Deutsch - SGBU7833

Deutsch - SGBU7833
SGBU7833-04
Januar 2015
(Übersetzung: Januar 2015)
Betriebs- und
Wartungshandbuch
Industriemotoren 1103 und 1104
DC (Motor)
DD (Motor)
DJ (Motor)
DK (Motor)
RE (Motor)
RG (Motor)
RJ (Motor)
RR (Motor)
RS (Motor)
RT (Motor)
DF (Motor)
DG (Motor)
Wichtige Hinweise zur Sicherheit
Die meisten Unfälle beim Umgang, bei der Wartung und Reparatur von Motoren entstehen durch die
Nichtbeachtung grundsätzlicher Sicherheitsregeln oder -vorkehrungen. Oft lassen sich Unfälle
dadurch verhindern, dass gefährliche Situationen im Voraus erkannt werden. Die betroffenen
Personen müssen sich der Gefahren bewusst sein. Sie müssen auch über die richtige Ausbildung,
die Fertigkeiten und Werkzeuge verfügen, um diese Arbeiten richtig durchführen zu können.
Eine unsachgemäße Inbetriebnahme, Schmier- oder Wartungsmethode oder Reparatur ist
gefährlich und kann zu Körperverletzungen, unter Umständen mit Todesfolge, führen.
Vor der Inbetriebnahme oder der Durchführung von Schmier- und Wartungsarbeiten sowie
Reparaturen müssen alle entsprechenden Informationen sorgfältig gelesen und verstanden
worden sein.
In diesem Handbuch und an diesem Produkt befinden sich Sicherheits- und Warnhinweise. Bei
Nichtbeachtung dieser Warnhinweise kann es zu Verletzungen mit Todesfolge kommen.
Auf die Gefahren wird durch ein "Sicherheitswarnsymbol", auf das der "Warnbegriff" "GEFAHR",
"WARNUNG" oder "VORSICHT" folgt, hingewiesen. Das Sicherheitswarnsymbol "WARNUNG" wird
im Folgenden gezeigt.
Die Bedeutung dieses Sicherheitswarnsymbols ist wie folgt:
Achtung! Seien Sie aufmerksam! Es geht hier um Ihre Sicherheit!
Die unter der Warnung erscheinenden Informationen beschreiben die Gefahr und können in
schriftlicher oder bildlicher Form dargestellt sein.
Auf Arbeitsgänge, die lediglich zu Produktschäden führen können, wird am Produkt und in diesem
Handbuch durch "HINWEIS" aufmerksam gemacht.
Perkins kann nicht alle Umstände voraussehen, die eine Gefahr darstellen. Die in diesem
Handbuch enthaltenen und am Motor angebrachten Warnungen sind daher nicht
allumfassend. Wenn ein nicht speziell von Perkins empfohlenes Werkzeug, Verfahren, eine
Arbeitsmethode oder Betriebstechnik angewandt wird, muss sich das Wartungspersonal
davon überzeugen, dass es und andere Personen nicht gefährdet werden. Außerdem muss
sichergestellt werden, dass das Produkt durch die gewählte Betriebsart sowie die
Schmierungs-, Wartungs- oder Reparaturverfahren nicht beschädigt oder in einen unsicheren
Betriebszustand versetzt wird.
Die in diesem Handbuch enthaltenen Informationen, Spezifikationen und Abbildungen beziehen sich
auf die zur Zeit der Drucklegung vorhandenen Informationen. Die Spezifikationen, Anzugsmomente,
Drücke, Abmessungen, Einstellungen, Abbildungen und andere Informationen können sich jederzeit
ändern. Diese Änderungen können sich auf die Wartungsverfahren auswirken. Vor der Aufnahme
irgendwelcher Arbeiten müssen die vollständigen und neuesten Informationen eingeholt werden. Die
Perkins-Händler verfügen über die neuesten Informationen.
Wenn für diese Produkt Ersatzteile benötigt
werden, wird empfohlen, Perkins-Ersatzteile zu
verwenden.
Bei Nichtbeachtung dieser Warnung kann es zu
vorzeitigem Ausfall, Beschädigung des Produkts
oder Verletzungen mit Todesfolge kommen.
SGBU7833
3
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Garantie
Vorwort............................... ............................... 4
Garantieinformationen .................. .................. 94
Sicherheit
Stichwortverzeichnis
Sicherheitshinweise..................... ..................... 6
Stichwortverzeichnis.................... ................... 95
Allgemeine Hinweise .................... .................... 7
Verbrennungen......................... ........................ 9
Feuer und Explosionen.................. ................. 10
Quetschungen und Schnittwunden ........ ........ 12
Auf- und Absteigen ..................... .................... 12
Vor dem Starten des Motors .............. ............. 12
Starten des Motors ..................... .................... 13
Abstellen des Motors ................... ................... 13
Elektrische Anlage..................... ..................... 13
Produkt-Information
Modellansichten....................... ....................... 15
Produkt-Identinformation ................ ................ 21
Betrieb
Anheben und Lagerung................. ................. 25
Messinstrumente und Anzeigen ........... .......... 27
Starten des Motors ..................... .................... 28
Motorbetrieb.......................... .......................... 32
Abstellen des Motors ................... ................... 34
Betrieb bei tiefen Umgebungstemperaturen.. . 35
Wartung
Füllmengen........................... .......................... 39
Wartungsintervalle..................... ..................... 58
4
SGBU7833
Vorwort
Vorwort
Dieses Handbuch
Dieses Handbuch enthält Sicherheitshinweise,
Betriebsanweisungen und Schmier- und
Wartungsinformationen. Dieses Handbuch sollte im
Motorbereich bzw. in der Nähe des Motors in einem
Dokumentenhalter oder einem DokumentenAblagebereich aufbewahrt werden. Dieses Handbuch
lesen und verstehen und es zusammen mit anderen
Veröffentlichungen und Motorinformationen
aufbewahren.
Englisch ist die Hauptsprache für alle Perkins
-Publikationen. Das verwendete Englisch dient zur
Vereinfachung der Übersetzung und fördert die
Konsistenz.
Einige Fotos oder Abbildungen in diesem Handbuch
enthalten Details oder Anbaugeräte, die nicht an
Ihrem Motor vorhanden sind. Zur Verdeutlichung der
Darstellung wurden unter Umständen
Schutzvorrichtungen und Abdeckungen entfernt.
Ständige Verbesserungen des Produktdesigns
können zu Änderungen an Ihrem Motor geführt
haben, die nicht in diesem Handbuch enthalten sind.
Wenn sich Fragen bezüglich des Motors oder dieser
Veröffentlichung ergeben, wenden Sie sich bitte an
Ihren Perkins -Händler oder Ihren Perkins -Vertreiber,
der über die neuesten Informationen verfügt.
Sicherheit
Dieser Abschnitt enthält grundlegende
Sicherheitshinweise. In diesem Abschnitt werden
außerdem gefährliche Situationen beschrieben. Vor
Inbetriebnahme des Motors oder der Durchführung
von Schmier-, Wartungs- und Reparaturarbeiten an
diesem Produkt müssen die grundlegenden
Sicherheitshinweise im Abschnitt über Sicherheit
gelesen und verstanden worden sein.
Betrieb
In diesem Handbuch werden grundlegende
Arbeitstechniken beschrieben. Mit diesen
Arbeitstechniken kann das Bedienungspersonal die
Fertigkeiten und Techniken entwickeln, die zum
effizienten und wirtschaftlichen Betrieb des Motors
erforderlich sind. Mit zunehmender Kenntnis über den
Motor und seine Fähigkeiten verbessern sich die
Fertigkeiten und Techniken des Bedienungspersonal.
Der Betriebsabschnitt dient zum Nachschlagen für
das Bedienungspersonal. Das Bedienungspersonal
wird mit Hilfe von Fotos und Abbildungen durch die
Verfahren zum Prüfen, Starten, Betreiben und
Abstellen des Motors geleitet. Dieser Abschnitt
enthält außerdem Informationen zur elektronischen
Diagnose.
Wartung
Der Wartungsabschnitt dient als Richtlinie zur Pflege
des Motors. Die illustrierten, schrittweisen
Wartungsanweisungen sind nach Betriebsstunden
und/oder Kalenderzeit gruppiert. Die Punkte im
Wartungsplan verweisen auf nachfolgende detaillierte
Anweisungen.
Die empfohlenen Wartungsarbeiten müssen gemäß
den Angaben im Wartungsplan zu den
entsprechenden Wartungsintervallen durchgeführt
werden. Der Wartungsplan wird außerdem durch die
tatsächlichen Betriebsbedingungen des Motors
beeinflusst. Bei extrem schweren, staubigen, nassen
oder sehr kalten Betriebsbedingungen muss der
Motor unter Umständen häufiger geschmiert und
gewartet werden, als dies im Wartungsplan
angegeben ist.
Die Punkte des Wartungsplans sind für ein
Managementprogramm für vorbeugende Wartung
organisiert. Wenn das Programm für vorbeugende
Wartung befolgt wird, sind keine periodischen
Neueinstellungen erforderlich. Die Implementierung
eines Managementprogramms für vorbeugende
Wartung sollte die Betriebskosten auf ein Minimum
begrenzen, da dadurch die Kosten, die mit
außerplanmäßigen Stillstandszeiten und Ausfällen in
Zusammenhang stehen, vermieden werden können.
Wartungsintervalle
Die Wartungsarbeiten beim Vielfachen des
Wartungsintervalls wiederholen. Es wird empfohlen,
den Wartungsplan zu kopieren und an einer
praktischen Stelle in der Nähe des Motors
anzubringen. Es wird außerdem empfohlen, im
Rahmen des permanenten Motorprotokolls ein
Wartungsprotokoll zu führen.
Ihr zugelassener Perkins -Händler bzw. Perkins
-Vertreiber kann Ihnen bei der Aufstellung eines
Wartungsplans behilflich sein, der für Ihre
Betriebsbedingungen geeignet ist.
Überholung
Mit Ausnahme der Wartungspunkte im
entsprechenden Intervall enthält dieses Betriebs- und
Wartungshandbuch keine detaillierten Informationen
zur grundlegenden Überholung des Motors.
Instandsetzungsarbeiten dürfen nur von
zugelassenem Perkins -Personal durchgeführt
werden. Ihr Perkins -Händler bzw. Perkins -Vertreiber
bietet eine Vielzahl von Optionen für
Überholungsprogramme. Sollte es zu einer größeren
Motorstörung kommen, stehen eine Vielzahl von
Überholungsoptionen nach Schadenseintritt zur
Auswahl. Informationen zu diesen Optionen sind bei
Ihrem Perkins -Händler bzw. Perkins -Vertreiber
erhältlich.
SGBU7833
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Vorwort
Warnung gemäß der Proposition 65
von Kalifornien
Dieselmotorabgase und einige ihrer Bestandteile
erzeugen laut Erkenntnissen des Bundesstaats
Kalifornien Krebs, angeborene Defekte und andere
fortpflanzungsrelevante Schäden. Batteriepole,
Anschlußklemmen und zugehörige Teile enthalten
Blei und Bleiverbindungen.Nach der Handhabung
die Hände waschen.
6
SGBU7833
Sicherheit
Sicherheitshinweise
Sicherheit
i06059780
Sicherheitshinweise
Am Motor befinden sich verschiedene Warnschilder.
Ihre genaue Lage und eine Beschreibung der
Gefahrenquelle sind in diesem Abschnitt aufgeführt.
Machen Sie sich mit allen Warnschildern vertraut.
Sicherstellen, dass alle Warnschilder gut lesbar sind.
Wenn sie verschmutzt oder unleserlich sind, müssen
sie gereinigt oder ersetzt werden. Zum Reinigen ein
Tuch, Wasser und Seife verwenden. Warnschilder
und Aufkleber nicht mit Lösungsmittel, Benzin und
aggressiven Chemikalien reinigen. Lösungsmittel,
Benzin oder aggressive Chemikalien können den
Klebstoff lösen, mit dem das Schild angebracht ist.
Auf solche Weise gelöste Warnschilder können
verlorengehen.
Beschädigte und verlorengegangene Warnschilder
ersetzen. Wenn sich ein Warnschild auf einem
Motorteil befindet, das ersetzt wird, muss es auch am
Ersatzteil angebracht werden. Neue Warnzeichen
sind bei Ihrem Perkins -Händler oder Perkins
-Vertriebshändler erhältlich.
Abbildung 1
g01154807
Typische Ausführung
Das allgemeine Warnschild (1) befindet sich am
Ventiltriebdeckel. Siehe Abbildung 2 .
[German] Anmerkung: Die Position dieses
Warnschilds richtet sich nach dem jeweiligen Einsatz
des Motors.
An diesem Motor erst arbeiten und ihn erst in Betrieb
nehmen, wenn die Anweisungen und Warnungen in
diesem Betriebs- und Wartungshandbuch verstanden
worden sind. Die sorgfältige Pflege und Wartung des
Arbeitsgeräts liegt in Ihrem Verantwortungsbereich.
Werden die Anweisungen und Warnungen nicht
beachtet, kann es zu schweren oder tödlichen
Verletzungen kommen.
(1) Allgemeine Warnung
Dieses System erst in Betrieb nehmen und erst an
ihm arbeiten, wenn die Anweisungen und Warnhinweise im Betriebs- und Wartungshandbuch gelesen und verstanden worden sind. Wenn die
Anweisungen nicht befolgt oder die Warnungen
nicht beachtet werden, besteht Verletzungs- oder
Lebensgefahr.
Abbildung 2
g03715977
Typisches Beispiel eines Vierzylindermotors
(2) Äther
Keine Aerosol-Starthilfen, z. B. Äther, verwenden.
In diesem Fall besteht Explosions- bzw.
Verletzungsgefahr.
7
SGBU7833
Sicherheit
Allgemeine Hinweise
Abbildung 3
g01682820
Das Äther-Warnschild (2) befindet sich auf dem
Deckel des Ansaugkrümmers. Siehe Abbildung 2 .
Abbildung 5
g03715821
Dreizylindermotor.
(1) Allgemeines Warnschild
(2) Äther-Warnschild
Das allgemeine Warnschild (1) befindet sich beim
Dreizylindermotor an der Rückseite des
Ventiltriebdeckels. Das Äther-Warnschild (2) befindet
sich beim Dreizylindermotor an der Vorderseite des
Ventiltriebdeckels.
i06059803
Allgemeine Hinweise
Abbildung 4
g03715988
Typisches Beispiel eines Vierzylindermotors
Abbildung 6
g00516944
Vor der Durchführung von Wartungsarbeiten oder
Reparaturen an der Maschine ein Warnschild “Nicht
in Betrieb nehmen!” oder ein ähnliches Warnschild
am Startschalter oder an den Bedienungselementen
anbringen.
8
SGBU7833
Sicherheit
Allgemeine Hinweise
Beim ersten Starten eines neuen Motors oder eines
Motors, der gewartet wurde, Vorkehrungen zum
Abstellen des Motor treffen, falls er überdreht. Das
Abschalten des Motors kann durch Abschalten der
Kraftstoff- bzw. Luftzufuhr zum Motor erfolgen.
Sicherstellen, dass nur die Kraftstoffzuführleitung
geschlossen ist. Sicherstellen, dass die
Kraftstoffrücklaufleitung offen ist.
Den Motor vom Fahrerstand (Fahrerhaus) aus
starten. Niemals über die Starteranschlüsse oder die
Batterien kurzschließen. Dadurch kann das LeerlaufStartsystem des Motors umgangen bzw. die
elektrische Anlage beschädigt werden.
Abbildung 7
g00702020
Bei Bedarf einen Schutzhelm, eine Schutzbrille und
andere Schutzausrüstung tragen.
Keine lose Kleidung oder Schmuckstücke tragen, die
sich an Bedienelementen oder anderen Teilen des
Motors verfangen können.
Sicherstellen, dass sich alle Schutzvorrichtungen und
Abdeckungen sicher an ihrem Platz am Motor
befinden.
Motor frei von Fremdmaterial halten. Schmutz, Öl,
Werkzeuge und andere Gegenstände von der
Plattform, den Laufstegen und den Stufen entfernen.
Wartungsflüssigkeiten nie in Glasbehälter füllen.
Flüssigkeiten immer in geeignete Behälter ablassen.
Alle örtlichen Vorschriften für die Entsorgung von
Flüssigkeiten befolgen.
Bei der Verwendung von Reinigungslösungen
vorsichtig vorgehen.
Notwendige Reparaturen melden.
Unbefugte Personen von der Ausrüstung fernhalten.
Die Abgase von Dieselmotoren enthalten
Verbrennungsrückstände, die gesundheitsschädlich
sein können. Motor nur in gut belüfteten Bereichen
starten und laufen lassen. Die Abgase ins Freie
leiten, wenn der Motor in einem geschlossenen
Raum betrieben wird.
Abdeckungsplatten vorsichtig abnehmen. Die letzten
beiden Schrauben oder Muttern an
gegenüberliegenden Seiten der Abdeckungsplatte
oder des Geräts allmählich lösen, jedoch nicht
ausschrauben. Bevor die letzten Schrauben oder
Muttern ausgeschraubt werden, die Abdeckung
lockern, um eventuell vorhandenen Federdruck oder
anderen Druck zu entlasten.
Druckluft und Wasser
Mithilfe von Druckluft und/oder einem
Hochdruckreiniger kann Schmutz und/oder heißes
Wasser ausgeblasen werden. Hierbei besteht
Verletzungsgefahr.
Wenn Druckluft oder unter Druck stehendes Wasser
direkt auf den Körper trifft, besteht Verletzungsgefahr.
Wenn zum Reinigen Druckluft und/oder unter Druck
stehendes Wasser verwendet werden,
Schutzkleidung, Sicherheitsschuhe und Augenschutz
tragen. Zum Schutz der Augen eine Schutzbrille oder
eine Schutzmaske tragen.
Batterien vor dem Durchführen von Wartungsarbeiten
oder Arbeiten an der elektrischen Anlage
abklemmen. Batteriemasseleitungen abnehmen. Die
Leitungen mit Isolierband umwickeln, um Funken zu
vermeiden. Wenn vorhanden, das Dieselabgasfluid
entlüften lassen, bevor die Batterie abgeklemmt wird.
Der maximale Luftdruck zum Reinigen darf 205 kPa
(30 psi) nicht übersteigen. Der Wasserdruck darf zum
Reinigen höchstens 275 kPa (40 psi) betragen.
Wartungsarbeiten am Motor nur durchführen, wenn
die Ausrüstung sich in der Wartungsstellung befindet.
Den Informationen des Erstausrüsters kann
entnommen werden, wie die Ausrüstung in die
Wartungsstellung gebracht wird.
Der Hydraulikkreis kann noch lange unter Druck
stehen, nachdem der Motor abgestellt wurde. Wenn
keine ordnungsgemäße Druckentlastung erfolgt,
können Hydraulikflüssigkeit und Rohrstopfen mit
hoher Geschwindigkeit herausgeschleudert werden.
Keine Reparaturen durchführen, über die keine
Kenntnisse vorhanden sind. Nur geeignete
Werkzeuge verwenden. Beschädigte
Ausrüstungsteile ersetzen oder reparieren.
Hydraulikkomponenten oder -teile erst nach einer
Druckentlastung entfernen, da sonst
Verletzungsgefahr besteht. Hydraulikkomponenten
oder -teile erst nach einer Druckentlastung zerlegen,
da sonst Verletzungsgefahr besteht. Die zum
Ablassen des Hydraulikdrucks erforderlichen
Verfahren sind den Informationen des Erstausrüsters
zu entnehmen.
Flüssigkeiten
SGBU7833
9
Sicherheit
Verbrennungen
Kühlmittel
Bei Betriebstemperatur ist das Motorkühlmittel heiß.
Außerdem steht das Kühlmittel unter Druck. Der
Kühler und alle Leitungen zu den Heizungen und zum
Motor enthalten heißes Kühlmittel.
Heißes Kühlmittel oder Dampf kann schwere
Verbrennungen verursachen. Die Teile des
Kühlsystems abkühlen lassen, bevor das Kühlmittel
abgelassen wird.
Den Kühlmittelfüllstand kontrollieren, nachdem der
Motor abgestellt wurde und sich abgekühlt hat.
Abbildung 8
g00687600
Bei der Kontrolle auf Leckstellen immer ein Brett oder
ein Stück Pappe verwenden. Unter hohem Druck aus
einem Leck austretende Flüssigkeit kann in die Haut
eindringen. In die Haut eindringende Flüssigkeit kann
schwere und möglicherweise tödliche Verletzungen
verursachen. Ein Loch von der Größe eines
Nadelstichs kann schwere Verletzungen
verursachen. Wenn Flüssigkeit in die Haut eindringt,
muss die Wunde sofort behandelt werden. Der Arzt
muss mit dieser Art von Verletzungen vertraut sein.
Umgang mit Flüssigkeiten
Es ist darauf zu achten, dass bei Inspektionen,
Wartungsarbeiten, Prüfungen sowie Einstell- und
Reparaturarbeiten am Motor keine Flüssigkeiten
verschüttet werden. Die Flüssigkeiten in geeigneten
Behältern auffangen, wenn Gehäuse geöffnet oder
demontiert werden.
• Nur Werkzeuge und Ausrüstung verwenden, die
für das Auffangen von Flüssigkeiten geeignet sind.
• Nur Werkzeuge und Ausrüstung verwenden, die
zum Aufbewahren von Flüssigkeiten geeignet
sind.
Alle örtlichen Vorschriften für die Entsorgung von
Flüssigkeiten befolgen.
i06059782
Verbrennungen
Keine Teile eines laufenden Motors berühren. Den
Motor vor der Durchführung von Wartungsarbeiten
abkühlen lassen. Vor dem Trennen von Leitungen,
Anschlussstücken oder zugehörigen Teilen den
gesamten Druck im Luft-, Hydraulik-, Schmier-,
Kraftstoff- oder Kühlsystem vollständig ablassen.
Sicherstellen, dass sich die Einfüllkappe abgekühlt
hat, bevor sie abgenommen wird. Die Einfüllkappe
muss so kalt sein, dass sie mit der bloßen Hand
berührt werden kann. Die Einfüllkappe langsam
abnehmen, um den Druck zu entspannen.
Der Kühlmittelzusatz enthält Alkali. Alkali kann
Verletzungen verursachen. Alkali nicht auf die Haut,
in die Augen oder in den Mund gelangen lassen.
Öle
Durch wiederholten oder längeren Kontakt mit
mineralischen oder synthetischen Ölen kann die Haut
gereizt werden. Weitere Informationen finden sich in
den Sicherheitsdatenblättern des Lieferanten. Heißes
Öl und heiße Schmiersystemkomponenten können
Verletzungen verursachen. Hautkontakt mit heißem
Öl vermeiden. Geeignete persönliche
Schutzausrüstung muss verwendet werden.
Dieselkraftstoff
Diesel kann die Augen, die Atemwege und die Haut
reizen. Längerer Kontakt mit Diesel kann
verschiedene Hautprobleme verursachen. Geeignete
persönliche Schutzausrüstung muss verwendet
werden. Weitere Informationen finden sich in den
Sicherheitsdatenblättern des Lieferanten.
Batterien
Batteriesäure wirkt ätzend. Batteriesäure kann
Verletzungen verursachen. Batteriesäure darf nicht
auf die Haut oder in die Augen gelangen. Bei der
Arbeit an Batterien immer eine Schutzbrille tragen.
Nach dem Berühren von Batterien und Anschlüssen
die Hände waschen. Es wird empfohlen, Handschuhe
zu tragen.
10
SGBU7833
Sicherheit
Feuer und Explosionen
i06059799
Feuer und Explosionen
Abgasabschirmungen (wenn vorhanden) schützen
die heißen Teile der Abgasanlage im Fall eines
Leitungs-, Rohr- oder Dichtungsbruchs vor Öl- und
Kraftstoffspritzern. Die Abgasabschirmungen müssen
vorschriftsmäßig montiert sein.
Nicht an Leitungen oder Behältern schweißen, die
entzündliche Flüssigkeiten enthalten. An Leitungen
oder Behältern, die entzündliche Flüssigkeiten
enthalten, keine Schneidbrennarbeiten durchführen.
Solche Leitungen und Behälter mit einem nicht
brennbaren Lösungsmittel gründlich reinigen, bevor
an ihnen geschweißt oder mit einem Schneidbrenner
gearbeitet wird.
Abbildung 9
g00704000
Alle Kraftstoffe, die meisten Schmiermittel und einige
Kühlmittelgemische sind brennbar.
Entflammbare Flüssigkeiten, die auslaufen oder auf
heiße Oberflächen oder elektrische Bauteile verspritzt
werden, können Brände verursachen. Feuer kann
Personen- und Sachschäden verursachen.
Es können sich Stichflammen bilden, wenn die
Abdeckungen des Motorkurbelgehäuses nach
weniger als fünfzehn Minuten nach einer
Notfallabschaltung abgenommen werden.
Feststellen, ob die Gefahr besteht, dass der Motor
während des Betriebs brennbare Gase ansaugt.
Diese Gase können zu einer Überdrehzahl des
Motors führen. Dies kann Personen-, Sach- und
Motorschäden zur Folge haben.
Wenden Sie sich bezüglich weiterer Auskünfte über
geeignete Schutzvorrichtungen an Ihren Perkins
-Händler und/oder Perkins -Vertriebshändler, wenn
während des Betriebs brennbare Gase in der
Umgebung unvermeidlich sind.
Entzündliche, brennbare und leitfähige Stoffe wie
Kraftstoff, Öl und Fremdkörper vom Motor entfernen.
Darauf achten, dass sich keine entzündlichen,
brennbaren oder leitfähigen Stoffe am Motor
ansammeln können.
Kraftstoffe und Schmierstoffe in vorschriftsmäßig
gekennzeichneten Behältern und unerreichbar für
unbefugte Personen aufbewahren. Ölige Lappen und
andere entzündliche Stoffe in Schutzbehältern
aufbewahren. An Orten, an denen brennbare Stoffe
lagern, nicht rauchen.
Den Motor keinen offenen Flammen aussetzen.
Die Kabel müssen sich in einwandfreiem Zustand
befinden. Sicherstellen, dass alle Stromkabel
ordnungsgemäß verlegt und sicher befestigt sind.
Stromkabel täglich kontrollieren. Lockere oder
angescheuerte Kabel reparieren, bevor der Motor in
Betrieb genommen wird. Darauf achten, dass alle
elektrischen Anschlüsse sauber sind und sicher
sitzen.
Kabel, die nicht befestigt oder nicht erforderlich sind,
entfernen. Keine Kabel verwenden, deren
Querschnitt kleiner als empfohlen ist. Keine
Sicherungen und/oder Schutzschalter umgehen.
Funkenüberschlag und Funkenbildung können
Brände verursachen. Feste Anschlüsse, die
empfohlenen Kabel und ordnungsgemäß
instandgehaltene Batteriekabel tragen zur Verhütung
von Funkenüberschlag und Funkenbildung bei.
Alle Leitungen und Schläuche auf Verschleiß und
Alterung kontrollieren. Die Schläuche müssen
vorschriftsmäßig verlegt sein. Leitungen und
Schläuche müssen ausreichenden Halt haben und
die Schellen müssen sicher sitzen. Alle Verbindungen
mit dem empfohlenen Anziehdrehmoment anziehen.
Lecks können Brände verursachen.
Öl- und Kraftstofffilter müssen vorschriftsmäßig
montiert sein. Die Filtergehäuse müssen mit dem
vorgeschriebenen Drehmoment angezogen sein.
SGBU7833
11
Sicherheit
Feuer und Explosionen
Falsches Anschließen der Überbrückungskabel kann
eine Explosion verursachen, durch die
Verletzungsgefahr besteht. Für spezielle
Anweisungen siehe Abschnitt "Betrieb" in diesem
Handbuch.
Eine eingefrorene Batterie darf nicht aufgeladen
werden. Dies kann zu einer Explosion führen.
Batterien müssen sauber gehalten werden. Die
Abdeckungen (wenn vorhanden) müssen an den
Zellen angebracht sein. Beim Betrieb des Motors
müssen die empfohlenen Kabel, Anschlüsse und
Abdeckungen des Batteriegehäuses verwendet
werden.
Feuerlöscher
Sicherstellen, dass ein Feuerlöscher vorhanden ist.
Der Fahrer muss mit dem Gebrauch des
Feuerlöschers vertraut sein. Feuerlöscher
regelmäßig kontrollieren und warten lassen. Die
Empfehlungen auf dem Hinweisschild beachten.
Abbildung 10
g00704059
Beim Auftanken eines Motors vorsichtig vorgehen.
Beim Auftanken eines Motors nicht rauchen. Einen
Motor nicht in der Nähe von offenen Flammen oder
Funken auftanken. Motor vor dem Auftanken stets
abstellen.
Äther
Äther ist brennbar und giftig.
Beim Austauschen eines Ätherzylinders oder
Versprühen von Äther darf nicht geraucht werden.
Ätherzylinder nicht in Räumen, in denen sich
Personen aufhalten, oder im Motorraum
aufbewahren. Ätherzylinder nicht in direktem
Sonnenlicht oder bei Temperaturen über 49 °C
(120 °F) lagern. Ätherzylinder dürfen nicht in die
Nähe von offenem Feuer oder Funken kommen.
Leitungen, Rohre und Schläuche
Hochdruckleitungen nicht biegen. Nicht auf
Hochdruckleitungen schlagen. Keine Leitungen
einbauen, die verbogen oder beschädigt sind. Keine
anderen Geräte an den Hochdruckleitungen
anschließen.
Alle Leitungen, die lose oder beschädigt sind,
reparieren. Lecks können Brände verursachen. Für
Reparaturen oder Ersatzteile wenden Sie sich an
Ihren Perkins -Händler oder Perkins
-Ersatzteillieferanten.
Abbildung 11
g00704135
Aus einer Batterie entweichende Gase können
explodieren. In der Nähe der Batterieoberseite darf
nicht mit offenem Feuer hantiert und dürfen keine
Funken erzeugt werden. An Orten, wo Batterien
geladen werden, darf nicht geraucht werden.
Zum Kontrollieren des Ladezustands der Batterie
niemals einen metallischen Gegenstand über die
Batteriepole legen. Ein Voltmeter oder ein
Hydrometer verwenden.
Alle Leitungen, Rohre und Schläuche sorgfältig
kontrollieren. Nicht mit der bloßen Hand nach
Leckstellen suchen. Bei der Kontrolle auf Leckstellen
immer ein Stück Karton oder Pappe verwenden. Alle
Verbindungen mit dem empfohlenen
Anziehdrehmoment anziehen.
Teile ersetzen, wenn einer der folgenden Zustände
festgestellt wird:
12
SGBU7833
Sicherheit
Quetschungen und Schnittwunden
• Endanschlussstücke weisen Beschädigungen
oder Leckstellen auf.
Informationen zur Lage der Fußstützen und
Handgriffe für Ihre spezielle Ausführung erhalten Sie
vom Erstausrüster.
• Außendecken weisen Scheuerstellen oder
Schnitte auf.
i06059808
• Drähte liegen frei.
Vor dem Starten des Motors
• Ummantelungen sind ausgebaucht.
• Elastische Teile von Schläuchen weisen
Knickstellen auf.
• Verstärkung in die Ummantelung eingebettet.
• Endanschlussstücke haben sich verschoben.
Darauf achten, dass alle Schellen,
Schutzvorrichtungen und Hitzeschilde
ordnungsgemäß montiert sind. Während des
Motorbetriebs trägt die ordnungsgemäße Montage
dazu bei, Vibrationen, Scheuern an anderen Teilen
sowie übermäßige Hitzeentwicklung zu verhindern.
i02227161
Quetschungen und
Schnittwunden
HINWEIS
Beim ersten Startversuch eines neuen oder überholten Motors oder nach Reparatur eines Motors müssen Vorkehrungen getroffen werden, um den Motor
im Falle eines Überdrehens abzustellen. Dies kann
durch Unterbrechung der Kraftstoffzufuhr oder Luftzufuhr erreicht werden.
Motorabgase enthalten Produkte, die gesundheitsschädlich sein können. Den Motor nur an gut
belüfteten Orten starten und laufen lassen. Die
Abgase ins Freie leiten, wenn der Motor in einem
geschlossenen Raum gestartet werden muss.
Motor auf mögliche Gefahren kontrollieren.
Bauteile sicher unterbauen, wenn unter ihnen
gearbeitet werden soll.
Wenn nicht anders angegeben, keine Einstellungen
am laufenden Motor vornehmen.
Abstand zu allen rotierenden und sich bewegenden
Teilen einhalten. Die Schutzvorrichtungen in ihrer
Stellung lassen, bis die Wartungsarbeiten
durchgeführt werden. Die Schutzvorrichtungen nach
der Durchführung der Wartungsarbeiten wieder
anbringen.
Keine Gegenstände in die Nähe von sich drehenden
Lüfterflügeln gelangen lassen. Die Lüfterflügel
schleudern Gegenstände weg oder zerschneiden sie.
Beim Schlagen auf Gegenstände eine Schutzbrille
tragen, um Augenverletzungen zu vermeiden.
Vom bearbeiteten Stück können Splitter abspringen.
Vor dem Hämmern auf Gegenstände sicherstellen,
dass keine Personen in der Nähe verletzt werden
können.
i06059788
Auf- und Absteigen
Nicht auf den Motor steigen. Der Motor verfügt über
keine Montage- oder Demontageanordnung.
Den Motor nicht starten und keine
Bedienungselemente bewegen, wenn sich ein
Warnschild “NICHT IN BETRIEB NEHMEN” oder ein
ähnliches Warnschild am Startschalter oder an den
Bedienungselementen befindet.
Vor dem Starten des Motors darauf achten, dass sich
niemand auf, unter oder nahe dem Motor aufhält.
Darauf achten, dass sich keine Personen im Bereich
des Motors aufhalten.
Darauf achten, dass sich das Beleuchtungssystem
(wenn vorhanden) des Motors für die
Einsatzbedingungen eignet. Sicherstellen, dass die
Beleuchtung (wenn vorhanden) ordnungsgemäß
funktioniert.
Sämtliche Schutzvorrichtungen und
Schutzabdeckungen müssen montiert sein, wenn der
Motor zur Durchführung von Wartungsarbeiten
gestartet werden muss. Vorsichtig vorgehen, um
Unfälle durch rotierende Teile zu vermeiden.
Automatische Abschaltkreise nicht umgehen.
Automatische Abschaltkreise nicht deaktivieren. Die
Kreise sollen Verletzungen vorbeugen. Die Kreise
sollen außerdem dazu beitragen, Motorschäden zu
verhindern.
Zu Angaben zu Reparaturen und Einstellungen siehe
Service Manual.
SGBU7833
13
Sicherheit
Starten des Motors
i02248480
Starten des Motors
Keine Aerosol-Starthilfen, z. B. Äther, verwenden.
In diesem Fall besteht Explosions- bzw.
Verletzungsgefahr.
Motor NICHT starten und keine Bedienungselemente
betätigen, wenn sich ein Warnschild am
Motorstartschalter oder den Bedienungselementen
befindet. Vor dem Starten des Motors Rücksprache
mit der Person halten, die das Warnschild angebracht
hat.
Sämtliche Schutzvorrichtungen und
Schutzabdeckungen müssen montiert sein, wenn der
Motor zur Durchführung von Wartungsarbeiten
gestartet werden muss. Vorsichtig vorgehen, um
Unfälle durch rotierende Teile zu vermeiden.
Motor nur vom Bedienungsstand aus oder mit dem
Startschalter starten.
Motor immer gemäß dem in diesem Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Starten des Motors” (Abschnitt
Betrieb) beschriebenen Verfahren starten. Durch
Anwendung des richtigen Verfahrens können
Beschädigungen der Motorteile vermieden werden.
Durch Anwendung des richtigen Verfahrens können
auch Verletzungen verhindert werden.
Um sicherzustellen, dass die Vorwärmeinrichtungen
für Umlaufkühlwasser und/oder Schmieröl (falls
vorhanden) einwandfrei funktionieren, Wasser- und
Öltemperaturanzeigen während des Betriebs der
Vorwärmgeräte kontrollieren.
Die Motorabgase enthalten Verbrennungsprodukte,
die gesundheitsschädlich sein können. Motor nur in
gut belüfteten Räumen starten und laufen lassen.
Wenn der Motor in einem geschlossenen Raum
gestartet werden muss, Abgase ins Freie leiten.
[German] Anmerkung: Der Motor ist mit einer
automatischen Kaltstart-Vorrichtung für normale
Betriebsbedingungen ausgerüstet. Wenn der Motor
bei sehr tiefen Temperaturen betrieben werden soll,
ist unter Umständen eine zusätzliche Kaltstarthilfe
erforderlich. Der Motor ist normalerweise mit der für
das Einsatzgebiet geeigneten Starthilfe ausgerüstet.
Der Motor weist eine Vorglühanlage in jedem
einzelnen Zylinder auf, die zur Verbesserung des
Startverhaltens die Ansaugluft vorwärmt.
i01947876
Abstellen des Motors
Den Motor wie im Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Abstellen des Motors” (Abschnitt Betrieb),
beschrieben abstellen, um ein Überhitzen des Motors
zu vermeiden und damit die Bauteile des Motors nicht
durch einen beschleunigten Verschleiß ausfallen.
Den Notabschaltknopf (falls vorhanden) NUR in
Notfällen betätigen. Den Notabschaltknopf nicht zur
normalen Motorabschaltung verwenden. Den Motor
NICHT wieder starten, bevor die Ursache, die zum
Abschalten im Notfall geführt hat, gefunden und
behoben worden ist.
Einen neuen Motor oder einen Motor, der gerade
überholt worden ist, abstellen, wenn er beim ersten
Starten überdreht. Dies kann durch Unterbrechung
der Kraftstoffzufuhr und/oder Luftzufuhr erreicht
werden.
i02227110
Elektrische Anlage
Die Kabel des Ladegeräts oder andere Kabel nicht
von der Batterie abklemmen, bevor der Ladevorgang
beendet ist. Bei Funkenbildung besteht durch
entflammbare Dämpfe von Batterien
Explosionsgefahr.
Um Funkenbildung durch entzündbare Gase, die von
einigen Batterien gebildet werden, zu vermeiden, das
negative “−” Überbrückungskabel der äußeren
Stromquelle zuletzt an den negativen “-” Pol des
Startermotors anschließen. Wenn am Startermotor
kein negativer “−” Pol vorhanden ist, das
Überbrückungskabel an den Motorblock anschließen.
Täglich kontrollieren, ob elektrische Kabel gelockert
oder beschädigt sind. Vor Inbetriebnahme des Motors
alle elektrischen Kabel reinigen und festziehen. Vor
Inbetriebnahme des Motors alle beschädigten
elektrischen Kabel reparieren. Für weitere
Anleitungen siehe dieses Betriebs- und
Wartungshandbuch.
Erdungsverfahren
Für optimale Leistung und Zuverlässigkeit muss die
elektrische Anlage des Motors vorschriftsmäßig an
Masse angeschlossen sein. Falsche Erdung führt zu
unkontrollierten und unzuverlässigen Strompfaden.
Unkontrollierte Strompfade können zur Beschädigung
der Hauptlager, der Oberflächen der
Kurbelwellenzapfen und Bauteilen aus Aluminium
führen.
14
Sicherheit
Elektrische Anlage
Motoren, die keine separaten Massebänder vom
Motor zum Rahmen aufweisen, können durch
elektrische Entladung beschädigt werden.
Um sicherzustellen, dass die elektrischen Anlagen
und der Motor ordnungsgemäß funktionieren, muss
ein Masseband vom Motor zum Rahmen mit einer
direkten Verbindung zur Batterie verwendet werden.
Diese Verbindung kann über einen direkten
Masseanschluss am Rahmen erfolgen.
Alle Masseanschlüsse müssen fest sitzen und frei
von Korrosion sein. Der Drehstromgenerator des
Motors muss mit einem Kabel am negativen “-”
Batteriepol an Masse geschlossen werden, das den
gesamten Ladestrom des Drehstromgenerators
ableiten kann.
SGBU7833
SGBU7833
15
Produkt-Information
Produktansichten
Produkt-Information
Modellansichten
i06059784
Produktansichten
In den folgenden Modell-Abbildungen sind die
typischen Merkmale des Motors dargestellt. Aufgrund
individueller Anwendungsbereiche können gewisse
Bauteile am Motor anders aussehen, als sie in diesen
Abbildungen dargestellt sind.
Modellansichten des Motors 1104
Abbildung 12
g03706445
Typische Ausführung
(1) Kühlmittelauslass
(2) Öleinfüllstutzen
(3) Kraftstoffsicherheitsfilter
(4) Anlassermotor
(5) Ölmessstab (Messstab)
(6) Kraftstoffvorfilter
(7) Ölfilter
(8) Öleinfüllstutzen (untere Stellung (wenn
montiert))
(9) Kühlmitteleinlass
(10) Wasserpumpe
(11) Keilriemen
16
Modellansichten
Produktansichten
SGBU7833
Abbildung 13
g03706446
Typische Ausführung
(12) Hintere Huböse
(13) Vordere Huböse
(14) Drehstromgenerator
(15) Turbolader
(16) Ölablassstopfen
(17) Schwungrad
(18) Kühlmittelablass
SGBU7833
17
Modellansichten
Produktansichten
Modellansichten des Motors 1103
Abbildung 14
g03705844
Typische Ausführung
(1) Kühlmittelauslass
(2) Kraftstoffsicherheitsfilter
(3) Kraftstoffeinspritzdüse
(4) Ölkühler
(5) Offener Entlüfter
(6) Ölmessstab (Messstab)
(7) Kraftstoffvorfilter
(8) Ölfilter
(9) Ölablassstopfen
(10) Öleinfüllstutzen
(11) Kühlmitteleinlass
(12) Wasserpumpe
(13) Riemen
18
Modellansichten
Motorbeschreibung
SGBU7833
Abbildung 15
g03705848
Typische Ausführung
(14) Drehstromgenerator
(15) Turbolader
(16) Anlassermotor
(17) Schwungrad
(18) Schwungradgehäuse
(19) Kühlmittelablassstopfen
i06059785
Motorbeschreibung
• Turboaufladung/Ladeluftkühlung
• Turboaufladung
• Selbstansaugend
Technische Daten des Motors
[German] Anmerkung: Die Vorderseite des Motors
befindet sich gegenüber dem Schwungradende des
Motors. Die linke und rechte Motorseite werden von
der Schwungradseite aus festgelegt. Zylinder Nr. 1 ist
der vordere Zylinder.
Abbildung 16
g00984281
Typisches Beispiel für die Anordnung der Ventile
(A) Einlassventile
(B) Auslassventile
SGBU7833
19
Modellansichten
Motorbeschreibung
Tabelle 1
(Tabelle 3, Forts.)
Technische Daten des Industriemotors 1104
Anzahl der Zylinder
Bohrung
4 in Reihe
105 mm (4,134'')
Hub
127 mm (5,0")
Beatmung
Turboaufladung/Ladeluftkühlung
Turboaufladung
Selbstansaugend
Hubraum
4,4 l (268 in 3)
Zündfolge
1342
Drehrichtung (vom Schwungrad
aus gesehen)
Einlassventilspiel
0,20 mm (0,008")
Auslassventilspiel
0,45 mm (0,018")
Verdichtungsverhältnis
NA 19,25:1 NA
T 18,23:1 T, TA
Tabelle 4
Hubraum
4,4 l (268 in 3)
Anzahl der Zylinder
Zündfolge
1342
Drehrichtung (vom Schwungrad
aus gesehen)
Gegen den Uhrzeigersinn
Einlassventilspiel
0,20 mm (0,008")
Auslassventilspiel
0,45 mm (0,018")
Tabelle 2
Technische Daten des Industriemotors 1103
Anzahl der Zylinder
Bohrung
Hub
Beatmung
Verdichtungsverhältnis
Technische Daten des Motors 1103 mit konstanter Drehzahl
3 in Reihe
Bohrung
105 mm (4,134'')
Hub
127 mm (5,0")
Beatmung
Turboaufladung
Selbstansaugend
Verdichtungsverhältnis
NA 19,25:1
T 17,25:1
Hubraum
3,3 l (201 in3)
Zündfolge
123
3 in Reihe
105 mm (4,134'')
Drehrichtung (vom Schwungrad
aus gesehen)
Gegen den Uhrzeigersinn
127 mm (5,0")
Einlassventilspiel
0,20 mm (0,008")
Turboaufladung
Selbstansaugend
Auslassventilspiel
0,45 mm (0,018")
NA 19,25:1
T 18,25:1
Hubraum
3,3 l (201 in3)
Zündfolge
123
Drehrichtung (vom Schwungrad
aus gesehen)
Gegen den Uhrzeigersinn
Kühlung und Schmierung des
Motors
Das Kühlsystem besteht aus folgenden
Komponenten:
Gegen den Uhrzeigersinn
• Zentrifugal-Wasserpumpe mit Zahnradantrieb
Einlassventilspiel
0,20 mm (0,008")
Auslassventilspiel
0,45 mm (0,018")
• Kühlwasserthermostat zur Regelung der
Motorkühlwassertemperatur
• Ölpumpe mit Zahnradantrieb
Tabelle 3
Technische Daten des Motors 1104 mit konstanter Drehzahl
Anzahl der Zylinder
Bohrung
Hub
4 in Reihe
105 mm (4,134'')
127 mm (5,0")
Beatmung
Turboaufladung/Ladeluftkühlung
Turboaufladung
Selbstansaugend
Verdichtungsverhältnisse
NA 19,25:1
T 17,25:1, T 18,23:1, TA 18,23:1
(Fortsetzung)
• Ölkühler
Eine Zahnradpumpe versorgt den Motor mit
Schmieröl. Das Motorschmieröl wird gekühlt und
gefiltert. Bei hoher Ölviskosität gewährleisten
Bypass-Ventile einen unbehinderten Schmierölfluss
zu den Motorteilen. Die Bypass-Ventile sorgen auch
für unbehinderten Schmierölfluss, falls der Ölkühler
oder die Ölfilter verstopfen.
20
Modellansichten
Motorbeschreibung
Der Wirkungsgrad des Motors, das Ausmaß der
Emissionsbegrenzung und die Motorleistung hängen
von der Einhaltung der vorgeschriebenen Betriebsund Wartungsanweisungen ab. Motorleistung und
Wirkungsgrad hängen auch von der Verwendung der
vorgeschriebenen Kraftstoffe, Schmieröle und
Kühlmittel ab. Zu Wartungsarbeiten siehe in diesem
Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Wartungsintervalle”.
Nutzungsdauer des Motors
Der Wirkungsgrad des Motors und die optimale
Nutzung der Motorleistung hängen davon ab, ob die
entsprechenden Betriebs- und
Wartungsempfehlungen beachtet werden. Außerdem
müssen die empfohlenen Kraftstoffe, Kühlmittel und
Schmierstoffe verwendet werden. Als Leitfaden für
die erforderliche Motorwartung dient das Betriebsund Wartungshandbuch.
Die zu erwartende Nutzungsdauer des Motors lässt
sich an der Leistung abschätzen, die im Durchschnitt
vom Motor gefordert wird. Die durchschnittlich
geforderte Leistung wird aus dem Kraftstoffverbrauch
über eine bestimmte Zeitdauer berechnet. Weniger
Stunden im Betrieb mit Vollgas bzw. der Betrieb bei
geringerer Gaseinstellung führen zu einer geringeren
durchschnittlichen Leistungsanforderung. Eine
Reduzierung der Betriebsstunden verlängert die
Betriebsdauer bis zu einer Motorüberholung.
SGBU7833
SGBU7833
21
Produkt-Identinformation
Motor-Kennzeichnungsnummern
Produkt-Identinformation
i02300735
i01947856
Seriennummernschild
MotorKennzeichnungsnummern
Perkins -Motoren sind durch eine Seriennummer
gekennzeichnet. Die Nummer befindet sich auf einem
Seriennummernschild, das an der linken Seite des
Motorblocks befestigt ist.
Ein Beispiel für eine Motornummer ist
RE12345U090001H.
RE
RE12345
U
090001
H
Motortyp
Motorlistennummer
In Großbritannien gebaut
Motorseriennummer
Baujahr
Die Perkins -Händler benötigen diese Nummern, um
festzustellen, welche Bauteile bei der Montage des
Motors verwendet wurden. Dadurch können die
Ersatzteilnummern richtig gefunden werden.
Abbildung 17
g00994966
Seriennummernschild (Beispiel)
(1) Teilelisten-Nummer (vorübergehend)
(2) Typ
(3) Seriennummer
(4) Listennummer
Das Seriennummernschild befindet sich auf der
linken Seite des Zylinderblocks hinter den
Hochdruckrohren der Kraftstoffeinspritzpumpe.
Die folgenden Informationen sind in das
Seriennummernschild gestanzt: Seriennummer des
Motors, Modell and Ausführungsnummer.
i02227104
Referenznummern
Die folgenden Informationen werden für die
Bestellung der richtigen Ersatzteile benötigt. Die
Informationen für Ihren Motor feststellen. Die
Informationen in die vorgesehenen Stellen eintragen.
Diese Liste für die Akten kopieren. Die Information
zur späteren Verwendung aufbewahren.
Referenzinformationen
Motormodell
Seriennummer des Motors
Untere Leerlaufdrehzahl des Motors
Motorvolllast-Drehzahl
22
SGBU7833
Produkt-Identinformation
Zertifizierungsaufkleber zu Emissionswerten
Kraftstoffhauptfilter
Wasserabscheiderelement
Kraftstoffsicherheitsfilterelement
Schmierölfilterelement
Zusatzölfilterelement
Gesamtinhalt des Schmiersystems
Gesamtinhalt des Kühlsystems
Luftreinigerelement
Lüfterantriebsriemen
Keilriemen des Drehstromgenerators
i04943742
Zertifizierungsaufkleber zu
Emissionswerten
Aufkleber für Motoren, die die
Abgasvorschriften einhalten
Typisches Beispiel von Aufklebern über Abgaswerte
Abbildung 18
g01173630
Typisches Beispiel eines Aufklebers, der an Motoren mit elektronisch gesteuerten Kraftstoffeinspritzsystemen oder
an Motoren mit elektronisch gesteuerten Kraftstoffeinspritzpumpen angebracht ist.
SGBU7833
23
Produkt-Identinformation
Zertifizierungsaufkleber zu Emissionswerten
Abbildung 19
g01156733
Typisches Beispiel eines Aufklebers, der an Motoren mit mechanischen Kraftstoffeinspritzpumpen angebracht ist.
Aufkleber für Motoren, die den
MSHA-Abgasvorschriften
entsprechen
Abbildung 20
g01381316
Typisches Beispiel
Der in Abbildung 20 gezeigte Aufkleber ist für
Motoren, die im Untertagekohlenbergbau in
Nordamerika eingesetzt werden. Dieser Aufkleber ist
auf Motoren angebracht, die den Abgasvorschriften
der Mine Safety and Health Administration (MSHA)
entsprechen. Zugelassene Dieselmotoren müssen
mit einem Zulassungszeichen gekennzeichnet sein,
das lesbar und dauerhaft angebracht ist. Auf dem
Zulassungszeichen ist die MSHAZulassungsnummer angegeben. Der Aufkleber muss
sicher am Dieselmotor angebracht sein.
24
SGBU7833
Produkt-Identinformation
Zertifizierungsaufkleber zu Emissionswerten
Aufkleber für Motoren, die den Abgasvorschriften nicht entsprechen
Abbildung 21
g01156734
Dies ist ein typisches Beispiel für einen Aufkleber, der an Motoren angebracht wird, die den Abgasvorschriften nicht
entsprechen.
Abbildung 22
Dies ist ein typisches Beispiel für einen Aufkleber, der an stationären Motoren angebracht wird.
g01157127
SGBU7833
25
Betrieb
Anheben von Motoren
Betrieb
Anheben und Lagerung
i06059802
Anheben von Motoren
Abbildung 25
g03791033
Die Konfiguration der Hubösen in bestimmten
Dreizylinder-Anwendungen entspricht
möglicherweise der in Abbildung 25 dargestellten
Anbringung.
(1) Hubösen
Abbildung 23
g03729078
Typisches Beispiel für die Vierzylinder-Hubösen
HINWEIS
Hubösen und Halterungen nie biegen. Hubösen und
Halterungen nur bei gespanntem Seil belasten. Daran
denken, daß die Tragfähigkeit von Hubösen abnimmt,
wenn der Winkel zwischen Hebezeug und angehobenem Bauteil kleiner als 90° wird.
Wenn ein Bauteil schräg herausgehoben werden
muss, unbedingt einen Hebebalken mit ausreichender Nennlast verwenden.
Zum Anheben schwerer Bauteile ein Hebezeug
verwenden. Eine verstellbare Krantraverse
verwenden, um den Motor anzuheben. Alle
Tragelemente des Hebezeugs (Ketten und Seile)
müssen parallel zueinander angeordnet sein. Die
Ketten und Seile müssen senkrecht zur Oberseite
des anzuhebenden Gegenstands angeordnet sein.
Bei manchen Ausbauten müssen die
Hubvorrichtungen angehoben werden, um das
Gleichgewicht zu halten und optimale Sicherheit zu
erzielen.
Wenn NUR der Motor entfernt werden soll, die am
Motor vorhandenen Hubösen verwenden.
Abbildung 24
g03791046
Typisches Beispiel für die Dreizylinder-Hubösen
26
Anheben und Lagerung
Lagern des Motors
SGBU7833
Die Hubösen wurden speziell für den vorliegenden
Motor konstruiert und angebracht. Durch
Veränderungen an Hubösen bzw. am Motor werden
die Hubösen und Hubvorrichtungen hinfällig. Wenn
Änderungen vorgenommen werden, die Verwendung
der richtigen Hubvorrichtungen sicherstellen.
Auskunft über Vorrichtungen zum ordnungsgemäßen
Anheben des Motors erteilt Ihr Perkins -Händler oder
Ihr Perkins -Vertriebshändler.
i06059810
Lagern des Motors
Perkins ist nicht verantwortlich für Schäden, die
auftreten können, wenn ein Motor nach einer
bestimmten Betriebsdauer gelagert wird.
Ihr Perkins -Händler oder Ihr Perkins
-Vertriebshändler kann Ihnen bei der Vorbereitung
des Motors für eine längere Lagerung behilflich sein.
Voraussetzungen für die Lagerung
Der Motor muss in einem wasserdichten Gebäude
gelagert werden. Die Temperatur im Gebäude muss
konstant gehalten werden. Motoren mit Perkins
-Langzeitkühlmittel sind bis zu einer
Umgebungstemperatur von -36 °C (-32,8 °F) gegen
Kälte geschützt. Der Motor darf keinen extremen
Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen
ausgesetzt werden.
Lagerzeitraum
Ein Motor kann bis zu sechs Monate gelagert werden,
vorausgesetzt, alle Empfehlungen werden befolgt.
Verfahren für die Lagerung
Die zur Lagerung des Motors durchgeführten
Maßnahmen schriftlich festhalten.
[German] Anmerkung: Keinen Motor lagern, der
Biodiesel im Kraftstoffsystem enthält.
1. Sicherstellen, dass der Motor sauber und trocken
ist.
a. Wenn der Motor mit Biodiesel betrieben
wurde, muss das System entleert und mit
neuen Filtern ausgestattet werden. Der
Kraftstofftank muss ausgespült werden.
b. Das Kraftstoffsystem mit zugelassenem
Kraftstoff befüllen. Weitere Informationen zu
zugelassenen Kraftstoffen sind diesem
Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Flüssigkeitsempfehlungen” zu entnehmen.
Den Motor 15 Minuten lang laufen lassen, um
den gesamten Biodiesel aus dem System zu
entfernen.
2. Das Wasser aus dem Hauptfilter/
Wasserabscheider ablassen. Sicherstellen, dass
der Kraftstofftank voll ist.
3. Das Motoröl muss nicht abgelassen werden, um
den Motor zu lagern. Wenn Motoröl mit der
richtigen Spezifikation verwendet wird, kann der
Motor bis zu sechs Monate gelagert werden.
Informationen zum richtigen Motoröl sind diesem
Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Flüssigkeitsempfehlungen” zu entnehmen.
4. Den Antriebsriemen vom Motor abnehmen.
Abgedichtetes Kühlsystem
Sicherstellen, dass das Kühlsystem mit Perkins
-Langzeitkühlmittel oder einem Frostschutzmittel
nach “ASTM D6210” befüllt ist.
Offenes Kühlsystem
Sicherstellen, dass alle Ablassstopfen des
Kühlsystems geöffnet sind. Kühlmittel ablaufen
lassen. Ablassstopfen wieder einschrauben. Den
Dampfphaseninhibitor in das System einbringen. Das
Kühlsystem abdichten, nachdem der
Dampfphaseninhibitor eingebracht wurde. Der
Dampfphaseninhibitor verliert seine Wirkung, wenn
das Kühlsystem zur Luft hin offen ist.
Zu Wartungsmaßnahmen siehe dieses Betriebs- und
Wartungshandbuch.
Monatliche Kontrollen
Die Kurbelwelle drehen, um die Federlast am
Ventiltrieb zu ändern. Die Kurbelwelle um mehr als
180 Grad drehen. Eine Sichtprüfung auf Schäden
und Korrosion an Motor durchführen.
Sicherstellen, dass der Motor für die Lagerung
komplett abgedeckt ist. Das Verfahren in den
Unterlagen für den Motor schriftlich festhalten.
SGBU7833
27
Messinstrumente und Anzeigen
Messinstrumente und Anzeigen
Messinstrumente und
Anzeigen
i02248466
Messinstrumente und
Anzeigen
An Ihrem Motor befinden sich möglicherweise nicht
die gleichen oder alle der hier beschriebenen
Messinstrumente. Weitere Informationen über die
Ausstattung mit Instrumenten finden sich in den
Informationen des jeweiligen Herstellers.
Messinstrumente liefern Angaben über die
Motorleistung. Darauf achten, dass die
Messinstrumente sich in einwandfreiem
Betriebszustand befinden. Normalen Betriebsbereich
dadurch ermitteln, dass die Messinstrumente über
einen längeren Zeitraum beobachtet werden.
Umlaufkühlwassertemperatur – Die
Temperatur liegt üblicherweise zwischen
71 und 96 °C (160 - 205 °F). Die
höchstzulässige Temperatur bei einem
Kühlsystemdruck von 48 kPa (7 psi) beträgt
110 °C (230 °F). Unter bestimmten Bedingungen
können höhere Temperaturen auftreten. Die
Kühlwassertemperatur kann sich je nach
Belastung ändern. Die Temperatur darf jedoch
niemals den Siedepunkt des unter Druck
stehenden Systems überschreiten.
Folgende Maßnahmen ergreifen, wenn während des
Betriebs hohe Kühlwassertemperaturen auftreten und
Dampf sichtbar wird:
1. Belastung und Motordrehzahl verringern.
2. Kühlsystem auf Leckstellen kontrollieren.
3. Feststellen, ob der Motor sofort abgestellt werden
muss oder ob die Temperatur durch Verminderung
der Belastung gesenkt werden kann.
Erkennbare Abweichungen von den normalen
Anzeigewerten weisen auf mögliche Probleme mit
dem Messinstrument oder dem Motor hin. Probleme
können auch dadurch angezeigt werden, dass die
Anzeigewerte sich ändern, auch wenn sie noch den
Spezifikationen entsprechen. Die Ursache für
erhebliche Änderungen der Anzeigewerte muss
sofort untersucht und behoben werden. Wenden Sie
sich bei Bedarf an Ihren Perkins -Händler.
Drehzahlmesser – Dieses Instrument
zeigt die Motordrehzahl an. Wenn der
Gashebel in die Vollgasstellung bewegt
wird, ohne dass der Motor belastet ist, läuft der
Motor im oberen Leerlauf. Der Motor läuft mit
Volllastdrehzahl, wenn der Gashebel sich bei
maximaler Nennlast des Motors in der
Vollgasstellung befindet.
HINWEIS
Motor abstellen, wenn kein Motoröldruck angezeigt
wird. Motor abstellen, wenn die maximale Kühlmitteltemperatur überschritten wird. Der Motor kann beschädigt werden.
HINWEIS
Um Motorschäden zu vermeiden, darf die obere Leerlaufdrehzahl niemals überschritten werden. Ein Überdrehen kann zu schweren Schäden am Motor führen.
Der Motor kann im oberen Leerlauf betrieben werden,
ohne dass er beschädigt wird, aber er darf niemals
die obere Leerlaufdrehzahl überschreiten.
Motoröldruck – Der Öldruck muss nach
dem Starten eines kalten Motors am
höchsten sein. Der normale
Motoröldruck bei Nenndrehzahl und Öl der
Klassifikation SAE10W30 liegt zwischen
207 und 413 kPa (30 - 60 psi).
Ein niedrigerer Öldruck ist bei unterer
Leerlaufdrehzahl normal. Wenn sich bei gleich
bleibender Belastung des Motors der Anzeigewert
ändert, folgendes Verfahren durchführen:
1. Last vom Motor nehmen.
2. Motordrehzahl auf unteren Leerlauf senken.
3. Ölstand kontrollieren und nach Bedarf korrigieren.
Amperemeter – Das Instrument zeigt den
Lade- oder Entladezustand des
Batterieladekreises an. Der Zeiger muss
auf der rechten Seite von “ 0”” (Null) stehen.
Kraftstoff-Füllstand – Das Instrument
zeigt den Kraftstoffstand im Tank an. Die
Kraftstoffstandanzeige ist in Funktion,
wenn der “ START/STOPP”” -Schalter sich in der
Stellung “ EIN”” befindet.
Betriebsstundenzähler – Das Instrument
zeigt die Betriebsstunden des Motors an.
28
SGBU7833
Starten des Motors
Vor dem Starten des Motors
Starten des Motors
i02227127
Vor dem Starten des Motors
Vor dem Starten des Motors die erforderlichen
täglichen Wartungsarbeiten und andere fällige
Wartungsarbeiten durchführen. Für weitere
Informationen siehe dieses Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Wartungsintervalle”.
• Um eine maximale Nutzungsdauer des Motors zu
erreichen, vor dem Starten des Motors eine
gründliche Prüfung im Motorraum durchführen. Auf
folgendes achten: Ölleckage, Kühlmittelleckage,
lose Schrauben and übermäßige Schmutz- und/
oder Fettansammlungen. Übermäßige Schmutzund Fettansammlungen entfernen. Die während
der Prüfung festgestellten Fehler reparieren.
• Die Schläuche des Kühlsystems auf Risse und
lose Schellen kontrollieren.
Motorabgase enthalten Produkte, die gesundheitsschädlich sein können. Den Motor nur an gut
belüfteten Orten starten und laufen lassen. Die
Abgase ins Freie leiten, wenn der Motor in einem
geschlossenen Raum gestartet werden muss.
• Den Motor nicht starten und keine
Bedienungselemente bewegen, wenn sich ein
Warnschild “NICHT IN BETRIEB NEHMEN” oder
ein ähnliches Warnschild am Startschalter oder an
den Bedienungselementen befindet.
• Darauf achten, dass sich die rotierenden Teile frei
bewegen können.
• Alle Schutzabdeckungen müssen sich an ihrem
Platz befinden. Auf beschädigte und fehlende
Schutzabdeckungen kontrollieren. Beschädigte
Schutzabdeckungen reparieren. Beschädigte und/
oder fehlende Schutzabdeckungen ersetzen.
• Keilriemen des Drehstromgenerators und der
Nebenantriebe auf Risse, Bruchstellen oder
andere Schäden kontrollieren.
• Batterieladegeräte, die nicht gegen die hohe
Stromentnahme durch den Startermotor geschützt
sind, abklemmen. Die elektrischen Kabel und die
Batterie auf schlechte Anschlüsse und Korrosion
kontrollieren.
• Die Kabel auf lockere Anschlüsse sowie
verschlissene oder angescheuerte Stellen
kontrollieren.
• Alle Abschaltvorrichtungen und Warneinrichtungen
(falls vorhanden) zurückstellen.
• Kontrollieren, ob ausreichend Kraftstoff vorhanden
ist. Das Wasser aus dem Wasserabscheider (falls
vorhanden) ablassen. Das Kraftstoffzufuhrventil
(falls vorhanden) öffnen.
HINWEIS
Alle Ventile in der Kraftstoffrücklaufleitung müssen
vor und während des Motorbetriebs geöffnet sein, um
den Aufbau hohen Kraftstoffdrucks zu vermeiden. Zu
hoher Kraftstoffdruck kann Schäden an den Filtergehäusen und andere Beschädigungen verursachen.
Wenn der Motor einige Wochen lang nicht eingesetzt
wurde, kann es vorkommen, dass der Kraftstoff aus
den Leitungen in den Tank zurückgeflossen ist. Es
kann auch Luft in das Filtergehäuse gelangt sein.
Auch beim Wechseln von Kraftstofffiltern kann es zu
Lufteinschlüssen im Motor kommen. In diesen Fällen
muss das Kraftstoffsystem entlüftet werden. Siehe
dieses Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Kraftstoffsystem - entlüften” zu weiteren
Informationen zum Entlüften des Kraftstoffsystems.
• Den Schmierölstand des Motors kontrollieren. Den
Ölstand zwischen den Markierungen “ADD” und
“FULL” am Ölmessstab halten.
• Kühlmittelstand kontrollieren. Den Kühlmittelstand
im Ausgleichsbehälter (falls vorhanden)
kontrollieren. Den Kühlmittelstand an der
Markierung “FULL” am Ausgleichsbehälter
halten.
• Wenn der Motor nicht mit einem
Ausgleichsbehälter ausgestattet ist, den
Kühlmittelstand in einem Bereich von 13 mm
(0,5") unter der Unterkante des Einfüllrohrs halten.
Wenn der Motor mit einem Schauglas ausgerüstet
ist, den Kühlmittelstand so halten, dass er im
Schauglas sichtbar ist.
• Die Luftreiniger-Wartungsanzeige (falls
vorhanden) kontrollieren. Den Luftreiniger warten,
wenn die gelbe Membran in den roten Bereich
eintritt oder der rote Kolben in der sichtbaren
Stellung stehen bleibt.
• Sicherstellen, dass die vom Motor angetriebenen
Geräte vom Motor abgenommen wurden.
Elektrische Belastungen verringern oder
entfernen.
SGBU7833
29
Starten des Motors
Starten des Motors
i02248468
Starten des Motors
Keine Aerosol-Starthilfen, wie z.B. Äther, verwenden. In diesem Fall besteht Explosions- bzw.
Verletzungsgefahr.
Die Art der Bedienungselemente ist im Betriebs- und
Wartungshandbuch beschrieben. Folgendes
Verfahren anwenden, um den Motor zu starten.
1. Gashebel, falls vorhanden, vor dem Starten des
Motors in die Vollgasstellung bewegen.
HINWEIS
Den Motor nicht länger als 30 Sekunden durchdrehen. Den Startermotor vor dem erneuten Durchdrehen 2 Minuten lang abkühlen lassen.
2. Motorstartschalter in die Stellung START drehen.
Motorstartschalter in der Stellung START halten
und Motor durchdrehen.
3. Motorstartschalter nach dem Starten des Motors
freigeben.
4. Gashebel, falls vorhanden, langsam in die Stellung
für untere Leerlaufdrehzahl bewegen und Motor im
Leerlauf laufen lassen. Siehe in diesem Betriebsund Wartungshandbuch, “Nach dem Starten des
Motors”.
5. Falls der Motor nicht startet, Motorstartschalter
freigeben und elektrischen Startermotor abkühlen
lassen. Danach Schritte 2 bis 4 wiederholen.
6. Motorstartschalter in die Stellung AUS drehen, um
den Motor abzustellen.
i06059806
Starten bei tiefen
Umgebungstemperaturen
Keine Aerosol-Starthilfen, wie z.B. Äther, verwenden. In diesem Fall besteht Explosions- bzw.
Verletzungsgefahr.
Bei Temperaturen unter -18 °C (0 °F) wird die
Startfähigkeit durch die Verwendung eines
Kühlwasservorwärmers oder durch zusätzliche
Batterienennkapazität verbessert.
Die folgenden Teile sind Mittel zur Minimierung von
Start- und Kraftstoffproblemen bei kaltem Wetter:
Motorölwannen-Vorwärmer, Kühlwasservorwärmer,
Kraftstoffvorwärmer and Kraftstoffleitungsisolierung.
Das folgende Verfahren beim Kaltwetterstart
anwenden.
1. Vor dem Starten des Motors den Gashebel (wenn
vorhanden) in die Vollgasstellung bewegen.
2. Den Motorstartschalter (wenn vorhanden) in die
Stellung HEAT (VORWÄRMEN) bewegen. Den
Motorstartschalter 6 Sekunden lang in der Stellung
HEAT (VORWÄRMEN) halten, bis die
Kontrollleuchte für die Glühkerzen leuchtet.
Dadurch werden die Glühkerzen eingeschaltet,
und der Motor lässt sich leichter starten.
HINWEIS
Den Motor nicht länger als 30 Sekunden durchdrehen. Den Startermotor vor dem erneuten Durchdrehen 2 Minuten lang abkühlen lassen.
3. Wenn die Kontrollleuchte für die Glühkerzen
leuchtet, den Motorstartschalter in die Stellung
START bewegen und den Motor durchdrehen.
[German] Anmerkung: Wenn die Kontrollleuchte für
die Glühkerzen kurz 2 bis 3 Sekunden lang leuchtet
oder die Kontrollleuchte für die Glühkerzen nicht
leuchtet, liegt eine Störung im Kaltstartsystem vor.
Keinen Äther oder andere Starthilfeflüssigkeiten zum
Starten des Motors verwenden.
4. Wenn der Motor anspringt, den
Startschlüsselschalter freigeben.
5. Wenn der Motor nicht startet, den
Motorstartschalter loslassen und den Starter
abkühlen lassen. Danach die Schritte 2 bis 4
wiederholen.
6. Wenn der Motor mit einer Drosselklappe
ausgerüstet ist, den Motor 3 bis 5 Minuten lang im
Leerlauf laufen lassen oder den Motor im Leerlauf
laufen lassen, bis die Wassertemperatur-Anzeige
anzusteigen beginnt. Der Motor muss im unteren
Leerlauf rund laufen, bevor die Drehzahl allmählich
auf oberen Leerlauf erhöht wird. Warten, bis kein
weißer Rauch mehr ausgestoßen wird, bevor der
normale Betrieb aufgenommen wird.
30
SGBU7833
Starten des Motors
Starten mit Überbrückungskabeln
7. Den Motor mit geringer Last laufen lassen, bis alle
Systeme Betriebstemperatur erreichen. Die
Anzeigen während der Aufwärmzeit kontrollieren.
1. Den Startschalter in die Stellung AUS drehen. Alle
zusätzlichen elektrischen Verbraucher
ausschalten.
8. Motorstartschalter auf AUS drehen, um den Motor
abzustellen.
2. Ein positives Ende des Überbrückungskabels an
den positiven Pol der entladenen Batterie
anschließen. Das andere positive Ende des
Überbrückungskabels an den positiven Pol der
äußeren Stromquelle anschließen.
i02971944
Starten mit
Überbrückungskabeln
Ein falscher Anschluss der Überbrückungskabel
kann Explosionen hervorrufen und zu Verletzungen führen.
Funkenbildung in der Nähe von Batterien vermeiden. Durch Funken können Dämpfe explodieren.
Die Kabelenden dürfen einander oder den Motor
nicht berühren.
[German] Anmerkung: Wenn möglich, zuerst die
Ursache für den Startfehler diagnostizieren. Die
erforderlichen Reparaturen durchführen. Wenn der
Motor nur aufgrund des Zustands der Batterie nicht
gestartet werden kann, entweder die Batterie
aufladen oder den Motor mit Überbrückungskabeln
starten.
Der Zustand der Batterie kann erneut geprüft werden,
nachdem der Motor ABGESTELLT wurde.
HINWEIS
Die Spannung der äußeren Stromquelle muß der
Spannung des Startermotors entsprechen. Zum Starten NUR eine äußere Stromquelle mit gleicher Spannung verwenden. Durch Verwendung einer
Stromquelle mit höherer Spannung wird die elektrische Anlage beschädigt.
Die Batteriekabel nicht umgekehrt anschließen. Dadurch kann der Drehstromgenerator beschädigt werden. Das Massekabel zuletzt anschließen und später
als erstes abnehmen.
Wenn zum Starten des Motors eine äußere Stromquelle verwendet wird, den Motorsteuerschalter in die
Stellung “AUS” bewegen. Alle elektrischen Verbraucher ausschalten, bevor die Überbrückungskabel angeschlossen werden.
Darauf achten, daß sich der elektrische Hauptschalter
in der Stellung AUS befindet, bevor die Überbrückungskabel an den ausgefallenen Motor angeschlossen werden.
3. Ein negatives Ende des Überbrückungskabels an
den negativen Pol der äußeren Stromquelle
anschließen. Das andere negative Ende des
Überbrückungskabels am Motorblock oder am
Motorauflager an Masse schließen. Dadurch wird
verhindert, dass Funken brennbare Gase, die von
einigen Batterien entwickelt werden, entzünden.
4. Den Motor starten.
5. Sofort, nachdem der ausgefallene Motor
angesprungen ist, die Überbrückungskabel in
umgekehrter Reihenfolge abnehmen.
Stark entladene Batterien werden nach dem Starten
mit Überbrückungskabel unter Umständen nicht völlig
durch den Drehstromgenerator aufgeladen. Die
Batterien müssen nach dem Abstellen des Motors
ersetzt oder mit einem Ladegerät bis zur richtigen
Spannung aufgeladen werden. Viele Batterien, die
als unbrauchbar betrachtet werden, können wieder
aufgeladen werden. Siehe dieses Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Batterie - ersetzen” und
Prüfungen und Einstellungen, “Batterie - prüfen”.
i01978601
Nach dem Starten des Motors
[German] Anmerkung: Bei Temperaturen zwischen
0 und 60°C (32 und 140°F) beträgt die Aufwärmzeit
etwa drei Minuten. Bei Temperaturen unter 0°C
(32°F) kann zusätzliche Warmlaufzeit notwendig sein.
Während der Motor zum Aufwärmen im Leerlauf läuft,
folgende Kontrollen vornehmen:
• Auf austretende Flüssigkeiten und Luft bei
Leerlaufdrehzahl und bei Halbgas (ohne
Motorbelastung) achten, bevor der Motor belastet
wird. Bei manchen Einsätzen ist dies nicht
möglich.
• Den Motor im unteren Leerlauf laufen lassen, bis
alle Systeme Betriebstemperatur erreichen. Alle
Anzeigen während der Aufwärmzeit kontrollieren.
SGBU7833
31
Starten des Motors
Nach dem Starten des Motors
[German] Anmerkung: Alle Anzeigen während des
Motorbetriebs regelmäßig ablesen und die Daten
aufzeichnen. Damit können für jede Anzeige über
einen bestimmten Zeitraum Erfahrungswerte
gesammelt werden. Ein Vergleich dieser Werte kann
auf ungewöhnliche Betriebsentwicklungen hinweisen.
Wesentliche Veränderungen zwischen
Erfahrungswerten und den tatsächlichen Anzeigen
bedürfen einer genaueren Untersuchung.
32
Motorbetrieb
Motorbetrieb
SGBU7833
Motorbetrieb
Motor mit konstanter Drehzahl
i06059789
1. Den Motor 3 bis 5 Minuten lang laufen lassen.
Wenn die Temperatur unter -18 °C (0 °F) liegt, ist
möglicherweise mehr Zeit erforderlich.
Motorbetrieb
Die Einhaltung der Betriebsvorschriften und
sachgemäß durchgeführte Wartungen sind die
Grundlagen für maximal wirtschaftlichen und
dauerhaften Betrieb des Motors. Wenn die
Anweisungen im Betriebs- und Wartungshandbuch
befolgt werden, können die Kosten minimiert und
eine maximale Nutzungsdauer des Motors erreicht
werden.
Wenn der Motor die Betriebstemperatur erreicht hat,
kann er mit Nenndrehzahl betrieben werden. Der
Motor erreicht bei niedriger Drehzahl und Last die
normale Betriebstemperatur eher. Dieses Verfahren
ist effizienter als der Betrieb des Motors mit niedriger
Drehzahl ohne Last. Der Motor muss seine
Betriebstemperatur innerhalb weniger Minuten
erreichen.
Alle Instrumente während des Motorbetriebs
regelmäßig ablesen und die Daten aufzeichnen.
Durch den Datenvergleich über einen längeren
Zeitraum können für jedes Instrument die üblichen
Anzeigewerte bestimmt werden. Ein Vergleich dieser
Werte über einen längeren Zeitraum kann auf
ungewöhnliche Betriebsentwicklungen hinweisen.
Wesentliche Veränderungen zwischen
Erfahrungswerten und den tatsächlichen Anzeigen
bedürfen einer genaueren Untersuchung.
i06059809
Warmlaufen
2. Alle Anzeigen während der Aufwärmzeit
kontrollieren.
3. Eine Sichtkontrolle durchführen. Den Motor auf
Flüssigkeits- und Luftlecks kontrollieren. Den
Motor erst dann belasten.
i02398925
Kraftstoff-Sparmaßnahmen
Der Wirkungsgrad des Motors kann den
Kraftstoffverbrauch beeinflussen. Konstruktion und
Fabrikationstechnik von Perkins sorgen für
bestmögliche Kraftstoffnutzung bei allen Einsätzen.
Es wird empfohlen, die beschriebenen Verfahren
anzuwenden, damit der Motor während der gesamten
Nutzungsdauer seine optimale Leistung erreicht.
• Keinen Kraftstoff verschütten.
Kraftstoff dehnt sich aus, wenn er warm wird. Der
Kraftstoff kann aus dem Tank überlaufen.
Kraftstoffleitungen auf Leckstellen kontrollieren.
Kraftstoffleitungen bei Bedarf reparieren.
• Die Eigenschaften der verschiedenen Kraftstoffe
müssen bekannt sein. Nur empfohlene Kraftstoffe
verwenden.
• Motor nicht unnötig im Leerlauf laufen lassen.
Motor abstellen und nicht über längere Zeit im
Leerlauf laufen lassen.
Motor mit variabler Drehzahl
1. Den Motor 3 bis 5 Minuten lang im Leerlauf laufen
lassen oder den Motor im Leerlauf laufen lassen,
bis die Kühlwassertemperatur zu steigen beginnt.
Wenn die Temperatur unter -18 °C (0 °F) liegt, ist
möglicherweise mehr Zeit erforderlich.
2. Alle Anzeigen während der Aufwärmzeit
kontrollieren.
3. Eine Sichtkontrolle durchführen. Den Motor auf
Flüssigkeits- und Luftlecks kontrollieren.
4. Die Motordrehzahl auf die Nenndrehzahl erhöhen.
Auf Flüssigkeits- und Luftlecks kontrollieren. Der
Motor kann mit Nenndrehzahl und Volllast
betrieben werden, wenn die Temperatur des
Kühlwassers 60 °C (140 °F) erreicht.
• Luftfilterwartungsanzeige häufig kontrollieren.
Luftfilterelemente sauber halten.
• Elektrische Systeme warten.
Schon eine einzelne defekte Batteriezelle führt zur
Überlastung des Drehstromgenerators. Dadurch wird
unnötig Leistung und zu viel Kraftstoff verbraucht.
SGBU7833
• Darauf achten, dass die Keilriemen
ordnungsgemäß gespannt sind. Die Riemen
müssen sich in einwandfreiem Zustand befinden.
• Sicherstellen, dass alle Schlauchanschlüsse fest
sitzen. An den Verbindungsstellen darf keine
Leckage auftreten.
• Darauf achten, dass die angetriebenen
Verbraucher sich in einwandfreiem Zustand
befinden.
• Kalte Motoren verbrauchen übermäßig viel
Kraftstoff. Nach Möglichkeit die Wärmeenergie des
Mantelkühlwassers und des Abgassystems
nutzen. Bauteile des Kühlsystems sauber und in
einwandfreiem Zustand halten. Motor nie ohne
Thermostate betreiben. Sämtliche Maßnahmen
tragen dazu bei, die Betriebstemperatur
aufrechtzuerhalten.
33
Motorbetrieb
Kraftstoff-Sparmaßnahmen
34
Abstellen des Motors
Abstellen des Motors
SGBU7833
Abstellen des Motors
i01947872
i01947891
Abstellen des Motors
HINWEIS
Wenn der Motor sofort nach dem Betrieb unter Last
abgestellt wird, kann er überhitzen und die Teile des
Motors verschleißen schneller.
Wenn der Motor mit hoher Drehzahl und/oder mit Belastung betrieben wurde, muss er mindestens drei Minuten lang im unteren Leerlauf laufen, damit er sich
etwas abkühlen und sich seine Temperatur stabilisieren kann.
Wenn vermieden wird, den Motor in heißem Zustand
abzustellen, erreichen Turboladerwelle und -lager ihre optimale Nutzungsdauer.
Einen Motor, der mit geringer Belastung betrieben
wurde, 30 Minuten lang im unteren Leerlauf laufen
lassen, bevor er abgestellt wird. Wenn der Motor bei
Fahrgeschwindigkeiten, wie sie auf öffentlichen
Straßen auftreten, und/oder mit starker Belastung
betrieben wurde, muss er mindestens drei Minuten
lang im unteren Leerlauf laufen. Durch dieses
Verfahren senkt sich die Motortemperatur und sie
kann sich stabilisieren.
Sicherstellen, dass das Verfahren zum Abstellen des
Motors richtig verstanden wird. Den Motor
entsprechend dem auf den Motor zutreffenden
Abstellverfahren abstellen oder die Anweisungen des
Erstausrüsters befolgen.
• Zum Abstellen des Motors den Startschalter in die
Stellung AUS drehen.
i01947860
Abstellen im Notfall
HINWEIS
Die Notabstellvorrichtungen dürfen NUR zum Abstellen im NOTFALL betätigt werden. Diese Vorrichtungen NICHT zum normalen Abstellen des Motors
verwenden.
Der Erstausrüster hat diese Ausführung unter
Umständen mit einem Notabstellknopf ausgerüstet.
Für weitere Informationen über den Notabstellknopf
siehe die Informationen des Erstausrüsters.
Darauf achten, dass alle Bauteile eines externen
Systems, die den Motorbetrieb unterstützen, nach
dem Abstellen des Motors gesichert werden.
Nach dem Abstellen des
Motors
[German] Anmerkung: Vor dem Kontrollieren des
Ölstands den Motor mindestens 10 Minuten lang
abstellen, damit das Motoröl in die Ölwanne
zurückfließen kann.
• Den Motorölstand kontrollieren. Den Ölstand
zwischen den Markierungen “ADD” und “FULL”
am Messstab halten.
• Bei Bedarf kleinere Einstellungen vornehmen. Bei
Bedarf Leckstellen reparieren und lockere
Schrauben festziehen.
• Das erforderliche Wartungsintervall beachten. Die
in diesem Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Wartungsintervalle” vorgeschriebenen
Wartungsarbeiten durchführen.
• Den Kraftstofftank füllen, um
Kondensationsprobleme zu vermeiden. Den
Kraftstofftank nicht überfüllen.
HINWEIS
Nur die Frostschutz- und Kühlmittelmischungen verwenden, die im Abschnitt "Kühlmittel" in diesem Betriebs- und Wartungshandbuch empfohlen werden.
Andernfalls kann der Motor beschädigt werden.
• Den Motor abkühlen lassen. Den Kühlmittelstand
kontrollieren.
• Wenn mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt
gerechnet werden muss, das Kühlsystem auf
ausreichenden Frostschutz kontrollieren. Das
Kühlsystem muss bis zu den tiefsten zu
erwartenden Außentemperaturen gegen Frost
geschützt werden. Bei Bedarf die richtige
Mischung aus Kühlmittel und Wasser beifügen.
• Die erforderliche Wartung an den angetriebenen
Verbrauchern durchführen. Die
Wartungserfordernisse des Herstellers dieser
Ausrüstung befolgen.
SGBU7833
35
Betrieb bei tiefen Umgebungstemperaturen
Betrieb bei tiefen Umgebungstemperaturen
Betrieb bei tiefen
Umgebungstemperaturen
i06059783
Betrieb bei tiefen
Umgebungstemperaturen
Die Perkins -Dieselmotoren können auch bei kaltem
Wetter wirksam betrieben werden. Bei niedrigen
Temperaturen hängen das Startverhalten und der
Betrieb des Dieselmotors von folgenden Faktoren ab:
• Art des verwendeten Kraftstoffs
Hinweise für den Betrieb bei
niedrigen Temperaturen
• Nach dem Anspringen den Motor laufen lassen,
bis eine Betriebstemperatur von mindestens 81 °C
(177,8 °F) erreicht ist. Durch das Erreichen der
Betriebstemperatur wird ein Klemmen von Einund Auslassventilen verhindert.
• Nach dem Abstellen kühlen das Kühlsystem und
das Schmiersystem des Motors nicht sofort ab.
Dies bedeutet, dass ein Motor einige Zeit lang
abgestellt und anschließend wieder problemlos
gestartet werden kann.
• Vor dem Auftreten der niedrigen Temperaturen den
Motorschmierstoff der richtigen Spezifikation
einfüllen.
• Viskosität des Motoröls
• Betrieb der Glühkerzen
• optionale Kaltstarthilfe
• Batteriezustand
• Umgebungslufttemperatur und Höhenlage
• Parasitärlast der Anwendung
• Hydraulik- und Getriebeölviskositäten der
Anwendung
Dieser Abschnitt enthält die folgenden Informationen:
• Probleme, die durch den Betrieb bei niedrigen
Temperaturen entstehen können
• Vorschläge für Maßnahmen, die zu treffen sind,
um Probleme beim Starten und während des
Betriebs auf ein Minimum zu beschränken, wenn
die Außentemperatur zwischen 0 bis -40 °C
(32 bis 40 °F) liegt.
Der Betrieb und die Wartung eines Motors bei
Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind komplex.
Dies hat folgende Gründe:
• Wetterverhältnisse
• Motoranwendungen
Die Empfehlungen des Perkins -Händlers oder
Perkins -Vertriebshändlers basieren auf bewährten
Verfahren. Die Angaben in diesem Abschnitt dienen
als Leitfaden für den Betrieb bei niedrigen
Temperaturen.
• Alle Gummiteile (Schläuche, Lüfterantriebsriemen)
wöchentlich kontrollieren.
• Alle elektrischen Kabel und Anschlüsse auf
Scheuerstellen und Beschädigung der Isolation
kontrollieren.
• Alle Batterien vollständig aufgeladen und warm
halten.
• Den Kraftstofftank am Ende jeder Arbeitsschicht
auffüllen.
• Luftfilter und Lufteinlass täglich kontrollieren.
Lufteinlass häufiger kontrollieren, wenn bei
Schnee gearbeitet wird.
• Darauf achten, dass sich die Glühkerzen in gutem
Betriebszustand befinden. Siehe Handbuch für
Prüfungen und Einstellungen, “Glow Plug - Test”.
Durch die Verwendung von Alkohol oder anderen
Starthilfeflüssigkeiten können Körperverletzungen und Sachschäden hervorgerufen werden.
Alkohol und sonstige Starthilfeflüssigkeiten sind
sehr leicht entzündlich und giftig. Bei einer falschen Lagerung kann es zu Körperverletzungen
oder Sachschäden kommen.
Keine Aerosol-Starthilfen, wie z.B. Äther, verwenden. In diesem Fall besteht Explosions- bzw.
Verletzungsgefahr.
36
SGBU7833
Betrieb bei tiefen Umgebungstemperaturen
Betrieb bei tiefen Umgebungstemperaturen
• Zum Fremdstarten mit Überbrückungskabeln bei
niedrigen Temperaturen finden sich in diesem
Betriebs- und Wartungshandbuch, “Starten mit
Überbrückungskabeln” entsprechende
Anleitungen.
Viskosität des Motorschmieröls
Die richtige Viskosität des Motoröls ist von
entscheidender Bedeutung. Die Ölviskosität
beeinflusst das zum Durchdrehen des Motors
benötigte Drehmoment. Informationen zur
empfohlenen Ölviskosität finden sich in diesem
Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Flüssigkeitsempfehlungen”.
Kühlmittelempfehlungen
Das Kühlsystem muss für die tiefsten zu erwartenden
Außentemperaturen geschützt werden. Informationen
zur empfohlenen Kühlmittelmischung finden sich in
diesem Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Flüssigkeitsempfehlungen”.
Empfehlungen zum Anwärmen des
Kühlmittels
Einen Motor aufwärmen, dessen Temperatur
aufgrund von Inaktivität unter die normale
Betriebstemperatur abgesunken ist. Das Aufwärmen
sollte erfolgen, bevor der Motor wieder mit voller
Leistung betrieben wird. Während des Betriebs bei
sehr niedrigen Temperaturen können die
Motorventiltriebe beschädigt werden, wenn der Motor
nur für jeweils kurze Zeit in Betrieb ist. Dies kann
auftreten, wenn der Motor häufig gestartet und wieder
abgestellt wird, ohne dass er vollständig warmlaufen
konnte.
Wenn der Motor mit Temperaturen unter der
normalen Betriebstemperatur betrieben wird,
verbrennen Kraftstoff und Öl im Verbrennungsraum
nicht vollständig. Dies verursacht weiche
Kohlenstoffablagerungen an den Ventilschäften.
Üblicherweise führen die Ablagerungen nicht zu
Problemen, da sie während des Betriebs mit normaler
Motorbetriebstemperatur verbrennen.
Bei niedrigen Temperaturen muss das Kühlmittel
häufig auf die richtige Glykolkonzentration kontrolliert
werden, damit ausreichender Frostschutz
gewährleistet ist.
Wenn der Motor häufig gestartet und abgestellt wird,
ohne dass er ausreichend lang in Betrieb ist, um
vollständig warmzulaufen, werden die
Kohlenstoffablagerungen dicker. Dies kann folgende
Probleme verursachen:
Kühlwasservorwärmer
• Die Ventile können sich nicht frei bewegen.
Kühlwasservorwärmer (wenn vorhanden) erwärmen
das die Verbrennungsräume umgebende
Motorkühlwasser. Das Vorwärmen hat folgende
Vorteile:
• besseres Startverhalten
• kürzere Aufwärmzeit
Ein elektrischer Kühlwasservorwärmer kann
eingeschaltet werden, wenn der Motor abgestellt ist.
Ein effektiver Kühlwasservorwärmer weist
üblicherweise eine Leistung von 1250/1500 W auf.
Weitere Informationen hält Ihr Perkins -Händler oder
Ihr Perkins -Vertriebshändler bereit.
Betrieb des Motors im Leerlauf
Wenn der Motor nach dem Starten bei niedrigen
Temperaturen im Leerlauf läuft, die Motordrehzahl
von 1000/min auf 1200/min erhöhen. Mit dieser
höheren Drehzahl wird der Motor schneller
aufgewärmt. Das Beibehalten einer
Leerlaufanhebung über längere Zeit ist einfacher,
wenn ein Gashebel eingebaut wird. Der Motor darf
nicht mit “zu hoher” Drehzahl betrieben werden, um
das Warmlaufen zu verkürzen.
Eine geringe Belastung (Parasitärlast) des Motors
während des Leerlaufs trägt dazu bei, die
Mindestbetriebstemperatur zu erreichen. Die
Mindest-Betriebstemperatur beträgt 82 °C (179,6 °F).
• Die Ventile verklemmen.
• Die Ventilgestänge können verbiegen.
• Weitere Beschädigungen der
Ventiltriebkomponenten können auftreten.
Aus diesem Grund muss der Motor nach dem Starten
laufen, bis die Kühlmitteltemperatur mindestens
71 °C (160 °F) erreicht hat. Die
Kohlenstoffablagerungen auf den Ventilschäften
werden auf einem Minimum gehalten. Die Ventile und
Ventilkomponenten können sich weiterhin frei
bewegen.
Darüber hinaus muss der Motor warm sein, damit die
anderen Motorteile in besserem Zustand gehalten
werden und der Motor allgemein eine längere
Nutzungsdauer erreichen kann. Die Schmierung ist
besser. Das Öl enthält weniger Säuren und Schlamm.
Durch diese Schmierung erreichen die Motorlager,
die Kolbenringe und anderen Teile eine längere
Nutzungsdauer. Unnötigen Betrieb im Leerlauf jedoch
auf 10 Minuten begrenzen, um Verschleiß und
unnötigen Kraftstoffverbrauch zu vermeiden.
SGBU7833
37
Betrieb bei tiefen Umgebungstemperaturen
Auswirkungen von tiefen Umgebungstemperaturen auf den Kraftstoff
Kühlwasserthermostat und isolierte
Heizungsleitungen
Der Motor ist mit einem Kühlwasserthermostaten
ausgestattet. Wenn die Motorkühlmitteltemperatur
unter der ordnungsgemäßen Betriebstemperatur
liegt, strömt Kühlwasser durch den
Motorzylinderblock in den Motorzylinderkopf. Das
Kühlmittel läuft über einen internen Durchlass, der
das Ventil des Kühlmittelthermostaten umgeht,
zurück zum Zylinderblock. Mit diesem System wird
sichergestellt, dass bei niedrigen
Betriebstemperaturen Kühlmittel um den Motor
strömt. Der Kühlwasserthermostat beginnt sich zu
öffnen, wenn das Motorkühlwasser die
ordnungsgemäße Mindestbetriebstemperatur erreicht
hat. Während die Temperatur des Motorkühlwassers
über die Mindestbetriebstemperatur steigt, öffnet sich
der Kühlwasserthermostat weiter, damit mehr
Kühlmittel durch den Kühler laufen kann, um die
überschüssige Wärme abzuleiten.
Das allmähliche Öffnen des Kühlwasserthermostaten
bewirkt das allmähliche Schließen des
Umgehungsdurchlasses zwischen Zylinderblock und
-kopf. Durch dieses System wird ein maximaler
Kühlmitteldurchfluss zum Kühler sichergestellt, um für
eine maximale Wärmeableitung zu sorgen.
[German] Anmerkung: Perkins rät von
Luftstrombegrenzungsvorrichtungen, wie z.B. einer
Kühlerabdeckung, ab. Die Begrenzung des
Luftstroms kann Folgendes verursachen: hohe
Abgastemperaturen, Leistungsverlust, übermäßigen
Lüfterbetrieb and geringere Kraftstoffeffizienz.
Eine Kabinenheizung ist bei sehr niedrigen
Temperaturen von großem Vorteil. Die
Zulaufleitungen vom Motor und die Rückführleitungen
vom Fahrerhaus sollten isoliert sein, um den
Wärmeverlust an die Außenluft zu verringern.
Isolierung von Lufteinlass und
Motorraum
Wenn die Temperatur häufig unter -18 °C (-0 °F)
absinkt, muss der Einlass des Luftfilters unter
Umständen im Motorraum angeordnet werden. Wenn
sich der Luftfilter im Motorraum befindet, tritt
möglicherweise auch weniger Schnee in den Luftfilter
ein. Darüber hinaus erwärmt die Abwärme des
Motors die Ansaugluft.
Durch Isolieren des Motorraums wird zusätzliche
Wärme um den Motor gehalten.
i06059805
Auswirkungen von tiefen
Umgebungstemperaturen auf
den Kraftstoff
[German] Anmerkung: Nur von Perkins
empfohlene Kraftstoffsorten verwenden. Siehe dazu
dieses Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Flüssigkeitsempfehlungen”.
Eigenschaften des Dieselkraftstoffs können
erhebliche Auswirkungen auf die Fähigkeit des
Motors zum Kaltstart haben. Entscheidend für die
Eigenschaften des Dieselkraftstoffs bei niedrigen
Temperaturen ist die Zulässigkeit für die minimale
Umgebungstemperatur, bei der der Motor betrieben
wird. Die Eigenschaften von Dieselkraftstoff bei
niedrigen Temperaturen werden anhand folgender
Eigenschaften definiert:
• Trübungspunkt
• Pourpoint
• Temperaturgrenzwert der Filtrierbarkeit (CFPP,
Cold Filter Plugging Point)
Der Trübungspunkt des Kraftstoffs ist die Temperatur,
bei der natürlich im Dieselkraftstoff vorkommende
Paraffine beginnen, Kristalle zu bilden. Der
Trübungspunkt des Kraftstoffs muss unter der tiefsten
Umgebungstemperatur liegen, damit die Filter nicht
verstopfen.
Der Temperaturgrenzwert der Filtrierbarkeit ist die
Temperatur, bei der ein bestimmter Kraftstoff eine
standardisierte Filterungvorrichtung passiert. Anhand
des Temperaturgrenzwerts der Filtrierbarkeit kann die
untere Betriebstemperatur des Kraftstoffs geschätzt
werden.
Der Pourpoint ist die letzte Temperatur, bevor der
Kraftstoff nicht mehr fließt und Paraffinausscheidung
des Kraftstoffs auftritt.
Beim Kauf von Dieselkraftstoff muss auf diese
Eigenschaften geachtet werden. Die
durchschnittliche Umgebungstemperatur im
Einsatzgebiet des Motors beachten. Motoren, die in
einem bestimmten Klima betankt werden, laufen
möglicherweise nicht zufriedenstellend, wenn sie in
ein anderes Klima transportiert werden. Es können
Probleme infolge von Temperaturänderungen
auftreten.
Bevor eine Fehlersuche wegen schwacher
Motorleistung oder schlechter Funktion während der
Wintermonate durchgeführt wird, sollte der Kraftstoff
auf Paraffinkristalle kontrolliert werden.
Folgende Komponenten können dazu beitragen,
Probleme mit Paraffinausscheidung des
Dieselkraftstoffes bei tiefer Temperatur zu verringern:
38
SGBU7833
Betrieb bei tiefen Umgebungstemperaturen
Kraftstoffsystem und tiefe Umgebungstemperaturen
• Kraftstoffvorwärmung, die von einem Erstausrüster
geliefert werden kann
• Kraftstoffleitungsisolierung, die von einem
Erstausrüster geliefert werden kann
Dieselkraftstoffklassen für niedrige und arktische
Temperaturen sind in Ländern und Regionen mit
schweren Wintern verfügbar. Weitere Informationen
finden sich unter Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Betrieb bei tiefen Umgebungstemperaturen”.
Eine weitere wichtige Kraftstoffeigenschaft, die den
Kaltstart und den Betrieb von Dieselmotoren
beeinflussen kann, ist die Cetanzahl. Weitere
Informationen finden sich unter Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Flüssigkeitsempfehlungen”.
i01947867
Kraftstoffsystem und tiefe
Umgebungstemperaturen
Kraftstofftanks
In teilweise gefüllten Kraftstofftanks kann es zur
Bildung von Kondenswasser kommen. Nach jedem
Motoreinsatz die Kraftstofftanks auffüllen.
Kraftstofftanks müssen unten mit einer Vorrichtung
zum Ablassen von Wasser und Bodensatz
ausgerüstet sein. An einigen Kraftstofftanks werden
Zuführrohre verwendet, bei denen sich Wasser und
Bodensatz unter dem Ende des Zuführrohrs absetzen
können.
An anderen Kraftstofftanks werden Zuführleitungen
verwendet, die den Kraftstoff direkt vom Boden des
Tanks ansaugen. Wenn der Motor mit einem
derartigen System ausgerüstet ist, muss der
Kraftstofffilter unbedingt regelmäßig gewartet werden.
Wasser und Bodensatz wie folgt aus allen
Vorratstanks ablassen: wöchentlich, bei jedem
Ölwechsel and beim Auftanken. Dadurch wird
verhindert, dass Wasser und/oder Bodensatz aus
dem Vorratstank in den Kraftstofftank des Motors
gepumpt werden.
Kraftstofffilter
Es ist möglich, dass zwischen Kraftstofftank und dem
Kraftstoffeinlass des Motors ein Hauptkraftstofffilter
montiert ist. Das Kraftstoffsystem nach dem
Wechseln des Kraftstofffilters immer entlüften, um
Luftblasen aus dem Kraftstoffsystem zu entfernen.
Für weitere Hinweise zum Entlüften des
Kraftstoffsystems siehe dieses Betriebs- und
Wartungshandbuch im Abschnitt "Wartung".
Dem Filtervermögen (der Mikrondichte) und der Lage
des Hauptfilters kommen beim Betrieb in tiefen
Umgebungstemperaturen besondere Bedeutung zu.
Der Hauptkraftstofffilter und seine Zufuhrleitung
werden von kaltem Kraftstoff besonders stark
beeinflusst.
Kraftstoffheizungen
[German] Anmerkung: Der Erstausrüster kann die
Ausführung mit Kraftstoffheizungen ausstatten. Wenn
dies der Fall ist, bei warmem Wetter die elektrische
Kraftstoffheizung abnehmen, um ein Überhitzen des
Kraftstoffs zu verhindern. Wenn es sich bei der
Kraftstoffheizung um einen Wärmetauscher handelt,
sollte der Erstausrüster eine Umgehung für warmes
Wetter bereitgestellt haben. Sicherstellen, dass die
Umgehung bei warmem Wetter betriebsbereit ist,
damit der Kraftstoff nicht überhitzt.
Für weitere Informationen über Kraftstoffheizungen
(falls vorhanden) siehe die Informationen des
Erstausrüsters.
SGBU7833
39
Wartung
Füllmengen
Wartung
Kühlsystem
Füllmengen
i02248463
Füllmengen
Zur Wartung des Kühlsystems muss sein
Gesamtinhalt bekannt sein. Das ungefähre
Fassungsvermögen des Motor-Kühlsystems ist unten
aufgeführt. Das Fassungsvermögen der externen
Systeme hängt vom Einsatz ab. Das
Fassungsvermögen des externen Systems ist den
technischen Daten des Herstellers zu entnehmen.
Diese Angaben zu den Füllmengen werden benötigt,
um die erforderliche Menge Kühl- und
Frostschutzmittel für das gesamte Kühlsystem zu
ermitteln.
Schmiersystem
Die Füllmengenangaben für das Kurbelgehäuse des
Motors bezeichnen das ungefähre
Fassungsvermögen des Kurbelgehäuses oder der
Ölwanne mit den Standard-Ölfiltern. Für ZusatzÖlfiltersysteme wird zusätzliches Öl benötigt. Das
Fassungsvermögen des Zusatzölfilters ist den
technischen Daten des Herstellers zu entnehmen.
Weitere Angaben zu den Schmiermitteln finden sich
in diesem Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Wartung”.
Motor1104
Tabelle 7
Saugmotor 1104
Gehäuse oder System
Motor, allein
10,4
11
Fassungsvermögen des externen Kühlsystems (OEM-Empfehlung) (1)
(1)
Tabelle 5
Motor 1104
Gehäuse oder System
Standard-Ölwanne für das Kurbelgehäuse
des Motors (1)
Liter
US-Quart
6,5
7
Angegeben ist die ungefähre Füllmenge für das Kurbelgehäuse
und die ab Werk gelieferten Standard-Ölfilter. Motoren mit Zusatzölfiltern benötigen zusätzliches Öl. Das Fassungsvermögen
des Zusatzölfilters ist den technischen Daten des Herstellers zu
entnehmen.
(2)
Das externe Kühlsystem besteht aus einem Kühler oder einem
Ausgleichsbehälter und den folgenden Komponenten: Wärmetauscher, Ladeluftkühler and Rohrleitungen. Siehe die Spezifikationen des jeweiligen Herstellers. Fassungsvermögen des
externen Systems in diese Zeile eintragen.
Beim gesamten Kühlsystem sind das Fassungsvermögen des
Motorkühlsystems und das des externen Kühlsystems berücksichtigt. Gesamtwert in diese Zeile eintragen.
Tabelle 8
Motor 1104 mit Turbolader
Gehäuse oder System
Motor, allein
Motor1103
Liter
US-Quart
11,4
12
Fassungsvermögen des externen Kühlsystems (OEM-Empfehlung) (1)
Tabelle 6
Gesamtes Kühlsystem (2)
Motor 1103
(1)
Gehäuse oder System
Liter
US-Quart
Standard-Ölwanne für das Kurbelgehäuse
des Motors (1)
6,5
7
(1)
US-Quart
Gesamtes Kühlsystem (2)
Motor1104
(1)
Liter
Angegeben ist die ungefähre Füllmenge für das Kurbelgehäuse
und die ab Werk gelieferten Standard-Ölfilter. Motoren mit Zusatzölfiltern benötigen zusätzliches Öl. Das Fassungsvermögen
des Zusatzölfilters ist den technischen Daten des Herstellers zu
entnehmen.
(2)
Das externe Kühlsystem besteht aus einem Kühler oder einem
Ausgleichsbehälter und den folgenden Komponenten: Wärmetauscher, Ladeluftkühler and Rohrleitungen. Siehe die Spezifikationen des jeweiligen Herstellers. Fassungsvermögen des
externen Kühlsystems in diese Zeile eintragen.
Beim gesamten Kühlsystem sind das Fassungsvermögen des
Motorkühlsystems und das des externen Kühlsystems berücksichtigt. Gesamtwert in diese Zeile eintragen.
40
SGBU7833
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
Motor1103
Tabelle 9
Saugmotor 1103 ohne Ölkühler
Gehäuse oder System
Motor, allein
Liter
US-Quart
4,21
4
Fassungsvermögen des externen Kühlsystems (OEM-Empfehlung) (1)
Gesamtes Kühlsystem (2)
(1)
(2)
Das externe Kühlsystem besteht aus einem Kühler oder einem
Ausgleichsbehälter und den folgenden Komponenten: Wärmetauscher, Ladeluftkühler and Rohrleitungen. Siehe die Spezifikationen des jeweiligen Herstellers. Fassungsvermögen des
externen Systems in diese Zeile eintragen.
Beim gesamten Kühlsystem sind das Fassungsvermögen des
Motorkühlsystems und das des externen Kühlsystems berücksichtigt. Gesamtwert in diese Zeile eintragen.
Tabelle 10
Motor, allein
Liter
US-Quart
4,43
4,02
Fassungsvermögen des externen Kühlsystems (OEM-Empfehlung) (1)
Gesamtes Kühlsystem (2)
(1)
(2)
HINWEIS
Das spezifische Gewicht des Kühlmittels häufig kontrollieren, um ausreichenden Gefrier- und Siedeschutz zu gewährleisten.
Kühlsystem reinigen, wenn Folgendes festgestellt
wird:
• Verschmutzung des Kühlsystems
• Überhitzen des Motors
Saugmotoren und Turboladermotoren 1103 mit
Ölkühler
Gehäuse oder System
HINWEIS
Wenn der Motor an einem Ort gelagert oder an einen
Ort transportiert werden soll, an dem Umgebungstemperaturen unter dem Gefrierpunkt vorherrschen,
muss das Kühlsystem entweder bis zu den tiefsten zu
erwartenden Umgebungstemperaturen vor Beschädigung geschützt oder vollständig entleert werden.
Das externe Kühlsystem besteht aus einem Kühler oder einem
Ausgleichsbehälter und den folgenden Komponenten: Wärmetauscher, Ladeluftkühler and Rohrleitungen. Siehe die Spezifikationen des jeweiligen Herstellers. Fassungsvermögen des
externen Systems in diese Zeile eintragen.
Beim gesamten Kühlsystem sind das Fassungsvermögen des
Motorkühlsystems und das des externen Kühlsystems berücksichtigt. Gesamtwert in diese Zeile eintragen.
i06059791
Flüssigkeitsempfehlungen
Allgemeine
Kühlmittelinformationen
HINWEIS
Nie Kühlmittel in einen überhitzten Motor einfüllen.
Dies führt zu Motorschäden. Motor erst abkühlen
lassen.
• Schaumbildung im Kühlmittel
HINWEIS
Den Motor nur in Betrieb nehmen, wenn das Kühlsystem mit Wasserthermostaten versehen ist. Wasserthermostate tragen dazu bei, dass das Kühlmittel
seine richtige Betriebstemperatur beibehält. Beim
Fehlen von Wasserthermostaten können sich Kühlsystem-Probleme entwickeln.
Motorausfälle stehen vielfach im Zusammenhang mit
dem Kühlsystem. Die folgenden Probleme können in
Zusammenhang mit dem Kühlsystem auftreten:
Überhitzung, Leckage an der
Wasserpumpendichtung and verstopfte Kühler oder
Wärmetauscher.
Diese Ausfälle können durch die richtige Wartung des
Kühlsystems vermieden werden. Die Wartung des
Kühlsystems ist ebenso wichtig wie die Wartung des
Kraftstoff- oder Schmiersystems. Die Qualität des
Kühlmittels ist genauso wichtig wie die Qualität des
Kraftstoffs und Schmieröls.
Kühlmittel bestehen normalerweise aus drei
Bestandteilen: Wasser, Zusätze and Glykol.
Wasser
Das Wasser dient im Kühlsystem zur
Wärmeübertragung.
Für die Verwendung in Kühlsystemen wird
destilliertes oder vollentsalztes Wasser
empfohlen.
NICHT die folgenden Typen von Wasser in
Kühlsystemen verwenden: hartes Wasser, mit Salz
enthärtetes Wasser and Meerwasser.
SGBU7833
41
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
Ist kein destilliertes oder vollentsalztes Wasser
verfügbar, Wasser mit den in Tabelle 11 aufgeführten
Eigenschaften verwenden.
Tabelle 11
Geeignetes Wasser
Bezeichnung
Obergrenze
Chlor (Cl)
40 mg/l
Sulfat (SO4)
100 mg/l
Gesamthärte
170 mg/l
Gesamtfeststoffmenge
340 mg/l
Säuregehalt
pH-Wert von 5,5 bis 9,0
Glykol
Das Glykol im Kühlmittel sorgt für Schutz vor
folgenden Zuständen:
• Sieden
• Frost
• Kavitation der Wasserpumpe
Perkins empfiehlt eine Mischung aus gleichen Teilen
Glykol und Wasser für maximale Leistung.
[German] Anmerkung: Eine Mischung verwenden,
die Schutz bei der tiefsten zu erwartenden
Umgebungstemperatur bietet.
Wenden Sie sich für eine Wasseranalyse an eine der
folgenden Stellen:
[German] Anmerkung: Zu 100 Prozent reines Glykol
gefriert bei einer Temperatur von –13 °C (–8,6 °F).
• kommunales Wasserwerk
In den meisten herkömmlichen Frostschutzmitteln
wird Ethylenglykol verwendet. Propylenglykol kann
ebenfalls verwendet werden. Bei einer Mischung mit
gleichen Teilen Wasser bieten Ethylenglykol und
Propylenglykol vergleichbaren Frost- und
Siedeschutz. Siehe Tabellen 12 und 13 .
• landwirtschaftliche Versuchsanstalt
• unabhängiges Labor
Additive
Additive schützen die Metallflächen eines
Kühlsystems. Eine unzureichende Konzentration
oder das Fehlen von Additiven führt zu folgenden
Problemen:
Tabelle 12
Ethylenglykol
Konzentration
Schutz vor Gefrieren
50 %
-36 °C (-33 °F)
60 %
-51 °C (-60 °F)
• Korrosion
• Bildung von mineralischen Ablagerungen
• Rost
• Waage
• Schaumbildung im Kühlmittel
Viele Additive werden während des Motorbetriebs
verbraucht. Diese Additive müssen regelmäßig
ersetzt werden.
Additive müssen in der richtigen Konzentration
beigefügt werden. Bei einer übermäßigen
Konzentration können sich die Hemmstoffe von der
Lösung absetzen. Die Ablagerungen können
folgende Probleme hervorrufen:
HINWEIS
Propylenglykol wegen seiner verminderten Wärmeübertragungsfähigkeit nicht in Konzentrationen mit einem Glykolanteil von über 50 Prozent verwenden.
Unter Bedingungen, die zusätzlichen Schutz vor Sieden oder Gefrieren erfordern, Ethylenglykol
verwenden.
Tabelle 13
Propylenglykol
Konzentration
Schutz vor Gefrieren
50 %
-29 °C (-20 °F)
• Einschränkung der Wärmeübertragung
Zur Überprüfung der Glykolkonzentration im
Kühlmittel das spezifische Gewicht des Kühlmittels
messen.
• Leckage an der Wasserpumpendichtung
Kühlmittelempfehlungen
• Verstopfung des Motorkühlers, sonstiger Kühler
und enger Durchgänge
• ELC
Langzeitkühlmittel
• SCA
Kühlmittelzusatz
• Gelbildung
• ASTM
Materials
American Society for Testing and
42
SGBU7833
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
Die folgenden zwei Kühlmittel werden in Perkins
-Dieselmotoren verwendet:
Bevorzugt – Perkins -Langzeitkühlmittel
• HD-Gasmotoren
• HD-Dieselmotoren
• Straßenfahrzeuge
Zulässig – Ein handelsübliches HDFrostschutzmittel, das den Spezifikationen nach
“ASTM D6210” entspricht
Ausreichend – Ein handelsübliches HDFrostschutzmittel, das die Spezifikationen “ASTM
D4985” erfüllt. Muss nach 1 Jahr gewechselt werden.
HINWEIS
Kein handelsübliches Kühl-/Frostschutzmittel verwenden, das nur der Spezifikation ASTM D3306 entspricht. Diese Art von Kühl-/Frostschutzmittel dient
nur für leichte Kfz-Anwendungen.
Perkins empfiehlt eine Mischung aus gleichen Teilen
Wasser und Glykol. Diese Mischung aus Wasser und
Glykol bietet eine optimale Leistung als HDFrostschutzmittel. Das Verhältnis kann auf einen Teil
Wasser und zwei Teile Glykol erhöht werden, wenn
zusätzlicher Frostschutz erforderlich ist.
Eine Mischung aus einem Kühlmittelzusatz und
Wasser ist möglich, leistet jedoch nicht denselben
Schutz vor Korrosion, Sieden und Gefrieren wie
Langzeitkühlmittel. Perkins empfiehlt, für diese
Kühlsysteme eine sechs- bis achtprozentige
Konzentration des Kühlmittelzusatzes zu verwenden.
Destilliertes oder vollentsalztes Wasser ist zu
bevorzugen. Wasser, das die empfohlenen
Eigenschaften aufweist, kann verwendet werden.
Tabelle 14
Kühlmittelnutzungsdauer
Kühlmittel
Nutzungsdauer(1)
Perkins -Langzeitkühlmittel
6.000 Betriebsstunden oder drei
Jahre
Handelsübliches HD-Frostschutzmittel nach “ASTM
D6210”
3000 Betriebsstunden bzw. zwei
Jahre
Handelsübliches HD-Frostschutzmittel gem. “ASTM
D4985”
3000 Betriebsstunden oder 1 Jahr
Handelsüblicher Kühlmittelzu3000 Betriebsstunden oder 1 Jahr
satz und Wasser
(1)
Den Zeitpunkt wählen, der zuerst auftritt. Gleichzeitig muss das
Kühlsystem auch ausgespült werden.
ELC
Langzeitkühlmittel (ELC) von Perkins eignet sich für
die folgenden Einsätze:
Die korrosionshemmenden Additive im ELC
unterscheiden sich von den korrosionshemmenden
Additiven in anderen Kühlmitteln. Das ELC ist ein
Kühlmittel auf Ethylenglykolbasis. Das ELC enthält
jedoch auch organische Korrosions- und
Schaumhemmstoffe mit geringem Nitritgehalt. Das
Langzeitkühlmittel von Perkins enthält die korrekten
Mengen dieser Additive zum sicheren
Korrosionsschutz für alle Metalle im
Motorkühlsystem.
Das Langzeitkühlmittel ist in einer gebrauchsfertigen
Mischung mit 50 % destilliertem Wasser erhältlich.
Das Langzeitkühlmittel wird als 1:1-Gemisch
angeboten. Das gebrauchsfertige Langzeitkühlmittel
bietet Frostschutz bis -36 °C (-33 °F). Das
gebrauchsfertige Langzeitkühlmittel wird für die
Erstfüllung des Kühlsystems empfohlen. Das
gebrauchsfertige Langzeitkühlmittel wird auch zum
Nachfüllen des Kühlsystems empfohlen.
Es sind Behälter in verschiedenen Größen lieferbar.
Die Bestellnummern sind bei Ihrem Perkins -Händler
zu erfragen.
Wartung des Kühlsystems bei
Verwendung von
Langzeitkühlmittel (ELC)
Richtige Zusätze zum Langzeitkühlmittel
HINWEIS
Für gebrauchsfertige Kühlmittel oder Kühlmittelkonzentrate nur Perkins-Produkte verwenden.
Mischen von Langzeit-Kühlmittel (ELC) mit anderen
Produkten verkürzt seine Nutzungsdauer. Wenn
diese Empfehlungen nicht befolgt werden, kann es zu
einer Verkürzung der Nutzungsdauer der Kühlsystemteile kommen, falls keine Korrekturmaßnahmen
durchgeführt werden.
Zur Wahrung der Ausgewogenheit zwischen
Frostschutzmittel und Additiven muss die empfohlene
Konzentration von Langzeitkühlmittel beibehalten
werden. Eine Verringerung der
Frostschutzmittelkonzentration verringert die
Konzentration der Additive. Dies vermindert die
Fähigkeit des Kühlmittels, das System vor Lochfraß,
Kavitation, Erosion und Ablagerungen zu schützen.
SGBU7833
43
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
HINWEIS
Kein handelsübliches Kühlmittel zum Auffüllen eines
Kühlsystems verwenden, das mit Langzeit-Kühlmittel
(ELC) gefüllt ist.
Keinen Standard-Kühlmittelzusatz (SCA) verwenden.
Beim Einsatz von Perkins-Langzeit-Kühlmittel keinen
Standard-Kühlmittelzusatz
bzw.
Standardfilter
verwenden.
Reinigen eines mit Langzeitkühlmittel
gefüllten Kühlsystems
[German] Anmerkung: Bei Kühlsystemen, die
bereits Langzeitkühlmittel enthalten, sind keine
Reinigungsmittel erforderlich. Reinigungsmittel sind
nur erforderlich, wenn das System durch das
Hinzufügen eines anderen Kühlmittels oder durch
eine Beschädigung des Kühlsystems verschmutzt
wurde.
Beim Ablassen von Langzeitkühlmittel aus dem
Kühlsystem ist nur klares Wasser erforderlich.
Vor dem Befüllen des Kühlsystems muss der
Heizungsregler (wenn vorhanden) in die Stellung
WARM geschaltet werden. Zur Einstellung des
Heizungsreglers den Erstausrüster befragen.
Nachdem das Kühlsystem entleert und erneut befüllt
wurde, den Motor laufen lassen, bis das Kühlmittel
normale Betriebstemperatur erreicht hat und der
Kühlmittelfüllstand sich stabilisiert hat. Bei Bedarf
Kühlmittelmischung nachfüllen, um das System bis
zum richtigen Kühlmittelstand zu befüllen.
Wechsel zu Perkins -Langzeitkühlmittel
(ELC)
Beim Umstellen von HD-Frostschutzmittel auf
Perkins -Langzeitkühlmittel folgendermaßen
vorgehen:
HINWEIS
Es muss darauf geachtet werden, dass während der
Durchführung von Inspektionen, Wartungsarbeiten,
Kontrollen sowie Einstell- und Reparaturarbeiten am
Motor keine Flüssigkeiten austreten können. Die
Flüssigkeiten müssen in geeigneten Behältern aufgefangen werden, wenn sie von Gehäusen abgelassen
oder wenn Flüssigkeiten enthaltende Bauteile auseinandergenommen werden.
Alle Flüssigkeiten entsprechend den geltenden Bestimmungen und Vorschriften entsorgen.
1. Kühlmittel in einen geeigneten Behälter ablassen.
2. Kühlmittel gemäß den örtlichen Bestimmungen
entsorgen.
3. System mit sauberem Wasser durchspülen, um
jeglichen Schmutz zu entfernen.
4. Zum Reinigen des Systems einen geeigneten
Reiniger verwenden. Die Anweisungen auf dem
Etikett befolgen.
5. Reinigungsmittel in einen geeigneten Behälter
ablaufen lassen. Kühlsystem mit sauberem
Wasser durchspülen.
6. Das Kühlsystem mit sauberem Wasser füllen und
den Motor in Betrieb nehmen, bis er auf
49 bis 66 °C (120 bis 150 °F) warmgelaufen ist.
HINWEIS
Unsachgemäßes oder unvollständiges Spülen des
Kühlsystems kann Schäden an Kupfer- und anderen
Metallteilen verursachen.
Um Schäden am Kühlsystem zu vermeiden, das
Kühlsystem unbedingt vollständig mit klarem Wasser
spülen. System so lange spülen, bis keine Anzeichen
von Reinigungsmittel mehr feststellbar sind.
7. Inhalt des Kühlsystems in einen geeigneten
Behälter ablaufen lassen und Kühlsystem mit
sauberem Wasser durchspülen.
[German] Anmerkung: Der Kühlsystemreiniger
muss gründlich aus dem Kühlsystem ausgespült
werden. Durch Kühlsystemreiniger, der im System
verbleibt, wird das Kühlmittel verunreinigt. Durch den
Kühlsystemreiniger kann außerdem das Kühlsystem
korrodieren.
8. Schritte 6 und 7 wiederholen, bis das System
vollständig sauber ist.
9. Das Kühlsystem mit vorgemischtem Perkins
-Langzeitkühlmittel füllen.
Verunreinigung eines ELC-Kühlsystems
HINWEIS
Mischen von Langzeitkühlmittel (ELC) mit anderen
Produkten reduziert den Wirkungsgrad und die Nutzungsdauer des Langzeitkühlmittels. Für vorgemischte Kühlmittel oder Kühlmittelkonzentrate nur
Perkins-Produkte verwenden. Nichtbeachtung dieser
Empfehlungen kann die Nutzungsdauer der Kühlsystembauteile verkürzen.
44
SGBU7833
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
Ein mit Langzeitkühlmittel gefülltes System kann eine
Verunreinigung mit bis zu 10 Prozent
handelsüblichem HD-Frostschutzmittel oder
Kühlmittelzusatz vertragen. Beträgt die
Verunreinigung mehr als 10 % des Gesamtinhalts,
EINES der folgenden Verfahren durchführen:
• Das Kühlmittel in einen geeigneten Behälter
ablaufen lassen. Kühlmittel gemäß den örtlichen
Bestimmungen entsorgen. Das System mit klarem
Wasser durchspülen. Das System mit Perkins
-Langzeitkühlmittel füllen.
Beifügen von Kühlmittelzusatz zu HDKühlmittel bei Erstfüllung
Die Gleichung in Tabelle 15 verwenden, um die
Menge von Kühlmittelzusatz (SCA, Supplemental
Coolant Additive) zu bestimmen, die bei der
Erstbefüllung des Kühlsystems erforderlich ist.
Tabelle 15
Gleichung für die Zugabe von Kühlmittelzusatz zu HD-Kühlmittel bei Erstfüllung
V × 0,045 = X
• Einen Teil des Kühlsysteminhalts gemäß den
örtlichen Bestimmungen in einen geeigneten
Behälter ablaufen lassen. Danach das Kühlsystem
mit gebrauchsfertigem Langzeitkühlmittel füllen.
Dadurch wird die Verunreinigung auf weniger als
10 Prozent verringert.
• Das System so warten, als ob es mit
herkömmlichem HD-Kühlmittel gefüllt ist. Diesem
System Kühlmittelzusatz beifügen. Das Kühlmittel
zu dem für das herkömmliche HD-Kühlmittel
empfohlenen Intervall wechseln.
Handelsübliches HD-Frostschutzmittel
und Kühlmittelzusatz
HINWEIS
Es darf kein handelsübliches HD-Kühlmittel verwendet werden, das Amin als Bestandteil des Korrosionsschutzsystems enthält.
HINWEIS
Niemals einen Motor ohne Kühlwasserthermostat im
Kühlsystem in Betrieb nehmen. Wassertemperaturregler dienen zur Beibehaltung der richtigen Betriebstemperatur
des
Motorkühlmittels.
Ohne
Kühlwasserthermostat können Störungen im Kühlsystem auftreten.
Das Frostschutzmittel (Glykol-Konzentration)
kontrollieren, um ausreichenden Schutz vor Sieden
und Gefrieren zu gewährleisten. Perkins empfiehlt,
zum Prüfen der Glykol-Konzentration ein
Refraktometer zu verwenden. Es sollte kein
Hydrometer verwendet werden.
Perkins -Motorkühlsysteme müssen alle 500
Betriebsstunden auf die richtige Konzentration des
Kühlmittelzusatzes (SCA) geprüft werden.
Wie viel Kühlmittelzusatz beigefügt werden muss,
hängt von den Ergebnissen der Prüfung ab. Ein
flüssiger Kühlmittelzusatz ist unter Umständen alle
500 Betriebsstunden erforderlich.
V stellt das Gesamtfassungsvermögen des Kühlsystems dar.
X entspricht der erforderlichen Menge SCA.
Tabelle 16 enthält ein Fallbeispiel für die in Tabelle
15 angeführte Gleichung.
Tabelle 16
Beispiel für die Gleichung zur Berechnung der Zugabe von
Kühlmittelzusatz zu HD-Kühlmittel bei Erstfüllung
Gesamtinhalt des
Kühlsystems (V)
Multiplikator
Erforderliche Menge Kühlmittelzusatz (X)
15 l (4 US-Gall.)
× 0,045
0,7 l (24 oz)
Zugabe von Kühlmittelzusatz zu HDKühlmittel zur Aufrechterhaltung der
richtigen Konzentration
Bei Verwendung von HD-Frostschutzmitteln MUSS
regelmäßig Kühlmittelzusatz (SCA) hinzugefügt
werden.
Frostschutzmittel regelmäßig auf die Konzentration
des SCA prüfen. Prüfungsintervalle sind diesem
Betriebs- und Wartungshandbuch, “Wartungsplan”
(Abschnitt "Wartung") zu entnehmen.
Kühlmittelzusatz (SCA, Supplemental Coolant
Additive) für Kühlsystem prüfen/hinzufügen
Wie viel Kühlmittelzusatz beigefügt werden muss,
hängt von den Ergebnissen der Prüfung ab. Es hängt
von der Größe des Kühlsystems ab, wie viel SCA
erforderlich ist.
Wenn erforderlich, die Gleichung in Tabelle 17
verwenden, um die Menge an Kühlmittelzusatz zu
bestimmen, die beigefügt werden muss:
Tabelle 17
Gleichung für die Zugabe von Kühlmittelzusatz zu HD-Kühlmittel während der Wartung
V × 0,014 = X
V stellt das Gesamtfassungsvermögen des Kühlsystems dar.
X entspricht der erforderlichen Menge SCA.
45
SGBU7833
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
Tabelle 18 enthält ein Fallbeispiel für die in Tabelle
17 angeführte Gleichung.
Tabelle 18
Beispiel für die Gleichung zur Berechnung der Zugabe von
Kühlmittelzusatz zu HD-Kühlmittel während der Wartung
Gesamtinhalt des
Kühlsystems (V)
Multiplikator
Erforderliche Menge Kühlmittelzusatz (X)
15 l (4 US-Gall.)
× 0,014
0,2 l (7 oz)
Reinigen des Kühlsystems bei
Verwendung von HD-Frostschutzmittel
Abbildung 26
• Das Kühlsystem reinigen, wenn das gebrauchte
Kühlmittel abgelassen wurde oder bevor das
Kühlsystem mit frischem Kühlmittel gefüllt wird.
• Das Kühlsystem immer reinigen, wenn das
Kühlmittel verschmutzt ist oder sich Schaum im
Kühlmittel bildet.
g00546535
Typisches API-Symbol
Tabelle 19
API-Klassifikationen für Industriemotoren
Ölspezifikation
CH-4 ist die Mindestspezifikation
CI-4
i06059787
Flüssigkeitsempfehlungen
Allgemeine Informationen zu
Schmiermitteln
Aufgrund staatlicher Richtlinien zur Einhaltung von
Motorabgasemissionen müssen die
Schmierstoffempfehlungen befolgt werden.
Öle gemäß dem US-amerikanischen
Erdölinstitut (API, American Petroleum
Institute)
Das Engine Oil Licensing and Certification System
(Lizenzierungs- und Zertifizierungssystem für
Motorenöl) des American Petroleum Institute (API)
wird von Perkins anerkannt. Die neueste Ausgabe
der “API-Veröffentlichung Nr. 1509” enthält
ausführliche Informationen zu diesem System. Mit
dem API-Symbol gekennzeichnete Motoröle haben
die API-Zulassung.
Begriffe
Bestimmte Abkürzungen richten sich nach der
Nomenklatur in “SAE J754”. Einige Klassifikationen
verwenden die Abkürzungen aus “SAE J183”.
Zusätzlich zu den Perkins -Definitionen gibt es
andere Definitionen, die beim Kauf von
Schmiermitteln hilfreich sind. Weitere Informationen
zu empfohlenen Schmiermittelviskositäten sind
diesem Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Flüssigkeitsempfehlungen/Motoröl” (Abschnitt
Wartung) zu entnehmen.
Motoröl
Handelsübliche Öle
Die Leistung handelsüblicher Dieselmotoröle beruht
auf API -Klassifikationen. Diese API-Klassifikationen
wurden entwickelt, um handelsübliche Schmiermittel
für eine Vielzahl von Dieselmotoren anzubieten, die
unter den verschiedensten Bedingungen eingesetzt
werden.
Nur handelsübliche Öle verwenden, die den
folgenden Klassifikationen entsprechen:
• Mehrbereichsöl mindestens gemäß API CH-4
• API CI-4
• ACEA E3
Die folgenden Beschreibungen sollen als Hilfe bei der
Wahl des geeigneten handelsüblichen Öls dienen:
API CH-4 – Die API-Öle CH-4 wurden für die
Anforderungen der neuen Hochleistungs-
46
SGBU7833
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
Dieselmotoren entwickelt. Diese Öle wurden
außerdem entwickelt, um die Anforderungen der
Dieselmotoren mit niedrigen Emissionen zu erfüllen.
API CH-4-Öle können außerdem in älteren
Dieselmotoren und in Dieselmotoren, die mit
Kraftstoff mit hohem Schwefelgehalt betrieben
werden, verwendet werden.
Für das Öl API CH-4 wurden drei neue Motortests
entwickelt. Beim ersten Test werden besonders die
Ablagerungen an den Kolben in Motoren mit
zweiteiligen Stahlkolben untersucht. Bei dieser
Prüfung (Ablagerung an den Kolben) wird außerdem
der Ölverbrauch gemessen. Ein zweiter Test wird bei
mäßiger Ölverrußung durchgeführt. Beim zweiten
Test werden die folgenden Kriterien ausgewertet:
Verschleiß der Kolbenringe, Verschleiß der
Zylinderlaufbuchsen and Korrosionswiderstand. Beim
dritten Test werden die folgenden Eigenschaften bei
hohem Rußanteil im Öl gemessen: Verschleiß des
Ventiltriebs, Widerstand des Öls gegen das
Verstopfen des Ölfilters and Schlammkontrolle.
Zusätzlich zu diesen neuen Tests unterliegen die API
CH-4-Öle strengeren Viskositätsgrenzwerten bei
Einsätzen mit hoher Ölverrußung. Die Öle sind
außerdem oxidationsbeständiger. API CH-4-Öle
müssen einen zusätzlichen Test
(Kolbenablagerungen) für Motoren mit einteiligen
Aluminiumkolben bestehen. Die Leistung des Öls
wird auch für Motoren bestimmt, die mit
Dieselkraftstoff mit hohem Schwefelgehalt betrieben
werden.
Durch diese Verbesserungen erreicht API CH-4-Öl
optimale Ölwechselintervalle. Die Verwendung von
API CH-4-Ölen wird bei verlängerten
Ölwechselintervallen empfohlen. API CH-4-Öle
werden für Einsätze empfohlen, in denen ein
Qualitätsöl erforderlich ist. Der Perkins
-Vertriebshändler verfügt über genaue Richtlinien zur
Optimierung von Ölwechselintervallen.
Einige handelsübliche Öle, die den API-Klassen
entsprechen, erfordern möglicherweise kürzere
Ölwechselintervalle. Zum Bestimmen des
Ölwechselintervalls den Zustand des Öls genau
überwachen und eine Verschleißanalyse
durchführen.
Eine Ölspezifikation oberhalb von CH-4 ist für die
Verwendung in Perkins -Motoren zulässig.
HINWEIS
Bei Nichtbeachtung dieser Ölempfehlungen kann sich
die Lebensdauer des Motors aufgrund von Ablagerungen und/oder übermäßigem Verschleiß verkürzen.
Alkaligehalt (Gesamtbasenzahl, GBZ) und
Schwefelgehalt von Kraftstoffen für
Dieselmotoren mit Direkteinspritzung
Die Gesamtbasenzahl eines Öls hängt vom
Schwefelgehalt des Kraftstoffs ab. Für Motoren mit
Direkteinspritzung, die Destillatkraftstoffe verwenden,
beträgt die Mindest-GBZ für frisches Öl das
Zehnfache des Schwefelgehalts. Die
Gesamtbasenzahl (GBZ) wird in “ASTM D2896”
definiert. Unabhängig vom Schwefelgehalt im
Kraftstoff muss das Öl eine Gesamtbasenzahl von
mindestens 5 aufweisen. In Abbildung 27 wird die
Gesamtbasenzahl (GBZ) dargestellt.
Abbildung 27
g00799818
(Y) GBZ des Öls nach “ASTM D2896”
(X) Schwefelgehalt des Kraftstoffs in Gewichts-%
(1) GBZ des Frischöls
(2) Öl wechseln, wenn die GBZ auf 50% der ursprünglichen GBZ
abfällt.
Bei Kraftstoffen mit einem Schwefelgehalt von über
1,5 Prozent folgende Richtlinien befolgen:
• Ein Öl mit der höchsten GBZ auswählen, das einer
dieser Spezifikationen entspricht: API CH-4 and
API CI-4.
• Ölwechselintervalle verkürzen.
Ölwechselintervalle je nach den Ergebnissen der
Öldiagnose festlegen. Bei der Öldiagnose muss
der Zustand des Öls ermittelt und eine
Abriebmetallanalyse durchgeführt werden.
Öle mit hoher GBZ können starke Ablagerungen an
den Kolben verursachen. Diese Ablagerungen
können zu einem höherem Ölverbrauch und
Lackbildung in der Zylinderbohrung führen.
HINWEIS
Beim Betrieb von Dieselmotoren mit Direkteinspritzung mit Kraftstoff mit einem Schwefelgehalt von über
0,5 Prozent müssen die Ölwechselintervalle verkürzt
werden. Durch die verkürzten Ölwechselintervalle
wird ausreichender Verschleißschutz gewährleistet.
47
SGBU7833
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
Die synthetischen Öle erreichen im Allgemeinen in
den folgenden beiden Bereichen eine bessere
Leistung als herkömmliche Öle:
Tabelle 20
Schwefelgehalt im Kraftstoff in Ölwechselintervall
Prozent
unter 0,5
Normal
0,5 bis 1,0
0,75 des normalen Intervalls
über 1,0
0,50 des normalen Intervalls
• Synthetische Öle verfügen über eine bessere
Fließfähigkeit bei tiefen Temperaturen, speziell
unter arktischen Bedingungen.
• Synthetische Öle sind oxidationsbeständiger,
besonders bei hohen Betriebstemperaturen.
Empfehlungen zur Viskosität von
Schmiermitteln für Dieselmotoren mit
Direkteinspritzung
Der richtige SAE-Viskositätsgrad des Öls wird durch
die tiefste Umgebungstemperatur, bei der ein kalter
Motor gestartet werden muss, und die höchste
Umgebungstemperatur während des Motorbetriebs
bestimmt.
Informationen zur Bestimmung der erforderlichen
Ölviskosität beim Starten eines kalten Motors sind
der Abbildung 28 (Tiefsttemperatur) zu entnehmen.
Zur Bestimmung der notwendigen Ölviskosität für den
Motorbetrieb bei der höchsten zu erwartenden
Umgebungstemperatur siehe Abbildung 28
(maximale Temperatur).
Im Allgemeinen ist ein Öl mit dem höchsten
Viskositätsgrad zu wählen, der für die
Umgebungstemperatur beim Starten des Motors
zulässig ist.
Einige synthetische Öle weisen Leistungsmerkmale
auf, durch die das Öl eine längere Nutzungsdauer
erreicht. Perkins empfiehlt für keine Ölsorte die
automatische Verlängerung der Ölwechselintervalle.
Zweitraffinierte Grundöle
Zweitraffinierte Grundöle sind für die Verwendung in
Perkins -Motoren zugelassen, wenn diese Öle die
von Perkins angegebenen Leistungsanforderungen
erfüllen. Zweitraffiniertes Grundöl kann ausschließlich
oder in Kombination mit neuem Grundöl verwendet
werden. Auch nach den US -Militärspezifikationen
und den Spezifikationen anderer
Schwermaschinenhersteller dürfen zweitraffinierte
Grundöle verwendet werden, wenn sie dieselben
Bedingungen erfüllen.
Das Verfahren zur Herstellung von zweitraffinierten
Grundölen muss alle metallischen Verschleißteilchen
und Additive aus dem Altöl entfernen. Normalerweise
umfasst das Verfahren zur Herstellung von
zweitraffinierten Grundölen die Vakuumdestillation
und das Hydrotreating des Altöls. Filtrieren ist zur
Herstellung von zweitraffiniertem Grundöl hoher
Qualität ausreichend.
Schmiermittel für tiefe
Umgebungstemperaturen
Zum Start und Betrieb eines Motors bei
Umgebungstemperaturen unter -20 °C (-4 °F)
müssen Mehrbereichsöle verwendet werden, die bei
tiefen Temperaturen eine gute Fließfähigkeit
aufweisen.
Diese Öle haben einen SAE-Viskositätsgrad von SAE
0W oder SAE 5W.
Für Start und Betrieb eines Motors bei
Umgebungstemperaturen unter -30 °C (-22 °F)
sollten synthetische Mehrbereichsöle mit einem
Viskositätsgrad von 0W oder 5W verwendet werd Ein
Öl verwenden, dessen Stockpunkt unter -50 °C
(-58 °F) liegt.
Abbildung 28
g03329687
Synthetisches Grundöl
Synthetische Grundöle dürfen in diesen Motoren
verwendet werden, sofern diese Öle die
Leistungsanforderungen des Motors erfüllen.
Die Anzahl zulässiger Schmiermittel für
Tieftemperaturen ist begrenzt. Perkins empfiehlt
folgende Schmiermittel für Tieftemperaturen:
Erste Wahl – Ein Öl der Klassifikation EMA DHD-1
verwenden. Ein vom API zugelassenes CH-4-Öl
verwenden. Das Öl sollte einer Viskositätsklasse von
48
SGBU7833
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
SAE 0W20, SAE 0W30, SAE 0W40, SAE 5W30 oder
SAE 5W40 angehören.
Zweite Wahl – Ein Öl mit dem Additivpaket CH-4
verwenden. Obwohl das Öl nicht in Bezug auf die
Anforderungen der API-Lizenz getestet wurde, muss
es entweder Klasse SAE 0W20, SAE 0W30, SAE
0W40, SAE 5W30 oder SAE 5W40 angehören.
HINWEIS
Wenn Öle verwendet werden, die nicht als erste Wahl
empfohlen sind, kann sich die Nutzungsdauer des
Motors verkürzen.
Öladditive anderer Hersteller
Perkins empfiehlt nicht, dem Öl Additive anderer
Hersteller beizufügen. Die Verwendung von Additiven
anderer Hersteller ist zum Erreichen der maximalen
Nutzungsdauer und der Nennleistung nicht
erforderlich. Gebrauchsfertige Öle bestehen aus
Grundölen und handelsüblichen Additivpaketen.
Diese Additivpakete werden den Grundölen in
genauer Dosierung beigemischt, um ein Endprodukt
zu erhalten, das in seinen Leistungsmerkmalen den
Industrienormen entspricht.
Es gibt keine Industrienormen-Prüfungen, mit denen
die Leistung oder Verträglichkeit der Additive anderer
Hersteller im Fertigöl eingestuft werden kann. Die
Additive anderer Hersteller sind unter Umständen mit
dem im Fertigöl vorhandenen Additivpaket nicht
verträglich. Das kann die Leistung des Fertigöls
beeinträchtigen. Die Additive anderer Hersteller
vermischen sich unter Umständen nicht mit dem
Fertigöl, Additive anderer Hersteller können zu
Schlamm im Kurbelgehäuse führen. Perkins rät
davon ab, Additive anderer Hersteller in Fertigölen zu
verwenden.
Um die optimale Leistung eines Perkins -Motors zu
erreichen, müssen folgende Richtlinien eingehalten
werden:
• Das richtige Öl oder ein handelsübliches Öl
verwenden, das den Richtlinien nach “EMA
Recommended Guideline on Diesel Engine Oil”l
oder der empfohlenen API-Klassifikation
entspricht.
• Siehe die entsprechende Tabelle “Schmiermittel”,
um den richtigen Viskositätsgrad für Ihren Motor
zu bestimmen.
• Den Motor zum festgelegten Intervall warten.
Frisches Öl verwenden und einen neuen Ölfilter
einsetzen.
• Die Wartung zu den in diesem Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Wartungsintervalle”
angegebenen Wartungsintervallen durchführen.
Öldiagnose
Einige Motoren können mit einem
Ölprobeentnahmeventil ausgerüstet sein. Wenn eine
Ölanalyse durchgeführt werden soll, dient das
Ölprobenentnahmeventil zur Entnahme von
Motorölproben. Die Ölanalyse vervollständigt das
Programm der vorbeugenden Wartung.
Die Ölanalyse ist ein Diagnosewerkzeug, mit dem
sich die Leistungsfähigkeit des Öls und die
Verschleißtendenzen der Bauteile feststellen lassen.
Die planmäßige Öldiagnose dient außerdem zur
Erkennung und Messung von Verschmutzungen. Die
Ölanalyse umfasst folgende Prüfungen:
• Mit der Verschleißratenanalyse wird der Verschleiß
der Metallteile des Motors überwacht. Die Menge
und Herkunft der Verschleißmetallteilchen im Öl
werden analysiert. Einer Zunahme der
Verschleißrate kommt einer ebenso wichtigen
diagnostische Bedeutung zu wie der Menge der
Metallteilchen im Motoröl.
• Prüfungen werden durchgeführt, um
Verschmutzungen des Öls durch Wasser, Glykol
oder Kraftstoff zu ermitteln.
• Mit der Ölzustandsanalyse wird der Verlust der
Schmiereigenschaften des Öls festgestellt. Mithilfe
einer Infrarotanalyse werden die Eigenschaften
von frischem Öl mit denen der Ölprobe verglichen.
Durch diese Analyse kann der Alterungsgrad des
Öls während des Einsatzes festgestellt werden.
Mit dieser Analyse kann auch überprüft werden, ob
das Öl während des gesamten Ölwechselintervalls
den Spezifikationen entspricht.
i06059781
Flüssigkeitsempfehlungen
(Kraftstoffempfehlungen)
SGBU7833
49
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
• Glossar
• ISO International Standards Organization
(Internationale Normungsorganisation)
• ASTM American Society for Testing and Materials
• HFRR High Frequency Reciprocating Rig for
Lubricity zum Prüfen von Dieselkraftstoffen
• FAME Fatty Acid Methyl Esters
(Fettsäuremethylester)
• CFRCo-ordinating Fuel Research
• LSD Schwefelarmer Dieselkraftstoff
• ULSD Ultra Low Sulfur Diesel (Extrem
schwefelarmer Dieselkraftstoff)
• RMERape Methyl Ester (Rapsmethylester)
• SME Soy Methyl Ester (Sojamethylester)
• EPA Environmental Protection Agency (USUmweltschutzbehörde)
Allgemeines
HINWEIS
Soweit möglich, entsprechen die Angaben den genauesten und neuesten Informationen. Durch die Nutzung dieses Dokuments erkennen Sie an, dass
Perkins Engines Company Limited nicht für eventuelle Fehler oder Auslassungen verantwortlich ist.
HINWEIS
Diese Empfehlungen können jederzeit ohne Vorankündigung geändert werden. Wenden Sie sich bezüglich der neuesten Empfehlungen an Ihren Perkins
-Händler.
Anforderungen an Dieselkraftstoff
Perkins ist nicht in der Lage, kontinuierlich alle
Spezifikationen für Destillatdieselkraftstoff, die
weltweit von Regierungen und
Technologiegesellschaften veröffentlicht werden, zu
bewerten und zu überwachen.
Tabelle 21 bietet eine bekannte, verlässliche Basis
zur Bewertung der zu erwartenden Leistung von
Destillatdieselkraftstoffen aus herkömmlichen
Quellen.
Der Motor kann nur dann eine zufriedenstellende
Leistung erbringen, wenn hochwertiger Kraftstoff
verwendet wird. Der Einsatz eines hochwertigen
Kraftstoffs führt zu folgenden Ergebnissen: lange
Motor-Lebensdauer and akzeptable
Abgasemissionswerte. Der Kraftstoff muss die in
Tabelle 21 aufgeführten Mindestanforderungen
erfüllen.
HINWEIS
Die Fußnoten stellen einen wichtigen Bestandteil der
Perkins -Spezifikationstabelle für Destillatdieselkraftstoff dar. ALLE Fußnoten lesen.
50
SGBU7833
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
Tabelle 21
Perkins -Spezifikation für Destillatdieselkraftstoff
Bezeichnung
EINHEITEN
Anforderungen
“ASTM-Prüfung”
“ISO-Prüfung”
Aromate
Volumen-%
max. 35 %
D1319
“ISO 3837”
Asche
Gewichts-%
max. 0,01 %
D482
“ISO 6245”
Kohleablagerung bei 10 % Gewichts-%
Bodenprodukt
max. 0,35 %
D524
“ISO 4262”
D613 oder D6890
“ISO 5165”
Cetanzahl(1)
–
min. 40
Trübungspunkt
°C
Der Trübungspunkt darf
D2500
nicht über der tiefsten zu erwartenden Umgebungstemperatur liegen.
“ISO 3015”
Kupferstreifenkorrosion
–
max. Nr. 3
D130
“ISO 2160”
Destillation
°C
max. 10 % bei 282 °C
(539,6 °F)
D86
“ISO 3405”
max. 90 % bei 360 °C
(680 °F)
Dichte bei 15 °C (59 °F)(2) kg/m3
800 minimal und 860
maximal
kein geeigneter Test
“ISO 3675” oder “ISO 12185”
Flammpunkt
°C
gesetzlicher Grenzwert
D93
“ISO 2719”
Wärmebeständigkeit
–
mind. 80 % Reflexionsvermögen nach Alterung von
180 Minuten bei 150 °C
(302 °F)
D6468
kein geeigneter Test
Pourpoint
°C
6 °C (10 °F)
minimal unter
Umgebungstemperatur
D97
“ISO 3016”
Schwefel
Masse-%
(3)
D5453 oder D26222
“ISO 20846” oder “ISO 20884”
Kinematische Viskosität(4) “mm”2“/s (cSt)”
Die Viskosität des Kraftstoffs D445
an der Kraftstoffeinspritzpumpe. “1,4 minimal und 4,5
maximal”
“ISO 3405”
Wasser und Bodensatz
Gewichts-%
max. 0,05 %
D1796
“ISO 3734”
Wasser
Gewichts-%
max. 0,05 %
D1744
kein geeigneter Test
Bodensatz
Gewichts-%
max. 0,05 %
D473
“ISO 3735”
Gummiharze und Harze(5) mg/100 ml
max. 10 mg pro 100 ml
D381
“ISO 6246”
Schmierfähigkeit, korrigier- mm
ter Verschleißnarbendurchmesser bei 60 °C
(140 °F).(6)
max. 0,46
D6079
“ISO 12156-1”
“ISO”18/16/13
7619
“ISO 4406”
Kraftstoffreinheit(7)
(1)
(2)
–
Um eine Cetanzahl von mindestens 40 sicherzustellen, sollte Destillatdieselkraftstoff eine Cetanzahl von mindestens 44 aufweisen, wenn die
Prüfmethode ASTM D4737 verwendet wird. Für den Betrieb in größeren Höhenlagen oder bei tieferen Temperaturen wird ein Kraftstoff mit einer höheren Cetanzahl empfohlen.
Der zulässige Dichtebereich gilt für Sommer- und Winterdieselkraftstoffe. Die Kraftstoffdichte hängt vom Schwefelgehalt ab. Kraftstoffe mit hohem Schwefelgehalt weisen eine höhere Dichte auf. Einige ungemischte alternative Kraftstoffe weisen eine niedrigere Dichte auf. Diese sind
zulässig, wenn alle anderen Eigenschaften diese Spezifikation erfüllen.
(Fortsetzung)
SGBU7833
51
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
(Tabelle 21, Forts.)
(3) Der Schwefelgehalt eines Kraftstoffs muss laut regionalen, nationalen oder internationalen Bestimmungen eventuell einen bestimmten Grenzwert einhalten. Bei der Wahl eines Kraftstoffs für einen bestimmten Motoreinsatzzweck stets die geltenden Bestimmungen beachten. PerkinsKraftstoffsysteme und -Motorbauteile können mit Kraftstoffen mit hohem Schwefelgehalt betrieben werden, sofern die Gesetzgebung dies zulässt. Der Schwefelgehalt im Kraftstoff hat Auswirkungen auf die Schadstoffemissionen. Bei Kraftstoffen mit hohem Schwefelgehalt erhöht sich
auch das Risiko der Korrosion der innenliegenden Teile. Ein Schwefelgehalt von mehr als 0,5 % im Kraftstoff kann zu einer wesentlichen Verkürzung des Ölwechselintervalls führen. Weitere Informationen finden sich unter Allgemeine Schmiermittelinformationen.
(4) Die Werte für die Kraftstoffviskosität gelten für den Kraftstoff, so wie er in die Kraftstoffeinspritzpumpen gelangt. Darüber hinaus muss Kraftstoff den Höchst- und Mindestanforderungen an die Viskosität bei 40 °C (104 °F) der Prüfmethode nach ASTM D445 bzw. der Prüfmethode
nach ISO 3104 entsprechen. Wenn ein Kraftstoff mit niedriger Viskosität verwendet wird, muss der Kraftstoff unter Umständen gekühlt werden,
um eine Viskosität von 1,4 cSt oder mehr an der Kraftstoffeinspritzpumpe aufrechtzuerhalten. Für Kraftstoffe mit hoher Viskosität werden unter
Umständen Kraftstoff-Vorwärmgeräte benötigt, um die Viskosität an der Kraftstoffeinspritzpumpe auf 4,5 cSt zu senken.
(5) Die Prüfbedingungen und -verfahren für Benzin (Motoren) anwenden.
(6) Die Schmierfähigkeit des Kraftstoffs ist bei schwefelarmem und extrem schwefelarmem Kraftstoff ein Problem. Die Schmierfähigkeit des Kraftstoffs mit dem “HFRR-Test nach ISO 12156-1 oder ASTM D6079” feststellen. Wenden Sie sich an Ihren Kraftstofflieferanten, wenn die
Schmierfähigkeit des Kraftstoffs unter den Mindestanforderungen liegt. Dem Kraftstoff keine Zusätze beigeben, ohne den Kraftstofflieferanten
zu konsultieren. Einige Additive sind nicht kompatibel. Diese Additive können Probleme im Kraftstoffsystem hervorrufen.
(7) Die empfohlene Reinheit von Kraftstoff beim Einfüllen in die Maschine oder den Motorkraftstofftank beträgt mindestens ISO 18/16/13 gemäß
ISO 4406. Siehe "Empfehlungen zur Sauberkeitskontrolle von Kraftstoffen" in diesem Kapitel.
HINWEIS
Der Einsatz von Kraftstoffen, die nicht den Empfehlungen von Perkins entsprechen, kann zu folgenden
Auswirkungen führen: Startprobleme, schlechte Verbrennung, Ablagerungen in den Kraftstoffeinspritzdüsen,
verringerte
Nutzungsdauer
des
Kraftstoffsystems, Ablagerungen im Verbrennungsraum and verringerte Nutzungsdauer des Motors.
Von Perkins hergestellte Motoren werden unter Verwendung des von der US-Umweltschutzbehörde vorgeschriebenen Kraftstoffs zertifiziert. Von Perkins
hergestellte Motoren werden unter Verwendung des
von der EU und anderen Regulierungsbehörden vorgeschriebenen Kraftstoffs zertifiziert. Bei Verwendung
anderer Kraftstoffe erteilt Perkins keine Zulassung
für die betreffenden Dieselmotoren.
[German] Anmerkung: Der Besitzer des Motors und
der Fahrer des damit ausgerüsteten Fahrzeugs
tragen die Verantwortung dafür, dass der von der USUmweltschutzbehörde und anderen zuständigen
Regulierungsbehörden vorgeschriebene Kraftstoff
verwendet wird.
Eigenschaften von
Dieselkraftstoffen
Perkins -Empfehlungen
Cetanzahl
Kraftstoffe mit hoher Cetanzahl haben einen kürzeren
Zündverzug. Durch eine höhere Cetanzahl
verbessert sich die Zündwilligkeit. Die Cetanzahlen
werden für Kraftstoffe anhand eines
Vergleichsgemisches mit den Anteilen Cetan und
Heptamethylnonan für einen Standard-CFR-Motor
hergeleitet. Bezüglich der Prüfmethode siehe ISO
“5165”.
Bei heutigen Dieselkraftstoffen sind normalerweise
Cetanzahlen über 45 zu erwarten. In bestimmten
Regionen können allerdings Kraftstoffe mit einer
Cetanzahl von 40 angeboten werden. So weisen z. B.
die Kraftstoffe in den USA einen niedrigen Cetanwert
auf. Unter durchschnittlichen Startbedingungen ist
eine Cetanzahl von min. 40 erforderlich. Unter
Umständen ist eine höhere Cetanzahl erforderlich,
wenn der Motor in großen Höhenlagen oder bei tiefen
Umgebungstemperaturen betrieben werden soll.
Kraftstoff mit einer niedrigen Cetanzahl kann die
Ursache für Kaltstartprobleme sein.
Viskosität
Viskosität bezeichnet die Fließfähigkeit einer
Flüssigkeit, d. h. ihren Widerstand gegenüber Scheroder Fließkräften. Die Viskosität nimmt mit steigender
Temperatur ab. Diese Abnahme der Viskosität verhält
sich bei normalen fossilen Brennstoffen
logarithmisch. Normalerweise wird die kinematische
Viskosität angegeben. Die kinematische Viskosität ist
der Quotient der dynamischen Viskosität geteilt durch
die Dichte. Die Bestimmung der dynamischen
Viskosität erfolgt normalerweise durch die Messung
mit einem Kugelfall-Viskosimeter bei
Standardtemperaturen. Bezüglich der Prüfmethode
siehe “ISO 3104”.
Die Viskosität des Kraftstoffs ist von großer
Bedeutung, da der Kraftstoff für die Komponenten
des Kraftstoffsystems als Schmiermittel dient. Der
Kraftstoff muss eine ausreichende Viskosität
aufweisen, damit das Kraftstoffsystem sowohl bei
tiefen als auch bei hohen Temperaturen ausreichend
geschmiert wird. Wenn die kinematische Viskosität
des Kraftstoffs an der Kraftstoffeinspritzpumpe
weniger als 1,4 cSt beträgt, kann es zu Schäden an
der Kraftstoffeinspritzpumpe kommen. Beispiele für
solche Schäden sind starke Scheuerstellen und
Festfressen. Eine niedrige Viskosität kann zu
Schwierigkeiten beim erneuten Starten eines warmen
Motors, zum Abwürgen oder zu einem
Leistungsverlust führen. Eine hohe Viskosität kann
zum Festfressen der Pumpe führen.
52
SGBU7833
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
Perkins empfiehlt eine kinematische Viskosität von
1,4 und 4,5 cSt an der Kraftstoffeinspritzpumpe.
Wenn ein Kraftstoff mit niedriger Viskosität verwendet
wird, muss der Kraftstoff unter Umständen gekühlt
werden, um eine Viskosität von 1,4 cSt oder mehr an
der Kraftstoffeinspritzpumpe aufrechtzuerhalten. Für
Kraftstoffe mit hoher Viskosität werden unter
Umständen Kraftstoff-Vorwärmgeräte benötigt, um
die Viskosität an der Kraftstoffeinspritzpumpe auf 4,5
cSt zu senken.
Dichte
Die Dichte ist die Masse des Kraftstoffes pro
Volumeneinheit bei einer bestimmten Temperatur.
Dieser Parameter hat direkten Einfluss auf die
Leistung und die Schadstoffemissionen des Motors.
Nach diesem Einfluss richtet sich die Wärmeabgabe
von einer vorgegebenen Menge an eingespritztem
Kraftstoff. Dieser Parameter wird im Folgenden in kg/
m bei 15 °C (59 °F) angegeben.
Perkins empfiehlt eine Dichte von 841 kg/m, damit
der Motor die korrekte Leistung erbringt. Leichtere
Kraftstoffe sind zwar zulässig, erbringen aber nicht
die Nennleistung.
Schwefel
Der Schwefelgehalt richtet sich nach der geltenden
Gesetzgebung zu den Schadstoffemissionen. Der
Schwefelgehalt eines Kraftstoffs muss laut
regionalen, nationalen oder internationalen
Bestimmungen eventuell einen bestimmten
Grenzwert einhalten. Der Schwefelgehalt und die
Qualität des Kraftstoffs müssen allen geltenden
regionalen Abgasbestimmungen entsprechen.
Schwefelarmer Dieselkraftstoff mit 0,05 Prozent (≤ 15
ppm (mg/kg)) Schwefel wird für diese Motormodelle
dringend empfohlen.
Extrem schwefelarme und schwefelfreie
Dieselkraftstoffe sind zur Verwendung mit allen
Motormodellen zugelassen. Die Schmierfähigkeit
dieser Kraftstoffe darf gemäß “ISO 12156-1” einen
Verschleißnarbendurchmesser von 0,46 mm
(0,01811") nicht überschreiten. Weitere Informationen
finden sich unter “Schmierfähigkeit”. Kraftstoffe mit
einem Schwefelgehalt von mehr als 0,05 % (500
ppm) können verwendet werden, wenn die
Gesetzgebung dies zulässt.
In einigen Ländern und für bestimmte Anwendungen
werden unter Umständen ausschließlich Kraftstoffe
mit hohem Schwefelgehalt (über 0,5 Masse%)
angeboten. Kraftstoffe mit einem hohen
Schwefelgehalt können Motorverschleiß bewirken.
Kraftstoffe mit hohem Schwefelgehalt haben
nachteilige Auswirkungen auf
Rußpartikelemissionen. Kraftstoffe mit hohem
Schwefelgehalt können dann verwendet werden,
wenn ihre Verwendung laut der lokalen
Gesetzgebung zu Schadstoffemissionen zulässig ist.
Kraftstoffe mit hohem Schwefelgehalt können in
Ländern verwendet werden, in denen es keine
Emissionsbestimmungen gibt.
Wenn nur Kraftstoff mit hohem Schwefelgehalt
verfügbar ist, muss möglicherweise Schmieröl mit
hohem Alkaligehalt verwendet oder das SchmierölWechselintervall verkürzt werden. Informationen zu
Schwefel im Kraftstoff siehe Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Flüssigkeitsempfehlungen
(Schmiermittelinformationen)”.
Schmierfähigkeit
Die Schmierfähigkeit ist die Fähigkeit des Kraftstoffs,
Pumpenverschleiß zu verhindern. Die
Schmierfähigkeit einer Flüssigkeit beschreibt ihre
Fähigkeit, Reibung zwischen zwei belasteten
Oberflächen zu vermindern. Dadurch werden
reibungsbedingte Schäden reduziert.
Kraftstoffeinspritzsysteme erfordern schmierfähigen
Kraftstoff. Vor der Einführung von Höchstgrenzen für
den Schwefelgehalt im Kraftstoff wurde
angenommen, die Schmierfähigkeit sei eine Funktion
der Kraftstoffviskosität.
Die Schmierfähigkeit ist von besonderer Bedeutung
für die heutigen Kraftstoffe mit niedriger Viskosität,
schwefelarme Kraftstoffe und gering aromatische
Fossil brennstoffe. Diese Kraftstoffe erfüllen selbst
die strengsten Auflagen zu den
Schadstoffemissionen.
Die Schmierfähigkeit dieser Kraftstoffe darf einen
Verschleißnarbendurchmesser von 0,46 mm
(0,01811") nicht überschreiten. Die
Schmierfähigkeitsprüfung von Kraftstoff muss an
einem HFRR-Prüfgerät bei einer Betriebstemperatur
von 60 °C (140 °F) durchgeführt werden. Siehe “ISO
12156-1”.
HINWEIS
Das Kraftstoffsystem wurde mit Kraftstoff mit einer
Schmierfähigkeit von bis zu 0,46 mm (0,01811")Verschleißnarbendurchmesser gemäß Prüfung nach
“ISO 12156-1” zugelassen. Kraftstoff mit einem höheren Verschleißnarbendurchmesser als 0,46 mm
(0,01811") führt zu einer verkürzten Nutzungsdauer
und vorzeitigem Ausfall des Kraftstoffsystems.
SGBU7833
53
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
Im Fall der Kraftstoffe, die nicht den spezifizierten
Schmierfähigkeitsanforderungen entsprechen,
können passende Additive verwendet wurden, um die
Kraftstoffschmierfähigkeit zu verbessern. Perkins
-Dieselkraftstoffzusatz UMK8276 ist der zulässige
Zusatz. Siehe “Perkins -Dieselkraftstoffzusatz”.
Wenn Kraftstoffadditive erforderlich sind, sollte der
Kraftstofflieferant zu Rate gezogen werden. Der
Kraftstofflieferant kann Empfehlungen dazu abgeben,
welche Additive in welchem Ausmaß verwendet
werden können.
•
“MIL-DTL-83133 NATO F34 (JP-8)”
•
“MIL-DTL-83133 NATO F35”
•
“MIL-DTL-5624 NATO F44 (JP-5)”
•
“MIL-DTL-38219 (USAF) (JP7)”
•
“NATO XF63”
•
“ASTM D1655 JET A”
•
“ASTM D1655 JET A1”
Destillation
Die Destillation gibt das Gemisch der verschiedenen
Kohlenwasserstoffe im Kraftstoff an. Ein hoher Anteil
von leichten Kohlenwasserstoffen kann die
Verbrennungseigenschaften beeinträchtigen.
Klassifikation der Kraftstoffe
Dieselmotoren können mit einer Vielzahl
unterschiedlicher Kraftstoffe betrieben werden. Im
Folgenden angegeben ist eine Liste der üblichen
Kraftstoffspezifikationen, die auf ihre Zulässigkeit hin
bewertet und in die folgenden Kategorien eingeteilt
wurden:
Gruppe 1: bevorzugte Kraftstoffe
Die folgenden Kraftstoffspezifikationen gelten als
zulässig.
• Kraftstoffe, die die in Tabelle 21 angegebenen
Anforderungen erfüllen.
•
“EN590 – Grad A bis F und Klasse 0 bis 4”
•
“ASTM D975 Grad Nr. 1-D und 2-D”
•
“JIS K2204 Grad 1, 2 und 3 sowie Sondergrad 3”
zulässig für SchmierfähigkeitsVerschleißnarbendurchmesser geringer als
0,46 mm (0,01811") gemäß “ISO 12156-1” .
•
“BS2869 – Klasse A2 roter Dieselkraftstoff für
Einsätze außerhalb öffentlicher Straßen”
[German] Anmerkung: Die Schmierfähigkeit dieser
Kraftstoffe darf gemäß “ISO 12156-1” einen
Verschleißnarbendurchmesser von 0,46 mm
(0,01811") nicht überschreiten. Siehe
“Schmierfähigkeit”.
Gruppe 2: Kerosin
Die folgenden Kerosin- und
Flugzeugtreibstoffspezifikationen sind zulässige
alternative Kraftstoffe und können auf
Eventualitätsbasis für den Notfall oder andauernden
Gebrauch verwendet werden, wenn StandardDieselkraftstoff nicht erhältlich ist und die
Gesetzgebung die Verwendung zulässt:
HINWEIS
Diese Kraftstoffe sind nur zulässig, wenn sie mit passenden Schmierfähigkeitsadditiven kombiniert werden und die Mindestanforderungen in Tabelle 21
erfüllen. Die Schmierfähigkeit dieser Kraftstoffe darf
gemäß “ISO 12156-1” einen Verschleißnarbendurchmesser von 0,46 mm (0,01811") nicht überschreiten. Siehe “Schmierfähigkeit”.
[German] Anmerkung: Zum Vermeiden von
Kaltstartproblemen oder Leichtlast-Fehlzündungen
wird eine Cetanzahl von 40 empfohlen. Da
Flugturbinen-Kraftstoffspezifikationen keine
Cetananforderungen aufweisen, empfiehlt Perkins
die Entnahme einer Kraftstoffprobe zur Bestimmung
der Cetanzahl.
[German] Anmerkung: Die Viskosität der Kraftstoffe
an der Kraftstoffeinspritzpumpe muss mindestens 1,4
cSt betragen. Möglicherweise muss der Kraftstoff
gekühlt werden, um an der Kraftstoffeinspritzpumpe
eine Viskosität von 1,4 cSt oder mehr zu erhalten.
Perkins empfiehlt die Messung der tatsächlichen
Kraftstoffviskosität, um zu bestimmen, ob ein
Kraftstoffkühler benötigt wird. Siehe “Viskosität”.
[German] Anmerkung: Aufgrund der geringeren
Dichte und niedrigeren Viskosität der FlugturbinenKraftstoffe ist im Vergleich zu Dieselkraftstoffen ein
Nennleistungsverlust von bis zu 10 Prozent möglich.
Biodiesel
Biodiesel ist ein Kraftstoff, der als MonoalkylFettsäureester definiert werden kann. Biodiesel ist ein
Kraftstoff, der aus vielen verschiedenen Rohstoffen
gewonnen werden kann. Der in Europa
gebräuchlichste Biodiesel ist Raps-Methylester
(REM). Dieser Biodiesel ist ein Rapsöl -Derivat.
Dahingegen ist in den USA Sojamethylester (SME)
der gebräuchlichste Biodiesel. Dieser Biodiesel ist ein
Sojaöl -Derivat. Sojaöl oder Rapsöl sind die
wichtigsten Rohstoffe. Diese Kraftstoffe werden unter
dem Begriff Fettsäure-Methylester (FAME)
zusammengefasst.
54
SGBU7833
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
Kaltgepresste Pflanzenöle sind als Kraftstoffe in
beliebiger Konzentration in Dieselmotoren NICHT
zulässig. Ohne Esterifizierung gelieren diese Öle
möglicherweise im Kurbelgehäuse und im
Kraftstofftank. Diese Kraftstoffe sind unter
Umständen mit vielen Elastomeren, die in heutzutage
hergestellten Motoren verwendet werden, nicht
kompatibel. In ihrem ursprünglichen Zustand eignen
sich diese Öle nicht als Kraftstoffe in Dieselmotoren.
Zu den alternativen Grundstoffen für Biodiesel sind
tierische Fette, Abfall-Küchenöle und verschiedene
andere Rohstoffe zu rechnen. Damit es als Kraftstoff
verwendet werden kann, muss ein als Kraftstoff
zulässiges Öl verestert sein.
In Nordamerika müssen Biodiesel und
Biodieselmischungen von Lieferanten bzw. Händlern
bezogen werden, die gemäß BQ-9000 akkreditiert
bzw. zertifiziert sind.
Kraftstoff, der zu 100% aus FAME gewonnen wurde,
wird in der Regel als B100-Biodiesel oder als
sauberer Biodiesel bezeichnet. Biodiesel kann mit
Destillatdieselkraftstoff gemischt werden.
Biodieselmischungen werden mit "BXX"
gekennzeichnet. "XX" stellt dabei den Anteil von
reinem Biodiesel in der Mischung mit
Mineraldieselkraftstoff dar. Beispiele sind B5, B10
und B20. Die in Europa gebräuchlichsten BiodieselMischungen sind B5, die aus 5 Prozent Biodiesel und
95 Prozent Destillatdieselkraftstoff besteht,
Es ist bekannt, dass Biodiesel und
Biodieselmischungen erhöhte Ablagerungen im
Kraftstoffsystem verursachen, wobei den
Ablagerungen in den Kraftstoffeinspritzelementen
besondere Bedeutung zukommt. Diese
Ablagerungen können aufgrund verminderter oder
modifizierter Kraftstoffeinspritzung die Leistung
vermindern oder zu anderen Funktionsproblemen
führen. Perkins -Kraftstoffreiniger T400012 wirkt
außerordentlich effektiv gegen Verschmutzungen und
die Bildung von Ablagerungen. Weitere Informationen
siehe “Perkins -Dieselkraftstoff-Systemreiniger”.
Perkins -Dieselkraftstoffzusatz UMK8276 trägt zur
Begrenzung von Ablagerungsproblemen bei, indem
die Stabilität von Biodiesel verbessert und die Bildung
neuer Ablagerungen verringert wird. Weitere
Informationen finden sich unter “Perkins
-Dieselkraftstoffzusatz”.
[German] Anmerkung: Bei den Prozentwerten
handelt es sich um volumenbezogene Angaben. Die
US- Spezifikation für Destillatdieselkraftstoff “ASTM
D975-09a” schließt Biodiesel bis B5 (5 Prozent) ein.
Die EU-Spezifikation für Destillatdieselkraftstoff
“EN590:2010” schließt Biodiesel bis B7 (7 Prozent)
ein.
[German] Anmerkung: Von Perkins hergestellte
Motoren werden unter Verwendung der von der USamerikanischen Umweltschutzbehörde und der EU
vorgeschriebenen Zertifizierungskraftstoffe zertifiziert.
Bei Verwendung anderer Kraftstoffe erteilt Perkins
keine Zertifizierung für die betreffenden Motoren. Es
liegt im Verantwortungsbereich des Motornutzers,
den richtigen Kraftstoff zu verwenden, der vom
Hersteller empfohlen und von der EPA bzw. anderen
Aufsichtsbehörden zugelassen wird.
Spezifikationsanforderungen
Der reine Biodieselkraftstoff muss der Spezifikation
“EN14214” oder “ASTM D6751” (in den USA)
entsprechen und darf in einer Mischung nur zu einem
Volumenanteil von 7 Prozent in zulässigem
Destillatdieselkraftstoff gemischt werden. Der zum
Mischen verwendete Destillatdieselkraftstoff und die
entstehende Mischung müssen die Anforderungen in
Tabelle 21 oder die neueste Ausgabe der
Branchenstandards “EN590” oder “ASTM D 975”
erfüllen.
Höhere Mischungen als B7 wurden für diese
Motormodelle nicht freigegeben.
In anderen Ländern dieser Welt muss Biodiesel
verwendet werden, der gemäß BQ-9000 akkreditiert
und zertifiziert ist oder der von einer vergleichbaren
offiziellen Stelle zur Bewertung der Qualität von
Biodiesel akkreditiert und zertifiziert wurde und so
vergleichbaren Standards bezüglich der
Biodieselqualität entspricht.
Allgemeine Anforderungen
Dieselkraftstoffmischungen mit FAME werden für
Anwendungen, die selten eingesetzt und
möglicherweise länger gelagert werden, nicht
empfohlen. Beispiele dafür sind Notstromaggregate
und bestimmte Noteinsatzfahrzeuge. Diese
Empfehlung gilt aufgrund der geringeren
Oxidationsbeständigkeit von FAME im Vergleich zu
Kohlenwasserstoffdiesel. Die Verwendung von FAME
kann zur Bildung von Säuren und festen
Ausfällungen führen.
Wenn Biodiesel verwendet werden muss, muss die
Qualität des Kraftstoffs regelmäßig geprüft werden.
Insbesondere die Kraftstoffstabilität muss geprüft
werden und EN 15751 (auch als Rancimat -Prüfung
bezeichnet) entsprechen.
Perkins empfiehlt dringend, bei Saisonbetrieb des
Motors vor einer längeren Stilllegung die
Kraftstoffsysteme einschließlich der Kraftstofftanks
mit herkömmlichem Dieselkraftstoff zu spülen. Ein
Beispiel für eine Maschine, bei der das
Kraftstoffsystem saisonal gespült werden sollte, ist
ein Mähdrescher.
Mikrobielle Verunreinigung und Mikrobenwachstum
kann Korrosion im Kraftstoffsystem und vorzeitige
Verstopfung des Kraftstofffilters verursachen.
Wenden Sie sich an Ihren Kraftstoffhändler, wenn Sie
Hilfe bei der Auswahl der geeigneten Additive gegen
Mikroben benötigen.
SGBU7833
55
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
Wasser beschleunigt die mikrobielle Verunreinigung
und das Mikrobenwachstum. Im Vergleich zu
Destillatkraftstoffen ist es wahrscheinlicher, dass
Wasser im Biodiesel vorhanden ist. Sicherstellen,
dass der Wasserabscheider häufig geprüft und ggf.
entleert wird.
Stoffe wie Messing, Bronze, Kupfer, Blei, Zinn und
Zink beschleunigen die Oxidation des Biodiesels.
Durch diesen Oxidationsprozess können sich
Ablagerungen bilden. Aus diesem Grund dürfen diese
Materialien nicht für Kraftstofftanks und
Kraftstoffleitungen verwendet werden.
Kraftstoff für den Einsatz bei tiefen
Umgebungstemperaturen
Die Euronorm “EN590” beinhaltet witterungsbedingte
Anforderungen und eine Reihe von Optionen. Die
Gültigkeit der Optionen kann in jedem Land anders
sein. Es gibt fünf Klassen, die arktischem Klima und
extrem tiefen Umgebungstemperaturen im Winter
zugeordnet sind. 0, 1, 2, 3 and 4.
Kraftstoff gemäß “EN590” KLASSE 4 kann bei tiefen
Umgebungstemperaturen bis -44 °C (-47,2 °F)
verwendet werden. Siehe “EN590” für eine
detaillierte Aufstellung der physikalischen
Kraftstoffeigenschaften.
Der in den USA verwendete Dieselkraftstoff “ASTM
D975 1-D” kann bei sehr tiefen Temperaturen unter
-18 °C (-0,4 °F) eingesetzt werden.
Bei extrem tiefen Umgebungstemperaturen können
die unter “Gruppe 2: Kerosin” angegebenen
Kerosinkraftstoffe verwendet werden. Diese
Kraftstoffe sind so ausgelegt, dass sie bei
Betriebstemperaturen bis zu -54 °C (-65,2 °F)
verwendet werden können. Weitere Informationen
und Bedingungen für die Verwendung von
Kerosinkraftstoffen finden sich unter “Gruppe 2:
Kerosin”.
Kraftstoffadditive anderer Hersteller
HINWEIS
Perkins übernimmt keine Garantie für die Qualität
oder Leistung von Flüssigkeiten und Filtern, die nicht
von Perkins stammen.
Die Perkins -Garantie wird nicht eingeschränkt, nur
weil Zusatzvorrichtungen, Zubehör oder Hilfsstoffe
(Filter, Additive) anderer Hersteller in einem Perkins
-Produkt verwendet werden.
Ausfälle, die durch die Montage oder Verwendung
von Vorrichtungen, Zubehör oder Verbrauchsgütern anderer Hersteller hervorgerufen werden, liegen jedoch NICHT im Zuständigkeitsbereich von
Perkins . Deshalb fallen derartige Fehler NICHT
unter die Perkins -Garantie.
Zusätzliche Dieselkraftstoffadditive werden aufgrund
der möglichen Schäden am Kraftstoffsystem oder
Motor nicht empfohlen. Der Kraftstoffzulieferer oder
Kraftstoffhersteller mengt die geeigneten
zusätzlichen Dieselkraftstoffadditive bei.
Perkins erkennt die Tatsache an, dass unter
bestimmten Umständen Additive eventuell benötigt
werden. Kraftstoffadditive müssen mit Vorsicht
verwendet werden. Wenn Kraftstoffadditive
erforderlich sind, sollte der Kraftstofflieferant zu Rate
gezogen werden. Der Kraftstofflieferant kann ein
geeignetes Additiv empfehlen und dahingehend
beraten, in welchem Umfang eine Behandlung
erforderlich ist.
[German] Anmerkung: Damit optimale Ergebnisse
erzielt werden können, sollte der Kraftstofflieferant
den Kraftstoff behandeln, wenn Additive erforderlich
sind. Der behandelte Kraftstoff muss die in Tabelle 21
aufgeführten Anforderungen erfüllen.
Perkins -Dieselkraftstoff-Systemreiniger
Perkins -Kraftstoffreiniger T400012 ist der einzige
Kraftstoffreiniger, der von Perkins empfohlen wird.
Wen Biodiesel oder Biodieselmischungen als
Kraftstoff verwendet werden, schreibt Perkins die
Verwendung eines Kraftstoffreinigers von Perkins
vor. Weitere Informationen zur Verwendung von
Biodiesel und Biodieselmischungen siehe “Biodiesel”.
Der Kraftstoffreiniger von Perkins entfernt
Ablagerungen, die sich infolge der Nutzung von
Biodiesel und Biodieselmischungen im
Kraftstoffsystem bilden können. Diese Ablagerungen
führen u. U. zu einem Verlust der Maschinen- und
Motorleistung.
Nach dem Hinzugeben des Kraftstoffreinigers zum
Kraftstoff dauert es rund 30 Betriebsstunden, bis die
Ablagerungen aus dem Kraftstoffsystem entfernt
sind. Um maximale Ergebnisse zu erzielen, den
Kraftstoffreiniger für die Dauer von bis zu 80
Betriebsstunden verwenden. Der Kraftstoffreiniger
von Perkins kann ohne negative Auswirkungen auf
die Haltbarkeit des Motors oder Kraftstoffsystems
fortlaufend eingesetzt werden.
Detaillierte Anweisungen zur Häufigkeit der
Verwendung von Kraftstoffreiniger befinden sich auf
der Verpackung.
56
SGBU7833
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
Perkins -Dieselkraftstoffzusatz
Perkins -Dieselkraftstoffzusatz UMK8276 kann mit in
diesem Handbuch beschriebenen Industriemotoren
verwendet werden. Beim Dieselkraftstoffzusatz
handelt es sich um eine geschützte metall- und
aschefreie Rezeptur, die für die Verwendung mit
Destillat-Dieselkraftstoffen in Perkins -Dieselmotoren
umfassend geprüft wurde. Der Dieselkraftstoffzusatz
kann bei vielen Problemen von Nutzen sein, die
weltweit bei verschiedenen Kraftstoffen in Bezug auf
Kraftstofflebensdauer/-stabilität, Motorstartfähigkeit,
Einspritzdüsenablagerungen,
Kraftstoffsystemlebensdauer und langfristige
Motorleistung auftreten.
[German] Anmerkung: Dieselkraftstoffadditive und
-zusätze können schlechte
Dieselkraftstoffeigenschaften möglicherweise nicht
auf einen für den Einsatz akzeptablen Qualitätsstand
bringen.
Dieselkraftstoffzusatz ist ein MehrzweckDieselzusatz, der sich als äußerst leistungsstark
bewährt hat und zur Verbesserung folgender
Faktoren entwickelt wurde:
• Kraftstoffverbrauch (durch Reinigung des
Kraftstoffsystems)
• Schmierfähigkeit
• Oxidationsbeständigkeit
• Reinigungsvermögen/Dispergiervermögen
• Kondensatdispersion
• Korrosionsschutz
• Cetan (typischerweise 2-3 Cetanzahlen)
Der Dieselkraftstoffzusatz vermindert außerdem die
Bildung von Gummis, Harzen sowie Schlamm und
sorgt für die Dispersion unlöslicher Gummis.
Um einen optimalen Gesamtnutzen zu erzielen, den
Kraftstofflieferanten bitten, den Kraftstoffzusatz vor
der Lieferung in der empfohlenen Dosis beizugeben.
Der Kraftstoffzusatz kann auch während der ersten
Wochen der Kraftstofflagerung in der empfohlenen
Dosis beigegeben werden.
Empfehlungen zur
Sauberkeitskontrolle von
Kraftstoffen
Kraftstoffe mit einer Reinheit von mindestens “ISO
18/16/13” beim Füllen in den Motor oder in den
Kraftstofftank der Anwendung sollten verwendet
werden. Die führt zu geringerem Leistungsverlust,
weniger Ausfällen und geringeren Ausfallzeiten der
Motoren. Diese Reinheit ist für neue
Kraftstoffsysteme wie Common-RailEinspritzsysteme und Pumpe-Düse-Einspritzsysteme
entscheidend. Einspritzsysteme sind auf höhere
Kraftstoffdrücke und geringere Abstände zwischen
beweglichen Teilen ausgelegt, damit die strengen
Emissionsvorschriften eingehalten werden können.
Der Einspritzdruck bei modernen
Kraftstoffeinspritzsystemen kann Spitzenwerte von
über 30.000 psi erreichen. Das Spiel in derartigen
Systemen liegt unter 5 µm. Aus diesem Grund
können Partikelverunreinigungen mit einer Größe von
nur 4 µm zu Riefenbildung und Kratzern an der
Oberfläche der internen Pumpe und der Injektoren
sowie an den integrierten Einspritzdüsen
verursachen.
Wasser im Kraftstoff führt zu Blasenbildung sowie zur
Korrosion von Kraftstoffsystembauteilen und fördert
das mikrobielle Wachstum im Kraftstoff. Weitere
Quellen der Kraftstoffverunreinigung sind Seifen,
Gele und andere Verbindungen, die bei
unerwünschten chemischen Wechselwirkungen in
den Kraftstoffen entstehen, insbesondere in extrem
schwefelarmem Dieselkraftstoff (ULSD, Ultra Low
Sulfur Diesel). In Biodieselkraftstoffen können Gele
und andere Verbindungen auch bei niedrigen
Temperaturen oder längerer Lagerung gebildet
werden. Der beste Indikator für mikrobielle
Verunreinigungen, Kraftstoffadditive oder bei
niedrigen Temperaturen gebildete Gele ist die rasche
Verstopfung von Kraftstofffiltern für gelagerten
Kraftstoff und Anwendungskraftstofffiltern.
Um die Ausfallzeiten aufgrund von Verunreinigungen
zu verringern, folgende Richtlinien zum Umgang mit
Kraftstoffen befolgen.
SGBU7833
57
Füllmengen
Flüssigkeitsempfehlungen
• Hochwertige Kraftstoffe gemäß den empfohlenen
und erforderlichen Spezifikationen verwenden.
• Kraftstofftanks mit Kraftstoffen mit einer Reinheit
von mindestens “ISO 18/16/13” befüllen,
insbesondere bei Motoren mit Common-Rail- und
Pumpe-Düse-Einspritzsystemen. Beim Befüllen
des Tanks den Kraftstoff mit einem Filter mit einer
absoluten Effizienz von 4 µm (Beta 4 = 75 bis zu
200) filtern, um die empfohlene Reinheit zu
erreichen. Diese Filterung muss an der
Vorrichtung stattfinden, mit der der Kraftstoff in den
Kraftstofftank eingefüllt wird. Darüber hinaus sollte
die Filterung an der Entnahmestelle Feuchtigkeit
entziehen, damit der eingefüllte Kraftstoff 500 ppm
Wasser oder weniger enthält.
• Perkins empfiehlt den Einsatz von Kraftstofffilter-/
Koaleszenzfiltereinheiten, die
Partikelverunreinigungen und Wasser in einem
Durchgang aus dem Kraftstoff entfernen.
• Sicherstellen, dass Perkins Advanced Efficiency
Fuel Filters verwendet werden. Die Kraftstofffilter
gemäß den empfohlenen Wartungsanforderungen
oder bei Bedarf austauschen.
• Die Wasserabscheider täglich entleeren.
• Wasser und Ablagerungen entsprechend den
Anweisungen im Betriebs- und
Wartungshandbuch aus den Kraftstofftanks
ablassen.
• Ein entsprechend ausgelegtes Filter-/
Koaleszenzfiltersystem installieren und warten.
Möglicherweise ist eine kontinuierliche Filterung
der gelagerten Flüssigkeit erforderlich, damit der
entnommene Kraftstoff die gewünschte Reinheit
aufweist. Informationen zur Verfügbarkeit von
Filterungsprodukten sind beim Perkins
-Vertriebshändler erhältlich.
• Bei Kraftstoff, der mit großen Mengen Wasser und/
oder Verunreinigungen mit großen Partikeln
schwer verunreinigt ist, müssen möglicherweise
Zentrifugalfilter als Vorfilter eingesetzt werden.
Zentrifugalfilter können große Verunreinigungen
effektiv entfernen, sie können jedoch
möglicherweise nicht die kleinen abschleifenden
Partikel entfernen, die zum Erreichen der
empfohlenen “ISO”-Reinheit entfernt werden
müssen. Zum Erreichen der empfohlenen Reinheit
ist als letzte Filterungsstufe der Einsatz von Filtern/
Koaleszenzfiltern notwendig.
• Die Lagertanks mit feuchteabsorbierenden
Entlüftern mit einer absoluten Effizienz von
höchstens 4 µm versehen.
• Beim Kraftstofftransport entsprechende Verfahren
befolgen. Die Filterung zwischen dem Lagertank
und der Anwendung fördert die Verwendung von
sauberem Kraftstoff. Um den Kraftstoff sauber zu
halten, kann Kraftstofffilterung in jeder
Transportstufe durchgeführt werden.
• Alle Anschlussschläuche, Anschlussstücke und
Zapfdüsen abdecken, schützen und sauber halten.
Weitere Informationen zu von Perkins entwickelten
und hergestellten Filterungsprodukten sind beim
Perkins -Vertriebshändler erhältlich.
58
SGBU7833
Füllmengen
Wartungsintervalle
i06059811
Wartungsintervalle
“Motormasse - kontrollieren/reinigen”. ....................72
“Motor - Öl und Filter wechseln” . ............................74
“Kraftstoffsystem - Hauptfilterelement
(Wasserabscheider) ersetzen” . ..............................81
Wenn erforderlich
“Batterie - ersetzen” . ..............................................61
“Batterie oder Batteriekabel - trennen” . ..................62
“Motor - reinigen” ....................................................69
“Luftreiniger (mit zwei Elementen) - reinigen/
ersetzen”. ...............................................................69
“Kraftstoffsystem - Sicherheitsfilter ersetzen”..........84
“Schläuche und Schlauchschellen - kontrollieren/
ersetzen”. ...............................................................88
“Kühler - reinigen” ...................................................90
Alle 1000 Betriebsstunden
“Ventilspiel - kontrollieren/einstellen”. .....................76
“Luftreiniger (mit einem Element) - kontrollieren/
ersetzen”. ...............................................................71
Alle 2000 Betriebsstunden
“Motor - Ölprobe entnehmen” . ................................74
“Ladeluftkühlerblock - kontrollieren” ........................59
“Einspritzpumpe - prüfen/auswechseln”. ................77
“Drehstromgenerator - kontrollieren”. .....................60
“Kraftstoffsystem - entlüften” . .................................78
“Motorlager - kontrollieren” . ....................................72
“Motor im Schwereinsatz - kontrollieren”. ...............90
“Starter - kontrollieren”............................................91
Täglich
“Turbolader - kontrollieren” . ....................................91
“Kühlsystem - Kühlmittelstand kontrollieren”. .........67
“Angetriebene Ausrüstung - kontrollieren”. .............68
“Luftreiniger - Wartungsanzeige kontrollieren” . ......72
“Motor - Ölstand kontrollieren”. ...............................73
“Kraftstoffsystem - Hauptfilter und Wasserabscheider
entleeren”. ..............................................................83
“Kraftstoffsystem - Sicherheitsfilter/
Wasserabscheider entleeren” . ...............................84
“Wasserpumpe - kontrollieren” . ..............................93
Alle 2 Jahre
“Kühlsystem - Kühlmittel wechseln” ........................66
Alle 3000 Betriebsstunden
“Einspritzpumpe - prüfen/auswechseln”..................77
Alle 3000 Betriebsstunden oder 2
Jahre
“Sichtkontrolle”. ......................................................92
“Kühlsystem - handelsübliches HD-Kühlmittel
wechseln”. ..............................................................63
Alle 50 Betriebsstunden oder
wöchentlich
Alle 4000 Betriebsstunden
“Kraftstofftank - Wasser und Bodensatz ablassen”.88
“Ladeluftkühlerblock - reinigen/prüfen”. ..................59
Alle 500 Betriebsstunden
Alle 6000 Betriebsstunden oder 3
Jahre
“Drehstromgenerator und Lüfter - Keilriemen
kontrollieren/spannen/ersetzen”. ............................60
“Kühlsystem - Langzeitzusatz (ELC) beifügen”.......67
Alle 500 Betriebsstunden oder
jährlich
“Batterie - Säurestand kontrollieren”. ......................62
“Luftreiniger (mit zwei Elementen) - reinigen/
ersetzen”. ...............................................................69
“Luftreiniger (mit einem Element) - kontrollieren/
ersetzen”. ...............................................................71
Alle 12000 Betriebsstunden oder 6
Jahre
“Kühlsystem - Kühlmittel (ELC) wechseln”. ............64
SGBU7833
59
Füllmengen
Ladeluftkühlerblock - reinigen/prüfen
i02398960
Ladeluftkühlerblock - reinigen/
prüfen
1. Block ausbauen. Das richtige Verfahren ist den
Informationen des Erstausrüsters zu entnehmen.
2. Ladeluftkühlerblock auf den Kopf stellen, damit der
Schmutz herausfallen kann.
Druckluft kann Verletzungen verursachen.
Wenn das im Folgenden beschriebene Verfahren
nicht angewandt wird, besteht Verletzungsgefahr.
Wenn beim Reinigen Druckluft verwendet wird,
Gesichtsschutz und Schutzkleidung tragen.
Der Luftdruck darf an der Düse zum Reinigen
nicht mehr als 205 kPa (30 psi) betragen.
3. Losen Schmutz vorzugsweise mit Druckluft
entfernen. Druckluft entgegen der normalen
Strömungsrichtung des Lüfters durchblasen. Düse
etwa 6 mm (0,25 Zoll) von den Rippen entfernt
halten. Luftdüse langsam parallel zu den Rohren
bewegen. Dadurch wird der Schmutz zwischen
den Rohren entfernt.
4. Auch Druckwäsche kann zum Reinigen verwendet
werden. Der Wasserdruck darf zum Reinigen
höchstens 275 kPa (40 psi) betragen.
Wasserstrahl zum Aufweichen von Schlamm
einsetzen. Block von beiden Seiten reinigen.
HINWEIS
Zum Reinigen der Blöcke keine hohe Konzentration
von ätzenden Reinigungsmitteln verwenden. Dadurch
werden die Metallteile in den Blöcken angegriffen,
was Lecks verursachen kann. Nur die empfohlene
Konzentration von Reinigungsmittel verwenden.
Druckluft kann Verletzungen verursachen.
Wenn das im Folgenden beschriebene Verfahren
nicht angewandt wird, besteht Verletzungsgefahr.
Wenn beim Reinigen Druckluft verwendet wird,
Gesichtsschutz und Schutzkleidung tragen.
Der Luftdruck darf an der Düse zum Reinigen
nicht mehr als 205 kPa (30 psi) betragen.
8. Block mit Druckluft trocknen. Dazu die Luft
entgegen der normalen Durchflussrichtung
durchblasen.
9. Block auf Sauberkeit kontrollieren. Block einer
Druckprüfung unterziehen. Block bei Bedarf
reparieren.
10. Block einbauen. Das richtige Verfahren ist den
Informationen des Erstausrüsters zu entnehmen.
11. Motor nach dem Reinigen starten und auf obere
Leerlaufdrehzahl beschleunigen. Dadurch wird der
Schmutz besser entfernt und der Kühlerblock
getrocknet. Motor abstellen. Mit einer Leuchte
hinter dem Kühlerblock kontrollieren, ob er sauber
ist. Reinigungsverfahren bei Bedarf wiederholen.
i02398929
Ladeluftkühlerblock kontrollieren
[German] Anmerkung: Es hängt von den
Einsatzbedingungen ab, wie häufig das
Reinigungsverfahren durchgeführt werden muss.
Ladeluftkühler auf folgendes kontrollieren:
beschädigte Rippen, Korrosion, Schmutz, Fett,
Insekten, Laub, Öl and sonstige Verschmutzung.
Ladeluftkühler bei Bedarf reinigen.
Luftgekühlte Ladeluftkühler auf die gleiche Weise
reinigen wie Kühler.
5. Block mit einem geeigneten Reinigungsmittel
durchspülen.
6. Block mit Wasserdampf reinigen, um alle
Rückstände zu entfernen. Rippen des
Ladeluftkühlerblocks abspülen. Eingeschlossenen
Schmutz entfernen.
7. Block mit heißem Seifenwasser waschen. Block
sorgfältig mit sauberem Wasser spülen.
Druckluft kann Verletzungen verursachen.
Wenn das im Folgenden beschriebene Verfahren
nicht angewandt wird, besteht Verletzungsgefahr.
Wenn beim Reinigen Druckluft verwendet wird,
Gesichtsschutz und Schutzkleidung tragen.
Der Luftdruck darf an der Düse zum Reinigen
nicht mehr als 205 kPa (30 psi) betragen.
60
SGBU7833
Füllmengen
Drehstromgenerator - kontrollieren
Motor nach dem Reinigen starten und auf obere
Leerlaufdrehzahl beschleunigen. Dadurch wird der
Schmutz besser entfernt und der Kühlerblock
getrocknet. Motor abstellen. Mit einer Leuchte hinter
dem Block kontrollieren, ob er sauber ist.
Reinigungsverfahren bei Bedarf wiederholen.
Kühlerrippen auf Beschädigung kontrollieren.
Verbogene Rippen können mit einem “Kamm”
geradegerichtet werden.
[German] Anmerkung: Wenn Teile des
Ladeluftkühlersystems repariert oder ersetzt wurden,
wird dringend geraten, eine Leckprüfung
durchzuführen.
Folgende Teile auf einwandfreien Zustand
kontrollieren: Schweißnähte, Befestigungshalter,
Luftleitungen, Verbindungen, Klemmen and
Dichtungen. Bei Bedarf Reparaturen durchführen.
i02398949
Drehstromgenerator kontrollieren
Perkins empfiehlt eine planmäßige Kontrolle des
Drehstromgenerators. Drehstromgenerator auf lose
Anschlüsse und ordnungsgemäßes Aufladen der
Batterie kontrollieren. Amperemeter (falls vorhanden)
während des Motorbetriebs kontrollieren, um eine
einwandfreie Batterieleistung und/oder
ordnungsgemäße Funktion der elektrischen Anlage
sicherzustellen. Erforderliche Reparaturen
durchführen.
Drehstromgenerator und Batterieladegerät auf
ordnungsgemäße Funktion überprüfen. Bei
vorschriftsmäßig geladenen Batterien muss das
Amperemeter annähernd Null anzeigen. Alle
Batterien voll aufgeladen halten. Die Batterien
müssen warmgehalten werden, weil die Temperatur
die Startleistung beeinflusst. Wenn die Batterie zu
kalt ist, kann der Anlasser den Motor nicht
durchdrehen. Nach langen Betriebsunterbrechungen
oder wenn der Motor jeweils nur kurz läuft, werden
die Batterien nicht voll aufgeladen. Eine Batterie mit
geringer Ladung kann leichter einfrieren als eine voll
aufgeladene Batterie.
i06059796
Drehstromgenerator und Lüfter
- Keilriemen kontrollieren/
spannen/ersetzen
Inspektion
Um eine optimale Leistung des Motors zu erreichen,
die Riemen auf Verschleiß und Rissbildung
kontrollieren. Verschlissene oder beschädigte
Riemen ersetzen.
Bei Einsätzen, für die mehrere Antriebsriemen
erforderlich sind, die Riemen immer in kompletten
Sätzen ersetzen. Wenn nur ein Riemen aus einem
Satz ausgewechselt wird, übernimmt er einen
größeren Teil der Belastung, da die älteren Riemen
ausgedehnt sind. Diese zusätzliche Belastung kann
zum Reißen des neuen Riemens führen.
Wenn die Riemen zu locker sind, rufen Vibrationen
einen unnötigen Verschleiß der Riemen und Rollen
hervor. Lockere Riemen können so stark schleifen,
dass es zu Überhitzung kommt.
Zur genauen Messung der Riemenspannung muss
ein geeignetes Messgerät verwendet werden.
Abbildung 29
g03716511
Typische Ausführung
(1) Burroughs-Messgerät
Das Messgerät (1) in der Mitte des längsten
Riemenabschnitts anbringen und die Spannung
messen. Die richtige Spannung beträgt 535 N
(120 lb). Wenn die Riemenspannung unter 250 N
(56 lb) liegt, den Riemen auf 535 N (120 lb)
einstellen.
Wenn Doppelriemen angebracht sind, die Spannung
beider Riemen prüfen und einstellen.
SGBU7833
61
Füllmengen
Batterie - ersetzen
Einstellung
Ersetzen
Für den Ein- und Ausbau des Riemens siehe das
Demontage- und Montagehandbuch.
i02398274
Batterie - ersetzen
Batterien geben brennbare Dämpfe ab, die explodieren können. Die brennbaren Dämpfe können
durch Funken entzündet werden. Dadurch kann
es zu schweren Körperverletzungen, unter Umständen mit Todesfolge, kommen.
Abbildung 30
g03716557
Batterien, die sich in einem Gehäuse befinden,
müssen vorschriftsmäßig belüftet werden. Die
vorgeschriebenen Verfahren befolgen, um Funkenüberschlag und/oder Funken in der Nähe von
Batterien zu vermeiden. Beim Warten der Batterien nicht rauchen.
1. Die Drehzapfenschraube der DrehstromLichtmaschine (2) lösen.
Die Batteriekabel oder Batterien dürfen nicht aboder herausgenommen werden, wenn sich der
Batteriedeckel in seiner Stellung befindet. Bevor
irgendwelche Wartungsarbeiten vorgenommen
werden, muss der Batteriedeckel abgenommen
werden.
Wenn die Batteriekabel abgenommen oder die
Batterien herausgenommen werden, während
sich der Batteriedeckel in seiner Stellung befindet, können Batterien explodieren, was Körperverletzungen hervorrufen kann.
1. Den Motor auf Stellung AUS schalten. Alle
elektrischen Verbraucher entfernen.
2. Alle Batterieladegeräte ausschalten. Alle
Batterieladegeräte abklemmen.
Abbildung 31
g03716558
2. Die Verbindungsschraube (3) lösen. Den
Drehstromgenerator so bewegen, dass die richtige
Riemenspannung erreicht wird. Die
Drehstromgenerator-Schwenkschraube und die
Verbindungsschraube mit einem
Anziehdrehmoment von 22 Nm (16 lb ft)
festziehen.(1).
3. Mit dem NEGATIVEN “-” Kabel wird die
NEGATIVE “-” Batterieklemme an die NEGATIVE
“-” Starterklemme angeschlossen. Das Kabel vom
NEGATIVEN “-” Batteriepol abnehmen.
4. Mit dem POSITIVEN “+” Kabel wird die POSITIVE
“+” Batterieklemme an die POSITIVE “+”
Starterklemme angeschlossen. Das Kabel vom
POSITIVEN “+” Batteriepol abnehmen.
[German] Anmerkung: Eine alte Batterie richtig
entsorgen. Niemals eine Batterie wegwerfen. Alte
Batterien an eine Aufbereitungsanlage zurückgeben.
62
SGBU7833
Füllmengen
Batterie - Säurestand kontrollieren
5. Die alte Batterie ausbauen.
Batteriegehäuse mit sauberem Wasser gründlich
spülen.
6. Eine neue Batterie montieren.
i02398232
[German] Anmerkung: Bevor die Kabel
angeschlossen werden, sicherstellen, dass sich der
Startschlüsselschalter in der Stellung AUS befindet.
7. Das Kabel vom Startermotor an den POSITIVEN
“+” Batteriepol anschließen.
Batterie oder Batteriekabel trennen
8. Das NEGATIVE “-” Kabel an den NEGATIVEN “-”
Batteriepol anschließen.
i02767127
Batterie - Säurestand
kontrollieren
Nach langen Betriebsunterbrechungen oder wenn
der Motor jeweils kurzfristig in Betrieb genommen
wird, werden die Batterien nicht voll geladen.
Sicherstellen, dass Batterien immer voll geladen sind,
um zu verhindern, dass sie einfrieren. Bei
vorschriftsmäßig geladenen Batterien muss das
Amperemeter annähernd Null anzeigen, wenn der
Motor läuft.
Bleihaltige Batterien enthalten Schwefelsäure, die
Verbrennungen an Haut und Kleidung verursacht.
Bei der Arbeit an oder in der Nähe von Batterien
immer einen Gesichtschutz und Schutzkleidung
tragen.
1. Verschlusskappen abnehmen. Säurestand an der
Markierung “FULL” an der Batterie halten.
Zum Nachfüllen destilliertes Wasser verwenden.
Ist kein destilliertes Wasser vorhanden, kann auch
sauberes, mineralstoffarmes Wasser verwendet
werden. Kein künstlich enthärtetes Wasser
verwenden.
2. Elektrolyt mit einem geeigneten
Batteriesäureprüfer prüfen.
3. Verschlusskappen aufsetzen.
4. Batterien sauber halten.
Batteriegehäuse mit einer der folgenden Lösungen
reinigen:
• Eine Mischung aus 0,1 kg (0,2 lb) Natron und
1 l (1 qt) reinem Wasser verwenden.
• Eine Lösung von Ammoniumhydroxid
verwenden.
Die Batteriekabel oder Batterien dürfen nicht aboder herausgenommen werden, wenn sich der
Batteriedeckel in seiner Stellung befindet. Bevor
irgendwelche Wartungsarbeiten vorgenommen
werden, muss der Batteriedeckel abgenommen
werden.
Wenn die Batteriekabel abgenommen oder die
Batterien herausgenommen werden, während
sich der Batteriedeckel in seiner Stellung befindet, können Batterien explodieren, was Körperverletzungen hervorrufen kann.
1. Den Startschalter in die Stellung AUS drehen. Den
Zündschalter (falls vorhanden) in die Stellung AUS
drehen, den Schlüssel abziehen und alle
elektrischen Verbraucher ausschalten.
2. Den negativen Pol der Batterie abtrennen. Darauf
achten, dass das Kabel den Pol nicht berühren
kann. Bei Ausrüstung mit vier 12-V-Batterien
müssen zwei Minuspole getrennt werden.
3. Den Anschluss am Pluspol trennen.
4. Alle getrennten Anschlüsse und Batteriepole
säubern.
5. Die Batteriepole und Kabelschuhe mit
feinkörnigem Sandpapier reinigen. Die
Kabelschuhe so lange reinigen, bis die
Oberflächen hell und glänzend sind. NICHT zu viel
Material entfernen. Wenn zu viel Material entfernt
wird, sitzen die Kabelschuhe unter Umständen
nicht mehr richtig auf den Batteriepolen auf. Die
Kabelschuhe und Pole mit geeignetem
Silikonschmiermittel oder Vaseline bestreichen.
6. Die Kabelanschlüsse mit Isolierband umwickeln,
um ein unbeabsichtigtes Anspringen des Motors
zu vermeiden.
7. Die erforderlichen Reparaturen vornehmen.
8. Beim Anschließen der Batterie immer zuerst das
Pluskabel und dann erst das Minuskabel
anschließen.
SGBU7833
63
Füllmengen
Kühlsystem - handelsübliches HD-Kühlmittel wechseln
i06059804
Kühlsystem - handelsübliches
HD-Kühlmittel wechseln
HINWEIS
Es muss darauf geachtet werden, dass während der
Durchführung von Inspektionen, Wartungsarbeiten,
Kontrollen sowie Einstell- und Reparaturarbeiten am
Motor keine Flüssigkeiten austreten können. Die
Flüssigkeiten müssen in geeigneten Behältern aufgefangen werden, wenn sie von Gehäusen abgelassen
oder wenn Flüssigkeiten enthaltende Bauteile auseinandergenommen werden.
Entleeren
System steht unter Druck: Heißes Kühlmittel kann
schwere Verbrennungen verursachen. Um die
Kühlsystem-Einfüllkappe abzunehmen, den Motor
abstellen und warten, bis sich die Teile des Kühlsystems abgekühlt haben. Die Kühlsystem-Einfüllkappe langsam lösen, um den Druck zu
entspannen.
1. Motor abstellen und abkühlen lassen. KühlsystemEinfüllstutzendeckel langsam lösen, um den Druck
zu entlasten. Den Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel
abnehmen.
Alle Flüssigkeiten entsprechend den geltenden Bestimmungen und Vorschriften entsorgen.
HINWEIS
Alle Teile von Verschmutzungen frei halten.
Verschmutzungen führen zu beschleunigtem Verschleiß und verkürzter Nutzungsdauer von Teilen.
Das Kühlsystem vor Ablauf des empfohlenen
Wartungsintervalls reinigen und spülen, wenn die
folgenden Bedingungen erfüllt sind:
• der Motor häufig überhitzt,
• Schaumbildung festgestellt wird,
• Öl in das Kühlsystem eingetreten und das
Kühlmittel verunreinigt worden ist
• Kraftstoff in das Kühlsystem gelangt und das
Kühlmittel verunreinigt worden ist
[German] Anmerkung: Zum Reinigen des
Kühlsystems wird nur klares Wasser benötigt.
[German] Anmerkung: Nach Entleeren des
Kühlsystems Wasserpumpe und
Kühlwasserthermostat kontrollieren. Diese Kontrolle
ist eine gute Gelegenheit, um gegebenenfalls
Wasserpumpe, Wassertemperaturregler und
Schläuche zu ersetzen.
Abbildung 32
g03716975
2. Den Ablasshahn öffnen oder Ablassstopfen (1) am
Motor entfernen. Den Ablasshahn öffnen oder
Ablassstopfen am Kühler entfernen.
Kühlmittel ablaufen lassen.
HINWEIS
Gebrauchtes Motorkühlmittel entsorgen oder recyceln. Zum Recyceln von gebrauchtem Kühlmittel zur
Wiederverwendung in Motorkühlsystemen gibt es
mehrere Methoden. Perkins akzeptiert zum Recyceln
von
Kühlmittel
nur
das
vollständige
Destillationsverfahren.
Weitere Informationen zur Entsorgung und
Wiederverwertung von gebrauchtem Kühlmittel
erhalten Sie von Ihrem Perkins -Händler oder Ihrem
Perkins -Vertriebshändler.
64
SGBU7833
Füllmengen
Kühlsystem - Kühlmittel (ELC) wechseln
Spülen
1. Das Kühlsystem mit klarem Wasser durchspülen,
um Fremdkörper zu entfernen.
2. Den Ablasshahn schließen oder Ablassstopfen am
Motor einsetzen. Den Ablasshahn schließen oder
Ablassstopfen am Kühler einsetzen.
HINWEIS
Das Kühlmittel langsam, höchstens 5 l (1,3 US-Gall.)
pro Minute einfüllen, um Lufteinschlüsse zu
vermeiden.
3. Das Kühlsystem mit sauberem Wasser befüllen.
Kühlsystem-Einfülldeckel aufsetzen.
4. Den Motor starten und im Leerlauf laufen lassen,
bis die Kühlmitteltemperatur 49 bis 66 °C
(120 bis 150 °F) erreicht.
5. Motor abstellen und abkühlen lassen. KühlsystemEinfüllstutzendeckel langsam lösen, um den Druck
zu entlasten. Den Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel
abnehmen. Den Ablasshahn öffnen oder
Ablassstopfen am Motor entfernen. Den
Ablasshahn öffnen oder Ablassstopfen am Kühler
entfernen. Das Wasser ablaufen lassen.
Kühlsystem mit sauberem Wasser durchspülen.
Füllen
1. Den Ablasshahn schließen oder Ablassstopfen am
Motor einsetzen. Den Ablasshahn schließen oder
Ablassstopfen am Kühler einsetzen.
HINWEIS
Das Kühlmittel langsam, höchstens 5 l (1,3 US-Gall.)
pro Minute einfüllen, um Lufteinschlüsse zu
vermeiden.
2. Das Kühlsystem mit handelsüblichem HDKühlmittel füllen. Dem Kühlmittel Kühlmittelzusatz
beifügen. Weitere Angaben zum Kühlsystem
finden sich in diesem Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Flüssigkeitsempfehlungen”
(Abschnitt Wartung). Anhand dieser Informationen
kann die richtige Menge bestimmt werden.
Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel nicht aufsetzen.
3. Den Motor starten und im Leerlauf laufen lassen.
Motordrehzahl auf hohe Drehzahl erhöhen. Motor
eine Minute lang mit hoher Drehzahl laufen lassen,
um den Motorblock zu entlüften. Motor abstellen.
4. Den Kühlmittelstand überprüfen. Kühlmittelstand
innerhalb von 13 mm (0,5") unter der Unterkante
des Einfüllrohrs halten. Kühlmittelfüllstand im
Ausdehnungsgefäß (wenn vorhanden) auf dem
korrekten Niveau halten.
5. Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel reinigen. Die
Dichtung am Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel
kontrollieren. Wenn die Dichtung beschädigt ist,
alten Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel entsorgen
und neuen aufsetzen. Ist die alte Dichtung am
Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel nicht beschädigt,
den Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel mit einer
geeigneten Druckpumpe einer Druckprüfung
unterziehen. Der vorgeschriebene Druck für den
Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel ist auf der
Deckeloberfläche eingestanzt. Wenn der
Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel den
vorgegebenen Druck nicht aufrechterhält, Deckel
ersetzen.
6. Motor starten. Das Kühlsystem auf Leckagen und
richtige Betriebstemperatur kontrollieren.
i06059779
Kühlsystem - Kühlmittel (ELC)
wechseln
HINWEIS
Es muss darauf geachtet werden, dass während der
Durchführung von Inspektionen, Wartungsarbeiten,
Kontrollen sowie Einstell- und Reparaturarbeiten am
Motor keine Flüssigkeiten austreten können. Die
Flüssigkeiten müssen in geeigneten Behältern aufgefangen werden, wenn sie von Gehäusen abgelassen
oder wenn Flüssigkeiten enthaltende Bauteile auseinandergenommen werden.
Alle Flüssigkeiten entsprechend den geltenden Bestimmungen und Vorschriften entsorgen.
HINWEIS
Alle Teile von Verschmutzungen frei halten.
Verschmutzungen führen zu beschleunigtem Verschleiß und verkürzter Nutzungsdauer von Teilen.
Das Kühlsystem vor Ablauf des empfohlenen
Wartungsintervalls reinigen und spülen, wenn die
folgenden Bedingungen erfüllt sind:
SGBU7833
65
Füllmengen
Kühlsystem - Kühlmittel (ELC) wechseln
• der Motor häufig überhitzt,
• Schaumbildung festgestellt wird,
• Öl in das Kühlsystem eingetreten und das
Kühlmittel verunreinigt worden ist
• Kraftstoff in das Kühlsystem gelangt und das
Kühlmittel verunreinigt worden ist
[German] Anmerkung: Wenn Langzeitkühlmittel
(ELC, Extended Life Coolant) abgelassen und ersetzt
wird, ist zum Reinigen des Kühlsystems nur klares
Wasser erforderlich.
[German] Anmerkung: Nach Entleeren des
Kühlsystems Wasserpumpe und
Kühlwasserthermostat kontrollieren. Diese Kontrolle
ist eine gute Gelegenheit, um gegebenenfalls
Wasserpumpe, Wassertemperaturregler und
Schläuche zu ersetzen.
Entleeren
Abbildung 33
g03716975
Typische Ausführung
System steht unter Druck: Heißes Kühlmittel kann
schwere Verbrennungen verursachen. Um die
Kühlsystem-Einfüllkappe abzunehmen, den Motor
abstellen und warten, bis sich die Teile des Kühlsystems abgekühlt haben. Die Kühlsystem-Einfüllkappe langsam lösen, um den Druck zu
entspannen.
1. Motor abstellen und abkühlen lassen. KühlsystemEinfüllstutzendeckel langsam lösen, um den Druck
zu entlasten. Den Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel
abnehmen.
2. Den Ablasshahn öffnen oder Ablassstopfen (1) am
Motor entfernen. Den Ablasshahn öffnen oder
Ablassstopfen am Kühler entfernen.
Kühlmittel ablaufen lassen.
HINWEIS
Gebrauchtes Motorkühlmittel entsorgen oder recyceln. Zum Recyceln von gebrauchtem Kühlmittel zur
Wiederverwendung in Motorkühlsystemen gibt es
mehrere Methoden. Perkins akzeptiert zum Recyceln
von
Kühlmittel
nur
das
vollständige
Destillationsverfahren.
Weitere Informationen zur Entsorgung und
Wiederverwertung von gebrauchtem Kühlmittel
erhalten Sie von Ihrem Perkins -Händler oder Ihrem
Perkins -Vertriebshändler.
Spülen
1. Das Kühlsystem mit klarem Wasser durchspülen,
um Fremdkörper zu entfernen.
2. Den Ablasshahn schließen oder Ablassstopfen am
Motor einsetzen. Den Ablasshahn schließen oder
Ablassstopfen am Kühler einsetzen.
HINWEIS
Das Kühlmittel langsam, höchstens 5 l (1,3 US-Gall.)
pro Minute einfüllen, um Lufteinschlüsse zu
vermeiden.
66
SGBU7833
Füllmengen
Kühlsystem - Kühlmittel wechseln
3. Das Kühlsystem mit sauberem Wasser befüllen.
Kühlsystem-Einfülldeckel aufsetzen.
4. Den Motor starten und im Leerlauf laufen lassen,
bis die Kühlmitteltemperatur 49 bis 66 °C
(120 bis 150 °F) erreicht.
5. Motor abstellen und abkühlen lassen. KühlsystemEinfüllstutzendeckel langsam lösen, um den Druck
zu entlasten. Den Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel
abnehmen. Den Ablasshahn öffnen oder
Ablassstopfen am Motor entfernen. Den
Ablasshahn öffnen oder Ablassstopfen am Kühler
entfernen. Das Wasser ablaufen lassen.
Kühlsystem mit sauberem Wasser durchspülen.
Füllen
1. Den Ablasshahn schließen oder Ablassstopfen am
Motor einsetzen. Den Ablasshahn schließen oder
Ablassstopfen am Kühler einsetzen.
HINWEIS
Das Kühlmittel langsam, höchstens 5 l (1,3 US-Gall.)
pro Minute einfüllen, um Lufteinschlüsse zu
vermeiden.
5. Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel reinigen. Die
Dichtung am Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel
kontrollieren. Wenn die Dichtung beschädigt ist,
alten Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel entsorgen
und neuen aufsetzen. Ist die alte Dichtung am
Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel nicht beschädigt,
den Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel mit einer
geeigneten Druckpumpe einer Druckprüfung
unterziehen. Der vorgeschriebene Druck für den
Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel ist auf der
Deckeloberfläche eingestanzt. Wenn der
Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel den
vorgegebenen Druck nicht aufrechterhält, Deckel
ersetzen.
6. Motor starten. Das Kühlsystem auf Leckagen und
richtige Betriebstemperatur kontrollieren.
i06059800
Kühlsystem - Kühlmittel
wechseln
2. Kühlsystem mit Langzeitkühlmittel (ELC, Extended
Life Coolant) füllen. Weitere Angaben zum
Kühlsystem und zur Ermittlung der richtigen
Menge sind diesemBetriebs- und
Wartungshandbuch, “Flüssigkeitsempfehlungen”
(Abschnitt "Wartung") zu entnehmen. KühlsystemEinfüllstutzendeckel nicht aufsetzen.
3. Den Motor starten und im Leerlauf laufen lassen.
Motordrehzahl auf hohe Drehzahl erhöhen. Motor
eine Minute lang mit hoher Drehzahl laufen lassen,
um den Motorblock zu entlüften. Motor abstellen.
4. Den Kühlmittelstand überprüfen. Kühlmittelstand
innerhalb von 13 mm (0,5") unter der Unterkante
des Einfüllrohrs halten. Kühlmittelfüllstand im
Ausdehnungsgefäß (wenn vorhanden) auf dem
korrekten Niveau halten.
Abbildung 34
g03716975
Ablassschraube
HINWEIS
Das Kühlmittel nicht ablassen, während der Motor
noch heiß ist und das System unter Druck steht, da
gefährliches heißes Kühlmittel austreten kann.
SGBU7833
67
Füllmengen
Kühlsystem - Langzeitzusatz (ELC) beifügen
[German] Anmerkung: Der Kühler wurde
möglicherweise nicht von Perkins bereitgestellt. Im
Folgenden wird ein allgemeines Verfahren zum
Wechseln des Kühlmittels angegeben. Für das
richtige Verfahren siehe die Informationen des
Erstausrüsters (OEM).
1. Sicherstellen, dass sich die Anwendung auf
ebenem Boden befindet.
i04797131
Kühlsystem - Kühlmittelstand
kontrollieren
Motoren mit KühlmittelAusgleichsbehälter
2. Den Einfüllstutzendeckel des Kühlsystems
entfernen.
3. Den Ablassstopfen (1) aus der Seite des
Zylinderblocks entfernen, um den Motor zu
entleeren. Sicherstellen, dass das Ablassloch nicht
verstopft ist.
4. Den Kühler-Ablasshahn öffnen oder den
Ablasstopfen an der Unterseite des Kühlers
entfernen, um den Kühler zu entleeren. Wenn der
Kühler nicht mit einem Kühler-Ablasshahn bzw.
einem Ablassstopfen ausgestattet ist, den
Schlauch an der Unterseite des Kühlers trennen.
5. Das Kühlsystem mit sauberem Wasser spülen.
6. Die Ablassstopfen einschrauben und den KühlerAblasshahn schließen. Den Kühlerschlauch
anbringen, wenn dieser zuvor entfernt wurde.
HINWEIS
Das Kühlmittel langsam, höchstens 5 l (1,3 US-Gall.)
pro Minute einfüllen, um Lufteinschlüsse zu
vermeiden.
7. Das System mit einer zugelassenen
Frostschutzmittelmischung füllen.
Einfüllstutzendeckel aufsetzen.
8. Den Motor laufen lassen und auf Kühlmittellecks
kontrollieren.
i06059795
Kühlsystem - Langzeitzusatz
(ELC) beifügen
Damit Perkins ELC 12.000 Betriebsstunden lang
verwendet werden kann, muss nach 6000
Betriebsstunden ein Auffrischer beigegeben werden.
Informationen zu geeigneten Auffrischern erhalten
Sie von Ihrem Perkins-Händler oder PerkinsVertriebshändler.
[German] Anmerkung: Das Kühlsystem wurde unter
Umständen nicht von Perkins geliefert. Das
nachfolgend beschriebene Verfahren bezieht sich auf
ein typisches Kühlsystem. Für das richtige Verfahren
siehe die Informationen des Erstausrüsters (OEM).
Vor dem Überprüfen des Kühlmittelstands den Motor
abstellen und abkühlen lassen.
HINWEIS
Wartungs- oder Reparaturarbeiten am Motorkühlsystem müssen auf ebenem Untergrund durchgeführt
werden. Dies ermöglicht eine genaue Überprüfung
des Kühlmittelfüllstands. Zudem trägt dies zur Verhinderung des Risikos von Lufteinschlüssen im Kühlsystem bei.
1. Den Kühlmittelfüllstand im KühlmittelAusgleichsbehälter beachten. Den
Kühlmittelfüllstand an der Markierung “COLD
FULL” am Ausgleichsbehälter halten.
System steht unter Druck: Heißes Kühlmittel kann
schwere Verbrennungen verursachen. Um die
Kühlsystem-Einfüllkappe abzunehmen, den Motor
abstellen und warten, bis sich die Teile des Kühlsystems abgekühlt haben. Die Kühlsystem-Einfüllkappe langsam lösen, um den Druck zu
entspannen.
2. Die Einfüllkappe langsam lösen, um den Druck zu
entspannen. Einfüllkappe abnehmen.
3. Richtige Kühlmittelmischung in den Tank füllen.
Informationen über die richtige Mischung und
Kühlmittelsorte finden sich in diesem Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Füllmengen und
Empfehlungen”. Angaben zum
Fassungsvermögen des Kühlsystems finden sich
in diesem Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Füllmengen und Empfehlungen”. Den KühlmittelAusgleichsbehälter nicht über die Markierung
“COLD FULL” füllen.
68
SGBU7833
Füllmengen
Angetriebene Ausrüstung - kontrollieren
System steht unter Druck: Heißes Kühlmittel kann
schwere Verbrennungen verursachen. Um die
Kühlsystem-Einfüllkappe abzunehmen, den Motor
abstellen und warten, bis sich die Teile des Kühlsystems abgekühlt haben. Die Kühlsystem-Einfüllkappe langsam lösen, um den Druck zu
entspannen.
1. Den Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel langsam
abnehmen, um den Druck zu entlasten.
2. Den Kühlmittelfüllstand an der für die jeweilige
Anwendung geltenden Maximum-Markierung
halten. Wenn der Motor mit einem Schauglas
ausgestattet ist, Kühlmittelfüllstand auf dem
entsprechenden Niveau im Schauglas halten.
Abbildung 35
g02590196
Einfüllstutzendeckel
4. Einfüllkappe und Behälter reinigen. Einfüllkappe
wieder installieren und das Kühlsystem auf
Leckstellen kontrollieren.
[German] Anmerkung: Das Kühlmittel dehnt sich
beim Erwärmen während des normalen
Motorbetriebs aus. Das zusätzliche Volumen wird
während des Motorbetriebs in den KühlmittelAusgleichsbehälter geleitet. Wenn der Motor
abgestellt und abgekühlt ist, fließt das Kühlmittel zum
Motor zurück.
3. Den Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel reinigen und
Dichtung kontrollieren. Wenn die Dichtung
beschädigt ist, alten Einfüllstutzendeckel
entsorgen und neuen aufsetzen. Wenn die
Dichtung nicht beschädigt ist, Einfüllstutzendeckel
mit einer geeigneten Druckpumpe einem Drucktest
unterziehen. Der vorgeschriebene Druck ist auf
der Deckeloberfläche eingestanzt. Wenn der
Einfüllstutzendeckel den vorgegebenen Druck
nicht hält, neuen Deckel aufsetzen.
4. Das Kühlsystem auf Leckstellen kontrollieren.
i01599452
Angetriebene Ausrüstung kontrollieren
Motoren ohne KühlmittelAusgleichsbehälter
Vor dem Überprüfen des Kühlmittelstands den Motor
abstellen und abkühlen lassen.
Für weitere Auskunft über die folgenden
Wartungsarbeiten siehe die Spezifikationen des
entsprechenden Herstellers der angetriebenen
Ausrüstung:
• Kontrolle
• Einstellung
• Schmierung
• andere Wartungsarbeiten
Die Wartungsanweisungen des entsprechenden
Herstellers befolgen.
Abbildung 36
Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel
g00285520
SGBU7833
69
Füllmengen
Motor - reinigen
i01947905
i01947896
Motor - reinigen
Luftreiniger (mit zwei
Elementen) - reinigen/ersetzen
Bei Hochspannung besteht Verletzungs- und
Lebensgefahr.
HINWEIS
Den Motor niemals ohne montiertes Luftreinigerelement laufen lassen. Den Motor niemals laufen lassen,
wenn das Luftreinigerelement beschädigt ist. Keine
Luftreinigerelemente mit beschädigten Falten oder
Dichtungen verwenden. Schmutz, der in den Motor
gelangt, verursacht vorzeitigen Verschleiß und beschädigt die Motorteile. Luftreinigerelemente verhindern, dass Schmutzteilchen aus der Luft in den
Lufteinlass gelangen.
Durch Feuchtigkeit können elektrische Stromwege entstehen.
Darauf achten, dass die elektrische Anlage ausgeschaltet ist. Die Bedienungselemente zum Starten
des Motors außer Betrieb setzen und mit einem
Schild “ NICHT IN BETRIEB NEHMEN”” versehen.
HINWEIS
Öl- und Schmierfettansammlungen können Brände
verursachen. Den Motor sauberhalten. Schmutz und
Flüssigkeiten vom Motor entfernen, wenn sich beträchtliche Mengen angesammelt haben.
HINWEIS
Wenn bestimmte Motorteile nicht vor Wasser geschützt werden, kann dadurch die Motorgarantie ungültig werden. Den Motor vor der Reinigung eine
Stunde abkühlen lassen.
Es wird empfohlen, den Motor regelmäßig zu
reinigen. Den Motor mit Dampf reinigen, um Öl- und
Fettansammlungen zu entfernen. Ein sauberer Motor
bietet folgende Vorteile:
• erleichtert das Erkennen von Leckstellen
• ermöglicht eine optimale Wärmeabfuhr
• erleichtert die Motorwartung
[German] Anmerkung: Vorsichtig vorgehen, damit
elektrische Bauteile beim Reinigen des Motors nicht
durch die Verwendung von zu viel Wasser beschädigt
werden . Druck- und Dampfstrahlreiniger dürfen nicht
auf elektrische Verbinder oder auf die
Anschlussstellen der Kabel in der Rückseite der
Verbinder gerichtet werden. Elektrische Bauteile, wie
Drehstromgenerator und Starter, meiden. Die
Kraftstoffeinspritzpumpe beim Reinigen des Motors
vor Flüssigkeiten schützen.
HINWEIS
Das Luftreinigerelement niemals bei laufendem Motor
warten, denn dadurch kann Schmutz in den Motor
gelangen.
Warten der Luftreiniger
[German] Anmerkung: Das Luftfiltersystem wurde
unter Umständen nicht von Perkins geliefert. Das
folgende Verfahren bezieht sich auf ein typisches
Luftfiltersystem. Für das richtige Verfahren siehe die
Informationen des Erstausrüsters.
Wenn der Luftreiniger zu verstopfen beginnt, kann er
durch die Luft aufgeschlitzt werden. Ungefilterte Luft
beschleunigt auf drastische Weise den Verschleiß
des Motors. Die richtigen Luftreinigerelemente für
Ihre Ausführung sind den Informationen des
entsprechenden Herstellers zu entnehmen.
• Den Vorreiniger (falls vorhanden) und die
Staubschale täglich auf Schmutz- und
Staubansammlung kontrollieren. Bei Bedarf
reinigen.
• Bei bestimmten Einsatzbedingungen (starke
Staubentwicklung, Schmutz, Schutt) muss das
Luftreinigerelement unter Umständen häufiger
gewartet werden.
• Das Luftreinigerelement muss mindestens ein Mal
jährlich ersetzt werden. Dieses ist erforderlich,
auch wenn das Element noch nicht sechs Mal
gereinigt wurde.
Verschmutzte Luftreinigerelemente durch saubere
ersetzen. Vor der Montage müssen die Luftreiniger
sorgfältig auf Risse und/oder Löcher im Filtermaterial
kontrolliert werden. Die Dichtungen des Luftreinigers
auf Beschädigung kontrollieren. Einen Vorrat an
geeigneten Luftreinigern als Ersatz bereithalten.
70
SGBU7833
Füllmengen
Luftreiniger (mit zwei Elementen) - reinigen/ersetzen
Luftreiniger mit Haupt- und SicherheitsLuftreiniger
Der Luftreiniger mit zwei Elementen enthält ein
Haupt- und ein Sicherheitselement. Das
Hauptelement kann, wenn es richtig gereinigt und
kontrolliert wird, bis zu sechsmal wiederverwendet
werden. Das Hauptelement muss mindestens ein Mal
jährlich ersetzt werden. Dieses ist erforderlich, auch
wenn das Element noch nicht sechs Mal gereinigt
wurde.
Das Sicherheitselement darf nicht gewartet oder
gewaschen werden. Zum Ersetzen des
Sicherheitselements siehe die Anweisungen des
entsprechenden Herstellers. Wenn der Motor in
staubiger oder verschmutzter Umgebung eingesetzt
wird, müssen die Luftreiniger unter Umständen
häufiger ersetzt werden.
7. Die Luftreiniger-Wartungsanzeige zurückstellen.
Reinigen der Haupt-Luftreiniger
HINWEIS
Die folgenden Richtlinien müssen beachtet werden,
wenn versucht wird, ein Filterelement zu reinigen:
Nicht auf das Filterelement schlagen um Staub zu
entfernen.
Das Filterelement nicht waschen.
Unter schwachem Druck stehende Luft verwenden,
um den Staub vom Filterelement zu entfernen. Der
Luftdruck darf höchstens 207 kPa (30 psi) betragen.
Die Falten innen im Filterelement in beiden Richtungen abblasen. Extrem vorsichtig vorgehen, damit die
Falten nicht beschädigt werden.
Keine Luftfilter mit beschädigten Falten oder Dichtungen verwenden. Der in den Motor eindringende
Schmutz beschädigt die Motorkomponenten.
Den Informationen des entsprechenden Herstellers
ist zu entnehmen, wie häufig das Hauptfilterelement
gereinigt werden kann. Bei der Reinigung muss das
Hauptelement sorgfältig auf Risse und/oder Löcher
im Filtermaterial kontrolliert werden. Das
Hauptelement muss mindestens ein Mal jährlich
ersetzt werden. Dieses ist erforderlich, auch wenn
das Element noch nicht sechs Mal gereinigt wurde.
Abbildung 37
g00736431
(1) Deckel
(2) Haupt-Luftreiniger
(3) Sicherheits-Luftreiniger
(4) Lufteinlass
1. Die Abdeckung abnehmen. Den Haupt-Luftreiniger
herausnehmen.
2. Er muss immer ersetzt werden, wenn der HauptLuftreiniger zum dritten mal gereinigt wird.
[German] Anmerkung: Siehe “Reinigen der HauptLuftreiniger”.
3. Den Lufteinlass mit Klebeband abdecken, damit
kein Schmutz eindringen kann.
HINWEIS
Luftreinigerelemente nicht durch Klopfen oder Schlagen reinigen. Dadurch können die Dichtungen beschädigt werden. Keine Elemente mit beschädigten
Falten oder Dichtungen verwenden. Ein beschädigtes
Element kann Schmutz durchlassen. Dadurch kann
der Motor beschädigt werden.
Vor dem Reinigen eine Sichtkontrolle am HauptLuftreiniger durchführen. Dabei auf Beschädigungen
der Dichtungen und des äußeren Abdeckrings
achten. Beschädigte Luftreiniger entsorgen.
Hauptelemente können mit den folgenden zwei
Methoden gereinigt werden:
• mit Druckluft
• mit einem Staubsauger
4. Den Deckel und Körper des Luftreinigers innen mit
einem sauberen, trockenen Tuch reinigen.
Druckluft
5. Das Klebeband von der Lufteinlassöffnung
entfernen. Den Sicherheits-Luftreiniger einsetzen.
Einen neuen oder gereinigten Haupt-Luftreiniger
einsetzen.
Mit Druckluft können Haupt-Luftreiniger gereinigt
werden, die noch nicht mehr als zweimal gereinigt
wurden. Kohlerückstände und Öl werden mit
Druckluft nicht entfernt. Gefilterte, trockene Luft mit
einem Druck von höchstens 207 kPa (30 psi)
verwenden.
6. Den Deckel aufsetzen.
SGBU7833
71
Füllmengen
Luftreiniger (mit einem Element) - kontrollieren/ersetzen
Kontrolle der Haupt-Luftreiniger
Abbildung 38
g00281692
[German] Anmerkung: Beim Reinigen der HauptLuftreiniger immer mit der sauberen Seite
(Innenseite) beginnen, um Schmutzteilchen zur
verschmutzten Seite (Außenseite) hin zu drücken.
Den Schlauch so halten, dass der Luftreiniger innen
in Faltenlängsrichtung abgeblasen wird, um
Beschädigung der Falten zu vermeiden. Den
Luftstrom nicht direkt auf den Luftreiniger richten.
Dadurch kann der Schmutz tiefer in die Falten
gedrückt werden.
[German] Anmerkung: Siehe “Kontrolle der HauptLuftreiniger”.
Staubsauger
Die Verwendung eines Staubsaugers ist geeignet,
wenn Haupt-Luftreiniger aufgrund trockener,
staubiger Umgebung täglich gereinigt werden
müssen. Es wird empfohlen, Luftreiniger vor der
Verwendung eines Staubsaugers mit Druckluft zu
reinigen. Mit dem Staubsauger werden
Kohlerückstände und Ölablagerungen nicht entfernt.
[German] Anmerkung: Siehe “Kontrolle der HauptLuftreiniger”.
Abbildung 39
g00281693
Den sauberen, trockenen Luftreiniger kontrollieren.
Ein 60-Watt-Blaulicht in einem dunklen Raum oder
einer ähnlichen Räumlichkeit verwenden. Das
Blaulicht in den Haupt-Luftreiniger einsetzen. Den
Luftreiniger drehen. Ihn auf Risse und/oder Löcher
kontrollieren. Prüfen, ob Licht durch das Filtermaterial
hindurchscheint. Bei Bedarf dasselbe Verfahren an
einem neuen Luftfilter mit der gleichen ET-Nummer
durchführen, damit man einen Vergleich anstellen
kann.
Keine Luftreiniger verwenden, die Risse oder Löcher
im Filtermaterial aufweisen. Keine Luftreiniger mit
beschädigten Falten oder Dichtungen verwenden.
Beschädigte Luftreiniger entsorgen.
i02227162
Luftreiniger (mit einem
Element) - kontrollieren/
ersetzen
Siehe dieses Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Luftreiniger des Motors - Wartungsanzeige
kontrollieren”.
HINWEIS
Den Motor niemals ohne montiertes Luftreinigerelement laufen lassen. Den Motor niemals laufen lassen,
wenn das Luftreinigerelement beschädigt ist. Keine
Luftreinigerelemente mit beschädigten Falten oder
Dichtungen verwenden. Schmutz, der in den Motor
gelangt, verursacht vorzeitigen Verschleiß und beschädigt die Motorteile. Luftreinigerelemente verhindern, dass Schmutzteilchen aus der Luft in den
Lufteinlass gelangen.
72
SGBU7833
Füllmengen
Luftreiniger - Wartungsanzeige kontrollieren
HINWEIS
Das Luftreinigerelement niemals bei laufendem Motor
warten, denn dadurch kann Schmutz in den Motor
gelangen.
An diesem Motor kann eine breite Palette von
Luftreinigern verwendet werden. Das richtige
Verfahren zum Ersetzen des Luftreinigers ist den
Informationen des entsprechenden Herstellers zu
entnehmen.
i01947852
Luftreiniger - Wartungsanzeige
kontrollieren
Einige Motoren sind mit einer anderen
Wartungsanzeige ausgerüstet.
Einige Motoren sind mit einer Differenzdruckanzeige
für den Einlassluftdruck ausgerüstet. Die
Differenzdruckanzeige zeigt den Unterschied des
Drucks an, der vor dem Luftreinigerelement und nach
dem Luftreinigerelement gemessen wird. Je mehr
das Luftreinigerelement verstopft, desto größer wird
der Druckunterschied. Wenn der Motor mit einer
anderen Wartungsanzeige ausgerüstet ist, die
Wartungsempfehlungen des entsprechenden
Herstellers befolgen.
Die Wartungsanzeige kann am Luftreinigerelement
oder an entfernter Stelle montiert sein.
Wartungsanzeige prüfen
Wartungsanzeigen sind wichtige Instrumente.
• Kontrollieren, ob sich die Wartungsanzeige leicht
zurückstellen lässt. Die Wartungsanzeige muss
sich durch höchstens dreimaliges Drücken
zurückstellen lassen.
• Die Bewegung des gelben Körpers beobachten,
wenn der Motor auf Nenndrehzahl beschleunigt
wird. Der gelbe Kolben muss sich ungefähr dann
verriegeln, wenn der stärkste Unterdruck erreicht
wird.
Wenn sich die Wartungsanzeige nicht leicht
zurückstellen lässt oder sich der gelbe Körper nicht
beim stärksten Unterdruck verriegelt, muss die
Wartungsanzeige ersetzt werden. Wenn sich die
neue Wartungsanzeige nicht zurückstellen lässt, ist
unter Umständen die Bohrung für die
Wartungsanzeige verstopft.
In sehr staubiger Umgebung muss die
Wartungsanzeige unter Umständen häufig ersetzt
werden.
i01947859
Motormasse - kontrollieren/
reinigen
Den Kabelstrang auf feste Anschlüsse kontrollieren.
Perkins verwendet den Startermotor, um den Motor
an Masse zu schließen. Den Anschluss am
Startermotor bei jedem Ölwechsel kontrollieren.
Massekabel und -bänder am Masseanschluss des
Motors miteinander verbinden. Alle Masseanschlüsse
müssen fest sitzen und frei von Korrosion sein.
• Die Massestiftschraube am Startermotor und die
Anschlüsse mit einem sauberen Tuch reinigen.
• Korrodierte Anschlüsse mit einer Lösung aus
Wasser und Natron reinigen.
• Die Massestiftschraube und das Masseband
sauber halten und mit geeignetem Schmierfett
oder Vaseline einschmieren.
Abbildung 40
g00103777
Wartungsanzeige (typische Ausführung)
i02971943
Die Wartungsanzeige kontrollieren. Das
Luftreinigerelement muss gereinigt oder ersetzt
werden, wenn einer der folgenden Zustände eintritt:
Motorlager - kontrollieren
• Der gelbe Kolben tritt in den roten Bereich ein.
[German] Anmerkung: Die Motorauflager wurden
unter Umständen nicht von Perkins geliefert. Weitere
Informationen zu den Motorauflagern und den
vorgeschriebenen Anziehdrehmomenten erteilt der
jeweilige Hersteller.
• Der rote Kolben bleibt in der sichtbaren Stellung
stehen.
SGBU7833
73
Füllmengen
Motor - Ölstand kontrollieren
Motorauflager auf Verschleiß und Schrauben auf
ordnungsgemäßes Anziehdrehmoment kontrollieren.
Vibrationen des Motors können durch Folgendes
verursacht werden:
• falsche Befestigung des Motors
• Verschlechterung der Motorauflager
• lockere Motorauflager
Motorauflager mit Anzeichen von Verfall ersetzen.
Empfohlene Anziehdrehmomente den Informationen
des jeweiligen Herstellers entnehmen.
i06059807
Abbildung 42
Motor - Ölstand kontrollieren
(L) “Min” .-Markierung. (H) “Max” .-Markierung.
HINWEIS
Diese Wartungsarbeit bei abgestelltem
durchführen.
Heißes Öl und heiße Teile können Körperverletzungen verursachen. Sie nicht auf die Haut gelangen lassen.
g02173847
Motor
[German] Anmerkung: Sicherstellen, dass der
Motor waagerecht ausgerichtet ist oder sich in der
normalen Betriebsstellung befindet, um eine genaue
Messung zu erhalten.
[German] Anmerkung: Nach dem Schalten des
Motors in die Stellung OFF (AUS) 10 Minuten lang
warten, damit das Motoröl in die Ölwanne ablaufen
kann. Dann den Ölstand prüfen.
1. Den Ölstand zwischen der Markierung “ADD”
(Nachfüllen) (Y) und “FULL” (Voll) (X) am
Motorölmessstab halten. Oder den Motorölstand
zwischen den Markierungen H und L halten. Das
Kurbelgehäuse nicht überfüllen.
Abbildung 41
g01165836
(Y) “Min” .-Markierung. (X) “Max” .-Markierung.
HINWEIS
Wenn sich der Ölstand bei laufendem Motor über der
Markierung “FULL” befindet, kann die Kurbelwelle in
das Öl eintauchen. Die dabei entstehenden Luftblasen vermindern das Schmiervermögen des Öls, was
zum Verlust der Motorleistung führen kann.
2. Bei Bedarf die Öleinfüllkappe abnehmen und Öl
nachfüllen. Öleinfüllstutzendeckel reinigen. Den
Öleinfüllstutzendeckel aufsetzen.
74
SGBU7833
Füllmengen
Motor - Ölprobe entnehmen
i02248484
Motor - Ölprobe entnehmen
Die Probe kann auf folgendes geprüft werden:
Qualität des Öls, Vorhandensein von Kühlmittel im Öl,
Vorhandensein von Eisenmetallteilchen im Öl and
Vorhandensein von Nichteisenmetallteilchen im Öl.
i06059797
Der Zustand des Motorschmieröls kann im Rahmen
eines vorbeugenden Wartungsprogramms in
regelmäßigen Intervallen geprüft werden. Perkins
bietet als Option ein Ölprobenentnahmeventil an. Das
Ölprobenentnahmeventil (falls vorhanden) dient zur
regelmäßigen Entnahme von Motorschmierölproben.
Das Ölprobenentnahmeventil befindet sich am
Ölfilterkopf oder am Zylinderblock.
Perkins empfiehlt für die Ölentnahme ein
Probenentnahmeventil. Qualität und Konsistenz der
Proben sind besser, wenn ein Probenentnahmeventil
benutzt wird. Das Probeentnahmeventil befindet sich
an einer Stelle, wo das unter Druck stehende Öl
während des normalen Motorbetriebs entnommen
werden kann.
Entnehmen der Probe und Analyse
Heißes Öl und heiße Teile können Körperverletzungen verursachen. Sie nicht auf die Haut gelangen lassen.
Um eine genaue Analyse zu erhalten, vor der
Entnahme der Ölprobe folgende Informationen
notieren:
• Datum der Probe
Motor - Öl und Filter wechseln
Heißes Öl und heiße Teile können Körperverletzungen verursachen. Sie nicht auf die Haut gelangen lassen.
Öl nicht ablassen, wenn der Motor kalt ist. Während
das Öl sich abkühlt, setzen sich die im Öl
schwebenden Schmutzteilchen auf dem Boden der
Ölwanne ab. Die Schmutzteilchen werden mit dem
ablaufenden kalten Öl nicht entfernt. Kurbelgehäuse
nach dem Abstellen des Motors entleeren.
Kurbelgehäuse entleeren, wenn das Öl warm ist. Bei
diesem Verfahren können die im Öl schwebenden
Schmutzpartikel mit dem Öl abfließen.
Wenn das empfohlene Verfahren nicht durchgeführt
wird, zirkulieren die Schmutzpartikel mit dem frischen
Öl wieder durch das Schmiersystem des Motors.
Ablassen des Motoröls
[German] Anmerkung: Sicherstellen, dass der zum
Auffangen des gebrauchten Öls verwendete Behälter
ausreichend groß ist.
• Motortyp
• Motornummer
• Betriebsstunden des Motors
• Anzahl der Betriebsstunden seit dem letzten
Ölwechsel
• Ölmenge, die seit dem letzten Ölwechsel
nachgefüllt wurde
Sicherstellen, dass der Probebehälter sauber und
trocken ist. Außerdem sicherstellen, dass der
Probebehälter eindeutig beschriftet ist.
Um sicherzustellen, dass die Probe dem Öl im
Kurbelgehäuse entspricht, muss das Öl warm und gut
gemischt sein.
Damit Verunreinigungen der Ölproben vermieden
werden, müssen die für die Probenentnahme
verwendeten Werkzeuge und Mittel sauber sein.
Abbildung 43
Typische Ausführung
(1) Ablassschraube
(2) Ablassventil
g03720357
75
SGBU7833
Füllmengen
Motor - Öl und Filter wechseln
Den Motor abstellen, wenn er mit normaler
Betriebstemperatur gelaufen ist. Zum Ablassen des
Kurbelgehäuseöls eines der folgenden Verfahren
anwenden:
• Wenn der Motor mit einem Ablassventil (2)
ausgerüstet ist, den Ablassventilknopf gegen den
Uhrzeigersinn drehen, um das Öl abzulassen.
Wenn das Öl abgelaufen ist, den
Ablassventilknopf im Uhrzeigersinn drehen, um
das Ablassventil zu schließen.
• Ist der Motor nicht mit einem Ablassventil
ausgerüstet, den Ölablassstopfen (1) entfernen,
um das Öl ablaufen zu lassen.
Wenn das Öl abgelaufen ist, die Ölablassschrauben
reinigen und einsetzen. O-Ring-Dichtung an der
Ablassschraube bei Bedarf ersetzen.
Aufgrund ihrer Form haben einige Ölwannen an
beiden Seiten eine Ölablassschraube. Bei diesen
Ölwannen muss das Öl aus beiden
Schraubenöffnungen abgelassen werden.
Abbildung 44
g03720358
Ablassschraube mit 34 Nm (25 lb ft) festziehen.
Typische Ausführung
Anschraubölfilter ersetzen
2. Die Dichtfläche des Ölfiltersockels (3) reinigen.
Sicherstellen, dass das Anschlussstück (6) im
Ölfiltersockel sicher sitzt und nicht beschädigt ist.
HINWEIS
Perkins -Ölfilter werden nach Perkins -Spezifikationen hergestellt. Die Verwendung eines nicht von Perkins empfohlenen Ölfilters kann zu schweren
Schäden an den Motorlagern, der Kurbelwelle usw.
führen, da größere Schmutzteilchen im ungefilterten
Öl in das Motorschmiersystem eindringen können.
Nur von Perkins empfohlene Ölfilter verwenden.
1. Den Ölfilter (5) mit einem geeigneten Werkzeug
entfernen.
3. Sauberes Motoröl auf den O-Ring (4) am Ölfilter
auftragen.
HINWEIS
Die Ölfilter nicht mit Öl füllen, bevor sie montiert werden. Dieses Öl ist nicht gefiltert und kann Schadstoffe
enthalten. Durch verschmutztes Öl können die Motorteile schneller verschleißen.
4. Den neuen Ölfilter (5) anbringen. Den Filter
anschrauben, bis der O-Ring die Dichtfläche (3)
berührt. Dann den Ölfilter um eine 3/4-Drehung
weiterdrehen. Den Behälter entfernen und das
Altöl gemäß der örtlichen Bestimmungen
entsorgen.
Befüllen des Kurbelgehäuses
1. Den Öleinfüllstutzendeckel abnehmen. Zu weiteren
Informationen über Schmiermittel-Spezifikationen
siehe dieses Betriebs- und Wartungshandbuch .
Vorgeschriebene Ölmenge in Kurbelgehäuse
einfüllen. Zu weiteren Informationen über
Füllmengen siehe dieses Betriebs- und
Wartungshandbuch .
76
SGBU7833
Füllmengen
Ventilspiel - kontrollieren/einstellen
HINWEIS
Bei Ausrüstung mit einem Zusatzölfilter- oder einem
entfernt montierten Ölfiltersystem, die Empfehlungen
des entsprechenden Herstellers befolgen. Der Motor
kann sowohl durch eine unzureichende Menge Öl im
Kurbelgehäuse als auch ein Überfüllen des Kurbelgehäuses beschädigt werden.
HINWEIS
Um Beschädigungen der Kurbelwellenlager zu vermeiden, den Motor bei UNTERBROCHENER Kraftstoffzufuhr durchdrehen, um die Ölfilter vor dem
Starten zu füllen. Den Motor nicht länger als 30 Sekunden lang durchdrehen.
2. Motor starten und 2 Minuten lang im “LEERLAUF”
laufen lassen. Mit diesem Verfahren wird
sichergestellt, dass sich Öl im Schmiersystem
befindet und dass die Ölfilter gefüllt sind. Ölfilter
auf Leckstellen kontrollieren.
3. Motor abstellen und mindestens zehn Minuten
warten, damit das Öl in den Sumpf zurücklaufen
kann.
Abbildung 46
g02173847
“L” Niedrig
“H” Hoch
5. Einige Messstäbe sind möglicherweise mit “H”
und “L” markiert, siehe Abbildung 46 . Den
Ölstand zwischen den Markierungen “L” und “H”
am Messstab halten. Das Kurbelgehäuse nicht
über die “H” -Markierung hinaus befüllen.
i02227112
Ventilspiel - kontrollieren/
einstellen
Abbildung 45
g00998024
Diese Wartung wird von Perkins als Teil eines
Programms zur Schmierung und vorbeugenden
Wartung empfohlen, damit der Motor seine maximale
Nutzungsdauer erreicht.
(Y) Markierung “ADD” (Hinzufügen). (X) Markierung
“FULL” (Voll).
4. Ölmessstab herausnehmen, um den Ölstand zu
kontrollieren. Den Ölstand zwischen den
Markierungen “ADD (Nachfüllen)” und “FULL
(Voll)” am Motorölmessstab halten.
HINWEIS
Nur qualifiziertes Wartungspersonal darf diese Wartungsarbeiten durchführen. Zum vollständigen Einstellverfahren für das Ventilspiel siehe das Service
Manual oder wenden Sie sich an Ihren Perkins
-Händler .
Werden Perkins -Motoren mit falsch eingestelltem
Ventilspiel betrieben, nimmt der Wirkungsgrad des
Motors ab und die Nutzungsdauer der Motorkomponenten verkürzt sich.
77
SGBU7833
Füllmengen
Einspritzpumpe - prüfen/auswechseln
Sicherstellen, dass der Motor beim Durchführen
dieser Arbeit nicht gestartet werden kann. Um
Körperverletzungen zu vermeiden, das Schwungrad nicht mit dem Startermotor drehen.
An heißen Motorteilen besteht Verbrennungsgefahr. Zusätzliche Zeit warten, damit sich der Motor
vor dem Messen und/oder Einstellen des Ventilspiels abkühlen kann.
Darauf achten, dass der Motor abgestellt ist, bevor
das Ventilspiel gemessen wird. Das Ventilspiel des
Motors kann bei heißem oder kaltem Motor geprüft
und eingestellt werden.
Für weitere Informationen siehe Prüfungen und
Einstellungen, “Ventilspiel - kontrollieren/einstellen”.
i02248482
Einspritzpumpe - prüfen/
auswechseln
Abbildung 47
g01110422
Auf heiße Oberflächen oder elektrische Teile ausgelaufener oder verschütteter Kraftstoff stellt eine
Brandgefahr dar.
Typische Kraftstoffeinspritzelemente
HINWEIS
Darauf achten, dass kein Schmutz in das Kraftstoffsystem gelangen kann. Das Systemteil, das abgenommen werden soll, und seine Umgebung sorgfältig
reinigen. Eine geeignete Abdeckung über allen vom
Kraftstoffsystem abgenommenen Teilen anbringen.
Die Kraftstoffeinspritzelemente dürfen nicht gereinigt
werden, da eine Reinigung mit den falschen
Werkzeugen zur Beschädigung der Düsen führen
kann. Kraftstoffeinspritzelemente nur beim Auftreten
einer Störung ersetzen. Die folgende Liste enthält
einige der Störungen, die darauf hinweisen, dass
neue Kraftstoffeinspritzelemente erforderlich sind:
HINWEIS
Wenn vermutet wird, dass eine Einspritzpumpe außerhalb der normalen Betriebsparameter funktioniert,
sollte sie von einem qualifizierten Techniker ausgebaut werden. Die vermutlich defekte Einspritzpumpe
sollte zur Prüfung zu einer zugelassenen Werkstatt
gebracht werden.
Das Kraftstoffeinspritzelement (1) muss
herausgenommen werden, und das Einspritzelement
muss auf seine Funktion geprüft werden.
• Der Motor springt nicht oder nur schwer an.
• Unzureichende Leistung
• Der Motor hat Fehlzündungen oder läuft
unregelmäßig.
• Hoher Kraftstoffverbrauch
• Schwarzer Abgasrauch
Das Kraftstoffeinspritzelement (1) in der Abbildung 47
hat keinen Kraftstoff-Rücklauf. Das
Kraftstoffeinspritzelement (2) weist einen KraftstoffRücklauf auf.
• Der Motor klopft oder vibriert.
• Zu hohe Motortemperatur
78
SGBU7833
Füllmengen
Kraftstoffsystem - entlüften
Aus- und Einbau der
Kraftstoffeinspritzelemente
• Der Kraftstofftank ist leer, oder der Kraftstoff wurde
nicht vollständig abgelassen.
• Die Niederdruck-Kraftstoffleitungen wurden
getrennt.
Vorsichtig vorgehen, wenn der Motor läuft. Heiße
Motorteile und sich bewegende Teile können Körperverletzungen hervorrufen.
• Im Niederdruck-Kraftstoffsystem ist eine Leckage
vorhanden.
• Der Kraftstofffilter wurde ausgewechselt.
• Eine neue Einspritzpumpe wurde eingebaut.
Während der Prüfung ständig Augenschutz tragen. Wenn die Kraftstoff-Einspritzdüsen geprüft
werden, fließt Prüfflüssigkeit mit Hochdruck
durch die Öffnungen der Düsenspitzen. Bei diesem Druck kann die Prüfflüssigkeit in die Haut
eindringen und schwere Verletzungen verursachen. Die Spitze der Kraftstoffeinspritzdüse immer
vom
Körper
weg
und
in
den
Kraftstoffsammelbehälter und die Verlängerung
richten.
HINWEIS
Wenn Kraftstoff durch den hohen Druck in die Haut
eindringt, sofort einen Arzt aufsuchen.
Motor im oberen Leerlauf laufen lassen, um das
defekte Kraftstoffeinspritzelement zu bestimmen.
Überwurfmutter des Hochdruckrohrs an jedem
Kraftstoffeinspritzelement lösen und wieder
festziehen. Überwurfmutter nicht um mehr als eine
halbe Umdrehung lösen. Wenn die Überwurfmutter
des defekten Kraftstoffeinspritzelements gelöst wird,
hat dies nur sehr geringe Auswirkungen auf die
Motordrehzahl. Weitere Informationen sind dem
Handbuch Demontage und Montage zu entnehmen.
Wenden Sie sich bei Bedarf an Ihren zugelassenen
Perkins -Händler.
i06059801
Kraftstoffsystem - entlüften
Wenn Luft in das Kraftstoffsystem eindringt, muss
das Kraftstoffsystem entlüftet werden, bevor der
Motor gestartet werden kann. Unter den folgenden
Umständen kann Luft in das Kraftstoffsystem
eindringen:
Eines der folgenden Verfahren anwenden, um Luft
aus dem Kraftstoffsystem zu entfernen:
HINWEIS
Den Motor nicht länger als 30 Sekunden durchdrehen. Den Startermotor zwei Minuten lang abkühlen
lassen, bevor der Motor erneut durchgedreht wird.
Motoren mit elektrischen
Entlüftungspumpen
Es gibt viele verschiedene Arten von elektrischen
Entlüftungspumpen. Diese
Kraftstoffentlüftungspumpen können in zwei
Kategorien eingeordnet werden. Dabei handelt es
sich um separat montierte
Kraftstoffentlüftungspumpen und am SekundärKraftstofffilter montierte Entlüftungspumpen.
SGBU7833
79
Füllmengen
Kraftstoffsystem - entlüften
Abbildung 48
(1) Typisches Beispiel einer separat
montierten Entlüftungspumpe.
g03721131
(2) Typisches Beispiel für eine an einem
Sekundär-Kraftstofffilter montierte
Entlüftungspumpe.
Arten von Einspritzpumpen
Es gibt zwei unterschiedliche Arten von
Kraftstoffeinspritzpumpen, die montiert werden
können. Dabei handelt es sich um die BoschKraftstoffeinspritzpumpe und die DelphiKraftstoffeinspritzpumpe.
Abbildung 50
g03721129
Typisches Beispiel für die DelphiKraftstoffeinspritzpumpe.
Beide Kraftstoffeinspritzpumpen sind
selbstentlüftend.
Abbildung 49
Typisches Beispiel für die BoschKraftstoffeinspritzpumpe.
g03721128
Entlüften der BoschKraftstoffeinspritzpumpe
1. Den Schlüsselschalter in die Stellung ON (Ein)
drehen und die elektrische Entlüftungspumpe 90
Sekunden lang das System entlüften lassen.
2. Den Schlüsselschalter in die Stellung OFF (Aus)
drehen und dann den Motor starten. Das
Kraftstoffsystem auf Leckage prüfen.
80
SGBU7833
Füllmengen
Kraftstoffsystem - entlüften
Weitere Informationen finden sich unter Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Starten des Motors”.
Motoren mit mechanisch
betriebenen Entlüftungspumpen
Entlüften der DelphiKraftstoffeinspritzpumpe bei einem Motor
mit variabler Drehzahl
1. Den Schlüsselschalter in die Stellung ON (Ein)
drehen und die elektrische Entlüftungspumpe 180
Sekunden lang das System entlüften lassen.
2. Den Schlüsselschalter in die Stellung OFF (Aus)
drehen und dann den Motor bei geschlossener
Drosselklappe starten. Den Motor 60 Sekunden
lang ohne Last im Leerlauf laufen lassen und dann
den Motor abstellen.
3. 30 Sekunden lang warten und den Motor starten.
Dadurch wird in der Kraftstoffeinspritzpumpe
eingeschlossene Luft entfernt. Das
Kraftstoffsystem auf Leckage prüfen.
Weitere Informationen finden sich unter Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Starten des Motors”.
Entlüften der DelphiKraftstoffeinspritzpumpe bei einem Motor
mit konstanter Drehzahl
1. Den Schlüsselschalter in die Stellung ON (Ein)
drehen und die elektrische Entlüftungspumpe 180
Sekunden lang das System entlüften lassen.
2. Den Schlüsselschalter in die Stellung OFF (Aus)
drehen und dann den Motor starten. Den Motor 60
Sekunden lang ohne Last laufen lassen und dann
den Motor abstellen.
3. 30 Sekunden lang warten und den Motor starten.
Dadurch wird in der Kraftstoffeinspritzpumpe
eingeschlossene Luft entfernt. Das
Kraftstoffsystem auf Leckage prüfen.
Weitere Informationen finden sich unter Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Starten des Motors”.
Abbildung 51
g03721133
Typisches Beispiel
1. Die Entlüftungsschraube am SekundärKraftstofffilter lösen.
[German] Anmerkung: Die Kraftstoffförderpumpe
wird mechanisch von der Nockenwelle betätigt. In
bestimmten Situationen kann die Nocke auf den Arm
der Kraftstoffentlüftungspumpe drücken und damit die
Entlüftungsleistung der Handentlüftungspumpe
vermindern. Dieser Zustand ist am niedrigen
Widerstand des Bedienungsarms erkennbar. Durch
Drehen der Kurbelwelle wird die auf den Arm der
Entlüftungspumpe drückende Nocke bewegt. Durch
Drehen der Nockenwelle kann die Entlüftungspumpe
mit voller Leistung entlüften.
2. Den Hebel (1) an der Entlüftungspumpe betätigen.
Wenn Kraftstoff ohne Luft zu sehen ist, die
Entlüftungsschraube schließen. Die
Entlüftungsschraube fest anziehen.
3. Die Kraftstoffeinspritzpumpe ist selbstentlüftend.
Den Schlüsselschalter in die Stellung ON (Ein)
drehen und den Hebel an der Entlüftungspumpe
betätigen. Die Pumpe 2 Minuten lang von Hand
bedienen und dann aufhören.
4. Den Schlüsselschalter in die Stellung OFF (Aus)
drehen und dann den Motor starten. Den Motor 60
Sekunden lang ohne Last laufen lassen und dann
den Motor abstellen.
SGBU7833
81
Füllmengen
Kraftstoffsystem - Hauptfilterelement (Wasserabscheider) ersetzen
5. 30 Sekunden lang warten und den Motor starten.
Dadurch wird in der Kraftstoffeinspritzpumpe
eingeschlossene Luft entfernt. Das
Kraftstoffsystem auf Leckage prüfen.
Weitere Informationen finden sich unter Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Starten des Motors”.
i06059792
Kraftstoffsystem Hauptfilterelement
(Wasserabscheider) ersetzen
Es besteht Feuergefahr, wenn Kraftstoff auf heiße
Flächen oder elektrische Komponenten gelangt.
Um Körperverletzungen zu vermeiden, den Startschlüsselschalter ausschalten, wenn Kraftstofffilter oder Wasserabscheiderelemente gewechselt
werden.
Verschütteten
Kraftstoff
sofort
aufwischen.
HINWEIS
Vor der Ausführung von Wartungs- oder Reparaturarbeiten sicherstellen, dass der Motor abgestellt ist.
Ausbauen des Kraftstofffilters vom
Typ 1
1. Das Kraftstoffzufuhrventil (wenn vorhanden) vor
der Durchführung dieser Wartungsarbeiten in die
Stellung OFF (Aus) drehen.
2. Vor dem Ausbau die Außenseite der
Kraftstofffilterbaugruppe reinigen. Einen
geeigneten Behälter unter der Filterbaugruppe
anbringen. Wasserabscheider entleeren. Zum
richtigen Verfahren siehe dieses Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Kraftstoffsystem Primärfilter
(Wasserabscheider) - ersetzen”.
Abbildung 52
g03721547
Typische Ausführung
3. Die Filterbaugruppe (11) halten und die Schraube
(1) entfernen.
4. Das untere Gehäuse (10) und die Schale (8) vom
Behälter (6) entfernen.
5. Den Behälter (6) vom Kraftstofffiltersockel (3)
entfernen. Das untere Gehäuse (10) von der
Schale (8) trennen.
6. Den O-Ring (2) von der Schraube (1) entfernen.
Den O-Ring (4) vom Filtersockel (3) entfernen und
den O-Ring (5) vom Filtersockel entfernen. Die
alten O-Ringe entsorgen.
7. Den O-Ring (7) von der Schale (8) entfernen und
den O-Ring (9 ) vom unteren Gehäuse (10)
entfernen. Die alten O-Ringe entsorgen.
8. Sicherstellen, dass die Schale und das untere
Gehäuse sauber und nicht verschmutzt sind.
Montieren des Kraftstofffilters vom Typ 1
Neue O-Ringe einsetzen.
82
SGBU7833
Füllmengen
Kraftstoffsystem - Hauptfilterelement (Wasserabscheider) ersetzen
1. Den O-Ring (2) an der Schraube (1) anbringen und
den O-Ring (4) am Filtersockel anbringen.
Außerdem den O-Ring (5) am Filtersockel
anbringen.
2. Den O-Ring (9) im unteren Gehäuse anbringen
und den O-Ring (7) in der Schale anbringen.
3. Das untere Gehäuse (10) an der Schale (8)
anbringen und den Behälter (6) an der
Schalenbaugruppe anbringen.
4. Die Filterbaugruppe (11) im Filtersockel (3)
anbringen und die Schraube (1) einschrauben.
Den Gewindestift mit einem Anziehdrehmoment
von 5 Nm (44 lb in) festziehen. Den Behälter
entfernen und die Flüssigkeit entsorgen.
5. Wenn der Primärfilter ersetzt wird, muss auch der
Sekundärfilter ersetzt werden. Siehe hierzu in
diesem Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Kraftstoffsystem - Sicherheitsfilter ersetzen”.
Ausbauen des Kraftstofffilters vom
Typ 2
1. Das Kraftstoffzufuhrventil (wenn vorhanden) vor
der Durchführung dieser Wartungsarbeiten in die
Stellung OFF (Aus) drehen.
2. Vor dem Ausbau die Außenseite der
Kraftstofffilterbaugruppe reinigen. Einen
geeigneten Behälter unter der Filterbaugruppe
anbringen. Wasserabscheider entleeren. Zum
richtigen Verfahren siehe dieses Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Kraftstoffsystem Primärfilter
(Wasserabscheider) - ersetzen”.
Abbildung 53
g03721602
3. Die Filterschale (4) vom Filtersockel (1) entfernen.
Den O-Ring (3) und das Filterelement (2)
entfernen. Den O-Ring und das Filterelement
entsorgen.
4. Sicherstellen, dass die Filterschale sauber und
nicht verschmutzt ist.
5. Den O-Ring (3) an der Schale (4) anbringen und
das Element (2) anbringen.
6. Die Schalenbaugruppe am Filtersockel anbringen.
Die Schalenbaugruppe mit einem
Anziehdrehmoment von 8 Nm (70 lb in) anziehen.
Den Behälter entfernen und die Flüssigkeit
entsorgen.
7. Wenn der Primärfilter ersetzt wird, muss auch der
Sekundärfilter ersetzt werden. Siehe hierzu in
diesem Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Kraftstoffsystem - Sicherheitsfilter ersetzen”.
SGBU7833
83
Füllmengen
Kraftstoffsystem - Hauptfilter und Wasserabscheider entleeren
i06059793
Kraftstoffsystem - Hauptfilter
und Wasserabscheider
entleeren
Es besteht Feuergefahr, wenn Kraftstoff auf heiße
Flächen oder elektrische Komponenten gelangt.
Um Körperverletzungen zu vermeiden, den Startschlüsselschalter ausschalten, wenn Kraftstofffilter oder Wasserabscheiderelemente gewechselt
werden.
Verschütteten
Kraftstoff
sofort
aufwischen.
HINWEIS
Der Wasserabscheider ist kein Filter. Der Wasserabscheider scheidet Wasser vom Kraftstoff ab. Den Motor
niemals
laufen
lassen,
wenn
der
Wasserabscheider um mehr als die Hälfte gefüllt ist.
Andernfalls wird der Motor beschädigt.
HINWEIS
Im Wasserabscheider herrscht während des normalen Motorbetriebs Ansaugdruck. Darauf achten, dass
das Ablassventil sicher festgezogen ist, damit keine
Luft in das Kraftstoffsystem eindringen kann.
Abbildung 54
g03721682
Typische Beispiele
1. Einen geeigneten Behälter unter den
Wasserabscheider stellen.
84
SGBU7833
Füllmengen
Kraftstoffsystem - Sicherheitsfilter/Wasserabscheider entleeren
i06059786
2. Den Ablass (1) öffnen. Die Flüssigkeit in den
Behälter ablaufen lassen.
3. Die Ablassvorrichtung (1) schließen, wenn
sauberer Kraftstoff aus dem Wasserabscheider
läuft. Die Ablassvorrichtung von Hand festziehen.
Die abgelassene Flüssigkeit ordnungsgemäß
entsorgen.
i06059794
Kraftstoffsystem Sicherheitsfilter/
Wasserabscheider entleeren
Kraftstoffsystem Sicherheitsfilter ersetzen
Es besteht Feuergefahr, wenn Kraftstoff auf heiße
Flächen oder elektrische Komponenten gelangt.
Um Körperverletzungen zu vermeiden, den Startschlüsselschalter ausschalten, wenn Kraftstofffilter oder Wasserabscheiderelemente gewechselt
werden.
Verschütteten
Kraftstoff
sofort
aufwischen.
HINWEIS
Darauf achten, dass kein Schmutz in das Kraftstoffsystem gelangen kann. Das Systemteil, das abgenommen werden soll, und seine Umgebung sorgfältig
reinigen. Eine geeignete Abdeckung über allen vom
Kraftstoffsystem abgenommenen Teilen anbringen.
Es können drei verschiedene Typen von SekundärKraftstofffiltern eingebaut werden. Vor dieser
Wartungsarbeit die Ventile für die Kraftstoffleitungen
(falls vorhanden) auf OFF (ZU) drehen. Eine Wanne
unter den Kraftstofffilter stellen, um eventuell
verschütteten Kraftstoff aufzufangen. Ausgelaufenen
Kraftstoff sofort aufwischen.
Sekundär-Kraftstofffiltervom Typ 1
Den Kraftstofffilter außen reinigen.
Entfernen des Elements
Abbildung 55
g03776762
Typische Ausführung
Der in Abbildung 55 dargestellte SekundärKraftstofffilter ist auch als Wasserabscheider
vorgesehen.
1. Einen geeigneten Behälter unter den Filter stellen.
2. Die Ablassvorrichtung (1) öffnen und die
Flüssigkeit aus dem Filter laufen lassen. Wenn
sauberer Kraftstoff zu sehen ist, den Ablass
schließen. Die Ablassvorrichtung von Hand
festziehen. Die abgelassene Flüssigkeit
entsprechend den örtlichen Bestimmungen
entsorgen.
SGBU7833
85
Füllmengen
Kraftstoffsystem - Sicherheitsfilter ersetzen
Abbildung 56
g03088718
Abbildung 57
g02546456
Typische Ausführung
Typische Ausführung
1. Einen geeigneten Schlauch an die
Ablassvorrichtung (4) anschließen. Das
Ablassventil (3) öffnen. Das Ablassventil entgegen
dem Uhrzeigersinn drehen. Es sind zwei
vollständige Umdrehungen erforderlich. Die
Entlüftungsschraube (1) lösen.
5. Das Filterelement (5) entgegen dem Uhrzeigersinn
drehen und das Filterelement entfernen. Die
Filterschale reinigen.
Montieren des Elements
2. Den Kraftstoff in den Behälter ablassen und den
Schaluch entfernen.
3. Die Entlüftungsschraube (1) festziehen.
4. Die Filterschale (2) abnehmen. Den Filter entgegen
dem Uhrzeigersinn drehen, um die Einheit zu
entfernen.
Abbildung 58
g03088837
Typische Ausführung
1. Gewinde (7) des Filterelements auf Gewinde (8)
setzen. Auf das Element aufschrauben und das
Ablassventil (3) mit der Hand festdrehen.
86
SGBU7833
Füllmengen
Kraftstoffsystem - Sicherheitsfilter ersetzen
2. Die O-Ring-Dichtung (6) mit sauberem Motoröl
bestreichen. Die Filterschale (2) NICHT mit
Kraftstoff füllen, bevor die Filtereinheit montiert ist.
3. Die Filterbaugruppe ohne Werkzeug einbauen. Die
Einheit von Hand anziehen. Die Filterschale (2)
einbauen. Die Filterschale in Uhrzeigerrichtung
drehen, bis die Filterschale an den Stoppern
einrastet.
2. Den Filtertopf (6) vom Filtersockel (3) entfernen.
Element (4) niederdrücken. Element gegen den
Uhrzeigersinn drehen, um es vom Filtertopf zu
lösen, und aus dem Topf herausnehmen.
Gebrauchtes Filterelement entsorgen.
4. Das Kraftstoffzufuhrventil (wenn vorhanden) in die
Stellung ON (EIN) drehen und den Behälter
entfernen.
5. Primär- und Sekundärfilter müssen immer
zusammen ersetzt werden. Siehe Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Kraftstoffsystem Hauptfilterelement (Wasserabscheider) ersetzen”.
6. Kraftstoffsystem entlüften. Weitere Informationen
sind dem Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Kraftstoffsystem – entlüften” zu entnehmen.
Sekundär-Kraftstofffiltervom Typ 2
Abbildung 60
g03721948
Typische Ausführung
3. O-Ring (5) vom Filtertopf abnehmen und Filtertopf
reinigen.
4. Einen neuen O-Ring (5) am Filtertopf (6)
anbringen.
5. Ein neues Filterelement (4) in den Filtertopf
einsetzen. Element niederdrücken und im
Uhrzeigersinn drehen, um es im Filtertopf zu
arretieren.
6. Den Filtertopf (6) im Filtersockel (3) anbringen.
7. Filtertopf von Hand anziehen, bis er den Filterkopf
berührt. Filtertopf um weitere 90 Grad drehen.
Abbildung 59
g03721946
Typische Ausführung
1. Den Kraftstofffilter außen reinigen. Einen
geeigneten Schlauch an Ablassvorrichtung (2)
anschließen. Das Ablassventil (1) entgegen dem
Uhrzeigersinn drehen. Den Kraftstoff in den
Behälter ablassen und den Schaluch entfernen.
[German] Anmerkung: Zum Festziehen des
Filtertopfs kein Werkzeug verwenden.
8. Das Kraftstoffzufuhrventil (wenn vorhanden) in die
Stellung ON (EIN) drehen und den Behälter
entfernen.
9. Primär- und Sekundärfilter müssen immer
zusammen ersetzt werden. Siehe Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Kraftstoffsystem Hauptfilterelement (Wasserabscheider) ersetzen”.
SGBU7833
87
Füllmengen
Kraftstoffsystem - Sicherheitsfilter ersetzen
10. Kraftstoffsystem entlüften. Weitere Informationen
sind dem Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Kraftstoffsystem – entlüften” zu entnehmen.
Anschraub-Wechselkraftstofffilter
vom Typ 3
Abbildung 62
g03721952
Typische Ausführung
2. Den Anschraub-Wechselfilter (5) mit einem
geeigneten Werkzeug vom Filtersockel (3)
entfernen.
Abbildung 61
g03721949
Typische Ausführung
1. Den Kraftstofffilter außen reinigen. Einen
geeigneten Schlauch an Ablassvorrichtung (2)
anschließen. Das Ablassventil (1) entgegen dem
Uhrzeigersinn drehen. Den Kraftstoff in den
Behälter ablassen und den Schaluch entfernen.
Sicherstellen, dass der Kraftstoffablauf (2) am
neuen Anschraub-Wechselfilter geschlossen ist.
3. Den Dichtring (4) mit sauberem Motoröl schmieren.
4. Den Anschraub-Wechselfilter (5) im Filtersockel (1)
anbringen.
5. Anschraubfilter von Hand anziehen, bis er den
Filterkopf berührt. Anschraubfilter um weitere 90
Grad drehen.
6. Das Kraftstoffzufuhrventil (wenn vorhanden) in die
Stellung ON (EIN) drehen und den Behälter
entfernen.
7. Der Kraftstoffvorfilter und der
Kraftstoffsicherheitsfilter müssen immer
zusammen ersetzt werden. Siehe Betriebs- und
Wartungshandbuch, “Kraftstoffsystem Hauptfilterelement (Wasserabscheider) ersetzen”.
8. Kraftstoffsystem entlüften. Weitere Informationen
sind dem Betriebs- und Wartungshandbuch,
“Kraftstoffsystem – entlüften” zu entnehmen.
88
SGBU7833
Füllmengen
Kraftstofftank - Wasser und Bodensatz ablassen
i02398935
Kraftstofftank - Wasser und
Bodensatz ablassen
HINWEIS
Es muss darauf geachtet werden, dass während der
Durchführung von Inspektionen, Wartungsarbeiten,
Prüfungen, sowie Einstell- and Reparaturarbeiten am
Motor keine Flüssigkeiten austreten können. Die
Flüssigkeiten müssen in geeigneten Behältern aufgefangen werden, wenn sie von Gehäusen abgelassen
oder wenn Flüssigkeiten enthaltende Bauteile auseinandergenommen werden.
Alle Flüssigkeiten entsprechend den geltenden Bestimmungen und Vorschriften entsorgen.
Kraftstofftank
Die Qualität des Kraftstoffs ist ein wichtiges Kriterium,
das die Leistung und die Nutzungsdauer des Motors
beeinflusst. Wasser im Kraftstoff kann zu
übermäßigem Verschleiß des Kraftstoffsystems
führen.
Beim Auftanken kann Wasser in den Kraftstofftank
gelangen.
Kondensation tritt beim Erwärmen und Abkühlen des
Kraftstoffs auf. Die Kondensation tritt dann auf, wenn
der Kraftstoff durch das System zirkuliert und in den
Kraftstofftank zurückfließt. Dadurch kommt es zur
Wasseransammlung im Kraftstofftank. Regelmäßiges
Ablassen und die Verwendung von Kraftstoff guter
Qualität können Wasser im Kraftstoff verhindern.
Bei einigen Kraftstofftanks sind die Zufuhrrohre so
angeordnet, dass Wasser und Bodensatz sich
unterhalb des Rohrendes absetzen können. Bei
anderen Kraftstofftanks saugen die Zufuhrleitungen
den Kraftstoff direkt am Boden des Tanks an. Wenn
der Motor mit einem derartigen System ausgerüstet
ist, muss der Kraftstofffilter unbedingt regelmäßig
gewartet werden.
Vorratstank
Wasser und Bodensatz zu den folgenden Zeitpunkten
aus dem Vorratstank ablassen:
• wöchentlich
• bei der Wartung
• bei jedem Befüllen des Tanks
Das trägt dazu bei, dass Wasser und Bodensatz nicht
aus dem Vorratstank in den Kraftstofftank des Motors
gepumpt werden.
Nach dem Befüllen oder Bewegen eines Vorratstanks
muss mit dem Befüllen des Kraftstofftanks des
Motors gewartet werden, damit der Bodensatz sich im
Vorratstank absetzen kann. Scheidevorrichtungen im
Vorratstank helfen ebenfalls bei der Ablagerung des
Bodensatzes. Filtern des Kraftstoffs beim Umpumpen
vom Vorratstank zum Kraftstofftank trägt dazu bei, die
Kraftstoffqualität zu gewährleisten. Nach Möglichkeit
Wasserabscheider einsetzen.
i02869806
Schläuche und
Schlauchschellen kontrollieren/ersetzen
Wasser und Bodensatz ablassen
Kraftstofftanks müssen eine Vorrichtung zum
Ablassen von Wasser und Bodensatz vom Boden
des Tanks aufweisen.
Zum Ablassen von Wasser und Bodensatz das
Ablassventil am Boden des Kraftstofftanks öffnen.
Ablassventil schließen.
Kraftstoff täglich kontrollieren. Nach dem Füllen des
Kraftstofftanks fünf Minuten warten, bevor Wasser
und Bodensatz aus dem Tank abgelassen werden.
Tank nach dem Betrieb des Motors auffüllen, um
feuchte Luft zu verdrängen. Dadurch wird
Kondensation verhindert. Tank nicht bis zum Rand
füllen. Kraftstoff dehnt sich bei Erwärmung aus. Der
Tank könnte überlaufen.
Alle Schläuche auf Leckstellen aufgrund folgender
Ursachen überprüfen:
• Rissbildung
• weiche Stellen
• lose Schellen
Schläuche mit Rissen oder weichen Stellen ersetzen.
Lose Schellen festziehen.
SGBU7833
89
Füllmengen
Schläuche und Schlauchschellen - kontrollieren/ersetzen
HINWEIS
Hochdruckleitungen nicht biegen und nicht auf sie
schlagen. Keine gebogenen Leitungen, Rohre oder
Schläuche einbauen. Alle Kraftstoff- und Ölleitungen,
Rohre und Schläuche, die lose oder beschädigt sind,
reparieren. Lecks können Brände verursachen. Alle
Leitungen, Rohre und Schläuche sorgfältig kontrollieren. Alle Anschlüsse mit dem empfohlenen Anziehdrehmoment festziehen. Keine anderen Geräte an
den Hochdruckleitungen anschließen.
Auf Folgendes achten:
• beschädigte oder leckende Endstücke
• durchgescheuerte oder eingeschnittene
Außenhaut
• freiliegende Verstärkungsdrähte
• stellenweises Ausbauchen der Außenhaut
• Knicke oder Quetschungen am flexiblen Teil des
Schlauchs
• Einlagerung der Ummantelung in die Außenhaut
Anstelle einer Standard-Schlauchschelle kann eine
Schelle mit konstantem Anziehdrehmoment
verwendet werden. Sicherstellen, dass diese Schelle
die gleiche Größe wie die Standardschelle hat.
Aufgrund der extremen Temperaturänderungen härtet
der Schlauch. Durch Härten der Schläuche lösen sich
die Schlauchklemmen. Das kann zu Lecks führen.
Eine Schlauchschelle mit konstantem
Anziehdrehmoment verhindert, dass die Schelle sich
lockert.
Bei jeder Anlage können im Einsatz Unterschiede
auftreten. Die Unterschiede hängen von folgenden
Faktoren ab:
Das Kühlsystem und die Schläuche für das
Kühlsystem werden normalerweise nicht von Perkins
geliefert. Der folgende Abschnitt beschreibt eine
typische Methode zum Ersetzen von
Kühlmittelschläuchen. Für weitere Informationen zum
Kühlsystem und zu den Schläuchen für das
Kühlsystem siehe die Informationen des
Erstausrüsters.
System steht unter Druck: Heißes Kühlmittel kann
schwere Verbrennungen verursachen. Um die
Kühlsystem-Einfüllkappe abzunehmen, den Motor
abstellen und warten, bis sich die Teile des Kühlsystems abgekühlt haben. Die Kühlsystem-Einfüllkappe langsam lösen, um den Druck zu
entspannen.
1. Motor abstellen. Motor abkühlen lassen.
2. Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel langsam lösen,
um eine Druckentlastung zu erreichen.
Kühlsystem-Einfüllstutzendeckel abnehmen.
[German] Anmerkung: Kühlmittel in einen
geeigneten, sauberen Behälter ablaufen lassen. Das
Kühlmittel kann wieder verwendet werden.
3. So viel Kühlmittel ablassen, dass der
Kühlmittelstand sich unter dem Niveau des
Schlauchs befindet, der ersetzt werden soll.
4. Schlauchschellen abnehmen.
5. Alten Schlauch abnehmen.
6. Durch einen Neuen ersetzen.
7. Schlauchschellen mit einem Drehmomentschlüssel
anbringen.
• Schlauchtyp
• Werkstoff der Anschlussstücke
• voraussichtliche Ausdehnung und Schrumpfung
des Schlauchs
• voraussichtliche Ausdehnung und Schrumpfung
der Anschlussstücke
Ersetzen von Schläuchen und
Schlauchschellen
Für weitere Informationen zum Abnehmen und
Anbringen von Kraftstoffschläuchen (falls vorhanden)
siehe die Informationen des Erstausrüsters.
[German] Anmerkung: Siehe in diesem Betriebsund Wartungshandbuch, “Füllmengen und
Empfehlungen” für das richtige Kühlmittel.
8. Kühlsystem wieder befüllen. Für weitere
Informationen zum Auffüllen des Kühlsystems
siehe die Informationen des Erstausrüsters.
9. Kühlsystem-Einfüllkappe reinigen.
Kappendichtungen kontrollieren. Die Kappe
ersetzen, wenn Dichtungen beschädigt sind.
Einfüllkappe aufsetzen.
10. Motor starten. Kühlsystem auf Leckstellen
kontrollieren.
90
SGBU7833
Füllmengen
Kühler - reinigen
i02398948
Kühler - reinigen
Der Kühler wird normalerweise nicht von Perkins
geliefert. Der folgende Abschnitt beschreibt das
typische Reinigungsverfahren für den Kühler. Weitere
Informationen zur Reinigung des Kühlers sind den
Unterlagen des Erstausrüsters zu entnehmen.
[German] Anmerkung: Es hängt von den
Einsatzbedingungen ab, wie häufig das
Reinigungsverfahren durchgeführt werden muss.
Kühler auf Folgendes kontrollieren: beschädigte
Rippen, Korrosion, Schmutz, Fett, Insekten, Laub, Öl
and sonstige Verschmutzung. Kühler bei Bedarf
reinigen.
Druckluft kann Verletzungen verursachen.
Nach dem Reinigen des Kühlers Motor starten. Motor
drei bis fünf Minuten lang mit unterer
Leerlaufdrehzahl laufen lassen. Motor auf obere
Leerlaufdrehzahl beschleunigen. Das hilft beim
Entfernen von Schmutz und beim Trocknen des
Kühlerblocks. Motordrehzahl langsam auf die untere
Leerlaufdrehzahl absenken, und Motor danach
abstellen. Mit einer Leuchte hinter dem Kühlerblock
kontrollieren, ob er sauber ist. Reinigungsverfahren
bei Bedarf wiederholen.
Kühlerrippen auf Beschädigung kontrollieren.
Verbogene Rippen können mit einem “Kamm”
geradegerichtet werden. Folgende Teile auf
einwandfreien Zustand kontrollieren: Schweißnähte,
Befestigungshalter, Luftleitungen, Verbindungen,
Klemmen and Dichtungen. Bei Bedarf Reparaturen
durchführen.
i02398951
Motor im Schwereinsatz kontrollieren
Wenn das im Folgenden beschriebene Verfahren
nicht angewandt wird, besteht Verletzungsgefahr.
Wenn beim Reinigen Druckluft verwendet wird,
Gesichtsschutz und Schutzkleidung tragen.
Im Schwereinsatz werden die aktuell veröffentlichten
Normen für den Motor überschritten. Perkins erlässt
Normen für folgende Motorparameter:
Der Luftdruck darf an der Düse zum Reinigen
nicht mehr als 205 kPa (30 psi) betragen.
• Leistung, wie z.B. Leistungsbereich,
Drehzahlbereich und Kraftstoffverbrauch
• Kraftstoffqualität
Losen Schmutz vorzugsweise mit Druckluft
entfernen. Druckluft entgegen der normalen
Strömungsrichtung des Lüfters durchblasen. Düse
etwa 6 mm (0,25") von den Kühlerrippen entfernt
halten. Luftdüse langsam parallel zur
Kühlerrohrleitungs-Baugruppe bewegen. Dadurch
wird der Schmutz zwischen den Rohren entfernt.
Die Reinigung kann auch mittels Wasserstrahl
durchgeführt werden. Der Wasserdruck darf zum
Reinigen höchstens 275 kPa (40 psi) betragen.
Wasserstrahl zum Aufweichen von Schlamm
einsetzen. Block von beiden Seiten reinigen.
Zum Entfernen von Öl und Fett ein Entfettungsmittel
und Dampf verwenden. Beide Seiten des
Kühlerblocks reinigen. Kühlerblock mit
Reinigungsmittel und heißem Wasser waschen.
Kühlerblock gründlich mit sauberem Wasser
abspülen.
Wenn der Kühler innen verstopft ist, Informationen
zum Spülen des Kühlsystems dem Handbuch des
Erstausrüsters entnehmen.
• Höhenlage über NN für Betrieb
• Wartungsintervalle
• Ölsorten und Wartung
• Kühlmittelsorte und Wartung
• Umweltbedingungen
• Anlage
• Flüssigkeitstemperatur im Motor
Ob der Motor die definierten Parameter im Betrieb
einhält, ist den Normen für den Motor zu entnehmen,
oder beim Perkins -Händler zu erfahren.
Schwereinsätze können den Verschleiß der Bauteile
beschleunigen. Motoren im Schwereinsatz müssen
unter Umständen häufiger gewartet werden, um
maximale Zuverlässigkeit und volle Nutzungsdauer
zu gewährleisten.
Aufgrund verschiedenartiger Einsätze ist es nicht
möglich, alle Faktoren, die zu einem Schwereinsatz
beitragen, zu bestimmen. Weitere Auskunft über die
für den Motor notwendigen Wartungsarbeiten gibt Ihr
Perkins -Händler.
SGBU7833
91
Füllmengen
Starter - kontrollieren
Umgebungsbedingungen, falsche Betriebsverfahren
und falsche Wartungsverfahren sind Faktoren, die
dazu beitragen können, dass ein Einsatz als
Schwereinsatz eingestuft wird.
Umweltfaktoren
Umgebungstemperaturen – Unter Umständen
muss der Motor längere Zeit bei extremer Kälte oder
Hitze laufen. Ventilteile können durch
Kohlerückstände beschädigt werden, wenn der Motor
bei tiefen Umgebungstemperaturen häufig gestartet
und abgestellt wird. Durch sehr heiße Ansaugluft
verringert sich die Leistung des Motors.
Luftqualität – Ausgedehnter Einsatz des Motors in
schmutziger und staubiger Umgebung ist möglich,
wenn die Ausrüstung regelmäßig gereinigt wird.
Ansammlungen von Schlamm, Schmutz und Staub
können Bauteile umhüllen. Dadurch wird die Wartung
erschwert. Die Ablagerungen können Korrosion
verursachende Chemikalien enthalten.
Materialablagerung – Durch Verbindungen,
Grundstoffe, Chemikalien, die Korrosion
verursachen, und Salz können einige Bauteile
beschädigt werden.
Höhenlage – Probleme können auftreten, wenn der
Motor auf einer Höhe betrieben wird, die über der
vorgesehenen Einsatzhöhe liegt. Erforderliche
Einstellungen müssen vorgenommen werden.
Falsche Betriebsverfahren
• Ausgedehnter Betrieb im unteren Leerlauf
• Häufiges Abstellen des Motors ohne Abkühlzeiten
• Überschreiten der Nennlast
Kontrollieren, ob der Starter einwandfrei funktioniert.
Die elektrischen Anschlüsse kontrollieren und
reinigen. Für weitere Informationen zum
Prüfverfahren oder zu den Spezifikationen siehe
Prüfungen und Einstellungen, “Elektrisches
Startsystem - prüfen” oder wenden Sie sich bei
Bedarf an Ihren Perkins -Händler.
i02227158
Turbolader - kontrollieren
(falls vorhanden)
Eine regelmäßige Sichtprüfung des Turboladers wird
empfohlen. Alle Abgase aus dem Kurbelgehäuse
werden durch das Luftansaugsystem gefiltert. Daher
können sich durch das Öl und die Verbrennung
entstehende Nebenprodukte im TurboladerKompressorgehäuse ansammeln. Im Lauf der Zeit
können diese Ansammlungen zu einem
Leistungsverlust, stärkerer Entwicklung von
schwarzem Rauch und einer allgemeinen Senkung
des Wirkungsgrads des Motors führen.
Ein Ausfall des Turboladers während des Betriebs
kann schwere Beschädigungen am Kompressorrad
und/oder am Motor zur Folge haben. Eine
Beschädigung des Turbolader-Kompressorrads kann
weitere Beschädigungen an den Kolben, Ventilen und
am Zylinderkopf verursachen.
HINWEIS
Bei einem Ausfall der Turboladerlager können große
Ölmengen in das Luftansaug- und Abgassystem gelangen. Durch den Verlust von Motorschmiermittel
kann der Motor schwer beschädigt werden.
Kleine Leckstellen im Turbolader rufen auch bei langem Betrieb im unteren Leerlauf keine Schwierigkeiten hervor, so lange kein Ausfall am Turboladerlager
aufgetreten ist.
• Überschreiten der Nenndrehzahl
• Anderer Einsatz als vorgesehen
Falsche Wartungsverfahren
• Ausdehnung der Wartungsintervalle
• Empfehlungen für Kraftstoff, Schmiermittel und
Kühl-/Frostschutzmittel werden nicht beachtet
i02227122
Starter - kontrollieren
Perkins empfiehlt eine regelmäßige Kontrolle des
Startermotors. Wenn der Startermotor nicht
funktioniert, kann der Motor in einer Notsituation unter
Umständen nicht anspringen.
Wenn bei einem Ausfall eines Turboladerlagers auch
ein starker Leistungsabfall des Motors festgestellt
wird (Rauch im Abgas oder erhöhte Motordrehzahl
bei Betrieb ohne Belastung), muss der Motorbetrieb
unterbrochen werden, bis der Turbolader ersetzt
wurde.
Durch eine Sichtprüfung des Turboladers können
unvorhergesehene Stillstandzeiten minimiert werden.
Damit kann auch die Gefahr der Beschädigung von
anderen Motorteilen verringert werden.
Aus- und Einbau
[German] Anmerkung: Die gelieferten Turbolader
können nicht repariert werden.
92
SGBU7833
Füllmengen
Sichtkontrolle
Wenden Sie sich um Auskunft über die
Möglichkeiten, die in Bezug auf den Ausbau, Einbau
und den Ersatz angeboten werden, an Ihren Perkins
-Händler. Für weitere Informationen siehe das
Handbuch Demontage und Montage, “Turbolader aus- und einbauen”.
Prüfung
HINWEIS
Das Kompressorgehäuse für den Turbolader darf zur
Reinigung nicht aus dem Turbolader ausgebaut
werden.
Das Betätigungsgestänge ist mit dem Kompressorgehäuse verbunden. Wenn das Betätigungsgestänge
bewegt oder verstellt wird, verstößt der Motor möglicherweise gegen die Abgasvorschriften.
1. Das Rohr vom Turboladerabgasauslass abnehmen
und das Luftansaugrohr vom Turbolader
abnehmen. Nachsehen, ob sich Öl an den Rohren
befindet. Die Rohre innen reinigen, damit beim
Zusammenbau der Einheit kein Schmutz
eindringen kann.
2. Auf das Vorhandensein von Öl prüfen. Wenn auf
der Rückseite des Kompressorrads Öl festgestellt
wird, ist unter Umständen eine Öldichtung des
Turboladers ausgefallen.
Öl kann durch einen langen Motorbetrieb im
unteren Leerlauf hervorgerufen werden. Das Öl
kann auch durch eine Behinderung in der
Luftansaugleitung (verstopfte Luftfilter) in den
Turbolader gelangen, wodurch es zu Öl im Abgas
kommt.
3. Die Bohrung des Turbinenauslassgehäuses auf
Korrosion kontrollieren.
4. Das Luftansaugrohr und das Abgasauslassrohr
wieder am Turboladergehäuse befestigen.
i02971946
Sichtkontrolle
Den Motor auf Leckstellen und
lockere Anschlüsse kontrollieren
Eine Sichtkontrolle erfordert nur wenige Minuten.
Durch eine gewissenhafte Durchführung dieser
Kontrolle können teure Reparaturen und Unfälle
vermieden werden.
Um eine maximale Nutzungsdauer des Motors zu
erreichen, vor dem Starten des Motors im Motorraum
eine sorgfältige Sichtkontrolle durchführen. Dabei auf
Öl- und Kühlmittellecks, lockere Schrauben,
verschlissene Keilriemen, lockere Verbindungen und
Schmutzablagerungen achten. Die erforderlichen
Reparaturen durchführen.
• Die Schutzabdeckungen müssen sich an ihrem
Platz befinden. Beschädigte Schutzabdeckungen
reparieren und fehlende Schutzabdeckungen
ersetzen.
• Alle Kappen und Verschlussschrauben vor
Wartungsarbeiten am Motor abwischen, um die
Gefahr einer Verschmutzung der Systeme auf
einem Minimum zu halten.
HINWEIS
Bei Leckstellen (von Kühlmittel, Öl oder Kraftstoff) die
Flüssigkeit sofort aufwischen. Wenn Leckage beobachtet wird, die Ursache finden und den Fehler beheben. Wenn Leckage vermutet wird, die betreffenden
Flüssigkeitsstände häufiger als empfohlen kontrollieren, bis die Leckstelle gefunden oder repariert oder
der Beweis erbracht wird, dass die Vermutung unbegründet war.
HINWEIS
Fett- und/oder Ölansammlungen am Motor stellen
eine Brandgefahr dar. Fett- und Ölansammlungen
entfernen. Für weitere Informationen siehe dieses Betriebs- und Wartungshandbuch, “Motor - reinigen”.
• Darauf achten, dass die Kühlmittelschläuche
vorschriftsmäßig angebracht sind und fest sitzen.
Auf Undichtigkeiten kontrollieren. Den Zustand
aller Leitungen kontrollieren.
• Die Wasserpumpe auf Kühlmittellecks
kontrollieren.
[German] Anmerkung: Die Wasserpumpendichtung
wird durch das Kühlmittel im Kühlsystem geschmiert.
Geringe Leckage nach dem Abstellen und Abkühlen
ist normal, weil sich die erwärmten
Motorkomponenten beim Abkühlen
zusammenziehen.
Zu viel Kühlmittelleckage kann ein Hinweis darauf
sein, dass die Wasserpumpendichtung ersetzt
werden muss. Für den Aus- und Einbau der
Wasserpumpe und/oder der Dichtung siehe das
Handbuch Demontage und Montage, “Wasserpumpe
- aus- und einbauen” oder wenden Sie sich an Ihren
Perkins -Händler.
SGBU7833
93
Füllmengen
Wasserpumpe - kontrollieren
• Das Schmiersystem an der vorderen und hinteren
Kurbelwellendichtung, der Ölwanne, den Ölfiltern
und am Kipphebeldeckel auf Leckstellen
kontrollieren.
• Das Kraftstoffsystem auf Leckstellen kontrollieren.
Auf lose Kraftstoffleitungsklemmen und/oder
Spannbänder achten.
• Die Rohre des Luftansaugsystems und die
Kniestücke auf Risse und lose Schellen
kontrollieren. Darauf achten, dass die Schläuche
und Rohre nicht mit anderen Schläuchen, Rohren,
Kabelsträngen usw. in Berührung kommen.
• Die Keilriemen des Drehstromgenerators und
etwaig vorhandener Nebenantriebe auf Risse,
Bruchstellen und andere Schäden kontrollieren.
Keilriemen müssen immer in ganzen Sätzen
ausgewechselt werden. Wenn nur ein Keilriemen aus
einem Riemensatz ersetzt wird, übernimmt dieser
eine stärkere Last als die Keilriemen, die nicht ersetzt
wurden. Die älteren Keilriemen sind bereits gestreckt.
Durch die zusätzliche Belastung kann der neue
Keilriemen reißen.
• Wasser und Bodensatz täglich aus dem
Kraftstofftank ablassen, um sicherzustellen, dass
nur sauberer Kraftstoff in das Kraftstoffsystem
gelangen kann.
• Die Kabel und Kabelstränge auf lockere
Anschlüsse sowie verschlissene oder
angescheuerte Kabel kontrollieren.
• Kontrollieren, ob das Masseband gut
angeschlossen ist und sich in gutem Zustand
befindet.
• Batterieladegeräte, die nicht vor der
Stromentnahme durch den Startermotor geschützt
sind, abklemmen. Außer bei Motoren mit
wartungsfreien Batterien den Zustand der
Batterien und ihren Säurestand kontrollieren.
• Den Zustand der Anzeigeinstrumente
kontrollieren. Beschädigte Anzeigeinstrumente
ersetzen. Anzeigen, die nicht kalibriert werden
können, ersetzen.
i02796202
Wasserpumpe - kontrollieren
Defekte Wasserpumpen können schwere
Überhitzungsprobleme verursachen, die wiederum zu
folgenden Zuständen führen können:
• Rissbildung im Zylinderkopf
• Kolbenfresser
• andere Motorschäden
[German] Anmerkung: Die Wasserpumpendichtung
wird durch das Kühlmittel im Kühlsystem geschmiert.
Geringe Leckage beim Abkühlen des Motors ist
normal, weil sich die erwärmten Motorkomponenten
beim Abkühlen zusammenziehen.
Die Wasserpumpe auf Leckstellen kontrollieren. Die
Wasserpumpendichtung oder die Wasserpumpe
ersetzen, wenn übermäßig Kühlmittel austritt. Siehe
das Handbuch Demontage und Montage,
“Wasserpumpe - ausbauen und einbauen” für das
Demontage- und Montageverfahren.
94
SGBU7833
Garantie
Emissionswerte-Garantie
Garantie
Garantieinformationen
i02416601
Emissionswerte-Garantie
Unter Umständen wird bescheinigt, dass dieser Motor
die Abgasvorschriften und EmissionswerteVorschriften erfüllt, die zum Zeitpunkt der Herstellung
dieses Motors in Kraft waren, und er ist unter
Umständen mit einer Emissionswerte-Garantie
versehen. Wenden Sie sich an Ihren zugelassenen
Perkins -Händler, um zu bestimmen, ob Ihr Motor ein
Emissionszertifikat und eine Emissionswertegarantie
besitzt.
SGBU7833
95
Stichwortverzeichnis
Stichwortverzeichnis
A
F
Abstellen des Motors ..................................13, 34
Abstellen im Notfall.......................................... 34
Allgemeine Hinweise ......................................... 7
Druckluft und Wasser..................................... 8
Flüssigkeiten.................................................. 8
Umgang mit Flüssigkeiten.............................. 9
Angetriebene Ausrüstung - kontrollieren ......... 68
Anheben und Lagerung................................... 25
Anheben von Motoren ..................................... 25
Auf- und Absteigen .......................................... 12
Auswirkungen von tiefen
Umgebungstemperaturen auf den Kraftstoff.. 37
Feuer und Explosionen.................................... 10
Äther .............................................................11
Feuerlöscher.................................................11
Leitungen, Rohre und Schläuche .................11
Flüssigkeitsempfehlungen..........................40, 45
Allgemeine Informationen zu Schmiermitteln
................................................................... 45
Allgemeine Kühlmittelinformationen ............ 40
Motoröl ......................................................... 45
Wartung des Kühlsystems bei Verwendung
von Langzeitkühlmittel (ELC) ..................... 42
Flüssigkeitsempfehlungen
(Kraftstoffempfehlungen) ............................... 48
Allgemeines ................................................. 49
Anforderungen an Dieselkraftstoff ............... 49
Eigenschaften von Dieselkraftstoffen .......... 51
Empfehlungen zur Sauberkeitskontrolle von
Kraftstoffen................................................. 56
Füllmengen...................................................... 39
Kühlsystem .................................................. 39
Schmiersystem ............................................ 39
B
Batterie - ersetzen ........................................... 61
Batterie - Säurestand kontrollieren.................. 62
Batterie oder Batteriekabel - trennen............... 62
Betrieb ............................................................. 25
Betrieb bei tiefen Umgebungstemperaturen.... 35
Betrieb des Motors im Leerlauf .................... 36
Empfehlungen zum Anwärmen des
Kühlmittels.................................................. 36
Hinweise für den Betrieb bei niedrigen
Temperaturen............................................. 35
Kühlmittelempfehlungen .............................. 36
Viskosität des Motorschmieröls ................... 36
G
Garantie........................................................... 94
Garantieinformationen ..................................... 94
I
D
Drehstromgenerator - kontrollieren.................. 60
Drehstromgenerator und Lüfter - Keilriemen
kontrollieren/spannen/ersetzen ..................... 60
Einstellung ................................................... 61
Ersetzen....................................................... 61
Inspektion..................................................... 60
E
Einspritzpumpe - prüfen/auswechseln ............ 77
Aus- und Einbau der
Kraftstoffeinspritzelemente ........................ 78
Elektrische Anlage........................................... 13
Erdungsverfahren ........................................ 13
Emissionswerte-Garantie ................................ 94
Inhaltsverzeichnis.............................................. 3
K
Kraftstoff-Sparmaßnahmen ............................. 32
Kraftstoffsystem - entlüften.............................. 78
Motoren mit elektrischen Entlüftungspumpen
................................................................... 78
Motoren mit mechanisch betriebenen
Entlüftungspumpen .................................... 80
Kraftstoffsystem - Hauptfilter und
Wasserabscheider entleeren......................... 83
Kraftstoffsystem - Hauptfilterelement
(Wasserabscheider) ersetzen........................ 81
Ausbauen des Kraftstofffilters vom Typ 1..... 81
Ausbauen des Kraftstofffilters vom Typ 2..... 82
Kraftstoffsystem - Sicherheitsfilter ersetzen .... 84
96
SGBU7833
Stichwortverzeichnis
Anschraub-Wechselkraftstofffilter vom Typ 3
................................................................... 87
Montieren des Elements .............................. 85
Sekundär-Kraftstofffilter vom Typ 1.............. 84
Sekundär-Kraftstofffilter vom Typ 2.............. 86
Kraftstoffsystem - Sicherheitsfilter/
Wasserabscheider entleeren......................... 84
Kraftstoffsystem und tiefe
Umgebungstemperaturen.............................. 38
Kraftstofffilter................................................ 38
Kraftstoffheizungen...................................... 38
Kraftstofftanks .............................................. 38
Kraftstofftank - Wasser und Bodensatz
ablassen ........................................................ 88
Kraftstofftank................................................ 88
Vorratstank................................................... 88
Wasser und Bodensatz ablassen ................ 88
Kühler - reinigen .............................................. 90
Kühlsystem - handelsübliches HDKühlmittel wechseln....................................... 63
Entleeren...................................................... 63
Füllen ........................................................... 64
Spülen.......................................................... 64
Kühlsystem - Kühlmittel (ELC) wechseln......... 64
Entleeren...................................................... 65
Füllen ........................................................... 66
Spülen.......................................................... 65
Kühlsystem - Kühlmittel wechseln................... 66
Kühlsystem - Kühlmittelstand kontrollieren...... 67
Motoren mit Kühlmittel-Ausgleichsbehälter . 67
Motoren ohne Kühlmittel-Ausgleichsbehälter
................................................................... 68
Kühlsystem - Langzeitzusatz (ELC) beifügen.. 67
L
Ladeluftkühlerblock - kontrollieren................... 59
Ladeluftkühlerblock - reinigen/prüfen .............. 59
Lagern des Motors........................................... 26
Voraussetzungen für die Lagerung.............. 26
Luftreiniger - Wartungsanzeige kontrollieren... 72
Wartungsanzeige prüfen.............................. 72
Luftreiniger (mit einem Element) kontrollieren/ersetzen .................................... 71
Luftreiniger (mit zwei Elementen) - reinigen/
ersetzen ......................................................... 69
Reinigen der Haupt-Luftreiniger................... 70
Warten der Luftreiniger ................................ 69
M
Messinstrumente und Anzeigen ...................... 27
Modellansichten............................................... 15
Motor - Öl und Filter wechseln......................... 74
Ablassen des Motoröls................................. 74
Anschraubölfilter ersetzen ........................... 75
Befüllen des Kurbelgehäuses...................... 75
Motor - Ölprobe entnehmen............................. 74
Entnehmen der Probe und Analyse ............. 74
Motor - Ölstand kontrollieren ........................... 73
Motor - reinigen................................................ 69
Motor im Schwereinsatz - kontrollieren............ 90
Falsche Betriebsverfahren........................... 91
Falsche Wartungsverfahren......................... 91
Umweltfaktoren............................................ 91
Motor-Kennzeichnungsnummern .................... 21
Motorbeschreibung.......................................... 18
Kühlung und Schmierung des Motors.......... 19
Nutzungsdauer des Motors.......................... 20
Technische Daten des Motors...................... 18
Motorbetrieb..................................................... 32
Motorlager - kontrollieren................................. 72
Motormasse - kontrollieren/reinigen ................ 72
N
Nach dem Abstellen des Motors...................... 34
Nach dem Starten des Motors......................... 30
P
Produkt-Identinformation ................................. 21
Produkt-Information ......................................... 15
Produktansichten............................................. 15
Modellansichten des Motors 1103 .............. 17
Modellansichten des Motors 1104 .............. 15
Q
Quetschungen und Schnittwunden ................. 12
R
Referenznummern........................................... 21
Referenzinformationen ................................ 21
S
Schläuche und Schlauchschellen kontrollieren/ersetzen .................................... 88
SGBU7833
97
Stichwortverzeichnis
Ersetzen von Schläuchen und
Schlauchschellen....................................... 89
Seriennummernschild...................................... 21
Sicherheit........................................................... 6
Sicherheitshinweise........................................... 6
(1) Allgemeine Warnung ................................ 6
(2) Äther ......................................................... 6
Sichtkontrolle ................................................... 92
Den Motor auf Leckstellen und lockere
Anschlüsse kontrollieren............................ 92
Starten bei tiefen Umgebungstemperaturen.... 29
Starten des Motors .............................. 13, 28–29
Starten mit Überbrückungskabeln ................... 30
Starter - kontrollieren ....................................... 91
T
Turbolader - kontrollieren (falls vorhanden)..... 91
Aus- und Einbau .......................................... 91
Prüfung ........................................................ 92
V
Ventilspiel - kontrollieren/einstellen ................. 76
Verbrennungen.................................................. 9
Batterien......................................................... 9
Dieselkraftstoff ............................................... 9
Kühlmittel ....................................................... 9
Öle ................................................................. 9
Vor dem Starten des Motors .......................12, 28
Vorwort............................................................... 4
Betrieb............................................................ 4
Dieses Handbuch .......................................... 4
Sicherheit....................................................... 4
Überholung .................................................... 4
Warnung gemäß der Proposition 65 von
Kalifornien .................................................... 5
Wartung.......................................................... 4
Wartungsintervalle ......................................... 4
W
Warmlaufen ..................................................... 32
Motor mit variabler Drehzahl........................ 32
Wartung ........................................................... 39
Wartungsintervalle........................................... 58
Alle 1000 Betriebsstunden........................... 58
Alle 12000 Betriebsstunden oder 6 Jahre.... 58
Alle 2 Jahre .................................................. 58
Alle 2000 Betriebsstunden........................... 58
Alle 3000 Betriebsstunden........................... 58
Alle 3000 Betriebsstunden oder 2 Jahre...... 58
Alle 4000 Betriebsstunden........................... 58
Alle 50 Betriebsstunden oder wöchentlich... 58
Alle 500 Betriebsstunden............................. 58
Alle 500 Betriebsstunden oder jährlich ........ 58
Alle 6000 Betriebsstunden oder 3 Jahre...... 58
Täglich ......................................................... 58
Wenn erforderlich......................................... 58
Wasserpumpe - kontrollieren........................... 93
Wichtige Sicherheitshinweise............................ 2
Z
Zertifizierungsaufkleber zu Emissionswerten .. 22
Aufkleber für Motoren, die den
Abgasvorschriften nicht entsprechen......... 24
Aufkleber für Motoren, die den MSHAAbgasvorschriften entsprechen ................. 23
Aufkleber für Motoren, die die
Abgasvorschriften einhalten....................... 22
98
Stichwortverzeichnis
SGBU7833
Produkt- und Händlerinformation
Anmerkung: Für die Lage der Produkt-Identnummer und Seriennummern siehe Abschnitt
“Produkt-Identinformation” im Betriebs- und Wartungshandbuch.
Lieferdatum:
Produkt-Identinformation
Modell:
Produkt-Identnummer:
Seriennummer
des Motors:
Seriennummer des Getriebes:
Seriennummer des Generators:
Seriennummern
der Arbeitsgeräte:
Arbeitsgeräteinformation:
Kundennummer:
Händlernummer:
Händlerinformation
Name:
Niederlassung:
Adresse:
Kontaktperson
beim Händler
Verkauf:
Ersatzteile:
Service:
Telefon
Dienststunden
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