Siemens | CA 343 Series | SIMATIC NET S7–CPs für Industrial Ethernet CP 343–1

SIMATIC NET
S7–CPs für Industrial Ethernet
Gerätehandbuch Teil B1
CP 343–1 / CP 343–1EX20
6GK7 343–1EX11–0XE0
ab Ausgabestand 1 (Firmware–Stand V2.0)
6GK7 343–1EX20–0XE0
ab Ausgabestand 1 (Firmware–Stand V1.0)
für SIMATIC S7–300 / C7–300
CP 343–1
LED–Anzeigen
AUI/ITP–Schnittstelle:
15–polige SUB–D–Buchse
mit Schiebeverriegelung
Betriebsartenschalter
TP–Schnittstelle:
8–polige RJ–45–Buchse
CP 343–1EX20
Betriebsartenschalter
LED–Anzeigen
TP/ITP–Schnittstelle:
8–polige RJ–45–Buchse
Produkthinweise
Produkthinweise
Produktbezeichnungen
In dieser Beschreibung finden Sie Informationen zu den beiden Produkten
S
CP 343–1
und
S
CP 343–1EX20
In Papierform beiliegende Produktinformation
Hinweis
Sämtliche Hinweise in der Produktinformation , die dem hier beschriebenen Gerät beiliegt, sind gültig und unbedingt zu beachten.
Kompatibilität mit der Vorgängerversion
Hinweis
Beachten Sie zu den Funktionserweiterungen und Einschränkungen unbedingt die Angaben in Kapitel 6 dieses Gerätehandbuchs!
Adressaufdruck: Eindeutige MAC–Adresse für den CP voreingestellt
S
CP 343–1
Der CP 343–1 wird mit einer voreingestellten MAC–Adresse ausgeliefert. Im
Rahmen der Projektierung kann eine andere MAC–Adresse vergeben werden.
Um eine eindeutige Adressvergabe sicherzustellen, empfehlen wir Ihnen, diese
MAC–Adresse bei der Baugruppenprojektierung zu übernehmen!
S
CP 343–1EX20
Der CP 343–1EX20 wird mit einer fest eingestellten MAC–Adresse ausgeliefert.
Bei der Projektierung wird die MAC–Adresse nicht verändert.
-
B1–2
CP 343–1 / CP 343–1EX20 für Industrial Ethernet / Gerätehandbuch Teil B1
Ausgabe 2/2003
C79000–G8900–C158–05
Inhalt
Inhalt
Inhalt – Teil A
Ethernet CPs – allgemeine Informationen . . . . . . . . . . . . .
siehe allgemeiner Teil
Hinweis
Beachten Sie bitte den hier genannten Teil A des Gerätehandbuches; dieser gehört ebenfalls zur Beschreibung des CPs. Unter anderem finden Sie dort die Erklärung der verwendeten Sicherheitshinweise sowie weitere Informationen, die für
alle S7–CPs für Industrial Ethernet gelten.
Sie können diesen Allgemeinen Teil auch über Internet beziehen:
http://www4.ad.siemens.de/view/cs/de/8777865
Inhalt – Teil B1
1
Eigenschaften / Dienste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
B1–5
2
Voraussetzungen für den Einsatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
B1–8
3
Montage und Inbetriebsetzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
B1–9
4
Anzeigen und Betriebsartenschalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–11
5
Leistungsdaten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–14
6
7
5.1
Allgemeine Kenndaten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–14
5.2
Kenndaten S7–Kommunikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–14
5.3
Kenndaten SEND/RECEIVE–Schnittstelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–15
Kompatibilität zu Vorgängerprodukt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–16
6.1
Funktionserweiterungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–16
6.2
Ältere Baugruppen tauschen /Ersatzteilfall . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–17
Weitere Hinweise zum Betrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–18
7.1
Urlöschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–18
7.2
Betrieb mit Fast Ethernet – automatische Umschaltung . . . . . . . . . . . . . . . B1–20
7.3
FC–Aufrufschnittstelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–22
7.4
SNMP–Agent
(nur CP 343–1EX20 ab Firmware–Version V 1.1) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–23
7.5
Einfluss von MPI auf Verbindungen über Industrial Ethernet . . . . . . . . . . . B1–24
7.6
Weitere abrufbare Informationen zum CP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–25
CP 343–1 / CP 343–1EX20 für Industrial Ethernet / Gerätehandbuch Teil B1
Ausgabe 2/2003
C79000–G8900–C158–05
B1–3
Inhalt
8
Neue Firmware laden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–26
9
Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–28
B1–4
CP 343–1 / CP 343–1EX20 für Industrial Ethernet / Gerätehandbuch Teil B1
Ausgabe 2/2003
C79000–G8900–C158–05
Eigenschaften / Dienste
1
Eigenschaften / Dienste
Anwendung
Der Kommunikationsprozessor CP 343–1 / CP 343–1 Ext ist für den Betrieb in einem Automatisierungssystem S7–300 vorgesehen. Er ermöglicht den Anschluss
der S7–300 an Industrial Ethernet.
Typunterscheidung CP 343–1 und CP 343–1EX20
Der CP 343–1 und der CP 343–1EX20 sind in den Grundfunktionen identisch.
Der CP 343–1 weist einige zusätzliche Produktmerkmale auf, auf die beim
CP 343–1EX20 bewusst verzichtet wurde.
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
Textstellen,
die sich in
diesem CP
Dokument
ausschließlich
aufCPzusätzliche
EigenCP 3431
CP 3431
CP 3431
3431
CP 3431
CP 3431
3431
CP 3431
CP 3431
schaften des CP 343–1 beziehen, sind wie hier unterlegt gekennzeichnet.
P 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
C
CP 3431
Dienste
Der CP 343–1/CP 343–1EX20 unterstützt folgende Kommunikationsdienste:
S
S7–Kommunikation und PG/OP–Kommunikation
– PG–Funktionen (einschließlich Routing)
– Bedien– und Beobachtungsfunktionen (HMI)
Multiplexen von TD/OP–Verbindungen
– Client und Server für den Datenaustausch über Kommunikationsbausteine 1)
auf beidseitig projektierten S7–Verbindungen
– Server für Datenaustausch auf einseitig projektierten S7–Verbindungen
ohne Kommunikationsbausteine in der S7–300 / C7–300 Station
1)
Bausteine für S7–Kommunikation (siehe auch STEP 7 Online–Hilfe oder Handbuch
“Systemsoftware für S7–300/400 System– und Standardfunktionen”):
BSEND
FB 12
BRCV
FB 13
PUT
FB 14
GET
FB 15
USEND
FB 8
URCV
FB 9
C_CNTRL
FC 62
CP 343–1 / CP 343–1EX20 für Industrial Ethernet / Gerätehandbuch Teil B1
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B1–5
Eigenschaften / Dienste
S
S5–kompatible–Kommunikation mit
– SEND/RECEIVE–Schnittstelle über ISO–on–TCP–, TCP– und UDP–Verbindungen
– Multicast über UDP–Verbindung
Der Multicast–Betrieb wird über eine entsprechende IP–Adressierung bei
der Verbindungsprojektierung ermöglicht.
– FETCH/WRITE–Dienste (Server; entsprechend S5–Protokoll) über ISO–on–
TCP–Verbindungen und TCP–Verbindungen;
CP 3431
3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
(bei CP
CP
343–1
auch über
ISO–Transportverbindungen)
Der Adressierungsmodus ist für den FETCH/WRITE–Zugriff als S7– oder
S5–Adressierungsmodus projektierbar .
– LOCK/UNLOCK bei FETCH/WRITE–Diensten;
CP 3431
S
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
P 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
– SEND/RECEIVE–Schnittstelle
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
– FETCH/WRITE–Dienste
(Server;
entsprechend
S5–Protokoll)
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
S
CP 3431
S5–kompatible–Kommunikation über ISO–Transportverbindungen mit
CP 3431
CP 3431
C
CP 3431
Interne Uhrzeitführung
Wenn eine Uhrzeitmaster vorhanden ist (nach NTP–Verfahren oder SIMATIC–
Verfahren), wird der CP–interne Diagnosepuffer über LAN zeitsynchronisiert.
S
Adressierbarkeit über voreingestellte MAC–Adresse
Der CP kann über die voreingestellte MAC–Adresse zwecks IP–Adressvergabe
erreicht werden; der CP unterstützt hierzu die Funktion PST (Primary Setup
Tool).
S
SNMP–Agent (nur CP 343–1EX20 ab Firmware–Version V 1.1)
Der CP unterstützt die Datenabfrage über SNMP in Version V1 (Simple Network Management Protocol) gemäß Standard MIB II.
B1–6
CP 343–1 / CP 343–1EX20 für Industrial Ethernet / Gerätehandbuch Teil B1
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C79000–G8900–C158–05
Eigenschaften / Dienste
Projektierung
Die Projektierung des CP 343–1/CP 343–1EX20 ist über MPI oder LAN/Industrial
Ethernet möglich. Erforderlich ist STEP 7 mit NCM S7 für Industrial Ethernet
(nachfolgend kurz ”NCM IE” genannt) in folgender Version:
Tabelle 1-1
Version STEP7 / NCM IE
V2.x bis V5.1 + SP1
Funktion des CP 343–1 / CP 343–1EX20
Es ist dieselbe Funktionalität nutzbar, wie sie der CP in den vorhergehenden Ausgabeständen bietet.
S Mit diesen STEP 7 bzw. NCM–Versionen erstellte Projektierdaten können in den CP 343–1/CP 343–1EX20 geladen werden.
V5.1 + SP2 oder höher
Es ist die vollständige Funktionalität einschließlich Funktionserweiterungen gemäß Kap. 1.1 nutzbar.
V5.2 oder höher
Voraussetzung für die Projektierung des CP 343–1EX20
Programmierung – Bausteine verwenden
Für einige Kommunikationsdienste stehen vorgefertigte Bausteine (FCs/FBs) als
Schnittstelle in Ihrem STEP 7–Anwenderprogramm zur Verfügung.
Eine ausführliche Beschreibung zu diesen Bausteinen finden Sie in den Handbüchern NCM S7 für Ethernet.
Achtung
Es wird empfohlen, für alle Baugruppentypen immer die aktuellen Bausteinversionen zu verwenden.
Informationen über die aktuellen Bausteinversionen sowie die aktuellen Bausteine
zum Download finden Sie bei unserem Customer Support im Internet:
http://www4.ad.siemens.de/view/cs/de/8797900
Bei älteren Baugruppentypen setzt diese Empfehlung voraus, dass Sie den für
diesen Baugruppentyp aktuellen Firmware–Stand verwenden.
Weitere Hinweise und Internet–Adressen finden Sie im Vorwort des Allgemeinen
Teils dieses Gerätehandbuches.
CP 343–1 / CP 343–1EX20 für Industrial Ethernet / Gerätehandbuch Teil B1
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C79000–G8900–C158–05
B1–7
Voraussetzungen für den Einsatz
2
Voraussetzungen für den Einsatz
Allgemeiner Betrieb
Entnehmen Sie bitte der folgenden Tabelle, mit welcher S7–300 CPU der
CP 343–1 mit dem hier beschriebenen Funktionsumfang betrieben werden kann:
Tabelle 2-1
CPU
MLFB–Nummer
CPU 312 IFM
6ES7 312–5AC02–0AB0
CPU 312 (T)
6ES7 312–5AC82–0AB0
CPU 313
6ES7 313–1AD03–0AB0
CPU 314
6ES7 314–1AE04–0AB0
CPU 314 (T)
6ES7 314–1AE84–0AB0
CPU 314 IFM
6ES7 314–5AE03–0AB0
CPU 314 IFM (T)
6ES7 314–5AE83–0AB0
CPU 315
6ES7 315–1AF03–0AB0
CPU 315–2 DP
6ES7 315–2AF03–0AB0
CPU 315–2 DP (T)
6ES7 315–2AF83–0AB0
CPU 316–2 DP
6ES7 316–2AG00–0AB0
CPU 318–2
6ES7 318–2AJ00–0AB0
CPU 614
6ES7 614–1AH03–0AB3
CPU 614–Z
6ES7 614–1AH03–0AB3–Z
CPU 312C
6ES7 312–5BD00–0AB0
CPU 313C
6ES7 313–5BE00–0AB0
CPU 313C–2 DP
6ES7 313–6CE00–0AB0
CPU 313C–2 PtP
6ES7 313–6BE00–0AB0
CPU 314C–2 DP
6ES7 314–6CF00–0AB0
CPU 314C–2 PtP
6ES7 314–6BF00–0AB0
In der Tabelle sind die zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Produktinformation
freigegebenen CPUs genannt. Später freigegebene und hier nicht genannte CPUs
der S7–300 beherrschen den hier beschriebenen Funktionsumfang ebenfalls.
Die SINUMERIK–CPUs 840D und 810D werden in allen Varianten unterstützt.
B1–8
CP 343–1 / CP 343–1EX20 für Industrial Ethernet / Gerätehandbuch Teil B1
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Montage und Inbetriebsetzung
3
Montage und Inbetriebsetzung
Vorgehensweise / Schritte
Tabelle 3-1
Ausführung / Bedeutung
Schritt
1. Montieren Sie den CP auf der S7–Profilschiene. Zulässige Steckplätze für den CP sind die Steckplätze 4 bis 11 in den Baugruppenträgern 0 bis 3
2. Stellen Sie dabei über den beiliegenden Busverbinder den Anschluss an den Rückwandbus (gekoppelt über IM 360/361).
her.
Verfahren Sie hierbei, wie in /1/ ausführlich zu den
Themen Montieren und Verdrahten beschrieben.
Hinweis
Der CP kann in einem Erweiterungsrack, das über die IM 365 angeschlossen wird, nicht betrieben werden! Begründung: Der benötigte K–Bus wird über die IM 365 nicht in das Erweiterungsrack geführt.
3. Schließen Sie die Stromversorgung am CP an.
Verfahren Sie hierbei, wie in /1/ ausführlich bzgl.
der Verdrahtung zwischen der Stromversorgung
und der CPU beschrieben.
Hinweise
S CPU, CP und IM (falls vorhanden) müssen an der selben Stromversorgung angeschlossen werden!
S Verdrahten Sie die S7–300 / C7–300 nur im spannungslosen Zustand!
S Der CP wird mit einer gesteckten Brücke zwischen den Klemmen M und Funktionserde ausgeliefert.
Wenn Sie das Bezugspotential erden wollen, dann dürfen Sie die Brücke zwischen den Klemmen M
und Funktionserde nicht entfernen (siehe auch in /1/ zum Thema “S7–300 aufbauen mit geerdetem
Bezugspotential” und “S7–300 aufbauen mit ungeerdetem Bezugspotential”).
4. Schließen Sie den CP an Industrial Ethernet an.
5. Die weitere Inbetriebnahme umfasst die
Adressierung und das Laden der
Projektierdaten.
Sie können das PG zur Projektierung wie folgt anschließen:
S über MPI
S über Industrial Ethernet
Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Handbuch NCM S7 für Ind. Ethernet /3/ :
–
zur erstmaligen Adressierung (IP–Adresse
vergeben / Knotentaufe);
–
zum Laden der Projektierung.
Das PG/ der PC benötigt einen LAN–Anschluss
über z.B. CP 1613 oder CP 1411 und der entsprechenden Software (z.B. S7–1613 Paket oder
SOFTNET–IE). Das TCP/IP–Protokoll oder das
ISO–Protokoll (nur bei CP 343–1) muss installiert
sein. Das verwendete Protokoll muss dann auf den
S7ONLINE–Zugangspunkt gelegt werden.
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B1–9
Montage und Inbetriebsetzung
Hinweis
Die beiden Fronttüren (CP 343–1) bzw. die Frontklappe (CP 343–1EX20) sind im
Betrieb geschlossen zu halten.
Die Montage muss so erfolgen, dass die oberen und unteren Lüftungsschlitze der
Baugruppe nicht verdeckt werden und eine gute Durchlüftung möglich ist.
Projektierung
Um den CP für die Kommunikationsdienste einzurichten, verwenden Sie bitte das
Projektierwerkzeug NCM S7 für Industrial Ethernet. Beachten Sie die Angaben in
Kapitel 1 dieses Gerätehandbuches.
B1–10
CP 343–1 / CP 343–1EX20 für Industrial Ethernet / Gerätehandbuch Teil B1
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Anzeigen und Betriebsartenschalter
4
Anzeigen und Betriebsartenschalter
Die Anzeige auf der Frontplatte mit 5 LEDs zur Anzeige des Betriebszustandes
wird durch eine zusätzliche Anzeige mit 2 LEDs ( beim CP 343–1 neben der
RJ–45–Buchse; durch Frontklappe verdeckt) zur Anzeige des Kommunikationszustandes ergänzt.
CP 343–1
CP 343–1 – 1EX20
Frontplatte:
Frontplatte:
SF
LINK
RX/TX
RUN
STOP
RJ–45–Buchse:
FAST
SF
LINK
RX/TX
RUN
STOP
unter derFrontklappe:
FAST
FD
FD
LED–Anzeige über den Betriebszustand
Die auf der Frontplatte befindlichen LED–Anzeigen geben nach folgendem
Schema Auskunft über den Betriebszustand:
Tabelle 4-1
SF(rot)
RUN(grün)
STOP(gelb)
CP-Betriebszustand
Anlaufend (STOP–>RUN)
Laufend (RUN)
Anhaltend (RUN–>STOP)
Bereit für Firmware–Ladebeginn (der Modus ist nach
Netz–ein in Schalterstellung STOP für 10 Sekunden
aktiv)
Wartend auf FW-Update (CP enthält derzeit unvollständigen oder fehlerhaften FW-Stand)
Angehalten (STOP)
Im Zustand STOP ist die Projektierung und Diagnose
des CP weiterhin möglich.
Angehalten (STOP) mit Fehler
In diesem Zustand sind die CPU oder intelligente Baugruppen im Rack über PG–Funktionen weiterhin erreichbar.
Legende:
ein
aus
blinkend (0,5 Hz)
CP 343–1 / CP 343–1EX20 für Industrial Ethernet / Gerätehandbuch Teil B1
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B1–11
Anzeigen und Betriebsartenschalter
CP–Kommunikationszustand
Zusätzlich zu den LEDs, die den CP–Betriebszustand signalisieren, befinden sich
auf der Frontseite LEDs, die Auskunft über den Zustand der CP–Schnittstelle zu
Industrial Ethernet geben.
Tabelle 4-2
Bedeutung (LED an)
LED
LINK–LED (grün)
signalisiert bestehende Verbindung zu ITP/TP
RX/TX–LED (grün)
blinkend: CP sendet/empfängt über TP/ITP/AUI
FAST–LED (grün)
signalisiert bestehende Verbindung zu ITP/TP mit 100 Mbit/s (Fast
Ethernet)
FD–LED (grün)
signalisiert bestehende Vollduplex–Verbindung
Hinweis
Beachten Sie die Erläuterungen im Handbuch NCM S7 für Industrial Ethernet /2/
zum Thema Betriebsarten.
Betriebszustand steuern
Sie haben folgende Möglichkeiten, den Betriebszustand des CP zu steuern und
zwar mittels:
S
Betriebsartenschalter
S
SIMATIC Manager in STEP 7
Um den Betriebszustand von STEP 7 / NCM S7 aus steuern zu können, muss sich
der Betriebsartenschalter in der Schalterstellung RUN befinden.
Betriebsartenschalter
Mit dem Betriebsartenschalter erreichen Sie folgende Betriebszustände:
S
Umschalten von STOP auf RUN
Der CP übernimmt projektierte und/oder geladene Daten in den Arbeitsspeicher
und geht in den Betriebszustand RUN.
B1–12
CP 343–1 / CP 343–1EX20 für Industrial Ethernet / Gerätehandbuch Teil B1
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Anzeigen und Betriebsartenschalter
Hinweis
Der Betriebszustand kann nur in der Schalterstellung RUN von NCM S7 oder dem
SIMATIC Manager aus gesteuert werden.
S
Umschalten von RUN auf STOP
Der CP geht in den Betriebszustand STOP mit folgendem Verhalten:
– Aufgebaute Verbindungen werden abgebaut;
– Im Zustand STOP ist die Projektierung und Diagnose des CP weiterhin möglich.
Hinweis
Beachten Sie die Erläuterungen im Handbuch NCM S7 für Industrial Ethernet /2/
zum Thema Projektierdaten in den CP laden.
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B1–13
Leistungsdaten
5
5.1
Leistungsdaten
Allgemeine Kenndaten
Tabelle 5-1
Merkmal
Erläuterung / Werte
Anzahl gleichzeitiger Verbindungen über Industrial
Ethernet insgesamt
32 maximal (CP 343–1)
48 maximal (CP 343–1EX20)
Beispiel für eine maximale Auslastung
Sie können betreiben (CP 343–1EX20):
32 S7–Verbindungen
2 ISO–on–TCP–Verbindungen
8 TCP–Verbindungen
6 UDP–Verbindungen
5.2
Kenndaten S7–Kommunikation
Tabelle 5-2
Merkmal
Erläuterung / Werte
Anzahl Verbindungen für S7–Kommunikation über
Industrial Ethernet
jeweils bis zu
S 16 Bedien– und Beobachtungsfunktionen (HMI)
S 16 einseitig projektierte S7–Verbindungen
S 16 beidseitig projektierte S7–Verbindungen
die Anzahl ist abhängig vom verwendeten CPU–
Typ; die gültigen Werte entnehmen Sie bitte /1/.
LAN–Schnittstelle – Datensatzlänge pro Protokolleinheit
S für Senden
S für Empfangen
B1–14
240 Byte / PDU
240 Byte / PDU
CP 343–1 / CP 343–1EX20 für Industrial Ethernet / Gerätehandbuch Teil B1
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Leistungsdaten
5.3
Kenndaten SEND/RECEIVE–Schnittstelle
Tabelle 5-3
Merkmal
Erläuterung / Werte
Anzahl ISO–Transportverbindungen (nur
CP 343–1) + ISO–on–TCP Verbindungen + TCP–
Verbindungen + UDP–Verbindungen insgesamt
16 maximal
Anmerkungen:
S alle UDP–Verbindungen sind auch im Multicast–Betrieb möglich)
S ISO–Transportverbindungen sind nur beim
CP 343–1 möglich.
Max. Datenlänge für Bausteine AG_SEND (ab
V4.0) und AG_RECV (ab V4.0)
AG_SEND und AG_RECV erlauben den Transfer
von Datenblöcken der Länge:
S 1 bis 8192 Byte bei ISO–Transport,
ISO–on–TCP, TCP;
S 1 bis 2048 Byte bei UDP.
Einschränkungen bei UDP
S Übertragung erfolgt nicht quittiert
Die Übertragung von UDP–Telegrammen erfolgt
nicht quittiert, d. h. der Verlust von Nachrichten wird
vom Sendebaustein (AG_SEND) nicht erkannt und
nicht angezeigt.
S Datenblocklänge
Die maximale Länge der Datenblöcke beträgt
2048 Byte.
S kein Empfang von UDP–Broadcast
Um Überlastsituationen durch eine hohe Broadcast–Last zu vermeiden, lässt der CP den Empfang
von UDP–Broadcast nicht zu.
Reaktionszeiten ISO–Transport–, ISO–on–TCP– bzw TCP–Verbindungen
Für die Berechnung der Reaktionszeiten bei ISO–Transportverbindungen, ISO–
on–TCP–, beziehungsweise TCP–Verbindungen ist die Laufzeit der für die Bearbeitung in der S7–300–CPU erforderlichen Funktionsbausteine (AG_SEND,
AG_RECV) maßgebend.
Tabelle 5-4
Komponente
Erläuterung / Werte
Laufzeit in der CPU 314–1
pro Baustein
AG_SEND, AG_RECV:
2,5 ms bis 5 ms
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B1–15
Kompatibilität zu Vorgängerprodukt
6
6.1
Kompatibilität zu Vorgängerprodukt
Funktionserweiterungen
Das ist neu: Funktionserweiterungen gegenüber 6GK7 343–1EX10–0XE0
Die folgend genannten Diensten und Leistungen sind neu:
S
Multicast über UDP–Verbindung;
Der Multicast–Betrieb wird über eine entsprechende IP–Adressierung bei der
Verbindungsprojektierung ermöglicht.
S
S7–Kommunikation: zusätzliche Client–Funktion für den Datenaustausch über
Kommunikationsbausteine auf beidseitig projektierten S7–Verbindungen
S
Interne Uhrzeitführung; bei Vorhandensein eines Uhrzeitmasters über LAN synchronisierbar.
S
Adressierbarkeit über voreingestellte MAC–Adresse
Der CP kann über die voreingestellte MAC–Adresse zwecks IP–Adressvergabe
erreicht werden; der CP unterstützt hierzu die Funktion PST (Primary Setup
Tool) beziehungsweise PSU (Primary Setup Unit).
S
Erreichbarkeit nach Urlöschen über IP–Adresse (siehe auch Kap. 7.1)
Für den CP steht eine 2–stufige Funktion zum Urlöschen zur Verfügung:
– Urlöschen
Der CP behält nach diesem Urlöschen die voreingestellte MAC–Adresse
sowie die remanenten Parameter. Der CP ist also für ein erneutes Laden
über die IP–Adresse direkt wieder erreichbar.
– Rücksetzen auf Werkseinstellungen
Der CP enthält nach diesem Urlöschen nur noch die voreingestellte MAC–
Adresse (Lieferzustand).
Funktionserweiterungen mit 6GK7 343–1EX20–0XE0 Firmware–Stand V1.1
Der CP 343–1EX20 unterstützt folgende zusätzlichen Funktionen:
B1–16
S
SNMP–Agent
S
Der Adressierungsmodus ist für den FETCH/WRITE–Zugriff projektierbar als
S7– oder S5–Adressierungsmodus.
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Kompatibilität zu Vorgängerprodukt
6.2
Ältere Baugruppen tauschen /Ersatzteilfall
Ersatzteilfall: Typunterscheidung CP 343–1 und CP 343–1EX20
Der CP 343–1 (6GK7 343–1EX11–0XE0) und der CP 343–1EX20
(6GK7 343–1EX20–0XE0) sind in den Grundfunktionen identisch.
Der CP 343–1 weist gegenüber dem CP 343–1EX20 jedoch folgende zusätzlichen
Produktmerkmale auf:
S
AUI–Schnittstelle
S
unterstützt ISO–Transportprotokoll
Daher ist der CP 343–1EX20 nicht für den Ersatzteilfall eines CP 343–1 vorgesehen. Für den Ersatzteilfall ist der CP 343–1 weiterhin lieferbar.
Ersatzteilfall beim CP 343–1
Der hier beschriebene CP 343–1 (6GK7 343–1EX11–0XE0) kann als Ersatz für
das Vorgängerprodukt CP 343–1 (6GK7 343–1EX10–0XE0) verwendet werden.
Schnittstelle im Anwenderprogramm
!
Gefahr
Beachten Sie bitte, dass Sie im Ersatzteilfall im Anwenderprogramm nur die für
den projektierten CP–Typ zugelassenen Bausteine an der SEND/RECEIVE–
Schnittstelle verwenden!
Wenn Sie die hier beschriebene Baugruppe in STEP7 als Baugruppentyp
6GK7 343–1EX11–0XE0 projektieren, müssen Sie unbedingt die für diesen Baugruppentyp vorgesehenen Bausteinversionen verwenden:
AG_SEND (ab V4.0)
AG_RECV (ab V4.0)
AG_LOCK (ab V1.1)
AG_UNLOCK (ab V1.2)
Bausteine älteren Typs dürfen Sie nur dann weiter verwenden, wenn Sie die Baugruppe in STEP7 als Baugruppentyp 6GK7 343–1EX10–0XE0 projektieren (Ersatzteilfall).
Achtung
Verwenden Sie für neue Anwenderprogramme bitte immer die aktuellen Bausteinversionen. Informationen über die aktuellen Bausteinversionen sowie die aktuellen
Bausteine zum Download finden Sie im Internet unter:
http://www4.ad.siemens.de/view/cs/de/8797900
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B1–17
Weitere Hinweise zum Betrieb
7
7.1
Weitere Hinweise zum Betrieb
Urlöschen
Verfügbare Funktionen
Für den CP steht eine 2–stufige Funktion zum Urlöschen zur Verfügung:
S
Urlöschen
Der CP behält nach diesem Urlöschen die voreingestellte MAC–Adresse sowie
die remanenten Parameter. Der CP ist also für ein erneutes Laden über die IP–
Adresse direkt wieder erreichbar.
Die remanent gespeicherten Parameter umfassen:
– IP–Adresse und IP–Parameter
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
– neu eingestellte MAC–Adresse
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
– LAN–Einstellungen
S
Rücksetzen auf Werkseinstellungen
Der CP enthält nach diesem Urlöschen nur noch die voreingestellte MAC–
Adresse (Lieferzustand).
Hinweis
Für den Fall, dass die Projektierdaten in der CPU gespeichert werden, beachten
Sie bitte den nachstehenden Hinweis.
Mit den hier beschriebenen Funktionen zum Urlöschen werden nicht die Projektierdaten in der CPU verändert!
Bei einem anschließenden Hochladen der Projektierdaten aus der CPU in ein PG
erhalten Sie daher immer die zuvor auf dem CP vorhandenen Projektierdaten (mit
Parametern, Verbindungen, IP–Adresse).
B1–18
CP 343–1 / CP 343–1EX20 für Industrial Ethernet / Gerätehandbuch Teil B1
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Weitere Hinweise zum Betrieb
So führen Sie die Funktion aus
Die Funktionen zum Urlöschen können von STEP 7 aus ausgelöst werden.
S
Urlöschen
In STEP 7 / HW Konfig über den Menübefehl Zielsystem
"
Urlöschen
oder
In STEP 7 / NCM Diagnose über den Menübefehl Betriebszustand
gruppe urlöschen
S
"
Bau-
"
Rückset-
Urlöschen Werkseinstellungen
In STEP 7 / NCM Diagnose über den Menübefehl Betriebszustand
zen auf Werkseinstellungen
Verhalten nach dem Urlöschen
Die CPU der S7–Station erkennt nicht, wenn der CP urgelöscht wurde. Der CP
geht daher in den Zustand “Angehalten (STOP) mit Fehler” (siehe Kapitel 4).
Die Projektierdaten müssen daher neu geladen werden.
Falls die Projektierdaten in der CPU gehalten werden, kann ein Laden durch Netzspannung aus/ein initiiert werden.
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B1–19
Weitere Hinweise zum Betrieb
7.2
Betrieb mit Fast Ethernet – automatische Umschaltung
Arbeitsweise bei automatischer Umschaltung
Der CP bietet einen 10/100 MBit/s Full Duplex–Anschluss mit automatischem Erkennen (Autosensing) und automatischem Aushandeln (Autonegotiation) der
Netzwerkeinstellungen. Diese Funktionen laufen nach dem Einschalten des CP
wie folgt ab:
CP 3431
S
CP 3431
CP 3431
CP 3431
Schritt 1: AUI Schnittstelle prüfen
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
Hierbei verwendet der CP die Einstellungen “10 MBit/s Half Duplex”.
P 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
C
Werden in diesem Zeitabschnitt Telegramme auf AUI empfangen, verbleibt der
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP in dieser Betriebsart. Andernfalls wechselt der CP in den Schritt 2.
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
Dauer
von Schritt
1: 3 Sekunden
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
P 3431
S
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
C
Schritt 2: automatisches Erkennen (Autosensing) und automatisches Aushandeln (Autonegotiation) auf TP / ITP
Der CP versucht, die vom Partner verwendete Übertragungsgeschwindigkeit zu
erkennen.
Ist keine Erkennung möglich, wechselt der CP in die Betriebsart AUI (zurück
zum Schritt 1).
Ist die Erkennung möglich, versucht der CP mit dem Partner eine optimale
Duplex–Betriebsart auszuhandeln.
Ist kein Aushandeln möglich, verwendet der CP die zuvor erkannte Übertragungsgeschwindigkeit und Half Duplex.
Dauer von Schritt 2: 2 Sekunden
Anzeige über FAST–LED
Der CP zeigt die Phase der automatischen Umschaltung durch eine blinkende
FAST–LED an.
Automatische Einstellung oder individuelle Netzwerkeinstellungen
Standardmäßig ist der CP auf automatische Erkennung projektiert. Sobald Sie in
der CP–Projektierung mit STEP 7/HWKonfig (dort im Eigenschaftendialog des CP
im Register “Optionen”) eine manuelle Konfiguration projektieren, ist die automatische Umschaltung nicht mehr wirksam.
B1–20
CP 343–1 / CP 343–1EX20 für Industrial Ethernet / Gerätehandbuch Teil B1
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Weitere Hinweise zum Betrieb
Weitere Hinweise:
S
10/100Mbit Netzkomponenten ohne “Autonegotiation”
Wenn Sie 10/100Mbit Netzkomponenten verwenden, die keine “Autonegotiation” beherrschen, kann es vorkommen, dass Sie den Modus manuell in der
CP–Projektierung mit STEP 7 / HW Konfig einstellen müssen (dort im Eigenschaftendialog des CP). Standardmäßig ist der CP auf automatische Erkennung projektiert.
S
feste Betriebsart anstelle “Autonegotiation” erzwingen
Soll in bestimmten Anwendungsfällen anstelle “Autonegotiation” eine feste Betriebsart erzwungen werden, müssen Sie gegebenenfalls die Partnergeräte aufeinander abstimmen.
S
keine Reaktion auf eine Autonegotiation–Anfrage bei manueller Konfiguration
Beachten Sie, dass der CP bei manueller Konfiguration auch auf eine Autonegotiation–Anfrage nicht reagiert! Dies kann dazu führen, dass sich ein zugeschalteter Partner nicht auf die gewünschte Betriebsart einstellen kann, so dass
keine einwandfreie Kommunikation zustande kommt.
Beispiel:
Wenn der CP beispielsweise fest auf “100 Mbit – Full duplex” eingestellt wird,
stellt sich ein als Partner zugeschalteter CP auf “100 Mbit – Half duplex” ein.
Grund: Wegen der festen Einstellung ist eine Autonegotiation–Antwort nicht
möglich; der zugeschaltete Partner erkennt zwar beim Autosensing 100 Mbit,
bleibt aber bei Half Duplex.
S
Empfehlung: “Individuelle Netzwerkeinstellungen” nur über MPI verändern
Wenn Sie die LAN–Einstellungen über die Option “Individuelle Netzwerkeinstellungen” im Eigenschaftendialog des CP verändern, werden diese Änderungen
bereits beim Laden der Projektierdaten in den CP vom CP übernommen und
aktiviert.
Es wird daher empfohlen, Projektierdaten über einen MPI–Anschluss in die
S7–Station zu laden, wenn Sie diese Einstellung verändern.
Wenn Sie die Projektierdaten über die LAN–Schnittstelle laden, kann es je nach
gewählter Einstellung sein, dass der laufende Ladevorgang wegen der sofort
wirksamen Konfigurationsänderung nicht abgeschlossen wird.
Beispiel:
Der Ladevorgang wird zunächst mit der Einstellung TP/ITP mit 10 Mbit/s Halbduplex gestartet. Wenn die “Individuellen Netzwerkeinstellungen” jetzt auf AUI
umgestellt wurden, kann der Ladevorgang nicht abgeschlossen werden.
NCM–Diagnose zeigt die Betriebsart an
Informationen über die aktuell genutzten Netzwerkeinstellungen finden Sie in der
NCM Diagnose unter dem Diagnoseobjekt “Industrial Ethernet” im Abschnitt “Netzanschluss”.
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B1–21
Weitere Hinweise zum Betrieb
7.3
FC–Aufrufschnittstelle
Statusanzeige an der FC–Aufrufschnittstelle; Besonderheit der FC–Versionen
*)
Bei den FCs AG_SEND (FC 5) und AG_RECV (FC 6) erhalten Sie in folgenden
Betriebsfällen:
S
CP befindet sich in STOP;
S
Verbindung ist nicht projektiert;
S
Verbindung ist nicht aufgebaut
S
Verbindung ist abgebrochen;
diese Anzeigen:
S
AG_SEND:
DONE=0; ERROR=0; Status=8181H
oder
DONE=0; ERROR=1; Status=8183H
S
AG_RECV:
DONE=0; ERROR=0; Status=8180H
oder
DONE=0; ERROR=1; Status=8183H
*) gültig für FCs ab Version 4.0
Kommunikations–Bausteine für S7–300 aufrufen
Achtung
Es ist nicht zulässig, die Kommunikations–Bausteine für S7–300 (SIMATIC NET
Bausteinbibliotheken für S7–300 in STEP 7) in mehreren Ablaufebenen aufzurufen! Wenn Sie beispielsweise einen Kommunikations–Baustein in OB1 und in
OB35 aufrufen, könnte die Bausteinbearbeitung durch den jeweils höherprioren
OB unterbrochen werden.
Wenn Sie die Bausteine in mehreren OBs aufrufen, müssen Sie programmtechnisch dafür sorgen, dass ein laufender Kommunikations–Baustein nicht durch einen anderen Kommunikations–Baustein unterbrochen wird (beispielsweise über
SFC Alarme sperren/freigeben).
B1–22
CP 343–1 / CP 343–1EX20 für Industrial Ethernet / Gerätehandbuch Teil B1
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Weitere Hinweise zum Betrieb
Aufrufparameter erst nach Auftragsbestätigung verändern
Achtung
Die Aufrufparameter an der FC–Aufrufschnittstelle der FCs AG_SEND bzw.
AG_RECV dürfen Sie nach dem Auftragsanstoß erst dann wieder verändern,
nachdem der FC die Auftragsausführung mit DONE=1 oder mit ERROR=1 bestätigt hat.
Wird dies nicht beachtet, kann es sein, dass die Auftragsausführung mit Fehler
abgebrochen wird.
7.4
SNMP–Agent
(nur CP 343–1EX20 ab Firmware–Version V 1.1)
SNMP (Simple Network Management Protocol)
Der CP 343–1EX20 ab Firmware–Version V 1.1 unterstützt die Datenabfrage über
SNMP in der Version 1.
SNMP ist eine einfach zu handhabende Protokollsprache für die Verwaltung von
Netzwerken. Für die Datenübertragung setzt SNMP auf dem verbindungslosen
Protokoll UDP auf.
Informationen über die Eigenschaften von SNMP–fähigen Geräten sind in sogenannten MIB–Dateien (MIB = Managed Information Base) hinterlegt. Nähere Informationen darüber, wie Sie mit MIB–Dateien umgehen, geben Ihnen die Dokumentationen zu den jeweils verwendeten SNMP–Clients (Beispiel für einen
SNMP–Client: SNMP OPC–Server von SIMATIC NET).
Unterstützte MIB
Der CP unterstützt alle MIB–Objekte der Standard–MIB gemäß MIB II (RFC 1213).
Ausnahmen / Einschränkungen:
S
Schreibzugriffe sind nur für folgende MIB–Objekte erlaubt:
sysContact, sysLocation und sysName;
Für alle anderen MIB–Objekte ist aus Sicherheitsgründen nur der lesende Zugriff möglich.
S
Traps werden vom CP nicht unterstützt.
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B1–23
Weitere Hinweise zum Betrieb
Zugriffsrechte über Community Name
Der CP verwendet folgende Community Names zur Rechtevergabe:
S
für den Lesezugriff: “public”
S
für den Lese– und Schreibzugriff: “private”
(beachten Sie die Schreibweise mit Kleinbuchstaben!)
7.5
Mögliche Sicherheitslücken bei Standard–IT–Schnittstellen / Unerlaubte Zugriffe unterbinden
In verschiedenen SIMATIC–NET Komponenten wie z.B. OSM/ESM werden über
offene Protokolle und Schnittstellen umfangreiche Parametrier– und Diagnosefunktionen (z.B. Web Server, Netzwerkmanagement) zur Verfügung gestellt. Es kann
nicht ausgeschlossen werden, dass diese offenen Protokolle und Schnittstellen
durch Dritte unbefugt missbraucht werden können, z.B. für Manipulationen.
Bei Benutzung oben genannter Funktionen und Verwendung dieser offenen
Schnittstellen und Protokolle (wie z.B. SNMP, HTTP, Telnet) sind daher geeignete
Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die den unerlaubten Zugriff auf die Komponenten bzw. das Netzwerk insbesondere aus dem WAN/Internet unterbinden.
Achtung
Wir weisen daher ausdrücklich darauf hin, dass Automatisierungsnetze durch geeignete Netzübergänge (z.B. die bewährten Firewallsysteme) vom restlichen Firmennetz getrennt werden sollten. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden,
gleich aus welchem Rechtsgrund, die sich aus der Nichtbeachtung dieses Hinweises ergeben.
Bei Fragen zum Einsatz von Firewallsystemen und zu IT Security wenden Sie sich
bitte an Ihre Siemens–Ansprechpartner in den für Sie zuständigen Vertretungen
und Geschäftsstellen. Die Adresse finden Sie im SIMATIC Katalog IKPI oder im
Internet unter http://www.siemens.de/simatic–net
B1–24
CP 343–1 / CP 343–1EX20 für Industrial Ethernet / Gerätehandbuch Teil B1
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Weitere Hinweise zum Betrieb
7.6
Einfluss von MPI auf Verbindungen über Industrial Ethernet
Wenn ein Teilnehmer am MPI ab– oder zugeschaltet wird (z.B. weil ein Service–PG angeschlossen oder entfernt wird), kann es vorkommen, dass alle Verbindungen am K–Bus abgebrochen werden. Dies bedeutet dann für die Kommunikationsverbindungen über Industrial Ethernet:
S
Alle S7–Verbindungen werden temporär abgebrochen.
S
Es werden die Verbindungen temporär abgebrochen, auf denen ein Auftrag
über den K–Bus mit einer Datenlänge >240 Byte gerade in Bearbeitung ist.
S
FETCH/WRITE–Verbindungen werden temporär abgebrochen.
An der FC–Schnittstelle im Anwenderprogramm sind entsprechende Anzeigen zu
hantieren.
7.7
Weitere abrufbare Informationen zum CP
Sie finden weitere ausführliche Informationen (FAQs) zum Einsatz des hier beschriebenen CP im Internet unter der folgenden Beitrags–ID:
http://www4.ad.siemens.de/view/cs/de/10806025
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B1–25
Neue Firmware laden
8
Neue Firmware laden
Voraussetzungen
Das Laden einer neuen Firmware in einen SIMATIC NET CP erfolgt über den in
der STEP 7–Option NCM S7 für Industrial Ethernet mitgelieferten Firmwarelader.
Voraussetzung für den Ladevorgang
S
im PG/PC befindet sich eine Industrial Ethernet CP–Baugruppe (z.B. CP1613)
oder eine gewöhnliche Ethernet–Baugruppe mit dem Softwarepaket ”Softnet”;
S
die S7–ONLINE–Schnittstelle muss auf das Protokoll ”ISO – Industrial Ethernet” eingestellt sein. Über TCP/IP (und damit netzwerkübergreifend) ist kein
Laden möglich (gilt auch für CP 343–1 Ext).
So laden Sie die neue Firmware
Sie müssen den Ladevorgang immer über die aktuelle MAC–Adresse des
CP 343–1 bzw. die fest eingestellte MAC–Adresse des CP 343–1EX20 starten!
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
Beim CP 343–1 gilt abhängig davon, wie der CP von Ihnen projektiert wurde:
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
S
wenn Sie die werksseitig aufgedruckte MAC–Adresse bei der Projektierung
P 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
unverändert belassen, müssen Sie diese MAC–Adresse auch beim Laden der
CP 3431
CP 3431verwenden.
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
Firmware
S
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
C
CP 3431
wenn Sie eine andere MAC–Adresse als die voreingestellte MAC–Adresse bei
P 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
der Projektierung
verwenden,
müssen
Sie CP
diese
andere
MAC–Adresse
auch C
P 3431beim
CPLaden
3431
CP
3431
CP
3431
CP
3431
CP
3431
CP
3431
CP
3431
CP
3431
C
der Firmware verwenden.
CP 3431
CP 3431
CP 3431 leuchtet
CP 3431 die CP
3431
CP 3431
3431
CP 3431
CP 3431
Beim
Laden
der Firmware
RUN–LED;
je nachCPAblauf
kann
die Anzeige
jedoch flackern.
P 3431
B1–26
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
C
CP 343–1 / CP 343–1EX20 für Industrial Ethernet / Gerätehandbuch Teil B1
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Neue Firmware laden
So reagieren Sie bei abgebrochenen Ladevorgängen
Durch Störungen oder Kollisionen auf dem Netzwerk können Telegramme verloren
gehen. In einem solchen Fall kann es zu einem Abbruch des Firmware–Ladevorgangs kommen. Der Firmware–Lader meldet dann einen Timeout oder eine negative Response der zu ladenden Baugruppe.
Wiederholen Sie den Ladevorgang unter Berücksichtigung folgender Hinweise:
S
Verhalten bei Verwendung der voreingestellten bzw. der fest eingestellten
MAC–Adresse
Der Ladevorgang kann immer mit dieser festen MAC–Adresse angestoßen
werden.
CP 3431
S
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
Verhalten bei neu vergebener MAC–Adresse
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
Sind projektierte und voreingestellte MAC–Adresse unterschiedlich, kann der
P 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
Ladevorgang immer über die projektierte MAC–Adresse erneut angestoßen
CP werden.
3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
CP 3431
C
Achtung
Die Notfalladresse 00.AF.FE.AF.FE.00 wird bei der hier beschriebenen Baugruppe
nicht mehr verwendet.
Kann der Ladevorgang nach einem Abbruch weder mit der projektierten noch mit
der voreingestellten MAC–Adresse angestoßen werden, sollten Sie das gesamte
Rack aus– und wieder einschalten. Sie können dann – bei Schalterstellung
STOP – innerhalb von 10 Sekunden den Firmware–Ladevorgang erneut anstoßen.
In diesem Fall müssen Sie immer die voreingestellte MAC–Adresse verwenden.
Die CP–Betriebszustandsanzeige signalisiert für diese Zeitspanne entsprechend
“Bereit für Firmware–Ladebeginn”.
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Ausgabe 2/2003
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B1–27
Technische Daten
9
Technische Daten
Tabelle 9-1
Technische Daten
CP 343–1
Übertragungsgeschwindigkeit
CP 343–1EX20
10 Mbit/s und 100 Mbit/s
Schnittstellen
Anschluss an Industrial Ethernet
(10/100 Mbit/s)
15polige Sub–D–Buchse
entfällt
(automatische Umschaltung zwischen AUI und Industrial Twisted
Pair)
Anschluss an Twisted Pair
RJ–45–Buchse
Versorgungsspannung
DC +5V (+/–5%)
und
DC +24 V (+/–5%)
Stromaufnahme
S aus Rückwandbus
S aus DC 24 V extern
Verlustleistung ca.
70 mA
200 mA
AUI: ca. 0,73 A maximal
TP/ITP: ca. 0,4 A maximal
TP/ITP: ca. 0,2 A maximal
10 W
5,8 W
Zul. Umgebungsbedingungen
S
S
S
S
0 °C bis +60 °C
Betriebstemperatur
–40 °C bis +70 °C
Transport–/Lagertemperatur
Relative Feuchte
95% bei +25 °C
max.
Betriebshöhe
bis 2000 m über NN
Konstruktiver Aufbau
S Baugruppenformat
S Maße (B x H x T) in mm
S Gewicht etwa
Kompaktbaugruppe S7–300; doppelt breit
80 x 125 x 120
600 g
Darüberhinaus gelten für den CP sämtliche in /1/ im Kapitel ”Allgemeine technische Daten” aufgelisteten Angaben zu
B1–28
S
Elektromagnetischer Verträglichkeit;
S
Transport– und Lagerbedingungen;
S
Mechanischen und klimatischen Umgebungsbedingungen;
S
Isolationsprüfungen, Schutzklasse und Schutzgrad.
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