Datenblatt deutsch

Datenblatt deutsch

6 Software und Konfigurationsprogramme

Server Mode (Servermodus)

Die in diesem Abschnitt beschriebenen Softwaremodule und Konfigurationsdienstprogramme können online, offline oder in beiden Modi verwendet werden.

Software oder Konfigurationsprogramm

HP iLO (siehe

HP iLO auf Seite 84 )

Active Health System (siehe

Active Health System auf Seite 85

)

HP RESTful API-Unterstützung für HP iLO ( HP RESTful API-Unterstützung für HP iLO auf Seite 86 )

Integrated Management Log (siehe

Integrated Management Log auf Seite 87 )

HP Insight Remote Support (

HP Insight Remote Support auf Seite 87

)

HP Insight Online (siehe HP Insight Online auf Seite 88 )

Intelligent Provisioning (siehe

Intelligent Provisioning auf Seite 88

)

HP Insight Diagnostics (siehe

HP Insight Diagnostics auf Seite 88 )

Erase Utility (siehe

Erase Utility auf Seite 89

)

Scripting Toolkit für Windows und Linux (

Scripting Toolkit für Windows und Linux auf Seite 89 )

HP Service Pack for ProLiant (siehe HP Service Pack for ProLiant auf Seite 90

)

HP Smart Update Manager (siehe

HP Smart Update Manager auf Seite 90 )

HP UEFI System Utilities (

HP UEFI System Utilities auf Seite 90 )

HP Smart Storage Administrator (siehe HP Smart Storage Administrator auf Seite 94

)

FWUPDATE Utility (siehe

FWUPDATE Utility auf Seite 96

)

Server Mode

(Servermodus)

Online und Offline

Online und Offline

Online und Offline

Online und Offline

Online

Online

Offline

Online und Offline

Offline

Online

Online und Offline

Online und Offline

Offline

Online und Offline

Offline

Product QuickSpecs (Produkt-ID)

Weitere Informationen zu den Funktionen, Spezifikationen, Optionen, Konfigurationen und zur Kompatibilität des Produkts enthalten die QuickSpecs auf der HP Website

( http://www.hp.com/go/qs ).

HP iLO

Das HP iLO 4 Subsystem ist eine Standardkomponente von HP ProLiant Servern, mit der das erstmalige Einrichten des Servers, die Überwachung des Serverzustands, Stromversorgungs- und thermische Optimierung sowie Remote-Serververwaltung erleichtert werden. Das iLO 4 Subsystem besteht aus einem intelligenten Mikroprozessor, einem abgesicherten Speicher und einer dedizierten

84 Kapitel 6 Software und Konfigurationsprogramme DEWW

Netzwerkschnittstelle. Aufgrund dieses Aufbaus funktioniert iLO 4 unabhängig vom Hostserver und dessen Betriebssystem.

iLO 4 aktiviert und verwaltet das Active Health System (siehe Active Health System auf Seite 85

) und bietet darüber hinaus Management ohne Agent. Alle internen Schlüsselsysteme werden von iLO 4 überwacht. Falls diese Funktion aktiviert ist, werden SNMP-Alarme unabhängig vom

Hostbetriebssystem direkt an iLO 4 gesendet, sogar dann, wenn kein Hostbetriebssystem installiert ist.

Integrierte Remote-Support-Software ist auf HP ProLiant Gen8 Servern und höher iLO 4, ungeachtet der Betriebssystem-Software und ohne Installation von Betriebssystem-Agents auf dem Server, verfügbar.

Mit iLO 4 ist Folgendes möglich:

Zugriff über eine hochleistungsfähige und sichere Integrated Remote Console auf den Server von einem beliebigen Ort in der Welt aus, sofern Sie Netzwerkzugriff auf den Server haben.

Verwenden der freigegebenen .NET Integrated Remote Console zur Kollaboration mit bis zu vier

Serveradministratoren.

Remote-Zuordnung hochleistungsfähiger Virtual Media-Geräte zum Server.

Sichere Remote-Steuerung des Stromversorgungszustands des verwalteten Servers.

Wahres Agentless Management mit SNMP-Warnmeldungen über HP iLO implementieren, ungeachtet des Zustands des Hostservers.

Herunterladen des Active Health System-Protokolls.

Registrieren bei Insight Remote Support.

Verwenden von iLO Federation zur Verwaltung mehrerer Server über ein System, auf dem die iLO Weboberfläche ausgeführt wird.

Verwendung von Virtual Power und Virtual Media über die GUI, CLI oder den iLO Scripting-

Toolkit, einschließlich der Automatisierung von Bereitstellung und Provisioning.

Steuern von iLO mit einem Remote-Verwaltungstool.

Weitere Informationen zu den iLO 4-Funktionen finden Sie in der iLO 4-Dokumentation auf der

HP Website ( http://www.hp.com/go/ilo/docs ).

Die HP iLO 4-Hardware- und -Firmware-Funktionen und Funktionalität, wie z. B. NAND-Größe und integrierte Benutzerpartition, variieren je nach Servermodell. Eine vollständige Liste der unterstützten

Funktionen und Funktionalität finden Sie in den HP iLO 4 QuickSpecs auf der HP Website

( http://h18000.www1.hp.com/products/quickspecs/14276_div/14276_div.pdf

).

Active Health System

HP Active Health System bietet die folgenden Funktionen:

Kombinierte Diagnose-Tools/Scanner

Immer aktivierte, kontinuierliche Überwachung für mehr Stabilität und kürzere Ausfallzeiten

Umfassendes Konfigurationsprotokoll

Zustands- und Service-Warnmeldungen

Einfaches Exportieren und Hochladen auf Service und Support

DEWW HP iLO 85

Das HP Active Health System überwacht und sammelt Änderungen an der Serverhardware und der

Systemkonfiguration. Das Active Health System bietet Hilfe bei der Diagnose von Problemen und bei der Bereitstellung schneller Lösungen, wenn Serverfehler auftreten.

Das Active Health System sammelt folgende Arten von Daten:

Servermodell

Seriennummer

Prozessormodell und -geschwindigkeit

Speicherkapazität und -geschwindigkeit

Kapazität und Geschwindigkeit des Hauptspeichers

Firmware/BIOS

HP Active Health System erfasst keine Informationen über die Operationen, Finanzen, Kunden,

Mitarbeiter, Partner oder Rechenzentren von Active Health System-Benutzern wie IP-Adressen,

Hostnamen, Benutzernamen und Kennwörter. HP Active Health System analysiert oder ändert keine

Betriebssystemdaten von Fehlerprotokollaktivitäten Dritter wie z. B. Inhalte, die vom Betriebssystem erstellt oder übergeben wurden.

Die erfassten Daten werden entsprechend der HP Data Privacy Richtlinie verwaltet. Weitere

Informationen finden Sie auf der HP Website ( http://www.hp.com/go/privacy ).

Das Active Health System stellt zusammen mit der Systemüberwachung von Management ohne

Agent oder SNMP Pass-thru eine kontinuierliche Überwachung der Hardware- und

Konfigurationsänderungen, des Systemstatus und der Service-Warnmeldungen für verschiedene

Serverkomponenten bereit.

Der Agentless Management Service ist im SPP verfügbar, das von der HP Website

( http://www.hp.com/go/spp/download ) heruntergeladen werden kann. Das Active Health System

Protokoll kann manuell von iLO 4 oder HP Intelligent Provisioning heruntergeladen und an

HP gesendet werden.

Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Dokumenten:

HP iLO User Guide (HP iLO Benutzerhandbuch) auf der HP Website ( http://www.hp.com/go/ilo/ docs )

HP Intelligent Provisioning Benutzerhandbuch auf der HP Website ( http://www.hp.com/go/ intelligentprovisioning/docs )

HP RESTful API-Unterstützung für HP iLO

HP iLO 4 Firmwareversion 2.00 und höher enthält die HP RESTful API. Die HP RESTful API ist eine

Verwaltungsschnittstelle, die von Serververwaltungstools für Konfiguration, Bestandsverwaltung und

Überwachung eines HP ProLiant Servers über iLO genutzt werden können. Ein REST-Client sendet

HTTPS-Vorgänge an den iLO Webserver, um JSON-formatierte Daten mittels GET und PATCH abzurufen und zu schreiben sowie unterstützte iLO- und Servereinstellungen (z. B. UEFI-BIOS-

Einstellungen) zu konfigurieren.

HP iLO 4 unterstützt die HP RESTful API mit Servern ab HP ProLiant Gen8. Weitere Informationen zur HP RESTful API finden Sie auf der HP Website ( http://www.hp.com/support/restfulinterface/docs ).

86 Kapitel 6 Software und Konfigurationsprogramme DEWW

Integrated Management Log

Im Integrated Management Log (IML) werden Hunderte von Ereignissen aufgezeichnet und in

übersichtlicher Form gespeichert. Das IML versieht jedes Ereignis mit einem Zeitstempel mit

Minutengenauigkeit.

Die im IML aufgezeichneten Ereignisse können auf folgende Weise angezeigt werden:

Mit HP SIM

In HP UEFI System Utilities (

HP UEFI System Utilities auf Seite 90 )

In der integrierten UEFI-Shell ( Integrierte UEFI-Shell auf Seite 93 )

Mit betriebssystemspezifischen IML-Anzeigeprogrammen:

Für Windows: IML Viewer

Für Linux: IML Viewer Application

Über die iLO 4 Weboberfläche

In HP Insight Diagnostics (siehe

HP Insight Diagnostics auf Seite 88 )

HP Insight Remote Support

HP rät dringend dazu, Ihr Gerät für den Remote Support zu registrieren. Mit ihm wird eine verbesserte Erfüllung Ihrer HP Garantie-, HP Care-Pack-Service- oder einer anderen Support-

Vereinbarung mit HP ermöglicht. Um die maximale Verfügbarkeit des Systems zu gewährleisten, ergänzt HP Insight Remote Support Ihre kontinuierliche Überwachung durch eine intelligente

Ereignisdiagnose und automatische, sichere Übermittlung von Hardware-Ereignisbenachrichtigungen an HP. HP leitet dann eine schnelle und akkurate Lösung des Problems basierend auf dem Service-

Level des Produkts in die Wege. Für Service vor Ort können Benachrichtigungen an Ihren zugelassenen HP Partner gesendet werden, sofern dies konfiguriert und die Funktion in Ihrem Land verfügbar ist.

Weitere Informationen finden Sie unter

HP Insight Remote Support and Insight Online Setup Guide for ProLiant Servers and BladeSystem c-Class Enclosures (HP Insight Remote Support und Insight

Online-Einrichtungsleitfaden für ProLiant Server und BladeSystem c-Class Gehäuse) auf der

HP Website ( http://www.hp.com/go/insightremotesupport/docs ). HP Insight Remote Support wird im

Rahmen von HP Warranty, HP Care Pack Service oder eines HP Support-Vertrags bereitgestellt.

HP Insight Remote Support Central Connect

Wenn Sie die integrierten Remote Support Funktionen mit Servermodellen ab HP ProLiant Gen8 und

HP BladeSystem c-Class-Gehäusen verwenden, können Sie einen Server oder ein Rack für die

Kommunikation mit HP über ein zentrales HP Insight Remote Support-Hostinggerät in der Umgebung registrieren. Alle Konfigurations- und Dienstereignisinformationen werden über das Hostinggerät geleitet. Diese Informationen können mit der lokalen HP Insight Remote Support Benutzeroberfläche oder der Browseransicht in HP Insight Online angezeigt werden.

Weitere Informationen finden Sie in

HP Insight Remote Support Versionshinweise auf der

HP Website ( http://www.hp.com/go/insightremotesupport/docs ).

HP Insight Online Direct Connect

Wenn Sie die integrierten Remote Support-Funktionen mit Servermodellen ab HP ProLiant Gen8 und

HP BladeSystem c-Class-Gehäusen verwenden, können Sie einen Server oder ein Rack für die direkte Kommunikation mit HP Insight Online registrieren, ohne ein zentrales HP Insight Remote

DEWW HP iLO 87

Support-Hostinggerät in der Umgebung einrichten zu müssen. HP Insight Online wird Ihre primäre

Schnittstelle für Remote-Support-Informationen sein.

Weitere Informationen finden Sie in der Produktdokumentation auf der HP Website

( http://www.hp.com/go/insightremotesupport/docs ).

HP Insight Online

HP Insight Online ist ein neues Funktionsmerkmal des Portals HP Support Center. In Kombination mit

HP Insight Remote Support Central Connect oder HP Insight Online Direct Connect fasst diese

Funktion automatisch Systemzustand, Systemkennzeichen und Support-Informationen mit Vertrags- und Garantie-Informationen zusammen und schützt diese in einem einzelnen personalisierten

Dashboard, das jederzeit und überall aufgerufen werden kann. Das Dashboard beschleunigt durch die Zusammenstellung der IT- und Servicedaten die Kenntnisnahme dieser Informationen und die

Reaktionen darauf. Mit Ihrer ausdrücklichen Genehmigung kann ein autorisierter HP Channel Partner

Ihre IT-Umgebung mit HP Insight Online remote betrachten.

Weitere Informationen zur Verwendung von HP Insight Online finden Sie im

HP Insight Online

Benutzerhandbuch auf der HP Website ( http://www.hp.com/go/insightremotesupport/docs ).

Intelligent Provisioning

Intelligent Provisioning ist ein in HP ProLiant Gen8 Servern und höher integriertes Tool zur

Bereitstellung einzelner Server, das die Einrichtung von HP ProLiant Servern vereinfacht sowie eine zuverlässige und konsistente Möglichkeit zur Bereitstellung von HP ProLiant-Serverkonfigurationen bietet:

Intelligent Provisioning bietet Hilfe bei der Installation des Betriebssystems, indem das System auf die Installation „gebrauchsfertiger“ und HP spezifischer Versionen Betriebssysteme vorbereitet und optimierte HP ProLiant Server Supportsoftware automatisch integriert.

Intelligent Provisioning stellt wartungsbezogene Aufgaben über das Fenster „Perform

Maintenance“ (Durchführung von Wartungsarbeiten) bereit.

Intelligent Provisioning bietet Installationsunterstützung für Microsoft Windows, Red Hat und

SUSE Linux sowie VMware. Spezifische Informationen zu unterstützten Betriebssystemen enthalten die

HP Intelligent Provisioning Versionshinweise auf der HP Website

( http://www.hp.com/go/intelligentprovisioning/docs ).

Weitere Informationen zur Intelligent Provisioning Software finden Sie auf der HP Website

( http://www.hp.com/go/intelligentprovisioning ). Sie können die Wiederherstellungsmedien für

Intelligent Provisioning auf der Registerkarte „Ressourcen“ auf der HP Website

( http://www.hp.com/go/ilo ) herunterladen. Ein Gesamtpaket mit Aktualisierungen der Treiber und

Firmware finden Sie auf der Seite „HP Smart Update: Server Firmware and Driver Updates“ auf der

HP Website ( http://www.hp.com/go/SmartUpdate ).

HP Insight Diagnostics

HP Insight Diagnostics ist ein Tool zum proaktiven Servermanagement, das sowohl in Offline- als auch Online-Versionen verfügbar ist und Funktionen zur Diagnose und Fehlerbeseitigung umfasst, mit deren Hilfe IT-Administratoren Serverinstallationen prüfen, Probleme beseitigen und den Erfolg von Reparaturmaßnahmen überprüfen können.

HP Insight Diagnostics Offline Edition führt verschiedene erweiterte System- und Komponententests aus, während das Betriebssystem nicht ausgeführt wird. Um dieses Dienstprogramm zu nutzen,

müssen Sie den Server mit Intelligent Provisioning starten (siehe Intelligent Provisioning auf Seite 88 ).

88 Kapitel 6 Software und Konfigurationsprogramme DEWW

HP Insight Diagnostics Online Edition ist eine webbasierte Anwendung, die Informationen zur

Systemkonfiguration und andere relevante Daten für ein effektives Servermanagement aufzeichnet.

Dieses Dienstprogramm, das in Microsoft Windows und Linux Versionen angeboten wird, unterstützt einen ordnungsgemäßen Systembetrieb.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zum Download des Dienstprogramms finden Sie auf der

HP Website ( http://www.hp.com/servers/diags ). HP Insight Diagnostics Online Edition ist auch im

SPP (siehe HP Service Pack for ProLiant auf Seite 90 ) verfügbar.

HP Insight Diagnostics Datenerfassungsfunktionalität

HP Insight Diagnostics (siehe HP Insight Diagnostics auf Seite 88

) enthält eine

Datenerfassungsfunktionalität, die wichtige Hardware- und Softwareinformationen auf ProLiant

Servern sammelt.

Diese Funktionalität unterstützt Betriebssysteme, die vom Server unterstützt werden. Informationen

über die vom Server unterstützten Betriebssysteme finden Sie auf der HP Website

( http://www.hp.com/go/supportos ).

Wenn zwischen den Datenerfassungsintervallen eine größere Änderung eingetreten ist, werden die vorher gültigen Informationen von der Datenerfassungsfunktion markiert und die vorhandenen

Datendateien überschrieben, so dass die Konfigurationsänderungen widergespiegelt werden.

Die Datenerfassungsfunktionalität wird bei jeder von Intelligent Provisioning unterstützten Installation von HP Insight Diagnostics installiert oder kann über HP SPP installiert werden (siehe

HP Service

Pack for ProLiant auf Seite 90

).

Erase Utility

ACHTUNG: Führen Sie eine Sicherung durch, bevor Sie Erase Utility ausführen. Dieses

Dienstprogramm setzt das System auf die ursprünglichen Werkseinstellungen zurück, löscht aktuelle

Daten zur Hardwarekonfiguration, einschließlich Array-Setup und Plattenpartitionierung sowie sämtliche angeschlossenen Festplatten vollständig. Beachten Sie vor Verwendung dieses

Dienstprogramms die Anleitungen im

HP Intelligent Provisioning Benutzerhandbuch.

Mit dem Erase Utility können Sie Laufwerke und Active Health System-Protokolle löschen und UEFI

System Utilities-Einstellungen zurücksetzen. Führen Sie das Erase Utility aus, wenn Sie das System aus folgenden Gründen löschen müssen:

Sie möchten ein neues Betriebssystem auf einem Server mit einem vorhandenen

Betriebssystem installieren.

Während der Durchführung der Schritte zum Abschluss der Installation eines vorinstallierten

Betriebssystems ist ein Fehler aufgetreten.

Sie können auf Erase Utility zugreifen, indem Sie auf der Startseite von Intelligent Provisioning auf das Symbol „Perform Maintenance“ (Wartung durchführen) klicken und dann Erase (Löschen) wählen.

Weitere Informationen zu Erase Utility finden Sie im HP Intelligent Provisioning Benutzerhandbuch auf der HP Website ( http://www.hp.com/go/intelligentprovisioning/docs ).

Scripting Toolkit für Windows und Linux

Das Scripting Toolkit für Windows und Linux ist ein Produkt für die Serverbereitstellung, das die unbeaufsichtigte automatische Installation vieler Server ermöglicht. Das Scripting Toolkit ist speziell auf die ProLiant BL, ML, DL und SL Server zugeschnitten. Das Toolkit enthält zahlreiche modulare

DEWW Scripting Toolkit für Windows und Linux 89

Dienstprogramme und wichtige Dokumentationsunterlagen, in denen beschrieben wird, wie diese

Tools zur Erstellung eines automatischen Server Deployment-Prozesses eingesetzt werden.

Das Scripting Toolkit bietet eine flexible Methode zum Erstellen von Standard-

Serverkonfigurationsskripts. Mithilfe dieser Skripts können Sie viele der ansonsten manuellen Schritte im Serverkonfigurationsprozess automatisieren. Dieser automatisierte Serverkonfigurationsprozess bringt bei jeder Serverbereitstellung Zeitersparnisse und ermöglicht somit rasche Server

Deployments einer hohen Anzahl von Servern.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zum Download des Scripting Toolkit finden Sie auf der

HP Website ( http://www.hp.com/go/ProLiant/STK ).

HP Service Pack for ProLiant

SPP ist eine umfassende Systemsoftwarelösung (Treiber und Firmware), die für Major-Server-

Releases als einzelnes Paket bereitgestellt wird. Diese Lösung verwendet HP SUM als

Bereitstellungstool und wurde auf allen unterstützten HP ProLiant-Servern getestet, einschließlich

HP ProLiant Gen8 Servern und höher.

SPP kann in einem Onlinemodus unter Windows oder Linux oder in einem Offlinemodus verwendet werden, in dem der Server mit einem in der ISO-Datei enthaltenen Betriebssystem gestartet wird, sodass der Server automatisch ohne Benutzereingriff oder in einem interaktiven Modus aktualisiert werden kann.

Weitere Informationen zu SPP finden Sie auf den folgenden Seiten der HP Website. Dort können Sie

SPP auch herunterladen:

Download-Seite für HP Service Pack for ProLiant ( http://www.hp.com/go/spp )

Seite „HP Smart Update: Server Firmware and Driver Updates“ ( http://www.hp.com/go/

SmartUpdate )

HP Smart Update Manager

HP SUM ist ein Produkt zum Installieren und Aktualisieren von Firmware, Treibern und

Systemsoftware auf HP ProLiant-Servern. HP SUM bietet eine grafische Benutzeroberfläche (GUI) und eine skriptfähige Befehlszeilenbenutzeroberfläche zur Bereitstellung von Systemsoftware für einzelne oder mehrere (einer-an-viele) HP ProLiant Server und netzwerkbasierte Ziele, wie iLOs,

OAs und VC Ethernet- und Fibre Channel-Module.

Weitere Informationen über HP SUM finden Sie auf der HP Website ( http://www.hp.com/go/hpsum ).

Informationen zum Herunterladen von HP SUM finden Sie auf der HP Website

( http://www.hp.com/go/hpsum/download ).

Das

HP Smart Update Manager-Benutzerhandbuch ist in der HP SUM Information Library

( http://www.hp.com/go/hpsum/documentation ) verfügbar.

HP UEFI System Utilities

HP UEFI System Utilities ist in das System-ROM integriert. Mittels UEFI System Utilities können Sie eine große Zahl von Konfigurationsaktionen durchführen, darunter:

Konfigurieren von Systemkomponenten und installierten Optionen

Aktivieren und Deaktivieren von Systemfunktionen

Anzeigen von Systeminformationen

90 Kapitel 6 Software und Konfigurationsprogramme DEWW

Auswählen des primären Boot-Controllers

Konfigurieren von Speicheroptionen

Auswählen einer Sprache

Starten weiter Vor-Boot-Umgebungen wie Embedded UEFI Shell und Intelligent Provisioning

Weitere Informationen zu HP UEFI System Utilities finden Sie im

HP UEFI System Utilities

Benutzerhandbuch für HP ProLiant Gen9 Server auf der HP Website ( http://www.hp.com/go/

ProLiantUEFI/docs ).

Scannen Sie den QR Code unten auf dem Bildschirm, um auf die für Mobilfunkgeräte geeignete

Onlinehilfe zu UEFI System Utilities und zur UEFI-Shell zuzugreifen. Drücken Sie F1, um Hilfe auf dem Bildschirm anzuzeigen.

Verwenden von HP UEFI System Utilities

Verwenden Sie zur Nutzung von System Utilities die folgenden Tasten:

Aktion Taste

Zugreifen auf System Utilities

Navigieren in Menüs

F9 während des Server-POST

Pfeil nach oben/unten

Auswählen von Elementen

Speichern der Einstellungen

Eingabe

F10

Zugreifen auf die Hilfe zur hervorgehobenen

Konfigurationsoption*

F1

* Scannen Sie den QR-Code auf dem Bildschirm, um auf die Onlinehilfe zu UEFI System Utilities und zur UEFI-Shell zuzugreifen.

Die Standard-Konfigurationseinstellungen werden auf dem Server zu folgenden Zeitpunkten

übernommen:

Beim ersten Systemstart

Nach dem Wiederherstellen der Standardeinstellungen

Standardkonfigurationseinstellungen reichen für typische Serveroperationen aus, Sie können die

Konfigurationseinstellungen aber nach Bedarf ändern. Das System fordert Sie bei jedem Einschalten des Systems auf, auf System Utilities zuzugreifen.

Flexible Startsteuerung

Mit dieser Funktion können Sie die folgenden Aufgaben durchführen:

Hinzufügen von Startoptionen

Durchsuchen Sie alle FAT16- und FAT32-Dateisysteme.

Wählen Sie eine X64 UEFI-Anwendung mit der Erweiterung .EFI aus, um sie als neue

UEFI-Startoption hinzuzufügen, z. B. ein Betriebssystem-Startladeprogramm oder eine andere UEFI-Anwendung.

Die neue Startoption wird an die Startreihenfolgeliste angehängt. Wenn Sie eine Datei auswählen, werden Sie aufgefordert, die Startoptionsbeschreibung einzugeben, die

DEWW HP UEFI System Utilities 91

anschließend im Menü „Boot“ (Start) angezeigt wird. Sie können außerdem optional Daten eingeben, die an die .EFI-Anwendung übergeben werden sollen.

Starten mit System Utilities

Nach der POST-Vorbereitung wird der Bildschirm mit den Startoptionen angezeigt. In dieser Zeit können Sie auf System Utilities zugreifen, indem Sie die Taste F9 drücken.

Wählen Sie zwischen den unterstützten Modi aus: „Legacy BIOS Boot Mode“ (Alter BIOS-

Startmodus) oder „UEFI Boot Mode“ (UEFI-Startmodus).

HINWEIS: Wenn die Einstellungen für den Standard-Startmodus von den benutzerdefinierten

Einstellungen abweichen, startet das System die Betriebssysteminstallation nach

Wiederherstellung der Standardwerte möglicherweise nicht. Sie können dieses Problem vermeiden, indem Sie die Funktion „User Defined Defaults“ (Benutzerdefinierte Standardwerte) in UEFI System Utilities verwenden, um die werkseitigen Standardeinstellungen zu

überschreiben.

Weitere Informationen finden Sie im HP UEFI System Utilities Benutzerhandbuch für HP Proliant

Gen9 Server auf der HP Website ( http://www.hp.com/go/ProLiantUEFI/docs ).

Wiederherstellen und Anpassen von Konfigurationseinstellungen

Sie können alle Konfigurationseinstellungen auf die Werkseinstellungen zurücksetzen oder System-

Standardkonfigurationseinstellungen wiederherstellen, die anstelle der werkseitigen

Standardeinstellungen verwendet werden.

Sie können die Standardeinstellungen außerdem nach Bedarf konfigurieren und die Konfiguration dann als benutzerspezifische Standardkonfiguration speichern. Wenn das System die

Standardeinstellungen lädt, werden die benutzerspezifischen Standardeinstellungen anstelle der werkseitigen Standardeinstellungen verwendet.

„Secure Boot“-Konfiguration

„Secure Boot“ ist in der UEFI-Spezifikation enthalten, auf der die HP Implementierung von UEFI basiert. „Secure Boot“ ist vollständig im BIOS implementiert und benötigt keine spezielle Hardware.

Die Funktion stellt sicher, dass jede im Startvorgang gestartete Komponente digital signiert ist und die

Signatur anhand der integrierten vertrauenswürdigen Zertifikate im UEFI-BIOS validiert wird. „Secure

Boot“ validiert die Identität der Software folgender Komponenten im Startvorgang:

Von PCIe-Karten geladene UEFI-Treiber

Von Massenspeichergeräten geladene UEFI-Treiber

Vor dem Systemstart verfügbare UEFI-Shell-Anwendungen

UEFI-Startlader des Betriebssystems

Nach der Aktivierung können nur Firmwarekomponenten und Betriebssysteme mit

Startladeprogrammen, die über eine entsprechende digitale Signatur verfügen, während des

Startvorgangs ausgeführt werden. Nur Betriebssysteme, die „Secure Boot“ unterstützen und einen

EFI-Startlader besitzen, der mit einem der autorisierten Schlüssel signiert ist, können bei aktivierter

Funktion „Secure Boot“ starten. Weitere Informationen zu unterstützten Betriebssystemen finden Sie in HP UEFI System Utilities and Shell Release Notes (HP UEFI System Utilities und Shell-

Versionshinweise) auf der HP Website ( http://www.hp.com/go/ProLiantUEFI/docs ).

Ein anwesender Benutzer kann die in das UEFI-BIOS eingebetteten Zertifikate anpassen, indem er eigene Zertifikate hinzufügt/entfernt.

92 Kapitel 6 Software und Konfigurationsprogramme DEWW

Integrierte UEFI-Shell

Das System-BIOS aller HP ProLiant Gen9-Server enthält eine in das ROM integrierte UEFI-Shell. Die

UEFI-Shell-Umgebung stellt eine API, eine Befehlszeilen-Eingabeaufforderung und eine Reihe von

CLIs bereit, die Skripts unterstützen, die Handhabung von Dateien erlauben und

Systeminformationen ausgeben. Diese Merkmale erweitern den Funktionsumfang von UEFI System

Utilities.

Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Dokumenten:

HP-UEFI-Shell-Benutzerhandbuch für HP ProLiant Gen9 Server auf der HP Website

( http://www.hp.com/go/ProLiantUEFI/docs ).

UEFI Shell Specification (UEFI-Shell-Spezifikation) auf der UEFI-Website ( http://www.uefi.org/ specifications ).

Optionale Embedded Diagnostics

Das System-BIOS aller HP ProLiant Gen9-Server enthält das optionale Modul Embedded

Diagnostics. Embedded Diagnostics kann als umfassende Diagnosefunktion für die Serverhardware

(einschließlich Prozessoren, Speicher, Laufwerke und andere Serverkomponenten) ausgeführt werden.

Weitere Informationen zum optionalen Embedded Diagnostics finden Sie im

HP UEFI System Utilities

Benutzerhandbuch für HP ProLiant Gen9 Server auf der HP Website ( http://www.hp.com/go/

ProLiantUEFI/docs ).

HP RESTful API-Unterstützung für UEFI

HP ProLiant Gen9 Server unterstützen ein UEFI-konformes System-BIOS mit UEFI System Utilities und integrierter UEFI-Shell als vor dem Systemstart verfügbare Umgebungen. HP ProLiant Gen9

Server unterstützen außerdem die Konfiguration der UEFI-BIOS-Einstellungen mit der HP RESTful

API, einer Managementoberfläche, über die Servermanagementtools einen HP ProLiant-Server konfigurieren, inventarisieren und überwachen können. Ein REST-Client verwendet HTTPS-

Vorgänge, um unterstützte Servereinstellungen (z. B. UEFI-BIOS-Einstellungen) zu konfigurieren.

Weitere Informationen zur HP RESTful API und zu HP RESTful Interface Tool finden Sie auf der

HP Website ( http://www.hp.com/support/restfulinterface/docs ).

Erneutes Eingeben der Seriennummer und Produkt-ID des Servers

Nach einem Austausch der Systemplatine müssen Sie die Seriennummer und die Produkt-ID des

Servers erneut eingeben.

1.

Drücken Sie beim Start des Servers die Taste F9, um auf UEFI System Utilities zuzugreifen.

2.

Wählen Sie System Configuration (Systemkonfiguration) > BIOS/Platform Configuration (RBSU)

(BIOS-/Plattformkonfiguration (RBSU)) > Advanced Options (Erweiterte Optionen) > Advanced

System ROM Options (Erweiterte System-ROM-Optionen) > Serial Number (Seriennummer), und drücken Sie dann die Eingabetaste.

3.

Geben Sie die Seriennummer ein, und drücken Sie die Eingabetaste. Die folgende Meldung wird angezeigt:

The serial number should only be modified by qualified service personnel. This value should always match the serial number located on the chassis. (Die Seriennummer darf NUR von geschultem Servicepersonal geändert werden. Diese Nummer muss stets mit der Seriennummer

übereinstimmen, die sich am Gehäuse befindet.)

DEWW HP UEFI System Utilities 93

4.

Bestätigen Sie die Warnmeldung mit der Eingabetaste.

5.

Geben Sie die Seriennummer ein, und drücken Sie die Eingabetaste.

6.

Wählen Sie Product ID (Produkt-ID). Die folgende Warnung wird angezeigt:

Warning: The Product ID should ONLY be modified by qualified service personnel. This value should always match the Product ID located on the chassis. (ACHTUNG! Die Produktnummer darf NUR von geschultem

Servicepersonal geändert werden. Diese Nummer muss stets mit der

Produktnummer übereinstimmen, die sich am Gehäuse befindet.)

7.

Geben Sie die Produkt-ID ein, und drücken Sie die Eingabetaste.

8.

Bestätigen Sie das Schließen von System Utilities mit F10. Der Server wird automatisch neu gestartet.

Dienstprogramme und Funktionen

HP Smart Storage Administrator

HP SSA ist ein Konfigurations- und Verwaltungstool für HP Smart Array-Controller. Ab HP ProLiant

Gen8-Servern wird ACU durch HP SSA mit einer erweiterten GUI und zusätzlichen

Konfigurationsfunktionen ersetzt.

HP SSA bietet drei Schnittstellen: HP SSA GUI, HP SSA CLI und HP SSA Scripting. Zwar unterstützen alle Schnittstellen Konfigurationsarbeiten, einige der komplexeren Aufgaben sind jedoch nur in einer Schnittstelle verfügbar.

Einige HP SSA-Funktionen:

Unterstützt Online-Kapazitätserweiterung für Arrays, Kapazitätserweiterung logischer Laufwerke,

Zuordnung von Online-Ersatzlaufwerken und Änderung der RAID-Ebene und Stripe-Größe

Schlägt für ein unkonfiguriertes System die optimale Konfiguration vor

Bietet Diagnose- und SmartSSD Wear Gauge-Funktionen auf der Registerkarte „Diagnostics“

(Diagnose)

Stellt für unterstützte Controller Zugriff auf weitere Funktionen bereit.

Weitere Informationen über HP SSA finden Sie auf der HP Website ( http://www.hp.com/go/hpssa ).

Automatic Server Recovery (Automatische Serverwiederherstellung)

ASR (Automatische Serverwiederherstellung) veranlasst bei einem schwerwiegenden

Betriebssystemfehler wie einem „blauen Bildschirm“, ABEND oder einer „Panic“-Meldung den

Neustart des Systems. Beim Laden des System-Managementtreibers, auch Health-Treiber genannt, wird ein Failsafe-Timer des Systems gestartet, der ASR Zeitgeber. Bei ordnungsgemäßem Betrieb des Betriebssystems wird der Zeitgeber regelmäßig zurückgesetzt. Bei Ausfall des Betriebssystems jedoch läuft der Zeitgeber ab und löst einen Neustart des Servers aus.

ASR erhöht die Verfügbarkeit des Servers, indem der Server innerhalb einer festgelegten Zeit nach einem Stillstand des Betriebssystems neu gestartet wird. ASR kann auf der System Management

Homepage oder über UEFI System Utilities deaktiviert werden.

94 Kapitel 6 Software und Konfigurationsprogramme DEWW

USB-Unterstützung

HP Server unterstützen USB 2.0- und USB 3.0-Ports. Beide Porttypen unterstützen alle USB-

Versionen (USB 1.0, USB 2.0 und USB 3.0), arbeiten aber in bestimmten Situationen möglicherweise mit geringerer Geschwindigkeit:

USB 3.0-fähige Geräte arbeiten mit USB 2.0-Geschwindigkeit, wenn sie an einen USB 2.0-Port angeschlossen werden.

Wenn der Server für den UEFI-Startmodus konfiguriert wird, stellt HP herkömmliche USB-

Unterstützung in der vor dem Systemstart verfügbaren Umgebung für die Geschwindigkeiten von USB 1.0, USB 2.0 und USB 3.0 bereit, bevor das Betriebssystem geladen wird.

Wenn der Server für den Legacy-BIOS-Startmodus konfiguriert wird, stellt HP herkömmliche

USB-Unterstützung in der vor dem Systemstart verfügbaren Umgebung für die

Geschwindigkeiten von USB 1.0 und USB 2.0 bereit, bevor das Betriebssystem geladen wird.

USB 3.0-Ports können im Legacy-BIOS-Startmodus für alle Geräte verwendet werden, bieten aber in der vor dem Systemstart verfügbaren Umgebung keine USB 3.0-Geschwindigkeit. USB-

Standardunterstützung (USB-Unterstützung im Betriebssystem) wird vom Betriebssystem über geeignete USB-Gerätetreiber bereitgestellt. Die Unterstützung von USB 3.0 ist betriebssystemabhängig.

Für maximale Kompatibilität mit USB 3.0-Geräten unter allen Betriebssystemen stellt HP eine

Konfigurationseinstellung für den USB 3.0-Modus bereit. Die Standardeinstellung lautet „Auto“. Diese

Einstellung wirkt sich auf USB 3.0-Geräte, die an USB 3.0-Ports angeschlossen sind, auf folgende

Weise aus:

Auto (Standard): Wenn der Modus „Auto“ konfiguriert wurde, arbeiten USB 3.0-fähige Geräte in der Umgebung vor dem Systemstart und während des Systemstarts mit USB 2.0-

Geschwindigkeit. Sobald ein USB 3.0-fähiger USB-Betriebssystemtreiber geladen wird, schalten

USB 3.0-Geräte auf USB 3.0-Geschwindigkeit um. Dieser Modus stellt die Kompatibilität mit

Betriebssystemen her, die USB 3.0 nicht unterstützen, während USB 3.0-Geräte zugleich unter modernen Betriebssystemen mit USB 3.0-Geschwindigkeit arbeiten können.

Enabled (Aktiviert): Bei dieser Einstellung arbeiten USB 3.0-fähige Geräte im UEFI-Startmodus jederzeit mit USB 3.0-Geschwindigkeit (auch in der Umgebung vor dem Systemstart). Dieser

Modus sollte nicht mit Betriebssystemen verwendet werden, die USB 3.0 nicht unterstützen. Im

Legacy-BIOS-Startmodus funktionieren USB 3.0-Ports in der Umgebung vor dem Systemstart nicht und sind nicht startfähig.

Disabled (Deaktiviert): Wenn „Disabled“ konfiguriert wird, arbeiten USB 3.0-fähige Geräte immer mit USB 2.0-Geschwindigkeit.

Das Verhalten von USB-Ports in der Umgebung vor dem Systemstart kann in System Utilities konfiguriert werden, der Benutzer kann also den Standardbetrieb der USB-Ports modifizieren.

Weitere Informationen finden Sie im

HP UEFI System Utilities Benutzerhandbuch für HP Proliant

Gen9 Server auf der HP Website ( http://www.hp.com/go/ProLiantUEFI/docs ).

Externe USB-Funktionalität

HP bietet externe USB-Unterstützung, um den lokalen Anschluss von USB-Geräten für Verwaltung,

Konfiguration und Diagnoseverfahren des Servers zu ermöglichen.

Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme kann die externe USB-Funktionalität in den USB-Optionen von

UEFI System Utilities deaktiviert werden.

DEWW Dienstprogramme und Funktionen 95

Unterstützung für redundantes ROM

Durch die Unterstützung eines redundanten ROM ermöglicht der Server sichere Upgrades bzw. eine sichere Konfiguration des ROM. Der Server verfügt über ein einzelnes ROM, das sich wie zwei separate ROM-Images verhält. In der Standardeinstellung enthält eine Seite des ROM die aktuelle

ROM-Programmversion und die andere Seite eine Backup-Version.

HINWEIS: Bei Lieferung des Servers ist auf beiden Seiten des ROM dieselbe Version programmiert.

Sicherheitsvorteile

Wenn Sie das System-ROM aktualisieren, überschreibt die Flashingfunktion das Backup-ROM und sichert das aktuelle ROM als Backup-Version, so dass Sie problemlos zur anderen ROM-Version umschalten können, wenn das neue ROM beschädigt wird. Durch diese Funktion ist die vorhandene

Version des ROM sogar dann geschützt, wenn während der ROM-Aktualisierung ein Stromausfall eintritt.

System auf dem neuesten Stand halten

Zugriff auf Supportmaterialien von HP

Der Zugriff auf einige Aktualisierungen für HP ProLiant Server macht beim Zugriff über das

HP Support Center Supportportal den Nachweis einer Berechtigung erforderlich. HP empfiehlt, einen

HP Passport mit den erforderlichen Berechtigungen einzurichten. Weitere Informationen finden Sie auf der HP Website ( http://h20564.www2.hp.com/portal/site/hpsc/public/kb/docDisplay/?

docId=c03859703 ).

Aktualisieren der Firmware oder des System-ROM

Zum Aktualisieren der Firmware oder des System-ROM sind mehrere Methoden verfügbar:

HP Service Pack for ProLiant (siehe

HP Service Pack for ProLiant auf Seite 90

)

FWUPDATE Utility (siehe

FWUPDATE Utility auf Seite 96 )

Befehl FWUpdate in der integrierten UEFI-Shell (siehe

Befehl FWUpdate in der integrierten

UEFI-Shell auf Seite 97

)

Anwendung Firmware Update in System Utilities (siehe

Anwendung Firmware Update in System

Utilities auf Seite 98

)

Online Flash-Komponenten (siehe Online Flash-Komponenten auf Seite 98

)

Für Aktualisierungen ist eine entsprechende Produktberechtigung erforderlich. Weitere Informationen finden Sie unter „Zugriff auf Supportmaterialien von HP“ (siehe

Zugriff auf Supportmaterialien von HP auf Seite 96 ).

FWUPDATE Utility

Das FWUPDATE Utility ermöglicht eine Aktualisierung der Systemfirmware (BIOS).

So verwenden Sie das Dienstprogramm zum Aktualisieren der Firmware:

1.

Laden Sie die Flashkomponente FWUPDATE von der HP Website ( http://www.hp.com/go/hpsc ) herunter.

2.

Speichern Sie die Flashkomponente FWUPDATE auf einem USB-Stick.

96 Kapitel 6 Software und Konfigurationsprogramme DEWW

3.

Legen Sie die Startreihenfolge mit einer der folgenden Optionen so fest, dass der USB-Stick als erstes Startgerät verwendet wird:

Konfigurieren Sie die Startreihenfolge so, dass der USB-Stick das erste startfähige

Gerät ist.

Drücken Sie bei entsprechender Aufforderung während des Systemstarts F11 (Startmenü), um auf One-Time Boot Menu (Menü für einmaligen Systemstart) zuzugreifen. Dieses Menü ermöglicht die Auswahl des Startgeräts für einen Systemstart, ändert aber die konfigurierte

Startreihenfolge nicht.

4.

Stecken Sie den USB-Stick in einen verfügbaren USB-Port ein.

5.

Starten Sie das System.

Das FWUPDATE Utility überprüft das System und bietet gegebenenfalls eine Auswahl der vorhandenen Firmwareversionen an.

Die Flashkomponenten können Sie von der HP Website ( http://www.hp.com/go/hpsc ) herunterladen.

Weitere Informationen zum Menü für den einmaligen Systemstart finden Sie im

HP UEFI System

Utilities Benutzerhandbuch für HP ProLiant Gen9 Server auf der HP Website ( http://www.hp.com/go/

ProLiantUEFI/docs ).

Befehl FWUpdate in der integrierten UEFI-Shell

Aktualisieren Sie folgendermaßen die Firmware von Systemen, die für einen der Startmodi konfiguriert wurden:

1.

Die System ROM Flash Binary-Komponente für Ihren Server finden Sie im HP Support Center

( http://www.hp.com/go/hpsc ). Wählen Sie beim Suchen nach der Komponente immer Cross operating system (Betriebssystemübergreifend), um die Binärdatei zu finden.

2.

Kopieren Sie die Binärdatei auf ein USB-Medium oder ein virtuelles iLO-Medium.

3.

Stellen Sie das Medium auf dem Server bereit.

4.

Starten Sie in die integrierte Shell.

5.

Geben Sie

Map –r

ein, um das dem USB-Stick zugewiesene Dateisystemvolume abzurufen.

Weitere Informationen zum Zugriff auf ein Dateisystem mit der Shell finden Sie im HP UEFI

Shell Benutzerhandbuch für HP ProLiant Gen9 Server auf der HP Website

( http://www.hp.com/go/ProLiantUEFI/docs ).

6.

Wechseln Sie zu dem Dateisystem, das die System ROM Flash Binary-Komponente für Ihren

Server enthält. Rufen Sie eines der verfügbaren fsx-Dateisysteme (z. B. fs0

oder fs1

) auf, und drücken Sie die Eingabetaste.

7.

Verwenden Sie den Befehl cd

, um vom aktuellen Verzeichnis in das Verzeichnis mit der

Binärdatei zu wechseln.

8.

Geben Sie fwupdate – d BIOS -f <Dateiname>

ein, um das System-ROM zu flashen.

Geben Sie folgenden Befehl ein, um Hilfe zum Befehl FWUPDATE abzurufen: help fwupdate -b

9.

Starten Sie den Server neu. Nach der Aktualisierung der Firmware ist ein Neustart erforderlich, um die Aktualisierung zu aktivieren und die Stabilität der Hardware aufrechtzuerhalten.

Weitere Informationen zu den in diesem Verfahren verwendeten Befehlen finden Sie im

HP UEFI

Shell Benutzerhandbuch für HP ProLiant Gen9 Server auf der HP Website ( http://www.hp.com/go/

ProLiantUEFI/docs ).

DEWW System auf dem neuesten Stand halten 97

Anwendung Firmware Update in System Utilities

Aktualisieren Sie folgendermaßen die Firmware von Systemen, die für einen der Startmodi konfiguriert wurden:

1.

Die System ROM Flash Binary-Komponente für Ihren Server finden Sie im HP Support Center

( http://www.hp.com/go/hpsc ). Wählen Sie beim Suchen nach der Komponente immer Cross

Operating System (Betriebssystemübergreifend).

2.

Kopieren Sie die Binärdatei auf ein USB-Medium oder ein virtuelles iLO-Medium.

3.

Stellen Sie das Medium auf dem Server bereit.

4.

Drücken Sie während des POST F9, um System Utilities aufzurufen.

5.

Wählen Sie Embedded Applications (Integrierte Anwendungen) Firmware Update

(Firmwareaktualisierung) System ROM (System-ROM) Select Firmware File

(Firmwaredatei auswählen).

6.

Wählen Sie das Gerät mit der Flashdatei.

7.

Wählen Sie die Flashdatei. Dieser Vorgang kann etwas Zeit in Anspruch nehmen.

8.

Wählen Sie Start firmware update (Firmwareaktualisierung starten), und warten Sie, bis der

Prozess abgeschlossen wurde.

9.

Starten Sie den Server neu. Nach der Aktualisierung der Firmware ist ein Neustart erforderlich, um die Aktualisierung zu aktivieren und die Stabilität der Hardware aufrechtzuerhalten.

Online Flash-Komponenten

Diese Komponente stellt aktualisierte Systemfirmware bereit, die für unterstützte Betriebssysteme direkt installiert werden kann. Zudem ermöglicht diese Smart-Komponente in Verbindung mit

HP SUM (

HP Smart Update Manager auf Seite 90

) dem Benutzer das Aktualisieren der Firmware auf

Remoteservern ausgehend von einem zentralen Ort. Aufgrund dieser Funktion zur

Remotebereitstellung muss der Benutzer nicht physisch am Server eingreifen, um die

Firmwareaktualisierung durchzuführen.

Treiber

HINWEIS: Führen Sie stets eine Sicherung durch, bevor Sie mit der Installation oder Aktualisierung von Gerätetreibern beginnen.

Der Server verfügt über neue Hardware, für die möglicherweise nicht auf allen Betriebssystem-

Installations-CDs Treiber zur Verfügung stehen.

Wenn Sie ein von Intelligent Provisioning unterstütztes Betriebssystem installieren, verwenden Sie

Intelligent Provisioning (

Intelligent Provisioning auf Seite 88

) und seine Funktion „Configure and

Install“ (Konfigurieren und installieren) zur Installation des Betriebssystems und der neuesten unterstützten Treiber.

Wenn Sie ein Betriebssystem ohne Intelligent Provisioning installieren, sind Treiber für einige der neuen Hardwarekomponenten erforderlich. Diese und weitere Optionstreiber, ROM-Images und

Mehrwertsoftware kann im Rahmen eines SPP heruntergeladen werden.

Wenn Sie Treiber aus dem SPP installieren, stellen Sie sicher, dass Sie die von Ihrem Server unterstützte aktuelle SPP-Version verwenden. Um zu überprüfen, ob der Server die aktuelle unterstützte Version verwendet, greifen Sie auf die HP Website ( http://www.hp.com/go/spp/download ) zu. Dort sind auch weitere Informationen zum SPP verfügbar.

98 Kapitel 6 Software und Konfigurationsprogramme DEWW

Um die Treiber eines bestimmten Servers ausfindig zu machen, rufen Sie die HP Website

( http://www.hp.com/go/hpsc ) auf, und klicken Sie auf Drivers, Software & Firmware (Treiber, Software und Firmware). Geben Sie dann Ihren Produktnamen im Feld Find an HP product ein und klicken Sie auf Go.

Software und Firmware

Software und Firmware sollten aktualisiert werden, bevor der Server erstmals genutzt wird (sofern nicht für installierte Software oder Komponenten eine ältere Version benötigt wird).

Verwenden Sie für Systemsoftware- und Firmwareaktualisierungen eine der folgenden Quellen:

Laden Sie SPP (

HP Service Pack for ProLiant auf Seite 90

) auf der Download-Seite von

HP Service Pack for ProLiant ( http://www.hp.com/go/spp ) herunter.

Laden Sie einzelne Treiber, Firmware- oder Systemsoftwarekomponenten auf der Server-

Produktseite im HP Support Center ( http://www.hp.com/go/hpsc ) herunter.

Unterstützte Betriebssystemversion

Informationen zu speziellen Versionen eines unterstützten Betriebssystems finden Sie in der

Betriebssystem-Support-Matrix ( http://www.hp.com/go/supportos ).

Versionskontrolle

VCRM und VCA sind webfähige Insight Management Agents Tools, mit denen HP SIM

Softwareaktualisierungsaufgaben für das gesamte Unternehmen plant.

VCRM verwaltet das Repository für SPP. Administratoren können den SPP-Inhalt anzeigen oder

VCRM konfigurieren, damit das Repository automatisch über Internet-Downloads mit der neuesten Software und Firmware von HP aktualisiert wird.

VCA vergleicht installierte Softwareversionen auf dem Knoten mit Updates, die im von VCRM verwalteten Repository verfügbar sind. Administratoren können VCA so konfigurieren, dass es auf ein von VCRM verwaltetes Repository verweist.

Weitere Informationen über Tools zur Versionskontrolle finden Sie im

HP Systems Insight Manager

Benutzerhandbuch, im HP Version Control Agent Benutzerhandbuch und im HP Version Control

Repository Manager Benutzerhandbuch auf der HP Website ( http://www.hp.com/go/enterprise/docs ).

1.

Wählen Sie in den verfügbaren Optionen unter „Products and Solutions“ HP Insight

Management.

2.

Wählen Sie in den verfügbaren Optionen unter „HP Insight Management“ HP Version Control.

3.

Laden Sie das aktuelle Dokument herunter.

HP Betriebssystem- und Virtualisierungssoftware-Unterstützung für ProLiant

Server

Weitere Informationen über bestimmte Versionen unterstützter Betriebssysteme finden Sie auf der

HP Website ( http://www.hp.com/go/ossupport ).

HP Technology Service Portfolio

Wenden Sie sich an HP, wenn Sie Unterstützung auf dem Weg zur IT der neuen Generation benötigen. HP Technology Services verschaffen Ihnen Ruhe und Sicherheit und reduzieren Risiken, damit Sie eine IT-Infrastruktur mit der benötigten Agilität und Stabilität aufbauen können.

DEWW System auf dem neuesten Stand halten 99

Nutzen Sie unsere Beratungsexpertise in den folgenden Bereichen: private oder Hybrid-Cloud-IT, Big

Data und Mobilitätsanforderungen, Verbesserung der Rechenzentrumsinfrastruktur und bessere

Auslastung der modernen Server-, Speicher- und Netzwerktechnologie. Weitere Informationen finden

Sie auf der HP Website ( http://www.hp.com/services/consulting ).

Unsere Supportportfolio deckt Services für HP Server, Speicher und Netzwerkhardware und software sowie führende Betriebssysteme ab. Lassen Sie es uns proaktiv mit Ihnen zusammenarbeiten, damit Probleme gar nicht erst entstehen. Unsere flexiblen Optionen in Bezug auf

Zeitfenster und Reaktionszeiten für Hardware und Software sorgen für schnellere

Problembeseitigung, reduzieren unvorhergesehene Ausfälle und verschaffen Ihren Mitarbeitern Zeit für wichtigere Aufgaben. Weitere Informationen finden Sie auf der HP Website ( http://www.hp.com/ services/support ).

Nutzen Sie unser Wissen, unsere Expertise und unsere Innovationskraft sowie die

Weltklasseservices, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Nutzen Sie Technologie auf neue Weise, um Ihren Betrieb zu optimieren und sich für künftige Erfolge in die richtige Ausgangsposition zu bringen.

Änderungskontrolle und proaktive Benachrichtigung

HP bietet seinen Kunden an, sie 30 bis 60 Tage vor geplanten Hardware- und Softwareänderungen an kommerziellen HP Produkten zu benachrichtigen.

Weitere Informationen finden sie auf der HP Website ( http://www.hp.com/go/pcn ).

100 Kapitel 6 Software und Konfigurationsprogramme DEWW

Was this manual useful for you? yes no
Thank you for your participation!

* Your assessment is very important for improving the work of artificial intelligence, which forms the content of this project

Download PDF

advertisement

Table of contents