R&S®RSC Step Attenuator User Manual (download version)

R&S®RSC Step Attenuator User Manual (download version)
®
R&S RSC
Eichleitung
Bedienhandbuch
Bedienhandbuch
Messtechnik
(==ç:3)
1313.8910.03 ─ 04
Dieses Handbuch beschreibt die R&S®RSC und ihre Gerätevarianten:
● R&S®RSC Basis Gerät ohne Eichleitung 1313.8004.02
● R&S®RSC Eichleitung bis 6 GHz von 0 - 139 dB in 1 dB Schritten
1313.8004.03/13
● R&S®RSC Eichleitung bis 6 GHz von 0 - 139 dB in 0.1 dB Schritten
1313.8004.04/14
● R&S®RSC Eichleitung bis 18 GHz von 0 - 115 dB in in 5 dB Schritten
1313.8004.05/15
● externe Eichleitung bis 40 GHz und einem Dämpfungsbereich von 0 dB bis 75
dB in 5 dB Schritten (R&S RSC-Z405 1313.9952.02).
● externe Eichleitung bis 67 GHz und einem Dämpfungsbereich von 0 dB bis 75
dB in 5 dB Schritten (R&S RSC-Z675 1314.0065.02).
Die Firmware des Gerätes verwendet mehrere nützliche Open-Source-Software-Pakete. Die Information
befindet sich im Dokument "Open Source Acknowledgement" auf der Benutzerdokumentations-CD-ROM,
die im Lieferumfang enthalten ist.
Rohde & Schwarz möchte sich bei der Open-Source-Community für ihren wertvollen Beitrag zu Embedded
Computing bedanken.
© 2012 Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG
Mühldorfstr. 15, 81671 München, Germany
Telefon: +49 89 41 29 - 0
Fax: +49 89 41 29 12 164
E-mail: [email protected]
Internet: http://www.rohde-schwarz.com
Printed in Germany – Änderungen vorbehalten – Daten ohne Genauigkeitsangabe sind unverbindlich.
R&S® ist ein eingetragenes Warenzeichen der Firma Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG.
Eigennamen sind Warenzeichen der jeweiligen Eigentümer.
Die folgende Abkürzung wird im Handbuch verwendet: R&S®RSC ist abgekürzt als R&S RSC
Grundlegende Sicherheitshinweise
Lesen und beachten Sie unbedingt die nachfolgenden Anweisungen und Sicherheitshinweise!
Alle Werke und Standorte der Rohde & Schwarz Firmengruppe sind ständig bemüht, den
Sicherheitsstandard unserer Produkte auf dem aktuellsten Stand zu halten und unseren Kunden ein
höchstmögliches Maß an Sicherheit zu bieten. Unsere Produkte und die dafür erforderlichen Zusatzgeräte
werden entsprechend der jeweils gültigen Sicherheitsvorschriften gebaut und geprüft. Die Einhaltung
dieser Bestimmungen wird durch unser Qualitätssicherungssystem laufend überwacht. Das vorliegende
Produkt ist gemäß beiliegender EU-Konformitätsbescheinigung gebaut und geprüft und hat das Werk in
sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand verlassen. Um diesen Zustand zu erhalten und einen
gefahrlosen Betrieb sicherzustellen, muss der Benutzer alle Hinweise, Warnhinweise und Warnvermerke
beachten. Bei allen Fragen bezüglich vorliegender Sicherheitshinweise steht Ihnen die Rohde & Schwarz
Firmengruppe jederzeit gerne zur Verfügung.
Darüber hinaus liegt es in der Verantwortung des Benutzers, das Produkt in geeigneter Weise zu
verwenden. Das Produkt ist ausschließlich für den Betrieb in Industrie und Labor bzw., wenn ausdrücklich
zugelassen, auch für den Feldeinsatz bestimmt und darf in keiner Weise so verwendet werden, dass einer
Person/Sache Schaden zugefügt werden kann. Die Benutzung des Produkts außerhalb des
bestimmungsgemäßen Gebrauchs oder unter Missachtung der Anweisungen des Herstellers liegt in der
Verantwortung des Benutzers. Der Hersteller übernimmt keine Verantwortung für die Zweckentfremdung
des Produkts.
Die bestimmungsgemäße Verwendung des Produkts wird angenommen, wenn das Produkt nach den
Vorgaben der zugehörigen Produktdokumentation innerhalb seiner Leistungsgrenzen verwendet wird
(siehe Datenblatt, Dokumentation, nachfolgende Sicherheitshinweise). Die Benutzung des Produkts
erfordert Fachkenntnisse und zum Teil englische Sprachkenntnisse. Es ist daher zu beachten, dass das
Produkt ausschließlich von Fachkräften oder sorgfältig eingewiesenen Personen mit entsprechenden
Fähigkeiten bedient werden darf. Sollte für die Verwendung von Rohde & Schwarz-Produkten persönliche
Schutzausrüstung erforderlich sein, wird in der Produktdokumentation an entsprechender Stelle darauf
hingewiesen. Bewahren Sie die grundlegenden Sicherheitshinweise und die Produktdokumentation gut
auf und geben Sie diese an weitere Benutzer des Produkts weiter.
Die Einhaltung der Sicherheitshinweise dient dazu, Verletzungen oder Schäden durch Gefahren aller Art
auszuschließen. Hierzu ist es erforderlich, dass die nachstehenden Sicherheitshinweise vor der
Benutzung des Produkts sorgfältig gelesen und verstanden sowie bei der Benutzung des Produkts
beachtet werden. Sämtliche weitere Sicherheitshinweise wie z.B. zum Personenschutz, die an
entsprechender Stelle der Produktdokumentation stehen, sind ebenfalls unbedingt zu beachten. In den
vorliegenden Sicherheitshinweisen sind sämtliche von der Rohde & Schwarz Firmengruppe vertriebenen
Waren unter dem Begriff „Produkt“ zusammengefasst, hierzu zählen u. a. Geräte, Anlagen sowie
sämtliches Zubehör. Produktspezifische Angaben entnehmen Sie bitte dem Datenblatt sowie der Produktdokumentation.
Symbole und Sicherheitskennzeichnungen
Symbol
Bedeutung
Achtung, allgemeine Gefahrenstelle
Symbol
Bedeutung
EIN/AUS-Versorgungsspannung
Produktdokumentation beachten
Vorsicht beim Umgang mit Geräten mit hohem
Gewicht
1171.0000.41 - 06
Stand-by-Anzeige
Seite 1
Grundlegende Sicherheitshinweise
Symbol
Bedeutung
Symbol
Bedeutung
Gefahr vor elektrischem Schlag
Gleichstrom (DC)
Warnung vor heißer Oberfläche
Wechselstrom (AC)
Schutzleiteranschluss
Gleichstrom/Wechselstrom (DC/AC)
Erdungsanschluss
Gerät durchgehend durch doppelte (verstärkte)
Isolierung geschützt
Masseanschluss
EU-Kennzeichnung für Batterien und
Akkumulatoren
Weitere Informationen in Abschnitt
"Entsorgung / Umweltschutz", Punkt 1.
Achtung beim Umgang mit elektrostatisch
gefährdeten Bauelementen
EU-Kennzeichnung für die getrennte
Sammlung von Elektro- und Elektronikgeräten
Weitere Informationen in Abschnitt
"Entsorgung / Umweltschutz", Punkt 2.
Warnung vor Laserstrahl
Weitere Informationen in Abschnitt "Betrieb",
Punkt 7.
Signalworte und ihre Bedeutung
Die folgenden Signalworte werden in der Produktdokumentation verwendet, um vor Risiken und Gefahren
zu warnen.
kennzeichnet eine unmittelbare Gefährdung mit hohem Risiko, die Tod oder
schwere Körperverletzung zur Folge haben wird, wenn sie nicht vermieden
wird.
kennzeichnet eine mögliche Gefährdung mit mittlerem Risiko, die Tod oder
(schwere) Körperverletzung zur Folge haben kann, wenn sie nicht vermieden
wird.
kennzeichnet eine Gefährdung mit geringem Risiko, die leichte oder mittlere
Körperverletzungen zur Folge haben könnte, wenn sie nicht vermieden wird.
weist auf die Möglichkeit einer Fehlbedienung hin, bei der das Produkt
Schaden nehmen kann.
1171.0000.41 - 06
Seite 2
Grundlegende Sicherheitshinweise
Diese Signalworte entsprechen der im europäischen Wirtschaftsraum üblichen Definition für zivile
Anwendungen. Neben dieser Definition können in anderen Wirtschaftsräumen oder bei militärischen
Anwendungen abweichende Definitionen existieren. Es ist daher darauf zu achten, dass die hier
beschriebenen Signalworte stets nur in Verbindung mit der zugehörigen Produktdokumentation und nur in
Verbindung mit dem zugehörigen Produkt verwendet werden. Die Verwendung von Signalworten in
Zusammenhang mit nicht zugehörigen Produkten oder nicht zugehörigen Dokumentationen kann zu
Fehlinterpretationen führen und damit zu Personen- oder Sachschäden führen.
Betriebszustände und Betriebslagen
Das Produkt darf nur in den vom Hersteller angegebenen Betriebszuständen und Betriebslagen ohne
Behinderung der Belüftung betrieben werden. Werden die Herstellerangaben nicht eingehalten, kann dies
elektrischen Schlag, Brand und/oder schwere Verletzungen von Personen, unter Umständen mit
Todesfolge, verursachen. Bei allen Arbeiten sind die örtlichen bzw. landesspezifischen Sicherheits- und
Unfallverhütungsvorschriften zu beachten.
1. Sofern nicht anders vereinbart, gilt für R&S-Produkte Folgendes:
als vorgeschriebene Betriebslage grundsätzlich Gehäuseboden unten, IP-Schutzart 2X, nur in Innenräumen verwenden, Betrieb bis 2000 m ü. NN, Transport bis 4500 m ü. NN, für die Nennspannung gilt
eine Toleranz von ±10%, für die Nennfrequenz eine Toleranz von ±5%, Überspannungskategorie 2,
Verschmutzungsgrad 2.
2. Stellen Sie das Produkt nicht auf Oberflächen, Fahrzeuge, Ablagen oder Tische, die aus Gewichtsoder Stabilitätsgründen nicht dafür geeignet sind. Folgen Sie bei Aufbau und Befestigung des
Produkts an Gegenständen oder Strukturen (z.B. Wände und Regale) immer den Installationshinweisen des Herstellers. Bei Installation abweichend von der Produktdokumentation können
Personen verletzt, unter Umständen sogar getötet werden.
3. Stellen Sie das Produkt nicht auf hitzeerzeugende Gerätschaften (z.B. Radiatoren und Heizlüfter). Die
Umgebungstemperatur darf nicht die in der Produktdokumentation oder im Datenblatt spezifizierte
Maximaltemperatur überschreiten. Eine Überhitzung des Produkts kann elektrischen Schlag, Brand
und/oder schwere Verletzungen von Personen, unter Umständen mit Todesfolge, verursachen.
Elektrische Sicherheit
Werden die Hinweise zur elektrischen Sicherheit nicht oder unzureichend beachtet, kann dies elektrischen
Schlag, Brand und/oder schwere Verletzungen von Personen, unter Umständen mit Todesfolge,
verursachen.
1. Vor jedem Einschalten des Produkts ist sicherzustellen, dass die am Produkt eingestellte
Nennspannung und die Netznennspannung des Versorgungsnetzes übereinstimmen. Ist es
erforderlich, die Spannungseinstellung zu ändern, so muss ggf. auch die dazu gehörige
Netzsicherung des Produkts geändert werden.
2. Bei Produkten der Schutzklasse I mit beweglicher Netzzuleitung und Gerätesteckvorrichtung ist der
Betrieb nur an Steckdosen mit Schutzkontakt und angeschlossenem Schutzleiter zulässig.
3. Jegliche absichtliche Unterbrechung des Schutzleiters, sowohl in der Zuleitung als auch am Produkt
selbst, ist unzulässig. Es kann dazu führen, dass von dem Produkt die Gefahr eines elektrischen
Schlags ausgeht. Bei Verwendung von Verlängerungsleitungen oder Steckdosenleisten ist sicherzustellen, dass diese regelmäßig auf ihren sicherheitstechnischen Zustand überprüft werden.
1171.0000.41 - 06
Seite 3
Grundlegende Sicherheitshinweise
4. Sofern das Produkt nicht mit einem Netzschalter zur Netztrennung ausgerüstet ist, beziehungsweise
der vorhandene Netzschalter zu Netztrennung nicht geeignet ist, so ist der Stecker des
Anschlusskabels als Trennvorrichtung anzusehen.
Die Trennvorrichtung muss jederzeit leicht erreichbar und gut zugänglich sein. Ist z.B. der Netzstecker
die Trennvorrichtung, darf die Länge des Anschlusskabels 3 m nicht überschreiten.
Funktionsschalter oder elektronische Schalter sind zur Netztrennung nicht geeignet. Werden Produkte
ohne Netzschalter in Gestelle oder Anlagen integriert, so ist die Trennvorrichtung auf Anlagenebene
zu verlagern.
5. Benutzen Sie das Produkt niemals, wenn das Netzkabel beschädigt ist. Überprüfen Sie regelmäßig
den einwandfreien Zustand der Netzkabel. Stellen Sie durch geeignete Schutzmaßnahmen und
Verlegearten sicher, dass das Netzkabel nicht beschädigt werden kann und niemand z.B. durch
Stolperfallen oder elektrischen Schlag zu Schaden kommen kann.
6. Der Betrieb ist nur an TN/TT Versorgungsnetzen gestattet, die mit höchstens 16 A abgesichert sind
(höhere Absicherung nur nach Rücksprache mit der Rohde & Schwarz Firmengruppe).
7. Stecken Sie den Stecker nicht in verstaubte oder verschmutzte Steckdosen/-buchsen. Stecken Sie die
Steckverbindung/-vorrichtung fest und vollständig in die dafür vorgesehenen Steckdosen/-buchsen.
Missachtung dieser Maßnahmen kann zu Funken, Feuer und/oder Verletzungen führen.
8. Überlasten Sie keine Steckdosen, Verlängerungskabel oder Steckdosenleisten, dies kann Feuer oder
elektrische Schläge verursachen.
9. Bei Messungen in Stromkreisen mit Spannungen Ueff > 30 V ist mit geeigneten Maßnahmen Vorsorge
zu treffen, dass jegliche Gefährdung ausgeschlossen wird (z.B. geeignete Messmittel, Absicherung,
Strombegrenzung, Schutztrennung, Isolierung usw.).
10. Bei Verbindungen mit informationstechnischen Geräten, z.B. PC oder Industrierechner, ist darauf zu
achten, dass diese der jeweils gültigen IEC60950-1 / EN60950-1 oder IEC61010-1 / EN 61010-1
entsprechen.
11. Sofern nicht ausdrücklich erlaubt, darf der Deckel oder ein Teil des Gehäuses niemals entfernt
werden, wenn das Produkt betrieben wird. Dies macht elektrische Leitungen und Komponenten
zugänglich und kann zu Verletzungen, Feuer oder Schaden am Produkt führen.
12. Wird ein Produkt ortsfest angeschlossen, ist die Verbindung zwischen dem Schutzleiteranschluss vor
Ort und dem Geräteschutzleiter vor jeglicher anderer Verbindung herzustellen. Aufstellung und
Anschluss darf nur durch eine Elektrofachkraft erfolgen.
13. Bei ortsfesten Geräten ohne eingebaute Sicherung, Selbstschalter oder ähnliche Schutzeinrichtung
muss der Versorgungskreis so abgesichert sein, dass alle Personen, die Zugang zum Produkt haben,
sowie das Produkt selbst ausreichend vor Schäden geschützt sind.
14. Jedes Produkt muss durch geeigneten Überspannungsschutz vor Überspannung (z.B. durch
Blitzschlag) geschützt werden. Andernfalls ist das bedienende Personal durch elektrischen Schlag
gefährdet.
15. Gegenstände, die nicht dafür vorgesehen sind, dürfen nicht in die Öffnungen des Gehäuses
eingebracht werden. Dies kann Kurzschlüsse im Produkt und/oder elektrische Schläge, Feuer oder
Verletzungen verursachen.
1171.0000.41 - 06
Seite 4
Grundlegende Sicherheitshinweise
16. Sofern nicht anders spezifiziert, sind Produkte nicht gegen das Eindringen von Flüssigkeiten
geschützt, siehe auch Abschnitt "Betriebszustände und Betriebslagen", Punkt 1. Daher müssen die
Geräte vor Eindringen von Flüssigkeiten geschützt werden. Wird dies nicht beachtet, besteht Gefahr
durch elektrischen Schlag für den Benutzer oder Beschädigung des Produkts, was ebenfalls zur
Gefährdung von Personen führen kann.
17. Benutzen Sie das Produkt nicht unter Bedingungen, bei denen Kondensation in oder am Produkt
stattfinden könnte oder ggf. bereits stattgefunden hat, z.B. wenn das Produkt von kalter in warme
Umgebung bewegt wurde. Das Eindringen von Wasser erhöht das Risiko eines elektrischen
Schlages.
18. Trennen Sie das Produkt vor der Reinigung komplett von der Energieversorgung (z.B. speisendes
Netz oder Batterie). Nehmen Sie bei Geräten die Reinigung mit einem weichen, nicht fasernden
Staublappen vor. Verwenden Sie keinesfalls chemische Reinigungsmittel wie z.B. Alkohol, Aceton,
Nitroverdünnung.
Betrieb
1. Die Benutzung des Produkts erfordert spezielle Einweisung und hohe Konzentration während der
Benutzung. Es muss sichergestellt sein, dass Personen, die das Produkt bedienen, bezüglich ihrer
körperlichen, geistigen und seelischen Verfassung den Anforderungen gewachsen sind, da
andernfalls Verletzungen oder Sachschäden nicht auszuschließen sind. Es liegt in der Verantwortung
des Arbeitsgebers/Betreibers, geeignetes Personal für die Benutzung des Produkts auszuwählen.
2. Bevor Sie das Produkt bewegen oder transportieren, lesen und beachten Sie den Abschnitt
"Transport".
3. Wie bei allen industriell gefertigten Gütern kann die Verwendung von Stoffen, die Allergien
hervorrufen - so genannte Allergene (z.B. Nickel) - nicht generell ausgeschlossen werden. Sollten
beim Umgang mit R&S-Produkten allergische Reaktionen, z.B. Hautausschlag, häufiges Niesen,
Bindehautrötung oder Atembeschwerden auftreten, ist umgehend ein Arzt aufzusuchen, um die
Ursachen zu klären und Gesundheitsschäden bzw. -belastungen zu vermeiden.
4. Vor der mechanischen und/oder thermischen Bearbeitung oder Zerlegung des Produkts beachten Sie
unbedingt Abschnitt "Entsorgung / Umweltschutz", Punkt 1.
5. Bei bestimmten Produkten, z.B. HF-Funkanlagen, können funktionsbedingt erhöhte elektromagnetische Strahlungen auftreten. Unter Berücksichtigung der erhöhten Schutzwürdigkeit des ungeborenen Lebens müssen Schwangere durch geeignete Maßnahmen geschützt werden. Auch Träger
von Herzschrittmachern können durch elektromagnetische Strahlungen gefährdet sein. Der
Arbeitgeber/Betreiber ist verpflichtet, Arbeitsstätten, bei denen ein besonderes Risiko einer Strahlenexposition besteht, zu beurteilen und zu kennzeichnen und mögliche Gefahren abzuwenden.
6. Im Falle eines Brandes entweichen ggf. giftige Stoffe (Gase, Flüssigkeiten etc.) aus dem Produkt, die
Gesundheitsschäden verursachen können. Daher sind im Brandfall geeignete Maßnahmen wie z.B.
Atemschutzmasken und Schutzkleidung zu verwenden.
7. Produkte mit Laser sind je nach ihrer Laser-Klasse mit genormten Warnhinweisen versehen. Laser
können aufgrund der Eigenschaften ihrer Strahlung und aufgrund ihrer extrem konzentrierten
elektromagnetischen Leistung biologische Schäden verursachen. Falls ein Laser-Produkt in ein R&SProdukt integriert ist (z.B. CD/DVD-Laufwerk), dürfen keine anderen Einstellungen oder Funktionen
verwendet werden, als in der Produktdokumentation beschrieben, um Personenschäden zu
vermeiden (z.B. durch Laserstrahl).
1171.0000.41 - 06
Seite 5
Grundlegende Sicherheitshinweise
8. EMV-Klassen (nach CISPR 11)
Klasse A: Gerät, das sich für den Gebrauch in allen anderen Bereichen außer dem Wohnbereich und
solchen Bereichen eignet, die direkt an ein Niederspannungs-Versorgungsnetz angeschlossen sind,
das Wohngebäude versorgt.
Klasse B: Gerät, das sich für den Betrieb im Wohnbereich sowie in solchen Bereichen eignet, die
direkt an ein Niederspannungs-Versorgungsnetz angeschlossen sind, das Wohngebäude versorgt
Reparatur und Service
1. Das Produkt darf nur von dafür autorisiertem Fachpersonal geöffnet werden. Vor Arbeiten am Produkt
oder Öffnen des Produkts ist dieses von der Versorgungsspannung zu trennen, sonst besteht das
Risiko eines elektrischen Schlages.
2. Abgleich, Auswechseln von Teilen, Wartung und Reparatur darf nur von R&S-autorisierten
Elektrofachkräften ausgeführt werden. Werden sicherheitsrelevante Teile (z.B. Netzschalter,
Netztrafos oder Sicherungen) ausgewechselt, so dürfen diese nur durch Originalteile ersetzt werden.
Nach jedem Austausch von sicherheitsrelevanten Teilen ist eine Sicherheitsprüfung durchzuführen
(Sichtprüfung, Schutzleitertest, Isolationswiderstand-, Ableitstrommessung, Funktionstest). Damit wird
sichergestellt, dass die Sicherheit des Produkts erhalten bleibt.
Batterien und Akkumulatoren/Zellen
Werden die Hinweise zu Batterien und Akkumulatoren/Zellen nicht oder unzureichend beachtet, kann dies
Explosion, Brand und/oder schwere Verletzungen von Personen, unter Umständen mit Todesfolge,
verursachen. Die Handhabung von Batterien und Akkumulatoren mit alkalischen Elektrolyten (z.B.
Lithiumzellen) muss der EN 62133 entsprechen.
1. Zellen dürfen nicht zerlegt, geöffnet oder zerkleinert werden.
2. Zellen oder Batterien dürfen weder Hitze noch Feuer ausgesetzt werden. Die Lagerung im direkten
Sonnenlicht ist zu vermeiden. Zellen und Batterien sauber und trocken halten. Verschmutzte
Anschlüsse mit einem trockenen, sauberen Tuch reinigen.
3. Zellen oder Batterien dürfen nicht kurzgeschlossen werden. Zellen oder Batterien dürfen nicht
gefahrbringend in einer Schachtel oder in einem Schubfach gelagert werden, wo sie sich gegenseitig
kurzschließen oder durch andere leitende Werkstoffe kurzgeschlossen werden können. Eine Zelle
oder Batterie darf erst aus ihrer Originalverpackung entnommen werden, wenn sie verwendet werden
soll.
4. Zellen oder Batterien dürfen keinen unzulässig starken, mechanischen Stößen ausgesetzt werden.
5. Bei Undichtheit einer Zelle darf die Flüssigkeit nicht mit der Haut in Berührung kommen oder in die
Augen gelangen. Falls es zu einer Berührung gekommen ist, den betroffenen Bereich mit reichlich
Wasser waschen und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
6. Werden Zellen oder Batterien, die alkalische Elektrolyte enthalten (z.B. Lithiumzellen), unsachgemäß
ausgewechselt oder geladen, besteht Explosionsgefahr. Zellen oder Batterien nur durch den entsprechenden R&S-Typ ersetzen (siehe Ersatzteilliste), um die Sicherheit des Produkts zu erhalten.
7. Zellen oder Batterien müssen wiederverwertet werden und dürfen nicht in den Restmüll gelangen.
Akkumulatoren oder Batterien, die Blei, Quecksilber oder Cadmium enthalten, sind Sonderabfall.
Beachten Sie hierzu die landesspezifischen Entsorgungs- und Recycling-Bestimmungen.
1171.0000.41 - 06
Seite 6
Grundlegende Sicherheitshinweise
Transport
1. Das Produkt kann ein hohes Gewicht aufweisen. Daher muss es vorsichtig und ggf. unter
Verwendung eines geeigneten Hebemittels (z.B. Hubwagen) bewegt bzw. transportiert werden, um
Rückenschäden oder Verletzungen zu vermeiden.
2. Griffe an den Produkten sind eine Handhabungshilfe, die ausschließlich für den Transport des
Produkts durch Personen vorgesehen ist. Es ist daher nicht zulässig, Griffe zur Befestigung an bzw.
auf Transportmitteln, z.B. Kränen, Gabelstaplern, Karren etc. zu verwenden. Es liegt in Ihrer
Verantwortung, die Produkte sicher an bzw. auf geeigneten Transport- oder Hebemitteln zu
befestigen. Beachten Sie die Sicherheitsvorschriften des jeweiligen Herstellers eingesetzter
Transport- oder Hebemittel, um Personenschäden und Schäden am Produkt zu vermeiden.
3. Falls Sie das Produkt in einem Fahrzeug benutzen, liegt es in der alleinigen Verantwortung des
Fahrers, das Fahrzeug in sicherer und angemessener Weise zu führen. Der Hersteller übernimmt
keine Verantwortung für Unfälle oder Kollisionen. Verwenden Sie das Produkt niemals in einem sich
bewegenden Fahrzeug, sofern dies den Fahrzeugführer ablenken könnte. Sichern Sie das Produkt im
Fahrzeug ausreichend ab, um im Falle eines Unfalls Verletzungen oder Schäden anderer Art zu
verhindern.
Entsorgung / Umweltschutz
1. Gekennzeichnete Geräte enthalten eine Batterie bzw. einen Akkumulator, die nicht über unsortierten
Siedlungsabfall entsorgt werden dürfen, sondern getrennt gesammelt werden müssen. Die
Entsorgung darf nur über eine geeignete Sammelstelle oder eine Rohde & SchwarzKundendienststelle erfolgen.
2. Elektroaltgeräte dürfen nicht über unsortierten Siedlungsabfall entsorgt werden, sondern müssen
getrennt gesammelt werden.
Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG hat ein Entsorgungskonzept entwickelt und übernimmt die
Pflichten der Rücknahme und Entsorgung für Hersteller innerhalb der EU in vollem Umfang. Wenden
Sie sich bitte an Ihre Rohde & Schwarz-Kundendienststelle, um das Produkt umweltgerecht zu
entsorgen.
3. Werden Produkte oder ihre Bestandteile über den bestimmungsgemäßen Betrieb hinaus mechanisch
und/oder thermisch bearbeitet, können ggf. gefährliche Stoffe (schwermetallhaltiger Staub wie z.B.
Blei, Beryllium, Nickel) freigesetzt werden. Die Zerlegung des Produkts darf daher nur von speziell
geschultem Fachpersonal erfolgen. Unsachgemäßes Zerlegen kann Gesundheitsschäden
hervorrufen. Die nationalen Vorschriften zur Entsorgung sind zu beachten.
4. Falls beim Umgang mit dem Produkt Gefahren- oder Betriebsstoffe entstehen, die speziell zu
entsorgen sind, z.B. regelmäßig zu wechselnde Kühlmittel oder Motorenöle, sind die
Sicherheitshinweise des Herstellers dieser Gefahren- oder Betriebsstoffe und die regional gültigen
Entsorgungsvorschriften einzuhalten. Beachten Sie ggf. auch die zugehörigen speziellen
Sicherheitshinweise in der Produktdokumentation. Die unsachgemäße Entsorgung von Gefahrenoder Betriebsstoffen kann zu Gesundheitsschäden von Personen und Umweltschäden führen.
Weitere Informationen zu Umweltschutz finden Sie auf der Rohde & Schwarz Home Page.
1171.0000.41 - 06
Seite 7
Qualitätszertifikat
Certificate of quality
Certificat de qualité
Certified Quality System
ISO 9001
Certified Environmental System
ISO 14001
Sehr geehrter Kunde,
Dear customer,
Cher client,
Sie haben sich für den Kauf eines
Rohde & Schwarz-Produktes entschieden. Sie erhalten damit ein
nach modernsten Fertigungsmethoden hergestelltes Produkt. Es
wurde nach den Regeln unseres
Qualitätsmanagementsystems
entwickelt, gefertigt und geprüft.
Das Rohde & Schwarz-Qualitätsmanagementsystem ist unter
anderem nach ISO 9001 und
ISO 14001 zertifiziert.
You have decided to buy a
Rohde & Schwarz product. You
are thus assured of receiving a
product that is manufactured
using the most modern methods
available. This product was developed, manufactured and tested in compliance with our quality
management system standards.
The Rohde & Schwarz quality
management system is certified
according to standards such as
ISO 9001 and ISO 14001.
Vous avez choisi d’acheter un
produit Rohde & Schwarz. Vous
disposez donc d’un produit
fabriqué d’après les méthodes
les plus avancées. Le développement, la fabrication et les tests
respectent nos normes de gestion qualité. Le système de gestion qualité de Rohde & Schwarz
a été homologué, entre autres,
conformément aux normes
ISO 9001 et ISO 14001.
Environmental commitment
❙
❙
❙
Energie-effiziente,
RoHS-konforme Produkte
Kontinuierliche
Weiterentwicklung nachhaltiger
Umweltkonzepte
ISO 14001-zertifiziertes
Umweltmanagementsystem
Engagement écologique
❙
❙
❙
Energy-efficient products
Continuous improvement in
environmental sustainability
ISO 14001-certified
environmental management
system
❙
❙
Produits à efficience
énergétique
Amélioration continue de la
durabilité environnementale
Système de gestion de
l’environnement certifié selon
ISO 14001
1171020011
❙
1171.0200.11 V 05.00
Der Umwelt verpflichtet
EU-KONFORMITÄTSERKLÄRUNG
Zertifikat-Nr.: 2010-86
Hiermit wird bescheinigt, dass der/die/das:
Gerätetyp
Materialnummer
Benennung
RSC
RSC
RSC
RSC
RSC
RSC
RSC
1313.8004.02
1313.8004.03
1313.8004.04
1313.8004.05
1313.8004.13
1313.8004.14
1313.8004.15
RSC STEP ATTENUATOR BASE UNIT
RSC STEP ATTENUATOR 139DB 6GHZ
RSC STEP ATTENUATOR 139.9DB 6GHZ
RSC STEP ATTENUATOR 115DB 18GHZ
RSC STEP ATTENUATOR 139DB 6GHZ
RSC STEP ATTENUATOR 139.9DB 6GHZ
RSC STEP ATTENUATOR 115DB 18GHZ
mit den Bestimmungen des Rates der Europäischen Union zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten
- betreffend elektrische Betriebsmittel zur Verwendung innerhalb bestimmter
Spannungsgrenzen (2006/95/EG)
- über die elektromagnetische Verträglichkeit
(2004/108/EG)
übereinstimmt.
Die Übereinstimmung wird nachgewiesen durch die Einhaltung folgender Normen:
EN 61010-1: 2001
EN 61326-1: 2006
EN 61326-2-1: 2006
EN 55011: 2007 + A2: 2007
EN 61000-3-2: 2006
EN 61000-3-3: 1995 + A1: 2001 + A2: 2005
Bei der Beurteilung der elektromagnetischen Verträglichkeit wurden die Störaussendungsgrenzwerte für Geräte der Klasse B sowie die Störfestigkeit für Betrieb in industriellen
Bereichen zugrunde gelegt.
ROHDE & SCHWARZ GmbH & Co. KG
Mühldorfstr. 15, D-81671 München
München, den 18.01.2011
1313.8004.XX
Zentrales Qualitätsmanagement GF-QP / Chadzelek
CE
D-2
Customer Support
Technischer Support – wo und wann Sie ihn brauchen
Unser Customer Support Center bietet Ihnen schnelle, fachmännische Hilfe für die gesamte Produktpalette
von Rohde & Schwarz an. Ein Team von hochqualifizierten Ingenieuren unterstützt Sie telefonisch und
arbeitet mit Ihnen eine Lösung für Ihre Anfrage aus - egal, um welchen Aspekt der Bedienung,
Programmierung oder Anwendung eines Rohde & Schwarz Produktes es sich handelt.
Aktuelle Informationen und Upgrades
Um Ihr Gerät auf dem aktuellsten Stand zu halten sowie Informationen über Applikationsschriften zu Ihrem
Gerät zu erhalten, senden Sie bitte eine E-Mail an das Customer Support Center. Geben Sie hierbei den
Gerätenamen und Ihr Anliegen an. Wir stellen dann sicher, dass Sie die gewünschten Informationen
erhalten.
Europa, Afrika, Mittlerer Osten
Tel. +49 89 4129 12345
[email protected]
Nordamerika
Tel. 1-888-TEST-RSA (1-888-837-8772)
[email protected]
Lateinamerika
Tel. +1-410-910-7988
[email protected]
Asien/Pazifik
Tel. +65 65 13 04 88
[email protected]
China
Tel. +86-800-810-8228 /
+86-400-650-5896
[email protected]
1171.0200.21-06.00
R&S®RSC
Inhalt
Inhalt
1 Inhalt der Kundendokumentation........................................5
2 Einleitung...............................................................................7
3 Inbetriebnahme......................................................................9
3.1 Installation der PC-Software................................................................9
3.2 Erklärung der Front- und Rückansichten.........................................10
3.3 Vorbereiten des Geräts......................................................................12
3.4 Funktion prüfen...................................................................................18
3.5 Grundeinstellung................................................................................19
3.6 Linux Betriebssystem.........................................................................19
3.7 Anschließen externer Geräte.............................................................20
3.8 Konfiguration über LXI.......................................................................24
3.9 Konfiguration des GPIB Bus (IEC 625 / IEEE 488)...........................30
4 Manuelle Bedienung............................................................33
4.1 Parametereingabe...............................................................................33
4.2 Display.................................................................................................34
4.3 Hilfesystem - Taste Help....................................................................34
4.4 Datei-Funktionen.................................................................................35
5 Gerätefunktionen.................................................................37
5.1 Einstellung der Dämpfung.................................................................37
5.2 Variation der Dämpfung.....................................................................37
5.3 Einstellung der Frequenz...................................................................37
5.4 Ein- /Ausschalten der Korrekturfunktion..........................................38
5.5 Anzeige der Dämpfungsabweichung................................................39
5.6 Umschalten auf externe Eichleitungen.............................................42
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
3
R&S®RSC
Inhalt
5.7 Kaskadierung externer Eichleitungen..............................................42
6 Anwendung..........................................................................45
6.1 Auswirkung der Reflexion auf die Dämpfungsabweichung...........45
6.2 Störspannungen.................................................................................45
7 Fernbedienung.....................................................................49
7.1 Grundlagen zur Fernbedienung........................................................49
7.2 Fernbedienung - Befehle....................................................................59
8 Wartung................................................................................79
A Geräteschnittstellen............................................................81
A.1 GPIB Bus (IEC 625 / IEEE 488)...........................................................81
A.2 Ethernet-Schnittstelle (LAN)..............................................................85
Liste der Befehle..................................................................89
Index.....................................................................................91
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
4
R&S®RSC
1
Inhalt der Kundendokumentation
Inhalt der Kundendokumentation
Die Kundendokumentation für die R&S RSC besteht aus:
● Betriebshandbuch für das Grundgerät und die Optionen
● Servicehandbuch (nur in englisch)
● Kontextsensitive Online-Hilfe
● Release Notes
Der jeweils aktuelle Stand der Dokumentation steht auch im Internet zur Verfügung
(www.rohde-schwarz.com/downloads/manuals/rsc.html).
Bedienhandbuch
Das Bedienhandbuch ist auf der mitgelieferten CD-ROM enthalten. Hier finden Sie
zusätzlich zu den Kapiteln des Kompakthandbuches die Beschreibung aller Gerätefunktionen und der Fernsteuerung des Gerätes. Zudem enthält es Hinweise für
die vorbeugende Wartung der R&S RSC und für das Feststellen von Fehlern
anhand der vom Gerät ausgegebenen Warnungen und Fehlermeldungen. Es gliedert sich in folgende Kapitel:
● Inbetriebnahme
● Manuelle Bedienung
● Konfiguration
● Anwendung
● Fernsteuerung
● Wartung
Servicehandbuch
Das Servicehandbuch in englischer Sprache ist auf der mitgelieferten CD-ROM
enthalten. Hier finden Sie alle notwendigen Informationen, um die R&S RSC durch
Austausch von Baugruppen instandzuhalten sowie seine Funktionalität zu erweitern. Das Servicehandbuch gliedert sich in folgende Kapitel:
● Performance Test
● Adjustment
● Repair
● Firmware Update / Installing Options
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
5
R&S®RSC
Inhalt der Kundendokumentation
● Documents
Kontextsensitive Online-Hilfe
Die kontextsensitive Online-Hilfe bietet Unterstützung zur Bedienung der R&S RSC
und dessen Optionen, beschrieben sind die manuelle Bedienung sowie die Fernbedienung. Die Online-Hilfe ist standardmäßig auf der R&S RSC installiert und wird
auch als externes .chm-File auf der Dokumentations-CD-ROM mitgeliefert.
Release Notes
Die Release Notes beschreiben die Installation der Firmware, neue und verbesserte
Funktionen, gelöste Probleme, und Last Minute-Änderungen zur Dokumentation.
Die entsprechende Firmware-Version ist auf dem Titelblatt der Release Notes
ersichtlich. Der aktuelle Stand der Release Notes steht im Internet zur Verfügung
(www.rohde-schwarz.com/downloads/firmware/rsc.html).
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
6
R&S®RSC
2
Einleitung
Einleitung
Die EichleitungR&S RSC ist ein schnelles und präzises Gerät zum Einstellen genau
definierter Dämpfungsbeträge. Je nach Gerätevariante können Dämpfungen zwischen 0 und 139,9 dB im Frequenzbereich bis 18 GHz eingestellt werden. Außerdem sind externe Eichleitungne verfügbar, die mit dem Grundgerät ferngesteuert
werden können.
Folgende Gerätevarianten sind verfügbar:
● Grundgerät: Gerät ohne interne Eichleitung.
● Eichleitung bis 6 GHz und einem Dämpfungsbereich von 0 dB bis 139 dB in 1dB
Schritten.
● Eichleitung bis 6 GHz und einem Dämpfungsbereich von 0 dB bis 139,9 dB in
0.1dB Schritten.
● Eichleitung bis 18 GHz und einem Dämpfungsbereich von 0 dB bis 115 dB in
5dB Schritten.
● externe Eichleitung bis 40 GHz und einem Dämpfungsbereich von 0 dB bis 75
dB in 5 dB Schritten.
● externe Eichleitung bis 67 GHz und einem Dämpfungsbereich von 0 dB bis 75
dB in 5 dB Schritten.
Bei allen Varianten können bis zu 4 externe Eichleitungen angeschlossen und
angesteuert werden.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
7
R&S®RSC
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
Einleitung
8
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Installation der PC-Software
3
Inbetriebnahme
Die Eichleitung R&S RSC ist in verschiedenen Modellvarianten erhältlich. Sie können das Grundgerät mit einer internen Eichleitung ausstatten, und/oder es mit bis
zu 4 externen Eichleitungen einsetzen, siehe ​Kapitel 2, "Einleitung", auf Seite 7. Die
folgende Beschreibung gilt für alle Modellvarianten, auf Unterschiede wird an den
jeweiligen Stellen explizit hingewiesen.
Die externen Eichleitungen können auch ohne das Grundgerät an einen PC
angeschlossen und mit der mitgelieferten Software RSC-Startup gesteuert
werden. Die Bedienung entspricht der Bedienung des Grundgeräts. Die Software zeigt die Frontansicht des Gerätes auf dem PC-Bildschirm an und kann
per Maus bedient werden. Auf Unterschiede zur Bedienung am Gerät wird in
den einzelnen Kapiteln eingegangen.
Der folgende Abschnitt beschreibt die Inbetriebnahme des Gerätes und der PCSoftware RSC-Startup, den Anschluss externer Geräte und die Einbindung der
R&S RSC in ein Netzwerk. Allgemeine Hinweise dienen der Sicherheit beim Betrieb
des Gerätes.
Beachten Sie, dass die allgemeinen Sicherheitshinweise zu Beginn dieses
Handbuchs auch Informationen über Betriebsbedingungen enthalten, um
Schäden am Gerät zu verhindern. Auch das Datenblatt des Geräts kann
zusätzliche Betriebsbedingungen enthalten.
3.1
Installation der PC-Software
Um externe Eichleitungen R&S RSC-Zxxx direkt mit dem PC ansteuern zu können,
muss zuvor die Software RSC-Startup installiert werden. Diese ist auf der CD
mitgeliefert. Durch starten der Datei RSC-PC-Setup.exe wird der Installationsvorgang ausgelöst. Nach der Bestätigung des folgenden Dialogs werden alle benötigten Komponenten installiert.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
9
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Erklärung der Front- und Rückansichten
3.2
Erklärung der Front- und Rückansichten
Dieses Kapitel zeigt alle Funktionstasten, Bedienelemente und Anschlüsse an Vorder- und Rückseite der R&S RSC.
3.2.1
Frontansicht
Im folgenden Bild sehen Sie die Bedienelemente und Anschlüsse der Vorderseite.
Bildschirm
Frequenzeingabe
Dämpfungseingabe
Rücksetzen des Gerätes
in den Grundzustand
Eingabetaste
Numerisches
Eingabefeld,
Einheiten
Cursortasten
ruft die HelpFunktion auf
schaltet von
Fernbedienung
auf manuelle
Bedienung
setzt das Gerät auf
Standardwerte,
(Grundeinstellungen)
POWER-Taste
schaltet das Gerät
ein/aus (stand-by)
schaltet die
Korrekturfunktion
ein/aus
wählt die
Eichleitung
aus
löscht das
Zeichen links
vom Cursor
verläßt aktives
HF-Ein-/Ausgang,
Eingabefeld
N-Buchsen (optional
oder Dialog
an Front-/ Rückplatte,
je nach Modell)
max. Eingangsspannung 7 V
HF Anschluss
Die beiden HF-Anschlüsse "A" und "B" können beliebig als Ein- oder Ausgang verwendet werden. Diese Anschlüsse befinden sich je nach Modell an der Front- bzw.
Rückplatte.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
10
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Erklärung der Front- und Rückansichten
Mögliche Beschädigung durch Überlast
Es ist darauf zu achten, dass der Eingangspegel 30 dBm (entspricht 7 V oder
1 W) nicht überschreitet.
3.2.2
Rückansicht
Dieser Abschnitt zeigt alle Anschlüsse auf der Rückseite der R&S RSC.
3.2.3
Ansicht R&S RSC-Zxx
Diese Ansicht zeigt die externe Eichleitung R&S RSC-Zxx
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
11
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Vorbereiten des Geräts
3.3
Vorbereiten des Geräts
Dieser Abschnitt beinhaltet die grundlegenden Schritte, um die R&S RSC aufzustellen und in Betrieb zu nehmen.
Sicherheitsvorkehrungen
Beachten Sie unbedingt die Anleitungen in den folgenden Abschnitten, damit
keine Personen gefährdet oder Schäden am Gerät verursacht werden. Dies
ist besonders wichtig, wenn Sie das Gerät zum ersten Mal benutzen. Beachten Sie außerdem die allgemeinen Sicherheitshinweise zu Beginn dieses
Handbuchs.
3.3.1
Gerät auspacken
Das Gerät wird zusammen mit dem Zubehör in einem Karton ausgeliefert. Gehen
Sie wie folgt vor, um den Inhalt auszupacken:
1. Nehmen Sie das Gerät aus der Verpackung und prüfen Sie die Vollständigkeit
der Lieferung anhand des Lieferscheins und der Zubehörlisten für die einzelnen
Artikel.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
12
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Vorbereiten des Geräts
2. Nehmen Sie die Schutzabdeckung aus Wellkarton an der Rückseite des Geräts
ab.
3. Fädeln Sie den Frontseitenschutz aus Wellpappe vorsichtig aus den Gerätegriffen aus und nehmen Sie ihn ab.
4. Überprüfen Sie das Gerät auf eventuelle Schäden. Sollte eine Beschädigung
vorliegen, verständigen Sie bitte umgehend das Transportunternehmen, das
Gerät zugestellt hat. In diesem Fall unbedingt Karton und Verpackungsmaterial
aufheben.
Verpackungsmaterial
Es wird empfohlen, die Verpackung aufzuheben. Auch für einen späteren
Transport oder Versand des Gerätes ist die Originalverpackung von Vorteil,
um eine Beschädigung der Bedienelemente und Anschlüsse zu vermeiden.
3.3.2
Gerät aufstellen
Das Gerät ist für den Gebrauch in Innenräumen bestimmt. Es kann entweder einzeln aufgestellt oder in ein 19''-Gestell eingebaut werden.
Mögliche Beschädigung des Gerätes durch Überhitzung
Ein eingeschränkter Luftstrom oder zu hohe Umgebungstemperaturen können zur Überhitzung des Gerätes führen.
Um eine ausreichende Luftzufuhr zu gewährleisten, müssen alle Lüfteröffnungen frei sein und der Luftstrom an den Öffnungen der Seitenwände darf
nicht behindert werden. Der Abstand zur Wand muss mindestens 10 cm
betragen.
Die Umgebungstemperatur muss in dem Bereich liegen, der im Datenblatt
angegeben ist.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
13
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Vorbereiten des Geräts
Mögliche Beschädigung durch elektrostatische Entladung
Elektrische Entladungen können Bauteile des Gerätes oder eines angeschlossenen Messobjektes beschädigen.
Daher darf das Gerät nur an einem gegen elektrostatische Entladung
geschützten Arbeitsplatz betrieben werden.
Zum Schutz vor elektrostatischer Entladung können folgende Methoden
getrennt oder kombiniert angewendet werden:
● Schutzarmband mit Erdungsleitung
● Leitfähiger Bodenbelag mit Fersenband
EMI-Unterdrückung
Zur Unterdrückung elektromagnetischer Interferenz (EMI) darf das Gerät nur
in geschlossenem Zustand mit allen Abdeckungen betrieben werden. Die
EMV-Klasse ist im Datenblatt aufgeführt.
Um störende Einwirkungen zu vermeiden, müssen die folgenden Bedingungen eingehalten werden:
● verwenden Sie geeignete doppelgeschirmte Kabel.
● verwenden Sie keine USB-Kabel, die länger als 1 m sind.
● verwenden Sie nur USB-Geräte, welche die erlaubten EMV-Werte einhalten.
● verwenden Sie für den LAN Anschluss CAT6 oder CAT7 RJ-45 Kabel
(LAN, Ethernet)
3.3.3
Einzelaufstellung
Die R&S RSC kann in horizontaler Position und mit ausgeklappten Gerätefüßen auf
einer ebenen Fläche aufgestellt werden.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
14
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Vorbereiten des Geräts
Verletzungsgefahr bei ausgeklappten Gerätefüßen
Die Gerätefüße können plötzlich einklappen, wenn das Gerät bewegt wird
oder die Füße nicht vollständig ausgeklappt sind. Dadurch können Verletzungen bei Personen oder Schäden am Gerät auftreten.
Die Stabilität des Gerätes und damit der sichere Betrieb ist nur bei vollständig
ausgeklappten Gerätefüßen gegeben. Bei ausgeklappten Füßen darf das
Gerät nicht bewegt werden und Arbeiten unter dem Gerät sind zu vermeiden.
Die Geräte müssen gegen Verrutschen gesichert werden (z.B. durch Einrasten der Gerätefüße an der oberen Frontrahmenleiste).
Die Füße können bei Überlastung brechen. Die gleichmäßige Gesamtbelastung auf die ausgeklappten Stellfüße darf 500 N (Eigengewicht und darauf
abgestellte weitere Geräte) nicht überschreiten.
3.3.4
Einbau in ein 19"-Gestell
Der Einbau in ein 19"-Gestell erfolgt mit Hilfe eines Gestelladapters (Bestellnummer
siehe Produktbroschüre). Die Einbauanleitung liegt dem Adapter bei.
Mögliche Beschädigung des Gerätes durch Überhitzung
Ein eingeschränkter Luftstrom an den Seitenwandöffnungen kann zur Überhitzung des Gerätes führen.
Um eine ausreichende Luftzufuhr zu gewährleisten, müssen alle Lüfteröffnungen frei sein und der Luftstrom an den Öffnungen der Seitenwände darf
nicht behindert werden. Der Abstand zur Wand muss mindestens 10 cm
betragen.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
15
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Vorbereiten des Geräts
3.3.5
R&S RSC ans Netz anschließen
Mögliche Beschädigung des Gerätes
Vor dem Anschließen und Einschalten des Gerätes ist auf folgende Punkte
zu achten, um eine Beschädigung des Gerätes zu vermeiden:
● Die Abdeckhauben des Gehäuses müssen aufgesetzt und verschraubt
sein.
● Die Belüftungsöffnungen müssen frei sein, der Luftaustritt an der Rückseite und an der seitlichen Perforation darf nicht behindert sein. Der
Abstand zur Wand soll daher mindestens 10 cm betragen.
● Das Gerät muss trocken sein.
● Das Gerät darf nur in horizontaler Lage betrieben werden und die Aufstellfläche sollte eben sein.
● Die Umgebungstemperatur muss im Bereich liegen, der im Datenblatt
angegeben ist.
● An den Eingängen dürfen keine Spannungspegel über den zulässigen
Grenzen anliegen.
● Erläuterung:
Messstromkreise entsprechend Punkt 6.7.4 EN61010-1
Die Messkategorie I ist für Messungen an Stromkreisen, die nicht mit dem
Starkstromnetz verbunden sind, vorgesehen.
● Die Ausgänge des Gerätes dürfen nicht überlastet werden oder falsch
verbunden sein.
Wenn das Gerät an die Netzversorgung angeschlossen wird, passt es sich
automatisch an die Netzspannung an (Spannungsbereich siehe Beschriftung). Es ist nicht notwendig das Gerät auf eine bestimmte Spannung von
Hand einzustellen oder die Sicherung zu wechseln!
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
16
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Vorbereiten des Geräts
3.3.6
Einschalten und Starten
1. Schließen Sie die R&S RSC mit dem mitgelieferten Netzkabel ans Stromversorgungsnetz an.
Stromschlaggefahr
Die Eichleitung entspricht den Vorschriften der Schutzklasse EN61010-1, das
heißt, sie darf nur an eine Steckdose mit Schutzkontakt angeschlossen werden.
2. Stellen Sie den Netzschalter auf I.
Der Netzschalter kann zwei Positionen annehmen:
● 0: Das Gerät ist vom Netz getrennt.
● I: Das Gerät wird von der Netzspannung versorgt.
3. Drücken Sie die POWER (Stand-by) Taste an der Gerätevorderseite.
Abhängig von der Betätigung der POWER (Stand-by) Taste ist das Gerät entweder
im Stand-by-Mode oder es ist eingeschaltet.
Nach dem Einschalten des Gerätes erscheint am Bildschirm für einige Sekunden
die Anzeige der installierten BIOS-Version und der Rechnereigenschaften.
Das Betriebssystem Linux bootet und anschließend startet die Gerätefirmware. Das
Gerät führt während die Gerätefirmware geladen wird einen Selbsttest durch.
DieR&S RSC lädt den zuletzt eingestellten Gerätezustand, vorausgesetzt, die
vorangegangene Messung wurde ordnungsgemäß beendet. Sobald das StandardBedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
17
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Funktion prüfen
bild der R&S RSC auf dem Bildschirm erscheint, ist der Bootvorgang abgeschlossen. Das Gerät ist betriebsbereit kann von Hand oder per Fernsteuerung bedient
werden.
3.3.7
Ausschalten
Möglicher Datenverlust durch vorzeitiges Ausschalten
Wenn Sie das laufende Gerät am rückwärtigen Netzschalter ausschalten,
bzw. den Netzstecker ziehen bevor das Betriebssystem ordnungsgemäß
heruntergefahren ist, verliert das Gerät seine aktuellen Einstellungen. Darüber hinaus können Daten verloren gehen und Probleme beim nächsten Einschalten auftreten.
Drücken Sie immer zuerst die POWER (Stand-by) Taste an der Gerätevorderseite, um die Anwendung ordnungsgemäß zu beenden.
Zum Abschalten der R&S RSC, gehen Sie wie folgt vor
1. Drücken Sie die POWER (Stand-by) Taste an der Gerätevorderseite.
Das Gerät wechselt in den Stand-by-Modus, d.h. die aktuelle Konfiguration wird
gespeichert, die R&S RSC Anwendung geschlossen und das Betriebssystem
Linux heruntergefahren.
2. Um das Gerät vollständig vom Netz zu trennen, schalten Sie den Netzschalter
an der Rückseite des Gerätes auf "0".
3. Ziehen Sie das Netzkabel am AC-Netzteil.
3.4
Funktion prüfen
Die R&S RSC überwacht automatisch die wichtigsten Gerätefunktionen beim Einschalten.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
18
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Grundeinstellung
3.5
Grundeinstellung
Um einen definierten Einstellzustand zu erhalten, drücken Sie vorne am Gerät die
Taste PRESET.
Die Funktion setzt sämtliche Einstellparameter des Geräts auf Standardwerte, auch
wenn eine Betriebsart gerade nicht eingeschaltet ist. In der folgenden Tabelle finden
Sie die wichtigsten Parameter und ihre Standardwerte:
Anzeige
Umschalten auf Hauptbildschirm
Hauptbildschirm
Anzeige der internen Eichleitung. Wenn keine installiert ist,
wird die erste externe angeschlossene Eichleitung angezeigt.
Dämpfung
max. (auch die externen)
Frequenz
min.
Korrektur
off
User Cal
off
Abs/Rel
Rel
Offset
0 dB
3.6
Linux Betriebssystem
Mögliche Funktionsbeeinträchtigung beim Messgerät
Das Gerät arbeitet mit dem Betriebssystem Linux.
Die Konfiguration des Betriebssystems wurde im Werk optimal auf die Funktionsweise der Eichleitung abgestimmt. Änderungen in den Systemeinstellungen müssen nur vorgenommen werden, wenn die Konfiguration eines verbundenen Netzwerkes von den Standardeinstellungen abweicht.
Nach dem Einschalten der R&S RSC wird das Betriebssystem geladen und die
Firmware des Gerätes startet automatisch. Der Zugriff auf das Betriebssystem ist
gesperrt. Alle erforderlichen Systemeinstellungen können im Setup-Menü vorgenommen werden. Das Gerät verfügt über einen internen Flash-Speicher. Der FlashSpeicher enthält das Betriebssystem, die Firmware und die gespeicherten BenutBedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
19
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Anschließen externer Geräte
zerdaten. Datentransfers können mit einem Speicher-Stick über den USBAnschluss erfolgen. Auf den Speicher-Stick kann über den File Manager zugegriffen
werden.
3.7
Anschließen externer Geräte
Die R&S RSC ist mit verschiedenen Schnittstellen ausgestattet, um, z.B. externe
Eichleitungen oder USB Geräte anzuschließen, oder um es in einem Netzwerk
anzuschließen. Außerdem ist das Gerät mit Schnittstellen zur Einbindung in ein
Netzwerk ausgestattet, siehe ​Kapitel 3.7.3, "Einbinden der R&S RSC in ein Netzwerk", auf Seite 21.
3.7.1
Anschließen externer Eichleitungen
Die R&S RSC ist serienmäßig mit 4 Anschlüssen an der Rückwand für externe
Eichleitungen ausgestattet. Die Buchsen sind mit EXTERNAL ATTENUATOR 1…
4 bezeichnet.
Die externe Eichleitung wird mit dem Kabel RSC-Z41 mit den Rückwandbuchsen
der R&S RSC verbunden. Zum Anschluss an einen PC wird das Kabel RSC-Z42
verwendet, dass an einem Ende mit einem Standard USB-Stecker versehen ist.
Wird eine externe Eichleitung erkannt, wird diese automatisch initialisiert. Beim
ersten Anstecken kann das mehrere Sekunden dauern. In dieser Zeit wird in der
Statusleiste am unteren Bildrand ein USB-Symbol angezeigt.
War die Eichleitung schon einmal mit der RSC verbunden ist die
Initialisierung schneller abgeschlossen.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
20
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Anschließen externer Geräte
Nach dem Anstecken leuchtet an der externen Eichleitung die POWER-LED grün.
Nach erfolgter Initialisierung oder wenn die entsprechende Eichleitung über die
SELECT-Taste ausgewählt wurde leuchtet die SELECT-LED orange.
3.7.2
Anschließen von USB Geräten
An den USB Anschluss (Typ A) an der Rückseite des R&S RSC können Sie verschiedene Zubehörgeräte anschließen, z.B.:
● Speicher-Stick zur einfachen Übertragung von Daten an/von einem Computer,
z.B. Firmware-Updates
● Tastatur zur leichteren Bedienung und Dateneingabe, z.B. von Daten, Kommentaren, Dateinamen, usw.
Alle USB-Geräte können während des Betriebs angeschlossen oder vom Gerät
getrennt werden.
3.7.3
Einbinden der R&S RSC in ein Netzwerk
Mögliche Störung des Netzbetriebs
Es wird empfohlen, den Anschluss des Gerätes in einem Netzwerk mit dem
Netzwerkbetreuer zu koordinieren. Fehler beim Anschluss können Auswirkungen auf das gesamte Netzwerk haben.
Das Netzwerkkabel nur bei abgeschaltetem Gerät ein- und abstecken. Nur
dann kann die Netzwerkverbindung sicher erkannt und Störungen im Betrieb
des Gerätes vermieden werden.
Die R&S RSC ist mit einer Netzwerk-Schnittstelle ausgestattet und kann an ein
Ethernet-LAN (Local Area Network) angeschlossen werden.
Vorausgesetzt, der Netzwerkadministrator hat die entsprechenden Zugriffsrechte
zugeteilt und die Linux-Firewall-Konfiguration eingerichtet, können Sie über die
Schnittstelle Daten zwischen einer Steuereinheit und dem R&S RSC übertragen,
z. B. zur Ausführung eines Fernsteuerung-Programms, siehe Kapitel ​Kapitel 7,
"Fernbedienung", auf Seite 49.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
21
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Anschließen externer Geräte
Der Netzwerkanschluss an das LAN erfolgt mit einem handelsüblichen RJ-45-Kabel über die LAN-Schnittstelle an der Geräterückseite.
3.7.3.1
Konfigurieren der R&S RSC für Netzbetrieb
Die Netzwerkschnittstelle arbeitet mit 100-MHz-Ethernet IEEE 802.3u. Das Netzwerkprotokoll TCP/IP mit den zugehörigen Netzwerkdiensten ist vorkonfiguriert. Um
Daten in einem lokalen Netzwerk (LAN) auszutauschen, muss jeder angeschlossene Rechner oder jedes angeschlossene Gerät eindeutig über eine IP-Adresse
oder mit einem eindeutigen Computernamen ansprechbar sein. Der Zugriff zwischen den verschiedenen Teilnehmern ist durch Zugriffsberechtigungen geregelt.
Die Identifikation erfolgt in diesem Fall über einen eindeutigen Computernamen im
Netzwerk. Jede R&S RSC ist ab Werk mit einem individuellen Computernamen
versehen.
3.7.3.2
Netzwerke mit DHCP
Die R&S RSC ist für Netzwerke mit DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol)
vorkonfiguriert. In diesen Netzwerken wird der R&S RSC automatisch eine freie IPAdresse zugewiesen.
Jede R&S RSC ist ab Werk mit einem individuellen Computernamen versehen.
Dieser Name kann im Setup-Menü unter "Setup>IO" "Setup> LAN Setup" abgefragt
und geändert werden. Der entsprechende Modus ist "DHCP+Auto".
3.7.3.3
Netzwerke mit Vergabe fester IP-Adressen
In Netzwerken mit festen IP-Adressen werden die Adressen meistens vom Netzwerkadministrator zugewiesen. Eine feste IP-Adresse muss im Setup-Menü unter
Setup>IO Setup> LAN Setup eingegeben werden. Der entsprechende Modus ist
"Static IP".
3.7.3.4
Punkt-zu-Punkt-Verbindungen
Für Aufbau eines einfachen Netzwerks – einer LAN-Verbindung zwischen einer
R&S RSC und einem Rechner ohne Integration in ein größeres Netzwerk – muss
eine IP-Adresse für die R&S RSC und den Rechner vergeben werden. Hierfür steBedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
22
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Anschließen externer Geräte
hen die IP-Adressen 192.168.xxx.yyy zur Verfügung. Der Bereich für xxx und yyy
umfasst 1...254, der Wert für die Subnetzmaske ist immer 255.255.255.0. Die IPAdresse des Gateways muss ebenfalls angegeben werden, ist jedoch in diesem
Fall nicht von Belang.
Beispiel
Auf dem PC:
1. Fenster TCP/IP-Einstellungen öffnen (Systemsteuerung > Netzwerkverbindungen)
2. Feste IP-Adresse einstellen (= DHCP deaktivieren)
3. IP-Adresse 192.168.0.1 eingeben
4. Subnetzmaske 255.255.255.0 eingeben
Auf der Eichleitung:
1. Taste SETUP drücken
2. Mit der Cursor-Taste auf "IO Setup" navigieren und die Taste ENTER drücken.
3. Mit der Cursor-Taste auf "LAN Setup" navigieren und die Taste ENTER drücken.
4. "Static IP" anklicken.
5. Mit der Cursor-Taste auf "IP Address" navigieren und die IP-Adresse
192.168.0.1 eingeben.
6. Mit der Cursor-Taste auf "Subnetmask" navigieren und die Subnetzmaske
255.255.255.0 eingeben.
3.7.3.5
Netzwerkeinstellungen in der R&S RSC
1. Taste SETUP drücken.
2. Mit der Cursor-Taste auf "IO Setup" navigieren und die Taste ENTER drücken.
3. Mit der Cursor-Taste auf "LAN Setup" navigieren und die Taste ENTER drücken.
4. Netzwerkdaten in die entsprechenden Felder des Menüs eingeben. Die Daten
werden vom Netzwerkadministrator bereitgestellt. Der Computername wird im
Feld "Computername" angezeigt und kann geändert werden.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
23
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Konfiguration über LXI
3.8
Konfiguration über LXI
LXI (LAN eXtension for Instrumentation) ist eine Plattform für Messgeräte und Testsysteme, die auf Standard Ethernet Technologie basiert. LXI soll der LAN-basierte
Nachfolger für GPIB sein und die Vorteile von Ethernet mit den einfachen und vertrauten Eigenschaften des GPIB kombinieren. Dieser Standard sieht eine neue
Norm vor, um die Netzwerkkonfiguration von frontplattenlosen Geräten über ein
WEB-Interface vorzunehmen. Zentrales Werkzeug für diese Art der Konfiguration
ist ein Browser wie z.B. der Microsoft Internet Explorer. Aber auch andere Browser
wie Firefox können benutzt werden.
3.8.1
LXI-Klassen und LXI-Funktionen
LXI-kompatible Geräte teilen sich in drei Klassen, A, B and C auf, wobei die Funktionalität der Klassen hierarchisch aufeinander aufbaut:
● Klasse C-Geräte sind gekennzeichnet durch eine einheitliche LAN-Implementierung, einschließlich eines ICMP ping responder für Diagnosezwecke. Die
Geräte können mit einem WEB-Browser konfiguriert werden. Ein LAN Configuration Initialize (LCI) Mechanismus setzt die LAN-Konfiguration zurück. LXIGeräte der Klasse C sollen auch die automatische Erkennung in einem LAN
via VXI-11 discovery protocol und die Programmierung mit Hilfe von IVI-Treibern
unterstützen.
● Klasse B fügt das IEEE 1588 Precision Time Protocol (PTP) und peer-to-peer
Kommunikation zur Basisklasse C hinzu. Mit IEEE 1588 können sich alle Geräte
innerhalb eines Netzwerks automatisch auf den genauesten verfügbaren Takt
synchronisieren und dann Zeitstempel oder Synchronisationssignale für alle
Geräte mit außerordentlicher Genauigkeit zur Verfügung stellen.
● Klasse A-Geräte enthalten zusätzlich den achtkanaligen Hardware Trigger Bus
(LVDS interface) gemäß LXI-Standard.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
24
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Konfiguration über LXI
Die R&S RSC Eichleitung erfüllt die allgemeinen Anforderungen der LXI-Klasse C.
3.8.2
LXI LAN-Anzeige
Die R&S RSC zeigt in der Statusleiste am unteren Bildrand den LXI LAN-Status des
Gerätes an. Die Anzeige hat drei Zustände.
● LXI Symbol rot
Das Gerät hat keine gültige IP-Adresse. Das kann einen der folgenden Gründe
haben:
– das Gerät ist mit DHCP konfiguriert aber es ist kein DHCP-Router angeschlossen,
– das Gerät ist manuell konfiguriert und es liegt ein IP-Adressenkonflikt vor,
– das Gerät hat seine mit DHCP konfigurierte IP-Adresse verloren und auf
Auto IP umgeschaltet.
Dieser Zustand wird als "Error State" bezeichnet und kann normalerweise mit
dem LCI-Mechanismus (LAN-Reset) behoben werden. Dieser Mechanismus
wird vom LXI-Standard verlangt und kann unter SETUP→"IO Setup"→"LXI
Setup" durch Auswahl und Bestätigung des Feldes "LAN RESET" gestartet
werden. Das Gerät führt danach einen Neustart durch.
● LXI Symbol grün
Das Gerät hat eine gültige IP-Adresse und ist über TCP/IP erreichbar.
● LXI Symbol blinkt grün
Das Gerät ist im Zustand "Device Indicator", der im WEB-Interface ausgelöst
werden kann. Auch dieser Zustand wird vom LXI-Standard verlangt und erleichtert es, ein bestimmtes Gerät in Messgestellen zu finden.
3.8.3
LXI Default-Zustand der Netzwerk-Einstellungen
Nach einem LCI (LAN-Reset) startet das Gerät neu, und es gelten folgende Netzwerk-Einstellungen:
Parameter
Einstellung
Hostname
RSRSCvvv-xxxxxx
Description
Step Attenuator
TCP/IP Mode
DHCP + Auto IP Address
Dynamic DNS
Enabled
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
25
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Konfiguration über LXI
Parameter
Einstellung
ICMP Ping
Enabled
Negotiation
Auto Detect
VXI-11 Discovery
Enabled
Password for LAN Configuration
LxiWebIfc
Mehr Informationen zum LXI Standard finden Sie auf der LXI Website unter
http://www.lxistandard.org
oder auch im Artikel über LXI in "Neues von Rohde & Schwarz, 2006/II - 190".
3.8.4
LXI Browser Schnittstelle
Die einzige Information, die man zur Konfiguration über das LXI-WEB-Interface
benötigt, ist der Name des Gerätes (also der Windows-Name) in Netzwerken mit
aktiviertem DHCP bzw. die IP-Adresse in Netzwerken mit manueller Einstellung der
Netzwerkkonfiguration. In seltenen Fällen, wenn beides unbekannt ist, kann man
über die MAC-Adresse, die hinten am Gerät aufgedruckt ist, auf die IP-Adresse
schließen.
Das LXI Browser-Interface des Gerätes funktioniert mit allen W3C-kompatiblen
Browsern.
Zum Starten der Instrument Home Page (welcome page) öffnet man am PC den
Browser und gibt im Adressfeld den Gerätenamen oder die IP-Adresse des
R&S RSC ein.
Beispiel:
http://rsRSC-100002 oder http://10.113.10.203.
Der Gerätename ist bei der R&S RSC stets RSC-xxxxxx, wobei xxxxxx für die
sechsstellige Seriennummer des Gerätes stehen. Der Gerätename kann unter
SETUP→"IO Setup"→"LAN Setup" im Eingabefeld Computer Name verändert werden.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
26
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Konfiguration über LXI
Auf der linken Seite ist eine Navigationsleiste sichtbar, in der sich das wichtige "LAN
Konfigurations"-Menü befindet. Diese Seite der LXI-WEB-Konfiguration erlaubt nun
eine weitgehende Konfiguration sämtlicher wichtiger LAN-Parameter.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
27
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Konfiguration über LXI
3.8.5
IP Konfiguration
● TCP/IP Modus
entscheidet darüber, ob DHCP eingeschaltet ist oder nicht. Nur bei ausgeschaltetem DHCP sind die Einstellzeilen IP Address, Subnet Mask, Default Gateway
und DNS Server wirksam. Bitte fragen Sie Ihren Netzwerkadministrator, falls Sie
diese und andere Einstellungen ändern müssen.
Das Umschalten von eingeschaltetem DHCP auf eine manuelle Konfiguration
kann beim Bestätigen der neuen Einstellung zu einem Neustart des Gerätes
führen (abhängig von der Konfiguration). Sollte die Netzwerkeinstellung fehlerhaft vorgenommen worden sein, führt nur der LAN RESET auf der Rückseite des Gerätes zurück zum WEB-Interface.
● IP Address
erlaubt das Ändern der IP-Adresse des Gerätes, falls DHCP ausgeschaltet ist.
● Subnet Mask, Default Gateway
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
28
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Konfiguration über LXI
sind Einstellungen, die bei ausgeschaltetem DHCP manchmal gegenüber der
gezeigten Voreinstellung geändert werden müssen. In diesem Fall fragen Sie
Ihren Netzwerkadministrator nach den entsprechenden Werten.
● DNS Server
ist die IP-Adresse des Nameservers im Netzwerksegment. Bitte fragen Sie Ihren
Netzwerkadministrator, falls dieser Wert bei ausgeschaltetem DHCP geändert
werden muss.
● Dynamic DNS
erlaubt die Adressierung verschiedener DNS-Server nacheinander. Bitte fragen
Sie Ihren Netzwerkadministrator, falls dieser Eintrag bei ausgeschaltetem
DHCP geändert werden muss.
3.8.6
Erweiterte LAN Konfiguration
Im Dialog "Advanced LAN Configuration" können Sie LAN-Einstellungen setzen,
die vom LXI-Standard nicht vorgeschrieben sind. Diese weitergehenden Parameter
sollten nur vom erfahrenen Benutzer verändert werden.
● Negotiation
Das Negotiation-Feld erlaubt die Einstellung verschiedener Ethernet-Übertragungsparameter. Im allgemeinen ist der Auto Detect Modus ausreichend.
● ICMP Ping
ICMP Ping muss aktiviert sein, um das Ping Tool benutzen zu können.
● VXI-11 Discovery
erlaubt bzw. verhindert das Finden des Gerätes über das VXI-11 DiscoveryProtokoll, welches ein von National Instruments zusammen mit der VISA etabliertes Netzwerkprotokoll zur Gerätesuche am LAN ist.
VXI-11 ist das Protokoll, das benutzt wird, um das Gerät im LAN zu finden.
Gemäß LXI-Standard müssen LXI-Geräte das VXI-11-Protokoll für einen Discovery-Mechanismus benutzen, zusätzliche Such-Methoden sind erlaubt.
3.8.7
Ping Client
Mit dem Ping-Tool kann die Verbindung zwischen dem LXI-kompatiblen Gerät und
anderen Geräten überprüft werden. Das Ping-Kommando benutzt ICMP echo
request und echo reply um festzustellen, ob die LAN-Verbindung funktioniert.
Damit können IP-Netzwerk- oder Router-Fehler erkannt werden.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
29
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Konfiguration des GPIB Bus (IEC 625 / IEEE 488)
Das Ping-Tool ist nicht durch ein Passwort geschützt.
So starten Sie ein Ping zwischen dem LXI-Gerät und einem weiteren angeschlossenen Gerät:
1. "ICMP-Ping" auf der "Advanced LAN Configuration"-Seite aktivieren (nach LCI
aktiviert).
2. Die IP-Adresse des anderen Gerätes ohne das Ping-Kommando und ohne weitere Parameter in das Adressfeld für das Ziel eingeben (z.B. 10.113.10.203).
3. Auf "Submit" klicken.
3.9
Konfiguration des GPIB Bus (IEC 625 / IEEE 488)
Die R&S RSC kann über den GPIB Bus ferngesteuert werden. Der Konfigurationsdialog wird über SETUP→"IO Setup"→"GPIB Setup" aufgerufen.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
30
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Konfiguration des GPIB Bus (IEC 625 / IEEE 488)
Folgende Einstellungen sind möglich:
● Unter "GPIB Address" kann die IEC-Bus Adresse zwischen 0 und 30 eingegeben werden. Werksseitig ist 20 eingestellt.
● Im Feld "ID String" kann zwischen der im Werk eingestellter ID und einer vom
Benutzer einstellbaren ID umgestellt werden. Die Benutzer-ID kann unter
SETUP→"IO Setup"→"General Setup" eingestellt werden.
● Unter "Compatibility" können verschiedene Befehlssätze für die Fernsteuerung
ausgewählt werden.
So wird es ermöglicht, Steuersoftware für ältere R&S Eichleitungsmodelle weiterzuverwenden.
● Mit der Auswahl "EOL" ändert man das Empfangsschlusszeichen des Gerätes.
Gemäß Norm ist dieses Schlusszeichen bei ASCII-Daten <LF> und/oder <EOI>.
Bei Binärdatenübertragung (z.B. Tracedaten) zum Gerät kann der für <LF> verwendete Binärcode (0AH) im Binärdatenblock enthalten sein, darf aber in diesem Fall nicht als Schlusszeichen interpretiert werden. Dies kann durch ändern
des Empfangsschlusszeichens auf EOI allein erreicht werden.
SCPI Befehle:
​SYSTem:​COMMunicate:​GPIB:​ADDRess​ auf Seite 74
​SYSTem:​COMMunicate:​GPIB:​RTERminator​ auf Seite 75
​SYSTem:​LANGuage​ auf Seite 76
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
31
R&S®RSC
Inbetriebnahme
Konfiguration des GPIB Bus (IEC 625 / IEEE 488)
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
32
R&S®RSC
Manuelle Bedienung
Parametereingabe
4
Manuelle Bedienung
Die HF-Eichleitung der R&S RSC wird über die Tastatur an der Frontplatte, über
die Variation mit den Cursortasten, oder über Fernsteuerschnittstellen eingestellt.
Alternativ erlauben auch eine extern angeschlossene Tastatur oder Maus den
direkten und damit einfachen Zugang zu Eingaben und Einstellungen.
Das Display zeigt die aktuell eingestellten Werte der R&S RSC. Zahlreiche Hilfefunktionen unterstützen den Anwender bei der Konfiguration.
4.1
Parametereingabe
Im manuellen Betrieb werden die Werte über das Bedienfeld eingestellt.
Die Werteingaben erfolgen in der Reihenfolge: Parameter - Daten - Abschlusstaste
Beispiel:
Dämpfung 6 dB
● Taste ATT drücken.
● Taste 6 drücken.
● Taste ENTER drücken.
Der Wert der Dämpfung kann auch mit den Cursortasten ⇑ UND ⇓ in einstellbaren
Schritten verändert werden.
Mit der BACK SPACE Taste können Sie Werte löschen. Alle Eingaben werden
durch Drücken der Taste ENTER übernommen.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
33
R&S®RSC
Manuelle Bedienung
Display
4.2
Display
1 = Dämpfungsanzeige mit Dezimalpunkt, Auflösung 0,1 dB
2 = Anzeige der Dämpfungsabweichung mit Dezimalpunkt
3 = Wertanzeige Abs (absolut) oder Rel (relativ, bezogen zur 0-dB-Stellung)
4 = Anzeige der User Calibration mögliche Modi: Off, A, A(f), Full
5 = Anzeige ob der Korrekturmodus ein- oder ausgeschaltet ist.
6 = Frequenzanzeige mit Dezimalpunkt
Während der Werteingabe werden am Display des entsprechenden Parameters
fortschreitend die Ziffern des neu eingegebenen Werts angezeigt.
4.3
Hilfesystem - Taste Help
Die R&S RSC ist mit einer kontextsensitiven Hilfefunktion ausgestattet. Diese Hilfe
bietet zu jedem Parameter eine Hilfeseite an und kann während der Bedienung des
Gerätes jederzeit aufgerufen werden. Die kontextsensitive Seite wird durch Drücken der Taste HELP geöffnet und ist Teil eines umfangreichen Hilfesystems. Es
ist möglich, von dieser kontextsensitiven Seite zu jeder beliebigen Seite des Hilfesystems zu gelangen.
Kompilierte Online-Hilfe-Systeme zu allen Funktionen der R&S RSC werden
ebenfalls auf der mitgelieferten CD-ROM als ausführbare .chm-Datei zur Verfügung gestellt.
Die Hilfe ist mit einer Reitern versehen, die die Ansichten Contents, View und Index
enthalten.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
34
R&S®RSC
Manuelle Bedienung
Datei-Funktionen
Tabelle 4-1: Bedienung der kontextsensitiven Hilfe
Funktion
Frontplatte
PC-Tastatur
Hilfesystem öffnen
Die Hilfeseite für den entsprechenden Parameter wird
angezeigt.
Taste HELP drücken.
Taste F2 drücken.
Link aktivieren
Link mit den Pfeiltasten ausDas Hilfesystem verzweigt auf wählen und durch Klicken der
Taste ENTER aktivieren.
die verlinkte Seite.
Link mit den Pfeiltasten auswählen und durch Klicken der
Taste ENTER aktivieren.
Hilfesystem schließen
Taste ESC drücken.
Taste ESC drücken.
Auswahl der Reiter
Taste SELECT drücken.
Tasten STRG TAB drücken.
Reiter mit den Pfeiltasten auswählen.
Blättern (Scrollen)
Gezeigten Hilfefensterbereich
mit den Pfeiltasten bewegen.
Gezeigten Hilfefensterbereich
mit den Pfeiltasten bewegen.
Wechsel zur nächsten Auswahl
Taste G drücken.
Taste TAB drücken.
4.4
Datei-Funktionen
Unter SETUP → "File" stehen folgende Datei-Funktionen zur Verfügung.
Save
Es öffnet sich ein Dialog zur Eingabe eines Dateinamens. Unter diesem Namen
werden die Geräteeinstellungen gespeichert.
Load
Es öffnet sich ein Dateiauswahldialog zur Auswahl einer Datei mit Geräteeinstellungen.
Support
Es öffnet sich ein Dialog zur Eingabe eines Dateinamens. Unter diesem Namen
werden Daten über denGerätezustand gespeichert. Diese Funktion kann im Servicefall bei der Fehlersuche helfen.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
35
R&S®RSC
Manuelle Bedienung
Datei-Funktionen
File Manager
Mit dem Filemanager können Dateien kopiert und gelöscht werden, sowie Verzeichnisse angelegt und gelöscht werden.
Beispiel:
Kopieren einer Datei vom USB-Stick:
● Start des Dateimanagers mit SETUP → "File"→ "File Manager".
● Auswahl des Verzeichisses USB mit ⇑ und ⇓ und Bestätigung mit der Taste
ENTER.
● Auswahl einer Datei mit ⇑ und ⇓ und Bestätigung mit ENTER.
● Auswahl der Bedienfläche "Copy" mit ⇑ und ⇓ und Bestätigung mit ENTER.
● Auswahl der Bedienfläche "..." und Bestätigung mit ENTER.
● Auswahl des Zielverzeichnisses und Dateinamens wie oben beschrieben.
● Auswahl der Bedienfläche "Copy" und Bestätigung mit ENTER.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
36
R&S®RSC
Gerätefunktionen
Einstellung der Dämpfung
5
Gerätefunktionen
Dieses Kapitel erläutert die Funktionen und Einstellparameter der R&S RSC. Die
dazugehörigen SCPI-Befehle sind für jeden Parameter angegeben, und verweisen
auf die Beschreibung des entsprechenden Befehls.
5.1
Einstellung der Dämpfung
Durch Drücken der Taste ATT ist je nach Modell die Eingabe der Dämpfung 0 dB
und von 1 bis 139,9 dB in 0.1 dB Schritten möglich.
Befindet man sich in der Hauptansicht, muss die Taste ATT nicht gedrückt werden,
sondern es genügt, die Zifferntasten zu drücken. Dadurch wird automatisch das
Eingabefeld für die Dämpfung aktiviert.
SCPI Befehl:
​ATTenuator<n>:​ATTenuation​ auf Seite 65
5.2
Variation der Dämpfung
Befindet man sich in der Hauptansicht, kann die Dämpfung mit den Cursortasten
⇑ UND ⇓ in jeweils vorgegebenen Schritten verändert werden.
Die Schrittweite stellen Sie unter SETUP → "ATTENUATOR" → "SETTINGS" im Eingabefeld "Step Size" ein.
5.3
Einstellung der Frequenz
Bei der Einstellung der Frequenz sind folgende Werteingaben möglich:
● Bereich (abhängig vom Modell)
● Kleinste Einheit: 1 Hz
● Einheiten: Hz, kHz, MHz, GHz
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
37
R&S®RSC
Gerätefunktionen
Ein- /Ausschalten der Korrekturfunktion
Die Einstellung der Frequenz ist dann notwendig, wenn der eingestellte und angezeigte Dämpfungswert mit Hilfe der im Gerät gespeicherten Fehlertabelle korrigiert
werden soll.
1. Taste FREQ drücken.
2. Gewünschten Frequenzwert eingeben.
3. Eine der Einheitentasten (G, M, k) und ENTER drücken.
4. Mit der Taste ESC kann das Eingabefeld wieder verlassen werden.
SCPI Befehl:
​ATTenuator<n>:​FREQency​ auf Seite 69
5.4
Ein- /Ausschalten der Korrekturfunktion
Durch Drücken der Taste CORR wird zwischen korrigierter und unkorrigierter
Dämpfungseinstellung umgeschaltet.
Der aktuelle Zustand wird im Anzeigefeld "Corr Mode" angezeigt. Beim Ein/Ausschalten der Korrektur leuchtet das Feld kurz orange, bis die geräteinternen Tabellen berechnet sind.
Ist die Korrektur ausgeschaltet (Anzeige: "Corr Mode Off"), schaltet die R&S RSC
immer die Eichleitungsstellung, die vom Anwender ausgewählt wurde. Unter "Deviation" wird die daraus resultierende Dämpfungsabweichung bei der gegebenen
Frequenz angezeigt.
Nach dem Einschalten der Korrektur (Anzeige: "Corr Mode On") vergleicht die
R&S RSC die gewählte Dämpfung mit der Korrekturwertetabelle und schaltet die
Dämpfungsstellung zu, die bei der gegebenen Frequenz die geringste Abweichung
zum gewünschten Wert aufweist. Unter "Deviation" wird weiterhin die resultierende
Dämpfungsabweichung bei der gegebenen Frequenz angezeigt.
SCPI Befehl:
​ATTenuator<n>:​CORRection​ auf Seite 67
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
38
R&S®RSC
Gerätefunktionen
Anzeige der Dämpfungsabweichung
5.5
Anzeige der Dämpfungsabweichung
Die Eichleitung der R&S RSC wurde vor der Auslieferung vermessen und Korrekturdaten für alle Dämpfungsstellungen im gesamten Frequenzbereich aufgenommen. Dies ermöglicht es, die Abweichung zwischen angezeigter und tatsächlicher
Dämpfung bei einer gegebenen Frequenz anzuzeigen. Außerdem kann diese
Abweichung durch die Korrekturfunktion minimiert werden.
Zusätzlich zu den im Werk ermittelten Werten können verschiedene Benutzerkalibrierungsmethoden angewendet werden.
Im Folgenden wird die Bedienung der Korrekturfunktionen beschrieben. Werden
mehrere Eichleitungen durch den RSC gesteuert, können diese Einstellungen für
jede Eichleitung einzeln vorgenommen werden, indem man mit der Taste
SELECT die gewünchte Eichleitung auswählt.
SCPI Befehl:
​ATTenuator<n>:​DEViation?​ auf Seite 67
5.5.1
Abs Rel
Bei der Berechnung der Dämpfungsabweichung werden grundsätzlich 2 Modi
unterschieden:
● Im Rel Mode werden Dämpfungsabweichungen immer relativ zu der Grunddämpfung berechnet. Unter Grunddämpfung versteht man die Dämpfung der
Eichleitung, die bei abgeschalteten Dämpfungsgliedern aufgrund ohmscher
Verluste in den Leitungen entsteht. Dieser Mode eignet sich gut, wenn die
Grunddämpfung schon in der Kalibrierung des Messaufbaus berücksichtigt ist
und präzise Dämpfungen zugeschaltet werden sollen.
● Der Abs Mode bezieht die Grunddämpfung in die Berechnung mit ein. Es wird
immer die Gesamtdämpfung des Systems an der Referenzebene (HF-Buchsen)
berechnet. Dieser Mode empfiehlt sich, wenn ohne eine Systemkalibrierung
präzise Dämpfungen an der Referenzebene benötigt werden.
Zwischen "Abs" und "Rel" kann unter SETUP → "Attenuator" → "Correction Mode"
umgeschaltet werden.
SCPI Befehl:
​ATTenuator<n>:​CMODe​ auf Seite 66
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
39
R&S®RSC
Gerätefunktionen
Anzeige der Dämpfungsabweichung
5.5.2
Benutzerkalibrierung
Im Menü SETUP → "Attenuator" → "Correction Mode" können verschiedene Benutzerkalibrierungen ausgewählt werden. Dazu navigiert man mit den Cursortasten
⇑ bzw. ⇓ auf das Auswahlfeld "User Cal". Hier können die vier Modi "Off", "Offset", "A(f)" und "Full" mit Hilfe der Cursortasten ⇐ bzw. ⇒ ausgewählt werden. Im
Eingabefeld "Offset" kann ein Wert für den User Cal Mode "Offset" eingegeben
werden. Ein Klick auf den Botton "Load File" öffnet einen Dateiauswahldialog, in
dem Frequenzgangdaten für die Modi "A(f)" und "Full" geladen werden können. Das
zuletzt geladene File wird dann in "Calibration File" angezeigt. Die User Calibration
wirkt sich folgendermaßen auf die Korrekturdaten aus:
Cal Mode
Datenbasis für Korrekturda- Anwendungsbeispiel
ten
Off
Werkskalibrierung
Offset
Zu der Grunddämpfung wird
über den ganzen Frequenzbereich ein fester Dämpfungswert
dazugezählt. Der Dämpfungswert wird im Feld Offset eingegeben.
Am Eingang der RSC wird ein
Dämpfungsglied angeschlossen (z.B. als Schutz vor zu
hoher Leistung).
A(f)
Die Korrekturdaten für die
Grunddämpfung werden durch
die Daten in der Datei „Calibration File“ überschrieben. Die
Werkskalibrierung für die relativen Dämpfungsfehler der einzelnen Dämpfungswerte bleibt
erhalten.
Es soll ein frequenzabhängiger
Messaufbau (z.B. Verbindungskabel, Verstärker…) in
die Korrekturdaten eingerechnet werden. Die Eichleitung
wird inklusive Messaufbau in
der 0dB-Stellung vermessen.
Dadurch können definierte
Dämpfungen an der Referenzebene eingestellt werden.
Full
Der komplette Korrekturdatensatz wird durch die Datei
„Calibration File“ überschieben.
Es soll der exakte Dämpfungsfehler bei einer Frequenz angezeigt werden, für die keine
Werkskalibrierung durchgeführt wurde (z.B. höher als der
spezifizierte Frequenzbereich,
oder zwischen zwei Messpunkten). Der Benutzer muss für alle
ihn interessierenden Dämpfungsstellungen Messwerte
ermitteln.
Sowohl bei dem Wert Offset als auch bei den Calibration Files sind Dämpfungen
positiv einzugeben.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
40
R&S®RSC
Gerätefunktionen
Anzeige der Dämpfungsabweichung
SCPI Befehle:
​ATTenuator<n>:​UCALibration​ auf Seite 70
​ATTenuator<n>:​UCALibration:​LOAD​ auf Seite 70
​ATTenuator<n>:​UCALibration:​OFFSet​ auf Seite 71
5.5.3
Dateiformat für die Benutzerkalibrierung
Als Fileformat wird eine CSV Datei verwendet. Das Dezimaltrennzeichen ist . und
die Spalten werden durch ; voneinander getrennt. In der ersten Spalte stehen die
Frequenzpunkte, an denen die Kalibriermessung vorgenommen wurde. In den weiteren Spalten sind die Dämpfungsabweichungen der verschiedenen Eichleitungsstellungen abgelegt. Dämpfungen werden dabei immer positiv angegeben. Zwischen den Frequenzstützpunkten wird durch die RSC interpoliert. Deckt die Benutzerkalibrierung nur einen Teil des Frequenzbereichs der RSC ab, wird im übrigen
Frequenzbereich der Wert des letzten Messpunktes angezeigt.
Beispiele für eine Cal-Datei:
Bei dieser Datei wurde die 0dB-Stellung vermessen und die Dämpfungswerte in dB
in die Datei eingetragen. Die Werte aus der S21-Messung müssen dafür negiert
werden!
FREQ[Hz];0
0;0.02
5.00E+07;1.03E-01
1.00E+08; 1.39E-01
1.50E+08; 1.74E-01
2.00E+08; 2.24E-01
2.50E+08; 2.48E-01
3.00E+08; 2.71E-01
3.50E+08; 2.85E-01
.
.
.
Bei dieser Datei wurde zusätzlich eine Spalte für die 10dB-Stellung angefügt. Von
der gemessenen Dämpfung muss die Dämpfung der 0dB-Stellung, sowie der Solldämpfungswert abgezogen werden!
FREQ[Hz];0;10
0;0.02;0.05
5.00E+07;1.03E-01;-1.40E-2
1.00E+08; 1.39E-01;-1.20E-2
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
41
R&S®RSC
Gerätefunktionen
Umschalten auf externe Eichleitungen
1.50E+08;
2.00E+08;
2.50E+08;
3.00E+08;
3.50E+08;
.
.
.
1.74E-01;-8.53E-3
2.24E-01;-4.67E-3
2.48E-01;4.32E-3
2.71E-01;7.67E-3
2.85E-01;1.02E-2
SCPI Befehl:
​ATTenuator<n>:​UCALibration:​LOAD​ auf Seite 70
5.6
Umschalten auf externe Eichleitungen
Alle Varianten der R&S RSC können bis zu 4 extern anzuschließende Eichleitungen
fernsteuern. Werden diese mit dem Gerät verbunden, werden zuerst die Daten eingelesen. Die Eichleitung wird dann als Reiter im Hauptbildschirm angezeigt.
Mit der Taste SELECT können Sie zwischen mehreren Eichleitungen umschalten.
SCPI Befehle:
​ATTenuator:​ENUM?​ auf Seite 68
5.7
Kaskadierung externer Eichleitungen
Die externen Eichleitungen können zum Erreichen höherer Dämpfungswerte kaskadiert werden. So lässt sich etwa durch die Reihenschaltung von zwei R&S RSCZ405 eine Gesamtdämpfung von 150 dB in 5dB-Stufen realisieren.
Im Menü SETUP → "Attenuator" → "Cascade" wird die Kaskadierung der externen
Eichleitungen konfiguruert. In dem Dialog können die vier externen Eichleitungen
zwei logischen Eichleitungen zugeordnet werden.
In der Abblidung wurden die Eichleitungen Ext1 und Ext2 zu einer logischen Eichleitung Log1 zusammengeschaltet.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
42
R&S®RSC
Gerätefunktionen
Kaskadierung externer Eichleitungen
Diese logische Eichleitung verhält sich anschließend genauso wie eine einzelne.
Die Konfiguration der Ansteuerung und die Berechung der Korrekturdaten erfolgt
automatisch.
SCPI Befehle:
​ATTenuator:​ENUM?​ auf Seite 68
​ATTenuator<n>:​CASCade?​ auf Seite 65
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
43
R&S®RSC
Gerätefunktionen
Kaskadierung externer Eichleitungen
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
44
R&S®RSC
Anwendung
Auswirkung der Reflexion auf die Dämpfungsabweichung
6
Anwendung
6.1
Auswirkung der Reflexion auf die Dämpfungsabweichung
Der zu erwartende Fehler der eingestellten Dämpfung hängt außer vom Dämpfungsfehler der Eichleitung selbst, auch von den in der Messanordnung vorhandenen Reflexionsfaktoren ab. Dabei spielen neben den Ein- und Ausgangsreflexionsfaktoren der Eichleitung selbst die Reflexionsfaktoren der Signalquelle und des
angeschlossenen Verbrauchers eine wesentliche Rolle. Bei bekannten Reflexionsfaktoren lässt sich die maximal zu erwartende, zusätzliche Dämpfung für eine
bestimmte Dämpfungseinstellung a berechnen, unter der Voraussetzung, dass sich
alle Reflexionsfehler phasenrichtig addieren:
ΓG = Reflexionsfaktor Generator
ΓEE = Reflexionsfaktor Eichleitung Eingang
ΓEA = Reflexionsfaktor Eichleitung Ausgang
ΓV = Reflexionsfaktor Verbraucher
Weisen Generator oder Verbraucher Reflexionsfaktoren >15 % auf, dann sollte die
Eichleitung nur auf eine Dämpfung >10 dB eingestellt werden, um ein Ansteigen
des Dämpfungsfehlers zu verhindern. Die vorhandene Dämpfung wirkt dann als
Entkopplung zwischen Generator und Verbraucher.
6.2
Störspannungen
Die Genauigkeit des eingestellten Dämpfungswertes ist abhängig von der Genauigkeit der einzelnen Widerstände in den Dämpfungsgliedern, die deshalb sehr eng
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
45
R&S®RSC
Anwendung
Störspannungen
toleriert sind. Bei hohen Dämpfungen, d. h. bei sehr kleinen Ausgangsspannungen,
setzt eine exakte Teilung außerdem noch voraus, dass vom Eichleitungseingang
keine Energie unter Umgehung der Eichleitung an den Ausgang gelangt. Diese
Voraussetzung erfüllt die Eichleitung durch die sorgfältige Schirmung.
Trotzdem kann der Fall eintreten, dass bei hohen Dämpfungen am Ausgang der
Eichleitung eine höhere Spannung steht, als sich aus der eingeschalteten Dämpfung errechnen lässt oder sich eine extrem kleine Spannung nicht realisieren lässt,
obwohl eine entsprechende Dämpfung eingeschaltet ist. Der Grund für diese
Erscheinung ist eine Störspannung, die am Eingangswiderstand des Messempfängers wirksam wird. Die Ursache für ihre Entstehung liegt nicht an der Eichleitung,
sondern an ihren äußeren Verbindungen mit anderen Geräten. Daher muss diesen
Verbindungen besondere Aufmerksamkeit zugewendet werden. Bei Gleichstrom
und niedrigen Frequenzen (< 100 kHz) darf unter keinen Umständen eine leitende
Parallelverbindung zwischen Ausgang und Eingang auftreten, sonst erhält man
eine Kopplung des zum Generator zurückfließenden Stroms auf den Ausgang.
Diese Forderung läuft darauf hinaus, dass man bei großen Dämpfungen entweder
den Generator bzw. den Empfänger aus Batterien speist oder potentialtennende
Mittel einsetzt.
Zwei Arten von Störspannungen können in Bezug auf die Frequenz unterschieden
werden. Die eine Art hat die gleiche Frequenz wie die Signalspannung und ist deshalb sowohl bei Breitbandmessungen als auch beiselektiven Messungen wirksam.
Die andere stammt aus dem Netz und hat eine Frequenz von 50 Hz und deren
Harmonische. Deshalb wird diese Störung von Breitbandvoltmetern stets angezeigt, während sie sich bei einer selektiven Messung nur dann auswirkt, wenn der
Empfänger auf Netzfrequenz oder deren Harmonische abgestimmt ist.
Störspannungen der erstgenannten Art, also gleiche Frequenz wie die Nutzspannung, lassen sich ausreichend gering halten, wenn man den Kopplungswiderstand
möglichst klein und den Rückflusswiderstand möglichst groß macht. Einen kleinen
Kopplungswiderstand erreicht man durch möglichst kurze Kabel mit einwandfreien
Außenleitern. Während bei relativ niedrigen Frequenzen (etwa bis 100 MHz) Kabel
mit Kupfergeflecht als Außenleiter noch anwendbar sind, empfiehlt sich bei höheren
Frequenzen die Verwendung von Kabeln mit Wellrohrmantel. Auch einwandfreie
Steckverbindungen sind für einen kleinen Kopplungswiderstand notwendig. Einen
hohen Rückflusswiderstand erreicht man durch Einfügen passender Drosseln (Dr)
in die Versorgungsleitung aus dem Netz wie das ​Bild 6-1 zeigt. Schließlich ist auch
zu beachten, dass die Störspannung auch von der Höhe der Eingangsspannung
abhängt. Deshalb muss diese möglichst klein gehalten werden.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
46
R&S®RSC
Anwendung
Störspannungen
Maximale Eingangsspannung 7 V
Eine höhere Spannung beschädigt die Eichleitung.
Bild 6-1: Verringerung einer Störspannung aus den Signalspannungen durch kleinen Kopplungswiderstand RK und hohen Rückflusswiderstand mittels Drossel (Dr)
Störspannungen aus dem Netz kann man dadurch klein halten, dass man den
Generator und den Empfänger an möglichst nah benachbarte Steckdosen
anschließt. Damit wird der Spannungsabfall auf dem Nullleiter, der einer der Störspannungsverursacher ist, praktisch zu Null. Außerdem muss die Induktionsschleife, die durch das Netzkabel des Empfängers gebildet wird, so klein wie möglich gehalten werden, da sich hier eingestreute Brummspannungen ebenfalls als
Störspannungen auswirken. Mann erreicht dies dadurch, dass man die Netzkabel
und die Koaxialkabel möglichst nahe aneinander legt und dadurch die von ihnen
umschlossene im ​Bild 6-2 schraffierte Fläche so weit wie möglich vermindert.
Bild 6-2: Verminderung einer durch Induktion verursachten Störspannung
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
47
R&S®RSC
Anwendung
Störspannungen
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
48
R&S®RSC
Fernbedienung
Grundlagen zur Fernbedienung
7
Fernbedienung
Die folgenden Abschnitte beschreiben die erforderlichen Schritte und die Befehle
zur Fernsteuerung der Eichleitung R&S RSC.
Unter ​Kapitel 7.1, "Grundlagen zur Fernbedienung", auf Seite 49 finden Sie Informationen zum Einrichten der Eichleitung für die Fernbedienung, zu den verfügbaren
Schnittstellen und Protokollen, sowie eine kurze Beschreibung des Status-Registers. Die Fernsteuerbefehle sind detailliert in ​Kapitel 7.2, "Fernbedienung Befehle", auf Seite 59 erklärt.
Eine detaillierte Beschreibung der Anschlüsse steht in ​Kapitel A, "Geräteschnittstellen", auf Seite 81.
Die Beschreibung der Fernsteuerung setzt Kenntnisse in der Programmierung und der Bedienung des Steuerrechners voraus. Detaillierte Informationen zur Syntax und den Schnittstellenbefehlen finden Sie in den entsprechenden Beschreibungen zu SCPI.
7.1
Grundlagen zur Fernbedienung
Dieses Kapitel enthält grundlegende Informationen zur Fernsteuerung der
R&S RSC Eichleitung. Es enthält Anweisungen zum Einrichten der Eichleitung für
die Fernbedienung und eine kurze Beschreibung des Status-Registers.
7.1.1
Schnittstellen und Protokolle
Das Gerät hat verschiedene Schnittstellen zur Fernsteuerung. Die folgende Tabelle
gibt einen Überblick:
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
49
R&S®RSC
Fernbedienung
Grundlagen zur Fernbedienung
Tabelle 7-1: Fernbedienungsschnittstellen und -protokolle
Schnittstelle
Protokolle, VISA*)
Adresse
Local Area
Network
(LAN)
●
●
●
USB
GPIB (IEC/
IEEE Bus
Schnittstelle)
Anmerkungen
HiSLIP High-Speed Ein LAN-Anschluss befindet sich auf der Rückseite des
LAN Instrument Pro- Gerätes.
tocol (IVI-6.1)
Die Schnittstelle basiert auf TCP/IP und unterstützt verTCPIP::
schiedene Protokolle.
host address:: Die Beschreibung finden Sie unter: ​Kapitel 7.1.1.4, "LAN
hislip0[::
Schnittstelle", auf Seite 54
INSTR]
VXI-11
TCPIP::
host address::
inst0[::INSTR]
socket communication (Raw Ethernet,
simple Telnet)
TCPIP::
host address[::
LAN device name]:
:<port>::SOCKET
VISA*) Adresse:
USB::<Hersteller
ID>::<Produkt
ID>::<Serien
Nr.>[::INSTR]
Das Gerät hat auf der Rückseite eine USB-Schnittstelle,
Typ B, für die Kommunikation mit dem Host-Gerät.
VISA*) Adresse:
GPIB::primäre
Adresse[::INSTR]
(keine sekundäre
Adresse )
GPIB Bus-Schnittstelle nach IEC 625.1/IEEE 488,1
Standard befinder sich auf der Rückseite des Gerätes.
Weitere Information zu der Schnittstelle finden Sie in ​
Kapitel 7.1.1.5, "USB Schnittstelle", auf Seite 56.
In ​Kapitel 7.1.1.3, "GPIB Schnittstelle (IEC 625 / IEEE
488)", auf Seite 53 finden Sie nähere Informationen zu
der IEC/IEEE Bus Schnittstelle.
*)
VISA ist eine standardisierte Programmschnittstellenbibliothek, die Ein- und Ausgabe-Funktionen für die Kommunikation der Geräte bereitstellt. Zur Fernbedienung eines Geräts über die
LAN Schnittstelle, d.h. für das VXI-11 Protokoll muß die VISA Bibliothek auf dem Kontrollrechner
installiert sein (siehe auch ​Kapitel 7.1.1.1, "VISA Bibliotheken", auf Seite 51).
Das Gerät wird über eine definierte Schnittstellenadresse angesprochen, wie
in ​Kapitel 7.1.1.4, "LAN Schnittstelle", auf Seite 54, ​Kapitel 7.1.1.5, "USB
Schnittstelle", auf Seite 56 und ​Kapitel 7.1.1.3, "GPIB Schnittstelle (IEC
625 / IEEE 488)", auf Seite 53 beschrieben.
Der Begriff GPIB wird im Folgenden synonym für die IEC/IEEE Bus-Schnittstelle verwendet.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
50
R&S®RSC
Fernbedienung
Grundlagen zur Fernbedienung
SCPI (Standard Commands for Programmable Instruments)
Zur Fernsteuerung werden Befehle - Nachrichten - entsprechend der SCPI-Norm
verwendet. Befehle, die nicht im Standard enthalten sind, folgen in ihrer Syntax
trotzdem den SCPI-Regeln. Das Gerät unterstützt die SCPI-Version 1999 (Standard Commands for Programmable Instruments). Der SCPI-Standard baut auf der
Norm IEEE 488.2 auf und hat eine Vereinheitlichung der gerätespezifischen
Befehle, der Fehlerbehandlung und der Status-Register zum Ziel. Nähere Informationen zu Konzepten und Definitionen von SCPI finden Sie auch in dem Buch Automatic Measurement Control – A tutorial on SCPI and IEEE 488.2 von John M. Pieper, R&S Bestellnummer 0002.3536.00.
Die Beschreibung der Fernsteuerung setzt Kenntnisse in der Programmierung und der Bedienung des Steuerrechners voraus. Detaillierte Informationen zur Syntax und den Schnittstellenbefehlen finden Sie in den oben
genannten Beschreibungen zu SCPI.
7.1.1.1
VISA Bibliotheken
VISA ist eine standardisierte Programmschnittstellenbibliothek, die Ein- und Ausgabe-Funktionen für die Kommunikation der Geräte bereitstellt.
Der Ein-/Ausgangskanal (LAN, USB oder GPIB ,...) wird bei der Initialisierung durch
eine kanalspezifische Adresse ausgewählt, den sogenannten "VISA RessourcenString ", oder durch einen entsprechend definierten Aliasnamen (VISA Alias).
7.1.1.2
Nachrichten
Nachrichten, die über die Datenleitungen übertragen werden, sind in zwei Kategorien unterteilt:
● Schnittstellennachrichten
Schnittstellennachrichten werden auf den Datenleitungen zur R&S RSC übertragen, wobei die Steuerleitung ATN (Attention) aktiv (LOW) ist. Sie dienen
dazu, zwischen dem Controller und dem Instrument zu kommunizieren und
können nur zwischen Geräten mit GPIB Bus-Funktionalität gesendet werden.
Schnittstellenbefehle sind unterteilt in:
– Universalbefehle, die ohne vorherige Adressierung alle am GPIB Bus angeschlossenen Geräte ansprechen.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
51
R&S®RSC
Fernbedienung
Grundlagen zur Fernbedienung
– adressierte Befehle, die nur als Hörer (Listener) adressierte Geräte ansprechen.
● Gerätenachrichten
Gerätenachrichten werden auf den Datenleitungen für alle Schnittstellen in gleicher Weise übertragen. Die Steuerleitung ATN ist nicht aktiv (HIGH). Die Nachrichten werden in ASCII Code gesendet.
Je nach Senderichtung wird unterschieden zwischen:
– Befehlen
– Geräteantworten
Befehle
Befehle sind Nachrichten, die der Steuerrechner an das Gerät schickt. Sie bedienen die Gerätefunktionen und fragen Informationen. Die Befehle werden nach zwei
Kriterien unterteilt:
● nach ihrer Wirkung auf das Gerät
– Einstellbefehle bewirken Geräteeinstellungen, wie z.B. rücksetzen des
Geräts, oder setzen von Einstellwerten.
– Abfragebefehle stellen Ausgabedaten für die Fernsteuerung bereit, z.B. zur
Identifizierung des Geräts oder fragen einen Einstellwert ab. Abfragen erhalten am Ende des Einstellbefehls ein Fragezeichen ?.
● nach ihrer Festlegung in der Norm IEEE 488.2 und SCPI:
– Allgemeine Befehle sind bzgl. ihrer Funktion und Syntax in der Norm IEEE
488.2 genau definiert. Sie sind für alle Instrumente identisch und beziehen
sich auf Funktionen wie die Verwaltung der genormten Status-Register,
Rücksetzen und Selbsttest.
– gerätespezifische Befehle beziehen sich Funktionen, die von den Geräteeigenschaften abhängen, wie z.B. Frequenzeinstellung. Viele dieser Befehle
sind auch vom SCPI-Ausschuß standardisiert worden. Solche Befehle werden in der Befehlsreferenz als "SCPI-konform" gekennzeichnet. Befehle,
ohne das SCPI-Label sind gerätespezifisch, aber ihre Syntax folgt den SCPI
Regeln wie von der Norm erlaubt.
Geräteantworten
Geräteantworten sind Nachrichten, die das Gerät nach einem Abfragebefehl zum
Steuerrechner sendet. Sie enthalten Messergebnisse, Geräteeinstellungen oder
Statusinformation zum Gerät.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
52
R&S®RSC
Fernbedienung
Grundlagen zur Fernbedienung
Befehle zur Ansteuerung des R&S RSC finden Sie detailliert beschrieben in ​Kapitel 7.2, "Fernbedienung - Befehle", auf Seite 59.
7.1.1.3
GPIB Schnittstelle (IEC 625 / IEEE 488)
Um das Gerät über die GPIB Bus-Schnittstelle anzusteuern, müssen Gerät und
Steuerrechner mit einem GPIB Bus-Kabel verbunden sein. Der Steuerrechner
benötigt eine GPIB Bus-Karte, die Treiber für die Karte und die Programmbibliotheken für die verwendete Programmiersprache.
Sie finden weitere Informationen zu der Schnittstelle, wie z.b. Funktionen, Pinbelegung, Datenbusleitungen und Schnittstellennachrichten im Anhang unter ​Kapitel A.1, "GPIB Bus (IEC 625 / IEEE 488)", auf Seite 81.
GPIB Geräte Adresse
Der Steuerechner muss das Gerät mit der eingestellten GPIB Bus-Adresse ansprechen. Die GPIB Bus-Adresse des Gerätes ist werkseitig auf 20 eingestellt. Sie kann
im Config Panel (im Menü Utilities) verändert werden. Es sind die Adressen 0 ... 30
erlaubt.
Die GPIB Adresse kann manuell oder mit Hilfe des Fernsteuerbefehls eingestellt
SYST:COMM:GPIB:ADDR 18 werden. Nach Einstellen einer neuen Adresse wird
der gesamte Gerätezustand des R&S RSC mit der neuen Adresse gespeichert.
Informationen, wie Sie die GPIB Adresse in der R&S RSC einstellen, finden Sie
unter ​Kapitel 3.9, "Konfiguration des GPIB Bus (IEC 625 / IEEE 488)",
auf Seite 30
Sobald der erste Befehl gesendet wird, startet der Fernsteuerbetrieb.
Schnittstellennachrichten
GPIB-Schnittstellennachrichten sind unterteilt in:
● Universal-Befehle
Die Universalbefehle liegen im CodeBereich 0x10...0x1F. Sie wirken ohne vorhergehende Adressierung auf alle an den Bus angeschlossenen Geräte.
● Adressierte Befehle
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
53
R&S®RSC
Fernbedienung
Grundlagen zur Fernbedienung
Die adressierten Befehle liegen im Code-Bereich 0x00..0x.0F. Sie wirken nur
auf Geräte, die als Hörer (Listener) adressiert sind.
7.1.1.4
LAN Schnittstelle
Um das Gerät in einem LAN zu integrieren, ist es mit einer LAN-Schnittstelle ausgestattet, bestehend aus einem Stecker, einer Netzwerkkarte und Protokollen
(VXI-11).
Für die Fernsteuerung über das Netzwerk, müssen der Steuerrechner und das
Gerät über die LAN-Schnittstelle an ein gemeinsames Netzwerk mit TCP/IP-Netzwerkprotokoll angeschlossen sein. Sie sind mit einem handelsüblichen RJ-45 Kabel
verbunden. Das TCP/IP-Netzwerkprotokoll und die damit verbundenen Netzwerkdienste sind auf dem Gerät vorkonfiguriert. Die Software zur Ansteuerung von
Messgeräten und die VISA-Programm Bibliothek müssen auf dem Steuerrechner
installiert sein.
Nähere Informationen zur LAN Schnittstelle finden Sie im Anhang unter ​Kapitel A.
2, "Ethernet-Schnittstelle (LAN)", auf Seite 85.
VISA Bibliothek
Der Zugang zum Gerät über das VXI-11 Protokoll wird in der Regel über High-Level
Programmier-Plattformen mit VISA als Zwischenablage erreicht. VISA fasst die
"Low Level VXI" oder "GPIB" Funktionsaufrufe zusammen und macht damit die
Transport-Schnittstelle für den Benutzer transparent. Die VISA Bibliothek ist als
separates Produkt erhältlich.
IP Adresse
Für den Verbindungsaufbau bernötigen Sie die IP-Adresse oder den Computernamen des Gerätes. Die IP-Adresse/der Computername ist Bestandteil des sogenannten Resource Name (visa resource string), den die Programme zur Identifizierung und Ansteuerung des Gerätes benutzen. Der Resource Name hat die Form:
TCPIP::host address[::LAN device name][::INSTR]
mit:
● TCPIP bezeichnet das verwendete Netzwerkprotokoll
● host addr ist die IP Adresse
● LAN device name ist der Computername des Steuerrechners (alternativ zur IP
adresse)
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
54
R&S®RSC
Fernbedienung
Grundlagen zur Fernbedienung
● INSTR zeigt an, dass das Protokoll nach Norm VXI-11 verwendet wird
Beispiel:
Hat das Gerät die IP Adresse 192.1.2.3, ist der Resource Name: TCPIP::
192.1.2.3::INSTR
Der Steuerrechner mit Namen RSSM1 wird über den Resource Namen
TCPIP::RSSM1::INSTR adressiert.
Sind mehrere Geräte ans Netzwerk angeschlossen, dann besitzt jedes Gerät
eine eigene IP-Adresse und den dazugehörigen Resource Namen. Der Steuerrechner unterscheidet die Geräte über den Resource Namen.
VXI-11 Protokoll
Die VXI-11-Standard basiert auf dem ONC RPC (Open Network Computing Remote
Procedure Call)-Protokoll, das wiederum auf TCP/IP als Netzwerkprotokoll/Transport Layer aufbaut. Die TCP/IP-Netzwerkprotokoll und die damit verbundenen Netzwerk-Dienste sind vorkonfiguriert. TCP/IP kommuniziert verbindungsorientiert,
wobei die Reihenfolge der ausgetauschten Nachrichten eingehalten, und unterbrochene Links identifiziert werden. Mit diesem Protokoll gehen Nachrichten nicht verloren.
HiSLIP-Protokoll
HiSLIP (High Speed LAN Instrument Protocol) ist das Nachfolgeprotokoll für VXI-11
für TCP-basierte Geräte und wurde von der IVI Foundation spezifiziert. Das Protokoll nutzt zwei TCP-Sockets für eine einzelne Verbindung - einen für schnelle
Datenübertragung und den anderen für nichtsequenzielle Steuerbefehle (z. B.
Device Clear oder SRQ).
HiSLIP besitzt folgende Eigenschaften:
● Hohe Leistung wie bei Raw-Socket-Netzwerkverbindungen
● Kompatible IEEE 488.2-Unterstützung für Message Exchange Protocol, Device
Clear, Serial Poll, Remote/Local, Trigger und Service Request
● Nutzung eines einzelnen IANA-registrierten Ports (4880), was die Konfiguration
von Firewalls vereinfacht
● Unterstützung simultaner Zugriffe mehrerer Benutzer durch Bereitstellung vielseitiger Sperrmechanismen
● Geeignet für IPv6- oder IPv4-Netzwerke
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
55
R&S®RSC
Fernbedienung
Grundlagen zur Fernbedienung
Es ist zu beachten, dass das Senden von HiSLIP-Daten an das Gerät mit der
"Fire-and-forget"-Methode mit sofortiger Rückkehr erfolgt, im Gegensatz zu
VXI-11, bei dem jede Operation blockiert wird, bis ein VXI-11-Gerätehandshake zurückgegeben wird. Deshalb garantiert eine erfolgreiche Rückkehr
einer VISA-Operation wie viWrite() nicht, dass das Gerät den geforderten
Befehl ausgeführt oder gestartet hat, sondern er wird an die TCP/IP-Puffer
übergeben.
Socketkommunikation
Eine Alternative zur Fernsteuerung der Software besteht darin, eine einfache Netzwerkkommunikation über Sockets einzurichten. Für die Socketkommunikation,
auch “Raw-Ethernet-Kommunikation” genannt, ist eine VISA-Installation auf der
Seite des fernen Controllers nicht erforderlich.
Die einfachste Möglichkeit, eine Socketkommunikation einzurichten, ist die Nutzung
des integrierten Telnet-Programms. Das Telnet-Programm ist Bestandteil jedes
Betriebssystems und unterstützt eine auf Befehlen basierende Kommunikation mit
der Software. Für eine bessere Nutzung und um eine Automatisierung mithilfe von
Programmen zu ermöglichen, können benutzerdefinierte Sockets programmiert
werden.
Socketverbindungen werden an einem speziell definierten Port hergestellt. Die
Socketadresse ist eine Kombination aus der IP-Adresse oder dem Hostnamen des
Geräts und der Nummer des für die Fernsteuerung konfigurierten Ports. Alle Eichleitung verwenden für diesen Zweck die Portnummer 5025. Der Port wird für eine
befehlsbasierte Kommunikation und zur Fernsteuerung aus einem Programm konfiguriert.
LAN Schnittstellennachrichten
In einer LAN-Verbindung heißen Schnittstellennachrichten "Low-Level-ControlMessages". Mit ihnen können Schnittstellennachrichten des GPIB Bus emuliert
werden.
7.1.1.5
USB Schnittstelle
Für eine Fernsteuerung über den USB-Bus verbinden Sie den Steuerrechner mit
der USB Typ B Schnittstelle der R&S RSC.
Die Software zur Ansteuerung von Messgeräten und die VISA-Programm Bibliothek
mit USB-Unterstützung (Version 3.4. oder höher) müssen auf dem Steuerrechner
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
56
R&S®RSC
Fernbedienung
Grundlagen zur Fernbedienung
installiert sein. VISA erkennt und konfiguriert das R&S Gerät automatisch, wenn die
USB-Verbindung hergestellt ist. Sie müssen keine Adresse eingeben oder einen
Treiber installieren.
USB Adresse
Für den Verbindungsaufbau bernötigen Sie ist die Hersteller Kennung von
Rohde & Schwarz, die Klassen-ID der R&S RSC und seine Seriennummer. Der
Resource Name hat die Form:
USB::<vendor ID>::<product ID>::<serial nuber>[::INSTR]
mit:
● <vendor ID> ist die Hersteller Kennung von Rohde & Schwarz
● <product ID> ist die Produktkennung des R&S Geräts
● <serial number> ist die Seriennummer Geräts (auf der Rückseite des Gerätes)
● INSTR zeigt an, dass das Protokoll nach Norm VXI-11 verwendet wird.
Beispiel:
USB::0x0AAD::0x004D::100534::INSTR
● USB benennt die verwendete Schnittstelle
● 0x0AAD ist die R&S Hersteller Kennung
● 0x004D ist die Produktkennung des R&S RSC
● 100534 ist die Seriennummer des R&S Geräts
7.1.2
Starten und Stoppen des Fernsteuerbetriebs
Im Handbuch Ihres angeschlosssenen R&S Gerätes, z.B. einem R&S Signal
Generator, finden Sie ausführliche Beispiele, wie Sie die Fernsteuerung Ihres
R&S RSC über die verschiedenen Schnittstellen in Betrieb nehmen.
Wenn Sie den R&S RSC einschalten, ist das Gerät immer im manuellen Betriebszustand "LOCAL" und kann über die Frontplatte bedient werden. Sie können das
Gerät in den Fernsteuerungsmodus schalten, vorausgesetzt die entsprechende
Verbindung ist hergestellt. Ein Wechsel zwischen den Betriebsmodi verändert die
Geräteeinstellungen nicht.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
57
R&S®RSC
Fernbedienung
Grundlagen zur Fernbedienung
Ein Fernbedienungsprogramm muss zuerst die Verbindung zum Gerät über die
VISA-Funktionalität herstellen, bevor es Befehle senden, bzw. Antworten erhalten
kann.
Es wird empfohlen, zu Beginn des Fernsteuerungsprogramms das Gerät mit
dem Befehl *RST auf einen definierten Ausgangszustand zu setzen.
7.1.2.1
Aktivieren des Fernsteuerungsmodus
Zum Starten der Fernbedienung:
● senden Sie einen Befehl aus dem Controller.
● VXI-11-Protokoll (LAN oder USB-Schnittstelle): Verwenden Sie den Befehl:
&GTR (Go-To-Remote)
Im Fernsterungsmodus sind Display und die Bedienung über die Frontplatte deaktiviert. Im Display wird der Betriebszustand "REMOTE" angezeigt.
7.1.2.2
Rückkehr zu Handbetrieb
Achten Sie darauf, daß die Befehlsbearbeitung abgeschlossen ist, bevor Sie
auf Handbetrieb umschalten. Andernfalls stellt das Gerät wieder auf Fernbedienung um.
Das Gerät schaltet auf Handbetrieb, wenn die Remote-Verbindung unterbrochen
wird, oder wenn Sie manuell oder über die Fernbedienung auf Handbetrieb
umschalten.
Umschalten auf Handbetrieb:
● Drücken Sie die Taste LOCAL links neben dem Bildschrim.
● VXI-11-Protokoll (LAN oder USB-Schnittstelle): Verwenden Sie den Befehl:
&GTL (Go To Local)
7.1.3
Status-Reporting-System
Das Status-Reporting-System speichert alle Informationen über den aktuellen
Betriebszustand des Gerätes und zu Fehlern, die aufgetreten sind. Diese InformaBedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
58
R&S®RSC
Fernbedienung
Fernbedienung - Befehle
tionen werden im Status-Register und in einem Fehler-Ausgabepuffer gespeichert
und stehen auf Anfrage zur Verfügung.
Die R&S RSC nutzt die grundlegenden Status-Register, wie in der folgenden Abbildung dargestellt.
Die Status-Register mit gängigen Befehlen wie * ESE und * ESR;? konfiguriert und
ausgelesen werden, siehe ​Kapitel 7.2.1, "Allgemeine Befehle", auf Seite 60.
7.2
Fernbedienung - Befehle
Dieses Kapitel beschreibt alle Befehle, die für die Fernsteuerung der R&S RSC
Eichleitung relevant sind. Die Befehle sind nach der Dialog Struktur des Gerätes
sortiert. Die "Liste der Befehle", am Ende des Handbuchs enthält alle Befehle in
alphabetischer Reihenfolge.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
59
R&S®RSC
Fernbedienung
Fernbedienung - Befehle
Tipps und Tricks zur Benutzung ...
● Groß-/ Kleinschreibung kennzeichnet die Lang- bzw. Kurzform eines
Befehls: ATTenuator<n>:... = ATT<n>:...
● Suffix <n> unterscheidet mehrere Ausprägungen einer Funktion:
ATTenuator2:...
● Sonderzeichen | kennzeichnet alternative Parameter: ATT2:UCAL
AF|FULL|OFF|OFS
● Textparameter sind durch ein Leerzeichen vom 'Header' getrennt. Sie
folgen den syntaktischen Regeln für Schlüsselwörter.
● Zeichenketten, einschl. Dateinamen stehen zwischen einfachen oder
doppelten Anführungszeichen: ATT1:UCAL:LOAD 'myfile'
● [..] können weggelassen werden
7.2.1
Allgemeine Befehle
Die allgemeinen Befehle (Common Commands) sind der Norm IEEE 488.2 (IEC
625.2) entnommen. Gleiche Befehle haben in unterschiedlichen Geräten gleiche
Wirkung. Die Header dieser Befehle bestehen aus einem Stern*, dem drei Buchstaben folgen. Viele Common Commands betreffen das Status-Reporting-System
(siehe ​Kapitel 7.1.3, "Status-Reporting-System", auf Seite 58).
*CAL?​....................................................................................................................61
*CLS​......................................................................................................................61
*ESE​......................................................................................................................61
*ESR?​....................................................................................................................61
*IDN?​.....................................................................................................................61
*OPC​.....................................................................................................................62
*OPC?​...................................................................................................................62
*OPT?​....................................................................................................................62
*PSC​......................................................................................................................62
*RST​......................................................................................................................63
*SRE​......................................................................................................................63
*STB?​....................................................................................................................63
*TRG​.....................................................................................................................63
*TST?​....................................................................................................................64
*WAI​......................................................................................................................64
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
60
R&S®RSC
Fernbedienung
Fernbedienung - Befehle
*CAL?
CALIBRATION QUERY löst eine Kalibrierung des Gerätes aus und fragt danach
den Kalibrierstatus ab. Antworten größer 0 zeigen Fehler an.
Verwendung:
Nur Abfrage
*CLS
CLEAR STATUS setzt das Status Byte (STB), das Event-Status-Register (ESR)
und den EVENt-Teil des OPERation-, des QUEStionable- und des XQUEstionableRegisters auf Null. Der Befehl verändert die Masken- und Transition-Teile der
Register nicht. Er löscht den Ausgabepuffer.
*ESE <Wert>
EVENT STATUS ENABLE setzt das Event-Status-Enable-Register auf den angegebenen Wert. Der Abfragebefehl *ESE? gibt den Inhalt des Event-Status-EnableRegisters in dezimaler Form zurück.
Parameter:
<Wert>
0 to 255
*ESR? <Wert>
STANDARD EVENT STATUS QUERY gibt den Inhalt des Event-Status-Registers
in dezimaler Form zurück (0...255) und setzt danach das Register auf Null.
Parameter:
<Wert>
0 to 255
Verwendung:
Nur Abfrage
*IDN?
IDENTIFICATION QUERY fragt die Gerätekennung ab. Zurückgegeben wird der
Gerätetyp, die Sachnummer/Seriennummer und die Versionsnummern der Firmware.
Rückgabewerte:
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
61
R&S®RSC
Fernbedienung
Fernbedienung - Befehle
Beispiel:
Rückgabewert
Rohde&Schwarz, R&S RSC = Gerätetyp
2.1.60.0 = COMPASS-Version
2.3.0 = R&S R&S RSC version
Verwendung:
Nur Abfrage
*OPC
OPERATION COMPLETE setzt das Bit 0 im Event-Status-Register, wenn alle
vorausgegangenen Befehle abgearbeitet sind. Dieses Bit kann zur Auslösung eines
Service Requests benutzt werden.
Verwendung:
Nur Einstellung
*OPC?
OPERATION COMPLETE QUERY gibt eine 1 zurück, wenn alle vorausgegangenen Befehle abgearbeitet sind. Zu beachten ist, dass das Timeout am GPIB-Bus
genügend lang gesetzt ist.
Verwendung:
Nur Abfrage
*OPT?
OPTION IDENTIFICATION QUERY fragt die im Gerät enthaltenen Optionen ab und
gibt eine Liste der installierten Optionen zurück. Die Optionen sind durch Kommata
voneinander getrennt.
Verwendung:
Nur Abfrage
*PSC <Function>
POWER ON STATUS CLEAR legt fest, ob beim Einschalten der Inhalt der ENABleRegister erhalten bleibt oder zurückgesetzt wird.
Der Abfragebefehl *PSC? liest den Inhalt des Power-on-Status-Clear-Flags aus.
Die Antwort kann 0 oder 1 sein.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
62
R&S®RSC
Fernbedienung
Fernbedienung - Befehle
Parameter:
<Function>
0|1
0
Der Inhalt der Statusregister bleibt beim Einschalten erhalten. Damit kann bei entsprechender der Konfiguration der
Statusregister ESE und SRE beim Einschalten ein Service
Request ausgelöst werden.
1
Der Inhalt der Statusregister wird beim Einschalten zurückgesetzt.
*RST
RESET versetzt das Gerät in einen definierten Grundzustand. Der Befehl entspricht
einem Druck auf PRESET .
Verwendung:
Ereignis
*SRE <Value>
SERVICE REQUEST ENABLE setzt das Service Request Enable Register auf den
angegebenen Wert. Bit 6 (MSS-Maskenbit) bleibt 0. Dieser Befehl bestimmt, unter
welchen Bedingungen ein Service Request ausgelöst wird. Der Abfragebefehl
*SRE? liest den Inhalt des Service Request Enable Registers in dezimaler Form
aus. Bit 6 ist immer 0.
Parameter:
<Value>
0 to 255
*STB?
READ STATUS BYTE QUERY liest den Inhalt des Status Bytes in dezimaler Form
aus.
Verwendung:
Nur Abfrage
*TRG
TRIGGER löst eine Messung oder einen Sweep aus.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
63
R&S®RSC
Fernbedienung
Fernbedienung - Befehle
Verwendung:
Ereignis
*TST? < Errorcode>
SELF TEST QUERY löst den Selbsttest des Gerätes aus und gibt einen Fehlercode
aus.
Parameter:
<Errorcode>
0 = no error
Verwendung:
Nur Abfrage
*WAI
WAIT-to-CONTINUE erlaubt die Abarbeitung der nachfolgenden Befehle erst,
nachdem alle vorhergehenden Befehle durchgeführt sind.
Verwendung:
7.2.2
Ereignis
ATTenuator-Subsystem
Die folgende Beschreibung enthält die Befehle des Subsystems ATTenuator für
die Parmetereinstellung der Eichleitungen.
Bis zu fünf Eichleitungen können an den Signalgenerator angeschlossen werden.
Sie werden durch das Suffix ATTenuator<n>:ATTenuation:... mit n = 1 ... 5
unterschieden.
Beispiel:
ATT2:UCAL...
ATTenuator<n>:​ATTenuation​...................................................................................65
ATTenuator<n>:​CASCade?​.....................................................................................65
ATTenuator:​CATalog?​.............................................................................................66
ATTenuator<n>:​CMODe​..........................................................................................66
ATTenuator<n>:​CORRection​...................................................................................67
ATTenuator<n>:​DEViation?​.....................................................................................67
ATTenuator:​ENUM?​................................................................................................68
ATTenuator<n>:​FREQency​.....................................................................................69
ATTenuator<n>:​NAMe?​...........................................................................................69
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
64
R&S®RSC
Fernbedienung
Fernbedienung - Befehle
ATTenuator<n>:​UCALibration​..................................................................................70
ATTenuator<n>:​UCALibration:​LOAD​........................................................................70
ATTenuator<n>:​UCALibration:​OFFSet​.....................................................................71
ATTenuator<n>:ATTenuation <Attenuation>
Dieser Befehl stellt die Dämpfung der angegebenen Eichleitung ein.
Suffix:
<n>
Einstellparameter:
<Attenuation>
Beispiel:
.
1 ... 7
Auswahl der zu steuernden Eichleitung.
1: Interne Eichleitung
2: Ext 1
3: Ext 2
4: Ext 3
5: Ext 4
6: Log 1
7: Log 2
Bereich:
0 bis amax
Schrittweite: 0.1
(Die Maximaldämpfung hängt von dem Eichleitungsmodell
ab.)
ATT1:ATT 10
Setzt die interne Eichleitung auf 10 dB.
ATTenuator<n>:CASCade? <Status>[,2][,3][,4][,5]
Dieser Befehl setzt die Kaskadierung von externen Eichleitungen.
Suffix:
<n>
.
6 ... 7
Auswahl der logischen Eichleitung.
6: Log 1
7: Log 2
Parameter:
Status
ON | OFF
2
Ext1 wird der logischen Eichleitung hizugefügt.
3
Ext2 wird der logischen Eichleitung hizugefügt.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
65
R&S®RSC
Fernbedienung
Fernbedienung - Befehle
4
Ext3 wird der logischen Eichleitung hizugefügt.
5
Ext4 wird der logischen Eichleitung hizugefügt.
Beispiel:
ATT6:CASC ON,3,4?
Definiert die logische Eichleitung Log1 als Kaskadierung von
Ext2 und Ext3
Verwendung:
Nur Abfrage
ATTenuator:CATalog?
Dieser Befehl fragt eine Stringliste aller Eichleitungen ab.
Rückgabewerte:
Return values
Index1,Name1,Seriennummer1,Sachnummer1 |
Index2,Name2,Seriennummer2,Sachnummer2 | ...
Liste der angeschlossenen Eichleitungen.
Beispiel:
ATT:CAT?
Fragt ab,welche Eichleitungen angeschlossen sind.
1,Internal,,|2,RSC-Z405,999001000,
1313.9952.02|3,RSC-Z675,999002000,
1314.0065.02
Es ist die interne, sowie die externen Eichleitungen Ext2 und
Ext3 angeschlossen.
Verwendung:
Nur Abfrage
ATTenuator<n>:CMODe <Cmode>
Dieser Befehl stellt den Korrekturmodus der angegebenen Eichleitung ein.
Suffix:
<n>
.
1 ... 7
Auswahl der zu steuernden Eichleitung.
1: Interne Eichleitung
2: Ext 1
3: Ext 2
4: Ext 3
5: Ext 4
6: Log 1
7: Log 2
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
66
R&S®RSC
Fernbedienung
Fernbedienung - Befehle
Einstellparameter:
<Cmode>
Beispiel:
ABS | REL
ATT1:CMOD REL
Setzt den Korrekturmodus der interne Eichleitung auf Rel.
ATTenuator<n>:CORRection <Corr>
Dieser Befehl schaltet den Korrekturmodus der angegebenen Eichleitung ein oder
aus.
Suffix:
<n>
Einstellparameter:
<Corr>
Beispiel:
.
1 ... 7
Auswahl der zu steuernden Eichleitung.
1: Interne Eichleitung
2: Ext 1
3: Ext 2
4: Ext 3
5: Ext 4
6: Log 1
7: Log 2
ON | OFF
ATT1:CORR ON
Schaltet den Korrekturmodus der interne Eichleitung ein.
ATTenuator<n>:DEViation?
Dieser Befehl fragt die Dämpfungsabweichung der angegebenen Eichleitung bei
der eingestellten Frequenz ab.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
67
R&S®RSC
Fernbedienung
Fernbedienung - Befehle
Suffix:
<n>
Parameter:
<Deviation>
.
1 ... 7
Auswahl der zu steuernden Eichleitung.
1: Interne Eichleitung
2: Ext 1
3: Ext 2
4: Ext 3
5: Ext 4
6: Log 1
7: Log 2
Bereich:
-100E+24 bis 100E+24
Schrittweite: 0
Beispiel:
ATT1:DEV?
Abfrage der Dämpfungsabweichung bei der internen Eichleitung.
0.347000
Verwendung:
Nur Abfrage
ATTenuator:ENUM?
Dieser Befehl fragt die zur Verfügung stehenden Eichleitungen ab.
Rückgabewerte:
Return values
Index1,Name1,Seriennummer1,Sachnummer1 |
Index2,Name2,[Seriennummer2,Sachnummer2][IndexLog1,IndexLog2...] | ...
Liste der ansteuerbaren Eichleitungen. Bei externen Eichleitungen wird Sachnummer uund Seriennummer ausgegeben. Bei logischen Eichleitungen werden die Indexe der kaskadierten Eichleitungen ausgegeben.
Beispiel:
ATT:ENUM?
Fragt ab,welche Eichleitungen zur Verfügung stehen.
"1,Internal,,|6,Log1,2,3"
Es stehen die interne, sowie die logische Eichleitung 1 zur
Verfügung, die aus den Eichleitungen 2 und 3 zusammengeschaltet ist.
Verwendung:
Nur Abfrage
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
68
R&S®RSC
Fernbedienung
Fernbedienung - Befehle
ATTenuator<n>:FREQency <Frequency>
Dieser Befehl stellt die Frequenz ein, für die die Dämpfungsabweichung berechnet
werden soll.
Suffix:
<n>
Einstellparameter:
<Frequency>
Beispiel:
.
1 ... 7
Auswahl der zu steuernden Eichleitung.
1: Interne Eichleitung
2: Ext 1
3: Ext 2
4: Ext 3
5: Ext 4
6: Log 1
7: Log 2
Bereich:
0 bis fmax (Modellabhängig).
ATT1:FREQ 2000000
Stellt die Frequenz der interne Eichleitung auf 2 MHz.
ATTenuator<n>:NAMe? <Sachnummer>,<Seriennummer> (nur PC-Version)
Dieser Befehl fragt den Sachnummer und Seriennummer der Eichleitung ab.
In der PC-Version kann der externen Eichleitungen ein Index zugeordnet werden.
Suffix:
<n>
Parameter:
<Name>
Beispiel:
.
2 ... 5
Auswahl der abgefragten Eichleitung.
2: Ext 1
3: Ext 2
4: Ext 3
5: Ext 4
<Sachnummer>,<Seriennummer>
ATT2:NAMe?
Fragt den Namen der Eichleitung Ext1 ab.
1313.9952.02,999001
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
69
R&S®RSC
Fernbedienung
Fernbedienung - Befehle
Beispiel:
ATT3:NAMe 1313.9952.02,999001
Weißt der Eichleitung 1313.9952.02 999001 den Index 3
(Ext 2) zu.
Verwendung:
Nur Abfrage
ATTenuator<n>:UCALibration <Ucal>
Dieser Befehl schaltet verschiedene mögliche Benutzerkalibrierungen der angegebenen Eichleitung ein.
Suffix:
<n>
Rückgabewerte:
<UCAL>
Beispiel:
.
1 ... 7
Auswahl der zu steuernden Eichleitung.
1: Interne Eichleitung
2: Ext 1
3: Ext 2
4: Ext 3
5: Ext 4
6: Log 1
7: Log 2
AF | FULL | OFF | OFS
ATT1:UCAL AF
Schaltet die Benutzerkalibrierung der interne Eichleitung auf
A(f).
ATTenuator<n>:UCALibration:LOAD <File>
Dieser Befehl läd eine Datei mit Korrekturdaten für die angegebene Eichleitung.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
70
R&S®RSC
Fernbedienung
Fernbedienung - Befehle
Suffix:
<n>
Einstellparameter:
<File>
.
1 ... 7
Auswahl der zu steuernden Eichleitung.
1: Interne Eichleitung
2: Ext 1
3: Ext 2
4: Ext 3
5: Ext 4
6: Log 1
7: Log 2
'<file>'
Pfad und Dateiname der Datei, die für die Benutzerkorrektur
verwendet werden soll.
Beispiel:
ATT1:UCAL:LOAD 'a0user.dat'
Läd die Datei a0user.dat als Benutzerkalibrierung für die
interne Eichleitung.
ATTenuator<n>:UCALibration:OFFSet <Offset>
Dieser Befehl stellt den Offsetwert der Benutzerkalibrierung für die angegebene
Eichleitung ein.
Suffix:
<n>
Einstellparameter:
<Offset>
.
1 ... 7
Auswahl der zu steuernden Eichleitung.
1: Interne Eichleitung
2: Ext 1
3: Ext 2
4: Ext 3
5: Ext 4
6: Log 1
7: Log 2
Offsetwert der beim Benutzerkorrekturmode Offset verwendet werden soll.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
71
R&S®RSC
Fernbedienung
Fernbedienung - Befehle
ATT1:UCAL:LOFFS 5
Stellt den Offsetwert der Benutzerkalibrierung für die interne
Eichleitung auf 5 dB.
Beispiel:
7.2.3
DIAGnostic-Subsystem
Dieses Kapitel beschreibt die Befehle des Subsystems DIAGnostic.
DIAGnostic:​SERVice:​HWINfo?​................................................................................72
DIAGnostic:​SERVice:​PASSword​..............................................................................73
DIAGnostic:​SERVice:​SFUNction​..............................................................................73
DIAGnostic:​SERVice:​STESt​....................................................................................73
DIAGnostic:​SERVice:​STESt:​RESult?​.......................................................................73
DIAGnostic:​SERVice:​SWINfo?​.................................................................................74
DIAGnostic:SERVice:HWINfo?
Dieser Befehl fragt die Hardware Informationen ab.
Rückgabewerte:
Rückgabewerte
"<component 1>|<serial #>|<order #>|<model>| <hardware
code>|<revision>|<subrevision>",
"<component 2>|<serial #>|<order #>|<model>| <hardware
code>|<revision>|<subrevision>",
...
Tabelle Zeilen werden als String-Daten ausgegeben und
durch Komma getrennt. Einzelne Spalten der Tabelle werden mit | voneinander getrennt.
Beispiel:
DIAG:SERV:HWIN?
Fragt die Hardwareinformationen ab.
"RSC|101250|1313.8004.03|RSC|1|06|00"
"MB|101288|1406.6800.07|BASISBOARD3|0|04|09"
"ATT|101736|1313.9752.02|RSC139|00|02|00"
"Ext1|999001|1313.9952.02|RSC-Z405|00|01|00"
"Ext2|999002|1314.0065.02|RSC-Z675|00|01|00"
Verwendung:
Nur Abfrage
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
72
R&S®RSC
Fernbedienung
Fernbedienung - Befehle
DIAGnostic:SERVice:PASSword <Password>
Dieser Befehl setzt das Servicepasswort und bietet damit Zugriff auf die Servicefunktionen.
Parameter:
<Password>
Beispiel:
DIAG:SERV:PASS XXXX
Verwendung:
Nur Einstellung
DIAGnostic:SERVice:SFUNction <ServiceFunction>
Dieser Befehl aktiviert eine Servicefunktion. Der Inhalt des Parameter-Strings ist
identisch zu dem Code, der bei der Manuellen Eingabe verwendet wird..
Die Eingabe wird nur ausgeführt, wenn das Servicepasswort Level 1 oder Level 2
zuvor eingegeben wurde, ​DIAGnostic:​SERVice:​PASSword​ auf Seite 73.
Parameter:
<ServiceFunction>
Beispiel:
DIAG:SERV:SFUN '2.0.14.0'
Verwendung:
Nur Einstellung
DIAGnostic:SERVice:STESt
Dieser Befehl startet den Selbsttest des Gerätes.
Beispiel:
DIAG:SERV:STES
Verwendung:
Nur Einstellung
DIAGnostic:SERVice:STESt:RESult?
Dieser Befehl liest das Ergebnis des Selbsttests aus. Die Zeilen der Ergebnisliste
werden als String ausgegeben, die mit Kommas getrennt sind:
Parameter:
<Result>
"Total Selftest Status: PASSED", "Date (dd/mm/yyyy):
09/07/2004
TIME: 16:24:54", "Runtime: 00:06", "...
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
73
R&S®RSC
Fernbedienung
Fernbedienung - Befehle
Beispiel:
DIAG:SERV:STES:RES?
Verwendung:
Nur Abfrage
DIAGnostic:SERVice:SWINfo?
Dieser Befehl fragt die Softwareinformationen ab.
Beispiel:
DIAG:SERV:SWIN?
Fragt die Softwareinformationen ab.
"OS Version|0.99 [Build 75]|RSC
Firmware|00.95|Compass|3.0.4.0"
Verwendung:
Nur Abfrage
7.2.4
SYSTem-Subsystem
Dieses Kapitel beschreibt die Befehle des Subsystems SYSTem.
SYSTem:​COMMunicate:​GPIB:​ADDRess​..................................................................74
SYSTem:​COMMunicate:​GPIB:​RTERminator​............................................................75
SYSTem:​DATE​.......................................................................................................75
SYSTem:​ERRor?​....................................................................................................75
SYSTem:​ERRor:​CLEar:​ALL​....................................................................................76
SYSTem:​ERRor:​LIST?​............................................................................................76
SYSTem:​LANGuage​...............................................................................................76
SYSTem:​LXI:​INFo?​.................................................................................................76
SYSTem:​LXI:​LANReset​...........................................................................................77
SYSTem:​LXI:​MDEScription​.....................................................................................77
SYSTem:​LXI:​PASSword​..........................................................................................77
SYSTem:​TIME​........................................................................................................77
SYSTem:COMMunicate:GPIB:ADDRess
Der Befehl stellt die IEC-Bus-Adresse ein.
Parameter:
<address>
integer
Bereich:
Beispiel:
0 bis 30
SYST:COMM:GPIB:ADDR 14
stellt die IEC-Bus-Adresse 14 ein.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
74
R&S®RSC
Fernbedienung
Fernbedienung - Befehle
SYSTem:COMMunicate:GPIB:RTERminator <rterminator>
Dieser Befehl ändert das Empfangsschlusszeichen des Gerätes. Gemäß Norm ist
dieses Schlusszeichen bei ASCII-Daten <LF> und/oder <EOI>. Bei Binärdatenübertragung (z.B. Tracedaten) zum Gerät kann der für <LF> verwendete Binärcode
(0AH) im Binärdatenblock enthalten sein, darf aber in diesem Fall nicht als Schlusszeichen interpretiert werden. Dies kann durch ändern des Empfangsschlusszeichens auf EOI allein erreicht werden.
Zum Auslesen von Binärdaten aus dem Gerät ist die Umstellung des Empfangsschlusszeichens nicht notwendig.
Parameter:
<rterminator>
Beispiel:
LFEOI | EOI
SYST:COMM:GPIB:RTER EOI
stellt EOI als Empfangsschlusszeichen ein.
SYSTem:DATE <numeric value>
Dieser Befehl gibt das Datum für den geräteinternen Kalender ein. Die Eingabe
erfolgt in der Reihenfolge Jahr, Monat, Tag
Parameter:
<numeric value>
Beispiel:
1980...2099, 1...12, 1...31
SYST:DATE 2010,6,1
gibt das Datum 1.6.2010 ein
SYSTem:ERRor?
Dieser Befehl fragt den ältesten Eintrag der Error Queue ab und löscht ihn dadurch.
Positive Fehlernummern bezeichnen gerätespezifische Fehler, negative Fehlernummern von SCPI festgelegte Fehlermeldungen . Wenn die Error Queue leer ist,
dann wird die Fehlernummer 0, "No error", zurückgegeben. Der Befehl ist nur eine
Abfrage und hat daher keinen *RST-Wert.
Beispiel:
SYST:ERR?
Verwendung:
Nur Abfrage
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
75
R&S®RSC
Fernbedienung
Fernbedienung - Befehle
SYSTem:ERRor:CLEar:ALL
Dieser Befehl löscht alle Einträge in der Tabelle SYSTEM MESSAGES.
Der Befehl ist ein Event und besitzt daher weder Abfrage noch *RST-Wert
Beispiel:
SYST:ERR:CLE:ALL
Verwendung:
Ereignis
SYSTem:ERRor:LIST?
Dieser Befehl liest alle System Messages aus, wobei eine Liste von durch Komma
getrennten Strings zurückgegeben wird. Jeder String entspricht dabei einem Eintrag in der Tabelle SYSTEM MESSAGES.
Ist die Fehlerliste leer, so wird ein Leerstring "" zurückgegeben.
Der Befehl ist nur eine Abfrage und hat daher keinen *RST-Wert.
Beispiel:
SYST:ERR:LIST?
Verwendung:
Nur Abfrage
SYSTem:LANGuage <language>
Dieser Befehl aktiviert die Emulation verschiedener Eichleitungsgeräte. Der voreingestellte Befehlssatz der Eichleitung ist 'SCPI' .
Parameter:
<langue>
"SCPI" | "RSP" | "RSG" | "DPSP"
Beispiel:
SYST:LANG 'SCPI'
SYSTem:LXI:INFo?
Diese Abfrage liefert die aktuellen Parameter des LXI Klasse C.
Parameter:
Rückgabewerte
(Beispiel)
<current version> | <LXI class> | <Computername> |
<MAC adress> | <IP adress> | <Auto MDIX>
Beispiel:
SYST:LXI:INF?
Verwendung:
Nur Abfrage
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
76
R&S®RSC
Fernbedienung
Fernbedienung - Befehle
SYSTem:LXI:LANReset
Dieser Befehl setzt die LAN-Konfiguration zurück, wie vom LXI-Standard gefordert.
Außerdem werden das Passwort und die LXI Gerätebeschreibung zurückgesetzt.
Beispiel:
SYST:LXI:LANR
Verwendung:
Ereignis
SYSTem:LXI:MDEScription <String>
Dieser Befehl zeigt die LXI Gerätebeschreibung, oder ermöglicht, die Beschreibung
zu ändern.
Parameter:
<String>
Beispiel:
SYST:LXI:MDES
SYSTem:LXI:PASSword <Password>
Dieser Befehl setzt das LXI-Passwort.
Parameter:
<Password>
Beispiel:
SYSTem:LXI:PASS XXXX
Verwendung:
Nur Einstellung
SYSTem:TIME <Time>
Dieser Befehl stellt die interne Uhr, in der Reihenfolge Stunde, Minute, Sekunde.
Parameter:
<Time>
0 to 23, 0 to 59, 0 to 59
Beispiel:
SYST:TIME 12,30,30
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
77
R&S®RSC
Fernbedienung
Fernbedienung - Befehle
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
78
R&S®RSC
8
Wartung
Wartung
Die Eichleitung R&S RSC bedarf keiner periodischen Wartung. Die Wartung
beschränkt sich im wesentlichen auf die Reinigung des Gerätes. Es ist jedoch empfehlenswert, die Solldaten von Zeit zu Zeit zu überprüfen.
Stromschlaggefahr
Stellen Sie sicher, daß das Gerät vor der Reinigung ausgeschaltet und von
allen Stromversorgungen getrennt ist
Schäden am Gerät durch Reinigungsmittel
Reinigungsmittel können Substanzen enthalten, die zu Schäden am Gerät
führen. Zum Beispiel können Lösungsmittel wie Azeton oder Nitroverdünnung
die Frontplattenbeschriftung oder Kunststoffteile schädigen.
Verwenden Sie daher nur ein weiches, nichtfuselndes Tuch zur Reinigung.
Instandhaltung
Der Austausch einer Baugruppe und die Bestellung von Ersatzteilen ist im Servicehandbuch beschrieben. Dort befinden sich auch alle für die Ersatzteilbestellung
notwendigen Identnummern. Das Servicehandbuch im PDF-Format wird auf der
Dokumentations-CD-ROM mitgeliefert.
Der Service Handbuch enthält ausserdem Informationen zur Fehlersuche, Reparatur, Austausch von Modulen (einschließlich Batterie austauschen, Anpassung der
OCXO Oszillator) und zur Kalibrierung.
Die Adresse unseres Support-Center und weitere Verweise zu allen Rohde &
Schwarz Service-Center finden Sie am Anfang dieses Handbuchs.
Verpackung und Lagerung
Der Lagertemperaturbereich der R&S RSC ist im Datenblatt angegeben. Schützen
Sie das Gerät bei längerer Lagerung gegen Staub.
Verpacken Sie das Gerät vor Transport oder Versand wie es ursprünglich verpackt
war. Die beiden Schutzkappen shcützen die Bedienelemente und Anschlüsse vor
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
79
R&S®RSC
Wartung
Beschädigung. Die antistatische Verpackungsfolie verhindert unerwünschte elektrostatische Aufladungen.
Wenn Sie die Originalverpackung nicht mehr haben, nehmen Sie einen stabilen
Karton in geeigneter Größe. Sorgen Sie für ausreichende Polsterung, um zu verhindern, dass das Gerät in der Verpackung rutscht. Packen Sie das Gerät in antistatischen Folie, um es vor elektrostatischer Aufladung schützen.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
80
R&S®RSC
Geräteschnittstellen
GPIB Bus (IEC 625 / IEEE 488)
A
Geräteschnittstellen
Der folgende Abschnitt beschreibt die Schnittstellen der R&S RSC zur Fernsteuerung.
A.1
GPIB Bus (IEC 625 / IEEE 488)
Das Gerät ist serienmäßig mit einem GPIB Bus-Anschluss ausgestattet. Die
Anschlussbuchse nach IEEE 488 befindet sich an der Geräterückseite. Über die
Schnittstelle kann ein Controller zur Fernsteuerung angeschlossen werden. Der
Anschluss erfolgt mit einem geschirmten Kabel.
A.1.1
GPIB Bus Eigenschaften
Die GPIB-Schnittstelle ist durch folgende Eigenschaften gekennzeichnet:
● 8-bit-parallele Datenübertragung
● bidirektionale Datenübertragung
● Dreidraht-Handshake
● hohe Datenübertrageungsrate
● bis zu 15 Geräte anschließbar
● maximale Länge der Verbindungskabel 15 m (Einzelverbindung 2 m)
● Wired-Or-Verknüpfung bei Parallelschaltung mehrerer Geräte
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
81
R&S®RSC
Geräteschnittstellen
GPIB Bus (IEC 625 / IEEE 488)
A.1.2
GPIB Bus Leitungen
Pinbelegung
Bild 1-1: Pinbelegung der GPIB Bus-Schnittstelle
Leitungen
● Datenbus mit 8 Leitungen DIO 1...DIO 8
Die Übertragung erfolgt bitparallel und byteseriell im ASCII/ISO-Code. DIO1 ist
das niedrigstwertige und DIO8 das höchstwertige Bit.
● Steuerbus mit 5 Leitungen:
– IFC (Interface Clear):
aktiv LOW setzt die Schnittstellen der angeschlossenen Geräte in die Grundeinstellung zurück..
– ATN (Attention):
aktiv LOW meldet die Übertragung von Schnittstellennachrichten
inaktiv HIGH meldet die Übertragung von Gerätenachrichten
– SRQ (Service Request):
aktiv LOW ermöglicht dem angeschlossenen Gerät, einen Bedienungsruf an
den Controller zu senden.
– REN (Remote Enable):
aktiv LOW ermöglicht das Umschalten auf Fernsteuerung.
– EOI (End or Identify):
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
82
R&S®RSC
Geräteschnittstellen
GPIB Bus (IEC 625 / IEEE 488)
hat in Verbindung mit ATN zwei Funktionen:
ATN=HIGH aktiv LOW kennzeichnet das Ende einer Datenübertragung.
ATN=LOW aktiv LOW löst Parallelabfrage (Parallel Poll) aus.
● 3. Handshake Bus mit drei Leitungen:
– DAV (Data Valid):
aktiv LOW meldet ein gültiges Datenbyte auf dem Datenbus..
– NRFD (Not Ready For Data):
aktiv LOW meldet, dass eines der angeschlossenen Geräte zur Datenübernahme nicht bereit ist.
– NDAC (Not Data Accepted):
aktiv LOW, solange das angeschlossene Gerät die am Datenbus anliegenden Daten übernimmt.
A.1.3
GPIB Bus Schnittstellenfunktionen
Über GPIB Bus fernsteuerbare Geräte können mit unterschiedlichen Schnittstellenfunktionen ausgerüstet sein. Die folgende Tabelle führt die für die R&S RSC
zutreffenden Schnittstellenfunktionen auf.
Tabelle 1-1: Schnittstellenfunktionen
Steuerzeichen
Schnittstellenfunktionen
SH1
Handshake-Quellenfunktion (Source Handshake), volle Fähigkeit
AH1
Handshake-Senkenfunktion (Acceptor Handshake), volle Fähigkeit
L4
Listener-Funktion, volle Fähigkeit, Entadressierung durch MTA
T6
Talker-Funktion, volle Fähigkeit, Fähigkeit zur Antwort auf Serienabfrage,
Entadressierung durch MLA
SR1
Bedienungs-Ruf-Funktion (Service Request), volle Fähigkeit
PP1
Parallel-Poll-Funktion, volle Fähigkeit
RL1
Remote/Local-Umschaltfunktion, volle Fähigkeit
DC1
Rücksetzfunktion (Device Clear), volle Fähigkeit
DT1
Auslösefunktion (Device Trigger), volle Fähigkeit
C0
keine Controller-Funktion
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
83
R&S®RSC
Geräteschnittstellen
GPIB Bus (IEC 625 / IEEE 488)
A.1.4
GPIB Bus Schnittstellennachrichten
Schnittstellennachrichten werden auf den Datenleitungen zum Gerät übertragen,
wobei die Steuerleitung Attention ATN aktiv (LOW) ist. Sie dienen der Kommunikation zwischen Steuerrechner und Gerät und können nur von einem Steuerrechner, der die Controllerfunktion am GPIB Bus hat, gesendet werden.
Universalbefehle
Die Universalbefehle liegen im CodeBereich 0x10...0x1F. Sie wirken ohne vorhergehende Adressierung auf alle an den Bus angeschlossenen Geräte.
Tabelle 1-2: Universalbefehle
Befehl
VISUAL BASIC-Befehl
Wirkung auf das Gerät
DCL (Device Clear)
IBCMD (controller%, CHR
$(20))
Bricht die Bearbeitung der
gerade empfangenen Befehle
ab und setzt die Befehlsbearbeitungs-Software in einen
definierten Anfangszustand.
Verändert die Geräteeinstellung nicht.
IFC (Interface Clear)
IBSIC (controller%)
Setzt die Schnittstellen in die
Grundeinstellung zurück.
LLO (Local Lockout)
IBCMD (controller%, CHR
$(17))
Die manuelle LOCALUmschaltung wird gesperrt.
SPE (Serial Poll Enable)
IBCMD (controller%, CHR
$(24))
Bereit zur Serienabfrage
SPD (Serial Poll Disable)
IBCMD (controller%, CHR
$(25))
Ende der Serienabfrage
PPU (Parallel Poll Unconfigure)
IBCMD (controller%, CHR
$(21))
Ende des Parallel-Poll-Abfragestatus
Adressierte Befehle
Die adressierten Befehle liegen im Code-Bereich 0x00..0x.0F. Sie wirken nur auf
Geräte, die als Listener adressiert sind.
Befehl
Wirkung auf das Gerät
&GET
(Group Execute Trigger)
Löst eine Messung oder einen
Sweep aus.
&GTL
(Go To Local)
Übergang in den Zustand Local
(Handbedienung).
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
84
R&S®RSC
Geräteschnittstellen
Ethernet-Schnittstelle (LAN)
Befehl
Wirkung auf das Gerät
&GTR
(Go To Remote)
Übergang in den Zustand
Remote (Fernsteuerung).
&PPC
(Parallel Poll Configure)
Konfiguriert das Gerät für
Parallel Poll.
&SDC
(Selected Device Clear)
Bricht die Bearbeitung der
gerade empfangenen Befehle
ab und setzt den Befehlsbearbeitungssoftware in einen definierten Ausgangszustand.
Ändert nichts an der Geräteeinstellung.
A.2
Ethernet-Schnittstelle (LAN)
Das Gerät ist serienmäßig mit einer Ethernet-Schnittstelle ausgestattet. Die
Anschlussbuchse befindet sich an der Geräterückseite. Damit ist es bei entsprechender Rechtevergabe durch den Netzwerkadministrator möglich, Dateien über das
Netzwerk zu übertragen und Netzwerk-Ressourcen wie z.B. Netzwerkverzeichnisse oder Netzwerkdrucker zu nutzen. Außerdem kann das Gerät im Netzwerk
ferngesteuert und manuell fernbedient werden. Der Anschluss erfolgt mit einem
handelsüblichen RJ-45-Kabel.
Die Netzwerkkarte arbeitet mit 100-MHz-Ethernet IEEE 802.3u. Das Netzwerkprotokoll TCP/IP mit den zugehörigen Netzwerkdiensten ist vorkonfiguriert. TCP/IP liefert eine verbindungsorientierte Kommunikation, bei der die Reihenfolge der ausgetauschten Nachrichten eingehalten und unterbrochene Verbindungen erkannt
werden. Weiterhin können mit diesem Protokoll keine Nachrichten verloren gehen.
Die Fernsteuerung des Gerätes über ein Netzwerk basiert auf diesen standardisierten Protokollen, die dem OSI-Reference-Model folgen (siehe Bild unten).
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
85
R&S®RSC
Geräteschnittstellen
Ethernet-Schnittstelle (LAN)
Bild 1-2: Beispiel für LAN-Fernsteuerung nach dem OSI-Reference-Model (VXI-11)
Basierend auf TCP/UDP werden die Nachrichten über Open Network Computing
(ONC)-Remote Procedure Calls (RPC) zwischen dem Controller und dem Gerät
ausgetauscht. Die erlaubten RPC-Messages sind mit XDR als VXI-11-Norm
bekannt. Basierend auf dieser Norm werden Nachrichten zwischen dem Controller
und dem Gerät ausgetauscht. Diese Nachrichten sind mit den SCPI-Befehlen identisch. Sie lassen sich in vier Gruppen einteilen: Program Messages (Steuerbefehle
an das Gerät), Response Messages (Rückgabewerte des Geräts), Service Request
(spontane Anforderungen des Geräts) und Low-Level-Control-Messages (Schnittstellennachrichten).
Eine VXI-11 Verbindung zwischen einem Controller und einem Gerät basiert auf
drei Kanälen (Channels): Core-, Abort- und Interrupt-Channel. Über den CoreChannel wird die wesentliche Steuerung des Instruments abgewickelt ( Program-,
Response- und Low-Level-Control-Messages). Der Abort-Channel dient zum sofortigen Abbruch des Core-Channels und der Interrupt-Channel transportiert spontane
Service-Requests des Gerätes. Der Verbindungsaufbau selbst ist komplex. Weitere
Details können der VXI-11-Spezifikation entnommen werden ('TCP/IP Instrument
Protocol Specification VXI-11, Revision 1.0 VMEbus Extensions for Instrumentation, VXIbus' und 'TCP/IP-IEEE 488.2 Instrument Interface Specification VXI-11.3,
Draft 0.3 VMEbus Extensions for Instrumentation, VXIbus').
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
86
R&S®RSC
Geräteschnittstellen
Ethernet-Schnittstelle (LAN)
Bild 1-3: Channels zwischen dem Gerät und dem Controller bei VXI-11
Im Netzwerk ist die Anzahl der Controller, die auf ein Gerät zugreifen können, praktisch unbegrenzt. Im Gerät werden die einzelnen Controller eindeutig unterschieden. Diese Unterscheidung setzt sich bis auf Applikationsebene auf einem Controller fort, d.h. zwei Applikationen auf einem PC werden von einem Gerät als zwei
verschiedene Controller angesehen.
Bild 1-4: Fernsteuerung über LAN bei mehreren Controllern
Für einen exklusiven Zugriff können die Controller das Gerät sperren (Lock) und
wieder freigeben (Unlock). Damit kann der Zugriff von mehreren Controllern aus
geregelt werden.
Im Programm 'Measurement & Automation Control' erfolgt diese Einstellung im
Panel Template.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
87
R&S®RSC
Geräteschnittstellen
Ethernet-Schnittstelle (LAN)
A.2.1
VXI-11 Schnittstellennachrichten
Bei einer Ethernet-Verbindung werden die Schnittstellennachrichten als Low-LevelControl-Messages bezeichnet. Mit ihnen können die Schnittstellennachrichten des
GPIB Bus emuliert werden.
Tabelle 1-3: VXI-11-Schnittstellennachrichten
Befehl
Wirkung auf das Gerät
&ABO
(Abort)
Bricht die Bearbeitung der gerade empfangenen Befehle
ab.
&DCL
(Device Clear)
Bricht die Bearbeitung der gerade empfangenen Befehle
ab und setzt die Befehlsbearbeitungs-Software in einen
definierten Anfangszustand. Verändert die Geräteeinstellung nicht.
&GET
(Group Execute Trigger)
Löst eine Messung oder einen Sweep aus.
&GTL
(Go to Local)
Schaltet in den Zustand Local (Handbedienung).
&GTR
(Go to Remote)
Schaltet in den Zustand Remote (Fernsteuerung).
&LLO
(Local Lockout)
Sperrt die manuelle LOCAL-Umschaltung.
&NREN
(Not Remote Enable)
Schaltet die manuelle LOCAL-Umschaltung frei.
&POL
(Serial Poll)
Führt einen Serial Poll durch.
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
88
R&S®RSC
Liste der Befehle
Liste der Befehle
*CAL?​...........................................................................................................................................61
*CLS​.............................................................................................................................................61
*ESE​.............................................................................................................................................61
*ESR?​...........................................................................................................................................61
*IDN?​............................................................................................................................................61
*OPC​............................................................................................................................................62
*OPC?​..........................................................................................................................................62
*OPT?​...........................................................................................................................................62
*PSC​.............................................................................................................................................62
*RST​.............................................................................................................................................63
*SRE​.............................................................................................................................................63
*STB?​...........................................................................................................................................63
*TRG​............................................................................................................................................63
*TST?​...........................................................................................................................................64
*WAI​.............................................................................................................................................64
ATTenuator:​CATalog?​.................................................................................................................66
ATTenuator:​ENUM?​.....................................................................................................................68
ATTenuator<n>:​ATTenuation​.......................................................................................................65
ATTenuator<n>:​CASCade?​.........................................................................................................65
ATTenuator<n>:​CMODe​..............................................................................................................66
ATTenuator<n>:​CORRection​.......................................................................................................67
ATTenuator<n>:​DEViation?​.........................................................................................................67
ATTenuator<n>:​FREQency​..........................................................................................................69
ATTenuator<n>:​NAMe?​...............................................................................................................69
ATTenuator<n>:​UCALibration​......................................................................................................70
ATTenuator<n>:​UCALibration:​LOAD​...........................................................................................70
ATTenuator<n>:​UCALibration:​OFFSet​........................................................................................71
DIAGnostic:​SERVice:​HWINfo?​....................................................................................................72
DIAGnostic:​SERVice:​PASSword​.................................................................................................73
DIAGnostic:​SERVice:​SFUNction​.................................................................................................73
DIAGnostic:​SERVice:​STESt​........................................................................................................73
DIAGnostic:​SERVice:​STESt:​RESult?​..........................................................................................73
DIAGnostic:​SERVice:​SWINfo?​....................................................................................................74
SYSTem:​COMMunicate:​GPIB:​ADDRess​.....................................................................................74
SYSTem:​COMMunicate:​GPIB:​RTERminator​...............................................................................75
SYSTem:​DATE​............................................................................................................................75
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
89
R&S®RSC
Liste der Befehle
SYSTem:​ERRor:​CLEar:​ALL​.........................................................................................................76
SYSTem:​ERRor:​LIST?​.................................................................................................................76
SYSTem:​ERRor?​.........................................................................................................................75
SYSTem:​LANGuage​....................................................................................................................76
SYSTem:​LXI:​INFo?​......................................................................................................................76
SYSTem:​LXI:​LANReset​...............................................................................................................77
SYSTem:​LXI:​MDEScription​..........................................................................................................77
SYSTem:​LXI:​PASSword​..............................................................................................................77
SYSTem:​TIME​.............................................................................................................................77
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
90
R&S®RSC
Index
Index
Symbols
*CAL? .................................................... 61
*CLS ...................................................... 61
*ESE ...................................................... 61
*ESR ...................................................... 61
*IDN ........................................................ 61
*OPC ...................................................... 62
*OPT ...................................................... 62
*PSC ...................................................... 62
*RST ...................................................... 63
*SRE ...................................................... 63
*STB ...................................................... 63
*TRG ...................................................... 63
*TST ...................................................... 64
*WAI ...................................................... 64
GPIB
Fernbedienungsschnitttelle ................ 49
GPIB Bus
Schnittstellenfunktionen .................... 83
GPIB Bus-Schnittstelle (IEC 625 / IEEE 488)
.............................................................. 81
H
Hardwareoptionen .................................. 62
HiSLIP
Protokoll ............................................ 55
I
IFC .......................................................... 82
Interface Clear ........................................ 82
A
L
Allgemeine Befehle ................................ 60
Anschluss
GPIB Bus .......................................... 81
LAN .................................................... 85
ATN ........................................................ 82
Attention ................................................ 82
ATTenuator-Subsystem ........................ 64
LAN
Fernbedienungsschnitttelle ................ 49
LAN-Schnittstelle .................................... 85
N
D
O
Data Valid .............................................. 82
DAV ........................................................ 82
DHCP-Netzwerke .................................. 22
Operation Complete .............................. 62
Option .................................................... 62
P
E
Preset-Einstellung .................................. 63
EOI ........................................................ 82
Ethernet-Schnittstelle (LAN) .................. 85
R
F
Fernsteuerung
GPIB Schnittstelle .............................. 53
LAN Schnittstelle .............................. 54
Protokolle .......................................... 49
Schnittstellen .................................... 49
USB Schnittstelle .............................. 56
Firmware-Version .................................. 61
Funktionsprüfung .................................... 18
G
NDAC .................................................... 82
NRFD .................................................... 82
REN ........................................................ 82
Rücksetzen - Geräteeinstellungen ........ 63
S
Schnittstellenfunktionen
GPIB Bus .......................................... 83
Selbsttest ................................................ 64
Service Request (SRQ) .......................... 63
softkey
Password (remote control) ................ 73
Selftest (remote control) .................... 64
Geräteeinstellungen - Rücksetzen ........ 63
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
91
R&S®RSC
Index
Service Function (remote control) ..........
73
Versions+Options (remote control) ........
61
Softkey
Hardware Info (Fernbedienung) ........ 62
Installed Options (Fernbedienung) ........
62
Softwareoptionen .................................. 62
SRQ ........................................................ 82
SRQ (Service Request) .......................... 63
Steuerbus .............................................. 82
T
Taste
PRESET ............................................ 63
U
Universalbefehle .................................... 84
USB
Fernbedienungsschnitttelle ................ 49
V
Voreinstellungen (Preset) ...................... 63
VXI-11
Fernbedienungsprotokoll .................. 49
Bedienhandbuch 1313.8910.03 ─ 04
92
Was this manual useful for you? yes no
Thank you for your participation!

* Your assessment is very important for improving the work of artificial intelligence, which forms the content of this project

Download PDF

advertisement