HM8115 Power Meter
DEUTSCH • ENGLISH
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Instruments
Power Meter
HM8115
MANUAL • HANDBUCH • MANUEL
Inhaltsverzeichnis
Deutsch............................................5
English........................................14
Allgemeine Hinweise zur CE-Kennzeichnung .............. 3
Technische Daten ............................................................. 5
Allgemeines ......................................................................
Sicherheit .....................................................................
Bestimmungsgemäßer Betrieb ...................................
Garantie ........................................................................
Netzspannungsumschaltung .......................................
Inbetriebnahme ............................................................
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6
6
6
6
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Grundlagen .......................................................................
Effektivwert ..................................................................
Crestfaktor ...................................................................
Leistung .......................................................................
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7
7
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Bedienelemente und Anzeigen ...................................... 8
Hardware ........................................................................ 12
Baudrate ..................................................................... 12
Schnittstellenparameter ............................................. 12
Befehle ............................................................................ 13
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St. 05.01-Tke/Hüb
Änderungen vorbehalten / Subject to change without notice
Allgemeine Hinweise zur CE-Kennzeichnung
HAMEG Meßgeräte erfüllen die Bestimmungen der EMV Richtlinie. Bei der Konformitätsprüfung werden von HAMEG die gültigen Fachgrundbzw. Produktnormen zu Grunde gelegt. In Fällen wo unterschiedliche Grenzwerte möglich sind, werden von HAMEG die härteren Prüfbedingungen angewendet. Für die Störaussendung werden die Grenzwerte für den Geschäfts- und Gewerbebereich sowie für Kleinbetriebe angewandt
(Klasse 1B). Bezüglich der Störfestigkeit finden die für den Industriebereich geltenden Grenzwerte Anwendung.
Die am Meßgerät notwendigerweise angeschlossenen Meß- und Datenleitungen beeinflußen die Einhaltung der vorgegebenen Grenzwerte in
erheblicher Weise. Die verwendeten Leitungen sind jedoch je nach Anwendungsbereich unterschiedlich. Im praktischen Meßbetrieb sind daher
in Bezug auf Störaussendung bzw. Störfestigkeit folgende Hinweise und Randbedingungen unbedingt zu beachten:
1. Datenleitungen
Die Verbindung von Meßgeräten bzw. ihren Schnittstellen mit externen Geräten (Druckern, Rechnern, etc.) darf nur mit ausreichend abgeschirmten Leitungen erfolgen. Sofern die Bedienungsanleitung nicht eine geringere maximale Leitungslänge vorschreibt, dürfen Datenleitungen (Eingang/Ausgang, Signal/Steuerung) eine Länge von 3 Metern nicht erreichen und sich nicht außerhalb von Gebäuden befinden. Ist an einem
Geräteinterface der Anschluß mehrerer Schnittstellenkabel möglich, so darf jeweils nur eines angeschlossen sein.
Bei Datenleitungen ist generell auf doppelt abgeschirmtes Verbindungskabel zu achten. Als IEEE-Bus Kabel sind die von HAMEG beziehbaren
doppelt geschirmten Kabel HZ72S bzw. HZ72L geeignet.
2. Signalleitungen
Meßleitungen zur Signalübertragung zwischen Meßstelle und Meßgerät sollten generell so kurz wie möglich gehalten werden. Falls keine
geringere Länge vorgeschrieben ist, dürfen Signalleitungen (Eingang/Ausgang, Signal/Steuerung) eine Länge von 3 Metern nicht erreichen und
sich nicht außerhalb von Gebäuden befinden.
Alle Signalleitungen sind grundsätzlich als abgeschirmte Leitungen (Koaxialkabel - RG58/U) zu verwenden. Für eine korrekte Masseverbindung
muß Sorge getragen werden. Bei Signalgeneratoren müssen doppelt abgeschirmte Koaxialkabel (RG223/U, RG214/U) verwendet werden.
3. Auswirkungen auf die Meßgeräte
Beim Vorliegen starker hochfrequenter elektrischer oder magnetischer Felder kann es trotz sorgfältigen Meßaufbaues über die angeschlossenen
Meßkabel zu Einspeisung unerwünschter Signalteile in das Meßgerät kommen. Dies führt bei HAMEG Meßgeräten nicht zu einer Zerstörung
oder Außerbetriebsetzung des Meßgerätes.
Geringfügige Abweichungen des Meßwertes über die vorgegebenen Spezifikationen hinaus können durch die äußeren Umstände in Einzelfällen
jedoch auftreten.
Mai/May 2001
HAMEG GmbH
Änderungen vorbehalten / Subject to change without notice
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KONFORMITÄTSERKLÄRUNG
DECLARATION OF CONFORMITY
DECLARATION DE CONFORMITE
Name und Adresse des Herstellers
Manufacturer´s name and address
Nom et adresse du fabricant
Instruments
HAMEG GmbH
Kelsterbacherstraße 15-19
D - 60528 Frankfurt
Bezeichnung / Product name / Designation:
Universalzähler/Universal Counter/Compteur Universel
Typ / Type / Type:
HM8115
mit den folgenden Bestimmungen / with applicable regulations / avec les directives suivantes
EMV Richtlinie 89/336/EWG ergänzt durch 91/263/EWG, 92/31/EWG
EMC Directive 89/336/EEC amended by 91/263/EWG, 92/31/EEC
Directive EMC 89/336/CEE amendée par 91/263/EWG, 92/31/CEE
Niederspannungsrichtlinie 73/23/EWG ergänzt durch 93/68/EWG
Low-Voltage Equipment Directive 73/23/EEC amended by 93/68/EEC
Directive des equipements basse tension 73/23/CEE amendée par 93/68/CEE
Angewendete harmonisierte Normen / Harmonized standards applied / Normes harmonisées utilisées
Sicherheit / Safety / Sécurité
EN 61010-1: 1993 / IEC (CEI) 1010-1: 1990 A 1: 1992 / VDE 0411: 1994
Überspannungskategorie / Overvoltage category / Catégorie de surtension: II
Verschmutzungsgrad / Degree of pollution / Degré de pollution: 2
Elektromagnetische Verträglichkeit / Electromagnetic compatibility / Compatibilité électromagnétique
EN 61326-1/A1
Störaussendung / Radiation / Emission: Tabelle / table / tableau 4, Klasse / Class / Classe B.
Störfestigkeit / Immunity / Imunitee: Tabelle / table / tableau A1.
EN 61000-3-2/A14
Oberschwingungsströme / Harmonic current emissions / Émissions de courant harmonique:
Klasse / Class / Classe D.
EN 61000-3-3
Spannungsschwankungen u. Flicker / Voltage fluctuations and flicker / Fluctuations de tension et du flicker.
Datum /Date /Date
Unterschrift / Signature /Signatur
30.04.2001
E. Baumgartner
Technical Manager
Directeur Technique
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HM8115 Power Meter
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Leistungsmessung bis 8 kW
Getrennte Messung von Wirk- und Blindleistung
Automatische Meßbereichswahl; ein fachste Bedienung Programmierbar über RS 232
Simultane Anzeige von Spannung, Strom und Leistung
Das HM8115 ist ein einfach zu bedienendes
Leistungsmeßgerät mit guter Genauigkeit für den Laboreinsatz und Überwachungsaufgaben. Durch die automatische Bereichswahl beschränkt sich die Bedienung
auf ein Minimum. Die simultane Anzeige von Spannung,
Strom und Leistung macht alle Leistungsparameter auf
einen Blick sichtbar und prädestiniert das Gerät für Überwachungsaufgaben. Die eingebaute RS232-Schnittstelle erlaubt die Steuerung und Datenübernahme mittels PC.
Technische Daten
(+18°C bis +28°C)
Auflösung:
Genauigkeit (50-60 Hz):
Spannung
Echteffektivwert (AC+DC)
Bereiche (Auflösung):
Genauigkeit:
Eingangsimpedanz:
Crestfaktor:
Eingangsschutz:
50 V (0,1 V); 150 V (1 V);
500 V (1 V)
±(0,4% + 5 Digit), 20 Hz -1 kHz
±(0,6% + 5 Digit), DC
1 MΩ // 100 pF
max. 3,5 am Bereichsende
750 Vs
Strom
Echteffektivwert (AC+DC)
Bereiche (Auflösung):
160 mA, 1,6 A (1 mA);
16 A (10 mA)
Genauigkeit:
±(0,4% + 5 Digit), 20 Hz -1 kHz
±(0,6% + 5 Digit), DC
Crestfaktor:
max. 4 am Bereichsende
Eingangsschutz Input 1:
Sicherung 16 A Superflink (FF), 6,3x32mm
Eingangsschutz Input 2:
Sicherung 10 A Träge
(T), 5x20mm
Wirkleistung
Bereiche (Auflösung):
8 W (1 mW); 24 W, 80 W (10
mW); 240 W, 800 W (100 mW); 2400 W, 8000 W (1 W)
Genauigkeit:
±(0,5% + 10 Digit), 20 Hz 1kHz ± (0,5% + 10 Digit), DC
Anzeige:
4stellig, 7-Segment LED
Blindleistung
Bereiche (Auflösung): 8 VAr (1 mVAr); 24 VAr, 80 VAr
(10 mVAr); 240 VAr, 800 VAr (100 mVAr); 2400 VAr,
8000 VAr (1 VAr)
Genauigkeit:
± (2,5 % + 10 Digit + 0,02 x P),
20 - 400 Hz; P = Wirkleistung
Anzeige:
4stellig, 7-Segment LED
Phasenverschiebung
Anzeige:
cos ϕ (0 bis +1,00)
Änderungen vorbehalten / Subject to change without notice
± 0,01 von cos ϕ
± (1,5 Grad + 2 Digit)
(U und I > 1/10 v. Meßbereich)
Monitorausgang (Analog)
Anschluß:
BNC-Buchse (galvanische
Trennung v. Meßkreis und RS232 Schnittstelle)
Bezugspotential:
Schutzleiteranschluß
Pegel:
2 Veff bei Bereichsende (2400/8000 Digit)
Genauigkeit:
typ. 5 %
Polarität (Bezug):
invertiert (Leistungsanzeige)
Ausgangsimpedanz:
ca. 10 kΩ
Bandbreite:
DC - > 1kHz
Fremdspannungsschutz:
± 30V
Serial Port
Typ:
Protokoll:
Übertragungsraten:
Funktionen:
RS-232 (3 Leitungen)
Xon/Xoff
1200 / 9600 Baud
Steuerung / Datenabfrage
Bedienung/Anzeigen
Bereichswahl (automatisch/manuell):
Strom, Spannung und Leistung
Überbereichsanzeige:
optisch, akustisch
Spannungsanzeige:
3stellig, 7-Segment LED
Stromanzeige:
4stellig, 7-Segment LED
kombinierte Anzeige für
Wirkleistung:
4stellig, 7-Segment LED
Blindleistung:
4stellig, 7-Segment LED
und Vorzeichen f. kapazitive Last
Phasenverschiebung:
3stellig, 7-Segment LED
Verschiedenes
Schutzart:
Schutzklasse I, EN 61010 (IEC 1010)
Netzanschluß:
115/230 V ± 10%, 50/60 Hz
Leistungsaufnahme:
ca. 15 W bei 50 Hz
Arbeitstemperaturbereich:
0°....+40°C
Zulässige rel. Feuchte:
< 80 %
B 285, H 75, T 365 mm
Gehäusemaße:
Gewicht:
ca. 4 kg
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Allgemeines
Allgemeines
Sofort nach dem Auspacken sollte das Gerät auf mechanische Beschädigungen und lose Teile im Innern überprüft
werden. Falls ein Transportschaden vorliegt, ist sofort der
Lieferant zu informieren. Das Gerät darf dann nicht in Betrieb gesetzt werden.
Sicherheit
Dieses Gerät ist gemäß EN 61010-1 (IEC 1010-1), „Sicherheitsbestimmungen für elektrische Meß-, Steuer-, Regelund Laborgeräte“, gebaut und geprüft und hat das Werk in
sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand verlassen. Um
diesen Zustand zu erhalten und einen gefahrlosen Betrieb
sicherzustellen, muß der Anwender die Hinweise und Warnvermerke beachten, die in dieser Bedienungsanleitung enthalten sind.
Das Gerät entspricht den Bestimmungen der Schutzklasse
I und darf aus Sicherheitsgründen nur an vorschriftsmäßigen Schutzkontaktsteckdosen betrieben werden. Der Netzstecker der Stromversorgung muß eingeführt sein, bevor
Signalstromkreise angeschlossen werden. Die Auftrennung
der Schutzkontaktverbindung ist unzulässig.
Wenn anzunehmen ist, daß ein gefahrloser Betrieb nicht
mehr möglich ist, so ist das Gerät außer Betrieb zu setzen
und gegen unabsichtlichen Betrieb zu sichern. Diese Annahme ist berechtigt,
• wenn das Gerät sichtbare Beschädigungen hat,
• wenn das Gerät lose Teile enthält,
• wenn das Gerät nicht mehr arbeitet,
• nach längerer Lagerung unter ungünstigen Verhältnissen
(z.B. im Freien oder in feuchten Räumen),
• nach schweren Transportbeanspruchungen (z.B. mit einer Verpackung, die nicht den Mindestbedingungen von
Post, Bahn oder Spedition entsprach).
Bestimmungsgemäßer Betrieb
Das Meßgerät ist für den Betrieb in folgenden Bereichen
bestimmt: Industrie-, Wohn-, Geschäfts- und Gewerbebereich sowie Kleinbetriebe.
Der zulässige Umgebungstemperaturbereich während des
Betriebs reicht von +10°C... +40°C. Während der Lagerung
oder des Transports darf die Temperatur zwischen -40°C
und +70°C betragen. Hat sich während des Transports oder
der Lagerung Kondenswasser gebildet, muß das Gerät ca.
2 Stunden akklimatisiert werden, bevor es in Betrieb genommen wird. Das Gerät ist zum Gebrauch in sauberen,
trockenen Räumen bestimmt. Es darf nicht bei besonders
großem Staub- bzw. Feuchtigkeitsgehalt der Luft, bei Explosionsgefahr sowie bei aggressiver chemischer Einwirkung betrieben werden.
Die Betriebslage ist beliebig. Eine ausreichende Luftzirkulation (Konvektionskühlung) ist jedoch zu gewährleisten.
Die Lüftungslöcher dürfen nicht abgedeckt werden!
Nenndaten mit Toleranzangaben gelten nach einer
Anwärmzeit von min. 20 Minuten, im Umgebungstemperaturbereich von 15°C bis 30°C.
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Werte ohne Toleranzangabe sind Richtwerte eines
durchschnittlichen Gerätes.
Garantie
Jedes Gerät durchläuft vor dem Verlassen der Produktion
einen Qualitätstest mit 10-stündigem ,,burn-in”. Im intermittierenden Betrieb wird dabei fast jeder Frühausfall erkannt. Dem folgt ein 100% Test jedes Gerätes, bei dem alle
Betriebsarten und die Einhaltung der technischen Daten geprüft werden.
Dennoch ist es möglich, daß ein Bauteil erst nach längerer
Betriebsdauer ausfällt. Daher wird auf alle Geräte eine
Funktionsgarantie von 2 Jahren gewährt. Voraussetzung ist,
daß im Gerät keine Veränderungen vorgenommen wurden.
Für Versendungen per Post, Bahn oder Spedition muß die
Originalverpackung verwendet werden. Transport- oder sonstige Schäden, verursacht durch grobe Fahrlässigkeit, werden von der Garantie nicht erfaßt. Bei einer Beanstandung
sollte man am Gehäuse des Gerätes eine stichwortartige
Fehlerbeschreibung anbringen. Wenn dabei gleich der Name
und die Telefon-Nr. (Vorwahl und Ruf- bzw. Durchwahl-Nr.
oder Abteilungsbezeichnung) für evtl. Rückfragen angegeben wird, dient dies einer beschleunigten Abwicklung.
Netzspannungsumschaltung
Bei Lieferung ist das Gerät auf 230 V Netzspannung eingestellt. Die Umschaltung der Netzspannung auf 115 V kann
mit dem Spannungswähler vorgenommen werden, der sich
an der Gehäuserückwand befindet. Die gewählte Netzspannung wir am Spannungswähler angezeigt. Unter dem
Spannungswähler befindet sich die Netzstecker-Buchse.
Über diese Netzstecker-Buchse erfolgt die Stromversorgung
des Geräts.
Mit der Netzspannungsumschaltung ist ein Wechsel der
Netzeingangssicherungen verbunden. Die Nennströme der
Sicherungen sind an der Gehäuserückwand abzulesen und
am Ende diese Abschnittes aufgeführt.
Die Netzeingangssicherungen sind von außen zugänglich.
Netzstecker-Buchse und Sicherungshalter bilden eine Einheit.
Ein Auswechseln der beiden Sicherungen darf und kann (bei
unbeschädigtem Sicherungshalter) nur erfolgen, wenn zuvor das Netzkabel aus der Buchse entfernt wurde. Mit einem geeigneten Schraubenzieher (Klingenbreite ca. 2mm)
werden die an der linken und rechten Seite des Sicherungshalters befindlichen Kunststoffarretierungen nach innen gedrückt. Der Ansatzpunkt ist am Gehäuse mit zwei schrägen
Führungen markiert. Beim Entriegeln wird der Sicherungshalter durch Druckfedern nach außen gedrückt und kann
entnommen werden. Die Sicherungen sind dann zugänglich und können ggf. ersetzt werden.
Es ist darauf zu achten, daß die zur Seite herausstehenden
Kontaktfedern nicht verbogen werden. Das Einsetzen des
Sicherungshalters ist nur möglich, wenn der Führungssteg
zur Buchse zeigt. Der Sicherungshalter wird gegen den
Federdruck eingeschoben, bis beide Kunstoffarretierungen
einrasten. Die Verwendung ,,geflickter” Sicherungen oder
das Kurzschließen des Sicherungshalters ist unzulässig.
Dadurch entstehende Schäden fallen nicht unter die
Garantieleistungen.
Änderungen vorbehalten / Subject to change without notice
Grundlagen
sen. Voraussetzung hierfür ist, daß die bezüglich Crestfaktor
und Frequenz spezifizierten Grenzen nicht überschritten
werden.
Sicherungstype:
Größe 5 x 20 mm; 250V~, C;
IEC 127, Bl. III; DIN 41 662
(evtl. DIN 41 571, Bl. 3).
Netzspannung
230 V
115 V
Sicherungs-Nennstrom
100 mA träge (T)
200 mA träge (T)
Inbetriebnahme
Achtung!
Zuerst ist zu prüfen, ob der Spannungswähler (20) richtig
eingestellt ist und sich die richtigen Sicherungen im
Sicherungshalter (19) befinden. Gegebenenfalls ist wie im
Abschnitt „Netzspannungsumschaltung“ beschrieben zu
verfahren.
Induktivitäten oder Kapazitäten der Quelle führen zu Phasenverschiebungen zwischen Strom und Spannung; das gilt
auch für Lasten mit induktiven bzw. kapazitiven Anteilen.
Betrifft es die Quelle und die Last, erfolgt eine gegenseitige Beeinflussung.
Mit den Bezeichnungen
U = Effektivwert der sinusförmigen Spannung
I = Effektivwert des sinusförmigen Stroms
ϕ = Phasenverschiebung zwischen U und I
lassen sich folgende Gleichungen aufstellen
Wirkleistung (Einheit Watt, Kurzzeichen P)
P = U x I x cos ϕ
Grundlagen
Blindleistung (Einheit Var, Kurzzeichen var)
Effektivwert
Q = U x I x sin ϕ
Mit Effektivwert (engl. „RMS“ – Root Mean Square) beschreibt man den quadratischen Mittelwert einer Wechselgröße (z.B. Wechselspannung). Bei einer sinusförmigen
Wechselspannung ist der Effektivwert das 1/√2fache
(0,707fache) des Scheitelwertes.
Scheinleistung (Einheit Voltampere, Kurzzeichen VA)
S=UxI
Bei Gleichgrößen (Gleichstrom, Gleichspannung) ist der
Augenblickswert zeitlich konstant; also auch die Leistung.
Crestfaktor
Der Crestfaktor (auch Scheitelfaktor genannt) charakterisiert
die Form von Wechselgrößen, die durch das Verhältnis von
Scheitelwert zu Effektivwert beschrieben wird. Bei reinen
sinusförmigen Wechselgrößen beträgt das Verhältnis
1,414:1.
Die Genauigkeit des berechneten Effektivwertes ist abhängig vom Crestfaktor und verschlechtert sich mit höherem
Crestfaktor. Die Angabe des maximal zulässigen Crestfaktors
(techn. Daten) bezieht sich auf das Meßbereichsende. Wird
nur ein Teil des Meßbereiches genutzt (z.B. 230 V im 500 V
Bereich), darf der Crestfaktor erheblich größer sein.
Leistung
Die Leistung von Gleichgrößen (Gleichstrom, Gleichspannung) ist das Produkt von Strom und Spannung.
Bei der Wechselstromleistung muß zusätzlich zu Strom und
Spannung auch die Kurvenform und die Phasenlage berücksichtigt werden. Bei sinusförmigen Wechselgrößen (Strom,
Spannung) und bekannter Phasenverschiebung, läßt sich die
Leistung leicht berechnen. Schwieriger wird es, wenn es
sich um nicht-sinusförmige Wechselgrößen handelt.
Mit dem Power Meter läßt sich der Mittelwert der augenblicklichen Leistung unabhängig von der Kurvenform mes-
Änderungen vorbehalten / Subject to change without notice
Im Gegensatz dazu unterliegt der Augenblickswert bei
Misch- und Wechselgrößen zeitlichen Änderungen nach Betrag (Höhe) und Vorzeichen (Polarität). Liegt immer die gleiche Polarität von Strom und Spannung vor (keine Phasenverschiebung), ist das Produkt (Strom x Spannung) immer
positiv und die Leistung wird an der Last vollständig in Energie umgewandelt. Während der Augenblickswerte in denen - bedingt durch Phasenverschiebung - das Produkt negativ ist, nimmt die Last (induktiv oder kapazitiv) keine Leistung auf (Blindleistung).
7
Bedienelemente und Anzeigen
Bedienelemente und Anzeigen
(1) POWER – Netz-Tastenschalter mit Symbolen für Ein- (I)
und Aus-Stellung (O).
Mit dem Einschalten des Gerätes zeigt die FUNCTIONAnzeige (4) kurzzeitig erst die Versionsnummer der Firmware (z.B. „1.01“) und dann die Übertragungsrate der
seriellen Schnittstelle (z.B. „9600“). Anschließend schaltet das Gerät auf Leistungsmessung und die mit „WATT“
(12) beschriftete LED leuchtet.
Meßbereichsüberschreitung
Meßbereichsüberschreitungen werden vom POWER METER immer durch Blinken der jeweiligen Anzeige signalisiert. Ein zusätzlicher Signalton kann wie folgt an- oder abgeschaltet werden:
1. Das Gerät ausschalten
2. Die linke VOLT Taste (8) drücken und das Gerät ein
schalten (1).
3. Die linke VOLT Taste erst loslassen, wenn die WATT
LED (12) leuchtet.
Der neue Status wird permanent gespeichert bis er wieder
manuell geändert wird.
RS-232 Übertragungsrate
Die Übertragungsrate der RS-232 Schnittstelle kann zwischen 1200 und 9600 Baud umgeschaltet werden. Der Umschaltung wird folgendermaßen vorgenommen:
1. Das Gerät ausschalten
2. Die rechte VOLT Taste (9) drücken und das Gerät ein
schalten (1).
3. Die rechte VOLT Taste erst loslassen, wenn die WATT
LED (12) leuchtet.
Shunt, geringfügig kleiner als die Eingangsspannung.
Ist die Spannung für den Meßbereich zu hoch
(Overrange), zeigt die Anzeige drei blinkende horizontale Striche „ - - - “. Um eine Spannungsanzeige zu erhalten, muß mit der VOLT-Taste (9) ein höherer Spannungsbereich oder die AUTO-Funktion gewählt werden.
(3) AMPERE (Strom) – Anzeige zeigt den Strom an, der in
dem gewählten Meßkreis fließt.
Ist der Strom für den Meßbereich zu hoch (Overrange),
zeigt die Anzeige vier horizontale Striche „ - - - “ und einen blinkenden Dezimalpunkt. Um eine Stromanzeige zu
erhalten, muß mit der AMPERE-Taste (11) ein höherer
Strombereich oder die AUTO-Funktion gewählt werden.
(4) FUNCTION (WATT, Var und cos ϕ) – Anzeige zeigt den
Meßwert der aktuellen Funktion an.
Die Funktionswahl wird mit den Tasten WATT (12)
(12), Var
(13) und cos ϕ (14) vorgenommen und mit der zugehörigen Einzel-LED angezeigt.
Im Falle fehlerhafter Messungen (z.B. zu niedriger
Meßbereich bei VOLT) zeigt die Funktionsanzeige „ - - - “
bei WATT (12) oder Var (13)
(13).
Bei cos ϕ Messung zeigt das Display zwei horizontale
Striche deren Position sich ständig ändert wenn kein
Phasenwinkel bestimmbar ist. Das kann folgende Ursachen haben:
1. Es fließt kein Strom
2. Im Meßkreis fließt nur Gleichstrom.
3. Wechselspannung und/oder Wechselstrom sind zu
klein.
4. Manuell gewählte Meßbereiche für VOLT und/oder
AMPERE sind zu hoch.
(5) SICHERUNG für Meßkreis 1.
Der neue Status wird so lange beibehalten bis er geändert
wird.
(2) VOLT (Spannungs) – Anzeige zeigt die Spannung an, die
am Ausgang des gewählten Meßkreises anliegt. Die
Spannung ist, bedingt durch den Spannungsabfall am
8
Mit der im Sicherungshalter befindlichen Sicherung (ZeitStrom Charakteristik: Superflink (FF)) wird der Meßwiderstand geschützt. Der maximal zulässige Meßstrom beträgt 16 Ampere.
Änderungen vorbehalten / Subject to change without notice
Bedienelemente und Anzeigen
(6) INPUT 1 / OUTPUT 1 – INPUT 2 / OUTPUT 2
Meßkreis-- Wahlschalter.
telwert 0,3 V beträgt. Die mittlere Spannung während
einer Periode beträgt somit 0,15 V.
Das Power Meter verfügt über zwei voneinander unabhängige Meßkreise. Mit dem auf der Rückseite befindlichen Meßkreis-Wahlschalter (6) wird der aktive Meßkreis
bestimmt.
Mit den zuvor genannten Werten: 800 Watt Meßbereich,
2 Veff bei 800 Watt und einer tatsächlichen mittleren
Spannung von 0,15 Volt am MONITOR-Ausgang ergibt
sich die Gleichung
In Stellung „INPUT 1 / OUTPUT 1“ erfolgt die Messung
mit den Ein- und Ausgängen von Meßkreis 1 (Sicherheitsbuchsen auf der Frontseite (15)). Meßkreis 2 ist in Stellung „INPUT 2 / OUTPUT 2“ wirksam (INPUT 2 (17)
auf der Geräterückseite und OUTPUT 2 (16) auf der Frontseite).
800 x 0,15
X = ———————
2
(7) MONITOR (BNC-Buchse) ermöglicht die Anzeige der
Augenblickswerte der Leistung mit einem Oszilloskop,
wenn die WATT-Funktion (12) oder die cos ϕ -Funktion
(14) eingeschaltet ist. Das in der Stellung Var (13) vorhandene Signal kann nicht ausgewertet werden.
Der Außenanschluß der BNC-Buchse ist galvanisch mit
dem Chassis verbunden. Das Signal an dieser Buchse
ist galvanisch von den Meßkreisen und der RS-232
Schnittstelle getrennt.
Die Polarität des Signales ist umgekehrt (invertiert), d.h.
ein positives Strom-Spannungs-Produkt wird auf dem
Oszilloskop unterhalb der Nullinie als negativer
Spannungswert angezeigt. Das läßt sich vermeiden, indem am Oszilloskop die Invertierungsfunktion des benutzten Meßkanales eingeschaltet wird.
Ist die Funktion WATT (12) gewählt, erfolgt eine automatische Korrektur der temperaturabhängigen Drift. Die
Häufigkeit der Korrektur hängt von der Temperatur ab.
Während der Korrektur (ca. 100 ms) liegt kein Signal am
MONITOR-Ausgang an und die Ausgangsspannung beträgt 0 Volt. Bei cos ϕ (14) erfolgt keine Korrektur und
das Signal ist ohne Unterbrechung verfügbar.
Die folgende Beschreibung bezieht sich auf die invertierte Darstellung mit einem Oszilloskop.
Die Ausgangsspannung beträgt 2 Veff am Bereichsende
der WATT-Anzeige. Der Bereich der Leistungsanzeige
wird nicht angezeigt, kann aber leicht errechnet werden.
Er ist das Produkt des Spannungs- (VOLT) und des Strom(AMPERE) Bereiches.
Beispiel:
Die Messung soll im 500 VOLT- und 1.6 AMPERE-Bereich erfolgen. Das Produkt der Bereiche beträgt 800
Watt. Entsprechend der Spezifikation beträgt die Spannung am MONITOR-Ausgang 2 Veff, wenn dem
Meßkreis 800 Watt entnommen wird.
Die am Meßkreiseingang anliegende Spannung soll 230
Volt (50 Hz) betragen und die am Meßkreisausgang mit
einer rein ohmschen Last belastet wird. Damit kommt
es zu keiner Phasenverschiebung zwischen Strom und
Spannung.
Das Oszilloskop zeigt die Leistungsaufnahme in Form
einer unverzerrten sinusförmigen Wechselspannung an.
Der negative Scheitelwert entspricht der Null-Volt-Position des Kathodenstrahles, während der positive ScheiÄnderungen vorbehalten / Subject to change without notice
Die mittlere Leistung beträgt somit 60 Watt.
Anmerkung: Obwohl die Frequenz der am
Meßkreiseingang anliegenden Spannung 50 Hz beträgt,
zeigt das Oszilloskop die Leistung mit einer Frequenz
von 100 Hz an. Bezogen auf eine 50 Hz Periode, gibt es
zwei Augenblickswerte in denen die maximale Leistung
entnommen wird. Das ist zum Zeitpunkt des positiven
und des negativen Scheitelwertes der Fall. Zu zwei
Augenblickswerten fließt kein Strom und es liegt keine
Spannung an (Nulldurchgang). Dann kann keine Leistung
entnommen werden und die Spannung am MONITORAusgang beträgt 0 Volt.
(8) (9) VOLT (Drucktasten) für die manuelle oder automatische Wahl des Spannungs- Meßbereiches mit zugeordneten LEDs.
Mit dem Einschalten leuchtet sofort die AUTO-LED. Anschließend wählt das Gerät automatisch den bezogen
auf die am Meßkreis anliegende Spannung geeigneten
Meßbereich. Er wird zusätzlich zur AUTO-LED mit einer
Bereichsanzeige-LED angezeigt.
Ändert sich die Spannung am Meßkreis so, daß ein anderer Meßbereich geeigneter ist, schaltet die
Meßbereich-Automatik den Meßbereich um.
Mit dem Betätigen einer der VOLT (8) (9) -Tasten wird
die Meßbereich-Automatik abgeschaltet und die AUTOLED erlischt. Danach kann der Meßbereich mit einer der
VOLT-Tasten bestimmt werden.
Die Meßbereich-Automatik kann mit Betätigen der rechten VOLT-Taste (9) wieder eingeschaltet werden; dann
leuchtet die AUTO-LED.
Die VOLT–Anzeige (2) zeigt die am Meßkreis anliegende Spannung an oder signalisiert „Overrange“, wenn manuell ein zu niedriger Meßbereich gewählt wurde.
(10) (11) AMPERE (Drucktasten) für die manuelle oder automatische Wahl des Strom-Meßbereiches, mit zugeordneten LEDs.
Mit dem Einschalten leuchtet sofort die AUTO-LED. Anschließend wählt das Gerät automatisch den bezogen
auf den im Meßkreis fließenden Strom geeigneten
Meßbereich. Er wird zusätzlich zur AUTO-LED mit einer
Bereichsanzeige-LED angezeigt.
Ändert sich der Strom im Meßkreis so, daß ein anderer
Meßbereich geeigneter ist, schaltet die Meßbereich-Automatik den Meßbereich um.
Mit dem Betätigen einer der AMPERE-Tasten wird die
9
Bedienelemente und Anzeigen
Meßbereich-Automatik abgeschaltet und die AUTO-LED
erlischt. Danach kann der Meßbereich mit einer der AMPERE-Tasten bestimmt werden.
Die Meßbereich-Automatik kann mit Betätigen der rechten AMPERE-Taste (11) wieder eingeschaltet werden;
dann leuchtet die AUTO-LED.
Die AMPERE–Anzeige (3) zeigt den im Meßkreis fließenden Strom an oder signalisiert „Overrange“ wenn
manuell ein zu niedriger Meßbereich gewählt wurde.
(12) WATT (Drucktaste)
Mit dem Betätigen dieser Taste wird auf Wirkleistungsmessung geschaltet und die WATT-LED leuchtet. Die
FUNCTION-Anzeige (4) zeigt dann die Wirkleistung an.
(13) VAR (Drucktaste)
Mit dieser Taste wird auf die Messung der Blindleistung
geschaltet. Dann leuchtet die Var-LED und die
FUNCTION-Anzeige (4) zeigt die Blindleistung an.
Blindleistung wird bei kapazitiven Lasten mit einem negativen Vorzeichen ( - ) und bei induktiven Lasten als
positiver Wert (ohne Vorzeichen) angezeigt. Das Vorzeichen zeigt somit an, um welche Art von Last es sich
handelt.
Die Blindleistungsanzeige zeigt nur dann korrekte Werte an, wenn Strom und Spannung sinusförmig sind. Da
die Scheinleistung (U x I) und die Wirkleistung (U x I x
cos ϕ) unabhängig von der Kurvenform sind, kann die
Blindleistung aus diesen Meßwerten errechnet werden.
Anmerkung!
Unter bestimmten Bedingungen kann der irrtümliche Eindruck entstehen, daß ein Fehler des Meßgerätes vorliegt. Wird eine Blindleistung angezeigt obwohl keine Last
angeschlossen ist, sind die technischen Daten hinsichtlich der Meßgenauigkeit zu beachten.
(14) COS ϕ (Drucktaste)
Mit dem Aufruf dieser Funktion leuchtet die zugeordnete LED und die FUNCTION-Anzeige (4) beschreibt den
10
Winkel der Phasenverschiebung zwischen der Spannung
an der Last und dem durch die Last fließenden Strom.
Die FUNCTION-Anzeige (4) zeigt nur bei Wechselgrößen
einen cos ϕ - Wert an. Beide Wechselgrößen (Strom,
Spannung) müssen in ausreichender Höhe vorliegen (s.
technische Daten). Bei nicht ausreichender Höhe und
bei Gleichgrößen (Gleichstrom, Gleichspannung), werden Striche mit wechselnder Position angezeigt.
Die cos ϕ - Anzeige zeigt nur dann korrekte Werte an,
wenn Strom und Spannung sinusförmig sind. Da die
Scheinleistung (U x I) und die Wirkleistung unabhängig
von der Kurvenform sind, kann cos ϕ aus diesen Meßwerten errechnet werden.
Anmerkung!
Unter bestimmten Bedingungen kann der irrtümliche Eindruck entstehen, daß ein Fehler des Meßgerätes vorliegt. Erfolgt eine von 1 abweichende cos ϕ Anzeige obwohl keine kapazitive bzw. induktive Last angeschlossen ist, sind die technischen Daten hinsichtlich der
Meßgenauigkeit zu beachten.
(15) INPUT 1 / OUTPUT 1 (Bananensteckerbuchsen)
Meßkreis 1.
Meßkreis 1
ist durch das POWER METER nicht mit Erde (Schutzleiter, PE) verbunden! Er ist wirksam, wenn sich der
Meßkreis-Wahlschalter (6) (Rückseite) in Stellung „INPUT 1 / OUTPUT 1“ befindet. Alle Meßkreis 1 Anschlüsse (15) befinden sich auf der Frontseite. Die beiden linken Buchsen sind mit INPUT 1 gekennzeichnet und
werden mit der Stromversorgung verbunden. Die Last
wird an die beiden rechten Buchsen (OUTPUT 1) angeschlossen.
.Warnung!
Die Bananenstecker können durch hohe Ströme
bedingt heiß werden.
Die beiden oberen Buchsen (rot) sind galvanisch miteinander verbunden (0 Ohm). Zwischen den beiden oberen
Buchsen darf deshalb keine Spannung angelegt werden
(Kurzschluß)!
Änderungen vorbehalten / Subject to change without notice
Bedienelemente und Anzeigen
INPUT 2
MAX: 250V/10A
RS232
HM8115
Power Meter
GmbH
60528 FRANKFURT
Watts (max.): 15 at 230V 50Hz
AC 50 - 60Hz
Made in Germany
SERIAL PORT
Dieser Meßkreis ist für einen maximal zulässigen
Meßstrom von 16 Ampere ausgelegt (Sicherungsspezifikation: Superflink (FF)).
METER mit Erde (Schutzleiter, PE) verbunden! Der
Schutzleiteranschluß von INPUT 2 ist mit dem Schutzleiteranschluß von OUTPUT 2 galvanisch verbunden!
Der Meßwiderstand befindet sich im Gerät zwischen den
unteren Buchsen (blau, schwarz). Auch zwischen diesen Buchsen darf keine Spannung angelegt werden.
Meßkreis 2 ist eingeschaltet, wenn sich der MeßkreisWahlschalter (6) in Stellung „INPUT 2 / OUTPUT 2“
befindet.
Der Meßwiderstand wird durch eine von außen zugängliche Sicherung geschützt, die sich im Sicherungshalter
(5) befindet. Die Verwendung ,,geflickter” Sicherungen
oder das Kurzschließen des Sicherungshalters ist unzulässig.
Der Schutzleiteranschluß von INPUT 2 ist mit dem
Schutzleiteranschluß von OUTPUT 2 galvanisch verbunden!
Das Auswechseln dieser Sicherung darf nur erfolgen,
wenn an den Meßkreisanschlüssen keine Spannung
anliegt!
Die zwischen den beiden INPUT 1 -Buchsen maximal
zulässige Spannung beträgt 500 Volt. Bezogen auf das
Bezugspotential des Gerätes (Masse- = Schutzleiteranschluß), darf an keiner der beiden INPUT 1 -Buchsen
eine Spannung von > 500 Vp angelegt werden.
Achtung!
Spannungen, die einen der folgenden Werte überschreiten, werden als berührungsgefährlich angesehen:
1. 30 Volt Effektivwert
2. 42,4 Volt Spitzenwert
3. 60 Volt Gleichspannung
Das Anlegen höherer Spannungen darf nur durch
Fachkräfte erfolgen, die mit den damit verbundenen Gefahren vertraut sind!
Die diesbezüglichen Sicherheitsvorschriften sind
unbedingt zu beachten!
(16) OUTPUT 2 (Netzsteckdose) Meßkreis 2.
(17) INPUT 2 (Netzsteckerbuchse mit Sicherungshalter)
Meßkreis 2.
Meßkreis 2 ist für Einphasengeräte mit einer steckbaren
Anschlußleitung ausgelegt. Der Schutzleiteranschluß von
INPUT 2 (17) ist durch das Netzkabel (19) des POWER
Änderungen vorbehalten / Subject to change without notice
Die Stromversorgung wird an die mit der Beschriftung
INPUT 2 versehenen Netzsteckerbuchse (17) angeschlossen (Rückseite). Auf der Vorderseite des Gerätes befindet sich eine Netzsteckdose mit der Beschriftung OUTPUT 2 (16). Hier ist die Last anzuschließen.
Im Sicherungshalter der mit INPUT 2 (17) gekennzeichneten Netzsteckerbuchse befinden sich zwei 10 A Sicherungen (T). Die Meßkreis-Sicherungen sind von außen zugänglich.
Achtung!
Das Auswechseln dieser Sicherungen darf nur erfolgen,
wenn an den Meßkreis-Anschlüssen keine Spannung anliegt!
Ein Auswechseln der beiden Sicherungen kann nur erfolgen, wenn zuvor der Kaltgerätestecker entfernt wurde. Mit einem geeigneten Schraubenzieher (Klingenbreite ca. 2mm) werden die an der linken und rechten
Seite des Sicherungshalters befindlichen Kunststoffarretierungen nach innen gedrückt. Der Ansatzpunkt ist
am Gehäuse mit zwei schrägen Führungen markiert.
Beim Entriegeln wird der Sicherungshalter durch Druckfedern nach außen gedrückt und kann entnommen werden. Die Sicherungen sind dann zugänglich und können
ggf. ersetzt werden.
Es ist darauf zu achten, daß die zur Seite herausstehenden Kontaktfedern nicht verbogen werden. Das
Einsetzen des Sicherungshalters ist nur möglich, wenn
der Führungssteg zur Buchse zeigt. Der Sicherungshalter
wird gegen den Federdruck eingeschoben, bis beide
11
Hardware
RS232
Power Meter
HM8115
GmbH
SERIAL PORT
Kunstoffarretierungen einrasten. Die Verwendung ,,geflickter” Sicherungen oder das Kurzschließen des
Sicherungshalters ist unzulässig.
Achtung!
Spannungen, die einen der folgenden Werte überschreiten, werden als berührungsgefährlich angesehen:
1. 30 Volt Effektivwert
2. 42,4 Volt Spitzenwert
3. 60 Volt Gleichspannung
Das Anlegen höherer Spannungen darf nur durch
Fachkräfte erfolgen, die mit den damit verbundenen Gefahren vertraut sind!
Die diesbezüglichen Sicherheitsvorschriften sind
unbedingt zu beachten!
Die Verbindung vom PC (COM Port) zum POWER METER
(RS-232 Serial Port) kann über ein handelsübliches mit
9poligem D-Sub Stecker und 9poliger D-Sub Kupplung
versehenes Verlängerungskabel (1:1 beschaltet) hergestellt
werden. Seine Länge darf 3 Meter nicht überschreiten und
die Leitungen müssen abgeschirmt sein.
Von den Leitungen des Verlängerungskabels werden nur 3
benutzt.
Die RS-232 Anschlußbelegung am POWER METER und am
COM-Port (9polig) des PC ist der Tabelle zu entnehmen:
Die 1:1 Beschaltung des Verlängerungskabels bewirkt, daß
jeweils der Datenausgang des einen Gerätes mit dem Dateneingang des anderen Gerätes verbunden ist.
Bei PC‘s mit 25poligem COM-Port wird empfohlen, einen
handelsüblichen Adapter von 9polig D-Sub auf 25 polig DSub zu verwenden.
(18) RS-232 Serial Port (9 pol. D-Sub Buchse)
Baudrate
Hardware
Die Datenübertragung kann mit 1200 Baud oder 9600 Baud
durchgeführt werden. Die Umschaltung der Baudrate ist am
POWER METER - wie unter (1) POWER beschrieben - vorzunehmen!
Auf der Rückseite des POWER METER befindet sich eine
RS-232 Schnittstelle, die als 9polige D-Sub Buchse ausgeführt ist.
Schnittstellenparameter
Über diese bidirektionale Schnittstelle kann das POWER
METER Daten (Befehle) von einem externen Gerät (PC) empfangen bzw. Daten (Meßwerte und Parameter) an ein externes Gerät senden.
Pin
2
3
5
12
POWER METER
Name / Funktion
Tx Data / Datenausgang
Rx Data / Dateneingang
Bezugspotential für Pin 2 u. 3
Pin
2
3
5
PC COM Port (9polig)
Name / Funktion
Rx Data / Dateneingang
Tx Data / Datenausgang
Bezugspotential für Pin 2 u. 3
Die Parameter lauten:
N, 8, 1, Xon-Xoff (kein Paritätsbit, 8 Datenbits, 1 Stoppbit,
Xon-Xoff)
Die Datenübertragung kann mit einem Terminalprogramm
wie z.B. HyperTerminal durchgeführt werden. Nachdem die
Einstellungen im Terminalprogramm vorgenommen wurden,
muß vor dem Senden des ersten Befehls an das POWER
METER einmal die ENTER-Taste auf der PC-Tastatur betätigt werden.
Änderungen vorbehalten / Subject to change without notice
Befehle
Befehle
Allgemeiner Aufbau:
Die Befehle müssen als Buchstaben- bzw. Ziffern-Zeichenkette im ASCII-Format gesendet werden. Buchstaben können in Groß- und Kleinschreibung gesendet werden. Abgeschlossen wird jeder Befehl mit dem Zeichen 0Dh (= EnterTaste).
Befehl
PC —> HM8115
*IDN?
VERSION?
STATUS?
VAL?
VAS?
MA1
SET:Ix
AUTO:U
AUTO:I
BEEP
BEEP0
BEEP1
FAV0
FAV1
Antwort
HM8115 —> PC
HAMEG HM8115
version x.xx
Funktion_Voltbereich_
Amperebereich
Beschreibung
Abfrage der Identifikation
Abfrage der Softwareversion. Antwort z.B.: version 1.01
Abfrage der aktuellen Geräteeinstellungen. Funktion: WATT, VAR, cos ϕ
Voltbereich: U1 = 50 V, U2 = 150 V, U3 = 500 V
Amperebereich: I1 = 0,16 A, I2 = 1,6 A, I3 = 16A
Meßbereiche und
Abfrage der aktuellen Geräteeinstellungen und Meßwerte. Beispiel für Var
Meßwerte (VOLT,
aktiv: U3=225.6E+0 (225,6 V gemessen im 500 V-Bereich)
AMPERE).
I2=0.243E+0 (0,243 A gemessen im 1,6 A-Bereich)
Aktive Funktion und
VAR=-23,3E+0 (Blindleistung von 23,3 W bei kapazitiver Last)
Meßwert.
Meßbereichsüberschreitungen sind mit „OF“ (Overflow) gekennzeichnet.
Falls das Kommando innerhalb eines Meßzyklus gesendet wird, kommt die
Antwort erst am Ende des Meßzyklus.
VOLT- und AMPEREEinzelabfrage der Meßparameter und des Meßergebnisses zum PC.
Meßbereiche. Funktion Beispiel für cos ϕ aktiv: U3, I2, cos=0.87E+0.
mit Meßwert.
VOLT- und AMPEREStändige Übertragung der Meßparameter und Meßergebnisse zum PC.
Meßbereiche. Funktion Beispiel für cos ϕ aktiv: U3, I2, cos=0.87E+0.
mit Meßwert.
Bereichsüberschreitungen sind mit „OF“ (Overflow) gekennzeichnet. Jedes
Meßergebnis wird an den PC gesendet, bis die Funktion mit dem Befehl
„MA0“ beendet wird.
keine
Beendet den kontinuierlichen Meßwerttransfer, der mit „MA1“ gestartet
wird.
keine
Funktionswahl: Wirkleistung
keine
Funktionswahl: Blindleistung
keine
Funktionswahl: cos ϕ
keine
Wählt einen der folgenden Spannungsmeßbereiche (VOLT) und schaltet
die AUTORANGE-Funktion für Spannungsmessung (VOLT) ab: x = 1 (50 VBereich), 2 (150 V-Bereich) oder 3 (500 V-Bereich)
keine
Wählt einen der folgenden Strommeßbereiche (AMPERE) und schaltet die
AUTORANGE-Funktion für Strommessung (AMPERE) ab: x = 1 (0,16 ABereich), 2 (1,6 A-Bereich) oder 3 (16 A-Bereich)
keine
Schaltet die AUTORANGE-Funktion für Spannungsmessung (VOLT) ein.
keine
Schaltet die AUTORANGE-Funktion für Strommessung (AMPERE) ein.
keine
Erzeugt einmal ein akustisches Signal.
keine
Akustisches Signal abschalten.
keine
Akustisches Signal zulassen.
keine
Sperren aller VOLT, AMPERE und FUNCTION Bedienelemente.
keine
Freigabe aller VOLT, AMPERE und FUNCTION Bedienelemente.
Änderungen vorbehalten / Subject to change without notice
13
16
16
16
16
16
17
17
17
17
17
14
Änderungen vorbehalten / Subject to change without notice
HM8115 Power Meter
•
•
•
•
•
Accuracy (50-60 Hz):
Monitor
Voltage
Connector:
50 V (0.1 V); 150 V (1 V);
500 V (1 V)
±(0.4% + 5 digits), 20 Hz - 1 kHz
±(0.6% + 5 digits), DC
1 MΩ // 100 pF
max. 3.5 at full scale
750 V peak
True RMS measurement
Ranges (Resolution):
160 mA, 1.6 A (1 mA);
16 A (10 mA)
±(0.4% + 5 digits), 20 Hz-1 kHz
±(0.6% + 5 digits), DC
4 max. at full scale
Active Power
Ranges (Resolution): 8 W (1 mW); 24 W, 80 W (10 mW);
240 W, 800 W (100 mW); 2400 W, 8000W (1 W)
Accuracy:
±(0.5%+ 10 digits), 20 Hz - 1 kHz
± (0.5% + 10 digits), DC
RS232 (3 wires)
Xon/Xoff
1200 / 9600 Baud
Control / Data request
Current, Voltage, Power
optical, acoustical
3 digit, 7-segment LED
4 digit, 7-segment LED
4 digit, 7-segment LED
4 digit, 7-segment LED plus
sign for capacitive load
3 digit, 7-segment LED
Miscellaneous
Reactive Power
Ranges (Resolution):
8 VAr (1mVAr); 24 VAr, 80 VAr
(10 mVAr); 240 VAr, 800 VAr (100 mVAr);
2400 VAr, 8000 VAr (1 VAr)
Accuracy:
± (2.5 % + 10 digits + 0.02 x P),
20 – 400 Hz; P = Power
Current
Accuracy:
± (1.5 deg + 2 digits)
(V and I > 1/10 of range)
cos ϕ (0 to +1.00)
cos ϕ ± 0.01
Änderungen vorbehalten / Subject to change without notice
15
Line voltage 115V~ ±10%: T 200 mA
Line voltage 230V~ ±10%: T 100 mA
17
18
Änderungen vorbehalten / Subject to change without notice
Änderungen vorbehalten / Subject to change without notice
19
Änderungen vorbehalten / Subject to change without notice
RS232
HM8115
Power Meter
GmbH
60528 FRANKFURT
Watts (max.): 15 at 230V 50Hz
AC 50 - 60Hz
Made in Germany
SERIAL PORT
Änderungen vorbehalten / Subject to change without notice
21
Hardware
INPUT 2
MAX: 250V/10A
RS232
Power Meter
HM8115
GmbH
60528 FRANKFURT
Watts (max.): 15 at 230V 50Hz
AC 50 - 60Hz
Made in Germany
SERIAL PORT
POWER.
22
Pin
2
3
5
PC COM Port (9 pole)
Name / Function
Rx Data / data input
Tx Data / data output
Pin 2 and 3 reference potential
Änderungen vorbehalten / Subject to change without notice
VAL?
VAS?
MA1
no
no
no
no
no
SET:Ix
no
no
no
no
no
no
no
no
Änderungen vorbehalten / Subject to change without notice
23
®
Germany
HAMEG GmbH
Industriestraße 6
63533 Mainhausen
Tel.
(06182) 8909 - 0
Telefax (06182) 8909 - 30
E-mail: [email protected]
Instruments
Oscilloscopes
HAMEG Service
Kelsterbacher Str. 15-19
60528 FRANKFURT am Main
Tel.
(069) 67805 - 24
Telefax (069) 67805 - 31
E-mail: [email protected]
France
HAMEG S.a.r.l
5-9, av. de la République
94800-VILLEJUIF
Tél.
(1) 4677 8151
Telefax
(1) 4726 3544
E-mail: [email protected]
Spain
HAMEG S.L.
Villarroel 172-174
08036 BARCELONA
Teléf.
(93) 4301597
Telefax
(93)
321220
E-mail: [email protected]
45-8115-0011
Hongkong
HAMEG LTD
Flat B, 7/F,
Wing Hing Ind. Bldg.,
499 Castle Peak Road,
Lai Chi Kok, Kowloon
Phone
(852) 2 793 0218
Telefax
(852) 2 763 5236
E-mail: [email protected]
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