Agilent Technologies | U3606A | Agilent U3606A Multimeter|DC-Netzteil Benutzer- und

Agilent U3606A
Multimeter|DC-Netzteil
Benutzer- und
Servicehandbuch
Agilent Technologies
Hinweise
© Agilent Technologies, Inc., 2009-2012
Garantie
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Übersetzung ist gemäß den Bestimmungen
des Urheberrechtsgesetzes ohne vorherige
schriftliche Genehmigung durch die Firma
Agilent Technologies verboten.
Das in diesem Dokument enthaltene
Material wird im vorliegenden
Zustand zur Verfügung gestellt und
kann in zukünftigen Ausgaben ohne
vorherige Ankündigung geändert
werden. Agilent Technologies
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für die in dieser Dokumentation
enthaltenen Informationen,
insbesondere nicht für deren Eignung
oder Tauglichkeit für einen
bestimmten Zweck. Agilent
Technologies übernimmt keine
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Dokument enthalten sind, und für
zufällige Schäden oder Folgeschäden
im Zusammenhang mit der Lieferung,
Ingebrauchnahme oder Benutzung
dieser Dokumentation. Falls zwischen
Agilent und dem Benutzer eine
schriftliche Vereinbarung mit
abweichenden
Gewährleistungsbedingungen
hinsichtlich der in diesem Dokument
enthaltenen Informationen existiert,
so gelten diese schriftlich
vereinbarten Bedingungen.
Handbuchteilenummer
U3606-90020
Ausgabe
Sechste Ausgabe, 4. Mai 2012
Agilent Technologies, Inc.
5301 Stevens Creek Blvd.
Santa Clara, CA 95052 USA
Technologielizenzen
Sicherheitshinweise
VORSICHT
Ein Hinweis mit der Überschrift
VORSICHT weist auf eine Gefahr hin.
Er macht auf einen Betriebsablauf
oder ein Verfahren aufmerksam, der
bzw. das bei unsachgemäßer
Durchführung zur Beschädigung des
Produkts oder zum Verlust wichtiger
Daten führen kann. Setzen Sie den
Vorgang nach dem Hinweis
VORSICHT nicht fort, wenn Sie die
darin aufgeführten Hinweise nicht
vollständig verstanden haben und
einhalten können.
WARNUNG
Die in diesem Dokument beschriebene
Hardware und/oder Software wird unter
einer Lizenz bereitgestellt und kann nur
gemäß der Lizenzbedingungen verwendet
oder kopiert werden.
Nutzungsbeschränkungen
U.S. Government Restricted Rights
(eingeschränkte Rechte für die US-Regierung).
Die der Bundesregierung gewährten Rechte
bezüglich Software und technischer Daten gehen
nicht über diese Rechte hinaus, die
üblicherweise Endbenutzern gewährt werden.
Agilent stellt diese handelsübliche kommerzielle
Lizenz für Software und technische Daten gemäß
FAR 12.211 (technische Daten) und 12.212
II
(Computer-Software) – für das
US-Verteidigungsministerium – gemäß DFARS
252.227-7015 (technische Daten – kommerzielle
Produkte) und DFARS 227.7202-3 (Rechte an
kommerzieller Computer-Software oder
Computer-Software-Dokumentation) bereit.
Eine WARNUNG weist auf eine
Gefahr hin. Sie macht auf einen
Betriebsablauf oder ein Verfahren
aufmerksam, der bzw. das bei
unsachgemäßer Durchführung zu
Verletzungen oder zum Tod führen
kann. Setzen Sie den Vorgang nach
einem Hinweise mit der Überschrift
WARNUNG nicht fort, wenn Sie die
darin aufgeführten Hinweise nicht
vollständig verstanden haben und
einhalten können.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Sicherheitssymbole
Die folgenden Symbole auf dem Gerät und in der Dokumentation deuten auf Vorkehrungen hin,
die ausgeführt werden müssen, um den sicheren Betrieb dieses Geräts zu gewährleisten.
Gleichstrom (DC)
Aus (Netzteil)
Wechselstrom (AC)
Ein (Netzteil)
Sowohl Gleich- als auch Wechselstrom
Vorsicht, Stromschlagrisiko
Drei-Phasen-Wechselstrom
Vorsicht, Stromschlagrisiko (spezifische
Warn- und Vorsichtshinweise finden Sie im
Handbuch)
Anschluss an Schutzerde (Masse)
Vorsicht, heiße Oberfläche
Schutzleiteranschluss
Aus-Stellung eines bistabilen Druckknopfes
Rahmen- oder Gehäuseanschluss
Ein-Stellung eines bistabilen Druckknopfes
Equipotenzialität
CAT II
300 V
Kategorie II 300 V Überspannungsschutz
Ausrüstung ständig durch Doppelisolierung
oder verstärkte Isolierung geschützt
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
III
Allgemeine Sicherheitsinformationen
IV
WARNUNG
• Verwenden Sie das Gerät nicht, wenn es beschädigt ist. Prüfen Sie
vor Verwendung des Geräts das Gehäuse. Achten Sie auf Risse oder
fehlende Kunststoffteile. Setzen Sie das Gerät nicht im Bereich
explosiver Gase, Dämpfe oder Stäube ein.
• Verwenden Sie stets die im Lieferumfang des Geräts enthaltenen
Kabel.
• Beachten Sie vor dem Herstellen einer Verbindung alle auf dem Gerät
befindlichen Kennzeichnungen.
• Schalten Sie das Gerät und das Anwendungssystem aus, bevor Sie
Kabel an die E/A-Anschlüsse anschließen.
• Verwenden Sie für Servicearbeiten an dem Gerät nur angegebene
Ersatzteile.
• Verwenden Sie das Gerät niemals, wenn die Abdeckung entfernt oder
gelöst ist.
• Verwenden Sie ausschließlich das im Lieferumfang enthaltene
Netzteil des Herstellers, um mögliche Gefahren zu vermeiden.
VORSICHT
• Wenn das Gerät nicht in der vom Hersteller angegebenen Weise
verwendet wird, kann der Geräteschutz beeinträchtigt werden.
• Zur Reinigung des Gerätes dürfen ausschließlich trockene Tücher
verwendet werden. Ethylalkohol sowie andere flüchtige Lösungsmittel
dürfen nicht zum Reinigen des Geräts verwendet werden.
• Blockieren Sie nicht die Lüftungsöffnungen des Geräts.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Umgebungsbedingungen
Dieses Instrument ist für den Gebrauch in Räumen mit geringer Kondensation konstruiert. Die
nachstehende Tabelle enthält die allgemeinen Anforderungen an die Umgebungsbedingungen
für dieses Gerät.
Umgebungsbedingungen
Anforderungen
Betriebstemperatur
0 °C bis 55 °C
Lagerungstemperatur
-40 °C bis 70 °C
Relative Luftfeuchtigkeit
Bis zu 80% relative Luftfeuchtigkeit bei 30 °C (nicht
kondensierend)
HINWEIS
Das U3606A Multimeter|DC-Netzteil entspricht den folgenden Sicherheits- und
EMC-Anforderungen:
• IEC 61010-1:2001/EN61010-1:2001 (2. Ausgabe)
• Kanada: CAN/CSA-C22.2 No. 61010-1-04
• USA: ANSI/UL 61010-1:2004
• IEC 61326-1:2005/EN61326-1:2006
• CISPR11:2003/EN55011:2007, Gruppe 1 Klasse A
• Kanada: ICES/NMB-001:2004
• Australien/Neuseeland: AS/NZS CISPR 11:2004
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
V
Aufsichtsrechtliche Kennzeichnungen
Das CE-Zeichen ist eine registrierte
Marke der Europäischen Gemeinschaft.
Das CE-Zeichen gibt an, dass das
Produkt allen relevanten europäischen
rechtlichen Richtlinien entspricht.
Das C-Tick-Zeichen ist eine registrierte
Marke der Spectrum Management
Agency of Australia. Dies kennzeichnet
die Einhaltung der australischen
EMC-Rahmenrichtlinien gemäß den
Bestimmungen des Radio
Communication Act von 1992.
ICES/NMB-001gibt an, dass dieses
ISM-Gerät der kanadischen Norm
ICES-001 entspricht.
Cet appareil ISM est confomre a la
norme NMB-001 du Canada.
Dieses Gerät entspricht der
Kennzeichnungsanforderung gemäß
WEEE-Richtlinie (2002/96/EC). Dieses
angebrachte Produktetikett weist
darauf hin, dass Sie dieses
elektrische/elektronische Produkt
nicht im Hausmüll entsorgen dürfen.
Das CSA-Zeichen ist eine eingetragene
Marke der Canadian Standards
Association.
VI
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Europäische Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte
(Waste Electrical and Electronic Equipment, WEEE) 2002/96/EC
Dieses Gerät entspricht der Kennzeichnungsanforderung gemäß WEEE-Richtlinie
(2002/96/EC). Dieses angebrachte Produktetikett weist darauf hin, dass Sie dieses
elektrische/elektronische Produkt nicht im Hausmüll entsorgen dürfen.
Produktkategorie:
Im Bezug auf die Ausrüstungstypen in der WEEE-Richtlinie Zusatz 1, gilt dieses Instrument
als „Überwachungs- und Kontrollinstrument“.
Das angebrachte Produktetikett ist unten abgebildet.
Entsorgen Sie dieses Gerät nicht im Hausmüll
Zur Entsorgung dieses Instruments wenden Sie sich an die nächste Agilent Technologies
Geschäftsstelle oder besuchen Sie:
www.agilent.com/environment/product
Dort erhalten Sie weitere Informationen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
VII
In diesem Handbuch…
1
Erste Schritte
Dieses Kapitel dient dazu, das U3606A Multimeter|DC-Netzteil zur Nutzung vorzubereiten,
und enthält eine Kurzbeschreibung von vorderem Bedienfeld des Instruments, Anzeige,
Tastatur, Anschlüssen und Rückseite.
2
Betrieb als digitales Multimeter
Dieses Kapitel enthält detaillierte Informationen zur Durchführung von Messungen mit dem
U3606A Multimeter|DC-Netzteil. Außerdem werden dort die verschiedenen
Multimeterfunktionen und -merkmale des U3606A beschrieben.
3
DC-Netzteilbetrieb
Dieses Kapitel enthält Beispiele zum Betrieb des DC-Netzteils über das vordere Bedienfeld.
Die in diesem Kapitel aufgeführten Beispiele erläutern Ihnen auf einfache Weise die
Vorgehensweise bei der Programmierung der Ausgangsspannungs- und Stromfunktionen,
der Schutzfunktionen und zusätzlichen Quellfunktionen.
4
Systembezogene Funktionen
Dieses Kapitel enthält die verschiedenen Elemente und Einstellungen im Utility-Menü.
Dieses Kapitel befasst sich zudem mit der Vorgehensweise beim Speichern und Abrufen
des Instrumentenstatus des U3606A Multimeter|DC-Netzteil.
5
Überprüfungs- und Leistungstests
Dieses Kapitel umfasst die Verfahren zur Überprüfung der Instrumentenleistung. Die
Eingangsverbindungen und die Testeinrichtung für das jeweilige Prüfverfahren werden
ebenfalls in diesem Kapitel beschrieben.
6
Kalibrierungsverfahren
Dieses Kapitel beschreibt die Verfahren für die Instrumenteneinstellung (Kalibrierung).
Bevor Sie Einstellungen vornehmen können, müssen Sie das Instrument entsichern. Die
Schritte zum Sichern und Entsichern des Instruments für die Kalibrierung werden ebenfalls
in diesem Kapitel beschrieben.
VIII
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
7
Demontage und Reparatur
In diesem Kapitel werden Fehlerbehebungsmaßnahmen für Multimeter mit
Funktionsstörungen erläutert. Darüber hinaus wird erläutert, wie Sie den Kundendienst in
Anspruch nehmen können, sowie die austauschbaren Baugruppen aufgelistet.
8
Eigenschaften und Spezifikationen
Dieses Kapitel listet Spezifikationen, Umweltbedingungen und Eigenschaften des U3606A
auf.
9
Liste der Fehlermeldungen
Diese Kapitel enthält eine Zusammenfassung der Feldermeldungen des U3606A.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
IX
DECLARATION OF CONFORMITY
According to EN ISO/IEC 17050-1:2004
Manufacturer’s Name:
Manufacturer’s Address:
Agilent Technologies Microwave Products (M) Sdn Bhd
Bayan Lepas Free Industrial Zone
11900 Penang, Malaysia
Declares under sole responsibility that the product as originally delivered:
Product Name:
Model Number:
Product Option:
Multimeter / DC Power Supply
U3606A
This declaration covers all options of the above product(s)
complies with the essential requirements of the following applicable European Directives, and
carries the CE marking accordingly:
Low Voltage Directive (2006/95/EC)
EMC Directive (2004/108/EC)
and conforms with the following standards:
EMC
Standards
Limit
IEC61326-1:2005 / EN61326-1:2006
ƒ
CISPR 11:2003 / EN 55011:2007
Group 1 Class A
ƒ
IEC 61000-4-2:2001 / EN 61000-4-2:1995+A1:1998+A2:2001
4 kV CD, 8 kV AD
ƒ
IEC 61000-4-3:2002 / EN 61000-4-3:2002
3 V/m (80 MHz-1.0 GHz)
3 V/m (1.4 GHz-2.0 GHz)
1 V/m (2.0 GHz-2.7 GHz)
ƒ
IEC 61000-4-4:2004 / EN 61000-4-4:2004
0.5 kV signal lines, 1 kV power lines
ƒ
IEC 61000-4-5:2001 / EN 61000-4-5:1995:A1:2001
0.5 kV line-line, 1 kV line-ground
ƒ
IEC 61000-4-6:2003 / EN 61000-4-6:2007
3 V (0.15 MHz-80 MHz)
ƒ
IEC 61000-4-11:2004 / EN 61000-4-11:2004
100% Dip (0.5 cycle, 1 cycle)
30% Dip (25 cycles)
100% short interruptions (250 cycles)
Canada: ICES/NMB-001:2004
Australia/New Zealand: AS/NZS CISPR 11:2004
Safety
IEC 61010-1:2001 / EN 61010-1:2001
CAN/CSA-C22.2 No.61010-1-04
ANSI/UL61010-1:2004
206349
Additional Information:
The product was tested in a typical configuration with Agilent Technologies test systems.
This DoC applies to above-listed products placed on the EU market after:
6-May-09
Tay Eng Su
Date
Quality Manager
For further information, please contact your local Agilent Technologies sales office, agent or distributor,
or Agilent Technologies Deutschland GmbH, Herrenberger Straße 130, 71034 Böblingen, Germany.
Template: A5971-5302-2, Rev. E.00
X
U3606A
DoC Revision A
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Product Regulations
EMC
Standards
Performance Criteria
IEC61326-1:2005 / EN61326-1:2006
ƒ
CISPR 11:2003 / EN 55011:2007
ƒ
IEC 61000-4-2:2001 / EN 61000-4-2:1995+A1:1998+A2:2001
B
ƒ
IEC 61000-4-3:2002 / EN 61000-4-3:2002
A
ƒ
IEC 61000-4-4:2004 / EN 61000-4-4:2004
B
ƒ
IEC 61000-4-5:2001 / EN 61000-4-5:1995:A1:2001
B
ƒ
IEC 61000-4-6:2003 / EN 61000-4-6:2007
A
ƒ
IEC 61000-4-11:2004 / EN 61000-4-11:2004
Group 1 Class A
o
100% Dip (0.5 cycle)
A
o
100% Dip (1 cycle)
A
o
30% Dip (25 cycles)
A
o
100% Short Interruptions (250 cycles)
C
1
Performance Criteria:
A Pass - Normal operation, no effect.
B Pass - Temporary degradation, self recoverable.
C Pass - Temporary degradation, operator intervention required.
D Fail - Not recoverable, component damage.
N/A – Not applicable
Notes:
Regulatory Information for Canada
ICES/NMB-001:2004
This ISM device complies with Canadian ICES-001.
Cet appareil ISM est confomre à la norme NMB-001 du Canada.
Regulatory Information for Australia/New Zealand
This ISM device complies with Australian/New Zealand AS/NZS CISPR11:2004
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
XI
XII
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Inhalt
Inhalt
1
Erste Schritte
Einleitung 2
Messfunktionen 2
Ausgangsfunktionen 3
Systemfunktionen 3
Eingangsprüfung 4
Standardlieferumfang
4
Spannungsversorgung des Instruments
Anpassen des Handgriffs
5
6
So montieren Sie das Instrument in einem Rack
Stapeln des Instruments
8
Das Produkt auf einen Blick 9
Produktabmessungen 9
Das vordere Bedienfeld auf einen Blick
Die Anzeige auf einen Blick 11
Das Tastenfeld auf einen Blick 14
Die Anschlüsse auf einen Blick 19
Das hintere Bedienfeld auf einen Blick
2
7
10
22
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen 24
Durchführen von Spannungsmessungen 25
Durchführen von Strommessungen 29
Durchführen von Widerstandsmessungen (2-Draht) 33
Durchführen von Niedrigwiderstandsmessungen (4-Draht) 35
Durchführen vom Frequenz-, Impulsbreiten- und Arbeitszyklusmessungen
Durchführen von Kapazitätsmessungen 45
Durchführen von Durchgangstests 48
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
37
XIII
Inhalt
Durchführen von Diodentests
Auswählen eines Bereichs
50
53
Einstellung der Auflösung
54
Mathematische Operationen
Null 56
dBm-Messungen 58
dB-Messungen 59
MinMax 61
Grenzwert 63
Hold 66
55
Triggern des Multimeters 68
Triggern über das vordere Bedienfeld
Triggern über die Remoteschnittstelle
3
69
70
DC-Netzteilbetrieb
Basisbetrieb 74
Konstantspannungsmodus (CV)
Konstantstrommodus (CC) 76
74
Schutzfunktionen 78
Überspannungsschutz (OVP) 78
Überstromschutz (OCP) 81
Überspannungsgrenze (OV) 84
Überstromgrenze (OC) 86
Rechteckwellenausgabe
88
Durchlauffunktionen 93
Rampensignal 93
Abtastsignal 95
Auswählen eines Bereichs
Aktivieren des Ausgangs
XIV
97
98
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Inhalt
Remote-Abtastung
4
99
Systembezogene Funktionen
Verwenden des Utility-Menüs 108
Ändern der konfigurierbaren Einstellungen
109
Zusammenfassung des Utility-Menüs 111
Lesen von Fehlermeldungen 115
Lesen der Programmcoderevision 116
Anpassen der Anzeigehelligkeit 117
Ändern des Einschaltstatus 117
Konfigurieren des Signaltons 118
Verbindung mit einer Remoteschnittstelle 119
Durchführen eines Selbsttests 121
Auswählen eines dBm-Referenzwiderstandswerts
Einstellen des Ausgangsschutzstatus 123
Konfigurieren der Rampensignalparameter 124
Konfigurieren der Abtastsignalparameter 127
Einstellen der Glättungsfunktion 129
Aktivieren des Refresh Hold-Modus 132
Aktivieren des Datenhaltemodus 133
Speichern und Abrufen von Instrumentenstatus
Speichern eines Status 134
Abrufen eines gespeicherten Status 135
134
Remotebetrieb 136
Konfigurieren und Verbinden der GPIB-Schnittstelle
Konfigurieren und Verbinden der USB-Schnittstelle
SCPI-Befehle 139
5
122
137
138
Überprüfungs- und Leistungstests
Empfohlene Testausrüstung 142
Allgemeine Messtechniken 145
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
XV
Inhalt
Verwenden einer elektronischen Last 145
Anschließen des Stromüberwachungswiderstands
Überlegungen zum Test
145
146
Eingangsverbindungen 147
Einrichten des Null-Versatz-Prüftests 147
Einrichten des Verstärkungsprüftests 148
Testeinrichtung für Ausgabeüberprüfung 149
Überblick über die Überprüfungs- und Leistungstests
Selbsttest
154
155
Leistungsüberprüfungstests 156
Null-Versatz-Prüftests 156
Verstärkungsprüftests 158
Ausgabeüberprüfungstest 163
Weitere Überprüfungstests 173
Optionaler Kapazitätsverstärkungs-Überprüfungstest 173
Optionaler Überprüfungstest für Rechteckwellenausgabe 174
6
Kalibrierungsverfahren
Kalibrierungsübersicht 178
Elektronische Kalibrierung bei geschlossenem Gehäuse
Agilent Technologies Kalibrierungsservices 178
Kalibrierungsintervall 179
Einstellung wird empfohlen 179
Für die Kalibrierung erforderliche Zeit 179
Empfohlene Testausrüstung
Kalibrierungsprozess
178
180
181
Kalibrierungssicherheit 182
Entsichern des Instruments zur Kalibrierung 182
Ändern des Kalibrierungssicherheitscodes 185
XVI
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Inhalt
Zurücksetzen des Sicherheitscodes auf den Werksstandard
Kalibrierungszahl
185
188
Kalibrierungsmeldung
189
Verwendung des vorderen Bedienfelds für Einstellungen
Auswählen des Einstellungsmodus 190
Eingeben von Einstellungswerten 190
Abbrechen einer Kalibrierung in Bearbeitung 191
Allgemeines Kalibrierungsverfahren 192
190
Einstellungsverfahren 195
Null-Versatz-Einstellung 195
Verstärkungseinstellungen 197
Ausgabeeinstellungen 209
Beenden der Einstellungen 218
7
Demontage und Reparatur
Betriebs-Checkliste
Reinigen
220
221
Sicherungsaustausch 222
So tauschen Sie die Netzleitungssicherung aus 222
So tauschen Sie eine Stromeingangssicherung aus 224
Vorkehrungen gegen elektrostatische Entladung (ESD)
226
Mechanische Demontage 227
Allgemeine Demontage 227
Ersatzteile 235
So bestellen Sie Ersatzteile
Verfügbare Serviceleistungen
Verpackung für den Versand
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
236
237
238
XVII
Inhalt
8
Eigenschaften und Spezifikationen
Produkteigenschaften
240
Spezifikationen des digitalen Multimeters 242
Spezifikationsannahmen 242
DC-Spezifikationen 243
Frequenzspezifikationen 246
Arbeitszyklus- und Impulsbreitenspezifikationen
Betriebsspezifikationen 248
Zusatzspezifikationen 249
247
Spezifikationen für DC-Netzteil 253
Sicherheitsaspekte 253
Spezifikationsannahmen 253
Leistungsspezifikationen 254
Zusatzspezifikationen 256
9
Liste der Fehlermeldungen
Fehlermeldungen 262
Befehlsfehler 263
Ausführungsfehler 264
Interne Fehler 265
Abfragefehler 265
Gerätespezifische Fehler 265
Selbsttestfehler 266
Kalibrierungsfehler 267
XVIII
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Liste der Abbildungen
Liste der Abbildungen
Abbildung 1-1
Abbildung 1-2
Abbildung 1-3
Abbildung 1-4
Abbildung 1-5
Abbildung 1-6
Abbildung 1-7
Abbildung 1-8
Abbildung 2-1
Abbildung 2-2
Abbildung 2-3
Abbildung 2-4
Abbildung 2-5
Abbildung 2-6
Abbildung 2-7
Abbildung 2-8
Abbildung 2-9
Abbildung 3-1
Abbildung 3-2
Abbildung 3-3
Abbildung 3-4
Abbildung 5-1
Abbildung 5-2
Abbildung 5-3
Abbildung 5-4
Abbildung 5-5
Abbildung 5-6
Abbildung 5-7
U3606A Griffanpassungen 6
U3606A Stapelrichtungen 8
U3606A Maße 9
Vorderes Bedienfeld des U3606A 10
VFD-Vollanzeige, wobei alle Segmente beleuchtet sind 11
Tastenfeld von U3606A für Multimeter- und Quellbetrieb 14
U3606A Anschlüsse 19
Hinteres Bedienfeld des U3606A 22
Anschlüsse zur Spannungsmessungs 25
Anschlussverbindungen für Strommessungen 29
Anschlüsse für 2-Draht-Widerstandsmessungen 33
Verbindungen für 4-Draht-Widerstandsmessungen 35
Anschlüsse für Frequenz-, Impulsbreiten- und
Arbeitszyklusmessungen über den Spannungspfad 37
Anschlüsse für Frequenz-, Impulsbreiten- und
Arbeitszyklusmessungen über den Strompfad 38
Anschlussverbindungen für Kapazitätsmessungen 46
Anschlüsse für Durchgangstests 48
Anschlüsse für Diodentests 50
Konstantspannungsmodus-Anschlussverbindungen 74
Konstantstrommodus-Anschlussverbindungen 76
Remote-Abtastverbindungen 100
Lokale Abtastverbindungen 100
Testeinrichtung für Null-Versatz-Überprüfung (Kurzschluss) 147
Testeinrichtung für DC-Spannungs-, AC-Spannungs-,
Widerstands- und Kapazitätsverstärkungsüberprüfung 148
Testeinrichtung für DC-Strom- und
AC-Stromverstärkungsüberprüfung 148
Testeinrichtung für Frequenzverstärkungsüberprüfung 149
Testeinrichtung für CV-Programmierungs- und
Rücklesegenauigkeitsüberprüfung 149
Testeinrichtung für CV-Last- und
Leitungsregelungsüberprüfung 150
Testeinrichtung für CV-Geräuschwirkungsüberprüfung 150
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
XIX
Liste der Abbildungen
Abbildung 5-8
Abbildung 5-9
Abbildung 5-10
Abbildung 5-11
Abbildung 5-12
Abbildung 5-13
Abbildung 6-1
XX
Testeinrichtung für
Lasteinschwing-Antwortzeit-Überprüfung 151
Testeinrichtung für CC-Programmierungs- und
Rücklesegenauigkeitsüberprüfung 151
Testeinrichtung für CC-Leitungs- und
Lastregelungsüberprüfung 152
Testeinrichtung für CC-Geräuschwirkungsüberprüfung 152
Testeinrichtung für Rechteckwellenausgabeüberprüfung 153
Antwortzeit für Laständerungen 168
Position der SECUR-Pads 186
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Liste der Tabellen
Liste der Tabellen
Tabelle 1-1
Tabelle 1-2
Tabelle 1-3
Tabelle 1-4
Tabelle 2-1
Tabelle 2-2
Tabelle 2-3
Tabelle 2-4
Tabelle 2-5
Tabelle 2-6
Tabelle 2-7
Tabelle 2-8
Tabelle 2-9
Tabelle 2-10
Tabelle 2-11
Tabelle 2-12
Tabelle 3-1
Tabelle 4-1
Tabelle 4-2
Tabelle 4-3
Tabelle 4-4
Tabelle 5-1
Tabelle 5-2
Tabelle 5-3
Tabelle 5-4
Tabelle 5-5
Tabelle 5-6
Tabelle 5-7
Tabelle 5-8
Tabelle 5-9
U3606A Meldeanzeigen 11
U3606A Tastenfeldfunktionen 15
Eingangsanschlüsse für Messfunktionen 20
Ausgangsanschlüsse für Quellfunktionen 21
DC-Spannungsmessung in der Übersicht 26
Übersicht zur AC-Spannungsmessung 27
Übersicht zur DC-Strommessung 30
Übersicht zur AC-Strommessung 31
Übersicht zur Widerstandsmessung 34
Übersicht zur Niedrigwiderstandsmessung 36
Übersicht zur Frequenzmessung (Spannungspfad) 39
Übersicht zur Frequenzmessung (Strompfad) 42
Übersicht zur Kapazitätsmessung 47
Übersicht zur Durchgangsfunktion 49
Übersicht zur Diodenfunktion 51
Übersicht zu mathematischen Operationen 55
Verfügbare Frequenzen für die Rechteckwellenausgabe 90
Beschreibung der Utility-Menütasten 108
Beschreibungen der Elemente im Utility-Menü 111
Rampensignalparameter 124
Abtastsignalparameter 127
Empfohlene Testausrüstung für Leistungsprüfverfahren 142
Null-Versatz-Prüftests 157
DC-Spannungsverstärkungs-Überprüfungstest 158
DC-Spannungsverstärkungs-Überprüfungstest 159
AC-Spannungsverstärkungs-Überprüfungstest 160
AC-Stromverstärkungs-Überprüfungstest 161
Widerstandsverstärkungs-Überprüfungstest 161
Frequenzverstärkungs-Überprüfungstest 162
Überprüfungstest für Konstantspannungs-Programmierung und
Rücklesegenauigkeit 163
Tabelle 5-10 Überprüfungstest für Konstantspannungs-Lastwirkung 164
Tabelle 5-11 Überprüfungstest für Konstantspannungsquellenwirkung 166
Tabelle 5-12 Überprüfungstest für Konstantstrom-Programmierung und
Rücklesegenauigkeit 169
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XXI
Liste der Tabellen
Tabelle 5-13
Tabelle 5-14
Tabelle 5-15
Tabelle 5-16
Tabelle 5-17
Tabelle 5-18
Tabelle 6-1
Tabelle 6-2
Tabelle 6-3
Tabelle 6-4
Tabelle 6-5
Tabelle 6-6
Tabelle 6-7
Tabelle 6-8
Tabelle 6-9
Tabelle 6-10
Tabelle 6-11
Tabelle 6-12
Tabelle 7-1
Tabelle 8-1
Tabelle 8-2
Tabelle 8-3
Tabelle 8-4
Tabelle 8-5
Tabelle 8-6
Tabelle 8-7
Tabelle 8-8
Tabelle 8-9
Tabelle 8-10
Tabelle 8-11
Tabelle 9-1
Tabelle 9-2
Tabelle 9-3
Tabelle 9-4
XXII
Überprüfungstest für Konstantstrom-Lastwirkung 170
Überprüfungstest für die Konstantstromquellenwirkung 171
Optionaler Kapazitätsverstärkungs-Überprüfungstest 173
Überprüfungstest für Rechteckwellenamplituden-Ausgabe 175
Überprüfungstest für Rechteckwellenfrequenz-Ausgabe 175
Überprüfungstest für Rechteckwellen-Arbeitszyklus-Ausgabe 176
Empfohlene Testausrüstung für Einstellungsverfahren 180
Gültige Verstärkungseinstellungs-Eingabewerte 198
DC-Spannungsverstärkungseinstellung 200
AC-Spannungsverstärkungseinstellung 202
Frequenzverstärkungseinstellung 203
Widerstandverstärkungseinstellung 204
DC-Stromverstärkungs-Einstellungsverfahren 206
AC-Stromverstärkungseinstellung 207
Kapazitätsverstärkungseinstellung 208
Gültige Ausgabeeinstellungsniveaus 209
Einstellung der Konstantstromausgabe 211
Einstellung der Konstantspannungsausgabe 214
Liste austauschbarer Teile 235
DC-Genauigkeitsspezifikationen ±(% des Messwerts + % des
Bereichs) 243
AC-Genauigkeitsspezifikationen ±(% des Messwerts + % des
Bereichs) 245
Frequenzgenauigkeitsspezifikationen ±(% des Messwerts + % des
Bereichs) 246
Frequenzempfindlichkeit während Spannungsmessung 246
Frequenzempfindlichkeit während Stromstärkenmessung 247
Auflösung und Genauigkeit des Arbeitszyklus und der
Impulsbreite 247
Lesegeschwindigkeit (typisch) 248
Leistungsspezifikationen des DC-Netzteils 254
Spezifikationen der Rechteckwellenausgabe 257
Spezifikationen für Abtastausgabe 259
Spezifikationen der Rampenausgabe 259
Liste der Befehlsfehler 263
Liste der Ausführungsfehler 264
Liste der internen Fehler 265
Liste der Abfragefehler 265
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Liste der Tabellen
Tabelle 9-5 Liste der gerätespezifischen Fehler 265
Tabelle 9-6 Liste der Selbsttestfehler 266
Tabelle 9-7 Liste der Kalibrierungsfehler 267
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
XXIII
Liste der Tabellen
XXIV
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
U3606A Multimeter|DC-Netzteil
Benutzer- und Servicehandbuch
1
Erste Schritte
Einleitung 2
Messfunktionen 2
Ausgangsfunktionen 3
Systemfunktionen 3
Eingangsprüfung 4
Standardlieferumfang 4
Spannungsversorgung des Instruments 5
Anpassen des Handgriffs 6
So montieren Sie das Instrument in einem Rack 7
Das Produkt auf einen Blick 9
Produktabmessungen 9
Das vordere Bedienfeld auf einen Blick 10
Die Anzeige auf einen Blick 11
Das Tastenfeld auf einen Blick 14
Die Anschlüsse auf einen Blick 19
Das hintere Bedienfeld auf einen Blick 22
Dieses Kapitel dient dazu, das U3606A Multimeter|DC-Netzteil zur Nutzung
vorzubereiten, und enthält eine Kurzbeschreibung von vorderem Bedienfeld
des Instruments, Anzeige, Tastatur, Anschlüssen und Rückseite.
Agilent Technologies
1
1
Erste Schritte
Einleitung
Einleitung
Die Einheit Agilent U3606A Multimeter|DC-Netzteil ist eine Kombination aus einem
5½-stelligen digitalen Multimeter und einem 30-W-Einzelausgangs-Zweibereichs-DC-Netzteil
mit Rechteckwellengenerator. Diese beiden verschiedenen Module können simultan und
unabhängig voneinander arbeiten und stellen eine effiziente, komfortable und
kostengünstige Testlösung dar.
Das U3606A hat eine Höhe von 2½U (Rack-Einheit) und kann sowohl auf dem
Arbeitstisch aufgestellt als auch im Rack montiert werden.
Mithilfe der Bedienelemente auf dem vorderen Bedienfeld können Sie
Messparameter, mathematische Operationen, Ausgangsparameter,
Schutzfunktionen und Instrumenteneinstellungen einstellen.
Die Rückseite weist einen GPIB- und USB-Schnittstellenanschluss als auch zur
Remote-Abtastung geeignete Ausgangsanschlüsse auf.
Bei Betrieb über die Remoteschnittstelle kann das U3606A sowohl als
Empfänger als auch Sender eingesetzt werden. Bei Einsatz eines externen
Steuergeräts (z. B. PC) können Sie das U3606A anweisen, eine Messung
vorzunehmen, als Quelle zu dienen oder Daten über die GPIB- oder
USB-Schnittstellen zurückzusenden.
Messfunktionen
• 5½-stellig, 120.000-Zähler
• Spannungs- und Stromstärkemessung – DC, AC (True-RMS) und AC+DC
• 2-Draht-Widerstandsmessung bis zu 100 MΩ
• 4-Draht-Niedrigwiderstandsmessung (100 mΩ bis 10 Ω)
• Durchgangs- und Diodentest
• Frequenz-, Impulsbreite- und Arbeitszyklusmessung – über Spannungsoder Stromstärkepfad
• Kapazitätsmessung
• Automatische und manuelle Bereichsauswahl
• Mathematische Operationen für Null-, Dezibel (dBm und dB)-Messungen,
Statistik (MinMax), Grenzwert und Anhalten der Messung
• Triggern für Lokal- und Remote-Betrieb
2
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Erste Schritte
Einleitung
1
Ausgangsfunktionen
• Einzelausgang zwei Bereiche – S1 (30 V/1 A) oder S2 (8 V/3 A)
• Konstantspannungs- und Konstantstromstärkenversorgung
• Überspannungs- und Überstromsicherung
• Remote-Abtastung zur Kompensation des Spannungsabfalls in
Verbraucherleitungen
• Rechteckwellengenerator mit auswählbaren Parametern für Amplitude,
Frequenz, Arbeitszyklus und Impulsbreite
• Ausgang bei Deaktivierung im Standby-Modus
• Rampensignalfunktion mit fester Zeit für voreingestellte Stufe und
Endamplitude
• Abtastsignalfunktion mit Voreinstellung von Zeit, Stufe und Endamplitude
• Hervorragende Last- und Leitungsregulierung
• Geringe Restwelligkeit und geringes Rauschen
Systemfunktionen
• Gut sichtbare Vakuumfluoreszenzanzeige (VFD)
• Integrierte GPIB (IEEE-488)- und USB-Schnittstelle, E/A-Einrichtung
erfolgt mühelos über das vordere Bedienfeld
• USB 2.0-Hochgeschwindigkeitsschnittstelle – USBTMC488.2-kompatibel
• Kompatibel mit Standardbefehlen für programmierbare Instrumente (SCPI)
• Automatischer Einschaltselbsttest
• Fehlermeldungen werden am vorderen Bedienfeld angezeigt
• Benutzerkalibrierung über vorderes Bedienfeld und Remoteschnittstelle –
Softwarekalibrierung, keine internen physikalischen Einstellungen
• Sechzehn Speicherplätze für benutzerdefinierte Betriebsstatus
• Tragbares, robustes Gehäuse mit rutschfesten Füssen
• Kensington-Sicherheitsschlitz – Diebstahlsicherungssystem
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
3
1
Erste Schritte
Eingangsprüfung
Eingangsprüfung
Wenn Sie das Instrument erhalten, prüfen Sie die Einheit auf offensichtliche
Beschädigungen wie z. B. defekte Anschlüsse oder Risse, Beulen und Kratzer
auf dem Gehäuse, die während des Transports entstanden sind.
Wenn Sie eine Beschädigung feststellen, wenden Sie sich umgehend an das
nächste Sales Office.Agilent Die Vorderseite dieses Handbuchs enthält die
Garantieinformationen.
Standardlieferumfang
Überprüfen Sie, ob Sie das folgende Zubehör mit Ihrer Einheit erhalten haben.
Wenn etwas fehlt oder beschädigt sein sollte, wenden Sie sich an das nächste
Agilent Verkaufsbüro.
✔ Stromkabel
✔ U8201A Kombi-Messleitungssatz (Messleitungen, Abgreifklemmen,
SMT-Greifer, Punktmesssonden, Minigreifer)
✔ Schnittstellenkabel USB Standard-A zu Typ-B
✔ Gedrucktes Agilent U3606A Multimeter|DC-Netzteil Schnellstarthandbuch
✔ Agilent Automation-Ready CD-ROM (enthält die Agilent IO Libraries Suite)
✔ Agilent U3606A Product Reference CD-ROM
✔ Zertifikat für die Kalibrierung
Bewahren Sie die Originalverpackung auf, falls das Gerät U3606A an
zurückgeschickt werden muss.Agilent Wenn Sie das Gerät U3606A zum
Service einsenden, bringen Sie ein Etikett mit Informationen zum Besitzer und
Modellnummer an. Fügen Sie auch eine Kurzbeschreibung des Problems bei.
4
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Erste Schritte
Spannungsversorgung des Instruments
1
Spannungsversorgung des Instruments
Verbinden Sie das Netzkabel mit dem AC-Netzanschluss (Position des
AC-Netzanschlusses siehe „Das hintere Bedienfeld auf einen Blick“ auf
Seite 22). Der Netzkabelstecker sollte nur in eine Steckdose mit Schutzerdung
gesteckt werden. Schalten Sie das Instrument mit dem Netzschalter ein.
Die Anzeige auf der Vorderseite ist beleuchtet, während das U3606A seinen
Einschalt-Selbsttest durchführt. (Falls das Instrument sich nicht einschalten
lässt, siehe „Betriebs-Checkliste“ auf Seite 220). Ist der Selbsttest erfolgreich,
wechselt das U3606A in den Normalbetrieb.
Wenn es zum ersten Mal eingeschaltet wird, startet das U3606A in den folgenden Modi:
• DC-Spannungsmessfunktion mit aktivierter automatischer Bereichsauswahl und
• Konstantspannungsmodus (CV) mit deaktivierter Ausgabe (im Standby).
Automatische Bereichsauswahl aktiviert
DC-Spannungsmessung
Konstantspannungsmodus
Ausgang im Standby-Modus
Bei nachfolgendem Aus- und Einschalten kehrt das U3606A standardmäßig zum
letzten Status vor dem Ausschalten zurück. Dieses Verhalten kann im Utility-Menü
geändert werden. Weitere Details zur Änderung der Einschalteinstellung des
Instruments siehe „Ändern des Einschaltstatus“ auf Seite 117.
HINWEIS
• Wenn der Selbsttest nicht erfolgreich verläuft, wird eine Fehlermeldung auf
der rechten Seite der Anzeige angezeigt. Um die Fehlernummer zu lesen,
müssen Sie auf das Utility-Menü zugreifen. Drücken Sie auf Shift > Utility,
um das Utility-Menü zu öffnen. In „Lesen von Fehlermeldungen“ auf
Seite 115 erhalten Sie weitere Informationen.
• Das Utility-Menü bietet einen umfangreicheren Selbsttest. In „Verwenden
des Utility-Menüs“ auf Seite 108 erhalten Sie weitere Informationen. In dem
unwahrscheinlichen Fall, dass der Selbsttest wiederholt fehlschlägt,
wenden Sie sich an das nächstgelegene Agilent Vertriebsbüro.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
5
1
Erste Schritte
Anpassen des Handgriffs
Anpassen des Handgriffs
Fassen Sie den Griff zum Ausrichten an den Seiten und ziehen Sie ihn heraus.
Drehen Sie den Griff dann in die gewünschte Position. Die verschiedenen
möglichen Positionen sind unten dargestellt.
Anzeigepositionen
auf Unterlage
Trageposition
Abbildung 1-1
6
U3606A Griffanpassungen
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Erste Schritte
So montieren Sie das Instrument in einem Rack
1
So montieren Sie das Instrument in einem Rack
Sie können das U3606A mithilfe eines der drei optional verfügbaren Sätze in
einem standardmäßigen 19-Zoll-Rack montieren. Anleitungen und
Montageteile sind in jedem Rackmontagesatz enthalten. Jedes Agilent
Technologies Instrument derselben Größe kann neben dem U3606A
Multimeter|DC-Netzteil im Rack montiert werden.
1 Entfernen Sie vor der Rackmontage des Instruments den Tragegriff sowie
den vorderen und hinteren Gummipuffer.
2 Um den Griff zu entfernen, drehen Sie ihn in eine vertikale Position, und
ziehen Sie die Enden nach außen.
3 Um einen Gummipuffer zu entfernen, ziehen Sie an einer Ecke und streifen
ihn ab.
4 Bestellen Sie für die Rackmontage eines einzelnen Instruments
U3606A-ICM (den Adaptersatz 34190A).
5 Um zwei Instrumente nebeneinander in einem Rack zu montieren, bestellen
Sie U3606A-ICN (den Lock-link-Satz 34194A und den Flanschsatz 34191A).
Verwenden Sie auf jeden Fall die Halteschienen im Rack. Diese
Konfiguration gilt nur für zwei nebeneinander montierte U3606A.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
7
1
Erste Schritte
Stapeln des Instruments
Stapeln des Instruments
Wenn Sie mehrere Einheiten von U3606A Multimeter|DC-Netzteil erworben
haben, können Sie die Einheiten übereinander stapeln. Der Warnhinweis
Stackable Direction an der Unterseite des vorderen und hinteren
Gummipuffers gibt deren Ausrichtung an.
Die Gummipuffer sind so konzipiert, dass sie den darüber gestapelten
Einheiten festen Sitz bieten und unerwünschte Bewegungen vermeiden. Sie
können beliebig viele Einheiten übereinander stapeln.
Stapelrichtungsanzeige
Abbildung 1-2
8
U3606A Stapelrichtungen
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Erste Schritte
Das Produkt auf einen Blick
1
Das Produkt auf einen Blick
Produktabmessungen
105 mm
329 mm
255 mm
Abbildung 1-3
U3606A Maße
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
9
1
Erste Schritte
Das Produkt auf einen Blick
Das vordere Bedienfeld auf einen Blick
1
2
3
5
7
8
4
Abbildung 1-4
Vorderes Bedienfeld des U3606A
Element
10
6
Beschreibung
1
Quellanschlüsse
Positiver (FORCE +) und negativer (FORCE -) Anschluss für
Quellbetrieb und 4-Draht-Niedrigwiderstandsmessung.
2
Vakuumfluoreszenzan
zeige
Zeigt die Instrumenteneinstellungen und Messwerte an. Eine vollständige
Liste aller Anzeigen siehe „Die Anzeige auf einen Blick“ auf Seite 11.
3
Multimeter-Anschlüsse
Positive (SENSE +) und negative (SENSE -) Anschlüsse für
Multimeter-Betrieb.
4
Multimeter-Funktions
tasten
Funktionstasten für Multimeter-Betrieb. Eine vollständige Liste aller
Multimeter-Tastenfunktionen siehe „Multimeter-Betrieb“ auf Seite 16.
5
Tasten für automatische
und manuelle
Bereichsauswahl
Auswählen eines manuellen Bereichs für den Multimeter-Betrieb
bzw. Aktivieren der automatischen Bereichsauswahl. In „Auswählen
eines Bereichs“ auf Seite 53 erhalten Sie weitere Informationen.
6
Quellfunktionstasten
Funktionstasten für Quellbetrieb. Eine vollständige Liste aller
Quelltastenfunktionen siehe „Quellbetrieb“ auf Seite 17.
7
Lokal-/Shift-Taste
Durchführen der Shift-Funktionen und Aktivieren des Betriebs über
das vordere Bedienfeld während der Remote-Sperre. In „Verwenden
der Shift-Taste“ auf Seite 14 erhalten Sie weitere Informationen.
8
Ein-/Ausschalttaste
Schaltet das Netzteil ein bzw. aus. In „Spannungsversorgung des
Instruments“ auf Seite 5 erhalten Sie weitere Informationen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Erste Schritte
Das Produkt auf einen Blick
1
Die Anzeige auf einen Blick
Abbildung 1-5
VFD-Vollanzeige, wobei alle Segmente beleuchtet sind
Halten Sie zur Anzeige der gesamten Anzeige (mit Beleuchtung aller Segmente)
Hold gedrückt, während Sie das U3606A einschalten. Drücken Sie nach Anzeige der
gesamten Anzeige erneut auf Hold, um den normalen Betrieb wieder aufzunehmen.
Tabelle 1-1
U3606A Meldeanzeigen
Meldeanzeige
Beschreibung
Ein einzelner Messwert wird von den Eingangsanschlüssen (+ SENSE -)
übernommen
Trig
Einzel-Trigger-Modus aktiviert
Hold
Math. Hold-Operation aktiviert
MinMaxAvg
Math. MinMax-Operation aktiviert
Avg
Wenn Avg blinkt, ist die Glättungsfunktion aktiviert
Null
Math. Null-Operation aktiviert
Diodentestfunktion ausgewählt
Durchgangstestfunktion ausgewählt
Widerstands-(2-Draht)-Messung ausgewählt
Shift
Shift-Modus ausgewählt
Limit
Math. Grenzwertoperation aktiviert
Auto
Automatische Bereichsauswahl ausgewählt
DC-Messung ausgewählt
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
11
1
Erste Schritte
Das Produkt auf einen Blick
Tabelle 1-1
U3606A Meldeanzeigen (Fortsetzung)
Meldeanzeige
Beschreibung
AC-Messung ausgewählt
AC+DC-Messung ausgewählt
ºC
Temperatureinheit Celsius (Funktion nicht anwendbar mit U3606A)
ºF
Temperatureinheit Fahrenheit (Funktion nicht anwendbar mit U3606A)
dB
Dezibeleinheit relativ zu 1 dBm
dBm
Dezibeleinheit relativ zu 1 mW
ms
Impulsbreiteeinheit
%
Arbeitszykluseinheit
MkΩ
Widerstandseinheiten: Ω, kΩ, MΩ
MkHz
Frequenzeinheiten: Hz, kHz, MHz
mV
Spannungseinheiten: mV, V
mA
Stromstärkeeinheiten: mA, A
μnF
Kapazitätseinheiten: nF, μF
EXT
Remote-Abtastungsmodus aktiviert
CC
Konstantstrommodus ausgewählt
CV
Konstantspannungsmodus ausgewählt
Lo Ω
Niedrigwiderstands-(4-Draht)-Messung ausgewählt
Rechteckwellenausgabe ausgewählt
12
S1
Ausgangsbereich S1 ausgewählt – 30 V/1 A
S2
Ausgangsbereich S2 ausgewählt – 8 V/3 A
V
Spannungseinheit: V für Konstantspannungsmodus
A
Stromstärkeeinheit: A für Konstantstrommodus
Hz
Frequenzeinheit: Hz für Rechteckwellenausgabe
LOG
Laufende Datenprotokollierung (Funktion nicht anwendbar mit U3606A)
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Erste Schritte
Das Produkt auf einen Blick
Tabelle 1-1
1
U3606A Meldeanzeigen (Fortsetzung)
Meldeanzeige
Beschreibung
Store
Ausgewählten Instrumentstatus speichern
Recall
Ausgewählten Instrumentstatus abrufen
Ramp
Rampensignalausgabe ausgewählt
Scan
Abtastsignalausgabe ausgewählt
Error
Mindestens ein Fehler in der Fehlerschlange
Rmt
Remoteschnittstellensteuerung aktiv
OV
Überspannungsbedingung aktiv
OC
Überstrombedingung aktiv
OUT
Ausgang ist an den Ausgangsanschlüssen (+ FORCE -) und
Remote-Abtastungsanschlüssen (rückseitiger Ausgang) aktiviert
SBY
Ausgang im Standby-Modus (deaktiviert)
ms
Impulsbreiteeinheit für Rechteckwellenausgabe
%
Arbeitszykluseinheit für Rechteckwellenausgabe
V
Spannungseinheit: V für Überspannungssicherung
A
Stromstärkeeinheit: A für Überstromsicherung
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
13
1
Erste Schritte
Das Produkt auf einen Blick
Das Tastenfeld auf einen Blick
Abbildung 1-6
Tastenfeld von U3606A für Multimeter- und Quellbetrieb
Die Funktion jeder Taste ist nachstehend dargestellt. Durch Tastendruck wird
der aktuelle Betrieb geändert, eine entsprechende Meldeanzeige auf der
Anzeige beleuchtet und ein Tastenton (Piepen) erzeugt.
Verwenden der Shift-Taste
Das vordere Bedienfeld umfasst zwei Tastenreihen zur Auswahl verschiedener
Funktionen und Operationen. Die meisten Tasten verfügen über eine Shift-Funktion,
die in blau oberhalb der Taste aufgedruckt ist. So führen Sie eine Shift-Funktion aus:
Drücken Sie zuerst auf Shift. (Die Shift-Meldeanzeige leuchtet auf.) Drücken Sie
anschließend die Taste mit der gewünschten blau gedruckten Bezeichnung.
Der Zugriff auf die Funktionen/Operationen dBm, Store, Lo Ω, Limit, Auto, Protect, Limit,
4½ 5½, Recall, Trig, Utility, Save, Exit, EXT und Range ist nur über die Shift-Taste möglich.
Shift-Meldeanzeige
Um z. B. die mathematische Grenzwertoperation zu aktivieren, drücken Sie zuerst
Shift. Während die Shift-Meldeanzeige beleuchtet ist, drücken Sie MinMax (Limit).
Wenn Sie versehentlich auf Shift drücken, jedoch keine Shift-Funktion ausführen möchten,
drücken Sie die Taste einfach erneut, um die Shift-Meldeanzeige zu deaktivieren. Falls
nach dem Drücken von Shift 3 Sekunden lang kein Tastendruck erfolgt, kehrt das
Instrument zum Normalbetrieb zurück (die Shift-Meldeanzeige wird ausgeschaltet).
14
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Erste Schritte
Das Produkt auf einen Blick
Tabelle 1-2
1
U3606A Tastenfeldfunktionen
Taste
Beschreibung
Systembezogene Funktionen
Drücken Sie auf Power, um U3606A Multimeter|DC-Netzteil ein- oder auszuschalten.
• Drücken Sie auf Shift, um eine Shift-Funktion auszuführen. In „Verwenden der
Shift-Taste“ auf Seite 14 erhalten Sie weitere Informationen.
• Drücken Sie auf Shift, um die Tasten des vorderen Bedienfelds während der Sperre im
Remote-Betrieb freizugeben. In „Remotebetrieb“ auf Seite 136 erhalten Sie weitere Informationen.
Drücken Sie auf Shift > Utility, um das Utility-Menü zu öffnen. In „Verwenden des
Utility-Menüs“ auf Seite 108 erhalten Sie weitere Informationen.
• Drücken Sie auf
oder
, um zwischen den Elementen des Utility-Menüs zu wechseln.
• Drücken Sie auf
oder
, um den Cursor nach links oder rechts zu bewegen.
• In „Verwenden des Utility-Menüs“ auf Seite 108 und „Ändern der konfigurierbaren
Einstellungen“ auf Seite 109 erhalten Sie weitere Informationen.
• Drücken Sie auf
oder
, um den Bearbeitungsmodus im Utility-Menü für
konfigurierbare Einstellungen aufzurufen.
• Drücken Sie auf
oder
, um zwischen zwei Werten zu wechseln, einen Wert aus
der Liste auszuwählen oder einen Wert zu verringern oder zu erhöhen.
• In „Verwenden des Utility-Menüs“ auf Seite 108 und „Ändern der konfigurierbaren
Einstellungen“ auf Seite 109 erhalten Sie weitere Informationen.
Drücken Sie Shift > Save, um die im Bearbeitungsmodus vorgenommenen Änderungen zu
speichern. In „Ändern der konfigurierbaren Einstellungen“ auf Seite 109 erhalten Sie
weitere Informationen.
• Drücken Sie Shift > Exit, um den Bearbeitungsmodus oder das Utility-Menü ohne
Speichern zu verlassen. In „Ändern der konfigurierbaren Einstellungen“ auf Seite 109
erhalten Sie weitere Informationen.
• Drücken Sie Shift > Exit, um eine mathematische Operation (Null, dBm, dB, MinMax,
Limit, Hold) ein- oder auszuschalten. In „Mathematische Operationen“ auf Seite 55
erhalten Sie weitere Informationen.
Drücken Sie Shift > Store, um einen Instrumentstatus zu speichern. In „Speichern eines
Status“ auf Seite 134 erhalten Sie weitere Informationen.
Drücken Sie Shift > Recall, um einen vorher gespeicherten Instrumentstatus abzurufen. In
„Abrufen eines gespeicherten Status“ auf Seite 135 erhalten Sie weitere Informationen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
15
1
Erste Schritte
Das Produkt auf einen Blick
Tabelle 1-2
U3606A Tastenfeldfunktionen (Fortsetzung)
Taste
Beschreibung
Multimeter-Betrieb
Drücken Sie auf
V , um zwischen den Spannungsmessfunktionen DC, AC und AC+DC
zu wechseln. In „Durchführen von Spannungsmessungen“ auf Seite 25 erhalten Sie
weitere Informationen.
I , um zwischen den Strommessfunktionen DC, AC und AC+DC zu
Drücken Sie auf
wechseln. In „Durchführen von Strommessungen“ auf Seite 29 erhalten Sie weitere
Informationen.
• Drücken Sie auf
, um die Widerstandsmessfunktion (2-Draht) auszuwählen. In
„Durchführen von Widerstandsmessungen (2-Draht)“ auf Seite 33 erhalten Sie weitere
Informationen.
• Drücken Sie erneut auf
, um die Durchgangstestfunktion auszuwählen. In
„Durchführen von Durchgangstests“ auf Seite 48 erhalten Sie weitere Informationen.
Drücken Sie auf Shift > Lo Ω, um die Niedrigwiderstands-Messfunktion (4-Draht)
auszuwählen. In „Durchführen von Niedrigwiderstandsmessungen (4-Draht)“ auf Seite 35
erhalten Sie weitere Informationen.
Drücken Sie auf Hz ms %, um zwischen den Messfunktionen für Frequenz (Hz), Impulsbreite
(ms) und Arbeitszyklus (%) für den Spannungs- oder Strompfad zu wechseln.[1] In
„Durchführen vom Frequenz-, Impulsbreiten- und Arbeitszyklusmessungen“ auf Seite 37
erhalten Sie weitere Informationen.
• Drücken Sie auf
, um die Diodentestfunktion auszuwählen. In „Durchführen von
Diodentests“ auf Seite 50 erhalten Sie weitere Informationen.
• Drücken Sie erneut auf
, um die Kapazitätsmessfunktion auszuwählen. In
„Durchführen von Kapazitätsmessungen“ auf Seite 45 erhalten Sie weitere Informationen.
Drücken Sie auf Null, um die mathematische Null-Operation zu aktivieren. In „Null“ auf
Seite 56 erhalten Sie weitere Informationen.
Drücken Sie auf Shift > dBm, um den gemessenen Spannungswert in dBm zu konvertieren.
In „dBm-Messungen“ auf Seite 58 erhalten Sie weitere Informationen.
Drücken Sie auf Shift > dBm > dB, um den gemessenen Spannungswert in dB zu
konvertieren. In „dB-Messungen“ auf Seite 59 erhalten Sie weitere Informationen.
Drücken Sie auf MinMax, um statistische Daten für die aktuellen Messwerte zu speichern.
In „MinMax“ auf Seite 61 erhalten Sie weitere Informationen.
16
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Erste Schritte
Das Produkt auf einen Blick
Tabelle 1-2
Taste
1
U3606A Tastenfeldfunktionen (Fortsetzung)
Beschreibung
Drücken Sie auf Shift > Limit, um die mathematische Limit-Operation zu aktivieren. In
„Grenzwert“ auf Seite 63 erhalten Sie weitere Informationen.
Drücken Sie auf Hold, um einen Messwert innerhalb der jeweiligen Abweichungs- und
Schwellenwerte zu erfassen und anzuhalten.[2] In „Hold“ auf Seite 66 erhalten Sie weitere
Informationen.
• Drücken Sie auf
, um einen höheren Bereich auszuwählen und die automatische
Bereichsauswahl zu deaktivieren.
• Drücken Sie auf
, um einen niedrigeren Bereich auszuwählen und die automatische
Bereichsauswahl zu deaktivieren.
• In „Auswählen eines Bereichs“ auf Seite 53 erhalten Sie weitere Informationen.
Drücken Sie auf Shift > Auto, um die automatische Bereichsauswahl zu aktivieren und die
manuelle Bereichsauswahl zu deaktivieren. In „Auswählen eines Bereichs“ auf Seite 53
erhalten Sie weitere Informationen.
Drücken Sie auf Shift > 4½ 5½, um zwischen 4½-stelligem und 5½-stelligem Modus zu
wechseln. In „Einstellung der Auflösung“ auf Seite 54 erhalten Sie weitere Informationen.[3]
Drücken Sie auf Shift > Trig, um den Einzel-Trigger-Modus zu aktivieren. In „Triggern des
Multimeters“ auf Seite 68 erhalten Sie weitere Informationen.
Quellbetrieb
Drücken Sie auf Voltage, um die CV-Ausgabe zu wählen. Verwenden Sie die
Richtungstasten, um einen angemessenen Spannungswert auszuwählen. In
„Konstantspannungsmodus (CV)“ auf Seite 74 erhalten Sie weitere Informationen.
Drücken Sie auf Current, um die CC-Ausgabe zu wählen. Verwenden Sie die
Richtungstasten, um einen angemessenen Stromwert auszuwählen. In
„Konstantstrommodus (CC)“ auf Seite 76 erhalten Sie weitere Informationen.
• Drücken Sie auf
, um die Rechteckwellenausgabe auszuwählen. Stellen Sie
mithilfe der Richtungstasten die Spannungsamplitude ein.
• Drücken Sie erneut auf
, um die Arbeitszyklus-, Impulsbreiten- und
Spannungsamplitudeneinstellungen zu durchlaufen.
• In „Rechteckwellenausgabe“ auf Seite 88 erhalten Sie weitere Informationen.
Wenn die
-Meldeanzeige blinkt, drücken Sie
Frequenzen zu durchlaufen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
oder
, um die verfügbaren
17
1
Erste Schritte
Das Produkt auf einen Blick
Tabelle 1-2
Taste
U3606A Tastenfeldfunktionen (Fortsetzung)
Beschreibung
Während die
-Meldeanzeige blinkt, verwenden Sie die Tasten
und
, um die
Spannungsamplitude einzustellen oder die verfügbaren Werte für Arbeitszyklus oder
Impulsbreite zu durchlaufen.
Drücken Sie auf Sweep, um die Rampen- und Abtast-Durchlauffunktionen zu durchlaufen
oder um den Durchlaufmodus für die ausgewählte Ausgabe (CV oder CC) zu deaktivieren.[4]
In „Durchlauffunktionen“ auf Seite 93 erhalten Sie weitere Informationen.
Drücken Sie auf Shift > Limit, um den Überstromgrenzwert für die CV-Ausgabe bzw. den
Überspannungsgrenzwert für die CC-Ausgabe festzulegen. In „Schutzfunktionen“ auf
Seite 78 erhalten Sie weitere Informationen.
Drücken Sie auf Shift > Protect, um den Überstromsicherungswert für die CV-Ausgabe
bzw. den Überspannungssicherungswert für die CC-Ausgabe festzulegen.[5] In
„Schutzfunktionen“ auf Seite 78 erhalten Sie weitere Informationen.
Drücken Sie auf Shift > Range, um zwischen Bereich S1 (30 V/1 A) und Bereich S2 (8 V/
3 A) umzuschalten.[6] In „Auswählen eines Bereichs“ auf Seite 97 erhalten Sie weitere
Informationen.
Drücken Sie auf OSBUTY , um zwischen Ausgabe (OUT) und Quell-Standby (SBY) zu wechseln.
In „Aktivieren des Ausgangs“ auf Seite 98 erhalten Sie weitere Informationen.
Drücken Sie auf Shift > EXT, um die Remote-Abtastung zu aktivieren. In
„Remote-Abtastung“ auf Seite 99 erhalten Sie weitere Informationen.
[1] Der Spannungspfad ist der Standardpfad, wenn Sie die Frequenzmessfunktion auswählen. Um für Frequenz-, Impulsbreiteund Arbeitszyklusmessungen zum Strompfad zu wechseln, drücken Sie zuerst auf
I und anschließend auf Hz ms %.
[2] Die Abweichungs- und Schwellenwerte für das Aktualisieren von „Hold“ können über das Utility-Menü konfiguriert werden.
In Kapitel 4, „Systembezogene Funktionen“, ab Seite 107 erhalten Sie weitere Informationen zum Utility-Menü.
[3] Für die Durchgangs- und Diodentestfunktionen ist eine 4½-stellige Auflösung festgelegt. Kapazitätsmessungen sind auf eine
3½-stellige Auflösung festgelegt.
[4] Die Durchlauffunktionen sind nur zugänglich, wenn das U3606A sich im Konstantspannungs- oder Konstantstrommodus
befindet. Die Durchlauffunktionen können nicht aufgerufen werden, solange das U3606A sich im
Rechteckwellenausgabe-Modus befindet.
[5] Überstromstärken- und Überspannungsschutzfunktion sind nur aktiv, wenn der Ausgangsschutzstatus aktiviert ist. Weitere
Informationen siehe Kapitel 4, „Einstellen des Ausgangsschutzstatus“, ab Seite 123
[6] Sie können den Bereich nur ändern, wenn die Instrumentenausgabe sich im Standby befindet (die SBY-Meldeanzeige
leuchtet auf).
18
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Erste Schritte
Das Produkt auf einen Blick
1
Die Anschlüsse auf einen Blick
VORSICHT
Um eine Beschädigung des Geräts zu vermeiden, überschreiten Sie
nicht die Eingangsbeschränkung.
Positive Ausgangsanschlüsse (
)
Negative Ausgangsanschlüsse (
)
Positive Eingangsanschlüsse (V,
,
,
)
Negative Eingangsanschlüsse (LO)
Positive Eingangsanschlüsse (I)
Stromeingangssicherung
Abbildung 1-7
U3606A Anschlüsse
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
19
1
Erste Schritte
Das Produkt auf einen Blick
Tabelle 1-3
Eingangsanschlüsse für Messfunktionen
Funktion
Eingangsanschlüsse (+ SENSE -)
1.000 VRMS in allen Bereichen, < 0,3 A
Kurzschluss
DC-Spannungsmessung
AC-Spannungsmessung
Eingangsschutz
V
LO
Frequenz-, Arbeitszyklus- und
Impulsbreitenmessung über den
Spannungspfad
750 VRMS für alle Bereiche
Kapazitätsmessung
LO
1.000 VRMS in allen Bereichen, < 0,3 A
Kurzschluss
Diodentest
LO
1.000 VRMS in allen Bereichen, < 0,3 A
Kurzschluss
LO
1.000 VRMS in allen Bereichen, < 0,3 A
Kurzschluss
LO
1.000 VRMS in allen Bereichen, < 0,3 A
Kurzschluss
Widerstands-(2-Draht)-Messung
Durchgangstest
Niedrigwiderstands-(4-Draht)-Messung
1.000 VDC in allen Bereichen, 3,15 A/
250 V FF-Sicherung
DC-Stromstärkenmessung
AC-Stromstärkenmessung
Frequenz-, Arbeitszyklus- und
Impulsbreitenmessung über den
Strompfad
20
I
LO
3,15 A/500 V FF-Sicherung
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Erste Schritte
Das Produkt auf einen Blick
Tabelle 1-4
1
Ausgangsanschlüsse für Quellfunktionen
Funktion
Ausgangsanschlüsse (+ FORCE -)
Maximalausgabe
Konstantspannungsausgabe
• Amplitude: 0 V bis 30 V[1]
• OCP
• S1: 0 A bis 1,1 A
• S2: 0 A bis 3,3 A
• OC:
• S1: 0 A bis 1,05 A
• S2: 0 A bis 3,15 A
Konstantstromausgabe
• Amplitude: 0 A bis 3 A[1]
• OVP:
• S1: 0 V bis 33 V
• S2: 0 V bis 8,8 V
• OV:
• S1: 0 V bis 31,5 V
• S2: 0 V bis 8,4 V
Rampenausgabe
• Amplitude:
• CV: 0 V bis 30 V[1]
• CC: 0 A bis 3 A[1]
• Anzahl der Schritte: 1 bis 10.000
Schritte
Abtastausgabe
• Amplitude:
• CV: 0 V bis 31,5 V[1]
• CC: 0 A bis 3,15 A[1]
• Anzahl der Schritte: 1 bis 100
Schritte
• Verweilzeit: 1 bis 99 Sek.
Rechteckwellenausgabe
•
•
•
•
Amplitude: 0 V bis 30 V[1]
Frequenz: 27 vordefinierte Werte
Arbeitszyklus: 256 Schritte
Impulsbreite: 256 Schritte
[1] Begrenzt bei ausgewähltem Bereich, S1 (30 V/1 A) oder S2 (8 V/3 A). In „Auswählen eines Bereichs“ auf Seite 97 finden
Sie weitere Informationen zur Auswahl eines passenden Bereichs.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
21
1
Erste Schritte
Das Produkt auf einen Blick
Das hintere Bedienfeld auf einen Blick
3
1
4
5
2
9
7
6
Abbildung 1-8
Hinteres Bedienfeld des U3606A
Element
22
8
Beschreibung
1
AC-Netzanschluss
Achten Sie darauf, dass das Netzkabel fest im Netzkabelanschluss auf
der Rückseite des Instruments sitzt. In „Spannungsversorgung des
Instruments“ auf Seite 5 erhalten Sie weitere Informationen.
2
AC-Leitungssicherung
Um den Schutz zu gewährleisten, ersetzen Sie diese Sicherung nur
durch eine Sicherung mit angegebenem Typ und Nennwert.
3
Lüfter
Lüfter zum Kühlen des Instruments.
4
Kensington-Sicherheit
Diebstahlsicherungssystem unter Verwendung von Kensington-Schlössern.
sschlitz
5
GPIB-Schnittstellenan Physische GPIB (IEEE-488)-Schnittstelle. In „Konfigurieren und Verbinden
schluss
der GPIB-Schnittstelle“ auf Seite 137 erhalten Sie weitere Informationen.
6
Gehäuseerdungsansc
hluss
Mit Erdung oder Einheitengehäuse verbinden, um durch Masseschleifen
verursachtes Rauschen zu verhindern.
7
Hintere
Ausgangsanschlüsse
Rückseitenanschlüsse zur Remote-Abtastung. In
„Remote-Abtastung“ auf Seite 99 erhalten Sie weitere Informationen.
8
Kurzschlussleiste
Zum Kurzschließen der hinteren Ausgangs- und
Abtastungsanschlüsse (+ und - sowie +S und -S).
9
USB-Schnittstellenan
schluss
Physische USB-Schnittstelle des Typs B. In „Konfigurieren und Verbinden
der USB-Schnittstelle“ auf Seite 138 erhalten Sie weitere Informationen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
U3606A Multimeter|DC-Netzteil
Benutzer- und Servicehandbuch
2
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen 24
Durchführen von Spannungsmessungen 25
Durchführen von Strommessungen 29
Durchführen von Widerstandsmessungen (2-Draht) 33
Durchführen von Niedrigwiderstandsmessungen (4-Draht) 35
Durchführen vom Frequenz-, Impulsbreiten- und
Arbeitszyklusmessungen 37
Durchführen von Kapazitätsmessungen 45
Durchführen von Durchgangstests 48
Durchführen von Diodentests 50
Auswählen eines Bereichs 53
Einstellung der Auflösung 54
Mathematische Operationen 55
Null 56
dBm-Messungen 58
dB-Messungen 59
MinMax 61
Grenzwert 63
Hold 66
Triggern des Multimeters 68
Triggern über das vordere Bedienfeld 69
Triggern über die Remoteschnittstelle 70
Dieses Kapitel enthält detaillierte Informationen zur Durchführung von
Messungen mit dem U3606A Multimeter|DC-Netzteil. Außerdem werden dort
die verschiedenen Multimeterfunktionen und -merkmale des U3606A
beschrieben.
Agilent Technologies
23
2
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
Vornehmen von Messungen
Auf den folgenden Seiten werden viele mit dem U3606A durchführbare Typen
von Messungen vorgestellt, und Sie erfahren, wie Sie die Verbindungen für
jede Messung herstellen.
HINWEIS
• Die meisten grundsätzlichen Messungen sind mit den werkseitigen
Einstellungen des Instruments durchführbar.
• Informationen zum Remote-Betrieb finden Sie in den Untersystemen
MEASure, CONFigure und CALCulate der U3606A Programmer’s
Reference.
VORSICHT
24
Stellen Sie vor jeder Messung sicher, dass Sie die richtigen
Anschlüsse verwenden. Schließen Sie die Testleitungen für jede
Messung wie gezeigt an. Um eine Beschädigung des Geräts zu
vermeiden, überschreiten Sie nicht die Eingangsbeschränkung.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
2
Durchführen von Spannungsmessungen
Herstellen der Verbindungen
Schließen Sie die Testleitungen wie nachstehend gezeigt an:
–
AC- oder
DC-Spannungsquelle
+
Abbildung 2-1
HINWEIS
Anschlüsse zur Spannungsmessungs
• Das U3606A wählt standardmäßig automatisch einen geeigneten
Bereich für Spannungsmessungen aus(automatische Bereichsauswahl).
Weitere Informationen zur manuellen Bereichsauswahl finden Sie in
„Auswählen eines Bereichs“ auf Seite 53.
• Die Auflösung von U3606A ist standardmäßig auf 5½ Stellen
eingestellt. Weitere Informationen zur Änderung der Auflösung finden
Sie in „Einstellung der Auflösung“ auf Seite 54.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
25
2
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
Messen der DC-Spannung
1 Drücken Sie auf
V , um DC-Spannungsmessungen durchzuführen. (Die
DC-Meldeanzeige wird in der Anzeige angezeigt.)
DC-Meldeanzeige
Tabelle 2-1
DC-Spannungsmessung in der Übersicht
Element
Beschreibung
Verfügbare Bereiche
19,9999 mV, 100,000 mV, 1,00000 V, 10,0000 V, 100,000 V, 1000,00 V
Messverfahren
Sigma-Delta-A/D-Wandler
Eingangsimpedanz
10 MΩ ± 2%-Bereich (typisch) parallel zu Kapazität < 120 pF
Eingangsschutz
1.000 VRMS in allen Bereichen, < 0,3 A Kurzschluss
2 Verbinden Sie die roten und schwarzen Testleitungen mit den
Eingangsanschlüssen V (rot) und LO (schwarz) gemäß Darstellung in
Abbildung 2-1.
3 Prüfen Sie die Testpunkte und lesen Sie die Anzeige.
26
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
2
Messen der AC-Spannung
1 Drücken Sie
V erneut (bis die AC-Meldeanzeige in der Anzeige angezeigt
wird), um AC-Spannungsmessungen durchzuführen.
AC-Meldeanzeige
Tabelle 2-2
Übersicht zur AC-Spannungsmessung
Element
Beschreibung
Verfügbare Bereiche
100,000 mV, 1,00000 V, 10,0000 V, 100,000 V, 750,00 V
Messverfahren
AC-gekoppelt, True RMS
Eingangsimpedanz
1 MΩ ± 2%-Bereich (typisch) parallel zu Kapazität < 120 pF
Eingangsschutz
750 VRMS in allen Bereichen
Scheitelfaktor
Für < 5:1-Fehler inklusive. Begrenzt durch den Spitzeneingang und
100 kHz Bandbreite. Maximal 3,0 bei Skalenendwert.
Spitzenwerteingabe
300% des Bereichs. Begrenzt durch maximale Eingabe.
2 Verbinden Sie die roten und schwarzen Testleitungen mit den
Eingangsanschlüssen V (rot) und LO (schwarz) gemäß Darstellung in
Abbildung 2-1.
3 Prüfen Sie die Testpunkte und lesen Sie die Anzeige.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
27
2
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
Messen von AC- und DC-Spannung
Das U3606A Multimeter|DC-Netzteil umfasst ein True-RMS-Multimeter, das
nicht nur für Sinuswellen einen genauen RMS-Messwert, sondern zudem
andere AC-Signale wie Sinus-, Dreieck- und treppenförmige Wellen ohne
DC-Versatz ausgibt. Sie können das gemessene AC-Signal jedoch mit
DC-Versatz ausgeben, indem Sie die AC+DC-Funktion wählen.
Die AC+DC-Spannungsmessung misst AC-Spannung mit DC-Versatz.
V (bis die AC+DC-Meldeanzeige in der Anzeige
1 Drücken Sie erneut auf
angezeigt wird), um AC+DC-Spannungsmessungen vorzunehmen.
AC+DC-Meldeanzeige
2 Verbinden Sie die roten und schwarzen Testleitungen mit den
Eingangsanschlüssen V (rot) und LO (schwarz) gemäß Darstellung in
Abbildung 2-1.
3 Prüfen Sie die Testpunkte und lesen Sie die Anzeige.
28
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
2
Durchführen von Strommessungen
Herstellen der Verbindungen
Schließen Sie die Testleitungen wie nachstehend gezeigt an:
–
AC- oder
DC-Stromquelle
+
Abbildung 2-2
HINWEIS
Anschlussverbindungen für Strommessungen
• Das U3606A wählt standardmäßig automatisch einen geeigneten
Bereich für Strommessungen aus (automatische Bereichsauswahl).
Weitere Informationen zur manuellen Bereichsauswahl finden Sie in
„Auswählen eines Bereichs“ auf Seite 53.
• Die Auflösung von U3606A ist standardmäßig auf 5½ Stellen
eingestellt. Weitere Informationen zur Änderung der Auflösung finden
Sie in „Einstellung der Auflösung“ auf Seite 54.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
29
2
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
Messen der DC-Stromstärke
1 Drücken Sie auf
I , um die DC-Strommessung vorzunehmen. (Die
DC-Meldeanzeige wird in der Anzeige angezeigt.)
DC-Meldeanzeige
Tabelle 2-3
Übersicht zur DC-Strommessung
Element
Beschreibung
Verfügbare Bereiche
10,0000 mA, 100,000 mA, 1,00000 A, 3,0000 A
Messverfahren
Sigma-Delta-A/D-Wandler
Lastspannung und
Nebenschlusswiderstand
•
•
•
•
Eingangsschutz
Sicherungsschutz mit einer 3,15 A/500 V Sicherung (FF)
< 0,2 V, 10 Ω für 10 mA-Bereich
< 0,2 V, 1 Ω für 100 mA-Bereich
< 0,3 V, 0,1 Ω für 1 A-Bereich
< 0,7 V, 0,01 Ω für 3 A-Bereich
2 Verbinden Sie die roten und schwarzen Testleitungen mit den
Eingangsanschlüssen I (rot) und LO (schwarz) gemäß Darstellung in
Abbildung 2-2.
3 Prüfen Sie die Testpunkte und lesen Sie die Anzeige.
30
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
2
Messen von AC-Strom (RMS)
1 Drücken Sie
I erneut (bis die AC-Meldeanzeige in der Anzeige angezeigt
wird), um AC-Strommessungen durchzuführen.
AC-Meldeanzeige
Tabelle 2-4
Übersicht zur AC-Strommessung
Element
Beschreibung
Verfügbare Bereiche
10,0000 mA, 100,000 mA, 1,00000 A, 3,0000 A
Messverfahren
AC-gekoppelt, True RMS
Lastspannung und
Nebenschlusswiderstand
•
•
•
•
Eingangsschutz
Sicherungsschutz mit einer 3,15 A/500 V Sicherung (FF)
Scheitelfaktor
Für < 5:1-Fehler inklusive. Begrenzt durch den Spitzeneingang und
100 kHz Bandbreite. Maximal 3,0 bei Skalenendwert.
Spitzenwerteingabe
300% des Bereichs. Begrenzt durch maximale Eingabe.
< 0,2 V/10 Ω für 10 mA-Bereich
< 0,2 V/1 Ω für 100 mA-Bereich
< 0,3 V/0,1 Ω für 1 A-Bereich
< 0,7 V/0,01 Ω für 3 A-Bereich
2 Verbinden Sie die roten und schwarzen Testleitungen mit den
Eingangsanschlüssen I (rot) und LO (schwarz) gemäß Darstellung in
Abbildung 2-2.
3 Prüfen Sie die Testpunkte und lesen Sie die Anzeige.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
31
2
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
Messen von AC- und DC-Strom
Das U3606A Multimeter|DC-Netzteil umfasst ein True-RMS-Multimeter, das
nicht nur für Sinuswellen einen genauen RMS-Messwert, sondern zudem
andere AC-Signale wie Sinus-, Dreieck- und treppenförmige Wellen ohne
DC-Versatz ausgibt. Sie können das gemessene AC-Signal jedoch mit
DC-Versatz ausgeben, indem Sie die AC+DC-Funktion wählen.
Die AC+DC-Strommessung misst AC-Strom mit DC-Versatz.
I erneut (bis die AC+DC-Meldeanzeige in der Anzeige
1 Drücken Sie
angezeigt wird), um AC+DC-Strommessungen durchzuführen.
AC+DC-Meldeanzeige
2 Verbinden Sie die roten und schwarzen Testleitungen mit den
Eingangsanschlüssen I (rot) und LO (schwarz) gemäß Darstellung in
Abbildung 2-2.
3 Prüfen Sie die Testpunkte und lesen Sie die Anzeige.
32
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
2
Durchführen von Widerstandsmessungen (2-Draht)
VORSICHT
Trennen Sie den Schaltkreis und entladen Sie alle
Hochspannungskondensatoren, bevor Sie den Widerstand oder die
Leitfähigkeit messen oder den Durchgang am Strom testen, um möglichen
Schaden am U3606A oder an dem Gerät, das Sie testen, zu verhindern.
Herstellen der Verbindungen
Schließen Sie die Testleitungen wie nachstehend gezeigt an:
Widerstand
Teststrom
Abbildung 2-3
HINWEIS
Anschlüsse für 2-Draht-Widerstandsmessungen
• Das U3606A wählt standardmäßig automatisch einen geeigneten Bereich
für 2-Draht-Widerstandsmessungen aus (automatische Bereichsauswahl).
Weitere Informationen zur manuellen Bereichsauswahl finden Sie in
„Auswählen eines Bereichs“ auf Seite 53.
• Die Auflösung von U3606A ist standardmäßig auf 5½ Stellen
eingestellt. Weitere Informationen zur Änderung der Auflösung finden
Sie in „Einstellung der Auflösung“ auf Seite 54.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
33
2
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
Messungswiderstand
1 Drücken Sie auf
Tabelle 2-5
, um 2-Draht-Widerstandsmessungen durchzuführen.
Übersicht zur Widerstandsmessung
Element
Beschreibung
Verfügbare Bereiche
100,000 Ω, 1,00000 kΩ, 10,0000 kΩ, 100,000 kΩ, 1,00000 MΩ,
10,0000 MΩ, 100,000 MΩ
Messverfahren
2-Draht, Leerlaufspannung begrenzt auf < 5 V
Eingangsschutz
1.000 VRMS in allen Bereichen, < 0,3 A Kurzschluss
2 Verbinden Sie die roten und schwarzen Testleitungen mit den
Eingangsanschlüssen
(rot) und LO (schwarz) gemäß Darstellung in
Abbildung 2-3.
3 Prüfen Sie die Testpunkte und lesen Sie die Anzeige.
34
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
2
Durchführen von Niedrigwiderstandsmessungen (4-Draht)
VORSICHT
Trennen Sie den Schaltkreis und entladen Sie alle
Hochspannungskondensatoren, bevor Sie den Widerstand oder die
Leitfähigkeit messen oder den Durchgang am Strom testen, um möglichen
Schaden am U3606A oder an dem Gerät, das Sie testen, zu verhindern.
Bei Niedrigwiderstandsmessungen ist eine verzögerte Reaktion auf dem vorderen
Bedienfeld zu erwarten. Erhöhen Sie für den Remoteschnittstellenbetrieb den
Zeitüberschreitungswert der SCPI-Abfrage. (In der Regel 15.000 ms.)
Herstellen der Verbindungen
Schließen Sie die Testleitungen wie nachstehend gezeigt an:
Widerstand
Teststrom
Abbildung 2-4
HINWEIS
Verbindungen für 4-Draht-Widerstandsmessungen
• Das U3606A wählt standardmäßig automatisch einen geeigneten
Bereich für Strommessungen aus (automatische Bereichsauswahl).
Weitere Informationen zur manuellen Bereichswahl finden Sie in
„Auswählen eines Bereichs“ auf Seite 53.
• Die Auflösung von U3606A ist standardmäßig auf 5½ Stellen
eingestellt. Weitere Informationen zur Änderung der Auflösung finden
Sie in „Einstellung der Auflösung“ auf Seite 54.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
35
2
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
Messen von Niedrigwiderstand
1 Drücken Sie auf Shift > Lo Ω, um 4-Draht-Niedrigwiderstandsmessungen
durchzuführen. (Die Lo Ω-Meldeanzeige wird in der Anzeige angezeigt.)
Lo Ω-Meldeanzeige
Tabelle 2-6
Übersicht zur Niedrigwiderstandsmessung
Element
Beschreibung
Verfügbare Bereiche
100 mΩ, 1.000 mΩ, 10 Ω
Messverfahren
4-Draht, der Teststrom wird von den FORCE-Anschlüssen weg
geleitet und der Widerstand an den SENSE-Anschlüssen gemessen.
Eingangsschutz
• FORCE-Anschlüsse: 1.000 VDC in allen Bereichen,
Sicherungsschutz mit einer 3,15 A/250 V Sicherung (FF)
• SENSE-Anschlüsse: 1.000 VRMS in allen Bereichen, < 0,3 A
Kurzschluss
2 Verbinden Sie die roten und schwarzen Testleitungen mit den
Eingangsanschlüssen
(FORCE +) und
(FORCE -) gemäß Darstellung
in Abbildung 2-4.
3 Verbinden Sie die roten und schwarzen Testleitungen mit den
Eingangsanschlüssen
(SENSE +) und LO (SENSE -) gemäß Darstellung in
Abbildung 2-4.
4 Prüfen Sie die Testpunkte und lesen Sie die Anzeige.
36
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
2
Durchführen vom Frequenz-, Impulsbreiten- und
Arbeitszyklusmessungen
Für Frequenz-, Impulsbreiten- und Arbeitszyklusmessungen gibt zwei
Messpfade – Spannung oder Strom. Daher ist es vor der Einstellung der
Frequenzmessung ratsam, zunächst die AC-Spannungs- (siehe „Messen der
AC-Spannung“ auf Seite 27) oder die AC-Strommessungen (siehe „Messen von
AC-Strom (RMS)“ auf Seite 31) zu konfigurieren.
Herstellen der Verbindungen
Schließen Sie die Testleitungen wie nachstehend gezeigt an:
Frequenzquelle
Abbildung 2-5
Anschlüsse für Frequenz-, Impulsbreiten- und Arbeitszyklusmessungen
über den Spannungspfad
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
37
2
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
Frequenzquelle
Abbildung 2-6
HINWEIS
Anschlüsse für Frequenz-, Impulsbreiten- und Arbeitszyklusmessungen
über den Strompfad
• Der Bereich und die Auflösung der Frequenz-, Impulsbreiten- und
Arbeitszyklusmessung basiert auf der Konfiguration der AC-Spannungsoder AC-Strommessung (abhängig vom gewählten Pfad).
• Das U3606A wählt standardmäßig automatisch einen geeigneten
Bereich für AC-Spannungs- und AC-Strommessungen aus (automatische
Bereichsauswahl). Weitere Informationen zur manuellen Bereichswahl
finden Sie in „Auswählen eines Bereichs“ auf Seite 53.
• Die Auflösung von U3606A ist standardmäßig auf 5½ Stellen
eingestellt. Weitere Informationen zur Änderung der Auflösung finden
Sie in „Einstellung der Auflösung“ auf Seite 54.
VORSICHT
Wenn das gemessene Frequenzsignal unter 20 Hz liegt, müssen Sie
den Bereich für die AC-Spannungs- oder die AC-Strommessung
manuell einstellen, um einen stabilen Messwert zu erhalten. Weitere
Informationen zur manuellen Bereichswahl finden Sie in „Auswählen
eines Bereichs“ auf Seite 53.
38
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
2
Messfrequenz – Spannungspfad
Der Bereich und die Auflösung der Frequenzmessung über den
Spannungspfad basiert auf der Konfiguration der AC-Spannungsmessung.
1 Drücken Sie auf Hz ms %, um Frequenzmessungen über den Spannungspfad
durchzuführen. Die Anzeige für die AC-Spannungsmessung blinkt kurz auf,
bevor die Frequenzmessung angezeigt wird.
Tabelle 2-7
Übersicht zur Frequenzmessung (Spannungspfad)
Element
Beschreibung
Verfügbare Bereiche
100,000 mV, 1,00000 V, 10,0000 V, 100,000 V, 750,00 V – Bereich
basiert auf dem Spannungsniveau des Signals und nicht der Frequenz
Messverfahren
Wechselseitiges Zählverfahren
Signalebene
0,2 V bis 1,4 V
Eingangsschutz
1.000 VRMS in allen Bereichen, < 0,3 A Kurzschluss
2 Verbinden Sie die roten und schwarzen Testleitungen mit den
Eingangsanschlüssen V (rot) und LO (schwarz) gemäß Darstellung in
Abbildung 2-5.
3 Prüfen Sie die Testpunkte und lesen Sie die Anzeige.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
39
2
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
Messen der Impulsbreite – Spannungspfad
Der Bereich und die Auflösung der Impulsbreitenmessung über den
Spannungspfad basiert auf der Konfiguration der AC-Spannungsmessung.
1 Drücken Sie auf Hz ms %, um Frequenzmessungen über den Spannungspfad
durchzuführen. Die Anzeige für die AC-Spannungsmessung blinkt kurz auf,
bevor die Anzeige für die Frequenzmessung angezeigt wird.
2 Drücken Sie erneut auf Hz ms % (bis die Meldeanzeige für die Impulsbreite
in der Anzeige angezeigt wird), um Impulsbreitenmessungen vorzunehmen.
Impulsbreite-Meldeanzeige
3 Verbinden Sie die roten und schwarzen Testleitungen mit den
Eingangsanschlüssen V (rot) und LO (schwarz) gemäß Darstellung in
Abbildung 2-5.
4 Prüfen Sie die Testpunkte und lesen Sie die Anzeige.
40
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
2
Messen des Arbeitszyklus – Spannungspfad
Der Bereich und die Auflösung der Arbeitszyklusmessung über den
Spannungspfad basiert auf der Konfiguration der AC-Spannungsmessung.
1 Drücken Sie auf Hz ms %, um Frequenzmessungen über den Spannungspfad
durchzuführen. Die Anzeige für die AC-Spannungsmessung blinkt kurz auf,
bevor die Anzeige für die Frequenzmessung angezeigt wird.
2 Drücken Sie erneut auf Hz ms % (bis die Arbeitszyklusmeldeanzeige in der
Anzeige angezeigt wird), um Arbeitszyklusmessungen vorzunehmen.
Arbeitszyklus-Meldeanzeige
3 Verbinden Sie die roten und schwarzen Testleitungen mit den
Eingangsanschlüssen V (rot) und LO (schwarz) gemäß Darstellung in
Abbildung 2-5.
4 Prüfen Sie die Testpunkte und lesen Sie die Anzeige.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
41
2
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
Messen der Frequenz – Strompfad
Der Bereich und die Auflösung der Frequenzmessung über den Strompfad
basiert auf der Konfiguration der AC-Strommessung.
1 Drücken Sie auf
I > Hz ms %, um Frequenzmessungen über den
Strompfad vorzunehmen. Die Anzeige für die AC-Strommessung blinkt kurz
auf, bevor die Anzeige für die Frequenzmessung angezeigt wird.
Tabelle 2-8
Übersicht zur Frequenzmessung (Strompfad)
Element
Beschreibung
Verfügbare Bereiche
10,0000 mA, 100,000 mA, 1,00000 A, 3,0000 A – Bereich basiert auf
dem Stromniveau des Signals und nicht der Frequenz
Messverfahren
Wechselseitiges Zählverfahren
Signalebene
0,2 V bis 1,4 V
Eingangsschutz
Sicherungsschutz mit einer 3,15 A/500 V Sicherung (FF)
2 Verbinden Sie die roten und schwarzen Testleitungen mit den
Eingangsanschlüssen I (rot) und LO (schwarz) gemäß Darstellung in
Abbildung 2-6.
3 Prüfen Sie die Testpunkte und lesen Sie die Anzeige.
42
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
2
Messen der Impulsbreite – Strompfad
Der Bereich und die Auflösung der Impulsbreitenmessung über den
Strompfad basiert auf der Konfiguration der AC-Strommessung.
1 Drücken Sie auf
I > Hz ms %, um Frequenzmessungen über den Strompfad
vorzunehmen. Die Anzeige für die AC-Strommessung blinkt kurz auf, bevor
die Anzeige für die Frequenzmessung angezeigt wird.
2 Drücken Sie erneut auf Hz ms % (bis die Meldeanzeige für die Impulsbreite
in der Anzeige angezeigt wird), um Impulsbreitenmessungen vorzunehmen.
Impulsbreite-Meldeanzeige
3 Verbinden Sie die roten und schwarzen Testleitungen mit den
Eingangsanschlüssen I (rot) und LO (schwarz) gemäß Darstellung in
Abbildung 2-6.
4 Prüfen Sie die Testpunkte und lesen Sie die Anzeige.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
43
2
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
Messen des Arbeitszyklus – Strompfad
Der Bereich und die Auflösung der Arbeitszyklusmessung über den Strompfad
basiert auf der Konfiguration der AC-Strommessung.
1 Drücken Sie auf
I > Hz ms %, um Frequenzmessungen über den Strompfad
vorzunehmen. Die Anzeige für die AC-Strommessung blinkt kurz auf, bevor
die Anzeige für die Frequenzmessung angezeigt wird.
2 Drücken Sie erneut auf Hz ms % (bis die Arbeitszyklusmeldeanzeige in der
Anzeige angezeigt wird), um Arbeitszyklusmessungen vorzunehmen.
Arbeitszyklus-Meldeanzeige
3 Verbinden Sie die roten und schwarzen Testleitungen mit den
Eingangsanschlüssen I (rot) und LO (schwarz) gemäß Darstellung in
Abbildung 2-6.
4 Prüfen Sie die Testpunkte und lesen Sie die Anzeige.
44
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
2
Durchführen von Kapazitätsmessungen
Das U3606A Multimeter|DC-Netzteil misst die Kapazität, indem der
Kondensator über einen bestimmten Zeitraum mit einer bekannten
Stromstärke aufgeladen und anschließend die Spannung gemessen wird.
Tipps zum Messen:
• Zum Messen von Kapazitäten über 10.000 μF, entladen Sie zunächst den
Kondensator, und wählen anschließend einen angemessenen Bereich für
die Messung aus. Dadurch wird die Messgeschwindigkeit beschleunigt.
Stellen Sie zudem sicher, dass der richtige Kapazitätswert erhalten wird.
• Zum Messen von Kapazitätswerten, die größer als 1 mF sind, ist mit einer
verzögerten Reaktion auf der Anzeige des vorderen Bedienfelds zu rechnen.
Erhöhen Sie für den Remoteschnittstellenbetrieb den
Zeitüberschreitungswert der SCPI-Abfrage. (In der Regel > 10.000 ms.)
• Um kleine Kapazitäten zu messen, drücken Sie bei offenen Messleitungen
auf Null, um die Restkapazität des Instruments und der Leitungen zu
subtrahieren.
VORSICHT
Trennen Sie den Schaltkreis und entladen Sie alle
Hochspannungskondensatoren, bevor Sie die Kapazität messen, um
möglichen Schaden am U3606A oder an dem Gerät, das Sie testen, zu
verhindern. Um zu bestätigen, dass die Kondensatoren vollständig
entladen sind, verwenden Sie die DC-Spannungsmessung. In „Messen
der DC-Spannung“ auf Seite 26 erhalten Sie weitere Informationen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
45
2
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
Herstellen der Verbindungen
Schließen Sie die Testleitungen wie nachstehend gezeigt an:
–
Kapazität
+
Abbildung 2-7
HINWEIS
Anschlussverbindungen für Kapazitätsmessungen
• Das U3606A wählt standardmäßig automatisch einen geeigneten
Bereich für Kapazitätsmessungen aus (automatische Bereichsauswahl).
Weitere Informationen zur manuellen Bereichswahl finden Sie in
„Auswählen eines Bereichs“ auf Seite 53.
• Die Auflösung für die Kapazitätsmessung ist auf 3½ Stellen eingestellt.
46
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
2
Messen der Kapazität
1 Drücken Sie auf
Tabelle 2-9
, um Kapazitätsmessungen vorzunehmen.
Übersicht zur Kapazitätsmessung
Element
Beschreibung
Verfügbare Bereiche
1 nF, 10 nF, 100 nF, 1 μF, 10 μF, 100 μF, 1.000 μF, 10.000 μF
Messverfahren
Wird aus der Ladezeit bei konstanter Stromquelle berechnet,
typische Signalebene 0,2 bis 1,4 VAC
Eingangsschutz
1.000 VRMS in allen Bereichen, < 0,3 A Kurzschluss
2 Verbinden Sie die roten und schwarzen Testleitungen mit den
Eingangsanschlüssen
(rot) und LO (schwarz) gemäß Darstellung
Abbildung 2-7 auf Seite 46.
3 Prüfen Sie die Testpunkte und lesen Sie die Anzeige.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
47
2
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
Durchführen von Durchgangstests
VORSICHT
Trennen Sie den Schaltkreis und entladen Sie alle
Hochspannungskondensatoren, bevor Sie den Widerstand oder die
Leitfähigkeit messen oder den Durchgang am Strom testen, um möglichen
Schaden am U3606A oder an dem Gerät, das Sie testen, zu verhindern.
Herstellen der Verbindungen
Schließen Sie die Testleitungen wie nachstehend gezeigt an:
Offener oder
geschlossener
Schaltkreis
Teststrom
Abbildung 2-8
HINWEIS
Anschlüsse für Durchgangstests
• Das U3606A wählt standardmäßig automatisch einen geeigneten Bereich
für Durchgangsmessungen aus (automatische Bereichsauswahl). Weitere
Informationen zur manuellen Bereichswahl finden Sie in „Auswählen eines
Bereichs“ auf Seite 53.
• Die Auflösung für Durchgangsmessungen ist auf 3½ Stellen eingestellt.
48
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
2
Testen des Durchgangs
1 Drücken Sie
erneut (bis die Durchgangsmeldeanzeige in der Anzeige
angezeigt wird), um Durchgangsmessungen durchzuführen.
Durchgang-Meldeanzeige
Tabelle 2-10 Übersicht zur Durchgangsfunktion
Element
Beschreibung
Messverfahren
0,83 mA ± 0,2% konstante Stromquelle, Spannung des offenen
Schaltkreises beschränkt auf < 5 V
Akustisches Signal:
Durchgehendes Audiosignal, wenn der Messwert unterhalb des
Schwellenwerts für den Widerstand von 10 Ω im Bereich 1,0 kΩ liegt.
Eingangsschutz
1.000 VRMS in allen Bereichen, < 0,3 A Kurzschluss
2 Verbinden Sie die roten und schwarzen Testleitungen mit den
Eingangsanschlüssen
(rot) und LO (schwarz) gemäß Darstellung in
Abbildung 2-8.
3 Prüfen Sie die Testpunkte. Das Instrument gibt ein Signal aus, wenn die
Durchgangsmessung kleiner oder gleich dem Durchgangsschwellwert ist.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
49
2
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
Durchführen von Diodentests
VORSICHT
Trennen Sie den Schaltkreis und entladen Sie alle
Hochspannungskondensatoren, bevor Sie die Dioden testen, um möglichen
Schaden am U3606A oder an dem Gerät, das Sie testen, zu verhindern.
Herstellen der Verbindungen
Schließen Sie die Testleitungen wie nachstehend gezeigt an:
–
Vorwärtsspannung,
Diode
+
Teststrom
–
Sperrvorspannung,
Diode
+
Teststrom
Abbildung 2-9
50
Anschlüsse für Diodentests
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
HINWEIS
2
Die Auflösung für Diodentests ist auf 3½ Stellen eingestellt.
Überprüfen von Dioden
1 Drücken Sie
erneut (bis die Diodenmeldeanzeige in der Anzeige
angezeigt wird), um Diodenmessungen durchzuführen.
Dioden-Meldeanzeige
Tabelle 2-11 Übersicht zur Diodenfunktion
Element
Beschreibung
Messverfahren
0,83 mA ± 0,2% konstante Stromquelle
Akustisches Signal:
• Durchgängiges Signal, wenn der Pegel unter +50 mV DC liegt
• Einzelton bei normalen Durchlassvorspannungsdioden oder
Halbleiteranschlüssen von 0,3 V ≤ Messwert ≤ 0,8 V
Eingangsschutz
1.000 VRMS in allen Bereichen, < 0,3 A Kurzschluss
2 Verbinden Sie die roten und schwarzen Messleitungen entsprechend mit
den Eingangsanschlüssen
(rot) und LO (schwarz).
3 Schließen Sie das andere Ende der roten Messleitung an den positiven
Anschluss (Anode) und die schwarze Messleitung an den negativen
Anschluss (Kathode) an. Siehe Abbildung 2-9 auf Seite 50.
HINWEIS
Die Kathode einer Diode ist mit einem Streifen versehen.
4 Lesen Sie die Anzeige.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
51
2
Betrieb als digitales Multimeter
Vornehmen von Messungen
HINWEIS
Das U3606A kann eine Vorwärtsspannung von Dioden von bis zu 1,2 V
anzeigen. Die Vorwärtsspannung von typischen Dioden liegt im Bereich
0,3 V bis 0,8 V.
5 Tauschen Sie die Messleitungen aus und messen Sie die Spannung
innerhalb der Diode nochmals (siehe Abbildung 2-9 auf Seite 50). Bewerten
Sie die Diode gemäß den folgenden Richtlinien:
• Eine Diode wird als gut betrachtet, wenn das Multimeter im
Sperrvorspannungsmodus „OPEn“ anzeigt.
• Eine Diode wird als kurzgeschlossen betrachtet, wenn das U3606A
ungefähr 0 V im Durchlassvorspannungsmodus und im
Sperrvorspannungsmodus anzeigt und ein durchgängiges akustisches
Signal ertönt.
• Eine Diode wird als offen betrachtet, wenn das Multimeter „OPEn“ im
Vorwärtsspannungsmodus und im Sperrvorspannungsmodus anzeigt.
52
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Auswählen eines Bereichs
2
Auswählen eines Bereichs
Sie können das U3606A über die automatische Bereichsauswahl den Bereich
automatisch auswählen lassen oder Sie wählen einen festgelegten Bereich
mithilfe der manuellen Bereichsauswahl aus.
Die automatische Bereichsauswahl ist komfortabel, da das U3606A den geeigneten
Bereich für die Erkennung und Anzeige jeder Messung automatisch auswählt. Bei
der manuellen Bereichsauswahl werden jedoch bessere Leistungen erzielt, da das
U3606A den für jede Messung zu verwendeten Bereich nicht erst ermitteln muss.
Taste
Beschreibung
Drücken Sie auf
, um einen höheren Bereich auszuwählen und die
automatische Bereichsauswahl zu deaktivieren.
Drücken Sie auf
, um einen niedrigeren Bereich auszuwählen und die
automatische Bereichsauswahl zu deaktivieren.
Drücken Sie auf Shift > Auto, um die automatische Bereichsauswahl zu
aktivieren und die manuelle Bereichsauswahl zu deaktivieren.
• Die automatische Bereichsauswahl wird werkseitig beim Einschalten und
nach einer Remote-Rücksetzung ausgewählt.
• Manuelle Bereichsauswahl – Wenn das Eingangssignal höher ist, als mit
dem ausgewählten Bereich gemessen werden kann, bietet das Multimeter
folgende Überspannungswerte: „OL“ über das vordere Bedienfeld oder
„±9,9E+37“ über die Remote-Schnittstelle.
• Für Frequenz-, Impulsbreiten- und Arbeitszyklusmessungen gelten die
Bereiche für die Eingangsspannung oder den Eingangsstrom des Signals
und nicht der Frequenz.
• Der Bereich ist für Diodentests (1 VDC-Bereich) festgelegt.
• Das U3606A speichert die ausgewählte Bereichsmethode (automatische
oder manuelle Auswahl) und den ausgewählten manuellen Bereich für jede
Messfunktion.
• Schwellenwerte bei der automatischen Bereichsauswahl – Das U3606A
nimmt Bereichswechsel wie folgt vor:
• Unterer Bereich bei < 10% des Stromstärkebereichs
• Oberer Bereich bei > 120% des Stromstärkebereichs
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
53
2
Betrieb als digitales Multimeter
Einstellung der Auflösung
Einstellung der Auflösung
Sie können entweder eine 4½- oder 5½-stellige Auflösung für AC-Spannungs-,
DC-Spannungs-, AC+DC-Spannungs-, AC-Strom-, DC-Strom-, AC+DC-Strom,
2-Draht-Widerstands- und 4-Draht-Wiederstandmessungen wählen.
• 5½-stellige Messwerte bieten die beste Genauigkeit und Rauschunterdrückung.
• 4½-stellige Messwerte werden schneller bereitgestellt.
• Der Bereich- und die Auflösung der Frequenz-, Impulsbreiten und
Arbeitszyklusmessungen basiert auf der Konfiguration der AC-Spannungsoder AC-Stromfunktion.
• Durchgangs- und Diodentests weisen eine festgelegte 4½-stellige Anzeige auf.
• Kapazitätsmessungen weisen eine festgelegte 3½-stellige Anzeige auf.
Taste
Beschreibung
Drücken Sie auf Shift > 4½ 5½, um zwischen 4½-stelligem und
5½-stelligem Modus zu wechseln.
54
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Mathematische Operationen
2
Mathematische Operationen
Das U3606A bietet Multimeter|DC-Netzteil bietet sechs mathematische
Operationen: Nullmessungen, dB-Messungen, dBm-Messungen, Statistiken
(MinMax) für akkumulierte Messwerte, Grenzwerttests (Limit) und eine
Anhaltefunktion (Hold). Die nachstehende Tabelle beschreibt die
mathematischen Operationen, die mit jeder Messfunktion verwendet werden
können.
Tabelle 2-12 Übersicht zu mathematischen Operationen
Zulässige math. Operationen
Messfunktionen
Null
dBm
dB
MinMax
Grenzwert
Hold
DC-Spannung
✔
✔
✔
✔
✔
✔
DC-Stromstärke
✔
-
-
✔
✔
✔
AC-Spannung
✔
✔
✔
✔
✔
✔
AC-Stromstärke
✔
-
-
✔
✔
✔
Widerstand (2-Draht)
✔
-
-
✔
✔
✔
Niedrigwiderstand
(4-Draht)
✔
-
-
✔
✔
✔
Frequenz
✔
-
-
✔
✔
✔
Impulsbreite
✔
-
-
✔
✔
✔
Arbeitszyklus
✔
-
-
✔
✔
✔
Kapazität
✔
-
-
✔
✔
✔
Durchgang
-
-
-
-
-
-
Diode
-
-
-
-
-
-
• Alle mathematischen Operationen können ein- oder ausgeschaltet werden,
indem Sie auf Shift > Exit drücken.
• Beim Ändern von Messfunktionen werden alle mathematischen
Operationen automatisch ausgeschaltet.
• Für alle math. Operationen können Bereichsänderungen vorgenommen werden.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
55
2
Betrieb als digitales Multimeter
Mathematische Operationen
• Informationen zum Remote-Betrieb finden Sie im Untersystem CALCulate,
der U3606A Programmer’s Reference.
Null
Beim Durchführen von Nullmessungen, ebenfalls als relativ bezeichnet, steht jeder
Messwert für den Unterschied zwischen einem gespeicherten (ausgewählten oder
gemessenen) Nullwert und dem Eingangssignal. Eine mögliche Anwendung liegt in
der Erhöhung der Genauigkeit einer 2-Draht-Widerstandmessung durch Nullsetzen
des Widerstands der Testleitung. Die Nullsetzung der Testleitungen ist vor der
Durchführung von Kapazitätsmessungen ebenfalls besonders wichtig. Die Formel
zur Berechnung von Nullmessungen ist:
Result = reading – null value
Der Nullwert kann angepasst werden. Dies bedeutet, dass Sie diesen auf einen
beliebigen Wert zwischen 0 und ±120% des höchsten Bereichs für die aktuelle
Funktion setzen können.
HINWEIS
Null kann sowohl für die automatische als auch für die manuelle
Bereichsauswahl festgelegt werden, aber nicht im Fall einer Überspannung.
Aktivieren der Nullbetriebs
Bei jeder Messfunktion können Sie den Nullwert direkt messen und speichern,
indem Sie bei geöffneten Testleitungen (setzt die Testleitungskapazität auf
null), kurzgeschlossenen Testleitungen (setzt den Testleitungswiderstand auf
null) oder in einem Nullwertschaltkreis auf Null drücken.
Eine Null-Meldeanzeige leuchtet und der Nullbetrieb ist aktiviert.
Null-Meldeanzeige
56
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Mathematische Operationen
2
Drücken Sie auf Shift > Exit, um den Nullmodus zu verlassen.
Bearbeiten des Nullwerts
1 Drücken Sie erneut auf Null, um den Nullwert anzuzeigen und zu
bearbeiten.
2 Drücken Sie auf
oder , um auszuwählen, welche Stellenposition oder
welchen Bereich Sie ändern möchten.
3 Drücken Sie auf
oder
, um den Wert zu erhöhen oder zu verkleinern.
4 Drücken Sie auf Shift > Save, um die Änderungen zu speichern. „donE“ wird
im oberen Bereich der Sekundäranzeige angezeigt. Die Anzeige wechselt
dann wieder in den normalen Betrieb.
5 Drücken Sie auf Shift > Exit, um den Bearbeitungsmodus ohne Speichern zu
verlassen.
HINWEIS
• Bei der Widerstandsmessung liest das U3606A aufgrund der
Testleitungen des Widerstands einen anderen Wert als null, selbst
wenn zwischen den beiden Testleitungen direkter Kontakt besteht.
Verwenden Sie die Nullfunktion, um die Anzeige auf null einzustellen.
• Im DC-Spannungsmessungsmodus beeinflusst der Wärmeeffekt die
Genauigkeit. Schließen Sie die Testleitungen kurz und drücken Sie auf
Null, wenn der angezeigte Wert stabil ist, um die Anzeige auf null
einzustellen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
57
2
Betrieb als digitales Multimeter
Mathematische Operationen
dBm-Messungen
Der logarithmische dBm-Maßstab (Dezibel im Verhältnis zu einem Milliwatt)
wird häufig für RF-Signalmessungen verwendet. Das U3606A führt eine
Messung durch und berechnet die Leistung, die an einem Bezugswiderstand
(in der Regel 50 Ω, 75 Ω oder 600 Ω) erzeugt wird Die Spannungsmessung wird
dann in dBm konvertiert.
HINWEIS
Die mathematische Operation kann nur für Spannungsmessungen
angewendet werden.
Die dBm-Funktion ist logarithmisch und basiert auf einer Berechnung der
Leistung, die an einem Bezugswiderstand relativ zu 1 mW erzeugt wird. Die
Formel zur Berechnung von dBm-Messungen ist:
2
dBm = 10 × log 10 ( reading ⁄ ( reference resis tan ce ) ⁄ ( 1 mW ) )
Sie können den Wert des Bezugswiderstands über das Utility-Menü
auswählen. Die Standardeinstellung beträgt 600 Ω. In „Auswählen eines
dBm-Referenzwiderstandswerts“ auf Seite 122 erhalten Sie weitere
Informationen.
Aktivieren des dBm-Betriebs
Drücken Sie auf Shift > dBm, um dem dBm-Betrieb zu aktivieren.
Die dBm-Meldanzeige wird beleuchtet und die dBm-Funktion aktiviert.
dBm-Meldeanzeige
Drücken Sie erneut auf Shift > dBm oder Shift > Exit, um den dBm-Modus zu
verlassen.
58
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Mathematische Operationen
2
dB-Messungen
Jede dB-Messung ist der Unterschied zwischen dem Eingangssignal und dem
gespeicherten Relativwert, wobei beide Werte in dBm konvertiert sind. Wenn
der dB-Betrieb aktiviert ist, berechnet dieser den dBm-Wert für den nächsten
Messwert, speichert das dBm-Ergebnis im Relativwertregister und führt
umgehend die dB-Berechnung durch. Die Formel zur Berechnung von
dB-Messungen ist:
dB = reading in dBm – relative value in dBm
Der Relativwert kann jeden Wert zwischen 0 dBm und ±120,000 dBm
annehmen. Der Standardrelativwert beträgt 0 dBm. Sie können das
Instrument entweder automatisch die Messung des Werts vornehmen lassen
oder einen spezifischen Wert eingeben.
HINWEIS
Die mathematische Operation kann nur für Spannungsmessungen
angewendet werden.
Aktivieren des dB-Betriebs
Drücken Sie auf Shift > dBm > dB, um den dB-Betrieb zu aktivieren. Der erste
angezeigt Messwert ist immer genau 00,000 dB.
Die dB-Meldeanzeige wird beleuchtet und die dB-Funktion ist aktiviert.
dB-Meldeanzeige
Drücken Sie auf Shift > Exit, um den dB-Modus zu verlassen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
59
2
Betrieb als digitales Multimeter
Mathematische Operationen
Bearbeiten des Relativwerts
1 Drücken Sie erneut auf dB, um den Relativwert anzuzeigen und zu
bearbeiten.
2 Drücken Sie auf
oder , um auszuwählen, welche Position der Ziffer
oder welchen Bereich Sie ändern möchten.
3 Drücken Sie auf
oder
, um den Wert zu erhöhen oder zu verkleinern.
4 Drücken Sie auf Shift > Save, um die Änderungen zu speichern. „donE“ wird
im oberen Bereich der Sekundäranzeige angezeigt. Die Anzeige wechselt
dann wieder in den normalen Betrieb.
5 Drücken Sie auf Shift > Exit, um den Bearbeitungsmodus ohne Speichern zu
verlassen.
60
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Mathematische Operationen
2
MinMax
Der MinMax-Betrieb speichert die Mindest- und Maximalwerte, den Durchschnitt
und die Anzahl der Messwerte während einer Messreihe. Auf dem vorderen
Bedienfeld können Sie für jeden Messwertsatz folgende statistische Daten ablesen:
Durchschnitt (Avg), Maximum (Max) und Minimum (Min).
HINWEIS
• Diese mathematische Operation kann für alle Messfunktionen mit
Ausnahme von Durchgangs- und Diodentests angewendet werden.
• Die gespeicherten statistischen Daten werden gelöscht, wenn die
Statistikfunktion aktiviert ist, wenn der Befehl CALculate:FUNCtion
gesendet wird, während sich CALCulate:STATe im Status ON befindet,
wenn die Stromversorgung unterbrochen wird, nach einer Rücksetzung auf
die Werkseinstellungen (Befehl *RST ), nach Anwendung von
Voreinstellungen für das Instrument (Befehl SYSTem:PRESet) oder nach
Änderung der Messfunktion.
• Um die Mittelungsfunktion neu zu starten, kann MinMax länger als
eine Sekunde gedrückt werden.
Aktivieren des MinMax-Betriebs
Drücken Sie auf MinMax, um den MinMax-Betrieb zu aktivieren.
Die Max-Meldeanzeige leuchtet und das U3606A beginnt mit der Erfassung
verschiedener Statistiken zu den angezeigten Messwerten.
Max-Meldeanzeige
Drücken Sie erneut auf MinMax, um zwischen folgenden Meldeanzeigen zu
wechseln: Maximalwert (die Max-Meldeanzeige leuchtet), Mindestwert (die
Min-Meldeanzeige leuchtet), Durchschnittswert (die Avg-Meldeanzeige
leuchtet) oder aktueller Wert (die MaxMinAvg-Meldeanzeige leuchtet).
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
61
2
Betrieb als digitales Multimeter
Mathematische Operationen
Jedes Mal, wenn ein neuer Mindest-, Maximal- oder Durchschnittswert
gespeichert wird, ertönt ein akustisches Signal (wenn diese Funktion aktiviert
ist). Das U3606A berechnet den Durchschnitt aller Messwerte und zeichnet die
Anzahl der Messungen auf, die seit Aktivierung der MinMax-Funktion
durchgeführt wurden.
Im Folgenden werden gesammelte statistische Werte dargestellt:
• Max: Maximalmesswert seit Aktivierung der MinMax-Funktion
• Min: Mindestmesswert seit Aktivierung der MinMax-Funktion
• Avg: Durchschnitt aller Messwerte seit Aktivierung der MinMax-Funktion
• MaxMinAvg: Aktueller Messwert (Wert des tatsächlichen Eingangssignals)
Drücken Sie auf Shift > Exit, um den MinMax-Modus zu verlassen.
62
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Mathematische Operationen
2
Grenzwert
Mit der Funktion zum Testen von Grenzwerten können Sie Pass/Fail-Tests für
von Ihnen angegebene Ober- und Untergrenzen durchführen. Sie können für
den oberen und unteren Grenzwert beliebige Werte zwischen 0 und ±120% des
höchsten Bereichs für die aktuelle Messfunktion festlegen. Der ausgewählte
obere Grenzwert muss größer sein als der untere Grenzwert. Per
Werkseinstellung sind beide Werte auf 0 gesetzt.
HINWEIS
• Diese mathematische Operation kann für alle Messfunktionen mit
Ausnahme von Durchgangs- und Diodentests angewendet werden.
• Das Instrument löscht alle Grenzwerte nach einer Rücksetzung auf die
Werkseinstellungen (Befehl *RST), nach Anwendung von
Voreinstellungen für das Instrument (Befehl SYSTem:PRESet) oder
bei Änderung der Messfunktion.
Aktivieren des Grenzwertbetriebs
Drücken Sie auf Shift > Limit, um den Grenzwertbetrieb zu aktivieren.
Die Grenzwert-Meldeanzeige wird beleuchtet und die Grenzwertfunktion ist
aktiviert.
Grenzwert-Meldeanzeige
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
63
2
Betrieb als digitales Multimeter
Mathematische Operationen
Die Primäranzeige zeigt kurz den Text „PASS“ an, wenn die Messwerte sich
innerhalb der angegebenen Grenzwerte befinden. Die Anzeige lautet „HI“,
wenn der Messwert über dem oberen Grenzwert liegt, und „LO“, wenn der
untere Grenzwert unterschritten ist.
Jedes Mal, wenn der Eingangswert von „PASS“ nach „HI“, von „PASS“ nach
„LO“ oder direkt von „HI“ nach „LO“ bzw. von „LO“ nach „HI“ übergeht, ertönt
ein akustisches Signal (sofern diese Funktion aktiviert ist).
Drücken Sie auf Shift > Exit, um den Grenzwertmodus zu verlassen.
64
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Mathematische Operationen
2
Bearbeiten des oberen und unteren Grenzwerts
1 Drücken Sie erneut auf Shift > Limit, um den oberen (HI) und den unteren
(LO) Grenzwert anzuzeigen und zu bearbeiten.
2 Drücken Sie auf
oder
, um zwischen dem oberen Grenzwert (HI) und
dem unteren Grenzwert (LO) zu wechseln.
3 Drücken Sie auf
oder
Grenzwert zu bearbeiten.
, um den ausgewählten oberen oder unteren
4 Drücken Sie auf
oder , um auszuwählen, welche Stellenposition oder
welchen Bereich Sie ändern möchten. Sie können auch zwischen dem
oberen und unteren Grenzwert wechseln, indem Sie den Cursor in die in
der Sekundäranzeige angezeigten Meldung „HI“ oder „LO“ setzen.
5 Drücken Sie auf
oder
, um den Wert zu erhöhen oder zu verkleinern.
6 Drücken Sie auf Shift > Save, um die Änderungen zu speichern. Die Anzeige
wechselt automatisch zum nächsten Grenzwert.
Wenn Sie beispielsweise nach Bearbeitung des oberen Grenzwerts (HI) auf
Shift > Save drücken, speichert das Instrument den angegebenen Wert und
wechselt zur Anzeige des unteren Grenzwerts (LO). Indem Sie erneut auf
Shift > Save drücken, wird der angegebene Wert erneut gespeichert und die
Anzeige wechselt zurück zum oberen Grenzwert (HI).
7 Drücken Sie auf Shift > Exit, um den Bearbeitungsmodus zu verlassen. Nach
einigen Sekunden Inaktivität wechselt die Anzeige ebenfalls in den
Normalmodus zurück.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
65
2
Betrieb als digitales Multimeter
Mathematische Operationen
Hold
Mit der Refresh-Hold-Funktion können Sie einen Messwert innerhalb der
angegebenen Variations- und Schwellenwerte auf dem vorderen Bedienfeld
erfassen und halten. Dies ist hilfreich, wenn Sie eine Messung durchführen
und anschließend die Messleitungen entfernen möchten, der Messwert jedoch
weiter angezeigt werden soll.
Wenn ein stabiler Messwert ermittelt wird, ertönt ein akustisches Signal
(sofern diese Funktion aktiviert ist) und der Messwert bleibt auf der
Primäranzeige stehen. Sie können die Abweichung über das Utility-Menü
auswählen. Die Standardeinstellung beträgt 10% des Skalenendwerts.
Ein neuer Messwert wird in der Primäranzeige aktualisiert, wenn die
Abweichung des gemessenen Wertes die im Utility-Menü festgelegte
Abweichung überschreitet. Wenn ein Messwert aktualisiert wird, ertönt ein
akustisches Signal (sofern diese Funktion aktiviert ist). Weitere Informationen
zur Konfiguration der Refresh-Hold-Einstellungen finden Sie unter
„Aktivieren des Refresh Hold-Modus“ auf Seite 132
Bei Spannungs-, Strom- und Kapazitätsmessungen wird der Messwert nicht
aktualisiert, wenn der Messwert unter den im Utility-Menü festgelegten
Schwellenwert fällt.
Bei Durchgangs- und Diodentests wird der Messwert nicht aktualisiert, wenn
ein offener Status ermittelt wird.
HINWEIS
Wenn der Messwert keinen stabilen Status erreichen kann (die voreingestellte
Abweichung überschreitet), wird der Wert nicht aktualisiert.
Setzen Sie die Abweichung im Utility-Menü auf „OFF“, um das Halten von Daten
zu aktivieren. In „Aktivieren des Datenhaltemodus“ auf Seite 133 erhalten Sie
weitere Informationen. Im Modus Datenhalten wird der Messwert auch dann
nicht aktualisiert, wenn sich der Wert des Eingangssignals ändert. Der gehaltene
Messwert verbleibt auf der Anzeige, bis Sie den Haltemodus beenden.
66
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Mathematische Operationen
2
Aktivieren des Hold-Betriebs
Drücken Sie auf Hold, um das Halten von Daten zu aktivieren.
Die Halten-Meldeanzeige wird beleuchtet und die Haltenfunktion ist aktiviert.
Halten-Meldeanzeige
Drücken Sie erneut auf Hold oder drücken Sie auf Shift > Exit, um den
Haltemodus zu beenden.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
67
2
Betrieb als digitales Multimeter
Triggern des Multimeters
Triggern des Multimeters
Mit dem Triggersystem im U3606A Multimeter|DC-Netzteil können Sie Trigger
entweder automatisch generieren oder manuell auf dem vorderen Bedienfeld mit
der Taste Trig oder über die Remoteschnittstelle mithilfe des Befehls *TRG erzeugen.
Über das vordere Bedienfeld (lokale Schnittstelle) führt das Multimeter
standardmäßig automatische Trigger aus. Bei der automatischen Triggerung
werden mit der schnellsten Rate, die für die ausgewählte Messkonfiguration
möglich ist, kontinuierlich Messwerte erfasst.
Sie können die Einzeltriggerfunktion aktivieren, um die Messwerte des
U3606A manuell zu triggern. Weitere Informationen zur Einzeltriggerfunktion
finden Sie unter „Triggern über das vordere Bedienfeld“ auf Seite 69.
Über die Remoteschnittstelle erfolgt die Triggerung des U3606A in drei
Schritten:
1 Konfigurieren Sie das U3606A für die Messung, indem Sie die Funktion, den
Bereich, die Auflösung usw. auswählen.
2 Geben Sie die Triggerquelle für das U3606A an. Das U3606A Multimeter|DC-Netzteil
akzeptiert einen Softwarebefehl (Busbefehl) oder einen unmittelbaren
(kontinuierlichen) Trigger.
3 Stellen Sie sicher, dass das U3606A bereit ist, einen Trigger aus der
angegebenen Quelle zu empfangen (sich im so genannten Status „Warten
auf Trigger“ befindet).
Weitere Informationen zu Software bzw. Bus oder unmittelbaren Triggerquellen
finden Sie in „Triggern über die Remoteschnittstelle“ auf Seite 70.
68
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Triggern des Multimeters
2
Triggern über das vordere Bedienfeld
Einzeltrigger
Das U3606A empfängt bei jedem Drücken von Trig einen Messwert.
HINWEIS
Der Einzeltriggermodus ist nur über die lokale Schnittstelle verfügbar.
Drücken Sie einmal auf Shift > Trig, um den Einzeltriggermodus zu aktivieren.
Die Trig-Meldeanzeige wird beleuchtet und die Einzeltriggerfunktion ist aktiviert.
Trigger-Meldeanzeige
Bei jedem Drücken von Trig wird ein einzelner Messwert erfasst. (Sie müssen
nicht erneut auf Shift drücken.)
Drücken Sie erneut auf Shift > Trig, um den Einzeltriggermodus zu beenden.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
69
2
Betrieb als digitales Multimeter
Triggern des Multimeters
Triggern über die Remoteschnittstelle
Unmittelbares Triggern
Das Triggersignal tritt im unmittelbaren Triggermodus immer auf. Wenn das
Multimeter in den Status „Warten auf Trigger“ versetzt wird, wird der Trigger
sofort ausgelöst. Dies ist die standardmäßige Triggerquelle für das U3606A
Multimeter|DC-Netzteil.
HINWEIS
Der unmittelbare Triggermodus steht nur über die Remoteschnittstelle zur
Verfügung.
Betrieb über die Remoteschnittstelle:
• Der Befehl TRIGger:SOURce IMMediate wählt die Quelle für den
unmittelbaren Trigger aus:
• Nach Auswahl der Triggerquelle müssen Sie das Instrument unter
Verwendung eines dieser Befehle in den Status „Warten auf Trigger“
versetzen: INITiate[:IMMediate] oder READ?. Es wird erst dann ein
Trigger aus der ausgewählten Triggerquelle akzeptiert, wenn das
Instrument sich im Status „Warten auf Trigger“ befindet.
Informationen zur Syntax und eine vollständige Beschreibung dieser Befehle
finden Sie in der U3606A Programmer’s Reference .
Software-Triggerung (Bus-Triggerung)
Der Bus-Trigger-Modus entspricht in der Funktionsweise dem
Einzeltrigger-Modus, mit einer Ausnahme: der Trigger wird nach Auswahl von
BUS als Triggerquelle durch Senden eines Bus-Trigger-Befehls ausgelöst.
HINWEIS
70
Der Bus-Trigger-Modus steht nur in der Remoteschnittstelle zur Verfügung.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Betrieb als digitales Multimeter
Triggern des Multimeters
2
Remoteschnittstellenbetrieb:
• Der Befehl TRIGger:SOURce BUS wählt die Bus-Trigger-Quelle aus.
• Der Befehl MEASure? überschreibt den Bus-Trigger, triggert das U3606A
und gibt einen Messwert zurück.
• Der Befehl READ? überschreibt den Bus-Trigger nicht und generiert bei
Auswahl einen Fehler. Dieser Befehl triggert das Instrument und gibt einen
Messwert nur dann zurück, wenn der Trigger IMMEdiate ausgewählt
wurde.
• Der Befehl INITiate initiiert die Messung nur und benötigt einen Trigger
(Befehl *TRG), um die tatsächliche Messung durchzuführen.
Informationen zur Syntax und eine vollständige Beschreibung dieser Befehle
finden Sie in der U3606A Programmer’s Reference .
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
71
2
72
Betrieb als digitales Multimeter
Triggern des Multimeters
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
U3606A Multimeter|DC-Netzteil
Benutzer- und Servicehandbuch
3
DC-Netzteilbetrieb
Basisbetrieb 74
Konstantspannungsmodus (CV) 74
Konstantstrommodus (CC) 76
Schutzfunktionen 78
Überspannungsschutz (OVP) 78
Überstromschutz (OCP) 81
Überspannungsgrenze (OV) 84
Überstromgrenze (OC) 86
Rechteckwellenausgabe 88
Durchlauffunktionen 93
Rampensignal 93
Abtastsignal 95
Auswählen eines Bereichs 97
Aktivieren des Ausgangs 98
Remote-Abtastung 99
Dieses Kapitel enthält Beispiele zum Betrieb des DC-Netzteils über das
vordere Bedienfeld. Die in diesem Kapitel aufgeführten Beispiele erläutern
Ihnen auf einfache Weise die Vorgehensweise bei der Programmierung der
Ausgangsspannungs- und Stromfunktionen, der Schutzfunktionen und
zusätzlichen Quellfunktionen.
Agilent Technologies
73
3
DC-Netzteilbetrieb
Basisbetrieb
Basisbetrieb
Das U3606A verfügt über zwei Basisbetriebsarten: Konstantspannungs- und
Konstantstrommodus Im Konstantspannungsmodus reguliert das U3606A die
Ausgangsspannung auf den ausgewählten Wert, während der Laststrom je
nach Anforderung der Last variiert. Im Konstantstrommodus reguliert das
U3606A den Ausgangsstrom auf den ausgewählten Wert, während die
Spannung je nach Anforderung der Last variiert.
Zudem kann das U3606A Rechteckwellen mit auswählbaren Frequenz-,
Impulsbreiten- und Arbeitszykluswerten erzeugen.
Konstantspannungsmodus (CV)
Verbindungen herstellen
Schließen Sie die Last wie unten angezeigt an:
LOAD
Abbildung 3-1
74
Konstantspannungsmodus-Anschlussverbindungen
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
DC-Netzteilbetrieb
Basisbetrieb
3
Konstantspannungsversorgung
1 Drücken Sie auf Voltage, um den Konstantspannungsmodus auszuwählen.
Wenn das U3606A im Konstantspannungsmodus betrieben wird, leuchtet
die CV-Meldeanzeige auf dem vorderen Bedienfeld.
CV-Meldeanzeige
2 Die Ausgangsspannung kann programmiert werden, wenn der Ausgang
aktiviert (OUT) oder deaktiviert (SBY) ist. Vergewissern Sie sich, dass die
CV-Meldeanzeige blinkt. (Drücken Sie erneut auf Voltage, wenn dies nicht
der Fall ist.)
3 Drücken Sie auf
ändern möchten.
oder
, um die Ziffernposition auszuwählen, die Sie
4 Drücken Sie auf
oder
, um den Wert zu erhöhen oder zu verringern.
5 Drücken Sie erneut auf Voltage, Shift > Save oder Shift > Exit, um die
Änderungen zu speichern und den Bearbeitungsmodus zu beenden.
6 Drücken Sie auf
HINWEIS
O UT
S BY
, um die Ausgangsspannung zu regulieren.
Die Ausgangsspannung wird durch den ausgewählten Bereich
beschränkt. Drücken Sie auf Shift > Range, um einen entsprechenden
Bereich auszuwählen. Sie können erst dann einen Bereich auswählen,
wenn die Ausgabe deaktiviert ist (die SBY-Meldeanzeige leuchtet).
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
75
3
DC-Netzteilbetrieb
Basisbetrieb
Konstantstrommodus (CC)
Verbindungen herstellen
Schließen Sie die Last wie unten angezeigt an:
LOAD
Abbildung 3-2
76
Konstantstrommodus-Anschlussverbindungen
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
DC-Netzteilbetrieb
Basisbetrieb
3
Konstantstromversorgung
1 Drücken Sie auf Current, um den Konstantstrommodus auszuwählen. Wenn
das U3606A im Konstantstrommodus betrieben wird, leuchtet die
CC-Meldeanzeige auf dem vorderen Bedienfeld.
CC-Meldeanzeige
2 Der Ausgangsstrom kann programmiert werden, wenn der Ausgang
aktiviert (OUT) oder deaktiviert (SBY) ist. Vergewissern Sie sicher, dass die
CC-Meldeanzeige blinkt. (Drücken Sie erneut auf Current, wenn dies nicht
der Fall ist.)
3 Drücken Sie auf
ändern möchten.
oder
, um die Ziffernposition auszuwählen, die Sie
4 Drücken Sie auf
oder
, um den Wert zu erhöhen oder zu verringern.
5 Drücken Sie erneut auf Current, Shift > Save oder Shift > Exit, um die
Änderungen zu speichern und den Bearbeitungsmodus zu beenden.
6 Drücken Sie auf
HINWEIS
O UT
S BY
, um den Ausgangsstrom zu regulieren.
Der Ausgangsstrom wird durch den ausgewählten Bereich beschränkt.
Drücken Sie auf Shift > Range, um einen entsprechenden Bereich
auszuwählen. Sie können erst dann einen Bereich auswählen, wenn die
Ausgabe deaktiviert ist (die SBY-Meldeanzeige leuchtet).
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
77
3
DC-Netzteilbetrieb
Schutzfunktionen
Schutzfunktionen
Überspannungsschutz (OVP)
Im Konstantstrommodus reguliert das U3606A den Ausgangsstrom auf den
ausgewählten Wert, während die Spannung je nach Anforderung der Last
variiert. Der Überspannungsschutz bietet Schutz vor Überspannungszuständen
am Ausgang. Wenn die Last versucht, mehr Spannung als erforderlich zu
beziehen, sodass der programmierte Schutzwert überschritten wird, schützt der
Überspannungsschutz-Schaltkreis die Last durch Deaktivieren des Ausgangs.
Anhand der folgenden Schritte wird beschrieben, wie Sie das OVP-Auslöseniveau
festlegen, den OVP-Betrieb überprüfen und den OVP-Zustand löschen.
HINWEIS
Die Einstellung des OVP-Auslösepegels aktiviert die OVP-Funktion nicht.
Um die OVP-Funktion zu aktivieren, müssen Sie den
Ausgangsschutzstatus im Utility-Menü aktivieren. Weitere Informationen
siehe Kapitel 4, „Einstellen des Ausgangsschutzstatus“, ab Seite 123.
Festlegen des OVP-Auslöseniveaus
1 Das OVP-Auslöseniveau kann programmiert werden, wenn der Ausgang
aktiviert (OUT) oder deaktiviert (SBY) ist. Stellen Sie sicher, dass das U3606A
im Konstantstrommodus betrieben wird. (Die CC-Meldeanzeige leuchtet.)
Drücken Sie auf Shift > Protect, um das OVP-Bearbeitungsmenü aufzurufen.
2 Drücken Sie auf
ändern möchten.
oder
, um die Ziffernposition auszuwählen, die Sie
3 Drücken Sie auf
oder
, um den Wert zu erhöhen oder zu verringern. Der
OVP-Wert ist standardmäßig auf den maximalen Schutzgrenzwert festgelegt.
• 33,000 V, wenn Bereich S1 ausgewählt ist, und
78
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
DC-Netzteilbetrieb
Schutzfunktionen
3
• 8,8000 V, wenn Bereich S2 ausgewählt ist.
4 Drücken Sie auf Shift > Save oder Voltage (Protect), um die Änderungen zu
speichern. „donE“ wird kurz in der oberen Sekundäranzeige angezeigt. Die
Anzeige kehrt anschließend zur normalen Anzeige zurück.
5 Sie können auch auf Shift > Exit oder Shift > Protect drücken, um den
Bearbeitungsmodus ohne Speichern zu beenden.
HINWEIS
• Die OVP-Funktion ist standardmäßig aktiviert, wenn Sie den
Konstantstrommodus wählen. Sie können die OVP-Funktion durch
Deaktivieren des Ausgangsschutzstatus im Utility-Menü deaktivieren.
Weitere Informationen siehe Kapitel 4, „Einstellen des
Ausgangsschutzstatus“, ab Seite 123.
• Wenn der OVP-Wert auf einen niedrigeren Wert als den OV-Wert
festgelegt ist, wird der OV-Wert an den OVP-Wert angepasst.
• Der OVP-Wert kann nicht auf die Rechteckwellenausgabe angewendet
werden.
• Der OVP-Wert wird durch den ausgewählten Bereich beschränkt.
Drücken Sie auf Shift > Range, um einen entsprechenden Bereich
auszuwählen. Sie können erst dann einen Bereich auswählen, wenn
die Ausgabe deaktiviert ist (die SBY-Meldeanzeige leuchtet).
Überprüfen des OVP-Betriebs
Um den OVP-Betrieb zu überprüfen, steigern Sie langsam die regulierte
Ausgangsstromstärke. Beobachten Sie die Spannung, die von der Last bezogen wird,
während sie sich dem Auslösepunkt nähert. Erhöhen Sie dann mithilfe der
Richtungstasten schrittweise die Ausgangsstromstärke, bis der OVP-Schaltkreis
ausgelöst wird. Auf diese Weise wird die Ausgabe des U3606A deaktiviert, woraufhin
die CC-Meldeanzeige blinkt und die OV- und Fehlermeldeanzeigen leuchten.
Nach wenigen Sekunden Ruhestand erscheint die „triP“-Meldung auf der Anzeige.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
79
3
DC-Netzteilbetrieb
Schutzfunktionen
HINWEIS
Fehlernummer 510, „Voltage output over protection“ wird in der
Fehlerschlange gespeichert, wenn der OVP-Schaltkreis ausgelöst wird.
Siehe „Lesen von Fehlermeldungen“ auf Seite 115 zum Lesen und Löschen
von Fehlermeldungen. Eine vollständige Auflistung der Fehlermeldungen
finden Sie in Kapitel 9, „Liste der Fehlermeldungen“, ab Seite 261.
Zurücksetzen des OVP-Zustands
Verwenden Sie eine der folgenden Methoden, um den OVP-Schaltkreis nach
dessen Aktivierung zurückzusetzen. Wenn der Zustand, der zur
Überspannungsabschaltung führte, noch vorhanden ist, wird der Ausgang vom
OVP-Schaltkreis erneut ausgeschaltet.
1 Wenn der OVP-Schaltkreis ausgelöst wird, werden Sie unmittelbar vom
U3606A aufgefordert, das OVP-Auslöseniveau zu ändern. Wählen Sie
mithilfe der Richtungstasten ein höheres OVP-Auslöseniveau und drücken
Sie auf Shift > Save oder Voltage (Protect), um die Änderungen zu speichern.
2 Sie können auch auf Shift > Exit oder Shift > Protect drücken, um den
Bearbeitungsmodus zu beenden, ohne das OVP-Auslöseniveau zu ändern.
3 Sie können die Fehlermeldung lesen und löschen, indem Sie das
Utility-Menü aufrufen. In „Lesen von Fehlermeldungen“ auf Seite 115
erhalten Sie weitere Informationen.
4 Drücken Sie auf
O UT
S BY
, um den Ausgang auszuschalten.
5 Wenn der OVP weiterhin ausgelöst wird, versuchen Sie, die regulierte
Ausgangsstromstärke zu senken oder das OVP-Auslöseniveau zu erhöhen.
80
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
DC-Netzteilbetrieb
Schutzfunktionen
3
Überstromschutz (OCP)
Im Konstantspannungsmodus reguliert das U3606A die Ausgangsspannung
auf den ausgewählten Wert, während der Laststrom je nach Anforderung der
Last variiert. Der Überstromschutz deaktiviert den Ausgang, wenn die
Lasteinwirkung den programmierten Schutzwert übersteigt. Dieser Schutz ist
nützlich, wenn die Last gegenüber einem Überstromzustand empfindlich ist.
Anhand der folgenden Schritte wird beschrieben, wie Sie das
OCP-Auslöseniveau festlegen, den OCP-Betrieb überprüfen und den
OCP-Zustand löschen.
HINWEIS
Die Einstellung des OCP-Auslösepegels aktiviert die OCP-Funktion nicht.
Um die OCP-Funktion zu aktivieren, müssen Sie den
Ausgangsschutzstatus im Utility-Menü aktivieren. Weitere Informationen
siehe Kapitel 4, „Einstellen des Ausgangsschutzstatus“, ab Seite 123.
Festlegen des OCP-Auslöseniveaus
1 Das OCP-Auslöseniveau kann programmiert werden, wenn der Ausgang
aktiviert (OUT) oder deaktiviert (SBY) ist. Stellen Sie sicher, dass das
U3606A im Konstantspannungsmodus betrieben wird. (Die
CV-Meldeanzeige leuchtet.) Drücken Sie auf Shift > Protect, um das
OCP-Bearbeitungsmenü aufzurufen.
2 Drücken Sie auf
ändern möchten.
oder
, um die Ziffernposition auszuwählen, die Sie
3 Drücken Sie auf
oder
, um den Wert zu erhöhen oder zu verringern.
Der OCP-Wert ist standardmäßig auf den maximalen Schutzgrenzwert
festgelegt.
• 1,1000 A, wenn Bereich S1 ausgewählt ist, und
• 3,3000 A, wenn Bereich S2 ausgewählt ist.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
81
3
DC-Netzteilbetrieb
Schutzfunktionen
4 Drücken Sie auf Shift > Save oder Voltage (Protect), um die Änderungen zu
speichern. „donE“ wird kurz in der oberen Sekundäranzeige angezeigt. Die
Anzeige kehrt anschließend zur normalen Anzeige zurück.
5 Sie können auch auf Shift > Exit oder Shift > Protect drücken, um den
Bearbeitungsmodus ohne Speichern zu beenden.
HINWEIS
• Die OCP-Funktion ist standardmäßig aktiviert, wenn Sie den
Konstantspannungsmodus auswählen. Sie können die OCP-Funktion
durch Deaktivieren des Ausgangsschutzstatus im Utility-Menü
deaktivieren. Weitere Informationen siehe Kapitel 4, „Einstellen des
Ausgangsschutzstatus“, ab Seite 123.
• Wenn der OCP-Wert auf einen niedrigeren Wert als den OC-Wert
festgelegt ist, wird der OC-Wert an den OCP-Wert angepasst.
• Der OCP-Wert kann nicht auf die Rechteckwellenausgabe angewendet
werden.
• Der OCP-Wert wird durch den ausgewählten Bereich beschränkt.
Drücken Sie auf Shift > Range, um einen entsprechenden Bereich
auszuwählen. Sie können erst dann einen Bereich auswählen, wenn
die Ausgabe deaktiviert ist (die SBY-Meldeanzeige leuchtet).
Überprüfen des OCP-Betriebs
Um den OCP-Betrieb zu überprüfen, steigern Sie langsam die regulierte
Ausgangsspannung. Beobachten Sie die Strom, die von der Last bezogen wird,
während er sich dem Auslösepunkt nähert. Erhöhen Sie dann mithilfe der
Richtungstasten schrittweise die Ausgangsspannung, bis der OCP-Schaltkreis
ausgelöst wird. Auf diese Weise wird die Ausgabe des U3606A deaktiviert, woraufhin
die CV-Meldeanzeige blinkt und die OC- und Fehlermeldeanzeigen leuchten.
Nach wenigen Sekunden Ruhestand erscheint die „triP“-Meldung auf der Anzeige.
82
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
DC-Netzteilbetrieb
Schutzfunktionen
HINWEIS
3
Fehlernummer 511, „Current output over protection“ wird in der
Fehlerschlange gespeichert, wenn der OCP-Schaltkreis ausgelöst wird.
Siehe „Lesen von Fehlermeldungen“ auf Seite 115 zum Lesen und Löschen
von Fehlermeldungen. Eine vollständige Auflistung der Fehlermeldungen
finden Sie in Kapitel 9, „Liste der Fehlermeldungen“, ab Seite 261.
Zurücksetzen des OCP-Zustands
Verwenden Sie eine der folgenden Methoden, um den OCP-Schaltkreis nach
dessen Aktivierung zurückzusetzen. Wenn der Zustand, der zur
Überstromabschaltung führte, noch vorhanden ist, wird der Ausgang vom
OCP-Schaltkreis erneut ausgeschaltet.
1 Wenn der OCP-Schaltkreis ausgelöst wird, werden Sie unmittelbar vom
U3606A aufgefordert, das OCP-Auslöseniveau zu ändern. Wählen Sie
mithilfe der Richtungstasten ein höheres OCP-Auslöseniveau und drücken
Sie auf Shift > Save oder Voltage (Protect), um die Änderungen zu speichern.
2 Sie können auch auf Shift > Exit oder Shift > Protect drücken, um den
Bearbeitungsmodus zu beenden, ohne das OCP-Auslöseniveau zu ändern.
3 Sie können die Fehlermeldung lesen und löschen, indem Sie das
Utility-Menü aufrufen. In „Lesen von Fehlermeldungen“ auf Seite 115
erhalten Sie weitere Informationen.
4 Drücken Sie auf
O UT
SB Y
, um den Ausgang auszuschalten.
5 Wenn der OCP weiterhin ausgelöst wird, versuchen Sie, die regulierte
Ausgangsstromstärke zu senken oder das OCP-Auslöseniveau zu erhöhen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
83
3
DC-Netzteilbetrieb
Schutzfunktionen
Überspannungsgrenze (OV)
Die Überspannungsgrenze verhindert, dass die Ausgangsspannung der gesamten Last
die programmierte Überspannungsgrenze überschreitet. Wenn die Lasteinwirkung
die programmierte Überspannungsgrenze übersteigt, wird die CC-Ausgabe gesenkt,
um die Ausgabeleistung für die gesamte Last aufrechtzuerhalten. Die Kombination
der OV- und OVP-Funktion gewährleistet einen geschlossenen Stromkreisschutz für
empfindliche Lastverhalten.
Festlegen des OV-Niveaus
Das OV-Niveau kann programmiert werden, wenn der Ausgang aktiviert (OUT)
oder deaktiviert (SBY) ist. Stellen Sie sicher, dass das U3606A im
Konstantstrommodus betrieben wird. (Die CC-Meldeanzeige leuchtet.)
1 Drücken Sie auf Shift > Limit, um das OV-Bearbeitungsmenü aufzurufen.
2 Drücken Sie auf
ändern möchten.
oder
, um die Ziffernposition auszuwählen, die Sie
3 Drücken Sie auf
oder
, um den Wert zu erhöhen oder zu verringern.
Der OV-Wert ist standardmäßig auf den maximalen Schutzgrenzwert
festgelegt.
• 30,000 V, wenn Bereich S1 ausgewählt ist, und
• 8,000 V, wenn Bereich S2 ausgewählt ist.
4 Drücken Sie auf Shift > Save oder Current (Limit), um die Änderungen zu
speichern. „donE“ wird kurz in der oberen Sekundäranzeige angezeigt. Die
Anzeige kehrt anschließend zur normalen Anzeige zurück.
5 Sie können auch auf Shift > Exit oder Shift > Limit drücken, um den
Bearbeitungsmodus ohne Speichern zu beenden.
84
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
DC-Netzteilbetrieb
Schutzfunktionen
HINWEIS
3
• Die OV-Begrenzungsfunktion ist standardmäßig aktiviert, wenn Sie den
Konstantstrommodus auswählen. Sie können die
OV-Begrenzungsfunktion nicht deaktivieren.
• Wenn der OV-Wert auf einen höheren Wert als den OVP-Wert
festgelegt ist, wird der OVP-Wert an den OV-Wert angepasst.
• Wenn der OV-Wert auf null eingestellt ist, hat dies zur Folge, dass die
Ausgabestromstärke zur Begrenzung auf null gesenkt wird.
• Der OV-Wert kann nicht auf die Rechteckwellenausgabe angewendet
werden.
• Der OV-Wert wird durch den ausgewählten Bereich beschränkt.
Drücken Sie auf Shift > Range, um einen entsprechenden Bereich
auszuwählen. Sie können erst dann einen Bereich auswählen, wenn
die Ausgabe deaktiviert ist (die SBY-Meldeanzeige leuchtet).
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
85
3
DC-Netzteilbetrieb
Schutzfunktionen
Überstromgrenze (OC)
Die Überstromgrenze verhindert, dass der Ausgangsstrom, der durch die Last
fließt, die programmierte Überstromgrenze überschreitet. Wenn die
Lasteinwirkung die programmierte Überstromgrenze übersteigt, wird die
CV-Ausgabe gesenkt, um die Ausgabeleistung für die gesamte Last
aufrechtzuerhalten. Die Kombination der OC- und OCP-Funktion
gewährleistet einen geschlossenen Stromkreisschutz für empfindliche
Lastverhalten.
Festlegen des OC-Niveaus
Das OC-Niveau kann programmiert werden, wenn der Ausgang aktiviert (OUT)
oder deaktiviert (SBY) ist. Stellen Sie sicher, dass das U3606A im
Konstantspannungsmodus betrieben wird. (Die CV-Meldeanzeige leuchtet.)
1 Drücken Sie auf Shift > Limit, um das OC-Bearbeitungsmenü aufzurufen.
2 Drücken Sie auf
ändern möchten.
oder
, um die Ziffernposition auszuwählen, die Sie
3 Drücken Sie auf
oder , um den Wert zu erhöhen oder zu verringern. Der
OC-Wert ist standardmäßig auf den maximalen Schutzgrenzwert festgelegt.
• 1,0000 A, wenn Bereich S1 ausgewählt ist, und
• 3,0000 A, wenn Bereich S2 ausgewählt ist.
4 Drücken Sie auf Shift > Save oder Current (Limit), um die Änderungen zu
speichern. „donE“ wird kurz in der oberen Sekundäranzeige angezeigt. Die
Anzeige kehrt anschließend zur normalen Anzeige zurück.
5 Sie können auch auf Shift > Exit oder Shift > Limit drücken, um den
Bearbeitungsmodus ohne Speichern zu beenden.
86
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
DC-Netzteilbetrieb
Schutzfunktionen
HINWEIS
3
• Die OC-Begrenzungsfunktion ist standardmäßig aktiviert, wenn Sie den
Konstantspannungsmodus auswählen. Sie können die
OC-Begrenzungsfunktion nicht deaktivieren.
• Wenn der OC-Wert auf einen höheren Wert als den OCP-Wert
festgelegt ist, wird der OCP-Wert an den OC-Wert angepasst.
• Wenn der OC-Wert auf null eingestellt ist, hat dies zur Folge, dass die
Ausgabespannung zur Begrenzung auf null gesenkt wird.
• Der OC-Wert kann nicht auf die Rechteckwellenausgabe angewendet
werden.
• Der OC-Wert wird durch den ausgewählten Bereich beschränkt.
Drücken Sie auf Shift > Range, um einen entsprechenden Bereich
auszuwählen. Sie können erst dann einen Bereich auswählen, wenn
die Ausgabe deaktiviert ist (die SBY-Meldeanzeige leuchtet).
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
87
3
DC-Netzteilbetrieb
Rechteckwellenausgabe
Rechteckwellenausgabe
Die Rechteckwellenausgabe ist eine eindeutige Funktion für viele
Anwendungen, wie beispielsweise die Impulsbreitenmodulation (PWM), die
anpassbare Spannungsregelung und den synchronen Zeitgeber
(Baudrategenerator). Sie können diese Funktion auch zum Überprüfen und
Kalibrieren von Durchflussmesseranzeigen, Zählern, Tachometern,
Oszilloskopen, Frequenzwandlern, Frequenzübermittlern und anderen
Frequenzeingabegeräten verwenden.
Auswählen der Recheckwellenausgabe
1 Drücken Sie auf
, um den Rechteckwellenmodus auszuwählen. Wenn
das U3606A im Rechteckwellenmodus betrieben wird, leuchtet die
Rechteckwellen-Meldeanzeige (
) auf dem vorderen Bedienfeld.
Rechteckwellen-Meldeanzeige
2 Die Standardfrequenz beträgt 600 Hz, wie auf der oberen Sekundäranzeige
dargestellt. Drücken Sie erneut auf
, um zwischen den Amplituden-,
Arbeitszyklus- und Impulsbreitenwerten zu wechseln. (Die
Standardamplitude beträgt 0 V, der Standardarbeitszyklus beträgt 50% und
die Standardimpulsbreite beträgt 0,8333 ms.)
3 Rechteckwellenamplitude, Frequenz, Impulsbreite und Arbeitszyklus
können festgelegt werden, wenn der Ausgang aktiviert (OUT) oder
deaktiviert (SBY) ist. Vergewissern Sie sich, dass die
Rechteckwellen-Meldeanzeige (
) zur Bearbeitung der Amplituden-,
Frequenz-, Impulsbreiten- und Arbeitszykluswerte blinkt. (Drücken Sie
erneut auf
, wenn dies nicht der Fall ist.)
88
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
DC-Netzteilbetrieb
Rechteckwellenausgabe
3
Festlegen der Amplitude
1 Um die Rechteckwellenamplitude festzulegen, drücken Sie solange auf
, bis der Amplitudenwert in der unteren Sekundäranzeige angezeigt
wird. Vergewissern Sie sich, dass die Rechteckwellen-Meldeanzeige (
)
auf dem vorderen Bedienfeld blinkt. (Drücken Sie erneut auf
, wenn
dies nicht der Fall ist.)
Rechteckwellenamplitude
2 Drücken Sie auf
ändern möchten.
oder
, um die Ziffernposition auszuwählen, die Sie
3 Drücken Sie auf
oder
, um den Wert zu erhöhen oder zu verringern.
4 Drücken Sie erneut auf
speichern.
HINWEIS
oder Shift > Save, um die Änderungen zu
• Durch erneutes Drücken auf
werden die Änderungen
gespeichert und der nächste Rechteckwellenparameter angezeigt.
(Noch im Bearbeitungsmodus.)
• Durch Drücken auf Shift > Save werden die Änderungen gespeichert
und der Bearbeitungsmodus beendet.
• Die Rechteckwellenamplitude wird durch den ausgewählten Bereich
beschränkt. Drücken Sie auf Shift > Range, um einen entsprechenden
Bereich auszuwählen. Sie können erst dann einen Bereich auswählen,
wenn die Ausgabe deaktiviert ist (die SBY-Meldeanzeige leuchtet).
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
89
3
DC-Netzteilbetrieb
Rechteckwellenausgabe
Einstellen der Frequenz
1 Um die Rechteckwellenfrequenz einzustellen, drücken Sie solange auf
,
bis der Arbeitszyklus- oder Impulsbreitenwert in der unteren
Sekundäranzeige angezeigt wird. Vergewissern Sie sich, dass die
Rechteckwellen-Meldeanzeige (
) auf dem vorderen Bedienfeld blinkt.
(Drücken Sie erneut auf
, wenn dies nicht der Fall ist.)
Rechteckwellenfrequenz
Stellen Sie sicher, dass hier
entweder der Arbeitszyklus- oder
Impulsbreitenwert angezeigt wird.
2 Drücken Sie auf
oder , um zwischen den verfügbaren Frequenzen zu
wechseln. (Es stehen 27 Frequenzen zur Auswahl.)
Tabelle 3-1
Verfügbare Frequenzen für die Rechteckwellenausgabe
Frequenz (Hz)
0,5, 2, 5, 6, 10, 15, 25, 30, 40, 50, 60, 75, 80, 100, 120, 150, 200, 240, 300, 400, 480, 600, 800, 1.200,
1.600, 2.400, 4.800
3 Drücken Sie erneut auf
HINWEIS
oder Shift > Save, um die Änderungen zu speichern.
• Durch erneutes Drücken auf
werden die Änderungen
gespeichert und der nächste Rechteckwellenparameter angezeigt.
(Noch im Bearbeitungsmodus.)
• Durch Drücken auf Shift > Save werden die Änderungen gespeichert
und der Bearbeitungsmodus beendet.
• Änderungen des Rechteckwellenfrequenzwertes wirken sich auf die
Werte des Rechteckwellen-Arbeitszyklus und der Impulsbreite aus, da
sie in gegenseitiger Beziehung stehen.
90
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
DC-Netzteilbetrieb
Rechteckwellenausgabe
3
Festlegen des Arbeitszyklus
1 Um den Rechteckwellen-Arbeitszyklus festzulegen, drücken Sie solange auf
, bis der Arbeitszykluswert in der unteren Sekundäranzeige angezeigt
wird. Vergewissern Sie sich, dass die Rechteckwellen-Meldeanzeige (
)
auf dem vorderen Bedienfeld blinkt. (Drücken Sie erneut auf
, wenn
dies nicht der Fall ist.)
Rechteckwellen-Arbeitszyklus
2 Drücken Sie auf
oder
, um zwischen den verfügbaren
Arbeitszykluswerten zu wechseln.
Der Arbeitszyklus kann für 256 Schritte eingerichtet werden und jeder
Schritt beträgt 0,390625% mehr als der vorherige Schritt. Die bestmögliche
Auflösung der Anzeige ist 0,001%.
3 Drücken Sie erneut auf
HINWEIS
oder Shift > Save, um die Änderungen zu speichern.
• Durch erneutes Drücken auf
werden die Änderungen
gespeichert und der nächste Rechteckwellenparameter angezeigt.
(Noch im Bearbeitungsmodus.)
• Durch Drücken auf Shift > Save werden die Änderungen gespeichert
und der Bearbeitungsmodus beendet.
• Änderungen des Rechteckwellen-Arbeitszyklus-Wertes wirken sich auf
die Werte der Rechteckwellenfrequenz und der Impulsbreite aus, da sie
in gegenseitiger Beziehung stehen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
91
3
DC-Netzteilbetrieb
Rechteckwellenausgabe
Festlegen der Impulsbreite
1 Um die Rechteckwellen-Impulsbreite festzulegen, drücken Sie solange auf
, bis der Impulsbreitenwert in der unteren Sekundäranzeige angezeigt
wird. Vergewissern Sie sich, dass die Rechteckwellen-Meldeanzeige (
)
auf dem vorderen Bedienfeld blinkt. (Drücken Sie erneut auf
, wenn
dies nicht der Fall ist.)
Rechteckwellen-Impulsbreite
2 Drücken Sie auf
oder
, um zwischen den verfügbaren
Arbeitszykluswerten zu wechseln.
Die Impulsbreite kann für 256 Schritte eingerichtet werden und jeder
Schritt beträgt 1/(256 × Frequenz) mehr als der vorherige Schritt. Die
Anzeige wird automatisch an eine 5-stellige Auflösung angepasst (im
Bereich 9,9999 ms bis 9999,9 ms).
3 Drücken Sie erneut auf
HINWEIS
oder Shift > Save, um die Änderungen zu speichern.
• Durch erneutes Drücken auf
werden die Änderungen
gespeichert und der nächste Rechteckwellenparameter angezeigt.
(Noch im Bearbeitungsmodus.)
• Durch Drücken auf Shift > Save werden die Änderungen gespeichert
und der Bearbeitungsmodus beendet.
• Änderungen des Rechteckwellen-Impulsbreitenwertes wirken sich auf
die Werte der Rechteckwellenfrequenz und des Arbeitzyklus aus, da sie
in gegenseitiger Beziehung stehen.
Wenn alle entsprechenden Parameter festgelegt wurden, drücken Sie auf
um die Rechteckwelle zu erzeugen.
92
O UT
S BY
,
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
DC-Netzteilbetrieb
Durchlauffunktionen
3
Durchlauffunktionen
Das U3606A Multimeter|DC-Netzteil ist mit einer Rampen- und
Abtastfunktion ausgestattet. Verwenden Sie die Rampenfunktion, um ein
Rampensignal mit der Amplitudenendposition und der Anzahl an Schritten
basierend auf den voreingestellten Eingabeparametern zu erstellen.
Verwenden Sie die Abtastfunktion, um ein Abtastsignal mit der
Amplitudenendposition, Schrittverweilzeit und der Anzahl an Schritten
basierend auf den voreingestellten Eingabeparametern zu erstellen.
Rampensignal
Die Länge eines typischen Rampensignals basiert auf folgenden Parametern:
• Die Amplitudenendposition und
• die Anzahl an Schritten, die benötigt wird, um die Amplitudenendposition
zu erreichen
Sie können die Rampensignalparameter im Utility-Menü konfigurieren. Unter
„Konfigurieren der Rampensignalparameter“ auf Seite 124 finden Sie ausführliche
Anweisungen zur Festlegung der Amplitudenendposition und Schrittanzahl.
Amplitude
(V/A)
Endposition
Amplitude
Anzahl an
Schritten
0
Zeit (t)
Verweilzeit insgesamt
Die Rampenverweilzeit wird auf die schnellste Instrumentenfunktion
(typischerweise ~300 ms pro Schritt) eingestellt. Eine höhere Anzahl an
Schritten ermöglicht ein Rampensignal mit einem höheren Linearitätsgrad.
Dies führt jedoch zu einer Steigerung der Gesamtverweilzeit. Eine geringere
Anzahl an Schritten hat eine kürzere Verweilzeit insgesamt und ein
Rampensignal mit mehr Stufen zur Folge.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
93
3
DC-Netzteilbetrieb
Durchlauffunktionen
Erzeugen eines Rampensignals
1 Wählen Sie den gewünschten Ausgabemodus. Für die Aktivierung des
Konstantspannungsbetriebs drücken Sie auf Voltage bzw. auf Current, wenn
Sie den Konstantstrombetrieb aktivieren möchten. (Die entsprechende
Meldeanzeige – CV oder CC – leuchtet.)
2 Wählen Sie einen geeigneten Bereich, indem Sie auf Shift > Range drücken. Die
maximale Amplitudenendposition wird durch den ausgewählten Bereich
beschränkt. (Die entsprechende Meldeanzeige – S1 oder S2 – leuchtet.)
3 Wenn Sie die Rampensignalparameter abstimmen möchten, drücken Sie auf
Shift > Utility, um das Utility-Menü aufzurufen. Unter „Konfigurieren der
Rampensignalparameter“ auf Seite 124 finden Sie weitere Informationen zur
Konfiguration der Rampensignalparameter. Drücken Sie auf Shift > Save, um die
Änderungen zu speichern, und auf Shift > Exit, um das Utility-Menü zu schließen.
4 Drücken Sie auf Ramp Scan, um die Rampenfunktion auszuwählen. Vergewissern
Sie sich, dass die Rampen-Meldeanzeige auf der Anzeige erscheint.
Rampen-Meldeanzeige
5 Drücken Sie auf
HINWEIS
94
O UT
S BY
, um das Rampensignal zu erzeugen.
Die typische Rampenverweilzeit pro Schritt im U3606A wird bei 300 ms
gemessen. Es sollte mit einer längeren Verzögerungszeit gerechnet
werden, wenn eine höhere Anzahl an Schritten programmiert wurde. So
erzielt z. B. ein Rampensignal mit 1.000 Schritten eine Gesamtverweilzeit
von 10 Minuten (1.000 × 300 ms × 2).
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
DC-Netzteilbetrieb
Durchlauffunktionen
3
Abtastsignal
Die Länge eines typischen Abtastsignals basiert auf folgenden Parametern:
• Die Amplitudenendposition,
• die Anzahl an Schritten, die benötigt wird, um die Amplitudenendposition
zu erreichen, und
• die Dauer der Verweilzeit für jeden Schritt.
Sie können die Abtastsignalparameter im Utility-Menü konfigurieren. Unter
„Konfigurieren der Abtastsignalparameter“ auf Seite 127 finden Sie
ausführliche Anweisungen zur Festlegung der Amplitudenendposition, Anzahl
an Schritten und Verweilzeitdauer.
Amplitude
(V/A)
Endposition
Amplitude
Anzahl an
Schritten
0
Scan-Verweilzeit
Zeit (t)
Verweilzeit insgesamt
Die Gesamtverweildauer erhöht sich bezüglich der Anzahl an Schritten und
der ausgewählten Abtastverweilzeit pro Schritt. Die Abtastverweilzeit ist der
Zeitraum, in dem das Abtastsignal im aktuellen Schritt „verweilt“, bevor es
zum nächsten Schritt inkrementiert.
HINWEIS
Die Abtastverweilzeit wirkt sich auch auf den ersten Schritt bei Amplitude 0 aus.
Für jeden vollständigen Abtastsignaldurchlauf wird eine Anfangsverzögerung
(für die Dauer der voreingestellten Abtastverweilzeit) erwartet.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
95
3
DC-Netzteilbetrieb
Durchlauffunktionen
Erzeugen eines Abtastsignals
1 Wählen Sie den gewünschten Ausgabemodus. Für die Aktivierung des
Konstantspannungsbetriebs drücken Sie auf Voltage bzw. auf Current, wenn
Sie den Konstantstrombetrieb aktivieren möchten. (Die entsprechende
Meldeanzeige – CV oder CC – leuchtet.)
2 Wählen Sie einen geeigneten Bereich, indem Sie auf Shift > Range drücken. Die
maximale Amplitudenendposition wird durch den ausgewählten Bereich
beschränkt. (Die entsprechende Meldeanzeige – S1 oder S2 – leuchtet.)
3 Wenn Sie die Abtastsignalparameter abstimmen möchten, drücken Sie auf
Shift > Utility, um das Utility-Menü aufzurufen. Unter „Konfigurieren der
Abtastsignalparameter“ auf Seite 127 finden Sie weitere Informationen zur
Konfiguration der Rampensignalparameter. Drücken Sie auf Shift > Save, um die
Änderungen zu speichern, und auf Shift > Exit, um das Utility-Menü zu schließen.
4 Drücken Sie auf Ramp Scan, um die Abtastfunktion auszuwählen. Vergewissern
Sie sich, dass die Abtast-Meldeanzeige auf der Anzeige erscheint.
Abtast-Meldeanzeige
5 Drücken Sie auf
96
O UT
S BY
, um das Abtastsignal zu erzeugen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
DC-Netzteilbetrieb
Auswählen eines Bereichs
3
Auswählen eines Bereichs
Das U3606A Multimeter|DC-Netzteil verfügt über die Funktionen eines
Doppelbereichs-Einzelausgangsnetzteils. Sie können das U3606A im 30 V/
1 A-Bereich (S1) oder im 8 V/3 A-Bereich (S2) für alle Ausgabeoperationen
(CV-Modus, CC-Modus, Rechteckwellenausgabe und Durchlauffunktionen)
ausführen.
• Der Bereich S1 besitzt einen höheren Spannungsbereich, jedoch eine
niedrigere Stromstärkeausgabe.
• Der Bereich S2 bietet eine höhere Stromstärkeausgabe, jedoch einen
niedrigeren Spannungsbereich.
Drücken Sie auf Shift > Range, um zwischen den Bereichen S1 und S2 zu
wechseln. Die Ausgangsbereich-Meldeanzeigen (S1 und S2) leuchten, wenn der
entsprechende Bereich ausgewählt wird.
Ausgangsbereich-Meldeanzeige
HINWEIS
• Der Bereich S1 ist standardmäßig ausgewählt. Sie können den Bereich
nicht ändern, wenn der Ausgang aktiviert ist (OUT). Der Ausgang muss
sich im Standby-Modus (SBY) befinden, bevor der Bereich oder die
Ausgabefunktion geändert werden kann. Unter „Aktivieren des
Ausgangs“ auf Seite 98 finden Sie weitere Informationen zur
Aktivierung bzw. Deaktivierung des Ausgangs.
• Die Schutz- und Grenzwerte sind immer auf die maximalen Werte im
Hinblick auf den für die Änderung ausgewählten Bereich eingestellt.
Unter „Schutzfunktionen“ auf Seite 78 finden Sie weitere
Informationen zu den im U3606A zur Verfügung stehenden
Schutzfunktionen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
97
3
DC-Netzteilbetrieb
Aktivieren des Ausgangs
Aktivieren des Ausgangs
Die
O UT
S BY
-Steuerelemente aktivieren oder deaktivieren den Ausgang des U3606A.
Wenn der Ausgang ausgeschaltet ist, können am U3606A oder an der Last
Einstellungen vorgenommen werden, ohne das Instrument ausschalten zu müssen.
UT
Die OS BY
-Taste kann jederzeit gedrückt werden, um den Ausgang des U3606A zu
aktivieren bzw. zu deaktivieren.
• Wenn der Ausgang deaktiviert ist, nehmen Ausgangsspannung und -strom
den Wert Null an und die SBY-Meldeanzeige leuchtet.
SBY-Meldeanzeige
• Wenn der Ausgang aktiviert ist, reguliert das U3606A die Ausgangsspannung und
den Ausgangsstrom auf den ausgewählten Wert und die OUT-Meldeanzeige leuchtet.
OUT-Meldeanzeige
UT
Die OS BY
-Taste wird ebenfalls verwendet, um die Rechteckwellenausgabe bei der
ausgewählten Amplitude, Frequenz, Impulsbreite und Arbeitszyklus zu erzeugen.
Der Ausgangsstatus wird im flüchtigen Speicher abgelegt; Der Ausgang ist
immer deaktiviert, wenn der Strom ausgeschaltet ist oder nachdem die
Remoteschnittstelle zurückgesetzt wurde.
98
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
DC-Netzteilbetrieb
Remote-Abtastung
3
Remote-Abtastung
Die Remote-Abtastung wird verwendet, um die Regulierung an der Last
aufrechtzuerhalten und die Regulierungsbeeinträchtigungen zu reduzieren,
die aufgrund des Spannungsabfalls in den Leitungen zwischen Netzteil und
Last auftreten. Verwenden Sie die Remote-Abtastung in Anwendungen, für die
die Regulierung der Last entscheidend ist.
Die Remote-Abtastung ist besonders im Konstantspannungsmodus mit
Lastimpedanzen nützlich, die variieren oder über einen wesentlichen
Leitungswiderstand verfügen. Sie hat keine Wirkung im Konstantstrommodus.
Da die Abtastfunktion von anderen U3606A-Funktionen unabhängig ist, kann
sie verwendet werden, ungeachtet davon, wie das U3606A programmiert ist.
Mit der Remote-Abtastung wird beim Rücklesen der Spannung die
Lastspannung an den Remote-Abtastungspunkten überwacht.
Durch Anschließen der Netzteils zur Remote-Spannungsabtastung wird die
Spannung an der Last und nicht an den U3606A-Ausgangsanschlüssen (+ FORCE -)
abgetastet. Dies ermöglicht dem U3606A die automatische Kompensation von
Spannungsabfällen in Anwendungen mit langen Leitungslängen sowie das exakte
Rücklesen der Spannung auf der gesamten Last.
Unter Kapitel 8, „Eigenschaften und Spezifikationen“, ab Seite 239 finden Sie
Informationen zu den maximal zulässigen Spannungsabfällen auf den Lastdrähten.
Verwenden Sie abgeschirmte, verdrillte Kabel, um die Rauschaufnahme zu
minimieren. Bei Verwendung von abgeschirmten Kabeln sollte die
Abschirmung mit der Erdung an einem Punkt verbunden sein – entweder am
Netzteilgehäuse oder an der Lasterdung. Der optimale Punkt für die
Schirmerdung ist durch Experimentieren zu ermitteln.
HINWEIS
Während der Remote-Abtastungseinrichtung wird dringend empfohlen,
das Instrument abzuschalten (durch drücken der ON-/OFF-Taste), um
unerwünschte Schäden an der Last oder am U3606A zu vermeiden.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
99
3
DC-Netzteilbetrieb
Remote-Abtastung
Remote-Abtastverbindungen
Für die Remote-Abtastung ist es erforderlich, die Lastleitungen der hinteren
Ausgangsanschlüsse an die Last wie unten dargestellt zu verbinden. Beobachten
Sie die Polarität beim Verbinden der Abtastleitungen mit der Last.
HINWEIS
Die Metallkurzschlussbrücken sollten für die Remote-Abtastverbindungen
von den hinteren Ausgangs- und Abtastanschlüssen entfernt werden. Für
lokale Spannungsabtastverbindungen müssen die Abtastleitungen mit den
Ausgangsanschlüssen verbunden werden.
Hintere Ausgangsanschlüsse
– –S
Abgeschirmtes Zweidrahtkabel
+S + +
–
LOAD
Abbildung 3-3
Remote-Abtastverbindungen
Kurzschlussbrücke
LOAD
+S + +
–
– –S
Hintere Ausgangsanschlüsse
Abbildung 3-4
100
Kurzschlussbrücke
Lokale Abtastverbindungen
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
DC-Netzteilbetrieb
Remote-Abtastung
3
Anschließen der Lastleitungen an die hintere Anschlussleiste
1 Schalten Sie den Strom ab. Entfernen Sie alle Verbindungen zwischen den
vorderen Ausgangsanschlüssen und der Last. Entfernen Sie alle
Metallkurzschlussbrücken, die mit den hinteren Ausgangsanschlüssen
verbunden sind.
2 Lösen Sie mithilfe eines Phillips-Schraubendrehers die zwei unverlierbaren
Schrauben der hinteren Ausgangsanschlussleiste.
3 Ziehen Sie vorsichtig die hintere Ausgangsanschlussleiste heraus.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
101
3
DC-Netzteilbetrieb
Remote-Abtastung
4 Lösen Sie die oberen Schrauben mit einem Phillips-Schraubendreher und
verbinden Sie mithilfe eines abgeschirmten Zweidrahtkabels die
Abtastanschlüsse (S+ und S-) und Ausgangsanschlüsse (+ und -) der
hinteren Ausgangsanschlussleiste mit der Last. Siehe hierzu Abbildung 3-3.
Verwenden Sie die Abschirmung nicht als Abtastleiter. Erden Sie die
Abschirmung nur am Ende des U3606A. Das andere Ende der Abschirmung
sollte unverbunden bleiben. Beobachten Sie die Polarität beim Verbinden
der Abtastleitungen mit der Last. Sie können die Ausgangsleitungen mit
einem oder beiden „+“- oder „-“-Anschlüssen verbinden. Sie sind innen
kurzgeschlossen.
HINWEIS
Die Abtastausgänge (S+ und S-) dürfen nicht unverbunden bleiben. Sie müssen
lokal (Abbildung 3-4) oder remote (Abbildung 3-3) angeschlossen werden.
5 Ziehen Sie die oberen Schrauben der hinteren Ausgangsanschlussleiste fest,
um die Abtast- und Ausgangsanschlüsse zu sichern.
6 Platzieren Sie die hintere Ausgangsanschlussleiste wieder an die dafür
vorgesehene Stelle und ziehen Sie die zwei unverlierbaren Schrauben fest.
102
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
DC-Netzteilbetrieb
Remote-Abtastung
3
Lösen Sie die oberen
Schrauben an der
hinteren
Ausgangsanschlussl
eiste nicht im
schrägen Winkel.
VORSICHT
Vermeiden Sie es, die Lastleitungen der hinteren Anschlussleiste an
die Last wie oben dargestellt anzuschließen. Wenn Sie die oberen
Schrauben im schrägen Winkel lösen, führt dies zu Schäden an den
Schrauben der Anschlussleiste. Unter „Anschließen der Lastleitungen
an die hintere Anschlussleiste“ auf Seite 101 finden Sie die Schritte
zum richtigen Anschließen der Lastleitungen der hinteren
Anschlussleiste an die Last erläutert.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
103
3
DC-Netzteilbetrieb
Remote-Abtastung
Aktivieren der Remote-Abtastung
So konfigurieren Sie das U3606A für die Remote-Abtastung:
1 Schalten Sie das U3606A aus.
2 Entfernen Sie die Verbindungen zwischen den Abtastanschlüssen (S+ und
S-) und Ausgangsanschlüssen (+ und -) des U3606A. Verbinden Sie mithilfe
eines abgeschirmten Zweidrahtkabels die Abtastanschlüsse des U3606A mit
der Last. Siehe hierzu Abbildung 3-3. Beobachten Sie die Polarität beim
Verbinden der Abtastleitungen mit der Last.
VORSICHT
Verwenden Sie die Abschirmung nicht als Abtastleiter. Das andere
Ende des abgeschirmten Zweidrahtkabels sollte unverbunden bleiben.
3 Schalten Sie das U3606A ein.
4 Drücken Sie auf Voltage, um den Konstantspannungsmodus auszuwählen.
Verwenden Sie die Richtungstasten, um einen angemessenen
Konstantspannungswert auszuwählen. In „Konstantspannungsmodus
(CV)“ auf Seite 74 erhalten Sie weitere Informationen.
5 Drücken Sie auf Shift > EXT, um die Remote-Abtastung zu aktivieren. Wenn
das U3606A im Remote-Abtastungs-Modus betrieben wird, leuchtet die
EXT-Meldeanzeige auf dem vorderen Bedienfeld.
EXT-Meldeanzeige
6 Drücken Sie auf
O UT
S BY
, um die Ausgangsspannung zu regulieren.
7 Drücken Sie erneut auf Shift > EXT, um die Remote-Abtastung zu deaktivieren.
HINWEIS
104
Wenn das Netzteil mit Remote-Abtastung betrieben wird und entweder
der positive oder negative Lastdraht nicht verbunden ist, wird ein interner
Schutzschaltkreis aktiviert und das Netzteil ausgeschaltet. Um den
Betrieb fortzusetzen, schalten Sie das Netzteil aus, verbinden Sie den
offenen Lastdraht und schalten Sie das Netzteil an.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
DC-Netzteilbetrieb
Remote-Abtastung
3
Stabilität
Die Verwendung der Remote-Abtastung bei bestimmten Kombinationen von
Lastleitungslängen und großen Lastkapazitäten kann zur Folge haben, dass Ihre
Anwendung einen Filter bildet, der Teil der Spannungsrückkopplungsschleife
wird. Die zusätzliche Phasenverschiebung, die von diesem Filter erzeugt wird,
kann die Instrumentenstabilität beeinträchtigen, die zu einem verschlechterten
Einschwingverhalten oder zu einer Schleifeninstabilität führt. In schweren
Fällen sind Schwingungen die Folge.
Um dieses Risiko zu minimieren, sorgen Sie dafür, dass die Lastleitungen so kurz
wie möglich sind und verdrillen Sie sie miteinander. Da die Abtastleitungen einen
Teil der Rückkopplungsschleife der Instrumentenprogrammierung bilden, haben
versehentlich offen gelassene Abtast- oder Lastverbindungen während eines
Remote-Abtastvorgangs verschiedene unerwünschte Folgen. Sorgen Sie für
sichere und dauerhafte Verbindungen.
CV-Regulierung
Die in Kapitel 8, „Eigenschaften und Spezifikationen“, ab Seite 239 angegebene
Spezifikation für die Regulierung der Spannungslast gilt für die Ausgangsanschlüsse
des U3606A. Bei Durchführung einer Remote-Abtastung addieren Sie zu dieser
Spezifikation 5 mV für jeden 1-V-Abfall zwischen dem positiven Abtastpunkt (S+)
und den Ausgangsanschlüssen (+) aufgrund der Änderung des Laststroms. Da die
Abtastleitungen Teil des Rückkopplungswegs des U3606A sind, sorgen Sie für einen
Widerstand der Abtastleitungen bei oder unter 0,5 Ω pro Last, um die oben genannte
Leistung aufrechtzuerhalten.
Ausgangsnennwerte
Die in Kapitel 8, „Eigenschaften und Spezifikationen“, ab Seite 239 angegebenen
Spezifikationen für Nennausgangsspannung und -strom gelten für die
Ausgangsanschlüsse des Netzteils. Bei der Remote-Abtastung muss die in den
Lastleitungen abgefallene Spannung zu der Lastspannung addiert werden, um die
maximale Ausgangsspannung zu kalkulieren. Die Leistungsspezifikationen sind
nicht garantiert, wenn die maximale Ausgangsspannung überschritten wird.
Ausgangsrauschen
Das Rauschen, das an den Abtastleitungen aufgenommen wird, tritt auch am
Ausgang des U3606A auf und kann die Regulierung der Spannungslast
beeinträchtigen. Verdrillen Sie die Abtastleitungen miteinander, um die externe
Rauschaufnahme zu minimieren, und führen Sie sie parallel und nahe an den
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
105
3
DC-Netzteilbetrieb
Remote-Abtastung
Lastleitungen entlang. In lauten Umgebungen müssen die Abtastleitungen ggf.
abgeschirmt werden. Erden Sie die Abschirmung nur am Ende des U3606A.
Verwenden Sie die Abschirmung nicht als Abtastleiter.
106
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
U3606A Multimeter|DC-Netzteil
Benutzer- und Servicehandbuch
4
Systembezogene Funktionen
Verwenden des Utility-Menüs 108
Ändern der konfigurierbaren Einstellungen 109
Zusammenfassung des Utility-Menüs 111
Lesen von Fehlermeldungen 115
Lesen der Programmcoderevision 116
Anpassen der Anzeigehelligkeit 117
Ändern des Einschaltstatus 117
Konfigurieren des Signaltons 118
Verbindung mit einer Remoteschnittstelle 119
Durchführen eines Selbsttests 121
Auswählen eines dBm-Referenzwiderstandswerts 122
Einstellen des Ausgangsschutzstatus 123
Konfigurieren der Rampensignalparameter 124
Konfigurieren der Abtastsignalparameter 127
Einstellen der Glättungsfunktion 129
Aktivieren des Refresh Hold-Modus 132
Aktivieren des Datenhaltemodus 133
Speichern und Abrufen von Instrumentenstatus 134
Speichern eines Status 134
Abrufen eines gespeicherten Status 135
Remotebetrieb 136
Konfigurieren und Verbinden der GPIB-Schnittstelle 137
Konfigurieren und Verbinden der USB-Schnittstelle 138
SCPI-Befehle 139
Dieses Kapitel enthält die verschiedenen Elemente und Einstellungen im Utility-Menü.
Dieses Kapitel befasst sich zudem mit der Vorgehensweise beim Speichern und
Abrufen des Instrumentenstatus des U3606A Multimeter|DC-Netzteil.
Agilent Technologies
107
4
Systembezogene Funktionen
Verwenden des Utility-Menüs
Verwenden des Utility-Menüs
Im Utility-Menü können Sie zahlreiche dauerhafte Instrumentkonfigurationen
anpassen. Die Bearbeitung dieser Einstellungen wirkt sich auf den Betrieb des
Instruments über mehrere Funktionen hinweg aus. Wählen Sie eine zu
bearbeitende Einstellung aus, um folgende Aufgaben durchzuführen:
• Wechseln zwischen zwei Werten, beispielsweise Ein oder Aus.
• Auswählen eines Wertes aus der Liste.
• Verringern oder Erhöhen eines Wertes mithilfe der Richtungstasten.
Das Utility-Menü zeigt zudem Fehlermeldungen und Hardware-Revisions-Codes an.
Der Inhalt des Utility-Menüs wird in Tabelle 4-2 auf Seite 111 zusammengefasst.
Tabelle 4-1
Taste
Beschreibung der Utility-Menütasten
Beschreibung
Drücken Sie auf Shift > Utility, um das Utility-Menü zu öffnen.
Drücken Sie auf
oder
, um zwischen den Menüelementen zu wechseln.
Drücken Sie auf
oder
, um zwischen zwei Werten zu wechseln, einen
Wert aus der Liste auszuwählen oder einen Wert zu verringern oder zu erhöhen.
Drücken Sie auf Shift > Save, um eine Einstellung zu speichern.
Drücken Sie auf Shift > Exit, um den Bearbeitungsmodus ohne Speichern zu
verlassen oder um das Utility-Menü zu beenden.
108
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Systembezogene Funktionen
Verwenden des Utility-Menüs
4
Ändern der konfigurierbaren Einstellungen
Alle Elemente im Utility-Menü außer „Error“ und „P.CodE“ sind konfigurierbar.
Weitere Informationen zu „Error“ und „P.CodE“ finden Sie unter „Lesen von
Fehlermeldungen“ auf Seite 115 und „Lesen der Programmcoderevision“ auf
Seite 116.
1 Um auf das Utility-Menü zuzugreifen, drücken Sie auf Shift > Utility.
2 Das erste Element des Utility-Menüs (Error) wird in der oberen
Sekundäranzeige angezeigt.
3 Drücken Sie auf
oder , um zwischen den Menüelementen zu wechseln.
Beim Durchgehen der konfigurierbaren Elemente wird die aktuelle
Einstellung für das jeweilige Element in der Primäranzeige angezeigt.
Menüelement
Aktuelle Einstellung
4 Zum Ändern einer Einstellung verwenden Sie die Tasten
und
, um
zwischen zwei Werten zu wechseln, einen Wert aus der Liste zu wählen oder
den Wert zu verringern oder zu erhöhen.
5 Wenn die korrekte Einstellung in der Primäranzeige angezeigt wird, drücken
Sie auf Shift > Save, um die Einstellung zu speichern. (Oder drücken Sie auf
Shift > Exit, um den Bearbeitungsmodus ohne Speichern zu verlassen.)
6 Wiederholen Sie Schritt 3, Schritt 4 und Schritt 5 für alle Elemente im Utility-Menü.
7 Drücken Sie auf Shift > Exit, um das Utility-Menü zu schließen. Das U3606A
kehrt in den normalen Betrieb zurück.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
109
4
Systembezogene Funktionen
Verwenden des Utility-Menüs
Bearbeiten von Werten
Für einige Elemente im Utility-Menü können Sie den gewünschten Wert durch
Verringern oder Erhöhen einer Ziffer auswählen. Drücken Sie auf
oder
,
um die Einstellung festzulegen. Die derzeit bearbeitete Ziffer blinkt.
Derzeit bearbeitete Ziffer
Verwenden Sie die folgenden Tasten, um den Cursor auf die Ziffer zu
positionieren:
Taste
Beschreibung
Drücken Sie auf
, um den Cursor nach links zu verschieben.
Drücken Sie auf
, um den Cursor nach rechts zu verschieben.
Wenn der Cursor auf einer Ziffer positioniert ist, verwenden Sie die folgenden
Tasten, um den Wert zu bearbeiten:
Taste
Beschreibung
Drücken Sie auf
, um die Ziffer zu erhöhen.
Drücken Sie auf
, um die Ziffer herabzusetzen.
Wenn Sie die Bearbeitung abgeschlossen haben, speichern Sie den Wert,
indem Sie auf Shift > Save drücken. (Oder drücken Sie auf Shift > Exit, um den
Bearbeitungsmodus ohne Speichern zu verlassen.)
110
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Systembezogene Funktionen
Zusammenfassung des Utility-Menüs
4
Zusammenfassung des Utility-Menüs
Die Elemente des Utility-Menüs werden in der folgenden Tabelle zusammengefasst.
Weitere Erläuterungen zu den jeweiligen Elementen im Utility-Menu finden Sie in
den Abschnitten zu den jeweiligen Menüelementen.
Tabelle 4-2
Beschreibungen der Elemente im Utility-Menü
Element
Verfügbare Einstellungen
Beschreibung
nonE
(-)Er.NNN
• Überprüfen Sie die zuletzt erfasste Fehlermeldung (bis zu
20 Fehlermeldungen).
• Überprüfen Sie alle erfassten Fehlermeldungen, um die
Fehlermeldeanzeige zu löschen.
• In „Lesen von Fehlermeldungen“ auf Seite 115 erhalten Sie
weitere Informationen.
Fehler
P.CodE
NN.NN IOb
NN.NN Sb
NN.NN Mb
• Wählen Sie „IOb“, um die Programmcoderevision der
Schnittstellenplatte anzuzeigen.
• Wählen Sie „Sb“, um die Programmcoderevision der
Quellplatine anzuzeigen.
• Wählen Sie „Mb“, um die Programmcoderevision der
Messplatine anzuzeigen.
• In „Lesen der Programmcoderevision“ auf Seite 116
erhalten Sie weitere Informationen.
diSP
L-03
L-02
L-01
• Wechseln Sie zwischen den Helligkeitslevel der VFD-Anzeige.
• In „Anpassen der Anzeigehelligkeit“ auf Seite 117 erhalten
Sie weitere Informationen.
P-on
bEEP
rESEt
2.400 Hz
LASt
• Wählen Sie „LASt“ aus, um den zuletzt bekannten
Ausschaltstatus abzurufen, wenn das Netzteil
eingeschaltet ist.
• Wählen Sie „rESEt“, um den werksseitigen
Standard-Einschaltstatus abzurufen, wenn das Netzteil
eingeschaltet ist.
• In „Ändern des Einschaltstatus“ auf Seite 117 erhalten Sie
weitere Informationen.
3.840 Hz
• Legen Sie die Signaltonfrequenz auf „2.400 Hz“ oder
„3.840 Hz“ fest.
• Wählen Sie „OFF“, um den Signalton zu deaktivieren.
• In „Konfigurieren des Signaltons“ auf Seite 118 erhalten
Sie weitere Informationen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
OFF
111
4
Systembezogene Funktionen
Zusammenfassung des Utility-Menüs
Tabelle 4-2
Beschreibungen der Elemente im Utility-Menü (Fortsetzung)
Element
Verfügbare Einstellungen
Beschreibung
GPib
• Wählen Sie „GPib“, „U-tMC“ oder „U-CdC“ als
gewünschte Remoteschnittstellenverbindung aus.
• „USB-tMC“ simuliert die USB-Schnittstelle gemäß dem
USB-TMC-Standard.
• „USB-CdC“ wird zur Simulierung des
Kommunikationsanschlusses verwendet.
• Unter „Verbindung mit einer Remoteschnittstelle“ auf
Seite 119 und „Remotebetrieb“ auf Seite 136 erhalten Sie
weitere Informationen.
U-CdC
IOb
SELF.t
db.rEF
triP Sby
112
U-tMC
NN
• Wählen Sie eine GPIB-Adresse zwischen 1 und 30 aus.
• In „Konfigurieren und Verbinden der
GPIB-Schnittstelle“ auf Seite 137 erhalten Sie weitere
Informationen.
no
• Wenn „YES“ ausgewählt wird, schließt das Instrument das
Utility-Menü und führt unmittelbar den Selbsttest aus.
• Nach Beendigung des Selbsttests kehrt das Instrument in
den normalen Betrieb zurück.
• In „Durchführen eines Selbsttests“ auf Seite 121 erhalten
Sie weitere Informationen.
YES
NNNN Ω
• Legen Sie den dB-Referenzimpedanzwert zwischen 1 Ω
und 9.999 Ω fest.
• In „Auswählen eines dBm-Referenzwiderstandswerts“ auf
Seite 122 erhalten Sie weitere Informationen.
YES
• Wählen Sie „YES“, um den Ausgangsschutz zu aktivieren,
oder „no“, um den Ausgangsschutz zu deaktivieren.
• Werkseitig ist der Ausgangsschutzstatus auf „YES“
eingestellt.
• In „Einstellen des Ausgangsschutzstatus“ auf Seite 123
erhalten Sie weitere Informationen.
no
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Systembezogene Funktionen
Zusammenfassung des Utility-Menüs
4
Tabelle 4-2
Beschreibungen der Elemente im Utility-Menü (Fortsetzung)
Element
Verfügbare Einstellungen
Beschreibung
CV
CC
• Drücken Sie auf Voltage, um die Abtasteinrichtung für CV
auszuwählen.
• Drücken Sie auf Current , um die Abtasteinrichtung für CC
auszuwählen.
S1/S2
S1/S2
Drücken Sie auf Shift > Range, um zwischen den Bereichen
S1 (30 V/1 A) und S2 (8 V/3 A) zu wechseln.
N.NNNN A
• Das Inkrement von jedem Schritt ist die
Amplitudenendposition (NN.NNN V/N.NNNN A) dividiert
durch die Anzahl an Schritten (NNN S).
• Legen Sie die Abtastverweilzeit (NN s) zwischen 1 s und 99 s
fest.
• In „Konfigurieren der Abtastsignalparameter“ auf Seite 127
erhalten Sie weitere Informationen.
SCAn
NN.NNN V
NNN-NN s
CV
CC
• Drücken Sie auf Voltage, um die Rampeneinrichtung für CV
festzulegen.
• Drücken Sie auf Current , um die Rampeneinrichtung für
CC auszuwählen.
S1/S2
S1/S2
Drücken Sie auf Shift > Range, um zwischen den Bereichen
S1 (30 V/1 A) und S2 (8 V/3 A) zu wechseln.
N.NNNN A
• Das Inkrement von jedem Schritt ist die
Amplitudenendposition (NN.NNN V/N.NNNN A) dividiert
durch die Anzahl an Schritten (NNNNN).
• Die Rampenverweilzeit ist die schnellste
Ausgangsfunktion (typischerweise ~300 ms pro Schritt).
• In „Konfigurieren der Rampensignalparameter“ auf
Seite 124 erhalten Sie weitere Informationen.
rAMP
NN.NNN V
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
NNNNN S
113
4
Systembezogene Funktionen
Zusammenfassung des Utility-Menüs
Tabelle 4-2
Beschreibungen der Elemente im Utility-Menü (Fortsetzung)
Element
Verfügbare Einstellungen
Beschreibung
oF
Wählen Sie „oF“, um die Glättungsfunktion zu deaktivieren,
oder „on“, um die Glättungsfunktion zu aktivieren.
SMoth
rHoLd
114
on
FC-N.N %
• Setzen Sie den Fluktuationszähler von 0,0 % auf 9,9 %.
• Setzen Sie den Fluktuationszähler auf 0,0 %, um die
Fluktuationsfunktion zu deaktivieren.
• In „Einstellen der Glättungsfunktion“ auf Seite 129
erhalten Sie weitere Informationen.
NNNN.
• Setzen Sie die Anzahl der Punkte von 2 auf 1.999.
• In „Einstellen der Glättungsfunktion“ auf Seite 129
erhalten Sie weitere Informationen.
t - NNN%
• Legen Sie die Refresh Hold-Änderung (t - NNN%) in
Prozent fest. Wenn die Änderung des Messwerts den
voreingestellten Wert übersteigt, ist der Refresh
Hold-Modus auslösebereit.
• Legen Sie die Änderung auf „OFF“ fest, um den Refresh
Hold-Modus zu aktivieren.
• Legen Sie den Refresh Hold-Schwellenwert (nH - N,N%) in
Prozent für Spannungs-, Strom- und Kapazitätsmessungen
fest. Der Messwert wird nicht aktualisiert, wenn der
Messwert unter den Schwellenwert fällt.
• Unter „Aktivieren des Refresh Hold-Modus“ auf Seite 132
und „Aktivieren des Datenhaltemodus“ auf Seite 133
erhalten Sie weitere Informationen.
nH - N,N%
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Systembezogene Funktionen
Zusammenfassung des Utility-Menüs
4
Lesen von Fehlermeldungen
Gehen Sie wie folgt vor, um Fehlermeldungen auf dem vorderen Bedienfeld zu
lesen. Informationen zum Remoteschnittstellenbefehl SYSTem:ERRor? finden
Sie in der U3606A Programmer’s Reference.
1 Um auf das Utility-Menü zuzugreifen, drücken Sie auf Shift > Utility.
2 Das erste Element des Utility-Menüs (Error) wird in der oberen
Sekundäranzeige angezeigt.
3 Wenn sich keine Fehler in der Fehlerschlange befinden, wird in der
Primäranzeige „nonE“ angezeigt.
4 Bei Vorhandensein eines oder mehrerer Fehler wird in der Primäranzeige „totAL“
und in der unteren Sekundäranzeige „NN“ angezeigt (wobei „NN“ für die Gesamtzahl
der Fehler in der Fehlerschlange steht). Wenn sich z. B. sieben Fehler in der
Fehlerschlange befinden, wird in der unteren Sekundäranzeige „07“ angezeigt.
5 Die Fehler werden in der Reihenfolge ihres Auftretens in der
Fehlerschlange nummeriert und gespeichert.
6 Wenn sich Fehler in der Fehlerschlange befinden, drücken Sie auf
, um
die erste Fehlermeldung zu lesen. Die Fehlernummer in der Fehlerschlange
wird in der Primäranzeige angezeigt: „(-)Er.NNN“, wobei „NNN“ für die
aktuelle Fehlernummer steht.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
115
4
Systembezogene Funktionen
Zusammenfassung des Utility-Menüs
7 Wiederholen Sie Schritt 6 für alle Fehler in der Fehlerschlange.
8 Nachdem Sie alle Fehler gelesen haben, drücken Sie zum Schließen des
Utility-Menüs auf Shift > Exit.
9 Die Fehlerschlange wird automatisch gelöscht, wenn alle Fehlermeldungen
gelesen wurden (in der Primäranzeige wird „nonE“ angezeigt).
HINWEIS
Unter Kapitel 9, „Liste der Fehlermeldungen “, ab Seite 261 finden Sie eine
Liste aller Fehlernummern sowie die entsprechenden Meldungen.
Lesen der Programmcoderevision
Gehen Sie wie folgt vor, um die Programmcoderevision auf dem vorderen
Bedienfeld abzulesen.
1 Um auf das Utility-Menü zuzugreifen, drücken Sie auf Shift > Utility.
2 Das erste Element des Utility-Menüs (Error) wird in der oberen
Sekundäranzeige angezeigt.
3 Drücken Sie . Das nächste Element des Utility-Menüs (P.CodE) wird in
der oberen Sekundäranzeige angezeigt.
4 Drücken Sie auf
oder
, um zwischen den Programmcoderevisionen
Schnittstellenplatine (IOb), Quellplatine (Sb) und Messplatine (Mb) zu wechseln.
5 Nachdem Sie die Programmcoderevisionen abgelesen haben, drücken Sie
zum Schließen des Utility-Menüs auf Shift > Exit.
116
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Systembezogene Funktionen
Zusammenfassung des Utility-Menüs
4
Anpassen der Anzeigehelligkeit
Gehen Sie wie folgt vor, um den Helligkeitslevel der VFD-Anzeige über das
vordere Bedienfeld anzupassen.
1 Um auf das Utility-Menü zuzugreifen, drücken Sie auf Shift > Utility.
2 Das erste Element des Utility-Menüs (Error) wird in der oberen
Sekundäranzeige angezeigt.
3 Drücken Sie solange auf
oder , bis das Menüelement „diSP“ in der
oberen Sekundäranzeige angezeigt wird.
4 Drücken Sie auf
oder
, um zwischen den verfügbaren Helligkeitslevel
(L-01, L-02 oder L-03) zu wechseln.
5 Nachdem Sie den gewünschten Helligkeitslevel eingestellt haben, drücken
Sie zum Speichern auf Shift > Save bzw. auf Shift > Exit, um den
Bearbeitungsmodus ohne Speichern zu beenden.
6 Drücken Sie auf Shift > Exit, um das Utility-Menü zu schließen.
Ändern des Einschaltstatus
Gehen Sie wie folgt vor, um die Funktion zum automatischen Abrufen des
Ausschaltstatus zu aktivieren oder zu deaktivieren, wenn das Netzteil
eingeschaltet ist. Informationen zu dem Remoteschnittstellenbefehl
MEMory:STATe:RECall:AUTO finden Sie in der U3606A Programmer’s
Reference.
1 Um auf das Utility-Menü zuzugreifen, drücken Sie auf Shift > Utility.
2 Das erste Element des Utility-Menüs (Error) wird in der oberen
Sekundäranzeige angezeigt.
3 Drücken Sie solange auf
oder , bis das Menüelement „P-on“ in der
oberen Sekundäranzeige angezeigt wird.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
117
4
Systembezogene Funktionen
Zusammenfassung des Utility-Menüs
4 Drücken Sie auf
oder
, um den Einschaltstatus zu ändern.
a Wählen Sie „rESEt“, um das Instrument automatisch auf den Zustand
des Werksstandards zurückzusetzen, wenn das Netzteil eingeschaltet ist.
b Wählen Sie „LASt“, um den letzten Ausschaltstatus des Instruments
automatisch abzurufen, wenn das Netzteil eingeschaltet ist.
5 Nachdem Sie den gewünschten Einschaltstatus ausgewählt haben, drücken
Sie zum Speichern auf Shift > Save bzw. auf Shift > Exit, um den
Bearbeitungsmodus ohne Speichern zu beenden.
6 Drücken Sie auf Shift > Exit, um das Utility-Menü zu schließen.
Konfigurieren des Signaltons
Das U3606A gibt normalerweise einen Signalton aus, wenn bestimmte Bedingungen
erfüllt sind (z. B. gibt das U3606A einen Signalton aus, wenn ein stabiler Messwert
beim Lesen des Hold-Modus erfasst wird). Die Signaltonfrequenz ist standardmäßig auf
„3.840 Hz“ eingestellt, sie kann jedoch über das vordere Bedienfeld deaktiviert werden.
Wenn die Signaltonfrequenz auf „2.400 Hz“ oder „3.840 Hz“ eingestellt ist,
ertönt in folgenden Fällen ein Signalton (wenn der Signalton auf „OFF“
eingestellt ist, ist der Signalton in folgenden Fällen deaktiviert):
• Wenn ein neuer Tiefstwert (Min) oder Höchstwert (Max) gespeichert wird.
• Wenn ein neuer stabiler Messwert in der Anzeige für den Hold-Betrieb
aktualisiert wird.
118
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Systembezogene Funktionen
Zusammenfassung des Utility-Menüs
4
• Wenn bei einer Messung der obere (HI) oder untere (LO) Grenzwert
überschritten wird.
• Wenn in der Diodenfunktion eine Durchlassvorspannung gemessen wird.
• Wenn ein Durchgangsmesswert unter dem Durchgangsschwellenwert liegt
oder mit diesem übereinstimmt.
• Wenn ein SYSTem:BEEPer-Befehl über die Remoteschnittstelle versendet wird.
• Wenn ein Fehler erzeugt wird.
Gehen Sie wie folgt vor, um eine geeignete Signaltonfrequenz auszuwählen.
1 Um auf das Utility-Menü zuzugreifen, drücken Sie auf Shift > Utility.
2 Das erste Element des Utility-Menüs (Error) wird in der oberen
Sekundäranzeige angezeigt.
3 Drücken Sie solange auf
oder , bis das Menüelement „bEEP“ in der
oberen Sekundäranzeige angezeigt wird.
4 Drücken Sie auf
oder
, um die Signaltonfrequenz zu ändern. Wählen
Sie „OFF“, um den Signalton zu deaktivieren.
5 Nachdem Sie die gewünschte Signaltonfrequenz ausgewählt haben, drücken
Sie zum Speichern auf Shift > Save bzw. auf Shift > Exit, um den
Bearbeitungsmodus ohne Speichern zu beenden.
6 Drücken Sie auf Shift > Exit, um das Utility-Menü zu schließen.
Verbindung mit einer Remoteschnittstelle
Gehen Sie wie folgt vor, um eine geeignete Remoteschnittstellenverbindung
auszuwählen.
1 Um auf das Utility-Menü zuzugreifen, drücken Sie auf Shift > Utility.
2 Das erste Element des Utility-Menüs (Error) wird in der oberen
Sekundäranzeige angezeigt.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
119
4
Systembezogene Funktionen
Zusammenfassung des Utility-Menüs
3 Drücken Sie solange auf
oder , bis das Menüelement „IOb“ in der
oberen Sekundäranzeige angezeigt wird.
4 Drücken Sie auf
oder
, um die Remoteschnittstellenverbindung (GPib,
U-CdC oder U-tMC) zu ändern.
5 Drücken Sie zum Ändern der GPIB-Adresse solange auf
Menüelement „GPiB“ blinkt.
oder
, bis das
6 Drücken Sie auf , um den Cursor auf die GPIB-Adressennummer zu
platzieren. Verwenden Sie die Richtungstasten, um eine geeignete
GPIB-Adresse zwischen 1 und 30 auszuwählen. In „Bearbeiten von
Werten“ auf Seite 110 erhalten Sie weitere Informationen.
7 Nachdem Sie eine geeignete Remoteschnittstellenverbindung ausgewählt
haben, drücken Sie zum Speichern auf Shift > Save bzw. auf Shift > Exit, um
den Bearbeitungsmodus ohne Speichern zu beenden.
8 Drücken Sie auf Shift > Exit, um das Utility-Menü zu schließen.
HINWEIS
120
Unter „Remotebetrieb“ auf Seite 136 erhalten Sie weitere Informationen
zu den verfügbaren Remoteschnittstellenverbindungen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Systembezogene Funktionen
Zusammenfassung des Utility-Menüs
4
Durchführen eines Selbsttests
Ein Selbsttest beim Einschalten findet automatisch bei jedem Einschalten des
Instruments statt. Dieser begrenzte Test stellt sicher, dass das U3606A
einsatzbereit ist.
Gehen Sie wie folgt vor, um einen umfangreicheren Selbsttest durchzuführen. Bei
einem vollständigen Selbsttest wird eine Reihe von internen Tests durchgeführt. Er
kann bis zu 30 Sekunden dauern. Informationen zu dem Remoteschnittstellenbefehl
*TST finden Sie in der U3606A Programmer’s Reference.
VORSICHT
Stellen Sie vor der Durchführung des vollständigen Selbsttests sicher,
dass alle Testleitungen von den Eingangs- und Ausgangsanschlüssen
entfernt wurden.
1 Um auf das Utility-Menü zuzugreifen, drücken Sie auf Shift > Utility.
2 Das erste Element des Utility-Menüs (Error) wird in der oberen
Sekundäranzeige angezeigt.
3 Drücken Sie solange auf
oder , bis das Menüelement „SELF.t“ in der
oberen Sekundäranzeige angezeigt wird.
4 Drücken Sie auf
oder
, um „YES“ auszuwählen.
5 Drücken Sie zum Speichern auf Shift > Save. Das Instrument schließt
automatisch das Utility-Menü und führt den Selbsttest aus.
6 Bei erfolgreicher Durchführung des Selbsttests kehrt das U3606A in den
normalen Betrieb zurück.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
121
4
Systembezogene Funktionen
Zusammenfassung des Utility-Menüs
Wenn der Einschalt- oder vollständige Selbsttest fehlschlägt, leuchtet die
Fehlermeldeanzeige und ein Fehler wird in der Fehlerschlange gespeichert.
Unter „Lesen von Fehlermeldungen“ auf Seite 115 „Selbsttest“ auf Seite 155
finden Sie weitere Informationen zur Fehlerbehebung.
Auswählen eines dBm-Referenzwiderstandswerts
Die dBm-Funktion ist logarithmisch und basiert auf der Berechnung der
Spannung, die an einem Bezugswiderstand relativ zu 1 mW erzeugt wird.
Gehen Sie wie folgt vor, um einen geeigneten dBm-Referenzwiderstandswert
auszuwählen.
1 Um auf das Utility-Menü zuzugreifen, drücken Sie auf Shift > Utility.
2 Das erste Element des Utility-Menüs (Error) wird in der oberen
Sekundäranzeige angezeigt.
3 Drücken Sie solange auf
oder , bis das Menüelement „db.rEF“ in der
oberen Sekundäranzeige angezeigt wird. Der werkseitige, standardmäßige
dBm-Referenzwiderstandswert lautet 600 Ω.
oder
, um den dBm-Referenzwiderstandswert (0001 Ω
4 Drücken Sie auf
bis 9.999 Ω) zu ändern. In „Bearbeiten von Werten“ auf Seite 110 erhalten Sie
weitere Informationen.
5 Nachdem Sie einen geeigneten dBm-Referenzwiderstandswert ausgewählt
haben, drücken Sie zum Speichern auf Shift > Save bzw. auf Shift > Exit, um
den Bearbeitungsmodus ohne Speichern zu beenden.
6 Drücken Sie auf Shift > Exit, um das Utility-Menü zu schließen.
122
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Systembezogene Funktionen
Zusammenfassung des Utility-Menüs
4
Einstellen des Ausgangsschutzstatus
Die OVP- und OCP-Schutzfunktion hängen von der
Ausgangsschutzstatusfunktion ab. Damit OVP- und OCP-Schutzfunktion im
Stromkreis aktiv sind, muss der Ausgangsschutzstatus aktiviert werden. Bei
Deaktivieren des Ausgangsschutzstatus werden OVP- und OCP-Schutzfunktion
auch dann deaktiviert, wenn für OVP oder OCP ein Auslösepegel festgelegt ist.
In Kapitel 3, „Schutzfunktionen “, ab Seite 78 erhalten Sie weitere
Informationen.
HINWEIS
VORSICHT
Der Ausgangsschutzstatus beeinflusst die Überspannungs- und
Überstromstärkenbegrenzungen nicht.
Wenn der Ausgangsschutzstatus deaktiviert wird, können beim
Auftreten von Überspannungen und Überstromstärken Geräteschäden
entstehen. Der Ausgangsschutzstatus sollte aktiviert sein.
Mit den folgenden Schritten aktivieren bzw. deaktivieren Sie den
Ausgangsquellenschutz.
1 Drücken Sie Shift > Utility, um auf das Utility-Menü zuzugreifen.
2 Das erste Element des Utility-Menüs (Error) wird in der oberen
Sekundäranzeige angezeigt.
3 Drücken Sie
oder , bis das Menüelement „triP Sby“ wie in der
Abbildung unten gezeigt in der sekundären Anzeige angezeigt wird.
4 Drücken Sie
oder
, um zwischen „YES“ und „no“ zu wechseln. Wählen
Sie „YES“, um den Ausgangsschutzstatus zu aktivieren, oder „no“, um den
Ausgangsschutzstatus zu deaktivieren.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
123
4
Systembezogene Funktionen
Zusammenfassung des Utility-Menüs
5 Drücken Sie zum Speichern auf Shift > Save oder auf Shift > Exit, um den
Modus ohne Speichern zu beenden.
6 Drücken Sie auf Shift > Exit, um das Utility-Menü zu schließen.
Konfigurieren der Rampensignalparameter
Gehen Sie wie folgt vor, um die Rampensignalparameter zu konfigurieren.
Tabelle 4-3
Rampensignalparameter
Rampensignal
Elemente
Bereich
Amplitudenendposition
Ausgang
Konstantspannung
Konstantstrom
S1
S2
0 V bis 30,000 V
0 V bis 8,400 V
Anzahl der Schritte
Verweilzeit
S1
S2
0 A bis 1,0000 A 0 A bis 3,0000 A
1 bis 10.000 Schritte
Schnellste Instrumentenausgangsfunktion[1]
[1] Typischerweise ~300 ms pro Schritt.
1 Um auf das Utility-Menü zuzugreifen, drücken Sie auf Shift > Utility.
2 Das erste Element des Utility-Menüs (Error) wird in der oberen
Sekundäranzeige angezeigt.
3 Drücken Sie solange auf
oder , bis das Menüelement „rAMP“ in der
oberen Sekundäranzeige angezeigt wird.
124
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Systembezogene Funktionen
Zusammenfassung des Utility-Menüs
4
4 Drücken Sie auf Voltage oder Current, wenn Sie die Rampensignalparameter
für die CV- oder CC-Ausgabe konfigurieren möchten. (Die CV- bzw.
CV-Meldeanzeige leuchtet bei entsprechender Auswahl.)
5 Wählen Sie einen geeigneten Ausgangsbereich, indem Sie auf Shift > Range
drücken. Die Rampensignal-Amplitudenendposition wird durch den
ausgewählten Bereich beschränkt. (Die S1- bzw. S2-Meldeanzeige leuchtet,
wenn der entsprechende Bereich ausgewählt wird.)
CV/CC-Rampensignalparameter
Amplitudenendposition
(NN.NNN V oder N.NNNN A)
Rampensignalbereich
Anzahl der Schritte
(NNNNN)
6 Drücken Sie auf
oder
, um die Rampensignal-Amplitudenendposition
zu ändern. In „Bearbeiten von Werten“ auf Seite 110 erhalten Sie weitere
Informationen.
7 Drücken Sie solange auf
oder , bis der Cursor die Schrittanzahl für
das Rampensignal erreicht hat. Drücken Sie auf
oder
, um die Anzahl
der Schritte für das Rampensignal zu ändern, um von Null auf die
Amplitudenendposition zu inkrementieren. In „Bearbeiten von Werten“ auf
Seite 110 erhalten Sie weitere Informationen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
125
4
Systembezogene Funktionen
Zusammenfassung des Utility-Menüs
HINWEIS
• Das Inkrement von jedem Schritt im Rampensignal ist die
Amplitudenendposition dividiert durch die Anzahl der Schritte. Eine
15-V-Amplitudenendposition dividiert durch 100 Schritte ergibt ein
Inkrement von 0,15 V pro Schritt.
• Die ausgewählte Rampenverweilzeit ist die schnellste
Instrumentenausgangsfunktion. (Typischerweise ~300 ms pro Schritt.)
8 Drücken Sie nach dem Konfigurieren der Rampensignalparameter zum
Speichern auf Shift > Save bzw. auf Shift > Exit, um den Bearbeitungsmodus
ohne Speichern zu beenden.
9 Drücken Sie auf Shift > Exit, um das Utility-Menü zu schließen.
126
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Systembezogene Funktionen
Zusammenfassung des Utility-Menüs
4
Konfigurieren der Abtastsignalparameter
Gehen Sie wie folgt vor, um die Abtastsignalparameter zu konfigurieren.
Tabelle 4-4
Abtastsignalparameter
Abtastsignal
Elemente
Bereich
Amplitudenendposition
Anzahl der Schritte
Verweilzeit
Ausgang
Konstantspannung
Konstantstrom
S1
S2
S1
0 V bis 31,500 V
0 V bis 8,400 V
S2
0 A bis 1,0500 A 0 A bis 3,1500 A
1 bis 100 Schritte
1 s bis 99 s
1 Um auf das Utility-Menü zuzugreifen, drücken Sie auf Shift > Utility.
2 Das erste Element des Utility-Menüs (Error) wird in der oberen
Sekundäranzeige angezeigt.
3 Drücken Sie solange auf
oder , bis das Menüelement „SCAn“ in der
oberen Sekundäranzeige angezeigt wird.
4 Drücken Sie auf Voltage oder Current, wenn Sie die Abtastsignalparameter
für die CV- oder CC-Ausgabe konfigurieren möchten. (Die CV- bzw.
CV-Meldeanzeige leuchtet bei entsprechender Auswahl.)
5 Wählen Sie einen geeigneten Ausgangsbereich, indem Sie auf Shift > Range
drücken. Die Abtastsignal-Amplitudenendposition wird durch den
ausgewählten Bereich beschränkt. (Die S1- bzw. S2-Meldeanzeige leuchtet,
wenn der entsprechende Bereich ausgewählt wird.)
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
127
4
Systembezogene Funktionen
Zusammenfassung des Utility-Menüs
CV/CC-Abtastsignalparameter
Amplitudenendposition
(NN.NNN V oder N.NNNN A)
Abtastsignalbereich
Anzahl der
Abtastverweil
Schritte (NNN) dauer (NN s)
6 Drücken Sie auf
oder
, um die Abtastsignal-Amplitudenendposition
zu ändern. In „Bearbeiten von Werten“ auf Seite 110 erhalten Sie weitere
Informationen.
7 Drücken Sie solange auf
oder , bis der Cursor auf der
Abtastsignal-Schrittanzahl platziert ist. Drücken Sie auf
oder
, um die
Anzahl der Schritte für das Abtastsignal zu ändern, um von Null auf die
Amplitudenendposition zu inkrementieren. In „Bearbeiten von Werten“ auf
Seite 110 erhalten Sie weitere Informationen.
8 Drücken Sie solange auf
oder , bis der Cursor auf der
Abtastsignal-Verweilzeit platziert ist. Drücken Sie auf
oder
, um die
Abtastsignal-Verweilzeit zu ändern. In „Bearbeiten von Werten“ auf
Seite 110 erhalten Sie weitere Informationen.
HINWEIS
• Das Inkrement von jedem Schritt im Abtastsignal ist die
Amplitudenendposition dividiert durch die Anzahl der Schritte. Eine
15-V-Amplitudenendposition dividiert durch 100 Schritte ergibt ein
Inkrement von 0,15 V pro Schritt.
• Das Abtastsignal „verweilt“ im aktuellen Schritt für den in der
Abtastverweilzeit angegebenen Zeitraum, bevor es zum nächsten
Schritt inkrementiert.
9 Drücken Sie nach dem Konfigurieren der Abtastsignalparameter zum
Speichern auf Shift > Save bzw. auf Shift > Exit, um den Bearbeitungsmodus
ohne Speichern zu beenden.
10 Drücken Sie auf Shift > Exit, um das Utility-Menü zu schließen.
128
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Systembezogene Funktionen
Zusammenfassung des Utility-Menüs
4
Einstellen der Glättungsfunktion
Die Glättungsfunktion ist eine spezielle Kurzzeit-Mittelungsfunktion, die sich
von der Mittelungsfunktion des MinMax-Betriebs unterscheidet. Die
Glättungsfunktion filtert Rauschen und stabilisiert Messwerte. Die
Mittelungsfunktion des MinMax-Betriebs wird als Langzeit-Mittelungsfunktion
betrachtet, weil sie alle Messwerte zur Mittelung heranzieht.
Die Glättungsfunktion verwendet eine feste Zahl von Messwerten zur
Mittelung. Die feste Zahl ist die Anzahl von Punkten, die Sie im Utility-Menü
festlegen können. Die Glättungsfunktion beinhaltet auch einen
Fluktuationszähler, der den Bereich der Messwerte begrenzt, die zur Mittelung
verwendet werden können. Mit der Glättungsfunktion gewonnene geglättete
Messwerte sind leichter zu erfassen, da die Messwerte stabilisiert sind.
Die Glättungsfunktion und die Mittelungsfunktion des MinMax-Betriebs sind
unabhängige Funktionen und jeweils exklusiv, da sie nicht gleichzeitig
ausgeführt werden können.
Wenn die Glättungsfunktion aktiviert ist, signalisiert die AVG-Anzeige durch
Blinken den ON-Status. Die Glättungsfunktion startet ihre Berechnungen mit
den im Utility-Menü festgelegten Parametern.
HINWEIS
Um die Glättungsfunktion neu zu starten, kann MinMax länger als eine
Sekunde gedrückt werden.
Mit den folgenden Verfahren aktivieren bzw. deaktivieren Sie die
Glättungsfunktion und legen die Parameter für die Fluktuationszähler sowie
die Anzahl der Punkte für die Glättungsfunktion fest.
1 Um auf das Utility-Menü zuzugreifen, drücken Sie auf Shift > Utility.
2 Das erste Element des Utility-Menüs (Error) wird in der oberen
Sekundäranzeige angezeigt.
3 Drücken Sie solange auf
oder , bis das Menüelement „SMoth“ in der
oberen Sekundäranzeige angezeigt wird.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
129
4
Systembezogene Funktionen
Zusammenfassung des Utility-Menüs
4 Drücken Sie
oder
, um die Glättungsfunktion zu aktivieren bzw.
deaktivieren, oder „on“ bzw. „oF“.
Anzahl Punkte
Fluktuationszähler
5 Um den Fluktuationszähler festzulegen, drücken Sie , bis der Cursor in
der sekundären Anzeige auf dem Fluktuationszähler steht. Drücken Sie
oder , um die Cursorposition zu ändern, und
oder
, um den Wert
des Fluktuationszählers zu ändern. In „Bearbeiten von Werten“ auf
Seite 110 erhalten Sie weitere Informationen.
HINWEIS
• Der Wertebereich für den Fluktuationszähler reicht von 0,0% bis 9,9%,
wobei der Standardwert 1,0% beträgt.
• Wenn die eingehenden unbearbeiteten Signalmesswerte den
Fluktuationszähler der früheren geglätteten Signalmesswerte überoder unterschreiten, werden die Berechnungen der Glättungsfunktion
zurückgesetzt.
Beispielsweise glättet eine Glättungsfunktion mit einem 5-V-Signal und
einem Fluktuationszähler von 1,0% das eingehende unbearbeitete
Signal nur dann nach der vorhandenen Glättungsberechnung, wenn
das Eingangssignal zwischen 4,9 V und 5,1 V liegt. Das nächste
Eingangssignal wird dann mit dem neu geglätteten Signal verglichen.
Wenn das Eingangssignal außerhalb des festgelegten
Fluktuationszählerbereichs des geglätteten Signals liegt, wird die
Berechnung der Glättungsfunktion zurückgesetzt und beim außerhalb
des Bereichs liegenden Signal neu gestartet.
• Die Glättungsfunktion wird auch zurückgesetzt, wenn der Bereich des
Signals sich ändert, während die Glättungsfunktion ausgeführt wird.
Dies ist z. B. der Fall, wenn der Signalbereich vom 10-V-Bereich in den
100-V-Bereich springt.
• Sie können die Glättungsfunktion auch manuell neu starten, indem Sie
MinMax länger als eine Sekunde drücken.
• Die Einstellung des Fluktuationszählers auf 0,0% deaktiviert den
Fluktuationszähler. Der Fluktuationszähler sollte aktiviert sein.
130
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Systembezogene Funktionen
Zusammenfassung des Utility-Menüs
4
6 Um die Anzahl der Punkte festzulegen, drücken Sie , bis der Cursor in der
primären Anzeige auf der Anzahl der Punkte steht. Drücken Sie
oder ,
um die Cursorposition zu ändern, und
oder
, um die Anzahl der
Punkte zu ändern. In „Bearbeiten von Werten“ auf Seite 110 erhalten Sie
weitere Informationen.
HINWEIS
• Der Wertebereich für die Anzahl der Punkte reicht von 2 bis 1.999,
wobei der Standardwert 10 beträgt.
• Die Anzahl der zur Glättungsfunktionsberechnung benötigten
Messwerte hängt von der eingestellten Anzahl von Punkten ab. Wenn
die Anzahl von Punkten z. B. auf 10 (N = 10) eingestellt ist, verwendet
die Glättungsfunktion anstelle eines in der Mittelungsfunktion des
MinMax-Betriebs verwendeten inkrementalen Werts nur maximal 10
Messwerte für die Mittelung. Wenn das Instrument den elften oder
einen höheren Messwert erreicht, zieht es zur Mittelung den mit (N–1)
multiplizierten früher gemittelten Wert und den aktuellen Wert heran.
Beachten Sie den unten aufgeführten Unterschied zwischen
Glättungsfunktion und Mittelungsfunktion für eine Anzahl von x
Messwerten:
Glättungsfunktion
Mittelungsfunktion
V1 = r 1
V1 = r1
V2 = (r1 + r2)/2
V2 = (r1 + r2)/2
V3 = (r1 + r2 + r3)/3
V3 = (r1 + r2 + r3)/3
…
…
V10 = (r1 + r2 + … + r10)/10
V10 = (r1 + r2 + … + r10)/10
V11 = (V10*9 + r11)/10
V11 = (r1 + r2 + … + r10 + r11)/11
V12 = [(V11 * 9) + r12]/10
V12 = (r1 + r2 + … + r11 + r12)/12
…
…
Vx–1 = [(Vx–2 * 9) + rx–1]/10 Vx–1 = [r1 + r2 + … + rx–2 + rx–1]/(x–1)
Vx = [(Vx–1 * 9) + rx]/10
Vx = [r1 + r2 + … + rx–1 + rx]/x
7 Nachdem Sie die Glättungsfunktion eingestellt haben, drücken Sie zum
Speichern auf Shift > Save bzw. auf Shift > Exit, um den Bearbeitungsmodus
ohne Speichern zu beenden.
8 Drücken Sie auf Shift > Exit, um das Utility-Menü zu schließen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
131
4
Systembezogene Funktionen
Zusammenfassung des Utility-Menüs
Aktivieren des Refresh Hold-Modus
Gehen Sie wie folgt vor, um die Refresh Hold-Änderung zu aktivieren und zu
konfigurieren.
1 Um auf das Utility-Menü zuzugreifen, drücken Sie auf Shift > Utility.
2 Das erste Element des Utility-Menüs (Error) wird in der oberen
Sekundäranzeige angezeigt.
3 Drücken Sie solange auf
oder , bis das Menüelement „rHoLd“ in der
oberen Sekundäranzeige angezeigt wird.
4 Drücken Sie auf
oder
, um die Refresh Hold-Änderung (001% bis
100%) zu ändern. In „Bearbeiten von Werten“ auf Seite 110 erhalten Sie
weitere Informationen.
5 Drücken Sie solange auf
oder , bis der Cursor den Refresh
Hold-Schwellenwert (nH - N,N%) erreicht hat. Drücken Sie auf
oder
,
um den Refresh Hold-Schwellenwert (0,1% bis 9,9%) für Spannungs-, Stromund Kapazitätsmessungen zu ändern. In „Bearbeiten von Werten“ auf
Seite 110 erhalten Sie weitere Informationen.
HINWEIS
• Wenn die Änderung des Messwerts die voreingestellte Prozentangabe
übersteigt, ist der Refresh Hold-Modus auslösebereit.
• Bei Spannungs-, Strom- und Kapazitätsmessungen wird der Messwert
nicht aktualisiert, wenn der Messwert unter den Schwellenwert fällt.
6 Drücken Sie nach dem Konfigurieren der Refresh Hold-Änderung zum
Speichern auf Shift > Save bzw. auf Shift > Exit, um den Bearbeitungsmodus
ohne Speichern zu beenden.
7 Drücken Sie auf Shift > Exit, um das Utility-Menü zu schließen.
132
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Systembezogene Funktionen
Zusammenfassung des Utility-Menüs
4
Aktivieren des Datenhaltemodus
Gehen Sie wie folgt vor, um den Datenhaltemodus zu aktivieren.
1 Um auf das Utility-Menü zuzugreifen, drücken Sie auf Shift > Utility.
2 Das erste Element des Utility-Menüs (Error) wird in der oberen
Sekundäranzeige angezeigt.
3 Drücken Sie solange auf
oder , bis das Menüelement „rHoLd“ in der
oberen Sekundäranzeige angezeigt wird.
4 Drücken Sie auf
oder
, um die Refresh Hold-Änderung auf „OFF“
einzustellen. In „Bearbeiten von Werten“ auf Seite 110 erhalten Sie weitere
Informationen.
HINWEIS
• Um den Refresh Hold-Modus wieder zu aktivieren, geben Sie einen
Wert für die Refresh Hold-Änderung ein.
• Der Schwellenwert (nH) kann nicht im Datenhaltemodus angewendet
werden.
5 Drücken Sie zum Speichern auf Shift > Save oder auf Shift > Exit, um den
Bearbeitungsmodus ohne Speichern zu beenden.
6 Drücken Sie auf Shift > Exit, um das Utility-Menü zu schließen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
133
4
Systembezogene Funktionen
Speichern und Abrufen von Instrumentenstatus
Speichern und Abrufen von Instrumentenstatus
Sie können vollständige Instrumentenstatus speichern und abrufen,
einschließlich aller Einstellungen für das vordere Bedienfeld, aller
Utility-Menüeinstellungen und aller busspezifischen Einstellungen.
Es gibt sechzehn Anwender-Speicherregister mit den Nummern 1 bis 16. Das
Instrument verwaltet einen zusätzlichen Status, Status 0, der den letzten
Ausschaltstatus speichert. Das Instrument speichert automatisch die
vollständige Instrumentenkonfiguration in Status 0, wenn ein Ausschaltstatus
auftritt.
Informationen zu den Remoteschnittstellenbefehlen
MEMory:STATe:RECall:AUTO, *SAV und *RCL finden Sie in der U3606A
Programmer’s Reference.
Speichern eines Status
So speichern Sie einen Instrumentenstatus:
1 Drücken Sie auf Shift > Store. Die Store-Meldeanzeige beginnt an zu leuchten.
2 Drücken Sie solange auf
oder
, bis die gewünschte Statusnummer (01
bis 16) auf der Primäranzeige angezeigt wird.
3 Drücken Sie auf Shift > Save, um den ausgewählten Status zu speichern.
Nach dem Speichern des Status wird in der oberen Sekundäranzeige kurz
„donE“ angezeigt.
4 Das Instrument kehrt anschließend in den normalen Betrieb zurück.
HINWEIS
134
Wenn Sie für die Speicherung des aktuellen Instrumentenstatus den
Status 00 verwenden, wird dieser mit dem letzten Ausschaltstatus des
Instruments überschrieben, wenn das Netzteil eingeschaltet ist.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Systembezogene Funktionen
Speichern und Abrufen von Instrumentenstatus
4
Abrufen eines gespeicherten Status
So rufen Sie einen Instrumentenstatus ab:
1 Drücken Sie auf Shift > Recall. Die Recall-Meldeanzeige beginnt an zu
leuchten.
2 Drücken Sie solange auf
oder
, bis die Statusnummer (01 bis 16), über
die Sie den Status abrufen möchten, in der Primäranzeige angezeigt wird.
3 Drücken Sie auf Shift > Save, um den ausgewählten Status abzurufen. Nach
dem Abrufen des Status wird in der oberen Sekundäranzeige kurz „donE“
angezeigt.
4 Das Instrument kehrt anschließend in den normalen Betrieb zurück.
HINWEIS
Wählen Sie Status 00, um den letzten Ausschaltstatus des Instruments
abzurufen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
135
4
Systembezogene Funktionen
Remotebetrieb
Remotebetrieb
Das U3606A ist sowohl mit einer GPIB-Schnittstelle (IEEE-488) als auch mit
einer USB 2.0-Schnittstelle auf der Rückseite ausgestattet. Es kann nur eine
Schnittstelle auf einmal aktiviert werden. Die GPIB-Schnittstelle ist
standardmäßig aktiviert, wenn das U3606A ausgeliefert wird.
Die Remoteschnittstelle kann nur über das vordere Bedienfeld ausgewählt werden.
• Die Schnittstellenauswahl wird im flüchtigen Speicher abgelegt und ändert
sich nicht, wenn der Strom ausgeschaltet ist oder nachdem die
Remoteschnittstelle zurückgesetzt wurde.
• Wenn Sie die GPIB-Schnittstelle wählen, müssen Sie eine eindeutige
Adresse für das U3606A auswählen. Die aktuelle Adresse für das U3606A
wird in der unteren Sekundäranzeige im Utility-Menü angezeigt.
• Sie haben die Wahl zwischen zwei USB-Klassen: USB-TMC oder USB-CDC.
USB-TMC ist die standardmäßige USB 2.0-Kommunikationsprotokollschnittstelle
mit voller Geschwindigkeit, die mit USB-Standards kompatibel ist, während
USB-CDC eine serielle Kommunikationsschnittstelle (RS-232) am PC mittels
einer physischen USB-Verbindung simuliert.
Das Instrument wechselt automatisch in den Remotestatus, sobald über die
GPIB- oder USB-Schnittstelle SCPI-Befehle empfangen werden. Im
Remotestatus leuchtet die Rmt-Meldeanzeige und die Tasten des vorderen
Bedienfelds sind gesperrt. Drücken Sie auf Local, damit das U3606A in den
Betrieb des vorderen Bedienfelds wechselt.
136
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Systembezogene Funktionen
Remotebetrieb
4
Konfigurieren und Verbinden der GPIB-Schnittstelle
Der GPIB-Anschluss (IEEE-488) auf der Rückseite stellt die Verbindung
zwischen dem U3606A und dem Computer und den anderen GPIB-Geräten her.
Ein GPIB-System kann in allen Konfigurationen (Stern- oder/und lineare
Konfiguration) verbunden werden, solange folgende Regeln eingehalten werden.
• Die Gesamtzahl an Geräten, einschließlich des Computers, darf max.
15 betragen.
• Die Gesamtlänge aller verwendeten Kabel ist höchstens 2 Meter mal der
Anzahl der miteinander verbundenen Geräte und maximal 20 Meter.
HINWEIS
Gemäß dem Standard IEEE-488 ist besondere Vorsicht geboten, wenn die
einzelnen Kabel länger als 4 Meter sind.
Verbinden Sie höchstens drei Anschlussleisten mit einem GPIB-Anschluss.
Stellen Sie sicher, dass alle Anschlüsse vollständig eingeführt und die
Befestigungsschrauben handfest angezogen sind.
GPIB-Adresse
Jedes Gerät auf der GPIB-Schnittstelle muss über eine eindeutige Adresse
verfügen. Sie können die U3606A-Adresse auf einen beliebigen Wert zwischen
0 und 30 festlegen. Die aktuelle Adresse für unten links in der unteren
Sekundäranzeige angezeigt. Der Adresse ist bei Auslieferung des U3606A auf
„01“ eingestellt.
Die GPIB-Adresse kann nur über das vordere Bedienfeld eingestellt werden.
• Die Adresse wird im flüchtigen Speicher abgelegt und ändert sich nicht,
wenn der Strom ausgeschaltet ist oder nachdem die Remoteschnittstelle
zurückgesetzt wurde.
• Die GPIB-Bussteuerung hat eine eigene Adresse. Stellen Sie sicher, dass die
Adresse der Bussteuerung für kein anderes Instrument auf der
Busschnittstelle verwendet wird. Die Steuerungen von Agilent Technologies
verwenden im Allgemeinen die Adresse „21“.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
137
4
Systembezogene Funktionen
Remotebetrieb
Konfigurieren und Verbinden der USB-Schnittstelle
Wählen Sie die geeignete USB-Kommunikationsklasse über das Utility-Menü.
• USB-TMC steht für „USB Test and Measurement Class“. USB-TMC ist ein
Protokoll, das auf USB baut, und eine GPIB-ähnliche Kommunikation mit
USB-Geräten ermöglicht.
• USB-CDC steht für „USB Communications Device Class“. USB-CDC ist eine
zusammengesetzte Universal Serial Bus-Geräteklasse. USB-CDC stellt eine
einzige Geräteklasse dar, wobei mehr als eine Schnittstelle implementiert
sein kann, wie z. B. eine benutzerdefinierte Steuerungsschnittstelle,
Datenschnittstelle, Audio- oder auf Massenspeicher bezogene
Schnittstellen. Informationen zur Installation des USB-CDC-Treibers finden
Sie im USB-CDC Driver Installation Guide auf der U3606A Product
Reference CD-ROM.
Schließen Sie anschließend das Instrument an Ihren PC mithilfe des
USB 2.0-Kabels, das dem Instrument beiliegt.
HINWEIS
• Informationen zum einfachen Konfigurieren und Überprüfen einer
Schnittstellenverbindung zwischen dem U3606A
Multimeter|DC-Netzteil und Ihrem PC finden Sie im USB/LAN/GPIB
Interfaces Connectivity Guide auf der Agilent Automation-Ready
CD-ROM, die mit Ihrem Instrument ausgeliefert wurde.
• Diese CD umfasst die Agilent IO Libraries Suite und die Agilent Connection
Expert-Anwendung. Weitere Informationen zur Agilent
E/A-Konnektivitätssoftware finden Sie unter www.agilent.com/find/iolib.
138
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Systembezogene Funktionen
Remotebetrieb
4
SCPI-Befehle
Das U3606A entspricht den Syntaxregeln und SCPI-Konventionen
(Standardbefehle für programmierbare Geräte).
HINWEIS
Ausführliche Informationen zur verfügbaren U3606A SCPI-Syntax finden
Sie in der U3606A Programmer’s Reference. Dieses Dokument wird auf der
U3606A Product Reference CD-ROM zur Verfügung gestellt, die mit Ihrem
Instrument ausgeliefert wurde.
SCPI-Sprachversion
Sie können die SCPI-Sprachversion des Instruments festlegen, indem Sie den
Befehl SYSTem:VERSion? über die Remoteschnittstelle senden.
• Sie können die SCPI-Version nur über die Remoteschnittstelle abfragen.
• Die SCPI-Version wird in Form von „YYYY.V“ zurückgegeben, wobei „YYYY“
das Jahr der Version und „V“ eine Versionsnummer für dieses Jahr (z. B.
1994.0) darstellen.
Zeitüberschreitung für SCPI-Abfrage
Die Zeitüberschreitung für die SCPI-Abfrage stellt einen absoluten Zeitraum
(in Millisekunden) dar, in dem die Ressource auf eine Antwort des Geräts
wartet, bevor dieser Vorgang einen Fehler zurückgibt (der Standardwert
beträgt 5.000 Millisekunden).
Einige Messungen führen ggf. zu verzögerten Antwortzeiten im U3606A
Multimeter|DC-Netzteil. Es wird empfohlen, die Zeitüberschreitung der
SCPI-Abfrage auf mindestens 15.000 Millisekunden zu erweitern, um
Zeitüberschreitungsfehler bei der SCPI-Abfrage zu vermeiden.
Remote-Programmierung unter Verwendung von SCPI-Befehlen
Während der Remote-Programmierung werden verschiedene SCPI-Befehle in
einem Programmierungsmodul aneinandergereiht. Da das
Programmierungsmodul die SCPI-Befehle nacheinander ausführt, wird ein
Intervall von einer 1 Millisekunde zwischen den nachfolgenden SCPI-Befehlen
empfohlen, damit dem U3606A Multimeter|DC-Netzteil ausreichend
Verarbeitungszeit für die Befehle zur Verfügung steht.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
139
4
140
Systembezogene Funktionen
Remotebetrieb
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
U3606A Multimeter|DC-Netzteil
Benutzer- und Servicehandbuch
5
Überprüfungs- und Leistungstests
Empfohlene Testausrüstung 142
Allgemeine Messtechniken 145
Verwenden einer elektronischen Last 145
Anschließen des Stromüberwachungswiderstands 145
Überlegungen zum Test 146
Eingangsverbindungen 147
Einrichten des Null-Versatz-Prüftests 147
Einrichten des Verstärkungsprüftests 148
Testeinrichtung für Ausgabeüberprüfung 149
Überblick über die Überprüfungs- und Leistungstests 154
Selbsttest 155
Leistungsüberprüfungstests 156
Null-Versatz-Prüftests 156
Verstärkungsprüftests 158
Ausgabeüberprüfungstest 163
Optionaler Kapazitätsverstärkungs-Überprüfungstest 173
Optionaler Überprüfungstest für Rechteckwellenausgabe 174
Weitere Überprüfungstests 173
Dieses Kapitel umfasst die Verfahren zur Überprüfung der Instrumentenleistung.
Die Eingangsverbindungen und die Testeinrichtung für das jeweilige Prüfverfahren
werden ebenfalls in diesem Kapitel beschrieben.
Agilent Technologies
141
5
Überprüfungs- und Leistungstests
Empfohlene Testausrüstung
Empfohlene Testausrüstung
Die empfohlene Testausrüstung für die Leistungsprüfverfahren ist nachstehend
aufgeführt. Falls das empfohlene Instrument nicht verfügbar ist, verwenden Sie
Kalibrierungsstandards von gleicher Genauigkeit.
Tabelle 5-1
Empfohlene Testausrüstung für Leistungsprüfverfahren
Anwendung
Empfohlene Ausrüstung
Empfohlene Genauigkeitsvoraussetzungen
Null-Versatz- und Verstärkungsprüfverfahren
Null-Kalibrierung
Kurzschlussstecker –
Doppelbananenstecker mit Kupferdraht
zum Kurzschließen von zwei
Eingangsanschlüssen
DC-Spannung
Eichgerät
Fluke 5520A
< 20% Instrument 1 Jahr Spezifikation
DC-Stromstärke
Eichgerät
Fluke 5520A
< 20% Instrument 1 Jahr Spezifikation
AC-Spannung
Eichgerät
Fluke 5520A
< 20% Instrument 1 Jahr Spezifikation
AC-Stromstärke
Eichgerät
Fluke 5520A
< 20% Instrument 1 Jahr Spezifikation
Widerstand
Eichgerät
Fluke 5520A
< 20% Instrument 1 Jahr Spezifikation
Frequenz
Funktionsgenerator/
Generator für
Agilent 33250A
beliebige
Wellenformen
< 20% Instrument 1 Jahr Spezifikation
Kapazität
Eichgerät
< 20% Instrument 1 Jahr Spezifikation
Fluke 5520A
Ausgabeprüfverfahren
Programmieren und
Rücklesen der
Konstantspannung
Digitales Multimeter Agilent 3458A
8½-stellige Auflösung
Digitales Multimeter Agilent 3458A
KonstantspannungsLastwirkung
Elektronische Last
Agilent 6060B
(Lastregelung)
8½-stellige Auflösung
142
• Spannungsbereich: 30 VDC
• Stromstärkebereich: 5 A
• Offene und Kurzschlussschalter
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Überprüfungs- und Leistungstests
Empfohlene Testausrüstung
Tabelle 5-1
5
Empfohlene Testausrüstung für Leistungsprüfverfahren (Fortsetzung)
Anwendung
Empfohlene Ausrüstung
Digitales Multimeter Agilent 3458A
Konstantspannung
squellenwirkung
Elektronische Last
(Leitungsregelung)
AC-Spannungsquelle
Agilent 6060B
Agilent 6813B
Lecroy DA1855A
50 Ω
Rauscheffekt der
-Durchführungsansc Pomona
Konstantspannung hluss
Netzspannung von 90 VAC bis 250 VAC möglich
• Bandbreite > 20 MHz
• AC-Kopplung
• Verstärker × 10
-
Handoszilloskop
Agilent DSO8064A
• Empfindlichkeit 1 mV
oder
• Bandbreitenlimit: 20 MHz
Infiniium-Äquivalent • Messsonde: 1:1 mit HF-Spitze; 10:1 mit HF-Spitze für > 50 V
RMS -Voltmeter
R&S URE3 oder
Äquivalent
Handoszilloskop
Agilent DSO8064A
• Empfindlichkeit: 1 mV
oder
• Bandbreitenlimit: 20 MHz
Infiniium-Äquivalent • Messsonde: 1:1 mit HF-Spitze; 10:1 mit HF-Spitze für > 50 V
Elektronische Last
Agilent 6060B
Antwortzeit für
Laständerungen
Digitales Multimeter Agilent 3458A
Programmieren
und Rücklesen des Stromüberwachungs ISOTEK Co. Modell
widerstand
Konstantstroms
A-H
(Nebenanschluss)
Konstantstrom-La
stwirkung
(Lastregelung)
8½-stellige Auflösung
• Spannungsbereich: 30 VDC
• Stromstärkebereich: 5 A
• Offene und Kurzschlussschalter
30 Ω 50 W, 2,5 Ω, 50 W
Feste Widerstandslast
Differenzverstärker
Empfohlene Genauigkeitsvoraussetzungen
20 Hz bis 20 MHz
• Spannungsbereich: 30 VDC
• Stromstärkebereich: 5 A
• Offene und Kurzschlussschalter
8½-stellige Auflösung
• 0,01 Ω ± 0,1%
• TCR weniger als 20 Seiten/Minute/°C
Digitales Multimeter Agilent 3458A
8½-stellige Auflösung
Elektronische Last
• Spannungsbereich: 30 VDC
• Stromstärkebereich: 5 A
• Offene und Kurzschlussschalter
Agilent 6060B
Stromüberwachungs
ISOTEK Co. Modell
widerstand
A-H
(Nebenanschluss)
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
• 0,01 Ω ± 0,1%
• TCR weniger als 20 Seiten/Minute/°C
143
5
Überprüfungs- und Leistungstests
Empfohlene Testausrüstung
Tabelle 5-1
Empfohlene Testausrüstung für Leistungsprüfverfahren (Fortsetzung)
Anwendung
Empfohlene Ausrüstung
Digitales Multimeter Agilent 3458A
Elektronische Last
Konstantstromquel
lenwirkung
(Leitungsregelung) AC-Spannungsquelle
Stromüberwachungs
widerstand
(Nebenanschluss)
Rechteckwelle
Agilent 6060B
Agilent 6813B
Netzspannung von 90 VAC bis 250 VAC möglich
ISOTEK Co. Modell
A-H
• 0,01 Ω ± 0,1%
• TCR weniger als 20 Seiten/Minute/°C
-
Feste Widerstandslast
30 Ω 50 W, 2,5 Ω, 50 W
Lecroy DA1855A
50 Ω
-Durchführungsansc Pomona
hluss × 2
• Bandbreite > 20 MHz
• AC-Kopplung
• Verstärker × 10
-
Handoszilloskop
Agilent DSO8064A
• Empfindlichkeit: 1 mV
oder
• Bandbreitenlimit: 20 MHz
Infiniium-Äquivalent • Messsonde: 1:1 mit HF-Spitze; 10:1 mit HF-Spitze für > 50 V
RMS -Voltmeter
R&S URE3 oder
Äquivalent
Handoszilloskop
Agilent DSO8064A
• Empfindlichkeit: 1 mV
oder
• Bandbreitenlimit: 20 MHz
Infiniium-Äquivalent • Messsonde: 1:1 mit HF-Spitze; 10:1 mit HF-Spitze für > 50 V
Universal-Frequenzz
Agilent 53131A
ähler
144
8½-stellige Auflösung
• Spannungsbereich: 30 VDC
• Stromstärkebereich: 5 A
• Offene und Kurzschlussschalter
Tektronix TCP305
AC/DC-Stromwandler und Tektronix
TCPA300
Differenzverstärker
Rauscheffekt des
Konstantstroms
Empfohlene Genauigkeitsvoraussetzungen
20 Hz bis 20 MHz
-
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Überprüfungs- und Leistungstests
Empfohlene Testausrüstung
5
Allgemeine Messtechniken
Eine Messung der gesamten Last umfasst die Impedanz der Leitungen zur
Last. Die Impedanz der Lastleitungen kann um einige Größenordnungen höher
liegen als die Instrumentenimpedanz und so die Messung ungültig machen.
Um wechselseitige Kopplungseffekte zu vermeiden, muss jedes Messgerät
direkt mit den Ausgangsanschlüssen mittels eines separaten Leitungspaars
verbunden sein.
Verwenden einer elektronischen Last
Viele Ausgabetestverfahren erfordern die Verwendung eines variablen
Lastwiderstands, der die erforderliche Leistung ableiten kann. Bei der
Verwendung eines variablen Lastwiderstands müssen die Schalter zum
Verbinden, Trennen und Kurzschließen des Lastwiderstands verwendet
werden. Es kann jedoch auch eine elektronische Last (sofern vorhanden)
anstatt des variablen Lastwiderstandes verwendet werden. Die elektronische
Last ist in der Anwendung sehr viel einfacher als Lastwiderstände. Es müssen
keine Widerstände oder Rheostate parallel zur Leistungsbewältigung
angeschlossen werden, sie ist stabiler als Kohlenstofflast und vereinfacht das
Wechseln zwischen Belastungszuständen wie es für die Lastregelung und
Lastantworttests erforderlich ist. Die Ersetzung der elektronischen Last
erfordert geringfügige Änderungen an den Testverfahren in diesem Kapitel.
Anschließen des Stromüberwachungswiderstands
Um Ausgabemessfehler aufgrund von Spannungsabfall in den Leitungen und
Verbindungen auszuschließen, schließen Sie den
Stromüberwachungswiderstand zwischen dem -Ausgangsanschluss und der
Last als ein Gerät mit vier Anschlüssen an. Schließen Sie die
Stromüberwachungsleitungen in den Lastleitungsverbindungen direkt an die
Überwachungspunkte auf dem Widerstandselement an.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
145
5
Überprüfungs- und Leistungstests
Überlegungen zum Test
Überlegungen zum Test
Fehler können während eines Selbsttests durch AC-Signale auf den
Eingangstestleitungen induziert werden. Lange Testleitungen können auch als
Antenne wirken und so AC-Signale aufnehmen.
Für optimale Leistung sollten alle Verfahren folgenden Empfehlungen
entsprechen:
• Stellen Sie sicher, dass die Umgebungstemperatur (Tcal) während der
Kalibrierung zwischen 18 °C und 28 °C stabil bleibt. Sie sollte idealerweise
bei 23 °C ± 2 °C durchgeführt werden.
• Sorgen Sie dafür, dass die relative Luftfeuchtigkeit in der Umgebung
weniger als 80% beträgt.
• Führen Sie eine 60-minütige[1] Aufwärmphase durch während der
Kurzschlussstecker mit den Eingangsanschlüssen V (rot) und LO (schwarz)
angeschlossen ist.
• Reduzieren Sie Settling- und Rauschfehler durch Verwendung von
abgeschirmten, PTFE-isolierten Twisted Pair-Kabeln. Halten Sie die
Eingangskabel so kurz wie möglich.
• Verbinden Sie die Abschirmungen der Eingangskabel mit der Erdung.
Sofern nicht anders beschrieben, schließen Sie die Eichgerät-LO -Quelle an
die Erdung des Eichgeräts an. Es ist wichtig, dass die Verbindung zwischen
LO und Erdung nur an einer Stelle im Stromkreis hergestellt wird, um
Erdungsschleifen zu vermeiden.
Da das Instrument sehr präzise Messungen vornehmen kann, müssen Sie besonders
darauf achten, sicherzustellen, dass die verwendeten Kalibrierungsstandards und
Testverfahren keine zusätzlichen Fehler hervorrufen.
Idealerweise sollten die zu Überprüfung und Einstellung des Instruments
verwendeten Standards in einer höheren Präzisionsgrößenordnung liegen als
jede Skalenendwert-Fehlerspezifikation im Bereich des Instruments.
Für Überprüfungsmessungen zu DC-Spannung, DC-Stromstärke und
Widerstand sollten Sie die Richtigkeit des „0“-Ausgangs des Eichgeräts
sicherstellen. Sie müssen den Versatz für jeden Bereich der überprüften
Messfunktion festlegen.
[1] 120-minütige Aufwärmzeit für Instrumenteneinstellungen (Kalibrierung). Siehe Kapitel 6,
„Kalibrierungsverfahren“, ab Seite 177 für weitere Informationen zu den Kalibrierungsverfahren.
146
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Überprüfungs- und Leistungstests
Eingangsverbindungen
5
Eingangsverbindungen
Testverbindungen zum Instrument werden am besten mittels des
Doppelbananensteckers mit Kupferdraht zum Kurzschließen von zwei
Anschlüssen für Niedrigtemperatur-Versatzmessung hergestellt.
Abgeschirmte Twisted Pair-PTFE-Kabel minimaler Länge werden zur
Verbindung von Eichgerät und U3606A empfohlen. Kabelabschirmungen
sollten mit der Erdung verbunden sein.
Diese Konfiguration wird für optimale Rausch- und Settling-Zeit-Leistung
während der Kalibrierung empfohlen.
Einrichten des Null-Versatz-Prüftests
Anschließen des
Kurzschlusssteckers
mit den V- und
LO-Anschlüssen
Abbildung 5-1
Testeinrichtung für Null-Versatz-Überprüfung (Kurzschluss)
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
147
5
Überprüfungs- und Leistungstests
Eingangsverbindungen
Einrichten des Verstärkungsprüftests
Eichgerät
Abbildung 5-2
Testeinrichtung für DC-Spannungs-, AC-Spannungs-, Widerstands- und
Kapazitätsverstärkungsüberprüfung
Alternativer Verbindungspfad
Eichgerät
Abbildung 5-3
148
Testeinrichtung für DC-Strom- und AC-Stromverstärkungsüberprüfung
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Überprüfungs- und Leistungstests
Eingangsverbindungen
5
Funktionsgenerator/Generator
für beliebige Wellenformen
BNC
Abbildung 5-4
Testeinrichtung für Frequenzverstärkungsüberprüfung
Testeinrichtung für Ausgabeüberprüfung
Digitales Multimeter
Abbildung 5-5
Testeinrichtung für CV-Programmierungs- und
Rücklesegenauigkeitsüberprüfung
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
149
5
Überprüfungs- und Leistungstests
Eingangsverbindungen
LOAD
Elektronische
Last
Digitales Multimeter
Abbildung 5-6
Testeinrichtung für CV-Last- und Leitungsregelungsüberprüfung
Feste
Widerstandslast
BNC
Differenzverstärker
R2
V1
R1
+V
–
Vout
+
V2
R1
–V
R2
BNC
BNC
1
Handoszilloskop
50 Ω
-Abschluss
Abbildung 5-7
150
2
3
4
50 Ω
-Abschluss
RMS -Voltmeter
Testeinrichtung für CV-Geräuschwirkungsüberprüfung
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Überprüfungs- und Leistungstests
Eingangsverbindungen
5
LOAD
1
2
3
4
BNC
Handoszilloskop
Abbildung 5-8
Elektronische
Last
Testeinrichtung für Lasteinschwing-Antwortzeit-Überprüfung
Stromüberwachungswiderstand
Digitales Multimeter
Abbildung 5-9
Testeinrichtung für CC-Programmierungs- und
Rücklesegenauigkeitsüberprüfung
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
151
5
Überprüfungs- und Leistungstests
Eingangsverbindungen
LOAD
Stromüberwachungswiderstand
Elektronische
Last
Digitales Multimeter
Abbildung 5-10 Testeinrichtung für CC-Leitungs- und Lastregelungsüberprüfung
AC/DC-Wandler
TCP305
BNC
TCPA300
Differenzverstärker
R2
BNC
V1
+V
R1
–
Vout
+
V2
R1
–V
R2
Feste
Widerstandslast
BNC
50 Ω
-Abschluss
RMS -Voltmeter
Abbildung 5-11 Testeinrichtung für CC-Geräuschwirkungsüberprüfung
152
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Überprüfungs- und Leistungstests
Eingangsverbindungen
5
Handoszilloskop
1
2
3
4
Universeller
Frequenzzähler
Alternativer Pfad für die
Überprüfung der
RechteckwellenfrequenzAusgabe
Abbildung 5-12 Testeinrichtung für Rechteckwellenausgabeüberprüfung
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
153
5
Überprüfungs- und Leistungstests
Überblick über die Überprüfungs- und Leistungstests
Überblick über die Überprüfungs- und Leistungstests
Verwenden Sie die Überprüfungs- und Leistungstests, um die Messleistung des
Instruments zu überprüfen. Für die Überprüfungs- und Leistungstests werden
die Spezifikationen des Instruments verwendet, die in Kapitel 8,
„Eigenschaften und Spezifikationen“, ab Seite 239 aufgeführt sind.
Sie können drei verschiedene Stufen von Überprüfungs- und Leistungstests
durchführen:
Selbsttest.
Eine Reihe von internen Überprüfungstests, mit denen
zuverlässig sichergestellt wird, dass das Instrument betriebsfähig ist.
Leistungsüberprüfungstests.
Eine umfangreiche Reihe von Tests, die als
Akzeptanztest empfohlen werden, wenn Sie erstmals das Instrument erhalten
oder nachdem Einstellungen vorgenommen wurden.
Weitere Überprüfungstests. Es werden nicht bei jeder Kalibrierung Tests
durchgeführt. Führen Sie diese Tests durch, um zusätzliche Spezifikationen
oder Funktionen des Instruments zu überprüfen.
154
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Überprüfungs- und Leistungstests
Selbsttest
5
Selbsttest
Ein kurzer Selbsttest beim Einschalten findet automatisch bei jedem
Einschalten des Instruments statt. Mit diesem eingeschränkten Test wird
sichergestellt, dass das Instrument betriebsbereit ist.
Während des Selbsttest leuchten alle Segmente und Meldeanzeigen, bevor
„doinG“ und „SELF.t“ auf der Primär- bzw. Sekundäranzeige angezeigt werden.
Bei Fehlschlagen des Selbsttests leuchtet der Fehlermelder.
Rufen Sie die Fehler mithilfe des Utility-Menüs (siehe „Lesen von
Fehlermeldungen“ auf Seite 115) oder des Befehls SYSTem:ERRor? über die
Remoteschnittstelle (siehe U3606A Programmer’s Reference) ab. Die
möglichen Selbsttestfehler werden auf Seite 266 aufgeführt.
Wenn eine Reparatur erforderlich ist, kontaktieren Sie den Agilent Service Center.
Sie können einen umfangreicheren Selbsttest über das Utility-Menü (siehe
„Durchführen eines Selbsttests“ auf Seite 121) oder durch Senden des Befehls
*TST? an das Instrument über die Remoteschnittstelle ausführen.
HINWEIS
• Das Instrument wechselt wieder in den normalen Betrieb, wenn alle
Selbsttests erfolgreich verlaufen sind. Bei Auftreten eines Fehlers
leuchtet der Fehlermelder.
• Der *TST?-Befehl gibt „+0“ aus, wenn alle Selbsttests erfolgreich
verlaufen sind, oder „+1“, wenn ein Fehler aufgetreten ist.
Die Ausführung dieses Befehls kann bis zu 30 Sekunden dauern. Sie müssen
ggf. einen entsprechenden Zeitüberschreitungswert für die SCPI-Abfrage über
die Remoteschnittstelle festlegen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
155
5
Überprüfungs- und Leistungstests
Leistungsüberprüfungstests
Leistungsüberprüfungstests
Die Leistungsüberprüfungstests werden als Akzeptanztests empfohlen, wenn
Sie das Instrument erhalten. Die Ergebnisse des Akzeptanztests sollten mit
den alljährlich durchgeführten Tests verglichen werden. Führen Sie die
Leistungsüberprüfungstests nach der Akzeptanz zu jedem
Kalibrierungsintervall durch.
Falls das Instrument den Leistungsüberprüfungstest nicht besteht, ist eine
Einstellung oder Reparatur erforderlich.
Eine Einstellung wird zu jedem Kalibrierungsintervall empfohlen. Wird keine
Einstellung vorgenommen, müssen Sie einen „Schutzbereich“ einrichten,
wobei nicht mehr als 80% der Spezifikationen als Überprüfungsgrenzen
verwendet werden sollten.
HINWEIS
Stellen Sie sicher, dass Sie den Abschnitt „Überlegungen zum Test“ auf
Seite 146 gelesen haben, bevor Sie die Leistungsüberprüfungstests
durchführen.
Null-Versatz-Prüftests
Dieser Test wird verwendet, wenn die Null-Versatz-Leistung des Instruments
geprüft werden soll. Prüftests werden nur für Funktionen und Bereiche mit
eindeutigen Versatzkalibrierungskonstanten durchgeführt. Messungen werden
für jede Funktion und jeden Bereich gemäß dem auf der nächsten Seite
beschriebenen Verfahren geprüft.
Null-Versatz-Einstellungsverfahren
1 Schließen Sie den Kurzschlussstecker an die Eingangsanschlüsse V (rot) und
LO an (siehe Abbildung 5-1 auf Seite 147). Lassen Sie den Stromeingang offen.
2 Wählen Sie jede Funktion und jeden Bereich in der Reihenfolge, die in der
Tabelle aufgeführt ist. (Denken Sie daran, den Kurzschlussstecker für die
Null-Versatz-Kapazitätsüberprüfung zu entfernen.) Führen Sie eine
Messung durch und prüfen Sie das Ergebnis. Vergleichen Sie die
Messergebnisse mit den entsprechenden, in Tabelle 5-2 aufgeführten
Testbeschränkungen.
156
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Überprüfungs- und Leistungstests
Leistungsüberprüfungstests
HINWEIS
Tabelle 5-2
5
Beachten Sie, dass bei Widerstandsmessungen die math. Null-Funktion
(Nullmessung wird mit angeschlossenen Testleitungen vorgenommen),
um den Widerstand der Testleitung zu beseitigen. Unter „Null“ auf
Seite 56 finden Sie weitere Informationen zur math. Null-Funktion.
Null-Versatz-Prüftests
Eingang
Funktion
DC-Spannung
Kurzschließen
Widerstand
Öffnen
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Bereich
Fehlerabweichung
(1 Jahr)
100 mV
±0,008 mV
1V
±0,00005 V
10 V
±0,0005 V
100 V
±0,005 V
1.000 V
±0,05 V
100 Ω
±0,008 Ω
1 kΩ
±0,00005 kΩ
10 kΩ
±0,0005 kΩ
100 kΩ
±0,005 kΩ
1 MΩ
±0,00005 MΩ
10 MΩ
±0,0005 MΩ
100 MΩ
±0,005 MΩ
10 mA
±0,0015 mA
100 mA
±0,005 mA
1A
±0,00007 A
3A
±0,00021 A
DC-Stromstärke
157
5
Überprüfungs- und Leistungstests
Leistungsüberprüfungstests
Verstärkungsprüftests
Bei diesem Test wird die Skalenendwert-Messpräzision des Instruments
geprüft. Prüftests werden nur für Funktionen und Bereiche mit eindeutigen
Verstärkungskalibrierungskonstanten durchgeführt.
DC-Spannungsverstärkungs-Überprüfungstest
1 Schließen Sie das Eichgerät an die Eingangsanschlüsse V (rot) und LO
(schwarz) des vorderen Bedienfelds an (siehe Abbildung 5-2 auf Seite 148).
2 Drücken Sie auf
V , um die DC-Spannungsfunktion auszuwählen. Die
DC-Meldeanzeige leuchtet auf.
3 Wählen Sie die jeweiligen Bereiche in der unten dargestellten Reihenfolge.
Verwenden Sie die angegebene Eingangsspannung. Vergleichen Sie die
Messergebnisse mit den entsprechenden, in Tabelle 5-3 aufgeführten
Testbeschränkungen. (Stellen Sie bei Verwendung von Fluke 5520A sicher,
dass die entsprechenden Quelleinstellungen vorgenommen werden können).
Tabelle 5-3
Eingangsspannung
Bereich
Fehlerabweichung (1 Jahr)
100 mV
100 mV
±0,033 mV
1V
1V
±0,0003 V
10 V
10 V
±0,003 V
100 V
100 V
±0,03 V
1.000 V
1.000 V
±0,3 V
VORSICHT
158
DC-Spannungsverstärkungs-Überprüfungstest
Legen Sie für den Eichgerätausgang 0 V fest, bevor Sie die Verbindung
mit den Eingangsanschlüssen des Instruments trennen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Überprüfungs- und Leistungstests
Leistungsüberprüfungstests
5
DC-Spannungsverstärkungs-Überprüfungstest
1 Schließen Sie das Eichgerät an die Eingangsanschlüsse I (rot) und LO
(schwarz) des vorderen Bedienfelds an (siehe Abbildung 5-3 auf Seite 148).
2 Drücken Sie auf
I , um die DC-Stromfunktion auszuwählen. Die
DC-Meldeanzeige leuchtet auf.
3 Wählen Sie die jeweiligen Bereiche in der unten dargestellten Reihenfolge.
Verwenden Sie die angegebene Eingangsspannung. Vergleichen Sie die
Messergebnisse mit den entsprechenden, in Tabelle 5-4 aufgeführten
Testbeschränkungen. (Stellen Sie bei Verwendung von Fluke 5520A sicher,
dass die entsprechenden Quelleinstellungen vorgenommen werden können).
Tabelle 5-4
DC-Spannungsverstärkungs-Überprüfungstest
Eingangsstromstärke
Bereich
Fehlerabweichung (1 Jahr)
10 mA
10 mA
±0,0065 mA
100 mA
100 mA
±0,055 mA
1A
1A
±0,00207 A
3A
3A
±0,00771 A
Überprüfungstest für die AC-Spannung
1 Schließen Sie das Eichgerät an die Eingangsanschlüsse V (rot) und LO
(schwarz) des vorderen Bedienfelds an (siehe Abbildung 5-2 auf Seite 148).
2 Drücken Sie auf
V , um die AC-Spannungsfunktion auszuwählen. Die
DC-Meldeanzeige leuchtet auf.
3 Wählen Sie die jeweiligen Bereiche in der unten dargestellten Reihenfolge.
Verwenden Sie die angegebene Eingangsspannung und Frequenz.
Vergleichen Sie die Messergebnisse mit den entsprechenden, in Tabelle 5-5
aufgeführten Testbeschränkungen. (Stellen Sie bei Verwendung von Fluke
5520A sicher, dass die entsprechenden Quelleinstellungen vorgenommen
werden können).
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
159
5
Überprüfungs- und Leistungstests
Leistungsüberprüfungstests
Tabelle 5-5
AC-Spannungsverstärkungs-Überprüfungstest
Eingangsspannung
Eingangsfrequenz
Bereich
Fehlerabweichung
(1 Jahr)
10 mV
1 Hz
100 mV
±0,12 mV
100 mV
1 Hz
100 mV
±0,3 mV
0,1 V
1 kHz
1V
±0,0012 V
1V
1 kHz
1V
±0,003 V
1V
1 kHz
10 V
±0,012 V
10 V
1 kHz
10 V
±0,03 V
10 V
1 kHz
100 V
±0,12 V
100 V
1 kHz
100 V
±0,3 V
100 V
1 kHz
750 V
±0,95 V
750 V
1 kHz
750 V
±2,25 V
VORSICHT
Legen Sie für den Eichgerätausgang 0 V fest, bevor Sie die Verbindung
mit den Eingangsanschlüssen des Instruments trennen.
Überprüfungstest für die AC-Stromstärke
1 Schließen Sie das Eichgerät an die Eingangsanschlüsse I (rot) und LO
(schwarz) des vorderen Bedienfelds an (siehe Abbildung 5-3 auf Seite 148).
2 Drücken Sie auf
I , um die AC-Stromfunktion auszuwählen. Die
DC-Meldeanzeige leuchtet auf.
3 Wählen Sie die jeweiligen Bereiche in der unten dargestellten Reihenfolge.
Verwenden Sie die angegebene Eingangsstromstärke und Frequenz.
Vergleichen Sie die Messergebnisse mit den entsprechenden, in Tabelle 5-6
aufgeführten Testbeschränkungen. (Stellen Sie bei Verwendung von Fluke
5520A sicher, dass die entsprechenden Quelleinstellungen vorgenommen
werden können).
160
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Überprüfungs- und Leistungstests
Leistungsüberprüfungstests
Tabelle 5-6
5
AC-Stromverstärkungs-Überprüfungstest
Eingangsstromstärke
Eingangsfrequenz
Bereich
Fehlerabweichung
(1 Jahr)
1 mA
1 kHz
10 mA
±0,015 mA
10 mA
1 kHz
10 mA
±0,06 mA
10 mA
1 kHz
100 mA
±0,15 mA
100 mA
1 kHz
100 mA
±0,6 mA
0,1 A
1 kHz
1A
±0,0015 A
1A
1 kHz
1A
±0,006 A
1A
1 kHz
3A
±0,008 A
3A
1 kHz
3A
±0,018 A
Widerstandsverstärkungs-Überprüfungstest
1 Schließen Sie das Eichgerät an die Eingangsanschlüsse
und LO (schwarz)
des vorderen Bedienfelds an (siehe Abbildung 5-2 auf Seite 148).
2 Drücken Sie auf
, um die Widerstandsfunktion auszuwählen.
3 Wählen Sie die jeweiligen Bereiche in der unten dargestellten Reihenfolge.
Verwenden Sie den angegebenen Eingangswiderstand. Vergleichen Sie die
Messergebnisse mit den entsprechenden, in Tabelle 5-7 aufgeführten
Testbeschränkungen. (Stellen Sie bei Verwendung von Fluke 5520A sicher,
dass die entsprechenden Quelleinstellungen vorgenommen werden können).
Tabelle 5-7
Widerstandsverstärkungs-Überprüfungstest
Eingangswiderstand
Bereich
Fehlerabweichung (1 Jahr)
100 Ω
100 Ω
±0,058 Ω[1]
1 kΩ
1 kΩ
±0,00055 kΩ[1]
10 kΩ
10 kΩ
±0,0055 kΩ[1]
100 kΩ
100 kΩ
±0,055 kΩ
1 MΩ
1 MΩ
±0,00065 MΩ
10 MΩ
10 MΩ
±0,0255 MΩ
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
161
5
Überprüfungs- und Leistungstests
Leistungsüberprüfungstests
[1] Die angegebenen Spezifikationen gelten für 2-Draht-Widerstandsmessungen, bei denen die math.
NULL-Funktion verwendet wird. Addieren Sie ohne Verwendung der . NULL-Funktion einen
zusätzlichen Fehler von 0,2 Ω.
Frequenzverstärkungs-Überprüfungstest
1 Schließen Sie das Eichgerät an die Eingangsanschlüsse V (rot) und LO
(schwarz) des vorderen Bedienfelds an (siehe Abbildung 5-4 auf Seite 149).
2 Drücken Sie auf Hz ms %, um die Frequenzfunktion auszuwählen.
3 Wählen Sie die jeweiligen Bereiche in der unten dargestellten Reihenfolge.
Verwenden Sie die angegebene Eingabefrequenz und Spannung. Vergleichen
Sie die Messergebnisse mit den entsprechenden, in Tabelle 5-8 aufgeführten
Testbeschränkungen. (Stellen Sie bei Verwendung von Fluke 5520A sicher,
dass die entsprechenden Quelleinstellungen vorgenommen werden können).
Tabelle 5-8
162
Frequenzverstärkungs-Überprüfungstest
Eingangsfrequenz
Eingangsspannung
Bereich
Fehlerabweichung
(1 Jahr)
1 kHz
1V
100 kHz
±0,0032 kHz
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Überprüfungs- und Leistungstests
Leistungsüberprüfungstests
5
Ausgabeüberprüfungstest
Dieser Test prüft, ob sich die Ausgabefunktionen (Konstantspannung und
Konstantstrom) innerhalb der Spezifikationen befinden. Beachten Sie, dass
die Messwerte über der Remoteschnittstelle identisch mit denen sein sollten,
die auf dem vorderen Bedienfeld angezeigt werden.
HINWEIS
Für diesen Test sollten Sie die Programmierung des U3606A über die
Remoteschnittstelle in Betracht ziehen, um Rundungsfehler zu vermeiden.
Weitere Informationen zur Remoteschnittstellen-Programmierung enthält
die U3606A Programmer’s Reference.
CV-Programmierung und Rücklesegenauigkeit
Mit diesem Test wird überprüft, ob sich die
Konstantspannungsprogrammierung und Rücklesegenauigkeit innerhalb der
angegebenen Spezifikationen befinden.
1 Schalten Sie das Instrument aus und verbinden Sie das digitale Multimeter
zwischen den Ausgangsanschlüssen
(rot) und
(schwarz) des
vorderen Bedienfelds (siehe Abbildung 5-5 auf Seite 149).
2 Schalten Sie das Instrument ein. Drücken Sie auf Voltage, um den
Konstantspannungsmodus auszuwählen. Stellen Sie sicher, dass der
Bereich S1 (30 V/1 A) ausgewählt ist (die S1-Meldeanzeige leuchtet).
Drücken Sie erneut auf Shift > Range, wenn dies nicht der Fall ist.
3 Geben Sie die jeweiligen Werte in der unten dargestellten Reihenfolge aus.
Notieren Sie den Ausgangsspannungsmesswert auf dem digitalen
Multimeter. Vergleichen Sie die Messergebnisse mit den entsprechenden, in
Tabelle 5-9 aufgeführten Testbeschränkungen.
Tabelle 5-9
Überprüfungstest für Konstantspannungs-Programmierung und
Rücklesegenauigkeit
Ausgangsspannung
Bereich
Fehlerabweichung (1 Jahr)
0V
30 V
±0,005 V
30 V
30 V
±0,02 V
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
163
5
Überprüfungs- und Leistungstests
Leistungsüberprüfungstests
CV-Lasteinwirkung (Lastregelung)
Bei diesem Test wird die Veränderung der Ausgangsspannung gemessen, die
aus einer Veränderung der Ausgabestromstärke von voller Last zu keiner Last
oder umgekehrt resultiert.
1 Schalten Sie das Instrument aus und verbinden Sie das digitale Multimeter
zwischen den Ausgangsanschlüssen
(rot) und
(schwarz) des
vorderen Bedienfelds (siehe Abbildung 5-6 auf Seite 150).
2 Schalten Sie das Instrument ein. Drücken Sie auf Voltage, um den
Konstantspannungsmodus auszuwählen. Stellen Sie sicher, dass der
Bereich S1 (30 V/1 A) ausgewählt ist (die S1-Meldeanzeige leuchtet).
Drücken Sie erneut auf Shift > Range, wenn dies nicht der Fall ist.
3 Wählen Sie die Ausgangsspannung bis zum vollen Nennwert (30 V für
Bereich S1) und die Stromstärke bis zum Skalenendwert.
4 Schließen Sie eine zusätzliche elektronische Last an die Ausgangsanschlüsse
(rot) und
(schwarz) des vorderen Bedienfelds parallel mit dem
digitalen Multimeter (siehe Abbildung 5-6 auf Seite 150) an.
5 Verwenden Sie die elektronische Last im Konstantwiderstandmodus und
legen Sie den Widerstand auf 30 Ω fest. Stellen Sie sicher, dass das U3606A
innerhalb der angegebenen Grenz- und Schutzwerte betrieben wird. Wenn
dies nicht der Fall ist, passen Sie die elektronische Last an, indem Sie den
Widerstand erhöhen, sodass der Strom leicht abfällt, bis das U3606A
innerhalb der angegebenen Grenz- und Schutzwerte betrieben wird.
6 Geben Sie den vollen Nennwert in der unten dargestellten Reihenfolge aus.
Notieren Sie den Ausgangsspannungsmesswert auf dem digitalen Multimeter.
7 Verwenden Sie innerhalb von ein paar Sekunden nach Ausführung von
Schritt 6 die elektronische Last im offenen Modus. Notieren Sie den
Ausgangsspannungsmesswert auf dem digitalen Multimeter.
8 Vergleichen Sie die Unterschiede zwischen den Messergebnissen mit den
entsprechenden, in Tabelle 5-10 aufgeführten Testbeschränkungen.
Tabelle 5-10 Überprüfungstest für Konstantspannungs-Lastwirkung
164
Ausgangsspannung
Bereich
Fehlerabweichung (1 Jahr)
30 V mit 30 Ω -Last
30 V
±0,009 V
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Überprüfungs- und Leistungstests
Leistungsüberprüfungstests
5
CV-Quellenwirkung (Leitungsregelung)
Bei diesem Test wird die Veränderung der Ausgangsspannung gemessen, die
aus einer Veränderung der AC-Leitungsspannung vom Minimalwert zum
Maximalwert resultiert.
1 Schalten Sie das Instrument aus und verbinden Sie das digitale Multimeter
zwischen den Ausgangsanschlüssen
(rot) und
(schwarz) des
vorderen Bedienfelds (siehe Abbildung 5-6 auf Seite 150).
2 Verbinden Sie die AC-Leitungsspannung durch eine AC-Spannungsquelle.
Stellen Sie die AC-Spannungsquelle ein, um das Instrument mit
Nenneingangsspannung zu versorgen.
3 Schalten Sie das Instrument ein. Drücken Sie auf Voltage, um den
Konstantspannungsmodus auszuwählen. Stellen Sie sicher, dass der
Bereich S1 (30 V/1 A) ausgewählt ist (die S1-Meldeanzeige leuchtet).
Drücken Sie erneut auf Shift > Range, wenn dies nicht der Fall ist.
4 Wählen Sie die Ausgangsspannung bis zum vollen Nennwert (30 V für
Bereich S1) und die Stromstärke bis zum Skalenendwert. Aktivieren Sie
den Ausgang.
5 Schließen Sie eine zusätzliche elektronische Last an die Ausgangsanschlüsse
(rot) und
(schwarz) des vorderen Bedienfelds parallel mit dem
digitalen Multimeter (siehe Abbildung 5-6 auf Seite 150) an.
6 Verwenden Sie die elektronische Last im Konstantwiderstandmodus und
legen Sie den Widerstand auf 30 Ω fest. Stellen Sie sicher, dass der U3606A
innerhalb der angegebenen Grenz- und Schutzwerte betrieben wird. Wenn
dies nicht der Fall ist, passen Sie die elektronische Last an, indem Sie den
Widerstand erhöhen, sodass der Strom leicht abfällt, bis das U3606A
innerhalb der angegebenen Grenz- und Schutzwerte betrieben wird.
7 Stellen Sie die AC-Spannungsquelle auf den unteren Grenzwert der
Netzspannung ein. Notieren Sie den Ausgangsspannungsmesswert auf dem
digitalen Multimeter.
8 Stellen Sie innerhalb von ein paar Sekunden nach Ausführung von Schritt 7
die AC-Spannungsquelle auf den oberen Grenzwert der Netzspannung ein.
Notieren Sie den Ausgangsspannungsmesswert auf dem digitalen Multimeter.
9 Vergleichen Sie die Unterschiede zwischen den Messergebnissen mit den
entsprechenden, in Tabelle 5-11 aufgeführten Testbeschränkungen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
165
5
Überprüfungs- und Leistungstests
Leistungsüberprüfungstests
Tabelle 5-11 Überprüfungstest für Konstantspannungsquellenwirkung
AC-Eingangsleitung
Unterer Grenzwert
der Netzspannung
Oberer Grenzwert
der Netzspannung
Fehlerabweichung
(1 Jahr)
100
90 VAC
110 VAC
±0,003 V
115
104 VAC
127 VAC
±0,003 V
230
207 VAC
253 VAC
±0,003 V
CV-Geräuschwirkung
Bei diesem Test wird die RMS- oder Spitzenausgangsspannung im
Frequenzbereich 20 Hz bis 1 MHz gemessen.
1 Schalten Sie das Instrument aus und schließen Sie den Differenzverstärker und
(rot) und
eine feste 30 Ω-Widerstandslast zwischen die Ausgangsanschlüsse
(schwarz) des vorderen Bedienfelds (siehe Abbildung 5-7 auf Seite 150) an.
2 Schließen Sie einen 50 Ω-Durchführungsanschluss an den Differenzverstärkerausgang
und ein Oszilloskop an den 50 Ω-Durchführungsanschluss (siehe Abbildung 5-7 auf
Seite 150) an.
3 Schalten Sie das Instrument ein. Drücken Sie auf Voltage, um den
Konstantspannungsmodus auszuwählen. Stellen Sie sicher, dass der
Bereich S1 (30 V/1 A) ausgewählt ist (die S1-Meldeanzeige leuchtet).
Drücken Sie erneut auf Shift > Range, wenn dies nicht der Fall ist.
4 Wählen Sie die Ausgangsspannung bis zum vollen Nennwert (30 V für
Bereich S1) und die Stromstärke bis zum Skalenendwert. Aktivieren Sie
den Ausgang.
5 Konfigurieren Sie den Differenzverstärker wie folgt:
i Stellen Sie den AC-Modus (positiv und negativ) ein, um die
DC-Komponente zu entfernen.
ii Stellen Sie den Differenzmodus ein.
iii Stellen Sie die Verstärkung auf ×10 ein.
iv Stellen Sie die Dämpfung auf 1 ein.
v Stellen Sie den Tiefpassfilter auf das Bandbreitenlimit 1 MHz ein, um
Eingangssignale mit höheren Frequenzen herauszufiltern.
vi Stellen Sie den Null-Präzisionsspannungsgenerator ein.
vii Stellen Sie die Eingangsimpedanz auf 1 MΩ ein.
166
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Überprüfungs- und Leistungstests
Leistungsüberprüfungstests
5
6 Konfigurieren Sie das Oszilloskop wie folgt:
i Stellen Sie den Bereich Zeit/div auf 5 ms/div ein.
ii Stellen Sie das Oszilloskop ein, um jedes einzelne Sample bei maximaler
Samplingrate zu erfassen, jedoch nur die maximalen und minimalen
Werte in einem Samplingbereich beizubehalten.
iii Legen Sie eine Grenzfrequenz von 20 MHz fest, um eine höhere
Grenzfrequenz zu erhalten.
iv Aktivieren Sie die AC-Kopplung.
v Aktivieren Sie den Auto-Trigger-Modus.
7 Das Oszilloskop sollte ein paar Sekunden betrieben werden, damit
ausreichend Messpunkte erzeugt werden.
8 Erzielen Sie eine Spitzenspannungsmessung wie im Oszilloskop angegeben.
Dividieren Sie den Wert durch 10, um den Messwert des
Spitze-Spitze-Rauschens der Konstantspannung zu erhalten. Das Ergebnis
sollte 0,03 Vpp nicht überschreiten.
9 Trennen Sie die Verbindung zum Oszilloskop und schließen Sie das
RMS-Voltmeter an dessen Stelle an (siehe Abbildung 5-7 auf Seite 150).
Trennen Sie nicht die Verbindung des 50 Ω-Durchführungsanschlusses.
10 Konfigurieren Sie den RMS-Voltmeter wie folgt:
i Stellen Sie den Hochpassfilter auf 10 Hz ein.
ii Aktivieren Sie die AC-Kopplung.
11 Erzielen Sie eine max. RMS-Spannungsmessung wie im RMS-Voltmeter
angegeben. Dividieren Sie den Wert durch 10, um den Messwert des
RMS-Geräusches der Konstantspannung zu erhalten. Das Ergebnis sollte
0,002 VRMS nicht überschreiten.
Antwortzeit für Laständerungen
Dieser Test misst die Zeit, die benötigt wird, damit die Ausgangsspannung zu einer
nominalen Ausgangsspannung von höchstens 50 mV nach einer Laständerung von
voller Last zu halber Last oder umgekehrt wiederhergestellt ist.
1 Schalten Sie das Instrument aus und verbinden Sie das Oszilloskop
zwischen den Ausgangsanschlüssen
(rot) und
(schwarz) des
vorderen Bedienfelds (siehe Abbildung 5-8 auf Seite 151).
2 Schalten Sie das Instrument ein. Drücken Sie auf Voltage, um den
Konstantspannungsmodus auszuwählen. Stellen Sie sicher, dass der
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
167
5
Überprüfungs- und Leistungstests
Leistungsüberprüfungstests
Bereich S1 (30 V/1 A) ausgewählt ist (die S1-Meldeanzeige leuchtet).
Drücken Sie erneut auf Shift > Range, wenn dies nicht der Fall ist.
3 Wählen Sie die Ausgangsspannung bis zum vollen Nennwert (30 V für
Bereich S1) und die Stromstärke bis zum Skalenendwert.
4 Schließen Sie eine zusätzliche elektronische Last an die
Ausgangsanschlüsse
(rot) und
(schwarz) des vorderen Bedienfelds
parallel mit dem Oszilloskop (siehe Abbildung 5-8 auf Seite 151) an.
5 Verwenden Sie die elektronische Last im Übergangsbetriebsmodus
zwischen einer Hälfte des vollen Ausgangsnennwerts und dem vollen
Ausgangsnennwert bei einer Rate von 1 Hz und mit einem
50%-Arbeitszyklus.
6 Stellen Sie das Oszilloskop für die DC-Kopplung und die interne
Synchronisation ein und sperren Sie entweder den positiven oder negativen
Lastwechsel.
7 Stellen Sie das Oszilloskop ein, um die Transienten wie in Abbildung 5-13
anzuzeigen. Beachten Sie, dass die Impulsbreite (t2 - t1) der Transienten bei
50 mV von der Grundlinie höchstens 450 ms für die Ausgabe betragen sollte.
Abbildung 5-13 Antwortzeit für Laständerungen
168
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Überprüfungs- und Leistungstests
Leistungsüberprüfungstests
5
CC-Programmierung und Rücklesegenauigkeit
Mit diesem Test wird überprüft, ob sich die Konstantstromprogrammierung und
Rücklesegenauigkeit innerhalb der angegebenen Spezifikationen befinden. Die
Genauigkeit des Stromüberwachungswiderstands muss 0,1% oder höher betragen.
1 Schalten Sie das Instrument aus und schließen Sie einen
0,01-Ω-Stromüberwachungswiderstand (Nebenanschluss) an die
Ausgangsanschlüsse
(rot) und
(schwarz) des vorderen Bedienfelds
und ein digitales Multimeter an den Stromüberwachungswiderstand
(Nebenanschluss) an (siehe Abbildung 5-9 auf Seite 151).
2 Schalten Sie das Instrument ein. Drücken Sie auf Current, um den
Konstantstrommodus auszuwählen. Stellen Sie sicher, dass der Bereich S2
(8 V/3 A) ausgewählt ist (die S2-Meldeanzeige leuchtet). Drücken Sie erneut
auf Shift > Range, wenn dies nicht der Fall ist.
3 Geben Sie die jeweiligen Werte in der unten dargestellten Reihenfolge aus.
Dividieren Sie den Spannungsabfall (Messwert auf dem digitalen
Multimeter) des gesamten Stromüberwachungswiderstands durch dessen
Widerstand. Notieren und vergleichen Sie die Messergebnisse mit den
entsprechenden, in Tabelle 5-12 aufgeführten Testbeschränkungen.
Tabelle 5-12 Überprüfungstest für Konstantstrom-Programmierung und
Rücklesegenauigkeit
Ausgangsstrom
Bereich
Fehlerabweichung (1 Jahr)
0A
3A
±0,003 A
3A
3A
±0,0075 A
CC-Lasteinwirkung (Lastregelung)
Bei diesem Test wird die Veränderung des Ausgangsstroms gemessen, die aus einer
Veränderung der Last vom vollen Ausgangsnennwert zum Kurzschluss resultiert.
1 Schalten Sie das Instrument aus und schließen Sie einen
0,01-Ω-Stromüberwachungswiderstand (Nebenanschluss) zwischen die
Ausgangsanschlüsse
(rot) und
(schwarz) des vorderen Bedienfelds
und ein digitales Multimeter an den Stromüberwachungswiderstand
(Nebenanschluss) an (siehe Abbildung 5-10 auf Seite 152).
2 Schalten Sie das Instrument ein. Drücken Sie auf Current, um den
Konstantstrommodus auszuwählen. Stellen Sie sicher, dass der Bereich S2
(8 V/3 A) ausgewählt ist (die S2-Meldeanzeige leuchtet). Drücken Sie erneut
auf Shift > Range, wenn dies nicht der Fall ist.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
169
5
Überprüfungs- und Leistungstests
Leistungsüberprüfungstests
3 Wählen Sie den Ausgangsstrom bis zum vollen Nennwert (3 A für Bereich
S2) und die Spannung bis zum Skalenendwert.
4 Schließen Sie eine zusätzliche elektronische Last an die Ausgangsanschlüsse
(rot) und
(schwarz) des vorderen Bedienfelds (siehe Abbildung 5-10
auf Seite 152) an.
5 Verwenden Sie die elektronische Last im Konstantwiderstandmodus und
legen Sie den Widerstand auf 2,5 Ω fest. Stellen Sie sicher, dass der U3606A
innerhalb der angegebenen Grenz- und Schutzwerte betrieben wird. Wenn
dies nicht der Fall ist, passen Sie die elektronische Last an, indem Sie den
Widerstand verringern, sodass die Spannung leicht abfällt, bis das U3606A
innerhalb der angegebenen Grenz- und Schutzwerte betrieben wird.
6 Geben Sie den vollen Nennwert in der unten dargestellten Reihenfolge aus.
Dividieren Sie den Spannungsabfall (Messwert auf dem digitalen Multimeter)
des gesamten Stromüberwachungswiderstands durch dessen Widerstand.
Notieren Sie den Ausgangsstrommesswert auf dem digitalen Multimeter.
7 Betreiben Sie innerhalb von ein paar Sekunden nach Ausführung von
Schritt 6 die elektronische Last im Kurzschlussmodus. Notieren Sie den
Ausgangsstrommesswert auf dem digitalen Multimeter.
8 Vergleichen Sie die Unterschiede zwischen den Messergebnissen mit den
entsprechenden, in Tabelle 5-13 aufgeführten Testbeschränkungen.
Tabelle 5-13 Überprüfungstest für Konstantstrom-Lastwirkung
Ausgangsstrom
Bereich
Fehlerabweichung (1 Jahr)
3 A mit 2,5-Ω -Last
3A
±0,0012 A
CC-Quellenwirkung (Leitungsregelung)
Bei diesem Test wird die Veränderung der Ausgangsstrom gemessen, die aus
einer Veränderung der AC-Leitungsspannung vom Minimalwert zum
Maximalwert resultiert.
1 Schalten Sie das Instrument aus und schließen Sie einen
0,01-Ω-Stromüberwachungswiderstand (Nebenanschluss) an die
Ausgangsanschlüsse
(rot) und
(schwarz) des vorderen Bedienfelds
und ein digitales Multimeter an den Stromüberwachungswiderstand
(Nebenanschluss) an (siehe Abbildung 5-10 auf Seite 152).
2 Verbinden Sie die AC-Leitungsspannung durch eine AC-Spannungsquelle.
Stellen Sie die AC-Spannungsquelle ein, um das Instrument mit
Nenneingangsspannung zu versorgen.
170
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Überprüfungs- und Leistungstests
Leistungsüberprüfungstests
5
3 Schalten Sie das Instrument ein. Drücken Sie auf Current, um den
Konstantstrommodus auszuwählen. Stellen Sie sicher, dass der Bereich S2
(8 V/3 A) ausgewählt ist (die S2-Meldeanzeige leuchtet). Drücken Sie erneut
auf Shift > Range, wenn dies nicht der Fall ist.
4 Wählen Sie den Ausgangsstrom bis zum vollen Nennwert (3 A für Bereich
S2) und die Spannung bis zum Skalenendwert. Aktivieren Sie den Ausgang.
5 Schließen Sie eine zusätzliche elektronische Last an die
Ausgangsanschlüsse
(rot) und
(schwarz) des vorderen Bedienfelds
(siehe Abbildung 5-10 auf Seite 152) an.
6 Verwenden Sie die elektronische Last im Konstantwiderstandmodus und
legen Sie den Widerstand auf 2,5 Ω fest. Stellen Sie sicher, dass der U3606A
innerhalb der angegebenen Grenz- und Schutzwerte betrieben wird. Wenn
dies nicht der Fall ist, passen Sie die elektronische Last an, indem Sie den
Widerstand verringern, sodass die Spannung leicht abfällt, bis das U3606A
innerhalb der angegebenen Grenz- und Schutzwerte betrieben wird.
7 Stellen Sie die AC-Spannungsquelle auf den unteren Grenzwert der Netzspannung
ein. Dividieren Sie den Spannungsabfall (Messwert auf dem digitalen Multimeter)
des gesamten Stromüberwachungswiderstands durch dessen Widerstand.
Notieren Sie den Ausgangsstrommesswert auf dem digitalen Multimeter.
8 Stellen Sie innerhalb von ein paar Sekunden nach Ausführung von Schritt 7
die AC-Spannungsquelle auf den oberen Grenzwert der Netzspannung ein.
Notieren Sie den Ausgangsstrommesswert auf dem digitalen Multimeter.
9 Vergleichen Sie die Unterschiede zwischen den Messergebnissen mit den
entsprechenden, in Tabelle 5-14 aufgeführten Testbeschränkungen.
Tabelle 5-14 Überprüfungstest für die Konstantstromquellenwirkung
AC-Eingangsleitung
Unterer Grenzwert
des Netzstroms
Oberer Grenzwert
des Netzstroms
Fehlerabweichung
(1 Jahr)
100
90 VAC
110 VAC
±0,0015 A
115
104 VAC
127 VAC
±0,0015 A
230
207 VAC
253 VAC
±0,0015 A
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
171
5
Überprüfungs- und Leistungstests
Leistungsüberprüfungstests
CC-Geräuschwirkung
Bei diesem Test wird der RMS-Ausgangsstrom im Frequenzbereich 20 Hz bis 1 MHz
gemessen.
1 Schalten Sie das Instrument aus und schließen Sie eine feste
(rot) und
2,5-Ω-Widerstandslast zwischen die Ausgangsanschlüsse
(schwarz) des vorderen Bedienfelds (siehe Abbildung 5-11 auf Seite 152) an.
2 Schließen Sie einen AC/DC-Wandler an die feste Widerstandslast und einen
50-Ω-Durchführungsanschluss an den AC/DC-Wandler an. Schließen Sie
einen Differenzverstärker an den 50-Ω-Durchführungsanschluss an (siehe
Abbildung 5-11 auf Seite 152).
3 Schließen Sie einen 50-Ω-Durchführungsanschluss an den
Differenzverstärkerausgang und ein RMS-Voltmeter an den
50-Ω-Durchführungsanschluss (siehe Abbildung 5-11 auf Seite 152) an.
4 Schalten Sie das Instrument ein. Drücken Sie auf Current, um den
Konstantstrommodus auszuwählen. Stellen Sie sicher, dass der Bereich S2
(8 V/3 A) ausgewählt ist (die S2-Meldeanzeige leuchtet). Drücken Sie erneut
auf Shift > Range, wenn dies nicht der Fall ist.
5 Wählen Sie den Ausgangsstrom bis zum vollen Nennwert (3 A für Bereich
S2) und die Spannung bis zum Skalenendwert. Aktivieren Sie den Ausgang.
6 Konfigurieren Sie den Differenzverstärker wie folgt:
i Stellen Sie den AC-Modus (positiv und negativ) ein, um die DC-Komponente
zu entfernen.
ii Stellen Sie den Differenzmodus ein.
iii Stellen Sie die Verstärkung auf ×10 ein.
iv Stellen Sie die Dämpfung auf 1 ein.
v Stellen Sie den Tiefpassfilter auf das Bandbreitenlimit 1 MHz ein, um
Eingangssignale mit höheren Frequenzen herauszufiltern.
vi Stellen Sie den Null-Präzisionsstromgenerator ein.
vii Stellen Sie die Eingangsimpedanz auf 1 MΩ ein.
7 Konfigurieren Sie den RMS-Voltmeter wie folgt:
i Stellen Sie den Hochpassfilter auf 10 Hz ein.
ii Aktivieren Sie die AC-Kopplung.
8 Erzielen Sie eine max. RMS-Strommessung wie im RMS-Voltmeter
angegeben. Dividieren Sie den Wert durch 10 und multiplizieren Sie ihn
anschließend mit 5, um den Messwert des Konstantstrom-RMS-Rauschens
zu erhalten. Das Ergebnis sollte 0,001 ARMS nicht überschreiten.
172
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Überprüfungs- und Leistungstests
Weitere Überprüfungstests
5
Weitere Überprüfungstests
Optionaler Kapazitätsverstärkungs-Überprüfungstest
1 Schließen Sie das Eichgerät an die Eingangsanschlüsse
und LO (schwarz)
des vorderen Bedienfelds an (siehe Abbildung 5-2 auf Seite 148).
2 Drücken Sie auf
, um die Kapazitätsfunktion auszuwählen.
3 Wählen Sie die jeweiligen Bereiche in der unten dargestellten Reihenfolge.
Verwenden Sie die angegebene Eingangskapazität. Vergleichen Sie die
Messergebnisse mit den entsprechenden, in Tabelle 5-15 aufgeführten
Testbeschränkungen. (Stellen Sie bei Verwendung von Fluke 5520A sicher,
dass die entsprechenden Quelleinstellungen vorgenommen werden können).
Tabelle 5-15 Optionaler Kapazitätsverstärkungs-Überprüfungstest
Eingangskapazität
Bereich
Fehlerabweichung (1 Jahr)
0,4 nF
1 nF
±0,016 nF
1 nF
10 nF
±0,06 nF
10 nF
100 nF
±0,6 nF
0,1 μF
1 μF
±0,006 μF
1 μF
10 μF
±0,06 μF
10 μF
100 μF
±0,6 μF
100 μF
1.000 μF
±6 μF
1.000 μF
10.000 μF
±70 μF
1 nF
1 nF
±0,028 nF
10 nF
10 nF
±0,15 nF
0,1 nF
100 nF
±0,501 nF
1 μF
1 μF
±0,015 μF
10 μF
10 μF
±0,15 μF
100 μF
100 μF
±1,5 μF
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
173
5
Überprüfungs- und Leistungstests
Weitere Überprüfungstests
Tabelle 5-15 Optionaler Kapazitätsverstärkungs-Überprüfungstest (Fortsetzung)
Eingangskapazität
Bereich
Fehlerabweichung (1 Jahr)
1.000 μF
1.000 μF
±15 μF
10.000 μF
10.000 μF
±250 μF
HINWEIS
Zur Erzielung der besten Genauigkeit verwenden Sie eine Nullmessung
mit offenen Testleitungen, um die Kapazität der Testleitungen auf null zu
setzen, bevor Sie die Testleitungen an das Eichgerät anschließen.
Optionaler Überprüfungstest für Rechteckwellenausgabe
Dieser Test überprüft, ob Rechteckwellenamplitude, -frequenz und -Arbeitszyklus
innerhalb der Spezifikationen liegen. Beachten Sie, dass die Messwerte über der
Remoteschnittstelle identisch mit denen sein sollten, die auf dem vorderen
Bedienfeld angezeigt werden.
HINWEIS
Für diesen Test sollten Sie die Programmierung des U3606A über eine
Remoteschnittstelle in Betracht ziehen, um Rundungsfehler zu vermeiden.
Weitere Informationen zur Remoteschnittstellen-Programmierung enthält
die U3606A Programmer’s Reference.
Überprüfungstest für Rechteckwellenamplituden-Ausgabe
1 Schalten Sie das Instrument aus und verbinden Sie das Oszilloskop zwischen
den Ausgangsanschlüssen
(rot) und
(schwarz) des vorderen Bedienfelds
(siehe Abbildung 5-12 auf Seite 153).
2 Schalten Sie das Instrument ein. Drücken Sie auf
, um den
Rechteckwellenmodus auszuwählen. Stellen Sie sicher, dass der Bereich S1
(30 V/1 A) ausgewählt ist (die S1-Meldeanzeige leuchtet). Drücken Sie
erneut auf Shift > Range, wenn dies nicht der Fall ist.
3 Geben Sie die jeweiligen Werte in der unten dargestellten Reihenfolge aus.
Notieren Sie den Ausgangsspannungsmesswert auf dem Oszilloskop.
Vergleichen Sie die Messergebnisse mit den entsprechenden, in Tabelle 5-16
aufgeführten Testbeschränkungen.
174
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Überprüfungs- und Leistungstests
Weitere Überprüfungstests
5
4 Wiederholen Sie Schritt 2 und Schritt 3 für den Bereich S2 (8 V/3 A).
Drücken Sie auf Shift > Range, um den S2-Bereich auszuwählen (die
S2-Meldeanzeige leuchtet).
Tabelle 5-16 Überprüfungstest für Rechteckwellenamplituden-Ausgabe
Ausgangsamplitude
Ausgangsfrequenz
Bereich
Fehlerabweichung
(1 Jahr)
30 V
4.800 Hz bei 99,60%
30 V
±0,2 V
8V
4.800 Hz bei 99,60%
8V
±0,2 V
Überprüfungstest für Rechteckwellenfrequenz-Ausgabe
1 Schalten Sie das Instrument aus und verbinden Sie einen universellen
Frequenzzähler zwischen den Ausgangsanschlüssen
(rot) und
(schwarz) des vorderen Bedienfelds (siehe Abbildung 5-12 auf Seite 153).
2 Schalten Sie das Instrument ein. Drücken Sie auf
Rechteckwellenmodus auszuwählen.
, um den
3 Geben Sie die jeweiligen Werte in der unten dargestellten Reihenfolge aus.
Notieren Sie den Ausgangsfrequenzmesswert auf dem universellen
Frequenzzähler. Vergleichen Sie die Messergebnisse mit den
entsprechenden, in Tabelle 5-17 aufgeführten Testbeschränkungen.
Tabelle 5-17 Überprüfungstest für Rechteckwellenfrequenz-Ausgabe
Ausgangsfrequenz
Ausgangsamplitude
Bereich
Fehlerabweichung
(1 Jahr)
4.800 Hz bei 50%
30 V
30 V
±0,25 Hz
4.800 Hz bei 50%
8V
8V
±0,25 Hz
Überprüfungstest für Rechteckwellen-Arbeitszyklus-Ausgabe
1 Schalten Sie das Instrument aus und verbinden Sie das Oszilloskop
zwischen den Ausgangsanschlüssen
(rot) und
(schwarz) des
vorderen Bedienfelds (siehe Abbildung 5-12 auf Seite 153).
2 Schalten Sie das Instrument ein. Drücken Sie auf
Rechteckwellenmodus auszuwählen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
, um den
175
5
Überprüfungs- und Leistungstests
Weitere Überprüfungstests
3 Geben Sie die jeweiligen Werte in der unten dargestellten Reihenfolge aus.
Notieren Sie den Ausgangsarbeitszyklus-Messwert auf dem Oszilloskop.
Vergleichen Sie die Messergebnisse mit den entsprechenden, in Tabelle 5-18
aufgeführten Testbeschränkungen.
Tabelle 5-18 Überprüfungstest für Rechteckwellen-Arbeitszyklus-Ausgabe
176
Ausgabe-Arbeitszyklus
Ausgangsamplitude
Bereich
Fehlerabweichung
(1 Jahr)
50% bei 4.800 Hz
30 V
30 V
±2,55%
50% bei 4.800 Hz
8V
8V
±2,55%
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
U3606A Multimeter|DC-Netzteil
Benutzer- und Servicehandbuch
6
Kalibrierungsverfahren
Kalibrierungsübersicht 178
Elektronische Kalibrierung bei geschlossenem Gehäuse 178
Agilent Technologies Kalibrierungsservices 178
Kalibrierungsintervall 179
Einstellung wird empfohlen 179
Für die Kalibrierung erforderliche Zeit 179
Empfohlene Testausrüstung 180
Kalibrierungsprozess 181
Kalibrierungssicherheit 182
Entsichern des Instruments zur Kalibrierung 182
Ändern des Kalibrierungssicherheitscodes 185
Zurücksetzen des Sicherheitscodes auf den Werksstandard 185
Kalibrierungszahl 188
Kalibrierungsmeldung 189
Verwendung des vorderen Bedienfelds für Einstellungen 190
Auswählen des Einstellungsmodus 190
Eingeben von Einstellungswerten 190
Abbrechen einer Kalibrierung in Bearbeitung 191
Allgemeines Kalibrierungsverfahren 192
Einstellungsverfahren 195
Null-Versatz-Einstellung 195
Verstärkungseinstellungen 197
Ausgabeeinstellungen 209
Beenden der Einstellungen 218
Dieses Kapitel beschreibt die Verfahren für die Instrumenteneinstellung
(Kalibrierung). Bevor Sie Einstellungen vornehmen können, müssen Sie das
Instrument entsichern. Die Schritte zum Sichern und Entsichern des Instruments
für die Kalibrierung werden ebenfalls in diesem Kapitel beschrieben.
Agilent Technologies
177
6
Kalibrierungsverfahren
Kalibrierungsübersicht
Kalibrierungsübersicht
Dieser Abschnitt enthält Verfahren zur Überprüfung der Instrumentenleistung
sowie Verfahren zur Einstellung.
HINWEIS
Stellen Sie sicher, dass Sie die „Überlegungen zum Test“ auf Seite 146 vor
Kalibrierung des Instruments gelesen haben.
Elektronische Kalibrierung bei geschlossenem Gehäuse
Bei diesem Instrument wird die Kalibrierung elektronisch bei geschlossenem
Gehäuse vorgenommen. Interne mechanische Einstellungen sind nicht
erforderlich. Das Instrument berechnet Korrekturfaktoren auf der Basis Ihrer
Eingabereferenzwerte. Die neuen Korrekturfaktoren werden im permanenten
Speicher abgelegt, bis die nächste Kalibrierung (Einstellung) durchgeführt wird.
Der permanente EEPROM-Kalibrierungsspeicher ändert sich nicht, wenn die
Stromversorgung nach dem Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen
(*RST-Befehl) oder nach Instrumentenvoreinstellungen
(SYSTem:PRESet-Befehl) ausgeschaltet wurde.
Agilent Technologies Kalibrierungsservices
Agilent Technologies bietet Kalibrierungsservices zu günstigen Konditionen.
Wenn Ihr Instrument kalibriert werden muss, fragen Sie bei Ihrem lokalen
AgilentService Center nach einer Neukalibrierung. Unter „Verfügbare
Serviceleistungen“ auf Seite 237 erhalten Sie Informationen zur
Kontaktaufnahme mit Agilent.
178
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Kalibrierungsverfahren
Kalibrierungsübersicht
6
Kalibrierungsintervall
Das Instrument sollte in regulären Intervallen, die durch die Anforderungen Ihrer
Anwendung bzgl. der Messgenauigkeit bestimmt werden, kalibriert werden.
Für die meisten Anwendungen reicht ein einjähriges Intervall aus. Die
Genauigkeitsspezifikationen bleiben nur gültig, wenn die Einstellung in regulären
Kalibrierungsintervallen stattfindet. Die Genauigkeitsspezifikationen sind nicht
gültig, wenn das einjährige Kalibrierungsintervall nicht eingehalten wird. Agilent
empfiehlt, für keine Anwendung das Kalibrierungsintervall auf mehr als 2 Jahre
auszudehnen. Diese Kriterien für die Neueinstellung bieten die beste
Langzeitstabilität.
Einstellung wird empfohlen
Spezifikationen sind nur innerhalb der nach der letzten Einstellung beginnenden
Periode gültig. Welches Kalibrierungsintervall Sie auch wählen, Agilent empfiehlt,
die vollständige Neueinstellung stets zum Kalibrierungsintervall durchzuführen.
Dies ist notwendig, um zu gewährleisten, dass das Instrument während des
nächsten Kalibrierungsintervalls innerhalb der Spezifikation bleibt. Diese
Kriterien für die Neueinstellung bieten die beste Langzeitstabilität.
Leistungsdaten werden während der Leistungsüberprüfungstests (siehe
Kapitel 5, „Überprüfungs- und Leistungstests“, ab Seite 141)gemessen, und
dies garantiert nicht, dass das Instrument innerhalb dieser Begrenzungen
bleibt, sofern keine Einstellungen vorgenommen.
Verwenden Sie die Kalibrierungszahlfunktion (siehe „Kalibrierungszahl“ auf
Seite 188), um zu überprüfen, ob alle Einstellungen durchgeführt wurden.
Für die Kalibrierung erforderliche Zeit
Das Instrument kann automatisch per Computersteuerung kalibriert werden.
Mithilfe der Computersteuerung können Sie das vollständige Kalibrierungsverfahren
sowie die Leistungsüberprüfungstests durchführen, sobald das Instrument
aufgewärmt ist (siehe „Überlegungen zum Test“ auf Seite 146).
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
179
6
Kalibrierungsverfahren
Empfohlene Testausrüstung
Empfohlene Testausrüstung
Die empfohlene Testausrüstung für die Einstellungsverfahren ist nachstehend
aufgeführt. Falls das empfohlene Instrument nicht verfügbar ist, verwenden
Sie Kalibrierungsstandards von gleicher Genauigkeit.
Tabelle 6-1
Empfohlene Testausrüstung für Einstellungsverfahren
Anwendung
Empfohlene Ausrüstung
Empfohlene
Genauigkeitsvoraussetzungen
Null-Kalibrierung
Kurzschlussstecker – Doppelbananenstecker mit
Kupferdraht zum Kurzschließen von zwei
Eingangsanschlüssen
-
DC-Spannung
Eichgerät
Fluke 5520A
< 20% Instrument 1 Jahr Spezifikation
DC-Stromstärke
Eichgerät
Fluke 5520A
< 20% Instrument 1 Jahr Spezifikation
Eichgerät
Fluke 5520A
< 20% Instrument 1 Jahr Spezifikation
AC-Stromstärke
Eichgerät
Fluke 5520A
< 20% Instrument 1 Jahr Spezifikation
Widerstand
Eichgerät
Fluke 5520A
< 20% Instrument 1 Jahr Spezifikation
Frequenz
Funktionsgenerator/
Generator für beliebige
Wellenformen
Agilent 33250A
< 20% Instrument 1 Jahr Spezifikation
Kapazität
Eichgerät
Fluke 5520A
< 20% Instrument 1 Jahr Spezifikation
180
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Kalibrierungsverfahren
Kalibrierungsprozess
6
Kalibrierungsprozess
Die empfohlene Testausrüstung für Kalibrierungsprozess und -verfahren ist
unter „Empfohlene Testausrüstung“ auf Seite 180 aufgeführt.
Das folgende allgemeine Verfahren ist die empfohlene Methode zur
Durchführung einer vollständigen Kalibrierung des Instruments.
1 Lesen Sie die „Überlegungen zum Test“ auf Seite 146.
2 Führen Sie die Überprüfungstests zur Charakterisierung des Instruments
durch (siehe „Überblick über die Überprüfungs- und Leistungstests“ auf
Seite 154).
3 Entsichern Sie das Instrument zur Kalibrierung (siehe „Entsichern des
Instruments zur Kalibrierung“ auf Seite 182).
4 Führen Sie die Einstellungen durch („Einstellungsverfahren“ auf Seite 195).
5 Sichern Sie das Instrument gegen Kalibrierung. Ändern Sie ggf. den
Kalibrierungscode. (Siehe hierzu „Ändern des
Kalibrierungssicherheitscodes“ auf Seite 185.)
6 Notieren Sie den neuen Sicherheitscode (wenn dieser geändert wurde)
sowie die Kalibrierungszahl in den Wartungsunterlagen des Instruments.
HINWEIS
Stellen Sie sicher, dass Sie den Einstellungsmodus vor dem Ausschalten
des Instruments beendet haben.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
181
6
Kalibrierungsverfahren
Kalibrierungssicherheit
Kalibrierungssicherheit
Diese Funktion ermöglicht die Eingabe eines Sicherheitscodes, um versehentliche
oder unberechtigte Einstellungen des Instruments zu verhindern. Wenn Sie das
Instrument erhalten, ist es gesichert. Bevor Sie das Instrument einstellen können,
müssen Sie es durch Eingabe des richtigen Sicherheitscodes entsichern (siehe
„Entsichern des Instruments zur Kalibrierung“ auf Seite 182).
Der Sicherheitscode ist bei Auslieferung des Instruments auf „ATU3606A“
eingestellt. Der Sicherheitscode ist in einem permanenten Speicher gespeichert
und ändert sich nicht, wenn die Stromversorgung nach dem Zurücksetzen auf
die Werkseinstellungen (*RST-Befehl) oder nach Instrumentenvoreinstellungen
(SYSTem:PRESet-Befehl) ausgeschaltet wurde.
HINWEIS
Sie können das Instrument am vorderen Bedienfeld entsichern, Sie
können dort jedoch keinen Sicherheitscode eingeben oder ändern. Der
Sicherheitscode kann nach Entsichern des Instruments nur über die
Remoteschnittstelle geändert werden. Weitere Informationen zum
CALibration:SECurity:CODE-Befehl finden Sie in der U3606A
Programmer's Reference.
Der Sicherheitscode kann bis zu 12 alphanumerische Zeichen enthalten. Das
erste Zeichen muss ein Buchstabe sein. Die anderen Zeichen können
Buchstaben oder Zahlen sein. Sie müssen nicht alle 12 Zeichen verwenden.
Entsichern des Instruments zur Kalibrierung
Bevor Sie das Instrument einstellen können, müssen Sie es durch Eingabe des
richtigen Sicherheitscodes entsichern.
Der standardmäßige Sicherheitscode lautet ATU3606A.
HINWEIS
182
Falls Sie den Sicherheitscode vergessen, können Sie die Sicherheitsfunktion
deaktivieren, indem Sie einen temporären Kurzschluss im Instrument
auslösen. Siehe hierzu „Zurücksetzen des Sicherheitscodes auf den
Werksstandard“ auf Seite 185.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Kalibrierungsverfahren
Kalibrierungssicherheit
6
Entsichern am vorderen Bedienfeld
Es werden nur vier Zeichen (die Zeichen
vier bis sieben) des Sicherheitscodes für die Entsicherung des Instruments am
vorderen Bedienfeld verwendet. Wenn es sich bei einem der vier Zeichen um
einen Buchstaben anstatt einer Ziffer handelt, wird dieser Buchstabe mit einer
numerischen „0“ am vorderen Bedienfeld dargestellt.
Beispiel 1 Es wird davon ausgegangen, dass die Werkseinstellung des
Kalibrierungssicherheitscodes „ATU3606A“ lautet. Bei der Entsicherung über
das vordere Bedienfeld besteht der Code aus vier Zeichen, wobei die ersten
drei Zeichen (ATU) unberücksichtigt bleiben.
In unserem Beispiel lautet der Code demnach wie folgt: 3606
Beispiel 2 Es wird davon ausgegangen, dass über die Remoteschnittstelle der
Kalibrierungssicherheitscode auf „AT01A234“ festgelegt wurde. Beim
Entsichern über das vordere Bedienfeld bleiben die ersten drei Zeichen und
alle darauf folgenden Zeichen (die Zeichen sieben bis zwölf) unberücksichtigt.
In unserem Beispiel lautet der Code demnach wie folgt: 1A23
Auf dem vorderen Bedienfeld werden alle Buchstaben (in diesem Beispiel „A“) durch
die numerische „0“ dargestellt. Verwenden Sie diesen Code zum Entsichern: 1023
Beispiel 3 Es wird davon ausgegangen, dass über die Remoteschnittstelle der
Kalibrierungssicherheitscode auf „AB123CD45“ festgelegt wurde. Die ersten
drei Zeichen (AB1) bleiben unberücksichtigt. Die Ziffern „2“ und „3“ werden
verwendet und die Buchstaben „C“ und „D“ werden durch Nullen dargestellt.
Verwenden Sie diesen Code zum Entsichern: 2300
So entsichern Sie das Instrument am vorderen Bedienfeld
+
1 Drücken Sie während des normalen Betriebs gleichzeitig auf die Shift-Taste +
V.
2 Das Instrument wechselt in den Bearbeitungsmodus des
Kalibrierungssicherheitscodes. „SECur“ wird in der oberen
Sekundäranzeige und der Sicherheitscode in der Primäranzeige angezeigt.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
183
6
Kalibrierungsverfahren
Kalibrierungssicherheit
3 Drücken Sie auf
verschieben.
oder
, um den Cursor nach rechts oder links zu
4 Drücken Sie auf
oder
, um die Ziffer zu erhöhen oder herabzusetzen.
5 Drücken Sie abschließend auf
O UT
SB Y
.
6 Bei Eingabe des richtigen Sicherheitscodes wird in der Primäranzeige
3 Sekunden lang „PASS“ angezeigt. Anschließend wechselt das Instrument
in den Einstellungsmodus.
7 Bei Eingabe eines falschen Sicherheitscodes wird in der Primäranzeige
3 Sekunden lang „FAiL“ angezeigt. Anschließend erscheint erneut der
Bearbeitungsmodus für den Kalibrierungssicherheitscode.
So entsichern Sie das Instrument über die Remoteschnittstelle
Senden Sie über die Remoteschnittstelle den Befehl
CALibration:SECurity:CODE <mode>, <code>.
184
& CAL:SEC:CODE OFF,
ATU3606A
Mit diesem Befehl wird das Instrument für die
Kalibrierung entsichert. Der standardmäßige
Sicherheitscode lautet ATU3606A. Der
Sicherheitscode kann nur geändert werden,
wenn das Instrument entsichert ist.
& CAL:SEC:CODE ON, ATU3606A
Mit diesem Befehl wird das Instrument vor
versehentlichen oder unberechtigten
Einstellungen gesichert.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Kalibrierungsverfahren
Kalibrierungssicherheit
6
Ändern des Kalibrierungssicherheitscodes
Der Sicherheitscode kann nach Entsichern des Instruments nur über die
Remoteschnittstelle geändert werden.
Senden Sie über die Remoteschnittstelle den Befehl
CALibration:SECurity:CODE <new_code>, nachdem das Instrument
entsichert worden ist.
& CAL:SEC:CODE OFF,
ATU3606A
Mit diesem Befehl wird das Instrument für die
Kalibrierung entsichert. Der standardmäßige
Sicherheitscode lautet ATU3606A. Der
Sicherheitscode kann nur geändert werden,
wenn das Instrument entsichert ist.
& CAL:SEC:CODE ABC1234
Mit diesem Befehl wird der Sicherheitscode in
„ABC1234“ geändert.
& CAL:SEC:CODE ON, ABC1234
Mit diesem Befehl wird das Instrument vor
versehentlichen oder unberechtigten
Einstellungen gesichert.
Lesen Sie über das CALIbration Untersystem in der U3606A Programmer’s
Reference, um weitere Informationen zu dem Befehl
CALibration:SECurity:CODE <new_code> zu erhalten.
Zurücksetzen des Sicherheitscodes auf den Werksstandard
Wenn Sie den Sicherheitscode vergessen haben, können Sie die folgenden
Schritte durchführen, um den Sicherheitscode auf die standardmäßige
Werkseinstellung zurückzusetzen (ATU3606A).
HINWEIS
Wenn Sie keine Notiz erfasst (oder diese verloren haben) oder über keinen
Sicherheitscode verfügen, versuchen Sie es zuerst mit der Eingabe des
werkseitiger Standardcodes „3606“ über das vordere Bedienfeld oder mit
der Eingabe von „ATU3606A“ über die Remoteschnittstelle, bevor Sie die
nachfolgend beschriebenen Schritte durchführen.
Um das Instrument ohne den richtigen Sicherheitscode zu entsichern, gehen
Sie wie folgt vor.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
185
6
Kalibrierungsverfahren
Kalibrierungssicherheit
WARNUNG
Vermeiden Sie es, die Stromkabel- und Hochspannungsanschlüsse
an der Stromeinspeisungseinheit und am Transformator zu berühren.
Es liegt auch dann Spannung an, wenn das Instrument nach Trennen
des Netzkabels ausgeschaltet ist.
1 Trennen Sie das Stromkabel und alle Eingangsverbindungen.
2 Demontieren Sie das Instrument. Siehe hierzu „Allgemeine Demontage“ auf
Seite 227.
3 Löten Sie eine temporäre Kurzschlussverbindung zwischen den zwei frei
liegenden Metallpads auf der Leiterplattenbaugruppe an. Die übliche Stelle
wird in Abbildung 6-1 gezeigt. Auf der U3606A Leiterplatte sind die Pads
als „SECUR“ gekennzeichnet.
Abbildung 6-1
186
Position der SECUR-Pads
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Kalibrierungsverfahren
Kalibrierungssicherheit
6
4 Legen Sie Spannung an und schalten Sie dann das Instrument ein.
5 Auf der Anzeige wird „CALib“ angezeigt. Das Instrument ist jetzt entsichert.
(Die Sicherheitscodes werden auf den Werksstandard zurückgesetzt.)
6 Schalten Sie das Instrument aus und entfernen Sie das Stromkabel.
7 Entfernen Sie den in Schritt 3 installierten temporären Kurzschluss.
8 Setzen Sie das Instrument wieder zusammen.
9 Entsichern Sie das Instrument mit dem Standard-Sicherheitscode
„ATU3606A“. (Verwenden Sie „3606“, wenn Sie das Instrument über das
vordere Bedienfeld entsichern.)
10 Sie können nun bei Bedarf einen neuen Sicherheitscode eingeben. Siehe
hierzu „Ändern des Kalibrierungssicherheitscodes“ auf Seite 185. Denken
Sie daran, den neuen Sicherheitscode zu notieren.
VORSICHT
Kalibrieren Sie das Instrument niemals bei geöffnetem Gehäuse.
Setzen Sie das Instrument wieder zusammen, bevor Sie
Kalibrierungsverfahren durchführen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
187
6
Kalibrierungsverfahren
Kalibrierungszahl
Kalibrierungszahl
Der Kalibrierungszähler bietet eine unabhängige „Serialisierung“ Ihrer
Kalibrierungen. Sie können das Instrument abfragen, um zu bestimmen, wie
viele Kalibrierungen durchgeführt wurden. Beachten Sie, dass Ihr Instrument
kalibriert wurde, bevor es das Werk verließ. Wenn Sie Ihr Instrument erhalten,
lesen Sie die Zahl, um seinen Ausgangswert zu bestimmen.
Die Kalibrierungszahl erhöht sich auf max. 32767 und beginnt dann wieder
mit 0. Da die Zahl für jeden Kalibrierungspunkt um eins inkrementiert wird,
kann eine vollständige Kalibrierung den Wert um viele Zahlen erhöhen.
Die Kalibrierungszahl ist in einem permanenten Speicher gespeichert und
ändert sich nicht, wenn die Stromversorgung nach dem Zurücksetzen auf die
Werkseinstellungen (*RST-Befehl) oder nach Instrumentenvoreinstellungen
(SYSTem:PRESet-Befehl) ausgeschaltet wurde.
Ablesen der Kalibrierungszahl
1 Entsichern Sie das Instrument zur Kalibrierung. Weitere Informationen zur
Entsicherung des Instruments finden Sie unter „Entsichern des
Instruments zur Kalibrierung“ auf Seite 182.
2 Drücken Sie auf MinMax, um die Kalibrierungszahl anzuzeigen. Die
Kalibrierungszahl wird in der unteren Sekundäranzeige angezeigt.
3 Das Instrument kehrt nach wenigen Sekunden Ruhezustand in den
Kalibrierungsbetrieb zurück.
188
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Kalibrierungsverfahren
Kalibrierungsmeldung
6
Kalibrierungsmeldung
Das Instrument ermöglicht das Speichern einer Meldung in einem
Kalibrierungsspeicher. Sie können Informationen speichern wie z. B. das
Datum, an dem die letzte Kalibrierung durchgeführt wurde, an dem die
nächste Kalibrierung fällig ist, die Seriennummer des Instruments oder auch
den Namen und die Telefonnummer der Person, die bei einer neuen
Kalibrierung kontaktiert werden kann. Die Kalibrierungsmeldung kann bis zu
40 Zeichen umfassen.
• Sie können eine Kalibrierungsmeldung erst dann speichern, wenn das
Instrument entsichert ist.
• Sie können die Kalibrierungsmeldung (nur über die Remoteschnittstelle)
lesen, unabhängig davon, ob das Instrument gesichert oder entsichert ist.
Verwenden Sie zum Speichern einer Kalibrierungsmeldung die Befehle
CALibration:STRing und CALibration:STRing? auf der
Remoteschnittstelle.
& CAL:STR „CAL: 27 Nov 2009“ Dieser Befehl speichert eine Meldung im
Kalibrierungsspeicher.
& CAL:STR?
Diese Abfrage gibt die derzeit im
Kalibrierungsspeicher gespeicherte Meldung
zurück (ebenfalls die Anführungsstriche).
$ „CAL: 27 Nov 2009“
Die U3606A Programmer’s Reference enthält weitere Informationen zum
CALibration-Untersystem.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
189
6
Kalibrierungsverfahren
Verwendung des vorderen Bedienfelds für Einstellungen
Verwendung des vorderen Bedienfelds für Einstellungen
Dieser Abschnitt beschreibt die Durchführung von Einstellungen am vorderen
Bedienfeld. Informationen zu den Remoteschnittstellenbefehlen finden Sie in
der U3606A Programmer's Reference.
Auswählen des Einstellungsmodus
Bevor Sie Einstellungen vornehmen, müssen Sie das Instrument zur
Kalibrierung entsichern. In „Entsichern des Instruments zur Kalibrierung“ auf
Seite 182 erhalten Sie weitere Informationen. Wenn das Instrument entsichert
ist, wird „CALib“ in der unteren Sekundäranzeige angezeigt, um Sie darauf
hinzuweisen, dass Sie sich im Einstellungsmodus befinden.
Eingeben von Einstellungswerten
Geben Sie im Rahmen der Einstellungsverfahren einen Eingabekalibrierungswert
am vorderen Bedienfeld ein. Verwenden Sie hierbei die folgenden Tasten, um den
Cursor auf einer Ziffer zu positionieren:
Taste
190
Beschreibung
Drücken Sie auf
, um den Cursor nach links zu verschieben.
Drücken Sie auf
, um den Cursor nach rechts zu verschieben.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Kalibrierungsverfahren
Verwendung des vorderen Bedienfelds für Einstellungen
6
Wenn sich der Cursor auf einer Ziffer befindet (die derzeit bearbeitete Ziffer
blinkt), verwenden Sie die folgenden Tasten, um den Wert zu bearbeiten:
Taste
Beschreibung
Drücken Sie auf
, um die Ziffer zu erhöhen.
Drücken Sie auf
, um die Ziffer herabzusetzen.
Drücken Sie abschließend auf
O UT
SB Y
. Die Einstellung beginnt.
Abbrechen einer Kalibrierung in Bearbeitung
Es kann manchmal erforderlich sein, eine Kalibrierung abzubrechen, nachdem
der Vorgang bereits gestartet wurde. Sie können eine Kalibrierung jederzeit
abbrechen, indem Sie auf die Shift-Taste drücken.
VORSICHT
Wenn Sie eine Kalibrierung in Bearbeitung abbrechen, während das
Instrument versucht, neue Kalibrierungskonstanten für EEPROM zu
schreiben, verlieren Sie ggf. alle Kalibrierungskonstanten für diese
Funktion. Nach erneutem Anlegen von Spannung zeigt das Instrument
in der Regel den Fehler 705, „Cal:Aborted“ an. Es können auch die
Fehler 742 bis 748 auftreten. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie das
Instrument erst wieder verwenden, nachdem eine vollständige
Einstellung erneut durchgeführt wurde. Die möglichen
Kalibrierungsfehler werden auf Seite 267 aufgeführt.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
191
6
Kalibrierungsverfahren
Verwendung des vorderen Bedienfelds für Einstellungen
Allgemeines Kalibrierungsverfahren
Die nachfolgenden Schritte beschreiben die Durchführung der
Kalibrierungseinstellungen. Eine ausführliche Beschreibung der Schritte in der
jeweiligen Mess- und Stromquellenfunktion im U3606A Multimeter|DC-Netzteil
finden Sie unter „Einstellungsverfahren“ auf Seite 195.
1 Entsichern Sie das Instrument (siehe hierzu „Entsichern des Instruments
zur Kalibrierung“ auf Seite 182) .
2 Nachdem geprüft wurde, ob der von Ihnen eingegebene Sicherheitscode
korrekt ist („PASS“ wird in der Primäranzeige kurz angezeigt), wechselt das
Instrument in den Einstellungsmodus – „CALib“ wird in der unteren
Sekundäranzeige und der Referenzeingabewert des nächsten
Einstellungselements in der oberen Sekundäranzeige angezeigt.
Wenn z. B. die Referenzeingabe des nächsten Einstellungselements die
Eingangsanschlüsse kurzschließt, wird in der unteren Sekundäranzeige
„Short“ angezeigt.
Referenzeingabewert
Die Liste und Reihenfolge aller Einstellungselemente finden Sie unter
„Einstellungsverfahren“ auf Seite 195.
HINWEIS
192
Wenn Sie nicht die Kalibrierung des gesamten Einstellungselementsatzes
durchführen möchten, können Sie auf
oder
drücken, um das zu
kalibrierende Element auszuwählen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Kalibrierungsverfahren
Verwendung des vorderen Bedienfelds für Einstellungen
6
3 Legen Sie die angegebene Referenzeingabe fest und wenden Sie diese an
den richtigen Anschlüssen des U3606A an. Beispiel:
• Wenn die erforderliche Referenzeingabe „Short“ lautet, verwenden Sie
einen Kurzschlussstecker, um die zwei relevanten Anschlüsse
kurzzuschließen.
• Wenn die erforderliche Referenzeingabe „Open“ lautet, lassen Sie die
Anschlüsse offen.
• Wenn es sich bei der erforderlichen Referenzeingabe um einen Spannungs-,
Strom-, Widerstands-, Kapazitäts- oder Temperaturwert handelt, legen Sie
das Eichgerät Fluke 5520A (oder ein anderes Gerät mit dem gleichen
Genauigkeitsstandard) fest, um die notwendige Eingabe bereitzustellen.
4 Wenden Sie die erforderliche Referenzeingabe an den richtigen
O UT
Anschlüssen an und drücken Sie auf SB Y , um mit der Kalibrierung zu
beginnen.
Während der Kalibrierung erscheint der unkalibrierte Messwert in der
Primäranzeige und die Kalibrierungsanzeige „CALib“ wird in der unteren
Sekundäranzeige angezeigt.
Kalibrierungsanzeige
Wenn sich der Messwert innerhalb des zulässigen Bereichs befindet, wird
„PASS“ einen Moment angezeigt. Das Instrument fährt mit dem nächsten
Einstellungselement fort.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
193
6
Kalibrierungsverfahren
Verwendung des vorderen Bedienfelds für Einstellungen
Wenn sich der Messwert außerhalb des zulässigen Bereichs befindet,
werden „FAiL“ und der Fehlercode einen Moment angezeigt. Das
Instrument kehrt anschließend zum fehlgeschlagenen Einstellungselement
zurück. Wenn dies der Fall ist, müssen Sie prüfen, ob die korrekte
Referenzeingabe angewendet worden ist. In Tabelle 9-7 auf Seite 267 finden
Sie Erläuterungen zu den Fehlercodes.
5 Wiederholen Sie Schritt 3 und Schritt 4, bis alle Einstellungen für diese
bestimmte Funktion durchgeführt wurden.
6 Wählen Sie eine weitere Funktion zur Kalibrierung. Wiederholen Sie
Schritt 3 bis Schritt 5.
Bei einer Taste mit mehr als einer Funktion wie z. B.
I , um zur nächsten Funktion zu gelangen.
I drücken Sie auf
7 Nach der Kalibrierung aller Funktionen drücken Sie auf Shift > Exit oder
V , um den Einstellungsmodus zu beenden.
Shift +
8 Schalten Sie das Instrument aus und wieder ein. Das Instrument ist jetzt
kalibriert und für den normalen Betrieb bereit.
HINWEIS
194
Der Abschnitt „Einstellungsverfahren“ auf Seite 195 und unter den
jeweiligen Untermodulen finden Sie eine Liste der Einstellungselemente
und Eingabeeinstellungswerte für die jeweilige Mess- und
Stromquellenfunktion im U3606A.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
6
Einstellungsverfahren
Sie benötigen ein Testeingangskabel und einen Anschlusssatz sowie einen
Kurzschlussstecker zur Einstellung des Instruments (siehe
„Eingangsverbindungen“ auf Seite 147).
HINWEIS
Nachdem die jeweilige Einstellung erfolgreich durchgeführt wurde, wird in
der Primäranzeige kurz „PASS“ angezeigt. Wenn die Kalibrierung
fehlschlägt, gibt das Instrument einen Signalton aus, die Primäranzeige
zeigt „FAil“ an und in der unteren Sekundäranzeige wird eine
Fehlernummer angezeigt. Fehlermeldungen zur Kalibrierung werden auf
Seite 267 beschrieben. Schlägt die Kalibrierung fehl, lösen Sie das Problem
und wiederholen Sie das Verfahren.
Null-Versatz-Einstellung
Jedes Mal, wenn Sie eine Null-Versatz-Einstellung durchführen, speichert das
Instrument einen neuen Satz an Offset-Korrekturkonstanten für Messfunktionen
und -bereiche. Das Instrument durchläuft automatisch alle erforderlichen
Funktionen und Bereiche und speichert neue Null-Versatz-Kalibrierungskonstanten.
VORSICHT
Schalten Sie das Instrument niemals während einer Null-Versatz-Einstellung
aus. Es kann dabei SÄMTLICHER Kalibrierungsspeicher verloren gehen.
Null-Versatz-Einstellungsverfahren
Stellen Sie sicher, dass den Einstellungen eine 120-minütige Aufwärm- und
Stabilisierungszeit des Instruments vorangeht.
1 Führen Sie folgende Schritte aus: Lesen Sie Abschnitt „Überlegungen zum
Test“ auf Seite 146, bevor Sie mit dem Test beginnen.
2 Das Instrument wechselt nach dem Entsichern in den Einstellungsmodus
(„CALib“ wird in der unteren Sekundäranzeige angezeigt) und die obere
Sekundäranzeige zeigt „Short“ an. Verbinden Sie den Kurzschlussstecker
zwischen den Eingabeanschlüssen V (rot) und LO (schwarz) auf dem
vorderen Bedienfeld. Lassen Sie den Stromeingang I (rot) offen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
195
6
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
HINWEIS
Zur Minimierung von Wärmewirkungen warten Sie 1 Minute nach
Anschließen des Kurzschlusssteckers, bevor Sie die
Null-Versatz-Einstellung durchführen.
3 Drücken Sie auf Shift > Hold. Die Anzeige „CALib“ in der unteren
Sekundäranzeige beginnt zu blinken, um darauf hinzuweisen, dass die
Kalibrierung in Bearbeitung ist.
4 Die Primäranzeige zeigt die Messfunktionen und -bereiche sowie den
Einstellungsfortschritt.
• Ein kurzer Signalton und die kurze Einblendung von „PASS“ in der
Primäranzeige weisen auf die erfolgreiche Durchführung der Einstellung hin.
• Ein langer Signalton, die Einblendung von „FAil“ in der Primäranzeige
und eine Fehlernummer in der unteren Sekundäranzeige weisen auf
einen Einstellungsfehler hin. Beheben Sie das Problem und wiederholen
Sie das Verfahren.
5 Entfernen Sie den Kurzschlussstecker von den Eingabeanschlüssen.
6 Drücken Sie auf Shift > MinMax. Die Anzeige „CALib“ in der unteren
Sekundäranzeige beginnt zu blinken, um darauf hinzuweisen, dass die
Kalibrierung in Bearbeitung ist.
7 Die Primäranzeige zeigt die Messfunktionen und -bereiche sowie den
Einstellungsfortschritt.
• Ein kurzer Signalton und die kurze Einblendung von „PASS“ in der
Primäranzeige weisen auf die erfolgreiche Durchführung der Einstellung hin.
• Ein langer Signalton, die Einblendung von „FAil“ in der Primäranzeige
und eine Fehlernummer in der unteren Sekundäranzeige weisen auf
einen Einstellungsfehler hin. Beheben Sie das Problem und wiederholen
Sie das Verfahren.
8 Führen Sie den „Null-Versatz-Prüftests“ auf Seite 156 aus, um die
Null-Kalibrierungsergebnisse zu überprüfen.
196
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
6
Verstärkungseinstellungen
Das Instrument berechnet und speichert Verstärkungskorrekturen für jeden
Eingabewert. Die Verstärkungskonstante wird anhand des
Kalibrierungswertes berechnet, der für den Kalibrierungsbefehl eingegeben
wurde, sowie anhand der Messungen, die automatisch während des
Einstellungsverfahrens vorgenommen wurden.
Die meisten Messfunktionen und -bereiche verfügen über
Verstärkungseinstellungsverfahren. Der 100 MΩ-Bereich verfügt nicht über
Verstärkungskalibrierungsverfahren.
Einstellungen für jede Funktion sollten NUR in der nachstehenden
Reihenfolge durchgeführt werden.
Überlegungen zur Verstärkungseinstellung
• Die Null-Versatz-Einstellung muss kurz vor der Durchführung von
Verstärkungseinstellungsverfahren durchgeführt werden.
• Stellen Sie sicher, dass den Einstellungen eine 120-minütige Aufwärm- und
Stabilisierungszeit des Instruments vorangeht.
• Berücksichtigen Sie die Wärmewirkungen, wenn Sie Testleitungen an
Eichgerät und Instrument anschließen. Sie sollten nach Anschluss der
Testleitungen 1 Minute warten, bevor Sie mit der Kalibrierung beginnen.
VORSICHT
Schalten Sie das Instrument niemals während einer
Verstärkungseinstellung aus. Es kann dabei der Kalibrierungsspeicher
für die aktuelle Funktion verloren gehen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
197
6
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
Gültige Verstärkungseinstellungs-Eingabewerte
Die Verstärkungseinstellung kann mit den nachstehenden Eingabewerten
durchgeführt werden.
Tabelle 6-2
198
Gültige Verstärkungseinstellungs-Eingabewerte
Funktion
Bereich
Gültige
Amplitudeneingabewerte
Seite
DC-Spannung
•
•
•
•
•
•
100 mV
1V
-1 V
10 V
100 V
1.000 V
0,9 bis 1,1 ×
Skalenendwert
Seite 199
AC-Spannung
•
•
•
•
•
•
10 mV
100 mV
1V
10 V
100 V
750 V
0,9 bis 1,1 ×
Skalenendwert
Seite 201
Frequenz
Automatische Bereichsauswahl
Eingabe ≥ 100 mVRMS,
900 Hz bis 1.100 Hz
Seite 202
Widerstand
(2-Draht)
•
•
•
•
•
•
100 Ω
1 kΩ
10 kΩ
100 kΩ
1 MΩ
10 MΩ
0,9 bis 1,1 ×
Skalenendwert
Seite 203
DC-Stromstärke
• 10 mA
• 100 mA
• 1.000 mA
0,9 bis 1,1 ×
Skalenendwert
Seite 205
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
Tabelle 6-2
6
Gültige Verstärkungseinstellungs-Eingabewerte (Fortsetzung)
Funktion
Bereich
Gültige
Amplitudeneingabewerte
Seite
AC-Stromstärke
•
•
•
•
1 mA
10 mA
100 mA
1.000 mA
0,9 bis 1,1 ×
Skalenendwert
Seite 206
Kapazität
•
•
•
•
•
•
•
•
•
0,4 nF
1 nF
10 nF
100 nF
1 μF
10 μF
100 μF
100 μF
10.000 μF
0,9 bis 1,1 ×
Skalenendwert
Seite 207
DC-Spannungsverstärkungs-Einstellungsverfahren
Lesen Sie „Überlegungen zum Test“ auf Seite 146 und „Überlegungen zur
Verstärkungseinstellung“ auf Seite 197, bevor Sie mit diesem Verfahren beginnen.
1 Drücken Sie auf
V , um die DC-Spannungsverstärkungskalibrierung zu
aktivieren. Die DC-Meldeanzeige leuchtet auf.
2 Die Primäranzeige zeigt den unkalibrierten Wert an und die obere
Sekundäranzeige zeigt den Referenzwert des Einstellungselements an.
3 Konfigurieren Sie die in Tabelle 6-3 angezeigten Einstellungselemente.
HINWEIS
Wenn das Null-Versatz-Einstellungsverfahren kurz vor dem
DC-Spannungsverstärkungs-Kalibrierungsverfahren durchgeführt wurde,
kann das Einstellungselement „Short“ unberücksichtigt werden.
4 Verwenden Sie
oder
, um das Einstellungselement auszuwählen.
5 Wenden Sie das in der Eingangsspalte der Tabelle 6-3 gezeigte Eingangssignal an.
HINWEIS
Führen Sie die Tests in der Reihenfolge aus wie in Tabelle 6-3 vorgegeben.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
199
6
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
6 Geben Sie den tatsächlich angewandten Eingang ein (siehe „Eingeben von
Einstellungswerten“ auf Seite 190).
UT
7 Drücken Sie OS BY
, um die Einstellung zu starten. Die Anzeige „CALib“ in der
unteren Sekundäranzeige beginnt zu blinken, um darauf hinzuweisen, dass
die Kalibrierung in Bearbeitung ist.
• Ein kurzer Signalton und die kurze Einblendung von „PASS“ in der
Primäranzeige weisen auf die erfolgreiche Durchführung der Einstellung hin.
• Ein langer Signalton, die Einblendung von „FAil“ in der Primäranzeige
und eine Fehlernummer in der unteren Sekundäranzeige weisen auf
einen Einstellungsfehler hin. Beheben Sie das Problem und wiederholen
Sie das Verfahren.
8 Wiederholen Sie Schritt 3 bis Schritt 7 für jeden in der Tabelle 6-3
aufgeführten Verstärkungseinstellungspunkt.
9 Überprüfen Sie die DC-Spannungsverstärkungseinstellungen. Siehe hierzu
„DC-Spannungsverstärkungs-Überprüfungstest“ auf Seite 158.
Tabelle 6-3
Einstellungselement
Eingangsspannung
Kurzschließen
Doppelbananenstecker mit Kupferdraht zum
Kurzschließen von zwei Eingangsanschlüssen
100,000 mV
100 mV
1,00000 V
+1 V
-1,00000 V
-1 V
10,0000 V
10 V
100,000 V
100 V
1000,00 V
1.000 V
VORSICHT
200
DC-Spannungsverstärkungseinstellung
Legen Sie für den Eichgerätausgang 0 V fest, bevor Sie die Verbindung
mit den Eingangsanschlüssen des Instruments trennen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
6
AC-Spannungsverstärkungs-Einstellungsverfahren
Lesen Sie „Überlegungen zum Test“ auf Seite 146 und „Überlegungen zur
Verstärkungseinstellung“ auf Seite 197, bevor Sie mit diesem Verfahren beginnen.
1 Drücken Sie zweimal auf
V , um die AC-Spannungsverstärkungskalibrierung
zu aktivieren. Die DC-Meldeanzeige leuchtet auf.
2 Die Primäranzeige zeigt den unkalibrierten Wert an und die obere
Sekundäranzeige zeigt den Referenzwert des Einstellungselements an.
3 Konfigurieren Sie die in Tabelle 6-4 angezeigten Einstellungselemente.
4 Verwenden Sie
oder
, um das Einstellungselement auszuwählen.
5 Wenden Sie das in der Eingangsspalte der Tabelle 6-4 gezeigte
Eingangssignal an.
HINWEIS
Führen Sie die Tests in der Reihenfolge aus wie in Tabelle 6-4 vorgegeben.
6 Geben Sie den tatsächlich angewandten Eingang ein (siehe „Eingeben von
Einstellungswerten“ auf Seite 190).
O UT
7 Drücken Sie S BY , um die Einstellung zu starten. Die Anzeige „CALib“ in der
unteren Sekundäranzeige beginnt zu blinken, um darauf hinzuweisen, dass
die Kalibrierung in Bearbeitung ist.
• Ein kurzer Signalton und die kurze Einblendung von „PASS“ in der
Primäranzeige weisen auf die erfolgreiche Durchführung der Einstellung hin.
• Ein langer Signalton, die Einblendung von „FAil“ in der Primäranzeige
und eine Fehlernummer in der unteren Sekundäranzeige weisen auf
einen Einstellungsfehler hin. Beheben Sie das Problem und wiederholen
Sie das Verfahren.
8 Wiederholen Sie Schritt 3 bis Schritt 7 für jeden in der Tabelle 6-4
aufgeführten Verstärkungseinstellungspunkt.
9 Überprüfen Sie die AC-Spannungsverstärkungseinstellungen. Siehe hierzu
„Überprüfungstest für die AC-Spannung“ auf Seite 159.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
201
6
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
Tabelle 6-4
AC-Spannungsverstärkungseinstellung
Einstellungselement
Eingangsspannung (VRMS)
Eingangsfrequenz
10,000 mV, 1 kHz
10 mV
1 kHz
100,000 mV, 1 kHz
100 mV
1 kHz
1,00000 V, 1 kHz
1V
1 kHz
10,0000 V, 1 kHz
10 V
1 kHz
100,000 V, 1 kHz
100 V
1 kHz
750,00 V, 1 kHz
750 V
1 kHz
VORSICHT
Legen Sie für den Eichgerätausgang 0 V fest, bevor Sie die Verbindung
mit den Eingangsanschlüssen des Instruments trennen.
Frequenzverstärkungs-Einstellungsverfahren
Lesen Sie „Überlegungen zum Test“ auf Seite 146 und „Überlegungen zur
Verstärkungseinstellung“ auf Seite 197, bevor Sie mit diesem Verfahren beginnen.
1 Drücken Sie auf Hz ms %, um die Frequenzverstärkungskalibrierung zu aktivieren.
2 Die Primäranzeige zeigt den unkalibrierten Wert an und die obere
Sekundäranzeige zeigt den Referenzwert des Einstellungselements an.
3 Konfigurieren Sie die in Tabelle 6-5 angezeigten Einstellungselemente.
4 Verwenden Sie
oder
, um das Einstellungselement auszuwählen.
5 Wenden Sie das in der Eingangsspalte der Tabelle 6-5 gezeigte
Eingangssignal an.
HINWEIS
Führen Sie die Tests in der Reihenfolge aus wie in Tabelle 6-5 vorgegeben.
6 Geben Sie den tatsächlich angewandten Eingang ein (siehe „Eingeben von
Einstellungswerten“ auf Seite 190).
202
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
6
O UT
7 Drücken Sie SB Y , um die Einstellung zu starten. Die Anzeige „CALib“ in der
unteren Sekundäranzeige beginnt zu blinken, um darauf hinzuweisen, dass
die Kalibrierung in Bearbeitung ist.
• Ein kurzer Signalton und die kurze Einblendung von „PASS“ in der
Primäranzeige weisen auf die erfolgreiche Durchführung der Einstellung hin.
• Ein langer Signalton, die Einblendung von „FAil“ in der Primäranzeige
und eine Fehlernummer in der unteren Sekundäranzeige weisen auf
einen Einstellungsfehler hin. Beheben Sie das Problem und wiederholen
Sie das Verfahren.
8 Wiederholen Sie Schritt 3 bis Schritt 7 für jeden in der Tabelle 6-5
aufgeführten Verstärkungseinstellungspunkt.
9 Überprüfen Sie die Frequenzverstärkungseinstellungen. Siehe hierzu
„Frequenzverstärkungs-Überprüfungstest“ auf Seite 162.
Tabelle 6-5
Frequenzverstärkungseinstellung
Einstellungselement
Eingangsfrequenz
Eingangsspannung (VRMS)
1000,00 Hz, 1 VRMS
1 kHz
1 VRMS
Widerstandverstärkungs-Einstellungsverfahren
Lesen Sie „Überlegungen zum Test“ auf Seite 146 und „Überlegungen zur
Verstärkungseinstellung“ auf Seite 197, bevor Sie mit diesem Verfahren beginnen.
Dieses Verfahren stellt die Verstärkung für die 2-Draht-Widerstandsfunktion
ein. Die Verstärkung für den 100 MΩ-Bereich wird vom 10 MΩ-Bereich
abgeleitet und verfügt über keinen separaten Einstellungspunkt.
1 Drücken Sie auf
, um die Widerstandsverstärkungskalibrierung zu aktivieren.
2 Die Primäranzeige zeigt den unkalibrierten Wert an und die obere
Sekundäranzeige zeigt den Referenzwert des Einstellungselements an.
3 Konfigurieren Sie die in Tabelle 6-6 angezeigten Einstellungselemente.
HINWEIS
Wenn das Null-Versatz-Einstellungsverfahren kurz vor dem
Widerstandsverstärkungs-Kalibrierungsverfahren durchgeführt wurde,
können die Einstellungselemente „Short“ und „OPEn“ unberücksichtigt
werden.
4 Verwenden Sie
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
oder
, um das Einstellungselement auszuwählen.
203
6
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
5 Wenden Sie das in der Eingangsspalte der Tabelle 6-6 gezeigte
Eingangssignal an.
HINWEIS
Führen Sie die Tests in der Reihenfolge aus wie in Tabelle 6-6 vorgegeben.
6 Geben Sie den tatsächlich angewandten Eingang ein (siehe „Eingeben von
Einstellungswerten“ auf Seite 190).
7 Drücken Sie OSBUTY , um die Einstellung zu starten. Die Anzeige „CALib“ in der
unteren Sekundäranzeige beginnt zu blinken, um darauf hinzuweisen, dass
die Kalibrierung in Bearbeitung ist.
• Ein kurzer Signalton und die kurze Einblendung von „PASS“ in der
Primäranzeige weisen auf die erfolgreiche Durchführung der Einstellung hin.
• Ein langer Signalton, die Einblendung von „FAil“ in der Primäranzeige
und eine Fehlernummer in der unteren Sekundäranzeige weisen auf
einen Einstellungsfehler hin. Beheben Sie das Problem und wiederholen
Sie das Verfahren.
8 Wiederholen Sie Schritt 3 bis Schritt 7 für jeden in der Tabelle 6-6
aufgeführten Verstärkungseinstellungspunkt.
9 Überprüfen Sie die Widerstandsverstärkungseinstellungen. Siehe hierzu
„Widerstandsverstärkungs-Überprüfungstest“ auf Seite 161.
Tabelle 6-6
204
Widerstandverstärkungseinstellung
Einstellungselement
Eingangswiderstand
Kurzschließen
Doppelbananenstecker mit Kupferdraht zum
Kurzschließen von zwei Eingangsanschlüssen
OPEn
Eingangsanschlüsse offen (entfernen Sie
sämtliche Testleitungen und Kurzschlussstecker
von den Eingangsanschlüssen)
10,0000 MΩ
10 MΩ
1,00000 MΩ
1 MΩ
100,000 kΩ
100 kΩ
10,0000 kΩ
10 kΩ
1000,00 Ω
1.000 Ω
100,000 Ω
100 Ω
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
6
DC-Stromverstärkungs-Einstellungsverfahren
Lesen Sie „Überlegungen zum Test“ auf Seite 146 und „Überlegungen zur
Verstärkungseinstellung“ auf Seite 197, bevor Sie mit diesem Verfahren beginnen.
1 Drücken Sie auf
I , um die DC-Stromverstärkungskalibrierung zu
aktivieren. Die DC-Meldeanzeige leuchtet auf.
2 Die Primäranzeige zeigt den unkalibrierten Wert an und die obere
Sekundäranzeige zeigt den Referenzwert des Einstellungselements an.
3 Konfigurieren Sie die in Tabelle 6-7 angezeigten Einstellungselemente.
HINWEIS
Wenn das Null-Versatz-Einstellungsverfahren kurz vor dem
DC-Stromverstärkungs-Kalibrierungsverfahren durchgeführt wurde, kann
das Einstellungselement „OPEn“ unberücksichtigt werden.
4 Verwenden Sie
oder
, um das Einstellungselement auszuwählen.
5 Wenden Sie das in der Eingangsspalte der Tabelle 6-7 gezeigte
Eingangssignal an.
HINWEIS
Führen Sie die Tests in der Reihenfolge aus wie in Tabelle 6-7 vorgegeben.
6 Geben Sie den tatsächlich angewandten Eingang ein (siehe „Eingeben von
Einstellungswerten“ auf Seite 190).
7 Drücken Sie OSBUTY , um die Einstellung zu starten. Die Anzeige „CALib“ in der
unteren Sekundäranzeige beginnt zu blinken, um darauf hinzuweisen, dass
die Kalibrierung in Bearbeitung ist.
• Ein kurzer Signalton und die kurze Einblendung von „PASS“ in der
Primäranzeige weisen auf die erfolgreiche Durchführung der Einstellung hin.
• Ein langer Signalton, die Einblendung von „FAil“ in der Primäranzeige
und eine Fehlernummer in der unteren Sekundäranzeige weisen auf
einen Einstellungsfehler hin. Beheben Sie das Problem und wiederholen
Sie das Verfahren.
8 Wiederholen Sie Schritt 3 bis Schritt 7 für jeden in der Tabelle 6-7
aufgeführten Verstärkungseinstellungspunkt.
9 Überprüfen Sie die DC-Stromverstärkungseinstellungen. Siehe hierzu
„DC-Spannungsverstärkungs-Überprüfungstest“ auf Seite 159.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
205
6
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
Tabelle 6-7
DC-Stromverstärkungs-Einstellungsverfahren
Einstellungselement
Eingangsstromstärke
OPEn
Eingangsanschlüsse offen (entfernen Sie
sämtliche Testleitungen und Kurzschlussstecker
von den Eingangsanschlüssen)
10,0000 mA
10 mA
100,000 mA
100 mA
1000,00 mA
1.000 mA
AC-Stromverstärkungs-Einstellungsverfahren
Lesen Sie „Überlegungen zum Test“ auf Seite 146 und „Überlegungen zur
Verstärkungseinstellung“ auf Seite 197, bevor Sie mit diesem Verfahren beginnen.
1 Drücken Sie zweimal auf
I , um die AC-Stromverstärkungskalibrierung zu
aktivieren. Die DC-Meldeanzeige leuchtet auf.
2 Die Primäranzeige zeigt den unkalibrierten Wert an und die obere
Sekundäranzeige zeigt den Referenzwert des Einstellungselements an.
3 Konfigurieren Sie die in Tabelle 6-8 angezeigten Einstellungselemente.
4 Verwenden Sie
oder
, um das Einstellungselement auszuwählen.
5 Wenden Sie das in der Eingangsspalte der Tabelle 6-8 gezeigte
Eingangssignal an.
HINWEIS
Führen Sie die Tests in der Reihenfolge aus wie in Tabelle 6-8 vorgegeben.
6 Geben Sie den tatsächlich angewandten Eingang ein (siehe „Eingeben von
Einstellungswerten“ auf Seite 190).
7 Drücken Sie OSBUTY , um die Einstellung zu starten. Die Anzeige „CALib“ in der
unteren Sekundäranzeige beginnt zu blinken, um darauf hinzuweisen, dass
die Kalibrierung in Bearbeitung ist.
• Ein kurzer Signalton und die kurze Einblendung von „PASS“ in der
Primäranzeige weisen auf die erfolgreiche Durchführung der Einstellung hin.
206
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
6
• Ein langer Signalton, die Einblendung von „FAil“ in der Primäranzeige
und eine Fehlernummer in der unteren Sekundäranzeige weisen auf
einen Einstellungsfehler hin. Beheben Sie das Problem und wiederholen
Sie das Verfahren.
8 Wiederholen Sie Schritt 3 bis Schritt 7 für jeden in der Tabelle 6-8
aufgeführten Verstärkungseinstellungspunkt.
9 Überprüfen Sie die AC-Stromverstärkungseinstellungen. Siehe hierzu
„Überprüfungstest für die AC-Stromstärke“ auf Seite 160.
Tabelle 6-8
AC-Stromverstärkungseinstellung
Einstellungselement
Eingangsstromstärke
Eingangsfrequenz
1,0000 mA, 1 kHz
1 mA
1 kHz
10,0000 mA, 1 kHz
10 mA
1 kHz
100,000 mA, 1 kHz
100 mA
1 kHz
1000,00 mA, 1 kHz
1.000 mA
1 kHz
Kapazitätsverstärkungs-Einstellungsverfahren
Lesen Sie „Überlegungen zum Test“ auf Seite 146 und „Überlegungen zur
Verstärkungseinstellung“ auf Seite 197, bevor Sie mit diesem Verfahren beginnen.
1 Drücken Sie auf
aktivieren.
, um die Kapazitätsverstärkungskalibrierung zu
2 Die Primäranzeige zeigt den unkalibrierten Wert an und die obere
Sekundäranzeige zeigt den Referenzwert des Einstellungselements an.
3 Konfigurieren Sie die in Tabelle 6-9 angezeigten Einstellungselemente.
HINWEIS
Wenn das Null-Versatz-Einstellungsverfahren kurz vor dem
Kapazitätsverstärkungskalibrierungs-Verfahren durchgeführt wurde, kann
das Einstellungselement „OPEn“ unberücksichtigt werden.
4 Verwenden Sie
oder
, um das Einstellungselement auszuwählen.
5 Wenden Sie das in der Eingangsspalte der Tabelle 6-9 gezeigte Eingangssignal an.
HINWEIS
Führen Sie die Tests in der Reihenfolge aus wie in Tabelle 6-9 vorgegeben.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
207
6
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
6 Geben Sie den tatsächlich angewandten Eingang ein (siehe „Eingeben von
Einstellungswerten“ auf Seite 190).
UT
7 Drücken Sie OS BY
, um die Einstellung zu starten. Die Anzeige „CALib“ in der
unteren Sekundäranzeige beginnt zu blinken, um darauf hinzuweisen, dass
die Kalibrierung in Bearbeitung ist.
• Ein kurzer Signalton und die kurze Einblendung von „PASS“ in der
Primäranzeige weisen auf die erfolgreiche Durchführung der Einstellung hin.
• Ein langer Signalton, die Einblendung von „FAil“ in der Primäranzeige
und eine Fehlernummer in der unteren Sekundäranzeige weisen auf
einen Einstellungsfehler hin. Beheben Sie das Problem und wiederholen
Sie das Verfahren.
8 Wiederholen Sie Schritt 3 bis Schritt 7 für jeden in der Tabelle 6-9
aufgeführten Verstärkungseinstellungspunkt.
9 Überprüfen Sie die Kapazitätsverstärkungseinstellungen. Siehe hierzu
„Optionaler Kapazitätsverstärkungs-Überprüfungstest“ auf Seite 173.
Tabelle 6-9
208
Kapazitätsverstärkungseinstellung
Einstellungselement
Eingangskapazität
OPEn
Eingangsanschlüsse offen (entfernen Sie
sämtliche Testleitungen und Kurzschlussstecker
von den Eingangsanschlüssen)
0,400 nF
0,4 nF
1,000 nF
1 nF
10,00 nF
10 nF
100,0 nF
100 nF
1,000 μF
1 μF
10,00 μF
10 μF
100,0 μF
100 μF
1.000 μF
1.000 μF
10.000 μF
10.000 μF
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
6
Ausgabeeinstellungen
Das Instrument berechnet und speichert Ausgabekorrekturen für jeden
Eingabewert. Das U3606A implementiert ein Ausgabekalibrierungsverfahren
mit geschlossenem Regelkreis in seine inhärente Doppelfunktion als digitales
Multimeter und DC-Netzteil. Die Ausgabekonstante wird anhand des
Kalibrierungsniveaus berechnet, das für den Kalibrierungsbefehl festgelegt
wurde, sowie anhand der Messungen, die automatisch während des
Einstellungsverfahrens vorgenommen wurden.
Einstellungen für jede Funktion sollten NUR in der nachstehenden
Reihenfolge durchgeführt werden.
HINWEIS
Einstellung der vorderen und hinteren Ausgangsanschlüssen Das
U3606A Multimeter|DC-Netzteil muss zweimal kalibriert werden – einmal
für die Ausgangsanschlüsse auf dem vorderen Bedienfeld und ein zweites
Mal für die Ausgangsanschlüsse auf dem hinteren Bedienfeld. Wenn Sie
die Einstellungen der Spannungs- und Stromausgabe für die
Ausgangsanschlüsse des vorderen Bedienfeldes abgeschlossen haben,
wiederholen Sie das gesamte Einstellungsverfahren für die
Ausgangsanschlüsse auf dem hinteren Bedienfeld.
Gültige Ausgabeeinstellungsniveaus
Die Ausgabeeinstellung kann mit den folgenden Ausgabeniveaus durchgeführt werden.
Tabelle 6-10 Gültige Ausgabeeinstellungsniveaus
Funktion
Bereich
Gültige Ausgabeniveaus
Seite
S2 (8 V/3 A)
• OUt-L
• OUt-H
Vorderer
Anschluss
auf Seite 210
S1 (30 V/1 A)
• OUt-L
• OUt-H
• LOAd
Hinterer
Anschluss
auf Seite 214
S2 (8 V/3 A)
• OUt-L
• OUt-H
Vorderer
Anschluss
auf Seite 212
S1 (30 V/1 A)
• OUt-L
• OUt-H
• LOAd
Hinterer
Anschluss
auf Seite 216
Konstantstrom
Konstantspannung
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
209
6
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
CC-Ausgabeeinstellungsverfahren – vordere Ausgangsanschlüsse
Lesen Sie „Überlegungen zum Test“ auf Seite 146 und „Eingangsverbindungen“ auf
Seite 147, bevor Sie mit diesem Verfahren beginnen.
1 Schalten Sie das Instrument aus und verbinden Sie die Ausgangsanschlüsse
(rot) und
(schwarz) des vorderen Bedienfelds mit den
Eingangsanschlüssen I (rot) und LO (schwarz).
2 Schalten Sie das Instrument ein. Drücken Sie auf Current, um die
Konstantstrom-Ausgabekalibrierung zu aktivieren. Stellen Sie sicher, dass
der Bereich S2 (8 V/3 A) ausgewählt ist (die S2-Meldeanzeige leuchtet).
Drücken Sie erneut auf Current, wenn dies nicht der Fall ist.
3 Die Primäranzeige zeigt den unkalibrierten Wert an und die obere
Sekundäranzeige zeigt das Referenzniveau des Einstellungselements an.
4 Konfigurieren Sie die in Tabelle 6-11 angezeigten Einstellungselemente.
5 Verwenden Sie
HINWEIS
oder
, um das Einstellungselement auszuwählen.
Führen Sie die Tests in der Reihenfolge aus wie in Tabelle 6-11 vorgegeben.
O UT
6 Drücken Sie S BY , um die Einstellung zu starten. Die Anzeige „CALib“ in der
unteren Sekundäranzeige beginnt zu blinken, um darauf hinzuweisen, dass
die Kalibrierung in Bearbeitung ist.
• Ein kurzer Signalton und die kurze Einblendung von „PASS“ in der
Primäranzeige weisen auf die erfolgreiche Durchführung der Einstellung hin.
210
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
6
• Ein langer Signalton, die Einblendung von „FAil“ in der Primäranzeige
und eine Fehlernummer in der unteren Sekundäranzeige weisen auf
einen Einstellungsfehler hin. Beheben Sie das Problem und wiederholen
Sie das Verfahren.
7 Wiederholen Sie Schritt 3 bis Schritt 6 für jedes in Tabelle 6-11 aufgeführte
Ausgabeeinstellungselement.
8 Wiederholen Sie Schritt 3 bis Schritt 7 für den Bereich S1 (30 V/1 A).
Drücken Sie auf Current, um den S1-Bereich auszuwählen (die
S1-Meldeanzeige leuchtet).
Für das Einstellungselement „LOAd“ verbinden Sie eine 30 Ω, 50 W-Last mit
dem Ausgangsanschluss
(rot) des vorderen Bedienfelds und dem
I-Anschluss (rot). Lassen Sie den -Anschluss (schwarz) und den
LO-Anschluss (schwarz) angeschlossen.
30 Ω, 50 W-Last
9 Überprüfen Sie die Konstantstromeinstellungen. Siehe hierzu
„CC-Programmierung und Rücklesegenauigkeit“ auf Seite 169.
Tabelle 6-11 Einstellung der Konstantstromausgabe
Bereich
S2 (8 V/3 A)
S1 (30 V/1 A)
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Einstellungselement
Ausgangsstrom
OUt-L
0A
OUt-H
3A
OUt-L
0A
OUt-H
1A
LOAd[1]
1 A mit zusätzlicher 30 Ω,
50 W-Last
211
6
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
[1] Unter Schritt 8 finden Sie Informationen zum Verbinden des LOAd-Einstellungselements.
CV-Ausgabeeinstellungsverfahren – vordere Ausgangsanschlüsse
Lesen Sie „Überlegungen zum Test“ auf Seite 146 und „Eingangsverbindungen“ auf
Seite 147, bevor Sie mit diesem Verfahren beginnen.
1 Schalten Sie das Instrument aus und verbinden Sie die Ausgangsanschlüsse
(rot) und
(schwarz) des vorderen Bedienfelds mit den
Eingangsanschlüssen V (rot) und LO (schwarz).
2 Schalten Sie das Instrument ein. Drücken Sie auf Voltage, um die
Konstantspannung-Ausgabekalibrierung zu aktivieren. Stellen Sie sicher,
dass der Bereich S2 (8 V/3 A) ausgewählt ist (die S1-Meldeanzeige leuchtet).
Drücken Sie erneut auf Voltage, wenn dies nicht der Fall ist.
3 Die Primäranzeige zeigt den unkalibrierten Wert an und die obere
Sekundäranzeige zeigt das Referenzniveau des Einstellungselements an.
4 Konfigurieren Sie die in Tabelle 6-12 angezeigten Einstellungselemente.
5 Verwenden Sie
HINWEIS
oder
, um das Einstellungselement auszuwählen.
Führen Sie die Tests in der Reihenfolge aus wie in Tabelle 6-12 vorgegeben.
O UT
6 Drücken Sie S BY , um die Einstellung zu starten. Die Anzeige „CALib“ in der
unteren Sekundäranzeige beginnt zu blinken, um darauf hinzuweisen, dass
die Kalibrierung in Bearbeitung ist.
212
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
6
• Ein kurzer Signalton und die kurze Einblendung von „PASS“ in der
Primäranzeige weisen auf die erfolgreiche Durchführung der Einstellung hin.
• Ein langer Signalton, die Einblendung von „FAil“ in der Primäranzeige
und eine Fehlernummer in der unteren Sekundäranzeige weisen auf
einen Einstellungsfehler hin. Beheben Sie das Problem und wiederholen
Sie das Verfahren.
7 Wiederholen Sie Schritt 3 bis Schritt 6 für jedes in Tabelle 6-12 aufgeführte
Ausgabeeinstellungselement.
8 Wiederholen Sie Schritt 3 bis Schritt 7 für den Bereich S1 (30 V/1 A).
Drücken Sie auf Voltage, um den S1-Bereich auszuwählen (die
S1-Meldeanzeige leuchtet).
Für das Einstellungselement „LOAd“ verbinden Sie eine zusätzliche 30 Ω,
50 W-Last mit den Ausgangsanschlüssen
(rot) und
(schwarz) des
vorderen Bedienfelds. Halten Sie die Verbindungen zwischen den
Ausgangsanschlüssen ( und ) und den Eingangsanschlüssen (V und LO)
aufrecht.
30 Ω, 50 W-Last
9 Überprüfen Sie die Konstantspannungseinstellungen. Siehe hierzu
„CV-Programmierung und Rücklesegenauigkeit“ auf Seite 163.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
213
6
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
Tabelle 6-12 Einstellung der Konstantspannungsausgabe
Bereich
Einstellungselement
Ausgangsspannung
OUt-L
0V
OUt-H
8V
OUt-L
0V
OUt-H
30 V
LOAd[1]
30 V mit zusätzlicher 30 Ω,
50 W-Last
S2 (8 V/3 A)
S1 (30 V/1 A)
[1] Unter Schritt 8 finden Sie Informationen zum Verbinden des LOAd-Einstellungselements.
CC-Ausgabeeinstellungsverfahren – hintere Ausgangsanschlüsse
Lesen Sie „Überlegungen zum Test“ auf Seite 146 und
„Eingangsverbindungen“ auf Seite 147, bevor Sie mit diesem Verfahren
beginnen.
1 Schalten Sie das Instrument aus und verbinden Sie die Ausgangsanschlüsse
+ und - des hinteren Bedienfelds mit den Eingangsanschlüssen I (rot) und
LO (schwarz).
HINWEIS
214
Stellen Sie sicher, dass die Abtastanschlüsse (+S und -S) des hinteren
Bedienfelds mit den Ausgangsanschlüssen (+ und -) des hinteren Bedienfeldes
kurzgeschlossen sind. Unter „Remote-Abtastverbindungen“ auf Seite 100
finden Sie weitere Informationen zum Verbinden der Lastleitungen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
+S + +
–
6
– –S
2 Drücken Sie auf Shift > EXT, um die Remote-Abtastung zu aktivieren. Wenn
das U3606A im Remote-Abtastungs-Modus betrieben wird, leuchtet die
EXT-Meldeanzeige auf dem vorderen Bedienfeld.
3 Führen Sie Schritt 2 bis Schritt 7 unter „CC-Ausgabeeinstellungsverfahren –
vordere Ausgangsanschlüsse“ auf Seite 210 aus. Informationen zu den
Konstantstromausgabe-Einstellungselementen enthalten Tabelle 6-11 auf
Seite 211.
4 Wiederholen Sie Schritt 3 bis Schritt 7 unter
„CC-Ausgabeeinstellungsverfahren – vordere Ausgangsanschlüsse“ auf
Seite 210 für den Bereich S1 (30 V/1 A). Drücken Sie auf Voltage, um den
S1-Bereich auszuwählen (die S1-Meldeanzeige leuchtet).
Für das Einstellungselement „LOAd“ verbinden Sie eine 30 Ω, 50 W-Last mit
dem hinteren „+“-Ausgangsanschluss des vorderen Bedienfelds und dem
l-Anschluss (rot). Lassen Sie den hinteren „-“-Anschluss und den
LO-Anschluss (schwarz) angeschlossen.
HINWEIS
Entfernen Sie nicht die Kurzschlussbrücke zwischen den Abtastanschlüssen
(+S und -S) des hinteren Bedienfelds und den Ausgangsanschlüssen (+ und -)
des hinteren Bedienfelds. Unter „Remote-Abtastverbindungen“ auf Seite 100
finden Sie weitere Informationen zum Verbinden der Lastleitungen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
215
6
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
+S + +
–
– –S
30 Ω, 50 W-Last
5 Überprüfen Sie die Konstantstromeinstellungen. Siehe hierzu
„CC-Programmierung und Rücklesegenauigkeit“ auf Seite 169.
CV-Ausgabeeinstellungsverfahren – hintere Ausgangsanschlüsse
Lesen Sie „Überlegungen zum Test“ auf Seite 146 und „Eingangsverbindungen“ auf
Seite 147, bevor Sie mit diesem Verfahren beginnen.
1 Schalten Sie das Instrument aus und verbinden Sie die Ausgangsanschlüsse
+ und - des hinteren Bedienfelds mit den Eingangsanschlüssen V (rot) und
LO (schwarz).
HINWEIS
216
Stellen Sie sicher, dass die Abtastanschlüsse (+S und -S) des hinteren
Bedienfelds mit den Ausgangsanschlüssen (+ und -) des hinteren Bedienfeldes
kurzgeschlossen sind. Unter „Remote-Abtastverbindungen“ auf Seite 100
finden Sie weitere Informationen zum Verbinden der Lastleitungen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
+S + +
–
6
– –S
2 Drücken Sie auf Shift > EXT, um die Remote-Abtastung zu aktivieren. Wenn
das U3606A im Remote-Abtastungs-Modus betrieben wird, leuchtet die
EXT-Meldeanzeige auf dem vorderen Bedienfeld.
3 Führen Sie Schritt 2 bis Schritt 7 unter „CV-Ausgabeeinstellungsverfahren –
vordere Ausgangsanschlüsse“ auf Seite 212 aus. Informationen zu den
Konstantspannungsausgabe-Einstellungselementen enthalten Tabelle 6-12
auf Seite 214.
4 Wiederholen Sie Schritt 3 bis Schritt 7 unter
„CV-Ausgabeeinstellungsverfahren – vordere Ausgangsanschlüsse“ auf
Seite 212 für den Bereich S1 (30 V/1 A). Drücken Sie auf Voltage, um den
S1-Bereich auszuwählen (die S1-Meldeanzeige leuchtet).
Für das Einstellungselement „LOAd“ verbinden Sie eine zusätzliche 30 Ω,
50 W-Last mit den +- und -- Ausgangsanschlüssen des hinteren Bedienfelds.
Halten Sie die Verbindungen zwischen den Ausgangsanschlüssen (+ und -)
und den Eingangsanschlüssen (V und LO) aufrecht.
HINWEIS
Entfernen Sie nicht die Kurzschlussbrücke zwischen den Abtastanschlüssen
(+S und -S) des hinteren Bedienfelds und den Ausgangsanschlüssen (+ und -)
des hinteren Bedienfelds. Unter „Remote-Abtastverbindungen“ auf Seite 100
finden Sie weitere Informationen zum Verbinden der Lastleitungen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
217
6
Kalibrierungsverfahren
Einstellungsverfahren
+S + +
–
– –S
30 Ω, 50 W-Last
5 Überprüfen Sie die Konstantspannungseinstellungen. Siehe hierzu
„CV-Programmierung und Rücklesegenauigkeit“ auf Seite 163.
Beenden der Einstellungen
1 Entfernen Sie alle Kurzschlussstecker und Anschlüsse von dem Instrument.
2 Setzen Sie die Kalibrierungsmeldung zurück („Kalibrierungsmeldung“ auf
Seite 189).
3 Zeichnen Sie die neue Kalibrierungszahl auf („Kalibrierungszahl“ auf
Seite 188).
4 Drücken Sie auf Shift > Exit oder Shift +
beenden.
V , um den Einstellungsmodus zu
5 Das Instrument wird gesichert und kehrt zum normalen Betrieb zurück.
218
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
U3606A Multimeter|DC-Netzteil
Benutzer- und Servicehandbuch
7
Demontage und Reparatur
Betriebs-Checkliste 220
Reinigen 221
Sicherungsaustausch 222
So tauschen Sie die Netzleitungssicherung aus 222
So tauschen Sie eine Stromeingangssicherung aus 224
Vorkehrungen gegen elektrostatische Entladung (ESD) 226
Mechanische Demontage 227
Allgemeine Demontage 227
Ersatzteile 235
So bestellen Sie Ersatzteile 236
Verfügbare Serviceleistungen 237
Verpackung für den Versand 238
In diesem Kapitel werden Fehlerbehebungsmaßnahmen für Multimeter mit
Funktionsstörungen erläutert. Darüber hinaus wird erläutert, wie Sie den
Kundendienst in Anspruch nehmen können, sowie die austauschbaren
Baugruppen aufgelistet.
Agilent Technologies
219
7
Demontage und Reparatur
Betriebs-Checkliste
Betriebs-Checkliste
Bevor Sie das Instrument an Agilent zum Service oder zur Reparatur schicken,
prüfen Sie Folgendes:
Ist das Instrument funktionsunfähig?
❏ Überprüfen Sie, ob das Instrument ordnungsgemäß mit dem Netzkabel und
der Stromversorgung (AC) verbunden ist.
❏ Überprüfen Sie, ob der Stromschalter im vorderen Bedienfeld eingeschaltet ist.
❏ Überprüfen Sie, ob die Netzleitungssicherung installiert und nicht geöffnet ist.
❏ Prüfen Sie die Einstellung der Netzleitungsspannung.
Schlug der Selbsttest des Instruments fehl?
❏ Entfernen Sie alle Testverbindungen zum Instrument und führen Sie den
Selbsttest erneut aus.
Fehler können während eines Selbsttests durch AC-Signale an den
Eingangsanschlüssen des Instruments induziert werden. Lange
Testleitungen können als Antenne wirken und so AC-Signale aufnehmen.
❏ Trennen Sie alle Verbindungen mit den Ausgangsanschlüssen.
Stellen Sie sicher, das während der Durchführung des Selbsttests alle
Verbindungen getrennt sind.
Ist der Stromeingang des Instruments funktionsunfähig?
❏ Überprüfen Sie die Sicherung des Stromeingangs.
220
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Demontage und Reparatur
Reinigen
7
Reinigen
Reinigen Sie die Außenflächen des Instruments mit einem weichen,
fusselfreien und leicht angefeuchteten Tuch. Eine Demontage ist für die
Reinigung nicht erforderlich und wird nicht empfohlen.
Schmutz oder Feuchtigkeit in den Anschlüssen kann die Messwerte verzerren.
Gehen Sie zur Reinigung wie folgt vor:
1 Schalten Sie das Instrument aus, und entfernen Sie die Messleitungen.
2 Wenn möglich, drehen Sie das Instrument um und schütteln Sie den
Schmutz heraus, der sich eventuell in den Anschlüssen angesammelt hat.
3 Wischen Sie das Gehäuse mit einem feuchten Tuch und einem milden
Reinigungsmittel ab – verwenden Sie keine Scheuer- oder Lösungsmittel.
Reinigen Sie die Kontakte jedes Anschlusses mit einem sauberen, mit
Alkohol befeuchteten Wattetupfer.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
221
7
Demontage und Reparatur
Sicherungsaustausch
Sicherungsaustausch
So tauschen Sie die Netzleitungssicherung aus
Sie Netzleitungssicherung befindet sich in der Sicherungshalterungsbaugruppe
im hinteren Bedienfeld des U3606A. Das U3606A ist werkseitig mit einer
installierten Netzleitungssicherung ausgestattet. Die bereitgestellte Sicherung
ist eine 2 A/250 V, S/B 5×20 mm-Sicherung mit Zeitverzögerung und kleinem
Ausschaltvermögen (Agilent Teilenummer A02-62-25026-2U). Wenn Sie einen
Schaden an der Sicherung feststellen, tauschen Sie sie durch eine Sicherung der
gleichen Größe und mit dem gleichen Wert aus.
1 Trennen Sie die Verbindung mit dem Stromkabel. Versuchen Sie mithilfe
eines Längsschlitzschraubendrehers die Sicherungshalterung wie unten
dargestellt vorsichtig herauszudrücken.
222
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Demontage und Reparatur
Sicherungsaustausch
7
2 Entfernen Sie die Sicherungshalterung auf der Rückseite.
3 Entfernen Sie die fehlerhafte Netzleitungssicherung und setzen Sie eine
neue Netzleitungssicherung in die Sicherungshalterung ein.
4 Setzen Sie die Sicherungshalterung wieder auf de Rückseite ein.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
223
7
Demontage und Reparatur
Sicherungsaustausch
So tauschen Sie eine Stromeingangssicherung aus
Der Stromeingangsanschluss ist sicherungsgeschützt. Die Sicherung für den
Stromeingangsanschluss befindet sich im vorderen Bedienfeld. Die Sicherung
ist eine 3,15 A/500 V F/B 6,3 × 32 mm-Sicherung (Agilent Teilenummer
A02-62-25657-1U). Wenn Sie einen Schaden an der Sicherung feststellen,
tauschen Sie sie durch eine Sicherung der gleichen Größe und mit dem
gleichen Wert aus.
1 Trennen Sie alle Eingangsverbindungen. Setzen Sie einen
Längsschlitzschraubendreher wie unten dargestellt auf die
Sicherungshalterung, und drücken Sie.
224
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Demontage und Reparatur
Sicherungsaustausch
7
2 Drehen Sie den Schraubendreher gegen den Uhrzeigersinn, um die
Sicherungshalterung vom vorderen Bedienfeld zu entfernen.
3 Entfernen Sie die fehlerhafte Stromeingangssicherung und setzen Sie eine
neue Stromeingangssicherung in die Sicherungshalterung ein.
4 Setzen Sie die Sicherungshalterung wieder in das vordere Bedienfeld ein.
Drehen Sie den Schraubendreher im Uhrzeigersinn, um die
Sicherungshalterung festzuziehen.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
225
7
Demontage und Reparatur
Vorkehrungen gegen elektrostatische Entladung (ESD)
Vorkehrungen gegen elektrostatische Entladung (ESD)
Die elektrischen Komponenten können durch elektrostatische Entladungen
(ESD) während des Betriebs beschädigt werden. Beschädigungen können
schon bei geringen Entladungsspannungen von 50 V entstehen.
Mithilfe der folgenden Richtlinien können Schäden durch ESD bei der Wartung
des Instruments oder eines anderen elektronischen Gerät vermieden werden.
• Demontieren Sie Instrumente ausschließlich in Arbeitsbereichen ohne
statische Aufladung.
• Leitfähige Arbeitsbereiche wirken statischen Aufladungen entgegen.
• Verwenden Sie ein leitfähiges Armband zum Ableiten statischer Aufladung.
• Berühren Sie das Instrument nur, wenn nötig.
• Bewahren Sie Ersatzteile in der Originalverpackung auf, in der keine
statische Aufladung auftritt.
• Entfernen Sie alle Plastikteile, Schaum, Vinyl, Papier und weitere
Materialien, die eine statische Aufladung begünstigen, aus dem direkten
Arbeitsbereich.
• Verwenden Sie ausschließlich anti-statische Entlötpumpen.
226
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Demontage und Reparatur
Mechanische Demontage
7
Mechanische Demontage
Für die in diesem Abschnitt beschriebenen Verfahren benötigen Sie für die
Demontage die folgenden Werkzeuge:
• T20 Torx-Schlüssel (vorwiegend Demontage)
• Pozidrive-Schraubenzieher Nr. 2
• Längsschlitzschraubendreher
WARNUNG
GEFAHR EINES ELEKTRISCHEN SCHLAGS Nur geschulte
Servicemitarbeiter, die mit den möglichen Gefahren vertraut sind,
sollten die Abdeckungen des Instruments entfernen. Achten Sie zur
Vermeidung eines elektrischen Schlags oder einer Verletzung darauf,
das Netzkabel vom Instrument zu trennen, bevor Sie die Abdeckungen
entfernen. Einige Stromkreise sind selbst dann aktiv und es liegt eine
Spannung an, wenn der Stromschalter ausgeschaltet ist.
Allgemeine Demontage
1 Schalten Sie den Strom ab. Entfernen Sie alle Kabel vom Instrument.
2 Entfernen Sie den Tragegriff. Drehen Sie den Griff nach oben und ziehen
Sie ihn an den Seiten des Instruments heraus.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
227
7
Demontage und Reparatur
Mechanische Demontage
3 Entfernen Sie die Puffer des Instruments. Beginnen Sie an einer Ecke und
ziehen Sie die Puffer vom Instrument.
4 Entfernen Sie die hintere Blende. Lösen Sie die beiden unverlierbaren
Schrauben der hinteren Blende und nehmen die hintere Blende ab.
228
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Demontage und Reparatur
Mechanische Demontage
7
5 Entfernen Sie die Abdeckung. Entfernen Sie die Schrauben auf der
Unterseite der Abdeckung.
6 Schieben Sie die Abdeckung vom Instrument.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
229
7
Demontage und Reparatur
Mechanische Demontage
Abnehmen des vorderen Bedienfelds
7 Entfernen Sie die Schubstange und trennen Sie das Anzeigekabel.
a Drehen Sie das Instrument um und schieben Sie die Schubstange des
Stromschalters zur Vorderseite des Instruments, um sie vom Schalter zu
lösen. Gehen Sie vorsichtig vor und drehen Sie die Schubstange nicht.
b Trennen Sie die beiden Flachband-Kabelverbinder vom vorderen
Bedienfeld.
230
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Demontage und Reparatur
Mechanische Demontage
7
c Trennen Sie die einzelnen Kabel von der Oberseite der Platine wie
nachfolgend dargestellt.
1
4
5
2
3
8 Entfernen Sie die obere Platine. Lösen Sie die vier unverlierbaren
Schrauben auf der oberen Platine, um diese zu entfernen. Entfernen Sie
auch den Metallschutz.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
231
7
Demontage und Reparatur
Mechanische Demontage
9 Trennen Sie die einzelnen Kabel von der unteren Platine wie nachfolgend
dargestellt.
2
3
1
4
10 Entfernen Sie die zwei Schrauben, die der Befestigung des vorderen
Bedienfelds dienen.
232
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Demontage und Reparatur
Mechanische Demontage
7
11 Sie können nun die Seite des vorderen Bedienfelds aus dem Gehäuse
herausdrücken und entfernen.
Demontage des vorderen Bedienfelds
12 Lösen Sie die beiden unverlierbaren Schrauben und entfernen Sie das
Tastenfeld und die Anzeigenbaugruppe.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
233
7
Demontage und Reparatur
Mechanische Demontage
13 Entfernen Sie das Tastenfeld und die Anzeigenbaugruppe. Das
Gummitastenfeld und die VFD-Anzeigenbaugruppe können nun aus dem
Kunststoffgehäuse entfernt werden.
14 Um die Module wieder zusammenzusetzen, folgen Sie den Schritten der
Demontage nur in umgekehrter Reihenfolge.
234
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Demontage und Reparatur
Ersatzteile
7
Ersatzteile
In diesem Abschnitt finden Sie Informationen zum Bestellen der Ersatzteile
für Ihr Instrument. Die aufgeführten Teile sind in folgende Abschnitte
gegliedert.
Teile werden in alphanumerischer Reihenfolge entsprechend ihrer
Referenzkennzeichnung aufgeführt. Die Teilelisten umfassen eine kurze
Beschreibung für jedes Teil sowie die entsprechende Agilent Teilenummer.
Tabelle 7-1
Liste austauschbarer Teile
Teilenummer
Beschreibung
A02-1-25373-1
Abdeckung
A02-15-25200-1
Hintere Blende
A02-15-25453-1
Druckknopf
A02-62-25026-2U
Sicherung 2 A/250 V S/B 5 × 20 mm
A02-62-25600-2U
Sicherungshalterung am vorderen Bedienfeld
A02-62-25657-1U
Sicherung 3,15 A/500 V F/B 6,3 × 32 mm
U3401-40001
Gummipuffersatz (Vorder- und Rückseite)
U3606-00200
Baugruppe des vorderen Bedienfelds
U3606-40004
Tastenfeld
U3606-45001
Tragegriff
U3606-60034
Kurzschlussbrücke
U3606-60035
Externe Anschlussleiste
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
235
7
Demontage und Reparatur
Ersatzteile
So bestellen Sie Ersatzteile
Ersatzteile können bei Agilent über die AgilentTeilenummer bestellt werden.
Beachten Sie, dass nicht alle in diesem Kapitel erwähnten Teile als vor Ort
austauschbare Teile verfügbar sind. Gehen Sie bei der Ersatzteilbestellung bei
Agilent wie folgt vor:
1 Wenden Sie sich an das nächstgelegene Agilent Sales Office oder das
Service Center.
2 Weisen Sie die Teile mit der Agilent Teilenummer der Ersatzteileliste aus.
3 Geben Sie Modell- und Seriennummer des Instruments an.
236
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Demontage und Reparatur
Verfügbare Serviceleistungen
7
Verfügbare Serviceleistungen
Wenn Ihr Instrument während des Garantiezeitraums Fehlfunktionen aufweist,
übernimmt Agilent Technologies im Rahmen der Garantiebestimmungen die
Reparatur oder den Austausch. Nach Ablauf des Garantiezeitraums bietet
Agilent Reparaturservices zu günstigen Konditionen.
Erweiterte Serviceverträge
Für viele Agilent Produkte sind optionale Serviceverträge erhältlich. Mit
diesen Verträgen können Sie den im Rahmen von Standardgarantien
abgedeckten Zeitraum verlängern. Wenn Sie einen solchen Servicevertrag
abgeschlossen haben und Ihr Instrument während dieses Zeitraums eine
Fehlfunktion aufweist, übernimmt Agilent Technologies im Rahmen des
Servicevertrages die Reparatur oder den Austausch.
In Anspruch nehmen von Reparaturservices (weltweit)
Um Reparaturservices für Ihr Instrument in Anspruch zu nehmen (während
des Garantiezeitraums, im Rahmen von Serviceverträgen oder nach Ablauf der
Garantie), wenden Sie sich an ein Agilent Technologies Servicecenter in Ihrer
Nähe. Die Reparatur oder der Austausch Ihres Instruments sowie Garantien
und Informationen zu Reparaturkosten können über dieses Servicecenter
veranlasst bzw. abgefragt werden.
• Um Informationen zu Garantie, Services oder technische
Supportinformationen zu erhalten, wenden Sie sich an unter einer der
folgenden Rufnummern an Agilent Technologies:
• In den USA: (800) 829-4444
• In Europa: 31 20 547 2111
• In Japan: 0120-421-345
• Sie können Agilent auch weltweit über den folgenden Weblink kontaktieren:
• www.agilent.com/find/assist
• Oder wenden Sie sich an Ihren Agilent Vertriebsbeauftragten.
Wenden Sie sich vor dem Versenden Ihres Instruments an das Agilent
Technologies Servicecenter, dort erhalten Sie die erforderlichen
Versandinformationen wie z. B. zu den zu versendenden Komponenten.
Agilent empfiehlt, für einen solchen Versand die Originalverpackung zu
verwenden.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
237
7
Demontage und Reparatur
Verpackung für den Versand
Verpackung für den Versand
Wenn Sie das Instrument für Services oder Reparatur an Agilent zurücksenden,
sollten Sie Folgendes beachten:
• Geben Sie auf der Einheit den Namen des Eigentümers und den
erforderlichen Service bzw. die erforderliche Reparatur an. Führen Sie auch
die Modellnummer und die vollständige Seriennummer auf.
• Versenden Sie die Einheit in der Originalverpackung mit für den Versand
geeignetem Verpackungsmaterial.
• Sichern Sie die Verpackung mit stabilem Klebeband oder Metallbändern.
Wenn die Originalverpackung nicht mehr verfügbar ist, verwenden Sie einen
andere Verpackung, die groß genug ist, um rundherum mindestens etwa 10 cm
Verpackungsmaterial anbringen zu können. Verwenden Sie Verpackungsmaterial,
das sich nicht statisch aufladen kann, um weitere Beschädigungen Ihres
Instruments zu vermeiden.
HINWEIS
238
Agilent empfiehlt Ihnen, Ihre Sendungen immer zu versichern.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
U3606A Multimeter|DC-Netzteil
Benutzer- und Servicehandbuch
8
Eigenschaften und Spezifikationen
Produkteigenschaften 240
Spezifikationen des digitalen Multimeters 242
Spezifikationsannahmen 242
DC-Spezifikationen 243
AC-Spezifikationen 245
Frequenzspezifikationen 246
Arbeitszyklus- und Impulsbreitenspezifikationen 247
Betriebsspezifikationen 248
Zusatzspezifikationen 249
Spezifikationen für DC-Netzteil 253
Sicherheitsaspekte 253
Spezifikationsannahmen 253
Leistungsspezifikationen 254
Zusatzspezifikationen 256
Dieses Kapitel listet Spezifikationen, Umweltbedingungen und Eigenschaften
des U3606A auf.
Agilent Technologies
239
8
Eigenschaften und Spezifikationen
Produkteigenschaften
Produkteigenschaften
NETZTEIL
• Universalnetzteil 100 VAC bis 240 VAC ±10%
• AC-Leitungsfrequenz 45 Hz bis 66 Hz; 360 Hz bis 440 Hz für 100/120-V-Betrieb
ENERGIEVERBRAUCH
max. 150 VA
STROMEINGANGSSICHERUNG
3,15 A/500 V FF-Sicherung (auf vorderem Bedienfeld)
ANZEIGE
Gut sichtbare Vakuumfluoreszenzanzeige (VFD)
BETRIEBSUMGEBUNG
• Betriebstemperatur von 0 °C bis +55 °C
• Relative Luftfeuchtigkeit bis zu 80% RH bei 30 °C (keine Kondensation)
• Höhe bis zu 2.000 Meter
• Verschmutzungsgrad 2
• Ausschließlich für den Innengebrauch
LAGERUNGSTEMPERATUR
-40 °C bis 70 °C
SICHERHEITSNORMEN
Zertifiziert nach:
• IEC 61010-1:2001/EN61010-1:2001 (2. Ausgabe)
• Kanada: CAN/CSA-C22.2 No. 61010-1-04
• USA: ANSI/UL 61010-1:2004
EMV-RICHTLINIEN
Zertifiziert nach:
•
•
•
•
IEC 61326-1:2005/EN61326-1:2006
CISPR11:2003/EN55011:2007, Gruppe 1 Klasse A
Kanada: ICES/NMB-001:2004
Australien/Neuseeland: AS/NZS CISPR 11:2004
STOSS UND VIBRATION
Geprüft nach IEC/EN 60068-2
REMOTESCHNITTSTELLE
• Kompatibel mit GPIB-Standard, IEEE-488
• Volle USB 2.0-Geschwindigkeit (Standard-A zu Typ-B)
• Kompatibel mit Geräteklasse USBTMC 488.2
• USB-CDC
240
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Eigenschaften und Spezifikationen
Produkteigenschaften
8
MESSKATEGORIE
• CAT II, 300 V
• CAT I, 1.000 VDC, 750 VAC RMS
• Transiente 2.500-Vpk-Überspannungen
ABMESSUNGEN (B × H × T)
• 255 × 105 × 329 mm (mit Gummi-Stoßschutzvorrichtungen)
• 215 × 87 × 312 mm (ohne Gummi-Stoßschutzvorrichtungen)
GEWICHT
• 3,774 kg (mit Gummi-Stoßschutzvorrichtungen)
• 3,535 kg (ohne Gummi-Stoßschutzvorrichtungen)
GARANTIE
• Siehe hierzu http://www.agilent.com/go/warranty_terms
• Ein Jahr für das Produkt
• Drei Monate auf Standardzubehör des Produkts, sofern nicht anders angegeben
• Beachten Sie, dass Folgendes nicht von der Produktgarantie abgedeckt wird:
• Schäden durch Verunreinigung
• Normale Abnutzung der mechanischen Komponenten
• Handbücher oder Sicherungen
KALIBRIERUNGSZYKLUS
1 Jahr
AUFWÄRMZEIT
60 Minuten
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
241
8
Eigenschaften und Spezifikationen
Spezifikationen des digitalen Multimeters
Spezifikationen des digitalen Multimeters
Spezifikationsannahmen
• Die Spezifikationen gelten bei einer sechzigminütigen Aufwärmzeit und
einer 5½-stelligen Auflösung.
• Einjähriger Kalibrierungszyklus, mit einer Kalibrierungstemperatur von
18 °C bis 20 °C.
• Betriebstemperatur bei 18 °C bis 28 °C (64,4 °F bis 82,4 °F)
• Die Genauigkeit wird wie folgt angegeben: ±(% des Messwerts + % des
Bereichs)
• Temperaturkoeffizient: Addieren Sie [0,1 × (die anwendbare Genauigkeit) / °C]
für 0 °C bis 18 °C und 28 °C bis 55 °C.
• Relative Luftfeuchtigkeit (RH) bis zu 80% bei 30 °C, proportional zu 50% für
30 °C bis 55 °C.
242
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Eigenschaften und Spezifikationen
Spezifikationen des digitalen Multimeters
8
DC-Spezifikationen
Tabelle 8-1
DC-Genauigkeitsspezifikationen ±(% des Messwerts + % des Bereichs)
Teststrom oder
Lastspannung
24 Stunden[2]
23 ºC ± 1 ºC
90 Tage
23 ºC ± 5 ºC
1 Jahr
23 ºC ± 5 ºC
Temperaturkoeffi
zient
0 ºC bis 18 ºC
28 ºC bis 55 ºC
19,9999 mV
-
0,012 + 0,04
0,015 + 0,04
0,025 + 0,04
0,0015 + 0,0005
100,000 mV
-
0,012 + 0,008
0,015 + 0,008
0,025 + 0,008
0,0015 + 0,0005
1,00000 V
-
0,012 + 0,005
0,015 + 0,005
0,025 + 0,005
0,0010 + 0,0005
10,0000 V
-
0,012 + 0,005
0,015 + 0,005
0,025 + 0,005
0,0020 + 0,0005
100,000 V
-
0,012 + 0,005
0,015 + 0,005
0,025 + 0,005
0,0015 + 0,0005
1000,00 V
-
0,012 + 0,005
0,015 + 0,005
0,025 + 0,005
0,0015 + 0,0005
10,0000 mA
< 0,2 V
0,05 + 0,015
0,05 + 0,015
0,05 + 0,015
0,0060 + 0,0005
100,000 mA
< 0,2 V
0,05 + 0,005
0,05 + 0,005
0,05 + 0,005
0,0060 + 0,0005
1,00000 A
< 0,3 V
0,05 + 0,007
0,05 + 0,007
0,15 + 0,007
0,0100 + 0,0005
3,0000 A
< 0,7 V
0,05 + 0,007
0,05 + 0,007
0,15 + 0,007
0,0150 + 0,0010
100,000 Ω
0,83 mA
0,04 + 0,008
0,04 + 0,008
0,05 + 0,008
0,0050 + 0,0005
1000,00 Ω
0,83 mA
0,04 + 0,005
0,04 + 0,005
0,05 + 0,005
0,0050 + 0,0005
10,0000 kΩ
100 μA
0,04 + 0,005
0,04 + 0,005
0,05 + 0,005
0,0050 + 0,0005
100,000 kΩ
10 μA
0,04 + 0,005
0,04 + 0,005
0,05 + 0,005
0,0050 + 0,0005
1,00000 MΩ
900 nA
0,05 + 0,005
0,05 + 0,005
0,06 + 0,005
0,0050 + 0,0005
10,0000 MΩ
205 nA
0,20 + 0,005
0,20 + 0,005
0,25 + 0,005
0,0150 + 0,0005
100,000 MΩ
205 nA ||10 MΩ 1,60 + 0,005
1,60 + 0,005
2,00 + 0,005
0,1500 + 0,0005
100 mΩ
1,0000 A
-
-
0,25 + 0,05
-
0,1000 A
-
-
0,25 + 0,03
-
10 Ω
0,1000 A
-
-
0,25 + 0,03
-
Durchgang
1,0000 kΩ
0,83 mA
0,04 + 0,005
0,04 + 0,005
0,05 + 0,005
0,0050 + 0,0005
Diode[6]
1,0000 V
0,83 mA
0,04 + 0,005
0,04 + 0,005
0,05 + 0,005
0,0050 + 0,0005
Funktion
Bereich
[1]
DC-Spannung
DC-Stromstärke[3]
Widerstand[4]
Niedrigwiderstand[5] 1.000 mΩ
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
243
8
Eigenschaften und Spezifikationen
Spezifikationen des digitalen Multimeters
Tabelle 8-1
DC-Genauigkeitsspezifikationen ±(% des Messwerts + % des Bereichs) (Fortsetzung)
Funktion
Kapazität[7]
Bereich[1]
Teststrom oder
Lastspannung
24 Stunden[2]
23 ºC ± 1 ºC
90 Tage
23 ºC ± 5 ºC
1 Jahr
23 ºC ± 5 ºC
Temperaturkoeffi
zient
0 ºC bis 18 ºC
28 ºC bis 55 ºC
1,000 nF
0,75 μA
Stromquelle
-
-
2,0 + 0,8
0,02 + 0,001
10,00 nF
0,75 μA
-
-
1,0 + 0,5
0,02 + 0,001
100,00 nF
8,3 μA
-
-
1,0 + 0,5
0,02 + 0,001
1,000 μF
83 μA
-
-
1,0 + 0,5
0,02 + 0,001
10,00 μF
83 μA
-
-
1,0 + 0,5
0,02 + 0,001
100,0 μF
83 μA
-
-
1,0 + 0,5
0,02 + 0,001
1.000 μF
0,83 mA
-
-
1,0 + 0,5
0,02 + 0,001
10.000 μF
0,83 mA
-
-
2,0 + 0,5
0,02 + 0,001
[1] 20% über dem Bereich in allen Bereichen, ausgenommen 20-mVdc-, 1.000-Vdc- und 3-Adc-Bereich.
[2] Relativ zu den Kalibrierungsstandards.
[3] Alle Strommessungen von mehr als 500 mA haben einen temporären Thermoeffekt. Wenn Sie eine niedrigere Stromstärke
oder einen Offsetstrom direkt nach einer Messung mit einer hohen Stromstärke messen möchten, stellen Sie sicher, dass
das U3606A abgekühlt ist.
[4] Die angegebenen Spezifikationen gelten für 2-Draht-Widerstandsmessungen, bei denen die math. NULL-Funktion
verwendet wird. Addieren Sie bei einer Messung ohne Null einen 0,2 Ω-Fehler. Zur Vermeidung von Störgeräuschen, die
infolge der Testleitungen induziert werden können, wird die Verwendung eines abgeschirmten Testkabels für
Widerstandsmessungen über 100 kΩ empfohlen.
[5] Die angegebenen Spezifikationen gelten für 4-Draht-Niedrigwiderstandsmessungen. Der Teststrom wird von den
FORCE-Anschlüssen geleitet und der Widerstand an den SENSE-Anschlüssen gemessen.
[6] Die angegebenen Spezifikationen gelten nur für die gemessene Spannung an den Eingängen. Der Teststrom (1 mA) ist
typisch. Eine Änderung der Stromquelle erzeugt eine Änderung des Spannungsabfalls an einem Diodenanschluss.
[7] Die angegebenen Spezifikationen gelten für Messungen mit offenen Testleitungen und einem Schichtkondensator bei
Verwendung der math. Null-Operation.
HINWEIS
244
Für die Gesamtmessgenauigkeit addieren Sie einen Temperatursondenfehler. Die
Kontaktintensität hat einen starken Einfluss auf das Messergebnis. Stellen Sie einen
einwandfreien Kontakt am zu messenden Testpunkt sicher.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Eigenschaften und Spezifikationen
Spezifikationen des digitalen Multimeters
8
AC-Spezifikationen
Tabelle 8-2
Funktion
AC-Genauigkeitsspezifikationen ±(% des Messwerts + % des Bereichs)
Bereich[1]
Frequenzbereich
24 Stunden[2]
23 ºC ± 1 ºC
90 Tage
23 ºC ± 5 ºC
1 Jahr
23 ºC ± 5 ºC
Temperaturkoeff
izient
0 ºC bis 18 ºC
28 ºC bis 55 ºC
20 Hz bis 45 Hz
0,60 + 0,1
0,60 + 0,1
1,00 + 0,1[5]
0,02 + 0,02
0,16 + 0,1
0,16 + 0,1
0,20 + 0,1
0,02 + 0,02
0,80 + 0,1
0,80 + 0,1
1,00 + 0,1[6]
0,02 + 0,02
3,00 + 0,2
3,00 + 0,2
3,00 + 0,2[8][9]
0,05 + 0,02
0,80 + 0,1
0,80 + 0,1
1,50 + 0,1
0,02 + 0,02
0,40 + 0,1
0,40 + 0,1
0,50 + 0,1
0,02 + 0,02
2,00 + 0,2
2,00 + 0,2
2,00 + 0,2
0,02 + 0,02
True RMS
100,000 mV bis 45 Hz bis 10 kHz
[3]
AC-Spannung 750,00 V[4]
10 bis 30 kHz
[7]
30 bis 100 kHz
True RMS
AC-Strom
20 Hz bis 45 Hz
10,0000 mA bis
45 Hz bis 1 kHz
3,0000 A[10]
1 kHz bis 10 kHz[11]
[1] 20% über Bereich für alle Bereiche, außer für den Bereich 750 VAC.
[2] Relativ zu den Kalibrierungsstandards.
[3] Die angegebenen Spezifikationen gelten für Eingangssignale größer als 5% des Bereichs.
[4] True RMS AC-Spannung 100,000 mV, 1,00000 V, 10,0000 V, 100,000 V, 750,00 V
[5] Für den 750-V-Bereich wird die Genauigkeit für Eingaben von weniger als 200 VRMS angegeben.
[6] Für den 100-mV-Bereich beträgt die Genauigkeit 10 kHz bis 30 kHz 1,5 + 0,3.
[7] Ein zusätzlicher 0,003%-Fehler des Skalenendwerts pro kHz muss addiert werden, wenn sich die Signaleingabe auf weniger
als 10% des Bereichs ändert.
[8] Für den 100-mV-Bereich beträgt die Genauigkeit 30 kHz bis 100 kHz 5 + 0,3.
[9] Für den 750-V-Bereich wird die Genauigkeit für Eingaben von weniger als 300 VRMS angegeben.
[10] Verfügbare Bereiche: 10,0000 mA, 100,000 mA, 1,00000 A, 3,0000 A
[11] Für 1-A- und 3-A-Bereiche wird die Genauigkeit für Frequenzen von weniger als 5 kHz angegeben.
HINWEIS
Die Spezifikation der AC+DC-Messung ist die Summe der AC- und DC-Genauigkeit. Der
Frequenzbereich reicht von 50 Hz für eine 5½-stellige Auflösung und 225 Hz für eine
4½-stellige Auflösung.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
245
8
Eigenschaften und Spezifikationen
Spezifikationen des digitalen Multimeters
Frequenzspezifikationen
Tabelle 8-3
Frequenzgenauigkeitsspezifikationen ±(% des Messwerts + % des Bereichs)
Funktion
Frequenzbereich
1 Jahr
23 ºC ± 5 ºC
Temperaturkoeffizient
0 ºC bis 18 ºC
28 ºC bis 55 ºC
< 2 Hz
0,18 + 0,003
0,005
Spannungspfad:
< 20 Hz
0,04 + 0,003
0,005
100 mV bis 750 V
20 Hz bis 100 kHz
0,02 + 0,003
0,005
100 kHz bis 300 kHz
0,02 + 0,003
0,005
< 2 Hz
0,18 + 0,003
0,005
< 20 Hz
0,04 + 0,003
0,005
20 Hz bis 10 kHz
0,02 + 0,003
0,005
Bereich
Frequenz[1]
Strompfad: 10 mA bis
3A
[1] Für die Bereiche 100 mV und 1 V können Frequenzen bis zu 1 MHz bei einem 0,5-V-Signal gemessen werden. Die
Minimaleingabefrequenz beträgt 1 Hz.
HINWEIS
Tabelle 8-4
Alle Frequenzzähler sind bei der Messung von Signalen mit niedriger Spannung und
niedriger Frequenz fehleranfällig. Abschirmung der Eingänge von externem Rauschen ist
entscheidend für die Minimierung der Messfehler.
Frequenzempfindlichkeit während Spannungsmessung
Eingangsbereich[1]
Mindestempfindlichkeit (RMS Sinuskurve)
20 Hz bis 100 kHz
100 kHz bis 300 kHz
300 kHz bis 1 MHz
100 mV
50 mV
50 mV
0,5 V
1,0 V
100 mV
120 mV
0,5 V
10 V
1V
1,2 V
100 V
10 V
12 V
750 V
100 V
[1] Maximale Eingabe für angegebene Genauigkeit = 10 × Bereich oder 750 VRMS oder 1.000 VDC
246
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Eigenschaften und Spezifikationen
Spezifikationen des digitalen Multimeters
Tabelle 8-5
8
Frequenzempfindlichkeit während Stromstärkenmessung
Mindestempfindlichkeit (RMS Sinuskurve)
Eingangsbereich
20 Hz bis 10 kHz
10 mA
1 mA
100 mA
10 mA
1,000 A
100 mA
3A
300 mA
Arbeitszyklus- und Impulsbreitenspezifikationen
Tabelle 8-6
Auflösung und Genauigkeit des Arbeitszyklus und der Impulsbreite
Funktion
Bereich
Auflösung
Genauigkeit des
Skalenendwerts
Arbeitszyklus
100,000%[1]
0,001%
0,3% + 0,2% pro kHz
199,999 ms[2]
0,001 ms
Arbeitszyklus/Frequenz
1999,99 ms[2]
0,01 ms
Arbeitszyklus/Frequenz
Impulsbreite
[1] Der Bereich wird wie folgt berechnet: {10 μs × Frequenz × 100%} bis {[1 - (10 μs × Frequenz)] × 100%}. Ein 1-kHz-Signal
kann z. B. von 1% bis 99% gemessen werden.
[2] Die positive oder negative Impulsbreite muss größer als 10 μs sein. Der Bereich der Impulsbreite wird von der Frequenz des
Signals festgelegt.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
247
8
Eigenschaften und Spezifikationen
Spezifikationen des digitalen Multimeters
Betriebsspezifikationen
Tabelle 8-7
Lesegeschwindigkeit (typisch)
Funktion
Rate
Lesegeschwindigkeit Lesegeschwindigkeit
Lesegeschwindigkeit[1]
über USB[2]
über GPIB[3]
(Messwerte/Sekunde)
(Messwerte/Sekunde) (Messwerte/Sekunde)
Langsam (5½-stellig)
15
17
17
Schnell (4½-stellig)
70
31
32
Langsam (5½-stellig)
15
17
17
Schnell (4½-stellig)
70
37
36
DC-Spannung (10 V)
DC-Stromstärke (1 A)
AC-Spannung (10 V bei Langsam (5½-stellig)
1 kHz)
Schnell (4½-stellig)
15
17
17
70
31
32
Langsam (5½-stellig)
15
16
17
Schnell (4½-stellig)
70
37
37
Langsam (5½-stellig)
15
17
17
Schnell (4½-stellig)
70
27
31
Kapazität (10 μF)
Langsam/Schnell
(3½-stellig)
5
4,4
4,6
Frequenz
(Spannungspfad bei
10 V, 1 kHz)
Langsam (5½-stellig)
9
2,7
2,7
Schnell (4½-stellig)
9
2,7
2,7
Frequenz (Strompfad
bei 1 A, 1 kHz)
Langsam (5½-stellig)
9
2,7
2,7
Schnell (4½-stellig)
9
2,7
2,7
AC-Stromstärke (1 A
bei 1 kHz)
Widerstand (100 kΩ)
[1] Lesegeschwindigkeit des A/D-Wandlers.
[2] Anzahl der Messungen pro Sekunde, die über USB mithilfe des Befehls SCPI „READ?“ gelesen werden.
[3] Anzahl der Messungen pro Sekunde, die über GPIB mithilfe des Befehls SCPI „READ?“ gelesen werden.
248
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Eigenschaften und Spezifikationen
Spezifikationen des digitalen Multimeters
8
Zusatzspezifikationen
DC-Spannung
Messverfahren:
Sigma-Delta-A/D-Wandler
Maximale
Eingangsspannung:
1.000 VDC in allen Bereichen
Eingangsimpedanz:
10 MΩ ± 2%-Bereich (typisch) parallel zu Kapazität < 120 pF
Eingangsschutz
1.000 VRMS in allen Bereichen, < 0,3 A Kurzschluss
Reaktionszeit:
Etwa 0,15 s, wenn die angezeigte Messung 99,9% des DC-Werts des
getesteten Eingangssignals des gleichen Bereichs erreicht.
DC-Stromstärke
Messverfahren:
Sigma-Delta-A/D-Wandler
Maximaler
Eingangsstromstärke:
10 mA bis 3,0 A DC[1]
Lastspannung und
Nebenschlusswiderstand:
•
•
•
•
Eingangsschutz
Sicherungsschutz mit einer 3,15 A/500 V Sicherung (FF)
Reaktionszeit:
Etwa 0,15 s, wenn die angezeigte Messung 99,9% des DC-Werts des
getesteten Eingangssignals des gleichen Bereichs erreicht.
< 0,2 V, 10 Ω für 10 mA-Bereich
< 0,2 V, 1 Ω für 100 mA-Bereich
< 0,3 V, 0,1 Ω für 1 A-Bereich
< 0,7 V, 0,01 Ω für 3 A-Bereich
AC-Spannung
Messverfahren:
AC-gekoppelt, True RMS
Maximale Eingangsspannung: 750 VRMS/1.200 VSpitze/3 x 107 V-Hz des Produkts
Eingangsimpedanz:
1 MΩ ± 2%-Bereich (typisch) parallel zu Kapazität < 120 pF
Eingangsschutz:
750 VRMS in allen Bereichen
Scheitelfaktor:
Für < 5:1-Fehler inklusive. Begrenzt durch den Spitzeneingang und
100 kHz Bandbreite. Maximal 3,0 bei Skalenendwert.
Spitzenwerteingabe;
300% des Bereichs. Begrenzt durch maximale Eingabe.
Reaktionszeit:
Etwa 2,5 s, wenn die angezeigte Messung 99,9% des AC RMS-Werts
des getesteten Eingangssignals des gleichen Bereichs erreicht.
Überspannungsbereich:
Auswahl eines höheren Bereichs, wenn Spitzen-Eingangsüberspannung
während der automatischen Bereichsauswahl ermittelt wird.
Überspannung wird in der manuellen Bereichsauswahl berichtet.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
249
8
Eigenschaften und Spezifikationen
Spezifikationen des digitalen Multimeters
AC-Stromstärke
Messverfahren:
AC-gekoppelt, True RMS
Maximaler
Eingangsstromstärke:
10 mA bis 3,0 A DC oder AC RMS[1]
Lastspannung und
Nebenschlusswiderstand:
•
•
•
•
Eingangsschutz
Sicherungsschutz mit einer 3,15 A/500 V Sicherung (FF)
Scheitelfaktor:
Für < 5:1-Fehler inklusive. Begrenzt durch den Spitzeneingang und
100 kHz Bandbreite. Maximal 3,0 bei Skalenendwert.
Spitzenwerteingabe:
300% des Bereichs. Begrenzt durch maximale Eingabe.
Reaktionszeit:
Etwa 2,5 s, wenn die angezeigte Messung 99,9% des AC RMS-Werts
des getesteten Eingangssignals des gleichen Bereichs erreicht.
< 0,2 V, 10 Ω für 10 mA-Bereich
< 0,2 V, 1 Ω für 100 mA-Bereich
< 0,3 V, 0,1 Ω für 1 A-Bereich
< 0,7 V, 0,01 Ω für 3 A-Bereich
[1] Alle Strommessungen von mehr als 500 mA haben einen temporären Thermoeffekt. Wenn Sie eine
niedrigere Stromstärke oder einen Offsetstrom direkt nach einer Messung mit einer hohen
Stromstärke messen möchten, stellen Sie sicher, dass das U3606A abgekühlt ist.
Widerstand
Messverfahren:
Zweidraht, Leerlaufspannung begrenzt auf < 5 V
Leerlaufspannung :
< +5,0 VDC
Eingangsschutz:
1.000 VRMS in allen Bereichen, < 0,3 A Kurzschluss
Reaktionszeit:
Etwa 0,15 Sekunden für 1 MΩ und Bereiche unter 1 MΩ.
Niedrigwiderstand
250
Messverfahren:
Vierdraht, der Teststrom wird von den FORCE-Anschlüssen geleitet
und der Widerstand an den SENSE-Anschlüssen gemessen.
Eingangsschutz:
• FORCE-Anschlüsse: 1.000 VDC in allen Bereichen,
Sicherungsschutz mit einer 3,15 A/250 V Sicherung (FF)
• SENSE-Anschlüsse: 1.000 VRMS in allen Bereichen, < 0,3 A Kurzschluss
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Eigenschaften und Spezifikationen
Spezifikationen des digitalen Multimeters
8
Durchgang
Messverfahren
0,83 mA ± 0,2% konstante Stromquelle
Leerlaufspannung :
< +5,0 VDC
Akustisches Signal:
Durchgängiger Signalton, wenn Messwert unter dem
Schwellenwertwiderstand von 10 Ω im Bereich 1,0 kΩ liegt
Eingangsschutz:
1.000 VRMS in allen Bereichen, < 0,3 A Kurzschluss
Diode
Messverfahren
0,83 mA ± 0,2% konstante Stromquelle
Leerlaufspannung :
< +5,0 VDC
Akustisches Signal:
• Durchgängiges Signal wenn Level unter +50 mV DC liegt
• Einzelton bei normalen Durchlassvorspannungsdioden oder
Halbleiteranschlüssen von 0,3 V ≤ Messwert ≤ 0,8 V
Eingangsschutz:
1.000 VRMS in allen Bereichen, < 0,3 A Kurzschluss
Kapazität
Messverfahren
Wird aus der Ladezeit bei konstanter Stromquelle berechnet,
typische Signalebene 0,2 V bis 1,4 VAC
Maximale Spannung bei
Skalenendwert
• Für den Bereich 1 nF bis 10 μF: < 1,5 V
• Für 100 μF bis 10.000 μF: 0,33 V
Eingangsschutz:
1.000 VRMS in allen Bereichen, < 0,3 A Kurzschluss
Reaktionszeit:
Etwa 1 s für den Bereich 100 μF und die Bereiche unter 100 μF
Lade- und Entladespannung: 5 Vpp (etwa von +3 V bis -2 V)
Frequenz
Messverfahren:
Wechselseitiges Zählverfahren
Signalebene:
0,2 V bis 1,4 V
Eingangsschutz:
• Spannungspfad: 1.000 VRMS in allen Bereichen, < 0,3 A Kurzschluss
• Strompfad: Sicherungsschutz mit einer 3,15 A/500 V Sicherung (FF)
Maximaler Anzeigezähler (ausschließlich Frequenz)
5½-stellig:
120.000
4½-stellig:
12.000
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
251
8
Eigenschaften und Spezifikationen
Spezifikationen des digitalen Multimeters
Unterdrückung von Messstörungen
CMRR
(Gleichtaktunterdrückungsverh
ältnis) für 1 kΩ unsymmetrisch
in LO-Leitung
• DC: 140 dB
• AC: 70 dB
60 Hz ± 0,1%
• 5½-stellig: 65 dB
NMRR
• 4½-stellig: 0 dB
(Serienstörspannungsunterd
50 Hz ± 0,1%
rückungverhältnis)
• 5½-stellig: 55 dB
• 4½-stellig: 0 dB
252
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Eigenschaften und Spezifikationen
Spezifikationen für DC-Netzteil
8
Spezifikationen für DC-Netzteil
Sicherheitsaspekte
Das U3606A Multimeter|DC-Netzteil ist ein Instrument der Sicherheitsklasse
I. Dies bedeutet, dass es über einen Schutzerdungsanschluss verfügt. Der
Anschluss muss mit einer Erdung über eine Spannungsquelle mit einem
dreiadrigen Kabel verbunden werden.
Die Leistungsspezifikationen des DC-Netzteils werden auf den folgenden
Seiten aufgeführt. Für die Spezifikationen wird nur im Temperaturbereich von
0 °C bis 55 °C mit einer festen Widerstandslast Garantie übernommen.
Zusätzliche Eigenschaften – die keiner Garantie unterliegen, sondern
Leistungsbeschreibungen sind – werden entweder durch Konstruktion oder
Überprüfung bestimmt.
Spezifikationsannahmen
• Die angegebenen Spezifikationen gelten bei einer sechzigminütigen
Aufwärmzeit mit keiner Last.
• Betriebstemperatur bei 18 °C bis 28 °C (64,4 °F bis 82,4 °F)
• Die Genauigkeit wird wie folgt angegeben: ±(% von Ausgang + Versatz) bei
23 °C ± 5 °C
• Temperaturkoeffizient: Addieren Sie [0,1 × (die angegebene Genauigkeit) / °C]
für 0 °C bis 18 °C und 28 °C bis 55 °C.
• Relative Luftfeuchtigkeit (RH) bis zu 80% bei 30 °C, proportional zu 50% für
30 °C bis 55 °C
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
253
8
Eigenschaften und Spezifikationen
Spezifikationen für DC-Netzteil
Leistungsspezifikationen
Tabelle 8-8
Leistungsspezifikationen des DC-Netzteils
Parameter
Spezifikationen
Bereich S1
• 0 V bis 30 V
• 0 A bis 1 A
Bereich S2
• 0 V bis 8 V
• 0 A bis 3 A
Ausgangsnennwerte
Programmiergenauigkeit
Spannung
1 Jahr (bei 23 ºC ± 5 ºC), ±(% von
Stromstärke
Ausgang + Versatz)
0,05% + 5 mV
0,15% + 3 mA
Rücklesegenauigkeit
1 Jahr über GPIB und USB oder
vorderes Bedienfeld mit
Berücksichtigung der tatsächlichen
Ausgabe (bei 23 ºC ± 5 ºC), ±(% von
Ausgang + Versatz)
Spannung
0,05% + 5 mV
Stromstärke
0,15% + 3 mA
Restwelligkeit
Mit ungeerdeten Ausgängen oder
einem geerdeten
Ausgangsanschluss, 20 Hz bis 1 MHz
Spannung im
Normalmodus
< 2 mVRMS ; < 30 mVpp
Stromstärke im
Normalmodus
< 1 mARMS
Lastregelung des vorderen
Anschlusses
±(% von Ausgang + Versatz)
Spannung
< 3 mV[1]
Stromstärke
< 0,03% + 0,3 mA
Lastregulierung des hinteren
Anschlusses
±(% von Ausgang + Versatz)
Spannung
< 0,01% + 3 mV
Stromstärke
< 0,03% + 0,3 mA
Spannung
±3 mV
Stromstärke
±1,5 mA
Spannung
1 mV
Stromstärke
0,1 mA
Spannung
1 mV
Stromstärke
0,1 mA
Leitungsregelung
Programmierauflösung
Rückleseauflösung
254
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Eigenschaften und Spezifikationen
Spezifikationen für DC-Netzteil
Tabelle 8-8
8
Leistungsspezifikationen des DC-Netzteils (Fortsetzung)
Parameter
Auflösung des vorderen
Bedienfelds
Spezifikationen
Spannung
1 mV
Stromstärke
0,1 mA
Einschwingantwortzeit
Weniger als 450 ms für die Ausgabe zur Wiederherstellung von
innerhalb 50 mV nach einer Veränderung der Ausgabestromstärke von
voller Last zu halber Last oder umgekehrt.
Befehlsverarbeitungszeit
Die durchschnittliche Zeit für die Änderung der Ausgangsspannung
nach Empfang von digitalen Daten bei direkter Verbindung des
Instruments über USB oder GPIB beträgt höchstens 100 ms.
Überspannungsschutz (für den CC-Modus):
• Genauigkeit: 0,5% + 0,5 V
• Aktivierungszeit[2]: < 2 ms
Überstromschutz (für den CV-Modus):
• Genauigkeit: 0,5% + 0,05 A
• Aktivierungszeit[2]: < 2 ms
[1] Kontakte und Leitungswiderstand können zu einem zusätzlichen Fehler von 6 mV/A (typisch) beitragen.
[2] Durchschnittliche Zeit für die Erkennung eines OVP- oder OCP-Zustands.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
255
8
Eigenschaften und Spezifikationen
Spezifikationen für DC-Netzteil
Zusatzspezifikationen
Maximaler
Ausgangsprogrammierungs
bereich:
Bereich S1
• CV/CC: 0 V bis 31,500 V/0 A bis 1,05 A
• OV/OC: 31,500 V/1,05 A
• OVP/OCP: 33,000 V/1,1 A
Bereich S2
• CV/CC: 0 V bis 8,4 V/0 A bis 3,15 A
• OV/OC: 8,4 V/3,15 A
• OVP/OCP: 8,8 V/3,3 A
Temperaturkoeffizient:
±(% von Ausgang + Versatz)
maximale Änderung in
Ausgabe/beim Rücklesen
pro °C für 0 ºC bis 18 ºC/28 ºC
bis 55 ºC
• Spannung: 0,005% + 0,5 mV
• Stromstärke: 0,02% + 1 mA
Remote-Abtastungs-Funktion: Ausgang kann Spezifikationen beibehalten für:
• Bereich S1 (30 V/1 A): Bis zu einem Spannungsabfall von 0,75 Volt
pro Lastleitung.
• Bereich S2 (8 V/3 A): Bis zu einem Spannungsabfall von 0,5 Volt
pro Lastleitung.
Spannungsprogrammiergesch Volle Last
windigkeit: (ausgenommen
• Oben: 300 ms
Befehlsverarbeitungszeit)
• Unten: 400 ms
Keine Last
• Oben: 300 ms
• Unten: 400 ms
256
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Eigenschaften und Spezifikationen
Spezifikationen für DC-Netzteil
8
Rechteckwellenausgabe Spezifikationen
Tabelle 8-9
Spezifikationen der Rechteckwellenausgabe
Parameter
Amplitudengenauigkeit
±(Versatz)
Spezifikationen
Bereich S1
0,2 V
Bereich S2
0,2 V
Bereich S1
1 mV
Bereich S2
1 mV
Bereich (27
Schritte[1])
0,005% + 1 Zähler
Amplitudenauflösung
Frequenzgenauigkeit
±(% der Frequenzeinstellung +
Versatz)
Frequenzauflösung
Arbeitszyklusgenauigkeit
±(% der Arbeitszykluseinstellung)
0,01 Hz
Bereich (256
Schritte : 0,39%
bis 99,60%)
0,39%[3]
Arbeitszyklusauflösung
Impulsbreitengenauigkeit[3][4]
±(Versatz)
0,4%[2][3]
Bereich (256
Schritte:
1/Frequenz)
Impulsbreitenauflösung
Arbeitszyklus/Frequenz
Bereich/256
[1] Verfügbare Frequenzen: 0,5, 2, 5, 6, 10, 15, 25, 30, 40, 50, 60, 75, 80, 100, 120, 150, 200, 240, 300, 400, 480, 600, 800, 1.200,
1.600, 2.400, 4.800 (Hz)
[2] Für Frequenzsignale über 100 Hz wird zusätzlich 0,1% je 100 Hz hinzugefügt. Die Genauigkeit des Arbeitszyklus sollte wie
folgt berechnet werden:
frequency
Accuracy =  0.4% +  ----------------------------- – 1 × 0.1% 

 100


Specification of duty cycle = ± ( Accuracy × Duty cycle setting )
Berechnungsbeispiel: Frequenzeinstellung = 4800 Hz, Arbeitszykluseinstellung = 50%
5.1
4800
Specification of duty cycle = ±   0.4% +  ------------ – 1 × 0.1%  × 50% = ±  --------- × 50% = ± 2.55 %
 100


 100



Die Arbeitszyklusgenauigkeit (für Frequenzeinstellung 4.800 Hz) berechnet sich als 50% ± 2,55%.
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
257
8
Eigenschaften und Spezifikationen
Spezifikationen für DC-Netzteil
[3] Die Spezifikationen gelten, wenn die positive oder negative Impulsbreite größer als 50 μs ist.
[4] Für Frequenzsignale über 100 Hz wird zusätzlich 0,1% je 100 Hz hinzugefügt. Die Genauigkeit der Impulsbreite sollte wie folgt
berechnet werden:
frequency
Accuracy =  0.4% +  ----------------------------- – 1 × 0.1% 

 100


Specification of pulse width = ± ( Accuracy × Pulse width setting )
Berechnungsbeispiel: Frequenzeinstellung = 4.800 Hz, Arbeitszykluseinstellung = 50%
5.1
1
1
4800
Specification of pulse width = ±   0.4% +  ------------ – 1 × 0.1%  × ------------ = ±  --------- × ------------ = ± 10.625 μs
 100

 4800
 100 4800

Die Impulsbreitengenauigkeit (für Frequenzeinstellung 4.800 Hz und Arbeitszykluseinstellung 50%) berechnet sich als
0,2083 ms ±10,625 μs.
HINWEIS
• Die Anstiegs- und Abfallzeit beträgt weniger als 25 μs.
• Die zusätzliche Lastregelung beträgt 0,15 V/A.
258
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Eigenschaften und Spezifikationen
Spezifikationen für DC-Netzteil
8
Durchlaufspezifikationen
Tabelle 8-10 Spezifikationen für Abtastausgabe
Scan
Konstantspannung
Konstantstrom
Bereich
S1
S2
S1
S2
Amplitude[1]
0 V bis 31,500 V
0 V bis 8,4000 V
0 A bis 1,0500 A
0 A bis 3,1500 A
Schritt
1 bis 100 Schritte
1 bis 100 Schritte
Verweilzeit
1 s bis 99 s
1 s bis 99 s
[1] Die Abtastausgabe beginnt automatisch bei 0 (V oder A).
Tabelle 8-11 Spezifikationen der Rampenausgabe
Rampe
Konstantspannung
Konstantstrom
Bereich
S1
S2
S1
S2
Amplitude[1]
0 V bis 31,500 V
0 V bis 8,4000 V
0 A bis 1,0500 A
0 A bis 3,1500 A
Schritt
1 bis 10.000 Schritte
1 bis 10.000 Schritte
Verweilzeit
300 ms (typisch) pro Schritt
300 ms (typisch) pro Schritt
[1] Die Rampenausgabe beginnt automatisch bei 0 (V oder A).
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
259
8
260
Eigenschaften und Spezifikationen
Spezifikationen für DC-Netzteil
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
U3606A Multimeter|DC-Netzteil
Benutzer- und Servicehandbuch
9
Liste der Fehlermeldungen
Fehlermeldungen 262
Befehlsfehler 263
Ausführungsfehler 264
Interne Fehler 265
Abfragefehler 265
Gerätespezifische Fehler 265
Selbsttestfehler 266
Kalibrierungsfehler 267
Diese Kapitel enthält eine Zusammenfassung der Feldermeldungen des U3606A.
Agilent Technologies
261
9
Liste der Fehlermeldungen
Fehlermeldungen
Fehlermeldungen
Es werden Fehlermeldungen erstellt, sobald ein fehlerhafter Zustand ermittelt wird.
Fehler werden nach dem FIFO-Prinzip (First-In-First-Out) mithilfe des Befehls
SYSTem:ERRor? oder über das vordere Bedienfeld abgerufen (siehe „Lesen
von Fehlermeldungen“ auf Seite 115).
Der erste Fehler, der ausgegeben wird, ist der erste Fehler, der gespeichert
wird. Nach dem Lesen der Fehlermeldung wird diese gelöscht und die nächste
Fehlermeldung kann gelesen werden (sofern weitere Fehler erfasst worden
sind). Sobald alle schnittstellenspezifischen Fehlermeldungen gelesen wurden,
werden die Fehler in der globalen Fehlerschlange abgerufen.
Bei Auftreten von mehr als 20 Fehlern wird der zuletzt in der Fehlerschlange
gespeicherte Fehler (der letzte Fehler) durch eine Fehlernummer ersetzt:
-350,„Queue overflow“. Es werden solange keine weiteren Fehler
gespeichert, bis die zuvor gespeicherten Fehler aus der Fehlerschlange
entfernt wurden.
Wenn keine Fehler aufgetreten sind, wenn Sie die Fehlerschlange aufrufen,
zeigt das Instrument folgende Meldung an: +0,„No error“ oder „nonE“,
wenn der Abruf über das vordere Bedienfeld erfolgt.
Die schnittstellenspezifischen und globalen Fehlerschlangen werden mithilfe
des Befehls (*CLS) gelöscht, wenn das Instrument eingeschalten wird. Die
Fehlerschlange wird nicht durch Zurücksetzen auf die Werkseinstellung
(*RST-Befehl) oder durch eine Instrumentenvoreinstellung
(SYSTem:PRESet-Befehl) gelöscht.
262
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Liste der Fehlermeldungen
Fehlermeldungen
9
Befehlsfehler
Die folgende Tabelle enthält eine Liste der Befehlsfehler. Diese Fehler werden
im Bit 5 des Standard-Event-Status-Registers gespeichert.
Tabelle 9-1
Liste der Befehlsfehler
Fehlercode
Fehlermeldung
+0
No error
-100
Command error
-101
Invalid character
-102
Syntax error
-103
Invalid separator
-104
Data type error
-108
Parameter not allowed
-109
Missing parameter
-112
Program mnemonic too long
-113
Undefined header
-120
Numeric data error
-121
Invalid character in number
-123
Exponent too large
-128
Numeric data not allowed
-130
Suffix error
-131
Invalid suffix
-134
Suffix too long
-138
Suffix not allowed
-141
Invalid character data
-144
Character data too long
-148
Character data not allowed
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
263
9
Liste der Fehlermeldungen
Fehlermeldungen
Tabelle 9-1
Liste der Befehlsfehler (Fortsetzung)
Fehlercode
Fehlermeldung
-150
String data error
-151
Invalid string data
-158
String data not allowed
Ausführungsfehler
Die folgende Tabelle enthält eine Liste der Ausführungsfehler. Diese Fehler
werden im Bit 4 des Standard-Event-Status-Registers gespeichert.
Tabelle 9-2
264
Liste der Ausführungsfehler
Fehlercode
Fehlermeldung
-200
Execution error
-211
Trigger ignored
-213
Init ignored
-214
Trigger deadlock
-220
Parameter error
-221
Settings conflict
-222
Data out of range
-223
Too much data
-230
Data corrupt or stale
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Liste der Fehlermeldungen
Fehlermeldungen
9
Interne Fehler
Die folgende Tabelle enthält eine Liste der internen Fehler.
Tabelle 9-3
Liste der internen Fehler
Fehlercode
Fehlermeldung
-350
Queue overflow
Abfragefehler
Die folgende Tabelle enthält eine Liste der Abfragefehler. Diese Fehler werden
im Bit 2 des Standard-Event-Status-Registers gespeichert.
Tabelle 9-4
Liste der Abfragefehler
Fehlercode
Fehlermeldung
-410
Queue INTERRUPTED
-420
Query UNTERMINATED
Gerätespezifische Fehler
Die folgende Tabelle enthält eine Liste der gerätespezifischen Fehler. Diese
Fehler werden im Bit 3 des Standard-Event-Status-Registers gespeichert.
Tabelle 9-5
Liste der gerätespezifischen Fehler
Fehlercode
Fehlermeldung
510
Voltage output over protection
511
Current output over protection
512
Voltage output over limit setting
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
265
9
Liste der Fehlermeldungen
Fehlermeldungen
Tabelle 9-5
Liste der gerätespezifischen Fehler (Fortsetzung)
Fehlercode
Fehlermeldung
513
Current output over limit setting
521
Eingangspufferüberlauf
532
Cannot achieve requested resolution
540
Cannot use overload as math reference
Selbsttestfehler
Folgende Fehler können während eines Selbsttests auftreten:
266
Tabelle 9-6
Liste der Selbsttestfehler
Fehlercode
Fehlermeldung
630
EEPROM read failure
631
Program ROM Checksum failed
632
Program RAM failed
633
Display board failed
634
ADC failed
635
Interface board failed
636
Source board failed
637
I/O Processor Failed Self-Test
638
Source Processor Failed Self-Test
639
DC Path error
640
AC Path attenuated error
641
AC Path attenuated 10 error
642
AC Path attenuated 100 or amplified 10 error
643
Frequency measurement path failed
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
Liste der Fehlermeldungen
Fehlermeldungen
Tabelle 9-6
9
Liste der Selbsttestfehler (Fortsetzung)
Fehlercode
Fehlermeldung
644
Constant Current 0,2V/1kohm error
645
Constant Current 0,2V/10kohm or amplified 11 error
646
Constant Current 0,8V/100kohm or amplified 11 error
647
Constant Current 0,8V/1,1Mohm or amplified 11 error
Kalibrierungsfehler
Folgende Fehler können während der Kalibrierung auftreten:
Tabelle 9-7
Liste der Kalibrierungsfehler
Fehlercode
Fehlermeldung
701
Cal security pads short
702
Cal gesichert
703
Invalid secure code
704
Sicherheitscode zu lang
705
Cal aborted
706
Cal-Wert außerhalb des Bereichs
707
Cal signal measurement out of range
708
Cal signal frequency out of range
709
Cal für diese Funktion/diesen Bereich nicht verfügbar
710
EEPROM write failure
720
Cal DCV offset out of range
721
Cal DCI offset out of range
722
Cal RES offset out of range
723
Cal CAP offset out of range
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
267
9
Liste der Fehlermeldungen
Fehlermeldungen
Tabelle 9-7
268
Liste der Kalibrierungsfehler (Fortsetzung)
Fehlercode
Fehlermeldung
726
Cal RES open out of range
742
Cal checksum failed, DCV corrections
743
Cal checksum failed, DCI corrections
744
Cal checksum failed, RES corrections
745
Cal checksum failed, ACV corrections
746
Cal checksum failed, ACI corrections
747
Cal checksum failed, FREQ correction
748
Cal checksum failed, CAP corrections
750
Source board failed on reading
751
Source board failed on sense
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Liste der Fehlermeldungen
Fehlermeldungen
U3606A Benutzer- und Servicehandbuch
9
269
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© Agilent Technologies, Inc., 2009-2012
Sechste Ausgabe, 4. Mai 2012
U3606-90020
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