Elac 400-serie in 5.2 opstelling met SUB 2030 review in AUDIOVISION 09-2013

  Elac 400-serie in 5.2 opstelling met SUB 2030 review in AUDIOVISION 09-2013
GERÄTE-TEST | 5.2-Boxenset für 8.500 Euro
Exakter Schliff
Elacs 5.2-Lautsprecherset aus der
400er-Serie fußt auf bewährter
Technik, die über Jahrzehnte verfeinert wurde – und das hört man!
Bei anderen Herstellern bekommt man
für 8.500 Euro zwar größere Boxen, doch
lassen sich sauberer Tiefbass und naturgetreue
Klangeigenschaften auch mit wohnraumtauglichen
Maßen realisieren. Dazu setzen die Kieler Lautsprecher-Spezialisten bei der Linie 400 auf legendäre
Treiber wie den Jet-Hochtöner in der fünften Generation sowie hochbelastbare Langhub-Tiefmitteltöner. Auch der geschlossene Subwoofer darf
kompakt bleiben, denn zwei davon verdoppeln bei
Elacs 5.2-Set den Schalldruck im Tiefbass.
Technik
ELAC LINIE 400 SET
neutrale Abstimmung mit sattem Tiefbass
beste Hochtonauflösung und homogener Klang
erstklassige Verarbeitung
stolzer Preis
Edles Finish und
feiner Klang: Die
Boxen der Linie 400
von Elac gibt es in
den vier HochglanzVarianten Walnuss
Furnier, Tobacco,
Schwarz und Weiß
sowie in seidenmattem Schwarz. Gegen
Aufpreis ist auch jede
RAL-Farbe lieferbar.
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Elac fertigt seit 1984 Lautsprecher in Deutschland,
1993 wurden sie erstmals mit dem Jet-Hochtöner
bestückt. Das Potenzial des für besonders luftige
Höhen prädestinierten Treibers wurde dabei stetig
ausgebaut (siehe Kasten). Ebenso markant sind die
schwarz metallisch glänzenden 15er-Tiefmitteltöner mit Aluminium-Zellstoffmembran – sie stecken
einzeln in den Kompaktboxen BS 403 für je 850 Euro
sowie paarweise im großen Center CC 400 und den
Frontboxen FS 407 (Stückpreis: jeweils 1.850 Euro).
Die Oberflächenstruktur erinnert mit ihren unterschiedlich großen Dreiecken an einen Golfball und
reduziert Resonanzen sowie Partialschwingungen
im Mitteltonbereich. Dank des Langhub-Designs
und hinterlüfteter Zentrierung lassen sie sich bis in
den Tiefbassbereich voll belasten.
Das gesamte Ensemble arbeitet mit BassreflexAbstimmung, wobei Elac „Downfiring in seiner
schönsten Art mit doppelter Bodenplatte“ (Marketing-Text) zum optisch beeindruckenden Konstruktionsprinzip erkoren hat. Den Frontlautsprechern
sind sowohl bodenschonende Silikonkegel als auch
Spikes beigelegt. Damit lassen sie sich leicht nach
oben ausrichten, was noch etwas besser klingt.
Dank magnetisch haftender Stoffblenden verun-
Braucht keinen Schwingspulenträger: Elacs JetHochtöner profitiert auch in der fünften Generation von
der besonders leichten, bewegten Masse.
zieren keine Montagelöcher den perfekt lackierten
MDF-Korpus.
Zudem konnte Elac die Frequenzweiche einfacher gestalten und den Jet-Hochtöner tief ankoppeln. Das sorgt auf allen Boxen für identischen
Phasengang und homogenen Gleichklang. Mittels
Zweieinhalb-Wege-Weiche zeigen auch der Center
und die Frontboxen FS 407 ein gutes Rundstrahlverhalten: Der zweite Konus spielt nur bis circa 450
Hertz, kann also im Mitteltonbereich unter seitlichen Winkeln nicht mit dem anderen Konus interferieren (siehe Rundstrahldiagramm). Bewährt hat
sich der Einsatz zweier Subwoofer mit 25er-Tieftönern. Die mit flexibler 350-Watt-Aktivelektronik
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5.2-Boxenset für 8.500 Euro | GERÄTE-TEST
JET-HOCHTÖNER IN DER FÜNFTEN GENERATION
ELAC LINIE 400 SET
Ausstattung
Elac baut den markanten Jet-Hochtöner mittlerweile in
der fünften Generation. Im Vergleich zur letzten Baureihe weist die Frontplatte des Hochtöners nur noch
vier schlitzförmige Öffnungen auf – eine weniger als
bisher. Dahinter ist die fein gefaltete, gelbe Folienmembran zu erkennen, die wie eine Ziehharmonika Luft aus
den Falten herauspresst. Dank größerer Öffnung und
fein modifizierter Bedämpfung hinter der Folie gelingt
eine tiefere Ankopplung bei reduzierten Klirrwerten.
Die in Relation zu üblichen Kalottenhochtönern große
Membranfläche und das leichte Gewicht ermöglichen
einen guten Wirkungsgrad sowie eine impulsgenaue
Wiedergabe – laut Elac bis 50.000 Hz.
Technisch geht der bereits vor zwanzig Jahren
eingeführte Jet-Hochtöner auf Entwicklungen aus
den Siebzigern zurück. Damals wurde das zugrunde
liegende AMT-Wandlerprinzip (Air Motion Transformer) vom deutschen Lautsprecher-Pionier Dr. Oscar
Heil erfunden. Aufgedampfte Leiterbahnen leiten das
Musiksignal zwischen starken Dauermagneten durch
und übertragen die Kraft gleichmäßig auf die Folie –
ein Schwingspulenträger mit seiner höheren bewegten
Masse entfällt bei dieser Konstruktion. Im Vergleich zu
den frühen AMT-Hochtönern ermöglicht Elacs kompakte Jet-Konstruktion ein besonders gutes Rundstrahlverhalten für Zwei- oder Zweieinhalb-Wege-Konzepte.
Preis (UVP)
8.500 Euro
Ausführungen
Walnuss Furn., Weiß, Schwarz u. Tobacco Hochgl.
Abmessung / Gewicht Front
103,8 x 16,5 x 30 cm / 20,4 kg
Abmessung / Gewicht Center
18,8 x 55 x 30 cm / 14 kg
Abmessung / Gewicht Surround
30,9 x 17,7 x 27 cm / 7,3 kg
Abmessung / Gewicht Subwoofer
35,6 x 30 x 31,5 cm / 14 kg
Sub/Sat-Set
ja
Anzahl der Lautsprecher
5.2
Technik Front / Center / Surround
Anzahl Wege
Minimale Impedanz
Empfindlichkeit
Bi-Wiring
2,5 / 2,5 / 2
3,9 Ohm / 3,8 Ohm / 3,3 Ohm
87 dBSPL / 87,3 dBSPL / 85,5 dBSPL
nein / nein / nein
Technik Subwoofer
Funktionsprinzip
Fernbedienung
Verstärkerleistung (angegeben)
Membrandurchmesser
Phasenregelung
Hochpass-Filter
Tiefpass-Filter
Tiefbass aus kompakten Maßen: Der aktive
Basswürfel bringt eine
satte Leistung von 350
Watt sowie feinstufige
Regler für Phase und
Tiefpassfrequenz mit.
geschlossen
nein
350 Watt
25 cm (10 Zoll)
variabel ( 0 bis 180 Grad)
nein
44 bis 160 Hz
BEWERTUNG
TONQUALITÄT 5.1-MEHRKANAL
bestückten Basswürfel
des Typs Sub 2030
stellen zum Stückpreis
von 630 Euro die günstigsten Komponenten
des 5.2-Ensembles dar.
Sieht gut aus: Elac setzt auf Mono-Schraubklemmen.
Optisch gefallen sie besser als viele Bi-Wiring-Terminals
mit einfachen Blechbrücken.
Neutralität
Dynamik
Sprachverständlichkeit
Auflösungsvermögen
Tiefbasseigenschaften
untere Grenzfrequenz Front
maximaler Schalldruck Bass
sehr gut 53 / 60
10 / 12
10 / 12
11 / 12
11 / 12
3/ 4
23 Hz (mit Sub) 4 / 4
109 dBSPL (Pink Noise 40-80Hz) 4 / 4
100 -
90 -
Tonqualität Surround
Alle Lautsprecher zeichnen sich durch tiefe Basswiedergabe und glatte Frequenzgänge aus. Center
und Frontboxen bauen sogar im Tiefbass bis 35
Hz sauberen Druck auf, wobei der Sub 2030 den
Frequenzgang auf grandios tiefe 23 Hertz erweitert. Beim Boxen-Setup spielt die Subwooferphase
eine entscheidende Rolle. Hier laufen die Phase
der Bassreflex-Frontboxen und des geschlossenen
Subwoofers ein wenig auseinander: Bei normaler
Phase addieren sich Bässe um 80 Hz etwas besser,
invertiert spielt der Tiefbass deutlich druckvoller.
Den besten Kompromiss lieferte eine Einstellung
mit 170 Grad.
In „Werner – Volles Rooäää“ lässt die ausgezeichnete Sprachverständlichkeit die Hörer genussvoll in die Handlung eintauchen. Der Dialogwitz
kommt auf allen Plätzen stets klar artikuliert und
klangfarbenreich an. Besonders hat es uns der
kraftvolle Center CC 400 angetan, der sowohl die
Frontboxen als auch die offen und frei klingenden
Surrounds mit seiner sonoren Stimmwiedergabe um
Haaresbreite übertrifft. Beim Gesang der Diva aus
„Das fünfte Element“ oder der grandiosen JazzInterpretin Jane Monheit im Titel „They Can‘t Take
That Away From Me“ laufen den Testern Schauer
über den Rücken – so nuanciert hört man dies selten. Trotz der feinsinnigen Darstellung verschärft
Elacs Set beim Live-Auftritt der amerikanischen
Rockgruppe „Nine Inch Nails“ mühelos das Tempo:
Die Snare hat richtig Biss und entwickelt wie die
tiefe Bassdrum satten Druck. Dennoch bleibt der
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Klang der Hardrock-Band stets kultiviert, selbst bei
hohen Pegeln. Feinsinnig und authentisch versetzt
es die Tester beim Live-Konzert mit den Gitarrenvirtuosen Dave Matthews und Tim Reynolds in die
Live-Atmosphäre der New Yorker Radio City Music
Hall oder drückt beim explosiven Soundtrack von
Action-Krachern wie „Iron Man“ oder „Transformers“ derbe Tiefbasswellen in die Magengrube.
Tonqualität Stereo
Der Neunziger-Jahre-Titel „All For The Feeling“
fordert mit prickelnden Perkussion-Elementen das
Auflösungsvermögen. Hier läuft der Jet-Hochtöner
zu Hochform auf, ohne jemals vordergründige Effekte herauszustellen. Elacs Frontboxen spannen
ein weites Panorama auf, bevor Clair Marlos Stimme die Mitte der akustischen Bühne festnagelt. Die
tonale Abstimmung überzeugt restlos, hält Maß
und Mitte und kippt nicht ins Analytische. Raffinierte Kollagen von Pink Floyd oder Dire Straits liegen
dem edlen Ensemble jedoch mehr als HardrockKost à la AC/DC, die größere Lautsprechersets noch
etwas kraftvoller zu Gehör bringen.
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Front Center Surround Sub maximale Übergangsfrequenz
Sub minimale Übergangsfrequenz
Das Set ist linear abgestimmt. Der Center übertrifft im Bass die Frontboxen
leicht. Mit den Subwoofern addiert sich der Schalldruck auf bis zu 109 dB.
Elac nutzt beim Center Zweieinhalb-Wege-Technik und koppelt den zweiten
Tieftöner früh ab. Deshalb löschen sich Mitteltonfrequenzen seitlich kaum
aus.
TONQUALITÄT STEREO
AV-FAZIT
Elacs Boxenset der 400er-Serie setzt mit allseits
ausgereifter Klangqualität Maßstäbe. Auch Optik
und Verarbeitung rechtfertigen den stolzen Preis
des Ensembles, das in Relation zu den kompakten
Maßen kaum besser klingen kann.
sehr gut 22 / 25
Neutralität
Dynamik
Sprachverständlichkeit
Auflösungsvermögen
Tiefbasseigenschaften
MATERIAL & VERARBEITUNG
4/ 5
4/5
5/ 5
5/5
4/ 5
sehr gut 10 / 10
AUSSTATTUNG
av-wertung
gut
sehr gut
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4/5
von 100
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12.08.13 15:31
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