FR-F74x-EC_Bedienungsanleitung_159493

FR-F74x-EC_Bedienungsanleitung_159493
MITSUBISHI ELECTRIC
FR-F700
Frequenzumrichter
Bedienungsanleitung
FR-F740 EC
FR-F746 EC
Art.-Nr.: 159493
07022011
Version E
MITSUBISHI ELECTRIC
INDUSTRIAL AUTOMATION
Bedienungsanleitung
Frequenzumrichter FR-F700 EC
Artikel-Nr.: 159493
A
B
C
Version
01/2005
02/2005
07/2005
pdp
pdp
pdp
D
12/2005
pdp
E
02/2011
pdp
Änderungen / Ergänzungen / Korrekturen
—
Kap. 6
Überarbeitung und Korrektur des Parameterteils
Abschn. 3.8.1 Überarbeitung des Abschnitts „Auswahl eines netzseitigen
FI-Schutzschalters“
Allgemein
Erweiterung der Leistungsklassen durch die Frequenzumrichter
FR-F740-02600 bis 12120
Ergänzung der Frequenzumrichter durch die IP54-Ausführungen
FR-F746-00023 bis 01160
Neuer Parameter 299
Abschn. 2.4.3 Ergänzung durch die Option für externe Kühlluftführung
FR-A7CN
Ergänzungen:
Allgemein
앫 Wahlschalter Spannungs-/Stromeingang
앫 Ergänzende Erläuterungen zum Abschn. „Fehlerursachen und
Abschn. 7.2
Behebung“
Allgemein
앫 Aktivierung der DC-Einspeisung (X70), Deaktivierung der DCEinspeisung (X71), Zurücksetzen des PID-Integralwerts (X72)
앫 Grenzwert der Regelabweichung (Y48), Impulsausgabe der
Energie (Y79), DC-Einspeisung (Y85)
Neue Einstellwerte:
앫 Pr. 29 „Beschleunigungs-/Bremskennlinie“, Einstellwert „6“
앫 Pr. 30 „Auswahl eines generatorischen Bremskreises“,
Einstellwerte „10“, „11“, „20“, „21“
앫 Pr. 59 „Anwahl des digitalen Motorpotentiometers“, Einstellwerte
„11“, „12“, „13“
앫 Pr. 128 „Auswahl der Wirkrichtung der PID-Regelung“,
Einstellwerte „110“, „111“, „120“, „121“
앫 Pr. 167 „Betrieb bei Ansprechen der
Ausgangsstromüberwachung“, Einstellwerte „10“, „11“
앫 Pr. 261 „Stoppmethode bei Netzausfall“, Einstellwerte „21“, „22“
앫 Pr. 495 „Remote Output-Funktion“, Einstellwerte „10“, „11“
Neue Parameter:
앫 Pr. 522 „Frequenz für Ausgangsabschaltung“
앫 Pr. 539 „Zeitintervall der Datenkommunikation (Modbus-RTU)“
앫 Pr. 653 „Vibrationsunterdrückung“
앫 Pr. 654 „Grenzfrequenz der Vibrationsunterdrückung“
앫 Pr. 553 „Grenzwert der Regelabweichung“, Pr. 554 „Betrieb bei
PID-Signal“, C42 (Pr. 934) „Offset-Faktor für PID-Anzeige“, C43
(Pr. 934) „Analoger Offset für PID-Anzeige“, C44 (Pr. 935)
„Verstärkungs-Faktor für PID-Anzeige“, C45 (Pr. 935) „Analoge
Verstärkung für PID-Anzeige“
앫 Pr. 799 „Impulsschrittweite für Energieausgabe“
Abschn. 7.6
Änderungen:
앫 Pr. 153 „Dauer der Nullstromüberwachung“, Einstellbereich
„0 bis 10 s“
앫 Fehlersuche
Danke, dass Sie sich für einen Frequenzumrichter von Mitsubishi Electric entschieden haben.
Diese Bedienungsanleitung beinhaltet Anweisungen für eine fortgeschrittene Nutzung der Frequenzumricher der Serie FR-F700. Fehlerhafte Handhabung kann zu unvorhersehbaren Fehlern führen. Um den Frequenzumrichter optimal zu betreiben, lesen Sie diese Bedienungsanweisung vor der ersten Inbetriebnahme aufmerksam.
Sicherheitshinweise
Lesen Sie die vorliegende Installationsbeschreibung vor der Installation, der ersten Inbetriebnahme und der Inspektion sowie Wartung des Frequenzumrichters vollständig durch. Betreiben
Sie den Frequenzumrichter nur, wenn Sie Kenntnisse über die Ausstattung, die Sicherheitsund Handhabungsvorschriften haben. In der Bedienungsanleitung sind die Sicherheitsvorkehrungen in zwei Klassen unterteilt, GEFAHR und ACHTUNG.
P
GEFAHR:
E
ACHTUNG:
Es besteht eine Gefahr für das Leben und die Gesundheit des Anwenders, wenn
entsprechende Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
Hinweis auf möglichen Beschädigungen des Geräts, anderer Sachwerte sowie gefährliche Zustände, wenn die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen nicht getroffen
werden.
Auch die Missachtung von Warnhinweisen kann in Abhängigkeit der Bedingungen schwerwiegende Folgen haben. Um Personenschäden vorzubeugen, befolgen Sie unbedingt alle Sicherheitsvorkehrungen.
FR-F700 EC
I
Schutz vor Stromschlägen
P
GEFAHR:
● Demontieren Sie die Frontabdeckung nur im abgeschalteten Zustand des Frequenzumrichters und der Spannungsversorgung. Bei Nichtbeachtung besteht
Stromschlaggefahr.
● Während des Frequenzumrichterbetriebs muss die Frontabdeckung montiert sein.
Die Leistungsklemmen und offen liegende Kontakte führen eine lebensgefährlich
hohe Spannung. Bei Berührung besteht Stromschlaggefahr.
● Auch wenn die Spannung ausgeschaltet ist, sollte die Frontabdeckung nur zur
Verdrahtung oder Inspektion demontiert werden. Bei Berührung der spannungsführenden Leitungen besteht Stromschlaggefahr.
● Bevor Sie mit der Verdrahtung/Wartung beginnen, ist die Netzspannung abzuschalten und eine Wartezeit von mindestens 10 Minuten einzuhalten. Diese Zeit wird
benötigt, damit sich die Kondensatoren nach dem Abschalten der Netzspannung
auf einen ungefährlichen Spannungswert entladen können.
● Der Frequenzumrichter muss geerdet werden. Die Erdung muss den nationalen und
lokalen Sicherheitsbestimmungen und Richtlinien folgen (JIS, NEC Abschnitt 250,
IEC 536 Klasse 1 und andere Standards).
● Die Verdrahtung und Inspektion darf nur von einer anerkannt ausgebildeten Elektrofachkraft, die mit den Sicherheitsstandards der Automatisierungstechnik vertraut ist durchgeführt werden.
● Für die Verdrahtung muss der Frequenzumrichter fest montiert sein. Bei Nichtbeachtung besteht Stromschlaggefahr.
● Wird in Ihrer Anwendung von normativer Seite aus der Einsatz einer Fehlerstromschutzeinrichtung (RCD) gefordert, so muss diese nach DIN VDE 0100-530 wie folgt
gewählt werden:
Einphasige Frequenzumrichter wahlweise Type A oder B
Dreiphasige Frequenzumrichter nur Type B (allstromsensitiv)
● Achten Sie darauf, dass Sie Eingaben über das Bedienfeld nur mit trockenen
Händen vornehmen. Bei Nichtbeachtung besteht Stromschlaggefahr.
● Vermeiden Sie starkes Ziehen, Biegen, Einklemmen oder starke Beanspruchungen
der Leitungen. Bei Nichtbeachtung besteht Stromschlaggefahr.
● Demontieren Sie Kühlungsventilatoren nur im abgeschalteten Zustand der Spannungsversorgung.
● Berühren Sie die Platinen nicht mit nassen Händen. Bei Nichtbeachtung besteht
Stromschlaggefahr.
II
Feuerschutz
E
ACHTUNG:
● Montieren Sie den Frequenzumrichter nur auf feuerfesten Materialien wie Metall
oder Beton. Um jede Berührung des Kühlkörpers auf der Rückseite des Frequenzumrichters zu vermeiden, darf die Montageoberfläche keine Bohrungen oder Löcher aufweisen. Bei einer Montage auf nicht feuerfesten Materialien besteht Brandgefahr.
● Ist der Frequenzumrichter beschädigt, schalten Sie die Spannungsversorgung ab.
Ein kontinuierlich hoher Stromfluss kann Feuer verursachen.
● Schließen Sie einen Bremswiderstand nicht direkt an die DC-Klemmen P/+ und N/–
an. Dies kann Feuer verursachen und den Frequenzumrichter beschädigen. Die
Oberflächentemperatur von Bremswiderständen kann kurzzeitig weit über 100 °C
erreichen. Sehen Sie einen geeigneten Berührungsschutz sowie Abstände zu anderen Geräten bzw. Anlagenteilen vor.
Schutz vor Beschädigungen
E
FR-F700 EC
ACHTUNG:
● Die Spannung an den einzelnen Klemmen darf die im Handbuch angegebenen
Werte nicht übersteigen. Andernfalls können Beschädigungen auftreten.
● Stellen Sie sicher, dass alle Leitungen an den korrekten Klemmen angeschlossen
sind. Andernfalls können Beschädigungen auftreten.
● Stellen Sie bei allen Anschlüssen sicher, dass die Polarität korrekt ist. Andernfalls
können Beschädigungen auftreten.
● Berühren Sie den Frequenzumrichter weder wenn er eingeschaltet ist noch kurz
nach dem Ausschalten der Spannungsversorgung. Die Oberfläche kann sehr heiß
sein und es besteht Verbrennungsgefahr.
III
Weitere Vorkehrungen
Beachten Sie die folgenden Punkte, um möglichen Fehlern, Beschädigungen und Stromschlägen usw. vorzubeugen:
Transport und Installation
E
ACHTUNG:
● Verwenden Sie für den Transport die richtigen Hebevorrichtungen, um Beschädigungen vorzubeugen.
● Stapeln Sie die verpackten Frequenzumrichter nicht höher als erlaubt.
● Stellen Sie sicher, dass der Montageort dem Gewicht des Frequenzumrichters
standhält. Hinweise entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung.
● Der Betrieb mit fehlenden/beschädigten Teilen ist nicht erlaubt und kann zu Ausfällen führen.
● Halten Sie den Frequenzumrichter niemals an der Frontabdeckung oder den Bedienelementen fest. Der Frequenzumrichter kann beschädigt werden.
● Stellen Sie keine schweren Gegenstände auf den Frequenzumrichter. Installieren
Sie den Frequenzumrichter nur in der zulässigen Montageposition.
● Achten Sie darauf, dass keine leitfähigen Gegenstände (z. B. Schrauben) oder
entflammbare Substanzen wie Öl in den Frequenzumrichter gelangen.
● Vermeiden Sie starke Stöße oder andere Belastungen des Frequenzumrichters, da
der Frequenzumrichter ein Präzisionsgerät ist.
● Der Betrieb des Frequenzumrichters ist nur möglich wenn die Umgebungsbedingungen, die Sie der nachstehenden Tabelle entnehmen können, erfüllt sind.
Betriebsbedingung
FR-F740
FR-F746
Umgebungstemperatur
−10 °C bis +40/+50 °C
(keine Eisbildung im Gerät)
−10 °C bis +30/+40 °C
(keine Eisbildung im Gerät)
Die maximale Temperatur hängt von der Einstellung des Pr. 570 ab.
Zul. Luftfeuchtigkeit
Max. 90% rel. Feuchte (keine Kondensatbildung)
Lagertemperatur
−20 °C bis +65 °C Umgebungsbedingungen Nur für Innenräume (keine aggressiven Gase, Ölnebel, staub- und schmutzfreie Aufstellung)
Aufstellhöhe
Max. 1000 m über n. N. Darüber nimmt die Ausgangsleistung um 3 %/500 m ab (bis
2500 m (91 %))
Vibrationsfestigkeit
Max. 5,9 m/s2 von 10 bis 55 Hz (in X- , Y- und Z-Richtung)
Nur für kurze Zeit zulässig (z. B. beim Transport)
Maximal 2,9 m/s² für die Leistungsklassen 04320 oder größer
Verdrahtung
E
IV
ACHTUNG:
● Schließen Sie an die Ausgänge keine von Mitsubishi nicht dafür freigegebenen
Baugruppen (wie z. B. Kondensatoren zur Verbesserung des cos phi) an.
● Die Drehrichtung des Motors entspricht nur dann den Drehrichtungsbefehlen (STF,
STR), wenn die Phasenfolge (U, V, W) eingehalten wird.
Bedienung
P
GEFAHR:
● Ist der automatische Wiederanlauf aktiviert, halten Sie sich bei einem Alarm nicht in
unmittelbarer Nähe der Maschinen auf. Der Antrieb kann plötzlich wieder anlaufen.
● Die STOP/RESET-Taste schaltet nur dann den Ausgang des Frequenzumrichters
ab, wenn die entsprechende Funktion aktiviert ist. Installieren Sie einen separaten
NOT-AUS-Schalter (Ausschalten der Versorgungsspannung, mechanische Bremse
etc.).
● Stellen Sie sicher, dass das Startsignal ausgeschaltet ist, wenn der Frequenzumrichter nach einem Alarm zurückgesetzt wird. Ansonsten kann der Motor unerwartet anlaufen.
● Es besteht die Möglichkeit, den Umrichter über serielle Kommunikation bzw.
Feldbussystem anlaufen und stoppen zu lassen. Abhängig von der jeweils
gewählten Parametereinstellung für die Kommunikationsdaten besteht die Gefahr,
dass der laufende Antrieb bei einem Fehler im Kommunikationssystem bzw. der
Datenleitung nicht mehr über dieses gestoppt werden kann. Sehen Sie in diesem
Fall unbedingt zusätzliche Sicherheits-Hardware (z. B. Reglersperre über
Steuersignal, externes Motorschütz o.Ä.) vor, um den Antrieb zu stoppen. Das
Bedien- und Wartungspersonal muss durch eindeutige und unmissverständliche
Hinweise vor Ort auf diese Gefahr hingewiesen werden.
● Die angeschlossene Last muss ein Drehstrom-Asynchronmotor sein. Beim Anschluss
anderer Lasten können diese und der Frequenzumrichter beschädigt werden.
● Nehmen Sie keine Änderungen an der Hard- oder Firmware der Geräte vor.
● Deinstallieren Sie keine Teile, deren Deinstallation nicht in dieser Anleitung beschrieben ist. Andernfalls kann der Frequenzumrichter beschädigt werden.
FR-F700 EC
V
E
ACHTUNG:
● Der interne elektr. Motorschutzschalter des Frequenzumrichters garantiert keinen
Schutz vor einer Überhitzung des Motors. Sehen Sie daher sowohl einen externen
Motorschutz als auch ein PTC-Element vor.
● Nutzen Sie nicht die netzseitigen Leistungsschütze, um den Frequenzumrichter zu
starten oder zu stoppen, da dies die Lebensdauer der Geräte verkürzt.
● Um elektromagnetische Störungen zu vermeiden, verwenden Sie Entstörfilter und
folgen Sie den allgemein anerkannten Regeln für die EMV-mäßig korrekte Installation von Frequenzumrichtern.
● Ergreifen Sie Maßnahmen hinsichtlich der Netzrückwirkungen. Diese können Kompensationsanlagen gefährden oder Generatoren überlasten.
● Verwenden Sie einen für den Umrichterbetrieb freigegebenen Motor. (Die Motorwicklung wird beim Umrichterbetrieb stärker als beim Netzbetrieb belastet.)
● Nach Ausführung einer Funktion zum Löschen von Parametern müssen Sie die für
den Betrieb benötigten Parameter vor einem Wiederanlauf neu einstellen, da alle
Parameter auf die Werkseinstellung zurückgesetzt werden.
● Der Frequenzumrichter kann leicht eine hohe Drehzahl erzeugen. Bevor Sie hohe
Drehzahlen einstellen, prüfen Sie, ob die angeschlossenen Motoren und Maschinen
für hohe Drehzahlen geeignet sind.
● Die DC-Bremsfunktion des Frequenzumrichters ist nicht zum kontinuierlichen
Halten einer Last geeignet. Sehen Sie zu diesem Zweck eine elektromechanische
Haltebremse am Motor vor.
● Bevor Sie einen lange gelagerten Frequenzumrichter in Betrieb nehmen, führen Sie
immer eine Inspektion und Tests durch.
● Um Beschädigungen durch statische Aufladung zu vermeiden, berühren Sie einen
Metallgegenstand, bevor Sie den Frequenzumrichter anfassen.
Diagnose und Einstellung
E
ACHTUNG:
● Stellen Sie vor der Inbetriebnahme die Parameter ein. Eine fehlerhafte Parametrierung kann unvorhersehbare Reaktionen des Antriebes zur Folge haben.
NOT-HALT
E
ACHTUNG:
● Treffen Sie geeignete Maßnahmen zum Schutz von Motor und Arbeitsmaschine
(z. B. durch eine Haltebremse), falls der Frequenzumrichter ausfällt.
● Löst die Sicherung auf der Primärseite des Frequenzumrichters aus, prüfen Sie, ob
die Verdrahtung fehlerhaft ist (Kurzschluss) oder ein interner Schaltungsfehler
vorliegt usw. Stellen Sie die Ursache fest, beheben Sie den Fehler und schalten die
Sicherung wieder ein.
● Wurden Schutzfunktionen aktiviert (d. h. der Frequenzumrichter schaltete mit einer
Fehlermeldung ab), folgen Sie den im Handbuch des Frequenzumrichters gegebenen Hinweisen zur Fehlerbeseitigung. Danach kann der Umrichter zurückgesetzt
und der Betrieb fortgeführt werden.
VI
Wartung, Inspektion und Teileaustausch
E
ACHTUNG:
● Im Steuerkreis des Frequenzumrichters darf keine Isolationsprüfung (Isolationswiderstand) mit einem Isolationsprüfgerät durchgeführt werden, da dies zu Fehlfunktionen führen kann.
Entsorgung des Frequenzumrichters
E
ACHTUNG:
● Behandeln Sie den Frequenzumrichter als Industrieabfall.
Allgemeine Anmerkung
Viele der Diagramme und Abbildungen zeigen den Frequenzumrichter ohne Abdeckungen oder
zum Teil geöffnet. Betreiben Sie den Frequenzumrichter niemals im geöffneten Zustand. Montieren Sie immer die Abdeckungen und folgen Sie immer den Anweisungen der Bedienungsanleitung bei der Handhabung des Frequenzumrichters.
FR-F700 EC
VII
Symbolik des Handbuchs
Verwendung von Hinweisen
Hinweise auf wichtige Informationen sind besonders gekennzeichnet und werden folgenderweise dargestellt:
HINWEIS
Hinweistext
Verwendung von Beispielen
Beispiele sind besonders gekennzeichnet und werden folgendermaßen dargestellt:
Beispiel 쑴
Beispieltext
쑶
Verwendung von Nummerierungen in Abbildungen
Nummerierungen in Abbildungen werden durch weiße Zahlen in schwarzem Kreis dargestellt
und in einer anschließenden Tabelle durch die gleiche Zahl erläutert,
z.B. Verwendung von Handlungsanweisungen
Handlungsanweisungen sind Schrittfolgen bei der Inbetriebnahme, Bedienung, Wartung u.Ä.,
die genau in der aufgeführten Reihenfolge durchgeführt werden müssen.
Sie werden fortlaufend durchnummeriert (schwarze Zahlen in weißem Kreis).
Text.
Text.
Text.
Verwendung von Fußnoten in Tabellen
Hinweise in Tabellen werden in Form von Fußnoten unterhalb der Tabelle (hochgestellt) erläutert. An der entsprechenden Stelle in der Tabelle steht ein Fußnotenzeichen (hochgestellt).
Liegen mehrere Fußnoten zu einer Tabelle vor, werden diese unterhalb der Tabelle fortlaufend
nummeriert (schwarze Zahlen in weißem Kreis, hochgestellt):
�
Text
Text
� Text
�
VIII
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1
Gerätebeschreibung
1.1
Modellbeschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1-1
1.2
Gerätekomponenten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1-2
1.2.1
Lieferumfang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1-3
2
Installation
2.1
Entfernen und Anbringen der Bedieneinheit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2-1
2.2
Entfernen und Anbringen der Frontabdeckung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-2
2.2.1
Modelltypen FR-F740-00023 bis 00620-EC . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2-2
2.2.2
Modelltypen FR-F740-00770 bis 12120-EC . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2-3
2.2.3
Modelltypen FR-F746-00023 bis 01160-EC . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2-5
2.3
Montage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2-6
2.4
Schaltschrankaufbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2-7
2.4.1
Aufstellort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2-7
2.4.2
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-11
2.4.3
Montageset für externe Kühlluftführung (FR-A7CN) . . . . . . . . . . . . . .2-13
3
Anschluss
3.1
Systemkonfiguration . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3-1
3.1.1
Leistungsschütze und -schalter. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3-3
3.2
Verdrahtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3-5
3.3
Anschluss des Leistungsteils . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3-7
3.4
3.3.1
Beschreibung der Klemmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-7
3.3.2
Klemmenbelegung und Verdrahtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3-7
Übersicht und Beschreibung des Steuerteils . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-15
3.4.1
Anschlussklemmen des Steuerkreises . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3-19
3.4.2
Verdrahtungshinweise. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3-21
3.4.3
Separater Netzanschluss des Steuerkreises . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-22
3.4.4
Auswahl der Steuerlogik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3-25
3.5
Dezentraler Anschluss der Bedieneinheit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-28
3.6
Anschluss der 2. seriellen Schnittstelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3-29
3.6.1
FR-F700 EC
Kommunikationsbetrieb. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-30
IX
Inhaltsverzeichnis
3.7
3.8
X
Anschluss externer Optionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3-31
3.7.1
Leistungsschütze (MC) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-31
3.7.2
Anschluss einer externen Bremseinheit (FR-BU/MT-BU5) . . . . . . . . .3-33
3.7.3
Anschluss der kombinierten Rückspeise-/Netzfiltereinheit
(FR-HC, MT-HC) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-36
3.7.4
Anschluss der zentralen Einspeise-/Rückspeiseeinheit FR-CV
(01160 oder kleiner) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3-38
3.7.5
Anschluss der Rückspeiseeinheit MT-RC (01800 oder größer) . . . . . 3-39
3.7.6
Anschluss einer Zwischenkreisdrossel vom Typ FR-HEL. . . . . . . . . . 3-40
3.7.7
Anschluss einer Netzdrossel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3-40
Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-41
3.8.1
Fehlerströme und Gegenmaßnahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-41
3.8.2
Vom Frequenzumrichter ausgehende Störungen
und Gegenmaßnahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-46
3.8.3
EMV-Filter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-49
3.8.4
Oberschwingungen (Harmonische) in der Netzspannung. . . . . . . . . . 3-50
3.8.5
400-V-Asynchronmotor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-51
4
Betrieb
4.1
Vorsichtsmaßnahmen für den Betrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-1
4.2
Vorgehensweise bei der Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-3
4.3
Bedieneinheit FR-DU07 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-4
4.3.1
Bedienfeld und Anzeige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-4
4.3.2
Grundfunktionen (Werkseinstellung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-6
4.3.3
Verriegelung der Bedieneinheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4-7
4.3.4
Anzeige von Ausgangsstrom und Ausgangsspannung. . . . . . . . . . . . . 4-9
4.3.5
Vorrangige Betriebsgröße . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-9
4.3.6
Anzeige des aktuellen Frequenzsollwerts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4-9
4.4
Elektronischer Motorschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-10
4.5
Betrieb über Bedieneinheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4-12
4.5.1
Frequenzeinstellung und Motorstart . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-13
4.5.2
Digital-Dial als Potentiometer zur Frequenzeinstellung. . . . . . . . . . . . 4-14
4.5.3
Vorgabe des Frequenzsollwerts über Schalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-15
4.5.4
Analoge Spannungs-Sollwertvorgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-18
4.5.5
Analoge Strom-Sollwertvorgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-20
Inhaltsverzeichnis
4.6
Betrieb über externe Signale (externe Steuerung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4-22
4.6.1
Sollwertvorgabe über Bedieneinheit (Pr. 79 = 3) . . . . . . . . . . . . . . . . 4-22
4.6.2
Vorgabe des Startbefehls und des Frequenzsollwerts über Schalter
(Geschwindigkeits-/Drehzahlvorwahl) (Pr. 4 bis Pr. 6) . . . . . . . . . . . .4-24
4.6.3
Analoge Spannungs-Sollwertvorgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-27
4.6.4
Einstellung der Frequenz (50 Hz) bei analogem Maximalwert (5 V) . . 4-30
4.6.5
Analoge Strom-Sollwertvorgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-31
4.6.6
Einstellung der Frequenz (50 Hz) bei
analogem Maximalwert (20 mA) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-33
5
Grundeinstellungen
5.1
Basisparameter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-1
5.2
Anhebung des Startdrehmoments (Pr. 0). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-3
5.3
Minimale und maximale Ausgangsfrequenz (Pr. 1, Pr. 2) . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-5
5.4
Motornennfrequenz von 60 Hz (Pr. 3) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-7
5.5
Ändern der Beschleunigungs-/Bremszeit (Pr. 7, Pr. 8). . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5-8
5.6
Energiesparmodus (Pr. 60) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-10
5.7
Betriebsartenwahl (Pr. 79) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-12
5.8
Parameter löschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-13
5.9
Alle Parameter löschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-14
5.10
Parameter kopieren und vergleichen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-15
5.10.1 Parameter kopieren. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-16
5.10.2 Parameter vergleichen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5-18
6
Parameter
6.1
Übersicht der Parameter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-1
6.2
Motordrehmoment . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-30
6.3
FR-F700 EC
6.2.1
Manuelle Drehmomentanhebung (Pr. 0, Pr. 46) . . . . . . . . . . . . . . . . .6-30
6.2.2
Stromvektorregelung (Pr. 80, Pr. 90) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-33
6.2.3
Schlupfkompensation (Pr. 245 bis Pr. 247). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-34
6.2.4
Überstromschutzfunktion
(Pr. 22, Pr. 23, Pr. 48, Pr. 49, Pr. 66,
Pr. 148, Pr. 149, Pr. 154, Pr. 156, Pr. 157) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-35
6.2.5
Einstellung der Überlastfähigkeit
(LD = Light Duty, SLD = Super Light Duty) (Pr. 570) . . . . . . . . . . . . . 6-44
Begrenzung der Ausgangsfrequenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-45
6.3.1
Minimale und maximale Ausgangsfrequenz (Pr. 1, Pr. 2, Pr. 18) . . . . 6-45
6.3.2
Frequenzsprung zur Vermeidung von Resonanzerscheinungen
(Pr. 31 bis Pr. 36) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-47
XI
Inhaltsverzeichnis
6.4
6.5
6.6
6.7
6.8
6.9
XII
V/f-Kennlinie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-49
6.4.1
Motorarbeitspunkt (Pr. 3, Pr. 19, Pr. 47) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-49
6.4.2
Lastkennlinienwahl (Pr. 14) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-51
6.4.3
Flexible 5-Punkt-V/f-Kennlinie (Pr. 71, Pr. 100 bis Pr. 109) . . . . . . . . 6-52
Frequenzsollwertvorgabe über externe Signale . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-54
6.5.1
Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl
(Pr. 4 bis Pr. 6, Pr. 24 bis Pr. 27, Pr. 232 bis Pr. 239) . . . . . . . . . . . .6-54
6.5.2
Tippbetrieb (Pr. 15, Pr. 16) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-57
6.5.3
Überlagerung der Festfrequenzen und der
Frequenzvorgabe über das digitale Motorpotentiometer (Pr. 28) . . . .6-61
6.5.4
Digitales Motorpotentiometer (Pr. 59) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-62
Beschleunigung und Bremsung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-66
6.6.1
Beschleunigungs- und Bremszeit
(Pr. 7, Pr. 8, Pr. 20, Pr. 21, Pr. 44, Pr. 45) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-66
6.6.2
Startfrequenz und Startfrequenz-Haltezeit (Pr. 13, Pr. 571) . . . . . . . . 6-70
6.6.3
Wahl der Beschleunigungs- und Bremskennlinie
(Pr. 29, Pr. 140 bis Pr. 143) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-72
Motor und Motorschutz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-76
6.7.1
Schutz des Motors vor Überlast (Pr. 9, Pr. 51) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-76
6.7.2
Motorauswahl (Pr. 71) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-82
DC-Bremsung und Stoppfunktion. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-83
6.8.1
DC-Bremsung (Pr. 10 bis Pr. 12) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-83
6.8.2
Auswahl eines generatorischen Bremskreises und DC-Einspeisung
(Pr. 30, Pr. 70). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-86
6.8.3
Wahl der Stoppmethode (Pr. 250) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-93
6.8.4
Ausgangsabschaltung (Pr. 522) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-95
Funktionszuweisung der Klemmen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-97
6.9.1
Funktionszuweisung der Eingangsklemmen (Pr. 178 bis Pr. 189) . . . 6-97
6.9.2
Reglersperre (MRS-Signal, Pr. 17) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-100
6.9.3
Auswahl des zweiten Parametersatzes (Klemme RT, Pr. 155). . . . .6-102
6.9.4
Zuweisung des Startsignals (Klemme STF, STR, STOP, Pr. 250) . .6-104
6.9.5
Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen (Pr. 190 bis Pr. 196). .6-108
6.9.6
Kontrollsignale (SU, FU, FU2, Pr. 41 bis Pr. 43, Pr. 50) . . . . . . . . . .6-114
6.9.7
Ausgangsstromüberwachung
(Y12, Y13, Pr. 150 bis Pr. 153, Pr. 166, Pr. 167) . . . . . . . . . . . . . . .6-116
6.9.8
Remote Output-Funktion (REM, Pr. 495 bis Pr. 497) . . . . . . . . . . . .6-119
6.9.9
Impulsausgabe der Energie (Y79, Pr. 799) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-121
Inhaltsverzeichnis
6.10
Anzeigefunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-122
6.10.1 Geschwindigkeits- und Drehzahlanzeige (Pr. 37, Pr. 144) . . . . . . . .6-122
6.10.2 Auswahl der Anzeige (Pr. 52, Pr. 54 Pr. 158,
Pr. 170, Pr. 171, Pr. 268, Pr. 563, Pr. 564, Pr. 891) . . . . . . . . . . . . .6-124
6.10.3 Klemmen CA und AM (Pr. 55, Pr. 56, Pr. 867, Pr. 869) . . . . . . . . . .6-131
6.10.4 Kalibrierung der CA- und AM-Klemme
[C0 (Pr. 900), C1 (Pr. 901), C8 (Pr. 930), C11 (Pr. 931)] . . . . . . . . .6-133
6.11
Betrieb bei Netzausfall . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-138
6.11.1 Automatischer Wiederanlauf
(Pr. 57, Pr. 58, Pr. 162 bis Pr. 165, Pr. 299, Pr. 611) . . . . . . . . . . . .6-138
6.11.2 Stoppmethode bei Netzausfall (Pr. 261 bis Pr. 266) . . . . . . . . . . . . .6-146
6.12
Wiederanlauf nach Ansprechen einer Schutzfunktion . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-153
6.12.1 Wiederanlauf (Pr. 65, Pr. 67 bis Pr. 69) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-153
6.12.2 Ausgabe codierter Alarmmeldungen (Pr. 76) . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-156
6.12.3 Ein-/Ausgangsphasenfehler (Pr. 251, Pr. 872) . . . . . . . . . . . . . . . . .6-158
6.13
Energiesparmodus und Energieüberwachung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-159
6.13.1 Auswahl des Energiesparmodus und des optimalen
Erregerstroms (Pr. 60) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-159
6.13.2 Energieüberwachung (Pr. 52, Pr. 54, Pr. 158, Pr. 891 bis Pr. 899) .6-161
6.14
Reduzierung der Motorgeräusche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-168
6.14.1 Trägerfrequenz und Soft-PWM (Pr. 72, Pr. 240, Pr. 260) . . . . . . . . .6-168
6.14.2 Vibrationsunterdrückung (Pr. 653, Pr. 654). . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-170
6.15
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-171
6.15.1 Festlegung der Sollwert-Eingangsdaten (Pr. 73, Pr. 267). . . . . . . . .6-171
6.15.2 Überlagerung der analogen Eingänge
(Pr. 73, Pr. 242, Pr. 243, Pr. 252, Pr. 253) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-178
6.15.3 Sollwert-Signalfilter (Pr. 74) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-181
6.15.4 Ausgangsfrequenz in Abhängigkeit vom Sollwertsignal
[Pr. 125, Pr. 126, Pr. 241, C2 (Pr. 902) bis C7 (Pr. 905)] . . . . . . . . .6-182
6.15.5 Überwachung des Stromsollwerts (Pr. 573) . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-190
6.16
Bedienungsschutzfunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-193
6.16.1 Rücksetzbedingung/Verbindungsfehler/Stopp (Pr. 75) . . . . . . . . . . .6-193
6.16.2 Schreibschutzfunktion (Pr. 77) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-198
6.16.3 Reversierverbot (Pr. 78) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-200
6.16.4 Benutzergruppen (Pr. 160, Pr. 172 bis Pr. 174) . . . . . . . . . . . . . . . .6-201
6.17
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-204
6.17.1 Betriebsartenwahl (Pr. 79) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-204
6.17.2 Betriebsart nach Hochfahren (Pr. 79, Pr. 340) . . . . . . . . . . . . . . . . .6-216
6.17.3 Auswahl der Steuerung (Pr. 338, Pr. 339, Pr. 550, Pr. 551) . . . . . . .6-218
FR-F700 EC
XIII
Inhaltsverzeichnis
6.18
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-226
6.18.1 PU-Schnittstelle. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-226
6.18.2 2. serielle Schnittstelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-229
6.18.3 Grundeinstellungen für den Kommunikationsbetrieb
(Pr. 117 bis Pr. 124, Pr. 331 bis Pr. 337, Pr. 341, Pr. 549) . . . . . . . .6-234
6.18.4 E²PROM-Zugriff (Pr. 342) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-236
6.18.5 Mitsubishi-Protokoll zum Betrieb des Frequenzumrichters
an einem PC . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-237
6.18.6 Kommunikation über Modbus-RTU
(Pr. 331, Pr. 332, Pr. 334, Pr. 343, Pr. 539, Pr. 549) . . . . . . . . . . . .6-254
6.19
Spezielle Applikationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-272
6.19.1 PID-Regelung (Pr. 127 bis Pr. 134, Pr. 241, Pr. 553,
Pr. 554, Pr. 575 bis Pr. 577, C42 (Pr. 934) bis C45 (Pr. 935)) . . . . .6-272
6.19.2 Motorumschaltung auf Netzbetrieb (Pr. 135 bis Pr. 139, Pr. 159). . .6-291
6.19.3 Erweiterte PID-Regelung (Multi-Motor-Steuerung)
(Pr. 554, Pr. 575 bis Pr. 591) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-297
6.19.4 Traverse-Funktion (Pr. 592 bis Pr. 597) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-311
6.19.5 Zwischenkreisführung der Ausgangsfrequenz
(Pr. 882 bis Pr. 886) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-314
6.20
Nützliche Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-317
6.20.1 Steuerung des Kühlventilators (Pr. 244) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-317
6.20.2 Standzeitüberwachung (Pr. 255 bis Pr. 259) . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-318
6.20.3 Wartungsintervalle (Pr. 503, Pr. 504) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-322
6.20.4 Überwachung des Strommittelwerts (Pr. 555 bis Pr. 557) . . . . . . . .6-323
6.20.5 Freie Parameter (Pr. 888, Pr. 889) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-327
6.21
Einstellungen für die Bedieneinheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-328
6.21.1 Auswahl der Landessprache (Pr. 145) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-328
6.21.2 Funktionszuweisung des Digital-Dials/Bedieneinheit sperren
(Pr. 161) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-329
6.21.3 Signalton bei Tastenbetätigung (Pr. 990) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-329
6.21.4 Kontrasteinstellung (Pr. 991). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6-330
XIV
7
Fehlerdiagnose
7.1
Übersicht der Fehlermeldungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-2
7.2
Fehlerursache und -behebung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7-4
7.3
Schutzfunktionen zurücksetzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7-19
7.4
LED-Anzeige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-20
7.5
Alarmliste lesen und löschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7-21
Inhaltsverzeichnis
7.6
Fehlersuche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7-23
7.6.1
Der Motor rotiert nicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7-23
7.6.2
Der Motor oder die Maschine erzeugt ungewöhnliche Geräusche . . .7-25
7.6.3
Der Frequenzumrichter erzeugt ungewöhnliche Geräusche. . . . . . . . 7-25
7.6.4
Die Wäremeentwicklung des Motors ist ungewöhnlich hoch . . . . . . .7-25
7.6.5
Die Drehrichtung des Motors ist falsch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7-26
7.6.6
Die Motordrehzahl ist zu hoch oder zu niedrig . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-26
7.6.7
Der Beschleunigungs-/Bremsvorgang des Motors ist ungleichmäßig.7-26
7.6.8
Der Motor läuft nicht gleichmäßig . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-27
7.6.9
Die Betriebsart kann nicht geändert werden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-27
7.6.10 Auf der Bedieneinheit FR-DU07 erscheint keine Anzeige. . . . . . . . . . 7-28
7.6.11 Der Motorstrom ist zu hoch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-28
7.6.12 Die Drehzahl kann nicht erhöht werden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7-29
7.6.13 Schreiben von Parametern nicht möglich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7-30
7.6.14 Die POWER-LED leuchtet nicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-30
7.7
Messinstrumente und Messmethoden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-31
7.7.1
Leistungsmessung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-32
7.7.2
Spannungsmessung und Einsatz eines Leistungsmessers . . . . . . . . 7-33
7.7.3
Strommessung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-33
7.7.4
Verwendung eines Amperemeters und eines Messwertumformers . .7-34
7.7.5
Messung des Eingangsleistungsfaktors . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7-34
7.7.6
Messung der Zwischenkreisspannung (Klemmen P/+ und N/–) . . . . . 7-34
8
Wartung und Inspektion
8.1
Inspektion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8-1
8.2
FR-F700 EC
8.1.1
Tägliche Inspektion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8-1
8.1.2
Periodische Inspektionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8-1
8.1.3
Tägliche und periodische Inspektionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8-2
8.1.4
Standzeitüberwachung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8-4
8.1.5
Prüfung der Dioden und Transistor-Leistungsbauteile . . . . . . . . . . . . .8-7
8.1.6
Reinigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8-8
8.1.7
Austausch von Teilen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8-8
8.1.8
Austausch des Frequenzumrichters . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8-16
Messungen am Leistungsteil . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8-17
8.2.1
Messung des Isolationswiderstands . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8-17
8.2.2
Druckprüfung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8-17
8.2.3
Messung der Spannung und Ströme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8-18
XV
Inhaltsverzeichnis
A
Anhang
A.1
Technische Daten FR-F740-00023 bis -01160 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-1
A.2
Technische Daten FR-F740-01800 bis -12120 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-2
A.3
Technische Daten FR-F746-00023 bis -01160 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-3
A.4
Allgemeine technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-4
A.5
Äußere Abmessungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-6
A.5.1
FR-F740-00023 bis -00126 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-6
A.5.2
FR-F740-00170 bis -00380 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-7
A.5.3
FR-F740-00470 und -00620 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-8
A.5.4
FR-F740-00770 bis -01160 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-9
A.5.5
FR-F740-01800 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-10
A.5.6
FR-F740-02160 bis -03610 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-11
A.5.7
FR-F740-04320 bis -06830 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-12
A.5.8
FR-F740-07700 und -08660 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-13
A.5.9
FR-F740-09620 bis -12120 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-14
A.5.10 FR-F746-00023 bis -00126 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-15
A.5.11 FR-F746-00170 und -00250 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-15
A.5.12 FR-F746-00310 und -00380 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-16
A.5.13 FR-F746-00470 und -00620 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-16
A.5.14 FR-F746-00770 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-17
A.5.15 FR-F746-00930 und -01160 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-17
A.5.16 Zwischenkreisdrosseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-18
A.5.17 Aussparung im Schaltschrank für die externe Kühlluftführung . . . . . A-23
A.5.18 Bedieneinheit FR-DU07 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-24
A.5.19 Bedieneinheit FR-PU07 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-24
XVI
A.6
Parameterübersicht mit Anweisungscodes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-25
A.7
Geänderte Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-40
A.7.1
Prüfung der Seriennummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-40
A.7.2
Geänderte Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A-41
Gerätebeschreibung
1
Modellbeschreibung
Gerätebeschreibung
Nehmen Sie den Frequenzumrichter aus der Verpackung und vergleichen Sie die Daten des
Leistungsschildes auf der Frontabdeckung und die Daten des Typenschildes an der Seite des
Frequenzumrichters mit den Daten Ihrer Bestellung.
1.1
Modellbeschreibung
Symbol Spannungsklasse
F740
3-phasig 400 V
Symbol
Typnummer
00023
bis
12120
5-stellige Anzeige
I001331E
Abb. 1-1: Modellbezeichnung der Frequenzumrichter FR-F740 EC
Symbol
Spannungsklasse
Symbol
Typnummer
00023
bis
01160
5-stellige Anzeige
F746
3-phasig 400 V
Schutzart IP 54
spritzwassergeschützt
(nach Standard
IEC 60529: 2001)
I001393E
Abb. 1-2: Modellbezeichnung der Frequenzumrichter FR-F746 EC
FR-F700 EC
1-1
Gerätekomponenten
1.2
Gerätebeschreibung
Gerätekomponenten
Kühlventilator
(siehe Abschn. 8.1.7)
PU-Schnittstelle
(siehe Abschn. 3.5)
2. serielle Schnittstelle
(RS485)
Anschluss für Optionskarte
(siehe Bedienungsanleitung der Option)
Umschaltung AU-/PTC-Eingang
(siehe Abschn. 3.4)
Zuschaltung des internen Entstörfilters
(siehe Abschn. 3.8.3)
Bedieneinheit FR-DU07
(siehe Abschn. 4.3)
POWER-LED
Leuchtet, wenn
Steuerkreiskreis (R1/L11,
S1/L21) Spannung führt.
ALARM-LED
Leuchtet, wenn
Frequenzumrichter im
Alarmzustand
(siehe Kap. 7)
Leistungsklemmen
(siehe Abschn. 3.3)
Steuerklemmen
(siehe Abschn. 3.4)
CHARGE-LED
Leuchtet, wenn
Hauptkreis
Spannung führt.
Frontabdeckung
Kammförmige
Kabeldurchführung
(siehe Abschn. 2.3)
Leistungsschild
Leistungsklasse
Typenschild
Modellbezeichnung
Seriennummer
Modellbezeichnung
Eingangsdaten
Ausgangsdaten
Seriennummer
Überlastfähigkeit
Umgebungstemperatur
I000990E
Abb. 1-3: Aufbau des Frequenzumrichters
HINWEIS
1-2
Die Vorgehensweise zum Entfernen und Anbringen der Frontabdeckung finden Sie in
Abschn. 2.2.
Gerätebeschreibung
1.2.1
Gerätekomponenten
Lieferumfang
Befestigungsschrauben für die Ventilatorabdeckung
Leistungsklasse
Schraubengröße [mm]
Anzahl
00083/00126
M3 × 35
1
00170 bis 00380
M4 × 40
2
00470/00620
M4 × 50
1
Tab. 1-1: Befestigungsschrauben für die Ventilatorabdeckung
HINWEISE
Die Befestigungsschrauben für die Ventilatorabdeckung sind nicht im Lieferumfang der
Modelle der Leistungsklassen 00620 oder kleiner enthalten.
Detaillierte Informationen zum Ein- und Ausbau der Kühlventilatoren finden Sie in
Abschn. 8.1.7.
Zwischenkreisdrossel
Eine Zwischenkreisdrossel ist nur im Lieferumfang der Modelle der Leistungsklassen 01800
oder größer enthalten. Diese muss verwendet werden.
FR-F700 EC
1-3
Gerätekomponenten
1-4
Gerätebeschreibung
Installation
2
E
2.1
E
Entfernen und Anbringen der Bedieneinheit
Installation
ACHTUNG:
Achten Sie bei den Frequenzumrichtern FR-F746 darauf, dass die Dichtungen nach
dem Entfernen und Anbringen von Abdeckungen wieder richtig montiert sind. Ohne
Dichtungen entspricht die Schutzart nicht mehr der Schutzart IP54.
Entfernen und Anbringen der Bedieneinheit
ACHTUNG:
● Wird die Bedieneinheit bei den Frequenzumrichtern FR-F746 von der Frontabdeckung entfernt, entspricht die Schutzart nicht mehr der Schutzart IP54.
● Die Bedieneinheit FR-DU07 des Frequenzumrichters FR-F746 entspricht der
Schutzart IP54. Verwenden Sie nicht die Bedieneinheit FR-DU07 des Frequenzumrichters FR-F740.
Lösen Sie die beiden Befestigungsschrauben der Bedieneinheit. (Die Schrauben können
nicht entfernt werden.)
Drücken Sie auf die Verriegelungen an beiden Seiten der Bedieneinheit. Ziehen Sie die
Bedieneinheit nach vorne heraus.
Befestigungsschrauben lösen
Bedieneinheit entnehmen
I000991E
Abb. 2-1: Entfernen und Anbringen der Bedieneinheit
Der Wiedereinbau erfolgt, indem Sie die Bedieneinheit in die dafür vorgesehene Aussparung in der Frontabdeckung des Frequenzumrichters setzen. Ziehen Sie anschließend die
Befestigungsschrauben wieder fest.
FR-F700 EC
2-1
Entfernen und Anbringen der Frontabdeckung
Installation
2.2
Entfernen und Anbringen der Frontabdeckung
2.2.1
Modelltypen FR-F740-00023 bis 00620-EC
Entfernen der Frontabdeckung
Lösen Sie die Befestigungsschrauben der Frontabdeckung.
Drücken Sie auf die Verriegelung an der Seite des Frequenzumrichters. Klappen Sie die
Frontabdeckung leicht auf und nehmen Sie sie dann nach vorne ab.
Frontabdeckung abnehmen
Befestigungsschrauben lösen
Verriegelung
I000992E
Abb. 2-2: Entfernen der Frontabdeckung
Anbringen der Frontabdeckung
Setzen Sie die Zapfen an der linken Seite der Frontabdeckung in die Aussparungen des
Frequenzumrichtergehäuses ein.
Sobald die Haltezapfen in den Aussparungen gesichert sind, können Sie die Abdeckung
seitlich andrücken, bis sie richtig einrastet. Wenn Sie die Frontabdeckung mit montierter
Bedieneinheit anbringen, achten Sie auf einen einwandfreien Sitz des Steckers der Bedieneinheit im Anschluss der Bedieneinheit.
Ziehen Sie die Befestigungsschrauben wieder an.
Haltezapfen in die Aussparungen setzen
Frontabdeckung andrücken
Befestigungsschrauben anziehen
I000993E
Abb. 2-3: Anbringen der Frontabdeckung
2-2
Installation
2.2.2
Entfernen und Anbringen der Frontabdeckung
Modelltypen FR-F740-00770 bis 12120-EC
Entfernen der Frontabdeckung
Lösen Sie die Befestigungsschrauben der Frontabdeckung 1.
Lösen Sie die Befestigungsschrauben der Frontabdeckung 2.
Drücken Sie auf die Verriegelungen an der Seite des Frequenzumrichters. Klappen Sie die
Frontabdeckung 2 leicht auf und nehmen Sie sie dann nach vorne ab.
Befestigungsschrauben der
Frontabdeckung 1 lösen
Befestigungsschrauben der
Frontabdeckung 2 lösen
Frontabdeckung abnehmen
Verriegelung
Frontabdeckung 1
Frontabdeckung 2
I000994E
Abb. 2-4: Entfernen der Frontabdeckung
FR-F700 EC
2-3
Entfernen und Anbringen der Frontabdeckung
Installation
Anbringen der Frontabdeckung
Setzen Sie die Zapfen an der linken Seite der Frontabdeckung 2 in die Aussparungen des
Frequenzumrichtergehäuses ein.
Sobald die Haltezapfen in den Aussparungen gesichert sind, können Sie die Abdeckung
seitlich andrücken, bis sie richtig einrastet. Wenn Sie die Frontabdeckung mit montierter
Bedieneinheit anbringen, achten Sie auf einen einwandfreien Sitz des Steckers der Bedieneinheit im Anschluss der Bedieneinheit.
Ziehen Sie die Befestigungsschrauben der Frontabdeckung 2 wieder an.
Bringen Sie die Frontabdeckung 1 wieder an und befestigen Sie sie mit den Befestigungsschrauben.
Haltezapfen in die Aussparungen setzen
Befestigungsschrauben der
Frontabdeckung 2 anziehen
Frontabdeckung 2 andrücken
Befestigungsschrauben der
Frontabdeckung 1 anziehen
I000995E
Abb. 2-5: Anbringen der Frontabdeckung
HINWEISE
Bei den Frequenzumrichtern ab Leistungsklasse 04320 ist die Frontabdeckung 1 zweiteilig.
Achten Sie auf eine korrekte Anbringung der Frontabdeckung. Befestigen Sie die Frontabdeckung immer mit den Befestigungsschrauben.
Die Seriennummer auf dem Leistungsschild der Frontabdeckung muss mit der Seriennummer auf dem Typenschild des Frequenzumrichters übereinstimmen. Überprüfen Sie vor
dem Anbringen der Frontabdeckung, ob die Frontabdeckung und der Frequenzumrichter
zusammenpassen.
2-4
Installation
2.2.3
Entfernen und Anbringen der Frontabdeckung
Modelltypen FR-F746-00023 bis 01160-EC
Entfernen der Frontabdeckung
Lösen Sie die Befestigungsschrauben der Frontabdeckung.
Heben Sie die Frontabdeckung vorsichtig an, da die Frontabdeckung und der Frequenzumrichter über eine Metallkette miteinander verbunden sind.
Ziehen Sie das Kabel zum Anschluss der Bedieneinheit ab.
Lösen Sie den Haken der Metallkette am Frequenzumrichter.
Nun können Sie die Frontabdeckung abnehmen.
Haken
Metallkette
Abb. 2-6:
Entfernen der Frontabdeckung
Kabel zum Anschluss
der Bedieneinheit
I001394E
Anbringen der Frontabdeckung
Befestigen Sie den Haken der Metallkette am Frequenzumrichter.
Verbinden Sie das Kabel mit dem Anschluss der Bedieneinheit.
Befestigen Sie die Frontabdeckung mit den Befestigungsschrauben. Die Anschlusskabel
und die Metallkette dürfen bei der Montage der Frontabdeckung nicht eingeklemmt werden.
Abb. 2-7:
Anbringen der Frontabdeckung
I001395E
FR-F700 EC
2-5
Montage
2.3
Installation
Montage
00023 bis 00620
00770 bis 12120
ACHTUNG:
Bei Montage mehrerer Frequenzumrichter
neben- oder übereinander, folgen Sie den
Hinweisen auf Seite 2-11.
siehe Abb. 210
Frequenzumrichter FR-F740-04320 bis
08660 werden mit 6 Schrauben und
Frequenzumrichter FR-F740-09620 bis
12120 mit 8 Schrauben befestigt.
I000997E
Abb. 2-8: Installation auf der Montageplatte eines Schaltschranks
Der Frequenzumrichter besteht aus hochpräzisen mechanischen und elektronischen Komponenten. Er darf niemals unter den in folgender Abbildung aufgeführten Bedingungen montiert
oder betrieben werden, da dies zu Fehlfunktionen führen kann.
direkte Sonneneinstrahlung
Montage mehrerer
Frequenzumrichter
übereinander (Montieren Sie
mehrere Frequenzumrichter
immer nebeneinander.)
Vibrationen (≥ 5,9 m/s²)
(für Leistungsklasse 04320
oder größer ≥ 2,9 m/s²)
hohe Temperaturen,
hohe Luftfeuchtigkeit
Tragen des Frequenzumrichters an der
Frontabdeckung
Ölnebel, aggressive Gase,
Staub oder Schmutz
horizontale Montage
Montage auf leicht
entflammbaren Materialien
I000998E
Abb. 2-9: Bedingungen, die zu Fehlfunktionen führen können
2-6
Installation
2.4
Schaltschrankaufbau
Schaltschrankaufbau
Bei der Planung und Herstellung eines Schaltschrankes sind, neben den Wärme erzeugenden
Komponenten und dem Aufstellort, viele weitere Faktoren zu beachten, um den Aufbau und die
Größe des Schaltschrankes sowie die Anordnung der Geräte im Schaltschrank festzulegen.
Der Frequenzumrichter besteht aus vielen Halbleiterbauteilen. Für eine lange Lebensdauer und
einen zuverlässigen Betrieb sind unbedingt alle Umgebungsbedingungen einzuhalten.
2.4.1
Aufstellort
Bei der Auswahl des Aufstellortes müssen die in folgender Tabelle aufgeführten Umgebungsbedingungen erfüllt sein. Beim Betrieb des Frequenzumrichters in einer Umgebung, in der diese
Werte nicht eingehalten werden, sinken nicht nur die Leistung und Lebensdauer des Frequenzumrichters, es können auch Fehlfunktionen auftreten.
Betriebsbedingung
FR-F740
FR-F746
Umgebungs- 150 % Überlastfähigkeit −10 °C bis +50 °C
temperatur
(keine Eisbildung im Gerät)
−10 °C bis +40 °C
(keine Eisbildung im Gerät)
120 % Überlastfähigkeit −10 °C bis +40 °C
(Werkseinstellung)
(keine Eisbildung im Gerät)
−10 °C bis +30 °C
(keine Eisbildung im Gerät)
Zulässige Luftfeuchtigkeit
Max. 90 % relative Feuchte (keine Kondensatbildung)
Umgebungbedingungen
Keine aggressiven Gase, kein Ölnebel, staub- und schmutzfreie Aufstellung
Aufstellhöhe
Max. 1000 m
Vibrationsfestigkeit
Max. 5,9 m/s² (für Leistungsklassen ab 04320 max. 2,9 m/s²)
von 10 bis 55 Hz (in X- , Y- und Z-Richtung)
Tab. 2-1: Standard-Umgebungsbedingungen des Frequenzumrichters
Temperatur
Die zulässige Umgebungstemperatur des Frequenzumrichters FR-F740 liegt in einem Bereich
zwischen −10 °C bis +50 °C (für 150 % Überlastfähigkeit) und −10 °C bis +40 °C (für 120 % Überlastfähigkeit) und des Frequenzumrichters FR-F746 in einem Bereich zwischen −10 °C bis
+40 °C (für 150 % Überlastfähigkeit) und −10 °C bis +30 °C (für 120 % Überlastfähigkeit). Ein
Betrieb des Frequenzumrichters außerhalb diese Temperaturbereiches verkürzt die Lebensdauer der Halbleiter, Bauteile, Kapazitäten usw. Folgende Maßnahmen dienen zur Anpassung
der Umgebung an den zulässigen Temperaturbereich.
● Maßnahmen gegen zu hohe Temperaturen
– Verwenden Sie eine Zwangsbelüftung oder ein ähnliches System zur Kühlung (siehe
Seite 2-10).
– Installieren Sie den Schaltschrank in einem Klimaraum.
– Verhindern Sie direkte Sonneneinstrahlung.
– Verwenden Sie einen Hitzeschild, um die Einstrahlung anderer Wärmequellen zu vermindern.
– Sorgen Sie für eine ausreichende Belüftung des Schaltschrankbereichs.
● Maßnahmen gegen zu niedrige Temperaturen
– Verwenden Sie im Schaltschrank eine Raumheizung.
– Schalten Sie die Spannungsversorgung des Frequenzunmrichters nicht aus. (Schalten
Sie nur das Startsignal aus.)
● Abrupte Temperaturwechsel
– Wählen Sie einen Aufstellort, an dem keine plötzlichen Temperaturwechsel auftreten.
– Vermeiden Sie die Aufstellung des Frequenzumrichters in der Nähe des Luftauslasses
einer Klimaanlage.
– Wird der Temperaturwechsel durch das Öffnen und Schließen einer Türe hervorgerufen,
montieren Sie den Frequenzumrichter nicht im Türbereich.
FR-F700 EC
2-7
Schaltschrankaufbau
Installation
Luftfeuchtigkeit
Der Frequenzumrichter sollte in einer Umgebung mit einer relativen Luftfeuchtigkeit zwischen
45 % und 90 % betreiben werden. Eine höhere Luftfeuchtigkeit vermindert die Isolation und fördert die Korrosion. Auf der anderen Seite führt eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit zu einer sinkenden elektrischen Durchschlagsfestigkeit. Die in den Normen festgelegten Isolationswege
sind bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 45 % bis 85 % definiert.
● Maßnahmen gegen zu hohe Luftfeuchtigkeit
– Verwenden Sie einen allseitig geschlossenen Schaltschrank und ein Feuchtigkeit senkendes Mittel.
– Leiten Sie trockene Luft in das Innere des Schaltschranks.
– Verwenden Sie im Schaltschrank eine Heizung.
● Maßnahmen gegen zu niedrige Luftfeuchtigkeit
Beachten Sie, dass Wartungs- oder Anschlussarbeiten in einer solchen Umgebung nur nach
Abbau der statischen Aufladung des Körpers vorgenommen werden dürfen. Vermeiden Sie
direkte Berührungen mit Bauteilen und Geräteteilen. Leiten Sie Luft mit der entsprechenden
Luftfeuchtigkeit in das Innere des Schaltschranks.
● Maßnahmen gegen Kondensatbildung
Die Bildung von Kondenswasser kann auftreten, wenn die Innentemperatur des Schaltschranks durch periodische Stoppvorgänge beim Frequenzumrichterbetrieb oder die Außentemperatur plötzlichen Schwankungen unterworfen ist. Die Kondensatbildung vermindert die Isolation und fördert die Korrosion.
– Ergreifen Sie die oben genannten Maßnahmen gegen zu hohe Luftfeuchtigkeit.
– Schalten Sie die Spannungsversorgung des Frequenzunmrichters nicht aus. (Schalten
Sie nur das Startsignal aus.)
Staub, Schmutz und Ölnebel
Staub und Schmutz führen an Kontakten zu erhöhten Übergangswiderständen und zu verminderten Isolationswiderständen. Die Feuchtigkeitsabgabe von Staub- und Schmutzansammlungen bewirkt eine reduzierte Kühlung und durch verschmutzte Filter steigt die Innentemperatur
des Schaltschrankes.
Durch die leitenden Stäube in der Umgebungsluft können Staub und Schmutz innerhalb kürzester Zeit zu Fehlfunktionen, Isolationsfehlern und Kurzschlüssen führen. Ölnebel ruft ähnliche Komplikationen wie Staub und Schmutz hervor. Ergreifen Sie daher entsprechende Gegenmaßnahmen.
● Maßnahmen gegen Staub, Schmutz und Ölnebel
– Verwenden Sie einen allseitig geschlossenen Schaltschrank.
Ergreifen Sie Maßnahmen gegen einen zu großen Temperaturanstieg innerhalb des
Schaltschrankes (siehe Seite 2-10).
– Reinigen Sie die zugeführte Luft.
Erhöhen Sie den Druck im Inneren des Schaltschrankes, indem Sie saubere Luft
hineinpumpen.
Aggressive Gase und Aerosole
Insbesondere in Küstennähe ist der Frequenzumrichter dem Einfluss von aggressiver Luft und
Salzen ausgesetzt. Das kann zur Korrosion der Printplatinen und der Bauteile und zur Kontaktschwierigkeiten von Relais und Schaltern führen. Wenden Sie in diesen Fällen die unter „Staub,
Schmutz und Ölnebel“ genannten Maßnahmen an.
2-8
Installation
Schaltschrankaufbau
Explosive, leicht entflammbare Gase
Da der Frequenzumrichter nicht explosionsgeschützt ist, muss er in einen explosionsgeschützten Schaltschrank eingebaut werden. In Umgebungen, die durch explosive Gase, Stäube oder
Schmutz, explosionsgefährdet sind, muss der Schaltschrank so aufgebaut sein, dass er den
Anforderungen der Richtlinien für explosionsgefährdete Betriebsmittel entspricht. Da die Zertifizierung des Schaltschrankes nur nach einem umfangreichen Prüfverfahren erfolgt, ist die
Entwicklung eines solchen Schaltschrankes mit hohen Kosten verbunden.
Wenn die Möglichkeit besteht, sollten Sie den Frequenzumrichter in einer Umgebung installieren, die nicht explosionsgefährdet ist.
Aufstellhöhe
Verwenden Sie den Frequenzumrichter bis zu einer Aufstellhöhe von maximal 1000 m.
In größeren Aufstellhöhen vermindert sich die Kühlung durch die dünnere Luft und der niedrige
Luftdruck bewirkt eine Verminderung der Durchschlagsfestigkeit.
Vibrationen und Stöße
Die Vibrationsfestigkeit des Frequenzumrichters in einem Frequenzbereich zwischen 10 Hz und
55 Hz beträgt in X-, Y- und Z-Richtung bei einer Schwingungsamplitude von 1 mm 5,9 m/s²
(2,9 m/s² für die Leistungsklassen 04320 oder größer).
Auch geringere Vibrationen und Stöße können über einen längeren Zeitraum zur Lockerung
mechanischer Komponenten und zu Kontaktschwierigkeiten an den Anschlüssen führen. Dabei
sind Bauteile-Anschlüsse besonders gefährdet, da sie durch häufige Stoßbelastungen abbrechen können.
● Gegenmaßnahmen
– Sehen Sie am Schaltschrank Gummidämpfungen vor.
– Verstärken Sie den Aufbau des Schaltschrankes, um Resonanzen zu vermeiden.
– Installieren Sie den Schaltschrank nicht in der Nähe von Vibrationsquellen.
FR-F700 EC
2-9
Schaltschrankaufbau
Installation
Kühlsysteme für den Schaltschrank
Damit die Innentemperatur des Schaltschranks die für den Frequenzumrichter zulässigen Werte einhält, muss die vom Frequenzumrichter und von anderen Baugruppen (Transformatoren,
Lampen, Widerstände usw.) erzeugte Wärme sowie die von außen auf den Schaltschrank einwirkende Wärme wie direkte Sonneneinstrahlung abgeführt oder verringert werden. Zu diesem
Zweck stehen unterschiedliche Kühlsysteme zur Verfügung.
● Natürliche Konvektion über die Gehäusewand des Schaltschrankes (beim allseitig geschlossenen Schaltschrank)
● Kühlung über einen Kühlkörper (Aluminium-Kühlkörper usw.)
● Luftkühlung (Zwangsbelüftung, Zu- und Abluft über Rohranschluss)
● Kühlung über Wärmetauscher oder Kühlmittel (Wärmetauscher, Klimagerät usw.)
Kühlsystem
Natürliche
Konvektion
Schaltschrankaufbau Beschreibung
Natürliche Belüftung
(geschlossen oder
offen)
Der Aufbau ist kostengünstig und häufig verwendet,
die Schaltschrankgröße nimmt jedoch mit steigender Leistungsklasse zu. Eher für kleinere Leistungen geeignet.
I001000E
Der allseitig geschlossene Schaltschrank ist besondert für den Einsatz in aggressiven Umgebungen
mit Staub-, Schmutz-, Ölnebelbelastungen usw.
geeignet. Die Schaltschrankgröße nimmt mit steigender Leistungsklasse zu.
Natürliche Belüftung
(allseitig geschlossen)
I001001E
Zwangsbelüftung
Der Aufbau des Schaltschrankes ist in Abhängigkeit der Montageposition und des Montagebereichs
des Kühlkörpers eingeschränkt. Eher für kleinere
Leistungen geeignet.
Kühlkörper
Kühlkörper
I001002E
Der Aufbau ist generell nur für Innenräume geeignet. Die Schaltschrankgröße und Kosten sind relativ gering. Wird oft verwendet.
Zwangsbelüftung
I001003E
Wärmetauscher
Wärmetauscher
I001004E
Tab. 2-2: Kühlsysteme für den Schaltschrank
2 - 10
Der Aufbau ist für einen allseitig geschlossenen
Schaltschrank bei gleichzeitig geringer Schalschrankgröße geeignet.
Installation
2.4.2
Schaltschrankaufbau
Einbau
Mindestabstände
Halten Sie die aufgeführten Mindestabstände ein, um eine gute Wärmeabfuhr und eine gute Zugänglichkeit des Frequenzumrichters zu Wartungszwecken zu gewährleisten.
01160 oder kleiner
Messposition
5 cm
5 cm
Messposition
Temperatur [°C] rel. LuftÜL
feuchtigFR-F740 FR-F746 keit: 90 %
150 % −10–+50 −10–+40
120 % −10–+40 −10–+30
Mindestabstände (vorne)
01800 oder größer
≥ 10 cm
≥ 5 cm
Werkseinstellung
Achten Sie auf die Einhaltung der
Mindestabstände und ergreifen Sie
gegebenfalls Maßnahmen zur
Kühlung.
≥ 5 cm
≥ 20 cm
≥ 10 cm
≥ 10 cm
Bei Modellen bis 00083 mindestens 1 cm
≥ 10 cm
≥ 5 cm Frequenzumrichter
5 cm
Frequenzumrichter
Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit Mindestabstände (seitlich)
≥ 20 cm
Bei Modellen bis 00083 mindestens 1 cm
I001005E
Abb. 2-10: Mindestabstände
HINWEISE
Beim Austausch des Kühlventilators werden bei den Frequenzumrichtern FR-F740 der
Leistungsklasse 04320 oder größer 30 cm Montagefreiraum vor dem Frequenzumrichter
benötigt. Detaillierte Informationen zum Austausch der Kühlventilatoren finden Sie in
Abschn. 8.1.7.
Achten Sie darauf, bei den Frequenzumrichtern FR-F746 genügend Montagefreiraum über
dem Frequenzumrichter vorzusehen, da die Kühlventilatoren (Abdeckungen) geschraubt
sind.
Bei den Frequenzumrichtern FR-F746 ist kein seitlicher Mindestabstand einzuhalten.
Montagerichtung
Der Frequenzumrichter ist ausschließlich in senkrechter Position zu montieren. Eine Anbringung in schräger oder horizontaler Lage darf nicht vorgenommen werden, da die natürliche
Konvektion behindert wird und es zu Beschädigungen kommen kann. Eine gute Zugänglichkeit
der Bedienungselemente ist zu gewährleisten.
Über dem Frequenzumrichter
Die eingebauten Kühlventilatoren transportieren die Wärme des Frequenzumrichters nach
oben ab. Über dem Frequenzumrichter montierte Geräte müssen daher hitzebeständig sein.
HINWEIS
FR-F700 EC
Die Umgebungstemperatur darf in einem Abstand von 5 cm von der Außenkante des Frequenzumrichters FR-F740 maximal 50 °C und des Frequenzumrichters FR-F746 maximal
40 °C betragen.
2 - 11
Schaltschrankaufbau
Installation
Montage mehrerer Frequenzumrichter
Sollen mehrere Frequenzumrichter in einem Schaltschrank installiert werden, so sind diese generell horizontal anzuordnen (siehe Bild a). Ist eine vertikale Anordnung aus Platzgründen o.Ä.
zwingend erforderlich, so sehen Sie zwischen den einzelnen Frequenumrichtern Luftführungen
vor, damit die oben installierten nicht durch die darunter liegenden Geräte erhitzt werden und
keine Fehlfunktionen auftreten.
Frequenzumrichter
Frequenzumrichter
Schaltschrank
Frequenzumrichter
Frequenzumrichter
Luftführung
Luftführung
Frequenzumrichter
Frequenzumrichter
Luftführung
Schaltschrank
a) Horizontale Anordnung
b) Vertikale Anordnung
I001006E
Abb. 2-11: Anordnung bei der Montage mehrerer Frequenzumrichter
HINWEIS
Achten Sie bei der Montage mehrerer Frequenzumrichter darauf, dass die Innentemperatur
des Schaltschrankes die für den Frequenzumrichter maximal zulässigen Wert nicht überschreitet. Der Schaltschrank ist gegebenenfalls zu belüften oder zu vergrößern.
Belüftung
Die vom Frequenzumrichter erzeugte Wärme wird durch den Kühlventilator nach oben abtransportiert. Der oder die Lüfter in einem zwangsbelüfteten Gehäuse sind unter Berücksichtigung
der optimalen Kühlluftführung zu installieren (siehe folgende Abbildung). Sehen Sie gegebenfalls Luftführungen vor.
Frequenzumrichter
Richtig!
Frequenzumrichter
Falsch!
I001007E
Abb. 2-12: Anordnung eines Frequenzumrichters in einem Schaltschrank mit Kühlluftführung
2 - 12
Installation
2.4.3
Schaltschrankaufbau
Montageset für externe Kühlluftführung (FR-A7CN)
Beim Einbau des Frequenzumrichters in einen Schaltschrank kann die Temperatur im Schaltschrank erheblich gesenkt werden, wenn der Kühlkörper des Frequenzumrichters außerhalb
des Schaltschranks montiert wird. Die Methode empfiehlt sich insbesondere beim Einbau des
Frequenzumrichters in einen kompakten Schaltschrank.
Für die Frequenzumrichter der Leistungsklassen 00023 bis 03610 ist optional ein Montageset
für eine externe Kühlluftführung (FR-A7CN) erhältlich. Die Maße für die Aussparung im Schaltschrank entnehmen Sie dem Handbuch der Option.
Die Maße für die Aussparung im Schaltschrank für die Frequenzumrichter der Leistungsklassen
04320 oder größer finden in Abb. A-21 im Anhang.
Versetzen und Entfernen des Montagewinkels
● Leistungsklassen 05470 bis 06830
Bei den Frequenzumrichtern der Leistungsklassen 05470 bis 06830 sind die Montagewinkel
oben und unten am Frequenzumrichter für eine externe Kühlluftführung nach vorne zu
versetzen.
nach vorne versetzen
oberer
Montagewinkel
nach vorne versetzen
unterer
Montagewinkel
Abb. 2-13:
Versetzen des Montagewinkels
(05470 bis 06830)
I001381E
● Leistungsklassen 04320, 04810, 07700 oder größer
Bei den Frequenzumrichtern der Leistungsklassen 04320, 04810, 07700 oder größer sind
die oben und unten am Frequenzumrichter je zwei Montagewinkel angebracht. Entfernen
Sie für eine externe Kühlluftführung jeweils die hinteren Montagewinkel.
entfernen
hinterer, oberer
Montagewinkel
Abb. 2-14:
Entfernen des Montagewinkels
(04320, 04810, 07700 oder größer)
hinterer, unterer
Montagewinkel
entfernen
FR-F700 EC
I001382E
2 - 13
Schaltschrankaufbau
Installation
Montage des Frequenzumrichters
Setzen Sie den Frequenzumrichter so in die Aussparung des Schaltschranks, dass sich der
Kühlkörper außerhalb des Schaltschranks befindet. Befestigen Sie den Frequenzumrichter mit
dem oberen und unteren Montagewinkel.
Schaltschrank
Innerhalb
des Schaltschranks
Abluft
* Die Frequenzumrichter der Leistungsklasse
05470 oder größer sind auf der Abluftseite mit
einem Berührungsschutz ausgerüstet. Daher
sollte die Wanddicke des Schaltschrankes
kleiner als 10 mm sein. Legen Sie keine
Gegenstände auf den Berührungsschutz.
Schaltschrank
Frequenzumrichter
Berührungsschutz
Montagewinkel
Frequenzumrichter
Zuluft Maß des Kühlkörpers
außerhalb des
Schaltschranks
D1 [mm]
FR-F740-04320, 04810
185
FR-F740-05470 bis 12120
184
I001383E
Abb. 2-15: Montage des Frequenzumrichters zur externen Kühlluftführung
E
2 - 14
ACHTUNG:
● Ist der Frequenzumrichter mit einem Kühlventilator ausgerüstet, darf er in keiner
Umgebung eingesetzt werden, in denen Tropfwasser, Ölnebel, Staub usw. auftritt.
● Achten Sie darauf, dass keine Schrauben o.Ä. in den Frequenzumrichter oder die
Kühlventilatoren gelangen.
Anschluss
Systemkonfiguration
3
Anschluss
3.1
Systemkonfiguration
3-phasige Spannungsversorgung
Beachten Sie die zulässige
Versorgungsspannung (siehe Anhang A)
SPS
RS485-Schnittstelle
Der Frequenzumrichter
kann an einen Rechner
wie z.B. eine SPS
angeschlossen werden.
Er unterstützt das
Mitsubishi-Protokoll zum
Betrieb an einem PC und
das Modbus-RTUProtokoll (binär).
Leistungsschalter oder FI-Schutzschalter, Sicherung
Beachten Sie bei Auswahl des Schalters
den Einschaltstrom des
Frequenzumrichters (siehe Abschn. 3.1.1)
Leistungsschütz
Installieren Sie aus Sicherheitsgründen ein
Leistungsschütz. Verwenden Sie das
Leistungsschütz nicht zum Starten und
Stoppen des Frequenzumrichters, da dies
zur Zerstörung des Gerätes führen kann
(siehe Abschn. 3.1.1).
Frequenzumrichter (FR-F700 EC)
Die Lebensdauer des Frequenzumrichters
hängt maßgeblich von der
Umgebungstemperatur ab. Sie sollte im
zulässigen Bereich möglichst tief sein. Sorgen
Sie insbesondere beim Einbau des
Frequenzumrichters in einen Schaltschrank
dafür, dass die zulässige
Umgebungstemperatur eingehalten wird (siehe
Abschn. 2.4.2).
Ein falscher Anschluss des Frequenzumrichters
kann zu seiner Zerstörung führen. Um
Störeinflüsse zu vermeiden, sollten
Steuerleitungen immer räumlich getrennt von
leistungsführenden Leitungen verlegt werden
(siehe Abschn. 3.2).
Verwenden Sie bei Bedarf das integrierte EMVFilter (siehe Abschn. 3.8.3).
Drosseln (FR-HAL, FR-HEL)
Verwenden Sie Drosseln zur Störunterdrückung, zur Erhöhung des Wirkungsgrades oder bei Installation des Frequenzumrichters in der Nähe eines Trafos mit einer
Trafonennleistung von 10000 kVA oder
mehr. Setzen Sie keine Drossel ein, kann
der Frequenzumrichter beschädigt werden.
Wählen Sie die Drossel passend zu Ihrem
Frequenzumrichter. Entfernen Sie bei Frequnzumrichtern der Leistungsklasse bis
01160 die Brücke zwischen den Klemmen
P/+-P1 bei Verwendung einer Zwischenkreisdrossel und schließen Sie diese an
diese Klemmen an (siehe Abschn. 3.1.1).
Netzdrossel
(FR-HAL)
Gegebenenfalls
(optionales)
Funkentstörfilter
Zwischenkreisdrossel (FR-HEL)
Bei Modellen ab 01800
muss die mitgelieferte
Zwischenkreisdrossel
angeschlossen
werden.
Erde
Ausgangsfilter
(optional)
Bremseinheiten
(FR-BU , MT-BU5 )
Erde
Kombinierte Rückspeise-/
Netzfiltereinheit
(FR-HC, MT-HC )
Rückspeisung von Bremsenergie und Reduzierung
von Netzrückwirkungen.
Bei Bedarf installieren.
Zentrale Einspeisungs-/
Rückspeiseeinheit
(FR-CV )
Rückspeiseeinheit
(MT-RC )
Rückspeisung von
Bremsenergie in Netz.
Bei Bedarf installieren.
Bremswiderstände
(FR-BR , MT-BR5 )
Erhöhung des
Bremsvermögens
Bei Bedarf installieren.
Für
Komponenten zum Anschluss an den Ausgang
Schließen Sie an die Ausgänge keine von
Mitsubishi nicht dafür freigegebenen Baugruppen
(wie z. B. Kondensatoren zur Verbesserung des
cos phi) an.
Halten Sie beim Anschluss eines
Leistungsschalters an den Ausgang des
Frequenzumrichters Rücksprache mit dem
Hersteller.
Erde
Achten Sie auf eine einwandfreie Erdung, um
Stromschläge zu verhindern.
Modelle 01160 oder kleiner
Für Modelle 01800 oder größer
I001008E
Abb. 3-1: Übersicht der Systemkonfiguration
FR-F700 EC
3-1
Systemkonfiguration
HINWEISE
Anschluss
Installieren Sie keine von Mitsubishi nicht dafür freigegebenen Bauelemente oder Baugruppen (z.B. Kondensatoren zur Verbesserung des cos phi) an den Umrichter-Ausgangsklemmen. Dies kann zum Abschalten des Frequenzumrichters oder zur Beschädigung der
angeschlossenen Bauelemente oder Baugruppen führen.
Elektromagnetische Verträglichkeit
Durch den Betrieb des Frequenzumrichters können eingangs- und ausgangsseitig elektromagnetische Störungen auftreten, die leitungsgebunden (über die Netz-Zuleitung) oder
drahtlos auf benachbarte Geräte (z.B. AM-Radios) oder Daten- bzw. Signalleitungen übertragen werden können.
Zur Verringerung netzseitig abgegebener Störungen ist das geräteinterne Funkentstörfilter
zu aktivieren (ggf. zusätzlich auch optionale Filter). Zur Verringerung netzseitig abgegebener Netzrückwirkungen (Harmonische) sind Netz- oder Zwischenkreisdrosseln zu verwenden. Verwenden Sie zur Verringerung ausgangsseitiger Störungen geschirmte
Motorleitungen (siehe auch Abschn. 3.8 zum Thema „EMV“).
Detaillierte Informationen zu den Optionen finden Sie in den Handbüchern der Optionseinheiten.
3-2
Anschluss
3.1.1
Systemkonfiguration
Leistungsschütze und -schalter
Externe Optionen müssen entsprechend der Motorleistung ausgewählt werden.
Leistungsschalter Motorleistung Frequenzumrichter
[kW] Eingangsdrossel
Schütz Nein
Ja
Bei Umschaltung auf
direkten Netzbetrieb
NF32 xx 3P 4 A
Eingangsdrossel
Nein
Ja
NF32 xx 3P 6 A
S-N10
S-N10
0,75
FR-F740/746-00023-EC
NF32 xx 3P 6 A
1,5
FR-F740/746-00038-EC
NF32 xx 3P 10 A
NF32 xx 3P 6 A
NF32 xx 3P 10 A
S-N10
S-N10
2,2
FR-F740/746-00052-EC
NF32 xx 3P 10 A
NF32 xx 3P 10 A
NF32 xx 3P 10 A
S-N10
S-N10
3,7
FR-F740/746-00083-EC
NF32 xx 3P 16 A
NF32 xx 3P 10 A
NF32 xx 3P 16 A
S-N10
S-N10
5,5
FR-F740/746-00126-EC
NF32 xx 3P 20 A
NF32 xx 3P 16 A
NF32 xx 3P 20 A
S-N20
S-N11
7,5
FR-F740/746-00170-EC
NF32 xx 3P 32 A
NF32 xx 3P 25 A
NF32 xx 3P 32 A
S-N20
S-N20
11
FR-F740/746-00250-EC
NF63 xx 3P 40 A
NF32 xx 3P 32 A
NF63 xx 3P 40 A
S-N20
S-N20
15
FR-F740/746-00310-EC
NF63 xx 3P 50 A
NF63 xx 3P 40 A
NF63 xx 3P 50 A
S-N25
S-N21
18,5
FR-F740/746-00380-EC
NF63 xx 3P 63 A
NF63 xx 3P 50 A
NF63 xx 3P 63 A
S-N35
S-N25
22
FR-F740/746-00470-EC
NF125 xx 3P 100 A
NF63 xx 3P 63 A
NF125 xx 3P 100 A
S-N35
S-N25
30
FR-F740/746-00620-EC
NF125 xx 3P 100 A
NF125 xx 3P 100 A
NF125 xx 3P 100 A
S-N50
S-N35
37
FR-F740/746-00770-EC
NF125 xx 3P 125 A
NF125 xx 3P 100 A
NF125 xx 3P 125 A
S-N65
S-N50
45
FR-F740/746-00930-EC
NF160 xx 3P 163 A
NF125 xx 3P 125 A
NF160 xx 3P 163 A
S-N80
S-N65
55
FR-F740/746-01160-EC
NF250 xx 3P 250 A
NF160 xx 3P 163 A
NF250 xx 3P 250 A
S-N80
S-N80
75
FR-F740-01800-EC
—
NF250 xx 3P 250 A
NF250 xx 3P 400 A
—
S-N95
90
FR-F740-01800-EC —
NF250 xx 3P 250 A
NF250 xx 3P 400 A
—
S-N150
FR-F740-02160-EC
—
NF250 xx 3P 250 A
NF400 xx 3P 400 A
—
S-N180
110
FR-F740-02600-EC
—
NF400 xx 3P 400 A
NF400 xx 3P 400 A
—
S-N220
160
FR-F740-03250-EC
—
NF400 xx 3P 400 A
NF630 xx 3P 500 A
—
S-N300
185
FR-F740-03610-EC —
NF400 xx 3P 400 A
NF630 xx 3P 500 A
—
S-N300
220
FR-F740-04320-EC —
NF630 xx 3P 500 A
NF630 xx 3P 600 A
—
S-N400
250
FR-F740-04810-EC
—
NF630 xx 3P 600 A
NF630 xx 3P 600 A
—
S-N600
—
NF630 xx 3P 600 A
NF800 xx 3P 800 A
—
S-N600
—
NF800 xx 3P 700 A
NF800 xx 3P 800 A
—
S-N600
132
FR-F740-05470-EC
315
FR-F740-06100-EC
355
FR-F740-6830-EC 280
—
NF800 xx 3P 800 A
NF800 xx 3P 800 A
—
S-N600
400
FR-F740-07700-EC
—
NF1000 xx 3P 900 A
NF1000 xx 3P 1000 A
—
S-N800
450
FR-F740-08660-EC —
NF1000 xx 3P 1000 A NF1000 xx 3P 1000 A
—
1000 A
Nennstrom
500
FR-F740-09620-EC —
NF1250 xx 3P 1200 A NF1250 xx 3P 1200 A
—
1000 A
Nennstrom
560
FR-F740-10940-EC —
NF1600 xx 3P 1500 A NF1600 xx 3P 1600 A
—
1200 A
Nennstrom
630
FR-F740-12120-EC —
AE2000-SS 3P 2000 A AE2000-SS 3P 2000 A
—
1400 A
Nennstrom
Tab. 3-1:
FR-F700 EC
Schalter und Schütze
3-3
Systemkonfiguration
Anschluss
Die Werte beziehen sich auf einen 4-poligen selbstbelüfteten Motors mit einer Anschlussspannung von 400 V AC/50 Hz.
Wählen Sie den Leistungsschalter entsprechend der Frequenzumrichter-Leistung aus.
Schließen Sie einen Leistungsschalter pro Frequenzumrichter an.
Schalter
F700
M
3~
Schalter
F700
M
3~
Abb. 3-2:
Anordnung der Leistungsschalter
I001332E
Die Auswahl der aufgeführten Schütze erfolgte für Klasse AC-1. Die Lebensdauer der
Schütze beträgt 500000 Schaltzyklen. Bei Ausführung der NOT-AUS-Funktion über das
Schaltschütz während der Motor angetrieben wird, sinkt die Lebensdauer auf 25 Schaltzyklen.
Dient das Schütz zur Ausführung der NOT-AUS-Funktion während der Motor angetrieben
wird oder – auf der Motorseite – zur Umschaltung auf den direkten Netzbetrieb, wählen Sie
die Schützgröße entsprechend der Klasse AC-3 für den jeweiligen Motornennstrom.
Prüfen Sie bei einer Auslösung des Schalters auf der Eingangsseite die Verdrahtung
(Kurzschluss) und untersuchen Sie den Frequenzumrichter auf defekte Bauteile usw. Finden
Sie zuerst die Ursache für die Auslösung und beseitigen Sie diesen, bevor Sie den Schalter
wieder einschalten.
Die mitgelieferte Zwischenkreisdrossel muss angeschlossen werden.
3-4
Anschluss
Verdrahtung
3.2
Verdrahtung
*1 Zwischenkreisdrossel (FR-HEL)
Bei Modellen bis 01160 entfernen
Sie den Jumper beim Anschluss einer Zwischenkreisdrossel. Bei Modellen ab 01800 muss die mitgelieferte Zwischenkreisdrossel an diese
Klemmen angeschlossen werden.
Positive Logik
Leistungsklemmen
Signalklemmen
*1
Erde
Jumper
P1
MC
MCCB
3-phasige ACSpannungsversorgung
*2 Zur separaten Spannungsversorgung
des Steuerkreises entfernen Sie die
Brücken und schließen die Netzspannung an die Klemmen R1/L11,
S1/L21 an.
PX*7
Einschaltstrombegrenzung
ON
R1/L11
S1/L21
*2
*7 Die Klemmen PR und PX dürfen nicht
verwendet werden. Der Jumper darf
nicht entfernt werden.
Jumper
P/+ PR*7
R/L1
S/L2
T/L3
Jumper
Bremswiderstände
*6 Die CN8-Klemme (für
(Option)
MT-BU5) ist nur bei Modellen
Bremseinheit
ab 01800 vorhanden.
(Option)
N/- CN8*6
U
V
W
Leistungsteil
Erde
Erde
Steuerkreis
Startsignal für
Rechtslauf
A1
STOP
B2
RM
Mittlere
Geschwindigkeit
Tipp-Betrieb
Zweiter Parametersatz
JOG
RUN
RT
SU
MRS
IPF
Reglersperre
RES *3
CS PTC
Automatischer Wiederanlauf nach Netzausfall
SD
Gemeinsamer Bezugspunkt für Steuereingänge
(negative Logik)*
24-V-DC-Ausgang/max. 100 mA Laststrom
Gemeinsamer Bezugspunkt für Steuereingänge
(positive Logik)*
FU
SE
SINK
AU
Freigabe Strom-Sollwert
OL
AU
SOURCE
RESET-Eingang
Relais-Ausgang 2
A2
RL
Niedrige
Geschwindigkeit
Die Klemmenfunktion
hängt von der Zuweisung
Relaisinnerhalb der Parameter
Ausgang 1
(Alarmausgang) 195 und 196 ab.
C2
RH
Hohe
Geschwindigkeit
*3 Die AU-Klemme kann
als PTCEingangsklemme
verwendet werden.
B1
STR
Startsignal für
Linkslauf
Relais-Ausgang
C1
STF
Selbsthaltung des Startsignals
Geschwindigkeitsvorwahl
M
3~
Nutzung des internen
Entstörfilters
OFF
Eingangssignale (Keine Netzspannung anschließen)
Die Klemmenfunktion
hängt von der Zuweisung
innerhalb der Parameter
178 bis 189 ab.
Motor
Die Klemmenfunktion
hängt von der Zuweisung
innerhalb der Parameter
190 bis Pr. 194 ab.
Signalausgang
für Überlastalarm
Signalausgang zur Überwachung der
Ausgangsfrequenz
Bezugspotential für Signalausgänge
Bezugspotential negative/positive Logik
24V
PC
PUAnschluss
Wahlschalter
*4 Spannungs-/
*(Bezugspunkt ext. Spannungsversorgung bei Ansteuerung über Transistor)
Signalausgang
für Motorlauf
Signalausgang für
Frequenz-Soll-/
Istwertvergleich
Signalausgang
für kurzzeitigen
Netzausfall
Stromeingang
10E(+10V)
Frequenz-Sollwertsignal (analog)
Frequenz-Sollwertsignal
Potentiometeranschluss
1/2 W, 1 kΩ
*5
*4 Der Eingangsbereich ist
über Parameter einstellbar.
Die umrahmte Einstellung ist
ab Werk voreingestellt.
(Pr. 73, Pr. 267)
Stellen Sie den Wahlschalter
für den Strom-/Spannungseingang zur Auswahl des Spannungseingangs (0–5 V/0–10 V)
auf „OFF“ und zur Auswahl des
Stromeingangs (4–20 mA) auf
„ON“.
*5 Wenn sich das FrequenzSollwertsignal häufig ändert,
wird das Potentiometer 2 W,
1 kΩ empfohlen.
3
10(+5V)
2
2
5
1
Zusätzlicher
Eingang
Eingang
Klemme
(Stromeingang)
(+)
(-)
(+)
(-)
1
4
ON
OFF
0 bis 5 V DC
0 bis 10 V DC
4 bis 20 mA DC
4 2
CA
(-)
AM
5
0 bis ±10 V DC
4 bis 20 mA DC
0 bis 5 V DC
0 bis 10 V DC
Analoger Stromausgang
(0 bis 20 mA DC)
*4
Bezugspunkt
0 bis ±5 V DC
(+)
*4
TXD+
*4
TXD-
(+)
(-)
Analogausgang
(0 bis 10 V DC)
RS485-Schnittstelle
Sendedaten
RXD+
RXD-
Anschluss für
Plug-in-Optionen
SG
Empfangsdaten
GND
Anschluss für eine Optionskarte
Abschlusswiderstand VCC
(Zulässiger
5V Laststrom 100 mA)
I002090E
Abb. 3-3: Anschlussschema des Frequenzumrichters
FR-F700 EC
3-5
Verdrahtung
Anschluss
HINWEISE
Um induktive Störeinflüsse zu vermeiden, verlegen Sie die Signalleitungen mindestens
10 cm von den Leistungskabeln entfernt.
Achten Sie darauf, dass bei den Anschlussarbeiten keine leitenden Fremdkörper in den Frequenzumrichter gelangen.
Leitende Fremdkörper, wie z.B. Kabelreste oder Späne, die beim Bohren von Montagelöchern entstehen, können Fehlfunktionen, Alarme und Störungen hervorrufen.
Achten Sie auf eine korrekte Einstellung des Wahlschalters Spannungs-/Stromeingang.
Eine falsche Einstellung kann zu Fehlfunktionen führen.
3-6
Anschluss
Anschluss des Leistungsteils
3.3
Anschluss des Leistungsteils
3.3.1
Beschreibung der Klemmen
Klemme
Bezeichnung
Beschreibung
L1, L2, L3
Netzspannungsanschluss
Netzspannungsversorgung des Frequenzumrichters
(380–500 V AC, 50/60 Hz)
Bei Anschluss einer kombinierten Rückspeise-/Netzfiltereinheit (FR-HC,
MT-HC) oder einer zentralen Einspeise-/Rückspeiseeinheit (FR-CV) dürfen
diese Klemmen nicht direkt an die Netzspannung angeschlossen werden.
U, V, W
Motoranschluss
Spannungsausgang des Frequenzumrichters
(3 ~, 0 V–Anschlussspannung, 0,5–400 Hz)
L11, L21
Separater
Steuerspannungsanschluss
Diese Klemmen sind werksseitig mit den Klemmen L1 und L2 verbunden. Zur
Ausgabe der Alarmanzeige und des Alarmsignals nach Abschalten des Frequenzumrichters oder beim Anschluss einer kombinierten Rückspeise-/Netzfiltereinheit (FR-HC, MT-HC) bzw. einer zentralen Einspeise-/Rückspeiseeinheit
(FR-CV) müssen die Brücken zwischen den Klemmen L1-L11 und L2-L21 entfernt und an die Klemmen L11 und L21 eine separate Spannungsversorgung
(380–500 V) angeschlossen werden.
Schalten Sie die Spannungsversorgung des Steuerkreises (L11/L21) nicht
bei eingeschalteter Netzspannung (L1, L2, L3) aus, da der Frequenzumrichter beschädigt werden könnte. Nehmen Sie die Verdrahtung so vor, dass die
Versorgungsspannung des Hauptkreises (L1, L2, L3) gleichzeitig mit oder vor
der Versorgungsspannung des Steuerkreises (L11, L21) ausgeschaltet wird.
Benötigte Leistung: ≤ 00380: 60 VA, 00470 oder größer: 80 VA
P/+, N/−
Anschluss für externe An den Klemmen P/+ und N/− kann eine Bremseinheit (FR-BU, BU und
Bremseinheit
MT-BU5), eine zentrale Einspeise-/Rückspeiseeinheit (FR-CV), eine kombinierten Rückspeise-/Netzfiltereinheit (FR-HC, MT-HC) oder eine Rückspeiseeinheit (MT-RC) angeschlossen werden.
P/+, P1
Anschluss für
Entfernen Sie bei den Modellen der Leistungklasse 01160 und kleiner die
Zwischenkreisdrossel Brücke zwischen den Klemmen P/+ und P1 und schließen Sie die optionale
Zwischenkreisdrossel an.
Bei den Frequenzumrichtern 01800 oder größer muss die mitgelieferte Zwischenkreisdrossel an die vorstehend bezeichneten Klemmen angeschlossen werden!
PR, PX
Die Klemmen dürfen nicht verwendet und die Brücke darf nicht entfernt werden.
PE
Schutzleiteranschluss des Frequenzumrichters
Tab. 3-2: Beschreibung der Klemmen
3.3.2
Klemmenbelegung und Verdrahtung
FR-F740/746-00023 bis 00126-EC
FR-F740/746-00170 und 00250-EC
Brücke
Schrauben M4
CHARGE-LED
Brücke
Brücke
Brücke
Schrauben M4
L1 L2 L3
Spannungsversorgung
M
3~
Schrauben M4
CHARGE-LED
M
3~
Schrauben M4
Motor
Spannungsversorgung
L1 L2 L3
Schrauben M4
I001010E
M
3~
Motor
I001011E
Tab. 3-3: Klemmenbelegung und Verdrahtung (1)
FR-F700 EC
3-7
Anschluss des Leistungsteils
Anschluss
FR-F740/746-00310 und 00380-EC
FR-F740/746-00470 und 00620-EC
Schrauben M4
Schrauben M4
CHARGE-LED
Brücke
CHARGE-LED
Schrauben M6
Brücke
Brücke
Schrauben M5
L1
L1
L2
L2
L3
Spannungsversorgung
L3
M
3~
Brücke
Motor
M
3~
Spannungsversorgung
Schrauben M6
Motor
Schrauben M5
I001012E
I001013E
FR-F740/746-00770 bis 01160-EC
FR-F740-01800 und 02600-EC
Schrauben M4
CHARGE-LED
Schrauben M4
Brücke
CHARGE-LED
Brücke
Schrauben
00770: M6
00930, 01160: M8
Schrauben
01800: M8, 02160: M10 Schrauben M10
Brücke
L1
L2
L3
Spannungsversorgung
Schrauben
00770: M6
00930, 01160: M8
L1 L2
M
3~
Zwischenkreisdrossel
Motor
Schrauben
01800: M8
02160, 02600: M10
Motor
I001014E
Tab. 3-3: Klemmenbelegung und Verdrahtung (2)
3-8
M
3~
L3
Spannungsversorgung
Schrauben
01800: M8,
02160, 02600: M10
I001015E
Anschluss
Anschluss des Leistungsteils
FR-F740-03250 und 03610-EC
FR-F740-04320 und 04810-EC
Schrauben M4
Schrauben M4
CHARGE-LED
CHARGE-LED
Brücke
Brücke
Schrauben M10
Schrauben M12
Schrauben
M10
L1
L2
Schrauben
M10
L3
L1
M
3~
Spannungsversorgung
L2
L3
M
3~
Spannungsversorgung
Motor
Zwischenkreisdrossel
Schrauben M12
(für Option)
Motor
Zwischenkreisdrossel
Schrauben M12
(für Option)
I001343E
I001344E
FR-F740-05470 bis 12120-EC
Schrauben M4
CHARGE-LED
Brücke
—
Schrauben M12
L1
L2
L3
M
3~
Spannungsversorgung
Motor
Zwischenkreisdrossel
Schrauben M10
I001345E
Tab. 3-3: Klemmenbelegung und Verdrahtung (3)
E
ACHTUNG:
● Der Netzanschluss muss über die Klemmen R/L1, S/L2 und T/L3 erfolgen. (Die
Phasenfolge der Netzspannung muss nicht eingehalten werden.) Bei Anschluss
der Netzspannung an die Klemmen U, V und W wird der Frequenzumrichter
dauerhaft beschädigt.
● Die Motorkabel werden an den Klemmen U, V, W angeschlossen.
Beim Geben des Signals STF dreht der Motor im Uhrzeigersinn (auf das Antriebswellenende geschaut).
FR-F700 EC
3-9
Anschluss des Leistungsteils
Anschluss
Anschluss an die Stromschienen
Bei den Frequenzumrichtern der Leistungsklasse 05470 oder größer erfolgt der Anschluss an
die Stromschienen durch eine Schraube mit Kontermutter. Befestigen Sie die Kontermutter auf
der rechten Seite der Stromschiene. Möchten Sie zwei Leitungen an eine Sromschiene anschließen, befestigen Sie eine Leitung an der linken und eine an der rechten Seite der Stromschiene. Verwenden Sie dazu die mitgelieferten Schrauben und Muttern.
Abb. 3-4:
Anschluss an die Stromschienen
I001346E
Kabeldurchführung FR-F740
Die Frequenzumrichter FR-F740-00470 und 00620 verfügen über eine kammförmige Kabelführung. Entfernen Sie die nicht benötigten, ausbrechbaren Kabeldurchführungen mit einer
Spitzzange.
I000999E
Abb. 3-5: Kammförmige Kabelführung
HINWEIS
Entfernen Sie nur so viele ausbrechbaren Kabeldurchführungen, wie Sie Kabel verlegen
möchten. Erfolgt durch entfernte Kabeldurchführungen keine Verlegung eines Kabels,
ändert sich die Schutzklasse des Frequenzumrichters von IP20 auf IP00.
Kabeldurchführung FR-F746
Möchten Sie die Anschlussleitungen durch eine Kabeldurchführung verlegen, entfernen Sie die
Gummidichtung und verwenden Sie eine feuchtraumgeprüfte Kabeldurchführung (z.B. Skintop
ST-M-Serie, Gegenmutter GMP-GL-M, Dichtungen der GMP-Serie), um die Anforderungen der
Schutzart IP54 zu erfüllen.
Wenn Sie keine Anschlussleitungen durch eine Kabeldurchführung verlegen, muss die Gummidichtung nicht ausgetauscht werden.
3 - 10
Anschluss
Anschluss des Leistungsteils
Dimensionierung der Kabel
Wählen Sie die Leitungen so, dass der Spannungsabfall max. 2 % beträgt.
Ist die Distanz zwischen Motor und Frequenzumrichter groß, kann es durch den Spannungsabfall auf der Motorleitung zu einem Drehzahlverlust des Motors kommen. Der Spannungsabfall wirkt sich besonders bei niedrigen Frequenzen aus.
Die nachstehende Tabelle beinhaltet ein Dimensionierungsbeispiel für eine Kabellänge von
20 m:
400-V-Klasse
(Anschlussspannung 440 V bei einer Überlastfähigkeit von 110 % für 1 Minute)
Kabelquerschnitt
Kabelschuhe
Frequenzumrichter
FR-F740/746-00023–
00083-EC
HIV, etc. [mm²]
AWG PVC-Kabel [mm²] Schraub- Anzugsklemmen moment
L1, L2,
L1, L2,
ErL1, L2,
L1, L2,
Er
[Nm]
L3, P1, U, V, W L3, P1, U, V, W dungs- L3, P1, U, V, W L3, P1, U, V, W dungsP
P
kabel
P
P
kabel
M4
1,5
2-4
2-4
2
2
2
14
14
2,5
2,5
2,5
FR-F740/746-00126-EC
M4
1,5
2-4
2-4
2
2
3,5
12
14
2,5
2,5
4
FR-F740/746-00170-EC
M4
1,5
5,5-4
5,5-4
3,5
3,5
3,5
12
12
4
4
4
FR-F740/746-00250-EC
M4
1,5
5,5-4
5,5-4
5,5
5,5
8
10
10
6
6
10
FR-F740/746-00310-EC
M5
2,5
8-5
8-5
8
8
8
8
8
10
10
10
FR-F740/746-00380-EC
M5
2,5
14-5
8-5
14
8
14
6
8
16
10
16
FR-F740/746-00470-EC
M6
4,4
14-6
14-6
22
14
14
4
6
25
16
16
FR-F740/746-00620-EC
M6
4,4
22-6
22-6
22
22
14
4
4
25
25
16
FR-F740/746-00770-EC
M6
4,4
22-6
22-6
22
22
14
4
4
25
25
16
FR-F740/746-00930-EC
M8
7,8
38-8
38-8
38
38
22
1
2
50
50
25
FR-F740/746-01160-EC
M8
7,8
60-8
60-8
60
60
22
1/0
1/0
50
50
25
FR-F740-01800-EC
M8
7,8
60-8
60-8
60
60
38
1/0
1/0
50
50
25
FR-F740-02160-EC
M10
14,7
100-10 100-10
100
100
38
3/0
3/0
70
70
35
FR-F740-02600-EC
M10
14,7
100-10 150-10
100
125
38
4/0
4/0
95
95
50
FR-F740-03250-EC
M10
14,7
150-10 150-10
125
125
38
250
250
120
120
70
FR-F740-03610-EC
M10
14,7
150-10 150-10
150
150
38
300
300
150
150
95
95
FR-F740-04320-EC
M12/M10
24,5
100-12 100-12 2 × 100 2 × 100
38
2 × 4/0 2 × 4/0 2 × 95
2 × 95
FR-F740-04810-EC
M12/M10
24,5
100-12 100-12 2 × 100 2 × 100
38
2 × 4/0 2 × 4/0 2 × 95
2 × 95
95
FR-F740-05470-EC
M12/M10
24,5
150-12 150-12 2 × 125 2 × 125
38
2 × 250 2 × 250 2 × 120 2 × 120
120
FR-F740-06100-EC
M12/M10
24,5
150-12 150-12 2 × 150 2 × 150
38
2 × 300 2 × 300 2 × 150 2 × 150
150
FR-F740-06830-EC
M12/M10
24,5
200-12 200-12 2 × 200 2 × 200
60
2 × 350 2 × 350 2 × 185 2 × 185 2 × 95
FR-F740-07700-EC
M12/M10
24,5
C2-200 C2-200 2 × 200 2 × 200
60
2 × 400 2 × 400 2 × 185 2 × 185 2 × 95
FR-F740-08660-EC
M12/M10
24,5
C2-250 C2-250 2 × 250 2 × 250
60
2 × 500 2 × 500 2 × 240 2 × 240 2 × 120
FR-F740-09620-EC
M12/M10
24,5
C2-250 C2-250 2 × 250 2 × 250
100
2 × 500 2 × 500 2 × 240 2 × 240 2 × 120
FR-F740-10940-EC
M12/M10
24,5
C2-200 C2-200 3 × 200 3 × 200
100
3 × 350 3 × 350 3 × 185 3 × 185 2 × 150
FR-F740-12120-EC
M12/M10
24,5
C2-200 C2-200 3 × 200 3 × 200
100
3 × 400 3 × 400 3 × 185 3 × 185 2 × 150
Tab. 3-4:
FR-F700 EC
Dimensionierung von Kabeln
3 - 11
Anschluss des Leistungsteils
Anschluss
Für Modelle bis 01160 wurde HIV-Kabelmaterial (600 V, Klasse 2, vinyl-isoliertes Kabel) für
eine maximale Betriebstemperatur von 75 °C zugrunde gelegt. Die Umgebungstemperatur
wurde mit 50 °C angenommen und die Leitungslänge mit 20 m.
Für Modelle ab 01800, wurde LMFC-Kabelmaterial (hitzebeständiges, flexibles, mit vernetztem Polyäthylen isoliertes Kabel) für eine maximale Betriebstemperatur von 95 °C zugrunde
gelegt. Die Umgebungstemperatur wurde bei einer Verlegung im Kabelkanal mit maximal
50 °C angenommen.
Für Modelle bis 00930 wurde THHW-Kabelmaterial für eine maximale Betriebstemperatur
von 75 °C zugrunde gelegt. Die Umgebungstemperatur wurde mit maximal 40 °C angenommen und die Leitungslänge mit maximal 20 m.
Für Modelle ab 01160 wurde THHN-Kabelmaterial für eine maximale Betriebstemperatur
von 90 °C zugrunde gelegt. Die Umgebungstemperatur wurde bei einer Verlegung im
Kabelkanal mit 40 °C angenommen.
Für Modelle bis 00930 wurde PVC-Kabelmaterial für eine maximale Betriebstemperatur von
70 °C zugrunde gelegt. Die Umgebungstemperatur wurde mit 40 °C angenommen und die
Leitungslänge mit 20 m.
Für Modelle ab 01160 wurde XLPE-Kabelmaterial für eine maximale Betriebstemperatur
von 90 °C zugrunde gelegt. Die Umgebungstemperatur wurde bei einer Verlegung im
Kabelkanal mit 40 °C angenommen.
Die Angabe der Schraubklemme gilt für die Klemmen L1, L2, L3, U, V, W, P/+, N/–, P1 sowie
die Erdungsklemme.
Der Spannungsabfall kann über die folgende Gleichung berechnet werden:
3 × Leitungswiderstand [Ω ] × Leitungsdistanz [m] × Strom [A]Spannungsabfall [V] = --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------1000
Verwenden Sie einen größeren Leitungsquerschnitt, wenn die Leitungslänge groß ist oder
wenn der Spannungsabfall im niedrigen Frequenzbereich problematisch ist.
E
ACHTUNG:
● Ziehen Sie die Klemmenschrauben mit den vorgegebenen Anzugsmomenten an.
Eine zu lose Schraube kann Kurzschlüsse oder Störungen hervorrufen. Eine zu fest
angezogene Schraube kann Kurzschlüsse oder Störungen hervorrufen oder den
Frequenzumrichter beschädigen.
● Verwenden Sie zum Anschluss der Spannungsversorgung und des Motors isolierte
Kabelschuhe.
3 - 12
Anschluss
Anschluss des Leistungsteils
Erdung
Damit durch die vom Frequenzumrichter bzw. dem Funkentstörfilter erzeugten Ableitströme
keine Stromschlaggefahr entsteht, müssen Frequenzumrichter, Netzfilter und Motor geerdet
werden. Dabei sind die nationalen Standards und Sicherheitsvorschriften zu beachten (z.B.
JIS, NEC section 250, IEC 536 Klasse 1 usw.).
Verwenden Sie zum Anschluss der Schutzerde unbedingt die dafür vorgesehenen Erdungsschrauben. Die Gehäuse- oder Rahmenschrauben dürfen zur Erdung nicht verwendet werden.
Verwenden Sie den größtmöglichen Kabelquerschnitt für den Schutzleiter. Die in Tab. 3-4 angegebenen Kabelquerschnitte dürfen nicht unterschritten werden. Das Erdungskabel sollte so
kurz wie möglich sein. Der Erdungspunkt ist so nahe wie möglich am Frequenzumrichter zu
wählen.
Motor und Frequenzumrichter müssen immer geerdet werden.
● In der Regel sind elektrische Schaltkreise durch ein Isolationsmaterial isoliert und in einem
Gehäuse untergebracht. Der über die Betriebsisolierung abfließende Ableitstrom kann
jedoch mit keinem Material gänzlich vermieden werden. Die Erdung des Gehäuses ermöglicht ein Abfließen des Ableitstromes gegen Schutzerde und verhindert eine Stromschlaggefahr bei Berührung. Weiterhin vermindert die Erdung den Einfluss externer Störgrößen
auf störempfindliche Komponenten wie Audiosysteme, Sensoren, Rechner oder andere
Systeme, die kleine Signale oder Signale mit hoher Geschwindigkeit verarbeiten.
● Grundsätzlich erfüllt die Erdung zwei Aufgaben: Reduzierung der Stromschlaggefahr und
Vermeidung von Fehlfunktionen durch den Einfluss von Störgrößen. Beide Zwecke sind klar
zu unterscheiden. Folgende Punkte dienen der Vermeidung von Fehlfunktionen, die durch
hochfrequente Störgrößen des Ableitstroms hervorgerufen werden:
– Erden Sie den Frequenzumrichter separat. Sollte die Möglichkeit nicht bestehen, verwenden Sie die parallele Erdung, bei dem die Erdung des Frequenzumrichters in einem
gemeinsamen Erdungpunkt mit der Erdung anderer Geräte verbunden ist. Vermeiden
Sie eine gemeinsame Erdung, bei dem die Erdung des Frequenzumrichters über den
Schutzleiter anderer Geräte erfolgt.
Da die Ableitströme des Frequenzumrichters und des Motors hochfrequente Anteile
enthalten, verhindert eine separate Erdung den Einfluss dieser Störgrößen auf störempfindliche Komponenten.
In großen Gebäuden ist eine Störunterdrückung durch geerdete Metallgehäuse sowie
eine separate Erdung zur Reduzierung der Stromschlaggefahr empfehlenswert.
– Der Frequenzumrichter muss geerdet werden. Dabei sind die nationalen Standards und
Sicherheitsvorschriften zu beachten (z.B. JIS, NEC section 250, IEC 536 Klasse 1 usw.)
– Verwenden Sie den größtmöglichen Kabelquerschnitt für den Schutzleiter. Die in
Tab. 3-4 angegebenen Kabelquerschnitte dürfen nicht unterschritten werden.
– Das Erdungskabel sollte so kurz wie möglich sein. Der Erdungspunkt ist so nahe wie
möglich am Frequenzumrichter zu wählen.
– Verlegen Sie den Schutzleiter mit möglichst großem Abstand zu störempfindlichen E/ALeitungen. E/A-Leitungen sollten parallel und möglichst gebündelt verlegt werden.
Frequenzumrichter
Andere
Geräte
Frequenzumrichter
separate Erdung
(beste Lösung)
Andere
Geräte
parallele Erdung
(gute Lösung)
Frequenzumrichter
Andere
Geräte
gemeinsame Erdung
(zulässig)
I001016E
Abb. 3-6: Erdung des Antriebssystems
FR-F700 EC
3 - 13
Anschluss des Leistungsteils
Anschluss
Zulässige Motorleitungslänge
Die zulässige Länge der Motorleitung hängt von der Umrichtergröße und der gewählten Taktfrequenz ab. In keinem Fall darf die Länge 500 m (ungeschirmt) überschritten werden.
Die in folgender Tabelle genannten Längen gelten für die Verwendung ungeschirmter Motorleitungen. Bei Verwendung geschirmter Motorleitungen sind die Tabellenwerte der Leitungslängen zu halbieren. Beachten Sie, dass immer die gesamte Leitungslänge gemeint ist, d.h. bei
Parallelschaltung mehrerer Motoren muss jede Motorleitung gezählt werden.
Einstellung von Pr. 72 „PWM-Funktion“ (Trägerfrequenz)
00023
00038
≥ 00052
≤ 2 (2 kHz)
300 m
500 m
500 m
3 (3 kHz), 4 (4 kHz)
200 m
300 m
500 m
5 (5 kHz) bis 9 (9 kHz)
100 m
≥ 10 (10 kHz)
50 m
Tab. 3-5: Gesamte Leitungslänge
HINWEIS
Bei den Frequenzumrichtern der Leistungsklasse 01800 oder größer kann Parameter 72 in
einem Bereich von „0“ bis „6“ eingestellt werden.
Abb. 3-7:
Gesamte Leitungslänge (00038 oder größer)
≤ 500 m
300 m
300 m
300 m + 300 m = 600 m
I001017E
Beachten Sie, dass die Motorwicklung beim Betrieb von Drehstrommotoren über Frequenzumrichter wesentlich stärker beansprucht wird als bei Netzbetrieb. Der Motor muss vom Hersteller
für einen Betrieb am Frequenzumrichter freigegeben sein (siehe auch Abschn. 3.8.5).
3 - 14
Anschluss
3.4
Übersicht und Beschreibung des Steuerteils
Übersicht und Beschreibung des Steuerteils
Die Funktion der grau unterlegten Klemmen kann über Parameter 178 bis 196 „Funktionszuweisung der E/A-Klemmen“ geändert werden (siehe Abschn. 6.9). Die dargestellte Belegung ist
die im Auslieferungszustand bzw. nach Aufruf der Werkseinstellung.
Eingangssignale
Klemme
Bezeichnung
Beschreibung
STF
Startsignal für
Rechtslauf
Der Motor dreht im Rechtslauf, wenn an Klemme STF
ein Signal anliegt.
STR
Startsignal für
Linkslauf
Der Motor dreht im Linkslauf,
wenn an Klemme STR ein
Signal anliegt.
Beim gleichzeitigen
Schalten der
Signale STF und
STR wird der
Stoppbefehl ausgeführt.
Ref.Seite
6-97
6-97
Selbsthaltung
Die Startsignale sind selbsthaltend, wenn an
des Startsignals Klemme STOP ein Signal anliegt.
6-97
Geschwindigkeitsvorwahl
Vorwahl von 15 verschiedenen Ausgangsfrequenzen (Festfrequenzen)
6-97
Tippbetrieb
Der Tippbetrieb wird durch ein Signal an der JOGKlemme ausgewählt (Werkseinstellung). Die Startsignale STF und STR bestimmen die Drehrichtung.
6-97
Zweiter
Parametersatz
Durch ein Signal an der RT-Klemme kann ein zweiter Parametersatz angewählt werden.
6-97
MRS
Reglersperre
Durch Einschalten des MRS-Signals (t ≥ 20 ms)
wird die Reglersperre aktiviert und der Ausgang des EingangswiderFrequenzumrichters ohne Berücksichtigung der Ver- stand:
4,7 kΩ
zögerungszeit abgeschaltet.
6-97
RES
Das Rücksetzen des Frequenzumrichters nach
Ansprechen einer Schutzfunktion erfolgt durch ein
Signal an der RES-Klemme (t > 0,1 s).
In der Werkseinstellung ist ein Rücksetzen des FreRESET-Eingang quenzumrichters jederzeit möglich. Über Pr. 75 lässt
sich festlegen , ob ein Zurücksetzen des Frequenzumrichters nur nach Ansprechen einer Schutzfunktion möglich ist. Der Rücksetzvorgang nach
Abschalten des RESET-Signals dauert ca. 1 s.
STOP
RH, RM, RL
JOG
RT
Schalteingänge
Daten
Schaltspannung:
21 bis 27 V DC
Kontakte bei
Kurzschluss:
4 bis 6 mA DC
6-97
Freigabe
Klemme 4
Durch Einschalten des AU-Signals wird die Klemme
4 freigegeben. (Ein Sollwertsignalvon 0/4 bis 20 mA
kann eingegeben werden.) Gleichzeitig wird
Klemme 2 (Spannungseingang) gesperrt.
6-171
PTC-Eingang
Die AU-Klemme dient als Eingang für einen PTCFühler (thermischer Motorschutz). Zur Freigabe des
PTC-Eingangs muss der AU/PTC-Umschalter auf
„PTC“ gesetzt werden und die PTC-Funktion der
Klemme AU zugewiesen sein.
6-80
CS
Automatischer
Wiederanlauf
nach Netzausfall
Wenn an Klemme CS ein Signal anliegt, wird der
Frequenzumrichter nach einem Netzausfall automatisch gestartet. Soll diese Funktion verwendet werden, müssen die Parameter für den automatischen
Wiederanlauf eingestellt werden. Werksseitig ist
diese Funktion nicht aktiviert. (Siehe auch Pr. 57 in
Abschn. 6.11)
6-97
SD
Eine bestimmte Steuerfunktion wird (bei gewählter
negativer Logik) durch Verbindung der entsprechenden Klemme mit der SD-Klemme aktiviert. Die SDKlemme ist von der Digitalelektronik durch OptoGemeinsamer
Bezugspunkt für koppler isoliert.
—
Steuereingänge Die Klemme ist vom Bezugspunkt des Analogkreises (Klemme 5) isoliert.
Gemeinsamer Bezugspunkt (0 V) für
24-V-DC-/0,1-A-Ausgang (PC-Klemme)
AU
—
Tab. 3-6: Eingangssignale (1)
FR-F700 EC
3 - 15
Übersicht und Beschreibung des Steuerteils
Schalteingänge
Klemme
PC
Bezeichnung
Beschreibung
24-V-DC-/0,1-A-Ausgang
In negativer Logik muss bei einer Ansteuerung
über Open-Collector-Transistoren (z. B. SPS)
24-V-DC-Ausder positive Pol einer externen Spannungsquelle
gang und
gemeinsamer
mit der PC-Klemme verbunden werden. In positiBezugspunkt für ver Logik dient die PC-Klemme als gemeinsaSteuereingänmer Bezugspunkt für die Steuereingänge. Das
ge in positiver
bedeutet, bei gewählter positiver Logik (StandarLogik
deinstellung der EC-Geräte) wird die entsprechende Steuerfunktion durch Verbindung dieser
Klemme mit der PC-Klemme aktiviert.
10E
(Ausgangsspannung Spannungs10 V DC) ausgang für
Potentiometer10
(Ausgangs- anschluss
spannung
5 V DC)
Sollwertvorgabe
Anschluss
2
Eingang für
FrequenzSollwertsignal
(Spannung)
4
Eingang für
FrequenzSollwertsignal
(Strom)
In der Werkseinstellung ist das Potentiometer an
Klemme 10 anzuschließen.
Bei Anschluss an Klemme 10E ist die Einstellung des Parameters 73 (siehe Abschn. 6.15.2)
zu ändern.
Empfohlenes Potentiometer: 1 kΩ, 2 W linear,
Mehrgang-Potentiometer
Daten
Ref.Seite
Versorgungsspannungsbereich:
19,2 V bis
28,8 V DC
Max. Ausgangsstrom:
100 mA
3-26
10 V DC ± 0,4 V,
max. 10 mA
6-171
5,2 V DC ± 0,2 V,
max. 10 mA
6-171
Das Sollwertsignal 0–5 V (0–10 V oder
0/4–20 mA) wird an diese Klemme angelegt. Der
Spannungsbereich ist auf 0–5 V voreingestellt
(Parameter 73).
Stellen sie den Wahlschalter Spannungs-/Stromeingang auf EIN, um den Stromeingang
(0/4–20 mA) zu aktivieren. Spannungseingang:
Eingangswiderstand:
10 kΩ ± 1 kΩ
Max. Eingangsspannung: 20 V DC
Stromeingang:
Eingangswiderstand: 245 Ω ± 5 Ω
(Spannungsversorgung EIN)
Max. EingangsDas Sollwertsignal 0/4–20 mA DC (0–5 V oder
strom: 30 mA
0–10 V) wird an diese Klemme angelegt. Der
Eingang ist nur bei geschaltetem AU-Signal frei- 10 kΩ ± 1 kΩ
(Spannungsversorgegeben (Klemme 2 ist dann gesperrt). Die
Umschaltung der Bereiche 0–20 mA (Werksein- gung AUS)
Wahlschalter
stellung), 0–5 V DC und 0–10 V DC erfolgt über
Spannungs-/
Stromeingang
Parameter 267.
2
4
Stellen sie den Wahlschalter Spannungs-/Stromeingang auf AUS, um den Spannungseingang
(0–5 V/0– 10 V) zu aktivieren. 6-171
6-171
Schalter 1
Schalter 2
Eingangswiderstand: 10 kΩ ± 1 kΩ
Max. Eingangsspannung:
±20 V DC
1
Zusätzlicher
Eingang für
FrequenzSollwertsignal
0–±5 (10) V DC
5
Klemme 5 stellt den Bezugspunkt (0 V) für alle
analogen Sollwertgrößen sowie für die analogen
Ausgangssignale CA (Strom) und AM (SpanBezugspunkt für nung) dar. Die Klemme ist vom Bezugspotential
des Digitalkreises (SD) isoliert. Die Klemme
Frequenz—
sollte nicht geerdet werden. Falls lokale VorSollwertsignal
und Analogaus- schriften das Erden des Bezugspunktes vorschreiben sollten, ist zu beachten, dass hiermit
gänge
eventuelle Störungen des Erdpotentials in die
Steuerelektronik eingekoppelt werden und daher
die Störempfindlichkeit zunehmen kann.
Ein zusätzliches Spannungs-Sollwertsignal von
0–±5 (10) V DC kann an diese Klemme angelegt
werden. Der Spannungsbereich ist auf 0–±10 V
DC voreingestellt (Parameter 73).
6-171
6-171
Tab. 3-6: Eingangssignale (2)
3 - 16
Stellen Sie Pr. 73, Pr. 267 und den Wahlschalter zur Umschaltung zwischen Spannungsund Stromeingang entsprechend dem Eingangssignal korrekt ein.
Eine Verwendung der Klemme als Spannungseingang mit dem Schalter in der EIN-Position
(Stromeingang aktiv) kann ebenso zu einer Beschädigung des Frequenzumrichters oder
der analogen Kreise angeschlossener Geräte führen wie eine Verwendung der Klemme als
Stromeingang mit dem Schalter in der AUS-Position (Spannungseingang aktiv). Eine
detaillierte Beschreibung der Funktion finden Sie in Abschn. 6.15.1.
Anschluss
Übersicht und Beschreibung des Steuerteils
Ausgangssignale
Klemme
A1, B1, C1
Bezeichnung
Beschreibung
Relaisausgang 1
(Alarmausgang)
Die Alarmausgabe erfolgt über Relaiskontakte.
Gezeichnet ist der Normalbetrieb und der spannungslose Zustand.
Bei aktivierter Schutzfunktion zieht das Relais
an.
B1
A1
A2, B2, C2 Relaisausgang 2
Daten
Ref.Seite
6-108
Kontaktleistung:
230 V/0,3 A AC
(Leistungsfaktor: 0,4)
oder
30 V/0,3 A DC.
6-108
C1
RUN
Open-Collector-Eingänge
SU
Signalausgang
für Motorlauf
(Open-Collector)
Der Ausgang ist durchgeschaltet, wenn die Ausgangsfrequenz größer gleich der Startfrequenz
des Frequenzumrichters ist. Wird keine Frequenz ausgegeben oder ist die DC-Bremsung
aktiv, ist der Ausgang gesperrt.
6-108
Signalausgang
für FrequenzSoll-/Istwertvergleich
(Open-Collector)
Der SU-Ausgang dient der
Überwachung von Frequenzsollwert und Frequenzistwert.
Der Ausgang wird durchgeschaltet, sobald sich der Frequenzistwert
(Ausgangsfrequenz des Frequenzumrichters) dem Frequenzsollwert (vorgegeben
durch das Sollwertsignal)
innerhalb eines voreingestellten Toleranzbereiches angeglichen hat (Pr. 41). Der
Ausgang ist währende der
Beschleunigung/Bremsung
gesperrt.
6-108
Zulässige
Belastung:
24 V DC, 0,1 A
(Der maximale
Spannungsabfall
bei eingeschaltetem Signal beträgt
3,4 V.)
OL
Der OL-Ausgang ist durchgeschaltet, wenn der Ausgangsstrom des Frequenzumrichters die in Pr. 22 voreingestellte Stromgrenze überschreitet und der
Signalausgang
für Überlastalarm Abschaltschutz Überstrom
(Open-Collector) aktiviert wurde. Liegt der Ausgangsstrom des Frequenzumrichters unterhalb der in Pr. 22
eingestellten Stromgrenze, ist
das Signal am OL-Ausgang
gesperrt.
IPF
Signalausgang
für kurzzeitigen
Netzausfall
(Open-Collector)
Bei einer kurzzeitigen Netzunterbrechung im Zeitraum
von 15 ms ≤ tIPF ≤ 100 ms
oder bei einer Unterspannung
wird der Ausgang durchgeschaltet.
6-108
FU
Signalausgang
zur Überwachung der Ausgangsfrequenz
(Open-Collector)
Der Ausgang ist durchgeschaltet, sobald die Ausgangsfrequenz die in Pr. 42 (oder
43) vorgegebene Frequenz
überschreitet. Andernfalls ist
der FU-Ausgang gesperrt.
6-108
SE
Bezugspotential
für Signalausgänge (Versorgungsspannung für
Open-CollectorAusgänge)
Bezugspotential zu den Signalen RUN, SU, OL,
IPF und FU (die an dieser Ausgangsklemme
geschaltete Spannung)
Die Klemme ist vom Bezugspotential des Steuerkreises SD isoliert.
Alarmcodeausgang (4 Bit)
(siehe Abschn.
6.12.2)
6-108
—
—
Tab. 3-7: Ausgangssignale (1)
FR-F700 EC
3 - 17
Übersicht und Beschreibung des Steuerteils
Klemme
Analogausgang
CA
AM
Bezeichnung
Analoger Stromausgang
Analoger
Spannungsausgang
Anschluss
Beschreibung
Eine von 18 Anzeigefunktionen kann ausgewählt werden, z. B. externe
Frequenzanzeige (Pr. 54;
Pr. 158). CA- und AM-Ausgang können gleichzeitig
benutzt werden.
Angeschlossen werden
kann z. B. an CA ein Gleichstrom- bzw. an AM ein
Gleichspannungs-Messinstrument.
Während eines Resets
erfolgt keine Ausgabe.
Ausgabe in der
Werkseinstellung:
Ausgangsfrequenz
Daten
Ref.Seite
Lastwiderstand:
200 Ω–450 Ω
Ausgangsstrom:
0–20 mA
6-131
Ausgangsspannung:
0–10 V DC
max. Ausgangsstrom:
1 mA
(Lastwiderstand:
≥ 10 kΩ)
Auflösung: 8 Bit
6-131
Tab. 3-7: Ausgangssignale (2)
Kommunikation
Klemme
2. serielle Schnittstelle
RS485
—
TXD+
TXD−
RXD+
Bezeichnung
Beschreibung
Ref.Seite
PU-Schnittstelle
Die PU-Schnittstelle zum Anschluss der
Bedieneinheit kann als RS485-Schnittstelle genutzt
werden. An die Schnittstelle kann ein Rechner angeschlossen werden.
Standard: EIA-485 (RS485)
Übertragungsformat: Multidrop
Übertragungrate: 4800 bis 38400 Baud
Max. Übertragungsentfernung: 500 m
6-226
Die 2. serielle Schnittstelle ist eine RS485-Schnittstelle.
Standard: EIA-485 (RS485)
Übertragungsformat: Multidrop
Übertragungrate: 300 bis 38400 Baud
Max. Übertragungsentfernung: 500 m
6-229
Sendedaten des
Frequenzumrichters
RXD−
Empfangsdaten des
Frequenzumrichters
SG
Erde
Tab. 3-8: Kommunikationssignale
3 - 18
Anschluss
3.4.1
Übersicht und Beschreibung des Steuerteils
Anschlussklemmen des Steuerkreises
I001018E
Abb. 3-8: Übersicht der Klemmenbelegung
Anschluss an die Klemmen
Entfernen Sie ca. 6 mm der Kabelisolierung. Verdrillen Sie das Kabelende vor dem
Anschluss. Das Kabelende darf nicht verzinnt werden, da es sich sonst während des
Betriebs lösen kann.
Abb. 3-9:
Vorbereitung des Kabels
6 mm
I001326E
Schließen Sie das Kabel nach Lösen der Klemmenschraube an.
Bezeichnung
Schraubengröße
Anzugsdrehmoment
Beschreibung
M3
0,5 Nm–0,6 Nm
Kabelquerschnitt
0,3 mm²–0,75 mm²
Schraubendreher
Schraubendreher für Schlitzschrauben
Schneide: 0,4 mm × 2,5 mm
Tab. 3-9: Anschluss an die Klemmen
E
FR-F700 EC
ACHTUNG:
Ziehen Sie die Schrauben zur Kabelbefestigung mit dem angegebenen Drehmoment
an. Ist das Drehmoment zu klein, können sich die Kabel lösen. Ist das Drehmoment
zu groß, kann der Klemmenblock oder die Schraube zerstört werden. Es besteht
Kurzschlussgefahr.
3 - 19
Übersicht und Beschreibung des Steuerteils
Anschluss
Bezugspotentiale PC, 5 und SE
Die Klemmen PC, 5 und SE sind Bezugspotentiale für die E/A-Signale und voneinander isoliert.
Die Klemme PC oder SE darf nicht mit der Klemme 5 verbunden werden. Bei positiver Logik wird
die entsprechende Steuerfunktion durch Verbindung mit der Klemme PC (STF, STR, STOP,
RH, RM, RL, JOG, RT, MRS, RES, AU und CS) aktiviert.
Die Open-Collector-Kreise sind durch Optokoppler von den internen Steuerkreisen isoliert.
Klemme 5 dient als Bezugspotential für die Signale zur Frequenz-Sollwertvorgabe (Klemme 2,
1 oder 4), für den analogen Stromausgang (CA) und den analogen Spannungsausgang (AM).
Die Ansteuerung sollte zur Verminderung von Störeinstrahlungen über geschirmte Leitungen
erfolgen.
Klemme SE dient als Bezugspotential für die Open-Collector-Ausgänge (RUN, SU, OL, IPF und
FU).
Die Digitaleingänge sind durch Optokoppler von den internen Steuerkreisen isoliert.
Ansteuerung der Digitaleingänge über Transistoren
Die Digitaleingänge (STF, STR, STOP, RH, RM, RL, JOG, RT, MRS, RES, AU und CS) des Frequenzumrichters können auch über Transistorausgänge oder Ausgangskontakte von Speicherprogrammierbaren Steuerungen angesteuert werden. Entsprechend der eingestellten
Steuerlogik müssen zur Ansteuerung der Eingänge PNP-Transistoren (positive Logik) oder
NPN-Transistoren (negative Logik) verwendet werden.
Frequenzumrichter
Abb. 3-10:
Ansteuerung über Transistor in positiver Logik
PC
STF usw.
I001220E
3 - 20
Anschluss
3.4.2
Übersicht und Beschreibung des Steuerteils
Verdrahtungshinweise
● Verwenden Sie abgeschirmte oder verdrillte Leitungen für den Anschluss der Klemmen des
Steuerteils. Verlegen Sie diese Leitungen nicht gemeinsam mit den Leistungskabeln (inklusiv der 230-V-Relaisschaltung).
● Um Kontaktfehler beim Anschluss zu vermeiden, verwenden Sie mehrere parallele Kleinsignal-Kontakte oder Zwillingskontakte.
Abb. 3-11:
Kontaktarten
Kleinsignal-Kontakte
Zwillingskontakte
I001021E
● Legen Sie keine Netzspannung an die Eingangsklemmen (z. B. STF) des Steuerkreises.
● Achten Sie darauf, dass an den Alarmausgängen (A, B, C) eine Spannung immer über eine
Relaisspule, Lampe usw. anliegt.
● Der empfohlene Leitungsquerschnitt für den Anschluss des Steuerteils beträgt 0,75 mm2.
● Bei Verwendung von Leitungsquerschnitten größer 1,25 mm2, kann es vorkommen, dass
die Frontabdeckung nicht mehr montiert werden kann. Verlegen Sie die Leitungen so, dass
die Frontabdeckung korrekt montiert werden kann.
● Die maximale Leitungslänge beträgt 30 m.
Anschluss des Steuerteils bei den Frequenzumrichtern 01800 oder größer
Verlegen Sie die Anschlussleitungen des Steuerkreises bei Frequenzumrichtern der Leistungsklasse 01800 oder größer nicht gemeinsam mit den Anschlusskabeln des Hauptkreises. Verlegen Sie die Steuerleitungen durch die seitlichen Kabeldurchführungen des Frequenzumrichters.
Leitungsführung
Kabeldurchführung
(Innenansicht)
Schneiden Sie die Kabeldurchführungen
von innen mit einem Messer o.Ä. entlang
den vorgegebenen Markierungen auf.
I001022E
Abb. 3-12: Verlegung der Steuersignale bei Modellen 01800 oder größer
FR-F700 EC
3 - 21
Übersicht und Beschreibung des Steuerteils
3.4.3
Anschluss
Separater Netzanschluss des Steuerkreises
Das im Frequenzumrichter eingebaute Alarmrelais bleibt im Alarmfall nur solange eingeschaltet, wie die Spannungsversorgung an den Klemmen R/L1, S/L2, T/L3 anliegt. Soll das Alarmsignal auch nach Abschalten des Frequenzumrichters ausgegeben werden, muss die Steuerelektronik separat versorgt werden. Der Anschluss erfolgt entsprechend dem Schaltbild in
folgender Abbildung. Zum Anschluss sind die Kurzschlussbrücken des Anschlusssblockes zu
entfernen und die Spannungsversorgung von 380–500 V AC, 50/60 Hz auf die Klemmen R1/L11
und S1/L21 aufzulegen. Die benötigte Anschlussleistung beträgt 60 VA bei den Modellen bis
einschließlich 00380 und 80 VA bei den Modellen 00470 bis 02160.
Frequenzumrichter
Abb. 3-13:
Netzanschluss von Steuer- und Hauptkreis
Brücken entfernen!
I001023E
FR-F740/746-00023 bis 00126-EC
Lösen Sie zuerst die oberen und anschließend die unteren Schrauben .
Entfernen Sie die Kurzschlussbrücken .
Schließen Sie die separate Steuerspannung an die unteren Klemmen R1/L11 und S1/L21
an.
Anschlussklemmen
des Leistungsteils
I001024E
Abb. 3-14: Detailansicht der Anschlussklemmen
3 - 22
Anschluss
Übersicht und Beschreibung des Steuerteils
FR-F740/746-00170 bis 00250-EC
Lösen Sie zuerst die oberen und anschließend die unteren Schrauben .
Entfernen Sie die Kurzschlussbrücken .
Schließen Sie die separate Steuerspannung an die oberen Klemmen R1/L11 und S1/L21
an.
Anschlussklemmen
des Leistungsteils
I001025E
Abb. 3-15: Detailansicht der Anschlussklemmen
FR-F740-00310 bis 12120-EC und FR-F746-00310 bis 01160-EC
Lösen Sie zuerst die oberen und anschließend die unteren Schrauben .
Entfernen Sie die Kurzschlussbrücken .
Schließen Sie die separate Steuerspannung an die oberen Klemmen R1/L11 und S1/L21
an.
Anschlussklemmen für die
Versorgungsspannung des Steuerteils
Anschlussklemmen für die
Versorgungsspannung des Steuerteils
I001026E
Abb. 3-16: Detailansicht der Anschlussklemmen
E
FR-F700 EC
ACHTUNG:
Schließen Sie die separate Steuerspannung nicht an die unteren Klemmen an. Der
Frequenzumrichter kann beschädigt werden.
3 - 23
Übersicht und Beschreibung des Steuerteils
Anschluss
Lage der Anschlussklemmen für die Spannungsversorgung des Steuerteils
00310, 00380
00470, 00620
00770 bis 12120
Anschlussklemmen für die
Versorgungsspannung
des Steuerteils
I001027E
Abb. 3-17: Lage der Anschlussklemmen
E
ACHTUNG:
● Schalten Sie die Versorgungsspannung des Steuerteils (Klemmen R1/L11 und S1/L21)
nicht bei eingeschalteter Spannung des Leistungskreises (R/L1, S/L2, T/L3) aus. Der
Frequenzumrichter kann beschädigt werden.
● Entfernen Sie beim separaten Anschluss des Steuerkreises unbedingt die Brücken
über den Klemmen R/L1-R1/L11 und S/L2-S1/L21 bevor Sie die Spannung einschalten. Sind die Brücken nicht entfernt, kann der Frequenzumrichter beschädigt
werden.
● Schließen Sie die Spannungsversorgung des Steuerkreises nicht an der Eingangsseite des Leistungsschalters an, achten Sie darauf, dass die Spannung zur Versorgung des Steuerteils mit der Spannung des Leitungsteils übereinstimmt.
● Die Leistungsaufnahme des Steuerspannungskreises an den Klemmen R1/L11 und
S1/L21 beträgt für Frequenzumrichter bis zur Leistungsklasse 00380 mindestens
60 VA und für Frequenzumrichter der Leistungsklasse 00470 bis 12120 mindestens
80 VA.
● Erfolgt die Spannungsversorgung des Steuerteils getrennt von der Spannungsversorgung des Leistungsteils, konzipieren Sie den Eingangskreis so, dass die Versorgungspannung des Leistungsteils an den Klemmen R/L1, S/L2 und T/L3 bei
Abschaltung der Versorgungspannung des Steuerteils an den Klemmen R1/L11
und S1/L21 abgeschaltet wird.
3 - 24
Anschluss
3.4.4
Übersicht und Beschreibung des Steuerteils
Auswahl der Steuerlogik
Werkseitig ist der Frequenzumrichter auf positive Logik (SOURCE) eingestellt.
Ein Umstellen der Logik erfolgt durch Umsetzen des Jumpers auf dem Steuerklemmenblock.
Unabhängig von der Position des Jumpers können die Ausgangssignale in positiver oder
negativer Logik genutzt werden.
I001028E
Abb. 3-18: Auswahl der Steuerlogik
HINWEIS
FR-F700 EC
Schalten Sie vor dem Umstecken des Jumpers zur Auswahl der Steuerlogik die Spannungsversorgung des Frequenzumrichters aus.
3 - 25
Übersicht und Beschreibung des Steuerteils
Anschluss
Der Frequenzumrichter FR-F700 bietet die Möglichkeit, zwischen zwei Arten der Steuerlogik zu
wählen. Je nach Richtung des fließenden Stromes wird unterschieden zwischen:
● Negativer Logik (SINK)
In der negativen Logik wird ein Signal durch einen aus der Klemme herausfließenden Strom
gesteuert. Klemme SD ist das gemeinsame Bezugpotential für die Schalteingänge, Klemme
SE für die Open-Collector-Ausgänge.
● Positiver Logik (SOURCE)
In der positiven Logik wird ein Signal durch einen in die Klemme hineinfließenden Strom
gesteuert. Klemme PC ist das gemeinsame Bezugpotential für die Schalteingänge, Klemme
SE für die Open-Collector-Ausgänge.
Stromfluss bei negativer Logik
Stromfluss bei positiver Logik
Strom
SINK
Strom
SOURCE
FR-F700
Eingangsmodul (negative
Logik), Beispiel: AX40
RUN
Strom
FR-F700
Eingangsmodul (positive
Logik), Beispiel: AX80
RUN
Strom
I001029E
Abb. 3-19: Auswahl der Steuerlogik
3 - 26
Anschluss
Übersicht und Beschreibung des Steuerteils
Verwendung einer externen Spannungsversorgung
● Negative Logik
Bei Verwendung von externen Spannungssignalen muss das positive Bezugspotential der
Spannungsversorgung mit der PC-Klemme verbunden werden. In diesem Fall darf die
Klemme SD nicht verbunden werden.
(Erfolgt die 24-V-DC-Spannungsversorgung über die Klemmen PC-SD, darf keine externe
Spannungsversorgung angeschlossen werden. Der Anschluss einer externen Spannungsversorgung kann zu Fehlfunktionen führen.)
AY40
Frequenzumrichter
Abb. 3-20:
Verwendung einer externen
Spannungsversorgung in Verbindung mit den
Ausgängen einer SPS
Strom
I001030E
● Positive Logik
Bei Verwendung von externen Spannungssignalen muss das negative Bezugspotential der
Spannungsversorgung mit der SD-Klemme verbunden werden. In diesem Fall darf die
Klemme PC nicht verbunden werden.)
AY80
Frequenzumrichter
Abb. 3-21:
Verwendung einer externen
Spannungsversorgung in Verbindung mit den
Ausgängen einer SPS
Strom
I001031E
FR-F700 EC
3 - 27
Dezentraler Anschluss der Bedieneinheit
3.5
Anschluss
Dezentraler Anschluss der Bedieneinheit
Die Bedieneinheit FR-DU07 kann über das Anschlusskabel FR-A5 CBL und bei Verwendung
des Adapters FR-ADP mit dem Frequenzumrichter verbunden werden. Der dezentrale Anschluss bietet die Möglichkeit, die Bedieneinheit am Schaltschrank zu montieren und den Frequenzurichter von dort aus zu bedienen.
Abb. 3-22:
Dezentraler Anschluss der Bedieneinheit
Verbindungskabel
FR-A5 CBL
Bedieneinheit
FR-DU07
Adapter FR-ADP
(Option)
I001032E
HINWEISE
Die Leitungslänge zwischen Frequenzumrichter und Bedieneinheit darf 20 m nicht überschreiten.
Der Frequenzumrichter kann über den Anschluss der Bedieneinheit mit der RS485-Schnittstelle eine Rechners verbunden werden (siehe Abschn. 6.18).
3 - 28
Anschluss
3.6
Anschluss der 2. seriellen Schnittstelle
Anschluss der 2. seriellen Schnittstelle
Spezifikation
Beschreibung
Standard
EIA-485 (RS485)
Betrieb
Multidrop
Übertragungsrate
Max. 38400 Baud
Maximale Länge der Übertragungsleitung
500 m
Leitung
Paarig verdrillte Leitung (4 Leitungspaare)
Tab. 3-10: Technische Daten der 2. seriellen Schnittstelle
Schalter zum Zuschalten des Abschlusswiderstands
Werksseitig ist der Widerstand nicht zugeschaltet.
Schalten Sie den Widerstand nur für den letzten
Frequenzumrichter zu (Stellung: 100 Ω).
I001033E
Abb. 3-23: 2. serielle Schnittstelle des Frequenzumrichters
FR-F700 EC
3 - 29
Anschluss der 2. seriellen Schnittstelle
3.6.1
Anschluss
Kommunikationsbetrieb
Der Frequenzumrichter kann über die PU-Schnittstelle oder die 2. serielle Schnittstelle an einen
Rechner angeschlossen werden. Ist die PU-Schnittstelle mit einem Personalcomputer, einer
Steuerung oder einem anderen Rechner verbunden, kann der Frequenzumrichter über ein
Anwendungsprogramm gestartet und überwacht sowie Parameter gelesen und geschrieben
werden.
Das Mitsubishi-Protokoll zum Betrieb des Frequenzumrichter an einem PC kann beim Anschluss über die PU-Schnittstelle oder die 2. serielle Schnittstelle verwendet werden. Die Verwendung des Modbus-RTU-Protokolls ist nur bei Nutzung der 2. seriellen Schnittstelle möglich
(siehe auch Abschn. 6.18).
SPS
Multidrop
Frequenzumrichter Frequenzumrichter Frequenzumrichter
Es können max. 32 Frequenzumrichter
angeschlossen werden.
I001034E
Abb. 3-24: 2. serielle Schnittstelle des Frequenzumrichters
3 - 30
Anschluss
3.7
Anschluss externer Optionen
Anschluss externer Optionen
Der Frequenzumrichter bietet die Möglichkeit zum Anschluss unterschiedlicher Optionen und
erlaubt somit die individuelle Anpassung an unterschiedliche Anforderungen.
E
3.7.1
ACHTUNG:
Ein falscher Anschluss der Optionen kann zur Zerstörung des Frequenzumrichters
oder zu gefährlichen Situationen führen. Gehen Sie beim Anschluss und bei der
Bedienung sorgfältig und wie im Handbuch der Option beschrieben vor.
Leistungsschütze (MC)
Leistungsschütz im Eingangskreis des Frequenzumrichers
Aus folgenden Gründen ist im Eingangskreis des Frequenzumrichters ein Leistungsschütz vorzusehen:
● Das Eingangsschütz dient zur Abschaltung des Frequenzumrichters, wenn eine Schutzfunktion aktiviert wurde oder bei einem Fehler des Antriebs.
● Das Eingangsschütz soll nach der Wiederherstellung der Spannungsversorgung gefährliche Situationen beim automatischen Wiederanlauf nach einem Netzausall vermeiden.
● Das Eingangsschütz dient zur Abschaltung des Frequenzumrichters während längerer
Betriebspausen. Solange Netzspannung am Frequenzumrichter anliegt, nimmt der Frequenzumrichter Leistung auf. Durch Abschalten des Frequenzumrichters während längerer
Betriebpausen kann diese Leistungsaufnahme vermindert werden.
● Das Eingangsschütz ermöglicht durch die Trennung von der Netzspannung die sichere
Ausführung von Wartungs- und Inspektionsarbeiten.
HINWEIS
FR-F700 EC
Verwenden Sie das Eingangsschütz nicht zum Starten und Stoppen des Frequenzumrichters. Die Einschaltströme beim Einschalten verkürzen die Lebensdauer des Netzstromrichters erheblich (ca. 1.000.000 Schaltzyklen). Starten und stoppen Sie den Frequenzumrichter
daher immer über die Startsignale STF oder STR.
3 - 31
Anschluss externer Optionen
Beispiel 쑴
Anschluss
Verwenden Sie immer die Klemmen STF und STR zum Starten und Stoppen des Frequenzumrichters. Verbinden Sie zum Starten eine der Klemmen STF oder STR mit der Klemme
PC (siehe Abschn. 6.9.4).
Frequenzumrichter
Spannungsversorgung
Zum
Motor
Betriebsvorbereitung
AUS
EIN
Start-/StoppBetrieb
Stopp
I001035E
Abb. 3-25: Starten und Stoppen des Frequenzumrichters
Beachten Sie die Kontaktbelastbarkeit der Relaisausgänge (230 V AC). Verwenden Sie ggf.
einen Transformator.
Verbinden Sie die Anschlüsse R1/L11 und S1/L21 zur Versorgung des Steuerkreises mit
der Eingangsseite des Leitungsschützes, damit auch im Fehlerfall das Alarmsignal ausgegeben wird. Entfernen Sie vorher die Brücken zwischen den Klemmen R/L1-R1/L11 und
S/L2-S1/L21 (siehe auch Abschn. 3.4.3).
쑶
Leistungsschütz im Ausgangskreis des Frequenzumrichers
Ein Leistungsschütz im Ausgangskreis des Frequenzumrichters darf nur geschaltet werden,
wenn sich Frequenzumrichter und Motor im Stillstand befinden. Müssen Schütze im Umrichterausgang geschaltet werden, sollte die umrichterinterne Funktion „Umschaltung auf direkten
Netzbetrieb“ (Parameter 135 bis 139) genutzt werden.
3 - 32
Anschluss
3.7.2
Anschluss externer Optionen
Anschluss einer externen Bremseinheit (FR-BU/MT-BU5)
Schließen Sie eine externe Bremseinheit zur Erhöhung des Bremsvermögens wie in folgender
Abbildung gezeigt an.
Anschluss der Bremseinheit FR-BU (01160 oder kleiner)
EIN
AUS
Frequenzumrichter
3-phasige
AC-Spannungsversorgung
≤5m
I001036E
Abb. 3-26: Anschluss der Bremseinheit vom Typ FR-BU
Schließen Sie die Klemmen P/+ und N/− des Frequenzumrichters immer an die korrespondierenden Klemmen der Bremseinheit an. Ein falscher Anschluss kann zu Beschädigungen
des Frequenzumrichters führen.
Sehen Sie bei einer 400-V-Spannungsversorgung einen Transformator vor, falls die Steuerkontakte nur für 230 V Steuerspannung ausgelegt sind.
Die Leitungslängen zwischen Frequenzumrichter, Bremseinheit und Widerständen dürfen
5 m nicht überschreiten. Bei Verwendung von paarig verdrillten Leitungen beträgt die
maximal zulässige Leitungslänge 10 m.
E
FR-F700 EC
ACHTUNG:
Ein defekter Bremstransistor kann zu sehr hohen Temperaturen der Bremswiderstände führen. Es besteht Brandgefahr!
Installieren Sie daher ein Schütz auf der Eingangsseite des Frequenzumrichters, das
die Spannungsversorgung bei Überhitzung abschaltet.
3 - 33
Anschluss externer Optionen
Anschluss
Anschluss der Bremseinheit MT-BU5 (01800 oder größer)
Stellen Sie sicher, dass die Verdrahtung ist. Setzen Sie erst dann den Parameter 30 „Auswahl
eines regenerativen Bremskreises“ auf „1“ (siehe auch Abschn. 6.8.2).
Frequenzumrichter
EIN
AUS
3-phasige
AC-Spannungsversorgung
≤5m
Bremseinheit
MT-BU5
Bremswiderstände
MT-BR5
I001347E
Abb. 3-27: Anschluss der Bremseinheit vom Typ MT-BU5
Sehen Sie bei einer 400-V-Spannungsversorgung einen Transformator vor, falls die Steuerkontakte nur für 230 V Steuerspannung ausgelegt sind.
Die Leitungslängen zwischen Frequenzumrichter, Bremseinheit und Widerständen dürfen
5 m nicht überschreiten. Bei Verwendung von paarig verdrillten Leitungen beträgt die
maximal zulässige Leitungslänge 10 m.
E
ACHTUNG:
● Installieren Sie die Bremseinheit so, dass sich der Kühlkörper in einem Kühlluftstrom befindet und die Bremseinheit über die mitgelieferten Kabel mit dem Frequenzumrichter verbunden werden kann.
● Verbinden Sie Bremseinheit und Frequenzumrichter mit den Kabeln, die mit der
Bremseinheit geliefert werden. Verbinden Sie das Kabel des Hauptkreises mit den
Klemmen P/+ und N/− des Frequenzumrichters und das Steuerkabel mit der Klemme CN8. Schneiden Sie dazu die Kabeldurchführung oben am Frequenzumrichter
auf und führen Sie das Steuerkabel durch die Kabeldurchführung.
● Wird eine Bremseinheit mit mehreren Bremswiderständen verwendet, steht für
jeden Bremswiderstand eine Klemmenpaar zur Verfügung. Schließen Sie jeweils
eine Widerstandseinheit an ein Klemmenpaar (P, PR) an.
3 - 34
Anschluss
Anschluss externer Optionen
Anschluss der Klemme CN8
Schneiden Sie die Kabeldurchführung oben am Frequenzumrichter mit einem Messer o.Ä.
auf.
Kabeldurchführung
Kabeldurchführung
aufschneiden
I001348E
Abb. 3-28: Kabeldurchführung
Führen Sie den Stecker der Bremseinheit durch die Kabeldurchführung und verbinden Sie
ihn mit der Klemme CN8 des Frequenzumrichters, bis der Stecker hörbar einrastet.
Klemme CN8
Kabelschelle
Stecker muss
hörbar einrasten
I001349E
Abb. 3-29: Anschluss der Klemme CN8
Befestigen Sie das Steuerkabel anschließend mit einer Kabelschelle am Frequenzumrichter.
FR-F700 EC
3 - 35
Anschluss externer Optionen
3.7.3
Anschluss
Anschluss der kombinierten Rückspeise-/Netzfiltereinheit
(FR-HC, MT-HC)
Schließen Sie eine kombinierte Rückspeise-/Netzfiltereinheit zur Rückspeisung von Bremsleistung und zur Reduzierung von Netzrückwirkungen sorgfältig wie in folgender Abbildung gezeigt
an.
E
ACHTUNG:
AchtenSie auf einen korrekten Anschluss der Rückspeise-/Netzfiltereinheit. Ein falscher Anschluss kann zur Zerstörung des Frequenzumrichters und der Optionseinheit
führen.
Stellen Sie sicher, dass die kombinierte Rückspeise-/Netzfiltereinheit korrekt angeschlossen
ist. Setzen Sie erst dann den Parameter 30 „Auswahl eines regenerativen Bremskreises“ auf „2“
(siehe auch Abschn. 6.8.2).
Anschluss der kombinierten Rückspeise/Netzfiltereinheit FR-HC (01160 oder kleiner)
Externe Box
Rückspeise-/Netzfiltereinheit
Frequenzumrichter
Drossel 1
Drossel 2
3-phasige
AC-Spannungsversorgung
I001350E
Abb. 3-30: Anschluss der kombinierten Rückspeise-/Netzfiltereinheit FR-HC
Entfernen Sie die Brücken über den Klemmen R/L1-R1/L11 und S/L2-S1/L21 und schließen
Sie die Spannungsversorgung des Steuerteils an die Klemmen R1/L11und S1/L21 an. Die
Klemmen R/L1, S/L2 und T/L3 dürfen in keinem Fall angeschlossen werden. Ein falscher
Anschluss kann den Frequenzumrichter zerstören. (Die Fehlermeldung E.OPT „Fehler in
Verbindung mit dem Anschluss einer (externen) Optionseinheit“ kann auftreten (siehe auch
Seite 7-14)).
Ein Vertauschen der Anschlüsse N/− und P/+ kann zur Zerstörung des Frequenzumrichters
führen.
Schließen Sie zwischen den Klemmen P/+-N/− (P/+-P/+, N/−-N/−) keinen Leistungsschalter
an.
Die Funktionszuweisung der Signale X10 (X11) erfolgt über die Parameter 178 bis 189
„Funktionszuweisung der Eingangsklemmen“ (siehe Abschn. 6.9.1).
Verwenden Sie das Signal X11 im Kommunikationsbetrieb (z.B. über die 2. serielle Schnittstelle), in dem der Startbefehl nur einmal gesendet wird, um den Modus nach einem
kurzzeitigen Netzausfall beizubehalten (siehe Abschn. 6.8.2).
HINWEISE
Die Phasen R/L1, S/L2 und T/L3 müssen passend an die Klemmen R4, S4 und T4 angeschlossen werden.
Bei Anschluss der Option FR-HC muss die negative Logik gewählt werden. Ein Betrieb in
positiver Logik (Werkseinstellung) ist nicht möglich.
3 - 36
Anschluss
Anschluss externer Optionen
Anschluss der kombinierten Rückspeise/Netzfiltereinheit MT-HC (01800 oder größer)
Frequenzumrichter
3-phasige
AC-Spannungsversorgung
Trenntransformator
I001351E
Abb. 3-31: Anschluss der kombinierten Rückspeise-/Netzfiltereinheit MT-HC
Entfernen Sie die Brücken über den Klemmen R/L1-R1/L11 und S/L2-S1/L21 und schließen
Sie die Spannungsversorgung des Steuerteils an die Klemmen R1/L11und S1/L21 an. Die
Klemmen R/L1, S/L2 und T/L3 dürfen in keinem Fall angeschlossen werden. Ein falscher
Anschluss kann den Frequenzumrichter zerstören. (Die Fehlermeldung E.OPT „Fehler in
Verbindung mit dem Anschluss einer (externen) Optionseinheit“ kann auftreten (siehe auch
Seite 7-14)).
Schließen Sie zwischen den Klemmen P/+-N/− (P/+-P/+, N/−-N/−) keinen Leistungsschalter
an. Ein Vertauschen der Anschlüsse N/− und P/+ kann zur Zerstörung des Frequenzumrichters führen.
Die Funktionszuweisung der Signale X10 (X11) erfolgt über die Parameter 178 bis 189
„Funktionszuweisung der Eingangsklemmen“ (siehe Abschn. 6.9.1).
Verwenden Sie das Signal X11 im Kommunikationsbetrieb (z.B. über die 2. serielle Schnittstelle), in dem der Startbefehl nur einmal gesendet wird, um den Modus nach einem
kurzzeitigen Netzausfall beizubehalten (siehe Abschn. 6.8.2).
Schließen Sie die Spannungsversorgung an die Klemmen R1 und S1 über einen Trenntransformator an.
HINWEISE
Bei Anschluss der Option MT-HC muss die negative Logik gewählt werden. Ein Betrieb in
positiver Logik (Werkseinstellung) ist nicht möglich.
Die Phasen R/L1, S/L2 und T/L3 müssen passend an die Klemmen R4, S4 und T4 angeschlossen werden.
Beim Anschluss der Option MT-HC darf die mitgelieferte Zwischenkreisdrossel nicht angeschlossen werden.
FR-F700 EC
3 - 37
Anschluss externer Optionen
3.7.4
Anschluss
Anschluss der zentralen Einspeise-/Rückspeiseeinheit FR-CV
(01160 oder kleiner)
Schließen Sie die Klemmen P/L+ und N/L− der zentralen Einspeise-/Rückspeiseeinheit (FR-CV)
an die Klemmen P/+ und N/− des Frequenzumrichters an. Stellen Sie sicher, dass die zentrale
Einspeise-/Rückspeiseeinheit korrekt angeschlossen ist.
Setzen Sie erst dann den Parameter 30 „Auswahl eines regenerativen Bremskreises“ auf „2“
(siehe auch Abschn. 6.8.2).
Frequenzumrichter
Drossel FR-CVL
M
3~
Zentrale Einspeise-/
Rückspeiseeinheit FR-CV
3-phasige
AC-Spannungsversorgung
I001039E
Abb. 3-32: Anschluss der kombinierten Rückspeise-/Netzfiltereinheit FR-HC
Entfernen Sie die Brücken über den Klemmen R/L1-R1/L11 und S/L2-S1/L21 und schließen
Sie die Spannungsversorgung des Steuerteils an die Klemmen R1/L11und S1/L21 an. Die
Klemmen R/L1, S/L2 und T/L3 dürfen in keinem Fall angeschlossen werden. Ein falscher
Anschluss kann den Frequenzumrichter zerstören. (Die Fehlermeldung E.OPT „Fehler in
Verbindung mit dem Anschluss einer (externen) Optionseinheit“ kann auftreten (siehe auch
Seite 7-14)).
Ein Vertauschen der Anschlüsse N/− und P/+ kann zur Zerstörung des Frequenzumrichters
führen.
Schließen Sie zwischen den Klemmen P/+-N/− (P/+-P/+, N/−-N/−) keinen Leistungsschalter
an.
Die Funktionszuweisung des Signals X10 erfolgt über einen der Parameter 178 bis 189
„Funktionszuweisung der Eingangsklemmen“ (siehe Abschn. 6.9.1).
Stellen Sie sicher, dass die Klemmen R/L11, S/L21 und T/MC1 mit der Netzspannung
verbunden sind. Beim Betrieb des Frequenzumrichters ohne den Anschluss dieser Klemmen an die Netzspannung wird die Option beschädigt.
HINWEISE
Die Phasen R/L11, S/L21 und T/MC1 müssen passend an die Klemmen R2/L1, S2/L2 und
T2/L3 angeschlossen werden.
Bei Anschluss der Option FR-CV muss die negative Logik gewählt werden. Ein Betrieb in
positiver Logik (Werkseinstellung) ist nicht möglich.
3 - 38
Anschluss
3.7.5
Anschluss externer Optionen
Anschluss der Rückspeiseeinheit MT-RC (01800 oder größer)
Schließen Sie die Rückspeiseeinheit sorgfältig wie in folgender Abbildung gezeigt an.
E
ACHTUNG:
Achten Sie auf einen korrekten Anschluss der Rückspeiseeinheit (MT-RC). Ein falscher Anschluss kann zur Zerstörung des Frequenzumrichters und der Optionseinheit
führen.
Stellen Sie sicher, dass die Rückspeiseeinheit korrekt angeschlossen ist. Setzen Sie erst dann
den Parameter 30 „Auswahl eines regenerativen Bremskreises“ auf „1“ und Parameter 70
„Regenerativer Bremszyklus“ auf „0“.
Frequenzumrichter
3-phasige
AC-Spannungsversorgung
Reset-Signal
Alarm-Signal
Betriebsbereitschafts-Signal
I001352E
Abb. 3-33: Anschluss der Rückspeiseeinheit MT-RC
HINWEIS
FR-F700 EC
Detaillierte Informationen über die Rückspeiseeinheit finden Sie im Handbuch der Rückspeiseeinheit.
3 - 39
Anschluss externer Optionen
3.7.6
Anschluss
Anschluss einer Zwischenkreisdrossel vom Typ FR-HEL
Schließen Sie die Zwischenkreisdrossel FR-HEL an die Klemmen P1 und P/+ des Frequenzumrichters an. Die Brücke zwischen den Klemmen P1 und P/+ muss bei Anschluss einer Zwischenkreisdrossel entfernt werden.
Abb. 3-34:
Anschluss einer Zwischenkreisdrossel
Brücke
entfernen!
I001040E
HINWEISE
Die Leitungslänge zwischen Frequenzumrichter und Zwischenkreisdrossel darf 5 m nicht
überschreiten.
Der Querschnitt der verwendeten Leitungen muss gleich dem oder größer als der Querschnitt der Zuleitungen R/L1, S/L2, T/L3 sein.
Bei den Modellen ≥ 01800 wird die Zwischenkreisdrossel mitgeliefert und muss angeschlossen werden.
3.7.7
Anschluss einer Netzdrossel
Der Anschluss einer Drossel ist zwingend erforderlich, wenn die Trafonennleistung größer
gleich 1000 kVA ist und die Länge der Zuleitungen weniger als 10 m beträgt, oder wenn beim
Umschalten großer Kondensatoren größere Ströme in den Frequenzumrichter fließen. Schließen Sie daher eine Zwischenkreis- (FR-HEL) oder Netzdrossel (FR-HAL) an.
Spannungsversorgung
M
3~
Zwischenkreisdrossel
(FR-HEL) Leistung [kVA]
Netzdrossel
(FR-HAL)
Arbeitsbereich
der Drossel
Kabellänge [m]
I001046E
Abb. 3-35: Anschluss einer Netzdrossel
HINWEISE
Beim Anschluss der Zwischenkreisdrossel FR-HEL an die Frequenzumrichter der Leistungsklasse 01160 oder kleiner ist die Brücke zwischen den Klemmen P und P1 zu
entfernen.
Bei den Frequenzumrichtern der Leistungsklasse 01800 oder größer muss die mitgelieferte
Zwischenkreisdrossel angeschlossen werden.
Die Leitungslänge zwischen Frequenzumrichter und Zwischenkreisdrossel darf 5 m nicht
überschreiten.
Der Querschnitt der verwendeten Leitungen muss gleich dem oder größer als der Querschnitt der Zuleitungen R/L1, S/L2, T/L3 sein (siehe Seite 3-11).
3 - 40
Anschluss
Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
3.8
Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
3.8.1
Fehlerströme und Gegenmaßnahmen
Durch Netzfilter, geschirmte Motorleitungen sowie durch den Motor und den Frequenzumrichter
selbst werden stationäre und variable Ableitströme gegen PE erzeugt. Da die Höhe der Ableitströme unter anderem von den Größen der Kapazitäten und der Umrichtertaktfrequenz abhängt, steigt beim Betrieb des Frequenzumrichters im geräuscharmen Modus durch die hohe
Trägerfrequenz auch der Ableitstrom. Die Höhe des Ableitstroms muss bei der Auswahl des
eingangsseitigen Leistungsschalters bzw. beim Einsatz eines FI-Schutzschalters unbedingt
beachtet werden.
Nach Erde abfließende Ableitströme
Ableitströme fließen nicht nur durch die Verbindungsleitungen des Frequenzumrichters, sondern – über den Erdleiter – auch in anderen Leitungen. Diese Ströme können zur ungewollten
Auslösung von Leistungsschaltern bzw. vorgeschalteten FI-Schutzschaltern führen.
● Gegenmaßnahmen
– Setzen Sie die Trägerfrequenz über Parameter 72 „PWM-Funktion“ herab. Beachten Sie,
dass die Motorgeräusche dadurch zunehmen. Aktivieren Sie die Soft-PWM-Funktion
über Parameter 240 zur Reduzierung der Motorgeräusche.
– Verwenden Sie einen Leistungsschalter, der zum Anschluss an eine oberwellenreiche
Spannung und zur Unterdrückung von Spannungsimpulsen in den Leitungen des Frequenzumrichters und der peripheren Geräte geeignet ist, um einen Betrieb mit hoher
Trägerfrequenz (geräuscharm) durchzuführen.
● Nach Erde abließende Ableitströme
– Eine lange Motorleitung vergrößert den Ableitstrom. Eine Herabsetzung der Trägerfrequenz vermindert den Ableitstrom.
– Je länger die Motorleitung, desto größer der Ableitstrom.
– Abgeschirmte Motorleitungen erhöhen den Fehlerstrom nach PE erheblich (ca. doppelter
Wert im Vergleich zu einer gleich langen ungeschirmten Motorleitung).
Leckströme zwischen den Leitungen
Die Oberwellenanteile der durch die statischen Kapazitäten der Ausgangsleitungen fließenden
Ableitströme können zu einer ungewollten Auslösung des externen thermischen Motorschutzschalters führen. Bei großen Leitungslängen (ab 50 m) und kleiner Leistungsklasse des
Frequenzumrichters (FR-F700-00170 oder kleiner) neigt der externe thermische Motorschutzschalter zu ungewollten Auslösungen, da das Verhältnis des Ableitstromes zum Motornennstrom groß ist.
Beispiel 쑴
Das Beispiel zeigt den Zusammenhang zwischen Motorleistung, Motorkabellänge und Leckstrom. Verwendet wurde der Motor SF-JR 4P bei einer Trägerfrequenz von 14,5 kHz und
einer 4-adrigen Motorleitung mit einem Querschnitt von 2,5 mm².
Leckstrom [mA]
Motorleistung [kW]
Motornennstrom [A]
Motorkabellänge 50 m
Motorkabellänge 100 m
0,4
1,1
620
1000
0,75
1,9
680
1060
1,5
3,5
740
1120
2,2
4,1
800
1180
3,7
6,4
880
1260
5,5
9,7
980
1360
7,5
12,8
1070
1450
Tab. 3-11: Beispiel für die zwischen den Leitungen fließenden Leckströme
쑶
FR-F700 EC
3 - 41
Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
Anschluss
externer
Motorschutz
Spannungsversorgung
Ableitströme
M
3~
Frequenzumrichter
Statische Kapazitäten
zwischen den Leitungen
I001043E
Abb. 3-36: Leckströme zwischen den Leitungen
● Gegenmaßnahmen
– Stellen Sie den Strom für den elektronischen Motorschutzschalter in Parameter 9 ein.
– Setzen Sie die Trägerfrequenz über Parameter 72 „PWM-Funktion“ herab. Beachten Sie,
dass die Motorgeräusche dadurch zunehmen. Aktivieren Sie die Soft-PWM-Funktion
über Parameter 240 zur Reduzierung der Motorgeräusche. Um den Einfluss der Leckströme zwischen den Leitungen auf den Motor zu eliminieren, sollte ein direkter Motorschutz (z.B. PTC-Element) verwendet werden.
● Auswahl eines netzseitigen Leistungsschalters
Zum Schutz der netzseitigen Zuleitungen gegen Kurzschluss bzw. Überlast kann auch ein
Leistungsschalter (MCCB) verwendet werden. Beachten Sie, dass damit nicht der Umrichter
(Dioden-Module, IGBT) geschützt wird. Die Auswahl der passenden Größe erfolgt entsprechend den verlegten Zuleitungs-Querschnitten. Zur Berechnung des benötigten Netzstroms
muss die vom Umrichter benötigte Leistung (siehe technische Daten im Anhang A, Eingangsnennleistung) sowie die Höhe der Netzspannung bekannt sein. Wählen Sie den
Auslösewert des Leistungsschalters insbesondere bei einer elektromagnetischen Auslösung etwas höher, da die Auslösecharakteristik stark von netzseitigen Strom-Oberschwingungen beeinflusst wird.
Als FI-Schutzschalter muss entweder ein Mitsubishi-FI-Schutzschalter (für Harmonische
und steile Spannungspulse) oder ein umrichtergeeigneter und allstromsensitiver FI-Schutzschalter verwendet werden.
3 - 42
Anschluss
Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
Hinweis zur Auswahl eines netzseitigen FI-Schutzschalters
Wird in Ihrer Anwendung von normativer Seite aus der Einsatz einer Fehlerstromschutzeinrichtung (RCD) gefordert, so muss diese nach DIN VDE 0100-530 wie folgt gewählt werden:
Einphasige Frequenzumrichter wahlweise Type A oder B
Dreiphasige Frequenzumrichter nur Type B (allstromsensitiv)
Bei der Auswahl einer Fehlerstromschutzeinrichtung (RCD) sind zudem die durch Netzfilter,
Länge der geschirmten Motorleitung und Taktfrequenz bedingten Ableitströme zu betrachten.
Bei Drehstromaufschaltung mit Schaltern ohne Sprungfunktion, kann es durch kurzzeitige unsymmetrische Belastung zum ungewollten Auslösen der Fehlerstromschutzeinrichtung (RCD)
kommen. Hier empfiehlt sich der Einsatz einer Fehlerstromschutzeinrichtung (RCD) Type B mit
Ansprechverzögerung bzw. zeitgleiches Einschalten der drei Phasen mittels eines Leistungsschützes.
Wählen Sie für den FI-Schutzschalter den Auslösestrom wie folgt.
● allstromsensitiver und umrichtergeeigneter FI-Schutzschalter:
IΔn ≥ 10 × (Ig1 + Ign + Igi + lg2 + lgm)
● allstromsensitiver FI-Schutzschalter:
IΔn ≥ 10 × [Ig1 + Ign + Igi + 3 × (Ig2 + lgm)]
Ableitströme in den Leitungen beim direkten Netzbetrieb
Ableitstrom des Filters im Eingangskreis des Frequenzumrichters
Ableitströme des Motors beim direkten Netzbetrieb
Fehlerstrom des Frequenzumrichters
Beispiel für den Kriechstrom eines
3-phasigen Drehstrommotors beim
direkten Netzbetrieb.
(3-phasige Anschluss in
Dreieckschaltung, 400 V/60 Hz)
(Geschlossener Motor mit
Selbstkühlung, 400 V/60 Hz)
Kriechstrom [mA]
Beispiel für den Kriechstrom pro
Kilometer Leitungslänge beim
direkten Netzbetrieb und Verlegung
eines CV-Kabels in einem
metallischen Kabelkanal.
Kriechstrom [mA]
Ig1, Ig2:
Ign:
Igm:
Igi:
Leitungsquerschnnitt [mm²]
Motorleistung [kW]
I001044E
Abb. 3-37: Kriechströme
HINWEIS
FR-F700 EC
Beim Anschluss in Sternschaltung beträgt der Kriechstrom 1/3.
3 - 43
Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
Beispiel 쑴
Anschluss
5,5 mm² × 5 m
3
5,5 mm² × 60 m
Funkentstörfilter
(optional)
M
3~
Frequenzumrichter
3~, 400 V, 2 kW
FI-Schutzschalter
Ig1
Ign
Ig2
Igm
Igi
Allstromsensitiver und
umrichtergeeigneter
FI-Schutzschalter
Ableitstrom Ig1 [mA]
Allstromsensitiver
FI-Schutzschalter
1
5m
--- × 66 × -------------------- = 0,11
3
1000 m
Ableitstrom Ign [mA]
0 (ohne zusätzliches Funkentstörfilter)
Ableitstrom Igi [mA]
1 (mit zusätzlichem Funkentstörfilter)
Den Fehlerstrom des Frequenzumrichters finden Sie in der Tabelle unten .
Ableitstrom Ig2 [mA]
1
60 m
--- × 66 × -------------------- = 1,32
3
1000 m
Ableitstrom des Motors Igm [mA]
0,36
Ableitstrom gesamt [mA]
Bemessungsstrom
FI-Schutzschalter [mA]
2,79
6,15
30
100
Tab. 3-12: Abschätzung des permanent fließenden Ableitstroms
Informationen zum Zuschalten des integrierten EMV-Filters finden Sie in Abschn. 3.8.3.
Fehlerstrom des Frequenzumrichters (mit aktiviertem bzw. deaktiviertem integrierten Funkentstörfilter)
(Eingangsspannung: 440 V/60 Hz, Phasenunsymmetrie kleiner als 3 %)
Integriertes EMV-Filter
Spannung [V]
EIN [mA]
AUS [mA]
400
30
1
400
1
1
System mit geerdeter
Phase
System mit geerdetem
Sternpunkt
Tab. 3-13: Fehlerstrom des Frequenzumrichters (mit aktiviertem bzw. deaktiviertem
integriertem Funkenstörfilter)
쑶
3 - 44
Anschluss
HINWEISE
Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
Bis 120 Hz überwacht der Frequenzumrichter seinen Ausgang auf Erdschluss. Diese
Schutzfunktion dient dem Schutz des Frequenzumrichters, ein Personenschutz kann damit
nicht realisiert werden.
Die Erdung muss entsprechend den nationalen und internationalen Vorschriften und Richtlinien erfolgen (JIS, NEC section 250, IEC 536 Klasse 1 o.Ä.)
Beim Anschluss von Leistungsschaltern oder Motorschutzschaltern auf der Ausgangsseite
des Frequenzumrichters können Oberschwingungen zu ungewollten Auslösungen führen,
auch wenn der effektive Stromwert kleiner als der Ansprechstrom ist. Verzichten Sie in diesem Fall auf diese Installation, da die Wirbelströme und Hystereseverluste zu einer Erhöhung der Temperatur führen.
Folgende Schalter sind Standardschalter: BV-C1, BC-V, NVB, NV-L, NV-G2N, NV-G3NA
und NV-2F und FI-Schutzschalter (mit Ausnahme von NV-ZHA) NV mit Zusatz AA für Unterbrechungsüberwachung des Neutralleiters.
Die anderen Modelle sind zum Betrieb an einer oberwellenreichen Spannung und zur Unterdrückung von Spannungsimpulsen geeignet: NV-C-/NV-S-/MN-Serie, NV30-FA, NV50-FA,
BV-C2 und die FI-Schutzschalter (NF-Z), NV-ZHA und NV-H.
FR-F700 EC
3 - 45
Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
3.8.2
Anschluss
Vom Frequenzumrichter ausgehende Störungen und Gegenmaßnahmen
Einige Störungen wirken von außen auf den Frequenzumrichter ein und können zu Fehlfunktionen führen. Andere Störungen gehen vom Frequenzumrichter aus und führen zu Fehlfunktionen peripherer Geräte. Obwohl der Frequenzumrichter unempfindlich gegenüber Störeinflüssen ist, verlangt die Verarbeitung kleiner Signale die im Folgenden beschriebenen
Maßnahmen. Da die Frequenzumrichterausgänge in Abhängigkeit der Trägerfrequenz Impulse
schalten, erzeugt der Frequenzumrichter Störungen. Rufen diese Störungen Fehlfunktionen
anderer Geräte hervor, müssen Maßnahmen zur Störunterdrückung ergriffen werden. Je nach
Ausbreitungsart der Störungen unterscheiden sich diese Maßnahmen.
● Grundlegende Maßnahmen
– Verlegen Sie niemals Signalleitungen parallel zu leistungsführenden Leitungen und
bündeln Sie diese nicht.
– Verwenden paarig verdrillte und abgeschirmte Leitungen für Sensor- und Steuersignale.
Erden Sie den Schirm.
– Erden Sie den Frequenzumrichter, den Motor usw. in einem gemeinsamen Erdungspunkt.
● Maßnahmen zur Unterdrückung von Störungen, die auf den Frequenzumricher einwirken
Führt der Betrieb störintensiver Geräte (die z.B. mit Schützen, magnetischen Bremsen oder
Relais arbeiten) in der Nähe des Frequenzumrichters zu Fehlfunktionen, sind folgende
Maßnahmen zur Störunterdrückung zu ergreifen:
– Ergreifen Sie Maßnahmen zur Unterdrückung von Störspannungen.
– Sehen Sie Datenfilter in den Signalleitungen vor.
– Erden Sie die Abschirmungen von Sensor- und Signalleitungen mit metallischen Kabelschellen.
● Maßnahmen zur Unterdrückung von Störungen, die vom Frequenzumrichter ausgehen und
bei anderen Geräten Fehlfunktionen hervorrufen
Die vom Frequenzumrichter ausgehenden Störungen können grundlegend wie folgt unterteilt werden:
– leitungsgebundene Störungen, die sich über die Anschlussleitungen des Frequenzumrichter und die Ein- und Ausgänge des Leistungskreises ausbreiten
– elektromagnetische und elektrostatische Störungen, die auf die Signalleitungen umliegender Geräte einstrahlen und
– Störungen, die sich über die Netzleitungen verbreiten.
3 - 46
Anschluss
Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
Vom Frequenzumrichter ausgehende Störungen
Ausbreitung über
die Luft
Direkte Abstrahlung
... Pfad Abstrahlung des
Netzkabels
... Pfad Abstrahlung des
Motorkabels
... Pfad Elektromagnetische
Störungen
... Pfad Elektrostatische
Störungen
... Pfad Leitungsgebundene
Störungen
Störungen über das
Netzkabel
... Pfad Kriechstöme über das
Erdungskabel
... Pfad I001048E
Abb. 3-38: Ausbreitung von Störungen
Telefon
Messgerät
Empfänger
Frequenzumrichter
Motor
Versorgungsspannung für
Sensor
M
3~
Sensor
I001049E
Abb. 3-39: Pfade der Störausbreitung
FR-F700 EC
3 - 47
Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
Ausbreitungspfad der Störung
Anschluss
Gegenmaßnahme
Sind Geräte, die energiearme Signale verarbeiten und aufgrund von Störungen zu Fehlfunktionen neigen (z.B. Messgeräte, Empfänger und Sensoren) gemeinsam mit dem Frequenzumrichter in einem Schaltschrank installiert, oder sind deren Leitungen in der Nähe des
Frequenzumrichters verlegt, können die drahtlos übertragenen Störungen zu Fehlfunktionen
der Geräte führen. Ergreifen Sie dann folgende Gegenmaßnahmen:
앫 Installieren Sie die störempfindlichen Geräte mit dem größtmöglichen Abstand zum
Frequenzumrichter.
앫 Verlegen Sie störempfindliche Leitungen mit dem größtmöglichen Abstand zum
Frequenzumrichters und dessen E/A-Leitungen.
앫 Verlegen Sie Signalleitungen nicht parallel zu leistungsführenden Leitungen
(Motorleitungen des Frequenzumrichters) und bündeln Sie diese nicht.
앫 Verwenden Sie das interne EMV-Filter des Frequenzumrichters (siehe Abschn. 3.8.3).
앫 Installieren Sie im Ausgangsfilter (dU/dt, Sinusfilter) zur Unterdrückung der Störungen der
Motorleitungen.
앫 Verwenden Sie ausschließlich abgeschirmte Kabel für die signal- und leistungsführenden
Leitungen und verlegen Sie sie getrennt in metallischen Kabelkanälen.
Die parallele oder gebündelte Verlegung von Signalleitungen und leistungsführenden Leitungen kann durch magnetische oder statische Störeinstrahlungen zu Fehlfunktionen der Geräte
führen. Ergreifen Sie dann folgende Gegenmaßnahmen:
앫 Installieren Sie die störempfindlichen Geräte mit dem größtmöglichen Abstand zum
Frequenzumrichter.
앫 Verlegen Sie störempfindliche Leitungen mit dem größtmöglichen Abstand zu den
leistungsführenden Leitungen des Frequenzumrichters.
앫 Verlegen Sie Signalleitungen nicht parallel zu leistungsführenden Leitungen (E/A-Leitungen
des Frequenzumrichters) und bündeln Sie diese nicht.
앫 Verwenden Sie ausschließlich abgeschirmte Kabel für die signal- und leistungsführenden
Leitungen und verlegen Sie sie getrennt in metallischen Kabelkanälen.
Bei einem gemeinsamen Anschluss der Netzversorgung des Frequenzumrichters und anderer
Geräte können Störungen des Frequenzumrichters über das Netzkabel auf andere Geräte
einwirken und zu Fehlfunktionen führen. Ergreifen Sie dann folgende Gegenmaßnahmen:
앫 Aktivieren Sie das interne EMV-Filter des Frequenzumrichters (siehe Abschn. 3.8.3).
앫 Verwenden Sie ggf. zusätzliche (optionale) Funkentstörfilter.
앫 Installieren Sie im Ausgangskreis des Frequenzumrichters zur Unterdrückung der
Störungen der leistungsführenden Leitungen nach Rücksprache mit MITSUBISHI
Ausgangsfilter.
Beim Anschluss externer Geräte an den Frequenzumrichter kann über die Erdleitung eine
geschlossene Leiterschleife entstehen. Dabei können Leckströme durch die Erdleitung des
Fequenzumrichters fließen und zu Fehlfunktionen der Geräte führen. In diesem Fall kann eine
Abtrennung der Erdleitung des externen Gerätes Abhilfe schaffen.
Tab. 3-14: Störungen und Gegenmaßnahmen
Schaltschrank
Versorgungsspannung des
Frequenzumrichters
Vermindern Sie die
Trägerfrequenz.
EMV-Filter
Schließen Sie ein Ausgangsfilter nach
Rücksprache mit MITSUBISHI an den
Ausgang des Frequenzumrichters an.
M
3~
Frequenzumrichter
Motor
Verwenden Sie ein
abgeschimtes Motorkabel.
Halten Sie zwischen dem Frequenzumrichter,
den leitungsführenden Leitungen und den
Sensorkreisen 30 cm Abstand ein (min. 10 cm).
Verwenden Sie eine paarig
verdrillte, abgeschirmte Leitung.
SensorVersorgungsspannung
Versorgungsspannung
der Steuerung
Erden Sie den
Schaltschrank nicht direkt.
Erden Sie nicht die Steuerleitung.
Sensor
Verbinden Sie die Abschirmung der Steuerleitung
nicht mit Erde, sondern verbinden Sie sie mit dem
gemeinsamen Signalkabel.
I001050E
Abb. 3-40: Beispiele zur Unterdückung von Störungen
3 - 48
Anschluss
3.8.3
Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
EMV-Filter
Der Frequenzumrichter verfügt über ein internes EMV-Filter. Das EMV-Filter dient zur Störunterdrückung im Eingangskreis des Frequenzumrichters. Werksseitig ist das Filter aktiviert. Zur
Deaktivierung des Filters ist der Stecker auf die Position „FILTER OFF“ zu setzen. Bei Einsatz
des Umrichters in Netzen mit isoliertem Sternpunkt (IT-Netz) muss das Filter deaktiviert werden.
00023 bis 00126
EMV-Filter AUS
00023 bis 00126
EMV-Filter EIN
(Werkseinstellung)
00170, 00250
00170, 00250
EMV-Filter AUS
00310 bis 02160
EMV-Filter EIN
(Werkseinstellung)
00310, 00380
00470, 00620
EMV-Filter AUS
EMV-Filter EIN
(Werkseinstellung)
00770 bis 12120
Stecker zur
Aktivierung des
EMV-Filters
I001052E
Abb. 3-41: Internes EMV-Filter
Aktivierung/Deaktivierung des EMV-Filters
Stellen Sie sicher, dass die Versorgungsspannung ausgeschaltet ist. Entfernen Sie dann
die Frontabdeckung (siehe Abschn. 2.2).
Betätigen Sie die Arretierung des Steckers und ziehen Sie den Stecker gerade nach oben
ab. Ziehen Sie dabei nicht am Kabel und entfernen Sie den Stecker nicht, ohne die
Arretierung zu lösen. Betätigen Sie die Arretierung auch beim Aufsetzen des Steckers.
Lässt sich der Stecker schwer entfernen, verwenden Sie ein Spitzzange o.Ä.
Stecker zum Aktivieren/
Deaktivieren des EMV-Filters
(Seitenansicht)
Arretierung des Stecker lösen
Stecker abziehen
I001053E
Abb. 3-42: Aktivierung des internen EMV-Filters
HINWEIS
P
FR-F700 EC
Der Stecker muss immer in einer der Positionen ON oder OFF gesteckt sein.
GEFAHR:
Enfernen Sie die Frontabeckung niemals bei eingeschalteter Versorgungsspannung
oder im Betrieb des Frequenzumrichters. Es besteht Stromschlaggefahr.
3 - 49
Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
3.8.4
Anschluss
Oberschwingungen (Harmonische) in der Netzspannung
Bedingt durch den Aufbau des Eingangs-Gleichrichters des Frequenzumrichters entstehen
Oberwellen, die über die Netzzuleitungen auf den Generator oder die Leitungskapazität einwirken können. Die Oberwellen auf den Netzzuleitungen unterscheiden sich von den Störungen
und Leckströmen hinsichtlich ihrer Störquelle, dem Frequenzband und dem Ausbreitungspfad.
Merkmal
Oberwellen
HF-Störung
Frequenz
Bis maximal 50 (≤ 3 kHz)
Mehrere 10 kHz bis 1 GHz
Ausbreitung
Über elektrische Verbindungen,
Leistungsimpedanz
Über die Luft, Abstände, Leitungsverlegung
Erfassung der Größenordnung
Theoretische Berechnung möglich
Zufälliges Auftreten, schwer erfassbar
Größe
Etwa proportional der Last
Abhängig von den Stromänderung
(steigt mit größerer Schalthäufigkeit)
Störfestigkeit
In den Standards der Geräte festgelegt Je nach Hersteller unterschiedlich
Gegenmaßnahmen
Installation einer Drossel oder eines
Oberschwingungs-Filters
Vergrößerung des Abstands
Tab. 3-15: Unterschiede zwischen Oberwellen in der Netzspannung und HochfrequenzStörungen
● Gegenmaßnahmen
Die Höhe des vom Frequenzumrichter erzeugten Oberwellenstroms im Eingangskreis ist
von der Kabelimpedanz, vom Einsatz einer Drossel, von der Ausgangsfrequenz und vom
Ausgangsstrom auf der Lastseite abhängig.
Die Ausgangsfrequenz und der Ausgangsstrom ergeben sich bei Nennlast und maximaler
Betriebsfrequenz.
Zwischenkreisdrossel
(FR-HEL)
Netzdrossel
(FR-HAL)
Spannungsversorgung
M
3~
Frequenzumrichter
Schließen Sie keine Kondensatoren
zur Verbesserung des cos phi an
I001051E
Abb. 3-43: Unterdrückung Oberwellen in der Netzspannung
E
3 - 50
ACHTUNG:
Schließen Sie keine Kondensatoren zur Verbesserung des cos phi oder einen Überspannungsschutz an den Ausgang des Frequenzumrichters an, da der Frequenzumrichter dadurch zerstört werden kann. Schließen Sie zur Erhöhung des Wirkungsgrades eine Drossel im Eingangskreis oder an den Zwischenkreis an.
Anschluss
3.8.5
Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
400-V-Asynchronmotor
Durch die Pulsweitenmodulation des Frequenzumrichters treten in Abhängigkeit der Leitungskonstanten an den Klemmen des Motoranschlusses Stoßspannungen auf, die die Isolation des
Motors zerstören können. Ergreifen Sie beim Anschluss eines 400-V-Motors folgende Maßnahmen:
● Verwenden Sie einen Motor mit ausreichender Isolationsfestigkeit und begrenzen Sie die
Trägerfrequenz über Parameter 72 in Abhängigkeit der Motorleitungslänge. Achten Sie beim
Anschluss eines fremdbelüfteten oder vibrationsarmen Motors darauf, dass er für den
Betrieb an einem Frequenzumrichter geeignet ist.
Motorleitungslänge
Parameter 72
≤ 50 m
50 m bis 100 m
≥ 100 m
≤ 15 (14,5 kHz)
≤ 9 (9 kHz)
≤ 4 (4 kHz)
Tab. 3-16: Wahl der Trägerfrequenz in Abhängigkeit der Motorleitungslänge
● Begrenzung der Spannungsanstiegsgeschwindigkeit der Frequenzumricher-Ausgangsspannung (dU/dT)
Falls ein Wert von 500 V/µs oder weniger motorbedingt eingehalten werden soll, muss im
Ausgang des Umrichters ein Ausgangsfilter installiert werden. Bitte sprechen hierzu Ihren
Mitsubishi-Vertriebspartner an.
HINWEIS
FR-F700 EC
Eine detaillierte Beschreibung des Parameters 72 „PWM-Funktion“ finden Sie in
Abschn. 6.14.
3 - 51
Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
3 - 52
Anschluss
Betrieb
Vorsichtsmaßnahmen für den Betrieb
4
Betrieb
4.1
Vorsichtsmaßnahmen für den Betrieb
Die Frequenzumrichter der Serie FR-F700 sind sehr zuverlässig. Die Lebensdauer kann jedoch
durch fehlerhafte Anschlussverdrahtung oder Bedienung reduziert werden. Im schlimms-ten
Fall führt dies zur Beschädigung des Frequenzumrichters.
Prüfen Sie vor der Inbetriebnahme die folgenden Punkte:
● Verwenden Sie für den Netzspannungsanschluss und den Anschluss des Motors isolierte
Kabelschuhe.
● An die Ausgangsklemmen U, V, W darf keine Netzspannung angelegt werden. Andernfalls
wird der Frequenzumrichter beschädigt.
● Achten Sie darauf, dass bei den Anschlussarbeiten keine leitenden Fremdkörper in den
Frequenzumrichter gelangen.
Leitende Fremdkörper, wie z.B. Kabelreste oder Späne, die beim Bohren von Montagelöchern entstehen, können Fehlfunktionen, Kurzschlüsse, Alarme und Störungen hervorrufen.
● Wählen Sie die Leitungslängen so, dass der Spannungsabfall max. 2 % beträgt.
Ist die Distanz zwischen Motor und Frequenzumrichter groß, kann es durch den Spannungsabfall auf der Motorleitung zu einem Drehzahlverlust des Motors kommen. Der Spannungsabfall wirkt sich besonders bei niedrigen Frequenzen aus. (Die empfohlenen Kabelquerschnitte entnehmen Sie bitte Seite 3-11.)
● Die maximale Leitungslänge sollte 500 m nicht überschreiten.
Besonders bei großen Leitungslängen kann die Funktion der schnellansprechenden Strombegrenzung beeinträchtigt werden. Zudem können die an den Ausgangsklemmen angeschlossenen Geräte durch den Einfluss des Ladestroms, der durch parasitäre Kapazitäten
hervorgerufen wird, beschädigt werden. (Siehe Seite 3-14)
● Elektromagnetische Verträglichkeit
Durch den Betrieb des Frequenzumrichters können eingangs- und ausgangsseitig elektromagnetische Störungen auftreten, die leitungsgebunden (über die Netz-Zuleitung) oder
drahtlos auf benachbarte Geräte (z.B. AM-Radios) oder Daten- bzw. Signalleitungen
übertragen werden können.
Zur Verringerung netzseitig abgegebener Störungen ist das geräteinterne Funkentstörfilter
zu aktivieren (ggf. zusätzlich auch optionale Filter). Zur Verringerung netzseitig abgegebener Netzrückwirkungen (Harmonische) sind Netz- oder Zwischenkreisdrosseln zu verwenden. Verwenden Sie zur Verringerung ausgangsseitiger Störungen geschirmte Motorleitungen (siehe auch Abschn. 3.8 zum Thema „EMV“).
● Installieren Sie keine von Mitsubishi nicht dafür freigegebenen Bauelemente oder Baugruppen (z.B. Kondensatoren zur Verbesserung des cos phi) an den Umrichter-Ausgangsklemmen. Dies kann zum Abschalten des Frequenzumrichters, zu dessen Beschädigung oder
zur Beschädigung der angeschlossenen Bauelemente oder Baugruppen führen.
● Bevor Sie mit der Verdrahtung oder anderen Arbeiten am Frequenzumrichter beginnen, ist
die Netzspannung abzuschalten und eine Wartezeit von mindestens 10 Minuten einzuhalten. Diese Zeit wird benötigt, damit sich die Kondensatoren nach dem Abschalten der
Netzspannung auf einen ungefährlichen Spannungswert entladen können.
FR-F700 EC
4-1
Vorsichtsmaßnahmen für den Betrieb
Betrieb
● Der Frequenzumrichter kann durch bestehende ausgangsseitige Kurz- oder Erdschlüsse
beschädigt werden.
– Überprüfen Sie die Verdrahtung auf Kurz- und Erdschlüsse. Durch wiederholtes Aufschalten des Umrichters auf bestehende Kurz- oder Erdschlüsse oder einen Motor mit
beschädigter Isolation kann der Umrichter beschädigt werden.
– Bevor Sie die Spannung anlegen, prüfen Sie den Erdungswiderstand und den Widerstand zwischen den Phasen auf der Sekundärseite des Frequenzumrichters.
Besonders bei alten Motoren oder Motoren, die in einer aggressiven Atmosphäre
eingesetzt werden, muss der Isolationswiderstand des Motors überprüft werden.
● Nutzen Sie nicht die Leistungsschütze, um den Frequenzumrichter zu starten/stoppen.
Verwenden Sie dazu immer die Startsignale STF und STR.
● Legen Sie an die E/A-Klemmen keine Spannung an, die die maximal zulässige Spannung
für die E/A-Kreise übersteigt.
Höhere Spannungen oder Spannungen mit entgegengesetzter Polarität können die Einund Ausgangskreise beschädigen. Prüfen Sie insbesondere den Potentiometeranschluss
auf einen fehlerhaften Anschluss der Klemmen 10E (bzw. 10) -5.
● Die Leistungsschütze MC1 und MC2, zur Umschaltung des Motors auf direkten Netzbetrieb,
müssen mit einer elektrischen oder mechanischen Sperre zur gegenseitigen Verriegelung
ausgestattet sein.
Die Verriegelung dient zur Vermeidung von Entladeströmen, die während des Umschaltens
durch Lichtbögen entstehen und an den Ausgang des Frequenzumrichters gelangen
würden.
Abb. 4-1:
Mechanische Verriegelung der
Leistungsschütze
Netzanschluss
M
3~
Entladestrom
I001042E
● Wenn ein automatischer Wiederanlauf des Frequenzumrichters nach einem Netzausfall
unerwünscht ist, müssen die Spannungsversorgung sowie die Startsignale des Frequenzumrichters unterbrochen werden.
Andernfalls kann der Frequenzumrichter nach Wiederherstellung der Versorgungsspannung plötzlich anlaufen.
● Hinweise für den Betrieb mit zyklischen Wechsellasten
Häufiges Starten und Stoppen des Antriebes oder ein zyklischer Betrieb mit schwankender
Belastung kann durch die Temperaturänderung im Innern der Transistormodule eine Reduzierung der Lebensdauer dieser Module verursachen. Da dieser „thermische Stress“ vor
allem durch die Stromänderung zwischen „Überlast“ und „Normalbetrieb“ verursacht wird,
sollte die Höhe des Überlaststroms durch geeignete Einstellungen möglichst verringert
werden. Jedoch kann das dazu führen, dass der Antrieb nicht mehr die geforderte Performance bzw. Dynamik erreicht. Wählen Sie in diesem Fall ein Umrichtermodell mit einer
höheren Leistung.
● Vergewissern Sie sich, dass der Frequenzumrichter den Systemanforderungen entspricht.
4-2
Betrieb
4.2
Vorgehensweise bei der Inbetriebnahme
Vorgehensweise bei der Inbetriebnahme
Der Frequenzumrichter benötigt die Vorgabe eines Sollwertes und einen Startbefehl. Das folgende Flussdiagramm zeigt die Vorgehensweise bei der Inbetriebnahme.
Handlungsschritt
Installation/Montage
Anschluss der
Versorgungsspannung
und des Motors
Systembetrachtung
Vorgabe des Startbefehls über die PU-Schnittstelle
oder die 2. serielle Schnittstelle des
Frequenzumrichters oder eine
Kommunikationsoption (siehe auch Abschn. 3.6.1).
Wie erfolgt
die Vorgabe des
Startbefehls?
Anschluss eines Schalters,
Relais usw. an das Steuerteil des
Frequenzumrichters zur Vorgabe
eines Startbefehls. (Extern)
Vorgabe des Startbefehls über
die Tasten FWD oder REV der
Bedieneinheit.
Wie erfolgt
die Sollwertvorgabe?
Vorgabe über die
Bedieneinheit
FR-DU07/FR-PU04/
FR-PU07.
Wie erfolgt
die Sollwertvorgabe?
Sollwertvorgabe über
Schalter und Drehzahl-/
Geschwindigkeitsvorwahl.
Sollwertvorgabe über
Strom an den Klemmen
4-5.
(PU)
(Extern)
(Extern)
(Siehe Seite 4-12)
(Siehe Seite 4-15)
(Siehe Seite 4-20)
Vorgabe über die
Bedieneinheit
FR-DU07/FR-PU04/
FR-PU07.
Sollwertvorgabe über
Spannung an den
Klemmen 2-5.
(Extern)
(Siehe Seite 4-18)
Sollwertvorgabe über
Schalter und Drehzahl-/
Geschwindigkeitsvorwahl.
Sollwertvorgabe über
Strom an den Klemmen
4-5.
(PU)
(Extern)
(Extern)
(Siehe Seite 4-22)
(Siehe Seite 4-24)
(Siehe Seite 4-31)
Sollwertvorgabe über
Spannung an den
Klemmen 2-5.
(Extern)
(Siehe Seite 4-27)
I001054E
Abb. 4-2: Vorgehensweise bei der Inbetriebnahme
Bevor Sie den Frequenzumrichter einschalten, überprüfen Sie folgende Punkte:
● Ist der Frequenzumrichter in einer zulässigen Umgebung installiert (siehe Abschn. 2.3)?
● Ist der Anschluss korrekt ausgeführt (siehe Abschn. 3.2)?
Der Motor sollte zunächst ohne Last betrieben werden.
HINWEISE
Stellen sie Parameter 9 ein, wenn Sie den Motor durch den internen Motorschutzschalter
des Frequenzumrichters vor Überlast schützen möchten (siehe Abschn. 4.4).
Ist die Nennfrequenz des Motors 60 Hz, stellen Sie Parameter 3 ein (siehe Abschn. 5.4).
FR-F700 EC
4-3
Bedieneinheit FR-DU07
4.3
Bedieneinheit FR-DU07
4.3.1
Bedienfeld und Anzeige
Betrieb
LED-Anzeige
4-stellige 7-Segment-Anzeige zur
Darstellung von Betriebsgrößen,
Parameternummern usw.
Einheit
LED zur Anzeige der aktuellen Einheit
앫 Frequenz
앫 Strom
앫 Spannung
Betriebsart
LED zur Anzeige der Betriebsart
앫 Betrieb über Bedieneinheit (PU)
앫 Externer Betrieb (EXT)
앫 Netzwerkbetrieb (NET)
Keine Funktion
Monitor-Anzeige
LED zur Anzeige des Monitor-Modus
Drehrichtung
LED zur Anzeige der Drehrichtung
앫 Rechtsdrehung (FWD)
앫 Linksdrehung (REV)
앫 Rechts-/Linksdrehung (EIN)
앫 Blinkend bei anliegendem
Startbefehl und fehlender
Sollwertvorgabe
I001055E
Abb. 4-3: Beschreibung der Bedieneinheit FR-DU07
4-4
Betrieb
Bedieneinheit FR-DU07
Taste
Bedeutung
Beschreibung
Digital-Dial
Änderung von Frequenz- und Parametereinstellungen
Drücken Sie den Digital-Dial, um den aktuellen Frequenzsollwert
anzuzeigen.
Drehrichtung
Startbefehl Rechtsdrehung
Drehrichtung
Startbefehl Linksdrehung
Motorstopp
Schutzfunktionen können zurückgesetzt werden
(Quittierung einer Umrichter-Störung)
Während des Betriebes ändert sich die Anzeige der Monitor-Größe
bei Betätigung wie folgt:
Ausgangsfrequenz
Schreiben von
Einstellungen
Modus
Betriebsart
Ausgangsstrom
Ausgangsspannung Die Anzeige der Energieüberwachung kann über Pr. 52
ausgewählt werden.
Umschaltung des Einstellmodus
Über diese Taste kann zwischen der externen Betriebsart und dem
Betrieb über die Bedieneinheit gewählt werden. Betätigen Sie die
Taste zum Wechsel in die externe Betriebsart (Sollwertvorgabe
über externes Potentiometer und externe Vorgabe des Startsignals)
bis die LED „EXT“ leuchtet. (Der kombinierte Betrieb wird über
Parameter 79 eingestellt.)
PU: Betrieb über die Bedieneinheit
EXT: externe Betriebsart
Tab. 4-1: Tastenbelegung der Bedieneinheit
FR-F700 EC
4-5
Bedieneinheit FR-DU07
4.3.2
Betrieb
Grundfunktionen (Werkseinstellung)
Umschaltung der Betriebsart
Anzeige nach dem Einschalten (externer Betrieb)
Tippbetrieb über Bedieneinheit
Parametereinstellung
Monitoranzeige/Frequenzeinstellung
(Siehe Seite 4-12)
Beispiel
Einstellung des Werts
und Frequenzwert blinken
Betrieb über Bedieneinheit
(Anzeige der Ausgangsfrequenz)
Frequenzeinstellung ist abgeschlossen
und der Wert wird gespeichert.
Anzeige des Ausgangsstroms
Anzeige der Ausgangsspannung
Anzeige des
aktuellen Werts
Parametereinstellmodus
Beispiel
Die Anzeige von Parameter und
Einstellung wechselt nacheinander.
Die Parametereinstellung ist abgeschlossen.
Parameter löschen
Alle Parameter löschen
Alarmliste löschen
Parameter kopieren
Alarmliste
Die Vorgehensweise zur Anzeige der Alarmliste finden Sie in Abschn. 7.5.
Die Anzeige der letzten 8 Alarme ist möglich.
(Der letzte Alarm endet mit „.“.)
Die Anzeige
bedeutet „leere Fehlerliste“.
I001060E
Abb. 4-4: Übersicht der Grundfunktionen der Bedieneinheit FR-DU07
4-6
Betrieb
4.3.3
Bedieneinheit FR-DU07
Verriegelung der Bedieneinheit
Die Bedienung des Frequenzumrichters über den Digital-Dial oder die Tasten der Bedieneinheit
kann gesperrt werden, um ein unabsichtliches Verstellen der Parameter oder einen ungewollten Start bzw. Stopp zu verhindern.
Gehen Sie dazu wie folgt vor:
Stellen Sie Parameter 161 auf „10“ oder „11“ und betätigen Sie anschließend die MODETaste für mindestens 2 s. Die Bedieneinheit ist nun verriegelt.
Ist die Bedieneinheit verriegelt, erscheint die Anzeige „HOLD“.
Die Anzeige „HOLD“ erscheint auch, wenn der Digital-Dial oder eine Taste bei verriegelter
Bedieneinheit betätigt wird. (Erfolgt für mindestens 2 s keine Betätigung des Digital-Dials
oder einer Taste, erscheint die Monitor-Anzeige.)
Zur Entriegelung der Bedieneinheit muss die MODE-Taste erneut für mindestens 2 s betätigt
werden.
HINWEISE
Setzen Sie Parameter 160 „Benutzergruppen lesen“ auf „0“, damit der Zugriff auf Parameter
161 freigegeben ist.
Stellen Sie Parameter 161 „Funktionszuweisung des Digital-Dials/Bedieneinheit sperren“
auf „10“ oder „11“.
FR-F700 EC
4-7
Bedieneinheit FR-DU07
Betrieb
Vorgehensweise
Anzeige
Nach dem Einschalten der Spannungsversorgung
erscheint die Startanzeige.
Wählen Sie die Betriebsart „PU“ durch
Betätigung der Taste PU/EXT.
Betätigen Sie die Taste MODE, um das Menü zur
Einstellung von Parametern aufzurufen.
LED „PU“ leuchtet
Die zuletzt eingelesene
Parameternummer
erscheint.
Stellen Sie die Parameternummer 160 durch
Drehen des Digital-Dials ein.
Betätigen Sie die Taste SET, um den aktuellen Wert
anzuzeigen. Die Werkseinstellung „9999“
erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „0“ erscheint.
Betätigen Sie die Taste SET, um den Wert zu
speichern.
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
Gehen Sie in der gleichen Weise vor, um
Parameter 161 auf „10“ zu setzen.
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
Betätigen Sie die MODE-Taste für mindestens 2 s,
um die Bedieneinheit zu verriegeln.
I001061E
Abb. 4-5: Verriegeln der Bedieneinheit
HINWEIS
4-8
Die STOP/RESET-Taste ist auch bei verriegelter Bedieneinheit freigegeben.
Betrieb
4.3.4
Bedieneinheit FR-DU07
Anzeige von Ausgangsstrom und Ausgangsspannung
In der Monitor-Anzeige kann durch Betätigung der SET-Taste zwischen den Betriebsgrößen
Ausgangsfrequenz, Ausgangsstrom und Ausgangsspannung umgeschaltet werden.
Vorgehensweise
Anzeige
Betätigen Sie während des Betriebs die Taste
MODE, um die Ausgangsfrequenz anzuzeigen.
(Die „Hz“-LED leuchtet.)
Unabhängig, ob sich der Frequenzumrichter in
einer der Betriebsarten im Betrieb oder im
Stillstand befindet, erfolgt durch Betätigung der
Taste SET die Anzeige des Ausgangsstroms.
(Die „A“-LED leuchtet.)
Betätigen Sie die Taste SET erneut, um die
Ausgangsspannung anzuzeigen.
(Die „V“-LED leuchtet.)
I001066E
Abb. 4-6: Anzeige unterschiedlicher Betriebsgrößen in der Monitor-Anzeige
4.3.5
Vorrangige Betriebsgröße
Die vorrangige Betriebsgröße ist die Betriebsgröße, die direkt nach dem Einschalten angezeigt
wird. Wählen Sie die Anzeige, die als vorrangige Betriebsgröße erscheinen soll, und betätigen
Sie die SET-Taste für mindestens 1 s. Soll die Ausgangsfrequenz wieder als vorrangige Betriebsgröße angezeigt werden, kehren Sie zur Anzeige der Ausgangsfrequenz zurück, und betätigen Sie die SET-Taste für mindestens 1 s.
4.3.6
Anzeige des aktuellen Frequenzsollwerts
Drücken Sie den Digital-Dial, um den aktuellen Frequenzsollwert anzuzeigen.
Abb. 4-7:
Anzeige des aktuellen Frequenzsollwerts
I001067E
FR-F700 EC
4-9
Elektronischer Motorschutz
4.4
Betrieb
Elektronischer Motorschutz
Setzen Sie Parameter 9, wenn Sie einen anderen Motor als den selbstbelüfteten Motor SF-JR
oder den fremdbelüfteten Motor SF-HRCA von Mitsubishi verwenden. Stellen Sie in Parameter
9 den Motornennstrom ein, um den Motor vor Überhitzung zu schützen.
Pr.-Nr. Bedeutung
9
Beispiel 쑴
Einstellbereich Werkseinstellung
Stromeinstellung für elektr.
Motorschutz
Nennstrom 01160 oder kleiner
0–500 A
01800 oder größer
0–3600 A
Beschreibung
Einstellung des
Motor-Nennstroms
Den Nennstrom des Frequenzumrichters finden Sie in Anhang A.
Die minimale Einstellschrittweite beträgt 0,01 A für Frequenzumrichter der Leistungsklasse
01160 oder kleiner und 0,1 A für Frequenzumrichter der Leistungsklasse 01800 oder größer.
Das Beispiel zeigt die Einstellung des Parameters 9 „Stromeinstellung des elektr. Motorschutzes“ entsprechend dem Motor-Nennstrom auf 2,5 A.
Vorgehensweise
Anzeige
Nach dem Einschalten der Spannungsversorgung
erscheint die Startanzeige.
Wählen Sie die Betriebsart „PU“ durch
Betätigung der Taste PU/EXT.
LED „PU“ leuchtet
Die zuletzt eingelesene
Parameternummer
erscheint.
Betätigen Sie die Taste MODE, um das Menü zur
Einstellung von Parametern aufzurufen.
Stellen Sie die Parameternummer 9 durch
Drehen des Digital-Dials ein.
Den Nennstrom
des Frequenzumrichters finden Sie
in Anhang A.
Betätigen Sie die Taste SET, um den aktuellen Wert
anzuzeigen. Die Einstellung „2.3 A“ für die
Leistungsklasse 00023 erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „2.5“ erscheint.
Betätigen Sie die Taste SET, um den Wert zu
speichern.
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
앫 Durch Drehen des Digital-Dials können weitere Parameter aufgerufen werden.
앫 Durch Betätigung der SET-Taste können Sie die Einstellung erneut anzeigen.
앫 Durch zweimalige Betätigung der SET-Taste wird der nächste Parameter aufgerufen.
I001068E
Abb. 4-8: Einstellung des elektronischen Motorschutzes
쑶
4 - 10
Betrieb
HINWEISE
Elektronischer Motorschutz
Die Schutzfunktion des elektronischen Motorschutzes wird beim Zurücksetzen des Frequenzumrichters durch Aus- und Wiedereinschalten der Spannungsversorgung oder durch
Schalten des RESET-Signals zurückgesetzt. Vermeiden Sie daher ein unnötiges Zurücksetzen und Ausschalten des Frequenzumrichters.
Sind mehrere Motoren parallel an einen Frequenzumrichter angeschlossen, ist ein ausreichender thermischer Motorschutz nicht gewährleistet. In diesem Fall ist der interne Motorschutz zu deaktivieren (Einstellung auf „0“). Der thermische Motorschutz muss durch einen
externen Motorschutz (z.B. PTC-Elemente) für jeden Motor gewährleistet werden.
Bei einer großen Leistungsabweichung zwischen Frequenzumrichter und Motor und kleinem
Parameterwert ist ein ausreichender thermischer Motorschutz nicht gewährleistet. Der thermische Motorschutz muss durch einen externen Motorschutz (z.B. PTC-Elemente) gewährleistet werden.
Der thermische Motorschutz von Sondermotoren muss durch einen externen Motorschutz
(z.B. PTC-Elemente) gewährleistet werden.
Verfügt der Motor über PTC-Elemente in der Wicklung, können diese an den PTC-Eingang
des Frequenzumrichters (AU-Klemme) angeschlossen werden (siehe Abschn. 3.3).
FR-F700 EC
4 - 11
Betrieb über Bedieneinheit
4.5
Betrieb
Betrieb über Bedieneinheit
Abb. 4-9:
Betrieb über Bedieneinheit
Frequenzumrichter
Spannungsversorgung
Motor
I001069E
Über welche Quelle erfolgt die Sollwertvorgabe?
● Der Betrieb erfolgt bei der Frequenz, die im Frequenzeinstellmodus der Bedieneinheit
vorgegeben wurde (siehe Abschn. 4.5.1).
● Die Frequenz wird über den als Potentiometer verwendeten Digital-Dial eingestellt (siehe
Abschn. 4.5.2).
● Die Frequenz wird über die Klemmen zur Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl eingestellt
(siehe Abschn. 4.5.3).
● Der Frequenzsollwert wird durch eine Spannung vorgegeben (siehe Abschn. 4.5.4).
● Der Frequenzsollwert wird durch einen Strom vorgegeben (siehe Abschn. 4.5.5).
4 - 12
Betrieb
4.5.1
Beispiel 쑴
Betrieb über Bedieneinheit
Frequenzeinstellung und Motorstart
Betrieb bei 30 Hz
Vorgehensweise
Anzeige
Nach dem Einschalten der
Spannungsversorgung
erscheint die Startanzeige.
Wählen Sie die Betriebsart „PU“ durch
Betätigung der Taste PU/EXT.
LED „PU“ leuchtet
Stellen Sie die gewünschte Frequenz
durch Drehen des Digital-Dials ein.
Der Wert blinkt für ca. 5 s.
Betätigen Sie die SET-Taste, während
die Frequenzanzeige blinkt.
(Wird die SET-Taste nicht innerhalb von
5 s betätigt, wechselt die Anzeige
zurück zur Ausgangsanzeige „0.00“.
Wiederholen Sie in diesem Fall
Schritt und stellen Sie die Frequenz
erneut ein.)
Nach 3 s wechselt die Anzeige auf
„0.00“ (Monitor-Anzeige). Starten Sie
den Motor durch Betätigung der Taste
FWD oder REV.
Blinkt für ca. 5 s
Die Anzeige wechselt, wenn die
Frequenz eingestellt ist.
nach 3 s
Für eine Änderung der Ausgangsfrequenz wiederholen Sie die Schritte
und . (Die Frequenz ändert sich
vom vorherigen Wert aus.)
Stoppen Sie den Motor über die Taste
STOP/RESET.
I001070E
Abb. 4-10: Frequenzeinstellung über den Digital-Dial
Mögliche Fehler:
● Es ist kein Betrieb mit der eingestellten Frequenz möglich.
– Wurde die SET-Taste innerhalb von 5 s nach Einstellung der Frequenz betätigt?
● Eine Betätigung des Digital-Dials hat keine Änderung der Ausgangsfrequenz zur Folge.
– Prüfen Sie, ob sich der Frequenzumrichter in der externen Betriebsart befindet. (Betätigen Sie die PU/EXT-Taste zur Umschaltung in die Betriebsart „Betrieb über Bedieneinheit“.)
● Ein Wechsel in die Betriebsart „Betrieb über Bedieneinheit“ ist nicht möglich.
– Ist Parameter 79 „Betriebsartenwahl“ auf „0“ (Werkseinstellung) eingestellt?
– Ist der Startbefehl ausgeschaltet?
Die Beschleunigungszeit stellen Sie über Parameter 7 (siehe Abschn. 5.5) und die Bremszeit
über Parameter 8 (siehe Abschn. 5.5) ein.
Die maximale Ausgangsfrequenz stellen Sie über Parameter 1 ein (siehe Abschn. 5.3).
HINWEISE
Drücken Sie den Digital-Dial, um den aktuellen Frequenzsollwert anzuzeigen.
Der Digital-Dial kann während des Betriebs wie ein Potentiometer zur Frequenzeinstellung
verwendet werden (siehe Abschn. 4.5.2) ).
쑶
FR-F700 EC
4 - 13
Betrieb über Bedieneinheit
4.5.2
Betrieb
Digital-Dial als Potentiometer zur Frequenzeinstellung
● Setzen Sie Parameter 160 „Benutzergruppen lesen“ auf „0“, damit der Zugriff auf Parameter
161 freigegeben ist.
● Stellen Sie Parameter 161 „Funktionszuweisung des Digital-Dials/Bedieneinheit sperren“
auf „1“.
Beispiel 쑴
Änderung der Ausgangsfrequenz während des Betriebs von 0 Hz auf 50 Hz.
Vorgehensweise
Nach dem Einschalten der Spannungsversorgung
erscheint die Startanzeige.
Wählen Sie die Betriebsart „PU“ durch
Betätigung der Taste PU/EXT.
Betätigen Sie die Taste MODE, um das Menü zur
Einstellung von Parametern aufzurufen.
Anzeige
LED „PU“ leuchtet
Die zuletzt eingelesene
Parameternummer
erscheint.
Stellen Sie die Parameternummer 160 durch
Drehen des Digital-Dials ein.
Betätigen Sie die Taste SET, um den aktuellen Wert
anzuzeigen. Die Werkseinstellung „9999“
erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „0“ erscheint.
Betätigen Sie die Taste SET, um den Wert zu
speichern.
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
Setzen Sie in der gleichen Weise vor, um
Parameter 161 auf „1“ zu setzen (siehe Schritt bis ).
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
Betätigen Sie die MODE-Taste zweimal, um die
Frequenz in der Monitor-Anzeige aufzurufen.
Starten Sie den Motor durch Betätigung der Taste
FWD oder REV.
Drehen sie den Digital-Dial, bis „50.00“ erscheint.
Die blinkende Frequenz ist der Sollwert. Die Taste
SET muss nicht betätigt werden
Die Frequenz blinkt ca. 5 s.
I001071E
Abb. 4-11: Verriegeln der Bedieneinheit
HINWEISE
Wechselt die blinkende Anzeige „50.00“ zurück auf „0.0“, überprüfen Sie, ob Parameter 161
auf „1“ gesetzt ist.
Die Frequenz kann, unabhängig davon, ob sich der Frequenzumrichter im Betrieb oder Stillstand befindet, durch Drehen des Digital-Dials eingestellt werden.
쑶
4 - 14
Betrieb
4.5.3
Betrieb über Bedieneinheit
Vorgabe des Frequenzsollwerts über Schalter
● Setzen Sie Parameter 79 auf „4“ (kombinierte Betriebsart 2 (extern/Bedieneinheit)).
● Geben Sie den Startbefehl über die Tasten FWD oder REV.
● In der Werkseinstellung sind die Klemmen RH, RM und RL auf 50 Hz, 30 Hz und 10 Hz
voreingestellt. Eine Änderung der Frequenzen ist über die Parameter 4, 5 und 6 möglich
(siehe Abschn. 4.6.2).
● Durch die Kombination der Signale ist eine Vorwahl von 15 Frequenzen möglich.
Frequenzumrichter
Spannungsversorgung
Motor
Hohe Drehzahl
Mittlere Drehzahl
Niedrige Drehzahl
I001072E
Abb. 4-12: Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl über Schalter
1. Vorwahl (RH)
Ausgangsfrequenz [Hz]
5. Vorwahl
6. Vorwahl
2. Vorwahl (RM)
4. Vorwahl
3. Vorwahl (RL)
7. Vorwahl
t
RH
RM
RL
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
I000004aC
Abb. 4-13: Aufruf der Drehzahlvorwahlen in Abhängigkeit der Signalklemmenbelegung
FR-F700 EC
4 - 15
Betrieb über Bedieneinheit
Betrieb
Vorgehensweise
Anzeige
Nach dem Einschalten der Spannungsversorgung
erscheint die Startanzeige.
Die zuletzt eingelesene
Parameternummer
erscheint.
Betätigen Sie die Taste MODE, um das Menü zur
Einstellung von Parametern aufzurufen.
Stellen Sie die Parameternummer 79 durch
Drehen des Digital-Dials ein.
Betätigen Sie die Taste SET, um den aktuellen Wert
anzuzeigen. Die Werkseinstellung „0“ erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „4“ erscheint.
Betätigen Sie die Taste SET, um den Wert zu
speichern.
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
Betätigen Sie die MODE-Taste zweimal, um die
Frequenz in der Monitor-Anzeige aufzurufen.
Geben Sie den Fahrbefehl durch Betätigung der
Taste FWD oder REV.
niedrige Drehzahl
Schließen Sie den Schalter zur Vorwahl der
niedrigen Drehzahl RL. Die Ausgangsfrequenz
steigt mit der in Parameter 7 eingestellten
Beschleunigungszeit auf 10 Hz.
Öffnen Sie den Schalter zur Vorwahl der
niedrigen Drehzahl RL. Die Ausgangsfrequenz
sinkt mit der in Parameter 8 eingestellten
Bremszeit auf 0 Hz.
niedrige Drehzahl
blinkt
Schalten Sie den Fahrbefehl ab, indem Sie die
Taste STOP/RESET betätigen.
I001073E
Abb. 4-14: Betrieb des Frequenzumrichters über die Geschwindigkeits-/Drehzahlvorwahl
4 - 16
Betrieb
Betrieb über Bedieneinheit
Mögliche Fehler:
● Die Sollwertfrequenz von 50 Hz (RH), 30 Hz (RM) und 10 Hz (RL) wird beim Einschalten
der Signale nicht ausgegeben.
– Überprüfen Sie die Einstellungen in Parameter 4, 5 und 6.
– Überprüfen Sie die Einstellungen der minimalen und maximalen Ausgangsfrequenz in
Parameter 1 und 2 (siehe Abschn. 5.3).
– Stellen Sie sicher, dass die Parameter 180 „Funktionszuweisung RL-Klemme“ auf „0“,
Parameter 181 „Funktionszuweisung RM-Klemme“ auf „1“, Parameter 182 „Funktionszuweisung RH-Klemme“ auf „2“ und Parameter 59 „Digitales Motorpotentiometer“ auf
„0“ eingestellt sind. Die Werte entsprechen den Werkseinstellungen der Parameter.
● Die LED „FWD“ oder „REV“ leuchtet nicht.
– Prüfen Sie, ob der Anschluss korrekt ist.
– Ist Parameter 79 „Betriebsartenwahl“ auf „4“ eingestellt (siehe Abschn. 5.7)?
HINWEIS
FR-F700 EC
Eine detaillierte Beschreibung zur Einstellung der Festfrequenzen in Parameter 4 „DrehzahlGeschwindigkeitsvorwahl - RH“, Parameter 5 „Drehzahl-Geschwindigkeitsvorwahl - RM“ und
Parameter 6 „Drehzahl-Geschwindigkeitsvorwahl - RL“ finden Sie in Abschn. 4.6.2.
4 - 17
Betrieb über Bedieneinheit
4.5.4
Betrieb
Analoge Spannungs-Sollwertvorgabe
● Setzen Sie Parameter 79 auf „4“ (kombinierte Betriebsart 2 (extern/Bedieneinheit)).
● Geben Sie den Startbefehl über die Tasten FWD oder REV.
Das Potentiometer wird über die Klemme 10 des Frequenzumrichters mit einer Spannung von
5 V versorgt.
Frequenzumrichter
Spannungsversorgung
Motor
Potentiometer zur
analogen Sollwertvorgabe
I001075E
Abb. 4-15: Analoge Spannungs-Sollwertvorgabe über Potentiometer
4 - 18
Betrieb
Betrieb über Bedieneinheit
Vorgehensweise
Nach dem Einschalten der Spannungsversorgung
erscheint die Startanzeige.
Betätigen Sie die Taste MODE, um das Menü zur
Einstellung von Parametern aufzurufen.
Anzeige
Die zuletzt eingelesene
Parameternummer
erscheint.
Stellen Sie die Parameternummer 79 durch
Drehen des Digital-Dials ein.
Betätigen Sie die Taste SET, um den aktuellen Wert
anzuzeigen. Die Werkseinstellung „0“ erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „4“ erscheint.
Betätigen Sie die Taste SET, um den Wert zu
speichern.
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
Betätigen Sie die MODE-Taste zweimal, um die
Frequenz in der Monitor-Anzeige aufzurufen.
Starten Sie den Motor durch Betätigung der Taste
FWD oder REV. Die LED „FWD“ oder „REV“ blinkt.
HINWEIS:
Bei gleichzeitiger Betätigung beider Tasten
startet der Motor nicht. Werden beide Tasten
während des Betriebs betätigt, stoppt der
Motor.
blinkt
Beschleunigung → konstante Drehzahl
Drehen Sie das Potentiometer zur
Sollwertvorgabe in Uhrzeigerrichtung ganz nach
rechts. Die Ausgangsfrequenz steigt mit
der in Parameter 7 eingestellten
Beschleunigungszeit auf 50 Hz.
Bremsung
Drehen Sie das Potentiometer zur
Sollwertvorgabe gegen die Uhrzeigerrichtung
ganz nach links. Die Ausgangsfrequenz sinkt mit
der in Parameter 8 eingestellten Bremszeit
auf 0 Hz und die LED „FWD“ oder „REV“ blinkt.
Der Motor stoppt.
blinkt
Stopp
Stopp
Betätigen Sie die STOP/RESET-Taste. Die LED
„FWD“ oder „REV“ erlischt.
I001076E
Abb. 4-16: Betrieb des Frequenzumrichters mit analoger Spannungs-Sollwertvorgabe
HINWEISE
Die Frequenz (50 Hz) bei der maximalen Einstellung des Potentiometers (bei 5 V) kann über
Parameter 125 „Verstärkung für Sollwertvorgabe an Klemme 2 (Frequenz)“ geändert werden (siehe Abschn. 4.6.4).
Die Frequenz (0 Hz) bei der minimalen Einstellung des Potentiometers (bei 0 V) kann über
Parameter C2 „Offset für Sollwertvorgabe an Klemme 2 (Frequenz)“ geändert werden (siehe
Abschn. 6.15.4).
FR-F700 EC
4 - 19
Betrieb über Bedieneinheit
4.5.5
Betrieb
Analoge Strom-Sollwertvorgabe
● Setzen Sie Parameter 79 auf „4“ (kombinierte Betriebsart 2 (extern/Bedieneinheit)).
● Schalten Sie das AU-Signal ein.
● Geben Sie den Startbefehl über die Tasten FWD oder REV.
Frequenzumrichter
Spannungsversorgung
Motor
AU-Signal
Stromquelle zur
Sollwertvorgabe
(0/4–20 mA DC)
I001078E
Abb. 4-17: Analoge Strom-Sollwertvorgabe
4 - 20
Betrieb
Betrieb über Bedieneinheit
Vorgehensweise
Nach dem Einschalten der Spannungsversorgung
erscheint die Startanzeige.
Anzeige
Die zuletzt eingelesene
Parameternummer
erscheint.
Betätigen Sie die Taste MODE, um das Menü zur
Einstellung von Parametern aufzurufen.
Stellen Sie die Parameternummer 79 durch
Drehen des Digital-Dials ein.
Betätigen Sie die Taste SET, um den aktuellen Wert
anzuzeigen. Die Werkseinstellung „0“ erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „4“ erscheint.
Betätigen Sie die Taste SET, um den Wert zu
speichern.
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
Betätigen Sie die MODE-Taste zweimal, um die
Frequenz in der Monitor-Anzeige aufzurufen.
Stellen Sie sicher, dass das AU-Signal an
Klemme 4 eingeschaltet ist.
Starten Sie den Motor durch Betätigung der Taste
FWD oder REV. Die LED „FWD“ oder „REV“ blinkt.
HINWEIS:
Bei gleichzeitiger Betätigung beider Tasten
startet der Motor nicht. Werden beide Tasten
während des Betriebs betätigt, stoppt der
Motor.
Beschleunigung → konstante Drehzahl
Speisen Sie einen Strom von 20 mA ein. Die
Ausgangsfrequenz steigt mit
der in Parameter 7 eingestellten
Beschleunigungszeit auf 50 Hz.
Bremsung
Speisen Sie einen Strom von 4 mA ein. Die
Ausgangsfrequenz sinkt mit
der in Parameter 8 eingestellten Bremszeit
auf 0 Hz und die LED „FWD“ oder „REV“ blinkt.
Der Motor stoppt.
blinkt
Stromquelle zur
Sollwertvorgabe
(0/4–20 mA DC)
Stromquelle zur
Sollwertvorgabe
(0/4–20 mA DC)
blinkt
Stopp
Stopp
Betätigen Sie die STOP/RESET-Taste. Die LED
„FWD“ oder „REV“ erlischt.
I001076E
Abb. 4-18: Betrieb des Frequenzumrichters mit analoger Strom-Sollwertvorgabe
HINWEISE
Parameter 184 „Funktionszuweisung AU-Klemme“ muss auf „4“ (Werkseinstellung) gesetzt
sein (siehe Abschn. 6.9.1).
Die Frequenz (50 Hz) beim maximalen Strom (20 mA) kann über Parameter 126 „Verstärkung für Sollwertvorgabe an Klemme 4 (Frequenz)“ geändert werden (siehe Abschn. 4.6.6).
Die Frequenz (0 Hz) beim minimalen Strom (4 mA) kann über Parameter C5 „Offset für Sollwertvorgabe an Klemme 4 (Frequenz)“ geändert werden (siehe Abschn. 6.15.4).
FR-F700 EC
4 - 21
Betrieb über externe Signale (externe Steuerung)
4.6
Betrieb
Betrieb über externe Signale (externe Steuerung)
Über welche Quelle erfolgt die Sollwertvorgabe?
● Der Betrieb erfolgt bei der Frequenz, die im Frequenzeinstellmodus der Bedieneinheit
vorgegeben wurde (siehe Abschn. 4.6.1).
● Die Frequenz wird über die Klemmen zur Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl eingestellt
(siehe Abschn. 4.6.2).
● Der Frequenzsollwert wird durch eine Spannung vorgegeben (siehe Abschn. 4.6.3).
● Der Frequenzsollwert wird durch einen Strom vorgegeben (siehe Abschn. 4.6.4).
4.6.1
Sollwertvorgabe über Bedieneinheit (Pr. 79 = 3)
● Setzen Sie Parameter 79 auf „3“ (kombinierte Betriebsart 1 (extern/Bedieneinheit)).
● Geben Sie den Startbefehl durch Verbindung der Klemmen STF und PC oder STR und PC.
● Eine Beschreibung, wie Sie den Sollwert über die Bedieneinheit vorgeben, finden Sie in
Abschn. 4.5.1.
Frequenzumrichter
Spannungsversorgung
Motor
Start Rechtsdrehung
Start Linksdrehung
Sollwertvorgabe
I001081E
Abb. 4-19: Externe Steuerung
4 - 22
Betrieb
Betrieb über externe Signale (externe Steuerung)
Vorgehensweise
Nach dem Einschalten der Spannungsversorgung
erscheint die Startanzeige.
Anzeige
Die zuletzt eingelesene
Parameternummer
erscheint.
Betätigen Sie die Taste MODE, um das Menü zur
Einstellung von Parametern aufzurufen.
Stellen Sie die Parameternummer 79 durch
Drehen des Digital-Dials ein.
Betätigen Sie die Taste SET, um den aktuellen Wert
anzuzeigen. Die Werkseinstellung „0“ erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „3“ erscheint.
Betätigen Sie die Taste SET, um den Wert zu
speichern.
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
Schalten Sie das Startsignal STF oder STR ein.
Der Motor dreht mit der Frequenz, die im
Frequenzeinstellmodus der Bedieneinheit
vorgegeben wurde.
Rechtsdrehung
Linksdrehung
EIN
Drehen Sie den Digital-Dial, um den gewünschten
Frequenzsollwert einzustellen. Der angezeigte
Wert blinkt für ca. 5 s.
Blinkt für ca. 5 s
Betätigen Sie die SET-Taste, während
die Frequenzanzeige blinkt.
(Wird die SET-Taste nicht innerhalb von 5 s
betätigt, wechselt die Anzeige zurück zur
Ausgangsanzeige „0.00“.
Wiederholen Sie in diesem Fall Schritt und stellen Sie die Frequenz erneut ein.)
Die Anzeige wechselt, wenn die
Frequenz eingestellt ist.
Stopp
Schalten Sie das Startsignal STF oder STR aus.
Der Motor wird mit der in Parameter 8 eingestellten
Bremszeit bis zum Stillstand abgebremst.
Rechtsdrehung
Linksdrehung
AUS
I001082E
Abb. 4-20: Betrieb des Frequenzumrichters über externe Signale
HINWEISE
Parameter 178 „Funktionszuweisung STF-Klemme“ muss auf „60“ oder Parameter 179
„Funktionszuweisung STR-Klemme“ muss auf „61 “gesetzt sein (Werkseinstellungen).
Bei einer Einstellung des Parameter 79 „Betriebsartenwahl“ auf „3“ ist der Betrieb über die
Geschwindigkeits-/Drehzahlvorwahlen ebenfalls freigegeben (siehe Abschn. 4.6.2).
Mögliche Fehler:
● Wurde der Frequenzumrichter über die STOP-Taste der Bedieneinheit FR-DU07 gestoppt,
erscheinen abwechselnd die Anzeigen
und
blinkt
– Schalten Sie das Startsignal STF oder STR aus.
– Die Anzeige kann über die Taste PU/EXT zurückgesetzt werden.
FR-F700 EC
4 - 23
Betrieb über externe Signale (externe Steuerung)
4.6.2
Betrieb
Vorgabe des Startbefehls und des Frequenzsollwerts über Schalter
(Geschwindigkeits-/Drehzahlvorwahl) (Pr. 4 bis Pr. 6)
● Die Vorgabe des Startbefehls erfolgt durch die Verbindung der Klemme STF oder STR mit
der Klemme PC.
● Die Vorgabe des Frequenzsollwerts erfolgt durch die Verbindung der Klemme RH, RM oder
RL mit der Klemme PC.
● Die LED „EXT“ muss leuchten. Leuchtet die LED „PU“, schalten Sie mit der Taste PU/EXT
der Bedieneinheit auf die externe Betriebsart um.
● In der Werkseinstellung sind die Klemmen RH, RM und RL auf 50 Hz, 30 Hz und 10 Hz
voreingestellt. Eine Änderung der Frequenzen ist über die Parameter 4, 5 und 6 möglich.
● Durch die Kombination der Signale ist eine Vorwahl von 15 Frequenzen möglich (siehe
Abschn. 6.5.1).
Frequenzumrichter
Spannungsversorgung
Motor
Start Rechtslauf
Start Linkslauf
Hohe Drehzahl
Mittlere Drehzahl
Niedrige Drehzahl
I001086E
Abb. 4-21: Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl und Startbefehlsvorgabe über Schalter
1. Vorwahl (RH)
Ausgangsfrequenz [Hz]
5. Vorwahl
6. Vorwahl
2. Vorwahl (RM)
4. Vorwahl
3. Vorwahl (RL)
7. Vorwahl
t
RH
RM
RL
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
I000004aC
Abb. 4-22: Aufruf der Drehzahlvorwahlen in Abhängigkeit der Signalklemmenbelegung
4 - 24
Betrieb
Beispiel 쑴
Betrieb über externe Signale (externe Steuerung)
Einstellung der hohen Drehzahl in Pr. 4 auf 40 Hz und Betrieb des Frequenzumrichters
durch Einschalten der Signale RH und STF (STR).
Vorgehensweise
Spannungsversorgung einschalten →
Betriebsart prüfen
In der Werkseinstellung befindet sich der
Frequenzumrichter nach Einschalten der
Spannungsversorgung in der externen
Betriebsart „EXT“. Die LED „EXT“ muss
leuchten.
Leuchtet die LED „EXT“ nicht, wechseln Sie die
Betriebsart durch Betätigung der PU/EXT-Taste.
Ist eine Umschaltung der Betriebsart nicht
möglich, muss Parameter 79 so eingestellt werden
(siehe Abschn. 5.7).
Anzeige
EIN
Betätigen Sie die Taste MODE, um das Menü zur
Einstellung von Parametern aufzurufen.
Die zuletzt eingelesene
Parameternummer
erscheint.
Stellen Sie die Parameternummer 4 durch
Drehen des Digital-Dials ein.
Betätigen Sie die Taste SET, um den aktuellen Wert
anzuzeigen. Die Werkseinstellung „50.00“
(50.00 Hz) erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „40.00“
(40.00 Hz) erscheint.
Betätigen Sie die Taste SET, um den Wert zu
speichern.
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
Betätigen Sie zweimal die Taste MODE zur Anzeige
der Ausgangsfrequenz.
Schalten Sie das Signal zur Vorwahl der hohen
Drehzahl RH ein.
Schalten Sie das Startsignal STF oder STR ein.
Die Anzeige „40 Hz“ erscheint. (Beim Einschalten
von RM erscheint „30 Hz“. beim Einschalten von RL
„10 Hz“.
Schalten Sie das Startsignal STF oder STR aus.
Der Motor wird mit der in Parameter 8 eingestellten
Bremszeit bis zum Stillstand abgebremst.
Hohe Drehzahl
Mittlere Drehzahl
Niedrige Drehzahl
EIN
Rechtsdrehung
Linksdrehung
EIN
Rechtsdrehung
Linksdrehung
AUS
Stopp
I001088E
Abb. 4-23: Betrieb des Frequenzumrichters über externe Signale
쑶
FR-F700 EC
4 - 25
Betrieb über externe Signale (externe Steuerung)
Betrieb
Mögliche Fehler:
● Die LED „EXT“ der Bedieneinheit leuchtet auch bei Betätigung der Taste PU/EXT nicht.
– Eine Umschaltung der Betriebsart ist bei einer Einstellung des Parameters 79 auf „0“
(Werkseinstellung) möglich.
● Die Sollwertfrequenz von 50 Hz (RH), 30 Hz (RM) und 10 Hz (RL) wird beim Einschalten
der Signale nicht ausgegeben.
– Überprüfen Sie die Einstellungen in Parameter 4, 5 und 6.
– Überprüfen Sie die Einstellungen der minimalen und maximalen Ausgangsfrequenz in
Parameter 1 und 2 (siehe Abschn. 5.3).
– Ist Parameter 79 „Betriebsartenwahl“ auf „0“ oder „2“ eingestellt (siehe Abschn. 5.7)?
– Stellen Sie sicher, dass die Parameter 180 „Funktionszuweisung RL-Klemme“ auf „0“,
Parameter 181 „Funktionszuweisung RM-Klemme“ auf „1“, Parameter 182 „Funktionszuweisung RH-Klemme“ auf „2“ und Parameter 59 „Digitales Motorpotentiometer“ auf
„0“ eingestellt sind. Die Werte entsprechen den Werkseinstellungen der Parameter.
● Die LED „FWD“ oder „REV“ leuchtet nicht.
– Prüfen Sie, ob der Anschluss korrekt ist.
– Ist Parameter 178 „Funktionszuweisung der STF-Klemme“ auf „60“ oder Parameter 179
„Funktionszuweisung der STR-Klemme“ auf „61“eingestellt? Die Werte entsprechen den
Werkseinstellungen der Parameter.
● Wie erfolgt die 4. bis 7. Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl?
– Die Einstellung der Frequenzen für die 4. bis 7. Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl
erfolgt über die Parameter 24 bis 27 (siehe Abschn. 6.5.1).
● Wie erfolgt die 8. bis 15. Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl?
– Die 8. bis 15. Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl erfolgt über die Klemme REX (siehe
Abschn. 6.5.1).
HINWEIS
4 - 26
Möchten Sie den externen Betrieb nicht durch Betätigung der Taste PU/EXT auswählen
oder den aktuellen Startbefehl oder Frequenzsollwert verwenden, können Sie den externen
Betrieb durch die Einstellung des Parameters 79 auf „2“ fest voreinstellen.
Betrieb
4.6.3
Betrieb über externe Signale (externe Steuerung)
Analoge Spannungs-Sollwertvorgabe
Das Potentiometer wird über die Klemme 10 des Frequenzumrichters mit einer Spannung von
5 V versorgt.
Frequenzumrichter
Spannungsversorgung
Motor
Start Rechtslauf
Start Linkslauf
Potentiometer zur
analogen Sollwertvorgabe
I001090E
Abb. 4-24: Analoge Spannungs-Sollwertvorgabe über Potentiometer
FR-F700 EC
4 - 27
Betrieb über externe Signale (externe Steuerung)
Vorgehensweise
Spannungsversorgung einschalten →
Betriebsart prüfen
In der Werkseinstellung befindet sich der
Frequenzumrichter nach Einschalten der
Spannungsversorgung in der externen
Betriebsart „EXT“. Die LED „EXT“ muss
leuchten.
Leuchtet die LED „EXT“ nicht, wechseln Sie die
Betriebsart durch Betätigung der PU/EXT-Taste.
Ist eine Umschaltung der Betriebsart nicht
möglich, muss Parameter 79 auf „0“ eingestellt
werden (siehe Abschn. 5.7).
Betrieb
Anzeige
EIN
Rechtsdrehung
Schalten Sie das Startsignal STF oder STR ein.
Die LED „FWD“ oder „REV“ blinkt.
HINWEIS:
Bei gleichzeitiger Betätigung beider Schalter
startet der Motor nicht. Werden beide Schalter
während des Betriebs betätigt, stoppt der
Motor.
Linksdrehung
EIN
blinkt
Beschleunigung → konstante Drehzahl
Drehen Sie das Potentiometer zur
Sollwertvorgabe in Uhrzeigerrichtung ganz nach
rechts. Die Ausgangsfrequenz steigt mit
der in Parameter 7 eingestellten
Beschleunigungszeit auf 50 Hz.
Bremsung
Drehen Sie das Potentiometer zur
Sollwertvorgabe gegen die Uhrzeigerrichtung
ganz nach links. Die Ausgangsfrequenz sinkt mit
der in Parameter 8 eingestellten Bremszeit
auf 0 Hz und die LED „FWD“ oder „REV“ blinkt.
Der Motor stoppt.
blinkt
Rechtsdrehung
Stopp
Schalten Sie das Signal STF oder STR aus.
Stopp
Linksdrehung
AUS
I001091E
Abb. 4-25: Betrieb des Frequenzumrichters mit analoger Spannungs-Sollwertvorgabe
HINWEISE
Setzen Sie Parameter 79 auf „2“, damit sich der Frequenzumrichter nach dem Einschalten
der Spannungsversorung in der externen Betriebsart befindet.
Parameter 178 „Funktionszuweisung der STF-Klemme“ muss auf „60“ oder Parameter 179
„Funktionszuweisung der STR-Klemme“ auf „61“eingestellt sein. Die Werte entsprechen den
Werkseinstellungen der Parameter.
4 - 28
Betrieb
Betrieb über externe Signale (externe Steuerung)
Mögliche Fehler:
● Der Motor startet nicht.
– Prüfen Sie, ob die LED „EXT“ leuchtet. Die externe Betriebsart wird durch die Einstellung
des Parameters 79 auf „0“ gewählt (Werkseinstellung). Wählen Sie die externe Betriebsart über die Taste PU/EXT der Bedieneinheit.
– Prüfen Sie die Verdrahtung.
HINWEISE
Die Frequenz (0 Hz) bei der minimalen Einstellung des Potentiometers (bei 0 V) kann über
Parameter C2 „Offset für Sollwertvorgabe an Klemme 2 (Frequenz)“ geändert werden (siehe
Abschn. 6.15.4).
Eine Überlagerung des Frequenz-Sollwertsignals kann über Klemme 1 erfolgen.
FR-F700 EC
4 - 29
Betrieb über externe Signale (externe Steuerung)
4.6.4
Beispiel 쑴
Betrieb
Einstellung der Frequenz (50 Hz) bei analogem Maximalwert (5 V)
Der dem maximalen Analog-Spannungssignal von 5 V zugeordnete Frequenzwert in Parameter 125 soll von der Werkseinstellung 50 Hz auf 40 Hz geändert werden.
Vorgehensweise
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „P.125“ (Pr. 125)
erscheint.
Anzeige
Betätigen Sie die Taste SET, um den aktuellen Wert
anzuzeigen. Die Werkseinstellung „50.00“
(50,00 Hz) erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „40.00“
(40,00 Hz) erscheint.
Betätigen Sie die Taste SET, um den Wert zu
speichern.
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
Betätigen Sie zweimal die Taste MODE zur Anzeige
der Ausgangsfrequenz.
Schalten Sie das Startsignal STF oder STR ein und
drehen Sie das Potentiometer im Uhrzeigersinn bis
zum Endanschlag (siehe Abb. 4-25, Schritt bis ).
I001092E
Abb. 4-26: Einstellung der Frequenz bei analogem Maximalwert
쑶
HINWEISE
Stellen Sie die Frequenz bei 0 V über Parameter C2 ein.
Ausgangsfrequenz [Hz]
Werkseinstellung
50 Hz
Verstärkung
Pr. 125
Offset
C2 (Pr. 902)
0
0
0
C3 (Pr. 902)
Sollwertsignal
100 %
5V
10 V
C4 (Pr. 903)
Die Einstellung der Verstärkung kann auch bei einer angelegten Spannung an den Klemmen 2-5 oder ohne angelegte Spannung erfolgen (siehe Einstellung des Parameters C4 in
Abschn. 6.15.4).
4 - 30
Betrieb
4.6.5
Betrieb über externe Signale (externe Steuerung)
Analoge Strom-Sollwertvorgabe
● Die Vorgabe des Startbefehls erfolgt durch die Verbindung der Klemme STF oder STR mit
der Klemme PC.
● Zur Freigabe der Strom-Sollwertvorgabe muss das AU-Signal eingeschaltet sein.
● Parameter 79 muss auf „2“ (externe Betriebsart) eingestellt sein.
Frequenzumrichter
Spannungsversorgung
Motor
Start Rechtslauf
Start Linkslauf
AU-Signal
Stromquelle zur
Sollwertvorgabe
(4–20 mA DC)
I001094E
Abb. 4-27: Analoge Sollwertvorgabe über Stromquelle
FR-F700 EC
4 - 31
Betrieb über externe Signale (externe Steuerung)
Vorgehensweise
Spannungsversorgung einschalten →
Betriebsart prüfen
In der Werkseinstellung befindet sich der
Frequenzumrichter nach Einschalten der
Spannungsversorgung in der externen
Betriebsart „EXT“. Die LED „EXT“ muss
leuchten.
Leuchtet die LED „EXT“ nicht, wechseln Sie die
Betriebsart durch Betätigung der PU/EXT-Taste.
Ist eine Umschaltung der Betriebsart nicht
möglich, muss Parameter 79 so eingestellt werden
(siehe Abschn. 5.7).
Schalten Sie das Startsignal STF oder STR ein.
Die LED „FWD“ oder „REV“ blinkt.
HINWEIS:
Bei gleichzeitiger Betätigung beider Schalter
startet der Motor nicht. Werden beide Schalter
während des Betriebs betätigt, stoppt der
Motor.
Betrieb
Anzeige
EIN
Rechtsdrehung
Linksdrehung
EIN
blinkt
Beschleunigung → konstante Drehzahl
Speisen Sie einen Strom von 20 mA ein. Die
Ausgangsfrequenz steigt mit
der in Parameter 7 eingestellten
Beschleunigungszeit auf 50 Hz.
Stromquelle zur
Sollwertvorgabe
(4–20 mA DC)
Bremsung
Speisen Sie einen Strom von 4 mA ein. Die
Ausgangsfrequenz sinkt mit
der in Parameter 8 eingestellten Bremszeit
auf 0 Hz und die LED „FWD“ oder „REV“ blinkt.
Der Motor stoppt.
Stromquelle zur
Sollwertvorgabe
(4–20 mA DC)
blinkt
Rechtsdrehung
Stopp
Schalten Sie das Signal STF oder STR aus.
Stopp
Linksdrehung
AUS
I001095E
Abb. 4-28: Betrieb des Frequenzumrichters mit analoger Strom-Sollwertvorgabe
HINWEIS
Parameter 184 „Funktionszuweisung AU-Klemme“ muss auf „4“ (Werkseinstellung) gesetzt
sein.
Mögliche Fehler:
● Der Motor startet nicht.
– Prüfen Sie, ob die LED „EXT“ leuchtet. Die externe Betriebsart wird durch die Einstellung
des Parameters 79 auf „0“ gewählt (Werkseinstellung). Wählen Sie die externe Betriebsart über die Taste PU der Bedieneinheit.
– Das AU-Signal muss eingeschaltet sein.
– Prüfen Sie die Verdrahtung.
HINWEIS
4 - 32
Die Frequenz (0 Hz) beim minimalen Strom (4 mA) kann über Parameter C5 „Offset für Sollwertvorgabe an Klemme 4 (Frequenz)“ geändert werden (siehe Seite 6.15.4).
Betrieb
4.6.6
Beispiel 쑴
Betrieb über externe Signale (externe Steuerung)
Einstellung der Frequenz (50 Hz) bei analogem Maximalwert (20 mA)
Der dem maximalen Analog-Stromsignal von 20 mA zugeordnete Frequenzwert in Parameter 126 soll von der Werkseinstellung 50 Hz auf 40 Hz geändert werden.
Vorgehensweise
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „P.126“ (Pr. 126)
erscheint.
Anzeige
Betätigen Sie die Taste SET, um den aktuellen Wert
anzuzeigen. Die Werkseinstellung „50.00“
(50,00 Hz) erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „40.00“
(40,00 Hz) erscheint.
Betätigen Sie die Taste SET, um den Wert zu
speichern.
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
Betätigen Sie zweimal die Taste MODE zur Anzeige
der Ausgangsfrequenz.
Schalten Sie das Startsignal STF oder STR ein und
speisen Sie einen Strom von 20 mA ein
(siehe Abb. 4-28, Schritt bis ).
I001096E
Abb. 4-29: Einstellung der Frequenz bei analogem Maximalwert
쑶
HINWEISE
Stellen Sie die Frequenz bei 4 mA über Parameter C5 ein.
Ausgangsfrequenz [Hz]
Werkseinstellung
50 Hz
Verstärkung Pr. 126
Offset C5 (Pr. 904)
0
20
0
4
C6 (Pr. 904)
100 %
20 mA
C7 (Pr. 905)
Sollwertsignal
Die Einstellung der Verstärkung kann auch bei Einspeisung eines Strom in die Klemmen 4-5
oder ohne Einspeisung eines Strom erfolgen (siehe Einstellung des Parameters C7 in
Abschn. 6.15.4).
FR-F700 EC
4 - 33
Betrieb über externe Signale (externe Steuerung)
4 - 34
Betrieb
Grundeinstellungen
Basisparameter
5
Grundeinstellungen
5.1
Basisparameter
Beim Einsatz des Frequenzumrichter in einfachen Applikationen können die Parameter mit
ihren Werkseinstellungen verwendet werden. Eine Anpassung an die Last- und Betriebsbedingungen ist möglich. Die Einstellung, Änderung und Prüfung von Parametern kann über die
Bedieneinheit FR-DU07 erfolgen. Eine detaillierte Beschreibung der Parameter finden Sie in
Kap. 6.
HINWEIS
In der Werkseinstellung von Parameter 160 „Benutzergruppen lesen“ ist nur ein Zugriff auf
die Basisparameter möglich. Eine detaillierte Beschreibung des Parameter 160 finden Sie in
Abschn. 6.16.4.
Pr. 160
9999
(Werkseinstellung)
Beschreibung
Zugriff auf alle Basisparameter
0
Zugriff auf alle Parameter
1
Zugriff nur auf Parameter einer Benutzergruppe
Tab. 5-1: Einstellung des Parameters 160
Pr.
0
Bedeutung
Drehmomentanhebung
(manuell)
SchrittWerksweite einstellung
0,1 %
Einstellbereich
Beschreibung
0–30 %
Einstellung zur Anhebung des
Startdrehmoments oder, wenn ein
belasteter Motor nicht rotiert und
die Fehlermeldung OL oder OC1
auftritt.
* Die Werkseinstellung hängt von
der Leistungsklasse des
Frequenzumrichters ab:
(00023/00038–00083/00126,
00170/00250–00770/00930,
01160/01800 oder größer)
120/
60 Hz *
0–120 Hz
Einstellung zur maximalen Ausgangsfrequenz
* Die Werkseinstellung hängt von
der Leistungsklasse des
Frequenzumrichters ab:
(01160 oder kleiner/01800 oder
größer)
6/4/3/
2/1,5/1 *
Ref.seite
5-3
Maximale
Ausgangsfrequenz
0,01 Hz
2
Minimale
Ausgangsfrequenz
0,01 Hz
0 Hz
0–120 Hz
Einstellung zur minimalen Ausgangsfrequenz
3
V/f-Kennlinie
(Basisfrequenz)
0,01 Hz
50 Hz
0–400 Hz
Siehe Motortypenschild
5-7
4
Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl-RH
0,01 Hz
50 Hz
0–400 Hz
5
Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl-RM
0,01 Hz
30 Hz
0–400 Hz
Einstellung, wenn die Drehzahl-/
Geschwindigkeit über externe
Signale gewählt werden soll
4-24
6
Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl-RL
0,01 Hz
10 Hz
0–400 Hz
7
Beschleunigungszeit
0,1 s
5/15 s *
0–3600 s
5-8
8
Bremszeit
0,1 s
10/30 s *
0–3600 s
Einstellung der Beschleunigungs-/
Bremszeit
* Die Werkseinstellung hängt von
der Leistungsklasse des
Frequenzumrichters ab:
(00170 oder kleiner/00250 oder
größer)
1
5-5
Tab. 5-2: Basisparameter (1)
FR-F700 EC
5-1
Basisparameter
Grundeinstellungen
Pr.
Bedeutung
SchrittWerksweite einstellung
Beschreibung
Ref.seite
4-10
9
Stromeinstellung für
elektr. Motorschutz
0,01/
0,1 A *
UmrichterNennstrom
0–500/
0–3600 A *
Überlastschutz des Motors, Einstellung des Motornennstroms
* Die Werkseinstellung hängt von
der Leistungsklasse des
Frequenzumrichters ab:
(01160 oder kleiner/01800 oder
größer)
60
Auswahl der Energiesparfunktion
1
0
0/4/9
Absenkung der Ausgangsspannung des Frequenzumrichters in
Lüfter- und Pumpenanwendungen
5-10
79
Betriebsartenwahl
1
0
0/1/2/3/4/6/7
Auswahl der Quelle zur Befehlsund Drehzahlvorgabe
5-12
Verstärkung für Sollwert125 vorgabe an Klemme 2
0,01 Hz
(Frequenz)
50 Hz
0–400 Hz
Frequenzsollwert beim Endanschlag des Potentiometers (5 V)
4-30
Verstärkung für Sollwert126 vorgabe an Klemme 4
0,01 Hz
(Frequenz)
50 Hz
0–400 Hz
Frequenzsollwert bei 20 mA
4-33
160 Benutzergruppen lesen
9999
0/1/9999
Zugriff auf den erweiterten Parameterbereich
6-201
1
Tab. 5-2: Basisparameter (2)
5-2
Einstellbereich
Grundeinstellungen
5.2
Anhebung des Startdrehmoments (Pr. 0)
Anhebung des Startdrehmoments (Pr. 0)
Stellen Sie den Parameter ein, wenn der Motor bei Belastung nicht rotiert, wenn die Fehlermeldung „OL“ ausgegeben wird oder eine Schutzfunktion wie z.B. OC1 anspricht.
Pr.Nr.
0
Drehmomentanhebung
(manuell)
00023
6%
00038 bis 00083
4%
00126/00170
3%
00250 bis 00770
2%
00930/01160
1,5 %
01800 oder größer
1%
Einstellbereich
Beschreibung
0–30 %
Anpassung des Motordrehmoments im unteren
Drehzahlbereich an die Last zur Anhebung des
Startdrehmoments.
Läuft der Motor bei Belastung nicht an, erhöhen Sie den Wert des Parameter 0 schrittweise
um je 1 % und beobachten Sie dabei die Reaktion des Motors. Als Richtwert gilt, dass die
Einstellung maximal um 10 % geändert werden sollte.
Abb. 5-1:
Ausgangsfrequenz im Verhältnis zur
Ausgangsspannung
Ausgangsspannung
Beispiel 쑴
Werkseinstellung
Bedeutung
Einstellbereich
Pr. 0, Pr. 46
Ausgangsfrequenz [Hz]
Basisfrequenz
I001098E
FR-F700 EC
5-3
Anhebung des Startdrehmoments (Pr. 0)
Vorgehensweise
Grundeinstellungen
Anzeige
Nach dem Einschalten der Spannungsversorgung
erscheint die Startanzeige.
Wählen Sie die Betriebsart „PU“ durch
Betätigung der Taste PU/EXT.
LED „PU“ leuchtet
Die zuletzt eingelesene
Parameternummer
erscheint.
Betätigen Sie die Taste MODE, um das Menü zur
Einstellung von Parametern aufzurufen.
Stellen Sie die Parameternummer 0 durch
Drehen des Digital-Dials ein.
Die Werkseinstellung
hängt von der
Leistungsklasse ab.
Betätigen Sie die Taste SET, um den aktuellen Wert
anzuzeigen. Die Werkseinstellung „6.0“ für die
Leistungsklasse 00023 erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „7.0“ erscheint.
Betätigen Sie die Taste SET, um den Wert zu
speichern.
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
앫 Durch Drehen des Digital-Dials können weitere Parameter aufgerufen werden.
앫 Durch Betätigung der SET-Taste können Sie die Einstellung erneut anzeigen.
앫 Durch zweimalige Betätigung der SET-Taste wird der nächste Parameter aufgerufen.
I001099E
Abb. 5-2: Einstellung des Startdrehmoments
쑶
HINWEISE
Eine zu große Einstellung des Parameterwerts kann zur Überhitzung des Motors und zur
Abschaltung des Umrichters mit Alarmmeldung (OL „Überstrom“ oder E.OC1 „Überstrom
während der Beschleunigung“), einer thermische Überlastauslösung (E.THM „Überlastschutz Motor“ und E.THT „Überlastschutz Frequenzumrichter“) führen.
Erfolgt die Fehlermeldung E.OC1, schalten Sie den Startbefehl ab und verringern Sie den
Einstellwert von Parameter 0 in 1-%-Schritten (siehe Seite 7-9).
Ist nach Durchführung der oben genannten Maßnahmen weiterhin kein einwandfreier
Betrieb des Frequenzumrichters möglich, ändern Sie die Einstellung der Beschleunigungs-/
Bremsrampen oder verwenden Sie die Vektorregelung, die über Parameter 80 „Motornennleistung für Stromvektorregelung“ aktiviert wird (siehe Abschn. 6.2.2).
5-4
Grundeinstellungen
5.3
Minimale und maximale Ausgangsfrequenz (Pr. 1, Pr. 2)
Pr.Nr.
Beispiel 쑴
Minimale und maximale Ausgangsfrequenz (Pr. 1, Pr. 2)
Bedeutung
Werkseinstellung
1
Maximale Ausgangsfrequenz
2
Minimale Ausgangsfrequenz
01160 oder kleiner
120 Hz
01800 oder größer
60 Hz
0 Hz
Einstellbereich
Beschreibung
0–120 Hz
Einstellung der oberen Grenze
der Ausgangsfrequenz
0–120 Hz
Einstellung der unteren Grenze
der Ausgangsfrequenz
In diesem Beispiel wird Parameter 1 auf „50“ gesetzt, um die Ausgangsfrequenz auf einen
Maximalwert von 50 Hz zu begrenzen.
Abb. 5-3:
Minimale und maximale Ausgangsfrequenz
Begrenzung auf
maximale
Ausgangsfrequenz
Ausgangsfrequenz [Hz]
Pr. 1
Pr. 18
Frequenzsollwert
Pr. 2
Begrenzung auf
minimale
Ausgangsfrequenz
0
(4 mA)
5, 10 V
(20 mA)
I001100E
FR-F700 EC
5-5
Minimale und maximale Ausgangsfrequenz (Pr. 1, Pr. 2)
Vorgehensweise
Grundeinstellungen
Anzeige
Nach dem Einschalten der Spannungsversorgung
erscheint die Startanzeige.
Wählen Sie die Betriebsart „PU“ durch
Betätigung der Taste PU/EXT.
LED „PU“ leuchtet
Die zuletzt eingelesene
Parameternummer
erscheint.
Betätigen Sie die Taste MODE, um das Menü zur
Einstellung von Parametern aufzurufen.
Stellen Sie die Parameternummer 1 durch
Drehen des Digital-Dials ein.
Betätigen Sie die Taste SET, um den aktuellen Wert
anzuzeigen. Die Werkseinstellung „120.0“
erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „50.0“ erscheint.
Betätigen Sie die Taste SET, um den Wert zu
speichern.
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
앫 Durch Drehen des Digital-Dials können weitere Parameter aufgerufen werden.
앫 Durch Betätigung der SET-Taste können Sie die Einstellung erneut anzeigen.
앫 Durch zweimalige Betätigung der SET-Taste wird der nächste Parameter aufgerufen.
I001101E
Abb. 5-4: Einstellung der maximalen Ausgangsfrequenz
쑶
HINWEISE
Die Ausgangsfrequenz sinkt nicht unter die in Parameter 2 eingestellte minimale Ausgangsfrequenz ab, auch wenn der Frequenzsollwert niedriger ist. Ist die Tipp-Frequenz (Pr. 15)
kleiner oder gleich der Einstellung in Parameter 2, hat die Einstellung von Parameter 15
Vorrang.
Die in Parameter 1 festgelegte maximale Frequenz kann durch Einstellung des Digital-Dials
nicht überschritten werden.
Soll eine Ausgangsfrequenz über 120 Hz eingestellt werden, so ist Parameter 18 „Hochgeschwindigkeits-Frequenzgrenze“ einzustellen (siehe Abschn. 6.3.1).
E
5-6
ACHTUNG:
Ist der Wert von Parameter 2 größer als der Wert von Parameter 13, startet der Motor
mit der in Parameter 2 eingestellten Frequenz, sobald der Frequenzumrichter ein
Startsignal erhält, auch wenn kein Sollwert anliegt.
Grundeinstellungen
5.4
Motornennfrequenz von 60 Hz (Pr. 3)
Motornennfrequenz von 60 Hz (Pr. 3)
Überprüfen Sie die Angabe der Nennfrequenz auf dem Motortypenschild. Ist auf dem Typenschild ausschließlich eine Nennfrequenz von 60 Hz angegeben, muss Parameter 3 „V/f-Kennlinie (Basisfrequenz)“ auf 60 Hz gesetzt werden.
Pr.Nr.
3
Beispiel 쑴
Bedeutung
V/f-Kennlinie
(Basisfrequenz)
Werkseinstellung
Einstellbereich
Beschreibung
50 Hz
0–400 Hz
Einstellung der Motor-Nennfrequenz
Die Basisfrequenz in Parameter 3 wird auf den Wert der Motornennfrequenz von 60 Hz
gesetzt.
Vorgehensweise
Anzeige
Nach dem Einschalten der Spannungsversorgung
erscheint die Startanzeige.
Wählen Sie die Betriebsart „PU“ durch
Betätigung der Taste PU/EXT.
LED „PU“ leuchtet
Die zuletzt eingelesene
Parameternummer
erscheint.
Betätigen Sie die Taste MODE, um das Menü zur
Einstellung von Parametern aufzurufen.
Stellen Sie die Parameternummer 3 durch
Drehen des Digital-Dials ein.
Betätigen Sie die Taste SET, um den aktuellen Wert
anzuzeigen. Die Werkseinstellung „50.0“ erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „60.0“ erscheint.
Betätigen Sie die Taste SET, um den Wert zu
speichern.
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
앫 Durch Drehen des Digital-Dials können weitere Parameter aufgerufen werden.
앫 Durch Betätigung der SET-Taste können Sie die Einstellung erneut anzeigen.
앫 Durch zweimalige Betätigung der SET-Taste wird der nächste Parameter aufgerufen.
I001102E
Abb. 5-5: Einstellung der Basisfrequenz
쑶
FR-F700 EC
5-7
Ändern der Beschleunigungs-/Bremszeit (Pr. 7, Pr. 8)
5.5
Grundeinstellungen
Ändern der Beschleunigungs-/Bremszeit (Pr. 7, Pr. 8)
Eine Vergrößerung der Einstellung von Parameter 7 bewirkt längere Beschleunigungszeiten,
eine Verringerung kürzere Beschleunigungszeiten.
Eine Vergrößerung der Einstellung von Parameter 8 bewirkt längere Bremszeiten, eine Verringerung kürzere Bremszeiten.
Pr.Nr.
Bedeutung
7
Beschleunigungszeit
8
Bremszeit
Werkseinstellung
Einstellbereich
00170 oder kleiner
5s
00250 oder größer
15 s
00170 oder kleiner
10 s
00250 oder größer
30 s
Beschreibung
0–3600 s/
0–360 s Einstellung der Beschleunigungszeit des Motors
0–3600 s/
0–360 s Einstellung der Bremszeit des Motors
Der Wert hängt von der Einstellung des Parameters 21 ab. Die Werkseinstellung für den
Einstellbereich ist „0–3600 s“ und für die Schrittweite „0,1 s“.
HINWEISE
Eine Einstellung zu kurzer Rampenzeiten kann zu einer Abschaltung des Umrichters mit
Alarmmeldung führen (E.THT, E.THM, E.OCT, E.OVT ...)
Beispiel 쑴
In diesem Beispiel wird die Beschleunigungszeit in Parameter 7 von 5 s auf 10 s geändert.
Abb. 5-6:
Beschleunigungs-/Verzögerungzeit
Hz
Ausgangsfrequenz
Pr. 20
t
0
Pr. 7
Pr. 8
I000006C
5-8
Grundeinstellungen
Ändern der Beschleunigungs-/Bremszeit (Pr. 7, Pr. 8)
Vorgehensweise
Anzeige
Nach dem Einschalten der Spannungsversorgung
erscheint die Startanzeige.
Wählen Sie die Betriebsart „PU“ durch
Betätigung der Taste PU/EXT.
LED „PU“ leuchtet
Die zuletzt eingelesene
Parameternummer
erscheint.
Betätigen Sie die Taste MODE, um das Menü zur
Einstellung von Parametern aufzurufen.
Stellen Sie die Parameternummer 7 durch
Drehen des Digital-Dials ein.
Die Werkseinstellung
hängt von der
Leistungsklasse ab.
Betätigen Sie die Taste SET, um den aktuellen Wert
anzuzeigen. Die Werkseinstellung „5.0“ erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „10.0“ erscheint.
Betätigen Sie die Taste SET, um den Wert zu
speichern.
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
앫 Durch Drehen des Digital-Dials können weitere Parameter aufgerufen werden.
앫 Durch Betätigung der SET-Taste können Sie die Einstellung erneut anzeigen.
앫 Durch zweimalige Betätigung der SET-Taste wird der nächste Parameter aufgerufen.
I001104E
Abb. 5-7: Einstellung der Beschleunigungszeit
쑶
FR-F700 EC
5-9
Energiesparmodus (Pr. 60)
5.6
Grundeinstellungen
Energiesparmodus (Pr. 60)
Der Frequenzumrichter wird ohne eine Feineinstellung der Parameter automatisch im Energiesparmodus betrieben. Er ist optimal zur Steuerung von Lüftern und Pumpen geeignet.
Pr.Nr.
Bedeutung
60
Auswahl der Energiesparfunktion
Werkseinstellung
0
Einstellbereich
Beschreibung
0
Normalbetrieb
4
Energiesparbetrieb
9
Optimaler Erregerstrom
Energiesparbetrieb (Pr. 60 = 4)
Bei einer Einstellung des Parameters 60 auf „4“ ist der Energiesparbetrieb ausgewählt.
Läuft der Motor längere Zeit mit konstanter Drehzahl, senkt der Frequenzumrichter selbsttätig
die Motorspannung ab. Durch die verringerte Motorspannung nimmt der Motor weniger Leistung auf. Hierdurch kann bis zu 30 % an Energie eingespart werden.
HINWEIS
Für Anwendungen mit hohen Lastmomenten und häufigen Beschleunigungs-/Bremsphasen
ist der Energiesparbetrieb nicht geeignet.
Regelung auf optimalen Erregerstrom „Optimum Excitation Control“ (Pr. 60 = 9)
Bei einer Einstellung des Parameters 60 auf „9“ ist die Regelung auf optimalen Erregerstrom
ausgewählt.
Durch dieses exklusive Regelverfahren von Mitsubishi Electric werden die Verluste des Motors
im Schwachlastbereich und bei Frequenzen kleiner als die Motor-Nennfrequenz verringert und
damit der Motor mit optimalen Wirkungsgrad betrieben.
HINWEISE
Ist die Leistung des Motors in Bezug auf die Leistung des Frequenzumrichters sehr klein
oder es sind zwei oder mehr Motoren an einen Frequenzumrichter angeschlossen, ist die
Regelung auf optimalen Erregerstrom nicht geeignet und sollte nicht verwendet werden.
Im Energiesparbetrieb (Parameter 60 = 4 oder 9) kann die Bremszeit bis zum Stillstand größer als der voreingestellte Wert sein. Verglichen mit einem Betrieb bei konstanter Last ist in
diesem Modus auch eine Überspannungsauslösung wahrscheinlicher. Vergrößern Sie in
diesen Fällen die Bremszeit.
Der Energiesparbetrieb und die Regelung auf optimalen Erregerstrom sind nur bei V/f-Regelung wirksam. Bei einer Einstellung des Parameters 80 auf einen Wert ungleich „9999“
(Stromvektorregelung) sind die Funktionen unwirksam.
Die Effizienz der Energieeinsparung kann über die Bedieneinheit angezeigt werden (siehe
Abschn. 6.13).
5 - 10
Grundeinstellungen
Beispiel 쑴
Energiesparmodus (Pr. 60)
Auswahl des Energiesparbetriebs
Vorgehensweise
Anzeige
Nach dem Einschalten der Spannungsversorgung
erscheint die Startanzeige.
Wählen Sie die Betriebsart „PU“ durch
Betätigung der Taste PU/EXT.
LED „PU“ leuchtet
Die zuletzt eingelesene
Parameternummer
erscheint.
Betätigen Sie die Taste MODE, um das Menü zur
Einstellung von Parametern aufzurufen.
Stellen Sie die Parameternummer 60 durch
Drehen des Digital-Dials ein.
Betätigen Sie die Taste SET, um den aktuellen Wert
anzuzeigen. Die Werkseinstellung „0“ erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „4“ erscheint.
Betätigen Sie die Taste SET, um den Wert zu
speichern.
Starten Sie den Betrieb. Überprüfen Sie den
Energiespareffekt durch Anzeige der Größen der
Energieüberwachung (siehe Abschn. 6.13).
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
앫 Durch Drehen des Digital-Dials können weitere Parameter aufgerufen werden.
앫 Durch Betätigung der SET-Taste können Sie die Einstellung erneut anzeigen.
앫 Durch zweimalige Betätigung der SET-Taste wird der nächste Parameter aufgerufen.
I001104E
Abb. 5-8: Auswahl des Energiesparbetriebs
HINWEIS
Im Energiesparbetrieb (Parameter 60 = 4 oder 9) kann die Bremszeit bis zum Stillstand größer als der voreingestellte Wert sein. Verglichen mit einem Betrieb bei konstanter Last ist in
diesem Modus auch eine Überspannungsauslösung wahrscheinlicher. Vergrößern Sie in
diesen Fällen die Bremszeit.
쑶
FR-F700 EC
5 - 11
Betriebsartenwahl (Pr. 79)
5.7
Grundeinstellungen
Betriebsartenwahl (Pr. 79)
Wählen Sie in Parameter 79 die Signalquellen zur Befehls- und Drehzahlvorgabe aus.
LED-Anzeige
Pr.Nr.
Bedeutung
Werksein- EinstellBeschreibung
stellung bereich
: AUS
: EIN
0
Bedieneinheit oder externe Steuerung
Die Umschaltung zwischen dem Betrieb über die
Bedieneinheit und der externen Steuerung erfolgt über
die Taste PU/EXT (siehe Abschn. 4.5).
Beim Einschalten befindet sich der Frequenzumrichter
in der externen Betriebart.
1
Bedieneinheit
2
Externe Steuerung fest eingestellt
Im Betrieb kann zwischen externem Betrieb und Netzwerkbetrieb umgeschaltet werden.
Externer Betrieb
Betrieb über Bedieneinheit
Externer Betrieb
Netzwerkbetrieb
Kombinierte Betriebsart 1 (extern/Bedieneinheit)
3
79
Betriebsartenwahl
0
Frequenzvorgabe
Startsignal
Bedieneinheit oder
externes Signal (Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl, über Klemmen
4-5 (aktiv bei eingeschaltetem AU-Signal)))
Externes Signal
(STF-, STR-Klemme)
Kombinierte Betriebsart 2 (extern/Bedieneinheit)
4
Frequenzvorgabe
Startsignal
Externes Signal (Klemmen 2, 4, 1, JOG, Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl usw.)
Von der Bedieneinheit
(FWD-/REV-Tasten)
Betrieb über Bedieneinheit
6
7
5 - 12
Umschaltbetrieb
Umschaltung zwischen Betrieb über Bedieneinheit,
externem Betrieb und Netzwerkbetrieb unter Beibehaltung des Betriebszustandes
Externe Steuerung (Betrieb über Bedieneinheit
gesperrt)
X12-Signal EIN :
Umschaltung auf Betrieb über Bedieneinheit möglich
(im externen Betrieb wird der Ausgang abgeschaltet)
X12-Signal AUS :
Umschaltung auf Betrieb über Bedieneinheit gesperrt
Externer Betrieb
Netzwerkbetrieb
Betrieb über Bedieneinheit
Externer Betrieb
Setzen Sie einen der Parameter 178 bis 189 „Funktionszuweisung der Eingangsklemmen“
auf „12“, um einer Eingangsklemme das Signal X12 zuzuweisen (siehe Abschn. 6.9.1). Ist
das Signal X12 nicht zugewiesen, dient das Signal MRS als Verriegelungssignal.
Grundeinstellungen
5.8
Parameter löschen
Parameter löschen
● Setzen Sie den Parameter Pr.CL „Parameter löschen“ auf „1“, um die Parameter zu löschen.
(Bei einer Einstellung des Parameters 77 „Schreibschutz für Parameter“ auf „1“ werden die
Parameter nicht gelöscht. Kalibrierungsparameter werden nicht gelöscht.)
● Welche Parameter mit dieser Funktion gelöscht werden können, entnehmen Sie Tab. 6-1.
Vorgehensweise
Anzeige
Nach dem Einschalten der Spannungsversorgung
erscheint die Startanzeige.
Wählen Sie die Betriebsart „PU“ durch
Betätigung der Taste PU/EXT.
LED „PU“ leuchtet
Die zuletzt eingelesene
Parameternummer
erscheint.
Betätigen Sie die Taste MODE, um das Menü zur
Einstellung von Parametern aufzurufen.
Stellen Sie den Parameter „Pr.CL“ (Parameter
löschen) durch Drehen des Digital-Dials ein.
Betätigen Sie die Taste SET, um den aktuellen Wert
anzuzeigen. Die Werkseinstellung „0“ erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „1“ erscheint.
Betätigen Sie die Taste SET, um den Wert zu
speichern.
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
앫 Durch Drehen des Digital-Dials können weitere Parameter aufgerufen werden.
앫 Durch Betätigung der SET-Taste können Sie die Einstellung erneut anzeigen.
앫 Durch zweimalige Betätigung der SET-Taste wird der nächste Parameter aufgerufen.
I001113E
Abb. 5-9: Löschen von Parametern
Mögliche Fehler:
● Die Anzeigen „1“ und „Er4“ erscheinen abwechselnd.
– Der Frequenzumrichter befindet sich nicht in der Betriebsart „Betrieb über Bedieneinheit“. Wechseln Sie die Betriebsart über die Taste PU/EXT, so dass die LED „PU“ leuchtet
und der Wert „0“ angezeigt wird (Pr. 79 = 0 (Werkseinstellung)). Wiederholen Sie
anschließend die oben gezeigten Schritte ab Schritt .
FR-F700 EC
5 - 13
Alle Parameter löschen
5.9
Grundeinstellungen
Alle Parameter löschen
● Setzen Sie den Parameter ALLC „Alle Parameter löschen“ auf „1“, um alle Parameter zu
löschen. (Bei einer Einstellung des Parameters 77 „Schreibschutz für Parameter“ auf „1“
werden die Parameter nicht gelöscht. Kalibrierungsparameter werden nicht gelöscht.)
● Welche Parameter mit dieser Funktion gelöscht werden können, entnehmen Sie Tab. 6-1.
Vorgehensweise
Anzeige
Nach dem Einschalten der Spannungsversorgung
erscheint die Startanzeige.
Wählen Sie die Betriebsart „PU“ durch
Betätigung der Taste PU/EXT.
LED „PU“ leuchtet
Die zuletzt eingelesene
Parameternummer
erscheint.
Betätigen Sie die Taste MODE, um das Menü zur
Einstellung von Parametern aufzurufen.
Stellen Sie den Parameter „ALLC“ (Alle Parameter
löschen) durch Drehen des Digital-Dials ein.
Betätigen Sie die Taste SET, um den aktuellen Wert
anzuzeigen. Die Werkseinstellung „0“ erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „1“ erscheint.
Betätigen Sie die Taste SET, um den Wert zu
speichern.
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
앫 Durch Drehen des Digital-Dials können weitere Parameter aufgerufen werden.
앫 Durch Betätigung der SET-Taste können Sie die Einstellung erneut anzeigen.
앫 Durch zweimalige Betätigung der SET-Taste wird der nächste Parameter aufgerufen.
I001114E
Abb. 5-10: Löschen aller Parameter
Mögliche Fehler:
● Die Anzeigen „1“ und „Er4“ erscheinen abwechselnd.
– Der Frequenzumrichter befindet sich nicht in der Betriebsart „Betrieb über Bedieneinheit“. Wechseln Sie die Betriebsart über die Taste PU/EXT, so dass die LED „PU“ leuchtet
und der Wert „0“ angezeigt wird (Pr. 79 = 0 (Werkseinstellung)). Wiederholen Sie
anschließend die oben gezeigten Schritte ab Schritt .
5 - 14
Grundeinstellungen
5.10
Parameter kopieren und vergleichen
Parameter kopieren und vergleichen
Einstellung PCPY
Beschreibung
0
Abbruch
1
Die Parameter aus dem Quellumrichter werden in die Bedieneinheit gelesen.
2
Die Parameter aus der Bedieneinheit werden in den Zielumrichter geschrieben.
3
Die Parameter in der Bedieneinheit werden mit denen im Frequenzumrichter
verglichen.
Tab. 5-3: Einstellung des Parameters PCPY
HINWEISE
Ist der Zielumrichter kein Frequenzumrichter der FR-F700-Serie oder der Schreibvorgang
wird nach einem abgebrochenen Lesevorgang ausgeführt, erfolgt bei der Übertragung der
Werte die Fehlermeldung „rE4“.
Welche Parameter mit dieser Funktion kopiert werden können, entnehmen Sie Tab. 6-1.
Wird beim Schreibvorgang die Spannungsversorgung ausgeschaltet oder die Verbindung
zur Bedieneinheit unterbrochen, wiederholen Sie den Schreibvorgang oder überprüfen Sie
die Werte mit der Funktion „Parameter vergleichen“.
FR-F700 EC
5 - 15
Parameter kopieren und vergleichen
5.10.1
Grundeinstellungen
Parameter kopieren
Parametereinstellungen können von einem Frequenzumrichter in einen anderen kopiert
werden.
Vorgehensweise
Anzeige
Schließen Sie die Bedieneinheit an den
Quellumrichter an.
Der Anschluss darf nur während eines Stopps
erfolgen.
Die zuletzt eingelesene
Parameternummer
erscheint.
Betätigen Sie die Taste MODE, um das Menü zur
Einstellung von Parametern aufzurufen.
Stellen Sie den Parameter „PCPY“ (Parameter
kopieren) durch Drehen des Digital-Dials ein.
Betätigen Sie die Taste SET, um den aktuellen Wert
anzuzeigen. Die Werkseinstellung „0“ erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „1“ erscheint.
Betätigen Sie die Taste SET, um die Parametereinstellungen vom Quellumrichter in die
Bedieneinheit zu kopieren.
Der Wert blinkt für
ca. 30 s.
Nach ca. 30 s
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
Schließen Sie die Bedieneinheit an den
Zielumrichter an.
Überprüfen Sie, dass im Zielumrichter nicht der
Parameter-Schreibschutz aktiviert ist (Pr. 77)
Wiederholen Sie die Schritte bis . Drehen Sie
den Digital-Dial, bis „2“ erscheint.
Betätigen Sie die Taste SET, um die Parametereinstellungen vom der Bedieneinheit in den
Zielumrichter zu kopieren.
Ist der Kopiervorgang beendet, erscheinen
abwechselnd die Anzeigen „2“ und „PCPY“
Setzen Sie den Frequenzumrichter nach dem
Übertragen der Werte durch Ein- und Ausschalten
der Spannungsversorgung zurück, bevor Sie den
Betrieb starten.
Der Wert blinkt für
ca. 30 s.
Nach ca. 30 s
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
I001115E
Abb. 5-11: Parameter kopieren
5 - 16
Grundeinstellungen
Parameter kopieren und vergleichen
Mögliche Fehler:
● Die Anzeige „rE1“ erscheint.
– Es ist ein Fehler beim Lesen der Parameter aufgetreten. Wiederholen Sie die in Abb. 5-11
beschriebenen Schritte ab Schritt .
● Die Anzeige „rE2“ erscheint.
– Es ist ein Fehler beim Schreiben der Parameter aufgetreten. Wiederholen Sie die in
Abb. 5-11 beschriebenen Schritte ab Schritt .
● Die Anzeige „rE4“ erscheint.
– Der Zielumrichter ist kein Gerät der FR-F700-Serie oder der Parameter-Schreibschutz
im Zielumrichter ist aktiviert. Setzen Sie Parameter 160 „Benutzergruppen lesen“ auf „0“
und stellen Sie dann den Parameter-Schreibschutz über Parameter 77 auf „0“ oder „2“.
● Die Anzeige „CP“ und „0.00“ erscheinen abwechselnd.
– Der Fehler tritt auf, wenn Parameter von einem Frequenzumrichter der Leistungklasse
01160 oder kleiner in einen Frequenzumrichter der Leistungklasse 01800 oder größer
kopiert werden.
Gehen Sie in diesem Fall wie folgt vor:
Setzen Sie Parameter 160 „Benutzergruppen lesen“ auf „0“.
Setzen Sie Parameter 989 „Alarmunterdrückung beim Kopieren von Parametern“ auf
die jeweilige Werkseinstellung.
Einstellung Pr. 989
01160 oder kleiner
01800 oder größer
10
100
Setzen Sie die Parameter 9, 30, 51, 52, 54, 56, 57, 70, 72, 80, 90, 158, 190 bis 196
und 893 zurück.
FR-F700 EC
5 - 17
Parameter kopieren und vergleichen
5.10.2
Grundeinstellungen
Parameter vergleichen
Die Parameterwerte im Quellumrichter werden mit denen im Zielumrichter verglichen.
Vorgehensweise
Anzeige
Schließen Sie die Bedieneinheit an den
Frequenzumrichter an, dessen Parameter Sie mit
denen in der Bedieneinheit vergleichen möchten.
Der Anschluss darf nur während eines Stopps
erfolgen.
Nach dem Einschalten der Spannungsversorgung
erscheint die Startanzeige.
Betätigen Sie die Taste MODE, um das Menü zur
Einstellung von Parametern aufzurufen.
Die zuletzt eingelesene
Parameternummer
erscheint.
Stellen Sie den Parameter „PCPY“ (Parameter
kopieren) durch Drehen des Digital-Dials ein.
Betätigen Sie die Taste SET, um den aktuellen Wert
anzuzeigen. Die Werkseinstellung „0“ erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „3“ (Parameter
vergleichen) erscheint.
Betätigen Sie die Taste SET, um die Parametereinstellungen zu vergleichen.
Der Wert blinkt für
ca. 30 s.
앫 Bei unterschiedlichen Parametern werden
abwechselnd die Parameternummer und „rE3“
angezeigt.
앫 Betätigen Sie die Taste SET zur Bestätigung.
blinkt
Stimmen die Parameter der beiden Frequenzumrichter überein, erscheinen abwechselnd die
Anzeigen „PCPY“ und „3“.
Die Anzeige wechselt, wenn die
Parameter übereinstimmen.
I001116E
Abb. 5-12: Parameter vergleichen
Mögliche Fehler:
● Die Anzeige „rE3“ erscheint.
– Die eingestellten Frequenzen o.Ä. der beiden Frequenzuimrichter weichen voneinander
ab. Prüfen Sie die Frequenzen.
HINWEIS
5 - 18
Ist der Zielumrichter kein Frequenzumrichter der FR-F700-Serie, erfolgt die Fehlermeldung
„rE4“.
Parameter
Übersicht der Parameter
6
Parameter
6.1
Übersicht der Parameter
In der Werkseinstellung ist Parameter 160 auf „9999“ eingestellt. Damit lässt der Umrichter nur den
Zugriff auf die in der nachstehenden Tabelle mit  markierten Parameter zu. Soll der Zugriff auf
andere oder alle Parameter erfolgen, muss vorher der Parameter 160 auf „0“ eingestellt werden.
Die grau unterlegten Parameter können auch während des Umrichterbetriebs und der werksseitigen Einstellung des Parameter-Schreibschutzes (Pr. 77 = 0) eingestellt werden.
.......... Die Daten hängen vom Herstellungsdatum ab (siehe auch Anhang A.7)
Parameter
kopieren
Parameter
Manuelle Drehmomentanhebung
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
0
 Drehmomentanhebung (manuell)
46
Minimale/maximale Frequenz
Bedeutung
2. manuelle Drehmomentanhebung
Schrittweite
0,1 %
0,1 %
Werkseinstellung
6/4/3/
2/1,5/1 *
9999
Einstellbereich
Beschreibung
0–30 %
Ausgangsspannung bei 0 Hz in %
* Die Werkseinstellung hängt von
der Leistungsklasse des Frequenzumrichters ab:
WerkseinLeistungsklasse
stellung
00023
6%
00038–00083
4%
00125/00170
3%
00250–00770
2%
00930/01160
1,5 %
01800 oder größer
1%
0–30 %
Drehmomentanhebung bei eingeschaltetem RT-Signal
9999
Drehmomentanhebung deaktiviert
✔
✔
✔
✔
✔
Einstellung beim Betrieb über
120 Hz
* Die Werkseinstellung hängt von
der Leistungsklasse des Fre120–400 Hz
quenzumrichters ab:
(01160 oder kleiner/
01800 oder größer)
✔
✔
✔
0–400 Hz
Einstellung der Frequenz, bei der
der Motor das Nenndrehmoment
erzeugt (50/60 Hz)
✔
✔
✔
0–1000 V
Maximale Ausgangsspannung des
Frequenzumrichters
✔
✔
✔
✔
✔
✔
0–120 Hz
2
Ausgangs Minimale
frequenz
0,01 Hz
0 Hz
0–120 Hz
Einstellung der minimalen Ausgangsfrequenz
Basisfrequenz
 V/f-Kennlinie
(Basisfrequenz)
19
47
Maximale Ausgangsspannung
2. V/f-Kennlinie
0,01 Hz
0,1 V
0,01 Hz
50 Hz
8888
9999
8888
Maximale Ausgangsspannung =
95 % der Eingangsspannung
9999
Maximale Ausgangsspannung =
Eingangsspannung
0–400 Hz
Basisfrequenz bei eingeschaltetem RT-Signal
9999
Tab. 6-1:
FR-F700 EC
6-30
✔
120/
60 Hz *
Ref.seite
✔
✔
0,01 Hz
3
✔
✔
Ausgangs Maximale
frequenz
120/
60 Hz *
✔
✔
1
Hochgeschwindigkeits0,01 Hz
Frequenzgrenze
Alle
Parameter
löschen
✔: möglich
—: nicht möglich
Einstellung der maximalen Ausgangsfrequenz
* Die Werkseinstellung hängt von
der Leistungsklasse des Frequenzumrichters ab:
(01160 oder kleiner/
01800 oder größer)
18
Parameter
löschen
6-45
6-49
2. V/f-Kennlinie deaktiviert
Übersicht der Parameter (1)
6-1
Übersicht der Parameter
Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
Schrittweite
Werkseinstellung
Einstellbereich
Beschreibung
Alle
Parameter
löschen
✔: möglich
—: nicht möglich
4
 Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl-RH
0,01 Hz
50 Hz
0–400 Hz
Drehzahl bei eingeschaltetem
RT-Signal
✔
✔
✔
5
 Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl-RM
0,01 Hz
30 Hz
0–400 Hz
Drehzahl bei eingeschaltetem
RM-Signal
✔
✔
✔
6
 Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl-RL
0,01 Hz
10 Hz
0–400 Hz
Drehzahl bei eingeschaltetem
RL-Signal
✔
✔
✔
Die Drehzahlen 4–15 werden
durch eine Kombination der
Signale RH, RM, RL und REX
angewählt.
9999: keine Auswahl
✔
✔
✔
✔
✔
✔
0–3600/
360 s
Einstellung der Beschleunigungszeit
* Die Werkseinstellung hängt von
der Leistungsklasse des Frequenzumrichters ab:
(00170 oder kleiner/00250
oder größer)
✔
✔
✔
0–3600/
360 s
Einstellung der Bremszeit
* Die Werkseinstellung hängt von
der Leistungsklasse des Frequenzumrichters ab:
(00170 oder kleiner/00250
oder größer)
✔
✔
✔
1–400 Hz
Einstellung der Bezugsfrequenz für
die Beschleunigungs-/Bremszeit
Die Beschleunigungs-/Bremszeit
entspricht der Zeit zwischen Stillstand und dem in Pr. 20 eingestellten Wert.
✔
✔
✔
0
Schrittweite:
0,1 s
Einstellbereich:
0–3600 s
✔
✔
✔
1
Schrittweite:
0,01 s
Einstellbereich:
0–360 s
✔
✔
✔
7
Beschleunigungs-/Bremszeit
8
24
–
27
4. bis 7. Drehzahl-/
Geschwindigkeitsvorwahl
0,01 Hz
9999
0–400 Hz/
9999
232
–
239
8. bis 15. Drehzahl-/
Geschwindigkeitsvorwahl
0,01 Hz
9999
0–400 Hz/
9999
 Beschleunigungszeit
 Bremszeit
20
21
Tab. 6-1:
6-2
Bedeutung
Parameter
löschen
Bezugsfrequenz für
Beschleunigungs-/
Bremszeit
Schrittweite für
Beschleunigung/
Verzögerung
0,1/
0,01 s
0,1/
0,01 s
0,01 Hz
5/15 s *
10/30 s *
50 Hz
1
0
Einstellung der
Schrittweite und
des Einstellbereiches für die Beschleunigungs-/
Bremszeit
6-54
6-66
44
2. Beschleunigungs-/
Bremszeit
0,1/
0,01 s
5s
0–3600/
360 s
Einstellung der Beschleunigungs-/
Bremszeit bei eingeschaltetem RTSignal
✔
✔
✔
45
2. Bremszeit
0,1/
0,01 s
9999
0–3600/
360 s
Einstellung der Bremszeit bei eingeschaltetem RT-Signal
✔
✔
✔
9999
Beschleunigungszeit = Bremszeit
✔
✔
✔
Übersicht der Parameter (2)
Ref.seite
Parameter
Übersicht der Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
für
 Stromeinstellung
elektr. Motorschutz
Schrittweite
0,01/
0,1 A *
Werkseinstellung
Nennstrom
Motorschutz
9
Bedeutung
51
2. Stromeinstellung für
elektr. Motorschutz
DC-Bremsung
(Startfrequenz)
10
0,01/
0,1 A *
0,01 Hz
9999
3 Hz
Einstellbereich
DC-Bremsung
(Zeit)
0,1 s
9999
2. Stromeinstellung für elektr.
Motorschutzschalter deaktiviert
0–120 Hz
Einstellung der Startfrequenz für
die DC-Bremsung
LastkennStartfrequenz
linienwahl
Tippbetrieb
12
DC-Bremsung
(Spannung)
0,1 %
4/2/1 % *
8888
Die DC-Bremsung ist während der
Ansteuerung der Klemme X13
aktiv.
13
Startfrequenz
0,01 Hz
0,5 Hz
0,1–30 %
0–60 Hz
0,0–10,0 s
571
Startfrequenz-Haltezeit
14
Auswahl der Lastkennlinie
15
Tipp-Frequenz
16
Tab. 6-1:
FR-F700 EC
Beschl.-/Bremszeit
im Tippbetrieb
0,1 s
9999
1
1
0,01 Hz
5 Hz
0,1/
0,01 s
0,5 s
✔
✔
6-76
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
DC-Bremsung deaktiviert
0,1–10 s
0
✔
Ref.seite
Startfrequenz ≤ Pr. 13
Einstellung der Einschaltdauer der
DC-Bremsung
0,5 s
DC-Bremsung
11
✔: möglich
—: nicht möglich
Aktiv bei eingeschaltetem RTSignal
Einstellung des Motornennstroms
* Die Werkseinstellung hängt von
0–500/
0–3600 A *
der Leistungsklasse des Frequenzumrichters ab:
(01160 oder kleiner/
01800 oder größer)
0
Alle
Parameter
löschen
Beschreibung
Einstellung des Motornennstroms
* Die Werkseinstellung hängt von
der Leistungsklasse des Fre0–500/
0–3600 A *
quenzumrichters ab:
(01160 oder kleiner/
01800 oder größer)
9999
Parameter
löschen
6-83
DC-Bremsung deaktiviert
Höhe der getakteten Gleichspannung in Prozent der Motor-Nennspannung (Bremsmoment)
* Die Werkseinstellung hängt von
der Leistungsklasse des Frequenzumrichters ab:
(00170 oder kleiner/
00250–01160/
01800 oder größer)
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
Einstellung der Startfrequenz
Haltezeit für die mit Pr. 13 eingestellte Startfrequenz
9999
Haltefunktion deaktiviert
0
Konstantes Lastmoment
1
Quadratisches Lastmoment
0–400 Hz
Einstellung der Frequenz für den
Tippbetrieb
✔
✔
✔
0–3600/
360 s
Einstellung der Beschleunigungs-/
Bremszeit für den Tippbetrieb
Die Einstellung bezieht sich auf die
in Pr. 20 festgelegte Referenzfrequenz (Werkseinstellung: 60 Hz).
Die Beschleunigungszeit ist gleich
der Bremszeit.
✔
✔
✔
6-70
6-51
6-57
Übersicht der Parameter (3)
6-3
Übersicht der Parameter
Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
MRSFunktionsauswahl
—
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
Bedeutung
MRS-Funktionsauswahl
17
18
Siehe Pr. 1 und Pr. 2
19
Siehe Pr. 3
20
21
Siehe Pr. 7 und Pr. 8
22
Strombegrenzung
Schrittweite
Werkseinstellung
1
0
0,1 %
110 %
Einstellbereich
Strombegrenzung bei
erhöhter Frequenz
23
48
Überstromschutzfunktion
49
2. Stromgrenze
Arbeitsbereich der
2. Stromgrenze
66
Startfrequenz für
Stromgrenze bei
erhöhter Frequenz
148
0,1 %
0,1 %
0,01 Hz
9999
110 %
0 Hz
2
Öffner
Überlagerung des
Frequenzsollwerts
24
–
27
28
Tab. 6-1:
6-4
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
Auswahl. ob die
Spannung während der Strombegrenzung
reduziert wird
✔
✔
✔
In Abhängigkeit des Betriebs
(Beschleunigung/Verzögerung)
kann die Stromgrenze deaktiviert
werden.
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
0
Strombegrenzung deaktiviert
Einstellung der Stromgrenze
Herabsetzung der Strombegrenzung bei hohen Frequenzen oberhalb der Motor-Basisfrequenz
9999
Konstante Stromgrenze (Pr. 22)
0
2. Strombegrenzung deaktiviert
0,1–120 %
Einstellung der 2. Stromgrenze
0
2. Strombegrenzung deaktiviert
Einstellung des Arbeitsbereiches
0,01–400 Hz der in Pr. 48 eingestellten Stromgrenze
9999
Pr. 48 ist bei eingeschaltetem RTSignal deaktiviert.
Einstellung der Frequenz bei der
die Strombegrenzung einsetzt
0–400 Hz
Strombegrenzung bei
0 V Eingangsspannung
0,1 %
110 %
0–120 %
149
Strombegrenzung bei
10 V Eingangsspannung
0,1 %
154
Spannungsreduzierung bei Strombegrenzung
1
1
156
Anwahl der
Strombegrenzung
1
0
157
Wartezeit OL-Signal
0,1 s
0s
0–120 %
Einstellung der Stromgrenze durch
eine analoges Signal an Klemme 1
0
Reduziert
1
Nicht
reduziert
0–31/100/
101
0–25 s
Ref.seite
6-100
Analoges Eingangssignal
0–150 %
9999
—
✔
0,1–120 %
50 Hz
120 %
✔: möglich
—: nicht möglich
Schließer
0,01 Hz
Alle
Parameter
löschen
Beschreibung
0
9999
Parameter
löschen
Wartezeit bis zur Ausgabe des
OL-Signals
6-35
Das OL-Signal ist deaktiviert
Siehe Pr. 4 bis Pr. 6
Überlagerung der Festfrequenzen
1
Übersicht der Parameter (4)
0
0
Keine Überlagerung
1
Überlagerung
6-61
Parameter
Übersicht der Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Beschleunigungs-/Bremskennlinie
und Getriebespielkompensation
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
29
Bedeutung
Beschleunigungs-/
Bremskennlinie
Schrittweite
Werkseinstellung
1
0
Einstellbereich
1
S-förmige Beschleunigungs-/
Bremskennlinie, Muster A
2
S-förmige Beschleunigungs-/
Bremskennlinie, Muster B
3
Getriebespielkompensation
6
Beschleunigungs-/Bremskennlinie
für quadratisches Lastmoment
141
Kompensationszeit der
Beschleunigung
0,1 s
0,5 s
0–360 s
142
Frequenzschwelle für
Verzögerungsstopp
0,01 Hz
1 Hz
0–400 Hz
143
Kompensationszeit der
Verzögerung
0,1 s
0,5 s
0–360 s
1 Hz
0–400 Hz
Auswahl Bremseinheit
0, 10, 20
Auswahl eines generatorischen Bremskreises
30
Vermeidung von
Resonanzerscheinungen
0
1, 11, 21
2
70
Geschwindigkeitsund Drehzahlanzeige
1
Generatorischer
Bremszyklus
✔: möglich
—: nicht möglich
Lineare Beschleunigungs-/Bremskennlinie
0,01 Hz
140
0,1 %
0%
0–10 %
31
Frequenzsprung 1A
0,01 Hz
9999
0–400 Hz/
9999
32
Frequenzsprung 1B
0,01 Hz
9999
0–400 Hz/
9999
Alle
Parameter
löschen
Beschreibung
0
Frequenzschwelle für
Beschleunigungsstopp
Parameter
löschen
Einstellung von Frequenz und
Dauer der Unterbrechung der
Beschleunigung/Bremsung
Die Parameter sind bei einer Einstellung des Parameters 29 auf „3“
wirksam.
01160 oder
kleiner
01800 oder
größer
Externe
Bremseinheit
Keine externe
Bremseinheit
—
Externe Bremseinheit MT-BU5,
Rückspeiseeinheit MT-RC
✔
✔
✔
6-72
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
6-86
Rückspeise-/Filtereinheit FR-HC,
MT-HC, Ein-/Rückspeiseeinheit
FR-CV
Einstellung der relativen Einschaltdauer des Bremswiderstandes
Eine Einstellung ist ab Leistungsklasse 01800 möglich.
Einstellung der Frequenzsprünge
1A bis 1B, 2A bis 2B und 3A bis 3B
zur Vermeidung von Resonanzerscheinungen
9999: Funktion deaktiviert
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
33
Frequenzsprung 2A
0,01 Hz
9999
0–400 Hz/
9999
34
Frequenzsprung 2B
0,01 Hz
9999
0–400 Hz/
9999
35
Frequenzsprung 3A
0,01 Hz
9999
0–400 Hz/
9999
✔
✔
✔
36
Frequenzsprung 3B
0,01 Hz
9999
0–400 Hz/
9999
✔
✔
✔
37
Geschwindigkeitsanzeige
1
0
✔
✔
✔
144
Tab. 6-1:
FR-F700 EC
Umschaltung der
Geschwindigkeitsanzeige
0
1
4
Ref.seite
6-47
Anzeige der Frequenz
1–9998
Einstellung der Arbeitsgeschwindigkeit bei 60 Hz
0/2/4/6/
8/10/102/
104/106/
108/110
Anzahl der Motorpole zur Anzeige
der Motordrehzahl
6-122
✔
✔
✔
Übersicht der Parameter (5)
6-5
Übersicht der Parameter
Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Einstellung der
Kontrollsignale (SU, FU, FU2)
—
—
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
Werkseinstellung
Einstellbereich
Beschreibung
0,1 %
10 %
0–100 %
Schaltpunkt für die Ausgabe des
SU-Signals
✔
✔
✔
0,01 Hz
6 Hz
0–400 Hz
Schaltpunkt für die Ausgabe des
FU-Signals
✔
✔
✔
0–400 Hz
Schaltpunkt für die Ausgabe des
FU-Signals bei Linkslauf
Soll-/Istwertvergleich
(SU-Ausgang)
42
Ausgangsfrequenzüberwachung
(FU-Ausgang)
43
Frequenzüberwachung
bei Linkslauf
0,01 Hz
2. Frequenzüberwachung
0,01 Hz
50
44
45
Siehe Pr. 7 und Pr. 8
46
Siehe Pr. 0
47
Siehe Pr. 3
48
49
Siehe Pr. 22 und Pr. 23
50
Siehe Pr. 41 bis Pr. 43
51
Siehe Pr. 9
52
Anzeige an der
Bedieneinheit
Anzeigefunktionen
171
268
Zurücksetzen des
Betriebsstundenzählers
Anzeige der
Nachkommastellen
9999
9999
1
1
✔
✔
✔
Wie in Pr. 42 eingestellt
Schaltpunkt für die Ausgabe des
FU2-Signals
✔
✔
✔
0
0/5/6/
8–14/17/
20/23–25/
50–57/100
Auswahl der Anzeige auf der
Bedieneinheit
Die Einstellung des Werts „9“ ist
ab Leistungsklasse 01800 möglich
✔
✔
✔
—
—
✔
—
—
—
✔
✔
✔
0
Wattstundenzähler löschen
10
Maximalwert bei Anzeige über
serielle Kommunikation zwischen
0 und 9999 kWh einstellen
9999
Maximalwert bei Anzeige über
serielle Kommunikation zwischen
0 und 65535 kWh einstellen
0/9999
Durch die Einstellung „0“ wird der
Betriebsstundenzähler gelöscht.
Die Einstellung „9999“ ist unwirksam.
0
Der ganzzahlige Wert der gewählten Betriebsgröße wird angezeigt.
1
Anzeige der Betriebsgröße mit
einer Schrittweite von 0,1
9999
9999
9999
Keine Festlegung der Nachkommastellen
563
Überschreitung der
Einschaltdauer
1
0
0–65535
Anzeige der Einschaltdauer oberhalb von 65535 h
Der Wert kann ausschließlich gelesen werden.
—
—
—
564
Überschreitung der
Betriebsdauer
1
0
0–65535
Anzeige der Betriebsdauer oberhalb von 65535 h
Der Wert kann ausschließlich gelesen werden.
—
—
—
0–4
Anzahl der Stellen für die Verschiebung des Kommas
Bei Überschreitung des Maximalwerts wird der Wert begrenzt
✔
✔
✔
9999
Keine Verschiebung
Bei Überschreitung des Maximalwerts wird der Zähler gelöscht.
Verschiebung des
Kommas bei der
Energieanzeige
1
9999
Übersicht der Parameter (6)
Ref.seite
6-114
0–400 Hz
1
1
✔: möglich
—: nicht möglich
30 Hz
9999
891
Tab. 6-1:
Zurücksetzen des
Wattstundenzählers
Alle
Parameter
löschen
Schrittweite
41
170
6-6
Bedeutung
Parameter
löschen
6-124
Parameter
Übersicht der Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Bedeutung
Schrittweite
Werkseinstellung
Einstellbereich
1–3/5/6/
8–14/17/21/
24/50/52/53
54
Ausgabe CA-Klemme
1
1
55
Bezugsgröße für
externe Frequenzanzeige
0,01 Hz
50 Hz
56
Bezugsgröße für
externe Stromanzeige
0,01/
0,1 A *
Nennstrom
158
Ausgabe AM-Klemme
1
1
867
AM-Ausgangsfilter
0,01 s
0,01 s
869
Filter für Ausgangsstrom
0,01 s
0,02 s
57
Synchronisationszeit
nach Netzausfall
0,1 s
9999
58
Pufferzeit bis zur
autom. Synchronisation
0,1 s
1s
Automatischer Wiederanlauf nach Netzausfall
1
0
1. Pufferzeit für autom.
Wiederanlauf
1. Ausgangsspannung
für autom. Wiederanlauf
0,1 s
0s
0,1 %
0%
Wiederanlauf nach Netzausfall
Ausgabe CA- und AM-Klemme
Funktion
162
163
164
165
Strombegrenzung bei
Wiederanlauf
0,1 %
110 %
299
Drehrichtungserfassung beim Wiederanlauf
1
9999
611
Beschleunigungszeit
beim Wiederanlauf
0,1 s
5/15 s *
Tab. 6-1:
FR-F700 EC
Parameter
löschen
Alle
Parameter
löschen
Beschreibung
Wahl der Betriebsgröße zur Ausgabe an der CA-Klemme
Die Einstellung des Werts „9“ ist ab
Leistungsklassen 01800 möglich
Frequenzbezogene Bezugsgröße
0–400 Hz zur Ausgabe des Maximalwertes
an der CA- und AM-Klemme
Strombezogene Bezugsgröße zur
Ausgabe des Maximalwertes an
der CA- und AM-Klemme
* Die Werkseinstellung hängt von
0–500/
der Leistungsklasse des Fre0–3600 A *
quenzumrichters ab:
(01160 oder kleiner/01800
oder größer)
Wahl der Betriebsgröße zur Aus1–3/5/6/
an der AM-Klemme
8–14/17/21/ gabe
Die Einstellung des Werts „9“ ist ab
24/50/52/53 Leistungsklassen 01800 möglich
Einstellung des Ausgangsfilters für
0–5 s
die AM-Klemme
Einstellung des Filters für den
0–5 s
Stromausgang
Wirksame Synchronisationszeiten:
00038 oder kleiner:............. 0,5 s,
0
00052–00170: ....................... 1 s,
00250–01160: .................... 3,0 s,
01800 oder größer:.............. 5,0 s
Einstellung der Synchronisationszeit nach einem Netzausfall
* Die Werkseinstellung hängt von
0,1–5 s/
der Leistungsklasse des Fre0,1–30 s *
quenzumrichters ab:
(01160 oder kleiner/01800
oder größer)
9999
Kein Wiederanlauf
Einschaltzeit der Ausgangsspan0–60 s
nung beim Wiederanlauf
0
Ausgangsfrequenz wird erfasst
Ausgangsfrequenz wird nicht er1
fasst (mit Spannungsreduzierung)
Bei jedem Start wird die Aus10
gangsfrequenz erfasst
Ausgangsfrequenz wird nicht
11
erfasst. Bei jedem Start erfolgt
eine Spannungsreduzierung.
Zeit
für die Spannungsanhebung
0–20 s
bei einem Wiederanlauf
Die Einstellung ist entsprechend
0–100 % der Last (Massenträgheitsmoment) vorzunehmen.
Einstellung der Strombegrenzung
0–120 % beim Wiederanlauf, wenn der
Nennstrom 100 % entspricht.
0
Keine Drehrichtungserfassung
1
Drehrichtungserfassung
Drehrichtungserfassung bei
Pr. 78 = 0
9999
Keine Drehrichtungserfassung bei
Pr. 78 = 1 oder 2
Beschleuni* Die Werkseinstellung hängt
0–3600 s gungszeit
beim Wiedervon der Leisanlauf
tungsklasse
des FrequenzBremszeit
umrichters ab:
beim Wieder(01160 oder
9999
anlauf = norkleiner/01800
male Bremszeit (z.B. Pr. 7) oder größer)
✔: möglich
—: nicht möglich
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
Ref.seite
6-131
6-138
Übersicht der Parameter (7)
6-7
Übersicht der Parameter
Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
Bedeutung
Schrittweite
Werkseinstellung
Einstellbereich
Parameter
löschen
Alle
Parameter
löschen
Beschreibung
✔: möglich
—: nicht möglich
Ref.seite
Funktion der Frequenzwert
Klemmen RH,
speichern
RM und RL
Schutzfunktion für automatischen Wiederanlauf
(nach Alarm)
Energiesparfunktion
Digitales Motorpotentiometer
0
1
Anwahl des digitalen
Motorpotentiometers
59
60

Auswahl der Energiesparfunktion
Auswahl der Schutzfunktion für automatischen Wiederanlauf
65
0
1
0
1
0
67
Anzahl der Wiederanlaufversuche
Nein
3
Nein
13
Nein (Beim Ausschalten der Signale
STF/STR wird der
Frequenzwert
gelöscht.)
0
Normalbetrieb
4
Energiesparbetrieb
9
Optimaler Erregerstrom (OEC)
Auswahl der Schutzfunktion, nach
deren Auftreten ein Wiederanlauf
erfolgen soll
6-62
✔
✔
✔
6-159
✔
✔
✔
✔
✔
✔
Kein Wiederanlauf
1–10
Einstellung der Wiederanlaufversuche
Die Fehlermeldung wird nicht ausgegeben.
101–110
Einstellung der Wiederanlaufversuche (Die Anzahl ergibt sich aus
dem Einstellwert minus 100.
Die Fehlermeldung wird ausgegeben.
0
✔
Ja
12
0–5
✔
6-153
Wartezeit für automatischen Wiederanlauf
0,1 s
1s
0–10 s
Einstellung der Wartezeit bis zum
Wiederanlauf
✔
✔
✔
69
Registrierung der automatischen Wiederanläufe
1
0
0
Rücksetzen der Anzahl der automatischen Wiederanlaufversuche
✔
✔
✔
✔
✔
✔
—
Siehe Pr. 65
—
70
Siehe Pr. 30
Tab. 6-1:
Digitales
Motorpotentiometer
✔
68
Siehe Pr. 22 und Pr. 23
71
1
Ja
Nein (Beim Ausschalten der Signale
STF/STR wird der
Frequenzwert
gelöscht.)
0
67
–
69
Motorauswahl
1
—
2
11
66
6-8
Geschwindigkeits-/Drehzahlvorwahl
Motorauswahl
1
Übersicht der Parameter (8)
0
0
Selbstbelüfteter Motor
1
Fremdbelüfteter Motor
2
Selbstbelüfteter Motor mit flexibler
5-Punkt-V/f-Kennlinie
20
Mitsubishi-Sondermotor SF-JR 4P
(1,5 kW oder kleiner)
6-82
Parameter
Übersicht der Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
PWM-Funktion
72
PWM-Funktion
240
260
Sollwert-Eingangsdaten
Soft-PWM-Einstellung
Regelung der PWMTrägerfrequenz
Festlegung der Sollwert-Eingangsdaten
73
Schrittweite
Werkseinstellung
1
2
1
1
1
Einstellbereich
Beschreibung
0–15/
0–6/25 *
Einstellung der Trägerfrequenz
Der eingestellte Wert wird in kHz
angezeigt. Der Wert „0“ entspricht
dabei 0,7 kHz, der Wert „15“ entspricht 14,5 kHz und der Wert 25
entspricht 2,5 kHz
* Die Werkseinstellung hängt von
der Leistungsklasse des Frequenzumrichters ab:
(01160 oder kleiner/01800
oder größer)
✔: möglich
—: nicht möglich
0
Soft-PWM deaktiviert
1
Bei einer Einstellung des Pr. 72
zwischen „0“ und „5“ („0“ und „4“
für 01800 oder größer) ist die
Soft-PWM aktiv.
0
Die Trägerfrequenz ist unabhängig
von der Last konstant.
Bei einer Einstellung der Trägerfrequenz auf ≥ 3 Hz (Pr. 73 ≥ 3) sollte
der Ausgangstrom kleiner als
85 % des Nennstromes sein.
1
Alle
Parameter
löschen
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
1
Bei steigender Last verringert sich
die Trägerfrequenz.
✔
—
✔
1
1
0–7/10–17
Auswahl der Referenzspannungen
0–5 V und 0–10 V der Klemmen 1
und 2
Offset und Drehrichtungsumkehr
können ausgewählt werden.
Größe des Überlagerungssignals an Klemme 1 für Klemme 2
0,1 %
100 %
0–100 %
Festlegung der Größe des Überlagerungssignals für Klemme 2 an
Klemme 1
✔
✔
✔
243
Größe des Überlagerungssignals an Klemme 1 für Klemme 4
0,1 %
75 %
0–100 %
Festlegung der Größe des Überlagerungssignals für Klemme 4 an
Klemme 1
✔
✔
✔
252
Offset der Überlagerung der Sollwertvorgabe
0,1 %
50 %
0–200 %
Einstellung des Offsets der Überlagerung der Sollwertvorgabe
✔
✔
✔
253
Verstärkung der Überlagerung der Sollwertvorgabe
0,1 %
150 %
0–200 %
Einstellung der Verstärkung der
Überlagerung der Sollwertvorgabe
✔
✔
✔
267
Festlegung der Sollwert-Eingangsdaten an
Klemme 4
1
0
✔
—
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
74
Tab. 6-1:
FR-F700 EC
Stromsollwert-Verlust
Sollwert-Signalfilter
1
0
Stromeingang 0/4–20 mA
1
Spannungseingang 0–5 V
2
Spannungseingang 0–10 V
1
Fällt der Eingangsstrom auf 2 mA
oder darunter, erfolgt die Ausgabe
des Signals LF. Der Frequenzumrichter setzt den Betrieb mit der
Frequenz fort, die vor Erreichen
des Stroms von 2 mA ausgegeben
wurde.
9999
1
1
9999
Keine Überwachung des Stromsollwert-Eingangs
0–8
Einstellung der Zeitkonstante für
das Filter des Analogeingangs.
Ein hoher Einstellwert hat eine
hohe Filterwirkung zur Folge.
Ref.seite
6-168
242
573
Störunterdrückung
am Analogeingang
Bedeutung
Parameter
löschen
6-171
6-181
Übersicht der Parameter (9)
6-9
Übersicht der Parameter
Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Reversierverbot
Schreibschutzfunktion
Alarmcodeausgabe
Rücksetzbedingung/
Verbindungsfehler/PU-Stopp
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
Rücksetzbedingung/
Verbindungsfehler/
PU-Stopp
75
76
Codierte Alarmausgabe
Schreibschutz für
Parameter
77
78
Reversierverbot
 Betriebsartenwahl
Schrittweite
1
1
1
1
1
Werkseinstellung
14
0
0
0
6 - 10
Betriebsart nach Hochfahren
1
Übersicht der Parameter (10)
✔: möglich
—: nicht möglich
0
Keine codierte Alarmausgabe
1
Codierte Alarmausgabe
2
Codierte Alarmausgabe nur bei
Auftreten eines Fehlers
0
Schreiben von Parametern nur
während eines Stopps möglich
1
Schreiben von Parametern nicht
möglich
2
Schreiben von Parametern unabhängig vom Betriebszustand in
jeder Betriebsart möglich
0
Rechts- und Linkslauf möglich
1
Linkslauf nicht möglich
2
Rechtslauf nicht möglich
0
Bedieneinheit oder externe Steuerung
1
Bedieneinheit
2
Externe Steuerung
3
Frequenzvorgabe über Bedieneinheit und Startsignal von der externen Steuerung
4
Frequenzvorgabe über externe
Signale und Start über die Bedieneinheit
6
Umschaltbetrieb
7
Externe Steuerung (Betrieb über
Bedieneinheit gesperrt)
Ref.seite
✔
—
—
6-193
✔
✔
✔
6-156
✔
✔
✔
6-198
✔
✔
✔
6-200
✔
✔
✔
6-204
✔
✔
✔
6-216
Wie in Pr. 79 eingestellt
1/2
Nach dem Hochfahren: Betrieb
über Netzwerk
Ist der Parameter auf „2“ gesetzt,
wird nach einem Netzausfall die
Betriebsart vor dem Netzausfall
beibehalten.
10/12
Nach dem Hochfahren: Betrieb
über Netzwerk
Die Betriebsart kann über die
Bedieneinheit zwischen „Betrieb
über Bedieneinheit“ und „Betrieb
über Netzwerk“ umgeschaltet werden. Ist der Parameter auf „12“
gesetzt, wird nach einem Netzausfall die Betriebsart vor dem Netzausfall beibehalten.
0
Alle
Parameter
löschen
Beschreibung
Auswahl der Bedingung zum
Zurücksetzen des Frequenzumrichters, Überwachung der Verbindung zwischen Frequenzumrichter
und Bedieneinheit (FR-DU07), PUStopp-Bedingung und Rücksetzsperre (01800 oder größer)
0–3/14–17/ In der Werkseinstellung ist ein
100–103/ Rücksetzen immer möglich, es
114–117 * erfolgt keine Überwachung der
PU-Verbindung, die Stoppfunktion ist freigegeben und die Rücksetzsperre deaktiviert (01800 oder
größer)
* Die Einstellungen 100–103 und
114–117 sind nur bei Frequenzumrichtern ab 01800 möglich.
0
340
Tab. 6-1:
Einstellbereich
0
Auswahl der Betriebsart
79
Bedeutung
Parameter
löschen
Parameter
Übersicht der Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
Bedeutung
Motornennleistung für
Stromvektorregelung
0,01 kW/
0,1kW *
Werkseinstellung
9999
Vektorregelung
80
Schrittweite
Einstellbereich
90
Motorkonstante R1
0,001Ω/
0,01mΩ*
9999
✔: möglich
—: nicht möglich
✔
✔
6-33
✔
✔
✔
0–400 Hz/
9999
✔
✔
✔
Mitsubishi-Motor SF-JR/SF-HRCA
100
V/f1-Frequenz
0,01 Hz
9999
101
V/f1-Spannung
0,1 V
0V
0–1000 V
✔
✔
✔
0–400 Hz/
9999
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
102
V/f2-Frequenz
0,01 Hz
9999
103
V/f2-Spannung
0,1 V
0V
0–1000 V
104
V/f3-Frequenz
0,01 Hz
9999
0–400 Hz/
9999
105
V/f3-Spannung
0,1 V
0V
0–1000 V
106
V/f4-Frequenz
0,01 Hz
9999
0–400 Hz/
9999
✔
✔
✔
107
V/f4-Spannung
0,1 V
0V
0–1000 V
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
108
109
71
Tab. 6-1:
FR-F700 EC
V/f5-Frequenz
0,01 Hz
9999
0–400 Hz/
9999
V/f5-Spannung
0,1 V
0V
0–1000 V
Ref.seite
✔
V/f-Regelung wird ausgeführt.
Widerstand der Primärwicklung
(In der Regel ist keine Einstellung
notwendig.)
* Die Werkseinstellung hängt von
0–50 Ω/
0–400 mΩ*
der Leistungsklasse des Frequenzumrichters ab:
(01160 oder kleiner/01800
oder größer)
9999
Flexible 5-Punkt-V/f-Kennlinie
Alle
Parameter
löschen
Beschreibung
Stellen Sie zur Aktivierung der
Vektorregelung die Motorkapazität ein.
0,4–55 kW/ * Die Werkseinstellung hängt von
0–3600 kW *
der Leistungsklasse des Frequenzumrichters ab:
(01160 oder kleiner/01800
oder größer)
9999
Parameter
löschen
Einstellung der Punkte (Frequenz/
Spannung) der V/f-Kennlinie
9999: keine V/f-Einstellung
6-52
Siehe Seite 6-8
Übersicht der Parameter (11)
6 - 11
Übersicht der Parameter
Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
Bedeutung
117
Stationsnummer
(PU-Schnittstelle)
118
Übertragungsrate
(PU-Schnittstelle)
119
Kommunikation
120
121
Stoppbitlänge/
Datenlänge
(PU-Schnittstelle)
Paritätsprüfung
(PU-Schnittstelle)
Anzahl der Wiederholungsversuche
(PU-Schnittstelle)
Werkseinstellung
Einstellbereich
1
0
0–31
Einstellung der Stationnummer,
wenn mehr als ein Frequenzumrichter an einen PC angeschlossen
werden
✔
✔
✔
192
48/96/
192/384
Der Einstellwert × 100 entspricht
der Übertragungsrate.
(Bsp.: Eine Einstellung von 192
entspricht einer Übertragungsrate
von 19200 Baud.)
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
1
1
1
1
Stoppbitlänge: 2 Bits
Datenlänge: 8 Bits
10
Stoppbitlänge: 1 Bit
Datenlänge: 7 Bits
11
Stoppbitlänge: 2 Bits
Datenlänge: 7 Bits
0
Keine Paritätsprüfung
1
Prüfung auf ungerade Parität
2
Prüfung auf gerade Parität
0–10
1
0,1 s
1
9999
Tab. 6-1:
6 - 12
Antwort-Wartezeit
(PU-Schnittstelle)
1
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
Keine Übertragung über die
PU-Schnittstelle
Keine Zeitüberwachung
0–150 ms
9999
Einstellung mit Kommunikationsdaten
Ref.seite
6-234
Beim Auftreten von Fehlern schaltet der Frequenzumrichter nicht
automatisch ab.
Einstellung der Wartezeit, die nach
Datenerhalt des Frequenzumrichters bis zur Antwort vergeht.
9999
Übersicht der Parameter (12)
Anzahl der Wiederholungsversuche bei fehlerhafter Übertragung
Wird der eingestellte Wert durch
die Fehlerhäufigkeit überschritten,
stoppt der Frequenzumrichter mit
einer Fehlermeldung.
Eingabe des Zeitintervalls der
Datenübertragung in Sekunden.
Werden während des zulässigen
0,1–999,8 s
Zeitintervalls keine Daten übertragen, so erfolgt eine Fehlermeldung.
9999
123
✔: möglich
—: nicht möglich
Stoppbitlänge: 1 Bit
Datenlänge: 8 Bits
1
2
Beschreibung
0
0
122
Alle
Parameter
löschen
Schrittweite
9999
Zeitintervall der Datenkommunikation
(PU-Schnittstelle)
Parameter
löschen
Parameter
Übersicht der Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
CR-/LF-Prüfung
(PU-Schnittstelle)
124
Kommunikation
Bedeutung
Schrittweite
Werkseinstellung
Einstellbereich
0
CR-/LF-Anweisung deaktiviert
1
1
1
CR-Anweisung aktiviert
2
CR-/LF-Anweisung aktiviert
Parameter
löschen
Alle
Parameter
löschen
Beschreibung
✔: möglich
—: nicht möglich
✔
✔
✔
✔
✔
✔
331
Stationsnummer
(2. serielle Schnittstelle)
1
0
0–31
(0–247)
Einstellung der Stationsnummer
(siehe Pr. 117) Ist Pr. 551 auf „1“
gesetzt (Modbus-RTU-Protokoll),
gilt der in Klammern angegebene
Einstellbereich.
332
Übertragungsrate
(2. serielle Schnittstelle)
1
96
3/6/12/24/
48/96/192/
384
Übertragungsrate (siehe Pr. 118)
✔
✔
✔
333
Stoppbitlänge/Datenlänge (2. serielle
Schnittstelle)
1
1
0/1/10/11
Stoppbitlänge und Datenlänge
(siehe Pr. 119)
✔
✔
✔
334
Paritätsprüfung
(2. serielle Schnittstelle)
1
2
0/1/2
Paritätsprüfung (siehe Pr. 120)
✔
✔
✔
335
Anzahl der Wiederholungsversuche
(2. serielle Schnittstelle)
1
1
0–10/9999
Anzahl der Wiederholungsversuche bei fehlerhafter Übertragung
(siehe Pr. 121)
✔
✔
✔
0
Eine Kommunikation über die
2. serielle Schnittstelle ist möglich. Im NET-Betrieb stoppt der
Frequenzumrichter und gibt eine
Fehlermeldung auf.
✔
✔
✔
336
Zeitintervall der Datenkommunikation
(2. serielle Schnittstelle)
0,1 s
0s
Eingabe des Zeitintervalls der
0,1–999,8 s Datenübertragung in Sekunden
(siehe Pr. 122).
9999
6-234
Keine Zeitüberwachung
337
Antwort-Wartezeit
(2. serielle Schnittstelle)
1
9999
0–150 ms/
9999
Einstellung der Wartezeit, die nach
Datenerhalt des Frequenzumrichters bis zur Antwort vergeht (siehe
Pr. 123).
341
CR-/LF-Prüfung
(2. serielle Schnittstelle)
1
1
0/1/2
Aktivierung/Deaktivierung der CR-/
LF-Anweisung (siehe Pr. 124)
✔
✔
✔
0
Parameter, die im Kommunikationsbetrieb übertragen werden,
werden im E²PROM und im RAM
gespeichert.
✔
✔
✔
1
Parameter, die im Kommunikationsbetrieb übertragen werden,
werden im RAM gespeichert.
Anzeige der Anzahl der Kommunikationsfehler im Modbus-RTUBetrieb (nur lesen)
Die Anzeige erfolgt nur bei ausgewähltem Modbus-RTU-Protokoll.
—
—
—
Damit eine neue
Einstellung wirksam wird, muss
der Frequenzumrichter zurückgesetzt (aus- und
Modbus-RTU- wieder einschalProtokoll
ten) werden.
✔
✔
✔
342
343
Anwahl E²PROMZugriff
Anzahl der Kommunikationsfehler
1
1
0
0
Nur lesen
0
549
Auswahl eines Protokolls
1
0
1
Tab. 6-1:
FR-F700 EC
Ref.seite
MitsubishiProtokoll
(siehe serielle
Kommunikation)
✔
✔
✔
Übersicht der Parameter (13)
6 - 13
Übersicht der Parameter
Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Werkseinstellung
Einstellbereich
Beschreibung
0,01 Hz
50 Hz
0–400 Hz
Einstellung der Verstärkung für
Sollwert an Klemme 2 in Hz
(Maximalwert)
✔
—
✔
0,01 Hz
50 Hz
0–400 Hz
Einstellung der Verstärkung für
Sollwert an Klemme 4 in Hz
(Maximalwert)
✔
—
✔
Einheit des analogen
Eingangssignals
1
0
✔
✔
✔
C2
(902)
Offset für Sollwertvorgabe an Klemme 2
(Frequenz)
0,01 Hz
0 Hz
—
✔
C3
(902)
Offset für Sollwertvorgabe an Klemme 2
0,1 %
C4
(903)
Verstärkung für
Sollwertvorgabe an
Klemme 2
C5
(904)
Bedeutung
Verstärkung für
Sollwertvorgabe an
Klemme 2
(Frequenz)
125

126
an
 Sollwertvorgabe
Klemme 4
Verstärkung für
(Frequenz)
Kalibrierfunktionen
241
127
Anzeige in %
1
Anzeige in
V/mA
Einstellung des Offsets für Sollwert an Klemme 2 in Hz
✔
0%
0–300 %
Einstellung des Offsets für Sollwert an Klemme 2 in %
✔
—
✔
0,1 %
100 %
0–300 %
Einstellung der Verstärkung für
Sollwert an Klemme 2 in %
✔
—
✔
Offset für Sollwertvorgabe an Klemme 4
(Frequenz)
0,01 Hz
0 Hz
0–400 Hz
Einstellung des Offsets für Sollwert an Klemme 4 in Hz
✔
—
✔
C6
(904)
Offset für Sollwertvorgabe an Klemme 4
0,1 %
20 %
0–300 %
Einstellung des Offsets für Sollwert an Klemme 4 in %
✔
—
✔
C7
(905)
Verstärkung für
Sollwertvorgabe an
Klemme 4
0,1 %
100 %
0–300 %
Einstellung der Verstärkung für
Sollwert an Klemme 4 in %
✔
—
✔
0,01 Hz
9999
0–400 Hz
Einstellung der Frequenz zur
Umschaltung auf PID-Regelung
✔
✔
✔
✔
✔
✔
Automatische
Umschaltfrequenz des
PID-Reglers
9999
Keine automatische Umschaltung
10, 110
Rückwärtslauf Eingang für
Korrektursignal:
Vorwärtslauf Klemme 1
21, 121
Auswahl der Wirkrichtung der PID-Regelung
1
10
50
PID-Regelung
51
60
61
PID-Proportionalwert
0,1 %
100 %
6 - 14
Übersicht der Parameter (14)
Rückwärtslauf Eingang für Istwert: Klemme 4
Eingang für SollVorwärtslauf wert: Klemme 2
oder Pr. 133
Rückwärtslauf Vorgabe Korrektursignal: LonVorwärtslauf Works, CC-LinkNetzwerk
Keine P-Regelung
Ref.seite
6-182
Rückwärtslauf Vorgabe für Sollund Istwert: LonVorwärtslauf Works, CC-LinkNetzwerk
Der Proportionalwert entspricht
dem reziproken Wert der Proportionalverstärkung. Ist der Einstellwert klein, gibt es bei der Stellgröße große Abweichungen schon
bei kleiner Änderung der Regel0,1–1000 %
größe. Das bedeutet, dass sich bei
einem kleinen Wert in Pr. 129 die
Empfindlichkeit verbessert, die
Stabilität des Regelsystems sich
jedoch verschlechtert (Pendelerscheinungen, Instabilität).
9999
Tab. 6-1:
Auswahl der Einheit für die
Anzeige
0–400 Hz
20, 120
129
✔: möglich
—: nicht möglich
0
11, 111
128
Alle
Parameter
löschen
Schrittweite
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
Parameter
löschen
6-272
✔
✔
✔
Parameter
Übersicht der Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
130
Bedeutung
PID-Integrierzeit
Schrittweite
0,1 s
Werkseinstellung
1s
Einstellbereich
0,1–3600 s
Oberer Grenzwert für
den Istwert
0,1 %
9999
Unterer Grenzwert für
den Istwert
0,1 %
9999
Sollwertvorgabe über
Parameter
PID-Regelung
0,01 %
9999
PID-Differenzierzeit
0,01 s
9999
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
Frequenzschwelle, bei der die Ausgangsabschaltung anspricht
✔
✔
✔
Einstellung der Schwelle zur Auf900–1100 % hebung der Ausgangsabschaltung
(Pr. 577 minus 1000)
✔
✔
✔
0–100 %
0–100 %
554
Grenzwert der
Regelabweichung
Betrieb bei PID-Signal
0,1 %
1
9999
0
575
Ansprechzeit für Ausgangsabschaltung
576
Ansprechschwelle für
Ausgangsabschaltung
0,01 Hz
0 Hz
577
Ansprechschwelle zur
Aufhebung der Ausgangsabschaltung
0,1 %
1000 %
Tab. 6-1:
FR-F700 EC
0,1 s
1s
0–100,0 %
Keine Funktion
Geben Sie den unteren Grenzwert
in Pr. 132 ein. Unterschreitet der
Istwert den eingestellten Grenzwert, wird an Klemme FDN eine
Fehlermeldung ausgegeben. Der
maximale Istwert an Klemme 4
(20 mA/5 V/10 V) entspricht
100 %.
Keine Funktion
Pr. 133 legt den PID-Regler-Sollwert für den Betrieb über die
Bedieneinheit fest. Dieser gilt nur
für den Betrieb über die Bedieneinheit
Keine Funktion
6-272
Keine D-Regelung
Das Signal Y48 wird ausgegeben,
sobald der Betrag der Regelabweichung den Grenzwert der Regelabweichung überschreitet.
9999
Keine Funktion
0–3,
10–13
Auswahl des Betriebs, der bei
Erreichen des oberen oder unteren
Grenzwerts für den Istwert oder
des Grenzwerts der Regelabweichug ausgeführt werden soll. Es
kann der Betrieb für die Ausgangsabschaltung gewählt werden.
0–3600 s
Sinkt die Ausgangsfrequenz für
eine Zeitdauer, die größer als die in
Parameter 575 festgelegte
Ansprechzeit ist, unter den in
Parameter 576 eingestellten Wert,
wird der Ausgang des Frequenzumrichters abgeschaltet.
9999
Ausgangsabschaltung deaktiviert
0–400 Hz
Ref.seite
Keine I-Regelung
Geben Sie den oberen Grenzwert
in Pr. 131 ein. Übersteigt der Istwert den eingestellten Grenzwert,
wird an Klemme FUP ein Signal
ausgegeben. Der maximale Istwert
an Klemme 4 (20 mA/5 V/10 V)
entspricht 100 %.
Zeit der D-Regelung, um den gleichen Istwert zu erreichen wie bei
0,01–10,00 s einer P-Regelung
Bei steigender Differenzierzeit vergrößert sich die Empfindlichkeit.
9999
553
Bei einem kleinen Einstellwert
erreicht die Regelgröße den Sollwert eher, aber es kommt auch
leichter zum Überschwingen.
✔
0–100 %
9999
134
✔: möglich
—: nicht möglich
✔
9999
133
Beschreibung
✔
9999
132
Alle
Parameter
löschen
✔
9999
131
Parameter
löschen
Übersicht der Parameter (15)
6 - 15
Übersicht der Parameter
Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
C42
(934)
Bedeutung
Offset-Faktor für
PID-Anzeige
Schrittweite
0,01
Werkseinstellung
9999
Einstellbereich
Beschreibung
0–500,00
Einstellung des Offset-Faktors
(Minimum) für den Istwert an
Klemme 4
PID-Regelung
9999
C43
(934)
Analoger Offset für
PID-Anzeige
C44
(935)
Verstärkungs-Faktor
für PID-Anzeige
C45
(935)
Analoge Verstärkung
für PID-Anzeige
0,1 %
0,01
20 %
9999
Motorumschaltung auf
Netzbetrieb
135
Verriegelungszeit für
Leistungsschütze
136
137
Startverzögerung
Schützansteuerung bei
Frequenzumrichterfehler
Motorumschaltung auf Netzbetrieb
138
139
Übergabefrequenz
1
0,1 s
0,1 s
1
0,01 Hz
100 %
0,5 s
0,01 Hz
6 - 16
—
✔
✔
—
✔
✔
—
✔
✔
✔
✔
6-272
Anzeige in %
0–300,0 %
Einstellung der Verstärkung (Maximum) für Istwert an Klemme 4 in %
0
Motorumschaltung auf Netzbetrieb
deaktiviert
1
Motorumschaltung auf Netzbetrieb
aktiviert
0–100 s
Einstellung der Verriegelungszeit
zwischen den Leistungsschützen
MC2 und MC3
✔
✔
✔
0–100 s
Durch Pr.137 soll die Verzugszeit
von Schütz MC3 berücksichtigt
werden. Stellen Sie Pr. 137 etwas
größer als die Anzugszeit von MC3
ein.
✔
✔
✔
0
Der Frequenzumrichter schaltet
den Ausgang ab, sobald ein Fehler
auftritt.
✔
✔
✔
1
Der Frequenzumrichter schaltet bei
Auftreten eines Fehlers auf direkten
Netzbetrieb um (nicht bei Ansprechen des externen Motorschutzes).
0–60 Hz
Bei Erreichen der mit Pr. 139 eingestellten Frequenz wird der Motor
automatisch auf Netzbetrieb
umgeschaltet.
✔
✔
✔
0
9999
9999
Übersicht der Parameter (16)
✔
0–500,00
9999
Tab. 6-1:
—
Einstellung des VerstärkungsFaktors (Maximum) für den Istwert an Klemme 4
0–10 Hz
Bereich der
Übergabefrequenz
✔
Ref.seite
Anzeige in %
✔
9999
159
✔: möglich
—: nicht möglich
Einstellung des Offsets (Minimum)
für Istwert an Klemme 4 in %
0
1s
Alle
Parameter
löschen
0–300,0 %
9999
0,1 %
Parameter
löschen
Keine Umschaltung auf direkten
Netzbetrieb
Wirksam, wenn die Motorumschaltung auf Netzbetrieb aktiviert
ist (Pr. 139 ≠ 9999)
Fällt der Frequenzsollwert nach einer
Umschaltung vom Frequenzumrichterbetrieb auf Netzbetrieb um
den in Pr. 159 eingestellten Wert
unter den in Pr. 139 eingestellten
Wert, schaltet der Frequenzumrichter automatisch in den Frequenzumrichterbetrieb. Die Ausgangsfrequenz wird über den Sollwert vorgegeben. Auch beim Ausschalten
des Startsignals (STF oder STR)
erfolgt eine Umschaltung auf den
Frequenzumrichterbetrieb.
Wirksam, wenn die Motorumschaltung auf Netzbetrieb aktiviert
ist (Pr. 139 ≠ 9999)
Wird das Startsignal (STF oder
STR) nach einer Umschaltung Frequenzumrichterbetrieb auf Netzberieb ausgeschaltet, erfolgt ein
Wechsel in den Frequenzumrichterbetrieb und der Motor wird bis
zum Stillstand abgebremst.
6-291
✔
✔
✔
Parameter
Übersicht der Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Bedeutung
140
–
143
Siehe Pr. 29
144
Siehe Pr. 37
Schrittweite
Werkseinstellung
Einstellbereich
✔: möglich
—: nicht möglich
0
Japanisch
1
Englisch
2
Deutsch
3
Französisch
4
Spanisch
5
Italienisch
6
Schwedisch
7
Finnisch
—
148
149
Siehe Pr. 22 und Pr. 23
150
Überwachung des
Ausgangsstroms
151
Dauer der Ausgangsstromüberwachung
152
Nullstromüberwachung
0,1 %
5%
0–150 %
153
Dauer der Nullstromüberwachung
0,01 s
0,5 s
0–10 s
Sinkt der Ausgangsstrom für die
eingestellte Dauer unter den in
Pr. 152 eingestellten Wert, wird
das Signal Y13 ausgegeben.
Impulsdauer Y12Signal
0–10 s
Einschaltzeit des Signals Y12
0,1 s
0,1 s
9999
Das Signal Y12 bleibt bis zum
nächsten Start eingeschaltet.
Ausgangsstromüberwachung (Y12)
und Nullstromüberwachung (Y13)
145
Auswahl der Landessprache
166
167
Einschaltbedingung
RT-Signal
—
154
155
Tab. 6-1:
FR-F700 EC
Betrieb bei Ansprechen der Ausgangsstromüberwachung
1
0,1 %
0,1 s
1
1
110 %
0s
0
Alle
Parameter
löschen
Beschreibung
Auswahl der Landessprache
—
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
Parameter
löschen
✔
✔
✔
0–120 %
Einstellung der Schwelle zur Überwachung des Ausgangsstroms.
100 % entsprechen dem Frequenzumrichter-Nennstrom in der
jeweiligen Überlastfähigkeit
✔
✔
✔
0–10 s
Übersteigt der Ausgangsstrom für
die eingestellte Dauer den in
Pr. 150 eingestellten Wert, wird
das Signal Y12 augegeben.
✔
✔
✔
Einstellung der Schwelle zur Überwachung des Nullstroms.
100 % entsprechen dem Frequenzumrichter-Nennstrom in der
jeweiligen Überlastfähigkeit
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
Y12-Signal
EIN
Y13-Signal
EIN
0
Betrieb wird
fortgesetzt
Betrieb wird fortgesetzt
1
Alarmstopp
(E.CDO)
Betrieb wird fortgesetzt
10
Betrieb wird
fortgesetzt
Alarmstopp
(E.CDO)
11
Alarmstopp
(E.CDO)
Alarmstopp
(E.CDO)
0
Der zweite Parametersatz wird
direkt nach Einschalten des
Signals RT (X9) aktiv.
10
Der zweite Parametersatz wird bei
eingeschaltetem RT-Signal nur bei
Ausgabe einer konstanten Frequenz aktiv, nicht aber während
der Beschleunigungs-/Verzögerungsphase.
Ref.seite
6-328
6-116
Siehe Pr. 22 und Pr. 23
Einschaltbedingung
RT-Signal
1
0
6-102
Übersicht der Parameter (17)
6 - 17
Übersicht der Parameter
Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
156
157
—
Siehe Pr. 54 bis Pr. 56
Siehe Pr. 135 und Pr. 139
Benutzergruppen
Funktion der Bedieneinheit
Werkseinstellung
Einstellbereich
 Benutzergruppen lesen
Beschreibung
✔: möglich
—: nicht möglich
1
9999
9999
Zugriff auf alle Basisparameter
1
Zugriff nur auf Parameter einer
Benutzergruppe
0
Zugriff auf alle Parameter
(0–16)
Anzahl der Parameter, die in einer
Benutzergruppe registriert sind
(nur lesen)
9999
Löschen der registrierten Parameter aus der Benutzergruppe
✔
✔
✔
✔
—
—
Anzeige der Benutzergruppenzuordnung/
Zuordnung zurücksetzen
1
173
Parameter für
Benutzergruppe
1
9999
Parameter zur Registrierung in
0–999/9999 einer Benutzergruppe setzen
Der Wert beim Einlesen ist „9999“.
✔
—
—
174
Löschen der Parameter
aus der Benutzergruppe
1
9999
Parameter zum Löschen aus der
0–999/9999 Benutzergruppe setzen
Der Wert beim Einlesen ist „9999“.
✔
—
—
✔
—
✔
172
0
0
161
Alle
Parameter
löschen
Ref.seite
Siehe Pr. 22 und Pr. 23
159
Funktionszuweisung
des Digital-Dials/
Bedieneinheit sperren
1
1
0
10
11
162
–
165
Siehe Pr. 57 und Pr. 58
166
167
Siehe Pr. 150 bis Pr. 153
168
169
Werksparameter: nicht einstellen!
170
171
Siehe Pr. 52
172
–
174
Siehe Pr. 160
Tab. 6-1:
6 - 18
Schrittweite
158
160
—
Bedeutung
Parameter
löschen
Übersicht der Parameter (18)
FrequenzEinstellmodus Sperrfunktion
Potentiometer- deaktiviert
Modus
FrequenzEinstellmodus
Sperrfunktion
Potentiometer- aktiviert
Modus
6-201
6-329
Parameter
Übersicht der Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Funktionszuweisung der Eingangsklemmen
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
Bedeutung
Schrittweite
Werkseinstellung
Einstellbereich
60
0–8/10–14/
16/24/25/
37/60/62/
64–67/
70–72/9999
0–8/10–14/
16/24/25/
37/61/62/
64–67/
70–72/9999
178
Funktionszuweisung
STF-Klemme
179
Funktionszuweisung
STR-Klemme
1
61
180
Funktionszuweisung
RL-Klemme
1
0
181
Funktionszuweisung
RM-Klemme
1
1
182
Funktionszuweisung
RH-Klemme
1
2
183
Funktionszuweisung
RT-Klemme
1
3
184
Funktionszuweisung
AU-Klemme
1
4
185
Funktionszuweisung
JOG-Klemme
1
5
186
Funktionszuweisung
CS-Klemme
1
6
187
Funktionszuweisung
MRS-Klemme
1
24
188
Funktionszuweisung
STOP-Klemme
1
25
189
Funktionszuweisung
RES-Klemme
1
62
Tab. 6-1:
FR-F700 EC
1
0–8/10–14/
16/24/25/
37/62/
64–67/
70–72/9999
0–8/10–14/
16/24/25/
37/64–67/
70–72/9999
0–8/10–14/
16/24/25/
37/62/
64–67/
70–72/
9999
Parameter
löschen
Alle
Parameter
löschen
Beschreibung
✔: möglich
—: nicht möglich
0:
1:
2:
3:
niedrige Drehzahleinstellung
mittlere Drehzahleinstellung
hohe Drehzahleinstellung
Auswahl der zweiten
Parametersatzes
4: Funktionsauswahl Klemme 4
5: Auswahl Tippbetrieb
6: Auswahl automatischer
Wiederanlauf nach Netzausfall
7: Eingang externer Motorschutzschalter
8: Auswahl 15 Drehzahlen
10: Freigabe des Frequenzumrichterbetriebs
(FR-HC-, MT-HC- oder FR-CVAnschluss)
11: Überwachung Netzausfall
(FR-HC- oder MT-HCAnschluss)
12: externe Verriegelung des
Betriebs über die Bedieneinheit
13: Start DC-Aufschaltung
14: Freigabe der PID-Regelung
16: Umschaltung Betrieb
Bedieneinheit/externer Betrieb
24: Ausgangsabschaltung
25: Selbsthaltung des Startsignals
37: Auswahl Traverse-Funktion
60: Start Rechtslauf (kann nur der
STF-Klemme zugewiesen
werden (Pr. 178))
61: Start Linkslauf (kann nur der
STR-Klemme zugewiesen
werden (Pr. 179))
62: Frequenzumrichter
zurücksetzen
63: PTC-Thermistor-Eingang
(kann nur der AU-Klemme
zugewiesen werden (Pr. 184))
64: Auswahl Vorwärts-/Rückwärtslauf bei PID-Regelung
65: Umschaltung NET-Betrieb/
Betrieb über Bedieneinheit
66: Umschaltung externer Betrieb/
NET-Betrieb
67: Auswahl der Steuerungsart
70: Aktivierung der
DC-Einspeisung
71: Deaktivierung der
DC-Einspeisung
72: Zurücksetzen des PIDIntegralwerts
9999: keine Funktion
✔
—
✔
✔
—
✔
✔
—
✔
✔
—
✔
✔
—
✔
✔
—
✔
✔
—
✔
✔
—
✔
✔
—
✔
✔
—
✔
✔
—
✔
✔
—
✔
Ref.seite
6-97
Übersicht der Parameter (19)
6 - 19
Übersicht der Parameter
Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
Bedeutung
Schrittweite
Werkseinstellung
Einstellbereich
Parameter
löschen
Alle
Parameter
löschen
Beschreibung
✔: möglich
—: nicht möglich
Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen
0/100:
1/101:
190
Funktionszuweisung
RUN-Klemme
1
0
191
Funktionszuweisung
SU-Klemme
1
1
192
Funktionszuweisung
IPF-Klemme
1
2
193
Funktionszuweisung
OL-Klemme
1
3
194
Funktionszuweisung
FU-Klemme
1
4
195
Funktionszuweisung
ABC1-Klemme
1
99
196
Funktionszuweisung
ABC2-Klemme
1
9999
Tab. 6-1:
6 - 20
Übersicht der Parameter (20)
0–5/7/8/
10–19/25/
26/45–48/
64/70–79/
85/90–96/
98/99/
100–105/
107/108/
110–116/
125/126/
145–148/
164/170/
179/185
190–196/
198/199/
9999
0–5/7/8/
10–19/25/
26/45–48/
64/70–79/
85/90/91/
94–96/98/
99/
100–105/
107/108/
110–116/
125/126/
145–148/
164/170/
179/185
190/191/
194–196/
198/199/
9999
Motorlauf
Frequenz-Soll-/
Istwertvergleich
2/102: kurzzeitiger Netzausfall
3/103: Überlastalarm
4/104: Überwachung
Ausgangsfrequenz
5/105: Überwachung
Ausgangsfrequenz 2
7/107: Voralarm generatorischer
Bremskreis (≥ 01800)
8/108: Voralarm elektronischer
Überstromschutz
10/110: Betrieb über Bedieneinh.
11/111: Umrichter betriebsbereit
12/112: Ausgangsstromüberwachung
13/113: Nullstromüberwachung
14/114: unterer PID-Grenzwert
15/115: oberer PID-Grenzwert
16/116: Vorwärts-/Rückwärtslauf bei PID-Regelung
17/–:
Schütz MC1 für Bypass
18/–:
Schütz MC2 für Bypass
19/–:
Schütz MC3 für Bypass
25/125: Ventilator-Fehler
26/126: Voralarm KühlkörperÜberhitzung
45/145: Umrichter im Betrieb
und Startsignal EIN
46/146: Stoppmethode bei
Netzausfall (muss
zurückgesetzt werden)
47/147: im PID-Betrieb
48/148: Grenzwert der
Regelabweichung
64/164: beim Wiederanlauf
(nach Alarm)
70/170: PID-Ausgangsabschalt.
(Sleep-Funktion aktiv)
71: Schütz R01 für direkten Netzbetrieb von Hilfsmotor 1
72: Schütz R02 für direkten Netzbetrieb von Hilfsmotor 2
73: Schütz R03 für direkten Netzbetrieb von Hilfsmotor 3
74: Schütz R04 für direkten Netzbetrieb von Hilfsmotor 4
75: Schütz RI01 für Betrieb von
Hilfsmotor 1 am Umrichter
76: Schütz RI02 für Betrieb von
Hilfsmotor 2 am Umrichter
77: Schütz RI03 für Betrieb von
Hilfsmotor 3 am Umrichter
78: Schütz RI04 für Betrieb von
Hilfsmotor 4 am Umrichter
79/179: Impulsausgabe der
Energie
85/185: DC-Einspeisung
90/190: Standzeitalarm
91/191: Alarmausgang 3
(Versorgung AUS)
92/192: Update im Energiesparbetrieb
93/193: Ausgabe Strommittelwert
94/194: Alarmausgang 2
95/195: Wartungsmeldung
96/196: Anzeige dezentr. I/Os
98/198: leichter Fehler
99/199: Alarmausgang
9999: keine Funktion
0–99: positive Logik
100–199: negative Logik
Ref.seite
✔
—
✔
✔
—
✔
✔
—
✔
✔
—
✔
✔
—
✔
✔
—
✔
✔
—
✔
6-108
Parameter
Übersicht der Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Kühlventilator
—
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
Bedeutung
Schrittweite
232
–
239
Siehe Pr. 4 bis Pr. 6
240
Siehe Pr. 72
241
Siehe Pr. 125 und Pr. 126
242
243
Siehe Pr. 73
Steuerung des Kühlventilators
244
Werkseinstellung
Einstellbereich
0
1
1
1
245
Motornennschlupf
0,01 %
9999
0–50 %
Schlupfkompensation
9999
Ansprechzeit der
Schlupfkompensation
246
Bereichswahl für
Schlupfkompensation
247
0,01 s
0,5 s
0,01–10 s
0
1
9999
9999
Auswahl der Stoppmethode
0–100 s
250
Stoppmethode
0,1 s
9999
1000
–
1100 s
8888
Phasenfehler
9999
AusgangsPhasenfehler
251
872
Tab. 6-1:
FR-F700 EC
EingangsPhasenfehler
1
1
✔: möglich
—: nicht möglich
Kühlventilatoren arbeiten – unabhängig davon, ob der Frequenzumrichter sich im Betrieb oder Stillstand befindet – bei eingeschalteter
Versorgungsspannung.
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
Ref.seite
6-317
Steuerung der Kühlventilatoren
aktiv
Einstellung des
Motornennschlupfes
Keine Schlupfkompensation
Einstellung der Ansprechzeit der
Schlupfkompensation.
Je kleiner die Ansprechzeit, desto
schneller das Ansprechverhalten.
Bei zu großer Last erfolgt eine Fehlermeldung (E.OV첸).
Im Feldschwächbereich (Frequenz
größer als die mit Pr. 3 eingestellte
Basisfrequenz) ist die Schlupfkompensation deaktiviert.
6-34
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
Im Feldschwächbereich ist die
Schlupfkompensation aktiviert.
Der Ausgang
schaltet nach
Ausschalten des
Start-signals und
Ablauf der eingestellten Zeit ab.
Der Motor trudelt
bis zum Stillstand aus. Bei
einer Einstellung
zwischen 1000 s
und 1100 s wird
der Ausgang
nach der eingestellten Zeit
minus 1000
abgeschaltet.
Nach Ausschalten des Startsignals wird der
Motor bis zum
Stillstand abgebremst.
STF:
Startsignal für
Rechtslauf
STR:
Startsignal für
Linkslauf
STF: Startsignal
STR:
Startsignal für
Rechts-/Linkslauf
6-93
STF: Startsignal
STR:
Startsignal für
Rechts-/Linkslauf
STF: Startsignal
für Rechtslauf
STR: Startsignal
für Linkslauf
Keine Schutzfunktion bei
Ausgangs-Phasenfehler
1
Schutzfunktion bei
Ausgangs-Phasenfehler
0
Keine Schutzfunktion bei
Eingangs-Phasenfehler
1
Schutzfunktion bei
Eingangs-Phasenfehler
0
Alle
Parameter
löschen
Beschreibung
0
1
Parameter
löschen
6-158
✔
✔
✔
Übersicht der Parameter (21)
6 - 21
Übersicht der Parameter
Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Anzeige der Standzeiten
—
—
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
252
253
Bedeutung
Werkseinstellung
Einstellbereich
Anzeige der Standzeit
256
257
Beschreibung
✔: möglich
—: nicht möglich
Der Ablauf der Standzeiten für die
Steuerkreiskapazität, die Hauptkreiskapazität, die Kühlvenilatoren
und die Teile der Einschaltstrombegrenzung wird angezeigt.
—
—
—
1
0
(0–15)
Standzeit der Einschaltstrombegrenzung
1%
100 %
(0–100 %)
Der Abnutzungsgrad der Einschaltstrombegrenzung wird
angezeigt (nur lesen).
—
—
—
Standzeit der Steuerkreiskapazität
1%
100 %
(0–100 %)
Der Abnutzungsgrad der Steuerkreiskapazität wird angezeigt (nur
lesen).
—
—
—
(0–100 %)
Der Abnutzungsgrad der Hauptkreiskapazität wird angezeigt (nur
lesen). Es wird der in Pr. 259
gemessene Wert angezeigt.
—
—
—
0/1
Start der Messung der Standzeit
der Hauptkreiskapazität
Schalten Sie die Spannungsversorgung ein und prüfen Sie den
Wert in Pr. 259. Bei einem Wert
von „3“ ist die Messung abgeschlossen.
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
Standzeit der Hauptkreiskapazität
259
Messung der Standzeit der Hauptkreiskapazität
260
Siehe Pr. 72
1%
1
100 %
0
Betrieb bei
Unterspannung/Netzausfall
261
Stoppmethode bei Netzausfall
1
0
Motor trudelt aus.
1
Umrichter bremst bis zum Stillstand ab.
Stoppmethode bei Netzausfall
21
22
263
Frequenzabsenkung
bei Netzausfall
Schwellwert für Frequenzabsenkung bei
Netzausfall
0,01 Hz
0,01 Hz
264
Bremszeit 1 bei Netzausfall
0,1/
0,01 s
265
Bremszeit 2 bei Netzausfall
0,1/
0,01 s
3 Hz
Umrichter beschleunigt wieder.
9999
Tab. 6-1:
6 - 22
Umschaltfrequenz für
Bremszeit
0,01 Hz
50 Hz
Übersicht der Parameter (22)
Umrichter
bremst bis
zum Stillstand ab.
Umrichter bremst
bis zum Stillstand
ab.
Umrichter beschleunigt wieder.
Die Frequenz kann bezogen auf die
Last verändert werden.
0–120 Hz
Ausgangsfrequenz ≥ Pr. 263:
Der Bremsvorgang beginnt bei der
Frequenz, die sich aus der Differenz
„Ausgangsfrequenz − Pr. 262“
ergibt.
Ausgangsfrequenz < Pr. 263:
Der Bremsvorgang beginnt bei der
aktuellen Ausgangsfrequenz.
✔
✔
✔
9999
Der Bremsvorgang beginnt bei der
Frequenz, die sich aus der Differenz
„Ausgangsfrequenz − Pr. 262“
ergibt.
✔
✔
✔
0–3600/
360 s
Die Frequenz wird in der mit
Pr. 264 festgelegten Zeit auf den
Wert des Pr. 266 abgesenkt
✔
✔
✔
0–3600/
360 s
Die Frequenz wird in der mit Pr.
265 festgelegten Zeit vom Wert
des Pr. 266 aus abgesenkt
✔
✔
✔
✔
✔
✔
50 Hz
5s
6-318
0–20 Hz
9999
266
Ref.seite
Bei Wiederherstellung der Versorgungsspannung
während des
Abbremsvorgangs
0
2
262
Alle
Parameter
löschen
Siehe Pr. 73
255
258
Schrittweite
Parameter
löschen
0–400 Hz
6-146
Abbremsung wie in Pr. 264
Umschaltfrequenz zwischen den
beiden durch Pr. 264 und 265 festgelegten Bremsgeraden
Parameter
Übersicht der Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
—
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
Bedeutung
267
Siehe Pr. 73
268
Siehe Pr. 52
Schrittweite
269
Werksparameter: nicht einstellen!
299
Siehe Pr. 57 und Pr. 58
331
–
337
Siehe Pr. 117 bis Pr. 124
Betriebsanweisung
schreiben
338
Drehzahlanweisung
schreiben
1
Einstellbereich
1
Externe Vorgabe der Betriebsanweisung (Start/Stopp)
0
Vorgabe der Drehzahlanweisung
über serielle Kommunikation
1
Externe Vorgabe der Drehzahlanweisung (Frequenzsollwert)
(Frequenzvorgabe über Kommunikation ist gesperrt und externe
Vorgabe über Klemme 2 und 1
freigegeben.)
2
550
Betriebsanweisung
NET-Modus
1
Betrieb über Kommunikationsoption
1
Betrieb über 2. serielle Schnittstelle
9999
Dezentrale Ausgangsfunktion
—
Betriebsanweisung
PU-Modus
340
Siehe Pr. 79
341
–
343
Siehe Pr. 117 bis Pr. 124
495
Remote
Output-Funktion
1
1
2
Betrieb der 2. seriellen Schnittstelle
2
Betrieb über PU-Schnittstelle
0
Löschen der dezentralen Ausgangsdaten beim Einschalten
1
Erhalt der dezentralen Ausgangsdaten beim Einschalten
10
Löschen der dezentralen Ausgangsdaten beim Einschalten
11
Erhalt der dezentralen Ausgangsdaten beim Einschalten
496
Dezentrale
Ausgangsdaten 1
1
0
0–4095
497
Dezentrale
Ausgangsdaten 2
1
0
0–4095
Tab. 6-1:
FR-F700 EC
Automatische Erkennung der
Kommunikationsoption
In der Werkseinstellung ist die
Kommunikation über die 2. serielle
Schnittstelle freigegeben. Ist eine
Kommunikationsoption montiert,
erfolgt der Datenaustausch über
die Option.
1
0
✔
✔
✔
✔
✔
✔
Externe Vorgabe der Drehzahlanweisung (Frequenzsollwert)
(Frequenzvorgabe über Kommunikation ist freigegeben und externe
Vorgabe über Klemme 2 und 1
gesperrt.)
0
9999
551
✔: möglich
—: nicht möglich
Vorgabe der Betriebsanweisung
(Start/Stopp) über serielle Kommunikation
0
Alle
Parameter
löschen
Beschreibung
0
0
Kommunikation
339
1
Werkseinstellung
Parameter
löschen
Die Ausgangssignale können einund ausgeschaltet werden.
Ref.seite
6-218
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
6-119
—
—
—
—
—
—
Übersicht der Parameter (23)
6 - 23
Übersicht der Parameter
Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Wartungsfunktionen
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
503
504
Bedeutung
Schrittweite
Zähler für
Wartungsintervalle
1
Einstellungs des
Wartungsintervalls
1
Werkseinstellung
0
9999
Einstellbereich
Modbus-RTU
Kommunikation
Ausgangsabschaltung
9999
522
Frequenz für
Ausgangsabschaltung
0,01 Hz
9999
0–400Hz
9999
0
539
Zeitintervall der Datenkommunikation
(Modbus-RTU)
0,1 s
9999
Überwachung des Strommittelwerts
—
Lastmomentcharakteristik
—
—
Einstellung der Zeit bis zur Ausgabe des Signals Y95 zur Anzeige
des abgelaufenen Wartungsintervalls
—
—
—
6-322
✔
—
✔
✔
✔
✔
6-95
✔
✔
✔
6-254
Keine Funktion
Einstellung der Frequenz, ab der
der Motor bis zum Stopp austrudelt (Ausgangsabschaltung)
Keine Funktion
Die Kommunikation im ModbusRTU-Betrieb ist freigegeben. Im
NET-Betrieb stoppt der Frequenzumrichter und gibt eine Fehlermeldung aus.
Keine Zeitüberwachung
549
Siehe Pr. 117 bis Pr. 124
550
551
Siehe Pr. 338 und Pr. 339
553
554
Siehe Pr. 127 bis Pr. 134
555
Zeitintervall zur Strommittelwertbildung
0,1 s
1s
0,1–1,0 s
Einstellung des Zeitintervalls, in
dem während der Ausgabe des
Startbits der Strommittelwert
gebildet wird.
✔
✔
✔
556
Verzögerungszeit bis
zur Strommittelwertbildung
0,1 s
0s
0,0–20,0 s
Verzögerungszeit zur Vermeidung
einer Strommittelwertbildung in
Übergangsphasen
✔
✔
✔
557
Referenzwert für
Strommittelwertbildung
563
564
Siehe Pr. 52
570
Einstellung der
Überlastfähigkeit
571
Siehe Pr. 13
573
Siehe Pr. 73
575
–
577
Siehe Pr. 127 bis Pr. 134
Tab. 6-1:
6 - 24
✔: möglich
—: nicht möglich
Ref.seite
Eingabe des Zeitintervalls der
0,1–999,8 s Datenübertragung in Sekunden
(siehe Pr. 122)
9999
—
Alle
Parameter
löschen
Beschreibung
Anzeige der Gesamtbetriebszeit
des Frequenzumrichter in 100-h0 (1–9998) Schritten (nur lesen)
Setzen Sie den Parameter auf „0“,
um den Wert zu löschen.
0–9998
Parameter
löschen
0,01/
0,1 A *
1
Nennstrom
Einstellung des Referenzwertes
(100 %) für Ausgabe des Strommittelwertes
* Die Werkseinstellung hängt von
0–500/
0–3600 A *
der Leistungsklasse des Frequenzumrichters ab:
(01160 oder kleiner/01800
oder größer)
0
Umgebungstemperatur 40 °C,
110 % Überlastfähigkeit für 60 s,
120 % Überlastfähigkeit für 3 s
1
Umgebungstemperatur 50 °C,
120 % Überlastfähigkeit für 60 s,
150 % Überlastfähigkeit für 3 s
0
Übersicht der Parameter (24)
6-323
✔
✔
✔
✔
—
—
6-44
Parameter
Übersicht der Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
578
579
Bedeutung
Hilfsmotor-Betrieb
Umschaltung der
Hilfsmotoren
Schrittweite
Werkseinstellung
1
0
1
Einstellbereich
Erweiterte PID-Regelung
Verriegelungszeit der
Hilfsmotorschütze
581
Startverzögerung der
Hilfsmotorschütze
582
Bremszeit bei Anschalten des Hilfsmotors
0,1 s
0,1 s
0,1 s
583
0,1 s
✔: möglich
—: nicht möglich
✔
✔
✔
✔
✔
✔
0–100 s
Zur Einstellung der Verriegelungszeit der Hilfsmotorschütze muss
Pr. 572 auf „2“ oder „3“gesetzt
sein
✔
✔
✔
1s
0–100 s
Zur Einstellung der Zeit, die zwischen dem Umschalten der Schütze und dem Motorstart vergehen
soll, muss Pr. 572 auf „2“ oder „3“
gesetzt sein. Stellen Sie die Zeit
größer als die Schaltzeit des Leistungsschützes ein.
✔
✔
✔
1s
0–3600 s/
360 s
Einstellen der Bremszeit nach
Starten eines Motors in der erweiterten PID-Regelung
✔
✔
✔
0
Kein Hilfsmotor-Betrieb
1–3
Anzahl der Hilfsmotoren
0
Standardbetrieb
1
Wechselbetrieb
2
Umschaltbetrieb
1s
9999
Beschleunigungszeit
bei Abschalten des
Hilfsmotors
Alle
Parameter
löschen
Beschreibung
0
3
580
Parameter
löschen
1s
0–3600 s/
360 s
9999
Wechsel-/Umschaltbetrieb
6-297
Keine Abbremsung
Einstellen der Beschleunigungszeit
nach Abschalten eines Motors in
der erweiterten PID-Regelung
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
Keine Beschleunigung
584
Startfrequenz
Hilfsmotor 1
0,01 Hz
50 Hz
0–400 Hz
585
Startfrequenz
Hilfsmotor 2
0,01 Hz
50 Hz
0–400 Hz
586
Startfrequenz
Hilfsmotor 3
0,01 Hz
50 Hz
0–400 Hz
✔
✔
✔
587
Stoppfrequenz
Hilfsmotor 1
0,01 Hz
0 Hz
0–400 Hz
✔
✔
✔
588
Stoppfrequenz
Hilfsmotor 2
0,01 Hz
0 Hz
0–400 Hz
✔
✔
✔
589
Stoppfrequenz
Hilfsmotor 3
0,01 Hz
0 Hz
0–400 Hz
✔
✔
✔
590
Startverzögerung des
Hilfsmotors
0,1 s
5s
0–3600 s
Verzögerungszeit des Hilfsmotors
beim Start
✔
✔
✔
591
Stoppverzögerung des
Hilfsmotors
0,1 s
5s
0–3600 s
Verzögerungszeit des Hilfsmotors
beim Stopp
✔
✔
✔
Tab. 6-1:
FR-F700 EC
Ref.seite
Einstellung der Frequenz, bei der
der Hilfsmotor startet
Einstellung der Frequenz, bei der
der Hilfsmotor stoppt
Übersicht der Parameter (25)
6 - 25
Übersicht der Parameter
Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
Traverse-Funktion
592
Vibrationsunterdrückung
—
Bedeutung
Traverse-Funktion
aktivieren
0
Einstellbereich
Beschreibung
✔: möglich
—: nicht möglich
0
Traverse-Funktion deaktiviert
1
Traverse-Funktion im externen
Betrieb aktiviert
2
Traverse-Funktion unabhängig von
der Betriebsart aktiviert
✔
✔
✔
Maximale Amplitude
0,1 %
10 %
0–25 %
Einstellung der maximalen Amplitude für die Traverse-Funktion
✔
✔
✔
594
Amplitudenanpassung
während der Verzögerung
0,1 %
10 %
0–50 %
Amplitudenanpassung im
Umkehrpunkt von Beschleunigung auf Verzögerung
✔
✔
✔
595
Amplitudenanpassung
während der Beschleunigung
0,1 %
10 %
0–50 %
Amplitudenanpssung im Umkehrpunkt von Verzögerung auf
Beschleunigung
✔
✔
✔
596
Beschleunigungszeit für
die Traverse-Funktion
1s
5s
0,1–3600 s
Einstellung der Beschleunigungszeit für die Traverse-Funktion
✔
✔
✔
597
Bremszeit für die
Traverse-Funktion
1s
5s
0,1–3600 s
Einstellung der Bremszeit für die
Traverse-Funktion
✔
✔
✔
611
Siehe Pr. 57 und Pr. 58
Unterdrückung von Drehmomentschwankungen zur Reduzierung
von Vibrationen, die von mechanischen Resonanzen hervorgerufen
werden
✔
✔
✔
653
Vibrationsunterdrückung
Grenzfrequenz der
Vibrationsunterdrückung
—
799
Impulsschrittweite für
Energieausgabe
—
867
869
Siehe Pr. 54 bis Pr. 56
—
872
Siehe Pr. 251
882
Aktivierung der
Zwischenkreisführung
der Ausgangsfrequenz
Zwischenkreisführung der Ausgangsfrequenz
1
Werkseinstellung
Alle
Parameter
löschen
593
654
883
SpannungsSchwellwert
884
Ansprechempfindlichkeit der Zwischenkreisführung
885
Einstellung des
Führungsbandes
0,1 %
0
0–200 %
20 Hz
0–120 Hz
Minimalfrequenz für den
Laständerungszyklus
✔
✔
✔
0,1
1 kWh
0,1/1/10/
100/ 1000
kWh
Beim festgelegten Energiewert
(kWh) und allen Vielfachen davon
erfolgt die Energieausgabe als
Impuls (Y79).
✔
✔
✔
0
Zwischenkreisführung deaktiviert
1
0
✔
✔
✔
1
Tab. 6-1:
Ansprechverhalten der
Zwischenkreisführung
Zwischenkreisführung aktiviert
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
0,1 V
760 V/
785 V DC
300–800 V
Einstellung der Zwischenkreisspannung, ab der die Zwischenkreisführung aktiviert wird. Ist der
eingestellte Wert klein, sinkt die
Wahrscheinlichkeit einer Überspannungsauslösung. Die Bremszeit vergrößert sich.
1
0
0–5
Einstellung der Ansprechempfindlichkeit bei einer Änderung der
Zwischenkreisspannung
1 (niedrig) → 5 (hoch)
0,01 Hz
6 Hz
0–10 Hz
0,1 %
100 %
Übersicht der Parameter (26)
0–200 %
Einstellung der Grenze für die
durch die Zwischenkreisführung
angehobene Frequenz
Keine Frequenzgrenze
Einstellung des Ansprechverhaltens der Zwischenkreisführung
Ein hoher Einstellwert verbessert
das Ansprechverhalten bei einer
Änderung der Zwischenkreisspannung, die Ausgangsfrequenz kann
jedoch instabil werden.
Ref.seite
6-311
6-170
0,01 Hz
9999
886
6 - 26
Schrittweite
Parameter
löschen
6-121
6-314
Parameter
Übersicht der Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Freie Parameter
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
888
Freier Parameter 1
889
Freier Parameter 2
891
Siehe Pr. 52
892
893
894
Energiesparbetrieb
Bedeutung
895
Lastfaktor
Referenzwert für
Energieüberwachung
(Motorleistung)
Auswahl des Regelverhaltens
Referenzwert für
Energieeinsparung
896
Energiekosten
897
Zeit für die Mittelwertbildung der Energieeinsparung
898
899
Zurücksetzen der
Energieüberwachung
Betriebszeit
(vorausberechneter
Wert)
Schrittweite
1
1
0,1 %
Werkseinstellung
9999
9999
100 %
Entsprechend der
gewähl0,01/
ten Über0,1 kW * lastfähigkeit (LD,
SLD)
1
1
0,01
0
9999
9999
Einstellbereich
0–9999
9999
0,1 %
9999
9999
FR-F700 EC
✔: möglich
—: nicht möglich
Erstellung benutzerdefinierter
Parameter
Die Parameter ermöglichen beim
Betrieb mehrerer Frequenzumrichter die Vergabe einmaliger Parameternummern für jedes Gerät.
Sie werden für Wartungs- und
Verwaltungszwecke usw. eingesetzt.
✔
—
6-327
Einstellung des Lastfaktors für den
direkten Netzbetrieb
Der Wert wird zur Berechnung der
Leistungsaufnahme im Netzbetrieb
verwendet.
✔
✔
✔
Einstellung der Motorleistung
Der Wert wird zur Berechnung der
Einergieeinsparungsrate und der
durchschnittlichen Energieeinsparung verwendet.
0,1–55/
0–3600 kW * * Die Werkseinstellung hängt von
der Leistungsklasse des Frequenzumrichters ab:
(01160 oder kleiner/01800
oder größer)
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
30–150 %
0
Drosselklappe auf der Abluftseite
(Lüfter)
1
Drallregelung (Lüfter)
2
Ventilsteuerung (Pumpe)
3
Direkter Netzbetrieb (Festwert)
0
Der Wert beim direkten Netzbetrieb wird als 100 % definiert.
1
Der Wert in Pr. 893 wird als 100 %
definiert.
9999
Keine Funktion
0–500
Einstellung der Kosten für eine
Kilowattstunde
Die eingesparten Kosten können
über die Anzeige der Energieüberwachung aufgerufen werden.
9999
Keine Funktion
1–1000 h
6-161
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
Mittelwert für 30 min
Mittelwert für die eingestellte Zeit
Keine Funktion
0
Kumulierte Werte löschen
1
Kumulierte Werte halten
10
Kumulierte Werte weiterzählen
(Maximalwert: 9999)
9999
Kumulierte Werte weiterzählen
(Maximalwert: 65535)
0–100 %
Ref.seite
—
—
9999
Tab. 6-1:
Beschreibung
—
9999
1
Alle
Parameter
löschen
✔
0–9999
0
1
Parameter
löschen
Berechnung der jährlichen
Energieeinsparung
Stellen Sie die jährliche Betriebsdauer ein ( 365 Tage × 24 h sind
als 100 % definiert)
Keine Funktion
Übersicht der Parameter (27)
6 - 27
Übersicht der Parameter
Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Kalibrierung der
Ausgänge CA und AM
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
Kalibrierung des
analogen Stromausgangs
Einstellbereich
Beschreibung
✔: möglich
—: nicht möglich
—
—
—
Anpassung des Messgerätes an
den CA-Ausgang
✔
—
✔
C1
(901)
Kalibrieren des
AM-Ausgangs
—
—
—
Anpassung des analogen Messgerätes an den AM-Ausgang
✔
—
✔
C2
(902)
Offset für Sollwertvorgabe an Klemme 2
(Frequenz)
C3
(902)
Dem Offset-Frequenzwert zugeordneter
Offset-Wert des Eingangssignals an
Klemme 2
0–100 %
Nullabgleich des der CA-Klemme
zugeordneten Signalwerts
✔
✔
✔
0–100 %
Einstellung des Offsets, der bei
gestopptem Umrichter bzw. Signalminimums an der CA-Klemme ausgegeben wird
✔
✔
✔
✔
✔
✔
C5
(904)
Dem VerstärkungsFrequenzwert zugeordneter VerstärkungsWert des Eingangssignals an Klemme 2
Siehe Pr. 125 und Pr. 126
Offset für Sollwertvorgabe an Klemme 4
(Frequenz)
Dem Offset-Frequenzwert zugeordneter Offset-Wert des Eingangssignals an Klemme 4
C7
(905)
Dem Verstärkungs-Frequenzwert zugeordneter Verstärkungs-Wert
des Eingangssignals an
Klemme 4
C8
(930)
Offset des der CAKlemme zugeordneten
Signals
C9
(930)
Offset des CA-Stromsignals
C10
(931)
Verstärkung des der
CA-Klemme zugeordneten Signals
0,1 %
100 %
0–100 %
Einstellung der Signalgröße, bei welcher der Maximalwert des Analogausgangs ausgegeben werden soll
C11
(931)
Verstärkung des CAStromsignals
0,1 %
100 %
0–100 %
Einstellung des Maximalwerts des
CA-Stromsignals
✔
✔
✔
C42
(934)
–
C45
(935)
Siehe Pr. 127 bis Pr. 134
10/100
Unterdrückung eines Alarms beim
Kopieren von Parametern
* Die Werkseinstellung hängt von
der Leistungsklasse des Frequenzumrichters ab: (01160
oder kleiner/01800 oder größer)
✔
—
✔
989
Ref.seite
6-133
C6
(904)
Tab. 6-1:
6 - 28
Werkseinstellung
Kalibrieren des
CA-Ausgangs
—
—
Schrittweite
Alle
Parameter
löschen
C0
(900)
C4
(903)
—
Bedeutung
Parameter
löschen
Alarmunterdrückung
beim Kopieren von
Parametern
0,1 %
0,1 %
1
0%
0%
10/100 *
Übersicht der Parameter (28)
6-133
—
Parameter
Übersicht der Parameter
Parameter
kopieren
Parameter
Parameter löschen/
Parameter kopieren
KontrastSignalton bei
einstellung Tastenbetätigung
Steht in
Beziehung
zu Pr.
Funktion
Signalton bei
Tastenbetätigung
990
991
Bedeutung
 LCD-Kontrast
Schrittweite
1
Werkseinstellung
1
Einstellbereich
Beschreibung
0
Signalton AUS
1
Signalton EIN
1
58
0–63
Parameter
löschen
Alle
Parameter
löschen
✔: möglich
—: nicht möglich
Kontrasteinstellung der LCDAnzeige der Bedieneinheit
FR-PU04/FR-PU07
0 (hell) → 63 (dunkel)
Ref.seite
✔
✔
✔
6-329
✔
✔
✔
6-330
Pr.CL
Parameter löschen
1
0
0/1
Bei der Einstellung „1“ werden alle Parameter außer den
Kalibrierungsparametern auf ihre Werkseinstellungen
zurückgesetzt.
5-13
ALLC
Alle Parameter löschen
1
0
0/1
Bei der Einstellung „1“ werden alle Parameter auf ihre
Werkseinstellungen zurückgesetzt.
5-14
Er.CL
Alarmspeicher löschen
1
0
0/1
Bei der Einstellung „1“ werden die letzten acht Alarme
gelöscht.
7-21
0
0
Abbruch
0
1
Die Parameter aus dem Quellumrichter werden in die
Bedieneinheit gelesen.
0
2
Die Parameter aus der Bedieneinheit werden in den Zielumrichter geschrieben.
0
3
Die Parameter in der Bedieneinheit werden mit denen im
Frequenzumrichter verglichen.
PCPY
Tab. 6-1:
HINWEIS
FR-F700 EC
Parameter kopieren
1
5-16
Übersicht der Parameter (29)
Die in Klammern angegebenen Parameternummern sind beim Einsatz der Bedieneinheit
FR-PU04/FR-PU07 gültig.
6 - 29
Motordrehmoment
6.2
Parameter
Motordrehmoment
Einstellung
6.2.1
Siehe
Abschn.
Einzustellende Parameter
Einstellung des Startdrehmomentes Manuelle Drehmomentanhebung
Pr. 0, Pr. 46,
6.2.1
Automatische Anpassung des Ausgangsstroms an die Last
Stromvektorregelung
Pr. 71, Pr. 80,
Pr. 90
6.2.2
Schlupfkompensation für hohes
Drehmoment im unteren Drehzahlbereich
Schlupfkompensation
Pr. 245–Pr. 247 6.2.3
Begrenzung des Ausgangsstroms
zur Unterdrückung einer unerwünschten Überstromauslösung
Überstromschutzfunktionen
Pr. 22, Pr. 23,
6.2.4
Pr. 66, Pr. 154,
Pr. 156, Pr. 157
Einstellung der Überlastfähigkeit
Auswahl des Lastmoments
Pr. 570
6.2.5
Manuelle Drehmomentanhebung (Pr. 0, Pr. 46)
Mit Hilfe der Parameter 0 und 46 kann die Ausgangsspannung bei kleinen Ausgangsfrequenzen
angehoben werden.
Die Funktion zur manuellen Drehmomentanhebung ist immer dann einzusetzen, wenn ein hohes Anlaufmoment oder ein hohes Drehmoment bei niedriger Drehzahl gefordert ist.
Über die Eingangsklemme RT ist eine Umschaltung zwischen den Parametern 0 und 46
möglich.
Pr.Nr.
0
Werkseinstellung
Bedeutung
Drehmomentanhebung
(manuell)
00023
6%
00038
bis
00083
4%
00126 /
00170
3%
00250
bis
00770
2%
Einstellbereich
Beschreibung
Steht in Beziehung
zu Parameter
3
19
71
80
0–30 %
Einstellung der Ausgangsspannung bei 0 Hz in %
0–30 %
Einstellung der Drehmomentanhebung bei eingeschaltetem RTSignal
178–189
Basisfrequenz
Maximale Ausgangsspannung
Motorauswahl
Motornennleistung für Stromvektorregelung
Funktionszuweisung der
Eingangsklemmen
Siehe
Abschn.
6.4.1
6.4.1
6.7.2
6.2.2
6.9.1
00930 /
01160 1,5 %
01800
oder
größer
46
2. Manuelle
Drehmomentanhebung 9999
1%
9999
6 - 30
Keine Drehmomentanhebung
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Parameter
Motordrehmoment
Einstellung des Startdrehmomentes
Der eingestellte Wert gibt den Prozentsatz der maximalen Ausgangsspannung bei 0 Hz an, auf
den die Ausgangsspannung erhöht wird. Vom Zeitpunkt des Anlaufens bis zum Erreichen der
Betriebsfrequenz und -spannung steigt die Spannung direkt proportional zur Frequenz.
Abb. 6-1:
Ausgangsfrequenz im Verhältnis zur
Ausgangsspannung
Ausgangsspannung
[%]
100
50
30
fB
Einstellbereich Pr. 0, Pr. 46
I000001C
E
ACHTUNG:
Die Einstellung sollte mit besonderer Sorgfalt vorgenommen werden.
Ist der eingestellte Wert zu hoch gewählt, wird der Motor mit Überspannung betrieben
und geht somit in die magnetische Sättigung. Bei einem gesättigten Motor steigt die
Stromaufnahme sehr stark an, ohne dass sich daraus ein verbessertes Drehmoment
ergibt. Aus diesem Grund sollte die Einstellung nur schrittweise und in kleinen
Einheiten (ca. 0,5 %) soweit erhöht werden, bis ein ausreichendes Drehmoment
erreicht ist. Der Maximalwert sollte 10 % nicht überschreiten.
Die Angaben des Motorenherstellers sind zu beachten.
Einstellung der 2. Manuellen Drehmomentanhebung
Verwenden Sie die 2. Manuelle Drehmomentanhebung, wenn die Anwendung eine Umschaltung der Drehmomentanhebung erfordert oder ein Betrieb unterschiedlicher Motoren an einem
Frequenzumrichter erfolgen soll.
Parameter 46 wird über die Klemme RT aktiviert. Mittels Parameter 178 bis 189 wird einer Klemme die Funktion RT zugewiesen.
FR-F700 EC
6 - 31
Motordrehmoment
HINWEISE
Parameter
Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 178–189 beeinflusst auch andere
Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen der Klemmen.
In der Werkseinstellung ist das RT-Signal der RT-Klemme zugewiesen. Durch Einstellung
einer der Parameter 178 bis 189 auf „3“ kann das RT-Signal auch anderen Klemmen zugewiesen werden.
Bei Verwendung eines langen Motorkabels oder bei unruhigem Lauf im unteren Frequenzbereich ist der Parameterwert zu erhöhen. Ist der Wert zu groß eingestellt, kann es zu einer
Überstromauslösung kommen.
Ist die Stromvektorregelung über Parameter 80 angewählt, sind die Parameter 0 und 46
unwirksam.
Bei Anschluss eines fremdbelüfteten Motors an die Frequenzumrichter der Leistungsklassen 00126 oder 00170 ist der Wert der Drehmomentanhebung auf 2 % zu setzen. Ist in
Parameter 71 ein fremdbelüfteter Motor ausgewählt, ändert sich Parameter 0 automatisch.
6 - 32
Parameter
6.2.2
Motordrehmoment
Stromvektorregelung (Pr. 80, Pr. 90)
Auch die Stromvektorregelung bietet ein hohes Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen.
Pr.Bedeutung
Nr.
80
Werkseinstellung
Motornennleistung für
Stromvektorregelung
9999
Einstellbereich
01160
oder
kleiner
0,4–55 kW
01800
oder
größer
0–3600 kW
9999
90
Motorkonstante R1
9999
01160
oder
kleiner
0–50 Ω
01800
oder
größer
0–400 mΩ
9999
Beschreibung
Stellen Sie die Motornennleistung zur Aktivierung der
Stromvektorregelung ein.
V/f-Regelung aktiviert
Steht in Beziehung
zu Parameter
3
19
60
71
77
Basisfrequenz
Maximale Ausgangsspannung
Auswahl der Energiesparfunktion
Motorauswahl
Schreibschutz für
Parameter
Siehe
Abschn.
6.4.1
6.4.1
6.13.1
6.7.2
6.16.2
Widerstand der Primärwicklung
(In der Regel ist keine Einstellung notwendig.)
Konstante für MitsubishiSondermotor SF-JR, SF-HRCA
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Zur Anwahl der erweiterten Stromvektorregelung müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
● Die Anzahl der Motorpole ist 2, 4 oder 6.
● Es darf nur ein Motor an einem Frequenzumrichter betrieben werden.
● Die Kabelverbindung zwischen Motor und Umrichter sollte höchstens 30 m betragen.
Motorleistung für Stromvektorregelung (Pr. 80)
Zur Deaktivierung der Stromvektorregelung ist Parameter 80 auf „9999“ (Werkseinstellung) einzustellen.
Stellen Sie zur Aktivierung der Stromvektorregelung in Parameter 80 die Motornennleistung
ein. Die Leistung des Motors muss gleich oder eine Stufe niedriger als die des Frequenzumrichters sein.
HINWEISE
Setzen Sie Parameter 71 bei Anschluss eines fremdbelüfteten Motors auf „1“.
Ist die Stromvektorregelung ausgewählt, wird die Motornennfrequenz in Parameter 3 und
die Motornennspannung in Parameter 19 gesetzt. Bei einer Einstellung von Parameter 19
auf „9999“ oder „8888“ wird die maximale Ausgangsspannung auf 400 V gesetzt.
Die flexible 5-Punkt-V/f-Kennlinie, der Energiesparbetrieb und die Regelung auf optimalen
Erregerstrom sind nur bei aktivierter V/f-Regelung wirksam. Bei ausgewählter Stromvektorregelung sind diese Funktionen unwirksam.
Motorkonstante (Pr. 90)
Parameter 90 muss in der Regel nicht eingestellt werden. Wird für den Anschluss von Motoren
anderer Hersteller im Betrieb mit der Stromvektorregelung ein höheres Drehmoment gefordert,
ist der Widerstand der Primärwicklung für die Sternschaltung einzustellen. Ist der Einstellwert
„9999“ (Werkseinstellung) entspricht die Motorkonstante einem Mitsubishi-Sondermotor
(SF-JR, SF-HRCA).
FR-F700 EC
6 - 33
Motordrehmoment
6.2.3
Parameter
Schlupfkompensation (Pr. 245 bis Pr. 247)
Um eine konstante Drehzahl zu erreichen, kann über den Motorstrom der Motorschlupf kompensiert werden.
Pr.Nr.
245
246
247
Werkseinstellung
Bedeutung
Einstellbereich
0,01–50 %
Motornennschlupf
Bereichswahl für Schlupfkompensation
Steht in Beziehung
zu Parameter
Eingabe des Motornennschlupfes
1
Keine Schlupfkompensation
3
9999
0/9999
Ansprechzeit der Schlupfkompensation
Beschreibung
0,5 s
0,01–10 s
Einstellung der Ansprechzeit für
die Schlupfkompensation
Je kleiner die Ansprechzeit, desto
schneller das Ansprechverhalten.
Bei zu großer Last erfolgt die
Fehlermeldung E.OV첸.
0
Im konstanten Bereich (Frequenz
größer als die mit Pr. 3 eingestellte Basisfrequenz) ist die
Schlupfkompensation deaktiviert.
9999
9999
Siehe
Abschn.
Maximale
6.3.1
Ausgangsfrequenz
Basisfrequenz
6.4.1
Im konstanten Bereich ist die
Schlupfkompensation aktiviert.
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Die Schlupfkompensation wird durch Eingabe des Motornennschlupfes aktiviert. Wählen Sie
den Motornennschlupf mit Hilfe der folgenden Formel:
Synchrondrehzahl bei Basisfrequenz – Nenndrehzahl
Nennschlupf = --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- × 100 %
Synchrondrehzahl bei Basisfrequenz
HINWEIS
6 - 34
Bei Verwendung der Schlupfkompensation kann die Ausgangsfrequenz den eingestellten
Frequenzsollwert übersteigen. Setzen Sie in Parameter 1 daher einen Wert, der etwas
größer als der Frequenzsollwert ist.
Parameter
6.2.4
Motordrehmoment
Überstromschutzfunktion
(Pr. 22, Pr. 23, Pr. 48, Pr. 49, Pr. 66, Pr. 148, Pr. 149, Pr. 154, Pr. 156, Pr. 157)
Die Funktion überwacht den Ausgangsstrom und ändert automatisch die Ausgangsfrequenz,
um eine ungewollte Auslösung einer Schutzfunktion durch Überstrom oder -spannung zu verhindern. Weiterhin kann die Strombegrenzung (Motor-Kippschutz) und die intelligente Ausgangsstromüberwachung in der Beschleunigungs-/Bremsphase, im treibenden oder generatorischen Betrieb eingestellt werden.
● Strombegrenzung
Übersteigt der Ausgangsstrom den Wert der Strombegrenzung, wird die Ausgangsfrequenz
des Frequenzumrichters automatisch geändert, um den Ausgangsstrom zu reduzieren.
Parameter 49 ermöglich die Festlegung eines Arbeitsbereiches für die zweite Stromgrenze.
● Intelligente Ausgangsstromüberwachung
Übersteigt der Ausgangsstrom den Grenzwert, wird der Ausgang des Frequenzumrichters
abgeschaltet, um einen Überstrom zu verhindern.
Pr.Nr.
Werkseinstellung
Bedeutung
Einstellbereich
0
22
110 % Strombegrenzung
0,1–120 % 9999
23
Strombegrenzung bei erhöhter Frequenz
9999
0–150 % 9999
0
48
110 % 2. Stromgrenze
Arbeitsbereich der zweiten
Stromgrenze
0 Hz
Startfrequenz für Stromgrenze bei erhöhter Frequenz
50 Hz
0–400 Hz
148
Strombegrenzung bei 0 V
Eingangsspannung
110 % 0–120 % 149
Strombegrenzung bei 10 V
Eingangsspannung
120 % 0–120 % 154
156
157
Spannungsreduzierung bei
Strombegrenzung
1
Anwahl der Strombegrenzung
0
Wartezeit OL-Signal
0s
Einstellung des Stroms, bei dem
die Strombegrenzung einsetzt
Analoges Eingangssignal
Strombegrenzung ab der in Pr. 66
eingestellten Frequenz
73
178–189
190–196
Konstante Stromgrenze
2. Strombegrenzung unwirksam
570
Festlegung der
SollwertEingangsdaten
Funktionszuweisung der Eingangsklemmen
Funktionszuweisung der
Ausgangsklemmen
Auswahl des Lastmoments
Siehe
Abschn.
6.15.1
6.9.1
6.9.5
6.2.5
2. Strombegrenzung unwirksam
Einstellung der Frequenz, bei der
0,01–400 Hz die in Pr. 48 eingestellte Strombegrenzung einsetzt
9999
66
Strombegrenzung unwirksam
Einstellung der 2. Strombegren0,1–120 % zung
0
49
Steht in Beziehung
zu Parameter
Beschreibung
Pr. 48 ist bei eingeschaltetem
RT-Signal aktiv
Einstellung der Frequenz, bei der
die Strombegrenzung einsetzt
Die Strombegrenzung kann über
eine analoges Signal an Klemme 1
eingestellt werden.
0
Spannungsreduzierung
1
Keine
Spannungsreduzierung
Auswahl, ob die
Spannung während der Strombegrenzung
reduziert werden soll
0–31/
100/101
Auswahl der Strombegrenzung
und der intelligenten Ausgangsstromüberwachung
0–25 s
Verzögerungszeit für die Ausgabe
des OL-Signals bei Ansprechen
der Strombegrenzung
9999
Keine Ausgabe des OL-Signals
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
FR-F700 EC
Bei einer Einstellung von Parameter 570 auf „1“ werden der Einstellbereich und die
Werkseinstellung beim Löschen von Parametern geändert.
6 - 35
Motordrehmoment
Parameter
Einstellung der Strombegrenzung (Pr. 22)
Stellen Sie in Parameter 22 die Stromgrenze bezogen auf den Frequenzumrichter-Nennstrom
ein. In der Regel muss die Werkseinstellung von 110 % nicht geändert werden.
Die Strombegrenzung stoppt die Beschleunigung (verzögert) in einer Beschleunigungsphase,
bremst beim Betrieb mit konstanter Geschwindigkeit und stoppt die Verzögerung während des
Bremsvorgangs.
Spricht die Strombegrenzung an, wird das OL-Signal ausgegeben.
Ausgangsstrom
Pr. 22
em
br
Ab
konstante Drehzahl
ng
su
Be
sc
hl
eu
ni
gu
ng
Ausgangsfrequenz
Zeit
OL
I001120E
Abb. 6-2: Arbeitsweise der Strombegrenzung
HINWEISE
Längeren Überlastungsphase können zur Auslösung einer Schutzfunktion (Motorschutzschalter „E.TH“ o.Ä. führen.
Ist über Parameter 156 die intelligente Stromüberwachung aktiviert (Werkseinstellung),
sollte der Wert von Parameter 22 nicht größer als 140 % sein. Eine Vergrößerung hat keine
Anhebung des Drehmomentes zur Folge (bei einer Einstellung von Parameter 570 auf „1“).
6 - 36
Parameter
Motordrehmoment
Ausgabe des OL-Signals (Pr. 157)
Wird die Strombegrenzung aktiv, so besteht die Möglichkeit, dies über das OL-Signal auszugeben. Die Impulsdauer des Signals ist größer als 100 ms. Fällt der Ausgangsstrom auf oder unter den Wert der Strombegrenzung, wird das OL-Signal wieder ausgeschaltet.
Mit Parameter 157 kann eine Verzögerungszeit für die Ausgabe des Signals festgelegt werden.
Die Ausgabe des OL-Signals erfolgt auch bei Ansprechen der Funktion „Zwischenkreisführung
der Ausgangsfrequenz“.
Einstellwert Pr. 157
0
0,1–25 s
9999
Zustand des OL-Signals
Mit Einschalten der Strombegrenzung wird das OL-Signal aktiv.
Das OL-Signal wird nach dem Einschalten der Strombegrenzung erst nach dem Ablauf
der eingestellten Verzögerungszeit aktiv.
Das OL-Signal ist inaktiv
Tab. 6-2: Einstellung von Parameter 157
Abb. 6-3:
Ausgabe des OL-Signals
Überlastungszustand
OL-Signal
Pr. 157
I001330E
HINWEISE
In der Werkseinstellung ist das OL-Signal der OL-Klemme zugewiesen. Durch Einstellung
einer der Parameter 190 bis 196 auf „3“ (positive Logik) oder „103“ (negative Logik) kann
das OL-Signal auch anderen Klemmen zugewiesen werden.
Ist die Frequenz durch Ansprechen der Strombegrenzung für 3 s auf 0,5 Hz gesunken,
erfolgt die Ausgabe der Fehlermeldung E.OLT und der Ausgang des Frequenzumrichters
wird abgeschaltet.
Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 190–196 beeinflusst auch andere
Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen der Klemmen.
FR-F700 EC
6 - 37
Motordrehmoment
Parameter
Einstellung der Strombegrenzung bei erhöhter Frequenz (Pr. 22, Pr. 23, Pr. 66)
Im Feldschwächbereich (oberhalb der Motor-Basisfrequenz) benötigt der Motor für Beschleunigungsvorgänge wesentlich mehr Strom. Während des Betriebs bei erhöhter Frequenz ist der
Strom bei blockiertem Motor kleiner als der Motornennstrom. Die Schutzfunktion OL wird nicht
ausgelöst. Um ein Ansprechen der Schutzfunktion zu ermöglichen, kann die Stromgrenze bei
erhöhter Frequenz herabgesetzt werden. (Anwendung: Zentrifuge bei hoher Drehzahl).
Über Parameter 23 wird die Veränderung der Strombegrenzung im Frequenzbereich ab der in
Parameter 66 eingestellten Frequenz vorgegeben. Wenn z.B. Parameter 66 auf 75 Hz eingestellt ist, wird der Wert des Motor-Kippschutzes bei einer Ausgangsfrequenz von 150 Hz auf
75 % verringert, wenn Parameter 23 auf 100 % eingestellt ist und auf 66 %, wenn Parameter 23
auf 50 % eingestellt wird (siehe auch Formel unten). In der Regel wird Parameter 66 auf 50 Hz
und Parameter 23 auf 100 % eingestellt.
Abb. 6-4:
Verlauf der Stromgrenze
Pr. 23 = 9999
Strom [%]
Pr. 22
Ausgangsfrequenz [Hz]
Abb. 6-5:
Verlauf der Stromgrenze für Pr. 22 = 110 %,
Pr. 23 = 100 % und Pr. 66 = 60 Hz
Strom [%]
Einstellbeispiel
I001121C
Ausgangsfrequenz [Hz]
I001122C
Die Stromgrenze in Prozent kann wie folgt berechnet werden:
Pr. 22 – A
Pr. 23 – 100
Stromgrenze [%] = A + B × -------------------------- × -------------------------------Pr. 22 – B
100
Pr. 66 [Hz] × Pr. 22 [%]
Pr. 66 [Hz] × Pr. 22 [%]
mit A = --------------------------------------------------------------, B = ------------------------------------------------------------Ausgangsfrequenz [Hz]
400 Hz
Ist in Parameter 23 der Wert „9999“ eingegeben, so ist die Stromgrenze bei erhöhter Frequenz
inaktiv und die in Parameter 22 eingestellte Strombegrenzung gilt für den gesamten Frequenzbereich.
6 - 38
Parameter
Motordrehmoment
Einstellung der zweiten Strombegrenzung (Pr. 48, Pr. 49)
Eine Umschaltung der Stromgrenzen über ein externes Schaltsignal ist möglich. Setzen Sie Parameter 49 auf „9999“, um die Stromgrenze in Parameter 48 durch Einschalten des RT-Signals
zu aktivieren.
Abb. 6-6:
Beispiel zur Einstellung der zweiten
Stromgrenze
Stromgrenze
[%]
Pr. 48
Abbremsung / konst. Geschwindigkeit
[%]
Pr. 49
Ausgangsfrequenz
I000022C
Die Stromgrenze kann in einem Bereich von 0 Hz bis zu der in Parameter 49 gesetzten Frequenz eingestellt werden. Während der Beschleunigung ist jedoch die in Parameter 22 eingestellte Stromgrenze wirksam.
Die Funktion kann in Verbindung mit einem Kontaktstopp o.Ä. verwendet werden, um das Drehmoment in der Bremsphase (Stoppmoment) herabzusetzen.
Parameter 49
0 (Werkseinstellung)
0,01 Hz–400 Hz
9999 Funktion
Zweite Stromgrenze nicht aktiviert
Ist die Ausgangsfrequenz größer oder gleich der in Parameter 49 eingestellten Frequenz, wird die zweite Stromgrenze aktiviert (bei konstanter Geschwindigkeit oder in
der Bremsphase) Die zweite Stromgrenze ist in Abhängigkeit vom RT-Signal aktiviert
RT-Signal EIN ... Stromgrenze Parameter 48
RT-Signal AUS ... Stromgrenze Parameter 22
Tab. 6-3: Einstellungen von Parameter 49
FR-F700 EC
Die kleinere Einstellung der Parameter 22 und 48 hat die höhere Priorität.
Ist Parameter 22 auf „9999“ (Einstellung der Stromgrenze über Analogsignal) eingestellt,
wird die Stromgrenze beim Einschalten des RT-Signals vom analogen Eingang (Klemme 1)
auf die zweite Stromgrenze in Parameter 48 umgeschaltet. (Die Einstellung der zweiten
Stromgrenze über einen analogen Eingang ist nicht möglich.)
6 - 39
Motordrehmoment
Parameter
Abb. 6-7:
Stromgrenze, wenn der Frequenzsollwert
größer als der Wert in Parameter 49 ist
fsoll > Pr. 49
Ausgangsfrequenz [Hz]
Ausgangsfrequenz
Frequenzsollwert
Pr. 49
Zeit
Strombegrenzung
Pr. 22
wirksam
Pr. 48
wirksam
I001123E
Abb. 6-8:
Stromgrenze, wenn der Frequenzsollwert
kleiner oder gleich dem Wert in Parameter 49
ist
fsoll ≤ Pr. 49
Ausgangsfrequenz [Hz]
Ausgangsfrequenz
Pr. 49
Frequenzsollwert
Zeit
Strombegrenzung
Pr. 22
wirksam
Pr. 48
wirksam
I001124E
HINWEISE
Ist Parameter 49 ungleich „9999“ und Parameter 48 auf „0“ gesetzt, liegt die Stromgrenze
bei 0%, wenn die Frequenz gleich oder kleiner dem in Parameter 49 gesetzten Wert ist.
In der Werkseinstellung ist das RT-Signal der RT-Klemme zugewiesen. Durch Einstellung
einer der Parameter 178 bis 189 auf „3“ kann das RT-Signal auch anderen Klemmen zugewiesen werden.
Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 178–189 beeinflusst auch andere
Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen der Klemmen.
Ist das RT-Signal eingeschaltet, sind die zweiten Parametereinstellungen wirksam.
6 - 40
Parameter
Motordrehmoment
Analoge Einstellung der Strombegrenzung über Klemme 1 (Pr. 148, Pr. 149)
Stellen Sie Parameter 22 auf „9999“.
Legen Sie 0 bis 5 V (oder 0 bis 10 V) an Klemme 1 an. Wählen Sie den Bereich der
Sollwertdaten in Parameter 73. Ist Parameter 73 auf „1“ (Werkseinstellung) gesetzt, ist der
Einstellbereich „0 bis ±10 V“ gewählt.
Stellen Sie die Strombegrenzung bei einer Eingangsspannung von 0 V (0 mA) in Parameter
148 ein.
Stellen Sie die Strombegrenzung bei einer Eingangsspannung von 10 V oder 5 V (20 mA)
in Parameter 149 ein.
Strombegrenzung [%]
Einstellung der Strombegrenzung bei
einer Eingangsspannung von 10 V/5 V
in Pr. 149 (Eingangsstrom 20 mA)
Werkseinstellung
Eingangsspannung [V]
(−5 V/10 V)
(5 V/10 V)
Einstellung der Strombegrenzung bei
einer Eingangsspannung von 0 V in
Pr. 148 (Eingangsstrom 20 mA)
I001125C
Abb. 6-9: Analoge Einstellung der Strombegrenzung über Klemme 1
HINWEISE
Die intelligente Ausgangsstromüberwachung kann nicht verwendet werden.
Ist Parameter 22 auf „9999“ gesetzt, dient Klemme 1 ausschließlich zum Einstellen der
Strombegrenzung. Andere Funktionen der Klemme 1 (Überlagerungsfunktion, PID-Regelung) sind dann unwirksam.
Spannungsreduzierung bei Strombegrenzung (Pr. 154)
Ist Parameter 154 auf „0“ gesetzt, wird die Spannung während der Strombegrenzung reduziert.
Eine Spannungsreduzierung während der Strombegrenzung verringert das Risiko einer
Überstromauslösung, aber das Drehmoment sinkt. Setzen Sie Parameter 154 auf „0“, wenn das
Drehmoment abnehmen darf.
Parameter 154
0
1 (Werkseinstellung)
Funktion
Die Ausgangsspannung wird reduziert.
Die Ausgangsspannung wird nicht reduziert.
Tab. 6-4: Einstellungen von Parameter 154
FR-F700 EC
6 - 41
Motordrehmoment
Parameter
Anwahl der Strombegrenzung (Pr. 156)
Die Strombegrenzung und die intelligente Ausgangsstromüberwachung können deaktiviert und
die Ausgabe des OL-Signals eingestellt werden.
Eine Übersicht zur richtigen Einstellung des Parameters 156 enthält folgende Tabelle:
Einstellwert
Pr. 156
Intelligente
Ausgangsstromüberwachung
Strombegrenzung (Motor-Kippschutz)
Beschleunigungsphase
Konstante
Drehzahl
Verzögerungsphase
Ausgabe des OL-Signals
Kein Alarm
Stopp mit
Alarm „E.OLT“
0
✔
✔
✔
✔
✔
—
1
—
✔
✔
✔
✔
—
2
✔
—
✔
✔
✔
—
3
—
—
✔
✔
✔
—
4
✔
✔
—
✔
✔
—
5
—
✔
—
✔
✔
—
6
✔
—
—
✔
✔
—
7
—
—
—
✔
✔
—
8
✔
✔
✔
—
✔
—
9
—
✔
✔
—
✔
—
10
✔
—
✔
—
✔
—
11
—
—
✔
—
✔
—
12
✔
✔
—
—
✔
—
13
—
✔
—
—
✔
—
14
✔
—
—
—
✔
—
15
—
—
—
—
16
✔
✔
✔
✔
—
✔
17
—
✔
✔
✔
—
✔
18
✔
—
✔
✔
—
✔
19
—
—
✔
✔
—
✔
20
✔
✔
—
✔
—
✔
21
—
✔
—
✔
—
✔
22
✔
—
—
✔
—
✔
23
—
—
—
✔
—
✔
24
✔
✔
✔
—
—
✔
25
—
✔
✔
—
—
✔
26
✔
—
✔
—
—
✔
27
—
—
✔
—
—
✔
28
✔
✔
—
—
—
✔
29
—
✔
—
—
—
✔
30
✔
—
—
—
—
✔
31
—
—
—
—
100 A ✔
✔
✔
✔
✔
—
100 B —
—
—
—
101 A —
✔
✔
✔
✔
—
101 B —
—
—
—
Tab. 6-5: Einstellung von Parameter 156 (A = antreiben, B = bremsen)
Da weder die intelligente Stromüberwachung noch die Strombegrenzung aktiviert ist, wird
auch kein OL-Signal und keine Fehlermeldung „E.OLT“ ausgegeben.
Die Einstellungen „100“ und „101“ erlauben die Auswahl der Funktionen im treibenden oder
generatorischen Betrieb. Bei einer Einstellung auf „101“ ist die intelligente Ausgangsstromüberwachung im generatorischen Betrieb gesperrt.
6 - 42
Parameter
HINWEISE
Motordrehmoment
Bei großen Lasten oder kleinen Beschleunigungs-/Bremszeiten kann der Abschaltschutz für
Überstrom ansprechen und der Motor stoppt nicht in der vorgegebenen Beschleunigungs-/
Bremszeit. Stellen Sie Parameter 156 auf den passenden Wert ein.
Deaktivieren Sie im Hubbetrieb die intelligente Ausgangsstromüberwachung, da ansonsten
die Last durch das fehlende Drehmoment durchgehen kann.
E
FR-F700 EC
ACHTUNG:
● Wählen Sie den Wert der Strombegrenzung nicht zu klein, da sonst kein ausreichendes Drehmoment erzeugt wird.
● Führen Sie vor dem Betrieb einen Testlauf durch.
Die Beschleunigungszeit kann sich durch die Strombegrenzung erhöhen.
Beim Betrieb mit konstanter Drehzahl kann die Drehzahl durch die Strombegrenzung variieren.
Während des Bremsvorgangs kann durch die Strombegrenzung die Bremszeit
ansteigen und der Bremsweg somit verlängert werden.
6 - 43
Motordrehmoment
6.2.5
Parameter
Einstellung der Überlastfähigkeit
(LD = Light Duty, SLD = Super Light Duty) (Pr. 570)
Parameter 570 ermöglicht eine Anpassung des Frequenzumrichters an die Drehmomentcharakteristik der Last. Eine Änderung des Wertes beeinflusst auch andere Leistungsdaten.
Pr.Nr.
570
Werkseinstellung
Bedeutung
Einstellung der
Überlastfähigkeit
Einstellbereich
Steht in Beziehung
zu Parameter
Beschreibung
0
Umgebungstemperatur 40 °C
110 % 60 s, 120 % 3 s (SLD)
1
Umgebungstemperatur 50 °C
120 % 60 s, 150 % 3 s (LD)
0
Siehe
Abschn.
—
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Die Werkseinstellungen und Einstellbereiche folgender Parameter werden beim Löschen der
Parameter und bei Ausführung eines Resets verändert, wenn Parameter 570 geändert wurde.
Pr. 570
Pr.-Nr. Bezeichnung
9
Stromeinstellung für elektr.
Motorschutz
22
Strombegrenzung
0
1
Nennstrom bei 120 %
Überlastfähigkeit Nennstrom bei 150 %
Überlastfähigkeit 0/0,1–120 %/9999
0/0,1–150 %/9999
110 %
120 %
0–150 %/9999
0–200 %/9999
9999
9999
0/0,1–120 %
0/0,1–150 %
Werkseinstellung
110 %
120 %
Werkseinstellung
Nennstrom bei 120 %
Überlastfähigkeit Nennstrom bei 150 %
Überlastfähigkeit 0–120 %
0–150 %
110 %
120 %
0–120 %
0–150 %
120 %
150 %
0–120 %
0–150 %
110 %
120 %
0–120 %
0–150 %
Werkseinstellung
110 %
120 %
Werkseinstellung
Einstellbereich
Strombegrenzung bei
erhöhter Frequenz
Einstellbereich
6-35
Werkseinstellung
Einstellbereich
48
2. Stromgrenze
6-35
56
Bezugsgröße für externe
Stromanzeige
Strombegrenzung bei 0 V
Eingangsspannung
Einstellbereich
148
Strombegrenzung bei 10 V
Eingangsspannung
Einstellbereich
Überwachung des
Ausgangsstroms
Einstellbereich
Strombegrenzung bei
Wiederanlauf
Einstellbereich
149
150
165
6-76
6-35
Werkseinstellung
23
Siehe
Seite
6-131
6-35
Werkseinstellung
6-35
Werkseinstellung
6-116
Werkseinstellung
6-138
557
Referenzwert für Strommittelwertbildung
Werkseinstellung
Nennstrom bei 120 %
Überlastfähigkeit Nennstrom bei 150 %
Überlastfähigkeit 6-323
893
Referenzwert für Energieüberwachung (Motorleistung)
Werkseinstellung
Motorleistung
bei 120 %
Überlastfähigkeit Motorleistung
bei 150 %
Überlastfähigkeit 6-161
Tab. 6-6: Beeinflussung anderer Parameter durch Pr. 570
HINWEIS
6 - 44
Der Nennstrom hängt von der Leistungsklasse des Frequenzumrichters ab.
Für die Frequenzumrichter der Leistungsklasse 01160 oder kleiner ist die Motorleistung von
der eingestellten Überlastfähigkeit unabhängig.
Bei einer Einstellung des Parameters 570 auf „0“, ist Parameter 260 „Regelung der Trägerfrequenz“ deaktiviert (siehe auch Abschn. 6.14.1).
Parameter
6.3
Begrenzung der Ausgangsfrequenz
Begrenzung der Ausgangsfrequenz
Einstellung
Einzustellende Parameter
Einstellung der minimalen und maximalen
Ausgangsfrequenz
Minimale/maximale Ausgangsfrequenz
Vermeidung von Resonanzerscheinungen Frequenzsprung
6.3.1
Siehe
Abschn.
Pr. 1, Pr. 2,
Pr. 18
6.3.1
Pr. 31–Pr. 36
6.3.2
Minimale und maximale Ausgangsfrequenz (Pr. 1, Pr. 2, Pr. 18)
Die Parameter dienen zur Einstellung der oberen und unteren Grenze der Ausgangsfrequenz.
Pr.Nr.
1
2
18
Werkseinstellung
Bedeutung
Einstellbereich
01160
oder 120 Hz
kleiner
Maximale Ausgangsfrequenz
0–120 Hz
01800
oder
größer
Minimale Ausgangsfrequenz
0 Hz
01800
oder
größer
Einstellung der oberen Grenze
der Ausgangsfrequenz
60 Hz
13
15
125
126
0–120 Hz
Einstellung der unteren Grenze
der Ausgangsfrequenz
120–400 Hz
Einstellung bei einer Ausgangsfrequenz über 120 Hz
01160
oder 120 Hz
kleiner
HochgeschwindigkeitsFrequenzgrenze Steht in Beziehung
zu Parameter
Beschreibung
Startfrequenz
Tipp-Frequenz
Verstärkung für
den SpannungsSollwert
Verstärkung für
den Strom-Sollwert
Siehe
Abschn.
6.6.2
6.5.2
6.15.4
6.15.4
60 Hz
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Einstellung der maximalen Ausgangsfrequenz
Mit Parameter 1 kann die maximale Ausgangsfrequenz des Umrichters zwischen 0 und 120 Hz
eingestellt werden. Dieser Wert ist die Ausgangsfrequenz, welche unabhängig von der Ansteuerung nicht überschritten wird.
Soll eine Ausgangsfrequenz über 120 Hz eingestellt werden, so ist Parameter 18 einzustellen.
Der Wert in Parameter 1 wird automatisch überschrieben, wenn in Parameter 18 ein Wert eingegeben wird.
Begrenzung auf
maximale
Ausgangsfrequenz
Ausgangsfrequenz [Hz]
Abb. 6-10:
Minimale und maximale Ausgangsfrequenz
Pr. 1
Pr. 18
Frequenzsollwert
Pr. 2
Begrenzung auf
minimale
Ausgangsfrequenz
HINWEIS
FR-F700 EC
0
(4 mA)
5, 10 V
(20 mA)
I001100E
Soll der Motor über das analoge Eingangssignal oberhalb von 60 Hz betrieben werden,
müssen die Parameter 125 und 126 (siehe Abschn. 6.15.4) geändert werden. Wird nur
Parameter 1 oder 18 eingestellt, kann der Motor bei analoger Sollwertvorgabe nicht über
60 Hz betrieben werden.
6 - 45
Begrenzung der Ausgangsfrequenz
Parameter
Einstellung der minimalen Ausgangsfrequenz
Mit Parameter 2 kann die minimale Ausgangsfrequenz zwischen 0 und 120 Hz eingestellt werden.
HINWEISE
Ist die Tipp-Frequenz (Pr. 15) kleiner oder gleich der Einstellung in Parameter 2, hat die Einstellung von Parameter 15 Vorrang.
Wird die Ausgangsfrequenz durch Aktivierung der Strombegrenzung abgesenkt, kann der
Wert unter die Einstellung von Parameter 2 sinken.
E
6 - 46
ACHTUNG:
Ist der Wert von Parameter 2 größer als der Wert von Parameter 13, startet der Motor
mit der in Parameter 2 eingestellten Frequenz, sobald der Frequenzumrichter ein
Startsignal erhält, auch wenn kein Sollwert anliegt.
Parameter
6.3.2
Begrenzung der Ausgangsfrequenz
Frequenzsprung zur Vermeidung von Resonanzerscheinungen
(Pr. 31 bis Pr. 36)
Der über Parameter 31 bis 36 einstellbare Frequenzsprung ermöglicht es, am Antrieb auftretende Resonanzschwingungen auszuschließen.
Pr.Nr.
Bedeutung
Werkseinstellung
Einstellbereich
31
Frequenzsprung 1A
9999
0–400 Hz/9999
32
Frequenzsprung 1B
9999
0–400 Hz/9999
33
Frequenzsprung 2A
9999
0–400 Hz/9999
34
Frequenzsprung 2B
9999
0–400 Hz/9999
35
Frequenzsprung 3A
9999
0–400 Hz/9999
36
Frequenzsprung 3B
9999
0–400 Hz/9999
Steht in Beziehung
zu Parameter
Beschreibung
Siehe
Abschn.
—
Einstellung der Frequenzsprünge
1A bis 1B, 2A bis 2B und 3A bis
3B.
9999: Funktion deaktiviert
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Es können verschiedene Frequenzsprünge vorgegeben werden. Eine Festlegung von bis zu
drei Bereichen in beliebiger Folge ist dabei möglich. Die Definition des Sprungbereiches erfolgt
durch Vorgabe der oberen und unteren Frequenz.
Abb. 6-11:
Definition der Sprungbereiche
Hz
Pr.36 (3B)
Ausgangsfrequenz
Pr.35 (3A)
Pr.34 (2B)
Pr.33 (2A)
Pr.32 (1B)
Pr.31 (1A)
Sollwertsignal
FR-F700 EC
I000019C
6 - 47
Begrenzung der Ausgangsfrequenz
Parameter
Die folgenden Diagramme geben Aufschluss über die Auswahl der Sprungstelle. Das Diagramm links zeigt einen Verlauf, bei dem der Sprung am Ende des ausgeblendeten Frequenzbereiches erfolgt. Hier ist die kleinere Frequenz zuerst einzugeben. Im Diagramm rechts erfolgt
der Sprung am Anfang des ausgeblendeten Frequenzbereiches. Für diesen Fall ist die größere
Frequenz zuerst einzugeben.
Ausgangsfrequenz
Hz
Hz
38
Pr.32 (1B)
38
Pr.31 (1A)
32
Pr.31 (1A)
32
Pr.32 (1B)
Sollwertsignal
Sollwertsignal
I00019aC
Abb. 6-12: Auswahl des Sprungpunktes
HINWEIS
6 - 48
Während der Beschleunigungs- bzw. Bremsphase werden die Sprungbereiche mit den eingestellten Rampen durchfahren.
Parameter
6.4
V/f-Kennlinie
V/f-Kennlinie
6.4.1
Siehe
Abschn.
Einstellung
Einzustellende Parameter
Motorarbeitspunkt
Basisfrequenz, Maximale Ausgangsspannung
Pr. 3, Pr. 19,
Pr. 47
6.4.1
Auswahl einer V/f-Kennlinie entsprechend der Last
Lastkennlinienwahl
Pr. 14
6.4.2
Einsatz eines Sondermotors
Flexible 5-Punkt-V/f-Kennlinie
Pr. 71,
6.4.3
Pr. 100–Pr. 109
Motorarbeitspunkt (Pr. 3, Pr. 19, Pr. 47)
Die Parameter dienen zur Anpassung des Frequenzumrichters an den Motor.
Pr.Nr.
3
19
47
Bedeutung
V/f-Kennlinie
(Basisfrequenz)
Maximale
Ausgangsspannung
2. V/f-Kennlinie
Werkseinstellung
Einstellbereich
Beschreibung
50 Hz
0–400 Hz
Einstellung der Frequenz, bei der der
Motor sein Nenndrehmoment
erreicht (50 Hz/60 Hz)
0–1000 V
Einstellung der Motor-Nennspannung
8888
8888
95 % der Netzspannung
9999
Netzspannung
0–400 Hz
9999
9999
Steht in Beziehung
zu Parameter
Einstellung der Basisfrequenz bei eingeschaltetem RT-Signal
14
29
71
80
178–189
2. V/f-Kennlinie deaktiviert
Auswahl der Lastkennlinie
Beschleunigungs-/
Bremskennlinie
Motorauswahl
Motornennleistung für Stromvektorregelung
Funktionszuweisung der Eingangsklemmen
Siehe
Abschn.
6.4.2
6.6.3
6.7.2
6.2.2
6.9.1
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Einstellung der Basisfrequenz (Pr. 3)
Im Regelfall wird in Parameter 3 die Nennfrequenz des Motors eingestellt. Die Angaben über die
Nennfrequenz sind dem Typenschild des Motors zu entnehmen. Wird ein Motor in Kombination
mit der Funktion „Motorumschaltung auf Netzbetrieb“ verwendet, ist die Netzfrequenz einzustellen.
Ist die Motornennfrequenz auf dem Typenschild mit 60 Hz angegeben, stellen Sie 60 Hz ein.
Eine Überlast kann – insbesondere bei einer Einstellung des Parameters 14 auf „1“ – zu einer
Abschaltung des Frequenzumrichters führen.
[%]
Pr. 3 = 50 Hz, Pr. 19 = 9999
Pr. 3 = 60 Hz, Pr. 19 = 220 V
Einstellbereich Pr. 19
Ausgangsspannung
bezogen auf die Netzspannung
100
[Hz]
50 60
120
Einstellbereich der
Basisfrequenz
I000003aC
Abb. 6-13: Verhältnis der Ausgangsspannung zur Ausgangsfrequenz
FR-F700 EC
6 - 49
V/f-Kennlinie
Parameter
Einstellung der zweiten V/f-Kennlinie (Pr. 47)
Die zweite V/f-Kennlinie (2. Basisfrequenz) wird über die RT-Klemme angewählt. Die zweite Basisfrequenz ermöglicht z.B. am Frequenzumrichterausgang eine Umschaltung zwischen unterschiedlichen Motoren.
HINWEISE
Ist das Signal RT eingeschaltet, sind alle anderen zweiten Funktionen wie z.B. die zweite
Drehmomentanhebung aktiv.
In der Werkseinstellung ist das RT-Signal der RT-Klemme zugewiesen. Durch Einstellung
einer der Parameter 178 bis 189 auf „3“ kann das RT-Signal auch anderen Klemmen zugewiesen werden.
Einstellung der maximalen Ausgangsspannung (Pr. 19)
Über Parameter 19 kann die maximale Ausgangsspannung des Frequenzumrichters festgelegt
werden. Der Parameter wird hierzu auf die maximal zulässige Ausgangsspannung (siehe Typenschild des Motors) eingestellt.
Weiterhin kann Parameter 19 in folgenden Fällen verwendet werden:
● Bei häufigem generatorischen Betrieb (kontinuierlicher generatorischer Betrieb)
Im generatorischen Betrieb kann die Ausgangsspannung den Referenzwert übersteigen
und somit zu einer Überstromauslösung (E.OC첸) aufgrund eines erhöhten Motorstroms
führen.
● Bei großen Schwankungen der Netzspannung
Übersteigt die Netzspannung die Nennspannung des Motors, können Drehzahlschwankungen auftreten und es besteht die Gefahr einer Motor-Überhitzung durch hohe Drehmomente
oder hohe Motorströme.
● Für Sonder-Einstellungen (87-Hz-Funktion, Sondermotoren, Feldschwäch-Bereich).
Für den Betrieb von Motoren mit Spezialwicklung oder die sogenannte 87-Hz-Betriebsart
oder für einen Feldschwächbetrieb mit einer bestimmten Ausgangsspannung kann der
Parameter 19 auch auf einen Wert oberhalb der anliegenden Netzspannung eingestellt
werden. Der Frequenzumrichter fährt dann eine V/f-Kennlinie, deren Steigung über die
Einstellung des Pr. 3 und Pr. 19 festgelegt wird. Die effektive Ausgangsspannung selbst
kann jedoch nicht Werte oberhalb der angelegten Netzspannung erreichen und wird daher
auf diesen Wert begrenzt.
HINWEIS
Ist Parameter 71 auf „2“ eingestellt (flexible 5-Punkt-V/f-Kennlinie), ist die Einstellung in
Parameter 47 unwirksam. Eine Einstellung von Parameter 19 auf „8888“ oder „9999“ ist
dann nicht möglich.
Beachten Sie, dass der Frequenzumrichter keine Spannung oberhalb der Netzspannung
ausgeben kann.
6 - 50
Parameter
6.4.2
V/f-Kennlinie
Lastkennlinienwahl (Pr. 14)
Mit Parameter 14 kann die V/f-Kennlinie des Frequenzumrichters optimal an die Applikation angepasst werden.
Pr.Nr.
Bedeutung
Werkseinstellung
14
Auswahl der Lastkennlinie
Einstellbereich
Steht in Beziehung
zu Parameter
Beschreibung
0
Konstantes Lastmoment
1
Quadratisches Lastmoment
1
3
178–189
Basisfrequenz
Funktionszuweisung der Eingangsklemmen
Siehe
Abschn.
6.4.1
6.9.1
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Konstantes Lastmoment (Pr. 14 = 0)
Die Ausgangsspannung steigt bis zu ihrem Maximalwert linear mit der Ausgangsfrequenz. Diese Einstellung ist für Lasten geeignet, deren Lastmoment bei variabler Drehzahl konstant ist
(z.B. Förder- oder Transportbänder und Walzenantriebe).
Abb. 6-14:
Lineare Kennlinie
Ausgangsspannung
[%]
100
Hz
Basisfrequenz Pr. 3
Ausgangsfrequenz
I001322C
Quadratisches Lastmoment (Pr. 14 = 1, Werkseinstellung)
Die Ausgangsspannung steigt bis zu ihrem Maximalwert quadratisch mit der Ausgangsfrequenz. Diese Einstellung ist für Lasten geeignet, deren Lastmoment sich quadratisch mit der
Drehzahl ändert (z.B. Lüfter oder Pumpen).
Abb. 6-15:
Quadratische Kennlinie
Ausgangsspannung
[%]
100
Hz
Basisfrequenz Pr. 3
Ausgangsfrequenz
FR-F700 EC
I001323C
6 - 51
V/f-Kennlinie
6.4.3
Parameter
Flexible 5-Punkt-V/f-Kennlinie (Pr. 71, Pr. 100 bis Pr. 109)
Für Sondermotoren wie Verschiebeankermotoren, Synchron- oder Hochgeschwindigkeitsmotoren besteht die Möglichkeit, die Charakteristik der V/f-Kennlinie mit 5 Stützpunkten zu
gestalten.
Pr.Nr.
Bedeutung
Werkseinstellung
Einstellbereich
Beschreibung
71
Steht in Beziehung
zu Parameter
Motorauswahl
0
0/1/2/20
Setzen Sie Pr. 71 auf „2“, um die
flexible 5-Punkt-V/f-Kennlinie zu
aktivieren.
100
V/f1-Frequenz
9999
0–400 Hz/9999
101
V/f1-Spannung
0V
0–1000 V/9999
102
V/f2-Frequenz
9999
0–400 Hz/9999
103
V/f2-Spannung
0V
0–1000 V/9999
104
V/f3-Frequenz
9999
0–400 Hz/9999
105
V/f3-Spannung
0V
0–1000 V/9999
106
V/f4-Frequenz
9999
0–400 Hz/9999
107
V/f4-Spannung
0V
0–1000 V/9999
108
V/f5-Frequenz
9999
0–400 Hz/9999
109
V/f5-Spannung
0V
0–1000 V/9999
3
12
19
47
60
71
80
Einstellung der Stützpunkte (Frequenz/Spannung) für die V/fKennlinie
9999: 5-Punkt-V/f-Kennlinie deaktiviert
90
Basisfrequenz
DC-Bremsung
(Spannung)
Maximale Ausgangsspannung
2. V/f-Kennlinie
Auswahl der Energiesparfunktion
Motorauswahl
Motornennleistung für Stromvektorregelung
Motorkonstante
(R1)
Siehe
Abschn.
6.4.1
6.8.1
6.4.1
6.4.1
6.13.1
6.7.2
6.2.2
6.2.2
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Mit Hilfe der Parameter für die Stützpunkte V/f1 bis V/f5 kann eine beliebige V/f-Kennlinie vorgegeben werden.
Spannung
Max. Ausgangsspannung
Pr. 19
V/f5
V/f4
V/f3
Drehmomentanhebung
Pr. 0
V/f1
V/f2
Frequenz
Basisfrequenz Pr. 3
I001126E
Abb. 6-16: V/f-Kennlinie
Stellen Sie z.B. für eine Maschine mit einem hohen Haft- und einem niedrigen Gleitreibungskoeffizienten die Kennlinie so ein, dass die Spannung im unteren Drehzahlbereich angehoben
wird, um das benötigte höhere Anlaufmoment bereitstellen zu können.
6 - 52
Parameter
E
V/f-Kennlinie
ACHTUNG:
Achten Sie darauf, dass die Parameter auf die Daten des angeschlossenen Motors
abgestimmt sind. Eine falsche Einstellung der Parameter kann zur Überhitzung des
Motors führen. Es besteht Brandgefahr.
Gehen Sie bei der Einstellung wie folgt vor:
Stellen Sie die Motornennspannung in Parameter 19 ein. (Bei einer Einstellung auf „9999“
oder „8888“ ist die Funktion deaktiviert.)
Setzen Sie Parameter 71 auf „2“.
Stellen Sie in den Parametern 100 bis 109 die Frequenz- und Spannungswerte für die
Stützpunkte der flexiblen 5-Punkt-V/f-Kennlinie ein.
HINWEISE
Die flexible 5-Punkt-V/f-Kennlinie ist nur während der V/f-Steuerung wirksam. Sie kann nicht
bei ausgewählter Stromvektorregelung eingesetzt werden.
Bei einer Einstellung von Parameter 19 auf „8888“ oder „9999“ kann Parameter 71 nicht auf
„2“ gesetzt werden. Um Parameter 71 auf „2“ setzen zu können, muss in Parameter 19 die
Motornennspannung eingestellt sein.
Ist die Bedingung f1 ≠ f2 ≠ f3 ≠ f4 ≠ f5 nicht erfüllt, erfolgt die Ausgabe der Fehlermeldung
„Er1“.
Die eingestellten Stützpunkte müssen im Bereich von Parameter 3 (Basisfrequenz) und
Parameter 19 (maximale Ausgangsspannung) liegen.
Ist Parameter 71 auf „2“ gesetzt, ist Parameter 47 unwirksam.
Ist Parameter 71 auf „2“ gesetzt, wird die Stromeinstellung für den elektronischen Motorschutzschalter für einen Standardmotor berechnet.
Durch Kombination der Energiesparfunktion (Pr. 60) mit der flexiblen 5-Punkt-V/f-Kennlinie
kann die Energieeinsparung vergrößert werden.
Ist Parameter 71 für die Umrichter der Leistungsklassen 00126 und 00170 auf einen der folgenden Werte gesetzt, ändert sich der Wert von Parameter 0 und Parameter 12 automatisch mit der Einstellung von Parameter 71:
Parameter 71 = 0, 2, 20
Der Wert von Parameter 0 ändert sich auf 3 % und der Wert von Parameter 12 auf 4 %.
Parameter 71 = 1
Die Werte der Parameter 0 und 12 ändern sich auf 2 %.
FR-F700 EC
6 - 53
Frequenzsollwertvorgabe über externe Signale
6.5
Parameter
Frequenzsollwertvorgabe über externe Signale
6.5.1
Siehe
Abschn.
Einstellung
Einzustellende Parameter
Drehzahlvorwahl über Kombination
der Klemmen
Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl
Pr. 4–Pr. 6,
6.5.1
Pr. 24–Pr. 27
Pr. 232–Pr. 239
Ausführung des Tippbetriebs
Tippbetrieb
Pr. 15, Pr. 16
6.5.2
Motorarbeitspunkt
Überlagerung der Festfrequenzen
Pr. 28
6.5.3
Ferngesteuerte Einstellung von
Drehzahlen über Klemmen
Anwahl des digitalen Motorpotentiometers
Pr. 59
6.5.4
Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl
(Pr. 4 bis Pr. 6, Pr. 24 bis Pr. 27, Pr. 232 bis Pr. 239)
Die Frequenzumrichter verfügen über 15 fest einstellbare Frequenzen (Geschwindigkeiten),
die vom Benutzer nach Bedarf über die Parameter 4, 5, 6,24 bis 27 sowie über Parameter 232
bis 239 vorgegeben werden können.
Die Auswahl der fest eingestellten Ausgangsfrequenzen erfolgt über die Klemmen RH, RM, RL
und REX.
Pr.Nr.
Bedeutung
Werkseinstellung
Einstellbereich
Beschreibung
Steht in Beziehung
zu Parameter
4
Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl-RH
50 Hz
0–400 Hz
Frequenz bei eingeschaltetem
RH-Signal
1
5
Drehzahl-/
Geschwindigkeitsvorwahl-RM
30 Hz
0–400 Hz
Frequenz bei eingeschaltetem
RM-Signal
2
6
Drehzahl-/
Geschwindigkeitsvorwahl-RL
10 Hz
0–400 Hz
Frequenz bei eingeschaltetem
RL-Signal
24
4. Drehzahl-/
Geschwindigkeitsvorwahl 9999
0–400 Hz/9999
25
5. Drehzahl-/
Geschwindigkeitsvorwahl 9999
0–400 Hz/9999
26
6. Drehzahl-/
Geschwindigkeitsvorwahl 9999
0–400 Hz/9999
27
7. Drehzahl-/
Geschwindigkeitsvorwahl 9999
0–400 Hz/9999
232
8. Drehzahl-/
Geschwindigkeitsvorwahl 9999
0–400 Hz/9999
233
9. Drehzahl-/
Geschwindigkeitsvorwahl 9999
234
10. Drehzahl-/
Geschwindigkeitsvorwahl 9999
235
11. Drehzahl-/
Geschwindigkeitsvorwahl 9999
Die Auswahl der 4. bis 15. Dreh0–400 Hz/9999 zahl-/Geschwindigkeitsvorwahl
erfolgt durch die Kombination
der Schaltsignale RH, RM, RL
0–400 Hz/9999 und REX.
9999: keine Auswahl
0–400 Hz/9999
236
12. Drehzahl-/
Geschwindigkeitsvorwahl 9999
0–400 Hz/9999
237
13. Drehzahl-/
Geschwindigkeitsvorwahl 9999
0–400 Hz/9999
238
14. Drehzahl-/
Geschwindigkeitsvorwahl 9999
0–400 Hz/9999
239
15. Drehzahl-/
Geschwindigkeitsvorwahl 9999
0–400 Hz/9999
HINWEIS
6 - 54
15
28
59
178–189
Maximale Ausgangsfrequenz
Minimale Ausgangsfrequenz
Tipp-Frequenz
Überlagerung der
Festfrequenzen
Anwahl des digitalen Motorpotentiometers
Funktionszuweisung der Eingangsklemmen
Siehe
Abschn.
6.3.1
6.3.1
6.5.2
6.5.3
6.5.4
6.9.1
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Die oben aufgeführten Parameter können in jeder Betriebsart und während des Betriebs eingestellt werden, auch wenn Parameter 77 „Schreibschutz für Parameter“ auf „0“ gesetzt ist.
Parameter
Frequenzsollwertvorgabe über externe Signale
Beim Einschalten des RH-Signals erfolgt der Betrieb mit der in Parameter 4, beim Einschalten
des RM-Signals mit der in Parameter 5 und beim Einschalten des RL-Signals mit der in Parameter 6 eingestellten Frequenz.
Die Auswahl der 4. bis 15. Drehzahl-/Geschwindigkeit erfolgt über eine Kombination der Klemmen RH, RM, RL und REX. Stellen Sie die Frequenzwerte in den Parametern 24 bis 27 und 232
bis 239 ein. In der Werkseinstellung sind die 4. bis 15. Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl gesperrt.
1. Vorwahl (RH)
Ausgangsfrequenz [Hz]
5. Vorwahl
6. Vorwahl
2. Vorwahl (RM)
4. Vorwahl
3. Vorwahl (RL)
7. Vorwahl
t
EIN
RH
EIN
EIN
RM
EIN
EIN
RL
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
I000004aC
Abb. 6-17: Aufruf der Drehzahlvorwahlen in Abhängigkeit der Signalklemmenbelegung
10. Vorwahl
Ausgangsfrequenz [Hz]
11. Vorwahl
12. Vorwahl
9. Vorwahl
13. Vorwahl
8. Vorwahl
14. Vorwahl
15. Vorwahl
t
EIN
RH
EIN
RM
RL
REX
EIN
EIN EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
I000005C
Abb. 6-18: Aufruf der Drehzahlvorwahlen in Abhängigkeit der Signalklemmenbelegung
HINWEISE
Ist Parameter 232 auf „9999“ gesetzt und es wird nur das REX-Signal eingeschaltet erfolgt
die Ausgabe der mit Parameter 6 eingestellten Frequenz.
Werden ausschließlich die Parameter 4, 5 und 6 zur Geschwindigkeitsvorwahl verwendet
(Parameter 24 bis 27 = „9999“) und versehentlich zwei Geschwindigkeiten gleichzeitig ausgewählt, so haben die Klemmen folgende Prioritäten: RL vor RM und RM vor RH.
In der Werkseinstellung sind die Signale RH, RM und RL den Klemmen RH, RM und RL
zugewiesen. Setzen Sie einen der Parameter 178 bis 189 „Funktionszuweisung der Eingangsklemmen“ auf „0 (RL)“, „1 (RM)“ oder „2 (RH)“, um einer Eingangsklemme die entsprechende Funktion zuzuweisen.
Setzen Sie einen der Parameter 178 bis 186 auf „8“, um einer Klemme die Funktion REX
zuzuweisen.
FR-F700 EC
6 - 55
Drehzahl-/
Geschwindigkeitsvorwahl
Vorwärtsdrehung
Parameter
Potentiometer zur Vorgabe des
Frequenzsollwertes
Frequenzsollwertvorgabe über externe Signale
Abb. 6-19:
Anschlussbeispiel
I001127E
HINWEISE
Für die Frequenzvorgabe über externe Signale gelten folgende Prioritäten:
Tippbetrieb > Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl > analoges Eingangssignal an Klemme 4
> analoges Eingangssignal an Klemme 2 (siehe auch Abschn. 6.15).
Der Frequenzumrichter muss sich hierzu in der Betriebsart „Externer Betrieb“ oder im kombinierten Betrieb „Extern/PU“ befinden (Pr. 79 = 3 oder 4).
Die Einstellung der Parameter für die Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahlen kann sowohl im
externen Betrieb als auch im Betrieb über Bedieneinheit erfolgen.
Die Parameter 24 bis 27 und 232 bis 239 besitzen untereinander keine Prioritäten.
Ist Parameter 59 auf einen anderen Wert als „0“ gesetzt, dienen die Signale RH, RM und RL
zur Steuerung der Funktionen für das digitale Motorpotentiometer. Die Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahlen sind dann unwirksam.
Für eine Überlagerung des Frequenzsollwert durch ein externes Spannungssignal ist Parameter 28 auf „1“ zu setzen.
Die Funktionszuweisung der Signale RH, RM, RL und RES an eine Eingangsklemme erfolgt
über die Parameter 178–189. Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 178–
189 beeinflusst auch andere Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen der Klemmen.
6 - 56
Parameter
6.5.2
Frequenzsollwertvorgabe über externe Signale
Tippbetrieb (Pr. 15, Pr. 16)
Der Tippbetrieb dient zur Einrichtung einer Maschine. Es können die Tipp-Frequenz und die Beschleunigung-/Bremszeit für den Tippbetrieb eingestellt werden. Sobald der Frequenzumrichter das Startsignal erhält, wird mit der voreingestellten Beschleunigungs-/Bremszeit (Parameter
16) auf die in Parameter 15 (Tipp-Frequenz) eingegebene Frequenz beschleunigt. Die Ausführung des Tippbetriebs ist sowohl im externen Betrieb als auch über die Bedieneinheit möglich.
Pr.Nr.
Bedeutung
15
Tipp-Frequenz
16
Beschl.-/Bremszeit
im Tippbetrieb
HINWEIS
Werkseinstellung
Einstellbereich
Beschreibung
5 Hz
0–400 Hz
Einstellung der Frequenz für den Tippbetrieb
13
29
Einstellung der Beschleunigungs-/Bremszeit für den Tippbetrieb
20
0,5 s
0–3600/360 s Steht in Beziehung
zu Parameter
Der Werte bezieht sich auf die in Pr. 20
festgelegten Referenzfrequenz sowie auf
die in Pr. 21 festgelegte Schrittweite.
Pr. 21 = 0
Einstellbereich: 0–3600 s
Schrittweite: 0,1s
Pr. 21 = 1
Einstellbereich: 0–360 s
Schrittweite: 0,01s
Beschleunigungs- und Bremszeit können
nicht separat eingestellt werden.
21
79
178–189
Startfrequenz
Beschleunigungs-/
Bremskennlinie
Bezugsfrequenz
für Beschleunigungs-/Bremszeit
Schrittweite für
Beschleunigung/
Verzögerung
Betriebsartenwahl
Funktionszuweisung der Eingangsklemmen
Siehe
Abschn.
6.6.2
6.6.3
6.6.1
6.6.1
6.17.1
6.9.1
Bei einer Einstellung des Parameter 21 auf „0“ (Werkseinstellung) ist der Einstellbereich
„0–3600 s“ und die Schrittweite „0,1 s“, bei einer Einstellung des Parameter 21 auf „1“ ist
der Einstellbereich „0–360 s“ und die Schrittweite „0,01 s“.
Die oben aufgeführten Parameter werden nur bei Anschluss der Bedieneinheit FR-PU04/
FR-PU07 als Basisparameter angezeigt. Bei Verwendung der Bedieneinheit FR-DU07 ist
eine Einstellung der Parameter nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Tippbetrieb in der externen Betriebsart
In der externen Betriebsart erfolgt der Tippbetrieb durch ein Signal an der JOG-Klemme. Die
Drehrichtung wird über die Klemmen STF und STR festgelegt. (In der Werkseinstellung ist das
JOG-Signal der JOG-Klemme zugewiesen.)
Frequenzumrichter
Spannungsversorgung
Motor
Vorwärts-/
Rückwärtsdrehung
Tippbetrieb
I001128E
Abb. 6-20: Anschlussbeispiel für den Tippbetrieb in der externen Betriebsart
FR-F700 EC
6 - 57
Frequenzsollwertvorgabe über externe Signale
Parameter
Eingangssignale
Ausgangsfrequenz
Hz
Vorwärtsdrehung
TippFrequenz
Abb. 6-21:
Zeitverläufe der Signale im Tippbetrieb
Pr. 20
Pr. 15
t
Pr. 16
Rückwärtsdrehung
JOG
t
STF
t
STR
t
I001324C
Vorgehensweise
Anzeige
Nach dem Einschalten der Spannungsversorgung
erscheint die Startanzeige.
Stellen Sie sicher, dass die externe Betriebsart
angewählt ist (LED „EXT“ leuchtet).
Ist die externe Betriebsart nicht angewählt,
betätigen Sie die Taste EXT. Lässt sich die
Betriebsart nicht ändern, so ist Pr. 79 einzustellen.
Schalten Sie das JOG-Signal ein.
Schalten Sie das Startsignal STF oder STR ein.
Der Motor rotiert, solange das Startsignal
eingeschaltet ist. In der Werkseinstellung rotiert der
Motor mit 5 Hz (Pr. 15 = 5 Hz).
EIN
Vorwärtsdrehung
EIN
Rückwärtsdrehung
Vorwärtsdrehung
Schalten Sie das Startsignal STF oder STR aus.
AUS
Rückwärtsdrehung
Der Motor rotiert, solange das
Startsignal eingeschaltet ist.
Stopp
I001129E
Abb. 6-22: Tippbetrieb in der externen Betriebsart
6 - 58
Parameter
Frequenzsollwertvorgabe über externe Signale
Tippbetrieb über die Bedieneinheit
Wählen Sie den Tippbetrieb über die Bedieneinheiten FR-DU07/FR-PU04/FR-PU07.
Frequenzumrichter
Spannungsversorgung
Motor
Abb. 6-23:
Anschlussbeispiel für den Tippbetrieb über
Bedieneinheit
I001130E
Vorgehensweise
Anzeige
Überprüfen Sie den Betriebszustand und die
Betriebsart.
Die Monitor-Anzeige muss ausgewählt sein.
Der Frequenzumrichter muss sich im Stillstand
befinden.
Wählen Sie die Betriebsart „PU JOG“ durch
Betätigung der Taste PU/EXT.
Betätigen Sie die Taste FWD oder REV.
Der Motor rotiert, solange eine Taste
betätigt ist. In der Werkseinstellung rotiert der
Motor mit 5 Hz (Pr. 15 = 5 Hz).
Taste
halten
Der Motor stoppt, sobald Sie die Taste FWD
oder REV loslassen.
Taste
loslassen
Stopp
Änderung der Frequenz im PU JOG-Modus:
Betätigen Sie die Taste MODE, um das Menü zur
Einstellung von Parametern aufzurufen.
Die zuletzt eingelesene
Parameternummer
erscheint.
Stellen Sie die Parameternummer 15 durch Drehen
des Digital-Dials ein.
Betätigen Sie die Taste SET, um den aktuellen Wert
(5 Hz) anzuzeigen.
Stellen Sie die Ausgangsfrequenz auf 10,00 Hz.
Betätigen Sie die Taste SET, um den Wert zu
speichern.
Führen Sie für einen JOG-Betrieb mit 10 Hz die
Schritte bis aus.
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
I001131E
Abb. 6-24: Tippbetrieb über die Bedieneinheit
FR-F700 EC
6 - 59
Frequenzsollwertvorgabe über externe Signale
HINWEISE
Parameter
Bei der S-förmigen Kennlinie (Pr. 29 = 1) ist die eingestellte Zeit die Zeit, die zum Erreichen
der Basisfrequenz (Parameter 3) benötigt wird.
Wählen Sie die Einstellung von Parameter 15 gleich der oder größer als die Einstellung von
Parameter 13.
Die Funktionszuweisung des Signals JOG an eine Eingangsklemme erfolgt über einen der
Parameter 178–189. Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 178–189
beeinflusst auch andere Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen
der Klemmen.
Im Tippbetrieb kann die zweite Beschleunigungs-/Bremszeit nicht über das RT-Signal aktiviert werden. Eine Aktivierung aller anderen zweiten Funktion ist jedoch möglich (siehe auch
Abschn. 6.9.3).
Ist Parameter 79 auf „4“ eingestellt, kann der Motor über die Tasten FWD/REV der Bedieneinheit (FR-DU07/FR-PU04/FR-PU07) gestartet und über die Taste STOP/RESET gestoppt
werden.
Bei einer Einstellung von Parameter 79 auf „3“ ist kein Tippbetrieb möglich.
6 - 60
Parameter
6.5.3
Frequenzsollwertvorgabe über externe Signale
Überlagerung der Festfrequenzen und der Frequenzvorgabe über das
digitale Motorpotentiometer (Pr. 28)
Bei Vorgabe des Frequenzsollwerts über die Eingänge zur Geschwindigkeitsvorwahl (RH, RM,
RL) oder das digitale Motorpotentiometer besteht die Möglichkeit, diesen Frequenzsollwert mit
einem externen Spannungssignal zu überlagern. Die Festlegung hierzu erfolgt über Parameter
28. Ist der Wert = „1“, erfolgt eine arithmetische Überlagerung des Frequenzsollwertes.
Die Vorgabe des Überlagerungssignals erfolgt über die Eingangsklemmen 1 oder 2.
Pr.Nr.
Werkseinstellung
Bedeutung
Einstellbereich
0
28
Überlagerung der
Festfrequenzen
Beschreibung
Steht in Beziehung
zu Parameter
Keine Überlagerung
4–6
24–47
232–239
73
0
1
Überlagerung
59
Siehe
Abschn.
Geschwindigkeits-/ 6.5.1
Drehzahlvorwahl
Festlegung der
6.15.1
Sollwert-Eingangsdaten
Digitales Motorpo- 6.5.4
tentiometer
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
HINWEIS
FR-F700 EC
Über Parameter 73 können der Eingangsspannungsbereich zwischen 0 bis ±5 V und 0 bis
±10 V und die Eingangsklemme (Klemme 1 oder 2) umgeschaltet werden.
6 - 61
Frequenzsollwertvorgabe über externe Signale
6.5.4
Parameter
Digitales Motorpotentiometer (Pr. 59)
Die Funktionalität des „digitalen Motorpotentiometers“ ermöglicht eine stufenlose Frequenzeinstellung über 24-V-Steuersignale.
Beschreibung
Pr.Nr.
59
WerksEinstell- Funktion der
einstelbereich Klemmen RH,
lung
RM und RL
Bedeutung
Anwahl des
digitalen Motorpotentiometers
Frequenzwert
speichern
Abbremsung
bis zu einer
Frequenz, die
kleiner ist als
der FrequenzSollwert
—
—
0
Geschwindigkeit-/Drehzahlvorwahl
1
Digitales Motor✔
potentiometer
Nicht möglich
2
Digitales MotorNein
potentiometer
Nicht möglich
3
Nein
(Der Frequenzwert wird durch
Digitales MotorAusschalten der Nicht möglich
potentiometer
Klemmen STF
oder STR
gelöscht.)
0
Steht in Beziehung
zu Parameter
1
18
7
11
Digitales Motor✔
potentiometer
Möglich
12
Digitales MotorNein
potentiometer
Möglich
13
Nein
(Der Frequenzwert wird durch
Digitales MotorAusschalten der Möglich
potentiometer
Klemmen STF
oder STR
gelöscht.)
8
44
45
28
178–189
Maximale Ausgangsfrequenz
Hochgeschwindigkeits-Frequenzgrenze
Beschleunigungszeit
Bremszeit
2. Beschleunigungs-/Bremszeit
2. Bremszeit
Überlagerung der
Festfrequenzen
Funktionszuweisung der Eingangsklemmen
Siehe
Abschn.
6.3.1
6.3.1
6.6.1
6.6.1
6.6.1
6.6.1
6.5.3
6.9.1
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Parameter 59 ermöglicht die Anwahl eines digitalen Motorpotentiometers. Durch Setzen des
Parameters 59 auf den Wert „1“ besteht die Möglichkeit, den Frequenzwert zu speichern, so
dass der gespeicherte Wert auch nach Abschalten der Spannung erhalten bleibt. Der Letztfrequenzwert wird im E²PROM gespeichert; der Löschbefehl bezieht sich auf das RAM.
Frequenzumrichter
Abb. 6-25:
Anschlussbeispiel zur Nutzung des digitalen
Motorpotentiometers
Rechtslauf
Beschleunigung
Abbremsung
Löschen
I001132E
6 - 62
Parameter
Frequenzsollwertvorgabe über externe Signale
Wird das digitale Motorpotentiometer angewählt (Pr. 59 = 1 bis 3, 11 bis 13), ändern sich die
Funktionen der Klemmen: RH ⇒ Hochlauf, RM ⇒ Bremsen und RL ⇒ Löschen.
Ausgangsfrequenz [Hz]
Pr. 59 = 1, 11
Pr. 59 = 1, 2, 11, 12
Pr.
59
Pr. 59 = 3, 13
= 2, 3, 12, 13
Zeit
EIN
EIN
EIN
Beschleunigen RH
Bremsen RM
Löschen RL
Start Rechtslauf STF
Spannungsversorgung
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
* Analog-Sollwert der Klemmen oder Frequenzvorgabe der Bedieneinheit.
I001133E
Abb. 6-26: Betriebsbeispiel digitales Motorpotentiometer (1)
Digitales Motorpotentiometer
Bei Nutzung des digitalen Motorpotentiometers kann die Ausgangsfrequenz des Frequenzumrichters kompensiert werden:
Externe Betriebsart:
Die über die Klemmen RH/RM eingestellte Frequenz kann von
einer externen Frequenzvorgabe oder einer Frequenzvorgabe
über die Bedieneinheit überlagert werden.
(Pr. 79 = 3 (externe/kombinierte Betriebsart 1): Frequenzvorgabe über die Bedieneinheit)) und Klemme 4.
Dazu ist Parameter 28 auf „1“ zu setzen.
Ist Parameter 28 auf „0“ gesetzt, so ist der Überlagerungswert an
Klemme 1 bei einem Beschleunigungs-/Bremsvorgang über die
Klemmen RH/RM auf die über den analogen Eingang (Klemme
2 oder 4) vorgegebene Frequenz unwirksam.
Betrieb über Bedieneinheit:
Die über die Klemmen RH/RM eingestellte Frequenz kann
von einer Frequenz von der Bedieneinheit überlagert werden.
Durch die Einstellung des Parameters 59 auf einen Wert von „11“ bis „13“ kann die Frequenz bis
unter den Sollwert (extern (ohne Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl) oder über Bedieneinehit
vorgegeben) abgesenkt werden.
Ausgangsfrequenz [Hz]
Pr. 59 = 1, 2, 3
Abbremsung auf den Sollwert
Pr. 59 = 11, 12, 13
Abbremsung auf die minimale
Ausgangsfrequenz
Sollwert über Klemme
oder Bedieneinheit
Minimale
Ausgangsfrequenz
Zeit
0
Start Rechtslauf STF
Beschleunigen RH
Bremsen RM
EIN
EIN
EIN
I002092E
Abb. 6-27: Betriebsbeispiel digitales Motorpotentiometer (2)
FR-F700 EC
6 - 63
Frequenzsollwertvorgabe über externe Signale
Parameter
Frequenzwert speichern
Das Abspeichern des Frequenzwertes im E²PROM geschieht durch Stoppen des Frequenzumrichters über die STF-/STR-Eingänge. Nach Aus- und Wiedereinschalten der Versorgungsspannung wird der Betrieb mit dem gespeicherten Wert fortgesetzt (Pr. 59 = 1, 11).
Das Abspeichern des Frequenzwertes erfolgt beim Ausschalten des Eingangs STF oder STR
oder eine Minute nach dem Aus- oder Einschalten der beiden Signale RH und RM. (Die Frequenz wird dann gespeichert, wenn der aktuelle Wert nicht dem vor einer Minute gespeicherten
Wert entspricht. Die Klemme RL hat keine Auswirkung auf die Speicherung.)
HINWEISE
Die Frequenzen können über die Klemmen RH (Hochlauf) und RM (Bremsen) in einem
Bereich von 0 bis zur maximalen Ausgangsfrequenz (Pr. 1 oder Pr. 18) verändert werden.
Der maximale Wert des Frequenz-Sollwerts ergibt sich aus dem Analogsollwert der Klemmen oder der Frequenzvorgabe der Bedieneinheit und der maximalen Ausgangsfrequenz.
Frequenz-Sollwert wird auf Sollwertvorgabe über
Klemme oder Bedieneinheit plus Pr. 1 begrenzt.
Ausgangsfrequenz wird auf
Pr. 1 begrenzt
Frequenz-Sollwert
Pr. 1
Ausgangsfrequenz
Sollwert über Klemme
oder Bedieneinheit
Zeit
Beschleunigen RH
EIN
EIN
Bremsen RM
Start Rechtslauf STF
EIN
Beim Einschalten des Hochlauf- bzw. Bremssignals ändert sich die Frequenz mit den in
Parameter 44 und 45 eingestellten Anstiegs- bzw. Abfallzeiten. Sind die Werte in den Parametern 44 und 45 kleiner als die Werte für die Beschleunigungs- und Verzögerungszeiten
(Parameter 7 und 8), so beschleunigt bzw. verzögert der Frequenzumrichter mit den in
Parameter 7 und 8 eingestellten Werten (wenn das RT ausgeschaltet ist). Ist das RT-Signal
eingeschaltet, so beschleunigt bzw. verzögert der Frequenzumrichter mit den in Parameter
44 und 45 eingestellten Werten. Die Einstellungen der Parameter 7 und 8 sind dann wirkungslos.
Ist das Startsignal (STF oder STR) ausgeschaltet ändert ein Schalten der Klemmen RH
(beschleunigen) oder RM (bremsen) die voreingestellte Ausgangsfrequenz.
Wird das Startsignal häufig ausgeschaltet oder die Frequenz häufig über die Signale RH
oder RM geändert, deaktivieren Sie die Funktion „Frequenzwert speichern (E²PROM)“
(Pr. 59 = 2, 3, 12, 13), da die Schreibzyklus-Kapazität des E²PROMs begrenzt ist.
Die Funktionszuweisung der Signale RH, RM und RL an eine Eingangsklemme erfolgt über
die Parameter 178 bis 189. Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 178 bis
189 beeinflusst auch andere Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen der Klemmen.
Die Funktion ist auch im Netzwerkbetrieb verwendbar.
6 - 64
Parameter
Frequenzsollwertvorgabe über externe Signale
Im Tippbetrieb oder während der PID-Regelung kann die Funktion des digitalen Motorpotentiometers nicht verwendet werden.
Frequenzsollwert = 0 Hz
● Ist der Frequenzsollwert 0 Hz und das RL-Signal (löschen) wird nach Ein- oder Ausschalten
der Signale RH und RM eingeschaltet, erfolgt die Ausgabe des zuletzt gespeicherten
Frequenzwertes, wenn die Spannungsversorgung nach dem Ein- oder Ausschalten der
Signale RH und RM innerhalb von einer Minute aus und wieder eingeschaltet wird.
Zuletzt gespeicherter Frequenzwert
Ausgangsfrequenz [Hz]
< 1 Minute
Zuletzt gespeicherter Frequenzwert
Zeit
Beschleunigen RH
Bremsen RM
Löschen RL
Start Rechtslauf STF
Spannungsversorgung
EIN
AUS
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
I001134C
Abb. 6-28: Ausgabe des zuletzt gespeicherten Frequenzsollwertes
● Ist der Frequenzsollwert 0 Hz und das RL-Signal (löschen) wird nach Ein- oder Ausschalten
der Signale RH und RM eingeschaltet, erfolgt die Ausgabe des aktuellen Frequenzwerts,
wenn die Spannungsversorgung nach dem Ein- oder Ausschalten der Signale RH und RM
nach einer Minute oder später aus und wieder eingeschaltet wird.
Zuletzt gespeicherter Frequenzwert
Ausgangsfrequenz [Hz]
> 1 Minute
Beschleunigen RH
Bremsen RM
Löschen RL
Start Rechtslauf STF
Spannungsversorgung
Zuletzt gespeicherter Frequenzwert
Zeit
EIN
AUS
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
I001135C
Abb. 6-29: Ausgabe des aktuellen Frequenzsollwerts
E
FR-F700 EC
ACHTUNG:
Ist Parameter 59 auf den Wert „1“ oder „11“ eingestellt, läuft der Motor nach einem
Spannungsausfall bei anstehendem Drehrichtungskommando wieder an.
6 - 65
Beschleunigung und Bremsung
6.6
Parameter
Beschleunigung und Bremsung
6.6.1
Siehe
Abschn.
Einstellung
Einzustellende Parameter
Einstellung der Beschleunigungsund Bremszeit des Motors
Beschleunigungs-/Bremszeit
Pr. 7, Pr. 8,
Pr. 20, Pr. 21,
Pr. 44, Pr. 45
6.6.1
Startfrequenz
Startfrequenz und Startfrequenz-Haltezeit
Pr. 13, Pr. 571
6.6.2
Auswahl der Beschleunigungs-/
Bremskennlinie
Beschleunigungs-/Bremskennlinie und
Getriebespielkompensation
Pr. 29,
6.6.3
Pr. 140–Pr. 143
Beschleunigungs- und Bremszeit (Pr. 7, Pr. 8, Pr. 20, Pr. 21, Pr. 44, Pr. 45)
Die Parameter dienen zur Festlegung der Beschleunigungs-/Bremszeiten.
Je größer der eingestellte Parameterwert, desto kleiner ist die Geschwindigkeitsänderung pro
Zeiteinheit.
Pr.Nr.
7
8
20
21
Werkseinstellung
Bedeutung
00170
oder
kleiner
5s
00250
oder
größer
15 s
10 s
Bremszeit
00250
oder
größer
2. Beschleunigungs-/
Bremszeit 45
2. Bremszeit Einstellung der Bremszeit des Motors
1–400 Hz
Einstellung der Bezugsfrequenz für
die Beschleunigungs-/Bremszeit
Stellen Sie als Beschleunigungs-/
Bremszeit die Zeit ein, die für die Frequenzänderung vom Stillstand auf
Pr. 20 benötigt wird.
6 - 66
Basisfrequenz
Beschleunigungs-/
Bremskennlinie
Verstärkung für den
Spannungs-Sollwert
Verstärkung für den
Strom-Sollwert
Funktionszuweisung der Eingangsklemmen
Siehe
Abschn.
6.4.1
6.6.3
6.15.4
6.15.4
6.9.1
30 s
50 Hz
0
Schrittweite:
0,1 s
Einstellbereich:
0–3600 s
1
Schrittweite:
0,01 s
Einstellbereich:
0–360 s
5s
9999
Einstellung der
Schrittweite und
des Einstellbereiches für die
Beschleunigungs-/
Bremszeit
0–3600 s/
0–360 s Einstellung der Beschleunigungs-/
Bremszeit bei eingeschaltetem RTSignal
0–3600 s/
0–360 s Einstellung der Bremszeit bei eingeschaltetem RT-Signal
9999
125
178–189
0–3600 s/
0–360 s 0
44
Einstellung der Beschleunigungszeit
des Motors
126
00170
oder
kleiner
Schrittweite für
Beschleunigung/
Verzögerung Steht in Beziehung
zu Parameter
Beschreibung
3
29
0–3600 s/
0–360 s Beschleunigungszeit
Bezugsfrequenz für
Beschleunigungs-/
Bremszeit Einstellbereich
Beschleunigungszeit = Bremszeit
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Der Wert hängt von der Einstellung des Parameters 21 ab. Die Werkseinstellung für den
Einstellbereich ist „0–3600 s“ und für die Schrittweite „0,1 s“.
Parameter
Beschleunigung und Bremsung
Einstellung der Beschleunigungszeit (Pr. 7, Pr. 20)
Mit den Parametern 7 kann die Beschleunigungszeit für den Antrieb festgelegt werden. Die
Beschleunigungszeit beschreibt den Zeitraum (in Sekunden), der benötigt wird, um von 0 Hz
bis zu der in Parameter 20 festgelegten Frequenz zu beschleunigen.
Abb. 6-30:
Beschleunigungs-/Verzögerungzeit
Hz
Ausgangsfrequenz
Pr. 20
t
0
Pr. 7
Pr. 8
I000006C
Ermitteln Sie die einzustellende Beschleunigungszeit mit Hilfe folgender Formel:
Pr. 20
Einstellung der
= ---------------------------------------------------------------------------------------------- × Beschleunigungszeit vom Stillstand
Beschleunigungszeit
Maximale Betriebsfrequenz – Pr. 13 bis zur maximalen Betriebsfrequenz
Beispiel 쑴
Pr. 20 = 50 Hz (Werkseinstellung), Pr. 13 = 0,5 Hz
Die Beschleunigungszeit auf die maximale Betriebsfrequenz von 40 Hz soll 10 s betragen.
50 Hz
Pr. 7 = --------------------------------------- × 10 s = 12,7 s
40 Hz – 0,5 Hz
쑶
Einstellung der Bremszeit (Pr. 8, Pr. 20)
Die Bremszeiten, also der Zeitraum (in Sekunden), in dem der Antrieb von der in Parameter
20 festgelegten Frequenz bis auf 0 Hz abgebremst wird, kann über Parameter 8 festgelegt
werden.
Ermitteln Sie die einzustellende Bremszeit mit Hilfe folgender Formel:
Pr. 20
Einstellung der = ---------------------------------------------------------------------------------------------× Bremszeit von der maximalen
Maximale Betriebsfrequenz – Pr. 10 Betriebsfrequenz bis zum Stillstand
Bremszeit
Beispiel 쑴
Pr. 20 = 120 Hz, Pr. 10 = 3 Hz
Die Bremszeit von der maximalen Betriebsfrequenz von 40 Hz bis zum Stillstand soll 10 s
betragen.
120 Hz
Pr. 8 = ---------------------------------- × 10 s = 32,4 s
40 Hz – 3 Hz
쑶
FR-F700 EC
6 - 67
Beschleunigung und Bremsung
Parameter
Änderung des Einstellbereichs und der Schrittweite der Beschleunigungs-/Bremszeit
(Pr. 21)
Alle in den Parametern vorkommenden Zeitangaben beziehen sich auf den Bereich von 0 bis
3600 Sekunden mit einer Auflösung von 0,1 Sekunde bzw. auf den Bereich 0 bis 360 Sekunden
mit einer Auflösung von 0,01 Sekunden. Die Anwahl des Zeitbereiches und damit der Auflösung
geschieht für alle Zeitangaben gleichermaßen durch den Wert „0“ oder „1“ in Parameter 21.
E
ACHTUNG:
Eine Änderung des Parameters 21 ändert die Beschleunigungs-/Bremszeiten (Pr. 7,
Pr. 8, Pr. 16, Pr. 44, Pr. 45). Die Beschleunigungszeit beim Wiederanlauf (Pr. 611) wird
jedoch nicht beeinflusst.
Beispiel:
Wird der Parameter 21 bei einer Einstellung des Parameters 7 auf „5 s“ von „0“ auf
„1“ geändert, ändert sich die Beschleunigungszeit von 5 s auf 0,5 s.
Anwahl unterschiedlicher Beschleunigungs-/Bremszeiten (RT-Signal, Pr. 44, Pr. 45)
Die Einstellungen der Parameter 44 und 45 werden durch Schalten des RT-Signals aktiviert.
Durch Umschaltung der Parametersätze lassen sich Motoren mit unterschiedlichen Daten und
Eigenschaften am Frequenzumrichter betreiben. Ist das Signal RT eingeschaltet, sind alle
anderen zweiten Funktionen wie z.B. die zweite Drehmomentanhebung aktiv.
Bei einer Einstellung von Parameter 45 auf „9999“ ist die 2. Bremszeit gleich der 2. Beschleunigungszeit (Pr. 44).
6 - 68
Parameter
Beschleunigung und Bremsung
Beschleunigungs-/Bremszeit bei S-förmiger Kennlinie
Wurde über Parameter 29 eine S-förmige Beschleunigungs-/Bremskennlinie ausgewählt, entspricht die eingestellte Beschleunigungs-/Verzögerungszeit der Zeit, die zum Erreichen der mit
Parameter 3 eingestellten Basisfrequenz benötigt wird. Ist die eingestellte Frequenz gleich der
Basisfrequenz oder größer, lässt sich die Beschleunigungs-/Verzögerungszeit wie folgt berechnen:
2 5
4
T
t = --- × -------------------- × f + --- T
9 ( Pr. 3 ) 2
9
T: Einstellung der Beschleunigungs-/Verzögerungszeit in Sekunden
f: Eingestellte Bezugsfrequenz für Beschleunigungs-/Bremszeit
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Beschleunigungs-/Verzögerungszeiten bei einer Basisfrequenz von 50 Hz (0 Hz bis Bezugsfrequenz).
Eingestellte
Beschleunigungs-/
Verzögerungszeit
Frequenzeinstellung [Hz]
50
120
200
400
5
5
16
38
145
15
15
47
115
435
Tab. 6-7: Beschleunigungs-/Verzögerungszeiten bei einer Basisfrequenz von 50 Hz
HINWEISE
In der Werkseinstellung ist das RT-Signal der RT-Klemme zugewiesen. Durch Einstellung
einer der Parameter 178 bis 189 auf „3“ kann das RT-Signal auch anderen Klemmen zugewiesen werden.
Werden die Klemmenzuweisungen über Parameter 178 bis 189 geändert, beeinflusst das
auch andere Funktionen. Prüfen Sie daher vor Einstellung der Parameter die
Klemmenzuweisungen.
Eine Änderung von Parameter 20 hat keinen Einfluss auf die Parameter 125 und 126 (Verstärkungen für die Sollwertvorgabe).
Ist einer der Parameterwerte 7, 8, 44 oder 45 auf einen Wert kleiner 0,03 s gesetzt, beträgt
die Beschleunigungs-/Verzögerungszeit 0,04 s.
Die durch das Trägheitsmoment vorgegebene minimale Beschleunigungs-/Bremszeit kann
durch die Parametereinstellungen nicht unterschritten werden.
FR-F700 EC
6 - 69
Beschleunigung und Bremsung
6.6.2
Parameter
Startfrequenz und Startfrequenz-Haltezeit (Pr. 13, Pr. 571)
Die Parameter ermöglichen die Einstellung einer Startfrequenz und einer Haltezeit für diese
Startfrequenz. Verwenden Sie die Funktion, wenn Ihre Anwendung ein Startmoment oder einen
sanften Motoranlauf erfordert.
Pr.Nr.
13
571
Werkseinstellung
Bedeutung
Startfrequenz
0,5 Hz
Startfrequenz-Haltezeit
9999
Einstellbereich
Beschreibung
0–60 Hz
Die Startfrequenz kann in
einem Bereich von 0–60 Hz eingestellt werden. Ist das Sollwertsignal bei anliegendem
Startsignal größer als die Startfrequenz, startet der Motor mit
der eingegebenen Startfrequenz.
0,0–10,0 s
Haltezeit für die mit Pr. 13 eingestellte Startfrequenz
9999
Steht in Beziehung
zu Parameter
2
Siehe
Abschn.
Minimale
6.3.1
Ausgangsfrequenz
Haltefunktion deaktiviert
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Einstellung der Startfrequenz (Pr. 13)
Sobald der Frequenzumrichter ein Startsignal und ein Sollwertsignal erhält, welches größer
oder gleich der eingestellten Startfrequenz ist, wird der Motor mit der eingegebenen Startfrequenz gestartet.
Abb. 6-31:
Parameter für die Startfrequenz
Hz
Einstellbereich
Ausgangsfrequenz [Hz]
60
Pr.13
t
0
Vorwärtsdrehung
EIN
I000008C
HINWEIS
Ist das Sollwertsignal kleiner als die mit Parameter 13 eingestellte Startfrequenz, bleibt der
Motor im Stillstand.
Beispiel 쑴
Ist Parameter 13 auf „5 Hz“ eingestellt, startet der Motor, wenn das Sollwertsignal 5 Hz
erreicht.
쑶
P
6 - 70
GEFAHR:
Ist der Wert von Parameter 13 gleich oder kleiner als der in Parameter 2 eingestellte
Wert, startet der Motor direkt nach Schalten des Startsignales mit der voreingestellten
Frequenz.
Parameter
Beschleunigung und Bremsung
Einstellung der Startfrequenz-Haltezeit (Pr. 571)
Die Ausgangsfrequenz bleibt für die in Parameter 571 eingestellte Zeit gleich der Startfrequenz.
Diese Vorerregung führt zu einem sanften Anlauf des Motors.
Startsignal
AUS
EIN
Ausgangsfrequenz [Hz]
Pr. 13
t
Pr. 571
I000399C
Abb. 6-32: Startfrequenz-Haltezeit
HINWEISE
Wird das Startsignal in der Startfrequenz-Haltezeit ausgeschaltet, setzt die Verzögerung im
Moment des Ausschaltens ein.
Bei einer Umschaltung zwischen Vorwärts- und Rückwärtsdrehung bleibt die Startfrequenz
wirksam, die Startfrequenz-Haltezeit jedoch nicht.
Bei einer Einstellung von Parameter 13 auf „0“ wird die Startfrequenz auf 0,01 Hz gesetzt.
FR-F700 EC
6 - 71
Beschleunigung und Bremsung
6.6.3
Parameter
Wahl der Beschleunigungs- und Bremskennlinie (Pr. 29, Pr. 140 bis Pr. 143)
Mit Hilfe des Parameters 29 kann die Beschleunigung-/Bremskennlinie ausgewählt werden.
Brems- und Beschleunigungsvorgänge können bei einstellbaren Frequenzen unterbrochen
werden. Die Dauer der Unterbrechung ist über Parameter einstellbar.
Pr.Nr.
29
Werkseinstellung
Bedeutung
Beschleunigungs-/
Bremskennlinie
Einstellbereich
0
140
Frequenzschwelle für
Beschleunigungsstopp
1 Hz
141
Kompensationszeit der
Beschleunigung
0,5 s
142
Frequenzschwelle für
Verzögerungsstopp
1 Hz
143
Kompensationszeit der
Verzögerung
0,5 s
Steht in Beziehung
zu Parameter
Beschreibung
0
Lineare Beschleunigungs-/Bremskennlinie
1
S-förmige Beschleunigungs-/Bremskennlinie, Muster A
2
S-förmige Beschleunigungs-/Bremskennlinie, Muster B
3
Getriebespielkompensation
6
Beschleunigungs-/Bremskennlinie für
quadratisches Lastmoment
3 Basisfrequenz
7 Beschleunigungszeit
8 Bremszeit
20 Bezugsfrequenz
für Beschl.-/
Bremszeit
14 Auswahl der Lastkennlinie
592 Traverse-Funktion
aktivieren
Siehe
Abschn.
6.4.1
6.6.1
6.6.1
6.6.1
6.4.2
6.19.4
0–400 Hz
Einstellung von Frequenz und Dauer der
Unterbrechung der Beschleunigung/
Bremsung
0–400 Hz Die Parameter sind bei einer Einstellung
des Parameters 29 auf „3“ wirksam.
0–360 s
0–360 s
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Lineare Beschleunigungs-/Bremskennlinie (Pr. 29 = 0, Werkseinstellung)
Für die Einstellung der Beschleunigungs-/Bremskennlinie stehen drei verschiedene Muster zur
Verfügung. Die Eingabe einer „0“ in Parameter 29 führt zu einer geraden Kennlinie, bei der die
Frequenz linear mit dem vorgegebenen Sollwert zu- bzw. abnimmt (siehe Abb. 6-33). Hierbei
handelt es sich um die Standard-Beschleunigungs-/Bremskennlinie mit linearer Zu- und Abnahme der Drehzahl/Geschwindigkeit zwischen 0 Hz und der Maximalfrequenz.
Abb. 6-33:
Kennlinie, wenn Parameter 29 = „0“
Hz
Ausgangsfrequenz
fm
linear
t
Zeit
I000015C
6 - 72
Parameter
Beschleunigung und Bremsung
S-förmige Beschleunigungs-/Bremskennlinie, Muster A (Pr. 29 = 1)
Bei Eingabe einer „1“ erfolgt die Zunahme vom Stillstand zur Maximalfrequenz in einem S-förmigen Muster (siehe Abb. 6-34). Die Einstellung ist für Anwendungen im Feldschwächbereich
sinnvoll, bei denen der Anstieg auf eine Maximalfrequenz nach Durchlaufen der Basisfrequenz
innerhalb kurzer Zeit erfolgen muss. Die Basisfrequenz bildet dabei den Wendepunkt der Kennlinie. Anwendungsbereich: Spindel von Werkzeugmaschinen.
Abb. 6-34:
Kennlinie, wenn Parameter 29 = „1“
Hz
Ausgangsfrequenz
fm
S-förmig
Muster A
t
Zeit
I000016C
S-förmige Beschleunigungs-/Bremskenlinie, Muster B (Pr. 29 = 2)
Bei Eingabe einer „2“ erfolgt jede Frequenzänderung nach einem S-förmigen Muster. Wird beispielsweise ein Antrieb von 0 auf 30 Hz und dann von dort neu auf 50 Hz beschleunigt, erfolgt
die Beschleunigung von 0 auf 30 Hz und von 30 Hz auf 50 Hz jeweils nach einer S-förmigen
Rampe. Die Rampenzeit bei S-förmiger Rampe wird im Vergleich zur linearen Rampe nicht länger (siehe Abb. 6-35). Damit werden Rucke im Antrieb vermieden, z.B. zur Nutzung bei Bandoder Verfahrantrieben.
Abb. 6-35:
Kennlinie, wenn Parameter 29 = „2“
Ausgangsfrequenz
f1
S-förmig
f2
Muster B
Zeit
t
I000017C
HINWEIS
FR-F700 EC
Setzen Sie für die Beschleunigungs-/Bremszeit die Zeit ein, die zum Erreichen der mit Parameter 3 eingestellten Basisfrequenz (nicht der mit Parameter 20 eingestellten Bezugsfrequenz für Beschleunigungs-/Bremszeit) erforderlich ist.
6 - 73
Beschleunigung und Bremsung
Parameter
Getriebespielkompensation (Pr. 29 = 3, Pr. 140 bis Pr. 143)
Der Parameterwert „3“ ist für die Funktion Getriebespielkompensation reserviert.
Bei Untersetzungsgetrieben entsteht durch das Spiel zwischen den Zahnflanken bei einem
Drehrichtungswechsel eine sogenannte „tote Zone“. Diese „tote Zone“ wird als Getriebespiel
bezeichnet. Das Getriebespiel verhindert, dass das angekoppelte mechanische System direkt
den Drehbewegungen des Motors folgt.
Weiterhin treten an der Motorwelle bei einem Drehrichtungswechsel oder bei einem Wechsel
vom Betrieb mit konstanter Geschwindigkeit zur Verzögerung große Drehmomente auf. Dies
führt zu hohen Motorströmen oder einem generatorischen Betrieb. Durch eine Unterbrechung
des Beschleunigungs-/Bremsvorgangs wird eine Getriebespielkompensation erreicht.
Für die Getriebespielkompensation müssen zusätzlich die Parameter 140 bis 143 eingestellt
werden.
In den Parametern 140 und 142 werden die Frequenzschwellen eingestellt, nach denen die Beschleunigungen/Verzögerungen für die in Parameter 141 und 143 eingestellten Zeiten gestoppt
werden. Die Parameter 140 und 141 sind während der Beschleunigung, die Parameter 142 und
143 während der Verzögerung aktiv.
Frequenz [Hz]
Δ f 2 Pr. 142
Δ f1 Pr. 140
t
Δ t1
Δ t2
Pr. 141
Pr. 143
I000018aC
Abb. 6-36: Frequenzänderungen zur Getriebespielkompensation
HINWEIS
6 - 74
Die Beschleunigungs-/Bremszeit wird um die Kompensationszeit verlängert.
Parameter
Beschleunigung und Bremsung
Beschleunigungs-/Bremskennlinie für quadratisches Lastmoment (Pr. 29 = 6)
Wählen Sie diese Einstellung, wenn Sie eine Last mit einer quadratischen Kennlinie, wie z.B.
einen Ventilator oder Lüfter, in kurzer Zeit beschleunigen bzw. abbremsen möchten.
In Bereichen, in denen die Ausgangsfrequenz größer als die Basisfrequenz ist, erfolgt die Beschleunigung/Abbremsung linear.
Abb. 6-37:
Kennlinie, wenn Parameter 29 = „6“
FrequenzSollwert
Pr. 3
Basisfrequenz
Zeit
Pr. 7
Beschleunigungszeit
Pr. 8
Bremszeit
I002093E
HINWEISE
Setzen Sie für die Beschleunigungs-/Bremszeit die Zeit ein, die zum Erreichen der mit
Parameter 3 eingestellten Basisfrequenz (nicht der mit Parameter 20 eingestellten Bezugsfrequenz für Beschleunigungs-/Bremszeit) erforderlich ist.
Liegt die Basisfrequenz nicht im Bereich von 45 bis 65 Hz, erfolgt die Beschleunigung/
Abbremsung linear, auch wenn Parameter 29 auf „6“ eingestellt ist.
Die Beschleunigungs-/Bremskennlinie für ein quadratisches Lastmoment ist bei aktivierter
Traverse-Funktion deaktiviert (Pr. 592 = 2 oder 1 in der externen Betriebsart).
Die Einstellung der Beschleunigungs-/Bremskennlinie für ein quadratisches Lastmoment
überschreibt die Einstellung des Parameters 14 auf „1“ (Lastkennlinie für quadratisches
Lastmoment). Ist Parameter 14 auf „1“ eingestellt, während die Beschleunigungs-/Bremskennlinie für ein quadratisches Lastmoment gewählt ist, verhält der Frequenzumrichter sich
so, als wäre Parameter 14 auf „0“ eingestellt (Lastkennlinie für lineares Lastmoment).
FR-F700 EC
6 - 75
Motor und Motorschutz
6.7
Parameter
Motor und Motorschutz
6.7.1
Siehe
Abschn.
Einstellung
Einzustellende Parameter
Schutz des Motors vor Überlast
Stromeinstellung für elektr. Motorschutz
Pr. 9, Pr. 51
6.7.1
Fremdbelüfteter Motor
Motorauswahl
Pr. 71
6.7.2
Schutz des Motors vor Überlast (Pr. 9, Pr. 51)
Die Frequenzumrichter FR-F700 EC verfügen über eine interne elektronische Motorschutzfunktion. Diese erfasst die Motorfrequenz und den Motorstrom. In Abhängigkeit von diesen beiden Faktoren und dem Motornennstrom sorgt der elektronische Motorschutz für das Auslösen
der Schutzfunktionen bei Überlast. Die elektronische Motorschutzfunktion dient in erster Linie
zum Schutz gegen unzulässige Erwärmung bei Betrieb mit Teildrehzahlen und hohem Motordrehmoment. Dabei wird unter anderem die reduzierte Kühlleistung des Motorventilators berücksichtigt.
Pr.Bedeutung
Nr.
9
Werkseinstellung
Stromeinstellung für
elektr. Motorschutz
Einstellbereich
01160
oder
kleiner
2. Stromeinstellung für
elektr. Motorschutz 0–500 A
Nennstrom
Einstellung des Motor-Nennstroms
01800
oder 0–3600 A
größer
01160
oder
kleiner
51
9999
0–500 A
01800
oder 0–3600 A
größer
9999
6 - 76
Beschreibung
Steht in Beziehung
zu Parameter
Siehe
Abschn.
71
72
178–189
6.7.2
6.14.1
6.9.1
190–196
Bei eingeschaltetem RT-Signal aktiviert
Einstellung des Motor-Nennstroms
Motorauswahl
PWM-Funktion
Funktionszuweisung der Eingangsklemmen
Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen
AU-Klemme
6.9.5
3.3
2. Stromeinstellung für elektr.
Motorschutz deaktiviert
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Beim Einlesen der Parameters mit der Bedieneinheit FR-PU04 wird ein abweichender
Parametername angezeigt.
Parameter
Motor und Motorschutz
Elektronischer Motorschutz (Pr. 9)
In Parameter 9 wird der Motor-Nennstrom in Ampere eingegeben. (Bei Netzspannungen von
400 V/440 V, 60 Hz ist ein Wert von 1,1 × Motor-Nennstrom einzustellen.)
Um den elektronischen Motorschutz zu deaktivieren, wird Parameter 9 auf „0“ gesetzt (z.B. bei
Verwendung eines externen Motorschutzes). Der Überlastschutz der Frequenzumrichter-Transistoren (E.THT) bleibt jedoch wirksam.
Bei Verwendung eines fremdbelüfteten Motors ist Parameter 71 auf „1“ zu setzen, um den vollen Drehzahlstellbereich ohne thermische Deklassierung des Motors zu nutzen. Anschließend
wird Parameter 9 auf den Nennstrom eingestellt.
Folgende Abbildung zeigt die Kennlinien des Motorüberlastschutzes. Im Bereich rechts der
Kennlinie ist der Motorschutz aktiviert. Der Bereich links der Kennlinie entspricht dem Normalbetrieb.
Einstellung 100 % oder mehr oder mehr Betriebszeit [s]
Betriebszeit [min]
Einstellung 50 % Kurvenverlauf, wenn der elektronische
Überlastschutz deaktiviert ist (Pr. 9 = 0)
Überlastschutz
Transistor
Ausgangsleistung des Frequenzumrichters
(% vom Ausgangsnennstrom des Frequenzumrichters)
I001136E
Abb. 6-38: Motorschutz-Kennlinien
Gilt für eine Einstellung von 50 % des Frequenzumrichter-Nennstromes.
Die Prozentangabe bezieht sich auf den Ausgangsnennstrom des Frequenzumrichters und
nicht auf den Motor-Nennstrom.
Die Kennlinie gilt auch bei Auswahl eines fremdbelüfteten Motors und dem Betrieb bei einer Frequenz von größer gleich 6 Hz.
FR-F700 EC
6 - 77
Motor und Motorschutz
HINWEISE
Parameter
Die Funktion des elektronischen Motorschutzes wird beim Zurücksetzen des Frequenzumrichters durch Aus- und Wiedereinschalten der Spannungsversorgung oder durch Schalten
des RESET-Signals zurückgesetzt. Vermeiden Sie daher ein unnötiges Zurücksetzen und
Ausschalten des Frequenzumrichters.
Sind mehrere Motoren an einen Frequenzumrichter angeschlossen, ist ein ausreichender
thermischer Motorschutz nicht gewährleistet. In diesem Fall ist der interne Motorschutzschalter abzuschalten. Der thermische Motorschutz muss durch einen externen Motorschutz (z.B. PTC-Elemente) gewährleistet werden.
Bei einer großen Leistungsabweichung zwischen Frequenzumrichter und Motor und kleinem
Parameterwert ist ein ausreichender thermischer Motorschutz nicht gewährleistet. Der thermische Motorschutz muss durch einen externen Motorschutz (z.B. PTC-Elemente) gewährleistet werden.
Der thermische Motorschutz von Sondermotoren muss durch einen externen Motorschutz
(z.B. PTC-Elemente) gewährleistet werden.
Mit höherer Einstellung von Pr. 72 verkürzt sich die Betriebszeit bis zum Ansprechen des
Transistor-Überlastschutzes.
6 - 78
Parameter
Motor und Motorschutz
Einstellung eines 2. elektronischen Motorschutzes (Pr. 51)
Diese Funktion wird verwendet, wenn zwei Motoren mit unterschiedlichen Nennströmen einzeln an einem Frequenzumrichter betrieben werden sollen. Sollen zwei Motoren gemeinsam an
einem Frequenzumrichter betrieben werden, ist ein externer Motorschutz vorzusehen.
In Parameter 51 wird der Motor-Nennstrom des zweiten Motors in Ampere eingegeben. Der
Wert ist bei eingeschaltetem RT-Signal wirksam.
M
3~
Abb. 6-39:
Betrieb von zwei Motoren an einem
Frequenzumrichter
M
3~
I001137C
HINWEISE
Ist das Signal RT eingeschaltet, sind alle anderen zweiten Funktionen wie z.B. die zweite
Drehmomentanhebung aktiv.
In der Werkseinstellung ist das RT-Signal der RT-Klemme zugewiesen. Durch Einstellung
einer der Parameter 178 bis 189 auf „3“ kann das RT-Signal auch anderen Klemmen zugewiesen werden.
Überlast-Schutzfunktion und Ausgabe des Voralarmsignals (THP-Signal)
Die Ausgabe des Voralarmsignals THP erfolgt, wenn 85 % des in Pr. 9 oder Pr. 51 eingestellten
Wertes erreicht sind. Bei Erreichen von 100 % erfolgt die Ausgabe der Fehlermeldungen E.THM
bzw. E.THT.
Der Frequenzumrichterausgang wird bei Ausgabe des Voralarmsignals nicht abgeschaltet. Um
einer Klemme das THP-Signal zuzuweisen, muss einer der Parameter 190 bis 196 auf „8“ (positive Logik) oder auf „108“ (negative Logik) gesetzt werden.
Schaltschwelle für
Ausgabe des Voralarmsignals
Zeit
Voralarmsignal THP
EIN
EIN
I001138E
Abb. 6-40: Ausgabe des Voralarmsignals
HINWEIS
FR-F700 EC
Werden die Klemmenzuweisungen über Parameter 190 bis 196 geändert, beeinflusst das
auch andere Funktionen. Prüfen Sie daher vor Einstellung der Parameter die
Klemmenzuweisungen.
6 - 79
Motor und Motorschutz
Parameter
Eingang externer Motorschutz (OH-Signal)
Die Klemme OH dient zum Anschluss eines externen oder eines im Motor integrierten Motorschutzes an den Frequenzumrichter.
Ein Öffnen der Verbindung OH-PC führt zum Abschalten des Frequenzumrichterausgangs und
zur Ausgabe des Alarmsignals E.OHT.
Um einer Klemme das OH-Signal zuzuweisen, muss einer der Parameter 178 bis 189 auf „7“ gesetzt werden.
Abb. 6-41:
Anschluss eines externen Motorschutzes
U
V
W
M
3~
OH
PC
I000553C
HINWEIS
Werden die Klemmenzuweisungen über Parameter 178 bis 189 geändert, beeinflusst das
auch andere Funktionen. Prüfen Sie daher vor Einstellung der Parameter die
Klemmenzuweisungen.
Eingang PTC-Temperaturfühler (PTC-Signal)
Die Klemme PTC (AU) dient zum Anschluss eines im Motor integrierten PTC-Temperaturfühlers an den Frequenzumrichter.
Abb. 6-42:
Anschluss eines PTC-Temperaturfühlers
Frequenzumrichter
SD
I001140E
Um der Klemme PTC (AU) das PTC-Signal zuzuweisen, muss Parameter 184 auf „63“ und der
Schalter „AU/PTC“ auf „PTC“ gesetzt werden (Werkseinstellung: AU).
Frequenzumrichter
Abb. 6-43:
AU/PTC-Umschalter
I001141E
6 - 80
Parameter
Motor und Motorschutz
Erfasst der PTC-Eingang für mehr als 10 s eine Überhitzung des Motors, wird der Frequenzumrichter-Ausgang abgeschaltet und es erfolgt die Ausgabe des Alarmsignals E.PTC.
Folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der Ohmwerte:
Motortemperatur
Widerstand des PTC-Temperaturfühlers [Ω]
Normal
0 bis 500
Grenzwert
500 bis 4 k
Überhitzt
4 k oder größer
Tab. 6-8: Arbeitsbereich der PTC-Funktion
HINWEISE
Ist das PTC-Signal nicht über Parameter 184 zugewiesen, der Schalter „AU/PTC“ jedoch
auf „PTC“ gesetzt, bleibt die Funktion, die der AU-Klemme zugewiesen ist, unwirksam.
Ist das PTC-Signal über Parameter 184 zugewiesen, der Schalter „AU/PTC“ jedoch auf „AU“
gesetzt, erfolgt die Ausgabe der Fehlermeldung „E.PTC“.
Soll die Freigabe des Strom-Sollwerts über die Funktion „AU“ realisiert werden, muss diese
einer anderen Klemme zugewiesen werden.
Werden die Klemmenzuweisungen geändert, beeinflusst das auch andere Funktionen.
Prüfen Sie daher vor Einstellung der Parameter die Zuweisung der AU-Klemme.
FR-F700 EC
6 - 81
Motor und Motorschutz
6.7.2
Parameter
Motorauswahl (Pr. 71)
Parameter 71 erlaubt eine Auswahl verschiedener auf den Motor bezogener Funktionen. Ab
Werk ist der Frequenzumrichter für den Anschluss eines selbstbelüfteten Motors eingestellt.
Pr.Nr.
Bedeutung
71
Motorauswahl
Werkseinstellung
Einstellbereich
0
0 / 1 / 2 / 20
Beschreibung
Auswahl eines selbst- oder
fremdelüfteten Motors
Steht in Beziehung
zu Parameter
0
12
100–109
Siehe
Abschn.
Drehmomentanhebung (manuell)
DC-Bremsung
(Spannung)
V/f-Spannung/
Frequenz
6.2.1
6.8.1
6.4.3
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Einstellwert
Auslösecharakteristik des elektronischen Motorschutzschalters
0
Selbstbelüfteter Motor
1
Fremdbelüfteter Motor
2
Selbstbelüfteter Motor mit flexibler 5-Punkt-V/f-Kennlinie
20
Mitsubishi-Sondermotor SF-JR 4P (1,5 kW oder kleiner)
Tab. 6-9: Einstellung von Parameter 71
HINWEIS
Für Frequenzumrichter der Leistungsklassen 00126 und 00170 ändern sich die Einstellungen von Parameter 0 und Parameter 12 in Abhängigkeit von Parameter 71.
Pr. 71
0, 2, 20
1
Pr. 0
3%
2%
Pr. 12
4%
2%
Tab. 6-10: Änderung der Parameter 0 und 12 in Abhängigkeit von Parameter 71
E
6 - 82
ACHTUNG:
Achten Sie darauf, dass die Parameter mit den Daten des angeschlossenen Motors
übereinstimmen. Eine falsche Einstellung der Parameter kann zur Überhitzung des
Motors führen. Es besteht Brandgefahr.
Parameter
6.8
DC-Bremsung und Stoppfunktion
DC-Bremsung und Stoppfunktion
Einstellung
Einzustellende Parameter
Einstellung des Bremsverhaltens
DC-Bremsung
Siehe
Abschn.
Pr. 10–Pr. 12
6.8.1
Erhöhung des Bremsvermögens mit Auswahl eines generatorischen Bremskrei- Pr. 30, Pr. 70
einer externen Option
ses
6.8.2
Betrieb mit Gleichstromeinspeisung
DC-Einspeisung
Verhalten des Motors beim Stoppen Auswahl der Stoppmethode
Ausgangsabschaltung
6.8.1
Pr. 30
6.8.2
Pr. 250
6.8.3
Pr. 522
6.8.4
DC-Bremsung (Pr. 10 bis Pr. 12)
Der Frequenzumrichter FR-F700 EC verfügt über eine einstellbare DC-Bremsfunktion.
Durch Aufschaltung einer getakteten Gleichspannung auf den Motorständer wird der Motor in
der Art einer Wirbelstrombremse stillgesetzt. Hierdurch lassen sich hohe Stoppgenauigkeiten
bei Positionierantrieben realisieren.
Durch die getaktete Gleichspannung im Motorständer lassen sich Haltemomente von ca. 25 bis
30 % des Motornennmomentes erzielen.
Pr.Bedeutung
Nr.
10
Werkseinstellung
DC-Bremsung
(Startfrequenz)
3 Hz
Einstellbereich
Beschreibung
0–120 Hz
Einstellung der Startfrequenz für die
DC-Bremsung
9999
0
11
DC-Bremsung
(Zeit)
0,5 s
Steht in Beziehung
zu Parameter
13
71
Startfrequenz
Motorauswahl
Siehe
Abschn.
6.6.2
6.7.2
Startfrequenz ≤ Pr. 13
DC-Bremsung deaktiviert
0,1–10 s
Einstellung der Einschaltdauer der DC-Bremsung
8888
Die DC-Bremsung ist während der Ansteuerung
der Klemme X13 aktiv.
0–30 %
Höhe der getakteten Gleichspannung in Prozent
der Motor-Nennspannung (Bremsmoment)
Bei einer Einstellung auf „0“ ist die DC-Bremsung
deaktiviert
00170
oder 4 %
kleiner
12
DC-Bremsung
(Spannung)
00250
bis
01160
2%
01800
oder 1 %
größer
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
FR-F700 EC
6 - 83
DC-Bremsung und Stoppfunktion
Parameter
Einstellung der Startfrequenz (Pr. 10)
Erreicht die Ausgangsfrequenz während des Bremsvorgangs die in Pr. 10 eingestellte Startfrequenz, wird die DC-Bremsung aktiviert.
Wird in Parameter 10 der Wert „9999“ eingegeben, so wird als Startfrequenz der DC-Bremsung
der in Parameter 13 eingegebene Wert (Startfrequenz des Umrichters) genommen.
Abb. 6-44:
Einstellung des Pr. 11 auf einen Wert
zwischen 0,1 und 10 s
Ausgangsfrequenz [Hz]
100
Pr. 10
Bremsspannung
t
Pr. 12
t
Pr. 11
I000007C
Einstellung der Zeit (Pr. 11)
In Parameter 11 wird die Einschaltdauer der DC-Bremsung eingegeben.
Soll die DC-Bremsung inaktiv sein, ist der Wert des Parameters auf „0“ zu setzen. Bei einem
Stoppvorgang trudelt der Motor aus.
Eine externe Vorgabe der DC-Bremsung über eine Eingangsklemme ist möglich. Hierzu ist der
Parameter 11 auf „8888“ zu setzen. Die DC-Bremsung ist dann während einer Ansteuerung der
Klemme X13 aktiv. Um einer Klemme das X13-Signal zuzuweisen, muss einer der Parameter
178 bis 189 auf „13“ gesetzt werden
Stoppt der Motor aufgrund der großen Massenträgheit der Last nicht, vergrößern Sie die Einstellung von Pr. 11.
Ausgangsfrequenz [Hz]
Abb. 6-45:
Einstellung des Pr. 11 auf „8888“
Bremsspannung
Zeit
X13
Pr. 12
Zeit
EIN
AUS
I001142E
6 - 84
Parameter
DC-Bremsung und Stoppfunktion
Einstellung der Spannung (Pr. 12)
In Parameter 12 wird die Höhe der getakteten Gleichspannung in Prozent der Eingangsspannung eingegeben. Die Höhe des Bremsmomentes ist annähernd proportional zur Höhe der
Gleichspannung.
Soll die DC-Bremsung inaktiv sein, ist der Wert des Parameters auf „0“ zu setzen. Bei einem
Stoppvorgang trudelt der Motor aus.
Bei Verwendung eines fremdbelüfteten Motors oder eines Energiesparmotors ist die Einstellung von Parameter 12 wie folgt vorzunehmen:
Fremdbelüfteter Motor: 00083 oder kleiner ... 4 %, 00126 oder größer ... 2 %
Energiesparmotor:
00083 oder kleiner ... 4 %, 00126 und 00170 ... 3%, 00250 ... 2%,
00620 ... 1,5 %
HINWEISE
Ist Parameter 12 für die Umrichter der Leistungsklasse 00126 und 00170 auf einen der folgenden Werte gesetzt, ändert sich der Wert automatisch mit der Einstellung von Parameter
71:
Parameter 12 = 4 % (Werkseinstellung)
Der Wert von Parameter 12 ändert sich auf 2 %, wenn Parameter 71 von einem selbstbelüfteten Motor (0, 2) auf einen fremdbelüfteten Motor (1) umgestellt wird.
Parameter 12 = 2 %
Der Wert von Parameter 12 ändert sich auf 4 %, wenn Parameter 71 von einem fremdbelüfteten Motor (1) auf einen selbstbelüfteten Motor (0, 2) umgestellt wird.
Die DC-Bremsung ist nicht als Ersatz einer Haltebremse zu sehen.
FR-F700 EC
6 - 85
DC-Bremsung und Stoppfunktion
6.8.2
Parameter
Auswahl eines generatorischen Bremskreises und DC-Einspeisung
(Pr. 30, Pr. 70)
● Treten beim Betrieb des Frequenzumrichters häufig Start- und Stoppvorgänge auf, verwenden Sie eine Bremseinheit BU-UFS, FR-BU oder MT-BU5 zur Erhöhung des Bremsvermögens.
● Verwenden Sie eine zentrale Einspeisungs-/Rückspeiseeinheit FR-CV zum kontinuierlichen
generatorischen Betrieb und eine Rückspeiseeinheit MT-RC zur zeitlich begrenzten Rückspeisung.
Die Optionseinheiten FR-HC und MT-HC dienen der Reduzierung von Harmonischen und
damit zur Verbesserung des Wirkungsgrades sowie zum kontinuierlichen generatorischen
Betrieb des Frequenzumrichters.
● Weiterhin ist eine Auswahl des DC-Einspeisungsmodus 1 oder 2 für den Frequenzumrichter
möglich. Beim DC-Einspeisungsmodus 1 erfolgt der Betrieb über eine Gleichspannungsversorgung (Klemme P/+, N/–). Beim DC-Einspeisungsmodus 2 erfolgt der Normalbetrieb
über eine Wechselspannungsversorgung (Klemme R/L1, S/L2 und T/L3), die nur bei
Netzausfall durch eine Gleichspannungsversorgung (z.B. Batterie) ersetzt wird.
Pr.Nr.
WerksEinstellBeschreibung
einstellung bereich
Bedeutung
Generatorische
Einheit
Auswahl eines generatorischen Bremskreises
0
R/L1, S/L2, T/L3
10
P/+, N/–
(DC-Einspeisungsmodus 1)
20
R/L1, S/L2, T/L3
- P/+, N/–
(DC-Einspeisungsmodus 2)
1
R/L1, S/L2, T/L3
11
Bremseinheit
MT-BU5,
Rückspeiseeinheit
MT-RC
21
2
70
Generatorischer
Bremszyklus
0%
Spannungsanschluss
des Frequenzumrichters
0
Externe Bremseinheit
(FR-BU, BU)
30
Steht in Beziehung
zu Parameter
0–10 %
Kombinierte Rückspeise-/Filtereinheit
(FR-HC, MT-HC) oder
zentrale Einspeisungs-/Rückspeiseeinheit (FR-CV)
57 Synchronisationszeit nach
Netzausfall
178–189 Funktionszuweisung der Eingangsklemmen
190–196 Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen
261 Stoppmethode
bei Netzausfall
Siehe
Abschn.
6.11.1
6.9.1
6.9.5
6.11.2
P/+, N/–
(DC-Einspeisungsmodus 1)
R/L1, S/L2, T/L3
- P/+, N/–
(DC-Einspeisungsmodus 2)
P/+, N/–
Relative Einschaltdauer (ED) bei Anschluss
einer Bremseinheit (MT-BU5)
(Einstellung nur bei Leistungsklasse 01800
oder größer)
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
6 - 86
Parameter
DC-Bremsung und Stoppfunktion
01160 oder kleiner
Spannungsanschluss des
Frequenzumrichters
Generatorische Einheit
Pr. 30
0
(Werkseinstellung)
R/L1, S/L2, T/L3
Bremseinheit (FR-BU, BU)
Kombinierte Rückspeise-/Filtereinheit
(FR-HC, MT-HC) oder
zentrale Einspeisungs-/Rückspeiseeinheit
(FR-CV)
P/+, N/–
10
R/L1, S/L2, T/L3 - P/+, N/–
20
P/+, N/–
2
Tab. 6-11: Generatorischer Bremskreis und DC-Einspeisung (01160 oder kleiner)
01800 oder größer
Generatorische Einheit
Spannungsanschluss des
Frequenzumrichters
R/L1, S/L2, T/L3
Wird nicht verwendet
Pr. 30
0
(Werkseinstellung)
P/+, N/–
10
R/L1, S/L2, T/L3 - P/+, N/–
20
Rückspeiseeinheit (MT-RC)
R/L1, S/L2, T/L3
1
R/L1, S/L2, T/L3
1
Bremseinheit (MT-BU5)
P/+, N/–
11
R/L1, S/L2, T/L3 - P/+, N/–
21
P/+, N/–
2
Kombinierte Rückspeise-/Filtereinheit (FR-HC)
Pr. 70
—
0%
(Werkseinstellung)
10%
—
Tab. 6-12: Generatorischer Bremskreis und DC-Einspeisung (01800 oder größer)
FR-F700 EC
6 - 87
DC-Bremsung und Stoppfunktion
Parameter
Anschluss einer Bremseinheit (BU, FR-BU)
Bei Verwendung einer externen Bremseinheit (z.B. BU-UFS) ist Parameter 30 auf „0 (Werkseinstellung), 10 oder 20“ einzustellen. Eine Einstellung von Parameter 70 ist nicht möglich.
Bei Anschluss einer Bremseinheit (MT-BU5) oder einer Rückspeiseeinheit (MT-RC)
(nur bei Leistungsklasse 01800 oder größer)
Setzen Sie Parameter 30 auf „1, 11 oder 21“.
Bei Anschluss der Bremseinheit MT-BU5 ist Parameter 70 auf „10 %“, bei Anschluss der Rückspeiseeinheit MT-RC auf „0“ zu stellen.
Bei Anschluss einer kombinierten Rückspeise-/Filtereinheit (FR-HC, MT-HC) oder einer
zentralen Einspeisungs-/Rückspeiseeinheit (FR-CV)
Setzen Sie Parameter 30 auf „2“. Eine Einstellung von Parameter 70 ist nicht möglich.
Über die Parameter 178 bis 189 wird den Eingangsklemmen eine der folgenden Funktionen zugewiesen:
● X10: Anschluss FR-HC, MT-HC, FR-CV (Freigabe zum Betrieb des Frequenzumrichters)
Die RDY-Klemme der Option FR-HC oder MT-HC bzw. die RDYB-Klemme der Option FR-CV
muss mit der X10-Klemme verbunden werden, damit der Umrichter erst nach Eingang des
Freigabesignals startet.
● X11: Anschluss FR-HC, MT-HC (Überwachung bei kurzzeitigem Netzausfall)
Beim Betrieb über serielle Kommunikation oder Netzwerk muss das Überwachungssignal
für den kurzzeitigen Netzausfall Y1 oder Y2 von der Option FR-HC oder MT-HC in den
Umrichter eingespeist werden, um den NET-Modus aufrecht zu halten.
Setzen Sie einen der Parameter 178 bis 189 auf „10 (X10)“ oder „11 (X11)“, um den Klemmen
die Funktion X10 oder X11 zuzuweisen.
HINWEISE
Anstelle der X10-Klemme kann auch die Klemme MRS verwendet werden.
Weitere Informationen zum Anschluss externer Bremseinheiten, der kombinierten Rückspeise-/Filtereinheit (FR-HC, MT-HC) und der Einspeisungs-/Rückspeiseeinheit (FR-CV) finden
Sie in Abschn. 3.7.
Werden die Klemmenzuweisungen über Parameter 178 bis 189 geändert, beeinflusst das
auch andere Funktionen. Prüfen Sie daher vor Einstellung der Parameter die
Klemmenzuweisungen.
Ist Parameter 30 auf „2“ eingestellt, erfolgt auf der Anzeige der Bedieneinheit die Ausgabe
der Fehlermeldung „Err.“, da der Frequenzumrichter zurückgesetzt wird.
6 - 88
Parameter
DC-Bremsung und Stoppfunktion
DC-Einspeisungsmodus 1 (Pr. 30 = 10 oder 11)
Bei einer Einstellung des Parameters 30 auf „10“ oder „11“ kann der Frequenzumrichter an einer
Gleichspannung betrieben werden.
Beim Anschluss einer Gleichspannung bleiben die Klemmen für den Wechselspannungsanschluss R/L1, S/L2 und T/L3 offen und die Gleichspannung wird an die Klemmen P/+ und N/–
angeschlossen. Weiterhin sind die Brücken über den Klemmen R/L1-R1/L11 und S/L2-S1/L21
zu entfernen und die Klemmen R1/L11 und S1/L21 mit den Klemmen P/+ und N/– zu verbinden
(siehe Anschlussbeispiel unten).
Frequenzumrichter
R/L1
S/L2
T/L3
Einschaltstrombegrenzung
U
V
W
M
3~
R1/L11
DC
Versorgung
MC
(+)
S1/L21
P/+
Erde
N/-
(-)
Start Rechtslauf
STF
Start Linkslauf
STR
24-V-DC-Ausgang
Frequenz-Sollwertsignal
Potentiometeranschluss
½W, 1kΩ
3
1
PC
10
2
2
5
I002094E
Abb. 6-46: Anschlussbeispiel für den DC-Einspeisungsmodus 1
FR-F700 EC
6 - 89
DC-Bremsung und Stoppfunktion
Parameter
DC-Einspeisungsmodus 2 (Pr. 30 = 20 oder 21)
Bei einer Einstellung des Parameters 30 auf „20“ oder „21“ wird der Frequenzumrichter im Normalbetrieb mit einer Wechselspannung und im Falle eines Netzausfalls mit einer Gleichspannung (z.B. Batterie) betrieben.
Der Anschluss der Wechselspannung erfolgt an die Klemmen R/L1, S/L2 und T/L3 und der Anschluss der Gleichspannung an die Klemmen P/+ und N/−. Weiterhin sind die Brücken über den
Klemmen R/L1-R1/L11 und S/L2-S1/L21 zu entfernen und die Klemmen R1/L11 und S1/L21 mit
den Klemmen P/+ und N/− zu verbinden (siehe Anschlussbeispiel unten).
Für den Betrieb an einer Gleichspannung ist das Signal X70 zur Aktivierung der DC-Einspeisung einzuschalten. Detaillierte Informationen finden Sie in der folgenden Tabelle.
Bezeichnung
Beschreibung
Parameter-einstellung
X70
Aktivierung der
DC-Einspeisung
Schalten Sie beim Betrieb mit DC-Einspeisung das Signal X70 ein.
Wird der Ausgang des Frequenzumrichters aufgrund eines Netzausfalls abgeschaltet,
kann er durch Ein- und Ausschalten des Signals X70 mit einer Verzögerung von
150 ms wieder eingeschaltet werden. (Ist der automatische Wiederanlauf aktiviert,
startet der Frequenzumrichter, nachdem zusätzlich die in Pr. 57 eingestellte Zeitdauer
abgelaufen ist.)
Ein Abschalten des Signals X70 während des Betrieb, führt zu einer Abschaltung des
Frequenzumrichter-Ausgangs (Pr. 261 = 0) oder zu einer Abbremsung des Frequenzumrichters bis zum Stillstand (Pr. 261 = 1).
Setzen Sie
einen der Parameter 178 bis
189 auf „70“.
X71
Deaktivierung
der DC-Einspeisung
Schalten Sie dieses Signal ein, um die DC-Einspeisung zu beenden.
Wird das Signal X71 im Betrieb bei eingeschaltetem Signal X70 eingeschaltet, wird der
Ausgang des Frequenzumrichters abgeschaltet (Pr. 261 = 0) oder der Frequenzumrichter bis zum Stillstand abgebremst (Pr. 261 ≠ 0) und das Signal Y85 ausgeschaltet.
Bei eingeschaltetem Signal X71 ist kein Betrieb möglich, auch wenn das Signal X70
eingeschaltet ist.
Setzen Sie
einen der Parameter 178 bis
189 auf „71“.
DC-Einspeisung
aktiv
Das Signal wird bei einem Netzausfall oder bei Unterspannung eingeschaltet.
Das Signal wird ausgeschaltet, wenn das Signal X71 eingeschaltet oder die Versorgungsspannung wiederhergestellt wird.
Das Signal wird beim Betrieb des Frequenzumrichters nicht ausgeschaltet, auch wenn
die Versorgungsspannung wiederhergestellt wurde. Bei einem Stopp des Frequenzumrichters wird das Signal ausgeschaltet.
Wird das Signal Y85 aufgrund einer Unterspannung eingeschaltet, erfolgt auch bei
Behebung der Unterspannung keine Abschaltung des Signals.
Der EIN/AUS-Status des Signals wird beim Zurücksetzen des Frequenzumrichters aufrechterhalten.
Setzen Sie
einen der Parameter 190 bis
196 auf „85“
(positive Logik)
oder „185“
(negative Logik).
Ausgang
Eingang
Signal
Y85
Tab. 6-13: E/A-Signale im DC-Einspeisungsmodus 2
Frequenzumrichter
MCCB
MC
3-phasige
Versorgungsspannung
DCVersorgung
MC
(+)
U
V
W
R1/L11
S1/L21
P/+
M
3~
Erde
N/-
(-)
Start Rechtslauf
Start Linkslauf
Aktivierung der DC-Einspeisung
Deaktivierung der DC-Einspeisung
24-V-DC-Ausgang
Frequenz-Sollwertsignal
Potentiometeranschluss
1/2 W, 1 kΩ
3
1
Einschaltstrombegrenzung
R/L1
S/L2
T/L3
STF
STR
X70
X71
PC
DC-Einspeisung aktiv
Y85
MC
10
2
2
SE
24 V DC
5
Weisen Sie das Signal mit Hilfe der Parameter 178 bis 189 „Funktionszuweisung der Eingangsklemmen“ zu.
Weisen Sie das Signal mit Hilfe der Parameter 190 bis 196 „Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen“ zu.
I002095E
Abb. 6-47: Anschlussbeispiel für den DC-Einspeisungsmodus 2
6 - 90
Parameter
DC-Bremsung und Stoppfunktion
Beispiel 1 für einen Betrieb bei Netzausfall
AC
Steuerspannungsversorgung
DC
EIN
Wechselspannungsversorgung
EIN
Y85 (MC)
EIN
X70
EIN
X71
EIN
STF (STR)
EIN
Motor
trudelt
aus
Ausgangsfrequenz
[Hz]
Zeit
ca. 150 ms
Back-up-Betrieb
Beispiel 2 für einen Betrieb bei Netzausfall (bei Wiederherstellung der Versorgungsspannung)
AC
Steuerspannungsversorgung
Wechselspannungsversorgung
DC
Wiederherstellung
EIN
Schaltet sich im Betrieb
nach einem Stopp aus
EIN
Y85 (MC)
EIN
X70
X71
AC
AUS
EIN
STF (STR)
Ausgangsfrequenz
[Hz]
EIN
Motor
trudelt
aus
Zeit
ca. 150 ms
Back-up-Betrieb
Beispiel 3 für einen Betrieb bei Netzausfall (bei kontinuierlichem Betrieb)
Steuerspannungsversorgung
AC
Wechselspannungsversorgung
EIN
Y85 (MC)
X70
X71
STF (STR)
DC
AC
Wiederherstellung
EIN
Bleibt im Betrieb eingeschaltet
EIN
AUS
EIN
Ausgangsfrequenz
[Hz]
Zeit
Back-up-Betrieb
I002096E
Abb. 6-48: Beispiele für einen Betrieb bei Netzausfall
FR-F700 EC
6 - 91
DC-Bremsung und Stoppfunktion
Parameter
Spannungsversorgung bei DC-Einspeisung
400 V Klasse
E
Nenngleichspannung
537 V DC bis 679 V DC
Zulässiger Spannungsbereich
457 V DC bis 740 V DC
ACHTUNG:
Führen Sie die Anschaltung der DC-Einspeisung sorgfältig durch, da die Spannung
zwischen den Klemmen P/+ und N/− im generatorischen Betrieb kurzzeitig auf über
830 V ansteigen kann.
Überlastung des generatorischen Bremskreises und Alarmsignal (RBP-Signal)
(01800 oder größer)
● Erreicht die generatorische Energie 85 % des in Parameter 70 eingestellten Wertes, erfolgt
die Warnmeldung „RB“ und das Signal RBP wird ausgegeben. Steigt die generatorische
Energie auf 100 % erfolgt eine Überspannungsauslösung (E.OV1 bis E.OV3).
● Die Ausgabe der Warnmeldung RB führt nicht zur Abschaltung des Frequenzumrichters.
● Um einer Klemme das RBP-Signal zuzuweisen, muss einer der Parameter 190 bis 196 auf
„7“ (positive Logik) oder auf „107“ (negative Logik) gesetzt werden.
100 %: Überspannungsauslösung
100%
85%
Generatorische
Energie bezogen
auf Pr. 70
Voralarm
generatorischer
Bremskreis (RBP)
AUS
EIN
EIN
Zeit
I001566E
Abb. 6-49: Generatorische Überlast
HINWEISE
Anstelle der X10-Klemme kann auch die Klemme MRS verwendet werden.
Weitere Informationen zum Anschluss der Bremseinheit, der kombinierten Rückspeise-/Filtereinheit (FR-HC, MT-HC) und der Einspeisungs-/Rückspeiseeinheit (FR-CV) finden Sie in
Abschn. 3.7.
Ist in der Betriebsart DC-Einspeisung Parameter 30 auf „2, 10 oder 11“ eingestellt, erfolgt
beim Anschluss einer Wechselspannung an den Klemmen R/L1, S/L2 und T/L3 die Ausgabe der Fehlermeldung E.OPT.
Ist in der Betriebsart DC-Einspeisung Parameter 30 auf „2, 10, 11, 20 oder 21“ eingestellt,
werden keine Unterspannung (E.UVT) und kein kurzzeitiger Netzausfall (E.IPF) erfasst.
Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 178 bis 189 beeinflusst auch
andere Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen der Klemmen.
E
6 - 92
ACHTUNG:
Die Einstellung des Parameters 70 darf den zulässigen Wert des Bremswiderstandes
nicht überschreiten, da der Bremswiderstand sonst überhitzt werden kann.
Parameter
6.8.3
DC-Bremsung und Stoppfunktion
Wahl der Stoppmethode (Pr. 250)
Mit Hilfe des Parameters 250 kann die Methode zum Stoppen des Motors (austrudeln oder abbremsen) ausgewählt werden, wenn das Start-Signal (STR/STF) ausgeschaltet wird. Die Funktion dient z.B. dazu, eine mechanischen Bremse für einen Motorstopp beim Ausschalten des
Startsignals zu nutzen. Die Funktionen des Startsignals sind einstellbar (siehe Abschn. 6.9.4).
Pr.Nr.
250
Werkseinstellung
Bedeutung
Stoppmethode
Einstellbereich
Beschreibung
0–100 s
STF: Startsignal für
Rechtslauf
STR: Startsignal für
Linkslauf
1000 s–
1100 s
STF: Startsignal
STR: Rechts-/Linkslauf
9999
STF: Startsignal für
Rechtslauf
STR: Startsignal für
Linkslauf
8888
STF: Startsignal
STR: Rechts-/Linkslauf
9999
Steht in Beziehung
zu Parameter
Startsignal (STF/STR) Stoppmethode
7
Der Motor trudelt nach
Abschalten des Startsignals und Ablauf der
eingestellten Zeit [bzw.
(Pr. 250 − 1000) s] bis
zum Stillstand aus.
8
13
Beschleunigungszeit
Bremszeit
Startfrequenz
Siehe
Abschn.
6.6.1
6.6.1
6.6.2
Der Motor wird bis
zum Stillstand abgebremst, wenn das
Startsignal ausgeschaltet wird.
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Ist Parameter 250 auf „9999“ gesetzt, wird der Motor bis zum Stillstand abgebremst, sobald das
Startsignal abgeschaltet ist.
Ausgangsfrequenz [Hz]
Die Abbremsung startet, sobald das
Startsignal abgeschaltet ist
(Bremszeit Pr. 8)
DC-Bremsung
Zeit
Startsignal
EIN
RUN-Signal
AUS
EIN
AUS
I001143E
Abb. 6-50: Stoppmethode bei Parameter 250 = 9999
Ist der Parameter 250 auf einen anderen Wert als „8888“ oder „9999“ eingestellt, schaltet der
Ausgang des Frequenzumrichters nach der in Parameter 250 [bei einer Einstellung zwischen
1000 und 1100 nach (Pr. 250 − 1000) s] eingestellten Zeit ab. Der Motor trudelt bis zum Stillstand
aus.
Ausgang schaltet ab, sobald das Startsignal
abgeschaltet und die mit Pr. 250 eingestellte Zeit
abgelaufen ist.
Ausgangsfrequenz [Hz]
Motor trudelt aus
Zeit
Startsignal
RUN-Signal
EIN
AUS
EIN
AUS
I001144E
Abb. 6-51: Stoppmethode bei Parameter 250 ≠ 8888 oder 9999
FR-F700 EC
6 - 93
DC-Bremsung und Stoppfunktion
HINWEISE
Parameter
Das RUN-Signal wird ausgeschaltet, sobald der Ausgang des Frequenzumrichters abgeschaltet wird.
Die ausgewählte Stoppmethode ist unwirksam, wenn eine der folgenden Funktionen aktiviert ist:
앫Stoppmethode bei Netzausfall (Pr. 261)
앫Stopp über Bedieneinheit (Pr. 75)
앫Abbremsung bis zum Stillstand aufgrund eines Kommunikationsfehlers (Pr. 502)
앫NOT-AUS über LonWorks
Ist der Parameter 250 auf einen anderen Wert als „8888“ oder „9999“ eingestellt, erfolgt die
Beschleunigung/Verzögerung bis zum Ausschalten des Startsignals und der Abschaltung
des Frequenzumrichterausgangs entsprechend der Frequenz-Sollwertvorgabe.
Wird das Startsignal bei auslaufendem Motor eingeschaltet, startet der Motor mit der in
Parameter 13 eingestellten Startfrequenz.
6 - 94
Parameter
6.8.4
DC-Bremsung und Stoppfunktion
Ausgangsabschaltung (Pr. 522)
Sinkt die Ausgangsfrequenz auf den im Parameter 522 eingestellten Wert oder darunter, wird
der Ausgang des Frequenzumrichters abgeschaltet und der Motor trudelt bis zum Stillstand
aus.
Pr.Nr.
Bedeutung
Werkseinstellung
522
Frequenz für
Ausgangsabschaltung
9999
Einstellbereich
Beschreibung
0–400 Hz
Einstellung der Frequenz, ab der der Motor bis zum
Stopp austrudelt (Ausgangsabschaltung)
999
Keine Funktion
Steht in Beziehung
zu Parameter
Siehe
Abschn.
10 DC-Bremsung
(Startfrequenz)
11 DC-Bremsung
(Zeit)
12 DC-Bremsung
(Spannung)
13 Startfrequenz
6.8.1
6.8.1
6.8.1
6.6.2
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Fällt sowohl der Frequenz-Sollwert als auch die Ausgangsfrequenz auf den mit Parameter 522
eingestellten Frequenzwert oder darunter, wird der Ausgang des Frequenzumrichters abgeschaltet und der Motor trudelt bis zum Stillstand aus.
Sobald die Frequenz größer als der in Parameter 522 eingellte Wert + 2 Hz ist, läuft der Motor
aus dem Stillstand heraus wieder an. Der Motor wird wieder beschleunigt, wenn die in Parameter 13 eingestellte Startfrequenz erreicht ist.
Beispiel:
Zielfrequenz > Pr. 522 + 2 Hz
und das Startsignal wird EIN/AUS geschaltet
Ausgangsfrequenz *
Zielfrequenz
(fest vorgegeben)
Pr. 522 + 2 Hz
Pr. 522
Pr. 13
STF
Zeit
Ausgangsabschaltung
RUN
* Die Ausgangsfrequenz wird vor der Schlupfkompensation mit der Einstellung des Parameters 522 verglichen.
I002097E
Abb. 6-52: Beispiel 1: Zielfrequenz > Pr. 522 + 2 Hz, Startsignal = EIN/AUS
FR-F700 EC
6 - 95
DC-Bremsung und Stoppfunktion
Parameter
Beispiel:
Zielfrequenz = analoge Sollwertvorgabe,
Startsignal ist kontinuierlich EIN
Analoge Sollwertvorgabe
Pr. 522 + 2 Hz
Pr. 522
Ausgangsfrequenz Zeit
Pr. 522 + 2 Hz
Pr. 522
Pr. 13
Zeit
Ausgangsabschaltung
Ausgangsabschaltung
STF
RUN
Nach einem Stopp wird der Motor wieder beschleunigt, sobald die in Parameter 13 eingestellte Startfrequenz erreicht ist.
Die Ausgangsfrequenz wird vor der Schlupfkompensation mit der Einstellung des Parameters 522 verglichen.
Die Steilheit der Kurve hängt von der in Parameter 7 eingestellten Beschleunigungs-/Bremszeit ab.
I002098E
Abb. 6-53: Beispiel 2: Zielfrequenz = analoge Sollwertvorgabe, Startsignal kontinuierlich EIN
HINWEISE
Durch eine Einstellung des Parameters 522 auf einen Wert ungleich „9999“ wird die DCBremsung deaktiviert, so dass der Motor bis zum Stillstand austrudelt, wenn die Ausgangsfrequenz auf den in Parameter 522 eingstellten Wert oder darunter fällt.
Ist die PID-Regelung, der Tippbetrieb, eine Stoppmethode bei Netzausfall oder die
Traverse-Funktion aktiviert, ist die Ausgangsabscdhaltung deaktiviert.
Die Ausgangsabschaltung funktioniert nicht während des Abbremsungvorgangs bei
Linksdrehung. Fällt jedoch sowohl der Frequenz-Sollwert als auch die Ausgangsfrequenz
auf den mit Parameter 522 eingestellten Frequenzwert oder darunter, trudelt der Motor bis
zum Stillstand aus.
Wird der Ausgang durch die Ausgangsabschaltung abgeschaltet (Drehrichtungsbefehl liegt
an, Sollwert ist jedoch nicht vorgegeben), blinkt die LED „FWD/REV“ auf der Bedieneinheit
schnell.
6 - 96
Parameter
6.9
Funktionszuweisung der Klemmen
Funktionszuweisung der Klemmen
Einstellung
6.9.1
Siehe
Abschn.
Einzustellende Parameter
Zuweisung einer Funktion an eine Ein- Funktionszuweisung der Eingangsgangsklemme
klemmen
Pr. 178–Pr. 189 6.9.1
Beschaltung der MRS-Klemme mit
einem Öffner- oder Schließer-Kontakt
MRS-Funktionsauswahl
Pr. 17
6.9.2
Freigabe des RT-Signals zur Auswahl
des zweiten Parametersatzes bei
Ausgabe konstanter Frequenz
Einschaltbedingung RT-Signal
Pr. 155
6.9.3
Zuweisung des Start- und des Drehrichtungssignals an andere Klemmen
Funktion des Startsignals (STF/STR)
Pr. 250
6.9.4
Zuweisung einer Funktion an eine
Ausgangsklemme
Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen
Pr. 190–Pr. 196 6.9.5
Überwachung der Ausgangsfrequenz
Soll-/Istwertvergleich und Frequenzüberwachung
Pr. 41–Pr. 43,
Pr. 50
Überwachung des Ausgangsstroms
Ausgangs- und Nullstromüberwachung
Pr. 150–Pr. 153, 6.9.7
Pr. 166, Pr. 167
Dezentrale Ausgangsfunktion
Dezentrale Ausgänge
Pr. 495–Pr. 497 6.9.8
Ausgabe der Energie
Impulskette für Energieerfassung
Pr. 799
6.9.6
6.9.9
Funktionszuweisung der Eingangsklemmen (Pr. 178 bis Pr. 189)
Über die Parameter 178 bis 189 kann den jeweiligen Eingangsklemmen eine Funktion zugewiesen werden.
Pr.Nr.
Werkseinstellung
Bedeutung
Funktion bei Werkseinstellung
Einstellbereich
178
Funktionszuweisung
STF-Klemme
60
STF (Startsignal Rechtslauf)
0–8/10–14/16/24/25/
37/60/62/64–67/
70–72/9999
179
Funktionszuweisung
STR-Klemme
61
STF (Startsignal Linkslauf)
0–8/10–14/16/24/25/
37/61/62/64–67/
70–72/9999
180
Funktionszuweisung
RL-Klemme
0
RL (niedrige Drehzahleinstellung)
181
Funktionszuweisung
RM-Klemme
1
RM (mittlere Drehzahleinstellung)
182
Funktionszuweisung
RH-Klemme
2
RH (hohe Drehzahleinstellung)
183
Funktionszuweisung
RT-Klemme
3
RT (Auswahl des zweiten Parametersatzes)
184
Funktionszuweisung
AU-Klemme
4
AU (Funktion der Klemme 4)
185
Funktionszuweisung
JOG-Klemme
5
JOG (Auswahl Tippbetrieb)
186
Funktionszuweisung
CS-Klemme
6
CS (Auswahl automatischer
Wiederanlauf nach Netzausfall)
187
Funktionszuweisung
MRS-Klemme
24
MRS (Reglersperre)
188
Funktionszuweisung
STOP-Klemme
25
STOP (Selbsthaltung des Startsignals)
189
Funktionszuweisung
RES-Klemme
62
RES (RESET-Eingang)
Steht in Beziehung
zu Parameter
Siehe
Abschn.
—
0–8/10–14/16/24/25/
37/62/64–67/
70–72/9999
0–8/10–14/16/24/25/
37/62–67/
70–72/9999
0–8/10–14/16/24/25/
37/62/64–67/
70–72/9999
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
FR-F700 EC
6 - 97
Funktionszuweisung der Klemmen
Parameter
Zuweisung der Funktionen an die Eingangsklemmen
Einstellung Klemme
0
1
2
RL
RM
RH
Funktion
Steht in Beziehung zu
Parameter
Siehe
Seite
Pr. 4–Pr. 6, Pr. 24–Pr. 27,
Pr. 232–Pr. 239
6-54
Pr. 59 = 0
(Werkseinstellung)
Niedrige Drehzahl
Pr. 59 = 1, 2 Digitales Motorpoti (Einstellungen löschen) Pr. 59
Pr. 59 = 0
(Werkseinstellung)
Mittlere Drehzahl
Pr. 4–Pr. 6, Pr. 24–Pr. 27,
Pr. 232–Pr. 239
6-54
Pr. 59 = 1, 2 Digitales Motorpoti (Verzögerung)
Pr. 59
6-62
Pr. 59 = 0
(Werkseinstellung)
Hohe Drehzahl
Pr. 4–Pr. 6, Pr. 24–Pr. 27,
Pr. 232–Pr. 239
6-54
Pr. 59 = 1, 2 Digitales Motorpoti (Beschleunigung)
Pr. 59
6-62
6-62
3
RT
Zweiter Parametersatz
Pr. 44–Pr. 51
6-30, 6-35,
6-49, 6-66,
6-76, 6-114
4
AU
Funktionszuweisung AU-Klemme
Pr. 267
6-171
5
JOG
Auswahl Tippbetrieb
Pr. 15, Pr. 16
6-57
6-138
6
CS
Auswahl automatischer Wiederanlauf nach Netzausfall,
fliegender Start
Pr. 57, Pr. 58,
Pr. 162–Pr. 165, Pr. 299,
Pr. 611
7
OH
Eingang externer Motorschutz Pr. 9
6-76
6-54
8
REX
Auswahl 15 Drehzahlen (kombiniert mit RL, RM, RH)
Pr. 4–Pr. 6, Pr. 24–Pr. 27,
Pr. 232–Pr. 239
10
X10
Freigabe des Frequenzumrichterbetriebs
(FR-HC-, MT-HC, FR-CV-Anschluss)
Pr. 30
6-86
11
X11
Überwachung Netzausfall (FR-HC-, MT-HC-Anschluss)
Pr. 30
6-86
12
X12
Externe Verriegelung des Betriebs über Bedieneinheit
Pr. 79
6-204
13
X13
Start DC-Aufschaltung
Pr. 11, Pr. 12
6-83
6-272
14
X14
Freigabe der PID-Regelung
Pr. 127–Pr. 134,
Pr. 575–Pr. 577
16
X16
Umschaltung Betrieb Bedieneinheit/externer Betrieb
Pr. 79, Pr. 340
6-213
24
MRS
Reglersperre
Pr. 17
6-100
25
STOP
Selbsthaltung des Startsignals
—
6-104
37
X37
Traverse-Funktion
Pr. 592–Pr. 597
6-311
60
STF
Startsignal Rechtslauf (nur STF-Klemme, Pr. 178)
—
6-104
61
STR
Startsignal Linkslauf (nur STR-Klemme, Pr. 179)
—
6-104
62
RES
Zurücksetzen des Frequenzumrichters
—
—
63
PTC
Eingang PTC (nur AU-Klemme, Pr. 184)
Pr. 9
6-76
64
X64
Auswahl Vorwärts-/Rückwärtslauf bei PID-Regelung
Pr. 127–Pr. 134, Pr. 5
6-272
65
X65
Umschaltung PU-/NET-Betrieb
Pr. 79, Pr. 340
6-216
66
X66
Umschaltung externer Betrieb/NET-Betrieb
Pr. 79, Pr. 340
6-216
67
X67
Auswahl der Steuerung
Pr. 338, Pr. 339
6-218
70
X70
Aktivierung der DC-Einspeisung
Pr. 30, Pr. 70
6-86
71
X71
Deaktivierung der DC-Einspeisung
Pr. 30, Pr. 70
6-86
72
X72
Zurücksetzen des PID-Integralwerts
Pr. 127–Pr. 134, Pr. 241,
Pr. 553, Pr. 554,
Pr. 575– Pr. 577, C42–C45
6-272
9999
—
Keine Funktion
—
—
Tab. 6-14:
Zuweisung der Funktionen an die Eingangsklemmen
Bei folgenden Parametereinstellungen ändern sich die Funktionen der Klemmen RL, RM
und RH: Pr. 59 = 1 oder 2.
Ist aktiv, wenn der Kontakt geöffnet ist.
6 - 98
Parameter
HINWEISE
Funktionszuweisung der Klemmen
Werden die Klemmenzuweisungen über Parameter 178 bis 189 geändert, beeinflusst das
auch andere Funktionen. Prüfen Sie daher vor Einstellung der Parameter die
Klemmenzuweisungen.
Eine Funktion kann mehreren Klemmen zugewiesen werden.
Die Priorität der Frequenzvorgabe-Klemmen ist wie folgt: JOG > RH/RM/RL/REX > PID
(X14).
Ist das Signal X10 für die Option FR-HC, MT-HC oder FR-CV nicht zugewiesen, wird die
Funktion von der Klemme MRS übernommen.
Ist Parameter 79 auf „7“ gesetzt und das Signal zur Verriegelung der Bedieneinheit (X12) ist
nicht zugewiesen, kann die Funktion von der Klemme MRS übernommen werden.
Die Drehzahlumschaltung (7 Drehzahlen) und das digitale Potentiometer werden über die
gleichen Klemmen gesteuert und können daher nicht miteinander kombiniert werden
Ansprechzeit der Signale
Die Ansprechzeit des Signals X10 ist kleiner als 3 ms. Ist das Signal bei einer Einstellung des
Parameters 30 auf „2“ (FR-HC-/MT-HC-/FR-CV-Anschluss) nicht zugewiesen, ist die Ansprechzeit des Signals MRS kleiner als 3 ms. Die Funktion der Reglersperre (Pr. 17) ist gesperrt.
Pr. 30
2
Ungleich 2
Ansprechzeit
MRS-Signalzuweisung
X10-Signalzuweisung
MRS
Pr. 17
X10
✔
—
≤ 2 ms
—
Gesperrt
—
✔
—
≤ 2 ms
—
✔
✔
≤ 20 ms
≤ 2 ms
Freigegeben
✔
—
≤ 20 ms
—
Freigegeben
—
✔
—
—
—
✔
✔
≤ 20 ms
—
Freigegeben
Tab. 6-15: Ansprechzeit der Signale MRS und X10
FR-F700 EC
6 - 99
Funktionszuweisung der Klemmen
6.9.2
Parameter
Reglersperre (MRS-Signal, Pr. 17)
Über Parameter 17 kann bestimmt werden, ob die Funktion „Reglersperre“ durch ein Öffneroder Schließersignal ausgeführt werden soll.
Pr.Nr.
Bedeutung
Werkseinstellung
17
MRS-Funktionsauswahl
Einstellbereich
Beschreibung
0
Schließer
2
Öffner
Steht in Beziehung
zu Parameter
178–189
0
Funktionszuweisung der Eingangsklemmen
Siehe
Abschn.
6.9.1
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Reglersperre (MRS-Signal)
Ein Schalten des MRS-Signals führt zum Abschalten des Frequenzumrichterausgangs und der
Motor läuft frei aus.
Ausgangsfrequenz
Motor trudelt bis zum
Stillstand aus
Abb. 6-54:
Reglersperre
Zeit
MRS
STF (STR)
EIN
EIN
I001325C
Der Einsatz der Reglersperre ist z.B. in folgenden Fällen sinnvoll:
● Wenn ein Motorstopp durch eine elektromagnetische Bremse erfolgen soll.
Der Frequenzumrichterausgang schaltet ab, wenn die Bremse aktiviert wird.
● Wenn der Frequenzumrichterbetrieb verriegelt werden soll.
Bei eingeschaltetem MRS-Signal kann der Frequenzumrichter auch durch Eingabe des
Startsignals nicht gestartet werden.
● Wenn der Motor bis zum Stillstand austrudeln soll.
Nach Abschalten des Startsignals wird der Motor mit der eingestellten Bremszeit bis zum
Stillstand abgebremst. Wird jedoch das MRS-Signal zum Abschalten des Frequenzumrichterausgangs verwendet, trudelt der Motor aus.
6 - 100
Parameter
Funktionszuweisung der Klemmen
MRS-Funktionsauswah (Pr. 17)
Setzen Sie Parameter 17 auf „2“, um die Reglersperre über einen Öffner anzusteuern. Der Frequenzumrichterausgang wird dann durch Ausschalten des Signals abgeschaltet.
Pr. 17 = 0
Pr. 17 = 2
MRS
MRS
PC
PC
Abb. 6-55:
Anschluss der MRS-Klemme in positiver Logik
I000011C
HINWEISE
In der Werkseinstellung ist das MRS-Signal der MRS-Klemme zugewiesen. Durch Einstellung einer der Parameter 178 bis 189 auf „24“ kann das MRS-Signal auch anderen Klemmen zugewiesen werden.
Ein Abschalten des Frequenzumrichterausgangs über die MRS-Klemme ist sowohl im
Betrieb über die Bedieneinheit, im externen Betrieb oder im Netzwerkbetrieb möglich.
Werden die Klemmenzuweisungen über Parameter 178 bis 189 geändert, beeinflusst das
auch andere Funktionen. Prüfen Sie daher vor Einstellung der Parameter die
Klemmenzuweisungen.
FR-F700 EC
6 - 101
Funktionszuweisung der Klemmen
6.9.3
Parameter
Auswahl des zweiten Parametersatzes (Klemme RT, Pr. 155)
Die Auswahl des zweiten Parametersatzes erfolgt durch Schalten des RT-Signals. Die Bedingung, unter denen der zweite Parametersatz aktiv ist, kann mit Parameter 155 eingestellt
werden.
Pr.Nr.
155
Werkseinstellung
Bedeutung
Einschaltbedingung
RT-Signal
Einstellbereich
Steht in Beziehung
zu Parameter
Beschreibung
0
Der Wechsel zwischen Parametersätzen
erfolgt unmittelbar nach Schalten des RTSignals.
10
Der Wechsel zwischen Parametersätzen
erfolgt nach Schalten des RT-Signals nur
im Stillstand oder bei Ausgabe einer konstanten Frequenz. Während der Beschleunigungs-/Verzögerungsphase kann der
Parametersatz nicht umgeschaltet werden.
0
178–189
Siehe
Abschn.
Funktionszu6.9.1
weisung der
Eingangsklemmen
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Eine Umschaltung zwischen den Parametersätzen ist z.B. in folgenden Fällen sinnvoll:
● bei einem Wechsel zwischen Normalbetrieb und Betrieb im Fehlerfall,
● bei einem Wechsel zwischen leichter und schwerer Last,
● bei einem Wechsel der Beschleunigungs-/Bremszeiten oder
● bei einem Wechsel zwischen einem Haupt- und einem Hilfsmotor.
Frequenzumrichter
Abb. 6-56:
Anschlussbeispiel zur Anwahl des zweiten
Parametersatzes
Start
Zweiter Parametersatz
Hohe Drehzahl
Mittlere Drehzahl
I001145C
6 - 102
Parameter
Funktionszuweisung der Klemmen
Abb. 6-57:
Beispiel für die Umschaltung der
Beschleunigungs-/Bremszeiten
Ausgangsfrequenz
Pr. 155 = 0
Direkte Umschaltung auf
die 2. Beschleunigungszeit
I001146E
Folgende Funktionen können mit dem zweiten Parametersatz ausgewählt werden:
Parameternummer im
1. Parametersatz
2. Parametersatz
Ref.Seite
Pr. 0
Pr. 46
6-30
Funktion
Drehmomentanhebung
Basisfrequenz
Pr. 3
Pr. 47
6-49
Beschleunigungszeit
Pr. 7
Pr. 44
6-66
Bremszeit
Pr. 8
Pr. 44, Pr. 45
6-66
Stromeinstellung für den elektr. Motorschutz
Pr. 9
Pr. 51
6-76
Strombegrenzung
Pr. 22
Pr. 48, Pr. 49
6-35
Tab. 6-16: Funktionen zur Anwahl im zweiten Parametersatz
HINWEISE
In der Werkseinstellung ist das RT-Signal der RT-Klemme zugewiesen. Durch Einstellung
einer der Parameter 178 bis 189 auf „3“ kann das RT-Signal auch anderen Klemmen zugewiesen werden.
Ist das Signal RT eingeschaltet, sind alle anderen zweiten Funktionen wie z.B. die zweite
Beschleunigungs-/Bremszeit aktiv.
Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 178–189 beeinflusst auch andere
Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen der Klemmen.
FR-F700 EC
6 - 103
Funktionszuweisung der Klemmen
6.9.4
Parameter
Zuweisung des Startsignals (Klemme STF, STR, STOP, Pr. 250)
Mit Hilfe des Parameters 250 kann die Funktion der Startklemme (STF/STR) ausgewählt
werden.
Weiterhin ist eine Festlegung der Stoppmethode (austrudeln oder abbremsen) beim Ausschalten des Startsignals möglich. Die Funktion dient z.B. zur Ansteuerung einer mechanischen
Bremse für einen Motorstopp beim Ausschalten des Startsignals (siehe Abschn. 6.8.3).
Pr.Nr.
250
Werkseinstellung
Bedeutung
Stoppmethode
Einstellbereich
Beschreibung
Startsignal (STF/STR) Stoppmethode
0–100 s
STF: Startsignal für
Rechtslauf
STR: Startsignal für
Linkslauf
1000 s–
1100 s
STF: Startsignal
STR: Rechts-/Linkslauf
9999
STF: Startsignal für
Rechtslauf
STR: Startsignal für
Linkslauf
8888
STF: Startsignal
STR: Rechts-/Linkslauf
9999
Der Motor trudelt nach
Abschalten des Startsignals und Ablauf der
eingestellten Zeit [bzw.
(Pr. 250 − 1000) s] bis
zum Stillstand aus.
Steht in Beziehung
zu Parameter
4–6
178–189
Siehe
Abschn.
Geschwindigkeits-/ 6.5.1
Drehzahlvorwahl
Funktionszuwei6.9.1
sung der Eingangsklemmen
Der Motor wird bis
zum Stillstand abgebremst, wenn das
Startsignal ausgeschaltet wird.
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Ansteuerung über eine 2-adrige Steuerleitung (STF und STR)
Folgende Abbildungen zeigen den Anschluss einer 2-adrigen Steuerleitung.
In der Werkseinstellung dienen die Signale STF und STR als Start- und Stoppsignale. Der Motor
wird durch Einschalten der Signale in der entsprechenden Drehrichtung gestartet. Beim gleichzeitigen Ein- oder Ausschalten der Signale wird der Motor bis zum Stopp abgebremst.
Die Drehzahlvorgabe kann entweder durch eine Spannung von 0–10 V DC an den Klemmen 2-5
oder durch Auswahl der Geschwindigkeits-/Drehzahlvorwahlen (Pr. 4 bis Pr. 6, siehe auch
Abschn. 6.5.1) erfolgen.
Ist Parameter 250 auf einen der Werte „1000–1100“ oder „8888“ gesetzt, dient das Signal STF
als Startsignal und das STR-Signal dient der Drehrichtungsvorgabe.
Abb. 6-58:
Ansteuerung über eine 2-adrige Steuerleitung
(Pr. 250 = 9999)
Frequenzumrichter
Links- Rechtslauf
lauf
Ausgangsfrequenz
Start Rechtslauf
Start Linkslauf
Zeit
EIN
EIN
I001148E
6 - 104
Parameter
Funktionszuweisung der Klemmen
Abb. 6-59:
Ansteuerung über eine 2-adrige Steuerleitung
(Pr. 250 = 8888)
Frequenzumrichter
Links- Rechtslauf
lauf
Ausgangsfrequenz
Start Rechtslauf
Start Linkslauf
Zeit
EIN
EIN
I001149E
HINWEISE
Ist Parameter 250 auf einen der Werte „0–100“ oder „1000–1100“ eingestellt, trudelt der
Motor bis zum Stillstand aus, wenn das Startsignal abgeschaltet wird (siehe Abschn. 6.8.3).
In der Werkseinstellung sind die Signale STF und STR den Klemmen STF und STR zugewiesen. Das STF-Signal kann über Parameter 178 ausschließlich der STF-Klemme, das
STR-Signal auschließlich der STR-Klemme zugewiesen werden.
Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 178–189 beeinflusst auch andere
Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen der Klemmen.
FR-F700 EC
6 - 105
Funktionszuweisung der Klemmen
Parameter
Ansteuerung über eine 3-adrige Steuerleitung (STF, STR und STOP)
Folgende Abbildungen zeigen den Anschluss einer 3-adrigen Steuerleitung.
Die Selbsthaltung des Startsignals wird durch Einschalten des STOP-Signals aktiviert. Die Signale STF und STR dienen als Startsignale.
Nach Ein- und Ausschalten des Startsignals (STF oder STR) wird das Startsignal gehalten und
der Motor startet. Zur Drehrichtungsumkehr ist das entsprechende Signal ein- und auszuschalten. Zum Stoppen des Antriebes ist das STOP-Signal abzuschalten.
Frequenzumrichter
Stopp
Abb. 6-60:
Ansteuerung über eine 3-adrige Steuerleitung
(Pr. 250 = 9999)
Start
Rechtslauf
Links- Rechtslauf
lauf
Ausgangsfrequenz
Start
Linkslauf
Zeit
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
Abb. 6-61:
Ansteuerung über eine 3-adrige Steuerleitung
(Pr. 250 = 8888)
Frequenzumrichter
Stopp
I001150E
Start
Links- Rechtslauf
lauf
Ausgangsfrequenz
Rechts-/
Linkslauf
Zeit
EIN
EIN
EIN
EIN
EIN
I001151E
HINWEISE
In der Werkseinstellung ist das STOP-Signal der STOP-Klemme zugewiesen. Durch Einstellung einer der Parameter 178 bis 189 auf „25“ kann das STOP-Signal auch anderen
Klemmen zugewiesen werden.
Ist die Klemme JOG eingeschaltet, ist das STOP-Signal unwirksam. Der Tippbetrieb hat
Vorrang.
Durch Einschalten des MRS-Signal wird die Selbsthaltungsfunktion nicht deaktiviert.
6 - 106
Parameter
Funktionszuweisung der Klemmen
Funktion der STF-/STR-Klemme
Betriebszustand des Frequenzumrichters
STF
STR
Pr. 250 = 0–100 s/9999
Pr. 250 = 1000–1100 s/8888
AUS
AUS
Stopp
AUS
EIN
Linkslauf
EIN
AUS
Rechtslauf
Rechtslauf
EIN
EIN
Stopp
Linkslauf
Stopp
Tab. 6-17: Funktion der STF-/STR-Klemme
FR-F700 EC
6 - 107
Funktionszuweisung der Klemmen
6.9.5
Parameter
Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen (Pr. 190 bis Pr. 196)
Über die Parameter 190 bis 196 kann den jeweiligen Open-Collector- oder Relaisausgängen
eine Funktion zugewiesen werden.
Pr.Nr.
WerksFunktion bei Werkseinstellung einstellung
Bedeutung
190
Funktionszuweisung
RUN-Klemme
0
RUN (Signalausgang bei
Motorlauf)
191
Funktionszuweisung
SU-Klemme
1
SU (Frequenz-Soll-/Istwertvergleich)
192
Funktionszuweisung
IPF-Klemme
193
Funktionszuweisung
OL-Klemme
3
194
Funktionszuweisung
FU-Klemme
4
FU (Überwachung der
Ausgangsfrequenz)
195
Funktionszuweisung
ABC1-Klemme
99
ALM (Alarmausgang)
196
Funktionszuweisung
ABC2-Klemme
OpenCollectorAusgang
Relaisausgang
2
9999
Einstellbereich
Steht in Beziehung
zu Parameter
13
76
0–5/7/8/10–19/25/
26/45–48/64/70–79/
85/90–96/98/99/
100–105/107/108/
IPF (kurzzeitiger Netzaus- 110–116/ 125/126/
fall/Unterspannung)
145–148/164/170/
179/185/190–196/
OL (Überlastalarm)
198/199/9999
Keine Funktion
Startfrequenz
Codierte Alarmausgabe
Siehe
Abschn.
6.6.2
6.12.2
0–5/7/8/10–19/25/
26/45–48/64/70–79/
85/90/91/94–96/98/
99/100–105/107/
108/110–116/125/
126/145–148/164/
170/179/185/190/
191/194–196/198/
199/9999
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Nachstehende Tabelle zeigt die Zuweisung der Funktionen an die Ausgangsklemmen.
0–99: positive Logik
100–199: negative Logik
Einstellung
Positive
Logik
Negative
Logik
Klemme
Bezeichnung
Funktion
Steht in Beziehung Siehe
zu Parameter
Seite
Motorlauf
Ausgang schaltet, wenn die
Ausgangsfrequenz des
Umrichters gleich oder höher
als die Startfrequenz (Pr. 13)
ist.
—
6-112
0
100
RUN
1
101
SU
Frequenz-Soll-/
Istwertvergleich Ausgang schaltet, wenn die
Ausgangsfrequenz den Sollwert erreicht.
Pr. 41
6-114
2
102
IPF
Kurzzeitiger Netzausfall
Ausgang ist bei Netzausfall
oder Unterspannung geschal- Pr. 57
tet.
6-138
3
103
OL
Überlastalarm
Pr. 22, Pr. 23,
Ausgang schaltet bei aktivierPr. 66, Pr. 148,
ter Strombegrenzung.
Pr. 149, Pr. 154
6-35
Pr. 42, Pr. 43
6-114
Pr. 50
6-114
4
104
FU
Überwachung
Ausgangfrequenz Ausgang schaltet, wenn die
Ausgangsfrequenz den in
Pr. 42 (bzw. Pr. 43 für Linksdrehung) eingestellten Wert
erreicht.
5
105
FU2
Überwachung
Ausgangfrequenz 2 Ausgang schaltet, wenn die
Ausgangsfrequenz den in
Pr. 50 eingestellten Wert
erreicht.
Tab. 6-18:
6 - 108
Zuweisung der Funktionen an die Ausgangsklemmen (1)
Parameter
Funktionszuweisung der Klemmen
Einstellung
Positive
Logik
Negative
Logik
7
107
Klemme
RBP
Bezeichnung
Funktion
Steht in Beziehung Siehe
zu Parameter
Seite
Voralarm generatorischer
Bremskreis
Ausgang schaltet, wenn 85 % des
in Pr. 70 eingestellten Wertes
erreicht sind
(nur Leistungsklasse 01800 oder
größer)
Pr. 70
Voralarm elektronischer
Überstromschutz
Ausgang schaltet, wenn 85 % des
voreingestellten Wertes erreicht
sind
Pr. 9
(Alarmfunktion spricht an, wenn
die Auslastung des Überlastschutzes (E.THT/E.THM) 100 %
erreicht)
6-79
6-86
8
108
THP
10
110
PU
Betrieb über Bedieneinheit
Ausgang schaltet beim Betrieb
über Bedieneinheit.
Pr. 79
6-204
11
111
RY
Umrichter betriebsbereit
Ausgang ist während der
Betriebsbereitschaft des Umrichters geschaltet.
—
6-112
Y12
Ausgangsstromüberwachung
Ausgang schaltet, wenn der in Pr.
150 eingestellte Ausgangsstrom
für den in Pr. 151 festgelegten
Zeitraum überschritten wird.
Pr. 150, Pr. 151
6-116
Pr. 152, Pr. 153
6-116
Pr. 127–Pr. 134,
Pr. 575–Pr. 577
6-272
Pr. 135–Pr. 139,
Pr. 159
6-291
12
112
13
113
Y13
Nullstromüberwachung
Ausgang schaltet, wenn der in Pr.
150 eingestellte Ausgangsstrom
für den in Pr. 151 festgelegten
Zeitraum unterschritten wird.
14
114
FDN
Unterer PID-Grenzwert
Ausgang schaltet, wenn der Istwert den unteren Grenzwert
unterschreitet
15
115
FUP
Oberer PID-Grenzwert
Ausgang schaltet, wenn der Istwert den oberen Grenzwert überschreitet
16
116
RL
Vorwärts-/Rückwärtslauf bei
PID-Regelung
Ausgang schaltet bei Vorwärtslauf während der PID-Regelung
17
—
MC1
Leistungsschütz MC1 für
Bypass
18
—
MC2
Leistungsschütz MC2 für
Bypass
19
—
MC3
Leistungsschütz MC3 für
Bypass
25
125
FAN
Ventilator-Fehler
Ausgang schaltet, wenn ein VentiPr. 244
lator-Fehler auftritt.
6-317
Voralarm
Kühlkörper-Überhitzung
Ausgang schaltet, wenn die Kühlkörpertemperatur 85 % der
Ansprechtemperatur des Kühlkörper-Überhitzungs-schutzes
erreicht.
7-12
Leistungsschütze zur Umschaltung auf direkten Netzbetrieb
—
26
126
FIN
45
145
RUN3
Frequenzumrichterbetrieb
mit eingeschalteten Startsignalen
Ausgang schaltet beim Frequenzumrichterbetrieb, wenn die Startsi- —
gnale eingeschaltet sind.
6-112
46
146
Y46
Stoppmethode bei Netzausfall
(muss zurückgesetzt werden)
Ausgang schaltet, während des
Bremsvorgangs beim Netzausfall.
Pr. 261–Pr. 266
6-146
47
147
PID
PID-Regelung
Ausgang schaltet bei aktiver PIDRegelung.
Pr. 127–Pr. 134,
Pr. 575–Pr. 577
6-272
Ausgang schaltet, wenn der
Betrag der Regelabweichung den
Grenzwert überschreitet.
Pr. 127–Pr. 134,
Pr. 241, Pr. 553,
Pr. 554, Pr. 575–
Pr. 577, C42–C45
6-272
Ausgang ist während des WiederPr. 65–Pr. 69
anlaufs geschaltet.
48
148
Y48
Grenzwert der
Regelabweichung
64
164
Y64
Wiederanlauf
Tab. 6-18:
FR-F700 EC
6-153
Zuweisung der Funktionen an die Ausgangsklemmen (2)
6 - 109
Funktionszuweisung der Klemmen
Parameter
Einstellung
Bezeichnung
Funktion
Steht in Beziehung Siehe
zu Parameter
Abschn.
SLEEP-Zustand
Ausgang schaltet, wenn der
Frequenzumrichter sich im
SLEEP-Zustand befindet.
Pr. 127–Pr. 134,
Pr. 575–Pr. 577
6-272
Funktionen für erweiterte
PID-Regelung
(Multi-Motor-Steuerung)
Pr. 575–Pr. 591
6-297
Pr. 799
6-121
Pr. 30, Pr. 70
6-86
Positive
Logik
Negative
Logik
Klemme
70
170
SLEEP
71
—
R01
Leistungsschütz R01 für direkten
Netzbetrieb von Hilfsmotor 1
72
—
R02
Leistungsschütz R02 für direkten
Netzbetrieb von Hilfsmotor 2
73
—
R03
Leistungsschütz R03 für direkten
Netzbetrieb von Hilfsmotor 3
74
—
R04
Leistungsschütz R04 für direkten
Netzbetrieb von Hilfsmotor 4
75
—
RI01
Leistungsschütz RI01 für Betrieb
von Hilfsmotor 1 am Umrichter
76
—
RI02
Leistungsschütz RI02 für Betrieb
von Hilfsmotor 2 am Umrichter
77
—
RI03
Leistungsschütz RI03 für Betrieb
von Hilfsmotor 3 am Umrichter
78
—
RI04
Leistungsschütz RI04 für Betrieb
von Hilfsmotor 4 am Umrichter
79
179
Y79
Impulsausgabe der Energie
Beim im Parameter 799 festgelegten Energiewert (kWh)
und allen Vielfachen davon
erfolgt die Energieausgabe
als Impuls.
85
185
Y85
DC-Einspeisung
Ausgabe bei Netzausall oder
Unterspannung der Spannungsversorgung
Y90
Standzeitalarm
Ausgang schaltet, wenn die
Standzeit der Steuerkreiskapazität, der HauptkreiskapaziPr. 255–Pr. 259
tät, der Einschaltstrombegrenzung oder eines Kühlventilators abgelaufen ist.
6-318
Ausgang schaltet, bei einem
internen Fehler des Frequenzumrichters oder bei
einem Anschlussfehler.
—
6-113
90
190
91
191
Y91
Alarmausgang 3 (Signal
Spannungsversorgung AUS)
92
192
Y92
Update der Energieersparnis
Ausgang schaltet bei jedem
Update der Energieersparnis
alternierend.
Pr. 52, Pr. 54,
Pr. 158,
Pr. 891–Pr. 899
6-161
Ausgabe Strommittelwert
Strommittelwert und Wartungsintervall werden als
Impuls ausgegeben. (Die
Funktionen können nicht den
Relaisausgängen zugewiesen werden.)
Pr. 555–Pr. 557
6-323
Alarmausgang 2
Ausgang schaltet, wenn der
Frequenzumrichterausgang
durch eine Schutzfunktion
abgeschaltet wird (schwerer
Fehler). Das Signal wird auch —
während des Rücksetzvorgangs ausgegeben und nach
Aufheben des Resets zurückgesetzt. 6-113
Wartungsmeldung
Ausgang schaltet, wenn
Pr. 503 den Wert des Pr. 504
erreicht oder übersteigt.
6-322
93
193
Y93
94
194
ALM2 95
195
Y95
Tab. 6-18:
6 - 110
Zuweisung der Funktionen an die Ausgangsklemmen (3)
Pr. 503, Pr. 504
Parameter
Funktionszuweisung der Klemmen
Einstellung
Steht in Beziehung Siehe
zu Parameter
Abschn.
Positive
Logik
Negative
Logik
Klemme
Bezeichnung
Funktion
96
196
REM
Remote Output
Ausgang schaltet, wenn ein
Wert in einen dieser Parame- Pr. 495–Pr. 497
ter geschrieben wird.
6-119
98
198
LF
Leichter Fehler
Ausgang schaltet, wenn ein
leichter Fehler (VentilatorPr. 121, Pr. 244
Fehler oder Kommunikationsfehler) aufgetreten ist.
6-234,
6-317
ALM
Alarmausgang
Ausgang schaltet, wenn der
Frequenzumrichterausgang
durch eine Schutzfunktion
abgeschaltet wird (schwerer
—
Fehler). Das Signal wird auch
bei einem Reset zurückgesetzt.
6-113
—
Keine Funktion
—
—
99
199
9999
Tab. 6-18:
—
Zuweisung der Funktionen an die Ausgangsklemmen (4)
Eine Änderung der Ausgangsfrequenz über ein analoges Eingangssignal oder Betätigung
des Digital-Dials der Bedieneinheit FR-DU07, kann in Abhängigkeit der Drehzahl und der
Beschleunigungs-/Bremszeit zu alternierenden Schaltzuständen des SU-Ausgangs führen.
Setzen Sie die Beschleunigungs-/Bremszeit auf „0 s“, um ein Schalten des Ausgangs zu
vermeiden.
Beim Zurücksetzen des Frequenzumrichters durch Aus- und Wiedereinschalten der Spannungsversorgung wird der Alarmausgang 2 (ALM2) ausgeschaltet, sobald die Spannungsversorgung ausgeschaltet wird.
Das Signal des Alarmausgangs 2 „ALM2“ kann keiner zusätzlichen Klemme der Optionen
FR-A7AY oder FR-A7AR zugewiesen werden.
HINWEISE
Eine Funktion kann mehreren Klemmen zugewiesen werden.
Die Aktivierung einer Funktion führt bei Einstellwerten zwischen 0 und 99 zum Durchschalten und bei Einstellwerten zwischen 100 und 199 zum Abschalten des entsprechenden Ausgangs.
Bei einer Einstellung der Parameter 190 bis 196 auf Werte außerhalb des Einstellbereiches
bleiben die Funktionen wirkungslos.
Ist der Parameter 76 auf „1“ gesetzt, entsprechen die Klemmen SU, IPF, OL und FU diesen
Parametereinstellungen. Bei Auftreten einer Fehlermeldung wird an den Ausgängen eine
codierte Fehlermeldung ausgeben.
Die Zuweisung der RUN-Klemme und der Relais-Alarmausgänge werden von der Einstellung des Parameters 76 nicht beeinflusst.
Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 190–196 beeinflusst auch andere
Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen der Klemmen.
Weisen Sie den Ausgängen A1, B1, C1, A2, B2 und C2 keine Signale mit häufig wechselnden Zuständen zu, da dies zu einem vorzeitigen Verschleiß der Relaiskontakte führt.
FR-F700 EC
6 - 111
Funktionszuweisung der Klemmen
Parameter
Betriebsbereitschaftssignal (RY) und Motorlauf (RUN, RUN3)
Die Betriebsbereitschaft des Frequenzumrichters wird durch das Signal RY angezeigt. Das Signal ist auch während des Betriebs eingeschaltet.
Übersteigt die Ausgangsfrequenz des Frequenzumrichters die in Parameter 13 eingestellte
Startfrequenz, erfolgt die Ausgabe des RUN-Signals. Im Stillstand oder während der DC-Bremsung ist das Signal abgeschaltet.
Die Ausgabe des Signals RUN3 erfolgt, sobald das Startsignal eingeschaltet ist. (Die Ausgabe
des Signals RUN3 erfolgt auch, wenn das Startsignal bei aktivierter Schutzfunktion oder eingeschaltetem MRS-Signal eingeschaltet ist.)
Setzen Sie einen der Parameter 190 bis 196 zur Zuweisung des RY-Signals an eine Ausgangsklemme auf „11“ (positive Logik) oder „111“ (negative Logik), zur Zuweisung des RUN3-Signals
an eine Ausgangsklemme auf „45“ (positive Logik) oder „145“ (negative Logik) oder zur Zuweisung des RUN-Signals an eine Ausgangsklemme auf „0“ (positive Logik) oder „100“.
Spannungsversorgung
STF
Ausgangsfrequenz
RH
Start DC-Bremsung
DC-Bremsung
Startfrequenz Pr. 13
Zeit
Rücksetzvorgang
RY
RUN
RUN3
I001152E
Abb. 6-62: Betriebsbereitschaft und Motorlauf
HINWEIS
6 - 112
Eine Funktion kann mehreren Klemmen zugewiesen werden.
Parameter
Funktionszuweisung der Klemmen
Alarmausgang (ALM, ALM2)
Bei einem Alarmstopp gibt der Frequenzumrichter die Signale ALM und ALM2 aus (siehe auch
Abschn. 7.1).
Das Alarmsignal ALM2 wird nach Auftreten eines Fehlers auch während des Rücksetzvorgangs
ausgegeben. Setzen Sie einen der Parameter 190 bis 196 zur Zuweisung des ALM2-Signals an
eine Ausgangsklemme auf „94“ (positive Logik) oder „194“ (negative Logik).
In der Werkseinstellung ist das ALM-Signal den Klemmen A1, B1 und C1 zugewiesen.
Ausgangsfrequenz
Alarm
(Ausgang wird abgeschaltet)
Zeit
Alarmausgang (ALM)
EIN
Alarmausgang (ALM2)
EIN
Reset-Signal (RES)
EIN
Rücksetzvorgang
(ca. 1 s)
Reset EIN
I001153E
Abb. 6-63: Alarmsignale
Abschaltsignal MC (Y91)
Die Ausgabe des Signals Y91 erfolgt bei einem internen Fehler des Frequenzumrichters oder
bei einem Anschlussfehler. Setzen Sie einen der Parameter 190 bis 196 zur Zuweisung des
ALM2-Signals an eine Ausgangsklemme auf „91“ (positive Logik) oder „191“ (negative Logik).
Nr.
Alarm
1
Überlastung der Einschaltstrombegrenzung (E.IOH)
2
CPU-Fehler (E.CPU)
3
CPU-Fehler (E.E6)
4
CPU-Fehler (E.E7)
5
Speicherfehler (E.PE)
6
Speicherfehler (E.PE2)
7
Kurzschluss der internen 24-V-DC-Ausgangsspannung (E.P24)
8
Kurzschluss in der Verbindung zur Bedieneinheit
Kurzschluss der internen Versorgungsspannung der seriellen Schnittstellen (E.CTE)
9
Überstrom durch Erdschluss (E.GF)
10
Offene Ausgangsphase (E.LF)
11
Fehlerhafter Bremstransistor/Fehler im internen Schaltkreis (E.BE)
Tab. 6-19: Fehler, die zur Ausgabe des Signals Y91 führen
FR-F700 EC
6 - 113
Funktionszuweisung der Klemmen
6.9.6
Parameter
Kontrollsignale (SU, FU, FU2, Pr. 41 bis Pr. 43, Pr. 50)
Die Parameter ermöglichen eine Überwachung der Ausgangsfrequenz des Frequenzumrichters und die Ausgabe von Kontrollsignalen.
Pr.Nr.
Bedeutung
Werkseinstellung
Einstellbereich
Beschreibung
Steht in Beziehung
zu Parameter
Siehe
Abschn.
41
Soll-/Istwertvergleich
SU-Ausgang
10 %
0–100 %
Schwellwert zur Ausgabe des SU-Signals
190–196
6.9.5
42
Ausgangsfrequenzüberwachung (FU-Ausgang)
6 Hz
0–400 Hz Frequenz zur Ausgabe des FU-Signals
43
Frequenzüberwachung
bei Linkslauf
9999
2. Frequenzüberwachung
30 Hz
50
0–400 Hz
9999
Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen
Frequenz zur Ausgabe des FU-Signals bei
Linkslauf
Wie in Pr. 42 eingestellt
0–400 Hz Frequenz zur Ausgabe des FU2-Signals
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Soll-/Istwertvergleich (SU, Pr. 41)
Erreicht die Ausgangsfrequenz den Sollwert, erfolgt die Ausgabe des Signals SU. Das Toleranzband kann mit Parameter 41 in einem Bereich von ±1 % bis ±100 % eingestellt werden. Dabei entsprechen 100 % dem Frequenzsollwert.
Mit Hilfe des Kontrollsignals kann z.B. bei Erreichen des Frequenzsollwerts ein Startsignal für
externe Geräte ausgegeben werden.
Abb. 6-64:
Diagramm des Ausgangssignals an
Klemme SU
Betriebsfrequenz
Hz
Einstellbereich
Pr. 41
Ausgangsfrequenz
Sollwert
Signal an
Klemme
SU
t
I000020C
HINWEIS
6 - 114
Die Ausgangsfrequenz, die mit dem Frequenzsollwert verglichen wird, hängt von der Art der
Steuerung ab. Bei der V/f-Regelung wird die aktuelle Betriebsfrequenz, bei der Stromvektorregelung die Ausgangsfrequenz vor der Schlupfkompensation mit dem Sollwert verglichen.
Parameter
Funktionszuweisung der Klemmen
Ausgangsfrequenzüberwachung (FU, FU2, Pr. 42, Pr. 43, Pr. 50)
Mit Hilfe der Ausgangsfrequenzüberwachung kann die Einhaltung einer über Parameter 42 vorgegebenen Frequenz im Bereich von 0 Hz bis 400 Hz überwacht werden. Sobald die Ausgangsfrequenz den voreingestellten Wert erreicht oder überschreitet, wird an der FU-Klemme
ein Signal ausgegeben. Das Signal dient z.B. zur Steuerung einer elektromagnetischen Bremse.
Parameter 43 erlaubt eine Frequenzüberwachung getrennt nach Rechts- und Linkslauf. So
kann z. B. eine Bremse im Hubwerkbetrieb bei unterschiedlichen Ausgangsfrequenzen für Heben und Senken gelüftet werden. Ist Parameter 43 ≠ 9999, gilt die Einstellung von Parameter
42 für Rechtslauf und die Einstellung von Parameter 43 für Linkslauf.
Zusätzlich zu der in Parameter 42 und 43 eingestellten Frequenzüberwachung FU besteht die
Möglichkeit einer zweiten Frequenzüberwachung FU2. Die Erkennungsfrequenz für FU2 wird
in Parameter 50 eingegeben. Die Zuweisung der Signale durch die Parameter 190 bis 196 ist
in der Tabelle in folgender Abbildung dargestellt.
Ausgangsfrequenz
Rechtslauf
Pr. Nr.
Ausgangssignal
42, 43
50
FU
FU2
Pr. 50
Pr. 42
Linkslauf
FU
EIN
EIN
FU2
EIN
EIN
Zeit
Pr. 43
Pr. 50
Einstellung Pr. 190–196
Positive Logik
Negative Logik
4
104
5
105
I001154E
Abb. 6-65: Frequenzüberwachung bei Rechts- und Linkslauf
HINWEIS
FR-F700 EC
Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 190–196 beeinflusst auch andere
Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen der Klemmen.
6 - 115
Funktionszuweisung der Klemmen
6.9.7
Parameter
Ausgangsstromüberwachung (Y12, Y13, Pr. 150 bis Pr. 153, Pr. 166, Pr. 167)
Die Parameter ermöglichen eine Überwachung des Ausgangsstroms des Frequenzumrichters
und die Ausgabe von Kontrollsignalen.
Bedeutung
Werkseinstellung
150
Überwachung des
Ausgangsstroms
110 % 151
Dauer der Ausgangsstromüberwachung
0s
0–10 s
152
Nullstromüberwachung
5%
0–150 %
153
Dauer der Nullstromüberwachung
0,5 s
0–10 s
Zeitraum nach Unterschreitung des
Schwellwerts bis zur Ausgabe des Y13Signals
0–10 s
Einstellung der Impulsdauer des Y12Signals
Pr.Nr.
166
Impulsdauer Y12-Signal
Einstellbereich
Schwellwert zur Ausgabe des Y12-Signals
0–120 % 100 % entsprechen dem Frequenzumrichter-Nennstrom
0,1 s
9999
167
Betrieb bei Ansprechen
der Ausgangsstromüberwachung
0
Beschreibung
Steht in Beziehung
zu Parameter
Siehe
Abschn.
190–196
6.9.5
Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen
Zeitraum nach Überschreitung des
Schwellwerts bis zur Ausgabe des Y12Signals
Schwellwert zur Ausgabe des Y13-Signals
100 % entsprechen dem Frequenzumrichter-Nennstrom
Y12-Signal bleibt eingeschaltet und wird
erst beim nächsten Start ausgeschaltet.
Y12-Signal EIN
Y13-Signal EIN
0
Betrieb wird fortgesetzt
Betrieb wird fortgesetzt
1
Alarmstopp (E.CDO)
Betrieb wird fortgesetzt
10
Betrieb wird fortgesetzt
Alarmstopp (E.CDO)
11
Alarmstopp (E.CDO) Alarmstopp (E.CDO)
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
6 - 116
Bei einer Einstellung von Parameter 570 auf „1“ werden der Einstellbereich und die
Werkseinstellung beim Löschen von Parametern geändert (siehe Abschn. 6.2.5).
Parameter
Funktionszuweisung der Klemmen
Ausgangsstromüberwachung (Y12, Pr. 150, Pr. 151, Pr. 166, Pr. 167)
Die Ausgangsstromüberwachung dient z.B. zur Erfassung von Drehmomentüberschreitungen.
Wird der mit Parameter 150 eingestellte Ausgangsstrom für einen Zeitraum größer dem Parameterwert 151 überschritten, wird an Klemme Y12 (Open-Collector- oder Relais-Ausgang) ein
Signal ausgegeben.
Die Einstellung der Impulsdauer des Signals erfolgt über Parameter 166. Ist Parameter 166 auf
„9999“ eingestellt, bleibt das Signal bis zum nächsten Start geschaltet.
Ist Parameter 167 auf „1“ oder „11“ eingestellt, erfolgt beim Einschalten des Signals Y12 die
Fehlermeldung E.CDO und der Ausgang des Frequenzumrichters wird abgeschaltet. Während
des Alarmstopps bleibt das Signal Y12 bei einer Einstellung von Parameter 166 auf einen Wert
ungleich „9999“ entsprechend der eingestellten Zeit eingeschaltet. Ist Parameter 166 auf „9999“
gesetzt, bleibt das Signal bis zum nächsten Reset eingeschaltet. Bei eingeschaltetem Y12-Signal wird die Fehlermeldung E.CDO auch bei einer Einstellung des Parameters 167 auf „1“ oder
„11“ nicht ausgegeben. Die Einstellung des Parameters 167 wird erst nach dem Ausschalten
des Y12-Signals wirksam.
Setzen Sie einen der Parameter 190 bis 196 zur Zuweisung des Y12-Signals an eine Ausgangsklemme auf „12“ (positive Logik) oder „112“ (negative Logik).
Ausgangsstrom
Pr. 150
Pr. 151
Zeit
Pr. 166
(mindestens 100 ms)
Überwachungssignal Y12
EIN
I001155E
Abb. 6-66: Ausgangsstromüberwachung (Pr. 166 ≠ 9999, Pr. 167 = 0)
FR-F700 EC
6 - 117
Funktionszuweisung der Klemmen
Parameter
Nullstromüberwachung (Y13, Pr. 152, Pr. 153, Pr. 167)
Sinkt der Strom für eine mit Parameter 153 festgelegte Zeitdauer unter den mit Parameter 152
festgelegten Stromwert (Nullstrom), so wird an Klemme Y13 (Open-Collector- oder Relais-Ausgang) ein Signal ausgegeben. Sobald das Überwachungssignal an Klemme Y13 ausgegeben
wird, bleibt es 100 ms lang eingeschaltet.
Beim Einsatz des Frequenzumrichters in Hebevorrichtungen (Aufzug, Ladebühne) wird bei einem Motorstrom von 0 A kein Drehmoment erzeugt. Sinkt der Ausgangsstrom auf 0 A, kann der
Frequenzumrichter ein Signal ausgeben, um ein Herabsinken der Hebevorrichtung zu verhindern (z.B. über mechanische Bremse).
Ist Parameter 167 auf „10“ oder „11“ eingestellt, erfolgt beim Einschalten des Signals Y13 die
Fehlermeldung E.CDO und der Ausgang des Frequenzumrichters wird abgeschaltet. Der EINZustand des Y13-Signals wird während des Fehlers für 0,1 s gehalten. Bei eingeschaltetem
Y13-Signal wird die Fehlermeldung E.CDO auch bei einer Einstellung des Parameters 167 auf
„10“ oder „11“ nicht ausgegeben. Die Einstellung des Parameters 167 wird erst nach dem Ausschalten des Y13-Signals wirksam.
Setzen Sie einen der Parameter 190 bis 196 zur Zuweisung des Y13-Signals an eine Ausgangsklemme auf „13“ (positive Logik) oder „113“ (negative Logik).
Ausgangsstrom
Pr. 152
Pr. 152
Zeit
100 ms
Startsignal
Überwachungssignal
für Nullstrom Y13
EIN
EIN
Pr. 153
EIN
Pr. 153
I001156E
Abb. 6-67: Nullstromüberwachung
HINWEIS
Die Ansprechzeit der Signale Y12 und Y13 beträgt 0,1 s und ist von der Last abhängig.
Ist Parameter 52 auf „0“ eingestellt, erfolgt keine Nullstromüberwachung.
Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 190 bis 196 beeinflusst auch
andere Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen der Klemmen.
E
6 - 118
ACHTUNG:
Wählen Sie den Wert des Nullstromes nicht zu klein und die Zeitdauer nicht zu lang,
da sonst bei kleinem Ausgangsstrom kein Signal ausgegeben wird und kein ausreichendes Drehmoment erzeugt wird.
Verwenden Sie eine zusätzliche Sicherheitseinrichtung, z.B. eine Notbremse, falls es
zu lebensgefährlichen Situationen kommen könnte.
Parameter
6.9.8
Funktionszuweisung der Klemmen
Remote Output-Funktion (REM, Pr. 495 bis Pr. 497)
Anstelle der dezentralen Ausgänge einer SPS können mit Hilfe dieser Funktion die Ausgänge
des Frequenzumrichters gesetzt werden.
Pr.Nr.
WerksEinstellBeschreibung
einstellung bereich
Bedeutung
0
495
Remote
Output-Funktion
1
0
10
11
496
497
Dezentrale
Ausgangsdaten 1 Dezentrale
Ausgangsdaten 2 0
0–4095
0
0–4095
Steuerausgänge des Frequenzumrichters beim Ausschalten
der Spannungsversorgung
zurücksetzen
Steuerausgänge des Frequenzumrichters beim Ausschalten
der Spannungsversorgung
nicht zurücksetzen
Steuerausgänge des Frequenzumrichters beim Ausschalten
der Spannungsversorgung
zurücksetzen
Steuerausgänge des Frequenzumrichters beim Ausschalten
der Spannungsversorgung
nicht zurücksetzen
Steuerausgänge
des Frequenzumrichters beim
Reset zurücksetzen
Steht in Beziehung
zu Parameter
Siehe
Abschn.
190–196
6.9.5
Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen
Steuerausgänge
des Frequenzumrichters beim
Reset nicht
zurücksetzen
Siehe Abb. 6-68
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
.......... Die Daten hängen vom Herstellungsdatum ab (siehe auch Anhang A.7)
Die Parameter können in jeder Betriebsart und während des Betriebs geändert werden,
auch wenn Parameter 77 auf „0“ eingestellt ist.
In Abhängigkeit der Parameter 496 oder 497 ermöglicht die Remote Output-Funktion das Setzen der Frequenzumrichterausgänge. Die Steuerung der Ausgänge kann dabei über die PUSchnittstelle, die 2. serielle Schnittstelle oder eine Kommunikationsoption erfolgen.
Setzen Sie einen der Parameter 190 bis 196 zur Zuweisung der REM-Ausgänge an die Ausgangsklemmen auf „96“ (positive Logik) oder „196“ (negative Logik).
In positiver Logik wird durch Setzen eines Bits auf „1“ der entsprechende Ausgang ein- und in
negativer Logik ausgeschaltet. In positiver Logik wird durch Setzen eines Bits auf „0“ der entsprechende Ausgang aus- und in negativer Logik eingeschaltet (siehe auch Abb. 6-68).
Beispiel 쑴
Bei einer Einstellung von Parameter 190 „Funktionszuweisung RUN-Klemme“ auf „96“
(positive Logik) und Parameter 496 auf „1“ (H01) wird die Klemme RUN gesetzt.
쑶
Pr. 496
Pr. 497
I001157E
Abb. 6-68: Dezentrale Ausgangsdaten
Nicht zugeordnet (beim Lesen immer „0“)
Die Ausgänge Y0 bis Y6 stehen nur bei eingebauter Option FR-A7AY (Zusatzausgänge)
zur Verfügung.
Die Ausgänge RA1 bis RA3 stehen nur bei eingebauter Option FR-A7AR (Relais-Ausgang)
zur Verfügung.
FR-F700 EC
6 - 119
Funktionszuweisung der Klemmen
Parameter
Ist Parameter 495 auf „0 (Werkseinstellung)“ oder „10“ gesetzt, werden die dezentralen Ausgänge beim Reset des Frequenz-umrichters durch Aus- und Wiedereinschalten der Spannungsversorgung (bzw. Netzausfall) zurückgesetzt. (Die Schaltzustände der Klemmen entsprechen den Einstellungen der Parameter 190 bis 196.) Die Parameter 496 und 497 werden
ebenfalls auf „0“ gesetzt.
Ist Parameter 495 auf „1“ oder „11“ gesetzt, werden die dezentralen Ausgangsdaten vor dem
Ausschalten der Spannungsversorung in das E²PROM geschrieben, so dass die Daten nach
dem Einschalten der Spannungsversorgung den Daten vor dem Ausschalten entsprechen.
Beim Zurücksetzen des Frequenzumrichters über die Reset-Klemme oder über serielle Kommunikation werden die Daten nicht gespeichert.
Ist Parameter 495 auf „10“ oder „11“ gesetzt, bleiben die Daten auch nach einem Reset erhalten.
Pr. 495 = 0, 10
Pr. 495 = 1, 11
Spannungsversorgung
Rücksetzdauer des
Frequenzumrichters
(ca. 1 s)
REM
Dezentrale Ausgangsdaten zurückgesetzt
Dezentrale Ausgangsdaten gehalten
I001158E
Abb. 6-69: Dezentrale Ausgangsdaten beim Ausschalten der Spannungsversorgung
HINWEISE
Ist einem Ausgang das REM-Signal nicht über die Parameter 190 bis 196 zugewiesen, kann
der Ausgang auch nicht über die Parameter 496 oder 497 geschaltet werden. (Der Ausgang
wird dann durch die ihm zugewiesene Funktion geschaltet.)
Beim Zurücksetzen des Frequenzumrichters über die Reset-Klemme oder über eine Kommunikationsanforderung werden die Parameter 496 und 497 auf „0“ gesetzt. Ist Parameter
495 auf „1 oder 11“ gesetzt, entsprechen die Daten denen vor Ausschalten der Spannungsversorgung. (Die Daten werden beim Ausschalten der Spannungsversorgung gespeichert.)
Ist Parameter 495 auf „10“ oder „11“ gesetzt, entsprechen die Daten denen vor dem Zurücksetzen.
Verbinden Sie die Klemme R1/L11 mit P/+ und S1/L21 mit N/−, um sicherzustellen, dass die
Steuerspannung kurzzeitig auch noch nach dem Ausschalten der Spannungsversorgung
erhalten bleibt. Ansonsten kann der Erhalt der dezentralen Ausgangsdaten bei einer Einstellung von Parameter 495 auf „1“ oder „11“ nach dem Einschalten der Spannungsversorgung
nicht garantiert werden.
6 - 120
Parameter
6.9.9
Funktionszuweisung der Klemmen
Impulsausgabe der Energie (Y79, Pr. 799)
Nach dem Einschalten oder Zurücksetzen des Frequenzumrichters erfolgt die Ausgabe der Energie über einen Impuls (Y79), der ausgegeben wird, sobald die aufsummierte Energie den in
Parameter 799 eingestellten Wert (oder ein ganzahliges Vielfaches davon) erreicht hat.
Pr.Nr.
799
Bedeutung
Impulsschrittweite für
Energieausgabe
Werkseinstellung
Einstellbereich
1 kWh
0,1/1/10/
100/
1000 kWh
Beschreibung
Beim im Parameter 799 festgelegten
Energiewert (kWh) und allen Vielfachen
davon erfolgt die Energieausgabe als
Impuls (Y79).
Steht in Beziehung
zu Parameter
Siehe
Abschn.
—
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Einstellung der Schrittweite zur Ausgabe der Energie (Y79, Pr. 799)
Nach dem Einschalten oder Zurücksetzen des Frequenzumrichters erfolgt die Ausgabe der Energie jeweils nach der in Parameter 799 festgelegten Schrittweite als Impuls (Y79).
Auch bei einem Wiederanlauf nach Ansprechen einer Schutzfunktion oder bei einem automatischen Wiederanlauf nach Netzausfall ohne Ausfall der Ausgangsspannung (d. h. die Versorgungsspannung des Steuerkreises ist erhalten geblieben) wird die Aufsummierung der Energie fortgesetzt.
Bei einem Ausfall der Versorgungsspannung beginnt die Erfassung wieder bei 0 kWh.
Setzen Sie einen der Parameter 190 bis 196 zur Zuweisung des Y79-Signals an eine Ausgangsklemme auf „79“ (positive Logik) oder „179“ (negative Logik).
Energie
20 kWh
10 kWh
Impulsausgabe der Energie
(Y79)
AUS EIN
Zeit
EIN für 0,15 s (0,1 bis 0,2 s)
Für Pr. 799 = 10
I002115E
Abb. 6-70: Einstellung der Schrittweite für die Energieausgabe (Y79-Signal, Pr. 799)
HINWEISE
Das die kumulierten Daten des Frequenzumrichters bei einem Spannungsausfall des Steuerkreises oder einem Zurücksetzen des Frequenumrichters gelöscht werden, dürfen die
erfassten Werte nicht als Grundlage zur Erstellung einer Stromrechnung dienen.
Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 190 bis 196 beeinflusst auch
andere Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen der Klemmen.
Stellen Sie Parameter 799 beim Kopieren von Parametern auf „9999“. Der Frequenzumrichter arbeitet in diesem Fall mit der Werkseinstellung von 1 kWh.
FR-F700 EC
6 - 121
Anzeigefunktionen
6.10
6.10.1
Parameter
Anzeigefunktionen
Siehe
Abschn.
Einstellung
Einzustellende Parameter
Anzeige der Arbeitsgeschwindigkeit
und der Motordrehzahl
Geschwindigkeits- und Drehzahlanzeige
Pr. 37, Pr. 144
Ändern der Anzeige an der Bedieneinheit
Anzeige an der Bedieneinheit,
Zurücksetzen der Zähler
Pr. 52, Pr. 170, 6.10.2
Pr. 171,
Pr. 268, Pr. 891
Ausgabe an den Klemmen CA und
AM
Ausgabe CA-/AM-Klemme
Pr. 54, Pr. 158, 6.10.3
Pr. 867, Pr. 869
Bezugsgröße zur Ausgabe an den
Klemmen CA und AM
Bezugsgröße CA-/AM-Klemme
Pr. 55, Pr. 56,
Pr. 867
Kalibrierung der Ausgänge CA und
AM
Kalibrierung der CA-/AM-Klemme
Pr. 900,
6.10.4
Pr. 901,
Pr. 930, Pr. 931
6.10.1
6.10.3
Geschwindigkeits- und Drehzahlanzeige (Pr. 37, Pr. 144)
Auf den Bedieneinheiten FR-DU07/FR-PU04/FR-PU07 bzw. an den Ausgängen CA und AM
lassen sich Drehzahlen, Geschwindigkeiten oder Fördermengen in Abhängigkeit der Ausgangsfrequenz ausgeben.
Pr.Nr.
Bedeutung
Werkseinstellung
37
Geschwindigkeitsanzeige
0
144
Umschaltung der
Geschwindigkeitsanzeige
4
Einstellbereich
0
1–9998
0/2/4/6/8/
10/102/
104/106/
108/110
Beschreibung
Frequenzanzeige, Frequenzsollwert
Arbeitsgeschwindigkeit bei 60 Hz
Steht in Beziehung
zu Parameter
52
Anzeige an der
Bedieneinheit
Siehe
Abschn.
6.10.2
Einstellung der Motorpole zur Anzeige
der Motordrehzahl
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Zur Anzeige einer Arbeitsgeschwindigkeit ist in Parameter 37 der Vorgabewert für den Referenzwert von 60 Hz zu setzen. Beträgt die Geschwindigkeit beispielsweise 55 m/min bei 60 Hz,
ist als Vorgabewert eine „55“ einzugeben. Auf der Anzeige erscheint dann bei einer Motorfrequenz von 60 Hz der Wert „55“.
Zur Anzeige der Motordrehzahl ist in Parameter 144 die Anzahl der Motorpole (2, 4, 6, 8, 10)
oder die Anzahl der Motorpole plus 100 (102, 104, 106, 108, 110) einzugeben. Soll beispielsweise die Drehzahlanzeige für einen 4-poligen Motor erfolgen, muss als Vorgabewert eine „4“
eingegeben werden. Der angezeigte Wert entspricht dann „1800“ bei 60 Hz.
6 - 122
Parameter
Anzeigefunktionen
Bei Ausgabe der Geschwindigkeit hängt die Einheit des gesetzten Parameters und die Einheit
der Geschwindigkeit beim Betrieb über die Bedieneinheit von der Kombination der Parameter
37 und 144 ab. Tab. 6-20 zeigt die Zuordnung. Sind die Werte in Parameter 37 und 144 gesetzt,
gelten folgende Prioritäten:
Pr. 144 = 102 bis 110 > Pr. 37 = 1 bis 9998 > Pr. 144 = 2 bis 10
In der Werkseinstellung sind die in Tab. 6-20 grau unterlegten Werte wirksam.
Pr. 37
0
(Werkseinstellung)
Pr. 144
Anzeige der
Ausgangsfrequenz
Anzeige des
Frequenzsollwerts
Anzeige der
Arbeitsgeschwindigkeit
Fequenzeinstellung
Parametereinstellung
0
Hz
Hz
U/min Hz
Hz
U/min
Hz
U/min
U/min 2–10
102–110
Hz
U/min
U/min
0
Hz
Hz
Arbeitsgeschwindigkeit Hz
2–10
Arbeitsgeschwindigkeit Arbeitsgeschwindigkeit Arbeitsgeschwindigkeit Arbeitsgeschwindigkeit 102–110
Hz
Hz
U/min Hz
1–9998
Tab. 6-20: Einstellbereich für Parameter 37 und 144
Berechnung der Motordrehzahl in U/min: Frequenz × 120/Anzahl der Motorpole (Pr. 144)
Berechnung der Arbeitsgeschwindigkeit: Pr. 37 × Frequenz/60 Hz
Setzen Sie in die Formel für eine Einstellung des Parameter 144 zwischen 102 und 110 den
Einstellwert Pr. 144 − 100. Eine Einstellung von Parameter 37 und Parameter 144 auf „0“
entspricht dem Wert „4“.
Die Schrittweite der Einheit „Hz“ ist 0,01 Hz, die der Arbeitsgeschwindigkeit 1 m/min und
die der Einheit „U/min“ 1 U/min.
HINWEISE
Ist die V/f-Regelung angewählt, ist es möglich, dass aufgrund des Motorschlupfes die angezeigte von der tatsächlichen Drehzahl abweicht.
Sind bei Anzeige der Geschwindigkeit die Parameter 37 und 144 auf „0“ gesetzt, so entspricht die Anzeige dem Bezugswert eines 4-poligen Motors (angezeigt werden 1800 U/min
bei 60 Hz).
Die Auswahl der Betriebsgröße, die angezeigt werden soll, erfolgt über Parameter 52.
Eine Anzeige von Werten mit mehr als 4 Stellen ist auf der Bedieneinheit FR-DU07 nicht
möglich. Bei einer Anzeige über 9999 erscheint „----“.
E
FR-F700 EC
ACHTUNG:
Gehen Sie bei der Einstellung der Geschwindigkeit und der Anzahl der Motorpole
sorgfältig vor. Eine fehlerhafte Einstellung kann zu extrem hohen Drehzahlen des
Motors und zur Zerstörung der Arbeitsmaschine führen.
6 - 123
Anzeigefunktionen
6.10.2
Parameter
Auswahl der Anzeige (Pr. 52, Pr. 54 Pr. 158, Pr. 170, Pr. 171, Pr. 268, Pr. 563,
Pr. 564, Pr. 891)
Zur Ausgabe unterschiedlicher Betriebsdaten über die Bedieneinheiten FR-DU07/FR-PU04/
FR-PU07 besitzt der Frequenzumrichter verschiedene Anzeigefunktionen. Diese Funktionen
können über Parameter festgelegt werden.
Pr.Nr.
Bedeutung
52
0
Anzeige der Bedieneinheit (Ausgangsfrequenz)
54
Ausgabe
CA-Klemme
158
Ausgabe
AM-Klemme
170
Werkseinstellung
1
(Ausgangsfrequenz)
Zurücksetzen des
Wattstundenzählers
9999
Einstellbereich
Beschreibung
0/5/6/
8–14/17/ Auswahl der Anzeige auf der Bedienein20/23–25/ heit (siehe Tab. 6-21)
50–57/100
1–3/5/6/
8–14/17/
21/24/50/
52/53
Auswahl der Betriebsgröße zur Ausgabe
an der CA-Klemme
Auswahl der Betriebsgröße zur Ausgabe
an der AM-Klemme
0
Löschen des Wattstundenzählers
10
Maximalwert bei serieller Kommunikation
im Bereich 0–9999 kWh
9999
Maximalwert bei serieller Kommunikation
im Bereich 0–65535 kWh
171
Zurücksetzen des
Betriebsstundenzählers
268
Anzeige der
Nachkommastellen 563
Überschreitung der
Einschaltdauer
0
0–65535 Die Einschaltdauer oberhalb von 65535 h
(nur lesen) wird angezeigt.
564
Überschreitung der
Betriebsdauer
0
0–65535 Die Betriebsdauer oberhalb von 65535 h
(nur lesen) wird angezeigt.
9999
9999
0/9999
891
Verschiebung des
Kommas beim Leistungszähler
Anzeige ganzer Zahlen
1
Anzeige mit Schrittweite 0,1
144
55
56
Geschwindigkeitsanzeige
Umschaltung der
Geschwindigkeitsanzeige
Bezugsgröße für
externe Frequenzanzeige
Bezugsgröße für
externe Stromanzeige
6.10.1
6.10.1
6.10.3
6.10.3
Keine Funktion
0–4
Anzahl der Stellen zur Verschiebung des
Kommas beim Leistungszähler
Der Wert wird bei Überschreitung des
Maximalwerts begrenzt.
9999
Keine Verschiebung
Bei Überschreitung des Maximalwert
wird der Wert gelöscht.
9999
37
Siehe
Abschn.
0: Löschen des Wattstundenzählers
9999: keine Funktion
0
9999
Steht in Beziehung
zu Parameter
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
6 - 124
Die Parameter können in jeder Betriebsart und während des Betriebs geändert werden,
auch wenn Parameter 77 auf „0“ eingestellt ist.
Parameter
Anzeigefunktionen
Ausgabe der Betriebsgrößen (Pr. 52)
● Wählen Sie mit Parameter 52 die Anzeige der verschiedenen Betriebsgrößen auf den
Bedieneinheiten FR-DU07 und FR-PU04/FR-PU07.
● Wählen Sie den Wert, der an der CA-Klemme (analoger Stromausgang 0–20 mA DC)
ausgegeben werden soll, über Parameter 54.
● Wählen Sie den Wert, der an der AM-Klemme (analoger Spannungsausgang 0–10 V DC)
ausgegeben werden soll, über Parameter 158.
Pr. 52
Anzeige
Schrittweite
DU-LED
Ausgangsfrequenz
Ausgangsstrom
Ausgangsspannung
Alarmanzeige
Pr. 54 (CA)
PUPr. 158 (AM)
Anzeige
Bezugsgröße
Beschreibung
0,01 Hz
0/100
1
Pr. 55
Anzeige der FrequenzumrichterAusgangsfrequenz
0,01 A/0,1 A 0/100
2
Pr. 56
Anzeige des Effektivwerts des
Frequenzumrichter-Ausgangsstroms
0,1 V
0/100
3
—
0/100
400 V Klasse: Anzeige der Frequenzumrichter800 V
Ausgangsspannung
—
—
5
Pr. 55
Pr. 55 mit
Bezug auf
Pr. 37
Anzeige der letzten 8 Alarme
Frequenzsollwert
0,01 Hz
5
Drehzahl
1 U/min
6
6
Zwischenkreisspannung
0,1 V
8
8
Belastung des
Bremskreises
0,1 %
9
9
Pr. 70
Anzeige der mit Pr. 30 und Pr. 70 eingestellten Einschaltdauer. (nur Leistungsklasse 01800 oder größer)
Auslastung des elektronischen Motorschutzschalters
0,1 %
10
10
100 %
Die Schaltschwelle ist als 100 %
definiert.
0,01 A/0,1 A 11
11
Pr. 56
Der Spitzenwert des Ausgangstroms
wird gehalten und bei jedem Start
gelöscht.
0,1 V
12
12
Der Spitzenwert der Zwischenkreis400 V Klasse:
spannung wird gehalten und bei
800 V
jedem Start gelöscht.
Eingangsleistung
0,01 kW/0,1 kW 13
13
Umrichter- Anzeige der Leistung auf der Einnennleistung × 2 gangsseite
Ausgangsleistung
0,01 kW/0,1 kW 14
14
Umrichter- Anzeige der Leistung auf der Ausnennleistung × 2 gangsseite
Spitzenstrom
Spitzenzwischenkreisspannung
Lastanzeige
0,1 %
17
17
Anzeige des Frequenzsollwerts
Anzeige der Motordrehzahl (abhängig
von Pr. 37 und Pr. 144/siehe Seite 6122)
400 V Klasse:
Anzeige der Zwischenkreisspannung
800 V
100 %
Anzeige des Drehmoments mit Bezug
auf Pr. 56 als 100 %
Einschaltdauer gesamt 1h
20
—
—
Anzeige der gesamten Einschaltdauer ab Auslieferung
Die Einschaltdauer oberhalb von
65535 h kann aus Pr. 563 ausgelesen
werden.
Analogausgang
(Vollausschlag)
—
—
21
—
Klemme CA: maximal 20 mA
Klemme AM: maximal 10 V
—
Anzeige der Betriebsstunden
Die Betriebsdauer oberhalb von
65535 h kann aus Pr. 564 ausgelesen
werden. Der Wert kann über Pr. 171
gelöscht werden (siehe Seite 6-129).
200 %
Anzeige des Ausgangsstroms mit
Bezug auf den FrequenzumrichterNennstrom als 100 %
Angezeigter Wert = Ausgangsstrom/
Nennstrom × 100 [%]
Betriebsstunden Motorlast
Tab. 6-21:
FR-F700 EC
1h
0,1 %
23
24
—
24
Parameterwerte zur Selektion verschiedener Betriebsgrößen (1)
6 - 125
Anzeigefunktionen
Parameter
Pr. 52
Anzeige
Schrittweite
Ausgangsleistung gesamt
(kWh-Zähler)
0,01 kWh/
0,1 kWh DULED
PID-Sollwert
Bezugsgröße
25
—
—
50
50
Umrichterleistung
Von Parametereinstellung
abhängig
51
—
—
0,1 %
52
52
100%/
C42 oder
C44
Energieeinsparung
Energieinsparung gesamt
Pr. 54 (CA)
PUPr. 158 (AM)
Anzeige
PID-Istwert
0,1 %
53
53
100%/
C42 oder
C44
PID-Regelabweichung
0,1 %
54
—
—
Zustand
Eingangsklemmen
—
—
Zustand Eingangsklemmen der Optionseinheit
—
Zustand Ausgangsklemmen der Optionseinheit
Tab. 6-21:
57
Anzeige der Energieeinsparung
Ob die Leistungseinsparung, der Mittelwert der Leistungseinsparung, die
Energieinsparung in % oder als
Kosten angezeigt werden soll, ist
über Parameter wählbar (siehe Seite
6-162).
Anzeige des Sollwerts, des Istwerts
und der Regeldifferenz für die PIDRegelung (siehe Seite 6-272).
—
—
Anzeige der Schaltzustände der Eingangsklemmen auf der PU (siehe
Seite 6-128 für die Anzeige auf der
FR-DU07)
—
—
Anzeige der Schaltzustände der Ausgangsklemmen auf der PU (siehe
Seite 6-128 für die Anzeige auf der
FR-DU07)
—
—
—
Anzeige der Schaltzustände der digitalen Eingänge der Option FR-A7AX
auf der DU (siehe Seite 6-128)
—
Anzeige der Schaltzustände der digitalen Ausgänge der Option FR-A7AY
oder der Relais-Ausgänge der Option
FR-A7AR auf der DU (siehe Seite
6-128)
—
—
Parameterwerte zur Selektion verschiedener Betriebsgrößen (2)
6 - 126
—
56
Anzeige der gesamten Leistung mit
Bezug auf den Leistungszähler
Der Wert kann über Pr. 171 gelöscht
werden (siehe Seite 6-129).
55
Zustand
Ausgangsklemmen
Beschreibung
Die Werte im Bereich vom „Frequenzsollwert“ bis „Zustand der Ausgangsklemmen“ lassen
sich auf der Bedieneinheit FR-PU04/FR-PU07 durch Umblättern der Monitoranzeige darstellen.
Die gesamte Einschaltdauer sowie die Betriebstunden werden von 0 bis 65535 Stunden
gezählt und beginnen dann wieder mit 0. Die Bedieneinheit FR-DU07 zeigt die Werte bis
zu einem Maximalwert von 65.53 (65530 h) an. Dabei entspricht 1 h einem Wert von 0,001.
Die Betriebsstunden werden erst nach einer Betriebszeit des Frequenzumrichters von
mindestens 1 Stunde angezeigt.
Die Bedieneinheit FR-PU04/FR-PU07 zeigt „kW“ an.
Die Einstellung hängt von der Leistungsklasse des Frequenzumrichters ab (01160 oder
kleiner/01800 oder größer).
Parameter
HINWEISE
Anzeigefunktionen
Ist der Parameter 52 auf den Wert „0“ eingestellt, so lassen sich die Anzeigen von Ausgabefrequenz, Ausgangsstrom, Ausgangsspannung sowie der Alarmspeicher durch die SETTaste umschalten.
Die Bedieneinheit FR-DU07 zeigt nur die Einheiten Hz, V oder A an.
Die über Parameter 52 ausgewählte Betriebsgröße erscheint als dritte Anzeige. Die Anzeige
der Ausgangsspannung wird durch sie ersetzt.
Die Anzeige nach dem Einschalten der Spannungsversorgung ist die erste Anzeige. Wählen
Sie die Anzeige, die an dieser Stelle gezeigt werden soll, und betätigen Sie eine Sekunde
lang die SET-Taste. (Um zur ersten Anzeige der Ausgangsfrequenz zurückzukehren, rufen
Sie die Anzeige auf, und betätigen Sie eine Sekunde lang die SET-Taste.)
Anzeige nach dem Einschalten 2. Anzeige
3. Anzeige
Ausgangsfrequenz
Ausgangsspannung
Ausgangsstrom
Alarmanzeige
I001159E
Abb. 6-71: Anzeige der unterschiedlichen Betriebsgrößen
Beispiel 쑴
Ist Pr. 52 = 20 (Einschaltdauer gesamt), erscheint die Anzeige als 3. Anzeige.
Anzeige nach dem Einschalten 2. Anzeige
3. Anzeige
Ausgangsfrequenz
Einschaltdauer gesamt
Ausgangsstrom
Alarmanzeige
I001160C
Abb. 6-72: Auswahl der dritten Anzeige
쑶
Frequenzanzeige im Stillstand (Pr. 52)
Ist Parameter 52 auf „100“ gesetzt, weicht der angezeigte Wert während des Betriebs von dem
während eines Stopps ab. Die LED des Hz-Indikators blinkt während eines Stopps und leuchtet
durchgehend während des Betriebes.
Parameter 52
0
Ausgangsfrequenz
100
Betrieb/Stopp
Stopp
Betrieb
Ausgangsfrequenz
Eingestellte Frequenz
Ausgangsfrequenz
Ausgangsstrom
Ausgangsspannung
Alarmanzeige
Ausgangsstrom
Ausgangsspannung
Alarmanzeige
Tab. 6-22: Anzeige bei Betrieb und Stopp
HINWEISE
Tritt ein Fehler auf, wird die beim Auftreten des Fehlers aktuelle Frequenz angezeigt.
Im Stillstand und bei einer Abschaltung des Frequenzumrichterausgangs über die MRSKlemme werden dieselben Werte angezeigt.
FR-F700 EC
6 - 127
Anzeigefunktionen
Parameter
Anzeige der Signalzustände der E/A-Klemmen auf der Bedieneinheit FR-DU07
Ist Parameter 52 auf einen Wert von „55“ bis „57“ gesetzt, werden die Signalzustände der E/AKlemmen auf der Bedieneinheit FR-DU07 angezeigt.
Die Anzeige der Signalzustände der E/A-Klemmen erfolgt auf der dritten Anzeige.
Die LED leuchtet bei eingeschalteter Klemme. Das mittlere Segment leuchtet ständig.
Pr. 52
55
56
57 Beschreibung
Anzeige der Schaltzustände der E/A-Klemmen des Frequenzumrichters
Anzeige der Schaltzustände der digitalen Eingänge der Option FR-A7AX
Anzeige der Schaltzustände der digitalen Ausgänge der Option FR-A7AY oder der
Relais-Ausgänge der Option FR-A7AR
Tab. 6-23: Anzeige der Signalzustände der E/A-Klemmen
Ist die Option nicht installiert und Parameter 52 auf einen der Werte „56“ oder „57“ eingestellt,
leuchtet keine der LEDs.
Bei der Anzeige der Schaltzustände der E/A-Klemmen des Frequenzumrichters (Pr. 52 = 55)
zeigen die oberen LEDs die Eingangssignalzustände und die unteren LEDs die Ausgangssignalzustände an.
Eingangsklemmen
Bsp.: Die Klemmen
STF, RH und RUN sind
eingeschaltet
mittleres Segment
leuchtet ständig
frei
frei
Ausgangsklemmen
frei
frei frei
I001161E
Abb. 6-73: Anzeige der Schaltzustände der E/A-Klemmen
Bei der Anzeige der Schaltzustände der digitalen Eingänge der Option FR-A7AX (Pr. 52 = 56)
leuchtet der Dezimalpunkt der ersten Stelle.
mittleres Segment leuchtet ständig
frei
frei
frei
frei frei
Dezimalpunkt der ersten Stelle leuchtet
I001162E
Abb. 6-74: Anzeige bei montierter Option FR-A7AX
Bei der Anzeige der Schaltzustände der Optionen FR-A7AY oder FR-A7AR (Pr. 52 = 57) leuchtet der Dezimalpunkt der zweiten Stelle.
FR-A7AY
mittleres Segment leuchtet ständig
FR-A7AR
Dezimalpunkt der zweiten Stelle leuchtet
I001163E
Abb. 6-75: Anzeige bei montierter Option FR-A7AY oder FR-A7AR
6 - 128
Parameter
Anzeigefunktionen
Anzeige und löschen des Wattstundenzählers (Pr. 170, Pr. 891)
Für diese Anzeige (Pr. 52 = 25) wird die Energie aufaddiert und jede Stunde aktualisiert. Nachfolgende Tabelle zeigt die Anzeige der Einheiten und den Anzeigebereich auf den Bedieneinheiten FR-DU07 und FR-PU04/FR-PU07 und über die serielle Kommunikation (RS485 oder
Kommunikationsoption):
FR-DU07 FR-PU04/FR-PU07 Serielle Kommunikation
Bereich
Bereich
Einheit
Bereich
Einheit
0–99,99 kWh
0,01 kWh
0–999,99 kWh
0,01 kWh
100–9,999 kWh
0,1 kWh
1000–9999,9 kWh
0,1 kWh
1000–9999 kWh
1 kWh
1000–99999 kWh
1 kWh
Einheit
Pr. 170 = 10
Pr. 170 = 9999
0–9999 kWh
0–65535 kWh
(Werkseinstellung)
1 kWh
Tab. 6-24: Einheiten und Anzeigebereich des Wattstundenzählers
Die Energie wird im einem Bereich von 0–9999,99 kWh erfasst und mit 4 Stellen angezeigt.
Übersteigt der Anzeigewert „99,99“, erfolgt ein Übertrag, z.B.: 100,0 und der Wert wird mit
einer Schrittweite von 0,1 kWh angezeigt.
Die Energie wird im einem Bereich von 0–99999,99 kWh erfasst und mit 5 Stellen angezeigt.
Übersteigt der Anzeigewert „999,99“, erfolgt ein Übertrag, z.B.: 1000,0 und der Wert wird
mit einer Schrittweite von 0,1 kWh angezeigt.
Das Komma in der Anzeige kann über Parameter 891 nach links verschoben werden. Ist die Energie bei einer Einstellung von Parameter 891 auf „2“ gleich 1278, 56 kWh, wird der Wert 12,78
(Schrittweite 100 kWh) auf der Anzeige der Bedieneinheit angezeigt. Bei der Kommunikation
wird der Wert „12“ verarbeitet.
Bei einer Einstellung des Parameters 891 von „0“ bis „4“ wird der Wert bei Überschreitung des
Maximalwerts abgeschnitten und eine Verschiebung des Kommas ist notwendig. Erfolgt bei einer Einstellung des Parameters auf „9999“ eine Überschreitung des Maximalwerts, beginnt der
Zähler erneut bei 0.
Der Wert des Wattstundenzählers kann durch Einstellung des Parameters 170 auf „0“ gelöscht
werden.
HINWEIS
Ist der Parameter 170 auf den Wert „0“ eingestellt, erscheint beim Auslesen des Parameters
die Anzeige „9999“ oder „10“.
Anzeige der Einschaltdauer und Betriebsstunden (Pr. 171, Pr. 563, Pr. 564)
Die Aktualisierung der Einschaltdauer (Pr. 52 = 20) erfolgt stündlich.
Die Anzeige der Betriebsstunden (Pr. 52 = 23) wird ebenfalls stündlich aktualisiert, hier werden
jedoch keine Stoppzeiten erfasst.
Die Einschaltdauer sowie die Betriebstunden werden von 0 bis 65535 Stunden gezählt und beginnen dann wieder mit 0. Die Stunden oberhalb von 65535 Stunden kann für die Einschaltdauer aus Parameter 563 und für die Betriebsstunden aus Parameter 564 ausgelesen werden.
Der Wert des Betriebsstundenzählers kann durch Einstellung des Parameters 171 auf „0“ gelöscht werden. Ein Löschen der Einschaltdauer ist nicht möglich.
HINWEISE
Die Betriebsstunden werden erst nach einer Betriebszeit des Frequenzumrichters von mindestens 1 Stunde angezeigt.
Ist der Parameter 171 auf den Wert „0“ eingestellt, erscheint beim Auslesen des Parameters
die Anzeige „9999“. Durch die Einstellung „9999“ wird der Betriebstundenzähler nicht
gelöscht.
FR-F700 EC
6 - 129
Anzeigefunktionen
Parameter
Auswahl der Kommastelle bei der Anzeige (Pr. 268)
Die Bedieneinheit FR-DU07 zeigt 4 Stellen an. Die Position des Kommas kann, z.B. zur Erhöhung der Ablesegenauigkeit bei analogen Größen, mit Hilfe von Parameter 268 geändert werden.
Pr. 268
9999 (Werkseinstellung)
Beschreibung
Keine Funktion
0
Eine oder zwei Nachkommastellen (Schrittweite: 0,1 oder 0,01) werden abgeschnitten und es erfolgt die Anzeige der ganzen Zahl (Schrittweite: 1).
Ein Wert kleiner gleich „0,99“ wird als „0“ angezeigt.
1
Von zwei Nachkommastellen (Schrittweite: 0,01) wird die erste (Schrittweite:
0,1) angezeigt und die zweite (Schrittweite: 0,01) abgeschnitten.
Die Anzeige von ganzen Zahlen erfolgt mit Schrittweite von 1.
Tab. 6-25: Einstellung der Nachkommastellen
HINWEIS
6 - 130
Die Anzahl der Stellen bei der Anzeige der gesamten Einschaltdauer (Pr. 52 = 20), der
Betriebsstunden (Pr. 52 = 23), der gesamten Leistung (Pr. 52 = 25) und der gesamten Energieeinsparung (Pr. 52 = 51) wird nicht geändert.
Parameter
6.10.3
Anzeigefunktionen
Klemmen CA und AM (Pr. 55, Pr. 56, Pr. 867, Pr. 869)
Zur Ausgabe analoger Signale verfügt der Frequenzumrichter über zwei Ausgangsklemmen
CA und AM. Die Funktionen können über Parameter festgelegt werden.
Pr.Nr.
Bedeutung
55
Bezugsgröße
für externe
Frequenzanzeige 56
Werkseinstellung
Bezugsgröße
für externe
Stromanzeige 50 Hz
Nennstrom
Einstellbereich
Beschreibung
0–400 Hz
Einstellung der Frequenz, bei der
der Maximalwert an den Klemmen
CA und AM ausgegeben werden
soll.
01160
oder
kleiner
0–500 A
01800
oder 0–3600 A
größer
Steht in Beziehung
zu Parameter
37
Siehe
Abschn.
Geschwindigkeits- 6.10.1
anzeige
Einstellung des Stroms, bei der der
Maximalwert an den Klemmen CA
und AM ausgegeben werden soll.
867
AM-Ausgangsfilter
0,01 s
0–5 s
Zeitkonstante für das Ausgangsfilter
der AM-Klemme
869
Filter für Ausgangsstrom
0,02 s
0–5 s
Zeitkonstante für das Ausgangsfilter
der CA-Klemme
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Die Parameter können in jeder Betriebsart und während des Betriebs geändert werden,
auch wenn Parameter 77 auf „0“ eingestellt ist.
Bezugsgröße für die externe Frequenzanzeige (Pr. 55)
In Parameter 55 wird bei Ausgabe einer auf die Frequenz bezogenen Größe (Ausgangsfrequenz/Frequenzsollwert) die Frequenz eingestellt, bei der an der Klemme CA bzw. AM der
Maximalwert ausgegeben wird.
● Stellen Sie die Frequenz ein, bei der der Ausgangsstrom der CA-Klemme 20 mA betragen
soll. Der Ausgangsstrom der CA-Klemme ist proportional zur Ausgangsfrequenz. Der
maximale Ausgangsstrom der CA-Klemme beträgt 20 mA DC.
● Stellen Sie die Frequenz ein, bei der die Ausgangsspannung an der AM-Klemme 10 V
betragen soll. Die Ausgangsspannung an der AM-Klemme ist proportional zur Ausgangsfrequenz. Die maximale Ausgangsspannung an der AM-Klemme beträgt 10 V DC.
Abb. 6-76:
Bezugsgröße für externe Frequenzanzeige
Ausgangsspannung
AM-Klemme
Ausgangsstrom
CA-Klemme
10 V DC/
20 mA DC
Werkseinstellung
Einstellbereich Pr. 55
I001164E
FR-F700 EC
6 - 131
Anzeigefunktionen
Parameter
Bezugsgröße für die externe Stromanzeige (Pr. 56)
In Parameter 56 wird bei Ausgabe einer auf den Strom bezogenen Größe (Ausgangsstrom
usw.) der Strom eingestellt, bei der an der Klemme CA bzw. AM der Maximalwert ausgegeben
wird.
● Stellen Sie den Strom ein, bei der der Ausgangsstrom der CA-Klemme 20 mA betragen soll.
Der Ausgangsstrom der CA-Klemme ist proportional zum Ausgangsstrom des Frequenzumrichters. Der maximale Ausgangsstrom der CA-Klemme beträgt 20 mA DC.
● Stellen Sie den Strom ein, bei der die Ausgangsspannung an der AM-Klemme 10 V betragen
soll. Die Ausgangsspannung an der AM-Klemme ist proportional zum Ausgangsstrom. Die
maximale Ausgangsspannung an der AM-Klemme beträgt 10 V DC.
Abb. 6-77:
Bezugsgröße für externe Stromanzeige
Ausgangsspannung
AM-Klemme
Ausgangsstrom
CA-Klemme
10 V DC/
20 mA DC
Nennstrom
(Werkseinstellung)
500 A
(3600 A)
Einstellbereich Pr. 56
I001165E
Zeitkonstante des AM-Ausgangsfilters (Pr. 867)
Parameter 867 ermöglicht die Einstellung der Zeitkonstante des AM-Ausgangsfilters in einem
Bereich von 0 bis 5 s.
Je größer der Einstellwert, desto stabiler ist die Spannung an der AM-Klemme, die Ansprechzeit
nimmt jedoch zu. Die Einstellung des Parameters auf „0“ entspricht einer Zeitkonstanten von
7 ms.
Zeitkonstante des CA-Ausgangsfilters (Pr. 869)
Parameter 869 ermöglicht die Einstellung der Zeitkonstante des CA-Ausgangsfilters in einem
Bereich von 0 bis 5 s.
Je größer der Einstellwert, desto stabiler ist der Strom der CA-Klemme, die Ansprechzeit nimmt
jedoch zu. Die Einstellung des Parameters auf „0“ entspricht einer Zeitkonstanten von 7 ms.
6 - 132
Parameter
6.10.4
Anzeigefunktionen
Kalibrierung der CA- und AM-Klemme
[C0 (Pr. 900), C1 (Pr. 901), C8 (Pr. 930), C11 (Pr. 931)]
Unter Nutzung dieser Parameter können die Analogausgänge CA und AM hinsichtlich des Minimal- und Maximalwerts abgeglichen werden. Zudem ist die Kompensation von Toleranzen
der verwendeten Messgeräte möglich. Über die AM- wie auch die CA-Klemme kann ein und dieselbe Betriebsgröße angezeigt werden. Der Nullpunktabgleich und die Vorgabe eines diesem
Nullpunkt zugeordneten Werts der auszugebenden Betriebsgröße ist jedoch nur für die CAKlemme möglich.
Pr.-Nr.
Bedeutung
C0
(900)
Kalibrieren des
CA-Ausgangs
Werkseinstellung
Einstellbereich
Steht in Beziehung
zu Parameter
—
—
Anpassung des an CA ausgegebenen
Maximalwerts an das angeschlossene
Anzeigegerät
Beschreibung
C1
(901)
Kalibrieren des
AM-Ausgangs
—
—
Anpassung des an AM ausgegebenen
Maximalwerts an das angeschlossene
Anzeigegerät
C8
(930)
Offset des der CAKlemme zugeordneten Signals
0%
0–100 %
Nullabgleich des der CA-Klemme zugeordneten Signalwerts
C9
(930)
Offset des CA-Stromsignals
0%
0–100 %
Einstellung des Offsets, der bei gestopptem Umrichter bzw. Signalminimum an
der CA-Klemme ausgegeben wird
(z. B. 0 oder 4 mA)
C10
(931)
Verstärkung des der
CA-Klemme zugeordneten Signals
100 %
0–100 %
Einstellung der Signalgröße, bei welcher
der Maximalwert des Analogausgangs
ausgegeben werden soll
C11
(931)
Verstärkung des CAStromsignals
100 %
0–100 %
Einstellung des Maximalwerts des CAStromsignals (z. B. 20 mA)
54
55
56
158
Ausgabe CAKlemme
Bezugsgröße für
externe Frequenzanzeige
Bezugsgröße für
externe Stromanzeige
Ausgabe AMKlemme
Siehe
Abschn.
6.10.3
6.10.3
6.10.3
6.10.3
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Die in Klammern angegebenen Parameternummern sind beim Einsatz der Bedieneinheiten
FR-PU04/FR-PU07 gültig.
Die Parameter können in jeder Betriebsart und während des Betriebs geändert werden, auch
wenn Parameter 77 auf „0“ eingestellt ist.
Kalibrierung der CA-Klemme [C0 (Pr. 900), C8 (Pr. 930) bis C11 (Pr. 931)]
Die CA-Klemme ist werksseitig so voreingestellt, dass an ihr bei Erreichen des Maximalwerts
der anzuzeigenden Betriebsgröße ein Strom von ca. 20 mA DC ausgegeben wird. Der Feinabgleich des Maximalwerts der an die CA-Klemme angeschlossenen Anzeigeeinheit erfolgt
über den Parameter C0 (Pr. 900).
Amperemeter
0–20 mA DC
Abb. 6-78:
Anschluss eines analogen Messgerätes an
den CA-Ausgang
I001166E
FR-F700 EC
6 - 133
Anzeigefunktionen
Parameter
Der Abgleich des Nullpunkts der an CA angeschlossenen Anzeige erfolgt über den Parameter
C9 (Pr. 930) sowie der des Maximalausschlags über den Parameter C11 (Pr. 931).
Über den Parameter C8 (Pr. 930) kann die dem Nullpunkt zugeordnete Größe des an der CAKlemme auszugebenden Signals vorgegeben werden. Die Vorgabe der Signalgröße, bei der
der maximale Analogausgangswert ausgegeben werden soll, erfolgt über Parameter C10
(Pr. 931). Hiemit ist es möglich, sich die Analoganzeige nur für einen bestimmten Bereich der
anzuzeigenden Betriebsgröße festzulegen. Soll z. B. der Wert der Ausgangsspannung nur zwischen 100 und 400 V über den Analogausgang angezeigt werden (d. h. zwischen 0 und 100 V
sollen 4 mA und beim Erreichen eines Wert von größer gleich 400 V sollen 20 mA ausgegeben
werden), muss in C8 12,5 % vorgegeben werden (100 V entsprechen 12,5 % des Ausgangsspannungsbezugswerts von 800 V) und C9 auf 20 % (was ca. 4 mA an der CA-Klemme entspricht) gestellt werden. Des Weiteren muss C10 auf 50 % eingestellt werden (400 V entsprechen 50 % von 800 V) und C11 auf ca. 100 % (entspricht ca. 20 mA an der CA-Klemme).
Signalgröße für maximalen
Analogausgangswert
(C10 (Pr. 931))
Analoger Ausgangsstrom (CA)
C0 (Pr. 900) 20 mA
100 %
Analoger Ausgangsstrom für
maximale Signalgröße
(C11 (Pr. 931))
Ausgangssignalwert
Dem minimalen Ausgangsstrom
zugeordneter Wert der
Signalgröße (C8 (Pr. 930))
Minimaler analoger
Ausgangsstrom
(C9 (Pr. 930))
I001167E
Abb. 6-79: Kalibrierung des CA-Ausgangs
Einstellprozedur:
Schließen Sie ein 0–20-mA-DC-Strommessgerät an die Klemmen CA und 5 an. Beachten
Sie die Polarität. CA ist die positive Klemme.
Wählen Sie mit Parameter 54 die Betriebsgröße aus, deren Wert über den Analogausgang
CA angezeigt werden soll. Stellen Sie bei gewünschter Anzeige der Ausgangsfrequenz oder
des Ausgangsstroms den maximalen Frequenz- bzw. Stromwert in Parameter 55 bzw. 56
ein, bei dessen Erreichen die Ausgabe von 20 mA erfolgen soll.
Nullpunktabgleich: Der Nullpunkt des angeschlossenen Messgeräts wird über C9 (Pr. 930)
abgeglichen. Die Anzeige erfolgt in %, wobei 0 % ca. 0 mA und 20 % ca. 4 mA entsprechen.
Der Wert der Betriebsgröße, bis zu dem die Ausgabe des Minimalwerts des Analogstroms
erfolgen soll, wird in C8 (Pr. 930) eingestellt. Die Anzeige erfolgt in %, wobei 100 % der
jeweiligen Bezugsgröße (siehe Tab. 6-21) entsprechen.
Starten Sie den Frequenzumrichter im PU-Betrieb über die Bedieneinheit oder über die
Steuerklemmenleiste (externen Betrieb).
Gleichen Sie über den Parameter C0 (Pr. 900) und nachfolgendes Betätigen des DigitalDials den Vollausschlag des Anzeigegeräts ab. Beachten Sie, dass sich der Wert der in C0
angezeigten Betriebsgröße selbst beim Betätigen des Digital-Dials nicht ändert. Jedoch
reagiert der an CA ausgegebene Analogstrom auf die Betätigung. Bestätigen Sie den
gefundenen Kalibrierwert durch Betätigen der SET-Taste (hiermit wird dem angezeigten
Wert der Betriebsgröße die Ausgabe des maximalen Analogstroms zugeordnet).
6 - 134
Parameter
HINWEISE
Anzeigefunktionen
Ist es nicht möglich, zur Kalibrierung die zu messende Größe auf den vollen Wert zu bringen, kann Parameter 54 auf „21“ gesetzt werden. Hierdurch werden an der CA-Klemme permanent ca. 20 mA ausgegeben. Dies ermöglicht den Abgleich des Maximalwerts am
Anzeigegerät. Wenn der Parameter C0 zum Abgleich des Vollausschlags genutzt wird,
erfolgt hier die Anzeige von „1000“. Anschließend kann über den Parameter 54 wieder die
gewünschte Betriebsgröße vorgegeben werden.
An Klemme CA wird auch bei folgenden Relationen der Parameter ein Strom ausgegeben:
C8 (Pr. 930) ≥ C10 (Pr. 931) und C9 (Pr. 930) ≥ C11 (Pr. 931)
Kalibrierung der AM-Klemme [C1 (Pr. 901)]
Die AM-Klemme ist werksseitig so eingestellt, dass bei Erreichen des Maximalwerts der ihr zugeordneten Betriebsgröße eine Spannung von 10 V DC ausgegeben wird. Mit Hilfe des Parameters C1 (Pr. 901) kann diese Spannung variiert werden, um sie an den Vollausschlag des angeschlossenen Anzeigegerätes anzupassen. Die maximale Ausgangsspannung beträgt
10 V DC, die Belastbarkeit 1 mA.
Abb. 6-80:
Anschluss einer Analoganzeige an den
AM-Ausgang
10 V DC
I001168C
Einstellprozedur:
Schließen Sie eine 0–10-V-DC-Anzeigeeinheit an die Klemmen AM und 5 an. Beachten Sie
die Polarität. AM ist die positive Klemme.
Wählen Sie mit Parameter 158 die Betriebsgröße aus, deren Wert Sie über die AM-Klemme
analog angezeigt bekommen möchten (siehe Seite 6-131). Stellen Sie bei gewünschter
Anzeige der Ausgangsfrequenz oder des Ausgangsstroms den maximalen Frequenz- bzw.
Stromwert in Parameter 55 bzw. 56 ein, bei dessen Erreichen die Ausgabe von 10 V erfolgen
soll.
Starten Sie den Frequenzumrichter im PU-Betrieb über die Bedieneinheit oder über die
Steuerklemmenleiste (externen Betrieb).
Gleichen Sie über den Parameter C1 (Pr. 901) und nachfolgendes Betätigen des DigitalDials den Vollausschlag des Anzeigegeräts ab. Beachten Sie, dass sich der Wert der in C1
angezeigten Betriebsgröße selbst beim Betätigen des Digital-Dials nicht ändert. Jedoch
reagiert die an AM ausgegebene Spannung auf die Betätigung. Bestätigen Sie den gefundenen Kalibrierwert durch Betätigen der SET-Taste (hiermit wird dem angezeigten Wert der
Betriebsgröße die Ausgabe der maximalen Spannung zugeordnet).
HINWEIS
FR-F700 EC
Ist es nicht möglich, zur Kalibrierung die zu messende Größe auf den vollen Wert zu bringen, kann Parameter 158 auf „21“ gesetzt werden. Hierdurch wird an der AM-Klemme permanent ca. 10 V DC ausgegeben. Dies ermöglicht den Abgleich des Maximalwerts am
Anzeigegerät. Wenn der Parameter C1 zum Abgleich des Vollausschlags genutzt wird,
erfolgt hier die Anzeige von „1000“. Anschließend kann über den Parameter 158 wieder die
gewünschte Betriebsgröße vorgegeben werden.
6 - 135
Anzeigefunktionen
Parameter
Kalibrierung des Maximalwerts an der CA-Klemme mit der Bedieneinheit FR-DU07
Im nachstehenden Beispiel wird der Maximalwert der CA-Klemme auf die Ausgangsfrequenz
von 60 Hz abgeglichen. Diese Einstellung erfolgt in der PU-Betriebsart.
Vorgehensweise
Anzeige
(Für Pr. 54 = 1)
Überprüfen Sie die Betriebsbereitschaft und die
Betriebsart des Frequenzumrichters
Wählen Sie das Menü zur Einstellung der
Parameter durch Betätigung der MODE-Taste.
Die zuletzt eingelesene
Parameternummer
erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „P.160“ erscheint.
Betätigen Sie die SET-Taste, um den aktuellen Wert
anzuzeigen. Die Werkseinstellung „9999“
erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „0“ erscheint.
Betätigen Sie die SET-Taste, um den Wert zu
speichern
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „C...“ erscheint.
Betätigen Sie die SET-Taste. Die Anzeige „C---“.
erscheint.
Die Einstellung der
Parameter C0 bis C11 ist
freigegeben.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „C 0“ erscheint.
Der Parameter C0 „Kalibrieren des CA-Ausgangs“
ist aufgerufen.
Betätigen Sie die SET-Taste, um die Einstellung
freizugeben.
Befindet sich der Frequenzumrichter im Stillstand,
betätigen Sie die Taste FWD, um den Frequenzumrichter zu starten. (Es muss kein Motor
angeschlossen sein.)
Warten Sie, bis die Ausgangsfrequenz von 60 Hz
erreicht ist.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis der Zeiger des
Messgerätes die gewünschte Position erreicht hat.
(Der in C0 angezeigte Wert ändert sich beim
Drehen des Digital-Dials im Gegensatz zum
ausgegebenen Analogstrom nicht.)
Die mit Pr. 54
ausgewählte
Betriebsgröße wird
angezeigt.
Analoges Messgerät
Betätigen Sie die SET-Taste, um die Einstellung
zu speichern.
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
앫 Durch Drehen des Digital-Dials können weitere Parameter aufgerufen werden.
앫 Durch Betätigung der SET-Taste kehren Sie zur Anzeige „C---“ zurück (siehe Schritt ).
앫 Durch zweimalige Betätigung der SET-Taste wird der nächste Parameter aufgerufen (Pr.CL).
I001169E
Abb. 6-81: Kalibrierung der CA-Klemme
6 - 136
Parameter
HINWEISE
Anzeigefunktionen
Die Kalibrierung kann auch in der externen Betriebsart durchgeführt werden. Stellen Sie
dazu die Ausgangsfrequenz in der externen Betriebsart ein und führen Sie die Kalibrierung
der CA-Klemme wie oben beschrieben aus.
Die Kalibrierung kann auch während des Betriebs ausgeführt werden.
Die Beschreibung des Kalibriervorgangs mit der Bedieneinheit FR-PU04/FR-PU07 finden
Sie in der Bedienungsanleitung der Bedieneinheit.
FR-F700 EC
6 - 137
Betrieb bei Netzausfall
6.11
Betrieb bei Netzausfall
Einstellung
6.11.1
Parameter
Siehe
Abschn.
Einzustellende Parameter
Bei einem kurzzeitigen Netzausfall Automatischer Wiederanlauf nach Neterfolgt ein automatischer Wiederan- zausfall/fliegender Start
lauf ohne Motorstopp
Pr. 57, Pr. 58,
Pr. 162–Pr. 165,
Pr. 299, Pr. 611
6.11.1
Bei Unterspannung oder Netzausfall Stoppmethode bei Netzausfall
kann der Motor bis zum Stillstand
abgebremst werden.
Pr. 261–Pr. 266
6.11.2
Automatischer Wiederanlauf
(Pr. 57, Pr. 58, Pr. 162 bis Pr. 165, Pr. 299, Pr. 611)
Die Nutzung dieser Funktion ermöglicht ein Starten eines bereits drehenden Motors, ohne dass
der Motor zuerst gestoppt werden muss.
Dies kann z.B.
● beim Umschalten eines Motors vom Netz- auf Umrichterbetrieb oder
● beim Wiederanlauf eines Motors nach einem Netzausfall oder
● beim Einfangen eines (z.B. durch Luftzug) bereits drehenden Motors erfolgen.
6 - 138
Parameter
Pr.Nr.
Betrieb bei Netzausfall
Werkseinstellung
Bedeutung
Einstellbereich
0
57
58
162
Synchronisationszeit
nach Netzausfall
Pufferzeit bis zur automatischen Synchronisation
0,1–5 s Umrichterinterne Wartezeit (von
der Erkennung des Signals „CS
aktiv“ bis zum Beginn des Motor01800
oder 0,1–30 s Wiederanlaufs
größer
1s
9999
Kein automatischer Wiederanlauf
0–60 s
Zeit zur Anhebung der Ausgangsspannung beim Wiederanlauf
0
Ausgangsfrequenz wird erfasst.
1
Ausgangsfrequenz wird nicht
erfasst:
Die Ausgangsspannung wird
ohne Berücksichtigung der aktuellen Motordrehzahl bis zum
Erreichen der voreingestellten
Frequenz angehoben.
10
Ausgangsfrequenz wird bei
jedem Start erfasst.
11
Die Ausgangsspannung wird bei
jedem Start ohne Berücksichtigung der aktuellen Motordrehzahl bis zum Erreichen der
voreingestellten Frequenz angehoben.
0
163
1. Pufferzeit für automatischen Wiederanlauf
0s
0–20 s
164
1. Ausgangsspannung
für automatischen Wiederanlauf
0%
0–100 %
165
299
611
Strombegrenzung bei
Wiederanlauf
Drehrichtungserfassung beim Wiederanlauf
Beschleunigungszeit
beim Wiederanlauf
00038 oder kleiner ........... 0,5 s
00052–00170 ...................... 1 s
00250, 01160 ...................... 3 s
01800 oder größer .............. 5 s
01160
oder
kleiner
9999
Automatischer Wiederanlauf nach Netzausfall
Beschreibung
110 % 0–120 % 21
13
65
67–69
178–189
Beschleunigungszeit
Schrittweite für
Beschleunigung/
Verzögerung
Startfrequenz
Auswahl der
Schutzfunktion für
automatischen
Wiederanlauf
Wiederanlauf
nach Ansprechen
einer Schutzfunktion
Funktionszuweisung der
Eingangsklemmen
6.6.1
6.6.1
6.6.2
6.12.1
6.12.1
6.9.1
Strombegrenzung beim Wiederanlauf
Der Nennstrom des Frequenzumrichters entsprechend der
gewählten Überlastfähigkeit wird
als 100 % festgelegt.
Keine Drehrichtungserfassung
1
Drehrichtungserfassung
9999
7
Siehe
Abschn.
Einstellung der Zeit zur Anhebung der Ausgangsspannung
beim Wiederanlauf
Die Parameter sind mit Bezug auf
die Last (Massenträgheit und
Drehmoment) einzustellen.
0
9999
Steht in Beziehung
zu Parameter
Drehrichtungserfassung bei
Pr. 78 = 0
Keine Drehrichtungserfassung
bei Pr. 78 = 1 oder 2
01160
oder
kleiner
5s
0–3600 s
Beschleunigungszeit bis zum
Erreichen der Frequenzsollwerts
beim Wiederanlauf
01800
oder
größer
15 s
9999
Die Beschleunigungszeit beim
Wiederanlauf entspricht der allgemeinen Beschleunigungszeit
(z.B. Pr. 7).
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
FR-F700 EC
Bei einer Einstellung von Parameter 570 auf „1“ werden der Einstellbereich und die
Werkseinstellung beim Löschen von Parametern geändert.
6 - 139
Betrieb bei Netzausfall
Parameter
Automatischer Wiederanlauf nach Netzausfall (Pr. 162, Pr. 299)
Spricht die Netzausfall-Schutzfunktion (E.IPF) oder die Unterspannungs-Schutzfunktion
(E.UVT) an, wird der Ausgang des Frequenzumrichters abgeschaltet (siehe Abschn. 7.2). Ist
der automatische Wiederanlauf nach Netzausfall aktiviert, startet der bereits drehende Motor
nach einem Netzausfall oder einer Unterspannung wieder, sobald die Netzspannung wieder
hersgestellt ist, ohne zu stoppen. (E.IPF und E.UVT dürfen nicht aktiviert sein.) Ist eine der
Schutzfunktionen aktiviert, erfolgt die Ausgabe des Signals IPF. In der Werkseinstellung ist das
IPF-Signal der IPF-Klemme IPF. Durch Einstellung einer der Parameter 190 bis 196 auf „2“ (positive Logik“ oder „102“ (negative Logik) kann das IPF-Signal auch anderen Klemmen zugewiesen werden.
Abb. 6-82:
IPF-Signal
15 ms bis 100 ms
SpannungsVersorgung
EIN
AUS
AUS
EIN
I001353E
● Mit Ausgangsfrequenzerfassung
Bei einer Einstellung des Parameters 162 auf „0“ oder „10“ wird ein noch austrudelnder
Motor, z.B. nach einem kurzzeitigen Netzausfall, eingefangen und auf den eingestellten
Sollwert beschleunigt. Da die Drehrichtung erfasst wird, ist auch ein Wiederanlauf bei
Motorlauf in Gegenrichtung möglich. Mit Hilfe von Prameter 299 kann ausgewählt werden,
ob die Drehrichtung erfasst werden soll oder nicht. Weicht die Leistungsklasse des Motors
von der des Frequenzumrichters ab, ist Parameter 299 auf „0“ (ohne Drehrichtungserfassung) einzustellen.
Pr. 78
Pr. 299
0
9999
(Werkseinstellung)
0
1
Drehrichtungserfassung
1
2
Keine Drehrichtungserfassung Keine Drehrichtungserfassung
Keine Drehrichtungserfassung Keine Drehrichtungserfassung Keine Drehrichtungserfassung
Drehrichtungserfassung
Drehrichtungserfassung
Drehrichtungserfassung
Tab. 6-26: Drehrichtungserfassung
Abb. 6-83:
Automatischer Wiederanlauf mit
Ausgangsfrequenzerfassung (Pr. 162 = 0/10)
Netzausfall
Spannungsversorgung
(L1, L2, L3)
MotorDrehzahl
[U/min]
Ausgangsfrequenz
[Hz]
Ausgangsspannung
[V]
Synchronisationszeit +
Drehzahlerfassungszeit
Pufferzeit Pr. 58
Pr. 57 Beschleunigungszeit Pr. 611
I000722C
6 - 140
Die Abschaltzeit hängt von den Lastbedingungen ab.
Parameter
HINWEISE
Betrieb bei Netzausfall
Ist die Leistung des Frequenzumrichters eine oder mehrere Klassen höher als die des
Motors oder ist der Motor ein Sondermotor (z.B. mit einer Nennfrequenz oberhalb von
60 Hz), kann die Frequenzmessung Fehler ergeben und dann beim Hochlauf eine Überstrom-Fehlermeldung (OCT) auftreten. Es ist dann kein Einfangen des Motors möglich und
die Frequenzmessung sollte nicht verwendet werden.
Bei Motorfrequenzen von ca. 10 Hz oder weniger beschleunigt der Frequenzumrichter von
0 Hz auf den Sollwert.
Sind an einem Frequenzumrichter mehrere Motoren parallel angeschlossen, kann die Frequenzerfassung beim automatischen Wiederanlauf nicht korrekt durchgeführt werden und
Überstrom-Fehlermeldungen (OCT) sind wahrscheinlich. Die Frequenzerfassung sollte
deaktiviert werden (Pr. 162 auf „1“ oder „11“ setzen) und es sollte zunächst mit kleineren
Werten für Parameter 164 und größeren Werten für Parameter 163 versucht werden, auf die
Motoren ohne Überstrommeldung (OCT) aufzuschalten.
Zu Beginn der Frequenzerfassung erfolgt eine DC-Aufschaltung auf den Motor. Bei kleinem
Massenträgheitsmoment der Last kann dadurch eine Drehzahlabnahme verursacht werden.
Wird bei einer Einstellung des Parameters 78 auf „1“ (Linkslauf nicht möglich) die Drehrichtung Linkslauf erfasst, erfolgt nach der Abbremsung im Linkslauf ein Rechtslauf, wenn der
Starbefehl für eine Rechtdrehung vorgegeben ist. Bei Vorgabe des Startbefehls für Linkslauf
bleibt der Motor im Stillstand.
FR-F700 EC
6 - 141
Betrieb bei Netzausfall
Parameter
● Ohne Ausgangsfrequenzerfassung
Bei einer Einstellung des Parameters 162 auf „1“ oder „11“ wird die Ausgangsspannung
ohne Berücksichtigung der aktuellen Motordrehzahl bis zum Erreichen der voreingestellten
Frequenz angehoben.
Netzausfall
Spannungsversorgung
(L1, L2, L3)
Abb. 6-84:
Automatischer Wiederanlauf ohne
Ausgangsfrequenzerfassung
(Pr. 162 = 1/11)
MotorDrehzahl
[U/min]
Ausgangsfrequenz
[Hz]
Ausgangsspannung
[V]
Synchronisationszeit
Pr. 57 Pufferzeit
Pr. 58
I000647C
HINWEIS
Die Abschaltzeit hängt von den Lastbedingungen ab.
Die Ausgangsfrequenz vor einem Netzausfall wird im RAM gespeichert und beim Wiederanlauf wieder ausgegeben. Fällt die Spannungsversorgung des Steuerkreises für länger als
200 ms aus, ist dieser Wert verloren und der Frequenzumrichter startet bei der in Parameter
13 eingestellten Startfrequenz.
● Wiederanlauf bei jedem Start
Bei einer Einstellung des Parameters 162 auf „10“ oder „11“ wird die Funktion „automatischer
Wiederanlauf bei Netzausfall“ bei jedem Start durchgeführt. Ist Parameter 162 auf „0“ oder
„1“ eingestellt, wird die Funktion „automatischer Wiederanlauf bei Netzausfall“ beim ersten
Start nach Einschalten der Spannungsversorgung durchgeführt, bei jedem weiteren Start
läuft der Frequenzumrichter mit der Startfrequenz an.
6 - 142
Parameter
Betrieb bei Netzausfall
Synchronisationszeit (Pr. 57)
Die Synchronisationszeit ist die Zeit von der Erkennung des CS-Signals bis zur Start des
automatischen Wiederanlaufs.
Ist Parameter 57 auf „0“ gesetzt, erfolgt der Wiederanlauf mit den voreingestellten Standardwerten:
00038 oder kleiner ... 0,5 s/00052 bis 00170 ... 1 s/00250 bis 01160 ... 3 s/01800 oder größer ... 5 s
In Abhängigkeit der Ausgangsfrequenz und der Massenträgheit der Last können bei der Ausführung des automatischen Wiederanlaufs Fehler auftreten. Stellen Sie Parameter 57 in diesem
Fall entsprechend der Last auf einen Wert zwischen 0,1 und 5 s.
Pufferzeit bis zur automatischen Synchronisation (Pr. 58)
Die Pufferzeit ist die Zeit, in der die Ausgangsspannung bis zum Erreichen der erfassten
Motordrehzahl (Ausgangsfrequenz vor Netzausfall, wenn Parameter 162 gleich „1“ oder „11“)
angehoben wird.
In der Regel kann die Werkseinstellung verwendet werden. Eine Anpassung an die Applikation
ist jedoch möglich.
Einstellungen des automatischen Wiederanlaufs (Pr. 163 bis Pr. 165, Pr. 611)
Parameter 163 und 164 ermöglichen eine Einstellung des Anstieg der Ausgangsspannung bei
einem Wiederanlauf.
Über Parameter 165 kann die Strombegrenzung bei einem Wiederanlauf vorgegeben werden.
Mit Hilfe von Parameter 611 kann die Zeit zur Beschleunigung auf den Frequenzsollwert bei einem automatischen Wiederanlauf vorgegeben werden.
Abb. 6-85:
Spannungsanhebung beim automatischen
Wiederanlauf
Spannung
Zeit
I001170E
HINWEIS
FR-F700 EC
Eine Änderung der Schrittweite für die Beschleunigung/Verzögerung über Parameter 21 hat
keinen Einfluss auf die Schrittweite des Parameters 611.
6 - 143
Betrieb bei Netzausfall
Parameter
Anschluss des CS-Signals
Die Freigabe des automatischen Wiederanlaufs erfolgt durch das Signal CS.
Ist Parameter 57 auf einen anderen Wert als „9999“ eingestellt, wird eine Ausgangsfrequenz nur
dann ausgegeben (und wird der automatische Wiederanlauf freigegeben), wenn die Klemmen
CS und PC miteinander verbunden sind (bei positiver Logik).
M
3~
Aktivierung des automatischen
Wiederanlaufs oder des fliegenden Starts
durch Verbinden der Klemmen CS und PC.
I001171E
Abb. 6-86: Anschlussbeispiel
HINWEISE
In der Werkseinstellung ist das CS-Signal der MRS-Klemme zugewiesen. Durch Einstellung einer der Parameter 178 bis 189 auf „6“ kann das CS-Signal auch anderen Klemmen
zugewiesen werden.
Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 178–189 beeinflusst auch andere
Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen der Klemmen.
Ist der automatische Wiederanlauf angewählt, werden die Fehlermeldungen E.UVT und
E.IPF bei Netzausfall nicht ausgegeben.
Die Signale SU und FU werden nicht während des Wiederanlaufs, sondern erst nach Ablauf
der Pufferzeit ausgegeben.
Die Funktion „automatischer Wiederanlauf nach Netzausfall“ wird auch nach Aufhebung
eines Resets oder bei einem automatischen Wiederanlauf (nach Umrichter-Alarm) ausgeführt.
6 - 144
Parameter
E
Betrieb bei Netzausfall
ACHTUNG:
Vor Aktivierung des automatischen Wiederanlaufs nach Netzausfall ist sicherzustellen, dass diese Betriebsweise für den Antrieb zulässig ist.
Ist der automatische Wiederanlauf nach Netzausfall aktiviert, kann der Motor plötzlich
anlaufen. Halten Sie daher ausreichend Abstand zu Motor und Maschine und weisen
Sie durch einen gut sichtbaren Warnhinweis auf die Gefahr hin.
MC2 und MC3 müssen mit einer mechanischen Verriegelung versehen sein. Der
Frequenzumrichter wird zerstört, wenn Netzspannung an seine Ausgänge geschaltet
wird.
Vor dem Aufschalten auf einen bereits drehenden Motor muss sichergestellt sein,
dass der Frequenzumrichter mit der gewählten Ansteuerung die gleiche Phasenfolge
wie der drehende Motor hat. Ansonsten kann der Motor unbeabsichtigt reversieren,
was zu Schäden bzw. Zerstörungen führen kann.
FR-F700 EC
6 - 145
Betrieb bei Netzausfall
6.11.2
Parameter
Stoppmethode bei Netzausfall (Pr. 261 bis Pr. 266)
Bei einem Netzausfall oder bei Unterspannung kann der Frequenzumrichter bis zum Stillstand
abgebremst oder abgebremst und erneut auf den Frequenzsollwert beschleunigt werden.
Pr.Nr.
261
Werkseinstellung
Bedeutung
Stoppmethode bei
Netzausfall
EinstellBeschreibung
bereich
Bei Wiederherstellung der VerBetrieb bei
Bremszeit bis
Unterspannung/ sorgungsspannung während
zum Stillstand
Netzausfall
des Abbremsvorgangs
12
0
Motor trudelt aus.
21
1
Umrichter bremst bis zum Stillstand ab.
0
2
21
22
262
263
Frequenzabsenkung
bei Netzausfall
Schwellwert für
Frequenzabsenkung
bei Netzausfall
3 Hz
Bremszeit 1 bei
Netzausfall
5s
265
Bremszeit 2 bei
Netzausfall
9999
266
Umschaltfrequenz bei
Netzausfall
50 Hz
Frequenzumrichter
beschleunigt
wieder.
—
Abhängig von
der Einstellung
der Pr. 262 bis
Pr. 266
Umrichter
Umrichter
bremst bis zum bremst bis zum
Stillstand ab.
Stillstand ab.
Automatische
Einstellung der
FrequenzumBremszeit
richter
beschleunigt
wieder.
20
30
57
190–196
872
DC-Bremsung
(Spannung)
Bezugsfrequenz
für die Beschleunigungs-/Bremszeit
Schrittweite für
Beschleunigung/
Verzögerung
Auswahl eines
generatorischen
Bremskreises
Synchronisationszeit nach Netzausfall
Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen
Eingangsphasenfehler
Siehe
Abschn.
6.8.1
6.6.1
6.6.1
6.8.2
6.11.1
6.9.5
6.12.3
In der Regel kann die Werkseinstellung verwendet
0–20 Hz werden. Eine Anpassung an die Applikation ist
möglich.
0–120
Hz
Für Ausgangsfrequenz ≥ Pr. 263:
Der Bremsvorgang beginnt bei der Frequenz, die
sich ergibt, wenn der Wert des Pr. 262 von der
aktuellen Ausgangsfrequenz abgezogen wird.
Für Ausgangsfrequenz < Pr. 263:
Der Frequenzumrichter bremst den Motor, beginnend mit der aktuellen Ausgangsfrequenz, bis zum
Stillstand ab.
9999
Die Abbremsung beginnt bei der Frequenz, die sich
ergibt, wenn man den Wert von Pr. 262 von der
aktuellen Frequenz abzieht.
50 Hz
264
Steht in Beziehung
zu Parameter
0–3600/ Die Frequenz wird in der mit Pr. 264 festgelegten
360 s Zeit auf den Wert des Pr. 266 abgesenkt.
0–3600/ Die Frequenz wird in der mit Pr. 265 festgelegten
360 s Zeit vom Wert des Pr. 266 aus abgesenkt.
9999
Gleiche Abbremsung wie in Pr. 264
0–400
Hz
Umschaltfrequenz zwischen den beiden durch
Parameter 264 und 265 festgelegten Bremsgeraden
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
6 - 146
Bei einer Einstellung des Parameter 21 auf „0“ (Werkseinstellung) ist der Einstellbereich
„0–3600 s“ und die Schrittweite „0,1 s“, bei einer Einstellung des Parameter 21 auf „1“ ist
der Einstellbereich „0–360 s“ und die Schrittweite „0,01 s“.
Parameter
Betrieb bei Netzausfall
Anschluss und Parametereinstellung
Entfernen Sie die Brücken über den Klemmen R/L1-R1/L11 und S/L2-S1/L21 und verbinden Sie
die Klemmen R1/L11 mit P/+ und S1/L21 mit N/− (hierdurch wird die umrichterinterne Steuerspannung vom Zwischenkreis gespeist).
Ist Parameter 261 auf einen Wert ungleich „0“ eingestellt, wird der Motor bis zum Stillstand abgebremst, wenn eine Unterspannung, ein Netzausfall oder ein Eingangsphasenfehler
(Pr. 872 = 1 (Schutzfunktion bei Eingangs-Phasenfehler aktiviert)) auftritt.
Abb. 6-87:
Anschluss
Frequenzumrichter
Spannungsversorgung
Brücken entfernen!
Klemmen R1/L11
mit P/+ und S1/L21
mit N/− verbinden
I001172E
Betrieb bei Netzausfall
Tritt eine Unterspannung oder ein Netzausfall auf, wird die Ausgangsfrequenz um den in Parameter 262 eingestellten Wert abgesenkt.
Die Abbremsung erfolgt mit der Parameter 264 eingestellten Bremszeit. (Die Bremszeit ist die
Frequenz, die benötigt wird, um den Motor von der in Parameter 20 eingestellten Bezugsfrequenz bis zum Stillstand abzubremsen.)
Ist die Ausgangsfrequenz niedrig und der Motor erzeugt nicht genug generatorische Energie,
kann die Bremszeit bis zum Stillstand über Parameter 265 geändert werden.
Spannungsversorgung
Ausgangsfrequenz
Pr. 262
Pr. 264
Pr. 265
Pr. 266
Zeit
I001173E
Abb. 6-88: Parameter für Stoppmethode bei Netzausfall
FR-F700 EC
6 - 147
Betrieb bei Netzausfall
Parameter
Stoppmodus bei Netzausfall (Pr. 261 = 1)
Wird die Spannungsversorgung während des Abbremsvorgangs wiederhergestellt, bremst der
Frequenzumrichter den Motor bis zum Stillstand ab. Für einen Neustart muss das Startsignal
aus- und wieder eingeschaltet werden.
Spannungsversorgung
Ausgangsfrequenz
Pr. 261 = 1
Abbremsphase bei
Netzausfall
Stillstand bei
Netzausfall
Zeit
Für einen Neustart muss das STF-Signal
aus- und wieder eingeschaltet werden.
I001174E
Abb. 6-89: Wiederherstellung der Spannungsversorgung
HINWEISE
Die Funktion ist unwirksam, wenn der automatische Wiederanlauf nach Netzausfall aktiviert
(Pr. 57 ≠ 9999) ist.
Stoppt der Frequenzumrichter nach einem Netzausfall, erfolgt kein Neustart, wenn das
Startsignal bei Wiederherstellung der Spannungsversorgung eingeschaltet ist. Das Startsignal muss für einen Neustart nach Wiederherstellung der Spannungsversorgung aus- und
wieder eingeschaltet werden.
Spannungsversorgung
EIN
Kein Neustart nach
Netzwiederkehr
AUS
Ausgangsfrequenz
EIN
I001175E
Abb. 6-90: Neustart bei Wiederherstellung der Spannungsversorgung
6 - 148
Parameter
Betrieb bei Netzausfall
Fortsetzung des Betriebs nach einem Netzausfall (Pr. 261 = 2)
Wird die Spannungsversorgung während des Abbremsvorgangs wiederhergestellt, beschleunigt der Motor bis auf den Frequenzsollwert.
Bei Wiederherstellung der Spannungsversorgung
Pr. 261 = 2 in der Abbremsphase.
Spannungsversorgung
Ausgangsfrequenz
Abbremsung bei
Netzausfall
Beschleunigung
Zeit
I001176E
Abb. 6-91: Fortsetzung des Betriebs nach einem Netzausfall
In Kombination mit der Funktion des automatischen Wiederanlaufs kann die Funktion dazu verwendet werden, den Motor bei einem Netzausfall abzubremsen und bei Wiederherstellung der
Spannungsversorgung zu beschleunigen. Wird die Spannungsversorgung nach Abbremsen
des Motors bis zum Stillstand wiederhergestellt, erfolgt bei einer Einstellung des Parameters 57
auf einen Wert ungleich „9999“ ein automatischer Wiederanlauf.
Pr. 261 = 2, Pr. 57 ≠ 9999
In Kombination mit der Funktion des
automatischen Wiederanlaufs
Spannungsversorgung
Netzausfall
Ausgangsfrequenz
Abbremsung bei
Netzausfall
Automatischer Wiederanlauf
nach Netzausfall
Zeit
Rücksetzzeit + Pr. 57
I001177E
Abb. 6-92: Fortsetzung des Betriebs nach einem Netzausfall
FR-F700 EC
6 - 149
Betrieb bei Netzausfall
Parameter
Stoppmodus bei Netzausfall (mit Regelung auf konstante Zwischenkreisspannung)
(Pr. 261 = 21)
Die Bremszeit wird automatisch so geregelt, dass die Zwischenkreisspannung während der Abbremsung bis zum Stillstand konstant bleibt. Auch wenn die Spannung während des Bremsvorgangs wiederhergestellt wird, erfolgt eine Fortsetzung des Bremsvorgangs bis zum Stillstand.
Der Frequenzumrichter bleibt gestoppt. Schalten Sie das Startsignal für einen Wiederanlauf
aus und wieder ein.
Die Einstellung des Parameters 261 auf „21“ deaktiviert die Einstellung der Parameter 262 bis
266.
Pr. 261 = 21
Spannungsversorgung
Ausgangsfrequenz
Abbremsphase bei Netzausfall
Bremszeit: wird automatisch geregelt
Stillstand bei
Netzausfall
Zeit
Für einen Neustart muss das STF-Signal ausund wieder eingeschaltet werden.
I002099E
Abb. 6-93: Stoppmodus bei Netzausfall
HINWEISE
Spannungsversorgung
EIN
Kein Neustart nach
Netzwiederkehr
Ausgangsfrequenz
Zeit
AUS
EIN
Die Funktion ist unwirksam, wenn der automatische Wiederanlauf nach Netzausfall aktiviert
(Pr. 57 ≠ 9999) ist.
Stoppt der Frequenzumrichter nach einem Netzausfall, erfolgt kein Neustart, wenn das
Startsignal bei Wiederherstellung der Spannungsversorgung eingeschaltet ist. Das Startsignal muss für einen Neustart nach Wiederherstellung der Spannungsversorgung aus- und
wieder eingeschaltet werden.
6 - 150
Parameter
Betrieb bei Netzausfall
Fortsetzung des Betriebs nach einem Netzausfall (mit Regelung auf konstante
Zwischenkreisspannung) (Pr. 261 = 22)
Die Bremszeit wird automatisch so geregelt, dass die Zwischenkreisspannung während der Abbremsung bis zum Stillstand konstant bleibt. Wird die Spannungsversorgung während des Abbremsvorgangs wiederhergestellt, beschleunigt der Motor bis auf den Frequenzsollwert.
Pr. 261 = 22
Bei Wiederherstellung der Spannungsversorgung in der
Abbremsphase
Spannungsversorgung
Ausgangsfrequenz
Abbremsung bei
Netzausfall
Beschleunigung *
Bremszeit: wird automatisch geregelt
Zeit
* Die Bremszeit hängt von Pr. 7 (Pr. 44 ) ab.
I001176E
Abb. 6-94: Fortsetzung des Betriebs nach einem Netzausfall (Pr. 261 = 22)
In Kombination mit der Funktion des automatischen Wiederanlaufs kann die Funktion dazu verwendet werden, den Motor bei einem Netzausfall abzubremsen und bei Wiederherstellung der
Spannungsversorgung zu beschleunigen. Wird die Spannungsversorgung nach Abbremsen
des Motors bis zum Stillstand wiederhergestellt, erfolgt bei einer Einstellung des Parameters 57
auf einen Wert ungleich „9999“ ein automatischer Wiederanlauf.
Die Einstellung des Parameters 261 auf „22“ deaktiviert die Einstellung der Parameter 262 bis
266.
Pr. 261 = 22, Pr. 57 ≠ 9999
In Kombination mit der Funktion des
automatischen Wiederanlaufs
Spannungsversorgung
Netzausfall
Ausgangsfrequenz
Abbremsung bei
Netzausfall
Bremszeit: wird
automatisch geregelt
Automatischer Wiederanlauf
nach Netzausfall
Zeit
Rücksetzzeit + Pr. 57
I001177E
Abb. 6-95: Fortsetzung des Betriebs nach einem Netzausfall (Pr. 261 = 22, Pr. 57 ≠ 9999)
FR-F700 EC
6 - 151
Betrieb bei Netzausfall
Parameter
Signal zur Anzeige von Netzausfall und Abbremsung (Y46)
Startet der Frequenzumrichter nach dem Bremsvorgang nach einem Netzausfall nicht, obwohl
das Startsignal anliegt, prüfen Sie das Signal Y46. (Bei Auftreten eines Eingangsphasen-Fehlers (E.ILF) usw.)
Bei einem Netzausfall ist während der Abbremsphase oder im Stillstand nach der Abbremsphase das Signal Y46 geschaltet.
Um einer Klemme das Y46-Signal zuzuweisen, muss einer der Parameter 190 bis 196 auf „46“
(positive Logik) oder auf „146“ (negative Logik) gesetzt werden.
HINWEISE
Die mit Parameter 250 gewählte Stoppmethode ist unwirksam, wenn der Frequenzumrichter
aufrund eines Netzausfalls abgebremst wird.
Bei einer Einstellung des Parameters 30 auf „2“ (Anschluss FR-HC, MT-HC oder FR-CV) ist
die Funktion zur Abbremsung des Motors bei Netzausfall deaktiviert.
Ist die Frequenz bei Unterspannung oder Netzausfall minus der in Parameter 262 gesetzten
Frequenz negativ, wird das Ergebnis auf „0“ gesetzt. (Die DC-Aufschaltung wird ohne vorheriges Abbremsen durch den Frequenzumrichter ausgeführt.)
Die Funktion „Stoppmethode bei Netzausfall“ ist im gestoppten Zustand des Frequenzumrichters oder beim Auftreten eines Fehlers unwirksam.
Bei Unterspannung erfolgt die Ausgabe des Signals Y46 auch dann, wenn der Motor nicht
nach einem Netzausfall abgebremst wird. Während der Einschaltroutine wird das Signal
daher permanent ausgegeben. Das ist kein Fehler.
Ist die Funktion „Stoppmethode nach Netzausfall“ aktiviert, sind die Schutzfunktionen für
Unterspannung (E.UVT), kurzzeitigen Netzausfall (E.IPF) und Eingangsphasen-Fehler
(E.ILF) unwirksam.
Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 190 bis 196 beeinflusst auch
andere Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen der Klemmen.
E
6 - 152
ACHTUNG:
Ist die Abbremsfunktion bei Netzausfall angewählt, kann es zu einer Auslösung des
Frequenzumrichters aufgrund der Belastung kommen und der Motor trudelt aus.
Wenn die im Antrieb gespeicherte mechanische Energie zu gering ist oder der Motor
zu große generatorische Energie hat, kann es ebenfalls zum Umrichteralarm und
folgendem Austrudeln des Motors kommen.
Parameter
6.12
6.12.1
Wiederanlauf nach Ansprechen einer Schutzfunktion
Wiederanlauf nach Ansprechen einer Schutzfunktion
Siehe
Abschn.
Einstellung
Einzustellende Parameter
Wiederanlauf nach Ansprechen
einer Schutzfunktion
Wiederanlauf
Pr. 65,
Pr. 67–Pr. 69
6.12.1
Ausgabe einer codierten
Alarmmeldung
Codierte Alarmausgabe
Pr. 76
6.12.2
Ausgabe eine Ein-/Ausgangsphasenfehlers
Schutzfunktion für Ein- und Augangsphasenfehler
Pr. 251, Pr. 872 6.12.3
Wiederanlauf (Pr. 65, Pr. 67 bis Pr. 69)
Hat der Frequenzumrichter aufgrund des Ansprechens einer Schutzfunktion gestoppt, so besteht die Möglichkeit des automatischen Rücksetzens der Schutzfunktion mit anschließendem
Wiederanlauf.
Ist der automatische Wiederanlauf nach Netzausfall angewählt (Pr. 57 ≠ 9999), erfolgt der Wiederanlauf nach Ansprechen einer Schutzfunktion entsprechend dem Wiederanlauf nach einem
Netzausfall (siehe Abschn. 6.11.1).
Pr.Nr.
Bedeutung
65
Auswahl der Schutzfunktion für automatischen
Wiederanlauf
Werkseinstellung
Einstellbereich
0
0–5
0
67
Anzahl der Wiederanlaufversuche
68
Wartezeit für automatischen Wiederanlauf
69
Registrierung der automatischen Wiederanläufe
Auswahl der Schutzfunktion, nach der ein
Wiederanlauf zulässig ist
Anzahl der Wiederanlaufversuch nach
Ansprechen einer Schutzfunktion
Während des Wiederanlaufs erfolgt keine
Alarmausgabe.
101–110
Anzahl der Wiederanlaufversuch nach
Ansprechen einer Schutzfunktion
(Die Anzahl ergibt sich aus dem eingestellten Wert minus 100.)
Während des Wiederanlaufs erfolgt eine
Alarmausgabe.
0–10 s
0
Steht in Beziehung
zu Parameter
57
Siehe
Abschn.
Synchronisations- 6.11.1
zeit nach Netzausfall
Kein Wiederanlauf
1–10
0
50 Hz
Beschreibung
Wartezeit nach dem Ansprechen einer
Schutzfunktion bis zum Wiederanlauf
Löschen der registrierten Wiederanlaufversuche
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
FR-F700 EC
6 - 153
Wiederanlauf nach Ansprechen einer Schutzfunktion
Parameter
Nach dem Ansprechen einer Schutzfunktion wartet der Frequenzumrichter mit dem Rücksetzen der Schutzfunktion mit der in Parameter 68 eingestellten Wartezeit und startet dann den
Wiederanlauf mit der eingestellten Startfrequenz.
Die Aktivierung des Wiederanlaufs erfolgt durch Einstellung des Parameters 67 auf einen Wert
ungleich „0“. In Parameter 67 wird die Anzahl der Wiederanlaufversuche nach Ansprechen
einer Schutzfunktion festgelegt.
Übersteigt die Anzahl der Wiederanlaufversuche den mit Parameter 67 eingestellten Wert,
erfolgt die Ausgabe der Fehlermeldung „E.RET“ (siehe auch Abb. 6-97).
Stellen Sie die Wartezeit vom Ansprechen der Schutzfunktion bis zum Wiederanlauf in einem
Bereich von 0 bis 10 s in Parameter 68 ein.
Eine Überwachung der Anzahl der erfolgreichen Wiederanläufe nach dem Ansprechen einer
Schutzfunktion ist mit Parameter 69 möglich. Der Parameterwert wird nach jedem erfolgreichen
Wiederanlauf um den Faktor 1 erhöht. Ein erfolgreicher automatischer Wiederanlauf ist dann
gegeben, wenn bis zu einer Zeit, die dem Fünffachen der in Parameter 68 eingestellten Zeit entspricht, keine erneute Schutzfunktion anspricht. Ein Rücksetzen des Parameters 69 erfolgt
durch Eingabe des Wertes „0“ sowie durch Löschen aller Parameter.
Während eines Wiederanlaufs erfolgt die Ausgabe des Signals Y64. Um einer Klemme das
Y64-Signal zuzuweisen, muss einer der Parameter 190 bis 196 auf „64“ (positive Logik) oder auf
„164“ (negative Logik) gesetzt werden.
HINWEIS
Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 190–196 beeinflusst auch andere
Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen der Klemmen.
Erfolgreicher Wiederanlauf
Ausgangsfrequenz
Pr. 68 × 5
Zeit
Registrierte
Wiederanlaufversuche + 1
Start Wiederanlauf
Fehler
Registrierung der Wiederanlaufversuche
I001178E
Abb. 6-96: Beispiel für einen erfolgreich ausgeführten Wiederanlauf
Ausgangsfrequenz
Zeit
1. Versuch
Fehler
2. Versuch
Fehler
3. Versuch
Fehler
Ausgabe des Fehlers E.RET
Alarmsignal
I001179E
Abb. 6-97: Beispiel für nicht erfolgreich ausgeführte Wiederanlaufversuche
6 - 154
Parameter
Wiederanlauf nach Ansprechen einer Schutzfunktion
Soll der automatische Wiederanlauf nur für spezielle Schutzfunktionen zulässig sein, so ist eine
Auswahl nach folgender Tabelle zu treffen und der entsprechende Wert in Parameter 65 einzugeben.
LEDAnzeige
Einstellung des Parameters 65
Bedeutung
0
1
2
3
4
5
✔
E.OC1
Überstrom während der Beschleunigung
✔
✔
—
✔
✔
E.OC2
Überstrom während konstanter Drehzahl
✔
✔
—
✔
✔
E.OC3
Überstrom während Verzögerung oder Stopp
✔
✔
—
✔
✔
✔
E.OV1
Zwischenkreis Überspannung während der Beschleunigung
✔
—
✔
✔
✔
—
E.OV2
Zwischenkreis Überspannung während konstanter Drehzahl
✔
—
✔
✔
✔
—
E.OV3
Zwischenkreis Überspannung während der Verzögerung
✔
—
✔
✔
✔
—
E.THM
Überlast Motor
✔
—
—
—
—
—
E.THT
Überlast Frequenzumrichter
✔
—
—
—
—
—
E.IPF
Netzausfall
✔
—
—
—
✔
—
Unterspannung
✔
—
—
—
✔
—
E.BE
Fehlerhafter Bremstransistor/Fehler im internen Schaltkreis
✔
—
—
—
✔
—
E.GF
Überstrom durch Erdschluss
✔
—
—
—
✔
—
Auslösung eines externen Motorschutzschalters
✔
—
—
—
—
—
E.UVT
E.OHT
E.OLT
Abschaltschutz Motor-Kippschutz
✔
—
—
—
✔
—
E.OPT
Fehler in Verbindung mit einer (externen) Optionseinheit
✔
—
—
—
✔
—
E.OP1
Fehler der intern (Erweiterungsslot) installierten Optionseinheit
(z.B. Verbindungs- oder Kontaktfehler)
✔
—
—
—
✔
—
Speicherfehler
✔
—
—
—
✔
—
E.PTC
PTC-Thermistor
✔
—
—
—
—
—
E.CDO
Überschreitung des zulässigen Ausgangsstroms
✔
—
—
—
✔
—
E.SER
E.PE
Kommunikationsfehler (Frequenzumrichter)
✔
—
—
—
✔
—
E.ILF
Eingangsphasenfehler
✔
—
—
—
✔
—
E.PID
Signalfehler PID-Regelung
✔
—
—
—
✔
—
Tab. 6-27: Auswahlmöglichkeiten
HINWEISE
Beim automatischen Wiederanlauf nach Ansprechen einer Schutzfunktion wird nur ein
Alarm gespeichert.
Beim automatischen Rücksetzen bleiben die Daten der elektronischen Überstromschutzfunktion, des generatorischen Bremszyklus etc., anders als beim Rücksetzen über Aus- und
Einschalten der Spannungsversorgung, erhalten.
E
FR-F700 EC
ACHTUNG:
Bei Aktivierung des automatischen Wiederanlaufs nach dem Ansprechen einer
Schutzfunktion ist darauf zu achten, dass jegliche durch diese Funktion entstehenden
Gefährdungen durch entsprechende Schutzfunktionen (Hinweise) ausgeschlossen
sind.
6 - 155
Wiederanlauf nach Ansprechen einer Schutzfunktion
6.12.2
Parameter
Ausgabe codierter Alarmmeldungen (Pr. 76)
Zusätzlich bzw. anstelle der Betriebszustandsanzeige besteht die Möglichkeit, über bestimmte
Open-Collector-Ausgangsklemmen codierte Alarmmeldungen (4 Bit) auszugeben.
Die codierten Alarmmeldungen können z.B. von einer SPS weiterverarbeitet und die entsprechenden Fehler korrigierende Maßnahmen angezeigt werden.
Pr.Nr.
76
Werkseinstellung
Bedeutung
Codierte Alarmausgabe
0
Einstellbereich
Beschreibung
0
Keine Ausgabe
1
Ausgabe der Alarmcodierung
2
Alarmzustand:
Ausgabe der Alarmcodierung
Kein Alarm:
Ausgabe von Informationen wie in Parameter 190–196 programmiert
Steht in Beziehung
zu Parameter
Siehe
Abschn.
190–196
6.9.5
Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Bei einer Einstellung des Parameters 76 auf „1“ oder „2“ erfolgt an den Ausgangsklemmen die
Ausgabe codierter Alarmmeldungen.
Bei einer Einstellung des Parameters 76 auf „2“ erfolgt dabei die Ausgabe des Alarmcodes nur
im Alarmzustand. Im Normalbetrieb werden die Signale ausgegeben, die den Klemmen über
die Parameter 190 bis 196 zugewiesen wurden.
Folgende Tabelle zeigt die Alarmcodierungen (0: Ausgangstransistor gesperrt, 1: Ausgangstransistor leitend):
Ausgangssignal
Anzeige
FR-DU07
SU
IPF
OL
FU
Normalbetrieb 0
0
0
0
0
E.OC1
0
0
0
1
1
E.OC2
0
0
1
0
2
E.OC3
0
0
1
1
3
0
1
0
0
4
E.THM
0
1
0
1
5
E.THT
0
1
1
0
6
E.IPF
0
1
1
1
7
Alarmcode
E.OV1
E.OV2
E.OV3
E.UVT
1
0
0
0
8
E.FIN
1
0
0
1
9
E.BE
1
0
1
0
A
E.GF
1
0
1
1
B
E.OHT
1
1
0
0
C
E.OLT
1
1
0
1
D
E.OPT
1
1
1
0
E
E.OP1
1
1
1
0
E
Andere
1
1
1
1
F
Tab. 6-28: Alarmcodierungen
6 - 156
Bei einer Einstellung des Parameters 76 auf „2“ werden die Signale ausgegeben, die den
Klemmen über die Parameter 190 bis 196 zugewiesen wurden.
Parameter
HINWEISE
Wiederanlauf nach Ansprechen einer Schutzfunktion
Detaillierte Informationen zu den Alarmcodes finden Sie auf Seite 6-269.
Ist Parameter 76 auf einen anderen Wert als „0“ eingestellt, werden an den Klemmen SU,
IPF, OL und FU die in Tab. 6-28 aufgeführten Signale ausgegeben. Die Klemmenzuweisungen über die Parameter 190 bis 196 sind dabei unwirksam. Beachten Sie diesen Zusammenhang insbesondere, wenn Sie die Ausgangssignale zur Steuerung des
Frequenzumrichters einsetzen.
FR-F700 EC
6 - 157
Wiederanlauf nach Ansprechen einer Schutzfunktion
6.12.3
Parameter
Ein-/Ausgangsphasenfehler (Pr. 251, Pr. 872)
Bei einem ausgangsseitigen Phasenfehler kann die Schutzfunktion deaktiviert werden, die den
Ausgang des Frequenzumrichters abschaltet, wenn eine der drei Phasen auf der Lastseite
(U, V, W) nicht angeschlossen ist.
Die Schutzfunktion für die Eingangsphasen (R/L1, S/L2, T/L3) kann aktiviert werden.
Pr.Nr.
Werkseinstellung
Bedeutung
251
Ausgangsphasenfehler
1
872
Eingangsphasenfehler
0
Einstellbereich
Beschreibung
0
Schutzfunktion deaktiviert
1
Schutzfunktion aktiviert
0
Schutzfunktion deaktiviert
1
Schutzfunktion aktiviert
Steht in Beziehung
zu Parameter
261
Siehe
Abschn.
Stoppmethode bei 6.11.2
Netzausfall
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Ausgangsphasenfehler (Pr. 251)
Ist Parameter 251 auf „0“ gesetzt, ist die Schutzfunktion (E.LF) deaktiviert.
Eingangsphasenfehler (Pr. 872)
Bei einer Einstellung des Parameters 872 auf „1“ erfolgt die Ausgabe der Fehlermeldung E.ILF,
wenn eine der drei Phasen auf der Eingangsseite für mehr als 1 s nicht angeschlossen ist.
HINWEISE
Bei einer Einstellung des Parameters 872 auf „1“ (Überwachung der Eingangsphase aktiv)
und des Parameters 261 auf einen Wert ungleich „0“ (Abbremsung des Motors bei Netzausfall), spricht die Schutzfunktion zur Eingangsphasenüberwachung (E.ILF) nicht an, der
Motor wird bei Netzausfall jedoch abgebremst.
Tritt an den Anschlüssen R/L1 und S/L2 ein Eingangsphasenfehler auf, spricht die Schutzfunktion zur Eingangsphasenüberwachung (E.ILF) nicht an, der Ausgang des Frequenzumrichters wird jedoch abgeschaltet.
Bei einem länger andauernden Eingangsphasenfehler und weiter betriebenem Frequenzumrichter, verringert sich die Lebensdauer des Zwischenkreises und der Zwischenkreiskapazität.
6 - 158
Parameter
6.13
6.13.1
Energiesparmodus und Energieüberwachung
Energiesparmodus und Energieüberwachung
Siehe
Abschn.
Einstellung
Einzustellende Parameter
Energiesparmodus
Energiesparmodus und Regelung auf optimalen Erregerstrom
Pr. 60
Höhe der Energieeinsparung
Energieüberwachung
Pr. 52,
6.13.2
Pr. 54, Pr. 158,
Pr. 891–Pr. 899
6.13.1
Auswahl des Energiesparmodus und des optimalen Erregerstroms (Pr. 60)
Der Frequenzumrichter wird ohne eine Feineinstellung der Parameter automatisch im Energiesparmodus betrieben. Er ist optimal zur Steuerung von Lüftern und Pumpen geeignet.
Pr.Nr.
Bedeutung
60
Auswahl der
Energiesparfunktion Werkseinstellung
Einstellbereich
0
Normalbetrieb
0
4
Energiesparbetrieb
9
Optimaler Erregerstrom
Beschreibung
Steht in Beziehung
zu Parameter
0
14
80
Siehe
Abschn.
Drehmomentan6.2.1
hebung (manuell)
Auswahl der Last- 6.4.2
kennlinie
Motornennleis6.2.2
tung für Stromvektorregelung
Beim Einlesen des Parameters mit der Bedieneinheit FR-PU04/FR-PU07 wird ein abweichender Parametername angezeigt.
Energiesparbetrieb (Pr. 60 = 4)
Bei einer Einstellung des Parameters 60 auf „4“ ist der Energiesparbetrieb ausgewählt.
Läuft der Motor längere Zeit mit konstanter Drehzahl, senkt der Frequenzumrichter selbsttätig
die Motorspannung ab. Durch die verringerte Motorspannung nimmt der Motor weniger Leistung auf. Hierdurch kann bis zu 30 % an Energie eingespart werden. Wird die volle Motorleistung benötigt, hebt der Frequenzumrichter die Ausgangsspannung wieder auf die volle Motorspannung an. Dies ist besonders vorteilhaft bei Lüfter- und Pumpenantrieben, die lange Zeit mit
einer konstanten Drehzahl betrieben werden.
HINWEIS
Für Anwendungen mit hohen Lastmomenten und häufigen Beschleunigungs-/Bremsphasen
ist der Energiesparbetrieb nicht geeignet.
Regelung auf optimalen Erregerstrom (OEC) (Pr. 60 = 9)
Bei einer Einstellung des Parameters 60 auf „9“ ist die Regelung auf optimalen Erregerstrom
ausgewählt.
Durch die Regelung des Erregerstroms erfolgt eine Verringerung des Energiebedarfs und eine
Verminderung der Motorverluste, besonders im Schwachlastbereich. Diese Einstellung ist besonders für Anwendungen mit großen Massenträgheitsmomenten und langen Beschleunigungs-/Bremszeiten wie Pumpen- und Lüftersteuerungen geeignet.
FR-F700 EC
6 - 159
Energiesparmodus und Energieüberwachung
HINWEISE
Parameter
Ist die Leistung des Motors in Bezug auf die Leistung des Frequenzumrichters sehr klein
oder es sind zwei oder mehr Motoren an einen Frequenzumrichter angeschlossen, sind die
Energiespareffekte nicht so wirksam wie bei korrekter Umrichterdimensionierung bzw. Einzelmotorenbetrieb.
Im Energiesparbetrieb (Parameter 60 = 4 oder 9) kann die Bremszeit bis zum Stillstand größer als der voreingestellte Wert sein. Verglichen mit einem Betrieb bei konstanter Last ist in
diesem Modus auch eine Überspannungsauslösung wahrscheinlicher. Vergrößern Sie in
diesen Fällen die Bremszeit.
Der Energiesparbetrieb und die Regelung auf optimalen Erregerstrom sind nur bei V/f-Regelung wirksam. Bei einer Einstellung des Parameters 80 auf einen Wert ungleich „9999“
(Stromvektorregelung) sind die Funktionen unwirksam.
6 - 160
Parameter
6.13.2
Energiesparmodus und Energieüberwachung
Energieüberwachung (Pr. 52, Pr. 54, Pr. 158, Pr. 891 bis Pr. 899)
Mit Hilfe der angenommenen Leistungsaufnahme im Normalbetrieb kann die Energieeinsparung ermittelt und ausgegeben werden.
Pr.Nr.
Bedeutung
Werkseinstellung
52
Anzeige der
Bedieneinheit
0
(Ausg.-freq)
54
158
891
Ausgabe CA-Klemme
1
Ausgabe AM-Klemme (Ausg.-freq)
Verschiebung des
Kommas bei der
Energieanzeige
Einstellbereich
Lastfaktor
3
52
1–3/5/6/8–14/17/
21/24/50/52/53
54
893
Referenzwert für
Energieüberwachung (Motorleistung)
0–4
894
Auswahl des (bisherigen) Regelverfahrens
UmrichterNennleistung entsprechend
der gewählten Überlastfähigkeit
0
30–150 %
895
896
897
898
Energiekosten
Zeit für die Mittelwertbildung der
Energieeinsparung
Zurücksetzen der
EnergieeinsparungsAnzeige
9999
9999
2
Ventilsteuerung (Pumpe)
3
Direkter Netzbetrieb (Festwert)
1
Keine Funktion
0–500
Einstellung der Kosten für eine Kilowattstunde
Die eingesparten Kosten können
über die Anzeige der Energieüberwachung aufgerufen werden.
9999
Keine Funktion
1–1000 h
9999
9999
Betriebszeit
(vorausberechneter
Wert)
9999
6.10.3
6.10.3
Mittelwert für 30 min
Mittelwert für die eingestellte Zeit
Keine Funktion
0
Kumulierte Werte löschen
1
Kumulierte Werte halten
10
9999
899
6.4.1
6.10.2
Der Wert beim direkten Netzbetrieb
wird als 100 % definiert.
Der Wert in Pr. 893 wird als 100 %
definiert.
9999
0
9999
Anzahl der Stellen zur Verschiebung
des Kommas bei der Energieanzeige
Der Wert wird bei Überschreitung
des Maximalwerts begrenzt.
Keine Verschiebung
Bei Überschreitung des Maximalwert wird der Wert gelöscht.
Einstellung des Lastfaktors des
Motors für den direkten Netzbetrieb
Der Wert wird zur Berechnung der
Leistungsaufnahme im Netzbetrieb
verwendet (siehe Seite 6-166).
Basisfrequenz
Anzeige der
Bedieneinheit
Ausgabe
CA-Klemme
Ausgabe
AM-Klemme
Siehe
Abschn.
01160
Einstellung der Motorleistung
oder 0,1–55 kW (Pumpenleistung)
kleiner
Der Wert wird zur Berechnung der
der Energieeinsparungsrate und der
01800
oder 0–3600 kW durchschnittlichen Energieeinsparung verwendet.
größer
Klappensteuerung auf der Abluft0
seite (Lüfter)
Drallregelung auf der Zuluftseite
1
(Lüfter)
0
Referenzwert für
Energieeinsparung
50: Anzeige der Leistungseinsparung
158
9999
100 %
Steht in Beziehung
zu Parameter
0/5/6/8–14/17/20/ 50: Anzeige der Leistungseinsparung
23–25/50–57/100 51: Anzeige der Energieeinsparung
9999
892
Beschreibung
0–100 %
9999
Kumulierte Werte weiterzählen
(Maximalwert der Kommunikationsdaten: 9999)
Kumulierte Werte weiterzählen
(Maximalwert der Kommunikationsdaten: 65535)
Berechnung der jährlichen Energieeinsparung
Stellen Sie die jährliche Betriebsdauer ein (365 Tage × 24 h sind als
100 % definiert)
Keine Funktion
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Die Parameter können in jeder Betriebsart und während des Betriebs geändert werden, auch
wenn Parameter 77 auf „0“ eingestellt ist.
FR-F700 EC
6 - 161
Energiesparmodus und Energieüberwachung
Parameter
Anzeige verschiedener Größen der Energieüberwachung
Folgende Tabelle zeigt die auf die Leistung bezogenen Größen, die bei der Energieüberwachung (Pr. 52 = Pr. 54 = Pr. 158 = 50) angezeigt werden können. Nur die Größen „Leistungseinsparung“ und „Mittelwert der Leistungseinsparung“ können über die Klemmen CA (Pr. 54)
und AM (Pr. 158) ausgegeben werden.
Parametereinstellung
Größe
Beschreibung und Berechnung
Einheit
Leistungseinsparung
Differenz zwischen der Leistungsaufnahme bei
Netzbetrieb und der berechneten Leistungsauf0,01 kW/
nahme beim Betrieb über Frequenzumrichter
0,1 kW Leistungsaufnahme bei Netzbetrieb − Eingangsleistung des Frequenzumrichers
Pr. 895 Pr. 896 Pr. 897 Pr. 899
Prozentuale Leistungseinsparung, wobei die
Leistungsaufnahme bei Netzbetrieb als 100 %
definiert ist
Leistungseinsparung
---------------------------------------------------------------- × 100
Leistungsein- Leistung bei Netzbetrieb
sparungsrate
Prozentuale Leistungseinsparung, wobei der
Wert in Pr. 893 als 100 % definiert ist
Leistungseinsparung
------------------------------------------------------------- × 100
Pr. 893
0,1 %
Mittelwert der Leistungseinsparung pro Stunde
Mittelwert der während der vorgegebenen Zeit (Pr. 897)
LeistungsΣ ( Leistungseinsparung × Δt )
einsparung
------------------------------------------------------Pr. 897
0,01 kW/
0,1 kW 0
—
9999
—
0
9999
0
–
1000 h
0,1 %
1
Mittelwert der Leistungseinsparung
----------------------------------------------------------------------------------------------------- × 100
Pr. 893
Durchschnittliche
Durchschnittlich gesparte Kosten
Leistungs0,01/0,1 Mittelwert der Leistungseinsparung × Pr. 896
kostenersparnis
Tab. 6-29: Größen bei der Leistungsüberwachung
6 - 162
9999
1
Prozentualer Mittelwert der Leistungseinsparung, wobei der Wert bei Netzbetrieb als 100 %
definiert ist
Σ ( Leistungseinsparungungsrate × Δt )
----------------------------------------------------------------------------------------------------------- × 100
Mittelwert der
Pr. 897
Leistungseinsparungsrate Prozentualer Mittelwert der Leistungseinsparung, wobei der Wert in Pr. 893 als 100 % definiert ist
9999
—
0–500
Parameter
Energiesparmodus und Energieüberwachung
Folgende Größen der Energieeinsparung (Pr. 52 = 51) können angezeigt werden. (Das Komma
kann um die in Parameter 891 vorgegebenen Stellen nach links verschoben werden.)
Parametereinstellung
Größe
Beschreibung und Berechnung
Einheit
Pr. 895 Pr. 896 Pr. 897 Pr. 899
Energieeinsparung
Energie kostenersparnis
Jährliche
Energieeinsparung
Jährliche
Energiekostenersparnis
Die Leistungseinsparung wird stündlich aufaddiert
Σ ( Leistungseinsparung × Δt )
Gesparte Kosten
Energieeinsparung × Pr. 896
Berechneter Wert der jährlich zu erwartenden
Energieeinsparung
Energieinsparung
Pr. 899
------------------------------------------------------ × 24 × 365 × ------------------Betriebszeit
100
Jährlich gesparte Energiekosten
Jährliche Energieinsparung × Pr. 896
0,01 kWh/
0,1 kWh
—
9999
9999
0,01/
0,1 0,01 kWh/
0,1 kWh
0,01/
0,1 —
0–500
—
9999
—
0
–
100 %
—
0–500
Tab. 6-30: Größen bei der Energieüberwachung
Im Kommunikationsbetrieb (2. serielle Schnittstelle oder Kommunikationsoption) erfolgt die
Anzeige mit einer Schrittweite von „1“. Der Wert „10,00 kWh“ wird als „10“ angezeigt.
Bei Verwendung der Bedieneinheit FR-PU04/FR-PU07 wird die Einheit „kW“ angezeigt.
Der Wert hängt von der Leistungsklasse des Frequenzumrichters ab (01160 oder kleiner/
01800 oder größer).
HINWEISE
Bei einem Übertrag zeigt 4-stellige Anzeige der Bedieneinheit FR-DU07 die Werte mit einer
Schrittweite von „0,1“ an. Überschreitet z.B. ein Anzeigewert mit einer Schrittweite von
„0,01“ den Wert „99,99“, erfolgt die Anzeige „100,0“. Der Maximalwert der Anzeige beträgt
„9999“.
Bei einem Übertrag zeigt 5-stellige Anzeige der Bedieneinheit FR-PU04/FR-PU07 die Werte
mit einer Schrittweite von „0,1“ an. Überschreitet z.B. ein Anzeigewert mit einer Schrittweite
von „0,01“ den Wert „999,99“, erfolgt die Anzeige „1000,0“. Der Maximalwert der Anzeige
beträgt „99999“.
Bei einer Einstellung des Parameters 898 auf „9999“ beträgt der Maximalwert im Kommunikationsbetrieb (2. serielle Schnittstelle oder Kommunikationsoption) „65535“. Für eine
Schrittweite von „0,01“ ist der maximale Anzeigewert „655,35“ und für eine Schrittweite von
„0,1“ ist der maximale Anzeigewert „6553,5“.
FR-F700 EC
6 - 163
Energiesparmodus und Energieüberwachung
Parameter
Anzeige der Augenblickswerte Leistungseinsparung und Leistungseinsparungsrate
Die Berechnung der Leistungseinsparung erfolgt mit Bezug auf den vorausberechneten Wert
beim direkten Netzbetrieb. Die Anzeige des Wertes erfolgt im Hauptmenü.
In folgenden Fällen ist die Anzeige der Leistungseinsparung „0“.
● Die berechneten Werte der Leistungseinsparung sind negativ.
● Die Abfrage erfolgt während einer DC-Bremsung.
● Es ist kein Motor angeschlossen. (Die Anzeige für den Ausgangsstrom zeigt 0 A.)
Die Anzeige der Leistungseinsparungsrate erfolgt bei einer Einstellung des Parameters 895
auf „0“ unter der Voraussetzung, dass der vorausberechnete Wert beim direkten Netzbetrieb
100 % entspricht. Ist der Parameter 895 auf „1“ eingestellt, wird die Einstellung des Parameters
893 als Referenzwert von 100 % festgelegt.
Anzeige der Durchschnittswerte Mittelwert der Leistungseinsparung, Mittelwert
der Leistungseinsparungsrate und durchschnittliche Leistungskostenersparnis
Die Anzeige der Mittelwerte der Leistungseinsparung erfolgt, wenn Parameter 897 auf einen
Wert ungleich „9999“ eingestellt ist.
Der Mittelwert der Leistungseinsparung gibt den durchschnittlichen Wert für einen bestimmten Zeitraum wieder.
Die Aktualisierung des Mittelwertes erfolgt, wenn nach einer Änderung des Parameters 897 die
Zeit für die Mittelwertbildung abgelaufen ist, die Spannungsversorgung eingeschaltet oder ein
Reset ausgeführt wird. Das Signal Y92 wird bei jeder Aktualisierung invertiert.
Pr. 897 = 4 [h]
Stillstand
Spannungsversorgung AUS
Momentane
Leistungsersparnis [kW]
Einstellung
Pr. 897
Mittelwert der
Leistungsersparnis [kW]
Betriebsstart
Mittelwert
Update der
Energieersparnis
Y92
Mittelwert
Mittelwert
Mittelwert
letzter Wert
Speicherung des Schaltzustandes beim
Ausschalten der Spannungsversorgung
I001180E
Abb. 6-98: Update der Energieersparnis
Bei einer Einstellung des Parameters 895 auf „0“ oder „1“ erfolgt die Anzeige der Leistungseinsparungsrate als Mittelwert für einen festgelegten Zeitraum.
Durch die Vorgabe der Kosten pro Kilowattstunde in Parameter 896 kann die durchschnittliche
Kostenersparnis angezeigt werden.
6 - 164
Parameter
Energiesparmodus und Energieüberwachung
Anzeige der Langzeitwerte Energieeinsparung, Energiekostenersparnis, jährliche Energieeinsparung und jährliche Energiekosteneinsparung
Bei der Energieanzeige kann das Komma um die in Parameter 891 vorgegebenen Stellen nach
links verschoben werden. Ist Parameter 891 auf „2“ eingestellt, so wird bei einem Wert von
1278,56 kWh auf der Bedieneinheit „12,78“ (Schrittweite 0,01 kWh) angezeigt, bei der Kommunikation wird der Wert „12“ verwendet. Bei einer Einstellung des Parameters 891 auf einen
Wert von „0“ bis „4“ wird der Wert bei Überschreitung des Maximalwerts abgeschnitten. Es
erfolgt eine Anzeige, dass eine Verschiebung des Kommas notwendig ist. Wird der Maximalwert
bei Einstellung des Parameters 891 auf „9999“ überschritten, beginnt die Anzeige erneut bei
„0“. Alle anderen angezeigten Werte werden bei Überschreitung des Maximalwert abgeschnitten.
Die Erfassung der Energieeinsparung erfolgt über einen festgelegten Zeitraum. Gehen Sie
zur Erfassung der Energieeinsparung wie folgt vor:
Setzen Sie Parameter 898 auf „9999“ oder „10“.
Setzen Sie Parameter 898 zu Beginn des Erfassungszeitraumes auf „0“, um den Zähler zu
löschen und starten Sie anschließend die Erfassung der Energieeinsparung.
Setzen Sie am Ende des Erfassungszeitraumes Parameter 898 auf „1“, um den Wert zu
halten.
HINWEIS
FR-F700 EC
Der Wert der Energieeinsparung wird jede Stunde gespeichert. Wird die Spannungsversorgung weniger als einer Stunde nach dem Ausschalten wieder eingeschaltet, wird der zuvor
gespeicherte Wert angezeigt und weitergezählt. (Der Wert kann somit sinken.)
6 - 165
Energiesparmodus und Energieüberwachung
Parameter
Vorausberechnete Leistungsaufnahme bei direktem Netzbetrieb (Pr. 892, Pr. 893, Pr. 894)
Wählen Sie aus den vier Kennlinien „Klappensteuerung auf der Abluftseite (Lüfter)“, „Drallregelung auf der Zuluftseite (Lüfter)“, „Ventilsteuerung (Pumpe)“ und „direkter Netzbetrieb“ die
Kennlinie für den direkten Netzbetrieb und setzen Sie Parameter 894 auf „3“.
Stellen Sie die Motorleistung (Pumpenleistung) in Parameter 893 ein.
Die prozentuale Leistungsaufnahme im direkten Netzbetrieb wird mit Hilfe der Kennlinie und
dem Verhältnis der Drehzahl zum Nennwert (aktuelle Ausgangsfrequenz/Basisfrequenz in
Pr. 3) ermittelt.
Direkter Netzbetrieb
Abb. 6-99:
Kennlinien der Leistungsaufnahme
Leistungsaufnahme [%]
Klappensteuerung
auf der Abluftseite
(Lüfter)
Ventilsteuer.
(Pumpe)
Drallregelung auf der
Zuluftseite
(Lüfter)
Verhältnis von Drehzahl zu Nennwert
I001181C
Unter Verwendung der in Parameter 893 eingestellten Motorleistung und dem in Parameter
892 eingestellten Lastfaktor ergibt sich die Leistungsaufnahme im direkten Netzbetrieb nach
folgender Formel:
Leistungsaufnahme [%] Pr. 892 [%]
Leistungsaufnahme im direkten Netzbetrieb = Pr. 893 [kW] × -------------------------------------------------------------- × ----------------------------100
100
HINWEIS
6 - 166
Da die Drehzahl im direkten Netzbetrieb nicht ansteigt, sondern durch die Netzfrequenz
festgelegt ist, ist sie bei Überschreitung der Basisfrequenz konstant.
Parameter
Energiesparmodus und Energieüberwachung
Jährliche Energieersparnis, Energiekosten (Pr. 899)
Durch die Einstellung der Betriebszeit in Prozent (Zeit, in der der Motor am Frequenzumrichter
betrieben wird) in Parameter 899, kann die jährliche Energieersparnis berechnet werden.
Sind die Betriebszyklen vorhersehbar, kann die jährliche Energieersparnis durch die Erfassung
der Energieersparnis in einem festgelegten Zeitraum vorausberechnet werden. Gehen Sie
dazu wie folgt vor:
Legen Sie die Betriebszeit pro Tag fest [h/Tag].
Legen Sie die Betriebstage pro Jahr fest [Tage/Jahr] (monatliche Betriebstage × 12)
Berechnen Sie aus und die jährliche Betriebszeit [h/Jahr]
Jährliche Betriebszeit = Betriebszeit pro Tag [h/Tag] × Betriebstage [Tage/Jahr]
Berechnen Sie die prozentuale Betriebszeit und stellen Sie diesen Wert in Parameter 899
ein
Jährliche Betriebszeit pro Tag [h/Jahr]
Prozentuale Betriebszeit = ----------------------------------------------------------------------------------------------------- × 100 [%]
24 [h/Tag] × 365 [Tage/Jahr]
Beispiel 쑴
Beispiel zur Berechnung der Betriebszeit:
Die Betriebszeit beträgt 21 Stunden täglich bei 16 Tagen im Monat.
Jährliche Betriebszeit = 21 [h/Tag] × 16 [Tage/Monat] × 12 Monate = 4032 [h/Jahr]
4032 [h/Jahr]
Prozentuale Betriebszeit = --------------------------------------------------------------------------- × 100 [%] = 46,03 %
24 [h/Tag] × 365 [Tage/Jahr]
Stellen Sie Parameter 899 auf 46,03 %.
쑶
Berechnen Sie die jährliche Energieersparnis aus dem Wert des Parameters 899 und der
angezeigten Leistungsersparnis:
Pr. 899
Jährliche Energieersparnis [kWh/Jahr] = Mittelwert der Leistungeinsparung [kW] bei × 24 h × 365 Tage × ------------------100
Aufsummierung mit Pr. 898 = 10 oder 9999
Nach Einstellung der Energiekosten in Parameter 896 kann die jährliche Kostenersparnis
angezeigt werden. Die Berechnung erfolgt nach folgender Formel:
Jährliche Kostenersparnis = Jährliche Energieersparnis [kWh/Jahr] × Pr. 896
HINWEIS
FR-F700 EC
Im generatorischen Betrieb erfolgt die Berechnung unter der Annahme, dass die Leistungseinsparung der Leistung bei direktem Netzbetrieb entspricht (Eingangsleistung = 0).
6 - 167
Reduzierung der Motorgeräusche
6.14
Parameter
Reduzierung der Motorgeräusche
Einstellung
6.14.1
Siehe
Abschn.
Einzustellende Parameter
Reduzierung der Motorgeräusche,
Taktfrequenz und Soft-PWM
Verringerung von elektromagnetischen Störungen und Ableitströmen
Pr. 72, Pr. 240,
Pr. 260
Reduzierung mechanischer Resonanzen
Pr. 653, Pr. 654 6.14.2
Vibrationsunterdrückung
6.14.1
Trägerfrequenz und Soft-PWM (Pr. 72, Pr. 240, Pr. 260)
Motorgeräusche können reduziert werden.
Pr.Nr.
72
240
260
Werkseinstellung
Bedeutung
PWM-Funktion Soft-PWM Einstellbereich
01160
oder
kleiner
0–15
(ganzzahlig)
01800
oder
größer
0–6/25
2
Die Trägerfrequenz kann verändert
werden. Die Anzeige erfolgt in kHz.
Die Einstellungen entsprechen folgenden Frequenzwerten:
0 ............. 0,7 kHz
Einstellungen von 1–14 entsprechen direkt der Taktfrequenz
15 ......... 14,5 kHz
25 ........... 2,5 kHz
0
Soft-PWM deaktiviert
1
Bei einer Einstellung des Pr. 72 zwischen „0“ und „5“ („0“ und „4“ für
01800 oder größer) ist die SoftPWM aktiv.
0
Die Trägerfrequenz ist unabhängig
von der Last konstant.
Bei einer Einstellung der Trägerfrequenz auf ≥3 Hz (Pr. 73 ≥ 3) sollte
der Ausgangstrom kleiner als 85 %
des Nennstromes sein.
1
Die Trägerfrequenz sinkt bei steigender Last.
1
Regelung der PWMTrägerfrequenz
Beschreibung
1
Steht in Beziehung
zu Parameter
156
Siehe
Abschn.
Anwahl der
6.2.4
Strombegrenzung
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Die Parameter können in jeder Betriebsart und während des Betriebs geändert werden,
auch wenn Parameter 77 auf „0“ eingestellt ist.
Änderung der Trägerfrequenz (Pr. 72)
Die Trägerfrequenz des Frequenzumrichters ist einstellbar.
Über Parameter 72 können durch Veränderung der Trägerfrequenz lastabhängige Motorgeräusche verändert, durch Resonanzschwingungen hervorgerufene Vibrationen vermieden und
Ableitströme vermindert werden.
Werden die Frequenzumrichter ab Leistungsklasse 01800 mit einem ausgangsseitigen Sinusfilter (MT-BSL/BSC) verwendet, ist Parameter 72 auf „25“ einzustellen (2,5 kHz).
SOFT-PWM-Funktion (Pr. 240)
Metallische Motorgeräusche können über Parameter 240 reduziert werden.
Regelung der Trägerfrequenz (Pr. 260)
Beim kontinuierlichen Betrieb mit einer Taktfrequenz ≥ 3 kHz (Pr. 72 ≥ 3), vermindert sich diese
zum Schutz der Frequenzumrichter-Ausgangstransistoren automatisch auf 2 kHz, sobald der
Frequenzumrichter den in Anhang A in Klammern angegebenen Ausgangsnennstrom (= 85 %
Last) überschreitet. (Die Motorgeräusche nehmen zu. Dies ist kein Fehler.)
Ist Parameter 260 auf „0“ eingestellt, bleibt die Trägerfrequenz lastunabhängig konstant
(Einstellung Pr. 72). Die Motorgeräusche bleiben gleichmäßig.
6 - 168
Parameter
HINWEISE
Reduzierung der Motorgeräusche
Eine Herabsetzung der Trägerfrequenz vermindert die Geräusche des Frequenzumrichters
und die Ableitströme, doch die Motorgeräusche nehmen zu.
Bei einer Einstellung des Parameters 570 auf „0“ (Werkseinstellung) ist Parameter 260 wirkungslos. Die Trägerfrequenz sinkt automatisch bei steigender Last (siehe Abschn. 6.2.5).
Ist die Trägerfrequenz auf einen Wert kleiner oder gleich 1 kHz (Pr. 72 ≤ 1) eingestellt, kann
in Abhängigkeit des Motors aufgrund von Oberwellenströmen die intelligente Ausgangsstromüberwachung vor der Strombegrenzung ansprechen und zu einer Verringerung des
Drehmoments führen. Deaktivieren Sie in diesem Fall die intelligente Ausgangstromüberwachung über Parameter 156.
Beachten Sie beim Anschluss ausgangsseitiger Sinusfilter die Hinweise der Hersteller zur
benötigten Trägerfrequenz (Taktfrequenz des Umrichters).
FR-F700 EC
6 - 169
Reduzierung der Motorgeräusche
6.14.2
Parameter
Vibrationsunterdrückung (Pr. 653, Pr. 654)
Durch mechanische Resonanzen des Antriebs hervorgerufene Vibrationen können zu einem instabilen Ausgangsstrom (Drehmoment) führen. In diesem Fall können die Schwankungen des
Ausgangsstroms (Drehmoments) durch eine Änderung der Ausgangsfrequenz verkleinert und
die Vibrationen reduziert werden.
Pr.Nr.
Werkseinstellung
Bedeutung
653
Vibrationsunterdrückung
654
Grenzfrequenz der
Vibrationsunterdrückung
EinstellBeschreibung
bereich
Unterdrückung von Drehmomentzur Reduzierung von Vibra0–200 % schwankungen
tionen, die von mechanischen Resonanzen
hervorgerufen werden
0
20Hz
Steht in Beziehung
zu Parameter
0–120 Hz
Siehe
Abschn.
—
Minimalfrequenz für den Laständerungszyklus
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Funktionsweise
Beschleunigung/Abbremsung
Ausgangsfrequenz
DrehzahlSollwert
+
V/f-Regelung
-
Vibrationsunterdrückung
Frequenzausgabe
Spannungsausgabe
Grenzfrequenz
Pr. 654
Proportionalverstärkung
Pr. 653
Drehmoment
erzeugender
Strom
I002100E
Abb. 6-100: Funktionsweise der Vibrationsunterdrückung
Einstellung
Treten durch mechanische Resonanzen hervorgerufene Vibrationen auf, setzen Sie Parameter
653 auf „100 %“. Betreiben Sie den Frequenzumrichter bei der Frequenz, die die größten Vibrationen hervorruft und prüfen Sie, ob die Vibrationen nach wenigen Sekunden nachlassen
oder nicht. Tritt keine Besserung ein, erhöhen Sie den Einstellwert des Parameters 653 schrittweise und prüfen Sie, ob die Vibrationen abnehmen.
Nehmen die Vibrationen bei einer Vergrößerung des Einstellwerts zu, verringern Sie den Wert
des Parameters 653.
Ist die Resonanzfrequenz, die die mechanischen Schwingungen (Drehmomentänderung,
Drehzahl- oder Zwischenkreisspannungsschwankung) hervorruft, aufgrund von Messwerten
o. Ä. bekannt, stellen Sie Parameter 654 auf einen Wert, der 0,5 bis 1-mal die Resonanzfrequenz beträgt. (Die Einstellung eines Frequenzbereichs unterstützt die Unterdrückung der
Vibrationen.)
Grenzfrequenz
Drehmoment
erzeugender
Strom
Erfassungsbereich
der Drehmomentschwankung
0
Pr. 654
Schwingungsfrequenz
159 Hz (fest vorgegeben)
I002101E
Abb. 6-101: Einstellung
HINWEIS
6 - 170
In Abhängigkeit des Antriebs kann eine Reduzierung der Vibrationen ausbleiben oder die
Einstellung des Parameters 653 zeigt keine Wirkung.
Parameter
6.15
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4)
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4)
Einstellung
Auswahl des Spannungs-/Stromein- Festlegung der Sollwert-Eingangsdaten
gangs (Klemme 1, 2 und 4) und der
Steuerung der Drehrichtung
6.15.1
Siehe
Abschn.
Einzustellende Parameter
Pr. 73, Pr. 267
6.15.1
Überlagerung der AusgangsfreAnaloger Hilfseingang und Überlagerung Pr. 73, Pr. 242,
quenz über einen analogen Hilfsein- (Kompensation und Überlagerung)
Pr. 243, Pr. 252,
gang
Pr. 253
6.15.2
Störunterdrückung am analogen
Eingang
Sollwert-Signalfilter
6.15.3
Kalibrierung von analoger Frequenzvorgabe und Spannung
(Strom)
Offset und Verstärkung des Spannungs-/ Pr. 125, Pr. 126,
Stromsollwerte
Pr. 241, C2–C7
(Pr. 902–Pr. 905)
Pr. 74
6.15.4
Festlegung der Sollwert-Eingangsdaten (Pr. 73, Pr. 267)
Mit Hilfe der Parameter lassen sich die Sollwerteingänge für verschiedene Eingangsbedingungen bzw. Überlagerungsfunktionen festlegen.
Folgende Festlegungsmöglichkeiten sind gegeben:
● Auswahl der Referenzspannungen und Ströme: 0 bis ±10 V, 0 bis ±5 V oder 0/4 bis 20 mA
● Auswahl einer arithmetischen Überlagerung oder einer prozentualen Überlagerung
● Unterbindung der Drehrichtungsumkehr bei negativer Sollwertspannung an Klemme 1
Beschreibung
Pr.Nr.
Werkseinstellung
Bedeutung
Einstell- Wahlschalter
bereich Spannungs-/
Stromeingang
Steht in Beziehung
zu Parameter
Schalter 2: AUS
Festlegung der Sollwert-Ein(Werkseinstellung) gangsdaten an Klemme 1
(0–±5 V, 0–±10 V) und 2
(0–5 V, 0–10 V, 0–20 mA)
Eine Überlagerung und
6/7/16/17 Schalter 2: EIN
Drehrichtungsumkehr kann
ausgewählt werden.
0–5/
10–15
73
Festlegung der Sollwert-Eingangsdaten
1
0
267
Festlegung der Sollwert-Eingangsdaten
an Klemme 4
Schalter 1: EIN
Klemme 4: 0/4–20 mA
(Werkseinstellung)
1
22
125
126
252
Klemme 4: 0–5 V
0
Schalter 1: AUS
2
Klemme 4: 0–10 V
253
Strombegrenzung
Verstärkung für
Sollwertvorgabe
an Klemme 2
(Frequenz)
Verstärkung für
Sollwertvorgabe
an Klemme 4
(Frequenz)
Offset der Überlagerung der Sollwertvorgabe
Verstärkung der
Überlagerung der
Sollwertvorgabe
Siehe
Abschn.
6.2.4
6.15.4
6.15.4
6.15.2
6.15.2
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
FR-F700 EC
6 - 171
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4)
Parameter
Festlegung der Eingangsdaten
Für die Klemmen 2 und 4 zur analogen Sollwertvorgabe kann ein Eingangsspannungsbereich
von 0–5 V/0–10 V oder ein Eingangsstrombereich von 0/4–20 mA gewählt werden.
Wählen Sie die Daten über die Parameter 73 und 267 und den Wahlschalter Spannungs-/
Stromeingang (Schalter 1, 2).
Wahlschalter
Spannungs-/Stromeingang
4
2
Schalter 1: Eingang Klemme 4
EIN: Stromeingang (Werkseinstellung)
AUS: Spannungseingang
Schalter 2: Eingang Klemme 2
EIN: Stromeingang
AUS: Spannungseingang (Werkseinstellung)
Schalter 1
Schalter 2
I002102E
Abb. 6-102: Wahlschalter Spannungs-/Stromeingang
Die Nenndaten der Eingänge 2 und 4 hängen von der Einstellung des Wahlschalters Spannungs-/Stromeingang ab:
Spannungseingang: Eingangswiderstand 10 kΩ ± 1 kΩ, maximal zulässige Spannung 20 V DC
Stromeingang: Eingangswiderstand 245 Ω ± 5 Ω, maximal zulässiger Strom 30 mA
HINWEISE
Nehmen Sie die Einstellung der Parameter 73 und 267 und des Wahlschalter Spannungs-/
Stromeingang sehr sorgfältig vor und geben Sie anschließend ein analoges Eingangssignal
entsprechend den Einstellungen ein. Eine falsche Einstellung kann wie in folgender Tabelle
gezeigt zu Fehlfunktionen führen. Andere Einstellungen als die in der Tabelle gezeigten
können zu einem unvorhersehbaren Verhalten der Maschine führen.
Einstellungen, die zu Fehlern führen
Betrieb
6 - 172
Schalterstellung
Klemmenfunktion
EIN
(Stromeingang)
Spannungseingang
Kann zur Zerstörung der Ausgangskreise externer Einheiten
führen (elektrische Last des analogen Signalkreises der
externen Einheit steigt an)
AUS
(Spannungseingang)
Stromeingang
Kann zur Zerstörung der Eingangskreise des Frequenzumrichters führen (Ausgangsleistung des analogen Ausgangskreises der externen Einheit steigt an)
Parameter
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4)
Die Auswahl der Belegung wird nach folgender Tabelle vorgenommen. Die in der Tabelle grau
unterlegten Eingänge kennzeichnen die Sollwerteingänge. Die anderen Eingänge stellen das
Überlagerungssignal dar.
Pr. 73
AUSignal
Klemme 2
Klemme 1
0
0–10 V
0–±10 V
1
(Werkseinstellung)
0–5 V
0–±10 V
2
0–10 V
0–±5 V
3
0–5 V
0–±5 V
4
0–10 V
0–±10 V
5
0–5 V
0–±5 V
0/4–20 mA
0–±10 V
0/4–20 mA
0–±5 V
10
0–10 V
0–±10 V
11
0–5 V
0–±10 V
12
0–10 V
0–±5 V
13
0–5 V
0–±5 V
14
0–10 V
0–±10 V
15
0–5 V
0–±5 V
16
0/4–20 mA
0–±10 V
17
0/4–20 mA
0–±5 V
6
7
AUS
Klemme 4
Überlagerungseingang und
Überlagerungsmethode
Drehrichtungsumkehr bei
negativer
Sollwertspannung
Klemme 1
Arithmetische Überlagerung
Nein Klemme 2
Prozentuale Überlagerung
—
Klemme 1
Arithmetische Überlagerung
Ja
Klemme 2
Prozentuale Überlagerung
Klemme 1
Arithmetische Überlagerung
0–±10 V
0
1
(Werkseinstellung)
0–±10 V
Klemme 1
Arithmetische Überlagerung
—
2
0–±5 V
3
0–±5 V
4
0–10 V
5
0–5 V
Nein Klemme 2
Prozentuale Überlagerung
—
6
7
0–±10 V
EIN
—
0–±5 V
10
0–±10 V
11
0–±10 V
Abhängig
von Pr. 267:
0: 4–20 mA
(Werkseinstellung)
1: 0–5 V
2: 0–10 V
Klemme 1
Arithmetische Überlagerung
—
12
0–±5 V
13
0–±5 V
Ja
14
0–10 V
15
0–5 V
—
16
0–±10 V
—
17
0–±5 V
Klemme 2
Prozentuale Überlagerung
Klemme 1
Arithmetische Überlagerung
Tab. 6-31: Einstellungen der Parameter 73 und 267
FR-F700 EC
Ein negatives Sollwertsignal ist unwirksam.
6 - 173
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4)
Parameter
Stellen Sie den Wahlschalter Spannungs-/Stromeingang wie in folgender Tabelle gezeigt ein.
Klemme 2
Pr. 73
Spannungseingang
(0 bis 10 V)
0, 2, 4, 10, 12, 14
Spannungseingang
(0 bis 5 V) Stromeingang
(0 bis 20 mA)
Schalter 2 Klemme 4
Pr. 267
Schalter 1
AUS
Spannungseingang
(0 bis 10 V)
2
AUS
1 (Werkseinstellung), 3, 5, 11, 13,
15
AUS
Spannungseingang
(0 bis 5 V)
1
AUS
6, 7, 16, 17
EIN
Stromeingang
(0 bis 20 mA) 0
(Werkseinstellung)
EIN
Tab. 6-32: Einstellung des Wahlschalters Spannungs-/Stromeingang
HINWEISE
Werkseinstellung
Schalten Sie das Signal AU ein, um die Klemme 4 freizugeben.
Stimmen Sie die Parametereinstellung und die Schalterstellung aufeinander ab. Eine unterschiedliche Einstellung kann zu Fehlfunktionen, Störungen oder Beschädigungen führen.
Bei der arithmetischen Überlagerung ist die Ausgangsfrequenz die Summe aus dem Frequenzsollwert an Klemme 1 und dem Frequenzsollwert an Klemme 2 bzw. 4.
Bei der prozentualen Überlagerung lässt sich die Ausgangsfrequenz um den an Klemme 2
eingestellten prozentualen Wert (50–150 %), bezogen auf das an Klemme 1 bzw. 4 anliegende Sollwertsignal verändern. (Liegt an Klemme 1 bzw. 4 kein Sollwertsignal, ist keine
Überlagerung durch ein Signal an Klemme 2 möglich.)
Eine Änderung der maximalen Ausgangsfrequenz bei maximaler Eingangsspannung bzw.
maximalem Eingangsstrom kann über Parameter 125 oder 126 eingestellt werden. Dabei
muss kein Eingangssignal anliegen. Eine Einstellung von Parameter 73 hat keinen Einfluss
auf die Beschleunigungs-/Bremszeit.
Wenn Parameter 22 auf den Wert „9999“ gesetzt ist, wird die Klemme 1 für die Einstellung
der Stromgrenze genutzt.
6 - 174
Parameter
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4)
Sollwertvorgabe über analoge Eingangsspannung
Die Vorgabe des Sollwertsignals erfolgt an den Klemmen 2-5 in einem Spannungsbereich von
0–5 V DC (oder 0–10 V DC). Bei 5 bzw. 10 V wird die maximale Ausgangsfrequenz ausgegeben.
Das Sollwertsignal kann unter Verwendung der internen 5-V-/10-V-Spannungsquelle oder einer
externen Spannungsquelle erzeugt werden. Die interne 5-V-Spannung liegt an den Klemmen
10-5 und die 10-V-Spannung an den Klemmen 10E-5 an.
Frequenzumrichter
Rechtslauf
0–5 V DC
Frequenzvorgabe
Wahlschalter
Spannungs-/
Stromeingang
STF
PC
Abb. 6-103:
Frequenzvorgabe über Spannung 0–5 V DC
an Klemme 2
2
4
10
2
5
Vorgabe des Frequenzsollwerts
über Klemme 2 (0–5 V DC)
I002103E
Frequenzumrichter
Rechtslauf
0–10 V DC
Frequenzvorgabe
STF
Wahlschalter
Spannungs-/
Stromeingang
PC
Abb. 6-104:
Frequenzvorgabe über Spannung 0–10 V DC
an Klemme 2
2
4
10E
2
5
Vorgabe des Frequenzsollwerts
über Klemme 2 (0–10 V DC)
I002104E
Frequenzumrichter
Rechtslauf
STF
Freigabe
Klemme 4
AU
0–5 V DC
Frequenzvorgabe
PC
Wahlschalter
Spannungs-/
Stromeingang
4
Abb. 6-105:
Frequenzvorgabe über Spannung 0–5 V DC
an Klemme 4
2
10
4
5
Vorgabe des Frequenzsollwerts
über Klemme 4 (0–5V DC)
I002105E
FR-F700 EC
6 - 175
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4)
Parameter
Klemme
Interne Versorgungsspannung
Auflösung des
Frequenzsollwerts
Pr. 73
(Eingangsspannung an Klemme 2)
10
5 V DC
0,024/50 Hz
0–5 V DC
10E
10 V DC
0,012/50 Hz
0–10 V DC
Tab. 6-33: Interne Spannungsversorgung
Stellen Sie Parameter 73 bei einer Eingangsspannung von 10 V DC an Klemme 2 auf einen
der Werte „0, 2, 4, 10, 12 oder 14“. (In der Werkseinstellung ist der Spannungsbereich 0–5 V.)
Durch die Einstellung „1“ (0–5 V DC) oder „2“ (0–10 V DC) in Parameter 267 wird Klemme 4
zu einem Spannungseingang. Beim Einschalten des AU-Signals wird Klemme 4 deaktiviert.
HINWEIS
Die maximal zulässige Länge der Anschlussleitungen für die Klemmen 10, 2 und 5 beträgt 30 m.
Sollwertvorgabe über analogen Eingangsstrom
Beim Einsatz eines Lüfters oder einer Pumpe zur Druck- oder Temperaturregelung kann eine
automatische Regelung durch Einspeisung eines Aufnehmersignals in den 0/4–20-mA-Stromeingang über die Klemmen 4-5 erfolgen.
Um den Stromeingang (Klemme 4) zu aktivieren, muss das Signal AU eingeschaltet sein.
Durch die Einstellung des Parameters 73 auf einen der Werte „6, 7, 16 oder 17“ wird Klemme
2 zum Stromeingang. In diesem Fall muss das Signal AU nicht eingeschaltet werden.
Frequenzumrichter
Rechtslauf
STF
AU
0/4–20 mA DC
Frequenzvorgabe
Stromeinspeisung
PC
Wahlschalter
Spannungs-/
Stromeingang
4
Abb. 6-106:
Vorgabe des Frequenzsollwertes über die mit
der Funktion „Stromeingang 0/4–20 mA“
programmierten Klemme 4
2
4
5
Vorgabe des Frequenzsollwerts
über Klemme 4 (0/4–20 mA DC)
I002106E
Frequenzumrichter
Rechtslauf
STF
PC
Wahlschalter
Spannungs-/
Stromeingang
4
Abb. 6-107:
Vorgabe des Frequenzsollwertes über die mit
der Funktion „Stromeingang 0/4–20 mA“
programmierten Klemme 2
2
0/4–20mA DC
Frequenzvorgabe
Stromeinspeisung
2
5
Vorgabe des Frequenzsollwerts
über Klemme 2 (0/4–20mA DC)
I002107E
6 - 176
Parameter
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4)
Drehrichtungsumkehr über analogen Eingang
Durch die Einstellung des Parameters 73 auf einen der Werte „10–17“ wird Drehrichtungsumkehr über einen analogen Eingang freigegeben.
Bei Anwahl eines bipolaren Spannungsbereiches (0–±5 V oder 0–±10 V) für die Klemme 1
erfolgt die Drehrichtungsumkehr durch ein negatives Signal an Klemme 1.
Linkslauf
Frequenzsollwert [Hz]
Rechtslauf
keine
Drehrichtungsumkehr
Abb. 6-108:
Drehrichtungsumkehr über negative
Sollwertspannung an Klemme 1 bei Vorgabe
von STF
Drehrichtungsumkehr
Summe der SollwertEingangssignale
I001185E
FR-F700 EC
6 - 177
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4)
6.15.2
Parameter
Überlagerung der analogen Eingänge
(Pr. 73, Pr. 242, Pr. 243, Pr. 252, Pr. 253)
Die Parameter ermöglichen eine arithmetische oder prozentuale Überlagerung der Hauptfrequenz oder der Festfrequenzen durch ein Überlagerungssignal.
Pr.Nr.
Bedeutung
73
Festlegung der SollwertEingangsdaten
Werkseinstellung
Einstellbereich
Beschreibung
Steht in Beziehung
zu Parameter
1
0–3/6/7/
10–13/
16/17
Arithmetische Überlagerung
4/5/14/17
Prozentuale Überlagerung
28
73
242
Größe des Überlagerungssignals an Klemme 1 für
Klemme 2
100 %
0–100 %
Größe der arithmetischen Überlagerung
bei Vorgabe der Hauptdrehzahl an
Klemme 2
243
Größe des Überlagerungssignals an Klemme 1 für
Klemme 4
75 %
0–100 %
Größe der arithmetischen Überlagerung
bei Vorgabe der Hauptdrehzahl an
Klemme 4
252
Offset der Überlagerung
der Sollwertvorgabe
50 %
0–200 %
Einstellung des Offsets der Überlagerung
der Sollwertvorgabe
253
Verstärkung der Überlagerung der Sollwertvorgabe
150 %
0–200 %
Einstellung der Verstärkung der Überlagerung der Sollwertvorgabe
Überlagerung der
Festfrequenzen
Festlegung der
SollwertEingangsdaten
Siehe
Abschn.
6.5.3
6.15.1
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Arithmetische Überlagerung (Pr. 242, Pr. 243)
Die Hauptfrequenz kann für eine synchrone/kontinuierliche Drehzahlsteuerung durch ein
Kompensationssignal überlagert werden.
Frequenzumrichter
Abb. 6-109:
Schaltungsbeispiel für eine additive
Überlagerung
Rechtslauf
Hauptfrequenz
Überlagerungssignal
0–±10 V (±5 V)
I001186E
Bei einer Einstellung des Parameter 73 auf einen der Werte „0–3, 6, 7, 10–16 oder 17“ wird die
Spannung an den Klemmen 1-5 zu der Spannung an den Klemmen 2-5 addiert.
Ist das Ergebnis der Addition negativ, wird es bei einer Einstellung des Parameters auf einen
der Werte „0–3, 6, 7“ auf „0“ gesetzt. Bei einer Einstellung des Parameters auf einen der Werte
„10–13, 16, 17“ und gestatteter Drehrichtungsumkehr (Pr. 78) beim Einschalten des STFSignals ein Linkslauf ausgeführt.
Auch die Frequenzvorgabe an Klemme 4 (Werkseinstellung: 0/4–20 mA) und die Festfrequenzen können durch das Signal an Klemme 1 überlagert werden.
Das Überlagerungssignal für Klemme 2 kann mit Parameter 242, das Überlagerungssignal für
Klemme 4 mit Parameter 243 eingestellt werden:
Pr. 242
Analoger Sollwert über Klemme 2 = Wert an Klemme 2 + Wert an Klemme 1 × -------------------100 [%]
Pr. 243
Analoger Sollwert über Klemme 4 = Wert an Klemme 4 + Wert an Klemme 1 × -------------------100 [%]
6 - 178
Parameter
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4)
Ausgangsfrequenz
Ausgangsfrequenz
Bei einer Spannung
über den Klemmen
2-5 von 2,5 V (5 V)
Bei einer Spannung
über den Klemmen
2-5 von 2,5 V (5 V)
Bei einer Spannung
über den Klemmen
2-5 von 0 V
Bei einer Spannung
über den Klemmen
2-5 von 0 V
−5 V −2,5 V
(−10 V) (−5 V)
0
+2,5 V
+5 V
(+5 V) (+10 V)
Rechtslauf
STF-Signal
EIN
−5 V −2,5 V
(−10 V) (−5 V)
Klemme 1
STF-Signal
EIN
Rechtslauf
0
+2,5 V
+5 V
(+5 V) (+10 V)
Linkslauf
Linkslauf
Klemme 1
Rechtslauf
Rechtslauf
Pr. 73 = 10–15
Pr. 73 = 0–5
I001187E
Abb. 6-110: Arithmetische Überlagerung der Sollwertvorgabe
Prozentuale Überlagerung (Pr. 252, Pr. 253)
Die Hauptfrequenz kann um einen festgelegten Faktor verändert werden.
Frequenzumrichter
Abb. 6-111:
Schaltungsbeispiel für eine prozentuale
Überlagerung
Rechtslauf
Einstellung der
Überlagerung
Hauptdrehzahl
I001188E
Bei einer Einstellung des Parameter 73 auf einen der Werte „4, 5, 14 oder 15“ wird die
Hauptfrequenz prozentual überlagert.
Bei der prozentualen Überlagerung erfolgt die Vorgabe des Hauptfrequenz an Klemme 1 oder
4. Das Überlagerungssignal wird über Klemme 2 eingegeben. (Liegt an Klemme 1 oder 4 kein
Signal an, ist die Überlagerung an Klemme 2 unwirksam.)
Der Bereich der Überlagerung wird mit Parameter 252 und 253 festgelegt.
FR-F700 EC
6 - 179
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4)
Parameter
Der Frequenzsollwert lässt sich nach folgender Formel berechnen:
Überlagerungssignal [%]
Frequenzsollwert [Hz] = Hauptfrequenz [Hz] × ----------------------------------------------------------------100 [%]
Hauptfrequenz [Hz]: Klemme 1, 4 oder Festfrequenz
Überlagerungssignal [%]: Klemme 2
Überlagerung [%]
Pr. 252, Pr. 253
Abb. 6-112:
Prozentuale Überlagerung
Werkseinstellung
(50 % bis 150 %)
Spannung an den Klemmen 2-5
I001189E
Pr. 73 = 5
Folgende Abbildung zeigt den Frequenzsollwert in Abhängigkeit des Signals an Klemme 1
(Hauptfrequenz) und der Klemme 2 (Überlagerungssignal).
Frequenzsollwert [Hz]
Beispiel 쑴
75
Klemme 2: 5 V DC
(150 %)
50
Klemme 2: 2,5 V DC
(100 %)
37,5
Klemme 2: 0 V DC
(50 %)
25
12,5
0
0
2,5
Spannung an Klemme 1
5
I001190E
Abb. 6-113: Frequenzsollwert in Abhängigkeit des Signals an Klemme 1 und der Klemme 2
쑶
HINWEISE
Überprüfen Sie nach einer Änderung des Parameters 73 die Einstellung des Wahlschalters
Spannungs-/Stromeingang. Eine unterschiedliche Einstellung von Parameter und Wahlschalter kann zu Fehlfunktionen, Störungen oder Beschädigungen führen (siehe auch Seite
6-171).
Klemme 4 muss über das AU-Signal freigegeben werden.
Bei einer Kompensation der Festfrequenzen oder der Vorgabe über das digitale Motorpotentiometer ist Parameter 28 auf „1“ (Überlagerung freigegeben) zu setzen.
6 - 180
Parameter
6.15.3
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4)
Sollwert-Signalfilter (Pr. 74)
Handelt es sich bei dem Sollwertsignal (Klemme 1, 2 oder 4) um ein instabiles bzw. mit Störungen überlagertes Signal, so besteht die Möglichkeit, diese Instabilität bzw. Störung durch Erhöhen des Einstellwertes in Parameter 74 herauszufiltern.
Pr.Nr.
Bedeutung
74
Sollwert-Signalfilter
Werkseinstellung
Einstellbereich
1
0–8
Beschreibung
Einstellung der Zeitkonstante für das
Filter des Analogeingangs
Ein hoher Einstellwert hat eine hohe
Filterwirkung zur Folge.
Steht in Beziehung
zu Parameter
Siehe
Abschn.
—
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Erhöhen Sie den Einstellwert, wenn ein stabiler Betrieb aufgrund von Störungen nicht möglich
ist. Eine Erhöhung des Wertes hat zwangsläufig eine Verlängerung der Ansprechzeit der
Sollwertsignale zur Folge. (Der Einstellbereich von 0 bis 8 entspricht einem Bereich der
Zeitkonstante von 10 ms bis 1 s.)
FR-F700 EC
6 - 181
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4)
6.15.4
Parameter
Ausgangsfrequenz in Abhängigkeit vom Sollwertsignal
[Pr. 125, Pr. 126, Pr. 241, C2 (Pr. 902) bis C7 (Pr. 905)]
Die Ausgangsfrequenz kann in Abhängigkeit vom Sollwertsignal (0 bis 5 V, 0 bis 10 V oder 0/4
bis 20 mA) eingestellt werden.
Eine genaue Anpassung des Frequenzumrichters an Sollwertsignale, die nicht exakt 5 oder
10 V bzw. 20 mA erreichen oder diese etwas überschreiten, ist über diese Parameter möglich.
Ebenfalls kann hierüber eine inverse Regelung (große Ausgangsfrequenz bei minimalem
Sollwert, minimale Ausgangsfrequenz bei maximalem Sollwert) parametriert werden.
Werkseinstellung
Einstellbereich
Beschreibung
Verstärkung für Sollwertvorgabe an Klemme 2
(Frequenz)
0–400 Hz
Einstellung der Verstärkung für
Sollwert an Klemme 2 in Hz
(Maximalwert)
20
50 Hz
Verstärkung für Sollwertvorgabe an Klemme 4
(Frequenz)
50 Hz
0–400 Hz
Einstellung der Verstärkung für
Sollwert an Klemme 4 in Hz
(Maximalwert)
73
126
241
Wechsel der Anzeige des analogen Eingangssignals 0
C2
(902)
Offset für Sollwertvorgabe an
Klemme 2 (Frequenz) 0 Hz
C3
(902)
Dem Offset-Frequenzwert
zugeordneter Offset-Wert
des Eingangssignals an
Klemme 2 C4
(903)
Dem Verstärkungs-Frequenzwert zugeordneter Verstärkungs-Wert des Eingangssignals an Klemme 2 C5
(904)
Offset für Sollwertvorgabe an
Klemme 4 (Frequenz) C6
(904)
Dem Offset-Frequenzwert
zugeordneter Offset-Wert
des Eingangssignals an
Klemme 4 C7
(905)
Dem Verstärkungs-Frequenzwert zugeordneter Verstärkungs-Wert des Eingangssignals an Klemme 4 Pr.-Nr.
Bedeutung
125
0
Anzeige in %
1
Anzeige in
V/mA
Steht in Beziehung
zu Parameter
Auswahl der
Einheit für die
Anzeige
0–400 Hz
Einstellung des Offsets für Sollwert an Klemme 2 in Hz
0–300 %
Einstellung eines Offset-Wertes
(Minimalwert) für das analoge
Eingangssignal an Klemme 2
(in % oder V/mA)
100 %
0–300 %
Einstellung des Verstärkung-Wertes (Maximalwert) für das analoge
Eingangssignal an Klemme 2
(in % oder V/mA)
0 Hz
0–400 Hz
Einstellung des Offsets für Sollwert an Klemme 4 in Hz
0–300 %
Einstellung eines Offset-Wertes
(Minimalwert) für das analoge
Eingangssignal an Klemme 4
(in % oder V/mA)
0–300 %
Einstellung des Verstärkung-Wertes (Maximalwert) für das analoge
Eingangssignal an Klemme 4
(in % oder V/mA)
0%
20 %
100 %
267
79
Bezugsfrequenz
für Beschleunigungs-/Bremszeit
Festlegung der
Sollwert-Eingangsdaten
Festlegung der
Sollwert-Eingangsdaten an Klemme 4
Betriebsartenwahl
Siehe
Abschn.
6.6.1
6.15.1
6.15.1
6.17.1
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Die in Klammern angegebenen Parameternummern sind beim Einsatz der Bedieneinheit
FR-PU04 gültig.
Dieser Parameter kann in jeder Betriebsart und während des Betriebs geändert werden,
auch wenn Parameter 77 auf „0“ eingestellt ist.
6 - 182
Parameter
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4)
Einstellung der Frequenz bei analogem Maximalwert (Pr. 125, Pr. 126)
Die Einstellung des dem maximalen Analogeingangs-Spannungssignal (-Stromsignal) zugeordneten Frequenzwertes (Verstärkung) erfolgt über Parameter 125 (Pr. 126 für das Stromsignal). Die Parameter C2 (Pr. 902) bis C7 (Pr. 905) müssen nicht eingestellt werden.
Einstellung von Offset und Verstärkung für den analogen Eingang
[C2 (Pr. 902) bis C7 (Pr. 905)]
Über die Parameter für Offset und Verstärkung kann der Frequenzumrichter an Sollwertsignale,
die nicht exakt 5 oder 10 V bzw. 20 mA betragen, genau angepasst werden. Die Einstellung
der zum minimalen und maximalen Signalwert zugeordneten Ausgangsfrequenzen kann frei
und für die Klemmen 2 und 4 getrennt erfolgen. Hiermit ist z. B auch die Parametrierung einer
inversen Regelcharakteristik (große Ausgangsfrequenz bei minimalem Sollwert, minimale
Ausgangsfrequenz bei maximalem Sollwert) möglich.
Mit Parameter C2 (Pr. 902) wird der Offset-Frequenzwert für Klemme 2 als (der dem minimalen
Analogsignal entsprechende) Frequenzsollwert eingestellt. (Werksseitig ist dieser Wert auf
0 Hz eingestellt.)
Mit Parameter C3 (Pr. 902) wird der Offset des Eingangssignals an Klemme 2, d. h. der
Minimalwert des an Klemme 2 angeschlossenen Analogsignals eingestellt. Bei Signalen, die
kleiner sind als dieser Wert, wird der Frequenzsollwert auf den in Parameter C2 eingestellten
Wert begrenzt.
Mit Parameter 125 wird die Verstärkung der Ausgangsfrequenz für Klemme 2 (der abhängig
von der gewählten Einstellung in Pr. 73 dem maximalen Analogsignal entsprechende Frequenzsollwert) eingestellt. (Werksseitig ist dieser Wert auf 50 Hz eingestellt.)
Mit Parameter C4 (Pr. 903) wird die Verstärkung des Eingangssignals an Klemme 2, d. h. der
Maximalwert des an Klemme 2 angeschlossenen Analogsignals, eingestellt. Bei Signalen, die
diesen Wert übersteigen, wird der Frequenzsollwert auf den in Parameter 125 eingestellten
Wert begrenzt.
Mit Parameter C5 (Pr. 904) wird der Offset-Frequenzwert für Klemme 4 (der dem minimalen
Analogsignal entsprechende Frequenzsollwert) eingestellt. (Werksseitig ist dieser Wert auf
0 Hz eingestellt.)
Mit Parameter C6 (Pr. 904) wird der Offset des Eingangssignals an Klemme 4, d. h. der
Minimalwert des an Klemme 4 angeschlossenen Analogsignals, eingestellt. Bei Signalen, die
kleiner sind als dieser Wert, wird der Frequenzsollwert auf den in Parameter C5 eingestellten
Wert begrenzt. (Werksseitig ist dieser Wert auf 20 % (entspricht ca. 4 mA) eingestellt.)
Mit Parameter 126 wird die Verstärkung der Ausgangsfrequenz für Klemme 4 (der abhängig
von der gewählten Einstellung in Pr. 73 dem maximalen Analogsignal entsprechende Frequenzsollwert) eingestellt. (Werksseitig ist dieser Wert auf 50 Hz eingestellt.)
Mit Parameter C7 (Pr. 905) wird die Verstärkung des Eingangssignals an Klemme 4, d. h. der
Maximalwert des an Klemme 4 angeschlossenen Analogsignals eingestellt. Bei Signalen, die
diesen Wert übersteigen, wird der Frequenzsollwert auf den in Parameter 126 eingestellten
Wert begrenzt.
FR-F700 EC
6 - 183
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4)
Parameter
Ausgangsfrequenz [Hz]
Werkseinstellung
50 Hz
Verstärkung Pr. 125
Offset
C2
(Pr. 902)
0
Sollwertsignale
0
0
C3 (Pr. 902)
100 %
5V
10 V
C4 (Pr. 903)
I001191E
Abb. 6-114: Signalabgleich an Klemme 2
Ausgangsfrequenz [Hz]
Werkseinstellung
50 Hz
Verstärkung Pr. 126
Offset
C5
(Pr. 904)
0
Sollwertsignale
0
C6 (Pr. 904)
100 %
20 mA
C7 (Pr. 905)
I001191E
Abb. 6-115: Signalabgleich an Klemme 4
Offset und Verstärkung können auf drei Arten eingestellt werden:
● Es wird ein Punkt mit einer Spannung (einem Strom) an den Klemmen 2-5 (4-5) eingestellt
(siehe Seite 6-186).
● Es wird ein Punkt ohne eine Spannung (einen Strom) an den Klemmen 2-5 (4-5) eingestellt
(siehe Seite 6-188).
● Es wird kein Spannungs-Offset (Strom-Offset) eingestellt (siehe Seite 6-189).
HINWEISE
Bei einer Änderung der Einstellung für Klemme 2 ändert sich automatisch auch die Einstellung für Klemme 1.
Wird an Klemme 1 eine Spannung angelegt, ergibt sich der Sollwert aus:
Wert an Klemme 2 (4) + Wert an Klemme 1.
Werden die Sollwert-Eingangsdaten über Parameter 73 oder 267 geändert, ist der Abgleich
erneut durchzuführen.
6 - 184
Parameter
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4)
Wechsel der Anzeige des analogen Eingangssignals (Pr. 241)
Die Anzeige der Größe des an Klemme 2 oder 4 angeschlossenen Analogsignals kann
zwischen der %-Anzeige und der Anzeige in V bzw. mA umgeschaltet werden.
In Abhängigkeit der Einstellungen von Parameter 73 und 267 erfolgt die Anzeige der Parameter
C3 (Pr. 902), C4 (Pr. 903), C6 (Pr. 904) und C7 (Pr. 905) wie in nachfolgender Tabelle gezeigt:
Analoge Sollwertvorgabe
(Klemme 2, 4)
(wie in Pr. 73, Pr. 267 eingestellt)
Pr. 241 = 0 (Werkseinstellung)
Pr. 241 = 1
0–5 V
Das angeschlossene Analogsignal
0–5 V wird als Signal zwischen
0–100 % angezeigt
Das angeschlossene Analogsignal
0–5 V wird als Signal zwischen
0–5 V angezeigt
0–10 V
Das angeschlossene Analogsignal
0–10 V wird als Signal zwischen
0–100 % angezeigt
Das angeschlossene Analogsignal
0–10 V wird als Signal zwischen
0–10 V angezeigt
0/4–20 mA
Das angeschlossene Analogsignal
0–20 mA wird als Signal zwischen
0–100 % angezeigt
Das angeschlossene Analogsignal
0–20 mA wird als Signal zwischen
0–20 mA angezeigt
Tab. 6-34: Einheiten bei der Anzeige der Sollwerte
Beachten Sie, dass bei einer Einstellung von Pr. 241 auf „1“ und der Anzeige der Einstellungen
für C3/C4 bzw. C6/C7 die LEDs „V“ oder „A“ als zusätzlicher Hinweis leuchten.
HINWEISE
Liegt an Klemme 1 eine Spannung an, wird das analoge Eingangssignal nicht korrekt angezeigt, wenn die Einstellungen für Klemme 1 (0 bis ±5 V, 0 bis ±10 V) und die Einstellungen
für die Hauptfrequenz an Klemme 2 oder 4) (0 bis 5 V, 0 bis 10 V, 0 bis 20 mA) von der
Enstellung des Parameter 241 abweichen. (Es wird z.B. in der Werkseinstellung 5 V
(100 %) angezeigt, wenn 0 V und 10 V an Klemme 2 und 1 angelegt werden.
Setzen Sie Parameter 241 für einen angezeigten Startwert von 0 % auf „0“ .
Liegen die Frequenzen der Verstärkung bzw. des Offset zu dicht beieinander, erfolgt beim
Schreibvorgang die Ausgabe der Fehlermeldung Er3.
FR-F700 EC
6 - 185
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4)
Parameter
Einstellung des Offsets und der Verstärkung der Sollwerte
1. Einstellung eines Punkts mit einer Spannung (einem Strom) an den Klemmen 2-5 (4-5)
In der nachfolgenden Abbildung wird von einer Einstellung des Pr. 241 auf „0“ ausgegangen:
Vorgehensweise
Anzeige
Überprüfen Sie die Betriebsbereitschaft und die
Betriebsart des Frequenzumrichters
Der Frequenzumrichter muss im Stillstand sein.
Der Frequenzumrichter muss sich in der
Betriebsart „PU“ befinden (Umschaltung über
die PU/EXT-Taste).
Wählen Sie das Menü zur Einstellung der
Parameter durch Betätigung der MODE-Taste.
Die zuletzt eingelesene
Parameternummer
erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „P.160“
erscheint.
Betätigen Sie die SET-Taste, um den aktuellen
Wert anzuzeigen. Die Werkseinstellung „9999“
erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „0“ erscheint.
Betätigen Sie die SET-Taste, um den Wert zu
speichern
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „C...“ erscheint.
Betätigen Sie die SET-Taste. Die Anzeige „C---“.
erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „C 4 (C 7)“
erscheint. Der Parameter C4 „Verstärkung für
Sollwertvorgabe an Klemme 2“ ist aufgerufen.
Die Einstellung der
Parameter C0 bis C7 ist
freigegeben.
Spannungseingang
Betätigen Sie die SET-Taste, um die den
analogen Wert (Strom bzw. Spannung) in %
anzuzeigen.
Die analoge Spannung (der analoge
Strom) an den Klemmen 2-5 (4-5)
wird in % angezeigt.
Legen Sie das volle Sollwertsignal an. (Drehen
Sie das externe Potentiometer zur bis
zum Maximalwert auf.)
ACHTUNG:
Nach Ausführung des Schrittes darf der
Digital-Dial nicht mehr bewegt werden.
Betätigen Sie die SET-Taste, um die Einstellung
zu speichern.
Stromeingang
Beim Endanschlag des
Potentiometers ist der Wert
fast 100 %.
Beim Endanschlag
des Potentiometers ist
der Wert fast 100 %.
Spannungseingang
Stromeingang
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
Die Einstellung ist abgeschlossen.
앫 Durch Drehen des Digital-Dials können weitere Parameter aufgerufen werden.
앫 Durch Betätigung der SET-Taste kehren Sie zur Anzeige „C---“ zurück (siehe Schritt ).
앫 Durch zweimalige Betätigung der SET-Taste wird der nächste Parameter aufgerufen (Pr.CL).
I001193E
Abb. 6-116: Abgleich des Offsets und der Verstärkung mit Referenzsignal
6 - 186
Parameter
HINWEISE
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4)
Liegen die Frequenzwerte für Verstärkung und Offset weniger als ca. 5 % auseinander,
kann beim Speichern die Fehlermeldung Er3 auftreten. Korrigieren Sie die Frequenzeinstellungen und speichern Sie sie dann erneut ab.
Wird versucht, die Einstellungen für Pr. 125/126, C2–C7 im externen Modus vorzunehmen
(„EXT“-LED leuchtet), erfolgt beim Speichern die Anzeige der Fehlermeldung Er4. Wechseln
Sie in die PU-Betriebsart und nehmen Sie die Einstellungen erneut vor. Anschließend speichern Sie diese ab.
Wird versucht, die Einstellungen für Pr. 125/126, C2–C7 vorzunehmen, während der Motor
über den Frequenzumrichter angetrieben wird, erfolgt die Anzeige der Fehlermeldung Er2.
Stoppen Sie den Frequenzumrichter, nehmen Sie die Einstellung erneut vor und speichern
diese anschließend ab.
FR-F700 EC
6 - 187
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4)
Parameter
2. Einstellung eines Punkt ohne eine Spannung (einen Strom) an den Klemmen 2-5 (4-5)
(Die Änderung erfolgt hier beispielsweise von 4 V auf 5 V. Bei nachfolgender Abbildung wird
von einer Einstellung des Pr. 241 auf „1“ ausgegangen.)
Vorgehensweise
Anzeige
Überprüfen Sie die Betriebsbereitschaft und die
Betriebsart des Frequenzumrichters
Der Frequenzumrichter muss im Stillstand sein.
Der Frequenzumrichter muss sich in der
Betriebsart „PU“ befinden (Umschaltung über
die PU/EXT-Taste).
Wählen Sie das Menü zur Einstellung der
Parameter durch Betätigung der MODE-Taste.
Die zuletzt eingelesene
Parameternummer
erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „P.160“
erscheint.
Betätigen Sie die SET-Taste, um den aktuellen
Wert anzuzeigen. Die Werkseinstellung „9999“
erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „0“ erscheint.
Betätigen Sie die SET-Taste, um den Wert zu
speichern
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „C...“ erscheint.
Betätigen Sie die SET-Taste. Die Anzeige „C---“.
erscheint.
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „C 4 (C 7)“
erscheint. Der Parameter C4 „Verstärkung für
Sollwertvorgabe an Klemme 2“ ist aufgerufen.
Betätigen Sie die SET-Taste, um den analogen
Wert (Spannung bei C4 bzw. Strom bei C7) in
V bzw. mA angezeigt zu bekommen.
Drehen Sie den Digital-Dial zur Einstellung der
Verstärkung des Spannungs-Signalwertes. Bei
gewählter Einstellung des Pr. 241 auf 1 wird die
Größe direkt angezeigt.
HINWEIS:
Zu Anfang der Betätigung des Digital-Dials
wird der aktuell gespeicherte Wert (in
diesem Beispiel 4 V) angezeigt.
Die Einstellung der
Parameter C0 bis C7 ist
freigegeben.
Spannungseingang
Stromeingang
Die an den Klemmen 2-5 anliegende
Spannung (bzw. der an Klemme 4-5
anliegende Strom) wird angezeigt
und die „V“-LED oder „A“-LED
leuchtet.
Der korrekte Einstellwert der
Verstärkung des SpannungsSignalwertes ist erreicht, wenn als
Spannung 5,0 V angezeigt wird.
Spannungseingang
Stromeingang
Betätigen Sie die SET-Taste, um die Einstellung
zu speichern.
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
Die Einstellung ist abgeschlossen.
앫 Durch Drehen des Digital-Dials können weitere Parameter aufgerufen werden.
앫 Durch Betätigung der SET-Taste kehren Sie zur Anzeige „C---“ zurück (siehe Schritt ).
앫 Durch zweimalige Betätigung der SET-Taste wird der nächste Parameter aufgerufen (Pr.CL).
I001194E
Abb. 6-117: Abgleich des Offsets und der Verstärkung ohne Referenzsignal
HINWEIS
6 - 188
Drücken Sie den Digital-Dial nach Ausführung des Schritts , um die aktuelle Einstellung
der Frequenz für die Verstärkung oder den Offset anzuzeigen. Nach Ausführung von Schritt
kann dieser Wert nicht mehr angezeigt werden.
Parameter
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4)
3. Einstellung der Frequenz ohne Einstellung der Spannung (des Stroms)
(Die Änderung der Frequenz für die Verstärkung erfolgt von 50 Hz auf 60 Hz.)
Vorgehensweise
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „P.125 (Pr. 125)
oder P.126 (Pr. 126)“ erscheint.
Anzeige
oder
Spannungseingang
Stromeingang
Betätigen Sie die SET-Taste, um den aktuellen
Wert anzuzeigen (50.00 Hz).
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „60.00“
(60,00 Hz) erscheint.
Spannungseingang
Stromeingang
Betätigen Sie die SET-Taste, um den Wert zu
speichern
Die Anzeige wechselt, wenn der
Parameterwert eingestellt ist.
Betätigen Sie zweimal die MODE-Taste, um
die Frequenzanzeige zur Überprüfung des
eingestellten Wertes aufzurufen.
Legen Sie den vollen Signalwert an die
Klemmen 2-5 (4-5) und schalten Sie das
Startsignal (STF oder STR) ein. Der
Frequenzumrichter wird den Motor auf 60 Hz
beschleunigen.
I001195E
Abb. 6-118: Einstellung der Frequenz ohne Einstellung der Spannung (des Stroms)
HINWEISE
Eine Änderung der Parameter C4 (Pr. 903) oder C7 (Pr. 905) (Verstärkung) hat keinen Einfluss auf den Wert von Parameter 20. Das Eingangssignal an Klemme 1 (Hilfseingang) wird
zu der festgelegten Frequenz addiert.
Die Vorgehensweise für den Abgleich mit der Bedieneinheit FR-PU04/FR-PU07 finden Sie
in der Bedienungsanleitung der Bedieneinheit.
Bei einer Einstellung der Frequenz über 120 Hz ist zuerst Parameter 18 (Hochgeschwindigkeits-Frequenzgrenze) zu ändern (siehe Abschn. 6-45).
Die Einstellung des Offsets erfolgt über die Parameter C2 (Pr. 902) oder C5 (Pr. 904) (siehe
Seite 6-183).
E
FR-F700 EC
ACHTUNG:
Ist der Frequenzwert des Offsets bei 0 V (0/4 mA) ungleich „0“, startet der Motor mit
der eingestellten Frequenz, sobald der Frequenzumrichter ein Startsignal erhält, auch
wenn kein Sollwertsignal anliegt.
6 - 189
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4)
6.15.5
Parameter
Überwachung des Stromsollwerts (Pr. 573)
Der 4–20-mA-Stromeingang an Klemme 2 oder 4 kann überwacht werden, um so auch bei
Absinken des Stroms einen kontinuierlichen Betrieb zu gewährleisten.
Pr.Nr.
Werkseinstellung
Bedeutung
Einstellbereich
1
573
Stromsollwert-Verlust
9999
9999
Steht in Beziehung
zu Parameter
Beschreibung
Fällt der Eingangsstrom auf 2 mA oder
darunter, erfolgt die Ausgabe des Signals
LF. Der Frequenzumrichter setzt den
Betrieb mit der Frequenz fort, die vor
Erreichen des Stroms von 2 mA ausgegeben wurde.
Keine Überwachung des StromsollwertEingangs
73
267
Festlegung der
SollwertEingangsdaten
Festlegung der
SollwertEingangsdaten an
Klemme 4
Siehe
Abschn.
6.15.2
6.15.1
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Betrieb bei Absinken des Stromsollwerts (Pr. 573 = 1)
Sinkt der Eingangsstrom in Klemme 4 (Klemme 2) auf 2 mA oder darunter, erfolgt die Ausgabe
des leichten Fehlers LF. Der Frequenzumrichters setzt seinen Betrieb mit dem Mittelwert der
Frequenz fort, die vor Erreichen des Stroms von 2 mA ausgegeben wurde.
Steigt der Eingangsstrom wieder über 3 mA, wird das LF-Signal abgeschaltet und der
Frequenzumrichter setzt seinen Betrieb mit dem über den Strom vorgegebenen Sollwert fort.
Um einer Klemme das LF-Signal zuzuweisen, muss einer der Parameter 190 bis 196 auf „98“
(positive Logik) oder auf „198“ (negative Logik) gesetzt werden.
Da der Frequenzwert zur Fortsetzung des Betriebs nach einem Stromsollwert-Verlust durch
ein Ausschalten des Startsignals gelöscht wird, kann auch bei einem Neustart keine Weiterführung des Betrieb mit dieser Frequenz erfolgen.
Abb. 6-119:
Erfassung des Stromsollwert-Verlusts
Frequenzsollwert
Bei C3 (C6) = 0 %
Erfassung des
Stromsollwert-Verlusts
Analoger
Eingang
Normaler Arbeitsbereich
I001196E
* Bei einer Einstellung des Parameters 573 auf „1“ wird ein Unterschreiten der Sollwertgrenze
von 2 mA auch dann erfasst (und das Signal LF ausgegeben), wenn betriebsmäßig mit
Stromsollwerten von 2 mA oder weniger gearbeitet werden soll und daher Parameter C2
(Pr. 902) oder C5 (Pr. 904) für die Sollwertsignale an Klemme 2 oder 4 Offsetwerte für kleiner
gleich 2 mA vorgegeben wurden.
6 - 190
Parameter
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4)
Ausgangsfrequenz
Fortsetzung
des Betriebs
Analoger Eingang
Absinken des
Eingangsstroms
Anstieg des
Eingangsstroms
Zeit
Signal LF
I001197E
Abb. 6-120: Stromsollwert-Verlust im externen Betrieb (Pr. 573 = 1)
Ausgangsfrequenz
Fortsetzung
des Betriebs
Fester Sollwert
Absinken des
Eingangsstroms
Anstieg des
Eingangsstroms
Istwert
Zeit
Signal LF
Signal PID
EIN bei abgesunkenem Eingangsstrom
I001198E
Abb. 6-121: Stromsollwert-Verlust bei PID-Regelung (Rückwärtslauf, Pr. 573 = 1)
HINWEIS
FR-F700 EC
Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 190–196 beeinflusst auch andere
Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen der Klemmen.
6 - 191
Analoge Frequenzvorgabe (Klemmen 1, 2 und 4)
Parameter
Die Funktion Stromsollwert-Verlust steht in Beziehung zu den folgenden Funktionen:
Funktion bei Pr. 573 = 1
Minimale Ausgangsfrequenz
Die Einstellung der minimalen Ausgangsfrequenz ist bei einem Stromsollwert- 6.3.1
Verlust wirksam.
Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl
Der Betrieb über die Geschwindigkeits-/Drehzahlvorwahlen hat auch bei
einem Stromsollwert-Verlust Vorrang. (Die Frequenz wird bei abgesunkenem
Eingangsstrom nicht gehalten.) Das Abschalten eines Signals zur Geschwindigkeits-/Drehzahlvorwahl führt zu einer Unterbrechung des Betriebs.
6.5.1
Tippbetrieb
Der Tippbetrieb hat auch bei einem Stromsollwert-Verlust Vorrang. (Die Frequenz wird bei abgesunkenem Eingangsstrom nicht gehalten.) Das Abschalten des JOG-Signals führt bei abgesunkenem Eingangsstrom zu einer
Unterbrechung des Betriebs. Während der PID-Regelung ist der Tippbetrieb
über die Bedieneinheit freigegeben.
6.5.2
MRS
Der Ausgang des Frequenzumrichters wird durch das Signal MRS auch bei
einem Stromsollwert-Verlust abgeschaltet. (Der Frequenzumrichter stoppt,
wenn das MRS-Signal abgeschaltet wird.)
6.9.2
Digitales Motorpotentiometer
Die gehaltene Frequenz ändert sich beim Stromsollwert-Verlust auch bei
Ausführung von Beschleunigungs-/Bremsvorgängen oder beim Löschen des
Frequenzwertes nicht. Eine Änderung erfolgt erst nach Aus- und Wiedereinschalten der Spannungsversorgung.
6.5.4
Wiederanlauf
War ein Wiederanlauf nach Ansprechen einer Schutzfunktion und bei einem
Stromsollwert-Verlust erfolgreich, wird die gehaltene Frequenz nicht gelöscht
und der Betrieb fortgeführt.
6.12.1
Arithmetische und prozentuale Überlagerung
Die arithmetische Überlagerung (Klemme 1) und die prozentuale Überlagerung (Klemme 2) sind bei einem Stromsollwert-Verlust unwirksam.
6.15.2
Sollwert-Signalfilter
Der Wert vor der Filterung wird überwacht. Die Ausgangsfrequenz bei einem
Stromsollwert-Verlust wird entsprechend dem gefilterten Wert (Mittelwert)
gehalten.
6.15.3
Reversierverbot
Die Drehrichtungsumkehr kann unabhängig von der Funktion zur Überwachung des Sollwert-Verlusts gesperrt werden.
6.16.3
PID-Regelung
Auch wenn die PID-Regelung bei einem Stromsollwert-Verlust unterbrochen
wird, ist das Signal X14 (PID-Regelung freigegeben) noch eingeschaltet.
6.19.1
Stoppmethode bei Netzausfall
Tritt während einer Unterspannung oder eines Netzausfall ein Stromsollwert- 6.11.2
Verlust auf, stoppt der Motor mit der eingestellten Stoppmethode bei Netzausfall.
Erweiterte PID-Regelung
Ist die bei der Pumpensteuerung die Bedingung zur Umschaltung eines Hilfsmotors erfüllt, erfolgt die Umschaltung auch bei einem Stromsollwert-Verlust.
6.19.3
Traverse-Funktion
Die Traverse-Funktion wird bei einem Stromsollwert-Verlust mit der gehaltenen Frequenz als Referenzfrequenz ausgeführt.
6.19.4
Umschaltfunktion
Die Frequenz bei Ausführung der Umschaltfunktion entspricht der gehaltenen
Frequenz.
Wird der 4-mA-Eingang im Umschaltbetrieb einmal deaktiviert, wird die Frequenz beim nächsten Mal nicht gehalten.
6.17.1
Tab. 6-35: Funktionen, die in Beziehung zur Funktion Stromsollwert-Verlust stehen
6 - 192
Siehe
Seite
Funktion
Parameter
6.16
6.16.1
Bedienungsschutzfunktionen
Bedienungsschutzfunktionen
Siehe
Abschn.
Einstellung
Einzustellende Parameter
Einschränkung der Rücksetzfunktion
Alarmstopp bei Unterbrechung der
Verbindung zur Bedieneinheit
Stopp über die Bedieneinheit
Rücksetzbedingung/Verbindungsfehler/
Stopp
Pr. 75
6.16.1
Schreibschutzfunktion
Schreibschutz für Parameter
Pr. 77
6.16.2
Sperren der Drehrichtungsumkehr
des Motors
Reversierverbot
Pr. 78
6.16.3
Anzeige der gewünschten
Parameter
Anzeige aller Parameter oder der Parameter in Benutzergruppen
Pr. 160,
Pr. 172–Pr. 174
6.16.4
Auswahl des Speicherorts für Parameter im Kommunikationsbetrieb
Auswahl E²PROM-Zugriff
Pr. 342
6.18.4
Rücksetzbedingung/Verbindungsfehler/Stopp (Pr. 75)
Über Parameter 75 lässt sich die Bedingung zum Zurücksetzen des Frequenzumrichters, die
Überwachung der Verbindung zur Bedieneinheit und die Funktion der STOP-Taste an der
Bedieneinheit auswählen.
Pr.Nr.
75
Werkseinstellung
Bedeutung
Rücksetzbedingung/
Verbindungsfehler/
Stopp
Einstellbereich
01160
oder
kleiner
14
0–3/
14–17
Beschreibung
In der Werkseinstellung ist ein
Rücksetzen immer möglich, es
erfolgt keine Überwachung der PU0–3/
01800
Verbindung und die Stoppfunktion
14–17/
oder
100–103/ ist freigegeben
größer 114–117
Steht in Beziehung
zu Parameter
250
Wahl der Stoppmethode
Siehe
Abschn.
6.8.3
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Parameter 75 kann jederzeit eingestellt werden und wird auch beim Löschen aller Parameter
nicht zurückgesetzt.
FR-F700 EC
6 - 193
Bedienungsschutzfunktionen
Pr. 75
Parameter
Rücksetzbedingung
Verbindungsfehler
0
Rücksetzen immer möglich
1
Rücksetzen nur nach Ansprechen
einer Schutzfunktion möglich
Bei einem Verbindungsfehler wird der Betrieb
fortgesetzt.
2
Rücksetzen immer möglich
3
Rücksetzen nur nach Ansprechen
einer Schutzfunktion möglich
14
(WerksRücksetzen immer möglich
einstellung)
15
Rücksetzen nur nach Ansprechen
einer Schutzfunktion möglich
16
Rücksetzen immer möglich
17
Rücksetzen nur nach Ansprechen
einer Schutzfunktion möglich
100
Rücksetzen immer möglich
101
Rücksetzen nur nach Ansprechen
einer Schutzfunktion möglich
102
Rücksetzen immer möglich
103
Rücksetzen nur nach Ansprechen
einer Schutzfunktion möglich
114
Rücksetzen immer möglich
115
Rücksetzen nur nach Ansprechen
einer Schutzfunktion möglich
116
Rücksetzen immer möglich
117
Rücksetzen nur nach Ansprechen
einer Schutzfunktion möglich
Bei einem Verbindungsfehler spricht eine
Schutzfunktion an.
Bei einem Verbindungsfehler wird der Betrieb
fortgesetzt.
Bei einem Verbindungsfehler spricht eine
Schutzfunktion an.
Bei einem Verbindungsfehler wird der Betrieb
fortgesetzt.
Bei einem Verbindungsfehler spricht eine
Schutzfunktion an.
Bei einem Verbindungsfehler wird der Betrieb
fortgesetzt.
Bei einem Verbindungsfehler spricht eine
Schutzfunktion an.
Stopp
Rücksetzsperre
(01800 oder
größer)
Ein Stopp über die
STOP-Taste der
Bedieneinheit ist
nur im Betrieb
über die Bedieneinheit möglich.
Ein Stopp über die Aktiv
STOP-Taste der
Bedieneinheit ist
im Betrieb über die
Bedieneinheit, im
externen Betrieb
und im Kommunikationsbetrieb
möglich.
Ein Stopp über die
STOP-Taste der
Bedieneinheit ist
nur im Betrieb
über die Bedieneinheit möglich.
Ein Stopp über die Nicht aktiv
STOP-Taste der
Bedieneinheit ist
im Betrieb über die
Bedieneinheit, im
externen Betrieb
und im Kommunikationsbetrieb
möglich.
Tab. 6-36: Einstellung von Parameter 75
Rücksetzbedingung
Über Parameter 75 lässt sich festlegen, ob ein Rücksetzen des Frequenzumrichters über ein
RES-Signal bzw. einen Rücksetzbefehl über serielle Kommunikation jederzeit möglich ist oder
erst nach dem Ansprechen einer Schutzfunktion.
Ist Parameter 75 auf einen der Werte „1, 3, 15, 17, 101, 103, 115 oder 117“ eingestellt, ist ein
Rücksetzen erst nach dem Ansprechen einer Schutzfunktion möglich.
HINWEISE
Wird während des Betriebes ein RESET ausgeführt, schaltet der Ausgang des Frequenzumrichters ab, die Daten der Stromeinstellung für den elektronischen Motorschutzschalter werden zurückgesetzt, und der Motor läuft aus.
Wenn das RESET-Signal im fehlerfreien Zustand des Frequenzumrichters permanent
anliegt, blinkt die Anzeige der FR-DU07 mit „err“.
Die RESET-Taste der Bedieneinheit ist unabhängig von Parameter 75 nur bei Ansprechen
einer Schutzfunktion wirksam.
6 - 194
Parameter
Bedienungsschutzfunktionen
Verbindungsfehler
Mit dieser Funktion lässt sich anwählen, ob eine Unterbrechung der Verbindung zwischen Frequenzumrichter und Bedieneinheit (FR-DU07/FR-PU04/FR-PU07) von mehr als 1 Sekunde
zum Stopp des Umrichters und Ansprechen der Schutzfunktion E.PUE führen soll.
Ist Parameter 75 auf einen der Werte „0, 1, 14, 15, 100, 101, 114 oder 115“ eingestellt, wird der
Betrieb auch nach Auftreten eines Verbindungsfehlers fortgeführt.
HINWEISE
Sollte beim Einschalten bzw. Rücksetzen des Frequenzumrichters keine Verbindung zwischen Frequenzumrichter und Bedieneinheit bestehen, so führt dies nicht zum Ansprechen
der Schutzfunktion.
Für einen Neustart sollte die Verbindung zwischen Frequenzumrichter und Bedieneinheit
überprüft und der Frequenzumrichter zurückgesetzt werden.
Ist Parameter 75 auf einen der Werte „0, 1, 14 oder 15“ eingestellt, wird der Motor bei einer
Unterbrechung der Verbindung während des JOG-Betriebes bis zum Stillstand abgebremst.
War die Verbindung unterbrochen, stoppt der Motor nicht.
Bei einer seriellen Kommunikation über die PU-Schnittstelle sind die Funktionen „Rücksetzbedingung“ und „PU-Stopp“ freigegeben, die Funktion „Verbindungsfehler“ ist jedoch
gesperrt.
PU-Stopp
Es lässt sich festlegen, ob der Motor in jeder der Betriebsarten „Betrieb über Bedieneinheit“,
„Externer Betrieb“ oder „Netzwerkbetrieb“ durch Betätigung der STOP-Taste auf der Bedieneinheit gestoppt werden kann.
Bei gewählter externer Betriebsart und einem einem Stopp des Motors über die Stoppfunktion
der Bedieneinheit (siehe auch Abschn. 4.3 „Bedieneinheit FR-DU07“) erscheint „PS“ auf der
Anzeige. Eine Fehlermeldung wird jedoch nicht ausgegeben.
Bei einer Einstellung des Parameters 75 auf „0–3 oder 100–103“ kann der Motor nur im Betrieb
über die Bedieneinheit durch Betätigung der STOP-Taste gestoppt werden.
HINWEIS
FR-F700 EC
Ist Parameter 551 „Betriebsanweisung im PU-Modus schreiben“ auf „1“ (PU-Modus, Betrieb
über 2. serielle Schnittstelle) eingestellt, wird der Motor bei Betätigung der STOP-Taste auf
der Bedieneinheit bis zum Stillstand abgebremst (PU-Stopp).
6 - 195
Bedienungsschutzfunktionen
Parameter
Wiederanlauf nach einem Stopp über die Bedieneinheit während des externen Betriebes
(Anzeige „PS“)
Bedieneinheit FR-DU07
Schalten Sie das STF- oder das STR-Drehrichtungssignal aus, nachdem der Motor bis zum
Stillstand ausgelaufen ist.
Betätigen Sie die PU/EXT-Taste, um in den Betrieb über Bedieneinheit zu wechseln. Die
PU-LED auf der Bedieneinheit leuchtet. Die Meldung „PS“ wird zurückgesetzt.
Betätigen Sie die PU/EXT-Taste, um in die externe Betriebsart zu wechseln. Die EXT-LED
auf der Bedieneinheit leuchtet.
Schalten Sie das STF- oder STR-Signal wieder ein.
Bedieneinheit FR-PU04/FR-PU07
Schalten Sie das STF- oder das STR-Drehrichtungssignal aus, nachdem der Motor bis zum
Stillstand ausgelaufen ist.
Betätigen Sie die EXT-Taste. Die Meldung „PS“ wird zurückgesetzt.
Schalten Sie das STF- oder STR-Signal wieder ein.
Der Motor kann durch Ein- und Ausschalten der Versorgungsspannung oder durch Schalten
des RES-Signals neu gestartet werden.
Drehzahl
Zeit
PU-Taste
Bedieneinheit
STOP-Taste
STF (EIN)
STR (AUS)
I000027C
Abb. 6-122: Stopp während der externen Betriebsart
HINWEIS
P
6 - 196
Ist durch die Einstellung von Parameter 250 „Wahl der Stoppmethode“ auf einen Wert
ungleich „9999“ die Funktion „Austrudeln des Motors bis zum Stillstand“ angewählt, trudelt
der Motor bei Betätigung der STOP-Taste auf der Bedieneinheit im externen Betrieb nicht
aus, sondern wird bis zum Stillstand abgebremst.
GEFAHR:
Setzen Sie den Frequenzumrichter nicht bei eingeschaltetem Startsignal zurück. Der
Motor läuft dann nach dem Zurücksetzen sofort an und es kann zu lebensgefährlichen
Situationen kommen.
Parameter
Bedienungsschutzfunktionen
Rücksetzsperre
Die Einstellung ist nur bei Frequenzumrichtern der Leistungsklasse ab 01800 möglich.
Parameter 75 bietet die Möglichkeit, nach zweimaligen aufeinander folgenden Abschaltungen
mit Alarmmeldung, die Rücksetzfunktion zu sperren, bis die Daten der elektronischen Überstromschutzfunktion bei einer zweimaligen Auslösung des thermischen Überlastschutzes
(THM, THT) oder des Überstromschutzes (OC1 bis OC3) „0“ erreichen.
Die Rücksetzsperre wird durch die Einstellung des PArameter 75 auf einen der Werte „100–103
oder 114–117“ aktiviert.
HINWEIS
FR-F700 EC
Bei einem Rücksetzvorgang durch Aus- und Wiedereinschalten der Spannungsversorgung
(keine Steuerspannung liegt an), werden die Daten der elektronischen Überstromschutzfunktion gelöscht.
6 - 197
Bedienungsschutzfunktionen
6.16.2
Parameter
Schreibschutzfunktion (Pr. 77)
Dieser Parameter kann als Schutzfunktion für die gesetzten Parameterwerte dienen und ein
versehentliches Ändern der Werte verhindern.
Pr.Nr.
77
Werkseinstellung
Bedeutung
Schreibschutz für
Parameter
0
Einstellbereich
Beschreibung
0
Schreiben von Parametern nur während
eines Stopps möglich
1
Schreiben von Parametern nicht möglich
2
Schreiben von Parametern unabhängig
vom Betriebszustand in jeder Betriebsart
möglich
Steht in Beziehung
zu Parameter
79
Betriebsartenwahl
Siehe
Abschn.
6.17.1
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Parameter 77 kann unabhängig von der Betriebsart und des Betriebszustandes jederzeit eingestellt werden.
Schreiben von Parametern nur während eines Stopps (Pr. 77 = 0)
Das Schreiben von Parametern ist nur im Betrieb über die Bedieneinheit und während eines
Stopps möglich.
Die in grau hinterlegten Parameter in Tab. 6-1 können unabhängig von der Betriebsart und des
Betriebszustandes jederzeit eingestellt werden. Parameter 72 „PWM-Funktion“ und Parameter
240 „Soft-PWM“ können im Betrieb über die Bedieneinheit auch während des Betriebes eingestellt werden. Im externen Betrieb ist keine Einstellung möglich.
Schreiben von Parametern sperren (Pr. 77 = 1)
Das Schreiben von Parameter ist nicht möglich.
Die Funktionen „Parameter löschen“ und „Alle Parameter löschen“ können nicht ausgeführt
werden.
Die in nachfolgender Tabelle aufgeführten Parameter können auch bei einer Einstellung des
Parameters 77 auf „1“ geschrieben werden.
Parameter
Bezeichnung
22
Strombegrenzung
75
Rücksetzbedingung/Verbindungsfehler/Stopp
77
Schreibschutz für Parameter
79
Betriebsartenwahl
160
Benutzergruppen lesen
Tab. 6-37: Parameter, die auch bei Pr. 77 = 1 geschrieben werden können
6 - 198
Parameter
Bedienungsschutzfunktionen
Schreiben von Parametern während des Betriebs freigeben (Pr. 77 = 2)
Das Schreiben von Parametern ist jederzeit möglich. Ausgenommen hiervon sind nachfolgende Parameter. Unterbrechen Sie den Betrieb zur Einstellung dieser Parameter.
Parameter
Bezeichnung
19
Maximale Ausgangsspannung
23
Strombegrenzung bei erhöhter Frequenz
48
2. Stromgrenze
49
Arbeitsbereich der zweiten Stromgrenze
60
Auswahl der Energiesparfunktion
66
Startfrequenz für Stromgrenze bei erhöhter Frequenz
71
Motorauswahl
79
Betriebsartenwahl
80
Motornennleitung für Stromvektorregelung
90
Motorkonstante (R1)
100–109
135
Flexible 5-Punkt-V/f-Kennlinie
Motorumschaltung auf Netzbetrieb
136
Verriegelungszeit für Leistungsschütze
137
Startverzögerung
138
Schützansteuerung bei Frequenzumrichterfehler
139
Übergabefrequenz
178–196
Funktionszuweisung der E/A-Klemmen
255
Anzeige der Standzeit
256
Standzeit der Einschaltstrombegrenzung
257
Standzeit der Steuerkreiskapazität
258
Standzeit der Hauptkreiskapazität
329
Einstellung der Schrittweite für die digitalen Eingänge (Parameter für Option FR-A7AX)
343
Anzahl der Kommunikationsfehler
563
Überschreitungen der Gesamtbetriebsdauer
564
Überschreitungen der Betriebsdauer
570
Einstellung der Überlasfähigkeit
Tab. 6-38: Parameter, die während des Betriebs nicht eingestellt werden können
FR-F700 EC
6 - 199
Bedienungsschutzfunktionen
6.16.3
Parameter
Reversierverbot (Pr. 78)
Bei verschiedenen Anwendungen (Lüfter, Pumpe) ist es notwendig, eine Drehrichtungsumkehr
des Motors zu verbieten. Ein entsprechendes Verbot kann über Parameter 78 festgelegt
werden.
Pr.Nr.
78
Werkseinstellung
Bedeutung
Reversierverbot
0
Einstellbereich
Beschreibung
0
Rechts- und Linkslauf möglich
1
Linkslauf nicht möglich
2
Rechtslauf nicht möglich
Steht in Beziehung
zu Parameter
Siehe
Abschn.
—
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Verwenden Sie den Parameter, wenn nur eine Drehrichtung des Motors zulässig ist.
Die Parametereinstellung ist für alle Drehrichtungstasten der Bedieneinheiten FR-DU07 und
FR-PU04/FR-PU07, die Startsignale über die Klemmen STF und STR und die Drehrichtungsbefehle über Kommunikation gültig.
6 - 200
Parameter
6.16.4
Bedienungsschutzfunktionen
Benutzergruppen (Pr. 160, Pr. 172 bis Pr. 174)
Benutzergruppen ermöglichen über die Bedieneinheit den Zugriff auf bestimmte Parameter. In
der Werkseinstellung ist nur ein Zugriff auf die Basisparameter möglich.
Pr.Nr.
Werkseinstellung
Bedeutung
EinstellBeschreibung
bereich
9999
160
172
Benutzergruppen lesen
9999
Zugriff auf alle Basisparameter
550
0
Zugriff auf alle Parameter
1
Zugriff nur auf Parameter einer Benutzergruppe
(0–16)
Anzeige der Benutzergruppenzuordnung/
Zuordnung zurücksetzen Steht in Beziehung
zu Parameter
0
Anzahl der Parameter, die in einer
Benutzergruppe registriert sind (nur
lesen)
Parameter für
Benutzergruppe 9999
0–999/
9999
Parameter zur Registrierung in einer
Benutzergruppe setzen
174
Löschen der Parameter aus
der Benutzergruppe 9999
0–999/
9999
Parameter zum Löschen aus der Benutzergruppe setzen
6.17.3
6.17.3
Löschen der registrierten Parameter aus
der Benutzergruppe
9999
173
551
Betriebsanweisung
im NET-Modus
schreiben
Betriebsanweisung
im PU-Modus
schreiben
Siehe
Abschn.
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Der eingelesene Wert der Parameter 173 und 174 ist „9999“
Anzeige der Basisparameter und aller Parameter (Pr. 160)
Bei einer Einstellung des Parameters 160 auf „9999“ können über die Bedieneinheit nur die
Basisparameter angezeigt werden (siehe Tab. 6-1).
Die Einstellung des Parameters 160 auf „0“ ermöglicht einen Zugriff auf alle Parameter.
HINWEISE
Ist eine Einbauoption montiert, ist auch ein Zugriff auf die Parameter der Option möglich.
Beim Einlesen der Parameter über eine Kommunikationsoption ist unabhängig von der Einstellung des Parameters 160 ein Zugriff auf alle Parameter (Basisparameter, Parameter des
erweiterten Parameterbereichs und Optionsparameter) möglich.
Beim Einlesen der Parameter über die 2. serielle Schnittstelle ist – unabhängig von der Einstellung des Parameters 160 – durch die Einstellung der Parameter 550 „Betriebsanweisung
im NET-Modus schreiben“ und 551 „Betriebsanweisung im PU-Modus schreiben“ ein Zugriff
auf alle Parameter möglich.
Pr. 551
Pr. 550
Pr. 160 wirksam/unwirksam
1 (2. serielle
Schnittstelle)
—
Wirksam
0 (Kommunikationsoption)
Wirksam
1 (RS485)
Unwirksam (alle lesbar)
9999
(automatisch)
(Werkseinstellung)
Ohne Kommunikationsoption: unwirksam
(alle lesbar)
2 (PU)
(Werkseinstellung)
Mit Kommunikationsoption: wirksam
Die Parameter 15 „Tipp-Frequenz“, 16 „Beschleunigungs-/Bremszeit in der Tipp-Frequenz“
und 991 „LCD-Kontrast“ werden bei Verwendung der Bedieneinheit FR-PU04/FR-PU07 als
Basisparameter angezeigt.
FR-F700 EC
6 - 201
Bedienungsschutzfunktionen
Parameter
Benutzergruppen (Pr. 160, Pr. 172 bis Pr. 174)
Benutzergruppen ermöglichen die Anzeige nur der Parameter, die für den Betrieb eines
bestimmten Antriebes notwendig sind.
Aus allen Parametern können 16 Parameter ausgewählt und einer Benutzergruppe zugewiesen werden. Bei einer Einstellung des Parameter 160 auf „1“ kann dann nur auf diese Parameter
zugegriffen werden. Alle anderen Parameter können nicht gelesen werden.
In Parameter 173 werden die Parameternummern eingetragen, die der Benutzergruppe zugeteilt werden sollen. Schreiben Sie die Parameternummern, die aus der Benutzergruppe gelöscht werden sollen, in Parameter 174. Die Eingabe von „9999“ in Parameter 172 bewirkt ein
Löschen aller Parameter aus der Benutzergruppe.
Hinzufügen von Parametern zu der Benutzergruppe (Pr. 173))
Vorgehensweise
Anzeige
Überprüfen Sie die Betriebsbereitschaft und die
Betriebsart des Frequenzumrichters
Der Frequenzumrichter muss im Stillstand sein.
Der Frequenzumrichter muss sich in der
Betriebsart „PU“ befinden (Umschaltung über
die PU/EXT-Taste).
Wählen Sie das Menü zur Einstellung der
Parameter durch Betätigung der MODE-Taste.
Menü zur Einstellung von
Parametern
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „P.173“
erscheint.
Pr. 173 wird angezeigt
Betätigen Sie die SET-Taste zur Anzeige des
Werts „9999“.
Wird Pr. 173 eingelesen
erscheint „9999“
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „3“ erscheint.
Wählen Sie den Parameter,
den Sie hinzufügen möchten.
Betätigen Sie die SET-Taste, um den Parameter
zu registrieren. Wiederholen Sie die Schritte bis , um weitere Parameter hinzuzufügen.
Die Anzeige wechselt, wenn die Registrierung des
Parameters in der Benutzergruppe abgeschlossen ist.
I001199E
Abb. 6-123: Aufnahme von Parameter 3 in die Benutzergruppe
6 - 202
Parameter
Bedienungsschutzfunktionen
Entfernen von Parametern aus der Benutzergruppe (Pr. 174))
Vorgehensweise
Anzeige
Überprüfen Sie die Betriebsbereitschaft und die
Betriebsart des Frequenzumrichters
Der Frequenzumrichter muss im Stillstand sein.
Der Frequenzumrichter muss sich in der
Betriebsart „PU“ befinden (Umschaltung über
die PU/EXT-Taste).
Wählen Sie das Menü zur Einstellung der
Parameter durch Betätigung der MODE-Taste.
Menü zur Einstellung von
Parametern
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „P.174“
erscheint.
Pr. 174 wird angezeigt
Betätigen Sie die SET-Taste zur Anzeige des
Werts „9999“.
Wird Pr. 174 eingelesen
erscheint „9999“
Drehen Sie den Digital-Dial, bis „3“ erscheint.
Wählen Sie den Parameter,
den Sie entfernen möchten.
Betätigen Sie die SET-Taste, um den Parameter
zu entfernen. Wiederholen Sie die Schritte bis , um weitere Parameter zu entfernen.
Die Anzeige wechselt, wenn der Parameter aus der
Benutzergruppe entfernt ist.
I001200E
Abb. 6-124: Entfernen von Parameter 3 aus der Benutzergruppe
HINWEISE
Die Werte der Parameter 77, 160 und 991 können unabhängig von der Definition der
Benutzergruppe jederzeit gelesen werden.
Die Parameter 77, 160 und 172 bis 174 können nicht in einer Benutzergruppe registriert
werden.
Nach Einlesen der Werte der Parameter 173 oder 174 wird „9999“ angezeigt. Das Schreiben des Werts „9999“ hat keine Funktion.
Andere Einstellungen des Parameters 172 als „9999“ sind wirkungslos.
FR-F700 EC
6 - 203
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung
6.17
6.17.1
Parameter
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung
Einstellung
Einzustellende Parameter
Einstellung der Betriebsart
Betriebsartenwahl
Siehe
Abschn.
Pr. 79
6.17.1
Starten im Netzwerkbetrieb
Betriebsart nach Hochfahren
Pr. 79, Pr. 340
6.17.2
Auswahl der Steuerung
Wahl der Quelle für das Schreiben von
Betriebs- und Drehzahlanweisungen im
Kommunikationsbetrieb
Pr. 338, Pr. 339,
Pr. 550, Pr. 551
6.17.3
Betriebsartenwahl (Pr. 79)
Über Parameter 79 wird die mögliche Betriebsart festgelegt, in der der Frequenzumrichter arbeiten soll.
Der Betrieb kann über externe Signale (externer Betrieb), die Bedieneinheiten FR-DU07/
FR-PU04/FR-PU07 (PU-Modus), eine Kombination aus Bedieneinheit und externen Signalen
(kombinierter Betrieb) und ein Netzwerk (über 2. serielle Schnittstelle oder Kommunikationsoption) erfolgen.
Pr.Nr.
Werkseinstellung
Bedeutung
EinstellBeschreibung
bereich
0
79
Betriebsartenwahl
Bedieneinheit oder externe Steuerung
Beim Einschalten: externe Steuerung
1
Bedieneinheit
2
Externe Steuerung
Im Betrieb kann zwischen externem
Betrieb und Netzwerkbetrieb umgeschaltet werden.
3
Kombinierte Betriebsart 1
Frequenzvorgabe:
über Bedieneinheit oder externes Signal
[Drehzahlvorwahl, über Klemmen 4-5
(aktiv bei eingeschaltetem AU-Signal)]
Startsignal:
von der externen Steuerung (STF-, STRKlemme)
4
Kombinierte Betriebsart 2
Frequenzvorgabe:
über externe Signale (Klemmen 2, 4, 1,
JOG, Drehzahlvorwahl, usw.)
Startsignal:
von der Bedieneinheit (FWD-/REVTasten)
6
Umschaltbetrieb
Umschaltung zwischen Betrieb über
Bedieneinheit, externem Betrieb und
Netzwerkbetrieb unter Beibehaltung des
Betriebszustandes
7
Externe Steuerung (Betrieb über Bedieneinheit gesperrt)
X12-Signal EIN:
Umschaltung auf Betrieb über Bedieneinheit möglich (im externen Betrieb wird
der Ausgang abgeschaltet)
X12-Signal AUS:
Umschaltung auf Betrieb über Bedieneinheit gesperrt
0
Steht in Beziehung
zu Parameter
15
4–6
24–27
232–239
75
161
178–189
190–196
340
550
Tipp-Frequenz
Geschwindigkeits-/
Drehzahlvorwahl
6.5.2
6.5.1
Rücksetzbedingung/Verbindungsfehler/Stopp
Funktionszuweisung des DigitalDials/Bedieneinheit
sperren
Funktionszuweisung der Eingangsklemmen
Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen
Betriebsart nach
Hochfahren
Betriebsanweisung
im NET-Modus
schreiben
6.16.1
Der Parameter kann im Stillstand in jeder Betriebsart geändert werden.
6 - 204
Siehe
Abschn.
6.21.2
6.9.1
6.9.5
6.17.2
6.17.3
Parameter
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung
Erläuterung der Betriebsarten
Die Betriebsart dient zur Festlegung der Quelle für den Startbefehl und die Sollwertvorgabe.
● Wählen Sie die externe Betriebsart, wenn der Frequenzumrichter unter Verwendung von
Potentiometern und Schaltern vorwiegend über die Steuerklemmen betrieben werden soll.
● Wählen Sie den Betrieb über die Bedieneinheit, wenn der Startbefehl und die Vorgabe des
Drehzahlbefehls über die Bedieneinheit oder die PU-Schnittstelle erfolgen soll.
● Wählen Sie den Netzwerkbetrieb (NET-Modus) bei einem Betrieb über die 2. serielle
Schnittstelle oder eine Kommunikationsoption.
Die Betriebsart kann über die Bedieneinheit oder im Kommunikationsbetrieb über einen
Anweisungscode ausgewählt werden.
Betrieb über
Bedieneinheit
Frequenzumrichter
Bedieneinheit
Personalcomputer
PU-Schnittstelle
Netzwerkbetrieb
RS485Schnittstelle
(2. serielle Schnittstelle)
Kommunikationsoption
Personalcomputer
SPS
Netzwerkbetrieb
Externe Klemmen
Externer
Betrieb
Potentiometer Schalter
I001201E
Abb. 6-125: Betriebsarten des Frequenzumrichters
HINWEISE
Zur Auswahl der kombinierten Betriebsart ist Parameter 79 auf „3“ oder „4“ zu setzen. Die
Startmethoden sind unterschiedlich.
In der Werkseinstellung ist die Stoppfunktion der Bedieneinheit über die STOP-Taste auch
in anderen Betriebsarten als im Betrieb über Bedieneinheit freigegeben (siehe Pr. 75).
FR-F700 EC
6 - 205
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung
Parameter
Umschaltung der Betriebsart
Externer Betrieb
Umschaltung über Bedieneinheit
Umschaltung über Netzwerk
Umschaltung vom externen
Betrieb in den Netzwerkbetrieb
auf der PU
betätigen
Umschaltung in den Netzwerkbetrieb über Netzwerk
auf der PU
betätigen
leuchtet
leuchtet
Betrieb über
Bedieneinheit
Netzwerkbetrieb
I001202E
Abb. 6-126: Umschaltung der Betriebsart bei Pr. 340 = 0, 1 oder 2
Netzwerkbetrieb
auf der PU
betätigen
leuchtet
auf der PU
betätigen
leuchtet
Betrieb über
Bedieneinheit
I001203E
Abb. 6-127: Umschaltung der Betriebsart bei Pr. 340 = 10 oder 12
HINWEIS
6 - 206
Informationen zur Umschaltung der Betriebsart über externe Signale finden Sie unter:
● Externe Steuerung (Betrieb über Bedieneinheit gesperrt) (X12-Signal) (siehe Seite 6-212)
● Umschaltung Bedieneinheit/externer Betrieb über X16-Signal (siehe Seite 6-213)
● Umschaltung NET/externer Betrieb über X65-Signal (siehe Seite 6-214)
● Umschaltung externer Betrieb/NET über X66-Signal (siehe Seite 6-214)
● Pr. 340 „Betriebsart nach Hochfahren“ (siehe Seite 6-216)
Parameter
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung
Flussdiagramm für die Betriebsartenwahl
Folgendes Flussdiagramm zeigt die grundlegenden Parameter und Klemmenanschlüsse in der
jeweiligen Betriebsart:
START
Anschluss
Parametereinstellung
Betrieb
Über welche Quelle erfolgt die
Vorgabe des Startbefehls?
Extern (Klemmen STF/STR)
Über welche Quelle erfolgt die
Sollwertvorgabe?
Extern (Klemmen 2, 4, JOG,
Drehzahlvorwahl usw.)
Über Bedieneinheit
STF- (Rechtslauf)/STR- (Linkslauf)
(siehe Seite 6-97)
Klemme 2, 4-5 (analog), RL, RM,
RH, JOG-PC usw.
Signal zur FrequenzSollwertvorgabe EIN
STF (STR) EIN
Pr. 79 = 3
(kombinierte Betriebsart 1,
extern/Bedieneinheit)
Digital-Dial
STF- (Rechtslauf)/STR- (Linkslauf)
(siehe Seite 6-97)
Anschluss 2. serielle Schnittstelle
(siehe Seite 6-229)
Pr. 338 = 1
Pr. 340 = 1, 2
Sollwertvorgabe über
Kommunikation
STF (STR) EIN
Anschluss der Kommunikationsoption (siehe Bedienungsanleitung der Optionseinheit)
Pr. 338 = 1
Pr. 340 = 1
Sollwertvorgabe über
Kommunikation
STF (STR) EIN
Klemme 2, 4-5 (analog), RL, RM,
RH, JOG-PC usw.
Pr. 79 = 4
(kombinierte Betriebsart 2,
extern/Bedieneinheit)
Signal zur FrequenzSollwertvorgabe EIN
FWD/REV-Taste EIN
Pr. 79 = 1
(ausschließlich Betrieb
über Bedieneinheit)
Digital-Dial
Pr. 339 = 1
Pr. 340 = 1, 2
Signal zur FrequenzSollwertvorgabe EIN
Startbefehl über Kommunikation
STF- (Rechtslauf)/STR- (Linkslauf)
(siehe Seite 6-97)
Über Kommunikation (2. serielle Schnittstelle/Kommunikationsoption)
2. serielle Schnittstelle oder
Kommunikationsoption?
Über 2. serielle Schnittstelle
Über Kommunikationsoption
Über Bedieneinheit
Über welche Quelle erfolgt die
Sollwertvorgabe?
Über Bedieneinheit
Über Kommunikation
(2. serielle Schnittstelle/
Kommunikationsoption)
Gesperrt
Über Kommunikation (2. serielle Schnittstelle/Kommunikationsoption)
2. serielle Schnittstelle oder
Kommunikationsoption?
Über 2. serielle Schnittstelle
Über welche Quelle erfolgt
die Sollwertvorgabe?
Extern (Klemmen 2, 4, JOG, Drehzahlvorwahl usw.)
Anschluss der 2. serielle Schnittstelle (siehe Seite 6-229)
Klemme 2, 4-5 (analog), RL, RM,
RH, JOG-PC usw.
Über Bedieneinheit
2. serielle
Schnittstelle
Über Kommunikationsoption
Gesperrt
Anschluss der 2. serielle Schnittstelle (siehe Seite 6-229)
Pr. 340 = 1, 2
Sollwertvorgabe über
Kommunikation
Startbefehl über Kommunikation
Pr. 339 = 1
Pr. 340 = 1
Signal zur FrequenzSollwertvorgabe EIN
Startbefehl über Kommunikation
Über welche Quelle erfolgt
die Sollwertvorgabe?
Extern (Klemmen 2, 4, JOG, Drehzahlvorwahl usw.)
Anschluss der Kommunikationsoption (siehe Bedienungsanleitung der Optionseinheit)
Klemme 2, 4-5 (analog), RL, RM,
RH, JOG-PC usw.
Über Bedieneinheit
Gesperrt
Über Kommunikation (Kommunikationsoption)
Anschluss der Kommunikationsoption (siehe Bedienungsanleitung der Optionseinheit)
FR-F700 EC
Pr. 340 = 1
Sollwertvorgabe über
Kommunikation
Startbefehl über Kommunikation
6 - 207
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung
Parameter
Externer Betrieb (Pr. 79 = 0, 2)
Wählen Sie den externen Betrieb, wenn der Frequenzumrichter unter Verwendung von Potentiometern und Schaltern vorwiegend über die Steuerklemmen betrieben werden soll.
Das Einstellen von Parametern ist in der Regel im externen Betrieb nicht möglich. (Einige Parameter können eingestellt werden (siehe Tab. 6-1)).
Ist Parameter 79 auf „0“ oder „2“ eingestellt, startet der Frequenzumrichter nach dem Hochfahren im externen Betrieb (für Netzwerkbetrieb siehe Abschn. 6.17.2).
Ist keine häufige Änderung der Parameter nötig, kann die externe Betriebsart fest durch die Einstellung des Parameters 79 auf „2“ gewählt werden. (Ist eine häufige Änderung der Parameter
nötig, sollte die Auswahl der externen Betriebsart durch Einstellung des Parameters 79 auf „0“
erfolgen. Dann geht der Frequenzumrichter nach Einschalten der Netzspannung in die externe
Betriebsart, kann jedoch durch Betätigung der Taste PU/EXT in den PU-Betrieb geschaltet werden. Im PU-Betrieb kann die erforderliche Parameteränderung erfolgen. Durch erneutes Betätigen der PU/EXT Taste, ist wieder ein Wechsel in die externe Betriebsart möglich.)
Die Vorgabe der Startbefehle erfolgt über die Klemmen STF und STR. Die Vorgabe des Frequenz-Sollwerts erfolgt über die Klemmen 2, 4, Geschwindigkeits-/Drehzahlvorwahl (RH, RM,
RL), JOG usw.
Abb. 6-128:
Externe Betriebsart
Frequenzumrichter
Spannungsversorgung
Motor
Rechtslauf
Linkslauf
FrequenzSollwert
I001205E
6 - 208
Parameter
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung
Betrieb über Bedieneinheit (Pr. 79 = 1)
Wählen Sie den Betrieb über Bedieneinheit, wenn der Frequenzumrichter über die Tasten der
Bedieneinheiten FR-DU07 oder FR-PU04/FR-PU07 oder im Kommunikationsbetrieb über die
PU-Schnittstelle betrieben werden soll.
Ist Parameter 79 auf „1“ eingestellt, startet der Frequenzumrichter nach dem Hochfahren in der
Betriebsart „Betrieb über Bedieneinheit“. Die Betriebsart kann nicht durch Betätigung der PU/
EXT-Taste gewechselt werden.
Der Digital-Dial kann für Einstellvorgänge wie ein Potentiometer verwendet werden (siehe auch
Abschn. 6.21.2).
Während des Betriebs über die Bedieneinheit kann das PU-Signal ausgegeben werden. Um einer Klemme das PU-Signal zuzuweisen, muss einer der Parameter 190 bis 196 auf „10“ (positive Logik) oder auf „110“ (negative Logik) gesetzt werden.
Abb. 6-129:
Betrieb über Bedieneinheit
Frequenzumrichter
Spannungsversorgung
Motor
I001206E
Kombinierte Betriebsart 1 (Pr. 79 = 3)
Wählen Sie die kombinierte Betriebsart 1, wenn die Vorgabe des Frequenzsollwerts über die
Bedieneinheit (Digital-Dial) und die Vorgabe der Startsignale über die externe Klemmen erfolgen soll.
Stellen Sie Parameter 79 auf „3“. Die Betriebsart kann nicht durch Betätigung der PU/EXT-Taste
gewechselt werden.
Eine Vorgabe der Drehzahl über die Geschwindigkeits-/Drehzahlvorwahl durch externe Signale
hat eine höhere Priorität als die Frequenzvorgabe über die Bedieneinheit. Ist das AU-Signal eingeschaltet, wird die Klemme 4 freigegeben.
Abb. 6-130:
Kombinierte Betriebsart 1
Frequenzumrichter
Spannungsversorgung
Motor
Rechtslauf
Linkslauf
Sollwertvorgabe
FR-F700 EC
I001207E
6 - 209
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung
Parameter
Kombinierte Betriebsart 2 (Pr. 79 = 4)
Wählen Sie die kombinierte Betriebsart 2, wenn die Vorgabe des Frequenzsollwerts über ein externes Potentiometer, die Geschwindigkeits-/Drehzahlvorwahl oder die JOG-Klemme und die
Vorgabe der Startsignale über die Bedieneinheit erfolgen soll.
Stellen Sie Parameter 79 auf „4“. Die Betriebsart kann nicht durch Betätigung der PU/EXT-Taste
gewechselt werden.
Abb. 6-131:
Kombinierte Betriebsart 2
Frequenzumrichter
Spannungsversorgung
Motor
FrequenzSollwert
I001208E
6 - 210
Parameter
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung
Umschaltbetrieb (Pr. 79 = 6)
Der Umschaltbetrieb ermöglicht während des Betriebs einen Wechsel zwischen den Betriebsarten „Betrieb über Bedieneinheit“, „Externen Betrieb“ und „Netzwerkbetrieb“ (bei Verwendung
der 2. seriellen Schnittstelle oder einer Kommunikationsoption).
Umschaltung
Auswahl der Betriebsart/Betriebszustand
Externer Betrieb ⇒ Bedieneinheit
Der Wechsel von ext. Betrieb zum Betrieb über Bedieneinheit erfolgt
über die Bedieneinheit.
Drehrichtung wird beibehalten (d.h. gleiche Drehrichtung wie bei ext.
Betrieb).
Frequenzsollwert ist der gleiche wie im ext. Betrieb (über Klemmen
vorgegeben).
(Die Einstellung wird bei einem Reset oder beim Ausschalten des Frequenzumrichters gelöscht.)
Externer Betrieb ⇒ Betrieb über Netzwerk Der Wechsel zum Betrieb über das Netzwerk erfolgt über das Netzwerk.
Die Drehrichtung wird beibehalten (d.h. gleiche Drehrichtung wie bei
ext. Betrieb).
Frequenzsollwert ist der gleiche wie im ext. Betrieb (über Klemmen
vorgegeben).
(Die Einstellung wird bei einem Reset oder beim Ausschalten des Frequenzumrichters gelöscht.)
Bedieneinheit ⇒ Externer Betrieb
Auswahl durch Betätigung der Umschalttaste PU/EXT der Bedieneinheit
Drehrichtung wird durch externes Signal bestimmt.
Frequenz wird über externes Signal bestimmt.
Bedieneinheit ⇒ Betrieb über Netzwerk
Der Wechsel zum Betrieb über das Netzwerk erfolgt über das Netzwerk.
Drehrichtung und Frequenzsollwert werden beibehalten (d.h. bleiben
wie beim Betrieb über Bedieneinheit über die Bedieneinheit vorgegeben).
Betrieb über Netzwerk ⇒ Externer Betrieb Der Wechsel zum ext. Betrieb erfolgt über das Netzwerk.
Drehrichtung wird durch externes Signal bestimmt.
Der Frequenzsollwert wird durch das externe Signal bestimmt.
Betrieb über Netzwerk ⇒ Bedieneinheit
Der Wechsel vom Betrieb über das Netzwerk zum Betrieb über Bedieneinheit erfolgt über die Bedieneinheit.
Drehrichtung und Frequenzsollwert werden beibehalten (d.h. wie beim
Netzwerk-Betrieb vorgegeben).
Tab. 6-39: Betriebszustände im Umschaltbetrieb
P
FR-F700 EC
GEFAHR:
Beachten Sie bei der Wahl des Umschaltbetriebs, dass der Drehrichtungsbefehl und
Frequenzsollwert bei einigen Übergängen in die „neue“ Betriebsart (siehe Tab. 6-39)
„mitgenommen“ werden. Der Antrieb kann also in der „neuen“ Betriebsart drehen,
obwohl in ihr (noch) keine entsprechenden Steuerbefehle gegeben wurden.
Stellen Sie durch geeignete Maßnahmen sicher, dass durch die vorstehend beschriebenen Übergänge keine gefährlichen Zustände auftreten können.
6 - 211
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung
Parameter
Externer Betrieb (Betrieb über Bedieneinheit gesperrt) (Pr. 79 = 7)
Ist das X12-Signal ausgeschaltet, wird die externe Betriebsart gewählt.
Diese Funktion ermöglicht eine Steuerung des Frequenzumrichters über externe Signale, wenn
versehentlich keine Umschaltung aus dem Betrieb über die Bedieneinheit erfolgt ist.
Setzen Sie Parameter 79 auf „7“, um die Funktion zu aktivieren. Setzen Sie einen der Parameter
178–189 auf „12“, um einer Eingangsklemme das Signal X12 zuzuweisen (siehe
Abschn. 6.9.1). Wurde keiner der Klemmen die Funktion zugewiesen, so dient das Signal an
der MRS-Klemme als Sperrsignal.
Funktion
X12 (MRS)-Signal
Betriebsart
Parameter schreiben
EIN
Betriebsart (extern, Bedieneinheit, Netzwerk)
kann umgeschaltet werden.
Abschaltung des Umrichterausgangs bei
externen Betrieb.
Parameter können in Abhängigkeit der
Einstellung von Parameter 77 „Schreibschutz
für Parameter“ (siehe Tab. 6-1) geschrieben
werden.
Mit Ausnahme des Parameters 79 können
keine Parameter geschrieben werden.
AUS
Erzwungene Umschaltung auf externen
Betrieb
Externer Betrieb möglich
Die Umschaltung auf den Betrieb über die
Bedieneinheit oder den Netzwerkbetrieb ist
gesperrt.
Tab. 6-40: Funktion des X12-Signals
Funktionsänderung durch Schalten des X12 (MRS)-Signals
Betriebsbedingung
Betriebs- Zustand
art
X12 (MRS)Signal
Stopp
EIN → AUS Betrieb
EIN → AUS PU/NET
Stopp
Extern
Betrieb
Betriebs- Betriebszustand
art
Nach Eingabe des Start-Signals wird der
Extern Betrieb mit der externen Frequenzvorgabe ausgeführt.
AUS → EIN
EIN → AUS
AUS → EIN
EIN → AUS
Stopp
Extern Umschaltung auf
PU- und NET-Betrieb
Gesperrt
Gesperrt
Zugelassen
Gesperrt
Im Betrieb → Abschaltung des Ausgangs
Gesperrt
Abschaltung des Ausgangs → Im Betrieb
Gesperrt
Tab. 6-41: Umschaltung des X12 (MRS)-Signals
Unabhängig davon, ob das Start-Signal ein- oder ausgeschaltet ist, wird auf die externe
Betriebsart umgeschaltet. Beim Ausschalten des Signals X12 (MRS) läuft der Motor bei
eingeschaltetem Startsignal STF oder STR im externen Betrieb.
Tritt eine Fehlermeldung auf, kann der Frequenzumrichter durch Betätigung der STOP/
RESET-Taste auf der Bedieneinheit zurückgesetzt werden.
HINWEISE
Bei eingeschaltetem X12 (MRS)-Signal ist eine Umschaltung auf den Betrieb über die
Bedieneinheit nicht möglich, wenn ein Startsignal (STF, STR) eingeschaltet ist.
Wird das MRS-Signal als Verriegelungssignal verwendet, bewirkt ein Einschalten des MRSSignals (im Betrieb über die Bedieneinheit) bei einem Parameterwert von Parameter 79
ungleich 7, dass die normale MRS-Funktion (Reglersperre, Motor trudelt aus) ausgeführt wird.
Sobald Parameter 79 auf „7“ gesetzt wird, wird das MRS-Signal zum Verriegelungssignal.
Dient das MRS-Signal als Verriegelungssignal, hängt die Logik von der Einstellung des
Parameters 17 ab. Ist Parameter 17 = 2, müssen in der obigen Tabelle die Zustände EIN
und AUS vertauscht werden.
Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 178–189 beeinflusst auch andere
Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen der Klemmen.
6 - 212
Parameter
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung
Umschaltung durch Signal X16
Durch Schalten des X16-Signals kann während eines Stopps (Motor im Stillstand, Startsignal
ausgeschaltet) zwischen der externen Betriebsart und dem Betrieb über die Bedieneinheit gewechselt werden.
Dazu muss Parameters 79 auf einen der Werte „0, 6 oder 7“ eingestellt sein. Ist Parameter 79
auf „6“ eingestellt, kann die Umschaltung auch während des Betriebs erfolgen.
Setzen Sie einen der Parameter 178–189 auf „16“, um einer Eingangsklemme das Signal X12
zuzuweisen.
X16-Signal
Pr. 79
0 (Werkseinstellung)
Beschreibung
EIN (extern)
AUS (PU)
Extern
Bedieneinheit
Eine Umschaltung auf externen Betrieb,
Betrieb über die Bedieneinheit und Netzwerkbetrieb ist möglich.
1
Bedieneinheit
Ausschließlich Betrieb über die Bedieneinheit
2
Extern
Externer Betrieb (Eine Umschaltung auf den
Netzwerkbetrieb ist möglich.)
3/4
Kombinierter Betrieb (extern/Bedieneinheit)
Ausschließlich kombinierter Betrieb (extern/
Bedieneinheit)
6
X12 (MRS) EIN
Extern
Bedieneinheit
Eine Umschaltung auf externen Betrieb,
Betrieb über die Bedieneinheit und Netzwerkbetrieb ist auch während des Betriebs möglich.
Extern
Bedieneinheit
Eine Umschaltung auf externen Betrieb,
Betrieb über die Bedieneinheit und Netzwerkbetrieb ist möglich. (Im externen Betrieb wird
der Ausgang abgeschaltet.)
7
X12 (MRS) AUS
Extern
Ausschließlich externer Betrieb (erzwungene
Umschaltung auf externen Betrieb)
Tab. 6-42: Umschaltung durch Signal X16
HINWEISE
Die Betriebsart hängt auch von der Einstellung des Parameters 340 „Betriebsart nach Hochfahren“ und dem Zustand der Signale X65 und X66 ab (siehe Seite 6-214).
Bei den Parametern 79 und 340 und den Signalen gelten folgende Prioritäten:
Pr. 79 > X12 > X66 > X65 > X16 > Pr. 340
Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 178–189 beeinflusst auch andere
Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen der Klemmen.
FR-F700 EC
6 - 213
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung
Parameter
Umschaltung der Betriebsart durch externe Signale (X65, X66)
Bei einer Einstellung des Parameter 79 auf einen der Werte „0, 2, 6 oder 7“ über die Signale X65
und X66 während eines Stopps (Motor im Stillstand, Startsignal ausgeschaltet) von einem Betrieb über die Bedieneinheit oder der externen Betriebsart und den Netzwerkbetrieb gewechselt
werden. Ist Parameter 79 auf „6“ eingestellt, kann die Umschaltung auch während des Betriebs
erfolgen.
Wechseln Sie vom Netzwerkbetrieb auf den Betrieb über Bedieneinheit wie folgt:
Setzen Sie Parameter 79 auf „0“ (Werkseinstellung), „6“ oder „7“. (Bei einer Einstellung des
Parameters 79 auf „7“ kann der Wechsel der Betriebsart erfolgen, wenn das Signal X12
(MRS) eingeschaltet ist.)
Setzen Sie Parameter 340 auf „10“ oder „12“.
Setzen Sie einen der Parameter 178 bis 189 auf „65“, um einer der Klemmen die Umschaltfunktion PU-NET (X65) zuzuweisen.
Die Betriebsart wechselt beim Einschalten des Signals X65 in den Betrieb über Bedieneinheit und beim Ausschalten des Signals X65 in den Netzwerkbetrieb.
X65-Signal
Pr. 340
Pr. 79
0
(Werkseinstellung)
Beschreibung
EIN (PU)
AUS (NET)
Bedieneinheit Netzwerk 1
Bedieneinheit
2
Netzwerk
3/4
Kombinierter Betrieb
(extern/Bedieneinheit)
10 / 12
6
X12 (MRS) EIN
Bedieneinheit Netzwerk Bedieneinheit Netzwerk Eine Umschaltung auf externen Betrieb
ist nicht möglich.
Ausschließlich Betrieb über die Bedieneinheit
Ausschließlich Netzwerkbetrieb
Ausschließlich kombinierter Betrieb
(extern/Bedieneinheit)
Eine Umschaltung ist auch während des
Betriebs möglich.
Eine Umschaltung auf externen Betrieb
ist nicht möglich.
Im externen Betrieb wird der Ausgang
abgeschaltet.
7
X12 (MRS)
AUS
Extern
Erzwungene Umschaltung auf externen
Betrieb
Tab. 6-43: Umschaltung durch Signal X65
Bei eingeschaltetem Signal X66 wechselt die Betriebsart in den Netzwerkbetrieb.
Bei ausgeschaltetem Signal X16 wechselt die Betriebsart in den Betrieb über Bedieneinheit.
Das gilt auch bei einer Einstellung des Parameter 550 „Betriebsanweisung im NET-Modus
schreiben“ auf „1“ (Steuerung über Kommunikationsoption), wenn keine Kommunikationsoption installiert ist.
Bei eingeschaltetem Signal X66 wechselt die Betriebsart in den externen Betrieb.
6 - 214
Parameter
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung
Wechseln Sie vom Netzwerkbetrieb auf den externen Betrieb wie folgt:
Setzen Sie Parameter 79 auf „0“ (Werkseinstellung), „2“, „6“ oder „7“. (Bei einer Einstellung
des Parameters 79 auf „7“ kann der Wechsel der Betriebsart erfolgen, wenn das Signal X12
(MRS) eingeschaltet ist.)
Setzen Sie Parameter 340 auf „0“ (Werkseinstellung), „1“ oder „2“.
Setzen Sie einen der Parameter 178 bis 189 auf „66“, um einer der Klemmen die Umschaltfunktion extern/NET (X66) zuzuweisen.
Die Betriebsart wechselt beim Einschalten des Signals X66 in den Netzwerkbetrieb und
beim Ausschalten des Signals X66 in den externen Betrieb.
X66-Signal
Pr. 340
Pr. 79
0 (Werkseinstellung
1
2
0
(Werkseinstellung)/
1/2
3/4
6
X12 (MRS) EIN
Beschreibung
EIN (PU)
AUS (NET)
Netzwerk Extern Bedieneinheit
Netzwerk Extern
Kombinierter Betrieb
(extern/Bedieneinheit)
Ausschließlich Betrieb über die Bedieneinheit
Eine Umschaltung auf externen Betrieb
ist nicht möglich.
Ausschließlich kombinierter Betrieb
(extern/Bedieneinheit)
Netzwerk Extern Eine Umschaltung ist auch während des
Betriebs möglich.
Netzwerk Extern Im externen Betrieb wird der Ausgang
abgeschaltet.
7
X12 (MRS)
AUS
Extern
Erzwungene Umschaltung auf externen
Betrieb
Tab. 6-44: Umschaltung durch Signal X66
Bei einer Einstellung des Parameter 550 „Betriebsanweisung im NET-Modus schreiben“ auf
„1“ (Steuerung über Kommunikationsoption) wechselt die Betriebsart in den Betrieb über
Bedieneinheit, wenn keine Kommunikationsoption installiert ist.
Bei ausgeschaltetem Signal X16 wechselt die Betriebsart in den Betrieb über Bedieneinheit.
Ist das Signal X65 zugewiesen, wechselt die Betriebsart mit dem Signalzustand von X65.
HINWEISE
Bei den Parametern 79 und 340 und den Signalen gelten folgende Prioritäten:
Pr. 79 > X12 > X66 > X65 > X16 > Pr. 340
Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 178–189 beeinflusst auch andere
Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen der Klemmen.
FR-F700 EC
6 - 215
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung
6.17.2
Parameter
Betriebsart nach Hochfahren (Pr. 79, Pr. 340)
Wählen Sie mit Hilfe des Parameters 340 (Betriebsart nach Hochfahren) die Betriebsart des
Frequenzumrichters beim Einschalten der Netzspannung bzw. beim Wiederhochfahren nach
einem kurzzeitigen Netzausfall.
Befindet sich der Frequenzumrichter nach dem Hochfahren im Netzwerkbetrieb, kann das
Schreiben von Parametern und der Betrieb über ein Programm ausgeführt werden.
Wählen Sie diese Betriebsart, wenn der Betrieb über die 2. serielle Schnittstelle oder eine
Kommunikationsoption erfolgen soll.
Pr.Nr.
Bedeutung
Werkseinstellung
79
Betriebsartenwahl
EinstellBeschreibung
bereich
Steht in Beziehung
zu Parameter
57
0
0–4/6/7
Auswahl der Betriebsart
(siehe Seite 6-207)
0
Wie in Pr. 79 eingestellt
79
340
Betriebsart nach Hochfahren 6 - 216
1/2
Startet nach dem Hochfahren im Netzwerkbetrieb.
Bei einer Einstellung auf „2“ wird die
Betriebsart vor dem kurzzeitigen Netzausfall nach dem Hochfahren wieder
eingenommen.
10/12
Startet nach dem Hochfahren im Netzwerkbetrieb. Die Betriebsart kann über
die Bedieneinheit zwischen Betrieb über
Bedieneinheit und Netzwerkbetrieb
umgeschaltet werden. Bei einer Einstellung auf „12“ wird die Betriebsart vor
dem kurzzeitigen Netzausfall nach dem
Hochfahren beibehalten.
0
Synchronisationszeit nach Netzausfall
Betriebsartenwahl
Siehe
Abschn.
6.11.1
6.17.1
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Der Parameter kann bei installierter Kommunikationsoption immer eingestellt werden (siehe
Abschn. 6.16.4). Der Parameter kann im Stillstand in jeder Betriebsart geändert werden.
Parameter
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung
Auswahl der Betriebsart nach Hochfahren (Pr. 340)
In Abhängigkeit der Parameter 79 und 340 ändert sich die Betriebsart nach dem Hochfahren wie
in folgender Tabelle gezeigt:
Pr. 340
Pr. 79
Betriebsart beim Einschalten der NetzUmschaltung der Betriebsart
spannung, Wiederhochfahren bzw. Reset
0
(Werksein- Externer Betrieb
stellung)
0
(Werkseinstellung)
1
Betrieb über Bedieneinheit
Ausschließlich Betrieb über die Bedieneinheit
2
Externer Betrieb
Eine Umschaltung auf externen Betrieb und
Netzwerkbetrieb ist möglich. Die Umschaltung auf den Betrieb über Bedieneinheit ist
nicht möglich.
3/4
6
Kombinierter Betrieb (extern/Bedieneinheit) Keine Umschaltung der Betriebsart möglich
Externer Betrieb
Eine Umschaltung auf externen Betrieb,
Betrieb über die Bedieneinheit und Netzwerkbetrieb ist auch während des Betriebs
möglich.
X12 (MRS) EIN: Externer Betrieb
Eine Umschaltung auf externen Betrieb,
Betrieb über die Bedieneinheit und Netzwerkbetrieb ist möglich. X12 (MRS) AUS: Externer Betrieb
Ausschließlich externer Betrieb (erzwungene Umschaltung auf externen Betrieb)
7
1/2
0
Netzwerkbetrieb
1
Betrieb über Bedieneinheit
2
Netzwerkbetrieb
3/4
6
7
10 / 12 Eine Umschaltung auf externen Betrieb,
Betrieb über die Bedieneinheit und Netzwerkbetrieb ist möglich. Kombinierter Betrieb (extern/Bedieneinheit) Wie bei Pr. 340 = 0
Netzwerkbetrieb
X12 (MRS) EIN: Netzwerkbetrieb
X12 (MRS) AUS: Externer Betrieb
0
Netzwerkbetrieb
Eine Umschaltung auf den Betrieb über die
Bedieneinheit und Netzwerkbetrieb ist möglich. 1
Betrieb über Bedieneinheit
Wie bei Pr. 340 = 0
2
Netzwerkbetrieb
Ausschließlich Netzwerkbetrieb
3/4
Kombinierter Betrieb (extern/Bedieneinheit) Wie bei Pr. 340 = 0
6
Netzwerkbetrieb
Eine Umschaltung auf den Betrieb über die
Bedieneinheit und Netzwerkbetrieb ist auch
während des Betriebs möglich. 7
Externer Betrieb
Wie bei Pr. 340 = 0
Tab. 6-45: Betriebsart des Frequenzumrichters nach Hochfahren
Die Einstellung des Parameters 340 auf „2“ oder „12“ wird meist zur Kommunikation über
die 2. serielle Schnittstelle des Frequenzumrichters verwendet. Bei einer Einstellung des
Parameters 57 auf einen Wert ungleich „9999“ (automatischer Wiederanlauf nach Netzausfall), setzt der Frequenzumrichter den Betrieb nach dem Wiederanlauf in dem Betriebszustand vor dem Netzausfall fort.
Die Betriebsart kann nicht direkt zwischen Betrieb über Bedieneinheit und Netzwerkbetrieb
umgeschaltet werden.
Die Betriebsart kann über die PU/EXT-Taste der Bedieneinheit (FR-DU07) und das Signal
X65 zwischen Betrieb über Bedieneinheit und Netzwerkbetrieb umgeschaltet werden.
FR-F700 EC
6 - 217
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung
6.17.3
Parameter
Auswahl der Steuerung (Pr. 338, Pr. 339, Pr. 550, Pr. 551)
Im Kommunikationsbetrieb über die 2. serielle Schnittstelle des Frequenzumrichters können
externe Betriebs- und Drehzahlanweisungen (über die Steuerklemmenleiste) freigegeben
werden. Weiterhin kann die Steuerung auch über die Bedieneinheit erfolgen.
Pr.Nr.
338
339
550
551
Werkseinstellung
Bedeutung
Betriebsanweisung
schreiben
Drehzahlanweisung
schreiben
Betriebsanweisung
NET-Modus Betriebsanweisung
PU-Modus EinstellBeschreibung
bereich
Steht in Beziehung
zu Parameter
0
Betriebsanweisung (Drehrichtungsbefehl) über Kommunikation
28
1
Externe Vorgabe der Betriebsanweisung
(Drehrichtungsbefehl)
59
0
Drehzahlanweisung (Frequenz-Sollwert)
über Kommunikation
79
1
Externe Vorgabe der Drehzahl (Frequenzvorgabe über Kommunikation ist
gesperrt, externe Vorgabe über Klemmen
2 und 1 ist freigegeben)
2
Externe Vorgabe der Drehzahl (Frequenzvorgabe über Kommunikation ist freigegeben, externe Vorgabe über Klemmen 2
und 1 ist freigegeben)
0
Betrieb über Kommunikationsoption
1
Betrieb über 2. serielle Schnittstelle des
Frequenzumrichters
9999
Automatische Erkennung der Kommunikationsoption
Im Normalbetrieb ist die Kommunikation
über die 2. serielle Schnittstelle freigegeben. Bei installierter Kommunikationsoption ist der Betrieb über die Option
freigegeben.
0
0
9999
1
Betrieb der 2. seriellen Schnittstelle im
PU-Modus
2
Auswahl des Anschlusses der Bedieneinheit im PU-Modus
2
Überlagerung der
Festfrequenzen
Anwahl des digitalen Motorpotentiometers
Betriebsartenwahl
Siehe
Abschn.
6.5.3
6.5.4
6.17.1
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist. Die
Parameter können bei installierter Kommunikationsoption jederzeit eingestellt werden (siehe
Abschn. 6.16.4).
Ein Schreibzugriff auf die Parameter 550 und 551 ist jederzeit möglich.
Auswahl der Steuerung im Netzwerkbetrieb (Pr. 550)
Im Netzwerkbetrieb kann die Steuerung entweder über die 2. serielle Schnittstelle des Frequenzumrichters oder eine installierte Kommunikationsoption erfolgen.
Ist im Netzwerkbetrieb z.B. Parameter 550 auf „1“ eingestellt, erfolgt das Schreiben von Parametern, Startbefehlen und die Frequenzvorgabe, unabhängig davon, ob eine Kommunikationsoption installiert ist, über die 2. serielle Schnittstelle des Frequenzumrichters.
HINWEIS
6 - 218
Bei der Werkseinstellung des Parameters 550 auf „9999“ (automatische Erkennung der
Kommunikationsoption) kann das Schreiben von Parametern, Startbefehlen und die
Frequenzvorgabe bei installierter Kommunikationsoption nicht über die 2. serielle Schnittstelle des Frequenzumrichters erfolgen. (Die Überwachung von Betriebsgrößen und das
Lesen von Parametern ist jedoch möglich.)
Parameter
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung
Auswahl der Steuerung im PU-Modus (Pr. 551)
Im PU-Modus kann die Steuerung entweder über die PU-Schnittstelle oder die 2. serielle
Schnittstelle des Frequenzumrichters erfolgen.
Ist im PU-Modus z.B. Parameter 551 auf „1“ eingestellt, erfolgt das Schreiben von Parametern,
Startbefehlen und die Frequenzvorgabe über die 2. serielle Schnittstelle des Frequenzumrichters.
HINWEIS
Der PU-Modus besitzt bei einer Einstellung des Parameters 550 auf „1“ (NET-Modus über 2.
serielle Schnittstelle) und des Parameters 551 auf „1“ (PU-Modus über 2. serielle Schnittstelle) eine höhere Priorität. Ist keine Kommunikationsoption installiert, kann keine Umschaltung auf den Netzwerkbetrieb erfolgen.
Betrieb über
Pr. 550
0
1
Pr. 551
Kommunikations- Bemerkung
option
PU-Schnittstelle
2. serielle
Schnittstelle
1
—
PU-Modus NET-Modus 2
(Werkseinstellung)
PU-Modus
—
NET-Modus 1
—
PU-Modus —
2
(Werkseinstellung)
PU-Modus
NET-Modus
—
1
—
PU-Modus NET-Modus —
NET-Modus Kommunikationsoption
montiert
NET-Modus
—
Keine Kommunikationsoption montiert
9999
2
(Werkseinstellung) (Werkseinstellung)
Umschaltung in den NETModus gesperrt
PU-Modus
Tab. 6-46: Einstellung der Parameter 550 und 551
Im PU-Modus kann das Modbus-RTU-Protokoll nicht verwendet werden. Bei Verwendung
des Modbus-RTU-Protokolls ist Parameter 551 auf „2“ zu setzen.
Ist keine Kommunikationsoption installiert, kann keine Umschaltung auf den Netzwerkbetrieb erfolgen.
FR-F700 EC
6 - 219
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung
Parameter
Steuerung über Kommunikation
Betriebsart
Kommunikation über 2. serielle Schnittstelle
des Frequenzumrichters
RS485-Kommunikation über PU-Schnittstelle
Steuerung
Bedingung
(Pr. 551)
2
(PU-Schnittstelle)
1
(2. serielle
Schnittstelle)
1
(2. serielle
Schnittstelle)
2
(PU-Schnittstelle)
Tab. 6-47:
6 - 220
Anweisung
Kombinierte Kombinierte
NET-Betrieb
Betriebsart 1 Betriebsart 2
(über 2. serielle
(extern/
(extern/
Bedieneinheit Bedieneinheit Schnittstelle) (Pr. 79 = 3)
(Pr. 79 = 4)
NET-Betrieb
(über Kommunikationsoption) Bedieneinheit
Extern
Betriebsanweisung
(Start, Stopp)
✔
✔
Frequenzsollwert
✔
—
✔
—
—
✔
✔
✔
✔
✔
✔
—
✔
✔
—
Parameter lesen
✔
✔
✔
✔
✔
Frequenzumrichter
zurücksetzen
✔
✔
✔
✔
✔
Betriebsanweisung
(Start, Stopp)
Frequenzsollwert
—
—
—
—
—
Überwachung
✔
✔
✔
✔
✔
Überwachung
Parameter schreiben
Parameter schreiben
—
—
—
—
—
Parameter lesen
✔
✔
✔
✔
✔
Frequenzumrichter
zurücksetzen
✔
✔
✔
✔
✔
Betriebsanweisung
(Start, Stopp)
✔
—
—
✔
—
Frequenzsollwert
✔
—
✔
—
—
✔
✔
✔
✔
✔
✔
—
✔
✔
—
Parameter lesen
✔
✔
✔
✔
✔
Frequenzumrichter
zurücksetzen
✔
✔
✔
✔
✔
Betriebsanweisung
(Start, Stopp)
—
—
—
—
✔
—
Frequenzsollwert
—
—
—
—
✔
—
Überwachung
✔
✔
✔
✔
✔
✔
Überwachung
Parameter schreiben
Parameter schreiben
—
—
—
—
✔
—
Parameter lesen
✔
✔
✔
✔
✔
✔
Frequenzumrichter
zurücksetzen
—
—
—
—
✔
—
Funktionsumfang der einzelnen Betriebsarten (1)
Parameter
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung
Betriebsart
Bedingung
(Pr. 551)
Externe
Klemmen
Kommunikation über
Kommunikationsoption
Steuerung
—
Anweisung
Tab. 6-47:
NET-Betrieb
(über Kommunikationsoption) Extern
Betriebsanweisung
(Start, Stopp)
—
—
—
—
—
✔
Frequenzsollwert
—
—
—
—
—
✔
Überwachung
✔
✔
✔
✔
✔
✔
Parameter schreiben
—
Kombinierte Kombinierte
NET-Betrieb
Betriebsart 1 Betriebsart 2
(über 2. serielle
(extern/
(extern/
Bedieneinheit Bedieneinheit Schnittstelle) (Pr. 79 = 3)
(Pr. 79 = 4)
Bedieneinheit
—
—
—
—
—
✔
Parameter lesen
✔
✔
✔
✔
✔
✔
Frequenzumrichter
zurücksetzen
—
—
—
—
—
✔
Frequenzumrichter
zurücksetzen
✔
✔
✔
✔
✔
Betriebsanweisung
(Start, Stopp)
—
✔
✔
—
—
Frequenzsollwert
—
✔
—
✔
—
Funktionsumfang der einzelnen Betriebsarten (2)
✔: freigegeben
—: gesperrt
: teilweise freigegeben
FR-F700 EC
Wie in Parameter 338 „Betriebsanweisung schreiben“ und 339 „Drehzahlanweisung schreiben“ eingestellt.
Tritt über die 2. serielle Schnittstelle ein Kommunikationsfehler auf, kann der Frequenzumrichter nicht über den Personalcomputer zurückgesetzt werden.
Stopp über ist PU freigegeben. Bei einem PU-Stopp erscheint „PS“ auf der Bedieneinheit.
Wie in Parameter 75 „Rücksetzbedingung/Verbindungsfehler/Stopp“ eingestellt (siehe Abschn. 6.16.1).
Entsprechend der Einstellung des Parameters 77 „Schreibschutz für Parameter“ und dem
Betriebzustand können einige Parameter schreibgeschützt sein (siehe Abschn. 6.16.2).
Auf einige Parameter ist unabhängig von der Betriebsart und dem Vorhandensein der
Steuerung für die Befehlsvorgabe ein Schreibzugriff möglich. Bei einer Einstellung von
Parameter 77 auf „2“ ist ein Schreibzugriff freigegeben (siehe Tab. 6-1). Ein Löschen der
Parameter ist gesperrt.
Bei einer Einstellung des Parameters 550 auf „1“ (Betrieb über die 2. serielle Schnittstelle
des Frequenzumrichters) oder auf „9999“, wenn keine Kommunikationsoption installiert ist.
Bei einer Einstellung des Parameters 550 auf „0“ (Betrieb über die Kommunikationsoption)
oder auf „9999“, wenn eine Kommunikationsoption installiert ist.
6 - 221
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung
Parameter
Betrieb bei Auftreten eines Alarms
Betriebsart
Bedingung
(Pr. 551)
Fehler
Fehler des Frequenzumrichters
Unterbrechung zur PUSchnittstelle
Kommunikationsfehler an der
PU-Schnittstelle
Kommunikationsfehler an der
2. seriellen Schnittstelle
Kommunikationsfehler der
Kommunikationsoption
Tab. 6-48:
Extern
Kombinierte Kombinierte
NET-Betrieb
Betriebsart 1 Betriebsart 2
(über 2. serielle
(extern/
(extern/
Bedieneinheit Bedieneinheit Schnittstelle) (Pr. 79 = 3)
(Pr. 79 = 4)
—
Stopp
2
(PU-Schnittstelle)
Stopp/Betrieb fortsetzen 1
(2. serielle
Schnittstelle)
Stopp/Betrieb fortsetzen 2
(PU-Schnittstelle)
Stopp/Betrieb
fortsetzen Betrieb fortsetzen
1
(2. serielle
Schnittstelle)
1
(2. serielle
Schnittstelle)
Stopp/Betrieb
fortsetzen NET-Betrieb
(über Kommunikationsoption) Betrieb fortsetzen
Betrieb fortsetzen
Stopp/Betrieb
fortsetzen Betrieb fortsetzen
Stopp/Betrieb
fortsetzen Betrieb fortsetzen
2
(PU-Schnittstelle)
Betrieb fortsetzen
Stopp/Betrieb
fortsetzen Betrieb fortsetzen
—
Betrieb fortsetzen
Stopp/Betrieb
fortsetzen Betrieb fortsetzen
Betrieb bei Auftreten eines Alarms
6 - 222
Bedieneinheit
Auswahl über Parameter 75 „Rücksetzbedingung/Verbindungsfehler/Stopp“
Auswahl über Parameter 122 „Zeitintervall der Datenkommunikation (PU-Schnittstelle)“ oder
Parameter 336 „Zeitintervall der Datenkommunikation (2. serielle Schnittstelle)“
Steuerung über die Kommunikationsoption
Im Tippbetrieb über die Bedieneinheit erfolgt bei einem Verbindungsfehler zur Bedieneinheit
eine Unterbrechung des Betriebs. Ob die Ausgabe der Fehlermeldung E.PUE erfolgt, wird
mit Parameter 75 „Rücksetzbedingung/Verbindungsfehler/Stopp“ eingestellt.
Bei einer Einstellung des Parameters 550 auf „1“ (Betrieb über die 2. serielle Schnittstelle
des Frequenzumrichters) oder auf „9999“, wenn keine Kommunikationsoption installiert ist.
Bei einer Einstellung des Parameters 550 auf „0“ (Betrieb über die Kommunikationsoption)
oder auf „9999“, wenn eine Kommunikationsoption installiert ist.
Parameter
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung
Auswahl der Steuerung im Netzwerkbetrieb (Pr. 338, Pr. 339)
Die Steuerung des Frequenzumrichters erfolgt durch die Vorgabe von Betriebsanweisungen,
die als Startsignale und zur Funktionsauswahl dienen, und durch die Vorgabe von Drehzahlanweisungen, die zur Frequenzeinstellung dienen.
Im Netzwerkbetrieb werden die Anweisungen über externe Klemmen und über das Netzwerk
(2. serielle Schnittstelle des Frequenzumrichters oder Kommunikationsoption) wie in folgender
Tabelle gezeigt vorgegeben:
Betriebsanweisung schreiben
Auswahl der (Pr. 338)
Steuerung
Drehzahlanweisung schreiben
(Pr.339)
Einstellungen der Parameter 178 bis 189
Variable Einstellungen
Feste Einstellungen
(Funktionen
entsprechend
den Klemmen)
Frequenzsollwert über Netzwerk
0: NET
1: Extern
Bemerkungen
0: NET
1:
Extern
2:
Extern
0: NET
1:
Extern
2:
Extern
NET
—
NET
NET
—
NET
Klemme 2
—
Extern
—
—
Extern
—
Klemme 4
—
Extern
Klemme 1
—
Extern
Überlagerung
0
RL
Niedrige Drehzahl/Frequenzwert löschen
NET
Extern
NET
Extern
1
RM
Mittlere Drehzahl/Abbremsung
NET
Extern
NET
Extern
2
RH
Hohe Drehzahl/
Beschleunigung
NET
Extern
NET
Extern
3
RT
Zweiter Parametersatz
4
AU
Funktionsauswahl Klemme 4
5
JOG
6
CS
Automatischer Wiederanlauf
nach kurzzeitigem Netzausfall
Extern
7
OH
Externer Motorschutzschalter
Extern
NET
—
Tippbetrieb
Extern
Kombiniert
—
—
Kombiniert
Extern
Auswahl 15 Drehzahlen
8
REX
10
X10
Freigabe des Frequenzumrichterbetriebs
Extern
11
X11
FR-HC- oder MT-HCAnschluss (Überwachung Netzausfall)
Extern
12
X12
Externe Verriegelung des
Betriebs über Bedieneinheit
Extern
13
X13
Externer Start der
DC-Bremsung
14
X14
Freigabe der PID-Regelung
16
X16
Umschaltung Betrieb über
Bedieneinheit/externer Betrieb
Tab. 6-49:
FR-F700 EC
NET
Extern
NET
NET
NET
Pr. 59 = 0 (Drehzahl/Geschwindigkeitsvorwahl)
Pr. 59 = 1, 2 (Digitales Motorpotentiometer)
Extern
Extern
Pr. 59 = 0 (Drehzahl/Geschwindigkeitsvorwahl)
Extern
NET
Extern
Extern
Schreiben von Betriebs- und Drehzahlanweisungen (1)
6 - 223
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung
Betriebsanweisung schreiben
Auswahl der (Pr. 338)
Steuerung
Drehzahlanweisung schreiben
(Pr. 339)
0: NET
Einstellungen der Parameter 178 bis 189
Variable Einstellungen
25
MRS
1: Extern
Bemerkungen
0: NET
Reglersperre
24
Parameter
1:
Extern
2:
Extern
0: NET
Kombiniert
Verriegelung des Betriebs
über Bedieneinheit
1:
Extern
Extern
Extern
STOP Selbsthaltung des Startsignals
—
Extern
X37
Auswahl Transversalfunktion
NET
Extern
60
STF
Startsignal für Rechtslauf
NET
Extern
61
STR
Startsignal für Linkslauf
NET
Extern
62
RES
RESET-Eingang
Extern
63
PTC
PTC-Eingang
Extern
64
X64
Auswahl Vorwärts-/Rückwärtslauf bei PID-Regelung
65
X65
Umschaltung PU-/NETBetrieb
Extern
66
X66
Umschaltung externer Betrieb/
NET-Betrieb
Extern
67
X67
Auswahl der Steuerungsart
Extern
70
X70
Aktivierung der
DC-Einspeisung
NET
Extern
71
X71
Deaktivierung der
DC-Einspeisung
NET
Extern
72
X72
Zurücksetzen des
PID-Integralwerts
NET
NET
Extern
Extern
NET
NET
Pr. 79 ≠ 7
Pr. 79 = 7
(Signal X12 nicht
zugewiesen)
37
Tab. 6-49:
2:
Extern
Extern
Extern
Schreiben von Betriebs- und Drehzahlanweisungen (2)
Erläuterung zur Tabelle:
Extern:
Steuerung ist nur über externe Signale möglich.
NET:
Steuerung ist nur über das Netzwerk möglich.
Kombiniert: Steuerung ist sowohl über externe Signale als auch über das Netzwerk möglich.
—:
Steuerung ist weder über externe Signale noch über Netzwerk möglich.
Überlagerung: Steuerung über externe Signale ist nur dann möglich, wenn der Parameter 28
„Überlagerung der Festfrequenzen“ den Wert „1“ hat.
HINWEIS
6 - 224
Die Auswahl der Steuerquellen erfolgt über die Parameter 550 und 551
Parameter
Betriebsartenwahl und Auswahl der Steuerung
Umschaltung der Steuerung über das Signal X67
Im Netzwerkbetrieb kann eine Umschaltung der Steuerquellen für die Betriebs- und die Drehzahlanweisungen über das Signal X67 erfolgen. Das Signal kann dazu verwendet werden, zwischen einer Steuerung über externe Signale oder über Netzwerk umzuschalten.
Setzen Sie einen der Parameter 178 bis 189 zur Zuweisung des X67-Signals an eine Eingangsklemme auf „67“.
Ist das Signal X67 ausgeschaltet, erfolgt die Vorgabe der Betriebs- und Drehzahlanweisungen
über externe Klemmen.
X67-Signal
Vorgabe der Befehlsanweisungen Vorgabe der Drehzahlanweisungen
Keine Signalzuweisung
Wie in Parameter 338 eingestellt
Wie in Parameter 339 eingestellt
EIN
AUS
Betrieb ist ausschließlich über externe Klemmen möglich
Tab. 6-50: Umschaltung der Steuerung über das Signal X67
HINWEISE
Der Zustand des Signals X67 wird nur im Stillstand übernommen. Bei einer Umschaltung
des Signals während des Betriebs erfolgt die Übernahme des Signalzustandes nach einem
Stopp.
Ist das Signal X67 ausgeschaltet, kann der Frequenzumrichter nicht über das Netzwerk
zurückgesetzt werden.
Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 178 bis 189 beeinflusst auch
andere Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen der Klemmen.
FR-F700 EC
6 - 225
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
6.18
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Siehe
Abschn.
Einstellung
Einzustellende Parameter
Kommunikation über die
PU-Schnittstelle
Grundeinstellungen für den Kommunika- Pr. 117–Pr. 124
tionsbetrieb (Anschluss der Bedieneinheit)
Kommunikation über die 2. serielle
Schnittstelle
Grundeinstellungen für den Kommunika- Pr. 331–Pr. 337,
tionsbetrieb (2. serielle Schnittstelle)
Pr. 341
Einschränkungen beim Schreiben
von Parametern im Kommunikationsbetrieb
6.18.1
Parameter
6.18.3
Einstellungen für das Modbus-RTUNetzwerk
Pr. 331, Pr. 332,
Pr. 334, Pr. 343,
Pr. 549
6.18.6
E²PROM-Zugriff
Pr. 342
6.18.4
PU-Schnittstelle
Der Anschluss für die Bedieneinheit (PU-Schnittstelle) ermöglicht den Kommunikationsbetrieb
des Frequenzumrichters mit einem PC usw. Wird die PU-Schnittstelle über ein Kommunikationskabel mit einem PC, einer Steuerung oder einem anderen Rechner verbunden, kann der
Frequenzumrichter über ein Anwendungsprogramm betrieben, Parameter gelesen und geschrieben sowie Anzeige- und Überwachungsfunktionen ausgeführt werden.
Abb. 6-132:
Klemmenbelegung des Anschlusses der
Bedieneinheit (PU-Schnittstelle)
8)
–
1)
I001209E
Pin-Nr.
Bezeichnung
Beschreibung
1)
SG
Signalmasse (mit Klemme 5 verbunden)
2)
—
Versorgungsspannung für die Bedieneinheit
3)
RDA
Empfangsdaten+
4)
SDB
Sendedaten−
5)
SDA
Sendedaten+
6)
RDB
Empfangsdaten−
7)
SG
Signalmasse (mit Klemme 5 verbunden)
8)
—
Versorgungsspannung für die Bedieneinheit
Tab. 6-51: PU-Schnittstelle (Klemmenbezeichnung)
HINWEISE
An den Anschlüssen 2) und 8) liegt die Versorgungsspannung für die Bedieneinheit. Sie dürfen beim Anschluss einer RS485-Schnittstelle nicht verwendet werden.
Es dürfen keine LAN-Netzwerkkarten, Fax-Modems oder modulare Telefonstecker mit dem
Anschluss verbunden werden. Der Frequenzumrichter kann dadurch beschädigt werden.
6 - 226
Parameter
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Systemkonfiguration und Verdrahtung
Frequenzumrichter
FR-DU07
Adapter
FR-ADP
Abb. 6-133:
Anschluss der Bedieneinheit an die
PU-Schnittstelle
PUSchnittstelle
RJ-45Stecker
RJ-45Stecker
FR-A5CBL
I001210E
Frequenzumrichter
PC
Station 0
Abb. 6-134:
Anschluss eines PCs mit RS485-Schnittstelle
an die PU-Schnittstelle
PUSchnittstelle
RS485Schnittstelle
RJ-45Stecker Kabel gemäß Abb. 6-136
I001211E
An den Anschlüssen 2) und 8) liegt die Versorgungsspannung für die Bedieneinheit. Sie
dürfen für diese Verbindung nicht verwendet werden.
Frequenzumrichter
PC
Station 0
RS232CSchnittstelle
RS232CKabel
max. 15 m
Abb. 6-135:
Anschluss eines PCs mit RS232-Schnittstelle
an die PU-Schnittstelle
PUSchnittstelle
RS232C/RS485Wandler
RJ-45Stecker
SC-FR PC
I001212E
FR-F700 EC
6 - 227
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Parameter
Verbindung eines Rechners über die RS485-Schnittstelle
Frequenzumrichter
PC-Schnittstelle
Signal
Kabelverbindung und Signalrichtung
Bedeutung
PU-Schnittstelle
2. serielle
Schnittstelle
Empfangsdaten
Empfangsdaten
Sendedaten
Sendedaten
Sendeanforderung
Sendeanforderung
Bereit zum Senden
Bereit zum Senden
Signalmasse
mind. 0,2 mm²
Erde
I001213E
Abb. 6-136: Verkabelung mit einem Frequenzumrichter
* Führen Sie die Anschlüsse entsprechend der Bedienungsanleitung des eingesetzten PCs
aus. Beachten Sie, dass die Pinbelegung des Schnittstellensteckers vom verwendeten PC abhängig ist.
HINWEISE
Verwenden Sie zum Anschluss des RS232C/RS485-Wandlers an die RS232C-Schnittstelle
des Rechners das Kabel SC-FR PC. Hierüber kann nur ein Frequenzumrichter angeschlossen werden.
Wenn mehrere Frequenzumrichter miteinander seriell verbunden werden sollen, geschieht
dies durch Nutzung der 2. seriellen Schnittstelle (Schraubklemmenanschlüsse).
6 - 228
Parameter
6.18.2
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
2. serielle Schnittstelle
Schalter zum Zuschalten des Abschlusswiderstands
Werksseitig ist der Widerstand nicht zugeschaltet.
Schalten Sie den Widerstand nur für den letzten
Frequenzumrichter zu (Stellung: 100 Ω).
I001033E
Abb. 6-137: 2. serielle Schnittstelle des Frequenzumrichters
Bezeichnung
Beschreibung
RDA1 (RXD1+)
Empfangsdaten+
RDB1 (RXD1−)
Empfangsdaten−
RDA2 (RXD2+)
Empfangsdaten+ (zum Anschluss weiterer Teilnehmer)
RDB2 (RXD2−)
Empfangsdaten− (zum Anschluss weiterer Teilnehmer)
SDA1 (TXD1+)
Sendedaten+
SDB1 (TXD1−)
Sendedaten−
SDA2 (TXD2+)
Sendedaten+ (zum Anschluss weiterer Teilnehmer)
SDB2 (TXD2−)
Sendedaten− (zum Anschluss weiterer Teilnehmer)
PS5 (VCC)
5-V-Spannungsversorgung, max. Ausgangsstrom: 100 mA
SG (GND)
Signalmasse (mit Klemme SD verbunden)
Tab. 6-52: Klemmenbelegung der 2. seriellen Schnittstelle
FR-F700 EC
6 - 229
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Parameter
Anschluss an die Klemmen der 2. seriellen Schnittstelle
Entfernen Sie ca. 5 mm der Kabelisolierung. Verdrillen Sie das Kabelende vor dem
Anschluss. Das Kabelende darf nicht verzinnt werden, da es sich sonst während des
Betriebs lösen kann. Verwenden Sie bei Bedarf eine Aderendhülse.
Abb. 6-138:
Vorbereitung des Kabels
5 mm
I001326E
Schließen Sie das Kabel nach Lösen der Klemmenschraube an.
Bezeichnung
Schraubengröße
Beschreibung
M2
Anzugsdrehmoment
0,22 Nm–0,25 Nm
Kabelquerschnitt
0,3 mm²–0,75 mm²
Schraubendreher
Schraubendreher für Schlitzschrauben
Schneide: 0,4 mm × 2,5 mm
Tab. 6-53: Anschluss an die Klemmen der 2. seriellen Schnittstelle
E
6 - 230
ACHTUNG:
Ziehen Sie die Schrauben zur Kabelbefestigung mit dem angegebenen Drehmoment
an. Ist das Drehmoment zu klein, können sich die Kabel lösen. Ist das Drehmoment
zu groß, kann der Klemmenblock oder die Schraube zerstört werden. Es besteht
Kurzschlussgefahr.
Parameter
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Systemkonfiguration
● Verbindung eines externen Rechners mit einem einzelnen Frequenzumrichter
PC
PC
Frequenzumrichter
Frequenzumrichter
2. serielle
Schnittstelle
2. serielle
Schnittstelle
RS485Schnittstelle
max. 15 m
RS232CKabel
Wandler
Paarig verdrillte Leitung
(Twisted pair)
Paarig verdrillte Leitung
(Twisted pair)
I001214E
Abb. 6-139: Verkabelung mit einem Frequenzumrichter
Stellen Sie den Schalter für die Zuschaltung des Abschlusswiderstandes auf die Position
„100 Ω“.
● Verbindung eines externen Rechners mit mehreren Frequenzumrichtern
PC
Station 0
Station 1
Station n
2. serielle
Schnittstelle
2. serielle
Schnittstelle
2. serielle
Schnittstelle
RS485Schnittstelle
Paarig verdrillte Leitung
(Twisted pair)
PC
Station 0
Station 1
Station n
2. serielle
Schnittstelle
2. serielle
Schnittstelle
2. serielle
Schnittstelle
RS22CSchnittstelle
RS232CKabel
max. 15 m
Wandler
Paarig verdrillte Leitung
(Twisted pair)
I001215E
Abb. 6-140: Verkabelung mit mehreren Frequenzumrichtern
FR-F700 EC
Stellen Sie nur den Schalter des letzten Frequenzumrichters für die Zuschaltung des
Abschlusswiderstandes auf die Position „100 Ω“.
6 - 231
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Parameter
Verdrahtung
● Verdrahtung eines externen Rechners mit einem einzelnen Frequenzumrichter
Abb. 6-141:
Verkabelung mit einem Frequenzumrichter
PC
I001216E
● Verdrahtung eines externen Rechners mit mehreren Frequenzumrichtern
PC
Station 0
Station 1
Station n
I001217E
Abb. 6-142: Verkabelung mit mehreren Frequenzumrichtern
Führen Sie die Anschlüsse entsprechend der Bedienungsanleitung des eingesetzten PCs
aus. Beachten Sie, dass die Pinbelegung des Schnittstellensteckers vom verwendeten PC
abhängig ist.
Stellen Sie nur den Schalter des letzten Frequenzumrichters für die Zuschaltung des
Abschlusswiderstandes auf die Position „100 Ω“.
HINWEIS
Zur Verbindung der Frequenzumrichter untereinander verdrahten Sie die Klemmen wie
folgt:
Sendedaten vom PC
Zu den Klemmen für Empfangsdaten des
nächsten Frequenzumrichters
Empfangsdaten zum PC
Zu den Klemmen für Empfangsdaten des
nächsten Frequenzumrichters
Zur Masse des PCs
6 - 232
Zur Masse des nächsten
Frequenzumrichters
Parameter
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Anschluss über Zweidrahtleitung
Soll die Verbindung zwischen PC und Frequenzumrichter über eine Zweidrahtleitung erfolgen,
sind die Klemmen wie folgt zu überbrücken:
Abb. 6-143:
Verbindung über Zweidrahtleitung
Sendefreigabe
Empfangsfreigabe
Kabelbrücke
I001219E
HINWEIS
FR-F700 EC
Schreiben Sie ein Programm, das das Senden von Daten sperrt, wenn der PC keine Daten
sendet (Empfangsbereitschaft) und den Empfang von Daten beim Senden sperrt, damit der
PC nicht die eigenen Sendedaten empfängt.
6 - 233
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
6.18.3
Parameter
Grundeinstellungen für den Kommunikationsbetrieb
(Pr. 117 bis Pr. 124, Pr. 331 bis Pr. 337, Pr. 341, Pr. 549)
Der Frequenzumrichter bietet zwei grundlegende Möglichkeiten zur Kommunikation:
● Kommunikation über die PU-Schnittstelle
● Kommunikation über die 2. serielle Schnittstelle
Das Frequenzumrichterprotokoll von Mitsubishi zum Betrieb des Frequenzumrichters an einem
PC ermöglicht Parametereinstellungen, Überwachungsfunktionen usw. über die PU-Schnittstelle oder die Klemmen der 2. seriellen Schnittstelle.
Um die Kommunikation zwischen dem Frequenzumrichter und einem PC zu ermöglichen,
müssen zuerst die Grundeinstellungen für den Kommunikationsbetrieb durchgeführt werden.
Ohne diese Initialisierung oder bei fehlerhaften Einstellungen kann keine Datenübertragung
stattfinden.
Parameter zum Kommunikationsbetrieb über die PU-Schnittstelle
Pr.-Nr.
Bedeutung
117
Stationsnummer
(PU-Schnittstelle)
118
Übertragungsgeschwindigkeit
(PU-Schnittstelle)
Werkseinstellung
Einstellbereich
0
0–31
Einstellung der Stationsnummer, wenn
mehr als ein Frequenzumrichter an
einen PC angeschlossen werden
48/96/
192/384
Der Einstellwert × 100 entspricht der
Übertragungsrate.
(Bsp.: Eine Einstellung von 192 entspricht einer Übertragungsrate von
19200 Baud.)
192
Stoppbitlänge
119
120
121
Stoppbitlänge/Datenlänge
(PU-Schnittstelle)
Paritätsprüfung
(PU-Schnittstelle)
Anzahl der
Wiederholungsversuche
(PU-Schnittstelle)
1
2
1 Bit
1
2 Bits
10
1 Bit
11
2 Bits
0
Keine Paritätsprüfung
1
Prüfung auf ungerade Parität
2
Prüfung auf gerade Parität
122
9999
9999
Beim Auftreten von Fehlern schaltet
der Frequenzumrichter nicht automatisch ab.
9999
123
Antwort-Wartezeit
(PU-Schnittstelle)
9999
0–150 ms
9999
124
CR/LF-Prüfung
1
7 Bits
0–10
0,1–999,8 s
—
8 Bits
Anzahl der Wiederholungsversuche
bei fehlerhafter Übertragung
Wird der eingestellte Wert durch die
Fehlerhäufigkeit überschritten, stoppt
der Frequenzumrichter mit einer Fehlermeldung.
1
Siehe
Abschn.
Datenlänge
0
0
Zeitintervall der
Datenkommunikation
(PU-Schnittstelle)
Steht in Beziehung
zu Parameter
Beschreibung
Keine Übertragung über die PUSchnittstelle
Eingabe des Zeitintervalls der Datenübertragung in Sekunden. Werden
während des zulässigen Zeitintervalls
keine Daten übertragen, so erfolgt eine
Fehlermeldung.
Keine Zeitüberwachung
Einstellung der Wartezeit, die nach
Datenerhalt des Frequenzumrichters
bis zur Antwort vergeht.
Einstellung mit Kommunikationsdaten
0
CR-/LF-Anweisung deaktiviert
1
CR-Anweisung aktiviert
2
CR-/LF-Anweisung aktiviert
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
6 - 234
Parameter
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Parameter zum Kommunikationsbetrieb über die 2. serielle Schnittstelle
Pr.-Nr.
Bedeutung
331
Stationsnummer
(2. serielle Schnittstelle)
332
333
334
335
336
Übertragungsgeschwindigkeit
(2. serielle Schnittstelle)
Stoppbitlänge/
Datenlänge
(2. serielle Schnittstelle) Paritätsprüfung
(2. serielle Schnittstelle)
Anzahl der
Wiederholungsversuche
(2. serielle Schnittstelle) Zeitintervall der
Datenkommunikation
(2. serielle Schnittstelle) Werkseinstellung
Einstellbereich
0
0–31
(0–247) Einstellung der Stationsnummer
(siehe Pr. 117)
96
3/6/12/24/
48/96/192/
384
Übertragungsrate (siehe Pr. 118)
1
0/1/10/11
Stoppbitlänge und Datenlänge
(siehe Pr. 119)
2
0/1/2
Paritätsprüfung (siehe Pr. 120)
1
0s
Beschreibung
Steht in Beziehung
zu Parameter
Siehe
Abschn.
—
Anzahl der Wiederholungsversuche
0–10/9999 bei fehlerhafter Übertragung
(siehe Pr. 121)
Eine Kommunikation über die 2. serielle Schnittstelle ist möglich. Im NET0
Betrieb stoppt der Frequenzumrichter
und gibt eine Fehlermeldung auf.
Eingabe des Zeitintervalls der Daten0,1–999,8 s übertragung in Sekunden
(siehe Pr. 122).
9999
337
Antwort-Wartezeit
(2. serielle Schnittstelle) 9999
0–150 ms/
9999
341
CR-/LF-Prüfung
(2. serielle Schnittstelle) 1
0/1/2
549
Auswahl eines Protokolls
0
0
1
Keine Zeitüberwachung
Einstellung der Wartezeit, die nach
Datenerhalt des Frequenzumrichters
bis zur Antwort vergeht
(siehe Pr. 123).
Aktivierung/Deaktivierung der CR-/LFAnweisung (siehe Pr. 124)
Mitsubishi-Protokoll zum Betrieb an
einem PC
Modbus-RTU-Protokoll Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Ist Pr. 551 auf „1“ gesetzt (Modbus-RTU-Protokoll), gilt der in Klammern angegebene
Einstellbereich.
Beim Modbus-RTU-Protokoll ist die Datenlänge auf 8 Bits festgelegt und die Stoppbitlänge
hängt von der Einstellung des Parameters 334 ab (siehe Abschn. 6.18.6).
Diese Parameter werden beim Modbus-RTU-Protokoll nicht verwendet.
Das Modbus-RTU-Protokoll kann ausschließlich für die Kommunikation über die Klemmen
der 2. seriellen Schnittstelle verwendet werden.
HINWEISE
Im Kommunikationsbetrieb können, ohne eine Änderung der Einstellung des Parameters
336 „Zeitintervall der Datenkommunikation (2. serielle Schnittstelle)“ von „0“ (Werkseinstellung), z.B. Überwachungsfunktionen ausgeführt und Parameter eingelesen werden. Bei
einer Umschaltung in den NET-Betrieb erfolgt jedoch eine Fehlermeldung. Ist der NETBetrieb als Betriebsart nach dem Hochfahren eingestellt, erfolgt beim ersten Kommunikationsversuch die Fehlermeldung „E.SER“.
Beim Betrieb oder beim Schreiben von Parametern über Kommunikation ist Parameter 336
auf „9999“ oder einen größeren Wert als „0“ zu setzen (siehe auch Seite 6-245). (Die Einstellung hängt vom Anwendungsprogramm ab.)
Setzen Sie den Frequenzumrichter nach der Einstellung der Parameter zurück. Wird der
Frequenzumrichter nach der Einstellung der Parameter nicht zurückgesetzt, werden die
Parameteränderungen nicht aktiv und es ist keine Datenübertragung möglich.
FR-F700 EC
6 - 235
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
6.18.4
Parameter
E²PROM-Zugriff (Pr. 342)
Die über die PU-Schnittstelle oder die 2. serielle Schnittstelle übertragenen Parameter, können
im E²PROM gespeichert werden. Bei einer häufigen Änderung der Parameter sollte Parameter
342 auf „1“ (in RAM schreiben) eingestellt werden, da die Schreibzyklus-Kapazität des
E²PROMs begrenzt ist.
Pr.Nr.
342
Werkseinstellung
Bedeutung
Auswahl E²PROMZugriff
EinstellBeschreibung
bereich
0
Parameter, die im Kommunikationsbetrieb übertragen werden, werden im
E²PROM und im RAM gespeichert.
1
Parameter, die im Kommunikationsbetrieb übertragen werden, werden im RAM
gespeichert.
0
Steht in Beziehung
zu Parameter
Siehe
Abschn.
—
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist. Der
Parameter kann bei installierter Kommunikationsoption jederzeit eingestellt werden (siehe
Abschn. 6.16.4).
HINWEIS
6 - 236
Bei Einstellung des Zugriffs auf das RAM bewirkt ein Ausschalten des Frequenzumrichters,
dass die geänderten Parameterwerte gelöscht werden. Beim Einschalten sind die im
E²PROM gespeicherten Werte gültig.
Parameter
6.18.5
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Mitsubishi-Protokoll zum Betrieb des Frequenzumrichters an einem PC
Das Frequenzumrichterprotokoll von Mitsubishi zum Betrieb des Frequenzumrichters an einem
PC ermöglicht Parametereinstellungen, Überwachungsfunktionen usw. über die PU-Schnittstelle oder die Klemmen der 2. seriellen Schnittstelle.
Kommunikationsdaten
Spezifikation
Beschreibung
Parameter
Übertragungsprotokoll
Mitsubishi-Protokoll (Betrieb über PC)
Standard
EIA-485 (RS485)
Anzahl der Frequenzumrichter
1 : N (max. 32 Frequenzumrichter), Stationsnummern: 0–31
Pr. 117
Pr. 331
PU-Schnittstelle
Wahlweise 4800/9600/19200 und 38400 Baud
Pr. 118
2. serielle
Schnittstelle
Wahlweise 300/600/1200/2400/4800/9600/19200 und
38400 Baud
Pr. 332
Übertragungsrate
Pr. 551
—
Steuersystem
Asynchron
—
Kommunikationssystem
Halbduplex
—
Pr. 119
Pr. 333
Zeichensatz
Wahlweise 7-/8-Bit ASCII
Startbit
1 Bit
Stoppbitlänge
Wahlweise 1 oder 2 Bit
Pr. 119
Pr. 333
Paritätsprüfung
Aktiv (gerade/ungerade)/inaktiv
Pr. 120
Pr. 334
Fehlererkennung
Summenprüfung
—
Wahlweise CR/LF
Pr. 124
Pr. 341
Wahlweise aktiv/inaktiv
Pr. 123
Pr. 337
—
Kommunikation
Ende-Zeichen
Wartezeit
Tab. 6-54: Kommunikationsdaten
FR-F700 EC
6 - 237
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Parameter
Kommunikationsprotokoll
Der Datenaustausch zwischen externem Rechner und Frequenzumrichter läuft nach folgendem Schema ab:
Daten lesen
Externer Rechner
⇓ Datenfluss
Frequenzumrichter
Frequenzumrichter
⇓ Datenfluss
Externer Rechner
Daten schreiben
I000030C
Abb. 6-144: Schematische Darstellung des Datenaustausches
Ist aufgrund eines Datenfehlers ein erneuter Versuch erforderlich, muss das Anwendungsprogramm so ausgelegt sein, dass ein erneuter Datenaustausch automatisch durchgeführt
werden kann. Übersteigt die Anzahl der Wiederholungsversuche den zulässigen Höchstwert, kommt der Frequenzumrichter infolge eines Alarms zum Stillstand.
Bei Empfang von fehlerhaften Daten sendet der Frequenzumrichter die Antwortdaten an
den externen Rechner zurück. Übersteigt die Anzahl der aufeinanderfolgenden fehlerhaften
Datensendungen den zulässigen Höchstwert, kommt der Frequenzumrichter infolge eines
Alarms zum Stillstand.
Kommunikation und Art des Datenformats
Die Daten werden im Hexadezimalformat verarbeitet. Beim Austausch zwischen externem
Rechner und Frequenzumrichter werden die Daten automatisch ins ASCII-Format konvertiert.
In der folgenden Tabelle sind die verschiedenen Datenformattypen mit dem Buchstaben A bis
F bezeichnet. Detaillierte Hinweise zu den Formaten finden Sie im nächsten Abschnitt.
Betriebs- Frequenz- Parameter Umrichter Monitor- Parameter
anweisung vorgabe schreiben zurücksetzen Funktion
lesen
Nr.
Betrieb
Kommunikationsanforderung an
den Frequenzumrichter entsprechend dem Anwendungsprogramm
A
A’
A
A
A
B
B
Der Umrichter sendet keine Daten,
wenn er nicht dazu aufgefordert
wurde.
Ja
Ja
Ja
Nein
Ja
Ja
Fehlerfrei (Anforderung
akzeptiert)
C
C
C
C
E
E’
E
Fehlerhaft
(Anforderung
abgelehnt)
D
D
D
D
D
D
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Fehlerfrei (keine Verarbeitung)
Inaktiv
Inaktiv
Inaktiv
Inaktiv
Inaktiv
(C)
Inaktiv
(C)
Fehlerhaft
(erneute Ausgabe der Antwortdaten )
Inaktiv
Inaktiv
Inaktiv
Inaktiv
F
F
Antwortdaten vom
Frequenzumrichter; Überprüfung
der Daten auf
Fehler
Zeitverzögerung durch die Verarbeitungszeit des ext. Rechners
Antwort vom Rechner auf Antwortdaten ; Überprüfung der Antwortdaten auf Fehler
Tab. 6-55: Kommunikation und Datenformat
Nach Erkennung der fehlerfreien Daten (ACK) vergehen mindestens 10 ms bis zur Antwort
des Frequenzumrichters (siehe Seite 6-242).
Die Antwort des Frequenzumrichters auf eine Reset-Anforderung kann ausgewählt werden
(siehe Seite 6-248, Tab. 6-60).
6 - 238
Parameter
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
● Kommunikationsanforderung für den Datenaustausch vom externen Rechner zum Frequenzumrichter
Format
1
A
(Daten schreiben) ENQ
A’
ENQ (Daten schreiben)
B
(Daten lesen)
ENQ 2
3
Stationsnummer
Frequenzumrichter Stationsnummer
Frequenzumrichter Stationsnummer
Frequenzumrichter 4
5
Anzahl der Zeichen
6
7
8
Anweisungs- Wartecode
zeit 9
10
Daten
Anweisungs- Wartecode
zeit Daten
Anweisungs- Wartecode
zeit Summenprüfung
Summenprüfung
11
12
13
Summenprüfung
● Antwortdaten vom Frequenzumrichter zum externen Rechner während des Schreibvorgangs von Daten
Format
1
C
(keinen Datenfehler ACK gefunden)
D
(Datenfehler
gefunden)
ACK Anzahl der Zeichen
2
3
4
Stationsnummer
Frequenzumrichter Stationsnummer
FehlerFrequenzcode
umrichter
5
● Antwortdaten vom Frequenzumrichter an den externen Rechner während des Einlesens
von Daten
Format
1
E
(keinen Datenfehler STX gefunden)
E’
(keinen Datenfehler STX gefunden)
D
(Datenfehler
gefunden)
NAK Anzahl der Zeichen
2
3
4
5
6
7
8
Stationsnummer
Daten lesen
ETX Frequenzumrichter Stationsnummer
Daten lesen ETX SummenFrequenzprüfung
umrichter
Stationsnummer
Fehler- Frequenzcode
umrichter
9
10
11
Summenprüfung
● Sendedaten vom externen Rechner an den Frequenzumrichter während des Schreibens
von Daten
Anzahl der Zeichen
2
3
4
StationsC
nummer
(keinen Datenfehler ACK Frequenzgefunden)
umrichter
StationsF
nummer
(Datenfehler
NAK Frequenzgefunden)
umrichter
Format
1
Steuercode (siehe Tab. 6-56)
Geben Sie die Stationsnummer des Frequenzumrichters als Hexadezimalzahl zwischen
H00 und H1F (Stationen 0 und 31) an.
Ist Parameter 123 oder 337 (Antwort-Wartezeit) auf einen Wert ungleich „9999“ gesetzt,
darf im Datenformat der Kommunikationsanforderung für den Datenaustausch keine Wartezeit angegeben werden. Die Anzahl der Zeichen vermindert sich dadurch um 1.
Codes CR und LF
Während der Datenübertragung vom externen Rechner zum Frequenzumrichter werden je
nach Art des externen Rechners die Codes CR (Zeilenumschaltung) bzw. LF (Zeilenvorschub) automatisch an das Ende einer Datengruppe gesetzt. In einem solchen Fall müssen
die entsprechenden Codes auch bei der Datenübertragung vom Frequenzumrichter zum
externen Rechner gesetzt werden. Die Codes CR und LF können über Parameter 124 oder
341 aktiviert bzw. deaktiviert werden.
FR-F700 EC
6 - 239
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Parameter
Daten
● Steuercodes
Signal
ASCII-Code
Bedeutung
STX
H02
Textanfang (Datenanfang)
ETX
H03
Textende (Datenende)
ENQ
H05
Anforderung (von Datenaustausch)
ACK
H06
Bestätigung (keinen Datenfehler gefunden)
LF
H0A
Zeilenvorschub
CR
H0D
Zeilenumschaltung
NAK
H15
Negativbestätigung (Datenfehler gefunden)
Tab. 6-56: Steuercodes
● Stationsnummer des Frequenzumrichters
Geben Sie die Stationsnummer des Frequenzumrichters an, der mit dem externen Rechner
kommuniziert.
Die Angabe erfolgt als Hexadezimalzahl zwischen H00 und H1F (Stationen 0 und 31).
● Anweisungscode
Mit Hilfe der Anweisungscodes wird festgelegt, welche Verarbeitungsanforderung (z.B.
Betrieb, Überwachung etc.) der externe Rechner an den Frequenzumrichter richten soll. Es
besteht somit die Möglichkeit, mit der Festlegung des entsprechenden Anweisungscodes
den Frequenzumrichter auf unterschiedliche Weise zu steuern und zu überwachen (weitere
Details siehe Anhang).
● Daten
Hier sind die Frequenzen, Parameter usw. enthalten, die vom und zum Frequenzumrichter
übertragen werden sollen. Definition und Bereich der Daten werden entsprechend dem
Anweisungscode (s.o.) festgelegt (weitere Details enthält der Anhang).
● Wartezeit
Legen Sie die Wartezeit fest, die zwischen dem Empfang von Daten vom externen Rechner
im Frequenzumrichter und der Übertragung von Antwortdaten vergehen darf. Stellen Sie
die Wartezeit entsprechend der Antwortzeit des externen Rechners zwischen 0 und 150 ms
ein, und zwar jeweils in Schritten von 10 ms (z.B. 1 = 10 ms, 2 = 20 ms).
Externer Rechner
⇓ Datenfluss
Verarbeitungszeit für Daten vom Frequenzumrichter
= Wartezeit
+ Datenprüfzeit
(Einstellwert × 10 ms) (In Abhängigkeit des
Anweisungscodes 10–30 ms)
Frequenzumrichter
Frequenzumrichter
⇓ Datenfluss
Externer Rechner
I000038C
Abb. 6-145: Festlegung der Wartezeit
HINWEISE
Ist Parameter 123 oder 337 (Antwort-Wartezeit) auf einen Wert ungleich „9999“ gesetzt, darf
im Datenformat der Kommunikationsanforderung für den Datenaustausch keine Wartezeit
angegeben werden. Die Anzahl der Zeichen vermindert sich dadurch um 1.
Die Wartezeit hängt vom Anweisungscode ab (siehe Seite 6-243).
6 - 240
Parameter
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
● Summenprüfcode
Der Summenprüfcode besteht aus einem zweistelligen ASCII-Code (hexadezimal), der das
niedrigere Byte (8 Bit) der Summe (binär) darstellt, die aus den überprüften ASCII-Daten
abgeleitet wird.
Summenprüfcode
ENQ
Stationsnummer
H05
H30 H31 H45 H31 H31 H30 H37 H41 H44 H46 H34
Frequenzumrichter
→ Externer Rechner
ASCII-Code
Anweisungscode
1
E
Wartezeit Beispiel 1
0
1
Daten
1
0
7
A
D
F
Binärcode
4
H H
H H
H H
H H H
30 + 31 + 45 + 31 + 31 + 30 + 37 + 41 + 44
H
= F4
Beispiel 2
Externer Rechner
→ Frequenzumrichter
ASCII-Code
ENQ
Stationsnummer
0
H02
1
SummenETX prüfcode
Daten lesen
1
7
7
0
3
Binärcode
0
H30 H31 H31 H37 H37 H30 H03 H33 H30
H H
H H
H H
30 + 31 + 31 + 37 + 37 + 30
H
= 30
I000039C
Abb. 6-146: Summenprüfcode (Beispiele)
FR-F700 EC
Ist Parameter 123 (Antwort-Wartezeit) auf einen Wert ungleich „9999“ gesetzt, darf im
Datenformat der Kommunikationsanforderung für den Datenaustausch keine Wartezeit
angegeben werden. Die Anzahl der Zeichen vermindert sich dadurch um 1.
6 - 241
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Parameter
● Fehlercode
Sind die vom Frequenzumrichter empfangenen Daten fehlerhaft, wird die entsprechende
Definition des Fehlers zusammen mit dem NAK-Code an den externen Rechner zurückgesandt.
Fehlercode
Beschreibung
H0
NAK-Fehler im externen
Rechner
Die Anzahl aufeinanderfolgend gefundener Fehler in
den Kommunikationsanforderungsdaten vom Computer
übersteigt die zulässige Anzahl der Wiederholversuche.
H1
Paritäts-Fehler
Das Ergebnis der Paritätsprüfung entspricht nicht der
vorgegebenen Parität.
Summenprüf-Fehler
Der Summenprüfcode im externen Rechner stimmt
nicht mit den im Frequenzumrichter empfangenen
Daten überein.
H3
Protokoll-Fehler
Das Protokoll der im Frequenzumrichter empfangenen
Daten ist falsch, der Datenempfang wurde nicht in der
vorgegebenen Zeit abgeschlossen oder die CR- und
LF-Codes stimmen nicht mit der Parametereinstellung
überein.
H4
Datenlänge-Fehler
Die Stoppbitlänge ist anders als bei der Initialisierung
vorgegeben.
H5
Datenüberlauf
Der externe Rechner hat neue Daten gesandt, bevor
der Frequenzumrichter den Empfang der vorangegangenen Daten abgeschlossen hatte.
H6
—
—
—
H2
Der Frequenzumrichter kommt zum
Alarmstillstand
(E.PUE/E.SER),
wenn die Fehlerhäufigkeit die
Anzahl der vorgesehenen Wiederholversuche
überschreitet.
H7
Ungültiges Zeichen
Das empfangene Zeichen ist ungültig (also ein anderes
als 0 bis 9, A bis F oder Steuercode)
Der Frequenzumrichter akzeptiert
die empfangenen
Daten nicht,
kommt aber nicht
zum Stillstand.
H8
—
—
—
H9
—
—
—
HA
Betriebsart-Fehler
HB
HC
Es wurde versucht, einen Parameter in einem anderen
als dem Modus zum Betrieb an einem PC, ohne Festle- Der Frequenzumgung der Steuerungsart oder während des Frequenzrichter akzeptiert
umrichterbetriebs zu schreiben.
die empfangenen
Daten nicht,
Anweisungscode-Fehler Die angegebene Anweisung existiert nicht.
kommt aber nicht
zum Stillstand.
Die angegebenen Daten sind für das Schreiben von
Datenbereichs-Fehler
Parametern, das Einstellen der Frequenz o.Ä. ungültig.
HD
—
—
—
HE
—
—
—
HF
—
—
—
Tab. 6-57: Fehlercodes
6 - 242
Betriebsverhalten
Bedeutung
Parameter
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
● Übertragungszeit
Datenübertragungszeit (siehe auch folgende Rechenformel)
Verarbeitungszeit für Daten vom Frequenzumrichter =
Wartezeit
+
(Einstellwert × 10 ms)
Externer Rechner
Datenprüfzeit
(In Abhängigkeit des
Anweisungscodes 10–30 ms
(siehe Tab. 6-59))
⇓ Datenfluss
Frequenzumrichter
Zeit
mindestens 10 ms erforderlich
Frequenzumrichter
⇓ Datenfluss
Datenübertragungszeit (siehe auch folgende Rechenformel)
Externer Rechner
I001327E
Abb. 6-147: Übertragungszeit
Formel zur Errechnung der Datenübertragungszeit:
Datenübertragungszeit [s]
1
=
Übertragungsgeschwindigkeit
(Baudrate)
Anzahl der zu über× tragenden Zeichen ×
(siehe Seite 6-239)
Kommunikationsparameter
(Gesamtanzahl Bits) Die Kommunikationsparameter sind in folgender Tabelle aufgeführt:
Bezeichnung
Bitanzahl
Stoppbitlänge
1 Bit
2 Bits
Datenlänge
7 Bit
8 Bits
Paritätsprüfung
Ja
1 Bit
Nein
0 Bits
Tab. 6-58: Kommunikationsparameter
HINWEISE
Neben den in der Tabelle aufgeführten Bits wird noch 1 Bit als Startbit benötigt.
Die minimale Bitanzahl beträgt 9 Bits, die maximale Bitanzahl 12 Bits.
Folgende Tabelle zeigt die Datenprüfzeit bei unterschiedlichen Funktionen:
Funktion
Datenprüfzeit
Verschiedene Monitor-Funktionen, Betriebsanweisung,
Frequenzvorgabe (RAM)
< 12 ms
Parameter lesen/schreiben, Frequenzvorgabe
(E²PROM)
< 30 ms
Parameter löschen/alle Parameter löschen
< 5 ms
Reset
— (keine Bestätigung)
Tab. 6-59: Datenprüfzeit
FR-F700 EC
6 - 243
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Parameter
Anzahl der Wiederholversuche (Pr. 121, Pr. 335)
Stellen Sie die Anzahl der zulässigen Wiederholversuche bei einem Datenempfangsfehler in
Pr. 121 (PU-Schnittstelle) oder Pr. 335 (RS485-Schnittstelle) ein (siehe auch „Fehlercodes“ auf
Seite 6-242).
Tritt der Datenempfangsfehler mehrfach auf und überschreitet die Anzahl der eingestellten Wiederholversuche, erfolgt die Ausgabe der Fehlermeldung E.PUE und der Ausgang des
Frequenzumrichters wird abgeschaltet.
Ist der Parameter auf „9999“ eingestellt, wird der Frequenzumrichter bei Überschreitung der zulässigen Wiederholversuche nicht abgeschaltet, es erfolgt jedoch die Ausgabe des Signals für
einen leichten Fehler LF. Um einer Klemme das LF-Signal zuzuweisen, muss einer der Parameter 190 bis 196 auf „98“ (positive Logik) oder auf „198“ (negative Logik) gesetzt werden.
Beispiele 쑴
Kommunikation über PU-Schnittstelle bei verschiedenen Einstellungen von Parameter 121
Kommunikation über PU-Schnittstelle, Pr. 121 = 1 (Werkseinstellung)
PU
Fehler E.PUE
Externer Rechner
⇓ Datenfluss
Frequenzumrichter
Frequenzumrichter
⇓ Datenfluss
Externer Rechner
Fehler
Fehler
Empfangsfehler
Empfangsfehler
Kommunikation über PU-Schnittstelle, Pr. 121 = 9999
Fehler E.PUE
Externer Rechner
⇓ Datenfluss
Frequenzumrichter
Frequenzumrichter
⇓ Datenfluss
Externer Rechner
Empfangsfehler
AUS
Empfangsfehler
EIN
AUS
I001354E
Abb. 6-148: Datenübertragungsfehler
쑶
6 - 244
Parameter
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Kabelbruchüberwachung (Pr. 122, Pr. 336)
Erfasst die Kabelbruchüberwachung zwischen dem externen Rechner und dem Frequenzumrichter eine Verbindungsunterbrechung (Kommunikationsunterbrechung) erfolgt die Ausgabe
einer Fehlermeldung (PU-Schnittstelle: E.PUE, 2. serielle Schnittstelle: E.SER) und der Ausgang des Frequenzumrichters wird abgeschaltet.
Die Kabelbruchüberwachung wird bei einer Parametereinstellung von 0,1 s bis 999,8 s durchgeführt. Dazu ist es notwendig, dass der Rechner innerhalb des Zeitintervalls der Datenkommunikation Daten sendet (Steuercode siehe Seite 6-240). (Die Stationsnummer ist dabei für die
Sendedaten ohne Bedeutung.)
Die Kabelbruchüberwachung erfolgt beim ersten Kommunikationsversuch in der gewählten
Steuerungsart (Betrieb über Bedieneinheit bei Kommunikation über die PU-Schnittstelle in der
Werkseinstellung oder Netzwerkbetrieb bei Kommunikation über die 2. serielle Schnittstelle).
Bei einer Parametereinstellung von „9999“ erfolgt keine Kabelbruchüberwachung.
Bei der Parametereinstellung „0“ ist keine Kommunikation über die PU-Schnittstelle möglich.
Erfolgt die Kommunikation über die 2. serielle Schnittstelle, können z.B. Überwachungsfunktionen ausgeführt und Parameter eingelesen werden, bei einer Umschaltung in den NET-Betrieb erfolgt jedoch die Fehlermeldung „E.SER“.
Beispiel 쑴
Kommunikation über PU-Schnittstelle, Pr. 122 = 0,1–999,8 s
Betriebsart
Extern
PU
Externer Rechner
⇓ Datenfluss
Frequenzumrichter
Frequenzumrichter
⇓ Datenfluss
Externer Rechner
Fehler E.PUE
Prüfung starten
Pr. 122
Zähler für
Kommunikationsüberwachung
Zeit
I001220E
Abb. 6-149: Kabelbruchüberwachung
쑶
FR-F700 EC
6 - 245
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Parameter
Programmierbeispiel
Sind die Daten vom externen Rechner fehlerhaft, akzeptiert der Frequenzumrichter diese Daten
nicht. Sehen Sie daher für den Fehlerfall im Anwendungsprogramm immer ein Programm zur
Ausführung von Wiederholversuchen vor.
Jede Datenübertragung, z.B. der Betriebsanweisungen oder Überwachungsfunktionen, erfolgt
erst nach einer Kommunikationsanforderung des externen Rechners. Ohne eine Anforderung
versendet der Frequenzumrichter keine Daten. Sehen Sie daher im Programm eine Anforderung zum Einlesen der Daten vor.
Im folgenden Beispiel wird das Umschalten in den Betrieb für serielle Datenkommunikation dargestellt:
Zeilennummer
10 OPEN"COM1: 9600,E,8,2,HD"AS#1
20 COMST1, 1, 1: COMST1, 2, 1
30 ON COM(1)GOSUB*REC
40 COM(1)ON
50 D$="01FB10000"
60 S=0
70 FOR I=1 TO LEN(D$)
80 A$=MID$(D$, I, 1)
90 A=ASC(A$)
100 S=S+A
110 NEXT I
120 D$=CHR$(&H5)+D$+RIGHT$(HEX$(S), 2)
130 PRINT#1, D$
140 GOTO 50
1000 *REC
1010 IF LOC (1)=0 THEN RETURN
1020 PRINT"RECEIVE DATA"
1030 PRINT INPUT$(LOC(1), #1)
1040 RETURN
Initialisierung der E/A-Datei
Öffnen der Kommunikationsdatei
Regelkreis des Steuersignals (RS, ER)
EIN/AUS-Stellung
Definition des Interrupts bei Datenempfang
mit Interrupts
Festlegung der Übertragungsdaten
Errechnung des Summencodes
Addition von Steuer und Summenprüfcode
Datenübertragung
Interrupt nach Datenempfang
Abb. 6-150: Programmierbeispiel
Zeilennummer
10
Initialisieren
der E/A-Datei
40
50
Verarbeitung der
Übertragungsdaten
앫 Datenfestlegung
앫 Errechnen des
Summencodes
앫 Datenübertragung
1000
Verarbeitung der
Empfangsdaten
앫 Dateneingabe
앫 Bildschirmanzeige
Interrupt
1040
140
fr-epb28
Abb. 6-151: Generelles Ablaufschema
6 - 246
Parameter
HINWEISE
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Damit Störungen vermieden werden, ist der Frequenzumrichter erst dann betriebsbereit,
wenn ein zulässiges Zeitintervall für die Kommunikation definiert ist.
Der Informationsaustausch erfolgt nicht automatisch, sondern immer nur dann, wenn vom
externen Rechner eine Kommunikationsaufforderung erfolgt. Der Frequenzumrichter kann
also nicht gestoppt werden, wenn die Datenübertragung während des Betriebs z.B. aufgrund einer Störung unterbrochen wird. Nach Ablauf des zulässigen Zeitintervalls kommt
der Frequenzumrichter zum Alarm-Stillstand (E.PUE, E.SER). Sie können den Frequenzumrichter zum Abschalten bringen, indem Sie das RESET-Signal einschalten oder die Netzspannung abschalten.
Beachten Sie, dass Unterbrechungen in der Datenübertragung, die z.B. auf eine defekte
Signalleitung oder eine Störung am externen Rechner zurückzuführen sind, vom Frequenzumrichter nicht erkannt werden können.
FR-F700 EC
6 - 247
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Parameter
Einstellungen
Stellen Sie nach erfolgter Initialisierung die Anweisungscodes und Daten je nach Bedarf ein,
und starten Sie dann über das Programm die Kommunikation zur Steuerung bzw. Überwachung des Umrichterbetriebs.
Nr. Merkmal
2
Lesen
H7B
Schreiben
HFB
Betriebmodus
Monitor-Funktion
1
Stellenanzahl
(Format)
Lesen/
AnweisungsBedeutung
code
schreiben
H000: Netzwerkbetrieb
H0001: Steuerung über externe Signale
H0002: PU-Betrieb
(RS485-Kommunikation über
PU-Schnittstelle)
4
(B.E/D)
4
(A, C/D)
Ausgangsfrequenz/
Drehzahl
Lesen
H6F
H0000 bis HFFFF:
Ausgangsfrequenz (hex.) in Schritten zu
0,01 Hz
(Ist Parameter 37 auf einen Wert zwischen
1 und 9998 eingestellt oder Parameter 144
= 2–10, 102–110, wird die Drehzahl in
Schritten zu 1 U/min. definiert)
Ausgangsstrom
Lesen
H70
H0000 bis HFFFF:
Ausgangsstrom (hex.) in Schritten zu
0,01 A (01160 oder kleiner)/in Schritten zu
0,1 A (01800 oder größer)
4
(B.E/D)
Ausgangspannung
Lesen
H71
H0000 bis HFFFF:
Ausgangsspannung (hex.) in Schritten zu
0,1 V
4
(B.E/D)
Sonderüberwachung Lesen
H72
H0000 bis HFFFF:
Auswahl der zu überwachenden Daten
durch Anweisungscode HF3
4
(B.E/D)
Lesen
H73
Schreiben
HF3
Auswahlnummer zur
Sonderüberwachung
H01 bis H36:
Datenauswahl zur Überwachung
(siehe Tab. 6-62 auf Seite 6-251)
4
(B.E/D)
2
(B.E’/D)
2
(A’, C/D)
H0000 bis HFFFF:
Alarmdefinition
Lesen
H74 bis H77
Vorletzter Alarm
Letzter Alarm
Viertletzter Alarm
Drittletzter Alarm
Sechstletzter Alarm
Fünftletzter Alarm
Achtletzter Alarm
Siebtletzter Alarm
4
(B.E/D)
(siehe Tab. 6-63 auf Seite 6-251)
3
4
Betriebssignal
(erweitert)
Schreiben
HF9
Betriebssignal
Schreiben
HFA
Überwachung des
Frequenzumrichterstatus Lesen
(erweitert)
H79
Überwachung des
Lesen
Frequenzumrichterstatus
H7A
Vorgabe von Betriebsanweisungen wie
Startsignal Rechtslauf (STF) oder Startsignal Linkslauf (STR)
(siehe auch Seite 6-252)
Überwachung der Ausgangssignalzustände wie Rechtslauf, Linkslauf oder Betriebsbereitschaftssignal (RUN)
Tab. 6-60: Einstellung der Anweisungscodes und Daten (1)
6 - 248
4
(A, C/D)
2
(A’, C/D)
4
(B.E/D)
2
(B.E’/D)
Parameter
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Nr. Merkmal
Ausgangsfrequenz
(RAM)
Ausgangsfrequenz
(E²PROM)
5
6
7
H6D
Lesen
H6E
Ausgangsfrequenz
(RAM)
Ausgangsfrequenz
(RAM, E²PROM)
Frequenzumrichter
zurücksetzen
Alarmliste löschen
Stellenanzahl
(Format)
Lesen/
Anweisungs- Bedeutung
code
schreiben
HED
Schreiben
HEE
Schreiben
Schreiben
HFD
HF4
Lesen der eingestellten Ausgangsfrequenz/Drehzahl aus dem RAM oder
E²PROM
H0000 bis HFFF: Ausgangsfrequenz in
0,1-Hz-Schritten
Drehzahl in Schritten zu 1 U/min
(Bei Parameter 37 = 1–9998 oder Parameter 144 = 2–10, 102–110)
4
(B.E/D)
Schreiben der eingestellten Ausgangsfrequenz/Drehzahl in das RAM oder E²PROM
H0000 bis H9C40 (0–400 Hz): Ausgangsfrequenz in 0,01-Hz-Schritten
H0000 bis H270E (0–9998): Drehzahl in
Schritten zu 1 U/min
(Bei Parameter 37 = 1–9998 oder Parameter 144 = 2–10, 102–110)
Um die Ausgangsfrequenz fortlaufend zu
ändern, müssen die Daten in das RAM des
Frequenzumrichters geschrieben werden
(Anweisungscode: HED).
4
(A, C/D)
H9696: Der Frequenzumrichter wird
zurückgesetzt.
Da der Frequenzumrichter bei Kommunikationsbeginn durch den externen Rechner
zurückgesetzt wurde, kann der Frequenzumrichter keine Antwortdaten an den externen Rechner zurücksenden.
4
(A, C/D)
H9966: Der Frequenzumrichter wird
zurückgesetzt.
Bei einer fehlerfreien Datenübertragung
wird ACK zum Rechner zurückgesendet
und der Frequenzumrichter danach zurückgesetzt.
4
(A, D)
H9696: Alarmliste löschen
4
(A, C/D)
Alle Parameter werden auf die werksseitige
Einstellung zurückgesetzt. Je nach vorhandenen Daten stehen vier Methoden zum
Löschen aller Parameter zur Verfügung:
Daten
8
Alle Parameter löschen
Schreiben
H9696
H9966
H5A5A
H55AA
HFC
Komm.- Kalibrie- Andere
Param. rung Param. ✔
✔
—
—
—
✔
—
✔
✔
✔
✔
✔
HEC
HF3
HFF
✔
✔
✔
✔
4
(A, C/D)
Beim Löschen der Parameter durch H9696
oder H9966 werden auch die Kommunikationsparameter auf die Werkseinstellung
zurückgesetzt. Vor Wiederaufnahme des
Betriebs ist daher ggf. eine erneute Einstellung dieser Parameter erforderlich.
Siehe Seite 6-234 und 6-235
Siehe Seite 6-182
Pr. 73 wird nicht gelöscht
9
Lesen
H00 bis H63
Schreiben
H80 bis HE3
Parameter
10
Entnehmen Sie die Anweisungscodes der
Parameterliste im Anhang.
Für eine Einstellung ab Pr. 100 muss der
Erweiterungcode gesetzt werden.
4
(B.E/D)
4
(A, C/D)
Tab. 6-60: Einstellung der Anweisungscodes und Daten (2)
FR-F700 EC
6 - 249
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Stellenanzahl
(Format)
Lesen/
Anweisungs- Bedeutung
code
schreiben
Nr. Merkmal
Bereichsumschaltung für
11 die Parameterübertragung
12
Parameter
Zweite Parametereinstellung (Code HFF = 1)
Lesen
H7F
Schreiben
HFF
Lesen
H6C
Schreiben
HEC
Die Parameter ändern sich mit der Einstellung der Bereichsumschaltung H00 bis
H09.
Dataillierte Informationen zu den Anweisungscodes entnehmen Sie der Parameterliste im Anhang.
Einstellung der Parameter für Offset und
Verstärkung (Anweisungscode H5E bis
H61, HDE bis HE1):
H00: Frequenz H01: über Parameter eingestellter
analoger Wert (%)
H02: Analogwert der Klemme
Die Einstellung der Frequenz
(Verstärkung) kann auch über die
Parameter 125 (Anweisungscode: H99) oder 126 (Anweisungscode: H9A) erfolgen.
2
(B.E’/D)
2
(A’, C/D)
2
(B.E’/D)
2
(A’, C/D)
Tab. 6-60: Einstellung der Anweisungscodes und Daten (3)
HINWEISE
Eine detaillierte Beschreibung der Formate A, A’, B, B’, C und D finden Sie auf Seite 6-239.
Setzen Sie für den Wert „8888“ 65520 (HFFF0) und für den Wert „9999“ 65535 (HFFFF)
Die Werte der Anweisungscodes HFF, HEC und HF3 werden nach dem Schreiben gehalten, aber durch das Zurücksetzen des Frequenzumrichter oder beim Löschen aller Parameter zurückgesetzt.
Beispiel 쑴
Einlesen der Einstellungen der Parameter C3 (Pr. 902) und C6 (Pr. 904) aus Station Nummer 0.
Sendedaten
des Rechners
Sendedaten des
Frequenzumrichters
ENQ 00 FF 0 01 82
ACK 00
Setzen Sie die Bereichsumschaltung für die Parameterübertragung auf „H01“.
ENQ 00 EC 0 01 7E
ACK 00
Setzen Sie zweite Parametereinstellung auf „H01“.
ENQ 00 5E 0 0F
STX 00 0000 ETX 25
C3 (Pr. 902) wird eingelesen.
0 % wird übertragen.
ENQ 00 60 0 FB
STX 00 0000 ETX 25
C6 (Pr. 904) wird eingelesen.
0 % wird übertragen.
Beschreibung
Tab. 6-61: Beispiel einer Datenübertragung
Starten Sie erneut mit Schritt , wenn Sie die Einstellungen der Parameter C3 (Pr. 902) und C6
(Pr. 904) nach einem Reset des Frequenzumrichters oder nach dem Löschen aller Parameter
lesen bzw. schreiben möchten.
쑶
6 - 250
Parameter
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
● Auswahlnummern zur Sonderüberwachung.
Eine detaillierte Beschreibung der Monitorfunktion finden Sie in Abschn. 6.10.2.
Daten Beschreibung
H01
Einheit
Ausgangsfrequenz/Drehzahl
0,01 Hz/1
Daten Beschreibung
0,01 A/
0,1 A H02
Ausgangsstrom
H03
Ausgangsspannung
0,1 V
Einheit
H0F
Zustand Eingangsklemme
H10
Zustand Ausgangsklemme H11
Lastanzeige
—
—
0,1 %
H14
Einschaltdauer gesamt
1h
1 U/min
H17
Betriebsstunden
1h
Zwischenkreisspannung
0,1 V
H18
Motorlast
0,1 %
Belastung des Bremskreises
0,1 %
H19
Leistung gesamt
1 kWh
H0A
Lastfaktor des elektronischen
Motorschutzschalters
0,1 %
H32
Energieeinsparung
Variabel
H0B
Spitzenstrom Ausgang
0,01 A/
0,1 A H33
Energieeinsparung gesamt
Variabel
H0C
Spitzenzwischenkreisspannung
H05
Frequenzsollwert/Drehzahlsollwert 0,01 Hz/1
H06
Drehzahl
H08
H09
0,1 V
H34
PID-Sollwert
0,1 %
H35
PID-Istwert
0,1 %
H36
PID-Regelabweichung
0,1 %
H0D
Eingangsleistung
0,01 kW/0,1
kW H0E
Ausgangsleistung
0,01 kW/
0,1 kW Tab. 6-62: Auswahlnummern zur Sonderüberwachung
Überwachung der Eingangsklemmen
b15
—
b0
—
—
—
CS
RES STOP MRS
JOG
RH
RM
RL
RT
AU
STR
STF
Überwachung der Ausgangsklemmen
b15
—
b0
—
—
—
—
—
—
—
—
ABC2 ABC1
FU
OL
IPF
SU
RUN
Die Einstellung hängt von der Leistungsklasse des Frequenzumrichters ab (01160 oder
kleiner/01800 oder größer).
Ist Parameter 37 auf einen Wert von „1 bis 9998“ oder Parameter 144 auf einen Wert von
„2 bis 10, 102 bis 110“ eingestellt, ist die Einheit eine ganze Zahl (Schrittweite 1) (siehe
auch Seite 6-123).
● Alarmdaten
Eine detaillierte Beschreibung finden Sie in Abschn. 7.1
Daten
Beschreibung
Daten
Beschreibung
Daten
Beschreibung
H00
Kein Alarm
H60
OLT
HC1
CTE
H10
OC1
H70
BE
HC2
P24
H11
OC2
H80
GF
HC4
CDO
H12
OC3
H81
LF
HC5
IOH
H20
OV1
H90
OHT
HC6
SER
H21
OV2
H91
PTC
HC7
AIE
H22
OV3
HA0
OPT
HE6
PID
H30
THT
HA1
OP1
HF1
E.1
H31
THM
HB0
PE
HF5
E.5
H40
FIN
HB1
PUE
HF6
E.6
H50
IPF
HB2
RET
HF7
E.7
H51
UVT
HB3
PE2
HFD
E.13
H52
ILF
HC0
CPU
Tab. 6-63: Alarmdaten
FR-F700 EC
6 - 251
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Beispiel 쑴
Parameter
Beispiel zur Anzeige einer Alarmdefinition (Anweisungscode: H74)
Lese-Daten = H30A0
vorheriger Fehler .................... THT
zuletzt aufgetretener Fehler....OPT
vorheriger Fehler
(H30)
zuletzt aufgetretener Fehler
(HA0)
I001222E
Abb. 6-152: Alarmbeispiel
쑶
● Betriebsanweisungen
Merkmal
Betriebssignal
Betriebssignal
(erweitert)
Anweisungscode
HFA
HF9
Bits
Beschreibung
8
b0: AU (Freigabe
Stromsollwert) b1: Start Rechtslauf
b2: Start Linkslauf
b3: RL (niedrige Drehzahl) b4: RM (mittlere Drehzahl) b5: RH (hohe Drehzahl) b6: RT (zweiter
Parametersatz) b7: MRS (Reglersperre) 16
b0: AU (Freigabe
Stromsollwert) b1: Start Rechtslauf
b2: Start Linkslauf
b3: RL (niedrige Drehzahl) b4: RM (mittlere Drehzahl) b5: RH (hohe Drehzahl) b6: RT (zweiter
Parametersatz) b7: MRS (Reglersperre) b8: JOG (Tippbetrieb) b9: CS (automatischer
Wiederanlauf) b10: STOP (Selbsthaltung
des Startsignals) b11: RES (Reset) b12: —
b13: —
b14: —
b15: —
Beispiel
Beispiel 1: H02 (Rechtslauf)
Beispiel 2: H00 (Stopp)
Beispiel 1: H02 (Rechtslauf)
Beispiel 2: H0800 (Betrieb mit niedriger Drehzahl
(Wenn Pr. 189 „Funktionszuweisung RES-Klemme“ auf
„0“ gesetzt ist.
Tab. 6-64: Betriebsanweisungen
Die in Klammern angegebenen Einstellungen entsprechen den Werkseinstellungen. Sie
können über die Parameter 180 bis 184 und 187 „Funktionszuweisung der Eingangsklemmen“ geändert werden (siehe Abschn. 6.9.1).
Die in Klammern angegebenen Einstellungen entsprechen den Werkseinstellungen. Da die
Funktionen Tippbetrieb, automatischer Wiederanlauf nach kurzzeitigem Netzausfall, Selbsthaltung des Startsignals und Reset nicht über Netzwerk gesteuert werden können, sind die
Bits 8 bis 11 in der Werkseinstellung gesperrt. Bei Verwendung der Bits 8 bis 11 können die
Signale über die Parameter 185, 186, 188 und 189 (siehe Abschn. 6.9.1) geändert werden.
(Ein Reset ist über den Anweisungscode HFD möglich.)
6 - 252
Parameter
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
● Frequenzumrichter-Status
Merkmal
Überwachen des
FrequenzumrichterStatus
Anweisungscode
Bits
Beschreibung
b0:
b1:
b2:
b3:
H7A
8
b4:
b5:
b6:
b7:
b0:
b1:
b2:
b3:
b4:
b5:
Überwachen des
FrequenzumrichterStatus
(erweitert)
b6:
H79
16
b7:
Beispiel
RUN (Motorlauf) Rechtslauf
Linkslauf
SU (Frequenz-Soll-/
Istwertvergleich) OL (Überlastalarm) IPF (kurzzeitiger
Netzausfall) FU (Überwachung
Ausgangsfrequenz) ABC1 (Alarm) RUN (Motorlauf) Rechtslauf
Linkslauf
SU (Frequenz-Soll-/
Istwertvergleich) OL (Überlastalarm) IPF (kurzzeitiger
Netzausfall) FU (Überwachung
Ausgangsfrequenz) ABC1 (Alarm) b8: ABC2 (—)
b9: —
b10: —
b11: —
b12: —
b13: —
b14: —
b15: Alarm
Beispiel 1: H02 (Rechtslauf)
Beispiel 2: H00 (Stillstand infolge eines Fehlers)
Beispiel 1: H0002 (Rechtslauf)
Beispiel 2: H8080 (Stillstand infolge eines Fehlers)
Tab. 6-65: Überwachen des Frequenzumrichter-Status
FR-F700 EC
Die in Klammern angegebenen Einstellungen entsprechen den Werkseinstellungen. Sie
können über die Parameter 190 bis 196 „Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen“
geändert werden (siehe Abschn. 6.9.5).
6 - 253
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
6.18.6
Parameter
Kommunikation über Modbus-RTU
(Pr. 331, Pr. 332, Pr. 334, Pr. 343, Pr. 539, Pr. 549)
Das Modbus-RTU-Protokoll ermöglicht den Kommunikationsbetrieb oder die Einstellung von
Parametern über die Klemmen der 2. seriellen Schnittstelle.
Werkseinstellung
Pr.-Nr.
Bedeutung
331
Stationsnummer
(2. serielle Schnittstelle)
332
Übertragungsgeschwindigkeit
(2. serielle Schnittstelle)
Einstellbereich
0
334
343
539
Paritätsprüfung
(2. serielle Schnittstelle)
Anzahl der
Kommunikationsfehler
Zeitintervall der Datenkommunikation (Modbus-RTU)
2
1
9999
Einstellung der Stationsnummer, wenn
mehr als ein Frequenzumrichter an
einen PC angeschlossen werden
3/6/12/24/
48/96/192/
384
Der Einstellwert × 100 entspricht der
Übertragungsrate.
(Bsp.: Eine Einstellung von 96 entspricht einer Übertragungsrate von
9600 Baud.)
0
Keine Paritätsprüfung
Stoppbitlänge: 2 Bits
1
Prüfung auf ungerade Parität
Stoppbitlänge: 1 Bit
2
Prüfung auf gerade Parität
Stoppbitlänge: 1 Bit
0/1/2
Anzeige der Anzahl der Kommunikationsfehler im Modbus-RTU-Betrieb
(nur lesen)
0
Die Kommunikation im Modbus-RTUBetrieb ist freigegeben. Im NETBetrieb stoppt der Frequenzumrichter
und gibt eine Fehlermeldung aus.
Auswahl eines Protokolls
0
Steht in Beziehung
zu Parameter
Siehe
Abschn.
—
Eingabe des Zeitintervalls der Daten0,1–999,8 s übertragung in Sekunden
(siehe Pr. 122)
9999
549
Broadcast-Betrieb
1–247
0
96
Beschreibung
Keine Zeitüberwachung
0
Mitsubishi-Protokoll zum Betrieb an
einem PC
1
Modbus-RTU-Protokoll
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
HINWEISE
Im Modbus-RTU-Betrieb arbeitet der Frequenzumrichter mit einer Einstellung des Parameters 331 auf „0“ ausgeführt, im Broadcast-Betrieb. Er versendet dann keine Antwortdaten an
den Master. Soll das Versenden von Antwortdaten möglich sein, ist Parameter 331 auf
einen anderen Wert als „0“ zu setzen. Im Broadcast-Betrieb stehen nicht alle Funktionen zur
Verfügung (siehe Seite 6-257).
Setzen Sie Parameter 549 „Auswahl eines Protokolls“ zur Auswahl des Modbus-RTU-Protokolls auf „1“.
Ist Parameter 550 „Betriebskommando im NET-Modus schreiben“ bei installierter Kommunikationsoption auf „9999“ gesetzt (Werkseinstellung) ist keine Befehlsvorgabe (z.B. Startbefehl) über die 2. serielle Schnittstelle möglich (siehe Abschn. 6.17.3).
6 - 254
Parameter
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Kommunikationsdaten
Spezifikation
Beschreibung
Übertragungsprotokoll
Modbus-RTU-Protokoll
Standard
EIA-485 (RS485)
Anzahl der Frequenzumrichter
1 : N (max. 32 Frequenzumrichter), Stationsnummern: 0–247
Pr. 331
Übertragungsrate
Wahlweise 300/600/1200/2400/4800/9600/19200 und
38400 Baud
Pr. 332
Steuersystem
Asynchron
—
Kommunikationssystem
Halbduplex
—
Zeichensatz
8-Bit binär
—
Startbit
1 Bit
—
Stoppbitlänge
Paritätsprüfung
Wahlweise: keine Parität, Stoppbitlänge 2 Bits
ungerade Parität, Stoppbitlänge 1 Bit
gerade Parität, Stoppbitlänge 1 Bit
Fehlererkennung
CRC-Prüfung
Kommunikation
Ende-Zeichen
Wartezeit
Parameter
Pr. 549
—
Pr. 334
—
—
—
—
—
Tab. 6-66: Kommunikationsdaten
FR-F700 EC
6 - 255
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Parameter
Beschreibung
Das von Modicon entwickelte Modbus-Protokoll dient zur Kommunikation diverser Feldgeräte
mit einer SPS.
Der serielle Datenaustausch zwischen Master und Slave erfolgt unter Verwendung eines festgelegten Nachrichtenformats. Dieses Format umfasst Funktionen zum Lesen und Schreiben
von Daten. Mit diesen Funktionen können Parameterwerte aus dem Frequenzumrichter gelesen oder in den Frequenzumrichter geschrieben, Eingangsbefehle an den Frequenzumrichter
übertragen und Betriebszustände überwacht werden. Ein Zugriff auf die Daten des Frequenzumrichters erfolgt über den Holding-Registerbereich (Adresse 40001 bis 49999). Durch den Zugriff auf die Adressen des Holding-Registerbereichs kann der Master mit dem Frequenzumrichter als Slave kommunizieren.
HINWEIS
Es wird zwischen zwei unterschiedlichen Arten der seriellen Datenübertragung unterschieden: dem ASCII-Modus (American Standard Code for Information Interchange) und dem
RTU-Modus (Remote Terminal Unit). Der Frequenzumrichter unterstützt nur den RTUModus, in dem einem Byte (8 Bit) zwei hexadezimal codierte Zeichen übertragen werden.
Das Kommunikationsprotokoll entspricht dabei dem Modbus-Protokoll, die physikalische
Ebene ist jedoch nicht festgelegt.
Antwortzeit des Frequenzumrichters
(siehe Datenprüfzeit in folgender Tabelle)
Sende-/Empfangsbetrieb
SPS (Master)
Frequenzumrichter
(Slave)
Anforderungsdaten
Antwortdaten
Übertragungspause
(mind. 3,5 Byte)
Sendebetrieb
SPS (Master)
Anforderungsdaten
Frequenzumrichter
(Slave)
Keine Antwortdaten
I001227E
Abb. 6-153: Nachrichtenformat
Folgende Tabelle zeigt die Datenprüfzeit bei unterschiedlichen Funktionen:
Funktion
Datenprüfzeit
Verschiedene Monitor-Funktionen, Betriebsanweisung,
Frequenzvorgabe (RAM)
< 12 ms
Parameter lesen/schreiben, Frequenzvorgabe
(E²PROM)
< 30 ms
Parameter löschen/alle Parameter löschen
<5s
Reset
—
Tab. 6-67: Datenprüfzeit
● Anforderung
Die Master-Station sendet eine Nachricht an die Slave-Station (Frequenzumrichter).
● Antwort
Nach Erhalt der Anforderung von der Master-Station führt die Slave-Station die angeforderte
Funktion aus und sendet die Antwortdaten zur Master-Station.
● Antwort im Fehlerfall
Erhält die Anforderung eine ungültige Funktion, Adresse oder fehlerhafte Daten, sendet der
Frequenzumrichter sie zur Master-Station zurück. An diese Daten wird ein Fehlercode
angehängt. Bei einem Hardware-Fehler, Datenformatfehler oder CRC-Fehler wird keine
Antwort zurückgesendet.
● Broadcast-Betrieb
Bei Angabe der Adresse 0 sendet die Master-Station Daten an alle Slave-Stationen. Alle
Slave-Stationen, die die Daten empfangen, führen die Anforderung aus. Es werden jedoch
keine Antwortdaten zurückgesendet.
6 - 256
Parameter
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Datenformat (Protokoll)
Grundsätzlich erfolgt der Datenaustausch, indem die Master-Station eine Anforderung sendet
und die Slave-Station eine Antwort zurückschickt. Verläuft die Kommunikation fehlerfrei, werden die Geräteadresse und der Funktionscode kopiert. Ist die Kommunkation nicht fehlerfrei
(Funktions- oder Datencode ist ungültig), wird das Bit 7 (= 80h) des Funktionscodes gesetzt und
den Datenbytes wird ein Fehlercode hinzugefügt.
Anforderung von der Master-Station
Geräteadresse
Geräteadresse
Funktionscode
Funktionscode
Datenbytes
8 Bit
Datenbytes
8 Bit
Fehlerprüfung
Fehlerprüfung
Antwort von der Slave-Station
I001228E
Abb. 6-154: Datenaustausch
Das Nachrichtenformat besteht aus den vier oben gezeigten Nachrichtenfeldern. Damit die
Slave-Station die Daten als eine Nachricht erkennt, werden zusätzlich datenfreie Felder
(T1: Start, Stopp) mit einer Länge von 3,5 Zeichen hinzugefügt.
Das Protokoll ist folgendermaßen aufgebaut:
Start
Adresse
T1
Funktion
8 Bits
8 Bits
Daten
n × 8 Bits
CRC-Prüfung
L
8 Bits
H
8 Bits
Ende
T1
Nachrichtenfeld
Beschreibung
Adressfeld
Das Adressfeld umfasst 1 Byte (8 Bits) und kann auf Werte von 0 bis 247 gesetzt werden. Für
den Broadcast-Betrieb (an alle Stationen) ist „0“ einzustellen oder ein Wert zwischen 1 und
247, um eine Nachricht an eine Slave-Station zu übertragen. Die Antwortdaten der Slave-Station enthält die von der Master-Station gesetzte Adresse.
Das Funktionsfeld umfasst 1 Byte (8 Bits) und kann auf Werte von 1 bis 255 gesetzt werden.
Die Master-Station setzt die Daten für die auszuführende Funktion und die Slave-Station führt
diese Anforderung aus. Folgende Tabelle zeigt die unterstützten Funktionscodes. Enthält eine
Anforderung einen Funktionscode, der nicht in der Tabelle aufgeführt ist, meldet die SlaveStation einen Fehler. Bei einer fehlerfreien Anforderung sendet die Slave-Station den von der
Master-Station gesetzten Funktionscode zurück. Im Fehlerfall übertragt die Slave-Station H80
und den Funktionscode.
Code Funktion
Beschreibung
BroadcastBetrieb
Daten des Holding-Register lesen
Nicht
möglich
Funktionsfeld
H03
Holding-Register lesen
H06
Einzelregister setzen
H08
H10
H46
Daten in das Holding-Register schreiben
Funktionsdiagnose
Diagnose
(nur Kommunikationsprüfung)
Daten in mehrere aufeinanderfolgende
Mehrfachregister setzen
Holding-Register schreiben
Log-Datei für Zugriffshäufigkeit Anzahl der Register, auf die während der
auf die Holding-Register lesen Kommunikation zugegriffen wurde, lesen
Möglich
Nicht
möglich
Möglich
Nicht
möglich
Datenfeld
Das Format hängt vom Funktionscode ab (siehe Seite 6-258). Die Daten umfassen den Bytezähler, die Anzahl der Bytes, die Zugriffsbeschreibung auf das Holding-Register usw.
CRCPrüfungsfeld
Die empfangenen Daten werden auf Fehler geprüft. Die Prüfung erfolgt mittels CRC-Verfahren, wobei 2 Byte an das Ende der Nachricht angehängt werden. Das niederwertigere Byte
wird zuerst angehängt, danach das höherwertige. Der CRC-Wert wird durch die sendende
Station berechnet und an die Nachricht angehängt. Die Empfangsstation berechnet den CRCWert beim Empfang und vergleicht den empfangenen Wert im CRC-Prüfungsfeld mit dem
berechneten. Stimmen die Wert nicht überein, wird ein Fehler erkannt.
Tab. 6-68: Aufbau des Protokolls
FR-F700 EC
6 - 257
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Parameter
Nachrichtenformate
Im Folgenden werden die Nachrichtenformate der Funktionscodes aus der Tabelle in Tab. 6-68
erläutert.
● Holding-Register lesen
Es können die Daten der Systemumgebungs-Variablen, der Echtzeitüberwachung (MonitorFunktion), der Alarmliste und der Parameter eingelesen werden (siehe auch Registerübersicht
auf Seite 6-265).
Anforderung
Adresse
Slave-Station Funktion
(8 Bits)
H03
(8 Bits)
Startadresse
H
(8 Bits)
L
(8 Bits)
Anzahl der Adressen
H
(8 Bits)
L
(8 Bits)
CRC-Prüfung
L
(8 Bits)
H
(8 Bits)
Antwort
Adresse Funktion
Slave-Station
(8 Bits)
H03
(8 Bits)
Nachricht
Adresse Slave-Station
Bytezähler
(8 Bits)
Daten
H
(8 Bits)
L
(8 Bits)
CRC-Prüfung
...
n × 16 Bits
L
(8 Bits)
H
(8 Bits)
Beschreibung
Adresse der Slave-Station, an die die Nachricht gesendet werden soll. Ein
Broadcast-Betrieb ist nicht möglich (Einstellung „0“ gesperrt)
Funktion
Einstellung H03
Startadresse
Einstellung der Adresse, bei der das Einlesen der Holding-Register beginnen soll.
Startadresse = Registeradresse (dezimal) − 40001
Beispiel:
Bei der Einstellung „00001“ werden die Daten ab Register 40002 gelesen.
Anzahl der Adressen
Einstellung der Anzahl der Register, die eingelesen werden sollen. Der
Maximalwert ist 125.
Tab. 6-69: Erläuterung der Anforderungsdaten
Nachricht
Beschreibung
Bytezähler
Einstellbereich: H02–H14 (2–20)
Der Wert entspricht der doppelten Anzahl der Adressen, die in eingestellt wurden.
Daten
Die Anzahl der unter eingestellten Daten wird gesetzt. Zuerst wird das
höherwertige Byte, dann das niederwertige Byte eingelesen. Beim Lesevorgang gilt folgende Reihenfolge: Startadresse, Startadresse + 1, Startadresse + 2, ...
Tab. 6-70: Erläuterung der Antwortdaten
6 - 258
Parameter
Beispiel 쑴
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Die Werte der Register 41004 (Pr. 4) bis 41006 (Pr. 6) der Slave-Station mit der Adresse 17
(H11) sollen eingelesen werden.
Anforderung
Adresse
Slave-Station
Funktion
H11
(8 Bits)
H03
(8 Bits)
H03
(8 Bits)
Adresse
Slave-Station
Funktion
Bytezähler
H11
(8 Bits)
H03
(8 Bits)
H06
(8 Bits)
Startadresse
HEB
(8 Bits)
Anzahl der Adressen
H00
(8 Bits)
H03
(8 Bits)
CRC-Prüfung
H77
(8 Bits)
H2B
(8 Bits)
Antwort
Daten
CRC-Prüfung
H17
H70
H0B
HB8
H03
HE8
H2C
(8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) (8 Bits)
HE6
(8 Bits)
Eingelesene Werte:
Register 41004 (Pr. 4): H1770 (60,00 Hz)
Register 41005 (Pr. 5): H0BB8 (30,00 Hz)
Register 41006 (Pr. 6): H03E8 (10,00 Hz)
쑶
FR-F700 EC
6 - 259
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Parameter
● Holding-Register schreiben (H06 oder 06)
Es können die Daten der Systemumgebungs-Variablen, der Echtzeitüberwachung (MonitorFunktion), der Alarmliste und der Parameter in den Holding-Registerbereich geschrieben
werden (siehe auch Registerübersicht auf Seite 6-265).
Anforderung
Adresse
Funktion
Slave-Station
(8 Bits)
H06
(8 Bits)
Registeradresse
Eingestellte Daten
H
(8 Bits)
H
(8 Bits)
L
(8 Bits)
L
(8 Bits)
CRC-Prüfung
L
(8 Bits)
H
(8 Bits)
Antwort
Adresse Funktion
Slave-Station
(8 Bits)
H06
(8 Bits)
Registeradresse
Eingestellte Daten
H
(8 Bits)
H
(8 Bits)
Nachricht
L
(8 Bits)
L
(8 Bits)
CRC-Prüfung
L
(8 Bits)
H
(8 Bits)
Beschreibung
Adresse Slave-Station
Adresse der Slave-Station, an die die Nachricht gesendet werden soll. Bei
der Einstellung „0“ erfolgt ein Broadcast-Betrieb.
Funktion
Einstellung H06
Registeradresse
Einstellung der Adresse, bei der das Schreiben in die Holding-Register
beginnen soll.
Startadresse = Registeradresse (dezimal) − 40001
Beispiel:
Bei der Einstellung „00001“ werden die Daten ab Register 40002 geschrieben.
Eingestellte Daten
Einstellung der Daten, die in die Register geschrieben werden sollen. Die
zu schreibenden Daten sind auf 2 Byte festgelegt.
Tab. 6-71: Erläuterung der Anforderungsdaten
Die Antwortdaten bis entsprechen bei einer fehlerfreien Übertragung den Anforderungsdaten (inklusive der CRC-Prüfung). Im Broadcast-Betrieb erfolgt keine Antwort.
Beispiel 쑴
Der Wert 60 Hz (H1770) soll in das Register 40014 (Frequenzsollwert RAM) der Station mit
der Nummer 5 (H05) geschrieben werden.
Anforderung
Adresse
Slave-Station
Funktion
H05
(8 Bits)
H06
(8 Bits)
Registeradresse
H00
(8 Bits)
H0D
(8 Bits)
Eingestellte Daten
H17
(8 Bits)
H70
(8 Bits)
CRC-Prüfung
H17
(8 Bits)
H99
(8 Bits)
Antwort
Die Antwortdaten entsprechen bei fehlerfreier Übertragung den Sendedaten.
쑶
HINWEIS
6 - 260
Im Broadcast-Betrieb erfolgt auf die Anforderung keine Antwort. Daher darf die nächste
Anforderung erst nach Ablauf der internen Verarbeitungszeit des Frequenzumrichters erfolgen.
Parameter
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
● Diagnose (H08 oder 08)
Die Prüfung der Kommunikation erfolgt über eine Rücksendung der unveränderten Anforderungsdaten als Antwortdaten mit dem Subfunktionscode H00.
Anforderung
Adresse
Funktion
Slave-Station
(8 Bits)
H08
(8 Bits)
Subfunktion
H00
(8 Bits)
H00
(8 Bits)
Daten
H
(8 Bits)
L
(8 Bits)
CRC-Prüfung
L
(8 Bits)
H
(8 Bits)
Antwort
Adresse Funktion
Slave-Station
(8 Bits)
H08
(8 Bits)
Nachricht
Subfunktion
H00
(8 Bits)
H00
(8 Bits)
Daten
H
(8 Bits)
L
(8 Bits)
CRC-Prüfung
L
(8 Bits)
H
(8 Bits)
Beschreibung
Adresse Slave-Station
Adresse der Slave-Station, an die die Nachricht gesendet werden soll. Ein
Broadcast-Betrieb ist nicht möglich (Einstellung „0“ gesperrt)
Funktion
Einstellung H08
Subfunktion
Einstellung H0000
Daten
Einstellung der Daten mit einer Länge von 2 Bytes
Einstellbereich: H0000–HFFF
Tab. 6-72: Erläuterung der Anforderungsdaten
Die Antwortdaten bis entsprechen bei einer fehlerfreien Übertragung den Anforderungsdaten (inklusive der CRC-Prüfung).
HINWEIS
FR-F700 EC
Im Broadcast-Betrieb erfolgt auf die Anforderung keine Antwort. Daher darf die nächste
Anforderung erst nach Ablauf der internen Verarbeitungszeit des Frequenzumrichters erfolgen.
6 - 261
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Parameter
● Mehrere Holding-Register schreiben (H10 oder 16)
Es können Daten in mehrere Holding-Register geschrieben werden.
Anforderung
Adresse FunkSlave-Station
tion
(8 Bits)
Startadresse
Anzahl der ByteAdressen
zähler
Daten
CRC-Prüfung
L
H
H10
H
L
H
L
L
H
L
...
(8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) n × 2 × 8 Bits (8 Bits) (8 Bits)
Antwort
Adresse Funktion
Slave-Station
H10
(8 Bits)
(8 Bits)
Startadresse
H
(8 Bits)
Nachricht
L
(8 Bits)
Anzahl der Adressen
H
(8 Bits)
L
(8 Bits)
CRC-Prüfung
L
(8 Bits)
H
(8 Bits)
Beschreibung
Adresse Slave-Station
Adresse der Slave-Station, an die die Nachricht gesendet werden soll. Bei
der Einstellung „0“ erfolgt ein Broadcast-Betrieb.
Funktion
Einstellung H10
Startadresse
Einstellung der Adresse, bei der das Schreiben in die Holding-Register
beginnen soll.
Startadresse = Registeradresse (dezimal) − 40001
Beispiel:
Bei der Einstellung „00001“ werden die Daten ab Register 40002 geschrieben.
Anzahl der Adressen
Einstellung der Anzahl der Register, in die Daten geschrieben werden sollen. Der Maximalwert ist 125.
Bytezähler
Einstellbereich: H02–HFA (2–250)
Der Wert entspricht der doppelten Anzahl der Adressen, die in eingestellt wurden.
Daten
Die Anzahl der unter eingestellten Daten wird gesetzt. Zuerst wird das
höherwertige Byte, dann das niederwertige Byte geschrieben. Beim
Schreibvorgang gilt folgende Reihenfolge: Startadresse, Startadresse + 1,
Startadresse + 2, ...
Tab. 6-73: Erläuterung der Anforderungsdaten
Die Antwortdaten bis entsprechen bei einer fehlerfreien Übertragung den Anforderungsdaten (inklusive der CRC-Prüfung).
Beispiel 쑴
Der Wert 0,5 s (H05) soll in das Register 41007 (Pr. 7) und der Wert 1 s (H0A) in das Register 41008 (Pr. 8) der Station mit der Nummer 25 (H19) geschrieben werden.
Anforderung
Adresse
Slave-Station
H19
(8 Bits)
Funktion
Startadresse
Anzahl der
Adressen
Bytezähler
Daten
CRC-Prüfung
H10
H03
HEE
H00
H02
H04
H00
H05
H00
H0A
H86
H3D
(8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) (8 Bits)
Antwort
Adresse
Slave-Station
H19
(8 Bits)
Funktion
Startadresse
Anzahl der
Adressen
Bytezähler
CRC-Prüfung
H10
H03
HEE
H00
H02
H04
H22
H61
(8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) (8 Bits) (8 Bits)
쑶
6 - 262
Parameter
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
● Lesen der Holding-Register-Log-Datei (H46 oder 70)
Die Antwort auf eine Anforderung kann mittels der Funktionscodes H03, H06 oder H0F
erfolgen. Die Startadresse des Holding-Registers, auf das während der Kommunikation ein
erfolgreicher Zugriff erfolgte, und die Anzahl der Register, auf die zugegriffen wurde, können
gelesen werden.
Als Anwortdaten auf andere als die oben genannten Anforderungen wird für die Adresse
und die Anzahl der Register eine „0“ übertragen.
Anforderung
Adresse
Funktion
Slave-Station
H46
(8 Bits)
(8 Bits)
CRC-Prüfung
L
(8 Bits)
H
(8 Bits)
Antwort
Adresse Funktion
Slave-Station
H46
(8 Bits)
(8 Bits)
Startadresse
H
(8 Bits)
Nachricht
L
(8 Bits)
Anzahl der Adressen
H
(8 Bits)
L
(8 Bits)
CRC-Prüfung
L
(8 Bits)
H
(8 Bits)
Beschreibung
Adresse Slave-Station
Adresse der Slave-Station, an die die Nachricht gesendet werden soll. Ein
Broadcast-Betrieb ist nicht möglich (Einstellung „0“ gesperrt).
Funktion
Einstellung H46
Tab. 6-74: Erläuterung der Anforderungsdaten
Nachricht
Beschreibung
Startadresse
Rücksendung der Startadresse der Holding-Register, auf die während der
Kommunikation erfolgreich zugegriffen wurde.
Startadresse = Registeradresse (dezimal) − 40001
Beispiel:
Bei Rücksendung des Wertes „00001“ ist die Startadresse der HoldingRegister, auf die während der Kommunikation erfolgreich zugegriffen
wurde 40002.
Anzahl der Adressen
Rücksendung der Anzahl der Register, auf die während der Kommunikation erfolgreich zugegriffen wurde.
Tab. 6-75: Erläuterung der Antwortdaten
Beispiel 쑴
Die Startadresse der Holding-Register auf die während der Kommunikation ein erfolgreicher
Zugriff erfolgte und die Anzahl der Register, auf die zugegriffen wurde, soll für Station mit der
Nummer 25 (H19) gelesen werden.
Anforderung
Adresse
Slave-Station
Funktion
H19
(8 Bits)
H46
(8 Bits)
CRC-Prüfung
H8B
(8 Bits)
HD2
(8 Bits)
Antwort
Adresse
Slave-Station
Funktion
H19
(8 Bits)
H10
(8 Bits)
Startadresse
H03
(8 Bits)
HEE
(8 Bits)
Anzahl der Adressen
H00
(8 Bits)
H02
(8 Bits)
CRC-Prüfung
H22
(8 Bits)
H61
(8 Bits)
Der erfolgreiche Zugriff auf 2 Register mit der Startadresse 41007 (Pr. 7) wird übertragen.
쑶
FR-F700 EC
6 - 263
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Parameter
● Antwort im Fehlerfall
Enthält eine Anforderung eine ungültige Funktion, ungültige Daten oder eine ungültige
Adresse, erfolgt die Antwort mit einer Fehlermeldung. Bei einem Paritäts-, CRC-, Überlaufoder Bereichsfehler oder im Busy-Zustand erfolgt keine Antwort.
HINWEIS
Auch im Broadcast-Betrieb erfolgt keine Antwort.
Antwort im Fehlerfall
Adresse Slave-Station
Funktion
(8 Bits)
H80 + Funktion
(8 Bits)
Nachricht
Fehlercode
(8 Bits)
CRC-Prüfung
L
(8 Bits)
H
(8 Bits)
Beschreibung
Adresse Slave-Station
Adresse der von der Master-Station gesendeten Slave-Station
Funktion
Der Funktionscode der Anforderung von der Master-Station + H80 wird
gesetzt.
Fehlercode
Der in folgender Tabelle erläuterte Fehlercode wird gesetzt.
Tab. 6-76: Erläuterung der Antwortdaten
Code
Fehler
Beschreibung
01
Ungültige Funktion
Der von der Master-Station gesendete Funktionscode kann von der SlaveStation nicht verarbeitet werden.
02
Ungültige Adresse Das angegebene Register in den Anforderungsdaten der Master-Station
kann vom Frequenzumrichter nicht verarbeitet werden (kein Parameter,
keine Lesefreigabe für Parameter, Schreibschutz für Parameter aktiviert).
03
Ungültiger Datenwert
Die Daten in der Anforderung der Master-Station kann vom Frequenzumrichter nicht verarbeitet werden (Überschreitung des Parametereinstellbereichs, Betriebsart, anderer Fehler).
Tab. 6-77: Erläuterung der Fehlercodes
In folgenden Fällen tritt kein Fehler auf:
– Funktionscode H03 (Holding-Register lesen)
Wenn die Anzahl der Register 1 oder größer ist und 1 oder mehr Register zum Lesen
von Daten vorhanden sind.
– Funktionscode H10 (Mehrfachregister setzen)
Wenn die Anzahl der Register 1 oder größer ist und 1 oder mehr Register zum Schreiben
von Daten vorhanden sind.
Bei einem Zugriff über die Funktionscodes H03 oder H10 auf mehrere Register erfolgt keine
Fehlermeldung, wenn das Holding-Register nicht vorhanden oder der Lese- bzw. Schreibzugriff gesperrt ist.
HINWEISE
Sind alle Holding-Register, auf die zugegriffen wird, nicht vorhanden, erfolgt eine Fehlermeldung.
Beim Lesen von Daten aus einem nicht vorhandenen Holding-Register wird eine „0“ übertragen. Das Schreiben von Daten in ein nicht vorhandenes Holding-Register ist unwirksam.
6 - 264
Parameter
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Die von der Master-Station gesendeten Daten werden auf folgende Fehler geprüft. Ein Fehler
führt jedoch nicht zu einem Alarmstillstand.
Fehler
Fehlerbeschreibung
Paritätsfehler
Die Parität der vom Frequenzumrichter empfangenen Daten weicht von der Parität der
gesendeten Daten ab (Pr. 334).
Betriebszustand des Frequenzumrichters
Datenlänge-Fehler
Die Stoppbitlänge der vom Frequenzumrichter empfangenen Daten weicht vom vorgegebenen Wert ab (Pr. 334).
Datenüberlauf
Die Master-Station hat neue Daten gesendet, bevor der Frequenzumrichter den Empfang der vorangegangenen Daten
abgeschlossen hatte.
NachrichtenlängeFehler
Das Datenformat der Nachrichten wird
geprüft. Eine Datenlänge von weniger als 4
Bytes wird als Fehler interpretiert.
CRC-Fehler
Stimmt das über das CRC-Verfahren ermittelte Rechenergebnis nicht mit dem der
Nachricht überein, erfolgt eine Fehlermeldung.
1) Bei einem Kommunikationsfehler wird
Parameter 343 um „1“ erhöht.
2) Tritt ein Fehler auf, erfolgt die Ausgabe
des Signals LF.
Tab. 6-78: Erläuterung der Fehlercodes
Modbus-Register
● Systemumgebungsvariablen
Register
Beschreibung
Lesen/schreiben Bemerkung
40002
Frequenzumrichter zurücksetzen
Schreiben
Es kann jeder Wert
geschrieben werden.
40003
Parameter löschen
Schreiben
Der Wert H955A kann
geschrieben werden.
40004
Alle Parameter löschen
Schreiben
Der Wert H99AA kann
geschrieben werden.
40006
Parameter löschen Schreiben
Der Wert H5A96 kann
geschrieben werden.
40007
Alle Parameter löschen Schreiben
Der Wert HAA99 kann
geschrieben werden.
40009
Betriebszustand des Frequenzumrichters/
Betriebsanweisung Lesen/schreiben
Siehe Tab. 6-80
40010
Betriebsart/Frequenzumrichtereinstellung Lesen/schreiben
Siehe Tab. 6-81
40014
Ausgangsfrequenz (RAM)
Lesen/schreiben
40015
Ausgangsfrequenz (E²PROM)
In Abhängigkeit von Pr. 37 und
Pr. 144 ist die Einheit U/min.
Schreiben
Tab. 6-79: Systemumgebungsvariablen
Kommunikationsparameter werden nicht gelöscht.
Stellen Sie für einen Schreibvorgang die Daten der Betriebsanweisung ein. Beim Einlesen
werden die Daten des Frequenzumrichterzustandes übertragen.
Stellen Sie für einen Schreibvorgang die Daten der Betriebsart ein. Beim Einlesen werden
die Daten der Betriebsart übertragen.
FR-F700 EC
6 - 265
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Parameter
Beschreibung
Bit
Betriebsanweisung
Betriebszustand
0
Stopp
RUN (Motorlauf) 1
Rechtslauf
Rechtslauf
2
Linkslauf
Linkslauf
SU (Frequenz-Soll-/Istwertvergleich) 3
RH (Hohe Drehzahl)
4
RM (Mittlere Drehzahl) OL (Überlastalarm) 5
RL (Niedrige Drehzahl) IPF (Kurzzeitiger Netzausfall) 6
JOG (Tippbetrieb) FU (Überwachung der Ausgangsfrequenz) 7
RT (Zweiter Parametersatz) ABC1 (Alarm) 8
AU (Freigabe Stromsollwert) ABC2 (–) 9
CS (Auswahl automatischer Wiederanlauf nach Net0
zausfall) 10
MRS (Reglersperre) 0
11
STOP (Selbsthaltung des Startsignals) 0
12
RES (Reset) 0
13
0
0
14
0
0
15
0
Alarm
Tab. 6-80: Betriebszustand/Betriebsanweisung
Die in Klammern angegebenen Einstellungen entsprechen den Werkseinstellungen. Sie
können über die Parameter 180 bis 189 „Funktionszuweisung der Eingangsklemmen“
geändert werden (siehe Abschn. 6.9.1). Im NET-Betrieb sind die Signale freigegeben oder
gesperrt (siehe Abschn. 6.17.3).
Die in Klammern angegebenen Einstellungen entsprechen den Werkseinstellungen. Sie
können über die Parameter 190 bis 196 „Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen“
geändert werden (siehe Abschn. 6.9.5).
Betriebsart
Wert beim Lesen
Wert beim Schreiben
EXT
H0000
H0010
PU
H0001
—
EXT JOG
H0002
—
NET
H0004
H0014
PU + EXT
H0005
—
Tab. 6-81: Betriebsart/Frequenzumrichtereinstellung
Entsprechend der Spezifikation des Betriebs über die 2. serielle Schnittstelle gelten die Einschränkungen oben beim Lesen/Schreiben.
6 - 266
Parameter
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
● Echtzeit-Überwachung (Monitor-Funktion)
Eine detaillierte Beschreibung der Anzeigefunktionen finden Sie in Abschn. 6.10.2.
Register
Beschreibung
40201
Ausgangsfrequenz/
Drehzahl
40202
Ausgangsstrom
40203
Ausgangsspannung
40205
Frequenzsollwert/
Drehzahlsollwert
40206
Drehzahl
Einheit
Register
Beschreibung
Einheit
0,01 Hz/1 40215
Zustand
Eingangsklemme —
0,01 A/0,1 A 40216
Zustand
Ausgangsklemme —
0,1 V
40217
Lastanzeige
0,01 Hz/1 40220
Einschaltdauer gesamt
1h
1 U/min
40223
Betriebsstunden
1h
0,1 %
40208
Zwischenkreisspannung
0,1 V
40224
Motorlast
40209
Belastung des Bremskreises
0,1 %
40225
Leistung gesamt
01 kWh
40210
Auslastung des elektronischen Motorschutzschalters
0,1 %
40250
Energieeinsparung
Variabel
40211
Spitzenstrom
0,01 A/0,1 A 40251
Energieinsparung
gesamt
Variabel
40212
Spitzenzwischenkreisspannung
0,1 V
40252
PID-Sollwert
0,1 %
40213
Eingangsleistung
0,01 kW/0,1 kW 40253
PID-Istwert
0,1 %
40254
PID-Regelabweichung
0,1 %
40214
Ausgangsleistung
0,01 kW/0,1 kW
0,1 %
Tab. 6-82: Echtzeit-Überwachung
Überwachung der Eingangsklemmen (Remote Input)
b15
—
b0
—
—
—
CS
RES STOP MRS
JOG
RH
RM
RL
RT
AU
STR
STF
FU
OL
IPF
SU
RUN
Überwachung der Ausgangsklemmen
b15
—
b0
—
—
—
—
—
—
—
—
ABC2 ABC1
Die Einstellung hängt von der Leistungsklasse des Frequenzumrichters ab (01160 oder
kleiner/01800 oder größer).
Ist Parameter 37 auf einen Wert von „1 bis 9998“ oder Parameter 144 auf einen Wert von
„2 bis 10, 102 bis 110“ eingestellt, ist die Einheit eine ganze Zahl (Schrittweite 1) (siehe
auch Seite 6-123).
FR-F700 EC
6 - 267
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Parameter
● Parameter
Parameter Register Bezeichnung
Bemerkung
Die Registeradresse ergibt
sich aus der Parameternummer + 4100
0–999
41000–
41999
Den Parameternamen entnehmen
Sie der Parameterliste Tab. 6-1.
Lesen/schreiben
C2 (902)
41902
Offset für Sollwertvorgabe an
Klemme 2 (Frequenz)
Lesen/schreiben
42092
Offset für Sollwertvorgabe an
Klemme 2 (Analogwert)
Lesen/schreiben
43902
Offset für Sollwertvorgabe an
Klemme 2 (Analogwert der
Klemme)
Lesen
41903
Verstärkung für Sollwertvorgabe
an Klemme 2 (Frequenz)
Lesen/schreiben
42093
Verstärkung für Sollwertvorgabe
an Klemme 2 (Analogwert)
Lesen/schreiben
43903
Verstärkung für Sollwertvorgabe
an Klemme 2 (Analogwert der
Klemme)
Lesen
41904
Offset für Sollwertvorgabe an
Klemme 4 (Frequenz)
Lesen/schreiben
42094
Offset für Sollwertvorgabe an
Klemme 4 (Analogwert)
Lesen/schreiben
43904
Offset für Sollwertvorgabe an
Klemme 4 (Analogwert der
Klemme)
Lesen
41905
Verstärkung für Sollwertvorgabe
an Klemme 4 (Frequenz)
Lesen/schreiben
42095
Verstärkung für Sollwertvorgabe
an Klemme 4 (Analogwert)
Lesen/schreiben
43905
Verstärkung für Sollwertvorgabe
an Klemme 4 (Analogwert der
Klemme)
Lesen
C8 (930)
41930
Offset des der CA-Klemme
zugeordneten Signals
Lesen/schreiben
C9 (930)
42120
Offset des CA-Stromsignals
Lesen/schreiben
C10 (931)
41931
Verstärkung des der CA-Klemme
zugeordneten Signals
Lesen/schreiben
C11 (931)
42121
Verstärkung des CA-Stromsignals
Lesen/schreiben
C42 (934)
41934
Offset-Faktor für PID-Anzeige
Lesen/schreiben
42124
Analoger Offset für PID-Anzeige
Lesen/schreiben
Der analoge Wert (%) aus
C43 (934) wird gelesen.
43934
Analoger Offset für PID-Anzeige
(Analogwert der Klemme)
Lesen
Der analoge Wert (%) des
Stroms (der Spannung) der
Klemme 4 wird gelesen.
41935
Verstärkungs-Faktor für
PID-Anzeige
Lesen/schreiben
42125
Analoge Verstärkung für
PID-Anzeige
Lesen/schreiben
Der analoge Wert (%) aus
C45 (935) wird gelesen.
43935
Analoge Verstärkung für
PID-Anzeige
(Analogwert der Klemme)
Lesen
Der analoge Wert (%) des
Stroms (der Spannung) der
Klemme 4 wird gelesen.
C3 (902)
125 (903)
C4 (903)
C5 (904)
C6 (904)
126 (905)
C7 (905)
C43 (934)
C44 (935)
C45 (935)
Tab. 6-83: Parameter
6 - 268
Lesen/schreiben
Der analoge Wert (%) aus C3
(902) wird gelesen.
Der analoge Wert (%) der
Spannung (des Stroms) der
Klemme 2 wird gelesen.
Der analoge Wert (%) aus C4
(903) wird gelesen.
Der analoge Wert (%) der
Spannung (des Stroms) der
Klemme 2 wird gelesen.
Der analoge Wert (%) aus C6
(904) wird gelesen.
Der analoge Wert (%) des
Stroms (der Spannung) der
Klemme 4 wird gelesen.
Der analoge Wert (%) aus C7
(905) wird gelesen.
Der analoge Wert (%) des
Stroms (der Spannung) der
Klemme 4 wird gelesen.
Parameter
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
● Alarmliste
Register
Bedeutung
Lesen/schreiben
40501
Alarmliste 1
Lesen/schreiben
40502
Alarmliste 2
Lesen
40503
Alarmliste 3
Lesen
40504
Alarmliste 4
Lesen
40505
Alarmliste 5
Lesen
40506
Alarmliste 6
Lesen
40507
Alarmliste 7
Lesen
40508
Alarmliste 8
Lesen
Bemerkung
Die Daten bestehen aus 2 Bytes und werden als
„H00첸첸“ gespeichert. Ein Zugriff auf den Fehlercode
erfolgt über das niederwertige Byte. Ein Schreibzugriff auf das Register 40501 löscht die Alarmliste. Der
Datenwert kann dabei frei gewählt werden.
Tab. 6-84: Alarmliste
Daten
Beschreibung
Daten
Beschreibung
Daten
Beschreibung
H00
Kein Alarm
H60
OLT
HC1
CTE
H10
OC1
H70
BE
HC2
P24
H11
OC2
H80
GF
HC4
CDO
H12
OC3
H81
LF
HC5
IOH
H20
OV1
H90
OHT
HC6
SER
H21
OV2
H91
PTC
HC7
AIE
H22
OV3
HA0
OPT
HE6
PID
H30
THT
HA1
OP1
HF1
E.1
H31
THM
HB0
PE
HF5
E.5
H40
FIN
HB1
PUE
HF6
E.6
H50
IPF
HB2
RET
HF7
E.7
H51
UVT
HB3
PE2
HFD
E.13
H52
ILF
HC0
CPU
Tab. 6-85: Alarmdaten
FR-F700 EC
6 - 269
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Parameter
Pr. 343 Anzahl der Kommunikationsfehler
Die Anzahl der Kommunikationsfehler kann aus Parameter 343 ausgelesen werden.
Parameter
Einstellbereich
Schrittweite
Werkseinstellung
343
(Nur lesen)
1
0
Tab. 6-86: Anzahl der Kommunikationsfehler
HINWEIS
Die Anzahl der Kommunikationsfehler wird kurzzeitig im RAM abgespeichert. Da keine Speicherung des Werts im E²PROM erfolgt, wird der Wert beim Aus- und Wiedereinschalten der
Spannungsversorgung und beim Zurücksetzen des Frequenzumrichters gelöscht.
Ausgabe des LF-Signals „leichter Fehler (Kommunikationsfehler)“
Bei einem Kommunikationsfehler erfolgt die Ausgabe des Signals LF zur Anzeige eines leichten
Fehlers über einen Open-Collector-Ausgang. Die Zuweisung des Signals LF an eine Ausgangsklemme erfolgt über einen der Parameter 190 bis 196 „Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen“.
Master
Alarmdaten
Alarmdaten
Daten
Alarmdaten
Daten
Antwortdaten
Slave
Antwortdaten
Anzahl der
Kommunikationsfehler
(Pr. 343)
Signal LF
AUS
EIN
AUS
EIN
AUS
Schaltet bei fehlerfreiem Datenempfang aus
Die Anzahl der Kommunikationsfehler wird mit
steigender Flanke des LF-Signals erhöht.
Alarmdaten: Daten, die zu einem
Kommunikationsfehler führen
I001229E
Abb. 6-155: Ausgabe des LF-Signals
HINWEIS
6 - 270
Die Funktionszuweisung des Signals LF an eine Ausgangsklemme erfolgt über einen der
Parameter 190 bis 196. Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 190 bis
196 beeinflusst auch andere Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen der Klemmen.
Parameter
Kommunikationsbetrieb und Einstellungen
Kabelbruchüberwachung (Pr. 539)
Erfasst die Kabelbruchüberwachung zwischen dem externen Rechner und dem Frequenzumrichter eine Verbindungsunterbrechung (Kommunikationsunterbrechung) erfolgt die Ausgabe
einer Fehlermeldung (E.SER) und der Ausgang des Frequenzumrichters wird abgeschaltet.
Bei einer Parametereinstellung von „9999“ erfolgt keine Kabelbruchüberwachung.
Bei der Parametereinstellung „0“ können z.B. Überwachungsfunktionen ausgeführt und Parameter eingelesen werden, bei einer Umschaltung in den NET-Betrieb erfolgt jedoch die Fehlermeldung „E.SER“.
Die Kabelbruchüberwachung wird bei einer Parametereinstellung von 0,1 s bis 999,8 s durchgeführt. Dazu ist es notwendig, dass der Rechner innerhalb des Zeitintervalls der Datenkommunikation Daten sendet. (Der Frequenzumrichter führt unabhängig von der Stationsnummer,
die die Master-Station sendet, eine Prüfung der Datenübertragung durch (Löschen des Zählers
für die Kommunikationsüberwachung).)
Die Kabelbruchüberwachung erfolgt beim ersten Kommunikationsversuch nach der Umschaltung in den Netzwerkbetrieb (über Pr. 551 „Betriebsanweisung im PU-Modus schreiben“).
Das Zeitintervall der Datenkommunikation umfasst im Sende-/Empfangsbetrieb auch die Übertragungspause von mindestens 3,5 Byte. Diese Zeit ist von der Übertragungsgeschwindigkeit
abhängig und muss bei der Einstellung berücksichtigt werden.
Beispiel 쑴
Kommunikation über 2. serielle Schnittstelle, Pr. 539 = 0,1–999,8 s
Sende-/Empfangsbetrieb
Betriebsart
Extern
NET
Anforderung 1
Externer Rechner
⇓ Datenfluss
Frequenzumrichter
Frequenzumrichter
⇓ Datenfluss
Externer Rechner
Anforderung 2
Übertragungspause
(mind. 3,5 Byte)
Fehler E.SER
Antwort 2
Antwort 1
Pr. 539
Zähler für
Kommunikationsüberwachung
Prüfung starten
Zeit
Broadcast-Betrieb
Betriebsart
Extern
NET
Anforderung 1
Externer Rechner
⇓ Datenfluss
Frequenzumrichter
Frequenzumrichter
⇓ Datenfluss
Externer Rechner
Übertragungspause
(mind. 3,5 Byte)
Anforderung 2
Fehler E.SER
Pr. 539
Zähler für
Kommunikationsüberwachung
Prüfung starten
Zeit
I001622E
Abb. 6-156: Kabelbruchüberwachung
FR-F700 EC
6 - 271
Spezielle Applikationen
6.19
6.19.1
Parameter
Spezielle Applikationen
Siehe
Abschn.
Einstellung
Einzustellende Parameter
Prozesssteuerung für z.B. Durchfluss- oder Druckregelungen
PID-Regelung
Pr. 127–Pr. 134,
Pr. 241, Pr. 553,
Pr. 554,
Pr. 575–Pr. 577,
C42 (Pr. 934)–
C45 (Pr. 935)
6.19.1
Pumpenregelung unter
Verwendung mehrerer Motoren
Erweiterte PID-Regelung
Pr. 554,
Pr. 575–Pr. 591
6.19.3
Traverse-Funktion
Traverse-Funktion
Pr. 592–Pr. 597
6.19.4
Umschaltung von Motoren vom Fre- Direkter Netzbetrieb
quenzumrichterbetrieb auf direkten
Netzbetrieb
Pr. 135–Pr. 139,
Pr. 159
6.19.2
Vermeidung eines Überspannungsalarms im generatorischen Betrieb
durch Anhebung der Ausgangsfrequenz.
Pr. 882–Pr. 886
6.19.5
Zwischenkreisführung der Ausgangsfrequenz
PID-Regelung (Pr. 127 bis Pr. 134, Pr. 241, Pr. 553,
Pr. 554, Pr. 575 bis Pr. 577, C42 (Pr. 934) bis C45 (Pr. 935))
Die PID-Reglerfunktion ermöglicht es, den Frequenzumrichter zur Prozesssteuerung (z. B.
Durchfluss- oder Druckregelung) einzusetzen.
Der Sollwert wird über die Eingangsklemmen 2-5 oder Parameter vorgegeben. Der Istwert wird
über die Klemmen 4-5 erfasst.
6 - 272
Parameter
Pr.-Nr.
Bedeutung
127
Automatische
Umschaltfrequenz
des PID-Reglers
Spezielle Applikationen
Werkseinstellung
9999
Einstellbereich
Beschreibung
0–400 Hz
Einstellung der Frequenz zur Umschaltung auf PID-Regelung
9999
128
129
Auswahl der
Wirkrichtung
der PID-Regelung
PIDProportionalwert 10
100 %
Keine automatische Umschaltung
10, 110 Rückwärtslauf
11, 111 Vorwärtslauf
20, 120
21, 121 PIDIntegrierzeit Oberer Grenzwert
für den Istwert
51 Vorwärtslauf
60
Rückwärtslauf
61
Vorwärtslauf
Unterer Grenzwert
für den Istwert
1s
9999
134
Sollwertvorgabe
über Parameter PIDDifferenzierzeit 9999
0–100 % 0–100 %
C2 (Pr. 902)
–
C7 (Pr. 905)
6.17.1
6.9.1
6.9.5
6.15.4
Vorgabe für Soll- und
Istwert: LonWorks,
CC-Link-Netzwerk
Bei einem kleinen Einstellwert erreicht
die Regelgröße den Sollwert eher, aber
es kommt auch leichter zum Überschwingen.
Geben Sie den oberen Grenzwert in
Pr. 131 ein. Übersteigt der Istwert den
eingestellten Grenzwert, wird an
Klemme FUP ein Signal ausgegeben. Der
maximale Istwert an Klemme 4 (20 mA/5
V/10 V) entspricht 100 %.
Geben Sie den unteren Grenzwert in
Pr. 132 ein. Unterschreitet der Istwert
den eingestellten Grenzwert, wird an
Klemme FDN ein Signal ausgegeben.
Der maximale Istwert an Klemme 4
(20 mA/5 V/10 V) entspricht 100 %.
Keine Funktion
Pr. 133 legt den PID-Regler-Sollwert für
den Betrieb über die Bedieneinheit fest.
Eingang für Sollwert: Klemme 2
Zeit der D-Regelung, um den gleichen
Istwert zu erreichen wie bei einer
0,01–10,00 s P-Regelung
Bei steigender Differenzierzeit vergrößert
sich die Empfindlichkeit.
9999
FR-F700 EC
190–196
6.15.1
Keine Funktion
0–100 % 9999
9999
Vorgabe Korrektursignal: LonWorks,
CC-Link-Netzwerk
79
178–189
6.5.4
Keine I-Regelung
9999
133
Eingang für Istwert:
Klemme 4 Eingang für Sollwert:
Klemme 2 oder
Pr. 133
73
Anwahl des digitalen Motorpotentiometers
Festlegung der
Sollwert-Eingangdaten
Beriebsartenwahl
Funktionszuweisung der Eingangsklemmen
Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen
Offset und Verstärkung für die
Sollwertvorgabe
Keine P-Regelung
9999
132
Ausgangssignal eines
externen PID-Reglers: Klemme 1 59
Siehe
Abschn.
Der Proportionalwert entspricht dem
reziproken Wert der Proportionalverstärkung. Ist der Einstellwert klein, gibt es
bei der Stellgröße große Abweichungen
0,1–1000 % schon bei kleiner Änderung der Regelgröße. Das bedeutet, dass sich bei
einem kleinen Wert in Pr. 129 die Empfindlichkeit verbessert, die Stabilität des
Regelsystems sich jedoch verschlechtert
(Pendelerscheinungen, Instabilität).
0,1–3600 s
9999
Vorwärtslauf
Rückwärtslauf
9999
131
Rückwärtslauf
50 9999
130
Steht in Beziehung
zu Parameter
Keine D-Regelung
6 - 273
Spezielle Applikationen
Werkseinstellung
Pr.-Nr.
Bedeutung
241
Wechsel der
Anzeige des
analogen
Eingangssignals 553
554
Parameter
Grenzwert der
Regelabweichung
Betrieb bei
PID-Signal
Einstellbereich
Beschreibung
0
Anzeige in %
1
Auswahl der Einheit
Anzeige in V/mA für die Anzeige
0
–
100,0 % Das Signal Y48 wird ausgegeben, sobald
der Betrag der Regelabweichung den
Grenzwert der Regelabweichung überschreitet.
0
9999
0
575
Ansprechzeit
für Ausgangsabschaltung
576
Ansprechschwelle
für Ausgangsabschaltung
0 Hz
577
Ansprechschwelle
zur Aufhebung
der Ausgangsabschaltung
1000 %
9999
Keine Funktion
0–3,
10–13
Auswahl des Betriebs, der bei Erreichen
des oberen oder unteren Grenzwerts für
den Istwert oder des Grenzwerts der
Regelabweichug ausgeführt werden soll.
Es kann der Betrieb für die Ausgangsabschaltung gewählt werden.
0–3600 s
Sinkt die Ausgangsfrequenz für eine
Zeitdauer, die größer als die in Parameter 575 festgelegte Ansprechzeit ist,
unter den in Parameter 576 eingestellten
Wert, wird der Ausgang des Frequenzumrichters abgeschaltet.
1s
9999
C42
(934)
Offset-Faktor für
PID-Anzeige 9999
C43
(934)
Analoger Offset für
PID-Anzeige 20 %
C44
(935)
VerstärkungsFaktor für
PID-Anzeige 9999
C45
(935)
Analoge
Verstärkung für
PID-Anzeige 100 %
0–400 Hz
Steht in Beziehung
zu Parameter
Siehe
Abschn.
—
Ausgangsabschaltung deaktiviert
Frequenzschwelle, bei der die Ausgangsabschaltung anspricht
Einstellung der Schwelle zur Aufhebung
900–1100 % der Ausgangsabschaltung (Pr. 577
minus 1000)
0–500,00
9999
Einstellung des Offset-Faktors
(Minimum) für den Istwert an Klemme 4
Anzeige in %
0–300,0 %
Einstellung des Offsets (Minimum) für
Istwert an Klemme 4 in %
0–500,00
Einstellung des Verstärkungs-Faktors
(Maximum) für den Istwert an Klemme 4
9999
0–300,0 %
Anzeige in %
Einstellung der Verstärkung (Maximum)
für Istwert an Klemme 4 in %
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
6 - 274
Die oben aufgeführten Parameter können in jeder Betriebsart und während des Betriebs
eingestellt werden, auch wenn Parameter 77 „Schreibschutz für Parameter“ auf „0“ gesetzt
ist.
Bei einer Einstellung des Parameters 128 auf „50, 51, 60, 61, 110, 111, 120, 121“ ist die
PID-Regelung wirksam, ohne dass das X14-Signal eingeschaltet werden muss.
Bei einer Einstellung der Parameter C42 (Pr. 934) und C44 (Pr. 935) auf „9999“ sind die
Pr. 131 bis Pr.133, Pr. 553 und Pr. 57 dimensionslos. (Die in Pr. 553 und Pr. 577 eingestellten
Werte geben die Bereiche der Abweichung an, die Einheit ist % oder wird nicht angezeigt.)
Die Festlegung der Sollwert-Eingangsdaten erfolgt mit Pr. 73.
Die Festlegung der Sollwert-Eingangsdaten an Klemme 4 erfolgt mit Pr. 267.
Die in Klammern angegebenen Parameternummern sind beim Einsatz der Bedieneinheit
FR-PU04/FR-PU07 gültig.
Parameter
Spezielle Applikationen
Systemkonfiguration
Frequenzumrichter
Sollwert
Regelabweichung
[
Kp 1+
Klemme 1
0–±10 V DC
(0–±5 V DC)
externe
Reglerbaugruppe
1
Ti • S
+Td • S
Motor
[
Stellgröße
PID-Regelung
Istwert
Kp: Proportional-Beiwert; Ti: Nachstellzeit; S: komplexe Frequenzvariable; Td: Differenzierzeit
I001230E
Abb. 6-157: Systemkonfiguration für Pr. 128 = 10, 11, 110, 111
(Nutzung einer ext. (PID)-Reglerbaugruppe)
Frequenzumrichter
Motor
Pr. 133 oder
Klemme2
Sollwert
0–5 V DC
(0–10 V DC,
4–20 mA DC)
[
Kp 1+
1
Ti • S
+Td • S
[
Stellgröße
PID-Regelung
Klemme 4
Istwert, 4–20 mA DC (0–5 V DC, 0–10 V DC)
Kp: Proportional-Beiwert; Ti: Nachstellzeit; S: komplexe Frequenzvariable; Td: Differenzierzeit
I001231E
Abb. 6-158: Systemkonfiguration für Pr. 128 = 20, 21, 120, 121
(Soll-/Istwertanschluss am Umrichter)
Leistungsmerkmale der PI-Regelung
Die PI-Regelung ist eine Kombination aus proportionaler (P) und integraler (I) Regelung. Sie
dient zur Erlangung einer Stellgröße zum Ausgleich von Regeldifferenzen.
Regelabweichung
Abb. 6-159:
Wirkungsweise des PI-Reglers
Sollwert
Istwert
P-Anteil
t
I-Anteil
t
PI-Regelung
t
FR-F700 EC
I000045C
6 - 275
Spezielle Applikationen
Parameter
Leistungsmerkmale der PD-Regelung
Die PD-Regelung ist eine Kombination aus proportionaler (P) und differentieller (D) Regelung.
Sie dient zur Erlangung einer von der Geschwindigkeitsänderung der Abweichung abhängigen
Stellgröße zur Optimierung der Einschwingvorgänge.
Abb. 6-160:
Wirkungsweise des PD-Reglers
Sollwert
Regelabweichung
P-Anteil
Istwert
D-Anteil
PD-Regelung
I000046C
Leistungsmerkmale der PID-Regelung
Die PID-Regelung ist eine Kombination aus proportionaler (P), differentieller (D) und integraler
(I) Regelung. Durch die Verbindung der drei Regeleinrichtungen wird eine Kombination erreicht,
die höheren Anforderungen entspricht. Hierzu werden die Nachteile der einzelnen Regeleinrichtungen ausgeglichen und so die guten Eigenschaften ausgenutzt.
Abb. 6-161:
Wirkungsweise des PID-Reglers
Sollwert
Regelabweichung
Istwert
P-Anteil
I-Anteil
D-Anteil
PID-Regelung
I001233E
6 - 276
Parameter
Spezielle Applikationen
Rückwärtslauf
Die Stellgröße (Ausgangsfrequenz fi) wird bei positiver Regelabweichung X erhöht und bei negativer Regelabweichung verringert.
Regelabweichung
Sollwert
X>0
+
–
Sollwert
kalt → fi erhöht
heiß → fi verringert
X<0
Istwert
Istwert
t
I000047C
Abb. 6-162: Heizung
Vorwärtslauf
Der Stellgröße (Ausgangsfrequenz fi) wird bei negativer Regelabweichung X erhöht und bei positiver Regelabweichung verringert.
Istwert
Sollwert
X>0
+
–
Sollwert
kalt → fi verringert
heiß → fi erhöht
X<0
Regelabweichung
Istwert
t
I000048C
Abb. 6-163: Kühlung
Die folgende Tabelle zeigt die Beziehung zwischen Regelabweichung und Stellgröße (Ausgangsfrequenz) auf.
Regelabweichung
Positiv
Negativ
Rückwärtslauf
Vorwärtslauf
Tab. 6-87: Beziehung zwischen Regelabweichung und Stellgröße
FR-F700 EC
6 - 277
Spezielle Applikationen
Parameter
Beschaltungsbeispiel
Die folgende Abbildung zeigt ein typisches Anwendungsbeispiel:
Pr. 128 = 20
Pr. 183 = 14
Pr. 191 = 47
Pr. 192 = 16
Pr. 193 = 14
Pr. 194 = 15
Pumpe
U
L1
L2
V
L3
W
STF
Start Linkslauf
STR
PID-Regelung
RT (X14)
SU
PID-Regelung (PID)
FU
Oberer Grenzwert (FUP)
OL
Unterer Grenzwert (FDN)
IPF
Vor-/Rückwärtslauf (RL)
SE
Spannungsversorgung für
OC-Ausgänge
PC
10
2
5
1
4
Istwert 4–20 mA
0
P
Start Rechtslauf
Potentiometer
1 kΩ, 1–2 W
(Vorgabe des
Sollwerts)
M
24V
2-adriger Typ
+
-
Druckaufnehmer
Spannungsversorgung
1-phasig,
z.B. 230 V, 50 Hz
I001328C
Abb. 6-164: Anschlussbeispiel in positiver Logik
Die Spannungsversorgung muss entsprechend den technischen Daten des verwendeten
Signalgebers gewählt werden.
Die Funktionszuweisung der Eingangsklemmen erfolgt über Parameter 178 bis 189.
Die Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen erfolgt über Parameter 190 bis 196.
6 - 278
Parameter
Spezielle Applikationen
Ein-/Ausgangssignale und Parametereinstellungen
Um den PID-Regler in Betrieb zu setzen, müssen Sie das X14-Signal einschalten. Ist das Signal
nicht eingeschaltet, arbeitet der Frequenzumrichter nicht als PID-Regler, sondern im Normalbetrieb. (Beachten Sie, dass bei einer Einstellung des Parameters 128 auf „50, 51, 60, 61, 110,
111, 120, 121“ die PID-Regelung wirksam ist, ohne dass das X14-Signal eingeschaltet werden
muss.)
Geben Sie den Sollwert über die Klemmen 2-5 oder über Parameter 133 vor. Erfassen Sie den
Istwert über die Klemmen 4-5. Setzen Sie Parameter 128 auf „20, 21, 120 oder 121“.
Schließen Sie ein von einem externen Regler bereitgestelltes Abweichungssignal über die
Klemmen 1-5 an. In diesem Fall müssen Sie Parameter 128 auf „10, 11, 110 oder 111“ setzen.
Signal
Klemme
Funktion
Beschreibung
Parametereinstellung
PID-Regelung
Einschalten von X14 zur Auswahl
der PID-Regelung
Setzen Sie einen der
Pr. 178–Pr. 189 auf „14“.
Invertierung
des Regelsinns über
Wählbar mit Digitaleingang
Pr. 179–189
Einschalten von X64 zur Auswahl
Vorwärtslauf
(Pr. 128 = 10, 20, 110, 120) oder
Rückwärtslauf
(Pr. 128 = 11, 21, 111, 121) bei
PID-Regelung
Setzen Sie einen der
Pr. 178–Pr. 189 auf „64“.
EIN:
Setzen Sie einen der
Pr. 178–Pr. 189 auf „72“
X14
X64
Zurücksetzen
des PIDIntegralwerts
X72
Sollwertvorgabe
Eingang
2
PU
1
2
—
Kommunikation Sollwertvorgabe für PID-Regelung Pr. 128 = 20, 21, 120, 121
Pr. 133 = 9999
0–5 V........ 0–100 %
Pr. 73 = 1 , 3, 5, 11, 13, 15
0–10 V...... 0–100 %
Pr. 73 = 0, 2, 4, 10, 12, 14
4–20 mA... 0–100 %
Pr. 73 = 6, 7, 16, 17
Sollwertvorgabe
Sollwertvorgabe über Pr. 133 beim Pr. 128 = 20, 21, 120, 121
Betrieb mit Bedieneinheit
Pr. 133 = 0–100 % Korrektursignal
Externe Vorgabe eines
Korrektursignals
Pr. 128 = 10 , 11, 110, 111
−5 V–+5 V .......... −100 %–+100 %
Pr. 73 = 2, 3, 5, 7, 12, 13,
15, 17
−10 V–+10 V...... −100 %–+100 %
Pr. 73 = 0, 1 , 4, 6, 10, 11,
14, 16
Erfassung des Istwerts
Pr. 128 = 20, 21, 120, 121
4–20 mA... 0–100 %
Pr. 267 = 0 0–5 V........ 0–100 %
Pr. 267 = 1
0–10 V...... 0–100 %
Pr. 267 = 2
1
Istwert
4
Integral- und Differentialwerte werden zurückgesetzt
AUS: Normaler Betrieb
4
Regelabweichung
Vorgabe des Differenzsignals über Pr. 128 = 50, 11
LonWorks oder CC-Link-Netzwerk
Sollwert, Istwert
Vorgabe von Soll- und Istwert über Pr. 128 = 60, 61
LonWorks oder CC-Link-Netzwerk
—
Tab. 6-88: Ein-/Ausgangssignale und Parametereinstellungen (1)
FR-F700 EC
6 - 279
Spezielle Applikationen
Signal
Parameter
Klemme
FUP
Ausgang
FDN
Funktion
Ausgabe, wenn Istwert den obeOberer Grenzren Grenzwert überschreitet
wert
(Pr. 131)
Ausgabe, wenn Istwert den unteUnterer Grenzren Grenzwert unterschreitet
wert
(Pr. 132)
Pr. 128 = 20, 21, 60, 61, 120,
121
Pr. 132 ≠ 9999
Setzen Sie einen der
Pr. 190–Pr. 196 auf „14“ oder
„114“. „1“ bei Rechtslauf (FWD)
„0“ bei Linkslauf (REV) oder Stopp
(Stop)
Setzen Sie einen der
Pr. 190–Pr. 196 auf „16“ oder
„116“. PID-Regelung
aktiv
Ist bei aktiver PID eingeschaltet
Setzen Sie einen der
Pr. 190–Pr. 196 auf „47“ oder
„147“. SLEEP-Funktion aktiv
Ist bei aktiver SLEEP-Funktion
eingeschaltet
Pr. 575 ≠ 9999
Setzen Sie einen der
Pr. 190–Pr. 196 auf „70“ oder
„170“. Grenzwert
der Regelabweichung
Ausgang schaltet, wenn der
Betrag der Regelabweichung den
Grenzwert überschreitet.
Pr. 553 ≠ 9999
Setzen Sie einen der
Pr. 190–Pr. 196 auf „48“ oder
„148“. Bezugspunkt
für Ausgangsklemmen
Spannungsversorgung für die
Open-Collector-Ausgänge FUP,
FDN, RL, PID, SLEEP und Y48
Wählbar mit Rechts-/LinksPr. 190–196 lauf
PID
SLEEP
SE
SE
Parametereinstellung
Pr. 128 = 20, 21, 60, 61, 120,
121
Pr. 131 ≠ 9999
Setzen Sie einen der
Pr. 190–Pr. 196 auf „15“ oder
„115“. RL
Y48
Beschreibung
Tab. 6-88: Ein-/Ausgangssignale und Parametereinstellungen (2)
Die grau unterlegten Felder enthalten die Werkseinstellungen.
Detaillierte Informationen zur Kommunikation über LonWorks finden Sie im Handbuch der
Optionseinheit FR-A7NL und über CC-Link im Handbuch der Optionseinheit FR-A7NC.
Mit einer Einstellung der Parameter 190 bis 196 auf einen Wert größer gleich 100 wählen
Sie für die Ausgangsklemmen die negative Logik (siehe Abschn. 6.9.5).
Wenn Parameter 133 zur Sollwertvorgabe verwendet wird (Einstellung ≠ 9999), wird ein
eventuell parallel dazu an den Klemmen 2-5 gegebenes Sollwertsignal ignoriert.
HINWEIS
6 - 280
Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 178 bis 189 oder Parameter 190
bis 196 beeinflusst auch andere Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen der Klemmen.
Parameter
Spezielle Applikationen
Automatische Umschaltfrequenz des PID-Reglers (Pr. 127)
Für ein schnelleres Hochlaufen des Antriebs bei aktivier PID-Regelung kann der Frequenzumrichter im Normalbetrieb anlaufen, um dann bei Erreichen der Umschaltfrequenz automatisch
in den PID-Regelmodus zu wechseln.
Ist die Umschaltfrequenz in Parameter 127 auf einen Wert zwischen 0 und 400 Hz eingestellt,
wechselt der Frequenzumrichter bei Erreichen des Parameterwertes in den PID-Regelmodus.
Der PID-Regelmodus bleibt dann auch beim Unterschreiten der Umschaltfrequenz aktiviert.
Ausgangsfrequenz
Normalbetrieb
PID-Regelmodus
Zeit
I001234E
Abb. 6-165: Automatische Umschaltung in den PID-Regelmodus
Auswahl des Betriebs, der bei Ausgabe des Signals für den oberen Grenzwert, den
unteren Grenzwert oder den Grenzwert für die Regelabweichung ausgeführt werden soll
(FUP, FDN, Y48, Pr. 554)
Sie können den Betrieb auswählen, der bei der Erfassung des oberen bzw. unteren Grenzwerts
oder des Grenzwerts für die Regelabweichung ausgeführt werden soll. Mit Parameter 554 kann
dabei für den oberen Grenzwert (FUP), den unteren Grenzwert (FDN) oder den Grenzwert der
Regelabweichung (Y48) jeweils zwischen einer Signalausgabe oder einer Signalausgabe inklusive Alarmstopp (E.PID) gewählt werden.
Pr. 554
0
(Werkseinstellung)
FR-F700 EC
FUP-Signal, FDN-Signal
Y48-Signal SLEEP-Funktion
Nur Signalausgabe
Nur Signalausgabe
1
Signalausgabe + Alarmstopp
(E.PID)
2
Nur Signalausgabe
3
Signalausgabe + Alarmstopp
(E.PID)
10
Nur Signalausgabe
11
Signalausgabe + Alarmstopp
(E.PID)
12
Nur Signalausgabe
13
Signalausgabe + Alarmstopp
(E.PID)
Mit Beginn des SLEEPBetriebs trudelt der Motor bis
zum Stillstand aus.
Signalausgabe + Alarmstopp
(E.PID)
Nur Signalausgabe
Signalausgabe + Alarmstopp
(E.PID)
Mit Beginn des SLEEPBetriebs wird der Motor bis
zum Stillstand abgebremst.
Sind die zu den Signalen FUP, FDN und Y48 gehörenden Pr. 131 „Oberer Grenzwert“,
Pr. 132 „Unterer Grenzwert“ und Pr. 553 „Grenzwert der Regelabweichung“ auf „9999“
(keine Funktion) gesetzt, erfolgt keine Signalausgabe und kein Alarmstopp.
6 - 281
Spezielle Applikationen
Parameter
Ausgangsabschaltung (SLEEP-Funktion) (SLEEP-Signal, Pr. 554, Pr. 575 bis Pr. 577)
Sinkt die Ausgangsfrequenz für eine Zeitdauer, die größer als die in Parameter 575 festgelegte
Ansprechzeit ist, unter den in Parameter 576 eingestellten Wert, wird der Ausgang des Frequenzumrichters abgeschaltet. (In diesem Fall wird bei einer Einstellung des Parameters 554
auf einen Wert von „0“ bis „3“ der Ausgang des Frequenzumrichters mit Beginn des SLEEP-Betriebs abgeschaltet und der Motor trudelt bis zum Stillstand aus. Bei einer Einstellung auf einen
Wert von „10“ bis „13“ wird der Frequenzumrichter bei Beginn des SLEEP-Betriebs mit der in Parameter 8 eingestellten Bremszeit bis zum Stillstand abgebremst.)
Die Funktion dient der Energieeinsparung im niedrigen Drehzahlbereich.
Pr. 554
0
(Werkseinstellung)
FUP-Signal, FDN-Signal
Y48-Signal SLEEP-Funktion
Nur Signalausgabe
Nur Signalausgabe
1
Signalausgabe + Alarmstopp
(E.PID)
2
Nur Signalausgabe
3
Signalausgabe + Alarmstopp
(E.PID)
10
Nur Signalausgabe
11
Signalausgabe + Alarmstopp
(E.PID)
12
Nur Signalausgabe
13
Signalausgabe + Alarmstopp
(E.PID)
Mit Beginn des SLEEPBetriebs trudelt der Motor bis
zum Stillstand aus.
Signalausgabe + Alarmstopp
(E.PID)
Nur Signalausgabe
Signalausgabe + Alarmstopp
(E.PID)
Mit Beginn des SLEEPBetriebs wird der Motor bis
zum Stillstand abgebremst.
Erreicht die Regelabweichung (Istwert − Sollwert) bei aktiver SLEEP-Funktion die Ansprechschwelle (Pr. 577 − 1000 %), wird die Ausgangsabschaltung aufgehoben und der PID-Betrieb
automatisch fortgesetzt.
Bei aktiver SLEEP-Funktion erfolgt die Ausgabe des Signals SLEEP, das Motorlaufsignal RUN
wird abgeschaltet. Das PID-Signal bleibt eingeschaltet.
Um einer Klemme das SLEEP-Signal zuzuweisen, muss einer der Parameter 190 bis 196 auf
„70“ (positive Logik) oder auf „176“ (negative Logik) gesetzt werden.
6 - 282
Parameter
Spezielle Applikationen
Wenn Pr. 554 = „0 bis 3“, Rückwärtslauf (Pr. 128 = „10“)
Regelabweichung
Ansprechschwelle
Ausgangsfrequenz
SLEEP-Zustand
< Pr. 575
≥ Pr. 575
Zeit
AUS
EIN
I001235E
Abb. 6-166: Ausgangsabschaltung (SLEEP-Funktion), wenn Pr. 554 = „0 bis 3“
Wenn Pr. 554 = „10 bis 13“, Rückwärtslauf (Pr. 128 = „10“)
Regelabweichung
Ansprechschwelle
Pr. 577 – 1000%
Ausgangsfrequenz
Abbremsung bis
zum Stillstand *
Pr. 576
< Pr. 575
RUN
≥ Pr. 575
SLEEPZustand
Zeit
AUS
PID
SLEEP
*
EIN
Erreicht die Ausgangsfrequenz, während der Motor bis zum Stillstand abgebremst wird, die
Ansprechschwelle zur Aufhebung der Ausgangsabschaltung, wird die Ausgangsabschaltung aufgehoben,
der Motor beschleunigt wieder und der Fequenzumrichter setzt die PID-Regelung fort. Parameter 576
„Ansprechschwelle für Ausgangsabschaltung“ ist während des Bremsvorgangs unwirksam.
I002108E
Abb. 6-167: Ausgangsabschaltung (SLEEP-Funktion), wenn Pr. 554 = „10 bis 13“
FR-F700 EC
6 - 283
Spezielle Applikationen
Parameter
Anzeigefunktionen der PID-Regelung
Der Sollwert, Istwert und die Regelabweichung können auf der Bedieneinheit angezeigt und
über die Klemmen CA und AM ausgegeben werden.
Bei der Regelabweichung werden – mit der Festlegung, dass 0 % dem Wert 1000 entspricht –
auch negative Werte angezeigt. (Die Ausgabe der Regelabweichung über die Klemmen CA und
AM ist nicht möglich.)
Stellen Sie zur Anzeige der Größen die Parameter 52 „Anzeige der Bedieneinheit“, 54 „Ausgabe
CA-Klemme“ und 158 „Ausgabe AM-Klemme“ ein.
Parameter Anzeige
Schrittweite Vollauschlag
Klemmen CA und AM Bei Nutzung eines externen PIDReglers (Pr. 128 = 10, 11, 110, 111)
wird „0“ angezeigt
Eine Anzeige über die Klemmen
AM und CA ist nicht möglich. Die
Regelabweichung von 0 % wird als
1000 angezeigt.
52
Sollwert
0,1 %
53
Istwert
0,1 %
100 %/
C42 (Pr. 934) oder
C44 (Pr. 935)
54
Regelabweichung
0,1 %
—
Bemerkung
Tab. 6-89: Anzeigefunktionen in der PID-Regelung
Ist keiner der Parameter C42 (Pr. 934) und C44 (Pr. 935) auf „9999“ eingestellt, ändert sich
die Einheit der minimalen Schrittweite von % auf dimensionslos. Der Wert bei Vollausschlag
an der CA/AM-Klemme ändert sich von 100 % auf den größeren der beiden Werte von C42
(Pr. 934) „Offset-Faktor für PID-Anzeige“ und C44 (Pr. 935) „Verstärkungs-Faktor für PIDAnzeige“. (Der kleinere Wert der Parameter C42 (Pr. 934) und C44 (Pr. 935) wird zum
Minimalwert.)
Einstellmethode
Einstellen der Pr. 127 bis
Parameter einstellen Pr. 134, Pr. 553, Pr. 554 und
Pr. 575 bis Pr. 577
E/A-Klemmen für PIDFunktionszuweisung Regelung (Pr. 178 bis Pr. 189
der Klemmen
und Pr. 190 bis Pr. 196
Signal X14
einschalten
Start
6 - 284
Bei einer Einstellung des
Parameters 128 auf „50, 51,
60, 61, 110, 111, 120, 121“
ist die PID-Regelung
wirksam, ohne dass das
X14-Signal eingeschaltet
werden muss.
Abb. 6-168:
Einstellmethode
Parameter
Spezielle Applikationen
Abgleich
Beispiel 쑴
Im folgenden Beispiel wird ein Istwertgeber mit 4 mA bei 0 °C und 20 mA bei 50 °C dazu
verwendet, mit Hilfe eines PID-Reglers die Raumtemperatur auf 25 °C anzupassen. Der
Sollwert wird über die Klemmen 2 und 5 (0–5 V) des Frequenzumrichters vorgegeben.
Start
Sollwert festlegen
Legen Sie den Sollwert über
die Stellgröße fest.
Sollwert in % umwandeln
Errechnen Sie das Verhältnis
des Sollwertes zur IstwertAusgabe.
Kalibrierung vornehmen
Sollwert einstellen
Geben Sie den Sollwert vor.
Betrieb durchführen
Erhöhen Sie die Werte für Proportionalwert (Pr. 129) und
Nachstellzeit (Pr. 130) und
stellen Sie die Differenzierzeit
(Pr. 134) auf „9999“ (keine
Funktion). Schalten Sie dann
das Startsignal ein.
Regelgröße stabil?
Legen Sie die Raumtemperatur auf 25 °C fest.
Setzen Sie Parameter 128 auf „20“ oder „21“, um die PID-Regelung
zu aktivieren.
Daten des Istwertes
Gibt der verwendete Istwertgeber bei 0 °C einen Strom von 4 mA und
bei 50 °C einen Strom von 20 mA aus, entspricht der gewünschten
Temperatur von 25 °C ein Sollwert von 50 %, da 4 mA = 0 % und
20 mA = 100 % entsprechen.
(Eine Umwandlung des Sollwerts in % ist nicht notwendig, wenn C42
(Pr. 934) und C44 (Pr. 935) ≠ „9999“.)
Ist es erforderlich, den Eingang für den Sollwert (0–5 V) und/oder den
Istwert (4–20 mA) abzugleichen, nehmen Sie die Kalibrierung
entsprechend den Anweisungen im folgenden Abschnitt vor.
앫 Wenn am Spannungseingang ein Sollwert von 50 % eingestellt werden soll
Gemäß den technischen Daten der Klemme 2, entsprechen 0 V -> 0 %
und 5 V -> 100 %. Stellen Sie also 2,5 V für 50 % an Klemme 2 ein.
앫 Wenn ein Sollwert von 50 % über Parameter eingestellt werden soll
Setzen Sie Pr. 133 auf „50“.
(Sind die Parameter C42 (P. 934) und C44 (Pr. 935) beide auf einen
Wert ungleich „9999“ eingestellt, stellen Sie „25“ als Sollwert (keine
Umwandlung in %) direkt in Pr. 133 ein.)
Stellen Sie zunächst eher höhere Werte für den Proportionalwert und
die Nachstellzeit ein. Setzen Sie die Differenzierzeit auf „9999“ (keine
Funktion). Verringern Sie, falls nötig, entsprechend dem Systembetrieb,
nun allmählich die Werte für den Proportionalwert und die Nachstellzeit.
Verwenden Sie für langsame Systeme mit einem Totband die Diffentialregelung (Pr. 134) und erhöhen Sie deren Anteil allmählich.
Ja
Nein
Parameter einstellen
Um die Regelgröße zu stabilisieren, erhöhen Sie den Proportionalwert und die Nachstellzeit
leicht.
Parameter optimieren
Bleibt die Regelgröße während des
gesamten Betriebes stabil, können
Proportionalwert und Nachstellzeit
reduziert werden.
Abgleich beendet
Abb. 6-169: Abgleichbeispiel
쑶
FR-F700 EC
6 - 285
Spezielle Applikationen
Parameter
Kalibrierung des Sollwert-Eingangs
● Einstellung über Klemme 2
Gehen Sie zur Kalibrierung des Sollwert-Eingangs wie folgt vor:
Legen Sie die Sollwert-Eingangsspannung von 0 % (z. B. 0 V) zwischen den Klemmen 2
und 5 (0 V) an.
Stellen Sie den Offset über Parameter C2 (Pr. 902) ein. Geben Sie die Frequenz ein, die
bei einer Regelabweichung von 0 % ausgegeben werden soll (z. B. 0 Hz).
Stellen Sie die Spannung bei 0 % in C3 (Pr. 902) ein.
Legen Sie nun die Sollwert-Eingangsspannung von 100 % (z. B. 5 V) an die Klemmen 2
und 5.
Geben Sie in Parameter 125 die Frequenz ein, die bei einer Regelabweichung von 100 %
ausgegeben werden soll (z. B. 50 Hz).
Stellen Sie die Spannung bei 100 % in C4 (Pr. 903) ein.
● Einstellung mit Pr. 133
Wenn mindestens einer der Parameter C42 (Pr. 934) oder C44 (Pr. 935) auf „9999“ eingestellt
ist. Stellen Sie als Sollwert einen in % umgewandelten Wert im Bereich von 0 bis 100 % ein.
Wenn die beiden Parameter C42 (Pr. 934) oder C44 (Pr. 935) auf einen Wert ungleich „9999“
eingestellt sind. Stellen Sie als Sollwert einen PID-Faktor ein, der dem Bereich von 0 bis 100 %
entspricht.
Kalibrierung des Istwert-Eingangs
● Wenn mindestens einer der Parameter C42 (Pr. 934) oder C44 (Pr. 935) auf „9999“
eingestellt ist.
Legen Sie den Stromwert für 0 % (z. B. 4 mA) an die Klemmen 4 und 5.
Stellen Sie den Istwert (%) über Parameter C6 (Pr. 904) ein.
Legen Sie den Stromwert für 100 % (z. B. 20 mA) an die Klemmen 4 und 5.
Stellen Sie den Istwert (%) mittels Parameter C7 (Pr. 905) ein.
● Wenn die beiden Parameter C42 (Pr. 934) oder C44 (Pr. 935) auf einen Wert ungleich „9999“
eingestellt sind.
Legen Sie den Stromwert für 0 % (z. B. 4 mA) an die Klemmen 4 und 5.
Stellen Sie den PID-Anzeigewert für einen Istwert von 0 % ein (Beispiel: 15 (°C) in C42 (Pr.
934) und stellen Sie den Istwert mit Parameter C43 (Pr. 934) ein.
Legen Sie den Stromwert für 100 % (z. B. 20 mA) an die Klemmen 4 und 5.
Stellen Sie den PID-Anzeigewert für einen Istwert von 100 % ein (Beispiel: 35 (°C) in C44
(Pr. 935) und stellen Sie den Istwert mit Parameter C45 (Pr. 935) ein.
HINWEIS
6 - 286
Die Frequenzen bei der Einstellung von Parameter C5 (Pr. 904) und 126 für den Istwert-Offset (Hz) müssen dieselben sein, wie bei der Einstellung der Parameter C2 (Pr. 902) und 125
(Istwert-Verstärkung (Hz)).
Parameter
Spezielle Applikationen
Pr. 133
Pr. 934
Pr. 935
Istwert
(Klemme 4)
Sollwert-Einstellung
Stellgröße
(Klemme 2)
Sollwert
(%)
100
9999
—
0
0
5 (V)
Sollwert-Eingang
Istwert
(%)
100
I002109E
(Pr. 133)
Sollwert
(%)
100
Mindestens
ein Wert =
9999
0
0 4
C6 (Pr. 904)
20 (mA)
C7 (Pr. 905)
Istwert-Eingang
60
(Pr. 125)
0
C2 (Pr. 902)
0
C5 (Pr. 904)
Pr. 126
Sollwert-Einstellung
0
100
Regelabweichung (%)
I002110E
I002109E
≠ 9999
Stellgröße
(Hz)
(Pr. 133)
Istwert
Sollwert
(%)
100
(%)
100
≠ 9999
0
C42 (Pr. 934)
0
C44 (Pr. 935)
PID-Faktor einstellen, der dem
Bereich von 0–100 % entspricht.
I002109E
0 4
C43 (Pr. 934)
20 (mA)
C45 (Pr. 935)
Istwert-Eingang
I002110E
I002109E
Tab. 6-90: Kalibrierung der Eingänge
FR-F700 EC
6 - 287
Spezielle Applikationen
HINWEISE
Parameter
Wird bei anliegendem X14-Signal eines der Signale RH, RM, RL oder JOG eingegeben,
wird die PID-Regelung beendet und der Betrieb entsprechend dem anliegenden Signal fortgesetzt.
Ist Parameter 22 auf „9999“ (analoges Eingangssignal) oder Parameter 79 auf „6“
(Umschaltbetrieb) gesetzt, wird keine PID-Regelung ausgeführt.
Ist Parameter 128 auf „20, 21, 120 oder 121“ gesetzt, wird das Signal an Klemmen 1-5 zu
dem Sollwert der Klemmen 2-5 addiert.
Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 178–189 oder Parameter 190–196
beeinflusst auch andere Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen
der Klemmen.
Bei aktivierter PID-Regelung ist die minimale Ausgangsfrequenz durch Parameter 902 und
die maximale Ausgangsfrequenz durch Pr. 903 festgelegt. (Parameter 1 „Maximale Ausgangsfrequenz“ und Parameter 2 „Minimale Ausgangsfrequenz“ sind zusätzlich wirksam.)
Das digitale Motorpotentiometer ist während der PID-Regelung deaktiviert.
Bei einer Aktivierung der PID-Regelung während des Normalbetriebs wird der von der PIDRegelung berechnete Frequenz-Sollwert (Standardwert: 0 Hz) ohne Berücksichtigung der
für den Normalbetrieb vorgegebenen Frequenz verwendet.
PID-Sollwert
Frequenzsollwert
Sollwert im
Normalbetrieb
PID-Regelung
Normalbetrieb
EIN
PIDRegelung
Normalbetrieb
Betrieb bei Umschaltung vom
Normalbetrieb in die PID-Regelung
6 - 288
Parameter
Spezielle Applikationen
Offset und Verstärkung für PID-Anzeigewerte [C42 (Pr. 934) bis C45 (Pr. 935)]
Sind die beiden Parameter C42 (Pr. 934) und C44 (Pr. 935) auf einen Wert ungleich „9999“
eingestellt, können für eine PID-Regelung der Offset und die Verstärkung für den analogen
Wert des Sollwerts, des Istwerts und der Regelabweichung eingestellt werden.
Einstellung von Offset/Verstärkung für die PID-Werte [C42 (Pr. 934) bis C45 (Pr. 935)]
Mit Hilfe der Einstellungen von Offset und Verstärkung können die PID-Werte an die
eingegebenen Istwerte angeglichen werden. Eingegebenen Istwerte sind z. B. 0 bis 5 V DC,
0 bis 10 V DC oder 0/4 bis 20 mA. Sie werden extern angelegt oder eingespeist.
Stellen Sie den Offset-Faktor für die PID-Anzeige für Klemme 4 mit Parameter C42 (Pr. 934)
ein (Werkseinstellung ist der Faktor für 4 mA).
Stellen Sie den Verstärkungs-Faktor für die PID-Anzeige für 20 mA bei einer Sollwertvorgabe über einen Stromwert (4 bis 20 mA) mit Parameter C44 (Pr. 935) ein.
Sind die beiden Parameter C42 (Pr. 934) und C44 (Pr. 935) auf eine Wert ingleich „9999“
eingestellt, wird der Wert in Parameter 133 als Sollwert verwendet, der Wert in Parameter
C42 (Pr. 934) wird als 0 % definiert, der Wert in Parameter C44 (Pr. 935) als 100 %.
Werkseinstellung
Faktor
100
Verstärkung
C44 (Pr. 935)
Offset
C42 (Pr. 934)
0
0
20
4
Frequenz-Sollwert
C43 (Pr. 934)
100%
20mA
C45 (Pr. 935)
I002111E
Abb. 6-170: Offset und Verstärkung für PID-Anzeigewerte
Offset und Verstärkung für die PID-Anzeigewerte können auf drei Arten eingestellt werden:
(a) Es wird ein Punkt mit einer Spannung (einem Strom) an den Klemmen 4-5 eingestellt.
(b) Es wird ein Punkt ohne eine Spannung (einen Strom) an den Klemmen 4-5 eingestellt.
(c) Es wird kein Spannungs-Offset (Strom-Offset) eingestellt.
Eine detaillierte Beschreibung der Punkte (a) bis (c), finden Sie in Abschn. 6.15.4.
Nehmen Sie die Einstellung vor, indem Sie C7 (Pr. 905) durch C45 (Pr. 935) und Pr. 126
durch C44 (Pr. 935) ersetzen.
HINWEIS
FR-F700 EC
Werden die Sollwert-Eingangsdaten über den Wahlschalter Spannungs-/Stromeingang oder
über Parameter 73 oder 267 geändert, ist der Abgleich erneut durchzuführen.
6 - 289
Spezielle Applikationen
Parameter
Wechsel der Anzeige des analogen Eingangssignals (Pr. 241)
Die Anzeige der Größe des an Klemme 2 oder 4 angeschlossenen Analogsignals kann
zwischen der %-Anzeige und der Anzeige in V bzw. mA umgeschaltet werden.
In Abhängigkeit der Einstellungen von Parameter 73, 267 und des Wahlschalters Spannungs-/Stromeingang erfolgt die Anzeige der Parameter C3 (Pr. 902), C4 (Pr. 903), C43
(Pr. 934) und C45 (Pr. 935) wie in nachfolgender Tabelle gezeigt:
Analoge Sollwertvorgabe
(Klemme 4)
(wie in Pr. 73, Pr. 267 und dem
Wahlschalter Spannungs-/
Stromeingang eingestellt)
Pr. 241 = 0 (Werkseinstellung)
Pr. 241 = 1
0–5 V
Das angeschlossene Analogsignal
0–5 V wird als Signal zwischen
0–100 % angezeigt
Das angeschlossene Analogsignal
0–5 V wird als Signal zwischen
0–5 V angezeigt
0–10 V
Das angeschlossene Analogsignal
0–10 V wird als Signal zwischen
0–100 % angezeigt
Das angeschlossene Analogsignal
0–10 V wird als Signal zwischen
0–10 V angezeigt
0/4–20 mA
Das angeschlossene Analogsignal
0–20 mA wird als Signal zwischen
0–100 % angezeigt
Das angeschlossene Analogsignal
0–20 mA wird als Signal zwischen
0–20 mA angezeigt
Tab. 6-91: Einheiten bei der Anzeige der Sollwerte
6 - 290
Parameter
6.19.2
Spezielle Applikationen
Motorumschaltung auf Netzbetrieb (Pr. 135 bis Pr. 139, Pr. 159)
Die anspruchsvolle Umschaltsequenz für eine Umschaltung des Motors von Umrichter- auf
Netzbetrieb und zurück ist bereits im Umrichter vorhanden. Die benötigten Verzugs- bzw. Verriegelungszeiten für die externen Leistungsschütze werden beim Geben der Start-/Stop-/Umschaltbefehle vom Frequenzumrichter berücksichtigt.
Werkseinstellung
Pr.-Nr.
Bedeutung
135
Motorumschaltung
auf Netzbetrieb
136
137
Verriegelungszeit für
Leistungsschütze
Startverzögerung
Einstellbereich
0
0
1
1s
0,5 s
0–100 s
0–100 s
0
138
Schützansteuerung
bei Frequenzumrichterfehler
0
Übergabefrequenz
9999
1
0–60 Hz
139
9999
0–10 Hz
159
Bereich der
Übergabefrequenz
9999
9999
Beschreibung
Motorumschaltung auf Netzbetrieb
aktiviert
Motorumschaltung auf Netzbetrieb
deaktiviert
Einstellung der Verriegelungszeit zwischen den Leistungsschützen MC2
und MC3
Durch Pr.137 soll die Verzugszeit von
Schütz MC3 berücksichtigt werden.
Stellen Sie Pr. 137 etwas größer (ca.
0,3 bis 0,5 s) als die Anzugszeit von
MC3 ein.
Der Frequenzumrichter schaltet den
Ausgang ab, sobald ein Fehler auftritt.
Der Frequenzumrichter schaltet bei
Auftreten eines Fehlers auf direkten
Netzbetrieb um (nicht bei Ansprechen
des externen Motorschutzes).
Bei Erreichen der mit Pr. 139 eingestellten Frequenz wird der Motor automatisch auf Netzbetrieb umgeschaltet.
Keine Umschaltung auf direkten Netzbetrieb
Wirksam, wenn die Motorumschaltung auf Netzbetrieb aktiviert ist
(Pr. 139 ≠ 9999)
Fällt der Frequenzsollwert nach einer
Umschaltung vom Frequenzumrichterbetrieb auf Netzbetrieb um den in
Pr. 159 eingestellten Wert unter den in
Pr. 139 eingestellten Wert, schaltet der
Frequenzumrichter automatisch in den
Frequenzumrichterbetrieb. Die Ausgangsfrequenz wird über den Sollwert
vorgegeben. Auch beim Ausschalten
des Startsignals (STF oder STR)
erfolgt eine Umschaltung auf den Frequenzumrichterbetrieb.
Wirksam, wenn die Motorumschaltung auf Netzbetrieb aktiviert ist
(Pr. 139 ≠ 9999)
Wird das Startsignal (STF oder STR)
nach einer Umschaltung vom Frequenzumrichterbetrieb auf Netzberieb
ausgeschaltet, erfolgt ein Wechsel in
den Frequenzumrichterbetrieb und der
Motor wird bis zum Stillstand abgebremst.
Steht in Beziehung
zu Parameter
11
57
58
79
178–189
190–196
DC-Bremsung
(Zeit)
Synchronisationszeit nach Netzausfall
Pufferzeit bis zur
autom. Synchronisation
Betriebsartenwahl
Funktionszuweisung der Eingangsklemmen
Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen
Siehe
Abschn.
6.8.1
6.11.1
6.11.1
6.17.1
6.9.1
6.9.5
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Beim gewünschten Betrieb des Motors mit 50 Hz ist es effektiver, den Motor direkt an Netzspannung zu betreiben. Auch wenn der Motor benötigt wird, während längere Wartungsarbeiten am Frequenzumrichter durchgeführt werden müssen, kann die Funktion „Motorumschaltung auf Netzbetrieb“ genutzt werden.
Um eine Überstromauslösung des Frequenzumrichters zu verhindern, ist für die Umschaltung
zwischen Frequenzumrichterbetrieb und direktem Netzbetrieb eine Verriegelung vorzusehen,
damit der Motor erst nach einem Stopp mit dem Frequenzumrichter verbunden wird. Diese aufwändigen Signal-Steuerungsfunktionen zur Umschaltung der Leistungsschütze sind bereits im
Frequenzumrichter integriert.
FR-F700 EC
6 - 291
Spezielle Applikationen
Parameter
Anschluss der Leistungsschütze an den Frequenzumrichter
Parametereinstellungen für positive Logik:
Pr. 185 = 7, Pr. 192 = 17, Pr. 193 = 18, Pr. 194 = 19
MC2
MC1
Spannungsversorgung
MC3
I
L1
L2
L3
I
I
U
V
W
L11
Start Rechtslauf
Umschaltung auf direkten Netzbetrieb
Betrieb freigeben/sperren
Externer Motorschutz
Reset
(MC1) IPF
STF
CS
MRS
(MC2) OL
MC1
MC3
MC2
24 V DC
10
2
5
Frequenz-Sollwertvorgabe
M
L21
JOG (OH)
RES
PC
Externer
Motorschutz
(MC3) FU
MC2
MC3
SE
I001238E
Abb. 6-171: Anschluss der Leistungsschütze
Beachten Sie die Belastbarkeit der Ausgänge für die Schützansteuerung. Die Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen erfolgt über die Parameter 190 bis 196.
Klemme
Belastbarkeit
Open-Collector-Ausgänge des Frequenzumrichters
(RUN, SU, IPF, OL, FU)
24 V DC, 0,1 A
Relaisausgänge des Frequenzumrichters
(A1-C1, B1-C1, A2-B2, B2-C2)
Relaisausgänge der Option FR-A7AR
230 V AC, 0,3 A
30 V DC, 0,3 A
Tab. 6-92: Belastbarkeit der Ausgänge
Verwenden Sie die Relais der Option FR-A7AR beim Betrieb mit einer AC-Steuerspannung.
Beim Betrieb mit einer DC-Steuerspannung verwenden Sie die oben gezeigte Schutzschaltung.
Nehmen Sie die Funktionszuweisung der Eingangsklemmen mit Parameter 180 bis 189 vor.
HINWEISE
Verwenden Sie die Funktion nur in der externen Betriebart. Die Versorgung des Steuerkreises (R1/L11, S1/L21) muss getrennt vom Leistungskreis des Frequenzumrichters (Abgriff
vor MC1) erfolgen .
MC2 und MC3 müssen mechanisch gegeneinander verriegelt sein. Der Frequenzumrichter
wird zerstört, wenn Netzspannung an seinen Ausgang gelangt.
6 - 292
Parameter
Spezielle Applikationen
● Funktion der Leistungsschütze MC1, MC2 und MC3
LeistungsAnschluss
schütz
Umschaltung auf
Beim Betrieb am
direkten Netzbetrieb Frequenzumrichter
MC1
Zwischen Netz und
Frequenzumrichter
MC2
Zwischen Netz und
Motor
MC3
Zwischen Umrichterausgang und Motor
Bei Auftreten eines Alarm
EIN
AUS
(EIN bei Reset)
EIN
AUS
AUS
(Die Auswahl erfolgt mit Pr. 138.
Das Schütz ist immer AUS, wenn
der externe Motorschutz ausgelöst hat.)
AUS
EIN
AUS
EIN
Tab. 6-93: Funktion der Leistungsschütze
● Eingangssignale
Signal
Klemme
MRS
MRS
CS
CS
STF
(STR)
OH
STF (STR)
Funktion
EIN/AUS
Betrieb freigeben/
sperren MC1 MC2
MC3
EIN..... Umschaltung auf
Netzbetrieb freigegeben
EIN
—
—
AUS ... Umschaltung auf
Netzbetrieb gesperrt
EIN
AUS
Bleibt
Umschaltung auf
direkten Netzbetrieb
des Motors EIN..... Frequenzumrichterbetrieb
EIN
AUS
EIN
AUS ... Netzbetrieb
EIN
EIN
AUS
Drehrichtungssignal
(gesperrt bei direktem
Netzbetrieb des
Motors) EIN..... Rechts-/Linkslauf
EIN
AUS
EIN
EIN
AUS
EIN
EIN..... Motor läuft fehlerfrei
EIN
—
—
AUS ... Motorfehler
EIN
AUS
AUS
EIN..... Initialisierung
Bleibt
AUS
Bleibt
AUS ... Normalbetrieb
EIN
—
—
Einen der
Eingang für externen
Pr. 180–189 Motorschutzschalter
auf „7“ setzen
RES
RES
Leistungsschütz Zurücksetzen AUS ... Stopp
Tab. 6-94: Ein-/Ausgangssignale
●
Ist das MRS-Signal nicht eingeschaltet, ist weder eine Umschaltung auf direkten Netzbetrieb
noch ein Betrieb des Umrichters möglich.
Das Signal CS ist nur bei eingeschaltetem MRS-Signal wirksam.
Die Signale STF/STR sind nur bei eingeschalteten MRS- und CS-Signalen wirksam.
Das RES-Signal ermöglicht das Zurücksetzen des Frequenzumrichters entsprechend der
Einstellung des Parameters 75 „Rücksetzbedingung/Verbindungsfehler/PU-Stopp“.
Das Schütz MC1 wird bei einem Fehler des Frequenzumrichters ausgeschaltet.
Die mit „—“ gekennzeichneten Zellen zeigen an, dass im Betrieb des Motors über den
Frequenzumrichter MC2 aus- und MC3 eingeschaltet ist.
Im direkten Netzbetrieb des Motors ist MC2 ein- und MC3 ausgeschaltet. Die Eintragung
„Bleibt“ bedeutet, dass der Schaltzustand des Leistungsschützes beim Schalten des Signals
erhalten bleibt.
Ausgangssignale
Signal
Klemmenauswahl über Pr 190–196
Beschreibung
MC1
17
Steuersignal für das netzseitige Eingangsschütz MC1 des
Frequenzumrichters
MC2
18
Steuersignal für das Schütz MC2 zur Anschaltung des
Motors an das Netz
MC3
19
Steuersignal für das Ausgangsschütz MC3 des Frequenzumrichters
Tab. 6-95: Ausgangssignale
FR-F700 EC
6 - 293
Spezielle Applikationen
Parameter
Zeitablaufdiagramm der Signale bei Umschaltung auf Netzbetrieb
● Betrieb ohne automatische Umschaltung auf direkten Netzbetrieb (Pr. 139 = 9999)
Betriebsspannung
Betrieb verriegelt
(MRS)
EIN: Betrieb freigegeben
AUS: Betrieb gesperrt
Startbefehl (STF)
EIN: Vorwärtsdrehung
AUS: Stopp
Umschaltung auf
Netzbetrieb (CS)
EIN: Betrieb Umrichter
AUS: direkter Netzbetrieb
Eingangsschütz
(MC1)
Ausgangsschütz
(MC3)
Netzbetrieb
(MC2)
AUS nur bei Umrichterfehler
Schaltzeit der
Leistungsschütze
Pr. 136: Verriegelungszeit für
Leistungsschütze
Pr. 137: Startverzögerung
Pr. 57: Synchronisationszeit
nach Netzausfall
Pr. 58: Pufferzeit bis zur automatischen
Synchronisation
Zeitintervall
Betriebszustand
(Motordrehzahl)
Betrieb
Umrichter
Austrudeln
Netzbetrieb
Betrieb
Austrudeln Umrichter
Stopp
I001239E
Abb. 6-172: Zeitablaufdiagramm der Signale ohne automatische Umschaltung auf Netzbetrieb
● Betrieb mit automatischer Umschaltung auf direkten Netzbetrieb (Pr. 139 ≠ 9999, Pr. 159 = 9999)
STF
Ausgangsfrequenz
Frequenzsollwert
Zeit
Motordrehzahl
Zeit
Betrieb Umrichter
MC3
Netzbetrieb
MC2
A: Pr. 136:
B: Pr. 137:
C: Pr. 57:
D: Pr. 58:
Verriegelungszeit für Leistungsschütze
Startverzögerung
Synchronisationszeit nach Netzausfall
Pufferzeit bis zur automatischen Synchronisation
I001240E
Abb. 6-173: Zeitablaufdiagramm der Signale mit automatischer Umschaltung auf Netzbetrieb
6 - 294
Parameter
Spezielle Applikationen
● Betrieb mit automatischer Umschaltung auf direkten Netzbetrieb (Pr. 139 ≠ 9999, Pr. 159 ≠ 9999)
STF
Ausgangsfrequenz
Frequenzsollwert
Zeit
Motordrehzahl
Zeit
Betrieb Umrichter
MC3
Netzbetrieb
MC2
A: Pr. 136:
B: Pr. 137:
C: Pr. 57:
D: Pr. 58:
Verriegelungszeit für Leistungsschütze
Startverzögerung
Synchronisationszeit nach Netzausfall
Pufferzeit bis zur automatischen Synchronisation
I001241E
Abb. 6-174: Zeitablaufdiagramm der Signale mit automatischer Umschaltung auf Netzbetrieb
Vorgehensweise für den Betrieb
Schalten Sie die Spannungsversorgung ein.
Stellen Sie die Parameter ein.
Pr. 135 = 1 (Umschaltung auf Netzbetrieb freigegeben)
Pr. 136 = 2,0 s
Pr. 137 = 1,0 s (Stellen Sie den Wert größer oder gleich der Anzugsverzögerung von Schütz
MC3 ein. Ist die Zeit kürzer, kann der Wiederanlauf nicht korrekt funktionieren.)
Pr. 57 = 0,5 s
Pr. 58 = 0,5 s (Dieser Parameter muss immer gesetzt werden, wenn eine Umschaltung vom
Netzbetrieb auf Umrichterbetrieb erfolgen soll.)
Starten Sie den Betrieb des Frequenzumrichters.
Die Umschaltung auf Netzbetrieb erfolgt auf Befehl oder bei Erreichen der Umschaltfrequenz.
Beim Geben des Stopp-Befehls erfolgt eine Umschaltung auf Umrichterbetrieb und ein
geführtes Bremsen des Motors.
FR-F700 EC
6 - 295
Spezielle Applikationen
Parameter
Signale nach Einstellung der Parameter
Spannungsversorgung
EIN
Start
(Umrichterbetrieb)
Konstante
Drehzahl
(Netzbetrieb)
Umschaltung auf
Umrichterbetrieb bei
Abbremsung
Stopp
MRS
CS
STF
MC1
MC2
AUS
(AUS)
AUS
(AUS)
AUS
(AUS)
AUS → EIN
(AUS → EIN)
AUS
(AUS)
EIN
AUS
AUS → EIN AUS → EIN AUS → EIN
EIN
EIN → AUS
EIN
EIN
AUS → EIN
MC3
Bemerkung
Externer Betrieb
AUS → EIN (Betrieb über
(AUS → EIN) Bedieneinheit)
(siehe Hinweis 2)
EIN
EIN → AUS
Nachdem MC3
ausschaltet,
schaltet MC2 ein
(Motor während
dieser Zeit im
Austrudeln).
Wartezeit 2 s.
Nachdem MC2
ausschaltet,
schaltet MC3 ein
(Motor während
dieser Zeit im
Austrudeln).
Wartezeit 4 s.
EIN
AUS → EIN
EIN
EIN
EIN → AUS
AUS → EIN
EIN
EIN
EIN → AUS
EIN
AUS
EIN
Abb. 6-175: Signale nach Einstellung der Parameter
HINWEISE
Damit die automatische Umschaltfunktion ausgeführt werden kann, müssen die Anschlüsse
der Spannungsversorgung für den Steuerkreis (R1/L11 und S1/L21) vor dem Leistungsschütz MC1 mit der Netzspannung verbunden werden.
Die Funktion ist nur im externen Betrieb oder bei Vorgabe des Frequenzsollwerts über die
Bedieneinheit und externem Startsignal (Pr. 79 = 3) aktiviert, wenn Parameter 135 auf „1“
gesetzt ist. Ist Parameter 135 gleich „1“ und die Betriebsart eine andere als die oben
genannten, werden die Leistungsschütze MC1 und MC3 eingeschaltet.
MC3 wird eingeschaltet, wenn die Signale MRS und CS eingeschaltet sind und das Signal
STF (STR) ausgeschaltet ist. Ist der Motor im direkten Netzbetrieb bis zum Stillstand ausgelaufen, erfolgt ein Neustart nach der in Parameter 137 gesetzten Zeit.
Der Betrieb über Frequenzumrichter ist freigegeben, wenn die Signale MRS, STF (STR) und
CS eingeschaltet sind. In allen anderen Fällen (MRS ist EIN) wird der direkte Netzbetrieb
ausgeführt.
Bei ausgeschaltetem CS-Signal wird der Motor auf direkten Netzbetrieb umgeschaltet. Bei
Abschaltung des Signals STF (STR) wird der Motor bis zum Stillstand abgebremst.
Sind MC2 und MC3 beide ausgeschaltet und MC2 oder MC3 wird eingeschaltet, startet der
Motor nach der in Parameter 136 festgelegten Zeit.
Ist die Funktion „Motorumschaltung auf Netzbetrieb“ aktiviert (Pr. 135 = 1), werden die Einstellungen der Parameter 136 und 137 beim Betrieb über die Bedieneinheit ignoriert. Auch
die Klemmen STF, CS, MRS und OH behalten ihre Ursprungseinstellungen.
Wird die Funktion zur automatischen Umschaltung auf Netzbetrieb (Pr. 135 = 1) gemeinsam mit
der Funktion zur Verriegelung der Bedieneinheit (Pr. 79 = 7) verwendet, dient das Signal MRS
solange auch zur Verriegelung der Bedieneinheit, bis eine Zuweisung des Signals X12 erfolgt.
(Bei Einschalten der Signale MRS und CS ist der Betrieb über Frequenzumrichter aktiviert.)
Eine Änderung der Klemmenzuweisung über Parameter 178–189 oder Parameter 190–196
beeinflusst auch andere Funktionen. Prüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionen
der Klemmen.
6 - 296
Parameter
6.19.3
Spezielle Applikationen
Erweiterte PID-Regelung (Multi-Motor-Steuerung) (Pr. 554, Pr. 575 bis Pr. 591)
Die erweiterte PID-Regelfunktion ermöglicht z.B. die Regelung von Pumpen zur Durchflussregelung. Dabei erfolgt die Regelung unter Verwendung mehrerer Motoren (max. vier Motoren),
die vom Betrieb über den Frequenzumrichter auf den direkten Netzbetrieb umgeschaltet werden können. Wählen Sie die Umschaltfunktion für den Motor über Pr. 579 „Umschaltung der
Hilfsmotoren“.
Pr.Nr.
554
Werkseinstellung
Bedeutung
Betrieb bei PID-Signal
575
Ansprechzeit für Ausgangsabschaltung
576
Ansprechschwelle für
Ausgangsabschaltung
Ansprechschwelle zur
Aufhebung der Ausgangsabschaltung
577
578
579
Hilfsmotor-Betrieb
Umschaltung der
Hilfsmotoren
0
1s
0 Hz
900–
1100 %
0
0
1–3
0
Verriegelungszeit der
Hilfsmotorschütze
1s
581
Startverzögerung der
Hilfsmotorschütze
1s
582
Bremszeit bei Anschalten des Hilfsmotors
1s
Beschleunigungszeit
bei Abschalten des
Hilfsmotors
1s
584
585
586
587
588
589
590
591
Startfrequenz
Hilfsmotor 1
Startfrequenz
Hilfsmotor 2
Startfrequenz
Hilfsmotor 3
Stoppfrequenz
Hilfsmotor 1
Stoppfrequenz
Hilfsmotor 2
Stoppfrequenz
Hilfsmotor 3
Startverzögerung des
Hilfsmotors
Stoppverzögerung des
Hilfsmotors
Auswahl des Betriebs, der bei Erreichen des
oberen oder unteren Grenzwerts für den Istwert
0–3,
10–13 oder des Grenzwerts der Regelabweichug ausgeführt werden soll. Es kann der Betrieb für die
Ausgangsabschaltung gewählt werden.
Sinkt die Ausgangsfrequenz für eine Zeitdauer,
die größer als die in Pr. 575 festgelegte
0–3600 s Ansprechzeit ist, unter den in Pr. 576 eingestellten Wert, wird der Ausgang des Frequenzumrichters abgeschaltet.
9999
Ausgangsabschaltung deaktiviert
Frequenzschwelle, bei der die Ausgangsabschal0–400 Hz
tung anspricht
1000 %
580
583
EinstellBeschreibung
bereich
Steht in Beziehung
zu Parameter
20 Bezugsfrequenz
für Beschleunigungs-/Bremszeit
21 Schrittweite für
Beschleunigung/
Verzögerung
127–134 PID-Regelung
C42–C45
178–189 Funktionszuweisung der Eingangsklemmen
190–196 Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen
Siehe
Abschn.
6.6.1
6.6.1
6.19.1
6.9.1
6.9.5
Einstellung der Schwelle zur Aufhebung der
Ausgangsabschaltung (Pr. 577 minus 1000)
Kein Hilfsmotor-Betrieb
Anzahl der Hilfsmotoren
0
Standardbetrieb
1
Wechselbetrieb
2
Umschaltbetrieb
3
Wechsel-/Umschaltbetrieb
Zur Einstellung der Verriegelungszeit der Hilfs0–100 s motorschütze muss Pr. 579 auf „2“ oder „3“
gesetzt sein
Zur Einstellung der Zeit, die zwischen dem
Umschalten der Schütze und dem Motorstart
0–100 s vergehen soll, muss Pr. 579 auf „2“ oder „3“
gesetzt sein. Stellen Sie die Zeit größer als die
Schaltzeit der Leistungsschütze ein.
0–3600/ Einstellen der Bremszeit nach Starten eines
360s Motors in der erweiterten PID-Regelung
9999
Keine Abbremsung
Einstellen der Beschleunigungszeit nach
0–3600/
Abschalten eines Motors in der erweiterten PID360s Regelung
9999
Keine Beschleunigung
50 Hz
0–400 Hz
50 Hz
0–400 Hz
50 Hz
0–400 Hz
0 Hz
0–400 Hz
0 Hz
0–400 Hz
0 Hz
0–400 Hz
5s
0–3600 s Verzögerungszeit des Hilfsmotors beim Start
5s
0–3600 s Verzögerungszeit des Hilfsmotors beim Stopp
Einstellung der Frequenz, bei der der Hilfsmotor
startet
Einstellung der Frequenz, bei der der Hilfsmotor
stoppt
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Der Wert hängt von der Einstellung des Parameters 21 ab. Die Werkseinstellung für den
Einstellbereich ist „0–3600 s“ und für die Schrittweite „0,1 s“.
FR-F700 EC
6 - 297
Spezielle Applikationen
Parameter
Betrieb
Die Anzahl der Hilfsmotoren wird über Pr. 578, die Umschaltung der Hilfsmotoren über Pr. 579
eingestellt. Die Unterscheidung zwischen „normaler“ und „erweiterter“ PID-Regelung erfolgt
über Pr. 578. Ist Pr. 578 auf „0“ gesetzt, wird die normale PID-Regelung ausgeführt.
Pr. 579
0
1
2
3
Umschaltmethode
Beschreibung
Standardbetrieb
Der Motor M1 ist direkt mit dem Frequenzumrichterausgang verbunden. In
Abhängigkeit der Ausgangsfrequenz erfolgt die Zuschaltung der Hilfsmotoren M2 bis M4. Dazu werden die Hilfsmotoren über Leistungsschütze mit
der Netzspannung verbunden.
Wechselbetrieb
Wie beim Standardbetrieb ist der Motor M1 direkt mit dem Frequenzumrichterausgang verbunden. In Abhängigkeit der Ausgangsfrequenz erfolgt
die Zuschaltung der Hilfsmotoren M2 bis M4. Dazu werden die Hilfsmotoren über Leistungsschütze mit der Netzspannung verbunden. Bei Abschaltung des Frequenzumrichterausgangs durch die SLEEP-Funktion erfolgt
über die Leistungsschütze ein Wechsel des Motors, der über den Frequenzumrichterausgang betrieben wird.
Umschaltbetrieb
Beim Geben des Startsignals wird ein Motor über den Frequenzumrichter
gestartet. Sind die Bedingungen zum Starten des nächsten Motors erfüllt,
wird der Motor, der über den Frequenzumrichter gestartet wurde, über die
Leistungsschütze vom Frequenzumrichter abgeschaltet und direkt an die
Netzspannung geschaltet, und der zu startende Motor wird an den Frequenzumrichterausgang geschaltet und gestartet. Die Abschaltung erfolgt
beim Betrieb mehrerer Motoren in der Reihenfolge, in der sie gestartet
wurden, also beginnend mit dem zuerst gestarteten Motor (der nun direkt
am Netz läuft).
Wechsel-/Umschaltbetrieb
Beim Geben des Startsignals wird ein Motor über den Frequenzumrichter
gestartet. Sind die Bedingungen zum Starten des nächsten Motors erfüllt,
wird der Motor, der über den Frequenzumrichter gestartet wurde, über die
Leistungsschütze vom Frequenzumrichter abgeschaltet und direkt an die
Netzspannung geschaltet, und der zu startende Motor wird an den Frequenzumrichterausgang geschaltet und gestartet. Sind beim Betrieb mehrerer Motoren die Bedingungen zum Abschalten erfüllt, wird der Motor am
Frequenzumrichter bis zum Stillstand abgebremst und der am Netz betriebene Motor wird nach einer Frequenzerfassung an den Frequenz-umrichterausgang geschaltet. Da die Frequenzerfassung bei der Umschaltung
des am Netz betriebenen Motors an den Frequenzumrichterausgang
erfolgt, muss in Parameter 57 „Synchronisationszeit nach Netzausfall“ ein
anderer Wert als „9999“ eingestellt sein. Ist Parameter 57 eingestellt, ist
ein Einschalten des CS-Signals nicht erforderlich.
Tab. 6-96: Umschaltmethoden der Hilfsmotoren
6 - 298
Parameter
Spezielle Applikationen
Durchflussmenge Q
Zeit
Betrieb am Frequenzumrichterausgang
Betrieb an Netzspannung
— Stopp
I001243E
Abb. 6-176: Durchflussregelung über Hilfsmotoren
War die Reihenfolge der Motoren beim letzten Durchlauf M1 → M2 → M3, ändert sie sich in
M2 → M3 → M1 (Pr. 579 = 1).
Es startet der Motor, der seit dem letzten Durchlauf am längsten nicht über den Frequenzumrichter betrieben wurde. Nach dem Einschalten der Spannungsversorgung oder nach
einem Reset, startet der Motor M1 (Pr. 579 = 3)
HINWEISE
Beim Zurücksetzen des Frequenzumrichters wird auch die Startreihenfolge der Motoren auf
den Ausgangszustand zurückgesetzt (Pr. 579 = 1 oder 2 oder 3).
Während des Betriebs können in Pr. 578 und Pr. 579 keine Werte geschrieben werden.
Auch eine Einstellung von Pr. 578 und Pr. 579 während des Stoppzustands bewirkt ein
Zurücksetzen der Startreihenfolge der Motoren auf den Ausgangszustand.
FR-F700 EC
6 - 299
Spezielle Applikationen
Parameter
Systemaufbau
Standardbetrieb (Pr. 579 = 0)
Positive Logik
Pr. 183 = 14, Pr. 185 = 64,
Pr. 194 = 72, Pr. 193 = 73, Pr. 192 = 74
Wasserabfuhr
MC
M4
R04
Pumpe 4
M3
R03
Pumpe 3
M2
R02
Spannungsversorgung
I>
L1/L2/L3
Potentiometer
1 kΩ, 1–2 W
(Sollwertvorgabe)
M1
Pumpe 1
Start Rechtslauf
Start Linkslauf
Freigabe (erweiterte)
PID-Regelung
Invertierung des Regelsinns über Digitaleingang
UVW
Pumpe 2
STF
STR
X14
X64
RT
JOG
FU
PC
OL
10
IPF
R03
R04
SE
2
Wasserzufuhr
R02
24 V DC
2-adriger Typ
-
+
Signal von externer
PID-Regelung
1
4
Prozess-Istwert 4–20 mA
0
Druckaufnehmer
5
24 V
Spannungsversorgung
I001329E
Abb. 6-177: Erweiterte PID-Regelung (Standardbetrieb)
6 - 300
Parameter
Spezielle Applikationen
Wechselbetrieb (Pr. 579 = 1), Umschaltbetrieb (Pr. 579 = 2) und Wechsel-/Umschaltbetrieb
(Pr. 579 = 3)
Positive Logik
Pr. 183 = 14, Pr. 185 = 64,
Pr. 194 = 75, Pr. 193 = 71, Pr. 192 = 76
Pr. 191 = 72, Pr. 190 = 77, Pr. 320 = 73
Pr. 321 = 78, Pr. 322 = 74
MC
Spannungsversorgung
Start Rechtslauf
Start Linkslauf
Freigabe (erweiterte)
PID-Regelung
Invertierung des Regelsinns über Digitaleingang
I>
L1/L2/L3
Signal von externer
PID-Regelung
RI01
M1
Pumpe 4
X14
X64
STF
FU
STR
OL
RT
IPF
JOG
PC
Potentiometer
1 kΩ, 1–2 W
(Sollwertvorgabe)
UVW
Wasserabfuhr
10
2
SU
RUN
RI01
R01
R01
RI02
RI02
Pumpe 3
RI03
R02
SE
RI03
FR-A7AR
1A
1
1C
4
2A
24 V DC
R03
RI04
2C
3A
R03
RI04
M4
Pumpe 1
R04
R04
Wasserzufuhr
-
3C
Prozess-Istwert 4–20 mA
0
M3
Pumpe 2
5
M2
R02
+
Druckaufnehmer
2-adriger Typ
24 V
Spannungsversorgung
I001245E
Abb. 6-178: Erweiterte PID-Regelung (Wechselbetrieb, Umschaltbetrieb und Wechsel-/
Umschaltbetrieb)
FR-F700 EC
Verwenden Sie beim Betrieb von drei oder mehr Motoren die Optionseinheit FR-A7AR.
Die Leistungsschütze (MC) müssen über eine gegenseitige mechanische Verriegelung
verfügen.
6 - 301
Spezielle Applikationen
Parameter
Ausgangs- bzw. Umschaltsignale
Die erweiterte PID-Regelung wird durch Einschalten des Signals X14 aktiviert. Setzen Sie einen
der Parameter 186 bis 189 „Funktionszuweisung der Eingangsklemmen“ auf „14“, um einer Eingangsklemme das Signal X14 zuzuweisen.
Die PID-Regelung ist von den Einstellungen der Parameter 127 bis 134 und Parameter C42 bis
C45 abhängig (siehe Abschn. 6.19.1).
Die Funktionszuweisung der Ausgangs- bzw. Umschaltsignale (SLEEP, R01 bis R04, RI01 bis
RI04) erfolgt über die Parameter 190 bis 196 oder bei Verwendung der Optionseinheit
(FR-A7AR) über die Parameter 320 bis 322 (Relaisausgänge RA1, RA2 und RA3). Die Ausgangsklemmen können ausschließlich auf positive Logik eingestellt werden.
Signal
SLEEP
R01
Einstellung zur Funktionszuweisung
der Ausgangsklemmen
Funktion
Positive Logik
Negative Logik
70
71
170 Frequenzumrichter im SLEEP-Zustand
—
Leistungsschütz R01 für direkten Netzbetrieb von Hilfsmotor 1
Leistungsschütz R02 für direkten Netzbetrieb von Hilfsmotor 2
R02
72
—
R03
73
—
Leistungsschütz R03 für direkten Netzbetrieb von Hilfsmotor 3
74
—
Leistungsschütz R04 für direkten Netzbetrieb von Hilfsmotor 4
—
Leistungsschütz RI01 für Betrieb von Hilfsmotor 1 am Umrichter
Leistungsschütz RI02 für Betrieb von Hilfsmotor 2 am Umrichter
R04
RI01
75
RI02
76
—
RI03
77
—
Leistungsschütz RI03 für Betrieb von Hilfsmotor 3 am Umrichter
78
—
Leistungsschütz RI04 für Betrieb von Hilfsmotor 4 am Umrichter
—
Bezugspunkt für Ausgangsklemmen
RI04
SE
—
Tab. 6-97: E/A-Signale
Eine Einstellung der Parameter 320 bis 322 der Optionseinheit FR-A7AR auf diesen Wert
ist nicht möglich.
Eine Einstellung auf negative Logik ist nicht möglich.
6 - 302
Parameter
Spezielle Applikationen
Ablaufdiagramm der Motorumschaltung
Ablaufdiagramm beim Starten und Stoppen des Hilfsmotors 1 für Pr. 579 = 0 (Standardbetrieb)
und Pr. 579 = 1 (Wechselbetrieb)
Pr. 590
Startverzögerung des Hilfsmotors
Ausgangsfrequenz
Maximale
Ausgangsfrequenz
Pr. 584
Startfrequenz
des HIlfsmotors
Differenz
Pr. 584 –Pr. 587
Pr. 587
Stoppfrequenz
des HIlfsmotors
Minimale
Ausgangsfrequenz
Durchfluss
Pr. 591
Stoppverzögerung des Hilfsmotors
Zuschaltung von am Netz
betriebenen Hilfsmotoren
Relaisausgang
Start
Abschaltung von am Netz
betriebenen Hilfsmotoren
Relaisausgang
Stopp
I001246E
Abb. 6-179: Ablaufdiagramm beim Starten und Stoppen des Hilfsmotors 1
Ablaufdiagramm beim Starten und Stoppen des Hilfsmotors 1 für Pr. 579 = 2 (Umschaltbetrieb)
und Pr. 579 = 3 (Wechsel-/Umschaltbetrieb)
Pr. 590
Startverzögerung des Hilfsmotors
Ausgangsfrequenz
Maximale
Ausgangsfrequenz
Pr. 584
Startfrequenz
des HIlfsmotors
Differenz
Pr. 584 –Pr. 587
Pr. 587
Stoppfrequenz
des HIlfsmotors
Minimale
Ausgangsfrequenz
Durchfluss
Pr. 591
Stoppverzögerung des Hilfsmotors
Pr. 580 + Pr. 581
Verriegelungszeit + Startverzögerung nach Motorumschaltung
Zuschaltung von am Netz
betriebenen Hilfsmotoren
Relaisausgang
Start
Abschaltung von am Netz
betriebenen Hilfsmotoren
Relaisausgang
Stopp
I001247E
Abb. 6-180: Ablaufdiagramm beim Starten und Stoppen des Hilfsmotors 1
HINWEIS
FR-F700 EC
Die Ansteuerung der Schütze durch den Frequenzumrichter wird ab Seite 6-307 dargestellt.
6 - 303
Spezielle Applikationen
Parameter
Motorumschaltung (Pr. 580, Pr. 581)
Bei einer Einstellung von Parameter 579 auf „2“ oder „3“ können über Parameter 580 die Verriegelungszeit und über Parameter 581 die Startverzögerung der Hilfsmotor-Schütze festgelegt
werden. Die Verriegelungszeit ist die Zeit, die vom Öffnen eines Kontaktes (z. B. RI01) zwischen
Frequenzumrichterausgang und Hilfsmotor bis zum Schließen des zweiten Kontaktes (z. B.
R01) zwischen Netzspannung und Hilfsmotor vergeht.
Die Startverzögerung ist die Zeit, die vom Öffnen eines Kontaktes (z. B. RI01) und dem Schließen des nächsten Kontaktes (z. B. RI02) zwischen Frequenzumrichterausgang und Hilfsmotor
bis zum Starten des Frequenzumrichterausgangs vergeht. Stellen Sie die Verzögerungszeit etwas größer als die Schaltzeit des Leistungsschützes ein.
Brems-/Beschleunigungszeit (Pr. 582, Pr. 583)
Die Einstellung der Bremszeit nach Starten eines Motors erfolgt in der erweiterten PID-Regelung über Parameter 582. Die Bremszeit beschreibt den Zeitraum, der benötigt wird, um die
Ausgangsfrequenz von der in Parameter 20 eingestellten Bezugsfrequenz für die Beschleunigungs-/Bremszeit bis zum Stillstand zu ändern. Bei einer Einstellung von Parameter 582 auf
„9999“ erfolgt keine Änderung der Ausgangsfrequenz.
Die Einstellung der Beschleunigungszeit nach Abschalten eines Motors erfolgt in der erweiterten PID-Regelung über Parameter 583. Die Beschleunigungszeit beschreibt den Zeitraum, der
benötigt wird, um die Ausgangsfrequenz vom Stillstand bis zu der in Parameter 20 eingestellten
Bezugsfrequenz für die Beschleunigungs-/Bremszeit zu ändern. Bei einer Einstellung von Parameter 583 auf „9999“ erfolgt keine Änderung der Ausgangsfrequenz.
Zuschaltung von am Netz
betriebenen Hilfsmotoren
Abschaltung von am Netz
betriebenen Hilfsmotoren
I001248E
Abb. 6-181: Brems-/Beschleunigungszeit
HINWEIS
6 - 304
Die Einstellung des Parameters 21 „Schrittweite für die Beschleunigung/Verzögerung“ hat
keinen Einfluss auf die Parameter 582 und 583. (Der Einstellbereich und die Schrittweite
ändern sich nicht.)
Parameter
Spezielle Applikationen
Motorstart (Pr. 584 bis Pr. 586, Pr. 590)
Über die Parameter 584 bis 586 kann die Frequenz eingestellt werden, bei der der Hilfsmotor
startet. Überschreitet die Ausgangsfrequenz die eingestellte Startfrequenz für eine Zeitdauer,
die größer ist, als der in Parameter 590 eingestellte Wert, startet der Hilfsmotor. Die Startreihenfolge der Motoren hängt von der Einstellung des Parameters 579 ab. Der in Parameter 584
eingestellte Wert entspricht dem Sollwert, bei dem der Hilfsmotor 1 im direkten Netzbetrieb startet, wenn kein weiterer Hilfsmotor in Betrieb ist. Pr. 585 legt die Frequenz für den Start des Hilfsmotors 2 fest, wenn bereits ein Motor im direkten Netzbetrieb arbeitet.
Motorstopp (Pr. 587 bis Pr. 589, Pr. 591)
Über die Parameter 587 bis 589 kann die Frequenz eingestellt werden, bei der der Hilfsmotor
stoppt. Unterschreitet die Ausgangsfrequenz die eingestellte Stoppfrequenz für eine Zeitdauer,
die größer ist, als der in Parameter 591 eingestellte Wert, stoppt der Hilfsmotor. Die Stoppreihenfolge der Motoren hängt von der Einstellung des Parameters 579 ab. Der in Parameter 587
eingestellte Wert entspricht der Ausgangsfrequenz, bei der der direkte Netzbetrieb des Hilfsmotors 1 unterbrochen wird, wenn ein Hilfsmotor in Betrieb ist. Pr. 588 legt die Frequenz für den
Stopp des Hilfsmotors 2 fest, wenn zwei Motoren im direkten Netzbetrieb arbeiten.
Ausgangsabschaltung (SLEEP-Funktion) (SLEEP-Signal, Pr. 554, Pr. 575 bis Pr. 577)
Sinkt die Ausgangsfrequenz für eine Zeitdauer, die größer als die in Parameter 575 festgelegte
Ansprechzeit ist, unter den in Parameter 576 eingestellten Wert, wird der Ausgang des Frequenzumrichters abgeschaltet. (In diesem Fall wird bei einer Einstellung des Parameters 554
auf einen Wert von „0“ bis „3“ der Ausgang des Frequenzumrichters mit Beginn des SLEEP-Betriebs abgeschaltet und der Motor trudelt bis zum Stillstand aus. Bei einer Einstellung auf einen
Wert von „10“ bis „13“ wird der Frequenzumrichter bei Beginn des SLEEP-Betriebs mit der in Parameter 8 eingestellten Bremszeit bis zum Stillstand abgebremst.)
Dadurch ist eine Energieeinsparung im unteren Drehzahlbereich möglich.
Pr. 554
0
(Werkseinstellung)
FUP-Signal, FDN-Signal
Y48-Signal SLEEP-Funktion
Nur Signalausgabe
Nur Signalausgabe
1
Signalausgabe + Alarmstopp
(E.PID)
2
Nur Signalausgabe
3
Signalausgabe + Alarmstopp
(E.PID)
10
Nur Signalausgabe
11
Signalausgabe + Alarmstopp
(E.PID)
12
Nur Signalausgabe
13
Signalausgabe + Alarmstopp
(E.PID)
Mit Beginn des SLEEPBetriebs trudelt der Motor bis
zum Stillstand aus.
Signalausgabe + Alarmstopp
(E.PID)
Nur Signalausgabe
Signalausgabe + Alarmstopp
(E.PID)
Mit Beginn des SLEEPBetriebs wird der Motor bis
zum Stillstand abgebremst.
Ist die Regelabweichung (Sollwert − Istwert) kleiner oder gleich der Differenz von Parameter
577 − 1000 % wird die Ausgangsabschaltung aufgehoben und die PID-Regelung fortgesetzt.
Während der Ausgangsabschaltung erfolgt die Ausgabe des SLEEP-Signals. Das Motorlaufsignal RUN wird aus- und das PID-Signal (PID-Regelung aktiv) eingeschaltet.
Um einer Klemme das SLEEP-Signal zuzuweisen, muss einer der Parameter 190 bis 196 auf
„70“ (positive Logik) oder auf „176“ (negative Logik) gesetzt werden.
FR-F700 EC
6 - 305
Spezielle Applikationen
Parameter
Wenn Pr. 554 = „0 bis 3“,Rückwärtslauf (Pr. 128 = „10“)
Regelabweichung
Ansprechschwelle
Pr. 577 − 1000 %
Ausgangsfrequenz
Pr. 576
SLEEP-Zustand
< Pr. 575
≥ Pr. 575
Zeit
AUS
RUN
PID
SLEEP
EIN
I001249E
Abb. 6-182: Ausgangsabschaltung bei Rückwärtslauf (Pr. 554 = „0 bis 3“, Pr. 128 = „10“)
Wenn Pr. 554 = „10 bis 13“, Rückwärtslauf (Pr. 128 = „10“)
Regelabweichung
Ansprechschwelle
Pr. 577 − 1000 %
Ausgangsfrequenz
Abbremsung bis
zum Stillstand *
Pr. 576
< Pr. 575
*
≥ Pr. 575
SLEEPZustand
RUN
AUS
PID
SLEEP
EIN
Zeit
Erreicht die Ausgangsfrequenz, während der Motor bis zum Stillstand abgebremst wird, die
Ansprechschwelle zur Aufhebung der Ausgangsabschaltung, wird die Ausgangsabschaltung aufgehoben,
der Motor beschleunigt wieder und der Fequenzumrichter setzt die PID-Regelung fort. Parameter 576
„Ansprechschwelle für Ausgangsabschaltung“ ist während des Bremsvorgangs unwirksam.
I002112E
Abb. 6-183: Ausgangsabschaltung bei Rückwärtslauf (Pr. 554 = „10 bis 13“, Pr. 128 = „10“)
6 - 306
Parameter
Spezielle Applikationen
Übergangsverhalten
Pr. 579 = 0 (Standardbetrieb für 4 Motoren)
STF
(STR)
R02
R03
R04
Pr. 590
Pr. 126
Pr. 590
Pr. 126
Pr. 590
Pr. 126
Pr. 591
Betrieb am
Frequenzumrichter
Pr. 584
Pr. 585
Pr. 586
Pr. 589
Pr. 591
Pr. 588
Pr. 591
Pr. 575
Pr. 587
Pr. 576
M1
Sleep
C2 (Pr. 902) C2 (Pr. 902)
C2 (Pr. 902)
Netzbetrieb
M2
Netzbetrieb
M3
Netzbetrieb
M4
I000730C
Abb. 6-184: Übergangsverhalten im Standardbetrieb
HINWEIS
FR-F700 EC
Die kurvigen Ausgangsfrequenzverläufe des frequenzumrichtergetriebenen Motors sollen
die prozessabhängige PID-Regelung verdeutlichen.
6 - 307
Spezielle Applikationen
Parameter
Pr. 579 = 1 (Wechselbetrieb für 2 Motoren)
STF
(STR)
Sleep
RI01
RI02
R01
R02
Pr. 590
Pr. 584
50 Hz
Pr. 575
Pr. 125
Pr. 591
Betrieb am
Frequenzumrichter
Pr. 587
C2 (Pr. 902)
50 Hz
M2
Netzbetrieb
Pr. 576
M1
Sleep
Pr. 590
Pr. 125
Pr. 584
Netzbetrieb
Betrieb am
Frequenzumrichter
I000731C
Abb. 6-185: Übergangsverhalten im Wechselbetrieb
HINWEIS
6 - 308
Die kurvigen Ausgangsfrequenzverläufe des frequenzumrichtergetriebenen Motors sollen
die prozessabhängige PID-Regelung verdeutlichen.
Parameter
Spezielle Applikationen
Pr. 579 = 2 (Umschaltbetrieb für 2 Motoren)
Pr. 580
Pr. 580
Pr. 590
Pr. 125
Pr. 584
Netzbetrieb
Pr. 581
Betrieb am
Frequenzumrichter
Betrieb am
Frequenzumrichter
Pr. 590
Pr. 125
Pr. 584
50 Hz
Pr. 581
Netzbetrieb
Pr. 591
Pr. 587
Betrieb am
Frequenzumrichter
Betrieb am
Frequenzumrichter
C2 (Pr. 902)
I001250E
Abb. 6-186: Übergangsverhalten im Umschaltbetrieb
HINWEISE
Wird das Startsignal während des Betriebs abgeschaltet, öffnen die Leistungsschütze R01
bis R04 und der Frequenzumrichter bremst den angeschlossenen Motor auf Null.
Tritt während des Betriebs ein Fehler auf, öffnen die Leistungsschütze R01 bis R04 und der
Ausgang des Frequenzumrichters wird abgeschaltet.
Die kurvigen Ausgangsfrequenzverläufe des frequenzumrichtergetriebenen Motors sollen
die prozessabhängige PID-Regelung verdeutlichen.
FR-F700 EC
6 - 309
Spezielle Applikationen
Parameter
Pr. 579 = 3 (Wechsel-/Umschaltbetrieb für 2 Motoren)
Pr. 580
Pr. 580
Pr. 590
Pr. 581
Pr. 57 + Pr. 58
Pr. 125
Pr. 584
Drehzahl
Motor 1 (M1)
Netzbetrieb
Motor
trudelt
aus
Motor
trudelt
aus
Pr. 577
Pr. 581
Pr. 590
Pr. 581
Pr. 584
Pr. 591
Drehzahl
Motor 2 (M2)
Pr. 587
Betrieb am
Frequenzumrichter
Pr. 580
Netzbetrieb
Motor
trudelt
aus
Betrieb am
Frequenzumrichter
Pr. 902
Nach der Frequenzerfassung wird der
Motor über den
Frequenzumrichter
betrieben.
Nach der SLEEP-Funktion
wird der startende Motor von
M1 auf M2 umgeschaltet.
I001251E
Abb. 6-187: Übergangsverhalten im Wechsel-/Umschaltbetrieb
HINWEISE
Nach Abschalten des Startsignals während des Betriebs wird der am Frequenzumrichter
betriebene Motor bis zum Stillstand abgebremst. Die am Netz betriebenen Motoren werden
in Abhängigkeit der Betriebsdauer (beginnend mit der längsten Betriebsdauer) der Reihe
nach auf Frequenzumrichterbetrieb umgeschaltet und nach der Frequenzerfassung bis zum
Stillstand abgebremst.
Tritt während des Betriebs ein Fehler auf, öffnen die Leistungsschütze R01 bis R04 und der
Ausgang des Frequenzumrichters wird abgeschaltet.
Nach Einschalten des Signals MRS während des Betriebs wird der am Frequenzumrichter
betriebene Motor gestoppt. Der am Netz betriebene Motor mit der längsten Betriebszeit wird
nach Ablauf der in Parameter 591 eingestellten Zeit „Stoppverzögerung des Hilfsmotors“ auf
Frequenzumrichterbetrieb umgeschaltet, der Frequenzumrichterausgang bleibt jedoch
abgeschaltet. Eine Frequenzerfassung erfolgt nach dem Ausschalten des MRS-Signals,
danach startet der Betrieb über den Frequenzumrichter.
Wird das Startsignal während einer Abbremsung bis zum Stillstand eingeschaltet, erfolgt
unabhängig von der Einstellung des Parameters 579 die erneute Ausführung der erweiterten PID-Regelung, beginnend vom Punkt der Wiederzuschaltung des Startsignals.
Die kurvigen Ausgangsfrequenzverläufe des frequenzumrichtergetriebenen Motors sollen
die prozessabhängige PID-Regelung verdeutlichen.
6 - 310
Parameter
6.19.4
Spezielle Applikationen
Traverse-Funktion (Pr. 592 bis Pr. 597)
Die Funktion ermöglicht den Betrieb mit einer zyklischen Änderung der Ausgangsfrequenz. Die
Funktion wird beispielsweise in der Textilindustrie bei Wickelvorgängen verwendet.
Pr.-Nr.
592
Werkseinstellung
Bedeutung
Traverse-Funktion
aktivieren
Einstellbereich
0
Steht in Beziehung
zu Parameter
Beschreibung
0
Traverse-Funktion deaktiviert
1
1
Traverse-Funktion im externen Betrieb
aktiviert
2
2
Traverse-Funktion unabhängig von der
Betriebsart aktiviert
7
593
Maximale Amplitude
10 %
0–25 %
Einstellung der maximalen Amplitude
für die Traverse-Funktion
8
29
594
Amplitudenanpassung während der
Verzögerung
10 %
0–50 %
Amplitudenanpassung im Umkehrpunkt von Beschleunigung auf Verzögerung
178–189
595
Amplitudenanpassung während der
Beschleunigung
10 %
0–50 %
Amplitudenanpassung im Umkehrpunkt von Verzögerung auf Beschleunigung
596
Beschleunigungszeit
im für die TraverseFunktion
5s
0,1–3600 s
Einstellung der Beschleunigungszeit
für die Traverse-Funktion
597
Bremszeit für die
Traverse-Funktion
5s
0,1–3600 s
Einstellung der Bremszeit für die
Traverse-Funktion
Maximale
Ausgangsfrequenz
Minimale
Ausgangsfrequenz
Beschleunigungszeit
Bremszeit
Beschleunigungs-/
Bremskennlinie
Funktionszuweisung der Eingangsklemmen
Siehe
Abschn.
6.3.1
6.3.1
6.6.1
6.6.1
6.6.3
6.9.1
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Setzen Sie Pr. 592 auf „1“ oder „2“ und schalten Sie das Signal X37 ein, um die Traverse-Funktion zu aktivieren.
Setzen Sie einen der Parameter 178 bis 189 auf „37“, um das Signal X37 zuzuweisen. Ist das
Signal keiner Eingangsklemme zugewiesen, ist die Traverse-Funktion immer aktiv (X37 EIN).
Ausgangsfrequenz
Traverse-Funktion
Zeit [s]
STF (STR)
EIN
X37
EIN
f0: Frequenzsollwert
f1: Amplitude vom Sollwert
aus (f0 × Pr. 593/100)
f2: Amplitudenanpassung
beim Übergang von der
Beschleunigung zur
Verzögerung
(f1 × Pr. 594/100)
f3: Amplitudenanpassung
beim Übergang von der
Verzögerung zur
Beschleunigung
(f1 × Pr. 595/100)
t1: Zeit nach der
Beschleunigung für die
Traverse-Funktion
(Zeit zwischen (f0 + f1)
bis (f0 − f1) (Pr. 597)
t2: Zeit nach der
Verzögerung für die
Traverse-Funktion
(Zeit zwischen (f0 − f1)
bis (f0 + f1) (Pr. 596)
I001252E
Abb. 6-188: Traverse-Funktion
FR-F700 EC
6 - 311
Spezielle Applikationen
Parameter
Beim Einschalten des Startsignals (STF oder STR) beschleunigt der Frequenzumrichter mit der
in Pr. 7 eingestellten Beschleunigungszeit auf den Wert f0.
Beim Erreichen des Frequenzsollwertes kann die Traverse-Funktion durch Einschalten des Signals X37 gestartet werden. Die Ausgangsfrequenz erhöht sich auf den Wert f0 + f1. (Die Beschleunigungszeit hängt von der Einstellung des Pr. 596 ab.)
Nach Erreichen des Frequenzwertes f0 + f1 wird die Frequenz um den Wert f2 (f1 × Pr. 594)
kompensiert und auf den Wert f0 − f1 abgesenkt. (Die Verzögerungszeit hängt von der Einstellung des Pr. 597 ab.)
Nach Erreichen des Frequenzwertes f0 − f1 wird die Frequenz um den Wert f3 (f1 × Pr. 595)
kompensiert und erneut auf den Wert f0 + f1 angehoben.
Wird das Signal X37 während der Ausführung der Traverse-Funktion ausgeschaltet, erfolgt
eine Beschleunigung/Verzögerung der Frequenz auf den Wert f0 mit der in Pr. 7 bzw. Pr. 8 eingestellten Beschleunigungs-/Verzögerungszeit. Beim Ausschalten des Startsignals (STF oder
STR) während der Ausführung der Traverse-Funktion, wird der Frequenzumrichter mit der in Pr.
8 eingestellten Verzögerungszeit bis zum Stillstand verzögert.
HINWEISE
Ist das Signal RT zur Auswahl des zweiten Parametersatzes eingeschaltet, entsprechen die
Parameter 7 und 8 den Parametern 45 und 46.
Bei einer Änderung des Frequenzsollwerts f0 und der Parameter 597 bis 598 wird der
Zyklusbetrieb nach Durchlaufen des Frequenzsollwerts vor der Änderung mit den neuen
Werten fortgesetzt.
Ausgangsfrequenz
Änderung von f0 auf neuen Wert
Durchlauf des „alten“
Frequenzsollwerts
Zeit [s]
Ist die Ausgangsfrequenz höher als die mit Parameter 1 festgelegte Maximalfrequenz oder
niedriger als die mit Parameter 2 festgelegte Minimalfrequenz, wird sie auf die mit Parameter 1 bzw. 2 festgelegten Werte begrenzt (solange die programmierte Kurvenform über die
Grenzwerte hinaus verlaufen würde).
Ausgangsfrequenz
begrenzt auf Pr. 1
begrenzt auf Pr. 2
Zeit [s]
6 - 312
Parameter
HINWEISE
Spezielle Applikationen
Ist die Traverse-Funktion in Kombination mit einer S-förmigen Beschleunigungs-/Bremskennlinie aktiviert (Pr. 29 ≠ 0), verläuft die Ausgangsfrequenz nur dort S-förmig, wo die über
Parameter 7 und 8 eingestellten Beschleunigungs- Bremszeiten wirken. Bei aktiver Traverse-Funktion verläuft die Beschleunigung-/Verzögerung linear.
Ausgangsfrequenz
S-förmige Beschleunigung
S-förmige
Verzögerung
Zeit [s]
STF (STR)
RH
Spricht die Strombegrenzung bei Ausführung der Traverse-Funktion an, wird die TraverseFunktion unterbrochen und der Normalbetrieb ausgeführt. Ist die Strombegrenzung beendet, beschleunigt/verzögert der Motor mit der in Parameter 7 bzw. 8 festgelegten Beschleunigungs-/Bremszeit auf den Frequenzsollwert f0. Ist der Frequenzsollwert erreicht, wird die
Traverse-Funktion fortgesetzt.
Ausgangsfrequenz
Strombegrenzung aktiv
Verzögerung
mit Pr. 8
Beschleunigung mit Pr. 7
Strombegrenzung aktiv
Zeit [s]
Ist der Wert der Amplitudenanpassung (Pr. 594, Pr. 595) zu groß, kann die Traverse-Funktion aufgrund des Überspannungsschutze oder der Strombegrenzung nicht wie eingestellt
ausgeführt werden.
Eine Änderung der Funktionszuweisung der Eingangsklemmen über Parameter 178 bis 189
beeinflusst auch andere Funktionen. Überprüfen Sie daher vor der Einstellung die Funktionszuweisung der Klemmen.
FR-F700 EC
6 - 313
Spezielle Applikationen
6.19.5
Parameter
Zwischenkreisführung der Ausgangsfrequenz (Pr. 882 bis Pr. 886)
Diese Funktion kann eine unerwünschte Abschaltung mit Überspannungs-Alarmmeldung
durch Anhebung der Ausgangsfrequenz verhindern.
Durch diese Funktion kann z.B. beim Steuern eines Lüfters, dessen Drehzahl sich durch den
Luftzug eines zweiten Lüfters im selben Lüftungsrohr erhöht, ein zu starker generatorischer Betrieb durch eine Erhöhung der Ausgangsfrequenz unterdrückt werden.
Werkseinstellung
Pr.-Nr.
Bedeutung
882
Aktivierung der
Zwischenkreisführung
883
SpannungsSchwellwert
884
Ansprechempfindlichkeit der Zwischenkreisführung
885
886
0
760 V/
785 V DC
Einstellung des
Führungsbandes
Ansprechverhalten der
Zwischenkreisführung
Einstellbereich
0
Zwischenkreisführung deaktiviert
1
Zwischenkreisführung aktiviert
1
8
22
Einstellung der Zwischenkreisspannung, ab
der der generatorische Betrieb unterdrückt
wird. Ist der eingestellte Wert klein, sinkt die
Wahrscheinlichkeit einer Überspannungsauslösung. Die Bremszeit vergrößert sich.
300–800 V Der eingestellte Wert muss größer als die
Netz-Anschlussspannung × 2 sein.
* Die Werkseinstellung hängt von der Leistungsklasse des Frequenzumrichters ab:
(01160 oder kleiner/01800 oder größer)
0
0
Einstellung der Ansprechempfindlichkeit bei
einer Änderung der Zwischenkreisspannung
1 (niedrig) → 5 (hoch)
0–10 Hz
Einstellung der Grenze für die durch die Zwischenkreisführung angehobene Frequenz
9999
0–200 %
Siehe
Abschn.
Maximale
6.3.1
Ausgangsfrequenz
6.6.1
Bremszeit
Strombegrenzung 6.2.4
Die Schnelligkeit der Zwischenkreis-Spannungsänderung wird nicht berücksichtigt.
1–5
6 Hz
100 %
Steht in Beziehung
zu Parameter
Beschreibung
Keine Frequenzgrenze
Einstellung des Ansprechverhaltens der Zwischenkreisführung
Ein hoher Einstellwert verbessert das
Ansprechverhalten bei einer Änderung der
Zwischenkreisspannung, die Ausgangsfrequenz kann jedoch instabil werden.
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Zwischenkreisführung (Pr. 882, Pr. 883)
Im generatorischen Betrieb erhöht sich die Zwischenkreisspannung. Dies kann zu einem Überspannungsalarm (E.OV첸) führen. Durch die Zwischenkreisführung wird bei Erreichen des in
Pr. 883 eingestellten Grenzwertes die Ausgangsfrequenz angehoben und dadurch ein weiterer
generatorischer Betrieb verhindert.
Die Zwischenkreisführung arbeitet sowohl während der Beschleunigung, im Betrieb mit konstanter Geschwindigkeit als auch während der Bremsphase.
Pr. 883
Zeit
Zwischenkreisführung aktiv
Pr. 883
Zeit
Zwischenkreisführung aktiv
Zwischenkreisführung während der
Verzögerung
AusgangsZwischenkreisfrequenz[Hz] spannung [V DC]
Zwischenkreisführung bei konstanter
Geschwindigkeit
AusgangsZwischenkreisfrequenz[Hz] spannung [V DC]
AusgangsZwischenkreisfrequenz [Hz] spannung [V DC]
Zwischenkreisführung während der
Beschleunigung
Pr. 883
Zeit
Zwischenkreisführung aktiv
I001257E
Abb. 6-189: Zwischenkreisführung
6 - 314
Parameter
HINWEISE
Spezielle Applikationen
Die Steilheit der Frequenzanhebung bzw. -absenkung durch die Zwischenkreisführung ist
vom generatorischen Betrieb abhängig.
Die Zwischenkreisspannung ergibt sich im Normalfall aus dem Wert der NetzAnschlussspannung × 2 . (Bei einer Anschlussspannung von 440 V AC z.B. ergibt sich
eine Zwischenkreisspannung von 622 V DC.) In Abhängigkeit der Kurvenform der Spannung kann sie jedoch schwanken.
Die Einstellung des Parameters 883 sollte höher als die so berechnete Zwischenkreisspannung sein, da ansonsten die Zwischenkreisführung ständig aktiviert wäre.
Spricht die Überspannungsschutzfunktion (oL) beim Bremsvorgang an, wird die Absenkung
der Ausgangsfrequenz unterbrochen. Ist gleichzeitig die Zwischenkreisführung aktiv, erfolgt
in Abhängigkeit von der generatorischen Zwischenkreisspannung eine Anhebung der Ausgangsfrequenz.
Schnellere Erfassung des generatorischen Zustands während der Bremsphase (Pr. 884)
Da die Zwischenkreisführung eine plötzliche Änderung der Zwischenkreisspannung nicht alleine durch Überwachung des Schwellwertes erfassen kann, kann die Bremsphase auch unterhalb des Spannungswertes, der in Parameter 883 eingestellt ist, durch die Erfassung der Änderungsgeschwindigkeit der Zwischenkreisspannung, unterbrochen werden. Die Einstellung
erfolgt in Parameter 884. Je größer der eingestellte Wert, desto höher die Ansprechempfindlichkeit.
HINWEIS
Ein zu kleiner Einstellwert (niedrige Ansprechempfindlichkeit) verhindert ein Ansprechen der
Zwischenkreisführung. Ist der Einstellwert zu groß, spricht die Funktion auch bei Änderungen der Versorgungsspannung an.
Einstellung des Führungsbandes (Pr. 885)
Über Parameter 885 kann ein Frequenzband eingestellt werden, innerhalb dessen eine Anhebung durch die Zwischenkreisführung erfolgen kann.
Dieses ergibt sich während der Beschleunigung oder beim Betrieb mit konstanter Geschwindigkeit aus der Ausgangsfrequenz (Frequenz vor Ansprechen der Zwischenkreisführung) + Pr. 885.
Übersteigt die Frequenz bei der Zwischenkreisführung diesen Wert während der Bremsphase,
ist diese Frequenzbegrenzung gültig, bis die Ausgangsfrequenz um die Hälfte des Wertes von
Pr. 885 abgesunken ist.
Die Frequenzgrenze kann die über Pr. 1 festgelegte maximale Ausgangsfrequenz nicht überschreiten.
Ausgangsfrequenz [Hz]
Bei einer Einstellung von Pr. 885 auf „9999“ ist die Frequenzgrenze deaktiviert.
Pr. 885
Frequenzgrenze
Ausgangsfrequenz
Abb. 6-190:
Beschränkung der Ausgangsfrequenz
Pr. 885/2
Zeit
I001260E
FR-F700 EC
6 - 315
Spezielle Applikationen
Parameter
Ansprechverhalten (Pr. 886)
Treten bei aktiver Zwischenkreisführung Instabilitäten der Ausgangsfrequenz auf, verkleinern
Sie den Wert des Parameters 886. Erhöhen Sie den Wert, falls es durch plötzliche generatorische Spitzen zu Abschaltungen mit Überspannungsalarm kommt.
Setzen Sie Parameter 886 bei Motoren mit großen Massenträgheitsmomenten auf kleinere
Werte.
HINWEISE
Während der Zwischenkreisführung wird die Meldung „oL“ angezeigt und das Signal OL
ausgegeben.
Während der Zwischenkreisführung ist die Strombegrenzung (Motor-Kippschutz) aktiviert.
Die Zwischenkreisführung kann die benötigte Bremszeit bis zum Stillstand des Motors nicht
verkürzen. Die Bremszeit hängt vom Bremsvermögen des Frequenzumrichters ab. Zur Verkürzung der Bremszeit muss eine externe Bremseinheit (FR-BU, MT-BU5, FR-CV, FR-HC,
MT-HC) eingesetzt werden.
Setzen Sie Pr. 882 beim Anschluss einer Bremseinheit auf „0“ (Deaktivierung der Zwischenkreisführung).
Bei aktiver Zwischenkreisführung gelten auch die Einstellungen zur Ausgabe des OLSignals von Pr. 156 und Pr. 157.
6 - 316
Parameter
6.20
Nützliche Funktionen
Nützliche Funktionen
Einzustellende Parameter
Erhöhung der Lebensdauer der
Kühlventilatoren
Steuerung des Kühlventilators
Pr. 244
6.20.1
Überwachung von Wartungsintervallen und Standzeiten
Standzeitüberwachung von Bauteilen
Pr. 255–Pr. 259
6.20.2
Frei definierbare Parameter
6.20.1
Siehe
Abschn.
Einstellung
Überwachung der Wartungsintervalle
Pr. 503–Pr. 504
6.20.3
Strommittelwertbildung
Pr. 555–Pr. 557
6.20.4
Freie Parameter
Pr. 888–Pr. 889
6.20.5
Steuerung des Kühlventilators (Pr. 244)
Bei den Frequenzumrichtern ist ab Leistungsklasse 00083 eine Steuerung der umrichterinternen Lüfter möglich.
Pr.-Nr.
244
Werkseinstellung
Bedeutung
Steuerung des
Kühlventilators
Einstellbereich
Beschreibung
0
Die Kühlventilatoren arbeiten – unabhängig davon, ob der Frequenzumrichter sich im Betrieb oder Stillstand
befindet – bei eingeschalteter Versorgungsspannung.
1
Steuerung der Kühlventilatoren aktiv
In diesem Fall rotieren diese, sobald
sich der Frequenzumrichter im Betrieb
befindet. Im Stillstand werden die Ventilatoren in Abhängigkeit von der Temperatur des Umrichter-Kühlkörpers
ein- und ausgeschaltet.
1
Steht in Beziehung
zu Parameter
190–196
Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen
Siehe
Abschn.
6.9.5
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Bei fehlerhafter Funktion eines Ventilators, erscheint die Anzeige „FN“ auf der Bedieneinheit. Es
werden die Fehlermeldungen „FAN“ und „LF“ (leichter Fehler) ausgegeben.
Eine Fehlermeldung erscheint, wenn Parameter 244 auf „0“ gesetzt ist und ein Ventilator stillsteht, obwohl die Spannungsversorgung des Frequenzumrichters eingeschaltet ist.
Es erscheint eine Fehlermeldung, wenn Parameter 244 auf „1“ gesetzt ist und ein Ventilator
beim Ventilator-EIN-Befehl stillsteht, während der Umrichter sich im Betrieb befindet.
Um einer Klemme das FAN-Signal zuzuweisen, muss einer der Parameter 190 bis 196 auf „25“
(positive Logik) oder auf „125“ (negative Logik) gesetzt werden. Um einer Klemme das LFSignal zuzuweisen, muss einer dieser Parameter auf „98“ (positive Logik) oder auf „198“ (negative Logik) gesetzt werden.
HINWEIS
FR-F700 EC
Eine Änderung der Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen über Parameter 190 bis
196 beeinflusst auch andere Funktionen. Überprüfen Sie daher vor der Einstellung die
Funktionszuweisung der Klemmen.
6 - 317
Nützliche Funktionen
6.20.2
Parameter
Standzeitüberwachung (Pr. 255 bis Pr. 259)
Die Parameter ermöglichen eine Überwachung der Standzeit der Hauptkreis- und Steuerkreiskapazität, der Kühlventilatoren und der Einschaltstrombegrenzung.
Ist die Standzeit eines Bauteils abgelaufen, kann die Ausgabe einer Fehlermeldung erfolgen
und Fehlfunktionen können somit vermieden werden. (Alle Daten zur Ermittlung der Lebensdauer – mit Ausnahme der Standzeit der Hauptkreiskapazität – basieren auf theoretischen Werten und sind daher nur als Richtwerte zu verstehen.) Das Signal Y90 für die Lebensdauer der
Haupkreiskapazität wird nicht ausgegeben, wenn nicht die auf Seite 6-320 angegebene Messmethode angewendet wird.
Pr.Nr.
Werkseinstellung
Bedeutung
Einstellbereich
Steht in Beziehung
zu Parameter
Beschreibung
0
(0–15)
Der Ablauf der Standzeiten für die Steuerkreiskapazität, die Hauptkreiskapazität, die
Kühlventilatoren und die Teile der Einschaltstrombegrenzung wird angezeigt
(nur lesen).
Standzeit der Einschaltstrombegrenzung
100 %
(0–100 %)
Der Abnutzungsgrad der Einschaltstrombegrenzung wird angezeigt (nur lesen).
257
Standzeit der Steuerkreiskapazität
100 %
(0–100 %)
Der Abnutzungsgrad der Steuerkreiskapazität wird angezeigt (nur lesen).
258
Standzeit der Hauptkreiskapazität
100 %
(0–100 %)
Der Abnutzungsgrad der Hauptkreiskapazität wird angezeigt (nur lesen). Es wird
der in Pr. 259 gemessene Wert angezeigt.
0/1
(2/3/8/9)
Setzen Sie Pr. 259 auf „1“ und schalten Sie
die Spannungsversorgung aus, um die
Messung zu starten (siehe folgende Seiten). Schalten Sie die Spannungsversorgung ein und prüfen Sie den Wert in Pr.
259. Bei einem Wert von „3“ ist die Messung abgeschlossen. Der Abnutzungsgrad kann aus Pr. 258 ausgelesen werden.
255
Anzeige der Standzeit
256
259
Messung der Standzeit der Hauptkreiskapazität
0
190–196 Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen
Siehe
Abschn.
6.9.5
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Anzeige der Standzeit und Signalausgabe (Signal Y90, Pr. 255)
Mit Hilfe des Parameters 255 und des Signals Y90 kann der Ablauf der Standzeit der Steuerkreiskapazität, der Hauptkreiskapazität, der Kühlventilatoren und der Einschaltstrombegrenzung überwacht werden.
Lesen Sie dazu die Einstellung des Parameter 255.
Pr. 255 aufrufen
Einstellung von Pr. 255 lesen
Die Schaltzustände der
Bits werden als dezimaler
Wert angezeigt.
I001262E
Abb. 6-191: Parameter 255 einlesen
Abgelaufene Standzeiten werden durch Setzen der folgenden Bits angezeigt.
Standzeit der Steuerkreiskapazität
Standzeit der Hauptkreiskapazität
Standzeit des Kühlventilators
Standzeit der Einschaltstrombegrenzung
I001261E
Abb. 6-192: Bitzuordnung des Parameters 255
6 - 318
Parameter
Nützliche Funktionen
Pr. 255
(dezimal)
Bits
(binär)
Einschaltstrombegrenzung
Kühlventilator
Hauptkreiskapazität
Steuerkreiskapazität
15
1111
✔
✔
✔
✔
14
1110
✔
✔
✔
—
13
1101
✔
✔
—
✔
12
1100
✔
✔
—
—
11
1011
✔
—
✔
✔
10
1010
✔
—
✔
—
9
1001
✔
—
—
✔
8
1000
✔
—
—
—
7
0111
—
✔
✔
✔
6
0110
—
✔
✔
—
5
0101
—
✔
—
✔
4
0100
—
✔
—
—
3
0011
—
—
✔
✔
2
0010
—
—
✔
—
1
0001
—
—
—
✔
0
0000
—
—
—
—
Tab. 6-98: Anzeige abgelaufener Standzeiten über die Bitfolge
✔: Standzeit abgelaufen
—: Standzeit nicht abgelaufen
Wenn die Standzeit der entweder der Steuerkreiskapazität, der Hauptkreiskapazität, der Kühlventilatoren oder der Einschaltstrombegrenzung abgelaufen ist, erfolgt die Ausgabe des Signals Y90.
Um einer Klemme das Y90-Signal zuzuweisen, muss einer der Parameter 190 bis 196 auf „90“
(positive Logik) oder auf „190“ (negative Logik) gesetzt werden.
HINWEISE
Die Option FR-A7AY ermöglicht die separate Ausgabe eines Signals für die Steuerkreiskapazität (Y86), die Hauptkreiskapazität (Y87), der Kühlventilatoren (Y88) oder die Einschaltstrombegrenzung (Y89).
Eine Änderung der Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen über Parameter 190 bis
196 beeinflusst auch andere Funktionen. Überprüfen Sie daher vor der Einstellung die
Funktionszuweisung der Klemmen.
Standzeit der Einschaltstrombegrenzung (Pr. 256)
Die Standzeit der Einschaltstrombegrenzung (Relais, Schaltschütz und Einschaltwiderstand)
kann mit Pr. 256 überwacht werden.
Gezählt wird die Anzahl der Schaltzyklen (Relais, Schaltschütz und Thyristor). Dabei entspricht
der Startwert von 100 % einer Million Zyklen, d. h. 1 % entspricht 10000 Zyklen. Sobald der Wert
10 % (900000 Schaltzyklen) erreicht, wird Bit 3 des Parameters 255 eingeschaltet und das
Signal Y90 ausgegeben.
Standzeit der Steuerkreiskapazität (Pr. 257)
Die Standzeit der Steuerkreiskapazität kann mit Pr. 257 überwacht werden.
Im Betrieb wird der Ablauf der Standzeit anhand der Betriebsdauer und der Temperatur des Frequenzumrichter-Kühlkörpers ermittelt. Der Startwert beträgt dabei 100 %. Sobald der Wert
10 % erreicht, wird Bit 0 des Parameters 255 eingeschaltet und das Signal Y90 ausgegeben.
FR-F700 EC
6 - 319
Nützliche Funktionen
Parameter
Standzeit der Hauptkreiskapazität (Pr. 258, Pr. 259)
Die Standzeit der Hauptkreiskapazität kann über Pr. 258 angezeigt werden.
Unter der Annahme, dass die Hauptkreiskapazität bei der Auslieferung 100 % beträgt, wird die
Restlebensdauer bei jeder Messung in Pr. 258 erfasst. Ist der Messwert kleiner oder gleich
85 %, wird Bit 1 des Parameters 255 eingeschaltet und das Signal Y90 ausgegeben.
Gehen Sie bei der Messung der Kapazität wie folgt vor:
Stellen Sie sicher, dass der Motor angeschlossen ist und sich im Stillstand befindet. Sehen
Sie ferner eine getrennte Versorgung des Frequenzumrichter-Steuerteils (Klemmen L11
und L21) mit Netzspannung vor.
Setzen Sie Pr. 259 auf „1“ (Messung starten).
Schalten Sie die Spannungsversorgung (L1, L2 und L3) aus. Zur Erfassung der Kapazität
speist der ausgeschaltete Frequenzumrichter den Motor nun mit einer Gleichspannung.
Ist die POWER-LED erloschen, schalten Sie den Frequenzumrichter wieder ein.
Prüfen Sie, ob der Wert des Parameters 259 gleich 3 (Messung abgeschlossen) ist. Lesen
Sie die Größe der Hauptkreiskapazität aus Pr. 258 aus.
Pr. 259
Beschreibung
Bemerkung
0
Keine Messung
Werkseinstellung
Messung starten
Messung startet beim Ausschalten der Versorgungsspannung
2
Messung aktiv
3
Messung abgeschlossen
Diese Werte können nicht eingestellt, sondern
nur ausgelesen werden.
8
Messung abgebrochen
(siehe , , , )
9
Messung fehlerhaft
(siehe , , )
1
Tab. 6-99: Parameter 259
Die Hauptkreiskapazität kann unter folgenden Bedingungen nicht gemessen werden:
Es ist eine Bremseinheit vom Typ FR-HC, MT-HC, FR-CV, FR-BU, MT-BU5 oder BU
angeschlossen.
Die Klemmen P/+ und N/− sind mit den Klemmen R1/L11, S1/L21 oder einer Gleichspannungsquelle verbunden.
Die Versorgungsspannung wird während der Messung wieder eingeschaltet.
Es ist kein Motor an den Frequenzumrichter angeschlossen.
Der Motor läuft (trudelt aus).
! Die Motor ist zwei Leistungsklassen (oder mehr) kleiner als der Frequenzumrichter.
" Der Frequenzumrichter befindet sich aufgrund einer ausgelösten Schutzfunktion im Stillstand. Es wurde im ausgeschaltetem Zustand eine Schutzfunktion ausgelöst.
# Der Frequenzumrichter wurde über die Reglersperre (MRS) abgeschaltet.
$ Während der Messung wurde ein Startsignal eingeschaltet.
Umgebungsbedingungen: Umgebungstemperatur (Jahresdurchschnitt 40 °C (keine
aggressiven Gase, kein Ölnebel, staub- und schmutzfreie
Aufstellung))
Ausgangsstrom (80 % des Nennstroms eines 4-poligen, selbstbelüfteten Motors)
6 - 320
Parameter
Nützliche Funktionen
Standzeit der Kühlventilatoren
Sinkt die Drehzahl eines Kühlventilators auf 40 % oder tiefer, erfolgt auf der Bedieneinheit die
Anzeige der Fehlermeldung „FN“. Bit 2 des Parameters 255 wird eingeschaltet und das Signal
Y90 ausgegeben.
HINWEIS
FR-F700 EC
Verfügt ein Frequenzumrichter über mehr als einen Kühlventilator, wird jeder Kühlventilator
einzeln überwacht.
6 - 321
Nützliche Funktionen
6.20.3
Parameter
Wartungsintervalle (Pr. 503, Pr. 504)
Erreicht der Zähler für Wartungsintervalle den Einstellwert des Parameters 504, erfolgt die Ausgabe des Signals Y95 „Wartungsmeldung“. Auf der Bedieneinheit FR-DU07 erscheint die Anzeige „MT“. Die Parameter können damit zur Überwachung von Wartungsintervallen verwendet
werden.
Werkseinstellung
Pr.-Nr.
Bedeutung
503
Zähler für
Wartungsintervalle
504
Einstellung des
Wartungsintervalls
0
Einstellbereich
Steht in Beziehung
zu Parameter
Beschreibung
0 (1–9998)
Anzeige der Einschaltdauer des Frequenzumrichters in 100-h-Schritten
(nur lesen)
Setzen Sie den Parameter auf „0“, um
den Wert zu löschen.
0–9998
Einstellung der Zeit bis zur Ausgabe
des Signals Y95 zur Anzeige des abgelaufenen Wartungsintervalls
9999
9999
190–196
Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen
Siehe
Abschn.
6.9.5
Keine Funktion
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Erstes Einschalten der
Spannungsversorgung
99998
(999800 h)
Zähler für Wartungsintervalle (Pr. 503)
EIN
Pr. 503 auf „0“ setzen
Pr. 504
Y95
(Anzeige „MT“)
AUS
EIN
AUS
EIN
Zeit
I001263E
Abb. 6-193: Zähler für Wartungsintervalle
Die Einschaltdauer des Frequenzumrichter wird jede Stunde im E²PROM gespeichert und kann
über Parameter 503 mit einer Schrittweite von 100 h ausgelesen werden. Parameter 503 ist auf
einen Maximalwert von 9998 (999800 h) begrenzt.
Erreicht der Wert in Parameter 503 die Einstellung des Wartungsintervalls in Parameter 504
(100-h-Schrittweite) erfolgt die Ausgabe des Signals Y95 „Wartungsmeldung“.
Um einer Klemme das Y95-Signal zuzuweisen, muss einer der Parameter 190 bis 196 auf „95“
(positive Logik) oder auf „195“ (negative Logik) gesetzt werden.
HINWEISE
Die Erfassung der Einschaltdauer erfolgt jede Stunde. Eine Einschaltdauer unter einer
Stunde wird nicht erfasst.
Eine Änderung der Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen über Parameter 190 bis
196 beeinflusst auch andere Funktionen. Überprüfen Sie daher vor der Einstellung die
Funktionszuweisung der Klemmen.
6 - 322
Parameter
6.20.4
Nützliche Funktionen
Überwachung des Strommittelwerts (Pr. 555 bis Pr. 557)
Bei Belegung eines Open-Collector-Ausgangs mit der Funktion Y93 kann über diesen der Mittelwert des Ausgangsstroms bei konstanter Drehzahl sowie der Zählerstand des Wartungstimers als Impuls bzw. Pulspause mit variabler Länge ausgegeben werden. Diese Informationen
können z.B. in einer SPS als Maß für den Verschleiß von Maschinen oder die Dehnung von Keilriemen bzw. die Organisation von vorbeugenden Wartungsarbeiten genutzt werden.
Die Ausgabe des Signals Y93 „Anzeige Strommittelwert“ erfolgt mit einer Zyklusdauer von 20 s
und wird beim Betrieb mit konstanter Drehzahl wiederholt ausgegeben.
SPS
Ausgabeeinheit
Eingabeeinheit
Frequenzumrichter
Ablauf des
Wartungsintervalls
Verschleißteil
auswechseln!
I001264E
Abb. 6-194: Überwachung von Wartungsintervall und Strommittelwert
Werkseinstellung
Pr.-Nr.
Bedeutung
555
Zeitintervall zur Strommittelwertbildung
556
Verzögerungszeit bis
zur Strommittelwertbildung
557
Referenzwert für
Strommittelwertbildung
Einstellbereich
Beschreibung
0,1–1,0 s
Einstellung des Zeitintervalls, in dem
während der Ausgabe des Startbits
(1 s) der Strommittelwert gebildet
wird.
0s
0,0–20,0 s
Verzögerungszeit zur Vermeidung
einer Strommittelwertbildung in
Übergangsphasen
Nennstrom
0–500/
0–3600 A 1s
Einstellung des Referenzwertes
(100 %) für Ausgabe des Strommittelwertes
Steht in Beziehung
zu Parameter
190–196
503
57
Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen
Zähler für Wartungsintervalle
Synchronisationszeit nach Netzausfall
Siehe
Abschn.
6.9.5
6.20.3
6.11.1
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Die Parameter können in jeder Betriebsart und während des Betriebs eingestellt werden, auch
wenn Parameter 77 „Schreibschutz für Parameter“ auf „0“ gesetzt ist.
FR-F700 EC
Die Einstellung hängt von der Leistungsklasse des Frequenzumrichters ab (01160 oder
kleiner/01800 oder größer).
6 - 323
Nützliche Funktionen
Parameter
Folgende Abbildung zeigt die Ausgabe des Impulssignals Y93.
Ausgangsfrequenz
Übergang von der Beschleunigung zur konstanten Drehzahl
1 Zyklus (20 s)
Nächster Zyklus
Y93
Verzögerungszeit bis zur Strommittelwertbildung
Nach dem Übergang von der Beschleunigungsphase zum Betrieb mit konstanter Drehzahl erfolgt
erst nach Ablauf der in Pr. 556 eingestellten Zeit
die Anzeige des Strommmittelwert.
Startimpuls
Ausgabe eines Impulses für 1 s (fest). Die Festlegung
der Zeit für die Strommittelwertbildung erfolgt in Pr. 555.
Ausgabe des Strommittelwertes
Der Strommittelwert wird als Impulspause mit einer Dauer von
0,5 bis 9 s (10 bis 180 %) ausgegeben.
Strommittelwert [A]
Dauer der Impulspause = -------------------------------------------------- × 5 s
Pr. 557 [A]
Endsignal
wird für 1 bis 16,5 s als
Impulspause ausgegeben.
Wert des Zählers für Wartungsintervall
Der Wert des Zählers für Wartungsintervall wird als
Impuls mit einer Dauer von 2 bis 9 s (16000 h bis
72000 h) ausgegeben.
Pr. 503 × 1000 h
Impulsdauer = -------------------------------------------- × 5 s
40000 h
I001265E
Abb. 6-195: Ausgabe des Impulssignals Y93
Um einer Klemme das Y93-Signal zuzuweisen, muss einer der Parameter 190 bis 194 auf „93“
(positive Logik) oder auf „193“ (negative Logik) gesetzt werden. Eine Zuweisung des Signals
über Parameter 195 „Funktionszuweisung der ABC1-Klemme“ oder Parameter 196 „Funktionszuweisung der ABC2-Klemme“ ist nicht möglich.
Da der Strom direkt nach dem Übergang von der Beschleunigungs-/Bremsphase zum Betrieb
mit konstanter Drehzahl noch nicht stabil ist, kann mit Parameter 556 eine Verzögerungszeit bis
zur Strommittelwertbildung eingestellt werden.
6 - 324
Parameter
Nützliche Funktionen
Die Strommittelwertbildung erfolgt während der Ausgabe des Startbits (1 s). Stellen Sie die Zeit,
über die der Stromwert gemittelt werden soll in Parameter 555 ein.
Stellen Sie den Referenzwert (100 %) für die Ausgabe des Signals des Strommittelwerts in Parameter 557 ein. Die Dauer der Impulspause nach dem festen Startpuls von 1 s wird nach folgender Formel berechnet.
Strommittelwert
----------------------------------------- × 5 s (Strommittelwert 100 %/5 s)
Pr. 557
Die Dauer der Impulspause liegt dabei in einem Bereich 0,5 bis 9 s. Eine Impulspause von 0,5 s
entspricht einem Mittelwert kleiner gleich 10 % des in Parameter 557 vorgegebenen Werts. Eine
Impulspause von 9 s entspricht einem Mittelwert von größer gleich 180 % des in Parameter 557
vorgegebenen Werts.
Abb. 6-196:
Dauer der Impulspause für den
Strommittelwert
Dauer der
Impulspause
(s)
Strommittelwert
I001266E
Beispiel 쑴
Ist Parameter Pr. 557 auf „10 A“ eingestellt, entspricht einem Strommittelwert von 15 A eine
Impulspause von 7,5 s.
15 A
Dauer der Impulspause = ------------ × 5 s = 7,5 s
10 A
쑶
Nach Ausgabe des Strommittelwerts als Impulspause erfolgt die Ausgabe des Zählerwerts für
das Wartungsintervall als Impuls. Die Impulsdauer wird nach folgender Formel berechnet.
Pr. 503
--------------------- × 5 s (Wert des Zählers für das Wartungsintervall 100 %/5 s)
40000 h
Abb. 6-197:
Impulsdauer für den Wert des Zählers für das
Wartungsintervall
Dauer des
Impulses
(s)
(h)
Strommittelwert
I001267E
Die Impulsdauer liegt dabei in einem Bereich 2 bis 9 s. Einem Zählerstand von kleiner gleich
16.000 h entspricht eine Impulspausendauer von 2 s, einem Zählerstandswert von größer
gleich 72.000 h entspricht eine Impulspausendauer von 9 s.
FR-F700 EC
6 - 325
Nützliche Funktionen
HINWEISE
Parameter
Während der Beschleunigungs-/Bremsphase sind die Funktionen für die Strommittelwertbildung inaktiv.
Erfolgt während der Ausgabe des Startbits ein Übergang vom Betrieb mit konstanter Drehzahl zu einer Beschleunigungs-/Bremsphase, werden die Daten ungültig und das Startbit
wird als Impuls mit einer Länge von 3,5 s ausgegeben. Das Endesignal wird als Impulspause mit einer Länge von 16,5 s ausgegeben. Diese Signal wird mindestens einen Zyklus
lang ausgegeben, auch wenn der Beschleunigungs-/Bremsvorgang nach Ausgabe des
Startbits fortgesetzt wird.
Ausgangsfrequenz
Übergang von der konstanten Drehzahl zur Abbremsung
Zeit
Vorheriger Zyklus
Y93
Startimpuls
Ausgabe eines Impulses
für 3,5 s (fest).
Ungültiger Zyklus (20 s)
Nächster Zyklus
Endesignal
wird für 16,5 s als Impulspause ausgegeben.
Ist der Ausgangsstrom (Anzeige des Ausgangsstroms) bei Beendigung des ersten Zyklus
0 A, erfolgt bis zum nächsten Betrieb mit konstanter Drehzahl keine weitere Ausgabe des
Signals Y93.
Unter folgenden Bedingungen wird für das Signal Y93 für 20 s überhaupt kein Impuls ausgegeben:
● Wenn der Motor nach Ablauf des ersten Zyklus beschleunigt/abgebremst wurde.
● Wenn die Ausgabe des Signals Y93 des vorhergehenden Zyklus während des automatischen Wiederanlaufs nach kurzzeitigem Netzausfall endete (Pr. 57 ≠ 9999).
● Wenn ein automatischer Wiederanlauf (Pr. 57 ≠ 9999) nach Ablauf der Verzögerungszeit
zur Strommittelwertbildung ausgeführt wurde.
Eine Änderung der Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen über Parameter 190 bis
196 beeinflusst auch andere Funktionen. Überprüfen Sie daher vor der Einstellung die
Funktionszuweisung der Klemmen.
6 - 326
Parameter
6.20.5
Nützliche Funktionen
Freie Parameter (Pr. 888, Pr. 889)
Diese freien Parameter können vom Benutzer genutzt werden. Dabei ist eine Einstellung auf
Werte von „0“ bis „9999“ möglich.
Freie Parameter können z.B. in folgenden Fällen verwendet werden:
● zur Vergabe einer Stationsnummer beim Betrieb mehrerer Frequenzumrichter
● zur Kennzeichnung einer Applikation beim Betrieb mehrerer Frequenzumrichter
● zur Angabe des Datums der Inbetriebnahme oder einer Inspektion
Werkseinstellung
Einstellbereich
Freier Parameter 1
9999
0–9999
Freier Parameter 2
9999
0–9999
Pr.-Nr.
Bedeutung
888
889
Beschreibung
Die Einstellwerte können frei gewählt
werden und bleiben auch nach Ausschalten der Spannungsversorgung
erhalten.
Steht in Beziehung
zu Parameter
Siehe
Abschn.
—
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Die Parameter können in jeder Betriebsart und während des Betriebs eingestellt werden, auch
wenn Parameter 77 „Schreibschutz für Parameter“ auf „0“ gesetzt ist.
HINWEIS
FR-F700 EC
Die Parameter 888 und 889 beeinflussen nicht den Betrieb des Frequenzumrichters.
6 - 327
Einstellungen für die Bedieneinheit
6.21
Parameter
Einstellungen für die Bedieneinheit
6.21.1
Einstellung
Einzustellende Parameter
Auswahl der Sprache zur Anzeige
auf der Bedieneinheit
Auswahl der Landessprache
Siehe
Abschn.
Pr. 145
6.21.1
Verwendung des Digital-Dials des
Funktionszuweisung des Digital-Dials/
FR-DU07 als Potentiometer zur Fre- Bedieneinheit sperren
quenzeinstellung.
Bedieneinheit sperren
Pr. 161
6.21.2
Ausgabe eines Signaltons bei
Betätigung einer Taste
Signalton bei Tastenbetätigung
Pr. 990
6.21.3
Einstellung des LCD-Kontrastes auf
der Bedieneinheit
LCD-Kontrast
Pr. 991
6.21.4
Auswahl der Landessprache (Pr. 145)
Über Parameter 145 kann die jeweilige Landessprache, in der die Anzeige auf der Bedieneinheit FR-PU04/FR-PU07 erfolgen soll, eingestellt werden.
Pr.-Nr.
145
Werkseinstellung
Bedeutung
Auswahl der Landessprache
Einstellbereich
Beschreibung
0
Japanisch
1
Englisch
2
Deutsch
3
Französisch
4
Spanisch
5
Italienisch
6
Schwedisch
7
Finnisch
Steht in Beziehung
zu Parameter
Siehe
Abschn.
—
1
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
6 - 328
Parameter
6.21.2
Einstellungen für die Bedieneinheit
Funktionszuweisung des Digital-Dials/Bedieneinheit sperren (Pr. 161)
Der Digital-Dial der Bedieneinheit FR-DU07 kann während des Betriebs wie ein Potentiometer
zur Einstellung der Frequenz verwendet werden. Ist die Potentiometerfunktion deaktiviert, kann
der Digital-Dial zur Einstellung von Frequenzen und Parametern etc. verwendet werden.
Die Tasten der Bedieneinheit können gesperrt werden, um eine versehentliche Bedienung
durch kurzes Drücken zu verhindern.
Pr.-Nr.
161
Werkseinstellung
Bedeutung
Funktionszuweisung
des Digital-Dials/
Bedieneinheit sperren
0
Einstellbereich
Beschreibung
0
FrequenzEinstellmodus
1
PotentiometerModus
10
FrequenzEinstellmodus
11
PotentiometerModus
Steht in Beziehung
zu Parameter
Siehe
Abschn.
—
Sperrfunktion
deaktiviert
Sperrfunktion
aktiviert
Diese Einstellungen
müssen durch ca. 2 s
langes Drücken der
MODE-Taste bestätigt
werden
Eine Einstellung des Parameters ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
HINWEISE
Eine detaillierte Beschreibung der Bedieneinheit mit Anwendungsbeispielen finden Sie in
Abschn. 4.3 „Bedieneinheit FR-DU07“.
Bei aktivierter Sperrfunktion erscheint bei einer Betätigung von Tasten die Anzeige „HOLD“
auf dem Display.
Die STOP/RESET-Taste der Bedieneinheit ist auch bei aktivierter Sperrfunktion wirksam.
6.21.3
Signalton bei Tastenbetätigung (Pr. 990)
Mit Hilfe dieses Parameters können Sie bei jeder Tastenbetätigung der Bedieneinheiten
FR-DU07 und FR-PU04/FR-PU07 einen Signalton erzeugen. Setzen Sie Parameter 990 auf
„1“, um den Signalton einzuschalten.
Werkseinstellung
Pr.-Nr.
Bedeutung
990
Signalton bei Tastenbetätigung
Einstellbereich
Beschreibung
0
Signalton AUS
1
Signalton EIN
Steht in Beziehung
zu Parameter
Siehe
Abschn.
—
1
Eine Einstellung der Parameter ist nur möglich, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
Die Parameter können in jeder Betriebsart und während des Betriebs eingestellt werden, auch
wenn Parameter 77 „Schreibschutz für Parameter“ auf „0“ gesetzt ist.
FR-F700 EC
6 - 329
Einstellungen für die Bedieneinheit
6.21.4
Parameter
Kontrasteinstellung (Pr. 991)
Mit Parameter 991 kann die Kontrasteinstellung der LCD-Anzeige der Bedieneinheit FR-PU04/
FR-PU07 eingestellt werden. Je größer der Parameterwert, desto größer der Kontrast. Zum Abspeichern der Kontrasteinstellung betätigen Sie die WRITE-Taste.
Pr.-Nr.
Bedeutung
991
LCD-Kontrast
Werkseinstellung
Einstellbereich
58
0–63
Beschreibung
0: hell
↓
63: dunkel
Steht in Beziehung
zu Parameter
Siehe
Abschn.
—
Eine Anzeige des Parameters als Basisparameter ist nur bei angeschlossener Bedieneinheit
FR-PU04/FR-PU07 möglich. Ist die Bedieneinheit FR-DU07 angeschlossen, kann der Parameter eingestellt werden, wenn Parameter 160 auf „0“ gesetzt ist.
6 - 330
Fehlerdiagnose
7
Fehlerdiagnose
Der Frequenzumrichter FR-F700 EC verfügt über eine Vielzahl von Schutzfunktionen, die den
Antrieb und den Umrichter im Fehlerfall vor Beschädigung schützen. Wenn solch eine Schutzfunktion im Fehlerfall aktiviert wird, wird der Ausgang des Frequenzumrichters gesperrt und der
Motor läuft frei aus. Die Anzeige der entsprechenden Fehlermeldung erfolgt auf der Bedieneinheit. Können die Ursachen der Fehler nicht gefunden oder keine defekte Teile entdeckt werden,
kontaktieren Sie den Service von MITSUBISHI ELECTRIC unter genauer Beschreibung der
Fehlerumstände.
● Aufrechterhaltung des Alarmsignals. . . . . . . Erfolgt die Spannungsversorgung über ein
eingangsseitiges Schütz und fällt dieses beim
Ansprechen einer Schutzfunktion ab, kann
das Alarmsignal nicht gehalten werden.
● Anzeige der Alarmmeldungen . . . . . . . . . . . Sind die Schutzfunktionen aktiviert, werden
die Fehlermeldungen automatisch auf der Bedieneinheit angezeigt.
● Rücksetzmethode. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wenn eine Schutzfunktion des Umrichter anspricht, wird der Leistungsausgang des Umrichters gesperrt (der Motor trudelt aus). Der
Umrichter kann nicht wieder starten, es sei
denn, ein automatischer Wiederanlauf wurde
konfiguriert oder der Umrichter wird zurückgesetzt. Bitte beachten Sie auch die unten stehenden Warnhinweise vor der Konfiguration
eines automatischen Wiederanlaufs oder
Durchführung von Resets.
● Wurden Schutzfunktionen aktiviert (d.h. der Umrichter schaltete mit einer Fehlermeldung
ab), folgen Sie den im Handbuch des Umrichters gegebenen Hinweisen zur Fehlerbeseitigung. Insbesondere beim Auftreten von Kurz- oder Erdschlüssen im Umrichterausgang und Netzüberspannungen muss die Fehlerursache vor Wiederzuschaltung
beseitigt werden, da ein in kurzen Abständen wiederholtes Eintreten solcher Fehler zur
vorzeitigen Alterung von Komponenten bis hin zum Geräteausfall führen kann. Nach
Beseitigung der Störungsursache kann der Umrichter zurückgesetzt und der Betrieb
fortgeführt werden.
FR-F700 EC
7-1
Übersicht der Fehlermeldungen
7.1
Fehlerdiagnose
Übersicht der Fehlermeldungen
Anzeige des Bediengeräts
Bedeutung
Ref.-Seite
HOLD
Verriegelung des Bedienfeldes
7-4
bis
Er1 bis Er4
Parameter-Übertragungsfehler
7-4
bis
rE1 bis rE4
Kopierfehler
7-5
Err.
Fehler
7-6
OL
Motor-Kippschutz aktiviert (durch Überstrom)
7-7
oL
Motor-Kippschutz aktiviert
(durch ZK-Überspannung)
7-7
RB
Bremswiderstand überlastet
7-8
TH
Voralarm elektronischer thermischer Motorschutz
7-8
PS
Frequenzumrichter wurde über Bedieneinheit
gestoppt
7-8
MT
Signalausgang für Wartung
7-8
CP
Parameter kopieren
7-9
FN
Fehlerhafter Ventilator
7-9
E.OC1
Überstromabschaltung während Beschleunigung
7-9
E.OC2
Überstromabschaltung während konstanter
Geschwindigkeit
7-10
E.OC3
Überstromabschaltung während Bremsvorgang
oder Stopp
7-10
E.OV1
Überspannung während Beschleunigung
7-10
E.OV2
Überspannung während konstanter
Geschwindigkeit
7-10
E.OV3
Überspannung während Bremsvorgang oder
Stopp
7-11
E.THT
Überlastschutz
(Frequenzumrichter)
7-11
E.THM
Motor-Überlastschutz (Auslösen des
elektronischen thermischen Motorschutzes)
7-11
E.FIN
Überhitzung des Kühlkörpers
7-12
E.IPF
Kurzzeitiger Netzausfall
(Netzausfall-Schutzfunktion)
7-12
E.BE
Fehlerhafter Bremstransistor/Fehler im internen
Schaltkreis
7-12
E.UVT
Unterspannungsschutz
7-13
E.ILF Eingangsphasen-Fehler
7-13
E.OLT
Abschaltschutz Motor-Kippschutz
7-13
Fehlermeldung
Warnmeldungen
Leichter Fehler
Schwere Fehler
Tab. 7-1: Übersicht der Fehlermeldungen (1)
7-2
Fehlerdiagnose
Übersicht der Fehlermeldungen
Anzeige des Bediengeräts
Schwere Fehler
Bedeutung
Ref.-Seite
E.GF
Überstrom durch Erdschluss
7-13
E.LF
Offene Ausgangsphase
7-14
E.OHT
Auslösung eines externen Motorschutzschalters
(Thermokontakt)
7-14
E.PTC PTC-Thermistor-Auslösung
7-14
E.OPT
Fehler in Verbindung mit dem Anschluss einer
(externen) Optionseinheit
7-14
E.OP1
Fehler der intern (Erweiterungsslot) installierten
Optionseinheit (z.B. Kommunikationsfehler)
7-15
E. 1
Fehler der intern (Erweiterungsslot) installierten
Optionseinheit (z.B. Verbindungs- bzw. Kontaktfehler)
7-15
E.PE
Speicherfehler
7-15
E.PUE
Verbindungsfehler zur Bedieneinheit
7-16
E.RET
Anzahl der Wiederanlaufversuche überschritten
7-16
E.PE2 Speicherfehler
7-15
CPU-Fehler
7-16
E.CTE
Kurzschluss in der Verbindung zur Bedieneinheit,
Kurzschluss der Ausgangsspannung der 2. seriellen Schnittstelle
7-17
E.P24
Kurzschluss der 24-V-DC-Ausgangsspannung
7-17
E.CDO Überschreitung des zul. Ausgangsstroms
7-17
E.IOH Überhitzung des Einschaltwiderstands
7-17
E.SER Kommunikationsfehler (Frequenzumrichter)
7-18
E.AIE Fehlerhafter Analogeingang
7-18
E.PID Signalfehler PID-Regelung
7-18
E.13
Fehler im internen Schaltkreis
7-18
E. 5
E. 6
E. 7
E.CPU
Tab. 7-1: Übersicht der Fehlermeldungen (2)
FR-F700 EC
Tritt bei Verwendung der Bedieneinheit FR-PU04 einer der Fehler „E.ILF, E.PTC, E.PE2,
E.CDO, E.IOH, E.SER, E.AIE, E.PID“ auf, wird „Fehler 14“ angezeigt.
7-3
Fehlerursache und -behebung
7.2
Fehlerdiagnose
Fehlerursache und -behebung
Fehlermeldungen
Die Anzeige einer Fehlermeldung erfolgt über die Bedieneinheit. Der Ausgang des Frequenzumrichters wird nicht abgeschaltet.
7-4
Anzeige der
Bedieneinheit
HOLD
Bezeichnung
Verriegelung des Bedienfeldes
Beschreibung
Die Tasten des Bedienfeldes, mit Ausnahme der STOP/RESET-Taste, können gesperrt
werden (siehe Abschn. 4.3.3).
Prüfpunkt
—
Gegenmaßnahme
Betätigen Sie die MODE-Taste für ca. 2 s, um die Verriegelung aufzuheben.
Anzeige der
Bedieneinheit
Er1
Bezeichnung
Schreibschutz für Parameter
Beschreibung
1) Es wurde bei aktiviertem Schreibschutz für Parameter in Parameter 77 versucht, einen
Parameter zu schreiben.
2) Die Bereiche für die Frequenzsprünge überlappen sich.
3) Die Punkte der 5-Punkt-V/f-Kennlinie überlappen sich.
4) Die Übertragung zwischen der Bedieneinheit und dem Frequenzumrichter funktioniert
nicht einwandfrei.
Prüfpunkt
1) Überprüfen Sie die Einstellung des Parameters 77 „Schreibschutz für Parameter“ (siehe
Abschn. 6.16.2).
2) Überprüfen Sie die Parameter 31 bis 36 zur Einstellung der Frequenzsprünge (siehe
Abschn. 6.3.2).
3) Überprüfen Sie die Einstellung der Parameter 100 bis 109 zur Einstellung der 5-PunktV/f-Kennlinie (siehe Abschn. 6.4.3).
4) Überprüfen Sie die Verbindung zwischen der Bedieneinheit und dem Frequenzumrichter.
Anzeige der
Bedieneinheit
Er2
Bezeichnung
Schreibfehler im Betrieb
Beschreibung
Es erfolgte bei einer Einstellung des Parameters 77 auf einen anderen Wert als „2“ (Schreiben von Parametern unabhängig vom Betriebszustand in jeder Betriebsart möglich) während des Betriebs bei eingeschaltem Startsignal STF (STR) ein Schreibversuch.
Prüfpunkt
1) Überprüfen Sie die Einstellung des Parameters 77 (siehe Abschn. 6.16.2).
2) Stellen Sie sicher, dass der Frequenzumrichter sich im Stillstand befindet.
Gegenmaßnahme
1) Setzen Sie Parameter 77 auf „2“.
2) Unterbrechen Sie den Betrieb und stellen Sie den Parameter ein.
Anzeige der
Bedieneinheit
Er3
Bezeichnung
Kalibrierfehler
Beschreibung
Die Wert des Offsets und der Verstärkung zur Kalibrierung der analogen Eingänge liegen
zu dicht beieinander.
Prüfpunkt
Überprüfen Sie die Einstellung der Parameter C3, C4, C6 und C7 „Kalibrierfunktion“ (siehe
Abschn. 6.15.4).
Fehlerdiagnose
Fehlerursache und -behebung
Anzeige der
Bedieneinheit
Er4
Bezeichnung
Betriebsartenfehler
앫 Es erfolgte bei einer Einstellung des Parameters 77 auf einen anderen Wert als „2“ im
Beschreibung
Netzwerkbetrieb ein Schreibversuch.
앫 Es erfolgte eine Parametereinstellung während der Betrieb über die Bedieneinheit nicht
freigegeben ist (FRDU07).
Prüfpunkt
1) Wählen Sie die Betriebsart „Betrieb über Bedieneinheit“.
2) Überprüfen Sie die Einstellung des Parameters 77 (siehe Abschn. 6.16.2).
3) Überprüfen Sie die Einstellung des Parameters 551.
Gegenmaßnahme
1) Wiederholen Sie den Schreibversuch, nachdem Sie auf die Betriebsart „Betrieb über
Bedieneinheit“ umgeschaltet haben (siehe Abschn. 6.16.2).
2) Setzen Sie Parameter 77 auf „2“ und stellen Sie den Parameter ein.
3) Setzen Sie Parameter 551 auf „2“ (Werkseinstellung) (siehe Abschn. 6.17.3).
Anzeige der
Bedieneinheit
rE1
Bezeichnung
Fehler beim Lesen von Parametern
Beschreibung
Beim Kopiervorgang ist beim Einlesen von Parametern im E²PROM der Bedieneinheit ein
Fehler aufgetreten.
Prüfpunkt
—
Gegenmaßnahme
앫 Wiederholen Sie den Kopiervorgang (siehe Abschn. 5.10.1).
앫 Überprüfen Sie die Bedieneinheit FR-DU07. Setzen Sie sich im Wiederholungsfall mit
Ihrem Vetriebspartner in Verbindung.
FR-F700 EC
Anzeige der
Bedieneinheit
rE2
Bezeichnung
Fehler beim Schreiben von Parametern
Beschreibung
1) Während des Betriebs wurde ein Kopierversuch unternommen.
2) Beim Kopiervorgang ist beim Schreiben von Parametern im E²PROM der Bedieneinheit
ein Fehler aufgetreten.
Prüfpunkt
Überprüfen Sie, ob die LED „FWD“ oder „REV“ auf der Bedieneinheit FR-DU07 leuchtet
oder blinkt.
Gegenmaßnahme
1) Unterbrechen Sie den Betrieb und wiederholen Sie den Kopiervorgang (siehe
Abschn. 5.10.1).
2) Überprüfen Sie die Bedieneinheit FR-DU07. Setzen Sie sich im Wiederholungsfall mit
Ihrem Vetriebspartner in Verbindung.
Anzeige der
Bedieneinheit
rE3
Bezeichnung
Fehler beim Vergleichen von Parametern
Beschreibung
1) Die Parameter in der Bedieneinheit und im Frequenzumrichter sind unterschiedlich.
2) Beim Vergleichen von Parametern ist im E²PROM der Bedieneinheit ein Fehler aufgetreten.
Prüfpunkt
Überprüfen Sie die Parametereinstellungen im Quell- und Zielumrichter.
Gegenmaßnahme
1) Betätigen Sie die Taste SET, um den Vergleichsvorgang fortzusetzen. Wiederholen Sie
den Vergleichsvorgang (siehe Abschn. 5.10.2).
2) Überprüfen Sie die Bedieneinheit FR-DU07. Setzen Sie sich im Wiederholungsfall mit
Ihrem Vetriebspartner in Verbindung.
7-5
Fehlerursache und -behebung
7-6
Fehlerdiagnose
Anzeige der
Bedieneinheit
rE4
Bezeichnung
Unzulässiges Frequenzumrichtermodell
Beschreibung
1) Für einen Kopiervorgang wurden beim Schreiben und Vergleichen von Parametern
unterschiedliche Frequenzumrichtermodelle verwendet.
2) Der Schreibvorgang beim Kopieren von Parametern wurde nach Abbruch des Lesevorgangs unterbrochen.
Prüfpunkt
1) Überprüfen Sie die Modellbezeichnung.
2) Während des Lesevorgangs darf beim Kopieren von Parmetern die Spannungsversorgung nicht abgeschaltet werden und die Verbindung zur Bedieneinheit nicht unterbrochen werden usw.
Gegenmaßnahme
1) Wählen Sie das gleiche Frequenzumrichtermodell aus der FR-F700-Serie.
2) Wiederholen Sie den Lesevorgang beim Kopieren von Parametern.
Anzeige der
Bedieneinheit
Err.
Bezeichnung
Fehler
Beschreibung
1) Das Signal RES ist eingeschaltet.
2) Die Verbindung zwischen Bedieneinheit und Frequenzumrichter ist fehlerhaft (Kontaktfehler am Stecker).
3) Die Spannungsversorgung des Frequenzumrichters ist abgesunken.
4) Sind der Hauptkreis und der Steuerkreis (R1/L11, S1/L21) an zwei getrennte Spannungsversorgungen angeschlossen, kann deiMElsung beim Einschalten des Hauptkreises erfolgen. Dies ist kein Fehler.
Gegenmaßnahme
1) Schalten Sie das Signal RES aus.
2) Überprüfen Sie die Verbindung zwischen Bedieneinheit und Frequenzumrichter.
3) Überprüfen Sie die Spannungsversorgung des Frequenzumrichters.
Fehlerdiagnose
Fehlerursache und -behebung
Warnungen
Bei Ansprechen der Schutzfunktion wird der Ausgang des Frequenzumrichters nicht abgeschaltet.
FR-PU04
FR-PU07
Anzeige der
Bedieneinheit
OL
Bezeichnung
Motor-Kippschutz aktiviert (durch Überstrom)
OL
Beim
Fließt ein Motorstrom größer als 110 % des Umrichter-Nennstromes,
Beschleunigen wird die Zunahme der Frequenz unterbrochen, um eine Überstromabschaltung zu verhindern. Sinkt der Motorstrom unter 110 % , nimmt die
Frequenz wieder zu.
Beschreibung
Bei konstanter
Geschwindigkeit
Fließt ein Motorstrom größer als 110 % des Umrichter-Nennstromes,
wird die Frequenz verringert, um eine Überstromabschaltung zu verhindern. Sinkt der Motorstrom unter 110 % , steigt die Frequenz wieder auf
ihren Sollwert.
Beim
Abbremsen
Fließt ein Motorstrom größer als 110 % des Umrichter-Nennstromes,
wird die Abnahme der Frequenz unterbrochen, um eine Überstromabschaltung zu verhindern. Sinkt der Motorstrom unter 110 % , nimmt die
Frequenz wieder ab.
Prüfpunkt
1) Überprüfen Sie, ob die Einstellung des Parameters 0 „Drehmomentanhebung (manuell)“
nicht zu groß ist.
2) Überprüfen Sie, ob die Einstellungen der Parameter 7 „Beschleunigungszeit“ und 8
„Bremszeit“ nicht zu klein sind.
3) Überprüfen Sie, ob die Last nicht zu groß ist.
4) Überprüfen Sie die Funktionen externer Komponenten.
5) Überprüfen Sie, ob die Einstellung des Parameters 13 „Startfrequenz“ nicht zu groß ist.
앫 Überprüfen Sie die Auswahl von Motor und Umrichter.
6)Überprüfen Sie, ob für die mit Parameter 22 einstellbare Strombegrenzung der korrekte
Wert angegeben wurde.
Gegenmaßnahme
1) Erhöhen oder vermindern Sie die Einstellung des Parameters 0 „Drehmomentanhebung
(manuell)“ in 1-%-Schritten und prüfen Sie dabei das Verhalten des Motors (siehe
Abschn. 6.2.1).
2) Vergrößern Sie die Einstellungen der Parameter 7 „Beschleunigungszeit“ und 8 „Bremszeit“ (siehe Abschn. 6.6.1).
3) Vermindern Sie die Last.
4) Aktivieren Sie versuchsweise die Stromvektorregelung in Parameter 80.
5) Ändern Sie die Einstellung des Parameters 14 „Auswahl der Lastkennlinie“.
6) Ändern Sie die Einstellung des Parameters 22 „Strombegrenzung“. (Die Werkseinstellung ist 110 % .)
Die Beschleunigungs-/Bremzeit kann dadurch beeinflusst werden. Vergrößern Sie die
Einstellung des Parameters 22 „Strombegrenzung“ oder deaktivieren Sie die Strombegrenzung mit Parameter 156 „Anwahl der Strombegrenzung“. (Wählen Sie mit Parameter 156 zusätzlich, ob der Betrieb bei Ausgabe des Signals OL fortgesetzt werden soll
oder nicht.)
120 % bei einer Überlastfähigkeit von 150 %
FR-PU04
FR-PU07
Anzeige der
Bedieneinheit
oL
Bezeichnung
Motor-Kippschutz aktiviert (durch ZK-Überspannung)
Beim
Abbremsen
Beschreibung
Prüfpunkt
oL
앫 Übersteigt die generatorische Energie des Motors das Bremsvermögen
des Frequenzumrichters, wird die Abnahme der Frequenz
unterbrochen, um ein Abschalten durch Überspannung zu verhindern.
Verringert sich die generatorische Energie wieder, wird der
Bremsvorgang fortgesetzt.
앫 Steigt die generatorische Energie bei aktivierter Zwischenkreisführung
(Pr. 882 = 1), erhöht diese Funktion die Ausgangsfrequenz und
verhindert so ein Abschalten durch Überspannung (siehe
Abschn. 6.19.5).
앫 Überprüfen Sie, ob plötzliche Drehzahlabsenkungen auftreten.
앫 Überprüfen Sie, ob die Zwischenkreisführung (Pr. 882 bis Pr. 886) aktiviert ist (siehe
Abschn. 6.19.5).
Gegenmaßnahme
FR-F700 EC
Vergrößern Sie die Bremszeit in Parameter 8.
7-7
Fehlerursache und -behebung
Fehlerdiagnose
FR-PU04
FR-PU07
Anzeige der
Bedieneinheit
PS
Bezeichnung
Frequenzumrichter wurde über Bedieneinheit gestoppt
Beschreibung
Die Funktion der STOP/RESET-Taste an der Bedieneinheit kann über Parameter 75
„Rücksetzbedingung/Verbindungsfehler/Stopp“ eingestellt werden (siehe Abschn. 6.16.1).
Prüfpunkt
Überprüfen Sie, ob der Frequenzumrichter durch Betätigung der STOP/RESET-Taste auf
der Bedieneinheit gestoppt wurde.
Gegenmaßnahme
Schalten Sie das Startsignal aus und betätigen Sie die Taste PU/EXT der Bedieneinheit.
Anzeige der
Bedieneinheit
RB
Bezeichnung
Bremswiderstand überlastet
Beschreibung
Die generatorische Energie erreicht oder übersteigt 85 % des in Parameter 70 „Regenerativer Bremszylus“ eingestellten Werts. Ist Parameter 70 auf die Werkseinstellung „0“ eingestellt, erfolgt keine Ausgabe der Warnmeldung. Steigt die generatorische Energie auf
100 %, erfolgt eine Überspannungsauslösung mit der Fehlermeldung E.OV첸.
Gleichzeitig mit der Anzeige der Meldung „RB“ kann das Signal „RBP“ ausgegeben werden. Um einer Klemme die Funktion „RBP“ zuzuweisen, wird in Parameter 190 bis 196
(Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen) entweder der Wert „7“ (für positive Logik)
oder der Wert „107“ (für negative Logik) eingetragen (siehe Abschn. 6.9.5).
(Gilt nur für Geräte der Leistungsklasse 01800 und größer.)
Prüfpunkt
FR-PU04
FR-PU07
PS
RB
앫 Überprüfen Sie, ob der eingestellte Bremszyklus zu groß ist.
앫 Überprüfen Sie, die Einstellungen der Parameter 30 „Auswahl eines regenerativen
Bremskreises“ und 70 „Regenerativer Bremszylus“.
Gegenmaßnahme
앫 Vergrößern Sie die Bremszeit in Parameter 8.
앫 Sellen Sie sicher, dass die Einstellungen der Parameter 30 „Auswahl eines
regenerativen Bremskreises“ und 70 „Regenerativer Bremszylus“ korrekt sind.
7-8
FR-PU04
FR-PU07
Anzeige der
Bedieneinheit
TH
Bezeichnung
Voralarm elektronischer thermischer Motorschutz
Beschreibung
Es wurden 85 % des in Parameter 9 „Stromeinstellung für elektronischen Motorschutz“
erreicht. Beim Erreichen von 100 % erfolgt eine Abschaltung des Frequenzumrichters mit
der Fehlermeldung E.THM (Überlast des Motors).
Das Signal THP kann parallel zur Anzeige TH ausgegeben werden. Setzen Sie einen der
Parameter 190 bis 196 zur Zuweisung des THP-Signals an eine Ausgangsklemme auf „8“
(positive Logik) oder „108“ (negative Logik) (siehe auch Abschn. 6.9.5).
Prüfpunkt
1) Ist die Last oder die Anzahl der Beschleunigungsvorgänge zu groß?
2) Ist die Einstellung des Parameter 9 „Stromeinstellung für elektronischen Motorschutz“
passend (siehe Abschn. 6.7.1)?
Gegenmaßnahme
1) Reduzieren Sie die Last und die Anzahl der Beschleunigungsvorgänge.
2) Stellen Sie Parameter 9 „Stromeinstellung für elektronischen Motorschutz“ auf einen
passend Wert ein (siehe Abschn. 6.7.1).
Anzeige der
Bedieneinheit
MT
Bezeichnung
Ausgabe eines Wartungssignals
Beschreibung
Die Einschaltdauer des Frequenzumrichter hat einen vorgegebenen Wert erreicht.
Ist Parameter 504 „Einstellung des Wartungsintervalls“ auf die Werkseinstellung „9999“
eingestellt, erfolgt keine Ausgabe der Warnmeldung.
Prüfpunkt
Der Wert des Parameters 503 „Zähler für Wartungintervalle“ hat den Einstellwert des Parameters 504 „Einstellung des Wartungsintervalls“ erreicht (siehe Abschn. 6.20.3).
Gegenmaßnahme
Setzen Sie den Parameter 503 „Zähler für Wartungintervalle“ auf „0“, um den Wert zu
löschen.
TH
FR-PU04
—
FR-PU07
MT
Fehlerdiagnose
Fehlerursache und -behebung
FR-PU04
—
FR-PU07
CP
Anzeige der
Bedieneinheit
CP
Bezeichnung
Parameter kopieren
Beschreibung
Es wurden Parameter zwischen den Frequenzumrichtern der Leistungklassen 01160 oder
kleiner und 01800 oder größer kopiert.
Prüfpunkt
Die Parameter 9, 30, 51, 52, 54, 56, 57, 70, 72, 80, 90, 158, 190 bis 196 und 893 müssen
zurückgesetzt werden.
Gegenmaßnahme
Setzen Sie den Parameter 989 „Alarmunterdrückung beim Kopieren von Parametern“ auf
die Werkseinstellung.
Leichte Fehler
Bei Ansprechen der Schutzfunktion wird der Ausgang des Frequenzumrichters nicht abgeschaltet. Die Ausgabe eines Signals zur Anzeige eines leichten Fehlers kann über die Einstellung eines Parameters erfolgen. Setzen Sie dazu einen der Parameter 190 bis 196 „Funktionszuweisung der Ausgangsklemmen“ auf „98“ (siehe Abschn. 6.9.5).
FR-PU04
FR-PU07
Anzeige der
Bedieneinheit
PS
Bezeichnung
Fehlerhafter Ventilator
Beschreibung
Bei Frequenzumrichtern, die über einen integrierten Kühlventilator verfügen, steht der Ventilator aufgrund eines Fehlers still oder er arbeitet nicht entsprechend der Einstellung in
Parameter 244 „Steuerung des Kühlventilators“.
Prüfpunkt
Überprüfen Sie den Kühlventilator.
Gegenmaßnahme
Tauschen Sie den Kühlventilator aus.
FN
Schwere Fehler
Bei Ansprechen der Schutzfunktion wird der Ausgang des Frequenzumrichters abgeschaltet.
Es erfolgt die Ausgabe einer Fehlermeldung.
FR-F700 EC
FR-PU04
FR-PU07
Anzeige der
Bedieneinheit
E.OC1
Bezeichnung
Überstrom während der Beschleunigung
Beschreibung
Der Ausgangsstrom des Frequenzumrichters hat 170 % des Nennstroms während der
Beschleunigung erreicht oder überschritten, die Schutzfunktion spricht an und der Ausgang des Frequenzumrichters wird abgeschaltet.
Prüfpunkt
1) Ist die Beschleunigungszeit sehr kurz voreingestellt?
2) Überprüfen Sie in einer Hubapplikation, ob die Beschleunigungszeit bei der Abwärtsbewegung nicht zu groß ist.
3) Überprüfen Sie, ob am Ausgang ein Kurz- oder Erdschluss aufgetreten ist.
4) Überprüfen Sie, ob die Strombegrenzung korrekt arbeitet.
5) Stellen Sie sicher, dass keine häufigen generatorischen Betriebzustände auftreten.
(Überprüfen Sie, ob die Ausgangsspannung im generatorischen Betrieb höher als die
Motor-Nennspannung ist und ein Überstrom aufgrund des daher ansteigenden Motorstroms auftritt.)
Gegenmaßnahme
1) Vergrößern Sie die Beschleunigungszeit. (Verkürzen Sie in einer Hubapplikation die
Beschleunigungszeit bei der Abwärtsbewegung.)
2) Erscheint bei Start ständig die Anzeige „E.OC1“, klemmen Sie den Motor ab und starten
Sie den Frequenzumrichter. Erscheint die Anzeige weiterhin, kontaktieren Sie Ihren Vertriebspartner.
3) Überprüfen Sie die Verdrahtung am Ausgang, um einen Kurz- oder Erdschluss auszuschließen.
4) Stellen Sie die Strombegrenzung korrekt ein (siehe Abschn. 6.2.4).
5) Stellen Sie die Motornennspannung in Parameter 19 „Maximale Ausgangsspannung“
korrekt ein (siehe Abschn. 6.4.1).
I>>Beschl.
7-9
Fehlerursache und -behebung
7 - 10
Fehlerdiagnose
FR-PU04
FR-PU07
Anzeige der
Bedieneinheit
E.OC2
Bezeichnung
Überstrom während konstanter Geschwindigkeit
Beschreibung
Der Ausgangsstrom des Frequenzumrichters hat 170 % des Nennstroms bei konstanter
Geschwindigkeit erreicht oder überschritten, die Schutzfunktion spricht an und der Ausgang des Frequenzumrichters wird abgeschaltet.
Prüfpunkt
1) Treten große Lastschwankungen auf?
2) Überprüfen Sie, ob am Ausgang ein Kurz- oder Erdschluss aufgetreten ist.
3) Überprüfen Sie, ob die Strombegrenzung korrekt arbeitet.
Gegenmaßnahme
1) Vermeiden Sie große Lastschwankungen.
2) Überprüfen Sie die Verdrahtung am Ausgang, um einen Kurz- oder Erdschluss auszuschließen.
3) Stellen Sie die Strombegrenzung korrekt ein (siehe Abschn. 6.2.4).
Anzeige der
Bedieneinheit
E.OC3
Bezeichnung
Überstrom beim Bremsen oder Stopp
Beschreibung
Der Ausgangsstrom des Frequenzumrichters hat 170 % des Nennstroms während der Verzögerung (andere Zustände als Beschleunigung oder konstante Geschwindigkeit) erreicht
oder überschritten, die Schutzfunktion spricht an und der Ausgang des Frequenzumrichters wird abgeschaltet.
Prüfpunkt
1) Treten große Drehzahlabsenkungen auf?
2) Überprüfen Sie, ob am Ausgang ein Kurz- oder Erdschluss aufgetreten ist.
3) Arbeitet die mechanische Bremse des Motors zu schnell?
4) Überprüfen Sie, ob die Strombegrenzung korrekt arbeitet.
Gegenmaßnahme
1) Vergrößern Sie die Bremszeit.
2) Überprüfen Sie die Verdrahtung am Ausgang, um einen Kurz- oder Erdschluss auszuschließen.
3) Überprüfen Sie die Ansteuerung der mechanischen Bremse.
4) Stellen Sie die Strombegrenzung korrekt ein (siehe Abschn. 6.2.4).
Anzeige der
Bedieneinheit
E.OV1
Bezeichnung
Überspannung während der Beschleunigung
Beschreibung
Aufgrund generatorischer Energie ist die Zwischenkreisspannung auf oder über den zulässigen Wert angestiegen. Die Schutzfunktion spricht an und der Ausgang des Frequenzumrichters wird abgeschaltet. Außerdem kann eine netzseitige Überspannung zum
Ansprechen der Schutzfunktion führen.
Prüfpunkt
1) Überprüfen Sie, ob die Beschleunigungszeit zu groß ist (z.B. bei Abwärtsbewegung in
Hubapplikation).
2) Prüfen Sie, ob der in Parameter 22 „Strombegrenzung“ eingestellte Grenzwert nicht zu
klein ist.
Gegenmaßnahme
1) 앫Vermindern Sie die Beschleunigungszeit.
앫Versuchen Sie, durch Nutzung der Funktion „Zwischenkreisführung der
Ausgangfrequenz“ das Problem zu lösen (siehe Abschn. 6.19.5).
2) Stellen Sie in Parameter 22 „Strombegrenzung“ einen korrekten Wert ein.
Anzeige der
Bedieneinheit
E.OV2
Bezeichnung
Überspannung während konstanter Geschwindigkeit
Beschreibung
Aufgrund generatorischer Energie ist die Zwischenkreisspannung auf oder über den zulässigen Wert angestiegen. Die Schutzfunktion spricht an und der Ausgang des Frequenzumrichters wird abgeschaltet. Außerdem kann eine netzseitige Überspannung zum
Ansprechen der Schutzfunktion führen.
Prüfpunkt
1) Treten große Lastschwankungen auf?
2) Prüfen Sie, ob der in Parameter 22 „Strombegrenzung“ eingestellte Grenzwert nicht zu
klein ist.
Gegenmaßnahme
1) 앫Vermeiden Sie große Lastschwankungen.
앫Verwenden Sie eine externe Bremseinheit oder eine zentrale Einspeise-/
Rückspeiseeinheit (FR-CV).
앫Versuchen Sie, durch Nutzung der Funktion „Zwischenkreisführung der
Ausgangfrequenz“ das Problem zu lösen (siehe Abschn. 6.19.5).
2)Stellen Sie in Parameter 22 „Strombegrenzung“ einen korrekten Wert ein.
FR-PU04
FR-PU07
FR-PU04
FR-PU07
FR-PU04
FR-PU07
I>>N = konst
I>>Bremsen
U>>Beschl.
U>>N = konst
Fehlerdiagnose
Fehlerursache und -behebung
FR-PU04
FR-PU07
Anzeige der
Bedieneinheit
E.OV3
Bezeichnung
Überspannung beim Bremsen oder Stopp
Beschreibung
Aufgrund generatorischer Energie ist die Zwischenkreisspannung auf oder über den zulässigen Wert angestiegen. Die Schutzfunktion spricht an und der Ausgang des Frequenzumrichters wird abgeschaltet. Außerdem kann eine netzseitige Überspannung zum
Ansprechen der Schutzfunktion führen.
Prüfpunkt
Treten große Drehzahlabsenkungen auf?
U>>Bremsen
앫 Vergrößern Sie die Bremszeit. (Wählen Sie die Bremszeit entsprechend dem
Massenträgheitsmoment der Last.)
Gegenmaßnahme
앫 Verringern Sie die Bremsdauer.
앫 Verwenden Sie eine externe Bremseinheit oder eine zentrale Einspeise-/
Rückspeiseeinheit (FR-CV).
앫 Versuchen Sie, durch Nutzung der Funktion „Zwischenkreisführung der
Ausgangfrequenz“ das Problem zu lösen (siehe Abschn. 6.19.5).
FR-PU04
FR-PU07
Anzeige der
Bedieneinheit
E.THT
Bezeichnung
Überlastschutz (Frequenzumrichter) Beschreibung
Fließt ein Ausgangsstrom von größer gleich 110 % des Nennstroms ohne Überstromauslösung (170 % oder kleiner), erfolgt eine Aktivierung des elektronischen Umrichter-Überlastschutzes und der Ausgang des Frequenzumrichters wird zum Schutz der
Ausgangstransistoren abgeschaltet (Ansprechempfindlichkeit: 110 % für 60 s).
Prüfpunkt
1) Prüfen Sie, ob die Beschleunigungs- und Bremszeit zu kurz eingestellt sind.
2) Prüfen Sie die Einstellung der Drehmomentanhebung.
3) Passt die ausgewählte Lastkennlinie zur Lastkennlinie der Maschine?
4)Prüfen Sie das Verhalten des Motors bei Überlast.
Gegenmaßnahme
1) Verlängern Sie die Beschleunigungs-/Bremszeit.
2) Stellen Sie die Drehmomentanhebung korrekt ein.
3) Wählen sie die Lastkennlinie passend zur Lastkennlinie der Maschine.
4)Reduzieren Sie die Last.
FU Überlast
Beim Zurücksetzen des Frequenzumrichters werden die Daten des elektronischen Motorschutzes gelöscht.
120 % bei einer Überlastfähigkeit von 150 %
E.THM
Bezeichnung
Überlastschutz (Motor) Beschreibung
Der elektronische Motorschutz erfasst beim Betrieb mit konstanter Geschwindigkeit eine
durch Überlast oder mangelnde Kühlung hervorgerufene Überhitzung des Motors. Beim
Erreichen von 85 % des in Parameter 9 „Stromeinstellung für den elektronischen Motorschutz“ eingestellten Werts erfolgt die Ausgabe des Voralarms TH. Erreicht der Wert 100 %,
wird die Schutzfunktion aktiviert und der Frequenzumrichterausgang abgeschaltet. Sind
mehrere Motoren oder ein Sondermotor an einen Frequenzumrichter angeschlossen, ist ein
ausreichender thermischer Motorschutz nicht gewährleistet. Der thermische Motorschutz
muss durch einen externen Motorschutz (z.B. PTC-Elemente) gewährleistet werden.
Prüfpunkt
1) Prüfen Sie das Verhalten des Motors bei Überlast.
2) Prüfen Sie, ob der in Parameter 71 „Motorauswahl“ ausgewählte Motor für den angeschlossenen Motor korrekt ist (siehe Abschn. 6.7.2) und ob der Motornennstrom in Parameter 9 korrekt eingestellt ist.
3) Stellen Sie die Strombegrenzung korrekt ein (siehe Abschn. 6.2.4).
Gegenmaßnahme
1) Reduzieren Sie die Last.
2) Stellen Sie bei Anschluss eines fremdbelüfteten Motors den Wert des Parameters 71
„Motorauswahl“ auf einen fremdbelüfteten Motor ein.
3) Stellen Sie die Strombegrenzung korrekt ein (siehe Abschn. 6.2.4).
FR-F700 EC
FR-PU04
FR-PU07
Anzeige der
Bedieneinheit
Motor Überlast
Beim Zurücksetzen des Frequenzumrichters werden die Daten des elektronischen Motorschutzes gelöscht.
7 - 11
Fehlerursache und -behebung
Fehlerdiagnose
FR-PU04
FR-PU07
Anzeige der
Bedieneinheit
E.FIN
Bezeichnung
Überhitzung des Kühlkörpers
Beschreibung
Bei einer Überhitzung des Kühlkörpers spricht der Temperatursensor an und der
Frequenzumrichter wird gestoppt.
Sind 85 % der Ansprechschwelle des Temperatursensors erreicht, kann die Ausgabe des
Signals FIN erfolgen. Setzen Sie einen der Parameter 190 bis 196 zur Zuweisung des
THP-Signals an eine Ausgangsklemme auf „26“ (positive Logik) oder „126“ (negative
Logik) (siehe auch Abschn. 6.9.5).
Prüfpunkt
1) Ist die Umgebungstemperatur zu hoch?
2) Ist der Kühlkörper verschmutzt?
3) Arbeitet der Kühlventilator einwandfrei? (Wird auf der Bedieneinheit die Meldung FN
angezeigt?)
Gegenmaßnahme
1) Halten Sie den Bereich der Umgebungstemperatur ein.
2) Reinigen Sie den Kühlkörper.
3) Tauschen Sie den Kühlventilator aus.
Anzeige der
Bedieneinheit
E.IPF
Bezeichnung
Kurzzeitiger Netzausfall (Netzausfall-Schutzfunktion)
Beschreibung
Der Ausgang des Frequenzumrichters wird abgeschaltet und die Alarmmeldung angezeigt,
wenn die Netzspannung länger als 15 ms ausfällt. Sollte die Netzspannung länger als
100 ms ausfallen, so schaltet der gesamte Frequenzumrichter ab. In diesem Fall läuft der
Frequenzumrichter bei eingschaltetem Startsignal nach dem Wiederherstellen der Spannungsversorgung automatisch wieder an. (Liegt die Netzausfallzeit unter 15 ms, geht der
Betrieb normal weiter.) In Abhängigkeit bestimmter Betriebsbedingungen (Größe der Last,
Beschleunigungs-/Bremszeit usw.) kann beim Wiederherstellen der Spannungsversorgung
die Überstromschutzfunktion oder eine andere Schutzfunktion ansprechen.
Spricht die Netzausfall-Schutzfunktion an, wird das Signal IPF ausgegeben (siehe
Abschn. 6.11).
Prüfpunkt
Finden Sie die Ursache für den Netzausfall.
Gegenmaßnahme
FR-PU04
FR-PU07
TRM Kühlung
Netzunterbre.
앫 Beheben Sie die Ursache für den Netzausfall.
앫 Sehen Sie für den Fall eines Netzausfalls eine Ersatz-Spannungsversorgung vor.
앫 Stellen Sie mit Parameter 57 einen automatischen Wiederanlauf nach Netzausfall ein
(siehe Abschn. 6.11.1).
7 - 12
FR-PU04
FR-PU07
Anzeige der
Bedieneinheit
E.BE
Bezeichnung
Fehlerhafter Bremstransistor/Fehler im internen Schaltkreis
Beschreibung
Der Ausgang des Frequenzumrichters wird abgeschaltet, wenn ein Fehler im Bremskreis
auftritt (z.B. defekter Bremstransistor bei Frequenzumrichtern der Leistungsklasse 01800
oder größer).
In diesem Fall muss der Frequenzumrichter unverzüglich ausgeschaltet werden.
Bei Frequenzumrichtern der Leistungsklasse 01160 oder kleiner tritt die Fehlermeldung bei
einem internen Fehler auf.
Prüfpunkt
앫 Verringern Sie das Massenträgheitsmoment der Last.
앫 Wird die Bremseinheit zu häufig angesprochen?
앫 Ist der Bremswiderstand korrekt ausgewählt?
Gegenmaßnahme
Tritt bei Frequenzumrichtern der Leistungsklasse 01800 oder größer der Fehler auch nach
Ausführung der unter Prüfpunkte aufgeführten Maßnahmen auf, tauschen Sie die Bremseinheit aus.
Tauschen Sie bei Frequenzumrichtern der Leistungsklasse 01160 oder kleiner den Frequenzumrichter aus.
Bremstr. def.
Fehlerdiagnose
FR-F700 EC
Fehlerursache und -behebung
FR-PU04
FR-PU07
Anzeige der
Bedieneinheit
E.UVT
Bezeichnung
Unterspannungsschutz
Beschreibung
Sinkt die Netzspannung des Frequenzumrichter unter einen Minimalwert ab, arbeitet der
Steuerkreis nicht korrekt. Zusätzlich sinkt das Motordrehmoment und/oder es kommt zu
einer größeren Wärmeentwicklung. Sinkt die Netzspannung bei 400-V-Geräten unter
300 V, erfolgt eine Abschaltung des Frequenzumrichterausgangs.
Sind die Klemmen P/+ und P1 nicht mit einer Brücke verbunden, ist der Unterspannungsschutz aktiviert.
Spricht die Unterspannungsschutzfunktion an, wird das Signal IPF ausgegeben (siehe
Abschn. 6.11).
Prüfpunkt
1) Wird in der gleichen Netzzuleitung ein Motor mit hoher Leistung gestartet?
2) Prüfen Sie, ob die Klemmen P/+ und P1 mit einer Brücke oder einer Zwischenkreisdrossel verbunden sind.
Gegenmaßnahme
1) Überprüfen Sie die Netzspannung und die Netzeinspeisung.
2) Verbinden Sie die Klemmen P/+ und P1 mit einer Brücke oder einer Zwischenkreisdrossel.
3) Spricht die Unterspannungsschutzfunktion trotz der ergriffenen Gegenmaßnahmen weiterhin an, kontaktieren Sie Ihren Vertriebspartner.
Anzeige der
Bedieneinheit
E.ILF
Bezeichnung
Eingangsphasen-Fehler
Beschreibung
Die Ausgabe der Fehlermeldung erfolgt, wenn die Funktion zur Erkennung eines Eingangsphasen-Fehlers durch die Einstellung des Parameters 872 „Eingangsphasen-Fehler“
auf „1“ aktiviert ist und eine der Eingangsphasen nicht angeschlossen ist.
In der Werkseinstellung (Pr. 872 = 0) erfolgt keine Ausgabe der Fehlermeldung (siehe
Abschn. 6.12.3).
Prüfpunkt
Überprüfen Sie die Netzzuleitungen auf Kabelbruch.
Gegenmaßnahme
앫 Schließen Sie die Eingangsphasen korrekt an.
앫 Beseitigen Sie Kabelbrüche.
앫 Prüfen Sie die Einstellung des Parameters 872 „Eingangsphasen-Fehler“.
Anzeige der
Bedieneinheit
E.OLT
Bezeichnung
Abschaltschutz Motor-Kippschutz
Beschreibung
Sinkt die Frequenz durch die aktivierte Strombegrenzung für 3 s auf 0,5 Hz, erfolgt die Ausgabe der Fehlermeldung „E.OLT“ und der Ausgang des Frequenzumrichters wird abgeschaltet. Ist die Strombegrenzung aktiv, erscheint die Anzeige „OL“
Prüfpunkt
Prüfen Sie das Verhalten des Motors bei Überlast (siehe Abschn. 6.2.4).
Gegenmaßnahme
Reduzieren Sie die Motorlast.
Anzeige der
Bedieneinheit
E.GF
Bezeichnung
Überstrom durch Erdschluss
Beschreibung
Ein Überstrom ist durch Erdschluss am Ausgang (Lastseite) des Frequenzumrichters aufgetreten. Der Ausgang des Frequnezumrichters wird abgeschaltet.
Prüfpunkt
Überprüfen Sie den Motor und das Motorkabel auf Erdschluss.
Gegenmaßnahme
Beseitigen Sie die Ursache für den Erdschluss.
Unterspg.
FR-PU04
Fehler 14
FR-PU07
EingPhFehl
FR-PU04
FR-PU07
FR-PU04
FR-PU07
Kippschutz
Erdschluß
7 - 13
Fehlerursache und -behebung
Fehlerdiagnose
FR-PU04
FR-PU07
Anzeige der
Bedieneinheit
E.LF
Bezeichnung
Offene Ausgangsphase
Beschreibung
Der Ausgangs des Frequenzumrichters wird abgeschaltet, wenn eine der drei Ausgangsphasen U, V oder W nicht angeschlossen ist.
Prüfpunkt
E.LF
앫 Überprüfen Sie die Anschlusskabel und den Motor.
앫 Stellen Sie sicher, dass die Leistung des angeschlossenen Motors nicht kleiner als die
Leistung des verwendeten Frequenzumrichters ist.
Gegenmaßnahme
앫 Schließen Sie die Kabel korrekt an.
앫 Überprüfen Sie die Einstellung des Parameter 251 „Ausgangsphasen-Fehler“.
Anzeige der
Bedieneinheit
E.OHT
Bezeichnung
Auslösung eines externen Motorschutzes
Beschreibung
Ein externer Motorschutz ist aktiviert worden. Ist zur thermischen Überwachung der Motoren ein externer Motorschutz eingesetzt, kann über diesen oder einen im Motor integrierten
Motorschutz die Schutzfunktion des Umrichters ausgelöst werden.
Zur Zuweisung des OH-Signals an eine Eingangsklemme muss einer der Parameter 178
bis 182 auf „7“ gesetzt sein. In der Werkseinstellung ist die Funktion deaktiviert. (Das
Signal OH ist nicht zugewiesen.)
FR-PU04
FR-PU07
Ext. Motorsch.
Prüfpunkt
앫 Überprüfen Sie, ob der Motor ungewöhnlich heiß wird.
앫 Stellen Sie sicher, dass einer der Parameter 178 bis 189 „Funktionszuweisung der
Gegenmaßnahme
앫 Reduzieren Sie die Last und die Betriebszyklen.
앫 Obwohl ein Zurücksetzen der Relaiskontakte automatisch erfolgt, muss auch der
Eingangsklemmen“ auf „7“ gesetzt ist, um einer Eingangsklemme das Signal OH
zuzuweisen.
Frequenzumrichter für einen Wiederanlauf zurückgesetzt werden.
FR-PU04
Fehler 14
FR-PU07
PTCthermis
Anzeige der
Bedieneinheit
E.PTC
Bezeichnung
PTC-Thermistor
Beschreibung
Erfasst der an der AU-Klemme angeschlossene PTC-Thermistor länger als 10 s eine Überhitzung des Motors, wird der Ausgang des Frequenzumrichters abgeschaltet.
Die Funktion ist bei einer Einstellung des Parameters 184 „Funktionszuweisung AUKlemme“ auf „63“ und einer Einstellung des AU/PTC-Umschalters auf „PTC“ aktiviert. In
der Werkseinstellung (Pr. 184 = 4) ist die Funktion deaktiviert.
Prüfpunkt
앫 Überprüfen Sie die Verbindung zwischen dem PTC-Thermistor und dem Eingang.
앫 Prüfen Sie das Verhalten des Motors bei Überlast.
앫 Prüfen Sie, ob der Parameter 184 „Funktionszuweisung AU-Klemme“ auf „63“ gesetzt ist.
Gegenmaßnahme
Reduzieren Sie die Last.
Anzeige der
Bedieneinheit
E.OPT
Bezeichnung
Fehler in Verbindung mit dem Anschluss einer (externen) Optionseinheit
Beschreibung
Die Versorgungspannung ist trotz Anschluss einer Rückspeise-/Filtereinheit an die Klemmen R/L1, S/L2 und T/L3 angeschlossen. Auf der Optionseinheit wurden Änderungen beim
Schalter für werkseitige Einstellungen vorgenommen.
Prüfpunkt
Stellen Sie sicher, dass die Netzspannung bei Anschluss einer Rückspeise-/Filtereinheit
(FR-HC, MT-HC) oder einer zentralen Einspeise-/Rückspeiseeinheit (FR-CV) nicht an die
Klemmen R/L1, S/L2 und T/L3 angeschlossen ist.
FR-PU04
FR-PU07
Optionfehler
앫 Überprüfen Sie die Einstellung des Parameters 30 sowie die Verdrahtung.
앫 Der Frequenzumrichter kann beim Anschluss der Netzspannung an die Klemmen R/L1,
Gegenmaßnahme
7 - 14
S/L2 und T/L3 zerstört werden, wenn am Frequenzumrichter eine Rückspeise-/
Filtereinheit angeschlossen ist. Kontaktieren Sie Ihren Vertriebspartner.
앫 Bringen Sie auf der Optionseinheit den Schalter für werkseitige Einstellungen wieder in
die ursprüngliche Stellung. (Nähere Hinweise hierzu finden Sie in der
Bedienungsanleitung der Optionseinheit.)
Fehlerdiagnose
Fehlerursache und -behebung
FR-PU04
FR-PU07
Anzeige der
Bedieneinheit
E.OP1
Bezeichnung
Fehler der intern (Erweiterungsslot) installierten Optionseinheit
Beschreibung
Der Ausgangs des Frequenzumrichters wird abgeschaltet, wenn ein Übertragungsfehler
der Kommunikationsoption auftritt.
Prüfpunkt
Gegenmaßnahme
Optionfehler 1
앫 Überprüfen Sie die Funktionseinstellungen der Optionseinheit und den Betrieb.
앫 Stellen Sie sicher, dass die Optionseinheit richtig mit dem Anschlussstecker verbunden
ist.
앫 Überprüfen Sie die Kommunikationsleitung auf Kabelbruch.
앫 Stellen Sie sicher, dass der Abschlusswiderstand korrekt angeschaltet ist.
앫 Korrigieren Sie die Funktionseinstellungen usw.
앫 Setzen Sie die Optionseinheit vorsichtig in den Steckplatz und achten Sie auf einen
einwandfreien Sitz der Steckverbindung.
앫 Prüfen Sie den Anschluss der Kommunikationsleitung.
FR-PU04
FR-PU07
Anzeige der
Bedieneinheit
E.1
Bezeichnung
Fehler der intern (Erweiterungsslot) installierten Optionseinheit
Beschreibung
Der Ausgang des Frequenzumrichters wird abgeschaltet, wenn ein Kontaktfehler des
Anschlusssteckers o.Ä. zwischen dem Frequenzumrichter und einer Kommunkationseinheit auftritt.
Auf der Optionseinheit wurden Änderungen beim Schalter für werkseitige Einstellungen
vorgenommen.
Prüfpunkt
Fehler 1
앫 Stellen Sie sicher, dass die Optionseinheit richtig mit dem Anschlussstecker verbunden
ist.
앫 Prüfen Sie, ob große Störeinflüsse auf den Frequenzumrichter einwirken.
앫 Setzen Sie die Optionseinheit vorsichtig in den Steckplatz und achten Sie auf einen
einwandfreien Sitz der Steckverbindung.
앫 Ergreifen Sie Maßnahmen gegen Störeinflüsse von anderen Geräten auf den
Gegenmaßnahme
FR-F700 EC
Frequenzumrichter. Lässt sich das Problem nicht beheben, kontaktieren Sie Ihren
Vertriebspartner.
앫 Bringen Sie auf der Optionseinheit den Schalter für werkseitige Einstellungen wieder in
die ursprüngliche Stellung. (Nähere Hinweise hierzu finden Sie in der
Bedienungsanleitung der Optionseinheit.)
FR-PU04
FR-PU07
Anzeige der
Bedieneinheit
E.PE
Bezeichnung
Speicherfehler (Steuerplatine)
Beschreibung
Fehler beim Zugriff auf den E²PROM-Speicher des Frequenzumrichters
Prüfpunkt
Ist die maximale zulässige Anzahl der Schreibzyklen des E²PROMs überschritten?
Gegenmaßnahme
Kontaktieren Sie Ihren Vertriebspartner.
Sollen Parameterwerte häufig geschrieben werden, ist Parameter 342 auf „1“ zu setzen,
damit die Parameterwerte ins RAM geschrieben werden. Beim Ausschalten der Versorgungsspannung kehrt der Frequenzumrichter in den Zustand zurück, der vor dem Schreiben in das RAM aktuell war.
Anzeige der
Bedieneinheit
E.PE2
Bezeichnung
Speicherfehler (Hauptplatine)
Beschreibung
Fehler beim Zugriff auf den E²PROM-Speicher des Frequenzumrichters
Prüfpunkt
—
Gegenmaßnahme
Kontaktieren Sie Ihren Vertriebspartner.
Speichfehler
FR-PU04
Fehler 14
FR-PU07
ParamFehl
7 - 15
Fehlerursache und -behebung
Fehlerdiagnose
Anzeige der
Bedieneinheit
E.PUE
Bezeichnung
Verbindungsfehler zur Bedieneinheit
FR-PU04
FR-PU07
PU entfernt
앫 Während des Betriebes ist ein Verbindungsfehler zwischen Frequenzumrichter und
Bedieneinheit aufgetreten. Dieser Alarm tritt nur auf, wenn Parameter 75
„Rücksetzbedingung/Verbindungsfehler/PU-Stopp“ auf den Wert „2“, „3“, „16“ , „17“,
„102“, „103“, „116“ oder „117“ eingestellt ist.
Beschreibung
앫 Ist Parameter 121 ungleich „9999“, wird der Ausgang des Frequenzumrichters, bei
Überschreitung des in Parameter 121 „Anzahl der Wiederholversuche (PU-Schnittstelle)“
eingestellten Werts bei einer seriellen Kommunikation über die PU-Schnittstelle
abgeschaltet.
앫 Der Ausgang des Frequenzumrichters wird auch bei Überschreitung des in Parameter
122 eingestellten Zeitintervalls der Datenkommunikation (PU-Schnittstelle) abgeschaltet.
Prüfpunkt
앫 Überprüfen Sie den Anschluss der Bedieneinheit FR-DU07 oder FR-PU04/FR-PU07.
앫 Überprüfen Sie die Einstellung des Parameters 75.
Gegenmaßnahme
Achten Sie auf einen einwandfreien Anschluss der Bedieneinheit FR-DU07 oder FR-PU04/
FR-PU07.
Anzeige der
Bedieneinheit
E.RET
Bezeichnung
Anzahl der Wiederanlaufversuche überschritten
Beschreibung
Nach dem Ansprechen einer Schutzfunktion ist es nicht gelungen, innerhalb der in Parameter 67 eingestellten Anzahl von Wiederanlaufversuchen den Frequenzumrichter automatisch wieder anlaufen zu lassen.
Die Funktion ist nur aktiviert, wenn in Parameter 67 ein anderer Wert als die Werkseinstellung eingestellt wurde. In der Werkseinstellung „0“ ist die Funktion deaktiviert.
Prüfpunkt
Finden Sie die Ursache für das Ansprechen der Schutzfunktion.
Gegenmaßnahme
Die Ursache der Auslösung der ursprünglichen Schutzfunktion ist zu beheben.
FR-PU04
FR-PU07
E. 5
Fehler 5
E. 6
Fehler 6
FR-PU04
FR-PU07
Anzeige der
Bedieneinheit
E. 7
Fehler 7
E.CPU
CPU Fehler
Bezeichnung
CPU-Fehler
Beschreibung
Auf der CPU-Platine ist ein Fehler aufgetreten.
Prüfpunkt
Prüfen Sie, ob große Störeinflüsse auf den Frequenzumrichter einwirken.
Gegenmaßnahme
7 - 16
Wdranl. Nr.>>
앫 Ergreifen Sie Maßnahmen gegen Störeinflüsse von anderen Geräten auf den
Frequenzumrichter.
앫 Lässt sich das Problem nicht beheben, kontaktieren Sie Ihren Vertriebspartner.
Fehlerdiagnose
Fehlerursache und -behebung
FR-PU04
—
FR-PU07
E.CTE
Anzeige der
Bedieneinheit
E.CTE
Bezeichnung
Kurzschluss in der Verbindung zur Bedieneinheit
Beschreibung
Bei einem Kurzschluss in der Versorgungsspannung der Bedieneinheit (PU-Schnittstelle)
wird der Ausgang des Frequenzumrichters abgeschaltet. In diesem Fall kann weder die
Bedieneinheit benutzt werden noch eine serielle Kommunikation über die PU-Schnittstelle
erfolgen. Ist die Versorgungsspannung der 2. seriellen Schnittstelle kurzgeschlossen,
erfolgt die Abschaltung des Frequenzumrichterausgangs. Eine Kommunikation über die 2.
serielle Schnittstelle ist dann nicht möglich.
Prüfpunkt
1) Überprüfen Sie das Verbindungskabel auf Kurzschluss.
2) Stellen Sie sicher, dass die 2. serielle Schnittstelle korrekt angeschlossen ist.
Gegenmaßnahme
1) Überprüfen Sie die Bedieneinheit und das Verbindungskabel.
2) Überprüfen Sie den Anschluss der 2. seriellen Schnittstelle.
Anzeige der
Bedieneinheit
E.P24
Bezeichnung
Kurzschluss der 24-V-DC-Ausgangsspannung
Beschreibung
Ist der 24-V-DC-Ausgang an der PC-Klemme kurzgeschlossen, wird der Ausgang des Frequenzumrichters abgeschaltet. Alle externen Kontakteingänge sind ausgeschaltet. Der
Frequenzumrichter kann nicht durch Schalten des Signals RES zurückgesetzt werden.
Verwenden Sie zum Zurücksetzen des Frequenzumrichters die Bedieneinheit oder schalten Sie die Versorgungsspannung aus und wieder ein.
Prüfpunkt
Suchen Sie den Kurzschluss im 24-V-DC-Kreis der PC-Klemme.
Gegenmaßnahme
Beseitigen Sie den Kurzschluss.
Anzeige der
Bedieneinheit
E.CDO
Bezeichnung
Überschreitung des zulässigen Ausgangsstroms
Beschreibung
Der Ausgangs des Frequenzumrichter wird abgeschaltet, wenn der Ausgangsstrom den in
Parameter 150 „Überwachung des Ausgangsstroms“ eingestellten Wert überschreitet oder
unter den in Parameter 152 „Nullstromüberwachung“ fällt.
Die Funktion ist bei einer Einstellung des Parameters 167 „Betrieb bei Ansprechen der
Ausgangsstromüberwachung“ auf „1“, „10“ oder „11“ aktiviert.
In der Werkseisntellung (Pr. 167 = 0) ist die Funktion deaktiviert.
Prüfpunkt
Überprüfen Sie die Einstellungen der Parameter 150 „Überwachung des Ausgangsstroms“,
151 „Dauer der Ausgangsstromüberwachung“, 152 „Nullstromüberwachung“, Pr. 153
„Dauer der Nullstromüberwachung“, 166 „Impulsdauer Y12-Signal“ und 167 „Betrieb bei
Ansprechen der Ausgangsstromüberwachung“.
Anzeige der
Bedieneinheit
E.IOH
Bezeichnung
Überlastung der Einschaltstrombegrenzung
Beschreibung
Der Ausgang des Frequenzumrichters wird abgeschaltet, wenn der Widerstand der Einschaltstrombegrenzung überhitzt ist.
Fehler in der Einschaltstrombegrenzung.
FR-PU04
FR-PU07
E.P24
FR-PU04
Fehler 14
FR-PU07
UebrsAusI
FR-PU04
Fehler 14
FR-PU07
UebrhLadel
앫 Überprüfen Sie, ob die Versorgungsspannung in kurzen Zeitabständen ein- und
ausgeschaltet wird.
Prüfpunkt
Gegenmaßnahme
FR-F700 EC
앫 Prüfen Sie, ob die eingangsseitige Sicherung (% A) des Leistungsschützes der
Einschaltstrombegrenzung (FR-F740-03250 oder größer) ausgelöst hat und stellen Sie
sicher, dass kein Fehler im Versorgungsspannungskreis des Leistungsschützes vorliegt.
앫 Prüfen Sie, ob der Spannungsversorgungskreis des Leitungsschützes der
Einschaltstrombegrenzung defekt ist.
1) Verwenden Sie eine Netzdrossel.
2) Schalten Sie die Versorgungsspannung nicht in kurzen Zeitabständen ein- und aus.
Lässt sich das Problem nicht beheben, kontaktieren Sie Ihren Vertriebspartner.
7 - 17
Fehlerursache und -behebung
HINWEISE
Fehlerdiagnose
FR-PU04
Fehler 14
FR-PU07
CommFehl
Anzeige der
Bedieneinheit
E.SER
Bezeichnung
Kommunikationsfehler (Frequenzumrichter)
Beschreibung
Ist Parameter 335 ungleich „9999“, wird der Ausgang des Frequenzumrichters bei Überschreitung des in Parameter 335 „Anzahl der Wiederholversuche (2. serielle Schnittstelle)“
eingestellten Werts bei einer seriellen Kommunikation über die PU-Schnittstelle abgeschaltet. Der Ausgang des Frequenzumrichters wird auch bei Überschreitung des in Parameter
336 eingestellten Zeitintervalls der Datenkommunikation (2. serielle Schnittstelle) abgeschaltet.
Prüfpunkt
Überprüfen Sie die Verdrahtung der 2. seriellen Schnittstelle.
Gegenmaßnahme
Schließen Sie die 2. serielle Schnittstelle korrekt an.
Anzeige der
Bedieneinheit
E.AIE
Bezeichnung
Fehlerhafter Analogeingang
Beschreibung
Ist der Eingang 2 oder 4 als Stromeingang definiert, erfolgt die Fehlermeldung, wenn ein
Strom von 30 mA oder mehr eingespeist oder eine Spannung von 7,5 V oder mehr angelegt wird.
Prüfpunkt
Überprüfen Sie die Einstellung der Parameter 73 „Festlegung der Sollwert-Eingangsdaten“
und 267 „Festlegung der Sollwert-Eingangsdaten an Klemme 4“.
Gegenmaßnahme
Geben Sie die Sollwertfrequenz als Strom vor oder definieren Sie die Eingänge über die
Parameter 73 „Festlegung der Sollwert-Eingangsdaten“ und 267 „Festlegung der SollwertEingangsdaten an Klemme 4“ als Spannungseingänge (siehe Abschn. 6.15.1).
Anzeige der
Bedieneinheit
E.PID
Bezeichnung
Signalfehler PID-Regelung
Beschreibung
Schaltet bei aktivierter PID-Regelung eines der Signale oberer Grenzwert (FUP), unterer
Grenszwert (FDN) oder Grenzwert der Regelabweichung (Y48) ein, wird der Ausgangs des
Frequenzumrichters abgeschaltet. Die Funktion ist bei folgenden Parametereinstellnungen
aktiviert: Pr. 554 „Betrieb bei PID-Signal“ ≠ 0 oder 10, Pr. 131 „Oberer Grenzwert für den
Istwert“ ≠ 9999, Pr. 132 „Unterer Grenzwert für den Istwert“ ≠ 9999 und Pr. 553 „Grenzwert
der Regelabweichung“ ≠ 9999. In der Werkseinstellung ist die Funktion deaktiviert (Pr. 554
= 0, Pr. 131 = 9999, Pr. 132 = 9999, Pr. 553 = 9999).
Prüfpunkt
Prüfen sie, ob der Istwert größer als der obere Grenzwert (Pr. 131) oder kleiner als der
untere Grenzwert (Pr, 132) ist.
Prüfen Sie, ob der Betrag der Regelabweichung größer als der Grenzwert der Regelabweichung Pr. 553) ist.
Gegenmaßnahme
Stellen Sie Pr. 131 „Oberer Grenzwert für den Istwert“, Pr. 132 „Unterer Grenzwert für den
Istwert“ und Pr. 553 „Grenzwert der Regelabweichung“ korrekt ein. (Siehe Abschn. 6.19.1)
Anzeige der
Bedieneinheit
E.13
Bezeichnung
Fehler im internen Schaltkreis
Beschreibung
Im internen Schaltkreis ist ein Fehler aufgetreten.
Gegenmaßnahme
Kontaktieren Sie Ihren Vertriebspartner.
FR-PU04
Fehler 14
FR-PU07
AnEingFehl
FR-PU04
Fehler 14
FR-PU07
Fehler
FR-PU04
FR-PU07
Fehler 13
Tritt bei Verwendung der Bedieneinheit FR-PU04 einer der Fehler „E.ILF, E.PTC, E.PE2,
E.CDO, E.IOH, E.SER, E.AIE, E.PID“ auf, wird „Fehler 14“ angezeigt.
Bei der Anzeige der Alarmliste erscheint „E.14“.
Treten andere als die oben aufgeführten Alarme auf, kontaktieren Sie Ihren Vertriebspartner.
7 - 18
Fehlerdiagnose
7.3
Schutzfunktionen zurücksetzen
Schutzfunktionen zurücksetzen
Vor Wiederinbetriebnahme des Frequenzumrichters nach Ansprechen einer Schutzfunktion ist
die Fehlerursache zu beheben. Beim Zurücksetzen des Frequenzumrichters werden die Daten
des elektronischen Motorschutzes und die Anzahl der Wiederanläufe gelöscht. Der Rücksetzvorgang dauert ca. 1 s.
Ein Zurücksetzen des Frequenzumrichters kann auf drei verschiedene Arten erfolgen:
● Durch Betätigung der STOP/RESET-Taste auf der Bedieneinheit.
(Die Funktion kann nur nach Auftreten eines schweren Fehlers und Ansprechen einer
Schutzfunktion verwendet werden (siehe Seite 7-9).
Abb. 7-1:
Zurücksetzen des Frequenzumrichters über
die Bedieneinheit
I001296E
● Durch Ausschalten und – nachdem die LED auf dem Bedienfeld erloschen ist – Wiedereinschalten der Spannungsversorgung.
Abb. 7-2:
Zurücksetzen des Frequenzumrichters durch
Aus- und Wiedereinschalten der
Spannungsversorgung
I001297E
● Durch Einschalten des RESET-Signals (Verbindung der Klemmen RES und SD bei negativer Logik oder, wie in Abb. 7-3 für positive Logik dargestellt, der Klemmen RES und PC)
für mindestens 0,1 s und anchließendem Abschalten. Während des Rücksetzvorgangs
blinkt die Anzeige „Err.“
Frequenzumrichter
RESET
Abb. 7-3:
Zurücksetzen des Frequenzumrichters durch
Schalten des RES-Signals
RES
PC
I000249C
HINWEISE
Bei Frequenzumrichtern der Leistungsklasse 01800 oder größer kann die RESET-Funktion
über Parameter 75 nach zweimal aufeinander folgenden Abschaltungen mit Alarmmeldung
E.THM, E.THT, E.OC1, E.OC2 oder E.OC3 solange gesperrt werden, bis die interne
Temperaturberechnung wieder „0“ ergibt. Die Netzspannung darf hierbei nicht abgeschaltet
werden.
FR-F700 EC
7 - 19
LED-Anzeige
7.4
Fehlerdiagnose
LED-Anzeige
Im Gegensatz zur LCD-Anzeige an der (optionalen) Bedieneinheit FR-PU04 erfolgt die Darstellung alphanumerischer Zeichen auf der LED-Anzeige der Bedieneinheit FR-DU07 in einer
etwas vereinfachten Form. Die nachfolgende Übersicht enthält eine Zuordnung des Anzeigencodes dieser Anzeige.
0
A
M
1
B
N
2
C
O
3
D
o
4
E
P
5
F
S
6
G
T
7
H
U
8
I
V
9
J
r
L
-
I002141E
Abb. 7-4: Anzeigecode der LED-Anzeige an der Bedieneinheit FR-DU07
7 - 20
Fehlerdiagnose
7.5
Alarmliste lesen und löschen
Alarmliste lesen und löschen
Lesen der Alarmliste nach Auftreten eines schweren Fehlers
Monitoranzeige/Frequenzeinst.
Parametereinstellung
Betrieb über Bedieneinheit
Parametereinstellung ändern
Alarmliste
Vorgehensweise zur Anzeige der Alarmliste und den zum Zeitpunkt des Alarms gültigen
Zustandsgrößen
Die letzten 8 Alarme können mit Hilfe des Digital-Dials angezeigt werden.
(Der letzte Alarm ist durch einen Punkt hinter dem E „E. “ gekennzeichnet.)
Ist die Alarmliste leer, erscheint die Anzeige „E 0“.
Die Anzeige
erscheint, wenn die Alarmliste leer ist.
Ausgangsfrequenz
Ausgangsstrom
blinkt
blinkt
blinkt
Einschaltdauer
Ausgangsspannung
blinkt
blinkt
Alarmnummer
(Die Nummer der letzten Alarme wird angezeigt.)
Drücken
Sie den
Digital-Dial
blinkt
Drücken
Sie den
Digital-Dial
blinkt
Drücken
Sie den
Digital-Dial
I001298E
Abb. 7-5: Lesen der Alarmliste und den zum Zeitpunkt des Alarms gültigen Zustandsgrößen
FR-F700 EC
7 - 21
Alarmliste lesen und löschen
Fehlerdiagnose
Löschen der Alarmliste
Setzen Sie Parameter Er.CL „Alarmspeicher löschen“ auf „1“, um die Alarmliste zu löschen. Bei
einer Einstellung des Parameters 77 „Schreibschutz für Parameter“ auf „1“ wird die Alarmliste
nicht gelöscht.
Vorgehensweise
Anzeige
Nach dem Einschalten der Spannungsversorgung
erscheint die Startanzeige.
Betätigen Sie die Taste MODE, um das Menü zur
Einstellung von Parametern aufzurufen.
Die zuletzt eingelesene
Parameternummer
erscheint.
Stellen Sie den Parameter Er.CL durch
Drehen des Digital-Dials ein.
Betätigen Sie die Taste SET, um den aktuellen Wert
anzuzeigen. Die Werkseinstellung „0“
erscheint.
Drehen sie den Digital-Dial, bis „1“ erscheint.
Betätigen Sie die Taste SET, um den Wert zu
speichern.
Die Anzeige wechselt, wenn die
Alarmliste gelöscht wird.
앫 Durch Drehen des Digital-Dials können weitere Parameter aufgerufen werden.
앫 Durch Betätigung der SET-Taste können Sie die Einstellung erneut anzeigen.
앫 Durch zweimalige Betätigung der SET-Taste wird der nächste Parameter aufgerufen.
I001299E
Abb. 7-6: Löschen der Alarmliste
7 - 22
Fehlerdiagnose
Fehlersuche
7.6
Fehlersuche
7.6.1
Der Motor rotiert nicht
Prüfpunkt Mögliche Ursache
Gegenmaßnahme
Siehe
Seite
Schalten Sie den Leistungsschalter, den FISchutzschalter oder das Leistungsschütz ein.
Die Netzspannung ist nicht korrekt.
(Auf dem Bedienfeld erscheint keine
Anzeige.)
3-22
Der Motor ist nicht korrekt angeschlossen.
Prüfen Sie den Anschluss des Motors an den Frequenzumrichter
Überprüfen Sie den Anschluss des Leistungsschützes zwischen Frequenzumrichter und Motor,
wenn die Funktion „Motorumschaltung auf Netzbetrieb“ aktiviert ist.
3-7
Die Brücke zwischen den Klemmen P/+
und P1 ist nicht angeschlossen.
(01160 oder kleiner).
Schließen Sie die Brücke zwischen den Klemmen
P/+ und P1 an.
Entfernen Sie die Brücke nur beim Anschluss
einer Zwischenkreisdrossel (FR-HEL) und schließen Sie die Drossel an.
3-7
Es liegt kein Startsignal an.
Überprüfen Sie die Quelle zur Vorgabe des Startsignals und geben Sie ein Startsignal ein.
Betrieb über Bedieneinheit: FWD/REV-Taste
Externer Betrieb: STF-/STR-Klemme
6-207
Die Startsignale STF und STR liegen
gleichzeitig an.
Schalten Sie nur eines der beiden Signale ein.
Beim gleichzeitigen Schalten der Signale STF und
STR wird der Motor gestoppt.
3-15
Der Frequenz-Sollwert ist null.
(FWD oder REV LED auf dem Bedienfeld blinkt.)
Überprüfen Sie die Quelle zur Vorgabe des Frequenz-Sollwerts und geben Sie einen Sollwert vor.
6-207
Der Frequenz-Sollwert wird über
Klemme 4 vorgegeben, die Klemme ist
jedoch nicht aktiviert.
(FWD oder REV LED auf dem Bedienfeld blinkt.)
Schalten Sie das AU-Signal ein.
Durch das Einschalten des AU-Signals wird die
Klemme 4 aktiviert.
6-171
Die Reglersperre (MRS) oder das
Reset-Signal (RES) ist eingeschaltet.
(FWD oder REV LED auf dem Bedienfeld blinkt.)
Schalten Sie das Signal MRS oder RES aus.
Nach dem Ausschalten des MRS- oder RESSignals startet der Frequenzumrichter den Betrieb
bei anliegendem Startsignal mit der vorgegebenen
Frequenz. Stellen Sie daher sicher, dass durch
das Ausschalten des Signals keine gefährlichen
Zustände auftreten können.
6-138,
7-19
Der automatische Wiederanlauf nach
Netzausfall ist gewählt (Pr. 57 ≠ 9999),
das Signal CS ist jedoch nicht eingeschaltet.
(FWD oder REV LED auf dem Bedienfeld blinkt.)
Schalten Sie das Signal CS ein.
Die Funktion „Automatischer Wiederanlauf nach
Netzausfall" ist nur freigegeben, wenn das Signal
CS eingeschaltet ist.
6-138
Der Jumper zur Auswahl der positiven/
negativen Logik steckt in der falschen
Position.
(FWD oder REV LED auf dem Bedienfeld blinkt.)
Überprüfen Sie die Position des Jumpers zur Auswahl der positiven/negativen Logik. Steckt der
Jumper in der falschen Position, wird das Eingangssignal nicht erkannt.
3-25
Der Umschalter „Spannungs-/Stromeingang“ ist zur Vorgabe des analogen Eingangssignals fehlerhaft eingestellt
(0 bis 5 V/0 bis 10 V, 0/4 bis 20 mA)
(FWD oder REV LED auf dem Bedienfeld blinkt.)
Stellen Sie die Parameter 73 und 267 und den
Umschalter zur Auswahl des Spannungs-/
Stromeingangs ein und geben Sie anschließend
den Sollwert entsprechend den Einstellungen vor.
3-19
Die STOP/RESET-Taste wurde betätigt. Prüfen Sie, mit welcher Methode Sie den Frequenzumrichter nach einem Stopp über die Bedienein(Auf der Anzeige des Bedienfeldes
heit im externen Betrieb wieder starten können.
erscheint „PS“.)
Der 2-adrige oder 3-adrige Anschluss
der Steuerleitung ist fehlerhaft.
FR-F700 EC
—
Ist nur die separate Spannungsversorgung des
Steuerkreises eingeschaltet, schalten Sie auch die
Versorgung des Leistungskreises ein.
Leistungskreis
Eingangssignal
Prüfen Sie die Höhe der Anschlussspannung, den
korrekten Anschluss aller Phasen und die Verdrahtung.
Überprüfen Sie den Anschluss.
Erfolgt die Ansteuerung über eine 3-adrige Steuerleitung, schließen Sie das STOP-Signal an.
7-8
6-104
7 - 23
Fehlersuche
Fehlerdiagnose
Prüfpunkt Mögliche Ursache
Parametereinstellung
Gegenmaßnahme
Siehe
Seite
Die Einstellung der Drehmomentanhebung in Parameter 0 in der V/f-Regelung ist zu klein.
Erhöhen Sie den Wert von Parameter 0 in 0,5%Schritten und beobachten Sie den Motor. Reagiert
der Motor nicht, verkleinern Sie den Wert.
6-30
In Parameter 78 ist ein Reversierverbot
eingestellt.
Prüfen Sie die Einstellung des Parameters 78.
Stellen Sie Parameter 78 ein, wenn Sie nur eine
Drehrichtung zulassen möchten.
6-200
Wählen Sie die Betriebsart, die der Vorgabe des
In Parameter 79 ist die falsche BetriebsStartbefehls und des Frequenz-Sollwerts entart eingestellt.
spricht.
6-207
Die Einstellungen des Offsets und der
Verstärkung (Kalibrierungsparameter
C2 bis C7) sind nicht korrekt.
Prüfen Sie die Einstellungen des Offsets und der
Verstärkung in Parameter C2 bis C7.
6-182
Die in Parameter 13 eingestellte Startfrequenz ist größer als der FrequenzSollwert.
Stellen Sie den Frequenz-Sollwert größer als die
Startfrequenz ein.
Der Frequenzumrichter startet nicht, wenn der Frequenz-Sollwert kleiner als die in Parameter 13 eingestellte Startfrequenz ist.
6-70
Die einzelnen Frequenz-Sollwertvorgaben (z.B. Drehzahl-/Geschwindigkeitsvorwahl) sind null. Die maximale
Ausgangsfrequenz in Parameter 1 ist
null.
Stellen Sie die Frequenz-Sollwertvorgaben entsprechend der Anwendung ein. Setzen Sie Parameter 1 auf einen Wert, der größer als die aktuelle
Frequenzvorgabe ist.
6-45
Die in Parameter 15 vorgegebene TippStellen Sie die Tippfrequenz in Parameter 15
frequenz ist kleiner als die in Parameter
höher als die Startfrequenz in Parameter 13 ein.
13 eingestellte Startfrequenz.
Die Schreibquelle passt nicht zu der
gewählten Betriebsart.
Überprüfen Sie die Einstellungen der Parameter
79, 338, 339, 550 und 551.
6-57
6-204,
6-218
Die Funktion des Startsignals kann über Überprüfen Sie die Einstellung des Parameters
Parameter 250 ausgewählt werden.
250 und den Anschluss der Signale STF und STR.
6-104
Ist die Spannung wieder hergestellt, stellen Sie
sicher, dass der Motor gefahrlos anlaufen kann.
Schalten Sie das Startsig-nal aus und anschließend wieder ein, um den Motor zu starten.
Bei einer Einstellung des Parameters 162 auf „2
oder 22“ startet der Motor automatisch, sobald die
Versorgungsspannung wieder hergestellt ist.
6-146
Der Motor wird bei einem Netzausfall
bis zum Stopp abgebremst.
앫 Setzen Sie Parameter 872 „Eingangs-
Last
7 - 24
Der automatische Wiederanlauf nach
einem Netzausfall oder die Stoppmethode bei Netzausfall ist aktiviert.
(Wird bei einem Eingangs-Phasenfehler
ein Überlastbetrieb durchgeführt, kann
aufgrund von Spannungseinbrüchen die
Schutzfunktion für Netzausfall
ansprechen.)
Phasenfehler“ auf „1“ (Schutzfunktion bei
Eingangs-Phasenfehler aktiv).
앫 Deaktivieren Sie den automatischen
Wiederanlauf und die Stoppmethode.
앫 Verringern Sie die Last.
앫 Vergrößern Sie die Beschleunigungszeit, wenn
eine der Funktionen (automatischer
Wiederanlauf oder Stoppmethode bei
Netzausfall) in den Beschleunigungsphasen
ausgeführt wird.
Die Last ist zu groß.
Verringern Sie die Last.
—
Die Motorwelle ist blockiert.
Untersuchen Sie die Maschine (den Motor).
—
6-138,
6-146
Fehlerdiagnose
7.6.2
Fehlersuche
Der Motor oder die Maschine erzeugt ungewöhnliche Geräusche
Ist die in Parameter 72 eingestellte Taktfrequenz größer als 3 kHz, vermindert sich diese automatisch, sobald der Frequenzumrichter den Ausgangsnennstrom überschreitet, der in den
technischen Daten in Abschn. A.1 in Klammern angegebenen ist. Dies kann zu einem erhöhten
Motorgeräusch führen, ist aber kein Fehler.
Gegenmaßnahme
Eingangssignal
Ergreifen Sie Maßnahmen gegen elektromagnetische Störungen.
3-41
Vergrößern Sie die Zeitkonstante des SollwertSignalfilters in Parameter 74, wenn aufgrund der
elektromagnetischen Störeinflüsse kein stabiler
Betrieb möglich ist.
6-181
Es treten keine durch die Taktfrequenz
hervorgerufenen metallischen Motorgeräusche auf.
In der Werkseinstellung ist Parameter 240 „SoftPWM“ so eingestellt, dass metallische Motorgeräusche reduziert sind. Daher werden keine durch
die Taktfrequenz hervorgerufenen Motorgeräusche erzeugt. Setzen Sie Parameter 240 auf „0“,
um die Funktion zu deaktivieren.
6-168
Es treten Resonanzen in der Ausgangfrequenz auf.
Stellen Sie mittels Parameter 31 bis 36 Frequenzsprünge zur Vermeidung von Resonanzpunkten ein.
Mit Hilfe dieser Parameter können Resonanzschwingungen, die durch das mechanische
System bedingt sind, vermieden werden.
6-47
Es treten Resonanzen in der Taktfrequenz auf.
Stellen Sie Parameter 72 „PWM-Funktion“ ein.
Über Parameter 72 können durch Veränderung
der Taktfrequenz lastabhängige Motorgeräusche
verändert und durch Resonanzschwingungen hervorgerufene Vibrationen vermieden werden.
6-168
Die Verstärkungseinstellung in der PIDRegelung zeigt keine Wirkung.
Stellen Sie zur Stabilisierung des Istwertes den
Proportionalwert (Pr. 129) auf einen größeren
Wert, die Integrierzeit (Pr. 130) allmählich auf
einen größeren und die Differenzierzeit (Pr. 134)
allmählich auf einen kleineren Wert.
6-272
Lose mechanische Teile
Befestigen Sie lose mechanische Teile.
—
Überprüfen Sie den Motoranschluss.
—
Parametereinstellung
Parametereinstellung
Andere
Motor
7.6.3
Bei der analogen Sollwertvorgabe(Klemme 1, 2, 4) treten Störungen
auf, die auf elektromagnetische Einflüsse zurückzuführen sind..
Kontaktieren Sie den Motorhersteller.
Eine Ausgangsklemme ist nicht angeschlossen.
Der Frequenzumrichter erzeugt ungewöhnliche Geräusche
Prüfpunkt Mögliche Ursache
Ventilator
7.6.4
Die Ventilatorabdeckung wurde nach
dem Austausch des Ventilators nicht
richtig installiert.
Gegenmaßnahme
Installieren Sie die Ventilatorabdeckung richtig.
Siehe
Seite
8-9
Die Wäremeentwicklung des Motors ist ungewöhnlich hoch
Prüfpunkt Mögliche Ursache
Motor
FR-F700 EC
Siehe
Seite
Prüfpunkt Mögliche Ursache
Gegenmaßnahme
Siehe
Seite
Der Motorlüfter rotiert nicht (Staubansammlung).
Reinigen Sie den Motorlüfter.
Prüfen Sie die Umgebungsbedingungen.
—
Die Isolation der Motorwicklungen ist
beschädigt.
Prüfen Sie die Isolation der Motorwicklungen.
—
Leistungskreis
Prüfen Sie die Ausgangsspannung des FrequenzDie Ausgangsspannung des Frequenzumrichters.
umrichters (U, V, W) ist unsymmetrisch.
Prüfen Sie die Isolation der Motorwicklungen.
8-2
Parametereinstellung
In Parameter 71 „Motorauswahl“ ist der
falsche Motortyp ausgewählt.
Prüfen Sie die Einstellung des Parameters 71
„Motorauswahl“.
6-82
—
Der Motorstrom ist zu hoch.
Siehe Abschn. 7.6.11 „Der Motorstrom ist zu hoch“
7-28
7 - 25
Fehlersuche
7.6.5
Fehlerdiagnose
Die Drehrichtung des Motors ist falsch
Prüfpunkt Mögliche Ursache
Gegenmaßnahme
Leistungskreis
Schließen Sie die Phasen des Motoranschlusses
U, V und W korrekt an.
Eingangssignal
7.6.6
Die Phasenfolge des Motoranschlusses U, V und W ist nicht korrekt.
3-15
Die Einstellung für die Ausgangsfrequenz ist in Bezug auf die in Parameter
73 „Festlegung der Sollwert-Eingangsdaten“ ausgewählte Drehrichtungsumkehr nicht korrekt.
6-171
Überprüfen Sie die vorgegebene Drehrichtung.
Die Motordrehzahl ist zu hoch oder zu niedrig
Eingangssignal
Parametereinstellung
Gegenmaßnahme
Siehe
Seite
Die Eingabe des Signals zur SollwertVorgabe ist nicht korrekt.
Prüfen Sie die Größe des Eingangssig-nals.
Die Eingangssignalleitungen werden
durch Störeinwirkungen beeinflusst.
Ergreifen Sie Maßnahmen gegen elektromagnetische Störungen. Verwenden Sie z.B. abgeschirmte Leitungen.
3-41
Prüfen Sie die Einstellungen der Parameter 1
„Maximale Ausgangsfrequenz“, 2 „Minimale Ausgangsfrequenz“ und 18 „HochgeschwindigkeitsFrequenzgrenze“.
6-45
Prüfen Sie die Einstellungen der Kalibrierungsparameter C2 bis C7.
6-182
Die Einstellungen der Parameter 1, 2,
18 und der Kalibrierungsparameter C2
bis C7 sind nicht korrekt.
Die Einstellungen der Parameter 31 bis
36 zur Festlegung der Frequenzsprünge Verkleinern Sie den Bereich der Frequenzsprünge.
sind nicht korrekt.
Last
Reduzieren Sie die Last.
Parametereinstellung
Vergrößern Sie die Einstellung des Parameters 22
„Strombegrenzung“ in Abhängigkeit der Last.
(Eine zu große Einstellung kann zu einer ungewollten Überstromauslösung (E.OC첸) führen.
Die Strombegrenzung ist aufgrund der
Überlast aktiviert.
—
6-47
—
6-35
Überprüfen Sie die Leistungsklassen des Frequenzumrichters und des Motors.
Motor
—
Der Beschleunigungs-/Bremsvorgang des Motors ist ungleichmäßig
Prüfpunkt Mögliche Ursache
Parametereinstellung
Gegenmaßnahme
Siehe
Seite
Die Beschleunigungs-/Bremszeit ist zu
kurz.
Verlängern Sie die Beschleunigungs-/Bremszeit.
6-66
Die Einstellung der Drehmomentanhebung (Parameter 0, Parameter 46) in
der V/f-Regelung ist zu klein, so dass
die Strombegrenzung anspricht.
Erhöhen Sie den Wert von Parameter 0 in 0,5%Schritten.
6-30
Die eingestellte Basisfrequenz passt
nicht zu dem verwendeten Motor.
Stellen Sie in der V/f-Regelung Parameter 3
„V/f-Kennline (Basisfrequenz)“ und Parameter 47
„2. V/f-Kennlinie“ korrekt ein.
6-49
Die Zwischenkreisführung der Ausgangsfrequenz ist aktiviert.
Treten während der Zwischenkreisführung der
Ausgangsfrequenz Instabilitäten der Frequenz auf,
verkleinern Sie die Einstellung des Parameters
886 „Ansprechverhalten der Zwischenkreisführung
(Spannung)“.
6-314
Last
Reduzieren Sie die Last.
Parametereinstellung
Vergrößern Sie die Einstellung des Parameters 22
„Strombegrenzung“ in Abhängigkeit der Last.
(Eine zu große Einstellung kann zu einer ungewollten Überstromauslösung (E.OC첸) führen.
Motor
7 - 26
3-7
Die Startsignale (Rechts-/LinksdreÜberprüfen Sie die Verdrahtung.
hung) sind nicht korrekt angeschlossen. (STF: Rechtsdrehung, STR: Linksdrehung)
Prüfpunkt Mögliche Ursache
7.6.7
Siehe
Seite
Die Strombegrenzung ist aufgrund der
Überlast aktiviert.
Überprüfen Sie die Leistungsklassen des Frequenzumrichters und des Motors.
—
6-35
—
Fehlerdiagnose
7.6.8
Fehlersuche
Der Motor läuft nicht gleichmäßig
Prüfpunkt Mögliche Ursache
Last
Eingangssignal
Parametereinstellung
Gegenmaßnahme
Die Last schwankt während des
Betriebs.
Wählen Sie die Vektorregelung.
Das Signal zur Vorgabe des FrequenzSollwerts schwankt.
Überprüfen Sie das Signal zur Vorgabe des Frequenz-Sollwerts.
—
Aktivieren Sie das Filter über Parameter 74 „Sollwert-Signalfilter“.
6-181
Ergreifen Sie Maßnahmen gegen elektromagnetische Störungen. Verwenden Sie z.B. abgeschirmte Leitungen.
3-41
Der Anschluss der Transistorausgänge
führt zu Störströmen.
Verwenden Sie die Klemmen PC (SD in positiver
Logik) als gemeinsames Bezugspotenzial, um
Fehler durch Störströme zu vermeiden.
3-27
Die Signale zur Vorgabe der DrehzahlGeschwindigkeitsvorwahl flattern.
Ergreifen Sie Maßnahmen gegen das Flattern der
Signale.
—
Die Schwankungen der Versorgungsspannung sind zu groß.
Ändern Sie die Einstellung des Parameters 19
„V/f-Kennline (Basisfrequenz)“ in der V/f-Regelung
um ca. 3 %.
6-49
Die Einstellungen des Parameters 80
„Motornennleistung für Stromvektorregelung“ passt in der Vektorregelung
nicht zur Nennleistung von Motor und
Frequenzumrichter.
Überprüfen Sie die Einstellungen des Parameters
80.
6-33
Das Signal zur Vorgabe des FrequenzSollwerts ist von Störungen überlagert.
Erhöhen Sie den Wert von Parameter 0 „DrehmoDie Kabellänge im Betrieb mit V/f-Rege- mentanhebung (manuell)“ in 0,5%-Schritten für
lung ist so groß, dass die Spannung zu einen Betrieb im unteren Drehzahlbereich.
weit absinkt.
Wechseln Sie in die Vektorregelung.
Durch die auftretenden Vibrationen
dreht der Motor, z.B. durch mangelnde
Steifigkeit des Systems auf der Lastseite, im Leerlauf.
Deaktivieren Sie die automatischen Steuerfunktionen wie Energiesparbetrieb, intelligente Ausgangsstromüberwachung, Zwischenkreisführung
der Ausgangsfrequenz, Vektorregelung und
Strombegrenzung.
Nehmen Sie die Einstellungen so vor, dass das
Ansprechverhalten zugunsten eines stabilen
Betriebes abnimmt.
Ändern Sie die Einstellung des Parameters 72
„PWM-Funktion“.
7.6.9
6-33
6-30
6-33
—
6-168
Die Betriebsart kann nicht geändert werden
Prüfpunkt Mögliche Ursache
Gegenmaßnahme
Siehe
Seite
Eingangssignal
Das Startsignal STF oder STR ist eingeschaltet.
Schalten Sie das Startsignal aus. Bei eingeschaltetem Startsignal kann die Betriebsart nicht
gewechselt werden.
6-204
Die Einstellung des Parameters 79 ist
nicht korrekt.
Ist Parameter 79„Betriebsartenwahl“ auf „0“
(Werkseinstellung) eingestellt, befindet sich der
Frequenzumrichter nach dem Einschalten der Versorgungsspannung im externen Betrieb.
Durch Betätigung der PU/EXT-Taste auf dem Bedienfeld (PU-Taste auf der Bedieneinheit FR-PU04/
FR-PU07) kann in den Betrieb über die Bedieneinheit gewechselt werden. Bei anderen Einstellungen (1 bis 4, 6 oder 7) ist der Wechsel in eine
andere Betriebsart eingeschränkt.
6-204
Die Schreibquelle passt nicht zu der
gewählten Betriebsart.
Überprüfen Sie die Einstellungen der Parameter
79, 338, 339, 550 und 551.
6-204,
6-218
Parametereinstellung
FR-F700 EC
Siehe
Seite
7 - 27
Fehlersuche
7.6.10
Fehlerdiagnose
Auf der Bedieneinheit FR-DU07 erscheint keine Anzeige
Gegenmaßnahme
Leistungskreis,
Steuerkreis
Es ist keine Spannungsversorgung
angeschlossen.
Schließen Sie eine Spannungsversorgung an.
3-5
Die Bedieneinheit ist nicht korrekt mit
dem Frequenzumrichter verbunden.
Überprüfen Sie, ob die Frontabdeckung des Frequenzumrichters korrekt installiert ist.
Die Frontabdeckung lässt sich nicht einwandfrei
installieren, wenn der Querschnitt der verwendeten Leitungen 1,25 mm² oder mehr beträgt oder
wenn zu viele Leitungen verwendet werden, so
dass ein Kontaktfehler zwischen Bedieneinheit
und Frequenzumrichter auftritt.
2-2
Frontabdeckung
7.6.11
Der Motorstrom ist zu hoch
Prüfpunkt Mögliche Ursache
Die Einstellung der Drehmomentanhebung (Parameter 0, Parameter 46) in
der V/f-Regelung ist zu klein, so dass
die Strombegrenzung anspricht.
Parametereinstellung
Die V/f-Kennlinie ist in der V/f-Regelung
nicht korrekt eingestellt (Parameter 3,
14 und 19).
Gegenmaßnahme
Die Strombegrenzung ist aufgrund der
Überlast aktiviert.
Siehe
Seite
Erhöhen Sie den Wert von Parameter 0 in 0,5%Schritten.
6-30
Stellen Sie die Motornennfrequenz in Parameter 3
„V/f-Kennlinie (Basisfrequenz)“ ein. Legen Sie mit
Parameter 19 „Maximale Ausgangsspannung“ die
maximale Ausgangsspannung (z.B. Motornennspannung) des Frequenzumrichters fest.
6-49
Wählen Sie die Lastkennlinie in Parameter 14 entsprechend der Lastcharakteristik.
6-51
Reduzieren Sie die Last.
Vergrößern Sie die Einstellung des Parameters 22
„Strombegrenzung“ in Abhängigkeit der Last.
(Eine zu große Einstellung kann zu einer ungewollten Überstromauslösung (E.OC첸) führen.
Überprüfen Sie die Leistungsklassen des Frequenzumrichters und des Motors.
7 - 28
Siehe
Seite
Prüfpunkt Mögliche Ursache
—
6-35
—
Fehlerdiagnose
7.6.12
Fehlersuche
Die Drehzahl kann nicht erhöht werden
Prüfpunkt Mögliche Ursache
Die Signale zur Vorgabe des Startbefehls und der Frequenz flattern.
Eingangssignal
Prüfen Sie die Signale zur Vorgabe des Startbefehls und der Frequenz.
—
6-182
Die Leitungen für die Eingangssignale
werden von Störeinwirkungen beeinflusst.
Ergreifen Sie Maßnahmen gegen elektromagnetische Störungen. Verwenden Sie z.B. abgeschirmte Leitungen.
3-41
Die Einstellungen der Parameter 1, 2,
18 und der Kalibrierungsparameter C2
bis C7 sind nicht korrekt.
Überprüfen Sie die Einstellungen der Parameter 1
„Maximale Ausgangsfrequenz“ und Parameter 2
„Minimale Ausgangsfrequenz“. Möchten Sie den
Motor mit einer Frequenz größer als 120 Hz betreiben, stellen Sie Parameter 18 „Hochgeschwindigkeits-Frequenzgrenze“ ein.
6-45
Überprüfen Sie die Einstellungen der Kalibrierungsparameter C2 bis C7.
6-182
Erhöhen Sie den Wert von Parameter 0 in 0,5%Schritten.
6-30
Stellen Sie die Motornennfrequenz in Parameter 3
„V/f-Kennlinie (Basisfrequenz)“ ein. Legen Sie mit
Parameter 19 „Maximale Ausgangsspannung“ die
maximale Ausgangsspannung (z.B. Motornennspannung) des Frequenzumrichters fest.
6-49
Wählen Sie die Lastkennlinie in Parameter 14 entsprechend der Lastcharakteristik.
6-51
Die V/f-Kennlinie ist in der V/f-Regelung
nicht korrekt eingestellt (Parameter 3,
14, und 19).
Reduzieren Sie die Last.
Die Strombegrenzung ist aufgrund der
Überlast aktiviert.
Vergrößern Sie die Einstellung des Parameters 22
„Strombegrenzung“ in Abhängigkeit der Last.
(Eine zu große Einstellung kann zu einer ungewollten Überstromauslösung (E.OC첸) führen.
Überprüfen Sie die Leistungsklassen des Frequenzumrichters und des Motors.
In der PID-Regelung wird die Ausgangsfrequenz so geregelt, dass eine Angleichung des Istwerts an den Sollwert erfolgt.
FR-F700 EC
Siehe
Seite
Die Leitung, die zur Vorgabe des analoStellen Sie den Offset und die Verstärkung für die
gen Frequenz-Sollwerts verwendet
analoge Sollwertvorgabe ein.
wird, ist zu lang, so dass ein Spannungs- oder Stromverlust auftritt.
Die Einstellung der Drehmomentanhebung (Parameter 0, Parameter 46) in
der V/f-Regelung ist zu klein, so dass
die Strombegrenzung anspricht.
Parametereinstellung
Gegenmaßnahme
—
6-35
—
6-272
7 - 29
Fehlersuche
7.6.13
Fehlerdiagnose
Schreiben von Parametern nicht möglich
Gegenmaßnahme
Siehe
Seite
Der Frequenzumrichter befindet sich
nicht im Stillstand (Signal STF oder
STR ist eingeschaltet).
Stoppen Sie den Betrieb.
Ist Parameter 77 auf „0“ eingestellt, ist ein Schreiben von Parametern nur im Stillstand möglich.
6-198
Der Schreibversuch wurde in der externen Betriebsart ausgeführt.
Wechseln Sie in den Betrieb über Bedieneinheit.
Oder stellen Sie Parameter 77 auf „2“ ein, so dass
Parameter ungeachtet der Betriebsart geschrieben werden können.
6-198
Das Schreiben von Parametern ist
durch die Einstellung des Parameters
77 gesperrt.
Überprüfen Sie die Einstellung des Parameters 77.
6-198
Die Tasten sind durch die Einstellung
des Parameters 161 „Funktionszuweisung des Digital-Dials/Bedieneinheit
sperren“.
Überprüfen Sie die Einstellung des Parameters
161.
6-329
Die Schreibquelle passt nicht zu der
gewählten Betriebsart.
Überprüfen Sie die Einstellungen der Parameter
79, 338, 339, 550 und 551.
6-204,
6-218
Prüfpunkt Mögliche Ursache
Gegenmaßnahme
Siehe
Seite
Leistungskreis,
Steuerkreis
Überprüfen Sie den Anschluss und die Installation.
Die POWER-LED leuchtet, wenn die Versorgungsspannung des Steuerkreises an den Klemmen
R1/L11 und S1/L21 anliegt.
Prüfpunkt Mögliche Ursache
Eingangssignal
Parametereinstellung
7.6.14
7 - 30
Die POWER-LED leuchtet nicht
Fehler im Anschluss oder in der
Installation
3-7
Fehlerdiagnose
7.7
HINWEIS
Messinstrumente und Messmethoden
Messinstrumente und Messmethoden
Weitere Informationen zu Messungen am Frequenzumrichter enthält der Abschn. 8.2.
Da die Spannungen und Ströme des Leistungsteils hohe Oberwellenanteile enthalten, ist das
Messergebnis vom Typ des Messinstruments und dem Messaufbau abhängig.
Bei einem langen Motorkabel – insbesondere bei Frequenzumrichtern großer Leistung aus der
400-V-Klasse – kann bei Multi- und Amperemetern aufgrund von Leckströmen zwischen den
einzelnen Leitungen eine starke Wärmeentwicklung auftreten. Setzen Sie daher nur Messgeräte und Komponenten ein, die für entsprechend große Ströme geeignet sind.
Zur Erfassung von Ausgangsspannung und Ausgangsstrom sollte vorzugsweise die Möglichkeit der Ausgabe dieser Informationen über die Umrichteranalogausgänge (CA und 5 bzw. AM
und 5) genutzt werden. Weisen Sie dazu den Klemmen die gewünschte Betriebsgröße zu.
Führen Sie die Messungen bei Verwendung von Messinstrumenten für den Normalfrequenzbereich wie im Folgenden beschrieben durch.
Eingangsspannung
Ausgangsspannung
Eingangsstrom
Ausgangsstrom
Frequenzumrichter
Spannungsversorgung
Zum Motor
Dreheisenmessinstrument
Elektrodynamometer
Drehspulmessinstrument
Messgerätetyp
Gleichrichterinstrument
I001313E
Abb. 7-7: Messungen am Leistungsteil
FR-F700 EC
7 - 31
Messinstrumente und Messmethoden
7.7.1
Fehlerdiagnose
Leistungsmessung
Die Ein- und Ausgangsleistung des Frequenzumrichters wird unter Verwendung von Elektrodynamometern mit Hilfe von zwei oder drei Wattmetern gemessen. Da insbesondere beim
Strom auf der Eingangsseite Unsymmetrien auftreten, empfiehlt sich die Messung mit drei Wattmetern.
Folgende Abbildung zeigt die Ergebnisse verschiedener Messmethoden in Abhängigkeit der
Frequenz.
Unterschiede treten z.B. zwischen einer Leistungmessung mit einem rechnenden Leistungsmesser oder einer Messung mit zwei bzw. drei Wattmetern auf. Wird z.B. im Strompfad ein nicht
True-RMS-fähiges Amperemeter oder ein auf die Messung von Sinusgrößen ausgelegtes Leistungsmessgerät im Spannungspfad verwendet, treten ebenfalls aufgrund der unterschiedlichen Frequenzcharakteristiken Abweichungen bei den Messergebnissen auf.
Messbedingungen:
konstantes Drehmoment bei 100 % Last,
Feldschwächbereich ab 60 Hz, 3,7-kW-Motor, 4-polig,
Anzeige bei Messung mit 3 Wattmetern 100 %
Messbedingungen:
konstantes Drehmoment bei 100 % Last,
Feldschwächbereich ab 60 Hz, 3,7-kW-Motor, 4-polig,
Anzeige bei Messung mit 3 Wattmetern 100 %
Messung mit 3 Wattmetern (Elektrodynamometer)
Messung mit 3 Wattmetern (Elektrodynamometer)
Messung mit 2 Wattmetern (Elektrodynamometer)
Messung mit 2 Wattmetern (Elektrodynamometer)
Leistungs-Stromzange
(für symmetrische Belastung der 3 Phasen)
Leistungs-Stromzange
(für symmetrische Belastung der 3 Phasen)
Leistungs-Stromzange
(arithmetisch mit Hall-Sensor)
Leistungs-Stromzange
(arithmetisch mit Hall-Sensor)
Beispielmessung der Eingangsleistung des Frequenzumrichters
Beispielmessung der Ausgangsleistung des Frequenzumrichters
I001301E, I001302E,
Abb. 7-8: Abweichungen bei der Leistungsmessung mit unterschiedlichen Messgeräten
7 - 32
Fehlerdiagnose
7.7.2
Messinstrumente und Messmethoden
Spannungsmessung und Einsatz eines Leistungsmessers
Eingangskreis des Frequenzumrichters
Da die Spannung auf der Eingangsseite sinusförmig ist und wenig Verzerrungen aufweist, kann
die Messung mit einem handelsüblichen Wechselspannungsmessgerät durchgeführt werden.
Ausgangskreis des Frequenzumrichters
Da die Spannung auf der Ausgangsseite eine pulsweitenmodulierte Rechteckspannung ist,
kann zur Messung der Ausgangsspannung kein einfaches Zeigerinstrument verwendet werden, da dieses einen viel zu großen Wert anzeigen würde und eventuell auch durch die Spannungsform beschädigt werden könnte. Ein Dreheisenmessinstrument zeigt den Effektivwert mit
allen Harmonischen an. Daher ist der angezeigte Wert größer als die eigentliche Spannung. Der
über die Bedieneinheit angezeigte Wert ist der vom Umrichter selbst berechnete. Der Wert entspricht somit der Ausgangsspannung. Es empfiehlt sich daher, die Monitorgrößen bzw. die analogen Ausgänge zur Prüfung der Ausgangsgrößen zu verwenden.
Leistungsmesser
Am Ausgang des Frequenzumrichter darf kein auf die Messung von Sinusgrößen ausgelegtes
Leistungsmessgerät verwendet werden. Verwenden Sie ein direkt anzeigendes Messgerät.
(Auf der Eingangsseite des Frequenzumrichters kann die Leistungsmessung mit einem auf die
Messung von Sinusgrößen ausgelegten Leistungsmessgerät erfolgen.)
7.7.3
Strommessung
Verwenden Sie auf der Eingangs- und Ausgangsseite zum Messen von Strömen ein Dreheisenmessinstrument. Übersteigt die Trägerfrequenz 5 kHz, darf das Messgerät nicht eingesetzt
werden, da das Gerät durch Wirbelstromverluste stark überhitzt werden kann. Verwenden Sie
in diesem Fall ein Effektivwertmessgerät.
Da beim Strom auf der Eingangsseite Unsymmetrien auftreten, müssen die Ströme aller drei
Phasen gemessen werden. Eine Messung in einer oder in zwei Phasen ist nicht ausreichend.
Die Unsymmetrie auf der Ausgangsseite darf 10 % nicht überschreiten.
Verwenden Sie zur Messung eine Stromzange, muss sie den Echt-Effektivwert (True-RMS)
messen. Bei einer Mittelwertmessung ist der Messfehler zu groß und es wird ein deutlich kleinerer Wert als der tatsächliche gemessen. Der über die Bedieneinheit angezeigte Wert ist auch
bei einer Änderung der Ausgangsfrequenz genau. Es empfiehlt sich daher, die Anzeige der Bedieneinheit bzw. die analogen Ausgänge zur Prüfung der Ausgangsgrößen zu verwenden.
Folgende Abbildung zeigt die Abweichung des Messergebnisses bei Verwendung unterschiedlicher Messgeräte.
Messbedingungen:
Anzeige bei Messung mit einem Dreheiseninstrument
entspricht 100 %
Messbedingungen:
Anzeige bei Messung mit einem Dreheiseninstrument
entspricht 100 %
AC-Stromzange
AC-Stromzange
Dreheisenmessinstrument
Dreheisenmessinstrument
Leistungs-Stromzange
Stromzange
Stromzange
Leistungs-Stromzange
Beispielmessung des Eingangsstroms des Frequenzumrichters
Beispielmessung des Ausgangsstroms des Frequenzumrichters
I001303E, I001304E,
Abb. 7-9: Abweichungen bei der Strommessung mit unterschiedlichen Messgeräten
FR-F700 EC
7 - 33
Messinstrumente und Messmethoden
7.7.4
Fehlerdiagnose
Verwendung eines Amperemeters und eines Messwertumformers
Im Ein- und Ausgangskreis des Frequenzumrichters kann auch ein nicht True-RMS-fähiges
Amperemeter verwendet werden. Dabei muss das Amperemeter über eine möglichst große VABelastbarkeit verfügen, da ansonsten der Fehler mit abnehmender Frequenz steigt.
7.7.5
Messung des Eingangsleistungsfaktors
Der Eingangsleistungsfaktor des Frequenzumrichters ist der Quotient aus Wirk- und Scheinleistung.
Wirkleistung
Eingangsleistungsfaktor = --------------------------------------Scheinleistung
Mit 3 Wattmetern ermittelte Eingangsleistung
= ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------3 × U (Netzspannung) × I (Effektivwert des Eingangsstroms)
7.7.6
Messung der Zwischenkreisspannung (Klemmen P/+ und N/–)
Die Zwischenkreisspannung kann mit einem Drehspulmessinstrument (Tester) zwischen den
Klemmen P/+ und N/− gemessen werden. In Abhängigkeit der Versorgungspannung kann die
Zwischenkreisspannung für die 400-V-Frequenzumrichter im unbelasteten Zustand zwischen
540 und 600 V liegen. Sie sinkt bei Belastung. Wird generatorische Energie zurückgespeist,
kann die Zwischenkreisspannung auf 800 V bis 900 V ansteigen. Bei Erreichen dieses Werts erfolgt die Ausgabe der Fehlermeldung E.OV첸 und der Ausgang des Frequenzumrichters wird
abgeschaltet.
7 - 34
Wartung und Inspektion
8
Inspektion
Wartung und Inspektion
Der Frequenzumrichter wird als fest installierte Einheit verwendet und besteht zum großen Teil
aus Halbleiterbauelementen. Damit ungünstige Betriebsbedingungen, wie z.B. Temperatureinflüsse, Feuchtigkeit, Staub, Schmutz und Vibrationen, Verschleißerscheinungen oder abgelaufene Standzeiten usw. nicht zu Fehlfunktionen führen, muss eine tägliche Inspektion durchgeführt werden.
P
GEFAHR:
Vor der Durchführung von Wartungs- oder Reparaturarbeiten am spannungslosen
Frequenzumrichter muss nach dem Abschalten der Versorgungsspannung eine Zeitspanne von deutlich mehr als 10 Minuten verstreichen. Diese Zeit wird benötigt, damit
sich die Kondensatoren nach dem Abschalten der Netzspannung auf einen ungefährlichen Wert (< 25 V) entladen können. Die LED-Anzeige und die innen liegende
CHARGE-LED müssen verloschen sein.
8.1
Inspektion
8.1.1
Tägliche Inspektion
Generell sind folgende Punkte zu beachten:
● Arbeitet der Motor einwandfrei?
● Entspricht die Umgebung den zulässigen Umgebungsbedingungen?
● Arbeitet das Kühlsystem einwandfrei?
● Treten ungewöhnliche Geräusche oder Vibrationen auf?
● Treten ungewöhnlich hohe Temperaturen oder Verfärbungen auf?
8.1.2
Periodische Inspektionen
Überprüfen Sie bei den periodischen Inspektionen die während des Betriebes unzugänglichen
Bereiche. Wenden Sie sich bei Fragen an Ihren MITSUBISHI-Vertriebspartner.
● Reinigen Sie die Belüftungsschlitze des Frequenzumrichters und die Filter des Schaltschranks usw.
● Kabel und Schraubklemmen sind regelmäßig auf ihren festen Sitz zu überprüfen (siehe
Seite 3-11), da sie sich durch Vibrationen und Temperaturschwankungen usw. lösen
können.
● Die Verkabelung ist auf Defekte und Scheuerstellen zu untersuchen.
● Führen Sie einen Isolationswiderstandstest durch.
● Überprüfen Sie die Funktion der Kühlventilatoren und Relais und tauschen Sie sie bei Bedarf
aus.
FR-F700 EC
8-1
Inspektion
Allgemein
Tägliche und periodische Inspektionen
Inspektionsgegenstand
Umgebung
Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit, Staubund Schmutzbelastung usw.
✔
In zulässiger Umgebung installieren
Frequenzumrichter
Auf ungewöhnliche Geräuschentwicklung oder
Vibrationen prüfen
✔
Ursache herausfinden und beheben
Versorgungsspannung
Spannung am Leistungs- und Steuerteil ✔
Versorgungsspannung überprüfen
1) Isolationsprüfung zwischen den Klemmen des
Leistungsteils und Erde
✔
Vertriebsparner kontaktieren
2) Sitz von Schrauben und Klemmen prüfen
✔
Schrauben wieder festziehen
3) Auf Verfärbungen durch Wärmeentwicklung
prüfen
✔
Vertriebspartner kontaktieren
4) Auf Verschmutzungen prüfen
✔
Reinigen
Leitungen und 1) Leitungen auf Defekte prüfen
Kabel
2) Kabelisolierung prüfen
✔
Vertriebspartner kontaktieren
✔
Vertriebspartner kontaktieren
Transformatoren und
Drosseln
Auf ungewöhnliche Geruchsbildung und Pfeiftöne
prüfen
Klemmenblock
Rissbildung oder Beschädigung
✔
Frequenzumrichter anhalten und
Vertriebspartner kontaktieren
1) Auf Flüssigkeitsaustritt und Rissbildung prüfen
Frequenzumrichter anhalten und
Vertriebspartner kontaktieren
✔
✔
Vertriebspartner kontaktieren
Glättungskon- 2) Auf Deformationen an der Verschlusskappe und
Wölbungen prüfen
densatoren
3) Sichtprüfung und Restlebensdauer der Hauptkreiskapazität prüfen (siehe Seite 8.1.4)
✔
Vertriebspartner kontaktieren
Relais und
Schütze
Auf einwandfreien Betrieb und Prellfehler prüfen
✔
Vertriebspartner kontaktieren
1) Symmetrie der Ausgangsspannung des unbelasteten Frequenzumrichters prüfen
✔
Vertriebspartner kontaktieren
2) Fehler simulieren und Schutzfunktion und
Anzeige prüfen
✔
Vertriebspartner kontaktieren
1) Auf ungewöhnliche Geruchsbildung und Verfärbungen prüfen
✔
Frequenzumrichter anhalten und
Vertriebspartner kontaktieren
2) Auf starke Rostbildung prüfen
✔
Vertriebspartner kontaktieren
1) Auf Flüssigkeitsaustritt und Deformationen
prüfen
✔
Vertriebspartner kontaktieren
3) Sichtprüfung und Restlebensdauer der Steuerkreiskapazität prüfen (siehe Seite 8.1.4)
✔
Funktionsprüfung
Teileprüfung
Leistungsteil
Steuerkreis/Fehlerschutzschaltung
Gegenmaßnahme bei
Fehlermeldung
Bauteil
Allgemein
Allgemein
Glättungskondensatoren
Kühlventilatoren
Kühlung
Periodisch Zeitraum
Täglich
Baugruppe
8.1.3
Wartung und Inspektion
1) Auf ungewöhnliche Geräuschentwicklung oder
Vibrationen prüfen
Kühlventilator austauschen
✔
Schrauben wieder festziehen
3) Auf Verschmutzungen prüfen
✔
Reinigen
1) Auf Ablagerungen prüfen
✔
Reinigen
2) Auf Verschmutzungen prüfen
✔
Reinigen
1) Filter verstopft?
✔
Reinigen oder austauschen
2) Auf Verschmutzungen prüfen
✔
Reinigen oder austauschen
Luftfilter usw.
8-2
✔
2) Sitz von Schrauben und Klemmen prüfen
Kühlkörper
Tab. 8-1:
✔
Tägliche und periodische Inspektionen (1)
Ergebnis
Bauteil
Inspektionsgegenstand
Anzeige
Anzeige
Periodisch Zeitraum
1)Anzeige prüfen
Motor
Inspektion
Täglich
Baugruppe
Wartung und Inspektion
✔
Reinigen
Messgeräte
Anzeige prüfen
✔
Frequenzumrichter anhalten und
Vertriebspartner kontaktieren
Funktionsprüfung
Auf Ungewöhnliche Geräuschentwicklung oder
Vibrationen prüfen
✔
Frequenzumrichter anhalten und
Vertriebspartner kontaktieren
Tab. 8-1:
Tägliche und periodische Inspektionen (2)
FR-F700 EC
Ergebnis
Vertriebsparner kontaktieren
✔
2)Auf Verschmutzung prüfen
Gegenmaßnahme bei
Fehlermeldung
Es wird empfohlen eine Anzeige zur Überwachung der Spannungen vorzusehen.
In Abhängigkeit der Umgebungsbedingungen werden ein- bzw. zweijährige Wartungsintervalle empfohlen. Wenden Sie sich zur Durchführung der periodischen Inspektionen an Ihren
MITSUBISHI-Vertriebspartner.
8-3
Inspektion
8.1.4
Wartung und Inspektion
Standzeitüberwachung
Die Selbstdiagnosefunktion des Frequenzumrichters ermöglicht eine Überwachung der Standzeit der Steuerkreiskapazität, der Kühlventilatoren und der einzelnen Komponenten der Einschaltstrombegrenzung. Bei Ablauf der Standzeit erfolgt die Ausgabe einer Fehlermeldung, so
dass das entsprechende Teil rechtzeitig ausgetauscht werden kann.
Für die Hauptkreiskapazität erfolgt die Ausgabe des Alarmsignals Y90 nur, wenn eine Messung
der Standzeit der Hauptkreiskapazität durchgeführt wird (siehe Beschreibung unten).
Zur Ausgabe des Alarmsignals gelten folgende Richtwerte:
Bauteil oder -gruppe
Richtwerte
Hauptkreiskapazität
85 % der Startkapazität
Stuerkreiskapazität
10 % theoretische Restlebensdauer
Einschaltstrombegrenzung
10 % theoretische Restlebensdauer (verbleibende Einschaltzyklen: 100 000)
Kühlventilatoren
Weniger als 40 % der Nenndrehzahl
Tab. 8-2: Richtwerte zur Ausgabe des Alarmsignals
Anzeige der Standzeit
Mit Hilfe des Parameters 255 und des Signals Y90 kann der Ablauf der Standzeit der Steuerkreiskapazität, der Hauptkreiskapazität, der Kühlventilatoren und der Einschaltstrombegrenzung überwacht werden.
Lesen Sie dazu die Einstellung des Parameter 255.
Pr. 255 aufrufen
Einstellung von Pr. 255 lesen
Die Schaltzustände der
Bits werden als dezimaler
Wert angezeigt.
I001262E
Abb. 8-1: Parameter 255 einlesen
Abgelaufene Standzeiten werden durch Setzen der folgenden Bits angezeigt.
Standzeit der Steuerkreiskapazität
Standzeit der Hauptkreiskapazität
Standzeit des Kühlventilators
Standzeit der Einschaltstrombegrenzung
I001261E
Abb. 8-2: Bitzuordnung des Parameters 255
8-4
Wartung und Inspektion
Inspektion
Pr. 255
(dezimal)
Bits
(binär)
Einschaltstrombegrenzung
Kühlventilator
Hauptkreiskapazität
Steuerkreiskapazität
15
1111
✔
✔
✔
✔
14
1110
✔
✔
✔
—
13
1101
✔
✔
—
✔
12
1100
✔
✔
—
—
11
1011
✔
—
✔
✔
10
1010
✔
—
✔
—
9
1001
✔
—
—
✔
8
1000
✔
—
—
—
7
0111
—
✔
✔
✔
6
0110
—
✔
✔
—
5
0101
—
✔
—
✔
4
0100
—
✔
—
—
3
0011
—
—
✔
✔
2
0010
—
—
✔
—
1
0001
—
—
—
✔
0
0000
—
—
—
—
Tab. 8-3: Anzeige abgelaufener Standzeiten über die Bitfolge
✔: Standzeit abgelaufen
—: Standzeit nicht abgelaufen
HINWEIS
Die Standzeitüberwachung der Hauptkreiskapazität erfolgt über Parameter 259. Eine detaillierte Beschreibung finden Sie im Folgenden.
Standzeitüberwachung der Hauptkreiskapazität
Unter der Annahme, dass die Hauptkreiskapazität bei der Auslieferung 100 % beträgt, wird die
Restlebensdauer bei jeder Messung in Pr. 258 erfasst. Ist der Messwert kleiner oder gleich
85 %, wird Bit 1 des Parameters 255 eingeschaltet.
Gehen Sie bei der Messung der Kapazität wie folgt vor:
Stellen Sie sicher, dass der Motor angeschlossen ist und sich im Stillstand befindet.
Setzen Sie Pr. 259 auf „1“ (Messung starten).
Schalten Sie die Spannungsversorgung aus. Zur Erfassung der Kapazität speist der
ausgeschaltete Frequenzumrichter den Motor nun mit einer Gleichspannung.
Ist die POWER-LED erloschen, schalten Sie den Frequenzumrichter wieder ein.
Prüfen Sie, ob der Wert des Parameters 259 gleich 3 (Messung abgeschlossen) ist. Lesen
Sie die Größe der Hauptkreiskapazität aus Pr. 258 aus.
FR-F700 EC
8-5
Inspektion
Wartung und Inspektion
Die Hauptkreiskapazität kann unter folgenden Bedingungen nicht gemessen werden:
● Es ist eine Bremseinheit vom Typ FR-HC, MT-HC, FR-CV, FR-BU, MT-BU5 oder BU
angeschlossen.
● Die Klemmen P/+ und N/− sind mit den Klemmen R1/L11, S1/L21 oder einer Gleichspannungsquelle verbunden.
● Die Versorgungsspannung ist während der Messung eingeschaltet.
● Es ist kein Motor an den Frequenzumrichter angeschlossen.
● Der Motor läuft (trudelt aus).
● Die Motor ist zwei Leistungsklassen kleiner als der Frequenzumrichter.
● Der Frequenzumrichter befindet sich aufgrund einer ausgelösten Schutzfunktion im Stillstand. Es wurde im ausgeschaltetem Zustand eine Schutzfunktion ausgelöst.
● Der Frequenzumrichter wurde über die Reglersperre (MRS) abgeschaltet.
● Während der Messung wurde ein Startsignal eingeschaltet.
Umgebungsbedingungen: Umgebungstemperatur (Jahresdurchschnitt 40 °C (keine
aggressiven Gase, kein Ölnebel, staub- und schmutzfreie
Aufstellung))
Ausgangsstrom (80 % des Nennstroms eines 4-poligen, selbstbelüfteten Motors)
HINWEIS
8-6
Messen Sie die Hauptkreiskapazität nach einer Betriebsdauer von ca. 3 Stunden, da die
Kapazität temperaturabhängig ist.
Wartung und Inspektion
8.1.5
Inspektion
Prüfung der Dioden und Transistor-Leistungsbauteile
Trennen Sie alle Verbindungen der Netzleitungen (R/L1, S/L2 und T/L3) und der Motorleitung
(U, V und W) zum Frequenzumrichter. Stellen Sie auf einem analogen Multimeter den Widerstandsmessbereich 100 Ω ein.
Führen Sie nun eine Durchgangsprüfung zwischen den Klemmen R/L1, S/L2, T/L3, U, V, W,
P/+ und N/− aus.
E
ACHTUNG:
Achten Sie darauf, dass die Zwischenkreiskapazität vor der Messung vollständig
entladen ist. Ansonsten kann das Messgerät zerstört werden.
Gleichrichter
Wechselrichter
Abb. 8-3:
Bezeichnung der Dioden- und
Transistormodule
I001305E
Polarität
Messgerät
R/L1
P/+
Kein Durchgang
D1
Dioden
R/L1
N/−
Gemessener Wert
Durchgang
D4
P/+
R/L1
Durchgang
N/−
R/L1
Kein Durchgang
S/L2
P/+
Kein Durchgang
S/L2
N/−
Durchgang
P/+
S/L2
Durchgang
N/−
S/L2
Kein Durchgang
T/L3
P/+
Kein Durchgang
T/L3
N/−
Durchgang
N/−
T/L3
Kein Durchgang
U
N/−
Durchgang
N/−
U
V
N/−
D2
D5
D3
D6
P/+
T/L3
Durchgang
U
P/+
Kein Durchgang
P/+
U
V
P/+
TR1
Transistoren
Polarität
Messgerät
Gemessener Wert
TR4
Durchgang
Kein Durchgang
TR3
Kein Durchgang
Durchgang
TR6
P/+
V
W
P/+
Durchgang
Kein Durchgang
P/+
W
Durchgang
TR5
N/−
V
W
N/−
N/−
W
Kein Durchgang
Durchgang
TR2
Kein Durchgang
Tab. 8-4: Durchgangsprüfung der Module
FR-F700 EC
8-7
Inspektion
8.1.6
Wartung und Inspektion
Reinigung
Von Zeit zu Zeit ist der Frequenzumrichter von Verunreinigungen wie Staub und Schmutz zu reinigen. Entfernen Sie Verschmutzungen mit einem weichen Tuch und einem neutralen Reinigungsmittel oder Ethanol.
E
8.1.7
ACHTUNG:
Verwenden Sie zur Reinigung keine Lösungsmittel wie Aceton, Benzol, Phenylmethan
oder Alkohol, da diese Mittel die Oberfläche des Frequenzumrichters beschädigen
können.
Verwenden Sie zur Reinigung der Bedieneinheiten FR-DU07 und FR-PU04/FR-PU07
keine scharfen Reinigungsmittel oder Alkohol, da diese Mittel die Anzeige und die
Oberfläche der Bedieneinheiten angreifen.
Austausch von Teilen
Der Frequenzumrichter besteht aus vielen elektronischen Komponenten wie z.B. Halbleiterbauteilen.
Aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften nutzen sich Verschleißteile im Laufe der Zeit ab.
Das kann zu Leistungseinbußen oder Fehlfunktionen des Frequenzumrichers führen. Tauschen Sie daher Verschleißteile in angemessenen Zeiträumen aus.
Verwenden Sie die Funktion der Standzeitüberwachung als Richtlinie für den Austausch von
Verschleißteilen.
Bezeichnung
Lebensdauer/Wechselintervall Beschreibung
Kühlventilator
10 Jahre
Hauptkreiskapazität
10 Jahre
Austausch (bei Bedarf)
Austausch (bei Bedarf)
Glättungskapazität auf der Printplatine 10 Jahre
Austausch der Platine (bei Bedarf)
Relais
—
Bei Bedarf
Sicherung (04320 oder größer)
10 Jahre
Austausch der Sicherung (bei Bedarf)
Tab. 8-5: Verschleißteile
Die Lebensdauer ist bei einer Jahresdurchschnittstemperatur von 40 °C in einer Umgebung
ohne aggressive oder brennbare Gase, Ölnebel, Staub oder Schmutz gültig.
Ausgangsstrom: 80 % des Frequenzumrichter-Nennstroms
HINWEIS
8-8
Kontaktieren Sie beim Austausch von Verschleißteilen Ihren MITSUBISHI-Vertriebpartner.
Wartung und Inspektion
Inspektion
Kühlventilatoren
Die Lebensdauer der internen Lüfter wird stark von der Umgebungstemperatur und der Zusammensetzung der Kühlluft beeinflusst. Werden bei der Inspektion ungewöhnliche Geräusche
oder Vibrationen festgestellt, ist der Kühlventilator umgehend auszutauschen.
Frequenzumrichter
00083, 00126
Kühlventilator
Anzahl
MMF-06F24ES-RP1 BKO-CA1638H01
1
00170 bis 00380
MMF-08D24ES-RP1 BKO-CA1639H01
2
00470, 00620
MMF-12D24DS-RP1 BKO-CA1619H01
1
00770
MMF-09D24TS-RP1 BKO-CA1640H01
2
00930 bis 01800
FR-F740
2
MMF-12D24DS-RP1 BKO-CA1619H01
02160 bis 03610
3
04320, 04810
3
05470 bis 06830
9LB1424H5H03
07700, 08660
09620 bis 12120
4
5
9LB1424S5H03
00083 bis 00126
6
1
MMF-09D24TS-RP3 BKO-CA1640H03
FR-F746
00170 bis 00380
2
00470, 00620
2
00770
MMF-12D24DS-RP3 BKO-CA1619H03
00930, 01160
2
2
Tab. 8-6: Zuordnung von Frequenzumrichter und Kühlventilatoren
HINWEIS
FR-F700 EC
Die Frequenzumrichter der Leistungsklassen 00023 bis 00052 verfügen über keinen eingebauten Kühlventilator.
8-9
Inspektion
Wartung und Inspektion
● Ausbau des Kühlventilators (FR-F740-00083 bis 03610)
Drücken Sie die Rasten der Ventilatorabdeckung nach innen. Ziehen Sie die Ventilatorabdeckung nach oben heraus.
00083, 00126
00170 bis 00620
00770 bis 03610
I001306E
Abb. 8-4: Ausbau der Ventilatorabdeckung
Ziehen Sie den Anschlussstecker des Ventilators ab.
Entnehmen Sie den Kühlventilator.
Ventilatorabdeckung
Ventilatorabdeckung
Ventilatorabdeckung
Anschlussstecker
Ventilator
Ventilator
Ventilator
Anschlussstecker
00083, 00126
00170 bis 00620
Anschlussstecker
00770 bis 03610
I001307E
Abb. 8-5: Ausbau des Kühlventilators
HINWEIS
8 - 10
Die Anzahl der Kühlventilatoren ist von der Leistungsklasse des Frequenzumrichters
abhängig (siehe Tab. 8-6).
Wartung und Inspektion
Inspektion
● Einbau des Kühlventilators (FR-F740-00083 bis 03610)
Setzen Sie den Kühlventilator in den Frequenzumrichter ein. Beachten Sie dabei die
Einbaurichtung. Der Richtungspfeil für den Luftstrom muss nach oben zeigen.
Abb. 8-6:
Einbaurichtung des Kühlventilators
Seitenansicht des Kühlventilators
I001334E
HINWEIS
Der Einbau des Kühlventilators entgegen der Einbaurichtung verkürzt die Lebensdauer des
Frequenzumrichters.
Schließen Sie das Kabel des Kühlventilators wieder an. Führen Sie das Anschlusskabel
des Kühlventilators beim Wiedereinbau durch die entsprechende Kabelführung, um eine
Beschädigung der Kabel zu vermeiden.
00170 bis 00380
00083, 00126
00770 bis 03610
00470, 00620
I001308E
Abb. 8-7: Anschluss des Kühlventilators
Setzen Sie die Ventilatorabdeckung wieder ein. Setzen Sie dazu die Rasten in die entsprechenden Aufnahmen . Drücken Sie die Abdeckung nach unten , bis sie richtig einrastet.
00083, 00126
00170 bis 00620
00770 bis 03610
I001309E
Abb. 8-8: Einbau der Ventilatorabdeckung
FR-F700 EC
8 - 11
Inspektion
Wartung und Inspektion
● Ausbau des Kühlventilators (FR-F740-04320 oder größer)
Ventilatorabdeckung
Ventilator
Anschlussstecker
Frontabdeckung 1
04320, 04810
Ventilatorabdeckung
Ventilator
Anschlussstecker
05470 oder größer
I001355E
Abb. 8-9: Ausbau des Kühlventilators
HINWEIS
8 - 12
Die Anzahl der Kühlventilatoren ist von der Leistungsklasse des Frequenzumrichters
abhängig (siehe Tab. 8-6).
Wartung und Inspektion
Inspektion
● Einbau des Kühlventilators (FR-F740-04320 oder größer)
Beachten Sie beim Einsetzen des Kühlventilators die Einbaurichtung. Der Richtungspfeil
für den Luftstrom muss nach oben zeigen.
Abb. 8-10:
Einbaurichtung des Kühlventilators
Seitenansicht des Kühlventilators
I001334E
HINWEIS
Der Einbau des Kühlventilators entgegen der Einbaurichtung verkürzt die Lebensdauer des
Frequenzumrichters.
Setzen Sie den Kühlventilator entsprechend der Abb. 8-9 in umgekehrter Reihenfolge
wieder ein.
FR-F700 EC
8 - 13
Inspektion
Wartung und Inspektion
● Ausbau des Kühlventilators (FR-F746-00083 bis 01160)
Entfernen Sie die Befestigungsschrauben der Ventilatorabdeckung.
Nehmen Sie die Ventialtorabdeckung ab.
Ziehen Sie den Anschlussstecker des Ventilators ab.
Entnehmen Sie den Kühlventilator.
● Einbau des Kühlventilators (FR-F746-00083 bis 01160)
Setzen Sie den Kühlventilator in den Frequenzumrichter ein. Beachten Sie dabei die
Einbaurichtung. Der Richtungspfeil für den Luftstrom muss nach oben zeigen.
Abb. 8-11:
Einbaurichtung des Kühlventilators
Seitenansicht des Kühlventilators
I001334E
HINWEIS
Der Einbau des Kühlventilators entgegen der Einbaurichtung verkürzt die Lebensdauer des
Frequenzumrichters.
Schließen Sie das Kabel des Kühlventilators wieder an. Verlegen Sie das Kabel so, dass
es nicht durch den rotierenden Kühlventilator beschädigt werden kann.
Setzen Sie die Ventilatorabdeckung wieder ein.
Befestigen Sie die Ventilatorabdeckung mit den Befestigungsschrauben.
Austausch des Kühlventilators bei installiertem Montageset für externe Kühlluftführung
(FR-A7CN)
Bei installiertem Montageset für externe Kühlluftführung muss vor dem Austausch des Kühlventilators die Abdeckung des Montagesets entfernt werden. Nach dem Austausch des Kühlventilators ist die Abdeckung wieder zu montieren.
Abb. 8-12:
Austausch des Kühlventilators bei
installiertem Montageset für externe
Kühlluftführung
Abdeckung
I001356E
8 - 14
Wartung und Inspektion
Inspektion
Glättungskondensatoren
Im Zwischenkreis werden zur Glättung der Gleichspannung Hochkapazitäts-Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren. Zur Stabilisierung der Steuerkreisspannung dient ein weiterer Aluminium-Elektrolyt-Kondensator. Ihre Lebensdauer wird stark von der Stromwelligkeit und anderen
Faktoren beeinflusst.
Weiterhin hängt der Zeitraum, bis ein Austausch erforderlich ist, maßgeblich von der Umgebungstemperatur und den Betriebsbedingungen ab. Beim Betrieb des Frequenzumrichters in
einer klimatisierten Umgebung ist ein Austausch der Kondensatoren bei normalen Betriebsbedingen alle 10 Jahre notwendig.
Bei jeder Inspektion sind folgende Punkte zu prüfen:
● Sind seitlich oder oben am Gehäuse der Kondensatoren Veränderungen sichtbar, wie z. B.
Wölbungen.
● Sind an der Verschlusskappe Deformationen oder Risse zu erkennen?
● Sind Rissbildungen oder Verfärbungen usw. erkennbar oder tritt Flüssigkeit aus? Die
Lebensdauer des Kondensators ist abgelaufen, wenn die messbare Kapazität auf 80 % der
Nennkapazität abgesunken ist.
Relais
Relais sind nach einer festgelegten Anzahl von Schaltspielen (Schalthäufigkeit) auszutauschen, damit Kontaktfehler o.Ä. vermieden werden.
FR-F700 EC
8 - 15
Inspektion
8.1.8
Wartung und Inspektion
Austausch des Frequenzumrichters
Der abnehmbare Klemmenblock für die Steuerkreisanschlüsse ermöglicht einen Austausch
des Frequenzumrichters, ohne dass die Verdrahtung geändert werden muss. Vor dem Austausch des Frequenzumrichters ist die Kabelführung zu entfernen.
P
GEFAHR:
Vor dem Austausch des Frequenzumrichters ist die Netzspannung abzuschalten und
eine Wartezeit von mindestens 10 Minuten einzuhalten. Diese Zeit wird benötigt, damit
sich die Kondensatoren nach dem Abschalten der Netzspannung auf einen ungefährlichen Spannungswert entladen können.
Lösen Sie die Befestigungsschrauben des Klemmenblocks. (Die Schrauben können nicht
ganz entfernt werden.) Ziehen Sie den Klemmenblock nach unten ab.
I001310E
Abb. 8-13: Ausbau des Klemmenblocks
Setzen Sie den Klemmenblock vorsichtig auf die Kontakte. Achten Sie bei Einbau des
Klemmenblocks darauf, dass Sie die Kontakte nicht verbiegen. Ziehen Sie anschließend
die Befestigungsschrauben wieder fest.
I001310E
Abb. 8-14: Einbau des Klemmenblocks
8 - 16
Wartung und Inspektion
8.2
Messungen am Leistungsteil
Messungen am Leistungsteil
In diesem Abschnitt werden die Messungen der Spannung, des Stroms, der Leistung und des
Isolationswiderstands am Leistungsteil beschrieben.
8.2.1
Messung des Isolationswiderstands
Die Isolationsprüfung ist ausschließlich für das Leistung