Walt Disney | DB3050-C | Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012
Landesarbeitsgemeinschaft Onkologische
Versorgung Brandenburg e. V. (LAGO)
Gregor-Mendel-Straße 10/11
14469 Potsdam
Tel: 0331 2707172
Fax: 0331 2707171
Mail: post@lago-brandenburg.de
Web: lago-brandenburg.de
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
Inhaltsverzeichnis
1
2
3
4
Organisation
4
1.1
Über uns
4
1.2
Mitglieder der LAGO Brandenburg e.V.
4
1.3
Vorstand
5
1.4
Geschäftsstelle
6
Facharbeitskreise, Steuerungsgruppen und Lenkungsgremien
7
2.1
AK Psychosoziale Onkologische Versorgung
7
2.2
AK Onkologische Pflege
8
2.3
AK Palliativ- und Hospizversorgung
8
2.4
AK Onkologische Rehabilitation
8
2.5
AK Krebs und Alter
8
2.6
Steuerungsgruppe PIKS
9
2.7
Lenkungsgremium LAGO-Siegel
9
2.8
Lenkungsgremium Darmkrebskampagne
9
Projekte
10
3.1 Krebsprävention
3.1.1
Brustkrebs
3.1.2
Gebärmutterhalskrebs
3.1.3
Darmkrebs
10
10
10
10
3.2
Qualitätssicherung ambulante onkologische Pflege – Das LAGO-Siegel
11
3.3
Qualifikation im Bereich Psychoonkologie – Die ZPOV
12
3.4 Unterstützung von Palliativnetzwerken
3.4.1
Palliatives Netzwerk Potsdam (PNP)
3.4.2
Netzwerk Palliativversorgung Niederlausitz (NPN)
14
14
15
3.5
15
Wanderausstellung „Unser Leben mit Krebs. Betroffene machen Mut“
3.6 Informationsmaterialien der LAGO
3.6.1
Wegweiser Onkologie Land Brandenburg
3.6.2
Landkarte onkologischer Versorgungsstrukturen Brandenburgs
3.6.3
Besondere Lebensphasen – Flyer zu Versorgungsangeboten für Schwerstkranke und Sterbende
3.6.4
SAPV und ärztliche Partnerschaft
3.6.5
Unser Leben mit dem Abschied. Palliativpatienten spenden Trost
3.6.6
Humane Papillomviren (HPV)
15
15
16
16
16
17
17
3.7
17
Beratung in russischer Sprache
Veranstaltungen
18
4.1
Ausstellung „Leben leben bis zuletzt“
18
4.2
Zehnter Potsdamer Hospiztag
19
4.3
Dritter Brandenburger Krebskongress
19
4.4
Fortbildungen und Informationsveranstaltungen
19
2
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
5
Service
22
6
Öffentlichkeitsarbeit
24
7
Verschiedenes kurz notiert
27
8
Finanzierung
27
9
8.1 Die finanzielle Situation der LAGO
8.1.1
Einnahmen und Ausgaben
27
27
8.2
28
Sponsoring und Spenden
Erreichte Ziele und Ausblick
31
Anhang
33
Pressemitteilungen und Publikationen
33
3
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
1
Organisation
1.1
Über uns
Die Landesarbeitsgemeinschaft Onkologische Versorgung Brandenburg e. V., kurz LAGO, ist ein
gemeinnütziger Verein. Gegründet wurde sie im September 1993 auf Initiative des Ministeriums
für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie Brandenburg. Das zentrale Anliegen der LAGO ist, die
onkologischen Strukturen im Land Brandenburg zu vernetzen und langfristig zu verbessern.
1.2
Mitglieder der LAGO Brandenburg e.V.
Zum 31.12.2012 zählte die LAGO ein außerordentliches Mitglied und 37 ordentliche Mitglieder des
brandenburgischen Gesundheitswesens. Diese erarbeiten gemeinsam Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Versorgung krebskranker Menschen, die in verschiedenen Projekten umgesetzt
werden. Die Mitgliederversammlungen fanden am 14. Juni und 12. Dezember 2012 statt.
Außerordentliches Mitglied: SR Ingrid Stolpe, Potsdam
Ordentliche Mitglieder:
1. Ambulanter Palliativ- und Beratungsdienst Luckenwalde
2. AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
3. Björn Schulz Stiftung, Berlin
4. Brandenburgische Krebsgesellschaft (BKG)
5. Brandenburgisches Tumorzentrum - Onkologischer Schwerpunkt Cottbus e.V. (OSP Cottbus)
6. Deutsche ILCO e.V. Landesverband Berlin/Brandenburg
7. Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe Nordost (DBfK)
8. Evangelische Kliniken Lehnin
9. Fährmann Betreuungszentrum für Senioren und Kranke
10. Frauenselbsthilfe nach Krebs, Landesverband Brandenburg
11. Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr, Beratungsstelle Berlin-Brandenburg (GfBK)
12. Hospiz- und Palliativberatungsdienst Potsdam (HPP)
13. Innungskrankenkasse Brandenburg und Berlin (IKK)
14. Interdisziplinärer Arbeitskreis Brandenburger Schmerztherapeuten und Palliativmediziner e.V.
(IABSP)
15. Institut für Psychosomatik und Psychotherapie Potsdam-Babelsberg e. V. (IPP)
16. Kassenärztliche Vereinigung Land Brandenburg (KVBB)
17. Kinderhilfe - Hilfe für leukämie- und tumorkranke Kinder e.V. Berlin-Brandenburg (Kinderhilfe)
18. Kindernachsorgeklinik Berlin Brandenburg (KNKBB)
19. Klinik am See, Rüdersdorf
20. Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege (KOK)
21. König & May GbR Kongress und Management im Gesundheitswesen
22. Landesarbeitsgemeinschaft HOSPIZ zur Förderung von ambulanten, teilstationären und stationären Hospizen und Palliativmedizin e.V. (LAG Hospiz)
23. Landesärztekammer Brandenburg (LÄKB)
24. Landeszahnärztekammer Brandenburg (LZÄKB)
4
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
25. Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg e.V. (LKB)
26. Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg (MUGV)
27. Nordbrandenburgischer Onkologischer Schwerpunkt e.V. (OSP Schwedt)
28. Onkologischer Schwerpunkt Brandenburg/Nordwest e.V. (OSP Neuruppin)
29. Onkologischer Schwerpunkt Frankfurt (Oder) e.V. (OSP Frankfurt Oder)
30. Ost-Brandenburgisches Tumorzentrum Bad Saarow e. V. (OBTZ)
31. Pflege-, Gesundheits- & Sozialdienst Mariano Paul
32. Rehabilitationsklinik „Märkische Schweiz“ Buckow
33. Reha-Zentrum Lübben
34. St. Josefs Krankenhaus, Potsdam
35. Sozialstation E. Müller, Jüterbog
36. Tumorzentrum Potsdam e.V. (TZ Potsdam)
37. Verband der Ersatzkassen e. V. Landesvertretung Berlin und Brandenburg (vdek)
1.3
Vorstand
Laut Vereinssatzung hat der Vorstand der LAGO Brandenburg e.V. insbesondere die Aufgabe, die
Mitgliederversammlungen vorzubereiten, den Haushaltsplan und ein entsprechendes Arbeitsprogramm für das jeweilige Geschäftsjahr aufzustellen sowie die Beschlüsse der Mitgliederversammlungen umzusetzen. Dieses bedeutet, dass durch ihn die Einzelmaßnahmen zur Erfüllung der Arbeitsschwerpunkte festzulegen sind, er deren Durchführung organisiert bzw. an die Geschäftsstelle delegiert und das erreichte Ergebnis analysiert. Der Vorstand unterbreitet der Mitgliederversammlung erforderliche Entscheidungsvorschläge.
Der Vorstand der LAGO Brandenburg e.V. fand sich im Jahr 2012 zu insgesamt drei Sitzungen am
15. März, 14. Juni und am 12. Dezember zusammen. Der geschäftsführende Vorstand traf sich zu
einer Sitzung am 8. Oktober 2012.
In der Sitzung am 12. Dezember trat der amtierende Vorstandsvorsitzende der LAGO, Bernd Müller-Senftleben, wegen zu erwartender besonderer Arbeitsbelastungen durch den Vorsitz der
Gesundheitskonferenz des Landes Brandenburg 2013, vorzeitig von seinem Amt zurück.
Der amtierende stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Dr. Jürgen Dyck, beendete seine Tätigkeit
bei der AOK Nordost zum 31.12.2012 und trat aus diesem Grund zum 20.11.2012 ebenfalls von
seinem Amt zurück.
In der Vorstandssitzung am 12.12.2012 erfolgte satzungsgemäß nach § 6 Abs. 3 die Neuwahl des
Vorsitzenden und stellv. Vorsitzenden.
Vorsitz:
01.01.-12.12.12:
12.12.-31.12.12:
Bernd Müller-Senftleben, MUGV
Dr. med. Udo Wolter , LÄKB
Stellv. Vorsitz:
01.01.-12.12.12:
12.12.-31.12.12:
Dr. med. Jürgen Dyck, AOK Nordost
PD Dr. med. Karin Koch, TZ Potsdam
Schatzmeister:
Dr. med. Udo Wolter, LÄKB
Schriftführer:
Dr. med. Frank Rothmann, BKG
5
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
Beisitzer:
1.4
Petra Bangemann, KVBB
Dr. med. Knud Gastmeier, IABSP
DM Andreas Kleina, OSP Schwedt
Dr. med. Jens-Uwe Schreck, LKB
Jürgen Schulz, Kinderhilfe
Geschäftsstelle
Die Koordinierung der Arbeitsergebnisse des Vorstands und der Mitgliederversammlung, die Weitergabe von Informationen an Dritte, die Initiierung und Umsetzung von Projekten sowie Öffentlichkeitsarbeit im Allgemeinen erfolgte, wie auch in den Vorjahren, über die Geschäftsstelle der
LAGO. Sie war zum 31.12.2012 wie folgt personell besetzt:
Geschäftsführerin:
Dr. P. H. Gudrun Thielking-Wagner M. A.
Soziologin, Romanische Philologin, promovierte Gesundheitswissenschaftlerin und freiberuflicher Coach
(beschäftigt mit 30 Wochenstunden)
Projektkoordinatorin:
Dipl. Soz. Päd. Jana Ehrlich-Repp
Sozialpädagogin
(beschäftigt mit 20 Wochenstunden)
Projektkoordinator:
Dr. rer. pol. Tino Erstling
Politologe und freiberuflicher Autor
(beschäftigt mit 20 Wochenstunden)
Projektsachbearbeiterin:
Uta Kilian-Zech
Technische Fachwirtin und Mediatorin
(beschäftigt mit 30 Wochenstunden)
Sekretärin/Bürosachbearbeiterin: Marion Möller
Rechtsanwaltsfachangestellte,
Fachkraft für Rechnungswesen und Buchführung
(beschäftigt mit 40 Wochenstunden).
Bürokraft:
Dipl. Ing. Sitta Abramova, Geologin
(beschäftigt im Rahmen eines „Mini-Jobs“)
Die Personalkosten für Dr. Gudrun Thielking-Wagner, Jana Ehrlich-Repp, Uta Kilian-Zech und Marion Möller wurden aus einer Förderung des Landes für die Koordinierungsarbeiten der Geschäftsstelle, aus Mitgliedsbeiträgen der LAGO, Spenden und weiteren Förderungen beglichen.
Die Personalkosten von Dr. Tino Erstling finanzierten sich über das Projekt „Zusatzqualifikation
Psychosoziale Onkologische Versorgung (ZPOV)“.
Sitta Abramova war im Rahmen eines aus Spenden finanzierten „Mini-Jobs“ und darüber hinaus
ehrenamtlich tätig.
Als weitere ehrenamtliche Mitarbeiterin unterstützte Monika Machner die Geschäftsstelle.
Im Zeitraum vom 27. März bis 17. August 2012 absolvierte Andrea Bartelt ein praktisches Studiensemester in der LAGO.
6
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
2
Facharbeitskreise, Steuerungsgruppen und Lenkungsgremien
Unter dem Dach der LAGO haben sich über die Jahre verschiedene landesweite Facharbeitskreise
(AK), Steuerungsgruppen und Lenkungsgremien (LG) gebildet. In ihnen engagieren sich Vertreterinnen und Vertreter des Vorstands und der Mitgliedsorganisationen der LAGO sowie externe
Sachverständige. Die Mitarbeit erfolgt ehrenamtlich.
2.1
AK Psychosoziale Onkologische Versorgung
Die Mitglieder des Facharbeitskreises „Psychosoziale Onkologische Versorgung“ trafen sich am
29. Februar und 14. November 2012.
Arbeitsergebnisse
 Mitgestaltung der beiden Symposien zum Thema „Psychoonkologie“ anlässlich des geplanten
3. Brandenburger Krebskongresses (BBKK) Anfang 2013.
 Beratende Begleitung der durch den AK entwickelten Zusatzqualifikation „Psychoonkologische
Onkologische Versorgung“ (ZPOV).
 Namensänderung des Arbeitskreises in Angleichung an die ZPOV von „AK Psychoonkologische
Betreuung“ in „AK Psychosoziale Onkologische Versorgung“.
 Verabschiedung eines Flyers zur Darstellung des AK mit aktuellen und bisherigen Projekten.
 Herausgabe des Wegweisers Onkologie Land Brandenburg Band VIII „Kinder und Krebs“.
 Initiierung einer Fortbildung „Du bist tot – ich lebe. Wie wir Kinder in ihrer Trauer begleiten
können“.
 Vorstellung von Kinder- und Jugendbüchern zur Thematik „Krankheit, Sterben und/oder Tod“
im Rahmen des AK-Treffens.
7
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
2.2
AK Onkologische Pflege
Der Facharbeitskreis „Onkologische Pflege“ traf im Geschäftsjahr am 20. November zusammen.
Arbeitsergebnisse

Erfahrungsaustausch zum Thema „Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV)“.
 Auswertung der durch den AK initiierten und im Jahr 2012 durchgeführten landesweiten Fortbildungsreihe „Onkologischer Pflegenachmittag“.
 Diskussion und Beschluss konkreter Projektideen zur Thematik „Entlassungsmanagement“.
2.3
AK Palliativ- und Hospizversorgung
Die Sitzung des Facharbeitskreises Palliativ- und Hospizversorgung fand am 28. November statt.
Arbeitsergebnisse
 Erfahrungsaustausch zum Thema „Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV)“.
 Erarbeitung und Neuauflage des Patientenflyers „Besondere Lebensphasen“.
 Erarbeitung und Herausgabe eines Informationsflyers für Ärzte zur Spezialisierten ambulanten
Palliativversorgung (SAPV).
 Verschiebung der Herausgabe des Wegweisers Onkologie Band VI „Palliativ- und Hospizversorgung“ bis zur endgültigen Sicherung der Druckkosten - voraussichtlich im Jahr 2013.
2.4
AK Onkologische Rehabilitation
Die Treffen des Facharbeitskreises Onkologische Rehabilitation fanden im Jahr
2012 statt am: 22. März, 28. Juni und 20. September.
Arbeitsergebnisse
 Erarbeitung und Herausgabe des Wegweisers Onkologie Land Brandenburg
Band VII „Lust auf Leben. Onkologische Rehabilitation.“
 Konzeptionierung des Themenbereiches „Rehabilitation“ in Vorbereitung
des 3. Brandenburger Krebskongress am 22./23. Februar 2013.
2.5
AK Krebs und Alter
Die Mitglieder des Facharbeitskreises „Krebs und Alter“ trafen sich am 23. Oktober 2012 zu Ihrer
konstituierenden Sitzung.
Arbeitsergebnisse
 Diskussion zu Hintergründen und Erwartungen der AK-Mitglieder zum AK „Krebs und Alter“.
 Analysieren des Themenfeldes: Was genau ist „Alter“?
 Ideensammlung hinsichtlich konkreter Teilaufgaben für die künftige Arbeit im AK.
8
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
2.6
Steuerungsgruppe PIKS
Am 19. Januar tagte die Steuerungsgruppe zum Gesundheitspräventionsprojekt Pubertät-ImpfenKrebs-Sexualität (PIKS). Die PIKS-Projektmappe wurde hinsichtlich eines einfacheren Handlings
durch die Lehrer inhaltlich weiter optimiert. Es wurde beschlossen, dass sich die Steuerungsgruppe
weiterhin jeweils zu Beginn eines Schuljahres treffen soll. Das Controlling der Initiative durch die
LAGO wurde als unerlässlich bewertet und soll auch in Zukunft sichergestellt werden.
2.7
Lenkungsgremium LAGO-Siegel
Das Lenkungsgremium zum Zertifikat „Ambulanter Dienst für onkologische Krankenpflege“ (LAGOSiegel) traf sich am 14. August zu einer Sitzung. Weitere Abstimmungen erfolgten auf elektronischem Weg.
Arbeitsergebnisse
 Das Zertifikat wurde im Geschäftsjahr drei Mal vergeben (vgl. Kap. 3.2).
 Die im Vorjahr vorbereitete Landkarte über die Versorgungsgebiete der LAGO-Siegel-Dienste
im Land Brandenburg konnte auf die Internetseiten der LAGO gestellt werden.
 Abschließende Arbeiten hinsichtlich der Erweiterung des LAGO-Siegels um die palliative Pflege.
 Bestätigung des neuen Siegels „Ambulanter Dienst für onkologische und palliative Pflege“
durch die Akademie für Palliative Care im Land Brandenburg g. e. V..
 Planung und Durchführung von vorbereitenden Maßnahmen zur Einführung des neuen Siegels
ab April 2013.
2.8
Lenkungsgremium Darmkrebskampagne
Am 01. März und 10. Oktober traf sich das durch das brandenburgische Ministerium für Umwelt,
Gesundheit und Verbraucherschutz koordinierte Lenkungsgremium zur Kampagne Brandenburg
gegen Darmkrebs. Die Frühjahrskampagne 2012 wurde vorbereitet. Die Organisation und Durchführung der Herbstkampagne 2012 wurde an die Firma Tiefenrot übergeben. Weiterhin wurden
die aktuellen Zahlen zur Inanspruchnahme der präventiven und kurativen Koloskopie präsentiert
und ausgewertet, im Bundesvergleich liegt Brandenburg dabei an vorderster Stelle.
9
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
3
Projekte
3.1
Krebsprävention
3.1.1 Brustkrebs
Seit Ende des Jahres 2012 werden Vorträge zu den Angeboten der LAGO mit
Schwerpunkt Krebsprävention auch in russischer Sprache angeboten. In diesem
Zusammenhang wurde in Zusammenarbeit und mit finanzieller Unterstützung der
IKK ein Flyer zur Selbstuntersuchung der weiblichen Brust in russischer Sprache auf
den Weg gebracht.
3.1.2 Gebärmutterhalskrebs
Die Projektphase (2007-2011) des JugendGesundheitspräventionsprojektes Pubertät-Impfen-Krebs-Sexualität, kurz
PIKS, ist abgeschlossen. Auf Grund des großen Erfolgs und der breiten Akzeptanz bei teilnehmenden Schülerinnen, Schülern, Eltern und Lehrkräften
wird PIKS nun seit 2012 als Initiative dauerhaft in brandenburgischen Schulen vorgehalten.
Im ersten Halbjahr 2012 wurden 24 PIKS-Projektordner angefordert. Mit
Hilfe dieser Materialien und der telefonischen Unterstützung der LAGO fanden 25 Projekttage
statt. In weiteren 18 Schulen wurden die PIKS-Materialien (Foliensatz, Präsentation, PIKS-QuizSpiel) im Unterricht eingesetzt. Die telefonische Nachfassaktion der LAGO bei den Schulen mit
PIKS-Ordnern ergab, dass 47 Schulen im Schuljahr 2012/ 2013 einen PIKS-Projekttag durchführen
wollen.
Das Interesse an der Initiative ist somit nachhaltig: Zu Beginn des Schuljahres 2012/2013 haben
weitere 42 neue Schulen den PIKS- Projektordner angefordert. Darüber hinaus wurden 6 eigenständig geplante Schul-Projekttage realisiert.
Mit einer Urkunde würdigte die brandenburgische Ministerin für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Anita Tack das ehrenamtliches Engagement der für PIKS tätigen ärztlichen Unterstützer für die Krebsvorsorge. Die Urkunden wurden am 11. Juli, zum Ende des Schuljahres
2011/2012, an alle 20 beteiligten ärztlichen Referentinnen und Referenten und eine DiplomSozialpädagogin versandt.
3.1.3 Darmkrebs
„Darmkrebs ist heilbar, wenn er früh erkannt wird. Warten Sie nicht
auf Symptome.“ Das ist die Botschaft der landesweiten Kampagne
„Brandenburg gegen Darmkrebs“, die seit 2003 durchgeführt wird.
10
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
Im Jahr 2012 fanden folgende Aktionen statt:
 Im Frühjahr wurden gemeinsam mit dem Landfrauenverband Brandenburg Aktionen angeboten. Der hierzu entwickelte Flyer „Keine Lust, schon den Löffel abzugeben“ wurde flächendeckend über den Verband verteilt. Weiterhin wurde von zwei Ortsgruppen je eine Veranstaltung
in Kooperation mit Prof. Wilfried Pommerien (Sprecher der Kampagne) durchgeführt.
 Bei der Brandenburger Gesundheitsmesse im März realisierte die LAGO mit ihrem Mitglied der
Deutschen ILCO einen gemeinsamen Stand. Hier kam erstmalig ein begehbares Darmmodell
des OSP Neuruppin zum Einsatz. Die Besucher der Messe konnten vom 16. bis 18. März 2012 in
der Metropolishalle Potsdam den Dickdarm auf eine einzigartige Weise kennen lernen: Beim
Gang durch das Darmmodell erhielten sie anschauliche Informationen zum Aufbau des Dickdarms. Sie erfuhren Wissenswertes über mögliche Erkrankungen oder wie sich durch Vorsorge
Darmkrebs verhindern lässt.

Auf Beschluss des Lenkungsgremiums wurde eine Erneuerung bzw.
die weitere Professionalisierung der Öffentlichkeitsarbeit im Jahr 2012 für
notwendig gehalten. So erschien die Kampagne zur Herbstaktion mit einem
neuen Gesicht. Nach den Erfolgen in den Vorjahren stand die neuaufgelegte Informationskampagne diesmal unter dem Motto „Blut im Stuhl?“. Nicht
nur das Leitmotiv, auch die Hauptrollen waren erfrischend anders besetzt:
Theater-, Kabarett- und Kinobühnen zwischen Elbe und Oder spielten mit.

Finanziert wurde die Kampagne aus Lottomitteln und mit Unterstützung der AOK Nordost – Die Gesundheitskasse.

Die Entwicklung der Kampagne und deren Ergebnisse im Einzelnen
können auf der Webseite www.brandenburg-gegen-darmkrebs nachverfolgt werden.
3.2
Qualitätssicherung ambulante onkologische Pflege – Das LAGO-Siegel
Über viele Jahre beobachteten und diskutierten Fachkräfte aus den
Bereichen Onkologie, Schmerztherapie, Pflege und Wissenschaft, die
Qualität ambulanter onkologischer Pflege. Einig sind sie sich
darüber, dass Krebspatienten und Schwerstkranke, die zu Hause
gepflegt werden, ganz besonders auf eine fachlich fundierte,
ganzheitliche, individuelle aber auch kreative Pflege angewiesen
sind. So lässt sich größtmögliche Autonomie und hohe
Lebensqualität für die Patienten bewahren. Wie aber lässt sich ein
Pflegedienst finden, der diese Kriterien auch wirklich erfüllt?
Hinter der LAGO stehen verschiedene Mitgliedsorganisationen: u. a. große Brandenburger
Krankenhäuser, Krankenkassen, Ärzte, Pflegeeinrichtungen, Institute. Aus ihnen wurde 1999 das
Expertenteam rekrutiert, das Qualitäts- und Prüfkriterien für ambulante Dienste entwickelte.
Daraus sollte ein Gütesiegel entstehen, welches nachweist, dass der zertifizierte Pflegedienst für
onkologische Betreuung qualifiziert ist. Im Dezember 2004 trat das Prüfverfahren schließlich in
Kraft. Im September 2005 konnten erstmalig und bundesweit drei Zertifikate „Ambulanter Dienst
für onkologische Krankenpflege“ vergeben werden. Bis heute wurde das Siegel 40 Mal verliehen.
Im Geschäftsjahr 2012 waren es drei Dienste, die erneut Ihre Qualität auf den Prüfstand stellten:
11
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
2012 Re-zertifiziert:
 Hauskrankenpflege Backschies, Potsdam
 Hospa Mobil, Neuruppin
 Deutsches Rotes Kreuz „Hoher Fläming“, Bad Belzig.
Darüber hinaus konnten im Jahr 2012 die Arbeiten zur Erweiterung des LAGO-Siegels um die
palliative Pflege abgeschlossen werden. Die Erweiterung erfolgte in enger Kooperation und
Abstimmung mit Achim Rieger (Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin) und Bernd HimstedtKämpfer (Akademie für Palliative Care im Land Brandenburg). Ab 2013 können interessierte
Pflegedienste auch ihre palliativ-pflegerischen Angebote bewerten lassen.
3.3
Qualifikation im Bereich Psychoonkologie – Die ZPOV
Die Zusatzqualifikation Psychosoziale Onkologische Versorgung
(ZPOV) wurde im Jahr 2012 erstmailig angeboten und fand mit
einer hohen Teilnehmerzufriedenheit in Potsdam statt. Sie wurde
von der Landesärztekammer Brandenburg mit 120 Punkten
zertifiziert und von der Deutschen Krebsgesellschaft anerkannt. Das
Seminar war auf 25 Personen ausgerichtet. Am Seminar nahmen 24
Personen teil. Die konzeptionell vorgesehene multiprofessionelle
Besetzung des Seminars wurde erreicht. Folgende Berufsgruppen
waren vertreten:
Teilnehmerzusammensetzung
Mediziner
3
Psychologen/Psychotherapeuten
10
Pflegekräfte
4
Sozialarbeiter, -pädagogen
4
Sonstige
3
Das Seminar wurde in Kooperation mit verschiedenen Partnern, die Räume zur Verfügung stellten,
durchgeführt.
Termine und Orte der einzelnen Module
Modul I
22./23./24.03.2012
St. Josefs-Krankenhaus, Potsdam
Modul II
10./11./12.05.2012
Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg, Potsdam
Modul III
27./28./29.09.2012
Heimvolkshochschule, Seddiner See
Modul IV
18./19./20.10.2012
Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg, Potsdam
Modul V
22./23./24.11.2012
St. Josefs-Krankenhaus, Potsdam
12
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
Ergebnissqualität
Zur Erhebung der Ergebnisqualität der ZPOV wurde ein Fragebogen eingesetzt.
Die Referenten der ZPOV wurden von denSeminarteilnehmenden überwiegend mit gut und sehr
gut bewertet. Darüber hinaus lobten die Teilnehmenden die Möglichkeit, immer wieder
Fallbeispiele aus der eigenen Praxis zur Diskussion stellen zu können. Von einigen Referenten
hätten sich die Teilnehmenden einen strukturierteren Vortragsaufbau, eine unterhaltsamere
Präsentation sowie mehr Interaktionsmöglichkeiten gewünscht.
Folgende Seminarthemen bewerteten die Teilnehmenden als besonders wertvoll:
Erfahrungsberichte, Entspannungsverfahren, medizinisches Basiswissen, psychoonkologische
Gesprächsführung, Psychische Komorbidität, Angst und Suizidalität, Fallbesprechungen, Ernährung
und Krebs, Krisenintervention, Stammzelltransplantation, Strahlentherapie und Psyche,
Berufsbezogene Selbsterfahrung, Psychoedukation und Gruppenprogramme, Onkologie im Alter,
Krebs und Sexualität, Paardynamik, Phantasiereisen. Was die Reihenfolge bzw. den Zeitpunkt der
Themen betraf, äußerten einige Teilnehmer Verbesserungswünsche. So sollten zukünftig
besonders fordernde Themen vormittags bearbeitet werden. Darüber hinaus wurde eine
Aufwärmübung zu Beginn jedes Seminartages angeregt.
Die Seminarorte wurden von den ZPOV-Teilnehmenden mehrheitlich als sehr gut und gut
empfunden. Sie lobten insbesondere die anregende Umgebung des dritten Seminarmoduls.
Gleiches galt für die Pausenversorgung, wobei sich einige Teilnehmende mehr Abwechslung bei
den Speisen sowie eine größere Teeausauswahl gewünscht hätten.
Große Zufriedenheit zeigte sich auch, was die die Betreuung und Organisation durch den
Veranstalter betraf. Die Seminarteilnehmenden zeigten sich insbesondere erfreut über die flexible
Reaktion auf unvorhergesehene Situationen und das Pausenmanagement. Einige Teilnehmende
empfanden das Zeitmanagement als teilweise zu rigide. Für die Fallvorstellung im Rahmen der
Abschlussarbeit hätte sich die Mehrheit der Teilnehmenden mehr Zeit gewünscht.
Zu Beginn der ZPOV wurden von den Seminarteilnehmenden folgende Erwartungen an die ZPOV
formuliert: Kennenlernen psychoonkologischer Angebote und Ansprechpartner, Vernetzung und
Erfahrungsaustausch mit anderen Berufsgruppen, Erkenntnisgewinn durch interdisziplinäre
Seminarausrichtung, Vermittlung neuen Wissens, mehr Sicherheit im Umgang mit onkologischen
Patienten, Erlangung des durch die DKG anerkannten Abschlusses.
Die folgende Grafik zeigt, dass die Erwartungen in großem Umfang erfüllt wurden:
Bewertung
Modul I
[%]
Modul II Modul III
[%]
[%]
Modul IV
[%]
Modul V
[%]
Mittelwert
Modul I-V [%]
sehr gut
61
50
55
24
47
47,4
gut
39
44
28
53
47
42,2
6
17
23
6
10,4
100
100
100
100
100
weniger gut
schlecht
gesamt
100
Gesamteindruck (Erfüllung der Erwartungen, Auswertung der Teilnehmerbefragung ZPOV 2012)
13
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
Die Feedbackrunde zum Abschluss der ZPOV unterstützt das Ergebnis der Fragebogenerhebung
einer großen Teilnehmerzufriedenheit. Dabei wurde die Multidisziplinarität der ZPOV, trotz
vereinzelter Über- und Unterforderung, als besonders wertvoll erachtet. Die Teilnehmenden
trugen an den Veranstalter den Wunsch nach einem würdigen Abschluss mit einer offiziellen
Zertifikatübergabe heran. Zudem rieten sie zu einem größeren Zeitfenster für die Fallvorstellung
zur Abschlussarbeit.
3.4
Unterstützung von Palliativnetzwerken
Die LAGO koordiniert gemeinsam mit verschiedenen
Partnern im Land Brandenburg die folgenden Netzwerke zur Verbesserung der ambulanten und spezialisierten palliativen Versorgung von Krebskranken:


Palliatives Netzwerk Potsdam (PNP, seit 2005)
Netzwerk Palliativversorgung Niederlausitz (NPN,
seit 2008).
Weiterhin unterstützte die LAGO im Jahr 2012 beim
Aufbau eines regionalen Palliativnetzwerkes in der Region Barnim/Uckermark.
Details zur Arbeit der Netzwerke sind auf der Website der LAGO abrufbar. Dort sind auch die Protokolle der Treffen eingestellt. Nachfolgend werden die wichtigsten Aktivitäten der bestehenden
Netzwerke zusammengefasst:
3.4.1 Palliatives Netzwerk Potsdam (PNP)
Die Netzwerktreffen im Geschäftsjahr fanden am 25. April in der AOK Nordost in Teltow sowie am
24. Oktober in den Räumlichkeiten der Hoffbauer Stiftung auf Hermannswerder in Potsdam statt.
Die Netzwerkmitglieder nutzten die Möglichkeiten die beiden Einrichtungen sowie das neue Hospiz auf der Insel Hermannswerder näher kennenzulernen und sich untereinander auszutauschen.
Arbeitsergebnisse

Anschaffung eines Roll-Ups für Präsentationszwecke des PNP in der Öffentlichkeit.

Beteiligung an der Ausstellung „Leben leben. Bis zuletzt“ vom 01.06. bis 16.06.2012 in den
Bahnhofspassagen Potsdam.

Präsentation des PNP auf dem 10. Potsdamer Hospiztag.

Pflege und Ausbau der Webpräsenzen „Versorgungsangebote für Sterbende in Potsdam“ und
„PNP“ auf den Internetseiten der LAGO.

Erfahrungsaustausch „Spezialisierte ambulante Palliativversorgung“.
14
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
3.4.2 Netzwerk Palliativversorgung Niederlausitz (NPN)
Das Netzwerk traf sich am 11. Januar und 07. November 2012 im Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus.
Arbeitsergebnisse

Gemeinsame Teilnahme an Vorträgen zu den Themen „Palliative Sedierung“ und „Chronisch
obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und Depression“.

Kennenlernen des Tätigkeitsbereiches des Ambulanten Kinderhospizdienstes der Johanniter in
Südbrandenburg.

Berichte zu den Hospizdienst-Treffen der Malteser und Johanniter

Erfahrungsaustausch „Spezialisierte ambulante Palliativversorgung“.
3.5
Wanderausstellung „Unser Leben mit Krebs. Betroffene machen Mut“
Die Wanderausstellung "Unser Leben mit Krebs - Betroffene machen Mut"
war 2012 an folgenden Orten zu sehen:
Potsdam
 Klinikum Ernst von Bergmann / Strahlentherapie
 Bahnhofspassagen
 Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
Lehnin
 Evangelische Kliniken / Palliativstation
3.6
Informationsmaterialien der LAGO
3.6.1 Wegweiser Onkologie Land Brandenburg

Band I: Krebs. Was kann ich tun - Erarbeitung der 6. Auflage durch die Geschäftsstelle der
LAGO. Herausgabe geplant: 2013

Band VII: Lust auf Leben. Onkologische Rehabilitation - Erarbeitung des neuen Wegweisers
durch den LAGO-Facharbeitskreis Onkologische Rehabilitation. Herausgabe geplant: 2013.

Band VIII: Kinder und Krebs - Dank einer großzügigen Spende der
Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) konnte eine weitere Broschüre in unserer Wegweiser-Reihe realisiert werden. Der achte
Band „Kinder und Krebs“ bietet einen detaillierten Überblick über
bestehende Therapiemöglichkeiten und Hilfsangebote sowohl für
erkrankte Kinder als auch für Kinder, in deren Familien eine Krebsdiagnose gestellt wurde. Helfenden bietet sie ebenfalls Orientierung.
Die vorgestellten brandenburgischen Angebote werden ergänzt um
einige wichtige Adressen aus Berlin und anderen Bundesländern.
15
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
3.6.2 Landkarte onkologischer Versorgungsstrukturen Brandenburgs
Im Juli 2012 wurde eine in Kooperation mit der Landesvermessung und
Geobasisinformation Brandenburg und auf Basis eines Sponsorings der
Firma Pfizer eine Übersichtskarte zur onkologischen Versorgung im Land
Brandenburg entwickelt. Auf dieser sind alle Einrichtungen bzw. Versorgungsangebote zur onkologischen und palliativen Versorgung regional
zugeordnet abgebildet.
3.6.3 Besondere Lebensphasen – Flyer zu Versorgungsangeboten für Schwerstkranke
und Sterbende
In dem 2012 aktualisierten Flyer "Besondere Lebensphasen - An wen kann
ich mich wenden?" finden schwerstkranke und sterbende Menschen und
ihre Angehörigen klärende Informationen zu den Aufgaben und Angeboten
von stationären Hospizen, Palliativstationen, ambulanten Hospizdiensten, zur
spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV), Angaben zu Kosten
sowie relevante Adressen. Insgesamt werden fünf Flyer angeboten, die die
Angebote des Landes Brandenburg aufgeteilt in die Regionen Potsdam, Cottbus, Frankfurt (Oder), Neuruppin sowie Uckermark / Schwedt darstellen. Die
Herausgabe wurde durch eine finanzielle Unterstützung der AOK Nordost Die Gesundheitskasse ermöglicht.
3.6.4 SAPV und ärztliche Partnerschaft
Die Versorgung Schwerstkranker und Sterbender liegt in der Regel in den
Händen des Hausarztes. Hier ist über die Jahre ein Vertrauen entstanden,
das für Patienten sehr wichtig ist. Zuweilen können die Beschwerden jedoch
so schwer oder so vielfältig sein, dass besondere Hilfen notwendig werden.
In diesen Fällen werden weitere Fachkollegen, wie Schmerztherapeuten
und Palliativmediziner in die Behandlung einbezogen. Sind Patienten auf
eine besonders aufwändige Versorgung zur Linderung seiner Symptome
angewiesen und möchten dabei in ihrer häuslichen Umgebung versorgt
werden, können sie Leistungen der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) in Anspruch nehmen. Was die SAPV ist, von wem und wo sie
im Land Brandenburg erbracht wird und welche Rolle dem Hausarzt hierbei
zukommt, wird in dem 2012 herausgegebenen Informationsblatt dargestellt. Bei der Herausgabe unterstützten finanziell und logistisch folgende
Partner: KVBB, Pfizer, Takeda, Boehringer Ingelheim.
16
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
3.6.5 Unser Leben mit dem Abschied. Palliativpatienten spenden Trost
Der vom AK Palliativ- und Hospizversorgung beschlossene dritte Band
„Unser Leben mit dem Abschied. Palliativpatienten spenden Trost“ konnte aufgrund der Unterstützung der DAK-Unternehmen Leben, der BARMER- die gesund Experten, der IKK Brandenburg und Berlin sowie der
Stiftung menschenwürdiges Sterben, der Deutschen Palliativstiftung und
der Landesärztekammer Brandenburg realisiert werden. Insgesamt wurden zehn Palliativpatienten mit Wort und Bild porträtiert. Die Interviewten sprachen über ihre persönlichen Erfahrungen und Gedanken, welche
Belastungen sie umtreiben, aber auch welche positiven Momente sie in
der letzen Lebensphase erlebten. Die Publikation wurde zu Beginn des
Jahres 2012 der Öffentlichkeit präsentiert.
3.6.6 Humane Papillomviren (HPV)
Im Rahmen des PIKS-Projekts wurde insbesondere von niedergelassenen
Ärztinnen und Ärzten der Wunsch nach ausführlicheren Informationen zur
Thematik Humane Papillomviren (HPV) geäußert. Vor diesem Hintergrund
wurde im Geschäftsjahr gemeinsam mit der Landesärztekammer Brandenburg und unterstützt von der KVBB eine HPV-Informationsschrift herausgegeben. Bei der Informationsschrift handelt es sich um einen Nachdruck des
niedersächsischen Ratgebers „Humane Papillomviren (HPV)“ für Ärztinnen
und Ärzte.
3.7
Beratung in russischer Sprache
Für russisch-sprachige Krebspatientinnen und -patienten und ihre Familien
bestehen häufig Sprachbarrieren und Informationsdefizite. Zur Verbesserung
dieser Situation und um Informationen und Hilfsangebote zugänglich zu machen, bietet die LAGO seit 2012 ein telefonisches Beratungsangebot in russischer Sprache an.
Als ehrenamtliche Beraterin in der Geschäftsstelle steht Sitta Abramova zur
Verfügung. Ihre Muttersprache ist russisch.
17
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
4
Veranstaltungen
4.1
Ausstellung „Leben leben bis zuletzt“
Gemeinsam mit der Deutschen PalliativStiftung (DPS) veranstaltete die LAGO vom 1. bis 16. Juni
2012 die Ausstellung „LEBEN leben. Bis zuletzt.“ in den Bahnhofspassagen Potsdam. Knapp 1.000
Besucherinnen und Besucher zählte die Ausstellung, dies waren weit mehr, als erwartet. Ziel der
aus vier Teilbereichen gestalteten Ausstellung, bei der Fotografien, Kurzporträts und Imageplakate
gezeigt wurden, war es, die Themen Krankheit, insbesondere Krebs und Sterben zu enttabuisieren,
Menschen besonders für die Krebsfrüherkennung zu sensibilisieren und Betroffenen Möglichkeiten aufzuzeigen, möglichst bis zur letzten Minute gut zu leben.
Organisiert wurde die Ausstellung von Andrea Bartelt, die als Studentin der Sozialarbeit und –
pädagogik ein Praktikum in der Geschäftsstelle absolvierte.
Ausstellungseröffnung
Foto rechts / v. l.: Dr. Gudrun Thielking-Wagner (LAGO),
Ministerin Anita Tack (MUGV), Thomas Sitte (DPS)
18
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
4.2
Zehnter Potsdamer Hospiztag
„Selbstbestimmung und Fürsorge am
Lebensende“
Der Potsdamer Hospiztag jährte sich zum zehnten
Mal. Unter dem Motto „Selbstbestimmung und Fürsorge am Lebensende“ luden die LAGO und der Hospiz– und Palliativberatungsdienst Potsdam (HPP) am
08. Juni 2012 alle Interessierten herzlich ein.
Ganz besonders freuten wir uns, dass Ministerpräsident Matthias Platzeck anlässlich dieses Jubiläums die Schirmherrschaft übernommen hatte. Eine Besonderheit war das Theaterstück „Oscar und
die Dame in Rosa“ - ein Schauspiel von Eric-Emmanuel Schmitt bearbeitet und aufgeführt von
Christine Reitmeier. Im Anschluss fanden Workshops zu verschiedenen Themen statt. Weiterhin
wurden Führungen durch das neue Potsdamer Hospiz auf der Insel Hermannswerder angeboten.
Der 11. Potsdamer Hospiztag wird am 31. Mai 2013 zum Thema „Trauer Wege“ durchgeführt.
4.3
Dritter Brandenburger Krebskongress
Im Jahr 2012 fanden weitere Sitzungen des Programmkomitees zur
Vorbereitung des dritten Brandenburger Krebskongresses (BBKK)
statt. Die thematischen Eckpunkte wurden konkretisiert, das Programm aktualisiert. Erstmalig sollen Praxiskurse für junge Ärzte angeboten werden. Als Veranstaltungsort für den 3. BBKK wurde das DorintHotel in Potsdam bestätigt. Mit der Organisation des Kongresses
wurde die Firma MCALL beauftragt. Ministerin Anita Tack hat die
Schirmherrschaft über den Kongress zugesagt.
Begleitend zum Kongress wurde eine Industrieausstellung und ein
„Forum oncologicum“ (Präsentation von Zentren, Selbsthilfeverbänden etc., kostenfrei) eingeplant. Zum Abschluss des ersten Tages soll eine Lesung „Lyrik und Schmerz“ (Manfred M. Bohn)
stattfinden. Ein Vorankündigungsflyer zum Kongress wurde mit der Juni-Ausgabe der kv-intern an
die brandenburgischen Vertragsärzte versandt. Die Website zum Kongress ging 2012 online.
4.4
Fortbildungen und Informationsveranstaltungen
Die Fortbildungs-, Informationsveranstaltungen für Krebspatienten und onkologisches Fachpersonal, die seit dem Jahr 2000 kontinuierlich durchgeführt
werden, trafen auch im Jahr 2012 auf große Akzeptanz und waren sehr gut
besucht. Die Veranstaltungen wurden mit Unterstützung von Mitgliedern der
LAGO und gemeinsam mit weiteren Partnern durchgeführt.
Im Berichtsjahr 2012 führte die LAGO Veranstaltungen zu den folgenden
Themenbereichen durch:
19
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
Veranstaltung
Onkologischer
Pflege - Nachmittag
Themen
o Ernährung in der Palliativphase (Infusionstherapie)
o Umgang mit Portsystemen
o Schmerztherapie aus
pflegerischer Sicht
Zielgruppe
Termine
Orte
o Ambulante Pflegedienste
29.03.
Königs
Wusterhausen
19.04.
Senftenberg
31.05.
Prenzlau
20.09.
Perleberg
18.10.
Potsdam
27.09.
St. Josefs Krankenhaus Potsdam
23.10.
Königs
Wusterhausen
09.11.
Potsdam
o Pflegefachkräfte
o onkologisch und in
der Palliativversorgung Tätige
o Information zur Umsetzung der SAPVVersorgung in Brandenburg, insbesondere zur Kooperation
der Palliativ Care
Teams mit ambulanten Pflegediensten
Fortbildungsreihe
Onkologische Pflege
o Chemotherapie und
Lebensqualität
o Pflegende
Informationsveranstaltung
o Wenn Brustkrebs
wieder kommt
o Brustkrebspatientinnen
o interessierte Ärzte
o Interessierte
Fortbildung
o Du bist tot - Ich lebe.
Wie wir Kinder in ihrer Trauer begleiten
können
o in Kindereinrichtungen und Schulen tätige Pädagogen und
Sozialarbeiter
o Interessierte, die
Kinder bei der Bewältigung von Verlustsituationen unterstützen
Folgenden Firmen sei für die großzügige finanzielle Unterstützung der Veranstaltungen gedankt:

Alphamade, Archimedes-Pharma

GHD Gesundheits GmbH Deutschland, Region Spreecare

Kassenzahnärztlichen Vereinigung Brandenburg

Pfizer GmbH

Roche AG
20
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
Darüber hinaus danken wir folgenden Einrichtungen für die Unterstützung als Kooperationspartner bei den jeweiligen Veranstaltungen:

Achenbach Krankenhaus Königs Wusterhausen

ASB Begegnungsstätte Lausitzer Seenland

Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs, Gruppe Königs Wusterhausen

Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg

Kreiskrankenhaus Prignitz

Mehrgenerationenhaus Senftenberg

MSZ Uckermark gGmbH, Kreiskrankenhaus Prenzlau

REKIS Dahme-Spreewald e.V.

St.-Josefs-Krankenhaus Potsdam
Fortbildungsreihe Onkologische Pflege, 27.09., St. Josefs Krankenhaus Potsdam
21
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
5
Service
Eine wichtige Aufgabe sieht die LAGO weiterhin in ihrer Service-Tätigkeit sowohl für Betroffene als
auch für die Fachwelt. Auch im Jahr 2012 haben wir die Dokumentation von Anrufen, schriftlichen
Anfragen und Besuchen in der Geschäftsstelle der LAGO fortgesetzt, um zu dokumentieren, wie
häufig und zu welchen Themen die Serviceleistungen der LAGO von Betroffenen und der Fachwelt
nachgefragt wurden.
Im Berichtzeitraum 2012 haben insgesamt 456 Personen die Serviceleistungen der LAGO in Anspruch genommen. Davon waren insgesamt 367 Frauen und 87 Männer (bei zwei Personen war
eine Zuordnung wegen Anonymisierung nicht möglich). 295 Personen (= 64,7 %), nahmen aus beruflichen Gründen mit uns Kontakt auf (z. B. Ärzte, Sozialarbeiter etc.), 63 Personen (= 13,8 %) waren Krebspatienten bzw. Angehörige von Krebspatienten, drei Personen (< 1 %) waren Freunde
von Krebspatienten, drei Personen (< 1 %) riefen aus Interesse an unserer Arbeit an und 92 Personen (= 20,1 %) nannten keinen bestimmten Grund für ihre Kontaktaufnahme (vgl. Abb. 01).
sonstiges (keine Angabe)
Interessierte
davon Frauen
davon Männer
aus beruflichen Gründen (Sozialarbeiten,
Arzt etc.)
keine Angaben
Freunde
Patient / Angehörige
0
50
100
150
200
250
300
Abb. 01: Kontaktaufnahmen 2012 absolut nach Geschlecht und Personengruppen (n=456)
Die Kontaktaufnahme zur LAGO erfolgte mehrheitlich per Telefon. 316 Personen (= 69,4 %) nutzten diesen Weg. 117 Personen (= 26 %) stellten eine Anfrage per E-Mail, 13 Personen (= 2,8 %)
richteten ein Schreiben (Brief oder Fax) an die LAGO, zehn Personen (= 2,2 %) kamen persönlich
vorbei, um ein Anliegen zu klären (vgl. Abb. 02).
22
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
1310
per Telefon
117
per E-Mail
per Schreiben (Brief, Karte, Fax o.ä.)
persönlich
316
Abb. 02: Art der Kontaktaufnahme absolut (n=456)
Für die Kontaktaufnahme mit der LAGO gab es die folgenden Gründe: 58 Mal wurden Kontakte
vermittelt z. B. zu Selbsthilfegruppen, Therapeuten, einer Sport- oder Kreativgruppe, oder zum
Hospiz. 474 Mal wurden Broschüren bzw. Informationsmaterial der LAGO bestellt und 11 Mal Broschüren anderer Anbieter (vgl. Abb. 03). Das ergibt 543 Broschüren bzw. Kontakte, die angefragt
wurden. Einige Kontaktsuchende haben aufgrund mehrerer Anliegen (Broschüren verschiedener
Themen bzw. Anbieter) die LAGO kontaktiert.
11
58
Kontakte
Bestellung von LAGO-Broschüren
Bestellung von Broschüren anderer
Anbieter
474
Abb. 03: Gründe für die Kontaktaufnahme
Die Hilfe bzw. Rat Suchenden kamen aus ganz Deutschland. Im Jahr 2012 waren 4 von ihnen aus
Baden-Würtemberg, 3 aus Bayern, 65 aus Berlin, 343 aus Brandenburg, 2 aus Bremen, 4 aus Hamburg, 2 aus Hessen, 2 aus Mecklenburg-Vorpommern, 2 aus Niedersachsen, 4 aus NordrheinWestfahlen, 2 aus dem Saarland, 3 aus Rheinland-Pfalz, 6 aus Sachsen, 5 aus Sachsen-Anhalt, 2 aus
Schleswig-Holstein, 5 aus Thüringen und 2 Ratsuchenden machten keine diesbezüglichen Angaben.
23
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
6
Öffentlichkeitsarbeit
Die wichtigsten Aktivitäten zur Präsentation der LAGO bzw. gezielter Projekte im Jahr 2012 waren:
Januar
Tag
Anlass
Beteiligung
25.
„Brandenburg gegen Darmkrebs“ mit den Landfrauen in Weseram
Informationsstand
Februar
Tag
Anlass
Beteiligung
04./05. Kongress „Integrative Therapie des Mammakarzinoms“ in Berlin
Teilnahme
22./24. 30. Deutscher Krebskongress in Berlin
Teilnahme
25.
Informationsstand
Patiententag im Rahmen des 30. Deutschen Krebskongresses in
Berlin
März
Tag
Anlass
Beteiligung
07.
1. Treffen des palliativ-Care- Teams „Potsdam und Umland GbR
Teilnahme
16.
Einweihung des stationären Hospizes in Potsdam
Teilnahme
16./18.
7. Vital & 50plus – Brandenburger Gesundheitsmesse 2012
Informationsstand
19.
„Komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“
Aktionen mit
Schülern
21.
4. Aktionstag „Tumorschmerz“ in Potsdam
Vortrag/ Informationsstand
31.
18. Brandenburger Gynäkologentag in Potsdam
Informationsstand
22./24.
Zusatzqualifikation Psychosoziale Onkologische Versorgung
(ZPOV), Modul 1
Veranstalter
29.
Fortbildungsveranstaltung „Onkologischer Pflege-Nachmittag“ in
Königs-Wusterhausen
Veranstalter
30.
2. Treffen der Darmzentren im Land Brandenburg in Dahlewitz
Teilnahme
24
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
April
Tag
Anlass
Beteiligung
16.
Eröffnungsveranstaltung des stationären Hospizes in Potsdam
Teilnahme
16./18. Gesundheitsmesse in Potsdam
Informationsstand
18.
Vorstellung der LAGO im Rahmen des Qualitätszirkels in Bad
Saarow
Vortrag
18.
„Brandenburg gegen Darmkrebs“ mit den Landfrauen in
Radewege
Informationsstand
19.
Fortbildungsveranstaltung „Onkologischer Pflege-Nachmittag“ in
Senftenberg
Veranstalter
21.
1. Brandenburger Palliative Care Tag in Potsdam
Informationsstand
Tag
Anlass
Beteiligung
04.
Tagung „Wie Ärzte und Pflegekräfte gesund bleiben“ in Berlin
Teilnahme
Mai
05./06. Tag der offenen Tür im Klinikum Ernst von Bergmann
Informationsstand
10./12. Zusatzqualifikation Psychosoziale Onkologische Versorgung
(ZPOV), Modul 2
Veranstalter
11./12
Vivantes – 8. Berliner Krebskongress – Krebs beim alten Menschen Teilnahme
10./12. Zusatzqualifikation Psychosoziale Onkologische Versorgung
(ZPOV), Modul 2
Veranstalter
23./24. Schülergesundheitstage 2012 in Potsdam
Aktionen mit
Schülern
23./25. 15. Onkologische Fachtagung für medizinische Berufe in Berlin
Mitveranstalter
31.
Veranstalter
Fortbildungsveranstaltung „Onkologischer Pflege-Nachmittag“ in
Prenzlau
Juni
Tag
Anlass
Beteiligung
01./16.
Ausstellung „Leben leben bis zuletzt“ in Potsdam
Mitveranstalter
8.
10. Potsdamer Hospiztag in Potsdam
Mitveranstalter
Juli/August – Sommerpause –
25
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
September
Tag
Anlass
Beteiligung
13.
9. Kongress der Dt. Gesellschaft für Palliativmedizin
Informationsstand
20.
Fortbildungsveranstaltung „Onkologischer Pflege-Nachmittag“ in
Perleberg
Veranstalter
26.
Symposium „Impfprävention bei Krebs – wo stehen wir derzeit?“
in Berlin
Teilnahme
27.
Fortbildungsveranstaltung Onkologische Pflege in Potsdam
Mitveranstalter
27./29. Zusatzqualifikation Psychosoziale Onkologische Versorgung
(ZPOV), Modul 3
Veranstalter
29.
7. Brandenburger Hospiztag in Senftenberg
Informationsstand
Tag
Anlass
Beteiligung
11.
Vorstellung der LAGO mit Schwerpunkt Krebsprävention in russischer Sprache in Potsdam
Vortrag
18.
Fortbildung „Onkologischer Pflege-Nachmittag“ in Potsdam
Veranstalter
18.
Gesundheitstag im Ministerium für Infrastruktur in Potsdam
Informationsstand
Oktober
18./20. Zusatzqualifikation Psychosoziale Onkologische Versorgung
(ZPOV), Modul 4
Veranstalter
20.
Informationsveranstaltung zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und kolorektalem Karzinom in Luckenwalde
Informationsstand
23.
Patientenveranstaltung „Wenn Brustkrebs wieder kommt…“ in
Königs Wusterhausen
Mitveranstalter
November
Tag
Anlass
Beteiligung
09.
20. Onkologischer Tag für Schwestern und Pfleger in Potsdam
Teilnahme
19.
Tagesseminar zur Kindertrauer „Du bist tot – Ich lebe“
Veranstalter
22./24. Zusatzqualifikation Psychosoziale Onkologische Versorgung
(ZPOV), Modul 5
Veranstalter
27.
Vortrag
Vorstellung der LAGO mit Schwerpunkt Krebsprävention in russischer Sprache in Frankfurt (Oder)
Dezember – Weihnachtspause –
26
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
7
Verschiedenes kurz notiert
Onkologische Fachzeitschrift
Die 10. Ausgabe unserer Fachzeitschrift „Brandenburgisches OnkologieForum“ (BOF) erschien im Februar 2012 zum Schwerpunktthema „Netzwerke
in Onkologie und Palliativversorgung“ im Verlag Delphin-Werbung Wolfgang
Ambrosius.
Als Schwerpunkt für die nächste Ausgabe des BOF wurde das Thema „Hautkrebs“ gewählt. Das Heft Nr. 11 soll im Februar 2013 erscheinen.
Psychosoziale Qualifizierung der Selbsthilfe
Die Beantragung der Finanzierung einer Fortbildungsreihe zur psychosozialen Qualifizierung der
Selbsthilfe und Ehrenamtlichen wurde in Kooperation mit den beteiligten Selbsthilfeverbänden für
die Krankenkassen vorbereitet. Die konkrete Beantragung soll 2013 erfolgen.
8
Finanzierung
8.1
Die finanzielle Situation der LAGO
Die LAGO ist ein von den Finanzbehörden anerkannter gemeinnütziger Verein. Sie finanzierte ihre
Tätigkeit im Jahr 2012 zu etwa 44 % aus projektbezogenen Zuwendungen des Landes Brandenburg. Die Finanzierung der restlichen 56 % wurde aus Fördermitteln und Zuschüssen der DRV, der
Landesärztekammer, der Landeszahnärztekammer, der Knappschaft Bahn-See, der Landeskrankenhausgesellschaft, Krankenkassen, aus Mitgliedsbeiträgen und mit der finanziellen Hilfe von
Sponsoren sowie Spenderinnen und Spendern ermöglicht. Die Finanzierung der LAGO-Arbeit erwies sich im Berichtszeitraum als eine Herausforderung, die wir aber mit Unterstützung unserer
Förderer auch im Jahr 2012 meistern konnten.
8.1.1 Einnahmen und Ausgaben
Den Einnahmen in Höhe von € 249.389,88 standen im Geschäftsjahr 2012 Gesamtausgaben in
Höhe von € 247.750,00 gegenüber. Damit ergab sich zum 31.12.2012 ein Überschuss von
€ 1.639,88.
Die einzelnen Bestände sowie Belege wurden durch zwei Rechnungsprüfer und den Schatzmeister
geprüft und für in Ordnung befunden. Auf einen ausführlichen Bericht der getätigten Ausgaben
verzichten wir an dieser Stelle. In die Detailübersicht kann jedes Mitglied der LAGO auf Wunsch
Einsicht nehmen.
27
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
8.2
Sponsoring und Spenden
Nachfolgend sind alle Personen und Institutionen genannt, die Projekte der LAGO im Jahr 2012 mit
finanziellen Zuschüssen, logistischer Hilfe oder Sachspenden unterstützt haben. Hier werden auch
die Mitglieder der LAGO aufgeführt, die über ihren Mitgliedsbeitrag hinaus weitere Mittel zur Verfügung stellten:

ABNOBA GmbH

Alphamade GmbH
Amgen GmbH
Amtsgericht Zossen
AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
Archimedes Pharma

Baikowski, Fam.





Barnack, Frau
Berneke, J.
Beyl, U.
Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
Booz, Fam.

DAK





Detlof, K.
Deutsche Palliativstiftung
Deutsche Rentenversicherung Berlin Brandenburg
Drendel, S.

Fleck, Dr. U.

Fulde, J.

GHD GmbH




Goemann, Fam.
Gribow, V.
Grieneisen Bestattungen
Grünenthal
Grüschow, B.
Gruszczynski, P.

Harbach-Dietz, I.






Hartmann, E.
Hasch, O.
Herbst, Dr. H.
Hillebrand, W.
Himstedt-Kämpfer, B.
Hospizverein Spremberg

IABSP







IKK Brandenburg und Berlin
Jeske, Dr. B.
28
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -

Kallien, Dr. U.

Karbe, Dr. S.
Karossa, D.
Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg
Kerber, E.
Kerwin, I.
Knappschaft Bahn-See
Köhler, Frau
Kosche, Fam.
Krämer, H.
Kuhn, G.

Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg










Landesärztekammer Brandenburg
Landeszahnärztekammer Brandenburg
Lehniner Kliniken
Leitner, E.
Lenth, M.
Lewerenz, U.
Loesch, Dr. W.

Marx, A.







Mieth, Fam.
Mittmann, Dr. Fam.

Neuer, U.

Nieschant, D.



Otto, H.
Papurski, M.

Pfizer Deutschland GmbH
Pfizer Pharma GmbH
Pöhl, I.
Prostata-Selbsthilfe-Gruppe Königs Wusterhausen

Rädel, Frau




Rehberg, J.
Ring-Bau, Frau Kaiser
Roche Pharma GmbH
Rode, N.

Saarbrücker Altenwohnstift










Sanofi Pasteur MSD GmbH
Schirmer, Ch.
Schmidt, J.
Schmidt, J.
Schotz, M.
Schuback, Dr. B.
Sempf, M.
29
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -

Seppelt, Fam.
Solecki, Dr. R.
Sozialstation Rheinsberg
Spielhagen, D.
Stolper, S.
Stuckart, F.

Takeda Pharma Vertrieb GmbH & Co. KG






Tewes, A.
Töpfer, Dr. Ch.
Trunschel, W.

Vinco e. V.

von Hänisch, I.

Walter, Fam.



Wassmuth, E.
Weiland, J.
Wichernheim e. V.
Wicke, Frau
Wolf, P.

Ziem, Fam.







Zoephel, M.
Zölfl, A.
Zöllner, R.
Fördermitglieder



Iris Böhm
Ramona Schinköthe
Stefanie Bölter
... und viele private Spender und Spenderinnen, die uns einen Betrag in die LAGO-Spendenbüchse
oder eine Spende auf unser Konto überwiesen haben.
Besonders herausgehoben werden soll folgende
großzügige Spende im Jahr 2012: Unter der
Schirmherrschaft von Ministerpräsident Matthias
Platzeck gab es begleitend zum im Juni in der
Metropolishalle Potsdam aufgeführten Musical
"Friedrich - Mythos und Tragödie" eine von der
Deutschen Palliativstiftung organisierte
Fundraisingaktion, bei der die LAGO anteilig bedacht wurde (im Bild: Spendenübergabe).
30
LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
9
Erreichte Ziele und Ausblick
Die von den Mitgliedern geplanten Projekte für 2012 waren wieder sehr umfangreich. Umso erfreulicher ist, dass fast alle geplanten Vorhaben in der anvisierten Form umgesetzt werden konnten. Die einzelnen Aktivitäten sind in diesem Jahresbericht ausführlich dargestellt. Nachfolgend
wird eine zusammenfassende Aufstellung der Projekte gegeben.
1. Zusatzqualifikation Psychosoziale Onkologische Versorgung (ZPOV) (realisiert)
2. Dritter Brandenburger Krebskongress 2013; Vorbereitung und Planung gemeinsam mit
dem MUGV und TZBB (realisiert)
3. Durchführung des 10. Potsdamer Hospiztages gemeinsam mit dem Hospiz- und PalliativBeratungsdienst Potsdam (HPP) (realisiert)
4. Initiative PIKS; Verstetigung (realisiert)
5. Kampagne Brandenburg gegen Darmkrebs, Neustrukturierung (PR) und Fortführung (realisiert)
6. Palliativnetzwerke im Land Brandenburg; Koordinierung und Unterstützung bei Neugründungen (realisiert)
7. XV. Onkologische Fachtagung der König & May GbR; Mitveranstalter gemeinsam mit dem
DBfK (realisiert)
8. Fortbildungen und Informationsveranstaltungen für Patienten und onkologisch tätiges Personal (realisiert)
9. LAGO-Siegel, Fortführung und Erweiterung um die Palliativpflege (realisiert)
10. Fach-AK "Palliativ- und Hospizversorgung", „Psychoonk. Betreuung“, „Onk. Pflege“, „Onk.
Rehabilitation“; Koordinierung und Umsetzung der beschlossenen Aktivitäten / Projekte;
bei Bedarf Neugründung weiterer Facharbeitskreise (realisiert)
11. Entwicklung eines Projektes zum Thema „Kinder krebskranker Eltern“ (realisiert)
12. Fachzeitschrift Brandenburgisches Onkologie-Forum, Jubiläumsausgabe 10 (realisiert)
13. Wanderausstellung „Unser Leben mit Krebs – Betroffene machen Mut“ (realisiert)
14. Wegweiser Onkologie Band I „Krebs. Was kann ich tun?“, aktualisierte Neuauflage (realisiert)
15. Flyer „Besondere Lebensphasen“; Überarbeitung und aktualisierte Neuauflage + Flyer SAPV
(realisiert)
16. Wegweiser Band VI „Palliativ- und Hospizversorgung“; Herausgabe in Kooperation mit der
LAG Hospiz + Palliativakademie Brandenburg
17. Kursreihe „Psychosoziale Qualifizierung der Selbsthilfe“
18. Beratungsangebot für die russisch sprachige Bevölkerung (realisiert)
19. Wegweiser Band VII „Onkologische Rehabilitation“
20. Wegweiser Band VIII: „Ernährung und Krebs“ (Abstimmung mit AK Onkologische Pflege)
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LAGO Brandenburg e. V. - Geschäftsbericht 2012 -
Durch die Mitgliederversammlung der LAGO wurde für das Jahr 2013 die Durchführung der
folgenden Projekte beschlossen:
1. Fortführung Zusatzqualifikation Psychosoziale Onkologische Versorgung (ZPOV)
2. Durchführung des dritten Brandenburger Krebskongresses in Potsdam
3. Durchführung einer Festveranstaltung „20 Jahre LAGO“
4. 11. Potsdamer Hospiztag gemeinsam mit dem HPP
5. Steuerung und Koordinierung der Initiative PIKS
6. Fortführung der Kampagne Brandenburg gegen Darmkrebs
7. Palliativnetzwerke im Land Brandenburg; Koordinierung und Unterstützung bei
Neugründungen
8. XVI. Onkologische Fachtagung der König & May GbR; Mitveranstalter gemeinsam mit dem
DBfK
9. Fortbildungen und Informationsveranstaltungen für Patienten und
onkologisch tätiges Personal
10. LAGO-Siegel, Fortführung und Einführung Erweiterung um die Palliativpflege
11. Fach-AK "Palliativ- und Hospizversorgung", „Psychosoziale Onk. Versorgung“, „Onk. Pflege“, „Onk. Rehabilitation“; „Krebs und Alter“, Koordinierung und Umsetzung der beschlossenen Aktivitäten / Projekte; bei Bedarf Neugründung weiterer Facharbeitskreise
12. Fachzeitschrift Brandenburgisches Onkologie-Forum, Ausgabe 11
13. Fortführung Wanderausstellung „Unser Leben mit Krebs – Betroffene machen Mut“
14. Herausgabe des Wegweisers Onkologie Band VI „Sterben dort, wo man zuhause ist“
15. Herausgabe des Wegweisers Onkologie Band VII
„Lust auf Leben. Onkologische Rehabilitation“
16. Kursreihe „Psychosoziale Qualifizierung der Selbsthilfe“
17. Fortführung des Beratungsangebotes für die russisch sprachige Bevölkerung
18. Relaunch der Homepage der LAGO
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