Schneider Electric TSXNano Benutzerhandbuch
விளம்பரம்
விளம்பரம்
Allgemeine Sicherheitsvorschriften für den Benutzer
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1 Allgemeines
Diese Dokumentation wendet sich an Personen, die erforderliche technische Qualifikation für die
Inbetriebnahme, den Betrieb und die Wartung der nachfolgend beschriebenen Produkte besitzen.
Zusätzliche Informationen für spezielle Einsatzformen der Produkte sind über die nächstliegende
ASA-Niederlassung erhältlich.
Der Inhalt der Dokumentation hat keinen vertragsmäßigen Charakter und kann in keinem
Fall die vertraglich festgelegten Garantieklauseln erweitern oder einschränken.
2 Qualifikation des Personals
Nur qualifiziertes Personal ist zur Inbetriebnahme, zum Betrieb oder zur Wartung der Produkte befugt. Der Eingriff einer nicht qualifizierten Person oder das Nichtbeachten der in diesem
Dokument enthalten oder an den Geräten angebrachten Sicherheitsvorschriften kann schwerwiegende Folgen für die Sicherheit des Betriebspersonals und der Anlagen nach sich ziehen. Folgender Personenkreis wird als "qualifiziertes Personal" bezeichnet:
• Bereich Applikationsentwicklung: Personal eines Ingenieurbüros, das mit den Sicherheitskonzepten der Steuerungstechnik vertraut ist (zum Beispiel ein Entwicklungsingenieur usw.),
• Bereich Inbetriebnahme der Geräte: Personen, die mit der Installation, dem Anschluß und der
Inbetriebnahme der Steuerungsgeräte vertraut sind (zum Beispiel Installateure oder Elektriker,
Anlagentechniker für Inbetriebnahme usw.),
• Betriebsbereich: Personenen, die zur Bedienung und Überwachung von Steuerungsgeräten ausgebildet sind (zum Beispiel Bedienpersonal usw.),
• Bereich vorbeugende Wartung oder Fehlerbehebung: Personen, die ausgebildet und berechtigt sind, die Steuerungsgeräte einzustellen oder zu reparieren (zum Beispiel ein
Inbetriebnahmetechniker, ein Kundendiensttechniker usw.).
3 Warnungen
Warnungen weisen auf besonderer Risiken hin, denen das Bedienungspersonal oder die Geräte ausgesetzt sein können. Je nach ihrer Bedeutung werden sie in der Dokumentation und auf den
Produkten durch ein Warnungszeichen gekennzeichnet:
Gefahr oder Vorsicht bedeutet, daß die Nichtanwendung der Vorschrift oder das Nichtbeachten der
Warnung zu schweren körperlichen, unter Umständen lebensgefährlichen
Verletzungen und/ oder beträchtlichem Materialschaden führen kann.
Warnung oder Wichtig oder
!
weist auf eine besondere Vorschrift hin, deren Nichtanwendung zu leichten körperlichen Verletzungen und/oder Materialschäden führen kann.
Hinweis oder Bemerkung hebt eine wichtige Information hervor, die das Produkt, seine Handhabung oder seine begleitende Dokumentation betrifft.
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1
Allgemeine Sicherheitsvorschriften für den Benutzer
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4 Konformität der Verwendung
Die in dieser Dokumentation beschriebenen Produkte entsprechen den Anforderungen der
einschlägigen europäischen Richtlinien (*) (CE-Siegel). Ihre korrekte Anwendung beschränkt sich auf die in den verschiedenen Dokumentationen beschriebenen Applikationen, für die sie entwickelt wurden und nur in Verbindung mit anderen genehmigten Produkten.
Wenn alle Bestimmungen für die Handhabung, den Transport und die Lagerung sowie alle Installations-, Betriebs- und Wartungsvorschriften befolgt werden, liegt im allgemeinen eine ordnungsgemäße
Benutzung der Produkte vor und es besteht keine Gefahr für Personen oder Anlage.
(*) Richtlinien bezüglich der elektromagnetischen Kompatibilität und der Auslegung von Niederspannungssystemen.
5 Installation und Inbetriebnahme der Geräte
Bei Installation und Inbetriebnahme der Geräte müssen die nachfolgend beschriebenen
Regeln beachtet werden. Außerdem müssen, wenn die Installation digitale Signal-verbindungen enthält, die im Benutzerhandbuch (Bestellnr. TSX DG GND) und dem Handbuch TSX DR NET,
Register C, erläuterten elementaren Verkabelungsregeln befolgt werden.
• Die Sicherheitsvorschriften in der Dokumentation oder auf den zu installierenden oder in Betrieb zu nehmenden Geräten müssen genauestens eingehalten werden.
• Die Art der Installation hängt vom jeweiligen Gerätetyp ab:
- ein für Schalttafelmontage vorgesehenes Gerät (zum Beispiel ein Bedienterminal oder ein
Zellencontroller) muß in eine Schalttafel eingebaut werden,
- ein einbaubares Gerät (zum Beispiel eine programmierbare Steuerung) muß in einen Schaltschrank oder in ein Gehäuse eingebaut werden;
- ein Tischgerät oder ein tragbares Gerät (zum Beispiel ein Programmiergerät oder ein Notebook) muß in seinem geschlossenen Gehäuse bleiben.
• Wenn das Gerät permanent angeschlossen ist, muß in der elektrischen Installation eine Vorrichtung für die Versorgungstrennung und ein Sicherungsschalter zum Schutz vor Überströmen und
Isolierfehlern vorgesehen werden. Andernfalls ist der Netzstecker zu erden und leicht zugänglich zu machen. Das Gerät muß an die Schutzerde angeschlossen werden.
• Um gefährliche Spannungen zu erkennen, müssen auch Niederspannungsleitungen (trotz des niedrigen Potentials) mit einer Schutzerdung versehen werden.
• Vor dem Einschalten eines Geräts muß sichergestellt werden, daß die Einstellung seiner
Nennspannung konform mit der Versorgungsspannung ist.
• Bei einer 24- oder 48-V-Gleichstromversorgung des Geräts müssen die Niederspannungsschaltkreise geschützt werden. Es dürfen nur Versorgungen verwendet werden, die den bestehenden
Normen entsprechen.
• Es muß sichergestellt werden, daß die Versorgungsspannungen innerhalb der in den technischen
Kenndaten der Geräte definierten Toleranzbereichen liegen.
• Es müssen alle erforderlichen Maßnahmen getroffen werden, um zu verhindern, daß bei
Netzwiederkehr (Sofort-, Warm- oder Kaltstart) ein Gefahrenzustand für das Bedienpersonal oder für die Anlage eintritt.
• Die Not-Ausschaltkomponenten müssen in allen Betriebsarten des Geräts, selbst in
Störungssituationen (zum Beispiel Drahtbruch) funktionsfähig bleiben. Das Wiedereinschalten dieser Komponenten darf keine unkontrollierten oder undefinierten Neustarts hervorrufen.
• Die Signalkabel müssen so verlegt werden, daß die Steuerungsfunktionen nicht durch kapazitive, induktive oder elektromagnetische u.a. Einflüsse gestört werden.
• Die Steuerungsgeräte und ihre Bedienungselemente müssen so installiert werden, daß sie vor versehentlicher Betätigung geschützt sind.
• Um zu vermeiden, daß eine Unterbrechung der Geber-/Stellsignale undefinierte Zustände in der
Steuerungsanlage hervorruft, sind entsprechende Sicherheitsvorkehrungen für die Ein- und
Ausgänge zu treffen.
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2
Allgemeine Sicherheitsvorschriften für den Benutzer
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6 Betrieb der Geräte
Die Funktionssicherheit einer Anlage charakterisiert sich durch ihre Fähigkeit, Ausfälle weitestgehend zu vermeiden und deren Auswirkungen nach ihrem eventuellen Auftreten einzuschränken.
Ein System wird als vollkommen sicher bezeichnet, wenn das Auftreten von Ausfällen nie zu einer gefährlichen Situation führt.
Steuerungsinterne Fehler werden folgendermaßen klassifiziert:
• Passive Fehler, wenn sie einen Ausgang ausschalten (den Stellgliedern wird keinerlei Befehl erteilt).
• Aktive Fehler, wenn sie einen Ausgang einschalten (den Stellgliedern wird ein bestimmter
Befehl erteilt).
Das mit dem jeweiligen Fehlertyp verbundene Sicherheitsrisiko ist eine Funktion der Art des bei
Normalbetrieb gegebenen Befehls. Ein passiver Fehler ist gefährlich, wenn der normale Befehl eine Alarmaktion darstellt; ein aktiver Fehler ist gefährlich, wenn er einen unerwünschten Befehl enthält oder aktiviert.
Es ist wichtig, den grundlegenden Unterschied zwischen dem Verhalten eines elektromagnetischen Relais und dem einer elektronischen Komponente (zum Beispiel eines Transistors) zu berücksichtigen:
• Die Wahrscheinlichkeit ist groß (etwa 90% der Fälle), daß der Ausfall eines Relais zur
Unterbrechung des Schaltkreises (Befehlsleitung deaktiviert) führt.
• Bei Ausfall eines Transistors führt dies entweder zur Unterbrechung oder zum Schließen des
Schaltkreises, wobei die Wahrscheinlichkeit für jeden Fall bei 50% liegt.
Deshalb ist es wichtig, die Art und die Auswirkung der Fehler korrekt abzuschätzen, wenn ein
Automationssystem auf elektronischen Komponenten wie programmierbaren Steuerungen beruht.
Dies gilt auch bei Verwendung der SPS mit Relaisausgangsmodulen.
Bei Systementwurf muß allen steuerungsintern auftretenden aktiven, nicht signalisierten Fehlern, die in der Applikation eine Gefahrensituation heraufbeschwören können, durch außerhalb der
programmierbaren Steuerung installierte Sicherheitsfunktionen vorgebeugt werden. Hierzu können unterschiedliche technische - mechanische, elektromagnetische, pneumatische, hydraulische - Komponenten herangezogen werden (zum Beispiel Direktanschluß eines
Endlageschalters und der Not-Ausschaltkomponenten mit dem Steuerungsrelais eines
Verfahrmotors).
Zur Vorbeugung von gefahrbringenden Fehlfunktionen in den Ausgangsschaltkreisen und den
Stellgliedern können allgemeine Programmierprinzipien angewandt werden, die die große
Verarbeitungskapazität der Steuerung nutzen, wie zum Beispiel "die Kontrolle der ordnungsgemäßen
Ausführung der vom Programm angeforderten Befehle durch entsprechende Rückführung der
Signale an die Eingänge".
7 Elektrische und thermische Kenndaten
Detaillierte elektrische und thermische Kenndaten der Geräte finden sich in den jeweiligen technischen Dokumentationen (Inbetriebnahmehandbuch, Bedienungsanleitung).
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3
Allgemeine Sicherheitsvorschriften für den Benutzer
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8 Umgebungsbedingungen
Die Steuerungsgeräte des Typs TSX Nano entsprechen der Einsatzklasse "TC" (1). Für Installationen in industriellen Produktionsstätten oder in Umgebungen, die der Einsatzklasse "TH" (2) entsprechen, müssen diese Geräte in Gehäusen mit einem Minimalschutz IP54 eingebaut werden (Vorschrift der Normen IEC 664 und NF C 20 040).
Die Steuerungen TSX Nano entsprechen der Schutzart IP20 und können daher ohne Gehäuse in
Räumlichkeiten mit beschränktem Zugang installiert werden, die das Verschmutzungsmaß 2 nicht
überschreiten (Bedienraum ohne Maschinen oder stauberzeugende Tätigkeit).
(1) Einsatzklasse "TC": Einsatz in jedem Klima.
(2) Einsatzklasse "TH": Einsatz in warmer und feuchter Umgebung.
9 Vorbeugende Wartung oder Fehlerbehebung
Verfügbarkeit
Die Verfügbarkeit eines Systems ist das Resultat einer Kombination der Kriterien Zuverlässigkeit,
Wartungsfähigkeit und vorhandene Wartungslogistik und charakterisiert seine Fähigkeit, eine gewünschte Funktion zu einem bestimmten Zeitpunkt über einen bestimmten Zeitraum erfüllen zu können.
Das Maß der Verfügbarkeit ist demnach für jede Applikation unterschiedlich, da dieser Wert sich aus folgenden Komponenten zusammensetzt:
• Architektur des Steuerungssystems,
• Zuverlässigkeit und Wartungsfähigkeit: individuelle Merkmale der Anlage (Steuerungen, Geber,
Maschine usw.),
• die Logistik der Wartung: individuelles Profil des Benutzers des Automationssystems
(Softwarestruktur, Fehlermeldung, Prozeß, Ersatzteile vor Ort, Ausbildung des Personals).
Reparaturen
• Reparaturen an einem Steuerungsgerät dürfen nur durch qualifiziertes Personal ausgeführt werden (Kundendiensttechniker oder autorisierter Techniker von Schneider Automation). Beim
Ersatz von Teilen oder Komponenten sind ausschließlich Originalteile zu verwenden.
• Vor jedem Eingriff in einem Gerät (zum Beispiel Öffnen eines Gehäuses) muß in jedem Falle dessen Versorgung unterbrochen werden (Netzstecker ziehen oder Trennschalter für Versorgung betätigen).
• Vor dem Eingriff vor Ort in einem "mechanischen" Gerät müssen seine Leistungsversorgung abgeschaltet und eventuell bewegliche Teile durch eine Sperre arretiert werden.
• Vor einer Manipulation der Steuerung, dem Ändern einer Verbindung, usw. muß in der
Dokumentation überprüft werden, ob diese Manipulation bei ausgeschaltetem Gerät vorgenommen werden muß, oder ob sie bei eingeschaltetem Gerät möglich ist. Die Vorschriften in der Dokumentation sind strengstens zu befolgen.
• Bei Ausgängen mit positiver Logik oder Eingängen mit negativer Logik sind alle Vorkehrungen zu treffen, daß kein abgetrennter Draht mit der mechanischen Masse in Berührung kommt
(Gefahr eines gewollten Befehls).
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4
Inbetriebnahme der
Steuerungen TSX Nano
Inhalt
Register A
Kapitel
Seite
Die Steuerung in einer Automatisierungsstruktur 1/1
Die Steuerungen TSX Nano mit digitalen Ein-/Ausgängen 1/2
1.2-2 Überblick über die Katalog-Bestellnummern (digitale E/A) 1/5
1.2-3 Die wichtigsten Funktionen der Steuerungen TSX Nano
1.3-1 Normale (zyklische) Ausführung
Eingangs-/Ausgangserweiterung 1/12
Adressierung der Ein- und Ausgänge
Funktionsspezifische Ein-/Ausgänge
Zusätzliche Angaben zu den Ein-/Ausgängen
1.7-1 Eingänge mit programmierbarer Filterung
1.7-2 Steuerungen TSX 07 ll ll12 mit integriertem Schutz
Analogeinstellregler (Potentiometer)
Statusanzeige für Steuerung und Ein-/Ausgänge
1.11 Steuerungen TSX Nano mit einem integrierten Analogeingang 1/24
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A/1
A
A
Inbetriebnahme der
Steuerungen TSX Nano
Inhalt
Register A
Kapitel
1.12-1 Allgemeine Beschreibung
1.12-2 Beschreibung des Moduls TSX AMN 4000/4001
1.12-3 Statusanzeige der Module TSXAMN 4000/4001
1.12-4 Beschreibung TSX AEN/ASN •••
1.12-5 Überblick über die Katalog-Bestellnummern
Vorsichtsmaßnahmen und E/A-Verdrahtungsvorschriften
3.1-1 Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen und Vorschriften
Anschluß der digitalen Eingänge
3.3-1 Anschluß der 24-V-Gleichstromeingänge
3.3-2 Anschluß der 115-V-Wechselstromeingänge
Anschlüsse der digitalen Ausgänge 3/8
3.4-1 Anschluß der Relaisausgänge
3.4-2 Anschluß der Relaisausgänge bei den Steuerungen
3.4-3 Anschluß der Transistorausgänge, negative Schaltlogik 3/10
3.4-4 Anschluß der Transistorausgänge, positive Schaltlogik 3/12
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A/2
Seite
Inbetriebnahme der
Steuerungen TSX Nano
Inhalt
Register A
Kapitel
Anschluß einer Ein-/Ausgangserweiterung
Anschluß der Steuerungserweiterungen
Anschluß eines analogen Gebers (TSX 07 32/33 ••28)
Anschluß der Analogmodule (TSX AMN 4000/4001)
3.8-1 Anschluß der Analogmodule an das SPS-Grundgerät
3.8-2 Anschluß der Analogeingänge
3.8-3 Anschluß der Analogausgänge
Anschluß der Analogeingänge (TSX AEN •••)
3.9-1 Anschluß an Eingang 0 der Steuerung TSX Nano
(Sink-Schaltung, positive Logik)
3.9-2 Anschluß an Eingang 0 der Steuerung TSX Nano
(Source-Schaltung, negative Logik)
3.10 Anschluß der Analogausgänge (TSX ASN •••)
3.10-1 Anschluß an Ausgang 0 der Steuerung TSX Nano
(Source-Schaltung, positive Logik)
3.10-2 Anschluß an Ausgang 0 der Steuerung TSX Nano
(Sink-Schaltung, negative Logik)
Seite
Eingänge für Statusspeicherung 4/2
Ein-/Ausgänge für die Schnellzählfunktion
4.4-1 Verwendung als schneller Zähler
4.4-2 Verwendung als Frequenzmesser
4.4-3 Verwendung als Aufwärts-/Abwärtszähler
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A/3
A
A
Inbetriebnahme der
Steuerungen TSX Nano
Inhalt
Register A
Kapitel
PULSE-Ausgang: Generierung von Impulsfolgen
PWM-Ausgang: Pulsbreitenmodulation
Seite
Technische Daten / Betriebsbedingungen 5/1
Technische Daten der Netzteile
Technische Daten der digitalen a 24-V- und c 115-V-Eingänge
Technische Daten der digitalen a 24-V-Transistorausgänge
Technische Daten der digitalen Relaisausgänge 5/4
Technische Daten der analogen E/A (TSX AMN 4000/4001)
5.5-1 Technische Daten der analogen Eingänge
5.5-2 Technische Daten des analogen Ausgangs
Technische Daten der analogen E/A (TSX AEN/ASN ••• )
5.6-1 Gemeinsame technische Daten der analogen
5.6-2 Technische Daten der analogen Eingänge
5.6-3 Technische Daten der analogen Ausgänge
Technische Daten des analogen Eingangs TSX 07 32/33 ••28) 5/9
5.8-2 Umgebung, normale Betriebsbedingungen
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A/4
Inbetriebnahme der
Steuerungen TSX Nano
Kapitel
Vorgehensweise beim erstmaligen Einschalten
Überprüfung der Ein-/Ausgangsanschlüsse
Netzunterbrechungen und Netzwiederkehr
Sicherung des Programms und der Daten
Inhalt
Register A
A
Seite
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A/5
A
Inbetriebnahme der
Steuerungen TSX Nano
Kapitel
Inhalt
Register A
Seite
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A/6
1 Allgemeine Beschreibung
1.1
Die Steuerung in einer Automatisierungsstruktur
Eine speicherprogrammierbare Steuerung besteht aus vier Hauptbestandteilen:
• den Eingängen,
• den Ausgängen,
• dem Speicher, in dem die Anweisungen des Anwenderprogramms abgelegt sind,
• dem Prozessor, der die Eingangsinformationen liest und die Ausgänge abhängig von den Anweisungen des Anwenderprogramms steuert.
Das Programmiergerät wird verwendet, um
• das Anwenderprogramm zu erstellen und in den Speicher zu übertragen,
• das Anwenderprogramm zu testen und den automatisierten Steuerungsablauf in
Betrieb zu setzen,
• die Diagnosefunktionen der Anlage sicherzustellen.
Programmiergerät
A
Positionsschalter
Näherungsschalter
Taster
Ä
N
G
E
E
I
N
G
FTX 417/FT 2000
Programmspeicher
FTX 117
Prozessor
Ä
N
G
E
A
U
S
G
Relais
Motorventil
Leuchtanzeige analoges
Stellglied
Speicherprogrammierbare Steuerung
1/1
A
1.2
Die Steuerungen TSX Nano mit digitalen Ein-/Ausgängen
1.2-1 Beschreibung
Die Steuerungen TSX Nano mit digitalen E/A stehen in vier verschiedenen
Konfigurationen zur Verfügung, die sich durch ihre Erweiterungsmöglichkeiten unterscheiden:
• die nicht erweiterbaren Steuerungen "SPS-Grundgerät" (14 und 20 E/A),
• die nicht erweiterbaren Steuerungen "SPS-Grundgerät" mit 1 integrierten
Analogeingang (10, 16 und 24 E/A),
• die "E/A-Erweiterungen" (16 und 24 E/A),
• die erweiterbaren Steuerungen "SPS-Grundgerät oder E/A-Erweiterung" (10, 16 und 24 E/A).
10 E/A (6E + 4A)
14 E/A (8E + 6A)
16 E/A (9E + 7A)
16 E/A (9E + 7A) Steuerung mit 115-V-Wechselstromeing.
20 E/A (12E + 8A)
24 E/A (14E + 10A)
1/2
Allgemeine Beschreibung
1
A
Jedes erweiterbare SPS-Grundgerät kann mit einer E/A-Erweiterung oder einer SPS-
Erweiterung ausgestattet werden, die als E/A-Erweiterung konfiguriert wurde.
Außerdem können bis zu drei SPS-Erweiterungen, die als Steuerungserweiterungen konfiguriert wurden, mit Datentransfer über Datenaustauschworte (COM-Worte) an das "SPS-Grundgerät" angeschlossen werden.
SPS-Grundgerät E/A-Erweiterung SPS-Erweiterung 2 SPS-Erweiterung 3 SPS-Erweiterung 4 max. 200 m (1)
Die Steuerungen TSX Nano mit digitalen E/A werden in der Programmiersprache PL7 mit Rückübersetzung programmiert (Anweisungsliste oder Kontaktplansprache).
Die Programmierung dieser Steuerungen erfolgt:
• entweder mit Hilfe des PG FTX 117 (Anweisungsliste)
• oder mit Hilfe eines PG FTX 417 oder kompatiblen PC (Kontaktplan oder
Anweisungsliste).
(1) für den erforderlichen Kabeltyp siehe Register A, Abschnitt 3.5.
1/3
A
Beschreibung der TSX Nano mit digitalen E/As
1 Abdeckklappe zu den Bedienelementen 2, 3 und 4
2 Buchse für den Anschluß eines ASCII- oder UNI-TELWAY-Gerätes.
Protokolle: ASCII, UNI-TELWAY-Master oder RS 485-Slave.
3 Wahlschalter zur Kodierung der Steuerungsfunktion
0 = Grundgerät, 1 = Ein-/Ausgangs-Erweiterung
5 = SPS-Erweiterung 2, 6 = SPS-Erweiterung 3,
7 = SPS-Erweiterung 4
Alle SPS
B, B/E
B/E
4 Analogeinstellung:
• 1 an Steuerungen mit 10, 14, 20 E/A,
• 2 an Steuerungen mit 16 oder 24 E/A.
5 Statusanzeige der Eingänge (1)
6 Statusanzeige der Ausgänge (1)
7 Statusanzeige der Steuerung: RUN, ERR, COM, I/O,
8 Anschluß Netzversorgung
9 Geberversorgung an Modellen mit c 100/240 V: a 24V/150 mA.
Diese Versorgungsart gibt es an den Modellen mit c115-V
Eingängen nicht.
10 Anschluß der Eingänge
11 Anschluß der Ausgänge
12 Anschluß der Erweiterung E/A-Erweiterung
Steuerungserweiterung
B, B/E
Alle SPS
B, B/E
B/E des Modbus-Slave (V3)
Analoger Eingangskanal
13 Abnehmbare Abdeckung zum Schutz der Klemmen
B/E s. Abs. 1.11
Alle SPS
(1) mit der Anzeigemöglichkeit des Zustandes von maximal 16 internen Bits (%S69=1).
B: Nicht erweiterb. Steuerungen, E: E/A-Erweiterung, B/E: erweiterb. Steuerungen
1/4
Allgemeine Beschreibung
1
A
1.2-2 Überblick über die Katalog-Bestellnummern (digitale E/A)
Anz. Typ Versorgungs- Typ isol.
Typ Transistor-
E/A SPS Typ Eingänge
110/240V 24V 24V
Ausgänge 24V a
Relais
115V negative positive 24V a c © a æ a c ©
Logik Logik 24/240V c
Bestell-Nr.
B/E
B/E
6/4 B/E
B/E
B/E
B/E
8/6 B
•
•
•
•
• •
• •
•
•
• •
•
•
•
•
•
•
•
•
•
TSX 07 (x)0 1028
TSX 07 (x)0 1008
TSX 07 (x)0 1002
TSX 07 (x)0 1022
TSX 07 (x)0 1012
TSX 07 32 1028
TSX 07 3L 1428
B/E
B/E
9/7 B/E
B/E
•
•
• •
•
•
•
•
•
TSX 07 (x)1 1628
TSX 07 (x)1 1648
TSX 07 (x)1 1608
TSX 07 (x)1 1602
B/E
B/E
E
E
B/E
12/8 B
B/E
B/E
B/E
14/10 B/E
B/E
E
E
B/E
•
•
•
•
•
•
•
• •
• •
• •
•
•
• •
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•
• •
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•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
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•
•
•
•
•
•
TSX 07 (x)1 1622
TSX 07 (x)1 1612
TSX 07 EX 1628
TSX 07 EX 1612
TSX 07 33 1628
TSX 07 3L 2028
TSX 07 (x)1 2428
TSX 07 (x)1 2408
TSX 07 (x)1 2402
TSX 07 (x)1 2422
TSX 07 (x)1 2412
TSX 07 EX 2428
TSX 07 EX 2412
TSX 07 33 2428
B: Nicht erweiterb. Steuerung, E: E/A-Erweiterung, B/E: erweiterb. Steuerung
(x) 2: Modelle V2; 3: Modelle V3
Hinweis:
Die Modelle TSX 07 3• •••• bieten im Vergleich zu den Modellen TSX 07 2• •••• zusätzliche
Funktionen wie Uni-Telway-Master/Slave am PG-Anschluß, Modbus-Slave-Steuerung am
Erweiterungsanschluß, Anschluß von Modulen mit analogen Ein-/Ausgängen usw.
1/5
A
`
1.2-3 Die wichtigsten Funktionen der Steuerungen TSX Nano (digitale E/A)
Alle Ein- und Ausgänge sind standardmäßig als digitale E/A konfiguriert. Dennoch können einige Ein-/Ausgänge über die Konfiguration spezifischen Aufgaben zugeordnet werden (RUN/STOP- Eingang, Eingänge zur Statusspeicherung, Ein-/
Ausgänge für die Schnellzählfunktion 10 kHz oder zum Auf-/Abwärtszählen,
SICHERHEITS-Ausgang, Impulsfolgenausgang "PULSE", Pulsbreitenmodulationsausgang "PWM").
Steuerungen TSX Nano sind in der PL7-Programmiersprache mit Rückübersetzung programmierbar (AWL oder KOP), so daß Funktionen wie Kalenderfunktion, Zeitfunktion,
Auf- /Abwärtszählen, Wortregister, Bitschieberegister, Schrittschaltwerk, Einzelschritt-
` betrieb eingesetzt werden können.
Abfrage Normal (zyklisch) oder periodisch (2 bis 150 ms)
Zykluszeit 1 ms/1000 Elementaranweisungen (3)
0,6 ms/100 Elementaranweisungen
`
Ausführungszeit 0,2 µs bis 2 µs bei einer booleschen Elementaranweisung
Speicherkapazität
Daten 256 interne Worte, 64 konstante Worte, 128 interne Bits
(davon 64 bei Netzunterbrechung gesichert)
Sicherung
Programm < 1000 Anweisungen (RAM gesichert und EEPROM)
Steuerungs-RAM: durch Batterie. Sicherungsdauer: 30 Tage
Progr.sprache
PG-Anschluß
PL7 mit Rückübersetzung: Anweisungsliste oder Kontaktplan
RS 485-Verbindg., Protokoll UNI-TE, 9600 Bit/s / 19200 Bit/s.
Max. Abstand: FTX 117: 10 m; UNI-TE: 50 m
E/A-Erweiterung 1 pro Steuerung.
Maximaler Abstand zwischen Grundgerät und Erweiterung: 200 m (1)
Steuerungserweiterungen
3, die dem erweiterbaren SPS-Grundgerät mit Datentransfer
über Datenaustauschworte (COM-Worte) zugeordnet werden.
Maximaler Abstand zwischen Grundgerät und letzter SPS-
Erweiterung: 200 m (1)
Modbus-Verbindung Typ RS485 n. isoliert, Länge max. 200 m. ASCII- oder RTU-Modus
Funktionsbausteine gesicherte
Kalenderfunktion 16 (2)
Zeitfunktion
Auf-/Abwärtszähler
Wortregister
Bitschieberegister
4
8
32 Zeitbasis: 1 ms (bei den ersten 2),
10 ms, 100 ms, 1 s, 1 min mit
Voreinstellung von 0 bis 9999.
16 Voreinstellung von 0 bis 9999
Typ FIFO oder LIFO
16 Bits
(1) für den erforderlichen Kabeltyp siehe Register A, Abschnitt 3.5
(2) bei allen SPS-Grundgeräten mit 16 und 24 E/A verfügbar: TSX 07 •• 16/24
(3) Stand.mäßig fragt eine Master-Steuerung (Schalter auf Pos. 0) alle Erw. mit 19 200 Baud ab.
Um die Leistung zu erhöhen, sollte die Konfiguration der nicht verwendeten Erweiterungen aufgehoben werden (siehe Register A, Abschnitt 1.10).
1/6
Allgemeine Beschreibung
1
A
Die wichtigsten Funktionen der Steuerungen TSX 07 (Fortsetzung)
Schrittschaltwerk (3) 4 8 Schritte, 16 Befehlsbits
256 Schritte
Analogeinstellung
Einzelschrittbetrieb 4
1 (bei TSX Nano, 10/14/20 E/A),
2 (bei TSX Nano, 16/24 E/A)
Analoger Kanal Modulspezifische Funktion, siehe Abschn. 1.11
Anzeige von An einem Grundgerät oder einer SPS-Erweiterung ist es möglich, internen Bits auf der Frontseite die Zustände von 8 internen Bits (TSX Nano 10 und 16 E/A) oder 16 internen Bits (TSX Nano 24 E/A) anzuzeigen
(s. Abschn. 1.9).
Eingänge mit Die Filterzeit an den Eingängen kann bei SPS-Grundgeräten und programmier-Erweiterungen konfiguriert werden:
barer Filterung Keine Filterung, 3 ms oder 12 ms (siehe Abschnitt A-1.7).
Die Konfiguration erfolgt jeweils für eine Kanalgruppe.
Spezielle Durch Konfiguration besteht die Möglichkeit, bestimmten Ein-/
Ein-/Ausgänge Ausgängen spezifische Funktionen zuzuweisen.
Eingänge RUN/STOP: 1 der ersten 6 des Grundgerätes oder der
SPS-Erweiterung (%I0.0 bis %I0.5)
Impulsmerker: die ersten 6 Eingänge des Grundgerätes oder der SPS-Erweiterung (%I0.0 bis %I0.5).
Analoges Eingangsmodul als Frequenzmesser an %I0.0
angeschlossen.
Schnellzählfunktion: 10 kHz,
Frequenzmesser: 10 kHz
Schnelles Auf-/Abwärtszählen: kHz
Ausgänge SICHERHEIT: 1 der ersten 4 Ausgänge des Grundgerätes oder der SPS-Erweiterung (%Q0.0 bis %Q0.3)
PULSE: Impulsfolge (maximal 4,9 kHz)
PWM: Pulsbreitenmodulation (maximal 4,9 kHz)
Analoges Ausgangsmodul als PWM (Pulsbreitenmodulation) an %Q0.0 angeschlossen.
HSC-Ausgang: 2 (%Q0.1 und %Q0.2), wenn diese der
Schnellzählfunktion zugeordnet sind, erfassen sie
Informationen, ohne die Aktualisierung am Zyklusende abwarten zu müssen.
Hinweis:
Die Ausgänge PULSE und PWM können bei Steuerungen mit Relais-Ausgängen in den Grenzen der Schwebungsfrequenz der Relais (ca. 50 Hz) verwendet werden. In diesem Fall besteht die
Gefahr, die zulässige Anzahl an Schaltvorgängen schnell zu erreichen.
Es ist deshalb ratsam, diese Ausgänge bei Steuerungen mit Transistor-Ausgängen zu verwenden.
1/7
A
Übersicht über die wichtigsten Funktionen bezogen auf den Steuerungstyp
Funktionen
Eing.
RUN/STOP
Impulsmerker
Zähler 10 kHz
Analog/
Frequenzmesser
Auf-/Abwärtszähler 1kHz
Ausg.
SICHERHEIT
PULSE
Analog/
PWM
HSC-Out
Eingänge mit programmierbarer Filterung
SPS 10/14/16 E/A SPS 16 E/A SPS 20/24 E/A E/A-Erweiterung
(x)0 10 •• (x)1 1648 3L 2028 16/24 E/A
(x)1 16 ••
3L 1428 3(x) ••28
(x)1 24 ••
33 2428
EX •• ••
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
(x)1 16 ••
3L 1428
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Kalenderfunktion
Analogeinstellung
Anzeige interner Bits auf E/A-Signallampen
Kommunikation
PG-An- UNI-TELWAY schluß ASCII
Erweit.- E/A- oder SPS-Erw.
anschluß Modbus-Slave
Funktionsbausteine
Zeitfunktionen
Auf-/Abw.zähler
Wortregister
Bitschieberegister
Schrittschaltwerke
Einzelschrittbetrieb
Anwei-
Varia-
Grafcet
sung(1) Master-Relais
Bitkette
blen(1) Worttabelle
Indexierung
(x)1 16 ••
•
•
•
•
(x)0 10 ••
(x)1 16 ••
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
(x)1 24 ••
•
•
(x)1 24 ••
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
(x)1 24 ••
(1) Alle anderen Anweisungen und Variablen sind über die verschiedenen SPS-Typen zugänglich.
1/8
Allgemeine Beschreibung
1
A
1.3
Der Steuerungszyklus
1.3-1 Normale (zyklische) Ausführung
Standardmäßig läuft der Steuerungszyklus wie folgt ab:
Interne Verarbeitung:
Das System gewährleistet von sich aus:
• die Überwachung der Steuerung,
- die Überprüfung der Ausführbarkeit des Programmspeichers,
- die Bearbeitung der Zeit (Aktualisierung der aktuellen Kalenderwerte),
- die Aktualisierung der Signallampen:
RUN, I/O, ERR, COM,
- die Erkennung des Betriebsartwechsels RUN/STOP,
- die Überwachung weiterer Systemparameter,
• die Verarbeitung der vom PG und
Erweiterungsanschluß übermittelten
Anforderungen.
Interne Verarbeitung
Erfassung der Eingänge
(%I)
Programm abarbeiten
Erfassung der Eingänge:
• Zustand der an den Eingängen (%I) vorhandenen Informationen in den
Speicher schreiben,
Programm abarbeiten:
• Das vom Anwender geschriebene
Programm wird sodann ausgeführt.
Aktualisierung der
Ausgänge (%O)
Aktualisierung der Ausgänge:
• Ausgangsbits (%Q) werden gemäß dem im Programm definierten Zustand geschrieben.
Betriebszyklus
• Steuerung im RUN-Betrieb
Der Prozessor führt die interne Verarbeitung, die Erfassung der Eingänge, das
Abarbeiten des Programms und die Aktualisierung der Ausgänge aus.
• Steuerung im STOP-Betrieb
In diesem Fall führt der Prozessor nur die interne Verarbeitung, die Erfassung der
Eingänge und die Aktualisierung der Ausgänge durch.
ACHTUNG
Überschreitung der Ausführungsdauer
Die Ausführungsdauer des Anwenderprogramms wird von der Steuerung überwacht (Watchdog), sie darf 150 ms nicht überschreiten. Sonst tritt ein Fehler auf, der zum sofortigen Stillstand der Steuerung führt (Signallampen RUN und ERR blinken).
1/9
A
Mögliche Fälle, die beim Betrieb auftreten
1 Zykluszeit < Watchdog-Zeit
Normaler Betrieb, sofort nach Beendigung eines Zyklus wird der nächste gestartet.
2 Zykluszeit > Watchdog-Zeit
Die Steuerung schaltet auf die Betriebsart STOP um, die Signallampen RUN und
ERR blinken, und das Systembit %S11 wird auf "1" gesetzt.
Zeitdiagramm bei zyklischer Ausführung
Abarbeitung des
Programms
Abarbeitung des
Programms
Zeit
Dauer Zyklus n Dauer Zyklus n+1
Legende:
T.I = Interne Verarbeitung %I = Erfassung der Eingänge der Ausgänge
%Q = Aktualisierung
1.3-2 Periodische Ausführung
In diesem Fall erfolgt die Erfassung der
Eingänge, die Abarbeitung des
Programms und die Aktualisierung der
Ausgänge periodisch und zwar entsprechend einer vom Anwender bei der Konfiguration definierten Zeit (2 bis
150 ms).
Zu Beginn eines Steuerungszyklus wird eine Software-Zeitfunktion auf den in der
Konfiguration festgelegten Wert gesetzt.
Der Steuerungszyklus muß vor Ablauf dieser Zeitfunktion beendet sein. Nach ihrem Ablauf wird der nächste Zyklus gestartet.
Wenn die Zykluszeit die programmierte
Zeit überschreitet, wird das Systembit
%S19 auf 1 gesetzt. Das Bit kann vom
Anwenderprogramm oder vom Anwender auf null zurückgesetzt werden.
Start
der Periode
Erfassung der Eingänge
(%I)
Abarbeitung des
Programms
Aktualisierung der
Ausgänge (%Q)
Interne Verarbeitung
Ende der
Periode
1/10
Allgemeine Beschreibung
1
A
Achtung
Überschreiten der Ausführungsdauer
Die Ausführungsdauer des Anwenderprogramms wird von der Steuerung überwacht
(Software-Watchdog) und darf 150 ms nicht überschreiten. Andernfalls tritt ein
Fehler auf, der zum sofortigen Stillstand der Steuerung führt (Signallampen RUN und ERR blinken).
Folgende Fälle können beim Betrieb eintreten:
1 Zykluszeit < programmierte Periode
Bei normaler Funktionsweise wird der nächste Zyklus gestartet, sobald das Ende der programmierten Periode erreicht ist.
2 Periode < Zykluszeit < Watchdog-Zeit
Das Systembit %S19 wird vom System auf "1" gesetzt. Das Setzen seines Zustands auf "0" obliegt dem Anwenderprogramm. Die Steuerung bleibt in der Betriebsart
RUN.
3 Zykluszeit > Watchdog-Zeit
Die Steuerung schaltet auf die Betriebsart STOP um, die Signallampe RUN blinkt und das Systembit %S11 wird auf "1" gesetzt.
Zeitdiagramm einer periodischen Ausführung
Programmausführung
T.I.
T.I.
T.I.
Periode Periode
Legende:
T.I = Interne Verarbeitung %I = Erfassung der Eingänge der Ausgänge
%Q = Aktualisierung
1/11
A
1.4
Eingangs-/Ausgangserweiterung
Die erweiterbaren SPS-Grundgeräte können mit einer Ein-/Ausgangserweiterung ausgestattet werden. Diese Erweiterung besteht aus einem "SPS-Grundgerät" (10,
16 oder 24 E/A), das als Ein-/Ausgangs-Erweiterung konfiguriert wird oder aus einer E/A-Erweiterung (10 oder 24 E/A).
SPS-Grundgerät E/A-Erweiterung
Erweiterungsverbindung
Die Konfiguration eines erweiterbaren SPS-Grundgerätes wird durch Positionierung des Wahlschalters - so wie in obenstehender Abbildung gezeigt - festgelegt:
• Wahlschalter in Stellung 0 = Grundgerät
• Wahlschalter in Stellung 1 = Ein-/Ausgangs-Erweiterung
Eine Ein-/Ausgangserweiterung erfordert keine besondere Konfiguration, da sie ausschließlich für diese Verwendung konzipiert ist.
Die Erweiterungsverbindung zwischen Grundgerät und Ein-/Ausgangs-Erweiterung erfolgt mit Hilfe eines paarweise verdrillten, abgeschirmten Kabels.
Der maximale Abstand zwischen Grundgerät und Ein-/Ausgangs-Erweiterung ist auf
200 m begrenzt.
Bestellnummer des Kabels: TSX CA0 003 mit einer Länge von 30 cm.
Für längere Kabel sind die Kenndaten in Register A, Abschn. 3.5 zu beachten.
Empfehlung hinsichtlich der Aufteilung der Ein-/Ausgänge auf Grundgerät und
Ein-/Ausgangs-Erweiterungen:
Dem Grundgerät sollten die "kritischen" Ein-/Ausgänge (Reaktionszeiten gering oder auf Sicherheit) zugewiesen werden, um einen optimalen Betrieb des Systems sicherzustellen.
1/12
Allgemeine Beschreibung
1
A
1.5
Adressierung der Ein- und Ausgänge
Die Adressierung eines Ein-/Ausgangs ist durch folgende Zeichen festgelegt:
% I oder Q 0 oder 1 • i
Symbol I = Eingang
Q = Ausgang
0 = SPS GrundPunkt gerät oder SPS-
Erweiterung
1 = E/A-Erweiterung
i = Kanalnummer
(siehe nachstehende Tabelle)
SPS-Grundgerät E/A-Erweiterung
Beispiele:
%I0.3 bedeutet: Eingang, Kanal Nr. 3 des Grundgerätes
%Q1.6 bedeutet: Ausgang, Kanal Nr. 6 der Steuerung, die als Ein-/Ausgangserweiterung verwendet wird.
Kanalnummern für die verschiedenen Steuerungstypen:
Steuerungstyp E/A-Anzahl Eingänge Ausgänge
TSX 07 •• 10 •• 10 (6E + 4A) i = 0 bis 5 i = 0 bis 3
TSX 07 3L 1428
TSX 07 •• 16 ••
TSX 07 3L 2028
TSX 07 •• 24 ••
14 (8E + 6A)
16 (9E + 7A)
20 (12E + 8A)
24 (14E + 10A) i = 0 bis 7 i = 0 bis 8 i = 0 bis 11 i = 0 bis 13 i = 0 bis 5 i = 0 bis 6 i = 0 bis 7 i = 0 bis 9
1/13
A
1.6
Funktionsspezifische Ein-/Ausgänge
Beschreibung
Alle Ein-/Ausgänge sind standardmäßig als digitale E/A konfiguriert. Dennoch können bestimmte Ein-/Ausgänge eines SPS-Grundgerätes oder einer Steuerungserweiterung durch entsprechende Konfiguration spezifischen Funktionen zugewiesen werden.
Ein Ein-/Ausgang, der bereits für eine Funktion verwendet wird, kann für keine andere
Funktion eingesetzt werden.
Funktionsspezifische Eingänge
Eingangs-
Funktionen
Eingang Grundgerät oder SPS-Erweiterung
%I0.0
%I0.1
%I0.2
%I0.3
%I0.4 %I0.5 %I0.6 - %I0.13
RUN/STOP
Impulsmerker
Eingänge für schnelles
Auf-/Abwärtszählen
Zählfunktion
Vorwahl
Zählen
Auf-/Abwärtszählen aktiv/stoppen
•
• • • • • •
_
• • • • • •
_
_
_
_ _ _ _ _ _
•
_ _ _ _ _
_
•
_ _ _ _
Abwärtszählen _
Impulsmerker _
Analogeingang
_
_
_
_
•
_ _ _
_
•
_ _
•
_ _ _ _ _ _
Funktionsspezifische Ausgänge
Ausgangsfunktionen(1)
SICHERHEIT
PULSE : Impulsfolge
PWM: Pulsbreitenmodulation
Analogausgang
Ausgänge für schnelles Auf-/
Abwärtszählen
•
HSC_Out 0 _
HSC_Out 1 _
•
•
•
Ausgänge Grundgerät oder SPS-Erweiterung
%Q0.0
%Q0.1 %Q0.2 %Q0.3
%Q0.4 % bis %Q0.10
• • •
_
_
_
_
_
_
_
_
_
_ _ _
•
_ _
_
•
_
_
_
_
(1) Wenn die Ausgänge %Q0.0, &Q0.2 und %Q0.3 als funktionsspezifische Ein-/Ausgänge konfiguriert sind, dürfen sie im Anwendungsprogramm nicht als Ausgang verwendet werden (z.B. mit den booleschen Anweisungen ST, STN und R, dem Befehlsbit für Drum-Bausteine DRI oder als dem
Echtzeitbaustein RTC zugeordneter Ausgang).
1/14
Allgemeine Beschreibung
1
A
Definition
Die Verwendung dieser Ein-/Ausgänge ist in Kapitel 4 dieses Registers definiert. Die nachstehend aufgeführte Beschreibung beschränkt sich auf die Definition der Funktion der einzelnen Ein-/Ausgänge.
• Eingang RUN/STOP (siehe Abschnitt 4.1)
Mit ihm ist es möglich, über einen externen Schalter
- die Ausführung des Programms zu starten (RUN),
- die Ausführung des Programms zu stoppen (STOP).
• Eingang Statusspeicherung (siehe Abschnitt 4.3)
Mit ihm ist die Speicherung eines Impulses möglich, dessen Dauer kürzer ist als ein
Zyklus und der beim nächsten Zyklus berücksichtigt wird.
• Eingänge verbunden mit der Schnellzählfunktion (siehe Abschnitt 4.4)
Eingang Zählfunktion
Er ermöglicht die Erfassung eines Zählimpulses bei einer maximalen Frequenz von:
- 5 oder 10 kHz bei Konfiguration als schneller Zähler oder als Frequenzmesser,
- 1 kHz bei Konfiguration als schneller Auf-/Abwärtszähler.
Eine mögliche Anwendung ist die Verwaltung eines analogen Eingangsmoduls
(s. Abschnitt 1.11).
Eingang Voreinstellung Zählfunktion
Er ermöglicht:
- entweder die Voreinstellung auf 0 im Fall einer Verwendung als schneller Zähler,
- oder die Voreinstellung eines in der Konfiguration festgelegten Wertes im Fall einer
Verwendung als Auf-/Abwärtszähler.
Eingang Auf-/Abwärtszählen aktivieren
Er ermöglicht es, daß die an den Eingängen zum Auf- und Abwärtszählen empfangenen Signale berücksichtigt werden.
Eingang Abwärtszählen
Er ermöglicht die Erfassung eines Abwärtszählimpulses mit einer maximalen
Frequenz von 1 kHz.
Eingang Impulsmerker
Er ermöglicht ein unmittelbares Ablesen des aktuellen Wertes.
• SICHERHEITS-Ausgang (siehe Abschnitt 4.2)
Normalerweise im Zustand 1. Er geht bei einer Störung der Steuerung auf "0" und kann somit in externen Sicherheitsstromkreisen verwendet werden.
• PULSE-Ausgang (siehe Abschnitt 4.5)
Er ermöglicht die Generierung eines Signals mit einer variablen Periode (Frequenz), jedoch mit konstantem Tastverhältnis, das gleich 50 % der Periode ist.
• PWM-Ausgang (siehe Abschnitt 4.6)
Er ermöglicht die Generierung eines Signals mit konstante Periode (Frequenz), bei dem jedoch das Tastverhältnis variieren kann.
Eine mögliche Anwendung ist die Verwaltung eines analogen Ausgangsmoduls (s.
Abschnitt 1.11).
• HSC-Ausgänge (siehe Abschnitt 4.4)
Wenn sie mit der Schnellzählfunktion verbunden sind, ermöglichen diese Ausgänge die Erfassung von Informationen, ohne die Aktualisierung am Zyklusende abzuwarten.
1/15
A
1.7
Zusätzliche Angaben zu den Ein-/Ausgängen
1.7-1 Eingänge mit programmierbarer Filterung
Die Störfestigkeit der Eingänge eines SPS-Grundgerätes oder einer Steuerungserweiterung kann durch Konfiguration mit Hilfe des Programmiergerätes durch
Einstellung der Filterzeit geändert werden. Folgende Werte sind konfigurierbar:
• 12 ms: Störfestigkeit gegen Kontaktprellen und gegen Störsignale
• 3 ms: Störfestigkeit gegen Kontaktprellen und gegen Störsignale
• Keine Filterung: Erfassung kurzer Signale bei schnellen Anwendungen, aber
Empfindlichkeit bei Kontaktprellen und Störsignalen. In diesem Fall wird von der
Verwendung trockener Kontakte abgeraten.
Wichtig
Für jeden konfigurierten Filterwert können 3 Bereiche betrachtet werden, die durch
2 Werte voneinander abgegrenzt sind: Störfestigkeit und verwendeter Wert.
Signale von einer Länge kleiner oder gleich der Störfestigkeit werden ignoriert.
Signale von einer Länge größer oder gleich dem verwendeten Wert werden erfaßt.
Signale, deren Länge zwischen diesen Werten liegt, können zurückgewiesen oder auch erfaßt werden. Wenn für einen Eingang keine Filterung konfiguriert ist, sind
Störfestigkeit und verwendeter Wert für die Eingänge %I0.8 bis %I0.13 festgelegt, hängen aber bei den Eingängen %I0.0 bis %I0.7 davon ab, ob der Eingang %I0.0
mit der Funktion Zähler oder Frequenzmesser konfiguriert ist.
Konfigurierte Filterung
12 ms
3 ms
Keine Filterung und %FC nicht konfiguriert
Keine Filterung und %FC konfiguriert als
Zähler (5 kHz) oder
Frequenzmesser (5 kHz)
Keine Filterung und %FC konfiguriert als
Zähler (10 kHz) oder
Frequenzmesser (10 kHz)
Störfestigkeit
10 ms
2 ms
Verwendeter Wert
13 ms
4 ms
0,125 ms für %I0.8 bis %I0.13
0,375 ms für %I0.8 bis %I0.13
0,025 ms für %I0.0 bis %I0.7
0,100 ms für %I0.0 bis %I0.7
0,125 ms für %I0.8 bis %I0.13
0,375 ms für %I0.8 bis %I0.13
0,025 ms für %I0.0 bis %I0.7
0,100 ms für %I0.0 bis %I0.7
0,125 ms für %I0.8 bis %I0.13
0,375 ms für %I0.8 bis %I0.13
0,007 ms für %I0.0 bis %I0.7
0,037 ms für %I0.0 bis %I0.7
Wichtig
Falls keine Filterung konfiguriert ist und die verwendeten Werte unterhalb der
Zykluszeit der Steuerung (und damit des Abfrageintervalls der Eingänge) liegen, muß der Eingang verwendet werden, der dieses Signal beim Erfassen der Impulse verwaltet, um die Verarbeitung eines Signals, dessen Länge den verwendeten
Wert überschreitet, sicherzustellen.
1/16
Allgemeine Beschreibung
1
A
• Digitale Eingänge
Standardmäßig sind alle Eingänge eines SPS-Grundgerätes, einer E/A-Erweiterung oder einer Steuerungserweiterung mit einer Störfestigkeit von 12 ms konfiguriert.
Diese Zeit kann auf einem Grundgerät oder einer Steuerungserweiterung pro
Kanalgruppe geändert werden.
• Eingänge mit Impulsmerker
Die ersten 6 Eingänge (%I0.0 bis %I0.5) eines SPS-Grundgerätes oder einer
Steuerungserweiterung können jeweils für Impulsmerker konfiguriert werden. Diese
Funktionalität ist einzusetzen, um jeden Impuls zu speichern, dessen Länge geringer ist als die Zykluszeit der Steuerung. In diesem Fall hängen die Störfestigkeit und der verwendete Wert des Eingangs auch von der Konfiguration der Funktion als schneller Zähler %FC ab.
Eing. %I0.0 bis %I0.5, Modus Impulsmerker Störfestigkeit Verwendeter Wert
%FC nicht konfiguriert
%FC konfiguriert als Zähler (5 kHz) oder Frequenzmesser (5 kHz)
%FC konfiguriert als Zähler (10 kHz) oder Frequenzmesser (10 kHz)
0,025 ms
0,025 ms
0,007 ms
0,100 ms
0,100 ms
0,037 ms
• Eingänge Schnellzählfunktion
Wird bei der Konfiguration die Verwendung eines schnellen Zählers, eines Frequenzmessers oder eines Auf-/Abwärtszählers definiert, werden folgende Eingänge automatisch als Impulszähleingänge zugewiesen:
- %I0.0 für schnellen Zähler oder Frequenzmesser,
- %I0.0 und %I0.3 für Auf-/Abwärtszähler.
Verwendung als schneller Zähler und Frequenzmesser
Zwei Betriebsarten sind konfigurierbar: 5 kHz und 10 kHz. Der Eingang %I0.0 zählt daraufhin die Impulse; diese werden nur dann berücksichtigt, wenn minimale
Impulsdauer und Abstand zwischen den Impulsen eingehalten werden.
Betriebsart Störfestigkeit Min. Impulsdauer Min. Abstand zwischen Impulsen
5 kHz
10 kHz
0,025 ms
0,004 ms
0,100 ms
0,045 ms
0,100 ms
0,045 ms
Verwendung als Auf-/Abwärtszähler:
Die Eingänge %I0.0 und %I0.3 zählen Impulse auf oder ab; diese müssen die
Merkmale der minimalen Länge und der minimalen Abstände zwischen ihnen einhalten, um berücksichtigt zu werden. Die maximale Frequenz liegt bei 1 kHz.
%I0.0 u. %I0.3Störfestigkeit Min. Impulsdauer Min. Abstand zwischen Impulsen
0,025 ms 0,100 ms 0,100 ms
Wichtig
• Während der Eingang mit Aufwärtszählerfunktion %I0.0 im Zustand "1" ist, erfolgt am Eingang %I0.3. kein Abwärtszählen.
• Während der Eingang mit Abwärtszählerfunktion %I0.3 im Zustand "1" ist, erfolgt am Eingang %I0.0 kein Aufwärtszählen.
1/17
A
1.7-2 Steuerungen TSX 07
●● ●●
12 mit integriertem Schutz
Schutz gegen Überlast und Kurzschluß
Die Steuerungen TSX 07
●● ●●
12 sind mit 4, 7 oder 10 Transistorausgängen ausgestattet, die gegen Überlasten von bis zu 1A und Kurzschlüsse gesichert sind.
0,5A-Transistorausgänge sind mit einer Einrichtung versehen, mit der eine Überlast oder ein Kurzschluß an einem aktiven Ausgang festgestellt werden kann. Das
Auftreten eines Fehlers dieses Typs verursacht:
• Begrenzung des Stroms (normalerweise auf 1A) für den betroffenen Ausgang.
• Abtrennen aller Ausgänge dieses Bausteins (Grundsteuerung oder E/A-Erweiterung).
• Aktivieren der E/A-Signalleuchte (permanentes Leuchten) am Grundgerät (falls die
Ausgänge des Grundgeräts abgetrennt wurden) oder der Signalleuchten am
Grundgerät und der E/A-Erweiterung (falls die Ausgänge der E/A-Erweiterung abgetrennt wurden).
• Setzen folgender Systembits auf 0: E/A-Fehler %S10, geänderter Systemstatus
%S118, %S119, %SW118:X0 und %SW119:X0 (siehe Abschnitte B 5.1, B 5.2 und
B 6.3).
Zurücksetzen der Transistorausgänge
Wenn die Steuerungsausgänge wegen eines Fehlers abgetrennt worden sind, müssen sie zurückgesetzt werden. Da das Abtrennen von Ausgängen die Ausführung des von der Steuerung kontrollierten Prozesses einschränkt, wird empfohlen, das Zurücksetzen der Transistorausgänge von manuellen Eingriffen abhängig zu machen. So kann der
Bediener vor dem Zurücksetzen alle für das Steuerungssystem und für die betroffenen
Personen erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Abschnitt B 6.3 beschreibt die empfohlenen Programmanweisungen.
Hinweis:
Liegt der von der SPS gesteuerte Vorgang in der Verantwortung des Anwenders, kann ein automatisches Zurücksetzen programmiert werden (siehe Abschnitt B 6.3).
Wichtig
Ein Kaltstart der Steuerung (Setzen von %S0 ) hebt die Abtrennung auf und führt zu dem Versuch, die Transistorausgänge zurückzusetzen.
1/18
Allgemeine Beschreibung
1
A
1.8
Analogeinstellregler (Potentiometer)
Prinzip
Ein Analog-/Digital-Wandler wandelt die Spannung an den Klemmen eines
Potentiometers in einen digitalen Wert (zwischen 0 und 255) um, der in einem Wort gespeichert wird. Dieser Wert kann beispielsweise als Vorwahlwert einer Zeitfunktion verwendet werden, der bei entsprechender Auswertung durch das Anwenderprogramm die manuelle Einstellung einer Zeitfunktion erlaubt, ohne daß ein Programmiergerät zur Änderung des Vorwahlwerts notwendig wäre. Ein entsprechendes
Programmierbeispiel ist im Register B - Abschnitt 3.2 - beschrieben.
Analog
Wert von 0 bis 255
Einstellpotentiometer
Digital
Analog-/Digitalwandler
Speicherung in einem
Systemwort %SW
Analogeinstellregler können nur an SPS-Grundgeräten oder Steuerungserweiterungen eingesetzt werden.
Die Anzahl der Analogeinstellregler hängt von dem Steuerungstyp ab:
• 1 an Steuerungen mit 10, 14 und 20 E/A, mit 0 gekennzeichnet,
• 2 an Steuerungen mit 16 und 24 E/A, mit 0 und 1 gekennzeichnet.
Speicherworte der Analogeinstellregler
Einstellregler 0
Speicherwort Einstellregler 1
Position der Analogeinstellregler (Potentiometer)
Speicherwort
Steuerung 10, 14 und 20 E/A Steuerung 16 oder 24 E/A
1/19
A
1.9
Statusanzeige für Steuerung und Ein-/Ausgänge
• Statusanzeige der Steuerung
Die Rückmeldung der permanent von den
Modulen TSX Nano durchgeführten
Selbsttests wird auf der Vorderseite durch
4 Signalleuchten angezeigt: RUN, ERR, COM und I/O.
LED
RUN
(grün)
ERR
(rot)
COM
(gelb)
I/O
Zustand Grundgerät
LED oder Steuerungserweiterung leuchtet blinkt
Steuerung auf RUN
E/A-Erweiterung
SPS im RUN-Betrieb
Steuerung auf STOP oder Ausführungsfehler wie Grundgerät erloschen ausgesch. oder Applikation nicht ausführbar leuchtet interne Fehler (Watchdog, .... ) blinkt Applikation nicht ausführbar erloschen Betrieb OK keine/fehlerh. Verb.
wie Grundgerät
- - - - - - - - - -
Betrieb OK leuchtet blinkt
Austausch über Erweiterungsanschluß läuft (1) wie Grundgerät
Austausch über Modbus-Slave läuft (1) - - - - - - - - - erloschen kein Austausch über Erweiterungsanschluß oder Modbus aktiv leuchtet E/A-Fehler (getrennte Ausgänge, Gebervers.) wie Grundgerät blinkt _ Betrieb OK
(rot) erloschen Betrieb OK _
Betrieb über Erweiterungsanschluß und Betrieb über Modbus schließen sich gegenseitig aus.
• Ein-/Ausgangs-Anzeige
Der Status der einzelnen Ein-/Ausgänge wird vorne an der Steuerung durch eine rote
(Steuerungen bis Version V3.0) oder grüne (ab Version V3.0) Signallampe angezeigt.
Steuerung 10 E/A
Steuerungen 14/16 E/A
LED an: Ein-/
Ausgang aktiv
LED aus: Ein-/
Ausgang nicht aktiv
Steuerungen 20/24 E/A
Beim Einschalten leuchten alle Signalleuchten für eine Dauer von ungefähr 1 s auf.
1/20
Allgemeine Beschreibung
1
A
• Anzeige interner Bits
Die Steuerungen TSX Nano erlauben, wenn das Systembit %S69 auf "1" gesetzt ist, anstelle der E/A-Anzeige die Zustandsanzeige von 8 oder 16 internen Bits.
Folgende Anzeige erscheint auf der Vorderseite:
Steuerung mit 10 E/A blinkend (1)
Steuerung mit 14/16 E/A blinkend(1)
Steuerung mit 20/24 E/A blinkend (1)
(1) jede Sekunde fünfmaliges kurzes Aufblinken
1/21
A
1.10
Steuerungserweiterungen
Es können maximal drei Steuerungserweiterungen an das erweiterbare SPS-
Grundgerät angeschlossen werden, wobei der Datentransfer über
Datenaustauschworte (COM-Worte %IW und %QW) erfolgt. In dieser Konfiguration kann nur das Grundgerät eine Ein-/Ausgangserweiterung erhalten.
SPS-Grundgerät SPS-Erweiterung 2 SPS-Erweiterung 3 SPS-Erweiterung 4
Erweiterungsverbindung
E/A-Erweiterung
Hinweis:
Die Verdrahtungsreihenfolge hat keine Auswirkung auf den
Betrieb.
Die Funktion der einzelnen Steuerungen wird durch Positionierung des Wahlschalters, wie in obenstehender Abbildung gezeigt, festgelegt.
Steuerungsfunktion Grund- E/A- Erweiterung TSX Micro Erw.
gerät Erw. (Modul TSX STZ10) SPS2
Erw.
SPS3
Erw.
SPS4
Stellung des Schalters 0 1 2 3 4 5 6 7
Verbindungsadresse 0 1 2 3 4 2 3 4
Die Adressierung der Ein-/Ausgänge der Steuerungserweiterungen SPS2, SPS3 und
SPS4 ist identisch mit der des Grundgerätes (%I0.i und %Q0.i).
Die Erweiterungsverbindung zwischen Grundgerät und den Erweiterungen (E/A-
Erweiterung und/oder Steuerungen) wird mit einem paarweise verdrillten, abgeschirmten
Kabel hergestellt (Informationen über verwendbare Kabeltypen siehe Abschnitt 3.5 -
Register A).
Die maximale Distanz zwischen Grundgerät und der letzten Steuerungserweiterung ist auf 200 m begrenzt.
Wichtig
Die Stellung des Wahlschalters wird nur beim Einschalten der Steuerung berücksichtigt.
1/22
Allgemeine Beschreibung
1
A
Um den Datenaustausch zwischen Grundgerät und SPS- oder E/A-Erweiterungen zu optimieren, ist es notwendig, die abzufragenden Einheiten und die Übertragungsgeschwindigkeit zu konfigurieren.
Dauer eines globalen Austauschzyklus (vollständiger Zyklus)
3
4
1
2
Anzahl der abgefragten Übertragungsgeschwindigkeit
Erweiterungen 9600 Bits/s 19200 Bits/s
17 bis 19 ms
34 bis 35 ms
6 bis 8 ms
16 bis 18 ms
53 bis 55 ms
72 bis 74 ms
26 bis 28 ms
35 bis 36 ms
Achtung
Das Systembit %S72 ermöglicht die vollständige Sperrung der Abfrage der
Steuerungserweiterungen. Es hat gegenüber der in der Konfiguration getroffenen
Wahl Priorität.
Wichtig
Die Bits X1, X2, X3 und X4 des Systemworts %SW71 ermöglichen es, den Zustand der Kommunikation mit jeder einzelnen SPS-Erweiterung auf der
Erweiterungsverbindung abzufragen (Bit auf "1": Kommunikation OK). Bei einer
Übertragungsgeschwindigkeit von 19200 Bits/s kann es bei der Animation von
Daten unter PL7-07 zu einer Leistungsminderung kommen.
Alle Steuerungen eines gleichen Nanet-Netzwerkes müssen unbedingt mit der gleichen Geschwindigkeit konfiguriert werden.
1/23
A
1.11 Steuerungen TSX Nano mit einem integrierten Analogeingang
1.11-1 Beschreibung
Die Steuerungen TSX 07 32/33 •• •• verfügen über einen nicht isolierten Eingangskanal
0/10V. Hinsichtlich der Eigenschaften und Funktionen entsprechen sie den Modulen
TSX07 30/31 •• •• (siehe Abschn. 1.2-3). Insbesondere kann bei diesen Modulen ein externer analoger Ein- oder Ausgangskanal verwendet werden.
Der analoge Eingangskanal befindet sich am Port der Erweiterungsfunktion der
Module TSX 07 30/31 •• •• . Somit erlauben die Steuerungen TSX 07 32/33 keine
Anbindung an weitere Steuerungen und auch keine Verbindung vom Typ Modbus-
Slave.
Die Verwaltung des analogen Eingangskanals erfolgt mittels des Systemworts %SW112 in der Anwendung. Ein Potentiometer P0 ermöglicht die Korrektur eventuell auftretender
Fehler in der Meßkette bestimmter Anwendungen.
Potentiometer P0
Geber
Detaillierte Ausführungen zur Verwaltung des analogen Eingangskanals des
Moduls TSX 07 32/33 •• finden sich in Abschn. 3.3, Register B.
1/24
Allgemeine Beschreibung
1
A
1.12 Die Analogmodule
1.12-1 Allgemeine Beschreibung
Die Steuerungs-Grundgeräte TSX 07 30/31 •• •• mit digitalen E/As der Version V3 oder höher sind in der Lage, Module mit analogen Ein-/Ausgängen zu verwalten.
Die Reihe TSX Nano verfügt über 3 Arten von Analogmodulen:
• Die analogen Ein-/Ausgangsmodule TSX AMN 4000/4001, die über die E/A-
Erweiterungsverbindung verwaltet werden,
• Die Module TSX AEN••• eines Analogeingangs, die den Eingang %I0.0 des
Grundgerätes im Modus Frequenzmesser verwenden,
• Die Module TSX AEN••• eines Analogeingangs, die mittels des PWM-Ausgangs verwaltet werden (die Grundgeräte müssen über Transistorausgänge verfügen).
1.12-2 Beschreibung des Moduls TSX AMN 4000/4001
Die Analogmodule der Reihe TSX AMN 4000/4001 liegen in zwei Konfigurationen vor, die sich durch ihre Stromversorgung unterscheiden. Jedes Modul verfügt über
3 Eingangskanäle und über einen Ausgangskanal.
Diese Module werden vom Steuerungsgrundgerät wie Steuerungserweiterungen verwaltet (maximal 3).
Analoge Module und Steuerungserweiterungen können innerhalb einer gleichen
Verbindung miteinander kombiniert werden.
SPS-Grundgerät
E/A-
Erweiterung
Analogmodul 1 Analogmodul 2 Analogmodul 3 max. 200 Meter
Die Adressierung der Ein-/Ausgänge der Analogmodule TSX AMN 400• wird durch die
Position des Wahlschalters definiert (siehe Abbildung).
Funktion Steuerung/ SPS-Gr.- E/A- Erweiterung TSX Micro AnalogAnalogAnalog-
Analogmodule gerät Erw. (Modul TSX STZ10) Modul 1 Modul 2 Modul 3
Pos. d. Wahlschalters 0
Adresse Verbindung 0
1
1
2
2
3
3
4
4
5
2
6
3
7
4
Wichtig
Die Position des Wahlschalters wird erst beim Einschalten der Steuerung berücksichtigt.
1/25
A
Die Konfiguration der Analogmodule erfolgt im Konfigurationsmenü von PL7 07.
Der Datenaustausch zwischen dem SPS-Grundgerät und den Analogmodulen erfolgt mittels der Datenaustausch-(COM-)Worte %IW und %QW.
Weitere Einzelheiten zur Verwaltung der analogen E/A-Module TSX 07 AMN 4000/
4001 sind im Abschn. 4.2, Register B, enthalten.
1.12-3 Statusanzeige der Module TSXAMN 4000/4001
• Statusanzeige der Steuerung
Die Rückmeldung der permanent von den
Analogmodulen durchgeführten Selbsttests wird auf der Vorderseite durch 4 Signalleuchten angezeigt: RUN, ERR, COM und I/O.
LED
RUN
(grün)
ERR
(rot)
COM
(gelb)
I/O
(rot)
LED-
Zustand
Bedeutung leuchtet Applikation auf RUN erloschen ausgeschaltet oder Applikation nicht ausführbar leuchtet interne Fehler (Selbstkalibrierungsfehler oder Autotest nicht OK) blinkt falsche Moduladressierung erloschen Funktion OK leuchtet Kommunikation läuft erloschen kein Austausch leuchtet obere und untere Grenzwerte der Analogeingänge überschritten erloschen Funktion OK
1/26
Allgemeine Beschreibung
1
A
1.12-4 Beschreibung TSX AEN/ASN •••
Jedes SPS-Grundgerät unterstützt maximal ein Eingangs- und ein Ausgangsmodul.
Die Verwaltung des analogen Eingangsmoduls erfolgt mit Hilfe des Eingangs mit der
Schnellzählfunktion.
Die Verwaltung des analogen Ausgangsmoduls erfolgt mit Hilfe des PWM-Ausgangs
(die SPS-Grundgeräte müssen unbedingt über Transistorausgänge verfügen).
TSX Nano
Eingang mit Schnellzählfunktion
Modul
1 Eingang ANA
Modul
1 Ausgang ANA
Impulsausgang (PWM )
Der Eingang mit der Schnellzählfunktion und der PWM-Ausgang werden über das
Konfigurationsmenü von PL7-07 konfiguriert.
Die Verwaltung der Befehle der Eingangsfunktionen, des erfaßten analogen
Eingangswerts, der Befehle der Ausgangsfunktionen und des zu generierenden analogen Ausgangswerts wird in der Applikation durch das Lesen und Schreiben der
Systemworte %SW100 bis %SW103 gesteuert.
Zu Einzelheiten über die Verwaltung analoger E/A-Module siehe Register B, Abschnitte
4.3 und 4.4.
1/27
A
1.12-5 Überblick über die Katalog-Bestellnummern
Spannungsversorgung
E/ABereich Auflösung
Module 0-10V 4-20mA +/-10V 8 8/12 10/12
Bits Bits Bits 100/240 V 24 V c© a
•
1E
• •
Bestell-Nr.
TSX AEN 101
•
•
•
1E
•
1E
•
1A
•
1A
1A
•
3E/1A
• •
•
3E/1A
• •
•
•
•
•
•
• •
•
•
•
•
•
TSX AEN 102
•
TSX AEN 105
TSX ASN 101
TSX ASN 102
TSX ASN 105
TSX AMN 4000
TSX AMN 4001
1/28
2
2 Abmessungen/Montage/Einbau
2.1
Abmessungen
• TSX 07 •• 10 ••, TSX 07 32 1028, TSX AMN 4000/4001
A
• TSX 07 •• 16 •• , ausgen. TSX 07 • 1 1648, TSX 07 3L 1428
• TSX 07 •• 24 ••, 16 E/A: TSX 07 • 1 1648, TSX 07 2028
• TSX AEN 10 • und TSX ASN 10 •
2/1
A
2.2
Montage
Die Steuerungen TSX Nano und Analogmodule können folgendermaßen montiert werden:
• auf Montageplatte oder Schalttafel durch 2 Schrauben Ø M3 (nicht mitgeliefert),
• auf DIN-Profilschienen, Breite 35 mm.
• Montage auf Montageplatte oder Schalttafel mit Schraubbefestigung
Steuerungen/ TSX 07 •• 10 ••
Analog-
TSX 07 •• 16 ••
TSX 07 32 1028 TSX 07 3L 1428
TSX 07 • 1 1648 TSX 07 •• 24 ••
TSX 07 2028 module TSX AMN 400 •
X 86 mm
3,38 inch
116 mm
4,56 inch
146 mm
5,74 inch
146 mm
5,74 inch
• Montage auf DIN-Profilschienen (Breite 35 mm)
Einbau Ausbau
Setzen Sie die Steuerung entsprechend der obigen Abbildung in die DIN-
Profilschiene ein, und lassen Sie sie einrasten.
Achtung
1 Hebeln Sie unter Zuhilfenahme eines
Schraubendrehers die Federzunge, die zur Befestigung auf der DIN-
Profilschiene dient, nach unten heraus, und
2 heben Sie die Steuerung nach oben ab
(siehe Abbildung oben).
Bei der Montage der Steuerungen und Analogmodule auf DIN-Profilschienen müssen Arretierklemmen vom Typ AB1-AB8P35 verwendet werden.
2/2
Abmessungen/Montage/Einbau 2
A
2.3
Einbauvorschriften
Um eine natürliche Luftzirkulation zu ermöglichen, müssen die Steuerungen TSX Nano und die Analogmodule senkrecht und mit den in den nachstehenden Abbildungen angegebenen Mindestabständen angeordnet werden.
• Einbaulage
- in vertikaler Ebene
1 Arretierklemme AB1-AB8P35
2 Abdeckklappe
- in horizontaler Ebene: Einbau untersagt
• Einzuhaltende Mindestabstände
1 Ausrüstung, Gehäuse oder
Maschinenrahmen
2 Kabelwanne oder Kabelrohr
Vermeiden Sie die Installation der SPS über Wärmequellen
(wie Transformatoren, Netzteile, Leistungsschütze usw.).
2/3
A
2/4
3
3 Anschlüsse
3.1
Vorsichtsmaßnahmen und E/A-Verdrahtungsvorschriften
3.1-1 Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen und Vorschriften
Die Anschlußklemmen der Steuerungen TSX Nano sind zum Schutz von Personen durch eine abnehmbare Abdeckung geschützt, wenn die Steuerung eingeschaltet ist.
Jede Klemme kann maximal zwei 1 mm 2 starke Drähte aufnehmen, die mit Kabelhülsen und offenen bzw. geschlossenen Kabelschuhen versehen sind.
Max. Anzugsdrehmoment der Klemmenschrauben: 0,5 Nm.
A
1
2
5,5 mm max.
Ø 3,2 mm min.
Werden geschlossene Kabelschuhe verwendet, ist die Demontage der Abdeckung erforderlich, um die Schraube zur Montage des Kabelschuhs abzunehmen.
Demontage der Abdeckung
Bei den Steuerungen TSX Nano sind eingangs-/ausgangsseitig Schutzvorrichtungen vorgesehen, die eine hohe Störfestigkeit in industrieller Umgebung sicherstellen.
Dennoch müssen bestimmte Vorschriften eingehalten werden, um diese Störfestigkeit zu erhalten.
• Digitale Eingänge
Jedes mehradrige Kabel, in dem Geberinformationen übertragen werden, muß auch
über eine gemeinsame Geberrückleitung verfügen.
• Digitale Ausgänge
Relaisausgänge: müssen unbedingt parallel an die Klemmen der Spule des Stellgliedes angeschlossen werden:
- Wechselstrom-Schutzstromkreis vom Typ RC oder MOV (ZNO),
- Gleichspannungs-Entladediode.
• Kabelführung
- Außerhalb des Gerätes
Alle E/A-Kabel müssen getrennt von Speiseleitungen und in einem Mindestabstand von 100 mm in separaten Kabelkanälen verlegt werden.
- Innerhalb des Gerätes
Leistungskabel (Netzteile, Leistungsschütze, ...) müssen von den Eingangskabeln
(Gebern) und von den Ausgangskabeln (Stellgliedern) getrennt verlegt werden.
Eingangs- und Ausgangskabel müssen nach Möglichkeit in getrennten Kabelkanälen untergebracht werden.
3/1
A
3.1-2 Besondere Vorsichtsmaßnahmen bei der Verkabelung digitaler
Eingänge mit niedriger Störfestigkeit
Bestimmte Eingänge können für folgende Funktionen konfiguriert werden:
• Schneller Zähler oder Frequenzmesser, Frequenz 5 kHz oder 10 kHz (Eing. %I0.0),
• Auf-/Abwärtszähler, 1 kHz (Eingänge: aufwärts %I0.0, abwärts %I0.3),
• Impulsmerker (Eingänge %I0.0 bis %I0.5),
• Digitaleingang ohne Filter (%I0.0 bis %I0.3 und %I0.4 bis %I0.7).
Da die Störfestigkeit dieser konfigurierten Eingänge gemindert ist, sind bei der
Verkabelung bestimmte Vorsichtsmaßnahmen zu beachten.
• Eingang %I0.0 für schnellen Zähler oder Frequenzmesser (5 oder 10 kHz),
Zähler 1 kHz, Impulsmerker oder Digitaleingang ohne Filter:
Es ist in jedem Falle abgeschirmtes Kabel zu verwenden, das folgendermaßen angeschlossen wird:
- Die Abschirmung des Kabels wird obligatorisch an Klemme C (COM): Gemeinsamer der Eingänge, angeschlossen (an "-" der Versorgung bei Eingängen mit positiver
Logik und and "+" der Versorgung bei Eingängen mit negativer Logik).
- Klemme C (COM) wird mit der Masse der Anlage verbunden.
Beispiel: Prinzipschaltplan für den Anschluß eines 3-Drahtgebers mit positiver
Logik an Eingang %I0.0.
Geberversorgung
3-Drahtgeber abgeschirmtes
Kabel
Steuerungsversorgung
Abschirmung
Verbindung < 20 cm
Masse der Anlage
Hinweis: Bei Verwendung der Auf-/Abwärtszählfunktion 1 kHz wird Eingang %I0.3 (abwärts) nach dem gleichen Prinzip verkabelt wie Eingang %I0.0.
3/2
Anschlüsse 3
A
• Andere Impulsmerkereingänge (%I0.1 bis %I.05) oder Digitaleingänge ohne
Filter (%I0.1 bis %I.07):
Als allgemeines Prinzip gilt, daß alle Leiter für einen Geber, die an einen Eingang angeschlossen werden, im gleichen Kabel zusammengefaßt sein sollen. Aus diesem Grunde ist pro Eingangskanal ein Kabel zu verwenden.
Beispiel: Prinzipschaltplan für den Anschluß von Eingängen mit positiver Logik.
3-Drahtgeber
Geberversorgung
2-Drahtgeber
Steuerungsversorgung Kabel Kabel
3/3
A
3.2
Stromversorgungsanschlüsse
• 24-V-Gleichspannungsversorgung zur Gleichstromversorgung der a Geber zur Gleichstromversorgung der
Stellglieder
TSX 07 •• •••2
Q Haupttrennschalter
KM Leitungsschütz (bei kleinen Anlagen nicht unbedingt erforderlich)
TSX AMN 4001
Q Haupttrennschalter
KM Leitungsschütz oder Leistungsschalter (bei kleinen Anlagen nicht unbedingt erforderlich)
3/4
Anschlüsse 3
A
• 100- bis 240-V-Wechselspannungsversorgung
Hinweis: die Geberversorgung a
24V steht bei den Modellen c 115 V TSX 07 •1 1648 nicht zur Verfügung.
zur Gleichstromversorgung der a Geber zur Wechselstromversorgung der
Stellglieder TSX 07 •• •••8
Q Haupttrennschalter
KM Leitungsschütz (bei kleinen Anlagen nicht unbedingt erforderlich)
TSX AMN 4000
Q Haupttrennschalter
KM Leitungsschütz oder Leistungsschalter (bei kleinen Anlagen nicht unbedingt erforderlich)
3/5
A
3.3
Anschluß der digitalen Eingänge
3.3-1 Anschluß der 24-V-Gleichstromeingänge
• Anschluß der Eingänge mit positiver Schaltlogik
Steuerungen mit Wechselspannungsversorgung
- 10 E/A: TSX 07 • 0 1008, TSX 07 •• 1028
- 14 E/A: TSX 07 3L 1428
- 16 E/A: TSX 07 • 1 1608, TSX 07 •• 1628
- 20 E/A: TSX 07 3L 2028
- 24 E/A: TSX 07 • 1 2408, TSX 07 •• 2428
3-Drahtgeber 2-Drahtgeber
Eingänge
TSX 07 •• ••08/28
Steuerungen mit Gleichspannungsversorgung
- 10 E/A: TSX 07 • 0 1002, TSX 07 • 0 1012, TSX 07 • 0 1022
- 16 E/A: TSX 07 • 1 1602, TSX 07 •• 1612, TSX 07 • 1 1622
- 24 E/A: TSX 07 • 1 2402, TSX 07 •• 2412, TSX 07 • 1 2422
3-Drahtgeber 3-Drahtgeber
Eingänge
TSX 07 •• ••02/12/22
3/6
Anschlüsse 3
A
• Anschluß der Eingänge mit negativer Schaltlogik
Bei Steuerungen mit Wechselspannungsversorgung
- 10 E/A: TSX 07 •0 1008, TSX 07 •• 1028
- 14 E/A: TSX 07 3L 1428
- 16 E/A: TSX 07 •1 1608, TSX 07 •• 1628
- 20 E/A: TSX 07 3L 2028
- 24 E/A: TSX 07 •1 2408, TSX 07 •• 2428
3-Drahtgeber 2-Drahtgeber
Eingänge
TSX 07 •• ••08/28
Bei Steuerungen mit Gleichspannungsversorgung
- 10 E/A: TSX 07 • 0 1002, TSX 07 • 0 1012, TSX 07 • 0 1022
- 16 E/A: TSX 07 • 1 1602, TSX 07 •• 1612, TSX 07 • 1 1622
- 24 E/A: TSX 07 • 1 2402, TSX 07 •• 2412, TSX 07 • 1 2422
3-Drahtgeber 2-Drahtgeber
Eingänge
TSX 07 •• ••02/12/22
3/7
A
3.3-2 Anschluß der 115-V-Wechselstromeingänge
• Steuerung: TSX 07 • 1 1648
Eingänge
TSX 07 • 1 1648
3.4
Anschlüsse der digitalen Ausgänge
3.4-1 Anschluß der Relaisausgänge
(außer bei TSX 07 •1 1648)
• Steuerungen mit 10 E/A: TSX 07 • 0 1022, TSX 07 •• 1028
TSX 07 •• 1022/1028
Ausgänge
* Sicherungsstärke je nach Last
3/8
Anschlüsse 3
A
Anschluß der Relaisausgänge (Fortsetzung)
• Steuerungen mit 14 E/A: TSX 07 3L 1428
16 E/A: TSX 07 •1 1622, TSX 07 •• 1628
TSX 07 •• 1428/1622/1628
Ausgänge
Nicht vorhanden bei
TSX07 3L 1428
* Sicherungsstärke je nach Last
• Steuerungen mit 20 E/A: TSX 07 3L 2028
24 E/A: TSX 07 •1 2422, TSX 07 •• 2428
TSX 07 •• 2028/2422/2428
Ausgänge
Nicht vorhanden bei
TSX07 3L 2028
* Sicherungsstärke je nach Last
Vorgeschriebene Schutzvorrichtungen für die Klemmen der einzelnen Stellglieder
• RC-Schaltung oder Varistor vom Typ
MOV (ZNO) bei Wechselstrom
• Rücklaufdiode bei Gleichstrom
(AC) (DC)
3/9
A
3.4-2 Anschluß der Relaisausgänge bei den Steuerungen TSX 07 •1 1648
TSX 07 •1 1648
Ausgänge
* Sicherungsstärke je nach Last
Vorgeschriebene Schutzvorrichtungen für die Klemmen der einzelnen Stellglieder
• RC-Schaltung oder Varistor vom Typ
MOV (ZNO) bei Wechselstrom
• Rücklaufdiode bei Gleichstrom
(AC)
3.4-3 Anschluß der Transistorausgänge, negative Schaltlogik
• Steuerungen mit 10 E/A: TSX 07 • 0 1002 und TSX 07 • 0 1008
Ausgänge
TSX 07 •0 1002/1008
(DC)
* Sicherungsstärke je nach Last
3/10
Anschlüsse 3
A
Anschluß der Transistorausgänge, negative Schaltlogik (Fortsetzung)
• Steuerungen mit 16 E/A: TSX 07 • 1 1602 und TSX 07 • 1 1608
TSX 07 •1 1602/1608
Ausgänge
* Sicherungsstärke je nach Last
• Steuerungen mit 24 E/A: TSX 07 • 1 2402 und TSX 07 • 1 2408
Ausgänge
TSX 07 •1 2402/2408
* Sicherungsstärke je nach Last
3/11
A
3.4-4 Anschluß der Transistorausgänge, positive Schaltlogik
• Steuerung mit 10 E/A: TSX 07 • 0 1012
Ausgänge TSX 07 •0 1012
* Sicherungsstärke je nach Last
• Steuerung mit 16 E/A: TSX 07 •• 1612
Ausgänge
TSX 07 •1 1612
* Sicherungsstärke je nach Last
3/12
Anschlüsse 3
A
Anschluß der Transistorausgänge, positive Schaltlogik (Fortsetzung)
• Steuerung mit 24 E/A: TSX 07 •• 2412
Ausgänge TSX 07 •1 2412
* Sicherungsstärke je nach Last
3/13
A
3.5
Anschluß einer Ein-/Ausgangserweiterung
Die Ein-/Ausgangserweiterung wird mit Hilfe eines paarweise verdrillten, abgeschirmten Kabels an das SPS-Grundgerät angeschlossen.
• Kabel mit einer Länge von 30 cm: Bestellnummer TSX CA 0003
• bei größeren Längen folgende Kabel verwenden:
- entweder ein paarweise verdrilltes, abgeschirmtes UNI-TELWAY-Kabel:
TSX STC 50: Länge 50 m oder TSX STC 200: Länge 200 m
- oder ein paarweise verdrilltes, abgeschirmtes Kabel mit folgenden Kenndaten:
Aufbau
Kupferader Material-Eigenschaften:
Verzinnte Kupferader, Drahtstärke 18 bis 24
Abschirmung aus verzinntem Kupfergeflecht
PVC-Isolierung
Geflecht aus verzinntem Kupfer
Elektrische Eigenschaften: ohmscher Widerstand eines Leiters: < 85
Ω
/km, ohmscher Widerstand der Abschirmung: < 12 Ω /km
PVC-Isolierung
Der maximal zulässige Abstand zwischen Grundgerät und Ein-/Ausgangserweiterung beträgt 200 m.
SPS-Grundgerät
TSX Nano
E/A-Erweiterung
TSX Nano blau grün Erweiterungsverbindung grün weiß blau
Abschirmung weiß paarweise verdrilltes abgeschirmtes Kabel
Hinweis:
Die angegebenen Farben beziehen sich auf die Verwendung des Kabels TSX CA 0003.
3/14
Anschlüsse 3
A
3.6
Anschluß der Steuerungserweiterungen
Ebenso wie die Ein-/Ausgangserweiterung werden die Steuerungserweiterungen mit
Hilfe eines paarweise verdrillten, abgeschirmten Kabels (Eigenschaften siehe vorhergehende Seite) an das SPS-Grundgerät angeschlossen.
Der maximal zulässige Abstand zwischen dem Grundgerät und der letzten Steuerungserweiterung beträgt 200 m.
• Anschlüsse einer zum SPS-Grundgerät gehörigen Ein-/Ausgangserweiterung und einer Steuerungserweiterung
SPS-Grundgerät
TSX Nano
E/A-Erweiterung
TSX Nano
SPS-Erweiterung 2
TSX Nano
Abschirmung paarweise verdrilltes paarweise verdrilltes abgeschirmtes Kabel abgeschirmtes Kabel
Hinweis:
Werden die SPS-Erweiterungen 3 und 4 verwendet, wird die elektrische Verbindung durch ein paarweise verdrilltes, abgeschirmtes Kabel sichergestellt. Es werden die gleichen Anschlüsse wie zwischen der E/A-Erweiterung und der SPS-Erweiterung 2 verwendet.
• Anschlüsse an das SPS-Grundgerät unter ausschließlicher Verwendung von
Steuerungserweiterungen.
SPS-Grundgerät
TSX Nano
SPS-Erweiterung 2
TSX Nano
SPS-Erweiterung 3
TSX Nano
Abschirmung paarweise verdrilltes abgeschirmtes Kabel paarweise verdrilltes abgeschirmtes Kabel
Hinweis:
Falls die SPS-Erweiterung 4 verwendet wird, wird die elektrische Verbindung durch ein paarweise verdrilltes, abgeschirmtes Kabel sichergestellt. Es werden die gleichen Anschlüsse wie zwischen den SPS-Erweiterungen 2 und 3 verwendet.
3/15
A
3.7
Anschluß eines analogen Gebers (TSX 07 32/33 ••28)
Der analoge Geber wird mittels eines paarweise verdrillten, abgeschirmten Kabels an den analogen Eingangskanal der Steuerung angeschlossen (Verwendung des gleichen
Kabels wie zum Anschluß der E/A-Erweiterung, siehe Abschn. 3.5).
Der maximal zulässige Abstand zwischen Geber und Analogeingang der Steuerung beträgt:
• isolierter Geber
• nicht isolierter Geber
< 30 m mit abgeschirmtem Kabel,
< 10 m mit abgeschirmtem Kabel.
Steuerung TSX Nano
Analogmodul
Steuerung TSX Nano
Analogmodul
Die Klemme NC nicht verwenden
Isolierter
Geber (1)
Nicht isolierter
Geber
(2)
(3)
(1) Ohne Erdbezug,
(2) Es wird empfohlen, das Minus des Analogeingangs zu erden,
(3) Bei Verwendung eines nicht isolierten Gebers muß das Minus des Analogeingangs geerdet werden.
3/16
Anschlüsse 3
A
3.8
Anschluß der Analogmodule (TSX AMN 4000/4001)
3.8-1 Anschluß der Analogmodule an das SPS-Grundgerät
Ebenso wie die digitalen Ein-/Ausgangserweiterungen werden die Analogmodule vom Typ TSX AMN 400• mit Hilfe eines paarweise verdrillten, abgeschirmten Kabels an das Grundgerät angeschlossen (Verwendung des gleichen Kabels wie zum
Anschluß der E/A-Erweiterung, siehe Abschn. 3.5).
Der maximal zulässige Abstand zwischen dem SPS-Grundgerät und dem letzten
Analogmodul beträgt 200 Meter.
S P S - G r u n d g e r ä t
TSX Nano
E/A-Erweiterung
TSX Nano
Analogmodul 1
Abschirmung paarw. verdrilltes abgesch. Kabel paarw. verdrilltes abgesch. Kabel
Hinweis:
Bei Verwendung der Analogmodule 2 und 3 erfolgt die Leitungsverbindung mittels paarweise verdrillter und abgeschirmter Kabel, wobei die gleichen Anschlüsse hergestellt werden wie zwischen E/A-Erweiterung und Analogmodul 1.
3.8-2 Anschluß der Analogeingänge
An die analogen Eingangskanäle des Moduls TSX AMN 400• können sowohl Geber mit Spannungs- als auch mit Stromausgang angeschlossen werden.
Die folgende Abbildung zeigt einen Konfigurationstyp:
Geber mit
Spannungs-
Ausgang 1
Geber mit
Strom-
Ausgang 2
Geber mit
Spannungs-
Ausgang 3
(1) (1) (1)
TSX AMN 400•
(1) max. 50 m mit abgeschirmtem Kabel (Ø 0,5 mm), Abschirmung modulseitig verbunden
3/17
A
3.8-3 Anschluß der Analogausgänge
Der analoge Ausgangskanal des Moduls TSX AMN 400• ermöglicht den Anschluß an ein Stellglied mit Spannungs- oder Stromeingang.
TSX AMN 400• TSX AMN 400•
Stellglied mit
Spannungs-
Eingang
Stellglied mit Strom-
Eingang
(1) max. 50 m mit abgeschirmtem Kabel (Ø 0,5 mm), Abschirmung modulseitig verbunden
3/18
Anschlüsse 3
A
3.9
Anschluß der Analogeingänge (TSX AEN •••)
3.9-1 Anschluß an Eingang 0 der Steuerung TSX Nano (Sink-Schaltung, positive Logik)
Versorgung a
24 V
(1)
TSX 07 •• ••••
(außer TSX 07 •1 1648)
(2)
Geber
(1) max. 2 m mit abgeschirmtem Kabel (Ø 0,5 mm)
(2) max. 50 m mit abgeschirmtem Kabel (Ø 0,5 mm), Abschirmung modulseitig verbunden
3.9-2 Anschluß an Eingang 0 der Steuerung TSX Nano (Source-Schaltung, negative Logik)
Versorgung a
24 V
(1)
TSX 07 •• ••••
(außer TSX 07 •1 1648)
(2)
Geber
(1) max. 2 m mit abgeschirmtem Kabel (Ø 0,5 mm)
(2) max. 50 m mit abgeschirmtem Kabel (Ø 0,5 mm), Abschirmung modulseitig verbunden
3/19
A
3.10 Anschluß der Analogausgänge (TSX ASN •••)
3.10-1 Anschluß an Ausgang 0 der Steuerung TSX Nano (Source-Schaltung, positive Logik)
TSX 07 3• ••12
(1)
Versorgung a
24 V
(2)
A n t r i e b s regler
(1) max. 2 m mit abgeschirmtem Kabel (Ø 0,5 mm)
(2) max. 50 m mit abgeschirmtem Kabel (Ø 0,5 mm), Abschirmung modulseitig verbunden
3.10-2 Anschluß an Ausgang 0 der Steuerung TSX Nano (Sink-Schaltung, negative Logik)
TSX 07 3• ••02/08
(1)
Versorgung a 24 V
(2)
A n t r i e b s regler
(1) max. 2 m mit abgeschirmtem Kabel (Ø 0,5 mm)
(2) max. 50 m mit abgeschirmtem Kabel (Ø 0,5 mm), Abschirmung modulseitig verbunden.
3/20
4
4 Spezifische Funktionen
4.1
RUN/STOP-Eingang
Prinzip
Über den RUN/STOP-Eingang wird die Ausführung eines Programms gestartet bzw.
gestoppt. An einem Grundgerät oder an einer Steuerungserweiterung kann einer der ersten sechs Eingänge (%I0.0 bis %I0.5) nach Konfiguration mit Hilfe des PG dieser
Funktion zugeordnet werden.
Mit angeschlossenem PG ist der physische Eingang Setzen auf STOP prioritär gegenüber dem Setzen auf RUN.
Während des Einschaltens der SPS wird diese durch eine steigende Flanke am
RUN/STOP-Eingang auf RUN gesetzt. Die SPS wird auf STOP forciert, wenn der
RUN/STOP-Eingang auf 0 ist. Ist der RUN/STOP-Eingang auf 0, wird ein RUN-Befehl eines angeschlossenen PG von der SPS ignoriert.
Beispiel: Schalter RUN/STOP an Eingang %I0.3
A
SPS-Grundgerät
Zustand d. SPS
Zustand %I0.3
4.2
SICHERHEITS-Ausgang
Prinzip
Wurde nach dem Einschalten der Steuerung kein Fehler festgestellt, der zu einer
Sperrung führt, nimmt der SICHERHEITS-Ausgang den Zustand 1 an. Er kann in
Verbindung mit außerhalb der Steuerung installierten Sicherheitsstromkreisen verwendet werden, um beispielsweise folgendes zu steuern:
• die Stromversorgung der Stellglieder von Ausgängen,
• die Stromversorgung der Steuerung.
An einem Grundgerät oder an einer Steuerungserweiterung kann einer der ersten vier
Ausgänge (%Q0.0 bis %Q0.3) nach entsprechender Konfiguration mit Hilfe des PGs der Funktion SICHERHEIT zugeordnet werden.
SPS- Grundgerät
Steuerung auf RUN
Steuerung auf STOP oder Fehler
Ausgang %Q0.0
Beisp.: Ausgang %Q0.0
als SICHERHEITS-
Ausgang konfiguriert
Stromversorgung der Stellglieder
Auftreten eines Fehlers, der die Steuerung stoppt.
4/1
A
4.3
Eingänge für Statusspeicherung
Prinzip
Bei einem Impuls mit einer kürzeren Dauer als ein Zyklus und mit einem Wert, der größer oder gleich 100 µs (1) ist, speichert die Steuerung den Impuls, der dann beim nächsten Zyklus berücksichtigt wird.
Bei einem Grundgerät oder einer Steuerungserweiterung kann einer der ersten sechs
Eingänge (%I0.0 bis %I0.5) nach entsprechender Konfiguration mit Hilfe des PGs der spezifischen Funktion einer Statusspeicherung zugeordnet werden.
SPS-Grundgerät
Steuerungszyklus
SPS-Zyklus SPS-Zyklus SPS-Zyklus SPS-Zyklus SPS-Zyklus
P A P A P A P A P A
Zustand des phys. Eingangs
Speicherung des
Zust. des phys.
Eingangs zur
Verarbeitung im folgenden Zyklus
Legende:
• E: Erfassung der Eingänge,
• P: Abarbeitung des Programms,
• A: Aktualisierung der Ausgänge.
Hinweis
Ein Impuls mit einer längeren Dauer als die Zykluszeit wird wie ein Impuls an einem herkömmlichen
Eingang verarbeitet.
(1) Siehe Register A, Abschnitt 1.7-1
4/2
Spezifische Funktionen 4
A
4.4
Ein-/Ausgänge für die Schnellzählfunktion
Die Steuerung TSX Nano verfügt über einen schnellen Zähler, der auf drei unterschiedliche Arten eingesetzt werden kann:
• Verwendung als schneller Zähler (Höchstfrequenz 10 kHz),
• Verwendung als Frequenzmesser (Höchstfrequenz 10 kHz), insbesondere zur
Verwaltung eines analogen E/A-Moduls,
• Verwendung als schneller Auf-/Abwärtszähler (Höchstfrequenz 1 kHz).
Bei den Gebertypen, die an die Eingänge %I0.0 und %I0.3 zum schnellen Auf-/
Abwärtszählen angeschlossen werden können, muß es sich um Transistorausgänge handeln. Die Verwendung von Gebern mit Kontaktausgängen ist an diesen Eingängen nicht erlaubt (geringe Störfestigkeit und Kontaktprellen).
Näherungsschalter
Impulsgenerator (2)
Photoelektronische
Sensoren
Funktion
SPS-Grundgerät
Eingänge
%I0.0 %I0.1 %I0.2 %I0.3 %I0.4
Ausgänge
%Q0.1%Q0.2
Zählfunktion
Vorwahl Zählen
(Zähler Nullsetzen)
Auf-/Abwärtszählen aktivieren/stoppen
Abwärtszählen
Aktuellen Wert ablesen
HSC-Ausgang 0
HSC-Ausgang 1
•
_
_
_
_
_
_
_
• (1)
_
_
_
_
_
_
_
• (1)
_
_
_
_
•
_
_
_
_
_
_
_
_
_
_
• (1)
_
_
_
_
_
_
_
_
_
_
_
_
• (1) _
_ • (1)
Die auszuführende Funktion (schneller Zähler, Frequenzmesser, Auf-/Abwärtszählen) wird anhand eines spezifischen Funktionsbausteins %FC parametriert (siehe Abschnitt 3.4-5 - Register B).
(1) Diese E/A sind optional; ihre Verwendung muß bei der Konfiguration vereinbart werden.
(2) Eine Bestimmung des Drehsinns ist nicht möglich.
4/3
A
4.4-1 Verwendung als schneller Zähler
Die Schnellzählfunktion erlaubt ein Zählen bei einer Höchstfrequenz von 10 kHz oder
5 kHz, je nach Wahl bei der Konfiguration, in einem Zählbereich von 0 bis 65535.
Zähleingang
Eingang Vorwahlwert 0
Eingang "Zähler aktivieren"
SPS-Grundgerät
(1) 50 µs bei 10 KHz
100 µs bei 5 KHz
HSC-Ausgang 0 HSC-Ausgang 1
Der Zähler erhält die zu zählenden Impulse am Steuerungseingang (%I0.0). Wenn der
Eingang "Zähler aktivieren" (%I0.2) im Zustand "1" ist, werden die Impulse vom Zähler berücksichtigt, und der Zählwert (aktueller Wert FC.V) wird ständig mit einem oder zwei
Schwellwerten FC.S0 und FC.S1 verglichen, die bei der Konfiguration festgelegt worden sind und über das Programm geändert werden können.
Das Rücksetzen des Zählers auf "0" erfolgt bei steigender Flanke an Eingang (%I0.1).
Die HSC-Ausgänge 0 und 1 (%Q0.1 und %Q0.2) werden direkt durch den schnellen
Zähler gesteuert (ohne die Aktualisierung der Ausgänge am Zyklusende abzuwarten) und dies gemäß einer bei der Konfiguration festgelegten Matrix.
Ausgang
%Q0.1
%Q0.2
FC.V < Schw. 0 < Schw. 1
0 oder 1
0 oder 1
Schw. 0 < FC.V < Schw. 1 Schw. 0 < Schw. 1 < FC.V
0 oder 1 0 oder 1
0 oder 1 0 oder 1
Bestimmte Befehle (Zähler aktivieren, Voreinstellung des aktuellen Wertes auf 0) können ebenfalls vom Anwenderprogramm aus mit Hilfe spezifischer Anweisungen ausgeführt werden.
Hinweis:
Ein Programmbeispiel (Konfiguration, spezifische Anweisungen, ...) und das Funktionsdiagramm des schnellen Zählers werden in Abschnitt 3.4-5 - Register B erläutert.
4/4
Spezifische Funktionen 4
A
4.4-2 Verwendung als Frequenzmesser
Mit dieser Funktion ist es möglich, die Frequenz eines periodischen Signals (in Hz) zu messen. Das Prinzip der Messung besteht darin, die in einer bestimmten Zeit erhaltene
Impulszahl anhand einer Zeitbasis zu zählen. Der meßbare Frequenzbereich erstreckt sich von 1 Hz bis 10 kHz. Diese Funktion ermöglicht insbesondere die Verwaltung eines
Moduls mit analogem Eingang.
Zeitbasis
100 ms
1 s
Meßbereich
10 Hz-10 kHz
1 Hz-10 kHz
Genauigkeit
10 % bei 100 Hz
Aktualisierung
0,1 % bei 10 kHz 10mal pro Sekunde
0,01 % bei 10 kHz 1mal pro Sekunde
10 % bei 10 Hz
Zähleingang Eingang "Zähler aktivieren"
SPS-Grundgrät
Der Frequenzmesser empfängt die Impulse am Steuerungseingang (%I0.0). Ist der
Eingang Zähler aktivieren (%I0.2) im Zustand "1", werden die Impulse vom Zähler berücksichtigt, und der Zählwert (aktueller Wert FC.V) bewegt sich während der
Meßdauer. Am Ende der Meßdauer wird der Zählwert, der der Frequenz entspricht, abgelesen (aktueller Wert FC.V).
Eingang (%I0.1) ermöglicht das Rücksetzen des aktuellen Wertes %FC.V auf Null.
Der Befehl (Zähler aktivieren) kann ebenfalls über das Programm mit Hilfe einer spezifischen Anweisung ausgeführt werden.
Hinweis:
Programmierbeispiele (Konfiguration, spezifische Anweisungen, ...) und das Funktionsdiagramm des Frequenzmessers werden in Abschnitt 3.4-5 - Register B erläutert.
4/5
A
4.4-3 Verwendung als Aufwärts-/Abwärtszähler
Diese Funktion ermöglicht ein schnelles Auf-/Abwärtszählen bei einer Höchstfrequenz von 1 kHz in einem Zählbereich von 0 bis 65535.
Eing. Preset
Zähleingang
Eingang "Auf-/Abwärtszähler aktivieren"
Eing. Abwärtszähl.
Eing."Lesen des aktuellen Wertes"
SPS-Grundgerät
HSC-Ausgang 0 HSC-Ausgang 1
Der Zähler empfängt die aufwärts zu zählenden Impulse am Steuerungseingang
(%I0.0) und die abwärts zu zählenden Impulse am Steuerungseingang (%I0.3). Wenn der Eingang "Aufwärts-/Abwärtszähler aktivieren" (%I0.2) im Zustand "1" ist, werden die Impulse berücksichtigt, und der Auf-/Abwärtszählwert (aktueller Wert FC.V) wird ständig mit einem oder zwei Schwellwerten FC.S0 und FC.S1 verglichen, die bei der
Konfiguration festgelegt worden sind und über das Programm geändert werden können.
Die Information darüber, ob ein Zähler auf- oder abwärts zählt, läßt sich einem Bit des
Systemwortes SW111 entnehmen.
Der Vorwahlwert (0 bis 65535), der im Programm festgelegt worden ist und über das
Programm geändert werden kann, wird bei steigender Flanke von Eingang (%I0.1) in den aktuellen Wert geladen.
Eingang (%I0.4) ermöglicht das unmittelbare Lesen des aktuellen Wertes FC.V.
Die HSC-Ausgänge 0 und 1 (%Q0.1 und %Q0.2) werden direkt vom schnellen Auf-/
Abwärtszähler gemäß einer bei der Konfiguration festgelegten Matrix (ohne die
Aktualisierung der Ausgänge am Zyklusende abzuwarten) gesteuert (siehe Abschnitt
4.4-1).
Bestimmte Befehle (Auf-/Abwärtszähler aktivieren, Preset, ...) können vom
Anwenderprogramm aus durch spezifische Anweisungen ausgeführt werden.
Hinweis:
Programmierungsbeispiele (Konfiguration, spezifische Anweisungen, ...) und das Funktionsdiagramm des Auf-/Abwärtszählers werden in Abschnitt 3.4-5 - Register B erläutert.
4/6
Spezifische Funktionen 4
A
4.5
PULSE-Ausgang: Generierung von Impulsfolgen
An einem Grundgerät oder einer SPS-Erweiterung kann der Ausgang %Q0.0 durch
Konfiguration mit dem PG der spezifischen Funktion "PULSE" zugeordnet werden.
Prinzip
Ein parametrierbarer Funktionsbaustein (%PLS) ermöglicht die Generierung eines
Signals an Ausgang %Q0.0, welches zwar eine variable Periode hat, dessen
Tastverhältnis jedoch konstant ist (50 % der Periode).
Konstantes Tastverhältnis
Variable Periode
Der Wert der Periode T und die Zahl zu generierender Impulse werden durch
Konfiguration des Funktionsbausteins %PLS festgelegt.
Konfigurationsparameter:
• Definition der Periode: T = TB x %PLS.P
TB = Zeitbasis
- 0,1 ms (ausschließlich bei Steuerungen mit Transistorausgängen verwendbar).
- 10 ms (Standardwert), oder 1 s.
%PLS.P = Vorwahlwert
- 0 < %PLS.P < 32767 mit TB= 10 ms oder 1 s
- 0 < %PLS.P < 255 mit TB = 0,1 ms
• Definition der an Ausgang %Q0.0 zu generierenden Impulszahl: %PLS.N
Die zu generierende Impulszahl mit der Periode T (%PLS.N) kann je nach der bei der
Konfiguration vorgenommenen Festlegung begrenzt oder unbegrenzt sein:
- 0 < %PLS.N < 32767)
- %PLS.N=0: unbegrenzte Generierung
Erreichbarer Periodenbereich:
• 0,2 ms bis 26 ms pro Schritt von 0,1 ms (38 Hz bis 4,9 kHz).
• 20 ms bis 5,45 min pro Schritt von 10 ms,
• 2 s bis 9,1 Stunden pro Schritt von 1 s.
Hinweis: Die vollständige Parametrierung des Funktionsbausteins %PLS ist in Register B,
Abschnitt 3.4-4, festgelegt.
Applikationsbeispiel: Steuerung eines Schrittmotors
SPS-Grundgerät
Funkt.baust.
%PLS
Befehlsschnittstelle
Schrittmotor
4/7
A
4.6
PWM-Ausgang: Pulsbreitenmodulation
An einem Grundgerät oder an der SPS-Erweiterung kann der Ausgang %Q0.0 nach
Konfiguration mit dem PG der spezifischen Funktion "PWM" zugeordnet werden.
Diese Funktion, die ab den Versionen TSX07 V3 verfügbar ist, ermöglicht insbesondere die Verwaltung von Modulen mit analogen Ausgängen.
Prinzip
Ein parametrierbarer Funktionsbaustein (%PWM) ermöglicht die Generierung eines
Signals an Ausgang %Q0.0, welches zwar eine konstante Periode hat, dessen
Tastverhältnis aber variabel sein kann.
Variables Tastverhältnis
Konstante Periode
Der Wert der Periode T und der Zeitanteil der Periode (in %), in dem sich das Signal im Zustand "1" befindet, werden durch Konfiguration des Bausteins %PWM definiert.
Konfigurationsparameter:
• Definition der Periode: T = TB x %PWM.P
TB = Zeitbasis:
- 0,1 ms (obligatorisch für die Verwaltung analoger Ausgänge; ausschließlich bei
Steuerungen mit Transistorausgängen verwendbar),
- 10 ms (Standardwert), oder 1 s
%PWM.P = Vorwahlwert (bei Verwaltung analoger Ausgänge nicht verwendet)
- 0 < %PWM.P < 32767 mit Zeitbasis 10 ms oder 1 s
- 0 < %PWM.P < 255 mit Zeitbasis 0,1 ms
• Definition des Tastverhältnisses: %PWM.R = Tx(%PWM.R/100)
%PWM.R enthält den Zeitanteil der Periode (in %), in dem sich das Signal im Zustand
"1" befindet (0<%PWM.R<100).
Mögliche Periodenbereiche:
• 0,2 ms bis 26 ms pro Schritt von 0,2 ms (38 Hz bis 4,9 kHz).
• 20 ms bis 5,45 min pro Schritt von 10 ms,
• 2 s bis 9,1 Stunden pro Schritt von 1 s
Hinweis: Die vollständige Parametrierung des Funktionsbausteins %PWM ist in Register B -
Abschnitt 3.4-3 definiert.
Applikationsbeispiel: Steuerung eines Lichtdimmers
SPS- Grundgerät
Funkt.baust.
%PWM
4/8
5
5 Technische Daten / Betriebsbedingungen
5.1
Technische Daten der Netzteile
Steuerungen
Stromversorgungsart
Spannungsnominal
TSX 07 •• •• 08/28/48
TSX AMN 4000 c
(Ws)
100 bis 240 V
TSX 07 •• •• 02/12/22
TSX AMN 4001 a
(Gs)
24 V
Versorgung Grenzwerte 85 bis 264 V 19,2 bis 30 V
Frequenz
Leistungsaufnahme nominal 50/60 Hz
Grenzwerte 47 bis 63 Hz
< 30 VA
_
_
< 14 W
Typischer Einschaltstromstoß
Geberversorgung (1) integriert und geschützt
Kurzeinbrüche Dauer
Isolierung
Primärkreis/Erde
Norm IEC 1131-2
20 A für 1 ms, max 40 A a
24 V /150 mA
<10 ms
2000 V eff.-50/60 Hz ja
_
<1 ms
2000 V eff.-50/60 Hz ja
A
(1)außer bei Steuerungen vom Typ TSX 07 •1 1648
5/1
A
5.2
Technische Daten der digitalen
a
24-V- und
c
115-V-Eingänge
Steuerungen TSX 07 •• •• 02/08/12/22/28 TSX 07 •1 1648
Typ a
24 V (ohmsch) c
115 V (kapazitiv)
Schaltlogik(1) positiv negativ _
Gemeins. der Geber auf + der Vers.
auf - der Vers. _
Art
Nominalwerte der
Eingänge
Spannung
Strom
Spitzenstrom beim Einschalten
Geberversorgung isoliert
24 V
7 mA (2)
_ isoliert
24 V
- 7 mA (2)
_
19,2 bis 30 V (inkl. Welligkeit) isoliert
110/120 V
10 mA
300 mA (beiU=110V)
_
Grenzwerte der
Eingänge
Störfestigkeit
Frequenz _
Zust. 1 Spannung > 11 V
Strom > 2,5 mA bei U = 11 V
Zust. 0 Spannung < 5 V
Strom < 1,2 mA
Isolierung zwischen
Eingang u. Erde
Kompatibilität ddp 2-Draht
Kompatibilität ddp 2-Draht
Norm IEC 1132-1 ja (TE) ja ja (Typ 1)
_
< 8 V
> I 2,5I mA bei U = 8 V
Ual - 5 V
< I1,2I mA
50...60 Hz
> 79 V
> 4 mA bei U = 79 V
< 20 V
< 2 mA
Frequenz _
Standard- 0 bis 1 12 ms werte
1 bis 0 12 ms
_
12 ms
_ 47....63 Hz
12 ms
12 ms 12 ms
program- 0 bis 1 100 µs/3 ms/12 ms von I0,0 bis I0,7 mierbare
Werte
375 µs/3 ms/12 ms von I0,8 bis I0,13
1 bis 0 100 µs/3 ms/12 ms von I0,0 bis I0,7
_
_
_
375 µs/3 ms/12 ms von I0,8 bis I0,13 _
1500 Veff. -50/60 Hz 1500 Veff. -50/60 Hz ja (TE) ja
_ ja (TE)
_ ja (Typ 1)
Hinweis: Die technischen Daten der E/A beziehen sich auf eine Belastungsquote von 100% im Falle der SPS mit 10 E/A und von 80% im Falle der SPS mit 16 und 24 E/A.
Belastungsquote = Gesamtzahl der E/A, die gleichzeitig im Zustand 1 sind dividiert durch die
Gesamtzahl der E/A der Steuerung.
(1) Positive oder negative Schaltlogik je nach Verdrahtung
(2) 13 mA (oder -13mA) für den Eingang %I•
.
0.
5/2
Technische Daten/Betriebsbedingungen 5
A
5.3
Technische Daten der digitalen
a
24-V-Transistorausgänge
Steuerungen TSX 07 •• •• 02/08 TSX 07 •• •• 12
Art
Gleichstromlast
Grenz-
werte
Nennspannung
Nennstrom
Wolframlampe
Spannung (inkl. Welligkeit)
Strom
Transistoren, nicht geschützt a
24V
0,5 A
< 10 W
19,2 bis 30 V
0,625 A bei U = 30 V
Transistoren, geschützt c
24 V
0,5 A
< 10 W
19,2 bis 30 V
0,625 A bei U = 30 V
Schaltlogik
Gemeinsamer der Lasten
Kriechstrom im Zustand 0
Spannungsabfall im Zust. 1
Antwortzeit mit 0 bis 1 negativ, Stromaufnahme positiv, Stromabgabe an + der Versorgung an - der Versorgung
<
<
1 mA
1,5 V bei I = 0,5 A
< 1 ms ohmscher Last
Integrierter
Schutz
1 bis 0 gegen Kurzschluß und Überlast
< 1 ms keiner (Sicherung an
Gemeinsamen der
Stellglieder vorsehen) gegen Überspannung ja
< 1 mA
< 2 V bei I = 0,5 A
< 1 ms
< 1 ms ja ja gegen Verpolung
Isolierung zw. Ausgang und Erde
Norm IEC 1131-2 ja
1500 V eff.-50/60 Hz nicht zutreffend ja
1500 V eff.-50/60 Hz ja
Hinweise:
• Die technischen Daten der Ein-/Ausgänge gelten für eine Belastungsquote von 100% bei
Steuerungen mit 10 E/A und von 80% bei Steuerungen mit 16 und 24 E/A.
Belastungsquote = Gesamtzahl der E/A, die gleichzeitig im Zustand 1 sind, dividiert durch die
Gesamtzahl der E/A der Steuerung.
• Es ist möglich, in diesem Fall zwei Ausgänge parallel zu schalten. Dazu muß eine Entladediode an die Ausgangsklemmen der Steuerung angebracht werden (und nicht an die Ladeklemmen).
5/3
A
5.4
Technische Daten der digitalen Relaisausgänge
Steuerungen
Art
Wechselstromlast
AC12-
Betrieb, ohmsche L.
TSX 07 •• •• 22/28/48
Relais
Spannung c
24 V
Strom 2 A (1)
1 A (2) c
48 V
1 A (2) c
110 V c
220 V
1 A (2)
0,5 A (4)
1 A (3)
0,5 A (4)
Gleichstromlast
AC15-
Betrieb, induktive L.
Spannung c 24 V c 48 V
Strom
DC12Spannung
Betrieb, ohmsche L.
Strom a
24 V
1A (1)
_
_ c 110 V c 220 V
1 A (1) 0,5 A (3) 0,45 A (3) 0,22 A (3)
0,5 A (3) 0,2 A (5) 0,090 A (5) 0,045 A (5)
_
_
_
_
DC13
Betrieb induktive L.
Spannung
Strom beim Einschalten a
24 V _
0,4 A (3)
< 5 ms
_
Antwortzeit beim Ausschalten
Integrierter
Schutz gegen Überlast und Kurzschluß
< 10 ms
_
_
_
_ keiner, eine Sicherung pro Kanal oder Kanalgruppe vorsehen
Isolierung gegen induktive keiner, einen RC-Kreis oder einen MOV- (ZNO)-
Überspannung bei c Varistor parallel an den Klemmen jedes Stellgliedes vorsehen gegen induktive keiner, eine Rücklaufdiode parallel an den Klemmen
Überspannung bei a aller Stellglieder vorsehen zw. Ausgang und Erde 1500V eff. - 50/60 Hz
Norm IEC 1131-2 ja ja ja ja
Hinweis:
Die technischen Daten der Ein-/Ausgänge beziehen sich auf eine Belastungsquote von 100% im Falle der Steuerungen mit 10 E/A und von 80% im Falle der Steuerungen mit 16 und 24 E/A.
Belastungsquote = Gesamtzahl der E/A, die gleichzeitig im Zustand 1 sind dividiert durch die
Gesamtzahl der E/A der Steuerung.
(1) 0,3 x 10 6 Schaltspiele
(2) 0,5 x 10 6 Schaltspiele
(3) 1 x 10 6 Schaltspiele
(4) 2 x 10 6 Schaltspiele
(5) 10 x 10 6 Schaltspiele
5/4
Technische Daten/Betriebsbedingungen 5
A
5.5
Technische Daten der analogen E/A (TSX AMN 4000/4001)
5.5-1 Technische Daten der analogen Eingänge
Eingang
Auflösung
Konvertierung
Isolierung
Anzahl Kanäle
Eingangsbereich
Eingangsimpedanz
Zulässige Spannung ohne Zerstörung
Kanal 0
Kanal 1
Kanal 2
3 (hoher Pegel)
0..10 V, +/-10 V
0..20 mA, 4..20 mA
100 K
Ω
(1) 125
Ω
(2)
+/- 30 V Spannung
+/- 7,5 V Strom
11 Bits (+ Vorz. bei +/- 10 V)
(4000 Punkte bei +/- 10 V)
7 Bits (+ Vorz. bei +/- 10 V) (4)
11 Bits (+ Vorz. bei +/- 10 V) (3)
(250 Punkte bei +/- 10 V) (4)
(4000 Punkte bei +/- 10 V) (3)
7 Bits (+ Vorz. bei +/- 10 V)
(250 Punkte bei +/- 10 V)
Konvertierungsdauer 10 ms pro Kanal
Genauigkeit (Skalenendwert)
Spannung zwischen Versorgung und den Eingangskanälen
0,5% 0 bis 60 °C c
2000 V
Spannung zwischen Eingangskanälen c 1000 V
Widerstand zwischen Eingangskanälen > 10 M
Ω und Erde
(1) Eingangstyp Spannung
(2) Eingangstyp Strom
(3) Werte, wenn die Kanäle 0 und 1 konfiguriert sind
(4) Werte, wenn die Kanäle 0, 1 und 2 konfiguriert sind
5/5
A
5.5-2 Technische Daten des analogen Ausgangs
Ausgang
Auflösung
Konvertierung
Isolierung
Anzahl Kanäle
Ausgangsbereich
Impedanz der Last
Zulässige Spannung ohne Zerstörung
1 (hoher Pegel)
0..10 V, +/-10 V
0..20 mA, 4..20 mA
> 2 K
Ω
(1)
,
< 600
Ω
(2)
+/- 30 V (1), +/- 12 V (2)
11 Bits (+ Vorz. bei +/- 10 V)
(4000 Punkte bei +/- 10 V)
Konvertierungsdauer 2 ms
Genauigkeit (Skalenendwert) Spannung 1% 0 bis 60 °C
Genauigkeit (Skalenendwert) Strom 1,5% 0 bis 60 °C c
2000 V Spannung zwischen Versorgung und Ausgangskanal
Spannung zw. E/A-Kanälen
Widerstand zwischen Ausgangskanal und Erde c
1000 V
> 10 M
Ω
(1) Ausgangstyp Spannung
(2) Ausgangstyp Strom
5/6
Technische Daten/Betriebsbedingungen 5
A
5.6
Technische Daten der analogen E/A (TSX AEN/ASN
•••
)
5.6-1 Gemeinsame technische Daten der analogen Ein- und Ausgänge
Versorgung Nennspannung
Grenzwerte a
24V a
21V bis 30V
Nennstrom bei 24V 104 mA
Einschaltstrom 10 A max
Blindleistung 2,5 W
Isolierung
Stoßfestigkeit
Spannung zwischen Versorgung und Erde c 1500 V
Spannung zwischen Eingang bzw. Ausgang und Erde c 1500 V
Widerstand zwischen Versorgung und Erde (500V) > 10 M
Ω
Widerstand zw. Eingang bzw. Ausgang und Erde (500V) > 10 M
Ω
300 m/s
2
, 3 Stöße pro Achse, 3 Achsen
Vibrationsfestigkeit 5 bis 55Hz, 60 m/s
2
, 2 Stunden pro Achse, 3 Achsen
Klimatische
Bedingungen
Betriebstemperatur
Lagertemperatur
Relative Luftfeuchtigkeit (ohne Kondensatbildung)
0 bis 60 °C
-25 °C bis 70 °C
45 bis 85%
0 bis 2000 m Betriebshöhe
5.6-2 Technische Daten der analogen Eingänge
Eingang Anzahl der Kanäle
Konvertierung
Eingangsimpedanz
Zulässige Spannung ohne Zerstörung
Konvertierungsmethode
Auflösung
Konvertierungsdauer
1 (hoher Pegel)
6,6 M
Ω
(1) 250
Ω
(2)
+/- 16 V
U (V)
→
F (HZ)
10 Bit oder 12 Bit
125 ms (3) /500ms (4)
Genauigkeit (Skalenendwert)
Frequenzausgang Nennspannung
Isolierung
+/- 1% 0 bis 60 °C a
24V positiv oder negativ Schaltlogik (Wahlschalter auf Frontseite)
Schutz gegen Kurzschluß nein
Spannung zw. Eingang und Frequenzausgang c
500 V
Widerstand zw. Eingang und Frequenzausgang >10 M
Ω
(1) Module 0/10V und -10/+10V
(3) Auflösung 10 Bit
(2) Modul 4/20 mA
(4) Auflösung 12 Bit
5/7
A
5.6-3 Technische Daten der analogen Ausgänge
Ausgang
Konvertierung
Anzahl der Kanäle
Wert des Ausgangssignals
Impedanz der Last
Zulässige Spannung ohne Zerstörung
Schutz gegen Kurzschluß
Konvertierungsmethode
Auflösung
1 (hoher Pegel)
0/10 V
> 5 K
Ω
(1) < 250
Ω
(2)
+/- 12 V ja (permanent)
F (Hz)
→
U (V)
8 Bit
Isolierung
Konvertierungsdauer
Genauigkeit (Skalenendwert)
Frequenzeingang Nennspannung
0 bis 90%: 500 ms max.
+/- 1% 0 bis 60 °C a
24V positiv oder negativ Schaltlogik (Wahlschalter auf Frontseite)
Eingangsfrequenz 312,5 Hz
Spannung zw. Ausgang und Frequenzeingang c 500 V
Widerstand zw. Ausgang und Frequenzeingang >10 M
Ω
(1) Module 0/10V und -10/+10V
(2) Modul 4/20 mA
5/8
Technische Daten/Betriebsbedingungen 5
A
5.7
Technische Daten des analogen Eingangs TSX 07 32/33 ••28)
Analogeingang
Konvertierung
Isolierung
Anzahl Kanäle
Wert des Eingangssignals
Wert eines niederw. Bytes
Eingangsimpedanz
Zulässige Spannung ohne Zerstörung
Schutz gegen Verpolung
Konvertierungsmethode
1 (hoher Pegel)
0 / 10 V
40 mV
16 K
Ω < Ζ <
18 K
Ω
+/- 16 V
Auflösung
Konvertierungsdauer
Genauigkeit (Skalenendwert)
Ja sukzessive Näherung
8 Bit
1 Steuerungszyklus
+/- 0,8% bei 25 °C
Abweichung
Wiederholbarkeit (Skalenendwert)
Zwischen analogem Kanal und CPU
+/- 2% bei 60 °C
0,34% / 10 °C
+/- 0,8% von 0 bis 60 °C
Keine
Abstand zwischen Geber und Analogeingang:
Isolierter Geber < 30 m mit abgesch. Kabel n. isol. Geber < 10 m mit abgesch. Kabel
Wichtig
Bei Verwendung eines gegenüber der Erde nicht isolierten Gebers muß das Minus des Analogeingangs an die Erde gelegt werden.
5/9
A
5.8
Betriebsbedingungen
5.8-1 Normen
Die Steuerungen TSX Nano entsprechen in ihrer technischen Ausführung den wichtigsten nationalen und internationalen Normen für den industriellen Einsatz elektronischer Automatisierungsanlagen.
• Spezielle Vorschriften für programmierbare Steuerungen: funktionelle Merkmale, Störfestigkeit, Robustheit, Sicherheit, usw.
EN61131-2 (IEC1131-2), CSA 22.2,
UL508
• Strenge Grenzwerte bei der Erzeugung elektromagnetischer Belastungen: CE-
Siegel (Europäische Richtlinien für
Niederspannung und CEM).
EN 50081-1, Klasse B.
• Elektrische Eigenschaften und Flammwidrigkeit des Isoliermaterials: UL 746C,
UL 94, ...
• Marinezulassungen:
- Bureau Véritas
- DNV
- GL (Verfahren läuft)
5.8-2 Umgebung, normale Betriebsbedingungen
• Klimatische Bedingungen, normale Betriebsbedingungen
Temperatur
Betriebstemperatur: 0 bis 60 °C (1)
Lagertemperatur: -25 °C bis + 70 °C
Luftfeuchtigkeit und Betriebshöhe
Relative Luftfeuchtigkeit: 5% bis 95% (2)
(ohne Kondensatbildung)
Betriebshöhe: 0 bis 2000 m
• Vibrationsfestigkeit: gemäß IEC 68-2-6 Versuche FC
• Stoßfestigkeit: gemäß IEC 68-2-27 Versuche EA
(1) 0 bis 55 °C bei vertikaler Montage des TSX 07 •• •• 12 (in vertikaler Ebene)
(2)45% bis 85% bei den Modulen TSX AMN 4000/4001
5/10
6.1
Vorgehensweise beim erstmaligen Einschalten
Zahlreiche, in der TSX Nano eingebaute
Selbsttests sorgen für eine permanente
Überwachung des einwandfreien Betriebs der Steuerung.
Das Ergebnis dieser Selbsttests wird auf der Vorderseite der Steuerung angezeigt.
Detaillierte Angaben sind über das Terminal (1) möglich. Das nachstehende
Diagramm zeigt die Vorgehensweise beim erstmaligen Einschalten der Steuerung.
Steuerung TSX Nano
6
6 Inbetriebnahme
A
Terminals
Einschalten, Ausgänge ohne Versorgung
(s. Kapitel 1
Register D)
Initialisierung des
Steuerungsspeichers
Speicher durch PG initialisiert
(s. Kapitel 1
Register D)
• Terminal anschließen
• Steuerungsspeicher durch vollständiges Löschen des Speicher-inhalts initialisieren (Menü Prg, Befehl Clr).
Hinweis: Beim Einsatz der PL7-07-Software eine "neue" Applikation erstellen und zur
Steuerung übertragen.
Legende
Mögliche Aktionen
• Überprüfung der E/A-Anschlüsse
• Konfiguration und Programmeingabe anhand des Terminals:
- entweder direkt in den Steuerungsspeicher (TSX-Modus),
- oder in den Terminalspeicher (FTX-
Modus), dann Übertragung in den
Steuerungsspeicher.
• Umschalten auf die Betriebsart RUN durch RUN/STOP-Eingang %I0.
●
, falls konfiguriert, sonst über Terminal.
Kontrollampe blinkt
Kontrollampe leuchtet permanent
(1) Im folgenden steht "Terminal" für das Programmiergerät FTX 117 oder ein PC-kompatibles
Terminal bzw. das Gerät FTX 417/517/FT 2000, auf denen die PL7-07-Software eingesetzt wird.
6/1
A
Übersicht
Steuerung einschalten
PG anschließen und Speicherinhalt der Steuerung mit dessen
Hilfe (FTX117) löschen oder neue Applikation erstellen
Applikation konfigurieren und Programm mit PG eingeben :
• entweder direkt in den
Steuerungsspeicher (TSX)
• oder in den PG-Speicher
(FTX)
Nein
Programm in PG-
Speicher eingegeben
Ja
Programm in Steuerungs-RAM oder EEPROM transferieren.
6/2
Programmausführung durch den Befehl RUN starten:
• entweder durch RUN/STOP-
Eingang, wenn konfiguriert
• oder mit Hilfe des PG, Befehl
RUN
Inbetriebnahme 6
A
6.2
Überprüfung der Ein-/Ausgangsanschlüsse
• Prinzip
Diese Überprüfung stellt sicher, daß:
- die Informationen, die von den Gebern stammen, von den Eingängen gelesen und an den Prozessor weitergeleitet werden,
- die Steuerungsanweisungen des Prozessors die entsprechenden Ausgänge aktivieren und an die entsprechenden Stellglieder übertragen werden.
• Empfehlungen
Um Maschinenbewegungen zu vermeiden, wird empfohlen:
- die Sicherungen der Leistungsschalter der Motorantriebe zu entfernen,
- die Druckluft- und Hydraulikleitungen zu unterbrechen.
• Vorgehensweise
- Beim erstmaligen Einschalten entsprechend Abschnitt 6.1 vorgehen.
Darauf achten, daß die I/O-Lampe nicht permanent leuchtet,
- die Steuerung in der Betriebsart
STOP lassen,
Steuerung TSX Nano Terminals
- den Dateneditor (EINSTELLEN) des
PG FTX 117 oder des Terminals mit
PL7-07-Software anfordern,
- Zustand des Systembits %S8 (Sicherheitsausgänge) ändern: Bit auf "0" setzen,
- Eingänge durch Aktivierung der einzelnen Geber testen:
- überprüfen, ob die Signallampe des entsprechenden Eingangs auf der Frontseite den Zustand wechselt,
- auf dem Bildschirm überprüfen, ob das entsprechende Bit ebenfalls den
Zustand wechselt.
- Ausgänge mit Hilfe des Terminals testen:
- das zu jedem Ausgang gehörige Bit auf "1" forcieren,
- überprüfen, ob die Signallampe des entsprechenden Ausgangs sowie das zugehörige Stellglied den Zustand wechselt.
- mit Hilfe des Terminals:
- alle Forcierungen löschen,
- Systembit %S8 zurück auf "1" setzen (die Ausgänge werden auf 0 gesetzt).
Hinweis: Die gesamte Vorgehensweise kann in der Betriebsart RUN durchgeführt werden, wenn die Steuerung kein Applikationsprogramm enthält. In diesem Fall kann Bit %S8 im Zustand 1 bleiben (standardmäßiger Zustand).
6/3
A
6/4
7
7 Ergänzungen
7.1
Netzunterbrechungen und Netzwiederkehr
• Netzunterbrechungen
- wenn Unterbrechung < Versorgungsautonomie: normale Programmausführung,
- wenn Unterbrechung > Versorgungsautonomie: Prozessor ausgeschaltet mit
Kontextsicherung (Daten und Programm).
• Warmstart: Neustart der Steuerung mit dem Inhalt des Datenspeichers im gleichen Zustand, wie zum Zeitpunkt der Netzunterbrechung.
Mögliche Ursachen:
- Neustart der Steuerung nach Netzunterbrechung > Autonomie der Stromversorgung,
- Systembit %S1 vom Programm oder PG auf "1" gesetzt.
Netzwiederkehr
- Systembit %S1 auf "1" gesetzt,
- alle nicht forcierten Eingangsbits auf "0" gesetzt (Achtung: Dieses Setzen auf
"0" generiert auf einem Eingang, der sich beim Warmstart physisch im
Zustand "1" befindet, eine "falsche" steigende Flanke, siehe Register B,
Abschnitt 2.1-2).
- alle Ein-/Ausgangsbits auf "0" gesetzt,
- alle nicht gesicherten internen Bits auf "0" gesetzt (%M64 bis %%127),
- Aufrechterhaltung des Zustandes aller gesicherten internen Bits (%M0 bis %M63), der aktuellen Werte der Funktionsbausteine (Timer, Zähler, ...).
- Wiederaufnahme des Ausführungszyklus da, wo er unterbrochen wurde (ohne
Aktualisierung der Ausgänge am Zyklusende), anschließend normale Wiederaufnahme des Zyklus: Erfassung der Eingänge
→
Abarbeitung des Programms
→
Aktualisierung der Ausgänge und Setzen des Systembits %S1 auf "0".
• Kaltstart: Neustart der Steuerung mit Verlust des Inhalts des Datenspeichers.
Mögliche Ursachen:
- Pufferbatterie defekt,
- Setzen von Systembit %S0 auf "1" durch Programm oder PG,
- Initialisierung der Steuerung durch PG.
Netzwiederkehr
- Systembit %S0 auf "1" gesetzt,
- alle internen Bits, Ein-/Ausgangsbits, internen Worte auf "0" gesetzt,
- aktuelle Werte der Funktionsbausteine (Timer, Zähler, ...), der Register, des
Einzelschrittbetriebs, auf "0" gesetzt,
- Verlust der mit Hilfe des Terminals geänderten Werte und Wiederkehr der bei der
Konfiguration festgelegten Vorwahlwerte,
- Initialisierung der Systembits und -worte (außer %S0 und der Daten der
Kalenderfunktion),
- Annullierung der Forcierungen,
- Grafcet-Reinitialisierung,
- Wiederaufnahme des Ausführungszyklus am Zyklusanfang:
Erfassung der Eingänge
→
Abarbeitung des Programms
→
Aktualisierung der
Ausgänge und Setzen von Systembit %S0 auf "0".
7/1
A
A
Programmierbeispiel
Um einen automatischen Neustart des Steuerungssystems bei einer Netzwiederkehr zu vermeiden, ist im nachfolgenden Programm ein Bedienereingriff durch Drücken der
Taste "RESTART" und die Aufrechterhaltung des Zustandes 0 der Ausgänge während der Stromunterbrechung enthalten. Dieser Programmteil ist dem Applikationsprogramm hinzuzufügen.
Ein Teil dieses Programms muß am Programmanfang stehen (Vorverarbeitungsbereich), der andere Teil am Programmende (Nachverarbeitungsbereich).
Programmende
000 LD %S0 Wenn %S0 logisch 1 ist: Kaltstart
001 OR %S1 ODER %S0 logisch 1 ist: Warmstart
002 OR %M10 ODER %M10 logisch 1 ist: Selbsterhaltung
003 S %M10 Setzen des internen Bits %M10 auf "1"
004 ST %S9 Setzen der Ausgänge auf "0"
005 JMPC %L0 Sprung nach Label %L0
006
007
----
----
098
099
100 %L0: Sprungadresse
101 LD %M10 Wenn %M10 logisch 1 ist
102 AND %I0.1 UND Eingang 1 logisch 1 ist: WIEDERKEHR
103 R %M10 Setzen des internen Bits %M10 auf "0"
104 END Programmende im Bereich
V o r v e r a r b e i t u n g
(Programmanfang)
Applikationsprogramm im Bereich
Nachverarb e i t u n g
(Programmende)
7/2
Ergänzungen 7
A
7.2
Initialisierung der Steuerung
Beschreibung
Eine Initialisierung durch das Programm kann erreicht werden, wenn das Systembit
%S0 auf "1" gesetzt wird, was einem Kaltstart gleichkommt (siehe Abschnitt 7.1). Bei einem Warmstart kann es erforderlich sein, eine Initialisierung durchzuführen. Das nachstehende Beispiel zeigt, wie diese zu programmieren ist. Eine Initialisierung kann ebenfalls vom Programmiergerät aus durch den Befehl INIT angefordert werden.
Programmierung
LD %S1
ST %S0
Wenn %S1 = 1 (Warmstart), muß %S0 auf "1" gesetzt werden, um eine Initialisierung auszuführen. Diese beiden Bits werden vom System am Ende des folgenden Zyklus auf "0" zurückgesetzt.
WICHTIG
Das Systembit %S0 darf nicht länger als einen Zyklus der Steuerung auf 1 gesetzt sein.
7.3
Sicherung des Programms und der Daten
Beschreibung
Das Anwenderprogramm und die Daten sind im RAM-Speicher der Steuerung enthalten. Dieser Speicher hat eine Versorgungsautonomie von 30 Tagen, die durch eine steuerungsinterne Batterie gewährleistet wird.
ACHTUNG
Diese Versorgungsautonomie ist nur dann gewährleistet, wenn die Batterie vor dem Halt der Steuerung mindestens 6 Stunden lang aufgeladen worden ist.
7/3
A
EEPROM-Sicherung
Diese Form der Sicherung unterbindet das Risiko einer Beschädigung des im RAM-
Speicher befindlichen Programms im Falle eines Batteriefehlers oder einer
Netzunterbrechung von mehr als 30 Tagen.
Beim Einschalten überprüft die Steuerung die Übereinstimmung der Programme im
RAM- und EEPROM-Speicher. Bei Nichtübereinstimmung wird das Programm im
EEPROM-Speicher automatisch in den RAM-Speicher übertragen, wenn die Option
MST (Automatisches Laden) ausgewählt worden ist (siehe Register C, Abschnitt 12.4).
Steuerungsspeicher
Programmund Daten-
RAM
EEPROM-
Programm
ACHTUNG
Nach dem Programmtest der Applikation sollte diese mit der Option MST in den
EEPROM-Speicher übertragen werden.
7/4
Beschreibung der Programmiersprache
Anweisungsliste
Inhalt
Register B
Kapitel
1.4-3 Konventionen für die Übersetzbarkeit von
2 Verknüpfungs- und Schrittkettenlogik 2/1
2.1-1 Definition der Hauptbitobjekte
2.1-2 Beschreibung der booleschen Anweisungen
2.1-3 Ladeanweisungen LD, LDN, LDR, LDF
2.1-4 Zuweisungen ST, STN, S, R
2.1-5 "Logisches UND"-Anweisungen: AND, ANDN, ANDR, ANDF 2/5
2.1-6 "Logisches ODER"-Anweisungen: OR, ORN, ORR, ORF 2/5
2.1-7 "Exklusiv- Oder"-Anweisungen: XOR, XORN, XORR, XORF 2/6
2.1-10 MPS-, MRD-, MPP-Anweisungen
2.1-11 Spezielle KOP-Anweisungen OPEN und SHORT
Standardfunktionsbausteine 2/11
2.2-1 Bit- und Wortobjekte für Standardfunktionsbausteine
2.2-5 LIFO/FIFO-Register %Ri 2/20
2.2-6 Schrittschaltwerk %DRi 2/23
___________________________________________________________________________
B/1
Seite
B
Beschreibung der Programmiersprache
Anweisungsliste
Inhalt
Register B
B
Kapitel
Seite
2.4-1 Programmendeanweisungen END, ENDC, ENDCN
2.4-3 Sprunganweisungen JMP, JMPC, JMPCN zu Label %Li: 2/30
2.4-4 Unterprogrammanweisungen SRn, SRn:, RET
2.4-5 Hauptrelaisanweisungen MCS und MCR
3 Numerische und Sonderanweisungen 3/1
3.1-1 Definition der wichtigsten Wortobjekte
3.1-6 Arithmetische Anweisungen
3.1-9 Konvertierungsanweisungen
Analogkanal (TSX 07 32/33 •• ••) 3/15
Spezifische Funktionsbausteine
3.4-1 Spezifischen Funktionsbausteinen zugeordnete
3.4-3 Pulsbreitenmodulationsausgang %PWM
3.4-4 Impulsgeneratorausgang %PLS
3.4-5 Schneller Zähler, Frequenzmesser und
___________________________________________________________________________
B/2
Beschreibung der Programmiersprache
Anweisungsliste
Inhalt
Register B
Kapitel
3.4-6 Senden/Empfangen von Nachrichten und Überwachung des Datenaustausches
3.4-7 Bitschieberegister-Funktionsbaustein %SBRi
3.4-8 Funktionsbaustein %SCi zur Schritt-für-Schritt-
Seite
Kommunikation im Steuerungsverbund 3/49
Die Analogmodule TSX AMN 4000/4001
4.2-1 Funktionsprinzip der Analogmodule
4.2-2 Programmieren der Analogmodule
4.2-3 Verwendung der Worte %IW im Anwenderprogramm
4.2-4 Diagnose des Kommunikationsstatus mit den
Analoge Eingangsmodule TSX ASN •••
4.3-1 Konfiguration der Analogeingänge
4.3-2 Programmierung der analogen Eingänge
Analoge Ausgangsmodule TSX AEN •••
4.4-1 Konfiguration der Analogausgänge
___________________________________________________________________________
B/3
B
Beschreibung der Programmiersprache
Anweisungsliste
Inhalt
Register B
B
Kapitel
5.2-2 Zeit- und Datumseingabe über Programm
Einstellung der Kalenderfunktion
5.4-1 Einstellung von Datum und Uhrzeit über das
5.4-2 Einstellung von Datum und Uhrzeit über Systemworte
Seite
6 Aufgabe der Systembits und -worte
6.1-2 Detaillierte Beschreibung der Systembits
6.2-2 Detaillierte Beschreibung der Systemworte
Wiedereinschalten der geschützten Transistorausgänge bei
Voraussetzungen für die Übersetzbarkeit
Regeln für die Übersetzbarkeit
___________________________________________________________________________
B/4
Vorwort
Dieser Teil B enthält zwei Informationsebenen:
• Informationen, die die Ausführung einfacher Funktionen ermöglichen, sind in den grau unterlegten Abschnitten dargestellt. Es ist nicht notwendig, die ganze
Dokumentation zu lesen.
• Informationen, die die Ausführung aller Funktionen ermöglichen, die von der Steuerung
TSX Nano angeboten werden. In diesem Fall ist das ganze Handbuch relevant.
B
1/1
B
1/2
1 Einführung
1.1
Allgemeines
Die Entwicklung einer Applikation für eine Steuerung TSX Nano kann mit Hilfe zweier
Programmierwerkzeuge erfolgen:
- Das Programmiergerät FTX 117 unterstützt die Programmiersprache
Steuerungsanweisungsliste (AWL). AWL ist eine boolesche Sprache, die das
Schreiben logischer und numerischer Operationen ermöglicht.
- Die Programmiersoftware PL7-07 für IBM-PC oder kompatible PC unterstützt die
Programmiersprachen AWL und Kontaktplansprache (KOP). KOP ist eine grafische
Sprache, die das Umschreiben von Relaissteuerkreisen mit Hilfe von Symbolen
(Kontakten, Abschlußoperationen), das Schreiben numerischer Berechnungen in
Operationsbausteinen ermöglicht.
PL7-07 ermöglicht das Rückübersetzen von KOP in AWL bzw. von AWL in KOP.
Außerdem unterstützt die Steuerung TSX Nano die Grafcet-Anweisungen.
B
1.2
AWL
Programmstruktur
Ein in der Programmiersprache AWL geschriebenes Programm umfaßt eine
Anweisungsfolge (bis zu 1000 Anweisungen) aus verschiedenen Familien.
Jede Programmzeile besteht aus einer automatisch erstellten Nummer, einem
Anweisungscode und einem Bit- oder Wortoperand.
Anweisungsbeispiel: 003 LD %I0.1
Nummer
Operand
Anweisungs-Code
Ein AWL-Programm besteht aus einer Reihe logischer Ausdrücke in der Form boolescher Anweisungen. Alle booleschen Anweisungen, mit Ausnahme von
LOAD, STORE und NOT, verarbeiten zwei Operanden (einen expliziten und einen impliziten Operand).
Der implizite Operand ist der boolesche Akkumulator. Er enthält entweder den Inhalt der ersten Anweisung bei einer Reihe von Anweisungen (z.B. LD %I0.0) oder, bei den folgenden Anweisungen, das Ergebnis der vorhergehenden Anweisung (z.B.
AND %I1,2).
Beispiel: 001 LD %I0,1
002 AND %I1.2
003 ST %Q1,0
Die Operation AND %I1.2 führt eine logische UND-Verknüpfung zwischen dem Inhalt des Akkumulators (%I0,1) und dem Eingang %I1.2 durch und ersetzt den Inhalt des
Akkumulators durch das Ergebnis dieser Verknüpfung.
1/1
B
Die Anweisungen LOAD und STORE laden den Wert des Operanden in den
Akkumulator bzw. speichern den Akkumulatorwert im Operanden. Die Anweisung
NOT hat keinen expliziten Operanden und kehrt nur den Zustand des Akkumulators um.
Anweisungen
Anweisungstypen
• Bit
• Baustein
• Wort
• Programm
• Grafcet
Beispiel
004 LD %M10
008 IN %TM0
Liest das interne Bit %M10
Startet den Timer %TM0
010 [%MW10 := %MW50+100] Addition
015 SR5 Aufruf Unterprogramm 5
020 -*-8 Schritt 8
1/2
Einführung
1
1.3
Grafcet
Bei Grafcet handelt es sich um eine Analysemethode, die darin besteht, jeden sequentiellen Steuerungsablauf in eine Folge von Schritten zu zerlegen, denen
Aktionen, Signalwechsel und Weiterschaltbedingungen zugeordnet sind.
Die Programmiersprache PL7 verfügt über spezielle Grafcet-Anweisungen.
B
Grafisches Grafcet
-*3
LD %M10
#
#
4
5
-*4
LD %I0.7
# 6
-*5
LD %M15
#
...
7
Anweisungslisten-Grafcet
Kontaktplan-Grafcet
1/3
B
1.4
KOP
Ein in KOP geschriebenes Programm setzt sich aus einer Folge von Programmblöcken zusammen, die von der Steuerung sequentiell abgearbeitet werden. Kontaktpläne gleichen Logikplänen zur Darstellung von Relaissteuerkreisen. Grafische Testelemente symbolisieren die Kontakte (Schalter, Endbegrenzungskontakte, usw.) und grafische
Aktionselemente die Abschlußoperationen.
Die obige Abbildung stellt einen vereinfachten Schaltplan eines Relaissteuerkreises und das entsprechende KOP-Programm dar. Dabei ist zu beachten, daß alle im
Relaissteuerkreis mit einem Gerät mit Schalterfunktion verknüpften Eingänge im
Kontaktplan als Kontakte dargestellt werden. Die Abschlußoperation M1 im
Relaissteuerkreis wird im Kontaktplan durch das Symbol für eine Abschlußoperation dargestellt. Im Kontaktplan beziehen sich die über den Symbolen für Kontakte/
Abschlußoperationen angegebenen Adressnummern auf die Position der externen
Eingangs-/Ausgangsanschlüsse der Steuerung.
Ein KOP-Programm besteht aus einer Folge spezieller grafischer Anweisungen, die miteinander verbunden sind und sich zwischen zwei vertikalen Leisten befinden, die das Potential darstellen.
Die grafischen Anweisungen stellen dar:
• Ein-/Ausgänge der SPS (Drucktaster, Sensoren, Relais, Signalleuchten...),
• SPS-Funktionen (Zeitgeber, Zähler...),
• mathematische und logische Operationen (Additon, Division, AND, XOR...),
• Vergleichsoperatoren und andere numerische Operationen (A < B, A = B, Shift, usw.),
• interne SPS-Variablen (Bits, Worte...).
1/4
Die grafischen Anweisungen werden mit vertikalen und horizontalen Verbindungslinien angeordnet, die zu einem oder mehreren Ausgängen und/oder Aktionen führen.
Ein Programmblock darf nur eine Gruppe verbundener Anweisungen enthalten.
So besteht das nebenstehende KOP-
Programm aus zwei separaten
Programmblöcken.
Einführung
1
B
1/5
B
1.4-1 Programmiergrundsätze
Jeder KOP-Programmblock besteht aus 7 Zeilen und 11 Spalten und ist in zwei
Bereiche eingeteilt:
Spalten
Zeilen
Testbereich
Aktionsbereich
• Der Testbereich enthält Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit eine Aktion stattfinden kann.
• Der Aktionsbereich enthält den Ausgang bzw. die Operation, der/die aus den damit verbundenen Tests resultiert.
Der Programmblock wird durch ein Programmierraster aus 7 x 11 Zellen dargestellt und beginnt mit der Zelle oben links. Testanweisungen, Vergleiche und Funktionen werden im
Testbereich programmiert, und diese Testanweisungen werden linksbündig angeordnet.
Über diese Testlogik erfolgt dann der Durchgang zum Aktionsbereich mit Abschlußoperationen, numerischen Operationen und Programmsteuerungs-anweisungen. Aktionsanweisungen werden rechtsbündig angeordnet. Der Programmblock wird von oben nach unten und von links nach rechts gelöst, oder ausgeführt (Tests werden ausgeführt und Ausgänge zugewiesen).
Ein Programmblock-Titel, der die Aufgabe des Programmblocks dokumentiert, wird oberhalb des Programmblocks angegeben. Er enthält die Programmblocknummer und etwaige Labels
(%Li:) oder Unterprogrammvereinbarungen (SRi:), einen Titel und Kommentare. Zu weiteren
Informationen über den Programmblock-Titel und dessen Entsprechung in AWL-Kommentaren siehe Abschnitt B.1.4-3.
1/6
Einführung
1
• Kontakte, Abschlußoperationen und Programmanweisungen
Kontakte, Abschlußoperationen und
Anweisungen zum Programmablauf
(Sprung und Unterprogrammaufruf) belegen eine einzige Zelle des Programmierrasters, Funktions-, Vergleichs- und
Operate-Bausteine mehrere Zellen.
• Funktionsbausteine
Funktionsbausteine werden im Testbereich des Rasters positioniert. Der
Baustein muß in der ersten Zeile angegeben werden, davor oder danach dürfen keine KOP-Anweisungen oder durchgehende Zeilen auftreten. KOP-
Testanweisungen befinden sich auf der
Eingangsseite des Funktionsbausteins und Testanweisungen und/oder Aktionsanweisungen auf der Ausgangsseite des
Funktionsbausteins.
Funktionsbausteine sind vertikal ausgerichtet, sie belegen 2 Spalten und 4
Zeilen des Programmierrasters.
• Vergleichsbausteine
Vergleichsbausteine werden im Testbereich des Programmierrasters positioniert. Der Baustein kann in jeder beliebigen Zeile oder Spalte des
Testbereichs auftreten, sofern die gesamte Anweisung im Testbereich liegt.
Vergleichsbausteine sind horizontal ausgerichtet, sie belegen 2 Spalten und 1
Zeile des Programmierrasters.
• Operationsbausteine
Operationsbausteine werden im Aktionsbereich des Programmierrasters positioniert. Der Baustein kann in jeder beliebigen Zeile des Aktionsbereichs auftreten. Die Anweisung wird rechtsbündig angeordnet; sie erscheint also rechts und endet in der letzten Spalte.
Operationsbausteine sind horizontal ausgerichtet, sie belegen 4 Spalten und 1
Zeile des Programmierrasters.
1/7
B
B
1.4-2 Übersetzbarkeit
In diesem Handbuch bezeichnet der Begriff Übersetzbarkeit die Fähigkeit der PL7-07-
Software, TSX Nano-Applikationsprogramme von der KOP-Programmiersprache in die AWL-Sprache umzusetzen und wieder zurück zu konvertieren. PL7-07-Programme können je nach Voreinstellung in einem dieser Formate angezeigt werden.
Über die Option KOP/AWL ein-/ausblenden im Menü Tools können selbst einzelne
KOP-Programmblöcke in AWL (und wieder zurück) konvertiert werden.
LD %I0.5
OR %I0.4
ST %Q0.4
Wesentlich für das Verständnis der Übersetzbarkeit ist die Beziehung zwischen dem
“Programmblock”, d.h. den KOP-Anweisungen, die einen logischen Ausdruck bilden und dem “Satz”, d.h. AWL-Anweisungen, die dieselbe Aufgabe erfüllen. Die obige
Abbildung zeigt als Beispiel einen KOP-Programmblock, wie er in Anwendungsprogrammen üblich ist. Daneben ist die entsprechende Programmlogik als AWL-Satz ausgedrückt.
Ein in einer PL7-07-Sprache erstelltes Programm, sei es nun in KOP oder AWL, wird intern in AWL gespeichert.
Die Struktur der Sprache KOP der Software PL7-07 erlaubt die Konvertierung eines
KOP-Programms in ein AWL-Programm, ohne daß dazu im vorhinein besondere
Vorkehrungen getroffen werden müßten.
Um die Übersetzbarkeit von AWL in KOP zu gewährleisten, müssen die in Abschnitt
B.1.4-3 dargestellten Konventionen für die AWL-Programmierung eingehalten werden.
Die Nicht-Übersetzbarkeit eines AWL-Programms hat jedoch keinen Einfluß auf die
Funktionsweise einer Applikation.
1/8
Einführung
1
1.4-3 Konventionen für die Übersetzbarkeit von AWL-Programmen
Die Struktur eines übersetzbaren AWL-Funktionsbausteins erfordert den Einsatz bestimmter Anweisungen:
- BLK (Blockbeginn, legt den Anfang des Programmblocks und den Beginn des
Eingangsteils für den Block fest)
- OUT_BLK (kennzeichnet den Beginn des Ausgangsteils des Blocks)
- END_BLK (kennzeichnet das Ende des Blocks und des Programmblocks).
Die Verwendung der umsetzbaren Funktionsbausteinanweisungen ist nicht zwingend für einen einwandfreien Ablauf des AWL-Programms. Einige Anweisungen können in nicht übersetzbarem AWL programmiert werden. Das Programmieren nicht-
übersetzbarer AWL-Anweisungen für Funktionsbausteine ist in Abschnit B.2.2
beschrieben.
Eine weitere wichtige Konvention besteht darin, bestimmte AWL-Anweisungen oder gewisse Kombinationen von Anweisungen und Operanden zu vermeiden, für die es keine KOP-Entsprechung gibt. Beispielsweise hat die N-Anweisung (kehrt den booleschen Akkumulator um) kein KOP-Äquivalent. Die untenstehende Tabelle führt alle AWL-Anweisungen auf, die sich nicht in KOP rückübersetzen lassen.
AWL-Anweisung
JMPCN
N
ENDCN or’d XORN
Operand
%Li keiner keiner beliebig
Beschreibung
Bedingter Sprung (NOT)
Negation (NOT)
Bedingtes Ende (NOT)
XORN nach OR
B
Programmblöcke ohne Bedingung folgen ebenfalls einer AWL-Programmierkonvention zum Sicherstellen der AWL-in-KOP-Übersetzbarkeit. Ein Programmblock ohne
Bedingung enthält keine Tests oder Bedingungen; die Ausgangs- und/oder
Aktionsanweisung(en) wird (werden) immer ausgeführt. Die nachfolgende Abbildung zeigt einen Programmblock ohne Bedingung und die entsprechenden AWL-Sätze.
LD
ST
LD
1
%Q0.4
1
[%MW5 := 0]
JMP %L6
1/9
B
Es ist zu beachten, daß bis auf eine Ausnahme jeder der AWL-Sätze ohne Bedingung mit einer Load-Anweisung gefolgt von der Zahl 1 beginnt. Diese Kombination setzt den booleschen Akkumulator auf Eins, damit wird die Abschlußoperation (Store-Anweisung) auf Eins und %MW5 in jedem Programmzyklus auf Null gesetzt. Eine Ausnahme bildet die unbedingte Sprunganweisung. Diese AWL-Anweisung wird unabhängig vom Wert des Akkumulators ausgeführt, folglich braucht der Akkumulator nicht wie bei den vorherigen Anweisungen auf Eins gesetzt zu werden.
Beim Versuch, ein nicht vollständig übersetzbares AWL-Programm zu umsetzen, werden die übersetzbaren Teile in KOP und die nicht übersetzbaren Teile als "KOP-
AWL-Programmblöcke" angezeigt. KOP-AWL-Programmblöcke sind wie kleine AWL-
Editoren, darin können die nicht übersetzbaren Teile eines KOP-Programms angesehen und geändert werden.
Programmdokumentation
Im AWL-Editor kann ein Programm mit AWL-Zeilenkommentaren dokumentiert werden.
Diese Kommentare treten zusammen mit Programmanweisungen in einer Zeile, aber auch in separaten Zeilen auf. Der KOP-Editor ermöglicht die Programmdokumentation
über Programmblock-Titel, die sich direkt oberhalb des Programmblocks befinden.
PL7-07 verwendet diese Kommentare bei der Übersetzung. Beim Umsetzen eines
Programms von AWL in KOP werden die AWL-Kommentare zwischen AWL-Sätzen einfach für den Programmblock-Titel verwendet.
1/10
Einführung
1
Der erste Kommentar in einer separaten Zeile (in der Zeile darf keine Anweisung stehen) nach dem Ende eines AWL-Satzes wird für den Programmblock-Titel verwendet.
Mit den weiteren Kommentaren, sofern vorhanden, werden die Kommentarzeilen des
Programmblock-Titels gefüllt. Sind alle Kommentarzeilen des Titels belegt, werden die restlichen Kommentarzeilen zwischen AWL-Sätzen sowie alle Kommentare, die sich zusammen mit AWL-Anweisungen in einer Zeile befinden, ignoriert.
Beim Übersetzen eines Programmblocks mit Programmblock-Titel in AWL wird die
Dokumentation im Programmblock-Titel zwischen die AWL-Sätze eingefügt. Etwaige
Labels oder Unterprogrammvereinbarungen (%Li: or SRi:) werden auf die nächste, dem Titel folgende Zeile positioniert, unmittelbar vor den Anfang des AWL-Satzes. War der übersetzte Programmblock ursprünglich in AWL geschrieben und wurden bei der
Konvertierung von AWL nach KOP Kommentare ignoriert, so werden diese Kommentare im AWL-Editor wieder erscheinen.
B
1/11
B
1/12
Kapitel 2
2
2 Verknüpfungs- und Schrittkettenlogik
2.1
Boolesche Operation
2.1-1 Definition der Hauptbitobjekte
• Eingangs-/Ausgangsbits
Die Adressierung dieser Bits wird im einzelnen in Abschn. 1.5, Register A, erklärt. Diese
Bits sind die "logischen Abbilder" der elektrischen Zustände von Ein- und Ausgängen.
Sie werden im Datenspeicher abgelegt und bei jeder Programmabfrage aktualisiert.
• Interne Bits
Die internen Bits speichern die Zwischenzustände während der Programmausführung.
Hinweis: Die nicht genutzten Ein-/Ausgangsbits können nicht als interne Bits verwendet werden.
• Systembits
Die Systembits %S0 bis %S127 überwachen den einwandfreien Betrieb der Steuerung sowie den Ablauf des Applikationsprogramms. Aufgabe und Verwendung dieser Bits werden in Kapitel 6 des vorliegenden Registers ausführlich behandelt.
• Schrittbits
Bei den Bits %X1 bis %X62 handelt es sich um die den Grafcet-Schritten zugeordneten
Bits. Der Zustand des Schrittbits Xi ist "1", wenn der entsprechende Schritt aktiv ist, oder "0", wenn dieser Schritt nicht aktiv ist.
• Bits aus Worten: siehe Abschn. 3.1-1
Liste der Bitoperanden
In der folgenden Tabelle ist die Liste aller Bit-Operandentypen dargestellt.
Typ
Sofortwert
Eingangsbits
Ausgangsbits
Interne Bits
Systembits
Schrittbits in
Grafcet
Funktionsbausteinbits
Adresse
(oder Wert)
0 oder 1
%I0.i oder %I1.i (2)
Max.
Anzahl
_
28
%Q0.i oder %Q1.i (2) 20
%Mi 128 (3)
%Si
%Xi
%TMi.Q %DRi.F.....
Übersetzb. Funktions- E,D,F,Q,TH0,TH1,R bausteinbits
Bits aus Worten
128
62
Schreib-
Zugriff (1)
_ nein ja ja gemäß i ja nein (4) nein
Siehe
Abschn.
_
1.5
Reg. A
5.1
2.3-1
2.2-1
3.3-1
3.1-1
(1) Erstellung über das Programm oder in der Betriebsart Einstellen über das PG.
(2) mit i=0 bei einem Grundgerät oder einer SPS-Erweiterung, i=1 bei einer E/A-Erweiterung und j=Kanal-Nr. Die Ein-/Ausgangsbits können in der Betriebsart Einstellen der Daten auf 0 oder 1 forciert werden.
(3) Die ersten 64 werden bei Netzunterbrechung gesichert.
(4) mit Ausnahme von %SBRi.j und %SCi.j; diese Bits können gelesen und geschrieben werden.
B
2/1
B
2.1-2 Beschreibung der booleschen Anweisungen
Die booleschen Anweisungen sind mit Elementen der Kontaktplansprache vergleichbar.
Testelement, Beispiel: Die Anweisung LD entspricht einem offenen Kontakt.
LD %I0.0
Durchgangskontakt, wenn das ihn steuernde
Bit den Zustand «1» hat.
Aktionselement, Beispiel: Die Anweisung ST entspricht einer direkten Abschlußoperation.
ST %Q0.0
Das zugehörige Bitobjekt nimmt den logischen
Wert des logischen Ergebnisses des
Testelementes an.
Boolesche Gleichung:
LD%I0.0
AND %I0.1
ST%Q0.0
Das boolesche Ergebnis der Testelemente wird auf das Aktionselement angewendet.
Steigende und fallende Flanke
Die Testanweisungen ermöglichen die Erkennung von fallenden oder steigenden
Flanken an den Steuerungseingängen. Eine Flanke wird erkannt, sobald sich der
Zustand eines Eingangs zwischen dem Zyklus n-1 und dem laufenden Zyklus n geändert hat, während des laufenden Zyklus bleibt die Erkennung erhalten.
Die Anweisung LDR (R: Rising edge) entspricht einem Kontakt bei Erkennung einer steigenden Flanke:
LDR %I0.0
(1)
Steigende Flanke: Erkennen eines 0-1-Übergangs des ihn steuernden Ausgangs (3).
Die Anweisung LDF (F: Falling edge) entspricht einem Kontakt bei Erkennung einer fallenden Flanke:
LDF %I0.0
(2)
Fallende Flanke: Erkennen eines 1-0-
Übergangs des ihn steuernden Ausgangs.
Zeit
Bool.
Ergebnis
1 SPS-Zyklus
Zeit
Bool.
Ergebnis
1 SPS-Zyklus
Zeit
Zeit
Die Flanken-Anweisungen betreffen die
Eingänge %I. Es ist jedoch möglich,
Flanken an jedem anderen Bit (oder booleschen Ergebnis) zu erkennen, indem
2 interne Bits verwendet werden.
Im nebenstehenden Beispiel speichert Bit
%M11 die steigende Flanke von Bit %M0.
LD %M0
ANDN %M10
ST %M11
LD %M0
ST %M10
(1) Kontakt für positiven Spannungswechsel
(2) Kontakt für negativen Spannungswechsel
(3) Bei einem Kalt- oder Warmstart erkennt die Applikation selbst dann eine steigende Flanke, wenn der Eingang auf "1" geblieben ist. Dieses Phänomen kann maskiert werden, indem das Programm mit den Anweisungen LD %S1 und ENDC begonnen wird.
2/2
Verknüpfungs- und Schrittkettenlogik
2
Anweisungsformat
Die Beschreibung der booleschen Anweisungen geht folgendermaßen vor sich:
Die jeweils beschriebene boolesche
Anweisung ist fett dargestellt. Für jede
Gleichung wird ebenfalls der entsprechende
Kontaktplan angeführt.
B
Die Ladeanweisungen LD, LDN, LDR, LDF
Die Anweisungen LD, LDN, LDR und LDF entsprechen offenen bzw.
geschlossenen Kontakten bzw. Kontakten mit steigender oder fallender
Flanke.
LD %I0.1
ST %Q0.3
LDN %M0
ST %Q0.2
LDR %I0.2
ST %Q0.4
LDF %I0.3
ST %Q0.5
[
Code Operand
LD 0/1,%I,%Q,%M,%S,%X,%BLK,%•:Xk,[
LDN
LDR
LDF
%I,%Q,%M,%S,%X,%BLK,%•:Xk,[
%I
%I
Liste der Operanden
0/1
%I
%Q
Sofortwert 0 oder 1
Steuerungseingang %Ii.j
Steuerungsausgang %Qi.j
%M Internes Bit %Mi
%S Systembit %Si
%X Schrittbit %Xi
%BLK Fkt.baustein-Bit, z.B.: %TMi.Q
%•:Xk Wortbit, z.B.: %MWi:Xk
Vergleichsausdruck z.B.: [%MWi<1000]
Zeitlicher Verlauf
Die vier Zeitdiagramme sind nebeneinander dargestellt.
Zeitdiagramm der
Anweisung LD
Zustand des Eingangs
Zustand des Ausgangs
2/3
B
2.1-3 Ladeanweisungen LD, LDN, LDR, LDF
Die Anweisungen LD, LDN, LDR und LDF entsprechen offenen bzw. geschlossenen
Kontakten oder Kontakten mit steigender bzw. fallender Flanke (LDR und LDF nur an
SPS-Eingängen).
LD %I0.1
ST %Q0.3
LDN %M0
ST %Q0.2
LDR %I0.2
ST %Q0.4
LDF %I0.3
ST %Q0.5
Code Operand
LD 0/1,%I,%Q,%M,%S,%X,%BLK,%•:Xk,[
LDN %I,%Q,%M,%S,%X,%BLK,%•:Xk,[
LDR %I
LDF %I
2.1-4 Zuweisungen ST, STN, S, R
Die Anweisungen ST, STN, S und R entsprechen den Abschlußoperationen: Zuweisung,
Zuweisung negiert, Setzen, Rücksetzen.
LD
ST
%I0.1
%Q0.3
STN %Q0.2
S %Q0.4
LD
R
%I0.2
%Q0.4
Code Operand
ST %Q,%M,%S,%BLK.x,%•:Xk,
STN %Q,%M,%S,%BLK.x,%•:Xk,
S %Q,%M,%S,%X,%BLK.x,%•:Xk
R %Q,%M,%S,%X,%BLK.x,%•:Xk
2/4
Verknüpfungs- und Schrittkettenlogik
2
2.1-5 "Logisches UND"-Anweisungen: AND, ANDN, ANDR, ANDF
Diese Anweisungen führen eine logische UND-Verknüpfung zwischen dem Operanden
(dem reziproken Wert des Operanden, einer steigenden Flanke, einer fallenden
Flanke) und dem booleschen Ergebnis der vorhergehenden Anweisung aus.
LD %I0.1
AND %M1
ST
LD
%Q0.3
%M2
ANDN %I0.2
ST %Q0.2
LD %I0.3
ANDR %I0.4
S %Q0.4
LD %M3
ANDF %I0.5
S %Q0.5
B
Code Operand
AND 0/1,%I,%Q,%M,%S,%X,%BLK,%•:Xk,[
ANDN %I,%Q,%M,%S,%X,%BLK,%•:Xk,[
ANDR %I
ANDF %I
2.1-6 "Logisches ODER"-Anweisungen: OR, ORN, ORR, ORF
Diese Anweisungen führen eine logische ODER-Verknüpfung zwischen dem Operanden
(dem reziproken Wert des Operanden, einer steigenden Flanke, einer fallenden
Flanke) und dem booleschen Ergebnis der vorhergehenden Anweisung aus.
LD
OR
ST
%I0.1
%M1
%Q0.3
LD %M2
ORN %I0.2
ST
LD
%Q0.2
%M3
ORR %I0.4
S %Q0.4
LDF %I0.5
ORF %I0.6
S %Q0.5
Code Operand
OR 0/1, %I,%Q,%M,%S,%X,%BLK.x,%•:Xk,[
ORN %I,%Q,%M,%S,%X,%BLK.x,%•:Xk,[
ORR %I
ORF %I
2/5
B
2.1-7 "Exklusiv- Oder"-Anweisungen: XOR, XORN, XORR, XORF
Diese Anweisungen führen eine Exklusiv-ODER-Verknüpfung zwischen dem
Operanden (dem reziproken Wert des Operanden, einer steigenden Flanke, einer fallenden Flanke) und dem booleschen Ergebnis der vorhergehenden Anweisung aus.
%M1
XOR
LD %I0.1
XOR %M1
ST %Q0.3
LD
)
ST
%I0.1
ANDN %M1
OR( %M1
ANDN %I0.1
%Q0.3
Code Operand
XOR %I,%Q,%M,%S,%X,%BLK.x,%•:Xk
XORN %I,%Q,%M,%S,%X,%BLK.x,%•:Xk
XORR %I
XORF %I
• Sonderfälle
In KOP dürfen XOR-Anweisungen nicht:
- links im Programmblock stehen (erste
Position)
- parallel angeordnet werden.
2/6
Verknüpfungs- und Schrittkettenlogik
2
2.1-8 Negation N
Bei dieser Anweisung wird das boolesche Ergebnis der vorhergehenden Anweisung negiert.
LD
OR
ST
%I0.1
%M2
%Q0.2
N
AND %M3
ST %Q0.3
B
Code Operand
N _
Hinweis: Die N-Anweisung ist nicht übersetzbar.
2.1-9 Verwendung von Klammern
In den UND- und ODER-Anw. ist die Verwendung von Klammern möglich. Diese
Klammern ermöglichen es, KOP-Programmblöcke in einfacher Form zu erstellen. Das
Öffnen einer Klammer entspricht einer UND- oder ODER-Anw. Das Schließen einer
Klammer ist eine Anw. Jede geöffnete Klammer muß auch wieder geschlossen werden.
Beispiel: AND( ... )
LD %I0.0
AND %I0.1
OR
ST
%I0.2
%Q0.0
LD %I0.0
AND( %I0.1
OR %I0.2
)
ST %Q0.0
Beispiel: OR( ... )
LD %I0.0
AND %I0.1
OR( %I0.2
AND %I0.3
)
ST %Q0.0
2/7
B
In den Klammern sind die Operationsergänzungen N, F, R oder [ gültig:
• N Negation, z.B.: AND(N oder OR(N
• R steigende Flanke, z.B.: AND(R oder OR(R
• F fallende Flanke, z.B.: AND(F oder OR(F
• [ Vergleich, siehe Abschn. 3.1-5
LD %I0.0
AND %I0.1
OR(N %I0.2
AND %I0.3
)
ST %Q0.0
Klammerverschachtelungen
Es ist möglich, bis zu acht Klammerebenen zu verschachteln.
Beispiel
LD %I0.0
AND( %I0.1
OR(N %I0.2
AND %M3
)
)
ST %Q0.0
Beispiel
LD %I0.1
AND( %I0.2
AND %I0.3
)
OR( %I0.5
AND %I0.6
AND %I0.4
OR( %I0.7
)
)
AND %I0.8
ST %Q0.0
Hinweis:
• Jede offene Klammer muß unbedingt wieder geschlossen werden.
• Die Labels %Li: und die Unterprogramme %SRi: dürfen nicht in Klammerausdrücke gesetzt werden, ebensowenig wie die Sprunganweisungen JMP und Unter-programmaufrufe SRi.
• Die Zuweisungsanweisungen ST, STN, S und R dürfen nicht in Klammern programmiert werden.
2/8
Verknüpfungs- und Schrittkettenlogik
2
2.1-10 MPS-, MRD-, MPP-Anweisungen
Die drei Anweisungsarten ermöglichen es, die Programmverzweigungen zu den
Abschlußoperationen zu verarbeiten.
Diese Anweisungen verwenden einen Zwischenspeicher (Stack), in dem bis zu acht boolesche Informationen gespeichert werden können.
Die Anweisung MPS bewirkt, daß das Ergebnis der letzten Testanweisung an der
Spitze des Stapelspeichers gespeichert wird und daß die anderen Werte an das Ende des Stapelspeichers verschoben werden.
Die Anweisung MRD liest die Spitze des Stapelspeichers.
Die Anweisung MPP bewirkt, daß die Spitze des Stapelspeichers gelesen und abgebaut wird und daß die anderen Werte an die Spitze des Stapelspeichers verschoben werden.
Beispiele:
B
LD
ST
MRD
%I0.0
AND %M0
MPS
AND %I0.1
%Q0.0
AND %I0.2
ST %Q0.1
MRD
AND %I0.3
ST %Q0.2
MPP
AND %I0.4
ST %Q0.3
LD %I0.0
MPS
AND %I0.1
MPS
AND( %I0.3
OR %M0
)
ST %Q0.0
MPP
ANDN %M1
ST %Q0.1
<
MRD
AND %I0.4
ST %Q0.2
<
MPP
AND %M10
<
ST %Q0.3
>
>
<
<
>
>
Hinweis: Diese Anweisungen dürfen nicht in Klammerausdrücken verwendet werden.
2/9
B
2.1-11 Spezielle KOP-Anweisungen OPEN und SHORT
Für das Debugging und die Fehlersuche stehen zwei spezielle KOP-Anweisungen zur
Verfügung.
Mit der OPEN-Anweisung kann die durchgehende Verbindung unabhängig vom
Ergebnis der letzten logischen Operation "geöffnet" werden (logisch 0): (AWL-
Äquivalent: Anweisung AND 0).
Mit der SHORT-Anweisung kann die durchgehende Verbindung unabhängig vom
Ergebnis der letzten logischen Operation "gekürzt" werden (logisch 1): (AWL-Äquivalent:
Anweisung OR 1).
LD
OR
%I0.1
%Q1.5
ANDN %M3
AND 0
LD %I0.9
OR
ST
1
%Q1.6
2/10
Verknüpfungs- und Schrittkettenlogik
2
2.2
Standardfunktionsbausteine
2.2-1 Bit- und Wortobjekte für Standardfunktionsbausteine
Die Funktionsbausteine benutzen spezifische Bit- und Wortobjekte.
• Bitobjekte:
Sie entsprechen den Bausteinausgängen. Diese Bits sind über die booleschen Testanweisungen zugänglich.
Sie sind
- entweder direkt adressierbar (z.B.:
LD E), wenn sie mit dem Baustein mit
übersetzbarer Programmierung (siehe
Abschn. 2.2-2) verdrahtet sind,
- oder unter Angabe des Bausteintyps
(z.B.: LD %Ci.E).
Die Eingänge sind in Form von Anweisungen zugänglich.
Auf-/Abwärtszähler
• Wortobjekte:
Sie entsprechen:
- den Konfigurationsparametern des Bausteins, diese Parameter sind programmierbar
(z.B.: Parameter-Vorwahlwerte) oder nicht (z.B.: Zeitbasis),
- den aktuellen Werten (z.B.: %Ci.V laufender Zählwert).
Liste der programmierbaren Bit- und Wortobjekte von Funktionsbausteinen
Standard-
Funktionsbaust.
Zeitgeber
%TMi (i=0 bis 31)
Auf-/Abwärtszähler
%Ci (i=0 bis 15)
Wortregister
%Ri (i= 0 bis 3)
Schrittschaltwerk
%DRi (i=0 bis 3)
Zugeordnete Worte/Bits
Wort
Bit
Wort
Bit
Wort
Bit
Wort
Bit
Adressen SchreibSiehe zugriff Abschn.
2.2-3 Aktueller Wert
Vorwahlwert
Ausgang Zeit
Aktueller Wert
%TMi.V
%TMi.P
%TMi.Q
%Ci.V
Vorwahlwert
Ausgang Überlauf (leer)
%Ci.P
%Ci.E
Ausgang Vorwahl erreicht %Ci.D
Ausgang Überlauf (voll) %Ci.F
Zugriff auf Register
Ausgang Register
Ausgang Register voll
Ausgang Register leer
%Ri.I
%Ri.O
%Ri.F
%Ri.E
Nummer des lauf. Schrittes %DRi.S
Letzter defin. Schritt läuft %DRi.F
ja ja ja ja ja nein nein ja nein nein ja nein nein nein
2.2-4
2.2-5
2.2-6
B
2/11
B
2.2-2 Programmiergrundsätze
Standardbausteine können auf zwei verschiedene Arten programmiert werden:
• übersetzbar in Kontaktplansprache unter Verwendung von Bausteinanweisungen
(z.B. BLK %TM2). Derartige Bausteinoperationen können nur an einer gegebenen
Stelle im Programm vorgenommen werden;
• nicht übersetzbar durch spezifische Anweisungen (z.B.: CU %Ci). Hierbei können
Eingangsoperationen für Bausteine an verschiedenen Stellen im Programm definiert werden (z.B. Zeile 100 CU %C1, Zeile 174 CD %C1, Zeile 209 LD %C1.D).
Grundsätze der übersetzbaren Programmierung von Bausteinen
Die Art der Programmierung verwendet die Anweisungen BLK, OUT_BLK, END_BLK.
BLK identifiziert den Anfang des Funktionsbausteins.
OUT_BLK, optional, bewirkt eine "Direktverdrahtung" zu den Ausgängen des Bausteins.
END_BLK identifiziert das Ende des Funktionsbausteins.
Beispiel der übersetzbaren Programmierung mit verdrahteten Ausgängen
BLK %C8
LDF %I1.1
R
LD %I1.2
AND %M0
CU
OUT_BLK
LD D
AND %M1
ST %Q0.4
END_BLK
Programmierung der Eingänge
Programmierung der Ausgänge
Beispiel der übersetzbaren Programmierung ohne Verdrahtung der Ausgänge
BLK %C8
LDF %I1.1
R
LD %I1.2
AND %M0
CU
END_BLK
LD %C8.D
AND %M1
ST %Q0.4
Programmierung der Eingänge
Programmierung der Ausgänge
Hinweis:
Zwischen BLK und OUT_BLK (bzw. BLK und END_BLK, wenn OUT_BLK nicht programmiert ist,) können nur Test- und Eingangsanweisungen für den betreffenden Baustein programmiert werden.
2/12
Verknüpfungs- und Schrittkettenlogik
2
2.2-3 Zeitgeber (Timer) %TMi
Zeitbaustein
Hinweis: Je höher der Vorwahlwert ist, desto größer ist die Genauigkeit des Zeitgebers
Es stehen drei Arten von Zeitgebern zur
Verfügung:
• TON: Mit diesem Zeitgeber ist es möglich, eine Einschaltverzögerung zu steuern. Diese Funktion ist programmierbar und kann über das PG geändert werden.
• TOF: Mit diesem Zeitgeber ist es möglich, eine Ausschaltverzögerung zu steuern. Diese Funktion ist programmierbar und kann über das PG geändert werden.
• TP: Mit diesem Zeitgeber ist es möglich, einen Impuls von bestimmter Dauer zu erzeugen. Die Funktion ist programmierbar und kann über das PG geändert werden.
Eigenschaften
Zeitgeber Nr.
%TMi 0 bis 31
Typ TON
TOF
TP
TB
• Einschaltverzögerung (standardmäßig)
• Ausschaltverzögerung
• Monostabile Kippschaltung
Zeitbasis
Aktueller Wert %TMi.V
1 min (standardmäßig), 1 s, 100 ms, 10 ms, 1 ms
(bei TM0 und TM1). .
Wort, das von 0 auf %TMi.P bei Ablauf des Timers inkrementiert. Kann gelesen, getestet, aber nicht
über das Programm geschrieben werden (1).
Vorwahlwert
Dateneditor
%TMi.P
J/N
0<%TMi.P<9999. Wort, das gelesen, getestet und
über das Programm geschrieben werden kann.
Standardwert ist 9999. Die erzeugte Dauer oder
Verzögerung ist gleich %TMi.P x TB.
J: Änderungsmöglichkeit des Vorwahlwertes
%TMi.P im Dateneditor.
N: kein Zugriff im Dateneditor.
Der Timer startet bei steigender Flanke (Typ TON oder TP) oder bei fallender Flanke (Typ TOF).
Eingang
(oder Anweisung)
Ausgang "Timer"
IN
Q %TMi.Q zugeordnetes Bit, dessen Setzen auf "1" von der ausgeführten Funktion TON, TOF oder TP abhängt.
(1) %TMi.V kann über das PG in der Betriebsart Einstellen geändert werden.
B
2/13
B
Verwendung des Zeitgebers als Einschaltverzögerung: Typ TON
Bei steigender Flanke am Eingang IN (1) wird der Zeitgeber gestartet: Der aktuelle
Wert %TMi.V nimmt den Wert "0" an
(wenn der Zeitgeber nicht schon läuft).
Dann steigt der aktuelle Wert um jeweils eine Einheit pro Impuls der Zeitbasis TB in
Richtung %TMi.P. Das Ausgangsbit
%TMi.Q geht auf "1", sobald der laufende
Wert %TMi.P erreicht hat und bleibt auf
"1", solange keine fallende Flanke am
Eingang IN festgestellt wird.
Bei fallender Flanke am Eingang IN (2) wird der Zeitgeber unterbrochen, auch wenn sie noch läuft.
Verwendung des Zeitgebers als Ausschaltverzögerung: Typ TOF
Der laufende Wert %TMi.V nimmt den
Wert "0" bei steigender Flanke des Eingangs IN (1) an (auch bei noch laufendem
Zeitgeber). Bei fallender Flanke des
Eingangs IN wird der Timer gestartet.
Dann steigt der aktuelle Wert um eine Einheit pro Impuls der Zeitbasis TB in Richtung
%TMi.P. Das Ausgangsbit %TMi.Q geht auf "1", sobald eine steigende Flanke am
Eingang IN festgestellt worden ist, und der Zeitgeber geht auf "0" zurück, wenn der laufende Wert %TMi.P erreicht hat.
Verwendung als monostabile Kippschaltung: Typ TP
Bei steigender Flanke am Eingang IN (1) wird der Timer gestartet: Der aktuelle
Wert %TMi.V nimmt den Wert "0" an
(wenn der Zeitgeber nicht bereits läuft).
Dann steigt der laufende Wert um eine
Einheit pro Impuls der Zeitbasis TB in
Richtung %TMi.P. Das Ausgangsbit
%TMi.Q geht auf "1", sobald die Zeitfunktion gestartet worden ist und fällt auf
"0" zurück, wenn der aktuelle Wert %TMi.P
erreicht hat.
Diese monostabile Kippschaltung kann nicht reaktiviert werden.
(1) oder Aktivierung der Anweisung IN.
(2) oder Deaktivierung der Anweisung IN.
2/14
Verknüpfungs- und Schrittkettenlogik
2
Programmierung und Konfiguration
Die Programmierung der Zeitgeber ist immer gleich, dabei ist es unerheblich, wie sie verwendet werden. Die Wahl der Funktionsweise TON, TOF oder TP erfolgt bei der
Konfiguration.
Übersetzbares Programm B
BLK %TM1
LD
IN
%I0.1
OUT_BLK
LD Q
ST %Q0.3
END_BLK
Konfiguration
Die folgenden Parameter müssen bei der
Konfiguration erfaßt werden.
• Typ: TON, TOF oder TP
• TB: 1 min, 1 s, 100 ms, 10 ms oder 1 ms
• %TMi.P: 0 bis 9999
• Einstellung: J oder N
Nicht übersetzbares Programm
LD
IN
LD
ST
%I0.1
%TM1
%TM1.Q
%Q0.3
Sonderfälle
• Auswirkung eines Kaltstarts: (%S0=1) setzt den aktuellen Wert auf "0", den
Ausgang %TMi.Q auf "0", und reinitialisiert den Vorwahlwert mit dem in der
Konfiguration definierten Wert.
• Auswirkung eines Warmstarts: (%S1=1) hat keine Auswirkung auf den aktuellen
Wert des Zeitgebers und auch nicht auf den Vorwahlwert. Der aktuelle Wert ändert sich nicht während der Dauer der Netzunterbrechung.
• Auswirkung einer Umschaltung auf die Betriebsart "STOP": Durch das
Umschalten in die Betriebsart "STOP" wird der aktuelle Wert nicht eingefroren.
• Auswirkung eines Programmsprungs: Ein Sprung über einen Zeitgeberbaustein führt nicht zum Einfrieren des aktuellen Wertes %TMi.V, der weiterhin in Richtung
%TMi.P steigt. Das dem Ausgang Q des Zeitgeberbausteins zugeordnete Bit
%TMi.Q wechselt dann seinen Status. Der Ausgang, der direkt mit dem Ausgang des
Bausteins verdrahtet ist, wird hingegen nicht aktiviert.
• Test des Bits %TMi.Q: Es ist ratsam, %TMi.Q nur einmal im Programm zu testen.
• Auswirkung der Hauptrelais-Anweisungen MCS/MCR: Ein zwischen zwei MCS/
MCR-Anweisungen programmierter Zeitbaustein wird reinitialisiert, sobald die
Anweisung MCS aktiv ist.
• Auswirkung der Änderung des Vorwahlwerts %TMi.P: Die Änderung des
Vorwahlwertes über eine Anweisung oder durch Einstellen wird erst bei der nächsten
Aktivierung des Zeitgebers wirksam.
2/15
B
Zeitgeber mit einer Zeitbasis von 1 ms (TSX 07 3• ••••)
Die Zeitbasis von 1 ms steht nur für die Zeitgeber %TM0 und %TM1 zur Verfügung.
Bei Bedarf kann der Anwender die vier Systemwörter %SW76, %SW77, %SW78 und
%SW79 als "Sanduhren" verwenden.
Diese vier Systemwörter werden vom System jede Millisekunde einzeln dekrementiert,
wenn ihr Wert positiv ist.
Eine Verzögerung um ein Mehrfaches kann durch das aufeinanderfolgende Laden eines dieser Wörter oder durch den Test von Zwischenwerten erreicht werden.
Wenn der Wert eines dieser vier Systemwörter kleiner als 0 ist, wird er nicht geändert.
Auf diese Weise kann ein Zeitgeber durch das Setzen des entsprechenden Bits 15 auf
1 "eingefroren" und durch dessen Rücksetzen auf 0 wieder "aufgetaut" werden.
Programmierbeispiel:
LDR %I0.1
(Starten des Zeitgebers bei steigender Flanke von %I0.1)
[%SW76:=XXXX] (XXXX= gewünschter Wert)
LD %I0.2
(Optionale Verwaltung des Einfrierens über Eingang I0.2)
ST %SW76:X15
LD [%SW76=0] (Test auf Ablauf des Zeitgebers)
ST %M0
...........
2/16
2.2-4 Auf-/Abwärtszähler %Ci
Verknüpfungs- und Schrittkettenlogik
2
Mit dem Baustein Auf-/Abwärtszähler ist es möglich, Ereignisse vorwärts oder rückwärts zu zählen, wobei diese beiden
Operationen auch gleichzeitig erfolgen können.
B
Funktionsbaustein Auf-/Abwärtszähler
Eigenschaften
Zähler-Nummer
Aktueller Wert
Vorwahlwert
%Ci
%Ci.V
%Ci.P
0 bis 15
Inkrementiertes oder dekrementiertes Wort ent-sprechend den Eingängen (oder
Anweisungen) CU und CD. Kann über das
Programm gelesen, getestet, nicht aber geschrieben werden (1).
0<%Ci.P<9999. Wort, das gelesen, getestet
Einstellung
über Terminal
J/N und geschrieben werden kann (standardmäßig auf den Wert 9999 gesetzt).
J: Änderungsmöglichkeit des Vorwahlwertes in der Betriebsart Einstellen. N: kein Zugriff in der Betriebsart Einstellen.
Bei Zustand 1: %Ci.V = 0.
Eingang (oder Anweis.) R
Nullsetzen
Eingang (oder Anweis.) S
Vorwahl
Eingang (oder Anweis.) CU
Aufwärtszählen
Eingang (oder Anweis.) CD
Abwärtszählen
Ausgang Überlauf E (Empty)
Bei Zustand 1: %Ci.V = %Ci.P.
Erhöht %Ci.V um eins bei steigender Flanke
Vermindert %Ci.V um eins bei steigender
Flanke.
Das zugehörige Bit %Ci.E=1, beim Abwärtszählen geht %Ci.V von 0 auf 9999 (wird auf 1 gesetzt, wenn %Ci.V = 9999, wird 0, wenn der
Zähler weiter abwärtszählt).
Ausgang Vorwahlwert erreicht
Ausgang Überlauf
D (Done)
F (Full)
Das zugehörige Bit %Ci.D=1, wenn
%Ci.V=%Ci.P.erreicht
Das zugehörige Bit %Ci.F =1 wenn %Ci.V von
9999 auf 0 geht (wird auf 1 gesetzt, wenn
%Ci.V gleich 0 wird, wird 0, wenn der Zähler weiter aufwärtszählt).
(1) %Ci.V kann über das PG in der Betriebsart Einstellen geändert werden.
2/17
B
Funktionsweise
• Aufwärtszählen: Bei Auftreten einer steigenden Flanke am Eingang "Aufwärtszählen"
CU (oder Aktivierung der Anweisung CU) wird der aktuelle Wert um eine Einheit erhöht. Ist dieser Wert gleich dem Vorwahlwert %Ci.P, nimmt das zum Ausgang D gehörige Ausgangsbit %Ci.D "Vorwahl erreicht" den Zustand 1 an. Das Ausgangsbit
%Ci.F (Überlauf Aufwärtszählen) nimmt den Zustand 1 an, wenn %Ci.V von 9999 auf 0 umschaltet; es wird auf 0 zurückgesetzt, wenn der Zähler mit dem Aufwärtszählen fortfährt.
• Abwärtszählen: Bei Auftreten einer steigenden Flanke am Eingang "Abwärtszählen"
CD (oder Aktivierung der Anweisung CD) wird der aktuelle Wert %Ci.V um eine
Einheit vermindert. Das Ausgangsbit %Ci.E (Überlauf Abwärtszählen) nimmt den
Zustand 1 an, wenn %Ci.V von 0 auf 9999 umschaltet; es wird auf 0 zurückgesetzt, wenn der Zähler mit dem Abwärtszählen fortfährt.
• Auf/Abwärtszählen: Um die beiden Funktionen Aufwärtszählen und Abwärtszählen gleichzeitig zu nutzen (oder Aktivierung der Anweisungen CU und CD), ist es erforderlich, die beiden entsprechenden Eingänge CU und CD zu steuern, da diese beiden Eingänge gleichzeitig abgefragt werden. Wenn die beiden Eingänge gleichzeitig auf "1" sind, bleibt der aktuelle Wert unverändert (oder wenn die beiden Anweisungen gleichzeitig aktiviert werden).
• Nullsetzen: Sobald dieser Eingang den Zustand "1" annimmt (oder die Anweisung aktiviert wird), wird der aktuelle Wert %Ci.V auf "0" forciert, die Ausgänge %Ci.E,
%Ci.D und %Ci.F sind auf "0" gesetzt. Der Eingang "Nullsetzen" hat Vorrang.
• Vorwahl: Wenn der Eingang S "Vorwahl" im Zustand "1" ist (oder die Anweisung S aktiv ist) und der Eingang R "Nullsetzen" im Zustand "0" ist (oder die Anweisung R nicht aktiv ist), nimmt der aktuelle Wert %Ci.V den Wert %Ci.P an und der Ausgang
%Ci.D nimmt den Wert 1 an.
Sonderfälle.
• Auswirkung eines "Kaltstarts": (%S0=1)
- Der aktuelle Wert %Ci.V wird auf "0" gesetzt.
- Die Ausgangsbits %Ci.E, %Ci.D und %Ci.F werden auf "0" gesetzt.
- Initialisierung des Vorwahlwertes durch den in der Konfiguration definierten Wert.
• Auswirkung eines "Warmstarts" (%S1=1), einer Umschaltung auf die Betriebsart
STOP: hat keine Auswirkung auf den aktuellen Wert des Zählers (%Ci.V).
• Auswirkung der Modifizierung des Vorwahlwertes %Ci.P: Die Änderung des
Vorwahlwertes durch eine Anweisung oder durch Einstellung wird bei der Abarbeitung des Bausteins durch die Applikation (Aktivierung eines Eingangs) berücksichtigt.
2/18
Verknüpfungs- und Schrittkettenlogik
2
Konfiguration und Programmierung
Zählen einer Stückzahl = 5000. Jeder Impuls am Eingang %I1.2 (wenn das interne Bit
%M0 auf "1" ist) erhöht den Zähler %C8 um eins und dies solange, bis der endgültige
Vorwahlwert des Zählers %C8 erreicht ist (Bit %C8.D=1). Das Rücksetzen des Zählers erfolgt durch den Eingang %I1.1.
Konfiguration
Folgende Parameter müssen bei der
Konfiguration erfaßt werden:
• %Ci.P, in diesem Beispiel auf 5000 festgelegt,
• Einstellung: J
B
Übersetzbares Programm
BLK %C8
LD
R
%I1.1
LD %I1.2
AND %M0
CU
END_BLK
LD
ST
%C8.D
%Q0.0
Nicht übersetzbares Programm
LD
R
%I1.1
%C8
LD %I1.2
AND %M0
CU %C8
LD %C8.D
ST %Q0.0
2/19
B
2.2-5 LIFO/FIFO-Register %Ri
Ein Register ist ein Speicherbaustein, mit dem es möglich ist, bis zu 16 Worte zu 16
Bits auf zwei unterschiedliche Arten zu speichern:
• Warteschlange, auch FIFO-Speicher genannt (First In, First Out),
• Stapelspeicher, auch LIFO-Speicher genannt (Last in, First Out).
Registerbaustein
Eigenschaften
Register-Nummer
Typ
Eingangswort
%Ri
FIFO
LIFO
%Ri.I
0 bis 3
Warteschlange (standardmäßige Auswahl).
Stapelspeicher
Zugriff auf das Register. Kann gelesen, getestet und geschrieben werden.
Ausgangswort %Ri.O
Verlassen des Registers. Kann gelesen, getestet und geschrieben werden.
Führt bei steigender Flanke zum Einlesen Eingang (oder Anweis.) I (In)
"Einlesen"
Eingang (oder Anweis.) O (Out) des Inhalts von Wort %Ri.I in das Register.
Führt bei steigender Flanke zum Speichern
"Auslesen" des Informationswortes in das Wort %Ri.O.
Eingang (oder Anweis.) R (Reset) Initialisiert im Zustand 1 das Register.
"Nullsetzen"
Ausgang "Leer"
Ausgang "Voll"
E (Empty) Das zugehörige Bit %Ri.E zeigt an, daß das
Register leer ist. Kann getestet werden.
F(Full) Das zugehörige Bit %Ri.F zeigt an, daß das
Register voll ist. Kann getestet werden.
2/20
Verknüpfungs- und Schrittkettenlogik
2
Funktionsweise
FIFO (First In, First Out)
Die erste eingegangene Information ist die erste, die ausgegeben werden muß.
Wenn eine Eingabeanforderung ansteht
(steigende Flanke an Eingang I oder Aktivierung der Anwei-sung I), wird der vorher eingelesene
Inhalt des Eingangswortes in die erste Adresse des Stapel-speichers gesetzt (Abb. a).
Ist der Stapelspeicher voll, (Ausgang F=1), ist ein weiteres Einlesen nicht möglich.
Wenn eine Ausgabeanforderung ansteht, (steigende Flanke an Eingang O oder Aktivierung der
Anweisung O), wird das Informationswort der letzten Adresse der Warteschlange im
Ausgangswort %Ri.O abgelegt, und der Inhalt des
Registers wird um einen Schritt nach unten verschoben (Abb. b).
Ist das Register leer (Ausgang E=1), ist ein
Auslesen nicht mehr möglich; das Ausgangswort
%Ri.O ändert sich nicht mehr und behält seinen
Wert.
Die Warteschlange kann jederzeit reinitialisiert werden (Zustand 1 am Eingang R oder Aktivierung der Anweisung R).
Beispiel:
Einlesen des Inhalts von %Ri.I in die erste Adresse des Stapels.
%Ri.I
(a)
Auslesen der ersten Information und
Ablegen in %Ri.O
(b)
%Ri.O
LIFO (Last In, First Out)
Die zuletzt eingegangene Information ist die erste, die ausgegeben werden muß.
Wenn eine Eingabeanforderung ansteht (steigende
Flanke an Eingang I oder Aktivierung der Anweisung I), wird der vorher eingelesene Inhalt des
Eingangswortes %Ri.I an die Spitze des Stapelspeichers gesetzt (Abb. c).
Ist der Stapelspeicher voll (Ausgang F auf 1), ist ein weiteres Speichern nicht mehr möglich.
Wenn eine Ausgangsanforderung ansteht (steigende Flanke an Eingang O oder Aktivierung der
Anweisung O), wird das oberste Informationswort
(zuletzt eingegangene Information) im Wort %Ri.O
gespeichert (Abb. d).
Ist das Register leer (Ausgang E= 1), ist ein
Auslesen nicht möglich. Das Ausgangswort %Ri.O
verändert sich nicht mehr und behält seinen Wert.
Der Stapel kann jederzeit reinitialisiert werden
(Zustand 1 am Eingang R oder Aktivierung der
Anweisung R). Das ausgewählte Element ist das oberste im Stapelspeicher.
Beispiel:
Einlesen des Inhalts von %Ri.I in die erste Adresse des Stapels.
%Ri.I
(c)
Auslesen des Datenworts aus der ersten Adresse des Stapels
%Ri.O
(d)
B
2/21
B
Sonderfälle
• Auswirkung eines "Kaltstarts": (%S0=1) bewirkt die Initialisierung des
Registerinhalts, ebenso %Ri.I und %Ri.O. Das dem Eingang E zugeordnete
Ausgangsbit %Ri.E wird auf "1" gesetzt.
• Auswirkung eines "Warmstarts": (%S1=1) hat keine Auswirkung auf den
Registerinhalt und auch nicht auf den Zustand der Ausgangsbits.
Programmierung und Konfiguration
Im Programmbeispiel wird das Einlesen von %R2.I durch das Wort %MW34 auf
Anforderung von Eingang %I0.2 gezeigt, wenn Register R2 nicht voll ist (%R2.F=0).
Die Eingangsanforderung im Register wird auch durch %M1 sichergestellt. Die
Ausgangsanforderung erfolgt über den
Eingang %I0.3 und das Speichern von
%R2.O in %MW20 geschieht, wenn das
Register nicht leer ist (%R2.E=0).
Konfiguration
In der Konfiguration muß nur ein
Parameter erfaßt werden, nämlich der
Registertyp FIFO (standardmäßig) oder
LIFO.
Übersetzbares Programm
BLK %R2
LD %M1
I
LD %I0.3
O
END_BLK
LD %I0.3
ANDN %R2.E
[%MW20:=%R2.O]
LD %I0.2
ANDN %R2.F
[%R2.I:=%MW34]
ST %M1
Nicht übersetzbares Programm
LD
I
LD
%M1
%R2
%I0.3
O
LD
%R2
%I0.3
ANDN %R2.E
[%MW20:=%R2.O]
LD %I0.2
ANDN %R2.F
[%R2.I:=%MW34]
ST %M1
2/22
Verknüpfungs- und Schrittkettenlogik
2
2.2-6 Schrittschaltwerk %DRi
Schrittschaltwerk-
Baust.
Das Schrittschaltwerk, mit einem
ähnlichen Funktionsprinzip wie das
Nockenschalt-werk, wechselt den Schritt in Abhängigkeit von äußeren Ereignissen.
Bei jedem Schritt gibt der obere Punkt einer Nocke einen Befehl, der von der
Steuerung ausgewertet wird. Im Fall des
Schrittschaltwerkes wer-den diese
Hochpunkte durch den Zustand 1 auf der
Ebene der einzelnen Schritte symbolisch dargestellt und werden dem Ausgangsbit
%Qi.j oder dem internen Bit %Mi, auch
Befehlsbits genannt, zugeord-net.
B
Eigenschaften
Nummer
Laufende
Schrittnummer
Kann nur mit einem dezimalen Sofortwert in das Programm geschrieben werden.
Schrittzahl 8
Eingang (oder Anweisung) R (RESET) Initialisiert bei Zustand 1 das Schrittschaltwerk
"Zurück auf Schritt 0"
Eingang oder (Anweisung) U (UP) auf Schritt 0.
Führt bei steigender Flanke zum
Weiterschalten
"Weiterschalten"
%DRi 0 bis 3
%DRi.S
0<%DRi.S<7. Wort, das gelesen und getestet werden kann.
Ausgang
Befehlsbits des Schrittschaltwerkes um einen Schritt und zur Aktualisierung der Befehlsbits.
F (FULL) Zeigt an, daß der zuletzt def. Schritt läuft. Das zugehörige Bit %DRi.F kann getestet werden
(%DRi.F=1 wenn %DRi.S=Zahl konfigurierter
Schritte - 1).
Dem Schritt zugeordnete Ausgänge oder interne Bits (16 Befehlsbits), über den
Konfigurationseditor festgelegt.
2/23
B
Funktionsweise
Das Schrittschaltwerk besteht aus:
• einer Matrix mit konstanten Daten (den Nocken), die in 8 Schritten von 0 bis 7 und
16 Binärinformationen (Zustand des Schrittes) geordnet sind. Die Binärinformationen sind in von 0 bis F gekennzeichneten Spalten gespeichert.
• einer Liste mit Befehlsbits (1 pro Spalte), die den Ausgängen %Q0.i bzw. %Q1.i oder internen Bits %Mi entsprechen. Bei einem aktiven Schritt nehmen die Befehlsbits die für diesen Schritt vereinbarten Binärzustände an.
Die nachstehende Tabelle enthält die Haupteigenschaften eines
Schrittschaltwerks.
Spalte
Befehlsbits
Schritt 0
Schritt 1
Schritt 5
Schritt 6
Schritt 7
Im vorstehenden Beispiel werden die Befehlsbits %Q0.1; %Q0.3 und %Q1.5 auf "1" gesetzt, sofern Schritt 5 aktiv ist; die Befehlsbits %Q0.6; %Q0.5 und %Q1.0 werden auf "0" gesetzt. Die Nummer des laufenden Schrittes wird bei jeder steigenden Flanke am Eingang U (oder Aktivierung der Anweisung U) um eins erhöht. Diese Nummer kann über das Programm geändert werden.
Funktionsdiagramm
Eingang
Eingang
Schrittnr.
Ausgang
Sonderfälle
• Auswirkung eines "Kaltstarts": (%S0=1) führt zur Reinitialisierung des
Schrittschaltwerks auf Schritt 0.
• Auswirkung eines "Warmstarts": (%S1=1) führt zur Aktualisierung der Befehlsbits entsprechend dem aktiven Schritt.
• Auswirkung eines Programmsprungs: Die Tatsache, daß das Schrittschaltwerk nicht abgefragt wird, führt nicht dazu, daß die Befehlsbits auf Null gesetzt werden.
• Aktualisierung der Befehlsbits: wird nur ausgeführt, wenn eine
Schrittweiterschaltung oder ein Warmstart vorliegt.
• Auswirkung der Hauptrelais-Anweisungen MCS/MCR: Befindet sich ein Schrittschaltwerk zwischen zwei MCS/MCR-Anweisungen, werden die Befehlsbits auf Null gesetzt, wenn das boolesche Ergebnis der Anweisung vor der MCS-Anweisung 0 ist.
2/24
Verknüpfungs- und Schrittkettenlogik
2
Programmierung und Konfiguration
In diesem Beispiel werden die ersten 7 Ausgänge %Q0.0 bis %Q0.6 einer nach dem anderen aktiviert und zwar immer dann, wenn der Eingang %I0.1 auf "1" gesetzt wird.
Der Eingang I0.0 reinitialisiert die Ausgänge auf 0.
Übersetzbares Programm
BLK %DR1
LD %I0.0
R
LD %I0.1
U
OUT_BLK
LD
ST
F
%Q0.8
END_BLK
B
Konfiguration
Folgende Informationen werden bei der
Konfiguration festgelegt:
• Anzahl der Schritte: 6
• Zustand der Ausgänge (Befehlsbits) für jeden Schritt des Schrittschaltwerks
Q0. 0 1 2 3 4
Schritt 1: 0 0 0 0 0
Schritt 2: 1 0 0 0 0
Schritt 3: 0 1 0 0 0
Schritt 4: 0 0 1 0 0
Schritt 5: 0 0 0 1 0
Schritt 6: 0 0 0 0 1
• Zuordnung der Befehlsbits:
1: %Q0.0
4: %Q0.1
2: %Q0.2
5: %Q0.3
3:%Q0.4
Nicht übersetzbares Programm
LD
R
LD
U
LD
ST
%I0.0
%DR1
%I0.1
%DR1
%DR1.F
%Q0.8
2/25
B
2.3
Grafcet-Anweisungen
2.3-1 Beschreibung
Die Grafcet-Anweisungen der Programmiersprache PL7 ermöglichen es, einen
Graphen auf einfache Weise umzusetzen.
Die Programmiersprache PL7 umfaßt maximal 62 Schritte, einschließlich der
Initialschritte. Die Anzahl der gleichzeitig aktiven Schritte wird nur durch die Anzahl der
Schritte begrenzt. In der nachfolgenden Tabelle sind die gesamten Anweisungen und
Objekte zusammengefaßt, die die Programmierung eines Graphen erlauben.
Grafische
Darstellung
Umsetzung in PL7-Sprache
Aufgabe
Initialschritt =*= i
Transition
Schritt
# i
-*- i
#
Beginn des Initialschritts (1)
Aktivierung von Schritt i nach Deaktivierung des laufenden Schritts
Beginn von Schritt i und Bestätigung der dazugehörigen Transition (1)
Deaktivierung des laufenden Schrittes ohne Aktivierung eines anderen Schrittes
#Di
=*= POST
Deaktivierung von Schritt i und des laufenden Schrittes
Beginn der Nachverarbeitung und
Ende der sequentiellen Verarbeitung
%Xi Zum Schritt i gehöriges Bit, kann getestet und geschrieben werden
(Max. Schrittzahl: 62).
LD %Xi, LDN %Xi, Aktivitätstest von Schritt i
AND %Xi, ANDN %Xi
OR %Xi, ORN %Xi
XOR %Xi,XORN %Xi
S %Xi
R %Xi
Aktivierung von Schritt i
Deaktivierung von Schritt i
(1) Der erste geschriebene Schritt =*=i oder -*-i gibt den Beginn der sequentiellen Verarbeitung, d.h.
das Ende der Vorverarbeitung, an.
2/26
Beispiele
Lineare Sequenz
Verzweigung
Simultane Sequenzen
Hinweis:
Damit ein Graph ausführbar ist, muß mindestens ein aktiver
Schritt =*=i (Initialschritt) vereinbart sein oder der
Graph sollte in der
Vorverarbeitung mit dem
Systembit %S23 vorpositioniert werden.
Vgl. Beispiel in Anhang
A.10 in Register G .
Verknüpfungs- und Schrittkettenlogik
2
=*=
LD %I0.1
# 2
-*- 2
LD %I0.2
# 3
1
-*- 4
LD %I0.3
# 5
LD %I0.4
# 6
-*- 5
LD %I0.5
# 7
-*- 6
LD %I0.6
# 7
-*- 8
LD %I0.7
# 9
# 10
-*- 9
LD %I0.8
# 11
-*- 10
LD %I0.9
# 12
-*- 11
LD %M0
AND %X12
#D 12
# 13
-*- 12
LD %M0
AND %X11
#D 11
# 13
2/27
B
B
2.3-2 Programmstruktur
Ein PL7-Grafcet-Programm besteht aus drei Teilen, die jeweils eine bestimmte
Aufgabe erfüllen.
Verarbeitung Beispiel
Vorverarbeitung besteht aus einer Folge von
Anweisungen für die Verarbeitung von:
• Netzwiederkehr
• Störungen
• Betriebsartenwechsel
• Vorpositionierung von
Graphen
• Eingangslogik
Endet mit der ersten angetroffenen Anweisung =*= oder -*-
000 LDN %I0.6
001 S %S22
002 ST %M0
003 LDR %I0.6
004 S %S21
Sequentielle Verarbeitung besteht aus dem Graphen
(Anweisungen, die den
Graphen simulieren)
• Schritte
• Den Schritten zugeordnete
Aktionen (s. Anhang A.11,
Register G)
• Transitionen
• Weiterschaltbedingungen
Endet mit der Ausführung der Anweisung =*=POST
1
2
%I0.2.%I0.3
%I0.4
3
%I0.3.%I0.2
%I0.5
005 =*= 1
006 LD %I0.2
007 ANDN %I0.3
008 #
009 LD
2
%I0.3
010 ANDN %I0.
011 # 3
012 -*-
013 LD
014 #
015 -*-
016 LD
017 #
2
%I0.4
1
03
%I0.5
1
Nachverarbeitung besteht aus einer Folge von Anweisungen, die die
Verarbeitung von
• Befehlen aus der sequentiellen Verarbeitung zur
Steuerung der Ausgänge
• indirekten Schutzeinrich-
018 =*=
019 LD
020 ST
021 LD
022 ST
POST
%X1
%Q0.1
%X2
%Q0.2
023 LD %X3
024 OR( %M1 tungen der Ausgänge sicherstellen.
025 ANDN %I0.2
026 AND %I0.7
027 )
028 ST %Q0.3
Hinweis:
Bei dem Abfragezyklus handelt es sich um jenen, der in Abschn. 1.3, Register A, definiert ist. Bei der sequentiellen Verarbeitung werden nur die zu Beginn des Zyklus aktiven Schritte und die dazugehörigen
Anweisungen ausgeführt.
2/28
Verknüpfungs- und Schrittkettenlogik
2
2.4
Programmanweisungen
2.4-1 Programmendeanweisungen END, ENDC, ENDCN
Die Anweisungen END, ENDC und ENDCN ermöglichen es, das Ausführungsende eines Programmzyklus festzulegen.
END: unbedingtes Programmende
ENDC: Programmende, wenn das boolesche Ergebnis der vorhergehenden
Testanweisung "1" ist.
ENDCN: Programmende, wenn das boolesche Ergebnis der vorhergehenden
Testanweisung "0" ist.
Wenn die Programmende-Anweisung aktiviert ist, werden die Ausgänge standardmäßig
(normale Betriebsart) aktualisiert und es wird auf den nächsten Zyklus umgeschaltet.
Erfolgt die Abfrage in Intervallen, wird auf das Intervallende gewartet, werden die
Ausgänge aktualisiert und auf den nächsten Zyklus umgeschaltet.
Beispiel
B
LD %M1
ST %Q0.1
LD %M2
ST %Q0.2
.....................
END
LD %M1
ST %Q0.1
LD %M2
ST %Q0.2
.....................
LD %I0.2
ENDC
LD %M2
ST %Q0.2
....................
END
Wenn %I0.2 =1, Ende der Programmabtastung.
Wenn %I0.2 =0,
Fortsetzung der Programmabtastung bis zum Antreffen der Anweisung END.
2.4-2 NOP-Anweisung
Die Anweisung NOP führt keine Aktion aus. Sie dient zur "Reservierung" bestimmter
Zeilen in einem Programm, um zu einem späteren Zeitpunkt weitere Anweisungen ohne Änderung der Zeilennumerierung einfügen zu können.
2/29
B
2.4-3 Sprunganweisungen JMP, JMPC, JMPCN zu Label %Li:
Die Anweisungen JMP, JMPC und JMPCN bewirken eine sofortige Unterbrechung der
Programmausführung und seine Fortsetzung ab einer Programmzeile mit dem Label
%Li: (i = 0 bis 15).
JMP: Unbedingter Programmsprung
JMPC: Programmsprung, wenn das boolesche Ergebnis der vorhergehenden
Testanweisung "1" ist.
JMPCN: Programmsprung, wenn das boolesche Ergebnis der vorhergehenden
Testanweisung "0" ist.
Beispiele:
000 LD %M15
001 JMPC %L8
002 LD
003 ST
[%MW24>%MW12]
%M15
004 JMP %L12
005 %L8:
<
006 LD %M12
007 AND %M13
008 ST %M2
009 JMPCN %L12
010 OR %M11
011 S %Q0.0
012 %L12:
013 LD %I0.0
.......................................
<
Sprung zum Label %L8:, wenn %M15 gesetzt ist.
Unbedingter Sprung zum
Label %L12:
Sprung zum Label %L12:, wenn %M2 auf 0 gesetzt ist
Hinweis:
• Diese Anweisungen dürfen nicht in Klammerausdrücken verwendet werden; sie dürfen deshalb nicht zwischen den Anweisungen AND(, OR( und einer Anweisung zum Klammerschließen ")" stehen.
• Das Label darf nur vor einer Anweisung LD stehen.
• Ein bestimmtes Label darf in einem Programm nur einmal, und zwar nach der Anweisung %LI:, vereinbart werden.
• Der Programmsprung erfolgt in eine Programmzeile, die sich weiter oben oder weiter unten im
Programm befindet. Im Fall eines Sprunges nach oben muß auf die Ausführungszeit des Programms geachtet werden. Sie wird verlängert und kann zu einer Überschreitung der Steuerungszeit oder des
Steuerungszyklus führen, was wiederum die Auslösung des Watchdog zur Folge hat.
2/30
Verknüpfungs- und Schrittkettenlogik
2
2.4-4 Unterprogrammanweisungen SRn, SRn:, RET
Die Anweisung SRn ruft das durch das Label SRn: gekennzeichnete Unterprogramm auf, wenn das Ergebnis der vorhergehenden booleschen Anweisung "1" ist.
Die Anweisung RET am Ende eines Unterprogramms steuert die Rückkehr in das
Hauptprogramm.
Das Unterprogramm wird durch das Label SRn: mit n=0 bis 15 gekennzeichnet.
Beispiel:
000 LD %M15
001 AND %M5
002 ST
003 LD
004 SR8
005 LD
%Q0.0
[%MW24>%MW12]
%I0.4
006 AND %M13
007 .
<
008 .
009 .
010 END
011 SR8:
012 LD 1
013
014
IN
LD
%TM0
%TM0.Q
%M10
<
015 ST
016 RET
.......................................
Hinweis:
• Ein Unterprogramm kann kein weiteres Unterprogramm aufrufen.
• Diese Anweisung darf nicht in Klammerausdrücken programmiert werden; sie darf deshalb nicht zwischen den Anweisungen AND(, OR( und einer Anweisung zum Klammerschließen ")" stehen.
• Das Label darf nur vor den Anweisungen LD oder BLK erscheinen und kennzeichnet somit den
Beginn einer Gleichung (oder eines Programmblocks).
• Ein Unterprogrammaufruf darf nicht vor einer Zuweisung stehen, Beispiel:
B
LD %I0.0
SR0
ST %Q0.0
LD %I0.0
ST %Q0.0
SR0
2/31
B
2.4-5 Hauptrelaisanweisungen MCS und MCR
Wenn das boolesche Ergebnis der Anweisung vor der MCS-Anweisung "0" ist, wird die Ausführung aller auf diese Anweisung folgenden Programmzeilen entsprechend der nachstehenden Tabelle modifiziert, bis das Programm die Anweisung MCR ausführt.
Anweisung/Baustein
ST, STN
S, R
Verhalten
Zugeordnetes Objet wird auf 0 gesetzt
Werden nicht ausgeführt
SRi, JMP, JMPC, JMPCN Werden nicht ausgeführt
%TMi Wird reinitialisiert
%DRi
%FC
%PWM, %PLS
Befehlsbits werden auf 0 gesetzt
Zähler wird gestoppt und HSC-Ausgang auf 0 gesetzt
Generierung der Ausgangssignale wird gestoppt
Andere Funktionsbaust.
Operationsbaust.
Werden nicht ausgeführt (Zustände bl. erhalten)
Werden nicht ausgeführt
Beispiel:
..............
002 LD
003 MCS
004 LD
005 ST
006 LD
007 S
008 MCR
..............
%I0.1
%M1
%Q0.1
%I0.2
%Q0.2
Ist %I0.1 auf "0", wird die MCS-Anweisung aktiviert. %Q0.1 wird auf 0 forciert, der
Zustand des Ausgangs %Q0.2 bleibt erhalten.
Mehrere MCS-Anweisungen können für Ablauffolge 1 eine MCR-Anweisung verwendet werden.
Alle MCS-Anweisungen werden durch eine einzige MCR-Anweisung deaktiviert. Ist
%I0.1 auf "0", werden die Ablauffolgen 1 Ablauffolge 2 und 2 modifiziert, Folge 3 wird normal ausgeführt. Sind %I0.1 auf "1" und %I0.2
auf "0", wird die Ablauffolge 2 modifiziert; die Folgen 1 und 3 werden normal aus-
Ablauffolge 3 geführt.
Wird nach einer MCS-Anweisung keine MCR-Anweisung programmiert, bleibt die
MCS-Anweisung bis zur END-Anweisung oder bis zum Programmende aktiv.
Wichtig
Die Anweisungen MCS und MCR dürfen nicht in Unterprogrammen, Weiterschaltbedingungen und Aktionen eingesetzt werden.
2/32
3 Numerische und Sonderanweisungen
3.1
Numerische Verarbeitung
3.1-1 Definition der wichtigsten Wortobjekte
Die Wortobjekte sind im Wortformat mit einer Länge von 16 Bits adressiert und befinden sich im Datenspeicher. Sie enthalten einen algebraischen Wert zwischen -32768 und
32767 (mit Ausnahme des schnellen Zählers, der sich zwischen 0 und 65535 bewegt).
Sofortwerte
Es handelt sich dabei um algebraische Werte mit einem Format, das dem Format von
16-Bit-Worten entspricht; somit können diesen Worten Werte zugewiesen werden. Sie werden im Programmspeicher abgelegt und können Werte zwischen -32768 und
32767 annehmen.
Wortformat
Der Inhalt der Worte oder Werte wird im Anwender-Speicher im Binärcode über 16 Bits
(Zweier-Komplement) unter Einhaltung folgender Konventionen gespeichert:
Bitposition
Bit-Zustand
Bit-Wert
B
Im Binärcode mit Vorzeichen wird das Bit "15" vereinbarungsgemäß dem Vorzeichen des codierten Wertes zugeordnet:
• Bit "15" auf 0: Der Inhalt des Wortes ist ein positiver Wert.
• Bit "15" auf 1: Der Inhalt des Wortes ist ein negativer Wert (negative Werte werden als Zweier-Komplement ausgedrückt).
Die Worte und Sofortwerte können in folgender Weise erfaßt oder wiedergegeben werden:
• dezimal
• hexadezimal
1579 (max.: 32767, min.:-32768)
16#A536 (max.: 16#FFFF, min.: 16#0000) andere Syntax möglich: #A536.
Interne Worte
Die internen Worte sind dazu bestimmt,
Werte, die gerade ausgewertet werden, zu speichern.
Die Worte %MW0 bis %MW255 sind direkt
über das Programm zugänglich (Lese-/
Schreibmodus). Sie werden als Arbeitsworte verwendet.
%MW0
%MW255
16 Bits
3/1
B
Konstantworte
In den Konstantworten werden konstante
Werte oder ASCII-Texte gespeichert. Ihr
Inhalt kann nur über das PG geschrieben oder geändert werden (im Konfigurationseditor). Die Konstantworte %KW0 bis %KW63 sind direkt über das Programm zugänglich (nur im Lesemodus).
%KW0
%KW63
16 Bits
E/A-Datenaustauschworte (COM-Worte)
Die Datenaustauschworte %IW/QW gehören zu Steuerungen, die über ein Erweiterungskabel miteinander verbunden sind. Sie ermöglichen den Datenaustausch zwischen den Steuerungen (siehe Abschn. 3.5).
Systemworte
Diese 16-Bit-Worte erfüllen mehrere Funktionen: sie ermöglichen den direkten Zugriff auf Informationen in der Steuerung durch Lesen der %SWi-Worte (z.B.: Werte der
Analogeinstellung); mit ihnen ist es möglich, auf die Applikation einzuwirken (z.B.:
Einstellung Kalender). Die Aufgabe der einzelnen Konstantworte wird in Kap. 6 erläutert.
Aus Worten extrahierte Bitobjekte
Es ist möglich, ein Bit aus bestimmten Worten zu extrahieren. Die Variable des Wortes wird dabei durch einen Doppelpunkt vom Stellenwert des gewünschten Bits getrennt.
Syntax: % Wort-Objekt:Xk mit k = 0 bis 15 Bitstellenwert des Wortobjektes.
Beispiel: %MW5:X6 Bit mit dem Wert 6 des internen Wortes %MW5.
Liste der Wortoperanden
Siehe
Abschn.
Typ Adresse
(oder Wert)
Sofortwerte
• Basis 10
• Basis 16
Interne Worte
Konstantworte z.B.: 2103 z.B.: 16#AF0D
%MWi
%KWi
Systemworte %SWi
Funktionsbaustein%TMi.P %Ci.P...
Worte
Max.
Anzahl
256
64
128
Schreibzugriff nein ja nein (1) gemäß i
Austauschworte
Eingänge
Ausgänge
Bits aus Worten
• interne
%IWi.j
%QWi.j
• System
%MWi:Xk
%SWi:Xk
• Konstanten %KWi:Xk
• Eingang %IWi.j:Xk
8
8
256 x 16
128 x 16
64 x 16
8 x 16 nein ja ja gemäß i nein nein
• Ausgang %QWi.j:Xk 8 x 16 ja
(1) Die Erfassung von Konstantworten erfolgt in der Betriebsart Konfiguration.
_
_
5.2
2.2-1
3.3
3.5
3/2
Numerische und Sonderanweisungen
3
3.1-2 Strukturierte Objekte
Bitkette
Bei den Bitketten handelt es sich um Folgen von benachbarten Bitobjekten gleichen
Typs und mit festgelegter Länge: L.
Beispiel einer Bitkette %M8 %M9 %M10 %M11 %M12 %M13
%M8:6 (1) nc par
Typ
Digitale Eing.bits
Digitale Ausg.bits
Systembits
Schrittbits
Interne Bits
Adresse Max.
Größe
Schreibzugriff
%I0:L od. %I1:L 0<L<17
%Q0:L od. %Q1:L 0<L<17
%Si:L i ist Vielfaches von 8 nein ja
0<L<17 und i+L<128 gemäß i
%Xi:L i ist Vielfaches von 8
0<L<17 und i+L<63 ja (über Programm)
%Mi:L i ist Vielfaches von 8
0<L<17und i+L<128 ja
Bitketten sind mit Hilfe der Zuweisung := einsetzbar (siehe Zuweisung Absch. 3.1-4).
Worttabellen
Worttabellen sind Folgen von benachbarten Worten gleichen Typs und mit festgelegter
Länge: L.
%KW10 16 Bits
Beispiel einer Worttabelle:
%KW10:7
%KW16
Typ
Interne Worte
Konstantworte
Systemworte
Adresse
%MWi:L
%KWi:L
%SWi:L
Max.
Größe
Schreibzugriff
0 <L<256 und i+L<255 Ja
0<L und i+L<64 Nein
0<L und i+L<128 gemäß i
Worttabellen sind mit Hilfe der Zuweisung := einsetzbar (siehe Zuweisung,
Absch. 3.1-4).
(1) %M8:6 ist korrekt, da 8 ein Vielfaches von 8 ist.
%M10:16 ist nicht korrekt, da 10 kein Vielfaches von 8 ist.
B
3/3
B
Indexierte Worte
• Direkte Adressierung
Man spricht von direkter Adressierung, wenn die Adresse dieser Objekte fix ist und beim Schreiben des Programms definiert wird.
Beispiel: %MW26 (internes Wort mit der Adresse 26)
• Indexierte Adressierung
Bei der indexierten Adressierung wird die direkte Adresse des Objektes durch einen
Index vervollständigt. Der Index wird durch ein internes Wort %MWi definiert. Die
Anzahl von "Indexworten" ist nicht begrenzt.
Beispiel: %MW108[%MW2]: direkte Wortadresse 108 + Inhalt von Wort %MW2.
Wenn das Wort %MW2 den Wert 12 zum Inhalt hat, entspricht die
Schreibweise %MW108[%MW2] demnach der Schreibweise %MW120.
Typ
Interne Worte
Konstantworte
Adresse
%MWi[%MWj]
%KWi[%MWj]
Max. Größe
0<i+%MWj<256
0<i+%MWj<64
Schreib zugriff
Ja
Nein
Indexierte Worte können in der Zuweisungsanweisung := (siehe Abschnitt 3.1-2) und in Vergleichsanweisungen (siehe Abschnitt 3.1-5) eingesetzt werden.
Diese Adressierungsart ermöglicht es, eine Folge von Objekten gleicher Art (interne
Worte, Konstantworte, ...) nacheinander zu durchlaufen, indem der Inhalt des Index-
Wortes über das Programm geändert wird.
• Index-Überlauf, Systembit %S20
Ein Index-Überlauf liegt vor, sobald die Adresse eines indexierten Objektes die
Grenzen des Bereichs überschreitet, in dem dieser Objekttyp enthalten ist, d.h. wenn:
• Objekt-Adresse + Inhalt Index kleiner als Null ist,
• Objekt-Adresse + Inhalt Index größer als 255 ist (bei Worten %MWi)) oder 63 (bei
Worten %KWi).
Im Fall eines Index-Überlaufs wird Systembit %S20 vom System auf "1" gesetzt, und die Zuweisung des Objektes erfolgt mit einem Indexwert gleich 0.
Die Überwachung des Überlaufs ist Aufgabe des Anwenders: Das Bit %S20 muß vom
Anwender-Programm bei einer möglichen Verarbeitung gelesen werden. Ebenso muß der Anwender dafür sorgen, daß das Bit wieder zurückgesetzt wird.
%S20 (Initialzustand = 0)
• bei Index-Überlauf: Setzen des Bits auf "1" durch das System
• Überlauf Quittierung: Setzen des Bits auf "0" durch den Anwender nach Änderung des Index.
3/4
Numerische und Sonderanweisungen
3
3.1-3 Numerische Anweisungen
Die numerischen Anweisungen betreffen allgemein Worte mit 16 Bits (siehe Abschn.
3.1-1). Sie werden in rechteckige Klammern gesetzt. Sie werden ausgeführt, wenn das boolesche Ergebnis der Testanweisung vor der numerischen Anweisung "1" ist.
Hinweis: Die Anzeige der numerischen Anweisungen erfolgt in 2 oder 3 Zeilen auf dem
Programmiergerät FTX117.
B
3.1-4 Zuweisungen
Sie ermöglichen das Einlesen eines Operanden Op2 in einen Operanden Op1.
Syntax: [Op1:=Op2] <=> Op2->Op1
Zuweisungsoperationen können wie folgt ausgeführt werden:
• in Bitketten
• in Worten
• in Worttabellen
Zuweisung von Bitketten (siehe Objekt Bitkette Abschnitt 3.1-2)
Es können Operationen in folgenden Bitketten ausgeführt werden:
Bitkette -> Bitkette (Beisp. 1)
Bitkette -> Wort (Beisp. 2)
Wort -> Bitkette (Beisp. 3)
Sofortwert -> Bitkette
Beispiele:
LD 1
[%Q0:8:= %M64:12] (Beisp. 1)
LD %I0.2
[%MW100:= %I0:16] (Beisp. 2)
LDR %I0.3
[%M104:16:=%KW0] (Beisp. 3)
Anwendungsregeln
• im Fall einer Zuweisung Bitkette -> Wort: Die Bits der Kette werden in das Wort
übertragen, indem rechts begonnen wird (erstes Bit der Kette in Bit 0 des Wortes), die von dem Transfer nicht betroffenen Bits (Länge < 16) werden auf "0" gesetzt.
• im Fall einer Zuweisung Wort -> Bitkette: Die Bits des Wortes werden von rechts beginnend übertragen (Bit 0 des Wortes in das erste Bit der Kette).
3/5
B
Syntax
Operator
:=
Syntax
[Op1: = Op2 ]
Operand 1 (OP1) Operand 2 (OP2 )
%MWi,%QWi, %SWi Sofortwert, %MWi,
%MWi[MWi], %KWi,%IW,%QW,%SWi,
Operand 1 (Op1) nimmt den %Mi:L,%Qi:L,%Si:L, %BLK,%MWi[MWi],
Wert von Operand 2 (Op2) an %Xi:L %KWi[MWi], %Mi:L,%Qi:L,
%Si:L,%Xi:L, %Ii:L
Hinweis: Die Abkürzung %BLK.x (z.B. %C0.P) wird verwendet, um Funktionsbausteinworte zu bezeichnen.
Zuweisung von Worten
Es können folgende Wortzuweisungsoperationen ausgeführt werden:
Wort -> Wort (Beisp. 1) indexiertes Wort -> Wort
Wort -> indexiertes Wort index. Wort -> index. Wort (Beisp. 2)
Sofortwert -> Wort (Beisp. 3)
Bitkette -> Wort
Sofortwert -> indexiertes Wort
Wort -> Bitkette
Beispiele:
LD 1
[%SW112 := %MW100] (Beisp. 1)
LD %I0.2
[%MW0[%MW10] :=
%KW0[%MW20] ] (Beisp. 2)
LDR %I0.3
[%MW10:=100] (Beisp. 3)
Syntax
Operator
:=
Syntax
[Op1: = Op2 ]
Operand 1 (OP1) Oprand 2 (OP2 )
%MWi,%QWi, %SWi Sofortwert, %MWi,
%MWi[MWi], %KWi, %IW, %QW, %SWi,
Operand 1 (Op1) nimmt den %Mi:L,%Qi:L,%Si:L,
Wert von Operand 2 (Op2) an %Xi:L
%BLK, %MWi[MWi],
%KWi[MWi], %Mi:L,%Qi:L,
%Si:L,%Xi:L,%Ii:L
Hinweis:
• Die Abkürzung %BLK.x (z.B. R3.I) wird verwendet, um Funktionsbausteinworte zu bezeichnen.
• Bei den Bitketten %Mi:L, %Si:L und %Xi:L muß die Basisadresse des ersten Bits der Bitkette ein
Vielfaches von 8 sein (0, 8, 16, ..., 96, ...).
3/6
Numerische und Sonderanweisungen
3
Zuweisung von Worttabellen (siehe Objekt Worttabellen Abschnitt 3.1-2)
Es können folgende Zuweisungsoperationen mit Worttabellen durchgeführt werden:
Sofortwert -> Worttabelle (Beisp. 1)
Wort -> Worttabelle (Beisp. 2)
Worttabelle -> Worttabelle (Beisp. 3)
Beispiele:
B
LD 1
[%MW0 :10:= 100] (Beisp.1)
LD %I0.2
[%MW0:10 := %MW11] (Beisp. 2)
LDR %I0.3
[%MW10:20=%KW30:20] (Beisp.3 )
Syntax
Operator
:=
Syntax
[Op1: = Op2 ]
Operand 1 (Op1) nimmt den
Wert von Operand 2 (Op2) an
Operand 1 (OP1)
%MWi:L,%SWi:L
Operand 2 (OP2 )
%MWi:L, %KWi:L, %SWi:L,
Sofortwert, %MWi,
%KWi, %IW, %QW, %SWi,
%BLK,
3/7
B
3.1-5 Vergleichsanweisungen
Die Vergleichsanweisungen erlauben den Vergleich von zwei Operanden.
> : testet, ob Operand 1 größer als Operand 2 ist.
>= : testet, ob Operand 1 größer gleich Operand 2 ist.
< : testet, ob Operand 1 kleiner als Operand 2 ist.
<= : testet, ob Operand 1 kleiner gleich Operand 2 ist.
= : testet, ob Operand 1 gleich Operand 2 ist.
<> : testet, ob Operand 1 nicht gleich Operand 2 ist.
Struktur
Der Vergleich wird innerhalb von eckigen Klammern durchgeführt, die nach den
Anweisungen LD, AND und OR stehen. Das Ergebnis ist 1, wenn der angeforderte
Vergleich zutreffend ist.
LD
ST
[%MW10 > 100]
%Q0.3
LD %M0
AND [%MW20 < %KW35]
ST
LD
%Q0.2
%I0.2
OR [%MW30 >= %MW40]
ST %Q0.4
Syntax
Operator
>,>=,<,<=
=, <>
Syntax
LD[ Op1 Operator Op2]
AND[ Op1 Operator Op2]
OR[Op1 Operator Op2]
Operand 1 (Op1) Operand 2 (Op2)
%MWi, %KWi, %IW, Sofortwert, %MWi,
%QW,%SWi,%BLK %KWi, %IW, %QW, %SWi,
%BLK.x, %MWi[%MWi],
%KWi[MWi]
Anmerkung
Die Vergleichsanweisungen können in Klammern verwendet werden.
Beispiel:
LD %M0
AND( [%MW20>10]
)
OR %I0.0
ST %Q0.1
3/8
Numerische und Sonderanweisungen
3
3.1-6 Arithmetische Anweisungen
Mit diesen Anweisungen ist es möglich, eine Rechenoperation zwischen zwei
Operanden oder an einem Operanden durchzuführen.
+ : Addition zweier Operanden,
: Subtraktion zweier Operanden,
* : Multiplikation zweier Operanden,
/ : Division zweier Operanden,
REM : Rest der Division von 2 Operanden,
SQRT : Quadratwurzel eines Operanden,
INC : Operand um 1 erhöhen,
DEC : Operand um 1 verringern.
Struktur
Die Rechenoperationen werden wie folgt ausgeführt:
LD %M0
[%MW0:= %MW10 + 100]
LD %I0.2
[%MW0:= SQRT (%MW10)]
LDR %I0.3
[INC %MW100]
Syntax
Sie hängt von den verwendeten Operatoren ab, siehe nachfolgende Tabelle.
Operator Syntax Operand 1 (Op1) Operanden 2 und 3 (Op2 und 3)
+,-,*,/,REM(1) [Op1: = Op2 Operator Op3] %MWi,%QWi, %SWi Sof.wert (2), %MWi,%KWi,
SQRT [Op1: = SQRT (Op2)] %IW,%QW,%SWi,%BLK.x
INC, DEC [Operator Op1]
Anwendungsregeln
• Addition: Kapazitätsüberschreitung während der Operation
Überschreitet das Ergebnis die Grenzen -32768 oder +32767, wird Bit %S18 (overflow) auf "1" gesetzt. Das Ergebnis ist somit ungültig. Bit %S18 wird über das Anwenderprogramm gesteuert.
Beispiel
LD %M0
[%MW0:= %MW1+ %MW2]
LDN %S18
[%MW10:= %MW0 ]
LD %S18
[%MW10:= 32767 ]
R %S18
Falls %MW1 =23241, %MW2=21853, kann das tatsächliche Ergebnis (45094) nicht in einem Wort mit 16 Bits ausgedrückt werden, das Bit %S18 wird auf "1" gesetzt, und das Ergebnis (-20442) ist falsch. In diesem Beispiel wird der Wert, wenn das Ergebnis größer als 32767 ist, auf 32767 festgesetzt.
(1) Bei Steuerungen bis zum Typ TSX 07x V2.2 ist das Ergebnis (Op1) einer Division (/) oder des Restes (REM) ohne Bedeutung, wenn der Inhalt von Operand 3 (Op 3) größer als 255 ist.
(2) Bei SQRT kann Op2 kein Sofortwert sein.
B
3/9
B
Überschreitung der absoluten Kapazität eines Ergebnisses (Rechenergebnis ohne Vorzeichen):
Bei bestimmten Rechenoperationen kann es von Interesse sein, einen Operanden durch eine Rechenoperation ohne Vorzeichen auszuwerten. (Das Bit F stellt somit den
Wert 32768 dar.) Der maximal mögliche Wert eines Operanden ist 65535. Die Addition von 2 Absolutwerten (ohne Vorzeichen), deren Ergebnis größer als 65535 ist, führt zu einem Überlauf. Dieser Überlauf wird durch Setzen des Systembits %S17 (carry) auf
"1" gemeldet, welches den Wert 65536 darstellt.
Beispiel 1: [%MW2:=%MW0 + %MW1] mit %MW0 =65086, %MW1=65333
Das Wort %MW2 enthält die Zahl 64883 und das Bit %S17 wird auf "1" gesetzt und stellt den Wert 65536 dar. Das Ergebnis als Rechenoperation ohne Vorzeichen ist demnach gleich: 65536 + 64883 d.h. 130419.
Beispiel 2: [%MW2:=%MW0 + %MW1] mit %MW0 =45736 (d.h. -19800 als Wert mit
Vorzeichen), %MW1=38336 (d.h. -27200 als Wert mit Vorzeichen). Die beiden
Systembits %S17 und %S18 werden auf "1" gesetzt. Das Ergebnis als Rechenoperation mit Vorzeichen (+18536) ist falsch. Als Rechenoperation ohne Vorzeichen ist das
Ergebnis (18536 + Wert von %S17 d.h 84072) richtig.
• Subtraktion:
Negatives Ergebnis
Ist das Ergebnis der Subtraktion kleiner als 0, wird das Systembit %S17 auf "1" gesetzt.
• Multiplikation:
Kapazitätsüberlauf während der Operation
Wenn das Ergebnis die Kapazität eines gespeicherten Wortes überschreitet, wird Bit
%S18 (overflow) auf "1" gesetzt und das Ergebnis ist ungültig.
• Division/Rest einer Division:
Division durch 0
Wenn der Divisor gleich 0 ist, ist eine Division nicht möglich, und das Systembit %S18 wird auf "1" gesetzt. Das Ergebnis ist somit falsch.
Kapazitätsüberlauf während der Operation
Wenn der Quotient der Division die Kapazität eines gespeicherten Wortes überschreitet, wird Bit %S18 auf "1" gesetzt.
• Quadratwurzelziehen:
Das Ziehen der Quadratwurzel kann nur an zwei positiven Werten durchgeführt werden. Das Ergebnis ist demnach immer positiv. Falls der Operand der Quadratwurzel negativ ist, wird das Systembit %S18 auf "1" gesetzt, und das Ergebnis ist falsch.
Hinweis:
Die Verwaltung der Systembits %S17 und %S18 ist Aufgabe des Anwenderprogramms. Sie werden von der Steuerung auf "1" gesetzt. Sie müssen vom Programm wieder auf "0" gesetzt werden, um wieder verwendet werden zu können (siehe Beispiel auf der vorhergehenden Seite).
3/10
Numerische und Sonderanweisungen
3
3.1-7 Logische Anweisungen
Die damit zusammenhängenden Anweisungen ermöglichen die Ausführung einer logischen Operation mit zwei Operanden oder mit einem einzigen Operanden.
AND : UND (bitweise) mit zwei Operanden
OR : logisches ODER (bitweise) mit zwei Operanden
XOR : exklusives ODER (bitweise) mit zwei Operanden
NOT : logisches Komplement (bitweise) eines Operanden.
Struktur
Die logischen Operationen werden wie folgt ausgeführt:
B
LD %M0
[%MW0:= %MW10 AND 16#FF00]
LD 1
[%MW0:= %KW5 OR %MW10]
LD %I0.3
[%MW102:= NOT (%MW100)]
Syntax
Sie ist von den verwendeten Operatoren abhängig, siehe nachstehende Tabelle
Operator Syntax Operand 1(Op1) Operanden 2 u. 3 (Op2 + Op3)
AND, OR, XOR [Op1: = Op2 Operator Op3] %MWi,%QWi, %SWi Sof.Wert (1), %MWi,%KWi,
NOT [NOT (Op2)] %IW,%QW,%SWi, %BLK.x
Beispiel: [%MW15:=%MW32 AND %MW12]
(1) Bei NOT kann Op2 kein Sofortwert sein.
3/11
B
3.1-8 Schiebeanweisungen
Bei den Schiebeanweisungen geht es darum, die Bits eines Operanden um eine gewisse Anzahl von Stellen nach rechts oder links zu verschieben.
Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Verschiebungen:
0
0
• logisches Verschieben:
- SHL(op2,i) logisches Verschieben um i Stellen nach links
- SHR(op2,i) logisches Verschieben um i Stellen nach rechts
• zirkulares Verschieben:
- ROL(op2,i) zirkulares Verschieben um i Stellen nach links
- ROR(op2,i) zirkulares Verschieben um i Stellen nach rechts
Da es sich bei dem zu verschiebenden
Operanden um einen Operanden mit einfacher Länge handelt, muß die Variable i unbedingt zwischen 0 und 16 liegen.
Der Zustand des letzten ausgegebenen
Bits wird im Bit %S17 gespeichert.
Struktur
Die logischen Operationen werden wie folgt ausgeführt:
LDR %%I0.1
[%MW0:= SHL(%MW10,5)]
LDR %I0.2
[%MW10:= ROR(%KW9,8)]
Syntax
Sie hängt von den verwendeten Operatoren ab, siehe nachstehende Tabelle.
Operator
SHL, SHR
ROL, ROR
Syntax
[Op1: = Operator(Op2,i)]
Operand 1 (OP1) Operand 2 (OP2)
%MWi,%QWi, %SWi %MWi,%KWi
%IW,%QW,%SWi, %BLK.x
3/12
Numerische und Sonderanweisungen
3
3.1-9 Konvertierungsanweisungen
Es stehen zwei Konvertierungsanweisungen zur Verfügung:
• BTI: Konvertierung BCD --> Binär
• ITB: Binäre Konvertierung --> BCD
Was ist BCD-Code?
Mit dem BCD-Code (Binary Coded Decimal), bei dem es sich um eine binär verschlüsselte
Dezimalziffer handelt, ist es möglich, eine Dezimalziffer von 0 bis 9 durch eine Einheit aus 4 Bits darzustellen. Ein Wortobjekt mit 16 Bits kann somit eine Zahl enthalten, die in 4 Dekaden ausgedrückt wird (0< N < 9999).
Bei einer Konversion wird das Systembit auf 1 gesetzt, wenn es sich nicht um einen
BCD-Wert handelt. Das Anwenderprogramm muß dieses Bit testen und zurücksetzen.
Dezimal
BCD
0
0000
1 2
0001 0010
3
0011
4 5
0100 0101
6
0110
7 8
0111 1000
9
1001
Beispiel:
• Wort %MW5 als Ausdruck des BCD-Wertes "2450" entspricht dem Binärwert:
0010 0100 0101 0000
• Wort %MW12 als Ausdruck des Dezimalwertes "2450" entspricht dem Binärwert:
0000 1001 1001 0010
Die Konversion von Wort %MW5 in Wort %MW12 erfolgt durch die Anweisung BTI.
Die Konversion von Wort %MW12 in Wort %MW5 erfolgt durch die Anweisung ITB.
Struktur
Die Konvertierungsoperationen werden wie folgt ausgeführt:
B
LD %1
[%MW0:= BTI( %MW10)]
LD %I0.2
[%MW10:= ITB( %KW9)]
Syntax
Sie hängt von den verwendeten Operatoren ab, siehe nachstehende Tabelle.
Operator
BTI, ITB
Syntax
[Op1: = Operator(Op2)]
Operand 1 (OP1) Operand 2 (OP2)
%MWi,%QWi, %SWi %MWi,%KWi, %IW,%QW,
%SWi, %BLK.x
Anwendungsbeispiele
Die Anweisung BTI wird verwendet, um auf Codierrädern im BCD-Format einen
Sollwert einzustellen, der einem Steuerungseingang zugeführt wird.
Die Anweisung ITB wird verwendet, um numerische Werte über BCD-codierte
Anzeiger sichtbar zu machen (z.B.: Rechenergebnis, aktueller Wert eines
Funktionsbausteins).
3/13
B
3.2
Analogeinstellung
Wichtiges aus Abschnitt 1.8, Register A:
Die SPS-Grundgeräte TSX Nano verfügen auf der Vorderseite über:
• ein Potentiometer zur Analogeinstellung der Steuerungen TSX Nano 10, 14 und
20 E/A,
• zwei Potentiometer zur Analogeinstellung der Steuerungen TSX Nano 16 und
24 E/A.
Programmierung
Die numerischen Werte zwischen 0 und 255, die den von diesen Potentiometern gelieferten Analogwerten entsprechen, stehen in den Systemworten:
• %SW112 bei Potentiometer 0
• %SW113 bei Potentiometer 1 zur Verfügung.
Diese Worte können mit Hilfe von Rechenoperationen ausgewertet werden. Sie können für jede Art von Einstellung verwendet werden wie z.B.: Vorwahl von
Zeitfunktionen, von Zählern, Frequenzeinstellung des Impulsgebers, Vorwärmzeit von
Maschinen ...
Beispiel:
Einstellung der Dauer einer Verzögerungszeit zwischen 5 und 10 Sek. mit Hilfe des
Potentiometers 0.
Bei dieser Einstellung wird praktisch der gesamte Einstellbereich des Potentiometers von 0 bis 250 genutzt.
Bei der Konfiguration werden folgende
Parameter für den Timer %TM0 gewählt:
• Typ TON
• Zeitbasis TB: 10 ms
Der Vorwahlwert des Zeitgebers wird vom Einstellwert des Potentiometers durch folgende Gleichung %TM0.P:=2*%SW112+500 abgeleitet.
LD 1
[%MW0:=2*%SW112]
[%TM0.P:=%MW0+500]
BLK
LD
IN
OUT_BLK
%TM0
%I0.0
LD
ST
END_BLK
Q
%Q0.0
3/14
Numerische und Sonderanweisungen
3
3.3
Analogkanal (TSX 07 32/33 •• ••)
Die Steuerungen TSX Nano TSX 07 32/33 •• •• verfügen über einen nicht isolierten
Analogkanal 0/10 V.
Prinzip
Ein A/D-Wandler konvertiert die Eingangsspannung von 0-10 V in einen digitalen Wert von 0 bis 255, der in das Systemwort %SW112 eingefügt wird.
Eingangsspannung
0 V
40 mV
•
•
80 mV
9,96 V
10 V
10,2 V
%SW112
0
1
•
•
2
249
250
255
Der Digitalwert 255 ermöglicht es, eine Überschreitung des maximalen
Eingangssignals zu erfassen.
Das Potentiometer P0 an der Frontseite dient zur Korrektur von eventuellen Fehlern, die sich aufgrund der Meßkette bei bestimmten Applikationen ergeben können.
Programmierbeispiel:
Temperaturregelung eines Backofens.
Die Backtemperatur ist auf 315 °C eingestellt; eine Temperaturschwankung von +/- 3,6 °C führt zur Ansteuerung der
Ausgänge %Q0.1 bzw. %Q0.2. Für diese
Einstellung wird praktisch der gesamte mögliche Einstellbereich des Potentiometers von 0 bis 250 genutzt.
LD
ST
LD
ST
LD
ST
[%SW112 = 175]
%Q0.0
[%SW112 <= 173]
%Q0.1
[%SW112 >= 177]
%Q0.2
0 °C -> 0 V -> %SW112 = 0
311,4 °C -> 6.92 V -> %SW112 = 173
315 °C -> 7 V -> %SW112 = 175
318,6 °C -> 7.08 V -> %SW112 = 177
450 °C -> 10 V -> %SW112 = 250
B
3/15
B
3.4
Spezifische Funktionsbausteine
3.4-1 Spezifischen Funktionsbausteinen zugeordnete Bit- und Wortobjekte
Die spezifischen Funktionsbausteine verwenden die gleichen spezifischen Bit- und
Wortobjekte wie die Standard-Funktionsbausteine (siehe Abschn. 2.2).
Liste der über das Programm zugänglichen Bit- und Wortobjekte von Funktionsbausteinen
Spezifische
Funktionsbausteine
Wort Ausgang
Pulsbreitenmodulation
%PWM
ImpulsWort generator
%PLS Bit
Schneller
Zähler %FC
Wort
Bit
Nachricht senden %MSG
Bit-Schieberegister
%SBRi (i=0 bis 7)
Bit
Bit
Schritt für Schritt Bit
%SCi (i=0 bis 7)
Zugehörige Bits u.Worte
Adressen SchreibSiehe zugriff Abschn.
% des Impulses auf 1 bezo%PWM.R
ja gen auf die Gesamtperiode
3.4-3
Voreingestellte Periode
Vorwahlwert
Zu generierende Pulszahl
Aktiver Ausgang
%PWM.P
%PLS.P
%PLS.N
%PLS.Q
nein ja ja nein
Ausg. Generierung beendet %PLS.D
nein
Schwelle i (i = 0 oder 1) %FC.Si
ja
Aktueller Wert
Vorwahlwert
%FC.V
%FC.P
nein ja
Ausgang Überschreitung %FC.F
nein
Ausg. Überschreit. Schwelle i %FC.THi
nein
Ausg. Störung Verbindung %MSG.E
nein
Ausg. Verbindung verfügbar %MSG.D
nein
Bit von Register j=0 - 15 %SBRi.j
ja
3.4-4
3.4-5
3.4-6
3.4-7
Schrittzählerbit j=0 - 255 %SCi.j
nein 3.4-8
3.4-2 Programmiergrundsätze
Wie die Standard-Funktionsbausteine können die spezifischen Funktionsbausteine auf zwei verschiedene Arten programmiert werden:
• nicht übersetzbar: durch spezifische Anweisungen
• übersetzbar: durch Simulation der Funktionsbausteine der Kontaktplansprache.
Siehe Abschnitt 2.2-2.
3/16
Numerische und Sonderanweisungen
3
3.4-3 Pulsbreitenmodulationsausgang %PWM
TB
Der Funktionsbaustein %PWM ermöglicht es, am
Steuerungsausgang %Q0.0 ein Rechtecksignal zu erzeugen, dessen Breite (Tastverhältnis) über das
Programm geändert werden kann (s. Abschn. 4.6, Reg. A).
Diese Funktion erlaubt auch die Steuerung eines mit dem
Ausgang %Q0.0 verkabelten Analogausgangsmoduls (s.
Abschn. B-4.4).
B
Baust. %PWM Programmierbare Impulsbreite
Konfigurierbare Impulsperiode
Eigenschaften
Zeitbasis TB 0,1 ms (1) , 10 ms, 1 s (Standardwert)
Vorwahl der
Periode
%PWM.P 0<%PMW.P<32767 wenn Zeitbasis 10 ms oder 1 ms
0<%PMW.P<255 wenn Zeitbasis 0,1 ms
(0= Funktion nicht aktiv)
Vorwahl und Zeitbasis sind bei der Konfiguration im
Schreibmodus zugänglich. Dabei kann die Periode des
Signals T = %PWM.PxBT festgelegt werden. %PWM.P
muß umso größer gewählt werden, je kleiner die zu erreichenden Verhältniszahlen sind.
Erreichter Periodenbereich:
• 0,2 bis 26 ms in Schritten von 0,1 ms,
• 20 ms bis 5,45 min in Schritten von 10 ms,
• 2 s bis 9,1 Stunden in Schritten von 1 s.
Tastverhältnis %PWM.R 0<%PMW.R<100 (2), dieses Wort ergibt die
(Impulsbreite) Prozentzahl des Signals im Zustand "1" über die Periode
(0 = Standardwert).
Die "Breite" Tp ist demnach:
Tp=T x (%PWM.R/100)
Das Wort %PWM.R wird mit dem Anwenderprogramm geschrieben, es ermöglicht dann die Ausführung der
Pulsbreitenmodulation.
Eingang IN
(oder Anweis.)
Impulsgenerierung
Generiert im Zustand "1" das in der Breite
modulierte Signal am Ausgang %Q0.0. Setzt Zustand
"0" den Ausgang %Q0.0 auf 0.
Achtung:
Der Algorithmus zur Berücksichtigung der Pulsbreitenmodulation %PWM wurde zwischen den Versionen V3.0 und V3.1 der TSX Nano optimiert. Dies kann bei ein und demselben
%PWM.R am Ausgang zu einem unterschiedlichen Tastverhältnis bei beiden Versionen führen.
(1) Von dieser Zeitbasis wird bei den Steuerungen TSX Nano mit Relaisausgängen abgeraten.
(2) Werte von über 100 werden so berücksichtigt, als seien sie gleich 100.
3/17
B
Funktionsweise
Die Frequenz des Signals am Ausgang %Q0.0 wird bei der Konfiguration über die
Zeitbasis und Vorwahl von %PWM.P festgelegt. Die Pulsbreitenmodulation des Signals wird durch eine Änderung des Tastverhältnisses %PWM.R per Programm erreicht.
Eingang IN
Tastverhältnis
%PWM.R
Ausgang %Q0.0
Programmierung und Konfiguration
In diesem Beispiel wird die Breite des Signals über das Programm in Abhängigkeit vom
Zustand der Eingänge % I0.0 und %I0.1 der Steuerung geändert.
Die Periode des Signals wird bei der Konfiguration auf 500 ms festgesetzt.
Wenn %I0.0 und %I0.1 = "0" sind und das Tastverhältnis %PWM.R auf 20 % festgesetzt wird, dann ist die Dauer des Signals im Zustand "1": 20% x 500 ms = 100 ms.
Wenn %I0.0 = "0" und %I0.1 = "1", wird das Tastverhältnis %PWM.R auf 50 % festgesetzt
(Dauer 250 ms).
Wenn %I0.0 und %I0.1 = "1", wird das Tastverhältnis %PWM.R auf 80 % festgesetzt
(Dauer 400 ms).
LDN %I0.0
ANDN %I0.1
[%PWM.R:=20]
LD %I0.0
ANDN %I0.1
[%PWM.R:=50]
LD %I0.0
AND %I0.1
[%PWM.R:=80]
BLK %PWM
LD %I0.2
IN
END_BLK
Konfiguration
Ausgang %Q0.0 = Ausgang %PWM TB= 10ms %PWM.P=50
Sonderfälle
• Auswirkung eines "Kaltstarts": (%S0=1) setzt das Tastverhältnis %PWM.R auf "0".
• Auswirkung eines "Warmstarts" (%S1=1) keine Auswirkung.
• Auswirkung eines Steuerungs-STOP:
Ausgang %Q0.0 wird unabhängig vom Systembit %S8 auf "0" gesetzt. Bei Steuerungen bis zur Version V2.2 wird Ausgang %Q0.0 auf 0 gesetzt, wenn das Systembit %S8 auf "1" ist, und beibehalten (Generierung des Signals), wenn %S8 auf "0" ist.
• Bei einer Zeitbasis von 0,1 ms wird die Signalgenerierung nicht gestoppt, wenn der
Ausgang %Q0.0 über ein Programmiergerät forciert wird.
3/18
Numerische und Sonderanweisungen
3
3.4-4 Impulsgeneratorausgang %PLS
Einstellen
Der Funktionsbaustein %PLS ermöglicht die Generierung eines Rechtecksignals (Tastverhältnis 50 %) am
Steuerungsausgang %Q0.0. Dieses Signal kann:
• von begrenzter Dauer sein: Pulszahl und Periode werden über das Programm (oder bei der Konfiguration) geschrieben.
• von unbegrenzter Dauer sein: die Periode wird über das Programm oder bei der Konfiguration geschrieben
(siehe Beschreibung Abschn. 4.5, Register A).
B
Baust. %PLS
Variable Impulsperiode
Eigenschaften
Zeitbasis
Vorwahl
Pulszahl
TB 0,1 ms (1) , 10 ms, 1 s (Standardwert)
%PLS.P
0<%PLS.P<32767 wenn TB=10 ms oder 1 s.
0<%PLS.P<255 wenn TB= 0,1 ms (1)(2)
(0=Ausg.auf 0, 1=Ausg.auf 1). Die Vorwahl ermöglicht es, die Signalperiode T = %PLS.PxTB zu modulieren.
Erzielter Periodenbereich
• 0,2 bis 26 ms in Schritten von 0,1 ms,
• 20 ms bis 5,45 min in Schritten von 10ms,
• 2 s bis 9,1 Stunden in Schritten von 1 s.
Hinweis: %PLS.P muß einen geraden Wert haben.
%PLS.N
0<%PLS.N<32767, dieses Wort ergibt die
Pulszahl der zu generierenden Impulsfolge.
0 = Rechtecksignal unbegrenzter Dauer (Standard). %PLS.N wird vom Prog. getestet und geschrieben.
Einstellung
über PG
J/N
Eingang (oder Anweis.) IN
Impulsgenerierung
J: Änderung des Vorwahlwertes %PLS.P.N im
Dateneditor möglich. N: kein Zugriff im Dateneditor.
Generiert im Zust. "1" das Signal im Ausgang %Q0.0.
Setzt im Zustand "0" den Ausgang %Q0.0 auf "0".
Eingang (oder Anweisung) R
Reinitialisierung
Ausgang Impulsgenerierung aktiv
Ausgang Impulsgenerierung beendet
%PLS.Q
%PLS.D
Setzt im Zustand "1" die Pulszahl der Ausgänge
%PLS.Q und %PLS.D auf "0" zurück.
Zustand 1: Generierung des Signals am Ausgang
%Q0.0 läuft.
Zustand 1: Generierung des Signals am Ausgang
%Q0.0 beendet.
Zähler
PLS (2)
N=nein, J=ja, diese Option ermöglicht die Nutzung von Eingang %I0.0 als Zähleingang.
(1) Von dieser Zeitbasis wird bei Steuerungen TSX Nano mit Relaisausgängen abgeraten.
(2) Die Zähloption %PLS ist erforderlich, wenn eine Zeitbasis von 0,1 ms ausgewählt wurde; zur
Ermittlung der Anzahl der generierten Impulse ist es notwendig, Ausgang %Q0.0 mittels einer
Schleife auf Eingang %I0.0 zu legen. Ein ordnungsgemäßer Ablauf ist bei dieser Funktionsweise nur dann garantiert, wenn %PLS.P größer oder gleich 6 ist (max. Frequenz = 1,6 kHz).
3/19
Funktionsweise
Eingang IN
B
Pulszahl
Ausgang %Q0.0
Ausgang%PLS.Q
Ausgang%PLS.D
Sonderfälle
• Auswirkung eines "Kaltstarts": (%S0=1) führt zur Initialisierung des Wertes von %PLS.P durch den Wert, wie er bei der Konfiguration definiert wurde.
• Auswirkung eines "Warmstarts": (%S1=1) keine Auswirkung.
• Auswirkung eines Steuerungs-STOP: s. Auswirkung eines Steuerungsstop auf Seite 3/18.
• Auswirkung einer Änderung des Vorwahlwertes %PLS.P: Eine Änderung dieses Wertes durch eine Anweisung oder durch Einstellung wird sofort wirksam.
• Bei einer Zeitbasis von 0,1 ms wird die Signalgenerierung nicht gestoppt, wenn der PLS-
Zähleingang %I0.0 über ein PG forciert wird.
Anmerkung:
Die Verwendung einer Zeitbasis von 0,1 ms kann zu einer Differenz von einem
Impuls zwischen der geforderten Pulszahl (%PLS.N) und der tatsächlich generierten Pulszahl führen.
Um dieser Ungenauigkeit entgegenzuwirken, muß am Ende der generierten
Pulszahl ein Nullsetzen (RTZ) erfolgen:
LD %Mi
IN %PLS
N
R %PLS
Dennoch führt diese Methode zur Generierung von %PLS.N Impulsen, sobald der
Eingang IN auf 1 geht.
3/20
Numerische und Sonderanweisungen
3
3.4-5 Schneller Zähler, Frequenzmesser und Auf-/Abwärtszähler %FC
Dieser Baustein dient zur Durchführung einer der drei folgenden Funktionen:
• Schnelles Zählen
• Frequenzmessung
• Aufwärts/Abwärtszählen
(s. Abschn. 4.4, Register A). Die Auswahl der Funktion erfolgt bei der Konfiguration.
Hinweis: Die Schnellzählfunktionen können ohne jede
Programmierung durch einfache Konfiguration der Ein-/
Ausgänge und Parameter realisiert werden.
Baustein %FC
B
Eigenschaften des Funktionsbausteins %FC
Der Funktionsbaustein bietet eine ganze Reihe von Worten, Eingangsbits und
Ausgangsbits an, mit denen es möglich ist, drei Zählfunktionen auszuführen.
Nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über die möglichen Objekte. Um die
Aufgabe jedes einzelnen Objektes in der zu realisierenden Funktion genau zu verstehen, verweisen wir auf die eingehende Beschreibung dieser Funktion.
Aktueller Wert
Vorwahlwert
%FC.V
%FC.P
Gemäß der Eingänge oder der gewählten Funktion.
erhöhtes oder vermindertes Wort. Kann gelesen, getestet, aber nicht geschrieben werden.
Wird nur von der Funktion Aufwärts/ Abwärtszählen verwendet: 0<FC.P<65535. Kann gelesen, getestet, geschrieben werden.
Schwellwert S0 (1)
Schwellwert S1 (1)
%FC.S0
0<%FC.S0<65535 Wort, das den Schwellwert 0 lt, kann, wenn bei Konfiguration definiert, gelesen und
über das Programm geschrieben werden.
%FC.S1
0<%FC.S1<65535 Wort, das den Schwellwert 1 enthält, kann, wenn bei Konfiguration definiert, gelesen und über das Programm geschrieben werden.
Eingang (oder Anweisung) IN
Freigabe
Gibt im Zustand 1 die laufende Funktion frei.
Sperrt im Zustand 0 die laufende Funktion.
Eingang (oder Anweisung) S
Vorwahl
Ausgang Überlauf %FC.F
Zustand 1
• Initialisiert den aktuellen Wert auf den Vorwahlwert
(Funktion Auf-/Abwärtszählen oder Nullsetzen des aktuellen Wertes).
• Initialisiert die Funktion der HSC-Ausgänge.
• Berücksichtigt die durch das Programm modifizierten
Schwellwerte %FC.S0 und %FC.S1
Zustand 1, wenn der aktuelle Wert %FC.V
65535 übersteigt.
Ausgang
Schwelle 0 (2)
Ausgang
Schwelle 1 (2)
%FC.TH0
%FC.TH1
Zustand 1, wenn der aktuelle Wert größer oder gleich dem Schwellwert %FC.S0 ist.
Zustand 1, wenn der aktuelle Wert größer oder gleich dem Schwellwert %FC.S1 ist.
(1) Der Schwellwert %FC.S0 muß kleiner sein als der Schwellwert %FC.S1.
(2) Es wird empfohlen, Bit %FC.THx im Programm nur einmal zu testen.
3/21
B
Schneller Zähler
Diese Funktion erlaubt ein Zählen bei einer maximalen Frequenz von 10 kHz im
Schnellmodus (oder von 5 kHz im Normalmodus, Auswahl bei der Konfiguration), bei einem Zählzyklus von 1 bis 65535.
Der Zähler erhält die zu zählenden Signale am Steuerungseingang %I0.0. Der gezählte Wert (laufender Wert %FC.V) wird mit zwei Schwellwerten %FC.S0 und
%FC.S1 verglichen, die bei der Konfiguration definiert und über das Programm geändert werden können (wird bei Aktivierung des RESET-Eingangs berücksichtigt).
Schneller Zähler
Schaltbild:
Zähleingang
Eingang Freigabe Zähler
RESET-Eingänge
(Vorwahl 0)
Anweisung [READ %FC.V]
Schwellwert 0
Schwellwert 1
Sperrung
Aktueller
Wert
Vergleichsfunktion
Ausgang Überlauf
Aktueller Wert
Ausgang Schwelle 0
Ausgang Schwelle 1
HSC_out 0
HSC_out 1
Anmerkung: Mit Ausnahme vom Zähleingang %I0.0 sind alle anderen digitalen Ein-
/Ausgänge des Funktionsbausteins optional (Auswahl ja/nein bei der Konfiguration); für jeden von ihnen gibt es ein Software-Äquivalent (im Schaltbild dunkel unterlegt).
HSC-Ausgänge: Die HSC-Ausgänge (High Speed Counter) werden direkt (sie warten nicht auf die Aktualisierung der Ausgänge am Zyklusende) vom schnellen Zähler entsprechend der bei der Konfiguration definierten Zustandsmatrix angesteuert.
Ausgang FC.V< Schw. 0<Schw. 1
%Q0.1
0 oder 1
%Q0.2
0 oder 1
Schw. 0<FC.V<Schw.1 Schw.0<Schw1<FC.V
0 oder 1 0 oder 1
0 oder 1 0 oder 1
Bei der Initialisierung muß die Funktion der HSC-Ausgänge verbindlich durch einen
Vorwahlbefehl für die Schnellzählfunktion freigegeben werden. Programmierbeispiel:
BLK %FC
LD %S0
S
END_BLK
LD %S0
S %SW111:X1 (Setzen des Freigabebits
%SW111:X1 auf "1")
3/22
Numerische und Sonderanweisungen
3
Aktuellen Wert lesen
Der aktuelle Wert %FC.V wird an jedem Zyklusende der Steuerung aktualisiert, den
Istwert des aktuellen Wertes erhält man durch die Anweisung READ:
Syntax: [READ %FC.V]
Steuerungsdiagramm
Eingang Zählen (%I0.0)
65535
Schwellwert 1 %FC.S1
Schwellwert 0 %FC.S0
B
Aktueller Wert %FC.V
Eingang Freigabe
IN oder %I0.2
Eingang RESET
S oder %I0.1 (1)
Überlauf
%FC.F
Ausgang Schwellwert 0
%FC.TH0
Ausgang Schwellwert 1
%FC.TH1
HSC-Ausgang 0
%Q0.1 (2)
HSC-Ausgang 1
%Q0.2 (2)
(1) Eingang %I0.1 spricht bei steigender Flanke an (siehe Diagramm) im Gegensatz zu Eingang S, der auf Zustand anspricht.
(2) In diesem Diagramm ist die Zustandsmatrix die folgende:
Ausgang FC.V< Schwelle 0<Schwelle 1 Schwelle 0<FC.V<Schwelle 1 Schwelle 0<Schwelle 1<FC.V
%Q0.1
0 1 0
%Q0.2
1 0 0
3/23
B
Frequenzmesser
Diese Funktion ermöglicht es, die Frequenz eines periodischen Signals am Eingang
%I0.0 in Hz zu messen. Es stehen zwei Betriebsarten zur Verfügung: schnell (Filterung
10 Hz) oder normal (Filterung 5 kHz).
Der meßbare Frequenzbereich erstreckt sich von 1 Hz bis 10 kHz. Der Anwender hat die Wahl zwischen zwei Zeitbasen, wobei die Auswahl über das Systembit %SW111:X2
(1 = Zeitbasis 100 ms, 0 = Zeitbasis 1 s) erfolgt.
Zeitbasis
100 ms
1 s
Meßbereich
100 Hz-10 kHz
10% bei 100 Hz
10 Hz-10 kHz
10% bei 10 Hz
Genauigkeit
0,1% bei 10 kHz
0,01% bei 10 kHz
Aktualisierung
10mal pro Sekunde
1mal pro Sekunde
Das Systembit %SW111:X3 wird bei der Aktualisierung des aktuellen Wertes auf "1" gesetzt, das Rücksetzen erfolgt über die Applikation.
Schaltbild
Zähleingang
Frequenzmesser
Zähler
Eingang Freigabe
(1)
RESET-Eingang
(Vorwahl 0)
Wahl der
Zeitbasis
Aktueller
Wert
Ausgang Überlauf
Aktueller Wert (2)
Aktualisierung
(1) Eingang %I0.2 ist optional; seine Verwendung wird bei der Konfiguration ausgewählt.
(2) Der aktuelle Wert FC.V wird in Hz ausgedrückt.
Anmerkung
Mit dieser Funktion kann auch der Wert des am Eingang %I0.0 verkabelten
Analogmoduls erfaßt werden (siehe Register B, Abschnitt 4.3).
Steuerungsdiagramm
Eingang Zähler (%I0.0)
Eingang Freigabe
(IN oder %I0.2)
Eingang Reset (S)
Zeitbasis TB
Aktueller Wert %FC.V
3/24
Numerische und Sonderanweisungen
3
Auf-/Abwärtszähler
Diese Funktion erlaubt bei einer maximalen Frequenz von 1 kHz ein Auf-/Abwärtszählen in einem Zählbereich von 0 bis 65535.
Der Zähler empfängt die aufwärts zu zählenden Signale am Steuerungseingang %I0.0
und die abwärts zu zählenden Signale am Steuerungseingang %I0.3. Die Angabe über die Zählrichtung erfolgt am Ausgang: wenn er aufwärts zählt, %SW111:X0 = 1, und wenn er abwärts zählt, %SW111:X0 = 0. Der Wert des Auf-/Abwärtszählens (aktueller Wert
%FC.V) wird mit zwei Schwellwerten verglichen %FC.S0 und %FC.S1, die bei der
Konfiguration festgelegt werden und über das Programm geändert werden können.
Schaltbild:
Auf-/Abwärtszähler
Zähleingang Aufw.
Zähleingang Abw.
Auf-/
Abwärtszähler
Zählrichtung
Eingänge Freigabe
B
Vorwahlwert
Vorwahleingänge
Impulsmerkereingang
Anweisung [READ %FC.V]
Schwellwert 0
Schwellwert 1
Sperrung
Vorwahlwert
Aktueller
Wert
Vergleich
Ausgang Überlauf
Aktueller Wert
Wert Impulsmerker
Schwellwert 0
Schwellwert 1
HSC-Ausgang 0
HSC-Ausgang 1
Mit Ausnahme der Eingänge Aufwärtszählen %I0.0 und Abwärtszählen %I0.3 sind alle anderen digitalen Ein-/Ausgänge des Funktionsbausteins optional (Auswahl ja/nein bei der Konfiguration). Für jeden von ihnen existiert ein Software-Äquivalent (im
Schaltbild dunkel unterlegt).
Vorwahl: Der Vorwahlwert zwischen 0 und 65535 wird bei der Konfiguration festgelegt und kann über das Programm geändert werden. Der aktuelle Wert wird vom Vorwahlwert bei steigender Flanke am Eingang %I0.1 oder bei Zustand 1 von Eingang S geladen.
HSC-Ausgänge: siehe Funktion Schnelles Zählen.
Aktuellen Wert lesen
Der aktuelle Wert %FC.V wird am Zyklusende automatisch aktualisiert. %FC.V kann auch über die READ-Anweisung aktualisiert werden, Syntax: [READ %FC.V]
Bei einer steigenden Flanke am Impulseingang %I0.4 wird der Wert %FC.V in das Wort
%SW110 geschrieben.
3/25
B
Eingang Aufw.Zählen %I0.0
Eing. Abw.Zählen %I0.3
65535
Schwelle 1 %FC.S1
Schwelle 0 %FC.S0
Vorwahl %FC.P
Akt. Wert %FC.V
Eingang Freigabe
IN oder %I0.2
Eingang Vorwahl
S oder %I0.1 (1)
Bewegungsrichtung
%SW111:X0
Überlauf
%FC.F (2)
Ausg. Schwelle 0
%FC.TH0
Ausg. Schwelle 1
%FC.TH1
HSC-Ausg. %Q0.1 (3)
HSC-Ausg. %Q0.2 (3)
(1) Eingang %I0.1 spricht bei steigender Flanke an, im Gegensatz zu Eingang S, der bei Zustand arbeitet.
(2) Ausgang %FC.F Überlauf wird nach einer Reinitialisierung des Zählers zurückgesetzt
(3) Siehe Zustandsmatrix der Schnellzählfunktion.
Wichtig:
Solange einer der 4 Eingänge mit Flanke %I0.0, %I0.1, %I0.3, I0.4 auf "1" ist, wird keine mit einem der drei anderen Eingänge verbundene Aktion ausgeführt.
3/26
Numerische und Sonderanweisungen
3
%FC.V
0
1
2
•
•
•
32766
32767
•
•
32768
•
65533
65534
65535
0
Sonderfälle (schnelles Zählen, Frequenzmesser und Aufwärts-/Abwärtszähler)
• Auswirkung eines Kaltstarts: (%S0=1) führt dazu, daß der aktuelle Wert, die
Ausgänge %FC.F, %FC.TH0, %FC.TH, das Freigabebit der HSC-Ausgänge
(%SW111:X1) auf "0" gesetzt werden und daß die bei der Konfiguration definierten
Werte in die Worte %FC.P,%FC.S0/S1 geschrieben werden.
• Auswirkung eines Warmstarts (%S1=1) und SPS-STOP: hat keine Auswirkung auf den aktuellen Wert.
Nach Aktivierung einer Masterrelais-Anweisung MSC werden die HSC Ausgänge auf "0" gesetzt. Nach Deaktivierung von MSC werden sie nur nach dem Überschreiten des Schwellwerts (Modus Zählen) oder einer Aktion des Auf-/Abwärtszählens
(Modus Aufwärts-/Abwärtszählen) neu gesetzt.
• Anzeige der Werte %FC:
Alle mit dem Funktionsblock %FC in Verbindung stehenden Werte werden angezeigt:
- vom Programmiergerät FTX 117 als Zweierkomplement mit Vorzeichen (dezimal) oder direkt (hexadezimal).
- von PL7-07 als Direktwert (dezimal oder hexadezimal)
B
Beispiel:
0
1
2
•
•
•
32766
32767
•
•
•
65533
65534
65535
0
Angezeigte Werte
(PL7-07) (FTX 117)
0
1
2
•
•
•
-2
-1
0
32766
32767
•
•
-32768
•
-3
(PL7-07 - FTX 117)
0000
0001
0002
•
•
•
7FFE
7FFF
•
•
8000
•
FFFD
FFFE
FFFF
0
3/27
B
Beispiel Funktion Schnelles Zählen
Beschreibung der Applikation
T T1
LAGER
Photozelle
AUSSCHUSS
M
A-
A+
V
T2
START
Die Zuführung der zu zählenden Teile erfolgt auf einem permanent durch Motor angetriebenen Förderband ohne Schlupf, das mit einem Inkrementalgeber gekoppelt ist. Die Messung wird so ausgeführt, daß die Anzahl der Impulse während der Zeit addiert wird, zu der die Photozelle C den Durchlauf eines Teiles feststellt. Ein Antrieb
V steuert das seitliche Verfahren der Zuführung T, so daß das Teil entweder vor Band
T1 oder vor Band T2 plaziert wird, je nachdem, wie das Ergebnis der Messung ausfällt.
Die gemessene Impulszahl wird mit zwei Extremwerten verglichen (Toleranzen der
Längenmessung).
Lichtbünde l
• Liegt der Wert zwischen den beiden
Toleranzgrenzen, wird das Teil dem Lager zugeleitet (Förderband
T1, Befehl A+ des Antriebs V).
Impuls
1 Teil entspricht
10 000 Impulsen
Der START-Taster dient zum Start der Einheit.
• Andernfalls wird das Teil dem
Ausschuß zugeführt. (Förderband
T2, Befehl A- des Antriebs V).
Zuordnung der Ein-/Ausgänge
Eingänge
• %I0.0 Eingang Zählen verbunden mit dem Inkrementalgeber
• %I0.1 Eingang RESET verbunden mit der Photozelle
• %I0.2 Eingang Bestätigung verbunden mit der START-Taste
Ausgänge
• %Q0.1 Ausgang für Antriebssteuerung A+
• %Q0.2 Ausgang für Antriebssteuerung A-
• %Q0.0 Ausgang steuert Förderband
3/28
Numerische und Sonderanweisungen
3
Applikationsverarbeitung
Die Funktion "Schnelles Zählen" kann ohne Programmierung der Steuerung nur durch
Konfiguration des Funktionsbausteins %FC verarbeitet werden.
%FC: Zählen
Betriebsart: schnell
Eingang Zählen: %I0.0
Nullsetzen: %I0.1
Eingang Bestätigung: %I0.2
%FC.S0: 9950 Schwellwert 0 entspricht der unteren Toleranzgrenze
%FC.S1: 10 000 Schwellwert 1 entspricht der oberen Toleranzgrenze
Ausgangsmatrix
Ausgang FC.V< Schwelle 0<Schwelle1 Schwelle 0<FC.V<Schwelle 1 Schwelle 0<Schwelle 1<FC.V
%Q0.1
0
%Q0.2
1
1
0
0
1
Programm
LD
ST
%I0.2
%Q0.0
LDF %I0.1
R %SW111:X1
LDR %I0.1
ORN %I0.2
S %SW111:X1
B
Funktionsweise
Der Eingang %I0.0 zählt die vom Inkrementalgeber kommende Impulszahl, sobald der
Freigabe-Eingang %I0.2 (Schalter EIN) aktiviert wurde.
Bei steigender Flanke von Eingang %I0.1 wird der aktuelle Wert des Zählers auf Null gesetzt.
Wenn die Photozelle (Eingang %I0.1) das Ende des Durchlaufs eines Teils erkennt, werden die Ausgänge %Q0.1 und %Q0.2 (durch das Bit %SW111:X1) bestätigt und gehen in Zustand 0 oder 1, was zu diesem Zeitpunkt vom aktuellen Wert des Zählers %FC.V abhängig ist (gemäß Ausgangsmatrix).
Der Ausgang %Q0.1 wird auf "1" gesetzt, wenn das Teil innerhalb der Grenzwerte liegt.
Er steuert den Ausgang von Antrieb A zur Positionierung vor Band T1 (siehe
Ausgangsmatrix).
Der Ausgang %Q0.2 wird auf "1" gesetzt, wenn das Teil außerhalb der Toleranzwerte liegt (Rückzug von Antrieb A in Richtung Band T2).
3/29
B
3.4-6 Senden/Empfangen von Nachrichten und Überwachung des
Datenaustausches
Die Steuerung TSX Nano kann mit einem Programmiergerät (FTX117 oder PL7-07-
Software) und anderen mit dem PG-Anschluß verbundenen Geräten des Typs UNI-
TELWAY kommunizieren. Die Steuerung TSX Nano kann auch so konfiguriert werden, daß sie Nachrichten im Zeichenmodus (ASCII-Protokoll) ausgibt und/oder empfängt.
Die Sprache PL7 unterstützt den Datenaustausch mit PL7 durch:
• die EXCH-Anweisung zum Senden/Empfangen von Nachrichten und
• den %MSG-Funktionsbaustein zur Überwachung des Datenaustausches.
Die Steuerung TSX Nano bestimmt in Abhängigkeit von der Schaltung des verwendeten
Kabels das Protokoll und liefert diese Information im Systembit %S100 (Verwaltung des /DPT).
UNI-TELWAY-kompatible Geräte und ihre Konfiguration sind im Register F dieses
Handbuchs aufgeführt.
EXCH-Anweisung
Mit der EXCH-Anweisung kann die Steuerung TSX Nano Informationen an UNI-
TELWAY- oder ASCII-Geräte senden bzw. von diesen empfangen. Der Anwender legt eine Worttabelle (%MWi:L oder %KWi:L) mit den zu sendenden und/oder zu empfangenden Daten fest (bis zu 64 Worte zum Senden und/oder Empfangen). Das
Format der Worttabelle ist in den Abschnitten über die einzelnen Protokolle (ASCII und
UNITELWAY) beschrieben.
Der Austausch von Nachrichten erfolgt über die EXCH-Anweisung.
Syntax: [EXCH %MWi:L] (1) oder [EXCH %KWi:L]
Hinweise: Einige UNI-TELWAY-kompatible Geräte wie Bedienerdialoggeräte (XBT oder CCX17) oder Inductel-Identifikationsgeräte können mit einer Steuerung TSX Nano kommunizieren (Empfangen und/oder Senden von Informationen), ohne daß dazu die Steuerung speziell programmiert werden muß.
Die Steuerung TSX Nano muß die Übertragung der ersten EXCH-Anweisung abgeschlossen haben, bevor weitere verarbeitet werden können. Ist mehr als eine Nachricht zu senden, sollte stattdessen der Funktionsbaustein %MSG verwendet werden.
(1) L: Wortanzahl der Worttabelle.
Bei den Werten der Tabelle interner Wörter %MWi:L muß i+L < 255 sein.
Anmerkung
Die Software PL7-07 V1 erlaubte bei den Steuerungen TSX Nano V1 und V2 nur das Senden, und zwar mit Hilfe der SEND-Anweisung.
Die Steuerungen TSX Nano V3 (TSX 07 3• •• ••) lassen das Senden und/oder
Empfangen von Nachrichten mit der EXCH-Anweisung zu. (Die Anweisung EXCH im Empfangsmodus ist bei den TSX 07 3• 10 •• nur bei den Versionen V3.1 möglich.)
(Unter PL7-07 V1 heißt die EXCH-Anweisung SEND).
3/30
Numerische und Sonderanweisungen
3
Funktionsbaustein %MSG
Mit diesem Funktionsbaustein wird der Austausch von Daten verwaltet (sein Einsatz ist optional). Er hat drei Aufgaben:
• Prüfen auf Kommunikationsfehler
Bei der Fehlerprüfung wird nachgeprüft, ob die in der EXCH-Anweisung festgelegte
Blocklänge ausreicht, um die zu versendende Nachricht aufzunehmen (Vergleich mit der im niederwertigen Byte des ersten Wortes der Tabelle programmierten
Länge). Es wird auch nachgeprüft, ob eine UNI-TELWAY-Nachricht empfangen worden ist.
• Koordination mehrerer Nachrichten
Um die Koordination mehrerer Nachrichten zu gewährleisten, verwaltet der
Funktionsbaustein %MSG Informationen, mit denen festgestellt werden kann, ob eine vorherige Nachricht vollständig ist.
• Übertragung prioritärer Nachrichten
Der Funktionsbaustein %MSG ermöglicht das Stoppen von aktuellen Nachrichten-
übertragungen, um dringende Nachrichten sofort senden zu können.
Baustein zur Überwachung des Austausches
%MSG
Der Funktionsbaustein %MSG erlaubt die
Verwaltung des Austausches.
R D
Seine Progammierung ist optional.
B
E
Baustein %MSG
Eigenschaften des Funktionsbausteins %MSG
RESET-Eingang
(oder Anweisung)
Ausgang
Verbindung verfügbar
Ausgang Störung
R
%MSG.D
%MSG.E
Reinitialisiert im Zustand "1" die Kommunikation
%MSG.E = 0 und %MSG.D =1.
Zustand "1": Verbindung verfügbar, wenn:
• Ende des Sendens, wenn Senden,
• Empfangsende (Endzeichen empfangen),
• Fehler,
• Reinitialisierung des Bausteins.
Zustand "0": Anforderung läuft.
Zustand "1", wenn:
• Fehlerhafter Befehl,
• Fehlerhaft konfigurierte Tabelle,
• Fehlerhaftes Zeichen empfangen (Geschwin-
digkeit, Parität, usw.)
• Empfangstabelle voll (nicht aktualisiert)
Zustand "0": Verbindung OK.
Tritt bei der Verwendung der EXCH-Anweisung ein Fehler auf, wechseln die Bits
%MSG.D und %MSG.E in den Zustand "1", und das Systemwort %SW69 enthält den
Fehlercode. Siehe Abschnitt 6.2-2.
3/31
B
Eingang Reset (R): Wird dieser Eingang gesetzt, stoppt er sofort jegliche Nachrichten-
übertragung, reinitialisiert den Eingang Störung und setzt das Bit Verbindung verfügbar.
Dann kann eine neue Nachricht übertragen werden.
Ausgang Störung (%MSG.E): Der Ausgang Störung wird entweder durch einen
Programmierfehler oder einen Fehler bei der Nachrichtenübertragung gesetzt. Der
Ausgang Störung wird auch dann gesetzt, wenn in der mit der EXCH-Anweisung verknüpften Worttabelle ein Datenblock definiert ist (niederwertiges Byte des ersten
Wortes), der länger als 128 Bytes (hexadezimal: 80) ist.
Der Ausgang Störung wird gesetzt, wenn beim Austausch ein Problem auftritt. In diesem Fall sollte der Anwender die Verdrahtung prüfen, und ob das Zielgerät das UNI-
TELWAY-Protokoll unterstützt.
Ausgang Verbindung verfügbar (%MSG.D): Wenn der Ausgang Verbindung verfügbar gesetzt ist, kann die Steuerung TSX Nano eine weitere Nachricht senden. Beim
Senden mehrerer Nachrichten empfiehlt sich die Verwendung dieses Bits %MSG.D.
Andernfalls können Nachrichten verloren gehen.
Senden von mehreren, aufeinanderfolgenden Nachrichten
Die Ausführung der EXCH-Anweisung aktiviert einen Nachrichtenbaustein im
Applikationsprogramm. Die Nachricht wird gesendet, wenn der Baustein nicht bereits aktiv ist (%MSG.D=1). Werden mehrere Nachrichten in einem Zyklus gesendet, wird nur die erste Nachricht ausgegeben. Es ist die Aufgabe des Anwenders, die Übertragung von mehreren Nachrichten über das Programm zu verwalten.
Beispiel: Aufeinanderfolgendes Senden von 2 Nachrichten
LDR %I0.0
AND %MSG.D
[EXCH %MW2:4]
S
LD
%M0
%MSG.D
AND %M0
[EXCH %MW8:3]
R %M0
Reinitialisierung des Datenaustausches
Die Annullierung eines Datenaustausches wird durch die Aktivierung von Eingang
(oder Anweisung) R erreicht. Dieser Eingang initialisiert die Kommunikation und setzt
Ausgang %MSG.E auf 0 und Ausgang %MSG.D auf 1. Es ist möglich, einen
Datenaustausch zu reinitialisieren, wenn ein Fehler erkannt wird.
Beispiel: BLK %MSG
LD %M0
R
END_BLK
Sonderfälle
• Auswirkung eines "Kaltstarts": (%S0=1) führt zur Reinitialisierung der
Kommunikation,
3/32
Numerische und Sonderanweisungen
3
• Auswirkung eines "Warmstarts": (%S1=1) hat keine Auswirkung.
• Auswirkung eines SPS-STOP: Wenn gerade eine Nachricht übermittelt wird, beendet die SPS den Datentransfer und setzt die Ausgänge %MSG.D und %MSG.E.
Merkmale des ASCII-Modus:
Der Kommunikationsmodus Zeichenkette (ASCII) wird über eine Steckbrücke am PG-
Anschluß ausgewählt (weitere Informationen sind Register F dieses Handbuchs zu entnehmen). Das Statusbit %S100 wird auf 1 gesetzt, wenn die Steuerung TSX Nano im ASCII-Modus ist. Es bestätigt auch, daß das Kabel angeschlossen ist.
Die drei Einsatzmöglichkeiten dieser Anweisung sind:
• Senden
• Senden / Empfang
• Empfang
Die maximale Größe der gesendeten und/oder empfangenen Frames liegt bei 128
Bytes.
Die mit der EXCH-Anweisung verbundene Worttabelle setzt sich aus den Sende- und
Empfangstabellen zusammen.
Höherwertiges Byte
Befehl
Gesendetes Byte 1
...
...
Gesendetes Byte n+1
Empfangenes Byte 1
...
...
Empfangenes Byte p+1
Niederwertiges Byte
Länge LgE / LgR
Gesendetes Byte 2
...
Gesendetes Byte n
Empfangenes Byte 2
...
Empfangenes Byte p
Überwachung
Sendetabelle
Empfangstabelle
Das Byte Länge (LgE) enthält die Länge der zu sendenden Nachricht und wird nach dem Ende des Empfangsvorgangs von der Anzahl der empfangenen Byte (LgR)
überschrieben.
Das Befehlsbyte muß einen der folgenden Werte enthalten:
• 0: Senden
• 1: Senden gefolgt von einem Empfang
• 2: Empfang
B
3/33
B
Die Tabelle kann nur im Fall eines Sendevorgangs vom Typ %KWi sein.
Der Empfangsvorgang wird gestoppt, sobald das Endebegrenzungsbyte empfangen worden ist (1). Der Wert dieses Byte kann vom Anwender modifiziert werden (niederwertiges Byte des Systemworts %SW68). Standardwert dieses Wortes ist H'0D'
(Carriage Return).
(1) Achtung:
Das System verwaltet keinen Timeout für den Empfang.
Senden einer Nachricht an ein ASCII-Gerät: reines Senden
Eine EXCH-Anweisung, die an einem ASCII-Gerät (wie z.B. einem Monitor oder
Drucker) Daten ausgeben soll, ist mit einem Datenblock folgenden Inhalts verknüpft:
Höherwertiges Byte
0 (Senden)
Niederwertiges Byte
Länge der Nachricht (in Bytes)
ASCII-Daten
Die maximale Länge der Nachricht beträgt 128 Bytes.
Beispiel 1: Anzeige der Nachricht "FEHLER 10" auf einem Drucker mit ASCII-
Protokoll.
LDR %I0.0
AND %MSG.D
[EXCH %KW10:7]
Inhalt der Worttabelle:
Wort
%KW10
%KW11
%KW12
%KW13
%KW14
%KW15
%KW16
Inhalt
12
'FE'
'HL'
'ER'
' 1'
'0 '
16#0A0D
Höherwertiges Byte
0
Text im ASCII-Format
Zeilenschaltung
Niederwertiges Byte
Länge LgE in Bytes
Carriage Return
3/34
Numerische und Sonderanweisungen
3
Senden / Empfang ASCII
Am Ende des Sendevorgangs schaltet die Steuerung TSX Nano zum Warten auf einen
Empfang um. Sobald sie eine Antwort empfangen hat, schreibt sie diese in den %MWi-
Bereich, der an die Sendetabelle angrenzt, sofern der Status des Empfangs OK und die Länge der Anfrage (LgE) und der Antwort (LgR) kleiner als der reservierte %MWi-
Bereich (Länge L) ist. Andernfalls wechselt das Bit %MSG.E in den Zustand 1.
Der Empfangsvorgang wird beim Erkennen des Endecodes (der Standardwert H'0D' ist in %SW68 modifizierbar) oder bei einer vollen Empfangstabelle gestoppt.
Das System verwaltet keinen Timeout für den Empfang.
Anmerkung
Die Steuerung TSX Nano V1 bzw. V2 kann keine ASCII-Informationen empfangen.
B
Eine EXCH-Anweisung, die ASCII-Daten senden / empfangen soll, ist mit einem
Datenblock folgenden Inhalts verknüpft:
Höherwertiges Byte
1 (Senden / Empfang)
Zu sendendes Byte 1
...
...
Zu sendendes Byte n+1
Empfangenes Byte 1
...
...
Empfangenes Byte p+1
Niederwertiges Byte
Länge LgE oder LgR
Zu sendendes Byte 2
...
Zu sendendes Byte n
Empfangenes Byte 2
...
Empfangenes Byte p
Endecode (H'0D')
Anmerkungen
Wörter des Typs %KWi sind nicht zugelassen.
Überwachung
Sendetabelle
Empfangstabelle
Wenn der Austauschvorgang abgeschlossen ist (Endebegrenzungszeichen empfangen), enthält das Byte Länge der zu sendenden Nachricht (LgE) die Anzahl der empfangenen Zeichen (LgR) .
Daher muß das Byte Länge der zu sendenden Nachricht vor jedem Austausch aktualisiert werden.
Der Bereich zum Nachrichtenempfang ist immer auf das Wort ausgerichtet, das dem Sendebereich folgt.
3/35
B
Beispiel:
Wörter
%MW10
%MW11
%MW12
%MW13
%MW14
Höherw. Byte Niederw. Byte
16#0001 16#0007
'V'
'L'
'E'
':'
'A'
'U'
' ' nicht verwendet
Entsprechendes Programm:
LDR %I0.0
AND %MSG.D
[EXCH %MW10:9]
Dieses Programm überträgt den Frame "VALUE :", d.h. 7 Bytes, und erwartet den
Empfang einer Antwort (maximal 8 Bytes).
Die empfangenen Zeichen sind in den Wörtern %MW15 bis %MW18 zugänglich.
Berechnung der Länge der Worttabelle
LgE = 7
LgR = 8
L = 1 + LgE + LgE%2 + LgR + LgR%2 = 9
2 2
Anmerkung
Die Nano-Steuerungen TSX 07• •••• können keine ASCII-Nachrichten empfangen.
3/36
Numerische und Sonderanweisungen
3
Empfang einer Nachricht von einem ASCII-Gerät
Bei der Ausführung der EXCH-Anweisung, die für einen Empfang parametriert ist, schaltet die Steuerung TSX Nano zum Warten auf den Empfang um und schreibt die
Antwort in den %MWi-Bereich, sofern der Status des Empfangs OK und die Länge der
Antwort (LgR) kleiner ist als der reservierte %MWi-Bereich (Länge L). Andernfalls wechselt das Bit %MSG.E in den Zustand 1.
Der Empfangsvorgang wird beim Erkennen des Endecodes (der Standardwert 16#0D ist in %SW68 modifizierbar) oder bei einer vollen Empfangstabelle beendet.
Das System verwaltet keinen Empfangs-Timeout.
Anmerkung
Die Steuerung TSX Nano V1 bzw. V2 kann keine ASCII-Nachricht empfangen.
B
Eine EXCH-Anweisung, die ASCII-Daten empfangen soll, ist mit einem Datenblock folgenden Inhalts verknüpft:
Höherwertiges Byte
2 (Empfang)
Empfangenes Byte 1
...
...
Empfangenes Byte p+1
Niederwertiges Byte
0 (1)
Empfangenes Byte 2
...
Empfangenes Byte p
Endecodef (H'0D')
Überwachung
Empfangstabelle
Anmerkung
Wörter des Typs %KWi sind nicht zugelassen.
Der Typ der Kommunikation wird im ersten Wort der Tabelle verwaltet.
(1) Im Empfangsmodus wird dieses niederwertige Byte nicht berücksichtigt.
3/37
B
Überwachung des Austausches
Die Austauschvorgänge werden mit Hilfe des Funktionsbausteins %MSG und des
Systemworts %SW69 überwacht.
Nach jedem Austausch wird das Wort %SW69 (Rückmeldung des EXCH-Bausteins) aktualisiert; es nimmt einen der folgenden Werte an:
• 0: Austausch OK.
• 1: Sendetabelle zu groß (LgE>128).
• 2: Sendetabelle zu klein (LgE=0).
• 3: Worttabelle zu klein (1).
• 7: Falscher ASCII-Befehl (Befehlsbyte <> 0, 1 oder 2).
• 8: Nicht verwendet
• 9: Empfangsfehler (Problem beim Übertragungsformat (Geschwindigkeit, Parität)).
• 10: Tabelle %KWi beim Empfang oder Senden / Empfang nicht zugelassen.
(1) L < 1 + LgE + LgE%2 + LgR + LgR%2
2 2
wobei L in Wörtern
LgE und LgR in Bytes.
3/38
Numerische und Sonderanweisungen
3
Dialog mit einem UNI-TELWAY-Gerät
Die Worttabelle, die mit der EXCH-Anweisung verbunden ist, mit der eine Anforderung an ein UNI-TELWAY-Gerät, wie z.B. ATV-Antriebsregler oder Bedienerdialoggeräte
(CCX 17 oder XBT) gesandt werden, setzt sich aus den Sende- und Empfangstabellen zusammen.
B
Höherwertiges Byte
Zieladresse
Kategoriecode
Erstes Wort (HW)
...
Wort n-1 (HW)
Wort n (HW)
00 (forciert)
Empfangene Daten 2
...
Empfangene Daten p-1
Niederwertiges Byte
Länge LgE / LgR (in Byte)
Request-Code
Erstes Wort (NW)
...
Wort n-1 (NW)
Wort n (NW)
Code Antwort erhalten
Empfangene Daten 1
...
...
Empfangene Daten p
Überwachung
Sendetabelle
Empfangstabelle
Die maximale Länge der gesendeten und empfangenen Nachrichten liegt bei 28 Bytes.
Der Bereich zum Empfang der Nachricht ist immer auf das erste dem Sendebereich folgenden Wort ausgerichtet.
Der Baustein EXCH liest die Länge der zu sendenden Nachricht (LgE) im Feld Länge
Senden.
Wenn der Austausch beendet ist, schreibt er die Länge der empfangenen Nachricht
(LgR) dort hinein.
Daher muß das Byte der zu sendenden Länge vor jedem Austausch wieder aktualisiert werden.
Der Code Antwort erhalten wird in das niederwertige Byte des ersten Wortes der
Empfangstabelle geschrieben. Das höherwertige Byte dieses Wortes wird auf 0 forciert. Die möglicherweise folgenden Daten werden auf das nächste Wort ausgerichtet.
Wichtig
Bei den Steuerungen TSX Nano ab Version V3 werden die Daten eines UNI-TE-
Requests in der Reihenfolge höherwertiges Byte, dann niederwertiges Byte gesendet.
Wenn Applikationen, die für die Steuerungen TSX Nano V1 oder V2 geschrieben worden sind, in eine Steuerung TSX Nano V3 geladen werden, müssen sie modifiziert werden, um dieser Umkehrung Rechnung zu tragen.
3/39
B
Unitelway-Master
In diesem Modus verwaltet die Steuerung TSX Nano normalerweise zwei Geräte, verteilt auf fünf Slave-Adressen. Zwei Geräte und eine Programmierstation PL7 07 können angesteuert werden, wenn das PG auf einer einzigen Adresse konfiguriert ist.
Routing von Slave zu Slave wird von der Steuerung TSX Nano nicht verwaltet.
Die Master-Steuerung TSX Nano kann mit Hilfe des Bausteins EXCH eine Anforderung an einen beliebigen Slave der Adresse 1 bis 5 aussenden. Sie verwendet die
Quelladresse 0.254.16.
Die in der mit dem EXCH-Baustein verbundenen Worttabelle codierte Zieladresse muß eine der folgenden sein:
• 0: Senden eines Request an den Slave 4 (Kompatiblität mit TSX07 2.).
• 1 bis 5: Senden und Empfang eines Request an einen Slave der Adressen 1 bis 5.
Bei einer Zieladresse mit dem Wert 0 hat der EXCH-Baustein folgende Merkmale:
• Der Empfangspuffer wird nicht verwendet.
• Die Tabelle kann im Bereich %KWi gelegen sein.
• Das Bit %MSG.D wechselt auf 1, wenn die Antwort des Slave angekommen ist.
• Die Antwort des Slave wird ignoriert.
• Nur die Requests Schreiben und Nicht angeforderte Daten sind verwendbar.
Bei Zieladressen mit einem Wert zwischen 1 und 5:
• Die Empfangstabelle ist obligatorisch (mindestens 1 Wort).
• Die Worttabelle muß im Bereich %MWi gelegen sein.
• Das Bit %MSG.D wechselt auf 1, wenn die Antwort des Slave angekommen ist.
• Die Antwort des Slave wird in die Empfangstabelle geschrieben.
Anwendungsbeispiel:
Senden der Anforderung "Lesen von Wort" %MW513 (16#0201) an ein Gerät mit der
Adresse 2:
Wörter
%MW10
%MW11
%MW12
Höherw. Byte Niederw. Byte
02 04
07
02
04
01
Entsprechendes Programm:
LDR %I0.0
AND %MSG.D
[EXCH %MW10:5]
Der Baustein EXCH verwendet %MWi:L als Parameter:
• i gibt die Nummer des ersten Worts der Tabelle an,
• L gibt die Anzahl der Wörter in der Worttabelle an.
3/40
Numerische und Sonderanweisungen
3
Sobald das Bit %MSG.D = 1 und das Bit %MSG.E = 0 sind, enthält die Tabelle folgende
Daten:
Wörter
%MW10
%MW11
%MW12
%MW13
%MW14
Höherw. Byte Niederw. Byte
02
07
04
04
02
00
'AB'
01
34
'CD'
B
Die fett angegebenen Daten haben folgende Bedeutung:
• 4 Bytes empfangen,
• Code Antwort erhalten = 16#0034,
• Wert des Wortes %MW513 = 16#ABCD.
3/41
B
Unitelway-Slave
Jedes beliebige Gerät (lokal oder dezentral) kann den System-Server der Slave-
Steuerung TSX Nano unter Verwendung der Zieladresse Ad0 (Server) abfragen.
Ein Slave TSX Nano kann mit Hilfe des EXCH-Bausteins eine Anforderung an ein beliebiges Master- oder Slave-Gerät (Adresse 0 bis 98) senden (Client), sofern es sich beim Master um eine Steuerung TSX 37/57 handelt.
Die in der mit dem EXCH-Baustein verbundenen Worttabelle codierte Zieladresse muß zwischen 100 und 198 liegen (wenn der Master eine Steuerung TSX 47/67/87/107 ist).
Der Baustein EXCH hat folgende Merkmale:
• Die Empfangstabelle ist obligatorisch (mindestens 1 Wort).
• Die Worttabelle muß im Bereich %MWi liegen.
• Das Bit %MSG.D wechselt auf 1, wenn die Antwort des Slave angekommen ist.
• Die Antwort wird in die Empfangstabelle geschrieben.
Anwendungsbeispiel:
Senden der Anforderung "Lesen von Wort" %MW513 an den Master:
Wörter
%MW10
%MW11
%MW12
Höherw. Byte Niederw. Byte
00
07
02
04
04
01
Entsprechendes Programm:
LDR %I0.0
AND %MSG.D
[EXCH %MW10:5]
Der Baustein EXCH verwendet %MWi:L als Parameter:
• i gibt die Nummer des ersten Worts in der Tabelle an,
• L gibt die Anzahl der Wörter in der Worttabelle an.
Sobald das Bit %MSG.D = 1 und das Bit %MSG.E = 0 sind, enthält die Tabelle die folgenden Daten:
Wörter
%MW10
%MW11
%MW12
%MW13
%MW14
Höherw. Byte Niederw. Byte
00
07
02
04
04
01
00
'AB'
34
'CD'
3/42
Numerische und Sonderanweisungen
3
Die fett angegebenen Daten haben folgende Bedeutung:
• 4 Bytes empfangen,
• Code Antwort erhalten= 16#0034,
• Wert des Wortes %MW513 = 16#ABCD.
Weiteres Beispiel:
Senden der Anforderung "Lesen von Wort" %MW513 an Slave 32:
Wörter
%MW10
%MW11
%MW12
Höherw. Byte Niederw. Byte
20 04
07
02
04
01
Entsprechendes Programm:
LDR %I0.0
AND %MSG.D
[EXCH %MW10:5]
Der Baustein EXCH verwendet %MWi:L als Parameter:
• i gibt die Nummer des ersten Wortes der Tabelle an,
• L gibt die Anzahl der Wörter der Worttabelle an.
Sobald das Bit %MSG.D = 1 und das Bit %MSG.E = 0 sind, enthält die Tabelle die folgenden Daten:
Wörter
%MW10
%MW11
%MW12
%MW13
%MW14
Höherw. Byte Niederw. Byte
20
07
02
04
04
01
00
'AB'
34
'CD'
Die fett angegebenen Daten haben folgende Bedeutung:
• 4 Bytes empfangen,
• Code Antwort erhalten= 16#0034,
• Wert des Wortes %MW513 = 16#ABCD.
B
3/43
B
Überwachung des Austausches
Die Austauschvorgänge werden mit Hilfe des Funktionsbausteins %MSG und des
Systemworts %SW69 überwacht.
•
Das Bit %MSG.D wechselt in den folgenden Fällen in den Zustand 1:
• Am Ende des Empfangs der Antwort.
• Bei einem Übertragungsfehler (Quittierung negativ).
• Bei einer Reinitialisierung des Bausteins.
• Wenn die Antwort nicht innerhalb von 7 Sekunden eintrifft (Timeout des Applikationsprogramms).
Das Bit %MSG.E wechselt in verschiedenen Fehlerfällen in den Zustand 1 (Einzelheiten siehe Wort %SW69).
Nach jedem Austausch wird das Wort %SW69 (Rückmeldung des Bausteins EXCH) aktualisiert; es nimmt einen der folgenden Werte an:
• 0: Austausch OK.
• 1: Sendetabelle zu groß (LgE>128).
• 2: Sendetabelle zu klein (LgE=0).
• 3: Worttabelle zu klein (1).
• 4: Fehlerhafte Unitelway-Adresse (Zieladresse nicht in [0...98] oder [100...198]
(Modus UNI-TELWAY-Slave) bzw. [1...5] (UNI-TELWAY-Master) enthalten.
• 5: Timeout verstrichen.
• 6: Fehler beim Senden (Empfänger antwortet: Nach).
• 7: Fehlerhafter ASCII-Befehl (Befehlsbyte <> 0, 1 oder 2).
• 8: Nicht verwendet
• 9: Fehler beim Empfang (Problem des Kommunikationsformats (Geschwindigkeit,
Parität)).
• 10: Tabelle %KWi beim Empfang oder Senden / Empfang nicht zugelassen.
(1) L < 1 + LgE + LgE%2 + LgR + LgR%2
wobei
2
L in Wörtern
2
LgE und LgR in Bytes.
3/44
Numerische und Sonderanweisungen
3
3.4-7 Bitschieberegister-Funktionsbaustein %SBRi
Ein Bitschieberegister ermöglicht die Eingabe von binären
Informationen (0 oder 1), die dann in die eine oder die andere Richtung bewegt werden können.
B
Bitschieberegister
Eigenschaften
Nummer des Registers %SBRi
Bit des Registers %SBRi.j
Eingang (oder Anweis.) R
Nullsetzen
Eingang (oder Anweis.) CU nach links verschieben
Eingang (oder Anweis.) CD nach rechts verschieben
Funktionsweise
Initialzustand
CU %SBRi führt ein Verschieben nach links aus
Bit 15 geht verloren
0 bis 7
Bit 0 bis 15 (j=0 bis 15) des Schieberegisters kann mit Testanweisungen getestet und mit
Zuweisungen geschrieben werden.
Bei steigender Flanke Nullsetzen der Bits
%SBRi.j des Registers.
Bei steigender Flanke Verschieben eines Bits des Registers nach links.
Bei steigender Flanke Verschieben eines Bits des Registers nach rechts.
Das gleiche gilt, wenn man das Verschieben eines Bits nach links (von Bit 15 auf Bit 0) durch die Anweisung CD anfordert. In diesem Fall geht Bit 0 verloren.
Wenn die Verwendung eines 16-Bits-Registers nicht ausreicht, ist es möglich, über das
Programm mehrere Register in Kaskade zu schalten.
3/45
B
Programmierung
Beispiel: jede Sekunde Verschieben eines Bits nach links, wobei Bit 0 den umgekehrten
Zustand von Bit 15 annimmt.
Übersetzbare Programmierung
LDN %SBR0.15
ST %SBR0.0
BLK %SBR0
LD
CU
%S6
END_BLK
Nicht übersetzbare Programmierung
LDN %SBR0.15
ST
LD
%SBR0.0
%S6
CU %SBR0
Sonderfälle
• Auswirkung eines "Kaltstarts": (%S0=1)
- führt zum Rücksetzen aller Bits des Registerwortes.
• Auswirkung eines "Warmstarts": (%S1=1) hat keine Auswirkung auf die Bits des
Registerwortes.
3/46
Numerische und Sonderanweisungen
3
3.4-8 Funktionsbaustein %SCi zur Schritt-für-Schritt-Verarbeitung
Bei der Schritt-für-Schritt-Verarbeitung handelt es sich um eine Folge von Schritten, denen Aktionen zugeordnet werden können. Das Umschalten von einem Schritt auf einen anderen erfolgt in Abhängigkeit von externen oder internen Ereignissen. Jedesmal, wenn ein Schritt aktiv ist, wird das zugehörige Bit auf "1" gesetzt. Es kann auch nur ein Schritt einer schrittweisen Verarbeitung aktiv sein.
Schritt-für-Schritt-Baustein
B
Eigenschaften
Schrittnummer
Schrittbit
%SCi 0 bis 7
%SCi.j
Bit 0 bis 255 (j=0 bis 255) des Schrittbetriebs kann
über Testanweisung LD getestet oder über eine
Zuweisung geschrieben werden.
Eingang (oder Anweis.) R
Nullsetzen
Bei steigender Flanke Nullsetzen von Bit %SCi.j
des Schrittbetriebs.
Eingang (oder Anweis.) CU
Inkrement
Eingang (oder Anweis.) CD
Dekrement
Bei steigender Flanke Erhöhung eines Schrittes um eins im Schrittbetrieb.
Bei steigender Flanke Verminderung eines
Schrittes um eins im Schrittbetrieb.
Funktionsweise
Eingang CU
Eingang CD
Aktiver Schritt
3/47
B
Programmierung
Beispiel: Schrittweise Verarbeitung 0 mit Erhöhung um eins durch Eingang %I0.2
programmieren. Wird durch Eingang %10.3 zurückgesetzt bzw. wenn Schritt 3 erreicht ist.
Schritt 0 steuert Ausgang %Q0.1, Schritt 1 Ausgang %Q0.2 und Schritt 2 Ausgang
%Q0.3.
Übersetzbare Programmierung
BLK %SC0
LD
O
R
LD
CU
%SC0.3
%I0.3
%I0.2
END_BLK
LD %SC0.0
ST
LD
%Q0.1
%SC0.1
ST
LD
ST
%Q0.2
%SC0.2
%Q0.3
Nicht übersetzbare Programmierung
LD
ST
LD
ST
LD
O
R
%SC0.3
%I0.3
%SC0
LD %I0.2
CU %SC0
LD
ST
%SC0.0
%Q0.1
%SC0.1
%Q0.2
%SC0.2
%Q0.3
Sonderfälle
• Auswirkung eines "Kaltstarts": (%S0=1)
- führt zur Initialisierung der Schritt-für-Schritt-Verarbeitung
• Auswirkung eines "Warmstarts": (%S1=1) hat keinen Einfluß auf die Schritt-für-
Schritt-Verarbeitung.
3/48
Numerische und Sonderanweisungen
3
3.5
Kommunikation im Steuerungsverbund
Die Worte %IW und %QW ermöglichen den Datenaustausch zwischen Steuerungen.
Nachstehend sind die ausgetauschten Worte für jede Steuerung aufgeführt.
SPS-Grundgerät SPS-Eweiterung Nr. 2 SPS-Eweiterung Nr. 3 SPS-Eweiterung Nr.4
B
%IW2.0
%IW2.1
%QW2.0
%QW2.0
%IW3.0
%IW3.1
%QW3.0
%QW3.1
%IW4.0
%IW4.1
%QW4.0
%QW4.1
%QW0.0
%QW0.1
%IW0.0
%IW0.1
%QW0.0
%QW0.1
%IW0.0
%IW0.1
%QW0.0
%QW0.1
%IW0.0
%IW0.1
Die Aktualisierung dieser Worte erfolgt automatisch, während die Steuerungen im
RUN-Betrieb sind. Das Anwenderprogramm beschränkt sich bei den einzelnen
Steuerungen auf:
• das Schreiben in die Ausgangsworte %QWi.j
• das Lesen der Eingangsworte %IWi.j
Der Aktualisierungszyklus der Worte %IW/%QW läuft asynchron zum Zyklus der
Steuerungen. Das Systembit %S70 wird auf "1" gesetzt, wenn der komplette Zyklus abgelaufen ist. Das Rücksetzen auf "0" erfolgt im Programm oder über das PG.
Die Bits %S71/%S72 und das Wort %SW71 ermöglichen auch eine Überwachung des
Datenaustausches (siehe Kap. 6).
Hinweis: Die Adresse jeder Steuerung wird durch die Position des Wahlschalters auf der Vorderseite der SPS bestimmt. Dieser Wert wird bei jedem Einschalten gelesen.
3/49
B
Beispiel 1:
Das Grundgerät überträgt eine Information vom Typ Produktionsende
(Bit %M0=1) an die SPS-Erweiterung 2. Bei Empfang dieser Information setzt die SPS-
Erweiterung eine Fördereinrichtung durch Aktivierung von Ausgang %Q0.0 in Betrieb.
Programmierung Grundgerät
LD
ST
%M0
%QW2.0:X0
Programmierung SPS-Erweiterung
LD
ST
%IW0.0:X0
%Q0.0
Beispiel 2:
Das Grundgerät überträgt den aktuellen Wert von Zähler 0 an die SPS-Erweiterung Nr.
4. Ist dieser aktuelle Wert höher als der im Wort %MW0 enthaltene Schwellwert, bringt die SPS-Erweiterung eine Maschine durch Deaktivierung von Ausgang %Q0.1 zum
Stillstand.
Programmierung Grundgerät
LD 1
[%QW4.0:=%C0.V]
Programmierung SPS-Erweiterung
LD [%IW0.0>%MW0]
STN %Q0.1
3/50
4
4 Verwaltung der Analogmodule
4.1
Beschreibung
Die SPS-Grundgeräte TSX 07 30/31 •• •• mit digitalen E/A der Version V3 oder höher sind in der Lage, analoge Ein-/Ausgangsmodule zu verwalten.
Die Reihe TSX Nano bietet drei Arten von Analogmodulen:
• Die analogen Ein-/Ausgangsmodule TSX AMN 4000/4001
Diese Module kommunizieren mit dem SPS-Grundgerät mittels der E/A-
Erweiterungsverbindung.
Die Verwaltung dieser Module erfolgt mittels der COM-Worte %IW und %QW.
B
• Eingangsmodul:
Diese Module führen eine Spannung/Frequenz-Konvertierung durch; dazu ist bei der
Steuerung die Verwendung des Eingangs %I0.0 im Modus Frequenzmesser erforderlich.
An die Steuerung kann nur ein einziges Eingangsmodul angeschlossen werden. Das
Modul wird vom Applikationsprogramm über die Systemwörter %SW100 und %SW101 verwaltet.
• Ausgangsmodul:
Diese Module führen eine PWM/Spannung-Konvertierung über die Integration des am
Ausgang %Q0.0 der Steuerung gelieferten Signals aus (Pulsbreitenmodulation). An die Steuerung kann nur ein einziges Ausgangsmodul angeschlossen werden (mit
Transistorausgängen ausgerüstete SPS-Grundgeräte).
Das Modul wird vom Applikationsprogramm über die Systemwörter %SW102 und
%SW103 verwaltet.
4/1
B
4.2
Die Analogmodule TSX AMN 4000/4001
4.2-1 Funktionsprinzip der Analogmodule
Die COM-Worte %IW und %QW ermöglichen den Austausch der Applikationsdaten zwischen dem SPS-Grundgerät und den Analogmodulen TSX AMN 400 • .
Diese Daten können in beiden Richtungen ausgetauscht werden und sind sowohl für das SPS-Grundgerät als auch für die Analogmodule auf vier Datenworte begrenzt: zwei im Lese- und zwei im Schreibmodus.
Die nachstehende Abbildung zeigt die für jede Steuerung ausgetauschten COM-Worte.
SPS-
Grundgerät
Analog-
Modul 1
Analog-
Modul 2
Analog-
Modul 3
%IW2.0
%IW2.1
%QW2.0
%QW2.1
%IW3.0
%IW3.1
%QW3.0
%QW3.1
%IW4.0
%IW4.1
%QW4.0
%QW4.1
<
<
<
>
%QW0.0
%QW0.1
%IW0.0
%IW0.1
>
%QW0.0
%QW0.1
%IW0.0
%IW0.1
>
%QW0.0
%QW0.1
%IW0.0
%IW0.1
Die Aktualisierung dieser COM-Worte erfolgt automatisch während der Verarbeitung des SPS-Grundgeräts (RUN-Modus). Das Anwenderprogramm beschränkt sich bei jeder Steuerung auf das:
• Schreiben in die Ausgangsworte %QWi.j
• Lesen der Eingangsworte %IWi.j
Der Aktualisierungszyklus der COM-Worte %IW/%QW erfolgt synchron mit dem
Steuerungszyklus. Das Systembit %S70 wird auf 1 gesetzt, wenn ein kompletter Zyklus abgelaufen ist; das Zurücksetzen auf 0 erfolgt über das Programm oder über PG.
Hinweis: Die Adresse jeder Steuerung wird durch die Position des Wahlschalters auf der
Vorderseite der SPS bestimmt. Dieser Wert wird bei jedem Einschalten gelesen.
4/2
Verwaltung der Analogmodule 4
4.2-2 Programmieren der Analogmodule
Das Programmieren eines analogen Ein-/Ausgangsmoduls TSX AMN 400• erfolgt mittels Verwendung der COM-Worte %QWi.0, %QWi.1 und %IWi.0, %IWi.1.
COM-Wort %QWi.0
Dieses Wort ermöglicht die Konfigurierung der analogen Eingangskanäle eines Moduls.
Es enthält:
• die Anzahl benutzter Eingangskanäle,
• den Eingangstyp für jeden Kanal,
• den Filtertyp für jeden Kanal.
Kanal 2 Kanal 1 Kanal 0 Kanal 2 Kanal 1 Kanal 0 Konf.
B
Bit
1
1
C1
0
0
0
1
C0
0
1
Anzahl benutzter Eingangskanäle
Kein
Kanal 0
Kanal 0 und Kanal 1
Kanal 0, Kanal 1 und Kanal 2
1
1
In
0
0
0
1
U n
0
1
Eingangstyp für Kanal n
Eingang Spannung +/-10 V
Eingang Spannung 0..10 V
Eingang Strom 0..20 mA
Eingang Strom 4..20 mA
1
1 fn1
0
0 fn0
0
1
0
1 ns: nicht signifikant (LSB).
Filtertyp für den Kanal n (Digitalfilter 1. Ordnung)
Filterung hard
75 ms
300 ms
1,5 s
4/3
B
COM-Wort %QWi.1
Dieses 16-Bit-Wort enthält den Wert des Analogausgangs 0 eines Moduls.
Bit Nr.
x0 bis x14 x15
Bedeutung
Wert des Ausgangs 0, codiert auf 15 Bits
Vorzeichen-Bit
COM-Wort %IWi.0
Dieses 16-Bit-Wort enthält den Wert des Analogeingangs 0 und den Status eines
Moduls.
Bit Nr.
x0 bis x10 x11 x12 = 1 x13 = 1 x14 = 1 x15 = 1
Bedeutung
Wert des Eingangs 0, codiert auf 11 Bits
Vorzeichen-Bit von Kanal 0
Selbstkalibrierungs-Fehler
Überschreiten Grenzwerte Kanal 0
Überschreiten Grenzwerte Kanal 1
Überschreiten Grenzwerte Kanal 2
COM-Wort %IWi.1
Dieses 16-Bit-Wort enthält entweder den Wert des Analogeingangs 1 oder die Werte der Analogeingänge 1 und 2 eines Moduls.
Bit Nr.
Bedeutung, wenn die Eingänge
0 und 1 konfiguriert sind
0 bis 6
7
8 bis 14
15
Wert des Eingangs 1, codiert auf 15 Bits
Vorzeichen-Bit von Kanal 1
Bedeutung, wenn die Eingänge
0, 1 und 2 konfiguriert sind
Wert des Eingangs 1, codiert auf 7 Bits
Vorzeichen-Bit von Kanal 1
Wert des Eingangs 2, codiert auf 7 Bits
Vorzeichen-Bit von Kanal 2
4/4
Verwaltung der Analogmodule 4
Wertebereich der Eingangsmodule
Eingangstyp Wertebereich Schwellwert bei Überschreiten der
7 Bits + Vorz.
11 Bits + Vorz.
unteren und oberen Grenzwerte
-10 V / +10 V
0 / 10 V
0 / 20 mA
4 / 20 mA
-125 ..125
0 .. 125
0 .. 125
25 .. 125
-2000 .. 2000
0 .. 2000
0 .. 2000
0 .. 2000
+/- 2,5% des Skalenendwertes
+/- 2,5% des Skalenendwertes
+/- 2,5% des Skalenendwertes
+/- 2,5% des Skalenendwertes
Jeder Fehler aufgrund einer Grenzwertüberschreitung wird durch das Setzen auf 1 eines der Statusbits des Wortes %IWi.0 des Moduls signalisiert. Für den Bereich 4/20 mA wird bei Unterschreiten von 3,5 mA ein Fehler gemeldet, doch das Modul überträgt
Werte bis [-0,5 mA].
B
Wertebereich der Ausgangsmodule
Ausgangstyp
-10 V / +10 V
0 / 10 V
0 / 20 mA
4 / 20 mA
Geschr. Werte in
Wort %QWi.1
-2000 .. 2000
0 .. 2000
0 .. 2000
400 .. 2000
Max. Überschreitungswerte der unteren und oberen Grenzwerte
+/- 2,5% des Skalenendwertes
+/- 2,5% des Skalenendwertes
+/- 2,5% des Skalenendwertes
+/- 2,5% des Skalenendwertes
Bei einem internen Fehler wird der Ausgang vom Modul in den Fehlermodus gesetzt
(0 V für den Ausgang Spannung, 0 mA für den Ausgang Strom, und zwar unabhängig vom Bereich).
Achtung
Wird die Steuerung in den STOP-Betrieb versetzt, wird der Analogausgang auf dem
Wert vor dem Versetzen in den STOP-Betrieb gehalten. In diesem Fall gibt es keinen automatischen Fehlermodus.
4.2-3 Verwendung der Worte %IW im Anwenderprogramm
Die COM-Worte %IW müssen in das Format 15 Bits + Vorzeichen konvertiert werden, damit die Anweisungen unter PL7-07 auf sie zugreifen können.
Die nachstehende Tabelle zeigt die in das Anwenderprogramm einzufügenden
Konvertierungsoperationen:
4/5
B
1
0
1
Wert des Vor- Wort 7 Bits Wort 11 Bits Kanal-Nr.
zeichen-Bits + Vorz.
+ Vorzeichen
0 %IWi.0
0
1
%IWi.1
%IWi.1
%IWi.1
%IWi.1
%IWi.0
1
1
2
2
Konvertierung Format 15 Bits
+ Vorzeichen
%MW0:= %IWi.0 AND 16#0FFF
%MW0:= %IWi.0 OR 16#F000
%MW0:= %IWi.1 AND 16#00FF
%MW0:= %IWi.1 AND 16#00FF
%MW1:= %MW0 OR 16#FF00
%MW0:= %IWi.1 AND 16#FF00
%MW1:= ROR (%MW0,8)
%MW0:= %IWi.1 AND 16#FF00
%MW1:= ROR (%MW0,8)
%MW2:= %MW1 OR 16#FF00
Hinweis: Die internen Worte %MW0, %MW1 und %MW2 werden als Beispiel für
Speichervariablen bei den Konvertierungsoperationen verwendet.
Beispiel eines Anwenderprogramms
Vergleich des Analogwertes von Kanal 2 des Moduls 1, dessen Eingänge alle mit einem Schwellwert konfiguriert sind, der im dem Wort %MW100 enthalten ist
(Hex-Wert: 16#05C4).
Setzen auf 1 des Ausgangs Q0.1 des SPS-Grundgeräts, wenn der Wert gleich dem
Schwellwert ist oder darüber liegt.
LD 1
[%MW100 := 16#05C4]
LD 1
[%MW0 := %IW2.1 AND 16#FF00]
LD 1
[%MW1 := ROR ( %MW0 , 8 )]
LD %IW2.1:X15
[%MW2 := %MW1 OR 16#FF00]
LDN %IW2.1:X15
[%MW2 := %MW1]
LD [%MW0 >= %MW100]
ST %Q0.1
4.2-4 Diagnose des Kommunikationsstatus mit den Analogmodulen
Diese Diagnose ist mit der einer Steuerungserweiterung identisch und wird durch das
Wort %SW71 angezeigt (Abschnitt B 6.2-2).
4/6
Verwaltung der Analogmodule 4
4.3
Analoge Eingangsmodule TSX ASN •••
4.3-1 Konfiguration der Analogeingänge
Die Verwendung des Eingangs %I0.0 in der Betriebsart Frequenzmesser zum Anschluß des analogen Eingangsmoduls erfordert folgende Parametrierung:
• Typ schneller Zähler: Auf Frequenz positionieren, um den Eingang als
Frequenzmesser zu verwenden
• Max. Frequenz: Auf 10 KHz positionieren
B
4.3-2 Programmierung der analogen Eingänge
Das Eingangsmodul wird über die Verwendung der beiden Systemwörter %SW100 und %SW101 und die Bestätigung des schnellen Zählers %FC programmiert (siehe
Beispiel in Kapitel 4.4-4).
• %SW100: Befehlswort der Funktionen des Analogeingangs
• %SW101: Erfaßter Wert des Analogeingangs
Zur Wahl der Betriebsart wird das Wort %SW100 über das Programm geschrieben; der erfaßte Wert des Analogeingangs kann im Wort %SW101 gelesen werden. Bei einem
Kaltstart werden diese beiden Wörter vom System auf Null zurückgesetzt.
Das System ermöglicht über die Wahl der Betriebsart eine Skalierung. Diese erfolgt innerhalb eines Meßbereichs von 0 bis +10 000 für unipolare Module (Eingangsmodule
4/20 mA und 0/10 V) bzw. -10 000 bis +10 000 für bipolare Module (-10/+10 V).
%SW100 Funktionsweise
0 Sperren des Dienstes Analogeingang auf %I0.0
1 Betrieb ohne Skalierung
Wertebereich von %SW101
0
2
3
4
5
Sklalierung für unipolaren Meßbereich
( 4/20mA, 0/10V )
Skalierung für bipolaren Meßbereich
( -10/+10V )
Skalierung für unipolaren Meßbereich
( 4/20mA, 0/10V )
Skalierung für bipolaren Meßbereich
( -10/+10V )
0...1 000
Meßperiode von 125 ms
0...10 000
Meßperiode von 125 ms
-10 000 ... +10 000
Meßperiode von 125 ms
0...10 000
Meßperiode von 500 ms
-10 000 ... +10 000
Meßperiode von 500 ms
4/7
B
Der unbearbeitete oder skalierte Analogwert ist im Wort %SW101 verfügbar, wenn ein
Wert von 1 bis 5 in %SW100 geschrieben worden ist. Die Gültigkeit dieses Meßwerts kann mit Hilfe des Systembits %SW111:X3 kontrolliert werden (wird vom System auf
"1" gesetzt, wenn der Meßwert gültig ist).
Das Setzen des Systembits %SW111:X3 auf "0" durch die Applikation startet die
Meßwerterfassung; die Meßwerte werden auch dann weiter erfaßt, wenn die Steuerung im STOP-Betrieb ist.
Der unbearbeitete Meßwert der Frequenz bleibt im Wort %FC,V verfügbar, das dem
Eingang %I0.0 zugeordnet ist, aber dabei handelt es sich um den von der Meßperiode abhängigen Meßwert (z.B.: der Skalenendwert 8KHz ergibt 1000 für 125 ms und 4000 für 500 ms). Daher wird empfohlen, zur Vereinfachung des Applikationsprogramms vorzugsweise das Systemwort %SW101 zu verwenden.
Anmerkung
Die Meßperiode kann während des Betriebs durch das erneute Schreiben des
Wortes %SW100 geändert werden. Davon wird aber abgeraten, denn die erste
Messung nach dem Ändern der Periode kann fehlerhaft sein.
Verwendung der analogen Eingangsmodule bei Steuerungen V2
Die analogen Eingangsmodule können unter Berücksichtigung folgender Regeln auch bei den Steuerungen V2, TSX 07 2••• verwendet werden:
• Verwendung des Eingangs %I0.0 als Frequenzmesser (Freigabe der Funktion über die Anweisung IN %FC )
• Konfiguration der Meßperiode durch Schreiben des Bits %SW111:X2 vom
Applikations-programm.
%SW111:X2=0 Messung jede Sekunde (Standard)
%SW111:X2=1 Messung alle 100 ms
• Der Wert des Analogeingangs ist im Objekt %FC,V abgebildet; er ist folgendermaßen zu interpretieren:
Meßbereich
0/10V
4/20 mA
-10/+10V
Formel
U(V) = 1,25 x (%FC,V x 10 -3 )
I(mA) =2 x [(%FC,V x 10 -3 ) + 2]
U(V) = 2,5 x [(%FC,V x 10 -3 ) - 4]
Hinweis
Beim Modul 4/20 mA liegt die Frequenz zwischen 0 und 4 mA bei Null.
4/8
Verwaltung der Analogmodule 4
4.3-3 Antwortzeit
Bei der Erfassung eines Analogeingangs hängt die Antwortzeit TRE zwischen der effektiven Änderung der elektrischen Größe an den Anschlußklemmen des Moduls und der Aufnahme des Wertes im Wort %SW101 im wesentlichen von der gewählten
Meßperiode (125/500 ms) und zu einem geringeren Anteil von der Zykluszeit der
Steuerung ab. Schwankungen der elektrischen Größe können bei dieser Antwortzeit vernachlässigt werden.
• Erfassung mit einer Meßperiode von 125 ms: TRE liegt unterhalb von 500 ms.
• Erfassung mit einer Meßperiode von 500 ms: TRE liegt unterhalb von 1,2 s.
Hinweis
Eine Änderung der Betriebsart (Änderung von %SW100) wird vom System bei jedem Zyklus oder sofort bei einer steigenden Flanke von "IN %FC" berücksichtigt. Die Meßwerte werden in Echtzeit in der gewählten Periode (125 ms oder 500 ms) aneinandergehängt. Das Ergebnis der zuletzt ausgeführten Messung wird zu Beginn des Steuerungszyklus in das Wort %SW101 übertragen.
Dieses Wort ändert seinen Wert während des Steuerungszyklus nicht.
B
4.3-4 Programmierbeispiel
(* FREIGABE DER ANALOGEINGAENGE *)
LD 1 (* EINGANG ANA MODUS 0..1000 BEI 125 MS *)
[%SW100 := 1]
BLK %FC
(* BETRIEBSART WAEHLEN *)
LD 1
IN
END_BLK
(* MESSWERTERFASSUNG *)
LD %SW111:X3 (* MESSWERT GÜLTIG*)
[%MW1 := %SW101]
R %SW111:X3
S %M1
(* SPEICHERN MESSWERT*)
(* QUITTIEREN MESSWERT*)
(* INDEX MESSWERT GÜLTIG*)
(* VERARBEITUNG DES MESSWERTS, JE NACH APPLIKATION *)
LD %M1
...
4/9
B
4.3-5 Technische Daten
Typ EingangsWert %SW101 wert Periode 125ms
Auflösung (1)
/Inkrement
Wert %SW101
Periode 500ms
Auflösung (1)
/Inkrement
16 µA/10 lsb 4 µA/2,5 lsb 4/20 mA 4 mA
12 mA
20 mA
0/10 V 0V
10 V
0
5000
10000
0
10000
10 mV/10 lsb
0
5000
10000
0
10000
2,5 mV/
-10/+10 V -10 V
+10V
-10000
10000
20mV/10 lsb -10000
10000
5 mV/
Die Werte von %SW101 sind für die Betriebsart mit Skalierung angegeben.
1) Auflösung: Minimale Schwankung, die am Eingang zu einer Meßwertänderung führt. Die
Meßwertänderung erfolgt "schrittweise", mit sogenannten Inkrementen.
4/10
Verwaltung der Analogmodule 4
4.4
Analoge Ausgangsmodule TSX AEN •••
4.4-1 Konfiguration der Analogausgänge
Die Verwendung des Ausgangs %Q0.0 zum Anschluß des analogen Ausgangsmoduls erfordert folgende Parametrierung:
B
• Ausgang %Q0.0:
• Zeitbasis:
• Preset:
Als Pulsbreitenmodulation %PWM verwenden.
Auf 0,1 ms positionieren.
Unbedingt auf 249 positionieren, damit der Betrieb nach einem Warmstart erhalten bleibt. Die
Einstellung dieses Parameters ist nur bei den SPS-
Grundgeräten TSX Nano V3.0 sinnvoll.
4.4-2 Programmierung
Das Ausgangsmodul wird über die Verwendung der zwei Systemwörter %SW102 und
%SW103 sowie die Freigabe des Ausgangs %PWM programmiert (siehe Beispiel in
Kapitel 4.3-4).
• %SW102: Befehls-/Statuswort der Funktionen des Analogausgangs
• %SW103: zu generierender Wert des Analogausgangs
Die Wahl Betriebsart erfolgt über das Schreiben des Wortes %SW102 durch das
Applikationsprogramm; der am Analogausgang zu generierende Wert muß in das Wort
%SW103 geschrieben werden.
Bei einem Kaltstart werden diese beiden Wörter vom System auf Null zurückgesetzt.
Das System bietet über die Wahl der Betriebsart einen Dienst zur Skalierung. Diese
Skalierung liegt innerhalb eines Bereichs von 0 bis +10 000 für unipolare Module
(Eingangsmodule 4/20 mA und 0/10 V) bzw. -10 000 bis +10 000 für bipolare Module
(-10/+10 V ).
4/11
B
%SW102 Betriebsart
0
1
Sperren des Dienstes Analogausgang auf %Q0.0
Betrieb ohne Skalierung
2
3
Skalierung für unipolaren Bereich
( 4/20 mA, 0/10 V )
Skalierung für bipolaren Bereich
( -10/+10 V )
Wertebereich von %SW103
Nicht verwendet
5...249
0...10 000
-10 000 ... +10 000
Die effektive Auflösung der Analogausgänge liegt bei 245 Punkten.
Liegt der in das Wort %SW103 geschriebene Wert unterhalb des minimalen Wertes
(z.B. unterhalb von 0 bei unipolarem Betrieb), wird der Minimalwert des Bereichs auf das Ausgangsmodul angewandt.
Liegt der in das Wort %SW103 geschriebene Wert oberhalb des maximalen Wertes
(z.B. oberhalb von 10000 bei unipolarem Betrieb), wird der Maximalwert des Bereichs auf das Ausgangsmodul angewandt.
Diese beiden Programmierfehler werden der Applikation nicht signalisiert.
Wichtig
Bei Fehlerbedingungen der digitalen Ausgänge wird PWM nicht mehr generiert, und die Ausgangsmodule erhalten keine Signale mehr.
Daher nehmen die bipolaren Module ihren niedrigsten Wert an (-10V).
Dieser Fehlermodus ist vom Anwender zu berücksichtigen.
4.4-3 Antwortzeit
Die Antwortzeit TRS eines Analogausgangs zwischen dem Schreiben des Sollwerts in das Wort %SW103 und dem Erreichen der entsprechenden Spannung (und/oder
Stroms) an den Abschlußklemmen des Moduls hängt vom Umfang der Änderung und der Zykluszeit der Steuerung ab.
• Bei einer Änderung in der Größe des Skalenendwerts liegt TRS unterhalb von
500 ms.
TRS ist umso kürzer, je kürzer die Zykluszeit der Steuerung und je geringer die Änderung des Sollwerts ist. Bei einer Zykluszeit von 10 ms und einer Änderung von 1/10 des
Skalenendwerts sinkt die Antwortzeit auf ungefähr 50 ms.
Hinweis
Ein Wechsel der Betriebsart (Änderung von %SW102) wird bei einer steigenden Flanke des
Eingangs IN des PWM (Ausführung der Anweisung "IN %PWM") oder bei einer Änderung des
Sollwerts %SW103 berücksichtigt. Eine Änderung des Sollwerts (%SW103) wird vom System bei jedem Zyklus berücksichtigt und wird im nächsten Applikationszyklus effektiv (max. Verzögerung von 3 ms).
4/12
Verwaltung der Analogmodule 4
4.4-4 Programmierbeispiel
(* FREIGABE DER ANALOGAUSGAENGE *)
LD 1
[%SW102 := 1]
IN %PWM
(* AUSGANG ANA MODUS UNBEARBEIT. 5..249 *)
(* BERUECKSICHTIGUNG DER BETRIEBSART*)
(* GENERIERUNG DES SOLLWERTS IN PWM *)
....
(* SOLLWERTBERECHN. NACH APPLIKATION *)
LD 1
[%SW103 := %MW0] (* SOLLWERT DER APPLIKATION AN AUSGANG *)
B
4.4-5 Technische Daten
Typ
4/20 mA
0/10 V
-10/+10 V
Am Ausgang zu generier.
Wert
4 mA
12 mA
20 mA
0 V
5 V
10 V
-10 V
0 V
+10 V
Von Appl.progr.
zu schreibender
Wert %SW103
0
5000
10000
0
5000
10000
-10000
0
10000
Auflösung
Ausgangsmodul
65 µA
40 mV
81m V
Auflösung lsb (1)
%SW103
40
40
81
Die Werte von %SW103 sind für die Betriebsart mit Skalierung angegeben.
(1) Auflösung LSB: Minimale Änderung, die auf %SW103 anzuwenden ist, um eine Änderung des Ausgangsmoduls zu erreichen, die seiner Auflösung entspricht.
4/13
B
4/14
5 Kalenderfunktion
5.1
Beschreibung
Die Steuerungen TSX 07 •1 16/24 •• verfügen über eine Echtzeituhr, die von den
Kalenderbausteinen verwendet wird und mit deren Hilfe drei Funktionsvarianten realisiert werden können:
• Die Zeitschaltuhr ermöglicht es, Aktionen zu vorher festgelegten Zeiten und
Terminen zu programmieren.
• Die Zeitprotokollierung ermöglicht es, Datum und Uhrzeit zu speichern, an dem ein
Ereignis aufgetreten ist, sowie eine Messung der Zeitdauer.
Die Einstellung der Zeit bei der Kalenderfunktion der Steuerung TSX Nano erfolgt entweder in der Betriebsart Konfiguration oder über das Programm. Bei ausgeschalteter
Steuerung ist der Betrieb der Funktion über eine Periode von 30 Tagen sichergestellt, sofern die Batterie vor dem Stoppen der Steuerung mindestens 6 Stunden lang aufgeladen worden ist.
Die Uhr benutzt 24-Stunden-Format, wobei Schaltjahre berücksichtigt werden.
5.2
Zeitschaltuhr
Die Zeitschaltuhr ermöglicht es, Aktionen zu vorher festgelegten Zeiten und Terminen zu programmieren.
Es können bis zu 16 Kalenderbausteine verwendet werden, wobei jeder einzelne diese
Funktion ausführt. Diese Bausteine brauchen nicht im Programm eingegeben zu werden, denn sie sind konfigurierbar (siehe Betriebsarten, Register C).
B
5.2-1 Eigenschaften
Nummer des
Kalenderbausteins
Ausgang
RTC: n
Datum Anfang
Datum Ende
Tag
Stunde Anfang
Stunde Ende n=0 bis 15
Q:
TT:MMM
Zuweisung wird durch Kalenderbaustein %Mi oder
%Qj.k aktiviert.
Dieser Ausgang wird auf "1" gesetzt, wenn das aktuelle Datum und die aktuelle Uhrzeit zwischen den Sollwerten zu Beginn der aktiven Periode und den Sollwerten am Ende der aktiven Periode liegen.
Nennt Tag von 1 bis 31 und Monat Jan. bis Dez., an dem der Kalenderbaustein starten soll.
TT:MMM Nennt Tag von 1 bis 31 und den Monat von Jan. bis
Dez., an dem der Kalenderbaustein enden soll.
MDMDFSS Nennt die Wochentage, an denen der Kalenderbaustein aktiviert werden soll.
hh:mm hh:mm
N e n n t d e n A k t i v i e r u n g s b e g i n n d e s
Kalenderbausteins in Stunden (0 bis 23) und Minuten
(0 bis 59).
Nennt das Aktivierungsende des
Kalenderbausteins in Stunden (0 bis 23) und
Minuten (0 bis 59).
5/1
Mit den Bits des Systemworts %SW114 kann die Funktion jedes einzelnen Bausteins freigegeben (auf 1 gesetzt) oder gesperrt (auf 0 gesetzt) werden.
B
%SW114
Kalenderbaustein 15
Kalenderbaustein 0
Bei diesem Systemwort werden alle Bits standardmäßig (oder nach einem Kaltstart) auf 1 gesetzt. Die Bearbeitung durch das Programm ist optional.
Hinweise
• Sind demselben Ausgang (%Mi oder %Qj.k) mehrere Bausteine zugeordnet, dann wird diesem Objekt die "ODER"-Verknüpfung der Ergebnisse der einzelnen Bausteine zugewiesen (es sind mehrere "Funktionsbereiche" für denselben Ausgang möglich).
Beispiel: Konfiguration eines Kalenderbausteins, für die Sommermonate programmiertes Bewässerungssystem.
• RTC 6: Kalenderbaustein Nr. 6,
• Q: %Q0.2: Ausgang aktiviert durch Kalenderbaustein
• 21 -Jun -> 21-Sep: Gültigkeitsdauer
• M•M•F••: Gültigkeitstage (Montag, Mittwoch, Freitag)
RTC:6 Q: %Q0.2
21-Jun --> 21-Sep
M•M•F••
21: 00 - 22: 00
• 21: 00 - 22: 00: Stundenbereich für die Aktivierung
LD
ST
%I0.1
%SW114:X6
21. Juni
M M F M M F M M F
In diesem Beispiel kann der Anwender den Kalenderbaustein durch einen Schalter oder durch einen Feuchtigkeitssensor am Eingang %I0.1 sperren.
Hinweis
Es ist wichtig, den Zustand des Bits %S51 zu kontrollieren, das auf Fehler der Kalenderfunktion hinweist.
5.2-2 Zeit- und Datumseingabe über Programm
Datum und Uhrzeit stehen ebenfalls in den Systemworten %SW50 bis %SW53 (siehe
Abschn. 6.2) zur Verfügung. Es ist demnach möglich, eine Datum- und Zeiteingabe
über das Steuerungsprogramm zu machen, indem Rechenvergleiche zwischen dem aktuellen Datum und der aktuellen Zeit und Sofortwerten oder Worten %MWi (oder
%KWi) mit oder ohne Vorzeichen gemacht werden.
5/2
Kalenderfunktion
5
5.3
Zeitprotokollierung
Die Funktion der Zeitprotokollierung ermöglicht es, Datum und Uhrzeit zu speichern, an dem ein Ereignis aufgetreten ist.
Die Systemworte %SW50 bis %SW53 (siehe Kap. 6.2) enthalten das aktuelle Datum und die aktuelle Uhrzeit im BCD-Format, welches für die Anzeige oder das Senden an ein Peripheriegerät notwendig ist.
Um ein Ereignis datieren zu können, ist es ausreichend, wenn man die Zuweisungsoperationen verwendet, um den Inhalt der Systemworte in interne Worte zu transferieren und anschließend diese internen Worte zu verarbeiten (Beispiel: Senden an Anzeigen durch Anweisung EXCH).
Beispiel:
B
...
LDR %I0.1
[%MW12:4:=%SW50:4]
...
Sobald das Ereignis erkannt worden ist, enthält die Worttabelle:
Codierung: Höherwert.
Niederwert.
Byte Byte
%MW12
%MW13
Sekunde
Stunde
Wochentag (1)
Minute
%MW14
%MW15
Monat Tag
Jahrhundert Jahr
Beispiel:
In Hex.
3000
1340
0419
1994
Montag 4. April 1994
13 H, 40 min, 30 s
30 s, 0=Montag
13 H, 40 min
4=April, 19
1994
(1) wobei 0=Montag, 1=Dienstag, 2=Mittwoch, 3=Donnerstag, 4=Freitag, 5=Samstag, 6=Sonntag
Datum und Uhrzeit des letzten Stopps über Systemworte lesen
Die Systemworte %SW54 bis %SW57 (siehe Abschn. 6.2) enthalten Datum und
Uhrzeit des letzten Stopps, und Wort %SW58 enthält den Code, der den Grund für diesen Stillstand im BCD-Format nennt.
5/3
B
5.4
Einstellung der Kalenderfunktion
5.4-1 Einstellung von Datum und Uhrzeit über das Programmiergerät
Ist das PG im TSX-Modus (online), können Datum und Uhrzeit schnell und einfach eingestellt werden (siehe Betriebsarten, Register C).
5.4-2 Einstellung von Datum und Uhrzeit über Systemworte
Die Systemworte bieten zwei Möglichkeiten zur Einstellung von Datum und Uhrzeit an:
Einstellung durch die Systemworte %SW50 bis %SW53
(siehe Abschnitt 6.2)
Dazu muß Bit %S50 auf "1" gesetzt werden. Dieses Bit:
• unterbricht die Aktualisierung der Worte %SW50 bis %SW53 durch die interne Uhr,
• überträgt die in die Worte %SW50 bis %SW53 geschriebenen Werte in die interne
Uhr.
LD
S
%I0.0
%S50
LD %S50
[%SW50:=%MW10]
[%SW51:=%MW11]
[%SW52:=%MW12]
[%SW53:=%MW13]
R %S50
Die Worte %MW10 bis %MW13 enthalten dann das neue Datum und die neue
Uhrzeit im BCD-Format und gemäß der
Codierung der Worte %SW50 bis 53.
Die Worttabelle muß das neue Datum und die neue Uhrzeit enthalten.
Codierung: Höherwert.
Niederwert.
%MW10
Byte
Sekunde
Byte
Wochentag (1)
%MW11
%MW12
%MW13
Stunde
Monat
Minute
Jahr
Jahrhundert Jahr
Beispiel: Montag, 4 April 1994
Hex.
3000
13 H 40 min 30 s
30 s, 0=Montag
1940
#0419
1994
13 H, 40 min
4=April, 19
1994
(1) wobei 0=Montag, 1=Dienstag, 2=Mittwoch, 3=Donnerstag, 4=Freitag, 5=Samstag, 6=Sonntag
Um eine korrekte Aktualisierung der Kalenderfunktion der SPS-Typen TSX Nano V1,
V2 oder V3.0 beim Übergang ins Jahr 2000 zu gewährleisten, muß die Steuerung zu diesem Zeitpunkt unter Strom stehen.
Die Aktualisierung der Kalenderfunktion kann allerdings auch über das Programm erfolgen. Hierzu sind der Applikation folgende Zeilen hinzuzufügen:
LD [%SW53]=16#1900
ST %S50
[%SW53:=16#2000]
5/4
Kalenderfunktion
5
Einstellung durch das Systemwort %SW59
Eine andere Möglichkeit der Einstellung bietet das Freigabebit %S59 und das
Einstellwort %SW59.
Wird Bit %S59 auf "1" gesetzt, wird die Bestätigung der Einstellung von Datum und
Uhrzeit durch das Wort %SW59 sichergestellt. Das Wort %SW59 wird in Abschn. 6.2
beschrieben; bei steigender Flanke ermöglicht es die Erhöhung oder Verminderung der einzelnen Komponenten von Datum und Uhrzeit.
Beispiel: Zur Änderung von Stunde, Minuten und Sekunden der internen Uhr sind auf der Gerätevorderseite entsprechende
Einstellelemente vorgesehen.
Stunden
Minuten
Sekunden
B
LD
ST
LD
%M0
%S59
%I0.2
ANDR %I0.0
ST %SW59:X3
LD %I0.2
ANDR %I0.1
ST
LD
%SW59:X11
%I0.3
ANDR %I0.0
ST
LD
%SW59:X2
%I0.3
ANDR %I0.1
ST %SW59:X10
LD %I0.4
ANDR %I0.0
ST %SW59:X1
LD %I0.4
ANDR %I0.1
ST %SW59:X9
(Stunde)
(Minute)
(Sekunde)
• Die Eingänge %I0.2, %I0.3 und %I0.4 werden vom Stunden/Minuten/Sekunden-
Schalter gesteuert.
• Die Erhöhung um eins wird durch Eingang %I0.0, Taster + sichergestellt,
• die Verminderung um eins wird durch Eingang %I0.1, Taster - sichergestellt.
5/5
B
5/6
6 Aufgabe der Systembits und -worte
6.1
Systembits
6.1-1 Liste der Systembits
Bit
%S0
%S1
%S4, %S5
%S6, %S7
%S8
%S9
%S10
%S11
%S13
%S17
%S18
%S19
%S20
%S21
%S22
%S23
%S49
%S50
%S51
%S59
%S69
%S70
%S71
%S72
%S100
%S118
%S119
Funktion
1 = Kaltstart (Netzwiederkehr mit Datenverlust)
1 = Warmstart (Netzwiederkehr ohne Datenverlust)
Zeitbasis 10 ms, 100 ms
Zeitbasis 1 s, 1 min
0 = Aufrechterhaltung der SPS-Ausgänge in der Betriebsart STOP
1 = Nullsetzen der SPS-Ausgänge in der Betriebsart RUN
0 = Störung Eingänge/Ausgänge
1 = Überlauf Watchdog-Funktion
1 = 1. Zyklus nach Umschalten auf RUN
1 = Überlauf bei Rechenoperationen oh.
Vorzeichen oder zirkulares Verschieben
1 = Überlauf oder Rechenfehler
1 = Überschreitung des Abfrageintervalls
1 = Index-Überlauf
1 = Initialisierung des Grafcet führt zum Null0 setzen der Schritte und Setzen der
Initialschritte auf "1"
1 = Grafcet rücksetzen 0
0 1 = Bestätigung der Voreinstellung des Grafcet. Halten auf "1" führt zum Einfrieren des Grafcet
1 = Anforderung, die bei Überstrom oder
Kurzschluß getriggerten Transistorausgänge alle 10 s wiedereinzuschalten.
0
1 = Einstellung Kalenderfunktion 0
1 = Kalenderfkt. nicht initialisiert o. Fehlerzust.
0
0 = Datum und Zeit sind eingestellt
1 = Einstellung aktuelles Datum 0
1 = Anzeige der internen Bits
1 = Aktualisierung des Austauschs %IW/%QW an Erweiterung. Verarbeit. Modbus-Request.
0
0
0
0
0
1
0
1
_
1
0
1 = Datenaustausch mit Erweiterung
0 = Abfrage der SPS-Erweiterungen
Zustand des /DPT
1 = Störung Grundgerät
1 = Störung E/A-Erweiterung
_
_
_
0
0
0
0
Init.Zust.
Verwaltung
0 S oder U->S
0 S oder U->S
S
S
U
U
S
S
S
S->U
S->U
S->U
S->U
U->S
U->S
U->S
U->S
U
S
U
U
S
S
U
S
S
S
S = durch System, U = durch Anwender, U->S = vom Anwender auf "1" gesetzt, vom System zurückgesetzt, S->U = vom System auf "1" gesetzt, vom Anwender zurückgesetzt.
B
6/1
B
6.1-2 Detaillierte Beschreibung der Systembits
Den Steuerungen TSX Nano stehen die Systembits %Si zur Verfügung, die den
Zustand der Steuerung anzeigen oder es ermöglichen, auf die Funktionsweise derselben einzuwirken.
Diese Bits können im Anwender-Programm getestet werden, damit jedes Ereignis erkannt wird, bei dem ein besonderes Verarbeitungsverfahren erforderlich ist. Einige von ihnen müssen vom Programm in den Initialzustand oder in den Normalzustand zurückgesetzt werden. Dies gilt nicht für Systembits, die vom System in ihren Initialoder Normalzustand zurückgesetzt werden.
System- Funktion Bezeichnung
Bit
%S0
%S1
%S4
%S5
%S6
%S7
Kaltstart
Warmstart
Zeitbasis
10 ms
100 ms
1 s
1min
Normalerweise auf "0", wird auf "1" gesetzt durch:
• Netzwiederkehr mit Datenverlust (Batteriestörung)
• Anwender-Programm,
• Terminal (im Dateneditor)
Dieses Bit wird während des ersten vollständigen Zyklus auf "1" gesetzt.
Vor dem nächsten Zyklus wird es zurück auf "0" gesetzt.
Bei Kaltstart läuft die Steuerung immer in der Betriebsart RUN.
Funktionsweise: siehe Abschn. 7.1, Register A.
Normalerweise auf "0", wird auf "1" gesetzt durch:
• Netzwiederkehr mit Datensicherung,
• Anwender-Programm,
• Terminal (im Dateneditor).
Es wird vom System am Ende des ersten vollständigen Zyklus und vor
Aktualisierung der Ausgänge auf "0" zurückgesetzt.
Funktionsweise: siehe Abschn. 7.1, Register A .
Bits, deren Zustandsänderung durch eine interne Uhr getaktet ist. Sie sind im Vergleich zum Zyklus der
Steuerung asynchron.
Beispiel: %S4
5ms 5ms
6/2
Aufgabe der Systembits und -worte
6
System- Funktion Bezeichnung
Bit
%S8
%S9
%S10
%S11
%S13
Sicherung Zu Beginn im Zustand "1" . Kann im Programm oder durch das der Terminal auf "0" gesetzt werden (im Dateneditor)
Ausgänge • Zustand 1: führt zum Nullsetzen der Steuerungsausgänge, im Fall einer nicht normalen Ausführung des Programms oder bei Steuerungs-
STOP;
• Zustand 0: Halten der Ausgänge in dem Zustand, der im Fall einer nicht normalen Programmausführung oder bei Steuerungs-STOP definiert wurde.
Ausgänge Normalerweise auf "0". Kann im Programm oder über das Terminal
Nullauf "1" gesetzt werden (im Dateneditor): setzen • Zustand 1: führt zur Forcierung der Steuerungsausgänge im RUN-
Betrieb auf "0",
• Zustand 0: Die Ausgänge werden normal aktualisiert.
E/A-
Fehler
Normalerweise auf "1". Wird auf "0" gesetzt, wenn ein E/A-Fehler des Grundgerätes oder der SPS-Erweiterung (nicht konforme
Konfiguration, Datenaustauschfehler) erkannt wird. Die Bits %S118 und
%S119 zeigen die Steuerung mit Störung an, und die Worte %SW118 und %SW119 geben Auskunft über die Art der Störung (siehe Abschn.
6.2).
Bit %S10 wird auf "1" zurückgesetzt, sobald die Störung beseitigt worden ist.
WatchdogNormalerweise auf "0". Wird vom System auf "1" gesetzt,
Überlauf sobald die Programmausführungszeit die maximale Zykluszeit
überschreitet (Software-Watchdog). Bei Watchdog-Überlauf wird die
SPS in die Betriebsart STOP gesetzt.
Erster
Zyklus
Normalerweise auf "0".Wird während des ersten Zyklus nach
Umschalten in den RUN-Betrieb vom System auf "1" gesetzt.
B
%S17 KapazitätsNormalerweise auf "0". Wird vom System auf "1" gesetzt:
Über• bei Kapazitätsüberschreitung während einer schreit.
(carry)
Rechenoperation ohne Vorzeichen (Übertrag).
• Meldet, daß bei einer zirkularen Verschiebung, der Ausgang eines
Bits auf "1" ist. Muß nach jeder Operation, bei der Gefahr einer
Überschreitung besteht,durch das Anwenderprogramm getestet werden. Bei Überschreitung Rücksetzen auf "0" durch den Anwender.
6/3
B
System- Funktion
Bit
%S18 vom
%S19
%S20
%S21
Bezeichnung
Überlauf Normalerweise auf "0". Wird bei Kapazitätsüberlauf oder Rechenwährend einer 16-Bit-Operation auf "1" gesetzt, d.h.:
Fehler
"Overflow" •
• Ergebnis größer als + 32767 oder kleiner als - 32768,
Division durch 0,
• Wurzel einer negativen Zahl
• BTI- oder ITB-Konversion nicht signifikant: BCD-Wertüberlauf
Muß nach jeder Operation, bei der die Gefahr eines Überlaufs besteht, vom Anwender getestet werden und dann bei Überlauf
Anwender zurück auf "0" gesetzt werden.
Überlauf
Task-
Zykluszeit
Index-
Überlauf
Normalerweise auf "0". Bei Überschreitung der Ausführungszeit (Task-Zykluszeit größer als die vom Anwender bei der
Konfiguration oder im %SW0 programmierte Periode) wird dieses Bit vom System auf "1" gesetzt.
Dieses Bit wird vom Anwender auf "0" gesetzt.
Normalerweise auf "0". Wird auf "1" gesetzt, wenn die Adresse des indexierten Objektes kleiner als 0 oder größer als 255 ist.
Muß vom Anwenderprogramm nach jeder Operation, bei der die
Gefahr eines Überlaufs besteht, getestet und bei Überlauf auf "0" zurückgesetzt werden.
GrafcetNormalerweise auf "0". Wird auf "1" gesetzt durch:
Initialisierung • Kaltstart, %S0=1
• Anwender-Programm (nur während der Vorverarbeitung) über eine Set-Anweisung (S %S21) oder eine Abschlußoperation Setzen
-(S)- %S21.
• Programmiergerät
Führt im Zustand "1" zur Initialisierung des Grafcet. Die aktiven
Schritte werden deaktiviert und die Initialschritte aktiviert.
Wird nach Initialisierung des Grafcet vom System auf "0" zurückgesetzt.
6/4
Aufgabe der Systembits und -worte
6
System- Funktion
Bit
Bezeichnung
%S22
%S23
%S49
Grafcet
Nullsetzen
Normalerweise auf "0". Kann nur in der Vorverarbeitung vom Programm auf "1" gesetzt werden.
Führt im Zustand "1" zur Deaktivierung der aktiven Schritte beim gesamten Graphen.
Wird bei Ausführungsbeginn der sequentiellen Verarbeitung vom
System auf "0" zurückgesetzt.
Grafcet vorpositionieren und einfrieren
Normalerweise auf "0". Kann nur in der Vorverarbeitung vom Anwender-Programm auf "1" gesetzt werden.
Ermöglicht im Zustand "1", die Vorpositionierung des Graphen zu bestätigen.
Führt bei Aufrechterhaltung im Zustand 1 zum Einfrieren des Graphen.
Wird bei Ausführungsbeginn der sequentiellen Verarbeitung vom
System auf "0" zurückgesetzt, um die Ausführung des Graphen ab der eingefrorenen Situation sicherzustellen.
Reaktivierung Normalerweise auf "0". Wird vom Anwender bei einer der Transistor Wiedereinschaltanforderung (alle 10 s) der durch Überstrom ausgänge oder Kurzschluß getriggerten Transistorausgänge auf "1" gesetzt.
%S50
%S51
(ab V2.1)
%S59
%S69
Einstellung von Datum und Uhrzeit durch die
Worte
%SW50 - 53
Status der
Systemuhr
Normalerweise auf "0". Wird vom Programm oder vom
Terminal auf "1" oder "0" gesetzt:
• im Zustand 0: Zugriff auf Datum und Uhrzeit durch Lesen
System-Worte %SW50 bis 53.
• Im Zustand 1: Aktualisierung von Datum und Uhrzeit durch
Schreiben der Systemworte %SW50 bis 53.
• Im Zustand 0: Datum und Zeit sind eingestellt.
• Im Zustand 1: Datum und Zeit müssen vom Anwender eingestellt werden.
Wenn dieses Bit im Zustand 1 ist, sind die Daten der Systemuhr ungültig. Entweder sind Datum und Zeit noch nicht konfiguriert worden, oder die Batterie ist leer.
Aktualisierung Normalerweise auf "0". Dieses Bit kann vom Programm oder von Datum über das PG auf "1" oder "0" gesetzt werden.
und Uhrzeit durch Wort
%SW59
• Im Zustand 0: Das System unterstützt das Systemwort
%SW59 nicht.
• Im Zustand 1: Das System unterstützt die Flanken am
Wort %SW59 zur Einstellung von Datum und Uhrzeit.
Anzeige der internen Bits
Normalerweise auf "0". Dieses Bit kann vom Programm oder
über das PG auf "1" oder "0" gesetzt werden.
auf der Vorder• Im Zustand 0: Die Zustände der E/A-Bits werden auf derseite der der Vorseite der SPS angezeigt.
SPS • Im Zustand 1: Die Zustände von 8 internen Bits (TSX 07 10, 14 und
16 E/A) oder 16 internen Bits (TSX 07 20 und 24 E/A) werden über die Kontrollampen auf der Vorderseite wiedergegeben (vergl.
Register A, Abschn. 1.9).
Die am weitesten rechts liegende Kontrollampe blinkt, um zu signalisieren, daß die Anzeige der internen Bits eingestellt wurde.
B
6/5
B
System- Funktion
Bit
%S70
%S71
%S72
%S100
%S118
%S119
Bezeichnung
Aktualisierung der Daten-
Beim Grundgerät wird dieses Bit auf "1" gesetzt, sobald dieses einen kompletten Sendezyklus der Datenaustausch-
AustauschWorte %IW/%QW mit den Steuerungserweiterungen
Worte (COM ausgeführt hat.
Worte) Dieses Bit wird bei jeder Steuerungserweiterung auf "1" gesetzt, sobald die Erweiterung die Datenaustauschworte mit dem
Verarbeitung
Modbus-
Request
Grundgerät empfangen und gesendet hat.
Dieses Bit wird vom Programm oder PG auf "0" zurückgesetzt.
Dieses Bit wird bei der Bearbeitung eines Modbus-Requests auf
"1" gesetzt.
Es kann vom Anwender ausgewertet werden.
Dieses Bit wird vom Programm oder PG auf "0" zurückgesetzt.
Austausch
über den
Erweiterungs-
Anschluß
Zu Beginn auf "0". Wird auf "1" gesetzt, sobald ein Datenaustausch über einen Erweiterungsanschluß erkannt wurde.
Dieses Bit wird auf "0" gesetzt, wenn kein Datenaustausch übe den
Erweiterungsanschluß erfolgt. In Wort %SW71 des Grundgerätes ist eine mit den Zuständen der vorhandenen Erweiterungen enthalten.
Abfrage der
Steuerungs-
Erweiterungen
Gilt nur für SPS-Modelle bis Version 2.2.
Normalerweise im Zustand 0. Kann vom Programm oder
PG auf "1" gesetzt werde.
• Zustand 0: Abfrage der Steuerungserweiterungen
• Zustand 1: Abfrage gesperrt.
Zustand des
Signals /DPT
Störung
Grundgerät
Fehler SPS-
Erweiterung
Anzeige des Zustands der INL/DPT-Brücke am PG-Anschluß:
• Brücke nicht vorhanden: Protokoll UNI-TELWAY-Master
(%S100=0)
• Brücke vorhanden: (/DPT auf 0V) Protokoll von Applikations-
konfiguration definiert (%S100=1).
Normalerweise im Zustand 0. Wird auf "1" gesetzt, wenn eine E/A-Störung am Grundgerät erkannt wird.
Das Wort %SW118 erlaubt eine Bestimmung der Fehlerursache.
Das Bit %S118 wird bei Fehlerbeseitigung auf "0" zurückgesetzt.
Normalerweise im Zustand "0". Wird auf "1" gesetzt, wenn ein E/A-Fehler an der E/A-Erweiterung erkannt wird.
Das Wort %SW119 erlaubt eine Bestimmung der Fehlerursache.
Bit %S119 wird bei Beseitigung des Fehlers auf "0" gesetzt.
6/6
Aufgabe der Systembits und -worte
6
6.2
Systemworte
6.2-1 Liste der Systemworte
Wort
%SW0
%SW11
%SW14
%SW15
Funktion Verwaltung
Wert des Abfrageintervalls der Steuerung (periodischer Betrieb) U
Dauer Software-Watchdog-Funktion
UNITELWAY-Timeout
Version und Update-Index der Steuerung
S
S und U
S
%SW30
%SW31
%SW32
%SW50
%SW51
%SW52
%SW53
Zeit des letzten Abfrageintervalls der Steuerung
Zeit des max. Abfrageintervalls der Steuerung
Zeit des min. Abfrageintervalls der Steuerung
Kalenderbaustein: Worte mit den aktuellen Werten von Datum und Zeit (in BCD)
%SW50 =Sekunden und Wochentag
%SW51= Stunde und Minute
S
S
S
S und U
%SW54
%SW55
%SW56
%SW57
%SW58
%SW59
%SW67
%SW68
%SW52 = Monat und Tag
%SW53= Jahrhundert und Jahr
Kalenderbaustein: Worte mit Datum und Uhrzeit der letzten Netzstörung oder Steuerungsstillstand (in BCD)
S
%SW54 = Sekunden und Fehlercode
%SW55 = Stunde und Minute
%SW56 = Monat und Tag
%SW57= Jahrhundert und Jahr
Identifikationscode des letzten Stopps
Einstellung des aktuellen Datums
S
U
Wert des Modbus-Endebegrenzungszeichens im ASCII-Modus U
Wert des Endebegrenzungszeichens (Empfang) im
ASCII-Modus (PG-Anschluß)
U
Fehlercode des EXCH-Bausteins
Funktion und Steuerungstyp TSX Nano
S
S
%SW69
%SW70
%SW71
%SW76
%SW77
%SW78
%SW79
Vorhandene Geräte an Erweiterungsanschluß
Zeitfunktion 1 ms
Zeitfunktion 1 ms
Zeitfunktion 1 ms
Zeitfunktion 1 ms
%SW100 Befehlsfunktionswort des analogen Eingangsmoduls
%SW101 Erfaßter Wert des analogen Eingangsmoduls
%SW102 Befehlsfunktionswort des analogen Ausgangsmoduls
%SW100 Zu generierender Wert des analogen Ausgangsmoduls
%SW110 Erfaßter Zählwert
%SW111 Funktionen Schnelles Zählen
%SW112 Wert der Analogeinstellung 0
%SW113 Wert der Analogeinstellung 1
S
S
S
S
S
U
S
U
U
S
S und U
S
S
6/7
B
B
Wort Funktion
%SW114 Bestätigung der Kalenderfunktionsbausteine
%SW118 Zustandswort des Grundgerätes
%SW119 Zustandswort der E/A-Erweiterung
S = vom System bearbeitet,
U = vom Anwender bearbeitet.
Verwaltung
U
S
S
6/8
Aufgabe der Systembits und -worte
6
6.2-2 Detaillierte Beschreibung der Systemworte
Die Steuerungen TSX Nano verfügen über die im folgenden beschriebenen Systemworte:
System- Funktion
Wort
Bezeichnung
B
%SW0 Abfrageintervall
Ermöglicht die Änderung des Steuerungsabfrageintervalls, das bei der Konfiguration vom Anwenderprogramm oder
über das PG (im Dateneditor) festgelegt wurde.
%SW11 Dauer
Watchdog
%SW14 Timeout
Unitelway
Ermöglicht das Lesen der Dauer der Watchdog-Funktion
(150 ms).
Ermöglicht das Modifizieren des Werts des UNITELWAY-Timeouts
über das Anwenderprogramm (s. Reg. F, Abschn. 1.6).
%SW15 Version und Ermöglicht ab Version V3.1 die Erkennung der Steuerungs-
Update-Index version (höherwertiges Byte) und seines Update-Index der Steuerung (niederwertiges Byte)
Bsp.: 0x000: Version vor V3.1
0x3119: Steuerung der Version V3.1 und Update-Index: 25
%SW30 Letzte Ausfüh- Angabe über die Ausführungszeit des letzten Steuerungsrungszeit (1) Abfrageintervalls (in ms).
%SW31 Max. AusfühAngabe über die Ausführungszeit des längsten Steuerungsrungszeit (1) Abfrageintervalls seit dem letzten Kaltstart (in ms).
%SW32 Min. AusfühAngabe über die Ausführungszeit des kürzesten Steuerungsrungszeit (1) Abfrageintervalls seit dem letzten Kaltstart (in ms).
%SW50 Kalender-
%SW51 Funktion
%SW52
%SW53
Systemworte, die die aktuellen Werte von Datum und Uhrzeit enthalten (in BCD):
%SW50: SSXN Sekunden und Wochentag mit
(N= 0 für Montag bis 6 für Sonntag)
%SW51: HHMM Stunde und Minute,
%SW52: MMJJ Monat und Tag,
%SW53: SSAA Jahrhundert und Jahr.
Diese Worte werden vom System unterstützt, wenn Bit %S50 auf "0" ist. Die Worte können vom Anwender-Programm oder über das PG geschrieben werden, wenn Bit %S50 auf "1" gesetzt wird.
%SW54 Kalender-
%SW55 Funktion
%SW56
%SW57
Systemworte, die Datum und Uhrzeit der letzten Netzstörung oder des letzten Steuerungsstillstandes enthalten (in BCD):
%SW54: Sekunden und Wochentag,
%SW55: Stunde und Minute,
%SW56: Monat und Tag,
%SW57: Jahrhundert und Jahr.
(1) Diese Zeit entspricht der abgelaufenen Zeit zwischen dem Beginn (Erfassung der Eingänge) und dem Ende (Aktualisierung der Ausgänge) eines Abfragezyklus.
6/9
B
System- Funktion
Wort
%SW58 Code des letzten
Stopps
Bezeichnung
Beinhaltet den Code für die Ursache des letzten Stopps:
1= Umschalten von RUN auf STOP über PG
2= Stopp bei Software-Fehler (Task-Überlauf Steuerung)
4= Netzunterbrechung
5= Stopp bei Hardware-Fehler
%SW59 Einstellung Enthält zwei 8-Bit-Folgen zur Einstellung des aktuellen Datums.
des aktuellen Die Aktion erfolgt immer bei steigender Flanke des Bits.
Datums Dieses Wort wird durch Bit %S59 freigegeben.
Inkrement Dekrement Parameter
Bit 0
Bit 1
Bit 2
Bit 3
Bit 8
Bit 9
Bit 10
Bit 11
Wochentag
Sekunden
Minuten
Stunden
Bit 4
Bit 5
Bit 6
Bit 7
Bit 12
Bit 13
Bit 14
Bit 15
Tage
Monate
Jahre
Jahrhunderte
%SW67 Endebegrenzung
Modbus-
Frame
Ermöglicht das Parametrieren der Modbus-Endebegrenzung "LF" im
ASCII-Modus. Bei einem Kaltstart setzt das System dieses Wort auf
16#000A. Der Anwender kann dieses Wort über das Programm oder durch Einstellen modifzieren, wenn der Master ein anderes Endebegrenzungszeichen als 16#000A verwendet.
%SW68 EndebegrenErmöglicht das Parametrieren des Werts des Endebegrenzungsbytes zung Empfangsim ASCII-Modus. Der Empfang stoppt, sobald dieses Zeichen
Frame empfangen wurde.
ASCII-Modus Standardwert: 16#000D
%SW69 Fehlercode
EXCH-
Baustein
Tritt bei der Verwendung des EXCH-Bausteins ein Fehler auf, wechseln die Ausgangsbits %MSG.D und %MSG.E auf "1".
Dieses Systemwort enthält den Fehlercode. Folgende Werte sind möglich:
0: Kein Fehler, Austausch korrekt
1: Sendepuffer zu groß
2: Sendepuffer zu klein
3: Tabelle zu klein
4: Fehlerhafte Unitelway-Adresse (nur im Unitelway-Modus)
5: Timeout verstrichen (nur im Unitelway-Modus)
6: Sendefehler (nur im Unitelway-Modus)
7: Fehlerhafter ASCII-Befehl (nur im ASCII-Modus)
8: Nicht verwendet
9: Empfangsfehler (nur im ASCII-Modus)
10: Tabelle %KWi nicht zugelassen
Dieses Wort wird bei jeder Verwendung des EXCH-Bausteins auf "0" gesetzt.
6/10
Aufgabe der Systembits und -worte
6
System- Funktion
Wort
Bezeichnung
%SW70 Adresse Enthält folgende Informationen: und Typ der • Bit 0: 0 = Modell TSX 07 3L ••28
Steuerung 1 = Andere Modelle
• Bit 2: 1=Kalenderbaustein vorhanden
• Bit 4
0
Bit 3
0
Typ Steuerung TSX Nano
TSX Nano mit 6 Ein-/4 Ausgängen (10 E/A)
0
1
1
0
TSX Nano mit 9 Ein-/7 Ausgängen (16 E/A)
TSX Nano mit 14 Ein-/10 Ausgängen (24 E/A)
1 1 TSX Nano mit AC-Eingängen (16 E/A)
• Bit 7, 6 und 5: Adresse der Steuerung (Übernahme vom
Adresscodierwählschalter).
Ist eine E/A-Erweiterung vorhanden:
• Bit 12 und 11: E/A-Erweiterungstyp (Codierung wie bei den
Bits 3 und 4)
• Bit 13: 1 = E/A-Erweiterung vorhanden
Die nicht genutzten Bits sind auf "0" gesetzt.
%SW71 Am Erweit.anschluß vorhandene
Geräte
%SW76 Worte
bis Abwärts-
%SW78 zähler
1 ms
%SW100 Analogeingang
Angabe über den Zustand der Kommunikation aller mit dem
Grundgerät verbundenen Erweiterungen
Bit 1: E/A-Erweiterung
Bit 2: Steuerungserweiterung oder Analogmodul Nr. 2
Bit 3: Steuerungserweiterung oder Analogmodul Nr. 3
Bit 4: Steuerungserweiterung oder Analogmodul Nr. 4
Bit = "0", bei fehlender Erweiterung, Netzunterbrechung oder Störung.
Bit =1, wenn Erweiterung vorhanden und Datenaustausch mit Grundgerät möglich.
Diese 4 Wörter sind für die 1 ms-Zeitfunktionen vorgesehen.
Sie werden vom System jede Millisekunde einzeln abwärts gezählt, sofern sie einen positiven Wert haben. Das ergibt 4 Abwärtzähler mit einer Schrittdauer von 1 Millisekunde, d.h. einen Auswertungsbereich von 1 ms bis 32767 ms.
Durch Setzen von Bit 15 auf "1" kann das Dekrementieren angehalten werden.
Befehlswort der Funktionen des Analogeingangs.
Wert: 0 Analogeingang nicht freigegeben.
Wert: 1
Wert: 2
Funktionsweise ohne Skalierung
Skalierung unipolarer Bereich (Meßper. 125 ms)
Wert: 3
Wert: 4
Skalierung bipolarer Bereich (Meßper. 125 ms)
Skalierung unipolarer Bereich (Meßper. 500 ms)
Wert: 5 Skalierung bipolarer Bereich (Meßper. 500 ms)
Dieses Wort muß vom Applikationsprogramm geschrieben werden.
B
6/11
B
System- Funktion
Wort
Bezeichnung
%SW101 Analogeingang
%SW102 Analogausgang
Wort, das den erfaßten Wert des Analogeingangs enthält.
Der Wertebereich hängt von der Auswahl in %SW100 ab.
%SW100=0
%SW100=1
%SW101=0
%SW101 variiert zwischen 0 und 1000
%SW100=2 od. 4 %SW101 variiert zwischen 0 und 10000
%SW100=3 od. 5 %SW101 variiert zwischen -10000 und 10000
Befehlsfunktionswort des Analogausgangs.
Wert: 0 Normaler %PWM-Betrieb
Wert: 1
Wert: 2
Betrieb ohne Skalierung
Skalierung unipolarer Bereich
%PWM
Wert: 3 Skalierung bipolarer Bereich
analog
Dieses Wort muß vom Applikationsprogramm geschrieben werden.
%SW103 Analogausgang
Wort, das den Wert enthält, der auf den Analogausgang anzuwenden ist. Der Wertebereich hängt von der Auswahl in %SW102 ab.
%SW102=0
%SW102=1
%SW103=0
%SW103 zwischen 5 und 249
%SW102=2
%SW102=3
%SW103 zwischen 0 und 10000
%SW103 zwischen -10000 und 10000
Dieses Wort muß vom Applikationsprogramm geschrieben werden.
%SW110 Auf-/Abzähler Wert des Zählers bei steigender Flanke an Eingang %I0.4.
%SW111 Schneller
Zähler
Bit 0: Zählrichtung (1=Aufwärts, 0=Abwärts)
Bit 1: 1= Freigabe der HSC-Ausgänge
Bit 2: 1= Wahl der Zeitbasis des Frequenzmessers
(1=100 ms, 0=1 s)
Bit 3: 1= Aktualisierung von %FC in Frequenz (gibt auch die Gültigkeit des am analogen Eingangsmoduls erfaßten Wertes an).
Dieses Bit wird vom Anwender auf "0" zurückgesetzt.
%SW112 Wert AnalogEnthält die 8-Bit-Umwandlung (0 bis 255) der Spannung von einstellung 0 Potentiometer 0.
%SW113 Wert AnalogEnthält die 8-Bit-Umwandlung (0 bis 255) der Spannung von einstellung 1 Potentiometer 1.
%SW114 Freigabe
Kalender
Ermöglicht es, den Betrieb der Kalenderbausteine über das Anwenderprogramm oder über das PG freizugeben bzw. zu sperren.
Bit 0: 1 = Freigabe Kalenderfunktion 0
......................................................
Bit 15: 1 = Freigabe Kalenderfunktion 15
Zu Beginn sind alle Kalenderbausteine freigegeben.
6/12
Aufgabe der Systembits und -worte
6
System- Funktion
Wort
Bezeichnung
%SW118 Zustand
Grundgerät
Angabe über die am Grundgerät erkannten Störungen.
Bit 0: 0= ein Ausgang abgetrennt (1)
Bit 3: 0= Störung Geberversorgung
Bit 8: 0= interner Fehler oder Hardware-Fehler TSX Nano
Bit 9: 0= externer Fehler oder Dialog-Fehler
Bit 11: 0= Steuerung in der Betriebsart Selbsttest
Bit 13: 0= Konfigurationsfehler (E/A-Erweiterung konfiguriert, jedoch nicht vorhanden oder gestört.
Alle anderen Bits dieses Wortes sind auf "1" und reserviert. Bei einer
SPS ohne Fehler besitzt dieses Wort daher den Wert 16#FFFFF.
%SW119 Zustand
E/A-
Angabe über die an der E/A-Erweiterung festgestellten Fehler.
(Dieses Wort wird nur vom Grundgerät verwaltet.) Die Zu-
Erweiterung ordnung der Bits dieses Wortes ist identisch mit der des Wortes
%SW118, wobei folgende Ausnahmen gelten:
• Bit 13: ohne Bedeutung
• Bit 14: Erweiterung nicht vorhanden, obwohl sie bei der Initialisierung identifiziert wurde.
(1) Nach einem Kurzschluß oder einer Überlast am geschützten Transistorausgang.
B
6/13
B
6/14
7 Programmierhilfen
7.1
Betriebsarten
Die Sprache PL7 erlaubt die Berücksichtigung dreier großer Betriebsartenfamilien (1):
• Überprüfung,
• Betrieb oder Produktion,
• Stop.
Diese verschiedenen Betriebsarten können erreicht werden über :
• Initialisierung des Grafcet,
• Vorpositionierung von Schritten,
• Halten von Zuständen,
• Einfrieren des Graphen.
Die Verwendung der Vorverarbeitung und der Systembits stellt die Verwaltung der
Betriebsarten sicher, ohne das Anwenderprogramm zu komplizierter oder schwerfälliger zu machen.
Strukturierung der Vorverarbeitung
Die untenstehende Übersicht zeigt die Struktur, die der Vorverarbeitung zu geben ist, um in folgenden Fällen die Verarbeitung in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit auszuführen:
• Einschalten ja
• Wechsel der Betriebs-
arten
Einschalten
Initialisierung nein
Anforderung zum Wechsel der
Betriebsart nein ja
Verarbeitung
Verarbeitung
• Eingangslogik
Eingangslogik
B
Grafcet-Systembits
Die Verwendung der Bits %S21, %S22 und %S23 ist ausschließlich für die
Vorverarbeitung vorgesehen. Diese Bits werden vom System automatisch auf "0" zurückgesetzt; das Schreiben dieser Bits darf nur über den Operationscode S erfolgen.
Initialisierung des Grafcet, %S21
Ursachen:
• bei einem Kaltstart,
• Setzen von %S21 auf "1" über das Programm oder Programmiergerät.
Folgen: Deaktivierung aller aktiven Schritte und Aktivierung aller Initalschritte.
(1) Diese Betriebsarten sind durch GEMMA ("Guide pour l'étude des modes de marches et d'arrêts", vorgeschlagen von ADEPA) definiert.
7/1
B
Zurücksetzen des Grafcet auf Null, %S22
Ursachen: Setzen von %S22 auf "1" über das Programm oder Programmiergerät.
Folgen:
• Deaktivierung aller aktiven Schritte,
• Stop der Abarbeitung der sequentiellen Verarbeitung.
Vorpositionierung des Grafcet, %S22 und %S23
Vorgehensweise:
• Zurücksetzen des Grafcet auf Null durch Setzen von %S22 auf "1",
• Vorpositionieren der zu aktivierenden Schritte durch eine Folge von Anweisungen
S Xi,
• Bestätigung der Vorpositionierung durch Setzen von %S23 auf "1".
Einfrieren eines Zustands
• im Initialzustand: durch Halten von %S21 auf "1" über das Programm,
• im "leeren" Zustand: durch Halten von %S22 auf "1" über das Programm,
• im bestimmten Zustand durch Halten von %S23 auf "1".
7.2
Hinweise zur Programmierung
Bearbeitung von Programmsprüngen
Programmsprünge sind mit äußerster Vorsicht zu verwenden, um zu große Schleifen zu vermeiden, die die Zykluszeit nur unnötig verlängern. Programmsprünge auf
Anweisungen, die weiter oben im Programm stehen, sind nach Möglichkeit zu vermeiden.
Programmierung von Ausgängen
Jedes Ausgangsbit oder interne Bit darf nur ein einziges Mal im Programm angesteuert werden. Bei den Ausgangsbits wird nur der letzte abgefragte Wert bei der Aktualisierung der Ausgänge berücksichtigt.
Berücksichtigung der direkten Sicherheitseinrichtungen
Geber in Verbindung mit direkten Sicherheitseinrichtungen dürfen nicht von der
Steuerung verarbeitet werden. Sie müssen direkt auf die entsprechenden Stellglieder einwirken.
Bearbeitung bei Netzwiederkehr
Die Wiederkehr der Netzversorgung sollte von einer manuellen Operation abhängig gemacht werden, da ein automatischer Neustart der Anlage zu unerwarteten
Gerätefunktionen führen könnte (Verwendung der Systembits %S0, %S1 und %S9).
Verwaltung der Zeit und der Kalenderfunktion
Es wird empfohlen, den Zustand von Bit %S51 zu kontrollieren, das auf etwaige Fehler der Kalenderfunktion hinweist.
Hinweis: Bei der Programmerfassung überwacht das Programmiergerät die Syntax der Anweisungen, der Operanden und ihrer Zugehörigkeit. Mit der Diagnosefunktion des Programmiergeräts können
Programmierfehler überprüft werden (siehe Anhang Register G).
7/2
Programmierhilfen
7
Zusatz zur Verwendung von Klammerausdrücken
• Zuweisungen dürfen nicht in Klammern gesetzt werden.
LD %I0.0
AND %I0.1
OR( %I0.2
ST %Q0.0
)
AND %I0.3
ST %Q0.1
Um die gleiche Funktion ausführen zu können, werden folgende Programmblöcke programmiert:
LD
MPS
%I0.0
AND( %I0.1
)
OR( %I0.2
AND %I0.3
)
ST %Q0.1
MPP
AND %I0.2
ST %Q0.0
• Werden mehrere Kontakte parallel geschaltet, müssen die Parallelschaltungen ineinander verschachtelt oder voneinander getrennt werden.
Beispiel 1: Beispiel 2
B
Folgende Programmblöcke dürfen hingegen nicht programmiert werden:
Beispiel 3 Beispiel 4
7/3
B
Um Schaltbilder zu erstellen, die jenen auf der vorhergehende Seite entsprechen, müssen diese auf folgende Weise geändert werden:
Beispiel 5 (vergl. Beispiel 3) Beispiel 6 (vergl. Beispiel 4)
LD %I0.0
AND( %I0.1
OR( %I0.2
)
)
AND %I0.3
OR( %I0.4
AND %I0.3
)
ST %Q0.1
LD %I0.0
AND( %I0.1
OR( %I0.2
)
AND %I0.3
AND %I0.5
OR( %I0.2
)
AND %I0.4
)
ST %Q0.1
7.3
Wiedereinschalten der geschützten Transistorausgänge bei
TSX 07
•• ••
12
Wenn ein Kanalfehler zu einem Trennen der Ausgänge einer Steuerung (Grundgerät oder E/A-Erweiterungen) geführt hat, müssen sie wiedereingeschaltet werden. Dies kann:
• über einen Bedienerbefehl angefordert werden. Dies ist die empfohlene Vorgehensweise (siehe Abschnitt A 1.7-2)
• automatisch erfolgen. Die Verwendung dieser Wiedereinschaltfunktion erfordert
Kenntnisse darüber, welche Auswirkungen eine automatische Reakivierung der
Ausgänge auf den Prozeß haben kann.
Die Auswahl erfolgt mit Hilfe des Systembits %S49.
Trennen der Ausgänge
Ein Überstrom oder Kurzschluß an einem Ausgang bewirkt folgendes:
• Strombegrenzung am betroffenen Ausgang
• Trennen aller Ausgänge (Grundgerät oder E/A-Erweiterung)
• Einschalten (permanentes Leuchten) der E/A-Signalleuchte am Grundgerät oder der Leuchten an Grundgerät und E/A-Erweiterung (bei Trennung der Ausgänge der
E/A-Erweiterung )
• Setzen des Systembits E/A-Fehler %S10 auf 0
• Setzen des Systembits %S118 (Ausgänge des Grundgeräts getrennt) oder Systembits
%S119 (Ausgänge einer E/A-Erweiterung getrennt) auf "1".
• Setzen des Systemwortbits %SW118:X0 (Ausgänge des Grundgeräts getrennt) oder Systemwortbits %SW119:X0 (Ausgänge einer E/A-Erweiterung getrennt) auf "0".
7/4
Programmierhilfen
7
Manuelles Wiedereinschalten von Ausgängen (über Bedienerbefehl)
Das Systembit %S49 wird durch eine externe Maßnahme auf 1 gesetzt. Wenn das
Einschalten der Ausgänge erfolgt ist, muß das Bit %S49 auf 0 zurückgesetzt werden.
Das entsprechende Programm lautet:
LDN
ORN
AND
S
LD
AND
R
%SW118:X0
%SW119:X0
%I0.3
(Eingang I0.3 als Beispiel)
%S49
%SW118:X0
%SW119:X0
%S49
Zwischen zwei Reaktivierungsversuchen müssen mindestens 10 Sekunden liegen.
Wenn der Fehler, der zum Trennen führte, beseitigt ist:
• werden die Ausgänge wieder in dem im Programm festgelegten Zustand aktiviert
• werden die E/A-Signalleuchten ausgeschaltet
• werden die Systembits und Systemwortbits in ihren Standardzustand gesetzt:
%S10, %SW118:X0, %SW119:X0 auf 1, %S118 und %S119 auf 0 (siehe Abschnitt
B 6.2).
B
Automatisches Wiedereinschalten von Ausgängen
Systembit %S49 wird vom folgenden Programm permanent auf 1 gesetzt:
LD
ST
1
%S49
Alle 10 Sekunden wird automatisch ein Wiedereinschalten angefordert. Die Zeitbasis von 10 s ist synchron bezüglich dem Auftreten des Fehlers. Nach Wiedereinschaltung verhalten sich Ausgänge, Signalleuchten und Systemworte/-bits ebenso wie beim manuellen Wiedereinschalten.
7/5
B
7.4
Voraussetzungen für die Übersetzbarkeit
Es müssen folgende Bedingungen überprüft werden, damit ein Programm insgesamt
übersetzbar ist (1):
• Folgende Anweisungen dürfen nicht verwendet werden:
JMPCN, ENDCN oder N
• Funktionsbausteine müssen übersetzbar programmiert werden (siehe
Abschn. 2.2-2).
• Funktionsbausteine dürfen nicht in
Kaskadenform oder verschachtelt programmiert werden.
• Zwischen BLK und OUT_BLK oder BLK und END_BLK (wenn OUT_BLK nicht programmiert ist) dürfen keine
Zuweisungen verwendet werden.
Ungültiges Programm Gültiges Programm
BLK %TM0
LD %I0.0
ST
IN
%Q0.1
BLK %TM0
LD %I0.0
IN
END_BLK
END_BLK LD
ST
%I0.0
%Q0.1
(1) Hinweis: Wenn eine Anweisungssequenz nicht übersetzbar ist, bleibt diese Sequenz in AWL, während der übersetzbare Rest des Programms in KOP umgesetzt wird.
7.5
Regeln für die Übersetzbarkeit
• Ein vorschriftsmäßiger Programmblock umfaßt nicht mehr als 7 Zellen in der Höhe und 11 Zellen in der Breite (7x11-Raster).
• Ein mit LD beginnender Satz muß mit einer bedingten Aktionsanweisung enden.
• Die Anweisungen JMPCN, ENDCN, NOP und N sind nicht übersetzbar.
• Aktionsanweisungen innerhalb von Klammern sind nicht übersetzbar.
• Stapelspeicheranweisungen innerhalb von Klammern sind nicht übersetzbar.
• Eine OR-Anweisung nach einer Aktionsanweisung ist nicht übersetzbar.
• RET, JMP und END sind unbedingte Anweisungen. Der Programmblock darf keine anderen Anweisungen enthalten.
• Auf Ein- und Ausgänge von Funktionsbausteinen darf nur über übersetzbare
Standard-Funktionsbausteinanweisungen zugegriffen werden. Anweisungen, die direkt auf den Funktionsbaustein zugreifen, sind nicht übersetzbar.
7/6
Programmierhilfen
7
• Ein Satz, der nach END_BLK weitere Anweisungen enthält, ist nicht übersetzbar.
• Funktionsbausteinausgänge, die zusammen mit den Anweisungen AND und OR verwendet werden, sind nicht übersetzbar.
• Eine OR-Anweisung innerhalb eines Programmblocks mit einem Funktionsbausteinausgang muß von Klammern umgeben sein.
• Eine unbedingte Aktionsanweisung zwischen BLK und END_BLK ist nicht
übersetzbar.
• Auf OUT_BLK muß LD für einen gültigen Funktionsblockausgang oder END_BLK folgen.
• Die Anweisung vor einer MRD- oder MPP-Anweisung muß entweder eine bedingte
Aktionsanweisung oder eine Stapelspeicheroperation sein.
• Eine nicht-verschachtelte OR-Anweisung zwischen einem MPS- und MPP-Paar ist nicht übersetzbar.
• Eine OR-Anweisung nach einer MPS-, MRD- oder MPP-Anweisung ist nicht
übersetzbar.
• Eine MCS-Anweisung darf nicht zusammen mit anderen Aktionsanweisungen in einem Programmblock verwendet werden.
• Ein Unterprogrammaufruf oder eine JMPC-Anweisung müssen die letzte
Aktionsanweisung in einem Programmblock sein.
• Vor einer AWL-Anweisung dürfen nur eine Titelzeile und bis zu 4 Kommentarzeilen stehen. Wenn sich irgendwo zwischen dem Titel und der AWL-Anweisung eine
Leerzeile befindet, werden möglicherweise nicht alle Teile des Titels im entsprechenden KOP-Programmblock-Titel angezeigt.
• Wenn sich vor einer AWL-Anweisung mehr als 4 Kommentarzeilen befinden, wird die 5. Kommentarzeile als Titelzeile interpretiert, und die darüberliegenden
Kommentarzeilen werden im entsprechenden KOP-Programmblock-Titel nicht angezeigt.
Wenn eine Anweisungssequenz nicht übersetzbar ist, bleibt diese Sequenz in AWL, während der übersetzbare Rest des Programms in KOP umgesetzt wird (siehe unten).
B
7/7
B
7/8
PL7-07-Software Inhalt
Register C
Kapitel
Funktionen der Software PL7-07
2 Installation der PL7-07-Software 2/1
2.2-1 Anschluß der Stromversorgung
2.2-2 Anschluß des Kommunikationskabels zwischen PC und SPS
2.2-3 Anschluß des Kommunikationskabels zwischen
Programmiergeräten FTX 417/ FTX 507/517 / FT 2000 und SPS
Installation der Software PL7-07
Installation des Treibers UNI-TELWAY unter Windows NT
2.5-3 Erstellen von Verzeichnissen für Applikationsdateien und Datenseiten
2.5-4 Import/Export von Informationen
2.5-5 Import von Symbolen und Kommentaren
___________________________________________________________________________
C/1
Seite
C
PL7-07-Software Inhalt
Register C
C
Kapitel
2.6-1 Aufruf der PL7-07-Software
2.6-2 Öffnen einer Applikation
2.6-3 Schließen einer Applikation
2.6-4 Beenden der PL7-07-Software
3.2-2 Wahl einer Rubrik der Funktionsleiste
3.3-1 Einsatz der AWL- und KOP-Editoren
Betriebsarten der PL7-07-Software
3.6-2 Einstellungs- und Debugging-Phase
Seite
___________________________________________________________________________
C/2
PL7-07-Software Inhalt
Register C
Kapitel
Erstellen einer neuen Applikationsdatei
Öffnen einer bestehenden Applikationsdatei
5 Konfiguration der SPS-Komponenten 5/1
5.1-1 Menü "Konfiguration" in der Hauptmenüleiste 5/1
5.1-2 Konfigurationseditor, aufgerufen über das Menü "Ansicht" 5/1
5.1-3 Konfiguration über den KOP-EDITOR oder die
5.1-4 Konfiguration über den SYMBOLEDITOR
Seite
C
___________________________________________________________________________
C/3
PL7-07-Software Inhalt
Register C
C
Kapitel
Seite
___________________________________________________________________________
C/4
PL7-07-Software Inhalt
Register C
Kapitel
Verwendung des Menüs Tools im Symboleditor
6.3-4 Nach Variablen sortieren
Verwendung des Menüs "Bearbeiten" im Symboleditor
7 Entwicklung eines KOP-Programms 7/1
Einfügen einer grafischen Anweisung
7.4-1 Regeln für das Einfügen grafischer Anweisungen
7.4-2 Einfügen grafischer Anweisungen mit der Maus
7.4-3 Einfügen grafischer Anweisungen mit der Tastatur
Einfügen von speziellen Kontakten, Abschlußoperationen und
7.5-2 Einfügen einer Abschlußoperation oder Sprunganweisung/
eines Unter-programmaufrufs 7/7
___________________________________________________________________________
C/5
Seite
C
PL7-07-Software Inhalt
Register C
C
Kapitel
7.5-3 Einfügen eines Zeitgeber- oder Zählerbausteins
7.5-4 Einfügen und Entfernen einer vertikalen Verbindung
7.5-5 Einfügen eines Vergleichsbausteins
7.5-6 Einfügen eines Operate-Bausteins
7.5-7 Einfügen spezieller Anweisungen der Erweiterten
Einfügen eines Operanden oder Symbols
Einfügen eines Programmblock-Titels, Labels oder Kommentars 7/13
Verwendung des Menüs Tools im KOP-Editor
7.8-2 Programmblock bestätigen
7.8-3 Programmblock annullieren
7.8-6 Vorheriger Programmblock
Verwendung des Menüs Tools in der KOP-Anzeige
7.9-4 Akt. Prog.block bearbeiten
7.9-8 1 Zeile Variable oder Symbol
7.9-9 3 Zeilen Variablen oder Symbol
7.9-10 3 Zeilen Variablen und Symbol
7.9-11 Progr.block-Titel ein/aus
7.9-13 KOP/AWL ein-/ausblenden
7.9-14 Programm im KOP-Format anzeigen
7.9-15 Grafcet-Schrittabelle (siehe Register C, Abschnitt 9.3)
___________________________________________________________________________
C/6
Seite
PL7-07-Software Inhalt
Register C
Kapitel
7.10 Verwendung des Menüs "Bearbeiten" in der KOP-Anzeige
7.10-2 Markieren eines Bereichs
8 Entwicklung eines AWL-Programms
Verwendung des Menüs Tools im AWL-Editor
8.4-4 Grafcet-Schrittabelle (siehe Register C, Abschnitt 9.3)
Verwendung des Menüs Bearbeiten im AWL-Editor
8.5-2 Markieren eines Bereichs
Seite
C
___________________________________________________________________________
C/7
PL7-07-Software Inhalt
Register C
C
Kapitel
Anzeige der Grafcet-Anweisungen
10 Bestätigung und Konvertierung eines Programms
10.1 Bestätigung eines Programms
10.3 Konvertierung eines Programms
11 Archivierung einer Applikation
12 Transfer einer Applikation 12/1
12.2 Transfer einer Applikation
___________________________________________________________________________
C/8
Seite
PL7-07-Software Inhalt
Register C
Kapitel
13 Inbetriebnahme einer Applikation
14 Debugging und Einstellung einer Applikation 14/1
14.2 Animation eines Programms
14.2-1 Animation eines KOP-Programms
14.2-2 Animation eines AWL-Programms
14.3-1 Animation einer Datenseite
14.4 Verwendung des Menüs "Tools" im Dateneditor
14.4-1 Bearbeiten einer Variablen
14.4-5 Nächste Variable hinzufügen
14.4-6 Vorherige Variable hinzufügen
14.4-10 Forcierungen überall löschen
14.4-11 Verwendete Werte lesen 14/8
___________________________________________________________________________
C/9
Seite
C
PL7-07-Software Inhalt
Register C
C
Kapitel
14.4-12 Verwendete Werte schreiben
14.4-16 Datenseite speichern unter
14.5 Änderung eines Programms im RUN-Betrieb
Seite
15.3-1 Einstellungen zum Drucken der Konfiguration
15.3-2 Einstellungen zum Drucken von Symbolen
15.3-3 Einstellungen zum Drucken von Querverweisen
15.3-4 Einstellungen zum Drucken eines AWL-Programms
15.3-5 Einstellungen zum Drucken eines KOP-Programms
16 Querverweise in einer Applikation
16.2 Generierung einer neuen Querverweisliste
16.3 Aktualisierung einer bestehenden Querverweisliste
17 Export von Quelldateien 17/1
___________________________________________________________________________
C/10
Kapitel 1
1 Überblick
1.1
Einführung
Register C beschreibt den Einsatz der PL7-07-Software zur Entwicklung und Verwaltung von Applikationen für die Steuerung TSX Nano.
1.2
Funktionen der Software PL7-07
Die PL7-07-Software ist eine grafische Entwicklungsumgebung zum Erstellen und
Pflegen von Applikationen für die Steuerungen TSX Nano.
Die PL7-07-Software ist ein Windows-artiges Tool zur Entwicklung von Applikationen auf IBM AT kompatiblen PC mit MS-DOS 3.3 (oder höher). Zu den Funktionen der
PL7-07-Software für den PC gehören:
• gleichzeitiges Öffnen mehrerer Fenster (bis zu 3)
• leichte Bedienung mit Tastatur und Maus
• KOP- und AWL-Programmierung Übersetzung
• KOP-Programmierung in zwei Schritten (zeigen und klicken)
• Offline- und Online-Programmierung
• Programm- und/oder Datenanimation
• leichte Konfiguration durch einfaches Auswählen der gewünschten Funktionen in
Dialogfenstern
• Programmbearbeitung mit Ausschneiden, Kopieren und Einfügen
• symbolische Programmierung
• unabhängige Dateien mit Datenseiten
• Import-/Exportfunktionen
• Querverweise
• Druckerausgabe
- AWL- und/oder KOP-Programm
- Konfiguration
C
1.3
Liste der Anhänge
Register C verweist zum Teil auf in Register G enthaltene Anhänge. Diese sind:
A.1
AWL-Anweisungen mit KOP-Äquivalent
A.2
Menüoptionen in Funktions- und Anweisungsleisten
1/1
C
A.3
Variablen der PL7-07-Software
A.4
Sicherungseinrichtungen
A.5
Ausführungszeit und Speicherbelegung der Anweisungen
A.6
Import und Export von ASCII-Programmdateien und Symboldateien
A.7
Transfer von Applikationen vom Programmiergerät FTX 117
über TSX Nano oder Speicherkarte zum PC
A.8
Fehlersuche bei Installationsproblemen
A.9
Ausführung von PL7-07 unter Windows
A.10
Beispiel einer Vorpositionierung der Grafcet-Schritte
A.11
Mit den Schritten verknüpfte Aktionen
1.4
Konventionen
Im Register C gelten die folgenden typographischen Konventionen:
Format Bedeutung fett Fett gedruckte Wörter oder Sätze müssen genauso eingegeben werden wie dargestellt. Die Namen der Menüoptionen und
Felder in Dialogfenstern werden ebenfalls fett gedruckt.
kursiv Kursiv gedruckte Wörter sind Platzhalter für eine Eingabe. Auch neu eingeführte Begriffe, denen eine Definition folgt, werden kursiv gedruckt.
<spitze Klammer> Die Namen der Tasten auf der Tastatur werden in <spitzen
Klammern> gedruckt, beispielsweise <ENTF>.
1/2
Kapitel 2
1
2 Installation der PL7-07-Software
2.1
Systemanforderungen
2.1-1 Gerätekompatibilität
Die PL7-07-Software kann auf folgenden Computertypen eingesetzt werden:
• IBM AT oder kompatible PC
• Programmiergeräte
- FTX 417 20/ 417 40 (1) / FT 2000 (1)
- FTX 507 oder FTX 517 (1)
(1) für eine optimale Leistung empfohlenes Gerät
C
2.1-2 Systemanforderungen
Das Computersystem sollte die folgenden Minimalanforderungen erfüllen:
• CPU 80286; Empfehlung: ab CPU 80386 (mit mindestens 20 Mhz)
• 640 KB RAM und 2 MB freier Erweiterungsspeicher
• 3 MB freier Platz auf der Festplatte
• EGA-, VGA- oder SVGA-Monitor
• Ein freier serieller Anschluß, COM1 bis COM4
• Ein paralleler Druckeranschluß, LPT1 bis LPT4
• MS-DOS ab Version 3.3
Die PL7-07-Software ist auf einem Computer mit Minimalausstattung einsetzbar; bei einem solchen Gerät muß aber mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit gerechnet werden, wenn mehrere Fenster gleichzeitig geöffnet sind oder viele animierte Daten oder eine sehr große Applikation bearbeitet werden.
2/1
2.2
Anschlüsse
Die für den PC oder das Programmiergerät FTX 417/FTX 507 spezifischen Anschlüsse
(Anzeige, Tastatur, Maus und Drucker) sind in der jeweiligen Dokumentation beschrieben. Dieser Abschnitt beschreibt folgendes:
• Anschluß der Stromversorgung
• Anschluß der Kommunikationskabel
ACHTUNG
Ein Kommunikationskabel muß immer erst mit dem Peripheriegerät (Programmiergerät, Bedienterminal), dann mit dem Anschluß Steuerung verbunden werden.
C
2.2-1 Anschluß der Stromversorgung
Siehe Register A, Abschnitt 3.2 zum Anschluß der Stromversorgung.
2.2-2 Anschluß des Kommunikationskabels zwischen PC und SPS
Für diesen Anschluß ist das Kommunikationskabel TSX PCU 1030 (2,5 m Länge) erforderlich, das mit der Software TLX L PL7 07P 30G geliefert wird. Bei einem seriellen
Anschluß mit 25-poliger serieller Steckbuchse werden Adapter TSX CTC 07 und
Kommunikationskabel TSX CPU 1030 eingesetzt.
Stromversorgung
FT 2000
Kompatibler PC
TSX Nano
TSX PCU 1030
TSX PCU 1030
Stromversorgung
Serieller
Anschluss COM
2.2-3 Anschluß des Kommunikationskabels zwischen Programmiergeräten
FTX 417/ FTX 507/517 / FT 2000 und SPS
Für diesen Anschluß ist das Kommunikationskabel T FTX CBF 020 (2 m Länge) erforderlich, das mit der Software TLX L PL7 07G 30G geliefert wird.
Stromversorgung
FTX 417
Serieller
Anschluss COM
T FTX CBF 020
T FTX CBF 020 Stromversorgung
FTX 507/517
Stromversorgung
2/2
Installation der PL7-07-Software
1
2.3
Installation der Software PL7-07
Die PL7-07-Software wird auf zwei 3,5-Zoll-HD-Disketten ausgeliefert. Sie wird folgendermaßen installiert:
1. An der DOS-Eingabeaufforderung c: die Installationsdiskette Disk #1 in das 3,5-
Zoll-Diskettenlaufwerk einlegen.
2. Zur Auswahl des Laufwerks an der DOS-Eingabeaufforderung a: oder b:
<Eingabetaste> eingeben.
3. install <Eingabetaste> eingeben, um die PL7-07-Software zu starten.
4. Zu installierende Sprachversion wählen. Die PL7-07-Software kann in einer der fünf folgenden Sprachen installiert werden: Englisch, Französisch, Deutsch,
Italienisch oder Spanisch. Außerdem ist die Installation anderer Sprachen mit Hilfe von separat ausgelieferten Disketten möglich, die die in die jeweilige Sprache
übersetzten Dateien enthalten.
Hinweis:
Informationen über die Möglichkeit, PL7-07 in einer anderen Sprache als EN/FR/DE/IT/ES zu installieren, erhalten Sie bei Ihrer nächstgelegenen SCHNEIDER-Niederlassung.
Die PL7-07-Software kann in jeweils einer Sprache eingesetzt werden. Sind mehrere Sprachversionen erforderlich, die Software in ein anderes Verzeichnis installieren. Bei einer Installation in das bei der Erstinstallation verwendete
Verzeichnis wird die Erstinstallation mit der neuen Sprachversion überschrieben.
5. Nach entsprechender Aufforderung das Ziellaufwerk für die Installation der PL7-07-
Software auswählen.
6. Nach entsprechender Aufforderung das Zielverzeichnis für die PL7-07-Software eingeben.
Das Standardverzeichnis ist <laufwerk>:\PL707.
7. Ist das verwendete Betriebssystem Dos oder Windows 3.1/95/98, wählen Sie nach entsprechender Aufforderung durch das Programm den SPS-Kommunikationsanschluß aus.
Ist das verwendete Betriebssystem Windows NT, wird der SPS-Kommunikationsanschluß durch das Treiber-Verwaltungs-Tool XWAY ausgewählt (s. Abschn. 2.4).
8. Das Programm dekomprimiert die Installationsdateien und speichert die PL7-07-
Software in dem ausgewählten Verzeichnis.
9. Nach entsprechender Aufforderung die Installationsdiskette Disk #2 in das Laufwerk einlegen.
10. Die Frage "soll die Datei CONFIG.SYS erstellt/geändert werden (J/N)?" mit Ja oder
Nein beantworten.
11. Die Frage "soll die Datei AUTOEXEC.BAT erstellt/geändert werden (J/N)?" mit Ja oder Nein beantworten.
12. Bei der entsprechenden Aufforderung die Installationsdiskette Disk #1 in das
Laufwerk einlegen
C
2/3
C
13. Bei der entsprechenden Aufforderung eine beliebige Taste drücken, um das
Installationsprogramm zu beenden und den Computer neu zu starten.
Hinweis:
Wurden die Fragen in den Schritten 10 und 11 mit Nein beantwortet , müssen die am Ende der
Installation angezeigten Daten für eine manuelle Aktualisierung der Konfigurationsdateien notiert werden. Vor dem Beenden des Installationsprogramms die Konfigurationsdateien ändern:
1.
Datei AUTOEXEC.BAT in einem Texteditor öffnen und Path-Anweisung mit C:\PL707 ergänzen:
PATH=C:\WINDOWS;C:\DOS;C:\PL707 wobei C: das ausgewählte Laufwerk und \PL707 das Verzeichnis der PL7-07-Software ist.
2.
Datei CONFIG.SYS in einem Texteditor öffnen und folgende Anweisungen einfügen:
FILES=30 oder mehr
DEVICE=C:\PL707\DUNTLW.EXE PROFILE=C:\PL707\DUNTLW.001
COM1 ist der vorgegebene Kommunikationsanschluß. Zum Ändern der Einstellung DUNTLW.001
im Verzeichnis C:\PL707 bearbeiten. Bei den Basisparametern die COM-Einstellung in der
Zeile PORT=COM1:O,8,1 entsprechend dem gewünschten COM-Anschluß ändern
3.
Den Computer erneut starten.
Hinweis:
Zur korrekten Ausführung des Installationsprogramms von PL7-07, INSTALL.EXE, sind mindestens
370 KB verfügbarer Speicher im 640 KB-RAM-Speicher erforderlich.
2/4
Installation der PL7-07-Software
1
2.4
Installation des Treibers UNI-TELWAY unter Windows NT
Der Kommunikationstreiber UNI-TELWAY für NT, der auf einer 3.5" HD-Diskette geliefert wird, verfügt über seine eigene Installationsprozedur, die sich von der von
PL7.07 V3.0 unterscheidet.
Die Installation des Treibers UNI-TELWAY kann vor oder nach der Installation der
Software PL7.07 erfolgen.
Zur Installation des Treibers UNI-TELWAY:
1. Legen Sie die Diskette mit dem UNI-TELWAY-Treiber in das Diskettenlaufwerk ein,
2. Über das Menü Start/Ausführen wählen Sie A:\Setup.exe und klicken Sie auf Ok,
3. Quittieren Sie das Begrüßungsfenster mit Next,
4. Wählen Sie ein Ziellaufwerk für die Installation der Software UNI-TELWAY aus,
5. Definieren Sie eine Programmgruppe (standardmäßig schlägt die Software die
Gruppe Modicon Telemecanique vor),
6. Wählen Sie die Sprache,
7. Konfigurieren Sie den Kommunikationsanschluß, indem Sie folgendes auswählen:
- den Kommunikationsanschluß für die SPS,
- die Übertragungsrate,
- die Adresse UNI-TELWAY und speichern Sie die eingestellten Parameter,
C
8. Schließen Sie die Dialogbox durch Klicken auf ,
9. Starten Sie den Computer neu.
Die Konfigurationsparameter des Treibers UNI-TELWAY können mittels des Tools
"XWAY drivers manager" eingesehen und/oder geändert werden, das sich in der
Programmgruppe befindet, deren Name bei der Installation festgelegt wurde
(Standardmäßig: Modicon Telemecanique).
2/5
C
Dieses Tool verfügt über die Registerkarten XWAY manager, UNI-TELWAY Driver und
XWAY test.
Die Registerkarte XWAY manager:
- gibt Informationen zu dem oder den installierten Treiber(n),
- ermöglicht die Installation oder Deinstallation eines Treibers.
Die Registerkarte Unitelway Driver ermöglicht eine Änderung der
Einstellungsparameter des Treibers UNI-TELWAY.
Die Registerkarte XWAY Test ermöglicht den Test des gewählten Treiberanschlusses:
Gruppe Treiber
• Name: Name des verwendeten Treibers für den UNI-TELWAY-Test.
• Treiber-Nr.: Nummer des Treibers, der für den Test verwendet wird (normalerw. 1).
• Distante Adresse: XWAY-Adresse der distanten Station im Format
“Netzwerk.Station.Port”. Die Adresse “0.254.0” ist die standardmäßig definierte
Adresse (z.B.: PG-Anschluß).
Gruppe Request
• Typ: Typ des Request. Verschiedene Arten von Mirror Requests werden angeboten.
• Zeit: Wartezeit in ms für die Antwort auf den gesendeten Request (time out).
• Status: Status der Verbindung, “off-line”, “Verbindung…” oder “on-line”.
Befehlsschaltflächen
• Anschluß herstellen: Öffnet einen internen Kommunikationskanal mit dem gewählten
Treiber.
• Starten: Startet das Senden von Requests zu der im Feld "Distante Adresse" der
Gruppe "Treiber" festgelegten Station. Diese Schaltfläche ist nur im "on-line" Modus aktiviert.
• Weitere Infos…: Zeigt die Systeminformationen des Treibers an. Diese Schaltfläche ist nur im "on-line"-Modus aktiviert.
• Info: Zeigt die Versions- und Copyrightinformationen der XWAY-Software an.
2/6
Installation der PL7-07-Software
1
2.5
Dateiverwaltung
2.5-1 Dateitypen
Die PL7-07-Software verwendet sieben verschiedene Dateitypen. Diese Dateitypen und deren Einsatz werden im folgenden beschrieben.
*. PL7-Applikations- In Dateien dieses Typs werden die mit der PL7-07-Software ent-
datei wickelten Applikationen gespeichert. Auf Applikationsdateien wird über das Menü Datei zugegriffen.
*.APP-Binärdatei In Dateien dieses Typs werden die mit der PL7-07-Software entwickelten Applikationen in einem Format gespeichert, das die
Übertragung der Datei zum Programmiergerät FTX 117 (und umgekehrt) über eine Speicherkarte erlaubt.
*.DAT-Datei In Dateien dieses Typs werden die mit dem Dateneditor erstellten
Datenseiten gespeichert. Auf Datenseiten wird bei der Anzeige des Dateneditor-Fensters über das Menü Tools zugegriffen. Die
Erweiterung .DAT erlaubt eine Übertragung dieser Dateien zum
Programmiergerät FTX 117 über eine Speicherkarte, ohne die
Dateien als Binärdateien speichern zu müssen.
*.SYM-Symboldatei Dieser Dateityp wird für den Import und Export von Symbolen zwischen PL7-07-Applikationen verwendet.
*.TXT-Datei
*.IL-Exportdatei
*.LD-Exportdatei
Dieser Dateityp wird für den Import und Export von AWL-Dateien verwendet.
Dieser Dateityp wird für den Export von PL7-07-Quelldateien in
AWL nach PL7 Micro verwendet.
Dieser Dateityp wird für den Export von PL7-07-Quelldateien in
KOP nach PL7 Micro verwendet.
C
2.5-2 Sicherungskopien
Wurde eine Applikationsdatei (Erweiterung .PL7) geändert, wird beim Speichern der
Datei automatisch eine Sicherungskopie mit der Erweiterung .BAK erstellt. Die BAK-
Datei enthält die letzte Version der Applikationsdatei vor dem Anbringen der Änderungen.
Die BAK-Datei wird in demselben Verzeichnis gespeichert wie die Applikationsdatei.
Soll eine andere Dateierweiterung für die Sicherungskopien verwendet werden, müssen mit dem DOS-Editor in der Datei PL707.INI unter "AppDefaults" in der Zeile
"BackupExtension=" die Einstellungen geändert werden. Sollen keine automatischen
Sicherungskopien erstellt werden, muß xxx nach "BackupExtension=xxx" leer bleiben.
Zur Auswahl einer Sicherungskopie im Dialogfenster DATEI WAEHLEN im Feld
Dateityp-Liste die Option Alle (*.*) wählen. Aus der Liste aller Dateien des ausgewählten
Verzeichnisses die BAK-Datei der gewünschten Applikation auswählen.
2/7
2.5-3 Erstellen von Verzeichnissen für Applikationsdateien und Datenseiten
Bei der Installation von PL7-07 werden automatisch zwei Verzeichnisse erstellt, die die Verwaltung der Applikationsdateien (*.PL7) und der Datenseiten ( *.DAT) erleichtern, die beim Entwickeln einer Applikation generiert werden.
Hinweis:
In den nachfolgend beschriebenen Schritten wird vorausgesetzt, daß sich die PL7-07-Software im
Standardverzeichnis C:\PL707 befindet.
Der vollständige Pfadname der Applikationsdateien lautet C:\PL707\APP\Dateiname.
Der vollständige Pfadname für die DAT-Dateien lautet C:\PL707\DAT\Dateiname.
C
2.5-4 Import/Export von Informationen
Die PL7-07-Software erlaubt den Import und Export von ASCII-Programmdateien und
Symboldateien. Programmquelldateien (AWL oder KOP¨) können ebenfalls nach
PL7-Micro exportiert werden. Auf die Import- und Exportoptionen wird über das Menü
Datei zugegriffen. Im folgenden werden die Dateien beschrieben, die importiert und exportiert werden können.
1. AWL-Programme können mit externen ASCII-Texteditoren erstellt werden. Durch
Importieren oder Exportieren können diese Dateien zwischen der Software PL7-
07 und dem ASCII-Texteditor ausgetauscht werden.
2. Durch Importieren oder Exportieren können Symbole von einer PL7-07-Applikation zur anderen kopiert werden. Dabei wird ein internes Dateiformat mit der Erweiterung
.SYM verwendet. Dieser Dateityp kann von anderen externen Tools wie Texteditoren und Tabellenkalkulationsprogrammen nicht verwendet werden. Durch Importieren oder Exportieren können ebenfalls Standard-Symboldateien für gemeinsame
Applikationen erstellt werden.
3. Das laufende PL7-07-Quellprogramm kann im KOP- oder rückübersetzbaren
AWL-Format nach PL7-Micro exportiert werden. Das gewählte Format wird durch die jeweilige Dateinamenerweiterung bestimmt (IL für AWL und LD für KOP).
Die Exportdatei enthält das Programm, die Programmblockvorsätze (in KOP werden nur die Titel exportiert), die Symbole und die Konfigurationsdaten. Von
PL7-Micro nicht unterstützte Objekte (AWL-Zwischenzeile, schnelle Zähler, Grafcet-
Anweisungen usw.) werden in der Exportdatei jeweils durch eine Leerzeile ersetzt.
2.5-5 Import von Symbolen und Kommentaren
Die PL7-07-Software erlaubt den Import der Symbole und Programmkommentare aus der Datei einer anderen Applikation. Wenn es notwendig ist, die Symbole der Objekte und die Kommentare eines Programms wiedereinzusetzen, erspart diese Option deren erneute Eingabe.
Diese Option ist ein Untermenü der Funktion "Import", zugänglich über das Menü
"Datei". Um diese Option nutzen zu können, muß eine Applikation geöffnet sein. Beim
Starten dieser Option erscheint ein Fenster zur Auswahl der Quellapplikationsdatei.
2/8
Installation der PL7-07-Software
1
Die aus der Quellapplikationsdatei geladenen Symbole werden in der Symboltabelle der aktuellen Applikation abgelegt. Die Kommentare (am Ende einer Programmzeile oder ganze Programmzeilen) werden mit der aktuellen Applikation zusammengefügt.
Regeln für den Import von Symbolen und Kommentaren:
• Die aktuelle Applikation darf weder Symbole noch Kommentare enthalten, andernfalls ist der Import nicht durchführbar.
• Die Zeilenendekommentare werden in Programmblöcken und Zeilen abgelegt, deren
Nummer und Stellenwert der Quellapplikation entspricht.
• Wenn der Stellenwert der Zeile des Programmblocks in der aktuellen Applikation nicht vorhanden ist, wird der Zeilenendekommentar als ganzzeiliger Kommentar am Ende dieses Programmblocks abgelegt.
• Wenn die Nummer des Programmblocks in der aktuellen Applikation nicht vorhanden ist, wird der Zeilenendekommentar als ganzzeiliger Kommentar am Ende des
Programms abgelegt.
• Ganzzeilige Kommentare werden als neue Zeilen in einen Programmblock und eine
Zeile eingefügt, deren Nummer und Stellenwert der Quellapplikation entspricht.
• Wenn der Stellenwert der Zeile des Programmblocks in der aktuellen Applikation nicht vorhanden ist, wird der Kommentar am Ende dieses Programmblocks abgelegt.
• Wenn die Nummer des Programmblocks in der aktuellen Applikation nicht vorhanden ist, wird der ganzzeilige Kommentar am Ende des Programms abgelegt.
Beispiel
• Applikation 1 mit Symbolen und Kommentaren
(* ERSTE KOMMENTARZEILE TITEL APPPLIKATION *)
(* ZWEITE KOMMENTARZEILE TITEL APPPLIKATION *)
LD EINGANG_1
ST AUSGANG_1 (* PROGRAMMKOMMENTAR*) wobei %I0.1=EINGANG_1 und %Q0.1=AUSGANG_1
• Aktuelle Applikation ohne Symbole und Kommentare
LD %I0.0
AND %I0.1
ST %Q0.1
• Nach dem Import der Symbole und Kommentare der Applikation 1 wird aus der aktuellen Applikation:
(* ERSTE KOMMENTARZEILE TITEL APPPLIKATION *)
(* ZWEITE KOMMENTARZEILE TITEL APPPLIKATION *)
LD %I0.0
AND EINGANG_1
ST AUSGANG_1
(* PROGRAMMKOMMENTAR *)
Die Kommentare werden in das Programm eingefügt, und die Objekte sind mit den importierten Symbolen verbunden.
2/9
C
C
2.6
Ausführen der PL7-07-Software
2.6-1 Aufruf der PL7-07-Software
1. Zum Aufruf der PL7-07-Software an der Eingabeaufforderung C:\PL707 (bzw. dem festgelegten Verzeichnis) PL707 eingeben.
2. Beim ersten Aufruf der PL7-07-Software wird das Dialogfenster PL7-07-
REGISTRIERUNG angezeigt. Nach dem Eingeben von Name und Firma OK wählen, um das Programm im Initialzustand zu öffnen.
Bei späteren Programmaufrufen wird das Dialogfeld PL7-07-REGISTRIERUNG kurz angezeigt, bevor das Programm automatisch im Initialzustand geöffnet wird.
2.6-2 Öffnen einer Applikation
Zum Öffnen einer neuen oder existierenden Applikation siehe Abschnitte 4.2 und 4.3.
2.6-3 Schließen einer Applikation
Es kann immer nur eine Applikation geöffnet sein. Beim Versuch, eine weitere
Applikation zu öffnen, wird das Dialogfenster ACHTUNG mit folgender Meldung angezeigt: "Laufende Applikation vor dem Oeffnen der naechsten schliessen.".
Zum Schließen einer Applikation:
1. Schliessen aus dem Menü Datei auswählen.
Wurde die Applikation vor dem Schließen nicht gespeichert, erscheint das
Dialogfenster ACHTUNG.
2. JA wählen, um die Applikationsdatei zu speichern und zu schließen, oder Nein wählen, um die Datei zu schließen, ohne die Änderungen zu speichern. Abbrechen wählen, um zur Applikationsdatei zurückzukehren.
2/10
Installation der PL7-07-Software
1
2.6-4 Beenden der PL7-07-Software
Zum Beenden der PL7-07-Software:
1. Ende (STRG E) aus dem Menü Datei wählen.
2. Wird aus dem Initialzustand heraus Ende gewählt, wird das Programm sofort beendet und die Steuerung an DOS zurückgegeben.
3. Ist im Offline- oder Online-Betrieb eine Datei geöffnet, deren Änderungen noch nicht gespeichert wurden, erscheint das Dialogfenster ACHTUNG.
4. Ja wählen, um die Änderungen zu speichern und die Applikationsdatei zu schließen, oder Nein wählen, um die Datei zu schließen ohne die Änderungen zu speichern.
Abbrechen wählen, um zur Applikationsdatei zurückzukehren.
Zum Ausführen von PL7-07 unter Windows siehe Anhang A.9.
C
2/11
C
2/12
Kapitel 3
1
3 Funktionen der Software
3.1
Einführung
Dieser Abschnitt erläutert die Konzepte, die zur Entwicklung und Verwaltung von
Applikationen mit der PL7-07-Software notwendig sind.
3.1-1 Glossar
Abgeblendet Eine Schaltfläche, Option oder ein Menü, die/das hellgrau statt schwarz angezeigt wird. Die Schaltfläche, Option oder das Menü kann nicht ausgewählt werden.
Aktives Fenster Das gerade bearbeitete oder ausgewählte Fenster. Es ist immer nur ein Fenster aktiv. Tastenanschläge und Befehle wirken sich auf das aktive Fenster aus. Ein aktives Fenster hebt sich durch die Farbe seiner Titelleiste von den anderen Fenstern ab.
Applikationsdatei Programme für TSX Nano werden innerhalb der PL7-07-
Software im wesentlichen in der PL7-07-Applikationsdatei gespeichert. Darin befinden sich Quellcode, Kommentare und
Symbole. Applikationsdateien haben die Dateierweiterung .pl7.
Ausschneiden Einen ausgewählten Programmbereich entfernen und in der
Zwischenablage ablegen.
Auswählen
Befehlsfeld
Bildlauf
Bildlauffeld
Mit der Maus oder Tastatur eine Rubrik auswählen, die eine
Aktion der PL7-07-Software auslöst. Menüoptionen werden ausgewählt, um Aufgaben zu erfüllen.
Eine Schaltfläche in einem Dialogfenster, die eine Aktion auslöst.
Die Beschriftung des Befehlsfeldes beschreibt die ausgeführte
Aktion (z.B. Abbrechen, Hilfe oder OK).
Zur Anzeige des gesamten Inhalts durch Listen und Programmanzeigen blättern (nach oben und unten).
Feld in einer Bildlaufleiste, das die Position der im Fenster oder
Listenfeld angezeigten Informationen relativ zur gesamten anzuzeigenden Informationsmenge angibt.
Bildlaufleiste
Bildlaufpfeil
Binärdatei
Leiste an der rechten Seite eines Fensters oder Listenfeldes, dessen Inhalt die Anzeigekapazität übersteigt. Jede Bildlaufleiste enthält ein Bildlauffeld und zwei Bildlaufpfeile.
Pfeil an jedem Ende einer Bildlaufleiste, mit dem ein Bildlauf durch ein Fenster oder eine Liste durchgeführt werden kann.
Datei mit Informationen in maschinenlesbarer Form, kann nur von der Steuerung TSX Nano, dem PG FTX 117 und der PL7-07-
Software gelesen werden. Enthält das aus einer Applikationsdatei kompilierte (bestätigte) Programm mit den SPS-Anweisungen in
Maschinensprache ohne Kommentare oder Symbole (Programmdokumentation). Binärdateien haben die Dateierweiterung .app.
3/1
C
C
Cursor
Datei
Dateiname
Markierte Position, an der Text oder Anweisungen eingefügt werden. In der PL7-07-Software wird meist ein senkrechter, blinkender Cursor angezeigt. Der KOP-Editor verwendet einen quadratischen Cursor in der Größe einer Zelle des
Programmierrasters.
Eine Zusammenstellung von Daten, die aus einer Folge von
Datensätzen besteht und unter einem Namen auf einem
Datenträger gespeichert werden kann.
Name einer Datei. In der PL7-07-Software gelten die Namenskonventionen von MS-DOS.
Deaktivieren
Dialogfenster
Doppelklicken
Eine Option durch das Entfernen des X aus einem Kontrollkästchen ausschalten. Zum Deaktivieren das Kontrollkästchen anklicken oder auswählen und <LEERTASTE> drücken.
Fenster, das zeitweise zum Anfordern von Informationen angezeigt wird. Viele Dialogfenster bieten mehrere Optionen. Optionen müssen ausgewählt werden, bevor die PL7-07-Software mit einer Aktion oder einem Befehl fortfahren kann.
Die Maustaste zweimal schnell drücken und loslassen, ohne dabei die Maus zu bewegen.
Einfügen
Fenster
Gerät
Inhalt der Zwischenablage an die Position des Cursors kopieren.
Rechteckiger Bildschirmbereich, in dem Programme, Daten und
Dokumentation eingesehen werden können. Ein Fenster kann geöffnet, geschlossen und in der Höhe verändert werden. Bis zu
3 Fenster (EGA-Monitore: 2) können gleichzeitig geöffnet sein.
Eine Hardware-Komponente der Computer-Hardwarekonfiguration: z.B. Modem, Drucker, Maus oder SPS.
Gerätetreiber Die Software, die die Kommunikation des Computers mit einem
Gerät steuert, wie z.B. einer SPS. Der PL7-07-Gerätetreiber beispielsweise übersetzt die Informationen des Computers in
Informationen, die die SPS verstehen kann.
Inaktives Fenster Alle geöffneten Fenster, die momentan nicht bearbeitet werden.
Klicken Die Maustaste drücken und sofort wieder loslassen.
Kontrollkästchen Kleines, quadratisches Kästchen in einem Dialogfenster , das ausgewählt und deaktiviert werden kann. In einem ausgewählten
Kontrollkästchen erscheint ein X. Ein Kontrollkästchen stellt eine
Option dar, die ein- oder ausgeschaltet werden kann.
Kopieren Einen ausgewählten Programmbereich in die Zwischenablage duplizieren, um ihn an eine andere Stelle übertragen zu können.
Der Bereich wird an seiner ursprünglichen Position nicht entfernt.
3/2
Funktionen der Software
1
Listenfeld
Markieren
Mauszeiger
Menü
Menüleiste
Option
Feld innerhalb eines Applikations- oder Dialogfensters, das die verfügbaren Auswahlmöglichkeiten auflistet, z.B. eine Liste aller
Dateien in einem Verzeichnis. Können nicht alle Auswahlmöglichkeiten in der Liste angezeigt werden, erscheint an der rechten Seite des Listenfeldes eine Bildlaufleiste.
Mit der Maus oder Tastatur die gewünschte Option in einem
Menü, Fenster oder Dialogfenster auswählen und hervorheben.
Pfeilförmiger Cursor, der auf dem Bildschirm den Bewegungen der Maus folgt. Er zeigt an, welcher Bildschirmbereich vom
Drücken der Maustaste betroffen ist.
Liste verfügbarer Optionen, in den Rubriken der Menüleiste am oberen Rand des Hauptfensters der PL7-07-Software zusammengefaßt. Die Wahl eines Menünamens öffnet das Menü.
Horizontale Leiste am oberen Rand des Hauptfensters der PL7-
07-Software mit den Menünamen der PL7-07-Software. Die
Menüleiste erscheint unterhalb der Titelleiste.
Auswahlmöglichkeit in einem Menü. Bei Datei/Oeffnen beispielsweise ist Oeffnen eine Option im Menü Datei.
Optionsfeld
Richtungstasten Die Tasten der Tastatur, die der Bewegung am Bildschirm dienen. Dazu gehören die Tasten <POS1>, <ENDE>, <BILD-
NACH-OBEN>, <BILD-NACH-UNTEN>, <NACH-OBEN>,
<NACH-UNTEN>, <NACH-RECHTS> und <NACH LINKS>.
Schließen
Rundes Feld in einem Dialogfenster. Aus einer Gruppe runder
Optionsfelder kann nur ein Optionsfeld ausgewählt werden.
Ein Fenster oder Dialogfenster entfernen oder eine Applikation aus dem Speicher entfernen.
Statuszeile
Systemfeld
Leiste am unteren Rand des PL7-07-Fensters zur Anzeige von
(Fehler-)meldungen, verfügbarem SPS-Speicher, Betriebsart der
SPS (RUN oder STOP) und Applikationsstatus bezüglich der
SPS (initial, offline, online oder animiert).
Schaltfläche am linken Rand der Titelleiste. Durch Anklicken des
Systemfeldes kann ein Fenster geschlossen werden.
Tastenkombination Taste(n), mit der/denen ein Befehl oder eine Menüoption ausgeführt werden kann. Ist einer Option eine Tastenkombination zugeordnet, so wird sie im Menü rechts vom Optionsnamen aufgeführt.
Textfeld Feld in einem Dialogfenster zur Eingabe von Informationen, die für eine Option oder Aktion notwendig sind. Beim Öffnen des
Dialogfensters kann das Textfeld leer sein oder Text enthalten.
3/3
C
C
Titelleiste Horizontale Leiste (am oberen Fensterrand) mit dem Titel des
(Dialog-)Fensters. Enthält gelegentlich zusätzliche Informationen.
Mauszeiger auf die gewünschte Bildschirmposition bewegen.
Zeigen
Zwischenablage Temporärer Speicher zum Übertragen von Programmsegmenten zwischen Programmbereichen und Applikationen. Programmsegmente werden über die Optionen Kopieren oder
Ausschneiden des Menüs Bearbeiten in die Zwischenablage
übertragen. Programmsegmente werden über die Option
Einfügen des Menüs Bearbeiten aus der Zwischenablage
übertragen.
3.2
Einsatz der PL7-07-Software
In PL7-07 kann entweder mit Maus und Tastatur oder nur mit einer Tastatur gearbeitet werden. Dieser Abschnitt beschreibt die Ausführung der gebräuchlisten Aktionen für beide Methoden.
3.2-1 Wahl einer Menüoption
1. Zur Wahl einer Menüoption mit der Maus den Cursor auf das gewünschte Menü positionieren und mit der linken Maustaste darauf klicken. Ein Menü erscheint. Den
Cursor auf die gewünschte Option positionieren und mit der linken Maustaste darauf klicken.
2. Zur Wahl einer Menüoption über die Tastatur die <ALT-TASTE> gedrückt halten und den im Menünamen unterstrichenen Buchstaben eingeben. Ein Menü erscheint.
Zur Wahl der Option den im Namen der Menüoption unterstrichenen Buchstaben eingeben.
3. Zur Wahl einer Menüoption mittels "Schnellzugriff" die Tastenkombination für die gewünschte Option eingeben. In den Tabellen im Register G - Anhang A.2 - sind die Optionen mit Schnellzugriff aufgeführt.
3.2-2 Wahl einer Rubrik der Funktionsleiste
Zur Wahl einer Funktionsleistenoption den Cursor auf die gewünschte "Schaltfläche" positionieren und mit der linken Maustaste darauf klicken. In den Tabellen in Register
G - Anhang A.2 - sind die Schaltflächen der Funktionsleiste beschrieben.
3.2-3 Menü-Übersicht
Die beiden folgenden Abbildungen zeigen die Optionen des Hauptmenüs und des
Menü Tools der PL7-07-Software. Die Optionen des Menüs Tools entsprechen dem geöffneten Fenster.
3/4
Funktionen der Software
1
C
3/5
C
3/6
Funktionen der Software
1
3.3
Einsatz der Editoren
Mit der PL7-07-Software werden Applikationen für die Nano-Steuerung TSX Nano entwickelt. Der Begriff Applikation umfaßt ein Programm, Konfigurationsdaten, Symbole und Kommentare.
Mit der PL7-07-Software kann eine Applikation mit vier Editoren erstellt werden, AWL-
/KOP-Editor, Dateneditor, Konfigurationseditor und Symboleditor. So werden Programme mit dem AWL-/KOP-Editor geschrieben oder bearbeitet, Datenseiten mit dem
Dateneditor erstellt und gespeichert, Symbole mit dem Symboleditor und Konfigurationsdaten mit dem Konfigurationseditor eingegeben und geändert. Das Erstellen der einzelnen Applikationsteile mit verschiedenen Editoren macht die Entwicklung zu einem systematischen Prozeß, der zu klar definierten Applikationen führt.
Eine Applikation kann in beliebiger Reihenfolge erstellt werden. So können zunächst die Konfigurationsdaten und die Variablen definiert werden, bevor die Programmanweisungen geschrieben werden, oder umgekehrt. Es gibt keine vorgeschriebene
Reihenfolge. Die folgenden Abschnitte beschreiben jeden Applikationsteil im Detail.
C
3.3-1 Einsatz der AWL- und KOP-Editoren
Mit den AWL- und KOP-Editoren wird das Hauptprogramm entwickelt, das Herzstück der Applikation. Die Entwicklung des Hauptprogramms umfaßt:
• Zuordnen von Variablen zu den Ein- und Ausgängen für das Programm.
• Auswahl von vordefinierten Variablen für das Programm.
• Festlegen der Reihenfolge, in der das Programm abzuarbeiten ist.
SPS-Programme können im AWL- oder KOP-Format geschrieben werden. Die Wahl der Methode ist eine Frage persönlicher Vorlieben ohne Auswirkung auf die Applikation.
KOP ist eine Programmiersprache, die sowohl grafische Elemente als auch Text enthält. Jeder Teil eines KOP-Funktionsplanes wird Programmblock oder Segment genannt. (Erstellen eines KOP-Programms siehe Kapitel 7).
AWL umfaßt boolesche text-gestützte Anweisungen. (Erstellen eines AWL-Programms siehe Kapitel 8).
Sowohl AWL- als auch KOP-Programme werden in der für die Steuerung einer
Maschine oder eines Prozesses notwendigen logischen Reihenfolge geschrieben.
KOP-Anweisungen können automatisch in AWL-Anweisungen übersetzt und rückübersetzt werden. Auch AWL-Anweisungen können in KOP-Anweisungen
übersetzt werden, sofern Programm- und Anweisungsstruktur die Regeln der
Übersetzbarkeit erfüllen. (Siehe Register C - Kapitel 10)
Im AWL- und KOP-Editor werden Programme mit Kommentaren dokumentiert.
Kommentare sind Bemerkungen in frei formatierbarem Text zwischen den
Programmanweisungen. Sie werden hauptsächlich eingesetzt, um die Bedeutung und die Aufgabe der Programmanweisungen zu dokumentieren.
3/7
3.3-2 Dateneditor
Mit dem Dateneditor werden Datenseiten erstellt und gespeichert. Auf einer Datenseite werden alle oder ein Teil der im Hauptprogramm verwendeten Variablen aufgeführt.
Die Datenseite besteht aus Variablen, aktuellen Werten, verwendeten Werten und zugeordneten Symbolen. Dies ist zum Erstellen und Debugging einer Applikation nützlich. (Einsatz des Dateneditors siehe Kapitel 14).
C
3.3-3 Konfigurationseditor
Mit dem Konfigurationseditor werden den Hardware- und Software-Komponenten der
SPS, Zeitgeber, Zähler, Impulsmerkereingänge, externe RUN/STOP-Schalter, usw., bestimmte Werte zugewiesen, um diese Komponenten zu steuern. Die zugewiesenen
Werte werden Konfigurationsdaten genannt. (Konfigurieren der SPS-Komponenten siehe Kapitel 5).
3.3-4 Symboleditor
Mit dem Symboleditor wird ein Programm dokumentiert, indem den im Programm verwendeten Variablen Symbole zugewiesen werden. Symbole sind ein optionaler Teil einer Applikation. In Programmanweisungen können Symbole anstelle der ihnen zugeordneten Variablen verwendet werden. Symbole und ihre Zuordnungen werden im Symboleditor definiert und bearbeitet. (Symboleditor siehe Kapitel 6).
In der SPS sind nur bestimmte Applikationsteile gespeichert. Ist z.B. eine Applikation in der SPS, verbleiben Symbole und Kommentare im PC-Speicher, während das
Programm und die Konfigurationsdaten im SPS-Speicher enthalten sind. Die PL7-07-
Software gewährleistet die korrekte Zuordnung verschiedenen Applikationsteile.
3.4
Betriebsarten der PL7-07-Software
Die PL7-07-Software hat vier Betriebsarten:
• Initialzustand
• Offline-Betrieb
• Online-Betrieb
• Überwachung
Im folgenden werden die Bedeutung und Eigenschaften jeder Betriebsart beschrieben.
3.4-1 Initialzustand
Die PL7-07-Software befindet sich im Initialzustand, wenn das Programm gestartet oder eine Applikation geschlossen wurde. Im Initialzustand erscheint das Wort
“Beginn” im rechten Teil der Statuszeile am unteren Bildschirmrand.
3/8
Funktionen der Software
1
3.4-2 Offline-Betrieb
Beim Öffnen einer bestehenden Applikation wechselt die PL7-07-Software vom
Initialzustand in den Offline-Betrieb. Eine Applikation im Offline-Betrieb befindet sich vollständig im PC-Speicher. Im Offline-Betrieb können Programmanweisungen und
Konfigurationsdaten erstellt und bearbeitet, Variablen, Symbole und Kommentare geändert werden. Beim Öffnen einer Applikation im Offline-Betrieb erscheint das Wort
“Offline” im rechten Teil der Statuszeile am unteren Bildschirmrand.
Im Offline-Betrieb wird durch Wahl der Option Verbinden des Menüs SPS eine Online-
Verbindung hergestellt. Das Ablaufdiagramm zeigt die möglichen Operationen, wenn die Option Verbinden gewählt wird.
C
3.4-3 Online-Betrieb
Im Online-Betrieb befindet sich die Applikation im SPS-Speicher. Auf eine Applikation im Online-Betrieb kann unbeschränkt zugegriffen werden, sofern sie nicht geschützt ist. Änderungen des Applikationsprogramms, der Konfigurationsdaten und Variablen werden direkt in den SPS-Speicher geschrieben. Die Programmdokumentation, wie
Symbole und Kommentare, verbleibt im PC-Speicher.
Im Online-Betrieb kann auf alle Funktionen der PL7-07-Software zugegriffen werden.
Wenn sich eine der Applikationen der PL7-07-Software im Online-Betrieb befindet, erscheint das Wort “Online” im rechten Teil der Statuszeile am unteren Bildschirmrand.
Zur Rückkehr in den Offline-Betrieb muß die Option Trennen im Menü SPS gewählt werden. Über die Option Schliessen im Menü Datei erfolgt eine Rückkehr in den
Initialzustand ohne Umweg über den Offline-Betrieb. Bei der Wahl der Option
Schliessen wird eine Aufforderung zum Speichern der Änderungen eingeblendet.
3.4-4 Überwachungsbetrieb
Im Überwachungsbetrieb können die meisten Online-Operationen durchgeführt werden, bis auf das Ansehen und Ändern des Programms und der Konfigurationsdaten.
So können z.B. die SPS gestartet und gestoppt und Daten angezeigt, geändert und in den Dateneditor übertragen werden. Die AWL-/KOP-, Symbol- und
Konfigurationseditoren sind allerdings nicht verfügbar. Bei einer geschützten Applikation
(siehe Abschnitt 12.4) ist der Überwachungsbetrieb der einzige verfügbare Online-
Betrieb.
Befindet sich in der SPS eine nicht geschützte Applikation, aber nicht dieselbe wie die
Applikation im Offline-Speicher des PC, kann vom Offline-Betrieb in den Überwachungsbetrieb gewechselt werden. Damit kann die SPS bei gleichzeitiger Beibehaltung der
Applikation im Offline-Speicher des PC überwacht werden; das spart Zeit, wenn ein
Zugriff auf das Programm oder die Konfiguration in der SPS nicht notwendig ist.
Im Überwachungsbetrieb der PL7-07-Software erscheint das Wort “Ueberwachung” im rechten Teil der Statuszeile am unteren Bildschirmrand. Zum Wechsel in den
Offline-Betrieb wird im Menü SPS die Option Trennen ausgewählt.
3/9
C
3.5
Statuszeile
Die Statuszeile erscheint am unteren Rand des Bildschirms der PL7-07-Software. Es folgt eine Darstellung der verschiedenen Elemente der Statuszeile:
(1) Informationen und Fehlermeldungen. Nach dem Klicken auf diesen Teil der
Statuszeile wird eine vollständige Beschreibung der Meldung angezeigt.
(2) Verfügbarer SPS-Speicher (in Byte).
(3) SPS in RUN oder STOP.
(4) Der Zustand der PL7-07-Software (Initialzustand, Offline-Betrieb, Online-Betrieb oder Überwachungsbetrieb).
(1) (2) (3) (4)
SPS angeschlossen Speicher: 5836 Run Online
3.6
Entwicklung einer Applikation
3.6-1 Entwurfsphase
Das folgende Ablaufschema zeigt die empfohlenen Schritte und die entsprechenden
Abschnitte beim Erstellen einer AWL- oder KOP-Applikation mit der PL7-07-Software.
Analyse
• Programm
• Lastenheft
1 Konfiguration eingeben
• Applikation
• Funktionsbausteine
• Eingänge
• Ausgänge
• Konstanten
Konfiguration der SPS-
Ressourcen, Kapitel 5
2
3
Kalenderbausteine (RTC) konfigurieren Konfiguration der SPS-
Ressourcen, Kapitel 5
Programm eingeben
• Erstellen
• Eingeben
• Ändern
• Löschen
• Duplizieren
Entwicklung eines KOP-
Programms, Kapitel 7
Entwicklung eines AWL-
Programms, Kapitel 8
4
Sichern
• Auf Festplatte
• Auf Diskette
Archivieren einer Applikation
Kapitel 11
Optionaler Vorgang, wenn die Standardkonfiguration für die Applikation geeignet ist. Kann auch parallel zu Vorgang 3 ausgeführt werden.
3/10
Funktionen der Software
1
3.6-2 Einstellungs- und Debugging-Phase
Die Einstellungs- und Debugging-Phase wird im Online- oder Überwachungsbetrieb durchgeführt. Das folgende Ablaufdiagramm zeigt die empfohlenen Schritte und die damit verbundenen Abschnitte zum Einstellen und Debugging einer Applikation.
Online
Entwicklung
Offline
Entwicklung
Transfer der Applikation Transfer einer Applikation,
Kapitel 12
Starten
• Uhrzeit einstellen
• Initialisieren
• Applikation in RUN
Starten einer Applikation,
Kapitel 13
Debug und Einstellen
• Dynamische Anzeige
• Dateneingabe
• Eingabe in Datentabellen
• Forcieren
• Modifikationen in RUN
Debug und Einstellen einer
Applikation, Kapitel 14
Archivieren
• im EEPROM-Speicher
• auf Festplatte/Diskette
Archivieren einer Applikation,
Kapitel 11
Transfer einer Applikation,
Kapitel 12
C
3/11
C
3/12
4.1
Einführung
Im Initialzustand sind folgende Operationen möglich:
• eine neue Applikationsdatei erstellen,
• eine bestehende Applikationsdatei öffnen,
• eine Applikation zu/von PC, SPS oder EEPROM übertragen,
• den PC mit der SPS verbinden,
• eine Binärdatei öffnen.
Kapitel 4
4 Erste Schritte
4.2
Erstellen einer neuen Applikationsdatei
Zum Erstellen einer neuen Applikationsdatei im Menü Datei ist die Option Neu auszuwählen. Dann ändert sich die Menüleiste, bisher abgeblendete Optionen sind aktiviert. Außerdem wechselt die Betriebsartanzeige in der Statuszeile von Initial zu
Offline. PL707 V3.0 oder höher öffnet automatisch den AWL-Editor oder die KOP-
Anzeige, je nach der im Dialogfeld Einstellungen gewählten Bearbeitungsart.
Standardmäßig wird die KOP-Anzeige geöffnet.
C
4.3
Öffnen einer bestehenden Applikationsdatei
Zum Zugriff auf eine bestehende Applikationsdatei aus dem Menü Datei die Option
Oeffnen wählen. Das Dialogfenster DATEI WAEHLEN wird angezeigt.
Um eine Datei auszuwählen:
1. Wenn die zu öffnende Datei nicht im aktuellen Laufwerk gespeichert ist, das
Auswahlfeld Laufwerk mit dem nach unten gerichteten Pfeils öffnen und ein
Laufwerk auswählen.
4/1
C
2. Im Feld Verzeichnis das Verzeichnis mit der gewünschten Datei auswählen.
3. Das Listenfeld Dateityp-Liste mit dem nach unten gerichteten Pfeil öffnen.
Auswählen:
• Dateityp Applikation (*.pl7), um Applikationsdateien anzuzeigen
• Dateityp Binär (*.app), um Binärdateien anzuzeigen
• Alle (*.*), um alle Dateien des Verzeichnisses anzuzeigen.
4. Im Listenfeld Dateiname eine Datei zur Anzeige im Feld Dateiname auswählen oder den Namen der gewünschten Datei eingeben.
5. OK wählen, um die Datei zu öffnen. Wenn die Datei geöffnet ist, wechselt die
Applikation vom Initialzustand in den Offline-Betrieb. Abbrechen wählen, um das
Dialogfeld DATEI WAEHLEN zu schließen, ohne eine Datei auszuwählen.
4.4
Übertragen einer Applikation
Zum Kopieren einer Applikation zwischen PC und SPS im Offline-Betrieb im Menü SPS die Option Transfer auswählen. Mit Transfer kann eine Applikation auch zwischen
SPS und EEPROM übertragen werden. Das EEPROM ist ein permanenter Speicherbereich der SPS, in dem eine Applikation gespeichert werden kann. (Zur Option
Transfer siehe Kapitel 12, "Transfer einer Applikation")
4.5
Verbinden von PC und SPS
Zum Herstellen einer Verbindung zwischen dem PC und der SPS im Offline-Betrieb im
Menü SPS die Option Verbinden auswählen. (Siehe Abschnitt 13.1).
4.6
Öffnen einer Binärdatei
Eine Binärdatei hat die Dateierweiterung .app und enthält das Programm und die
Konfigurationsdaten im binären Maschinencode.
Normalerweise wird eine Binärdatei von einer Datei auf einer PC-Karte (Speicherkarte) mit der Erweiterung .app geöffnet. Mit der PC-Karte kann eine Applikation vom
Programmiergerät FTX 117 zum PC übertragen werden (nur TFTX EM/RSM-Karten).
(Siehe Register G - Anhang A.7).
4/2
5 Konfiguration der SPS-Komponenten
5.1
Einführung
Die Optionen des Menüs Konfiguration betreffen die Hardware- und Software-
Komponenten der SPS. Diese Komponenten können vor, während oder nach dem
Schreiben eines Programms konfiguriert werden.
Eine Option zur Konfiguration kann folgendermaßen ausgewählt werden:
1. Eine Komponente kann über das Menü Konfiguration der Hauptmenüleiste konfiguriert werden.
2. Eine Komponente kann mit dem Konfigurationseditor über das Menü Ansicht konfiguriert werden.
3. Ein Funktionsbaustein kann direkt über den KOP-Editor oder das Fenster KOP-
ANZEIGE konfiguriert werden.
4. Eine Komponente kann über das Dialogfenster OBJEKT-NAVIGATOR im Symboleditor konfiguriert werden.
5.1-1 Menü "Konfiguration" in der Hauptmenüleiste
Komponenten werden über das Menü Konfiguration in der Hauptmenüleiste konfiguriert. Das Menü dann zu verwenden, wenn einzelne Objekte beim
Erstellen anderer Teile der
Applikation konfiguriert werden sollen.
C
5.1-2 Konfigurationseditor, aufgerufen über das Menü "Ansicht"
Eine Komponente kann mit dem Konfigurationseditor konfiguriert werden, auf den über das Menü Ansicht zugegriffen werden kann. Im Konfigurationseditor wird eine
Funktionsleiste angezeigt.
Die Schaltflächen der Funktionsleiste entsprechen den Optionen in den Menüs
Konfiguration und Tools. Register G - Anhang A.2-1 führt die Optionen der Menüs
Konfiguration und Tools mit den entsprechenden Schaltflächen auf.
Wird eine Komponente im Fenster des Konfigurationseditors ausgewählt, so wird deren aktuelle Konfiguration angezeigt. Zur Konfiguration von Zeitgebern, Zählern,
Konstanten und LIFO/FIFO-Registern wird die Komponente direkt aus einer angezeigten
Liste ausgewählt. Bei der Option SPS-Version aendern wird stattdessen das Dialogfenster SPS-VERSION AENDERN angezeigt. Zur Konfiguration der anderen Komponenten wird mit dem Menü Bearbeiten das entsprechende Dialogfenster angezeigt.
5/1
5.1-3 Konfiguration über den KOP-EDITOR oder die KOP-ANZEIGE
Eine Komponente kann direkt in den Fenstern KOP-EDITOR oder KOP-ANZEIGE konfiguriert werden. Dazu wird die Komponente durch Doppelklicken mit der Maus oder Drücken von <Eingabetaste> auf der Komponente im KOP-Programm ausgewählt.
Ein Dialogfenster zur Konfiguration der Komponente erscheint.
C
5.1-4 Konfiguration über den SYMBOLEDITOR
Eine Komponente kann im Fenster SYMBOLEDITOR über das Dialogfenster OBJEKT-
NAVIGATOR konfiguriert werden. Der Symboleditor wird über das Menü Ansicht ausgewählt. Die Komponente wird aus der Liste des Symboleditors ausgewählt. Das
Dialogfenster OBJEKT NAVIGATOR erscheint. Darin wird das runde Optionsfeld
Konfigurieren zur Konfiguration der Komponente ausgewählt.
5.2
Programm bestätigen
Die Option Programm bestätigen ist bei Anzeige des Konfigurationseditors über das
Menü Tools verfügbar (siehe Abschnitt 10.1 für eine detaillierte Beschreibung der
Option "Programm bestätigen").
5.3
Konfiguration bestätigen
Die Option Konfiguration bestaetigen ist im Konfigurationseditor über das Menü
Tools verfügbar.
Wenn die Konfigurationsdaten geändert oder ergänzt worden sind:
1. Konfiguration bestaetigen aus dem Menü Tools auswählen. Das Dialogfenster
ACHTUNG erscheint.
Hinweis: Wenn die Konfigurationsdaten geändert oder ergänzt worden sind, müssen diese
Änderungen über die Option Konfiguration bestaetigen für die Applikation festgelegt werden.
5/2
Konfiguration der SPS-Komponenten 5
2. Ja auswählen, um die Änderungen zu übernehmen und den Konfigurationseditor zu verlassen. Abbrechen auswählen, um zum Konfigurationseditor zurückzukehren.
3. Beim Verlassen des Fensters KONFIGURATIONSEDITOR, ohne die geänderte
Konfiguration zu bestätigen, erscheint das Dialogfenster ACHTUNG.
4. Ja auswählen, um die Änderungen zu übernehmen und den Konfigurationseditor zu verlassen. Nein auswählen, um die Änderungen zu annullieren und den
Konfigurationseditor zu verlassen. Abbrechen auswählen, um zum Konfigurationseditor zurückzukehren.
C
5.4
Abbrechen der Konfiguration
Mit der Wahl von Konfiguration abbrechen wird das Fenster des Konfigurationseditors verlassen, ohne die Konfiguration der Applikationsdatei zu ändern.
5.5
Applikationsname
Der Applikationsname erscheint in der ersten Zeile eines Ausdrucks der Applikation.
Applikationsname und Dateiname müssen nicht gleich sein.
Mit einer der in den Abschnitten 5.1-1 bis 5.1-4 beschriebenen Methoden die Option
Applikationsname auswählen, um den aktuellen Namen der Applikation anzuzeigen.
Nach Wahl des Menüs Bearbeiten wird das Dialogfenster APPLIKATIONSNAME angezeigt.
1. Namen der aktuellen Applikation eingeben oder ändern.
Bereich: 1-8 Zeichen
Standard: Kein Standardwert.
2. OK auswählen, um den eingegebenen Namen festzulegen. Abbrechen auswählen, um das Dialogfenster zu schließen, ohne den Applikationsnamen einzugeben oder zu ändern.
5/3
5.6
Zeitgeberfunktion
Zu allgemeinen Informationen über Zeitfunktionen siehe Register B - Abschnitt 2.2-3.
Mit einer der in den Abschnitten 5.1-1 bis 5.1-4 beschriebenen Methoden die Option
Zeitfunktionen auswählen. Alle Zeitfunktionen werden aufgelistet. Nach der Wahl einer Zeitfunktion erscheint das Dialogfenster ZEITFUNKTIONEN.
C
1. Im Feld Zeitfunktionen eine Nummer eingeben, sofern sie sich von der ausgewählten Nummer unterscheidet; z.B. 0 eingeben, um die Zeitfunktion %TM0 festzulegen.
Bereich: 0-31
2. Das Feld Symbol ist nicht aktiv, es dient der Information. Nur im Symboleditor kann einer Variablen ein Symbol zugewiesen werden. (Siehe Kapitel 6)
3. Im Feld Typ den Typ der Zeitfunktion auswählen.
Bereich: TON (Timer On-delay), TOF (Timer Off-delay), TP (Timer Pulse).
Standard: TON.
4. Im Feld Zeitbasis die Zeiteinheit der Zeitfunktion auswählen.
Bereich: 1 ms (nur %TM0 und %TM1 ), 10 ms, 100 ms, 1 s, 1 min.
Standard: 1 min
5. Im Feld Einstellen mit Ja oder Nein festlegen, ob ein Anwender den Vorwahlwert im Dateneditor ändern kann.
Standard: Ja
6. Mit der Schaltfläche Vorherige oder Naechste zu der direkt davor oder danach liegenden Zeitfunktion blättern, ohne das Dialogfenster ZEITFUNKTIONEN zu verlassen. Diese Schaltflächen werden nur dann angezeigt, wenn der Zugriff auf die Zeitfunktionen über das Fenster des Konfigurationseditors erfolgt.
7. Im Feld Vorwahl den Vorwahlwert eingeben.
Bereich: 0 bis 9999
Standard: 9999
8. OK auswählen, um die ausgewählten Werte festzulegen, oder Abbrechen auswählen, um das Dialogfenster zu verlassen, ohne die Konfiguration zu ändern.
5/4
Konfiguration der SPS-Komponenten 5
5.7
Zähler
Zu allgemeinen Informationen über Zähler siehe Register B - Abschnitt 2.2-4.
Mit einer der in den Abschnitten 5.1-1 bis 5.1-4 beschriebenen Methoden die Option
Zaehler auswählen. Aus der Liste aller Zähler den zu konfigurierenden Zähler auswählen. Das Dialogfenster ZAEHLER erscheint.
1. Im Feld Zaehler die Nummer eingeben, wenn diese sich von der ausgewählten
Nummer unterscheidet; z.B. 8 eingeben, um den Zähler %C8 festzulegen.
Bereich: 0 bis 15
2. Das Feld Symbol ist nicht aktiv, es dient nur der Information. Nur im Symboleditor kann einer Variablen ein Symbol zugewiesen werden. (Siehe Kapitel 6)
3. Im Feld Einstellen mit Ja oder Nein festlegen, ob ein Anwender den Vorwahlwert im Dateneditor ändern kann.
Standard: Ja
4. Im Feld Vorwahl einen Vorwahlwert eingeben.
Bereich: 0 bis 9999
Standard: 9999
5. Mit der Schaltfläche Vorherige oder Naechste zu dem direkt davor oder danach liegenden Zähler blättern, ohne das Dialogfenster ZAEHLER zu verlassen. Diese
Schaltflächen werden nur dann angezeigt, wenn der Zugriff auf die Zähler über das
Fenster des Konfigurationseditors erfolgt.
6. OK auswählen, um die ausgewählten Werte festzulegen, oder Abbrechen auswählen, um das Dialogfenster zu verlassen, ohne die Konfiguration zu ändern.
C
5.8
Konstanten
Zu allgemeinen Informationen über Konstanten siehe Register B - Abschnitt 3.1-1.
Mit einer der in den Abschnitten 5.1-1 bis 5.1-4 beschriebenen Methoden die Option
Konstanten auswählen. Aus der Liste aller Konstanten die zu konfigurierende
Konstante auswählen. Das Dialogfenster KONSTANTEN erscheint.
1. Im Feld Konstante eine Nummer eingeben, wenn diese sich von der ausgewählten
Nummer unterscheidet; z.B. 2 eingeben, um die Konstante %KW2 festzulegen.
Bereich: 0-63
5/5
C
2. Das Feld Symbol ist nicht aktiv, es dient nur der Information. Nur im Symboleditor kann einer Variablen ein Symbol zugewiesen werden. (Siehe Kapitel 6)
3. Im Feld Werteformat ein Format auswählen.
Bereich: Dezimal, Hexadezimal, Binaer oder ASCII.
Standard: Dezimal
4. Im Feld Wert den Wert der Konstanten eingeben.
Dezimalbereich: -32768 bis 32767
Hexadezimalbereich: 0000 - FFFF
Binärbereich: 0000000000000000 bis 1111111111111111
ASCII-Bereich: Jedes ASCII-Zeichen
Standard: 0, dezimal
5. Mit der Schaltfläche Vorherige oder Naechste zu der direkt davor oder danach liegenden Konstanten blättern, ohne das Dialogfenster KONSTANTEN zu verlassen.
Diese Schaltflächen werden nur dann angezeigt, wenn der Zugriff auf die Konstanten
über das Fenster des Konfigurationseditors erfolgt.
6. OK auswählen, um die ausgewählten Werte festzulegen, oder Abbrechen auswählen, um das Dialogfenster zu verlassen, ohne die Konfiguration zu ändern.
5.9
LIFO/FIFO-Register
Zu allgemeinen Informationen über die LIFO/FIFO-Register siehe Register B -
Abschnitt 2.2-5.
Mit einer der in den Abschnitten 5.1-1 bis 5.1-4 beschriebenen Methoden die Option
LIFO/FIFO-Register auswählen. Aus der Liste aller Register das zu konfigurierende
Register auswählen. Das Dialogfenster LIFO/FIFO-REGISTER erscheint.
5/6
Konfiguration der SPS-Komponenten 5
1. Im Feld LIFO/FIFO Register die Registernummer eingeben, sofern sie sich von der ausgewählten unterscheidet; z.B. 0 eingeben, um das LIFO/FIFO-Register
%R0 festzulegen.
Bereich: 0-4
2. Das Feld Symbol ist nicht aktiv, es dient nur der Information. Nur im Symboleditor kann einer Variablen ein Symbol zugewiesen werden. (Siehe Kapitel 6)
3. Im Feld Typ den Registertyp auswählen:
FIFO: Der erste in das Register eingegebene Eintrag wird auch als erster ausgelesen; dies wird auch Schlange genannt.
LIFO: Der letzte in das Register eingegebene Eintrag wird als erster ausgelesen; dies wird auch Stapel genannt.
Standard: FIFO
4. Mit der Schaltfläche Vorherige oder Naechste zu dem direkt davor oder danach liegenden Register blättern, ohne das Dialogfenster LIFO/FIFO-REGISTER zu verlassen. Diese Schaltflächen werden nur dann angezeigt, wenn der Zugriff auf die Register über das Fenster des Konfigurationseditors erfolgt.
5. OK auswählen, um die ausgewählten Werte festzulegen, oder Abbrechen auswählen, um das Dialogfenster zu verlassen, ohne die Konfiguration zu ändern.
C
5.10 Drums
Zu allgemeinen Informationen über Drums (Schrittschaltwerk) siehe Register B -
Abschnitt 2.2-6.
Mit einer der in den Abschnitten 5.1-1 bis 5.1-4 beschriebenen Methoden Drums auswählen.
1. Im Feld Drum die Drum-Nummer eingeben; z.B. 2 eingeben, um Drum %DR2 festzulegen.
Bereich: 0 bis 3
2. Das Feld Symbol ist nicht aktiv, es dient nur der Information. Nur im Symboleditor kann einer Variablen ein Symbol zugewiesen werden. (Siehe Kapitel 6)
3. Im Feld Schrittanzahl die Schrittanzahl eingeben.
Die Kontrollkästchen der eingegebenen Schrittanzahl bleiben aktiv, die anderen sind abgeblendet. Wenn beispielsweise im Feld Schrittanzahl vier Schritte festgelegt wurden, sind die Kontrollkästchen in den ersten vier Reihen aktiviert.
Bereich: 1 bis 8
4. Im Feld Ausgaenge jedem der 16 (0-15) verwendbaren logischen Bits entweder ein physisches Bit oder ein Speicherbit zuweisen.
5/7
C
Bereich:
%Q0.0-%Q0.9— Ausgangsbit auf dem Grundgerät.
%Q1.0-%Q1.9—Ausgangsbit auf einer E/A-SPS-Erweiterung.
%M0-%M127—Internes Speicherbit.
Standard: Keine Standardwerte
5. Für jeden festgelegten Schritt auf die Kontrollkästchen eines jeden logischen Bits klicken, das für den jeweiligen Schritt aktiviert werden soll. Wenn beispielsweise
Schritt 0 ausgeführt wird, sind drei logische Bits aktiviert: %Q0.1, %Q0.3 und %M8, wie durch die "1" oder die Anzeige ON in jedem Kontrollkästchen angezeigt.
6. Mit der Schaltfläche Vorherige oder Naechste zu dem direkt davor oder danach liegenden Schrittschaltwerk blättern, ohne das Dialogfenster DRUMS zu verlassen.
Diese Schaltflächen werden nur dann angezeigt, wenn der Zugriff auf die Drums
über das Fenster des Konfigurationseditors erfolgt.
7. OK auswählen, um die ausgewählten Werte festzulegen, oder Abbrechen auswählen, um das Dialogfenster zu verlassen, ohne die Konfiguration zu ändern.
5.11 Schneller Zähler
Bei einem schnellen Zähler handelt es sich um eine Komponente, mit der drei
Zählertypen konfiguriert werden können: Aufwärtszähler, Frequenzmesser oder
Auf-/Abwärtszähler. Zu weiteren Informationen über schnelle Zähler siehe Register
A - Abschnitt 4.4 und Register B - Abschnitt 3.4-5.
Mit einer der in den Abschnitten 5.1-1 bis 5.1-4 beschriebenen Methoden wird die
Option Schneller Zaehler ausgewählt.
5/8
Konfiguration der SPS-Komponenten 5
5.11-1 Aufwärtszähler
Der Zähleingang eines Aufwärtszählers ist stets der Eingang %I0.0, er läßt sich nicht konfigurieren. Ändert sich der Zustand von Eingang %I0.0 von 0 zu 1, wird der aktuelle
Wert des schnellen Zählers (%FC.V) um 1 heraufgesetzt.
C
1. Im Feld Typ Schneller Zaehler die Option Aufwaertszaehler auswählen. Damit werden die folgenden Felder aktiviert:
• Vorwahl Eingang
• Freigabe Eingang
• Ausgang HSC_Out
• Schwellwert Null
• Schwellwert Eins
• Max. Frequenz
2. Das Feld Symbol ist nicht aktiv, es dient nur der Information. Nur im Symboleditor kann einer Variablen ein Symbol zugewiesen werden. (Siehe Kapitel 6)
3. Im Feld Vorwahl Eingang die Option %I0.1 auswählen, um Eingang %I0.1 dem
Aufwärtszähler zuzuordnen. Wechselt der Zustand des Eingangs %I0.1 von 0 zu
1, wird der aktuelle Wert des Aufwärtszählers (%FC.V) auf 0 gesetzt. Die Option
Keiner auswählen, wenn Eingang %I0.1 nicht zugeordnet werden soll.
4. Im Feld Freigabe Eingang die Option %I0.2 auswählen, um Eingang %I0.2 dem
Aufwärtszähler zuzuordnen. Ist der Eingang %I0.2 im Zustand 1, wird der
Aufwärtszähler eingeschaltet; der Zähler zählt Impulse des Eingangs %I0.0 und aktualisiert den aktuellen Zählwert. Ist %I0.2 im Zustand 0, wird der Aufwärtszähler deaktiviert, und Impulse am Eingang %I0.0 werden ignoriert. Die Option Keiner auswählen, wenn Eingang %I0.2 nicht zugeordnet werden soll.
5/9
5. Im Feld Ausgang HCS_Out die Option %Q0.1 _%Q0.2 auswählen, um diese
Ausgänge dem Aufwärtszähler zuzuordnen. Der Zustand dieser beiden Ausgänge ist eine Funktion der Beziehung der Werte Schwellwert Null und Schwellwert Eins
(%FC.S0 bzw. %FC.S1) zu dem aktuellen Wert des schnellen Zählers (%FC.V) wie im Feld Status %Q0.1-2 definiert.
Im Feld Status %Q0.1-2 wird beispielsweise angezeigt:
C
Ist %FC.V kleiner als %FC.S0, sind die Ausgänge %Q0.1 auf 1 und %Q0.2 auf 0.
Ist %FC.V größer als %FC.S0 und kleiner als %FC.S1, sind die Ausgänge %Q0.1
auf 0 und %Q0.2 auf 1.
Ist %FC.V größer als %FC.S1, sind die Ausgänge %Q0.1 auf 1 und %Q0.2 auf 0.
Die Option Keiner auswählen, wenn die Ausgänge %Q0.1 und %Q0.2 nicht zugeordnet werden sollen.
6. In den Feldern Schwellwert Null und Schwellwert Eins Werte eingeben.
Bereich: 0 bis 65535
Standard: 65535
7. Im Feld Max. Frequenz für den Normalmodus 5 kHz und für den schnellen Modus
10 kHz auswählen.
8. Im Feld Status %Q0.1-2 die Beziehung zwischen %FC.S0-S1 und %Q0.1-2 konfigurieren. Dieses Feld ist nur aktiv , wenn im Feld Ausgang HCS_Out die
Option %Q0.1 _%Q0.2 ausgewählt ist. In jedes Kästchen 0 oder 1 eingeben.
9. OK auswählen, um die ausgewählten Werte festzulegen, oder Abbrechen auswählen, um das Dialogfenster zu verlassen, ohne die Konfiguration zu ändern.
5.11-2 Frequenzmesser
Der Zähleingang eines Frequenzmessers ist der Eingang %I0.0; er ist nicht konfigurierbar.
1. Im Feld Typ Schneller Zaehler die Option Frequenz auswählen. Damit werden die folgenden Felder aktiviert.
• Freigabe Eingang
• Max. Frequenz
2. Das Feld Symbol ist nicht aktiv, es dient nur der Information. Nur im Symboleditor kann einer Variablen ein Symbol zugewiesen werden. (Siehe Kapitel 6)
3. Im Feld Freigabe Eingang die Option %I0.2 wählen, um Eingang %I0.2 dem
Frequenzmesser zuzuordnen. Ist %I0.2 auf 1, wird der Frequenzmesser eingeschaltet; d.h. der Eingang zählt Impulse und aktualisiert den aktuellen Zählwert. Ist
%I0.2 auf 0, werden der Frequenzmesser abgeschaltet und die Impulse an %I0.0
ignoriert. Die Option Keiner auswählen, wenn Eingang %I0.2 nicht zugeordnet werden soll.
5/10
Konfiguration der SPS-Komponenten 5
4. Im Feld Max. Frequenz die Option 5 kHz für den Normalmodus und 10 kHz für den schnellen Modus auswählen.
5. OK auswählen, um die ausgewählten Werte festzulegen, oder Abbrechen auswählen, um das Dialogfenster zu verlassen, ohne die Konfiguration zu ändern.
5.11-3 Auf-/Abwärtszähler
Der Zähleingang für den Auf-/Abwärtszähler ist Eingang %I0.0. Eingang Abwärtszählen ist %I0.3. Keiner der Eingänge ist konfigurierbar.
1. Im Feld Typ Schneller Zaehler die Option Auf-/Abwaertszaehler auswählen.
Damit werden die folgenden Felder aktiv:
• Vorwahl
• Zaehlereingang Lesen
• Vorwahl Eingang
• Freigabe Eingang
• Ausgang HSC_Out
• Schwellwert Null
• Schwellwert Eins
• Einstellen
2. Das Feld Symbol ist nicht aktiv, es dient nur der Information. Nur im Symboleditor kann einer Variablen ein Symbol zugewiesen werden. (Siehe Kapitel 6)
3. Im Feld Vorwahl die Anzahl der Ereignisse festlegen, die von dem Auf-/Abwärtszähler gezählt werden sollen.
4. Im Feld Zaehlereingang Lesen die Option %I0.4 auswählen, um Eingang %I0.4
dem Auf-/Abwärtszähler zuzuordnen. Ist der Eingang %I0.4 auf 1 oder ON, wird der aktuelle Zählwert im Programm in ein Wort des Systemspeichers geschrieben. Die
Option Keiner auswählen, wenn Eingang %IQ0.4 nicht zugeordnet werden soll.
5/11
C
C
5. Im Feld Vorwahl Eingang die Option %I0.1 auswählen, um Eingang %I0.1 dem
Auf-/Abwärtszähler zuzuordnen. Wechselt der Zustand des Eingangs %I0.1 von 0 auf 1, wird der aktuelle Wert des Auf-/Abwärtszählers (%FC.V) auf 0 gesetzt. Die
Option Keiner auswählen, wenn Eingang %I0.1 nicht zugeordnet werden soll.
6. Im Feld Freigabe Eingang die Option %I0.2 auswählen, um Eingang %I0.2 dem
Auf-/Abwärtszähler zuzuordnen. Ist %I0.2 auf 1, wird der Auf-/Abwärtszähler eingeschaltet; er zählt Impulse der Eingänge %I0.0 und %I0.3 und aktualisiert den aktuellen Zählwert. Ist %I0.2 auf 0, werden der Auf-/Abwärtszähler ausgeschaltet und die Impulse an %I0.0 und %i0.3 ignoriert. Die Option Keiner auswählen, wenn
Eingang %I0.2 nicht zugeordnet werden soll.
7. Im Feld Ausgang HSC_Out die Option %Q0.1 _%Q0.2 festlegen, um diese
Ausgänge dem Auf-/Abwärtszähler zuzuordnen. Der Zustand dieser beiden
Ausgänge ist eine Funktion der Beziehung der Werte von Schwellwert Null und
Schwellwert Eins (%FC.S0 bzw.%FC.S1) zum aktuellen Wert des schnellen
Zählers (%FC.V), wie im Feld Status %Q0.1-2 definiert.
Beispielsweise werden im Feld Status %Q0.1-2 angezeigt:
Ist %FC.V kleiner als %FC.S0, sind die Ausgänge %Q0.1 auf 1 und %Q0.2 auf 0.
Ist %FC.V größer als %FC.S0 und kleiner als %FC.S1, sind die Ausgänge %Q0.1
auf 0 und %Q0.2 auf 1.
Ist %FC.V größer als %FC.S1, sind die Ausgänge %Q0.1 auf 1 und %Q0.2 auf 0.
Die Option Keiner auswählen, wenn die Ausgänge %Q0.1 und %Q0.2 nicht zugeordnet werden sollen.
8. In den Feldern Schwellwert Null und Schwellwert Eins Werte eingeben.
Bereich: 0 bis 65535
Standard: 65535
5/12
Konfiguration der SPS-Komponenten 5
9. Im Feld Einstellen mit Ja oder Nein festlegen, ob ein Anwender den Vorwahlwert im Dateneditor ändern kann.
10. Im Feld Zustand %Q0.1-2 die gewünschte Beziehung zwischen %FC.S0-S1 und
%Q0.1-2 festlegen. Das Feld ist nur dann aktiv, wenn im Feld Ausgang HSC_Out die Option %Q0.1 _%Q0.2 ausgewählt ist. In jedes Feld 0 oder 1 eingeben.
11. OK auswählen, um die ausgewählten Werte festzulegen, oder Abbrechen auswählen, um das Dialogfenster zu verlassen, ohne die Konfiguration zu ändern.
5.12
%PLS/%PWM
Mit den Impulsgeneratorbausteinen %PLS und %PWM werden Rechtecksignale generiert. Bei %PLS sind die Ein- und Ausschaltzeit einer Periode gleich (50%
Tastverhältnis). Bei %PWM kann die Signalbreite (Tastverhältnis) verändert werden.
Zu weiteren Informationen über Impulsgeneratoren siehe Register A - Abschnitte 4.5
und 4.6 und Register B - Abschnitte 3.4-3 und 3.4-4.
Mit einer der in den Abschnitten 5.1-1 bis 5.1-4 beschriebenen Methoden %PLS/
%PWM auswählen.
C
5.12-1 %PLS konfiguriert
Dem Impulsgenerator %PLS ist Ausgang %Q0.0 zugeordnet, er ist nicht konfigurierbar.
1. Im Feld Konfigurierte %PLS/%PWM die Option %PLS konfiguriert auswählen.
Damit werden die folgenden Felder aktiviert.
• Zeitbasis
• Vorwahl
• Einstellen
2. Das Feld Symbol ist nicht aktiv, es dient nur der Information. Nur im Symboleditor kann einer Variablen ein Symbol zugewiesen werden. (Siehe Kapitel 6)
Hinweis: Bei der Konfiguration von %PLS oder %PWM wird Ausgang %Q0.0 den Bausteinen
%PLS oder %PWM zugeordnet; sie sollten im Programm keiner anderen Funktion zugeordnet werden.
5/13
C
3. Im Feld Zeitbasis eine Zeiteinheit auswählen. Bei Auswahl von 0,1 ms wird das
Feld %PLS Zaehlen aktiv.
Bereich: 0,1 ms, 10 ms oder 1 s
Standard: 1 s
4. Im Feld Vorwahl die Länge einer Periode in Zeiteinheiten festlegen.
Bereich: Bei einer Zeitbasis = 10 ms oder 1 s kann der Wert zwischen 0 und 32767 liegen. Bei einer Zeitbasis = 0,1 ms kann der Wert zwischen 0 und 255 liegen.
Standard: 0
5. Im Feld Einstellen mit Ja oder Nein festlegen, ob ein Anwender den Vorwahlwert im Dateneditor einstellen kann.
6. Bei Auswahl von 0,1 ms im Feld Zeitbasis wird das Feld %PLS Zaehler aktiv.
Ja auswählen, um den Schnellen Zähler zu implementieren. Da die Periode des
Impulses kürzer als die gesamte Zykluszeit ist, muß der Schnelle Zähler den
Baustein %PLS unterstützen. Damit %PLS ordnungsgemäß arbeitet, muß der
Ausgang %Q0.0 physisch auf Eingang %I0.0 gelegt werden. Nein auswählen, wenn der Schnelle Zähler die Verarbeitung nicht unterstützen soll.
7. Ok auswählen, um die ausgewählten Werte festzulegen, oder Abbrechen auswählen, um das Dialogfenster zu verlassen, ohne die Konfiguration zu ändern.
5.12-2 %PWM konfiguriert
Dem Impulsgenerator %PWM ist Ausgang %Q0.0 zugeordnet; er ist nicht konfigurierbar.
1. Im Feld Konfigurierte %PLS/%PWM die Option %PWM konfiguriert auswählen.
Damit werden die folgenden Felder aktiv:
• Zeitbasis
• Vorwahl
2. Das Feld Symbol ist nicht aktiv, es dient nur der Information. Nur im Symboleditor kann einer Variablen ein Symbol zugewiesen werden. (Siehe Kapitel 6)
3. Im Feld Zeitbasis eine Zeiteinheit auswählen.
Bereich: 0,1 ms, 10 ms oder 1 s
Standard: 1 s
5/14
Konfiguration der SPS-Komponenten 5
4. Im Feld Vorwahl die Länge einer Periode in Zeiteinheiten festlegen.
Bereich: 0 bis 9999
Standard: 0
5. OK auswählen, um die ausgewählten Werte festzulegen, oder Abbrechen auswählen, um das Dialogfenster zu verlassen, ohne die Konfiguration zu ändern.
5.13 Eingangsfilter
Mit Eingangsfiltern kann die Störfestigkeit eines Eingangs erhöht werden. Siehe hierzu auch Register A - Abschnitt 1.7-1.
Mit einer der in den Abschnitten 5.1-1 bis 5.1-4 beschriebenen Methoden die Option
Eingangsfilter auswählen.
C
1. In jedem der Felder %I0.0-3, %I0.4-7 und %I0.8-13 eine der Optionen Kein Filter,
3 ms oder 12 ms auswählen.
Ist Kein Filter ausgewählt, ist der Filter am entsprechenden Eingang nicht aktiviert.
Bei Auswahl von 3 ms werden Impulse mit einer Dauer bis zu 3 ms gefiltert.
Bei Auswahl von 12 ms werden Impulse mit einer Dauer bis zu 12 ms gefiltert.
Standard: 12 ms
2. Ok auswählen, um die ausgewählten Werte festzulegen, oder Abbrechen auswählen, um das Dialogfenster zu verlassen, ohne die Konfiguration zu ändern.
5.14 Impulsmerkereingang
Impulsmerkereingänge erfassen Impulse und zeichnen sie auf. (Siehe Register A -
Abschnitt 4.3)
Mit einer der in den Abschnitten 5.1-1 bis 5.1-4, beschriebenen Methoden die Option
Impulsmerker-Eingang auswählen. Die aktuelle Konfiguration wird angezeigt.
Bearbeiten auswählen, um das Dialogfenster IMPULSMERKER-EINGANG anzuzeigen.
5/15
C 1. Für jeden der Eingänge %I0.0 bis %I0.5:
Ja auswählen, um den Impulsmerker für den entsprechenden Eingang zu aktivieren.
Nein auswählen, um den Impulsmerker für den entsprechenden Eingang zu deaktivieren.
Standard: Nein
2. OK auswählen, um die ausgewählten Werte festzulegen, oder Abbrechen auswählen, um das Dialogfenster zu verlassen, ohne die Konfiguration zu ändern.
5.15 RUN/STOP-Eingänge
Über einen RUN/STOP-Eingang kann eine SPS gestartet oder gestoppt werden. Ein
STOP-Befehl von der PL7-07-Software oder dem FTX 117 hebt einen RUN-Befehl des
RUN/STOP-Eingangs auf. (Siehe Register A - Abschnitt 4.1)
Mit einer der in den Abschnitten 5.1-1 bis 5.1-4 beschriebenen Methoden die Option
RUN/STOP-Eingaenge auswählen.
1. Den gewünschten Eingang der SPS als RUN/STOP-Eingang auswählen.
Bereich: Eingänge %I0.0 bis %I0.5
Standard: Keiner
2. OK auswählen, um die ausgewählten Werte festzulegen, oder Abbrechen auswählen, um das Dialogfenster zu verlassen, ohne die Konfiguration zu ändern.
5/16
Konfiguration der SPS-Komponenten 5
5.16 Ausgang Sicherheit
Über die Option Ausgang Sicherheit kann ein Ausgang zur Angabe des SPS-Status konfiguriert werden. (Siehe Register A - Abschnitt 4.2)
Mit einer der in den Abschnitten 5.1-1 bis 5.1-4 beschriebenen Methoden die Option
Ausgang Sicherheit auswählen.
C
1. Im Feld Ausgang Sicherheit einen Ausgang für den SPS-Status auswählen.
Bereich: Ausgänge %Q0.0 bis %Q0.3
Standard: Keiner
2. OK auswählen, um die ausgewählten Werte festzulegen, oder Abbrechen auswählen, um das Dialogfenster zu verlassen, ohne die Konfiguration zu ändern.
5.17 Abtastmodus
Über den Abtastmodus wird festgelegt, ob das Programm im normalen (zyklischen) oder periodischen Modus abgefragt werden soll. (Siehe Register A - Abschnitt 1.3)
Mit einer der in den Abschnitten 5.1-1 bis 5.1-4 beschriebenen Methoden die Option
Abtastmodus auswählen.
1. Im Feld Abtastmodus:
Normal auswählen, um das Programm unabhängig von der Abtastdauer nach jeweils einem Steuerungszyklus abzutasten.
5/17
Die Option Periodisch auswählen, um den Minimalabstand festzulegen, mit der die CPU ein Programm in der SPS abtastet. Der Minimalabstand wird im Feld
Periode festgelegt.
Standard: Normal
2. Im Feld Periode einen Wert zwischen 2 und 150 Millisekunden eingeben.
Standard: Keiner
3. OK auswählen, um die ausgewählten Werte festzulegen, oder Abbrechen auswählen, um das Dialogfenster zu verlassen, ohne die Konfiguration zu ändern.
C
5.18 Kalenderbaustein
Zu allgemeinen Informationen über Kalender siehe Register B - Abschnitt 5.2.
Mit einer der in den Abschnitten 5.1-1 bis 5.1-4 beschriebenen Methoden die Option
Kalenderbaustein auswählen.
1. Das Feld Konfiguriert auswählen, um alle Felder des Dialogfensters zu aktivieren.
2. Im Feld Kalenderbaustein eine Nummer eingeben. In einem Programm können bis zu 16 Kalender definiert werden.
Bereich: 0-15.
3. Ein Ausgangsbit eingeben. Wird beispielsweise das Einschalten eines Sprinklers konfiguriert, ist die Variable der Ausgangsklemme mit der das Sprinklersystem verbundenen eingeben.
4. Im Feld Monat Anfang den Monat auswählen, in dem der Ausgang Kalenderbaustein aktiviert werden soll.
5. Im Feld Monat Anfang den Monat auswählen, in dem der Ausgang Kalenderbaustein deaktiviert werden soll.
6. Im Feld Datum Anfang den Tag des Monats auswählen, an dem der Ausgang
Kalenderbaustein aktiviert werden soll.
7. Im Feld Datum Ende den Tag des Monats auswählen, an dem der Ausgang
Kalenderbaustein deaktiviert werden soll.
5/18
Konfiguration der SPS-Komponenten 5
8. Im Feld Wochentage die Kontrollkästchen der Tage auswählen, an denen der
Ausgang Kalenderbaustein aktiviert werden soll.
9. Im Feld Uhrzeit Anfang eingeben, wann der Ausgang Kalenderbaustein aktiviert werden soll.
Standard: 00:00
10. Im Feld Uhrzeit Ende eingeben, wann der Ausgang Kalenderbaustein deaktiviert werden soll.
Standard: 23:59
1
1. Mit der Schaltfläche Vorherige oder Naechste zum direkt davor oder danach liegenden Kalender blättern, ohne das Dialogfenster KALENDER zu verlassen.
Diese Schaltflächen werden nur dann angezeigt, wenn der Zugriff auf die Kalender
über das Fenster des Konfigurationseditors erfolgt.
12. OK auswählen, um die ausgewählten Werte festzulegen, oder Abbrechen auswählen, um das Dialogfenster zu verlassen, ohne die Konfiguration zu ändern.
C
5.19 Erweiterungsport
Über den Erweiterungsport wird die Kommunikation der SPS konfiguriert.
Mit einer der in den Abschnitten 5.1-1 bis 5.1-4 beschriebenen Methoden die Option
Erweiterungsport auswählen.
Über die Option PLC Extension wird eine E/A-Erweiterung, über die Option Modbus
Slave eine Verbindung vom Typ Modbus-Slave konfiguriert.
PLC Extension:
1. Über das Feld Fehler wird die Fehlerbehandlung festgelegt.
Bei Auswahl von Ja meldet das Grundgerät einen Fehler, wenn es von einer der im Dialogfenster definierten SPS keine Kommunikation empfängt.
5/19
C
Bei Auswahl von Nein meldet das Grundgerät keinen Fehler, wenn es von einer der im Dialogfenster definierten SPS keine Kommunikation empfängt.
Standard: Nein
2. Im Feld Bit/s die Geschwindigkeit angeben, in der die verbundenen SPS-Einheiten kommunizieren sollen. Die Qualität und Zuverlässigkeit der Kommunikation nehmen bei wachsenden Entfernungen oder elektrischen Störungen ab. Deshalb sollte die
Geschwindigkeit bei einer Kommunikation über große Entfernungen oder in einer
Umgebung mit hohen Störspannungen heruntergesetzt werden, um so die
Zuverlässigkeit zu erhöhen.
Anmerkung
Alle Steuerungen eines Nanet-Netzwerkes müssen unbedingt mit der gleichen
Geschwindigkeit konfiguriert werden.
9600 Bit pro Sekunde werden ausgewählt, wenn die Entfernung zwischen den
SPS-Einheiten relativ groß ist oder wenn es in der Umgebung viele Störspannungen gibt. 19200 Bit pro Sekunde werden ausgewählt, wenn die Entfernung zwischen den SPS-Einheiten relativ kurz ist oder wenn es in der Umgebung relativ wenige
Störspannungen gibt.
Standard: 19200
3. Im Feld E/A-Erweiterung wird angegeben, ob eine SPS als E/A-Erweiterung konfiguriert wurde. Über die E/A-Erweiterung stehen zusätzlich zum Grundgerät weitere Ein- und Ausgänge zur Verfügung. (Siehe Register A - Abschnitt 3.5)
Standard: Nein
5. In den Feldern SPS2, SPS3 und SPS4 wird Ja oder Nein festgelegt, ob eine entsprechende SPS als Erweiterung zum Grundgerät konfiguriert wurde.
Standard: Nein
6. OK auswählen, um die ausgewählten Werte festzulegen, oder Abbrechen auswählen, um das Dialogfenster zu verlassen, ohne die Konfiguration zu ändern.
Modbus Slave: (siehe Abschnitt F-2.1)
1. Im Feld Bit/s wird die Übertragungsgeschwindigkeit der Modbus-Verbindung angegeben.
2. Im Feld Slave Address wird die Adresse der Steuerung TSX Nano im Modus
ModbusSlave konfiguriert (1 bis 98).
3. Im Feld Time Out (Char) wird das Zeitintervall zwischen zwei zu sendenden
Zeichen (1 bis 127 Zeichen) parametriert.
4. Im Feld Data Bits wird der Modus ASCII (7 Bits) oder RTU (8 Bits) ausgewählt.
Das Feld gibt die Größe der Daten auf der Leitung an.
5. Im Feld Parity kann ein Paritätsbit sowie dessen Typ definiert werden.
6. Im Feld Stop Bits wird die Anzahl der verwendeten Stoppbits festgelegt.
Anmerkung
Diese Parameter müssen mit den Parametern identisch sein, für für den Master der Modbus-Verbindung definiert sind.
5/20
Konfiguration der SPS-Komponenten 5
5.20 PG-Anschluß
Über das Dialogfeld PROGRAMMIERANSCHLUSS wird das Protokoll des PG-
Anschlusses der Steuerung TSX Nano ausgewählt.
ASCII-Modus
ASCII wählen, um den PG-Anschluß der Steuerung TSX Nano im ASCII-Modus zu konfigurieren.
1: Im Feld Bit/s wird die Übertragungsgeschwindigkeit der Informationen auf dieser
Leitung festgelegt.
Verfügbare Geschwindigkeiten: 1200, 2400, 4800, 9600 und 19200 Bit/Sekunde.
2: Im Feld Data Bits kann die Größe der über diese Leitung ausgetauschten Daten ausgewählt werden.
3: Le champ Parité permet de définir l'adjonction ou non d'un bit de parité ainsi que son type.
4: Le champ Bits Stop spécifie le nombre de bits de stop utilisés.
5: Im Feld UNI-TELWAY Time Out (Char.) kann der Wert des Timeout für Uni-Telway festgelegt werden.
Modus UNI-TELWAY-Slave
UNI-TELWAY-Slave auswählen, um den PG-Anschluß der Steuerung TSX Nano im
Modus UNI-TELWAY-Slave zu konfigurieren:
1: Im Feld Basisadresse UNI-TELWAY-Slave wird die Verbindungsadresse AD0 der Steuerung TSX Nano ausgewählt.
Die Steuerung verwendet zwei aufeinanderfolgende logische Adressen:
AD0: Basisadresse (die der Konfiguration) ist die Server-Adresse; das ist die
Adresse, an die sich die Geräte auf dem UNI-TELWAY-Bus wenden, um Requests an die Steuerung TSX Nano zu senden.
AD1: AD0+1 ist die Client-Adresse, die vom EXCH-Baustein verwendet wird, um
Requests an andere Geräte auf dem UNI-TELWAY-Bus zu senden.
2: Die anderen Felder haben dieselbe Bedeutung wie beim ASCII-Modus und müssen mit denen des Masters auf dem UNI-TELWAY-Bus identisch sein.
5/21
C
Konfiguration der SPS-Komponenten 5
Modus UNI-TELWAY-Master
Das Format dieses Protokolls ist festgelegt. Nur der Timeout kann konfiguriert werden
(30 bis 255).
Um den Timeout im Modus UNI-TELWAY-Master zu konfigurieren, ändern Sie seinen
Wert im Feld UNI-TELWAY Time Out (Char.).
C
5.21 SPS-Version ändern
Über die Option SPS-Version aendern wird die Modellnummer/Version der speicherprogrammierbaren Steuerung TSX Nano angegeben, die als Grundgerät eingesetzt wird.
Über eine der in den Abschnitten 5.1-1 bis 5.1-4 beschriebenen Methoden die Option
SPS-Version aendern auswählen. Das Dialogfenster SPS-VERSION AENDERN erscheint.
1. Im Fenster die Modellnummer oder Version der Steuerung TSX Nano festlegen:
TSX 2A/2B: Version 1 der SteuerungTSX Nano.
TSX 2x oder 3x ohne MCR/MCS: Bietet alle Funktionen, bis auf die Hauptrelais-
Funktionen.
TSX 2x oder 3x mit MCR/MCS: Bietet alle Funktionen, einschließlich der
Hauptrelais-Funktionen. Die Verwendung dieser Funktion führt zu einer leichten
Leistungssteigerung.
Standard: TSX 2x oder 3x ohne MCR/MCS
2. OK auswählen, um die ausgewählten Werte festzulegen, oder Abbrechen auswählen, um das Dialogfenster zu verlassen, ohne die SPS-Version zu ändern.
5/22
Kapitel 6
1
6 Definition von Symbolen
6.1
Einführung
Im Symboleditor werden den Variablen des Programms leicht lesbare alphanumerische
Namen zugeordnet, die sogenannten Symbole. Symbole unterstützen das Prüfen und
Analysieren der Programmlogik, sie vereinfachen die Entwicklung und den Programmtest. Der Symboleditor kann im Offline- und Online-Betrieb angezeigt und verwendet werden, im Überwachungsbetrieb ist er nur eingeschränkt verfügbar.
6.2
Auswahl des Symboleditors
Zur Anzeige des Fensters SYMBOLEDITOR im Menü Ansicht die Option Symboleditor auswählen.
C
6.3
Verwendung des Menüs Tools im Symboleditor
Im Fenster SYMBOLEDITOR werden Symbole für die Variablen des Programms definiert. Die Tabelle im Anhang A.2-2 in Register G führt die Optionen im Menü Tools des Symboleditors sowie die entsprechenden Schaltflächen in der Funktionsleiste auf.
6.3-1 Programm bestätigen
Mit der Option Programm bestaetigen wird ein Programm kompiliert und auf Fehler untersucht. (Siehe Abschnitt 10.1, "Bestätigung eines Programms" für weitere inforamtionen)
6/1
C
6.3-2 Einfuegen
Mit der Option Einfuegen wird ein Objekt in die Symboltabelle eingefügt.
1. Im Fenster SYMBOLEDITOR die Option Einfuegen auswählen. Das Dialogfenster
OBJEKT-NAVIGATOR wird angezeigt.
Bottle_counter
Counts up to 1000 bottles
2. Im Feld Variable die Variable eingeben, der das Symbol zugewiesen werden soll.
Adressen können auf zweierlei Arten eingegeben werden.
• Eine bekannte Variable wird direkt in das Auswahlfeld Variable eingegeben.
• Zur Unterstützung der korrekten Eingabe kann das Listenfeld Filter geöffnet und daraus ein Variablentyp ausgewählt werden.
Das Listenfeld Variable führt automatisch alle Instanzen eines Variablentyps auf.
Zur Anzeige aller Instanzen im Auswahlfeld Variable eine Instanz auswählen.
3. Im Feld Symbol einen Namen eingeben, der die Variable beschreibt, wie z.B
Bottle_counter.
Richtlinien:
• Ein Symbol kann nicht mehr als 32 Zeichen umfassen.
• Ein Symbol kann nur Buchstaben (A-Z), Ziffern (0-9), Unterstriche (_) und bestimmte, mit einem Tonzeichen versehene Zeichen enthalten. Nach Eingabe eines unzulässigen Zeichens wird ein Dialogfeld zur Unterstützung des Anwenders angezeigt. Die zugelassenen Zeichen entsprechen der Codeseite 850.
und (Unterstrich)
• Das erste Zeichen eines Symbols muß ein Buchstabe von A bis Z oder ein mit einem Tonzeichen versehenes Zeichen sein.
• Ein Symbol darf keine Leerzeichen oder Sonderzeichen enthalten.
• Groß- und Kleinbuchstaben werden nicht unterschieden.
Beispielsweise verweisen die Symbolnamen Pumpe1 und PUMPE1 auf dasselbe Symbol und dürfen in einer Applikation nur einmal auftreten.
4. Im Feld Kommentar eine Beschreibung eingeben (max. 128 Zeichen).
5. Soll die definierte Variable konfiguriert werden, die Schaltfläche Konfigurieren auswählen. Das entsprechende Dialogfenster wird angezeigt. (Siehe Kapitel 5)
6. Vorheriges oder Nächstes auswählen, um das Objekt direkt vor oder nach dem aktuellen Objekt in der Symboltabelle auszuwählen.
7. OK auswählen, um die Werte festzulegen, oder Abbrechen, um das Dialogfenster zu verlassen und zum Fenster SYMBOLEDITOR zurückzukehren.
6/2
Definition von Symbolen
1
6.3-3 Löschen
Mit der Option Loeschen wird ein Objekt aus der Symboltabelle entfernt.
1. In der Symboltabelle das Objekt auswählen, das entfernt werden soll. Loeschen auswählen. In einem Dialogfenster muß das Löschen bestätigt werden.
2. OK auswählen, um das Objekt zu löschen, oder Abbrechen auswählen, um das
Dialogfeld zu verlassen und zum Fenster SYMBOLEDITOR zurückzukehren.
6.3-4 Nach Variablen sortieren
Mit der Option Nach Variablen sortieren wird die Symboltabelle in alphabetischer und numerischer Reihenfolge nach Variablen sortiert.
1. Im Fenster SYMBOLEDITOR die Option Nach Variablen sortieren auswählen.
2. Die Symboltabelle wird alphanumerisch nach Variablen sortiert und angezeigt.
6.3-5 Nach Symbolen sortieren
Mit der Option Nach Symbolen sortieren wird die Symboltabelle in alphabetischer
Reihenfolge nach Symbolen sortiert.
1. Im Fenster SYMBOLEDITOR die Option Nach Symbolen sortieren auswählen.
2. Die Symboltabelle wird alphabetisch nach Symbolen sortiert und angezeigt.
C
6.4
Verwendung des Menüs "Bearbeiten" im Symboleditor
Im Fenster SYMBOLEDITOR steht im Menü Bearbeiten nur die Funktion Suchen zur
Verfügung.
Mit der Option Suchen werden Symbole oder Variablen in der Symboltabelle gesucht.
1. Im Fenster SYMBOLEDITOR die Option Suchen auswählen. Das Dialogfenster
SUCHEN wird angezeigt.
2. Im Feld Suchen das zu suchende Symbol oder die zu suchende Variable eingeben.
3. OK auswählen, um die Suche zu beginnen, oder mit Abbrechen zur Symboltabelle zurückkehren.
Wurde das Symbol oder die Variable gefunden, wird die Symboltabelle angezeigt, wobei die Zeile mit diesem Symbol oder dieser Variablen hervorgehoben ist.
6/3
4. Wird bei der Suche nach einem Symbol das Symbol nicht gefunden, erscheint ein
Dialogfenster mit der Meldung: "Symbol nicht gefunden. Moechten Sie es erstellen?"
OK auswählen, um das Dialogfenster OBJEKT-NAVIGATOR anzuzeigen und das
Symbol zu erstellen. Abbrechen auswählen, um zur Symboltabelle zurückzukehren.
5. Wird bei der Suche nach einer Variablen die Variable nicht gefunden, erscheint das
Dialogfenster OBJEKT-NAVIGATOR mit der gesuchten Variablen im Feld
Variable.
C
6.5
Bearbeiten eines Symbols
Ein Symbol, dem keine Variable zugeordnet ist, ist ein nichtgelöstes Symbol bzw. ein
Symbol ohne Zuweisung. Beim Entwickeln der Programmlogik kann zunächst mit nichtgelösten Symbolen gearbeitet werden, denen nach dem Fertigstellen des
Programms die entsprechenden Variablen zugewiesen werden. Symbole können auch vor dem oder beim Schreiben eines Programms im Symboleditor definiert werden.
In dem im AWL-Editor angezeigten Programmfunktionsblock ist beispielsweise dem
Symbol BOTTLE_COUNTER keine Variable zugeordnet. Es handelt sich um ein nichtgelöstes Symbol.
Die Option Symboleditor im Menü Ansicht auswählen, um das Symbol
BOTTLE_COUNTER im Feld Symbol anzuzeigen.
Um dem Symbol eine Variable zuzuordnen (es aufzulösen):
1. Das Symbol im Fenster SYMBOLEDITOR auswählen, um das Dialogfenster
OBJEKT–NAVIGATOR anzuzeigen.
6/4
Definition von Symbolen
1
2. Dem Symbol im Feld Variable eine Variable zuordnen. Wenn die Variable bereits zugeordnet ist, gibt ein Dialogfenster einen Hinweis auf den bereits bestehenden
Eintrag. OK auswählen, um zum Dialogfenster OBJEKT-NAVIGATOR zurückzukehren und eine andere Variable zuzuordnen.
3. Nach dem Zuordnen der Variablen zu einem Symbol und anderen Einträgen im
Dialogfeld OBJEKT-NAVIGATOR die Schaltfläche OK auswählen, um die Werte festzulegen, oder Abbrechen auswählen, um das Dialogfenster zu verlassen, ohne Änderungen vorzunehmen.
4. Nach dem Zuordnen von Variablen zu nichtgelösten Symbolen muß die Option
Programm bestaetigen ausgeführt werden, damit im Fenster des AWL-Editors zwischen der Anzeige von Variablen und Symbolen gewechselt werden kann.
Hinweis:
Wenn beim Bearbeiten eines existierenden Symbols dem Symbol ein neuer, vorher noch nicht verwendeter Symbolname zugeordnet und eine Variable verwendet wird, die bereits einem anderen existierenden Symbol zugeordnet ist, wird der neue Symbolname der existierenden Variablen zugeordnet.
C
6/5
C
6/6
7 Entwicklung eines KOP-Programms
7.1
Einführung
Die PL7-07-Software ermöglicht ein benutzerfreundliches Programmieren in
Kontaktplansprache.
Ein KOP-Programm wird vertikal von der Stromschiene und dem symbolischen
Nulleiter eingerahmt. KOP-Programmblöcke beginnen links mit der ersten Verbindung des Programmblocks mit der Stromschiene und enden rechts mit den Ausgängen, die mit dem Nulleiter verbunden sind.
Die Sinnbilder der Funktions- und Anweisungsleisten helfen dem Programmierer, das
KOP-Programm schnell und korrekt zu erstellen und zu bearbeiten. KOP-Elemente können sowohl mit der Maus als auch mit der Tastatur ausgewählt und positioniert werden,
Der Kontaktplan wird in zwei Fenstern bearbeitet: dem oberen Fenster KOP-EDITOR und dem unteren Fenster KOP-ANZEIGE. Über den KOP-Editor werden Programmblöcke eingefügt und bearbeitet. Im Fenster KOP-ANZEIGE kann ein Programm eingesehen werden. Vor dem Schreiben eines neuen Programms werden im Fenster
KOP-ANZEIGE die Nummer des ersten Programmblocks, Programmblock 0, und dem
PROGRAMMENDE-Zeichen angezeigt.
C
7/1
7.2
Konfiguration des KOP-Editors
Zur Konfiguration des KOP-Editors:
1. Einstellungen im Menü Ansicht auswählen, um das Dialogfenster
EINSTELLUNGEN anzuzeigen.
C
2. Im Feld Bearbeiten die Option KOP auswählen.
3. Die Auswahl von KOP im Feld Bearbeiten aktiviert das Feld KOP-Information.
1 Zeile auswählen, um eine Zeile von Symbolen oder Variablen anzuzeigen, je nach Anzeigeformat (siehe Schritt 5).
3 Zeilen (Symbole UND Variablen) auswählen, um für Abschlußoperationen und
Kontakte drei Zeilen mit Symbolen und Variablen anzuzeigen. Für AWL-Programmblöcke, Vergleichs- und Operate-Bausteine wird nur eine Zeile angezeigt; je nach
Anzeigeformat entweder Symbole oder Variablen.
3 Zeilen (Symbole ODER Variablen) auswählen, um für Abschlußoperationen und Kontakte drei Zeilen mit Symbolen oder Variablen anzuzeigen, je nach
Anzeigeformat (siehe Schritt 5). Für AWL-Programmblöcke, Vergleichs- und
Operate-Bausteine wird nur eine Zeile angezeigt; je nach Anzeigeformat entweder
Symbole oder Variablen.
4. Ein Programm wird animiert, um den aktuellen Wert einer Variablen in der SPS anzuzeigen. Im Feld AWL-/KOP-Animation das Zahlenformat für die Anzeige der aktuellen Werte bei animiertem Programm auswählen: Hexadezimal oder Dezimal.
5. Im Feld Anzeigeformat ein Format zur Anzeige auswählen, entweder Symbole oder Variablen. Bei Auswahl von 3 Zeilen (Symbole UND Variablen) im Feld
KOP-Informationen werden für Abschlußoperationen und Kontakte beide Formate angezeigt. Für AWL-Programmblöcke, Vergleichs- und Operate-Bausteine wird nur eine Zeile angezeigt.
6. Funktionsleiste anzeigen auswählen, um die Funktionsleisten in allen Editor-
Fenstern anzuzeigen.
7. Programmblock bearbeiten schliessen auswählen, um den KOP-Editor bei der
Eingabe von Programmänderungen als Vollbild anzuzeigen. Die KOP-Anzeige wird beim Schließen des KOP-Editors automatisch wieder geöffnet.
8. OK auswählen, um die ausgewählten Werte zu bestätigen, oder Abbrechen, um das Dialogfeld zu verlassen, ohne die ausgewählten Einstellungen zu ändern.
7/2
Entwicklung eines KOP-Programms 7
7.3
Einsatz des KOP-Editors
1. Im Menü Ansicht die Option KOP-Editor auswählen. Das Fenster KOP-ANZEIGE erscheint.
2. Zur Anzeige des KOP-Editors die Option Programmblock einfügen im Menü
Tools wählen.
Oberhalb jedes Programmblocks befindet sich der Programmblock-Titel. Darin wird die Nummer des Programmblocks angezeigt sowie, optional, ein Titel, eine Label- oder
Unterprogrammvereinbarung und Kommentare. Im Fenster KOP-ANZEIGE kann die
Anzeige über die Option Prog.block-Titel ein/aus ein- und ausgeschaltet werden.
Die Statuszeile befindet sich am unteren Bildschirmrand. Links werden beim Eintragen eines Programmblocks eventuelle Fehlermeldungen und Informationen angzeigt.
Bei der KOP-Programmierung mit zwei Fenstern stehen zwei Funktions- und eine
Anweisungsleiste zur Verfügung.
C
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(1) Funktionsleiste KOP-Editor
(2) Anweisungsleiste KOP-Editor
(3) Programmblock-Titel
Offline
(4) Programmierraster
(5) Funktionsleiste KOP-Anzeige
(6) Statuszeile für Fehlermeldungen
Die Sinnbilder in den Funktionsleisten entsprechen den Optionen im Menü Tools. Der
Inhalt des Menüs Tools hängt vom aktiven Fenster ab. Der KOP-Editor und die KOP-
Anzeige haben spezifische Toolmenüs.
Die Tabellen in den Anhängen A.2-3 und A.2-3.1 in Register G führen die Anweisungen auf, die in der Anweisungsleiste des KOP-Editors zur Verfügung stehen. Im rechten
Teil der Anweisungsleiste des KOP-Editors wird der Name der ausgewählten Anweisung angezeigt.
7/3
7.4
Einfügen einer grafischen Anweisung
Erweitere KOP-Palette
linker Abschnitt mittlerer Abschnitt rechter Abschnitt
C
7.4-1 Regeln für das Einfügen grafischer Anweisungen
Grafische Anweisungen werden nach folgenden Regeln in einen KOP-Programmblock eingefügt:
1. Das Raster besteht aus elf Spalten. Die Anweisungen aus dem linken Abschnitt der
Anweisungsleiste im KOP-Editor können nicht in die letzte Spalte eingefügt werden. Der Vergleichsbaustein, der zwei Zellen belegt, kann nicht in die beiden letzten Spalten eingefügt werden.
2. Die Abschußoperationen Zuweisung, Zuweisung negiert, Setzen und Rücksetzen und Sprung- und Unterprogrammanweisungen können nur in die letzte Spalte eingefügt werden. Wird solch eine Anweisung anderswo eingefügt, wird automatisch eine horizontale Verbindungslinie zur letzten Spalte eingefügt, in der sie eingefügt wird.
3. Operate-Bausteine belegen vier Zellen und können nur in die letzten vier Spalten eingefügt werden. Wird solch ein Baustein anderswo eingefügt, wird automatisch eine Verbindungslinie zu den vier letzten Spalten eingefügt, in denen er eingefügt wird.
4. Zeitgeber- und Zählerbausteine, die jeweils zwei horizontale Zellen belegen, können weder in die erste noch in die beiden letzten Spalten eingefügt werden.
5. Spezielle Kontakte aus dem linken Bereich des Fensters ERWEITERTE KOP-
PALETTE können weder in die erste noch in die letzte Spalte eingefügt werden. Die speziellen Kontakte Open und Short können in die erste Spalte eingefügt werden.
6. Die Funktionsbausteine aus der erweiterten KOP-Palette, die jeweils zwei horizontale
Zellen belegen, können weder in die erste noch in die beiden letzten Spalten eingefügt werden. Pro Programmblock kann es nur einen Funktionsblock geben.
7/4
Entwicklung eines KOP-Programms 7
7. Die speziellen Abschlußoperationen auf der rechten Seite der erweiterten KOP-
Palette können nur in die letzte Spalte eingefügt werden. Wird eine solche
Operation anderswo eingefügt, wird eine horizontale Verbindungslinie von dort zu der letzten Spalte eingefügt, wo die Anweisung eingefügt wird.
Über die Anweisungsleiste im KOP-Editor werden grafische Anweisungen eingefügt.
Um grafische Anweisungen bei einem aktivem Fenster KOP-ANZEIGE einzufügen:
1. Programmblock einfuegen im Menü Tools wählen, um den KOP-Editor oberhalb des Fensters KOP-ANZEIGE anzuzeigen.
2. Soll das Programmierraster angezeigt werden, das Raster über das Menü Tools oder das Sinnbild in der Funktionsleiste des KOP-Editors einschalten.
Grafische Anweisungen können mit der Maus oder der Tastatur eingegeben werden.
7.4-2 Einfügen grafischer Anweisungen mit der Maus
1. Zur Auswahl einer Anweisung auf die entsprechende Anweisung in der Anweisungsleiste zeigen, und mit der linken Maustaste darauf klicken. Der Anweisungsname erscheint im rechten Abschnitt der Anweisungsleiste im KOP-Editor.
Zur Auswahl von Anweisungen der Erweiterten KOP-Palette die grafische Anweisung für die Palette aus der Funktionsleiste auswählen. Daraufhin wird die Erweiterte
KOP-Palette angezeigt. Mit der linken Maustaste die gewünschte Anweisung aus der Palette auswählen. Das Fenster KOP-EDITOR erscheint, dabei wird der Name der ausgewählten Anweisung im rechten Abschnitt der Anweisungsleiste angezeigt.
2. Zum Positionieren der Anweisung auf die gewünschte Zelle zeigen und mit der
rechten Maustaste klicken.
Die Anweisung bleibt solange aktiv, bis eine andere Anweisung ausgewählt wird.
Zum Einfügen derselben Anweisung in eine andere Zelle auf die entsprechende
Zelle zeigen und mit der rechten Maustaste klicken.
Wird eine Anweisung in eine Zelle eingefügt, in der bereits eine Anweisung stand, wird der bisherige Zellinhalt überschrieben.
3. Zum Löschen einer Anweisung aus einer ausgewählten Zelle <ENTF> drücken.
7.4-3 Einfügen grafischer Anweisungen mit der Tastatur
1. Zur Auswahl einer Anweisung aus der Anweisungsleiste die aufgeführte
Funktionstaste drücken; z.B. <F2> drücken, um einen Arbeitskontakt auszuwählen.
Der Name der Anweisung erscheint im rechten Abschnitt der Anweisungsleiste.
Zur Auswahl von Anweisungen der Erweiterten KOP-Palette <UMSCHALTTASTE> gedrückt halten und <F10> drücken. Die Erweiterte KOP-Palette erscheint, darin die gewünschte Anweisung auswählen. Das Fenster KOP-EDITOR wird mit dem
Namen der Anweisung im rechten Abschnitt der Anweisungsleiste angezeigt.
2. Mit den Richtungstasten eine Zelle im Fenster KOP-EDITOR auswählen. Durch
Drücken der <LEERTASTE> die Anweisung in die Zelle einfügen.
Die Anweisung bleibt solange aktiv, bis eine andere Anweisung ausgewählt wird.
Zum Einfügen derselben Anweisung in eine andere Zelle die entsprechende Zelle auswählen und <LEERTASTE> drücken.
C
7/5
C
Wird eine Anweisung in eine Zelle eingefügt, die bereits eine Anweisung enthält, so wird der bisherige Inhalt überschrieben.
3. Zum Löschen einer Anweisung aus einer ausgewählten Zelle <ENTF> drücken.
Die folgenden Abbildungen stellen das Auswählen und Einfügen grafischer Anweisungen mit der Maus oder der Tastatur dar.
Wählen
Wählen Positionieren
Positionieren Cursor-Tasten
7.5
Einfügen von speziellen Kontakten, Abschlußoperationen und
Funktionsbausteinen
7.5-1 Einfügen eines Kontakts
Ein Kontakt kann in jede Spalte des Rasters eingefügt werden - mit Ausnahme der letzten. Zum Einfügen eines Arbeits-, Ruhe- oder Flankenkontakts (steigend, fallend):
1.Den Kontakt aus der Anweisungsleiste auswählen oder die entsprechende
Funktionstaste drücken.
2. Zum Positionieren des
Kontakts mit der rechten
Maustaste in eine Zelle klicken. Oder die Zelle mit den Richtungstasten auswählen und <LEERTASTE> drücken.
3. Das Programmieren des
Kontakts durch Einfügen eines Operanden oder
Symbols abschließen, siehe Abschnitt 7.6.
7/6
Entwicklung eines KOP-Programms 7
7.5-2 Einfügen einer Abschlußoperation oder Sprunganweisung/eines Unterprogrammaufrufs
Abschlußoperationen und Sprunganweisungen/Unterprogrammaufrufe können nur in die letzte Spalte des Rasters eingefügt werden. Zum Einfügen der Abschlußoperationen
Zuweisung, Zuweisung negiert, Setzen und Rücksetzen oder Sprunganweisung/
Unterprogrammaufruf:
1. Die Abschlußoperation oder Sprunganweisung/
Unterprogrammaufruf aus der Anweisungsleiste auswählen oder <UMSCHALT-
TASTE> zusammen mit der entsprechenden
Funktionstaste drücken.
C
2. Im Raster die Zelle nach der letzten grafischen
Anweisung auswählen.
3. Die Abschlußoperation bzw. Sprunganweisung/
U n t e r p r o g r a m m a u f r u f durch Klicken mit der rechten Maustaste in die
Zelle positionieren oder die
Zelle mit den Richtungstasten auswählen und
<LEERTASTE> drücken.
Die horizontale Verbindungslinie wird automatisch eingefügt, die Abschlußoperation in die letzte Zelle eingefügt.
4. Das Programmieren der Abschlußoperation durch das Einfügen eines Operanden oder Symbols abschließen, siehe Abschnitt 7.6.
7/7
C
7.5-3 Einfügen eines Zeitgeber- oder Zählerbausteins
Ein Zeitgeber- oder Zählerbaustein kann weder in die erste noch in die beiden letzten
Spalten des Rasters eingefügt werden.
1. Den Zeitgeber-/Zählerbaustein aus der Anweisungsliste oder durch
Drücken der
< U M S C H A L T - T A S T E > und der entspre-chenden
Funktionstaste auswählen.
2. Zum Positionieren des
Zeitgeber-/Zählerbausteins mit der rechten Maustaste in eine Zelle klicken oder mit den Richtungstasten eine Zelle auswählen und <LEERTASTE> drücken.
Der Baustein wird eingefügt.
3. Das Programmieren des
Zeitgeber-/Zählerbausteins mit seiner Konfiguration abschließen, siehe Kapitel 5.
7/8
Entwicklung eines KOP-Programms 7
7.5-4 Einfügen und Entfernen einer vertikalen Verbindung
Zum Einfügen einer vertikalen Verbindung:
1. Die gewünschte Anweisung, z.B. einen Arbeitskontakt, in den Programmblock einfügen.
2. Die vertikale Verbindung in der Anweisungsleiste auswählen oder <F7> drücken.
3. Die vertikale Verbindung erscheint an der rechten Seite der Zelle, die sich direkt unterhalb der ausgewählten Zelle befindet. Auf die ausgewählte Zelle zeigen und mit der rechten Maustaste klicken. Zum Entfernen der vertikalen Verbindung wieder mit der rechten Maustaste klicken.
C
4. Zum Entfernen einer bereits positionierten vertikalen Verbindung in der Anweisungsliste die Anweisung Vertik. Verbindung loeschen auswählen oder <F8> drücken.
5. Auf die Zelle zeigen, die sich links oberhalb der vertikalen Verbindung befindet, und mit der rechten Maustaste klicken.
7.5-5 Einfügen eines Vergleichsbausteins
Vergleichsbausteine können nicht in die beiden letzten Spalten des Rasters eingefügt werden.
1. Den Vergleichsbaustein in der Anweisungsliste auswählen oder <F10> drücken.
7/9
C
2. Den Vergleichsbaustein durch Klicken mit der rechten Maustaste auf die entsprechende Zelle positionieren. Oder mit den
Richtungstasten eine Zelle auswählen und <LEER-
TASTE> drücken.
Der Vergleichsbaustein wird eingefügt.
3. Das Programmieren des
Vergleichsbausteins durch
Einfügen einer Operandenfolge abschließen, siehe
Abschnitt 7.6.
7.5-6 Einfügen eines Operate-Bausteins
Ein Operate-Baustein wird für numerische Anweisungen verwendet. Er kann nur in die vier letzten Spalten des Rasters eingefügt werden. Wird ein solcher Baustein anderswo eingefügt, wird automatisch eine horizontale Verbindungslinie von diesem Punkt zu den letzten vier Spalten eingefügt, in denen der Baustein eingefügt wird.
1. Den Operate-Baustein in der Anweisungsliste auswählen oder <UMSCHALT-
TASTE> + <F7> drücken.
2. Den Operate-Baustein durch Klicken mit der rechten Maustaste auf die entsprechende Zelle positionieren. Oder mit den
Richtungstasten eine Zelle auswählen und <LEER-
TASTE> drücken.
Der Operate-Baustein wird eingefügt.
3. Das Programmieren des
Operate-Bausteins durch
Einfügen einer Operandenfolge abschließen, siehe
Abschnitt 7.6.
7/10
Entwicklung eines KOP-Programms 7
7.5-7 Einfügen spezieller Anweisungen der Erweiterten KOP-Palette
Die Erweiterte KOP-Palette enthält spezielle Kontakte, Funktionsblöcke und spezielle
Abschlußoperationen. Zur Auswahl einer Anweisung aus der erweiterten KOP-Palette:
1. Die Erweiterte KOP-Palette (+... Anweisung) in der Anweisungsleiste auswählen oder <UMSCHALTTASTE> + F10 drücken. Die Erweiterte KOP-Palette erscheint.
C
2. Eine Anweisung auswählen. Die Erweiterte KOP-Palette wird geschlossen, der
Name der Anweisung erscheint im rechten Abschnitt der Anweisungsleiste.
3. Die Anweisung wie gewünscht positionieren.
7.6
Einfügen eines Operanden oder Symbols
Einfache KOP-Anweisungen, wie Kontakte und Abschlußoperationen, verwenden einen einzigen Operanden. Einige andere Anweisungen, wie Vergleichs- und Operate-
Bausteine, erfordern mehrere Operanden mit Operatoren oder Optionsaufrufen, den sogenannten Operandenfolge. So ist beispielsweise "%MW50 := %MW3 + %KW5" in einem Operate-Baustein oder "%MW15<0" in einem Vergleichsbaustein eine
Operandenfolge . Diese können direkt über die Tastatur eingegeben werden, so wie beim Festlegen eines einzigen Operanden
Zum Einfügen eines Operanden oder Symbols oberhalb eines Kontaktes oder einer
Abschlußoperation:
1. Die Zelle auswählen und doppelklicken oder die Zelle mit den Richtungstasten auswählen und <EINGABETASTE> drücken. Oberhalb der Anweisung erscheint ein rechteckiges Feld.
Hinweis: Bei Auswahl der Funktion "Variablen anzeigen" im Menü "Tools KOP-
Anzeige" erscheint automatisch das Zeichen %.
7/11
C
2. Den Operanden oder das Symbol in das rechteckige Feld eingeben.
<EINGABE-TASTE> drücken. Das rechteckige Feld wird geschlossen, und der Operand oder das Symbol erscheint oberhalb der Anweisung.
Einfügen einer Operandenfolge in einen Vergleichs-oder Operate-Baustein:
1. Den Vergleichs- oder Operate-Baustein auswählen und doppelklicken. Oder die
Zelle mit den Richtungstasten auswählen und <EINGABETASTE> drücken. In dem Baustein erscheint ein rechteckiges Feld.
2. Die Operandenfolge in das rechteckige Feld eingeben. <EINGABETASTE> drücken.
Das rechteckige Feld wird geschlossen, und der Operand erscheint im Vergleichsoder Operate-Baustein.
Hinweis:
Falls eine Anweisung oder ein Symbol im Programmblock nicht vollständig sichtbar ist, wird die
Anweisung bzw. das Symbol in der Statuszeile am unteren Rand des Editors (KOP-Anzeige) vollständig angezeigt.
7/12
Entwicklung eines KOP-Programms 7
7.7
Einfügen eines Programmblock-Titels, Labels oder Kommentars
1. Einen Programmblock-Titel durch Doppelklicken auswählen, oder den Programmblock-Titel mit den Richtungstasten auswählen und <EINGABETASTE> drücken.
Das Dialogfenster PROGRAMMBLOCK-TITEL erscheint.
2. Eine der drei folgenden Optionen auswählen:
Standard auswählen, um nur die Nummer des Programmblocks, den Titel und
Kommentare anzuzeigen.
Label auswählen, um den Programmblock als Ziel eines Programmsprungs zu kennzeichnen. Label (%Li:) sind die Zielangabe in einer Sprunganweisung. Das
Label wird im Titel unter der Nummer des Programmblocks angezeigt. Zu Sprunganweisungen siehe Register B - Abschnitt 2.4-3.
Unterprogramm SRni auswählen, um den Programmblock als Ziel eines
Programmaufrufs zu kennzeichnen. Unterprogramm-Label (SRn:) sind die
Zielangabe bei einem Programmaufruf. Zu Unterprogrammanweisungen siehe
Register B - Abschnitt 2.4-3.
3. Die Auswahl von Label oder Unterprogramm aktiviert das Feld Label oder
Unterprogramm-Nummer.
Im Feld Label oder Unterprogrammnummer eine identifizierende Nummer für das Label oder Unterprogramm vereinbaren. Um z.B. das Unterprogramm mit der
Nummer 7 zu vereinbaren, den Typ Unterprogramm SRni auswählen und 7 im Feld
Label oder Unterprogrammnummer eingeben. Bei Eingabe eines Wertes, der im
Programm bereits verwendet wird, erscheint bei der Auswahl von OK eine
Fehlermeldung.
4. Im Feld Titel können bis zu 122 Zeichen eingegeben werden, um die Aufgabe des
Programmblocks zu beschreiben.
5. Im Feld Kommentar können bis zu 4 weitere Zeilen von je 122 Zeichen Text eingegeben werden, um die Aufgabe des Programmblocks zu dokumentieren.
6. OK auswählen, um das Dialogfenster PROGRAMMBLOCK-TITEL zu schließen und die KOP-Anzeige zu aktualisieren. Abbrechen auswählen, um das Dialogfeld zu schließen, ohne den Programmblock-Titel zu ändern.
7/13
C
7.8
Verwendung des Menüs Tools im KOP-Editor
Im Fenster KOP-EDITOR werden Programmblöcke in ein KOP-Programm eingefügt, erstellt und bearbeitet. Die Tabelle in Anhang A.2-4 in Register G führt die Optionen im Menü Tools des KOP-Editors und die entsprechenden Schaltflächen in der
Funktionsleiste auf.
C
7.8-1 Programm bestätigen
Mit der Option Programm bestaetigen wird ein Programm kompiliert und auf Fehler untersucht. (Siehe Abschnitt 10.1 für weitere Einzelheiten zur Programmbestätigung.)
7.8-2 Programmblock bestätigen
Mit der Option Programmblock bestaetigen wird ein bestimmter Programmblock aus dem Fenster KOP-EDITOR bestätigt.
1. Programmblock bestaetigen aus dem Menü Tools oder der Funktionsleiste des
KOP-Editors auswählen.
2. Ist der Programmblock fehlerfrei, wird das Fenster KOP-EDITOR geschlossen und das Fenster KOP-ANZEIGE mit dem bestätigten Programmblock aktualisiert.
3. Ist der Programmblock fehlerhaft, erscheint eine Fehlermeldung mit einer
Beschreibung des Fehlers.
7.8-3 Programmblock annullieren
Mit der Option Programmblock annullieren wird das Fenster KOP-EDITOR ohne
Änderung des aktuellen Programmblocks verlassen und Fenster KOP-ANZEIGE aktiviert.
7.8-4 Neuer Programmblock
Mit der Option Neuer Programmblock wird der aktuelle Programmblock des KOP-
Programms bestätigt und gespeichert und ein neuer Programmblock erstellt.
1. Neuer Programmblock aus dem Menü Tools oder der Funktionsleiste des KOP-
Editors auswählen.
2. Das Fenster KOP-EDITOR wird für den neuen Programmblock gelöscht. Der
Programmblock erhält die nächste fortlaufende Nummer im KOP-Programm. Im
Fenster KOP-ANZEIGE wird der bestätigte und aktualisierte Programmblock aus dem Fenster KOP-EDITOR angezeigt.
7/14
Entwicklung eines KOP-Programms 7
7.8-5 Programmblock löschen
Mit der Option Programmblock loeschen wird der aktuelle Programmblock im
Fenster KOP-EDITOR gelöscht. Das Fenster KOP-EDITOR bleibt geöffnet und zeigt ein leeres Programmierraster an.
1. Programmblock loeschen aus dem Menü Tools oder der Funktionsleiste des
KOP-Editors auswählen.
2. Im Fenster KOP-EDITOR wird der aktuelle Programmblock angezeigt, in dem alle
Anweisungen gelöscht wurden.
C
7.8-6 Vorheriger Programmblock
Mit der Option Vorheriger Programmblock wird der aktuelle Programmblock bestätigt und gespeichert und der vorherige Programmblock im KOP-Programm ausgewählt.
1. Vorheriger Programmblock aus dem Menü Tools oder der Funktionsleiste des
KOP-Editors auswählen.
2. Der aktuelle Progammblock wird bestätigt und im KOP-Programm gespeichert. Im
Fenster KOP-EDITOR wird der vorherige Programmblock angezeigt.
7.8-7 Nächster Programmblock
Mit der Option Naechster Programmblock wird der aktuelle Programmblock bestätigt und gespeichert und der nächste Programmblock im KOP-Programm ausgewählt.
1. Naechster Programmblock aus dem Menü Tools oder der Funktionsleiste des
KOP-Editors auswählen.
2. Der aktuelle Progammblock wird bestätigt und im KOP-Programm gespeichert. Im
Fenster KOP-EDITOR wird der nächste Programmblock angezeigt.
7.8-8 Raster ein-/ausblenden
Mit der Option Raster ein-/ausblenden wird die Anzeige des Rasters im Fenster KOP-
EDITOR ein- bzw. ausgeschaltet.
1. Raster ein-/ausschalten aus dem Menü Tools oder der Funktionsleiste des KOP-
Editors auswählen.
2. Das Fenster KOP-EDITOR wird ohne Raster angezeigt. Raster ein-/ausschalten noch einmal auswählen, um das Raster wieder anzuzeigen.
7/15
C
7.9
Verwendung des Menüs Tools in der KOP-Anzeige
Im Fenster KOP-ANZEIGE wird ein Programm angezeigt. Das Menü Tools enthält für dieses Fenster wenige Bearbeitungs- und viele Anzeigeoptionen. Die Tabelle in
Anhang A.2-5 in Register G führt alle Optionen des Menüs Tools und die entsprechenden
Schaltflächen der Funktionsleiste in der KOP-Anzeige auf.
7.9-1 Programm bestätigen
Mit der Option Programm bestaetigen wird ein Programm kompiliert und auf Fehler untersucht. (Siehe Abschnitt 10.1 für weitere Einzelheiten zur Programmbestätigung.)
7.9-2 Programmblock einfügen
Mit der Option Programmblock einfuegen wird ein neuer Programmblock vor dem im
Fenster KOP-ANZEIGE ausgewählten Programmblock eingefügt.
Zum Einfügen eines Programmblocks:
1. Die Position zum Einfügen des neuen Programmblocks auswählen. Programmblock
einfuegen aus dem Menü Tools oder der Funktionsleiste der KOP-Anzeige auswählen. Das Fenster KOP-EDITOR erscheint über dem Fenster KOP-ANZEIGE.
7.9-3 Anweisung einfügen
Mit der Option Anweisung einfuegen wird über den AWL-Programmblockeditor ein neuer Programmblock vor dem aktuellen Programmblock eingefügt.
1. Die Position zum Einfügen des neue Programmblocks auswählen. Anweisung
einfuegen aus dem Menü Tools oder der Funktionsleiste der KOP-Anzeige auswählen. Das Fenster AWL-PROGRAMMBLOCKEDITOR erscheint.
2. Nach Eingabe der Anweisungen im Fenster AWL-PROGRAMMBLOCKEDITOR die Schaltfläche Bestätigen auswählen, um die neuen Programmblöcke auf Fehler und Hinweise zur Übersetzbarkeit zu überprüfen. OK auswählen, um zum Fenster
KOP-ANZEIGE zurückzukehren, wobei der neue Programmblock im KOP-Format angezeigt wird. Abbrechen auswählen, um ohne Einfügen des neuen
Programmblocks zum Fenster KOP-ANZEIGE zurückzukehren.
Ist der mit dem AWL-Editor eingefügte Programmblock nicht übersetzbar, wird der neue Programmblock im Fenster KOP-ANZEIGE mit den AWL-Anweisungen und nicht im KOP-Format angezeigt. Zu den Regeln zur Übersetzbarkeit siehe
Register B - Abschnitte 7.4 und 7.5.
7/16
Entwicklung eines KOP-Programms 7
7.9-4 Akt. Prog.block bearbeiten
Mit der Option Akt. Prog.block bearbeiten wird der ausgewählte Programmblock geändert.
1. Den zu bearbeitenden Programmblock auswählen. Akt. Prog.block bearbeiten aus dem Menü Tools oder der Funktionsleiste der KOP-Anzeige auswählen. Der ausgewählte Programmblock wird im Fenster KOP-EDITOR angezeigt. Das
Fenster KOP-EDITOR kann auch durch Doppelklicken mit der linken Maustaste auf den Programmblock geöffnet werden.
7.9-5 Akt. Prog.block löschen
Mit der Option Akt. Prog.block loeschen wird der ausgewählte Programmblock (bzw.
eine Folge ausgewählter Programmblöcke) aus dem KOP-Programm gelöscht. Dies betrifft Programmblock, Programmblock-Titel und alle Label- oder Unterprogrammvereinbarungen.
1. Den zu löschenden Programmblock auswählen. Akt. Prog.block loeschen aus dem Menü Tools oder der Funktionsleiste der KOP-Anzeige auswählen.
2. Das Fenster KOP-ANZEIGE wird nach dem Löschen aktualisiert.
7.9-6 Symbole anzeigen
Mit der Option Symbole anzeigen werden die Symbole für Anweisungen im KOP-
Programm angezeigt. Je nach ausgewähltem Format (siehe Abschnitte 7.9-8, 7.9-9 oder 7.9-10) werden eine oder drei Zeilen angezeigt.
1. Symbole anzeigen aus dem Menü Tools oder der Funktionsleiste der KOP-
Anzeige auswählen.
2. Die Symbole werden ein- oder dreizeilig über den Anweisungen angezeigt.
7.9-7 Variablen anzeigen
Mit der Option Variablen anzeigen werden die Variablen für Anweisungen im KOP-
Programm angezeigt. Je nach ausgewähltem Format (siehe Abschnitte 7.9-8, 7.9-9 oder 7.9-10) werden eine oder drei Zeilen angezeigt.
1. Variablen anzeigen aus dem Menü Tools oder der Funktionsleiste der KOP-
Anzeige auswählen.
2. Die Variablen werden ein- oder dreizeilig über den Anweisungen angezeigt.
7/17
C
C
7.9-8 1 Zeile Variable oder Symbol
Mit der Option 1 Zeile Variable oder Symbol wird eine Zeile angezeigt, je nach
Auswahl eine Variable oder ein Symbol (siehe Abschnitte 7.9-6 und 7.9-7).
1. 1 Zeile Variable oder Symbol aus dem Menü Tools oder der Funktionsleiste der
KOP-Anzeige auswählen.
2. Die Variablen oder Symbole werden einzeilig über den Anweisungen angezeigt.
7.9-9 3 Zeilen Variablen oder Symbol
Mit der Option 3 Zeilen Variablen oder Symbol werden drei Zeilen angezeigt, je nach
Auswahl eine Variable oder ein Symbol (siehe Abschnitte 7.9-6 und 7.9-7). Die Option betrifft nur Abschlußoperationen und Kontakte. Für AWL-Programmblöcke, Vergleichsund Operate-Bausteine wird nur eine Zeile angezeigt; und zwar Variablen oder
Symbole je nach Auswahl im Feld Anzeigeformat des Dialogfenster EINSTELLUNGEN.
1. 3 Zeilen Variable oder Symbol aus dem Menü Tools oder der Funktionsleiste der
KOP-Anzeige auswählen.
2. Die Variablen oder Symbole werden dreizeilig über den Anweisungen angezeigt.
7.9-10 3 Zeilen Variablen und Symbol
Mit der Option 3 Zeilen Variablen und Symbol werden drei Zeilen mit Variablen und
Symbolen angezeigt. Die Option betrifft nur Abschlußoperationen und Kontakte. Für
AWL-Programmblöcke, Vergleichs- und Operate-Bausteine wird nur eine Zeile angezeigt; und zwar Variablen oder Symbole je nach der Auswahl im Feld Anzeigeformat des Dialogfenster EINSTELLUNGEN.
1. 3 Zeilen Variablen und Symbol aus dem Menü Tools oder der Funktionsleiste der
KOP-Anzeige auswählen.
2. Die Variablen und Symbole werden dreizeilig über den Anweisungen angezeigt.
Die Symbole werden über den Variablen aufgeführt.
7.9-11 Progr.block-Titel ein/aus
Mit der Option Prog.block-Titel ein/aus kann die Anzeige der Programmblock-Titel ein- und ausgeschaltet werden.
1. Progr.block-Titel ein/aus aus dem Menü Tools oder der Funktionsleiste der
KOP-Anzeige auswählen.
2. Das Fenster KOP-ANZEIGE wird ohne die Programmblock-Titel angezeigt. Um die
Programmblock-Titel anzuzeigen, Progr.block-Titel ein/aus erneut auswählen.
7.9-12 Raster ein-/ausblenden
Mit der Option Raster ein-/ausblenden kann die Anzeige des Rasters ein- bzw.
ausgeschaltet werden.
1. Raster ein-/ausblenden aus aus dem Menü Tools oder der Funktionsleiste der
KOP-Anzeige auswählen.
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Entwicklung eines KOP-Programms 7
2. Das Fenster KOP-ANZEIGE wird ohne Raster angezeigt. Raster ein-/ausblenden erneut wählen, um das Raster wieder anzuzeigen.
7.9-13 KOP/AWL ein-/ausblenden
Mit der Option KOP/AWL ein-/ausblenden wird für ausgewählte Programmblöcke zwischen der Anzeige im KOP- und AWL-Format gewechselt. Zum Wechsel des
Anzeigeformats für das gesamte Programm die Option AWL-Editor bzw. KOP-Editor im Menü Ansicht auswählen.
Wird für einen Programmblock, der die Übersetzbarkeitsregeln nicht einhält, das KOP-
Format eingeblendet, so wird dieser Programmblock weiterhin im AWL-Format angezeigt. Die Regeln zur Übersetzbarkeit sind in Register B erläutert.
1. Programmblöcke auswählen, für die das Anzeigeformat gewechselt werden soll.
KOP/AWL ein-/ausblenden aus der Funktionsleiste der KOP-Anzeige auswählen.
2. Die Anzeige der ausgewählten Programmblöcke wechselt vom KOP-Format zum
AWL-Format. Für die ausgewählten Programmblöcke KOP/AWL ein-/ausblenden erneut aufrufen, um zum KOP-Format zurückzuwechseln.
7.9-14 Programm im KOP-Format anzeigen
Mit der Option Programm im KOP-Format anzeigen wird das ganze Programm im
KOP-Format angezeigt. Diese Option wird verwendet, wenn zuvor für einige
Programmblöcke die Anzeige im AWL-Format gewählt wurde und dann für alle
Programmblöcke gleichzeitg zum KOP-Format zurückgewechselt werden soll.
Sind für einen Programmblock im AWL-Format die Übersetzbarkeitsregeln nicht eingehalten, so wird dieser Programmblock weiterhin im AWL-Format angezeigt. Die
Regeln zur Übersetzbarkeit sind in Register B erläutert.
1. Programm im KOP-Format anzeigen aus der Funktionsleiste der KOP-Anzeige auswählen.
2. Im Fenster KOP-ANZEIGE erscheinen alle übersetzbaren Programmblöcke im
KOP-Format, nicht-übersetzbare verbleiben im AWL-Format.
7.9-15 Grafcet-Schrittabelle (siehe Register C, Abschnitt 9.3)
C
7.10
Verwendung des Menüs "Bearbeiten" in der KOP-Anzeige
7.10-1 Einführung
Im Fenster KOP-ANZEIGE kann ein Programm mit den Optionen des Menüs Bearbeiten bearbeitet werden.
Eine Tabelle in Anhang A.2-8 in Register G führt alle Optionen des Menüs Bearbeiten auf und erläutert deren Auswahl.
7/19
C
7.10-2 Markieren eines Bereichs
Bevor die Optionen Ausschneiden oder Kopieren verwendet werden können, müssen zunächst die auszuschneidenden oder zu kopierenden Programmblöcke
"markiert" oder ausgewählt werden. Es ist nicht möglich, Teile eines Programmblocks zu markieren, sondern nur ganze Programmblöcke.
Um einen KOP-Bereich auszuwählen:
1. Cursor an den Anfang des ersten auszuwählenden Programmblocks positionieren.
2. <UMSCHALTTASTE> gedrückt halten.
3. Die Markierung mit <NACH-OBEN-TASTE> oder <NACH-UNTEN-TASTE> bis zum Ende des letzten auszuwählenden Programmblocks erweitern.
4. <UMSCHALTTASTE> loslassen. Der hervorgehobene Bereich ist der markierte
Bereich.
7.10-3 Rückgängig
Mit der Option Rueckgaengig kann die letzte Ausschneiden-, Einfügen- oder Lösch-
Operation widerrufen werden, z.B. kann ein vorher ausgeschnittener Programmbereich wiederhergestellt oder ein vorher aus der Zwischenablage eingefügter Programmbereich wieder gelöscht werden.
Im Fenster KOP-ANZEIGE:
1. Rueckgängig aus dem Menü Bearbeiten auswählen.
2. Die zuletzt ausgeführte Operation aus dem Menü Bearbeiten wird widerrufen.
7.10-4 Ausschneiden
Mit der Option Ausschneiden können Programmblöcke innerhalb eines Programms an eine andere Position oder von einem Programm in ein anderes verschoben werden.
Ausschneiden ist im Offline- oder Online-Betrieb verfügbar.
Die Zwischenablage ist ein interner Puffer zum Speichern ausgeschnittener oder kopierter Zeilenblöcke. Beim Schließen einer Programmdatei und Öffnen einer anderen bleibt der Inhalt der Zwischenablage erhalten. Er wird überschrieben, wenn ein anderer Programmblock ausgeschnitten oder kopiert wird.
Im Fenster KOP-ANZEIGE:
1. Den Bereich auszuschneidender Programmblöcke markieren, s. Abschnitt 7.10-2.
2. Ausschneiden aus dem Menü Bearbeiten auswählen. Der ausgewählte Bereich wird im KOP-Programm gelöscht, verbleibt aber in der Zwischenablage.
Soll der ausgewählte Bereich ausgeschnitten, aber nicht in die Zwischenablage kopiert werden, <ENTF-TASTE> drücken. <ENF-TASTE> ist dann zu verwenden, wenn
Programmblöcke ganz aus dem Programm entfernt und nicht an anderer Stelle wieder eingefügt werden sollen. Beim Drücken von <ENTF-TASTE> bleibt der bisherige Inhalt der Zwischenablage erhalten. Der aktuelle Programmblock in einem Programm kann auch über <ENTF-TASTE> entfernt werden, dazu braucht er nicht markiert zu sein.
Wurde ein Programmblock gelöscht, wird die Anzeige dieses Programmblockes im
Fenster KOP-ANZEIGE geschlossen, und die verbleibenden Programmblöcke werden automatisch neu numeriert.
7/20
Entwicklung eines KOP-Programms 7
7.10-5 Kopieren
Mit der Option Kopieren kann ein ausgewählter Programmbereich in die Zwischenablage dupliziert werden. Beim Kopieren werden die markierten Programmblöcke nicht entfernt. Diese Option wird zusammen mit der Option Einfügen verwendet, um
Programmblöcke innerhalb desselben Programms oder von einem Programm in ein anderes zu kopieren. Kopieren ist im Offline- und Online-Betrieb (STOP) verfügbar.
Im Fenster KOP-ANZEIGE:
1. Den Bereich zu kopierender Programmblöcke markieren, siehe Abschnitt 7.10-2.
2. Kopieren aus dem Menü Bearbeiten auswählen. Der markierte Bereich wird für eine nachfolgende Einfüge-Operation in die Zwischenablage kopiert.
7.10-6 Einfügen
Mit der Option Einfuegen werden Programmblöcke, die zuvor ausgeschnitten oder in die Zwischenablage kopiert worden sind, an eine andere Position in demselben oder aber einem anderen Programm eingefügt. Das Einfügen verändert den Inhalt der
Zwischenablage nicht. Einfügen ist im Offline- und Online-Betrieb (STOP) verfügbar.
Im Fenster KOP-ANZEIGE:
1. Markierten Bereich ausschneiden oder kopieren, s. Abschnitte 7.10-2, 7.10-4 und
7.10-5.
2. Programmblock auswählen, vor dem der markierte Bereich eingefügt werden soll.
3. Einfuegen aus dem Menü Bearbeiten auswählen. Der markierte Bereich wird vor dem im KOP-Programm ausgewählten Programmblock eingefügt.
Mit der Option Einfuegen können Programmblöcke innerhalb eines Programms, aber auch Zeilen von einem Programm in ein anderes kopiert werden.
7.10-7 Suchen
Mit der Option Suchen kann jedes Auftreten eines Operanden, Programmblocks oder einer Zeichenkette in Kommentaren aufgefunden werden. Suchen ist im Offline- und
Online-Betrieb (RUN und STOP) verfügbar.
Bei Operanden:
• Bei der Suche nach Funktionsbausteinen %TM0 wird nur der Funktionsbaustein
%TM0 gefunden, nicht aber 'AND %TM0.Q' .
• Unterprogramme SRn: und Labels %Li: werden wie Operanden behandelt.
Bei Kommentarzeichenketten wird die Suche in Kommentaren, Operanden, Operatoren,
Labels und Unterprogrammen ausgeführt.
Im Fenster KOP-ANZEIGE:
1. Soll nur ein bestimmter Teil des KOP-Programms durchsucht werden, so ist dieser zu markieren.
2. Suchen im Menü Bearbeiten auswählen. Das Dialogfenster SUCHEN erscheint.
C
7/21
C
3. Im Listenfeld Suchen die Option Operand, Programmblock oder Kommentarzeichenkette auswählen. Mit der Option Operand wird nach einer Variablen oder einem Symbol im KOP-Programm gesucht. Dabei spielt es keine Rolle, ob die
Anzeige von Variablen oder Symbolen aktiviert ist. Wenn momentan beispielsweise die Variablen im KOP-Programm angezeigt werden, kann dennoch nach einem
Symbol gesucht werden.
Mit der Option Programmblock wird nach einem Programmblock mit einer bestimmten Nummer im KOP-Programm gesucht. Bei Eingabe einer Nummer, die höher ist als die letzte Programmblocknummer des Programms, wird der letzte
Programmblock angezeigt.
Mit der Option Kommentarzeichenkette wird jedes Auftreten einer bestimmten
Zeichenkette im Programmblock-Titel gesucht.
Bereich: Operand, Programmblock oder Kommentarzeichenkette
Standard: Operand
Hinweis: Ein ursprünglich in AWL geschriebenes und dann in KOP übersetztes Programm kann
"verborgene" Kommentare enthalten; diese werden im KOP-Programmblock-Titel nicht angezeigt.
Bei der Suche nach einer Kommentarzeichenkette, die in einem dieser Kommentare enthalten ist, werden sie jedoch angezeigt.
4. In das leere Feld unterhalb vom Listenfeld Suchen den Wert des Operanden oder die Programmblocknummer eingeben, der/die zu suchen ist. Bei einer Kommentarzeichenkette den zu suchenden Text eingeben.
Ist Operand im Listenfeld Suchen ausgewählt, eine Variable oder ein Symbol eingeben.
Ist Programmblock ausgewählt, eine Nummer eingeben.
Ist Kommentarzeichenkette ausgewählt, eine Zeichenkette eingeben.
5. Im Feld Optionen:
Alle durchsuchen auswählen, um vom Anfang des Programms oder in einem markierten Bereich zu suchen.
Suche ab Cursor auswählen, um ab der aktuellen Cursorposition bis zum Ende des Programms zu suchen. Zur Suche in einem markierten Block nicht die Option
Suche ab Cursor auswählen..
Gewaehlten Bereich durchs. auswählen, wenn nur ein markierter Bereich durchsucht werden soll.
7/22
Entwicklung eines KOP-Programms 7
6. OK auswählen, um mit der Suche zu beginnen. Abbrechen auswählen, um zum
Fenster KOP-ANZEIGE zurückzukehren.
Bei jedem Auftreten des gesuchten Wertes im KOP-Programm wird ein Dialogfenster angezeigt.
7. Wenn das letzte Auftreten des Wertes oder Textes gefunden wurde oder wenn der gesuchte Wert oder Text gar nicht auftritt, erscheint ein Dialogfenster mit der
Meldung "Element wurde nicht gefunden." OK auswählen, um die Suche zu beenden und zum Fenster KOP-ANZEIGE zurückzukehren.
7.10-8 Ersetzen
Mit der Option Ersetzen kann jedes Auftreten eines Operanden oder einer Kommentarzeichenkette gesucht und durch einen anderen Operanden oder eine andere Kommentarzeichenkette ersetzt werden. Ersetzen ist im Offline- und Online-Betrieb
(STOP) verfügbar.
Bei Operanden kann folgendermaßen ersetzt werden:
• einzelne Bits (beispielsweise %I0.0 durch %M2),
• wortweise (beispielsweise %MW100 durch %SW12)
• Funktionsbausteine durch Funktionsbausteine gleichen Typs (beispielsweise kann
%TM0 durch %TM2 ersetzt werden, aber nicht %TM0 durch %C3 )
• Sofortwerte durch andere Sofortwerte.
Wenn der Funktionsbaustein %TM0 durch %TM2 ersetzt wird, werden nur die
Funktionsbausteine, nicht aber %TM0.Q durch %TM2.Q ersetzt.
Das Ersetzen kann nicht durchgeführt werden, wenn es sich bei dem Quell- oder
Zieloperanden um ein nichtgelöstes d.h. nicht zugeordnetes Symbol handelt.
Eine Label- oder Unterprogrammvereinbarung läßt sich nicht durch ein Label oder
Unterprogramm ersetzen. Eine Label- oder Unterprogrammvereinbarung kann durch eine andere Label- oder Unterprogrammvereinbarung ersetzt werden.
Bei Kommentarzeichenketten kann jede gefundene Zeichenkette im KOP ersetzt werden.
Im Fenster KOP-ANZEIGE:
1. Soll ein Operand oder eine Kommentarzeichenkette nur in einem Teil des KOP-
Programms gesucht und ersetzt werden, ist dieser Bereich zu markieren.
2. Ersetzen im Menü Bearbeiten auswählen. Das Dialogfeld ERSETZEN erscheint.
3. Im Listenfeld Suchen eine der Optionen Operand oder Kommentarzeichenkette auswählen.
Mit der Option Operand wird eine Variable oder ein Symbol im KOP-Programm gesucht und ersetzt.
Mit der Option Kommentarzeichenkette wird eine bestimmte Zeichenkette in den
Programmblock-Titeln gesucht und ersetzt.
C
7/23
C
4. Im leeren Feld unterhalb vom Feld Suchen den zu suchenden und zu ersetzenden
Wert des Operanden oder der Kommentarzeichenkette eingeben.
Ist Operand im Feld Suchen ausgewählt, eine Variable oder ein Symbol eingeben.
Ist Kommentarzeichenkette im Feld Suchen ausgewählt, eine Zeichenkette eingeben.
5. Im Feld Ersetzen durch: den Wert oder Text eingeben, der den gefundenen Wert oder Text ersetzen soll.
Ist Operand im Feld Suchen ausgewählt, eine Variable oder ein Symbol eingeben.
Ist Kommentarzeichenkette im Feld Suchen ausgewählt, eine Zeichenkette eingeben.
6. Im Feld Optionen:
Alles durchsuchen auswählen, um vom Programmanfang aus oder in einem markierten Bereich zu suchen und zu ersetzen.
Suche ab Cursor auswählen, um von der aktuellen Cursorposition bis zum
Programmende zu suchen und zu ersetzen. Diese Option ist nicht auszuwählen, wenn ein markierter Programmbereich durchsucht werden soll.
Gewaehlten Bereich durchs. auswählen, um einen Eintrag in einem markierten
Programmbereich zu suchen und zu ersetzen.
7. Die Schaltfläche Alles ersetzen auswählen, wenn jedes Auftreten des angegebenen
Wertes oder Textes gefunden und durch den im Feld Ersetzen durch: angegebenen
Wert oder Text ersetzt werden soll. Diese Vorgänge laufen automatisch ab. Wurde jedes Auftreten gefunden und ersetzt, wird die Anzahl der Ersetzungen in einem
Dialogfenster angegeben. OK auswählen, um zum Fenster KOP-ANZEIGE zurückzukehren.
7/24
Entwicklung eines KOP-Programms 7
8. OK auswählen, um das Suchen und Ersetzen zu starten. Abbrechen auswählen, um zum Fenster KOP-ANZEIGE zurückzukehren.
Bei jedem Auftreten des Wertes oder Textes im KOP-Programm wird das
Dialogfeld Ersetzen angezeigt.
9. Im Fenster Ersetzen die Schaltfläche Ersetzen, Weitersuchen, Alles ersetzen, oder Abbrechen auswählen.
Ersetzen ändert den aktuellen Wert oder Text in den Wert oder Text, der im Feld
Ersetzen durch: angegeben ist.
Weitersuchen ändert den momentan hervorgehobenen Wert oder Text nicht und sucht nach dem nächsten Auftreten des Wertes oder Textes.
Alles ersetzen sucht jedes Auftreten des angegebenen Wertes oder Textes und ersetzt es durch den im Feld Ersetzen durch: angegebenen Wert oder Text.
Wurde jedes Auftreten gefunden und ersetzt, wird die Anzahl der Ersetzungen in einem Dialogfenster angegeben. OK auswählen, um zum Fenster KOP-ANZEIGE zurückzukehren.
Abbrechen unterbricht das Suchen und Ersetzen; in einem Dialogfenster wird die
Anzahl der Ersetzungen angegeben. OK auswählen, um zum Fenster KOP-
ANZEIGE zurückzukehren.
C
10. Nachdem das letzte Auftreten gefunden und ersetzt wurde, wird die Anzahl der
Ersetzungen in einem Dialogfenster angegeben. OK auswählen, um zum Fenster
KOP-ANZEIGE zurückzukehren.
7/25
C
7/26
8 Entwicklung eines AWL-Programms
8.1
Einführung
Der AWL-Editor ist ein Zeileneditor zum Schreiben und Bearbeiten von AWL-
Programmen. Er wird über die Option Einstellungen aus dem Menü Ansicht ausgewählt.
Der AWL-Editor ist im Online- und Offline-Betrieb verfügbar. Im Online-Betrieb (RUN) können jedoch nur bestimmte Anweisungen eingefügt, gelöscht und geändert sowie bestimmte Optionen verwendet werden.
Einige Anweisungen erfordern komplementäre Anweisungen. Beispielsweise gehört zu einer BLK-Anweisung eine END_BLK-Anweisung. Eine durch eine Klammer modifizierte Anweisung erfordert eine schließende Klammer in demselben Zyklus.
Zur Wahrung effektiver Zykluszeiten nimmt die SPS immer nur eine einzige Anweisungszeile an. Folglich ist es nicht möglich, komplexe Anweisungen zu schreiben, ohne gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der SPS drastisch zu reduzieren. Daher können einige Anweisungen nicht eingefügt, geändert oder gelöscht werden, wenn sich die
SPS im Online-Betrieb (RUN) befindet.
C
8.2
Konfiguration des AWL-Editors
Zur Konfiguration des AWL-Editors:
1. Einstellungen im Menü Ansicht wählen, um das Dialogfenster EINSTELLUNGEN anzuzeigen.
2. Im Feld Bearbeiten die Option AWL auswählen. Das Feld KOP-Information ist nicht aktiv, wenn AWL ausgewählt ist.
3. Die Auswahl von AWL im Feld Bearbeiten aktiviert das Feld Autom. Zeilenbestaet..
Im Online-Betrieb werden Programmzeilen beim Eingeben automatisch bestätigt.
Autom. Zeilenbestaet. wählen, damit eingegebene Programmzeilen im Offline-
Betrieb automatisch bestätigt werden.
Mit Autom. Zeilenbestaet. kann ein Programm gleich beim Schreiben getestet werden. Autom. Zeilenbestaet. ersetzt nicht die Option Programm bestaetigen.
Vor dem Übertragen eines Programms in die SPS ist die Option Programm
bestaetigen durchzuführen.
8/1
C
Autom. Zeilenbestaet. ist nicht auszuwählen, wenn zunächst ein Programm mit syntaktischen Fehlern und nicht zugeordneten Symbolen geschrieben werden soll.
Wenn Autom. Zeilenbestaet. ausgewählt ist, müssen Fehler und nicht zugeordnete
Symbole korrigiert werden, bevor eine Zeile abgeschlossen werden kann.
Standard: Autom. Zeilenbestaet. ist nicht ausgewählt.
4. Ein Programm wird animiert, um den aktuellen Wert einer Variablen in der SPS anzuzeigen. In der Optionsgruppe AWL/KOP-Animation das Zahlenformat für die
Anzeige der aktuellen Werte bei einer Programmanimation auswählen.
Bereich: Hexadezimal oder Dezimal
Standard: Dezimal
5. Im Feld Anzeigeformat das gewünschte Format (Variablen oder Symbole) auswählen, das mit der Zeilennummer und dem Operator angezeigt werden soll.
Standard: Variablen
6. Funktionsleiste anzeigen auswählen, um die Funktionsleisten in allen Editor-
Fenstern anzuzeigen.
7. OK auswählen, um die festgelegten Werte zu bestätigen. Abbrechen auswählen, um das Dialogfenster zu verlassen, ohne die geänderten Einstellungen zu speichern.
8.3
Verwendung des AWL-Editors
1. AWL-Editor aus dem Menü Ansicht auswählen. Das Fenster AWL-EDITOR wird angezeigt.
2. Anweisungen werden direkt über die Tastatur eingegeben. Alternativ können
Operatoren und Operanden mit der Tastatur oder der Maus aus der Anweisungsleiste ausgewählt werden. Operator und Symbol bzw. Operator und Variable müssen durch ein Leerzeichen voneinander getrennt werden.
Die AWL-Anweisungsleiste enthält die am häufigsten verwendeten Operatoren und Operanden. Mit der Anweisungsleiste können AWL-Programme schneller und genauer geschrieben werden. Zu den Anweisungen in der Leiste siehe Anhang
A.2-6 in Register G.
3. Die Eingabe von Symbolen, wie beispielsweise START_SWITCH, ist der Eingabe von Variablen, wie beispielsweise %I0.7, vorzuziehen. Zum Verwenden von
Symbolen in Programmen siehe Kapitel 6, "Definition von Symbolen."
8/2
Entwicklung eines AWL-Programms 8
4. Optional kann am Ende einer Programmzeile ein Zeilenkommentar eingegeben werden. Ein Zeilenkommentar ist frei formatierbarer Text, der ein Programm dokumentiert. Der Kommentar wird zwischen zwei Marken oder
Kommentarbegrenzern eingefügt. Die Kommentarbegrenzer sind eine öffnende runde Klammer gefolgt von einem Sternzeichen (* vor und ein Sternzeichen gefolgt von einer schließenden runden Klammer *) nach einem Kommentar:
(*DIES IST EIN KOMMENTAR.*)
5. Zwischen Operator, Operand und Kommentaren ist jeweils mindestens ein
Leerzeichen einzugeben, wie im folgenden Beispiel:
LD START_SWITCH (*START CONVEYOR*)
6. Nach dem Schreiben einer Zeile <EINGABETASTE> drücken.
PL7-07 formatiert die Zeile automatisch und weist der abgeschlossenen Zeile eine
Zeilennummer zu. Der Cursor rückt um eine Zeile vor.
Die Zahl links von einer Programmzeile ist eine Programmzeilennummer. Diese
Nummern erleichtern das Auffinden einzelner Programmzeilen beim Beheben der
Probleme, die beim Bestätigen des Programms entdeckt wurden. Diese Nummern entsprechen den Programmzeilennummern im Handprogrammiergerät FTX 117.
C
8.4
Verwendung des Menüs Tools im AWL-Editor
Über das Menü Tools des AWL-Editors können das Programm bestätigt und entweder
Symbole oder Variabeln angezeigt werden.
8.4-1 Programm bestätigen
Mit der Option Programm bestaetigen wird ein Programm kompiliert und auf Fehler untersucht. (Siehe Abschnitt 10.1 für weitere Einzelheiten zur Programmbestätigung)
8.4-2 Symbole anzeigen
Mit der Option Symbole anzeigen werden im AWL-Editor Symbole statt der Variablen angezeigt. Ist einer Variablen ein Symbol zugeordnet, so erscheint dieses Symbol im
Programm. Ist einer Variablen kein Symbol zugeordnet, so erscheint die Variable.
8/3
Die Option Symbole anzeigen ist im Offline- und Online-Betrieb verfügbar. Die Auswahl von Symbole anzeigen schränkt das Einfügen neuer Symbole oder Variablen in keinerlei Hinsicht ein.
Um im AWL-Editor Symbole anzuzeigen, Symbole anzeigen im Menü Ansicht auswählen. Daraufhin werden statt der Variablen Symbole angezeigt.
C
8.4-3 Variablen anzeigen
Mit der Option Variablen anzeigen werden im AWL-Editor Variablen statt der Symbole angezeigt. Die Variable wird im Programm unabhängig davon angezeigt, ob ihr ein
Symbol zugeordnet ist oder nicht.
Die Option Variablen anzeigen ist im Offline- und Online-Betrieb verfügbar. Die
Auswahl von Variablen anzeigen schränkt das Einfügen neuer Variablen oder Symbole in keinerlei Hinsicht ein.
Um im AWL-Editor Variablen anzuzeigen, Variablen anzeigen im Menü Ansicht auswählen. Daraufhin werden statt der Symbole Variablen angezeigt.
8.4-4 Grafcet-Schrittabelle (siehe Register C, Abschnitt 9.3)
8.5
Verwendung des Menüs Bearbeiten im AWL-Editor
8.5-1 Einführung
Im Fenster AWL-EDITOR kann ein Programm mit den Optionen des Menüs Bearbeiten bearbeitet werden.
Eine Tabelle in Anhang A.2-8 in Register G führt die Optionen des Menüs Bearbeiten sowie deren Auswahl auf.
8/4
Entwicklung eines AWL-Programms 8
8.5-2 Markieren eines Bereichs
Bevor die Optionen Ausschneiden oder Kopieren verwendet werden können, müssen zunächst die auszuschneidenden oder zu kopierenden Zeilen "markiert" oder ausgewählt werden. Es ist nicht möglich, Teile einer Zeile zu markieren, sondern nur ganze Zeilen.
Um einen AWL-Bereich zu markieren:
1. Cursor an den Anfang der ersten auszuwählenden Zeile positionieren.
2. <UMSCHALTTASTE> gedrückt halten.
3. Die Markierung mit <NACH-OBEN-TASTE> oder <NACH-UNTEN-TASTE> bis zum Ende der letzten auszuwählenden Zeile erweitern.
4. <UMSCHALTTASTE> loslassen. Der hervorgehobene Bereich ist der markierte
Bereich.
8.5-3 Rückgängig
Mit der Option Rueckgaengig kann die letzte Ausschneiden-, Einfügen- oder Lösch-
Operation widerrufen werden, z.B. kann ein vorher ausgeschnittener Zeilenbereich wiederhergestellt oder ein vorher aus der Zwischenablage eingefügter Zeilenbereich wieder gelöscht werden.
Im Fenster AWL-EDITOR:
1. Rückgängig aus dem Menü Bearbeiten auswählen.
2. Die zuletzt ausgeführte Operation aus dem Menü Bearbeiten wird widerrufen.
8.5-4 Ausschneiden
Mit der Option Ausschneiden können Zeilen innerhalb eines Programms an eine andere Position oder von einem Programm in ein anderes verschoben werden. Die
Option Ausschneiden ist im Offline- und Online-Betrieb (STOP) verfügbar.
Die Zwischenablage ist ein interner Puffer zum Speichern ausgeschnittener oder kopierter Zeilenblöcke. Beim Schließen einer Programmdatei und Öffnen einer anderen bleibt der Inhalt der Zwischenablage erhalten. Er wird überschrieben, wenn ein anderer Zeilenbereich ausgeschnitten oder kopiert wird.
Im Fenster AWL-EDITOR:
1. Den Bereich auszuschneidender Zeilen markieren, siehe Abschnitt 8.5-2.
2. Ausschneiden aus dem Menü Bearbeiten auswählen. Der ausgewählte Bereich wird im AWL-Bereich gelöscht, verbleibt aber in der Zwischenablage.
Soll der ausgewählte Bereich ausgeschnitten, aber nicht in die Zwischenablage kopiert werden, <ENTF> drücken. <ENTF> ist dann zu verwenden, wenn Zeilenbereiche ganz aus dem Programm entfernt und nicht an anderer Stelle wieder eingefügt werden sollen. Beim Drücken von <ENTF> bleibt der bisherige Inhalt der Zwischenablage erhalten. Die aktuelle Zeile in einem Programm kann auch über <ENTF> entfernt werden, dazu braucht sie nicht markiert zu sein.
Wurde eine Programmzeile gelöscht, schließt der AWL-Editor diese Zeile und die verbleibenden Zeilen werden automatisch neu numeriert.
8/5
C
C
8.5-5 Kopieren
Mit der Option Kopieren wird ein ausgewählter Zeilenbereich in die Zwischenablage dupliziert. Beim Kopieren werden die markierten Zeilenbereiche nicht entfernt. Diese
Option wird zusammen mit der Option Einfuegen verwendet, um Zeilenbereiche innerhalb desselben Programms oder von einem Programm in ein anderes zu kopieren. Kopieren ist im Offline- und Online-Betrieb (STOP) verfügbar.
Im Fenster AWL-EDITOR:
1. Den Bereich zu kopierender Zeilen markieren, siehe Abschnitt 8.5-2.
2. Kopieren aus dem Menü Bearbeiten auswählen. Der markierte Bereich wird für eine nachfolgende Einfügen-Operation in die Zwischenablage kopiert.
8.5-6 Einfügen
Mit der Option Einfuegen werden Zeilen, die zuvor ausgeschnitten oder in die
Zwischenablage kopiert worden sind, an eine andere Position in demselben oder in einem anderen Programm eingefügt. Das Einfügen verändert den Inhalt der Zwischenablage nicht. Die Option Einfuegen ist im Offline- und Online-Betrieb (STOP) verfügbar.
Im Fenster AWL-EDITOR:
1. Markierten Bereich ausschneiden oder kopieren, s. Abschnitte 8.5-2, 8.5-4 und
8.5-5.
2. Zeile auswählen, vor der markierte Bereich eingefügt werden soll.
3. Einfügen aus dem Menü Bearbeiten auswählen. Der markierte Bereich wird vor der im AWL-Programm ausgewählten Zeile eingefügt.
Mit der Option Einfuegen können Zeilen innerhalb eines Programms, aber auch von einem Programm in ein anderes kopiert werden.
8.5-7 Suchen
Mit der Option Suchen kann jedes Auftreten eines Operanden, einer Zeile oder
Zeichenkette in einem AWL-Programm aufgefunden werden. Die Option Suchen ist im Offline- und Online-Betrieb (RUN und STOP) verfügbar.
Für Operanden:
• Der Operand braucht nicht durch bestimmte Anweisungen qualifiziert zu werden
(z.B. Suche nach %M1 in LD).
• Bei der Suche nach Funktionsbaustein %TM0 wird nur der Funktionsbaustein
%TM0 gefunden, nicht aber 'AND %TM0.Q'.
• Unterprogramme SRn: und Labels %Li: werden wie Operanden behandelt.
Bei Zeichenketten wird die Suche in Kommentaren, Operanden, Operatoren,
Labels und Unterprogrammen ausgeführt.
Im Fenster AWL-EDITOR:
1. Soll nur ein bestimmter Teil des AWL-Programms durchsucht werden, so ist dieser zu markieren.
2. Suchen im Menü Bearbeiten auswählen. Das Dialogfenster SUCHEN erscheint.
8/6
Entwicklung eines AWL-Programms 8
3. Im Feld Suchen die Option Operand, Zeile oder Zeichenkette auswählen.
Mit der Option Operand wird nach einer Variablen oder einem Symbol im AWL-
Programm gesucht. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Anzeige von Variablen oder
Symbolen aktiviert ist. Wenn momentan beispielsweise die Variablen im AWL-
Programm angezeigt werden, kann dennoch nach einem Symbol gesucht werden.
Mit der Option Zeile wird im AWL-Programm nach einer Zeile mit einer bestimmten
Zeilennummer gesucht.
Mit der Option Zeichenkette wird jedes Auftreten einer bestimmten Zeichenkette in den Programmzeilen gesucht.
Bereich: Operand, Zeile oder Zeichenkette
Standard: Operand
4. In das leere Feld unterhalb vom Feld Suchen den Wert des Operanden oder eine
Zeilennummer eingeben. Bei einer Zeichenkette den zu suchenden Text eingeben.
Ist Operand im Listenfeld Suchen ausgewählt, eine Variable oder ein Symbol eingeben.
Ist Zeile im Listenfeld Suchen ausgewählt, eine Zeilennummer eingeben.
Ist Zeichenkette im Listenfeld Suchen ausgewählt, einen Text eingeben.
5. Im Feld Optionen:
Alle durchsuchen auswählen, um vom Anfang des Programms oder in einem markierten Bereich zu suchen.
Suche ab Cursor auswählen, um ab der aktuellen Cursorposition bis zum Ende des Programms zu suchen. Zur Suche in einem markierten Block nicht die Option
Suche ab Cursor auswählen..
Gewaehlten Bereich durchs. auswählen, wenn nur ein markierter Bereich durchsucht werden soll.
6. OK auswählen, um mit der Suche zu beginnen. Abbrechen auswählen, um zum
Fenster AWL-EDITOR zurückzukehren.
Bei jedem Auftreten des gesuchten Wertes im AWL-Programm erscheint folgendes
Dialogfenster.
C
8/7
7. Wenn das letzte Auftreten des Wertes oder Textes gefunden wurde oder der gesuchte Wert oder Text gar nicht auftritt, erscheint ein Dialogfenster mit der
Meldung "Element wurde nicht gefunden." OK auswählen, um die Suche zu beenden und zum Fenster AWL-EDITOR zurückzukehren.
C
8.5-8 Ersetzen
Mit der Option Ersetzen kann jedes Auftreten eines Operanden oder einer Zeichenkette gesucht und durch einen anderen Operanden oder eine andere Zeichenkette ersetzt werden. Ersetzen ist im Offline- und Online-Betrieb (STOP) verfügbar.
Bei Operanden kann folgendermaßen ersetzt werden:
• einzelne Bit (z.B. %I0.0 durch %M2),
• wortweise (z.B. %MW100 durch %SW12)
• Funktionsbausteine durch Funktionsbausteine gleichen Typs (beispielsweise kann
%TM0 durch %TM2 ersetzt werden, aber nicht %TM0 durch %C3)
• Sofortwerte durch andere Sofortwerte.
Wenn der Funktionsbaustein %TM0 durch %TM2 ersetzt wird, werden die
Funktionsbausteine, nicht aber %TM0.Q durch %TM2.Q ersetzt.
Das Ersetzen kann nicht durchgeführt werden, wenn es sich bei dem Quell- oder
Zieloperanden um ein nicht zugeordnetes Symbol handelt.
Eine Label- oder Unterprogrammvereinbarung läßt sich nicht durch ein Label oder
Unterprogramm ersetzen. Eine Label- oder Unterprogrammvereinbarung kann durch eine andere Label- oder Unterprogrammvereinbarung ersetzt werden.
Bei Zeichenketten kann jeder gefundene Text im AWL-Programm ersetzt werden.
Im Fenster AWL-EDITOR:
1. Soll ein Operand oder eine Zeichenkette nur in einem Teil des AWL-Programms gesucht und ersetzt werden, ist dieser Bereich zu markieren.
2. Ersetzen im Menü Bearbeiten auswählen. Das Dialogfenster ERSETZEN erscheint.
8/8
Entwicklung eines AWL-Programms 8
3. Im Listenfeld Suchen eine der Optionen Operand oder Zeichenkette auswählen.
Mit der Option Operand wird eine Variable oder ein Symbol im AWL-Programm gesucht und ersetzt.
Mit der Option Zeichenkette wird ein bestimmter Text in den Zeilen gesucht und ersetzt.
Bereich: Operand oder Zeichenkette
Standard: Operand
4. Im leeren Feld unterhalb vom Listenfeld Suchen den zu suchenden und zu ersetzenden Wert des Operanden oder der Zeichenkette eingeben.
Ist Operand ausgewählt, eine Variable oder ein Symbol eingeben.
Ist Zeichenkette ausgewählt, einen Text eingeben.
5. Im Feld Ersetzen durch: den Wert oder Text eingeben, der den gefundenen Wert oder Text ersetzen soll.
Ist Operand im Feld Suchen ausgewählt, eine Variable oder ein Symbol eingeben.
Ist Zeichenkette im Feld Suchen ausgewählt, einen Text eingeben.
6. Im Feld Optionen:
Alle durchsuchen auswählen, um vom Anfang des Programms oder in einem markierten Bereich zu suchen.
Suche ab Cursor auswählen, um ab der aktuellen Cursorposition bis zum Ende des Programms zu suchen. Zur Suche in einem markierten Block nicht die Option
Suche ab Cursor auswählen.
Gewaehlten Bereich durchs. auswählen, wenn nur ein markierter Bereich durchsucht werden soll.
7. Die Schaltfläche Alles ersetzen auswählen, wenn jedes Auftreten des angegebenen
Wertes oder Textes gefunden und ohne nochmalige Bestätigung durch den im Feld
Ersetzen durch: angegebenen Wert oder Text ersetzt werden soll. Wurde jedes
Auftreten gefunden und ersetzt, wird die Anzahl der Ersetzungen in einem
Dialogfenster angegeben. OK auswählen, um zum Fenster AWL-EDITOR zurückzukehren.
8. OK auswählen, um das Suchen und Ersetzen zu starten. Abbrechen auswählen, um zum Fenster AWL-EDITOR zurückzukehren.
Bei jedem Auftreten des Wertes oder Textes im AWL-Programm wird das
Dialogfenster ERSETZEN angezeigt.
C
8/9
C
9. Im Dialogfenster Ersetzen die Schaltfläche Ersetzen, Weitersuchen, Alles
ersetzen oder Abbrechen auswählen.
Ersetzen ändert den aktuellen Wert oder Text in den Wert oder Text, der im Feld
Ersetzen durch: angegeben ist.
Weitersuchen ändert den momentan hervorgehobenen Wert oder Text nicht und sucht nach dem nächsten Auftreten des Wertes oder Textes.
Alles ersetzen sucht jedes Auftreten des angegebenen Wertes oder Textes und ersetzt es durch den im Feld Ersetzen durch: angegebenen Wert oder Text.
Wurde jedes Auftreten gefunden und ersetzt, wird die Anzahl der Ersetzungen in einem Dialogfenster angegeben. OK auswählen, um zum Fenster AWL-EDITOR zurückzukehren.
Abbrechen unterbricht das Suchen und Ersetzen; in einem Dialogfenster wird die
Anzahl der Ersetzungen angegeben. OK auswählen, um zum Fenster AWL-
EDITOR zurückzukehren.
10. Nachdem das letzte Auftreten gefunden und ersetzt wurde, wird die Anzahl der
Ersetzungen in einem Dialogfenster angegeben. OK auswählen, um zum Fenster
AWL-EDITOR zurückzukehren.
8/10
Kapitel 9
9 Grafcet-Hilfefunktionen
9.1
Einführung
Dieses Kapitel behandelt die im KOP-Programmierungsmodus angebotenen Grafcet-
Hilfefunktionen.
9.2
Anzeige der Grafcet-Anweisungen
Grafcet-Anweisungen untergliedern sich in zwei Gruppen:
Gruppe1
= * = i
_ * _ i
= * = POST
Gruppe 2
#
# i
# Di
Die Anweisungen der Gruppe 1 werden als Labels oder als Unterprogramme behandelt.
Die Definitionen der Schritte oder der Nachverarbeitung werden permanent im
Zusammenhang mit den Informationen der Programmblock-Titel wiedergegeben.
C
Diese Anweisungen stehen im Dialogfenster der Programmblock-Titel zur Verfügung.
Bei Eingabe nicht korrekter Informationen (Wert oder Definition eines bereits existierenden Schritts) erscheint nach dem Bestätigen mit OK in der Statuszeile eine
Fehlermeldung.
9/1
C
Bei den Anweisungen der Gruppe 2 handelt es sich um rückübersetzbare Anweisungen mit den gleichen Charakteristiken wie Abschlußoperationen (S, ST usw.). Auf diese
Grafcet-Objekte wird über die erweiterte KOP-Palette zugegriffen.
9.3
Grafcet-Schrittabelle
Um die Anzeige des Grafcet-Zustands zu erleichtern, ist in den AWL- und KOP-
Editoren über das Menü Tools eine Grafcet-Schrittabelle zugänglich.
Diese Tabelle zeigt die Liste der im Programm definierten Schritte an, dabei sind die einzelnen Schritte nach Schrittnummern aufsteigend angeordnet.
Der Initialschritt wird mit einem doppelten Rahmen dargestellt (Beispiel: Schritt 1).
Wenn die Software im Online-Betrieb ist, wird das Fenster animiert; dann hebt es den oder die aktiven Schritte hervor.
Es ist möglich, sich über die Tastatur (Tasten
↑ und
↓ ) oder die Maus zwischen den einzelnen Schritten zu bewegen. Über Doppelklicken mit der Maus auf diesen Schritt oder die <Eingabetaste> ist es möglich, direkt zu dem diesem Schritt zugeordneten
Programmteil im KOP- bzw. AWL-Editor zu gelangen.
9/2
Kapitel 10
10 Bestätigung und Konvertierung eines Programms
10.1 Bestätigung eines Programms
Mit der Option Programm bestaetigen wird ein Programm kompiliert und auf Fehler
überprüft. Das Kompilieren eines Programms ist das Übersetzen des Programms in den binären Maschinencode. Anweisungen dieser Sprache kann die SPS ausführen.
Neben dem Kompilieren führt die Option Programm bestaetigen folgendes durch:
• Syntaxprüfung aller Programmzeilen oder Programmblöcke.
• Prüfung, ob allen im Programm verwendeten Symbolen eine Variable zugeordnet ist.
• Prüfung der Programmstruktur.
• Erstellung einer binären Programmdatei.
• Anzeige von Meldungen im Fenster FEHLERLISTE.
Mit den folgenden Optionen ein Programm im Offline- oder Online-Betrieb bestätigen:
1. Programm bestätigen (Offline): Im Offline-Betrieb kann zu jedem beliebigen
Zeitpunkt und aus jedem Editor heraus die Option Programm bestaetigen aus dem Menü Tools ausgewählt werden, um ein Programm zu prüfen und zu kompilieren.
2. Programm bestätigen (Online): Im Online-Betrieb wird jede eingegebene
Programmzeile vor dem Übertragen an die SPS automatisch bestätigt. Die Option
Programm bestaetigen steht zwar zur Verfügung, braucht aber nicht ausgeführt zu werden.
Nach dem Ausführen von Programm bestaetigen erscheint eine Meldung.
Wenn das Programm fehlerfrei ist, erscheint folgende Meldung:
C
Wurden beim Bestätigen des Programms Fehler erkannt, erscheint folgende Meldung:
10/1
10.2 Anzeige der Fehlerliste
Mit der Option Fehlerliste können die Fehler- und Warnmeldungen der Bestätigung angezeigt werden.
1. Die Option Fehlerliste im Menü Ansicht auswählen, um das Fenster FEHLERLISTE anzuzeigen.
C
Jede Meldung wird im folgenden Format angezeigt:
• Meldungstyp: Fehler oder Warnung.
• Nummer der fehlerhaften Zeile oder des fehlerhaften Programmblocks.
• Erläuterung.
Es gibt zwei Meldungstypen: Fehler- und Warnmeldungen. Eine Fehlermeldung weist auf ein Problem in der Applikation hin, das das Erstellen eines ausführbaren Programms verhindert. Eine Warnmeldung verweist auf Anweisungen, die nicht übersetzbar sind oder in bezug auf andere Anweisungen zu Unwägbarkeiten im Programmablauf führen können.
10.3 Konvertierung eines Programms
Ein in KOP geschriebenes Applikationsprogramm kann in AWL umgesetzt und dann zurück in KOP übersetzt werden. Ebenso kann ein in AWL geschriebenes Programm in KOP umgesetzt werden, wenn bestimmte Übersetzbarkeitsregeln eingehalten wurden. (Siehe Register B - Abschnitte 7.3 und 7.4)
Hinweis:
Wurde ein in AWL geschriebenes Programm in KOP übersetzt, so werden für die Programmblöcke, in denen die Regeln nicht eingehalten wurden, im Fenster KOP-EDITOR die AWL-Anweisungen statt des KOP-Formats angezeigt.
Zum Übersetzen vom AWL-Editor zum KOP-Editor:
• KOP-Editor aus dem Menü Ansicht auswählen.
• Die Anzeige durch Auswahl der Option Einstellungen aus dem Menü Ansicht einstellen.
Zum Rückkehr vom KOP-Editor zum AWL-Editor:
• AWL-Editor aus dem Menü Ansicht auswählen.
10/2
Kapitel 11
11 Archivierung einer Applikation
11.1 Einführung
Eine Applikationsdatei wird mit den Optionen Speichern oder Speichern unter, eine
Binärdatei *.APP mit der Option Speichern unter aus dem Menü Datei archiviert.
• Mit Speichern werden Änderungen einer bestehenden Applikation gespeichert.
• Mit Speichern unter wird die aktuelle Applikations- oder Binärdatei in eine neue Datei gespeichert.
11.2 Speichern
Zum Speichern von Änderungen einer bestehenden Applikationsdatei:
1. Die Option Speichern aus dem Menü Datei auswählen. Die Datei wird im aktuellen
Verzeichnis gespeichert.
C
11.3 Speichern unter
Zum Speichern der aktuellen Applikations- oder Binärdatei in eine neue Datei:
1. Die Option Speichern unter aus dem Menü Datei auswählen. Das Dialogfenster
DATEI WAEHLEN erscheint.
2. Im Feld Dateityp-Liste das Auswahlfeld öffnen und den Dateityp .pl7 oder .app
auswählen. Dateityp .pl7 kennzeichnet Applikationsdateien, .app Binärdateien.
Eine Binärdatei (.app) wird zum Übertragen einer Datei zum Programmiergerät
FTX 117 über eine PC-Karte (Speicherkarte) verwendet. (Siehe Register G -
Anhang A.7 für weitere Informationen)
3. Im Feld Laufwerk das Laufwerk auswählen, auf dem die Datei gespeichert werden soll.
11/1
C
4. Im Feld Verzeichnis das Verzeichnis auswählen, in dem die Datei gespeichert werden soll.
5. Im Feld Dateiname das Sternzeichen (*) mit einem DOS-Standardnamen
überschreiben.
Wenn ein Dateiname nicht den DOS-Dateinamenskonventionen entspricht, wird die
Meldung "Ungueltiger Dateiname" angezeigt.
Wird ein Dateiname eingegeben, der in dem Verzeichnis bereits existiert, erscheint eine Fehlermeldung: "Gewaehlte Datei existiert bereits. Ueberschreiben?" OK oder Abbrechen auswählen.
6. OK auswählen, um die Datei zu speichern. Abbrechen auswählen, um das
Dialogfenster DATEI WAEHLEN ohne Speichern der Datei zu schließen.
11/2
12 Transfer einer Applikation
12.1 Einführung
Beim Debug einer Applikation bietet die Software PL7-07 zwei Schutzebenen:
• Ein vollständiger Schutz vor dem Lesen und Schreiben.
Diese Option verhindert insbesondere das Duplizieren von Programmen, so daß die
Unantastbarkeit des Know-hows des Programmierers garantiert ist.
Dieser Schutz wird beim Transfer der Applikation in den Speicher der Steuerung wirksam.
• Schreibschutz, mit Zugriff auf die Anzeige der Applikation und auf die Einstellung der
Variablen.
Diese Schutzebene wird über Paßwörter realisiert (siehe Abschnitt G-A.4).
C
12.2 Transfer einer Applikation
Die Option Transfer aus dem Menü SPS auswählen, um eine Applikation zwischen den drei folgenden Hardware-Speicherbereichen zu kopieren:
1. PC-RAM (Random Access Memory - Direktzugriffsspeicher).
2. SPS-RAM.
3. SPS-EEPROM (Electrically Erasable Programmable Read-Only Memory elektronisch löschbarer, programmierbarer Festspeicher), ein Sekundär- oder
Sicherungsspeicher der SPS.
Zu der Option Transfer im Menü SPS gibt es vier Optionen in einem Untermenü:
12.2-1 SPS => PC
Die Option SPS => PC überträgt die Applikation des SPS-RAM in den PC-RAM:
Im Initialzustand, wenn keine Applikation geöffnet ist:
1. SPS => PC auswählen.
Im Initialzustand wird die übertragene Applikation zur aktuellen Applikation. Das
Wort Standard (default) erscheint in der Titelleiste der Applikation.
12/1
C
Im Offline-Betrieb, bei geöffneter Applikation:
1. SPS => PC auswählen.
Die Applikation in der SPS überschreibt das Programm und die Konfiguration im
PC, behält jedoch die Symbole bei.
Wenn die Applikation durch ein Paßwort geschützt ist, wird eine Auffforderung zum
Ändern der Zugriffsebene angezeigt.
1. OK auswählen, um das Dialogfenster SICHERHEIT anzuzeigen. Im Feld Passwort
eingeben das korrekte Paßwort eingeben. OK auswählen. Die Applikation wird auf
Supervisor-Ebene angezeigt.
2. Abbrechen auswählen, um die Applikation auf Operator-Ebene anzuzeigen.
Zu den Sicherheitsfunktionen siehe Register G - Anhang A.4.
12.2-2 PC => SPS
Mit der Option PC => SPS wird die aktuelle Applikation vom PC zur SPS übertragen.
Zum Übertragen der Applikation im PC-RAM zum RAM der SPS:
1. Die zu übertragende Applikations- (.pl7) oder Binärdatei (.app) öffnen.
2. PC => SPS auswählen.
3. Sind die Versionen der Applikation und SPS nicht gleich, erscheint die Meldung
"Applikation und SPS besitzen verschiedene Versionen.".
OK auswählen, um den Transfer fortzusetzen.
Abbrechen auswählen, um die SPS-Version zu ändern. (Siehe Abschnitt 5.21)
4. Wenn die SPS-Applikation mit einem Paßwort geschützt ist, muß der Transfer in einem Dialogfenster bestätigt werden.
Wenn das Paßwort bekannt ist, OK auswählen, um die geschützte Applikation zu
überschreiben.
Wenn das Paßwort nicht bekannt ist, Abbrechen auswählen, um den Transfer zu beenden.
5. Bei Auswahl von OK erscheint das Dialogfenster SICHERHEIT. Das korrekte
Paßwort eingeben und OK auswählen.
6. Wenn die PC- und SPS-Applikationen unterschiedlich sind, muß in einem
Dialogfenster angegeben werden, ob die SPS-Version überschrieben werden soll.
OK auswählen, um die Applikation zu überschreiben.
Abbrechen auswählen, um den Transfer zu beenden. (Zur Sicherung der SPS-
Applikation auf dem PC siehe Abschnitt 12.2-1.)
7. In einem Dialogfenster muß angegeben werden, ob die Applikation geschützt werden soll.
Ja auswählen, um die Applikation in der SPS zu schützen, oder Nein auswählen, um die Applikation ungeschützt zu lassen.
8. Ist die Übertragung zur SPS beendet, erscheint die Meldung "Transfer erfolgreich abgeschlossen." in der Statuszeile.
12/2
Transfer einer Applikation 12
12.2-3 SPS => EEPROM
Mit der Option SPS => EEPROM wird eine Applikation vom SPS-RAM in das SPS-
EEPROM kopiert. Im SPS-EEPROM kann eine Applikation gespeichert werden.
Sobald der Programmtest für eine Applikation abgeschlossen ist, sollte diese unbedingt in das EEPROM übertragen werden.
Zum Übertragen einer Applikation aus dem SPS-RAM in das SPS-EEPROM:
1. SPS => EEPROM aus dem Untermenü Transfer auswählen.
2. Das Dialogfenster SPS => EEPROM hat zwei Optionen:
C
Mit der Option Geschuetzt kann die Applikation in der SPS geschützt werden, wenn sie nicht ohnehin schon während des Transfers PC => SPS geschützt wurde. Ist die
SPS-Applikation geschützt, weist eine Fehlermeldung darauf hin, daß die Applikation nicht in das EEPROM kopiert oder geschrieben werden kann, weil keine Lese- und
Schreibzugriffe zugelassen sind.
Mit der Option Master kann die Applikation im EEPROM als Master festgelegt werden, d.h. bei jedem Einschalten vergleicht die Steuerung die im RAM vorhandene Applikation mit der im EEPROM. Wird ein Unterschied erkannt, wird die im EEPROM gespeicherte
Applikation in das SPS-RAM kopiert und die SPS auf RUN geschaltet (außer wenn ein in der Applikation konfigurierter R/S-Eingang auf STOP steht).
Zum Modifizieren einer Master-Applikation:
• Die Applikation in das RAM der SPS oder des PC zurückführen.
• Die Applikation modifizieren, dann die Modifizierungen bestätigen.
• Die Applikation erneut mit der Option Master in das EEPROM übertragen.
3. Nach der Übertragung der Applikation vom SPS-RAM in das EEPROM wird die
Meldung "Transfer erfolgreich abgeschlossen" in der Statusleiste angezeigt.
12/3
C
12.2-4 EEPROM => SPS
Mit der Option EEPROM => SPS wird die im EEPROM gespeicherte Applikation in den
Primärspeicherbereich der SPS übertragen.
Zum Übertragen einer im EEPROM gespeicherten Applikation zur SPS die Option SPS
=> EEPROM aus dem Untermenü Transfer auswählen. Nach der Übertragung wird die Meldung "Transfer erfolgreich abgeschlossen" in der Statusleiste angezeigt.
12/4
13 Inbetriebnahme einer Applikation
13.1 SPS-Adresse
Um eine direkte Kommunikation mit einer Steuerung TSX Nano im Modus UNI-
TELWAY-Slave zu ermöglichen, erlaubt die Software PL7-07 die Definition von deren
Zieladresse.
Nach Angabe dieser Adresse wählt der Anwender die zu realisierende Aktion aus dem
Menü SPS aus (Transfer, Verbinden, SPS-Funktionen).
Standardmäßig wird die Systemadresse 0.254.0 angezeigt.
Der Anwender muß dann die Adresse der Steuerung eingeben, zu der eine Verbindung hergestellt werden soll. Die Adresse hat folgendes Format: Netzwerk.Station.Port.Rack/
Modul.Slave-Adresse:
• Netzwerk ist die Nummer des Netzwerkes, über das der Empfänger erreicht werden kann (0 bis 127). Standardwert: 0.
• Station ist die Nummer der Station im Netzwerk (0 bis 254). Standardwert: 254.
• Port ist der Mechanismus, über den die Kommunikationseinheit im Innern der ausge-wählten Station festgelegt werden kann. 0 ist der System-Port der Station (ihr
UNITE-Server), 5 der Port, der die Kommunikation mit einer dezentralen Steuerung ermöglicht. Standardwert: 0 (in diesem Fall ist es nicht nötig, die anderen Elemente der Adresse anzugeben).
• Rack/Modul wird bei Port-Nummer 5 verwendet. Damit wird die physische Anordnung des Moduls UNI-TELWAY-Master angegeben. Der Standardwert 254 bedeutet, daß die Steuerung TSX Nano mit demselben UNI-TELWAY-Bus verbunden ist wie
PL7 07.
Der Wert 0 gibt einen anderen UNI-TELWAY-Bus an (beispielsweise PCMCIA).
• Slave-Adresse ist die Adresse der Steuerung TSX Nano auf dem Bus UNI-
TELWAY.
Standardwert: 4 (lokaler Betrieb) bzw. 104 (dezentraler Betrieb).
Zur Unterstützung des Anwenders stehen drei Schlüsselwörter zur Verfügung, die direkt eingegeben werden können:
• SYS entspricht der Systemadresse 0.254.0,
• LOC entspricht der lokalen Adresse 0.254.5.254.4, wobei die Slave-Adresse 4 modifiziert werden muß, wenn sie nicht der Adresse der Zielsteuerung entspricht.
• REM entspricht der dezentralen Adresse 0.254.5.0.104, wobei die Rack/Modul- und
Slave-Adressen der Adresse der Zielsteuerung TSX Nano entsprechen müssen.
OK bestätigt die eingegebenen Werte.
Abbrechen ermöglicht es, das Dialogfeld zu verlassen, ohne die Werte der Adresse zu ändern.
13/1
C
C
13.2 Verbinden (Online)
Mit der Option Verbinden (Online) aus dem Menü SPS wird eine Verbindung zwischen dem PC und der SPS hergestellt.
Zum Verbinden des PC mit der SPS:
1. Verbinden (Online) aus dem Menü SPS auswählen.
2. Wenn sich im PC und in der SPS dieselben Applikationen befinden und die
Applikation in der SPS nicht paßwortgeschützt ist, wird der PC mit der SPS verbunden und die Applikation wechselt vom Offline- in den Online-Betrieb.
3. Wenn die Applikation in der SPS geschützt ist, muß angegeben werden, ob die SPS
überwacht werden soll. OK auswählen, um die SPS zu überwachen, oder
Abbrechen auswählen, um die Verbindung abzubrechen und in den Offline-
Betrieb oder Initialzustand zurückzukehren.
4. Wenn sich im PC und in der SPS unterschiedliche Applikationen befinden und die
Applikation in der SPS nicht paßwortgeschützt ist, erscheint das Dialogfenster SPS
ANSCHLIESSEN. Eine Option auswählen:
13/2
SPS -> PC auswählen, um die Applikation von der SPS zum PC zu übertragen. Die
Applikation wechselt vom Offline- in den Online-Betrieb.
PC -> SPS auswählen, um die auf dem PC geöffnete Applikation zur SPS zu
übertragen. In einem Dialogfenster erscheint ein Hinweis, daß die aktuelle SPS-
Applikation überschrieben wird. OK auswählen, um den Transfer fortzusetzen, oder Abbrechen auswählen, um den Transfer abzubrechen. Bei der Auswahl von
OK wird der Transfer fortgesetzt und der PC mit der SPS verbunden. Die
Applikation wechselt vom Offline- in den Online-Betrieb.
Überwachen auswählen, wenn nur auf die Datenseiten der Applikation zugegriffen werden soll, ohne das Applikationsprogramm, die Konfiguration oder Symbole zu
ändern. Die Applikation wechselt vom Offline- in den Überwachungsbetrieb.
Abbrechen auswählen, um den Transfer zu beenden und in den Offlinebetrieb zurückzukehren.
Inbetriebnahme einer Applikation 13
13.3 Stop/Run/Init
Über das Menü SPS kann die SPS ohne Anzeige des Fensters SPS-FUNKTIONEN gestoppt, in Betrieb gesetzt oder initialisiert werden. Dazu werden die Optionen RUN,
STOP oder INIT direkt ausgewählt. Die Auswahl muß in einem Dialogfeld bestätigt werden, das vor der Ausführung der gewählten Option erscheint.
C
13.4 SPS-Funktionen
Die Option SPS-Funktionen aus dem Menü SPS auswählen, um das Dialogfenster
SPS-FUNKTIONEN anzuzeigen.
(1) (2) (3)
(4)
(5)
(6)
Die Felder sind numeriert und nachfolgend beschrieben:
(1) Die Kontrollkästchen im Feld Status geben folgendes an:
Ein oder mehrere Eingangs- oder Ausgangsbits sind auf 1 oder 0 forciert.
Im SPS-RAM ist eine ausführbare Applikation gespeichert.
Das Schutzbit des SPS-RAM wurde während des Transfers auf ON gesetzt.
(2) Im Feld Schalter werden die für die SPS ausgewählten Einstellungen angezeigt.
Für weitere Informationen zu den Analogeinstellungen der SPS siehe Register A,
Abschnitte 1.8 und 1.10.
13/3
C
(3) Im Feld Zykluszeit (ms) werden minimale, aktuelle und maximale Zykluszeit in
Millisekunden angezeigt. Zur Programmausführung s. Register A - Abschnitt 1.3.
(4) Im Feld Echtzeituhr werden das Tagesdatum und die aktuelle Uhrzeit angezeigt.
Datum und Zeit können über die Schaltfläche Zeit einstellen am unteren Fensterrand geändert werden. (Siehe hierzu auch Abschnitt 13.4-2)
(5) Die LEDs im Fenster SPS-FUNKTIONEN simulieren die LEDs des SPS-Grundgeräts.
(Siehe hierzu auch Register A - Abschnitt 1.9)
(6) Über die Schaltflächen Stop/Run/Init/Zeit einstellen/Optionen/Schliessen können die Applikationsausführung in der SPS gesteuert und SPS-Systeminformationen angezeigt werden.
13.4-1 Stop/Run/Init
Zum Starten der Ausführung einer Applikation in der SPS:
1. Run auswählen.
2. In einem Dialogfenster bestätigen, daß die Applikation ausgeführt werden soll.
OK auswählen, um die SPS in Betrieb zu setzen. Abbrechen auswählen, um zum
Dialogfenster SPS-FUNKTIONEN zurückzukehren, ohne den Status der SPS zu
ändern.
Zum Abbrechen der Ausführung einer Applikation in der SPS:
1. Stop auswählen.
2. In einem Dialogfenster bestätigen, daß die Ausführung der Applikation gestoppt werden soll.
OK auswählen, um die SPS zu stoppen. Abbrechen auswählen, um zum
Dialogfenster SPS-FUNKTIONEN zurückzukehren, ohne den SPS-Status zu
ändern.
Mit der Option Init wird das SPS-RAM initialisiert, dabei werden alle Variablen zurückgesetzt.
1. Init auswählen.
2. In einem Dialogfenster bestätigen, daß die SPS initialisiert werden soll.
OK auswählen, um die SPS zu initialisieren. Abbrechen auswählen, um zum
Dialogfenster SPS-FUNKTIONEN zurückzukehren, ohne den Status der SPS zu
ändern.
13.4-2 Zeit einstellen
Zum Einstellen der Kalenderfunktion der SPS:
1. Zeit einstellen im Dialogfenster SPS-FUNKTIONEN auswählen.
2. Im Feld SPS-Datum das aktuelle Datum im Format Monat/Tag/Jahr eingeben.
3. Im Feld SPS-Zeit die aktuelle Zeit eingeben. Der Zeitwert wird im Format
Stunden:Minuten:Sekunden angezeigt. So werden 12 Uhr Mittag als 12:00:00 und
Mitternacht als 00:00:00 angezeigt.
13/4
Inbetriebnahme einer Applikation 13
4. OK auswählen, um Datum und Zeit der SPS zu aktualisieren. Abbrechen auswählen, um zum Dialogfenster SPS-FUNKTIONEN zurückzukehren.
13.4-3 Optionen
Die Option Optionen auswählen, um die SPS-Systeminformationen anzuzeigen, die gelesen, aber nicht geändert werden können.
Ein aktiviertes Kontrollkästchen zeigt an, daß der entsprechende Zustand aktiv ist. Mit diesen Informationen können der Zustand des SPS-RAM und SPS-EEPROM überprüft und Probleme festgestellt werden.
C
RAM-Optionen
Gültig
Ausführbar
Geschützt
Gibt an, ob im SPS-RAM eine Applikation gespeichert ist.
Gibt an, ob die Applikation im SPS-RAM ausführbar ist.
Gibt an, ob das SPS-RAM beim Transfer vom PC zur SPS durch ein Paßwort geschützt wurde. (Siehe Abschn. 12.4)
Kompatibel mit Betr.system
Gibt an, ob die in der Applikationskonfiguration vereinbarte
SPS-Version mit dem Betriebssystem der Ziel-SPS
übereinstimmt.
Unterschiedlich zum
EEPROM
Gibt an, ob sich die Applikation in der SPS von
der Applikation im EEPROM unterscheidet.
13/5
C
EEPROM-Optionen
Gültig
Ausführbar
Gibt an, ob im SPS-EEPROM eine Applikation gespeichert ist.
Gibt an, ob die Applikation im SPS-EEPROM ausführbar ist.
Geschützt Gibt an, ob das SPS-EEPROM beim Transfer SPS =>
EEPROM geschützt wurde. (Siehe Abschnitt 12.4)
Kompatibel mit Betr.system
Gibt an, ob die in der Applikationskonfiguration vereinbarte
SPS-Version mit dem Betriebssystem der Ziel-SPS
übereinstimmt.
Master (Autom. Laden) Gibt an, ob beim Transfer SPS => EEPROM die Option
Master ausgewählt wurde. (Siehe Abschnitt 12.4.)
SPS-Optionen
GRAFCET-Overrun
Watchdog-Timeout
Echtzeituhr
E/A teilw. forciert
Gibt an, ob beim Ausführen der Grafcet-Struktur die
überlaubte Zykluszeit überschritten wurde.
Gibt an, ob die Zykluszeit eines Programms 150 Millisekunden überschritten und der Watchdog-Timer daher die
SPS gestoppt hat. (Siehe Register A - Abschnitt 1.3)
Gibt an, ob die SPS eine Echtzeituhr hat.
Gibt an, ob ein oder mehrere Ein- oder Ausgangsbits auf
ON oder OFF forciert sind.
13/6
14 Debugging und Einstellung einer Applikation
14.1 Einführung
Dieses Kapitel beschreibt die verschiedenen Funktionen der PL7-07-Software zum
Debugging und Einstellen einer Applikation. Dazu gehören die Animation eines
Programms, das Arbeiten mit Variablen und der Einsatz von Datenseiten.
14.2 Animation eines Programms
Die Animation ermöglicht das Anzeigen von Variablenwerten eines Programms im
Online-Betrieb, sowohl im RUN- als auch STOP-Betrieb. Diese Funktion unterstützt das Debugging, denn so können beim Ablauf des Programms die Wertänderungen angezeigt und die aktuellen mit den erwarteten Werten verglichen werden.
C
14.2-1 Animation eines KOP-Programms
Wenn das Fenster KOP-ANZEIGE angezeigt wird und das Programm online ist (RUN oder STOP) :
1. Die Option Animation aus dem Menü SPS auswählen.
2. Im Fenster KOP-ANZEIGE wird folgendes angezeigt:
• In der Titelleiste erscheint das Wort Animation.
• Kontakte, Abschlußoperationen und spezielle Objekte mit dem logischen Ergebnis
1 sind hervorgehoben.
• Die Variablen von Funktions-, Vergleichs- und Operate-Bausteinen werden angezeigt. Die Anzeige beinhaltet aktuelle und Vorwahlwerte. Mit der Ausnahme von Binärwerten werden die Zahlwerte, je nach der Auswahl im Dialogfenster
EINSTELLUNGEN, im hexidezimalen oder dezimalen Format angezeigt.
3. Bei animiertem Fenster KOP-ANZEIGE die Option Animation im Menü SPS auswählen, um die Animation wieder auszuschalten.
14/1
C
14.2-2 Animation eines AWL-Programms
Wenn das Fenster AWL-ANZEIGE angezeigt wird und das Programm online ist (RUN oder STOP):
1. Animation aus dem Menü SPS auswählen.
2. Das Fenster AWL-EDITOR wird mit einer zusätzlichen Spalte rechts von der
Zeilennummer angezeigt. Diese Spalte enthält den Wert des Operanden für diese
Zeile. Hat eine Anweisungszeile mehr als einen Operanden, so werden die Werte der einzelnen Operanden durch Schrägstriche voneinander getrennt. Außerdem wird in der Titelleiste das Wort Animation angezeigt.
Binäre Operanden werden als 1 oder 0 angezeigt. Wortoperanden werden je nach
Auswahl im Dialogfenster EINSTELLUNGEN dezimal oder hexadezimal dargestellt.
Die folgenden Werte werden nicht animiert, sondern durch ein Sternzeichen dargestellt:
• Labels (%Li)
• Unterprogramme (SRn)
• Anweisungen, die keinen Operanden benötigen (NOT, NOP, END)
• Sofortwerte
• Indizierte Wörter
• Bits, die aus Wörtern extrahiert wurden
• Worttabellen
• Bitketten, wie z.B. %M0:5
Für forcierte Bits wird ein 'f' zusammen mit dem forcierten Zustand 0 oder 1 angezeigt.
Für einen auf ON forcierten Bitoperanden wird 'f 1' angezeigt, für einen auf OFF forcierten Bitoperanden 'f 0'. (Siehe Abschnitte 14.4-7 bis 14.4-10 für weitere
Informationen zu den forcierten Werten)
3. Bei animiertem Fenster AWL-EDITOR die Option Animation im Menü SPS auswählen, um die Animation wieder auszuschalten.
14/2
Debugging und Einstellung einer Applikation 14
14.3 Einsatz des Dateneditors
Die in Register G - Anhang A.3 aufgeführten Variablen der PL7-07-Software unterstützen die Erstellung eines Programms. Der Dateneditor unterstützt das Debugging, da diese
Variablen mit seiner Hilfe angezeigt und geändert werden können. Außerdem können die Werte von Ein- und Ausgangsbits mit dem Dateneditor forciert werden.
Im Fenster DATENEDITOR kann die Liste der Variablen festgelegt werden, die
überwacht und gespeichert werden sollen. Diese Liste wird "Datenseite" genannt.
Zur Anzeige des Fensters DATENEDITOR die Option Dateneditor aus dem Menü
Ansicht auswählen.
C
Nachfolgend wird jede Spalte der Datenseite erläutert.
Variable
Aktueller Wert
Bestimmte Speicheradresse, immer nach Prozentzeichen (%).
Der aktuelle Wert der Variablen in der SPS. Der Wert der
Variablen ändert sich beim Programmablauf. Im Online-Betrieb kann die Datenseite animiert und somit die Änderung des aktuellen Werts während des Programmablaufs überprüft werden.
Bevor eine Datenseite zum ersten Mal animiert wird, erscheint in dieser Spalte ein Sternzeichen (*). Wurde die Animation für eine
Datenseite ein- und dann ausgeschaltet, enthält die Spalte
"Aktueller Wert" den zuletzt aktualisierten Wert.
Verwendeter Wert Der als Initialwert festgelegte Wert. Mit der Menüoption Verwen-
dete Werte schreiben werden diese Werte in die SPS geschrieben.
Symbol Der Name, der einer Variablen über den Symboleditor zugeordnet wurde, um die Aufgabe dieser Variablen zu kennzeichnen.
14.3-1 Animation einer Datenseite
Bei der Animation einer Datenseite wird die Spalte "Aktueller Wert" beim Ablauf des
SPS-Programms angezeigt und aktualisiert.
1. Bevor die Datenseite zum ersten Mal animiert wird, erscheint in dieser Spalte ein
Sternzeichen (*).
14/3
2. Wenn die Datenseite angezeigt wird und die SPS im Online-Betrieb ist (RUN oder
STOP), Animation im Menü SPS auswählen, um die Datenseite zu animieren.
3. Die Spalte "Aktueller Wert" wird mit den aktuellen Werten aus der SPS für die in der
Datenseite aufgeführten Variablen angezeigt. In der Titelleiste wird das Wort
Animation angezeigt.
C
4. Bei animierter Datenseite die Option Animation im Menü SPS auswählen, um die
Animation auszuschalten. In der Spalte "Aktueller Wert" wird der zuletzt aktualisierte
Wert beibehalten.
14.4
Verwendung des Menüs "Tools" im Dateneditor
Über das Menü Tools im Dateneditor wird eine Datenseite erstellt, bearbeitet und gespeichert. Außerdem können für ausgewählte Variablen Werte geändert und forciert werden. Die Tabelle in Register G - Anhang A.2-7 führt die Optionen des Menüs
Tools im Dateneditor und die entsprechenden Schaltflächen in der Funktionsleiste auf.
14.4-1 Bearbeiten einer Variablen
Zum Bearbeiten einer einzelnen Variablen auf einer Datenseite:
1. Wenn die Datenseite angezeigt wird, auf die Zeile mit der zu bearbeitenden
Variablen doppelklicken oder <EINGABETASTE> drücken. Das Dialogfenster
DATEN BEARBEITEN wird angezeigt.
14/4
Debugging und Einstellung einer Applikation 14
2. In den Feldern Variable und Symbol werden die zu bearbeitende Variable und das entsprechende Symbol angezeigt. Einem Symbol muß eine Variable zugeordnet sein, aber einer Variablen muß nicht unbedingt ein Symbol zugeordnet sein.
3. Im Feld Anzeigeformat das Zahlenformat für die Anzeige der Werte auf der
Datenseite auswählen.
Bereich: Dezimal, Hexadezimal, Binaer, ASCII
Standard: Dezimal
4. Im Feld Verwendeter Wert den gewünschten Initialwert der Variablen eingeben.
Dieser Wert wird mit der Menüoption Verwendete Werte schreiben zusammen mit den anderen Initialwerten der Datenseite in die SPS geschrieben.
5. OK auswählen, um die Änderungen für die angezeigte Variable zu bestätigen, oder
Abbrechen auswählen, um ohne Änderungen zum Dateneditor zurückzukehren.
14.4-2 Programm bestätigen
Mit der Option Programm bestaetigen wird ein Programm kompiliert und auf Fehler untersucht. Siehe Abschnitt 10.1 für weitere Einzelheiten zur Programmbestätigung.
14.4-3 Einfügen
Mit der Option Einfuegen wird eine Variable in die Datenseite eingefügt.
1. Aus dem Fenster DATENEDITOR heraus die Option Einfuegen auswählen. Das
Dialogfenster DATEN BEARBEITEN erscheint.
C
14/5
C
2. Im Feld Einzufuegende Variablen / Symbole die Variable oder das Symbol eingeben, die/das in die Datenseite eingefügt werden soll.
Die Symbolnamen auf der Datenseite müssen mit einem Symbol in der Symboltabelle verknüpft sein. Bei der Eingabe eines Symbolnamens, der nicht in der Symboltabelle eingetragen ist, wird ein Dialogfenster mit der Meldung "Symbol oder Variable ungueltig oder nicht definiert." angezeigt. OK auswählen, um zum Dialogfenster
DATEN BEARBEITEN zurückzukehren. (Siehe Kapitel 6, "Definition von Symbolen")
3. In den Feldern Variable und Symbol wird für eine in Schritt 2 eingegebene Variable das entsprechende Symbol und für ein in Schritt 2 eingegebenes Symbol die entsprechende Variable angezeigt. Einem Symbol muß eine Variable zugeordnet sein, aber einer Variablen muß nicht unbedingt ein Symbol zugeordnet sein.
4. Im Feld Anzeigeformat das Zahlenformat für die Anzeige des Wertes auf der
Datenseite auswählen.
Bereich: Dezimal, Hexadezimal, Binaer, ASCII
Standard: Dezimal
5. Im Feld Verwendeter Wert den gewünschten Initialwert der Variablen eingeben.
Mit der Menüoption Verwendete Werte schreiben wird dieser Wert zusammen mit den anderen Initialwerten der Datenseite in die SPS geschrieben.
6. OK auswählen, um die Änderungen der Datenseite zu bestätigen, oder Abbrechen auswählen, um ohne Änderungen zum Dateneditor zurückzukehren
14.4-4 Löschen
Mit der Option Loeschen wird eine Variable aus der Datenseite gelöscht.
In der Anzeige der Datenseite die zu entfernende Variable markieren. Loeschen auswählen. Die Variable wird aus der Datenseite gelöscht.
14.4-5 Nächste Variable hinzufügen
Mit der Option Naechste Variable hinzufuegen wird in der Datenseite die nachfolgende
Instanz der markierten Variable hinzugefügt.
In einer angezeigten Datenseite die gewünschte Variable gleichen Typs markieren.
Naechste Variable hinzufuegen auswählen. Eine neue Variable desselben Typs mit der nächsthöheren Nummer wird in der Datenseite hinzugefügt.
Beispiel: Wenn %I0.3 markiert ist, wird bei der Auswahl von Naechste Variable
hinzufuegen die Variable %I0.4 in der Datenseite hinzugefügt.
14.4-6 Vorherige Variable hinzufügen
Mit der Option Vorherige Variable hinzufuegen wird in der Datenseite die vorhergehende Instanz der markierten Variable hinzugefügt.
In einer angezeigten Datenseite die gewünschte Variable gleichen Typs markieren.
Vorherige Variable hinzufuegen auswählen. Eine neue Variable desselben Typs mit der nächstniedrigeren Nummer wird in der Datenseite hinzugefügt.
14/6
Debugging und Einstellung einer Applikation 14
Beispiel: Wenn %I0.3 markiert ist, wird bei der Auswahl von Vorherige Variable
hinzufuegen die Variable %I0.2 in der Datenseite hinzugefügt.
14.4-7 Forcieren auf 1
Mit der Option Forcieren auf 1 wird ein Eingangs- oder Ausgangsbit auf 1 gesetzt. Der
Wert bleibt solange forciert, bis die Forcierung gelöscht wird,selbst wenn die Verbindung zwischen PC und SPS getrennt und die PL7-07-Software beendet wird.
Die Option Forcieren auf 1 ist im Online-Betrieb der SPS verfügbar (RUN oder STOP).
In der Spalte Aktueller Wert der Datenseite wird neben dem Wert ein 'F' angezeigt, wenn es sich um einen forcierten Wert handelt und die Datenseite animiert wird. Die
Tabelle in Register G - Anhang A.3 führt alle Variablen auf, die forciert werden können.
Bei angezeigter und animierter Datenseite Forcieren auf 1 auswählen. Neben dem aktuellen Wert 1 der ausgewählten Variablen wird 'F' angezeigt. Im nachfolgenden
Beispiel hat der Eingang %I0.3 den forcierten Wert 1.
C
14.4-8 Forcieren auf 0
Mit der Option Forcieren auf 0 wird ein Eingangs- oder Ausgangsbit auf 0 gesetzt oder forciert, selbst wenn der errechnete Wert von dem forcierten Wert abweicht. Der Wert bleibt solange forciert, bis die Forcierung gelöscht wird, selbst wenn die Verbindung zwischen PC und SPS getrennt und die PL7-07-Software beendet wird.
Die Option Forcieren auf 0 ist im Online-Betrieb der SPS verfügbar (RUN oder STOP).
In der Spalte "Aktueller Wert" der Datenseite wird neben dem Wert ein 'F' angezeigt, wenn es sich um einen forcierten Wert handelt und die Datenseite animiert wird. Die
Tabelle in Register G - Anhang A.3 führt alle Variablen auf, die forciert werden können.
Bei angezeigter und animierter Datenseite Forcieren auf 0 auswählen. Neben dem aktuellen Wert 0 der ausgewählten Variablen wird 'F' angezeigt.
14.4-9 Forcierungen löschen
Mit der Option Forcierungen löschen wird der forcierter Wert einer Variablen in der
Datenseite gelöscht. Die Option Forcierungen loeschen ist im Online-Betrieb der
SPS verfügbar (RUN oder STOP).
1. Bei angezeigter und animierter Datenseite Forcierungen loeschen auswählen, um den forcierten Wert der markierten Variable zu löschen.
2. Im Fenster DATENEDITOR wird die Variable ohne den forcierten Wert angezeigt.
14.4-10 Forcierungen überall löschen
Mit der Option Forcierungen ueberall loeschen werden alle forcierten Werte einer
Datenseite gelöscht. Die Option Forcierungen ueberall loeschen ist im Online-
Betrieb der SPS verfügbar (RUN oder STOP).
14/7
1. Bei angezeigter und animierter Datenseite Forcierungen ueberall loeschen auswählen, um die forcierten Werte der ganzen Datenseite zu löschen.
2. Im Fenster DATENEDITOR wird die Datenseite ohne forcierte Werte angezeigt.
C
14.4-11 Verwendete Werte lesen
Mit der Option Verwendete Werte lesen werden die aktuellen Werte der SPS als verwendete Werte in die Datenseite übertragen. Die Option Verwendete Werte lesen ist verfügbar, wenn die SPS im Online-Betrieb ist (RUN oder STOP).
1. Bei angezeigter und animierter Datenseite Verwendete Werte lesen auswählen, um die Werte der Spalte "Aktueller Wert" in die Spalte "Verwendeter Wert" zu
übertragen.
2. In der Anzeige der Datenseite wird die Spalte "Verwendeter Wert" mit den Werten der Spalte "Aktueller Wert" aktualisiert.
14.4-12 Verwendete Werte schreiben
Mit der Option Verwendete Werte schreiben werden die verwendeten Werte der
Datenseite als aktuelle Werte zur SPS übertragen. Die Option Verwendete Werte
schreiben ist verfügbar, wenn die SPS im Online-Betrieb ist (RUN oder STOP).
1. Bei angezeigter und animierter Datenseite Verwendete Werte schreiben auswählen, um für alle Variablen der Datenseite die Werte der Spalte "Verwendeter
Wert" in die Spalte "Aktueller Wert" zu übertragen.
2. Die Spalte "Aktueller Wert" wird mit den Werten aus der Spalte "Verwendeter Wert" angezeigt, sofern sie nicht unmittelbar nach dem Schreiben in die Spalte "Aktueller
Wert" geändert worden sind.
14.4-13 Datenwerte schreiben
Mit der Option Datenwerte schreiben wird ein bestimmter Datenwert kurzzeitig in die
SPS geschrieben. Die Option Datenwerte schreiben ist verfügbar, wenn die SPS im
Online-Betrieb ist (RUN oder STOPt). Die Tabelle in Register G - Anhang A.3 führt alle
Variablen auf, in die Datenwerte geschrieben werden können.
Die Option Datenwerte schreiben ist im Fenster DATENEDITOR verfügbar, unabhängig davon, ob eine Datenseite geöffnet ist.
1. Bei geöffnetem Fenster DATENEDITOR Datenwerte schreiben auswählen. Das
Dialogfenster DATENWERTE SCHREIBEN erscheint.
14/8
Debugging und Einstellung einer Applikation 14
2. Im Feld Objekt die Variable eingeben.
3. Das Feld Aktueller Wert zeigt den aktuellen Wert der ausgewählten Variablen an.
4. Das Anzeigeformat für den Wert auswählen. Diese Formatauswahl betrifft nur den
Wert, der im Fenster DATENWERTE SCHREIBEN eingegeben wird.
Bereich: Dezimal, Hexadezimal, Binaer, ASCII
Standard: Dezimal
5. Im Feld Datenwerte schreiben den Wert eingeben, der für die Variable in die SPS geschrieben werden soll.
6. OK auswählen, um den Wert in die SPS zu schreiben, oder Abbrechen auswählen, um zur Datenseite zurückzukehren, ohne den Wert in die SPS zu schreiben.
C
14.4-14 Datenseite öffnen
Mit der Option Datenseite oeffnen wird eine vorher gespeicherte Datenseite geöffnet.
1. Bei Anzeige des Fensters DATENEDITOR Datenseite oeffnen aus dem Menü
Tools auswählen. Das Dialogfenster DATEI WAEHLEN erscheint.
2. Im Feld Dateityp-Liste das Auswahlfeld öffnen und entweder den Dateityp .dat
auswählen oder alle Dateitypen (*.*).
Standard: .dat
3. Im Feld Laufwerk das Laufwerk auswählen, auf dem die Datenseiten gespeichert sind.
4. Im Feld Verzeichnis das PL7-07-Verzeichnis oder das Verzeichnis, in dem die
Datenseiten gespeichert sind, auswählen.
5. Im Feld Dateiname die zu öffnende Datenseite auswählen.
6. OK auswählen, um die Datenseite zu öffnen, oder Abbrechen auswählen, um zum
Fenster DATENEDITOR zurückzukehren.
14/9
14.4-15 Datenseite speichern
Mit der Option Datenseite speichern werden Änderungen einer bestehenden
Datenseite gespeichert.
Nach dem Ändern der Datenseite die Option Datenseite speichern auswählen, um die Änderungen zu speichern.
C
14.4-16 Datenseite speichern unter
Mit der Option Datenseite speichern unter wird eine Datenseite in einer neuen Datei gespeichert.
1. Bei geöffnetem Fenster DATENEDITOR und Anzeige einer Datenseite die Option
Datenseite speichern unter auswählen. Das Fenster DATEI WAEHLEN erscheint.
2. Im Feld Dateityp-Liste die Standard-Dateierweiterung .dat auswählen.
3. Im Feld Laufwerk das Laufwerk auswählen, auf dem die Datenseite gespeichert werden soll.
4. Im Feld Verzeichnis das PL7-07-Verzeichnis oder das Verzeichnis, in dem die
Datenseiten gespeichert werden, auswählen.
5. Im Feld Dateiname das Sternzeichen (*) mit einem DOS-Dateinamen überschreiben.
Entspricht der Dateiname nicht den Dateinamenskonventionen von DOS, wird die
Meldung "Ungueltiger Dateiname" angezeigt.
Wurde ein Dateiname ausgewählt, der in dem Verzeichnis bereits existiert, erscheint die Fehlermeldung: "Gewaehlte Datei existiert bereits. Ueberschreiben?"
OK auswählen, um die Datei zu überscheiben, oder Abbrechen auswählen, um zum Dialogfeld DATEI WAEHLEN zurückzukehren.
6. OK auswählen, um die Datei zu speichern, oder Abbrechen auswählen, um zum
Fenster DATENEDITOR zurückzukehren.
14/10
Debugging und Einstellung einer Applikation 14
14.5 Änderung eines Programms im RUN-Betrieb
Mit dem AWL-Programmeditor kann ein AWL-Programm geändert werden, während sich die SPS im RUN-Betrieb befindet.
WARNUNG
UNERWARTETE GERÄTEFUNKTION
Aus Sicherheitsgründen wird dringend empfohlen, die SPS bei gestoppter
Steuerung (Betriebsart STOP) zu programmieren.
Dennoch kann ein Programm bei einer Steuerung im RUN-Betrieb geändert werden, ohne daß die Applikation gestoppt werden muß. Für solche
Änderungen ist der Anwender voll verantwortlich.
Das Programmieren einer laufenden Steuerung unterliegt gewissen Bedingungen vor Durchführung der Änderungen. Mögliche Auswirkungen auf die
Applikation müssen bekannt sein und die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen getrofffen werden.
Die Mißachtung dieser Vorsichtsmaßnahmen kann zu Geräteschäden, schweren
Verletzungen oder Todesfällen führen.
Änderung im RUN-Betrieb
Beim Ändern im RUN-Betrieb wird ebenso vorgegangen wie beim Programmieren im
RUN-Betrieb. Die Änderungen werden bei Bestätigung des aktuellen Eintrags wirksam.
Einschränkungen
Nachfolgende Tabelle enthält alle Verwendungs- und Änderungseinschränkungen, wenn die Steuerung im RUN-Betrieb ist:
C
Betriebsart/Funktion
Konfiguration
Programmierung
Zugriff
Nur Anzeige
Jede Änderung/Einfügung/Löschung von Anweisungen ist erlaubt, mit Ausnahme von Anweisungen, die die
Programmstruktur ändern:
• Klammern
• Grafcet-Anweisungen
• Labels
• Sprunganweisungen (JMP) und Unterprogrammaufrufe
(SR)
• Anweisungen MCR und MCS
• Baustein BLK, OUT_BLK, END_BLK
• MPS, MPP
Die folgenden Anweisungen sind nicht aktiv:
• Suchen und Ersetzen
• Programmtransfer zum EEPROM
14/11
C
14/12
15 Drucken
15.1 Einführung
Die PL7-07-Software ermöglicht es, eine Applikation ganz oder teilweise auszudrucken.
15.2 Druckereinstellung
Mit der Option Druckereinstellung werden die Identifikation des Druckers oder ein
Dateiname sowie das Seitenlayout festgelegt.
Zum Einstellen des Druckers:
1. Die Option Druckereinstellung aus dem Menü Datei auswählen. Das Dialogfeld
DRUCKEINSTELLUNGEN erscheint.
C
2. In Druckereinrichtung das Auswahlfeld Drucker zur Auswahl des Druckertyps
öffnen:
Werte: Text Printer, HP Compatible, Epson Printer.
Standard: HP Compatible
Die Zeilen "Vor dem Drucken" bzw. "Nach dem Drucken" ermöglichen es, vor der
Ausgabe bzw. nach dem Drucken spezielle Befehle an den Drucker zu senden.
Standard: Kein Zeichen.
3. Im Feld Papierformat die Papiergröße auswählen.
Werte: A4 (21 x 29,7 cm), Letter (8-1/2 x 11)
Standard: A4
4. Im Feld Ausgabe entweder eine Druckeridentifikation wie lpt2 (paralleler Anschluß
#2) oder einen Dateinamen wie z.B. PRINTOUT.TXT eingeben, dabei sind die
DOS-Namenskonventionen zu beachten.
Standard: lpt1 (paralleler Anschluß #1)
15/1
5. Zur Definition von Kopf- und Fußzeilen die Schaltfläche Kopf/Fuss auswählen.
Daraufhin wird folgendes Fenster angezeigt.
C
Es können jeweils bis zu drei Textzeilen eingegeben werden, die am oberen bzw.
unteren Rand jeder Seite gedruckt werden sollen.
Ebenso ist es möglich, am unteren Rand jeder Seite die Namen des Konstrukteurs und der Firma sowie das Datum, die Revisionsnummer und den Typ der verwendeten
Steuerung auszudrucken.
6. Zur Definition der Titelseite des Applikationsdossiers die Schaltfläche Deckblatt im
Dialogfenster DRUCKEINSTELLUNGEN auswählen.
15/2
Einen Titel mit einer Länge von max. 20 Zeichen sowie den Entwickungsablauf der
Applikation eingeben: Datum, Autor, Version und Kommentare.
Drucken 15
7. Zur Definition einer Kommentarseite zu Beginn des Applikationsdossiers die
Schaltfläche Kommentare im Dialogfenster DRUCKEINSTELLUNGEN wählen.
Dieser Editor ermöglicht die Eingabe einer Seite mit 60 Zeilen von jeweils 70
Zeichen. Zum Zeilenwechsel die <Eingabetaste> drücken.
8. Im Bereich Raender eine Zahl in das Feld Linke Seite eingeben, um die Breite des linken Randes um die angegebene Zeichenzahl zu erhöhen oder zu verringern. Eine
Zahl in das Feld Oberer Rand eingeben, um den oberen Rand um die angegebene
Zeilenzahl zu erhöhen oder zu verringern.
9. Im Bereich Raender den linken und rechten Seitenrand durch Eingabe einer
Zeichenanzahl festlegen. Den oberen und unteren Seitenrand durch Eingabe einer
Zeilenanzahl festlegen.
Die Anzahl der Zeilen für den Seitenrand muß der Anzahl der Kopf- und Fußzeilen entsprechen.
10. Die Schaltfläche Speichern wählen, um die ausgewählten Drucker- und
Seiteneinstellungen als Standard für zukünftige Druckoperationen zu speichern.
11. Die Schaltfläche Wiederherstellen wählen, um die aktuellen Werte mit den zuvor
über die Schaltfläche Speichern festgelegten Werten zu überschreiben.
12. OK auswählen, um die Einstellungen zu speichern. Abbrechen auswählen, um das
Dialogfenster zu verlassen, ohne die festgelegten Einstellungen zu speichern.
C
15/3
15.3 Drucken
Die Option Drucken im Menü Datei wählen. Das Dialogfenster DRUCKEN erscheint.
C
Über Optionen im Dialogfenster DRUCKEN kann der zu druckende Bereich festgelegt werden. Alles Drucken auswählen, um die gesamte Applikation zu drucken. Durch die
Auswahl der entsprechenden Kontrollkästchen können bestimmte Teile einer Applikation gedruckt werden. OK auswählen, um zu drucken. Abbrechen auswählen, um das
Dialogfenster DRUCKEN zu verlassen, ohne den Druck zu starten.
15.3-1 Einstellungen zum Drucken der Konfiguration
Wenn nicht alle, sondern nur bestimmte Konfigurationsdaten gedruckt werden sollen:
1. Im Dialogfenster DRUCKEN die Schaltfläche Einstellungen neben dem Kontrollkästchen Konfiguration auswählen, um das Dialogfenster DRUCKEINSTELLUNG
KONFIGURIEREN anzuzeigen.
2. Die Kontrollkästchen für die zu druckenden Konfigurationsdaten auswählen. Alles
Drucken auswählen, um alle Konfigurationsdaten einer Applikation zu drucken.
Standard: Alle Kontrollkästchen sind ausgewählt.
3. OK auswählen, um die Änderungen zu speichern. Abbrechen auswählen, um zum
Dialogfenster DRUCKEN zurückzukehren, ohne die Auswahl zu speichern.
15/4
Drucken 15
15.3-2 Einstellungen zum Drucken von Symbolen
Zur Definition eines Ausdrucks der Applikationssymbole:
1. Im Dialogfenster DRUCKEN die Schaltfläche Einstellungen neben der Option
Symbole auswählen, um das Dialogfenster SYMBOL-DRUCKEINSTELLUNGEN anzuzeigen.
2. In der Gruppe Sortieren nach die Option Geloesten Variablen auswählen, um die
Operanden nach Variablen zu sortieren, oder Symbolen auswählen, um die
Operanden nach Symbolnamen zu sortieren.
Standard: Geloesten Variablen
3. OK auswählen, um die Änderungen zu speichern. Abbrechen auswählen, um ohne Speichern der Auswahl in das Dialogfenster DRUCKEN zurückzukehren.
15.3-3 Einstellungen zum Drucken von Querverweisen
Zur Definition eines Ausdrucks mit Querverweisen:
1. Im Dialogfenster DRUCKEN die Schaltfläche Einstellungen neben der Option
Querverweise auswählen, um das Dialogfenster QUERVERWEIS-
DRUCKEINSTELLUNGEN anzuzeigen.
C
2. In der Gruppe Programmteil die Option Ueberall auswählen, um alle Programmteile auszudrucken, oder Markierung auswählen, um nur die Programmteile zu drucken, die im Dialogfenster QUERVERWEISE ERSTELLEN ausgewählt wurden. Zu einer neuen Auswahl dieser Programmteile die Option Querverweise aus dem Menü
Ansicht auswählen und die Querverweise generieren.
Standard: Überall
3. OK auswählen, um die Änderungen zu speichern. Abbrechen auswählen, um ohne Speichern der Änderungen zum Dialogfenster DRUCKEN zurückzukehren.
15/5
15.3-4 Einstellungen zum Drucken eines AWL-Programms
Zur Definition eines Ausdrucks von AWL-Zeilen:
1. Im Dialogfenster DRUCKEN die Schaltfläche Einstellungen neben der Option
AWL wählen, um das Dialogfenster AWL-DRUCKEINSTELLUNGEN anzuzeigen.
C
2. Im Feld Bereich die Option Ueberall auswählen, um alle AWL-Zeilen auszudrucken. Oder Zeilen auswählen, und die erste und letzte Zeile des
Programmbereichs eingeben, der gedruckt werden soll.
Standard: Überall
3. Im Feld Attribute auswählen:
• 1 Spalte mit Adressen: Zum Drucken des Codes der Applikation mit den
Adressen der Objekte.
• 1 Spalte mit Symbolen: Zum Drucken des Codes der Applikation mit den
Symbolen, die den Objekten zugeordnet sind.
• 2 Spalten mit Adressen: Zum Drucken des Codes in gepackter, zweispaltiger
Form mit den Adressen der Objekte.
Standard: 1 Spalte mit Adressen.
4. OK auswählen, um die Änderungen zu speichern. Abbrechen auswählen, um ohne Speichern der Änderungen in das Dialogfenster DRUCKEN zurückzukehren.
15.3-5 Einstellungen zum Drucken eines KOP-Programms
Zur Definition eines Ausdrucks von KOP-Programmblöcken:
1. Im Dialogfenster DRUCKEN die Schaltfläche Einstellungen neben der Option
KOP wählen, um das Dialogfenster KOP-DRUCKEINSTELLUNGEN anzuzeigen.
15/6
Drucken 15
2. Im Feld Bereich die Option Ueberall auswählen, um alle Programmblöcke der Datei zu drucken. Oder Programmblock auswählen und die Nummern des ersten und letzten Programmblocks eingeben, die gedruckt werden sollen.
Standard: Ueberall
3. Im Feld Attribute auswählen:
• 4 Zeilen mit Adressen + Symbolen: Zum Drucken des Codes der Applikation mit den Symbolen und Adressen der Objekte. Für den Ausdruck des vollständigen
Symbols sind 3 Zeilen, für die Adresse 1 Zeile verfügbar. Diese 4 Zeilen werden unterhalb des grafischen Symbols im KOP-Programmblock ausgedruckt.
• 1 Zeile mit Adressen: Zum Drucken des Codes der Applikation mit den Adressen der Objekte.
• 1 Zeile mit Symbolen: Zum Drucken des Codes der Applikation mit den Symbolen, die den Objekten zugeordnet sind.
Standard: 4 Zeilen mit Adressen + Symbolen.
4. OK auswählen, um die Änderungen zu speichern. Abbrechen auswählen, um ohne
Speichern der Änderungen in das Dialogfenster DRUCKEN zurückzukehren.
C
15/7
C
15/8
16 Querverweise in einer Applikation
16.1 Einführung
Mit der Querverweisliste steht eine Liste der Operanden, Symbole, Zeilen und
Operatoren zur Verfügung. So sind beim Fehlersuchen und Debugging einzelne
Elemente leicht aufzufinden, ohne daß das ganze Programm durchsucht werden muß.
16.2 Generierung einer neuen Querverweisliste
Zum Generieren einer ersten Querverweisliste nach dem Öffnen einer Applikation:
1. Die Option Querverweise aus dem Menü Ansicht auswählen. Ein Dialogfenster erscheint. OK auswählen, um das Dialogfenster QUERVERWEISE ERSTELLEN anzuzeigen. Abbrechen auswählen, um das Fenster QUERVERWEISE ohne
Generierung einer neuen Querverweisliste anzuzeigen.
C
Hinweis:
Es wird empfohlen, vor dem Generieren der Querverweisliste zunächst das Programm zu bestätigen.
Die Querverweisliste wird beim Schließen der Applikation nicht gespeichert. Deshalb muß sie beim erneuten Öffnen der Applikation wieder generiert werden.
2. Im Feld Verweis zu festlegen, ob auf KOP-Programmblocknummern oder AWL-
Zeilennummern verwiesen werden soll.
3. Im Feld Bereich den Anzeigebereich festlegen.
Ueberall auswählen, um alle AWL-Zeilen oder KOP-Programmblöcke anzuzeigen.
Standard: Ueberall
16/1
C
Start/Ende auswählen, um einen bestimmten Programmbereich auszuwählen. In beiden Feldern können Werte von 0 bis 999 eingegeben werden. Die Standardwerte für Start und Ende sind 0 bzw. 999.
4. Im Feld Sortieren nach ein Schlüsselfeld für die Anzeige der Querverweisliste auswählen. Die Optionen entsprechen den Menüoptionen zum Sortieren im Menü
Tools.
Werte: Operand, Symbol, Nr.Zeile/Progr.block, Operator
Standard: Operand
Wenn beispielsweise die Sortierung nach Operanden ausgewählt wird, ist die Anzeige im nachfolgenden Fenster alphanumerisch nach Operanden sortiert.
Offline
Bei der Auswahl von Sortieren nach Operand oder Sortieren nach Symbol sind die einzelnen Operanden bzw. Symbole durch eine Linie voneinander getrennt, um eine höhere Lesbarkeit der Informationen zu gewährleisten.
5. Im Feld Elemente die Kontrollkästchen der Programmelemente aktivieren, die in der Liste aufgeführt werden sollen.
Durch die Auswahl bestimmter Programmelemente im Feld Elemente kann der
Bereich der Anzeige sehr genau festgelegt werden. Beispielsweise können nur solche Programmzeilen oder -blöcke angezeigt werden, die Zeitfunktionsbausteine enthalten.
16/2
Querverweise in einer Applikation 16
16.3 Aktualisierung einer bestehenden Querverweisliste
In folgenden Fällen muß eine bestehende Querverweisliste aktualisiert werden:
• Im Feld Verweis zu soll von Progr.blocknr. zu Zeilennummer gewechselt werden, oder umgekehrt.
• Der Bereich der Querverweise soll geändert werden.
• Die aktuelle Querverweisliste soll geändert werden (Hinzufügen bzw. Entfernen von
Elementen).
• Das Applikationsprogramm und/oder Symbole wurden geändert.
1. Soll eine bereits angezeigte Querverweisliste aktualisiert werden, Querverweise aus dem Menü Tools auswählen.
Das Dialogfenster QUERVERWEISE ERSTELLEN erscheint. Nach der Auswahl der gewünschten Felder im Dialogfenster OK wählen, um eine neue Querverweisliste zu generieren.
Abbrechen auswählen, um zu der bestehenden Querverweisliste zurückzukehren.
2. Wird keine Querverweisliste angezeigt, die Option Querverweise aus dem Menü
Ansicht auswählen.
Die aktuelle Querverweisliste wird angezeigt. Die Option Querverweise aus dem
Menü Tools auswählen. Das Dialogfenster QUERVERWEISLISTE ERSTELLEN erscheint.
Nach der Auswahl der gewünschten Felder im Dialogfenster OK wählen, um eine neue Querverweisliste zu generieren. Abbrechen auswählen, um zu der bestehenden Querverweisliste zurückzukehren.
3. Wenn eine bestehende (und angezeigte) Querverweisliste nur nach anderen
Schlüsselfeldern sortiert werden soll, die gewünschten Schlüsselfelder aus dem
Menü Tools auswählen.
Zur Verfügung stehen die Menüoptionen Sortieren nach Operand, Sortieren nach
Symbol, Sortieren nach Nr.Zeile/Progr.block und Sortieren nach Operator.
Nach der Auswahl des gewünschten Schlüsselfeldes wird die Querverweisliste entsprechend dieses Schlüsselfeldes neu sortiert.
C
16/3
C
16/4
17 Export von Quelldateien
17.1 Einführung
Über eine Funktion zum Exportieren von Quelldateien kann von einer PL7-07-
Applikation aus eine Textdatei generiert werden. Diese Textdatei ist mit der Importfunktion von PL7 Micro kompatibel.
Diese Operation ermöglicht den Transfer einer PL7-07-Applikation für die Steuerung
TSX Nano zur Software PL7 Micro, mit der Steuerungen des Typs TSX Micro programmiert werden können.
17.2 Funktionsprinzip
Um eine Datei exportieren zu können, muß zunächst die Applikation unter PL7-07 geöffnet werden. Die Funktion kann über das Menü Datei-Exportieren-Quelltext aufgerufen werden:
C
Ein Navigationsfenster ermöglicht die Auswahl des Dateinamens und des
Verzeichnisses, unter dem die aus der Exportfunktion resultierende Datei gespeichert werden soll.
Die Dateinamenserweiterung *.IL für AWL bzw. *.LAD für KOP wird automatisch entsprechend der Voreinstellung für die Editoren ausgewählt. Ändert der Anwender die
Namenserweiterung der Exportdatei, so wird auch das Format der Datei (AWL oder
KOP) geändert. So kann das Format der Exportdatei unabhängig von der zur
Entwicklung der Applikation ausgewählten Sprache festgelegt werden.
Anmerkung
Die zu exportierende Applikation muß unbedingt unter AWL gültig oder AWL/KOPrückübersetzbar sein.
17/1
C
Folgende Elemente sind in der Exportdatei enthalten:
• Kopfteil mit Informationen
• AWL- oder KOP-Programm
• Mit PL7 Micro kompatible Konfigurationsobjekte: %TMi, %Ci, %Ri, %DRi, %Kwi
• Symbole, die den mit PL7 Micro kompatiblen Konfigurationsobjekten zugeordnet sind: %Mi, %MWi, %Si, %SWi, %Ii.j, %Qi.j
Damit der Inhalt des exportierten Programms der Applikationsstruktur von PL7 Micro entspricht, sind folgende Elemente nicht enthalten:
• Im Programmblock angeordnete Zeilen- oder Zeilenendekommentare
• Unterprogramme
• Grafcet-Schritte
• Grafcet-Nachverarbeitung (POST)
• Mit PL7 Micro inkompatible Objekte: Schnelle Zähler, usw.
Im exportierten Programm ersetzt ein Leerzeichen die Adressen der nicht unterstützten
Objekte.
17/2
Diagnose / Wartung Inhalt
Register D
Kapitel
Seite
Fehlersuche mittels der SPS-Statusanzeigen 1/1
1.1-1 Fehlersuche auf dem SPS-Grundgerät oder der
1.1-2 Fehlersuche auf den E/A-Erweiterungen
1.1-3 Fehlersuche auf dem SPS-Grundgerät, der
SPS- oder der E/A-Erweiterung 1/3
1.1-4 Fehlersuche auf dem Analogmodul TSX AMN 4000/4001 1/4
Fehleranalyse mittels der Systembits und -worte
___________________________________________________________________________
D/1
Diagnose / Wartung
Kapitel
Inhalt
Register D
Seite
___________________________________________________________________________
D/2
1
1 Fehleranalyse
1.1
Fehlersuche mittels der SPS-Statusanzeigen
Die Signallampen auf der Vorderseite der Steuerung geben Aufschluß über den
Betriebszustand der Steuerung und eventuelle Betriebsstörungen.
Hinweis:
Bei jedem Einschalten der Steuerung leuchten alle Signallampen für die Dauer der Autotests
(ungefähr 1 s) auf. Die Ausgänge werden hierbei jedoch nicht eingeschaltet.
1.1-1 Fehlersuche auf dem SPS-Grundgerät oder der SPS-Erweiterung
Statusanzeigen
RUN
Bedeutung Mögliche Ursache
SPS ausgeschaltet oder Unterbrechung der Stromversorgung
Applikation nicht ausführbar oder Applikation ungültig
SPS in Betriebsart STOP
SPS in Betriebsart RUN
Gewünschter Zustand (Befehl über RUN/
STOP-Eingang %I0.
● oder über PG) oder durch eine Ausführungsstörung hervorgerufener Zustand (Watchdog-
Timeout, Aufruf einer nicht implementierten oder verbotenen Funktion)
Normalzustand
ERR
I/O
COM aus
Betriebszustand OK
Applikation nicht ausführbar
Normalzustand
Applikation nicht vorhanden, ungültig,
Checksum-Fehler oder Watchdog-Timeout.
Interne Störung • Watchdog-Timeout Hardware
• Fehler bei Autotest (Problem Zugriff
RAM, EEPROM oder Kalenderfunktion)
• Fehlerhafte Verdrahtung am Erweiterungsanschluß
Betriebszustand OK Normalzustand
Störung der Ein-/Ausgänge
Kein Austausch in der
Erweiterungsverbindung
Austausch in der Erweiterungverbindung läuft
Austausch in der Modbus-
Verbindung läuft
E/A-Fehler
• Ausgänge überlastet (die Signallampen der Ausgänge blinken)
• Störung in der Geberversorgung
• Konfigurationsfehler blinkt leuchtet permanent
1/1
D
D
1.1-2 Fehlersuche auf den E/A-Erweiterungen
Statusanzeigen
RUN
ERR
Bedeutung Mögliche Ursache
Erweiterung ausgeschaltet Erweiterung nicht mit Strom versorgt, oder nicht an die Erweiterungsnicht angeschlossen oder Störung in verbindung angeschlossen dem Erweiterungskabel
Wie Grundgerät SPS-Grundgerät in STOP
(wie bei Grundgerät)
SPS-Grundgerät in RUN
(wie bei Grundgerät)
Normalzustand
Betriebszustand OK Normalzustand
Interne Störung
I/O Betriebszustand OK
Störung der Ein-/Ausgänge in der Erweiterung
• Watchdog-Timeout-Hardware
• Fehler bei Autotest
• Fehlerhafte Verdrahtung am Erweiterungsanschluß
Normalzustand
E/A-Fehler
• Ausgänge überlastet
• Störung in der Geberversorgung
COM Kein Austausch in der
Erweiterungsverbindung
Austausch in der Erweiterungsverbindung läuft aus blinkt leuchtet permanent
1/2
Fehleranalyse 1
1.1-3 Fehlersuche auf dem SPS-Grundgerät, der SPS- oder der E/A-Erweiterung
Statusanzeigen
I0.....I13
Bedeutung
Eingang inaktiv
Mögliche Ursache
Normal, wenn der Geber offen ist
O0...O9
Eingang aktiv
Ausgang inaktiv
Ausgang aktiv
Normal, wenn der Geber geschlossen ist
Normaler Zustand, wenn der Ausgang nicht aktiviert ist.
Normalzustand, wenn Ausgang aktiviert ist
D aus leuchtet permanent
Wenn die Signallampen I5 (TSX Nano 10 E/A), I7 (TSX Nano 14 E/A), I8 (TSX Nano
16 E/A), I11 (TSX Nano 20 E/A) oder I13 (TSX Nano 24 E/A) blinken (jede Sekunde
5maliges kurzes Aufleuchten) (1):
Die Signallampen I0 bis I7 und O0 bis O7 zeigen den Zustand 0 (leuchtet nicht) oder
1 (leuchtet) der internen Bits %M112 bis %M127 an.
I4
I5
I6
I7
Statusanzeige
I0
I1
I2
I3
Bedeutung
%M112
%M113
%M114
%M115
%M116
%M117
%M118
%M119
Typ Statusanzeige
TSX Nano O0
10/14/16/
20/24 E/A
O1
O2
O3
TSX Nano O4
20/24 E/A O5
O6
O7
(1) In diesem Fall hat Systembit %S69 den Zustand "1".
Bedeutung
%M120
%M121
%M122
%M123
%M124
%M125
%M126
%M127
Typ
TSX Nano
10/14/16/
20/24 E/A
TSX Nano
20/24 E/A
1/3
D
1.1-4 Fehlersuche auf dem Analogmodul TSX AMN 4000/4001
Statusanzeigen
RUN
Bedeutung Mögliche Ursache
Modul ausgeschaltet oder Modul nicht mit Strom versorgt oder
Applikation nicht ausführbar nicht angeschlossen
ERR
I/O
COM
Applikation auf RUN
Betriebszustand OK
Normalzustand
Normalzustand
Modul-Adressierung fehlerhaft
Interne Fehler
Betriebszustand OK
Überschreiten der oberen oder unteren Grenzwerte der
Analogeingänge
Datenaustausch läuft
Schalterstellung auf der Frontseite des
Moduls verändern
• Selbstkalibrierungsfehler,
• Fehler bei Autotests
Normalzustand aus
Austausch in der Erweiterungsverbindung läuft.
blinkt leuchtet permanent
1/4
Fehleranalyse 1
1.2
Fehleranalyse mittels der Systembits und -worte
Bei Auftreten einer Störung setzt die Steuerung automatisch ein Systembit oder -wort, das dem entdeckten Fehler entspricht. Diese Information kann, wenn gewünscht, vom
Applikationsprogramm ausgewertet werden.
Mittels PG FTX 117 oder PL7-07-Software (FTX 417/507, FT 2000 oder kompatible PC) können die Systembits (Taste %S) und die Systemworte (Taste %SW) angezeigt werden. Siehe Register C, Kapitel 9 im TSX Nano/FTX 117-Handbuch oder Register
C, Kapitel 14 im TSX Nano-PL7-07-Handbuch.
1.2-1 Systembits
SystemFunktion bits
%S10 E/A-
%S11
%S19
Fehler
Bezeichnung
Normalerweise im Zustand 1. Wird bei Auftreten eines E/A-Fehlers im
SPS-Grundgerät oder der E/A-Erweiterung auf 0 gesetzt (nicht konforme
Konfiguration, Austauschfehler, Gerätefehler). Die Bits %S118 und
%S119 zeigen an, in welcher SPS der Fehler aufgetreten ist, und die
Systemworte %SW118 und %SW119 beschreiben die Art des Fehlers.
Das Bit %S10 wird nach Beheben der Störung wieder auf 1 gesetzt.
W a t c h d o g -
Timeout
Normalerweise im Zustand 0. Wird vom System auf 1 gesetzt, wenn die
Ausführungszeit des Programms die maximale Zykluszeit überschreitet
(Watchdog = 150 ms). Steuerung wird auf STOP gesetzt.
Überschreitung der Abfragezeit (periodische Task)
Normalerweise im Zustand 0. Wird vom System bei Überschreitung der
Ausführungszeit auf 1 gesetzt (Programmausführungszeit ist höher als die bei der Konfiguration des Programms in SW0 definierte Zykluszeit).
Das Bit wird vom Anwender wieder auf 0 gesetzt.
D
%S71
%S118
%S119
Austausch in der Erweiterungsverbindung
Normalerweise im Zustand 0. Wird auf 1 gesetzt, sobald eine E/A- oder
SPS-Erweiterung über die Erweiterungsverbindung mit dem SPS-
Grundgerät kommuniziert. Das Bit %S71 wird auf 0 gesetzt, wenn auf der Verbindung kein Austausch erfolgt. Der Zustand der Erweiterungen kann im Systemwort %SW71 des SPS-Grundgeräts gelesen werden.
E/A-Störung im SPS-
Grundgerät
Normalerweise im Zustand 0. Wird vom System auf 1 gesetzt, wenn im
SPS-Grundgerät eine E/A-Störung festgestellt wird. Das Wort %SW118 gibt Aufschluß über die Art des Fehlers. Das Bit %S118 wird bei
Behebung der Störung wieder auf 0 gesetzt.
E/A-Störung in der SPS-
Erweiterung
Normalerweise im Zustand 0. Wird vom System auf 1 gesetzt, wenn in der SPS-Erweiterung eine E/A-Störung festgestellt wird. Das Wort
%SW119 gibt Aufschluß über die Art des Fehlers. Das Bit %S119 wird bei Behebung der Störung wieder auf 0 gesetzt.
1/5
D
1.2-2 Systemworte
SystemFunktion worte verbindung
Beschreibung
%SW71 Fehler in Informiert über den Zustand aller an das SPS-Grundgerät ange-
Erweiterungsschlossenen Erweiterungen:
Bit 1: 1= E/A-Erweiterung
Bit 2: 1= SPS-Erweiterung 2
Bit 3: 1= SPS-Erweiterung 3
Bit 4: 1= SPS-Erweiterung 4
Bit = 0: Erweiterung fehlt , ohne Stromvers., in Stop-Betrieb oder gestört.
Bit = 1: Erweiterung vorhanden, Datenaustausch mit dem SPS
Grundgerät läuft
%SW118 Zustand Informiert über Fehler, die im SPS-Grundgerät festgestellt wurden.
des SPSBit 0: 1= Überlastung eines Ausgangs (1)
Grundgeräts Bit 3: 0= Fehler Geberversorgung
Bit 8: 0= Interner Fehler oder Hardwarefehler TSX 07
Bit 9: 0= Externer Fehler oder Dialogfehler
Bit 11: 0= Autotests der SPS laufen
Bit 13: 0= Konfigurationsfehler (E/A-Erweiterung konfiguriert aber nicht vorhanden oder fehlerhaft)
Alle anderen Bits dieses Wortes haben den Zustand 1 und sind reserviert. Daher hat dieses Wort bei einer fehlerfreien SPS den Wert
16#FFFF.
%SW119
(1)
Zustand der SPS-
Erweiterung
Informiert über Fehler, die in der SPS-Erweiterung festgestellt wurden
(dieses Wort wird nur im Grundgerät verwendet).
Die Bit-Zuweisung diese Wortes entspricht der des Wortes %SW118, mit folgenden Ausnahmen:
Bit 13: ohne Bedeutung
Bit 14: SPS-Erweiterung fehlt, obwohl sie bei der Initialisierung vorhanden war.
Nach einem Kurzschluß oder einer Überlast des geschützten Transistorausgangs.
1/6
Applikationsbeispiel Inhalt
Register E
Kapitel
1 Applikationsprojekt: Kfz-Waschanlage
Funktionsprinzip der Applikation
1.2-1 Automatischer Waschzyklus
1.2-2 Manuelle Not-Ausschaltung des Waschzyklus
Grafische Darstellung des Waschzyklus
Schaltplan der Leistungskreise
3 Lösung mit SPS TSX Nano 16 E/A 3/1
Schaltplan der Leistungskreise
Verkabelungsplan der Steuerung
3.3-3 Interne Steuerungsvariablen
Konfiguration der Funktionsbausteine
Programmierung des Kalenderbausteins 3/7
___________________________________________________________________________
E/1
Kapitel
E
E
Applikationsbeispiel Inhalt
Register E
Wichtig
Das Beispiel im vorliegenden Kapitel dient lediglich didaktischen Zwecken. Bei der tatsächlichen Realisierung einer entsprechenden industriellen Applikation sind die gültigen Sicherheitsvorschriften des jeweiligen Gewerbezweigs zu berücksichtigen.
___________________________________________________________________________
E/2
1
1.1
Beschreibung der Applikation
1 Applikationsprojekt: Kfz-Waschanlage
Die Waschanlage umfaßt folgende Komponenten:
• Eine Brücke mit einer waagerechten und zwei senkrechten Bürstenrollen. Die
Brücke kann durch einen Antriebsmotor in zwei Fahrtrichtungen (vorwärts und rückwärts) bewegt werden.
• Ein Antriebsmotor für die waagerechte und die senkrechten Bürstenrollen.
• Ein Motor zum Absenken/Anheben der waagerechten Bürstenrolle.
Grenztaster zur Kontrolle folgender Positionen der Anlagenkomponenten:
• Obere Endposition der waagerechten Bürstenrolle,
• Endpositionen für Vorwärts- und Rückwärtsfahrt der Brücke.
Bürsten drehen
Rückwärtsfahrt Brücke
Bürstenrolle heben
Vorwärtsfahrt Brücke
Grenzt.
"Bürste oben"
E
Bürstenrolle senken
Grenzt.
"Rückwärts"
Signallampe
"Waschzyklus"
Taster "Bürste manuell heben"
Näherungssch.
für Fahrzeug
Taster
"Zyklus starten"
Taster "Brücke manuell zurückfahren"
Grenzt.
"Vorwärts"
Taster
"Not-Aus"
1/1
E
1.2
Funktionsprinzip der Applikation
1.2-1 Automatischer Waschzyklus
Ausgangsbedingungen: Die Brücke ist vollständig zurückgefahren (Grenzt.
"Rückwärts"), und die waagerechte Bürstenrolle befindet sich in oberer Position
(Grenzt. "Bürste oben"). Ein Fahrzeug befindet sich in der Waschstraße (Näherungssch.
Fahrzeug).
Sind diese Anfangsbedingungen erfüllt, kann der Waschzyklus durch Betätigen des
Tasters "Zyklus starten" begonnen werden:
• Die Signallampe "Waschzyklus" leuchtet, und eine Wartezeit von 10 Sek. läuft ab
(KA0).
• Die waagerechte Bürstenrolle (KM1) wird 5 Sek. lang gesenkt (KA1).
• Der Motor der Bürstenrollen wird gestartet (KM3), und die Brücke fährt vor (KM4).
Bei diesem Beispiel wird ebenfalls davon ausgegangen, daß gleichzeitig mit dem
Motor der Bürsten auch die Sprinklerpumpen gestartet werden.
• Die Vorwärtsfahrt der Brücke wird durch den Grenztaster "Vorwärts" gestoppt und die Rückwärtsfahrt eingeleitet (KM5).
• Der Grenztaster "Rückwärts" stoppt die Rückwärtsfahrt der Brücke und die Bewegung der Bürstenrollen. Die waagerechte Bürstenrolle wird angehoben (KM2) bis zum
Ansprechen des Grenztasters "Bürste oben", womit der gesamte Zyklus beendet wird.
Eine Kalenderfunktion kontrolliert die Öffnungszeiten und -tage (Montag bis Samstag von 8 bis 19:30 Uhr). Außerhalb dieser Zeitbereiche wird kein Befehl zur Ausführung des Waschzyklus angenommen.
Ein Wochenzähler registriert die Anzahl der Waschzyklen. Er wird jeden Montag um
8 Uhr automatisch auf null zurückgesetzt. Ein weiterer Zähler registriert die Gesamtzahl der wöchentlich aufgezeichneten Waschzyklen.
1.2-2 Manuelle Not-Ausschaltung des Waschzyklus
Ein Taster "Not-Aus" mit Verriegelungsfunktion ermöglicht es, den Waschzyklus jederzeit anzuhalten (sofortiges Ausschalten aller Motoren). Zum Starten eines neuen
Zyklus sind folgende Schritte erforderlich:
• Vollständiges Zurückfahren der Brücke (bis zum Grenztaster "Rückwärts"). Dies geschieht durch Gedrückthalten des Tasters "Brücke manuell zurückfahren".
• Heben der waagerechten Bürstenrolle (bis zum Grenztaster "Bürste oben"). Dies geschieht durch Gedrückthalten des Tasters "Bürste manuell heben".
• Lösen der Verriegelung des Tasters "Not-Aus".
1/2
Applikationsbeispiel 1
1.3
Grafische Darstellung des Waschzyklus
Das nachstehende Grafcet-Diagramm bietet eine schematische Darstellung der
Abläufe im Automatikbetrieb der Waschanlage.
Fahrzeug erwarten
Anfangsbedingungen und Taster "Zyklus starten"
Zeitfunktion 10 s
Zyklus starten
Signallampe leuchtet
Zeitverzögerung 10 s (KA0)
Bürste senken
(KM1)
Zeitverz. 5 s
Zeitverzögerung 5 s (KA1)
Bürsten drehen
(KM3)
Brücke vorwärts
(KM4)
Grenztaster "Rückwärts"
Bürste heben
(KM2)
Waschzykl.
zählen
Grenztaster "Bürste oben"
Grenztaster
"Vorwärts"
Brücke rückwärts
(KM5)
E
1/3
E
1/4
2.1
Schaltplan der Leistungskreise
2
2 Festverkabeltes System
Bürstenrolle senken/heben
Bürsten drehen
Brücke vorwärts-/ rückwärts fahren
Steuerkreis
E
2.2
Steuerungsplan
Das nachstehende Schaltbild enthält die Funktion für den Automatikzyklus einschließlich der Not-Aus-Funktion. Die Kalender- und Zählfunktionen sind hier nicht wiedergegeben.
Zwei zusätzliche Kontakte mit mechanischer Zustandsverriegelung (KA0 und KA2) speichern den Ablaufzustand des Waschzyklus. Bei Netzausfall kann der Zyklus daher an der Stelle wieder aufgenommen werden, an der er unterbrochen wurde. Die zwei
Zeitgeber wurden durch Verzögerungsglieder an KA0 und KA1 realisiert.
Aufgrund der Vielzahl der Schalter in diesem Schaltplan sind für die zwei Grenztaster
"Vorwärts" und "Rückwärts" zwei zusätzliche Hilfsschalter (KA3 und KA4) erforderlich.
1/1
Not-Aus
Z y k l u s starten
Fahrzeug vorhanden
G r e n z t .
Rückw.
Grenzt.
Oben
Manu.
heben
E
Bürste senken
Bürste heben
G r e n z t .
Vorw.
G r e n z t .
Rückw.
Grenzt.
Vorw.
Brücke manu.
zurückfahren
Grenzt.
Oben
Grenzt.
Rückw.
Bürsten drehen
Brücke vorwärts
Brücke rückwärts
2/2
3
3 Lösung mit SPS TSX Nano 16 E/A
3.1
Schaltplan der Leistungskreise
Dieser Schaltplan ist identisch mit dem Schaltplan des festverdrahteten Systems. Zur
Netzversorgung c 110 V der SPS TSX Nano wird ein Transformator c 380/110 V verwendet. Die für die Stellglieder erforderliche Spannung von c 24 V wird über einen zweiten Transformator geliefert.
Bürstenrolle senken/heben
Bürsten drehen
Brücke vorwärts-/ rückwärts fahren
SPS
TSX Nano
E
3/1
E
F1
F2
F3
Si
3.2
Verkabelungsplan der Steuerung
Brücke manuell zurückf.
Bürste manuell heben
Grenzt. "Bürste oben"
Grenzt. "Rückw."
Grenzt. "Vorw."
Not-Aus
Zyklus starten
Fahrzeug vorhanden
Si
TSX Nano mit 16 E/A
Erweiterung
Brücke rückwärts
Brücke vorwärts
Bürsten drehen
Bürste heben
Bürste senken
Signallampe Zyklus
3/2
Lösung mit SPS TSX Nano 16 E/A 3
3.3
Bezeichnungen
3.3-1 Steuerungseingänge
Variable Adresse Beschreibung
Fahrzeug vorhanden
Zyklus starten
Stop
Grenzt. Vorw.
Grenzt. Rückw.
Grenzt. Oben
Manu. heben
Manu. zurück
%I0.0
%I0.1
%I0.2
%I0.3
%I0.4
%I0.5
%I0.7
%I0.8
Näherungsschalter Fahrzeug
Taster "Zyklus starten"
Taster "Not-Aus"
Grenztaster für Vorwärtsfahrt Brücke
Grenztaster für Rückwärtsfahrt Brücke
Grenztaster "Bürste oben"
Taster "Bürste manuell heben"
Taster "Brücke manuell zurückfahren"
3.3-2 Steuerungsausgänge
Variable
Statusanzeige
KM1
KM2
KM3
KM4
KM5
Adresse
%Q0.0
%Q0.1
%Q0.2
%Q0.3
%Q0.4
%Q0.5
Beschreibung
Statusanzeige Waschzyklus
Schaltrelais "Bürste senken"
Schaltrelais "Bürste heben"
Schaltrelais "Bürsten drehen"
Schaltrelais "Vorwährtsfahrt Brücke"
Schaltrelais "Rückwärtsfahrt Brücke"
E
3.3-3 Interne Steuerungsvariablen
Typ Adresse
Internes Bit
Internes Bit
Internes Bit
Internes Bit
Internes Bit
Internes Bit
Internes Bit
Internes Bit
Internes Wort
Systemwort
%M0
%M1
%M2
%M3
%M4
%M5
%M6
%M7
%MW0
%SW50
Zeitgeber
Zeitgeber
Zähler
Kalenderbaustein
%TM0
%TM1
%C0
RTC0
Beschreibung
Speichervariable "Zyklus gestartet" (KA0)
Variable "Bürste heben" (KA1)
Speichervariable "Vorwärts. Brücke" (KA1)
Ausgangsvariable Kalenderbaustein
"Montag"-Testvariable
Variable zur Impulsgenerierung für %M4
Variable zur Impulsgenerierung für %M2
Ausgangsvariable von %TM1
Gesamtzahl Waschzyklen
Sekunden/Wochentag des Kalenderbausteins
Zeitgeber Waschzyklus starten
Zeitgeber Bürste senken
Wochenzähler der Waschzyklen
Kalenderbaustein
3/3
E
3.4
Entsprechender Kontaktplan
In direkter Anlehnung an den Steuerungsplan des festverdrahteten Systems
(Abschn. 2.2) ergibt sich folgender Stromlaufplan für das SPS-System:
Not-
Aus
Zyklus starten
Fahrzeug vorhanden
Bürste senken
Bürste heben
Bürsten drehen
Brücke vorwärts
Brücke rückwärts
Die Hilfsrelais KA0, KA1 und KA2 werden durch die internen Bits %M0, %M1 und %M2 ersetzt. Die Hilfsrelais KA3 und KA4 werden nicht benötigt, da die Anzahl der Tests einer gegebenen Steuerungsvariablen in einem Programm keinen Beschränkungen unterliegt.
Bei steigender Flanke des internen Bits %M4, das jeden Montag (durch Testen der ersten vier Bits des Systemworts %SW50) auf 1 gesetzt wird, wird der Wochenzähler der Waschzyklen auf null gesetzt (Zähler %C0).
Der Zähler für die Gesamtzahl der Waschzyklen (internes Wort %MW0) wird bei
Erreichen des Werts 30001 automatisch auf 1 zurückgesetzt.
3/4
Lösung mit SPS TSX Nano 16 E/A 3
3.5
KOP-Programm
Es ergibt sich folgendes, übersetzbares KOP-Programm:
START_PB PROX_SEN
SCHED
_BLOCK_VAR
RUL
_SWITCH
GRL
_SWITCH
%I0.5
%I0.4
%I0.1
GANTRY_FOR
_LATCH_VAR
%I0.0
RUL
_SWITCH
%M3
%M2
STOP_PB
%I0.5
%I0.2
START_LATCH
%M0
IND_LAMP START_TIME_DELAY
IN
%TM0
Q
%Q0
START_TIME
_DELAY_Q
%TM0.Q
ROLL_DOWN
_VAR
ROLL_DOWN_TIME_DELAY
IN
%TM1
Q
%M1
START_LATCH
S
%M0
START_LATCH
R
%M0
IND_LAMP
%Q0
ROLL_DOWN
_VAR
%Q0
E
STOP_PB ROLL_DOWN
_VAR
ROLL_DOWN
_TIME_DELAY
ROLL_RAISE
%I0.2
GANTRY_FOR
_LATCH_VAR
%M1 %TM1.Q
%Q0.2
GRL
_SWITCH
RUL
_SWITCH ROLL_DOWN
%M2 %I0.5
STOP_PB MAN_RAISE
%I0.2
%I0.7
ROLL_DOWN
_VAR
ROLL_DOWN
_TIME_DELAY.Q
ROLL
_RAISE
%M1 %TM1.Q
%Q0.2
ROLL_DOWN
%Q0.1
ROLL_RAISE
%Q0.2
ROLL_ROTATE
%Q0.3
3/5
E
STOP_PB ROLL
_ROTATE
GANTRY_FOR
_LATCH_VAR
GFL
_SWITCH
GANTRY
_REV
%I0.2
%Q0.3
%M2 %I0.3
GFL_SWITCH
%Q0.5
STOP_PB ROLL
_ROTATE
%I0.3
GANTRY_FOR
_LATCH_VAR
GRL
_SWITCH
GANTRY
_FOR
%I0.2
STOP_PB
%Q0.3
MAN_RET
%M2 %I0.4
%Q0.4
%I0.2
START_LATCH
%I0.8
%TM0
SCHED
_BLOCK
CURRENT:
X0
SCHED
_BLOCK
CURRENT:
X1
SCHED
_BLOCK
CURRENT:
X2
SCHED
_BLOCK
CURRENT:
X3
%SW50:X0 %SW50:X1 %SW50:X2 %SW50:X3
MONDAY
_TEST_VAR
%M4
GANTRY_FOR
_LATCH_VAR
PULSE_VAR WEEKLY_COUNTER
%C0
R E
%M5
S
D
CU F
%M2
CD
MONDAY_TEST
_VAR
%M4
GANTRY_FOR_PULSE_VARI
_LATCH_VAR
%M2
MONDAY_TEST
_VAR
%M6
%M2
COMPARE
%MW0=30001
GANTRY
_FOR
%Q0.4
GANTRY_FOR
_LATCH_VAR
S
%M2
GANTRY_REV
%Q0.5
GANTRY_FOR
_LATCH_VAR
R
%M2
MONDAY
_TEST_VAR
%M4
PULSE_VAR
%M5
OPERATE
INC %MW0
PULSE_VARI
%M6
OPERATE
%MW0:=1
END
3/6
Lösung mit SPS TSX Nano 16 E/A 3
3.6
Konfiguration der Funktionsbausteine
Die Konfiguration der Funktionsbausteine für die Zeitgeber %TM0 und %TM1 und den
Zähler %C0 erfolgt über das Menü Konfiguration.
• Zeitgeber beim Starten des Waschzyklus %TM0
• Zeitgeber beim Senken der Bürste %TM1
• Wochenzähler der
Waschzyklen %C0
E
3.7
Programmierung des Kalenderbausteins
Die Konfiguration des Kalenderbausteins RTC0 erfolgt über das Menü Konfiguration.
Mit dieser Funktion werden die Öffnungszeiten der Waschanlage programmiert.
• Vom 2. Januar bis zum
31. Dezember,
• Montag, Dienstag, Mitwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag,
• von 8 Uhr bis 19:30 Uhr.
3/7
E
3/8
Anschließbare Geräte Inhalt
Register F
Kapitel
1 Geräte zum Anschluß an die PG-Schnittstelle
Technische Daten der PG-Schnittstelle
Allgemeines zur PG-Schnittstelle
TSX Nano-Master auf UNI-TELWAY
Timeout UNI-TELWAY (TSX 07 3l)
Bediengeräte XBT oder Bedienkonsolen CCX17
Von der TSX Nano (Server) unterstützte UNI-TE-Requests
2 Geräte zum Anschuß an den Erweiterungsanschluß 2/1
Technische Daten des Erweiterungsanschlusses MODBUS / JBUS2/1
MODBUS / JBUS auf Steuerung TSX Nano
2.2-2 Konfiguration der MODBUS-Verbindung
2.2-3 Von der TSX Nano unterstützte MODBUS-Requests
2.2-4 Verwaltung der Signallampe COM
2.2-5 Zugeordnete Systembits und -worte
F
Seite
___________________________________________________________________________
F/1
F
Anschließbare Geräte Inhalt
Register F
Kapitel
2.3-1 N interne Bits %Mi lesen
2.3-2 N interne Worte %MWi lesen
2.3-3 Internes Bit %Mi schreiben
2.3-4 Internes Wort %MWi schreiben
2.3-5 N interne Bits %Mi schreiben
2.3-6 N interne Worte %MWi schreiben
Requests zum Zugriff auf den UNITE-Server der TSX Nano
Seite
___________________________________________________________________________
F/2
1
1 Geräte zum Anschluß an die PG-Schnittstelle
1.1
Technische Daten der PG-Schnittstelle
• Technische Daten
Verbindungstyp
Protokoll
Steckertyp
Maximale Verbindungslänge
: RS485
: UNI-TE Format V2
(Format V1 für Steuerungen TSX Nano < V3.1).
Übertragungsgeschwindigkeit : 9600/19200 Bits/s
: Mini-DIN, 8 Stifte, Schnellverschluß
FTX117 : 10 m
UNITELWAY-Geräte : 10 m
ASCII-Geräte : 10 m
• Stiftbelegung des Steckers
1 D+
2 D-
3 Nicht benutzt
4 /DE
5 /DPT
6 Nicht benutzt
7 0 V
8 5 V
Das Signal /DPT ermöglicht die Auswahl der Betriebsart der PG-Schnittstelle:
/DPT = 1 Modus UNI-TELWAY-Master
/DPT = 0 Modus UNI-TELWAY-Slave oder ASCII-Modus.
Zur Auswahl des ASCII-Modus die Stifte 5 und 7 schalten.
F
Hinweis:
Es wird davon abgeraten, die Geräte (mit Ausnahme der Programmiergeräte) unter Spannung zu verbinden.
ASCII- und UNI-TELWAY-Geräte können nicht parallel eingesetzt werden. Zum Einsatz eines
Programmiergerätes (FTX117, usw.) muß ein ASCII-Gerät abgetrennt werden.
1/1
F
1.2
Allgemeines zur PG-Schnittstelle
Die PG-Schnittstelle der Steuerung TSX Nano kann in drei verschiedenen Modi betrieben werden:
• UNI-TELWAY-Master (TSX 07 2
●
, TSX 07 3
●
),
• UNI-TELWAY-Slave (nur TSX 07 3
●
),
• ASCII (TSX 07 2
●
, TSX 07 3
●
).
Die Betriebsart der PG-Schnittstelle wird über Softwarekonfiguration und die Auswertung des Signals /DPT (Stift Nr.5) des Mini-DIN-Steckers ausgewählt:
• Ist das Signal /DPT auf 1 (Stift Nr. 5 nicht angeschlossen), befindet sich die PG-
Schnittstelle im Modus UNI-TELWAY-Master.
• Ist das Signal /DPT auf 0 (Stift Nr. 5 mit Stift Nr. 7=0V verbunden), befindet sich die
PG-Schnittstelle im Modus ASCII oder UNI-TELWAY-Slave. Die Wahl erfolgt über
Softwarekonfiguration mit Hilfe der Programmierwerkzeuge PL707 und FTX 117
(Standardmodus: ASCII).
Der Zustand des Signals /DPT wird über das Systembit %S100 festgelegt.
Konfigurationsfenster:
1/2
Geräte zum Anschluß an die PG-Schnittstelle 1
1.3
TSX Nano im ASCII-Modus
Dieser Zeichenmodus, der auf der Steuerung TSX Nano vereinfacht zur Verfügung steht, ermöglicht das Senden (TSX 07 2
●
und TSX 07 3
●
) und/oder den Empfang (nur
TSX 07 3
●
) einer Zeichenkette an ein bzw. von einem einfachen Gerät (Drucker oder
Terminal) ohne Datenflußkontrolle.
Dieser Modus ist für den Einsatz in einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung bestimmt.
Die Konfiguration der PG-Schnittstelle kann für die Steuerung TSX 07 3
● geändert werden; dies erfolgt im Konfigurationsfenster der Steuerung.
• Typ: Halbduplex
• Geschwindigkeit: 1200, 2400, 4800, 9600, 19200 bd
• Format:
• Parität:
1 Startbit, 7 oder 8 Datenbits, 1 oder 2 Stoppbits
Gerade, ungerade, ohne.
Die Standardwerte sind fett angegeben; diese können für die Steuerungen TSX 07 2
● nicht geändert werden.
Fenster zur ASCII-Konfiguration:
Die Programmierung im ASCII-Modus erfolgt über die Anweisung EXCH sowie über den Funktionsbaustein zur Kontrolle des Austausches %MSG. Siehe Register B,
Abschnitt 3.4-6.
F
1/3
1.4
TSX Nano-Master auf UNI-TELWAY
Die SPS TSX Nano ist mit anderen UNI-TELWAY-Geräten wie Bediengeräten,
Identifikationsgeräten, Antriebsreglern, usw. kompatibel.
Dieser Abschnitt enthält allgemeine Richtlinien für den Anschluß an derartige Geräte
über den UNI-TELWAY-Bus. Spezifische Informationen sind den jeweiligen
Benutzerhandbüchern zu entnehmen.
Wenn die SPS TSX Nano die Master-Funktion bei einer UNI-TELWAY-Verbindung hat, steuert sie das Netzwerk über periodische Sendeaufrufe an die Slave-Geräte.
Architekturbeispiel
TSX Nano Master
Client Client/Server
F
Die SPS TSX Nano ist normalerweise ein UNI-TE-Server, kann jedoch auch als UNI-
TE-Client eingesetzt werden; dabei ist die Funktionalität der Steuerungen TSX 07 2
● begrenzt.
• Konfigurationen
Die meisten UNI-TELWAY-Geräte erfordern die Verwendung zweier Adressen. Die erste Adresse wird vom Anwender festgelegt (mit Hilfe von Mikrokontakten, usw.); die zweite ist im allgemeinen die physische Adresse +1. Die SPS TSX Nano kann mit einem PG und bis zu zwei zusätzlichen UNI-TELWAY-Geräten kommunizieren.
Verwendung der Adressen:
0 : TSX Nano (Master der Verbindung)
1 : PG (Handprogrammiergerät FTX117 oder PL7-07-Software)
2-3-5 : nur Client-Gerät (TSX 07 2
●
)
4 : Client- und/oder Server-Gerät (TSX 07 2
●
)
2-3-4-5 : Client- und/oder Server-Geräte (TSX 07 3
●
).
1/4
Geräte zum Anschluß an die PG-Schnittstelle 1
Übersicht der anschließbaren Geräte und ihre möglichen Adressen
Typ Bezug
Programmiergeräte
FTX117
PL7-07
1
Mögliche Adressen
2,3 4,5
Ja Nein Nein
Bediengeräte
Identifikationsgeräte
XBT-8
CCX17
XGS
Nein
Nein
Ja
Ja
Ja
Ja
Antriebsregler ATV Nein Ja(1) Ja
(1) Nur TSX Nano V3
Die Konfiguration der PG-Schnittstelle im Modus UNI-TELWAY-Master kann nicht geändert werden. Sie verwaltet 5 Adressen für Slave-Verbindungen entsprechend dem folgenden Übertragungsformat:
• Typ: Halbduplex
• Geschwindigkeit: 9600 Bd
• Format:
• Parität:
1 Startbit, 8 Datenbits, 1 Stoppbit ungerade.
Der Timeout kann im Konfigurationsfenster parametriert werden.
• TSX07 als UNI-TE-Server:
Die SPS TSX Nano antwortet auf Befehle, die von einem "Client" ausgelöst worden sind. Ein "Client" ist ein intelligentes Gerät, das die Initiative bei der Kommunikation mit der SPS TSX07 übernimmt. Es kann Daten der SPS TSX Nano lesen oder schreiben.
TSX Nano
Server
Request
F
Rückmeldung
Client Client
Adressierung
Die SPS TSX Nano ist Master der UNI-TELWAY-Verbindung (hat immer die Adresse 0).
• Sie fragt die Adressen 1 bis 5 zyklisch ab.
• Das PG (FTX117 oder PL707-Software) hat immer die Adresse 1.
• Im allgemeinen wird die Adresse eines UNI-TELWAY-Geräts über Mikrokontakte in einer Abzweigung oder über Anschlußkabel festgelegt.
1/5
Hinweise:
- Wenn eine SPS TSX Nano die Master-Funktion auf dem Bus hat, gibt es keine
Kommunikation zwischen Slave-Geräten.
- Die SPS TSX 07 2• kann kein UNI-TELWAY-Slave sein.
Alle Geräte auf dem Bus können den System-Server der TSX Nano unter Verwendung der Zieladresse 0.254.0 abfragen. Der UNITE-Server der SPS TSX Nano antwortet nur auf Frames, die an diese Adresse gerichtet sind. Nachrichten, die eine andere
Zieladresse enthalten, werden ignoriert.
• TSX07 als Client:
Die Steuerung TSX Nano setzt Befehle für den Server ab. Der Server ist ein intelligentes Gerät, das die von der TSX Nano gesendeten Befehle ausführt.
TSX Nano
Client
Rückmeldung
(TSX 07 2
●
)
Request
Server
F
Die SPS TSX 07 3• mit Master-Funktion kann mit Hilfe der EXCH-Anweisung
Requests an beliebige Slave-Adressen 1 bis 5 richten. Sie verwendet die Quelladresse
0.254.16.
Die SPS TSX 07 2• kann einen Request nur an die Slave-Adresse 4 richten (über die EXCH-Anweisung). Folglich können nur WRITE- und (unbestätigte)
UNSOLICITED-DATA-Requests verwendet werden. Sie verwendet die Quelladresse
0.254.10.
ACHTUNG:
Bei einer SPS TSX 07 3• als Client werden die verwendeten Daten (höherwertiges/ niederwertiges Byte) im Vergleich zur SPS TSX 07 2• umgekehrt. Die Applikationen, die mit Steuerungen TSX 07 2• ablaufen und in eine Steuerung TSX 07 3• geladen werden sollen, müssen daher bezüglich dieser Umkehrung modifiziert werden.
Die Programmierung im Modus UNI-TELWAY-Master erfolgt über die EXCH-Anweisung sowie über den Funktionsbaustein zur Kontrolle des Austausches %MSG. Siehe
Register B, Abschnitt 3.4-6.
1/6
Geräte zum Anschluß an die PG-Schnittstelle 1
1.5
TSX Nano-Slave auf UNI-TELWAY
Dieses Protokoll steht nur für die Steuerungen TSX Nano der Version 3 und höher zur
Verfügung (TSX 07 3
●
).
Es ermöglicht den gleichzeitigen Anschluß mehrerer Geräte (Steuerung, Programmiergerät, Bedienerkonsole, Antriebsregler, usw.) in einer Multipunkt-Verbindung.
Architekturbeispiel
Anders als im Master-Modus kann die Konfiguration der PG-Schnittstelle im Modus
UNI-TELWAY-Slave vom Anwender mit Hilfe der Programmierwerkzeuge PL7 07 oder
FTX 417 im Konfigurationsfenster der Steuerung geändert werden:
• Typ: Halbduplex
• Geschwindigkeit: 1200, 2400, 4800, 9600 oder 19200 bd
• Format:
• Timeout:
• Adresse:
• Parität:
1 Startbit, 7 oder 8 Datenbits, 1 oder 2 Stoppbits
30 bis 255 (siehe Abschnitt 1.6)
4 (1 bis 97) gerade, ungerade oder ohne.
Die Standardwerte sind fett angegeben.
Die Steuerung TSX Nano verwendet zwei aufeinanderfolgende logische Adressen:
• AD0: Basisadresse (die der Konfiguration), als Server-Adresse bezeichnet. Ein beliebiges Gerät (lokal oder dezentral) kann sich unter Verwendung von AD0 als
Zieladresse an den System-Server der TSX Nano wenden.
• AD1 = AD0 +1, als Client-Adresse bezeichnet. Mit dieser Adresse kann die
Steuerung TSX Nano mit Hilfe der EXCH-Anweisung einen Request an ein beliebiges anderes Gerät auf dem UNI-TELWAY-Bus (Master oder Slave) senden.
Siehe Register B, Abschnitt 3.4-6.
F
1/7
Die über das Konfigurationsfenster vorgenommene Modifizierung der Merkmale der
PG-Schnittstelle werden erst bei einer Netzwiederkehr oder Änderung des Signals /
DPT des Mini-DIN-Steckers (Trennung/Wiederanschluß des PG-Anschlusses) berücksichtigt.
F
1.6
Timeout UNI-TELWAY (TSX 07 3
●
)
Die Sicherungsschicht des Protokolls UNI-TELWAY (Master oder Slave) verwendet einen Timeout. Dieser Timeout entspricht der Dauer zum Senden einer Anzahl von
Zeichen auf der Leitung:
• TSX 07 3
●
: Standardwert von 30 Zeichen. Diese Dauer wird auf 125 Zeichen erhöht, wenn die SPS TSX Nano keine Applikation besitzt.
Am Ende des Sendens eines Frame definiert ein Gerät (Master oder Slave) einen
Timeout. Wenn vor Ablauf dieser Frist keine Quittierung eintrifft, ist der Austausch nicht quittiert. Der Sender wiederholt seinen Frame, sobald das Protokoll dies zuläßt.
Das Konfigurationsfenster der PG-Schnittstelle ermöglicht die Konfiguration eines
Timeout zwischen 30 und 8000 Zeichen.
Die Werte zwischen 30 und 250 entsprechen der gleichen Anzahl von Zeichen. Die
Werte zwischen 251 und 255 entsprechen folgenden Werten:
• 251 = 500 Zeichen
• 254 = 4000 Zeichen
• 252 = 1000 Zeichen
• 255 = 8000 Zeichen.
• 253 = 2000 Zeichen
Beim Einschalten oder bei Änderung des Signals /DPT wird der konfigurierte Wert in das niederwertige Byte des Systemworts %SW14 geladen (das höherwertige Byte wird nicht verwendet).
So kann der Wert des Timeout durch Schreiben des neuen Wertes in das Systemwort
%SW14 verfeinert werden. Dieser Wert wird am Ende des Steuerungszyklus berücksichtigt.
Die Erhöhung des Timeout ermöglicht den Anschluß der Steuerung TSX Nano an langsame Geräte, beispielsweise Modems.
Über das Systemwort %SW14 kann der Timeout bis auf 10 Zeichen herabgesetzt werden.
1/8
Geräte zum Anschluß an die PG-Schnittstelle 1
Wichtig:
Bestimmte Geräte, die über die UNI-TELWAY-Verbindung mit einer Steuerung TSX
Nano verbunden sind, benötigen aufgrund ihrer Antwortzeit (z.B.: Modem) eine
Parametrierung des Timeout auf den Wert 255 (ca. 8 sek. bei 9600 bd).
Dieser Wert macht jede weitere Kommunikation zwischen der TSX Nano und einem
PG, das die UNI-TELWAY-Verbindung mit den Standardparametern verwendet, unmöglich.
In diesem Fall ist es notwendig:
- unter DOS, Windows 3.1/95/98 oder mittels des Tools XWAY unter Windows NT den Wert des Parameters AUTOSPEED (0 anstatt 1) und die Anzahl der UNI-
TELWAY-Adressen (5 anstatt 3) in der Datei DUNTLW.001 zu ändern.
- den Wert des Timeout der UNI-TELWAY-Verbindung der Steuerung zu ändern,
- unter DOS, Windows 3.1/95/98 oder mittels des Tools XWAY unter Windows NT die Initialwerte in die Datei DUNTLW.001 zurückzuschreiben.
1/9
F
1.7
Bediengeräte XBT oder Bedienkonsolen CCX17
• Verbindung SPS
Das Bediengerät XBT oder die Bedienkonsole CCX17 wird mit dem Kabel XBT-Z968 an den PG-Anschluß der SPS TSX Nano angeschlossen.
Steuerung TSX Nano
F
Kabel XBT-Z968
• Technische Daten der Verbindung
- Verbindung RS485
- Protokoll UNI-TE
• Folgende Bediengeräte der Baureihe XBT können an den PG-Anschluß der
SPS TSX Nano angeschlossen werden:
- XBT-A8 •
- XBT-B8 •
- XBT-BB8 •
- XBT-C8 •
- XBT-K8 •
- XBT-M8 •
- XBT-A8 •
- XBT - H
- XBT - P
- XBT - E
• Folgende Bedienkonsolen der Baureihe CCX 17 können an den PG-Anschluß der SPS TSX Nano angeschlossen werden:
- TCCX 17 20 F - TCCX 17 20 L - TCCX 17 30 L
- TCCX 17 20 FW
- TCCX 17 20 FPS
- TCCX 17 20 LW
- TCCX 17 20 LPS
- TCCX 17 30 LW
- TCCX 17 30 LPS
• InbetriebnahmeBediengerät XBT
- Bediengerät XBT:
(siehe technische Dokumentation des betreffenden XBT-Modells)
- Datenaustausch TSX Nano / XBT
Das PL7-Programm sendet über folgende Funktionen Meldungen an das Bediengerät:
- Anweisung EXCH zur Übermittlung einer Meldung,
- Funktionsbaustein %MSG zur Steuerung des Datenaustauschs
(siehe Register B - Abschnitt 3.4-6: Senden von Daten und Überwachung des
Datenaustauschs).
• Anmerkungen
Vergleich der Variablensyntax XBT und SPS TSX Nano (1)
Variablentyp
Internes Bit
Internes Wort
(1) außer XBT - H/P/E
XBT-Syntax (1)
Bi
Wi
TSX Nano-Syntax
%Mi
%MWi
1/10
Geräte zum Anschluß an die PG-Schnittstelle 1
1.8
Von der TSX Nano (Server) unterstützte UNI-TE-Requests
Standard-Requests
Dienst Request Request Bestätigung Bedeutung
Daten
(lesen)
Daten
(schreiben)
Betriebsarten
Bit lesen
Wort lesen
Objekte lesen
Bit schreiben
Wort schreiben
Objekte schreiben
RUN
STOP
Hex.
Dez. Hex. Dez.
00 00 30
04 04 34
48
52
Ein Bit %Mi lesen.
Ein Wort %MW lesen.
36 54 66 102 Objekte lesen (%Mi, %Mi:L,
%Mwi, %Mwi:L).
10 16 FE 254 Ein Bit %Mi schreiben
14 20 FE 254 Ein Wort %MWi schreiben.
37 55 FE 254 Objekte schreiben (%Mi,
%Mi:L, %Mwi, %Mwi:L).
24 36 FE 254 Ein Gerät in RUN setzen.
25 37 FE 254 Ein Gerät in STOP setzen.
Spezielle Requests
Dienst
Daten
(lesen)
Daten
(schreiben)
Request Request Bestätigung Bedeutung
Hex. Dez. Hex. Dez.
Systembit lesen 01 01 31 49 Ein Bit %Si lesen
Konstantwort lesen 05 05 35 53 Ein Wort %KWi lesen
Systemwort lesen 06 06 36 54 Ein Systemwort %SWi lesen
2A 42 5A 90 Grafcet-Schritte %Xi lesen Grafcet-Schritte lesen
Systembit schreiben
11 17 FE 254 Ein Bit %Si schreiben
Ein Systemwort schreiben
15 21 FE 254 Ein Wort %SWi schreiben
F
1/11
F
1/12
2 Geräte zum Anschuß an den Erweiterungsanschluß
2.1
Technische Daten des Erweiterungsanschlusses MODBUS / JBUS
Über den Erweiterungsanschluß der Steuerung TSX 07 3
●
können weitere Steuerungen
TSX Nano als E/A-Erweiterungen (siehe Register A, Abschnitt 1.4) oder auch als
Steuerungserweiterungen (siehe Register A, Abschnitt 1.10) angeschossen werden.
Ab der Steuerung TSX 07 3
●
ist über diesen Erweiterungsanschluß eine Verbindung des Typs MODBUS-Slave möglich.
Technische Daten der MODBUS-Verbindung:
• Übertragungsschicht:
RS485 nicht isoliert, Länge auf 200 Meter begrenzt
• Sicherungsschicht:
Asynchrone Übertragung
Frame: ASCII (7 Bit) oder RTU (8 Bit)
Übertragungsgeschwindigkeit: 1200, 2400, 4800, 9600 oder 19200 Bit/s
Parität: Gerade, ungerade oder ohne
Anzahl der Stoppbits: 1 oder 2
Zeitintervall zwischen 2 gesendeten Zeichen: 3 (1 bis 127) Zeichen
• Physische Konfiguration:
28 Geräte max.
98 logische Adressen (1 bis 98)
• Dienste:
Bits: 128 Bit pro Request
Wörter: 120 Wörter zu 16 Bit pro Request
Sicherheit: ein Kontrollparameter (CRC16) auf jedem Frame (bei RTU).
Die Standardwerte sind fett angegeben.
Hinweis: Es wird davon abgeraten, die Geräte unter Spannung anzuschließen.
F
2/1
2.2
MODBUS / JBUS auf Steuerung TSX Nano
2.2-1 Allgemeines
Die angebotenen Dienste zum Datenaustausch (%Mi und %MWi) sind für MODBUS und JBUS gleich; daher ist eine Kommunikation zwischen MODBUS- und JBUS-
Geräten möglich.
Das Protokoll MODBUS / JBUS erlaubt den Austausch von Daten zwischen einem
Master und Slaves. Eine direkte Kommunikation zwischen Slave-Geräten ist ebensowenig möglich wie die Netzwerktransparenz.
MODBUS-Kommunikation im ASCII-Modus:
• Der Betrieb im ASCII-Modus ist zur Verbindung einfacher Geräte vorgesehen
(Bildschirme, usw.). Der Frame ist vollständig, aber doppelt so lang wie im RTU-
Modus.
Details eines ASCII-Frame:
Header(3A) Slave-Nr Funktionscode Daten
1 Byte 2 Byte 2 Byte 2n Byte
LRC
2 Byte
CR LF*
1 Byte 1 Byte
F
* Über das Systemwort %SW67 kann das Endebegrenzungszeichen (LF) parametriert werden. Bei einem Kaltstart wird es vom System auf 16#000A gesetzt.
Der Anwender kann dieses Systemwort per Programm oder Einstellung modifizieren, wenn der Modbus-Master ein anderes Endebegrenzungszeichen als 16#000A verwendet.
MODBUS-Kommunikation im RTU-Modus:
• Im RTU-Modus enthält ein Frame weder Header-noch Meldungsende-Byte:
Slave-Nr
1 Byte
Funktionscode
1 Byte
Daten n Byte
CRC16
2 Byte
2/2
Anschlußbeispiel
Durch Verkettung
Geräte zum Anschluß an den Erweiterungsanschluß
2
TSX SCP 114
TSX SCP CU 4030
TSX SCA 50 max. 200 m.
max. 28 Slave-Geräte
D (B)
D (A)
OVL
OVL
TSX SCA 50
TSX Nano
A B SG
F
2/3
2.2-2 Konfiguration der MODBUS-Verbindung
Die Konfiguration der Erweiterungsverbindung als MODBUS / JBUS-Verbindung erfolgt über das Menü Konfiguration von PL7 07 durch Auswahl der Option
Erweiterungsport.
Das folgende Dialogfenster wird angezeigt:
F
Im dynamischen Betrieb sind die Parameter (Geschwindigkeit und Format) nicht modifizierbar.
Es gibt keinen Mechanismus zur Anpassung der Geschwindigkeit einer Slave-
Steuerung TSX Nano entsprechend der Geschwindigkeit des Master.
Jede Modifizierung der Geschwindigkeit und des Protokollformats wird von der
Steuerung TSX Nano sofort nach Bestätigung des Konfigurationsfensters berücksichtigt.
Die Felder Erweiterung, E/A-Erweiterung, SPS2, SPS3 und SPS4 haben keine
Bedeutung, wenn das Protokoll MODBUS ausgewählt ist.
Zu weiteren Details siehe Register C, Abschnitt 5.19.
2/4
Geräte zum Anschluß an den Erweiterungsanschluß
2
2.2-3 Von der TSX Nano unterstützte MODBUS-Requests
Die Steuerung TSX Nano unterstützt die nachfolgend aufgeführten Requests; andere werden mit dem Ausnahmecode Funktion unbekannt: 01 zurückgewiesen.
Die Funktion MODBUS bearbeitet immer nur einen Request, denn im MODBUS-
Protokoll muß der Master die Antwort des Slave oder die Auslösung eines Timeout abwarten, bevor er ihm einen neuen Request schicken kann.
Standard-Requests:
• 01 / 02: n aufeinanderfolgende interne Bits lesen: Zugriff auf Bits %M0 bis %M127
• 05:
• 15:
Internes Bit schreiben: Zugriff auf Bits %M0 bis %M127 n aufeinanderfolgende interne Bits schreiben: Zugriff auf Bits %M0 bis
%M127
• 03 / 04: n aufeinanderfolgende Worte lesen: Zugriff auf Worte %MW0 bis %MW255
• 06: Internes Wort schreiben: Zugriff auf Worte %MW0 bis %MW255
• 16: n aufeinanderfolgende Worte schreiben: Zugriff auf Worte %MW0 bis
%MW255.
Diese Requests werden im Abschnitt 2.3 ausführlich beschrieben.
Requests zum Zugriff auf den UNITE-Server der Steuerung TSX Nano:
• 0F : Identifikation
• 4F : CPU lesen
• 24 : RUN
• 25 : STOP
• 33 : INIT
Diese Requests werden im Abschnitt 2.4 ausführlich beschrieben.
Ausnahmecodes:
Der Slave gibt einen Ausnahmecode zurück, wenn er den Request nicht bearbeiten kann.
Der Antwort-Frame enthält dann:
• Den empfangenen Funktionscode, erhöht um den Wert 16#0080
• Den Ausnahmecode, abhängig von der Art des Fehlers.
Die beiden folgenden Ausnahmecodes werden von der Steuerung TSX Nano bearbeitet:
• 01: Funktion unbekannt (Request von der TSX Nano nicht unterstützt)
• 03: Daten ungültig (Bit- oder Wortanzahl von der TSX Nano nicht generiert,
Schreiben eines Bits mit einem Wert ungleich 16#FF00 oder 16#0000, usw.).
F
2/5
F
2.2-4 Verwaltung der Signallampe COM
Am Ende der Übertragung einer Antwort auf einen Request, leuchtet die COM-
Signallampe der Steuerung TSX Nano für 50 ms.
Auf diese Weise wird ein Blinken der Signalleuchte erzielt, dessen Frequenz von den
Austauschvorgängen zwischen dem Master und der TSX Nano abhängt.
2.2-5 Zugeordnete Systembits und -worte
Beim Bearbeiten eines MODBUS-Requests setzt die Steuerung TSX Nano das
Systembit %S70 auf 1.
Dieses Bit kann vom Anwender ausgewertet werden. Das Zurücksetzen auf 0 ist
Aufgabe des Anwenders.
Über das Systemwort %SW67 kann das Endebegrenzungszeichen (LF) im ASCII-
Modus parametriert werden.
Bei einem Kaltstart wird es vom System auf den Wert 16#000A gesetzt.
Der Anwender kann es per Programm oder Einstellung modifizieren, wenn der Master ein anderes Endebegrenzungszeichen als 16#000A verwendet.
2/6
Geräte zum Anschluß an den Erweiterungsanschluß
2
2.3
Standard-Requests
Diese Requests ermöglichen den Austausch von MODBUS-Objekten über den Zugriff auf die Objekte %Mi und %MWi der Steuerung TSX Nano.
Nachfolgend sind diese Requests für den RTU-Modus erläutert. Im ASCII-Modus sind die Daten gleich, allerdings wird CRC 16 durch LRC ersetzt.
2.3-1 N interne Bits %Mi lesen
Funktion 01 oder 02
Frage:
Slave-
Nummer
1 Byte
Antwort:
1 oder 2
1 Byte
Nr. des 1. Bit
HW NW
2 Bytes
Bitanzahl
HW NW
2 Bytes
CRC 16
2 Bytes
Slave-
Nummer
1 oder 2
Anzahl gelesener Bytes
1 Byte 1 Byte 2 Bytes
Beispiel: %M3 von Slave 2 lesen
Frage 02 01
Wert
0003
••••••••
0001
Wert
CRC 16
CRC 16
2 Bytes
Antwort 02 01 01 xx CRC 16
00 wenn %M3 = 0
01 wenn %M3 = 1
F
2/7
F
2.3-2 N interne Worte %MWi lesen
Funktion 03 oder 04
Frage:
Slave-
Nummer
1 Byte
3 oder 4
Nr. d. 1. Worts
HW
Wortanzahl
NW HW NW
1 Byte 2 Bytes 2 Bytes
Antwort:
CRC 16
2 Bytes
Slave-
Nummer
1 Byte
3 oder 4
Anzahl gelesener Byte
1 Byte 1 Byte
Wert des 1. Worts
HW NW
2 Bytes
••••••••••••
Wert letztes Wort
HW NW
2 Bytes
CRC 16
2 Bytes
Beispiel: Worte %MW20 bis %MW24 von Slave 6 lesen
Frage 06 04 14 05 CRC 16
Antwort 06 04 0A xxxx •••••••••••• xxxx
Wert von %MW20
Wert von %MW24
CRC 16
2/8
Geräte zum Anschluß an den Erweiterungsanschluß
2
2.3-3 Internes Bit %Mi schreiben
Funktion 05
Frage:
Slave-
Nummer
5
Nr. des Bit
HW NW
Wert des Bit CRC 16
1 Byte 1 Byte 2 Bytes 2 Bytes 2 Bytes
Das Feld "Wert des Bit" kann genau einen von zwei möglichen Werten annehmen:
• Bit auf 0 = 0000,
• Bit auf 1 = FF00.
Antwort:
Slave-
Nummer
1 Byte
5
Nr. des Bit
HW NW
2 Bytes
Wert des Bit CRC 16
1 Byte 2 Bytes 2 Bytes
Beispiel: Wert 1 in das Bit %M3 von Slave 2 schreiben
Frage 02 05 03 FF00 CRC 16
Antwort 02 05 03 FF00 CRC 16
F
2/9
2.3-4 Internes Wort %MWi schreiben
Funktion 06
Frage:
Slave-
Nummer
1 Byte
Antwort:
6
1 Byte
Nr. des Worts Wert d. Worts
HW NW
2 Bytes
HW
2 Bytes
NW
CRC 16
2 Bytes
Slave-
Nummer
1 Byte
6
1 Byte
Nr. des Worts Wert d. Worts
HW
2 Bytes
NW HW
2 Bytes
NW
CRC 16
2 Bytes
Beispiel: Wert 16#3A15 in das Wort %MW12 von Slave 5 schreiben
Frage 05 06 0C 3A15 CRC 16
Antwort 05 06 0C 3A15 CRC 16
F
2.3-5 N interne Bits %Mi schreiben
Funktion 15
Frage:
Slave-
Nummer
0F
Adr. 1. zu schreib. Bit
Anzahl zu schreib. Bits
Byteanzahl
Wert der zu schreib. Bits
CRC 16
1 Byte
Antwort:
Slave-
Nummer
1 Byte
0F
2 Bytes 2 Bytes 1 Byte
Adresse
1. geschr. Bit
Anzahl geschrieb. Bits n Bytes
CRC 16
2 Bytes
1 Byte 1 Byte 2 Bytes 2 Bytes 2 Bytes
2/10
Geräte zum Anschluß an den Erweiterungsanschluß
2
2.3-6 N interne Worte %MWi schreiben
Funktion 16 (H'10')
Frage:
Slave-
Nummer
10
Nummer
1. Wort
Anzahl der Anzahl der
Wörter Bytes
Wert
1. Wort
•••••••••••• CRC 16
1 Byte 1 Byte 2 Bytes 2 Bytes 1 Byte 2 Bytes 2 Byte
Antwort:
Slave-
Nummer
10
Nummer
1. Wort
Anzahl der
Wörter
CRC 16
2 Bytes 2 Bytes 2 Bytes 1 Byte 1 Byte
Beispiel: Werte 1 und 2 in die Worte %MW16 und %MW17 von Slave 11 schreiben
Frage 0B 10 0010 0002 04 0001 0002 CRC 16
Antwort 0B 10 0010 0002 CRC 16
2.3-7 Berechnung von LRC
LRC: Hexadezimale Summe, Modulo FF, des Frame-Inhalts außer Header, mit
Zweierkomplement und in ASCII kodiert.
Frame-Beispiel
ASCII-Frame
3A 30 31 30 38 30 30 30 30 36 31 36 32 33 34 0D 0A
Entsprechender binärer Frame
01 08 00 00 61 62 4872
Berechnung von LRC
Hexadezimale Summe, Modulo FF, des Frame-Inhalts:
01 + 08 + 00 + 00 + 61 + 62 = CCH = 1100 1100
Einserkomplement:
Zuzüglich 1:
0011 0011
+ 1
0011 0100
Konvertierung in Hexadezimal 3 4
ASCII-Kodierung 33 34 LRC = 3334
F
2/11
2.3-8 Algorithmus des CRC 16
Hex FFFF -> CRC 16
CRC 16
⊕
Byte -> CRC 16 n = 0
CRC 16 nach rechts verschieben
Übertrag
CRC 16
⊕
POLY -> CRC 16
F n = n + 1 n > 7 nächstes Byte
Nachricht beendet
⊕
= Exklusiv-ODER n = Anzahl der Informationsbits
POLY = Berechnungspolynom von CRC 16 = 1010 0000 0000 0001
(Erzeugendes Polynom = 2 = x 2 = x 15 = x 16 )
Im CRC 16 wird zuerst das niederwertige Byte gesendet.
2/12
Ende
Geräte zum Anschluß an den Erweiterungsanschluß
2
2.4
Requests zum Zugriff auf den UNITE-Server der TSX Nano
Durch das Kopieren eines UNITE-Requests in einem MODBUS-Request kann ein
UNITE-Server angefordert werden, der üblicherweise den PG-Anschluß bedient.
Für diesen Mechanismus wird ein spezifischer Funktionscode verwendet: 65.
Funktionsprinzip:
Request MODBUS-Master an Slave
Funktionscode: 65 Request-Code Kategoriecode Daten
Antwort MODBUS-Slave an Master
Funktionscode: 65 Request-Code Antwortdaten
Der Kategoriecode ist immer 7.
Der UNITE-Antwortcode gibt das Ergebnis der vom Server ausgeführten Operation an.
Drei Fälle sind zu unterscheiden:
• Antwortcode des Request = Request-Code + 30 H: Die Operation ist vom Server ausgeführt worden, zusätzliche Informationen geben das Ergebnis der Operation genauer an.
• Positiver Antwortcode = 16#00FE: Die Operation ist korrekt abgelaufen, in der
Antwort werden keine zusätzlichen Informationen übertragen.
• Negativer Antwortcode = 16#00FD: Die Operation konnte vom Server nicht ausgeführt werden (Request unbekannt, Wert außerhalb des Grenzwerte, usw.).
F
2/13
2.4-1 Identifikation
Dieser Dienst liefert Informationen zur Identikation und Struktur des Geräts, die für den
UNITE-Server als Empfänger des Requests bestimmt ist.
Der Identifikations-Request liefert auch Basisinformationen zur Diagnose: Zustand der
Signallampen und Stati der Geräte und Module.
F
Request-Code: 0F
Antwortcode: 3F
Format der Rückmeldung: 27 Byte
• Typ Identifikation (Byte): Wert immer gleich H'FF'.
• Produktreihe (Byte): Dieser Parameter gibt an, zu welcher Produktreihe das Gerät gehört: H'0B' = TSX Nano.
• Version (Byte): Versionsnummer des Geräts, in zwei Halb-Byte codiert (BCD): H'30' für TSX07 30/31.
• ASCII-Kette (Zeichenkette): Gibt die Bestellnummer des Produkts an.
Bei der Steuerung TSX Nano besteht sie aus einem Byte Länge (H'10'), gefolgt vom folgenden ASCII-Text (16 Byte):
'TSX 07 3'
'1-' wenn Kalenderfunktion vorhanden, '0-' wenn Kalenderfunktion nicht vorhanden
'10 ' wenn 10 I/O, '16 ' wenn 16 I/O, '16AC' wenn 16 I/O AC, '24 ' wenn 24 I/O
H'20'
H'20'
• Zustand des Geräts (Byte): Wert immer gleich 0 bei der TSX Nano
• Zustand der Signallampen (Tabelle mit 8 Bit): Dieses Byte gibt den Zustand der 4
Signallampen der TSX Nano an:
RUN (Bits 0 und 1), DEF (Bits 2 und 3), I/O (Bits 4 und 5), COM (Bits 6 und 7).
Jede Signalleuchte ist mit 2 Bits kodiert:
00: Erloschen
01: Blinkt
10: Leuchtet
11: Ohne Bedeutung.
• Typ des Basismoduls (Byte): Wert gleich H'30' (Typ = CPU)
• Hersteller (Byte): Wert gleich H'09'
• Bestelldaten (Byte): Bezeichnet den Gerätetyp:
H'01': Modul 10 E/A
H'11': Modul 16 E/A
H'21': Modul 24 E/A
H'12': Modul 16 E/A AC
2/14
Geräte zum Anschluß an den Erweiterungsanschluß
2
Bit-Nr.
0
1
3
2
3
4
5
6
7
• Status des Basismoduls (Tabelle mit 8 Bits): Die Werte dieses Feldes entsprechen dem Standard konfigurierbarer Geräte. Ein Bit mit dem Wert 1 zeigt einen Fehler an.
Klasse
DEF-INT
DEF-EXT reserviert
MOD-At reserviert
DEF-CNF reserviert reserviert
Kommentar
1: Hardwarefehler TSX Nano
1: Fehler Geberversorgung
1: Modul im Selbsttest
1: Erweiterung konfiguriert aber nicht angeschlossen oder NOK
• Anzahl der Komponenten (Byte): Byte mit dem Wert 0, denn das Modul hat keine
Untermodule.
2.4-2 CPU lesen
Dieser Dienst gibt Auskunft über den Zustand des Prozessors der Steuerung TSX
Nano.
Request-Code: 4F
Antwortcode: 7F
Format der Rückmeldung (14 Byte):
• Erweiterung (Byte): Dieses Feld ist zum Senden einer Transaktionsnummer vorgesehen: nicht verwendet.
• Zustand der LEDs (Tabelle mit 8 Bits): Siehe Request Identifikation.
• Status SPS (Tabelle mit 8 Bits): Beschreibt den physischen Zustand der Steuerung:
Bit 0: RUN (1), STOP (0)
Bit 1: Applikation ausführbar (1)
Bit 2: Modul vorhanden (immer 1)
Bit 3: Forcierung läuft (1)
Bit 4: Reserviert: 0
Bit 5: Softwarefehler (1)
Bit 6: Reserviert: 0
Bit 7: Reserviert: 0
• Adresse des Reservierenden (Tabelle mit 6 Byte): Gibt die Netzwerkadresse der
Applikationseinheit an, die den Prozessor reserviert hat. Bei der Steuerung TSX
Nano ist dieser Wert für jedes Byte auf 16#00FF festgelegt, um zu signalisieren, daß keine Reservierung vorgenommen worden ist.
2/15
F
• Typ des Applikationsfehlers (Byte): Wert immer 0.
• Informationen zum Debug (Tabelle mit 8 Bits):
Bit 0: Zustand der Forcierung (1: Aktiv, 0: Keine Forcierung)
Bits 1 bis 7: Immer auf 0.
• Produktreihe (Byte): Dieser Parameter gibt an, zu welcher Produktreihe das Gerät gehört: H'0B' = Reihe TSX Nano.
• Informationen zur Applikation / Steuerung (Tabelle mit 8 Bits):
Bit 0: Applikation im RAM vorhanden (1)
Bit1: Programm im RAM mit Checksum OK (1)
Bit 2: Programm im RAM ausführbar (1)
Bit 3: Programm im RAM geschützt (1)
Bit 4: Programm im RAM unterscheidet sich vom Programm im EEPROM (1)
Bit 5: Applikation kompatibel mit Betriebssystem (1)
Bit 6: Kalenderfunktin vorhanden (1)
Bit 7: 0
• Information zum Backup (Tabelle mit 8 Bits):
Bit 0: Applikation vorhanden (1)
Bit 1: Checksum OK (1)
Bit 2: Applikation im EEPROM ausführbar (1)
Bit 3: Applikation im EEPROM geschützt (1)
Bit 4: Applikation im im Modus Selbstladen (1)
Bit 5: Applikation kompatibel mit Betriebssystem (1)
Bit 6: 0
Bit 7: 0
F
2.4-3 Request RUN
Request-Code: 24
Antwortcode: FE
Ergebnis negativ, wenn:
• Eingang RUN / STOP konfiguriert auf STOP
• Applikation nicht ausführbar
• Softwarefehler (Watchdog-Überlauf, Starten eines nicht vorhandenen G7-Schritts).
Das Senden dieses Requests an eine Steuerung TSX Nano, die sich bereits im RUN-
Betrieb befindet, wird nicht als Fehler angesehen.
2/16
Geräte zum Anschluß an den Erweiterungsanschluß
2
2.4-4 Request STOP
Request-Code: 25
Antwort-Code: FE
Negatives Ergebnis, wenn die Applikation im RAM nicht ausführbar ist.
Das Senden dieses Requests an eine Steuerung TSX Nano, die sich bereits im STOP-
Betrieb befindet, wird nicht als Fehler angesehen.
2.4-5 Request INIT
Request-Code: 33
Antwort-Code: 63
• Typ der Initialisierung (zu sendendes Byte): Muß immer 1 sein.
• Rückmeldung: Zeigt das Ergebnis der Initialisierungsoperation an:
00: Initialisierung OK
01: Typ der Initialisierung ungleich 1
F
2/17
F
2/18
2.5
Einschränkungen
Die Steuerung TSX Nano unterliegt im Slave-Modus auf einer MODBUS-Verbindung folgenden Einschränkungen:
• Übertragungsschicht: Nur RS485. Keine automatische Anpassung an die
Geschwindigkeit des Masters.
• Position des Schalters: Das MODBUS-Protokoll kann nur dann verwendet werden, wenn der Wahlschalter zur Kodierung der Steuerungsfunktion (wird nur beim
Einschalten gelesen) eine Verwendung der TSX Nano als Steuerung anzeigt
(Positionen 0, 5, 6 und 7).
• Protokoll: Nur Slave-Protokoll.
• Kommunikation zwischen Slave-Geräten: Die direkte Kommunikation zwischen
Slave-Geräten ist nicht möglich. Sie kann nur über das Applikationsprogramm des
Masters erfolgen.
• Der dynamische Übergang vom ASCII- in den RTU-Modus ist nicht möglich.
Anhang Inhalt
Register G
Kapitel
Seite
AWL-Anweisungen mit KOP-Äquivalent 1/1
Menüoptionen in Funktions- und Anweisungsleisten
A.2-1 Menüoptionen des Konfigurationseditors
A.2-2 Optionen des Menüs Tools im Symboleditor
A.2-3 Optionen der Anweisungsleiste im KOP-Editor
A.2-3.1 Optionen der Erweiterten KOP-Palette
A.2-4 Optionen des Menüs Tools im KOP-Editor
A.2-5 Optionen des Menüs Tools in der KOP-Anzeige
A.2-6 Optionen der Anweisungsleiste im AWL-Editor
A.2-7 Optionen des Menüs Tools im Dateneditor
A.2-8 Optionen des Menüs Bearbeiten
A.4-1 Erstmalige Eingabe eines Paßworts
A.4-3 Wechsel von der Operator- zur Supervisor-Ebene
A.4-5 Paßwortschutz für Dateien, die in ein FTX 117 transferiert wurden
Ausführungszeiten und Speicherbelegung der Anweisungen 1/15
Import und Export von ASCII-Programmdateien und
Transfer von Applikationen zwischen dem PC und dem
A.7-1 Applikationsdateien 1/22
___________________________________________________________________________
G/1
G
Anhang Inhalt
Register G
Kapitel Seite
Fehlersuche bei Installationsproblemen
A.8-1 Installation der PL7-07-Software auf einem
A.8-2 Probleme beim Installieren der Software
A.8-3 Probleme mit dem COM-Anschluß während der Installation1/27
A.8-4 Kommunikationsfehler beim Verbinden von PC und SPS 1/27
Ausführen von PL7-07 unter Windows
A.9-1 Ausführen von PL7-07 unter Windows 3.1
A.9-2 Ausführen von PL7-07 unter Windows 95/98/NT
A.10 Beispiel für das Vorpositionieren von Grafcet-Schritten
A.11 Schritten zugeordnete Aktionen
A.12 Stichwortverzeichnis 1/34
G
___________________________________________________________________________
G/2
Anhang
A.1
AWL-Anweisungen mit KOP-Äquivalent
LIST Instruction
LD, LDN, LDR, LDF
ST, STN, R, S
AND, ANDN, ANDR, ANDF
OR, ORN, ORR, ORF
LADDER Equivalent
P N
P
R
P N
S
N
Description
Load
Store
Logical Bit 'AND'
Logical Bit 'OR'
AND(, OR( (nest 8 levels) Parentheses
XOR, XORN, XORR, XORF
XOR XORN XORR XORF
Exclusive 'OR'
N Not Reversible Logical 'NOT'
END, ENDC, ENDCN
ENDCN is not reversible
%Li
JMP, JMPC, JMPCN
JMPCN is not reversible
SRn
RET
MCR, MCS
NOP
END
%Li
MCR
RET
END
End of Program
SRi
%Li
Label Definition
Jump to Label
0< i <16
Subroutine Call
MCS
Not Reversible
Return
Master Control
Relay
No Operation
G
A.2
Menüoptionen in Funktions- und Anweisungsleisten
In den nachfolgenden Tabellen bezieht sich Tasten auf die Tasten, mit denen die
Menüs durchschritten werden können. Mit den Schnelltasten können die gewünschten
Funktionen ohne Aufruf des Menüs aktiviert werden.
A/1
G
A.2-1 Menüoptionen des Konfigurationseditors
Schaltfläche
Keine
Beschreibung
Applikationsname
Zeitgeber
Zähler
Konstanten
LIFO/FIFO-Register
Drums
Schneller Zaehler
%PLS/%PWM
Eingangsfilter
Impulsmerker-Eingang
RUN/STOP-Eingänge
Ausgang Sicherheit
Abtastmodus
PG-Anschluß
Erweiterungsport
Kalender
SPS-Version ändern
Bearbeiten
Konfiguration bestätigen
Konfiguration abbrechen
A/2
Alt + C, I
Alt + C, A
Alt + C, U
Alt + C, L
Alt + C, M
Alt + C, I
Alt + C, X
Alt + C, S
Alt + C, H
Alt + T, D
Alt + T, L
Alt + T, C
Tasten
Alt + C, N
Alt + C, T
Alt + C, C
Alt + C, O
Alt + C, R
Alt + C, D
Alt + C, F
Alt + C, P
Keine
Keine
Keine
Keine
Keine
Keine
Keine
Keine
Keine
Keine
Keine
Keine
Schnelltasten
Keine
Keine
Keine
Keine
Keine
Keine
Keine
Keine
Anhang
Hilfe Keine
A.2-2 Optionen des Menüs Tools im Symboleditor
Schaltfläche Beschreibung Tasten
Einfügen
Löschen
Nach Variablen sortieren
Nach Symbolen sortieren
Suchen
Alt + T, I
Alt + T, D
Alt + T, A
Alt + T, S
Alt + E, F
F1
A.2-3 Optionen der Anweisungsleiste im KOP-Editor
Schaltfläche Beschreibung Tasten
Hilfetextfenster
Arbeitskontakt
Ruhekontakt
Kontakt mit steigender Flanke
Kontakt mit fallender Flanke
Horizontale Verbindung
Vertikale Verbindung
Vertikale Verbindung löschen F8
Horizontale Verbindung einfügen F9
F1
F2
F3
F4
F5
F6
F7
Vergleichsbaustein
Zuweisung
Zuweisung negiert
Keiner
Keiner
Keiner
Keiner
F10 B.3.1-5
Umschalttaste + F2 B.2.1-4
Umschalttaste + F3 B.2.1-4
Verweis
Keiner
B.2.1-3
B.2.1-3
B.2.1-3
B.2.1-3
Schnelltasten
Einfg
Entf
Keine
Keine
Strg+ F
A/3
G
G
Schaltfläche
XOR
XORN
XORR
XORF
OPEN
SHORT
%Ri
%SBRi
%DRi
A.2-3 Optionen der Anweisungsleiste im KOP-Editor (Fortsetzung)
Schaltfläche Beschreibung
Rücksetzen
Setzen
Programmsprung oder
Unterprogrammaufruf
Operate-Baustein
Funktionsbaustein Zeitgeber
Funktionsbaustein Zähler
Tasten Verweis
Umschalttaste + F4 B.2.1-4
Umschalttaste + F5 B.2.1-4
Umschalttaste + F6 B.2.4-3, B.2.4-4
Umschalttaste + F7 B.3.1-3 - .1-9
Umschalttaste + F8 B.2.2-3
Umschalttaste + F9 B.2.2-4
Erweiterte KOP-Palette
A.2-3.1 Optionen der Erweiterten KOP-Palette
Umschalttaste + F10 Keiner
%SCi
%FC
%PLS
Beschreibung
Exklusives ODER
Exklusives ODER (Negation)
Exk. ODER (steigende Flanke)
Tasten
Alt + X
Alt + O
Alt + R
Exklusives ODER (fallende Flanke) Alt + F
Geöffneter Kontakt Alt + P
Geschlossener Kontakt Alt + H
Fkt.baustein LIFO/FIFO-Register Alt + G
Fkt.baustein Bitschieberegister
Funktionsbaustein
Schritt-für-Schritt-Verarbeitung
Alt + B
Alt + U
Funktionsbaustein Schrittzähler
Fkt.baustein Schneller Zähler
Fkt.baustein Impulsgenerator
Alt + N
Alt + A
Alt + L
Verweis
B.2.1-7
B.2.1-7
B.2.1-7
B.2.1-7
Keiner
Keiner
B.2.2-5
B.3.4-7
B.2.2-6
B.3.4-8
B.3.4-5
B.3.4-4
A/4
Anhang
A.2-3.1
Schaltfläche
%PWM
%MSG
RET
END
MCS
MCR
-( # )-
-( #i )-
-( #D )-
Optionen der Erweiterten KOP-Palette (Fortsetzung)
Beschreibung
Pulsbreitenmodulation
Tasten
Alt + W
Baustein zur Überwachung des Alt + K
Datenaustausch
Rückkehr aus Unterprogramm
Unbedingtes Programmende
Start Hauptrelais
Hauptrelais
Alt + T
Alt + E
Alt + S
Alt + M
Deaktivierung des aktuellen Schritts Keine ohne Aktivierung eines anderen Schritts
Aktivierung des Schritts i
Deaktivierung des aktuellen Schritts
Keine
Deaktivierung des aktuellen Schritts Keine und des angegebenen Schritts i
Verweis
B.3.4-3
B.3.4-6
B.2.4-4
B.2.4-1
B.2.4-5
B.2.4-5
B.2.3-1
B.2.3-1
B.2.3-1
A.2-4 Optionen des Menüs Tools im KOP-Editor
Schaltfläche
Keine
Beschreibung
Programm bestätigen
Programmblock bestätigen
Programmblock annullieren
Neuer Programmblock
Programmblock löschen
Vorheriger Programmblock
Tasten
Alt + T, V
Alt + T, R
Alt + T, C
Alt + T, N
Alt + T, L
Alt + T, P
Nächster Programmblock
Raster ein-/ausblenden
Alt + T, X
Alt + T, G
Schnelltasten
Keine
Strg + Eingabetaste
Keine
Strg + A
Keine
Strg + Pfeil-nachoben-Taste
Strg + Pfeil-nachunten-Taste
Keine
G
A/5
A.2-5 Optionen des Menüs Tools in der KOP-Anzeige
Schaltfläche Beschreibung Tasten
Keine Programm bestätigen Alt + T, V
Keine
Programmblock einfügen
Anweisung einfügen
Akt. Progr.block bearbeiten
Akt. Progr.block löschen
Symbole anzeigen
Variablen anzeigen
1 Zeile Variable oder Symbol
3 Zeilen Variable oder Symbol
3 Zeilen Variable und Symbol
Progr.block-Titel ein/aus
Alt + T, 1
Alt + T, 3
Alt + T, N
Alt + T, H
Raster ein-/ausblenden
KOP/AWL ein-/ausblenden
Alt + T, G
Alt + T, B
Programm in KOP-Format anzeigen Alt + T, O
Grafcet-Schrittabelle Alt + T, A
Alt + T, R
Alt + T, L
Alt + T, E
Alt + T, F
Alt + T, S
Alt + T, A
G
A.2-6 Optionen der Anweisungsleiste im AWL-Editor
Schaltfläche Beschreibung Tasten
Hilfe
Laden
Zuweisung
F1
F2
F3
A/6
Keine
Keine
Keine
Keine
Schnelltasten
Keine
Einfg-Taste
Strg + Einfg-Taste
Strg + E
Strg + D
Strg + F2
Strg + F3
Keine
Keine
Keine
Strg + H
Verweis
Keiner
B.2.1-3
B.2.1-4
Anhang
A.2-6 Optionen der Anweisungsleiste im AWL-Editor (Fortsetzung)
Schaltfläche Beschreibung
UND
ODER F5
Exklusives ODER F6
Eingang (oder Anweis.) "Einlesen" F7
Tasten
F4
Stapelspeicher schreiben
Beginn Funktionsbaustein
Unterprogrammaufruf oder -vereinbarung
Programmsprung
Eingangsbit Modul 0
Ausgangsbit Modul 0
Internes Bit
Systembit
Variable Zeitgeber
Stapelspeicher lesen
F8
F9
F10
Umschalttaste + F1
Umschalttaste + F2
Umschalttaste + F3
Umschalttaste + F4
Umschalttaste + F5
Umschalttaste + F7
Umschalttaste + F8
B.2.1-10
B.2.2-2
B.2.4-4
B.2.4-3
B.3.1-2
B.3.1-2
B.3.1-2
B.3.1-2
B.2.2-3
B.2.1-10
Bausteinausgänge verdrahten Umschalttaste + F9 B.2.2-2
Rücksprung aus Unterprogramm Umschalttaste + F10 B.2.4-4
Label
Eingangswort
Ausgangswort
Alt + F1
Alt + F2
Alt + F3
B.2.4-3
B.3.1-1
B.3.1-1
Verweis
B.2.1-5
B.2.1-6
B.2.1-7
B.2.2-5
A/7
G
G
A.2-6 Optionen der Anweisungsliste im AWL-Editor (Fortsetzung)
Schaltfläche Beschreibung
Internes Wort
Systemwort
Konstantwort
Zähler
Stapelspeicher abräumen
Ende Funktionsbaustein
Programmende
Tasten
Alt + F4
Alt + F5
Alt + F6
Alt + F7
Alt + F8
Alt + F9
Alt + F10
Verweis
B.3.1-1
B.3.1-1
B.3.1-1
B.2.2-4
B.2.1-10
B.2.2-2
B.2.4-1
A.2-7 Optionen des Menüs Tools im Dateneditor
Schaltfläche
Keine
Beschreibung
Programm bestätigen
Einfügen
Löschen
Vorherige Variable hinzufügen
Tasten
Alt + T, V
Alt + T, I
Alt + T, D
Alt + T, P
Nächste Variable hinzufügen
Forcieren auf 1
Forcieren auf 0
Forcierungen löschen
Forcierungen überall löschen
Verwendete Werte lesen
Alt + T, N
Alt + T, 1
Alt + T, 0
Alt + T, C
Alt + T, L
Alt + T, R
Schnelltasten
Keine
Einfg-Taste
Entf-Taste
Strg + Pfeil-nachoben-Taste
Strg + Pfeil-nachunten-Taste
Keine
Keine
Keine
Keine
Keine
A/8
Anhang
A.2-7 Optionen des Menüs Tools im Dateneditor (Fortsetzung)
Schaltfläche
Keine
Keine
Keine
Beschreibung
Verwendete Werte schreiben
Datenwerte schreiben
Datenseite öffnen
Datenseite speichern
Datenseite speichern unter
Hilfe
Zahlenformat umschalten
Animation ein/aus
Tasten
Alt + T, W
Alt + T, G
Alt + T, O
Alt + T, D
Alt + T, S
Keine
Keine
Keine
Schnelltasten
Keine
Keine
Keine
Keine
Keine
F1
Keine
Keine
A.2-8 Optionen des Menüs Bearbeiten
Optionen im Menü Bearbeiten
Rückgaengig
Ausschneiden
Kopieren
Einfügen
Suchen
Ersetzen
Tasten
Alt + E, U
Alt + E, C
Alt + E, O
Alt + E, P
Alt + E, F
Alt + E, R
Schnelltasten
Strg + Z
Strg + X
Strg + C
Strg + V
Strg + F
Strg + R
G
A/9
G
Variablentyp
Zähler
%Ci.P
%Ci.V
%Ci.E
%Ci.D
%Ci.F
Schrittschaltwerke
%DRi.S
%DRi.F
Schneller Zähler
%FC.P
%FC.V
%FC.S0
%FC.S1
%FC.TH0
%FC.TH1
%FC.F
Grafcet-Schritt-Bits
Eingangsbits
Eingangsworte
A/10
A.3
Variablen der PL7-07-Software
Beschreibung
(%C0-%C15)
Vorwahlwert
Aktueller Wert
Ausgang Überlauf (leer)
Ausgang Vorwahlwert erreicht
Ausgang Überlauf (voll)
(%DR0-%DR3)
Laufende Schrittnummer
Lesen/Schreiben/Forcieren
L
L
L
L
L
L,S (2)
L,S
Ausgang (voll)
%FC
Vorwahlwert
Aktueller Wert
Schwellwert S0
Schwellwert S1
Ausgang Schwelle 0
Ausgang Schwelle 1
L,S (2)
L,S
L,S
L,S
L
L
Ausgang Überlauf
(%X1-%X62)
(%I0.0-%I0.13 und %I1.0-%I1.13)
(%IWj.0-%IWj.1 wobei j=0,1,2,3,4)
L
L
L,F (3)
L,S
Anhang
A.3
Variablen der PL7-07-Software (Fortsetzung)
Variablentyp
Konstantworte
LIFO/FIFO-Register
%Ri.O
%Ri.I I
%Ri.E
%Ri.F
Speicherbits
Speicherworte
Meldung
%MSG.E
%MSG.D
Impulsgenerator
%PLS.P
%PLS.N
%PLS.Q
%PLS.D
Pulsbreitenmodulation
%PWM.P
%PWM.R
Ausgangsbits
Beschreibung
(%KW0-%KW63)
(%R0-%R3)
Ausgangswort
Eingangswort
Register leer
Register voll
(%M0-%M127)
(%MW0-%MW255)
(%MSG)
Ausgang Störung
Ausgang Verbindung verfügbar
(%PLS)
Vorwahlwert
Pulszahl
Ausgang Impulsgenerierung aktiv
Ausgang Impulsgenerierung beendet
(%PWM)
Vorwahl der Periode
Tastverhältnis
(%Q0.0-%Q0.9 und %Q1.0-%Q1.9)
Lesen/Schreiben/Forcieren
L
L
L,S
L
L
L,S
L,S
L
L
L,S (2)
L,S
L
L
L,S
L,S
L,S,F (3)
A/11
G
A.3
Variablen der PL7-07-Software (Fortsetzung)
Variablentyp
Ausgangsworte
Systembits
Bitschieberegister
Schrittzähler
Systemworte
Zeitgeber
%TMi.V
Beschreibung Lesen/Schreiben/Forcieren
(%QWj.0-%QWj.1 wobei j=0,1,2,3,4) L,S
(%S0-%S127)
(%SBRi.0-%SBRi.15, wobei i=0-7)
L,S (1)
L
(%SCi.0-%SCi.255, wobei i=0-7)L
(%SW0-%SW127)
(%TM0-%TM31)
Aktueller Wert
L,S (1)
L
G
%TMi.P
Vorwahlwert L,S (2)
%TMi.Q
Ausgang Timer-Ende L
(1) Einige Bits und Systemworte können nicht geschrieben werden. Der Anwender wird im AWL-/KOP-Editor nicht ausdrücklich darauf hingewiesen. Der Schreibzugriff auf diese Bits oder Worte hat für die SPS keine Auswirkungen.
(2) Diese Variablen können geschrieben werden, wenn in der Konfiguration die Option
Einstellen ausgewählt ist. Wenn die Option Einstellen nicht ausgewählt ist, zeigt der Dateneditor beim Schreibzugriff die Meldung "SPS-Funktion nicht verfuegbar" an.
(3) Die Programmierwerkzeuge lassen die Forcierung des Eingangs Run/Stop oder des Ausgangs Sicherheit zu. Der Eingang bzw. Ausgang ist dann als forciert gekennzeichnet, aber die Forcierung wird von der Steuerung nicht berücksichtigt.
Hinweis:
Bei allen Variablen, die nicht geschrieben werden können, zeigt der Dateneditor eine
Warnmeldung an.
A/12
Anhang
A.4
Sicherheitsfunktionen
Zu den Sicherheitsfunktionen der PL7-07-Software gehören ein Paßwortschutz, der das unbefugte Ändern von Applikationen verhindert, sowie die Möglichkeit, die
Sicherheitsebene zu wechseln. Mit der Definition eines Paßworts wird der Zugriff auf eine Applikation durch das Erstellen der beiden folgenden Sicherheitsebenen beschränkt.
• Supervisor-Ebene: Auf dieser Ebene kann jeder Teil der Applikation geändert werden.
• Operator-Ebene: Auf dieser Ebene können Symbole und Datenseiten, aber weder das Applikationsprogramm noch die Konfigurationsdaten geändert werden. Eine paßwortgeschützte Applikation wird standardmäßig auf der Operator-Ebene geöffnet.
A.4-1 Erstmalige Eingabe eines Paßworts
1. Die Applikation, die durch ein Paßwort geschützt werden soll, öffnen.
2. Die Option Sicherheit aus dem Menü Datei auswählen. Aus dem Untermenü die
Option Passwort aendern auswählen. Das Dialogfenster PASSWORT AENDERN wird angezeigt.
3. Im Feld Altes Passwort eingeben nichts eingeben. Im Feld Neues Passwort
eingeben ein Paßwort mit 1 bis 8 Zeichen eingeben.
4. Im Feld Neues Passwort bestaetigen dasselbe Paßwort eingeben.
5. OK auswählen, um das Paßwort festzulegen. In der Titelleiste der Applikation wird
"Supervisor-Ebene" angezeigt.
Abbrechen auswählen, um das Dialogfenster zu schließen, ohne das Paßwort festzulegen.
6. Das Paßwort wird nach dem Speichern der Applikation wirksam.
A.4-2 Ändern eines Paßworts
1. Die Option Sicherheit aus dem Menü Datei auswählen. Die Option Passwort
aendern aus dem Untermenü auswählen. Das Dialogfenster PASSWORT
AENDERN wird angezeigt.
2. Im Feld Altes Passwort eingeben das alte Paßwort eingeben. Im Feld Neues
Passwort eingeben ein neues Paßwort mit 1 bis 8 Zeichen eingeben.
3. Im Feld Neues Passwort bestaetigen dasselbe Paßwort eingeben.
4. OK auswählen, um das neue Paßwort festzulegen. Abbrechen auswählen, um das Dialogfenster zu schließen, ohne das Paßwort zu ändern.
5. Das Paßwort wird nach dem Speichern der Applikation wirksam.
A/13
G
A.4-3 Wechsel von der Operator- zur Supervisor-Ebene
1. Die Option Sicherheit aus dem Menü Datei auswählen. Die Option Supervisor-
Ebene aus dem Untermenü auswählen. Das Dialogfenster SICHERHEIT wird angezeigt.
G
2. Das Paßwort eingeben. OK auswählen, um zur Supervisor-Ebene zu wechseln.
Abbrechen auswählen, um zur Operator-Ebene zurückzukehren.
A.4-4 Aufheben eines Paßworts
1. Zum Aufheben eines Paßworts die Option Sicherheit aus dem Menü Datei auswählen. Die Option Passwort aendern aus dem Untermenü auswählen.
2. Im Dialogfenster PASSWORT AENDERN das aktuelle Paßwort im Feld Altes
Passwort eingeben eingeben.
3. In die Felder Neues Passwort eingeben und Neues Passwort bestaetigen nichts eingeben.
4. OK auswählen, um das Paßwort aufzuheben. Abbrechen auswählen, um zur
Applikation zurückzukehren und das Paßwort beizubehalten.
A.4-5 Paßwortschutz für Dateien, die in ein FTX 117 transferiert wurden
Auf dem Programmiergerät FTX 117 können nur die alphabetischen Zeichen A bis F eingegeben werden. Wurde eine Datei, deren Paßwort andere als die Zeichen A bis
F enthält, vom PC zum PG FTX 117 transferiert, kann für diese Datei kein Paßwort eingegeben werden. Folglich kann diese Datei nicht über das PG FTX geändert werden.
A/14
Anhang
A.5
Ausführungszeiten und Speicherbelegung der Anweisungen
Die Zeitwerte werden in
µ s wiedergegeben.
Die Größe ist in Byte wiedergegeben.
LD, LDN
LDR, LDF
AND, ANDN
ANDR,ANDF
AND(, AND(N
AND(R,AND(F
OR, ORN
ORR, ORF
OR(, OR(N
OR(R, OR(F
XOR,XORN
XORR,XORF
ST, STN (2)
S,R (2)
N
)
MPS
MRD
MPP
Boolesche Anweisungen
A nweisung
%I,%Q
Zeit
0,2
0,5
0,2
0,8
6,3
7
0,4
0,8
6,3
6,7
0,2
0,8
0,2 (0,8)
0,8 (1,2)
0,6
15
0,6
0,2
0,2
8
4
2
2
4
4
10
2
4
2
4
8
10
Größe
2
4
2
4
8
2
Mit Bitoperanden
%M, %S, %X, 0/1, %MWi:Xi... (1)
Zeit
0,4
_
0,6
_
7
_
0,7
_
6,6
_
0,6
_
0,9 (1,5)
1,5 (1,8)
Größe
4
_
4
_
10
_
4
_
10
_
4
_
4
6
Diese Zeitwerte müssen mit 3 multipliziert werden, wenn sich die Anweisungen nach
Programmzeile 099 im Programm befinden.
(1) Bei den Wortbits %MW16 bis %MW255 oder bei allen anderen Arten (%KWi:Xj,
%SWi:Xj) werden diese Zeiten mit 1,5 multipliziert, und zu den Speichergrößen werden 2 Bytes hinzugefügt.
(2) Die in Klammern angegebenen Zeitwerte entsprechen den Ausführungszeiten von
Anweisungen, wenn eine Applikation unter Verwendung der Anweisungen MCS/
MCR initialisiert wurde.
Hinweis: Die Wahl der Verwendung der Masterrelaisanweisungen erfolgt beim
Löschen des Applikationsspeichers (siehe Handbuch des PG FTX 117, Register
C, Abschnitt 4.6 oder PL7-07-Handbuch, Register C, Abschnitt 5.21).
G
A/15
G
Funktionsbausteinanweisung (bei übersetzbarer Programmierung)
Anweisung Ausführungszeit (in
µµµµµ s) Speicherbelegung (in Bytes)
BLK %TMi
BLK %Ci
BLK %Ri
8
8
8
4
4
4
8
8
4
4
I
CD
O
U
S
BLK %SBRi
BLK %SCi
BLK %DRi
BLK %FC
BLK %MSG
BLK %PMW
BLK %PLS
OUT_BLK
END_BLK
IN
R
CU
8
8
8
8
200
180
1,2
0,6
0,7
0,7
1
1
0,7
4
4
2
4
4
4
4
4
2
4
4
4
4
Funktionsbausteinanweisung (bei nicht übersetzbarer Programmierung)
Anweisung
IN %TMi
Ausführungszeit (in
µµµµµ s)
48
Speicherbelegung (in Bytes)
4
CD %Ci (CU %Ci)
S %Ci
R %Ci
U %DRi
R %DRi
46
49
47
LD %SCi.j
9
CD %SCi (CU %SCi) 38
ST %SCi.j
10
R %SCi
BLK %PMW
36
42
BLK %PLS 53
CD %SBRi (CU %SBRi) 39
R %SBRi
I %Ri (O %Ri)
R %Ri
IN %PWM
IN %PLS
S %PLS
R %PLS
IN %FC
S %FC
READ
EXCH
R %MSG
37
49
48
36
46
42
58
43
69
9,8
160 - 700
25
4
4
4
4
4
4
4
4
4
6
8
4
4
4
4
4
6
4
6
4
4
4
A/16
Anhang
Anweisung
AND
OR
XOR
NOT
SHL
SHR
ROL
ROR
BTI
ITB
-
:=
+
/
*
REM
INC
DEC
SQRT
Numerische Anweisungen
34
35
35
40
40
49
28
28
37
37
37
29
34
Ausführungszeit (in
µµµµµ s)
29,5
34
38
49
48
80
Speicherbelegung (in Bytes)
8
8
10
10
10
12
12
12
8
10
10
12
12
12
12
12
6
6
8
Vergleichsanweisungen
Anweisung
LD[Wort1 Vergl Wort2]
Ausführungszeit (in
µµµµµ s)
18
AND[Wort1 Vergl Wort2] 19
AND([Wort1 Vergl Wort2] 24
OR[Wort1 Vergl Wort2] 21
OR([Wort1 Vergl Wort2] 25
Vergl: Vergleichsoperationen =>,<=,<>,=,>=,>
Speicherbelegung (in Bytes)
8
10
14
10
14
Grafcet-Anweisungen
Ausführungszeit (in
µµµµµ s) Anweisung
=*= i
#
#i
#Di
=*=POST
-*- i
6
4
6
4
4
Speicherbelegung (in Bytes)
4
G
A/17
G
A/18
Programmanweisungen
Anweisung
END
ENDC, ENDCN
SR
RET
NOP
JMP
JMPC, JMPCN
%Ln :
%SRn :
MCR
MCS
Ausführungszeit ( µµµµµ s)
0,4
0,6
14
2
0,4
7,8
8
0,6
2
0,5
2,5
Speicherbelegung (in Bytes)
4
6
2
4
2
4
6
4
4
2
12
Anhang
A.6
Import und Export von ASCII-Programmdateien und Symboldateien
Die PL7-07-Software ermöglicht den Import und Export von ASCII-Programmdateien und Symboldateien.
A.6-1 ASCII-Programmdateien
AWL-Programme können mit externen ASCII-Texteditoren erstellt werden. Über die
Optionen zum Import und Export von ASCII-Programmen können diese Dateien zwischen der PL7-07-Software und dem ASCII-Texteditor ausgetauscht werden.
Zum Import einer ASCII-Programmdatei:
1. Eine neue oder existierende Applikation muß geöffnet sein. Die Option Importieren aus dem Menü Datei auswählen. Die Option ASCII-Programme aus dem Untermenü auswählen. Das Dialogfenster DATEI WAEHLEN wird angezeigt.
2. Im Feld Laufwerk das Laufwerk auswählen, auf dem sich die Textdatei befindet.
3. Im Feld Verzeichnis das Verzeichnis mit der zu importierenden Textdatei auswählen.
4. Im Feld Dateityp-Liste den Eintrag Text (*.txt) oder Alle (*.*) auswählen, um die entsprechenden Dateien des ausgewählten Verzeichnisses anzuzeigen.
5. Im Feld Dateiname den Dateinamen der zu importierenden Textdatei auswählen.
6. OK auswählen, um die Datei zu importieren. Abbrechen auswählen, um das
Dialogfenster zu schließen, ohne die Datei zu importieren.
Zum Export einer ASCII-Programmdatei:
1. Eine Applikation muß geöffnet sein. Die Option Exportieren aus dem Menü Datei auswählen. Die Option ASCII-Programme aus dem Untermenü auswählen. Das
Dialogfenster DATEI WAEHLEN wird angezeigt.
2. Im Feld Dateityp-Liste den Eintrag Text (*.txt) oder Alle (*.*) auswählen. Die
Dateierweiterung .txt kennzeichnet Texteditordateien.
3. Im Feld Laufwerk das Laufwerk zum Speichern der Datei auswählen.
4. Im Feld Verzeichnis das Verzeichnis zum Speichern der Datei auswählen.
5. Im Feld Dateiname das Sternzeichen (*) mit einem gültigen DOS-Dateinamen
überschreiben.
Wenn der Dateiname nicht den DOS-Dateinamenskonventionen entspricht, wird die Meldung "Ungueltiger Dateiname" angezeigt.
A/19
G
Wird ein Dateiname eingegeben, der in dem ausgewählten Verzeichnis bereits existiert, erscheint eine Fehlermeldung: "Gewaehlte Datei exisiert bereits.
Ueberschreiben?" OK oder Abbrechen auswählen.
6. OK auswählen, um die Datei zu exportieren. Abbrechen auswählen, um das
Dialogfenster zu schließen, ohne die Datei zu exportieren.
A.6-2 Symboldateien
Für gemeinsame Applikationen können Symboldateien erstellt werden. Die Funktionen zum Import und Export von Symbolen ermöglichen den Austausch der Symboldateien zwischen Applikationen.
Zum Import einer Symboldatei:
1. Eine neue oder existierende Applikation muß geöffnet sein. Die Option Importieren aus dem Menü Datei auswählen. Die Option Symbole aus dem Untermenü auswählen. Das Dialogfenster DATEI WAEHLEN wird angezeigt.
G
2. Im Feld Laufwerk das Laufwerk mit der Symboldatei auswählen.
3. Im Feld Verzeichnis das Verzeichnis mit der zu importierenden Datei auswählen.
4. Im Feld Dateityp-Liste den Eintrag Symbol (*.sym) oder Alle (*.*) auswählen, um die entsprechenden Dateien des ausgewählten Verzeichnisses anzuzeigen.
5. Im Feld Dateiname den Dateinamen der zu importierenden Symboldatei auswählen.
6. OK auswählen, um die Datei zu importieren. Abbrechen auswählen, um das
Dialogfenster zu schließen, ohne die Datei zu importieren.
7. Nach der Auswahl von OK im Schritt 6 erscheint eine Meldung in der Statuszeile.
A/20
Anhang
Zum Export einer Symboldatei:
1. Eine Applikation muß geöffnet sein. Die Option Exportieren aus dem Menü Datei auswählen. Die Option Symbole aus dem Untermenü auswählen. Das Dialogfenster
DATEI WAEHLEN wird angezeigt.
2. Im Feld Dateityp-Liste den Eintrag Symbol (*.sym) oder Alle (*.*) auswählen. Die
Dateierweiterung .sym kennzeichnet Symboldateien.
3. Im Feld Laufwerk das Laufwerk auswählen, auf dem die Datei gespeichert werden soll.
4. Im Feld Verzeichnis das Verzeichnis auswählen, in dem die Datei gespeichert werden soll.
5. Im Feld Dateiname das Sternzeichen (*) mit einem gültigen DOS-Dateinamen
überschreiben.
Wenn der Dateiname nicht den DOS-Dateinamenskonventionen entspricht, wird die Meldung "Ungueltiger Dateiname" angezeigt.
Wird ein Dateiname eingegeben, der in dem ausgewählten Verzeichnis bereits existiert, erscheint eine Fehlermeldung: "Gewaehlte Datei exisiert bereits.
Ueberschreiben?" OK oder Abbrechen auswählen.
6. OK auswählen, um die Datei zu exportieren. Abbrechen auswählen, um das
Dialogfenster zu schließen, ohne die Datei zu exportieren.
7. Nach der Auswahl von OK im Schritt 6 erscheint eine Meldung in der Statuszeile.
A/21
G
A.7
Transfer von Applikationen zwischen dem PC und dem
Programmiergerät FTX 117
A.7-1 Applikationsdateien
Eine Applikation kann folgendermaßen von einem PC zu einem Programmiergerät
FTX 117 übertragen werden:
• Transfer des Programms vom PC zur SPS, anschließend Transfer von der SPS zum
Programmiergerät FTX 117.
• Speichern des Programms auf dem PC in einer Binärdatei (Erweiterung .app), anschließend Transfer der Datei über eine PC-Speicherkarte (T FTX REM 3216, T
FTX RSM 3216 ODER T FTX RSM 12816) zum Programmiergerät FTX 117. Die
Speicherkarte muß auf dem PG FTX 117 formatiert werden.
Hinweis: Wenn ein Programm (als Binärdatei) gespeichert und zum PG FTX 117 übertragen wird, werden Symbole und Kommentare nicht gespeichert und übertragen.
Kapitel 12 in Register C, Transfer einer Applikation, beschreibt den Transfer vom PC zur SPS. Das Handbuch des Programmiergeräts FTX 117 zur SPS TSX 07 beschreibt die Übertragung von der SPS zum PG.
Eine Applikation kann nur dann über eine Speicherkarte vom PC zu einem PG FTX
übertragen werden, wenn die Applikation als Binärdatei (Erweiterung .app) gespeichert wurde. Beim Speichern einer Applikation als Binärdatei werden Symbole und
Kommentare nicht gespeichert. Deshalb erscheinen Symbole und Kommentare bei einer späteren Rück-Übertragung zum PC nicht mehr. Außerdem ersetzt das Wort
"DEFAULT" den Dateinamen in der Titelleiste. Um die Datei wieder zu benennen, die
Option Speichern unter aus dem Menü Datei auswählen, und die Datei mit dem gewünschten Dateinamen speichern. Zu weiteren Informationen über die Menüoption
Speichern unter siehe Abschnitt 11.3 in Register C.
Zum Übertragen einer Applikation vom PC zum Programmiergerät FTX 117 über eine auf dem FTX 117 formatierte Speicherkarte:
1. Die Applikation muß geöffnet sein. Die Option Speichern unter aus dem Menü
Datei auswählen. Das Dialogfenster DATEI WAEHLEN erscheint.
G
2. Das Auswahlfeld Dateityp-Liste öffnen und den Dateityp Binaer (*.app) auswählen.
3. Im Feld Laufwerk das Laufwerk der Speicherkarte auswählen.
A/22
Anhang
4. Im Feld Verzeichnis das Verzeichnis auswählen, in dem die Datei gespeichert werden soll.
5. Im Feld Dateiname das Sternzeichen (*) mit einem gültigen DOS-Dateinamen
überschreiben.
Wenn der Dateiname nicht den DOS-Dateinamenskonventionen entspricht, wird die Meldung "Ungueltiger Dateiname" angezeigt.
Wird ein Dateiname eingegeben, der in dem ausgewählten Verzeichnis bereits existiert, erscheint eine Fehlermeldung: "Gewaehlte Datei exisiert bereits.
Ueberschreiben?" OK oder Abbrechen auswählen.
6. OK auswählen, um die Binärdatei zu speichern. Abbrechen auswählen, um das
Dialogfenster zu schließen, ohne die Datei zu speichern.
Transfer einer Applikation vom PG FTX 117 über eine Speicherkarte zu einem PC:
1. Die Option Oeffnen aus dem Menü Datei auswählen. Das Dialogfenster DATEI
WAEHLEN wird angezeigt.
2. Das Auswahlfeld Dateityp-Liste öffnen und den Dateityp Binaer (*.app) auswählen.
3. Im Feld Laufwerk das Laufwerk der Speicherkarte auswählen.
4. Im Feld Verzeichnis das Verzeichnis mit der zu übertragenden Datei auswählen.
5. Im Feld Dateiname den Dateinamen der zu öffnenden Datei auswählen.
6. OK auswählen, um die Binärdatei zu öffnen. Abbrechen auswählen, um das
Dialogfenster zu schließen, ohne die Datei zu öffnen.
Die übertragene Applikation steht nun auf dem Bildschirm der PL7-07-Software zur
Verfügung.
A.7-2 Datenseitendateien
Datenseitendateien (Erweiterung .dat) auf dem PC haben dasselbe Dateiformat wie die Datentabellendateien des PG FTX 117. Eine Datentabelle im PG FTX 117 kann jedoch nur 16 Datenobjekte enthalten, während eine Datenseite 64 Datenobjekte umfassen kann. Somit kann eine Datenseite der PL7-07-Software bis zu 4 Datenseiten des PG FTX 117 enthalten.
Eine Datenseitendatei wird über eine FTX-117-formatierte Speicherkarte zum PG FTX
117 übertragen. Die Datei mit der Menüoption Datenseite speichern unter (siehe
Abschnitt 14.4-16 im Register C des PL7-07-Handbuches) auf eine Speicherkarte speichern.
G
A/23
G
A.8
Fehlersuche bei Installationsproblemen
A.8-1 Installation der PL7-07-Software auf einem 5,25-Zoll-Laufwerk
Die PL7-07-Software wird auf 3,5-Zoll-Disketten ausgeliefert, kann aber auf einem
Computer mit einem 5,25-Zoll-Diskettenlaufwerk installiert werden, sofern ein anderer
IBM-kompatibler Computer mit je einem 3,5- und 5,25-Zoll-Diskettenlaufwerk zur
Verfügung steht. Außerdem werden, je nach ausgewählter Sprachversion, drei bis sechs formatierte 5,25-Zoll-Disketten benötigt.
1. Auf dem Computer mit 3,5- und 5,25-Zoll-Diskettenlaufwerk die Installationsdiskette
Disk #1 im 3,5-Zoll-Laufwerk einlegen.
2. Bei der DOS-Eingabeaufforderung c: den Laufwerksbuchstaben des 3,5-Zoll-
Diskettenlaufwerks auswählen (meistens a:).
3. Bei der Eingabeaufforderung a: den Text install eingeben und <Eingabetaste> drücken.
4. Die zu installierende Sprachversion auswählen. Die PL7-07-Software steht in fünf
Sprachen zur Verfügung: Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch und Spanisch.
Die PL7-07-Software kann in jeweils einer Sprache eingesetzt werden. Sind mehrere Sprachversionen erforderlich, die Software in ein anderes Verzeichnis installieren. Bei einer Installation in das bei der Erstinstallation verwendete
Verzeichnis wird die Erstinstallation mit der neuen Sprachversion überschrieben.
5. Das Ziellaufwerk für die Installation der Software auswählen.
6. Das Unterverzeichnis auf dem Ziellaufwerk eingeben. Das Verzeichnis \PL707 wird vorgegeben.
7. Den COM-Anschluß für die Kommunikation des Computers mit der SPS auswählen.
8. Die Dateien der Software werden automatisch dekomprimiert und in dem ausgewählten Verzeichnis gespeichert.
9. Bei der entsprechenden Aufforderung des Installationsprogramms die Diskette
Disk #2 einlegen.
10. Das Installationsprogramm zeigt folgende Meldungen an:
Kann die Datei AUTOEXEC.BAT bei Bedarf erstellt/geändert werden (J/N)?
Nein auswählen.
Kann die Datei CONFIG.SYS bei Bedarf erstellt/geändert werden (J/N)?
Nein auswählen.
11. Bei der entsprechenden Aufforderung des Installationsprogramms noch einmal die
Diskette Disk #1 einlegen.
12. Nach erfolgter Installation wird folgendes angezeigt:
Stellen Sie sicher, daß folgende Anderungen in der CONFIG.SYS vorgenommen wurden:
FILES=30 (oder mehr)
DEVICE=C:\PL707\DUNTLW.EXE PROFILE=C:\PL707\DUNTLW.001
A/24
Anhang und AUTOEXEC.BAT:
PATH=....;C:\PL707
Diese Angaben zum Aktualisieren der Dateien AUTOEXEC.BAT und CONFIG.SYS
auf dem Zielcomputer mit dem 5,25-Zoll-Diskettenlaufwerk aufzeichnen.
COM1 ist der Standardanschluß für die Datenübertragung. Der Anschluß wird in der Datei DUNTLW.001 im Verzeichnis C:\PL707 geändert. Im Abschnitt Basic
Parameters die COM-Einstellung in der Zeile PORT=COM1:0,8,1 wie gewünscht
ändern.
13. Die 3,5-Zoll-Installationsdiskette entfernen und eine leere, formatierte 5,25-Zoll-
Diskette in das entsprechende Laufwerk einlegen.
14. cd\ eingeben, um zum Stammverzeichnis zurückzukehren.
15. Zum Übertragen der installierten Software auf 5,25-Zoll-Disketten backup C:\PL707
b:/s eingeben und <Eingabetaste> drücken.
Backup ist ein DOS-Befehl. Zu weiteren Informationen über diesen Befehl siehe
DOS-Handbuch.
16. Je nach Bedarf werden weitere Disketten angefordert. Die Disketten kennzeichnen oder in der Reihenfolge, in der gesichert wurde, aufbewahren.
17. Nach der Sicherung die erste Diskette in das 5,25-Zoll-Laufwerk des Zielcomputers einlegen.
18. Bei der Eingabeaufforderung c:\ den Befehl restore a: c:\ /s eingeben. Den angezeigten Anweisungen folgen, bis alle Informationen wiederhergestellt sind.
Hier wird davon ausgegangen, daß a die Laufwerksbezeichnung des 5,25-Zoll-
Diskettenlaufwerks ist.
19. Die im Schritt 12 aufgezeichneten Informationen in die Dateien CONFIG.SYS und
AUTOEXEC.BAT einfügen.
20. Den Computer erneut starten.
A.8-2 Probleme beim Installieren der Software
Wenn während oder nach der Installation der PL7-07-Software ein Problem auftritt, ist folgendes zu prüfen.
1. Überprüfen, ob die folgenden Dateien der PL7-07-Software installiert sind:
DIALOG.ZNC
DUNTLW 001
DUNTLW.386
DUNTLW.EXE
ERRORS.DBF
ERRORS.DBT
ERRORS.MDX
HELP.ZNC
PAGES.DBF
PAGES.MDX
PL707.EXE
PL707.INI
PRINTERS.DBF
PRINTERS.DBT
PRINTERS.MDX
RESWORD.TBL
PL707.ICO
2. Die PL7-07-Software nicht zu tief in der Baumstruktur der DOS-Verzeichnisse installieren, etwa in die 10. Ebene unter dem Stammverzeichnis.
3. Wenn beim Ablauf der PL7-07-Software Speicher- oder Kommunikationsfehler auftreten, müssen eventuell der Speicher-Manager neu konfiguriert oder Zeilen in die Datei CONFIG.SYS eingefügt werden. EMM386.EXE, QEMM und 386MAX gemäß nachstehenden Empfehlungen neu konfigurieren.
A/25
G
A.8-2.1 EMM386.EXE
EMM386.EXE ist Bestandteil von MS-DOS ab Version 5.0. EMM386.EXE unterstützt
VCPI, nicht aber DPMI.
Die Installation von EMM386.EXE ist nicht zwingend. Wenn EMM386.EXE jedoch installiert ist und beim Ablauf der PL7-07-Software EMM386.EXE-Fehlermeldungen ausgegeben werden, ist die folgende Zeile in die Datei CONFIG.SYS einzufügen:
DEVICE=EMM386.EXE FRAME=NONE
Bei der Option FRAME=NONE bleiben die EMS- und VCPI-Schnittstellen aktiv,
EMM386.EXE ordnet aber keine Seitenrahmen (= Speicherbereich) zu.
Unabhängig von der eingesetzten Version sind die Optionen zur EMM386-Konfiguration sehr sorgfältig auszuwählen. Einige Optionen kollidieren miteinander und können zu
Konflikten zwischen EMM386.EXE und 286 | DOS-Extender von Phar Lap führen.
Zu den sich widersprechenden Optionen gehören NOEMS/FRAME=xxxx/RAM/Mx.
Jede dieser EMM386.EXE-Optionen beeinflußt die Erstellung eines EMS-Seitenrahmens. Diese Optionen dürfen nicht gleichzeitig eingesetzt werden. Für die meisten
Anwender ist die Spezifikation von FRAME=NONE ausreichend.
A.8-2.2 QEMM
QEMM von Quarterdeck Office unterstützt VCPI, nicht aber DPMI. Es wird empfohlen, die folgende Zeile in die Datei CONFIG.SYS einzufügen:
DEVICE=QEMM.SYS FRAME=NONE
Mit der Option FRAME=NONE bleiben die EMS- und VCPI-Schnittstellen aktiv, aber
QEMM kann keine Seitenrahmen zuordnen.
Wenn 286 | DOS-Extender von Phar Lap eingesetzt werden soll, darf die QEMM-
Konfigurationsoption NOEMS nicht verwendet werden. Diese Option deaktiviert die
VCPI-Schnittstelle, so daß 286 | DOS-Extender von Phar Lap nicht kommunizieren kann. Daraus resultiert die folgende Fehlermeldung:
Fatal Error 286.1020: This program requires VCPI or DPMI in V86 mode.
G
A.8-2.3 386MAX
386MAX von Qualitas unterstützt sowohl VCPI als auch DPMI. Sollte eine Fehlermeldung auftreten, wird empfohlen, die folgende Zeile in die Datei CONFIG.SYS einzufügen:
DEVICE=C:\386MAX\386MAX.SYS PROFILE=C:\386MAX\386MAX.PRO
wobei 386MAX.PRO eine Profile-Datei ist.
Die Optionen NOFRAME oder EMS=0 können ohne erkennbare Beeinträchtigung der
Leistungsfähigkeit des 286 | DOS-Extender von Phar Lap eingesetzt werden. Bei der
Option NOFRAME bleiben die EMS- und VCPI-Schnittstellen aktiv, aber 386MAX kann keinen 64 KB EMS-Seitenrahmen zuordnen. Auch bei der Option EMS=0 bleiben die
EMS- und VCPI-Schnittstellen aktiv, gleichzeitig wird der restliche Speicher als
Erweiterunsspeicher (XMS) verfügbar gemacht.
A/26
Anhang
A.8-3 Probleme mit dem COM-Anschluß während der Installation
Damit die PL7-07-Software auf dem PC mit der SPS kommunizieren kann, müssen PC und SPS über einen seriellen Anschluß verbunden sein.
Bei der Erstinstallation der PL7-07-Software (unter DOS oder Windows 3.1/95/98) oder des Kommunikations-Tools XWAY (unter Windows NT) auf Ihrem PC prüft die Software, welche seriellen Anschlüsse (COM1 - COM4) verfügbar sind. Es wird eine Liste der verfügbaren Anschlüsse angezeigt, woraus einer auszuwählen ist. Wird nur das Wort
"Keiner" angezeigt, sind keine seriellen COM-Anschlüsse verfügbar. Nachfolgend werden mögliche Ursachen und die empfohlenen Maßnahmen zu ihrer Behebung aufgeführt:
• Der Computer ist nicht mit einer seriellen Datenübertragungskarte ausgestattet! In diesem Fall muß eine serielle Datenübertragungskarte installiert und eine COM-
Anschlußbezeichnung zugewiesen werden.
oder
• Alle vorhandenen COM-Anschlüsse sind belegt. Folgende Maßnahmen werden empfohlen:
• Das Gerät deaktivieren, das dem COM-Anschluß zugewiesen ist, der für die SPS verwendet werden soll, und der SPS diesen COM-Anschluß zuweisen.
Bei einer Installation von PL7-07 unter DOS oder Windows 3.1/95/98 überprüfen
Sie im Abschnitt "Basic Parameters" der Datei DUNTLW.00, ob die Anweisung
PORT=COM?:0,8,1 den korrekten Anschluß angibt, wobei ? für die Nummer des
COM-Anschlusses steht. Bei einer Installation unter Windows NT installieren Sie den Treiber UNI-TELWAY.
• Nutzen Sie den COM-Anschluß gemeinsam mit einem anderen Gerät. Die SPS und das andere Gerät können dann allerdings nicht gleichzeitig betrieben werden.
Wird ein Anschluß z.B. zusammen mit einem Modem genutzt, kann die SPS nicht mit dem PC verbunden werden, wenn das Modem in Betrieb ist. Bei einer
Installation von PL7-07 unter DOS oder Windows 3.1/95/98 überprüfen Sie im
Abschnitt "Advance Parameters", ob die Datei DUNTLW.001 die Anweisung
COMSHARE=YES enthält. Bei einer Installation unter Windows NT wird dieser
Parameter automatisch vom System eingestellt.
• Eine weitere serielle Datenübertragungskarte installieren und eine COM-
Anschlußbezeichnung zuweisen.
G
A.8-4 Kommunikationsfehler beim Verbinden von PC und SPS
Tritt beim Verbinden des PC mit der SPS ein Kommunikationsfehler auf, wird das folgende Dialogfenster angezeigt. Quittieren Sie die Fehlermeldung mit OK.
A/27
1. Prüfen, ob das Kabel zwischen dem PC und der SPS korrekt angeschlossen ist und die SPS mit Strom versorgt wird.
2. Prüfen, ob die Datei CONFIG.SYS folgende Zeile enthält:
DEVICE=C:\PL707\DUNTLW.EXE PROFILE=C:\PL707\DUNTLW.001
3. Prüfen, ob die Datei CONFIG.SYS den Eintrag FILES=30 (oder mehr) enthält.
4. Sicherstellen, daß es keinen IRQ-(Interrupt-)Konflikt zwischen der SPS und einem anderen Gerät gibt.
5. Prüfen, ob in der Datei DUNTLW.001 im Verzeichnis C:\PL707 der korrekte
Anschluß angegeben ist (Zeile PORT=COM?:O,8,1, wobei ? die Nummer des
COM-Anschlusses ist.
6. Wird EMM386 eingesetzt, muß evtl. in der Datei CONFIG.SYS der Text REM in die
Zeile eingefügt werden, in der EMM386 als Device festgelegt wird. Zeilen, die mit
REM beginnen, werden nicht gelesen.
G
A.8-5 Probleme bei der Bildschirmanzeige
(Nur bei Softwareversion V1.0)
Eine fehlerhafte Bildschirmanzeige (z.B. unleserliche Zeichen in den Dialogfenstern oder dem AWL-Editor) kann dadurch verursacht werden, daß der PC nicht den IBM-
Standardzeichensatz verwendet. Um das Problem zu beheben, muß in den Dateien
CONFIG.SYS und AUTOEXEC.BAT eventuell festgelegt werden, daß der von einigen
PC-Herstellern als der Hardware-Zeichensatz bezeichnete Zeichensatz zu verwenden ist. Dazu wird die DOS-Codeseite geändert.
Bei einigen PC wird die Codeseite für DOS 6.2 z.B. folgendermaßen geändert:
Mit einem Texteditor in die Datei CONFIG.SYS folgende Anweisung einfügen:
DEVICE = C:\DOS\DISPLAY.SYS CON: = (EGA,437,1)
Wiederum mit einem Texteditor in die Datei AUTOEXEC.BAT folgende Anweisungen einfügen:
C:\DOS\NLSFUNC
MODE CON CP PREPARE = ((850) C:\DOS\EGA.CPI)
CHCP 850
Weitere Informationen über das Ändern von Codeseiten sind in der mit dem PC ausgelieferten DOS-Dokumentation zu finden.
A/28
Anhang
A.9
Ausführen von PL7-07 unter Windows
Die PL7-07-Software für TSX Nano läuft unter DOS, kann aber auch unter Windows ausgeführt werden und unterliegt dabei den selben Einschränkungen wie andere grafische DOS-Applikationen. Die nachfolgenden Empfehlungen sollten einen erfolgreichen Betrieb unter Windows erlauben.
A.9-1 Ausführen von PL7-07 unter Windows 3.1
Windows 3.1 sollte auf einem PC mit einem Arbeitsspeicher von mindestens 4 MB eingesetzt werden. Werden andere Windows-Applikationen, Treiber und dergleichen gleichzeitig geöffnet, sollte der PC sogar vorzugsweise einen Speicher von 8 MB haben. Außerdem können eine schnelle CPU und Grafikkarte die Leistungsfähigkeit von PL7-07 noch verbessern.
Es wird empfohlen, eine PIF-Datei zu erstellen, damit PL7-07 den PIF-Editor unter
Windows 3.1 nutzen kann. Die PIF-Datei stellt Windows Informationen über die
Applikation PL7-07 zur Verfügung und legt fest, welche PC-Ressourcen von Windows
3.1 für PL7-07 vergeben werden. Die PIF-Datei wird dann unter Windows 3.1
"ausgeführt"; damit wird Windows für PL7-07 eingerichtet und PL7-07 automatisch gestartet. Im entsprechenden Kapitel Ihrer Windows 3.1-Dokumentation finden Sie weitere Informationen über das Erstellen und Ändern von PIF-Dateien.
Beim Erstellen einer PIF-Datei für PL7-07 sollten folgende Parameter verwendet werden:
Der Programmdateiname muß den DOS-Verzeichnispfad für PL707.EXE enthalten.
Im obigen Beispiel wird der bei der Installation von PL7-07 erstellte Standardpfad verwendet. Wurde das Standardverzeichnis bei der Installation von PL7-07 nicht
übernommen, muß hier der gewählte Verzeichnispfad eingegeben werden. Dasselbe
Verzeichnis sollte auch als Anfangsverzeichnis verwendet werden.
A/29
G
G
Der Bildschirmspeicher sollte auf Text gesetzt werden. PL7-07 übernimmt dann die
Konfiguration der Bildschirmanzeige. Als Speicherbedarf -1 eingeben. Windows 3.1
weist damit PL7-07 den maximal möglichen konventionellen PC-Speicher zu.
PL7-07 nutzt nur den Erweiterungsspeicher. Deshalb die EMS- Memory-Optionen KB
Required und KB Desired auf Null, und die XMS-Memory-Option KB Required auf mindestens 2 MB setzen. Bei einem PC mit einem Arbeitsspeicher von mindestens
8 MB die XMS-Speicheroption KB Desired auf 4 MB setzen, andernfalls auf 2 MB.
Für die Anzeige die Option Full Screen (Vollbild) auswählen. PL7-07 ist eine grafische
Umgebung unter DOS, und Windows erfordert deren Ablauf als Vollbild, nicht in einem
Fenster. Wird dieser Parameter in der PIF-Datei nicht auf Full Screen (Vollbild) gesetzt, erzeugt Windows 3.1 eine Fehlermeldung und unterbricht den Ablauf von PL7-07, bis das Fenster in ein Vollbild geändert wird. Dieses kann durch gleichzeitiges Drücken von <Alt> und <Eingabetaste> erreicht werden (die Alt-Taste gedrückt halten und die
Eingabetaste drücken).
Es ist zu beachten, daß einige VGA- oder SVGA-Grafikkarten, insbesondere ältere
Modelle, ein Vollbild nicht korrekt wiederherstellen, nachdem es entweder auf
Symbolgröße verkleinert oder in ein Fenster geändert wurde. Es wird empfohlen, den neuesten Grafiktreiber für die Grafikkarte einzusetzen, er ist vom Hersteller der
Grafikkarte zu beziehen. Bei einigen Modellen kann ein fehlerhafter Bildaufbau über die Auswahl einer PL7-07-Menüoption korrigiert werden, doch ist dies nicht immer möglich.
Die Ausführungsparameter Background (Hintergrund) und Exklusive nicht ändern. Es ist auch ratsam, das Kontrollkästchen Close Window on Exit (Fenster schließen nach
Beenden) zu aktivieren. Auf diese Weise wird das Vollbild beim Beenden von PL7-07 geschlossen und die Steuerung an den Programm-Manager von Windows 3.1
übergeben.
Die Schaltfläche Advanced (Weitere Optionen) auswählen, um das Dialogfenster
Weitere Optionen anzuzeigen. Darin müssen nur die Anzeigeoptionen geändert werden. Um die bestmögliche Grafikleistung zu erreichen, sollte in der Gruppe Anzeige nur das Kontrollkästchen Text aktiviert werden. Bei allen anderen Optionen kann die
Standardeinstellung beibehalten werden.
Installation des PL7-07-Icons unter Windows 3.1
Die Programmgruppe Modicon Telemecanique auswählen oder erstellen.
Erstellen der Programmgruppe:
1 Im Programm-Manager den Befehl Datei/Neu auswählen.
2 Im Dialogfenster Neu die Option Programmgruppe auswählen und mit OK bestätigen.
3 Den Namen der Programmgruppe eingeben und erneut mit OK bestätigen.
Einrichten des PL7-07-Icons:
1 Im Programm-Manager den Befehl Datei/Neu auswählen.
2 Im Dialogfenster Neu die Option Programm auswählen und mit OK bestätigen.
A/30
Anhang
Im Dialogfenster Programmeigenschaften:
3 Den Namen der Software "PL7-07" eingeben.
4 die Befehlszeile C:\PL707\PL707.EXE eingeben (dabei ist C das Laufwerk, auf dem PL7-07 installiert ist).
5 Anderes Symbol auswählen
Die Meldung "Kein Symbol in der Datei vorhanden" wird angezeigt.
6 Mit OK bestätigen
Im Dialogfenster Symole auswählen:
7 Im Feld Dateiname die Befehlszeile C:\PL707\PL707.ICO eingeben (dabei ist C das Laufwerk, auf dem PL7-07 installiert ist) und die verschiedenen Dialogfelder mit
OK bestätigen.
A.9-2 Ausführen von PL7-07 unter Windows 95/98/NT
Zur Ausführung von PL7-07 unter Windows 95/98/NT sind vom Anwender keine besonderen Einstellungen vorzunehmen.
Installation des PL7-07-Icons unter Windows 95/98/NT
Die Programmgruppe Modicon Telemecanique auswählen oder erstellen.
Erstellen der Programmgruppe:
1 Gehen Sie über das Menü Start in das Verzeichnis C:\Windows\Menü
Start\Programme,
2 Wählen Sie die Menüpunkte Datei/Neu/Ordner,
3 Geben Sie den Namen der Programmgruppe ein und bestätigen Sie mit OK.
Einrichten des PL7-07-Icons
Vom Verzeichnis Modicon Telemecanique aus
1 Wählen Sie die Menüpunkte Datei/Neu/Verknüpfung,
2 Geben Sie den vollständigen Pfad für das Programm PL707.EXE an und klicken Sie auf Weiter,
3 Geben Sie der Verknüpfung einen Namen und klicken Sie auf Weiter,
4 Wählen Sie ein Icon aus und bestätigen Sie die Auswahl mit Beenden.
G
A/31
A.10 Beispiel für das Vorpositionieren von Grafcet-Schritten
In diesem Beispiel ist kein Initialschritt (=*=) programmiert, der Graph wird bei steigender Flanke von Eingang %I0.7 in der Vorverarbeitung initialisiert.
Nachfolgend wird das Beispiel aus Abschnitt B2.3-2 wiederholt.
Vorverarbeitung
In diesem Teil (Bereich vor dem ersten Grafcet-Schritt) veranlaßt der Zustand 0 des Eingangs %I0.7 ein
Rücksetzen des Grafcet
(setzt Systembit %S22 auf
1), womit die aktiven
Schritte deaktiviert werden.
000 LDN %I0.7
001 S
002 ST
%S22
%M0
003 LDR %I0.7
004 S %X1
005 S %S23
G
Die steigende Flanke an Eingang %I0.7 führt zu einer Vorpositionierung des Graphen
(Aktivierung von Schritt X1 verknüpft mit dem Setzen von Systembit %S23 auf 1).
Sequentielle Verarbeitung
Es ist kein Initialschritt vereinbart, da Schritt 1 bei der Vorverarbeitung durch
Eingang I0.7 initialisiert wurde.
006 -*-
007 LD
1
%I0.2
008 ANDN %I0.3
009 # 2
010 LD %I0.3
011 ANDN %I0.2
012 #
013 -*-
3
2
014 LD
015 #
016 -*-
017 LD
018 #
%I0.4
1
3
%I0.5
1
Nachverarbeitung
(Dieser Teil folgt der
Anweisung =*= POST).
019 =*=
020 LD
021 ST
022 LD
023 ST
024 LD
025 OR(
POST
%X1
%Q0.1
%X2
%Q0.2
%X3
%M1
026 ANDN %I0.2
027 AND %I0.6
028 )
029 ST %Q0.3
A/32
Anhang
A.11 Schritten zugeordnete Aktionen
Schritten zugeordnete Aktionen können auf zweierlei Art programmiert werden:
• Durch AWL-Sätze oder KOP-Programmblöcke, die dem Schritt zugeordnet sind. In diesem Fall wird der AWL-Satz oder KOP-Programmblock erst dann abgetastet, wenn der Schritt aktiv ist.
• Im Nachverarbeitungsmodul über das Schrittbit %Xi (siehe Register B, Abschn. 2.3-
2), das in jedem Zyklus abgetastet wird. Aktionen sollten daher vorzugsweise im
Nachverarbeitungsmodul pogrammiert werden.
020 -*-
021 LD
022 S
023 LD
024 #
025 -*-
4
4
026 LD 1
027 R %Q0.5
028 •••
029 •••
3
1
%Q0.5
%M10
Die Aktionen können in logischen Bedingungen gespeichert werden und werden in der
Form von Abschlußanweisungen oder -operationen (SETZEN) eingegeben. Jede
SET-Anweisung oder Abschlußoperation muß durch eine Abschlußoperation RESET auf Null zurückgesetzt werden.
A/33
G
G
A.12 Stichwortverzeichnis
A
Abbrechen, Konfiguration
Abmessungen, SPS
Abtasten
Abtastgeschwindigkeit
Abtastmodus
Addition
Adressen anzeigen
Adressenwahlschalter
Adressierung
E/A indexiert
Aktualisierung einer existierenden
Querverweisliste
Aktueller Wert (BLK.V)
Alles im KOP-Format anzeigen
Analogausgang
Abmessungen
Anschluß
Inbetriebnahme
Merkmale
Analoge E/A
Analogeingang
Anschluß
Beschreibung
Inbetriebnahme
Merkmale
Analogmoddule TSX AMN 400•
Anschluß
Funktionsprinzip
Merkmale
AND (Wortverknüpfung)
AND, ANDN, ANDF, ANDR
Anforderungen, System
Animieren, Programm C 8/2, C 14/1, C 14/3
Anschluß
Analogausgänge
Analogeingänge
E/A
SPS-Erweiterung
Versorgung
Anschluß, PG FTX 417/FTX 507 an SPS
Anweisungen (KOP, AWL)
Anweisungen, Abtastzeit
Anweisungsliste, Programmiersprache B 1/1
Anweisungsspeicher, Verwendung
Anzeige der Fehlerliste
Anzeige
Attribute
E/A
Format
Grafcet-Schritte
interne Bits
SPS, Nurlese-Systeminfo
Status
.app-Dateien (Binärdateien)
Applikation, Namen eingeben
Applikation, Schutz
Applikationsdateien (.pl7)
Archivieren
Definieren
Erstellen
Inhalt
Sicherung
Arbeiten mit den PL7-07-Editoren
AWL-/KOP
Daten
Konfiguration
Symbole
Arbeiten mit Maus und Tastatur C 3/4, C 7/5
Archivierung, Applikationen
Arithmetische Operation
ASCII-Kommunikation(siehe Kommunikation)
Auf-/Abzähler
Beschreibung
Konfiguration
Aufzähler
Ausführen, PL7-07-Software
Ausgang, Sicherheit
Ausgänge
Adressierung
Merkmale
Sonder-
Ausgänge (=24 V, Sink)
Anschlüsse
Merkmale
Ausgänge (=24 V, Source)
Anschlüsse
Merkmale
Ausgänge (HSC)
A/34
Anhang
Ausgänge (Relais-)
Anschlüsse
Merkmale
Ausgangsbits
Ausgangswörter
Ausschneiden
Austausch, Wörter
Auswahl
Funktionen der Tool-Leiste
Menüstruktur mit Maus/Tastatur
AUTOEXEC.BAT-Datei
AWL
Operand oder Symbol
Operationsbaustein
Programmblock
Programmblocktitel,
-Label oder -Kommentare
Zeitfunktions-
oder Zählerbaustein
Automatische Zeilenbestätigung C 8/1, C 9/3
AWL-/KOP-Äquivalente
AWL-Editor
AWL-Editor, Anweisungs-Leiste
Ausgang
Eingang forciert intern
Liste
Speicher
System
Bitschieberegister
BLK, END_BLK, OUT_BLK
BTI
C
CD
%C
%SBR
%SC
COM (LED)
COM-Port, PC
CONFIG.SYS-Datei
CU
%C
%SBR
%SC
B
Backup-Dateien (.bak)
BackupExtension=
Batterie TSX
BCD-Konversion (Anweisung)
Beschreibung
PL7-07-Funktionen
TSX-Hardware
Betriebsbedingungen
Betriebszustände, PL7-07
Initial-
Offline-
Online-
Überwachung
Binärdateien (.app)
Archivierung
Definition
Öffnen
Transfer
Bitketten
Bitregister
Bits aus Wort
D
Dateitypen, PL7-07
Dateiverwaltung
Dateneditor, Optionen des Tools-Menüs
Daten-Dateien (.dat ) C 2/7, C 14/8, G A/23
Datenanimation
Dateneditor
Datenseiten
Datenwerte schreiben
Datum und Uhrzeit (laufendes)
Datum und Uhrzeit des letzten
SPS-Stopps
Debug und Einstellung
DEC
DEVICE=
Diagnose
Division
DOS (MS-DOS)
A/35
G
G
Allgemeines
AWL/KOP
Konfiguration
Querverweise
Symbole
DUNTLW.001
DUNTLW.EXE
E
%C
%MSG
%R
E/A (LED)
E/A-Erweiterung
Anschluß
Beschreibung
Konfiguration
Editieren
Datenvariablen
Menüoptionen
Programmblöcke
Symbole
EEPROM, SPS
Ein-/Ausschalten, Animation
Ein-/Ausschalten, Raster
Einfügen
Abschlußoperation oder
Sprung/Unterprogrammaufruf
Grafische Anweisung
Kontakte
Vergleichsbaustein
Vertikale Verbindung
Eingänge (=24 V)
Anschlüsse
Merkmale
Eingänge (~115 V)
Anschlüsse
Merkmale
Eingänge
Adressierung
Merkmale
Sonder-
Eingangsbits
Eingangsfilter
Eingangswörter
Einstellen und Debug
Elektronische Sicherung,
Ausgang
Ersetzen
Kommentartext
END, ENDC, ENDCN
Entwicklung einer Applikation
ERR
Operanden
Text-Zeichenketten
Erstellen neuer Applikationsdateien
Erstellen von Symbolen
Erweiterte KOP-Funktionen
Erweiterungsport
EXCH
Export, Dateien
(siehe Import/Export von Dateien)
Export nach PL7 Micro
Quellprogramm
F
%C
%DR
%FC
%R
FC
Fehler
Fehler (Bestätigung)
Fehlersuche
Fenster
FIFO
Freigabeeingang
Frequenzmesser
Flanke (steigend, fallend)
Flipflop-Eingang
Forcieren
Forcierung aufheben, alle Forcierungen aufheben
Konfiguration
Funktion
Funktionsbaustein markieren C 7/20, C 8/5
Funktionsbausteine
Anzeige
Datenvariablen
Konfiguration
Programmierung
A/36
Anhang
G
Geschützt, Option
Geschützte Ausgänge
Glossar der verw. Begriffe
Grafcet
Beschreibung
Grafcet-Schrittabelle
H
Hexadezimal
HSC
J
JMP, JMPC, JMPCN
I
I (%R)
Import/Export von Dateien
ASCII-Programm
Symbole
Impulsgeneratorbaustein PLS
Impulsgeneratorbaustein PWM
IN
%FC
%TM
%PLS
%PWM
INC
Indexieren
Indexiertes Wort
Initialisieren
Initialzustand
Installation, PL7-07-Software in 3.5"-Laufwerk
Interne Wörter
ITB
K
Kabel und Zubehör
Kalender-Funktionsbaustein
(RTC)
Kalenderfunktion, Einstellen
Klammern
Kombinatorisch und sequentiell
(Anweisungen)
Kommentare
Eingeben
Ersetzen in Programmen
Zeichenkette suchen
“verborgen”
Kommunikation (ASCII)
Beschreibung
Stiftbelegung
Kommunikation (UNI-TELWAY)
Beschreibung
Requests
Stiftbelegung
Kommunikation (zwischen SPS)
Konfiguration use/Programm
Verkabelung
Kompatibilität
Kompilieren (Bestätigen)
Konfiguration bestätigen
Konfiguration, Druckeinstellungen
Konfiguration, SPS-Ressourcen im Menü Konfiguration im Konfigurationseditor in KOP-Editor/-Anzeige im Symboleditor
Konfigurationseditor
Konstanten
Konvertierung (siehe auch Rück-
Übersetzbarkeit
KOP-/AWL-Entsprechungen
KOP-Anzeige
Arbeiten in
Tools-Menü
KOP-Editor
Arbeiten mit
Tools-Menü
KOP-Programmiersprache
Kopieren
G
A/37
G
L
Label
LD, LD(, LDN, LDF, LDR
LEDs
Lesen, Verwendeter Wert
LIFO/FIFO
Anweisung
Operanden oder Symbol
Operate-Baustein
Programmblock-Titel,Labels
oder Kommentare
Zeitgeber-oder Zählerbaustein
Logische Operationen mit Wörtern
Löschen, Symbole
M
Master, Option
Maus, Arbeiten mit
Max. Frequenz
MCX, MCR
Anweisungen
Meldungen (%MSG)
Menüdiagramme
Modbus
Montage
MPS, MRD, MPP
Multiplikation
N
N
Nachverarbeitung, POST (Grafcet)
Negation
Netzversorgung (TSX 07)
Netzwiederkehr
Neukonfiguration,
Speicherverwaltung
Nicht zugeordnete Symbole
NOP
Normal (Abtastung)
NOT (Wortverknüpfung)
Nurlese-Systeminformation
O
O (%R)
Objekt-Navigator
Offline-Zustand
Öffnen, existierende Applikationsdatei C 4/1
Online-Zustand
OPEN
Operanden
Symbole
Text-Zeichenketten
Operanden
Einfügen
Ersetzen
Suchen
Operationsbaustein
Einfügen
Optionen des Menü Tools im
Dateneditor
OR (Wortverknüpfung)
OR, ORN, ORF, ORR
P
Paßwort ändern
Paßwort eingeben
Paßwort löschen
Paßwortschutz
PATH=
Peer-SPS
Konfiguration
Beschreibung use/Programm
Periodisch (Abtastung)
Personalisierung
PG-Schnittstelle
PL7 Micro
Export Quelldateien
PL7-07, PC-Software
Funktionen
Maus-/Tastaturfunktionen
Variablen
.pl7-Dateien (Applikationsdateien)
PLS, Impulsgenerator
Potentiometer
Beschreibung
Betrieb
A/38
Anhang
Programm
Erstellen
Modifizieren
Sichern
Programm bestätigen
Beschreibung im AWL-Editor
im Dateneditor im Konfigurationseditor im KOP-Editor im Symboleditor in der KOP-Anzeige
Programmanimation
Programmblock bestätigen
Programmblock löschen
Programmblock-Titel
Programmgröße
Programmierbare Eingangsfilter
Programmiersprachen, von PL7-07 unterstützte
PWM, Impulsgenerator
Q
Q (Ausgang)
%PLS
%TM
Querverweise
R
R (Reset)
Boolesche Anweisung
%C
%DR
%MSG
%R
%SBR
%SC
Raster, Programmierung
READ (%FC.V)
Rechteckgenerator (PLS)
Register (Funktionsbausteine)
Relaisausgänge
Anschlüsse
Merkmale
REM
RET
ROL
ROR
Rückübersetzbarkeit
RUN
RUN (LED)
RUN/STOP-Eingang
S
S (Set)
Boolesche Anweisung
%C
%FC
%SBR
%SC
C 2/17
Schneller Zähler
Funktion
Konfiguration
Variablen
Schnellzugriffstasten
Schreibweise, Konventionen
Schritt (Grafcet)
Schrittschaltwerke
Schrittzähler
Schwellwertausgänge A 4/3, B 3/21, C 5/10
Seitenränder
Sequentiell
Verarbeitung (Grafcet)
Shift (SHR, SHL, ROL, ROR)
SHL
SHORT
SHR
Sicherheit (SPS-Zustand)
Sicherheitsfunktionen
Änderung der Schutzebene
Benutzerebene
Supervisor-Ebene
Sofortwert
Softwarevariablen, PL7-07
Softwareversion
Sonderkontakte
Sortieren, Symbole nach Adressen nach Symbolen
A/39
G
G
Speicher
Bits
Verwaltung,
Neukonfiguration
PC
SPS-EEPROM
SPS-RAM
Wörter
Speicheranzeige, Modus (MD)
Speicherkarte
Applikationstransfer
Binärdateien speichern
Transfer Datentabelle
Sprung, Programm
SPS-Betriebsfunktionen
SPS-Diagnose
SPS-Kommunikation, Konfiguration
SPS-Ressourcen, Konfiguration
SPS-Status
SPS-Status (Sicherheit)
SPS-Systeminformationen
SPS-Version ändern
SPS-Version, Modifikation
SPS-Zyklus
SQRT
SRi
ST, STN
Starten/Stoppen der SPS
(siehe Stoppen/Starten der SPS)
Statuszeile
Steuerungszyklus
Stoppen/Starten der SPS
Priorität der Befehle
über RUN/STOP-Eingang
Subtraktion
Suche
Kommentare
Symboldateien (.sym)
Symbole
Symbole anzeigen
Symboleditor
Systemanforderungen
Systembits
Systemwörter
T
Tastatur, Benutzung
TB (Zeitbasis)
%PLS
%PWM
%TM
Titel, beim Drucken
Transfer, Applikationen
Beschreibung
EEPROM -> SPS
PC <=> FTX117
PC -> SPS
SPS -> EEPROM
SPS -> PC
Transistorausgang
Anschlüsse
Merkmale
Transition (Grafcet)
TSX Nano, Verdrahtung
TSX-Batterie
U
U (%DR)
Überlauf
Index
Task
Übertragungsgeschwindigkeit
Erweiterungsanschluß
Programmieranschluß
Überwachungszustand
Uhrzeit
Beschreibung
Einstellen von Datum und Uhrzeit
Kalenderbaustein
Zeitmarke, Zeitmessung
Umschalten, KOP/AWL
UNI-TELWAY
UNI-TELWAY-Kommunikation siehe Kommunikation
Unterprogramm
A/40
Anhang
V
Variablen anzeigen
Variablen, PL7-07
Verbinden, Option
Verbindung, PC mit SPS
Vergleich (Anweisung)
Vergleichsbaustein
Verwendete Werte, in Datenseiten
Verwendeten Wert schreiben
Verzeichnisse, PL7-07
Vorgabewert (BLK.P)
Vorgabewert, Eingang
Vorverarbeitung (Grafcet)
W
Warnungen (Rückübersetzbarkeit)
Wartung
Watchdog
Weiterführende Optionen
Windows
Ausführung unter
Wörter (Definition, Liste)
Wortregister
Worttabelle
X
XOR (Wortverknüpfung)
XOR, XORN, XORF, XORR
#Di
#i
%Ci
%DRi
/EXCH
%FC
%IWxx
%Ix.y
%KWxx
%Li:
%MSG
%MWxx
%Mxx
%PLS
%PLS
%PWM
%QWxx
%Qx.y
%Ri
%S
%SBR
%SC
%SW
%TM
%X
%S
1 Zeile
3 Zeilen (Symbole ODER Adressen)
3 Zeilen (Symbole UND Adressen)
Z
Zähler
Zeit einstellen
Zeitfunktionen
Zusammenfügen
Programmzeilen
Programmblöcke
Zuweisung
Zuweisung, Symbole zu
Datenvariablen
Zwischenspeicher
Zykluszeit
Zugriff über Systemwort
Beschreibung
C 6/7
G
A/41
G
A/42
பதிவிறக்கு
விளம்பரம்