1EZ46_0E
Ansteuerung externer Generatoren
und Leistungsmesser mit dem
Netzwerkanalysator ZVR
Application Note 1EZ46_0D
Produkte:
ZVR, ZVRE, ZVRL, ZVC, ZVCE
mit Optionen ZVR-B4, ZVR-B5 oder ZVR-B7
Änderungen vorbehalten - Johannes Ganzert 98-10
3.
Inhalt
1. Kurzfassung ........................................................... 2
2. Einführung.............................................................. 2
3. Aufbau einer Konfigurationsdatei
für einen Signalgenerator....................................... 2
4. Konfigurationsdatei für den
Signalgenerator SME03 ......................................... 3
5. Aufbau einer Konfigurationsdatei
für ein Leistungsmessgerät.................................... 5
6. Konfigurationsdatei für den
Leistungsmesser NRVS......................................... 5
7. Literaturhinweise .................................................... 7
8. Bestellangaben ...................................................... 7
Aufbau einer Konfigurationsdatei
für einen Signalgenerator
Voraussetzung für die Unterstützung eines externen
Generators durch die Firmware ist dessen Fähigkeit
die Frequenzeinstellung in der Grundeinheit Hz
vorzunehmen. Ebenso muß der Pegel in dBm
einstellbar sein.
In dem Abschnitt [EXT_SRC] werden die einstellbaren Wertebereiche für Frequenz und Pegel
spezifiziert:
• GENERATORMINFRQ gibt die untere Grenzfrequenz in Hz an;
• GENERATORMAXFRQ beschreibt die obere
Frequenzgrenze in Hz.
Analog definieren:
1.
Kurzfassung
• GENERATORMINPOW und
GENERATORMAXPOW
•
Bei den Optionen ZVR-B4 (frequenzumsetzende
Messungen), ZVR-B5 (nichtlineare Messungen) und
ZVR-B7 (Pegelkalibrierung) werden Signalgeneratoren und Leistungsmesser von Netzwerkanalysatoren der ZVR Familie über den IEC-Bus gesteuert.
Gängige Signalgeneratoren und Leistungsmesser
werden bereits von der Gerätefirmware unterstützt.
Diese Applikationsschrift beschreibt, wie benutzerspezifische Konfigurationsdateien für externe Geräte
dieser beiden Kategorien erstellt und angepaßt
werden können.
2.
Einführung
Die Konfigurationsdaten befinden sich für den
Benutzer zugänglich im Verzeichnis C:\USER\DATA.
Generatorbeschreibungsdateien
haben
die
Erweiterung .gen, die Dateien für Leistungsmesser
haben den Typ .pwm.
Zur Ansteuerung weiterer Gerätetypen können die mit
der Gerätesoftware mitgelieferten Dateien als Vorlage
benutzt werden. Die Originale dürfen nicht modifiziert
werden, da sie bei einem Firmware-Update
überschrieben werden.
Der Generator oder Leistungsmesser taucht in den
Auswahllisten der Firmware mit dem Dateinamen auf.
Beispiel:
Der
Generator
SME06
hat
die
Beschreibungsdatei SME06.GEN.
1ez46_0d
2
minimal und maximal einstellbaren Pegel in dBm.
Das Feld GENERATORINIT enthält die Initialisierungssequenz für den Generator. Diese Befehle
werden bei der Initialisierung zur Grundeinstellung
des Generators vom Netzwerkanalysator gesendet.
GENERATORINITDELAY definiert die Wartezeit nach
der Initialisierung.
Mit dem im Feld GENERATORINITCW angeführten
Kommando wird der Generator in den Festfrequenzmodus geschaltet.
Die Befehle in den Feldern GENERATORFREQ und
GENERATORLEVEL werden zur Frequenz- und
Pegeleinstellung verwendet. Zur Laufzeit wird die
Zeichenfolge %lf durch den aktuell einzustellenden
Zahlenwert in Fließkommadarstellung ersetzt. Es wird
immer die Grundeinheit Hz bzw. dBm verwendet.
Über GENERATORUSEOPC wird der Synchronisationsmechismus am IEC-Bus ausgewählt. Wenn der
Generator das Kommando *OPC nach IEEE488
versteht,
ist
hier
1
anzugeben.
Wird diese Form der Synchronisation nicht unterstützt, ist das Feld mit 0 zu belegen. Im nachfolgenden Feld GENERATORUSEDELAY wird für diesen
Fall die Zeit in Sekunden angegeben, die der
Generator nach jeder Einstellung zum Einschwingen
bekommt.
Die
Schlüsselworte
GENERATORREFEXT
und
GENERATORREFINTERN
beschreiben
die
Einstellungen für die Umschaltung auf externe/interne
Referenz.
Rohde & Schwarz
Mit GENERATORIECAVAIL wird gesteuert, ob der
Generator den Hardware Handshake Modus unterstützt. Dieses Feld enthält nur für einige Generatoren
von Rohde & Schwarz den Wert TTL; im allgemeinen
steht er auf IEC (kein Hardware Handshake). Bei der
Einstellung IEC haben die Einträge
GENERATORLISTMAX,
GENERATORREADYINVALIDTIME,
GENERATORREADYEXACTTIME,
GENERATORFREQLIST,
GENERATORLEVELFORFREQLIST,
GENERATORLEVELLIST,
GENERATORFREQFORLEVELLIST,
GENERATORSELECTLISTBYNAME,
GENERATORDELETELISTBYNAME,
GENERATORSELECTLISTBYNUMBER,
GENERATORDELETELISTBYNUMBER,
4.
GENERATORINITFREQLIST,
GENERATORINITLEVELLIST,
GENERATORINITFREQANDLEVELLIST
und
GENERATORRESETLIST keine Bedeutung.
Im Feld GENERATORERRORMODE wird der unterstützte
Fehlermeldungsmodus angegeben. Der Wert lautet
SCPI für Fehlermeldungen nach der SCPI-Norm,
IEEE, wenn die Register STB und ESR nach
IEEE488.2 für den Fehlerstatus benutzt werden und
NONE, wenn keiner der vorgenannten Mechanismen
unterstützt wird.
Schließlich
beschreiben
die
Felder
GENERATORRFOFF
und
GENERATORRFON, mit
welchen Kommandos de HF-Leistung aus- bzw.
einzuschalten ist.
Konfigurationsdatei für den Signalgenerator SME03
frequency [Hz]
= 5e3
frequency [Hz]
= 3.0e9
power
[dBm]
= -144
power
[dBm]
= 16
Frequenz- und Pegelbereich des
Generators
1ez46_0d
Initialisierung des Generators
3
Rohde & Schwarz
Frequenz- und
Pegeleinstellung
Synchronisationsmechanismus
= :ROSC:EXT:FREQ 10e6;:ROSC:SOUR EXT
= :ROSC:SOUR INT
externe Referenz
Hardware
Handshake
Fehlerbehandlung
1ez46_0d
4
Rohde & Schwarz
5.
Aufbau einer Konfigurationsdatei für ein Leistungsmessgerät
Voraussetzung für die Unterstützung eines externen Leistungsmeßgeräts durch die Firmware ist
dessen Fähigkeit, die Frequenzbereich in der
Grundeinheit Hz anzugeben. Ebenso muß der
Pegelbereich in dBm einstellbar sein.
In dem Abschnitt [POWERMETER] werden die
Meßbereiche für Frequenz und Pegel spezifiziert:
Der Befehl im Feld POWERMEASEXIT wird nach
Abschluß der Meßsequenz gesendet. Dieses Feld
kann leer bleiben.
• POWERMEASMINFRQ gibt die untere Grenzfrequenz in Hz an;
• POWERMEASMAXFRQ beschreibt die obere
Frequenzgrenze in Hz.
Analog definieren:
• POWERMEASMINPOW und
• POWERMEASMAXPOW
minimal und maximal meßbaren Pegel in dBm.
Das Feld POWERMEASINIT enthält die Initialisierungssequenz für den Leistungsmesser. Diese Befehle werden bei der Initialisierung zur Grundeinstellung des Leistungsmessers vom Netzwerkanalysator gesendet.
POWERMEASINITDELAY
nach der Initialisierung.
Der Wert im Feld POWERMEASUSECORR gibt an, ob
das Leistungsmeßgerät selbst die Frequenzgangkorrrektur des Meßkopfes durchführt (= 1),
oder ob die entsprechende Tabelle im Netzwerkanalysator zu verwenden ist (= 0). Im letzteren
Fall wird mit dem Befehl im Feld POWERMEASCORR
die Frequenz des zu messenden Signals
übermittelt. Zur Laufzeit wird die Zeichenfolge %lf
durch den aktuell einzustellenden Zahlenwert in
Fließkommadarstellung ersetzt. Es wird immer die
Grundeinheit Hz verwendet.
definiert die Wartezeit
Mit dem im Feld POWERMEASZEROADJUST angeführten Kommando wird ein Nullabgleich des
Leistungsmessers durchgeführt.
Über POWERMEASUSEOPC wird der Synchronisationsmechismus am IEC-Bus ausgewählt. Wenn
das Leistungsmeßgerät das Kommando *OPC
nach IEEE488 versteht, ist hier 1 anzugeben.
Wird diese Form der Synchronisation nicht unterstützt, ist das Feld mit 0 zu belegen. Im nachfolgenden Feld POWERMEASUSEDELAY wird für diesen
Fall die Zeit in Sekunden angegeben, die der
Leistungsmesser nach jeder Einstellung zum Einschwingen bekommt, bevor der Meßwert abgefragt
wird.
Im Feld POWERMEASERRORMODE wird der unterstützte Fehlermeldungsmodus angegeben. Der
Wert lautet SCPI für Fehlermeldungen nach der
SCPI-Norm, IEEE, wenn die Register STB und
ESR nach IEEE488.2 für den Fehlerstatus benutzt
werden und NONE, wenn keiner der vorgenannten
Mechanismen unterstützt wird.
Der Befehl im Feld POWERMEASQUERY löst die
Pegelmessung aus und wird von der Meßwertabfrage gefolgt.
6.
Konfigurationsdatei für den Leistungsmesser NRVS
1ez46_0d
5
Rohde & Schwarz
[POWERMETER]
; minimum input
POWERMEASMINFRQ
; maximum input
POWERMEASMAXFRQ
; minimum input
POWERMEASMINPOW
; maximum input
POWERMEASMAXPOW
[Hz]
= 10e6
[Hz]
= 20e9
[dBm]
= -20
[dBm]
= 10
Frequenz- und Pegelbereich des
Leistungsmessers
Initialisierung des
Leistungsmessers
Nullabgleich
Messwertabfrage
1ez46_0d
6
Synchronisationsmechanismus
Fehlerbehandlung
Rohde & Schwarz
7.
[1]
[2]
[3]
[4]
[5]
[6]
[7]
[8]
[9]
[10]
[11]
[12]
[13]
[14]
[15]
[16]
8.
Literaturhinweise
H.-G. Krekels: Automatic Calibration of Vector Network
Analyzer ZVR, Appl. Note 1EZ30_2E.
O. Ostwald: 3-Port Measurements with Vector Network
Analyzer ZVR, Appl. Note 1EZ26_1E.
O. Ostwald: 4-Port Measurements with Vector Network
Analyzer ZVR, Appl. Note 1EZ25_1E.
T. Bednorz: Measurement Uncertainties for Vector Network Analysis, Appl. Note 1EZ29_1E.
P. Kraus: Frequenzumsetzende Messungen mit dem
Netzwerkanalysator ZVR, Appl. Note 1EZ31_1D.
J. Ganzert: Accessing Measurement Data and Controlling
the Vector Network Analyzer via DDE, Appl. Note
1EZ33_1E.
J. Ganzert: File Transfer between Analyzers FSE or ZVR
and PC using MS-DOS Interlink, Appl. Note 1EZ34_1E.
O. Ostwald: Group and Phase Delay Measurements with
Vector Network Analyzer ZVR, Appl. Note 1EZ35_1E.
O. Ostwald: Mehrtormessungen mit dem Netzwerkanalysator ZVR, Appl. Note 1EZ37_1D.
O. Ostwald: Fragen und Antworten zum Netzwerkanalysator ZVR, Appl. Note 1EZ38_3D.
A. Gleißner: Interner Datentransfer zwischen Windows
3.1 / Excel und vektoriellem Netzwerkanalysator ZVR,
Appl. Note 1EZ39_1D.
A. Gleißner: Power Calibration of Vector Network Analyzer ZVR, Appl. Note 1EZ41_2E.
O. Ostwald: Pulsed Measurements on GSM Amplifier
SMD ICs with Vector Network Analyzer ZVR, Appl. Note
1EZ42_1E.
O.Ostwald: T-Check - Meßgenauigkeitstest für Netzwerkanalysatoren mit Hilfe einer T-Verzweigung, Appl.
Note 1EZ43_0D.
O. Ostwald: Zeitbereichsmessungen mit dem Netzwerkanalysator ZVR, Appl. Note 1EZ44_1D.
J. Simon Virtuelle Transformationsnetzwerke für den
Netzwerkanalysator ZVR, Appl. Note 1EZ45_1D.
Bestellangaben
Bestellbezeichnungen
Kurzbez.
Frequenzbereich
3-Kanal bidir.50 Ω, aktiv
ZVCE
20 kHz…8 GHz
1106.9020.50
4-Kanal bidir. 50 Ω, aktiv
ZVC
20 kHz…8 GHz
1106.9020.60
Alternative Testsets *
75-Ω-Meßbrücke für ZVRL (anstelle 50 Ω) 1)
75 Ω, passiv
ZVR-A71
9 kHz…4 GHz
1043.7690.18
75-Ω-Meßbrückenpaare für ZVRE und ZVR (anstelle 50 Ω) 1)
75 Ω, passiv
ZVR-A75
9 kHz…4 GHz
1043.7755.28
75 Ω, aktiv
ZVR-A76
300 kHz…4 GHz
1043.7755.29
Optionen
AutoKal
ZVR-B1
0…8 GHz
1044.0625.02
Zeitbereichstransformation
ZVR-B2
wie Analysator
1044.1009.02
Frequenzumsetzende
Messungen 2)
ZVR-B4
wie Analysator
1044.1215.02
Referenzkanaltore
ZVR-B6
wie Analysator
1044.1415.02
ZVR-B7
wie Analysator
1044.1544.02
Dreitor-Adapter
ZVR-B8
0…4 GHz
1086.0000.02
Virtuelle Transformationsnetzwerke 4)
ZVR-K9
wie Analysator
1106.8830.02
Viertor-Adapter (2xSPDT)
ZVR-B14
0…4 GHz
1106.7510.02
Viertor-Adapter (SP3T)
ZVR-B14
0…4 GHz
1106.7510.03
5)
ZVR-B15
-
1044.0290.02
Controller (englisch) 5)
ZVR-B15
-
1044.0290.03
Ethernet BNC für ZVR-B15
FSE-B16
-
1073.5973.02
Ethernet AUI für ZVR-B15
FSE-B16
-
1073.5973.03
IEC/IEEE-Bus Interface für
ZVR-B15
FSE-B17
-
1066.4017.02
Generatoreichleitung
PORT 1
ZVR-B21
wie Analysator
1044.0025.11
Generatoreichleitung
PORT 2 6)
ZVR-B22
wie Analysator
1044.0025.21
Empfängereichleitung
PORT 1
ZVR-B23
wie Analysator
1044.0025.12
Empfängereichleitung
PORT 2
ZVR-B24
wie Analysator
1044.0025.22
Externe Messungen,
7)
50 Ω
ZVR-B25
10 Hz…4 GHz
(ZVR/E/L)
20 kHz…8 GHz
(ZVC/E)
1044.0460.02
Pegelkalibrierung
3)
Controller (deutsch)
Bestellnummer
Netzwerkanalysatoren (Testset enthalten) *
1)
3-Kanal unidir. 50 Ω,
passiv
ZVRL
9 kHz…4 GHz
1043.0009.41
3)
3-Kanal bidir. 50 Ω, passiv
ZVRE
9 kHz…4 GHz
1043.0009.51
3-Kanal bidir. 50 Ω, aktiv
ZVRE
300 kHz…4 GHz
1043.0009.52
4-Kanal bidir. 50 Ω, passiv
ZVR
9 kHz…4 GHz
1043.0009.61
4-Kanal bidir. 50 Ω, aktiv
ZVR
300 kHz…4 GHz
1043.0009.62
Nur zusammen mit Bestellung von ZVR/E/L.
Beinhaltet Oberwellenmessungen.
Benötigt einen Leistungsmesser mit Sensor.
4)
Nur für ZVR oder ZVC mit ZVR-B15.
5)
Beinhaltet DOS, Windows 3.11, Tastatur und Maus.
6)
Nur für ZVR oder ZVC.
7)
Eichleitungen erforderlich.
2)
* Hinweis:
Aktiv-Testset enthält im Gegensatz zum Passiv-Testset eine Gleichstromzuführung, z. B. zur Versorgung aktiver Meßobjekte.
ROHDE & SCHWARZ GmbH & Co. KG . P.O.B. 80 14 69 . D-81614 München
Telephone +49 89 4129 -0 · Telefax +49 89 4129 - 3777 . Internet: http://www.rsd.de
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