen Klemme 2 (schwarz/weiß) und
Masse anschließen.
8. Prüfen, ob die Spannung zwischen 0,8–1,2 V liegt.
9. Motordrehzahl steigern und prüfen, ob die
Spannung zwischen 3,5–4 V liegt.
10. Falls Spannungswerte nicht wie spezifiziert, Luftmassensensor ersetzen.
AN7021059
Einbau
1. Kühlmitteltemperatursensor mit neuem Dichtring
einbauen.
Anzugsdrehmoment: 25–29 Nm
3c
2b
2. Stecker des Kühlmitteltemperatursensors
anklemmen.
3. Motor anlassen und auf Undichtigkeit prüfen.
1a
Dichtring
AV2021041
AS2A21022
ABGASREGELUNG 21-91
Drosselklappensensor
Spannungsmessung
Prüfung
1. Sicherstellen, daß die Drosselklappe vollständig
geschlossen ist.
2. Zündung einschalten.
3. Voltmeter zwischen Klemmen A (gelb/braun) und C
(blau/weiß) am Drosselklappensensor anschließen.
4. Drosselklappe vollständig öffnen und sicherstellen,
daß Spannung an Klemme A der Spezifikation
entspricht.
5. Andernfalls Drosselklappensensor ersetzen.
1. Stecker vom Drosselklappensensor abklemmen.
2. Ohmmeter zwischen Sensorklemmen 1 und 3
anschließen.
3. Prüfen, ob Widerstand linear mit dem
Drosselklappenwinkel ansteigt.
blau/weiß
Spezifikation:
C
B
A
gelb/
schwarz
Meßbedingung
Spannung (V)
Vollständig geschlossen
0,4-0,8 V
Vollständig geöffnet
4,0-4,4 V
gelb/braun
5
(V)
AS2A21023
4
Spezifikation: 2 kΩ ± 0,4 kΩ
(bei geschlossener Drosselklappe)
3
2
4. Entspricht der Widerstand nicht der Spezifikation,
Drosselklappensensor ersetzen.
5. Stecker wieder an Drosselklappensensor
anklemmen.
1
Vollständig geöffnet
AS2A21025
5
(kΩ)
Ausbau
4
Hinweis
Der Drosselklappensensor ist nicht einstellbar oder
austauschbar. Er ist Bestandteil des Drosselklappengehäuses.
3
2
1
Drosselklappenwinkel
AS2A21024
21-92 ABGASREGELUNG
Lambdasonde (beheizt)
1. Motor auf Betriebstemperatur bringen.
2. Motor im Leerlauf laufenlassen.
3. Voltmeter zwischen Klemme A (rot) und Masse
anschließen.
a
c
b
d
Prüfung vordere und hintere
Lambdasonde
1. Zündung AUS.
2. Lambdasondenstecker abklemmen.
3. Ohmmeter zwischen Sondenklemmen c und d
anschließen und Widerstand messen.
Spezifikation: ca. 6 Ω bei 20 °C
4. Entspricht der Widerstand nicht der Spezifikation,
Lambdasonde ersetzen.
Anzugsdrehmoment: 30 – 49 Nm
5. Lambdasondenstecker anklemmen.
AV2021019
a
c
b
d
1
a
c2
b
3
d4
AV2A21012
Ausbau
1. Lambdasondenstecker abklemmen.
2. Beheizte Lambdasonde und Unterlegscheibe mit
geeignetem Werkzeug herausdrehen.
AV2021021
Einbau
4. Motordrehzahl mehrfach schnell steigern und
verringern.
5. Prüfen, ob Spannung zwischen 0 V und 1 V
wechselt.
Hinweis
Die Spannung der hinteren Lambdasonde wechselt
nicht so schnell wie die der vorderen Sonde.
1. Beheizte Lambdasonde mit Unterlegscheibe
hineinschrauben.
Anzugsdrehmoment: 30–49 Nm
2. Lambdasondenstecker anklemmen.
6. Falls nicht i.O., folgende Punkte prüfen:
• Borddiagnosesystem
• Systemprüfung
• Unterdruck im Ansaugkrümmer
• Kraftstoffleitungsdruck
7. Sind alle Systeme OK, beheizte Lambdasonde
ersetzen.
AS2A21029
ABGASREGELUNG 21-93
Hauptrelais
Prüfung
1. Abdeckung vom Hauptsicherungskasten
abnehmen.
2. Finger auf das Hauptrelais legen.
85
87
30
87
30
85
86
86
AS2022004
3. Sicherstellen, daß das Relais beim Ein- und
Ausschalten der Zündung klickt.
4. Batteriespannung B+ an Klemme 86 und
Masseklemme 85 des Relais anlegen.
5. Relais wie abgebildet auf Durchgang prüfen.
Klemmen
B+ angelegt
B+ nicht angelegt
87-30
Durchgang
Kein Durchgang
6. Falls nicht i.O., Hauptrelais ersetzen.
7. Zündung ausschalten.
8. Abdeckung auf Hauptsicherungskasten aufsetzen.
Fuel system 95
KRAFTSTOFFSYSTEM
Kraftstoffsystem
Spezialwerkzeuge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22A-01
Kraftstoffsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22A-01
Fehlersuchtabellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22A-02
Allgemein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22A-02
Kraftstoffanzeige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22A-03
Wartung am Fahrzeug
Kraftstoffdruck ablassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22A-04
Umgang mit Kraftstoffleitungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22A-04
Kraftstoffsystem füllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22A-04
Systemprüfungen
Kraftstoff-Haltedruck prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22A-04
Kraftstoffleitungsdruck prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22A-05
Kraftstoffpumpe prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22A-06
Funktionsprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22A-06
Maximalförderdruck der Kraftstoffpumpe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22A-06
Kraftstoffdruckregler
Kraftstoffleitungsdruck prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22A-07
Kraftstoff-Haltedruck prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22A-08
Kraftstoffpumpenrelais prüfen
Funktionsprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22A-08
Durchgangsprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22A-08
Einspritzventile prüfen
Funktionsprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22A-09
Dichtigkeitsprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22A-09
Durchflußmenge prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22A-09
Widerstand der Einspritzventile prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22A-10
Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22A-11
Aus- und Einbau
Kraftstofftank . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22A-12
22A
KRAFTSTOFFSYSTEM 22A-01
Spezialwerkzeuge
Kraftstoffsystem
0K2A1 131 001A
Kraftstoffdruck-Meßgerät
Zum Messen des Kraftstoffdrucks.
22A-02 KRAFTSTOFFSYSTEM
Fehlersuchtabelle
Allgemein
Problem
Motor dreht durch, springt aber
Mögliche Ursache
Kraftstoffdruck nicht i.O.
nicht an
Maßnahme
Kraftstoffdruckregler ersetzen
Undichtes Einspritzventil ersetzen
O-Ring des Einspritzventils ersetzen
Startschwierigkeiten bei
Leerlaufluft-Regelventil nicht i.O.
Ersetzen
kaltem Motor
Drosselklappensensor nicht i.O.
Drosselklappengehäuse ersetzen
Kraftstoffdruck zu gering
Druckregler ersetzen, Kraftstoffleitung auf
Undichtigkeiten prüfen
Stromkreis des Kühlmitteltemperatursensors
Kabelstrang instandsetzen
unterbrochen oder Sensor nicht i.O.
Sensor ersetzen
Unrunder Leerlauf
Einspritzmenge nicht i.O.
Einspritzventil ersetzen
bei kaltem Motor
Drosselklappe hängt in geöffneter Stellung fest
Drosselklappe reinigen und einstellen,
Gaszug einstellen
Drosselklappensensor nicht i.O.
Drosselklappensensor ersetzen
Leerlaufluft-Regelventil nicht i.O.
Ersetzen
Ansaugkanal zwischen Luftmassenmesser
Ansaugkanal befestigen
und Drosselklappengehäuse lose
Motor stirbt ab oder nimmt kein
Einspritzventil undicht
Ersetzen
O-Ringe der Einspritzventile undicht
Ersetzen
Drosselklappensensor nicht i.O.
Drosselklappensensor ersetzen
kein Gas an
Startprobleme b. warmem Motor Kraftstoffdruck nicht i.O.
Motor stirbt bei plötzlichem Halt Stromkreis des Luftmassenmessers unter-
Kraftstoffdruckregler und -pumpe prüfen
Luftmassenmesser ersetzen
oder beim Verzögern ab
brochen oder Sensor nicht i.O.
Stromkreis prüfen (siehe Schaltplan)
Leistungsverlust
Einspritzventile verstopft
Einspritzmenge prüfen
Luftfilter verstopft
Ersetzen
KRAFTSTOFFSYSTEM 22A-03
Fehlersuchtabelle
Kraftstoffanzeige
Problem
Mögliche Ursache
Maßnahme
Kraftstoffanzeige zeigt grund-
Kabelanschlüsse lose, verschmutzt oder Kurzschluß
Kabel, Kabelstecker und
sätzlich einen leeren Tank an
gegen Masse
Tankgeber prüfen, ggf. instandsetzen, reinigen oder festziehen
Schwimmer des Tankgebers undicht
Tankgeber ersetzen
Schwimmer des Tankgebers fehlt
Schwimmer einbauen und am
Kurzschluß des Tankgebers
Widerstand prüfen und Geber
Geberarm befestigen
ggf. ersetzen
Bewegung des Geberarms beeinträchtigt (Schwimmer-
Kraftstofftank und Geber unter-
gestänge verbogen
suchen und defektes Teil
instandsetzen oder ersetzen
Kraftstofftankanzeige zeigt
Falscher Geber eingebaut
bei vollem Tank nicht “Voll” an
Teile-Nr. prüfen und Geber
ersetzen, falls NOK
Bewegung des Geberarms beeinträchtigt (Schwimmer-
Kraftstofftank und Geber unter-
gestänge verbogen
suchen und defektes Teil
instandsetzen oder ersetzen
Schwimmer des Tankgebers undicht
Tankgeber ersetzen
Geber-Kalibrierung
Widerstand prüfen und
Teile gegebenenfalls
ersetzen
Kraftstofftank läßt sich nicht volltanken
Entlüftung des KraftstofftankEinfüllstutzens auf Verengungen
oder Verstopfung untersuchen,
instandsetzen und volltanken.
Kraftstoffanzeige zeigt immer
Kabelanschlüsse lose, verschmutzt oder Stromkreis-
Kabel, Kabelstecker und
vollen Tank an
unterbrechung
Geberklemmen prüfen, ggf.
instandsetzen oder reinigen
Stromkreis des Tankgebers unterbrochen
Widerstand prüfen und Geber
ggf. ersetzen.
Bewegung des Geberarms beeinträchtigt (Schwimmer-
Kraftstofftank und Geber prüfen.
gestänge verbogen)
Gebergestänge vorsichtig
zurechtbiegen oder Bauteil
ersetzen
Kraftstoffanzeige zeigt verkehrt
Kraftstofftank beschädigt
Die Einbaulage des Gebers
an, aber alle Bauteile des Kraft-
hat sich verändert oder der
stoffsystems funktionieren
Geber ist ohne Funktion
ordnungsgemäß
22A-04 KRAFTSTOFFSYSTEM
Kraftstoffdruck ablassen
Kabelbrücke
VORSICHT
DAS KRAFTSTOFFSYSTEM STEHT AUCH BEI
ABGESTELLTEM MOTOR UNTER HOHEM
DRUCK. VOR DEM ABBAUEN VON
KRAFTSTOFFLEITUNGEN MUSS DER DRUCK
ABGELASSEN WERDEN, UM DIE
VERLETZUNGS- UND BRANDGEFAHR ZU
VERRINGERN.
1. Motor starten.
2. Kabelstecker der Kraftstoffpumpe unter dem
Mittelteppich abklemmen.
3. Motor absterben lassen und Zündschalter in
Stellung “OFF” bringen.
4. Kabelstecker der Kraftstoffpumpe anklemmen.
Umgang mit Kraftstoffleitungen
VORSICHT
KRAFTSTOFF IST LEICHT ENTZÜNDLICH.
ARBEITEN AM KRAFTSTOFFSYSTEM STETS IN
GUT BELÜFTETEN BEREICHEN DURCHFÜHREN. NICHT RAUCHEN UND FUNKENBILDUNG SOWIE OFFENES FEUER VERMEIDEN.
1. Auslaufenden Kraftstoff beim Trennen der
Kraftstoffleitungen mit Putzlappen auffangen.
Kraftstoffsystem füllen
Wenn der Kraftstoffdruck abgelassen wurde, muß das
System wieder gefüllt werden, um ein übermäßig
langes Anlassen des Motors zu vermeiden. Folgende
Schritte befolgen:
1. Mit “FUEL PUMP” und “B+” gekennzeichnete
Klemmen des Diagnosesteckers mit Kabelbrücke
überbrücken.
AS2A22031
2. Zündschalter für die Dauer von maximal 10 Sekunden in Stellung “ON” bringen, um den Systemdruck aufzubauen. System danach auf Dichtheit
prüfen (bei mehr als 10 Sekunden wird die Kabelbrücke zu heiß).
3. Zündschalter in Stellung “OFF” bringen und Kabelbrücke entfernen.
Systemprüfungen
Kraftstoff-Haltedruck prüfen
1. Batterie-Massekabel abklemmen.
VORSICHT
DAS KRAFTSTOFFSYSTEM STEHT AUCH BEI
ABGESTELLTEM MOTOR UNTER HOHEM
DRUCK. VOR DEM ABBAUEN VON KRAFTSTOFFLEITUNGEN MUSS DER DRUCK ABGELASSEN WERDEN, UM DIE VERLETZUNGSUND BRANDGEFAHR ZU VERRINGERN.
2. Kraftstoffdruck ablassen (siehe “Kraftstoffdruck
ablassen” auf Seite 22A-4).
3. Fahrzeug aufbocken.
4. Spezialwerkzeug (0K2A1 131 001A) wie in der
Abbildung gezeigt an den Kraftstoff-Filter
anschließen.
AV2A22001
KRAFTSTOFFSYSTEM 22A-05
5. Batterie-Massekabel anklemmen.
6. Mit “FUEL PUMP” und “B+” gekennzeichnete
Klemmen des Diagnosesteckers mit Kabelbrücke
überbrücken.
Kabelbrücke
Kraftstoffleitungsdruck prüfen
1. Batterie-Massekabel abklemmen.
2. Kraftstoffdruck ablassen (siehe “Kraftstoffdruck
ablassen” auf Seite 22A-4).
3. Fahrzeug aufbocken.
4. Spezialwerkzeug (0K2A1 131 001A) wie gezeigt
an den Kraftstoff-Filter anschließen.
AS2A22031
7. Zündschalter für 10 Sekunden in die Stellung “ON”
bringen, um den Systemdruck aufzubauen.
8. Zündschalter in Stellung “OFF” bringen und Kabelbrücke entfernen.
9. Kraftstoffdruck nach 15 Minuten messen.
Kraftstoffdruck:
über 1,8 kg/cm2
10. Folgende Bauteile prüfen, falls der Druck nicht der
Spezifikation entspricht.
•
•
•
Kraftstoffpumpe
Kraftstoffdruckregler
Einspritzventile
AV2A22001
5. Batterie-Massekabel anklemmen.
6. Mit “FUEL PUMP” und “B+” gekennzeichnete
Klemmen des Diagnosesteckers mit Kabelbrücke
überbrücken.
7. Zündschalter in Stellung “ON” bringen.
8. Kraftstoffleitungsdruck messen.
Kraftstoffleitungsdruck:
2,4-2,7 kg/cm2
Druck zu hoch:
• Prüfen, ob die Kraftstoffrückführung
verengt ist.
• Druckregler ersetzen, falls die Leitung OK
ist.
Druck zu gering:
• Rückführung verschließen und prüfen, ob
der Druck zunimmt.
•
•
Druckregler ersetzen, falls der Druck
zunimmt.
Maximalförderdruck der Kraftstoffpumpe
messen, falls der Druck nicht zunimmt
(siehe Seite 22A-6).
9. Zündschalter in Stellung “OFF” bringen und
Kabelbrücke entfernen.
22A-06 KRAFTSTOFFSYSTEM
Kraftstoffpumpe prüfen
Maximalförderdruck der
Kraftstoffpumpe
VORSICHT
DAS KRAFTSTOFFSYSTEM STEHT AUCH BEI
ABGESTELLTEM MOTOR UNTER HOHEM
DRUCK. VOR DEM ABBAUEN VON KRAFTSTOFFLEITUNGEN MUSS DER DRUCK ABGELASSEN WERDEN, UM DIE VERLETZUNGSUND BRANDGEFAHR ZU VERRINGERN.
Funktionsprüfung
1. Mit “FUEL PUMP” und “B+” gekennzeichnete
Klemmen des Diagnosesteckers mit Kabelbrücke
überbrücken.
Funktion der Pumpe prüfen, falls der Regeldruck nicht
der Spezifikation entspricht.
1. Batterie-Massekabel abklemmen.
2. Kraftstoffdruck ablassen (siehe “Kraftstoffdruck
ablassen” auf Seite 22A-4).
3. Fahrzeug aufbocken.
4. Spezialwerkzeug (0K2A1 131 001A) an den
Kraftstoff-Filter anschließen und Leitungsventil
schließen (siehe Abbildung).
Kabelbrücke
AV2A22002
AS2A22031
2. Tankdeckel abnehmen.
3. Zündschalter in Stellung “ON” bringen.
4. An der Tanköffnung auf das Geräusch der
Kraftstoffpumpe horchen.
5. Tankdeckel anbringen.
6. Spannung zwischen Kabel der Kraftstoffpumpe
(grün-gelb) und Fahrzeugmasse messen.
Spannung: ca 12V
7. Kraftstoffpumpenrelais und -verkabelung prüfen,
falls die Spannung nicht der Spezifikation
entspricht.
8. Auf Durchgang zwischen den Klemmen der Kabel
(grün-gelb) und (schwarz) am Kabelstecker der
Kraftstoffpumpe prüfen.
9. Kraftstoffpumpe ersetzen, falls Durchgang
vorhanden ist.
10. Masseverbindung instandsetzen, falls kein
Durchgang vorhanden ist.
5. Batterie-Massekabel anklemmen.
VORSICHT
DAS KRAFTSTOFFSYSTEM STEHT AUCH BEI
ABGESTELLTEM MOTOR UNTER HOHEM
DRUCK. VOR DEM ABBAUEN VON KRAFTSTOFFLEITUNGEN MUSS DER DRUCK ABGELASSEN WERDEN, UM DIE VERLETZUNGSUND BRANDGEFAHR ZU VERRINGERN.
KRAFTSTOFFSYSTEM 22A-07
6. Mit “FUEL PUMP” und “B+” gekennzeichnete
Klemmen des Diagnosesteckers mit Kabelbrücke
überbrücken.
Kraftstoffdruckregler
Kraftstoffleitungsdruck prüfen
1. Batterie-Massekabel abklemmen.
2. Kraftstoffdruck ablassen (siehe “Kraftstoffdruck
ablassen” auf Seite 22A-4).
3. Fahrzeug aufbocken.
4. Spezialwerkzeug (0K2A1 131 001A) wie gezeigt
an den Kraftstoff-Filter anschließen.
Kabelbrücke
AS2A22031
7. Zündschalter in Stellung “ON” bringen.
8. Maximalförderdruck der Kraftstoffpumpe messen.
Maximalförderdruck:
4,5-6,0 kg-cm2
AV2A22001
9. Kraftstoffpumpe ersetzen, falls der Druck nicht der
Spezifikation entspricht.
5.
6.
7.
8.
Batterie-Massekabel anklemmen.
Motor starten und im Leerlauf laufenlassen.
Unterdruckschlauch vom Druckregler abziehen.
Kraftstoffleitungsdruck messen.
Kraftstoffleitungsdruck:
3,0-3,1 kg/cm2
Druck zu hoch:
• Prüfen, ob die Kraftstoffleitung verengt ist.
• Druckregler ersetzen, falls die Leitung OK
ist.
Druck zu gering:
• Rückführung verschließen und prüfen, ob
der Druck zunimmt.
•
•
Druckregler ersetzen, falls der Druck
zunimmt.
Maximalförderdruck der Kraftstoffpumpe
messen, falls der Druck nicht zunimmt
(siehe Seite 22A-6).
22A-08 KRAFTSTOFFSYSTEM
Kraftstoffpumpenrelais prüfen
Kraftstoff-Haltedruck prüfen
1. Batterie-Massekabel abklemmen.
Funktionsprüfung
VORSICHT
DAS KRAFTSTOFFSYSTEM STEHT AUCH BEI
ABGESTELLTEM MOTOR UNTER HOHEM
DRUCK. VOR DEM ABBAUEN VON KRAFTSTOFFLEITUNGEN MUSS DER DRUCK ABGELASSEN WERDEN, UM DIE VERLETZUNGSUND BRANDGEFAHR ZU VERRINGERN.
2. Kraftstoffdruck ablassen (siehe “Kraftstoffdruck
ablassen” auf Seite 22A-4).
3. Fahrzeug aufbocken.
4. Spezialwerkzeug (0K2A1 131 001A) wie in der
Abbildung gezeigt an den Kraftstoff-Filter anschließen.
5. Batterie-Massekabel anklemmen.
6. Mit “FUEL PUMP” und “B+” gekennzeichnete
Klemmen des Diagnosesteckers mit Kabelbrücke
überbrücken.
Kabelbrücke
VORSICHT
DAS KRAFTSTOFFSYSTEM STEHT AUCH BEI
ABGESTELLTEM MOTOR UNTER HOHEM
DRUCK. VOR DEM ABBAUEN VON KRAFTSTOFFLEITUNGEN MUSS DER DRUCK ABGELASSEN WERDEN, UM DIE VERLETZUNGSUND BRANDGEFAHR ZU VERRINGERN.
Auf das Klicken des Kraftstoffpumpenrelais beim
Einschalten der Zündung horchen.
Durchgangsprüfung
Auf Durchgang zwischen den Klemmen des Relais
prüfen.
B+: Batteriespannung
Klemmen 85-86
Klemmen 87-30
B+ und Masse angelegt
Durchgang
B+ und Masse nicht angelegt
Kein Durchgang
85
30
87
87
30
85
86
86
AS2A22031
7. Zündschalter für 10 Sekunden in die Stellung “ON”
bringen, um die Kraftstoffpumpe zu betreiben.
8. Zündschalter in Stellung “OFF” bringen und
Kabelbrücke entfernen.
9. Kraftstoffdruck nach 15 Minuten messen.
Kraftstoffdruck:
über 1,8 kg/cm2
10. Folgende Bauteile prüfen, falls der Druck nicht der
Spezifikation entspricht.
•
•
•
Kraftstoffpumpe
Kraftstoffdruckregler
Einspritzventile
AS2022004
KRAFTSTOFFSYSTEM 22A-09
Einspritzventile prüfen
Dichtigkeitsprüfung
Funktionsprüfung
1. Einspritzventile zusammen mit der Kraftstoffleiste
ausbauen.
2. Darauf achten, daß die Halteklammern fest an den
Einspritzventilen sitzen.
1. Motor auf Betriebstemperatur bringen und im Leerlauf laufenlassen.
2. Betriebsgeräusche der einzelnen Einspritzventile
mit Stethoskop oder Schraubendreher abhorchen.
VORSICHT
KRAFTSTOFF IST LEICHT ENTZÜNDLICH.
ARBEITEN AM KRAFTSTOFFSYSTEM STETS IN
GUT BELÜFTETEN BEREICHEN DURCHFÜHREN. NICHT RAUCHEN UND FUNKENBILDUNG
SOWIE OFFENES FEUER VERMEIDEN.
Achtung
Darauf achten, daß die Einspritzventile fest in
der Kraftstoffleiste sitzen, so daß sie sich nicht
lösen können oder beschädigt werden.
3. Widerstand prüfen, falls kein Geräusch zu hören ist.
4. Falls die Einspritzventile OK sind: Verkabelung der
Einspritzventile prüfen und Spannung an den
Klemmen 33, 34, 35, 36, 37 und 38 des PCMKabelsteckers “C” messen.
5. Einspritzventile ggf. ersetzen.
AV2022004
3. Mit “FUEL PUMP” und “B+” gekennzeichnete
Klemmen des Diagnosesteckers mit Kabelbrücke
überbrücken.
4. Zündschalter in Stellung “ON” bringen.
5. Einspritzventile um 60° neigen und prüfen, ob
Kraftstoff aus den Düsen austritt.
6. Einspritzventile ersetzen, falls Kraftstoff austritt.
7. Zündschalter in Stellung “OFF” bringen und Kabelbrücke entfernen.
Durchflußmenge prüfen
1. Einspritzventile zusammen mit der Kraftstoffleiste
ausbauen.
2. Darauf achten, daß die Halteklammern fest an den
Einspritzventilen sitzen.
3. Kabelstecker der Einspritzventile anklemmen.
4. Einspritzventil an Spannung legen (s. Abbildung).
5. Durchflußmenge mit Meßbecher bestimmen.
Durchflußmenge: 48-54 ml/15 Sekunden
6. Einspritzventile ersetzen, falls die Menge nicht der
Spezifikation entspricht.
Hinweis
Beim Anbauen der Kraftstoffleiste und
Einspritzventile:
•
•
Neue O-Ringe verwenden.
O-Ringe vor dem Einsetzen dünn mit
frischem Motoröl benetzen.
22A-10 KRAFTSTOFFSYSTEM
AV2022004
Widerstand der Einspritzventile prüfen
1. Kabelstecker der Einspritzventile abklemmen.
2. Widerstand der einzelnen Einspritzventile messen.
Widerstand:
14,5 Ω bei 20 °C
3. Einspritzventile ersetzen, falls der gemessene
Widerstand nicht der Spezifikation entspricht.
AS2A22022
KRAFTSTOFFSYSTEM 22A-11
Technische Daten
Allgemein
Position
Gaszugspiel
Spezifikationen
mm
Durchflußmenge
3
ccm/min
192-216
Kraftstoffdruck1
kg/cm2
3,0-3,1
Kraftstoffdruck2
kg/cm
Kraftstoff-Filter
1,8
2
Bauart Niederdruckseitig
Nyloneinsatz (in der Kraftstoffpumpe)
Hochdruckseitig
Kraftstoffpumpendruck (min.)
Papiereinsatz
kg/cm2
Kraftstoffsorte
Normal bleifrei nach DIN 51607
Kraftstofftank-Fassungsvermögen
Einspritzdüsen
Widerstand
Liter
Bauart
50
Hochohmig, elektromagnetisch
Ω
Kraftstoffdruck mit Kraftstoffdruckregler (Unterdruckschlauch ist nicht angebaut)
1
Mindestkraftstoffdruck 15 Minuten nach Abschalten der Zündung
2
4,5-6,0
14,5
22A-12 KRAFTSTOFFSYSTEM
Aus- und Einbau
Kraftstofftank
VORSICHT
A) KRAFTSTOFFDRUCK VOR DER DURCHFÜHRUNG DER FOLGENDEN ARBEITEN ABLASSEN, UM DIE
VERLETZUNGS- UND BRANDGEFAHR ZU VERRINGERN.
B) BEIM AUSBAU DES KRAFTSTOFFTANKS NICHT RAUCHEN. FUNKENBILDUNG UND OFFENES FEUER
VERMEIDEN.
1. Bauteile in der Reihenfolge gemäß Abbildung ausbauen.
2. Alle Teile prüfen und bei Bedarf instandsetzen oder ersetzen.
3. In umgekehrter Reihenfolge einbauen; Einbauhinweise beachten.
Hinweis
Kraftstoff vor dem Ausbau des Kraftstofftanks ablassen.
(DIESEL)
2
H
G
1
H
1
G
C
C
17
3
4
2,5-3,5 Nm
D
C
D
B
A
7-10 Nm
6
17
5
B
A
43-61 Nm
(1)
(2)
(3)
(4)
Kabelstecker Kraftstoffpumpe
Kraftstoffleitungen
Lüftungsschlauch
Verbindungsschlauch
(5)
(6)
(7)
(8)
Kraftstofftank-Haltebänder
Kraftstofftank
Einfüllstutzen
Druckventil (2-weg)
AV2A22003
KRAFTSTOFFSYSTEM
Kraftstoffsystem (J3 TCI DIESEL)
Spezialwerkzeuge
Kraftstoffsystem (J3 TCI DIESEL) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22B-01
Technische Daten
Kraftstoffsystem (J3 TCI DIESEL) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22B-02
Funktionsbeschreibung
Kraftstoffsystem (J3 TCI DIESEL)
Steuerkomponenten im Motorraum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22B-03
Schaltpläne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22B-04
Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22B-07
Kaltstartregelung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22B-08
Leerlaufanhebung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22B-09
Abgasrückführung (AGR) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22B-10
Kühlerlüfter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22B-11
Kühlmittel-Zusatzheizung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22B-12
Fehlersuche
Fehlercodes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22B-13
Wartung am Fahrzeug
Einspritzpumpe
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22B-20
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22B-21
Kraftstoff-Filter
Ansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22B-19
Entlüften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22B-21
Entwässern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22B-22
Feuchtigkeitsmelder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22B-22
Einspritzventile
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22B-22
Ventilsitz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22B-23
Strahlbild . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22B-23
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22B-23
Ansaugluftvorwärmung
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22B-23
22B
KRAFTSTOFFSYSTEM 22B-01
Spezialwerkzeuge
Kraftstoffsystem (J3 TCI DIESEL)
0K552 131 003
Abzieher, Einspritzpumpenrad
Zum Ausbau des Einspritzpumpenrads.
KRAFTSTOFFSYSTEM 22B-03
Funktionsbeschreibung
Kraftstoffsystem (J3 TCI DIESEL)
Steuerkomponenten im Motorraum
AV2A22B034
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
Kurbelwinkelsensor
Kühlmitteltemperatursensor
Drosselklappensensor
Geschwindigkeitssensor
Relais Ansaugluftvorwärmung
(6)
(7)
(8)
(9)
Magnetventil Leerlaufanhebung
AGR-Magnetventil
Kühlerlüfterrelais
Relais Kühlmittel-Zusatzheizung
IG2
JB-05
JB-01
X-02C
94
W[F]
P
L/W
N
M
B
P
O
L/W
B-04
VALVE [E]
B-04EGR
AGR-VENTIL
P
O
A
L
K
P
BR
G/R
5
X-07B
JB-07
J
R
O
H
G
F
E
A
Y
P[E]
P[D]
D
C
*
Y/W
C
B
1P
B
A
2G
B/R[D]
1N
A
B-03
A
MAGNETVENFUEL CUT
TIL
KRAFTSOLENOID
STOFFAB(C.S.D)
SCHALTUNG
X-09F (C.S.D.)
B-02
B-02
G/Y
G/B
3
B[F]
B[E]
B-01
B/R[F]
B/R[F]
X-03U
T
S
B
O
A
P
A
P[E]
32
B
R
L/R
R
Q
L/B
W/G
B/W
B/R
N
M
*
*
B
B-05
L
K
W/Y
B/Y
J
I
(2)
B
W/B
H
G
B
B/R
IDLE
UP
MAGNETVENTIL
SOLENOID
LEERLAUFVALVE
ANHEBUNG
A
X-09
O[E]
M
O[F]
V
O[D]
1M
F
E
B
R
A
W/G
B
R[E]
B
W
D
C
*
Y
*
L
R[F]
2S
B
W/R[E]
K
W/R[F]
H
W/R[D]
2C
Y[D]
2R
C
C
L/B
21
W/R[F]
C
B
B
P
B
W/R
A
L/B
A
W
O[F]
J
O[D]
1I
27
26
22 28
L/B[F]
G/R[F]
W[F]
30
G/R[F]
P
G/R[D]
1G
X-03
31
Y/W[F]
R
Y/W[D]
1C
COOLING FAN
KÜHLERLÜFTERRELAY
RELAIS
(SECTION
(ABSCHNITTB-4)
B-4)
29
Y[F]
O
Y[D]
1E
DIAGNOSIS
DIAGNOSESTECKER
CONNECTOR U-2)
(ABSCHNITT
(SECTION U-2)
DIESEL
DIESEL
B
*
A
P
B-03
CUT SOLENOID
[E] B
B-03FUEL
MAGNETVENTIL
KRAFTSTOFF(C.S.D)
ABSCHALTUNG
(E) B (C.S.D.)
EC-AT
STEUERGERÄT
EC-AT
CONTROL
UNIT H-2)
(ABSCHNITT
(SECTION H-2)
20
R[F]
B-01
U
F
X-04
B-02 FUEL
CUT SOLENOID [E] B
B-02
MAGNETVENTIL
KRAFTSTOFFABSCHALTUNG (E) B
B-07
1K
G/R[D]
X-07
L/B[E]
J
L/B[F]
G
L/B[D]
2E
THROTTLE
POSITION
DROSSELKLAPPENSENSORSENSOR
A
R[E]
L
I
R[D]
2F
X-04B
W[D]
B-07
POSITION SENSOR [E]
B-07THROTTLE
DROSSELKLAPPENSENSOR
(E)BB
B
A
B-06
Y[F]
ENGINE
COOLANT
KÜHLMITTELTEMPERATURE
TEMPERATURSENSOR
FÜHLER
A
W/G[E]
E
1
X-04
W/G[F]
E
W/G[D]
2Q
B-06
COOLANT TEMPERATURE
B-06ENGINE
KÜHLMITTELTEMPERATURSENSOR
[E] GY
FÜHLER
(E) GY
P
O
B-04
L/W[E]
N
L/W[F]
X-03U
L/W[D]
1O
20A START
20A ANLASSER
(SECTIONA)A)
(ABSCHNITT
MOTORSTEUERGERÄT
ENGINE CONTROL MODULE
GEBLÄSERELAIS
FRONT
BLOWER
RELAY
(ABSCHNITT G-1b)
(SECTION G-1b)
EGR
VALVE
AGR-VENTIL
B-05
UP SOLENOID VALVE [E] B
B-05IDLE
MAGNETVENTIL
LEERLAUFANHEBUNG (E) B
* *
G/R
W[E]
(1)
X-09C
I
X-01
IGNITION
ZÜNDSCHALTER
SWITCH
P[F]
10A
10A
ENG.
MOTOR
B-01
CONTROL UNIT [D]
B-01ENGIN
MOTORSTEUERGERÄT
G
3
8
ST
X-01
30A IG KEY 1
30A IG
ZÜNDSCHLÜSSEL 1
B/R[D]
X-15B
W[D]
IG1
X-15C
B[E]
STEUERGERÄT
IMMOBILIZER
WEGFAHRSPERRE
FUEL
CONTROL UNIT MAGNETVEN(ABSCHNITT)
TIL KRAFTCUT
(SECTION T)
STOFFABSOLENOID
SCHALTUNG
ACC
BATTERIE
BATTERY
22B-04 KRAFTSTOFFSYSTEM
Schaltpläne
HEIZUNG
1
B-16
N
2A
R
B/W
B/R
B
G/Y
3B
3A
L
BR
G/R
J
H
*
G/R
F
E
*
Y
D
C
*
Y/W
B
A
G/Y
G/B
B/R
B-11
HEATER 1 [F]
B-11 AIR
ANSAUGLUFTVORWÄRMUNG
1 (F)
R
O
G
R
L/R
R
Q
X-13
24
W/B[I]
R
W/B[D]
2I
25
L/B
W/G
P
O
B/W
B/R
N
M
*
*
L
K
W/Y
B/Y
R
J
I
(2)
H
G
B
F
E
3
B[F]
B/R
X-09F
B/Y[F]
B
W
A
D
C
2L
S
G
*
Y
B
A
*
L
SENSOR
B
C
2O
B/R[F]
C
B/R[D]
CRANKSHAFT
POSITION
KURBELWINKELSENSOR
A
B-08
B[E]
X-07
B/Y[E] W/Y[E]
H
B/Y[F] W/Y[F]
T
X-03
B/Y[D] W/Y[D]
2K
2P
3A
2A
B
B
B
R
1B
1A
B-13 WATER
RELAY [F] B
B-13
RELAIS,HEATER
KÜHLMITTEL-ZUSATZHEIZUNG
(F) B
B
W/B
DUAL
PRESSURE
DOPPELSWITCH
DRUCKSCHALTER
(SECTION G-1a)
ENGINE
CONTROL MODULE
MOTORSTEUERGERÄT
INSTRUMENTENBLOCK
INSTRUMENT CLUSTER
(SECTION C-2a,
C-2b)
(ABSCHNITT
C-2a,
C-2b)
23
BR[D]
F
BR[D]
1L
SCHALTGETRIEBE
B-12 AIR
HEATER 2 [F]
B-11
ANSAUGLUFTVORWÄRMUNG
2 (F)
T
S
18
B-01
2A
(M/T
ONLY)
NUR
33
B-01
X-04
3
B[F]
C
D
E
G/B[F]
D
G/B[D]
1A
B-01
B/W[F]
B-09
1
B-09
ANSAUGLUFTVORAIR
WÄRMUNG,
HEATER
RELAIS 1
RELAY
WÄRMUNG
1
AIR
ANSAUGLUFTVORHEATER1
B-11
B/R[F]
B
A
B[F]
A
B/W[D]
B
B
W/Y
A
B/Y
A
B
A
B
B-14 KABEL,
WATERKÜHLMITTELHEATER CORD [F] B
ZUSATZHEIZUNG (F) B
C
B-08 CRANKSHAFT
POSITION
B-08
KURBELWINKELSENSOR
(E) GYSENSOR [E] GY
1B
X-04
B-12
ANSAUGAIR
LUFTVORHEATER2
WÄRMUNG
2
B-10
B-10
ANSAUGAIR
LUFTVORHEATER
WÄRMUNG,
RELAY2
RELAIS 2
D
B
G/B
B
B-15
1
B-15 KÜHLMITTELZUSATZHEIZUNG
WATER HEATER 1
B-15
2
B-16 KÜHLMITTELZUSATZHEIZUNG
WATER HEATER 2
B-15
KÜHLMITTELZUSATZHEIZUNG
3
B-17 WATER HEATER 3
C
WATER HEATER RELAY 1 [F]
B
R[F]
2A
1A
W[F]
B-09
RELAIS
B-09ANSAUGLUFTVORWÄRMUNG,
AIR HEATER RELAY 1 [F]
1 (F), KÜHLMITTEL-ZUSATZHEIZUNG 1 (F)
4
B[F]
3A
3B
G/Y[F]
S
B
1A
P
O
I
17
B[D]
2H
1J
L[D]
G/Y[F]
A
B-10 GLOW
RELAY 2 [F] 2 (F)
B-10
VORGLÜHRELAIS
P
L/W
K
A
B[D]
2J
R[F]
B[F]
W[F]
B/R
B/R
P
M
4
B[F]
KÜHLMITTELWATER
ZUSATZHEATER
HEIZUNG,
RELAY2
RELAIS 2
X-01
B
O
HEIZUNG
3
HEIZUNG
2
B-17
WATER
KÜHLMITTELHEATER
3ZUSATZ-
(1)
B-13
KÜHLMITTELWATER
ZUSATZHEATER
HEIZUNG,
RELAY1
RELAIS 1
B-13
X-03Q
50A GLÜH1
50A
GLOW1
50A GLÜH2
50A
GLOW2
WATER
KÜHLMITTELHEATER
2ZUSATZ-
A
3A
B
B
R[F]
2A
B[F]
X-01
LIMA
80A ALT
B-01 ENGINE
MOTORSTEUERGERÄT
(EM)
B-01
CONTROL UNIT [EM]
G
B[E]
KÜHLWATER
MITTELHEATER
1ZUSATZ-
B-15
BATTERIE
BATTERY
KRAFTSTOFFSYSTEM 22B-05
22B-06 KRAFTSTOFFSYSTEM
DIESEL
DIESEL
BATTERIE
BATTERY
ZÜNDSCHLÜSSEL
30A IG KEY2
R[F]
B [E]
X-01
R[D]
30 A
KÜHLERLÜFTER
30A C/FAN
X-02D
X-15D
G[F]
X-01
20A
KÜHLERLÜFTER
20A C/FAN1 1
X-01
ZÜNDIGNITION
SCHALTER
SWITCH
X-01
15A
G[F]
ACC
15A
KÜHLERLÜFTER 2
C/FAN 2
X-01
X-01
X-15A
R[F]
15A
FRONTSCHEIBENWISCHER
G[F]
7
L/B[F]
B-28
A
C
D
B
G[D]
15A FRT. WIPER
1
JB-05
JB-02
KÜHLERLÜFCOOLING
TERRELAIS
FAN1
IG2
ST
IG1
B-29
C
A
B
D
KÜHLERLÜFTERCOOLING
RELAIS 1
FAN
RELAY 2
RELAY 1
B-28
B-29
Y/B[F]
Y[F]
G/R[F]
G[F]
C
A
B-30
MOTOR
KÜHLERLÜFCOOLING
TERRELAIS
3
FAN
C
A
B-31
KÜHLERLÜFTERCOOLING
MOTOR
FAN
M
B
MOTORSTEUERGERÄT
ENGINE
CONTROL
(ABSCHNITT
UNIT B-2)
(SECTION B-2)
D
B-31
31
B
D
29
30
RELAY3
B-30
Y/W[F]
B[F]
B[F]
Y/W[F]
G
3
C
B-28
1 (F)1 [F]
B-28KÜHLERLÜFTERRELAIS
COOLING FAN RELAY
C
A
R
C
B
G/R
B-31
(F) B [F]B
B-31KÜHLERLÜFTERRELAIS
COOLING FAN MOTOR
Y/B
D
B
A
R
B
G
A
G
D
Y/B
D
B-29
2 (F)2 [F]
B-29KÜHLERLÜFTERRELAIS
COOLING FAN RELAY
L/B
D
C
3
C
L/B
B
Y
B-30
3 (F)3 [F]
B-30KÜHLERLÜFTERRELAIS
COOLING FAN RELAY
A
G
D
R
L/B
B
Y/W
B
KRAFTSTOFFSYSTEM 22-B07
Übersicht
Glühwendel
Zündschalter
AV2A22B019
AV2A22B018
Vorwärm-Relais Nr.1 & 2
AV2A22B029
Drosselklappensensor
(TPS)
AV2A22B021
Zusatzheizung-Relais Nr.1 & 2
AV2A22B029
Kühlmitteltemperatursensor
AV2A22B022
PCM
Kühlerlüfterrelais Nr.1,2,3
AV2A22B030
Kurbelwinkelsensor
AV2A22B023
60
40
80 100120
140
0 0 0 0 0 4
160
180
20
0
0 0 0 0
km/h
200
AGR-Magnetventil
AV2A22B028
Geschwindigkeitssensor
AV2A22B020
Schalter Klimaanlage
Mag.-Ventil Leerlaufanhebung
AV2A22B027
Schalter Kühlerlüfter
Fehlercodes
Kühlmitteltemperatursensor
Diagnosestecker
AV2A22B024
22B-08 KRAFTSTOFFSYSTEM
Kaltstartregelung
Die Kaltstartregelung dient dem verbesserten Kaltstartverhalten und wird vom PCM anhand diverser Eingangswerte
geregelt.
AN
STARTSCHALT.
AN
SCHL.SCHALT.
AUS
AN
Vorglühleuchte
AUS
AN
Nachwärmung
AUS
AN
Heizrelais 1, 2 AUS
Heizrelais 1, 2
t1
Position
Betriebsdauer in Sekunden
Vorglühleuchte
23,0±1,0 (-18°C)
12,5±1,0 (-10°C)
Zündschalter bleibt in Stellung ON
t1
5,0±1,0 (0°C)
t3
t2
Vorwärmung
23,0±1,0 (-18°C)
12,5±1,0 (-10°C)
t2
t4
5,0±1,0 (20°C)
t3
Nachwärmung
Ansaugluftvorwärmung
30,0±1,0 (-20°C)
20,0±1,0 (0°C)
15,0±1,0 (20°C)
t4
Zeit
AV2A22B025
Temperatur-
27,0±1,0 (-18°C)
Haltedauer
10,0±1,0 (0°C)
5,0±1,0 (20°C)
Vorglühleuchte
Die Glühleuchte zeigt an, daß der Motor vor dem Start vorgewärmt wird. Dabei hängt die Dauer der Vorwärmung (t1)
von der Kühlmitteltemperatur ab.
Ansaugluftvorwärmung
Die Ansaugluftvorwärmung besteht aus zwei Teilen.
Vor-Regelung
Wenn der Zündschalter in Stellung ON gebracht wird, wird das Vorwärm-Relais für die Dauer (t2) aktiviert, die
anhand der Kühlmitteltemperatur beim Start bestimmt wird. Wenn der Zündschalter in der Stellung ON bleibt,
wird das Relais für die Temperatur-Haltedauer (t4) aktiviert.
Nach-Regelung
Das Vorwärm-Relais wird beim Starten grundsätzlich aktiviert.
Das Relais wird für die Dauer (t3) aktiviert, es sei denn, es liegt nach dem Starten eine der folgenden
Bedingungen vor.
– Kühlmitteltemperatur höher als 40°C.
– Drehzahl niedriger als 500 1/min.
– Spannung der Ansaugluftvorwärmung für mindestens 1 Sekunde höher als 15 Volt.
– Kühlmitteltemperatursensor, Drosselklappensensor oder Kurbelwellensensor ohne Funktion.
KRAFTSTOFFSYSTEM 22B-09
Leerlaufanhebung
Das PCM steuert das Magnetventil für die Leerlaufanhebung, indem es den Regelkreis an Masse legt, wenn eine der
folgenden Bedingungen gegeben ist: eingeschaltete Klimaanlage, eingeschaltete Kühlmittel-Zusatzheizung oder
Kühlmitteltemperatur unter 10 °C. Das Stellglied erhält über das Magnetventil Unterdruck von der Unterdruckpumpe
und betätigt den Stellhebel, so daß die Leerlaufdrehzahl angehoben wird, um den Betrieb der Klimaanlage oder die
niedrige Kühmitteltemperatur auszugleichen.
Stellglied Leerlaufanhebung
Unterdruckpumpe
Magnetventil Leerlaufanhebung
IG1
Kühlmittel-Zusatzheizung
Schalter Klimaanlage
Kühlmitteltemperatursensor
AV2A22B026
Betriebszustand
Standard-Leerlaufdrehzahl
Leerlaufanhebung
Kühlmitteltemperatur < 10 °C
Klimaanlage eingeschaltet
Kühlmittel-Zusatzheizung eingeschaltet
800±20 1/min
850±20 1/min
22B-10 KRAFTSTOFFSYSTEM
Abgasrückführung (AGR)
Drosselklappensensor
AV2A22B021
Kühlmitteltemperatursensor
AV2A22B022
Motorsteuergerät
(PCM)
AV2A22B006
AGR-Magnetventil
AV2A22B028
Kurbelwinkelsensor
AV2A22B023
Über die Abgasrückführung werden dem Motor geringe Abgasmengen zugeführt, um die Verbrennungstemperatur zu
reduzieren und die Produktion von Stickoxiden zu senken. Der Einsatz von Dreiwege-Katalysatorern bei Dieselmotoren gestaltet sich als äußerst schwierig, da der Überschußluft-Quotient bei Dieselmotoren deutlich höher ausfällt als
bei Benzinmotoren.
Die Abgasrückführung wird deaktiviert, wenn einer der folgenden Faktoren gegeben ist:
Kühlmitteltemperatur niedriger als 30 °C.
Drehzahl unter dem angegebenen Wert.
Starten des Motors.
Kühlmitteltemperatursensor, Drosselklappensensor oder Kurbelwinkelsensor ohne Funktion.
Das AGR-Magnetventil wird außerdem für 1,5 Sekunden deaktiviert, wenn die Änderung des Drosselklappenwinkels
für mehr als 30 ms über 2,75% liegt und sich der Drosselklappenwinkel zwischen 30% und 100% befindet.
Von den obigen Ausnahme abgesehen, wird das AGR-Magnetventil in Abhängigkeit von Drehzahl und
Drosselklappenstellung gesteuert (Tastverhältnis).
KRAFTSTOFFSYSTEM 22B-11
Kühlerlüfter
Kühlerlüfterrelais Nr. 1
Kühlmitteltemperatursensor
AV2A22B022
60
40
180
20
0
AV2A22B030
80 100120
140
0 0 0 0 0 4
160
0 0 0 0
km/h
Kühlerlüfterrelais Nr. 2
200
Motorsteuergerät
(PCM)
Geschwindigkeitssensor
AV2A22B006
AV2A22B020
Kühlerlüfterrelais Nr. 3
Schalter Klimaanlage
Das PCM steuert einen elektrischen Kühlerlüfter, um den Motor vor Überhitzung zu schützen.
Der Kühlerlüfter läuft mit zwei verschiedenen Drehzahlen (HOCH/NIEDRIG), abhängig von den Eingangssignalen, die
das PCM vom Geschwindigkeitssensor, Klimaanlagenschalter und Kühlmitteltemperatursensor erhält.
Der Lüfter wird wie folgt über Relais gesteuert (s. Tabelle).
Relais Nr. 1
Relais Nr. 2
Relais Nr. 3
Niedrige Drehzahl
AN
AUS
AUS
Hohe Drehzahl
AN
AN
AN
Bei einer Kühlmitteltemperatur von mehr als 95 °C läuft der Kühlerlüfter mit niedriger Drehzahl.
Der Kühlerlüfter läuft mit hoher Drehzahl, wenn eine der folgenden Bedingungen gegeben ist:
Die Klimaanlage ist nicht eingeschaltet und die Kühlmitteltemperatur beträgt mehr als 110°C.
Die Klimaanlage ist eingeschaltet, das Fahrzeug fährt langsamer als 5 km/h und die Kühlmitteltemperatur beträgt
mehr als 110 °C.
Die Klimaanlage ist eingeschaltet, das Fahrzeug fährt mit einer Geschwindigkeit von 5 – 80 km/h und die
Kühlmitteltemperatur beträgt mehr als 104 °C.
Die Klimaanlage ist eingeschaltet, das Fahrzeug fährt mit einer Geschwindigkeit von mehr als 80 km/h und die
Kühlmitteltemperatur beträgt mehr als 110 °C.
22B-12 KRAFTSTOFFSYSTEM
Kühlmittel-Zusatzheizung
Kühlmitteltemperatursensor
AV2A22B022
Motorsteuergerät
(PCM)
Kurbelwinkelsensor
AV2A22B023
AV2A22B006
Relais, KühlmittelZusatzheizung
AV2A22B029
Klimaanlagenschalter
Gebläseschalter
Die Kühlmittel-Zusatzheizung dient dazu, das Kühlmittel nach dem Starten schneller auf Temperatur zu bringen.
Die Zusatzheizung funktioniert folgendermaßen:
Wenn die Kühlmitteltemperatur unmittelbar nach dem Starten weniger als 0 °C beträgt:
Die Zusatzheizung arbeitet für die Dauer T1, bis das Kühlmittel eine Temperatur von 65 °C erreicht hat. Die
Klimaanlage ist dabei abgeschaltet.
Wenn die Kühlmitteltemperatur unmittelbar nach dem Starten mehr als 0 °C beträgt:
Die Zusatzheizung arbeitet für die Dauer T1, bis das Kühlmittel eine Temperatur von 65 °C erreicht hat. Dabei ist
das Gebläse ein- und die Klimaanlage ausgeschaltet.
Wenn die Zusatzheizung gemäß ‘ ’ oder ‘ ’ betrieben wird und die Klimaanlage von ein “ON” nach aus “OFF”
geschaltet wird.
Bei eingeschaltetem Gebläse und einer Fahrzeuggeschwindigkeit von mindestens 5 km/h arbeitet die Zusatzheizung
maximal 20 Minuten oder bis zum Erreichen einer Kühlmitteltemperatur von 45 °C.
Die Zusatzheizung wird deaktiviert, wenn die Klimaanlage eingeschaltet wird, die Kühlmitteltemperatur 65 °C bzw. die
Motordrehzahl weniger als 500 1/min beträgt oder wenn Kühlmitteltemperatursensor bzw. Kurbelwinkelsensor ohne
Funktion sind.
Einschaltdauer (T1)
Kühlmittelzusatzheizung
(MIN)
25
20
15
10
5
o
( C)
-20 -15 -10
-5
0
Kühlmitteltemperatur
5
AV2A22B035
KRAFTSTOFFSYSTEM 22B-13
Fehlersuche
Fehlercodes
Fehlercode
02
Position
Kurbelwellen
sensor o. Funktion
Fehlercode-
Diagnose
B
Motordrehzahl beim Starten
Ansaugluftvorwärmung,
B:0,4 0,04
C:4,0 0,4
des Motors unter 60 1/min
(Stromkreis)
09
Notlaufmodus
Output
B
Kühlmittel-Zusatzheizung
und AGR werden deaktiviert
C
Kühlmitteltemperatur- – Kühlmitteltemperatur
Folgende Funktionen deaktiviert:
sensor o. Funktion
– Zusatzheizung
niedriger als -40°C
(Stromkreis)
– Ansaugluftvorwärmung
B
– Kühlmitteltemperatur
– AGR
höher als 150°C
– Leerlaufanhebung
B
C
Kühlerlüfter läuft mit niedriger
Drehzahl
Kühlmitteltemperatur-Signal
(an TCM) lautet “ON”
12
Drosselklappensensor o. Funktion
(Stromkreis)
– Drosselklappenstellung
A
B
Vorwärmrelais Nr. 1
und AGR deaktiviert
A:1,2 0,12
D:1,6 0,16
– Drosselklappenstellung
D
größer als 95%
18
Ansaugluftvorwärmung
B
geringer als 5%
B
C
– Spannung des Vorwärm-
ohne Funktion
relais geringer als 1V
(Stromkreis)
beim Einschalten des
Die Vorwärmrelais Nr. 1 & 2
werden deaktiviert
A
(außer beim Starten)
B
Relais
Vorglühleuchte blinkt
– Spannung des Vorwärm-
D
B
C
relais höher als 4V
beim Ausschalten des
Relais
36
Vorwärmrelais Nr. 2
Spannung des Vorwärm-
ohne Funktion
relais geringer als 1V
(Stromkreis)
beim Einschalten des Relais.
Die Vorwärmrelais Nr. 1 & 2
werden deaktiviert
A
(außer beim Starten)
Spannung des Vorwärm-
Vorglühleuchte blinkt
D
relais höher als 4V
beim Ausschalten des Relais.
B
C
22B-14 KRAFTSTOFFSYSTEM
Fehlercode: 02
Fehlfunktion Kurbelwinkelsensor
Mögliche Ursachen
• Stromkreis (+) zwischen Kurbelwinkelsensor und ECM unterbrochen o. kurzgeschlossen
• Stromkreis (-) zwischen Kurbelwinkelsensor und ECM unterbrochen o. kurzgeschlossen
• Fehlfunktion Kurbelwinkelsensor
Schritt
Prüfung
1
Zündung ausschalten, Kabelstecker von
Kurbelwellen-sensor und PCM abklemmen.
Widerstand zwischen Kabelstecker B08-B und PCMKabelstecker 2L messen (0Ω).
Entspricht der Widerstand dem vorgegebenen Wert?
2
3
Widerstand zwischen Kabelstecker B08-A und PCMKabelstecker 2K messen (0Ω).
Entspricht der Widerstand dem vorgegebenen Wert?
ECM-Kabelstecker anklemmen und Widerstand
zwischen Kabelstecker B08-A und B08-B messen
(0Ω).
Entspricht der Widerstand dem vorgegebenen Wert?
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
5
Zündung einschalten und Spannung zwischen
Kabelstecker B08-A und PCM-Kabelstecker 2K bzw.
zwischen Kabelstecker B08-B und PCM-Kabelstecker
2L messen (11-13V).
Entspricht die Spannung dem vorgegebenen Wert?
Luftspalt zwischen Kurbelwellensensor und
Sensorscheibe messen (0,5-1,5 mm).
Liegt das Spaltmaß innerhalb der Toleranz?
Stromkreisunterbrechung oder Kurzschluß zwischen
Kabelstecker B08-B und PCM-Kabelstecker 2L.
Gegebenenfalls instandsetzen.
Weiter mit Schritt 3.
Nein
Stromkreisunterbrechung oder Kurzschluß zwischen
Kabelstecker B08-A und PCM-Kabelstecker 2K.
Gegebenenfalls instandsetzen.
Ja
Stromkreisunterbrechung oder Kurzschluß zwischen
Kabelstecker B08-A und B08-B.
Gegebenenfalls instandsetzen.
Nein
4
Weiter mit Schritt 2.
Ja
Nein
Ja
Nein
Weiter mit Schritt 4.
Kabelstecker B08-A oder B08-B gegen Batterieplus
kurzgeschlossen.
Gegebenenfalls instandsetzen.
Weiter mit Schritt 5.
Kurbelwellensensor ersetzen.
Einbaulage der Sensorscheibe kontrollieren.
Luftspalt einstellen.
KRAFTSTOFFSYSTEM 22B-15
Fehlercode: 09
Mögliche Ursachen
Schritt
1
Fehlfunktion Kühlmitteltemperatursensor
• Stromkreis zwischen Kühlmitteltemperatursensor u. PCM unterbrochen o.
kurzgeschlossen
• Fehlfunktion Kühlmitteltemperatursensor
Prüfung
Maßnahme
Zündung ausschalten und Kabelstecker des
Kühlmitteltemperatursensorsabklemmen.
Zündung einschalten und Spannung zwischen
Kabelstecker B06-A und Masse messen (ca. 5V).
Entspricht die Spannung dem vorgegebenen Wert?
2
Nein
Ja
Zündung ausschalten und Widerstand zwischen
Kabelstecker B06-B und Masse messen (0Ω).
Entspricht die Spannung dem vorgegebenen Wert?
3
Ja
Widerstand zwischen Klemmen A und B des
Kabelsteckers B06 messen.
Temperatur
Weiter mit Schritt 2.
Stromkreisunterbrechung oder Kurzschluß
zwischen Kabelstecker B06-A und PCMKabelstecker 2Q.
Gegebenenfalls instandsetzen.
Weiter mit Schritt 3.
Nein
Stromkreisunterbrechung oder Kurzschluß
zwischen Kabelstecker B06-B und PCMKabelstecker 2F.
Gegebenenfalls instandsetzen.
Ja
Unzureichender Klemmenkontakt (oxidiert,
verbogen, falsch gesteckt).
Gegebenenfalls instandsetzen.
Widerstand(kΩ)
-20°C
16,52 kΩ ± 1,6
20°C
2,45 kΩ ± 0,24
80°C
0,322 kΩ ± 0,32
Nein
Kühlmitteltemperatursensor ersetzen.
22B-16 KRAFTSTOFFSYSTEM
Fehlercode: 12
Mögliche Ursachen
Schritt
1
2
Fehlfunktion Drosselklappensensor
• Stromkreisunterbrechung oder Kurzschluß zwischen Sensor und PCM
• Fehlfunktion Drosselklappensensor
Prüfung
Zündung ausschalten & Kabelstecker des
Drosselklappensensors abklemmen. Zündung
einschalten und Spannung zwischen Kabelstecker
B07-C und Masse messen (ca. 5V).
Entspricht die Spannung dem vorgegebenen Wert?
Zündung ausschalten und Widerstand zwischen
Kabelstecker B07-A und Masse messen (0Ω).
Entspricht der Widerstand dem vorgegebenen Wert?
Maßnahme
Ja
Nein
Ja
Nein
3
4
Kabelstecker des Drosselklappensensors anklemmen.
Zündung einschalten und Spannung zwischen
Kabelstecker B07-B und Masse bei geschlossener
Drosselklappe messen (0,6 V ± 0,25 V). Entspricht die
Spannung dem vorgegebenen Wert?
Gaspedal vollständig durchtreten und Spannung
zwischen B07-B und Masse messen (4,2-4,65V).
Entspricht die Spannung dem vorgegebenen Wert?
Ja
Weiter mit 2.
Stromkreisunterbrechung oder Kurzschluß zwischen
Kabelstecker B07-C und PCM-Kabelstecker.
Weiter mit 3.
Stromkreisunterbrechung oder Kurzschluß zwischen
Kabelstecker B07-A und PCM-Kabelstecker.
Weiter mit 4.
Nein
Stromkreisunterbrechung oder Kurzschluß zwischen
Kabelstecker B07-B und PCM-Kabelstecker 2S.
Gegebenenfall instandsetzen.
Ja
Unzureichender Klemmenkontakt (oxidiert, verbogen,
verrutscht). Prüfen und ggf. instandsetzen.
Nein
Drosselklappensensor ersetzen.
KRAFTSTOFFSYSTEM 22B-17
Fehlercode: 18
Mögliche Ursachen
Schritt
1
Fehlfunktion Relais Nr. 1 der Ansaugluftvorwärmung
• Relais der Ansaugluftvorwärmung NOK
• Stromkreis unterbrochen oder kurzgeschlossen
Prüfung
Zündung einschalten und mindestens 30 Sekunden
warten. Spannung zwischen PCM-Kabelstecker 1A
und Masse messen.
Beträgt die gemessene Spannung mehr als 5V?
Maßnahme
Ja
Nein
2
3
4
Zündung ausschalten und Relais 1 der
Ansaugluftvorwärmung abklemmen.
Widerstand zwischen Kabelstecker B09-D und
Masse messen.
Beträgt der gemessene Widerstand 0Ω?
Widerstand zwischen Kabelstecker B09-D und
PCM-Kabelstecker 1A messen (0Ω).
Entspricht der Widerstand dem vorgegebenen
Wert?
Zündung ausschalten und Relais der
Ansaugluftvorwämung abklemmen.
Widerstand zwischen Klemmen C und D des
Relaissteckers B09 messen (37 Ω bei 20°C).
Entspricht der Widerstand dem vorgegebenen
Wert?
Ja
Kurzschluß gegen Batterie zwischen PCMKabelstecker 1A und Relais-Kabelstecker B09-D.
Gegebenenfalls instandsetzen.
Weiter mit Schritt 2.
Kurzschluß gegen Masse zwischen Kabelstecker
B09-D und PCM-Kabelstecker 1A.
Gegebenenfalls instandsetzen.
Nein
Weiter mit Schritt 3.
Ja
Weiter mit Schritt 4.
Nein
Ja
Nein
Unterbrechung zwischen Kabelstecker B09-D und
PCM-Kabelstecker 1A.
Gegebenenfalls instandsetzen.
Klemmenkontakt an PCM-Kabelstecker 1A oder
Relais-Kabelstecker nicht i.O.
Prüfen und ggf. instandsetzen.
Relais Nr. 1 ersetzen.
22B-18 KRAFTSTOFFSYSTEM
Fehlfunktion Relais Nr. 2 der Ansaugluftvorwärmung
(niedrige Drehzahl)
Fehlercode : 36
Mögliche Ursachen
Schritt
1
• Relais der Ansaugluftvorwärmung NOK
• Stromkreis unterbrochen oder kurzgeschlossen
Prüfung
Zündung einschalten und mindestens 30 Sekunden
warten. Spannung zwischen PCM-Kabelstecker 2P
und Masse messen.
Beträgt die gemessene Spannung mehr als 5V?
Maßnahme
Ja
Kurzschluß gegen Batterie zwischen PCMKabelstecker C249-9 und Relais-Kabelstecker
B10–3B.
Gegebenenfalls instandsetzen.
Nein
Weiter mit Schritt 2.
2
3
4
Zündung ausschalten und Relais 2 der
Ansaugluftvorwärmung abklemmen.
Widerstand zwischen KabelsteckerB10-3B und
Masse messen.
Beträgt der gemessene Widerstand 0Ω?
PCM-Kabelstecker abklemmen. Widerstand zwischen
Kabelstecker B10-3B und PCM-Kabelstecker 2P
messen (0Ω).
Entspricht der Widerstand dem vorgegebenen Wert?
Zündung ausschalten und Relais der
Ansaugluftvorwämung abklemmen.
Widerstand zwischen Klemmen 3A und 3B des
Relaissteckers C192.
Entspricht der Widerstand dem vorgegebenen Wert?
Ja
Kurzschluß gegen Masse zwischen Kabelstecker
B10-3B und PCM-Kabelstecker 2P.
Gegebenenfalls instandsetzen.
Nein
Weiter mit Schritt 3.
Ja
Weiter mit Schritt 4.
Nein
Ja
Nein
Unterbrechung zwischen Kabelstecker B09-D und
PCM-Kabelstecker 1A.
Gegebenenfalls instandsetzen.
Klemmenkontakt an PCM-Kabelstecker 1A oder
Relais-Kabelstecker nicht i.O.
Prüfen und ggf. instandsetzen.
Relais Nr. 1 ersetzen.
22B-20 KRAFTSTOFFSYSTEM
Ausbau
4. Riemenscheibe der Einspritzpumpe abbauen.
1. Kurbelwelle langsam drehen und gelbe Markierung
auf dem Zahnriemenantriebsrad mit der Skala auf
der Zahnriemenabdeckung fluchten lassen.
Skala
T
10
5
10
20
15
30
0K552 131 003
J
3
AV2A22B002
Markierung
AV2A10B029-1
2. Kraftstoffleitung zwischen Einspritzpumpe und
Einspritzventil ausbauen.
3. Sicherungsscheibe von der Einspritzpumpe
abbauen und Sicherungsschraube wieder
einschrauben.
5. Markierung für den späteren Einbau der
Einspritzpumpe anbringen (s. Abbildung).
Sicherungsmutter und Stehbolzen lösen.
Markierungen
Sicherungsmutter
AV2A22B003
Sicherungsschraube
6. Einspritzpumpe ausbauen.
Sicherungsscheibe
AV2A10B017
KRAFTSTOFFSYSTEM 22B-21
Einbau
1. Einspritzpumpe einbauen und Zahnriemenscheibe
lose anbringen.
3. Entlüftungsstopfen einsetzen während sich das
Kopfstück am unteren Anschlag befindet.
Anzugsdrehmoment: 30 Nm
2. Steuerzeiten der Einspritzpumpe kontrollieren.
3. Sicherungsmutter und Stehbolzen festziehen.
Anzugsdrehmoment: 20 Nm
AN9022004
Achtung
Rechtzeitig tanken, um Kraftstoffmangel zu
vermeiden.
Stehbolzen
Sicherungsmutter
AV2A10B019
4. Sicherungsschraube lösen und Sicherungsscheibe
anbauen.
5. Einspritzpumpen-Riemenscheibe befestigen.
6. Leitung zwischen Einspritzpumpe und
Einspritzventil einbauen.
Kraftstoff-Filter
(mit Abscheider)
Entlüften
Achtung
Wenn Luft in die Einspritzanlage eingedrungen
ist (z.B. wegen Kraftstoffmangel oder Arbeiten
an der Kraftstoffanlage), muß das System wie
nachstehend beschrieben entlüftet werden.
Motor anschließend starten und auf auslaufenden Kraftstoff achten.
1. Entlüftungsstopfen vom Kraftstoffilter abnehmen .
2. Kopfstück des Kraftstoff-Filters mehrmals auf und
ab pumpen, bis Kraftstoff blasenfrei austritt.
Das System muß stets entlüftet werden, da der
Motor nicht startet, wenn Luft im System vorhanden ist.
Bitte wie folgt vorgehen, falls der Motor wegen
Kraftstoffmangel abgestorben ist:
1. Zunächst Dieselkraftstoff auffüllen.
2. Kraftstoff-Filter entlüften.
Entlüftungsschraube an der Oberseite des
Filters lösen und Handpumpe betätigen, bis
der Kraftstoff blasenfrei austritt. Schraube
festziehen.
3. Kraftstoffleitung zwischen Filter und Einspritzpumpe entlüften.
Überwurfmutter an den Einspritzventilen lösen
und Motor starten, bis der Kraftstoff blasenfrei
austritt. Überwurfmutter festziehen.
22B-22 KRAFTSTOFFSYSTEM
Einspritzdüsen
Entwässern
Ausbau
Hinweis
Wasser wie folgt ablassen, falls die AbscheiderWarnleuchte aufleuchtet.
1. Ablaßschraube herausnehmen und Wasser durch
Pumpen mit dem Kopfstück des Kraftstoff-Filters
ablassen.
2. Kraftstoff-Filter nach dem Ablassen des Wassers
entlüften.
1.
2.
3.
4.
5.
Batterie-Massekabel abklemmen.
Kraftstoffleitung abbauen.
Kraftstoffrückführung abbauen.
Halterungen der Einspritzventile abbauen.
Dichtungen der Einspritzventil-Halterungen
abnehmen.
Detektor
1. Detektor aus dem Abscheider ausbauen.
2. Durchgangsprüfung durchführen. Es muß Durchgang bestehen, wenn der Detektor abwärts bewegt
wird und umgekehrt.
Achtung
Nach dem Einbau des Detektors muß entlüftet
werden.
AV2A22B005
Prüfung
Hinweis
Einspritzventile unter Verwendung von Dieselkraftstoff mit einer Temperatur von ca. 20°C prüfen.
AN9022006
AN7021C033
Einspritzdruck
1. Einspritzmanometer “nullen” und System durch
mehrmaliges Pumpen entlüften.
2. Handhebel des Testers langsam niederdrücken
und Einspritzdruck ablesen.
Einspritzdruck:
210 kg/cm2
KRAFTSTOFFSYSTEM 22B-23
Ventilsitz
Einbau
1. Angegebenen Druck aufbauen (115 kg/cm2) und
prüfen, ob Kraftstoff aus der Bohrung des
Einspritzventils austritt. Einspritzventil zerlegen,
reinigen und erneut prüfen oder ggf. ersetzen, falls
Kraftstoff austritt.
1. Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge des
Ausbaus.
Achtung
a) Scheibe und Dichtung nicht
wiederverwenden.
b) Beim Einbau der Dichtung muß die rote
Seite zum Einspritzventil weisen.
c) Beim Festziehen der Einspritzventile auf die
Einhaltung der Drehmomentwerte achten.
d) System nach dem Einbau von
Einspritzventilen entlüften.
Anzugsdrehmoment:
20 - 22 Nm
Ansaugluftvorwärmung
Prüfung
AV2A22B031
Strahlbild
1. Einspritzventil an Tester befestigen und durch
mehrmaliges Pumpen entlüften.
2. Hebel schnell mehrmals betätigen, ohne daß das
Ventil zuvor unter Druck steht, (beim Pumpen muß
ein pulsierendes Geräusch zu hören sein) und
Strahlbild prüfen.
(1) Der Kraftstoff muß fein und gleichmäßig verteilt
werden.
(2) Einspritzwinkel und -richtung müssen normal
sein.
1. Beide Kabelstecker der Ansaugluftvorwärmung
abklemmen.
2. Widerstand zwischen den beiden Klemmen der
Ansaugluftvorwärmung messen.
3. Ansaugluftvorwärmung ersetzen, falls kein
Durchgang vorhanden ist.
4. Ansaugluftvorwärmung reinigen, falls Ruß, Staub
oder andere Fremdstoffe anhaften.
5. Dichtungen zu beiden Seiten der
Ansaugluftvorwärmung beim Einbau ersetzen.
Achtung
Einbaulage der Dichtungen beachten.
3. Einspritzdüse zerlegen, reinigen und erneut prüfen
oder ersetzen, falls ein ungewöhnliches Strahlbild
vorliegt.
AV2A22B033
AV2A22B032
22B-25 Fuel system
ZÜNDANLAGE
Zündanlage
Spezialwerkzeuge
Zündanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30-01
Fehlersuchtabelle
Zündanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30-02
Technische Daten
Zündanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30-03
Allgemeine Beschreibung
Übersicht Zündanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30-04
Funktionsbeschreibung Zündanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30-05
Bauteile der Zündanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30-06
Wartung am Fahrzeug
Prüfung
Funkenprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30-07
Zündspule
Spannungsprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30-08
Widerstandsprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30-08
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30-08
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30-08
Zündkerzen
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30-09
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30-09
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30-10
Zündkabel
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30-10
30
ZÜNDANLAGE 30-01
Spezialwerkzeuge
Zündanlage
0K552 131 001
Zündkerzenschlüssel
Zum Aus- und Einbau der Zündkerzen.
30-02 ZÜNDANLAGE
Fehlersuchtabelle
Zündanlage
Problem
Mögliche Ursache
Maßnahme
Anlasser dreht sich, aber Motor
Fehlfunktion Zündanlage
springt nicht an
• Zündspule Fehlfunktion
Prüfen und ggf. ersetzen
• Zündkabel fehlerhaft
Prüfen und ggf. ersetzen
Zündverkabelung oder Kabelstecker lose oder gebrochen
Prüfen und ggf. ersetzen
Unrunder Leerlauf
Zündkerzen nicht i.O.
Prüfen und ggf. ersetzen
Zündverkabelung beschädigt
Prüfen
PCM-Fehlfunktion
Siehe Kapitel 21
Fehlfunktion Zündanlage
Stottern / Beschleunigung NOK
• Zündspule Fehlfunktion
Prüfen und ggf. ersetzen
• Zündkabel fehlerhaft
Prüfen und ggf. ersetzen
Zündkerzen nicht i.O.
Prüfen und ggf. ersetzen
Zündverkabelung beschädigt
Prüfen
PCM-Fehlfunktion
Siehe Kapitel 21
Fehlzündungen
PCM-Fehlfunktion
Siehe Kapitel 21
Überhitzung
PCM-Fehlfunktion
Siehe Kapitel 21
ZÜNDANLAGE 30-03
Technische Daten
Zündanlage
Position
Leerlaufdrehzahl
Zündspule
Zündkabel
Elektrodenabstand
KV6 DOHC
725±50 1/min
Bauart
Doppelspule
Primärwiderstand
0,36-0,44 Ω bei 20°C
Sekundärwiderstand
10,9-13,3 kΩ bei 20°C
16 kΩ/m
1,0-1,1 mm
Zündkerzentyp
PFR6N-11
Zündfolge
1-6-5-4-3-2
30-04 ZÜNDANLAGE
Allgemeine Beschreibung
Übersicht Zündanlage
Zündspule
Nockenwellensensor
Kurbelwinkelsensor
AV2A30002A
Der KV6 BENZINMOTOR ist mit einer verteilerlosen Zündanlage (DLI = Distributorless Ignition) ausgestattet.
Das System besteht aus den folgenden Hauptkomponenten:
*
*
*
*
*
3 getrennte Spulenpakete
Kurbelwinkelsensor, der Drehzahldaten an das PCM liefert
In das PCM eingebautes Zündsteuerungsmodul
Nockenwellensensor, der Daten zur Zündfolge an das PCM liefert
Zündkabel und -kerzen
ZÜNDANLAGE 30-05
Funktionsbeschreibung Zündanlage
Zündkerze Zündkerze
Nr. 2
Nr. 1
ECM
Luftmassenmesser
Kühlmitteltemperatursensor
Zündspulen
IG 1
Drosselklappensensor
Elektrische Verbraucher
Getriebesteuergerät
Zündkerze Zündkerze
Nr. 3
Nr. 4
Zündschalter
Zündkerze Zündkerze
Nr. 5
Nr. 6
Nockenwellensensor
Kurbelwinkelsensor
AV2A30001
In einer herkömmlichen Zündanlage erzeugt die Zündspule eine Hochspannung, die dann über den Verteiler als
Impuls zum richtigen Zeitpunkt an die einzelnen Zündkerzen geleitet wird. Bei verteilerlosen Zündanlagen erkennt
das PCM über die Eingangssignale zweier Sensoren (Nockenwellensensor und Kurbelwinkelsensor), welcher Zylinder
bereit für den Zündimpuls ist. Darauf hin übermittelt das PCM ein Zündsignal an eine der Zündspulen. Die jeweilige
Zündspule erzeugt eine Hochspannung und leitet sie an die betreffende Zündkerze.
Bei der vorliegenden verteilerlosen Zündanlage handelt es sich um ein System mit “Überschußfunken”, d.h. es funken
immer zwei Zündkerzen gleichzeitig. In einem der Zylinder erfolgt die Zündung bei OT während des Verdichtungstakts, während in einem weiteren Zylinder bei OT während des Ausstoßtakts gezündet wird.
Die Zylinderpaarung ergibt sich aus der Zündfolge. Beim Carnival lautet die Zündfolge zum Beispiel 1-6-5-4-3-2. Die
Zylinder 1 und 4 befinden sich in derselben Stellung, Nummer 6 und 3 sind um 180° versetzt, es folgen Nr. 5 und 2.
Die Zündkerzen 1 und 4 zünden simultan, dasselbe gilt für die Kerzen in den Zylindern 6 und 3 sowie 5 und 2.
Daraus folgt, daß in einem der Zylinder ein Zündfunken überspringt, während in seinem “Doppelgänger” zur gleichen
Zeit ein “Überschußfunken” gezündet wird. Diese Doppelzündung führt dazu, daß man bei Verwendung eines
Induktionsmessers zur Drehzahlbestimmung den doppelten Wert der tatsächlichen Drehzahl erhält (z.B. 1.600 statt
800 1/min.
30-06 ZÜNDANLAGE
Elektronische Zündverstellung
Der Zündzeitpunkt wird vom PCM anhand der Eingangssignale verschiedener Sensoren und Schalter
bestimmt. Auf diese Weise wird eine optimale Leistungsausbeute gewährleistet. Das PCM verstellt den
Zündzeitpunkt abhängig von Drehzahl, Ansaugluftmenge, Kühlmitteltemperatur und weiteren Faktoren.
Hinweis:
• Zündzeitpunkt im Leerlauf: 12° 5° vor OT
• Zündzeitpunkt nicht einstellbar
Bauteile der Zündanlage
Der mechanische, rotierende Zündverteiler ist einer
Reihe stationärer Bauteile gewichen, die elektronisch
gesteuert werden. Es folgt eine kurze Beschreibung
der einzelnen Komponenten.
Zündspulen
Die Anlage verwendet drei Zündspulen, die auf dem
Ventildeckel befestigt sind. Jede Zündspule sendet
simultan einen Zündimpuls an zwei Zylinder. Dabei
befindet sich der Kolben des einen Zylinders in
Stellung “OT” beim Verdichtungstakt, während der
andere Kolben beim Ausstoßtakt auf “OT” steht. Der
Widerstand der drei Spulen ist identisch. Die Spulen
sind wartungsfrei und müssen ersetzt werden, falls sie
ohne Funktion sind.
Zündkabel
Die Zündspulen sind über Hochspannungs-Zündkabel
mit den Zündkerzen verbunden. Ihre Funktion ist im
wesentlichen mit derjenigen bei Verteiler-Zündanlagen
identisch. Da sie jedoch kürzer sind und somit Leitungsverluste minimiert werden, tragen die DLI-Zündkabel zu einer verbesserten Zündspannung und einem
stärkeren Zündfunken bei. Darüber hinaus wird die
Entstehung von Interferenzen unter den einzelnen
Zündkabeln reduziert.
Zündkerzen
Die Zündkerzen weisen den erforderlichen Luftspalt
auf, um den von der Zündspule erhaltenen Hochspannungsimpuls in einen Funken zu verwandeln, der
zwischen den Kerzenelektroden überspringt. Dieser
Lichtbogen zündet das Kraftstoff-/Luftgemisch in den
Zylindern.
Es werden Zündkerzen mit platinbeschichteten
Elektroden verwendet, die unter normalen Betriebsbedingungen eine Lebenserwartung von ca. 100.000 Km
haben (siehe Wartungstabelle in diesem Handbuch).
ZÜNDANLAGE 30-07
Wartung am Fahrzeug
Prüfung
Funkenprüfung
1.
2.
3.
4.
Kerzenstecker abziehen.
Zündkerze ausschrauben.
Zündkerze in den Kerzenstecker einsetzen.
Zündkerze mit isolierter Zange so halten, daß sich
die Elektroden ca. 5 mm - 10 mm von einem
Massepunkt entfernt befinden (s. Abbildung).
5. Motor durchdrehen lassen und prüfen, ob ein
starker blauer Funke überspringt.
BSX030004
Folgende Punkte prüfen, falls kein Funke
überspringt.
Schritt
1
Prüfung
Kontakt der Zündspulen prüfen
Maßnahme
OK
nicht i.O.
2
Widerstand der Zündkabel prüfen
OK
Weiter mit dem nächsten Schritt
Instandsetzen oder ersetzen
Weiter mit dem nächsten Schritt
Widerstand: 16 kΩ/m
nicht i.O.
3
Aufladung der Zündspulen prüfen
OK
Ersetzen
Weiter mit dem nächsten Schritt
1. Zündschalter in Stellung “ON”
2. Aufladung der Zündspule (+) prüfen
nicht i.O.
Kabelverbindungen zwischen Zündschalter,
Zündspule und PCM prüfen
4
Widerstand der Zündspulen prüfen
Widerstand
Primärwicklung:
OK
nicht i.O.
Weiter mit dem nächsten Schritt
Ersetzen
0,36-0,44 Ω bei 20°C
Sekundärwicklung: 10,9-13,3 kΩ bei 20°C
5
PCM prüfen (siehe Abschnitt 21)
OK
nicht i.O.
Ersetzen
30-08 ZÜNDANLAGE
Zündspule
2. Widerstand der Sekundärwicklung mit einem Ohmmeter messen. Zündspule ersetzen, falls der gemessene Wert nicht der Spezifikation entspricht.
Spannungsprüfung
1.
2.
3.
4.
5.
Batterie-Massekabel abklemmen.
Zündspulen-Kabelstecker abklemmen.
Batterie-Massekabel anklemmen.
Zündschalter in Stellung “ON” bringen.
Spannung zwischen rosafarbenem Kabel und
Masse des Zündspulen-Kabelsteckers messen.
Widerstand der Sekundärwicklung:
10,9-13,3 kΩ bei 20°C
Spannung: ca. 12 Volt
6. Hauptsicherung, Zündschalter und Kabelstrang
prüfen, falls keine Spannung anliegt.
Widerstandsprüfung
1. Widerstand der Primärwicklung mit einem Ohmmeter messen. Eine Prüfspitze des Ohmmeters an
die Plusklemme (+) und andere Prüfspitze an die
Minusklemme (-) der Zündspule anklemmen. Zündspule ersetzen, falls der gemessene Wert nicht der
Spezifikation entspricht.
Zu einer Baugruppe gehören drei Zündspulen, die
alle geprüft werden müssen.
AV2030003
Ausbau
1.
2.
3.
4.
Batteriekabel abklemmen.
Zündkabel abklemmen.
Zündspulen-Kabelstecker abklemmen.
Befestigungsschrauben der Zündspuleneinheit
lösen (5 Stck.).
5. Zündspuleneinheit ausbauen.
Widerstand der Primärwicklung:
0,36-0,44 Ω bei 20°C
Einbau
1. Befestigungsschrauben der Zündspuleneinheit
einsetzen und festziehen (5 Stck.).
Anzugsdrehmoment:
7-10 Nm
2. Zündspulen-Kabelstecker anklemmen.
3. Zündkabel anklemmen. Die Kabel sind markiert,
um die richtige Zuordnung zu gewährleisten.
4. Batteriekabel anklemmen.
AV2030002
AV2021001-1
ZÜNDANLAGE 30-09
Zündkerzen
Prüfung
Achtung
Keine Wartungsarbeiten an den Zündkerzen
durchführen, solange der Motor noch heiß ist.
Ausbau
1. Batterie-Massekabel abklemmen.
2. Zündkerzenstecker vorsichtig abziehen.
3. Umgebung der Kerzenbohrungen mit Druckluft
ausblasen, um Schmutz und Fremdkörper zu
entfernen.
4. Kerzenschlüssel gerade aufsetzen und Zündkerzen
herausschrauben.
1. Batterie-Massekabel abklemmen.
2. Zündkerze in den Kerzenstecker einsetzen.
3. Zündkerze mit isolierter Zange so halten, daß sich
die Elektroden ca. 5 mm - 10 mm von einem
Massepunkt entfernt befinden.
VORSICHT
BEIM AUSFüHREN DER FOLGENDEN SCHRITTE
NICHT DIE FAHRZEUGMASSE BERüHREN.
4. Zündkerze festhalten und Anlasser betätigen
(2. Person erforderlich). Prüfen, ob ein starker
blauer Funken zwischen Elektrode und Masse
überspringt.
Kerzenschlüssel
BSX030004
BSX030003
Hinweis
Fahrzeug aufbocken und Spezialwerkzeug (0K552
131 001) verwenden, um die Zündkerzen der
Zylinder Nr. 2, 4 und 6 herauszuschrauben.
5. Folgende Punkte prüfen und ggf. instandsetzen,
falls kein Funke überspringt oder der Funke zu
schwach ist:
Kohleablagerungen. Kerze reinigen o. ersetzen.
Kerze verölt. Ursache beheben, Kerze ersetzen.
Elektrode verbrannt o. verschlissen. Ersetzen.
Isolator gebrochen o. verbrannt. Kerze ersetzen
Kerzenring beschädigt. Kerze ersetzen.
Elektrodenabstand nicht i.O. Korrigieren oder
Kerze ersetzen
Elektrodenabstand:
1,0 - 1,1 mm
Verschleiß oder
Kohleablagerungen
verbrannt
Elektrodenabstand
Beschädigung,
Verschleiß
0K552 131 001
AV2030004
beschädigt
BSX030005
30-10 ZÜNDANLAGE
EINBAU
1. Zündkerzen in den Zylinderkopf einschrauben.
Anzugsdrehmoment:
25-30 Nm
2. Zündkabel anklemmen.
3. Batterie-Massekabel anklemmen.
Zündkabel
Prüfung
1. Zündkabel von den Zündkerzen und den Zündspulen abklemmen.
2. Kabel auf Brüche der Isolierung untersuchen.
3. Anschlüsse der Zündkabel auf Korrosion und
Brandspuren untersuchen.
4. Widerstand der Zündkabel mit einem Ohmmeter
messen.
Widerstand:
16 kΩ/m
5. Zündkabel ersetzen, falls nicht i.O.
BSX030006
ANLASSER
Anlasser
Fehlersuchtabelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31-01
Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31-03
Funktionsbeschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31-03
Wartung am Fahrzeug
Anzugsspannung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31-04
Magnetschalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31-04
Aus- und Einbau
Anlasser
Aus- und Einbauhinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31-05
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31-06
31
ANLASSER 31-01
Fehlersuchtabellen
Anlasser
Nr.
Position
Seite
1
Anlasser dreht nicht
31-1
2
Motor dreht nicht durch, obwohl Anlasser dreht
31-1
3
Motor dreht beim Starten zu langsam durch
31-2
4
Ladekontrolleuchte leuchtet bei laufendem Motor
31-2
5
Batterie entladen
31-2
6
Fehlzündungen
31-2
Fehlersuche
1
Anlasser dreht nicht
Schritt
Prüfung
Maßnahme
1
Prüfen, ob Motor mit geladener Batterie durchdreht
2
Prüfen, ob Spannung an Klemme “B” anliegt
KV6
KV6Benzinmotor
Gasoline
Ja
Batterie und Generator prüfen (siehe Seite 32-5)
Nein
Mit dem nächsten Schritt fortfahren
Ja
Mit dem nächsten Schritt fortfahren
J3 J3
TCI
TCIDiesel
Diesel
Klemme “B”
Nein
Klemme “B”
3
Kabelstrang prüfen
AV2A31001
Prüfen, ob an der Klemme “S” bei durchgetretenem
Ja
Anlasser ersetzen
Kupplungspedal (M/T), bzw. in Stellung “P” (A/T)
und Zündschalter in Stellung “ON” Spannung anliegt
KV6
Benzinmotor
KV6
Gasoline
J3 J3
TCI
Diesel
TCI
Diesel
Klemme “S”
Nein
Klemme “S”
2
• Fahrstufenschalter prüfen(Automatikgetriebe)
(siehe Kapitel 42, “Automatikgetriebe”)
• Zündschalter prüfen (siehe Kapitel 21,
“Fehlersuche Elektrik”)
• Kabelstrang prüfen
AV2A31001
Motor dreht nicht durch, obwohl Anlasser dreht
Schritt
Prüfung
1
Prüfen, ob Anlasserritzel beim Starten anzieht
Maßnahme
Ja
(Klickgeräusch beim Anziehen)
Anlasser ausbauen und Verzahnung des Zahnkranzes
sowie des Anlasserritzels prüfen
Nein
Magnetschalter prüfen,
ggf. instandsetzen oder ersetzen
31-02 ANLASSER
3
Motor dreht beim Starten zu langsam durch
Schritt
1
2
Prüfung
Maßnahme
Prüfen, ob Motor mit geladener Batterie normal dreht
Anschluß des Anlasserkabels auf feste Verbindung
Ja
Batterie und Generator prüfen (siehe Kapitel 32)
Nein
Mit dem nächsten Schritt fortfahren
Nein
Anschluß instandsetzen oder ersetzen
und Korrosion prüfen
prüfen
Ja
prüfen
4
AV2A31002
Ladekontrolleuchte leuchtet bei laufendem Motor
Schritt
1
Anker auf Verzug prüfen, ggf. instandsetzen oder ersetzen
Prüfung
Maßnahme
Auf korrekte Batteriespannung im Leerlauf prüfen
Ja
Kabelstrang zwischen Klemme “L” des Anlassers und
Ladekontrolleuchte prüfen
Soll-Spannung: 14,1-14,7 V
5
Batterie und Generator prüfen (siehe Kapitel 32)
Batterie entladen
Schritt
1
Nein
Prüfung
Maßnahme
Batterie und Generator prüfen
Ja
Ruhestrom messen (Zündschalter in Stellung “ON”)
(siehe Kapitel 32)
Ruhestrom: max. 20mA
(siehe Kapitel 32)
Nein
6
Fehlzündungen
Schritt
1
Bauteile ggf. instandsetzen oder ersetzen
Prüfung
Zündkabel nacheinander von den Kerzen abziehen,
Maßnahme
Ja
Zündkerzen prüfen (siehe Kapitel 30, “Zündanlage”)
Anlasser betätigen und auf starken blauen Funken
Falls OK, ist die Motorelektrik in Ordnung
prüfen
Falls nicht i.O., Zündkerze reinigen oder instandsetzen
Nein
Zündanlage prüfen (siehe Kapitel 30, “Zündanlage”)
ANLASSER 31-03
Technische Daten
Anlasser
Motor / Getriebe
KV6 Benzinmotor
Position
Anlasser
M/T
Bauart
Leistung
(V-KW)
J3 TCI Diesel
A/T
M/T
A/T
Schubschraubbetrieb
Schubschraubbetrieb
12/1,2
12/2,2
Funktionsbeschreibung
Anlasser
Konstruktionsansicht
Anzugsspule
Haltespule
A-01
B
B[E]
M
A-02
S
B/R[E]
Kohle
Anker
Batterie
Magnet
Antriebsritzel
Untersetzungsrad
Magnet
Anker
Kohle
Haltespule
Anzugsspule
S
A-02
B/R[E]
M
B
A-01
B[E]
Antriebsritzel
Untersetzungsrad
Batterie
AV2A31003
31-04 ANLASSER
Wartung am Fahrzeug
Magnetschalter
Anzugsspule
Anlasser
Hinweis
a) Batterie-Massekabel abklemmen.
b) Kabel von Klemme “M” des Anlassers
abklemmen.
Anzugsspannung
1. Batteriespannung prüfen.
Spannung: min. 12,4 V
2. Prüfen, ob der Anlasser beim Starten leichtgängig
dreht.
3. Spannung an der Klemme “S” prüfen, falls der
Anlasser nicht dreht.
1. Auf Durchgang zwischen Klemmen “S” und “M”
prüfen.
2. Magnetschalter ersetzen, falls kein Durchgang
vorhanden ist.
Spannung: min. 8 V
•
•
Über 8 V:
Unter 8 V:
Anlasser prüfen.
Verkabelung prüfen (Hauptsicherung,
Zündschalter und Fahrstufenschalter
(Automatikgtriebe)).
ALX031003
Haltespule
1. Auf Durchgang zwischen Klemme “S” und dem
Gehäuse des Magnetschalters prüfen.
2. Magnetschalter ersetzen, falls kein Durchgang
vorhanden ist.
ALX031002
ALX031004
ANLASSER 31-05
Aus- und Einbau
Anlasser
1. Batterie-Massekabel abklemmen.
2. Alle Teile prüfen und bei Bedarf instandsetzen oder ersetzen.
3. In umgekehrter Reihenfolge einbauen.
KV6 Benzinmotor
Klemme “S”
Klemme “B”
Klemme “M”
J3 TCI Diesel
Klemme “B”
Klemme “M”
Schraube
Klemme “S”
AV2A31004/AV2A31005
31-06 ANLASSER
Prüfung
Rückzugsprüfung
Magnetschalter
Anzugsprüfung
1. Kabel von der Klemme “S” abklemmen und Batterie
zwischen Klemme “M” und Anlassergehäuse anklemmen.
Hinweis
Stromfluß nicht länger als 10 Sekunden aufrecht
erhalten.
1. Klemme “S” an Spannung und Anlassergehäuse an
Masse legen. Das Zahnrad zieht bis zum Anschlag
an.
Batterie
AT3031007
2. Freilaufkupplung mit einem Schlitzschraubendreher
herausziehen und prüfen, ob sie beim Loslassen
wieder in die Ausgangsstellung zurückkehrt.
Batterie
Lastprüfung
AT30031007
1. Prüfkreis unter Verwendung eines Volt- und eines
Amperemeters aufbauen.
2. Luftspalt zwischen Zahnrad und Anschlag messen.
Hinweis
Möglichst starke Kabel verwenden und Anschlüsse
fest anziehen.
Zahnrad-Luftspalt: 0,5 mm - 2,0 mm
Schalter
Amperemeter
Voltmeter
Batterie
Anlasser
0,5-2,0 mm
AT30031008
3. Luftspalt durch Verringern oder Erhöhen der Anzahl
verwendeter Distanzscheiben zwischen Magnetschalter und Anlassergehäuse korrigieren, falls er
nicht der Spezifikation entspricht.
Bei Verwendung zusätzlicher Scheiben verringert
sich der Luftspalt.
AT3031010
2. Schalter schließen, um den Anlasser zu betätigen.
3. Folgende Punkte prüfen.
Spannung
Stromstärke
Drehzahl
(V)
(A)
(1/min)
KV6 DOHC
11,0
unter 100
über 2.200
J3 TCI
11,0
unter 130
über 4.500
4. Ursachen ermitteln, falls Spezifikationen nicht eingehalten werden (siehe “Prüfung”).
GENERATOR, BATTERIE
Generator, Batterie
Fehlersuchtabellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32-1
Technische Daten
32-3
Funktionsbeschreibung
32-4
Wartung am Fahrzeug
Batterie
Rippenriemen
32-5
32-5
Aus- und Einbau
Benziner
Diesel
32-5
32-6
32
GENERATOR, BATTERIE 32-1
Fehlersuchtabellen
Generator
Nr.
Position
Seite
1
Generator lädt nicht
32-1
2
Batterie entlädt sich
32-2
Fehlersuche
1
Generator lädt nicht
Schritt
1
Prüfung
Maßnahme
Batteriespannung messen
Ja
Nennspannung: mehr als 12,4 V
2
Nein
Motor starten und darauf achten, ob die
Ladekontrolleuchte aufleuchtet
Ja
Nein
3
Prüfen, ob die Spannung an den Klemmen OK ist
Klemme
B
L
S
Zündung: AN
ca. 12 V
ca. 1 V
ca. 12 V
Ja
Leerlauf
14,1-14,7 V
14,1-14,7 V
14,1-14,7 V
Nein
S
Mit dem nächsten Schritt fortfahren
Batterie prüfen
Mit Schritt 4 fortfahren
Mit dem nächsten Schritt fortfahren
Kabelstrang zwischen Batterie und Klemme “B”
prüfen
Kabelstrang prüfen
Generator ersetzen
L
B
AT3032005
4
1. Amperemeter (KV6: 150A max., J3: 100A max.)
zwischen Klemme “B” u. Kabelstrang
anklemmen
2. Motor starten
3. Motor mit 2.500-3.000 1/min drehenlassen
4. Prüfen, ob die Stromstärke unter Last (einen
oder mehrere elektrische Verbraucher einschalten) höher ist als ohne Last (elektrische
Verbraucher abschalten)
5
Ja
Nein
Ja
Ladesystem arbeitet normal
Mit dem nächsten Schritt fortfahren
Generator ersetzen
Rippenriemenspannung prüfen
Nein
Rippenriemen spannen
32-2 GENERATOR, BATTERIE
2
Batterie entlädt sich
Schritt
Prüfung
Maßnahme
1
Ruhespannung der Batterie mit digitalem Voltmeter
und einer Genauigkeit von 0,01 V messen.
Ja
Nein
Nennspannung: mehr als 12,4 V
2
Batterie mit geeignetem Gerät unter Last setzen
Ja
Mit dem nächsten Schritt fortfahren
Zwei Stunden schnelladen und Spannung erneut
messen; Batterie ersetzen, falls Spannung unter
12,4V
Mit dem nächsten Schritt fortfahren
Lastprüfung
Batterie
PT55 - 26FL
PT80 - 33FL
Last (A)
300
Schnelladen und Lasttest durchführen
(mx. 15 Sekunden); liegt die Spannung über der
Spezifikation?
Nein
Batterie ersetzen
Batteriespannung unter Last
Ungefähre
Batterietemp. (°C)
21
15
10
4
-1
-7
-12
-18
3
Mindestspannung (V)
Ruhespannung der Batterie messen
9,6
9,5
9,4
9,3
9,1
8,9
8,7
8,5
Ja
Batterie ist OK
Nein
Batterie laden
Nennspannung: mehr als 12,4 V
GENERATOR, BATTERIE 32-3
Technische Daten
Batterie und Generator
Motor / Getriebe
Position
Batterie
M/T
Spannung
Leistung
A/T
PT55 - 26FL
PT80 - 33FL MF
(AH)
55 Ah
80 Ah
(V-A)
12-85
AC
12-110
Transistor (interner IC-Regler)
Regler
Regelspannung
M/T
12V
Bauart
Ausgangsleistung
J3 TCI Diesel
A/T
(V)
Typ-Bezeichnung
Generator
KV6 Benzinmotor
(V)
14,1-14,7
32-4 GENERATOR, BATTERIE
Funktionsbeschreibung
Generator
Schaltplan
A-05
R/B[E]
B
Statorspule
Ladekontrolleuchte
A-04
W/B[E]
L
F
Rotorspule
S
G/W
A-04
E
IC-Regler
Zündschalter
Batterie
A-04 Generator (B)
B
G/W
A
A-05 Generator (B)
W/B
R/B
AT3032007
GENERATOR, BATTERIE 32-5
Wartung am Fahrzeug
Aus- und Einbau
Generator (Motor KV6 DOHC)
Batterie
Prüfung
Säurestand
1. Prüfen, ob sich der Säurestand zwischen den
Markierungen “MIN” und “MAX” befindet.
2. Mit destilliertem Wasser bis zur Markierung “MAX”
auffüllen. Nicht überfüllen.
1. Batterie-Massekabel abklemmen.
2. Automatische Spannvorrichtung entspannen und
Rippenriemen abnehmen.
Säuredichte
1. Dichte mit einem Säuretester prüfen.
Dichte:
1,27-1,29 bei 25°C
Pole und Kabel
1. Auf festen Sitz der Batterieanschlüsse achten, um
gute Leitfähigkeit zu gewährleisten.
2. Auf korrodierte oder ausgefranste Kabel achten.
3. Darauf achten, daß die Gummikappe des Pluspols
korrekt sitzt.
4. Batteriepole ggf. reinigen und leicht fetten.
Rippenriemen
Prüfung
1. Rippenriemen und Riemenscheiben auf Verschleiß,
Brüche und Ausfransungen prüfen, ggf. ersetzen.
2. Sicherstellen, daß der Rippenriemen deckend über
alle Riemenscheiben und Spannrollen läuft, ggf.
Fehlerursache ermitteln.
AV2A42154
3. Kabel von Klemme “B” abklemmen und anschließend Kabelstecker von Klemmen “L” und “S”
abklemmen.
4. Generator ausbauen.
Generator
AV2A10005
5. In umgekehrter Reihenfolge einbauen.
Anzugsdrehmoment:
45 Nm
32-6 GENERATOR, BATTERIE
Generator (J3 TCI Diesel)
Aus- und Einbau
1. Batterie-Massekabel abklemmen.
2. Automatische Spannvorrichtung entspannen und
Rippenriemen abnehmen.
AV2A10B038
3. Kabel von Klemme “B” abklemmen und anschließend Kabelstecker von Klemmen “L” und “S”
abklemmen.
4. Generator ausbauen.
Generator
AV2A10B002
5. In umgekehrter Reihenfolge einbauen.
Anzugsdrehmoment:
45 Nm
KUPPLUNG
Kupplung
Spezialwerkzeuge
Kupplung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40-01
Fehlersuchtabelle
Kupplung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40-02
Technische Daten
Kupplung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40-03
Funktionsbeschreibung
Konstuktionsansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40-04
Wartung am Fahrzeug
Kupplung
Flüssigkeitsstand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40-05
Entlüften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40-05
Kupplungspedal einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40-06
Kupplungspedalspiel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40-06
Aus- und Einbau
Kupplungspedal
Aus- und Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40-07
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40-07
Kupplungsgeberzylinder
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40-08
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40-08
Kupplungsnehmerzylinder
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40-09
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40-09
Kupplung
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40-10
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40-12
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40-13
Zerlegung und Zusammenbau
Kupplungsgeberzylinder
Zerlegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40-15
Zusammenbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40-16
Kupplungsnehmerzylinder
Zerlegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40-17
Zusammenbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40-18
40
KUPPLUNG 40-01
Spezialwerkzeuge
Kupplung
0K130 160 010
Kupplungs-Zentrierdorn
Zum Zentrieren der Kupplungsscheibe
0K130 430 019
Spezialschlüssel
Für die Verschraubungen der Kupplungsleitungen
0K410 111 012
Lagerabzieher
Zum Ausbau des Schwungrad-Führungslagers
0K590 111 001
Zahnkranzsperre
Zum Arretieren des Schwungrads
40-02 KUPPLUNG
Fehlersuchtabelle
Kupplung
Problem
Mögliche Ursache
Maßnahme
Kupplung rutscht
Kupplungsscheibe verschlissen
Kupplungsscheibe verölt
Druckplatte beschädigt
Tellerfeder beschädigt oder ermüdet
Kupplungspedalspiel zu gering
Kupplungspedal hängt fest
Schwungrad beschädigt
Ersetzen
Instandsetzen oder ersetzen
Instandsetzen oder ersetzen
Ersetzen
Einstellen
Instandsetzen oder ersetzen
Instandsetzen oder ersetzen
Kupplung rückt nicht
leichtgängig aus
Kupplungsscheibe unrund oder beschädigt
Kupplungskeilnuten verrostet oder verschlissen
Kupplungsscheibe verölt
Tellerfeder ermüdet
Kupplungspedalspiel zu groß
Zu wenig Hydraulikflüssigkeit
Kupplungshydraulik undicht
Ersetzen
Rost entfernen oder ersetzen
Instandsetzen oder ersetzen
Ersetzen
Einstellen
Auffüllen und auf Dichtheit prüfen
Instandsetzen oder ersetzen
Kupplung vibriert
beim Beschleunigen
Kupplungsscheibe verölt
Torsionsdämpfer ermüdet
Kupplungsscheibe beschädigt
Kupplungsbelagnieten lose
Druckplatte beschädigt oder unrund
Schwungradauflagefläche beschädigt
Motoraufhängung lose oder verschlissen
Instandsetzen oder ersetzen
Ersetzen
Instandsetzen oder ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Instandsetzen oder ersetzen
Festziehen oder ersetzen
Kupplungspedal hängt fest
Pedalwelle nicht ausreichend geschmiert
Schmieren oder ersetzen
Ungewöhnliche
Kupplungsgeräusche
Ausrücklager beschädigt
Ausrücklager nicht ausreichend geschmiert
Torsionsdämpfer ermüdet
Kurbelwellen-Axialspiel zu groß
Führungslager verschlissen oder beschädigt
Gelenk der Ausrückgabel verschlissen
Ersetzen
Schmieren oder ersetzen
Ersetzen
Instandsetzen
Ersetzen
Ersetzen
KUPPLUNG 40-03
Technische Daten
Kupplung
Motor
Position
Kupplungsbetätigung
Druckplatte
Hydraulisch
Bauart
Tellerfeder
Vorspannung
Kuppl.-Scheibe
J3 TCI Diesel / KV6 DOHC Benzinmotor
kg
780
mm
260
Innendurchmesser
mm
170
Stärke
Druckplattenseite
mm
3,5
Schwungradseite
mm
Außendurchmesser
Kupplungspedal Bauart
3,5
Hängend
Übersetzungsverhältnis
Pedalweg
6,6 : 1
mm
155
Innendurchmesser Geberzylinder
mm
15,87
Innendurchmesser Nehmerzylinder
mm
19,05
Hydraulikflüssigkeit
SAE J1703 oder FMVSS 116 DOT-3 Bremsflüssigkeit
40-04 KUPPLUNG
Funktionsbeschreibung
Konstruktionsansicht
AV2040002
(1)
(2)
(3)
(4)
Kupplungspedal
Kupplungsgeberzylinder
Kupplungsnehmerzylinder
Ausrücklager
(5)
(6)
(7)
(8)
Ausrückgabel
Kupplungsdruckplatte
Kupplungsscheibe
Führungslager
(9) Schwungrad
(10) Hydraulikleitung
(11) Hydraulikschlauch
KUPPLUNG 40-05
Wartung am Fahrzeug
Kupplung
Flüssigkeitsstand
1. Ausgleichsbehälter und Behälterdeckel reinigen.
2. Flüssigkeitsstand prüfen. Mit Bremsflüssigkeit bis
zur Markierung “MAX” auffüllen, falls Flüssigkeit
nur bis zur “MIN” Markierung oder darunter reicht.
Spezifikation:
DOT-3 (FMVSS 116 oder SAE J1703)
1. Fahrzeug aufbocken.
2. Kappe des Entlüftungsnippels abnehmen und
einen Schlauch über den Entlüftungsnippel stülpen.
3. Anderes Schlauchende in einen ausreichend
großen Behälter stecken.
4. Kupplungspedal mehrmals langsam durchtreten.
5. Entlüftungsventil bei durchgedrücktem Kupplungspedal lösen und Flüssigkeit mit Luftblasen
austreten lassen.
6. Entlüftungsventil bei vollständig durchgetretenem
Kupplungspedal schließen, danach Kupplungspedal langsam loslassen.
7. Schritte 4 und 5 wiederholen, bis Flüssigkeit
blasenfrei austritt.
Anzugsdrehmoment:
6-9 Nm
8. Kupplung auf ordnungsgemäße Funktion prüfen.
9. Kappe des Entlüftungsnippels aufsetzen.
MAX
MIN
0K130 430 019
AV2040001
Kupplungshydraulik entlüften
Kupplungshydraulik nach dem Abbauen von
Hydraulikleitungen grundsätzlich entlüften.
AS2040003
Hinweis
a) Während des Entlüftens muß der Flüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter mindestens auf 3/4
gehalten werden.
b) Ausschließlich spezifizierte Flüssigkeit verwenden.
c) Hydraulikflüssigkeit nicht auf lackierte Flächen
gelangen lassen.
0K130 430 019
BSX040006
10. Fahrzeug ablassen.
40-06 KUPPLUNG
Kupplungspedal einstellen
Kupplungspedalhöhe
Prüfung
1. Abstand zwischen Oberseite des Pedalbelags und
Bodenbelag messen.
Zulässige Pedalhöhe:
182-188 mm
2. Pedalhöhe ggf. korrigieren.
Einstellung
1. Kontermutter
lösen und korrekte Höhe mit
Einstellschraube
einstellen.
2. Kontermutter
festziehen.
Anzugsdrehmoment:
14-18 Nm
3. Nach dem Einstellen Pedalspiel messen.
Kupplungspedalspiel
Prüfung
1. Kupplungdpedal von Hand betätigen, bis der
Hydraulikwiderstand spürbar wird.
2. Pedalspiel ggf. einstellen.
Zulässiges Pedalspiel:
Mindestpedalabstand
7-14 mm
AV2A40001
Einstellung
1. Kontermutter
lösen und Druckstange
drehen, bis das Pedalspiel der Spezifikation
entspricht.
2. Prüfen, ob der Mindestpedalabstand (zwischen
Pedaloberseite und Bodenteppich) bei vollständig
durchgetretenem Pedal eingehalten wird.
Mindestpedalabstand:
3. Kontermutter
Pedal
Pedalspiel höhe
51 mm
festziehen.
Anzugsdrehmoment:
12-17 Nm
4. Nach dem Einstellen Pedalhöhe prüfen.
KUPPLUNG 40-07
Aus- und Einbau
Kupplungspedal
1. Bauteile in der Reihenfolge gemäß Abbildung ausbauen.
2. Alle Teile prüfen und bei Bedarf instandsetzen oder ersetzen.
Hinweis
Buchse und Bolzen vor dem Einbau leicht fetten.
3. In umgekehrter Reihenfolge einbauen.
AV2040005
(1) Sicherungsfeder
(2) Bolzen
(3) Buchse
(4) Druckstange
(5) Kupplungspedalbelag
(6) Kupplungspedal
Prüfung
Folgende Teile prüfen und ggf. ersetzen:
1. Buchsen auf Verschleiß und Beschädigung
2. Kupplungspedal auf Verzug
3. Pedalbelag auf Verschleiß und Beschädigung
4. Rückholfeder auf Ermüdung
AV2A40002
40-08 KUPPLUNG
Kupplungsgeberzylinder
Ausbau
AS2A40004
(1) Hydraulikleitung
(2) Mutter
(3) Geberzylinder
(4) Sicherungsfeder
(5) Bolzen
1. Sicherungsfeder und Bolzen von der Druckstange
des Geberzylinders abbauen.
2. Befestigungsmuttern des Geberzylinders lösen.
Einbau
Hinweis
Austretende Hydraulikflüssigkeit mit geeignetem
Behälter oder Putzlappen auffangen.
Lackierte Flächen bei Kontakt mit Hydraulikflüssigkeit umgehend mit Wasser abspülen, um Lackschäden zu vermeiden.
3. Schlauch des Kupplungsgeberzylinders lösen.
4. Hydraulikleitung mit Spezialwerkzeug
(0K130 430 019) abbauen.
5. Kupplungsgeberzylinder abbauen.
1. Kupplungsgeberzylinder anbauen.
2. Befestigungsmuttern des Geberzylinders
festziehen.
3. Haltestift an die Druckstange des Geberzylinders
anbauen und mit Sicherungsfeder sichern.
4. Hydraulikleitung mit Spezialwerkzeug
(0K130 430 019) anbauen.
Anzugsdrehmoment:
13-22 Nm
5. Schlauch des Kupplungsgeberzylinders befestigen.
0K130 430 019
0K130 430 019
AS2040006
AS2040006
6. Hydrauliksystem der Kupplung entlüften (siehe
“Hydraulikleitungen entlüften”, Seite 40-5).
7. Auf Dichtheit prüfen.
8. Probefahrt durchführen.
KUPPLUNG 40-09
Kupplungsnehmerzylinder
Ausbau
Hinweis
a) Austretende Hydraulikflüssigkeit mit geeignetem Behälter oder Putzlappen auffangen.
b) Lackierte Flächen bei Kontakt mit Hydraulikflüssigkeit umgehend mit Wasser abspülen, um Lackschäden zu
vermeiden.
AV2A40003
(1) Hydraulikleitung
(2) Schraube
(3) Kupplungsnehmerzylinder
Achtung
Hydraulikleitung nach dem Abbauen verschließen, um das Auslaufen von Hydraulikflüssigkeit
zu verhindern.
Einbau
1. Kupplungsnehmerzylinder anbauen.
2. Befestigungsschrauben festziehen (2 Stck.).
Anzugsdrehmoment:
16-23 Nm
3. Bördelmutter der Hydraulikleitung mit
Spezialwerkzeug (0K130 430 019) festziehen.
1. Fahrzeug aufbocken.
2. Hydraulikleitung mit Spezialwerkzeug
(0K130 430 019) abbauen.
Anzugsdrehmoment:
13-22 Nm
4. Kupplungshydraulik nach dem Einbau entlüften
(siehe “Hydraulikleitungen entlüften”, Seite 40-5).
5. Auf Dichtheit prüfen.
6. Probefahrt durchführen.
0K130 430 019
0K130 430 019
AS2040010
3. Befestigungsschrauben des Nehmerzylinders lösen
und Zylinder abbauen.
AS2040010
40-10 KUPPLUNG
Kupplung
Ausbau
Hinweis
a) Hydraulikleitung des Kupplungsnehmerzylinders für diesen Arbeitsgang nicht vom Nehmerzylinder trennen.
b) Führungslager nur im Schadensfall ausbauen.
Getriebeseite
Motorseite
GREASE
GREASE
MOS-Fett
GREASE
GREASE
AV2040007
(1) Kupplungsnehmerzylinder
(2) Getriebeglocke
(3) Faltenbalg
(4) Ausrücklager
(5) Ausrückgabel
(6) Kupplungsdruckplatte
(7) Kupplungsscheibe
(8) Führungslager
(9) Schwungrad
KUPPLUNG 40-11
1. Getriebe vom Motor trennen und ausbauen (siehe
Kapitel 41, “Schaltgetriebe”).
2. Spezialwerkzeuge
(0K130 430 010/0K590 111 001) befestigen.
3. Schrauben überkreuz jeweils um eine Umdrehung
lösen, bis die Federn vollständig entspannt sind.
Kupplungsdruckplatte und -scheibe ausbauen.
0K130 430 010
0K590 111 001
AS2A40013
6. Schwungrad mit Spezialwerkzeug
(0K590 111 001) fixieren.
7. Schrauben lösen (6 Stck.) und Schwungrad
abbauen.
BSX040022
Hinweis
Führungslager nur im Schadensfall ausbauen.
4. Führungslager mit Spezialwerkzeug
(0K401 111 012) ausbauen, falls erforderlich.
0K590 111 001
0K401 111 012
BSX040031
BSX040030
Hinweis
Nach dem Abbauen des Schwungrads hintere
Kurbelwellen-Öldichtung auf Dichtheit prüfen und
Öldichtung ggf. ersetzen (siehe Kapitel 10, “Motor”).
5. Schwungradschlag mit Meßuhr messen.
Schwungrad ersetzen, falls der Schlag außerhalb
der Spezifikation liegt.
Zulässiger Schlag:
0,2 mm
40-12 KUPPLUNG
Prüfung
2. Kupplungsscheibe auf lose Belagnieten und
beschädigte Torsionsdämpfer prüfen und ggf.
ersetzen.
Ausrücklager
Hinweis
Das Ausrücklager ist geschlossen und darf nicht in
Lösungsmittel ausgewaschen werden.
1. Lager in Drehung versetzen und axial belasten.
Lager ersetzen, falls es festhängt oder der Widerstand
zu groß ist.
BSX040026
3. Belagstärke zwischen Scheibe und Nietenkopf mit
einem Meßschieber messen. Kupplungsscheibe
ersetzen, falls die Belagstärke auf einer Seite
unterhalb der Spezifikation liegt.
BSX040024
Mindestbelagstärke:
0,3 mm
Kupplungsdruckplatte
1. Auflagefläche der Druckplatte auf Riefen, Brüche und
Überhitzungsschäden untersuchen und ggf. planschleifen oder ersetzen.
2. Auflagefläche des Ausrücklagers (an den Fingern der
Tellerfeder) auf Verschleiß und Brüche untersuchen.
Kupplungsdruckplatte ersetzen, falls Finger der
Tellerfeder gebrochen oder verschlissen sind.
BSX040027
4. Schlag der Kupplungsscheibe mit einer Meßuhr
messen und Scheibe ersetzen, falls der Schlag
außerhalb der Spezifikation liegt.
Zulässiger Schlag:
0,7 mm
BSX040025
Kupplungsscheibe
Hinweis
Kleinere Schäden können mit Schleifpapier
behoben werden.
BSX040028
1. Belagfläche auf Überhitzungsschäden, Ölrückstände und Beschädigungen prüfen und Kupplungsscheibe ggf. ersetzen.
KUPPLUNG 40-13
Einbau
Führungslager
1. Lager in Drehung versetzen und axial belasten.
Lager ersetzen, falls es festhängt oder der
Widerstand zu groß ist.
Hinweis
Führungslager bündig in das Schwungrad
einbauen.
1. Neues Lager mit geeignetem Werkzeug einbauen.
Lageraußendurchmesser: 35 mm
BSX040029
Schwungrad
Hinweis
Kleinere Beschädigungen können mit Schmirgelleinen beseitigt werden.
1. Auflagefläche des Schwungrads auf Riefen, Brüche
und Überhitzungsschäden untersuchen.
Schwungrad ggf. planschleifen oder ersetzen.
BSX040034
2. Schraubengewinde reinigen und mit flüssiger
Schraubensicherung bestreichen.
3. Schwungrad ansetzen und Spezialwerkzeug
(0K590 111 001) befestigen.
4. Schrauben in der angegebenen Reihenfolge
festziehen (siehe Abbildung).
Anzugsdrehmoment:
96-103 Nm
BSX040032
0K590 111 001
2. Anlasserzahnkranz auf Verschleiß und
Beschädigungen prüfen und ggf. ersetzen.
BSX040035
40-14 KUPPLUNG
5. Keilnuten der Kupplungsscheibe reinigen und dünn
mit MOS-Fett bestreichen.
6. Kupplungsscheibe mit Spezialwerkzeug
(0K130 160 010 / 0K590 111 001) fixieren.
0K130 160 010
0K590 111 001
BSX040023
7. Paßstiftbohrungen der Kupplungsdruckscheibe mit
Paßstiften des Schwungrads fluchten lassen.
8. Schrauben schrittweise gleichmäßig in der angegebenen Reihenfolge festziehen (siehe Abbildung).
Anzugsdrehmoment:
18-27 Nm
0K130 160 010
0K590 111 001
BSX040036
9. Getriebe einbauen (siehe Kapitel 41,
“Schaltgetriebe”).
KUPPLUNG 40-15
Zerlegung und
Zusammenbau
Kupplungsgeberzylinder
Zerlegung
BSX040013
Achtung
Kolben festhalten, um zu verhindern, daß er
durch die Federkraft herausgeschleudert wird.
3. Halteklammern des Kolbenanschlags mit einem
geeigneten Werkzeug anheben.
AS2A40005
(1)
(2)
(3)
(4)
Sprengring (ersetzen)
Druckstange
Tauchkolben
Kolbenanschlag
(ersetzen)
(5)
(6)
(7)
(8)
(9)
Feder
Ventilanschlag
Feder
Ventil
Gehäuse
Hinweis
Aufflageflächen von Druckstange und Tauchkolben
nicht beschädigen.
1. Druckstange zurückdrücken und Sprengring mit
geeignetem Werkzeug abnehmen.
2. Druckstange, Tauchkolben, Kolbenanschlag,
Federn, Ventilanschlag und Ventil abbauen.
BSX040015
40-16 KUPPLUNG
Zusammenbau
Hinweise
a) Teile nach der Zerlegung in Lösungsmittel
auswaschen und anschließend mit Druckluft
ausblasen.
b) Kolben und Aufnahmebohrung vor dem Zusammenbau mit Hydraulikflüssigkeit bestreichen.
c) Spezifizierte Teile ersetzen.
BSX040013
BSX040016
1. Halteklammern eindrücken.
BSX040017
Hinweis
Aufflageflächen von Druckstange und Tauchkolben
nicht beschädigen.
2. Ventil in das Gehäuse des Geberzylinders
einbauen.
3. Druckstange zurückdrücken und Sprengring
einsetzen.
KUPPLUNG 40-17
Kupplungsnehmerzylinder
Zerlegung
AV2A40004
(1)
(2)
(3)
(4)
Druckstange
Faltenbalg
Kolben
Feder
(5)
(6)
(7)
(8)
Staubschutzkappe
Entlüftungsventil
Stahlkugel
Zylindergehäuse
40-18 KUPPLUNG
1. Faltenbalg und Druckstange des Kupplungsnehmerzylinders abbauen.
2. Kolben mit Druckluft aus seiner Bohrung treiben
(über die Anschlußbohrung der Hydraulikleitung).
Achtung
Kolbenbohrung des Nehmerzylinders mit einem
Lappen verdecken, um zu verhindern, daß der
Kolben herausgeschleudert wird.
Zusammenbau
Hinweise
a) Teile vor dem Zusammenbau in Lösungsmittel
auswaschen und mit Druckluft ausblasen.
b) Die Teile müssen vollständig sauber und
trocken sein, bevor sie wieder eingebaut
werden.
c) Kolben und Aufnahmebohrung vor dem
Zusammenbau mit spezifizierter Hydraulikflüssigkeit bestreichen.
1. Feder, Kolben und Faltenbalg in die Bohrung des
Kupplungsnehmerzylinders einbauen.
2. Druckstange anbauen.
AS2A40003
SCHALTGETRIEBE
Schaltgetriebe
Spezialwerkzeuge
Schaltgetriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41-01
Fehlersuchtabelle
Schaltgetriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41-03
Technische Daten
Schaltgetriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41-04
Funktionsbeschreibung
Schaltgetriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41-05
Wartung am Fahrzeug
Schaltgetriebe
Ölstand prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41-06
Getriebeölwechsel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41-06
Seitlichen Öldichtring ersetzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41-07
Aus- und Einbau
Schaltgetriebe
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41-09
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41-11
Zerlegung, Prüfung und Zusammenbau
Schaltgetriebe
Zerlegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41-14
Scheibenauswahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41-19
Zusammenbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41-24
Primärwelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41-28
Sekundärwelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41-31
Differential . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41-35
Schaltsteuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41-38
41
SCHALTGETRIEBE 41-01
Spezialwerkzeuge
Schaltgetriebe
0K130 990 007
0K201 323 021
Motorständer
Halter Primärwelle
Zum Zerlegen und Zusammenbauen des Motors
Zum Fixieren der Primärwelle
0K670 990 AA0
0K130 283 021
Lagerabzieher
Kugelgelenkabzieher
Zum Ausbau von Lagern
Zum Auspressen der Spurstangenköpfe
0K130 175 011A
0K900 175 AA1
Getriebeständer
Lagereinbauwerkzeug
Zum Zerlegen und Zusammenbauen des Getriebes
Zum Einbau von Lagern
0K130 175 A13
0K201 171 A01
Einbauwerkzeug (Teil von 0K900 175 AA1)
Erweiterung A (für 0K900 175 AA1)
Zum Einbau von Zahnrädern und Lagerinnenringen
Zum Einbau von Zahnrädern und Lagerinnenringen
41-02 SCHALTGETRIEBE
0K130 175 A11
0K130 171 013
Erweiterung B (für 0K900 175 AA1)
Lagerabzieher
Zum Einbau von Lagern
Zum Ausbau von Lagern
0K011 270 A02
0K130 175 008
Erweiterung E (für 0K900 175 AA1)
Abzieher
Zum Einbau von Zahnrädern
Zum Ausbau von Zahnrädern
0K201 170 AA1
Einbauwerkzeug für Öldichtungen
Zum Einbau von Öldichtungen
0K201 172 008
Ausbauplatten
Zum Ausbau von Zahnrädern
SCHALTGETRIEBE 41-03
Fehlersuchtabelle
Schaltgetriebe
Problem
Mögliche Ursache
Maßnahme
Schalthebel schaltet nicht
oder ist schwergängig
Schalthebel-Kugelsitz festgefressen
Schaltstange verformt
Ersetzen
Ersetzen
Schalthebel hat zuviel Spiel
Feder der Schalthebelkugel ermüdet
Buchse der Schalthebelkugel ausgeschlagen
Ersetzen
Ersetzen
Schaltung schwergängig
Schaltmechanismus nicht gefettet
Zu wenig Öl
Öl zu alt oder falsche Spezifikation
Schaltgabel oder -stange verformt oder verschlissen
Synchronring verschlissen
Zahnrad-Synchronkegel verschlissen
Mangelhafter Kontakt zwischen Synchronring und -kegel
Übermäßiges Axialspiel der Zahnräder
Lager verschlissen
Synchron-Federkeil verschlissen
Vorspannung des Primärwellenlagers zu hoch
Falsch eingestellte Schaltkulisse
Fetten
Ölstand korrigieren
Öl wechseln (auf korrekte
Spezifikation achten)
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Einstellen
Einstellen
Gänge springen heraus
Schaltstangenbuchse ausgeschlagen
Feder der Schalthebelkugel ermüdet
Falsch eingebaute Verlängerung
Schaltgabel verschlissen
Synchronkörper verschlissen
Synchronkörperhülse verschlissen
Gleitflächen der Wellenräder verschlissen
Gleitflächen der Zahnräder verschlissen
Schaltstangengleitnut verschlissen
Federklinke ermüdet
Axialspiel der Führungslager zu groß
Lager verschlissen
Motorhalterung falsch angebaut oder lose
Ersetzen
Ersetzen
Instandsetzen
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Instandsetzen / festziehen
Ungewöhnliche Geräusche
Zu wenig Öl
Öl zu alt oder falsche Spezifikation
Ölstand korrigieren
Öl wechseln (auf korrekte
Spezifikation achten)
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Instandsetzen
Instandsetzen / Ersetzen
Lager verschlissen
Gleitflächen von Lagern oder Wellen verschlissen
Zahnradspiel zu groß
Zahnradverzahnung beschädigt
Fremdkörper zwischen den Zahnrädern
Differential beschädigt oder Spiel zu groß
SCHALTGETRIEBE 41-05
Funktionsbeschreibung
Schaltgetriebe
Das 5-Gang-Getriebe ist quer zur Fahrtrichtung in den
Motorraum eingebaut, wobei die Kupplung zur linken
Fahrzeugseite zeigt.
Das Getriebe ist an drei Punkten in Silentblöcken gelagert. Zwei Blöcke (hinten und vorne) sind am Rahmenträger befestigt, der dritte Silentblock befindet sich auf
der linken Fahrzeugseite.
Die Blöcke dienen außerdem als Motorträger.
Beim quer eingebauten Getriebe übertragen die beiden
Antriebswellen das Drehmoment vom Differential auf
die Vorderräder.
Führungsplatte
Da der 5. Gang und der Rückwärtsgang im Schaltschema auf einer gemeinsamen Ebene liegen, befindet
sich zwischen diesen Gängen eine Schaltsperre, um
ein direktes Schalten vom 5. Gang in den Rückwärtsgang zu verhindern.
Die Sperrnocke des Rückwärtsgangs befindet sich auf
der Sperrplatte dort, wo der Schalthebel in der
Schaltkulisse sitzt. Die Sperrnocke des
Rückwärtsgangs wird über eine Feder gespannt und
blockiert den Hebelweg zwischen 5. Gang und
Rückwärtsgang. Die Sperrnocke ist so geformt, daß sie
den Schalthebel in die Leerlaufposition leitet, wenn er
aus Richtung 5. Gang kommt. Der Schalthebel kann
nur aus der Leerlaufposition in die Rückwärtsgangposition bewegt werden.
Schaltstangen
Die Bewegung des Schalthebels wird über Schaltstangenköpfe, Schaltstangen und Schaltgabeln weitergeleitet.
Das Getriebe enthält drei Schaltstangen:
•
•
•
Schaltstange 1. Gang / 2. Gang
Schaltstange 3. Gang / 4. Gang
Schaltstange 5. Gang / Rückwärtsgang
Synchronriegel, -feder und -kugel
Nach dem Schalten des Getriebes in einen bestimmten
Gang wird die Bewegung der übrigen Schaltstangen
über Synchronriegel mit Feder und Kugel verhindert.
Die Schaltstangen werden gesperrt, um zu verhindern,
daß gleichzeitig zwei verschiedene Gänge eingelegt
werden.
Das Einlegen der Gänge wird über den Klinkenmechanismus spürbar. Dabei handelt es sich um Stahlkugeln,
die von einer Feder in entsprechende Nuten der
Schaltstangen gepreßt werden. Jede Schaltstange
weist drei Nuten auf. Bei der Mittelnut handelt es sich
jeweils um die Nut für die Leerlaufposition. Die vor und
hinter der Mittelnut angebrachten Nuten stehen jeweils
für eine Gangposition.
41-06 SCHALTGETRIEBE
Wartung am Fahrzeug
3. Ablaßschraube mit neuer Dichtscheibe in das
Getriebe einschrauben.
Schaltgetriebe
Anzugsdrehmoment:
40-58 Nm
Ölstand prüfen
1. Fahrzeug aufbocken.
Hinweis
a) Fahrzeug bei der Kontrolle des Ölstands auf
ebenem Untergrund abstellen.
b) Der Tachometerantrieb befindet sich auf der
Kupplungsseite des Getriebegehäuses.
2. Tachometerantrieb ausbauen.
BSX041003
4. Tachometerantrieb ausbauen.
5. Spezifiertes Öl durch die Einbauöffnung des
Tachometerantriebs einfüllen, bis die “F”-Markierung erreicht wird.
F
L
AV2A41182
3. Prüfen, ob sich der Ölstand zwischen den Markierungen “F” und “L” des Tachometerantriebs
befindet.
4. Mit spezifiziertem Öl bis zur “F”-Markierung auffüllen, falls sich der Ölstand bei der “L”-Markierung
oder darunter befindet.
5. Tachometerantrieb einbauen.
6. Fahrzeug ablassen.
BSX041004
Getriebeölwechsel
1. Fahrzeug aufbocken.
Hinweis
a) Fahrzeug bei der Kontrolle des Ölstands auf
ebenem Untergrund abstellen.
b) Der Tachometerantrieb befindet sich auf der
Kupplungsseite des Getriebegehäuses.
2. Ablaßschraube mit Dichtscheibe aus der Unterseite
des Getriebes herausdrehen und Öl in einen geeigneten Behälter ablassen.
Achtung
Hautkontakt mit Getriebeöl vermeiden. Heißes
Getriebeöl kann zu Verbrühungen führen.
Öl-Spezifikation:
Qualität:
Viskosität:
Füllmenge:
API Service GL-4
SAE 75W-90
2,3 Liter
6. Prüfen, ob sich der Ölstand zwischen den Markierungen “F“ und “L“ des Tachometerantriebs
befindet.
7. Tachometerantrieb einbauen.
8. Fahrzeug ablassen.
9. Getriebe nach Probefahrt auf Dichtheit prüfen.
SCHALTGETRIEBE 41-07
Seitlichen Öldichtring ersetzen
1. Fahrzeug aufbocken.
2. Ablaßschraube aus der Unterseite des Getriebes
herausdrehen und Öl in einen geeigneten Behälter
ablassen.
7. Antriebswelle mit einem Montiereisen vorsichtig
aus dem Getriebe hebeln.
AV2050010
AS2A41013
3. Vorderräder abbauen.
4. Stabilisator vom Querlenker abbauen.
Hinweis
Antriebswellen nach dem Aushebeln so mit geeignetem Draht fixieren, daß die Gelenke und Faltenbälge nicht beschädigt werden.
Achtung
Faltenbälge nicht beschädigen.
5. Klemmschraube lösen und Querlenker nach unten
drücken, um das Traggelenk zu lösen.
6. Splint entnehmen, Mutter abschrauben und Spurstangenkopf mit Spezialwerkzeug (0K130 283 021)
herauspressen.
BSX041010
8. Öldichtring vorsichtig mit einem Schraubendreher
aushebeln.
0K130 283 021
AV2050004
Achtung
Antriebswellen vorsichtig ausbauen, um die
Gleichlaufgelenke nicht zu beschädigen.
AS2A41016
41-08 SCHALTGETRIEBE
Hinweis
b) Dichtlippe des Öldichtrings vor dem Einbau mit
Getriebeöl benetzen.
a) Der Öldichtring muß mit dem Gehäuse fluchten.
9. Neuen Öldichtring mit Spezialwerkzeug
(0K201 170 AA1) einbauen.
0K201 170 AA1
AS2A41017
10. Sprengring mit der Öffnung nach oben auf die
Antriebswelle setzen, Antriebswelle in das Getriebe
schieben und einrasten lassen.
AS2A41018
SCHALTGETRIEBE 41-09
Aus- und Einbau
12. Kurbelwinkelsensor ausbauen.
13. Kabelstecker des Rückfahrscheinwerfer-Schalters
sowie Massekabel abklemmen.
Schaltgetriebe
(siehe auch Kapitel 10, “Motor”)
Ausbau
1. Batterie abklemmen (erst Masse-, dann Pluskabel).
2. Fahrzeug aufbocken.
3. Vorderräder abbauen.
4. Ablaßschraube herausdrehen und Getriebeöl in
einen geeigneten Behälter ablassen.
5. Kühlmittel in einen geeigneten Behälter ablassen.
6. Ansaugkanal abbauen.
Ansaugkanal
BSX041018
14. Befestigungsschrauben des Kupplungsnehmerzylinders lösen (2 Stck.) und Nehmerzylinder
abbauen.
15. Anlasser abbauen.
16. Getriebeseilzüge abbauen.
Seilzug
AV2041001
7.
8.
9.
10.
11.
Kühlmittel- und Heizungsschläuche lösen.
Kraftstoffschlauch lösen.
Gaszug aushängen.
Batterie und Batteriehalter abbauen.
Befestigungsschraube des Kurbelwinkelsensors
lösen und Sensor abklemmen.
Seilzug
AV2041003
Kurbelwinkelsensor
17. Stabilisator abbauen (siehe Kapitel 54, “Radaufhängung”).
18. Motor-Haltevorrichtung verwenden, um den Motor
abzustützen.
19. Servolenkungsgetriebe und -ritzel abbauen und
anschließend Motorhalterung abbauen.
Seilzug
AV2041002
41-10 SCHALTGETRIEBE
20. Splint entnehmen, Mutter lösen und Spurstangenkopf mit Spezialwerkzeug (0K130 283 021)
auspressen. Splint nicht wiederverwenden.
22. Zugstrebe vom Querlenker abbauen und Querlenker vom Rahmenträger abbauen.
23. Antriebswellen vorsichtig mit Montiereisen aus dem
Getriebe hebeln.
Achtung
Gelenkwellen vorsichtig aus dem Getriebe
hebeln, um die Öldichtringe nicht zu beschädigen.
0K130 283 021
AV2050004
21. Klemmschrauben und -muttern lösen. Querlenker
nach unten drücken, um das Traggelenk zu trennen.
AV2050010
Achtung
Antriebswellen nach dem Abbauen so mit geeignetem Draht fixieren, daß die Gelenke und
Faltenbälge nicht beschädigt werden.
AV2041004
Achtung
Faltenbälge nicht beschädigen.
BSX041010
AV2041005
SCHALTGETRIEBE 41-11
24. Auspuffrohr abbauen.
25. Motorträger #1 und #2 vom Rahmenträger lösen.
26. Rahmenträger abbauen.
Einbau
1. Motor und Getriebe zusammenfügen und Befestigungsschrauben festziehen.
Anzugsdrehmoment:
Schrauben M12:
Schrauben M10:
Motorträger
69-89 Nm
37-52 Nm
AV2A42127
2. Motor und Getriebe vorsichtig anheben und im
Motorraum ausrichten.
3. Motorträger #3 und #4 von Hand festziehen (siehe
Kapitel 10, “Motor”).
4. Rahmenträger anbauen und Schrauben festziehen
(siehe Kapitel 54, “Radaufhängung”).
Anzugsdrehmoment:
AV2A10025
27. Muttern der Motorträger #3 und #4 lösen und
Träger abbauen. Anschließend den am Getriebe
befestigten Motorträger abbauen.
120-137 Nm
5. Motorträger #1 und #2 an den Rahmenträger
anbauen und Schrauben und Muttern festziehen.
Anzugsdrehmoment:
67-93 Nm
85-117 Nm
AV2041006
28. Motor und Getriebe vorsichtig mit Hebevorrichtung
absenken.
29. Befestigungsschrauben zwischen Motor und
Getriebe lösen.
AV2A10025
41-12 SCHALTGETRIEBE
6. Servolenkungsgetriebe und -ritzel an den
Rahmenträger anbauen.
12. Stabilisator an den Querlenker anbauen und
Schrauben festziehen (siehe Kapitel 54
“Radaufhängung”).
Hinweis
Öldichtringe beim Einbau nicht beschädigen.
7. Auspuffrohr anbauen.
8. Querlenker mit Schrauben und Muttern am
Rahmenträger befestigen.
Anzugsdrehmoment:
Anzugsdrehmoment:
21-26 Nm
13. Spurstangenkopf an den Achsschenkel anbauen.
Mutter des Spurstangenkopfs festziehen und mit
neuem Splint sichern.
120-137 Nm
9. Neuen Sprengring auf die Antriebswelle setzen und
Welle in das Getriebe einführen (die Öffnung des
Sprengrings zeigt dabei nach oben).
AV2A50001
14. Anlasser anbauen (siehe Kapitel 31, “Anlasser”).
15. Schaltseilzüge am Getriebe befestigen und
Schrauben festziehen.
Anzugsdrehmoment:
15-22 Nm
AS2A41032
10. Querlenker an den Achsschenkel anbauen.
Seilzug
Anzugsdrehmoment:
93-115 Nm
Seilzug
AV2041003
AV2041004
11. Zugstrebe an den Querlenker anbauen und
Schrauben festziehen.
Anzugsdrehmoment:
93-115 Nm
SCHALTGETRIEBE 41-13
16. Kupplungsnehmerzylinder anbauen und
Befestigungsschrauben festziehen (siehe
Kapitel 40, “Kupplung”).
Anzugsdrehmoment:
19-25 Nm
17. Rückfahrscheinwerfer-Schalter einbauen und
Massekabel am Getriebe verschrauben.
18. Kurbelwinkelsensor einsetzen, Befestigungsschraube festziehen und Kabelstecker des
Kurbelwinkelsensors anklemmen.
Kurbelwinkelsensor
Schaltseilzug
AV2041002
19.
20.
21.
22.
23.
24.
25.
Batteriehalter anbauen und Batterie einsetzen.
Gaszug einhängen.
Kraftstoffschlauch befestigen.
Kühlmittel- und Heizungsschläuche befestigen.
Ansaugkanal anbauen.
Batteriekabel anklemmen (Pluskabel zuerst).
Getriebe mit dem spezifizierten Getriebeöl befüllen
(siehe Beschreibung im vorliegenden Kapitel).
26. Vorderräder anbauen und Radmuttern festziehen.
Anzugsdrehmoment:
88-108 Nm
27. Ausrichtung der Vorderräder kontrollieren (siehe
Kapitel 54 “Radaufhängung/Wartung am Fahrzeug”).
41-14 SCHALTGETRIEBE
Zerlegung, Prüfung und Zusammenbau
Schaltgetriebe
Zerlegung
AV2A41002
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
(8)
(9)
Hinterer Gehäusedeckel
Sicherungsmutter
Sprengring
Getriebegehäuse
Sperrstift,-feder &
-kugel
RückwärtsgangZwischenwelle
RückwärtsgangZwischenrad
Schaltsteuerung
Federsatz Rückwärtsganghebel
(10) Rückwärtsganghebel
(11) Schaltstange
(12) Schalter Rückfahrscheinwerfer
(13) Tachometerantrieb
(14) Spannstifte
(15) Schaltstange
1./2. Gang
(16) Schaltgabel 1./2. Gang
(17) Schaltstangenkopf
1./2. Gang
(18) Spannstifte
(19) Schaltstange
3./4. Gang
(20) Schaltgabel 3./4. Gang
(21) Schaltstangenkopf
3./4. Gang
(22) Spannstifte
(23) Schaltstange
5./Rückwärtsgang
(24) Schaltgabel
5./Rückwärtsgang
(25) Schaltstangenkopf
5./ Rückwärtsgang
(26) Sekundärwelle mit
Wellenrädern
(27) Primärwelle mit
Wellenrädern
(28) Lagerdeckel
(29) Differential
(30) Magnet
(31) Öldichtring
(32) Getriebeglocke
SCHALTGETRIEBE 41-15
Achtung
a) Getriebegehäuse vor der Zerlegung gründlich mit einem Hochdruckreiniger oder
Lösungsmittel reinigen.
b) Alle ausgebauten Teile (mit Ausnahme
geschlossener Lager) und Dichtflächen mit
Lösungsmittel reinigen und anschließend
mit Druckluft ausblasen.
c) Bohrungen mit Druckluft freiblasen und
darauf achten, daß sie nicht blockiert sind.
3. In den 1. Gang schalten, um die Primärwelle zu
arretieren.
4. Befestigungsschrauben des hinteren Gehäusedeckels lösen. Mit einem Kunststoffhammer auf
den Deckel schlagen, um die Dichtung zu lösen.
Deckel abbauen.
Gehäusedeckel
VORSICHT
BEI ARBEITEN MIT DRUCKLUFT STETS
AUGENSCHUTZ UND HANDSCHUHE TRAGEN.
ES BESTEHT VERLETZUNGS- UND ERBLINDUNGSGEFAHR DURCH UMHERFLIEGENDE
PARTIKEL.
Achtung
Öldichtringe nur im Schadensfall ausbauen.
1. Getriebe an Spezialwerkzeug
(0K130 990/0K130 175 011A) befestigen.
AV2A41159
5. Sicherungsscheibe der Haltemutter lösen.
6. Haltemutter und Sprengring von der Sekundärwelle
abnehmen.
Hinweis
Haltemutter nicht wiederverwenden.
0K130 990 007
7. Sperrstifte, -federn und -kugeln aus dem Gehäuse
entnehmen.
8. Rückfahrscheinwerfer-Schalter abbauen.
0K130 175 011A
BSX041030
2. Primärwelle mit Spezialwerkzeug (0K201 323 021)
fixieren.
0K201 323 021
Sperrstifte
BSX041034
Schalter
Rückfahrscheinwerfer
AV2A41158
41-16 SCHALTGETRIEBE
9. Gehäuseschrauben lösen. Mit einem Kunststoffhammer leicht auf das Gehäuse schlagen, um die
Dichtung zu lösen. Gehäuse abbauen.
10. Rückwärtsgang-Zwischenwelle und -rad abbauen.
11. Schraube lösen und Feder des Rückwärtsganghebels abbauen.
12. Schrauben des Rückwärtsgangschalthebels (2 Stck.)
lösen und Hebel abbauen.
14. Spannstifte vorsichtig mit einem Dorn aus den
Schaltstangen/-gabeln austreiben.
Schaltstange 1./2. Gang
Schaltstange 3./4. Gang
Schaltstange
5./Rückwärtsgang
Sekundärwelle mit
Wellenrädern
Primärwelle mit
Wellenrädern
AV2A41003
Rückwärtsgangschalthebel
RückwärtsgangZwischenwelle und -rad
Feder Rückwärtsganghebel
15. Ausbaureihenfolge, siehe Abbildung. Spannstifte
nicht wiederverwenden.
AV2A41160
13. Schaltstange abbauen und Schaltsteuerung entnehmen.
Schaltstange
AV2A41001
16. Schaltstange, Schaltgabel und Schaltstangenkopf
des 5./Rückwärtsgangs abbauen.
Schaltsteuerung
AV2A41161
Schaltgabel
5./Rückwärtsgang
Schaltstange
5./Rückwärtsgang
Schaltstangen
-kopf
5./Rückwärtsgang
AV2A41001
SCHALTGETRIEBE 41-17
17. Schaltstange, Schaltgabel und Schaltstangenkopf
des 3./4. Gangs abbauen.
20. Befestigungsschrauben (3 Stck.) des Lagerdeckels
lösen und Sekundärwelle abbauen.
Sekundärwelle
Schaltstange
3./4. Gang
Schaltgabel 3./4.
Gang
Lagerdeckel
Schaltstangenkopf 3./4. Gang
AV2A41163
AV2A41166
18. Schaltstange, Schaltgabel und Schaltstangenkopf
des 1./2. Gangs abbauen.
21. Differential abbauen.
Schaltstange
1./2. Gang
Schaltgabel
1./2. Gang
Schaltstangenkopf 1./2. Gang
AV2A41164
19. Wellenräder und Synchronkörper nacheinander von
der Primär- und von der Sekundärwelle abbauen
und Primärwelle anschließend abbauen (siehe
Kapitel 41-28, “Zusammenbau Primärwelle”).
Primärwelle mit
Wellenrädern
BSX041129
22. Schraube lösen und Tachometerantrieb ausbauen.
23. Öldichtring der Primärwelle mit einem Schraubendreher aushebeln.
Sekundärwelle mit
Wellenrädern
BSX041058
AV2A41165
41-18 SCHALTGETRIEBE
24. Dichtkappe abnehmen.
25. Öldichtring der Schaltstange mit einem
Schraubendreher abhebeln.
26. Öldichtring des Differentials mit einem
Schraubendreher abhebeln.
27. Spezialwerkzeug (0K130 170 012) am Außenring
des Differentiallagers befestigen.
28. Lageraußenring ausbauen.
30. Öldichtring auf der Differentialseite des Getriebegehäuses mit einem Schraubendreher aushebeln.
0K130 170 012
BSX041059
Achtung
Getriebegehäuse nicht beschädigen.
BSX041060
31. Lageraußenring der Sekundärwelle aus dem
Getriebegehäuse schlagen.
29. Spezialwerkzeug (0K130 170 012) am Lageraußenring auf der Differentialseite befestigen und
Außenring mit Einstellscheibe aus dem Getriebegehäuse ausbauen.
0K130 170 012
BSX041062
BSX041061
SCHALTGETRIEBE 41-19
Scheibenauswahl
Sekundärwelle
Vorspannung einstellen und Scheiben wie folgt auswählen.
1. Sekundärwelle in das Kupplungsgehäuse einsetzen.
2. Lageraußenring der Sekundärwelle in das Getriebegehäuse einsetzen.
3. Getriebegehäuse und -glocke zusammenschrauben.
Primärwelle
1. Primärwelle in die Getriebeglocke einsetzen.
2. Getriebegehäuse und Getriebeglocke zusammenschrauben.
Anzugsdrehmoment:
Anzugsdrehmoment:
43-54 Nm
43-54 Nm
Lageraußenring
BSX041127
AV2A41167
3. Meßuhr anbringen und Axialspiel der Primärwelle
messen.
Zulässiges Axialspiel:
0-0,1 mm
4. Entsprechend dem Meßwert nächst dünnere
Scheibe auswählen.
Verfügbare Stärken der Einstellscheiben:
0,3 mm / 0,4 mm / 0,5 mm
Primärwelle
BSX041125
4. Meßuhr anbringen und Axialspiel der Sekundärwelle messen.
Zulässiges Spiel:
0,03-0,1 mm
41-20 SCHALTGETRIEBE
5. Scheiben wie folgt auswählen:
a) 0,03 mm zum gemessenen Spiel addieren.
b) 0,08 mm zum gemessenen Spiel addieren.
c) Dickste Scheibe im Bereich zwischen a) und b)
auswählen.
Differential
1. Lager-Außenring in das Kupplungsgehäuse
einbauen.
2. Differential in das Kupplungsgehäuse einsetzen.
BSX041129
AV2A41168
Hinweis
A und B gegeneinander verdrehen, bis kein Spalt
mehr zu sehen ist.
Beispiel:
Meßwert:
0,22 mm
0,22 mm + 0,03 mm = 0,25 mm
0,22 mm + 0,08 mm = 0,30 mm
Bereich:
0,25 mm bis 0,30 mm
Scheibe der Stärke 0,30 mm auswählen.
3. Außenring des Getriebe-Seitenlagers an
Spezialwerkzeug (0K900 175 AA0) befestigen.
Außenring
Verfügbare Stärken der Einstellscheiben
(mm)
0,20
0,25
0,30
0,35
0,40
0,45
0,50
0,70
A
Hülse
B
0K900 175 AA0
BSX041130
SCHALTGETRIEBE 41-21
4. Spezialwerkzeuge (0K900 175 AA0) wie in der
Abbildung gezeigt befestigen.
A
B
Spiel
AV2A41181
0K900 175 AA0
AV2A41169
5. Spezialwerkzeuge (0K900 175 AA0) festziehen.
Anzugsdrehmoment:
43-54 Nm
6. Für die Lagereinstellung Bügel anbringen und
Hülsen drehen, bis sich der Spalt weitet.
7. In die Gegenrichtung drehen, bis der Spalt nicht
mehr zu sehen ist.
8. Spezialwerkzeug
(0K900 175 AA0/0K130 322 020) durch das
Getriebegehäuse hindurch auf das Zahnrad des
Differentials setzen.
0K900 175 AA0
0K900 175 AA0
0K130 322 020
AV2A41170
BSX041133
Hinweis
Bügel drehen, bis Spezialwerkzeuge
(0K900 175 AA0) nicht mehr bewegt werden
können.
9. Spezialwerkzeug (0K130 322 020) mit einer
Federwaage drehen. Spezialwerkzeug
(0K900 175 AA0) mit dem Bügel einstellen, bis die
spezifizierte Vorspannung erreicht wird.
Lagervorspannung:
1,4-2,0 Nm
41-22 SCHALTGETRIEBE
10. Spezialwerkzeug (0K130 322 020) abbauen.
14. Getriebegehäuse und Spezialwerkzeuge
(0K900 175 AA0) abbauen (siehe Abbildung).
0K900 175 AA0
0K130 322 020
BSX041134
11. Luftspalt rund um die Hülsen des Spezialwerkzeugs (0K900 175 AA0) messen.
0K900 175 AA0
AV2A41172
15. Lageraußenring vom Spezialwerkzeug
(0K900 175 AA0) abbauen.
16. Ausgewählte Scheibe und Lageraußenring in das
Getriebegehäuse einbauen.
Lageraußenring
Scheibe
0K900 175 AA0
AV2A41171
12. Zu verwendende Einstellscheibe(n) für das
Differential aus der Auswahltabelle aussuchen.
Scheibe wählen, die dem größten gemessenen
Spiel am nächsten kommt.
Stärke der verfügbaren Scheiben
(mm)
0,10
0,20
0,25
0,30
0,35
0,40
0,45
0,50
0,55
0,60
0,65
0,70
0,75
0,80
0,85
0,90
13. Spezialwerkzeug (0K900 175 AA0) abbauen.
BSX041136
SCHALTGETRIEBE 41-23
Lagervorspannung (differentialseitig)
Vorspannung wie folgt messen.
1. Differential in das Kupplungsgehäuse einsetzen.
3. Spezialwerkzeug (0K900 175 AA0) durch die
Öffnung des Getriebegehäuses auf das Kegelrad
des Differentials setzen.
0K900 175 AA0
AV2A41174
BSX041129
2. Getriebegehäuse und Kupplungsgehäuse zusammenschrauben.
Anzugsdrehmoment:
4. Lagervorspannung messen.
Vorspannung:
1,4-1,9 Nm
5. Lager einstellen, falls der gemessene Wert nicht
der Spezifikation entspricht.
6. Spezialwerkzeug (0K130 322 020) abbauen.
43-54 Nm
0K130 322 020
AV2A41167
BSX041138
7. Getriebegehäuse und Differential abbauen.
41-24 SCHALTGETRIEBE
Zusammenbau
1. Neuen Öldichtring mit Spezialwerkzeug
(0K201 170 AA1) und einem Hammer einbauen
(Dichtung gleichmäßig eintreiben, bis das Spezialwerkzeug auf dem Gehäuse aufsitzt).
2. Dichtlippe mit Getriebeöl bestreichen.
6. Lagerringe mit Getriebeöl benetzen und mit
geeignetem Werkzeug in das Getriebegehäuse
einsetzen.
AS2A41139
AV2A41175
3. Einstellscheibe(n) in das Differentialgehäuse
einsetzen.
4. Lager mit Getriebeöl benetzen und mit geeignetem
Werkzeug in das Differentialgehäuse eintreiben.
7. Neuen Öldichtring mit geeignetem Werkzeug
einbauen.
8. Dichtlippe mit Getriebeöl benetzen.
9. Tachometerantrieb einbauen.
10. Öldichtring der Primärwelle mit Getriebeöl benetzen und mit geeignetem Werkzeug in das
Getriebegehäuse einbauen.
AV2A41176
AS2A41137
5. Einstellscheibe(n) in die Lagersitze von Primär- und
Sekundärwelle einsetzen.
11. Differential in das Kupplungsgehäuse einsetzen.
Differential
Kupplungsgehäuse
AV2A41177
SCHALTGETRIEBE 41-25
12. Getriebehäuse anbauen und Gehäuseschrauben
festziehen.
Anzugsdrehmoment:
19. Drehmomentschlüssel am Spezialwerkzeug
(0K130 171 A05) befestigen und Vorspannung
messen.
43-54 Nm
Vorspannung:
0,1-0,2 Nm
13. Spezialwerkzeug (0K130 171 A05) auf das
Differential setzen.
14. Drehmomentschlüssel am Spezialwerkzeug
(0K130 171 A05) befestigen und Vorspannung
messen.
Vorspannung:
1,4-1,9 Nm
AS2A41145
0K130 171 A05
AV2A41178
15. Lagervorspannung korrigieren, falls der gemessene
Wert nicht der Spezifikation entspricht.
16. Spezialwerkzeug (0K130 171 A05) und Getriebegehäuse abbauen.
17. Sekundärwelle und Getriebegehäuse anbauen und
Gehäuseschrauben festziehen.
Anzugsdrehmoment:
20. Lagervorspannung korrigieren, falls der gemessene
Wert nicht der Spezifikation entspricht.
21. Spezialwerkzeug (0K130 171 A05), Getriebegehäuse, Primärwelle und Sekundärwelle abbauen.
22. Sekundärwelle ohne Zahnräder, Lager und Synchronkörper in das Kupplungsgehäuse einsetzen
und Lagerdeckel des Sekundärwellenlagers
anbauen.
Primärwelle mit
Wellenrädern
Sekundärwelle
mit Wellenrädern
43-54 Nm
18. Getriebe wie in der Abbildung gezeigt ausrichten
und Spezialwerkzeug (0K130 171 A05) an die
Primärwelle anbauen.
AV2A41179
23. Primärwelle in das Kupplungsgehäuse einbauen
und Zahnräder sowie Synchronkörper auf der
Primär- und auf der Sekundärwelle befestigen.
41-26 SCHALTGETRIEBE
24. Schaltstange, Schaltgabel und Schaltstangenkopf
1./2. Gang anbauen.
27. Spannstifte in der angegebenen Reihenfolge mit
einem Treibdorn eintreiben (siehe Abbildung).
Schaltstange
1./2. Gang
Schaltgabel
1./2. Gang
Schaltstangenkopf 1./2. Gang
AV2A41164
25. Schaltstange, Schaltgabel und Schaltstangenkopf
3./4. Gang anbauen.
AV2A41001
28. Schaltsteuerung und -stange anbauen und
Gehäuseschrauben (2 Stck.) festziehen.
29. Rückwärtsgangschalthebel anbauen und Befestigungsschrauben (2 Stck.) festziehen.
30. Feder des Rückwärtsganghebels anbauen.
31. Rückwärtsgang-Zwischenwelle und -rad anbauen.
Schaltstange
3./4. Gang
Schaltgabel
3./4. Gang
RückwärtsgangZwischenwelle und -rad
Rückwärtsgangschalthebel
Schaltstangenkopf 3./4. Gang
AV2A41163
26. Schaltstange, Schaltgabel und Schaltstangenkopf
5./Rückwärtsgang anbauen.
Schaltgabel
5./Rückwärtsgang
Schaltstange
5./Rückwärtsgang
Schaltstangenkopf
5./Rückwärtsgang
AV2A41001
Feder
Rückwärtsganghebel
AV2A41160
SCHALTGETRIEBE 41-27
32. Magnet am Kupplungsgehäuse anbringen.
33. Dichtflächen zwischen Kupplungs- und Getriebegehäuse dünn mit Dichtmittel bestreichen und
Gehäuseschrauben festziehen.
Dichtmittelmenge:
1,5-2,3 g
Anzugsdrehmoment:
43-54 Nm
38. Sicherungsmutter mit Scheibe auf die Sekundärwelle schrauben und festziehen.
Anzugsdrehmoment:
147-216 Nm
0K201 323 021
BSX041034
AV2A41180
Anzugsdrehmoment:
34. Rückfahrscheinwerfer-Schalter anbauen.
35. Sperrstifte, -federn und -kugeln in das
Getriebegehäuse einbauen.
Sperrstifte
Rückfahrscheinwerfer-Schalter
39. Dichtflächen zwischen Getriebe und hinterem
Gehäusedeckel dünn mit Dichtmittel bestreichen
und Deckelschrauben festziehen.
AV2A41159
36. Ersten Gang einlegen, um die Primärwelle zu
arretieren.
37. Primärwelle mit Spezialwerkzeug (0K201 323 021)
fixieren.
16-23 Nm
41-28 SCHALTGETRIEBE
Primärwelle
1. Axialspiel aller Zahnräder vor der Zerlegung messen (siehe “Prüfung”).
2. Bauteile in der Reihenfolge gemäß Abbildung ausbauen.
3. Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
Achtung
Spiel aller Zahnräder vor der Zerlegung und nach dem Zusammenbau messen.
Hinweis
a) Das Axialspiel der Primärwellenräder muß gemessen werden während die Welle noch im Kupplungsgehäuse
sitzt.
AV2A41007
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
(8)
(9)
(10)
(11)
(12)
Sprengring
Scheibe
Lager
Synchronkegelhülse
Synchronkegel
Synchronring
Synchronkörperhülse
Synchronfederkeil
Synchronkörper
Synchronring
Zahnrad 5. Gang
Nadellager
(13)
(14)
(15)
(16)
(17)
(18)
(19)
(20)
(21)
(22)
(23)
Zahnradhülse
Nadellager
Zahnrad 4. Gang
Synchronring
Sprengring
Synchronkörperhülse
Synchronring
Zahnrad 3. Gang
Nadellager
Primärwelle
Lager
SCHALTGETRIEBE 41-29
Prüfung
Axialspiel 3. Gang
Ausbauhinweis
Lager (Synchronkörper 5. Gang-seitig)
Lager mit Spezialwerkz. (0K130 171 013) ausbauen.
1. Spiel zwischen 3. und 2. Gang messen.
Zulässiges Spiel:
Spiel max.:
0K130 171 013
0,05 - 0,2 mm
0,25 mm
2. Anlageflächen zwischen Zahnrad 3. Gang, Zahnrad
2. Gang und Synchronkörper (3./4. Gang) prüfen.
Beschädigte oder verschlissene Teile ersetzen.
0K130 171 013
Synchronkörper 3./4. Gang, Synchronring
3. Gang, Zahnrad 3. Gang, Synchronkörper
5. Gang, Synchronring 5. Gang und Zahnrad
5. Gang
AS2A41051
1. Sprengring mit geeignetem Werkzeug abbauen.
2. Synchronkörper 5. Gang, Synchronring 5. Gang
und Zahnrad 5. Gang mit Spezialwerkzeug
(0K130 175 008) abbauen.
3. Synchronkörper 3./4. Gang, Synchronring 3. Gang
und Zahnrad 3. Gang mit Spezialwerkzeug
(0K130 175 008) abbauen.
Axialspiel 4./5. Gang
1. Spiel zwischen Zahnrad 4. Gang und Zahnrad
5. Gang messen.
4. Gang:
5. Gang:
zul. Spiel
Spiel max.:
zul. Spiel
Spiel max.:
0,135 - 0,30 mm
0,335 mm
0,07 - 0,20 mm
0,25 mm
0K130 175 008
2. Anlageflächen zwischen Zahnrad 4. Gang, Zahnrad
5. Gang, Synchronkörper 3./4. Gang und
Synchronkörper 5. Gang prüfen. Beschädigte oder
verschlissene Teile ersetzen.
AS2A41054
Lager (Rückwärtsgangzahnrad-seitig)
Lager mit Spezialwerkz. (0K670 990 AA0) abbauen.
0K670 990 AA0
AV2A41004
AS2A41055
41-30 SCHALTGETRIEBE
Einbauhinweis
Lager (Rückwärtsgangzahnrad-seitig)
Neues Lager mit Spezialwerkzeug
(0K130 175 A13/0K011 270 A02) anbauen.
0K130 175 A13
AS2A41090
0K011 270 A02
3. Spiel zwischen den Primärwellenrädern des 4. und
5. Gangs messen.
AS2A41087
Zulässiges Spiel:
Spiel max.:
0,135 - 0,30 mm
0,335 mm
Synchronring 5. Gang, Primärwellenrad und
–lager 5. Gang (Synchronkörper 5. Gang-seitig)
1. Synchronring 5. Gang, Zahnrad 5. Gang und neues
Lager mit Spezialwerkzeug (0K011 270 A02/
0K130 175 008) anbauen.
0K011 270 A02
AV2A41004
0K130 175 008
4. Primärwelle zerlegen und wieder zusammenbauen,
falls der gemessene Wert nicht der Spezifikation
entspricht.
AS2A41089
2. Spiel zwischen den Primärwellenrädern des 3. und
des 2. Gangs messen.
Zulässiges Spiel:
Spiel max.:
0,05 - 0,20 mm
0,25 mm
SCHALTGETRIEBE 41-31
Sekundärwelle
1. Axialspiel zwischen Zahnrad 1. Gang und Zahnrad 2. Gang vor der Zerlegung messen (siehe “Prüfung”).
2. Bauteile in der Reihenfolge gemäß Abbildung ausbauen.
3. Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
Achtung
Axialspiel aller Zahnräder vor der Zerlegung und nach dem Zusammenbau prüfen.
Hinweis
a) Das Axialspiel der Sekundärwellenräder muß gemessen werden während die Welle noch im
Kupplungsgehäuse sitzt.
AV2041009
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
(8)
Distanzstück
Haltering
Sekundärwellenrad 5. Gang
Sekundärwellenrad 4. Gang
Sekundärwellenrad 3. Gang
Sekundärwellenrad 2. Gang
Nadellager
Hülse
(9)
(10)
(11)
(12)
(13)
(14)
(15)
(16)
Synchron-Innenring
Doppelkegel
Synchronring
Synchronfederkeil
Rückwärtsgang-Zahnrad
Synchronkörperhülse
Synchronfederkeil
Synchronring
(17)
(18)
(19)
(20)
(21)
(22)
(23)
Doppelkegel
Synchron-Innenring
Sekundärwellenrad 1. Gang
Nadellager
Lagerring
Kegellager
Sekundärwelle
41-32 SCHALTGETRIEBE
Prüfung
Axialspiel des Sekundärwellenrads 1. Gang
Ausbauhinweis
Lager und Sekundärwellenrad 5. Gang
1. Spiel zwischen Sekundärwellenrad 1. Gang und
Lager messen.
Lager und Sekundärwellenrad 5. Gang mit
Spezialwerkzeug (0K201 172 008) abbauen.
Zulässiges Spiel:
Spiel max.:
0,07 - 0,30 mm
0,36 mm
2. Anlageflächen zwischen Sekundärwellenrad 1. Gang,
Sekundärwellenlager und Synchronkörper 1./2. Gang
prüfen. Beschädigte oder verschlissene Teile
ersetzen.
0K201 172 008
AS2A41059
Synchronkörper 1./2. Gang, Synchronring
1. Gang und Sekundärwellenrad 1. Gang
1. Sprengring mit geeignetem Werkzeug abbauen.
2. Synchronkörper 1./2. Gang, Synchronring 1. Gang und
Sekundärwellenrad 1. Gang auspressen.
AV2A41005
Axialspiel des Sekundärwellenrads 2. Gang
1. Axialspiel zwischen den Sekundärwellenrädern des
2. und 3. Gangs messen.
Zulässiges Spiel:
Spiel max.:
0,07 - 0,25 mm
0,29 mm
2. Anlageflächen zwischen den Sekundärwellenrädern
des 2 und des 3. Gangs und dem Synchronkörper
1./2. Gang prüfen. Beschädigte oder verschlissene
Teile ersetzen.
AS2A41061
Lager (differentialseitig)
1. Lager mit Spezialwkz. (0K130 171 013) abbauen.
0K130 171 013
AV2A41006
0K130 171 013
SCHALTGETRIEBE 41-33
Einbauhinweis
1. Alle O-Ringe und Dichtungen ersetzen.
2. Darauf achten, daß alle Teile vor dem Zusammenbau sauber sind.
3. Teile binnen 10 Minuten nach dem Auftragen des
Dichtmittels zusammenbauen. Dichtmittel vor dem
Einfüllen des Getriebeöls mindestens 30 Minuten
trocknen lassen.
4. Lager und -ringe stets paarweise ersetzen.
3. Synchronkörper 1./2. Gang mit Spezialwerkzeug
(0K130 175 A11) aufpressen.
0K130 175 A11
Lager (differentialseitig)
1. Neues Lager mit Spezialwerkzeug
(0K130 175 A11) einbauen.
AV2A41009
Sekundärwellenrad 5. Gang und Lager
0K130 175 A11
1. Sekundärwellenrad 5. Gang und Lager mit
Spezialwerkzeug (0K130 175 A13 / 0K011 270 A02 /
0K130 175 A11) anbauen.
AV2A41008
0K130 175 A13
Sekundärwellenlager 1. Gang, Synchronring
1. Gang und Synchronkörper 1./2. Gang
0K011 270 A02
1. Sekundärwellenrad 1. Gang, Synchronring 1. Gang
und Synchronkörper 1./2. Gang anbauen (siehe
Abbildung).
2. Synchronringnuten und Synchronfederkeile
zueinander ausrichten.
0K130 175 A11
AV2A41010
2. Spiel zwischen Zahnrad 1. Gang und Differential
messen.
Ölnuten
(3 Stck.)
Zulässiges Spiel:
Spiel max.:
0,07 - 0,30 mm
0,36 mm
AS2A41080
AV2A41005
41-34 SCHALTGETRIEBE
3. Spiel zwischen den Sekundärwellenrädern des 2.
und des 3. Gangs messen.
Zulässiges Spiel:
Spiel max.:
0,07 - 0,25 mm
0,29 mm
AV2A41006
4. Sekundärwelle zerlegen und wieder zusammenbauen, falls der gemessene Wert nicht der
Spezifikation entspricht.
SCHALTGETRIEBE 41-35
Differential
Zerlegung, Prüfung und Zusammenbau
1.
2.
3.
4.
5.
Spiel der Kegelräder vor der Zerlegung prüfen (siehe “Prüfung”).
Bauteile in der Reihenfolge gemäß Abbildung ausbauen.
Alle Teile prüfen und bei Bedarf instandsetzen oder ersetzen.
In umgekehrter Reihenfolge einbauen.
Spiel nach dem Zusammenbau erneut messen.
Ersetzen
SST
SST Ersetzen
OIL
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
Spezifizierte Teile mit Öl benetzen
Spannstift
Kegelradwelle
Kegelrad
Anlaufscheibe
Kegelrad
AS2A41147
(6)
(7)
(8)
(9)
(10)
Anlaufscheibe
Lager (gegenüber Tellerrad)
Tachometerantriebsrad
Lager (tellerradseitig)
Tellerrad
41-36 SCHALTGETRIEBE
Prüfung
Kegelradspiel
Seitenlager-Innenring
Spiel der Kegelräder wie folgt messen:
1. Linke und rechte Antriebswelle in das Differential
einsetzen.
2. Antriebswellen in V-Blöcken lagern (siehe Abbildung).
3. Spiel der beiden Kegelräder messen.
Zulässiges Spiel:
0-0,1 mm
Achtung
Differentialgehäuse nicht fallenlassen.
1. Innenring des Seitenlagers mit Spezialwerkzeug
ausbauen (gegenüber Tellerrad).
Lager (tellerradseitig)
4. Beschädigte oder verschlissene Teile ersetzen, falls
der gemessene Wert nicht der Spezifikation
entspricht.
Lager mit Spezialwerkzeug (0K670 990 AA0)
ausbauen.
0K670 990 AA0
AS2A41151
AS2A41148
Ausbauhinweis
Lager (gegenüber Tellerrad)
Hinweis
Lager nur im Schadensfall ausbauen.
Lager mit Spezialwerkzeug (0K130 171 013) abbauen.
0K130 171 013
AS2A42119
SCHALTGETRIEBE 41-37
Einbauhinweis
Lager (tellerradseitig)
Kegelradspiel
Spiel der Kegelräder wie folgt messen:
1. Linke und rechte Antriebswelle in das Differential
einsetzen.
2. Antriebswellen in V-Blöcken lagern (siehe
Abbildung).
3. Spiel der beiden Kegelräder messen.
1. Neues Lager mit Spezialwerkzeug
(0K011 270 A02) anbauen.
0K011 270 A02
Zulässiges Spiel:
0-0,1 mm
4. Beschädigte oder verschlissene Teile ersetzen,
falls der gemessene Wert nicht der Spezifikation
entspricht.
AS2A41154
Lager (gegenüber Tellerrad)
1. Tachometerantriebsrad anbauen.
2. Neues Lager mit Spezialwerkzeug
(0K011 270 A02) anbauen.
AS2A41157
0K011 270 A02
AS2A41155
41-38 SCHALTGETRIEBE
Ansicht Schaltsteuerung
Überholen
1. Bauteile in der Reihenfolge gemäß Abbildung ausbauen.
2. Alle Teile prüfen und bei Bedarf instandsetzen oder ersetzen.
3. In umgekehrter Reihenfolge einbauen.
15-22 Nm
18-27 Nm
AV2041011
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
Schaltknauf
Faltenbalg
Schalthebel
Mutter
Schraube
(6)
(7)
(8)
(9)
(10)
Klammer
Sicherungsstift
Scheibe
Schaltzug
Wählzug
AUTOMATIKGETRIEBE
AUTOMATIKGETRIEBE
Spezialwerkzeuge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-01
Fehlersuchtabelle
Tabelle zur Schnelldiagnose . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-02
Prüfung am Fahrzeug . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-03
Eigendiagnosesystem
Prüfverfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-06
Nach-Reparatur-Verfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-06
Fehlercodes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-07
Schaltplan (KV6 Benzinmotor) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-16
Schaltplan (J3 TCI Diesel) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-19
TCM-Spannungstabelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-22
Technische Daten
Automatikgetriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-24
Beschreibung und Funktion
Schnittzeichnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-25
Kupplungs-/Bremssystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-26
Komponentenfunktionen-Tabelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-27
Wartung am Fahrzeug
Elektrik
Fahrstufenschalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-28
HOLD-Schalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-28
Betriebsartschalter (POWER) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-29
ATF-Temperatursensor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-30
Geschwindigkeitssensor (Eingang) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-30
Geschwindigkeitssensor (Ausgang) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-31
Schaltmagnetventil . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-31
Druckmagnetventil . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-32
Mechanik
Automatikgetriebeflüssigkeit (ATF) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-33
Öldichtring . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-34
Prüfungen der Mechanik
Festbremsprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-35
Verzögerungsprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-38
Leitungsdruckprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-40
Probefahrt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-42
Schaltdiagramme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-43
Aus- und Einbau
Getriebe
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .42-51
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-56
Wählhebel
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .42-59
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-60
Ölkühler
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-61
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-62
42
AUTOMATIKGETRIEBE
Zerlegung, Prüfung und Zusammenbau
Getriebe
Zerlegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-63
Zusammenbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-74
Ölpumpe, Freilauf 2 und Bremse 2
Zerlegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-83
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-85
Zusammenbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-86
Freilauf 2, Bremsnabe 2 und Kupplung 1
Zerlegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-88
Zusammenbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-89
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-89
Vorwärts-Kupplung und Direktkupplung
Zerlegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-90
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-91
Zusammenbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-92
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-93
Planetenräder und Sonnenrad
Zerlegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-94
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-95
Zusammenbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-95
Rückwärts-Bremse 1, vorderes Hohlrad und Freilaufkupplung #2
Zerlegung/Zusammenbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-96
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-97
Niedriggang-Kupplung
Zerlegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-98
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-99
Zusammenbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-100
Niedriggang-Bremse
Zerlegung/Zusammenbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-101
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-101
Vorgelege-Antriebsrad
Zerlegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-102
Zusammenbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-104
Niedriggang-Planetenräder und Differentialantriebsrad
Zerlegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-105
Zusammenbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-107
Getriebegehäuse hinten und Druckspeicherkolben
Zerlegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-109
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-110
Zusammenbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-110
Differential
Zerlegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-111
Zusammenbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-113
Steuerventilgehäuse
Zerlegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-115
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-117
Zusammenbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-118
Vorderes Ventilgehäuse
Zerlegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-120
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-121
Zusammenbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-121
Mittleres Ventilgehäuse
Zerlegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-122
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-123
Zusammenbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-123
Hinteres Ventilgehäuse
Zerlegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-124
Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-125
Zusammenbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42-125
AUTOMATIKGETRIEBE 42-01
Spezialwerkzeuge
0K2A1 089 AA0
0K011 190 006S
Diagnosegerät
Ölpumpen-Auszieher
Zum
Diagnosestecker
Für die Fehlerdiagnose und zum Auslesen und
Löschen der Fehlercodes.
Zum Ausziehen der Ölpumpe.
0K130 175 011A
0K011 270 001
Aufhängevorrichtung für Getriebe
Auszieher für Lageraußenring
Zur Zerlegung und zum Zusammenbau des Getriebes.
Zum Ausziehen des Lageraußenrings.
0K130 990 007
0K130 171 013
Motormontageblock
Lagerauszieher
Zur Zerlegung und zum Zusammenbau des Getriebes.
Zum Ausziehen der Differentiallager.
42-02 AUTOMATIKGETRIEBE
Fehlersuchtabelle
Tabelle zur Schnelldiagnose
Die Tabelle zur Schnelldiagnose dient zum schnellen Auffinden einer Fehlerursache. Sie enthält 30 Gruppen
möglicher Fehlursachen und zeigt die Zusammenhänge zwischen Problemen und Komponenten.
1. Komponenten in der Spalte "Eigendiagnose" werden mit der Eigendiagnosefunktion des TCM
(Getriebesteuermodul) überprüft. Diese Signale können mit dem Diagnosegerät ausgelesen werden.
2. Die Komponenten in der Spalte "Einstellung" können aufgrund falscher Einstellung fehlerhaft sein.
3. Ein- und Ausgangssignale des TCM für die Komponenten in der Spalte "Diagnosegerät" können leicht mit dem
Diagnosegerät geprüft werden.
4. Komponenten in der Spalte "Festbremsdrehzahl" können in der Festbremsprüfung auf Fehlfunktion geprüft
werden.
5. Komponenten in der Spalte "Verzögerung" können in der Verzögerungsprüfung auf Fehlfunktion geprüft werden.
6. Komponenten in der Spalte "Leitungsdruck" können in der Öldruckprüfung auf Fehlfunktion geprüft werden.
7. Komponenten in der Spalte "Probefahrt" können im Rahmen einer Probefahrt auf Fehlfunktion geprüft werden.
Öldruck
Probefahrt
Rückwärts-Bremse 1
Direktkupplung
Vorwärts-Kupplung
Drehmomentwandler
Verzögerung
Festbremsdrehzahl
Druckölkreislauf
Druckmagnetventil
Ölpumpe
Magnetventil Überbrückung
Speicher
Magnetventil 2-3
Regelventil
Magnetventil 1-2, 3-4
Leerlaufdrehzahl und Zündeinstellung
Geschwindigkeitssensor (Ausgang)
Freilaufkupplung 3
Freilaufkupplung 2
Antriebsstrang
Freilaufkupplung 1
Hydraulische
Steuerung
Niedriggang-Bremse
Wählhebel
Einstellung
ATF-Ölstand und -Zustand
Geschwindigkeitssensor (Eingang)
Kühlmitteltemperatursensor
Eigendiagnose
Diagnosegerät
Drosselklappensensor
Leerlaufsignal
HOLD-Schalter
Betriebsartschalter
Fahrstufenschalter
Bremslichtschalter
Schaltsignal
Prüfpunkt
Vorabprüfung
Elektronisches Steuergerät
ATF-Temperaturgeber
Bauteil
AUTOMATIKGETRIEBE 42-03
Keine
Vorwärtsbewegung/
Schlupf
Keine
Rückwärtsbewegung/
Schlupf
Schlupf beim Schalten
und Beschleunigen
2 Hartes
Schalten N-D
SchaltSchalten N-R
rucken
3 Motor startet nicht
4 Festbremsen
115
63
33
Antriebsstrang
Ventilgehäuse
Drehmomentwandler
Falscher O-Ring
Falscher Dichtring
Falsche Öldichtung
Wasser und andere Fremdstoffe
Unzureichend
Bei Verzögerung
Kein Herauf/Herunterschalten
1-2
Kein Herauf/Herunterschalten
3-2
Kein Herauf/Herunterschalten
3-4
Keine Überbrückung
Kein Gangwechsel
beim Kein Kick-Down.
(Siehe Nr. 8)
Keine Motorbremse (3. Gang)
Keine Motorbremse (2. Gang)
Keine Motorbremse (1. Gang)
7 Schaltpunkte zu niedrig/hoch
8 HOLD-Kontrolleuchte EIN/AUS
Entlüftung
Differentialgehäuse
10 Kein Wechsel der Betriebsart
Motor u. Getriebegehäuse
9 Wählhebelbetätigung zu schwer/leicht
11 Ölundichtigkeit
ATF Antriebsstrang
Bei N-D, N-R
5 Unnormale Beschleunigung
6 Schaltet
nicht
Vibrieren der Kühlleitungen
Halterungen der Kühlleitungen
Vibrieren der Kühlleitungen
Wählhebelgestänge
Störung im TCM
Andere
Leitungsdruck-Magnetventil
Überbrückungs-Magnetventil
Schaltmagnetventil #2
Schaltmagnetventil #1
Kein Eingang vom Geschwindigkeitssensor
61
61
61
28
31
16
31
31
31
32
22
Ausgangssensor
Fahrstufenschalter
Drehmomentsteuerung
Stromkreis des Drosselklappensensors
Betriebsartschalter
Bremslichtschalter
Elektronische Steuerung
Kühlmitteltemperatursensor
Spiel der Federung
Interferenz zwischen Antriebssystem und Karosserie
Antriebsscheibe
Fehlfunktion
1 Fzg. fährt
nicht/
Schlupf
Motor falsch eingestellt
Nr.
Fahrgestell
Rad nicht ausgewuchtet
Motor
Falsche Montage der Getriebehalterung
Prüfpunkte
Antriebswelle
Referenzseite (42- )
21Gr.
52Gr.
29
21Gr.
50Gr.
53Gr.
Prüfung am Fahrzeug
Seitendeckel/hinterer
Deckel des
Getriebegehäuses
O-Ring an Sensor,
Magnetventil und
Öleinfüllrohr
(Gr. = Kapitel-Nr.)
Schaltwellendichtring
Kühlerleitungen
12 Hartes
Schaltrucken
Fehlfunktion
13 Starke
Vibrationen
14 Geräuschentwicklung
Beim Schalten N-D
Beim Schalten N-R
Beim Hochschalten
Im Schiebebetrieb
Bei Kick-Down
(Gr. = Kapitel-Nr.)
Bei Betätigung/Lösen
des Gaspedals
(kein Schalten)
Im Leerlauf
Beim Fahren
Im Leerlauf
Beim Schalten nach P
Nr.
Beim Fahren
Beim Schalten
Bei Betätigung/Lösen des
Gaspedals (kein Schalten)
Antriebsstrang
Ventilgehäuse
Drehmomentwandler
Falscher O-Ring
Falscher Dichtring
Falsche Öldichtung
Wasser und andere Fremdstoffe
Andere
Unzureichend
Vibrieren der Kühlleitungen
Halterungen der Kühlleitungen
Vibrieren der Kühlleitungen
Elektronische Steuerung
Wählhebelgestänge
Störung im TCM
Leitungsdruck-Magnetventil
Überbrückungs-Magnetventil
Schaltmagnetventil #2
Schaltmagnetventil #1
Kein Eingang vom Geschwindigkeitssensor
Ausgangssensor
Fahrstufenschalter
Drehmomentsteuerung
Stromkreis des Drosselklappensensors
Fahrgestell
Betriebsartschalter
Bremslichtschalter
Kühlmitteltemperatursensor
Spiel der Federung
Interferenz zwischen Antriebssystem und Karosserie
Motor
Rad nicht ausgewuchtet
115
63
33
61
61
61
28
31
16
31
31
31
32
22
21Gr.
52Gr.
29
21Gr.
50Gr.
53Gr.
Referenzseite (42- )
Antriebswelle
Falsche Montage der Getriebehalterung
Antriebsscheibe
Prüfpunkte
Motor falsch eingestellt
42-04 AUTOMATIKGETRIEBE
ATF Antriebsstrang
AUTOMATIKGETRIEBE 42-05
Bauteile des Automatikgetriebes (innen)
Drehmo-
Kupplungsscheibe
Ventilgehäuse
mentwandl.
Freilaufkupplung
Zahnrad
1 Fzg. fährt
nicht/
Schlupf
Keine
Vorwärtsbewegung/
Schlupf
Keine
Rückwärtsbewegung/
Schlupf
Schlupf beim Schalten
und Beschleunigen
Differentialzahnrad
Vorgelegezahnrad
Planetenzahnrad vorn/hinten
Freilaufkupplung #3 (F-3)
Freilaufkupplung #2 (F-2)
Freilaufkupplung #1 (F-1)
Niedriggang-Bremse (B4)
Bremse 1/Rückwärts (B3)
Bremse 2 (B2)
Freilaufkupplung 2 (B1)
Kein Herunterschalten 2-1
Kein Herunterschalten 3-2
Niedriggang-Kupplung (C3)
Kein Herunterschalten 4-3
Direktkupplung (C2)
Kein Heraufschalten 3-4
Vorwärts-Kupplung (C1)
Druckspeicher (C1, C2, B2, B4)
Überbrückungs-Modulatorventil
Überbrückungs-Steuerventil
Schaltventil 3-4
Schaltventil 2-3
Kein Heraufschalten 2-3
Keine Motorbremse (3. Gang)
Keine Motorbremse (2. Gang)
Keine Motorbremse (1. Gang)
5 Ölundichtig- Entlüftung
keit
Halterung von Motor und
Schaltventil 1-2
Handsteuerventil
Regelventil
Sekundärregelventil
Primärregelventil
Kein Heraufschalten 1-2
Keine Überbrückung
Leitungsdruck-Magnetventil
2 Hartes
Beim Schalten N-D
SchaltBeim Schalten N-R
rucken
3 Festbremsen
4 Schaltet
nicht
Überbrückungs-Magnetventil
Schaltmagnetventil #2
Schaltmagnetventil #1
Ölsieb
Ölpumpe
Fehlfunktion
Externer Fehler
Interner Fehler
Prüfpunkte
Getriebegehäuse
6 Hartes
Schaltrucken
7 Geräuschentwicklung
Beim Schalten N-D
Beim Schalten N-R
Beim Hochschalten
Im Schiebebetrieb
Bei Kick-Down
Beim Fahren
42-06 AUTOMATIKGETRIEBE
Eigendiagnosesystem
Nach-Reparatur-Verfahren
Beschreibung
Das Steuergerät besitzt eine Eigendiagnosefunktion zur
Feststellung von Fehlfunktionen der Hauptsensoren
(Eingang), der Magnetventile (Ausgang) und des TCM.
Zum Auslesen der im TCM gespeicherten Fehlercodes
wird ein geeignetes Diagnosegerät verwendet.
1. Zum Löschen von Fehlercodes aus dem TCMSpeicher die Klemmen "j" und "s" des Diagnosesteckers im Motorraum nach Einschalten der
Zündung überbrücken oder die Anweisungen des
Diagnosegeräts befolgen.
a
Fehlercodes
Prüfverfahren
1. Das Diagnosegerät an den Diagnosestecker im
Motorraum anschließen.
2. Zündung einschalten.
3. Auf Fehlercodes prüfen (Handbuch für KiaDiagnosegerät verwenden).
4. Bei vorhandenen Fehlercodes die Ursache anhand
der Nummer in der Fehlercodetabelle suchen.
Ggf. instandsetzen.
5. Nach der Reparatur die entsprechenden Verfahren
durchführen um sicherzustellen, daß keine Fehlercodes mehr gespeichert sind.
d
o
r
b
e
g
i
k m
p
c
f
h
j
l
q
n
s
t
AV2A42158
2. Das Diagnosegerät an den Diagnosestecker im
Motorraum anschließen.
3. Zündung einschalten.
4. Sicherstellen, daß keine Fehlercodes angezeigt
werden.
5. Das Diagnosegerät wieder vom Diagnosestecker
im Motorraum abklemmen.
AV2021012
Hinweis
Ist das Kia-Diagnosegerät nicht verfügbar, den
Blinkcode mit der HOLD-Leuchte prüfen.
a) Die Klemmen "n" und "s" des Diagnosesteckers
im Motorraum bei ausgeschalteter Zündung
überbrücken.
b) Zündung einschalten.
a
d
o
r
b
e
g
i
k m
p
c
f
h
j
l
q
n
s
t
AV2A42159
AV2021012
AUTOMATIKGETRIEBE 42-07
Fehlercodes
P-Code
P1121
Blinkcode
12
Fehlerhaftes Bauteil
Drosselklappensensor
Eigendiagnose
Das Arbeitsverhältnis liegt unter 5 % oder über
94 %, oder das Motorlastsignal kann nicht
festgestellt werden. (*1)
Die TP-Sensorspannung liegt unter 0,35 V bei
vollständig geschlossener Drosselklappe oder
über 4,65 V bei vollständig geöffneter
Drosselklappe. (*2)
P0722
55
Geschwindigkeitssensor
(Ausgang)
Kein Impulseingang des Eingangssignals bei
5.000 Impulsen des Ausgangssignals.
P0753
60
Schaltmagnetventil #1
P0758
61
Schaltmagnetventil #2
Steht der Stromkreisausgang des Magnetventilantriebs auf AUS, stellt die Magnetventilüberwachung ihn als EIN fest. Dies wird EIN
nach 8 Schaltbewegungen.
P0743
63
ÜberbrückungsMagnetventil
Steht der Stromkreisausgang des Magnetventilantriebs auf EIN, stellt die Magnetventilüberwachung ihn als AUS fest.
P0748
64
LeitungsdruckMagnetventil
Bei hohem Spannungsausgang
– Wenn maximale Spannung bei weniger als 1 A
festgestellt wird
Bei niedrigem Spannungsausgang
– Wenn minimale Spannung bei mehr als 50 mA
festgestellt wird
P0780
65
Drehmomentsteuerung (*1)
Wenn das Signal hoch ist, wird niedrig festgestellt.
P0717
66
Geschwindigkeitssensor
(Eingang)
Kein Impulseingang des Ausgangssignals bei
3.000 Impulsen des Eingangssignals.
Hinweis
a) *1: Nur KV6 Benzinmotor
b) *2: Nur J3 TCI Diesel
42-08 AUTOMATIKGETRIEBE
Fehlercode: P1121 (12)
• Fehlfunktion des Drosselklappensensors
• Fehlfunktion des PCM
• Kurzschluß im Kabelstrang
Mögliche Ursache
Schritt
1
Drosselklappensensor
Prüfung
Sind alle Anschlüsse am Stecker und an den
Steckerklemmen OK?
Maßnahme
Ja
Nein
2
3
Spannung an TCM-Klemme C221-20 messen. OK?
Ja
Spannung: unter 0–5 V (bei Leerlauf oder Fahrt)
Nein
Variablen Widerstand des TP-Sensors messen. OK?
Widerstand: 2,0 kΩ ± 20%
4
Sind Kabelstecker und Kabelstrang zwischen PCM
und TCM OK?
Tritt der Fehlercode nach dem Löschen erneut auf?
Stecker instandsetzen oder ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nach Ersetzen des TCM erneut prüfen.
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nein
TP-Sensor ersetzen (Kapitel 21).
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nein
5
Mit Schritt 2 fortfahren
Ja
Nein
Kabelstecker und/oder Kabelstrang instandsetzen
oder ersetzen.
TCM ersetzen.
Der Fehler ist ein zeitweise schlechter Kontakt des
Kabelstrangs oder der Stecker und muß weiter
untersucht werden.
AUTOMATIKGETRIEBE 42-09
Fehlercode: P0722 (55)
• Fehlfunktion des Geschwindigkeitssensors
• Fehlfunktion des TCM
• Kurzschluß im Kabelstrang
Mögliche Ursache
Schritt
1
Geschwindigkeitssensor (Ausgang)
Prüfung
Maßnahme
Ja
Sind alle Anschlüsse am Stecker und an den
Steckerklemmen OK?
Nein
2
Ja
Steigt die Gleichstrom-Spannung an TCM-Klemme
C221-16 bei der Probefahrt an?
Nein
3
TCM-Stecker abklemmen. Widerstand zwischen den
Klemmen C221-16 und C221-17 messen. OK?
Ja
Mit Schritt 2 fortfahren
Stecker instandsetzen oder ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Stromkreis prüfen, dann mit Schritt 5 fortfahren.
Mit Schritt 5 fortfahren.
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Widerstand: 387–473 Ω
4
Magnetventilstecker abklemmen. Widerstand
zwischen Klemmen A und B prüfen. OK?
Nein
Geschwindigkeitssensor ersetzen.
Widerstand: 387–473 Ω
5
Tritt der Fehlercode nach dem Löschen erneut auf?
Ja
Nein
TCM ersetzen.
Der Fehler ist ein zeitweise schlechter Kontakt des
Kabelstrangs oder der Stecker und muß weiter
untersucht werden.
Widerstand
Hinweis
Da sich der Widerstand des Geschwindigkeitssensors mit der Temperatur ändert, prüfen, ob er bei hoher
Temperatur der Spezifikation entspricht.
Temperatur
AGX042B071
42-10 AUTOMATIKGETRIEBE
Fehlercode: P0753 (60)
• Fehlfunktion des Magnetventils
• Fehlfunktion des TCM
• Kurzschluß im Kabelstrang
Mögliche Ursache
Schritt
1
Magnetventil #1 (Schalten 1–2, 3–4)
Prüfung
Maßnahme
Ja
Sind alle Anschlüsse am Stecker und an den
Steckerklemmen OK?
Nein
2
Ja
Spannung an TCM-Klemme C221-8 messen.
Nein
Standardspannung:
Magnetventil EIN: B+
Magnetventil AUS: 0 V
Mit nächstem Schritt fortfahren
Stecker instandsetzen oder ersetzen.
Mit Schritt 5 fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
3
Widerstand des Magnetventils zwischen
Steckerklemme C221-8 und Masse wie folgt messen.
1. Batteriemassekabel abklemmen.
2. TCM-Stecker abklemmen.
3. Widerstand messen.
Ja
Mit Schritt 5 fortfahren.
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Standardwiderstand: 12–16 Ω
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
4
Widerstand des Magnetventils zwischen
Steckerklemme C176-1 und Masse wie folgt messen.
1. Batteriemassekabel abklemmen.
2. Magnetventilstecker abklemmen.
3. Widerstand messen.
Nein
Magnetventil ersetzen.
Widerstand: 12–16 Ω
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
5
Tritt der Fehlercode nach dem Löschen erneut auf?
Ja
Nein
TCM ersetzen.
Der Fehler ist ein zeitweise schlechter Kontakt des
Kabelstrangs oder der Stecker und muß weiter
untersucht werden.
Widerstand
Hinweis
Da sich der Widerstand des Magnetventils mit der Temperatur ändert, prüfen, ob er bei hoher Temperatur der
Spezifikation entspricht.
Temperatur
AGX042B048
AUTOMATIKGETRIEBE 42-11
Fehlercode: P0758 (61)
• Fehlfunktion des Magnetventils
• Fehlfunktion des TCM
• Kurzschluß im Kabelstrang
Mögliche Ursache
Schritt
1
Magnetventil #2 (Schalten 2–3)
Prüfung
Maßnahme
Ja
Sind alle Anschlüsse am Stecker und an den
Steckerklemmen OK?
Nein
2
Ja
Spannung an TCM-Klemme C221-7 messen.
Nein
Standardspannung:
Magnetventil EIN: B+
Magnetventil AUS: 0 V
Mit nächstem Schritt fortfahren
Stecker instandsetzen oder ersetzen.
Mit Schritt 5 fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
3
Widerstand des Magnetventils zwischen
Steckerklemme C221-7 und Masse wie folgt messen.
1. Batteriemassekabel abklemmen.
2. TCM-Stecker abklemmen.
3. Widerstand messen.
Ja
Mit Schritt 5 fortfahren.
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Standardwiderstand: 12–16 Ω
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
4
Widerstand des Magnetventils zwischen
Steckerklemme C176-7 und Masse wie folgt messen.
1. Batteriemassekabel abklemmen.
2. Magnetventilstecker abklemmen.
3. Widerstand messen.
Nein
Magnetventil ersetzen.
Widerstand: 12–16 Ω
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
5
Tritt der Fehlercode nach dem Löschen erneut auf?
Ja
Nein
TCM ersetzen.
Der Fehler ist ein zeitweise schlechter Kontakt des
Kabelstrangs oder der Stecker und muß weiter
untersucht werden.
Widerstand
Hinweis
Da sich der Widerstand des Magnetventils mit der Temperatur ändert, prüfen, ob er bei hoher Temperatur der
Spezifikation entspricht.
Temperatur
AGX042B048
42-12 AUTOMATIKGETRIEBE
Fehlercode: P0743 (63)
• Fehlfunktion des Magnetventils
• Fehlfunktion des TCM
• Kurzschluß im Kabelstrang
Mögliche Ursache
Schritt
1
Überbrückungs-Magnetventil
Prüfung
Maßnahme
Ja
Sind alle Anschlüsse am Stecker und an den
Steckerklemmen OK?
Nein
2
Ja
Spannung an TCM-Klemme C221-22 messen.
Nein
Standardspannung:
Magnetventil EIN: B+
Magnetventil AUS: 0 V
Mit nächstem Schritt fortfahren
Stecker instandsetzen oder ersetzen.
Mit Schritt 5 fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
3
Ja
Widerstand des Magnetventils zwischen Steckerklemme C221-22 und Masse wie folgt messen.
1. Batteriemassekabel abklemmen.
2. TCM-Stecker abklemmen.
3. Widerstand messen.
Mit Schritt 5 fortfahren.
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Standardwiderstand: 11–15 Ω
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
4
Widerstand des Magnetventils zwischen Steckerklemme C176-8 und Masse wie folgt messen.
1. Batteriemassekabel abklemmen.
2. Magnetventilstecker abklemmen.
3. Widerstand messen.
Nein
Magnetventil ersetzen.
Widerstand: 11–15 Ω
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
5
Tritt der Fehlercode nach dem Löschen erneut auf?
Ja
Nein
TCM ersetzen.
Der Fehler ist ein zeitweise schlechter Kontakt des
Kabelstrangs oder der Stecker und muß weiter
untersucht werden.
Widerstand
Hinweis
Da sich der Widerstand des Magnetventils mit der Temperatur ändert, prüfen, ob er bei hoher Temperatur der
Spezifikation entspricht.
Temperatur
AGX042B049
AUTOMATIKGETRIEBE 42-13
Fehlercode: P0748 (64)
• Fehlfunktion des Magnetventils
• Fehlfunktion des TCM
• Kurzschluß im Kabelstrang
Mögliche Ursache
Schritt
1
Druckmagnetventil
Prüfung
Maßnahme
Ja
Sind alle Anschlüsse am Stecker und an den
Steckerklemmen OK?
Nein
2
3
Prüfen, ob sich die Ausgangsspannung des TCM zum
Druckmagnetventil verringert, wenn das Gaspedal
betätigt wird.
Widerstand des Magnetventils zwischen Klemme
C221-6 und Klemme C 221-5 wie folgt messen.
1. Batteriemassekabel abklemmen.
2. TCM-Stecker abklemmen.
3. Widerstand messen.
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren
Stecker instandsetzen oder ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nein
Mit Schritt 5 fortfahren.
Ja
Mit Schritt 5 fortfahren.
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Standardwiderstand: 3,3–3,7 Ω
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
4
Widerstand des Magnetventils zwischen der Klemme
C176-3 und Klemme C 176-9 wie folgt messen.
1. Batteriemassekabel abklemmen.
2. Magnetventilstecker abklemmen.
3. Widerstand messen.
Nein
Magnetventil ersetzen.
Widerstand: 3,3–3,7 Ω
Entspricht der Meßwert der Spezifikation?
5
Tritt der Fehlercode nach dem Löschen erneut auf?
Ja
Nein
TCM ersetzen.
Der Fehler ist ein zeitweise schlechter Kontakt des
Kabelstrangs oder der Stecker und muß weiter
untersucht werden.
Widerstand
Hinweis
Da sich der Widerstand des Magnetventils mit der Temperatur ändert, prüfen, ob er bei hoher Temperatur der
Spezifikation entspricht.
Temperatur
AGX042B049
42-14 AUTOMATIKGETRIEBE
Fehlercode: P0780 (65)
Mögliche Ursache
Schritt
1
Drehmomentsteuerung (Nur KV6 Benzinmotor)
• Fehlfunktion des PCM
• Fehlfunktion des TCM
• Kurzschluß im Kabelstrang
Prüfung
Sind alle Anschlüsse an den Steckern des PCM und
TCM OK?
Maßnahme
Ja
Nein
2
Spannung an TCM-Klemme C221-18 messen.
Spannung: ca. 8–10 V (Zündung eingeschaltet)
3
Tritt der Fehlercode nach dem Löschen erneut auf?
Mit nächstem Schritt fortfahren
Stecker instandsetzen oder ersetzen.
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nein
TCM ersetzen.
PCM prüfen (siehe Kapitel 21).
Ja
Nein
TCM ersetzen.
Der Fehler ist ein zeitweise schlechter Kontakt des
Kabelstrangs oder der Stecker und muß weiter
untersucht werden.
AUTOMATIKGETRIEBE 42-15
Fehlercode: P0717 (66)
• Fehlfunktion des Geschwindigkeitssensors
• Fehlfunktion des TCM
• Kurzschluß im Kabelstrang
Mögliche Ursache
Schritt
1
Geschwindigkeitssensor (Eingang)
Prüfung
Maßnahme
Ja
Sind alle Anschlüsse am Stecker und an den
Steckerklemmen OK?
Nein
2
Ja
Spannung zwischen TCM-Klemmen C221-15 und
C221-19 messen. OK?
Kl. (+)
Kl. (-)
Spannung
Nein
Bedingung
Mit nächstem Schritt fortfahren
Stecker instandsetzen oder ersetzen.
Stromkreis prüfen, dann mit Schritt 5 fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
C221-15 C221-19 Gleichstrom Bei Fahrt
ansteigend
0V
Bei
Stillstand
3
TCM-Stecker abklemmen. Widerstand zwischen den
Klemmen C221-15 und C221-17 messen. OK?
Ja
Mit Schritt 5 fortfahren.
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Widerstand: 387–473 Ω
4
Magnetventilstecker abklemmen. Widerstand
zwischen den Klemmen C und D messen. OK?
Nein
Geschwindigkeitssensor ersetzen.
Widerstand: 387–473 Ω
5
Tritt der Fehlercode nach dem Löschen erneut auf?
Ja
Nein
TCM ersetzen.
Der Fehler ist ein zeitweise schlechter Kontakt des
Kabelstrangs oder der Stecker und muß weiter
untersucht werden.
Widerstand
Hinweis
Da sich der Widerstand des Geschwindigkeitssensors mit der Temperatur ändert, prüfen, ob er bei hoher
Temperatur der Spezifikation entspricht.
Temperatur
AGX042B051
42-16 AUTOMATIKGETRIEBE
Schaltplan (KV6 Benzinmotor)
Hinweis
Bitte beachten, daß sich das Layout der nachfolgenden Schaltpläne von dem im Schaltplanbuch verwendeten
System unterscheidet.
Batterie
Zündung 1
Hauptsicherungsrelaiskasten
AUDIO
15A
3
ENG
METER
10A
10A
7
C290
Sicherungskasten
2
C290
Grün/Weiß
GRN/WHT
S202
Pink
PNK
Grün/Weiß
GRN/WHT
11
14
C292
GRN/WHT
Grün/Weiß
C231
Instrumentenblock
C1000
Kurzschlußstecker #2
Gelb/Schwarz
YEL/BLK
HOLD
LEERLAUF
Sicherungskasten
C1000
10
1
2
BLU/BLK
Blau/Schwarz
Weiß/Rot
WHT/RED
13
11
Blau/Schwarz
BLU/BLK
Weiß/Rot
WHT/RED
11
26
Pink
PNK
35
23
C231
Diagnosestecker
10
C204
C125
WHT/RED
Weiß/Rot
C221
Getriebesteuergerät (TCM)
19
34
Schwarz
BLK
Schwarz
BLK
17
BLK
Schwarz
S205
16
15
BLK
Schwarz
BLK
Schwarz
29
10
9
GRN/YEL
Grün/Gelb
C2000
31
C221
BLK
Schwarz
Schwarz
BLK
11
30
YEL/RED
Gelb/Rot
Schw.
BLK
Kurzschlußstecker
#1
Massepunkt
7
C2000
12
6
5
Geschwindigkeitssensor
(Ausgang)
11
10
Geschwindigkeitssensor
(Eingang)
4
C176
ATFTemperatursensor
BLK
Schwarz
Massepunkt
G100
AV2A42203
AUTOMATIKGETRIEBE 42-17
Schaltplan (KV6 Benzinmotor)
Anlasser
Gelb
YEL
Grün
GRN
Grün/Weiß
GRN/WHT
5
11
7
Fahrstufenschalter
L
P
P
L
R
2
N
R
D
2
N
1
Grün/Rot
GRN/RED
2
3
4
8
9
Grün/Grün
GRN/GRN
Gelb/Schwarz
YEL/BLK
Grün/
GRN/BLK
Schwarz
Grün/Gelb
GRN/YEL
Grün
GRN
7
Rot/Grün
RED/GRN
C203
Grün/Rot
GRN/RED
16
Gelb/Schwarz
YEL/BLK
C204
6
Grün/Schwarz
GRN/BLK
C204
Grün/Rot
GRN/RED
10
Rot/Grün
RED/GRN
Gelb/Schwarz
YEL/BLK
2
25
D
C111
11
C204
C111
Grün/
GRN/BLK
Schwarz
15
Grün/Gelb
GRN/YEL
C204
24
Instrumentenblock
Grün/Gelb
GRN/YEL
Grün
GRN
9
1
5
Grün
GRN
C204
C221
Getriebesteuergerät (TCM)
8
Blau/Grün
BLU/GRN
7
Gelb/Weiß
YEL/WHT
22
6
5
Blau/Weiß
BLU/WHT
Blau/Rot
BLU/RED
Braun
BRN
8
3
9
7
1
Magnetventil #1
Magnetventil #2
C221
C176
Magnetventil
Magnetventil #3
Druckmagnetventil
V2A42204
42-18 AUTOMATIKGETRIEBE
Schaltplan (KV6 Benzinmotor)
Motorsteuergerät (PCM)
Drehmomentsteuerung –
Eingang
26
TP-Sensor –
Ausgang
C250
13
C251
Motorsteuergerät (PCM)
STOP
20A
Wassertemperaturschalter –
Ausgang
17
10
C249
C294
3
Rot
C248
RED
2
Weiß/Blau
WHT/BLU
Weiß/Rot
WHT/RED
8
7
Weiß/Blau
WHT/BLU
Weiß/Blau
WHT/BLU
C244
Weiß/Rot
8
5
C203
Weiß/Rot
WHT/RED
Diagnosestecker
5
Orange
ORG
1
20
Drehmomentsteuerung –
Eingang
Weiß
WHT
Bremslichtschalter
8
33
TP-Sensor –
Eingang
Diagnosestecker
27
13
4
Wassertemperaturschalter –
Eingang
Schwarz/Gelb
BLK/YEL
Weiß
WHT
16
ABS-System
21
C221
C221
4EC-ATGetriebesteuergerät
(TCM)
C125
HOLD-Schalter –
Eingang
C221
Kurzschlußstecker #6
C 2004
Kurzschlußstecker #6
C 2004
Grün/Weiß
GRN/WHT
14
C204
1
2
C261
Diagnosestecker
C204
Grün/Weiß
GRN/WHT
Rot/Schwarz
RED/BLK
Rot/Schwarz
RED/BLK
Blau/Gelb
BLU/YEL
18
C201
C200
3
4
C245
Diagnosestecker
Blau/Gelb
BLU/YEL
Rot/Grün
RED/GRN
4
C125
9
Betriebsartschalter –
Eingang
C221
4
Weiß
WHT
Weiß
WHT
Weiß
WHT
C201
C212
Weiß
WHT
18
Weiß
WHT
C245
Orange
ORG
WHT/RED
13
C212
Orange
ORG
3
2
C269
Betriebsartschalter
4
3
C261
HOLDSchalter
4
1
Schwarz
BLK
Schwarz
BLK
5
BLK
C269
Schwarz
BLK
Schwarz
BLK
C2009
6
C2002
Kurzschlußstecker
#10
Kurzschlußstecker
#4
Massepunkt
Massepunkt
1
C2009
Schwarz
BLK
4
C2002
Schwarz
BLK
G208
G200
AV2A42205
AUTOMATIKGETRIEBE 42-19
Schaltplan (J3 TCI Diesel)
Batterie
Zündung 1
Hauptsicherungsund
Relaiskasten
AUDIO
15A
3
ENG
METER
10A
10A
7
C290
C292
2
C290
Grün/Weiß
GRN/WHT
Grün/Weiß
GRN/WHT
Pink
PNK
Sicherungskasten
S202
Grün/Weiß
GRN/WHT
11
C231
Instrumentenblock
4
C1000
Kurzschlußstecker #2
Gelb/
YEL/BLK
Schwarz
HOLD
LEERLAUF
Sicherungskasten
7
C1000
1
Blau/Schwarz
BLU/BLK
6
Pink
PNK
5
Blau/Schwarz
BLU/BLK
Weiß/Rot
WHT/RED
11
26
35
23
2
C231
Diagnosestecker
10
Weiß/Rot
WHT/RED
C204
C125
Weiß/Rot
WHT/RED
C221
Getriebesteuergerät (TCM)
19
34
Schwarz
BLK
Schwarz
BLK
17
16
15
Grün
GRN
Blau
BLU
Rot
RED
30
31
C221
Schwarz
BLK
S205
BLK
Schwarz
10
11
29
9
Grün/Gelb
GRN/YEL
Schwarz
BLK
C2000
Gelb/Rot
YEL/RED
BLK
Schw.
Kurzschlußstecker
#1
Massepunkt
7
C2000
12
6
5
Geschwindigkeitssensor
(Ausgang)
11
10
Geschwindigkeitssensor
(Eingang)
4
C176
ATF-Temperatursensor
Schwarz
BLK
Massepunkt
G100
AV2A42206
42-20 AUTOMATIKGETRIEBE
Schaltplan (J3 TCI Diesel)
Anlasser
Gelb
YEL
Rot/Gelb
RED/YEL
5
7
Grün/Weiß
GRN/WHT
11
P
L
P
R
L
R
1
Grün/Rot
GRN/RED
N
D
2
3
4
8
9
Rot/Grün
RED/GRN
YEL/BLK
Gelb/
Schwarz
GRN/BLK
Grün/
Schwarz
Grün/
GRN/YEL
Grün
GRN
Gelb
Rot/Grün
RED/GRN
C203
Grün/Rot
GRN/RED
10
C204
Gelb/Schwarz
YEL/BLK
C204
Grün/Schwarz
3
10
RED/GRN
Rot/Grün
Gelb/
YEL/BLK
Grün/
GRN/BLK
Schwarz
Schwarz
2
25
Grün/Gelb
GRN/YEL
9
C204
24
Instrumentenblock
GRN/BLK
C204
Grün/Rot
GRN/RED
D
C111
11
4
Fahrstufenschalter
2
2
N
C111
Grün/
Gelb
GRN/YEL
Grün
9
1
GRN
8
Grün
GRN
C204
C221
Getriebesteuergerät (TCM)
8
Blau/Schwarz
BLU/BLK
7
22
6
5
Gelb/Weiß
YEL/WHT
Blau/Weiß
BLU/WHT
Blau/Rot
BLU/RED
Braun
BRN
8
3
9
7
1
Magnetventil #1
Magnetventil #2
C221
C176
Magnetventil
Magnetventil #3
Druckmagnetventil
AV2A42207
AUTOMATIKGETRIEBE 42-21
Schaltplan (J3 TCI Diesel)
Batterie
Sicherungskasten
Motorsteuergerät
(PCM)
STOP
20A
19
C248
5
10
20
Weiß/Rot
WHT/RED
Rot
RED
Orange
ORG
17
5
16
10
C249
2
Blau/
BLU/BLK
C294
Rot
RED
C212
Bremslichtschalter
Schwarz
6
Diagnosestecker
C200
18
16
9
Blau/
Weiß/Rot
Rot
Orange
Schwarz
BLU/BLK
RED
ORG
Rot/
RED/
Grün
GRN
Schw./
BLK/
Gelb
YEL
Gelb
WHT/RED
20
14
33
27
13
21
YEL
C125
1
Weiß
WHT
Bremslicht
C212
Weiß
WHT
15
C200
Weiß
WHT
32
4
C221
ABS-System
C221
Getriebesteuergerät
(TCM)
Bremslichtschalter –
Eingang
Diagnosestecker
Betriebsartschalter –
Eingang
3
12
Blau/
BLU/YEL
Gelb
2
Kurzschlußstecker #6
C 2004
GRN/WHT
Kurzschlußstecker #6 Grün/Weiß
C 2004
7
C204
Blau/
Rot/Schwarz
1
2
C261
C204
GRN/WHT
Grün/Weiß
Rot/Schwarz
RED/BLK
RED/BLK
BLU/YEL
Gelb
C221
3
2
C269
Betriebsartschalter
4
3
C261
HOLDSchalter
4
1
Schwarz
BLK
Schwarz
BLK
Schwarz
BLK
BLK
5
C269
Schwarz
C2009
6
C2002
BLK
Massepunkt
Massepunkt
1
C2009
Schwarz
BLK
4
C2002
Schwarz
BLK
G208
G200
AV2A42208
42-22 AUTOMATIKGETRIEBE
TCM-Spannungstabelle
1
Fahrstufenschalter (Stufe L)
Masseklemme
Karosserie
2
Fahrstufenschalter (Stufe R)
Karosserie
3
Betriebsartschalter
Karosserie
4
Bremslichtschalter
Karosserie
5
6
7
–
Druckmagnetventil (Masse)
Druckmagnetventil
Schaltmagnetventil #2
6
5
Karosserie
Schaltmagnetventil #1
Karosserie
Klemme Eingang Ausgang
–
8
Anschluß an
9
Fahrstufenschalter (Stufe 2)
Karosserie
10
Fahrstufenschalter (Stufe P)
Karosserie
POWER-Kontrolleuchte
(Instrumentenblock)
HOLD-Schalter
Karosserie
11
12
13
14
15
–
–
–
–
Karosserie
Diagnosestecker (Klemme "j")
–
Geschwindigkeitssensor (Eingang)
–
–
29
16
Geschwindigkeitssensor (Ausgang)
17
17
18
–
–
–
Karosserie
Masse (Geschwindigkeitssensor – Ausg.)
Drehmomentsteuerung
(nur KV6 Benzinmotor) PCM-Klemme #26
Masse
TP-Sensor (nur KV6 Benzinmotor)
PCM-Klemme #13
TP-Sensor (nur J3 TCI Diesel)
Diagnosestecker (Klemme "k")
Überbrückungs-Magnetventil
Karosserie
–
19
20
–
21
23
24
Batterie
Fahrstufenschalter (Stufe D)
–
Karosserie
25
Fahrstufenschalter (Stufe N)
Karosserie
HOLD-Kontrolleuchte
Karosserie
–
–
–
–
Diagnosestecker (Klemme "n")
–
Masse (Geschwindigkeitssensor – Eing.)
Masse (ATF-Temperatursensor)
ATF-Temperatursensor
TP-Sensor (nur J3 TCI Diesel)
Wassertemperatursensor
(PCM-Klemme #17)
Masse
Zündstrom
Karosserie
–
–
–
30
Karosserie
Im Leerlauf
–
Karosserie
Zündung EIN
–
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
–
–
–
–
–
–
–
–
Karosserie
Karosserie
Karosserie
Spannung
In Fahrstufe L
ca. 12 V
In anderer Fahrstufe
ca. 0 V
In Fahrstufe R
ca. 12 V
In anderer Fahrstufe
ca. 0 V
Im POWER Modus
Unter 1 V
In anderem Modus
ca. 12 V
Bei Bremsbetätigung
ca. 12 V
Bei gelöster Bremse
ca. 0 V
Die Spannung am Gaspedal wird beim Durchtreten
verringert
Magnetventil EIN
ca. 12 V
Magnetventil AUS
ca. 0 V
Magnetventil EIN
ca. 12 V
Magnetventil AUS
ca. 0 V
In Fahrstufe 2
ca. 12 V
In anderer Fahrstufe
ca. 0 V
P eingelegt
ca. 12 V
In anderer Fahrstufe
ca. 0 V
Im POWER Modus
Unter 1,5 V
In anderem Modus
ca. 12 V
Im HOLD-Modus
Unter 1 V
In anderem Modus
ca. 12 V
–
–
–
–
Bei Stillstand
ca. 0 V
Bei Fahrt
Spannung liegt an
Bei Stillstand
ca. 0 V
Bei Fahrt
Spannung liegt an
–
–
Zündung EIN
ca. 8–10 V
–
Zündung EIN
(vollständig geschlossen)
Zündung EIN (vollständig geöffnet)
Zündung EIN
Im Leerlauf
Magnetventil EIN
Magnetventil AUS
Normal
In Fahrstufe D
In anderer Fahrstufe
In Fahrstufe N
In anderer Fahrstufe
Im HOLD-Modus
In anderem Bereich
–
–
–
–
Änderung je nach Temperatur
22
–
Bedingung
–
ca. 10–11 V
ca. 2–3 V
ca. 12 V
ca. 12 V
ca. 12 V
ca. 0 V
ca. 12 V
ca. 12 V
ca. 0 V
ca. 12 V
ca. 0 V
Unter 1,5 V
ca. 12 V
–
–
–
–
ca. 0-5 V
Unter 1-5 V
–
–
ca. 12 V
AUTOMATIKGETRIEBE 42-23
TCM-Stecker
Zum TCM
8
7
6
5
4
3
2
1
23 22 21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9
35 34
33 32 31 30
29 28 27 26
25 24
AV2A42149
42-24 AUTOMATIKGETRIEBE
Technische Daten
Automatikgetriebe
Automatikgetriebe/Motor
Position
J3 TCI Diesel
50-40LE
50-42LE
EL-Frontantrieb, 4-Gang mit elektronischer Schaltsteuerung
Typ
Drehmomentwandler
KV6 Benzinmotor
Typ
Überbrückung mit elektronischer Steuerung
Verhältnis Festbremsdrehzahl/
1,86
1,77
Drehmoment
Festbremsdrehzahl
Untersetzung
1/min
2200±150
3,606
2. Gang
2,060
3. Gang
1,366
4. Gang
0,982
Rückwärtsgang
3,949
Endübersetzung
2,860
Automatikgetriebe-
Sorte
flüssigkeit (ATF)
Füllmenge
Anzahl der Kupplungslamellen/Zwischenscheiben
2600±150
1. Gang
2,554
DEXRON-II
(Erstbefüllung)
7,55 l
7,6 l
Bremse 2
3/3
4/4
Freilaufbremse 2
2/2
2/2
Direktkupplung
4/4
4/4
Bremse 1/Rückwärtsgang
5/5
6/6
Niedriggang-Kupplung
3/3
4/4
Vorwärts-Kupplung
4/4
4/4
AUTOMATIKGETRIEBE 42-25
Beschreibung und Funktion
Schnittzeichnung
Hydraulisches Steuersystem (Ventilgehäuse)
Vorwärts-Kupplung (C1)
Bremse #1/Rückwärtsgang (B3)
Bremse #2 (B2)
Direktkupplung (C2)
Freilaufbremse #2 (B1)
Freilaufkupplung #1 (F1)
Freilaufkupplung #2 (F2)
Drehmomentwandler
Freilaufkupplung #3 (F3)
Niedriggang-Kupplung (C3)
Differential
Niedriggang-Bremse (B4)
AV2A42170
42-26 AUTOMATIKGETRIEBE
Kupplungs-/Bremssystem
20
22
21
AV2A42169
1. Vorwärts-Kupplung
2. Direktkupplung
3. Planetenrad hinten
4. Sonnenrad
5. Planetenrad vorn
6. Hohlrad vorn
7. Vorgelege-Antriebsrad
8. Bremse #1/Rückwärtsgang
9. Freilaufkupplung #2
10. Bremse #2
11. Freilaufbremse #2
12. Freilaufkupplung #1
13. Eingangswelle
14. Planetenrad hinten
15. Freilaufkupplung #3
16. Niedriggang-Bremse
Bauteil
17. Niedriggang-Kupplung
18. Niedriggang-Sonnenrad
19. Niedriggang-Planetenrad
20. Niedriggang-Hohlrad
21. Vorgelege-Abtriebsrad
22. Differentialritzel
Funktion
Vorwärts-Kupplung
C1
Verbindet Eingangswelle mit Hohlrad hinten
Direktkupplung
C2
Verbindet Eingangswelle mit Sonnenrad
Niedriggang-Kupplung
C3
Verbindet Niedriggang-Planetenträger mit Niedriggang-Sonnenrad
Freilaufbremse #2
B1
Sperrt das Sonnenrad
Bremse #2
B2
Sperrt die Linksdrehung des Sonnenrads
Bremse #1/Rückwärtsgang
B3
Sperrt das Hohlrad vorn
Niedriggang-Bremse
B4
Sperrt das Niedriggang-Sonnenrad
Freilaufkupplung #1
F1
Sperrt die Linksdrehung des Sonnenrads, wenn Bremse 2 betätigt wird
Freilaufkupplung #2
F2
Sperrt die Linksdrehung des Hohlrads vorn
Freilaufkupplung #3
F3
Sperrt die Rechtsdrehung des Niedriggang-Sonnenrads
AUTOMATIKGETRIEBE 42-27
Komponentenfunktionen-Tabelle
Magnetventil
Untersetzung
Position
#1
#2
–
X
V≤7
3,949
X
V>7
–
–
X
1. Gang
3,606
X
2. Gang
2,060
3. Gang
1,366
X
4. Gang
0,982
X
X
1. Gang
3,606
X
2. Gang
2,060
3. Gang
1,366
X
(3. Gang)
1,366
X
X
1. Gang
3,606
X
2. Gang
2,060
(1. Gang)
3,606
X
X
P
R
N
D
2
L
X
(
)
Kupplung
Sperre
C1
C2
C3
Freilaufkupplung
Bremse
B1
B2
B3
B4
F1
F2
F3
X
: Wählhebel kann nur betätigt werden, wenn Druckschalter am Hebel betätigt wird.
: Wählhebel kann betätigt werden, ohne Druckschalter zu betätigen.
: EIN
: AUS
: Sperre
: Kick-Down
42-28 AUTOMATIKGETRIEBE
Wartung am Fahrzeug
Einstellung
1.
2.
3.
4.
5.
Luftansaugkanal und Luftfilter ausbauen.
Mutter abschrauben und Schaltseilzug trennen.
Schaltwelle in Position N drehen.
Stecker vom Fahrstufenschalter abklemmen.
Halterungsschrauben des Fahrstufenschalters
lösen.
6. Montagemarkierungen auf Fahrstufenschalter
ausrichten.
Elektrik
Fahrstufenschalter
Betrieb
1. Prüfen, ob der Anlasser nur in den Wählhebelpositionen P oder N betätigt werden kann.
2. Prüfen, ob die Rückfahrleuchten bei
eingeschalteter Zündung aufleuchten, wenn der
Rückwärtsgang eingelegt wird.
3. Prüfen, ob die Position des Wählhebels und die
Schaltanzeige im Instrumentenblock
übereinstimmen.
4. Andernfalls Fahrstufenschalter prüfen.
Markierung
Durchgangsprüfung
1. Batteriemassekabel abklemmen.
2. Stecker vom Fahrstufenschalter abklemmen.
Hinweis
Der Durchgang des Fahrstufenschalters ist
temperaturabhängig, da er fettgefüllt ist. Besonders
bei niedrigen Temperaturen auf Durchgang prüfen,
da die Viskosität von kaltem Fett hoch ist.
7. Halterungsschrauben festziehen.
3. Fahrstufenschalter auf Durchgang prüfen.
Position
Stufe
P
2
3
1
4
R
N
D
2
L
: Durchgang
Anzugsdrehmoment:
Steckerklemme
5
6
AV2A42157
7
8
9
20 –29 Nm
8. Ohmmeter zwischen Klemmen 1 und 6 anschließen.
9. Falls Meßwerte nicht i.O., Fahrstufenschalter
ersetzen.
10. Stecker an Fahrstufenschalter anschließen.
11. Schaltseilzug einhängen und Mutter festziehen.
12. Luftansaugkanal und Luftfilter einbauen.
HOLD-Schalter
4. Falls nicht i.O., Fahrstufenschalter ersetzen oder
einstellen.
5. Stecker an Fahrstufenschalter anschließen.
6. Batteriemassekabel anklemmen.
Funktionsprüfung
1. Zündung EIN.
2. Sicherstellen, daß die Kontrolleuchte nicht leuchtet.
HOLD-Schalter drücken und prüfen, ob die
Leuchte aufleuchtet.
3. Leuchtet die Kontrolleuchte nicht auf, mit
Spannungsmessung fortfahren.
Spannungsmessung
1. Mittlere Verkleidung ausbauen (siehe Kapitel 60,
Karosserie).
2. Zündung EIN.
3. Spannung an Klemme C269 des HOLD-Schaltersteckers messen.
Steckerklemme
Position
AGX042B001
1
4
Normal
(V)
B+
Gedrückt
(V)
AUTOMATIKGETRIEBE 42-29
Betriebsartschalter (POWER)
2
1
4
3
Funktionsprüfung
1. Zündung EIN.
2. Sicherstellen, daß die POWER Kontrolleuchte nicht
leuchtet. Betriebsartschalter drücken und prüfen,
ob die POWER Leuchte aufleuchtet.
3. Leuchtet die POWER Kontrolleuchte nicht auf, mit
Spannungsmessung fortfahren.
P
R
N
D
2
Spannungsmessung
L
AV2A42129
1. Mittlere Verkleidung ausbauen (siehe Kapitel 60,
Karosserie).
2. Zündung EIN.
3. Spannung an Steckerklemme C261 des
Betriebsartschalters messen.
4. Falls nicht i.O., HOLD-Schalter auf Durchgang prüfen.
5. Mittlere Verkleidung einbauen (siehe Kapitel 60,
Karosserie).
Durchgangsprüfung
1. Batteriemassekabel abklemmen.
2. Stecker vom HOLD-Schalter abklemmen.
3. Auf Durchgang zwischen Klemmen 1 und 4 prüfen.
Klemme
Position
Normal
(V)
Gedrückt
(V)
:
1
4
Steckerklemme
Position
2
4
Normal
(V)
B+
Gedrückt
(V)
4. Falls nicht i.O., Betriebsartschalter auf Durchgang
prüfen.
5. Mittlere Verkleidung einbauen (siehe Kapitel 60,
Karosserie).
Durchgangsprüfung
1. Batteriemassekabel abklemmen.
2. Stecker vom Betriebsartschalter abklemmen.
3. Auf Durchgang zwischen Klemmen 2 und 4 prüfen.
Durchgang
Klemme
2
1
4
3
Position
Normal
(V)
Gedrückt
(V)
:
2
4
Durchgang
P
R
N
D
2
4. Falls nicht i.O., Betriebsartschalter ersetzen.
5. Kabelstrang auf Durchgang prüfen, wenn der
Schalter funktionsfähig ist (vom Betriebsartschalter
zum TCM und vom Betriebsartschalter an Masse).
L
AV2A42128
4. Falls nicht i.O., Wählhebelknauf ersetzen.
5. Kabelstrang auf Durchgang prüfen, wenn der
Schalter funktionsfähig ist (vom HOLD-Schalter
zum TCM und vom HOLD-Schalter an Masse).
42-30 AUTOMATIKGETRIEBE
ATF-Temperatursensor
Geschwindigkeitssensor (Eingang)
Widerstandsmessung
Widerstandsmessung
1. Luftfilter ausbauen.
2. Ohmmeter zwischen Klemmen 4 und 10 an Stecker
C176 anschließen.
3. Widerstand beim Aufwärmen der ATF-Flüssigkeit
(bei Fahrt) messen.
1.
2.
3.
4.
Batteriemassekabel abklemmen.
Luftfilter ausbauen.
Magnetventilstecker abklemmen.
Widerstand zwischen den Klemmen 5 und 11
messen.
Widerstand:
387– 473 Ω
1
2
3
6
1
2
3
7
8
9 10 11 12
7
8
9 10 11 12
4
5
AV2A42130
4. Prüfen, ob Widerstand gemäß nachfolgender
Tabelle absinkt.
5. Falls nicht i.O., ATF-Temperatursensor und Kabelstrang als Einheit ersetzen.
ATF-Temperatur °C
Widerstand (Ω)
0
1844-2290
20
780-970
40
380-470
60
200-240
80
110-135
100
66-80
120
42-50
140
28-33
160
19,2-22,2
6. Luftfilter einbauen.
4
5
6
AV2A42130
5. Falls nicht i.O., Geschwindigkeitssensor ersetzen.
Anzugsdrehmoment:
3–7 Nm
6. Magnetventilstecker anschließen.
7. Luftfilter einbauen.
8. Batteriemassekabel anklemmen.
AUTOMATIKGETRIEBE 42-31
Geschwindigkeitssensor (Ausgang)
5. Falls nicht i.O., Kabelstrang auf Unterbrechung prüfen.
6. Falls Kabelstrang nicht i.O., Magnetventil ersetzen.
Widerstandsmessung
1.
2.
3.
4.
Batteriemassekabel abklemmen.
Luftfilter ausbauen.
Magnetventilstecker abklemmen.
Widerstand zwischen den Klemmen 2 und 8
messen.
Widerstand:
1
2
3
7
8
9 10 11 12
4
5
6
387– 473 Ω
1
2
3
7
8
9 10 11 12
4
5
6
AV2A42130
Durchgangsprüfung
AV2A42130
5. Falls nicht i.O., Geschwindigkeitssensor ersetzen.
Anzugsdrehmoment:
3–7 Nm
6. Magnetventilstecker anschließen.
7. Luftfilter einbauen.
8. Batteriemassekabel anklemmen.
Schaltmagnetventil
1. 35-Pin-Stecker vom TCM abklemmen.
2. Auf Durchgang zwischen Klemmen C221-8,
C221-7, C221-22 und Masse prüfen.
3. Falls nicht i.O., Kabelstrang auf Unterbrechung
prüfen.
Aus-/Einbau
1. Batteriemassekabel abklemmen.
2. Ablaßschraube herausdrehen und ATF ablassen.
Achtung
Dichtflächen von Seitendeckel und
Getriebegehäuse nicht verkratzen.
3. Seitendeckel abschrauben.
Widerstandsmessung
1. Batteriemassekabel abklemmen.
2. Luftfilter ausbauen.
3. Magnetventilstecker abklemmen.
Hinweis
a) C176-1: Magnetventil #1
b) C176-7: Magnetventil #2
c) C176-8: Magnetventil der Drehmomentwandlerkupplung
4. Widerstand zwischen den Klemmen C176-1,
C176-7, C176-8 und Masse messen.
Widerstand:
Magnetventil #1:
12–16 Ω
Magnetventil #2:
12–16 Ω
Magnetventil der Drehmomentwandlerkupplung: 11–15 Ω
AV2A42156
42-32 AUTOMATIKGETRIEBE
4. Magnetventilstecker abklemmen.
9. Seitendeckel einbauen.
Anzugsdrehmoment:
10 –16 Nm
10. Ablaßschraube mit neuer Unterlegscheibe
eindrehen.
11. Batteriemassekabel anklemmen.
12. ATF einfüllen (siehe Automatikgetriebeflüssigkeit,
42-33).
13. Motor anlassen und auf Undichtigkeit am
Seitendeckel prüfen.
Druckmagnetventil
Widerstandsmessung
AV2A42005
5. Magnetventil ausbauen.
6. Widerstand messen. Falls nicht i.O., Magnetventil
ersetzen.
Widerstand:
Magnetventil #1:
12–16 Ω
Magnetventil #2:
12–16 Ω
Magnetventil der Drehmomentwandlerkupplung: 11–15 Ω
1.
2.
3.
4.
Batteriemassekabel abklemmen.
Luftfilter ausbauen.
Magnetventilstecker abklemmen.
Widerstand zwischen den Klemmen C176-6 und
C176-12 messen.
Widerstand:
3,3–3,7 Ω
5. Falls nicht i.O., Kabelstrang auf Unterbrechung
prüfen.
6. Falls Kabelstrang i.O., Druckmagnetventil ersetzen.
1
2
3
7
8
9 10 11 12
4
5
6
AV2A42103
7. Magnetventil einbauen.
Anzugsdrehmoment:
6 –7 Nm
AV2A42130
Achtung
a) Dichtflächen von Seitendeckel und
Getriebegehäuse reinigen.
b) Nach Auftragen des Dichtmittels (1281B)
innerhalb von 5 Minuten montieren.
8. Dichtmittel (1281B) auf den Seitendeckel auftragen
(Innenseite der Bohrungen).
AV2A42115
Durchgangsprüfung
1. 35-Pin-Stecker vom TCM abklemmen.
2. Auf Durchgang zwischen Klemmen C221-16 und
C221-17 prüfen.
3. Falls nicht i.O., Kabelstrang auf Unterbrechung
prüfen.
AUTOMATIKGETRIEBE 42-33
Mechanik
ATF-Zustand
Automatikgetriebeflüssigkeit (ATF)
Achtung
Fahrzeug auf ebenem Untergrund abstellen.
Prüfung
1. Feststellbremse anziehen und Räder mit Keilen
festsetzen.
2. Motor warmlaufen lassen, bis ATF 60-75 °C
erreicht.
3. Im Leerlauf Wählhebel von P auf L und wieder auf
P stellen.
4. Motor im Leerlauf laufenlassen.
5. Wählhebel in P.
Hinweis
Zustand der ATF-Flüssigkeit sorgfältig prüfen und
entscheiden, ob das Getriebe zerlegt werden muß.
Bei schmutziger und verfärbter ATF-Flüssigkeit
können Antriebsscheiben oder Bremsbänder
verbrannt sein.
1. ATF auf Verfärbung prüfen.
2. ATF auf ungewöhnlichen Geruch prüfen.
Wechsel
Allgemeines Verfahren
1. Auffangbehälter unter die Ablaßschraube stellen.
2. Ablaßschraube herausdrehen und ATF vollständig
ablassen.
Ablaßschraube
AGX042B005
6. Bei Betriebstemperatur prüfen, ob ATF-Stand im
Bereich für hohe Temperaturen (75 °C) liegt. Ggf.
ATF bis Maximum auffüllen.
ATF-Spezifikation: DEXRON-II
AV2A42117
3. Magneten in der Ablaßschraube reinigen und
Ablaßschraube mit neuer Dichtscheibe hineindrehen.
Anzugsdrehmoment:
Hinweis
a) Der Bereich für niedrige Temperaturen dient nur
als ungefähre Richtlinie.
b) Nur ATF mit zulässiger Spezifikation verwenden.
Andernfalls können Schäden auftreten, oder die
Lebensdauer des Getriebes kann sich verringern.
24–35 Nm
4. ATF-Peilstab herausziehen, danach spezifizierte
ATF-Flüssigkeit einfüllen.
ATF-Spezifikation: Dexron-II
Füllmenge:
KV6 Benzinmotor: 7,55 l
J3 TCI Diesel: 7,6 l
Achtung
Nicht über die F-Markierung auffüllen.
Bereich für hohe
Temperaturen
5. ATF-Flüssigkeitsstand prüfen.
(Siehe Automatikgetriebeflüssigkeit, 42-33.)
Bereich für niedrige
Temperaturen
AGX042B004
42-34 AUTOMATIKGETRIEBE
ATF-Wechsel mit Befüllungsautomat
Öldichtring
1. ATF-Befüllungsautomat mit spezifizierter ATFFlüssigkeit befüllen.
2. ATF-Ein- und Auslaßschlauch vom Kühler trennen.
Aus-/Einbau
1. Antriebswelle ausbauen (siehe Kapitel 50,
Antriebswelle).
2. Öldichtring mit Schraubendreher heraushebeln.
3. Neuen Öldichtring mit geeignetem Werkzeug in das
Gehäuse einsetzen.
Hinweis
a) Eintreiben, bis Werkzeug das Gehäuse berührt.
b) Lippe des Öldichtrings mit ATF bestreichen.
Ein-/Auslaßschlauch
AV2A42120
3. ATF-Ein- und Auslaßschlauch an ATF-Befüllungsautomat anschließen.
4. Motor anlassen.
5. ATF-Flüssigkeit im Leerlauf wechseln
(siehe Handbuch für ATF-Befüllungsautomat).
AS2A42064
6. ATF-Flüssigkeitsstand prüfen (siehe Automatikgetriebeflüssigkeit, 42-33).
Undichtigkeiten
An folgenden Punkten auf Undichtigkeit prüfen und
ggf. instandsetzen oder ersetzen:
1. O-Ring
2. Ölschläuche, Ölleitungen und Anschlüsse
3. Ölkühler
AV2A42183
AUTOMATIKGETRIEBE 42-35
Prüfungen der Mechanik
Festbremsprüfung
Mit dieser Prüfung wird festgestellt, ob Reibbauteile Schlupf oder Hydraulikkomponenten Fehlfunktionen aufweisen.
Hinweis
a) Kühlerdeckel nie bei heißem Motor aufschrauben.
b) Beim Lösen dickes Tuch über den Kühlerdeckel legen.
1.
2.
3.
4.
Stand von Motorkühlmittel, Motoröl und ATF-Flüssigkeit vor der Prüfung kontrollieren und ggf. auffüllen.
ATF-Flüssigkeit auf seine Betriebstemperatur bringen (60–75 °C).
Feststellbremse anziehen und Räder mit Keilen festsetzen.
Diagnosegerät an Diagnosestecker im Motorraum anschließen (Nur J3 TCI Diesel: Drehzahlmesser an
Einspritzleitung #1 anschließen).
Feststellbremse anziehen
Motor auf
Betriebstemperatur bringen
Motorkühlmittelstand
prüfen
F
75
C
Motorölstand
prüfen
ATF-Stand
prüfen
25
C
Radkeile
AV2A42183
42-36 AUTOMATIKGETRIEBE
Prüfungsablauf
Feststellbremse anziehen
Leerlauf
Festbremsgeschwindigkeit
Radkeile
AV2A42160
AUTOMATIKGETRIEBE 42-37
1. Motor anlassen.
2. Leerlaufdrehzahl und Zündzeitpunkt in Schaltstufe
P prüfen (siehe Kapitel 10, Motor).
Spezifikationen:
Leerlauf
KV6 Benzinmotor:
J3 TCI Diesel:
Zündzeitpunkt (vOT):
(nur KV6 Benzinmotor)
6. Wählhebel in Schaltstufe N stellen und Motor für
wenigstens eine (1) Minute im Leerlauf laufenlassen.
Achtung
a) Motor mindestens 1 Minute im Leerlauf
laufenlassen, damit die ATF-Flüssigkeit
abkühlen kann und das Zersetzen der
Flüssigkeit verhindert wird.
b) Zwischen den Festbremsprüfungen
ausreichend Abkühlzeit einfügen.
725±50 1/min
800±20 1/min
12±5°
3. Wählhebel in Fahrstufe R stellen.
Achtung
Schritte 4 und 5 innerhalb von fünf (5) Sekunden
durchführen, um Getriebeschäden zu
vermeiden.
7. Festbremsprüfung für die übrigen Schaltstufen auf
gleiche Weise durchführen.
1) Fahrstufe D
2) Fahrstufe R
Festbremsdrehzahl (1/min)
4. Fußbremse fest mit linkem Fuß durchtreten, dabei
langsam Gaspedal mit rechtem Fuß vollständig
durchtreten.
5. Wenn die Drehzahl nicht weiter ansteigt, Wert
ablesen und Gaspedal lösen.
Fahrstufe
KV6 Benzinmotor
J3 TCI Diesel
D
2200±150
2600±150
R
2200±150
2600±150
Bewertung der Festbremsprüfung
Beschreibung
Wert über Spezifikation
Mögliche Ursache
In allen
Leitungsdruck Ölpumpe verschlissen
Schaltstufen
unzureichend
Ölpumpe, Steuerventil und/oder Getriebegehäuse undicht
Druckregelventil klemmt
In Schaltstufe D
Vorwärts-Kupplung hat Schlupf
Freilaufkupplung #3 hat Schlupf
In Schaltstufe D, S Niedriggang-Bremse hat Schlupf
In Schaltstufe R
Direktkupplung hat Schlupf
Niedriggang-Bremse hat Schlupf
Wert unter Spezifikation in allen Schaltstufen
Motor falsch eingestellt
Freilaufkupplung im Drehmomentwandler hat Schlupf
42-38 AUTOMATIKGETRIEBE
Verzögerungsprüfung
Wird der Wählhebel bei Leerlauf betätigt, wird das Rucken erst nach einer Verzögerung spürbar. In diesem
Arbeitsschritt wird die Verzögerung zur Zustandsprüfung folgender Bauteile gemessen: Druckspeicher N-D,
1-2 und N-R, Vorwärts- und Freilaufkupplungen, Bremsband 2-4, Niedriggang- und Rückwärts-Bremse.
Vorbereitung
Vorbereitung wie bei Festbremsprüfung (42–35) durchführen.
Prüfungsablauf
Feststellbremse anziehen
Radkeile
AV2A42161
AUTOMATIKGETRIEBE 42-39
1. Motor anlassen.
2. Leerlaufdrehzahl in Schaltstufe P prüfen.
5. Wählhebel in Stufe N stellen und Motor für
wenigstens eine (1) Minute im Leerlauf laufenlassen.
Spezifikationen:
Leerlaufdrehzahl
KV6 Benzinmotor: 725±50 1/min
J3 TCI Diesel:
800±20 1/min
Hinweis
Drei Messungen für jede Prüfung durchführen und
Durchschnittswert berechnen.
3. Von Schaltstufe N nach D wechseln.
4. Verzögerung zwischen Schalten und Rucken mit
Stopuhr messen.
Achtung
Motor mindestens 1 Minute im Leerlauf
laufenlassen, damit die ATF-Flüssigkeit
abkühlen kann und das Zersetzen der
Flüssigkeit verhindert wird.
6. Prüfungen für folgende Schaltvorgänge
durchführen:
1) N
D
2) N
R
Verzögerung
Schaltvorgang
KV6 Benzinmotor
J3 TCI Diesel
N
D
Unter 0,7 Sek.
Unter 1,2 Sek.
N
R
Unter 0,7 Sek.
Unter 1,2 Sek.
Bewertung der Verzögerungsprüfung
Beschreibung
N
D
Wert über Spezifikation
Mögliche Ursache
Leitungsdruck unzureichend
Vorwärts-Kupplung hat Schlupf
Freilaufkupplung #1 hat Schlupf
Freilaufkupplung #2 hat Schlupf
Wert unter Spezifikation
Druckspeicher N-D arbeitet nicht einwandfrei
Leitungsdruck zu hoch
N
R
Wert über Spezifikation
Leitungsdruck unzureichend
Niedriggang- und Rückwärts-Bremse hat Schlupf
Direktkupplung hat Schlupf
Niedriggang-Kupplung hat Schlupf
Wert unter Spezifikation
Druckspeicher N-R arbeitet nicht einwandfrei
Leitungsdruck zu hoch
42-40 AUTOMATIKGETRIEBE
Leitungsdruckprüfung
In diesem Arbeitsschritt wird der Leitungsdruck zur Prüfung der Hydraulikkomponenten gemessen und auf
Undichtigkeiten sichtgeprüft.
Vorbereitung
1. Vorbereitung wie bei Festbremsprüfung (42-35) durchführen.
2. Geeignetes Werkzeug an Druckmeßanschluß anschließen.
Prüfungsablauf
Feststellbremse anziehen
Leerlauf
Leitungsdruck im Leerlauf
Radkeile
Leitungsdruck beim Festbremsen
AV2A42162
AUTOMATIKGETRIEBE 42-41
1. Motor anlassen.
2. Leerlaufdrehzahl in Schaltstufe P prüfen (siehe
Kapitel 10, Motor).
Spezifikation:
Fahrstufe
Leitungsdruck (kPa)
Leerlauf
Spezifikationen:
Leerlaufdrehzahl
KV6 Benzinmotor: 725±50 1/min
J3 TCI Diesel:
800±20 1/min
Festbremsdrehzahl
Motor
D, S, L
362,9-421,8
1118,3-1334,1
KV6,
R
608,2-706,3
1667,7-2011,0
J3 TCI
3. Von Stufe N nach D wechseln und Leitungsdruck
im Leerlauf ablesen.
8.
Verschluß einbauen.
Anzugsdrehmoment:
5 –10 Nm
Achtung
Schritte 4 und 5 innerhalb von fünf (5) Sekunden
durchführen, um Getriebeschäden zu
vermeiden.
4. Fußbremse fest mit linkem Fuß durchtreten, dabei
langsam Gaspedal mit rechtem Fuß vollständig
durchtreten.
5. Wenn die Drehzahl nicht weiter ansteigt,
Leitungsdruck ablesen und Gaspedal lösen.
Achtung
Motor mindestens 1 Minute im Leerlauf
laufenlassen, damit die ATF-Flüssigkeit
abkühlen kann und das Zersetzen der
Flüssigkeit verhindert wird.
AV2A42166
6. Wählhebel in Schaltstufe N stellen und Motor für
wenigstens eine (1) Minute im Leerlauf
laufenlassen.
7. Leitungsdruck bei Leerlauf und Festbremsdrehzahl
für jede Fahrstufe auf gleiche Weise ablesen.
Bewertung der Leitungsdruckprüfung
Beschreibung
Mögliche Ursache
nur in Stufe D zu niedrig
Fehlfunktion im Öldrucksystem der Schaltstufe D
Druck nur in Stufe R zu niedrig
Fehlfunktion im Öldrucksystem der Schaltstufe R
Druck zu niedrig (Stufe D, S)
Fehlfunktion im Druckmagnetschalter
Fehlfunktion im Primärregelventil
Fehlfunktion in der Ölpumpe
Fehlfunktion in der Ölddruckleitung der Niedriggang-Bremse
Druck zu hoch
Fehlfunktion im Druckmagnetschalter
Fehlfunktion im Primärregelventil
42-42 AUTOMATIKGETRIEBE
Probefahrt
Achtung
Prüfung bei normaler ATF-Betriebstemperatur (60 –75 °C).
Hinweis
a) Zur Prüfung der Schaltpunkte die Fahrzeuggeschwindigkeit vom Diagnosegerät ablesen. Nicht die
Tachometerwerte verwenden.
b) Die Spannung am Drosselklappensensor zeigt den Öffnungswinkel der Drosselklappe an.
Während der Probefahrt alle Schaltvorgänge auf störungsfreie Funktion prüfen. Bei Fehlfunktionen elektronisches
oder mechanisches Bauteil einstellen.
Prüfung Schaltstufe D
Schaltpunkt, Schaltmuster und Schaltrucken
1. In Fahrstufe D schalten.
Hinweis
Der 4. Gang ist nur bei einer ATF-Temperatur über 10 °C betriebsbereit.
2. Fahrzeug bei halb oder vollständig geöffneter Drosselklappe beschleunigen.
3. Prüfen, ob das Hoch- und Herunterschalten 1-2, 2-3 und 3-4 erfolgt. Die Schaltpunkte müssen dem Diagramm
der Schaltstufe D entsprechen.
4. Fahrzeug in den Schaltstufen 4., 3. und 2. Gang fahren und auf Kick-Down-Funktion beim Schalten von
4
3, 4
2, 4
1, 3
2, 3
1 und 2
1 prüfen.
5. Bei der Verzögerung des Fahrzeugs im 4. oder 3. Gang prüfen, ob die Motorbremswirkung spürbar ist.
Hinweis
Die Drehmomentwandlerkupplung arbeitet unter folgenden Bedingungen nicht:
a) Motorkühlmitteltemperatur unter 60 °C
b) Schalter für geschlossene Drosselklappe EIN
c) Bremslichtschalter EIN
6. Während der Fahrt auf störungsfreie Funktion der Schaltüberbrückung achten.
7. HOLD-Modus einschalten.
8. Fahrzeug bei halb oder vollständig geöffneter Drosselklappe beschleunigen. Prüfen, ob das Hoch- und
Herunterschalten 2-3 erfolgt. Die Schaltpunkte müssen dem Diagramm der Schaltstufe D entsprechen.
9. Bei Fahrt im 3. und 2. Gang prüfen, daß Kick-Down nicht möglich ist.
10. Bei der Verzögerung des Fahrzeugs prüfen, ob die Motorbremswirkung im 3. Gang spürbar ist.
11. Während der Fahrt auf störungsfreie Funktion der Schaltüberbrückung achten.
AUTOMATIKGETRIEBE 42-43
Schaltdiagramm für Schaltstufe D (ECONO-Modus): KV6 Benzinmotor (50-40LE)
2 1
1 2
3 2
2 3
4 3 3 4
100
93
Drosselklappenöffnung (%)
Throttle valve opening (%)
82
65
50
35
25
15
Überbrückung
LOCK-UP
ON EIN
7
Überbrückung
LOCK-UP
AUSOFF
( 20)
20
12
40
(40)
25
(60)
60
37
(80)
80
50
(100)
100
63
(120)
120
75
(140)
140
(160)
160
99
87
(180)
180
112
Fahrzeuggeschwindigkeit km/h
Vehicle speed mph (km/h)
AV2A42195
Schaltdiagramm für Schaltstufe D (ECONO-Modus): J3 TCI Diesel (50-42LE)
2 112
32
2 3
4 3
3 4
1 00
93
Throttle
valve opening (%)
(%)
Drosselklappenöffnung
82
65
50
35
Überbrückung
Lock-up
EIN
ON
25
Überbrückung
Lock-up
AUS
OFF
15
7
(20)
20
12
(40)
40
25
(60)
60
37
(80)
80
50
(100)
100
63
(120)
120
75
(140)
140
87
Fahrzeuggeschwindigkeit km/h
Vehicle speed mph (km/h)
AV2A42172
42-44 AUTOMATIKGETRIEBE
Schaltdiagramm für Schaltstufe D (POWER-Modus): KV6 Benzinmotor (50-40LE)
2 1
100
1 2
3 2
2 3
4 3 3 4
93
Drosselklappenöffnung (%)
Throttle valve opening (%)
82
65
50
35
25
15
Überbrückung
LOCK-UP
ON EIN
7
Überbrückung
LOCK-UP
OFF
AUS
(20
20)
12
40
(40)
25
(60)
60
37
(100)
100
63
80
(80)
50
(120)
120
75
140
(140)
87
160
(160)
99
(180)
180
112
Fahrzeuggeschwindigkeit
km/h
Vehicle speed mph (km/h)
AV2A42196
Schaltdiagramm für Schaltstufe D (POWER-Modus): J3 TCI Diesel (50-42LE)
2 1
3 2
1 2
100
2 3
4 3
3 4
93
Drosselklappenöffnung
Throttle valve opening(%)
(%)
82
65
50
35
Überbrückung
Lock-up
EIN
ON
25
Überbrückung
Lock-up
AUS
OFF
15
7
(20)
20
12
40
(40)
25
(60)
60
37
80
(80)
50
(100)
100
63
Fahrzeuggeschwindigkeit km/h
Vehicle speed mph (km/h)
(120)
120
75
140
(140)
87
AV2A42174
AUTOMATIKGETRIEBE 42-45
Schaltdiagramm für Schaltstufe D (HOLD-Modus): KV6 Benzinmotor (50-40LE)
2 3
3 2
100
4 3
93
Drosselklappenöffnung (%)
Throttle valve opening (%)
82
65
50
35
25
15
7
(20
20)
12
40
(40)
25
(60)
60
37
(80)
80
50
(100)
100
63
(120)
120
75
(140)
140
87
(160)
160
99
(180)
180
112
Fahrzeuggeschwindigkeit
km/h
Vehicle speed mph (km/h)
AV2A42197
Schaltdiagramm für Schaltstufe D (HOLD-Modus): J3 TCI Diesel (50-42LE)
3 2
2 3
4 3
100
93
Drosselklappenöffnung (%)
Throttle valve opening (%)
82
65
50
35
25
15
7
( 20
20)
12
40
(40)
25
60
(60)
37
80
(80)
50
100
(100)
63
Fahrzeuggeschwindigkeit
km/h
Vehicle speed mph (km/h)
120
(120)
75
140 (150)
150
(140)
87 93
AV2A42202
42-46 AUTOMATIKGETRIEBE
Geräuschentwicklung und Vibrationen
Hinweis
Ungewöhnliche Geräusche und Vibrationen können durch Drehmomentwandler, Antriebswelle oder Differential
verursacht werden. Diese Bauteile sorgfältig prüfen.
Bei Fahrt in den Fahrstufen 4. Gang (Überbrückung), 4. Gang (keine Überbrückung) und 3. Gang prüfen, ob
ungewöhnliche Geräusche und Vibrationen auftreten.
Prüfung der Schaltstufe 2
Schaltpunkt, Schaltmuster und Schaltrucken
1. In Schaltstufe 2 schalten.
2. Fahrzeug bei halb oder vollständig geöffneter Drosselklappe beschleunigen.
3. Prüfen, ob das Hoch- und Herunterschalten 1-2, 2-3 und 3-4 erfolgt. Die Schaltpunkte müssen dem Diagramm
der Schaltstufe 2 entsprechen.
4. Fahrzeug in den Schaltstufen 3. und 2. Gang fahren und auf Kick-Down-Funktion beim Schalten von
3
2, 3
1 und 2
1 prüfen. Die Schaltpunkte müssen dem Diagramm der Schaltstufe 2 entsprechen.
5. Bei der Verzögerung des Fahrzeugs im 3. Gang prüfen, ob die Motorbremswirkung spürbar ist.
6. HOLD-Modus einschalten.
7. Fahrzeug bei halb oder vollständig geöffneter Drosselklappe beschleunigen. Prüfen, ob der 2. Gang beibehalten
wird.
8. Bei der Verzögerung des Fahrzeugs prüfen, ob die Motorbremswirkung spürbar ist.
Schaltdiagramm für Schaltstufe 2 (ECONO-Modus): KV6 Benzinmotor (50-40LE)
2 1
100
1 2
3 2
2 3
100
(100)
63
120
(120)
75
93
Drosselklappenöffnung (%)
Throttle valve opening (%)
82
65
50
35
25
15
7
(20
20)
12
40
(40)
25
60
(60)
37
80
(80)
50
Fahrzeuggeschwindigkeit
km/h
Vehicle speed mph (km/h)
140
(140)
87
160
(160)
99
180
(180)
112
AV2A42198
42-47 AUTOMATIKGETRIEBE
Schaltdiagramm für Schaltstufe 2 (POWER-Modus): KV6 Benzinmotor (50-40LE)
2 1
1 2
3 2
2 3
100
93
Drosselklappenöffnung
Throttle
valve opening (%)
(%)
82
65
50
35
25
15
7
( 20
20)
12
40
(40)
25
(60)
60
37
80
(80)
50
(100)
100
63
(120)
120
75
(140)
140
87
(160)
160
99
Fahrzeuggeschwindigkeit
Vehicle speed mphkm/h
(km/h)
(180)
180
112
AV2A42199
Schaltdiagramm für Schaltstufe 2 (ECONO-, POWER-Modus): J3 TCI Diesel (50-42LE)
2 1 1 2
1 00
3 2 2 3
93
Drosselklappenöffnung
Throttle valve opening (%)
(%)
82
65
50
35
25
15
7
(20)
20
12
40
(40)
25
(60)
60
37
(80)
80
50
(100)
100
63
Fahrzeuggeschwindigkeit
km/h
Vehicle speed mph (km/h)
(120)
120
75
(140)
140
87
AV2A42178
42-48 AUTOMATIKGETRIEBE
Schaltdiagramm für Schaltstufe 2 (HOLD-Modus): KV6 Benzinmotor (50-40LE)
3 2
100
93
Drosselklappenöffnung
Throttle
valve opening (%)
(%)
82
65
50
35
25
15
7
(20
20)
12
40
(40)
25
60
(60)
37
80
(80)
50
120
(120)
75
100
(100)
63
140
(140)
87
160
(160)
99
(180)
180
112
Fahrzeuggeschwindigkeit km/h
AV2A42200
Vehicle speed mph (km/h)
Schaltdiagramm für Schaltstufe 2 (HOLD-Modus): J3 TCI Diesel (50-42LE)
3 2
Drosselklappenöffnung
Throttle
valve opening (%)
(%)
100
0
(20)
20
12
40
(40)
25
(60)
60
37
(80)
80
(100)
100
(120)
120
50
63
75
140
(140)
87
Fahrzeuggeschwindigkeit
km/h
Vehicle speed mph (km/h)
AV2A42180
Geräuschentwicklung und Vibrationen
Hinweis
Ungewöhnliche Geräusche und Vibrationen können durch Drehmomentwandler, Antriebswelle oder Differential
verursacht werden. Diese Bauteile sorgfältig prüfen.
Bei Fahrt im 2. Gang (HOLD-Modus) prüfen, ob ungewöhnliche Geräusche und Vibrationen auftreten.
AUTOMATIKGETRIEBE 42-49
Prüfung der Schaltstufe L
Schaltpunkt, Schaltmuster und Schaltrucken
1. In Bereich L schalten.
2. Fahrzeug bei halb oder vollständig geöffneter Drosselklappe beschleunigen.
3. Prüfen, ob das Hoch- und Herunterschalten 1-2 erfolgt. Die Schaltpunkte müssen dem Diagramm der Schaltstufe
L entsprechen.
4. Fahrzeug im 2. Gang fahren und auf Kick-Down-Funktion beim Schalten von 2 nach 1 prüfen.
5. Bei der Verzögerung des Fahrzeugs im 2. Gang prüfen, ob die Motorbremswirkung spürbar ist.
6. HOLD-Modus einschalten.
7. Fahrzeug bei halb oder vollständig geöffneter Drosselklappe beschleunigen. Prüfen, ob der 1. Gang beibehalten
wird.
8. Bei der Verzögerung des Fahrzeugs prüfen, ob die Motorbremswirkung spürbar ist.
Schaltdiagramm für Schaltstufe L (ECONO-, POWER-Modus): KV6 Benzinmotor
(50-40LE)
2 1
3 2
100
93
Drosselklappenöffnung
Throttle valve opening(%)
(%)
82
65
50
35
25
15
7
( 20
20)
12
40
(40)
25
60
(60)
37
80
(80)
50
100
(100)
63
120
(120)
75
Fahrzeuggeschwindigkeit
km/h
Vehicle speed mph (km/h)
140
(140)
87
160
(160)
99
180
(180)
112
AV2A42201
42-50 AUTOMATIKGETRIEBE
Schaltdiagramm für Schaltstufe L (ECONO-, HOLD-Modus): J3 TCI Diesel (50-42LE)
2 1
3 2
Drosselklappenöffnung
Throttle
valve opening (%)
(%)
100
0
20
(20)
12
40
(40)
25
60
(60)
37
80
(80)
50
100
(100)
63
120
(120)
75
140
(140)
87
Fahrzeuggeschwindigkeit
km/h
Vehicle speed mph (km/h)
AV2A42182
Geräuschentwicklung und Vibrationen
Ungewöhnliche Geräusche und Vibrationen können durch Drehmomentwandler, Antriebswelle oder Differential
verursacht werden. Diese Bauteile sorgfältig prüfen.
Wählhebel vom 1. Gang (HOLD) auf P stellen. Bremse lösen und prüfen, ob sich das Fahrzeug bewegt.
Prüfung der Schaltstufe P
Schaltstufe P einlegen und Funktion der Sperre prüfen.
Bewertung
Beschreibung
Mögliche Ursache
Kein Hoch/Herunterschalten 1-2
Schaltmagnetventil 1-2 klemmt
Kein Hoch/Herunterschalten 2-3
Schaltmagnetventil 2-3 klemmt
Kein Hoch/Herunterschalten 3-4
Schaltmagnetventil 3-4 klemmt
Schaltventil 1-2 klemmt
Schaltventil 2-3 klemmt
Schaltventil 3-4 klemmt
Keine Schaltüberbrückung
Überbrückungs-Schaltmagnetventil klemmt
Falscher Schaltpunkt
Überbrückungs-Schaltmagnetventil klemmt
Überbrückungs-Schaltventil klemmt
Überbrückungs-Schaltventil klemmt
Zu starkes Schaltrucken oder Schlupf
Druckspeicher klemmt
Sperrventil klemmt
Kupplung, Bremse oder Freilaufkupplung verschlissen
Keine Motorbremse
Kupplung oder Bremse verschlissen
AUTOMATIKGETRIEBE 42-51
Aus- und Einbau
Getriebe
Ausbau (KV6 Benzinmotor)
Hinweis
J3 TCI Diesel. Siehe Kapitel 10B, Motor.
25
27
30
26
21
22
31
23
EE
D
D
A
A
A
A
B
24
B
32
C
28
D
C
E
29
AV2A42135
42-52 AUTOMATIKGETRIEBE
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
Antriebsriemen
Vorratsbehälter für Servolenkung
A/C-Kompressor
Ansaugkanal
Kühlerschläuche oben und unten
Kraftstoffleitung
Luftfilter
Gaszug
Schaltgestänge
Motorhalterung #4
Magnetventilstecker
Anlasser
Kabelstrang Kurbelwinkelsensor
Stecker für Geschwindigkeitssensor
Lambdasondenstecker
ATF-Kühlerschlauch
17.
18.
19.
20.
21.
22.
23.
24.
25.
26.
27.
28.
29.
30.
31.
32.
1. Batteriemassekabel abklemmen.
2. Fahrzeug anheben und sicher abstützen.
3. Motorkühlmittel ablassen (siehe Kapitel 12,
Kühlsystem).
4. ATF-Flüssigkeit ablassen (siehe Seite 42-33).
Wandlergehäuseschraube oben
Motorhalterung #2
Rad
Auspuffkrümmer
Spurstangenkopf
Stabilisatorhalterung
Stabilisatoraufhängung
Querlenker unten
Halbwellenhalterung
Antriebswelle
Zwischenwelle
Motorhalterung #1
Rahmenträger
Motorhalterung #3
Befestigungsmutter für Drehmomentwandler
Automatikgetriebe
6. Zwei Schläuche vom Vorratsbehälter lösen.
7. Schlauch von der Servolenkungspumpe lösen.
Schläuche
MAX
Rohr
MIN
Ablaßschraube
AV2051002/AV2051007
AV2A42117
5. Spannvorrichtung mit Maulschlüssel anheben und
Antriebsriemen abnehmen.
AV2A42154
8. A/C-Kompressor zusammen mit Schläuchen
ausbauen.
9. A/C-Kompressor zur Seite hängen und mit Draht
sichern.
BSX010A060
AUTOMATIKGETRIEBE 42-53
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
Ansaugkanal ausbauen.
Kühlerschläuche oben und unten abbauen.
Heizungsschläuche und Bremsleitung abklemmen.
Kraftstoffleitung abklemmen (siehe Kapitel 22,
Kraftstoffsystem).
Drei Muttern von Luftfilter lösen und Luftfilter
abnehmen.
Gaszug abklemmen.
Klammer zwischen Schaltseilzug und Getriebegestänge abnehmen.
Mutter und Unterlegscheibe vom Getriebegestänge
lösen.
Geschwindigkeitssensor
Klammer
AS2A42049
23. Zwei Lambdasondenstecker abklemmen.
24. Zwei ATF-Kühlerschläuche abziehen.
AV2A42118
18. Drei Muttern und eine Schraube der Motorhalterung #4 lösen.
Muttern
AV2A42120
Schraube
AV2A42119
19.
20.
21.
22.
Magnetventilstecker abklemmen.
Anlasser ausbauen (siehe Kapitel 30, Anlasser).
Stecker vom Kurbelwinkelsensor abklemmen.
Stecker vom Geschwindigkeitssensor abklemmen.
25. Motorhalterung #3 ausbauen.
26. Beide Vorderräder abbauen.
27. Auspuffkrümmer ausbauen (siehe Kapitel 20,
Ansaugsystem und Auspuffanlage).
28. Spurstangenköpfe auf beiden Seiten von den
Achsschenkeln trennen. Dazu jeweils Sicherungsstift und Mutter entfernen.
42-54 AUTOMATIKGETRIEBE
29. Stabilisatorhalterung ausbauen, danach Stabilisatoraufhängung lösen.
30. Stabilisatoraufhängung vom Achsschenkel abbauen.
31. Klemmschrauben und Muttern von Achsschenkeln
links und rechts lösen. Querlenker vom Achsschenkel trennen.
AV2A10026
36. Vier Muttern des Rahmenträgers und vier Muttern
der Zugstreben lösen.
AV2A42124
32. Halbwellenhalterung vom Motorblock abschrauben
(drei Schrauben).
33. Vorsichtig beide Antriebswellen aus dem Getriebe
heraushebeln.
AV2A42123
37. Motor, Automatikgetriebe und Rahmenträger
langsam ablassen.
38. Motorhalterung #1 mit drei Schrauben vom
Rahmenträger lösen.
AV2050010
34. Schraube der Zwischenwelle lösen (siehe Kapitel
51, Lenkung).
35. Automatikgetriebe, Motor und Rahmenträger mit
geeignetem Heber abstützen.
AV2A42125
AUTOMATIKGETRIEBE 42-55
39. Vier Schrauben von der Motorhalterung #2 lösen
und Motorhalterung von Getriebe und Rahmenträger abnehmen.
42. Neun verbleibende Wandlergehäuseschrauben
lösen.
AV2A42127
AV2A42122
40. Drei Schrauben vom Wandlergehäuse oben
abschrauben.
AV2A42121
41. Sechs Muttern (Antriebsscheibe an Drehmomentwandler) lösen. Für Zugang zu allen sechs Muttern
Motor an Kurbelwellenriemenscheibe drehen.
AV2A42126
43. Getriebe vorsichtig vom Motor trennen.
42-56 AUTOMATIKGETRIEBE
Einbau
1. Getriebe an Motor anbauen und Wandlergehäuseschrauben festziehen.
Anzugsdrehmoment:
64–89 Nm
AV2A42126
4. Motorträger auf das Getriebe aufsetzen. Vier
Schrauben festziehen.
AV2A42127
Anzugsdrehmoment:
Kurze Schrauben:
Lange Schraube:
67– 93 Nm
85–117 Nm
2. Drei Wandlergehäuseschrauben oben einsetzen
und festziehen.
Kurze
Schrauben
Schrauben
Lange
Schraube
AV2A42122
AV2A42121
5. Motorhalterung #1 mit drei Schrauben am
Rahmenträger befestigen.
Anzugsdrehmoment:
67–93 Nm
3. Sechs Muttern (Antriebsscheibe an Drehmomentwandler) festziehen. Für Zugang zu allen sechs
Muttern Motor an Kurbelwellenriemenscheibe
drehen.
Anzugsdrehmoment:
34–49 Nm
AV2A42125
AUTOMATIKGETRIEBE 42-57
6. Automatikgetriebe, Motor und Rahmenträger auf
geeigneten Heber setzen und unter dem Fahrzeug
plazieren.
7. Automatikgetriebe, Motor und Rahmenträger
anheben und zum Motorraum ausrichten.
AV2A42119
AV2A10026
8. Vier Muttern am Rahmenträger und vier Muttern an
den Zugstreben festziehen.
Anzugsdrehmoment:
Rahmenträger:
Zugstrebe:
13. Neue Sprengringe auf Antriebswellen setzen.
14. Antriebswellen mit der Sprengringöffnung nach
oben in das Getriebe einschieben.
15. Halbwellenhalterung an Motorblock anschrauben
(drei Schrauben).
Anzugsdrehmoment:
16. Querlenker an Rahmenträger anbauen.
Anzugsdrehmoment:
120–137 Nm
93–115 Nm
120–137 Nm
17. Kugelköpfe einsetzen und Klemmschrauben
anziehen.
Anzugsdrehmoment:
Zugstrebe
42–62 Nm
93–115 Nm
Zugstrebe
AV2A42123
9. Heber unter dem Fahrzeug entfernen.
10. Motorhalterung #3 einbauen.
Anzugsdrehmoment:
Muttern:
Schrauben:
67– 93 Nm
85–117 Nm
11. Motorhalterung #4 einbauen.
Anzugsdrehmoment:
67–93 Nm
12. Schraube der Zwischenwelle festziehen (siehe
Kapitel 51, Lenkung).
AV2A42124
42-58 AUTOMATIKGETRIEBE
18. Beide Stabilisatoraufhängungen einbauen.
Anzugsdrehmoment:
93–115 Nm
19. Spurstangenköpfe auf beiden Seiten an den
Achsschenkeln befestigen.
27.
28.
29.
30.
Anlasser einbauen (siehe Kapitel 30, Anlasser).
Magnetventilstecker anklemmen
Kurbelwinkelsensor-Stecker anklemmen.
Mutter mit Unterlegscheibe am Getriebegestänge
festziehen.
31. Klammer aufsetzen.
Klammer
Anzugsdrehmoment:
59–80 Nm
Splint einsetzen und sichern.
20. Auspuffkrümmer montieren (siehe Kapitel 20,
Ansaugsystem und Auspuffanlage).
21. Beide Vorderräder anbauen.
Anzugsdrehmoment:
88–118 Nm
22. Fahrzeug absenken.
23. Beide ATF-Kühlerschläuche auf die ATF-Kühlerrohre bis zum Anschlag aufschieben.
24. Schlauchschellen an Markierungsmitte im gezeigten Winkel einbauen.
AV2A42118
32. Gaszug einhängen (siehe Kapitel 20, Ansaugsystem
und Auspuffanlage).
33. Kraftstoffleitung anschließen (siehe Kapitel 22,
Kraftstoffsystem).
34. Heizungsschläuche und Bremsleitung anschließen.
35. Kühlerschläuche oben und unten anbauen.
36. A/C-Kompressor einbauen (siehe Kapitel 62,
Klimaanlage).
37. Schläuche der Servolenkung anschließen (siehe
Kapitel 51, Servolenkung).
38. Spannvorrichtung mit Schraubenschlüssel anheben
und Antriebsriemen auflegen.
AV2A42120
25. Zwei Lambdasondenstecker anklemmen.
26. Geschwindigkeitssensor-Stecker anklemmen.
AV2A42154
39.
40.
41.
42.
AS2A42049
Luftfilter einbauen.
Ansaugkanal einbauen.
Batteriemassekabel anklemmen.
Getriebe mit ATF-Flüssigkeit befüllen (siehe
Automatikgetriebeflüssigkeit, 42-33).
43. Schaltseilzug einstellen.
44. Kühlsystem gemäß Spezifikation befüllen (siehe
Kapitel 12, Kühlsystem).
45. Servolenkflüssigkeit auffüllen (siehe Kapitel 51,
Servolenkung).
46. Gaszug einstellen (siehe Kapitel 20, Ansaugsystem
und Auspuffanlage).
47. Motor anlassen und auf Undichtigkeiten prüfen.
AUTOMATIKGETRIEBE 42-59
Wählhebel
Ausbau
A
B
P
R
N
D
2
L
A
B
AV2A42132
1. Konsolenabdeckung
2. Mittlere Verkleidung
3. Stecker für Nebelscheinwerferschalter
4. Stecker für Scheibenwischerschalter
5. Stecker für Heckscheibenheizungsschalter
6. Stecker für Warnblinkschalter
7. Stecker für Heizschalter hinten
8. Stecker für Zigarettenanzünder
9. Stecker für Zigarettenanzünderleuchte
10. Stecker für HOLD-Schalter
11. Stecker für Betriebsartschalter
12. Klammer
13. Wählhebelseilzug
14. Halterung
15. Wählhebel
42-60 AUTOMATIKGETRIEBE
1. Batteriemassekabel abklemmen.
2. Mittlere Verkleidung abbauen und Stecker für
Nebelscheinwerferschalter, Scheibenwischerschalter, Heckscheibenheizungsschalter, Warnblinkschalter, Zigarettenanzünder, Zigarettenanzünderleuchte, Heizschalter hinten, HOLDSchalter und Betriebsartschalter abklemmen.
3. Konsolenabdeckung ausbauen.
4. Wählhebel auf Stufe P stellen.
5. Klammer von Wählhebelseilzug lösen.
6. Mutter vom Wählhebelseilzug abschrauben.
Einbau
1. Halterung einbauen.
2. Wählhebel einbauen.
P
R
N
D
2
L
AV2A42134
3. Wählhebel auf Stufe P stellen.
4. Wählhebelseilzug an Wählhebel ansetzen und
Mutter festziehen.
5. Klammer auf Wählhebelseilzug aufsetzen.
AV2A42133
7. Halterung ausbauen.
8. Drei Schrauben lösen und Wählhebel ausbauen.
P
R
N
D
2
L
AV2A42133
AV2A42134
6. Konsolenabdeckung einbauen.
7. Stecker für Nebelscheinwerferschalter, Scheibenwischerschalter, Heckscheibenheizungsschalter,
Warnblinkschalter, Zigarettenanzünder, Zigarettenanzünderleuchte, Heizschalter hinten, HOLDSchalter und Betriebsartschalter anklemmen.
8. Mittlere Verkleidung anbauen.
9. Batteriemassekabel anklemmen.
10. Wählhebel auf einwandfreie Funktion prüfen.
AUTOMATIKGETRIEBE 42-61
Ölkühler
Ausbau
A
B
B
A
AV2A42131
1.
2.
3.
4.
ATF-Kühlerschlauch (Einlaß)
ATF-Kühlerschlauch (Auslaß)
Motorkühler
ATF-Kühler
42-62 AUTOMATIKGETRIEBE
1. Fahrzug anheben und sicher abstützen.
2. Motorkühlmittel in geeignetem Behälter ablassen
(siehe Kapitel 12, Kühlsystem).
3. Auffangwanne unter ATF-Kühler plazieren.
4. ATF-Kühlerschläuche lösen.
5. Motorkühler ausbauen (siehe Kapitel 12, Kühlsystem).
6. ATF-Kühler ausbauen.
Einbau
1. Motorkühler einbauen (siehe Kapitel 12, Kühlsystem).
2. ATF-Kühlerschläuche auf ATF-Kühlerleitungen bis
zum Anschlag aufschieben.
3. Schlauchschellen einbauen.
4. Sicherstellen, daß die Schlauchschelle keine
anderen Bauteile berühren.
5. Fahrzeug absenken.
6. Kühlsystem gemäß Spezifikation befüllen (siehe
Kapitel 12, Kühlsystem).
7. ATF-Flüssigkeitsstand prüfen (siehe Automatikgetriebeflüssigkeit, 42-33).
AUTOMATIKGETRIEBE 42-63
Zerlegung, Prüfung und Zusammenbau
Getriebe
Zerlegung
Allgemeine Hinweise
a) Getriebe in sauberer Umgebung (staubfreier Arbeitsplatz) zerlegen, um das Eindringen von Schmutz zu
verhindern.
b) Während der Zerlegung einzelne Getriebekomponenten gemäß der Tabelle zur Schnelldiagnose prüfen.
c) Zum Trennen von Leichtmetallgehäuseteilen nur Kunststoffhammer verwenden.
d) Während der Zerlegung keine Einwegputzlappen verwenden. Fasern daraus können Flüssigkeitskanäle
verstopfen.
e) Verschiedene Teile sehen sehr ähnlich aus. Teile so ablegen, daß sie nicht vertauscht werden.
f) Bei verbrannter Kupplung, verbranntem Bremsband oder zersetzter ATF-Flüssigkeit Steuerventil zerlegen und
sorgfältig reinigen.
Reinigungshinweise
a) Vor der Zerlegung Getriebegehäuse außen sorgfältig mit Dampfstrahler oder Lösungsmitteln reinigen.
b) Ausgebaute Teile mit geeigneten Reinigungsmitteln säubern und mit Druckluft trocknen. Alle Bohrungen und
Kanäle mit Druckluft reinigen und auf freien Durchgang prüfen.
Achtung
Bei der Reinigung von Komponenten mit Druckluft immer Schutzbrille tragen.
1. Fahrstufenschalter
2. Geschwindigkeitssensor
3. Geschwindigkeitssensor
4. Ablaßschraube
5. Verschlußschraube
6. ATF-Sensorabdeckung
7. ATF-Sensor
8. Getriebeseitendeckel
9. Ventilgehäuse
10. Magnetventilkabelverbinder
11. Magnetventilkabelstecker
12. Ölpumpe
13. Bremsnabe und Freilaufkupplung
14. Gehäuse hinten
15. Lagerdruckscheibe
16. Rohr (C-3)
17. Leitungsklammer
18. Rohr (Leitungsdruck und Öl)
19. Vorwärts- und Direkt-Kupplung
20. Sonnenrad und Lager
21. Hohlrad und Lager
22. Planetenradträger und Lager
23. Hohlrad vorn mit Freilaufkupplung, RückwärtsBremse, Antriebsscheibe, Abtriebsscheibe
24. Sprengring
25.
26.
27.
28.
29.
30.
31.
32.
33.
34.
35.
36.
37.
38.
39.
40.
41.
42.
43.
44.
45.
46.
47.
48.
49.
Kolben #1 und Rückwärtsgang
Getriebegehäuse
Rohrschelle
Rohr
Ölsammelblech
Differential
Ölsieb
Getriebegehäuseplatte
Ölplatte
Rohrschelle und Leitung (Leitungsdruck)
Einrastfeder
Nockenscheibe
Welle und Feder der Parksperre
Parksperrenstift
Parksperrengestänge
Handventil-Einrasthebel
Niedriggang-Platte
Niedriggang-Druckspeicher
Niedriggang-Planetenrad
Niedriggang-Kupplung mit Lager
Ankerschraube
Niedriggang-Kupplungsband
Freilaufkupplung mit Sprengring
Niedriggang-Kolben
Vorgelege-Antriebsrad
42-64 AUTOMATIKGETRIEBE
Zerlegung
37
39
38
36
Ersetzen, Öldichtring
Ersetzen
35
40
42
41
AV2A42192
AUTOMATIKGETRIEBE 42-65
Zerlegung
28
Lager
27
26
Öldichtring
Ersetzen, Öldichtring
Magnet
29
Ersetzen, Öldichtring
Öldichtring
Ersetzen, Öldichtring
Ersetzen, Öldichtring
Ersetzen, Dichtung
34
33
Ersetzen, Öldichtring
32
31
AV2A42193
42-66 AUTOMATIKGETRIEBE
Zerlegung
45
30
Ersetzen, O-Ring
48
44
43
46
49
47
22
23
19
24
25
Kugelring
20
21
Lagerring
Kugelring
22
Öldichtring
AV2A42194
AUTOMATIKGETRIEBE 42-67
Hinweis
Beim Ausbau des Drehmomentwandlers keine ATFFlüssigkeit auslaufen lassen.
1. Drehmomentwandler aus Wandlergehäuse ausbauen.
Geschwindigkeitssensor
AV2A42003
8. Ablaßschraube herausdrehen und Dichtring abnehmen.
AV2A42001
2. Getriebe an SST (0K130 990 007/0K130 175 011A)
anbauen
Achtung
Dichtflächen von Seitendeckel und Getriebegehäuse nicht verkratzen.
9. Neun Schrauben lösen und Seitendeckel mit Kunststoffhammer und Schraubendreher lösen und entnehmen
0K130 990 007
0K130 175 011A
AV2A42004
AV2A42002
10. Vier Magnetventilstecker abklemmen.
3. Ölpeilstab herausziehen, Öleinfüllrohr und Mutter
mit Unterlegscheibe ausbauen.
4. Fahrstufenschalter mit Schraube und Mutter ausbauen.
5. Halteplatten und Kabelstecker beider Geschwindigkeitssensoren abbauen
6. ATF-Sensor ausbauen.
7. Beide Geschwindigkeitssensoren ausbauen
AV2A42005
42-68 AUTOMATIKGETRIEBE
11. Ventilgehäuse ausbauen.
a) Zwei Schrauben lösen und danach Ansaugabdeckung mit Dichtung abnehmen.
b) Sieben Schrauben lösen.
Achtung
Nicht das Kabel herausziehen.
13. Magnetventilkabel von innen herausdrücken und
entnehmen.
14. Ölpumpe und Bremse ausbauen.
a) Acht Schrauben lösen.
Achtung
Buchse der Statorwelle nicht beschädigen.
b)
c)
Ölpumpe und Bremse mit SST (0K011 190
006S) aus dem Gehäuse herausziehen.
O-Ring von der Ölpumpe abnehmen.
AV2A42006
c)
Ventilgestänge vom Hebel abbauen. Danach
Ventilgehäuse ausbauen.
0K011 190 006S
AV2A42009
15. Bremsnabe und Freilaufkupplung #1 ausbauen.
Ventilgehäuse
Ventilgestänge
AV2A42007
12. Zwei Dichtringe ausbauen.
AV2A42010
Achtung
Dichtflächen zwischen Getriebegehäuse und
hinterer Abdeckung nicht verkratzen.
AV2A42008
AUTOMATIKGETRIEBE 42-69
16. Neun Schrauben des hinteren Getriebegehäuses
lösen. Hinteres Getriebegehäuse mit Kunststoffhammer und Schraubendreher lösen und abnehmen.
17. Vier Dichtringe entnehmen.
21. Sonnenrad ausbauen.
a) Sonnenrad zusammen mit dem Drucklager
ausbauen.
AV2A42014
AV2A42011
b)
Drucklager vom Sonnenrad abziehen.
18. Lagerdruckscheibe aus hinterem Gehäuse
entnehmen.
AV2A42015
AV2A42012
19. Zulaufleitung ausbauen.
a) Schraube herausdrehen und Rohrschelle abnehmen.
b) Beide Enden mit großem Schraubendreher
abhebeln und beide Rohre entnehmen.
20. Vorwärts- und Direktkupplung ausbauen. Auf
Drucklager und Scheibe achten.
22. Hohlrad hinten ausbauen.
a) Hohlrad hinten zusammen mit dem Drucklager
ausbauen.
AV2A42016
AV2A42013
42-70 AUTOMATIKGETRIEBE
b)
Drucklager von der Vorderseite und Lagerring
von der Rückseite abnehmen.
25. Vorderes Hohlrad, Freilaufkupplung #2, Antriebsscheibe, Abtriebsscheibe und Kranz der Rückwärts-Bremse ausbauen.
26. Drucklager mit Scheibe abziehen.
AV2A42017
AV2A42020
23. Planetenräder ausbauen.
a) Planetenräder zusammen mit Drucklager
ausbauen.
b) Drucklager abziehen.
27. Rückholfeder von Hand zusammendrücken, dabei
Sicherungsring mit Schraubendreher ausbauen.
Danach Bremse #1/Rückwärts-Rückholfeder entnehmen.
Drucklager
AV2A42018
24. Sprengring mit Schraubendreher ausbauen.
AV2A42021
Hinweis
Kommt der Bremse #1/Rückwärts-Kolben nicht
vollständig heraus, mit Spitzzange herausziehen.
28. Bremse #1/Rückwärts-Kolben mit Druckluft
(max. 4 bar in Ölbohrung) herausdrücken. Siehe
Abbildung.
AV2A42019
AV2A42022
AUTOMATIKGETRIEBE 42-71
29. Sicherungsring mit Sicherungsringzange entnehmen. Vorgelege-Antriebsrad herausziehen.
c)
d)
Drei Schrauben und Ölsammelblech ausbauen.
Drei Magneten vom Ölsammelblech abnehmen.
Vorgelege-Antriebsrad
AV2A42026
AV2A420123
30. Fünfzehn Schrauben schrittweise herausdrehen
und Getriebegehäuse mit Kunststoffhammer lösen.
31. Dichtring entnehmen.
e)
Rollenlager mit SST (0K011 270 001)
ausziehen.
0K011 270 001
AV2A42027
AV2A42024
Achtung
Ringenden nicht weiter als nötig spreizen.
32. Getriebegehäuse zerlegen.
a) Schraube und Rohrschelle vom Getriebegehäuse abbauen.
b) Beide Rohrenden mit großem Schraubendreher heraushebeln und Rohr entnehmen.
f)
Öldichtring ausbauen.
AV2A42028
AV2A42025
42-72 AUTOMATIKGETRIEBE
33. Differential ausbauen.
34. Schraube und Ölsieb ausbauen.
35. Zwei Schrauben und Gehäuseplatte ausbauen.
36. Zwei Schrauben und Ölsammelblech ausbauen.
38. Druckspeicher für Niedriggang-Bremse ausbauen.
a) Schraube mit Torx-Schlüssel herausdrehen.
b) Schraube, Torsionsfeder #2 und Druckspeicherhalterung ausbauen.
AV2A42029
37. Ventilhebel und Parksperre ausbauen.
a) Zwei Schrauben herausdrehen.
b) Nockenscheibe und Feder ausbauen.
c) Welle für Parksperrklinke und Torsionsfeder #1
ausbauen.
d) Parksperrklinke ausbauen.
e) Parksperrstift entnehmen.
AV2A42032
c)
d)
e)
f)
Druckspeicherdeckel abbauen.
O-Ring vom Deckel abnehmen.
Druckspeicherkolben und -feder herausziehen.
O-Ring vom Druckspeicherkolben abnehmen.
AV2A42033
AV2A42030
f)
Parksperrengestänge vom Ventil-Einrasthebel
trennen und ausbauen.
AV2A42031
39. Schraube und Halterung ausbauen.
40. Beide Rohrenden mit großem Schraubendreher
heraushebeln und Leitung entnehmen.
AV2A42034
AUTOMATIKGETRIEBE 42-73
41. Niedriggang-Planetenräder ausbauen.
a) Niedriggang-Planetenräder zusammen mit
Axiallager ausbauen.
b) Axiallager von den Niedriggang-Planetenrädern
abnehmen.
44. Freilaufkupplung ausbauen.
a) Sicherungsring mit Schraubendreher ausbauen.
b) Freilaufkupplung #3 und Halter aus dem
Gehäuse ausbauen.
AV2A42038
AV2A42035
42. Niedriggang-Kupplung ausbauen.
a) Niedriggang-Kupplung zusammen mit Druckscheibe ausbauen.
b) Axiallager von der Niedriggang-Kupplung
abnehmen.
Achtung
a) Ein Ende des Rings in Nut drücken. Beide
Ringenden von Hand aushaken.
b) Ring spreizen, dann zwei Dichtringe
entnehmen.
45. Dichtringe entnehmen.
AV2A42039
AV2A42036
43. Niedriggang-Bremsband aus dem Getriebegehäuse
ausbauen.
AV2A42037
46. Niedriggang-Bremskolben ausbauen.
a) Sprengring mit Sprengringzange ausbauen.
b) Zwei O-Ringe von Bremsdeckel abnehmen.
c) Kolben und Feder entnehmen.
AV2A42040
42-74 AUTOMATIKGETRIEBE
Zusammenbau
Vorsichtsmaßnahmen
1. Falls Antriebsscheiben oder Bremsbänder ausgetauscht werden, Neuteile vor dem Einbau mindestens 2 Stunden
in ATF-Flüssigkeit tauchen.
2. Vor dem Zusammenbau auf alle Dichtringe, sich drehende oder gleitende Teile und O-Ringe ATF-Flüssigkeit
auftragen.
3. Alle O-Ringe, Dichtringe und Dichtungen müssen durch Neuteile ersetzt werden.
4. Beim Zusammenbau Industrie-Vaseline statt Fett verwenden.
5. Muß eine Buchse ausgetauscht werden, die gesamte Buchseneinheit austauschen.
6. Nach Auftragen des Dichtmittels das Gehäuse innerhalb von 10 Minuten zusammenbauen. Vor dem Befüllen des
Getriebes mit ATF-Flüssigkeit Dichtmittel mindestens 30 Minuten trocknen lassen.
Lager und Druckscheiben
E
D
C
B
A
F
I
H
G
AGX042B032
mm
Bauteil
Druckscheibe (vorn)
Kugellager
Druckscheibe (hinten)
Außendurchmesser
Innendurchmesser
Außendurchmesser
Innendurchmesser
Außendurchmesser
Innendurchmesser
A
58,0
43,8
61,7
46,0
-
B
88,7
72,4
-
C
54,0
39,0
57,0
39,0
-
D
67,0
50,0
-
E
42,0
22,1
-
F
41,0
13,5
41,7
23,0
41,0
15,3
G
71,0
49,0
71,0
49,1
H
41,8
28,6
42,1
29,1
I
57,3
36,3
-
AUTOMATIKGETRIEBE 42-75
1. Dichtring mit ATF-Flüssigkeit benetzen.
Achtung
Ringenden nicht weiter als nötig spreizen.
Beschädigte Ringe ersetzen.
5. O-Ring mit ATF-Flüssigkeit benetzen. Leitung mit
Kunststoffhammer eintreiben.
6. Rohrschelle festziehen.
Anzugsdrehmoment:
4-7 Nm
2. Ring spreizen, dann Dichtring in Nut einsetzen.
AV2A42025
AV2A42028
Achtung
Lager einpressen, bis es am Gehäuse anliegt.
3. Rollenlager mit geeignetem Werkzeug in das Getriebegehäuse einpressen.
4. Drei Magnete am Ölsammelblech anbringen. Drei
Schrauben festziehen.
Anzugsdrehmoment:
4-7 Nm
AV2A42026
7. Druckspeicherkolben der Niedriggang-Bremse
einsetzen.
Achtung
O-Ring auf Schäden prüfen.
a)
b)
c)
Neue O-Ringe mit ATF benetzen und an
Kolben und Deckel anbringen.
Druckspeicherkolben-Feder einsetzen.
Kolbenbohrung im Gehäuse mit ATF benetzen,
danach Kolben und Deckel einbauen.
AV2A42033
42-76 AUTOMATIKGETRIEBE
8. Klammer des Niedriggang-Druckspeichers einbauen.
a) Klammer auf Kolbendeckel aufsetzen. Zwei
Schrauben vorläufig anziehen.
10. Niedriggang-Freilaufkupplung einbauen.
Achtung
Freilaufaußenring festhalten. Prüfen, ob Innenring gegen den Uhrzeigersinn frei dreht und im
Uhrzeigersinn sperrt.
Achtung
Beim Einbau der Torsionsfeder #2 auf die
Einbaurichtung achten (siehe Abbildung).
b)
a)
b)
Federführung und Torsionsfeder #2 mit
Schraube einbauen.
Anzugsdrehmoment:
Niedriggang-Freilaufkupplung einbauen.
Halter für Freilaufaußenring einsetzen. Position
siehe Abbildung.
8-12 Nm
Halter
AV2A42105
AV2A42032
9. Dichtringe der Niedriggang-Kupplungstrommel
einbauen.
a) Auf beide Dichtringe ATF auftragen.
Achtung
Ringenden nicht weiter als nötig spreizen.
Beschädigte Ringe ersetzen.
b)
´
c)
Sprengring einsetzen.
11. Niedriggang-Bremsband einbauen.
a) Bremsband zu Position der Ankerschraube
ausrichten.
b) Auf O-Ring ATF auftragen und Ankerschraube
festziehen.
Anzugsdrehmoment:
133-200 Nm
Ringe spreizen und in Nut einsetzen.
AV2A42106
AV2A42039
AUTOMATIKGETRIEBE 42-77
12. Niedriggang-Bremskolben einbauen
a) Auf O-Ring ATF auftragen und O-Ring auf
Kolbendeckel aufsetzen.
b) Feder auf Kolben setzen. Kolben so einsetzen,
daß die Kolbenstange in die Aussparung des
Niedriggang-Bremsbands eingreift.
c) Kolbendeckel aufsetzen.
d) Deckel niederdrücken und dabei Sprengring
einsetzen.
Kolbenstange
AV2A42108
14. Vorgelege-Antriebsrad einbauen.
a) Vorgelege-Antriebsrad in Getriebegehäuse
einbauen.
b) Sprengring einsetzen.
15. Niedriggang-Kupplung einbauen.
AV2A42040
13. Kolbenhub der Niedriggang-Bremse prüfen.
a) Hub durch Anlegen und Ablassen von Druckluft (max. 4 bar) messen (siehe Abbildung).
Kolbenhub:
5,48 - 7,02 mm
Achtung
Beschädigte Axiallager ersetzen.
a)
Axiallager mit Industrie-Vaseline auf Niedriggang-Kupplung aufsetzen.
Achtung
Prüfen, ob der Innenring der Freilaufkupplung
gegen den Uhrzeigersinn frei dreht und im
Uhrzeigersinn sperrt.
b)
Niedriggang-Kupplung in das Getriebegehäuse
einbauen.
AV2A42107
b)
Übersteigt der Hub das Standardmaß, Kolbenstange durch längeres Teil ersetzen.
Gestängelängen:
70,5 mm
72,0 mm
AV2A42109
42-78 AUTOMATIKGETRIEBE
c)
Druckscheibe mit Industrie-Vaseline auf die
Niedriggang-Kupplung aufsetzen.
16. Niedriggang-Planetenräder einbauen.
Achtung
Prüfen, ob der Innenring der Freilaufkupplung
gegen den Uhrzeigersinn frei dreht und im
Uhrzeigersinn sperrt.
Hinweis
Vor dem Einbau der Niedriggang-Planetenräder die
Verzahnung der Antriebsscheibe in der Niedriggang-Kupplung ausrichten.
a)
Niedriggang-Planetenräder mit Drucklager an
Rückseite einbauen.
AV2A42029
21. Parksperre einbauen.
a) Sperrstift in das Getriebegehäuse einsetzen.
b) Nockenscheibe und Feder aufsetzen.
Anzugsdrehmoment:
8-12 Nm
22. Ventilhebel einbauen.
a) Auf Dichtringlippe ATF auftragen und Dichtring
einsetzen.
AV2A42035
17. Druckscheibe und Kugellager einbauen.
18. Ölsammelblech einbauen.
Anzugsdrehmoment:
4-7 Nm
AV2A42110
19. Ölsieb einbauen.
Anzugsdrehmoment:
4-7 Nm
20. Getriebegehäuseplatte anbauen.
Anzugsdrehmoment:
4-7 Nm
Achtung
Sicherstellen, daß der Ventilhebel die Mitte der
Federrolle berührt.
b)
Parksperrengestänge mit Ventilhebel einbauen.
Feder auf Ventilhebel aufsetzen.
AUTOMATIKGETRIEBE 42-79
23. Differential einbauen.
24. Dichtung auftragen.
25. Getriebegehäuse anbauen.
f)
Hohlrad und Freilaufkupplung einbauen.
Achtung
a) Dichtfläche des Seitendeckels reinigen.
b) Nach Auftragen des Dichtmittels innerhalb
von 5 Minuten zusammenbauen.
a)
Dichtmittel (1281B) auf das Getriebegehäuse
auftragen (Innenseite der Bohrungen).
AV2A42109
g)
Flansche, An- und Abtriebsscheiben einbauen.
Hinweis
Einbaureihenfolge
AV2A42111
b)
Gehäusehälften zusammenbauen.
Anzugsdrehmoment:
24-35 Nm
26. Magnetfläche der Ablaßschraube reinigen und Ablaßschraube mit neuem Dichtring einschrauben.
Anzugsdrehmoment:
24-55 Nm
27. Bremse #1/Rückwärts einbauen.
a) Auf O-Ring ATF auftragen und O-Ring auf den
Kolben aufsetzen.
b) Kolben in das Gehäuse einsetzen.
c) Rückholfeder einbauen.
d) Sprengring in Gehäusenut einsetzen.
e) Druckscheibe und Kugellager mit IndustrieVaseline auf das Hohlrad vorn aufsetzen.
Flansch-Antriebsscheibe-AbtriebsscheibeAntriebsscheibe-Abtriebsscheibe-AntriebsscheibeAbtriebsscheibe-Antriebsscheibe-AbtriebsscheibeAntriebsscheibe-Flansch.
KV6 Benzinmotor
(Antriebsscheibe/Abtriebsscheibe): 5/5
J3 TCI Diesel
(Antriebsscheibe/Abtriebsscheibe): 6/6
h)
i)
Sprengring in Gehäusenut einsetzen.
Mit Druckluft (max. 4 bar in Ölbohrung) Spiel
messen und Kolbenfunktion prüfen.
Kolbenhub:
1,75 - 2,55 mm
Achtung
Prüfen, ob das vordere Hohlrad gegen den
Uhrzeigersinn frei dreht und im Uhrzeigersinn
sperrt.
AV2A42040
42-80 AUTOMATIKGETRIEBE
28. Planetenradträger einbauen.
Achtung
Auf die Einbaurichtung des Drucklagers achten.
Achtung
Auf die Einbaurichtung des Drucklagers achten.
a)
b)
c)
c)
Drucklager einbauen.
Drucklager mit Industrie-Vaseline auf das Hohlrad vorn setzen.
Druckscheibe und Kugellager mit IndustrieVaseline auf den Planetenradträger setzen.
Planetenradträger einbauen.
Druckscheibe
AV2A42015
31. Leitung mit Kunststoffhammer eintreiben und
Rohrschelle festziehen.
AV2A42018
Anzugsdrehmoment:
4-7 Nm
29. Hohlrad hinten einbauen.
a) Drucklager mit Industrie-Vaseline auf die Vorderseite und Lagerring auf die Rückseite des
Hohlradflansches setzen.
AV2A42034
32. Druckscheibe und Kugellager auf die Trommel
setzen und die Vorwärts-/Direktkupplung einbauen.
AV2A42017
30. Sonnenrad einbauen.
Achtung
Auf die Einbaurichtung des Drucklagers achten.
a)
b)
Drucklager mit Industrie-Vaseline auf das
Sonnenrad setzen.
Sonnenrad einbauen.
AV2A42013
AUTOMATIKGETRIEBE 42-81
33. Leitung der Niedriggang-Kupplung mit Kunststoffhammer eintreiben.
34. Auf vier Dichtringe ATF auftragen und in das Gehäuse einsetzen.
AV2A42116
c)
AV2A42011
35. Gehäuse hinten anbauen.
a) Lagerring in das hintere Gehäuse einsetzen.
Gehäusehälften zusammenbauen und neun
Schrauben festziehen.
Anzugsdrehmoment:
Schraube M6:
Schraube M8:
8-12 Nm
20-30 Nm
36. Ölpumpe einbauen.
a) O-Ring mit ATF benetzen und auf die Ölpumpe
setzten
b) Freilaufkupplung #1, Freilauf und Bremsnabe 2
an die Ölpumpe anbauen.
AV2A42012
Achtung
a) Dichtflächen der Gehäuse reinigen.
b) Nach Auftragen des Dichtmittels innerhalb
von 5 Minuten zusammenbauen.
b)
Dichtmittel (1281B) auf Gehäuse auftragen
(Innenseite der Bohrungen).
AV2A42113
c)
d)
Ölpumpe waagerecht auf die Antriebswelle
schieben und die Deckelbohrungen mit den
Gewindebohrungen ausrichten. Dabei leicht
auf das Pumpengehäuse drücken.
Acht Schrauben festziehen.
Anzugsdrehmoment:
20-30 Nm
42-82 AUTOMATIKGETRIEBE
37. Axialspiel der Eingangswelle mit Meßuhr prüfen.
Axialspiel:
a)
Dichtmittel (1281B) auf den Deckel auftragen
(Innenseite der Bohrungen).
0,372 - 0,90 mm
AV2A42115
AV2A42114
b)
38. Neue Dichtringe in das Getriebegehäuse einsetzen.
Seitendeckel anbauen und Schrauben festziehen.
Anzugsdrehmoment:
10-16 Nm
43. Öleinfüllrohr einbauen.
a) Zwei O-Ringe auf Öleinfüllrohr setzen.
b) Öleinfüllrohr einbauen.
Anzugsdrehmoment:
6-9 Nm
44. Öltemperatursensor einbauen.
Anzugsdrehmoment:
7-13 Nm
45. Geschwindigkeitssensor einbauen.
AV2A42008
39. Ventilgehäuse einbauen.
a) Ventilgehäuse halten und Ventilgestänge am
Hebel einhängen.
b) Ventilgehäuse einbauen.
Anzugsdrehmoment:
8-12 Nm
40. Deckel mit Dichtung aufsetzen und zwei Schrauben
festziehen.
Anzugsdrehmoment:
46. Stecker beider Geschwindigkeitssensoren und des
Öltemperatursensor anschließen.
47. Fahrstufenschalter einbauen.
a) Fahrstufenschalter und Welle des Ventilhebels
zusammenbauen.
b) Halteplatte an Kabel und Fahrstufenschalter
ansetzen und vorläufig anziehen.
c) Mutter mit Unterlegscheibe ansetzen und
festziehen.
Anzugsdrehmoment:
Anzugsdrehmoment:
4-7 Nm
6-8 Nm
8-12 Nm
d)
41. Magnetventilkabelstrang in das Gehäuse einbauen.
Vier Stecker anschließen und Kabelstrang festklemmen.
42. Seitendeckel anbauen.
Achtung
a) Dichtflächen reinigen.
b) Nach Auftragen des Dichtmittels (1281B)
innerhalb von 5 Minuten zusammenbauen.
Nut und Getriebegrundlinie ausrichten.
Anzugsdrehmoment:
Stehbolzen:
15-30 Nm
Halteplattenschrauben: 10-16 Nm
e)
Sicherungsscheibe mit Schraubendreher
verstemmen.
AUTOMATIKGETRIEBE 42-83
Ölpumpe, Freilauf 2 und Bremse 2
Zerlegung
23
Ersetzen
Ersetzen
21
Ersetzen
22
Ersetzen
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
Öldichtring
Ölpumpengehäuse
Abtriebsrad
Antriebsrad
O-Ring
Ölpumpenscheibe
Sprengring
Bremsflansch
AGX042B006
9. Antriebsscheibe
10. Abtriebsscheibe
11. Rückholfeder
12. O-Ring
13. Bremskolben 2
14. Sprengring
15. Bremsflansch
16. Antriebsscheibe
17. Abtriebsscheibe
18. Anlaufscheibe
19. Sprengring
20. Rückholfeder
21. O-Ring
22. Freilaufbremskolben 2
23. Statorhalterung
42-84 AUTOMATIKGETRIEBE
1. Anlaufscheibe ausbauen.
2. Sprengring ausbauen.
3. Bremsflansch, dann An- und Abtriebsscheiben
(je 2 Stück) entnehmen.
4. Geeigentes Werkzeug auf Federhalter setzen und
Feder zusammendrücken.
5. Sprengring und Rückholfeder ausbauen.
10. Bremskolben 2 ausbauen.
a) Druckluft (max. 4 bar) an eine Ölbohrung
anlegen und Kolben herausdrücken. Siehe
Abbildung.
b) O-Ring vom Kolben abnehmen.
Druckluft
AV2A42042
AV2A42041
6. Freilaufbremskolben 2 ausbauen.
a) Druckluft (max. 4 bar) an eine Ölbohrung
anlegen und Kolben herausdrücken. Siehe
Abbildung.
b) O-Ring vom Kolben abnehmen.
11. Dreizehn Statorschrauben (M6) und Schraube (M5)
lösen und Stator abnehmen.
Achtung
Ist die Gleitfläche der Ölpumpenscheibe verkratzt oder verschlissen, Ölpumpenscheibe
ersetzen.
12. Ölpumpenscheibe vom Ölpumpengehäuse abbauen.
13. Ölpumpenantriebsrad und -abtriebsrad abbauen.
Achtung
Buchse im Ölpumpengehäuse nicht
beschädigen.
14. Öldichtring ausbauen.
Druckluft
AV2A42042
7. Sprengring ausbauen.
Hinweis
KV6 Benzinmotor
(Abtriebsscheibe/Antriebsscheibe): 3/3
J3 TCI Diesel
(Abtriebsscheibe/Antriebsscheibe): 4/4
8. Flansche, Ab- und Antriebsscheiben ausbauen.
9. Rückholfeder ausbauen.
AUTOMATIKGETRIEBE 42-85
Prüfung
Ölpumpenbuchse
Abtriebsscheibe und Antriebsscheibe
1. Innendurchmesser der Statorwelle messen.
Achtung
Neue Antriebsscheibe vor dem Einbau
mindestens zwei Stunden in ATF-Flüssigkeit
legen.
Standard:
Maximum:
38,11 - 38,13 mm
38,18 mm
2. Falls nicht i.O., Ölpumpe ausbauen.
1. Gleitflächen der An- und Abtriebsscheiben auf Verschleiß oder Überhitzungsschäden prüfen. Ggf.
ersetzen.
Ölpumpe
Gehäusespiel
1. An- und Abtriebsscheibe in das Ölpumpengehäuse
einsetzen.
2. Abtriebsscheibe zu einer Seite des Gehäuses
drücken.
3. Spiel zwischen Abtriebsscheibe und Gehäuse
messen.
AV2A42044
Spiel:
Standard:
Maximum:
Statorwellenbuchse
0,075 - 0,150 mm
0,2 mm
1. Innendurchmesser der Statorbuchse messen.
Standard:
Vorn und hinten: 38,11 - 38,13 mm
Maximum:
38,57 mm
2. Falls nicht i.O., Ölpumpe ausbauen.
AN7042042
Radialspiel
1. Spiel zwischen Zahnspitzen und halbmondförmigem Teil des Gehäuses messen.
Spiel:
Standard:
Maximum:
0,004 - 0,248 mm
0,298 mm
AV2A42045
AN7042043
42-86 AUTOMATIKGETRIEBE
Zusammenbau
1. Auf die Innenfläche der Ölpumpe ATF auftragen.
2. Öldichtring einsetzen.
9. Flansche, Ab- und Antriebsscheiben der Bremse 2
einbauen.
a) Flansch einbauen.
Hinweis
Einbaureihenfolge
Antriebsscheibe-Abtriebsscheibe-AntriebsscheibeAbtriebsscheibe-Antriebsscheibe-Abtriebsscheibe.
KV6 Benzinmotor
(Antriebsscheibe/Abtriebsscheibe): 3/3
J3 TCI Diesel
(Antriebsscheibe/Abtriebsscheibe): 4/4
b)
c)
d)
AV2A42046
3. An- und Abtriebsscheibe in das Gehäuse einsetzen.
4. Bohrung der Ölpumpenscheibe zum Paßstift des
Gehäuses ausrichten.
5. Statoraufnahme zu allen Schraubenbohrungen des
Gehäuses ausrichten. Vierzehn Schrauben schrittweise und gleichmäßig festziehen.
An- und Abtriebsscheiben einbauen.
Flansch einbauen (flaches Ende nach oben).
Sicherungsring einsetzen.
10. Kolbenhub der Bremse 2 prüfen.
a) Meßuhr ansetzen (siehe Abbildung).
b) Druckluft (max. 4 bar) an eine Ölbohrung
anlegen, Kolbenhub messen und Funktion
prüfen.
Kolbenhub:
1,14 - 1,86 mm
Anzugsdrehmoment:
Schraube M6: 10-14 Nm
Schraube M5: 6-7 Nm
6. Sicherstellen, daß die Antriebsscheibe nach Einbau
in den Drehmomentwandler frei dreht.
AV2A42049
11. Kolben der Freilaufbremse 2 einbauen.
a) O-Ring mit ATF benetzen und auf den Kolben
aufsetzen.
b) Auf die Innenfläche der Statoraufnahme ATF
auftragen.
c) Kolben in die Statoraufnahme einführen.
AV2A42048
7. Bremskolben 2 einbauen.
a) O-Ring mit ATF benetzen und auf den Kolben
aufsetzen.
b) Auf die Innenfläche der Statoraufnahme ATF
auftragen.
c) Kolben in die Statoraufnahme einführen.
8. Rückholfeder mit Federseite nach oben an den
Kolben ansetzen.
AUTOMATIKGETRIEBE 42-87
12. Rückholfeder anbauen.
a) Rückholfeder an den Kolben anbauen.
b) Geeignetes Werkzeug an die Feder ansetzen
und Federn mit einer Werkstattpresse zusammendrücken. Sprengring in die Nut einsetzen.
AV2A42049
AV2A42041
Hinweis
Einbaureihenfolge
Abtriebsscheibe-Antriebsscheibe-AbtriebsscheibeAntriebsscheibe-Flansch.
13. An- und Abtriebsscheiben (jeweils zwei) und Flansch
einbauen.
14. Geeignetes Werkzeug an den Flansch ansetzen
und Federn mit einer Werkstattpresse zusammendrücken. Sprengring in die Nut der Statoraufnahme einsetzen.
AV2A42041
15. Anlaufscheibe einbauen.
16. Kolbenhub der Freilaufbremse 2 prüfen.
a) Meßuhr ansetzen (siehe Abbildung).
b) Druckluft (max.4 bar) an eine Ölbohrung
anlegen, Kolbenhub messen und Funktion
prüfen.
Kolbenhub:
0,76 - 1,44 mm
42-88 AUTOMATIKGETRIEBE
Freilauf 2, Bremsnabe 2 und Kupplung 1
Zerlegung
AGX042B008
1.
2.
3.
4.
5.
Anlaufscheibe
Freilaufbremsnabe 2
Anlaufscheibe
Freilaufkupplung #1
Bremsnabe 2
AUTOMATIKGETRIEBE 42-89
1. Anlaufscheibe vom Außenring abziehen.
2. Freilaufbremsnabe 2 von der Bremsnabe 2 abnehmen.
3. Anlaufscheibe aus dem Innenring ziehen.
4. Freilaufkupplung #1 von der Bremsnabe 2 abnehmen.
Zusammenbau
1. Freilaufkupplung in den Außenring einsetzen.
Achtung
Lasche der Scheibe zu Aussparung des Innenrings ausrichten.
2. Anlaufscheibe auf den Innenring setzen.
3. Innenring in den Außenring einsetzen.
Achtung
Lasche der Scheibe zu Aussparung des Außenrings ausrichten.
4. Anlaufscheibe auf den Außenring setzen.
Prüfung
1. Außenring halten. Prüfen, ob der Innenring
(Freilaufnabe 2) im Uhrzeigersinn frei dreht und
gegen den Uhrzeigersinn sperrt.
42-90 AUTOMATIKGETRIEBE
Vorwärts-Kupplung und Direktkupplung
Zerlegung
Öldichtring ersetzen
Öldichtring ersetzen
Öldichtring ersetzen
AGX042B008
1. Sprengring
2. Flansch
3. Antriebsscheibe
4. Abtriebsscheibe
5. Sprengring
6. Flansch
7. Antriebsscheibe
8. Abtriebsscheibe
9. Sprengring
10. Rückholfeder
11. Kolben der Direktkupplung
12. Kolben der Vorwärts-Kupplung
13. Öldichtring
14. Axiallager
15. Druckscheibe
16. Eingangswelle
AUTOMATIKGETRIEBE 42-91
1.
2.
3.
4.
5.
Sprengring ausbauen.
Flansch, An- und Abtriebsscheiben entnehmen.
Sprengring ausbauen.
Flansch, An- und Abtriebsscheiben entnehmen.
Geeignetes Werkzeug an den Federhalter ansetzen
und Federn mit einer Werkstattpresse zusammendrücken. Sicherungsring ausbauen.
Druckluft
AV2A42051
Achtung
a) Öldichtring nicht beschädigen.
b) Ringenden nicht weiter als nötig spreizen.
9. Öldichtring von der Eingangswelle abnehmen.
AV2A42050
Prüfung
6. Rückholfeder ausbauen.
7. Kolben der Direktkupplung ausbauen.
a) Eingangswelle in das Gehäuse hinten einbauen.
Von Hand auf den Kolben drücken, Druckluft
(max. 4 bar) an eine Ölbohrung anlegen und
Kolben herausdrücken. Siehe Abbildung.
b) O-Ring vom Kolben abnehmen.
An- und Abtriebsscheibe
Achtung
Neue Antriebsscheiben vor dem Einbau
mindestens zwei Stunden in ATF-Flüssigkeit
legen.
1. Gleitflächen der An- und Abtriebsscheiben auf
Verschleiß oder Überhitzungsschäden prüfen. Ggf.
ersetzen.
Druckluft
AV2A42051
8. Kolben der Vorwärts-Kupplung ausbauen.
a) Von Hand auf den Kolben drücken, Druckluft
(max. 4 bar) an eine Ölbohrung anlegen und
Kolben herausdrücken. Siehe Abbildung.
b) O-Ring vom Kolben abnehmen.
AGX042B033
42-92 AUTOMATIKGETRIEBE
Kolben der Vorwärts- und der Direktkupplung
1. Durch Schütteln prüfen, ob die Verschlußkugel
freigängig ist.
2. Mit Druckluft prüfen, ob das Ventil dicht schließt.
3. Direktkupplung einbauen.
a) An- und Abtriebsscheiben einbauen (jeweils
vier).
Hinweis
Einbaureihenfolge
Abtriebsscheibe-Antriebsscheibe-AbtriebsscheibeAntriebsscheibe-Abtriebsscheibe-AntriebsscheibeAbtriebsscheibe-Antriebsscheibe.
BSX042184
Zusammenbau
1. Kolben der Vorwärts-Kupplung einbauen.
a) O-Ring mit ATF benetzen und auf den Kolben
aufsetzen.
b) Auf die Innenfläche der Trommel ATF auftragen.
c) Kolben in die Trommel einführen. Dabei O-Ring
nicht beschädigen.
2. Kolben der Direktkupplung einbauen.
a) O-Ring mit ATF benetzen und auf den Kolben
aufsetzen.
b) Auf die Innenfläche des Kolbens der VorwärtsKupplung ATF auftragen.
c) Kolben in den Kolben der Vorwärts-Kupplung
einführen.
d) Rückholfeder an den Kolben der Direktkupplung ansetzen.
b)
c)
Flansch einbauen (flache Seite nach oben).
Sprengring einsetzen.
4.
a)
Vorwärts-Kupplung einbauen.
An- und Abtriebsscheiben einbauen (jeweils
vier).
Hinweis
Einbaureihenfolge
Abtriebsscheibe-Antriebsscheibe-AbtriebsscheibeAntriebsscheibe-Abtriebsscheibe-AntriebsscheibeAbtriebsscheibe-Antriebsscheibe.
b)
c)
Flansch einbauen (flache Seite nach oben).
Sicherungsring einsetzen.
5. Öldichtring einbauen.
a) Auf O-Ring ATF auftragen
b) Ring spreizen und in die Nut einsetzen
Achtung
a) Ringenden nicht weiter als nötig spreizen.
b) Beschädigte Ringe ersetzen.
Achtung
Sicherstellen, daß die Öffnung des Sicherungsrings nicht zur Federhalterklaue ausgerichtet ist.
e)
Geeignetes Werkzeug an den Federhalter ansetzen und Federn mit einer Werkstattpresse
zusammendrücken. Sicherungsring in die
Wellennut einsetzen.
AV2A42052
AV2A42050
AUTOMATIKGETRIEBE 42-93
Prüfung
Direktkupplung
1. Eingangswelle in das Gehäuse hinten einbauen.
Meßuhr ansetzen (siehe Abbildung).
2. Druckluft (max. 4 bar) an eine Ölbohrung anlegen,
Kolbenhub messen und Funktion prüfen.
Kolbenhub:
1,52 - 1,89 mm
Druckluft
AV2A42053
Vorwärtskupplung
1. Eingangswelle in das Gehäuse hinten einbauen.
Meßuhr ansetzen (siehe Abbildung).
2. Druckluft (max. 4 bar) an eine Ölbohrung anlegen,
Kolbenhub messen und Funktion prüfen.
Kolbenhub:
1,52 - 1,89 mm
Druckluft
AV2A42053
42-94 AUTOMATIKGETRIEBE
Planetenräder und Sonnenrad
Zerlegung
1. Bauteile in der Reihenfolge gemäß Abbildung ausbauen.
AGX042B013
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
Sprengring
Flansch
Hohlrad hinten
Axiallager
Axiallagerring
Planetenräder
Axiallager
Sonnenrad
Axiallager
AUTOMATIKGETRIEBE 42-95
Prüfung
Planetenradbuchse
1. Innendurchmesser der Planetenradbuchse messen.
Spezifikation:
Innendurchmesser:
30,00 - 30,03 mm
30,07 mm
AV2A42054
Sonnenrad
1. Innendurchmesser der Sonnenradbuchse messen.
Innendurchmesser:
Maximum:
21,50 - 21,53 mm
21,57 mm
AV2A42055
Zusammenbau
In umgekehrter Reihenfolge einbauen.
42-96 AUTOMATIKGETRIEBE
Rückwärts-Bremse 1, vorderes Hohlrad und Freilaufkupplung #2
Zerlegung/Zusammenbau
1. Bauteile in der Reihenfolge gemäß Abbildung ausbauen.
2. In umgekehrter Reihenfolge einbauen.
O-Ring ersetzen
Motor
Abtriebssch.
Antriebssch.
KV6 Benzinmotor
5
5
J3 TCI Diesel
6
6
1. Axiallagerring
2. Sprengring
3. Flansch
4. Kolben der Rückwärts-Bremse
5. O-Ring
6. Rückholfeder
7. Sprengring
8. Flansch
9. Abtriebsscheibe
10. Antriebsscheibe
AGX042B014
11. Flansch
12. Sprengring
13. Axiallagerring
14. Axiallager
15. Innenring der Freilaufkupplung
16. Sprengring
17. Freilaufkupplung #2
18. Anlaufscheibe
19. Hohlrad vorn
AUTOMATIKGETRIEBE 42-97
Prüfung
1. Hohlrad außen halten. Prüfen, ob der Innenring
gegen den Uhrzeigersinn frei dreht und im Uhrzeigersinn sperrt.
AV2A42056
42-98 AUTOMATIKGETRIEBE
Niedriggang-Kupplung
Zerlegung
Ersetzen
Motor
Abtriebssch.
Antriebssch.
KV6 Benzinmotor
3
3
J3 TCI Diesel
4
4
AGX042B015
1.
2.
3.
4.
5.
6.
Freilaufkupplung
Sprengring
Axiallagerring
Sprengring
Flansch
Abtriebsscheibe
7.
8.
9.
10.
11.
12.
Antriebsscheibe
Sprengring
Rückholfeder
Kolben der Niedriggang-Kupplung
O-Ring
Niedriggang-Trommel
AUTOMATIKGETRIEBE 42-99
1. Sprengring ausbauen.
2. Flansch, An- und Abtriebsscheiben entnehmen.
3. Geeignetes Werkzeug an den Federhalter ansetzen
und Federn mit einer Werkstattpresse zusammendrücken. Sprengring ausbauen.
Prüfung
An- und Abtriebsscheiben
Achtung
Neue Antriebsscheiben vor dem Einbau
mindestens zwei Stunden in ATF-Flüssigkeit
legen.
1. Gleitflächen der An- und Abtriebsscheiben auf
Verschleiß oder Überhitzungsschäden prüfen.
Ggf. ersetzen.
Kolben der Niedriggang-Kupplung
1. Durch Schütteln prüfen, ob dieVerschlußkugel
freigängig ist.
2. Mit Druckluft prüfen, ob das Ventil dicht schließt.
AV2A42057
4. Rückholfeder ausbauen.
5. Niedriggang-Kolben ausbauen.
a) Niedriggang-Kupplungstrommel in das Getriebegehäuse einsetzen.
BSX042184
Kupplungstrommel
1. Buchse der Niedriggang-Kupplungstrommel
prüfen. Innendurchmesser messen.
NiedriggangKupplungstrommel
Innendurchmesser:
Maximum:
28,500 - 28,525 mm
28,57 mm
AV2A42058
b)
Von Hand auf den Kolben drücken, Druckluft
(max. 4 bar) an eine Ölbohrung anlegen und
den Kolben herausdrücken. Siehe Abbildung.
AV2A42060
AV2A42059
c)
O-Ringe vom Kolben abnehmen.
42-100 AUTOMATIKGETRIEBE
Zusammenbau
b)
1. Niedriggang-Kupplung einbauen.
a) O-Ring mit ATF benetzen und auf den Kolben
aufsetzen.
b) Auf die Innenfläche der Kupplungstrommel
ATF auftragen.
c) Kolben in die Trommel einführen. Dabei O-Ring
nicht beschädigen.
2. Rückholfeder an den Kolben der NiedriggangKupplung ansetzen.
3. Geeignetes Werkzeug an den Federhalter ansetzen
und Federn mit einer Werkstattpresse zusammendrücken. Sprengring in die Wellennut einsetzen.
Druckluft (max. 4 bar) an die Ölbohrung
(Rückseite) anlegen, Kolbenhub messen und
Funktion prüfen.
Kolbenhub:
1,52 - 1,89 mm
AV2A42059
AV2A42057
6. Funktion der Freilaufkupplung prüfen.
a) Freilaufkupplung in die NiedriggangKupplungstrommel einbauen.
b) Außenring halten. Prüfen, ob die NiedriggangKupplung gegen den Uhrzeigersinn frei dreht
und im Uhrzeigersinn sperrt.
4. Niedriggang-Kupplung einbauen.
a) An- und Abtriebsscheiben einbauen.
Hinweis
Einbaureihenfolge
Abtriebsscheibe-Antriebsscheibe-AbtriebsscheibeAntriebsscheibe-Abtriebsscheibe-AntriebsscheibeAbtriebsscheibe-Antriebsscheibe.
KV6 Benzinmotor
(Antriebsscheibe/Abtriebsscheibe): 3/3
J3 TCI Diesel
(Antriebsscheibe/Abtriebsscheibe): 4/4
b)
c)
Flansch einbauen (flache Seite nach oben).
Sprengring in die Nut einsetzen.
5. Niedriggang-Kupplungstrommel in das Getriebegehäuse einbauen. Meßuhr ansetzen (siehe Abbildung).
AV2A42152
AV2A42061
AUTOMATIKGETRIEBE 42-101
Niedriggang-Bremse
Zerlegung/Zusammenbau
1. Bauteile in der Reihenfolge gemäß Abbildung ausbauen.
2. In umgekehrter Reihenfolge einbauen.
Ersetzen
Niedriggang-Bremsband
Ersetzen
AGX042B016
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
Schraube
O-Ring
Sprengring
Abdeckung der Niedriggang-Bremse
Kolbensatz der Niedriggang-Bremse
O-Ring
Druckfeder
Prüfung
1. Freie Länge und Außendurchmesser der Federn messen.
Freie Länge und Außendurchmesser
Seite
Freie Länge
mm
Außendurchmesser
Innenseite
17,5
19,5
Außenseite
63,2
29,7
42-102 AUTOMATIKGETRIEBE
Vorgelege-Antriebsrad
Zerlegung
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
Sprengring
Sicherungsmutter
Schrägrollenlager
Rollenlagerring
Rollenlagerdistanzring
Schrägrollenlager
Vorgelege-Antriebsrad
AGX042B017
AUTOMATIKGETRIEBE 42-103
1. Außenring und Rollenlager ausbauen.
a) Vorgelege-Antriebsrad in einen Schraubstock
einspannen.
2. Vorderes Rollenlager ausbauen.
Achtung
Vorgelege-Antriebsrad nicht beschädigen.
a)
Rollenlager mit Meißel lösen.
AV2A42062
b)
Mutter mit geeignetem Werkzeug lösen.
AV2A42065
b)
Rollenlager mit SST (0K130 171 013) vom
Vorgelege-Antriebsrad abziehen.
AV2A42063
c)
Rollenlager hinten und Außenring mit SST
(0K130 171 013) abziehen.
AV2A42066
AV2A42064
d)
Rollenlagerdistanzring ausbauen.
42-104 AUTOMATIKGETRIEBE
Zusammenbau
e)
Sicherungsmutter mit Meißel verstemmen.
1. Vorderes Rollenlager einbauen.
a) Neues Rollenlager mit geeignetem Werkzeug
auf das Vorgelege-Antriebsrad pressen.
AV2A42068
AV2A42067
2. Neuen Distanzring auf das Vorgelege-Antriebsrad
aufsetzen.
3. Rollenlager-Außenring einbauen.
4. Hinteres Rollenlager einbauen.
a) Neues Rollenlager bis zu leichtem Kontakt mit
dem Distanzring einpressen.
b) Neue Mutter vorläufig festziehen.
c) Vorgelege-Antriebsrad in einen Schraubstock
einspannen
Hinweis
a) Vor dem Messen des Drehmoments das Lager
mehrmals in beide Richtungen drehen, bis es
ordnungsgemäß läuft.
b) Mehrfach messen und Durchschnittswert
berechnen.
c) Liegt der Durchschnittswert über der
Spezifikation, neuen Distanzring einbauen.
d)
Mutter anziehen, bis der Drehmomentwert zum
Drehen des Vorgelege-Antriebsrads erreicht
ist.
Drehmoment:
0,3-0,8 Nm
AV2A42153
AUTOMATIKGETRIEBE 42-105
Niedriggang-Planetenräder und Differentialantriebsrad
Zerlegung
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
AGX042B019
1. Axiallagerring
2. Axiallager
3. Niedriggang-Hohlrad
4. Sprengring
5. Mutter
6. Innenring
7. Differentialantriebsrad
8. Schrägrollenlager
9. Rollenlagerdistanzring
10. Vorgelege-Abtriebsrad
11. Sprengring
12. Schrägrollenlager
13. Abtriebsplanetenräder
42-106 AUTOMATIKGETRIEBE
1. Hohlrad hochziehen, dabei Sprengring mit
Sprengringzange ausbauen.
5. Innenring mit Hammer und Meißel ausbauen.
AV2A42072
AV2A42069
6. Sprengring ausbauen.
2. Sicherungsmutter lösen.
a) Differentialantriebsrad mit geeignetem Werkzeug in einen Schraubstock einspannen.
b) Mutter abdrehen.
AV2A42073
7. Rollenlagerdistanzring ausbauen.
8. Rollenlager hinten ausbauen.
AV2A42070
Achtung
Zahnrad nicht beschädigen.
3. Mit einer Presse Niedriggang-Planetenräder ausbauen.
4. Differentialantriebsrad, Lagerinnenring, Rollenlager
und Abtriebsrad ausbauen.
AV2A42071
a)
b)
Niedriggang-Planetenräder in einen Schraubstock einspannen.
Rollenlager mit Meißel ausbauen.
AV2A42074
AUTOMATIKGETRIEBE 42-107
c)
Rollenlager mit SST (0K130 171 013) von den
Niedriggang-Planetenrädern abpressen.
3. Äußere Lagerringe mit geeignetem Werkzeug in
das Vorgelege-Antriebsrad einpressen.
0K130 171 013
AV2A42075
Zusammenbau
Achtung
Lager bis zum Anschlag auf der Welle aufpressen
AV2A42077
4. Rollenlagerdistanzring einbauen.
5. Neues Lager mit geeignetem Werkzeug einpressen,
bis es die Niedriggang-Planetenräder leicht
berührt.
1. Neues Rollenlager mit geeignetem Werkzeug in die
Niedriggang-Eingangswelle einpressen.
AV2A42078
AV2A42076
6. Differentialantriebsrad mit geeignetem Werkzeug
einpressen, bis es die Niedriggang-Planetenräder
leicht berührt.
2. Sprengring in das Vorgelege-Antriebsrad einsetzen
AV2A42079
AV2A42073
42-108 AUTOMATIKGETRIEBE
7. Lagerinnenring mit geeignetem Werkzeug einpressen, bis er das Differentialantriebsrad leicht
berührt.
AV2A42082
11. Mutter mit Meißel verstemmen.
AV2A42080
8. Sicherungsmutter festziehen.
9. Differentialantriebsrad mit geeignetem Werkzeug in
einen Schraubstock einspannen.
AV2A42083
12. Werkzeug vom Differentialantriebsrad abnehmen.
AV2A42081
Hinweis
a) Vor dem Messen des Drehmoments das Lager
mehrmals in beide Richtungen drehen, bis es
gleichmäßig läuft.
b) Mehrfach messen und Durchschnittswert
berechnen.
c) Liegt der Durchschnittswert über der Spezifikation, neuen Lagerdistanzring einbauen.
Achtung
Beschädigten Sprengring ersetzen.
13. Niedriggang-Planetenräder einbauen.
a) Hohlrad niederdrücken, dabei Sprengring mit
Sprengringzange in Nut einsetzen.
10. Neue Mutter mit geeignetem Werkzeug anziehen,
bis spezifizierter Drehmomentwert erreicht ist.
Federwaage verwenden.
Drehmoment:
0,6-1,3 Nm
AV2A42069
AUTOMATIKGETRIEBE 42-109
Getriebegehäuse hinten und Druckspeicherkolben
Zerlegung
Ersetzen
AGX042B020
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
Axiallagerring
Dichtring
Druckspeicher der Vorwärts-Kupplung
Feder
Druckspeicherkolben der Vorwärts-Kupplung
O-Ring
Getriebegehäusedeckel hinten
42-110 AUTOMATIKGETRIEBE
Achtung
a) Öldichtringe nicht beschädigen.
b) Ringenden nicht weiter als nötig spreizen.
1. Drei Dichtringe aus dem hinteren Deckel ausbauen.
2. Druckspeicherkolben der Vorwärts-Kupplung
ausbauen.
a) Zwei Schrauben lösen und Druckspeicherdeckel abnehmen.
b) Feder herausziehen.
c) Druckspeicherkolben aus dem hinteren Deckel
ziehen.
d) O-Ring vom Kolben abnehmen.
Prüfung
Kolbenfeder
1. Freie Länge und Außendurchmesser messen.
Länge:
Außendurchmesser:
59,2 mm
20,7 mm
AN7042057
Zusammenbau
1. Druckspeicherkolben für Vorwärts-Kupplung
einbauen.
a) O-Ring mit ATF und auf den Kolben aufsetzen.
b) Auf die Oberfläche des Deckels hinten ATF
auftragen. Danach Kolben einführen.
c) Druckspeicherkolbenfeder einbauen.
2. Deckel des Kupplungsdruckspeichers anbauen.
a) Deckel aufsetzen und zwei Schrauben vorläufig
festziehen.
b) Zwei Schrauben festziehen.
Anzugsdrehmoment:
8-12 Nm
3. Öldichtring in die Kupplungstrommel einsetzen.
a) Auf drei Dichtringe ATF auftragen.
Achtung
a) Ringenden nicht weiter als nötig spreizen.
b) Beschädigte Dichtringe ersetzen.
b)
Öldichtringe in die Nuten einsetzen.
AUTOMATIKGETRIEBE 42-111
Differential
Zerlegung
Ersetzen
Ersetzen
AGX042B021
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
Getriebegehäuse vorne
Öldichtring
Scheibe
Lageraußenring
Schrägrollenlager
Tachometerantriebsrad
Differentialgehäuse
8. Sicherungsblech
9. Differentialtellerrad
10. Schrägrollenlager
11. Lageraußenring
12. Scheibe
13. Öldichtring
14. Getriebegehäuse hinten
42-112 AUTOMATIKGETRIEBE
1. Seitliches Lager (Tellerradseite) mit geeignetem
Werkzeug aus dem Differentialgehäuse ziehen.
AV2A42085
BSX042375
5. Verstemmten Teil des Sicherungsblechs lösen.
2. Seitlichen Lagerinnenring (gegenüberliegende
Seite) mit SST (0K130 171 013) aus dem Differentialgehäuse herausziehen.
0K130 171 013
AV2A42086
AS2A42119
3. Tachometerantriebsrad ausbauen.
4. Tellerrad und Differentialgehäuse markieren.
6. Acht Schrauben und vier Sicherungsbleche
abbauen.
7. Öldichtring aus dem vorderen Getriebegehäuse
ausbauen.
AV2A42087
AV2A42084
8. Öldichtring aus dem hinteren Getriebegehäuse
ausbauen.
AUTOMATIKGETRIEBE 42-113
9. Lageraußenring aus dem hinteren Getriebegehäuse
ausbauen.
2. Lageraußenring mit geeignetem Werkzeug in das
hintere Getriebegehäuse einbauen.
AV2A42088
AV2A42091
10. Lageraußenring aus dem vorderen Getriebegehäuse ausbauen.
3. Neue Sicherungsbleche einbauen.
Anzugsdrehmoment:
90-103 Nm
Hinweis
Eine Klaue bündig mit flacher Seite der Mutter verstemmen. Bei hervorstehender Mutternkante nur
zur Hälfte auf festgezogener Seite verstemmen.
a)
Sicherungsbleche verstemmen.
AV2A42089
Zusammenbau
1. Lageraußenring mit geeignetem Werkzeug in das
vordere Getriebegehäuse einbauen.
AV2A42085
AV2A42090
42-114 AUTOMATIKGETRIEBE
4. Tachometerantriebsrad einbauen.
5. Lager (Differentialgehäuseseite) mit geeignetem
Werkzeug in das Differentialgehäuse einpressen.
f)
Falls nicht i.O., Differentialgehäuse ausbauen
und mit neuer Vorspann-Distanzscheibe
wieder zusammenbauen.
Stärke der Vorspann-Distanzscheiben
1,00
1,20
1,36
1,48
1,60
1,80
1,05
1,25
1,39
1,51
1,65
1,85
1,10
1,30
1,42
1,54
1,70
1,90
mm
1,15
1,33
1,45
1,57
1,75
8. Öldichtring (Getriebegehäusenseite) mit geeignetem Werkzeug einbauen.
BSX042377
6. Lager (Tellerradseite) mit geeignetem Werkzeug in
das Differentialgehäuse einpressen.
7. Vorspannung der seitlichen Rollenlager einstellen.
a) Differentialgehäuse in das Getriebegehäuse
einbauen.
b) Beide Getriebegehäuse zusammenbauen.
c) Zuerst alle Schrauben leicht anziehen, dann
entsprechend Spezifikation festziehen.
Anzugsdrehmoment:
d)
e)
24-35 Nm
AV2A42093
Lager im Differentialgehäuse per Hand drehen.
Vorspannung des Differentialgehäuselagers
mit einem Drehmomentschlüssel messen.
Vorspannung (zu Beginn)
Neues Lager:
69-118 Nm
Gebrauchtes Lager:
35-59 Nm
AV2A42092
9. Öldichtring (Getriebeglockenseite) mit geeignetem
Werkzeug einbauen.
AUTOMATIKGETRIEBE 42-115
Steuerventilgehäuse
Zerlegung
Hinweis
a) Bei Arbeiten am Steuerventil besonders vorsichtig vorgehen. Es besteht aus sehr maßgenauen und
empfindlichen Teilen.
b) Ausgebaute Teile sorgfältig ablegen, um das Vertauschen ähnlicher Teile zu vermeiden.
c) Ausgebaute Teile mit Lösungsmittel reinigen und mit Druckluft trocknen. Alle Bohrungen und Kanäle mit
Druckluft reinigen
B
A
A
Dichtung ersetzen
B
Dichtung ersetzen
Dichtung ersetzen
C
D
D
C
Dichtung ersetzen
Dichtung ersetzen
AV2A42095
1. Magnetventil
2. Magnetventil
3. Magnetventil
4. Klammer
5. Lineares Magnetventil
6. Ansaugkanaldeckel
7. Ventilgehäuse vorn
8. Dichtung Ventilgehäuse #1vorn
9. Ventilplatte vorn
10. Dichtung Ventilgehäuse #2 vorn
11. Ventilgehäuse hinten
12. Dichtung Ventilgehäuse Mitte
13. Wählplatte
14. Dichtung Ventilgehäuse hinten
15. Ventilgehäuse Mitte
42-116 AUTOMATIKGETRIEBE
1. Ventilgehäuse vorn und Ventilgehäuse mitte
trennen.
a) Schrauben und zwei Kabelschellen ausbauen.
b) Drei Schrauben und drei Magnetventile
ausbauen.
e)
Fünf Schrauben des Ventilgehäuses vorn ausbauen, danach Ventilgehäuse vorn abheben.
AV2A42099
AV2A42096
c)
2. Ventilgehäuseplatte und Dichtungen trennen.
3. Vier Ölsiebe des mittleren Ventilgehäuses
ausbauen.
Schraube, Klammer und lineares Magnetventil
ausbauen.
AV2A42100
AV2A42097
d)
Sechs Schrauben des Ventilgehäuses hinten
ausbauen (siehe Abbildung).
AV2A42098
4. Ventilgehäuse hinten und Ventilgehäuse mitte
ausbauen.
a) Schraube von der Vorderseite und drei
Schrauben von der Rückseite lösen.
b) Platte und Dichtungen am Ventilgehäuse mitte
halten. Ventilgehäuse mitte mit Platte und
Dichtungen als Einheit abheben.
c) Platte und Dichtungen nach oben halten.
AUTOMATIKGETRIEBE 42-117
5. Nebenstromventil und Steuerventile ausbauen.
a) Ventilgehäuseplatte und Dichtungen trennen.
b) Nebenstromventil, Steuerventil, Federn und
sechs Verschlußkugeln aus dem mittleren
Ventilgehäuse ausbauen.
Prüfung
Schaltmagnetventil
1. Widerstand zwischen Klemme und Magnetventilgehäuse messen.
Widerstand
Schaltmagnetventil:
TCC-Magnetventil:
12-16 Ω
12-16 Ω
AV2A42102
c)
Steuerventil, Überdruckventil, Federn und drei
Verschlußkugeln aus dem hinteren Ventilgehäuse ausbauen.
AV2A42103
2. Batteriespannung an das Magnetventil anlegen.
Dabei auf Arbeitsgeräusche des Ventils achten.
Lineares Magnetventil
1. Widerstand zwischen Klemme und Gehäuse
messen.
Widerstand:
3,4-3,6 Ω
AV2A42101
AV2A42104
42-118 AUTOMATIKGETRIEBE
Zusammenbau
4. Vier Ölsiebe an das mittlere Ventilgehäuse
anbauen.
Hinweis
a) Vor dem Zusammenbau die Sauberkeit aller
Teile sicherstellen.
b) Auf alle Teile ATF auftragen.
c) Dichtungen oder O-Ringe nicht wiederverwenden.
1. Nebenstromventil, Steuerventil, Federn und sechs
Verschlußkugeln in das mittlere Ventilgehäuse
einbauen.
AV2A42100
AV2A42102
5. Ventilgehäuse vorn mit der Einheit Mitte/hinten
verbinden.
a) Neue Dichtung, Platte und neue Dichtung auf
das mittlere Ventilgehäuse auflegen.
b) Ventilgehäuse vorn, Dichtung und Platte oben
auf das mittlere Ventilgehäuse legen. Schraubenbohrungen in Ventilgehäusen, Dichtungen
und Platte ausrichten.
c) Fünf Schrauben im Ventilgehäuse vorn
vorläufig anziehen (siehe Abbildung).
2. Steuerventil, Überdruckventil, Federn und drei
Verschlußkugeln in das hintere Ventilgehäuse
einbauen.
AV2A42099
AV2A42101
d)
3. Ventilgehäuse hinten und Ventilgehäuse mitte
einbauen.
a) Neue Dichtung, Platte und neue Dichtung auf
das mittlere Ventilgehäuse auflegen.
Hinweis
Ventilgehäuse mitte, Dichtungen und Platte
zusammenhalten.
b)
c)
Ventilgehäuse mitte, Dichtungen und Platte oben
auf das Ventilgehäuse hinten legen. Schraubenbohrungen in Ventilgehäusen, Dichtungen und
Platte ausrichten.
Drei Schrauben im Ventilgehäuse hinten und
eine Schraube im Ventilgehäuse mitte vorläufig
anziehen.
Ventilgehäuse umdrehen und vier Schrauben
vorläufig anziehen.
AUTOMATIKGETRIEBE 42-119
6. Lineares Magnetventil in das Ventilgehäuse
einbauen.
7. Klammer in Nut des Magnetventils einsetzen,
Schraube festziehen.
Anzugsdrehmoment:
C
Anzugsdrehmoment:
E
6-7 Nm
6-7 Nm
C
E
E
C
E
AV2A42190
AV2A42097
D
C
B
Achtung
O-Ring nicht beschädigen.
E
C
8. Drei Magnetventile einbauen und Schrauben
vorläufig anziehen.
D
A
AV2A42191
10. Zwei Kabelschellen einbauen und Schrauben
festziehen.
Anzugsdrehmoment:
AV2A42096
9. Vierzehn Schrauben an Vorder- und Rückseite
schrittweise und gleichmäßig festziehen.
Hinweis
Schraubeneinbaupositionen
Schraubenart
Schraubenlänge
10
16
35
50
65
mm
6-7 Nm
42-120 AUTOMATIKGETRIEBE
Vorderes Ventilgehäuse
Zerlegung
Hinweis
a) Jedes Ventil muß unter Eigengewicht hinein und herausgleiten.
b) Andernfalls Ventil mit einem Draht herausdrücken oder Ventilgehäuse umdrehen und leicht mit einem
Kunststoffhammer dagegenschlagen.
c) Ist eine Ventilfläche oder Bohrung verkratzt oder beschädigt, Steuerventilgehäuse ersetzen.
d) Ventile oder Innenbauteile nicht fallenlassen oder verlieren.
e) Vor dem Zusammenbau die Sauberkeit aller Teile sicherstellen.
f) Auf alle Teile und Bohrungen ATF-Flüssigkeit auftragen.
g) Einbaurichtung der Ventile und Innenbauteile beachten.
h) Keine heruntergefallenen Teile wiederverwenden.
i) Vor dem Einführen eines Ventils das entsprechende Werkzeug mit Klebeband umwickeln.
1. Bauteile in der Reihenfolge gemäß Abbildung ausbauen.
AGX042B027
1.
2.
3.
4.
5.
Sperre
Verschluß
Druckfeder
Magnetventil
Vorderes Ventilgehäuse
AUTOMATIKGETRIEBE 42-121
Prüfung
Ventilfeder
1. Freie Länge und Außendurchmesser der Ventilfeder
messen.
Länge:
Außendurchmesser:
28,53 mm
8,0 mm
AV2A42104
Ventil und Halter
1. Auf Beschädigungen, Kratzer und Verschleiß prüfen.
Zusammenbau
1. Modulatormagnetventil und Feder in das vordere
Ventilgehäuse einbauen.
2. Sperre von Hand eindrücken. Halter einbauen.
42-122 AUTOMATIKGETRIEBE
Mittleres Ventilgehäuse
Zerlegung
1. Bauteile in der Reihenfolge gemäß Abbildung ausbauen.
29
30
31
28
32
27
23
22
26
24
25
21
33
AGX042B028
AUTOMATIKGETRIEBE 42-123
1. Ölsieb
2. Nebenstromventilfeder
3. Steuerventil mit Feder
4. Sperre
5. Verschluß
6. Feder
7. Freilaufzuschaltventil 2
8. Sperre
9. Verschluß
10. Feder
11. Sperrmodulatorventil
12. Handventilgestänge
13. Handventil
14. Sperre
15. Verschluß
16. Feder
17. Schaltventil 2-3
18. Sperre
19. Verschluß
20. Feder
21. Schaltventil 3-4
22. Sperre
Prüfung
Achtung
Bei der Messung der freien Länge keine Kraft
auf die Feder ausüben.
1. Freie Länge und Außendurchmesser der Feder
messen.
mm
Ventil
Primärsteuerventil
Schaltung 1-2
Schaltung 2-3
Schaltung 3-4
Sperrmodulatorventil
Freilaufzuschaltventil 2
Freie Länge Außendurchmesser
29,72
10,5
33,95
8,2
33,95
8,2
33,95
8,2
22,40
8,0
29,77
8,3
Zusammenbau
1. In umgekehrter Reihenfolge einbauen.
23. Verschluß
24. Feder
25. Schaltventil 1-2
26. Federklemme
27. Neutral-Steuerungsverschluß
28. Sperre
29. Verschluß
30. Schubstange
31. Feder
32. Primärsteuerventil
33. Mittleres Ventilgehäuse
42-124 AUTOMATIKGETRIEBE
Hinteres Ventilgehäuse
Zerlegung
1. Bauteile in der Reihenfolge gemäß Abbildung ausbauen.
35
36
37
34
38
32
33
30
31
26
27
39
28
29
24
25
23
22
21
AGX042B030
42-125 AUTOMATIKGETRIEBE
1. Verschlußkugel
2. Überdruckventil
3. Steuerventil
4. Feder
5. Sperre
6. Verschluß
7. Sekundärsteuerventil
8. Feder
9. Abdeckung #1 Ventilgehäuse
hinten
10. Feder
11. Druckspeicherventil B-2
12. Stellventil
13. Feder
14. Feder
15. Dichtring
16. Druckspeicherkolben B-2
17. Feder
18. Dichtring
19. Druckspeicherkolben C-2
20. Feder
21. Feder
22. Druckspeicherventil C-2
23. Abdeckung #2 Ventilgehäuse
hinten
24. Feder
25. Feder für Druckspeicherventil
C-3
26. Dichtring
27. Druckspeicherkolben C-3
Prüfung
Ventilfeder
Achtung
Bei der Messung der freien Länge keine Kraft
auf die Feder ausüben.
1. Freie Länge und Außendurchmesser der Federn
messen.
mm
Ventil
Freie Länge
Außendurchmesser
Sekundärsteuerventil
47,44
9,5
Stellventil
21,89
6,0
Druckspeicherventil B-2
32,77
7,0
Druckspeicherventil B-2
35,00
15,4
Druckspeicherventil B-2
13,50
11,8
Druckspeicherkolben C-2
37,00
10,3
Druckspeicherkolben C-2
48,00
15,4
Druckspeicherventil C-2
30,60
7,0
Sperrventil
64,94
9,6
Modulatorventil unten
24,37
7,2
Modulatorventil B-1
25,94
8,0
Druckspeicherkolben C-3
46,00
11,6
Druckspeicherventil C-3
30,67
7,0
Zusammenbau
1. In umgekehrter Reihenfolge einbauen.
28. Dichtring
29. Feder
30. Feder
31. Modulatorventil B-1
32. Feder
33. Modulatorventil unten
34. Sperre
35. Sperrventil-Druckbuchse
36. Sperrventil-Druckstift
37. Feder
38. Sperrventil
39. Ventilgehäuse hinten
AUTOMATIKGETRIEBE
AUTOMATIKGETRIEBE F4A51-2 *
Spezialwerkzeug
Automatikgetriebe .................................................................................... 42A-01
Technische Daten
Automatikgetriebe .................................................................................... 42A-06
Anzugsdrehmomente ............................................................................... 42A-07
Sprengringe und Einstellscheiben ............................................................ 42A-09
Fehlersuche
Automatikgetriebe
Fehlersuchtabelle ..................................................................................... 42A-12
Fehlercodebeschreibung .......................................................................... 42A-15
Fehlercode-Prüftabelle ............................................................................. 42A-17
Fehlersymptom-Prüftabelle ...................................................................... 42A-22
Beschreibung
Hydraulikkreislauf Automatikgetriebe ................................................. 42A-53
Schnittansicht ........................................................................................... 42A-59
Wartung am Fahrzeug
Automatikgetriebe
Grundprüfung ........................................................................................... 42A-60
Tabelle Hydraulikdruckprüfung ................................................................ 42A-68
Einstellverfahren ...................................................................................... 42A-74
42A
Zerlegung, Prüfung und Zusammenbau
Automatikgetriebe
Getriebe ................................................................................................... 42A-77
Schaltplatte ............................................................................................ 42A-101
Innere Schaltplatte ................................................................................. 42A-102
Äußere Schaltplatte ................................................................................ 42A-103
Kriechgang-Kupplung und Antriebswelle ............................................... 42A-104
Rückwärtsgang- und Overdrive-Kupplung ............................................. 42A-107
Ölpumpe ................................................................................................. 42A-110
Abtriebswelle .......................................................................................... 42A-111
Verteilergetriebe-Antriebsrad ................................................................. 42A-112
Ausgleichsgetriebe ................................................................................. 42A-114
Geschwindigkeitssensor ........................................................................ 42A-117
* Der Einsatz dieses Getriebes erfolgte ab VIN: KNEUP###Y6125562 (Carnival Benziner V6)
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-01
SPEZIALWERKZEUG
Automatikgetriebe
09200-38001
09453-24000
Motorstütze
Federspanner
Zum Aus- und Einbau des Getriebes.
Zum Aus- und Einbau des Sprengrings der KriechgangKupplung.
09452-21001
09452-21401
Adapter Öldruckmeßgerät
Führungsstift
Zum Messen des Öldrucks
(in Verbindung mit 09452-21500 und 09452-21002).
Zum Einbau der Ölpumpe
(in Verbindung mit 09452-21301).
09452-21002
09453-33100
Adapter Öldruckmeßgerät
Meßuhr-Erweiterung
Zum Messen des Öldrucks
(in Verbindung mit 09452-21500 und 09452-21001).
Zum Messen des Axialspiels der Bremsbänder.
09452-21500
09431-39000
Adapter Öldruckmeßgerät
Einbauwerkzeug
Zum Messen des Öldrucks
(in Verbindung mit 09452-21001 und 09452-21002).
Zum Einbau der Öldichtung des Ausgleichsgetriebes.
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-02 AUTOMATIKGETRIEBE
09432-33200
09455-33200
Ausbauwerkzeug
Einbauwerkzeug
Zum Ausbau der Getriebewellenlager.
Zum Einbau der Kugellager des Ausgleichsgetriebes
und der Kegelrollenlager der Abtriebswelle.
09432-33800
09453-21100
Einbauwerkzeug
Federspanner
1. Zum Ausbau der Kegelrollenlager der Getriebeabtriebswelle (in Verbindung mit 09433-21000).
2. Zum Einbau der Getriebewellenlager.
Zum Aus- und Einbau des Sprengrings der Kriechgang-/
Rückwärtsgangbremse (in Verbindung mit 09453-21000).
09433-21000
09455-21000
Ausbauwerkzeug
Abzieher
1. Zum Ausbau der Kegelrollenlager der Getriebeabtriebswelle (in Verbindung mit 09433-33800).
2. Zum Ausbau der Kugellager des Ausgleichsgetriebes.
Zum Abziehen des Kugellagers und des Ausgleichsgetriebe-Antriebsrads.
09500-11000
09455-21100
Griff
Einbauwerkzeug
Zum Einbau der Lageraußenringe des Ausgleichsgetriebes (in Verbindung mit 09532).
1. Zum Einbau Kugellagers und des Ausgleichsgetriebe-Antriebsrads.
2. Zum Einbau des Kegelrollenlagers des Ausgleichsgetriebe-Abtriebsrads.
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-03
09532-11500
09452-33100
Einbauwerkzeug
Ausbauwerkzeug
Zum Einbau des Lageraußenrings des Ausgleichsgetriebes (in Verbindung mit 09500-11000).
Zum Ausbau der Ölpumpe.
09453-21000
09452-21200
Federspanner
Einbauwerkzeug
Zum Aus- und Einbau des Sprengrings der Kriechgang-/
Rückwärtsgangbremse.
Zum Aus- und Einbau des Sprengrings der OverdriveKupplung (in Verbindung mit 09456-39000).
Zum Einbau der Ölpumpen-Öldichtung.
09456-39000
09456-39100A/B
Federspanner
Abstandsblindscheibe
zum Aus- und Einbau der Sprengringe der KriechgangBremse und der Overdrive-Kupplung.
Zum Messen des Axialspiels der Kriechgang-/2.Gang/Rückwärtsgangbremse.
09432-21701
09457-39000
Einbauwerkzeug
Stecknuß (41 mm)
Zum Einbau des Lageraußenrings der Abtriebswelle.
Zum Aus- und Einbau der Sicherungsmutter der
Abtriebswelle.
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-04 AUTOMATIKGETRIEBE
09456-39000
09455-39000
Aufsatz
Federspanner
Zum Einstellen des Reduktionsbremskolbens.
Zum Aus- und Einbau des Sprengrings der Direktkupplung.
09454-39100
09452-21500
Steckschlüssel
Öldruck-Meßgerät
Zum Einstellen des Reduktionsbremskolbens.
Zum Messen des Öldrucks
(in Verbindung mit 09452-21001 und 09452-21002).
09454-39200
09452-21001
Ring
Adapter
Zum Einstellen des Reduktionsbremskolbens.
Zum Messen des Öldrucks
(in Verbindung mit 09452-21500 und 09452-21002).
09456-39200
09452-21002
Distanzstück
Adapter
Zum Messen des Axialspiels der Kriechgang-/2.Gang/Rückwärtsgangbremse.
Zum Messen des Öldrucks
(in Verbindung mit 09452-21500 und 09452-21001).
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-05
09452-39000
Adapter
Zum Messen des Öldrucks
(in Verbindung mit 09452-21500 und 09452-21001 für
Direkt- und Reduktionskupplung).
Allgemeine Informationen
Das Automatikgetriebe F4A51-2 ist ein intelligentes Getriebe. Je nach Fahrstil ändert es automatisch die Schaltprogramme. Somit wird eine gegenüber herkömmlichen Automatikgetrieben deutliche Komfortsteigerung erreicht.
Der Schalter Power/Economy konnte auf diese Weise entfallen.
Die Kommunikation mit dem Motorsteuergerät und dem ECAT erfolgt im wesentlichen über den CAN*-Bus. Dabei
handelt es sich um eine digitale Schnittstelle (500 Kbit/sec), die daher mit werkstatttechnischen Mitteln meßtechnisch nicht geprüft werden kann.
ECAT-Eingangssignale via CAN:
Motordrehzahl, Drosselklappensignal, Klimaanlagensignal, Kühlmitteltemperatur, Angesaugte Luftmasse, Fahrzeuggeschwindigkeit, Schaltsperrsignal (Hold), Drehmoment
Ausgangssignale via CAN:
Anfragesignal Drehmomentreduzierung, ATF-Temperatur, TCM-Typ, TCMFehler oder kein TCM-Fehler, Dämpfungskupplung EIN / AUS, Wählhebelposition
* CAN: Controller Area Network
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-06 AUTOMATIKGETRIEBE
TECHNISCHE DATEN
Automatikgetriebe
Position
F4A51-2
Drehmomentwandler
dreiteiliger, einstufiger 2-Phasen-Typ
Getriebe
4 Vorwärtsgänge, 1 Rückwärtsgang
Motor
Übersetzungsverhältnis
KRV6 (2.497 ccm)
1. Gang
2,842
2. Gang
1,495
3. Gang
1,000
4. Gang
0,731
Rückwärtsgang
2,720
Achsübersetzung
Anzahl der Antriebs- und
Abtriebsscheiben
4,324
Kriechgang-Kupplung
4/4
Overdrive-Kupplung
4/4
Rückwärts-Kupplung
2/2
Niedriggang- und
6/6
Rückwärts-Bremse
Bremse 2
Automatikgetriebeflüssigkeit
Widerstand ATF-Sensor
Typ
4/4
ORIGINAL DIAMOND ATF SPII-M
Trockenfüllmenge*
ca. 8,5 Liter
Wechselintervalle
Normalbetrieb: 90.000 km / 6 Jahre
Unter erschwerten Bedingungen: 45.000 km / 3 Jahre
bei 0 °C
16,7 – 20,5 KΩ
bei 100 °C
0,57 – 0,69 KΩ
Widerstand Magnetventilspule
(DCC, LR, 2ND, UD, OD)
2,7 – 3,4 Ω (bei 20 °C ATF-Temperatur)
* Wechselfüllmenge entsprechend geringer
Einstellwerte
Vorspannung Abtriebswelle
Axialspiel Bremsreaktionsplatte
0,01 – 0,09 mm
0 – 0,16 mm
Axialspiel Niedriggang-/Rückwärtsbremse
1,35 – 1,81 mm
Axialspiel Bremse 2
0,79 – 1,25 mm
Axialspiel Kriechgang-Zentralrad
0,25 – 0,45 mm
Axialspiel Antriebswelle
0,70 – 1,45 mm
Vorspannung Ausgleichsgetriebe
0,045 – 0,105 mm
Axialspiel Kriechgang-Kupplung
1,65 – 1,85 mm
Axialspiel Rückholfeder Rückwärts- und Overdrive-Kupplung
0 – 0,09 mm
Axialspiel Overdrive-Kupplung
1,6 – 1,8 mm
Axialspiel Rückwärtskupplung
1,5 – 1,7 mm
Spiel zwischen Achswellenrad und Antriebsritzel
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
0,025 – 0,150 mm
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-07
Anzugsdrehmomente
Bauteil
Nm
Kabelstranghalterung
20 – 26
Schaltzughalterung
20 – 26
Hohlschraube
27 – 33
Ölkühler-Zufuhrleitung
10 – 12
Ölfilter
11 – 13
Drehzahlsensor Antriebswelle
10 – 12
Drehzahlsensor Abtriebswelle
10 – 12
Wählhebel
18 – 25
Wählhebelpositionsschalter
10 – 12
Geschwindigkeitssensor
4–6
Schaltplattendeckel
8 – 10
Schaltplatten-Befestigungsschrauben
10 – 12
ATF-Temperatursensor
10 – 12
Steuerwellenklinke
5–7
Hinterer Deckel
20 – 26
Drehmomentwandlergehäuse
42 – 54
Ölpumpe
20 – 26
Verteilerantriebsrad
16 – 22
Abtriebswellen-Sicherungsmutter
160 – 180
Abtriebswellen-Lagerklinke
20 – 26
Öleinfüllschraube
29 – 34
Ölablaßschraube
29 – 34
Sicherungsmutter Verteilerantriebsrad
180 – 210
Ausgleichsgetriebeantriebsrad
130 – 140
Schaltplatte
10 – 12
Magnetventilhalterung
5–7
Platte
5–7
Druckprüfstopfen
8 – 10
Schrauben Halterung vorderer Rollstopper an Hilfsrahmen
60 – 80
Schraube und Mutter für Isolierkörper des vorderen Rollstoppers
50 – 65
Schrauben vordere Rollstopperhalterung an Getriebe
60 – 80
Schrauben hintere Rollstopperhalterung an Hilfsrahmen
50 – 65
Schraube und Mutter für Isolierkörper des hintereren Rollstoppers
50 – 65
Schrauben hintere Rollstopperhalterung an Getriebe
60 – 80
Mutter Getriebehilfshalterung
60 – 80
Schrauben Getriebehalterung
60 – 80
Schraube für Isolierkörper der Getriebehalterung
90 – 110
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-08 AUTOMATIKGETRIEBE
Schmiermittel
Position
Spezifiziertes Schmiermittel
Getriebeflüssigkeit
ORIGINAL DIAMOND ATF
SP-LL M
Menge
Trockenfüllmenge: ca. 8,9 Liter
Wechselmenge: ca. 5,0 Liter
Dichtmittel
Position
Spezifiziertes Dichtmittel
Hinterer Deckel
Hyundai TB1281B oder gleichwertiges Dichtmittel
Drehmomentwandlergehäuse
Hyundai TB1281B oder gleichwertiges Dichtmittel
Schaltplattendeckel
Hyundai TB1281B oder gleichwertiges Dichtmittel
Codierung der Getriebenummer (Automatikgetriebe)
S Y
O BD 0
1
3
2
4
1. Modell
N: F4A42-2
2. Modelljahr
Y-2000
3. Endübersetzung
Q – 4,407 (F4A42-12)
M – 3,735 (F4A51-2)
N – 4,018 (F4A51-2)
O – 4,324 (F4A51-2)
4. Unterteilung
AD: 2,4 Liter-Motor
5. Frei
6. Seriennummer
000001
5
6
S: F4A51-2
X-1999
1-2001
BD: 2,0/2,5 Liter-Motor
KFW9009T
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-09
Sprengringe und Einstellscheiben
Bauteil
Stärke (mm)
Markierung
Anlaufscheibe
(Zum Einstellen des Spiels der Antriebswelle)
1,8
2,0
2,2
2,4
2,6
2,8
18
20
22
24
26
28
Sprengring
(Zum Einstellen des Axialspiels der Kriechgang- und der
Overdrive-Kupplung)
1,6
1,7
1,8
1,9
2,0
2,1
2,2
2,3
2,4
2,5
2,6
2,7
2,8
2,9
3,0
Braun
Keine
Blau
Braun
Keine
Blau
Braun
Keine
Blau
Braun
Keine
Blau
Braun
Keine
Blau
Sprengring
(Zum Einstellen des Axialspiels der Bremsreaktionsplatte für
Niedrig-/Rückwärtsgang und 2. Gang)
2,2
2,3
2,4
2,5
Keine
Blau
Braun
Keine
Anlaufscheibe
(Zum Einstellen des Axialspiels der Bremse für Niedrig/Rückwärtsgang und 2. Gang)
1,6
1,8
2,0
2,2
2,4
2,6
2,8
3,0
F
E
D
C
B
A
O
I
Sprengring
(Zum Einstellen des Axialspiels der Rückwärtskupplung)
1,9
2,0
2,1
2,2
2,3
2,4
2,5
2,6
2,7
2,8
Keine
Blau
Braun
Keine
Blau
Braun
Keine
Blau
Braun
Keine
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-10 AUTOMATIKGETRIEBE
Bauteil
Stärke (mm)
Markierung
Sprengring
(Zum Einstellen des Spiels der Federauflagen der
Rückwärts-/Overdrive-Kupplung)
1,48
1,53
1,58
1,63
Braun
Keine
Blau
Braun
Anlaufscheibe
(Zum Einstellen des Axialspiels des Kriechgang-Zentralrads)
1,6
1,7
1,8
1,9
2,0
2,1
2,2
2,3
2,4
2,5
2,6
-
Distanzscheibe
(Zum Einstellen der Vorspannung der Abtriebswelle)
1,88
1,92
1,96
2,00
2,04
2,08
2,12
2,16
2,20
2,24
2,28
2,32
2,36
2,40
2,44
2,48
2,52
2,56
2,60
2,64
2,68
2,72
2,76
88
92
96
00
04
08
12
16
20
24
28
32
36
40
44
48
52
56
60
64
68
72
76
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-11
Bauteil
Distanzscheibe
(Zum Einstellen der Vorspannung des Ausgleichsgetriebegehäuses)
Distanzscheibe
(Zum Einstellen des Spiels zwischen Achswellenrad und
Antriebsritzel)
Stärke (mm)
Markierung
0,71
0,74
0,77
0,80
0,83
0,86
0,89
0,92
0,95
0,98
1,01
1,04
1,07
1,10
1,13
1,16
1,19
1,22
1,25
1,28
1,31
1,34
1,37
71
74
77
80
83
86
89
92
95
98
01
04
07
J
D
K
L
G
M
N
E
O
P
0,75 – 0,82
0,83 – 0,92
0,93 – 1,00
1,01 – 1,08
1,09 – 1,16
-
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-12 AUTOMATIKGETRIEBE
FEHLERSUCHE
Automatikgetriebe
Fehlersuchtabelle
Kundeninformationen einholen
Beanstandung überprüfen
Datenaustausch mit
Diagnosegerät nicht möglich
Fehlercode auslesen
Ausgelesener Code abnormal
Prüfverfahren Nr. 1 in der Prüftabelle für
Fehlersymptome
Ausgelesener Code normal
Fehlercode löschen
Grundeinstellung
Fehlfunktion vorhanden (kein Fehlercode)
Probefahrt
Keine Fehlfunktion
Vor der Probefahrt aufgetretene
Fehlercodes erneut prüfen
Ausgelesener Code
abnormal
Zur Fehlercode-Prüftabelle
Ausgelesener Code normal
Zur Prüftabelle für
Fehlersymptome
Ursache ermitteln
Ermittelt
Instandsetzen
Probefahrt zur
Bestätigung
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
Nicht ermittelt
nicht i.O.
Vorübergehende Fehlfunktion
OK
Ende
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-13
Diagnosefunktion
1. Diagnosegerät an den Diagnosestecker anschließen.
2. Fehlercodes auslesen und Maßnahmen gemäß
„Fehlercodebeschreibung“ auf der folgenden Seite
ergreifen.
•
•
Kein Impuls vom Drehzahlsensor der Abtriebswelle
Kein Impuls vom Geschwindigkeitssensor
Hinweis:
• Fehlercodes in der Reihenfolge ihres Auftretens gespeichert werden.
• Fehlercodes können jeweils nur einmal gespeichert werden.
• Wenn die Anzahl der zu speichernden Fehlercodes größer als 8 ist, werden die bereits gespeicherten Fehlercodes nacheinander gelöscht (beginnend mit dem ältesten Fehlercode).
• Batterie während des Auslesens der Fehlercodes nicht abklemmen, da andernfalls alle
vorhandenen Fehlercodes gelöscht werden.
3. Wenn der Notlaufmodus aktiviert wurde und sich
das Getriebe dauerhaft in Fahrstufe 3 befindet, wird
der Fehlercode der Notlaufcode-Beschreibung im
RAM gespeichert.
Es können bis zu drei dieser Fehlercodes gespeichert werden.
4. Der Abbruch erfolgt, wenn der Zündschalter bei
eingelegter Fahrstufe 3 in die Stellung OFF (AUS)
gebracht wird. Der Fehlercode wird trotzdem im
RAM gespeichert.
5. Speicherung
• Es können bis zu 8 Fehlercodes und 3 Notlaufpunkte gespeichert werden.
• Wenn der erforderliche Speicherplatz überschritten wird, werden bereits gespeicherte
Codes beginnend mit dem ältesten Code überschrieben.
• Ein Code kann nicht mehrmals gespeichert
werden.
6. Fehlercodes löschen
a) Automatische Löschung
Wenn die ATF-Temperatur zum 200. Mal nach
dem Speichern des jüngsten Fehlercodes 50 °C
erreicht, werden alle Fehlercodes aus dem
Speicher gelöscht.
b) Manuelle Löschung
Gespeicherte Fehlercodes können mit dem
Diagnosegerät gelöscht werden. Dazu müssen
folgende Bedingungen gegeben sein.
• Zündung EIN
• Kein Impuls vom Kurbelwinkelsensor
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-14 AUTOMATIKGETRIEBE
Störungsanzeigeleuchte (MIL) und Fehlercodes
OBD-II
Nr.
1
Fehler
ATFTemperatursensor
Ursache
Unterbrechung oder Kurzschluß an B+
Fehlercode
Notlaufmodus
O
0713
-
O
0712
-
Fehlercode *1
MIL
0710
Kurzschluß an Masse
2
Eingangsdrehzahl
(PG A)
Unterbrechung oder Kurzschluß
(Masse, B+)
0715
O
0715
O
3
Ausgangsdrehzahl
(PG B)
Unterbrechung oder Kurzschluß
(Masse, B+)
0720
O
0720
O
4
Bremsschalter
Unterbrechung oder Kurzschluß an B+
-
-
0703
-
5
LR (DIR)
Magnetventil
Unterbrechung oder Kurzschluß
an Masse
0750
O
0750
O
6
KriechgangMagnetventil
Unterbrechung oder Kurzschluß
an Masse
0755
O
0755
O
7
Magnetventil
2. Gang
Unterbrechung oder Kurzschluß
an Masse
0760
O
0760
O
8
OverdriveMagnetventil
Unterbrechung oder Kurzschluß
an Masse
0765
O
0765
O
9
DCC-Magnetventil
Unterbrechung oder Kurzschluß
an Masse
0740
O
0743
O
10
Sperrschalter
Unterbrechung oder Kurzschluß
an Masse
0705
O
0707
-
O
0708
-
O
0731
O
O
0732
O
O
0733
O
O
0734
O
Kurzschluß an B+ oder
Schalterkurzschluß
11
Steuerung 1. Gang
1. Gang nicht i.O.
0750
Bemerkung
0755
12
Steuerung 2. Gang
2. Gang nicht i.O.
0755
0760
13
Steuerung 3. Gang
3. Gang nicht i.O.
0755
0765
14
Steuerung 4. Gang
4. Gang nicht i.O.
0760
0765
15
Steuerung
Rückwärtsgang
Rückwärtsgang nicht i.O.
0750
O
0736
O
16
Dämpfungskupplung
System nicht i.O. oder klemmt
0740
O
0740
-
17
A/T-Steuerrelais
Unterbrechung oder Kurzschluß
an Masse
1723
O
1723
O
18
CAN-BUS AUS
ECAT-Fehlfunktion oder
Unterbrechung / Kurzschluß
-
*3-
1630
-
19
CAN-Laufzeitüberschreitung PCM
PCM-Fehlfunktion oder
Unterbrechung / Kurzschluß
-
O
1631
-
20
ECAT CAN MICOM Fehlfunktion
CAN MI-COM Stromkreis
-
*3-
1764
-
21
Geschwindigkeitssensor
Unterbrechung oder Kurzschluß
(Masse, B+)
0500
O
0500
-
*1) : ECAT übermittelt im Prüfmodus 03 nur die OBD-II-Fehlercodes an das Diagnosegerät.
*2) : ECAT übermittelt im Prüfmodus 13 alle gespeicherten Fehlercodes.
*3) : Bei einem Fehler der CAN-Datenleitung schaltet das CAN-Steuergerät die Kontrolleuchte CHECK ENG ein.
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-15
Fehlercodebeschreibung
Fehlercode
Diagnosepunkt
P0713
ATF-Temperatursensor
P0712
Ursache
Stromkreisunterbrechung
Drehzahl ≥ 2.000 1/min & NO ≥ 1.000 1/min für 1s
Ausgangssignal des ATF-Temperatursensors für
mindestens 1s größer als 4,57 V (ATFTemperatur steigt nicht).
Kurzschluß
Ausgangssignal für 1 s kleiner als 0,49 V.
P0715
Antriebsdrehzahlsensor
Stromkreisunterbrechung
Für eine Dauer von mindestens 1 s bei 30 km/h
kein Ausgangssignal des Antriebswellen-Drehzahlsensors ermittelt.
P0720
Abtriebsdrehzahlsensor
Stromkreisunterbrechung
Für eine Dauer von mindestens 1 s bei einer
Geschwindigkeit von mindestens 30 km/h ein
Ausgangssignal des Abtriebswellen-Drehzahlsensors ermittelt, das kleiner als 50% des Ausgangssignals des Geschwindigkeitssensors ist.
P0703
Bremslichtschalter
Stromkreisunterbrechung
Bremslichtschalter bei 6 km/h dauerhaft (5 Min.)
in Stellung AN.
P0750
Niedriggang-/Rückwärts(DIR) Magnetventil
Stromkreisunterbrechung /
Kurzschluß an Masse
Dauerhafter Kurzschluß oder Stromkreisunterbrechung (5 Min.) bei einer Relaisspannung von
mindestens 10 V.
P0755
Kriechgang-Magnetventil
Kurzschluß /
Stromkreisunterbrechung
P0760
2 Magnetventil
Kurzschluß /
Stromkreisunterbrechung
P0765
Overdrive-Magnetventil
Kurzschluß /
Stromkreisunterbrechung
P0743
DämpfungskupplungMagnetventil
Kurzschluß /
Stromkreisunterbrechung
P0731
Fahrstufenwechsel
unvollständig
1. Gang
P0732
2. Gang
P0733
3. Gang
P0734
4. Gang
P0736
Rückwärtsgang
Nach dem Fahrstufenwechsel entspricht das
Produkt aus dem Ausgangssignal des Abtriebswellen-Drehzahlsensors und dem Übersetzungsverhältnis der gewählten Fahrstufe dem Ausgangssignal des Geschwindigkeitssensors.
P0740
DämpfungskupplungMagnetventil
Fehlfunktion / hängt fest
Tastverhältnis des DCC-Magnetventils beträgt
100% für eine Dauer von 4 s.
P1723
A/T-Steuerrelais
Stromkreisunterbrechung /
Kurzschluß an Masse
Nach dem Einschalten der Zündung beträgt die
Spannung des A/T-Steuerrelais‘ maximal 7 V.
P0707
Wählhebelpositionsschalter
Stromkreisunterbrechung
Für eine Dauer von mindestens 30 s kein Signal.
Kurzschluß an B+ oder
Schalter kurzgeschlossen
Obige 2 Signale für eine Dauer von mindestens
30 s vorhanden.
P0708
P1630
CAN-BUS AUS
ECAT-Fehlfunktion / Kurzschluß / Stromkreisunterbrechung
Erhalt der BUS-OFF Meldung von CAN-Steuergerät.
P1631
CAN-Laufzeitüberschreitung
PCM
PCM-Fehlfunktion / Kurzschluß / Stromkreisunterbrechung
Kein Ausgangssignal für eine Dauer von 1,5 s.
P1764
CAN-STEUERSTROMKREIS
Stromkreisfehler
Datenaustauschfehler für die Dauer von
mindestens 1 s.
P0500
Geschwindigkeitssensor
Unterbrechung oder
Kurzschluß (Masse, B+)
Für die Dauer von 30 s kein Ausgangssignal bei
einer Geschwindigkeit von mindestens 30 km/h
PCM
BLOCK
CAN-BUS
DIAGNOSE
STECKER
BREMSLICHTSCHALTER
HALTESCHALTER
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
SPERRSCHALTER
GESCHWINDIGKEITSSENSOR
MASSE
ABTRIEBSWELLENDREHZAHLSENSOR
RÜCKFAHRLICHT
ANLASSER
MAGNETVENTIL
DIAGNOSESTECKER
ATF-SENSOR
ZÜNDSCHALTER
ANTRIEBSA/TWELLENDREHZAHL- STEUERRELAIS
SENSOR
ECAT
ECATKABELSTECKER
42A-16 AUTOMATIKGETRIEBE
Stromlaufplan
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-17
Fehlercode-Prüftabelle
Fehlercode
Diagnosepunkt
Ursache
P0713
P0712
ATF-Temperatursensor
Wenn die Ausgangsspannung des ATF-Temperatursensors nach einer Fahrtzeit von 10 Minuten
mindestens 4,57 V beträgt, erkennt das System
eine Stromkreisunterbrechung im ATF-Temperatursensor.
Stromkreisunterbrechung
Fehlfunktion ATF-Temperatursensor
Fehlfunktion Kabelstecker
Fehlfunktion ECAT
P0715
Antriebswellen-Drehzahlsensor
Wenn in Fahrstufe 3 oder 4 bei einer Geschwindigkeit von mindestens 30 km/h für die Dauer von
mindestens 1 Sekunde kein Ausgangssignal des
Antriebswellen-Drehzahlsensor ermittelt wird, erkennt das System einen Kurzschluß oder eine
Stromkreisunterbrechung im Antriebswellen-Drehzahlsensor und der Fehlercode P0715 wird gesetzt. Wenn der Fehlercode P0715 viermal gesetzt wurde, bleibt das Getriebe in Fahrstufe 3
(Wählhebelstellung D) oder 2 (Wählhebelstellung
2 oder L) (Notlaufmodus).
Stromkreisunterbrechung
Fehlfunktion Antriebswellen-Drehzahlmesser
Fehlfunktion Kriechgangkupplungsklinke
Fehlfunktion Kabelstecker
Fehlfunktion ECAT
P0720
Abtriebswellen-Drehzahlsensor
Wenn das Ausgangssignal des AbtriebswellenDrehzahlsensors in Fahrstufe 3 oder 4 bei einer
Geschwindigkeit von mindestens 30 km/h maximal 50% des Werts des Geschwindigkeitssensors
ergibt, erkennt das System einen Kurzschluß oder
eine Stromkreisunterbrechung im AbtriebswellenDrehzahlsensor und der Fehlercode P0720 wird
gesetzt. Wenn der Fehlercode P0720 viermal gesetzt wurde, bleibt das Getriebe in Fahrstufe 3
(Wählhebelstellung D) oder 2 (Wählhebelstellung
2 oder L) (Notlaufmodus).
Kurzschluß /
Stromkreisunterbrechung
Fehlfunktion Vollgasschalter
Fehlfunktion Kabelstecker
Fehlfunktion ECAT
Fehlfunktion Magnetventil
P1703
Bremslichtschalter
Wenn der Bremslichtschalter während der Fahrt
mindestens 5 Minuten in der Stellung „AN” bleibt,
erkennt das System einen Kurzschluß im Bremslichtschalter und der Fehlercode 1703 wird
gesetzt.
Kurzschluß /
Stromkreisunterbrechung
Fehlfunktion Bremslichtschalter
Fehlfunktion Kabelstecker
Fehlfunktion ECAT
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-18 AUTOMATIKGETRIEBE
Fehlercode
Diagnosepunkt
Ursache
P0750
Niedrig- und Rückwärtsgang-Magnetventil
Kurzschluß /
Stromkreisunterbrechung
P0755
Kriechgang-Magnetventil
Kurzschluß /
Stromkreisunterbrechung
P0760
2 Magnetventil
Kurzschluß /
Stromkreisunterbrechung
P0765
Overdrive-Magnetventil
Wenn der Widerstandswert eines Magnetventils
zu gering oder zu hoch ist, erkennt das System
einen Kurzschluß oder eine Stromkreisunterbrechung im Magnetventil und der entsprechende
Fehlercode wird gesetzt. Das Getriebe bleibt in
Fahrstufe 3 (Notlaufmodus).
Kurzschluß /
Stromkreisunterbrechung
P0743
Dämpfungskupplungs-Magnetventil
Kurzschluß /
Stromkreisunterbrechung
P0740
Dämpfungskupplungs-Magnetventil
Wenn der Widerstandswert des Drehmomentwandler-Magnetventils zu gering ist, erkennt das
System einen Kurzschluß oder eine Stromkreisunterbrechung im Drehmomentwandler-Magnetventil und der Fehlercode P0743 wird gesetzt.
Wenn das Tastverhältnis für das Drehmomentwandler-Magnetventil für die Dauer von mindestens 4 Sekunden 100% beträgt, erkennt das
System eine Fehlfunktion der Drehmomentwandler-Steuerung und der Fehlercode P0740
wird gesetzt. Wenn der Fehlercode P0743 gesetzt
wird, bleibt das Getriebe in der Fahrstufe 3
(Notlaufmodus).
SystemFehlfunktion
P0731
Übersetzungsverhältnis der Fahrstufe 1 entspricht nicht der
Spezifikation
Wenn nach dem Schalten in Fahrstufe 1 das Produkt aus dem Ausgangssignal des Abtriebswellen-Drehzahlsensors und dem Übersetzungsverhältnis der Fahrstufe 1 dem Ausgangssignal des Antriebswellen-Drehzahlsensors nicht entspricht, wird der Fehlercode P0731
gesetzt. Wenn der Fehlercode P0731 viermal gesetzt wurde, bleibt das
Getriebe in Fahrstufe 3 (Notlaufmodus).
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
Fehlfunktion Magnetventil
Fehlfunktion Kabelstecker
Fehlfunktion ECAT
Fehlfunktion DrehmomentwandlerMagnetventil
Fehlfunktion Kabelstecker
Fehlfunktion ECAT
Fehlfunktion Antriebswellen-Drehzahlsensor
Fehlfunktion Abtriebswellen-Drehzahlsensor
Fehlfunktion Kriechgang-Kupplungsklinke
Fehlfunktion Verteilergetriebe-Abtriebsrad oder –Antriebsrad
Fehlfunktion Niedriggang-/Rückwärtsgangbremse
Fehlfunktion Kriechgangkupplung
Geräuschentwicklung
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-19
Fehlercode
Diagnosepunkt
Mögliche Ursache
P0732
Übersetzungsverhältnis der Fahrstufe 2 entspricht nicht der
Spezifikation
Wenn nach dem Schalten in Fahrstufe 2 das Produkt aus dem Ausgangssignal des Abtriebswellen-Drehzahlsensors und dem Übersetzungsverhältnis der Fahrstufe 2 dem Ausgangssignal des Antriebswellen-Drehzahlsensors nicht entspricht, wird der Fehlercode P0732
gesetzt. Wenn der Fehlercode P0732 viermal gesetzt wurde, bleibt das
Getriebe in Fahrstufe 3 (Notlaufmodus).
Fehlfunktion Antriebswellen-Drehzahlsensor
Fehlfunktion Abtriebswellen-Drehzahlsensor
Fehlfunktion Kriechgang-Kupplungsklinke
Fehlfunktion Verteilerabtriebsrad oder
–Antriebsrad
Fehlfunktion Kriechgangkupplun
Fehlfunktion Overdrive-Kupplung
Geräuschentwicklung
P0733
Übersetzungsverhältnis der Fahrstufe 3 entspricht nicht der
Spezifikation
Wenn nach dem Schalten in Fahrstufe 3 das Produkt aus dem Ausgangssignal des Abtriebswellen-Drehzahlsensors und dem Übersetzungsverhältnis der Fahrstufe 3 dem Ausgangssignal des Antriebswellen-Drehzahlsensors nicht entspricht, wird der Fehlercode P0733
gesetzt. Wenn der Fehlercode P0733 viermal gesetzt wurde, bleibt das
Getriebe in Fahrstufe 3 (Notlaufmodus).
Fehlfunktion Antriebswellen-Drehzahlsensor
Fehlfunktion Abtriebswellen-Drehzahlsensor
Fehlfunktion Kriechgang-Kupplungsklinke
Fehlfunktion Verteilerabtriebsrad oder
–Antriebsrad
Fehlfunktion 2-Bremse
Fehlfunktion Overdrive-Kupplung
Geräuschentwicklung
P0734
Übersetzungsverhältnis der Fahrstufe 4 entspricht nicht der
Spezifikation
Wenn nach dem Schalten in Fahrstufe 4 das Produkt aus dem Ausgangssignal des Abtriebswellen-Drehzahlsensors und dem Übersetzungsverhältnis der Fahrstufe 4 dem Ausgangssignal des Antriebswellen-Drehzahlsensors nicht entspricht, wird der Fehlercode P0734
gesetzt. Wenn der Fehlercode P0734 viermal gesetzt wurde, bleibt das
Getriebe in Fahrstufe 3 (Notlaufmodus).
Fehlfunktion Antriebswellen-Drehzahlsensor
Fehlfunktion Abtriebswellen-Drehzahlsensor
Fehlfunktion Kriechgang-Kupplungsklinke
Fehlfunktion Verteilerabtriebsrad oder
–Antriebsrad
Fehlfunktion Niedrig- oder Rückwärtsgangsystem
Geräuschentwicklung
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-20 AUTOMATIKGETRIEBE
Fehlercode
Diagnosepunkt
Mögliche Ursache
P0736
Übersetzungsverhältnis der Fahrstufe Rückwärtsgang entspricht
nicht der Spezifikation
Wenn nach dem Schalten in die Fahrstufe Rückwärtsgang das Produkt
aus dem Ausgangssignal des Abtriebswellen-Drehzahlsensors und dem
Übersetzungsverhältnis der Fahrstufe Rückwärtsgang dem Ausgangssignal des Antriebswellen-Drehzahlsensors nicht entspricht, wird der
Fehlercode P0736 gesetzt. Wenn der Fehlercode P0736 viermal gesetzt
wurde, bleibt das Getriebe in Fahrstufe 3 (Notlaufmodus).
Fehlfunktion Antriebswellen-Drehzahlsensor
Fehlfunktion Abtriebswellen-Drehzahlsensor
Fehlfunktion Kriechgang-Kupplungsklinke
Fehlfunktion Verteilerabtriebsrad oder
–Antriebsrad
Fehlfunktion Niedrig-/Rückwärtsgangbremse
Fehlfunktion Rückwärtsgang-Kupplung
Geräuschentwicklung
P1723
A/T-Steuerrelais
Wenn die Spannung des A/T-Steuerrelais‘ nach
dem Einschalten der Zündung weniger als 7 V
beträgt, erkennt das System eine Stromkreisunterbrechung oder einen Kurzschluß des Relais
an Masse und der Fehlercode P1723 wird gesetzt. Das Getriebe bleibt in der Fahrstufe 3
(Notlaufmodus).
Fehlfunktion Wählhebelpositionsschalter
P0707
Wählhebelpositionsschalter
Kein Signal für mindestens 30s
Die beiden obigen Signale dauern mindestens 30s an
P0708
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
Kurzschluß an
Masse /
Stromkreisunterbrechung
Fehlfunktion Wählhebelpositionsschalter
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-21
Fehlercode
Diagnosepunkt
Mögliche Ursache
P1630
CAN-BUS AUS
• Nr. 3 „Geschwindigkeit halten” fehlerhaft
• Kein Antriebsdrehzahlsignal, B fehlerhaft
• Batteriespannung für mehr als 0,5 s größer als 10 V
• Kein Motor AUS
• Erhalt der Information BUS OFF vom CAN CONTROLLER
• ECAT Fehlfunktion
• ECAT-seitiger Kurzschluß oder
Stromkreisunterbrechung
P1631
CAN-TIME OUT PCM
• Nr. 3 „Geschwindigkeit halten” fehlerhaft
• Kein Antriebsdrehzahlsignal, B fehlerhaft
• Batteriespannung für mehr als 0,5 s größer als 10 V
• Kein Motor AUS
• Kein Ausgangssignal für 1,5 s
• ECAT Fehlfunktion
• ECAT-seitiger Kurzschluß oder
Stromkreisunterbrechung
P1764
Fehlfunktion PCM CAN-STEUERGERÄT
• Nr. 3 „Geschwindigkeit halten” fehlerhaft
• Kein Antriebsdrehzahlsignal, B fehlerhaft
• Batteriespannung für mehr als 0,5 s größer als 10 V
• Kein Motor AUS
• Kein Ausgangssignal für mehr als 1 s
• Fehlfunktion CAN CONTROLLERStromkreis
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-22 AUTOMATIKGETRIEBE
Fehlersymptom
Mögliche Ursache
Datenaustausch mit dem Diagnosegerät nicht möglich
Wenn der Datenaustausch mit dem Diagnosegerät nicht möglich ist, liegt dies
möglicherweise an einer fehlerhaften Datenleitung oder an einer Fehlfunktion des
ECAT.
Fehlfunktion Datenleitung
Fehlfunktion Kabelstecker
ECAT-Fehlfunktion
Fahren nicht
möglich
Starten nicht möglich
Starten nicht möglich, wenn sich der Wählhebel in der
Stellung „P” oder „N” befindet.
Die Ursache ist wahrscheinlich eine Fehlfunktion des Motors,
des Drehmomentwandlers oder der Ölpumpe
Fehlfunktion Motor
Fehlfunktion Drehmomentwandler
Fehlfunktion Ölpumpe
Fährt nicht vorwärts
Wenn das Fahrzeug nicht vorwärts fährt, nachdem der Wählhebel im Leerlauf von „N” nach „D”, „2” oder „L” bewegt wird,
ist die Ursache wahrscheinlich ein abnormaler Leitungsdruck
oder eine Fehlfunktion der Kriechgang-Kupplung oder der
Schaltplatte.
Leitungsdruck nicht i.O.
Fehlfunktion Kriechgang-Magnetventil
Fehlfunktion Kriechgang-Kupplung
Fehlfunktion Schaltplatte
Fährt nicht rückwärts
Wenn das Fahrzeug nicht rückwärts fährt, nachdem der
Wählhebel im Leerlauf von „N” nach „R” bewegt wird, ist die
Ursache wahrscheinlich ein abnormaler Druck in der Rückwärtsgang-Kupplung oder der Niedrig- oder Rückwärtsgangbremse oder eine Fehlfunktion der Rückwärtsgang-Kupplung,
der Niedrig- oder Rückwärtsgangbremse oder der Schaltplatte.
Rückwärtsgang-Kupplungsdruck
nicht i.O.
Druck der Niedrig- und Rückwärtsgangbremse nicht i.O.
Fehlfunktion Niedrig- und
Rückwärtsgang-Magnetventil
Fehlfunktion Rückwärtsgangkupplung
Fehlfunktion Niedrig- und
Rückwärtsgangbremse
Fehlfunktion Schaltplatte
Fährt nicht (weder vorwärts noch rückwärts)
Wenn das Fahrzeug weder vorwärts noch rückwärts fährt,
nachdem der Wählhebel im Leerlauf von “N” in eine beliebige Fahrstufe bewegt wird, ist die Ursache wahrscheinlich
ein abnormaler Leitungsdruck oder eine Fehlfunktion des
Antriebsstrangs, der Ölpumpe oder der Schaltplatte.
Leitungsdruck nicht i. O.
Fehlfunktion Antriebsstrang
Fehlfunktion Ölpumpe
Fehlfunktion Schaltplatte
Motor stirbt beim Schalten ab
Wenn der Motor im Leerlauf beim Schalten von “N” nach “D”
oder “R” abstirbt, ist die Ursache wahrscheinlich eine Fehlfunktion des Motors, des Drehmomentwandler-Magnetventils,
der Schaltplatte oder des Drehmomentwandlers.
Fehlfunktion Motor
Fehlfunktion DrehmomentwandlerMagnetventil
Fehlfunktion Schaltplatte
Fehlfunktion Drehmomentwandler
Schaltverzögerung und Schaltstoß beim Wechsel von
“N” nach “D”
Wenn im Leerlauf beim Schalten von “N” nach “D” eine
Schaltverzögerung von 2 s oder mehr auftritt oder ein übermäßiger Schaltstoß spürbar wird, ist die Ursache wahrscheinlich ein falscher Druck oder eine Fehlfunktion der Kriechgangkupplung oder eine Fehlfunktion der Schaltplatte oder des
Leerlaufpositionsschalters
Kriechgang-Kupplungsdruck nicht i.O.
Druck der Niedrig-/Rückwärtsgangkupplung nicht i.O.
Fehlfunktion Kriechgang-Magnetventil
Fehlfunktion Schaltplatte
Fehlfunktion Leerlaufpositionsschalter
Fehlfunktion beim
Starten
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-23
Fehlersymptom
Fehlfunktion beim
Starten
Mögliche Ursache
Schaltverzögerung und Schaltstoß beim Wechsel von
„N” nach „R”
Wenn im Leerlauf beim Schalten von „N” nach „R” eine
Schaltverzögerung von 2 s oder mehr auftritt oder ein übermäßiger Schaltstoß spürbar wird, ist die Ursache wahrscheinlich ein falscher Druck der Rückwärtsgangkupplung
oder der Niedrig-/Rückwärtsgangbremse oder eine Fehlfunktion der Rückwärtsgangkupplung oder der Niedrig-/
Rückwärtsgangbremse oder der Schaltplatte oder des Leerlaufpositionsschalters.
Rückwärtsgang-Kupplungsdruck
nicht i.O.
Druck der Niedrig- und Rückwärtsgangbremse nicht i.O.
Fehlfunktion Niedrig-/RückwärtsgangMagnetventil
Fehlfunktion Rückwärtsgangkupplung
Fehlfunktion Niedrig- und Rückwärtsgangbremse
Fehlfunktion Schaltplatte
Schaltverzögerung und Schaltstoß beim Wechsel von
„N” nach „R” und „D”
Wenn im Leerlauf beim Schalten von „N” nach „R” und „D”
eine Schaltverzögerung von 2 s oder mehr auftritt oder ein
übermäßiger Schaltstoß spürbar wird, ist die Ursache wahrscheinlich ein falscher Leitungsdruck oder eine Fehlfunktion
der Schaltplatte oder der Ölpumpe.
Fehlfunktion Leerlaufpositionsschalter
Leitungsdruck nicht i.O.
Fehlfunktion Ölpumpe
Fehlfunktion Schaltplatte
Fehlfunktion beim
Schalten
Schaltstöße und abrupte Drehzahlzunahme
Wenn während der Fahrt beim Herauf- oder Herunterschalten Schaltstöße auftreten oder die Motordrehzahl
abrupt zunimmt, ist die Ursache wahrscheinlich ein falscher
Leitungsdruck oder eine Fehlfunktion eines Magnetventils,
der Schaltplatte oder einer Bremse oder Kupplung.
Leitungsdruck nicht i.O.
Fehlfunktion Magnetventil
Fehlfunktion Ölpumpe
Fehlfunktion Schaltplatte
Schaltpunkte zu
hoch oder zu
niedrig
Alle Schaltpunkte
Wenn alle Schaltpunkte während der Fahrt zu hoch oder zu
niedrig sind, ist die Ursache wahrscheinlich eine Fehlfunktion
des Abtriebswellen-Drehzahlsensors, des Drosselklappensensors oder eines Magnetventils.
Fehlfunktion Bremse oder Kupplung
Fehlfunktion Abtriebswellen-Drehzahlsensor
Fehlfunktion Drosselklappensensor
Fehlfunktion Magnetventil
Leitungsdruck nicht i.O.
Einige Schaltpunkte
Wenn einige Schaltpunkte während der Fahrt zu hoch oder
zu niedrig sind, ist die Ursache wahrscheinlich eine Fehlfunktion der Schaltplatte. Es kann sich allerdings auch um
ein normales Steuerungsphänomen handeln.
Fehlfunktion Schaltplatte
ECAT-Fehlfunktion
Getriebe schaltet
nicht
Kein Fehlercode
Wenn das Getriebe während der Fahrt nicht schaltet und
kein Fehlercode gesetzt wird, ist die Ursache wahrscheinlich
eine Fehlfunktion des Wählhebelpositionsschalters oder eine
ECAT-Fehlfunktion.
Fehlfunktion Wählhebelpositionsschalter
ECAT-Fehlfunktion
Fehlfunktion
während der Fahrt
Mäßige Beschleunigung
Wenn die Beschleunigungswerte selbst beim Herunterschalten mäßig sind, ist die Ursache wahrscheinlich eine
Fehlfunktion des Motors, einer Bremse oder einer Kupplung.
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-24 AUTOMATIKGETRIEBE
Fehlersymptom
Fehlfunktion
während der Fahrt
Vibrationen
Wenn bei konstanter Geschwindigkeit oder beim Beschleunigen / Verzögern in der höchsten Fahrstufe Vibrationen
auftreten, ist die Ursache wahrscheinlich ein falscher Druck
der Dämpferkupplung oder eine Fehlfunktion des Motors,
des Drehmomentwandler-Magnetventils, des Drehmomentwandlers oder der Schaltplatte.
Mögliche Ursache
Fehlfunktion Motor
Fehlfunktion Bremse oder Kupplung
Dämpfer-Kupplungsdruck nicht i.O.
Fehlfunktion DrehmomentwandlerMagnetventil
Wählhebelpositionsschalter
Ursache ist wahrscheinlich eine Fehlfunktion des Sperrschalter-Stromkreises, des
Zündschalter-Stromkreises oder eine ECAT-Fehlfunktion.
Fehlfunktion Drehmomentwandler
Fehlfunktion Schaltplatte
Fehlfunktion Wählhebelpositionsschalter
Fehlfunktion Zündschalter
Geschwindigkeitssensor
Ursache ist wahrscheinlich eine Fehlfunktion des GeschwindigkeitssensorStromkreises oder eine ECAT-Fehlfunktion.
Fehlfunktion Klimaanlage
ECAT-Fehlfunktion
Fehlfunktion Geschwindigkeitssensor
Fehlfunktion Kabelstecker
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-25
Aktivierte Bauteile in den einzelnen Wählhebelstellungen
Bauteil
Wählhebelstellung
Kriechgangkupplung
Rückwärtsgangkupplung
Overdrivekupplung
Niedrig-/
Rückwärtsgangbremse
2 Bremse
P
Parken
-
-
-
0
-
R
Rückwärtsgang
-
0
-
0
-
N
Neutral
-
-
-
0
-
D
1. Gang
0
-
-
0
-
2. Gang
0
-
-
-
0
3. Gang
0
-
0
-
-
4. Gang
-
-
0
-
0
1. Gang
0
-
-
0
-
2. Gang
0
-
-
-
0
1. Gang
0
-
-
0
-
-
-
-
2
L
*1 Bei einer Geschwindigkeit von 5 km/h oder darüber
D
1. Gang
0
-
(Freilaufkupplung
statt LR betätigen)
2
1. Gang
0
-
-
-
(Freilaufkupplung
statt LR betätigen)
*2 Wenn sich der Schalter „Hold“ in der Stellung „ON“ und der Wählhebel in der Stellung „2“
befindet
D
2. Gang
0
-
-
-
0
3. Gang
0
-
0
-
-
2
2. Gang
0
-
-
-
0
L
1. Gang
0
-
-
0
-
Bauteile und ihre Funktion
Bauteil
Funktion
Kriechgang-Kupplung
Kraftschluß zwischen Antriebswelle und Kriechgang-Zentralrad
Rückwärtsgangkupplung
Kraftschluß zwischen Antriebswelle und Rückwärtsgang-Zentralrad
Overdrive-Kupplung
Kraftschluß zwischen Antriebswelle und Overdrive-Planetenradträger
Niedrig-/Rückwärtsgangbremse
Sperrt Niedrig-/Rückwärtsgang-Zahnring und Overdrive-Planetenradträger
2 Bremse
Sperrt Rückwärtsgang-Zentralrad
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-26 AUTOMATIKGETRIEBE
Aktivierte Bauteile in den einzelnen Wählhebelstellungen
Fehlercodes P0713, P0712 ATF-Temperatursensor
Mögliche Ursache
Wenn die Ausgangsspannung des ATF-Temperatursensors nach einer Fahrtzeit
von 10 Minuten mindestens 2,6 V beträgt (wenn die ATF-Temperatur nicht steigt),
erkennt das System eine Stromkreisunterbrechung im ATF-Temperatursensor und
die Fehlercodes P0713, P0712 werden gesetzt. Wenn die Spannung des Ausgangssignals des ATF-Temperatursensors für die Dauer von mindestens 1 s einer
Temperatur von 200 °C oder darüber entspricht, erkennt das System eine Stromkreisunterbrechung im ATF-Temperatursensor und die Fehlercodes P0713, P0712
werden gesetzt.
• Fehlfunktion ATF-Temperatursensor
• Fehlfunktion Kabelstecker
• ECAT-Fehlfunktion
Nicht i.O.
ATF-Temperatursensor prüfen
Ersetzen
Nicht i.O.
Kabelstecker prüfen: C64
Kabelstrang zwischen ATFTemperatursensor und ECATSteuergerät prüfen.
Instandsetzen
Nicht i.O.
Instandsetzen
Nicht i.O.
Fehlersymptome prüfen.
ECAT-Steuergerät ersetzen.
CORUS-1
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-27
Fehlercode P0715 Antriebswellen-Drehzahlsensor
Mögliche Ursache
Wenn in Fahrstufe 3 oder 4 bei einer Geschwindigkeit von mindestens 30 km/h für
die Dauer von mindestens 1 Sekunde kein Ausgangssignal des AntriebswellenDrehzahlsensor ermittelt wird, erkennt das System einen Kurzschluß oder eine
Stromkreisunterbrechung im Antriebswellen-Drehzahlsensor und der Fehlercode
P0715 wird gesetzt. Wenn der Fehlercode P0715 viermal gesetzt wurde, bleibt das
Getriebe in Fahrstufe 3 oder 2 (Notlaufmodus).
Kabelstecker des Antriebswellensensors messen: 68
• Kabelstecker abklemmen und kabelstrangseitig prüfen
Spannung zwischen 3 und Masse (Zündung EIN)
OK: Batteriespannung
Spannung zwischen 2 und Masse (Zündung EIN)
OK: ca. 5 V
Durchgang zwischen 1 und Masse
OK: Durchgang
• Fehlfunktion Antriebswellen-Drehzahlsensor
• Fehlfunktion Kriechgang-Kupplungsklinke
• Fehlfunktion Kabelstecker
• ECAT-Fehlfunktion
nicht i.O.
nicht i.O.
Instandsetzen
Kabelstecker prüfen.
OK
Folgende Kabelstränge
prüfen:
• Zwischen AntriebswellenDrehzahlsensor und
Zündschalter
• Zwischen AntriebswellenDrehzahlsensor und
ECAT-Steuergerät
nicht i.O.
Instandsetzen
OK
Fehlersymptome prüfen
OK
Wellenform des Ausgangssignals des AntriebswellenDrehzahlsensors prüfen (Oszilloskop verwenden).
• Motor: 2.000 min-1 (ca. 50 km/h)
• Wählhebelstellung: D, Schalter „Hold“ in Stellung „ON“
OK
Fehlersymptome prüfen
nicht i.O.
ECAT-Steuergerät ersetzen
nicht i.O.
AntriebswellenDrehzahlsensor ersetzen
nicht i.O.
Getriebeinstandsetzung
• Kriechgang-Kupplungshalter ersetzen
ECAT-Steuergerät ersetzen
Fehlersymptome prüfen
nicht i.O.
Ursache für die Geräuschentwicklung beseitigen
CORUS-1-1
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-28 AUTOMATIKGETRIEBE
Fehlercode P0720 Abtriebswellen-Drehzahlsensor
Mögliche Ursache
Wenn das Ausgangssignal des Abtriebswellen-Drehzahlsensors in Fahrstufe 3 oder
4 bei einer Geschwindigkeit von mindestens 30 km/h maximal 50% des Werts des
Geschwindigkeitssensors ergibt, erkennt das System einen Kurzschluß oder eine
Stromkreisunterbrechung im Abtriebswellen-Drehzahlsensor und der Fehlercode
P0720 wird gesetzt. Wenn der Fehlercode P0720 viermal gesetzt wurde, bleibt das
Getriebe in Fahrstufe 3 oder 2 (Notlaufmodus).
Kabelstecker des Abtriebswellensensors messen.
• Fehlfunktion AbtriebswellenDrehzahlsensor
• Fehlfunktion VerteilergetriebeAntriebsrad oder -Antriebsrad
• Fehlfunktion Kabelstecker
• ECAT-Fehlfunktion
nicht i.O.
nicht i.O.
Kabelstecker prüfen.
• Kabelstecker abklemmen und kabelstrangseitig prüfen
Spannung zwischen 3 und Masse (Zündung EIN)
OK: Batteriespannung
Spannung zwischen 2 und Masse (Zündung EIN)
OK: ca. 5 V
Durchgang zwischen 1 und Masse
OK: Durchgang
Instandsetzen
OK
Folgende Kabelstränge
prüfen:
nicht i.O.
Instandsetzen
• Zwischen AbtriebswellenDrehzahlsensor und
Zündschalter
• Zwischen AbtriebswellenDrehzahlsensor und
ECAT-Steuergerät
OK
OK
Fehlersymptome prüfen
OK
ECAT-Steuergerät ersetzen
Wellenform des Ausgangssignals des AbtriebswellenDrehzahlsensors prüfen (Oszilloskop verwenden).
-1
• Motor: 2.000 min (ca. 50 km/h)
• Wählhebelstellung: D, Schalter „Hold“ in Stellung „ON“
nicht i.O.
nicht i.O.
AbtriebswellenDrehzahlsensor ersetzen
Fehlersymptome prüfen
nicht i.O.
Fehlersymptome prüfen
Getriebeinstandsetzung
nicht i.O.
ECAT-Steuergerät ersetzen
• Verteilergetriebe-Antriebsrad und -Abtriebsrad ersetzen
Fehlersymptome prüfen
Ursache für die Geräuschentwicklung beseitigen
CORUS-2
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-29
Fehlercode P0703 Bremslichtschalter
Mögliche Ursache
Wenn der Bremslichtschalter während der Fahrt mindestens 5 Minuten in der
Stellung „AN“ bleibt, erkennt das System einen Kurzschluß im Bremslichtschalter
und der Fehlercode 0703 wird gesetzt.
Bremslichtschalter prüfen.
nicht i.O.
• Fehlfunktion Bremslichtschalter
• Fehlfunktion Kabelstecker
• ECAT-Fehlfunktion
Ersetzen
OK
nicht i.O.
Kabelstecker prüfen:
Instandsetzen
OK
Kabelstrang zwischen
Bremslichtschalter und ECATSteuergerät prüfen.
OK
nicht i.O.
Fehlersymptome prüfen.
ECAT-Steuergerät prüfen.
CORUS-1
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-30 AUTOMATIKGETRIEBE
Fehlercode 0750 Antriebswellen-Drehzahlsensor
Fehlercode P0755 Antriebswellen-Drehzahlsensor
Mögliche Ursache
Fehlercode P0760 Antriebswellen-Drehzahlsensor
Fehlercode P0765 Antriebswellen-Drehzahlsensor
Wenn der Widerstandswert eines Magnetventils zu gering oder zu hoch ist, erkennt
das System einen Kurzschluß oder eine Stromkreisunterbrechung im Magnetventil
und der entsprechende Fehlercode wird gesetzt. Das Getriebe bleibt in Fahrstufe 3
(Notlaufmodus).
• Fehlfunktion Magnetventil
• Fehlfunktion Kabelstecker
• ECAT-Fehlfunktion
nicht i.O.
Magnetventil prüfen
Ersetzen
OK
nicht i.O.
Kabelstecker prüfen: C64
Ersetzen
OK
Kabelstrang zwischen
Magnetventil und ECATSteuergerät prüfen.
nicht i.O.
Instandsetzen
OK
Magnetventil ersetzen
OK
Fehlersymptome prüfen
nicht i.O.
ECAT-Steuergerät ersetzen
CORUS--23
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-31
Fehlercode P0743 Drehmomentwandler-Magnetventil
Mögliche Ursache
Wenn der Widerstandswert des Drehmomentwandler-Magnetventils zu gering
oder zu groß ist, erkennt das System einen Kurzschluß oder eine Stromkreisunterbrechung im Drehmomentwandler-Magnetventil und der Fehlercode P0743 wird
gesetzt. Wenn das Tastverhältnis für das Drehmomentwandler-Magnetventil für die
Dauer von mindestens 4 Sekunden 100% beträgt, erkennt das System eine Fehlfunktion der Drehmomentwandler-Steuerung und der Fehlercode P0740 wird gesetzt. Wenn der Fehlercode P0743 gesetzt wird, bleibt das Getriebe in der Fahrstufe 3 (Notlaufmodus).
Wenn die Wandler-Überbrückungskupplung für eine Dauer von 10 s eingerückt
bleibt, während das ECAT versucht, die Überbrückungskupplung zu trennen, erkennt das System eine Fehlfunktion der Überbrückungskupplung und Fehlercode
P0740 wird gesetzt.
Magnetventil der DrehmomentwandlerÜberbrückungskupplung prüfen.
• Fehlfunktion DrehmomentwandlerÜberbrückungskupplung
• Fehlfunktion Kabelstecker
• ECAT-Fehlfunktion
nicht i.O.
Ersetzen
OK
nicht i.O.
Kabelstecker prüfen: C64
Ersetzen
OK
Kabelstrang zwischen Magnetventil
Drehmomentwandler-Überbrückungskupplung und ECATSteuergerät prüfen.
nicht i.O.
Instandsetzen
OK
Magnetventil DrehmomentwandlerÜberbrückungskupplung ersetzen
OK
nicht i.O.
Fehlersymptom prüfen
ECAT-Steuergerät prüfen
Nur bei Fehlercode P0740:
Prüfroutine Nr. 6 (Motor stirbt beim
Schalten ab.)
CORUS-24
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-32 AUTOMATIKGETRIEBE
Fehlercode P0731 Übersetzungsverhältnis 1. Gang nicht i.O.
Mögliche Ursache
Wenn nach dem Schalten in Fahrstufe 1 das Produkt aus dem Ausgangssignal des
Abtriebswellen-Drehzahlsensors und dem Übersetzungsverhältnis der Fahrstufe 1
dem Ausgangssignal des Antriebswellen-Drehzahlsensors nicht entspricht, wird der
Fehlercode P0731 gesetzt. Wenn der Fehlercode P0731 viermal gesetzt wurde,
bleibt das Getriebe in Fahrstufe 3 (Notlaufmodus).
Fehlercodes mit dem Diagnosegerät auslesen.
Wird Fehlercode P0715 ausgelesen?
Ja
• Fehlfunktion Antriebswellen-Drehzahlsensor
• Fehlfunktion Abtriebswellen-Drehzahlsensor
• Fehlfunktion Kriechgang-Kupplungsklinke
• Fehlfunktion Niedriggang-/Rückwärtsgangbremse
• Fehlfunktion Kriechgangkupplung
• Geräuschentwicklung
Fehlercode Nr. P0715 Systemprüfung
Antriebswellen-Drehzahlsensor
Nein
Fehlercodes mit dem Diagnosegerät auslesen.
Wird Fehlercode P0720 ausgelesen?
Ja
Fehlercode Nr. P0720 Systemprüfung
Antriebswellen-Drehzahlsensor
Nein
Wellenform des Ausgangssignals des Antriebswellen-Drehzahlsensors prüfen (Oszilloskop
verwenden).
nicht i.O.
Antriebswellen-Drehzahlsensor ersetzen
• Motor: 2.000 min-1 (ca. 50 km/h)
• Wählhebelstellung: D, Schalter „Hold“ in
Stellung „ON“
Fehlersymptome prüfen
nicht i.O.
Automatikgetriebe überholen:
OK
• Kriechgang-Kupplungsklinke ersetzen
Fehlersymptome prüfen
nicht i.O.
Ursache der Geräuschentwicklung beseitigen
Wellenform des Ausgangssignals des Abtriebswellen-Drehzahlsensors prüfen (Oszilloskop
verwenden).
• Motor: 2.000 min-1 (ca. 50 km/h)
• Wählhebelstellung: D, Schalter „Hold“ in
Stellung „ON“
nicht i.O.
Abtriebswellen-Drehzahlsensor ersetzen
Fehlersymptome prüfen
OK
Automatikgetriebe überholen:
• Verteilerantriebs- und –abtriebsrad ersetzen
Automatikgetriebe überholen
• Kriechgangkupplung ersetzen
Fehlersymptome prüfen
Ursache der Geräuschentwicklung beseitigen
CORUS-3
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-33
Fehlercode P0732 Übersetzungsverhältnis 2. Gang nicht i.O.
Mögliche Ursache
Wenn nach dem Schalten in Fahrstufe 2 das Produkt aus dem Ausgangssignal des
Abtriebswellen-Drehzahlsensors und dem Übersetzungsverhältnis der Fahrstufe 2
dem Ausgangssignal des Antriebswellen-Drehzahlsensors nicht entspricht, wird der
Fehlercode P0732 gesetzt. Wenn der Fehlercode P0732 viermal gesetzt wurde,
bleibt das Getriebe in Fahrstufe 3 (Notlaufmodus).
Fehlercodes mit dem Diagnosegerät auslesen.
Wird Fehlercode P0715 ausgelesen?
Ja
• Fehlfunktion Antriebswellen-Drehzahlsensor
• Fehlfunktion Abtriebswellen-Drehzahlsensor
• Fehlfunktion Kriechgang-Kupplungsklinke
• Fehlfunktion Verteilerantriebs- oder
abtriebsrad
• Fehlfunktion Kriechgangkupplung
• Geräuschentwicklung
Fehlercode Nr. P0715 Systemprüfung
Antriebswellen-Drehzahlsensor
Nein
Fehlercodes mit dem Diagnosegerät auslesen.
Wird Fehlercode P0720 ausgelesen?
Ja
Fehlercode Nr. P0720 Systemprüfung
Antriebswellen-Drehzahlsensor
Nein
Wellenform des Ausgangssignals des Antriebswellen-Drehzahlsensors prüfen (Oszilloskop
verwenden).
nicht i.O.
Antriebswellen-Drehzahlsensor ersetzen
• Motor: 2.000 min-1 (ca. 50 km/h)
• Wählhebelstellung: D, Schalter „Hold“ in
Stellung „ON“
Fehlersymptome prüfen
nicht i.O.
Automatikgetriebe überholen:
OK
• Kriechgang-Kupplungsklinke ersetzen
Fehlersymptome prüfen
nicht i.O.
Ursache der Geräuschentwicklung beseitigen
Wellenform des Ausgangssignals des Abtriebswellen-Drehzahlsensors prüfen (Oszilloskop
verwenden).
• Motor: 2.000 min-1 (ca. 50 km/h)
• Wählhebelstellung: D, Schalter „Hold“ in
Stellung „ON“
OK: Spannung wechselt zwischen 0 und 5 V,
kein Rauschen
OK
nicht i.O.
Abtriebswellen-Drehzahlsensor ersetzen
Fehlersymptome prüfen
Automatikgetriebe überholen:
• Verteilerantriebs- und –abtriebsrad ersetzen
Automatikgetriebe überholen
Fehlersymptome prüfen
• Kriechgangkupplung ersetzen
• Kupplung 2. Gang ersetzen
Ursache der Geräuschentwicklung beseitigen
CORUS-25
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-34 AUTOMATIKGETRIEBE
Fehlercode P0733 Übersetzungsverhältnis 3. Gang nicht i.O.
Mögliche Ursache
Wenn nach dem Schalten in Fahrstufe 3 das Produkt aus dem Ausgangssignal des
Abtriebswellen-Drehzahlsensors und dem Übersetzungsverhältnis der Fahrstufe 3
dem Ausgangssignal des Antriebswellen-Drehzahlsensors nicht entspricht, wird der
Fehlercode P0733 gesetzt. Wenn der Fehlercode P0733 viermal gesetzt wurde,
bleibt das Getriebe in Fahrstufe 3 (Notlaufmodus).
Fehlercodes mit dem Diagnosegerät auslesen.
Wird Fehlercode P0715 ausgelesen?
Ja
• Fehlfunktion Antriebswellen-Drehzahlsensor
• Fehlfunktion Abtriebswellen-Drehzahlsensor
• Fehlfunktion Kriechgang-Kupplungsklinke
• Fehlfunktion Verteilerantriebs- oder
abtriebsrad
• Fehlfunktion Niedrig-/Rückwärtsgangbremse
• Fehlfunktion Kriechgangkupplung
• Geräuschentwicklung
Fehlercode Nr. P0715 Systemprüfung
Antriebswellen-Drehzahlsensor
Nein
Fehlercodes mit dem Diagnosegerät auslesen.
Wird Fehlercode P0720 ausgelesen?
Ja
Fehlercode Nr. P0720 Systemprüfung
Antriebswellen-Drehzahlsensor
Nein
Wellenform des Ausgangssignals des
Antriebswellen-Drehzahlsensors prüfen
(Oszilloskop verwenden).
nicht i.O.
Antriebswellen-Drehzahlsensor ersetzen
• Motor: 2.000 min-1 (ca. 50 km/h)
• Wählhebelstellung: D, Schalter „Hold“ in
Stellung „ON“
OK: Spannung wechselt zwischen 0 und 5 V,
kein Rauschen
Fehlersymptome prüfen
nicht i.O.
Automatikgetriebe überholen:
• Kriechgang-Kupplungsklinke ersetzen
OK
Fehlersymptome prüfen
nicht i.O.
Ursache der Geräuschentwicklung beseitigen
Wellenform des Ausgangssignals des Abtriebswellen-Drehzahlsensors prüfen (Oszilloskop
verwenden).
• Motor: 2.000 min-1 (ca. 50 km/h)
• Wählhebelstellung: D, Schalter „Hold“ in
Stellung „ON“
OK: Spannung wechselt zwischen 0 und 5 V,
kein Rauschen
nicht i.O.
Abtriebswellen-Drehzahlsensor ersetzen
Fehlersymptome prüfen
Automatikgetriebe überholen:
OK
• Verteilerantriebs- und –abtriebsrad ersetzen
Fehlersymptome prüfen
Automatikgetriebe überholen
• Kriechgangkupplung ersetzen
• Kupplung 2. Gang ersetzen
Ursache der Geräuschentwicklung beseitigen
CORUS-26
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-35
Fehlercode P0733 Übersetzungsverhältnis 4. Gang nicht i.O.
Mögliche Ursache
Wenn nach dem Schalten in Fahrstufe 4 das Produkt aus dem Ausgangssignal des
Abtriebswellen-Drehzahlsensors und dem Übersetzungsverhältnis der Fahrstufe 4
dem Ausgangssignal des Antriebswellen-Drehzahlsensors nicht entspricht, wird der
Fehlercode P0734 gesetzt. Wenn der Fehlercode P0734 viermal gesetzt wurde,
bleibt das Getriebe in Fahrstufe 3 (Notlaufmodus).
Fehlercodes mit dem Diagnosegerät auslesen.
Wird Fehlercode P0715 ausgelesen?
Ja
• Fehlfunktion Antriebswellen-Drehzahlsensor
• Fehlfunktion Abtriebswellen-Drehzahlsensor
• Fehlfunktion Kriechgang-Kupplungsklinke
• Fehlfunktion Verteilerantriebs- oder
abtriebsrad
• Fehlfunktion Niedrig-/Rückwärtsgangbremse
• Fehlfunktion Kriechgangkupplung
• Geräuschentwicklung
Fehlercode Nr. P0715 Systemprüfung
Antriebswellen-Drehzahlsensor
Nein
Fehlercodes mit dem Diagnosegerät auslesen.
Wird Fehlercode P0720 ausgelesen?
Ja
Fehlercode Nr. P0720 Systemprüfung
Antriebswellen-Drehzahlsensor
Nein
Wellenform des Ausgangssignals des Antriebswellen-Drehzahlsensors prüfen (Oszilloskop
verwenden).
nicht i.O.
Antriebswellen-Drehzahlsensor ersetzen
• Motor: 2.000 min-1 (ca. 50 km/h)
• Wählhebelstellung: D, Schalter „Hold“ in
Stellung „ON“
OK: Spannung wechselt zwischen 0 und 5 V,
kein Rauschen
Fehlersymptome prüfen
nicht i.O.
Automatikgetriebe überholen:
• Kriechgang-Kupplungsklinke ersetzen
OK
Fehlersymptome prüfen
nicht i.O.
Ursache der Geräuschentwicklung beseitigen
Wellenform des Ausgangssignals des Abtriebswellen-Drehzahlsensors prüfen (Oszilloskop
verwenden).
• Motor: 2.000 min-1 (ca. 50 km/h)
• Wählhebelstellung: D, Schalter „Hold“ in
Stellung „ON“
OK
nicht i.O.
Abtriebswellen-Drehzahlsensor ersetzen
Fehlersymptome prüfen
Automatikgetriebe überholen:
• Verteilerantriebs- und –abtriebsrad ersetzen
Automatikgetriebe überholen
• Kriechgangkupplung ersetzen
• Kupplung 2. Gang ersetzen
Fehlersymptome prüfen
Ursache der Geräuschentwicklung beseitigen
CORUS-27
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-36 AUTOMATIKGETRIEBE
Fehlercode P0736 Übersetzungsverhältnis Rückwärtsgang nicht i.O.
Mögliche Ursache
Wenn nach dem Schalten in Fahrstufe „R“ das Produkt aus dem Ausgangssignal
des Abtriebswellen-Drehzahlsensors und dem Übersetzungsverhältnis der Fahrstufe „R“ dem Ausgangssignal des Antriebswellen-Drehzahlsensors nicht entspricht, wird der Fehlercode P0736 gesetzt. Wenn der Fehlercode P0736 viermal
gesetzt wurde, bleibt das Getriebe in Fahrstufe 3 (Notlaufmodus).
Fehlercodes mit dem Diagnosegerät auslesen.
Wird Fehlercode P0715 ausgelesen?
Ja
• Fehlfunktion Antriebswellen-Drehzahlsensor
• Fehlfunktion Abtriebswellen-Drehzahlsensor
• Fehlfunktion Kriechgang-Kupplungsklinke
• Fehlfunktion Verteilerantriebs- oder
abtriebsrad
• Fehlfunktion Niedrig-/Rückwärtsgangbremse
• Fehlfunktion Kriechgangkupplung
• Geräuschentwicklung
Fehlercode Nr. P0715 Systemprüfung
Antriebswellen-Drehzahlsensor
Nein
Fehlercodes mit dem Diagnosegerät auslesen.
Wird Fehlercode P0720 ausgelesen?
Ja
Fehlercode Nr. P0720 Systemprüfung
Antriebswellen-Drehzahlsensor
Nein
Wellenform des Ausgangssignals des Antriebswellen-Drehzahlsensors prüfen (Oszilloskop
verwenden).
nicht i.O.
Antriebswellen-Drehzahlsensor ersetzen
• Motor: 2.000 min-1 (ca. 50 km/h)
• Wählhebelstellung: D, Schalter „Hold“ in
Stellung „ON“
OK: Spannung wechselt zwischen 0 und 5 V,
kein Rauschen
Fehlersymptome prüfen
nicht i.O.
Automatikgetriebe überholen:
• Kriechgang-Kupplungsklinke ersetzen
OK
Fehlersymptome prüfen
nicht i.O.
Ursache der Geräuschentwicklung beseitigen
Wellenform des Ausgangssignals des Abtriebswellen-Drehzahlsensors prüfen (Oszilloskop
verwenden).
• Motor: 2.000 min-1 (ca. 50 km/h)
• Wählhebelstellung: D, Schalter „Hold“ in
Stellung „ON“
OK: Spannung wechselt zwischen 0 und 5 V,
kein Rauschen
nicht i.O.
Abtriebswellen-Drehzahlsensor ersetzen
Fehlersymptome prüfen
Automatikgetriebe überholen:
OK
• Verteilerantriebs- und –abtriebsrad ersetzen
Fehlersymptome prüfen
Automatikgetriebe überholen
• Kriechgangkupplung ersetzen
• Kupplung 2. Gang ersetzen
Ursache der Geräuschentwicklung beseitigen
CORUS-26
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-37
Fehlercode P1723 A/T-Steuerrelais
Mögliche Ursache
Wenn die Relaisspannung nach dem Einschalten der Zündung weniger als 7 V
beträgt, erkennt das System eine Stromkreisunterbrechung oder einen Kurzschluß
der A/T-Steuerrelaismasse und der Fehlercode P1723 wird gesetzt. Das Getriebe
wird in Fahrstufe 3 gesperrt (Notlaufmodus).
• Fehlfunktion A/T-Steuerrelais
• Fehlfunktion Kabelstecker
• ECAT-Fehlfunktion
Nicht i.O.
Ersetzen
A/T-Steuerrelais prüfen
OK
Fehlercode auslesen.
Wird Fehlercode P0720 ausgelesen?
Nicht i.O.
Ersetzen
OK
Nicht i.O.
Kabelstränge prüfen:
Ersetzen
• Zwischen Steuerrelais und Fahrzeugmasse
• Zwischen Steuerrelais und B+
• Zwischen Steuerrelais und ECAT
OK
Fehlersymptome prüfen.
ECAT ersetzen.
CORUS-4
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-38 AUTOMATIKGETRIEBE
Prüfverfahren für Fehlersymptome
Prüfverfahren 1
Datenaustausch mit dem Diagnosegerät
Mögliche Ursache
Wenn der Datenaustausch mit dem Diagnosegerät nicht möglich ist, liegt dies
möglicherweise an einer fehlerhaften Datenleitung oder an einer Fehlfunktion des
ECAT.
Ist der Datenaustausch zwischen dem
Diagnosegerät und anderen Systemen möglich?
Nicht i. O.
• Fehlfunktion Datenleitung
• Fehlfunktion Kabelstecker
• ECAT-Fehlfunktion
Datenleitung mit dem Diagnosegerät prüfen
und ggf. instandsetzen.
Ja
ECAT-Kabelstecker M05 (Diagnosestecker)
auf Durchgang und Spannung prüfen.
ECAT-Kabelstecker C93 prüfen.
OK
OK
ECAT-Kabelstecker M05 (Diagnosestecker)
auf Durchgang und Spannung prüfen.
Kabelstränge prüfen:
Nicht i. O.
Instand- • Zwischen Stromversorgung und ECAT
• Zwischen Masse und ECAT
setzen
OK
Kabelstrang zwischen Kabelstecker des
Diagnosegeräts und ECAT prüfen.
Nicht i. O.
Nicht i. O.
OK
Nicht i. O.
Instandsetzen
OK
ECAT ersetzen.
OK
ECAT ersetzen.
Nicht i. O.
Fehlersymptome prüfen.
ECAT ersetzen.
CORUS-5
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
Instandsetzen
Nicht i. O.
Instandsetzen
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-39
Prüfverfahren 2
Starten nicht möglich
Mögliche Ursache
Starten nicht möglich, wenn sich der Wählhebel in der Stellung „P“ oder „N“
befindet.
Die Ursache ist wahrscheinlich eine Fehlfunktion des Motors, des Drehmomentwandlers oder der Ölpumpe
Ist der Datenaustausch zwischen dem
Diagnosegerät und anderen Systemen möglich?
• Fehlfunktion Motor
• Fehlfunktion Drehmomentwandler
• Fehlfunktion Ölpumpe
Nicht i. O.
Instandsetzen, ersetzen
OK
Nicht i. O.
Drehmomentwandler prüfen:
• Auf korrekte Einbaulage und beschädigte
Keilnuten prüfen.
Nach Möglichkeit instandsetzen. Wenn die
Keilnuten beschädigt sind und nicht instandgesetzt werden können, Drehmomentwandler
ersetzen.
OK
Ölpumpe ersetzen (die Ölpumpe kann nicht
zerlegt werden).
CORUS-6
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-40 AUTOMATIKGETRIEBE
Prüfverfahren 3
Fährt nicht vorwärts
Mögliche Ursache
Wenn das Fahrzeug nicht vorwärts fährt, nachdem der Wählhebel im Leerlauf von
„N“ nach „D“, „2“ oder „L“ bewegt wird, ist die Ursache wahrscheinlich ein abnormaler Leitungsdruck oder eine Fehlfunktion der Kriechgang-Kupplung oder der
Schaltplatte.
• Leitungsdruck nicht i.O.
• Fehlfunktion Kriechgang-Magnetventil
• Fehlfunktion Kriechgang-Kupplung
• Fehlfunktion Schaltplatte
Nicht i.O.
Stellgliedprüfung
Magnetventil ersetzen.
• Kriechgang-Magnetventil mit dem Diagnosegerät prüfen. Wenn das Betriebsgeräusch zu
hören ist, funktioniert das Magnetventil
ordnungsgemäß.
OK
Hydraulikdruck der einzelnen Elemente in
Fahrstufe „L“ messen.
Nicht i.O.
OK
Kriechgangkupplung prüfen.
• Getriebe ausbauen und Schaltplattendeckel
und Schaltplatte abbauen.
• Ölbohrung der Kriechgangkupplung im Getriebegehäuse mit Druckluft ausblasen. Der
Kolben muß sich dabei bewegen und der
Druck gehalten werden.
CORUS-7
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
OK
Schaltplatte zerlegen, reinigen und zusammenbauen.
• Besonders auf lockere Schrauben und beschädigte oder verrutschte O-Ringe, Ventile
und Schaltplatten achten.
• Wenn der Schaden nicht behoben werden
kann, Schaltplatte ersetzen.
Kriechgangkupplung prüfen
• Oberfläche auf Überhitzung und Kolbendichtringe auf Beschädigungen prüfen.
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-41
Prüfverfahren 4
Fährt nicht rückwärts
Mögliche Ursache
Wenn das Fahrzeug nicht rückwärts fährt, nachdem der Wählhebel im Leerlauf von
„N“ nach „R“ bewegt wird, ist die Ursache wahrscheinlich ein abnormaler Druck in
der Rückwärtsgang-Kupplung oder der Niedrig- oder Rückwärtsgangbremse oder
eine Fehlfunktion der Rückwärtsgang-Kupplung, der Niedrig- oder Rückwärtsgangbremse oder der Schaltplatte.
Stellgliedprüfung
• Rückwärtsgang-Kupplungsdruck
nicht i.O.
• Druck der Niedrig- und Rückwärtsgangbremse nicht i.O.
• Fehlfunktion Niedrig- und Rückwärtsgang-Magnetventil
• Fehlfunktion Rückwärtsgangkupplung
• Fehlfunktion Schaltplatte
Nicht i. O.
Niedrig-/Rückwärtsgang-Magnetventil ersetzen.
Niedrig-/Rückwärtsgang-Magnetventil prüfen.
Wenn das Betriebsgeräusch zu hören ist,
funktioniert das Magnetventil ordnungsgemäß.
OK
Hydraulikdruck der einzelnen Elemente in
Fahrstufe “L” messen.
Nicht i. O.
OK
Hydraulikdruck der Rückwärtsgangkupplung in
Fahrstufe „R“ messen
Schaltplatte zerlegen, reinigen und
zusammenbauen.
OK
Rückwärtskupplung und Niedrig-/Rückwärtsgangbremse prüfen.
• Getriebe ausbauen und Schaltplattendeckel
sowie Schaltplatte abbauen.
• Ölbohrungen der Rückwärtsgangkupplung
und der Niedrig-/Rückwärtsgangbremse im
Getriebegehäuse mit Druckluft ausblasen.
Die Kolben müssen sich dabei bewegen und
der Druck gehalten werden.
OK
Nein
• Besonders auf lockere Schrauben und beschädigte oder verrutschte O-Ringe, Ventile
und Schaltplatten achten.
• Wenn der Schaden nicht behoben werden
kann, Schaltplatte ersetzen.
Rückwärtskupplung und Niedrig-/Rückwärtsgangbremse prüfen.
• Oberfläche auf ÜbeÏrhitzung und Kolbendichtringe auf Beschädigungen prüfen.
CORUS-8
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-42 AUTOMATIKGETRIEBE
Prüfverfahren 5
Fahrzeug fährt nicht (weder vorwärts noch rückwärts)
Mögliche Ursache
Wenn das Fahrzeug weder vorwärts noch rückwärts fährt, nachdem der Wählhebel
im Leerlauf von „N“ in eine beliebige Fahrstufe bewegt wird, ist die Ursache wahrscheinlich ein abnormaler Leitungsdruck oder eine Fehlfunktion des Antriebsstrangs, der Ölpumpe oder der Schaltplatte.
Hydraulikdruck prüfen
OK
• Fahrzeug vor- und rückwÏärts bewegen und
Hydraulikdruck der einzelnen Elemente
prüfen.
• Leitungsdruck nicht i. O.
• Fehlfunktion Kriechgang-Magnetventil
• Fehlfunktion Kriechgangkupplung
• Fehlfunktion Schaltplatte
Antriebsstrang prüfen
• Getriebe zerlegen und Zustand des
Planetenträgers der Abtriebswelle und des
Differentials etc. prüfen.
OK
Ölpumpe ersetzen
(Die Ölpumpe kann nicht zerlegt werden).
nicht i.O.
Schaltplatte zerlegen, reinigen und zusammenbauen.
• Besonders auf lockere Schrauben und
beschädigte oder verrutschte O-Ringe,
Ventile und Schaltplatten achten.
• Wenn der Schaden nicht behoben werden
kann, Schaltplatte ersetzen.
CORUS-9
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-43
Prüfverfahren 6
Motor stirbt beim Schalten ab
Mögliche Ursache
Wenn der Motor im Leerlauf beim Schalten von „N“ nach „D“ oder „R“ abstirbt, ist die
Ursache wahrscheinlich eine Fehlfunktion des Motors, des DrehmomentwandlerMagnetventils, der Schaltplatte oder des Drehmomentwandlers (Fehlfunktion
Dämpferkupplung).
Motorprüfung
• Fehlfunktion Motor
• Fehlfunktion DrehmomentwandlerMagnetventil
• Fehlfunktion Schaltplatte
• Fehlfunktion Drehmomentwandler
(Fehlfunktion Dämpferkupplung)
nicht i. O.
Instandsetzen, ersetzen
• Motorsteuerung, Zündung, Kraftstoffsystem
und Hauptsystem prüfen.
OK
Drehmomentwandler-Magnetventil ersetzen
Schaltplatte zerlegen, reinigen und zusammenbauen.
• Besonders auf lockere Schrauben und beschädigte oder verrutschte O-Ringe, Ventile
und Schaltplatten achten.
• Wenn der Schaden nicht behoben werden
kann, Schaltplatte ersetzen.
nicht i. O.
Drehmomentwandler ersetzen.
CORUS-10
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-44 AUTOMATIKGETRIEBE
Prüfverfahren 7
Schaltverzögerung und Schaltstoß beim Wechsel von „N“ nach „D“
Mögliche Ursache
Wenn im Leerlauf beim Schalten von „N“ nach „D“ eine Schaltverzögerung von 2 s
oder mehr auftritt oder ein übermäßiger Schaltstoß spürbar wird, ist die Ursache
wahrscheinlich ein falscher Druck oder eine Fehlfunktion der Kriechgangkupplung.
Stellgliedprüfung
• Kriechgang-Kupplungsdruck nicht
i.O.
• Druck der Niedrig-/Rückwärtskupplung nicht i.O.
• Fehlfunktion Kriechgang-Magnetventil
• Fehlfunktion Schaltplatte
• Fehlfunktion Leerlaufpositionsschalter
nicht i.O.
Kriechgang-Magnetventil ersetzen.
• Kriechgang-Magnetventil
Wenn das Betriebsgeräusch zu hören ist, funktioniert das Magnetventil ordnungsgemäß.
OK
Beim Starten
Kriechgang-Magnetventil ersetzen.
Wann tritt der Schaltstoß auf?
Beim Schalten
nicht i.O.
Ja
Hydraulikdruck prüfen
• Von „N“ nach „D“ schalten und Kriechgangkupplungsdruck prüfen.
Diagnosegerät-Datenliste
OK: Wechselt von „An“ zu „Aus“, wenn das
Gaspedal betätigt wird.
OK
OK
Kriechgangkupplung prüfen
• Getriebe ausbauen und Schaltplattendeckel
sowie Schaltplatte abbauen.
• Ölbohrung der Kriechgangkupplung im Getriebegehäuse mit Druckluft ausblasen. Der
Kolben muß sich dabei bewegen und der
Druck gehalten werden.
nicht i.O.
Kriechgangkupplung prüfen
• Oberfläche auf Überhitzung und
Kolbendichtringe auf Beschädigungen prüfen.
CORUS-12
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
OK
Schaltplatte zerlegen, reinigen und zusammenbauen.
• Besonders auf lockere Schrauben und
beschädigte oder verrutschte O-Ringe,
Ventile und Schaltplatten achten.
• Wenn der Schaden nicht behoben werden
kann, Schaltplatte ersetzen.
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-45
Prüfverfahren 8
Schaltverzögerung und Schaltstoß beim Wechsel von „N“ nach „D“
Mögliche Ursache
Wenn im Leerlauf beim Schalten von „N“ nach „D“ eine Schaltverzögerung von 2 s
oder mehr auftritt oder ein übermäßiger Schaltstoß spürbar wird, ist die Ursache
wahrscheinlich ein falscher Druck oder eine Fehlfunktion der Rückwärtskupplung.
Stellgliedprüfung
• Rückwärtsgang-Kupplungsdruck
nicht i.O.
• Niedrig-/Rückwärtsgang-Bremsdruck
nicht i.O.
• Niedrig-/Rückwärtsgang-Magnetventil nicht i.O.
• Fehlfunktion Rückwärtskupplung
• Fehlfunktion Niedrig-/Rückwärtsgangbremse
• Fehlfunktion Schaltplatte
• Fehlfunktion Leerlaufpositionsschalter
nicht i.O.
Niedrig-/Rückwärtsgang-Magnetventil ersetzen.
• Niedrig-/Rückwärtsgang-Magnetventil
Wenn das Betriebsgeräusch zu hören ist, funktioniert das Magnetventil ordnungsgemäß.
OK
Beim Starten
Schaltstoß tritt vorübergehend auf
Wann tritt der Schaltstoß auf?
Beim Schalten
nicht i.O.
Ja
Hydraulikdruck prüfen
• Nach “R” schalten und Rückwärtskupplungsdruck prüfen.
Diagnosegerät-Datenliste
OK: Wechselt von “An” zu “Aus”, wenn das
Gaspedal betätigt wird.
OK
Rückwärtskupplung und Niedrig-/Rückwärtsgangbremse prüfen
• Getriebe ausbauen und Schaltplattendeckel
sowie Schaltplatte abbauen.
• Ölbohrungen der Rückwärtskupplung und der
Niedrig-/Rückwärtsgangbremse im Getriebegehäuse mit Druckluft ausblasen. Die Kolben
müssen sich dabei bewegen und der Druck
gehalten werden.
nicht i.O.
OK
OK
Schaltplatte zerlegen, reinigen und zusammenbauen.
• Besonders auf lockere Schrauben und
beschädigte oder verrutschte O-Ringe,
Ventile und Schaltplatten achten.
• Wenn der Schaden nicht behoben werden
kann, Schaltplatte ersetzen.
Rückwärtskupplung und Niedrig-/Rückwärtsgangbremse prüfen
• Oberfläche auf Überhitzung und
Kolbendichtringe auf Beschädigungen prüfen.
CORUS-13
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-46 AUTOMATIKGETRIEBE
Prüfverfahren 9
Schaltverzögerung und Schaltstoß beim Wechsel von „N“ nach „R“
Wenn im Leerlauf beim Schalten von „N“ nach „R“ eine Schaltverzögerung von 2 s
oder mehr auftritt oder ein übermäßiger Schaltstoß spürbar wird, ist die Ursache
wahrscheinlich ein falscher Druck der Rückwärtskupplung oder der Niedrig-/Rückwärtsgangbremse oder eine Fehlfunktion der Rückwärtskupplung oder der Niedrig-/
Rückwärtsgangbremse oder der Schaltplatte oder des Leerlaufpositionsschalters.
Hydraulikdruck prüfen
Mögliche Ursache
• Rückwärtsgang-Kupplungsdruck
nicht i.O.
• Druck der Niedrig- und Rückwärtsgangbremse nicht i.O.
• Fehlfunktion Niedrig-/Rückwärtsgang-Magnetventil
• Fehlfunktion Rückwärtskupplung
• Fehlfunktion Niedrig- und Rückwärtsgangbremse
• Fehlfunktion Leerlaufpositionsschalter
nicht i. O.
Leitungsdruck korrigieren.
• Nach „R“ und „D“ schalten und Hydraulikdruck der einzelnen Elemente prüfen.
OK
Beim Starten
Wann tritt der Schaltstoß auf?
Schaltplatte zerlegen, reinigen und zusammenbauen.
Beim Starten
Ölpumpe ersetzen
(die Ölpumpe kann nicht ersetzt werden).
CORUS-13
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
• Besonders auf lockere Schrauben und beschädigte oder verrutschte O-Ringe, Ventile
und Schaltplatten achten.
• Wenn der Schaden nicht behoben werden
kann, Schaltplatte ersetzen.
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-47
Prüfverfahren 10
Schaltstöße und abrupte Drehzahlzunahme
Mögliche Ursache
Wenn während der Fahrt beim Herauf- oder Herunterschalten Schaltstöße auftreten
oder die Motordrehzahl abrupt zunimmt, ist die Ursache wahrscheinlich ein falscher
Leitungsdruck oder eine Fehlfunktion eines Magnetventils, der Schaltplatte oder
einer Bremse oder Kupplung.
Stellgliedprüfung
•
•
•
•
•
Leitungsdruck nicht i.O.
Fehlfunktion Magnetventil
Fehlfunktion Ölpumpe
Fehlfunktion Schaltplatte
Fehlfunktion einer Bremse oder
Kupplung
nicht i.O.
Magnetventil ersetzen
• Niedrig-/Rückwärtsgang-Magnetventil
• Kriechgang-Magnetventil
• Magnetventil 2. Gang
• Overdrive-Magnetventil
Wenn das Betriebsgeräusch zu hören ist,
funktioniert das Magnetventil ordnungsgemäß.
OK
Leitungsdruck korrigieren
Kupplung und Bremse prüfen
• Oberfläche auf Überhitzung und Kolbendichtringe auf Beschädigungen prüfen.
Beim Starten
Ölpumpe ersetzen
(die Ölpumpe kann nicht zerlegt werden).
Schaltplatte zerlegen, reinigen und zusammenbauen.
• Besonders auf lockere Schrauben und beschädigte oder verrutschte O-Ringe, Ventile
und Schaltplatten achten.
• Wenn der Schaden nicht behoben werden
kann, Schaltplatte ersetzen.
CORUS-14
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-48 AUTOMATIKGETRIEBE
Prüfverfahren 11
Alle Schaltpunkte zu hoch oder zu niedrig
Mögliche Ursache
Wenn alle Schaltpunkte während der Fahrt zu hoch oder zu niedrig sind, ist die Ursache wahrscheinlich eine Fehlfunktion des Abtriebswellen-Drehzahlsensors, des
Drosselklappensensors oder eines Magnetventils.
Sensorprüfung
• Fehlfunktion Abtriebswellen-Drehzahlsensor
• Fehlfunktion Drosselklappensensor
• Fehlfunktion Magnetventil
• Fehlfunktion Schaltplatte
• ECAT-Fehlfunktion
nicht i.O.
Abtriebswellen-Drehzahlsensor
• Abtriebswellen-Drehzahlsensor
OK: Signal verändert sich proportional zur
Geschwindigkeit.
OK
Sensorprüfung
nicht i.O.
• Drosselklappensensor
OK: Signal verändert sich proportional zur Gaspedalstellung.
Drosselklappensensor prüfen
OK
nicht i.O.
Stellgliedprüfung
Magnetventil ersetzen.
• Tastverhältnis Niedrig-/RückwärtsgangMagnetventil
• Tastverhältnis Kriechgang-Magnetventil
• Tastverhältnis Magnetventil 2. Gang
• Tastverhältnis Overdrive-Magnetventil
OK: siehe nachstehende Tabelle
nicht i.O.
ECAT ersetzen.
OK
Leitungsdruck korrigieren.
nicht i.O.
Schaltplatte zerlegen, reinigen und zusammenbauen.
• Besonders auf lockere Schrauben und
beschädigte oder verrutschte O-Ringe, Ventile
und Schaltplatten achten.
• Wenn der Schaden nicht behoben werden
kann, Schaltplatte ersetzen.
CORUS-15
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-49
Prüfverfahren 12
Einige Schaltpunkte
Mögliche Ursache
Wenn einige Schaltpunkte während der Fahrt zu hoch oder zu niedrig sind, ist die
Ursache wahrscheinlich eine Fehlfunktion der Schaltplatte. Es kann sich allerdings
auch um ein normales Steuerungsphänomen handeln.
Schaltet das Getriebe normalerweise
einwandfrei?
Nein
• Fehlfunktion Schaltplatte
Nein
Tritt das Problem nur auf, wenn
die ATF-Temperatur weniger als
–29 °C oder mehr als 125 °C
beträgt?
Ja
Ja
Schaltplatte zerlegen, reinigen und
zusammenbauen.
• Besonders auf lockere
Schrauben und beschädigte
oder verrutschte O-Ringe,
Ventile und Schaltplatten
achten.
• Wenn der Schaden nicht behoben werden kann, Schaltplatte ersetzen.
Es handelt sich um ein normales
Steuerungsphänomen.
CORUS-16
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-50 AUTOMATIKGETRIEBE
Prüfverfahren 13
Kein Fehlercode (schaltet nicht)
Mögliche Ursache
Wenn das Getriebe während der Fahrt nicht schaltet und kein Fehlercode gesetzt
wird, ist die Ursache wahrscheinlich eine Fehlfunktion des Park/Neutral-Positionsschalters oder eine ECAT-Fehlfunktion.
Bleibt das Getriebe bei Wählhebelstellung „D“ in Fahrstufe 3?
• Fehlfunktion Wählhebelpositionsschalter
• ECAT-Fehlfunktion
Nein
Ja
Wird das ECAT mit Backup-Strom
versorgt?
Nein
Ja
Wird das ECAT mit Strom versorgt?
Nein
Versorgungsstromkreis prüfen
• Besonders auf unterbrochene Kabelstränge, unzureichenden Steckerkontakt
und durchgebrannte Sicherungen
achten.
• Ursache für durchgebrannte Sicherungen ermitteln und Sicherungen ersetzen.
CORUS-16
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
Ja
ECAT-Eingangssignal und
Wählhebelstellung müssen
übereinstimmen.
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-51
Prüfverfahren 14
Kein Fehlercode (schaltet nicht)
Mögliche Ursache
Mäßige Beschleunigung
Wenn die Beschleunigungswerte selbst beim Herunterschalten mäßig sind, ist die
Ursache wahrscheinlich eine Fehlfunktion des Motors, einer Bremse oder einer
Kupplung.
• Fehlfunktion Motor
• Fehlfunktion Bremse/Kupplung
nicht i.O.
Motorprüfung
• Motorsteuerung, Zündung, Kraftstoff- und Hauptsystem prüfen.
Instandsetzen, ersetzen
OK
Bremse oder Kupplung prüfen
• Oberfläche auf Überhitzung und Kolbendichtringe auf
Beschädigungen prüfen.
CORUS-18
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-52 AUTOMATIKGETRIEBE
Prüfverfahren 15
Vibrationen
Mögliche Ursache
Wenn bei konstanter Geschwindigkeit oder beim Beschleunigen / Verzögern in der
höchsten Fahrstufe Vibrationen auftreten, ist die Ursache wahrscheinlich ein falscher
Druck der Dämpferkupplung oder eine Fehlfunktion des Motors, des Drehmomentwandler-Magnetventils, des Drehmomentwandlers oder der Schaltplatte.
Stellgliedprüfung
• Fehlfunktion Motor
• Dämpfer-Kupplungsdruck nicht i.O.
• Fehlfunktion DrehmomentwandlerMagnetventil
• Fehlfunktion Schaltplatte
nicht i.O.
Dämpferkupplungs-Magnetventil ersetzen.
• Dämpferkupplungs-Magnetventil
Wenn das Betriebsgeräusch zu hören ist, funktioniert das
Magnetventil ordnungsgemäß.
OK
Tritt das Problem auch dann auf, wenn der Kabelstecker
des ATF-Temperatursensors abgeklemmt wird?
Ja
• Motorsteuerung, Zündung, Kraftstoff- und Hauptsystem prüfen.
Nein
nicht i.O.
Hydraulikdruck prüfen
• Druck der Dämpferkupplung prüfen
Schaltplatte zerlegen, reinigen und zusammenbauen.
• Besonders auf lockere Schrauben und beschädigte oder verrutschte O-Ringe, Ventile und
Schaltplatten achten.
• Wenn der Schaden nicht behoben werden kann,
Schaltplatte ersetzen.
OK
Drehmomentwandler ersetzen
CORUS-19
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
Motorprüfung
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-53
BESCHREIBUNG
HYDRAULIKKREISLAUF AUTOMATIKGETRIEBE
Park und Neutral
EKA9050G
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-54 AUTOMATIKGETRIEBE
1. Gang
EKA9050H
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-55
2. Gang
EKA9050I
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-56 AUTOMATIKGETRIEBE
3. Gang
EKA9050J
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-57
4. Gang
EKA9050K
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-58 AUTOMATIKGETRIEBE
Rückwärtsgang
EKA9050L
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-59
Schnittansicht
ACV042001
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
Rückwärtskupplung
Overdrive-Planetenradsatz
Bremse 2. Gang
Niedrig-/Rückwärtsgangbremse
Abtriebs-Planetenradsatz
Getriebegehäuse
Verteilerantriebsrad
Kriechgangkupplung
Drehmomentwandler
Dämpferkupplung
Antriebswelle
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
19.
20.
21.
22.
Ölpumpe
Wandlergehäuse
Differential
Verteilerabtriebsrad
Direkt-Planetenradsatz
Direktkupplung
Reduzierbremse
Freilaufkupplung
Abtriebswelle
Hinterer Deckel
Overdrive-Kupplung
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-60 AUTOMATIKGETRIEBE
WARTUNG AM FAHRZEUG
Automatikgetriebe
Automatikgetriebeflüssigkeit prüfen
1. Fahrzeug fahren, bis die Automatikgetriebeflüssigkeit Betriebstemperatur (70 – 80 °C) erreicht hat.
2. Fahrzeug auf ebenem Untergrund abstellen.
3. Wählhebel nacheinander in alle Stellungen bringen,
um den Drehmomentwandler und die Hydraulikkreise mit Flüssigkeit zu füllen. Wählhebel anschließend in die Stellung „N“ bringen.
4. Bereich um den ATF-Peilstab reinigen und Peilstab
herausziehen, um den Zustand der Flüssigkeit zu
prüfen.
Achtung
Es darf nur die o.g. Ölspezifikation verwendet
werden. Andere Öle, wie z.B. DEXRON-II beeinträchtigen die Schaltfunktion des Getriebes.
Hinweis
Wenn die Flüssigkeit verbrannt riecht, deutet dies
auf eine Verunreinigung durch Feinstpartikel aus
den Buchsen und Reibflächen hin. Eine Überholung
des Getriebes kann unter diesen Umständen
erforderlich sein.
5. Prüfen, ob die Flüssigkeit bis zur Peilstabmarkierung „HOT“ reicht und Flüssigkeitsstand bei
Bedarf korrigieren.
ATF-Spezifikation:
GENUINE DIAMOND ATF SP-II M
Hinweis
Wenn der Flüssigkeitsstand zu niedrig ist, saugt die
Ölpumpe Luft mit der Flüssigkeit an, so daß es zu
Blasenbildung innerhalb des Hydraulikkreislaufs
kommt. Dies führt wiederum zu einem Absinken
des Hydraulikdrucks, wodurch sich die Schaltpunkte verschieben und die Bremsen und Kupplungen durchrutschen.
Bei einem zu hohen Füllstand wird die Flüssigkeit
von den Zahnrädern zu Schaum geschlagen, was
dieselben Folgen wie ein zu niedriger Füllstand hat
(s. oben).
In beiden Fällen können die Lufteinschlüsse zu
Überhitzung und Oxidation der Flüssigkeit führen,
wodurch die Funktion der Ventile, Kupplungen und
Bremsen beeinträchtigt wird. Des weiteren kann
beim Aufschäumen Flüssigkeit durch die Getriebeentlüftung austreten und irrtümlicherweise auf
eine Undichtheit schließen lassen.
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
6. Peilstab fest einsetzen.
7. Nach dem Überholen des Getriebes sowie nach
dem Einsatz des Fahrzeugs unter erschwerten Bedingungen müssen die Filterelemente stets ausgewechselt werden. Die Beschreibung der Arbeitsschritte für den Aus- und Einbau befindet sich auf
den nachfolgenden Seiten.
Bei den Filtern handelt es sich um Spezialfilter, die
nur bei Automatikgetrieben Verwendung finden.
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-61
Anzugsdrehmoment: 32 Nm
Automatikgetriebeflüssigkeit ersetzen
Flüssigkeit mit einer Wechselstation wechseln, falls vorhanden. Andernfalls nachstehendes Verfahren befolgen.
6. Neue Flüssigkeit durch den Einfüllstutzen einfüllen.
Achtung
Getriebe nicht überfüllen.
7. Schritt 2 wiederholen.
Hinweis
Alte Flüssigkeit auf Verunreinigungen prüfen. Falls
Verunreinigungen vorhanden sind, Schritte 6 und 7
wiederholen.
EKA9009E
1. Verbindungsschlauch zwischen Getriebe und Ölkühler (im Kühler) abziehen.
2. Motor starten und Flüssigkeit ablaufen lassen.
Betriebsbedingungen:
Fahrstufe “N„ bei Leerlaufdrehzahl
Achtung
Der Motor muß spätestens 1 Minute nach dem
Anlassen wieder abgestellt werden. Ist die
Flüssigkeit bereits vor diesem Zeitpunkt vollständig abgelaufen, Motor sofort abstellen.
8. Neue Flüssigkeit durch den Einfüllstutzen einfüllen.*
9. Unter 1. gelösten Verbindungsschlauch befestigen
und Ölpeilstab fest einsetzen.
10. Motor starten und 1 bis 2 Minuten mit Leerlaufdrehzahl laufenlassen.
11. Wählhebel nacheinander in alle Stellungen und
anschließend in Stellung „N“ bringen.
12. Fahrzeug fahren, bis die Automatikgetriebeflüssigkeit Betriebstemperatur (70 – 80 °C) erreicht hat
und Füllstand erneut prüfen. Die Flüssigkeit muß
bis zur Peilstabmarkierung „HOT“ reichen.
13. Ölpeilstab fest in den Einfüllstutzen einsetzen.
* Ölwechselmenge ca. 5,0 Liter
EKA9059A
3. Ablaßschraube aus der Getriebeunterseite herausdrehen und Flüssigkeit in einem geeigneten Behälter auffangen.
4. Ölfilter ersetzen.
5. Ablaßschraube und Dichtung einsetzen und mit dem
vorgeschriebenen Drehmoment festziehen.
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-62 AUTOMATIKGETRIEBE
Ölfilter ersetzen
Durchgangsprüfung Wählhebelpositionsschalter
1. Luftfilter abbauen und ATF-Filter mit einem
geeigneten Filterschlüssel lösen.
Klemmen-Nr.
Position
6
5
4
P
3
2
1
10
O
7
O
O
O
O
O
O
O
O
8
O
O
R
N
D
2
L
9
O
O
O
O
O
EKA9009C
2. Getriebegehäuse reinigen.
3. Gehäuseseitige Dichtfläche gründlich reinigen.
4. O-Ring des neuen Ölfilters dünn mit frischer ATF
benetzen.
5. ATF-Filter anbauen.
Anzugsdrehmoment: 11 – 13 Nm
6. ATF-Füllstand prüfen und bei Bedarf korrigieren.
EKA9002A
O-Ring
ACV042111
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
ACV042020
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-63
Wählhebelpositionsschalter und Schaltzug
einstellen
1. Wählhebel in die Stellung „N“ bringen.
2. Befestigungsmutter zwischen Schaltzug und manuellem Steuerhebel lösen, um die beiden Bauteile zu
trennen.
3. Manuellen Steuerhebel in die Stellung „Neutral“
bringen.
EKA9003B
Steuerkomponenten des Automatikgetriebes
prüfen
1. ATF-Temperatursensor prüfen
(1) ATF-Temperatursensor ausbauen.
(2) Widerstand zwischen den Steckerklemmen 1 und 2
des ATF-Temperatursensors messen.
Standardwerte:
EKA9002C
4. Befestigungsschrauben des Wählhebelpositionsschalter-Gehäuses lösen und Gehäuse so drehen,
daß die Bohrung des manuellen Steuerhebels mit
der Bohrung des WählhebelpositionsschalterGehäuses fluchtet (siehe Schnittzeichnung A-A).
5. Befestigungsschrauben des Wählhebelpositionsschalter-Gehäuses mit dem spezifizierten Drehmoment festziehen. Darauf achten, daß sich die
Lage des Schaltergehäuses dabei nicht verändert.
ATF-Temperatur (°C)
Widerstand (KΩ)
0
60
80
100
16,7 – 20,5
1,98
1,08
0,57 – 0,69
10-12 Nm
Befestigungsschrauben
AN7021059
A
A
Manueller Steuerhebel
Schnitt A-A
Bohrung
Manueller Steuerhebel
Flanschbohrung
Schaltergehäuse
2. Geschwindigkeitssensor prüfen
(1) Geschwindigkeitssensor ausbauen und 3 – 10 KΩ
Widerstand anklemmen (siehe Abbildung).
(2) Welle des Geschwindigkeitssensors drehen und
prüfen, ob zwischen den Klemmen 1 und 2 Spannung anliegt (1 Drehung = 4 Impulse).
EKA9003A
6. Schaltzug vorsichtig in Pfeilrichtung ziehen und
Mutter festziehen.
7. Sicherstellen, daß sich der Wählhebel in der
Stellung „N“ befindet.
8. Sicherstellen, daß die einzelnen Fahrstufen des
Getriebes mit den jeweiligen Wählhebelpositionen
übereinstimmen.
EKA9004B
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-64 AUTOMATIKGETRIEBE
3. A/T-Steuerrelais ausbauen und prüfen, ggf. ersetzen.
A/T-Steuerrelais
Das Steuerrelais versorgt die Magnetventile mit Strom.
Sobald das A/T-Steuerrelais aktiviert wird, werden die
Magnetventile direkt an B+ gelegt und die einzelnen
Magnetventile aktiviert, wenn das ECAT die gegenüberliegende Klemme an Masse legt (s. Massesteuerung).
Im Notlaufmodus wird die Stromzufuhr unterbrochen,
um das Getriebe in Fahrstufe 3 zu sperren.
4. Magnetventil prüfen
(1) Schaltplattendeckel abbauen.
(2) Kabelstecker der einzelnen Magnetventile abklemmen.
OverdriveMagnetventil
KriechgangMagnetventil
Magnetventil
2. Gang
Niedrig- und
RückwärtsgangMagnetventil!
Magnetventil
Dämpferkupplung
Magnetventil
Kabelfarbe
Gehäusefarbe
Frequenz
KriechgangMagnetventil
Weiß, Rot, Rot
Schwarz
61,27 Hz
OverdriveMagnetventil
Orange, Rot
Schwarz
61,27 Hz
Niedrig-/
RückwärtsgangMagnetventil
Braun, Gelb
milchig
Weiß
61,27 Hz
Magnetventil
2. Gang
Grün, Rot, Rot
milchig
Weiß
61,27 Hz
DämpfungskupplungMagnetventil
Blau, Gelb,
Gelb
Schwarz
34,64 Hz
ATFTemperatursensor
Schwarz, Rot
Schwarz
(4) Wenn das Ergebnis nicht der Spezifikation entspricht, Magnetventil ersetzen.
Hinweis
Widerstand Magnetventil-Kabelstecker.
Klemmen
7 & 10
Magnetventil Dämpferkupplung
10 & 6
Niedrig- und Rückwärtsgang-Magnetventil
9&4
Magnetventil 2. Gang
9&3
Kriechgang-Magnetventil
9&5
Overdrive-Magnetventil
EKA9005C
(3) Widerstand zwischen den Klemmen 1 und 2 des
jeweiligen Magnetventils messen.
Bezeichnung
Widerstand
Magnetventil Dämpferkupplung
2,7 – 3,4 Ω
(bei 20 °C)
Niedrig- und Rückwärtsgang-Magnetventil
Bezeichnung
Widerstand
2,7 – 3,4 Ω
(bei 20 °C)
Magnetventil 2. Gang
Kriechgang-Magnetventil
Overdrive-Magnetventil
Auslaßbohrung
Zur Kupplung
Einlaßbohrung
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
EKA9017B
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-65
Drehmomentwandler-Festbremsdrehzahl prüfen
Bei dieser Prüfung wird die Festbremsdrehzahl in den
Fahrstufen „D“ und „R“ gemessen. Auf diese Weise
wird die Funktion des Drehmomentwandlers, des Anlassers und der Freilaufkupplung sowie die Haltefähigkeit der Kupplungen und Bremsen im Inneren des Getriebes geprüft.
Niedrig- und
KriechgangRückwärtsgangkupplung kupplung
Rückwärtskupplung
Drehmomentwandler
(6) Wählhebel in die Stellung „R“ bringen und Prüfung
wiederholen.
Standard-Festbremsdrehzahl:
2.100 – 2.600 min-1
a. Festbremsdrehzahl in beiden Fahrstufen („D“
und „R“) zu hoch
· Leitungsdruck zu gering
· Schlupf der Niedrig-/Rückwärtsgangbremse
b. Festbremsdrehzahl nur in Fahrstufe „D“ zu hoch
· Schlupf der Kriechgangkupplung
c. Festbremsdrehzahl nur in Fahrstufe „R“ zu hoch
· Schlupf der Rückwärtsgangkupplung
d. Festbremsdrehzahl in beiden Fahrstufen („D“
und „R“) zu gering
· Fehlfunktion Drehmomentwandler
· Motorleistung zu gering
BRS042005
Vorsicht
Während dieser Prüfung dürfen sich vor und
hinter dem Fahrzeug keine Personen aufhalten.
(1) ATF-Füllstand und –Temperatur sowie Kühlmitteltemperatur prüfen.
· Füllstand: An der Peilstabmarkierung „HOT“
· ATF-Temperatur: 80 – 100 °C
· Kühlmitteltemperatur: 80 – 100 °C
(2) Hinterräder mit Keilen festsetzen.
(3) Handbremse bei vollständig durchgetretenem
Bremspedal ziehen.
(4) Motor starten.
(5) Wählhebel in die Stellung „D“ bringen, Gaspedal
vollständig durchtreten und Höchstdrehzahl notieren.
Achtung
(1) Nicht länger als 8 Sekunden Vollgas geben.
(2) Wenn die Prüfung der Festbremsdrehzahl
mehrmals durchgeführt wird, Schalthebel
zwischendurch in die Stellung „N“ bringen
und Motor mit 1.000 min-1 laufenlassen, um
die Getriebeflüssigkeit abkühlen zu lassen.
Standard-Festbremsdrehzahl:
2.100 – 2.600 min-1
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-66 AUTOMATIKGETRIEBE
Hydraulikdruck prüfen
(1) Motor warmlaufen lassen, bis die ATF-Temperatur
80 – 100 °C beträgt.
(2) Fahrzeug so aufbocken, daß die Räder frei drehen
können.
(3) Spezialwerkzeug (Öldruckmeßgerät) an die einzelnen Ausgangskanäle anschließen.
(4) Hydraulikdruck an den einzelnen Kanälen unter den
in Tabelle spezifizierten Bedingungen messen.
(5) Wenn ein Wert nicht der Spezifikation entspricht,
Problem anhand der Diagnosetabelle beheben.
Rückwärtsgang
Overdrive
EKA9007C
Niedrig-/
Rückwärtsgang
Kriechgang
2. Gang
ATF-Ablaßschraube
EKA9007A
DA
DR
EKA9007B
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-67
Standardwerte Hydraulikdruckprüfung
Meßbedingungen
Spezifizierter Hydraulikdruck (kPa)
Wählhebelstellung
Fahrstufe
Drehzahl
(min-1)
Druck
Kriechgangkupplung
Druck
Rückwärtskupplung
Druck
OverdriveKupplung
Druck
Niedrig-/
Rückwärtsgangbremse
Druck
Bremse
2. Gang
Druck
Drehmomentwandler
P
-
2.500
-
-
-
265 – 343
-
216 – 363
R
Rückwärtsgang
2.500
-
1.270 – 1.770
-
1.270 – 1.770
-
500 – 700
N
Neutral
-
-
-
-
265 – 343
-
216 – 363
D
1. Gang
2.500
1.010 – 1.050
-
-
1.010 – 1.050
-
500 – 700
2. Gang
2.500
1.010 – 1.050
-
-
-
1.010 – 1.050
500 – 700
3. Gang
2.500
785 – 883
-
785 - 883
-
-
450 – 650
-
-
785 - 883
-
785 - 883
450 – 650
4. Gang
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-68 AUTOMATIKGETRIEBE
Diagnosetabelle Hydraulikdruckprüfung
Fehlersymptom
Alle Hydraulikdrücke zu hoch
Mögliche Ursache
Schaltzug falsch eingestellt
Fehlfunktion Regelventil
Alle Hydraulikdrücke zu niedrig
Schaltzug falsch eingestellt
Fehlfunktion Ölpumpe
Interner Ölfilter verstopft
Externer Ölfilter verstopft
Ölkühler verstopft
Fehlfunktion Regelventil
Fehlfunktion Sicherheitsventil
Schaltplatte falsch eingebaut
Hydraulikdruck nur in Fahrstufe „R“ nicht i.O.
Fehlfunktion Regelventil
Ölbohrung verstopft
Schaltplatte falsch eingebaut
Hydraulikdruck nur in Fahrstufe „D“ („Hold“-Schalter in
Stellung „ON“) oder in Fahrstufe „4“ nicht i.O.
Fehlfunktion Regelventil
Ölbohrung verstopft
Schaltplatte falsch eingebaut
Fehlfunktion Overdrive-Magnetventil
Fehlfunktion Overdrive-Druckregelventil
Fehlfunktion Regelventil
Fehlfunktion Schaltventil
Ölbohrung verstopft
Schaltplatte falsch eingebaut
Nur Kriechgang-Hydraulikdruck nicht i.O.
Fehlfunktion Öldichtung K
Fehlfunktion Öldichtung L
Fehlfunktion Öldichtung M
Fehlfunktion Kriechgang-Magnetventil
Fehlfunktion Kriechgang-Druckregelventil
Fehlfunktion Kugelventil
Ölbohrung verstopft
Schaltplatte falsch eingebaut
Nur Rückwärtsgang-Hydraulikdruck nicht i.O.
Fehlfunktion Öldichtung A
Fehlfunktion Öldichtung B
Fehlfunktion Öldichtung C
Ölbohrung verstopft
Schaltplatte falsch eingebaut
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-69
Fehlersymptom
Nur Overdrive-Hydraulikdruck nicht i.O.
Mögliche Ursache
Fehlfunktion Öldichtung D
Fehlfunktion Öldichtung E
Fehlfunktion Öldichtung F
Fehlfunktion Overdrive-Magnetventil
Fehlfunktion Overdrive-Druckregelventil
Fehlfunktion Kugelventil
Ölbohrung verstopft
Schaltplatte falsch eingebaut
Nur Overdrive-Hydraulikdruck nicht i.O.
Fehlfunktion Öldichtung I
Fehlfunktion Öldichtung J
Fehlfunktion Niedrig-/Rückwärtsgang-Magnetventil
Fehlfunktion Niedrig-/Rückwärtsgang-Druckregelventil
Fehlfunktion Schaltventil
Fehlfunktion Schaltventil A
Fehlfunktion Kugelventil
Ölbohrung verstopft
Schaltplatte falsch eingebaut
Nur Hydraulikdruck 2. Gang nicht i.O.
Fehlfunktion Öldichtung G
Fehlfunktion Öldichtung H
Fehlfunktion Öldichtung O
Fehlfunktion Magnetventil 2. Gang
Fehlfunktion Druckregelventil 2. Gang
Fehlfunktion Notlaufventil B
Ölbohrung verstopft
Schaltplatte falsch eingebaut
Nur Drehmomentwandler-Hydraulikdruck nicht i.O.
Fehlfunktion Ölkühler
Fehlfunktion Öldichtung N
Fehlfunktion Dämpferkupplungs-Magnetventil
Fehlfunktion Dämpferkupplung-Regelventil
Fehlfunktion Drehmomentwandler-Druckregelventil
Ölbohrung verstopft
Hydraulikdruck liegt an nicht betriebener Komponente an
Schaltplatte falsch eingebaut
Schaltzug falsch eingestellt
Fehlfunktion manuelles Ventil
Fehlfunktion Kugelventil
Schaltplatte falsch eingebaut
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-70 AUTOMATIKGETRIEBE
Probefahrt
Nr.
Ausgangszustand
Aktion
Prüfwert
Prüfgegenstand
1
Zündung: AUS
Zündung:
(1) AN
Batteriespannung
Steuerrelais
2
Zündung: AN
Motor: AUS
Wählhebelstellung: P
Wählhebelstellung:
(1) P, (2) R,
(2) N, (4) D
(6) 2, (7) L
(1) P, (2) R, (3) N,
(4) D, (6) 2,
(7) L
Wählhebelpositionsschalter
Bremspedal:
(1) getreten
(2) nicht getreten
Bremslichtschalter
(1) AN
(2) AUS
3
Zündschalter: ST
Motor: AUS
Startprüfung bei
Wählhebelstellung P und N
Starten muß möglich sein
Starten möglich /
unmöglich
4
Aufwärmen
ca. 15 Minuten fahren, so
daß die ATF 70 – 90 °C
erreicht
Steigt kontinuierlich bis
70 – 90 °C an
ATF-Temperatursensor
5
Motor: Leerlauf
Wählhebelstellung: N
A/C-Schalter
(1) AN
(2) AUS
(1) AN
(2) AUS
Gaspedal
(1) nicht getreten
(2) halb getreten
(1) AN
(2) AUS
Doppeldruckschalter
Leerlaufstellung
(1) 600 – 900 min-1
Kurbelwinkel-sensor
(2) steigt kontinuierlich von
(1) an
Wählhebelstellung
(1) N -> D
(2) N -> R
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
(1) Datenänderungen
Keine Schaltstöße
Datenaustausch mit PCM
Verzögerung max. 2s
Fehlfunktion beim Starten
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-71
Nr.
6
Ausgangszustand
Wählhebelstellung: N
(Auf gerader und ebener
Fahrbahn durchführen)
Aktion
Wählhebelstellung und
Geschwindigkeit
(1) Leerlauf in Fahrstufe L
(Fahrzeug steht)
(2) Fahrt bei konstant
10 km/h in Stellung L
(3) Fahrt bei konstant
30 km/h in Stellung 2
(4) Fahrt mit 50 km/h in
Stellung D („Hold“Schalter „ON“
(5) Fahrt bei konstant
50 km/h in Stellung D
(Jeder Zustand muß für
eine Dauer von mindestens 10s beibehalten
werden)
Prüfwert
Prüfgegenstand
(2) 1. Gang, (4) 3. Gang,
(3) 2. Gang, (6) 4. Gang
Schaltbedingung
(2) 0%, (4) 100%,
(3) 100%, (6) 100%
Niedrig-/RückwärtsgangMagnetventil
(2) 0%, (3) 0%
(4) 0%, (6) 100%
Kriechgang-Magnetventil
(2) 100%, (3) 100%
(4) 0%, (6) 0%
Magnetventil 2. Gang
(2) 100%, (3) 100%,
(4) 0%, (6) 0%
Overdrive-Magnetventil
(1) 0 km/h (4) 50 km/h
Geschwindigkeits-sensor
(4) 1.800 – 2.100 min-1
Antriebswellen-Drehzahlsensor
(4) 1.800 – 2.100 min-1
Abtriebswellen-Drehzahlsensor
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-72 AUTOMATIKGETRIEBE
Nr.
7
Ausgangszustand
Wählhebelstellung: D
(Auf gerader und ebener
Fahrbahn durchführen)
Wählhebelstellung: D
(Auf gerader und ebener
Fahrbahn durchführen)
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
Aktion
Prüfwert
Prüfgegenstand
(1) Bis zum 4. Gang beschleunigen bei einer
Ausgangsspannung
des Drosselklappensors
von 1,5 V (Öffnungswinkel 30°)
(2) Sanft bis zum Stand
verzögern
(3) Bis zum 4. Gang beschleunigen bei einer
Ausgangsspannung
des Drosselklappensors
von 2,5 V (Öffnungswinkel 50°)
(4) Bei 60 km/h im 4. Gang
„Hold“-Schalter in
Stellung „ON“ bringen
(5) Bei 40 km/h im 3. Gang
in Fahrstufe 2 herunterschalten
(6) Bei 20 km/h im 2. Gang
nach „L“ herunterschalten
Bei (1), (2) und (3) muß der
abgelesene Wert mit dem
spezifizierten Abtriebswellendrehmoment identisch sein und es dürfen
keine Schaltstöße auftreten.
Bei (4), (5) und (6) muß
das Herunterschalten unmittelbar nach dem Schaltvorgang erfolgen.
Fehlfunktion beim Schalten
(1) Bis zum 4. Gang beschleunigen bei einer
Ausgangsspannung
des Drosselklappensors
von 1,5 V (Öffnungswinkel 30°)
(2) Sanft bis zum Stand
verzögern
(3) Bis zum 4. Gang beschleunigen bei einer
Ausgangsspannung
des Drosselklappensors
von 2,5 V (Öffnungswinkel 50°)
(4) Bei 60 km/h im 4. Gang
„Hold“-Schalter in
Stellung „ON“ bringen
(5) Bei 40 km/h im 3. Gang
in Fahrstufe 2 herunterschalten
(6) Bei 20 km/h im 2. Gang
nach „L“ herunterschalten
Bei (1), (2) und (3) muß der
abgelesene Wert mit dem
spezifizierten Abtriebswellendrehmoment identisch sein und es dürfen
keine Schaltstöße auftreten.
Bei (4), (5) und (6) muß
das Herunterschalten unmittelbar nach dem Schaltvorgang erfolgen.
Schaltpunkte zu hoch oder
zu niedrig
Schaltet nicht
Schaltet nicht von 1 nach 2
bzw. von 2 nach 1
Schaltet nicht von 2 nach 3
bzw. von 3 nach 2
Schaltet nicht von 3 nach 4
bzw. von 4 nach 3
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-73
Nr.
8
Ausgangszustand
Wählhebelstellung: N
(Auf gerader und ebener
Fahrbahn durchführen)
Aktion
Wählhebel in die Stellung
„R“ bringen
Konstant 10 km/h fahren
Prüfwert
Im Rückwärtsgang muß
das Verhältnis der Ausgangssignale von Ab- und
Antriebswellen-Drehzahlsensor mit dem Untersetzungsverhältnis der
Fahrstufe identisch sein.
Prüfgegenstand
Schaltet nicht
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-74 AUTOMATIKGETRIEBE
Einstellverfahren
Axialspiel der Bremsreaktionsplatte einstellen
Druckscheibe der Niedrig-/Rückwärtsgangbremse mit
dem Spezialwerkzeug ersetzen und Bremsscheibe,
Bremslamelle und Sprengring anbauen (siehe Abbildung). Reaktionsplatte und gebrauchten Sprengring
anbauen.
Spezialwerkzeug auf und ab bewegen, um das Axialspiel zu messen. Sprengring ersetzen, um das Axialspiel gemäß Spezifikation einzustellen.
(„SPRENGRINGE UND EINSTELLSCHEIBEN“, siehe
Seite 42A-09)
Zulässiges Spiel: 0 – 0,16 mm
Reaktionsplatte
Sprengring
09456-39100
09456-39100
EKA9011E
Axialspiel der Niedrig-/Rückwärtsgangbremse
einstellen
Getriebe in den Rückwärtsgang schalten und Meßuhr
befestigen.
Spezialwerkzeug auf und ab bewegen, um das Axialspiel zu messen.
Zulässiges Spiel: 1,65 – 2,11 mm
09456-39100
EKA9011A
Axialspiel der Bremse 2. Gang einstellen
Druckscheibe der Bremse 2. Gang mit dem Spezialwerkzeug ersetzen und Bremsscheibe sowie Bremslamelle anbauen (siehe Abbildung).
Rückholfeder, Bremskolben 2. Gang und Sprengring
anbauen.
Spezialwerkzeug auf und ab bewegen, um das Axialspiel zu messen.
Zulässiges Spiel: 1,09 – 1,55 mm
EKA9011D
Druckscheibe auswählen, deren Stärke innerhalb der
folgenden Werte liegt:
(A (Spiel) + Stärke des Spezialwerkzeugs – 2,11) bis
(A (Spiel) + Stärke des Spezialwerkzeugs – 1,65)
(„SPRENGRINGE UND EINSTELLSCHEIBEN“, siehe
Seite 42A-09)
09456-39100
EKA9011B
Druckscheibe auswählen, deren Stärke innerhalb der
folgenden Werte liegt:
(A (Spiel) + Stärke des Spezialwerkzeugs – 1,55) bis
(A (Spiel) + Stärke des Spezialwerkzeugs – 1,09)
(„SPRENGRINGE UND EINSTELLSCHEIBEN“, siehe
Seite 42A-09)
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
09456-39100
09456-39100
EKA9011F
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-75
#8
#7
#6
#5
#4
#3
#2
#1
EKA9012A
Tabelle: Anlauf- und Distanzscheiben
Außendurchmesser
(mm)
Innendurchmesser
(mm)
Stärke
(mm)
Kennzeichnung
Außendurchmesser
(mm)
Innendurchmesser
(mm)
Stärke
(mm)
Kennzeichnung
59
47
1,8
#1
48,9
37
1,6
#8
59
47
2,0
#1
48,9
37
1,7
#8
59
47
2,2
#1
48,9
37
1,8
#8
59
47
2,4
#1
48,9
37
1,9
#8
59
47
2,6
#1
48,9
37
2,0
#8
59
47
2,8
#1
48,9
37
2,1
#8
49
36
3,6
#2
48,9
37
2,2
#8
49
36
3,6
#3
48,9
37
2,3
#8
45,3
31
3,3
#4
48,9
37
2,4
#8
49
36
3,6
#5
48,9
37
2,5
#8
49
36
3,6
#6
48,9
37
2,6
#8
59
37
2,8
#7
-
37
-
#8
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-76 AUTOMATIKGETRIEBE
Axialspiel des Kriechgang-Zentralrads
einstellen
Gebrauchte Anlaufscheibe #8 einbauen und hinteren
Deckel anbauen. Kriechgang-Zentralrad auf und ab bewegen, um das Axialspiel zu messen. Anlaufscheibe #8
ersetzen, um das Axialspiel gemäß Spezifikation einzustellen.
Schrauben lösen und Schweißdraht entfernen.
Stärke (T) des zusammengedrückten Schweißdrahts
mit einer Mikrometerschraube messen. Anlaufscheibe
auswählen, deren Stärke zwischen den folgenden
Werten liegt:
Standardwert: (T+0,045 mm) bis (T+0,105 mm)
KriechgangZentralrad
KriechgangKupplungsnabe
EKA9013C
EKA9013A
Zulässiges Spiel: 0,25 – 0,45 mm
Hinweis
Der Einbau der Kriechgang-Kupplungsnabe erleichtert das Messen des Spiels des KriechgangZentralrads.
Vorspannung des Differentialgehäuses einstellen
Schweißdraht (ca. 10 mm lang, Durchmesser 3 mm)
am Drehmomentwandlergehäuse befestigen (siehe
Abbildung).
EKA9013B
Drehmomentwandlergehäuse ohne Dichtmittel an das
Getriebe anbauen und Befestigungsschrauben festziehen.
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-77
ZERLEGUNG, PRÜFUNG UND ZUSAMMENBAU
Automatikgetriebe
10-12
20-26
Alle Teile während des Zusammenbaus
dünn mit ATF bestreichen.
N
27-33
N
N
11-13
N
4-6
20-26
60-80
5-7
60-80
8-10
Drehmoment (Nm)
ACV042011
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
Drehmomentwandler
Rollstopper-Halterung
Kabelstranghalterung
Schaltzughalterung
Peilstab
Hohlschraube
Ölkühler-Zufuhrleitung
Ölfilter
Antriebswellen-Drehzahlsensor
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
Abtriebswellen-Drehzahlsensor
Manueller Steuerhebel
Wählhebelpositionsschalter
Geschwindigkeitssensor
Schaltplattendeckel
Klinkenfeder manuelle Steuerwelle
Klinke manuelle Steuerwelle
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-78 AUTOMATIKGETRIEBE
9. An- und Abtriebswellen-Drehzahlsensor abbauen.
Zerlegung
Achtung
1. Das Automatikgetriebe besteht aus Präzisionsteilen. Bauteile beim Zerlegen und
Zusammenbauen nicht verkratzen oder
beschädigen.
2. Arbeitsbereich stets absolut sauber halten.
3. Für Reinigungsarbeiten nur fusselfreie
Handschuhe und Putztücher benutzen.
4. Alle ausgebauten Teile gründlich reinigen.
Metallteile mit herkömmlichen Lösemitteln
reinigen und anschließend mit Druckluft
vollständig trockenblasen.
5. Kupplungsscheiben, Anlaufscheiben aus
Kunststoff und Gummiteile mit ATF reinigen.
6. Wenn das Getriebegehäuse beschädigt
wurde, Kühlsystem ebenfalls zerlegen und
reinigen.
1.
2.
3.
4.
5.
Drehmomentwandler ausbauen.
Axialspiel der Antriebswelle messen.
Rechte und linke Rollstopper-Halterung abbauen.
Kabelstranghalterung abbauen.
Schaltzughalterung abbauen.
ACV042012
10. Manuellen Steuerhebel abbauen, dann Wählhebelpositionsschalter ausbauen.
ACV042013
11. Geschwindigkeitssensor
AV2A42114
6. Peilstab entnehmen.
7. Zufuhrleitung, Dichtung und Hohlschraube des
Ölkühlers abbauen.
8. Ölfilter und Dichtung abbauen.
ACV042014
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-79
12. Schaltplattendeckel abbauen.
Hinweis
Die Befestigungsschrauben der Schaltplatte haben
unterschiedliche Längen.
Einbaulage der einzelnen Schrauben für den Zusammenbau notieren.
15. Befestigungsschrauben der Schaltplatte entnehmen. Schrauben mit Pfeilmarkierungen (siehe
Abbildung) noch nicht entnehmen.
16. ATF-Temperatursensor ausbauen.
Diese Schrauben nicht
entnehmen!
ACV042015
13. Klinke der manuellen Steuerwelle abbauen.
Klinke
ACV042018
17. Schaltplatte, Dichtung und beide Stahlkugeln abbauen.
Hinweis
Stahlkugeln nicht verlieren!
ACV042016
14. Kabelstecker abklemmen.
Achtung
Darauf achten, daß vor dem Abnehmen der
Schaltplatte der manuelle Steuerhebel und der
Park/Neutral-Schalter abgebaut wurden, um
Beschädigungen am Getriebe zu vermeiden.
ACV042019
ACV042017
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-80 AUTOMATIKGETRIEBE
18. Sprengring des Magnetventil-Kabelstrangs entfernen.
19. Magnetventil-Kabelstrang abbauen.
ACV042022
ACV042020
20. Ölsieb ausbauen.
21. Öldichtung der Bremsklinke 2. Gang ausbauen.
Achtung
Die Öldichtung der Bremsklinke 2. Gang muß
ausgebaut werden, bevor die Getriebekomponenten aus dem Gehäuse ausgebaut werden,
andernfalls wird die Dichtung beschädigt.
1
Niedrig-/Rückwärtsgangbremse
2
Kriechgangkupplung
3
Bremse 2. Gang
4
Overdrive-Kupplung
23. Spannstift der Welle des manuellen Steuerhebels
ausbauen.
24. Welle des manuellen Steuerhebels und Stange der
Parksperrenklinke ausbauen.
Stange
Parksperrenklinke
Hebelwelle
Ölsieb
Öldichtung Bremsklinke
2. Gang
Spannstift
ACV042023
ACV0042021
25. Befestigungsschrauben des Drehmomentwandlergehäuses lösen und Gehäuse abbauen (Kunststoffhammer verwenden).
22. Druckspeicherkolben (4 Stck.), große Federn
(4 Stck.) und kleine Federn (3 Stck.) ausbauen.
ACV042025
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-81
26. Beide O-Ringe aus dem Gehäuse entnehmen.
29. Befestigungsschrauben der Ölpumpe lösen.
Achtung
Die Ölpumpe kann nicht gewartet werden und
muß komplett ersetzt werden. Pumpe nicht zerlegen, da der unsachgemäße Zusammenbau zu
Fehlfunktionen und somit zu Beschädigungen
des Getriebes führen kann.
O-Ringe
09432-33100
ACV042026
27. Differential abbauen.
ACV042029
30. Spezialwerkzeug (09452-33100) anbauen (siehe
Abbildung).
31. Ölpumpe durch gleichmäßiges Drehen der Schrauben des Spezialwerkzeugs ausbauen.
32. Ölpumpendichtung abnehmen.
ACV042027
28. Hauptölfilter ausbauen.
ACV042030
33. Ölpumpe und –leitung abbauen.
ACV042028
ACV042031
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-82 AUTOMATIKGETRIEBE
34. Drucklager #1 ausbauen.
37. Kriechgang-Kupplungsnabe ausbauen.
Drucklager
ACV042032
35. Antriebswelle festhalten und Kriechgangkupplung
zusammen mit der Antriebswelle herausziehen.
ACV042035
38. Befestigungsschrauben des hinteren Deckels lösen
und Deckel abbauen.
39. Anlaufscheibe #8 ausbauen.
40. Dichtungsringe (4 Stck.) entnehmen.
Hinweis
Hinteres Lager der Antriebswelle nicht ausbauen,
außer wenn unbedingt erforderlich. Wenn das
Lager ausgebaut wird, MUSS es ersetzt werden.
ACV042033
36. Drucklager #2 ausbauen.
ACV042041
Drucklager
41. O-Ringe (3 Stck.) entnehmen.
ACV042034
O-Ringe
ACV042042
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-83
42. Drucklager #7 ausbauen.
43. Rückwärtsgang- und Overdrive-Kupplung ausbauen.
47. Rückwärtsgang-Zentralrad ausbauen.
Drucklager
ACV042046
ACV042043
48. Sprengring des Bremskolbens 2. Gang ausbauen.
44. Drucklager #6 ausbauen.
45. Overdrive-Kupplungsnabe ausbauen.
Drucklager
ACV042047
ACV042044
49. Bremskolben 2. Gang und Rückholfeder ausbauen.
46. Drucklager #5 ausbauen.
Drucklager
ACV042048
ACV042045
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-84 AUTOMATIKGETRIEBE
50. Druckscheibe der Bremse 2. Gang ausbauen.
Anzahl
Bremsscheibe
Bremslamelle
Druckscheibe
6
5
1
54. Kriechgang-Zentralrad ausbauen.
55. Drucklager #3 ausbauen.
Drucklager
ACV042052
ACV042049
56. Sprengring der Niedrig-/Rückwärtsgang-Reaktionsplatte ausbauen.
51 Overdrive-Planetenradträger ausbauen.
ACV042053
ACV042050
57. Niedrig-/Rückwärtsgang-Reaktionsplatte und Bremsscheibe ausbauen.
52. Drucklager #4 ausbauen.
53. Abtriebs-Planetenradträger ausbauen.
ACV042054
ACV042051
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-85
58. Sprengring der Niedrig-/Rückwärtsgangbremse
ausbauen.
61. Welle der Parksperrenklinke ausbauen.
62. Distanzstück ausbauen.
63. Feder der Parksperrenklinke ausbauen (Einbaulage
für den Zusammenbau beachten).
ACV042055
ACV042058
59. Niedrig-/Rückwärtsgangbremsscheiben, Bremslamellen und Druckscheibe ausbauen.
64. Parkrollen-Haltewellen (2 Stck.) ausbauen.
65. Gehäuse der Parksperrenklinke ausbauen.
66. Parkrollenhalterung ausbauen.
ACV042056
60. Wellenfeder ausbauen.
ACV042059
67. Sprengring mit dem Spezialwerkzeug
(09453-210001, 09456-39000) ausbauen.
68. Federhalterung ausbauen.
69. Rückholfeder ausbauen.
70. Bremskolben der Niedrig-/Rückwärtsgangbremse
ausbauen (Druckluft in die Bohrung der Schaltplatte
einblasen).
09453-210001 09456-39000
ACV042057
ACV042060
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-86 AUTOMATIKGETRIEBE
71. Befestigungsschrauben des Verteilerantriebsrads
lösen.
74. Sicherungsblech der Abtriebswellenmutter umbördeln.
Hinweis
Die Sicherungsmutter der Abtriebswelle ist mit
einem Linksgewinde versehen.
ACV042061
72. Verteilerantriebsrad ausbauen.
ACV042064
75. Befestigungsmuttern des Abtriebswellen-Lagerkäfigs lösen.
ACV042062
73. Kunststoffdeckel ausbauen, falls vorhanden.
ACV042065
76. Abtriebswellen-Lagerkäfig ausbauen.
ACV042063
ACV042066
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-87
77. Abtriebswelle, Kegelrollenlager und Bund von der
Rückseite heraustreiben.
ACV042067
78. Lageraußenring und Distanzscheibe mit einem
geeigneten Werkzeug heraustreiben.
79. Sprengring ausbauen.
80. Differentiallager-Außenring und Distanzring aus
dem Gehäuse des Drehmomentwandlers ausbauen.
81. Differentiallager-Außenring aus dem Getriebegehäuse ausbauen.
Zusammenbau
Achtung
Dichtungen und Dichtringe nicht wiederverwenden. Dichtungen beim Zusammenbau
stets ersetzen.
Nur blaue oder weiße Vaseline zum Fetten
verwenden.
Reibflächen und sich drehende Bauteile mit
ATF benetzen. Neue Kupplungs- und Bremsscheiben vor dem Zusammenbau mindestens 2 h in ATF tauchen.
Dichtungen nicht mit Flüssigdichtmittel oder
Klebstoffen bestreichen.
Buchsen stets mit dem dazugehörigen Bauteil ersetzen.
Beim Zusammenbau nur fusselfreie Putzlappen oder Handschuhe verwenden.
1. Außenring des Differentiallagers mit dem Spezialwerkzeug (09500-11000 und 09532-11500) in das
Getriebegehäuse eintreiben.
09500-11000 09532-11500
ACV042070
2. Außenring des Abtriebswellenlagers mit dem
Spezialwerkzeug (09500-11000 und 09532-11500)
in das Getriebegehäuse eintreiben.
ACV042068
09500-11000
ACV042071
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-88 AUTOMATIKGETRIEBE
3. Distanzscheibe und Sprengring einbauen.
4. Kolben, Rückholfeder und Federhalter der Niedrig/Rückwärtsgangbremse einbauen.
5. Sprengring mit dem Spezialwerkzeug (0945321000) einbauen. Stärke des Sprengrings messen
und mit der Tabelle in diesem Handbuch vergleichen, um den richtigen Ring zu bestimmen.
7. Druckscheibe der Niedrig-/Rückwärtsgangbremse
mit dem Spezialwerkzeug ersetzen, dann Bremsscheiben, Bremslamellen und Sprengring einbauen.
09456-39100
Sprengring
09453-21000
ACV042073
ACV042072
8. Niedrig-/Rückwärtsgang-Reaktionsplatte und gebrauchten Sprengring einbauen.
9. Meßuhr befestigen und Spezialwerkzeug auf und
ab bewegen, um das Axialspiel zu
6. Wellenfeder einbauen.
Zulässiges Spiel: 0 – 0,16 mm
Hinweis
Während der Schritte 7 bis 9 wird das tatsächliche
Spiel zwischen den Bremsscheiben und –platten
der Niedrig-/Rückwärtsgangbremse bei gelöster
Kupplung bestimmt.
Wenn das Axialspiel nicht i.O. ist, alten Sprengring
messen und geeigneten Sprengring anhand der Tabelle
bestimmen. Axialspiel erneut messen.
Sprengring
09456-39100
ACV042074
ACV042057
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-89
10. Spezialwerkzeug abbauen.
16. Bei Bedarf geeignete Druckscheibe aus der Tabelle
auswählen und Spiel erneut messen.
Hinweis
Während der Schritte 11 bis 16 wird das tatsächliche Spiel zwischen den Bremsscheiben und
–platten des 2. Gangs bei gelöster Kupplung bestimmt.
Hinweis
Während der Schritte 18 bis 21 wird das tatsächliche Spiel zwischen den Bremsscheiben und
–platten der Niedrig-/Rückwärtsgangbremse bei
gelöster Kupplung bestimmt.
11. Bremsscheiben (4 Stck.) und Bremslamellen
(3 Stck.) einbauen.
12. Rückholfeder, Bremskolben und Sprengring der
Bremse 2. Gang einbauen.
Sprengring
09456-39100
Rückholfeder
ACV042076
ACV042074
13. Meßuhr befestigen (siehe Abbildung).
14. Auf und ab bewegen, um das Axialspiel zu messen.
15. Stärke der zu verwendenden Druckscheibe nach
der folgenden Formel berechnen:
(Meßwert + Stärke des Spezialwerkzeugs – 1,55 mm) bis
(Meßwert + Stärke des Spezialwerkzeugs – 1,09 mm)
17. Spezialwerkzeug anstelle der Druckscheibe der
Niedrig-/Rückwärtsgangbremse einbauen.
18. Bremsscheiben (6 Stck.), Bremslamellen (5 Stck.)
und Sprengring einbauen.
19. Getriebe umdrehen und Meßuhr befestigen (siehe
Abbildung).
20. Spezialwerkzeug auf und ab bewegen und Axialspiel messen.
Zulässiges Spiel: 1,09 – 1,55 mm
09456-39100
ACV042004
ACV042075
21. Um die Stärke der Druckscheibe der Niedrig-/Rückwärtsgangbremse zu bestimmen, folgende Formel
verwenden:
(Meßwert + Stärke des Spezialwerkzeugs – 2,11 mm) bis
(Meßwert + Stärke des Spezialwerkzeugs – 1,65 mm)
Zulässiger Wert: 1,65 – 2,11 mm
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-90 AUTOMATIKGETRIEBE
22. Bei Bedarf geeignete Druckscheibe mit korrekter
Stärke aus der Tabelle auswählen und Axialspiel
erneut prüfen.
23. Spezialwerkzeug ausbauen.
24. Abtriebswelle einbauen.
25. Befestigungsschrauben des Abtriebslagerkäfigs
festziehen.
27. Mit ATF benetzen und alte Sicherungsmutter mit
167 Nm festziehen. Mutter um eine vollständige
Umdrehung lösen und erneut gemäß Spezifikation
festziehen.
Sicherungsmutter nicht verstemmen, es sei denn
auf besondere Weisung.
Anzugsdrehmoment: 23 Nm
ACV042080
ACV042066
26. Bund und Kegelrollenlager der Abtriebswelle mit
dem Spezialwerkzeug (09455-33200) einbauen.
Hinweis
Die Sicherungsmutter der Abtriebswelle ist mit
einem Linksgewinde versehen.
28. Meßuhr befestigen (siehe Abbildung).
29. Abtriebswelle hin und her bewegen, um das Axialspiel zu messen.
Zulässiges Spiel: 0,01 – 0,09 mm
30. Folgende Formel verwenden, um eine geeignete
Distanzscheibe aus der Tabelle auszuwählen:
(Meßwert + Stärke der alten Distanzscheibe + 0,01 mm) bis
(Meßwert + Stärke der alten Distanzscheibe + 0,09 mm)
09455-33200
ACV042079
ACV042081
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-91
31. Staubkappe der Abtriebswelle einsetzen.
34. Parksperrenklinke, Distanzstück und Feder einsetzen, dann Welle der Parksperrenklinke einbauen.
Welle
ACV042082
ACV042084
32. Verteilerantriebsrad mit dem Spezialwerkzeug
(09500-11000) einbauen.
35. Parkrollenhalterung und beide Halterungswellen
einbauen.
09500-11000
Achtung
Darauf achten, daß das Drucklager richtig
herum eingebaut wird.
ParkrollenHaltewellen
ACV042083
33. Befestigungsschrauben des Verteilerantriebsrads
festziehen.
Anzugsdrehmoment: 19 Nm
ACV042085
ACV042061
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-92 AUTOMATIKGETRIEBE
36. Kriechgang-Zentralrad und Drucklager #3 in den
Abtriebsplanetenradträger einbauen.
39. Rückwärtsgang-Zentralrad einbauen.
Achtung
Darauf achten, daß das Drucklager richtig herum
eingebaut wird.
Drucklager #3
ACV0042046
ACV0042052
40. Wellenfeder einbauen.
37. Abtriebsplanetenradträger und Drucklager #4 einbauen.
Drucklager #4
ACV0042057
ACV0042051
41. Druckscheibe, Bremsscheiben (6 Stck.) und Bremslamellen (5 Stck.) einbauen.
38. Overdrive-Planetenradträger einbauen.
Hinweis
Abtriebswelle drehen, um die Kupplungszähne
fluchten zu lassen, so daß sich der Träger setzen
kann.
ACV0042086
ACV0042050
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-93
42. Sprengring einbauen.
45. Druckscheibe, Bremsscheiben und Bremslamellen
einbauen.
ACV042087
ACV042049
43. Reaktionsplatte einbauen.
46. Rückholfeder und Bremskolben 2. Gang einbauen.
ACV042088
ACV042048
44. Sprengring einbauen.
47. Sprengring einbauen
ACV042087
ACV042087
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-94 AUTOMATIKGETRIEBE
48. Drucklager #5 einbauen.
51. O-Ringe (3 Stck.) einsetzen.
Achtung
Darauf achten, daß das Drucklager richtig herum
eingebaut wird.
O-Ringe
Drucklager
ACV042042
52. Dichtringe (3 Stck.) in den hinteren Deckel einsetzen.
ACV042089
49. Overdrive-Kupplungsnabe und Drucklager #6 an
die Rückwärts-/Overdrivekupplung anbauen.
Achtung
Darauf achten, daß das Drucklager richtig herum
eingebaut wird.
Hinweis
Der Deckel muß für Schritt 51 sauber und trocken
sein. Er wird nur zum Messen des Axialspiels des
Kriechgang-Zentralrads montiert.
Auswahl der Druckscheibe
Dichtringe
ACV042094
ACV042090
50. Rückwärts-/Overdrivekupplung und Drucklager #7
einbauen.
53. Gebrauchte Druckscheibe #8 und hinteren Deckel
anbauen.
54. Axialspiel des Kriechgang-Zentralrads mit einer
Meßuhr messen.
Zulässiges Spiel: 0,25 – 0,45 mm
Drucklager
KriechgangKupplungsnabe
ACV042091
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
ACV042095
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-95
55. Wenn das Axialspiel nicht der Spezifikation entspricht, gebrauchte Scheibe mit einer Mikrometerschraube messen und geeignete Scheibe aus der
Tabelle auswählen.
56. Hinteren Deckel anbauen und Befestigungsschrauben festziehen.
58. Kriechgang-Kupplungsnabe einbauen.
Achtung
Darauf achten, daß das Drucklager richtig herum
eingebaut wird.
Anzugsdrehmoment: 23 Nm
ACV042035
ACV042041
57. Reduktionsbremskolben wie folgt einstellen:
1) Einstellschraube zweimal mit 10 Nm lösen und
festziehen.
Schraube mit 5 Nm festziehen.
Spezialwerkzeug (Stecknuß) um 5-1/2 bis 5-3/4
Umdrehungen lösen.
59. Drucklager #2 einbauen.
Drucklager #2 einbauen
09456-39000
09454-39100
ACV042105
60. Antriebswelle festhalten und Kriechgangkupplung in
Position bringen.
ACV042101
2)
Mutter mit 19 Nm festziehen.
Hinweis
Durch die Aufnahmebohrung für den Antriebswellen-Drehzahlsensor kann sichtgeprüft werden,
ob die Kriechgangkupplung vollständig in Position
ist.
09454-39000
09454-39200
09454-39100
ACV042102
ACV042033
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-96 AUTOMATIKGETRIEBE
61. Gebrauchtes Drucklager #1 einbauen.
65. Ölpumpe wieder einbauen und Befestigungsschrauben festziehen.
Achtung
Neue Ölpumpendichtung verwenden.
Anzugsdrehmoment: 23 Nm
Drucklager
ACV042029
ACV042032
62. Ölpumpe mit neuer Dichtung einbauen und Befestigungsschrauben festziehen.
66. Internen Ölfilter einbauen.
ACV042028
ACV042106
67. Differential anbauen.
63. Axialspiel der Antriebswelle mit einer Meßuhr
messen.
Zulässiges Spiel: 0,70 – 1,20 mm
64. Wenn das Spiel nicht der Spezifikation entspricht,
gebrauchte Scheibe mit einer Mikrometerschraube
messen und geeignete Scheibe anhand der Auswahltabelle bestimmen.
ACV042027
ACV042107
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-97
68. Zwei Stücke Schweißdraht (ca. 10 mm lang, Durchmesser 3 mm) am Drehmomentwandlergehäuse
befestigen (siehe Abbildung).
73. Im vorausgegangenen Schritt ausgewählte Distanzscheibe in das Drehmomentwandlergehäuse einsetzen.
74. Außenring des Differentiallagers mit den Spezialwerkzeugen 09532-11500 und 09500-11000 einpressen.
Schweißdraht
09500-11000
ACV042009
09500-11500
69. Drehmomentwandlergehäuse ohne Dichtmittel an
das Getriebe anbauen und Befestigungsschrauben
festziehen.
ACV042108
Anzugsdrehmoment: 47 Nm
75. O-Ringe (2 Stck.) einsetzen.
70. Schrauben lösen, Gehäuse abbauen und Schweißdraht entfernen.
O-Ringe
Kurze
Schrauben
ACV042109
ACV042025
76. Drehmomentwandlergehäuse anbauen und Befestigungsschrauben festziehen.
71. Stärke des zusammengedrückten Schweißdrahts
mit einer Mikrometerschraube messen.
72. Anlaufscheibe auswählen, deren Stärke zwischen
den folgenden Werten liegt:
Standardwert: 0,045 mm – 0,105 mm
Kurze
Schrauben
ACV042025
ACV042010
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-98 AUTOMATIKGETRIEBE
77. Welle des manuellen Steuerhebels und Parksperrenklinke einbauen.
78. Wellenrolle des manuellen Steuerhebels einbauen.
Stange
Parkperrenklinke
Welle manueller
Steuerhebel
ACV042022
81. Ölsieb und Öldichtung der Bremsklinke 2. Gang
einbauen.
Spannstift
ACV042023
79. Drei kleinere und drei größere Federn in die Druckspeicherkolben einsetzen. Die Druckspeicherfedern
können anhand der nachstehenden Tabelle identifiziert werden.
Hinweis
Ausrichtung der Öldichtung beachten (siehe Abbildung).
Ölsieb
Nummer
Bezeichnung
1
Niedrig-/Rückwärtsgangbremse
2
Kriechgangkupplung
3
Bremse 2. Gang
4
Overdrive-Kupplung
Öldichtung Bremsklinke
2. Gang
ACV042021
1
2
3
82. Magnetventil-Kabelstrang anklemmen, dann
Sprengring in die Nut einsetzen.
4
ACV042110
80. Druckspeicher zusammen mit den Federn gemäß
Abbildung und nachstehender Tabelle einbauen.
Die Druckspeicher müssen bündig mit dem Getriebegehäuse abschließen.
Nummer
Bezeichnung
Farbe
1
Niedrig-/Rückwärtsgangbremse
Keine
2
Kriechgangkupplung
Gelb
3
Bremse 2. Gang
Blau
4
Overdrive-Kupplung
Keine
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
ACV042020
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-99
83. Schaltplatte, Dichtung und beide Stahlkugeln einbauen.
Nr.
84. ATF-Temperatursensor einbauen und Befestigungsschraube festziehen.
Anzugsdrehmoment: 11 Nm
85. Befestigungsschrauben (28 Stck.) der Schaltplatte
einsetzen und festziehen.
Kabelfarbe
Gehäusefarbe
Kabelstecker
1
KriechgangMagnetventil
Weiß, Rot,
Rot
Schwarz
2
OverdriveMagnetventil
Orange, Rot
Schwarz
3
Niedrig-/RückwärtsgangMagnetventil
Braun, Gelb
Milchweiß
4
Magnetventil
2. Gang
Grün, Rot,
Rot
Milchweiß
5
Magnetventil
Dämpferkupplung
Blau, Gelb,
Gelb
Schwarz
6
ATF-Temperatursensor
Schwarz,
Rot
Schwarz
7
Reduktionsmagnetventil
Orange,
Gelb
Schwarz
Stahlkugeln
ACV042019
Anzuschließendes
Bauteil
87. Klinke der manuellen Steuerwelle anbauen und
Mutter festziehen.
Anzugsdrehmoment: 6 Nm
Anzugsdrehmoment: 11 Nm
ATF-Temp.-Sensor
20mm
70mm
38mm
38mm
38mm
38mm
38mm
105mm
38mm
105mm
38mm
38mm
45mm
70mm
70mm
ATF-Temp.- 75mm
105mm
105mm
Sensor
38mm
70mm
ACV042016
ACV042017
86. Kabelstränge der Magnetventile und des ATFTemperatursensors gemäß nachfolgender Abbildung und Tabelle verlegen und anklemmen.
ACV042017
88. Schaltplattendeckel anbauen und Befestigungsschrauben festziehen.
Anzugsdrehmoment: 5 Nm
ACV042015
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-100 AUTOMATIKGETRIEBE
89. Geschwindigkeitssensor einbauen und Befestigungsschraube festziehen.
93. Filterdichtung dünn mit ATF benetzen und Filterpatrone festschrauben.
Anzugsdrehmoment: 5 Nm
Filterdichtung
ACV042111
ACV042014
90. Park-/Neutral-Positionsschalter einbauen und
Befestigungsschraube festziehen.
Anzugsdrehmoment: 11 Nm
94. Kühler-Zufuhrleitung mit neuer Dichtung und Hohlschraube befestigen.
Anzugsdrehmoment Hohlschraube: 30 Nm
91. Manuellen Steuerhebel einbauen und Befestigungsmutter festziehen.
Anzugsdrehmoment: 22 Nm
Steuerhebel
Wählhebelpositionsschalter
A
ACV042112
ACV042013
92. An- und Abtriebswellen-Drehzahlsensoren einbauen
und Befestigungsschrauben festziehen.
Anzugsdrehmoment: 11 Nm
Achtung
Auf den Einbau des korrekten ATF-Filters
achten. Die Filter für Motoröl und ATF sind zwar
ähnlich gebaut, funktionieren aber unterschiedlich. Der Einbau des falschen Filters kann zu
Getriebeschäden führen. ATF-Filter sind mit der
Aufschrift „A/T ONLY“ gekennzeichnet.
AbtriebswellenDrehzahlsensor
AntriebswellenDrehzahlsensor
ACV0042012
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
95. Peilstab einsetzen.
96. Schaltzugklammer befestigen. Befestigungsschraube mit 23 Nm festziehen.
97. Kabelstranghalterung befestigen. Befestigungsschraube mit 23 Nm festziehen.
98. Beide Rollstopperhalterungen befestigen. Befestigungsschrauben mit 69 Nm festziehen.
99. Drehmomentwandler so anbauen, daß Maß A dem
Referenzwert entspricht.
Referenzwert: ca. 19,2 mm
Achtung
Ölpumpenantriebsnabe vor dem Anbauen des
Drehmomentwandlers dünn mit ATF benetzen.
Darauf achten, daß die Ölpumpendichtung nicht
beschädigt wird.
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-101
Schaltplatte
5-7
5-7
10-12
10-12
5-7
Drehmoment (Nm)
ACV0042113
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
Magnetventilhalterung
Magnetventil Kriechgangkupplung
Magnetventil Bremse 2. Gang
Magnetventil Dämpferkupplung
Magnetventil Overdrive-Kupplung
Magnetventil Niedrig-/Rückwärtsgangbremse
Manuelles Ventil
Deckel
Platte
Äußere Schaltplatte
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
19.
20.
Kugelventil
Feder
Platte
Dämpfungsventil
Dämpfungsventilfeder
Stahlkugel (Leitungsüberdruck)
Feder
Kugelventil
Feder
Innere Schaltplatte
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-102 AUTOMATIKGETRIEBE
Innere Schaltplatte
ACV0042114
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
Stift
Steuerventilhülse Dämpferkupplung
Steuerventil Dämpferkupplung
Steuerventilfeder Dämpferkupplung
Plättchen
Schraube
Regelventilfeder
Regelventil
Plättchen
Hülse Notlaufventil A
Notlaufventil A2
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
19.
20.
21.
Feder Notlaufventil A
Notlaufventil A1
Plättchen
Stopfen
Drehmomentwandlerventil
Drehmomentwandler-Ventilfeder
Plättchen
Hülse Notlaufventil B
Notlaufventil
Innere Schaltplatte
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-103
Äußere Schaltplatte
EKA9042A
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
Stift
Hülse Overdrive-Druckregelventil
Overdrive-Druckregelventil
Feder Overdrive-Druckregelventil
Stift
Hülse Niedrig-/Rückwärtsgang-Druckregelventil
Niedrig-/Rückwärtsgang-Druckregelventil
Feder Niedrig-/Rückwärtsgang-Druckregelventil
Plättchen
Stopfen
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
19.
20.
Schaltventil
Stift
Hülse Kriechgang-Druckregelventil
Kriechgang-Druckregelventil
Feder Kriechgang-Druckregelventil
Stift
Hülse Druckregelventil 2. Gang
Druckregelventil 2. Gang
Feder Druckregelventil 2. Gang
Äußere Schaltplatte
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-104 AUTOMATIKGETRIEBE
Kriechgangkupplung und Antriebswelle
ACV0042116
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
Sprengring
Antriebswelle
Dichtring
Sprengring
Kupplungsreaktionsring
Kupplungsscheibe
Kupplungslamelle
Sprengring
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
Federgehäuse
D-Ring
Rückholfeder
Kriechgang-Kupplungskolben
D-Ring
D-Ring
Korb Kriechgangkupplung
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-105
Zerlegung
1.
2.
3.
4.
5.
6.
Zusammenbau
Sprengring von der Antriebswelle abnehmen.
Antriebswelle ausbauen.
Dichtringe (2 Stck.) abnehmen.
Sprengring des Kupplungsreaktionsrings abnehmen.
Kupplungsreaktionsring abbauen.
Kupplungsscheiben (4 Stck.) und –lamellen (4 Stck.)
ausbauen.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
D-Ringdichtungen (2 Stck.) einbauen.
Kriechgang-Kupplungskolben einbauen.
Kupplungsrückholfeder einbauen.
D-Ringdichtung einbauen.
Federgehäuse einbauen.
Kupplungsfedern mit dem Spezialwerkzeug
(09453-24000 und 09453-21000) zusammendrücken und Sprengring der Federgehäuse einbauen.
Achtung
Kupplungsscheiben vor dem Zusammenbau in
ATF tauchen.
09453-21000
09453-24000
ACV042117
7. Kupplungsfedern mit dem Spezialwerkzeug
(09453-24000 und 09453-21000) zusammendrücken und Sprengring der Federgehäuse ausbauen.
8. Federgehäuse ausbauen.
9. D-Ringdichtung ausbauen.
10. Kupplungsrückholfeder ausbauen.
11. Kriechgang-Kupplungskolben ausbauen (mit Druckluft ausblasen).
12. D-Ringdichtungen (2 Stck.) ausbauen.
09453-21000
ACV042118
7. Zahnzwischenräume (A) der Kupplungsscheiben,
Kupplungslamellen und des Reaktionsrings mit der
Bohrung (B) im Rand des Kupplungskorbs fluchten
lassen.
8. Kupplungsscheiben (4 Stck.) und Kupplungslamellen (4 Stck.) einbauen.
9. Reaktionsring so einbauen, daß die Schräge zur
Kupplungsscheibe zeigt.
10. Sprengring des Reaktionsrings einsetzen.
09453-24000
A
B
ACV042118
ACV042119
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-106 AUTOMATIKGETRIEBE
11. Spezialwerkzeug (09453-21000) befestigen (siehe
Abbildung) und Luftspalt zwischen Sprengring und
Reaktionsring mit einer Fühlerlehre messen.
Zulässiges Spiel: 1,6 – 1,8 mm
12. Wenn das Spiel nicht der Spezifikation entspricht,
alten Sprengring messen und geeigneten Sprengring aus der Tabelle auswählen.
09453-21000
ACV042120
13. Dichtringe einbauen.
ACV042117
14. Antriebswelle einbauen.
15. Sprengring der Antriebswelle einsetzen.
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-107
Rückwärtsgang-/Overdrive-Kupplung
ACV042121
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
Sprengring
Reaktionsring
Kupplungsscheibe
Kupplungslamelle
Sprengring
Reaktionsring
Kupplungsscheibe
Kupplungslamelle
Sprengring
Federgehäuse
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
19.
D-Ring
Rückholfeder
Overdrive-Kupplungskolben
D-Ring
Kolben Rückwärtsgangkupplung
D-Ring
Korb Rückwärtsgangkupplung
D-Ring
D-Ring
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-108 AUTOMATIKGETRIEBE
Disassembly
Zusammenbau
1. Sprengring des Reaktionsrings der Rückwärtsgangkupplung ausbauen.
2. Reaktionsring der Rückwärtsgangkupplung ausbauen.
3. Scheiben (2 Stck.) und Lamellen (2 Stck.) der Rückwärtsgangkupplung ausbauen.
4. Sprengring des Reaktionsrings der OverdriveKupplung ausbauen.
5. Reaktionsring der Overdrive-Kupplung ausbauen.
6. Scheiben (4 Stck.) und Lamellen (4 Stck.) der Overdrive-Kupplung ausbauen.
7. Kupplungsfedern mit dem Spezialwerkzeug
(09543-21000) zusammendrücken und Sprengring
des Federgehäuses ausbauen.
8. Federgehäuse ausbauen.
1. D-Ringdichtungen (3 Stck.) einbauen.
2. Bohrungen A und B (siehe Abbildung) miteinander
fluchten lassen.
3. Kolben und Käfig zusammenbauen.
4. D-Ringdichtung einbauen.
ACV042124
5.
6.
7.
8.
9.
ACV042122
Kolben der Overdrivekupplung einbauen.
Rückholfeder einbauen.
D-Ringdichtung einbauen.
Federbehälter einbauen.
Kupplungsfedern mit dem Spezialwerkzeug
(09543-21000) zusammendrücken und Sprengring
des Federgehäuses einbauen.
09453-21000
9. D-Ringdichtung ausbauen.
10. Rückholfeder ausbauen.
11. Kolben der Overdrive-Kupplung ausbauen (mit
Druckluft ausblasen).
12. D-Ringdichtung ausbauen.
13. Kolben der Rückwärtsgangkupplung ausbauen.
14. D-Ringdichtungen (3 Stck.) ausbauen.
09453-21000
ACV042123
10. Luftspalt zwischen Sprengring und Federbehälter
messen.
Zulässiges Spiel:
ACV042123
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
0 – 0,09 mm
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-109
11. Wenn das Spiel nicht der Spezifikation entspricht,
alten Sprengring messen und geeigneten Sprengring aus der Tabelle auswählen.
Achtung
Kupplungsscheiben vor dem Zusammenbau in
ATF tauchen.
17. Wenn das Spiel nicht der Spezifikation entspricht,
alten Sprengring messen und geeigneten Sprengring aus der Tabelle auswählen.
Achtung
Kupplungsscheiben vor dem Zusammenbau in
ATF tauchen.
18. Zahnzwischenräume (A) der Kupplungsscheiben,
Kupplungslamellen und des Reaktionsrings mit der
Bohrung (B) im Rand des Kupplungskorbs fluchten
lassen.
19 Kupplungsscheiben (4 Stck.) und Kupplungslamellen (4 Stck.) einbauen.
20. Reaktionsring einbauen.
21. Sprengring des Reaktionsrings einsetzen.
ACV042125
A
B
12. Zahnzwischenräume (A) der Kupplungsscheiben,
Kupplungslamellen und des Reaktionsrings mit der
Bohrung (B) im Rand des Kupplungskorbs fluchten
lassen.
13. Kupplungsscheiben (4 Stck.) und Kupplungslamellen (4 Stck.) einbauen.
14. Reaktionsring einbauen.
15. Sprengring des Reaktionsrings einsetzen.
ACV042119
A
B
22. Luftspalt zwischen Sprengring und Reaktionsring
mit einer Fühlerlehre messen.
Zulässiges Spiel: 1,5 – 1,7 mm
23. Wenn das Spiel nicht der Spezifikation entspricht,
alten Sprengring messen und geeigneten Sprengring aus der Tabelle auswählen.
ACV042119
16. Spezialwerkzeug (09453-21000) einbauen (siehe
Abbildung) und Luftspalt zwischen Sprengring und
Reaktionsring mit einer Fühlerlehre messen.
Zulässiges Spiel: 1,6 – 1,8 mm
ACV042126
09453-21000
ACV042120
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-110 AUTOMATIKGETRIEBE
Ölpumpe
ACV042127
1. O-Ring
2. Dichtring
3. Öldichtung
4. Ölpumpe
Zusammenbau
Öldichtung ersetzen
1. Öldichtung mit dem Spezialwerkzeug (0945221200) in das Pumpengehäuse einbauen.
2. Dichtlippe vor dem Einbau dünn mit ATF benetzen.
09452-21200
EKA9042128
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-111
Abtriebswelle
ACV042129
1. Abtriebsrad
2. Lagerbuchse
3. Außenring
4. Kegelrollenlager
5. Abtriebswelle
Zusammenbau
1. Verteilerabtriebsrad auspressen.
2. Kegelrollenlager ausbauen.
Presse
Presse
09433-21000
ACV042130
ACV042131
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-112 AUTOMATIKGETRIEBE
Verteilerantriebsrad
ACV042136
1. Sicherungsmutter
2. Lager Verteilerantriebsrad
3. Verteilerantriebsrad
Zerlegung
1. Verstemmung der Sicherungsmutter lösen.
2. Sicherungsmutter mit einer geeigneten Stecknuß
lösen.
Stecknuß
ACV042137
ACV042138
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-113
Zusammenbau
1. Neue Sicherungsmutter mit ATF benetzen und mit
dem spezifizierten Anzugsdrehmoment festziehen.
Mutter um eine Umdrehung lösen und erneut mit
dem spezifizierten Anzugsdrehmoment festziehen.
Stecknuß
ACV042138
2. Sicherungsmutter mit einem geeigneten Dorn verstemmen.
ACV042137
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-114 AUTOMATIKGETRIEBE
Differential
Scheibe
Distanzring
130-140
Drehmoment (Nm)
ACV042139
1.
2.
3.
4.
5.
6.
Differentialantriebsrad
Spannstift
Ritzelwelle
Scheibe
Ritzel
Seitenrad
7.
8.
9.
10.
11.
Distanzring
Außenring
Distanzscheibe
Kegelrollenlager
Differentialgehäuse
Zerlegung
1. Differentialgehäuse in einen Schraubstock einspannen.
2. Befestigungsschrauben lösen und Differentialantriebsrad abbauen.
ACV042140
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-115
3. Kegelrollenlager mit dem Spezialwerkzeug (0943321000) ausbauen.
Achtung
Lager nach dem Trennen von der Welle nicht
wiederverwenden.
Pressen
Lager
ACV042143
09433-21000
2. Scheiben an der Rückseite der Ritzel befestigen
und Ritzel einbauen (drehen, um sie in die Seitenräder eingreifen zu lassen).
3. Ritzelwelle einbauen.
Differentialgehäuse
ACV042141
4. Spannstift mit einem geeigneten Treibdorn aus der
Bohrung A treiben.
5. Ritzelwelle austreiben.
6. Ritzel, Scheiben, Seitenrad und Distanzelemente
ausbauen.
Ritzelwelle
Spannstift
0S2042210
A
4. Spiel zwischen den Seitenrädern und Ritzeln
messen.
Zulässiges Spiel: 0,025 – 0,150 mm
Differentialgehäuse
ACV042142
Zusammenbau
1. Distanzscheibe an der Rückseite des Seitenrads
befestigen und Seitenrad in das Differentialgehäuse einbauen.
Achtung
1) Beim Einbau eines neuen Seitenrads eine
Distanzscheibe mittlerer Stärke (0,83 –
0,92 mm) verwenden.
2) Spannstift nicht wiederverwenden.
3) Die Oberkante des Spannstifts muß
versenkt sein.
AS2A41148
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
42A-116 AUTOMATIKGETRIEBE
3. Wenn das Spiel nicht der Spezifikation entspricht,
Differential zerlegen und geeignetes Distanzstück
verwenden. Differential erneut zerlegen und Spiel
erneut messen.
Achtung
Das Spiel der beiden Seitenräder muß identisch
sein.
8. Schraubengewinde mit flüssiger Schraubensicherung bestreichen. Befestigungsschrauben in der
gezeigten Reihenfolge festziehen.
Schraubensicherung: BM Nr. 2471
Achtung
Schraubengewinde bei Wiederverwendung
vor dem Auftragen der flüssigen Schraubensicherung gründlich von Dichtmittelresten
reinigen.
Differentialgehäuse
Ritzelwelle
Spannstift
Überstand
Einbaulage
ACV042144
4. Bohrung der Ritzelwelle mit der Gehäusebohrung
fluchten lassen und Spannstift einsetzen.
Achtung
1) Spannstift nicht wiederverwenden.
2) Die Oberkante des Spannstifts darf nicht
weiter als 3 mm überstehen.
7. Kegelrollenlager mit dem Spezialwerkzeug (0945521100) einbauen.
Achtung
Beim Einpressen des Lagers nur auf den Innenring Druck ausüben.
AS2A41155
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
Ziffern 1 bis 8:
Reihenfolge beim Festziehen
ACV042145
AUTOMATIKGETRIEBE 42A-117
Geschwindigkeitssensor
ACV042146
1. Sicherungsring
2. Tachometerabtriebsrad
3. O-Ring
4. Hülse
1. Tachometerabtriebswelle dünn mit ATF benetzen und Welle einbauen.
Carnival WHB Ausgabe 10/2000
ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN
Antriebswellen und Achsen
Spezialwerkzeuge
Antriebswellen und Achsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-01
Fehlersuchtabelle
Antriebswellen und Achsen
Vorderachse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-02
Hinterachse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-02
Technische Daten
Antriebswellen und Achsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-03
Funktionsbeschreibung
Antriebswellen und Achsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-04
Vorderachse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-05
Hinterachse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-05
Antriebswelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-05
Wartung am Fahrzeug
Vorderachse
Radlagerspiel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-06
Spurstangenköpfe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-06
Sicherungsmutter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-06
Hinterachse
Radlager . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-07
Sicherungsmutter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-07
Antriebswelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-07
Aus- und Einbau
Vorderachse
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-08
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-10
Hinterachse
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-12
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-14
Antriebswelle
Ausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-15
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-17
Zerlegung und Zusammenbau
Vorderachse
Vorderradlager . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-19
Antriebswelle
Gelenkwelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-22
Tripodegelenk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-23
Hinterachse
Hinterradnabenlager . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-27
50
ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN 50-01
Spezialwerkzeuge
Antriebswellen und Achsen
0K130 283 021
0K130 430 019
Kugelgelenkabzieher
Spezialschraubenschlüssel
Zum Herauspressen von Kugelgelenken
Zum Aus- und Einbau von Bremsleitungen
0K930 331 AA0
0K410 111 012
Radnabenabzieher
Lagerauszieher
Zum Ausbau der Radnaben
Zum Ausbau von Lagern
0K201 170 AA0
Motorstütze
Zum Stützen des Motors bei ausgebautem Getriebe
0K993 331 016
Einbauwerkzeug Öldichtringen
Zum Einbau von Öldichtringen
50-02 ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN
Fehlersuchtabelle
Antriebswellen und Achsen
Vorderachse
Problem
Mögliche Ursache
Maßnahme
Lenkradvibrationen
Radlagerspiel zu groß
Radlager beschädigt oder verschlissen
Einstellen oder ersetzen
Ersetzen
Fahrzeug zieht zu einer Seite
Radlagerspiel zu groß
Radlager beschädigt oder verschlissen
Lenkgestänge verformt
Falscher Reifendruck
Spur falsch eingestellt
Bremse hängt fest
Spiralfedern (vorn) ermüdet
Querlenker verformt oder Aufhängung lose
Einstellen oder ersetzen
Ersetzen
Instandsetzen oder ersetzen
Korrigieren
Einstellen
Instandsetzen oder ersetzen
Ersetzen
Instandsetzen oder ersetzen
Lenkradspiel zu groß
Vorderradlager hat zu viel Spiel
Vorspannung des Lenkgetriebes nicht i.O.
Lenkgetriebe verschlissen
Lenksäulenwelle verschlissen oder beschädigt
Buchse der Querlenkeraufhängung ausgeschlagen
oder beschädigt
Einstellen oder ersetzen
Einstellen
Instandsetzen oder ersetzen
Instandsetzen oder ersetzen
Instandsetzen oder ersetzen
Mechanik
Radlager beschädigt oder verschlissen
Gelenk der Gelenkwelle nicht ausreichend geschmiert
Gelenk- oder Antriebswelle verformt
Keilverzahnung der Halbwellen verschlissen
Gelenk der Antriebswelle nicht ausreichend geschmiert
Antriebswelle verschlissen
Ersetzen
Schmieren oder ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Schmieren oder ersetzen
Ersetzen
Faltenbalg verliert Fett
Faltenbalg beschädigt
Schelle des Faltenbalgs nicht i.O. oder falsch angebaut
Zuviel Fett
Ersetzen
Instandsetzen oder ersetzen
Korrigieren
Ungewöhnliche Geräusche
der Antriebswelle
Antriebswellengelenk nicht ausreichend geschmiert
Gelenk hat zuviel Spiel
Antriebswellengelenk verschlissen
Schmieren oder ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Hinterachse
Problem
Mögliche Ursache
Maßnahme
Lenkradvibrationen
Radlager beschädigt oder verschlissen
Radlagerspiel zu groß
Ersetzen
Einstellen oder ersetzen
Fahrzeug zieht zu einer Seite
Radlager beschädigt oder verschlissen
Radlagerspiel zu groß
Falscher Reifendruck
Bremse hängt fest
Spiralfeder (hinten) ermüdet
Ersetzen
Einstellen oder ersetzen
Korrigieren
Instandsetzen oder ersetzen
Ersetzen
Räder haben Spiel
Radlagerspiel zu groß
Radlager lose
Einstellen oder ersetzen
Einstellen oder ersetzen
Ungewöhnliche Geräusche
Radlager beschädigt oder verschlissen
Keilverzahnung nicht ausreichend geschmiert
Ersetzen
Schmieren oder ersetzen
ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN 50-03
Technische Daten
Antriebswellen und Achsen
Motor
Position
Antriebswelle Gelenk
KV6
A/T
M/T
A/T
TSJ
TJ
TSJ
UTJ II
Links
742,7
755,9
668,7
Rechts
690,2
707
616,2
30
24
Innen
Außen
Länge
mm
Ø Wellen
Birfield-Kugelgelenk
Links
mm
J3TCI
M/T
Rechts
Gelenkwelle
mm
30
24
369,7
338,2
649,72
569,25
30
30
518,9
Vorderachse
Axialspiel der Lager
mm
0,05
Hinterachse
Axialspiel der Lager
mm
0,05
585,9
50-04 ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN
Funktionsbeschreibung
Antriebswellen und Achsen
AV2050001-1/AV2050002-1
(1) Vorderachse
(2) Hinterachse
(3) Gelenkwelle
(4) Antriebswelle
ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN 50-05
Vorderachse
Antriebswellen (Halbwellen)
Die vordere Radaufhängung besteht aus MacPherson
Federbeinen und Querlenkern. Die Spiralfedern sind
oben in Gummiaufnahmen gelagert. Die geschmiedeten
Achsschenkel sind mit den Stoßdämpfern verschraubt.
Das untere Kugelgelenk ist in den Querlenker eingepreßt und mit dem Achsschenkel verbunden. Die
Querlenker sind an beiden Enden in Gummibuchsen
gelagert. Die Neigung der Karosserie in Kurven wird
über einen Stabilisator aufgefangen. Der Stabilisator ist
über Aufhängungen mit den Lenkern verschraubt. Die
beiden Zugstreben sind ebenfalls mit den Lenkern
verschraubt. Die Vorderräder sitzen auf den Radnaben
mit Bremsscheiben. Vorderradnaben und
Bremsscheiben laufen auf einteiligen Wälzlagern, die
in die Achsschenkel eingepreßt sind. Die Naben sind
ihrerseits in die Radlager eingepreßt.
Die vorderen Antriebswellen und Gelenke übertragen
das Drehmoment des Motors vom Getriebe bzw.
Differential zu den Vorderrädern. Die Antriebswellen
sind getriebeseitig mit den Kegelrädern des Differentials verzahnt. Das Gelenk ist durch einen Sprengring
im Differentialgehäuse gesichert. Beim Einbau sitzt der
Ring bündig auf dem Wellengelenk. Nach dem Durchqueren der Einbauöffnung spreizt er sich und rastet in
der entsprechenden Aufnahme des Differentials ein.
Radseitig sind die vorderen Antriebswellen mit den
Radnaben verzahnt, die ihrerseits in den einteiligen
Vorderradlagern sitzen. Welle und Gelenk werden
durch eine Mutter mit Sicherungsblech an der Radnabe
gesichert. Spiel zwischen Radnabe und Antriebswelle
wird durch Keilnuten eliminiert. Während die Radnaben
eine gerade Innenverzahnung aufweisen, sind die
Wellenstümpfe mit einer leichten Schrägung verzahnt.
Die unterschiedliche Verzahnung sorgt für einen festen
und spielfreien Sitz.
An beiden Enden der Halbwellen befinden sich Gleichlaufgelenke. Bei den äußeren Gleichlaufgelenken handelt es sich um Birfield-Gelenke. Auf der Innenseite
kommen Tripodegelenke zum Einsatz. Tripodegelenke
verhindern die Übertragung der Motorschwingungen
über die Antriebswellen auf die Fahrzeugkarosserie.
Durch Gleichlaufgelenke können die Halbwellen ihre
Länge ändern und gleichmäßig unter verschiedenen
Winkeln arbeiten während sich die Aufhängung bewegt.
Die nötige Flexibilität der Birfield-Gleichlaufgelenke
ergibt sich aus der Verwendung von Käfig-Kugellagern.
Die Tripodegelenke bestehen aus drei nadelgelagerten
Kugeln und einem Kreuz. Der Außenring ist bei beiden
Gelenktypen in den Gelenkkörper gefräst.
Die Tripodegelenke können zerlegt und überholt werden.
Die äußeren Birfield-Gleichlaufgelenke sind mit Ausnahme des Faltenbalgs nur zusammen mit der Welle
erhältlich.
Hinterachse
Die hintere Radaufhängung besteht aus getrennten
Stoßdämpfern und Spiralfedern. Die geschmiedeten
Achsstummel sind mit den Nabenträgern und dem
Achskörper verschraubt.
Der Achskörper ist mit den Stoßdämpfern, den oberen
und unteren Querlenkern, dem Stabilisator und dem
Panhardstab verschraubt.
Alle Querlenker sowie der Panhardstab sind beidseitig
in Gummibuchsen gelagert.
Hinweis
Verzogene Bauteile der Hinterradaufhängung nicht
richten sondern grundsätzlich durch Neuteile ersetzen.
Querlenker, Panhardstab und Achskörper müssen im
Schadensfall ersetzt werden.
50-06 ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN
Wartung am Fahrzeug
Spurstangenköpfe
Hinweis
Faltenbälge nicht beschädigen.
Vorderachse
Radlagerspiel
1. Fahrzeug aufbocken.
2. Radmuttern lösen.
3. Vorderrad abbauen.
4. Sicherungsmutter und zwei Schrauben der Bremsscheibe lösen.
5. Bremssattel und -scheibe abbauen.
6. Meßuhr an der Radnabe anbringen und Nabe vor
und zurück bewegen, um das Lagerspiel zu bestimmen.
1. Mutter lösen und Spurstangenkopf mit
Spezialwerkzeug (0K130 283 021) auspressen.
Zulässiges Radlagerspiel: 0,05 mm
0K130 283 021
AV2050004
2. Mutter festziehen und mit neuem Splint sichern.
Anzugsdrehmoment:
42-57 Nm
Sicherungsmutter
AV2050003
7. Bremssattel und -scheibe anbauen.
8. Sicherungsschraube und beide Schrauben der
Bremsscheibe festziehen.
Anzugsdrehmoment:
Sicherungsmutter:
Schrauben:
1. Neue Sicherungsmutter festziehen und
Sicherungsblech umbördeln (siehe Abbildung).
Anzugsdrehmoment:
240-270 Nm
240-270 Nm
10-15 Nm
9. Vorderrad anbauen.
10. Radmuttern festziehen.
Anzugsdrehmoment:
88-108 Nm
11. Fahrzeug ablassen.
BSX050007
ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN 50-07
Hinterachse
Antriebswellen
Radlager
1. Fahrzeug aufbocken.
2. Faltenbälge der Antriebswellen auf Risse, Beschädigungen, austretendes Fett und lose Schellen
prüfen.
3. Antriebswellen auf Verzug und Brüche sowie auf
Verschleiß der Gelenke und Keilnuten prüfen.
4. Antriebswellen ggf. instandsetzen oder ersetzen.
5. Fahrzeug ablassen.
1.
2.
3.
4.
Fahrzeug aufbocken.
Radmuttern lösen.
Hinterrad abbauen.
Bremstrommelschrauben lösen und Bremstrommel
abbauen.
5. Meßuhr an der Radnabe anbringen und Nabe vor
und zurück bewegen, um das Lagerspiel zu
bestimmen.
Zulässiges Radlagerspiel: 0,025 mm - 0,15 mm
Zulässiger Schlag:
0,05 mm
AV2050005
Sicherungsmutter
1. Radlagerspiel einstellen.
Zulässiges Radlagerspiel: 0,025 mm - 0,152 mm
2. Scheibe, Nabenmutter, Kronenring und Splint
anbauen und Enden des Splints umbiegen (siehe
Kapitel 50, “Aus- und Einbau”).
Splint
Scheibe
Sicherungsmutter Kronenring
AV2A50003
50-08 ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN
Aus- und Einbau
Vorderachse
Ausbau
AV2050006
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
Radmutter
Rad
Sicherungsmutter
Bremssattel
Bremsscheibe
Spurstangenkopf
(7)
(8)
(9)
(10)
(11)
Stabilisatoraufhängung
Traggelenk
Stoßdämpfer
Antriebswelle
Achsschenkel
ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN 50-09
1.
2.
3.
4.
Fahrzeug aufbocken.
Radmuttern lösen.
Rad abbauen.
Sicherungsmutter und zwei Schrauben der Bremsscheibe lösen.
5. Bremssattel und -scheibe abbauen.
9. Querlenker mit einem Montiereisen vom Achsschenkel abhebeln.
Hinweis
Faltenbälge nicht beschädigen.
6. Mutter lösen und Spurstangenkopf mit
Spezialwerkzeug (0K130 283 021) auspressen.
AV2041005
10. Stoßdämpfer vom Achsschenkel abbauen.
11. Achsschenkel mit den Händen von der Antriebswelle ziehen.
0K130 283 021
AV2050004
7. Stabilisator mit Aufhängung vom Querlenker
abbauen.
8. Schraube und Mutter des Querlenker-Kugelgelenks
vom Achsschenkel lösen.
AV2A54007
12. Alle Teile prüfen und ggf. instandsetzen oder
ersetzen.
AV2041004
Hinweis
Querlenker vorsichtig vom Achsschenkel abbauen,
um den Gummibalg des Kugelgelenks nicht zu
beschädigen.
50-10 ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN
Einbau
1. Stumpf der Antriebswelle in den Achsschenkel
einführen (siehe Kapitel 50 “Zerlegung und
Zusammenbau”).
2. Stoßdämpfer an den Achsschenkel anbauen und
Schrauben (2 Stck.) festziehen.
Anzugsdrehmoment:
5. Meßuhr an der Radnabe anbringen und Nabe vor
und zurück bewegen, um das Lagerspiel zu bestimmen. Radnabe ggf. ersetzen.
Zulässiges Radlagerspiel: 0,05 mm
120-137 Nm
3. Kugelgelenk des Querlenkers an den Achsschenkel
anbauen und Schraube und Mutter festziehen.
Anzugsdrehmoment:
93-115 Nm
AV2050003
6. Bremssattel an den Achsschenkel anbauen und
Schrauben festziehen (2 Stck.).
Anzugsdrehmoment:
AV2041004
4. Bremsscheibe an die Radnabe anbauen und
Schrauben der Bremsscheibe festziehen (2 Stck.).
Anzugsdrehmoment:
10-15 Nm
119-137 Nm
Hinweis
Faltenbalg nicht beschädigen.
7. Spurstangenkopf am Achsschenkel befestigen.
8. Mutter festziehen und mit neuem Splint sichern.
Anzugsdrehmoment:
59-78 Nm
AV2A50001
ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN 50-11
9. Neue Sicherungsmutter festziehen und Sicherungsblech verstemmen (siehe Abbildung).
Anzugsdrehmoment:
240-270 Nm
BSX050007
10. Rad anbauen.
11. Radmuttern festziehen.
Anzugsdrehmoment:
88-108 Nm
12. Stabilisatormutter leicht festziehen, Fahrzeug
ablassen und Mutter mit dem spezifizierten Drehmoment festziehen.
Anzugsdrehmoment:
93-115 Nm
13. Ausrichtung der Vorderräder nach dem
Zusammenbau prüfen.
50-12 ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN
Hinterachse
Ausbau
A
A
Splint
B
B
AV2A50002
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
(8)
Radnabendeckel
Kronenring
Mutter
Scheibe
Bremstrommel
Nabe
Ankerplatte
Halteplatte
(9)
(10)
(11)
(12)
(13)
(14)
(15)
Achszapfen
Stoßdämpferschraube
Lenkerschraube
Schraube
Lenkerhalterung
Schraube Panhardstab
Achskörper
ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN 50-13
1.
2.
3.
4.
Fahrzeug aufbocken.
Radmuttern lösen.
Rad abbauen.
Schrauben (2 Stck.) der Bremstrommel von der
Radnabe lösen.
5. Nabendeckel, Splint, Kronenring, Mutter und
Scheibe vom Achsstummel abbauen.
9. Bremsleitungen und -schläuche von der Mitte des
Achsträgers abbauen.
Hinweis
Bremsleitungen und -schläuche nach dem Abbauen verschließen, damit keine Bremsflüssigkeit
austritt.
Obere Bremsleitung
Splint
Bremsschlauch
Scheibe
Nabenmutter
Kronenring
AV2A50003
6. Bremstrommel abbauen.
7. Nabenschrauben lösen und Nabe abbauen.
Hinweis
Bremsleitungen nach dem Abbauen verschließen,
damit keine Bremsflüssigkeit austritt.
0K130 430 019
AV2A50004
8. Bremsleitung mit Spezialwerkzeug
(0K130 430 019) abbauen.
Clip
Achskörper
Untere Bremsleitung
AV2A54012
10. Schrauben des Achskkörpers lösen und Halter,
Platte und Achszapfen abbauen.
11. Stoßdämpferschrauben und -muttern lösen und
Stoßdämpfer vom Achskörper abbauen.
12. Lenkerschraube und zwei Schrauben des Achskörpers lösen und Lenker mit Halterung abbauen.
13. Schraube des oberen Längslenkers vom Achskörper lösen und oberen Längslenker abbauen
(siehe Kapitel 54, “Radaufhängung”).
14. Stabilisatorhalterung und -schraube von der Mitte
des Achskörpers abbauen.
15. Schraube des Panhardstabs lösen und Panhardstab abbauen.
16. Achskörper abbauen.
17. Alle Teile prüfen und ggf. instandsetzen oder
ersetzen.
50-14 ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN
Einbau
1. Stoßdämpfer an den Achskörper anbauen und
Mutter festziehen (siehe Kapitel 54, “Radaufhängung”).
Anzugsdrehmoment:
8. Bremsleitung mit Spezialwerkzeug
(0K130 430 019) festziehen.
Anzugsdrehmoment:
134-157 Nm
13-18 Nm
0K130 430 019
2. Obere Längslenker mit Schraube und Mutter an
den Achskörper anbauen und Mutter festziehen.
Anzugsdrehmoment:
74-93 Nm
3. Untere Lenker an den Achskörper anbauen und
Schrauben und Muttern festziehen.
Anzugsdrehmoment:
118-137 Nm
4. Stabilisatorhalterungen an den Achskörper anbauen
und Schrauben festziehen (siehe Kapitel 54, “Radaufhängung”).
Anzugsdrehmoment:
43-54 Nm
5. Panhardstab mit Scheibe anbauen und Mutter
festziehen.
Anzugsdrehmoment:
134-157 Nm
6. Achsstummel, Halter und Platte anbauen und
Schrauben festziehen.
Anzugsdrehmoment:
AV2A50004
9. Hinterradnabe anbauen.
10. Bremstrommel anbauen und beide Schrauben
festziehen.
Anzugsdrehmoment:
10-15 Nm
11. Scheibe, Mutter und Kronenring auf den
Achszapfen schrauben und mit neuem Splint
sichern.
80-108 Nm
7. Bremsleitungen und -schläuche anbauen und mit
Klammern am Achskörper sichern.
Splint
Scheibe
Sicherungsmutter
Kronenring
Obere Bremsleitung
AV2A50003
Schlauch
12. Nabendeckel und Räder anbauen.
13. Radmuttern festziehen.
Anzugsdrehmoment:
14. Bremsanlage entlüften.
15. Fahrzeug ablassen.
Clip
Achskörper
Untere Bremsleitung
AV2A54012
88-108 Nm
ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN 50-15
Antriebs- und Gelenkwelle
Ausbau
AV2050009
(1)
(2)
(3)
(4)
Rad
Ablaßschraube
Stabilisator
Stabilisatoraufhängung
(5)
(6)
(7)
(8)
Spurstangenkopf
Querlenker-Kugelgelenk
Rechte Antriebswelle
Gelenkwelle
50-16 ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN
7. Achsschenkel mit einem Montiereisen vom
Querlenker abhebeln.
Hinweis
Vor der Zerlegung Getriebeöl ablassen.
1.
2.
3.
4.
Fahrzeug aufbocken.
Radmuttern lösen.
Vorderrad abbauen.
Mutter der Stabilisatorhalterung lösen und Stabilisator von der Aufhängung am Querlenker abbauen.
Hinweis
Faltenbalg nicht beschädigen.
5. Spurstangenmutter lösen und Spurstangenkopf mit
Spezialwerkzeug (0K130 283 021) auspressen.
Hinweis
Schutzkappe und Öldichtung nicht beschädigen.
AV2041005
8. Antriebswelle mit einem Montiereisen vorsichtig
aus dem Getriebe hebeln.
Hinweis
Antriebswellen vorsichtig aus dem Getriebe ziehen,
da andernfalls die Öldichtungen des Differentials
beschädigt werden können.
0K130 283 021
AV2050004
6. Kugelgelenkschraube und -mutter des Querlenkers
vom Achsschenkel abschrauben.
AV2050010
9. Antriebswelle von der Radnabe abbauen.
Hinweis
Falls sich der Wellenstumpf nicht von der Nabe
trennen läßt: Keilnutenbereich mit Kriechspray
einsprühen, Sicherungsmutter bündig aufschrauben und mit Messinghammer auf die Mutter
schlagen, um die Verzahnung zu lösen.
AV2041004
Hinweis
Querlenker vorsichtig vom Achsschenkel abbauen,
um die Traggelenkfaltenbalg nicht zu beschädigen.
ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN 50-17
Hinweis
Öldichtung des Radlagers beim Abbauen der
Antriebswelle von der Radnabe nicht beschädigen.
2. Antriebswellengelenk mit Fett schmieren.
3. Neuen Sprengring mit der Öffnung nach oben
aufsetzen.
4. Außendurchmesser des Sprengrings messen und
Ring ersetzen, falls nicht innerhalb der Spezifikation.
Außendurchmeser:
30 mm
Oben
Sprengring
BSX050052
Außendurchmesser
10. Halbwellen der rechten Antriebswelle durch Eintreiben eines Messingkeils trennen.
11. Drei Antriebswellenschrauben ausschrauben und
Antriebswelle gerade herausziehen.
Einbau
AS2A50100
5. Antriebswellenhalterung anbauen und drei
Schrauben in der angegebenen Reihenfolge
festziehen (siehe Abbildung).
Anzugsdrehmoment:
42-62 Nm
Hinweis
Faltenbälge und Öldichtungen nicht beschädigen.
1. Antriebswellen so einbauen, daß die Öffnung des
Sprengrings nach oben zeigt (siehe Abbildung).
Hinweis
Neuen Sprengring verwenden.
AS2A50101
Öffnung
6. Antriebswelle auf die Gelenkwelle schieben.
BSX050067
50-18 ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN
7. Öldichtungslippe mit Getriebeöl benetzen und
Antriebswelle in das Getriebe drücken.
10. Mutter aufschrauben und mit neuem Splint sichern.
Anzugsdrehmoment:
59-78 Nm
AS2A50102
AV2A50001
8. Radnabe nach dem Einbau nach außen ziehen, um
zu prüfen, ob die Antriebswelle durch den Sprengring im Getriebe gesichert wird.
Hinweis
Faltenbälge und Öldichtungen an Wellen und
Getriebe nicht beschädigen.
9. Querlenker-Kugelgelenk an den Achsschenkel
anbauen und Schraube festziehen.
Anzugsdrehmoment:
11. Stabilisator an die Stabilisatoraufhängungen
anbauen und Muttern festziehen.
Anzugsdrehmoment:
12. Neue Sicherungsmutter auf den Antriebswellenstumpf aufschrauben und Sicherungsblech verstemmen (siehe Abbildung).
Anzugsdrehmoment:
93-115 Nm
93-115 Nm
240-270 Nm
BSX050070
AV2041004
13. Rad anbauen.
Anzugsdrehmoment:
14. Fahrzeug ablassen.
88-108 Nm
ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN 50-19
Zerlegung und Zusammenbau
Vorderachse
Vorderradlager
Zerlegung
AV2050007-1
(1)
(2)
(3)
(4)
Öldichtring (ersetzen)
Vorderradnabe
Sprengring (ersetzen)
Radlager
(5) Staubschutzblech
(6) Achsschenkel
(7) Nabenbolzen
50-20 ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN
1. Öldichtung von der Vorderradnabe abbauen.
2. Vorderradnabe mit geeignetem Werkzeug abbauen.
Hinweis
a) Schutzkappe nur im Schadensfall abbauen.
b) Schutzkappe nicht wiederverwenden, falls sie
abgebaut wurde.
5. Einbaulage der Schutzkappe markieren, um den
späteren Zusammenbau zu erleichtern.
6. Schutzkappe abmeißeln.
BSX050008
3. Haltering abbauen.
Hinweis
Falls sich der Lagerinnenring nicht von der Radnabe
abbauen läßt: Innenring an einer Stelle bis auf eine
Reststärke von ca. 0,5 mm abschleifen und anschließend aufmeißeln.
BSX050012
Hinweis
a) Nabenbolzen nur im Schadensfall abbauen.
b) Nabenbolzen nicht wiederverwenden, falls sie
abgebaut werden.
7. Nabenbolzen mit geeignetem Werkzeug
auspressen.
BSX050009
4. Lager mit geeignetem Werkzeug abbauen.
BSX050013
BSX050010
ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN 50-21
Zusammenbau
6. Vorderradnabe mit geeignetem Werkzeug anbauen.
1. Neue Radbolzen einpressen (falls ausgebaut).
Hinweis
Die Bolzen müssen so eingepreßt werden, daß sie
sich bei einem Drehmoment von 147 Nm nicht
verdrehen oder lockern lassen.
BSX050020
BSX050016
2. Neue Schutzkappe gemäß der alten Schutzkappe
markieren.
3. Markierung der Schutzkappe mit der Markierung
des Achsschenkels fluchten lassen.
4. Neue Schutzkappe mit geeignetem Werkzeug
anbauen.
Hinweis
a) Neue gefettete Öldichtung verwenden.
b) Öldichtung so einbauen, daß sie bündig mit
dem Achsschenkel abschließt.
7. Neue Öldichtung mit Spezialwerkzeug
(0K993 331 016) einbauen.
0K993 331 016
BSX050021
BSX050018
5. Neues Radlager mit geeignetem Werkzeug
anbauen.
50-22
ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN
Antriebswelle
Gelenkwelle
Zerlegung/Zusammenbau
1. Bauteile in der Reihenfolge gemäß Abbildung ausbauen.
2. Alle Teile prüfen und bei Bedarf instandsetzen oder ersetzen.
3. In umgekehrter Reihenfolge einbauen.
J3 TCI DIESEL M/T, A/T
ersetzen
ersetzen
ersetzen
ersetzen
KV6 BENZINMOTOR A/T
AV2050016
(1) Sprengring
(2) Gelenkwelle
(3) Dichtung
(4) Lager
(5) Dichtung
(6) Halter
Hinweise zum Zusammenbau
Länge der Gelenkwelle
Motor
KV6
J3 TCI
Getriebe
Länge
M/T
369,7
A/T
338,2
M/T
518,9
A/T
585,9
(in mm)
ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN 50-23
Antriebswelle
Tripodegelenk
Zerlegung
ersetzen
ersetzen
ersetzen
ersetzen
GREASE
GREASE
ersetzen
GREASE
GREASE
GREASE
ersetzen
AV2A50005
(1)
(2)
(3)
(4)
Faltenbalgschelle
Sprengring
Ring
Tripodegehäuse
(5)
(6)
(7)
(8)
Sprengring
Tripodegelenk
Faltenbalg
Welle mit Kugelgelenk
Achtung
a) Gelenk in Schutzbacken einspannen.
b) Keinen Schmutz oder Fremdkörper in das Gelenk eindringen lassen.
c) Radseitiges Kugelgelenk nicht zerlegen.
d) Gelenk außer bei der Zerlegung nicht auswaschen.
50-24 ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN
Hinweis
Radseitige Faltenbalgschelle nur im Schadensfall
abbauen.
1. Getriebeseitige Faltenbalgschelle mit einem
Schraubendreher aufehebeln.
2. Schelle mit einer Zange abbauen.
3. Faltenbalg über die Welle streifen, um das Gelenk
freizulegen.
7. Sprengring mit geeignetem Werkzeug abbauen.
Hinweis
Nadellager nicht beschädigen.
8. Tripodegelenk mit einem Rohr von der Welle
schlagen.
AGX050028
BSX050055
4. Tripodeghäuse und Welle für den späteren Zusammenbau markieren.
5. Äußeren Ring abbauen.
9. Keilverzahnung der Welle abkleben, um Beschädigungen des Faltenbalgs zu vermeiden.
10. Faltenbalg von der Welle schieben.
Markierungen
Klebeband
BSX050058
BSX050056
6. Welle und Tripodegelenk für den späteren Zusammenbau markieren.
Hinweis
Schwingungsdämpfer nur im Schadensfall
ausbauen.
11. Schelle des Schwingungsdämpfers mit einem
Schraubendreher abhebeln.
12. Schelle mit einer Zange abbauen.
13. Schwingungsdämpfer abbauen.
Hinweis
Faltenbalg des äußeren Gelenks nur im Schadensfall abbauen.
AGX050027
ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN 50-25
14. Schellen des äußeren Faltenbalgs mit einem
Schraubendreher abhebeln.
15. Schellen mit einer Zange abbauen.
16. Keilverzahnungen abkleben und Faltenbalg
abbauen.
1. Getriebeseitige Keilverzahnung abkleben.
2. Inneren Faltenbalg anbauen.
Klebeband
BSX050058
BSX050060
Zusammenbau
Hinweis
Der radseitige Faltenbalg ist vom getriebeseitigen
Faltenbalg verschieden.
Position
KV6
J3 TCI
Radseitig
100,5 mm
100,5 mm
Getriebeseitig
97 mm
99 mm
A
Hinweis
a) Grundsätzlich neue Schellen verwenden.
3. Schwingungsdämpfer und Schelle anbauen.
4. Enden der Schelle mit einer geeigneten Zange
spannen.
5. Enden der Schelle durch Umbiegen der
Sicherungsklammer sichern.
B
AS2A50103
6. Äußeren Faltenbalg anbauen.
Hinweis
Lager nicht beschädigen.
BSX050060
7. Markierungen ausrichten und Tripodegelenk vorsichtig mit Hammer und Dorn anbauen.
50-26 ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN
8. Sprengring mit geeigneter Zange anbringen.
Markierungen
BSX050064
BSX050062
9. Tripodegelenk, Außenring und Faltenbalg mit
Spezialfett fetten.
10. Außenring anbauen.
11. Äußeren Faltenbalg mit spezifiziertem Fett füllen,
falls er abgebaut wurde.
12. Länge der Antriebswellen messen.
Länge der Antriebswellen
Motor
Getriebe
Rechts
Links
KV6
M/T
690,2
742,7
A/T
707
755,9
J3 TCI
Motor
KV6
J3 TCI
Getriebe
Fett (in Gramm)
Radseitig
Getriebeseitig
A/T
130
130
M/T
130
130
A/T
150
140
M/T
150
150
M/T
616,2
668,7
A/T
569,25
649,72
Spezifizierte Länge
BSX050065
13. Faltenbalgschellen anbauen.
14. Enden der Schelle mit einer geeigneten Zange
spannen.
15. Enden der Schelle durch Umbiegen der Sicherungsklammer sichern.
BSX050063
Hinweis
a) Faltenbälge nicht beschädigen.
b) Dichtlippe des Faltenbalgs lüpfen, um eingeschlossene Luft entweichen zu lassen.
BSX050066
ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN 50-27
Hinterachse
Hinterradnabenlager
Zerlegung/Zusammenbau
1. Hinterradnabenlager in der Reihenfolge gemäß Abbildung zerlegen.
2. In umgekehrter Reihenfolge zusammenbauen.
ersetzen
ersetzen
ersetzen
AV2050011-1
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
Radnabendeckel
Splint & Kronenring
Mutter
Radlager
Lageraußenring
(6)
(7)
(8)
(9)
(10)
Öldichtring
Radlager
Lageraußenring
Nabenbolzen
Nabe
50-28 ANTRIEBSWELLEN UND ACHSEN
Ausbauhinweis
Radnabenlager
1. Nabenlager mit Spezialwerkzeug (0K410 111 012)
ausbauen.
0K410 111 012
AV2050012
Radnabenbolzen
Hinweis
a) Nabenbolzen nur im Schadensfall abbauen.
b) Abgebaute Radnabenbolzen nicht wiederverwenden.
1. Radnabenbolzen mit geeignetem Werkzeug
auspressen.
BSX050013
Hinweis
Die Nabenbolzen müssen so eingepreßt werden,
daß sie sich bei einem Drehmoment von 147 Nm
nicht verdrehen oder lockern lassen.
LENKUNG
Lenkung
Spezialwerkzeuge
Lenkung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51-01
Fehlersuchtabelle
Lenkung
Servolenkung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51-02
Technische Daten
Lenkung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51-03
Funktionsbeschreibung
Lenkung
Servolenkung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51-04
Wartung am Fahrzeug
Lenkung
Lenkradspiel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51-06
Kraftaufwand beim Lenken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51-06
Flüssigkeitsstand der Servolenkung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51-06
Undichtigkeit der Servolenkung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51-07
Servolenkung entlüften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51-08
Servolenkdruck prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51-08
Antriebsriemen (KV6 BENZINMOTOR) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51-10
Antriebsriemen (J3 TCI DIESEL) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51-10
Aus- und Einbau
Lenkung
Zahnstangenfaltenbalg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51-12
Lenksäule . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51-15
Zahnstangenlenkgetriebe und Lenkgestänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51-17
Servolenkungspumpe (KV6 BENZINMOTOR) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51-19
Servolenkungspumpe (J3 TCI DIESEL) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51-22
51
LENKUNG 51-01
Spezialwerkzeuge
Lenkung
0K130 283 021
Kugelgelenkabzieher
Zum Auspressen der Spurstangenköpfe
0K130 322 020
Zusatz
Zum Messen der Vorspannung des
Lenkschneckenlagers
0K210 323 AA0
Druckmesser
Zum Messen des Flüssigkeitsdrucks der Servolenkung
0K552 104 001
Spannhebel
Zum Entspannen des Antriebsriemens
51-02 Lenkung
Fehlersuchtabelle
Lenkung
Servolenkung
Problem
Lenkung
schwergängig
Mögliche Ursache
Keilriemen der Servolenkung lose oder beschädigt
Zu wenig Servoflüssigkeit / Luft im System
Schläuche geknickt oder beschädigt
Leitung beschädigt
Servoflüssigkeitsverlust
Zu wenig Servodruck
Maßnahme
Reifendruck zu gering
Falsche Radeinstellung
Lenkgestänge hängt fest
Lenksäule durch andere Teile beeinträchtigt
Kreuzgelenk der Lenksäule schwergängig
Servo-Antriebsriemen spannen/ersetz.
System auffüllen oder entlüften
Schläuche ersetzen
Leitung ersetzen
Undichte Teile instandsetzen / ersetzen
Servolenkungspumpe oder -zahnrad
instandsetzen oder ersetzen
Reifendruck korrigieren
Radeinstellung korrigieren
Lenkgestänge instandsetzen / ersetzen
Lenksäule instandsetzen / ersetzen
Kreuzgelenk ersetzen
Schlechter
Lenkradrücklauf
Reifendruck zu gering
Falsche Radeinstellung
Lenkgestänge hängt fest
Fehlfunktion Lenkgetriebe
Fehlfunktion Lenksäule
Kreuzgelenk der Lenksäule schwergängig
Reifendruck korrigieren
Radeinstellung korrigieren
Lenkgestänge instandsetzen / ersetzen
Lenkgetriebe ersetzen
Lenksäule prüfen und ggf. ersetzen
Kreuzgelenk ersetzen
Ungleichmäßiger
Kraftaufwand
Antriebsriemen der Servolenkung lose
Fehlfunktion Lenksäule oder Befestigung lose
Lenkgestänge hängt fest
Fehlfunktion Lenkgetriebe
Antriebsriemen Servolenkung spannen
Lenksäule instandsetzen / festziehen
Lenkgestänge instandsetzen / ersetzen
Lenkgetriebe ersetzen
Lenkung zieht nach
einer Seite
Reifendruck ungleichmäßig
Vorspannung / Spiel Radlager nicht i.O.
Falsche Radeinstellung
Fehlfunktion Lenkgetriebe
Reifenverschleiß ungleichmäßig
Spiralfeder ermüdet
Bremsen hängen fest
Spurstange(n) beschädigt
Achsschenkel beschädigt
Querlenker oder Stabilisatorbuchse
beschädigt oder verschlissen
Querlenker verzogen oder lose
Reifendruck korrigieren
Radlager einstellen oder ersetzen
Radeinstellung korrigieren
Lenkgetriebe ersetzen
Reifen ersetzen oder Spur einstellen
Spiralfeder ersetzen
Bremsen einstellen
Spurstange(n) ersetzen
Achsschenkel prüfen und ggf. ersetzen
Instandsetzen oder ersetzen
Servoflüssigkeitsverlust
Schlauchkupplung undicht
Schläuche verstopft oder beschädigt
Servoflüssigkeitsbehälter beschädigt
Flüssigkeit läuft über
Fehlfunktion Servolenkungspumpe
Fehlfunktion Lenkgetriebe
Schlauchkupplung instands./ersetzen
Schläuche ersetzen
Behälter ersetzen
Entlüften / Flüssigkeitsstand korrigieren
Servolenkungspumpe ersetzen
Lenkgetriebe ersetzen
Ungewöhnliche
Geräusche
Servolenkungspumpe lose
Lenkgetriebe lose
Halterung der Servolenkungspumpe lose
Riemenscheibenmutter der Servolenkungspumpe lose
Servolenkungspumpe festziehen
Lenkgetriebe festziehen
Servopumpenhalterung festziehen
Riemenscheibenmutter der
Servolenkungspumpe festziehen
Riemen der Servolenkungspumpe
spannen
Entlüften
Lenkgetriebe ersetzen
Servolenkungspumpe ersetzen
Störung beseitigen oder Schlauch
instandsetzen / ersetzen
Vorspannung des Lenkgestänges
korrigieren oder Gestänge ersetzen
Keilriemen zu lose oder zu stramm
Luft im System
Fehlfunktion Lenkgetriebe
Fehlfunktion Servolenkungspumpe
Lenksäule oder Druckschlauch beeinträchtigt
Lenkgestänge zu fest oder zu lose
Ersetzen oder festziehen
LENKUNG 51-03
Technische Daten
Lenkung
Position
Lenkrad
Servolenkung
Außendurchmesser
mm
Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag
Lenksäule
Bauart
Sicherheitslenksäule
Kreuzgelenk
Grad
Bauart
∞
Zahnstangenweg
mm
Füllmenge
Liter
Typ
7°
Zahnstange
Übersetzung
Servoflüssigkeit
3,56
Gelenk
Verstellwinkel
Lenkgetriebe
380
140
1,0
ATF M-III oder DEXRON-IIE
51-04 LENKUNG
Funktionsbeschreibung
Lenkung
Servolenkung
AV2051001
(1)
(2)
(3)
(4)
Lenkrad
Lenksäule
Zwischenwelle
Lenkgetriebe & -gestänge
(5) Servoflüssigkeitsleitung & -schlauch
(6) Servolenkungspumpe
(7) Servoflüssigkeitsbehälter
LENKUNG 51-05
Bauteile der Lenkung
Die Servolenkung besteht aus den folgenden
Bauteilen:
Lenksäule
Lenkgetriebe & -gestänge
Spurstangen & Spurstangenköpfe
Servolenkungspumpe
Servoflüssigkeitsbehälter
Servoflüssigkeitsleitungen & -schläuche
Servolenkungspumpe
Die Servolenkungspumpe befindet sich an der Vorderseite des Motors. Es handelt sich dabei um eine Flügelpumpe, die über einen Antriebsriemen von der Kurbelwelle angetrieben wird. Die Servoflüssigkeit wird bei
laufendem Motor von der Servolenkungspumpe aus
dem Flüssigkeitsbehälter angesogen. Die Flüssigkeit
wird durch die Drehung des Flügelrads unter Druck
gesetzt und dann an das Lenkgetriebe weitergeleitet.
Lenkgetriebe
Steuerung und Antriebswelle des Lenkgetriebes bilden
eine Einheit. Diese Einheit ist das einzige Bauteil des
Lenkgetriebes, das gewartet werden kann.
Um die Buchse des Lenkgetrieberitzels befindet sich
eine flexible Halterung. Dieser Haltering kann durch
eine Öffnung im Lenkgetriebe aus- und eingebaut
werden.
Druck- und Rücklaufschläuche
Vor dem Ersetzen von Bauteilen zunächst Schlauchund Leitungsanschlüsse auf Dichtheit prüfen
(potentielle Leckstellen, siehe “Wartung am Fahrzeug”,
S. 51-7).
Hydraulik
Die von der Kurbelwelle über einen Riemen und Riemenscheiben angetriebene Servolenkungspumpe erzeugt den zum Betrieb des Systems erforderlichen
Hydraulikdruck. Beim Drehen des Lenkrads wird dieser
Druck in eine mechanische Bewegung umgesetzt, die
die Vorderräder in die gewünschte Richtung dreht.
51-06 LENKUNG
Wartung am Fahrzeug
4. Folgende Punkte prüfen, falls der Kraftaufwand
nicht der Spezifikation entspricht:
Flüssigkeitsstand, Luft im System, Schläuche und
Anschlüsse, Funktion der Servolenkungspumpe
und des Lenkgetriebes sowie Reifendruck.
Lenkung
Lenkradspiel
1. Räder in Geradeausstellung bringen und Lenkrad
zur Bestimmung des Lenkradspiels vorsichtig nach
rechts und links drehen. Das Spiel wird am äußeren
Rand des Lenkrads gemessen.
Zulässiges Spiel:
Zulässiger Kraftaufwand: 29 N
30 mm
Hinweis
Wenn der gemessene Wert nicht der Spezifikation
entspricht, sind entweder verschlissene Gelenke
oder zu großes Zahnstangenspiel die Ursache.
AGX051002
Flüssigkeitsstand der Servolenkung
Hinweis
Nur spezifizierte Servoflüssigkeit verwenden.
1. Prüfen, ob sich der Flüssigkeitsstand zwischen den
Markierungen MAX und MIN befindet.
2. Flüssigkeitsstand ggf. korrigieren.
AGX051001
Kraftaufwand beim Lenken
1. Fahrzeug auf ebenem Untergrund abstellen und
Räder in Geradeausstellung bringen.
2. Motor starten und Servoflüssigkeit auf eine
Temperatur von 50-60°C bringen. Lenkrad dazu
mehrmals von Anschlag zu Anschlag drehen.
3. Federwaage bei laufendem Motor am äußeren
Ende einer Lenkradspeiche befestigen und Kraftaufwand beim Drehen des Lenkrads messen (siehe
Abbildung).
MAX
MIN
AV2051002
LENKUNG 51-07
Undichtigkeit der Servolenkung
1. Gehäuse des Lenkgetriebes, Unterseite der Servolenkungspumpe und sämtliche Leitungen und Anschlüsse
reinigen. Darauf achten, daß alle potentiellen Leckbereiche sauber, trocken und fettfrei sind.
2. Motor starten.
3. Lenkrad von Anschlag zu Anschlag drehen, um Flüssigkeitsdruck aufzubauen.
4. Auf Dichtheit prüfen.
Hinweis
a) Lenkrad nicht länger als 15 Sekunden am Anschlag festhalten.
b) Die potentiellen Leckstellen sind der Abbildung mit Pfeilen gekennzeichnet.
AV2A51003
51-08 LENKUNG
Servolenkung entlüften
Servolenkungsdruck prüfen
Flüssigkeitsdruck prüfen
Achtung
a) Motor nicht starten.
b) Fahrzeug vorn aufbocken und sicher
abstützen.
1. Flüssigkeitsstand prüfen.
2. Lenkrad mehrmals bei abgestelltem Motor von
Anschlag zu Anschlag drehen.
3. Flüssigkeitstand erneut prüfen und ggf. korrigieren.
4. Schritte 2 und 3 wiederholen, bis sich der Flüssigkeitspegel einpendelt.
5. Motor starten und im Leerlauf laufenlassen.
6. Lenkrad mehrmals von Anschlag zu Anschlag
drehen.
7. Prüfen, ob die Flüssigkeit schäumt und ob der
Pegel konstant bleibt.
8. Ggf. auffüllen und Schritte 6 und 7 wiederholen.
1. Spezialwerkzeug (0K201 323 AA0) anbauen und
Anschlüsse festziehen (siehe Abbildung).
Anzugsdrehmoment:
39-49 Nm
0K201 323 AA0
AS2A51052
2. Hochdruckschlauch von der Pumpe abbauen und
Spezialwerkzeug (0K210 323 AA0) zwischen
Schlauch und Pumpe anschließen.
0K201 323 AA0
AGX051001
AS2051010
MAX
MIN
Hinweis
Anschlüsse vor dem Trennen der Schläuche für den
späteren Zusammenbau markieren.
3. System entlüften (siehe “Wartung am Fahrzeug”).
AV2051002
LENKUNG 51-09
4. Ventil des Meßgeräts vollständig öffnen. Motor
starten und Lenkrad von Anschlag zu Anschlag
drehen, um die Servoflüssigkeit auf eine Temperatur von 50-60°C zu bringen.
Hinweis
Wenn das Ventil länger als 15 Sekunden geschlossen bleibt, wird die Servoflüssigkeit zu heiß und die
Servolenkungspumpe kann beschädigt werden.
5. Ventil des Meßgeräts vollständig schließen. Drehzahl auf 1.000-1.500 1/min erhöhen und Flüssigkeitsdruck der Servolenkungspumpe messen.
Servolenkungspumpe ersetzen, falls der gemessene Druck nicht der Spezifikation entspricht.
Flüssigkeitsdruck Servolenkungspumpe:
87-93 bar (8730-9319 kPa)
7. Lenkrad von Anschlag zu Anschlag drehen und
Flüssigkeitsdruck des Lenkgetriebes messen.
Lenkgetriebe ersetzen, falls der gemessene Druck
nicht der Spezifikation entspricht.
Flüssigkeitsdruck Lenkgetriebe:
87-93 bar (8730-9319 kPa)
Hinweis
Wenn das Lenkrad länger als 15 Sekunden am Anschlag gehalten wird, wird die Servoflüssigkeit zu
heiß und die Servolenkungspumpe kann beschädigt
werden.
8. Spezialwerkzeug (0K210 323 AA0) abbauen.
Hochdruckschlauch anschließen und mit dem
spezifizierten Anzugsdrehmoment festziehen.
Anzugsdrehmoment:
39-49 Nm
9. System entlüften (siehe “Wartung am Fahrzeug”).
BSX051046-1
6. Ventil des Meßgeräts vollständig öffnen und
Drehzahl erneut auf 1.000-1.500 1/min erhöhen.
BSX051046-2
51-10 LENKUNG
Antriebsriemen (KV6 BENZINMOTOR)
Antriebsriemen (J3 TCI DIESEL)
1. Antriebsriemen auf Verschleiß, Brüche und
Ausfransungen prüfen und ggf. ersetzen.
2. Prüfen, ob die Antriebsriemen ordnungsgemäß auf
den Riemenscheiben sitzen.
Prüfung
1. Keilriemen auf Verschleiß, Brüche und Ausfransungen prüfen und ggf. ersetzen.
2. Prüfen, ob der Antriebsriemen ordnungsgemäß auf
den Riemenscheiben sitzt.
3. Prüfen, ob die Markierung “ ” des automatischen
Riemenspanners mit der Markierung “
”
fluchtet. Wenn die beiden Markierungen wie unter
fluchten, ist die Spannung in Ordnung. Falls die
Markierungen nicht fluchten (siehe ) automatischen Riemenspanner neu einbauen oder Riemenspanner bzw. Antriebsriemen ersetzen.
BGX010009
Hinweis
Beim KV-6-Motor ist die Messung der Riemenspannung aufgrund des verwendeten
automatischen Riemenspanners nicht erforderlich.
2
2
AV2A10B001
Generator
Riemenscheibe
Servolenkungspumpe
Umlenkrolle
4. Auslenkung des A/C-Keilriemens durch Aufbringen
einer Kraft von 98 N mittig zwischen den Riemenscheiben prüfen.
Umlenkrolle
WasserpumpenRiemenscheibe
Generator
Einspritzpumpen
-Riemenscheibe
Automatischer
Riemenspanner
Riemenscheibe
A/C-Kompressor
Kurbelwellen-Riemenscheibe
AV2A10005
Riemenscheibe
Servolenkungspumpe
Riemenscheibe A/CKompressor
Autom. Riemenspanner
Kurbelwellen-Riemenscheibe Umlenkrolle
AV2A51004
LENKUNG 51-11
Achtung
a) Riemenauslenkung zwischen den Riemenscheiben messen.
b) Riemen sind auch dann als neu zu betrachten, wenn sie nicht länger als fünf Minuten
bei laufendem Motor betrieben wurden.
c) Riemenauslenkung bei kaltem Motor messen. Nach dem Abstellen des Motors mindestens 30 Minuten abkühlen lassen.
Auslenkung A/C-Riemen
Neu:
7 - 9 mm
Gebraucht:
9 - 11 mm
Einstellung
AN9010018-1
1. Befestigungsschraube der Umlenkrolle lösen.
2. Riemenauslenkung durch Drehen der
Einstellschraube verändern.
Auslenkung (Krafteinwirkung: 98 N)
Neu:
7 - 9 mm
Gebraucht:
9 - 11 mm
3. Einstellung vornehmen und Befestigungsschraube
der Umlenkrolle festziehen.
Anzugsdrehmoment:
37-52 Nm
51-12 LENKUNG
Aus- und Einbau
Lenkung
Zahnstangenfaltenbalg
Ausbau
Ersetzen
Ersetzen
AV2051012
(1)
(2)
(3)
(4)
Splint
Mutter
Spurstangenkopf
Kugelgelenk-Faltenbalg
(5) Kontermutter
(6) Faltenbalgschelle
(7) Zahnstangenfaltenbalg
LENKUNG 51-13
1.
2.
3.
4.
5.
Fahrzeug vorn aufbocken und sicher abstützen.
Räder abbauen.
Lenkung vollständig nach links einschlagen.
Splint entfernen und Mutter abschrauben.
Spurstange mit Spezialwerkzeug (0K130 283 021)
vom Achsschenkel abbauen.
10. Spurstangenfaltenbalg vorsichtig abmeißeln.
Hinweis
Dichtbereich der Spurstange nicht beschädigen.
Hinweis
Mutter wieder aufschrauben, um das Gewinde zu
schützen.
BSX051006
0K130 283 021
AV2050004
6. Ausrichtung von Spurstange, Kontermutter und
Spurstangenkopf markieren (siehe Abbildung).
11.
12.
13.
14.
Faltenbalgschelle des Lenkgetriebes lösen.
Kontermutter der Spurstange abschrauben.
Zahnstangenfaltenbalg abbauen.
Faltenbalgschelle entfernen.
Einbau
1. Spurstangenfaltenbalg mit etwas Fett füllen.
2. Faltenbalg mit geeignetem Werkzeug und einer
Presse an den Spurstangenkopf anbauen.
BSX051021
7. Kontermutter der Spurstange lösen und Spurstange abbauen.
8. Spustange in einen Schraubstock einspannen.
9. Meißel im gezeigten Winkel ansetzen (siehe
Abbildung).
BSX051007
3. Zahnstangenfaltenbalg mit spezifiziertem Fett
füllen.
Fettmenge:
ca. 30g
4. Anlagefläche zwischen Lenkgetriebe und Faltenbalg mit Dichtmittel bestreichen.
5. Zahnstangenfaltenbalg anbauen.
51-14 LENKUNG
6. Kontermutter der Spurstange aufschrauben und an
den vorher angebrachten Markierungen ausrichten.
7. Spurstangenkopf anbauen und an den vorher
angebrachten Markierungen ausrichten.
8. Kontermutter der Spurstange festziehen.
Anzugsdrehmoment:
34-50 Nm
BSX051021
9. Spurstangenkopf an den Achsschenkel anbauen.
10. Mutter aufschrauben und festziehen. Mutter ggf.
weiter festziehen, um den Splint einsetzen zu
können.
Anzugsdrehmoment:
11. Splint einsetzen.
12. Räder anbauen.
13. Fahrzeug ablassen.
29-44 Nm
LENKUNG 51-15
Lenksäule (ohne Airbag)
Ausbau
AV2A51005
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
Pralltopf
Lenkradmutter
Lenkrad
Lenksäulenverkleidung
Kombischalter
(6)
(7)
(8)
(9)
Lenksäule
Kreuzgelenk
Durchführung
Zwischenwelle
51-16 LENKUNG
VORSICHT
BEI FAHRZEUGEN MIT AIRBAGS SIND BEI
ARBEITEN AN DER LENKUNG DIE ENTSPRECHENDEN SICHERHEITSHINWEISE ZU
BEACHTEN.
19. Untere Armaturenbrettverkleidung abnehmen und
Lenksäule abbauen.
1. Batterie-Massekabel abklemmen.
2. Vorderräder in Geradeausstellung bringen.
3. Vier Schrauben lösen und Lenkradpralltopf
abbauen.
4. Kabelstecker der Hupe abklemmen.
5. Lenkrad und -säule für den späteren Zusammenbau markieren.
6. Mutter und Sprengring vom Ende der Lenksäulenwelle abschrauben.
7. Lenkrad mit geeignetem Abzieher abbauen.
AV2051010
Hinweis
Zum Abbauen des Lenkrads nicht mit einem
Hammer auf den Wellenstumpf schlagen, da sonst
Gewinde und Stützlager beschädigt werden können.
Einbau
1. Lenksäule anbauen und Muttern der Lensäulenhalterung festziehen.
2. Schrauben der unteren Armaturenbrettverkleidung
festziehen.
Anzugsdrehmoment:
16-23 Nm
3. Zwischenwelle und Durchführung anbauen.
4. Lenksäule und Zwischenwelle an das Kreuzgelenk
anbauen und beide Schrauben festziehen.
Anzugsdrehmoment:
AS2A51060
8. Schrauben der Lenksäulenverkleidungen lösen und
Lenksäulenverkleidungen trennen.
9. Schrauben (3 Stck.) des Kombischalters lösen.
10. Kabelstecker des Kombischalters abklemmen.
11. Kombischalter von der Lenksäule ziehen.
12. Zündschalter-Kabelstecker abklemmen.
13. Schraube des Zündschalters lösen.
14. Zündschalter abbauen.
15. Klemmschrauben des Kreuzgelenks lösen.
16. Durchführung vom Motorraum ausbauen.
17. Zwischenwelle abbauen.
18. Muttern (2 Stck.) der Lenksäulenhalterung lösen.
21-26 Nm
5.
6.
7.
8.
9.
10.
Zündschalter anbauen.
Kabelstecker des Zündschalters anklemmen.
Kabelstecker des Kombischalters anklemmen.
Kombischalter an die Lenkwelle anbauen.
Lenksäulenverkleidungen anbauen.
Schrauben (3 Stck.) der unteren Lenksäulenverkleidung festziehen.
11. Lenkrad anbauen.
12. Sprengring aufsetzen und Lenkradmutter
festziehen.
Anzugsdrehmoment:
39-49 Nm
13. Kabelstecker des Hupenschalters anklemmen.
14. Lenkradpralltopf anbauen und Schrauben (4 Stck.)
festziehen.
15. Batterie-Massekabel anklemmen.
LENKUNG 51-17
Zahnstangenlenkgetriebe und Lenkgestänge
Ausbau
Ersetzen
Ersetzen
AV2051004
(1)
(2)
(3)
(4)
Splint
Mutter
Spurstange mit Kugelkopf
Zwischenwelle
(5) Servoleitung (Rücklauf)
(6) Servoleitung (Druckleitung)
(7) Lenkgetriebe
51-18 LENKUNG
1.
2.
3.
4.
Fahrzeug vorn aufbocken und sicher abstützen.
Vorderräder abbauen.
Splint entfernen und Mutter lösen.
Spurstangen mit Spezialwerkzeug (0K130 283 021)
vom Achsschenkel abbauen.
Hinweis
Mutter wieder aufschrauben, um das Gewinde zu
schützen.
8. Lenkgetriebe vorsichtig zur rechten Fahrzeugseite
ausbauen. Lenkgetriebe und Gestänge ggf. als
Einheit ersetzen, nicht zerlegen.
Einbau
1. Lenkgetriebe von der rechten Fahrzeugseite aus
einbauen.
2. Schrauben und Muttern der Lenkgetriebehalterung
festziehen.
Anzugsdrehmoment:
74-93 Nm
Lenkgetriebehalterung
AV2A51006
AV2050004
5. Schrauben der Servorücklauf- und Druckleitung
lösen und beide Leitungen abbauen.
Hinweis
Austretende Flüssigkeit beim Abbauen der
Leitungen mit einem Lappen oder geeignetem
Behälter auffangen.
6. Zwischenwelle vom Lenkgetriebe abbauen.
7. Schrauben und Muttern des Lenkgetriebes lösen.
Lenkgetriebehalterung
3. Schraube der Zwischenwelle festziehen.
Anzugsdrehmoment:
4. Druck- und Rücklaufleitung anschließen und
Schrauben festziehen.
Anzugsdrehmoment:
24-35 Nm
5. Spurstange an die Achsschenkel anbauen.
6. Mutter festziehen und mit neuem Splint sichern.
Anzugsdrehmoment:
Zahnstangenlenkgetriebe
7. Räder anbauen.
8. Fahrzeug ablassen.
AV2A51006
21-26 Nm
59-78 Nm
LENKUNG 51-19
Servolenkungspumpe (KV6 BENZINMOTOR)
Ausbau
(KV6 BENZINMOTOR)
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
Ausgleichsbehälter
Ausgleichsbehälterdeckel
Zwischenstück
Schlauchklemme
Rücklaufleitung
AV2A51001
(6)
(7)
(8)
(9)
(10)
Zuleitungsschlauch
Rücklaufschlauch #1
Rücklaufschlauch #2
Schraube
Servolenkungspumpe
51-20 LENKUNG
VORSICHT
SERVOFLÜSSIGKEIT SOWIE MOTOR- UND
AUSPUFFTEILE KÖNNEN NACH DEM
BERTRIEB DES MOTORS SEHR HEISS SEIN.
MOTOR NICHT STARTEN, SOLANGE
SCHLÄUCHE ABGEBAUT SIND. SCHLÄUCHE
NICHT AN AUSPUFFTEILE ODER
KATALYSATOR GELANGEN LASSEN.
5. Schlauchklemmen lösen und Zulauf–/Rücklaufleitung #2 vom Ausgleichsbehälter abbauen.
Hinweis
Austretende Flüssigkeit beim Abbauen der
Leitungen mit einem Lappen oder geeignetem
Behälter auffangen.
1. Automatische Spannvorrichtung lösen und Zahnriemen abnehmen.
Riemenscheibe
Servolenkungspumpe
Umlenkrolle
Autom.
Spannvorrichtung
AV2051007
6. Befestigungsschrauben (3 Stck.) lösen und
Servolenkungspumpe vom Motor abbauen.
Kurbelwellen-Riemenscheibe
AV2A42154
2. Deckel des Servoflüssigkeits-Ausgleichsbehälters
abschrauben.
3. Ausgleichsbehälter mit geeigneter Pumpvorrichtung entleeren.
4. Schlauchklemmen lösen und Zulauf–/Rücklaufleitung #1 vom Ausgleichsbehälter abbauen.
Hinweis
Austretende Flüssigkeit beim Abbauen der
Leitungen mit einem Lappen oder geeignetem
Behälter auffangen.
AV2051009
MAX
MIN
AV2051002
LENKUNG 51-21
Einbau
1. Servolenkungspumpe von der rechten Seite aus an
den Motor anbauen und Befestigungsschrauben
(3 Stck.) festziehen.
Anzugsdrehmoment:
3. Zu- und Rücklaufschläuche #1 an die Servolenkungspumpe anschließen und Schlauchklemmen
befestigen.
Hinweis
Auf korrekten Sitz der Schlauchklemmen achten.
30-40 Nm
MAX
MIN
AV2051009
Hinweis
Vor dem Anschließen der Schläuche an die Servolenkungspumpe O-Ringe prüfen und ggf. ersetzen.
2. Zu- und Rücklaufschlauch #2 an die Servolenkungspumpe anschließen und Schlauchklemmen
befestigen.
Hinweis
Auf korrekten Sitz der Schlauchklemmen achten.
Die Schläuche dürfen nicht an den AggregateTreibriemen schleifen.
AV2051002
4. Treibriemen der Servolenkungspumpe auflegen.
5. Ausgleichsbehälter der Servolenkungspumpe
auffüllen.
6. Deckel des Ausgleichsbehälters befestigen.
7. Motor starten und Lenkrad mehrmals von Anschlag
zu Anschlag drehen, um das System zu entlüften.
Motor abstellen, Flüssigkeitsstand kontrollieren und
System auf Dichtheit prüfen.
51-22 LENKUNG
Servolenkungspumpe (J3 TCI DIESEL)
Ausbau
(J3 TCI DIESEL)
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
Ausgleichsbehälter
Ausgleichsbehälterdeckel
Zwischenstück
Schlauchklemme
Rücklaufschlauch #1
Zulaufschlauch #1
AV2A51002
(7)
(8)
(9)
(10)
(11)
(12)
Leitungen
Rücklaufschlauch #2
Zulaufschlauch #2
Schraube
Pumpenhalter
Servolenkungspumpe
LENKUNG 51-23
VORSICHT
SERVOFLÜSSIGKEIT SOWIE MOTOR- UND
AUSPUFFTEILE KÖNNEN NACH DEM BETRIEB
DES MOTORS SEHR HEISS SEIN. MOTOR
NICHT STARTEN, SOLANGE SCHLÄUCHE
ABGEBAUT SIND. SCHLÄUCHE NICHT AN
AUSPUFFTEILE ODER KATALYSATOR
GELANGEN LASSEN.
1. Automatische Spannvorrichtung lösen und Zahnriemen abnehmen.
Hinweis
Austretende Flüssigkeit beim Abbauen der
Leitungen mit einem Lappen oder geeignetem
Behälter auffangen.
6. Befestigungsschrauben lösen und Servolenkungspumpe vom Motor abbauen.
WasserpumpenRiemenscheibe
Umlenkrolle
Generator
5. Schlauchklemmen lösen und Zulauf–/Rücklaufleitung #2 vom Ausgleichsbehälter abbauen.
Riemenscheibe
Einspritzpumpe
Riemenscheibe
A/C-Kompressor
Riemenscheibe
Servolenkungs
pumpe
Automatische
Spannvorrichtung
KurbelwellenRiemenscheibe
AV2051009
Umlenkrolle
AV2A10B002
2. Deckel des Servoflüssigkeits-Ausgleichsbehälters
abschrauben.
3. Ausgleichsbehälter mit geeigneter Pumpvorrichtung entleeren.
4. Schlauchklemmen lösen und Zulauf–/Rücklaufleitung #1 vom Ausgleichsbehälter abbauen.
Hinweis
Austretende Flüssigkeit beim Abbauen der
Leitungen mit einem Lappen oder geeignetem
Behälter auffangen.
MAX
MIN
AV2051002
51-24 LENKUNG
Einbau
1. Halter der Servolenkungspumpe von der rechten
Fahrzeugseite aus anbauen und Servolenkungspumpe am Halter befestigen.
Anzugsdrehmoment:
3. Zu- und Rücklaufschlauch #1 an die Servolenkungspumpe anschließen und Schlauchklemmen
befestigen.
Hinweis
Auf korrekten Sitz der Schlauchklemmen achten.
30-40 Nm
MAX
MIN
AV2051009
Hinweis
Vor dem Anschließen der Schläuche an die Servolenkungspumpe O-Ringe prüfen und ggf. ersetzen.
2. Zu- und Rücklaufschlauch #2 an die Servolenkungspumpe anschließen und Schlauchklemmen
befestigen.
Hinweis
Auf korrekten Sitz der Schlauchklemmen achten.
Die Schläuche dürfen nicht an den AggregateTreibriemen schleifen.
AV2051002
4. Keilriemen der Servolenkungspumpe auflegen.
5. Ausgleichsbehälter der Servolenkungspumpe
auffüllen.
6. Deckel des Ausgleichsbehälters befestigen.
7. Motor starten und Lenkrad mehrmals von Anschlag
zu Anschlag drehen, um das System zu entlüften.
Motor abstellen, Flüssigkeitsstand kontrollieren und
System auf Dichtheit prüfen.
BREMSANLAGE
Bremsanlage
Spezialwerkzeuge
Bremsanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-01
Fehlersuchtabelle
Bremsanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-02
Technische Daten
Bremsanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-03
Funktionsbeschreibung
Bremsanlage
Scheibenbremsen vorn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-04
Trommelbremsen hinten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-04
Bremshydraulik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-04
Konstruktionsansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-05
Wartung am Fahrzeug
Bremsanlage
Entlüften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-06
Bremsschlauch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-06
Bremsflüssigkeitsstand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-08
Bremspedalhöhe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-08
Bremspedalspiel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-09
Pedalabstand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-09
Feststellbremspedalweg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-09
Bremskraftregelventil . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-10
Aus- und Einbau
Bremsanlage
Bremspedal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-11
Bremskraftverstärker und Hauptbremszylinder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-13
Bremssattel vorn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-15
Scheibenbremsbeläge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-18
Trommelbremse hinten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-19
Festellbremse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-23
52
BREMSANLAGE 52-01
Spezialwerkzeug
Bremsanlage
0K130 430 019
0K011 270 001
Bremsleitungsschlüssel
Lagerauszieher
Zum Aus- und Einbau von Bremsleitungen
Zum Ausbau von Lageraußenringen
0K130 430 017
Scheibenbremsen-Spreizvorrichtung
Zum Einbau von Bremsklötzen
0K670 990 AA0
Lager-Einbausatz
Zum Ausbau der ABS-Rotoren
0K9A4 430 001
Einstellwerkzeug
Zum Einstellen des Druckstangen-Abstands
52-02 BREMSANLAGE
Fehlersuchtabelle
Bremsanlage
Problem
Mögliche Ursache
Maßnahme
Schlechte
Bremsleistung
Bremsflüssigkeitsverlust
Luft im System
Bremsbeläge oder Bremsklötze verschlissen
Bremsflüssigkeit, Fett, Öl oder Wasser auf Belägen oder Klötzen
Bremsbeläge oder -klötze verhärtet
Scheibenbremskolben nicht i.O.
Haupt- oder Radbremszylinder fehlerhaft
Fehlfunktion des Bremskraftverstärkers
Rückschlagventil nicht i.O. (Unterdruckleitung)
Unterdruckleitung beschädigt
Bremsschlauch fehlerhaft
Unterdruck zu gering
Fehlfunktion des Bremskraftregelventils
Instandsetzen
Entlüften
Ersetzen
Reinigen oder ersetzen
Instandsetzen oder ersetzen
Ersetzen
Instandsetzen oder ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Instandsetzen
Ersetzen
Bremsen ziehen
einseitig
Bremsbeläge oder Bremsklötze verschlissen
Bremsflüssigkeit, Fett, Öl oder Wasser auf Belägen oder Klötzen
Bremsbeläge oder -klötze verhärtet
Trommeln, Scheiben, Beläge oder Klötze verschlissen
Automatische Nachstellvorrichtung nicht i.O.
Befestigungsschrauben Ankerplatte / Staubschutz lose
Radbremszylinder nicht i.O.
Falsche Radeinstellung
Reifendruck ungleichmäßig
Ersetzen
Reinigen oder ersetzen
Schleifen oder ersetzen
Instandsetzen oder ersetzen
Instandsetzen oder ersetzen
Festziehen
Instandsetzen oder ersetzen
Einstellen
Einstellen
Bremsen lösen nicht
Kein Bremspedalspiel
Druckstangenspiel nicht i.O.
Rücklaufbohrung des Hauptbremszylinders verstopft
Bremsflüssigkeit verunreinigt
Bremsbackenrückholfeder ermüdet
Radbremszylinder fehlerhaft
Kolbendichtung der Scheibenbremse fehlerhaft
Bremsklotz falsch positioniert
Einstellen
Einstellen
Reinigen
Wechseln
Ersetzen
Reinigen oder ersetzen
Ersetzen
Korrigieren / ersetzen
Pedalweg zu lang
Pedalspiel falsch eingestellt
Bremsklötze oder -beläge verschlissen
Luft in der Bremshydraulik
Hauptbremszylinder beschädigt
Bremsflüssigkeit verunreinigt
Unterdruckschlauch beschädigt
Unterdruck zu gering
Einstellen
Ersetzen
Entlüften
Ersetzen
Wechseln
Ersetzen
Instandsetzen
Ungewöhnliche
Geräusche oder
Vibrationen beim
Bremsen
Bremsklötze oder -beläge verschlissen
Bremsklötze oder -beläge überaltert
Bremsen lösen nicht
Fremdkörper oder Riefen an Bremsscheiben oder -trommeln
Befestigungsschrauben Ankerplatte/Staubschutz/Bremssattel lose
Bremsscheiben oder -trommeln beschädigt
Gleitkomponenten nicht ausreichend gefettet
Bremsscheibenstärke variiert zu stark
Ersetzen
Instandsetzen oder ersetzen
Instandsetzen
Instandsetzen / ersetzen
Festziehen
Ersetzen
Fetten
Ersetzen
Lenkrad zieht zu einer
Seite
Bremse hängt fest
Fehlfunktion Lenkung
Räder beschädigt oder nicht ausgewuchtet
Falscher Reifendruck
Fehlfunktion Radaufhängung
Instandsetzen
Siehe Kapitel 51
Siehe Kapitel 53
Siehe Kapitel 53
Siehe Kapitel 54
Hinterradbremsen
lösen nicht
Handbremsseil hat kein Spiel
Bremsbackenrückholfeder ermüdet
Radbremszylinder fehlerhaft
Handbremsseil sitzt fest
Einstellen
Ersetzen
Ersetzen
Instandsetzen oder ersetzen
BREMSANLAGE 52-03
TECHNISCHE DATEN
Bremsanlage
Position
Bremspedal
Spezifikation
Bauart
Hängend
Pedalhebelverhältnis
3,4
Maximaler Pedalweg
Hauptbremszylinder
mm
Bauart
120
Tandemzylinder mit Füllstandsensor
Zylinderinnendurchmesser
Scheibenbremsen
Bauart
vorn
Zylinderbohrung
mm
25,4
Schwimmend
mm
66
Abmessung der Bremsklötze (Fläche x Stärke)
13567,7 10,5
mm2 mm
Abmessung der Bremsscheiben
274 24
(Außendurchmesser
Stärke)
Trommelbremsen
Bauart
hinten
Zylinderinnendurchmesser
mm
Auf-/ablaufend
mm
20,64
Belagabmessungen
28800 6
(Fläche
Stärke)
Trommelinnendurchmesser
mm2 mm
mm
Belageinstellung
Bremskraft-
Bauart
verstärker
Außendurchmesser
Bremsflüssigkeit
Feststellbremse
Schrittweise automatisch
Tandem-Unterdruckverstärker
mm
203 + 229
FMVSS 116 : DOT-3, SAE J1703, DOT-4
Bauart
Bedienung
Hebelverhältnis
Bremskraftregelung
250
Bauart
Mechanisch
Fußhebel
6,2
Bremskraftregelventil
52-04 BREMSANLAGE
Funktionsbeschreibung
Bremsanlage
Scheibenbremse vorn
Die vorderen Scheibenbremsen bestehen aus je einem
Kolben, einer Bremsscheibe, einem schwimmenden
Bremssattel sowie den Bremsklötzen. Die Bremssättel
sind direkt mit den Achsschenkeln verschraubt. Über
Hülsen, Hülsenschrauben und Faltenbälge wird die
axiale Bewegung des Sattels ermöglicht. Die Kolbendichtung ist so konzipiert, daß sie für korrektes Spiel
zwischen Bremsklötzen und -scheibe sorgt. Die beim
Bremsen entstehenden Kräfte werden an der Vorderachse vollständig von den Achsschenkeln aufgenommen. Die Gummi-Dichtmanschetten sitzen in einer
Bohrung des Bremszylinders und in einer Nut des
Kolbens und verhindern somit das Eindringen von
Schmutz.
Mit zunehmendem Verschleiß der Bremsklötze sinkt
der Bremsflüssigkeitsstand. Wurde zwischenzeitlich
Bremsflüssigkeit aufgefüllt, kann der Ausgleichsbehälter beim Zurückschieben der Kolben überlaufen.
Flüssigkeitsstand des Ausgleichsbehälters zunächst
absenken, um das Überlaufen zu verhindern.
Trommelbremse hinten
Die hinteren Trommelbremsen bestehen aus je zwei
Bremsbacken und einer automatischen Nachstellvorrichtung. Die Vorrichtung wird bei jedem Bremsvorgang
betätigt. Sie befindet sich unmittelbar unterhalb des
Radbremszylinders.
Bremshydraulik
Bei der hydraulischen Bremsanlage werden Kräfte über
Flüssigkeit auf die Bremsen übertragen. Das System
funktioniert wie folgt:
Das Bremspedal ist mit dem Hauptbremszylinder
verbunden.
Bei der Betätigung des Pedals wird Flüssigkeit aus
dem Zylinder durch Leitungen zu den Bremsen
gedrückt und wirkt dort auf die Kolben der
Radbremszylinder bzw. der Bremssättel.
Bei den Radbremszylindern der Trommelbremsen
wird der Kolben durch den Flüssigkeitsdruck nach
außen getrieben.
Bei den Bremssätteln der Scheibenbremsen bewegen sich die Kolben nach innen und drücken ihrerseits die Bremsklötze gegen die Bremsscheiben.
Bei den Trommelbremsen werden die Bremsbacken von innen gegen die Trommeln gedrückt.
Beim Loslassen des Bremspedals fällt der Systemdruck ab und die Kolben der Bremssättel und
Radbremszylinder kehren in ihre ursprüngliche
Lage zurück.
Bei Bremsflüssigkeitsverlust wird über den Flüssigkeitsstandsensor im Vorratsbehälter des Hauptbremszylinders eine Warnleuchte im Armaturenbrett aktiviert.
Die Leuchte leuchtet auf, wenn der Schwimmer im
Vorratsbehälter unter ein bestimmtes Niveau sinkt und
dabei einen Stromkreis schließt. Die Leuchte bleibt
erleuchtet und leuchtet auf, sobald der Zündschalter in
die Stellung ON oder START gebracht wird. Die
Leuchte zeigt ebenfalls an, ob die Feststellbremse
angezogen ist.
BREMSANLAGE 52-05
Konstruktionsansicht
AV2A52011
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
(8)
Hydraulikbremsleitung
Bremspedal
Hauptbremszylinder
Unterdruckverstärker
Bremskraftregelventil
Bremssattel vorn
Bremsscheibe vorn
Bremstrommel hinten
(9)
(10)
(11)
(12)
(13)
(14)
(15)
(16)
Feststellbremspedal
Entriegelungshebel Feststellbremse
Seilzug Feststellbremse (vorn)
Seilzug Feststellbremse (hinten)
Bremsschlauch vorn
Bremsschlauch hinten
Einsteller
Ausgleichshebel
52-06 BREMSANLAGE
Wartung am Fahrzeug
9. Bremsflüssigkeitsstand nach dem Entlüften
korrigieren.
Bremsanlage
Hinweis
Mit dem Entlüften muß bei dem Entlüfternippel
begonnen werden, der am weitesten vom Hauptbremszylinder entfernt ist.
Entlüften
1. Fahrzeug aufbocken.
Achtung
Der Bremsflüssigkeitsbehälter muß beim
Entlüften mindestens zu 3/4 gefüllt sein.
2. Kappe des Entlüfternippels abnehmen und
Schlauch am Lüfternippel befestigen.
3. Anderes Schlauchende in einen geeigneten
Behälter stecken.
4. Bremspedal einige Male durchtreten und dann
getreten halten.
5. Entlüftungsventil lösen, Flüssigkeit austreten lassen
und Ventil wieder festziehen (2. Person und
Spezialwerkzeug (0K130 430 019) erforderlich).
Anzugsdrehmoment:
21-29 Nm
0K130 430 019
Achtung
a) Beide Mechaniker müssen den Ablauf
miteinander koordinieren.
b) Das Pedal muß durchgetreten bleiben, bis
das Entlüftungsventil festgezogen ist.
BSX052002
Bremsschlauch
Prüfung
Schlauch auf Beschädigungen prüfen und ggf.
ersetzen.
0K130 430 019
BSX052075
6. Schritte 4 und 5 wiederholen, bis die Flüssigkeit
blasenfrei austritt.
7. Bremse auf korrekte Funktion prüfen.
8. Bremsanlage auf Dichtheit prüfen. Verschüttete
Bremsflüssigkeit aufwischen und mit klarem
Wasser nachspülen.
AS2A52043
BREMSANLAGE 52-07
Ausbau
1. Bremsleitung mit Spezialwerkzeug
(0K130 430 019) abbauen.
2. Klammer lösen und Schlauch von der Halterung
abbauen.
0K130 430 019
2. Schlauch an die Bremsleitung anschließen und
Leitungsmutter mit Spezialwerkzeug
(0K130 430 019) festziehen.
Achtung
a) Bremsschlauch nicht verdrehen.
b) Darauf achten, daß der Bremsschlauch beim
Einfedern oder Lenken keine Fahrzeugteile
berührt.
Anzugsdrehmoment:
13-22 Nm
0K130 430 019
ABT052009
Einbau
1. Schlauch mit der Klammer am Halter befestigen.
ABT052009
Bremsanlage auf Dichtheit prüfen.
Bremspedal mehrmals kräftig betätigen und System
auf Dichtheit prüfen.
AV2A52001
ABT052010
52-08 BREMSANLAGE
Bremsflüssigkeitsstand
Bremspedalhöhe
Prüfung
Prüfen, ob der Flüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter
zwischen den Markierungen “MIN” und “MAX” liegt
und ggf. korrigieren.
Prüfen, ob der Abstand zwischen der Oberseite des
Bremspedalbelags und dem Bodenbelag der Spezifikation entspricht.
Pedalhöhe:
185 ± 3 mm
Einstellung
1. Kabelstecker des Bremslichtschalters abklemmen.
2. Kontermutter lösen und Schalter drehen, bis
er das Bremspedal nicht mehr berührt.
3. Kontermutter lösen und Pedalhöhe durch
Drehen der Druckstange einstellen.
4. Kontermutter nach dem Einstellen des
Pedalspiels festziehen.
Zulässiges Pedalspiel:
AS2A52045
5. Schalter drehen, bis er das Bremspedal berührt,
dann Kontermutter festziehen.
Anzugsdrehmoment:
Bremsflüssigkeit wechseln
1. Siehe Verfahren unter “Entlüften” auf Seite 52-06.
2. Neue Bremsflüssigkeit nachfüllen und entlüften, bis
frische Flüssigkeit blasenfrei austritt.
3. Ausgleichsbehälter bis zur Markierung “MAX”
auffüllen.
5-8 mm
14-18 Nm
6. Kabelstecker des Bremslichtschalters anklemmen.
0K130 430 019
BSX052002
Height
AT3052002
BREMSANLAGE 52-09
Bremspedalspiel
Pedalabstand
Prüfung
Prüfung
1. Pedal mehrmals betätigen, um den Unterdruck im
System zu beseitigen.
2. Federklemme lösen und prüfen, ob die Bohrungen
der Gabel und des Pedals miteinander fluchten.
Federklemme befestigen.
3. Pedalspiel durch leichtes Niederdrücken des
Pedals von Hand prüfen.
1. Motor starten und prüfen, ob der Abstand zwischen
der Oberseite des Bremspedals und dem Bodenbelag bei betätigter Bremse (Kraftaufwand: 589 N)
der Spezifikation entspricht.
Pedalspiel:
Abstand Pedalbelag-Boden:
26 mm
2. Folgende Punkte prüfen, falls der Abstand geringer
als spezifiziert ist:
Luft in der Bremsanlage
Verschleiß der Bremsklötze und -beläge
Spiel der Bremsbacken
Funktion der Nachstellvorrichtung
Dichtheit des Hauptbremszylinders
5 - 8 mm
AT3052003
Einstellung
1. Kontermutter
oder Druckstange lösen und
Pedalspiel durch Drehen der Druckstange
einstellen.
2. Kontermutter festziehen.
Anzugsdrehmoment:
AGX052004
Feststellbremspedalweg
Prüfung
23-34 Nm
1. Prüfen, ob der Hebelweg der Spezifikation entspricht, wenn das Pedal der Feststellbremse mit
einer Kraft von 98 N betätigt wird.
Zulässiger Hebelweg:
57 - 81 mm
AT3052004
AT3052005
52-10 BREMSANLAGE
Einstellung
Bremskraftregelventil
1. Pedalweg über die Einstellmutter
auf 57 mm 81 mm einstellen (Betätigungskraft: 98 N).
1. Zwei Druckmesser an die Ein-/Auslaßventile für die
Hinterradbremsen anschließen.
2. Bremsanlage entlüften.
3. Bremspedal betätigen, bis der Druck des Hauptbremszylinders dem Wert A entspricht, dann
Druckwert A’ der Hinterradbremse notieren.
4. Bremspedal erneut betätigen, bis der Druck des
Hauptzylinders dem Wert B entspricht, dann
Druckwert B’ der Hinterradbremse notieren.
Spezifikationen
Flüssigkeitsdruck
Druck
ohne A = 34,33
Haupt-
ABS
bar
A´ = 34,33
B = 74,55
B´ = 49,24
mit
A = 46,90
A´ = 46,90
ABS
B = 74,55
B´ = 58,76
zylinder
AV2052003
Druck Hinterradbr.
lösen und Einsteller
von Hand drehen,
2. Mutter
um die Ausgleichsvorrichtung einzustellen.
Leitungsmutter Bremskraftregelventil
Anzugsdrehmoment:
13-22 Nm
Gewindestück
Ausgleichsvorrichtung
Einsteller
Einstellmutter
Hinterradbremsdruck
bar
Einstellschraube
AV2A52012
Bremsdruck Geberzylinder bar
Hinweis
a) Pedalweg der Feststellbremse einstellen und
prüfen, ob die Warnleuchte der Feststellbremse
aufleuchtet, wenn das Pedal 20 mm weit
betätigt wird.
b) Prüfen, ob die Feststellbremse auf die Hinterräder wirkt (Räder von Hand drehen).
c) Prüfen, ob die Ausgleichsvorrichtung gleichmäßig wirkt.
d) Prüfen, ob die Länge des Gewindestücks
10 mm beträgt.
AT3052019
BREMSANLAGE 52-11
Aus- und Einbau
Bremsanlage
Bremspedal
Ausbau
M/T
A/T
AV2A52002
(1)
(2)
(3)
(4)
Buchse
Buchse
Rückholfeder
Mutter
(5)
(6)
(7)
(8)
Sicherungsscheibe
Gelenkbolzen
Anschlagpuffer
Bremslichtschalter
(9) Bremspedal
(10) Pedalbelag
(11) Konsole
52-12 BREMSANLAGE
Ausbau
1. Kabelstecker des Bremslichtschalters abziehen.
2. Mutter und Sicherungsscheibe des Gelenkbolzens
lösen und abnehmen.
3. Gelenkbolzen aus der Konsole und dem
Bremspedal ziehen.
4. Rückholfeder vom Bremspedal abbauen.
5. Bremspedal ausbauen.
6. Bremspedalbuchsen vom Bremspedal abbauen.
7. Anschlagpuffer vom Bremspedal abbauen.
Prüfung
Bremslichtschalter
1. Kabelstecker des Bremslichtschalters abziehen.
2. Durchgang des Bremslichtschalters bei betätigtem
Bremspedal mit einem Ohmmeter prüfen.
AGX052006
Einbau
1. Buchsen schmieren und an das Bremspedal
anbauen.
2. Bremspedal ansetzen und durch Konsole und
Pedalstange den Bolzen schieben.
3. Mutter mit Scheibe auf den Gelenkbolzen
schrauben.
4. Rückholfeder an das Bremspedal anbauen.
5. Kabelstecker des Bremslichtschalters anklemmen.
BREMSANLAGE 52-13
Bremskraftverstärker und Hauptbremszylinder
Ausbau
AV2A52003
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
Bremsleitung
Schlauchklemme
Unterdruckschlauch
Mutter
Sicherungsscheibe
Hauptbremszylinder
Achtung
Bevor der Hauptbremszylinder vom Bremskraftverstärker abgebaut wird, muß zunächst der
Unterdruck des Bremskraftverstärkers abgebaut
werden. Dadurch wird verhindert, daß beim
Trennen der Bauteile Schmutzpartikel angesaugt werden. Bremspedal dazu bei abgestelltem Motor mehrmals betätigen.
1. Batterie ausbauen.
2. Kabelstecker vom Ausgleichsbehälter abklemmen.
Achtung
Bremsleitungen, Ausgleichsbehälter und Hauptbremszylinder vor dem Abbauen von Bremsleitungen reinigen, um zu verhindern, daß Schmutzpartikel in das System eindringen.
3. Bremsleitungsmuttern lösen und Leitungen vom
Hauptbremszylinder abbauen.
(7)
(8)
(9)
(10)
(11)
(12)
Ausgleichsbehälter
Mutter
Verstärkung
Mutter
Gabel
Bremskraftverstärker
4. Bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe: Klammer abnehmen und Schlauch des Kupplungsgeberzylinders vom Ausgleichsbehälter des Hauptbremszylinders abziehen.
5. Bremsleitungen und Anschlüsse verschließen.
6. Muttern und Sicherungsscheiben (je 2 Stck.) lösen
und Hauptbremszylinder abbauen.
7. Schlauchschelle des Unterdruckschlauchs lösen
und Unterdruckschlauch vom Bremskraftverstärker
abbauen.
8. Sicherungsstift vom Innenraum des Fahrzeugs aus
entfernen und nicht wiederverwenden.
9. Befestigungsmuttern (4 Stck.) des Bremskraftverstärkers lösen.
10. Bremskraftverstärker abbauen.
11. Dichtung des Bremskraftverstärkers abbauen und
nicht wiederverwenden.
52-14 BREMSANLAGE
Prüfung
Einbau
Hauptbremszylinder
1. Spiel zwischen Druckstange des Bremskraftverstärkers und Hauptbremszylinderkolben mit
Spezialwerkzeug (0K993 430 032) messen.
Spiel:
0 mm
Einstellschraube
0K993 430 032
Achtung
Beim Einbau eines neuen Hauptbremszylinders
ist stets eine neue Unterdruckdichtung zu verwenden. Dazu nachfolgendes Verfahren
befolgen.
1. Neue Dichtung über die Stehbolzen des Bremskraftverstärkers führen.
2. Bremskraftverstärker von einer weiteren Person in
Position halten lassen.
3. Befestigungsmuttern (4 Stck.) vom Innenraum aus
aufschrauben und festziehen.
Anzugsdrehmoment:
AGX052008
2. Spiel durch Drehen der Druckstange korrigieren,
falls es nicht der Spezifikation entspricht.
Hinweis
Unterdruck
Spiel zwischen Druckstange und Kolben
mmHg
mm
0
0,4 - 0,6
500
0,1 - 0,4
19-26 Nm
4. Neuen Sicherungsstift fetten und einsetzen.
5. Alten Sicherungsstift nicht wiederverwenden.
6. Unterdruckschlauch am Bremskraftverstärker
befestigen und mit Schlauchklemme sichern.
7. Hauptbremszylinder anbauen und
Befestigungsmuttern (2 Stck.) festziehen.
Anzugsdrehmoment:
13-21 Nm
8. Fahrzeuge mit Schaltgetriebe:
Kupplungsgeberzylinder anbauen.
9. Verschlüsse der Bremsleitungen und der Anschlüsse des Hauptbremszylinders abnehmen.
Achtung
Beim Anbauen der Bremsleitungen darauf
achten, daß die Leitungen nicht an anderen
Teilen scheuern und daß Schläuche Spiel
haben, um Bewegungen zwischen einzelnen
Komponenten ausgleichen zu können.
10. Bremsleitungen an den Hauptbremszylinder
anbauen und Leitungsmuttern festziehen.
Anzugsdrehmoment:
13-21 Nm
11. Kabelstecker des Ausgleichbehälters anklemmen.
12. Batterie einbauen.
13. Bremsanlage entlüften (siehe “Wartung am
Fahrzeug” im vorliegenden Kapitel).
AGX052009
Füllstandsensor Bremsflüssigkeit
1. Mit einem Ohmmeter auf Durchgang prüfen
während der Füllstand unter der Markierung “MIN”
liegt.
BREMSANLAGE 52-15
Bremssattel vorn
Ausbau
AV2052005
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
(8)
Hohlschraube
Führungsbolzen
Bremssattel
Bremsklotz
Mutter
Stabilisator
Klemmschraube & -mutter Querlenker
Mutter & Splint
(9)
(10)
(11)
(12)
(13)
(14)
(15)
(16)
Bremsscheibe
Antriebswelle
Schraube & Mutter
Vorderradnabe
Schutzblech
Sprengring
Lager
Achsschenkel
52-16 BREMSANLAGE
1. Fahrzeug aufbocken.
2. Räder abbauen.
Federbein
Achtung
Während der Arbeiten an der Bremsanlage kein
Fett, Öl oder andere Fremdstoffe auf Bremsklötze, -beläge, –scheiben und -trommeln gelangen lassen, damit die Bremsleistung nicht
beeinträchtigt wird.
Draht
Bremssattel
Bremsschlauch
Achsschenkel
3. Befestigungsschrauben (2 Stck.) des Bremssattels
vom Achsschenkel lösen.
Antriebswelle
Bremssattel
AV2A52039
6. Schrauben (2 Stck.) der Bremsscheibe von der
Radnabe lösen und Bremsscheibe abziehen.
Achsschenkel
Führungsbolzen
AV2A52037
4. Erst freies Ende des Bremssattels vom Achsschenkel
wegschwenken, danach das gegenüberliegende
Ende aus der Führung nach hinten wegziehen.
AV2A52040
AV2A52038-1
5. Bremssattel mit einem Draht so aufhängen, daß
der Bremsschlauch nicht durch das Gewicht des
Bremssattels belastet wird.
BREMSANLAGE 52-17
Prüfung
Einbau
Bremsscheibe
1. Stärke der Bremsscheibe messen.
Standard:
Mindeststärke:
Hinweis
Nach dem Einbau folgende Schritte ausführen:
a) Bremsflüssigkeit auffüllen und System entlüften.
b) Bremsanlage auf Dichtheit prüfen.
c) Bremspedal mehrmals betätigen und anschließend prüfen, ob das Rad frei läuft, wenn es von
Hand gedreht wird.
24 mm
22 mm
1. Bremsscheibe an die Radnabe anbauen und
Schrauben (2 Stck.) festziehen.
Anzugsdrehmoment:
10-15 Nm
Achtung
Bremssättel vorsichtig an die Achsschenkel
anbauen, um die Dichtungen der Führungsbuchsen nicht zu beschädigen.
BSX052042
2. Bremssättel anbauen.
2. Schlag der Bremsscheibe ca. 12-16 mm vom
äußeren Rand des Auflagebereichs der Bremsklötze entfernt messen (siehe Abbildung).
Zulässiger Schlag:
0,1 mm max.
Achtung
a) Es darf kein Radlagerspiel vorhanden sein.
b) Messung an der Außenseite der Bremsscheibe vornehmen.
AV2A52038
3. Bremssattel-Befestigungsschrauben (2 Stck.)
festziehen.
Anzugsdrehmoment:
23-34 Nm
4. Räder anbauen.
5. Radmuttern festziehen.
BSX052043
Anzugsdrehmoment:
88-108 Nm
6. Bremspedal vor der Inbetriebnahme des Fahrzeugs
mehrmals betätigen, um einen sicheren Pedalweg
und Flüssigkeitsdruck zu gewährleisten.
52-18 BREMSANLAGE
Scheibenbremsbeläge
Einbau
Ausbau
1. Bremssattelkolben vollständig in die Bohrung
zurückschieben, um Platz für neue Bremsklötze zu
schaffen.
2. Inneren Bremsklotz in den Bremssattel einsetzen.
Achtung
Während der Arbeiten an der Bremsanlage kein
Fett, Öl oder andere Fremdstoffe auf Bremsklötze, -beläge, –scheiben und -trommeln
gelangen lassen, damit die Bremsleistung
nicht beeinträchtigt wird.
1. Siehe Kapitel 52 “Bremssattel vorn”, S. 52-15.
2. Halteklammer abhebeln und äußeren Bremsklotz
ausbauen.
3. Inneren Bremsklotz vom Kolben wegziehen, bis die
Halteklammer von der Kolbenbohrung freikommt.
;
y
;;
yy
;
y
;;
yy
;;
yy
;;
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;;
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;;
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;;
yy
Draht
Innerer Bremsklotz
Kolben
Halteklammer
Bremssattel
Bremsklotz
Bremssattel
AV2A52042
3. Äußeren Bremsklotz in den Bremssattel schieben.
Bremsklotz
AV2A52041
Prüfung
Scheibenbremsbeläge
1. Oberfläche auf Verunreinigungen durch Öl oder
Fett sowie auf Risse, Verschleiß und Hitzeschäden
prüfen und Belagstärke messen.
Spezifikation:
Mindestbelagstärke
ohne Trägerplatte:
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yyy
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Kolben
11,0 - 11,5 mm
2,5 mm
Bremssattel
AV2A52043
2. Trägerplatte auf Beschädigungen und Verschleißspuren untersuchen.
BSX052041
4. Siehe Kapitel 52 “Bremssattel vorn” auf
Seite 52-15.
BREMSANLAGE 52-19
Trommelbremsen hinten
Aus- und Einbau
1. Fahrzeug aufbocken.
2. Bauteile in der Reihenfolge gemäß Abbildung ausbauen.
3. In umgekehrter Reihenfoge einbauen.
AV2052006
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
Bremstrommel
Andruckfeder & -scheiben
Haltestift
Feststellbremshebel
Obere Rückholfeder
Auslösefeder Nachstellhebel
(7)
(8)
(9)
(10)
(11)
(12)
Untere Rückholfeder
Nachstellhebel
Einstellgabel
Haltefeder Einstellgabel
Umlenkhebel Feststellbremse
Sprengring und Gelenkbolzen
(13) Distanzhalter
(14) Bremsbacke
(15) Radbremszylinder
52-20 BREMSANLAGE
Ausbau
1. Hinterräder abbauen.
2. Schrauben der Bremstrommeln lösen und Bremstrommeln abbauen.
3. Darauf achten, daß die Feststellbremse vollständig
gelöst ist.
4. Einstellmutter des Feststellbremshebels vollständig
lösen, damit die Seilzüge der Feststellbremse entspannt werden.
5. Feder des Einstellhebels aus dem Einstellhebel und
aus der vorderen Bremsbacke aushängen. Einstellhebel von der vorderen Bremsbacke abbauen.
Radbremszylinder
Obere
Rückholfeder
Hebel der
autom.
Nachstellung
Halteklammer
Automatische
Nachstellvorrichtung
Hintere Bremsbacke
Vordere
Bremsbacke
Hebel der
autom.
Nachstellung
AV2A52046
8. Haltefeder und -bolzen der hinteren Bremsbacke
abbauen.
Ankerplatte
Auslösefeder
Nachstellhebel
AV2A52044
6. Untere Rückholfeder ausbauen.
Aufnahme
Untere
Rückholfeder
Haltefeder und
–bolzen
Hintere Bremsbacke
AV2A52047
Hintere
Bremsbacke
9. Hintere Bremsbacke, Feststellbremshebel und
Distanzhalter von der auflaufenden Bremsbacke
abbauen.
Ankerplatte
Vordere Bremsbacke
Hintere
Bremsbacke
Vordere Bremsbacke
Ankerplatte
AV2A52045
Feststellbremshebel
7. Halteklammer der oberen Rückholfeder und der
automatischer Nachstellvorrichtung ausbauen.
Obere Rückholfeder aus der Bremsbacke aushängen.
Distanzhalter
AV2A52048
BREMSANLAGE 52-21
10. Vordere Bremsbacke ausbauen. Dazu Haltefeder
und Bolzen von der Ankerplatte lösen.
Einbau
1. Acht Kontakstellen zwischen Bremsbacken und
Ankerplatte bzw. Aufnahme fetten.
Feststellbremshebel
Ankerplatte
Grundplatte
Vordere
Bremsbacke
Haltefeder und -bolzen
AV2A52049
AV2A52051
11. Gelenkbolzen des Feststellbremshebels von der
vorderen Bremsbacke abbauen.
Sprengring
2. Vordere Brembsbacke an die Ankerplatte anbauen
und mit Haltefeder und -bolzen befestigen.
3. Distanzhalter an die vordere Bremsbacke ansetzen.
Feststellbremshebel in den Distanzhalter einsetzen.
Bremsbacke
Feststellbremsseil
Vordere
Bremsbacke
Ankerplatte
Umlenkhebel
Feststellbremse
AV2A52050
Feststellbremshebel
Distanzhalter
AV2A52052
4. Schraube der automatischen Nachstellvorrichtung
an der vorderen Bremsbacke befestigen. Hintere
Bremsbacke am Feststellbremshebel und am
Distanzhalter befestigen. Vordere Bremsbacke an
der Ankerplatte befestigen.
5. Hintere Bremsbacke mit Bolzen und Haltefeder
sichern.
6. Obere Rückholfeder in die Bremsbacken einhängen.
52-22 BREMSANLAGE
Achtung
Um die ordnungsgemäße Funktion der Nachstellung zu gewährleisten, muß sich die Halteklammer der automatischen Nachstellvorrichtung auf dem Gewindestück des Einstellers
befinden.
7. Spannfeder zwischen oberer Rückholfeder und
automatischer Nachstellvorrichtung einbauen.
8. Untere Rückholfeder in die Bremsbacken einhängen.
9. Nachstellhebel an die vordere Bremsbacke anbauen.
10. Auslösefeder am Nachstellhebel und an der
vorderen Bremsbacke befestigen.
11. Prüfen, ob der Nachstellhebel in das Ritzel des
Nachstellers eingreift.
12. Bremsbacken so einstellen, daß die Bremstrommeln ohne Behinderung angebaut werden können.
13. Bremstrommeln anbauen.
14. Pedalweg der Feststellbremse prüfen und ggf.
einstellen (siehe Kapitel 52 “Bremsanlage/Wartung
am Fahrzeug/Pedalweg der Feststellbremse”).
15. Räder anbauen.
16. Feststellbremspedal vollständig durchtreten und
wieder lösen, damit die Seilzüge der Feststellbremse automatisch korrekt eingestellt werden.
17. Probefahrt durchführen. Die weitere Einstellung der
Bremsen erfolgt während der Probefahrt des Fahrzeugs automatisch.
BREMSANLAGE 52-23
Feststellbremse
Ausbau / Prüfung / Einbau
1. Bauteile in der Reihenfolge gemäß Abbildung ausbauen.
2. In umgekehrter Reihenfolge einbauen.
4-8 Nm
19-26 Nm
19-26 Nm
19-26 Nm
AV2A52010
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
Schraube
Entriegelungshebel
Schraube
Entriegelungszug
Klammer
Sicherungsfeder
Bolzen
Prüfung
Hinweis
a) Pedalweg der Feststellbremse prüfen.
b) Feststellbremspedal mehrmals betätigen und
lösen. Anschließend prüfen, ob sich die Räder
von Hand drehen lassen.
c) Prüfen, ob die entsprechende Kontrolleuchte
aufleuchtet, wenn die Feststellbremse betätigt
wird.
(8)
(9)
(10)
(11)
(12)
(13)
(14)
Schrauben
Klammer
Vorderer Seilzug
Seilzugbefestigung
Hinterer Seilzug
Ausgleichsstück
Seilzugführung
1. Pedalweg der Feststellbremse, s. Kapitel 52
“Wartung am Fahrzeug”.
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS)
Antiblockiersystem (ABS)
Spezialwerkzeuge
Antiblockiersystem (ABS) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-01
Technische Daten
Antiblockiersystem (ABS) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-02
Fehlersuchtabelle
Antiblockiersystem (ABS)
Anleitung für die Diagnose- und Fehlersuchverfahren . . . . . . . . . . . . . . 52-1-03
Selbstdiagnose (mit dem Diagnosegerät) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-04
Fehlercodes löschen (mit dem Diagnosegerät) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-04
Selbstdiagnose (Blinkcodes) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-04
Fehlercodes löschen (mit dem Bremspedalschalter) . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-05
Prüfung des ABS-Steuergeräts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-06
Schaltplan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-08
Fehlercodeliste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-09
Grundprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-11
Funktionsprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-12
Einzelprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-13
Funktionsbeschreibung
Antiblockiersystem (ABS)
Konstruktionsansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-19
Systemfunktion (Flußdiagramm) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-20
Radschlupf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-21
Funktionsbeschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-21
Elektronische Steuereinheit (ECU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-22
Raddrehzahlsensor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-22
Hydraulik-Regeleinheit (HCU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-23
Betriebsmodi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-23
Aus- und Einbau
Antiblockiersystem (ABS)
Elektronische Steuereinheit (ECU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-29
Hydraulik-Regeleinheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-30
Raddrehzahlsensor vorn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-31
Raddrehzahlsensor hinten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-32
Signalgeber vorn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-32
Signalgeber hinten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52-1-33
52
– 1
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) 52-1-01
Spezialwerkzeuge
Antiblockiersystem (ABS)
0K201 660 001
Einbauwerkzeug Signalgeber
Zum Einbau der Signalgeber
0K670 990 AA0
Lager-Einbausatz
Zum Ausbau der Signalgeber
0K2A1 189 AA0
Diagnosegerät
Zur Diagnose des Antiblockiersystem (ABS)
52-1-02 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS)
Technische Daten
Antiblockiersystem (ABS)
Position
Bremspedal
Spezifikation
Bauart
Hängend
Pedalhebelverhältnis
3,4 : 1
Maximaler Pedalweg
Hauptbremszylinder
mm
Bauart
Tandemzylinder mit Füllstandsensor
Zylinderinnendurchmesser
Scheibenbremsen
Bauart
vorn
Zylinderbohrung
120
mm
25,4
Belüftete Bremsscheiben
mm
66
Abmessung der Bremsklötze (Fläche x Stärke)
13567,7 10,5
mm2 mm
Abmessung der Bremsscheiben
274 24
(Außendurchmesser
Stärke)
Trommelbremsen
Bauart
hinten
Zylinderinnendurchmesser
mm
Auf- / ablaufend
mm
20,64
Belagabmessungen
55 x 250 x 6
(Breite X Länge X Stärke)
mm
Trommelinnendurchmesser
mm
Bremskraft-
Bauart
verstärker
Außendurchmesser
Bremsflüssigkeit
Feststellbremse
250
Tandem-Unterdruckverstärker
mm
203 + 229
FMVSS 116 : DOT-3, SAE J1703, DOT-4
Bauart
Bedienung
Mechanisch
Linkslenker: Fußhebel
Rechtslenker: Handbremshebel
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) 52-1-03
Fehlersuchtabelle
Antiblockiersystem (ABS)
Das ABS System beinhaltet elektronische und mechanische Bauteile (Hydroaggregat) sowie Bauteile der
herkömmlichen Bremsanlage. Das 4-Kanal-System
verfügt über vier Raddrehzahlsensoren, so daß jedes
einzelne Rad überwacht und geregelt werden kann.
Die Selbstdiagnose-Funktion speichert auftretende
Fehler im Fehlerspeicher des ABS-Steuergeräts ab.
Wenn ein Fehler im System erkannt wird, wird dies
durch das Aufleuchten der Warnleuchte im Instrumentenblock angezeigt. Bei fehlerfreiem System leuchtet
die Warnleuchte für ca. 3 Sekunden nach dem Motorstart auf. Wenn ein Fehler erkannt wurde, erlischt die
Warnleuchte nach dem Motorstart nicht. Die Fehlerart
kann über einen Blinkcode der ABS-Warnleuchte oder
mit Hilfe eines Diagnosegeräts festgestellt werden.
Anleitung für die Diagnose- und Fehlersuchverfahren
Prüfung beginnen
Kundenbeanstandung genau anhören
Grundprüfung beginnen
Selbstdiagnose durchführen
Fehlerspeicher über den Blinkcode der Warnleuchte
oder das Diagnosegerät auslesen
Zutreffenden Punkt in der Fehlercodeliste suchen
Instandsetzen / ersetzen
-Fehlercode löschen
Endkontrolle
Abschluß der Diagnose
BN7A52009
52-1-04 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS)
Selbstdiagnose
Nach dem Einschalten der Zündung beginnt das ABSSteuergerät mit der Selbstdiagnose. Das Steuergerät
vergleicht den Zustand der einzelnen Regelkreise und
Komponenten mit den gespeicherten Sollwerten, speichert Fehlercodes und übermittelt die jeweiligen Fehlercodes an das Diagnosegerät, wenn der Diagnosestecker angeschlossen wird.
Selbstdiagnoseverfahren
(mit dem Diagnosegerät)
1. Diagnosegerät bei ausgeschalteter Zündung an
den Diagnosestecker im Motorraum anschließen
(siehe Abbildung).
Fehlercodes löschen
(mit dem Diagnosegerät)
1. Nach der Instandsetzung Bauteile / Systeme auf
ordnungsgemäße Funktion prüfen.
2. Menüpunkt “Löschen” (erase) auswählen und
Eingabetaste betätigen.
Selbstdiagnose (Blinkcode)
1. Der ABS-Diagnosestecker befindet sich im
Motorraum unter dem Unterdruckbehälter.
2. Zündung einschalten.
3. ABS-Diagnoseklemme an Masse legen, um die
Fehlercodes auszulesen.
Masse
ABS-Diagnose
AV2021012
2. Zündung einschalten und Fahrzeugtyp und -modell
auswählen.
3. Gerät initialisieren und Prüfposition auswählen.
4. Taste Fehlercodeanzeige drücken. Das Diagnosegerät zeigt alle gespeicherten Fehlercodes an.
Notice
Fehlercodes sind zweistellige Zahlen, die fortlaufend ausgegeben werden, bis der jeweilige Fehlercode über das Diagnosegerät oder den Bremspedalschalter gelöscht wird.
5. Fehlfunktion anhand der Fehlercodeliste bestimmen und Bauteil lt. Tabelle instandsetzen oder
ersetzen.
6. Fehlercodes nach der Instandsetzung über das
Diagnosegerät aus dem Fehlerspeicher des ABSSteuergeräts löschen.
BSX052072
4. So wird der Blinkcode geprüft:
- Wenn die Kabelbrücke an Masse gelegt wird,
erlischt die ABS-Warnleuchte. Damit wird der
Beginn der Selbstdiagnose angezeigt.
- Beim Einschalten der Zündung “ON” zeigt die
Warnleuchte zunächst den Blinkcode “12” an.
- Die ABS-Warnleuchte erlischt für ca. 3 Sekunden
und zeigt danach einmal den Blinkcode an
(Intervalle von 0,4 Sekunden).
- Die Anzahl der “An”-Intervalle gibt die erste Ziffer
des Codes an.
- Nach dem letzen “AN”-Intervall erlischt die
Leuchte für ca. 1 Sekunde.
- Dann wird eine “AN-AUS”-Sequenz für die zweite
Ziffer nach demselben Prinzip angezeigt.
- Die Sequenz wird zweimal wiederholt, bevor der
nächste Code ausgegeben wird.
- Nach dem letzten Code werden alle Sequenzen
beginnend mit dem Code 12 wiederholt.
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) 52-1-05
Beispiel
for example)
Fehlercodes löschen
(mit dem Bremspedalschalter)
Fehlercode
35
fault
code "35"
"3"
Fehlercodes können mit dem Bremspedalschalter gelöscht
werden während sich das Steuergerät im Blinkmodus
befindet.
Wenn der Bremsschalter im Blinkmodus mindestens sechsmal binnen drei Sekunden betätigt wird, werden die Codes
gelöscht. Dabei sind folgende Punkte zu beachten:
- Bremspedal nach Möglichkeit mehr als sechsmal
betätigen, um zu gewährleisten, daß mindestens
sechs “Anschläge” gezählt werden.
- Vorgang wiederholen, falls die Codes nicht gelöscht
werden.
"5"
AN
ON
AUS
OFF
3.2
0.5 0.5
3,2
sec.
Sek.
0,5 sec.
0,5
sec.
Sek. Sek.
1.2
1,2
sec.
3.2
3,2
sec
Sek.
Sek.
Fehlercode
Fault code
Startcode
Starting
code
OFF BNK OFF BNK OFF BNK OFF BNK OFF BNK OFF BNK OFF
3.2
sec.
3.2
12 sec.
3.2
3.2
3.2
12 sec. 12 sec. 35 sec.
Wiederholsequenz
Repeat
35
3.2
sec.
3.2
35 sec.
AV2A52053
Hinweis
Die Sequenz wird abgebrochen, wenn eine der
folgenden Bedingungen gegeben ist:
- Fahrzeuggeschwindigkeit nimmt über 6 km/h zu
- Kabelbrücke liegt nicht mehr an Masse
- Zündung ausgeschaltet
3
4
5
P
R
PWR HOLD
6
2
7
1
C
H
8
0
N
D
2
L
60
40
20
0
1000rpm
ABS
3
4
5
P
R
PWR HOLD
6
2
7
1
C
H
8
0
N
D
2
L
1000rpm
ABS-Warnleuchte
4
AV2A52057
2
0
Hinweis
Unter bestimmten Umständen steht die BlinkcodeFunktion nicht zur Verfügung.
ABS
ABS Warnleuchte
AV2A52057
Zum Beispiel:
- Bei einem Kurzschluß im Kabelstrang der Warnleuchte bleibt die Leuchte an und kann nicht “abgelesen” werden. In diesem Fall muß die Diagnose über
ein Diagnosegerät erfolgen.
- Bei Leitungskurzschlüssen oder -unterbrechungen.
Das Auslesen von Fehlercodes mit einem Diagnosegerät kann trotzdem möglich sein.
- Bei einem festhängenden Bremspedal.
52-1-06 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS)
Prüfung des ABS-Steuergeräts
Pinbelegungstabelle
Nr.
Position
Kabelfarbe
Nr.
Position
1
Raddrehzahlsensor VL niedrig
BLK/YEL
14
Masse (Leuchte)BLK
Kabelfarbe
2
Raddrehzahlsensor VR niedrig
BLK
15
Nicht belegt
-
3
Raddrehzahlsensor HL niedrig
YEL/GRN
16
ABS-Anzeige
YEL
4
Raddrehzahlsensor HR niedrig
GRN
17
Nicht belegt
-
5
Eingangssignal Bremsschalter
WHT
18
Nicht belegt
-
6
Nicht belegt
-
19
Nicht belegt
-
7
Warnleuchte
YEL/RED
20
Nicht belegt
-
8
Masse (Motor)
BLK
21
Nicht belegt
9
Plus (Motor)
RED
22
Ausgangssignal Diagnosestecker
RED
10
Raddrehzahlsensor VL hoch
WHT/YEL
23
Zündung 1
PNK
11
Raddrehzahlsensor VR hoch
RED
24
Masse (Ventil)
BLK
12
Raddrehzahlsensor HL hoch
YEL/BLK
25
Plus (Ventil)
RED
13
Raddrehzahlsensor HR hoch
BLU
-
ECU-Kabelstecker
17 18 19 20 21 22 23
24
25
8
9
10 11 12 13 14 15 16
1
2
3
4
5
6
7
AV2A52054
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) 52-1-07
Spannungstabelle
1. Kabelstecker vom Steuergerät abklemmen.
2. Steckerklemmen kabelseitig auf die Spannungswerte gemäß der nachfolgenden Tabelle prüfen.
Prüfpositionen
Meßbedingungen
Gemessene Klemmen
ABS-Steuergerät
Meßwerte
Steuergerät (ABS)
Zündschalter “OFF”
Nr.8 - Masse
0,0-0,1 Ω
Masse
Zündschalter “OFF”
Nr.8 - Nr.14
0,0-0,45 Ω
Stromversorgung (ABS-Steuergerät)
Zündschalter “ON”
Nr.8 - Nr.23
10,0-14,5 V
ABS-Warnleuchte
Warnleuchte AUS
Nr.8 - Nr.16
0V
Warnleuchte AN
Raddrehzahlsensor Vorn links
(VL)
10,0-14,5 V
Zündschalter
“OFF”
–
Vorn rechts
–
Hinten links
–
Nr.2 - Nr.11
Hinten rechts
–
Nr.3 - Nr.12
Zündschalter
Bremspedal
“OFF”
betätigt
1,0-1,3 KΩ
0,4-0,6 V
Nr.4 - Nr.13
Rad 1 min-1
(HR)
1,0-1,3 KΩ
0,4-0,6 V
Rad 1 min-1
(HL)
1,0-1,3 KΩ
0,4-0,6 V
Rad 1 min-1
(VR)
Bremslichtschalter
Nr.1 - Nr.10
Rad 1 min-1
1,0-1,3 KΩ
0,4-0,6 V
Nr.8 - Nr.5
Bremspedal
0V
10,0-14,5 V
gelöst
Notstromversorgung
–
Nr.9, Nr.25 - Nr.8
10,0-14,5 V
Hinweis
Beim Prüfen des Widerstands von Steuergeräteklemmen stets das Batteriemassekabel abklemmen.
Bei angeklemmter Batteriemasse können Meßergebnisse verfälscht werden.
Dünne Prüfspitze verwenden, um die Klemmen nicht zu beschädigen.
52-1-08 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS)
( ) : DIESEL
Schaltplan
AV2A52055
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) 52-1-09
Fehlercodeliste
Fehlercode
Position
Ursache
Fehlertyp
Einzelprüfung
21
23
24
25
Sensor links vorn
Sensor rechts vorn
Sensor links hinten
Sensor rechts hinten
• Ausgangsspannung des Sensors ist zu
hoch oder niedrig
Sensorstromkreis
unterbrochen oder
kurzgeschlossen
A
B
C
D
26
27
28
29
Sensor links vorn
Sensor rechts vorn
Sensor links hinten
Sensor rechts hinten
• Signal gibt geringere Geschwindigkeit
an, während das Fzg schneller als
12,8 km/h fährt
Fehlendes
Sensorsignal
A
B
C
D
32
34
35
36
Sensor links vorn
Sensor rechts vorn
Sensor links hinten
Sensor rechts hinten
• Beschleunigungs- oder
Verzögerungssignale entsprechen
nicht den Ist-Werten
Unregelmäßiges
Sensorsignal
A
B
C
D
31
Sensor vorn
• Siehe mögliche Ursachen zu
“Unregelmäßiges Sensorsignal”
Gleichzeitiger
Signalausfall
beider vorderen
Sensoren
A
B
37
Raddrehzahl
(Fahrzeug oder Sensor)
• Raddrehzahlen stimmen nicht überein
Raddrehzahlfehler
A
B
C
D
F
41
42
43
45
46
47
48
49
Druck halten links vorn
Druck abbauen links vorn
Druck halten rechts vorn
Druck abbauen rechts vorn
Druck halten links hinten
Druck abbauen links hinten
Druck halten rechts hinten
Druck abbauen rechts hinten
• Magnetventilprüfspannung zu niedrig,
wenn hoch erwartet.
Magnetventil nicht aktiviert
MagnetventilStromkreis
unterbrochen
oder Stromkreis
Treibertransistor
unterbrochen
G
51
52
53
54
56
57
58
59
Druck halten links vorn
Druck abbauen links vorn
Druck halten rechts vorn
Druck abbauen rechts vorn
Druck halten links hinten
Druck abbauen links hinten
Druck halten rechts hinten
Druck abbauen rechts hinten
• Magnetventilprüfspannung zu hoch,
wenn aktiviertes Magnetventil erwartet
wird
MagnetventilStromkreis
kurzgeschlossen
oder Stromkreis
Treibertransistor
unterbrochen
G
61
ECU-Relais
• Magnetventilprüfspannung zu niedrig,
wenn hoch erwartet
Relais-Stromkreis
unterbrochen
H
52-1-10 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS)
Fehlercode
Position
Ursache
Fehlertyp
Einzelprüfung
62
ECU-Relais
• Relaisprüfspannung zu hoch, wenn
das Relais als "geöffnet" erwartet
wird.
Relais-Stromkreis
kurzgeschlossen
H
63
Motor
• Motorprüfspannung zu niedrig, wenn
das Relais als "geschlossen" erwartet
wird.
Motorstromkreis
unterbrochen oder
ECU-Ausgang
kurzgeschlossen
G
• Motorprüfspannung zu hoch, wenn
niedriger Spannungswert erwartet
wird.
Motor aus
(abgewürgt) oder
ECU-Ausgang
kurzgeschlossen
G
• Bremsen schleifen
Druckabbau
dauert zu lang
H
71
• Probleme beim Beschreiben/Lesen
des RAM
RAM Lese/Schreibfehler
H
72
• Errechnete Prüfsumme entspricht
nicht der gespeicherten Prüfsumme
ROMPrüfsummenfehler
H
73
• Motorprüfspannung zu hoch, wenn
niedriger Spannungswert erwartet
wird.
Prüfsystem außer
Funktion
H
68
• Schwere Fehlfunktion der
herkömmlichen Bremsanlage
Druck wird zu
lange gehalten
H
69
• Prüf-Impulse nicht im Zyklus
Zyklenzeit
überschritten
H
E
64
67
ECU
16
17
Spannung bei Zündung
(oder Verkabelung)
• Spannung außerhalb des festgelegten
Bereichs
Spannung bei
Zündung zu hoch
oder niedrig
18
Bremsschalter
(oder Verkabelung)
• Bremsschalter oder Verkabelung
zwischen Bremsschalter und ECU
fehlerhaft
Bremsschalter
fehlerhaft
65
Warnleuchte
(oder Verkabelung)
• Warnleuchtenprüfspannung zu hoch
wenn das Einschalten der Warnleuchte erwartet wird
WarnleuchtenStromkreis
kurzgeschlossen
E
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) 52-1-11
Grundprüfung
Schritt
1
Prüfung
Maßnahme
Funktion der Feststellbremse prüfen
- Pedalweg: 7-9 Rasten
Ja
Nein
2
Prüfen, ob der Bremsflüssigkeitsstand im
Ausgleichsbehälter zwischen “Max” und “Min” liegt
MAX
MIN
Ja
Mit dem nächsten Schritt fortfahren
- Pedal oder Kabelstrang instandsetzen oder ersetzen
- Feststellbremsschalter prüfen
- Funktion prüfen
- Einstellen (Einstellmutter)
Mit dem nächsten Schritt fortfahren
OK
Nein
Bremsflüssigkeit nachfüllen
1V2B07003
3
Alle Hydraulikleitungen auf Dichtheit prüfen
Ja
Nein
Mit dem nächsten Schritt fortfahren
Entsprechendes Teil ersetzen
BSX052000-2
4
5
Prüfen, ob ABS-Sicherung OK
- Unterbrochen oder kurzgeschlossen
- Kontakt
Prüfen, ob folgende Bauteile ordnungsgemäß
eingebaut sind und fehlerfrei arbeiten
- Raddrehzahlsensor
- Hydraulik-Regeleinheit (einschließlich ECU)
- Ausgleichsbehälter Bremsflüssigkeit
- Bremslichtschalter
- ABS-Warnmodul
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit dem nächsten Schritt fortfahren
Ersetzen
Funktion prüfen
Kabelstecker nochmals anschließen,
instandsetzen oder ersetzen
52-1-12 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS)
Funktionsprüfung
Schritt
1
Prüfung
Maßnahme
Püfen, ob die ABS-Warnleuchte für 2 bis 3 Sekunden
aufleuchtet, wenn die Zündung eingeschaltet wird.
4
3
P
R
6
2
H
8
0
20
D
2
L
40
100
0
120
0
Nein
160
200
MPH
CHECK
AV2A52057
ABS-Warnleuchte
- Prüfen, ob die Feststellbremsleuchte erlischt,
wenn die Feststellbremse gelöst wird
- Prüfen, ob die Bremswarnleuchte für 2 bis 3 Sekunden aufleuchtet, wenn die Zündung eingeschaltet wird
(Feststellbremse gelöst)
3
4
80
5
P
R
PWR HOLD
6
2
7
1
C
H
8
0
N
D
2
L
20
Ja
Nein
Mit dem nächsten Schritt fortfahren
- Bremsflüssigkeitsstand prüfen
- Bremsleitungen, -schläuche, Radbremszylinder,
Dichtungen und Hauptbremszylinder auf Dichtheit
prüfen
120
40
80
20
140
100
0
120
0
160
180
200
MPH
km/h
ABS
Bremswarnleuchte
100
60
60
40
1000rpm
CHECK
AV2A52058
Fehlercodes mit dem Diagnosegerät auslesen
Ja
Nein
4
Siehe Einzelprüfung (G).
180
km/h
ABS
3
140
80
20
1000rpm
2
Mit dem nächsten Schritt fortfahren
120
60
60
40
N
7
1
C
100
80
5
PWR HOLD
Ja
Probefahrt durchführen und Fehlercodes erneut
auslesen (siehe Schritt 3)
Ja
Nein
Mit entsprechender Einzelprüfung fortfahren
Mit dem nächsten Schritt fortfahren
Mit entsprechender Einzelprüfung fortfahren
- Stecker und Anschlüsse prüfen
- System OK
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) 52-1-13
DETAILPRÜFUNG A
Ausgefallenes Teil
Prüfschritt
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Prüfung
Raddrehzahlsensor (VL)
Ergebnis
Zuerst Grundprüfungen durchführen
- Fahrzeug anheben und sicher aufbocken.
- ABS-Rotor auf beschädigte oder fehlende
Zähne prüfen.
- ABS-Rotor zur Prüfung aller Zähne drehen.
Auf lose Sensorbefestigung prüfen
Luftspalt zwischen Raddrehzahlsensor und Rotor prüfen: 0,13-1,5 mm
Folgende Punkte prüfen:
- Schaltungen, die Geräuschentwicklung
verursachen können.
(Motor oder Zündsystem)
- Raddrehzahlsensor-Kabelstrang
(Falsche Verkabelung)
- Luftspalt zwischen Sensor und
Rotor verschmutzt
- Raddrehzahlsensor-Stecker auf
korrekten Anschluß, Korrosion und Deformation
prüfen.
Raddrehzahlsensor-Stecker bei ausgeschalteter
Zündung abklemmen.
- Widerstand zwischen den Klemmen
Nr. 1 und 10 auf korrekten Wert prüfen.
Spezifikation: 2,53-2,93 KΩ
Mit Ohmmeter auf Durchgang zwischen
Klemme Nr. 10 und Masse prüfen.
- Nach dem Wiederanschluß des Raddrehzahlsensor-Steckers, ABS-Steuergerätstecker
abklemmen.
- Widerstand zwischen den Klemmen Nr. 1 und 10
des ABS-Steuergeräts prüfen.
Spezifikation: 2,53-2,93 KΩ
Mit Ohmmeter zwischen Klemme Nr. 8 und 1 am
ABS-Steuergerät auf Durchgang prüfen.
Maßnahme
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren
ABS-Rotor ersetzen
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren
Sensor gemäß Spezifikation festziehen
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Raddrehzahlsensor oder Rotor ersetzen
Mit nächstem Schritt fortfahren
Nein
Raddrehzahlsensor und Rotor instandsetzen,
ggf. ersetzen
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren
Raddrehzahlsensor-Stecker instandsetzen, ggf.
ersetzen
Mit nächstem Schritt fortfahren
Ja
Nein
Raddrehzahlsensor ersetzen
Ja
Nein
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren
Raddrehzahlsensor ersetzen
Mit nächstem Schritt fortfahren
Nein
1,3 KΩ oder größer: Unterbrochenes Kabel
instandsetzen oder ersetzen
Unter 1 KΩ: Kurzschluß im Kabelstrang
beheben oder Kabelstrang ersetzen
- ABS-Steuergerätstecker auf korrekten
Anschluß prüfen
- Falls kein Fehler vorhanden, ABSSteuergerät ersetzen
Kurzschluß im Kabelstrang beheben oder
Kabelstrang ersetzen
Ja
Nein
52-1-14 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS)
DETAILPRÜFUNG B
Ausgefallenes Teil
Prüfschritt
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Prüfung
Raddrehzahlsensor (VR)
Ergebnis
Zuerst Grundprüfungen durchführen
- Fahrzeug anheben und aufbocken.
- ABS-Rotor auf beschädigte oder fehlende
Zähne prüfen
- ABS-Rotor zur Prüfung aller Zähne drehen
Auf lose Sensorbefestigung prüfen
Luftspalt zwischen Raddrehzahlsensor
und Rotor prüfen: 0,13-1,5 mm
Folgende Punkte prüfen:
- Schaltungen, die Geräuschentwicklung
verursachen können (Motor oder Zündsystem)
- Raddrehzahlsensor-Kabelstrang
(Falsche Verkabelung)
- Luftspalt zwischen Sensor und Rotor verschmutzt
Raddrehzahlsensor-Stecker auf korrekten
Anschluß, Korrosion und Deformation prüfen.
Raddrehzahlsensor-Stecker bei ausgeschalteter
Zündung abklemmen.
- Widerstand zwischen Klemmen Nr. 2 und 11
auf korrekten Wert prüfen.
Spezifikation: 2,53-2,93 KΩ
Mit Ohmmeter auf Durchgang zwischen Klemme
Nr. 11 und Masse prüfen.
- Nach dem Wiederanschluß des Raddrehzahlsensor-Steckers, ABS-Steuergerätstecker
abklemmen.
- Widerstand zwischen Klemme Nr. 2 und 11
des ABS- Steuergeräts prüfen.
Spezifikation: 2,53-2,93 KΩ
Mit Ohmmeter zwischen Klemme Nr. 2 und 8 am
ABS-Steuergerät auf Durchgang prüfen.
- Falls kein Fehler vorhanden,
ABS-Steuergerät ersetzen.
Ja
Maßnahme
Mit nächstem Schritt fortfahren
Nein
ABS-Rotor ersetzen
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren
Sensor gemäß Spezifikation festziehen
Mit nächstem Schritt fortfahren
Raddrehzahlsensor oder Rotor ersetzen
Mit nächstem Schritt fortfahren
Nein
Raddrehzahlsensor und Rotor instandsetzen,
ggf. ersetzen
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren
Raddrehzahlsensor-Stecker instandsetzen, ggf.
ersetzen
Mit nächstem Schritt fortfahren
Ja
Nein
Raddrehzahlsensor ersetzen
Ja
Nein
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren
Raddrehzahlsensor ersetzen
Mit nächstem Schritt fortfahren
Nein
1,3 KΩ oder mehr: Unterbrochenes Kabel
instandsetzen oder ersetzen
Unter 1 KΩ: Kurzschluß im Kabelstrang
beheben oder Kabelstrang ersetzen
- ABS-Steuergerätstecker auf korrekten
Anschluß prüfen
- Falls OK, ABS -Steuergerät ersetzen
Kurzschluß im Kabelstrang beheben oder
Kabelstrang ersetzen
Ja
Nein
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) 52-1-15
DETAILPRÜFUNG C
Ausgefallenes Teil
Prüfschritt
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Prüfung
Raddrehzahlsensor (HR)
Ergebnis
Zuerst Grundprüfungen durchführen
- Fahrzeug anheben und aufbocken.
- ABS-Rotor auf beschädigte oder fehlende
Zähne prüfen
- Raddrehzahlsensor zur Prüfung aller Zähne
drehen
Auf lose Sensorbefestigung prüfen
Luftspalt zwischen Raddrehzahlsensor
und Rotor prüfen: 0,1-1,5 mm
Folgende Punkte prüfen:
- Schaltungen, die Geräuschentwicklung
verursachen können
(Motor oder Zündsystem)
- Raddrehzahlsensor-Kabelstrang
(Falsche Verkabelung)
- Luftspalt zwischen Sensor und Rotor verschmutzt
- Raddrehzahlsensor-Stecker auf korrekten
Anschluß, Korrosion und Deformation prüfen.
Raddrehzahlsensor-Stecker bei ausgeschalteter
Zündung abklemmen.
- Widerstand zwischen Klemmen Nr. 4 und 13 auf
korrekten Wert prüfen. Spezifikation: 1,23-1,433 KΩ
Mit Ohmmeter auf Durchgang zwischen Klemme
Nr. 13 und Masse prüfen.
- Nach dem Wiederanschluß des Raddrehzahlsensor-Steckers, ABS-Steuergerätstecker
abklemmen.
- Prüfen, ob Widerstand zwischen Klemme
Nr. 4 und 13 des ABS-Steuergeräts korrekt ist.
Spezifikation: 1,23-1,43 KΩ
Mit Ohmmeter zwischen Klemme Nr. 8 und 4
am ABS-Steuergerät auf Durchgang prüfen.
Ja
Maßnahme
Mit nächstem Schritt fortfahren
Nein
ABS-Rotor ersetzen
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren
Sensor festziehen
Mit nächstem Schritt fortfahren
Raddrehzahlsensor oder Rotor ersetzen
Mit nächstem Schritt fortfahren
Nein
Raddrehzahlsensor und Rotor instandsetzen,
ggf. ersetzen
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren
Raddrehzahlsensor-Stecker instandsetzen,
ggf. ersetzen
Mit nächstem Schritt fortfahren
Ja
Nein
Raddrehzahlsensor ersetzen
Ja
Nein
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren
Raddrehzahlsensor ersetzen
Mit nächstem Schritt fortfahren
Nein
1,3 KΩ oder mehr: Unterbrochenes Kabel
instandsetzen oder ersetzen
Unter 1 KΩ: Kurzschluß im Kabelstrang
beheben oder Kabelstrang ersetzen
- ABS-Steuergerätstecker auf korrekten
Anschluß prüfen
- Falls kein Fehler vorhanden,
ABS-Steuergerät ersetzen
Kurzschluß im Kabelstrang beheben oder
Kabelstrang ersetzen
Ja
Nein
52-1-16 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS)
DETAILPRÜFUNG D
Ausgefallenes Teil
Prüfschritt
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Prüfung
Raddrehzahlsensor (HL)
Ergebnis
Zuerst Grundprüfungen durchführen
- Fahrzeug anheben und aufbocken.
- ABS-Rotor auf beschädigte oder fehlende
Zähne prüfen
- Raddrehzahlsensor zur Prüfung aller Zähne
drehen
Auf lose Sensorbefestigung prüfen
Luftspalt zwischen Raddrehzahlsensor
und Rotor prüfen: 0,1-1,5 mm
Folgende Punkte prüfen:
- Schaltungen, die Geräuschentwicklung
verursachen können (Motor oder Zündsystem)
- Raddrehzahlsensor-Kabelstrang
(Falsche Verkabelung)
- Luftspalt zwischen Sensor und Rotor verschmutzt
Raddrehzahlsensor-Stecker auf korrekten
Anschluß, Korrosion und Deformation prüfen.
Raddrehzahlsensor-Stecker bei ausgeschalteter
Zündung abklemmen.
- Widerstand zwischen Klemmen
Nr. 3 und 12 auf korrekten Wert prüfen.
Spezifikation: 1,23-1,43 KΩ
Mit Ohmmeter auf Durchgang zwischen Klemme
Nr. 12 und Masse prüfen.
- Nach dem Wiederanschluß des Raddrehzahlsensor-Steckers, ABS-Steuergerätstecker
abklemmen.
- Prüfen, ob Widerstand zwischen Klemme
Nr. 3 und 12 des ABS-Steuergeräts korrekt ist.
Spezifikation: 1,23-1,43 KΩ
Mit Ohmmeter zwischen Klemme Nr. 8 und 3 am
ABS-Steuergerät auf Durchgang prüfen.
- Falls kein Fehler vorhanden, ABS-Steuergerät ersetzen.
Ja
Maßnahme
Mit nächstem Schritt fortfahren
Nein
ABS-Rotor ersetzen
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren
Sensor festziehen
Mit nächstem Schritt fortfahren
Raddrehzahlsensor oder Rotor ersetzen
Mit nächstem Schritt fortfahren
Nein
Raddrehzahlsensor und Rotor instandsetzen,
ggf. ersetzen
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren
Raddrehzahlsensor-Stecker instandsetzen, ggf.
ersetzen
Mit nächstem Schritt fortfahren
Ja
Nein
Raddrehzahlsensor ersetzen
Ja
Nein
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren
Raddrehzahlsensor ersetzen
Mit nächstem Schritt fortfahren
Nein
1,3 KΩ oder mehr: Unterbrechung im Kabel
beheben oder Kabel ersetzen
Unter 1 KΩ: Kurzschluß im Kabel beheben oder
Kabel ersetzen
ABS-Steuergerätstecker auf korrekten
Anschluß prüfen
Kurzschluß im Kabel beheben oder Kabel
ersetzen
Ja
Nein
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) 52-1-17
DETAILPRÜFUNG E
Ausgefallenes Teil
Prüfschritt
ABS-Warnleuchte leuchtet auf, aber keine Fehlercodeausgabe
Prüfung
Ergebnis
Maßnahme
Zuerst Grundprüfungen durchführen
1
ABS-Sicherungen bei ausgeschalteter Zündung
auf ordnungsgemäßen Kontakt prüfen.
Ja
Nein
2
ABS-Steuergerätstecker abklemmen und
Masseklemmen (Nr.8 und 24) und Masseanschluß
des Diagnosesteckers prüfen.
Bei eingeschalteter Zündung zwischen den
Klemmen Nr. 8 und 16 des ABS-Steuergerätsteckers auf Batteriespannung prüfen.
Bei eingeschalteter Zündung zwischen den
Klemmen Nr. 8 und 23 des ABS-Steuergerätsteckers auf Batteriespannung prüfen.
Bei eingeschalteter Zündung prüfen, ob
zwischen den Steckerklemmen Nr. 8 und 22
des ABS-Steuergeräts 5V anliegen.
Ja
Nein
3
4
5
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren
Nach Ersatz einer Sicherung Verkabelung auf
Anschluß prüfen
Mit nächstem Schritt fortfahren
Kabelstrang auf Unterbrechung prüfen
Mit nächstem Schritt fortfahren
Kabelstrang der ABS-Warnleuchte auf
Unterbrechung prüfen
Mit nächstem Schritt fortfahren
Kabelstrang auf Unterbrechung prüfen
Wenn Kabelsteckerverbindung OK,
ABS-Steuergerät ersetzen
Kabelstrang auf Unterbrechung prüfen
DETAILPRÜFUNG F
Ausgefallenes Teil
Prüfschritt
1
2
Prüfung
Hydrauliksystem
Ergebnis
Zuerst Grundprüfungen durchführen
Fahrzeug anheben und sicher aufbocken.
- Gangschalthebel in Neutralstellung bringen
- Feststellbremse lösen
- Rad mit der Hand auf Freigängigkeit prüfen
Sicherstellen, daß sich das Rad bei betätigtem
Bremspedal nicht dreht.
Ja
Nein
Ja
Nein
Maßnahme
Mit nächstem Schritt fortfahren
Radbremszylinder, Feststellbremse und
dazugehörige Teile prüfen
Mit der nächsten Prüfung fortfahren
Bauteile der Bremsanlage prüfen
52-1-18 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS)
DETAILPRÜFUNG G
Ausgefallenes Teil
Prüfschritt
Hydraulik-Steuergerät
Prüfung
Ergebnis
Maßnahme
Zuerst Grundprüfungen durchführen
1
Folgende Punkte prüfen (Blinkcode oder Fehlercode):
Ja
Mit der nächsten Detailprüfung fortfahren
- Stromkreis des Haltedruck-Magnetventils unterbrochen oder Ausgang des Steuergeräts kurzgeschlossen
Nein
Hydraulik-Steuergerät ersetzen
- Stromkreis des Reduziermagnetventils unterbrochen oder Ausgang des Steuergeräts kurzgeschlossen
- Stromkreis des Haltedruck-Magnetventils kurzgeschlossen oder Ausgang des Steuergeräts unterbrochen
- Stromkreis des Reduziermagnetventils kurzgeschlossen oder Ausgang des Steuergeräts unterbrochen
DETAILPRÜFUNG H
Ausgefallenes Teil
Prüfschritt
Hydraulik-Steuergerät
Prüfung
Ergebnis
Maßnahme
Zuerst Grundprüfungen durchführen
1
Folgende Punkte prüfen (Fehlercodes auslesen):
Ja
Erneut Grundprüfungen durchführen
- Relais-Stromkreis unterbrochen
- Relais-Stromkreis kurzgeschlossen
- RAM-Schreib-/Lesefehler
- Prüffunktion außer Betrieb
- Haltedruckdauer zu lang
- Druckreduzierdauer zu lang
- Fehlfunktion Mikroprozessor
- Zyklusüberschreitung
Nein
Elektronik-Steuergerät ersetzen
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) 52-1-19
Funktionsbeschreibung
Antiblockiersystem (ABS)
Konstruktionsansicht
Wetter und Straßenzustand sowie die Beschaffenheit der Reifen haben Einfluß auf die Bremsleistung eines Fahrzeugs. Das System EBC 430 wurde so konzipiert, daß der bestmögliche Kompromiß zwischen Bremsweg, stabilem
Fahrverhalten und Lenkbarkeit erreicht wurde.
Das auf alle 4 Räder wirkende Antiblockiersystem (ABS) bietet dem Fahrer folgende Vorteile:
Verbesserte Lenkbarkeit des Fahrzeugs beim Bremsvorgang.
Erhöhte Stabilität durch maximale Traktion (auf fast allen Untergründen).
AV2A52059
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
(8)
(9)
Bremsleitung
Bremspedal
Hauptbremszylinder
Bremskraftverstärker
Bremskraftregelventil
Hydraulische und elektronische Regeleinheit (EHCU)
Bremsscheibe vorn
Raddrehzahlsensor vorn
Raddrehzahlsensor hinten
(10)
(11)
(12)
(13)
(14)
(15)
(16)
(17)
(18)
Signalgeber vorn
Signalgeber hinten
Feststellbremsseil vorn
Ausgleichsbügel
Einstellvorrichtung
Bremsschlauch vorn
Bremsschlauch hinten
Feststellbremsseil hinten links
Feststellbremsseil hinten rechts
52-1-20 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS)
Systemfunktion (Flußdiagramm)
Fahrzeug in Bewegung
ABS-Steuergerät vergleicht laufend die Raddrehzahlen mit der
Fahrzeuggeschwindigkeit
Bremspedal betätigt
Hauptbremszylinder gibt über die Bremsleitungen Druck auf die Radbremszylinder und Bremssättel
Scheiben- und Trommelbremsen aktiviert
ABS-Steuergerät erkennt blockierende Räder
ABS-Steuergerät erkennt keine blockierenden Räder
ABS-Steuergerät sendet Signal zur Druckreduzierung an
die Magnetventile der Hydraulik-Regeleinheit
ABS-Steuergerät sendet kein Signal zur Aktivierung der
Magnetventile der Hydraulik-Regeleinheit
Haltedruckventile unterbrechen den Druck des
Hauptbremszylinder an die Radbremsen
Haltedruckventile gestatten freien Fluß der
Bremsflüssigkeit vom Hauptbremszylinder zu den
Bremssätteln und Radbremszylindern
Ablaßventile leiten Bremsflüssigkeit von den Radbremsen
zum Niederdruckspeicher (LPA). Der Hydraulikdruck
wird reduziert
Scheiben- und/oder Trommelbremsen deaktiviert
ABS-Steuergerät erkennt, daß Räder nicht mehr
blockieren
ABS-Steuergerät sendet Signal zur Druckzunahme an die
Magnetventile in der Hydraulik-Regeleinheit
Haltedruckventile leiten Bremsflüssigkeit vom Hauptbremszylinder an die Radbremszylinder und Bremssättel
ABS-Steuergerät aktiviert ABS-Pumpenmotor
Bremsflüssigkeit wird vom Niederdruckspeicher über die
Pumpe an die Bremssättel/Radbremszylinder geleitet
Bremsflüssigkeitsdruck nimmt zu
Scheiben- und Trommelbremsen bleiben aktiviert
Fahrzeug kommt zum Halt
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) 52-1-21
Radschlupf
Abnehmender Bremsweg
Das Bremsverhalten eines Fahrzeugs hängt vom Kontakt zwischen Reifen und Fahrbahn ab. Bei einem Schlupfwert
von 0 % dreht sich das Rad frei. Bei 100 % Schlupf blockiert das Rad und der Reifen rutscht durch die Massenträgheit des Fahrzeugs weiter. Unter diesen Umständen kommt es zum Verlust der Manövrierbarkeit und der Stabilität
des Fahrzeugs.
Im Normalfall haben die Reifen beim heftigen Bremsen einen Schlupf von 10 % bis 20 %. In diesem Bereich sind
sowohl der Bremsweg als auch die Manövrierbarkeit optimal. Etwas Schlupf ist notwenig, um das Rad anzuhalten
und eine optimale Verzögerung zu erreichen.
Trockener Asphalt
10%-20% Schlupf
0%
Rad
dreht frei
20%
40%
60%
80%
100%
Blockiertes
Rad
Schlupf
CN7A52001
Funktionsbeschreibung
Beim EBC 430 handelt es sich um ein 4-Kanalsystem, da vier eigenständige Hydraulik-Regelkreise gesteuert werden
(ein Regelkreis pro Rad). Die Steuerung erfolgt auf Grundlage der Eingangssignale der einzelnen Raddrehzahlsensoren (ein Sensor pro Rad).
Das ABS verhindert das Blockieren der Räder durch Verändern des Bremsdrucks bei heftigen Bremsmanövern. Unter
den meisten Bedingungen erhöht EBC 430 die Manövrierbarkeit bei Vollbremsungen und reduziert gleichzeitig den
Bremsweg.
Hinweis
DAS PUMPEN MIT DEM BREMSPEDAL ist nicht mehr erfoderlich und SOLLTE UNTERLASSEN WERDEN.
Das ABS steuert die vier Kanäle unabhängig voneinander. Die zur Aktivierung der ABS-Funktion erforderliche Bremskraft hängt von den Fahrbahnverhältnissen und dem “Grip” der Reifen ab. Bei trockenen Untergründen setzt die ABSFunktion in der Regel später ein als auf nasser Fahrbahn.
Beim Einsetzen der ABS-Funktion fühlt der Fahrer das Pulsieren des Bremspedals. Außerdem sind Geräusche aus
dem Motorraum zu hören. Dabei handelt es sich um normale Vorgänge. Pedalkraft und -gefühl sind beim Bremsen
ohne Einsatz des ABS mit herkömmlichen Bremsanlagen vergleichbar.
52-1-22 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS)
Elektronische Steuereinheit (ECU)
Raddrehzahlsensor
Einführung
Bei den Raddrehzahlsensoren handelt es sich um einpolige Sensoren mit variablem Widerstand, die an den
Hinterradnaben bzw. an den Achsschenkeln der Vorderachse befestigt sind. Die dazu gehörigen gezahnten
Signalgeber sind in die Hinterradnaben bzw. auf die
Halbwellen gepreßt. Die Frequenz des erzeugten Signals
entspricht der jeweiligen Raddrehzahl und wird vom
Steuergerät zur Überwachung der Raddrehzahlen
verwendet.
Elektronik und Mikroprozessor bilden zusammen mit
den Magnetventilspulen eine Einheit (CIM=Coil Integrated Module). Das Steuergerät sitzt direkt auf der
Hydraulik-Regeleinheit. Die Spulen dienen zur Auslösung der Hydraulikventile beim Einsetzen des ABS.
Das Steuergerät überwacht gleichzeitig den
Systemstatus.
Anschluß
Steuergerät
Raddrehzahlsensor vorn
CIM
Anschluß
Pumpenmotor
Elektronik und
Mikroprozessor
AV2A52028
AV2A52021
Selbstüberwachung
Raddrehzahlsensor hinten
Das Steuergerät überwacht die Systemkomponenten
auf Fehlfunktionen. Bei Ermittlung einer Fehlfunktion
setzt das ABS einen Fehlercode und schaltet die bernsteinfarbene ABS-Leuchte ein. Das ABS wird darauf
hin deaktiviert. Die herkömmliche Bremsanlage bleibt
davon unberührt.
Beim Einschalten der Zündung führt das Steuergerät
einen Selbsttest der ABS-Elektronik durch, der über
die ABS-Warnleuchte angezeigt wird.
AV2A52029
Die Zähne des Rotors durchqueren das Magnetfeld
des Sensors und erzeugen dabei eine Induktionsspannung. Die Signalfrequenz ändert sich proportional zur
Raddrehzahl. Das Steuergerät überwacht das Signal
und aktiviert die ABS-Funktion, wenn die Drehzahlabnahme eines oder mehrerer Räder außerhalb eines bestimmten Bereichs liegt.
Raddrehzahlsensor und Signalgeber
Luftspalt:
Vorn:
Hinten:
0,13-1,50 mm
0,11-1,53 mm
CN7A52002
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) 52-1-23
Hydraulik-Regeleinheit
Herkömmlicher Bremsvorgang
Die in einem Aluminiumgehäuse untergebrachte
Hydraulik-Regeleinheit (HCU) besteht aus den
folgenden Bauteilen:
Beim herkömmlichen Bremsen wird über das Bremspedal Flüssigkeit vom Hauptbremszylinder durch den
Bremskraftverteiler in die Hydraulik-Regeleinheit gedrückt. Innerhalb des Hydraulikblocks wird der Druck
durch die normalerweise geöffneten Haltedruckventile,
um die normalerweise geschlossenen Reduzierventile
herum und schließlich zu den Radbremsen (siehe Abbildung auf der folgenden Seite) geleitet.
Auch wenn das ABS bei normalen Bremsungen passiv
bleibt, überwacht das Steuergerät die Raddrehzahlsensoren ständig auf hohe Verzögerungswerte.
Haltedruckventile. Das HCU enthält ein Haltedruckventil pro ABS-Kreis. Die Ventile sind normalerweise
geöffnet, um Bremsflüssigkeit durchzulassen.
Reduzierventile. Das HCU enthält ein Reduzierventil pro ABS-Kreis. Die Ventile sind normalerweise geschlossen, damit keine Bremsflüssigkeit
zum Druckspeicher gelangt.
Niederdruckspeicher. Der Niederdruckspeicher
dient der Aufnahme von Bremsflüssigkeit bei der
Druckreduzierung im ABS-Fall. Das HCU enthält
einen Niederdruckspeicher pro Hauptbremszylinder-Kreislauf.
Dämpfungsglied. Das Dämpfungsglied gleicht
Pedalbewegungen als Reaktion auf die Druckschwankungen aus.
Pumpe. Die Pumpe führt Bremsflüssigkeit aus dem
Niederdruckspeicher zum Hauptbremszylinder
zurück.
Pumpenmotor. Der Pumpenmotor treibt die
Hydraulikpumpe an.
Haltedruckventil
Pumpe/Motor
Reduzierventil
Bremsleitungsanschluß
Ventilblock
Niederdruckspeicher
AV2A52022
Betriebsmodi
Es folgen die fünf ABS-Betriebsmodi:
1.
2.
3.
4.
5.
Normales Bremsen
Druck halten
Druckminderung
Druckaufbau
Bremse lösen
Hinweis
Die herkömmliche Bremsanlage bleibt auch bei
einem Ausfall des ABS funktionstüchtig.
52-1-24 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS)
Bremse
rechts
vorn
Bremse
links vorn
Hinterradbremsen
Bremskreis
vorn
Bremskreis
hinten
Hydraulikfluß
NORMALES
BREMSEN
NORMAL BRAKING
Druck
Hauptbremszylinder
M/C
Pressure
AV2A52023
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) 52-1-25
Druck halten
Beim Betätigen der Bremse erhält das Steuergerät ein Signal für den möglicherweise bevorstehenden Einsatz des
ABS. Wenn die Daten der Raddrehzahlsensoren eine zu starke Verzögerung anzeigen, wird zunächst der Druck
gehalten (siehe Abbildung).
Das Steuergerät schließt die Haltedruckventile, so daß kein zusätzlicher Bremsdruck aufgebaut wird. Obwohl die
Kanäle des Systems unabhängig voneinander arbeiten, werden beide Haltedruckventile für die Vorderradbremsen
geschlossen, sobald ermittelt wird, daß eines der Vorderräder zu stark verzögert.
Bremse
rechts
vorn
Hinterradbremsen
Bremse
links
vorn
Bremskreis
vorn
Bremskreis
hinten
Hydraulikfluß
DRUCK
HALTEN
ISOLATION
Druck
Hauptbremszylinder
M/C Pressure
Haltedruck
Isolation Pressure
Ventilaktivierung
Valve Activation
AV2A52024
52-1-26 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS)
Druckminderung
Nach dem Halten des Drucks muß dieser reduziert werden, um das Drehen der Räder wieder zu gestatten. Dies wird
erreicht, indem ein Teil des Drucks an den Niederdruckspeicher geleitet wird.
Das Steuergerät öffnet das/die Reduzierventil(e). Bremsflüssigkeit wird aus den Bremskanälen in den Niederdruckspeicher geleitet. Dies geschieht in sehr kleinen Öffnungs- und Schließintervallen des Reduzierventils. Der Bremsdruck an den Bremssätteln/Radbremszylindern wird abgesenkt und die Räder beginnen wieder zu drehen.
Die aus dem System entfernte Bremsflüssigkeit wird im Niederdruckspeicher gespeichert. Ein Teil der Flüssigkeit
dient dem Fluten der Pumpe. Die Reduzierventile der einzelnen Kanäle arbeiten unabhängig voneinander.
Während der Reduzierung befindet sich das ABS weiterhin im Haltemodus. Der Pumpenmotor wird aktiviert, damit
die Pumpen Bremsflüssigkeit aus dem Niederdruckspeicher abpumpen können (siehe Abbildung).
Bremse
rechts
vorn
Bremse
links
vorn
Hinterradbremsen
Bremskreis
vorn
Bremskreis
hinten
Hydraulikfluß
DRUCKMINDERUNG
DUMP
Druck
Hauptbremszylinder
M/C Pressure
Minderungsdruck
Dump Pressure
Ventilaktivierung
Valve Activation
AV2A52025
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) 52-1-27
Druckaufbau
In diesem Modus wird der Bremsdruck wieder erhöht. Das Haltedruckventil wird vorübergehend geöffnet, damit der
Druck der Pumpe und des Hauptbremszylinders die Bremsen erreicht. Dieser kontrollierte Druckaufbau hält an, bis die
Verzögerung einen bestimmten Wert erreicht oder der Bremsdruck dem Druck des Hauptbremszylinders entspricht.
Dabei pulsiert das Bremspedal, wobei es sich um ein normales Phänomen und nicht um eine Fehlfunktion handelt.
Bei zunehmendem Druck verlangsamt sich die Drehung der Räder. Wenn das Steuergerät zu hohe Verzögerungswerte ermittel, wird der ABS-Zyklus wiederholt. Es handelt sich um sehr kurze Zyklen. Sie sind mit der sogenannten
“Stotterbremse” vergleichbar, aber um ein Vielfaches schneller und genauer. Die Zyklen werden wiederholt, bis die
Bremse gelöst wird oder der Einsatz des ABS nicht länger erforderlich ist (siehe Abbildung).
Bremse
rechts
vorn
Bremse
links vorn
Hinterradbremsen
Bremskreis
hinten
Bremskreis
vorn
Hydraulikfluß
DRUCKAUFBAU
REAPPLY
Druck
Hauptbremszylinder
M/C Pressure
Haltedruck
Dump Pressure
Valve Activation
Ventilaktivierung
Druck
Hauptbremszyl.
und Pumpe
M/C and
Pump Pressure
Erhöhter
Druck Press
Pump Reapply
AV2A52026
52-1-28 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS)
Bremse lösen
Nach dem ABS-Einsatz läuft der Pumpenmotor eine Weile weiter, damit die Pumpen die Bremsflüssigkeit aus dem
Niederdruckspeicher abpumpen können. Während die Flüssigkeit in den Hauptbremszylinder zurückkehrt, wird der
Kolben durch die Rückholfeder des Niederdruckspeichers in seine Ausgangsstellung gedrückt.
Bremse
rechts
vorn
Bremse
links
vorn
Hinterradbremsen
Bremskreis
hinten
Bremskreis
vorn
Hydraulikfluß
BREMSE
LÖSEN
BRAKE RELEASE
Lösedruck
Brake Release
Ventilaktivierung
Valve Activation
AV2A52027
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) 52-1-29
Aus- und Einbau
7. ECU vom HCU trennen.
8. Oberseite der Hydraulik-Regeleinheit mit einem
sauberen Tuch trocken abwischen.
Antiblockiersystem (ABS)
Elektronisches Steuergerät (ECU)
Ausbau
1. Zündung ausschalten.
2. Kabelstecker des Steuergeräts abklemmen.
Achtung
Klemmen des Steuergerät-Kabelsteckers im
abgeklemmten Zustand nicht an 12 V legen.
Einbau
1. ECU und HCU zusammenbauen und Schrauben
(4 Stck.) festziehen.
Anzugsdrehmoment:
3-5 Nm
2. Regeleinheit in die Halterung einsetzen.
3. Befestigungsstift und Tülle an der Halterung
befestigen.
Drehmoment:
13-16 Nm
ECU-Kabelstecker
4. Bremsleitungen (6 Stck.) anschließen. Darauf
achten, daß die vier abgehenden Leitungen jeweils
an den richtigen Anschluß angeschlossen sind.
Leitungsmuttern festziehen.
Pumpenmotor
Anzugsdrehmoment:
ECU
13-22 Nm
Hinweis
Die Bremsleitungen müssen korrekt an den Ventilblock angeschlossen werden, um die störungsfreie
Funktion des ABS zu gewährleisten.
Tülle
AV2A52033
3. Einbaulage der einzelnen Bremsleitungen
markieren.
Bremsleitung
Achtung
Hydraulik-Regeleinheit vor dem Abbauen der
Leitungen gründlich reinigen, damit keine
Schmutzpartikel in die Anschlüsse eindringen
können.
4. Bremsleitungen vom Hydraulikblock abbauen.
5. Befestigungsstift und Tülle von der Halterung der
Regeleinheit lösen und Einheit von der Halterung
abbauen.
6. Befestigungsschrauben (4 Stck.) zwischen HCU
und ECU lösen.
Pumpenmotor
ECU
HCU
AV2A52035
Hauptbremszylinder
HCU
Befestigungsstift und Tülle
AV2A52036
5. Kabelstecker des Steuergeräts an das PCM
anklemmen.
6. Bremsanlage entlüften.
7. Probefahrt durchführen und konventionelle
Bremsanlage sowie ABS auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
52-1-30 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS)
Hydraulik-Regeleinheit
Einbau
Ausbau
1. ECU und HCU zusammenbauen.
2. Schrauben wie folgt festziehen:
A. Alle Schrauben einsetzen und von Hand
anziehen.
B. Mit dem spezifizierten Drehmoment festziehen.
Anzugsdrehmoment:
4-5 Nm
3. Träger an Befestigungsstift und Tülle anbauen.
Anzugsdrehmoment:
13-16 Nm
4. Träger-Befestigungsschrauben der festziehen.
Anzugsdrehmoment:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
Schraube
EHCU
Bremsleitung
Befestigungsstift
Tülle
EHCU-Träger
19-26 Nm
Hinweis
Die Bremsleitungen müssen korrekt an den Ventilblock angeschlossen werden, um die störungsfreie
Funktion des ABS zu gewährleisten.
AV2A52030
1. Zündung ausschalten.
2. Kabelstecker des Steuergeräts abklemmen.
5. Bremsleitungen an das EHCU anschließen.
Ursprüngliche Einbaulage beachten.
Anzugsdrehmoment:
13-20 Nm
Achtung
Klemmen des Steuergerät-Kabelsteckers im
abgeklemmten Zustand nicht an 12 V legen.
Bremsleitung
3. Einbaulage der einzelnen Bremsleitungen
markieren.
Achtung
Hydraulik-Regeleinheit vor dem Abbauen der
Leitungen gründlich reinigen, damit keine
Schmutzpartikel in die Anschlüsse eindringen
können.
4. Bremsleitungen von der Regeleinheit abbauen.
5. Befestigungsschrauben des EHCU-Trägers vom
Kotflügel abschrauben.
6. EHCU mit Halterung ausbauen.
7. Befestigungsstift und Tülle von der Halterung der
Regeleinheit lösen und Einheit vom Träger
abbauen.
8. Befestigungsschrauben (4 Stck.) zwischen HCU
und ECU lösen. ECU von HCU trennen.
ECU
HCU
AV2A52035
9. Dichtung des Steuergeräts auf Unversehrtheit prüfen.
Hauptbremszylinder
HCU
Befestigungsstift und Tülle
AV2A52036
6. Kabelstecker des Steuergeräts an das PCM
anklemmen.
7. Bremsanlage entlüften.
8. Probefahrt durchführen und konventionelle
Bremsanlage sowie ABS auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) 52-1-31
Raddrehzahlsensor vorn
Einbau
Ausbau
1. Anlagefläche des Raddrehzahlsensors reinigen.
2. Raddrehzahlsensor anbauen.
Achtung
Anschlußstifte des Kabelsteckers beim Abklemmen des Raddrehzahlsensors nicht beschädigen.
1. Kabelstecker abklemmen.
2. Befestigungsschraube lösen und Sensor abbauen.
Anzugsdrehmoment:
10 Nm
3. Kabelstecker anklemmen. Auf festen Sitz der
Steckverbindung achten.
4. Luftspalt zwischen Sensor und Signalgeber
messen.
Luftspalt:
0,13 - 1,5 mm
5. Probefahrt durchführen und konventionelle
Bremsanlage sowie ABS auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
AV2A52031
Prüfung
1. Luftspalt messen.
Zulässiger Luftspalt:
0,13 - 1,5 mm
2. Widerstand des Raddrehzahlsensors messen.
Widerstand:
2,53-2,93 KΩ
BN7A52003
52-1-32 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS)
Raddrehzahlsensor hinten
Signalgeber vorn
Ausbau
Prüfung
Achtung
Anschlußstifte des Kabelsteckers beim
Abklemmen vom Fahrzeugkabelstrang nicht
beschädigen.
1. Fahrzeug vorn aufbocken.
2. Signalgeber genau untersuchen. Auf abgebrochene
oder beschädigte Zähne achten.
3. Signalgeber ersetzen, falls Zähne beschädigt oder
abgebrochen sind (siehe “Ausbau”).
1. Kabelstecker abklemmen.
2. Befestigungsschraube lösen und Sensor abbauen.
AV2A52031
Ausbau
AV2A52032
1. Radnabe ausbauen.
2. Signalgeber mit Spezialwerkzeug (0K670 990 AA0)
ausbauen. Signalgeber nicht wiederverwenden.
Prüfung
1. Luftspalt messen.
Zulässiger Luftspalt:
0,11 - 1,5 mm
0K670 990 AA0
2. Widerstand des Raddrehzahlsensors messen.
Widerstand:
1,23-1,43 KΩ
Einbau
1. Anlagefläche des Raddrehzahlsensors reinigen.
2. Raddrehzahlsensor anbauen.
Anzugsdrehmoment:
10 Nm
BSX052097
3. Kabelstecker anklemmen. Auf festen Sitz der
Steckverbindung achten.
4. Luftspalt zwischen Sensor und Signalgeber
messen.
Luftspalt:
0,11 - 1,5 mm
5. Probefahrt durchführen und konventionelle
Bremsanlage sowie ABS auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) 52-1-33
Einbau
Signalgeber hinten
1. Neuen Signalgeber anbauen (siehe Abbildung).
Ausbau
Anzahl der Zähne des Signalgebers: 54
2. Signalgeber mit Spezialwerkzeug (0K201 660 001)
aufpressen.
0K201 660 001
AV2A52032
1. Hinterradnabe ausbauen.
2. Signalgeber mit Spezialwerkzeug (0K670 990 AA0)
abbauen.
0K670 990 AA0
BSX052098
3. Radnabe anbauen.
4. Luftspalt zwischen Sensor und Signalgeber
messen.
Luftspalt:
0,13 - 1,5 mm
5. Probefahrt durchführen und konventionelle
Bremsanlage sowie ABS auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
BSX052100
Einbau
Anzahl der Zähne des Signalgebers: 54
0K201 660 001
BSX052101
1. Signalgeber mit Spezialwerkzeug
(0K201 660 001) anbauen.
2. Hinterradnabe anbauen.
3. Luftspalt zwischen Sensor und Signalgeber messen.
Luftspalt:
0,11 - 1,5 mm
4. Probefahrt durchführen und konventionelle
Bremsanlage sowie ABS auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10
Antiblockiersystem (ABS) MGH 10
Spezialwerkzeug
Antiblockiersystem (ABS) ..................................................................... 52-2-01
Technische Daten
Antiblockiersystem (ABS) ..................................................................... 52-2-01
Funktionsbeschreibung
Antiblockiersystem (ABS)
Funktionsablauf ....................................................................................... 52-2-02
Funktionsbeschreibung ........................................................................... 52-2-03
Konstruktionsansicht ............................................................................... 52-2-04
ABS-Steuergerät (ECU) .......................................................................... 52-2-05
ECU-Steckerbelegung ............................................................................. 52-2-06
Hydrauliksteuergerät (HCU) .................................................................... 52-2-07
EBD (elektronische Bremskraftverteilung) .............................................. 52-2-12
Fehlersuche
Antiblockiersystem (ABS) ........................................................................ 52-2-15
Schaltplan ................................................................................................ 52-2-17
Grundsätzliche Prüfungen ....................................................................... 52-2-18
Funktionsprüfungen ................................................................................. 52-2-19
Fehlercodeliste ........................................................................................ 52-2-20
Detailprüfungen ....................................................................................... 52-2-21
52-2
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10 52-2-01
Technische Daten
ABS MGH 10
Bauteil
Allgemeines
Spezifikation
Systembezeichnung
MGH 10
Bauart
4 Sensoren, 4 Kanäle
Ausstattung
Hydrauliksteuergerät
ABS & EBD (Elektronische Bremskraftverteilung)
Bauart
Diagonale Bremskreise
Hydraulische Steuerarten
ABS-Steuergerät
Radsensoren
Druck halten / Druckaufbau / Druckminderung
Bauart der Hydraulikpumpe
Radialkolbenpumpe (2 Kolben)
Bauart des Pumpenmotors
4-poliger Gleichstrommotor
Betriebsspannung
10 – 16 V Gleichstrom
Betriebstemperatur
-40 °C bis +110 °C
Bauart
Elektromagnetische Induktion
Widerstand
Luftspalt
Spezialwerkzeug
0K2CA 089 HSP
Hi Scan Pro
Für die Diagnose des ABS-Systems
1,1 kΩ oder mehr
vorn
0,127 – 1,44 mm
hinten
0,1 – 1,225 mm
52-2-02 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10
ABS (Antiblockiersystem)
Funktionsablauf
Fahrzeug in Bewegung.
Das ABS-Steuergerät verarbeitet ständig die Radgeschwindigkeiten als auch die Fahrzeuggeschwindigkeit und setzt
diese Daten in ein Verhältnis.
Bremspedal wird betätigt.
Der Bremsflüssigkeitsdruck vom Hauptbremszylinder aktiviert Bremssättel und/oder Radbremszylinder.
Scheiben- und/oder Trommelbremsen sind aktiviert.
Das ABS-Steuergerät stellt über die Radsensoren
Radblockierung fest.
Das ABS-Steuergerät stellt über die Radsensoren
keine Radblockierung fest.
Das ABS-Steuergerät sendet Steuersignale zum
Senken des Bremsdrucks an die Magnetventile im
Hydrauliksteuergerät.
Das ABS-Steuergerät sendet keine Steuersignale an
das Hydrauliksteuergerät.
Die Einlaßventile bauen den Bremsdruck zwischen
Hauptbremszylinder und den Radbremsen ab.
Die Auslaßventile ermöglichen den Rückfluß der
Bremsflüssigkeit von den Radbremsen.
Der vom Hauptbremszylinder erzeugte
Flüssigkeitsdruck gelangt ohne Beeinflussung durch
das Hydrauliksteuergerät an die Radbremsen.
Scheiben- und/oder Trommelbremsen bleiben aktiviert.
Fahrzeug kommt zum Stehen.
Scheiben- und/oder Trommelbremsen sind deaktiviert.
Das ABS-Steuergerät stellt über die Radsensoren fest,
daß die Räder keine Blockierneigung mehr zeigen.
Das ABS-Steuergerät sendet Steuersignale zum
erneuten Anheben des Bremsdrucks an die
Magnetventile im Hydrauliksteuergerät.
Die Einlaßventile ermöglichen den Druckaufbau
zwischen Hauptbremszylinder und Radbremsen.
Das ABS-Steuergerät aktiviert den Pumpenmotor des
Hydrauliksteuergeräts.
Der Flüssigkeitsdruck an den Radbremsen wird durch
die Hydraulikpumpe wieder aufgebaut.
Der Flüssigkeitsdruck ist wieder gestiegen.
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10 52-2-03
Funktionsbeschreibung
Bremswegverkürzung
Die Länge eines Bremswegs wird im wesentlichen durch den Reibwert zwischen Reifen und Fahrbahnoberfläche
bestimmt. Bei einem sich frei drehenden Rad beträgt der Schlupf 0 %. Bei einem Schlupf von 100 % blockiert das
Rad. In diesem Fall wird das stehende Rad durch das Fahrzeuggewicht über die Fahrbahnoberfläche geschoben
und sowohl die Manövrierbarkeit als auch die Lenkbarkeit des Fahrzeugs gehen verloren.
Normalerweise liegt der Schlupf bei einer starken Bremsung zwischen 10 % und 20 %. In diesem Schlupfbereich ist
der kürzeste Bremsweg bei guter Lenkbarkeit des Fahrzeugs möglich.
Trockener Asphalt
10 % - 20 % Schlupf
0%
Freidrehendes
Rad
20%
40%
60%
80%
100%
Blockierendes
Rad
Schlupf in %
CN7A52001
Systembeschreibung
Das ABS-System MGH 10 ist ein 4-Kanal-System. D.h. jedes Rad wird einzeln über einen separaten Hydraulikkreis
angesteuert. Die notwendigen Informationen erhält das System von den Raddrehzahlsonsoren. Jedes Rad ist mit
einem Raddrehzahlsensor ausgerüstet. Der Pedaldruck bis zum Einsatz des ABS-Systems kann abhängig von der
Fahrbahnoberfläche unterschiedlich sein. Bei trockenem rauhen Untergrund ist der Kraftaufwand größer als bei
nassem rutschigen Untergrund.
Das Antiblockiersystem verhindert das Blockieren der Räder bei Notbremsungen.
Die wesentlichen Funktionen des ABS-Systems sind:
• Blockieren der Räder wird verhindert
• Dadurch bessere Lenkbarkeit und Verringerung der Schleudergefahr
Bei Fahrzeugen mit ABS-System können beim Bremsen folgende Symptome auftreten, die aber keinesfalls eine
Fehlfunktion darstellen, sondern Begleiterscheinungen des ABS-Einsatzes sind.
Symptom
Unerwartete Motorgeräusche
Geräusche von der Radaufhängung
Pulsieren des Bremspedals
Beschreibung
Arbeits- und Nebengeräusche beim ABS-Einsatz
52-2-04 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10
ABS (Antiblockiersystem)
Konstruktionsansicht
AV2A52130
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
(8)
(9)
Bremsleitung
Bremspedal
Hauptbremszylinder
Bremskraftverstärker
Kupplungsstück
Elektronik- & Hydrauliksteuergerät
Bremsscheibe vorn
Radsensor vorn
Radsensor hinten
(10)
(11)
(12)
(13)
(14)
(15)
(16)
(17)
(18)
Rotor vorn
Rotor hinten
Handbremsseil vorn
Ausgleichsbügel
Einsteller
Bremsschlauch vorn
Bremsschlauch hinten
Handbremsseil hinten links
Handbremsseil hinten rechts
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10 52-2-05
ABS-Steuergerät (ECU)
Raddrehzahlsensor
Einleitung
Einbauorte
Der Mikroprozessor und andere elektronische Bauteile
sind zusammen mit den Magnetspulen im ABS-Steuergerät (ECU) zusammengefaßt. Dieses Steuergerät ist
direkt am Hydrauliksteuergerät angebracht. Die integrierten Spulen betätigen die Hydraulikventile während
eines ABS-Einsatzes. Weiterhin ist die Eigendiagnose
eine Funktion des ABS-Steuergeräts.
Die einpoligen Raddrehzahlsensoren befinden sich
hinten an den Radnaben und vorn über den Antriebswellengelenken. Die gezahnten Signalgeber (Rotoren)
sind vorn auf die Antriebswellen und hinten auf die
Radnaben aufgepreßt.
Raddrehzahlsensor vorn
Ansicht des von der HCU demontierten ABS-Steuergeräts
J
K
AV2A52028
9
F
G
H
A
B
C
D
25
E
Raddrehzahlsensor hinten
17
10
1
AV2A52021
A:
B:
C:
D:
E:
F:
G:
H:
J:
K:
Einlaßventil VR
Einlaßventil HL
Einlaßventil HR
Einlaßventil VL
Auslaßventil VR
Auslaßventil HL
Auslaßventil HR
Auslaßventil VL
Steckanschluß Pumpenmotor Masse
Steckanschluß Pumpenmotor M+
Eigendiagnose
Das ABS-Steuergerät prüft alle Systemkomponenten
auf Fehlfunktionen. Wenn eine Fehlfunktion entdeckt
wird, setzt die ECU einen Fehlercode und schaltet die
ABS/EBD-Leuchte ein. Die Funktionen ABS und EBD
sind in diesem Modus deaktiviert, so daß ein konventionelles Bremssystem zur Verfügung steht.
Beim Einschalten der Zündung findet eine Vorabprüfung
der elektrischen Komponenten des ABS-Systems statt.
Während dieser Prüfung leuchten die ABS- und EBDWarnleuchten auf. Wenn keine Fehler festgestellt
wurden, erlöschen beide Warnleuchten nach der
Funktionskontrolle.
Steuerung der Magnetventile
AV2A52029
Signalerzeugung und Verarbeitung
Die vom Raddrehzahlsensor erzeugten Signale werden
von der ECU zur Überwachung der Raddrehzahl verwendet. Die Zähne des Rotors durchqueren das
Magnetfeld des Sensors und erzeugen dabei eine sich
ändernde Induktionsspannung. Die Signalfrequenz
ändert sich proportional zur Drehzahl. Das ECU verarbeitet diese Signale und stellt Veränderungen der
Raddrehgeschwindigkeit fest. Wenn die Verzögerung
eines oder mehrerer Räder einen festgelegten Wert
überschreitet, setzt der ABS-Betrieb ein.
Raddrehzahlsensor und Signalgeber (Rotor)
vorn: 0,127 – 1,44
hinten: 0,1 – 1,225
Das Magnetventil wird aktiviert, indem Spannung vom
Ventilrelais und Masse über einen integrierten Schaltkreis zugeführt wird.
Luftspalt
CN7A52002
52-2-06 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10
ABS-Warnleuchte
1)
2)
3)
4)
5)
Leuchtet nach dem Einschalten der Zündung für ca. 3 Sekunden auf und erlischt danach.
Erlischt bei Beginn des ABS-Einsatzes.
Leuchtet bei Fehlfunktion des ABS-Systems auf.
Leuchtet während der Eigendiagnose auf.
Bei wegen Fehlfunktion eingeschalteter Warnleuchte steht keine ABS-Unterstützung, sondern nur eine
konventionelle Bremsanlage zur Verfügung.
6) Leuchtet auf, wenn der Stecker des ABS-Steuergeräts abgeklemmt ist.
4
3
80
5
P
R
PWR HOLD
6
2
7
1
C
H
8
0
N
D
2
L
40
80
20
20
140
100
0
120
0
160
180
E
200
MPH
1000rpm
km/h
ABS
ABS-Warnleuchte
120
60
60
40
100
CHECK
EBD-Warnleuchte
IMMO
AV2A52057
Steckerbelegung ABS-Steuergerät
Steckerklemme
Spezifikation
Nr.
Markierung
Klemmenbezeichnung
4
Zündung +
Spannungsversorgung über den
Zündschalter
Bereich Betriebsspannung: 9,5 ± 0,5 V bis 16,5 ± 0,5 V
Max. Stromstärke: I < 300 mA
8
24
Masse 1
Masse 2
Masseklemme
Fahrzeugmasse
18
Bremse
Schalter Bremsenwarnleuchte
Klemme Eingang
Batteriespannung 10 – 16 V
1
19
5
23
VL+
VR+
HL+
HR+
Radsensor Klemme Eingang
Widerstand: 1,1 kΩ ± 50%
2
20
6
2
VLVRHLHR-
Ausgang
16
ABS-Warnleuchte
Klemme Ausgang an
ABS-Warnleuchte
Max. Stromstärke: I < 200 mA
Batteriespannung 10 – 16 V
11
EBD-Warnleuchte
Klemme Ausgang an
EBD-Warnleuchte
Max. Stromstärke: I < 200 mA
Batteriespannung 10 – 16 V
7
Diagnose
Klemme Diagnoseschnittstelle
10
3
12
14
Ausgang VL
Ausgang VR
Ausgang HL
Ausgang HR
Ausgang Radgeschwindigkeit
Max. Stromstärke: I < 10 mA
9
B+ 1
Batteriespannung Klemme 1
(Versorgung Magnetventile)
Max. Stromstärke (interne Steuerung): I < 30 A
Max. Stromstärke (externe Steuerung): I < 20 mA
25
B+ 2
Batteriespannung Klemme 2
(Versorgung Pumpenmotor)
Max. Stromstärke: I < 30 A
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10 52-2-07
Hydrauliksteuergerät (HCU)
Einbauort
Das Hydrauliksteuergerät befindet sich in Fahrtrichtung
rechts unterhalb des Hauptbremszylinders (siehe auch
die Grafik auf Seite 52-2-04).
Funktionsbeschreibung
Die HCU verteilt den Bremsdruck entsprechend dem
Bremskraftbedarf über die angeschlossenen Bremsleitungen an die Bremskolben der Bremssättel bzw.
Radbremszylinder. Die HCU verfügt über 6 verschiedene Betriebsmodi, auch ABS-Regelschritte genannt.
Diese sind wie folgt:
Modus 0: Kein ABS-Betrieb
Modus 1: Druck abbauen
Modus 2: Druck halten
Modus 3: Druck aufbauen
Modus 4: Druck abbauen
Modus 5: Druck abbauen
Regelprinzip
Modus 0 – Modus 1:
Wenn das ABS-Steuergerät eine Radblockierung
feststellt, ändert es den Regelmodus von Modus 0
nach Modus 1.
Modus 1 – Modus 2:
Wenn der Flüssigkeitsdruck an den Radbremsen
aufgebaut wurde, wechselt das ABS-Steuergerät
von Modus 1 nach Modus 2.
Modus 2 – Modus 3:
Wenn keine Blockierneigung mehr feststellbar ist,
wechselt das ABS-Steuergerät von Modus 2 nach
Modus 3.
Modus 2 – Modus 4:
Wenn der Flüssigkeitsdruck an den Radbremsen
im Bereich „Verzögerung“ abfällt, wechselt das
ABS-Steuergerät von Modus 2 nach Modus 4.
Modus 2 – Modus 5:
Wenn der Flüssigkeitsdruck an den Radbremsen
im Bereich „Beschleunigung“ abfällt, wechselt das
ABS-Steuergerät von Modus 2 nach Modus 5.
52-2-08 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10
ABS-Betriebsmodi
Modus 0: ABS nicht in Betrieb
NO: NORMAL GEÖFFNET (Einlaß)
NC: NORMAL GESCHLOSSEN (Auslaß)
BREMSKREIS 1
BREMSKREIS 2
NO
HOCHDRUCKSPEICHER
NC
PUMPE
NIEDERDRUCKSPEICHER
AV2A52123
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
Bremspedal
Bremskraftverstärker
Bremsflüssigkeitsbehälter
Hauptbremszylinder
Hochdruckspeicher
Niederdruckspeicher
Pumpenmotor
(8)
(9)
(10)
(11)
(12)
(13)
Einlaßventil (normal geöffnet)
Auslaßventil (normal geschlossen)
Bremssattel VR
Bremssattel HL
Bremssattel HR
Bremssattel VL
Ventil-Betriebsbedingungen
Magnetventil
Elektrischer Status
Einlaß
AUS
geöffnet
Auslaß
AUS
geschlossen
Kanal
Ventilmodus
Hauptbremszylinder
Radbremse
Radbremse
Bremsflüssigkeitsbehälter
Üblicherweise werden die Magnetventile (Einlaß & Auslaß) elektrisch vom ABS-Steuergerät abgeschaltet.
Bei dem vorliegenden ABS-System wird durch Federkraft das Einlaßventil geöffnet und das Auslaßventil geschlossen. Bei getretenem Bremspedal gelangt der Flüssigkeitsdruck vom Hauptbremszylinder durch das Auslaßventil zu den Radbremsen (Bremse aktiviert). Wenn das Bremspedal losgelassen wird, gelangt der Flüssigkeitsdruck durch Einlaßventil und Druckventil zurück zum Hauptbremszylinder (Bremse gelöst).
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10 52-2-09
Bremsung mit ABS
Modus 1: Druck abbauen
NO: NORMAL GEÖFFNET (Einlaß)
NC: NORMAL GESCHLOSSEN (Auslaß)
BREMSKREIS 1
BREMSKREIS 2
NO
HOCHDRUCKSPEICHER
NC
PUMPE
NIEDERDRUCKSPEICHER
AV2A52124
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
Bremspedal
Bremskraftverstärker
Bremsflüssigkeitsbehälter
Hauptbremszylinder
Hochdruckspeicher
Niederdruckspeicher
Pumpenmotor
(8)
(9)
(10)
(11)
(12)
(13)
Einlaßventil (normal geöffnet)
Auslaßventil (normal geschlossen)
Bremssattel VR
Bremssattel HL
Bremssattel HR
Bremssattel VL
Ventil-Betriebsbedingungen
Magnetventil
Elektrischer Status
Ventilmodus
Kanal
Einlaß
EIN
geschlossen
Hauptbremszylinder
Auslaß
EIN
geöffnet
Radbremse
Radbremse
Bremsflüssigkeitsbehälter
Wenn bei plötzlicher Bremsung die Räder kurz vor dem Blockieren stehen, gibt das ABS-Steuergerät das Signal zur
Druckminderung und die Magnetventile werden elektrisch eingeschaltet.
Das Einlaßventil wird geschlossen und sperrt somit den Kanal vom Hauptbremszylinder. Das Auslaßventil wird geöffnet und gibt somit den Kanal von der Radbremse zum Bremsflüssigkeitsbehälter frei. Der Flüssigkeitsdruck wird
von der Radbremse durch das Auslaßventil zum Flüssigkeitsbehälter abgeleitet und der Bremsdruck verringert sich.
52-2-10 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10
Bremsung mit ABS
Modus 2: Druck halten
NO: NORMAL GEÖFFNET (Einlaß)
NC: NORMAL GESCHLOSSEN (Auslaß)
BREMSKREIS 1
BREMSKREIS 2
NO
HOCHDRUCKSPEICHER
NC
PUMPE
NIEDERDRUCKSPEICHER
AV2A52125
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
Bremspedal
Bremskraftverstärker
Bremsflüssigkeitsbehälter
Hauptbremszylinder
Hochdruckspeicher
Niederdruckspeicher
Pumpenmotor
(8)
(9)
(10)
(11)
(12)
(13)
Einlaßventil (normal geöffnet)
Auslaßventil (normal geschlossen)
Bremssattel VR
Bremssattel HL
Bremssattel HR
Bremssattel VL
Ventil-Betriebsbedingungen
Magnetventil
Elektrischer Status
Ventilmodus
Kanal
Einlaß
EIN
geschlossen
Hauptbremszylinder
Auslaß
AUS
geschlossen
Radbremse
Radbremse
Bremsflüssigkeitsbehälter
Wenn der Flüssigkeitsdruck an der Radbremse auf einen festgelegten Wert reduziert wurde, gibt das ABS-Steuergerät das Signal zur Erhaltung dieses Druckwerts. Das Einlaßventil ist dann eingeschaltet und das Auslaßventil
ausgeschaltet.
Der Flüssigkeitsdruck wird gehalten, da sowohl Einlaß- als auch Auslaßventil geschlossen sind und die Kanäle absperren.
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10 52-2-11
Bremsung mit ABS
Modus 3: Druck aufbauen
NO: NORMAL GEÖFFNET (Einlaß)
NC: NORMAL GESCHLOSSEN (Auslaß)
BREMSKREIS 1
BREMSKREIS 2
NO
HOCHDRUCKSPEICHER
NC
PUMPE
NIEDERDRUCKSPEICHER
AV2A52126
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
Bremspedal
Bremskraftverstärker
Bremsflüssigkeitsbehälter
Hauptbremszylinder
Hochdruckspeicher
Niederdruckspeicher
Pumpenmotor
(8)
(9)
(10)
(11)
(12)
(13)
Einlaßventil (normal geöffnet)
Auslaßventil (normal geschlossen)
Bremssattel VR
Bremssattel HL
Bremssattel HR
Bremssattel VL
Ventil-Betriebsbedingungen
Magnetventil
Elektrischer Status
Ventilmodus
Einlaß
AUS
geöffnet
Auslaß
AUS
geschlossen
Kanal
Hauptbremszylinder
Radbremse
Radbremse
Bremsflüssigkeitsbehälter
Wenn das ABS-Steuergerät keine Blockierneigung feststellt, wird die an den Magnetventilen anliegende Spannung
unterbrochen. Die Magnetventile sind somit abgeschaltet und der Flüssigkeitsdruck gelangt von der Hydraulikpumpe durch das Einlaßventil an die Radbremse.
Notlauffunktion
Wenn in der Elektrik oder in der Hydraulik des ABS-Systems eine Fehlfunktion festgestellt wird, unterbricht die Notlaufschaltung die Stromzufuhr zum Magnetventil-Relais. Das ABS-Steuergerät sendet keine weiteren Steuersignale
an die Magnetventile und aktiviert die ABS-Warnleuchte, um den Fahrer zu informieren. In diesem Fall steht dem
Fahrer eine konventionelle Bremsanlage ohne ABS-Eingriff zur Verfügung.
52-2-12 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10
EBD (elektronische Bremskraftverteilung)
Notwendigkeit
1. Im Falle einer starken Bremsung besteht Schleudergefahr durch Überbremsung der entlasteten Hinterachse.
Aus diesem Grund hat man bisher Bremskraftregelventile (auch lastabhängig) integriert, um den Bremsdruck an
den Hinterradbremsen im Vergleich zum Bremsdruck der Voderradbremsen zu reduzieren.
2. Im Zusammenhang mit dem ABS-System MGH 10 regelt die EBD den Bremsdruck der Räder einzeln, so daß
die Hinterräder keinesfalls stärker bremsen als die Vorderräder und auch nicht blockieren.
Auswirkung
1. Im Verhältnis zu vergleichbaren Fahrzeugen mit mechanischem Bremskraftregelventil verkürzt sich der Bremsweg mit EBD-Regelung aufgrund effektiverer Hinterradbremsen.
2. Verbesserte Lenk- und Fahrstabilität durch unabhängige Einzelregelung der Radbremsen.
3. Die erforderliche Pedalkraft beim Bremsen ist geringer.
4. Durch effektivere Bremswirkung der Hinterräder wird die Belastung der Vorderradbremsen (Abrieb, thermische
Belastung) verringert.
5. Ein festeingestelltes Bremskraftregelventil muß nicht mehr verbaut werden.
Die nachfolgende Grafik veranschaulicht den Unterschied zwischen herkömmlicher Bremskraftverteilung durch ein
festeingestelltes Bremskraftregelventil (links) und der in das ABS-System MGH 10 integrierten EBD-Regelung.
Bremsdruck hinten
Bremsdruck hinten
Bremskraftverteilung
vorn & hinten
Ideale Verteilung
Start EBD-Regelung
Start Ventilregelung
Fahrzeug mit Bremskraftregelventil
Bremsdruck
vorn
Fahrzeug mit EBD-System
Bremsdruck
vorn
AG2052019
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10 52-2-13
EBD-Funktion
Hauptbremszylinder
Niederdruckspeicher
NO: NORMAL GEÖFFNET (Einlaß)
NC: NORMAL GESCHLOSSEN (Auslaß)
Hochdruckspeicher
NO
NC
NO
P*
NC
P*
Druck
halten
Bremse t
vorn
Magnetventil
VL
HR
Druck
abbauen
Bremse t
hinten
*P = Bremsflüssigkeitsdruck
Einlaß vorn & hinten
nicht aktiviert
Auslaß vorn
nicht aktiviert
Auslaß hinten
aktiviert
Hydraulikpumpe
nicht aktiviert
AV2A52128
1. Wenn das Hinterrad eher als das Vorderrad Blockierneigung zeigt, legt das ABS-Steuergerät Spannung an das
radseitig normal geschlossene Ventil und öffnet es. Der Flüssigkeitsdruck an dem blockiergefährdeten Rad wird
gesenkt und die Blockierneigung somit verhindert.
2. Wenn der Druck abgebaut ist und das Rad wieder ohne Blockierneigung dreht, schaltet das ABS-Steuergerät
das Magnetventil ab, so daß der vom Hauptbremszylinder aufgebaute Druck wieder an die Radbremse gelangt.
3. Die Hydraulikpumpe ist zu diesem Zeitpunkt nicht in Betrieb.
52-2-14 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10
EBD-Warnleuchte
1)
2)
3)
4)
5)
Leuchtet nach dem Einschalten der Zündung für ca. 3 Sekunden auf und erlischt danach.
Erlischt bei Beginn des EBD-Einsatzes.
Leuchtet bei angezogener Handbremse auf (Mehrfachfunktion).
Leuchtet bei geringem Bremsflüssigkeitsvorrat auf (Mehrfachfunktion).
Leuchtet bei Fehlfunktion des EBD-Systems auf.
• Magnetventil fehlerhaft
• Mehr als 1 Radsensor fehlerhaft
• ABS-Steuergerät (ECU) gestört
• Batteriespannung zu hoch
3
4
80
5
P
R
PWR HOLD
6
2
7
1
C
H
8
0
N
D
2
L
20
120
60
60
40
100
40
80
20
140
100
0
120
0
160
180
E
200
MPH
1000rpm
km/h
ABS
IMMO
CHECK
ABS-Warnleuchte
EBD-Warnleuchte
AV2A52057
Sicherheit
1. Die EBD-Regelung wird trotz der folgenden Fehlfunktionen im ABS-System fortgesetzt:
a) Bei Ausfall 1 Raddrehzahlsensors.
b) Bei Ausfall des Hydraulikpumpenmotors.
c) Bei zu geringer Batteriespannung.
2. Bei Fahrzeugen mit Bremskraftregelventil bestand im Fall einer Ventil-Fehlfunktion keine Möglichkeit, den
Fahrer entsprechend zu warnen. Bei Fahrzeugen mit EBD-Systems wird eine Warnleuchte (auch Handbremskontrolle) eingeschaltet, um den Fahrer zu warnen.
EBD-Fehlermeldungen
Fehlfunktion
System
Warnleuchte
ABS
EBD
ABS
EBD
in Betrieb
in Betrieb
AUS
AUS
1 Radsensor fehlerhaft
Ausfall
in Betrieb
EIN
AUS
Hydraulikpumpe fehlerhaft
Ausfall
in Betrieb
EIN
AUS
Batteriespannung gering
Ausfall
in Betrieb
EIN
AUS
Ausfall
Ausfall
EIN
EIN
Systeme fehlerfrei
Mehrere Radsensoren fehlerhaft
Magnetventil fehlerhaft
ABS-Steuergerät fehlerhaft
Hinweis
Die EBD-Warnfunktion wird über die Handbremskontrolleuchte ausgegeben.
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10 52-2-15
Fehlersuche
Anleitung für die Prüf- und Instandsetzungsverfahren
Prüfung beginnen
Kundenbeanstandung genau anhören
Grundprüfung beginnen
Selbstdiagnose durchführen
- Fehlerspeicher über das Diagnosegerät auslesen
Instandsetzen / ersetzen
-Fehlercode löschen
Endkontrolle
Abschluß der Diagnose
AV2A52129
52-2-16 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10
Fehlercodes auslesen
Fehlercodes löschen
1. Bei ausgeschalteter Zündung das Diagnosegerät
an den Diagnosestecker im Motorraum anschließen.
Der Diagnosestecker befindet sich rechts am Hauptsicherungskasten im Motorraum.
Das ABS-Steuergerät verfügt über eine automatische
Löschroutine für die Fehlercodes.
1. Nach der Instandsetzung auf ordnungsgemäße
Funktion prüfen.
2. Im Hi Scan Pro-Menü „Fehlercodes löschen“
Auswahl Punkt Nr. 4 mit „ENTER“ bestätigen
(Bedienungshinweise des Diagnosegeräts
beachten).
0K2CA 089 HSP
2. Zündung einschalten, korrekten Fahrzeugtyp
wählen und dem Menü des Diagnosegeräts folgen
(Bedienungshinweise des Diagnosegeräts beachten).
3. Nach dem Initialisieren den Prüfpunkt wählen.
4. „Fehlercode Auslesen“ (Nr. 1) drücken, um alle
gespeicherten Fehlercodes auszulesen.
Hinweis
Ein Fehlercode wird so lange ausgegeben, bis er
über das Diagnosegerät gelöscht wurde.
5. Anhand der Fehlercodeliste das fehlerhafte Teil
identifizieren und entsprechend der Instandsetzungsverfahren instandsetzen.
6. Nach der Instandsetzung alle gespeicherten
Fehlercodes über das Diagnosegerät löschen
(Bedienungshinweise des Diagnosegeräts
beachten).
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10 52-2-17
9
STP
10A
BREMSLEUCHTE
ABS
GERÄTESTECKER
30A
30A
25
BAT1
PUMPE+
M+
PUMPENMOTOR
EBD
BAT2
18
10A
BATTERIE
BREMSLICHTSCHALTER
ZÜNDSCHALTER KLEMME 1
Schaltplan
IGN+
4
ABS-WARNLEUCHTE
PUMPE16
PBS
M
M-
EBD-WARNLEUCHTE
11
C
21
DIAGNOSE
MUT
7
12
Ausgang Radsensor VL
Ausgang Radsensor VR
Ausgang Radsensor HL
Ausgang Radsensor HR
VL+
3
10
14
ABSSTEUERGERÄT
(MGH 10)
1
RADSENSOR VL
VLVR+
2
19
RADSENSOR VR
VRHL+
20
5
RADSENSOR HL
HLHR+
RADSENSOR HR
9
25
8
24
6
23
16
7
HR-
23
15
22
6
22
14
17
5
21
13
4
13
20
12
3
15
2
19
11
18
10
1
MASSE
17
8
MOTORMASSE
24
GERÄTESTECKER
AV2A52127
52-2-18 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10
Grundsätzliche Prüfungen
Sichtprüfung
Schritt
1
Prüfung
Maßnahme
Funktion der Feststellbremse prüfen.
Hebelweg: 8 – 12 Zähne
Ja
Nein
2
Prüfen, ob der Bremsflüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter zwischen „Max“ und „Min“ liegt.
Ja
Nein
MAX
MIN
Mit nächstem Schritt fortfahren.
- Hebel/Handbremsseil instandsetzen oder
ersetzen
- Feststellbremsschalter prüfen
- Funktion prüfen
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Bremsflüssigkeit nachfüllen.
OK
1V2B07003
3
Alle Hydraulikleitungen auf Dichtigkeit prüfen.
Ja
Bauteil ersetzen.
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
BSX052000-2
4
5
ABS-Sicherung prüfen
- Unterbrechung oder Kurzschluß
- Ordnungsgemäßer Kontakt
Prüfen, ob folgende Bauteile ordnungsgemäß
eingebaut und angeklemmt sind.
- Radsensor
- Hydraulik-Regeleinheit (incl. ECU)
- Ausgleichsbehälter der Bremsflüssigkeit
- Bremslichtschalter
- ABS-Warnmodul
- EBD-Warnmodul (Handbremsschalter)
Nein
Ja
Nein
Ersetzen.
Funktion prüfen.
- Erneut anschließen
- Instandsetzen oder ersetzen
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10 52-2-19
Funktionsprüfung
Schritt
1
Prüfung
Maßnahme
Prüfen, ob die ABS-Warnleuchte für 2-3 Sekunden
aufleuchtet, wenn die Zündung eingeschaltet wird.
Ja
Nein
4
3
P
R
6
2
7
1
C
H
8
0
100
80
5
PWR HOLD
40
80
20
20
D
2
L
Mit entsprechender Prüfroutine fortfahren.
120
60
60
40
N
Mit nächstem Schritt fortfahren.
140
100
0
120
0
160
180
200
MPH
1000rpm
km/h
ABS
CHECK
ABS-Warnleuchte
AV2A52057
2
- Sicherstellen, daß die Bremsenwarnleuchte (EBDWarnleuchte) beim Lösen der Handbremse erlischt.
- Bei gelöster Handbremse sicherstellen, daß die
Bremsenwarnleuchte beim Einschalten der Zündung
für 2-3 Sekunden aufleuchtet.
3
4
80
5
P
R
PWR HOLD
6
2
7
1
C
H
8
0
N
D
2
L
20
100
40
80
20
120
0
1000rpm
ABS
140
100
0
Nein
120
60
60
40
Ja
160
180
Mit nächstem Schritt fortfahren.
- Bremsflüssigkeitsstand prüfen
- Bremsleitungen, -schläuche, Radbremszylinder, Dichtungen und Hauptbremszylinder
auf Dichtigkeit prüfen.
- Bei einer Fehlfunktion im ABS-System können
ABS- und EBD-Warnleuchte gleichzeitig aufleuchten.
E
200
MPH
km/h
IMMO
CHECK
Bremsenwarnleuchte
(EBD-Warnleuchte)
AV2A52058
3
Fehlercodes mit dem Diagnosegerät auslesen.
Ja
Nein
4
Probefahrt durchführen und Fehlercode(s) erneut
auslesen (siehe Schritt 3).
Ja
Nein
Mit entsprechender Prüfroutine fortfahren.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Mit entsprechender Prüfroutine fortfahren.
- Stecker und Anschlüsse prüfen
- System OK
Hinweis
Wenn die Bremswarnleuchte und die ABS-Warnleuchte gleichzeitig aufleuchten, ABS-Fehlercodes
auslesen und anschließend mit der Einzelprüfung fortfahren (EBD-Fehlfunktion).
52-2-20 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10
Fehlercodeliste
Fehlercode
Fehlerart
Fehlerursache
Detailprüfung
C1101
Betriebsspannung zu hoch
> 18 V
-
C1102
Betriebsspannung zu gering
< 9,5 V
-
C1200
Radsensor VL
Unterbrechung oder Kurzschluß an Masse
A
C1201
Bereich / Leistung
Heftiger Geschwindigkeitsanstieg oder Rotor fehlerhaft
A
C1202
Kein Signal
Luftspalt oder Gebersignal falsch
A
C1203
Radsensor VR
Unterbrechung oder Kurzschluß an Masse
B
C1204
Bereich / Leistung
Heftiger Geschwindigkeitsanstieg oder Rotor fehlerhaft
B
C1205
Kein Signal
Luftspalt oder Gebersignal falsch
B
C1206
Radsensor HL
Unterbrechung oder Kurzschluß an Masse
C
C1207
Bereich / Leistung
Heftiger Geschwindigkeitsanstieg oder Rotor fehlerhaft
C
C1208
Kein Signal
Luftspalt oder Gebersignal falsch
C
C1209
Radsensor HR
Unterbrechung oder Kurzschluß an Masse
D
C1210
Bereich / Leistung
Heftiger Geschwindigkeitsanstieg oder Rotor fehlerhaft
D
C1211
Kein Signal
Luftspalt oder Gebersignal falsch
D
C1604
ABS-Steuergerät
Interne Fehlfunktion oder Magnetventil fehlerhaft
H
C2112
Ventilrelais
Ventilrelais oder Sicherung fehlerhaft
G
C2402
Hydraulikpumpenmotor
Stromkreisunterbrechung, Kurzschluß an Masse,
Motorrelais fehlerhaft oder Motor sitzt fest.
G
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10 52-2-21
Detailprüfung A
Ausgefallenes Teil
Prüfschritt
Raddrehzahlsensor (VL)
Prüfung
Ergebnis
Maßnahme
Zuerst „Grundsätzliche Prüfungen“ durchführen
1
2
- Fahrzeug anheben und sicher aufbocken.
- ABS-Rotor VL auf beschädigte oder
fehlende Zähne prüfen.
- ABS-Rotor VL zur Prüfung aller Zähne
drehen.
Auf lose Sensorbefestigung prüfen.
Ja
Nein
Ja
Nein
3
Luftspalt zwischen Raddrehzahlsensor und
Rotor prüfen: 0,127 – 1,44 mm.
Ja
Nein
4
5
6
7
Folgende Punkte prüfen:
- Schaltungen, die Geräuschentwicklung
verursachen können
(Motor oder Zündsystem).
- Raddrehzahlsensor-Kabelstrang
(Falsche Verkabelung).
- Luftspalt zwischen Sensor und Rotor
verschmutzt.
Raddrehzahlsensor-Stecker auf korrekten
Anschluß, Korrosion und Deformation
prüfen.
Raddrehzahlsensor-Stecker bei ausgeschalteter Zündung abklemmen.
- Widerstand zwischen den Klemmen Nr. 1
und 2 auf korrekten Wert prüfen.
Spezifikation: 2,53 – 2,93 KΩ.
Mit Ohmmeter auf Durchgang zwischen
Klemme Nr. 2 und Masse prüfen.
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
8
9
- Nach dem Wiederanschluß des Raddrehzahlsensor-Steckers, ABS-Steuergerätstecker abklemmen.
- Widerstand zwischen den Klemmen Nr. 1
und 2 prüfen.
Spezifikation: 2,53 – 2,93 KΩ.
Mit Ohmmeter zwischen den Klemmen Nr. 8
und 1 am ABS-Steuergerät auf Durchgang
prüfen.
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
ABS-Rotor VL ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Sensor gemäß Spezifikation festziehen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Raddrehzahlsensor oder Rotor ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Raddrehzahlsensor und Rotor instandsetzen,
ggf. ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Raddrehzahlsensor-Stecker instandsetzen,
ggf. ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Raddrehzahlsensor ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Raddrehzahlsensor ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nein
1,3 KΩ oder größer:
instandsetzen oder ersetzen.
Unter 1 KΩ:
Kurzschluß im Kabelstrang beheben oder Kabelstrang ersetzen.
Ja
Kurzschluß im Kabelstrang beheben oder Kabelstrang ersetzen.
Nein
- ABS-Steuergerätstecker auf korrekten Anschluß
prüfen.
- Wenn kein Fehler vorhanden, ABS-Steuergerät
ersetzen.
52-2-22 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10
Detailprüfung B
Ausgefallenes Teil
Prüfschritt
Raddrehzahlsensor (VR)
Prüfung
Ergebnis
Maßnahme
Zuerst „Grundsätzliche Prüfungen“ durchführen
1
2
- Fahrzeug anheben und aufbocken.
- ABS-Rotor VR auf beschädigte oder
fehlende Zähne prüfen.
- ABS-Rotor VR zur Prüfung aller Zähne
drehen.
Auf lose Sensorbefestigung prüfen.
Ja
Nein
Ja
Nein
3
Luftspalt zwischen Raddrehzahlsensor und
Rotor prüfen: 0,127 – 1,44 mm.
Ja
Nein
4
5
6
7
Folgende Punkte prüfen:
- Schaltungen, die Geräuschentwicklung
verursachen können (Motor oder Zündsystem).
- Raddrehzahlsensor-Kabelstrang
(Falsche Verkabelung).
- Luftspalt zwischen Sensor und Rotor
verschmutzt.
Raddrehzahlsensor-Stecker auf korrekten
Anschluß, Korrosion und Deformation
prüfen.
Raddrehzahlsensor-Stecker bei ausgeschalteter Zündung abklemmen.
- Widerstand zwischen den Klemmen Nr. 19
und 20 auf korrekten Wert prüfen.
Spezifikation: 2,53 – 2,93 KΩ.
Mit Ohmmeter auf Durchgang zwischen
Klemme Nr. 20 und Masse prüfen.
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
8
9
- Nach dem Wiederanschluß des Raddrehzahlsensor-Steckers, ABS-Steuergerätstecker abklemmen.
- Widerstand zwischen den Klemmen Nr. 19
und 20 des ABS-Steuergeräts prüfen.
Spezifikation: 2,53 – 2,93 KΩ.
Mit Ohmmeter zwischen den Klemmen Nr. 19
und 8 am ABS-Steuergerät auf Durchgang
prüfen.
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
ABS-Rotor VR ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Sensor gemäß Spezifikation festziehen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Raddrehzahlsensor oder Rotor ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Raddrehzahlsensor und Rotor instandsetzen,
ggf. ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Raddrehzahlsensor-Stecker instandsetzen, ggf.
ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Raddrehzahlsensor ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Raddrehzahlsensor ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nein
1,3 KΩ oder mehr:
Unterbrochenes Kabel instandsetzen oder
ersetzen.
Unter 1 KΩ:
Kurzschluß im Kabelstrang beheben oder Kabelstrang ersetzen.
Ja
Kurzschluß im Kabelstrang beheben oder Kabelstrang ersetzen.
Nein
- ABS-Steuergerätstecker auf korrekten
Anschluß prüfen.
- Wenn kein Fehler vorhanden, ABS-Steuergerät
ersetzen.
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10 52-2-23
Detailprüfung C
Ausgefallenes Teil
Prüfschritt
Raddrehzahlsensor (HR)
Prüfung
Ergebnis
Maßnahme
Zuerst „Grundsätzliche Prüfungen“ durchführen
1
2
- Fahrzeug anheben und aufbocken.
- ABS-Rotor HR auf beschädigte oder
fehlende Zähne prüfen.
- ABS-Rotor HR zur Prüfung aller Zähne
drehen.
Auf lose Sensorbefestigung prüfen.
Ja
Nein
Ja
Nein
3
Luftspalt zwischen Raddrehzahlsensor und
Rotor prüfen: 0,1 – 1,225 mm.
Ja
Nein
4
5
6
7
Folgende Punkte prüfen:
- Schaltungen, die Geräuschentwicklung
verursachen können
(Motor oder Zündsystem).
- Raddrehzahlsensor-Kabelstrang
(Falsche Verkabelung).
- Luftspalt zwischen Sensor und Rotor
verschmutzt.
Raddrehzahlsensor-Stecker auf korrekten
Anschluß, Korrosion und Deformation
prüfen.
Raddrehzahlsensor-Stecker bei ausgeschalteter Zündung abklemmen.
- Widerstand zwischen den Klemmen Nr. 23
und 22 auf korrekten Wert prüfen.
Spezifikation: 1,23 – 1,433 KΩ.
Mit Ohmmeter auf Durchgang zwischen
Klemme Nr. 22 und Masse prüfen.
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
8
9
- Nach dem Wiederanschluß des Raddrehzahlsensor-Steckers, ABS-Steuergerätstecker abklemmen.
- Widerstand zwischen den Klemmen Nr. 23
und 22 des ABS-Steuergeräts prüfen.
Spezifikation: 1,23 – 1,43 KΩ.
Mit Ohmmeter zwischen den Klemmen Nr. 8
und 23 am ABS-Steuergerät auf Durchgang
prüfen.
Ja
Mit nächstem Schritt fortfahren.
ABS-Rotor HR ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Sensor festziehen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Raddrehzahlsensor oder Rotor ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Raddrehzahlsensor und Rotor instandsetzen,
ggf. ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Raddrehzahlsensor-Stecker instandsetzen,
ggf. ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Raddrehzahlsensor ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Raddrehzahlsensor ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nein
1,3 KΩ oder mehr:
Unterbrochenes Kabel instandsetzen oder
ersetzen.
Unter 1 KΩ:
Kurzschluß im Kabelstrang beheben oder Kabelstrang ersetzen.
Ja
Kurzschluß im Kabelstrang beheben oder Kabelstrang ersetzen.
Nein
- ABS-Steuergerätstecker auf korrekten
Anschluß prüfen.
- Wenn kein Fehler vorhanden, ABS-Steuergerät
ersetzen.
52-2-24 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10
Detailprüfung D
Ausgefallenes Teil
Prüfschritt
Raddrehzahlsensor (HL)
Prüfung
Ergebnis
Maßnahme
Zuerst „Grundsätzliche Prüfungen“ durchführen
1
2
- Fahrzeug anheben und aufbocken.
- ABS-Rotor HL auf beschädigte oder
fehlende Zähne prüfen.
- ABS-Rotor HL zur Prüfung aller Zähne
drehen.
Auf lose Sensorbefestigung prüfen.
Ja
Nein
Ja
Nein
3
Luftspalt zwischen Raddrehzahlsensor und
Rotor prüfen: 0,1 – 1,225 mm.
Ja
Nein
4
5
6
7
Folgende Punkte prüfen:
- Schaltungen, die Geräuschentwicklung
verursachen können (Motor oder Zündsystem).
- Raddrehzahlsensor-Kabelstrang
(Falsche Verkabelung).
- Luftspalt zwischen Sensor und Rotor
verschmutzt.
Raddrehzahlsensor-Stecker auf korrekten
Anschluß, Korrosion und Deformation
prüfen.
Raddrehzahlsensor-Stecker bei ausgeschalteter Zündung abklemmen.
- Widerstand zwischen den Klemmen Nr. 5
und 6 auf korrekten Wert prüfen.
Spezifikation: 1,23 – 1,43 KΩ.
Mit Ohmmeter auf Durchgang zwischen
Klemme Nr. 6 und Masse prüfen.
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
8
9
- Nach dem Wiederanschluß des Raddrehzahlsensor-Steckers, ABS-Steuergerätstecker abklemmen.
- Widerstand zwischen den Klemmen Nr. 5
und 6 des ABS-Steuergeräts prüfen.
Spezifikation: 1,23 – 1,43 KΩ.
Mit Ohmmeter zwischen den Klemmen Nr. 8
und 5 am ABS-Steuergerät auf Durchgang
prüfen.
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
ABS-Rotor HL ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Sensor festziehen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Raddrehzahlsensor oder Rotor ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Raddrehzahlsensor und Rotor instandsetzen,
ggf. ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Raddrehzahlsensor-Stecker instandsetzen,
ggf. ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Raddrehzahlsensor ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Raddrehzahlsensor ersetzen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
1,3 KΩ oder mehr:
Unterbrechung im Kabel beheben oder Kabel
ersetzen.
Unter 1 KΩ:
Kurzschluß im Kabel beheben oder Kabel
ersetzen.
Ja
Kurzschluß im Kabelstrang beheben oder Kabelstrang ersetzen.
Nein
- ABS-Steuergerätstecker auf korrekten
Anschluß prüfen.
- Wenn kein Fehler vorhanden, ABS-Steuergerät
ersetzen.
ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10 52-2-25
Detailprüfung E
Ausgefallenes Teil
Prüfschritt
ABS-Warnleuchte leuchtet auf, aber keine Fehlercodeausgabe
Prüfung
Ergebnis
Maßnahme
Zuerst „Grundsätzliche Prüfungen“ durchführen
1
2
3
4
5
ABS-Sicherungen bei ausgeschalteter
Zündung auf ordnungsgemäßen Kontakt
prüfen.
ABS-Steuergerätstecker abklemmen und
Masseklemmen (Nr.8 und 24) und Masseanschluß des Diagnosesteckers prüfen.
Bei eingeschalteter Zündung zwischen den
Klemmen Nr. 8 und 16 des ABS-Steuergerätsteckers auf anliegende Batteriespannung prüfen.
Bei eingeschalteter Zündung zwischen den
Klemmen Nr. 8 und 4 des ABS-Steuergerätsteckers auf anliegende Batteriespannung prüfen.
Bei eingeschalteter Zündung prüfen, ob
zwischen den Steckerklemmen Nr. 8 und 7
des ABS-Steuergeräts 5V anliegen.
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Nach dem Ersetzen einer Sicherung Verkabelung auf Kurzschluß an Masse prüfen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Kabelstrang auf Unterbrechung prüfen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Kabelstrang der ABS-Warnleuchte auf Unterbrechung prüfen.
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Kabelstrang auf Unterbrechung prüfen.
Wenn Kabelsteckerverbindung OK, ABS-Steuergerät ersetzen.
Kabelstrang auf Unterbrechung prüfen.
Detailprüfung F
Ausgefallenes Teil
Prüfschritt
Hydrauliksystem
Prüfung
Ergebnis
Maßnahme
Zuerst „Grundsätzliche Prüfungen“ durchführen
1
2
Fahrzeug anheben und sicher aufbocken.
- Gangschalthebel in Neutralstellung
bringen.
- Feststellbremse lösen.
- Rad mit der Hand auf Freigängigkeit
prüfen.
Sicherstellen, daß sich das Rad bei betätigtem Bremspedal nicht dreht.
Ja
Nein
Ja
Nein
Mit nächstem Schritt fortfahren.
Radbremszylinder, Feststellbremse und dazugehörige Teile prüfen.
Mit der nächsten Prüfung fortfahren.
Bauteile der Bremsanlage prüfen.
52-2-26 ANTIBLOCKIERSYSTEM (ABS) MGH 10
Detailprüfung G
Ausgefallenes Teil
Prüfschritt
Hydrauliksteuergerät
Prüfung
Ergebnis
Maßnahme
Zuerst „Grundsätzliche Prüfungen“ durchführen
1
Folgende Punkte prüfen (Fehlercodes
auslesen):
- Stromkreis des Haltedruck-Magnetventils
unterbrochen oder Ausgang des Steuergeräts kurzgeschlossen.
- Stromkreis des Reduziermagnetventils
unterbrochen oder Ausgang des Steuergeräts kurzgeschlossen.
- Stromkreis des Haltedruck-Magnetventils
kurzgeschlossen oder Ausgang des
Steuergeräts unterbrochen.
- Stromkreis des Reduziermagnetventils
kurzgeschlossen oder Ausgang des
Steuergeräts unterbrochen.
Ja
Nein
Mit der nächsten Detailprüfung fortfahren.
ABS-Steuergerät (ECU) prüfen.
Detailprüfung H
Ausgefallenes Teil
Prüfschritt
ABS-Steuergerät
Prüfung
Ergebnis
Maßnahme
Zuerst „Grundsätzliche Prüfungen“ durchführen
1
Folgende Punkte prüfen (Fehlercodes
auslesen):
- Relais-Stromkreis unterbrochen.
- Relais-Stromkreis kurzgeschlossen.
- RAM-Schreib-/Lesefehler.
- Prüffunktion außer Betrieb.
- Haltedruckdauer zu lang.
- Druckreduzierdauer zu lang.
- Fehlfunktion Mikroprozessor.
- Zyklusüberschreitung.
Ja
Nein
Erneut Grundprüfungen durchführen.
ABS-Steuergerät (ECU) ersetzen.
RÄDER UND BEREIFUNG
Räder und Bereifung
Fehlersuchtabelle
Räder und Bereifung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53-01
Technische Daten
Räder und Bereifung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53-02
Funktionsbeschreibung
Räder und Bereifung
Räder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53-03
Reifen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53-03
Wartung am Fahrzeug
Räder und Bereifung
Hinweise zu Rädern und Bereifung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53-03
Hinweise zum Reifenwechsel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53-03
Prüfung / Einstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53-03
Ungleichmäßiger Reifenverschleiß . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53-05
Aus- und Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53-07
Reifentausch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53-07
Radwucht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53-07
53
RÄDER UND BEREIFUNG 53-01
Fehlersuchtabelle
Räder und Bereifung
Problem
Mögliche Ursache
Maßnahme
Reifenverschleiß zu hoch oder
Spur falsch eingestellt
Siehe Kapitel 54
ungleichmäßig
Fehlfunktion Bremsanlage
Siehe Kapitel 52
Vorzeitiger Reifenverschleiß
Reifendruck zu hoch
Korrigieren
Reifendruck zu niedrig
Korrigieren
Reifenquietschen
Falscher Reifendruck
Korrigieren
Reifen überaltert
Ersetzen
Geräusche und Vibrationen in der
Reifendruck zu niedrig
Korrigieren
Karosserie
Lenkradvibrationen
Einseitiges Ziehen beim Bremsen
Lenkrad instabil
Fahrverhalten instabil
Lenkwiderstand zu hoch
Rad/Räder nicht ausgewuchtet
Auswuchten
Räder oder Reifen verformt
Instandsetzen / ersetzen
Ungleichmäßiger Reifenverschleiß
Ersetzen
Reifenverschleiß
Ersetzen
Räder nicht ausgewuchtet oder beschädigt
Instandsetzen / ersetzen
Reifen beschädigt
Ersetzen
Reifendruck unterschiedlich
Korrigieren
Radmuttern lose
Festziehen
Reifendruck unterschiedlich
Korrigieren
Fehlfunktion Bremsanlage
Siehe Kapitel 52
Falscher Reifendruck
Korrigieren
Reifenverschleiß ungleichmäßig (links - rechts)
Ersetzen
Reifendruck unterschiedlich
Korrigieren
Unterschiedliche Reifentypen
Ersetzen
Radmuttern lose
Festziehen
Reifendruck unterschiedlich
Korrigieren
Rad/Räder nicht ausgewuchtet oder beschädigt
Instandsetzen / auswuchten
Radmuttern lose
Festziehen
Radmuttern lose
Festziehen
Falsche Radlagervorspannung (vorn)
Siehe Kapitel 50
53-02 RÄDER UND BEREIFUNG
Technische Daten
Räder und Bereifung
Standard
Position
Felgen
Größe
6JJ x 15
Einpreßtiefe
mm
50±1
Lochkreisdurchmesser
mm
114,3
Material
Reifen
Stahl
Größe
Luftdruck
Stahl/Leichtmetall
215/65R/15
bar
* Es folgen einige Hinweise zu Reifenbezeichnungen:
205 ................................................... Nennbreite des Reifens in Millimeter
65 ..................................................... Verhältnis Reifenhöhe/Reifenbreite
R ....................................................... Radialreifen
15 ..................................................... Felgendurchmesser in Zoll
2,4
RÄDER UND BEREIFUNG 53-03
Funktionsbeschreibung
Reifen
Räder und Bereifung
Räder
Die Original-Räder gewährleisten einen sicheren
Betrieb auch bei Erreichen der angegebenen Höchstzuladung.
Es werden grundsätzlich Stahl- oder LeichtmetallTiefbettfelgen verwendet.
Zwischen dem Felgenbett und den Felgenschultern
befinden sich “Humps” genannte Erhebungen, die für
zusätzliche Sicherheit sorgen.
Die Buchstaben und Zahlen auf den Seitenwänden der
Reifen geben den Reifentyp, die Größe, das Querschnittsverhältnis und die Geschwindigkeitsklasse an.
Siehe nachfolgende Tabelle.
Meist folgt auf die Angabe des Querschnittverhältnisses die Kennzeichnung der zulässigen Geschwindigkeit. Der Buchstabe “S” gibt an, daß mit dem Reifen
eine Geschwindigkeit von bis zu 180 km/h zulässig ist.
• “T” bis zu 190 km/h
• “H” bis zu 210 km/h
• “V” bis zu 240 km/h
(Wenden Sie sich hinsichtlich der jeweiligen Geschwindigkeitsklassen an Ihren Reifenhersteller.)
SCHULTER
METRISCHE REIFENGRÖSSEN
P 205 / 70 R 16
“HUMPS”
P
T
C
LT
REIFEN
REIFENTYP
- PKW
- NOTRAD
- NUTZFAHRZG.
- KLEIN-LKW
QUERSCHNITT
HÖHE
BREITE
65
70
75
80
(
FELGENBETT
AV2A53002
Beim ersten Aufpumpen der Reifen werden die Wülste
über diese Erhebungen gedrückt. Bei Druckverlust
halten die “Humps” den Reifen in Position, bis das
Fahrzeug sicher zum Stand gebracht wurde.
Radbolzen und -muttern sind auf die jeweiligen Anforderungen zugeschnitten und dürfen nur gegen gleichwertige Teile ausgetauscht werden.
Korrodierte Befestigungsbereiche vor dem Anbauen
von Rädern reinigen.
Achtung
Bei der Radmontage darauf achten, daß die
Anlageflächen zwischen Felge und Nabe nicht
korrodiert oder verschmutzt sind, da sonst die
Gefahr besteht, daß die Radmuttern sich lösen
können.
BREITE
(MILLIMETER)
195
205
215
ETC.
)
FELGENGRÖSSE
(ZOLL)
14
15
16
17
BAUART
R- RADIAL
B- GÜRTEL
D- DIAGONAL
BREITE
HÖHE
AV2A53001
53-04 RÄDER UND BEREIFUNG
Wartung am Fahrzeug
Räder und Bereifung
Hinweise zu Rädern und Bereifung
1. Keine nichtspezifizierten Räder und Reifen verwenden.
2. Aluminiumräder können leicht verkratzen. Nur mit
weichem Tuch reinigen, keine Drahtbürsten
verwenden. Beim Reinigen mit Hochdruckreinigern
kein heißes Wasser an die Felgen gelangen lassen.
3. Salzwasser (z.B. Meerwasser oder Streusalz)
ungehend abspülen, um Beschädigungen zu
verhindern. Keine aggressiven Reinigungsmittel
verwenden.
BSX053001
Hinweise zum Reifenwechsel
Druckverlust
Beim Reifenwechsel sind folgende Punkte zu
beachten:
1. Reifenwulst, Felgenhorn und Felgenkante nicht
beschädigen.
2. Rost und Schmutz mit einer Drahtbürste, feinem
Schleifpapier oder Putzlappen entfernen.
3. Leichtmetallfelgen nur mit einem weichen Tuch,
nicht mit Drahtbürste oder Schleifpapier reinigen.
4. Fremdkörper aus den Profilrillen entfernen.
5. Ventil sorgfältig einbauen.
6. Reifenwulst und Felgenhorn mit Schmierseife
bestreichen.
7. Gummistück zwischen Montiereisen und Felge
plazieren, um die Felge zu schützen. Auf einer
Gummiunterlage arbeiten, nicht auf harten oder
rauhen Untergründen.
Ventil auf Dichtigkeit prüfen.
Reifen
Ventil
Felge
Radmutter
Prüfung/Einstellung
BSX053002
Reifendruck
Reifendruck sämtlicher Reifen einschließlich Reserverad mit einem Manometer prüfen und ggf. korrigieren.
Reifenverschleiß
1. Profiltiefe prüfen.
Reifengröße
Reifendruck in bar
Vorn
215/65 R15
Hinten
2,4
Zulässige Profiltiefe:
Standardbereifung:
Winterreifen:
mindestens 1,6 mm
min. 50% Profiltiefe
2. Wenn die Verschleißanzeiger mit der Lauffläche
fluchten, muß der Reifen ersetzt werden.
RÄDER UND BEREIFUNG 53-05
BSX053003
Prüfung (Reifen und Felge)
Bei tiefen Rissen, Beschädigungen, Verformungen oder
blanken Stellen muß der Reifen ersetzt werden.
BSX053030
Hinweis
Rad nach dem Ersetzen der Felge oder des Reifens
auswuchten.
Radmuttern
Radmuttern mit dem spezifizierten Drehmoment
festziehen.
Anzugsdrehmoment:
88-108 Nm
BSX053004
Schlag
1. Fahrzeug aufbocken.
2. Meßuhr anbringen und Schlag während einer
vollständigen Umdrehung des Rads messen.
Zulässiger Schlag: Felge
Reifen
3. Felge ggf. ersetzen.
max. 1,5 mm
max. 2,0 mm
BSX053009
53-06 RÄDER UND BEREIFUNG
Ungleichmäßiger Reifenverschleiß
Ursachen für ungleichmäßigen Reifenverschleiß sowie Abhilfen, siehe Tabelle.
Problem
Hoher Schulterverschleiß
Mögliche Ursache
Maßnahme
• Druck zu gering (beidseitiger Verschleiß)
• Reifendruck messen und ggf. korrigieren
• Zu schnelle Kurvenfahrten
• Kurvengeschwindigkeit verringern
• Druck zu hoch
• Reifendruck messen und ggf. korrigieren
• Falsche Spureinstellung
• Spureinstellung korrigieren
• Nachlauf oder Sturz außerhalb der
• Einstellen oder Achs/Aufhängungsteile
BSX053005
Hoher Mittenverschleiß
BSX053006
Fransenprofil
BSX053007
Ungleichmäßiger Verscheiß
Spezifikation
instandsetzen oder ersetzen
• Radaufhängung verschlissen/beschädigt
• Aufhängungsteile instandsetzen/ersetzen
• Rad nicht ausgewuchtet
• Auswuchten oder ersetzen
• Zu schnelle Kurvenfahrten
• Kurvengeschwindigkeit verringern
• Rad nicht ausgewuchtet
• Rad auswuchten
• Reifen beschädigt
• Instandsetzen oder ersetzen
• Stoßdämpfer fehlerhaft
• Ersetzen
BSX053008
Blanke Stellen
AV2A53003
RÄDER UND BEREIFUNG 53-07
Aus- und Einbau
Radwucht
1. Die Anlagefläche zwischen Felge und Nabe muß
sauber sein.
2. Radmuttern mit dem spezifizierten Drehmoment
festziehen.
Nach dem Ersetzen von Felgen oder Reifen oder bei
Vorhandensein einer Unwucht müssen Räder ausgewuchtet werden.
Auswuchtgewichte an der Felgenkante: 60 g max.
Anzugsdrehmoment:
88-108 Nm
BSX053011
BSX053009
Reifentausch
Auf gleichmäßigen Reifenverschleiß achten, um eine
möglichst hohe Lebensdauer der Reifen zu gewährleisten.
Achtung
Die Reifen mit der größeren Profiltiefe an die
Vorderachse montieren.
Reifen nur zwischen Vorder- und Hinterachse
tauschen.
Nicht die Laufrichtung ändern
Hinweis
a) Nicht mehr als zwei Auswuchtgewichte pro
Felgenseite anbringen.
b) Reifen anders auf der Felge positionieren und
erneut auswuchten, falls das erforderliche
Auswuchtgewicht mehr als 100 g beträgt.
c) Ausgleichsgewichte sicher an der Felge
befestigen.
d) Passende Auswuchtgewichte für Stahl- bzw.
Leichtmetallfelgen auswählen.
e) Antriebsräder von AT-Fahrzeugen nicht am
Fahrzeug auswuchten, da dabei das Getriebe
beschädigt werden kann.
BSX053010
BSX053012
RADAUFHÄNGUNG
Radaufhängung
Spezialwerkzeuge
Radaufhängung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54-01
Fehlersuchtabelle
Radaufhängung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54-02
Technische Daten
Radaufhängung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54-03
Beschreibung und Funktion
Radaufhängung
Radaufhängung vorn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54-04
Radeinstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54-05
Radaufhängung hinten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54-06
Wartung am Fahrzeug
Radaufhängung
Vorprüfung für die Spureinstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54-07
Spureinstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54-07
Aus- und Einbau
Radaufhängung
Radaufhängung vorn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54-12
Stabilisator . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54-17
Stoßdämpfer und Feder vorn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54-19
Querlenker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54-21
Radaufhängung hinten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54-23
Zerlegung, Prüfung und Zusammenbau
Radaufhängung
Radaufhängung vorn (Federbein) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54-28
54
RADAUFHÄNGUNG 54-01
Spezialwerkzeuge
Radaufhängung
0K2A1 341 001
Federspanner
Zum Aus- und Einbauen von Schraubenfedern.
0K130 283 021
Kugelkopfabzieher
Zum Ausbauen von Spurstangengelenken.
54-02 RADAUFHÄNGUNG
Fehlersuchtabelle
Radaufhängung
Problem
Mögliche Ursache
Maßnahme
Fahrzeug schlingert
Stabilisator oder Stabilisatoraufhängung beschädigt
Verschlissene oder beschädigte Stabilisatorbuchse
Verschlissene oder beschädigte Querlenkerbuchse
Stoßdämpfer fehlerhaft
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Schlechter Fahrkomfort
Ermüdete Schraubenfeder
Stoßdämpfer fehlerhaft
Ersetzen
Ersetzen
Ungewöhnliche Geräusche
von der Radaufhängung
Schlechte Schmierung oder Verschleiß am Kugelgelenk
des Querlenkers
Lose Anbauteile
Stoßdämpfer fehlerhaft
Verschlissene oder beschädigte Stabilisatorbuchse
Verschlissene oder beschädigte Querlenkerbuchse
Ersetzen, schmieren
Festziehen
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Instabiles Fahren
Ermüdete Schraubenfeder
Stoßdämpfer fehlerhaft
Verschlissene oder beschädigte Querlenkerbuchse
Verschlissene oder beschädigte Stabilisatorbuchse
Falsche Spureinstellung
Beschädigtes Traggelenk
Lenkung fehlerhaft
Deformiertes Rad, Unwucht
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Einstellen
Ersetzen
Siehe Kapitel 51
Siehe Kapitel 53
Schwergängige Lenkung
Schlechte Schmierung oder Verschleiß am Traggelenk
Falsche Spureinstellung
Lenkung fehlerhaft
Deformiertes Rad, Unwucht
Ersetzen, schmieren
Einstellen
Siehe Kapitel 51
Siehe Kapitel 53
Lenkung zieht zu einer Seite
Ermüdete Schraubenfeder
Verschlissene oder beschädigte Stabilisatorbuchse
Verschlissene oder beschädigte Querlenkerbuchse
Beschädigtes Traggelenk
Falsche Spureinstellung
Lenkung fehlerhaft
Bremssystem fehlerhaft
Deformiertes Rad, Unwucht
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Ersetzen
Einstellen
Siehe Kapitel 51
Siehe Kapitel 52
Siehe Kapitel 53
Lenkrad vibriert
Beschädigtes Traggelenk
Stoßdämpfer fehlerhaft
Stoßdämpfer lose
Verschlissene oder beschädigte Stabilisatorbuchse
Verschlissene oder beschädigte Querlenkerbuchse
Falsche Spureinstellung
Verschlissenes oder beschädigtes Radlager
Lenkung fehlerhaft
Deformiertes Rad, Unwucht
Ersetzen
Ersetzen
Festziehen
Ersetzen
Ersetzen
Einstellen
Ersetzen
Siehe Kapitel 51
Siehe Kapitel 53
Lenkrad dreht sich
nicht zurück
Traggelenk klemmt oder ist beschädigt
Falsche Spureinstellung
Lenkung fehlerhaft
Deformiertes Rad, Unwucht
Ersetzen
Einstellen
Siehe Kapitel 51
Siehe Kapitel 53
RADAUFHÄNGUNG 54-03
Technische Daten
Radaufhängung
Position
Vorn
Aufhängungstyp
Stoßdämpfertyp
Stabilisator
Radeinstellung
Hinten
Aufhängungstyp
Stoßdämpfertyp
Stabilisator
Typ
Durchmesser
Spur
Sturz
Nachlauf
mm
Grad
Grad
Grad
Typ
Durchmesser
mm
Spezifikation
MacPherson-Federbein
Zweiweg, Gasdruck
Drehstab
23
- 0° 8'±20'
+ 0° 30'±30'
1° 50'±30'
Fünffachlenker, Schraubenfeder
Zweiweg, Gasdruck
Drehstab
14
54-04 RADAUFHÄNGUNG
Beschreibung und Funktion
Radaufhängung
Radaufhängung vorn
Achtung
Beim Festziehen (auf vorgeschriebenes Anzugsdrehmoment) der Muttern an Lenkern und Hebeln der
Vorderradaufhängung muß das Fahrzeug auf ebenem Untergrund abgestellt und belastet sein (nach
Möglichkeit zwei Insassen auf den Vordersitzen).
AV2050001-1
1. Querlenker
2. Federbein und Schraubenfeder
vorn
3. Stabilisator
4. Zugstrebe
5. Rahmenträger
RADAUFHÄNGUNG 54-05
Beschreibung der Vorderradaufhängung
Die Fahrzeuge verfügen über Einzelradaufhängung mit
vertikal eingebauten MacPherson-Federbeinen. Die
Federbeine sind auf dem Achsschenkel und im
Federbeindom befestigt, wodurch die richtige Position
der Achsschenkel zur Karosserie festgelegt wird. Diese
Position wiederum bestimmt Sturz und Nachlauf der
Vorderräder. Die Querlenker sind innen am Rahmenträger und außen am Achsschenkel angelenkt. Die
Verbindung zum Achsschenkel erfolgt über ein
Kugelgelenk. Beim Lenken bewegen sich der Achsschenkel und das Federbein in den Gelenken als eine
Einheit.
Radeinstellung
Die Radeinstellung schließt die Einstellung aller zusammenwirkenden Winkel der Radaufhängungsteile ein,
die den Lauf und die Lenkung der Vorder- und Hinterräder beeinflussen. Die Grundlage bilden sechs Faktoren: Fahrzeughöhe, Radsturz, Nachlauf, Vorspur,
Spreizung und Nachspur. Davon sind an diesem Fahrzeug Spur, Sturz und Nachlauf einstellbar.
Achtung
Nicht versuchen, Radaufhängungs- oder
Lenkungsbauteile durch Erhitzen und / oder
Biegen zu ändern, um Einstellwerte zu
erreichen.
Rahmenträger der Radaufhängung
Im Carnival trägt ein einteiliger Rahmenträger die Vorderradaufhängung. An ihm sind Querlenker, Stabilisator, Zugstreben und Lenkgetriebe befestigt. Der
Rahmenträger ist an vier Punkten mit der Karosserie
verschraubt.
Prüfung und Einstellung müssen in folgender Reihenfolge durchgeführt werden:
1. Sturz
2. Spur
Achsschenkel
Die Achsschenkel können nicht instandgesetzt werden,
sondern müssen bei Schäden (Verzug, Brechen oder
anderen Beschädigungen) ersetzt werden. Nicht
versuchen, die Teile zu richten oder instandzusetzen.
Wartungsarbeiten an der Einheit Vorderradnabe / Lager
können ohne Ausbau des Achsschenkels erfolgen.
Der Sturz ist der Winkel, mit dem das Rad von der
Senkrechten nach innen oder außen geneigt ist. Die
Neigung nach innen heißt negativer Sturz, nach außen
positiver Sturz. Zu starke Neigung führt zu erhöhtem
Verschleiß des Reifenprofils, bei negativem Sturz
innen, bei positivem Sturz außen. Die Spur wird in Grad
oder Millimetern angegeben und stellt den Abstand
dar, den die vorderen Kanten der Reifen n&aum