M2000 SICOMP M/R Emulation

M2000 SICOMP M/R Emulation

Details zu den Geräteemulationen

6 Details zu den Geräteemulationen

M2000

6.1.1 Bildschirmaufbau

Die Emulation der Datensichtstation DS074 erfolgt in einem Windows Fenster als

Konsolen-Applikation.

Dabei sind folgende Bedingungen gegeben:

• In der Fensterdarstellung (default) wird mit einem Zeichensatz 9x15 gearbeitet

(Standard Window Screen).

–OK–Screen Parameter–Screen Size eingestellt werden (Full Screen).

• Der Bildschirmbereich im Fenster ist unterteilt in: den Datenbereich (Zeile 1 bis 24) und in die Statuszeile (Zeile 25).

Die Statuszeile dient sowohl zur Darstellung von Tabulatoren als auch von aktuellen Betriebszuständen (Rollmode, Block-/Zeichenbetrieb, virtuelle

Konsole).

Zur Zeit sind folgende Betriebszustände realisiert:

Anzeige in Statuszeile Roll Shift+F6

Seitenbetrieb

Nur SIC-M VK virtuelle Konsole ein Shift+F8

Normalbetrieb

Umschalten auf andere Shift + Pfeiltaste nach oben

Terminalseiten Shift + Pfeiltaste nach unten

(nur TE_ALPHA)

Die Betriebszustände können mit Shift+F6, Shift+F7 und Shift+F8 geändert werden.

Die Nummer (Ziffer 2-6) der aktuellen Bildschirmseite wird in der Statuszeile der

Terminalemulation angezeigt. nächste Bildschirmseite vorherige Bildschirmseite

Terminalemulation entnommen werden.

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M2000 Details zu den Geräteemulationen

6.1.2 Tastenbelegung

Enter

E nd

Ctrl

Ctrl

Ctrl

Ctrl

E nd

B

C

G

Ctrl

Ctrl

L

U

F1

bis

F9

F10

F11

F12

Backspace

T ab

Shift

Ctrl

Ctrl

In s

Tab

Tab

Shift

Del

+

-

Esc

Tab

DÜZ

DÜM

STX

ETX

BEL

FF (Bildschirm löschen, Cursor auf Bildschirmanfang)

Sichtgerät rücksetzen (Block- und Maskenbetrieb)

Cursor links

Tabulatorsprung rechts

Tabulatorsprung links

Tabulatormarke setzen

Tabulatormarke rücksetzen

Zeichen einfügen

Zeichen ausfügen

Zeile einfügen (Plus-Taste im Numerikblock)

Zeile ausfügen (Minus-Taste im Numerikblock)

KT '0'

KT '1'

KT '9'

KT ' : '

KT ' ; '

KT '<'

98 © IPKS GmbH 2007

Details zu den Geräteemulationen M2000

Alt

bis

Alt

Alt

bis

Alt

Alt

Alt bis

Alt

0

9

A

Z

.

Shift

Shift

A

Z

KT '0'

KT '9'

KT 'a'

KT 'z'

KT '

.

'

KT 'A'

KT 'Z'

Betrieb sartenumschaltung:

Shift F6

Ein-/Ausschalten Rollbetrieb

Shift F 7

Umschaltung Block-/Zeichenbetrie b

Shift F 8

Ein-/Ausschal ten

Bildschirmseitenumschaltung:

Shift nächste Bildschirmseite

Shift nu r für Zeichenbetrieb:

End

Datenübergabe (DUE)

Ctrl Enter

Enter

Ctrl End

PgUp

PgDn

Sichern ohne Abschlu ss (DÜZ)

LF (Cursor auf Anfang der nächsten Zeile)

Abschluss mit Sichern (DÜM) rückwärts blättern (Ctrl R) vorwärts blättern (Ctrl N)

Anmerkung Die Tastenbelegung wird über die Parameterdatei dsskx.tko festgelegt. Die beschriebene Tastenbelegung entspricht der mit M2000 ausgelieferten Parameterdatei.

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M2000

Hinweis!

Details zu den Geräteemulationen

Die DU05 Geräteemulation bietet grundsätzlich zwei Betriebsarten:

• Emulation der DU05 über DF42

• Umlenkung der DU05 Kommunikation auf TCP/IP

6.2.1 Emulation DU05 über DF42

Die DU05 Geräteemulation bearbeitet das Übertragungsprotokoll MSV2.

Damit sind beispielsweise folgende Kopplungen realisierbar:

• M2000 - M2000 über MSV2 und SINEC

• M2000 - Fremdsysteme über MSV2

Nicht implementiert sind die WIKO-Funktionen (Remote-Laden...)

6.2.1.1 Voraussetzung

Die Betriebssoftware für die eingesetzte Hardware wird von M2000 implizit installiert.

Zusätzlich zu dem Geräteeintrag (device = ..) in der Konfigurationsdatei mpar.sys erwartet die DU05 Geräteemulation zusätzliche Parameter in einer Parameterdatei, deren Namen und Verzeichnis frei wählbar sind und im Geräteeintrag zugeordnet werden.

6.2.1.2 Parametrierung

Alle über COMSOFT Baugruppen betriebenen Kopplungen müssen vor dem

Emulatorstart mit dem COMSOFT Programm DFTEST parametriert werden.

Die anwendungsspezifischen Parameter werden in einer ASCII-Datei hinterlegt.

Die Parameterzeilen können in Gross- und Kleinbuchstaben notiert werden, Kommentare werden mit '#' eingeleitet und gelten bis zum Zeilenende.

Folgende Parameter sind einstellbar, wobei alle Angaben zu den Parametern (einschließlich Default-Einstellungen) der Beschreibung zum jeweiligen COMSOFT-

Treiber zu entnehmen sind:

PATH pfadname Verzeichnis mit COMSOFT-Komponenten

BOARD nr Board-Nummer

UNIT nr Schnittstellen-Nummer auf dem Board

DU_MODUS wert 0x00

OSFILE OS42.BIN

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Details zu den Geräteemulationen

6.2.1.3 Protokollparameter für MSV2

Folgende Protokollparameter sind zum Treiber MSV2 einstellbar:

M2000

MODEM_TO value (1..255)

MULTI value

6.2.2 Umlenkung der DU05 Kommunikation auf TCP/IP

In der Datei mpar.sys eines der beiden beteiligten Rechner wird der Host-Name des Partnerrechners eingetragen, wie er auch in der Datei

...\system32\drivers\etc\hosts eingetragen ist; dieser Rechner verhält sich später beim Verbindungsaufbau aktiv. Auf dem anderen beteiligten Rechner wird in die

Datei mpar.sys als Host-Name ein Leerstring eingetragen; dieser Rechner verhält sich später beim Verbindungsaufbau passiv.

Die Übertragung der Daten erfolgt verbindungsorientiert über das Level 4 Transportprotokoll TCP.

Die Portnummer muss größer/gleich 10 000 angegeben werden, sie ist auf beiden

Rechnern identisch.

Spezifische Anlauffunktionen sind nicht notwendig.

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M2000 Details zu den Geräteemulationen

Die DU06 Geräteemulation bietet grundsätzlich zwei Betriebsarten:

• Emulation der DU06 über DF32 bzw. DF42

• Umlenkung der DU06 Kommunikation auf TCP/IP

6.3.1 Emulation DU06 über DF32/42

Die DU06 Geräteemulation bearbeitet die Übertragungsprotokolle HDLC U/P,

HDLC U/S und HDLC B.

Damit sind beispielsweise folgende Kopplungen realisierbar:

• M2000 - M2000 über HDLC B oder HDLC U und SINEC

• M2000 - IBM über SDLC und SINEC SNSNA

• M2000 - X.25 Netz über HDLC B und SINEC SNPV.

Nicht implementiert sind die WIKO-Funktionen (Remote-Laden...)

6.3.1.1 Voraussetzung

Die Betriebssoftware für die eingesetzte Hardware wird von M2000 implizit installiert.

Zusätzlich zu dem Geräteeintrag (device = ..) in der Konfigurationsdatei mpar.sys

(siehe

4.2.4 Kopplungen

) erwartet die DU06 Geräteemulation zusätzliche

Parameter in einer Parameterdatei, deren Namen und Verzeichnis frei wählbar sind und im Geräteeintrag zugeordnet werden.

Die Bearbeitung der Funktion 'SIM' muss im DFXX-Treiber separat eingestellt werden, die Parametrierung wird vom Emulator nicht unterstützt.

Eine DFXX-Baugruppe, die vom Emulator als 'DU06 unbalanced' mit SIM

Unterstützung verwendet werden soll, muss vor dem Start des Emulators mit dem

Programm DFTEST parametriert werden.

Die DU06 Parameterdatei (siehe nächste Seite) muss die Einträge BOARD, UNIT, und PATH, sowie die Zeile 'DU_MODUS 0' enthalten. Alle übrigen Einträge werden dann ignoriert.

102 © IPKS GmbH 2007

Details zu den Geräteemulationen M2000

6.3.1.2 Parametrierung

Die anwendungsspezifischen Parameter werden in einer ASCII-Datei hinterlegt.

Die Parameterzeilen können in Gross- und Kleinbuchstaben notiert werden, Kommentare werden mit '#' eingeleitet und gelten bis zum Zeilenende.

Folgende Parameter sind für beide Protokollarten einstellbar, wobei alle Angaben zu den Parametern (einschließlich Default-Einstellungen) der Beschreibung zum jeweiligen COMSOFT-Treiber (HDLC-UNC oder HDLC-BAC) zu entnehmen sind:

PATH pfadname Verzeichnis mit COMSOFT-Komponenten

BOARD nr Board-Nummer

UNIT nr Schnittstellen-Nummer auf dem Board

DU_MODUS wert Bitweise Einstellung von Sonderfunktionen mittels eines 32-

Bit-Wertes:

Bit 0 = 0 Die Baugruppe wird beim Start der Emulation einmalig mit

Bit 0 = 1

Treibern versorgt und parametriert.

Die Baugruppe wird bei jedem ORG-Anstoss 'Basispara-

Bit 1 = 0

Bit 1 = 1

Bit 2 = 0

Bit 2 = 1 metrierung' mit Treibern versorgt und parametriert. keine 3277-Verbindung zu IBM

3277-Verbindung zu IBM

Eine HDLC-Verbindung

COMSOFT-Treiber Aufruf 'CLOSE_UNIT' abgebaut.

Eine HDLC-Verbindung wird mit dem COMSOFT-Treiber-

Aufruf 'CLOSE_UNIT' und anschließender Treiberparametrierung abgebaut. wird ausschließlich

# Beim Einsatz einer DF42 Baugruppe ist die folgende Zeile zu

# aktivieren

# OSFILE OS42.BIN mit dem

Beim Betrieb einer DU06B, DU06UP oder einer DU06US über eine COMSOFT-

Baugruppe muss derzeit in Parameter DU_MODUS Bit 2 gesetzt werden, damit nach dem logischen Verbindungsaufbau auch die physikalische Verbindung abgebaut wird (Anpassung an aktuelles Verhalten der COMSOFT-Treiber).

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M2000 Details zu den Geräteemulationen

6.3.1.3 Protokollparameter für HDLC-UNC

Beim Betrieb einer DU06UP oder einer DU06US über eine COMSOFT-Baugruppe können ab COMSOFT-Treiber DHDLC.DRV C01 auch Modemsignale bearbeitet werden. Dazu sind die neuen Parameter MODEM und MODEM_TIMEOUT einzustellen. Neben dem COMSOFT-Treiber DHDLC.DRV sind auch die COMSOFT-

Komponenten DHDLC.DAT, OS32.BIN und DFXX0 neu in das Windows-System einzubringen.

Dabei muss DFXX0 in das Verzeichnis %systemroot%\system32\drivers eingebracht werden, anschließend ist Windows neu zu starten.

Folgende Protokollparameter sind zum Treiber HDLC-UNC einstellbar:

MODEM_TIMEOUT

(0..255)

NRZ

CRC

value

YES

⏐1

⏐NO

YES

value (0..3)

MULTIPOINT

(0..7)

(1..32)

6.3.1.4 Protokollparameter für HDLC-BAC

Folgende Protokollparameter sind zum Treiber HDLC-BAC einstellbar:

DCE

⏐NO

value

YES

⏐NO

SENDSABM

(0..255)

NRZ

CRC

value

YES

⏐1

⏐NO

value (0..255)

(0

value

V24V11

104 © IPKS GmbH 2007

Details zu den Geräteemulationen M2000

6.4.1 Überblick

Die ‘’offene DU0x Kommunikations-Schnittstelle’’ des Emulators M2000, (Variante

SICOMP M), ermöglicht die Umleitung von Ein-/Ausgaben, die über eine im emulierten ORG-M generierte Baugruppe DU0x erfolgen, auf eine TCP/IP-Socket

Verbindung. Damit können ORG-M Anwendungen Daten mit allen Systemen austauschen, die über TCP/IP erreichbar sind, und auf denen ein oder mehrere Partnerprogramme gemäß dieser Spezifikation agieren.

Über diese Schnittstelle lassen sich auch zwei emulierte ORG-M miteinander verknüpfen. Während des Verbindungsaufbaus muss ein Partner aktiv, der andere passiv agieren. Nach Aufbau der Verbindung kann jeder Partner jederzeit Daten senden und empfangen. unterschiedlich sein; bei der Definition der ausgetauschten Anwenderdaten ist dieser Sachverhalt zu berücksichtigen. Die hier beschriebene Schnittstelle leitet in beide Richtungen alle Daten unverändert weiter. Von einer Anwendung, die unter einem emulierten ORG-M abläuft, ausgegebene numerische Daten, werden grundsätzlich in SICOMP-M Darstellung übertragen. Eine der beiden beteiligten

Anwendungen muss also, falls erforderlich, diese Daten konvertieren.

6.4.2 Umlenkung der DU04 Kommunikation auf TCP/IP

In der Parameterdatei der beiden beteiligten Rechner wird der Host-Name oder die Host Adresse des Partnerrechners eingetragen, wie er auch in der Datei

...\system32\drivers\etc\hosts eingetragen ist.

Die Übertragung der Daten erfolgt verbindungslos über das Level 4 Transportprotokoll UDP. Auf Anwendungsebene sollte ein Quittungsverkehr implementiert sein

(beispielsweise wie innerhalb von SINEC VS).

Diese Übertragung eignet sich auch dafür, um einfache Kopplungen zu Fremdsystemen wie UNIX zu realisieren.

Die Portadressen für jeden Rechner müssen eindeutig sein, es muss eine Zahl von mindestens 10000 angegeben werden.

Spezifische Anlauffunktionen sind nicht notwendig.

6.4.3 Umlenkung der DU05 Kommunikation auf TCP/IP

Verbindungsaufbau

Beide Verbindungspartner richten jeweils einen TCP/IP-Socket (Adressfamilie

AF_INET, Typspezifikation SOCK_STREAM) ein, über den alle Daten und Quittungen ausgetauscht werden.

Auf Emulatorseite werden die Socketoptionen 'REUSEADDR' und 'KEEPALIVE' gesetzt.

Der Emulator kann über die Parametrierung beim Verbindungsaufbau als aktiver oder als passiver Partner eingestellt werden. Der passive Partner wartet mit

ACCEPT auf den Verbindungsaufbau, der aktive Partner versucht den Verbindungsaufbau mit CONNECT.

Das Anwenderprogramm auf dem Partnersystem sollte entsprechend arbeiten

(gleiche Optionen, sofortiger Verbindungsneuaufbau nach Programmstart oder

Verbindungsabbruch, usw.).

Verbindungsabbau /

Verbindungsabbruch Der Emulator bricht die Socket-Verbindung vor dem Programmende oder nach dem Ablauf der Verbindungsüberwachung ab.

© IPKS GmbH 2007 105

M2000 Details zu den Geräteemulationen

D atenverkehr Senden von der ORG-M-Anwendung zur Partneranwendung

Daten

(byteweise Darstellung)

Die ORG-M-Anwendung macht eine Ausgabe an die jeweilige DU05

(Aufruf KOPAUSH), dabei dürfen nur die Aufrufoptionen 'Daten', 'codegebunden / transparent' und ggfs. 'Blockende ETX / Blockende ETB' verwendet werden, nicht aber 'Header', 'Header und Daten', 'Status' usw.

Diese Sendelänge wird vom Emulator als Datenwort (INTEL-Darstellung) den eigentlichen Anwenderdaten vorangestellt und mit an das Partnersystem gesendet.

Nach dem Empfang der Daten durch das Partnersystem muss dieses eine

(Transport-)Quittung zurücksenden

Länge Anwenderdaten in Bytes (Low-Byte)

Länge Anwenderdaten in Bytes (High-Byte)

Anwenderdaten... (Erstes Byte)

...

Anwenderdaten (Letztes Byte)

Positive Quittung zum Emulator

(byteweise Darstellung)

0xFF

0xFF

Negative Quittung zum Emulator

(byteweise Darstellung)

0xFE

0xFF

Senden von der Partneranwendung zur ORG-M-Anwendung

Die ORG-M-Anwendung wartet auf eine Eingabe über die jeweilige DU05.

(Aufruf KOPEINH)

Der DU05-Geräteprozess wertet nach dem Empfang von Daten über die TCP/IP-

Verbindung die ersten beiden Bytes aus (Sendelänge oder Quittungskennung).

Nach dem Empfang von Daten werden diese mit einem Begrenzungszeichen ETX abgeschlossen und ohne das Wort Telegrammlänge an die wartende ORG-M-

Anwendung übergeben. Anschließend wird eine positive Quittung an das Partnersystem zurückgesendet.

106 © IPKS GmbH 2007

Details zu den Geräteemulationen M2000

6.4.4 Umlenkung der DU06 Kommunikation auf TCP/IP

In der Parameterdatei eines der beiden beteiligten Rechner wird der Host-Name des Partnerrechners eingetragen, wie er auch in der Datei

...\system32\drivers\etc\hosts eingetragen ist; dieser Rechner verhält sich später beim Verbindungsaufbau aktiv. Auf dem anderen beteiligten Rechner wird als

Host-Name ein Leerstring eingetragen; dieser Rechner verhält sich später beim

Verbindungsaufbau passiv.

Die Übertragung der Daten erfolgt verbindungsorientiert über das Level 4 Transportprotokoll TCP.

Die Portadresse ist auf beiden Rechnern identisch, es muss eine Zahl von mindestens 10000 angegeben werden.

Spezifische Anlauffunktionen sind nicht notwendig.

© IPKS GmbH 2007 107

M2000 Details zu den Geräteemulationen

6.5.1 Installation

Der im folgenden beschriebene Installationsvorgang einer H1 Kopplung ist durch den Installationsablauf am Original SICOMP M System vorgegeben. Es wird davon ausgegangen, dass dieser Ablauf bekannt ist.

Auf dem PC, auf dem auch M2000 abläuft, sind eine Baugruppe CP1413 oder

CP1613 und unter Windows die zugehörige Software SIMATIC NET zu installieren. Weiterhin ist unter Windows noch das Parametrierprogramm NML zu installieren, mit dem eine H1 Datenbasis erzeugt wird.

Es wird davon ausgegangen, dass im ORG-M des original SICOMP Systems das sogenannte AP-System für den Einsatz des CP1400 installiert ist.

Im ersten Schritt werden unter Windows mit dem Programm NML die CP1400

Parameterdateien erzeugt (beschrieben in der CP1400 Dokumentation). Die erzeugten Dateien haben die Namen xyz.ADB und xyz.LDB. Die Datei xyz.ADB ist anschließend in Datei APDBA0, und die Datei xyz.LDB ist in Datei APDBA1 zu kopieren.

Im zweiten Schritt wird unter Windows mittels SIMATIC NET auf die Datei xyz.LDB zugegriffen. Hierbei erscheint eine Fehlermeldung, die quittiert werden muss.

Daraufhin wird eine Datei xyz.TXT erzeugt. In der Datei xyz.TXT müssen die als fehlerhaft markierten Zeilen am Dateiende mit einem Texteditor (z.B. NOTEPAD) gelöscht werden.

Im dritten Schritt wird wiederum unter Windows über SIMATIC NET auf die neu erzeugte Datei xyz.TXT zugegriffen. Mit dieser Datei wird als Muster eine

Binärdatei xyz1.LDB generiert. Hierbei sind gegebenenfalls noch Anpassungen vorzunehmen. Die Datei xyz.LDB wird dann als Datenbasis für den CP1413 oder

CP1613 verwendet.

Im vierten Schritt wird erstmals M2000 gestartet. Das unter M2000 ablaufende

ORG sollte ohne Startliste anlaufen. Weiterhin sollte vom ORG aus auf die mit

M2000 ausgelieferte "Platte" PLSK.PSD zugegriffen werden können. Von der

"Platte" PLSK.PSD sind aus der Bibliothek GSB die Programme PCCOPY und

CP1400 im ORG zu laden (PRP oder HRP). Mit dem Programm PCCOPY werden die im ersten Schritt unter Windows erstellten Dateien APDBA0 und APDBA1 auf die ORG Platte kopiert, auf der sich die Datenbasen des AP-Systems befinden.

Anschließend ist einmalig im ORG das neu geladene Programm CP1400 zu starten. Das Programm CP1400 verbindet die Programme des AP-Systems mit den kopierten Datenbasen APDBA0 und APDBA1.

Das Programm CP1400 muss nach jedem einkopieren von neuen Datenbasen einmal ablaufen. Es kann auch bei jedem SICOMP Systemanlauf vor den Komponenten des AP-Systems gestartet werden.

Die Bedienung :APADMI:CHANGE STARTID TO ACTUAL entfällt.

Im letzten Schritt wird M2000 beendet und Windows gebootet. Nach dem Start von M2000 und dem Anlauf des unter M2000 ablaufenden SICOMP Systems arbeitet der CP1400 mit den neuen Parametern.

108 © IPKS GmbH 2007

Details zu den Geräteemulationen M2000

6.6.1 Installation der Baugruppe

Die NAT Baugruppe ist entsprechend der mitgelieferten Dokumentation im PC zu installieren.

Für die Baugruppe muss kein Interrupt eingestellt werden. Die auf der Baugruppe eingestellte IO-Adr. sollte man sich merken (siehe NatDev.ini).

Dem Optionspaket M2-CS (Kommunikationssteuerung KS N16/CS275, Anbindung an TELEPERM) liegt eine ausführliche Installationsanweisung bei.

Siehe auch:

Kap. 4.2.4, Kopplungen /CS275

Kap. 5.1.5, Sonstige Geräte /KS N16

© IPKS GmbH 2007 109

M2000

Hinweis!

Details zu den Geräteemulationen

Die DUST3965R Geräteemulation bietet grundsätzlich zwei Betriebsarten:

• Emulation der DUST3965R über DF42

• Umlenkung der DUST3965R Kommunikation auf TCP/IP

6.7.1 Emulation DUST3965R über DF42

Die DUST3965R Geräteemulation bearbeitet das Übertragungsprotokoll MSV2.

Damit sind beispielsweise folgende Kopplungen realisierbar:

• M2000 - M2000 über MSV2 und SINEC

• M2000 - Fremdsysteme über MSV2

Nicht implementiert sind die WIKO-Funktionen (Remote-Laden...)

6.7.1.1 Voraussetzung

Die Betriebssoftware für die eingesetzte Hardware wird von M2000 implizit installiert.

Zusätzlich zu dem Geräteeintrag (device = ..) in der Konfigurationsdatei rpar.sys erwartet die DUST3965R Geräteemulation zusätzliche Parameter in einer Parameterdatei, deren Namen und Verzeichnis frei wählbar sind und im Geräteeintrag zugeordnet werden.

6.7.1.2 Parametrierung

Alle über COMSOFT Baugruppen betriebenen Kopplungen müssen vor dem

Emulatorstart mit dem COMSOFT Programm DFTEST parametriert werden.

Die anwendungsspezifischen Parameter werden in einer ASCII-Datei hinterlegt.

Die Parameterzeilen können in Gross- und Kleinbuchstaben notiert werden, Kommentare werden mit "#" eingeleitet und gelten bis zum Zeilenende.

Folgende Parameter sind einstellbar, wobei alle Angaben zu den Parametern (einschließlich Default-Einstellungen) der Beschreibung zum jeweiligen COMSOFT-

Treiber zu entnehmen sind:

PATH pfadname Verzeichnis mit COMSOFT-Komponenten

BOARD nr

UNIT nr

Board-Nummer

Schnittstellen-Nummer auf dem Board

DU_MODUS wert 0x00

OSFILE OS42.BIN

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Emulation PE F7

6.7.1.3 Protokollparameter für MSV2

Folgende Protokollparameter sind zum Treiber MSV2 einstellbar:

M2000

MODEM_TO value (1..255)

MULTI value

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M2000 Details zu den Geräteemulationen

6.8 Rechnerkopplung DUST3961, GatewayFunktion

Je Parameter(Baugruppe) 3961 werden zwei TCP/IP-Sockets (Adressfamilie

AF_INET, Typspezifikation SOCK_STREAM) eingerichtet. Über den ersten Socket werden Daten an das Partnersystem gesendet, über den zweiten werden Daten vom Partnersystem empfangen.

Der Emulator setzt die Socketoptionen REUSEADDR und KEEPALIVE, die

Datenfeldgröße wird entsprechend den Emulatorparametrierungen eingestellt.

Auf Emulatorseite kann je Socket eingestellt werden, ob der Emulator beim Verbindungsaufbau aktiv oder passiv sein soll. Der Emulator versucht ab

EmulatorStart, die Verbindungen (aktiv oder passiv) aufzubauen.

Bestehende Verbindungen bleiben aufgebaut, bis einer der beiden Partner einen

Verbindungsabbau einleitet oder bis ein Verbindungsfehler auftritt.

Nach einem Verbindungsabbau oder einem Verbindungsabbruch versucht der

Emulator sofort, die jeweils abgebrochenen Verbindungen wieder aufzubauen.

Alle ausgetauschten Daten enthalten in den ersten vier Bytes die Nettolänge des jeweiligen Telegramms (32-Bit-Wert in Intel-Darstellung).

Beim Senden an das Partnersystem stellt die 3961-Gatewayfunktion diesen

32-Bit-Wert den vom ORG an das Gerät 3961 übergebenen Daten voran.

Beim Empfang vom Partnersystem entfernt die 3961-Gatewayfunktion diesen

32-Bit-Wert, bevor die Daten an das ORG übergeben werden.

Device = anr,gnr,3961,"SOCKET", ownhost, sendeverbindung, empfangsverbindung, datenlaenge, timeout

ownhost

Eigene TCP/IP-Adresse oder eigener TCP/IP-Aliasname aus ...\system32\...\hosts zur Identifikation der lokalen Netzwerkkarte.

Beim Betrieb auf einem Rechner mit nur einer Netzwerkkarte kann hier "

.

" angegeben werden.

sendeverbindung

empfangsverbindung

Syntax: [hostname:]port1[/port2]

Über die hier parametrierte Verbindung werden Daten an den Partner gesendet.

Wird hostname: angegeben, dann wird die Verbindung zum Partner aktiv aufgebaut. Lokal wird der Socket ownhost:port1 eingerichtet und die Verbindung zum Port hostname:port2 aufgebaut. Ist port2 nicht angegeben, dann wird port2 mit port1 gleichgesetzt.

Wird hostname: nicht angegeben, dann wird die Verbindung zum Partner passiv aufgebaut. Lokal wird der Socket ownhost:port1 eingerichtet, anschließend wird auf Verbindungsaufbau des Partners gewartet. Eine Angabe von port2 wird bei passivem Verbindungsaufbau nicht verwendet.

Aufbau: [hostname:]port1[/port2]

Über die hier parametrierte Verbindung werden Daten vom Partner empfangen.

Wird hostname: angegeben, dann wird die Verbindung zum Partner aktiv aufgebaut. Lokal wird der Socket ownhost:port1 eingerichtet und die Verbindung zum Port hostname:port2 aufgebaut. Ist port2 nicht angegeben, dann wird port2 mit port1 gleichgesetzt.

Wird hostname: nicht angegeben, dann wird die Verbindung zum Partner passiv aufgebaut. Lokal wird der Socket ownhost:port1 eingerichtet, anschließend wird auf Verbindungsaufbau des Partners gewartet. Eine Angabe von port2 wird bei passivem Verbindungsaufbau nicht verwendet.

datenlaenge timeout

Byteanzahl der maximal übertragenen Daten

Überwachungszeit der Verbindung in Sekunden. Werden

n

Sekunden keine Daten ausgetauscht, wird die Sendeverbindung "gekappt". Die Empfangsverbindung wird analog dazu durch den Partner "gekappt".

112 © IPKS GmbH 2007

Emulation PE F7 M2000

6.9 Rechnerkopplung DUST 3966

Die DUST3966 Geräteemulation bietet grundsätzlich zwei Betriebsarten:

• Emulation der DUST 3966 über DF32 bzw. DF42

• Umlenkung der DUST 3966 Kommunikation auf TCP/IP

6.9.1 Emulation DUST 3966 über DF32/42

Die DUST 3966 Geräteemulation bearbeitet die Übertragungsprotokolle HDLC

U/P, HDLC U/S und HDLC B.

Damit sind beispielsweise folgende Kopplungen realisierbar:

• M2000 - M2000 über HDLC B oder HDLC U und SINEC

• M2000 - IBM über SDLC und SINEC SNSNA

• M2000 - X.25 Netz über HDLC B und SINEC SNPV.

Nicht implementiert sind die WIKOP-Funktionen (Remote-Laden...)

6.9.1.1 Voraussetzung

Die Betriebssoftware für die eingesetzte Hardware wird von M2000 implizit installiert.

Zusätzlich zu dem Geräteeintrag (device = ..) in der Konfigurationsdatei rpar.sys

(siehe 5.1.4 Kopplungen ) erwartet die DUST 3966 Geräteemulation zusätzliche

Parameter in einer Parameterdatei, deren Namen und Verzeichnis frei wählbar sind und im Geräteeintrag zugeordnet werden.

6.9.1.2 Parametrierung

Die anwendungsspezifischen Parameter werden in einer ASCII-Datei hinterlegt.

Die Parameterzeilen können in Gross- und Kleinbuchstaben notiert werden, Kommentare werden mit " # " eingeleitet und gelten bis zum Zeilenende.

Folgende Parameter sind für beide Protokollarten einstellbar, wobei alle Angaben zu den Parametern (einschließlich Default-Einstellungen) der Beschreibung zum jeweiligen COMSOFT-Treiber (HDLC-UNC oder HDLC-BAC) zu entnehmen sind:

PATH pfadname Verzeichnis mit COMSOFT-Komponenten

BOARD nr

UNIT nr

Board-Nummer

Schnittstellen-Nummer auf dem Board

eines

Bit 0 = 0

32-Bit-Wertes:

Die Baugruppe wird beim Start der Emulation einmalig mit

Bit 0 = 1

Bit 1 = 0

Bit 1 = 1

Bit 2 = 0

Treibern versorgt und parametriert.

Die Baugruppe wird bei jedem ORG-Anstoss "Basisparame- trierung" mit Treibern versorgt und parametriert. keine 3277-Verbindung zu IBM

3277-Verbindung zu IBM

Eine HDLC-Verbindung wird ausschließlich mit dem

COMSOFT-Treiber Aufruf „CLOSE_UNIT“ abgebaut.

Eine HDLC-Verbindung wird mit dem COMSOFT-Treiber- Bit 2 = 1

Aufruf „CLOSE_UNIT“ und anschließender Treiberparame- trierung abgebaut.

© IPKS GmbH 2007 113

M2000 Details zu den Geräteemulationen

# Beim Einsatz einer DF42 Baugruppe ist die folgende Zeile zu

# aktivieren

# OSFILE OS42.BIN

Beim Betrieb einer DUST 3966B, DUST 3966UP oder einer DUST 3966US über eine COMSOFT-Baugruppe muss derzeit in Parameter DU_MODUS Bit 2 gesetzt werden, damit nach dem logischen Verbindungsaufbau auch die physikalische

Verbindung abgebaut wird (Anpassung an aktuelles Verhalten der COMSOFT-

Treiber).

6.9.1.3 Protokollparameter für HDLC-UNC

Beim Betrieb einer DUST 3966UP oder einer DUST 3966US über eine

COMSOFT-Baugruppe können ab COMSOFT-Treiber DHDLC.DRV C01 auch

Modemsignale bearbeitet werden. Dazu sind die neuen Parameter MODEM und

MODEM_TIMEOUT einzustellen. Neben dem COMSOFT-Treiber DHDLC.DRV sind auch die COMSOFT-Komponenten DHDLC.DAT, OS32.BIN und DFXX.SYS neu in das Windows-System einzubringen. Dabei muss DFXX.SYS in das Verzeichnis %systemroot%\system32\drivers eingebracht werden, anschließend ist

Windows neu zu starten.

Folgende Protokollparameter sind zum Treiber HDLC-UNC einstellbar:

MODEM_TIMEOUT

(0..255)

NRZ

⏐NO

CRC

⏐1

MASTER YES

⏐NO

(0..3)

(0..7)

(1..32)

114 © IPKS GmbH 2007

Emulation PE F7 M2000

6.9.1.4 Protokollparameter für HDLC-BAC

Folgende Protokollparameter sind zum Treiber HDLC-BAC einstellbar:

DCE

⏐NO

NRZ

⏐NO

CRC

⏐1

(0..255)

IFRAMESIZE

HDLCADROWN

value

adr

(64..1024)

6.9.2 Umlenkung der DUST 3966 Kommunikation auf TCP/IP

In der Parameterdatei eines der beiden beteiligten Rechner wird der Host-Name des Partnerrechners eingetragen, wie er auch in der Datei ...\hosts eingetragen ist; dieser Rechner verhält sich später beim Verbindungsaufbau "aktiv". Auf dem anderen beteiligten Rechner wird als Host-Name ein Leerstring eingetragen; dieser Rechner verhält sich später beim Verbindungsaufbau "passiv".

Die Übertragung der Daten erfolgt verbindungsorientiert über das Level 4 Transportprotokoll TCP.

Die Portadresse ist auf beiden Rechnern identisch, es muss eine Zahl von mindestens 10000 angegeben werden.

Spezifische Anlauffunktionen sind nicht notwendig.

6.9.3 Umlenkung der DUST3964R Kommunikation auf TCP/IP

In der Parameterdatei der beiden beteiligten Rechner wird der Host-Name oder die Host Adresse des Partnerrechners eingetragen, wie er auch in der Datei

...\hosts eingetragen ist. Die Übertragung der Daten erfolgt verbindungslos über das Level 4 Transportprotokoll UDP. Auf Anwendungsebene sollte ein Quittungsverkehr implementiert sein (beispielsweise wie innerhalb von SINEC VS).

Diese Übertragung eignet sich auch dafür, um einfache Kopplungen zu Fremdsystemen wie UNIX zu realisieren.

Die Portadressen für jeden Rechner müssen eindeutig sein, es muss eine Zahl von mindestens 10000 angegeben werden.

Spezifische Anlauffunktionen sind nicht notwendig.

© IPKS GmbH 2007 115

M2000

116

Details zu den Geräteemulationen

6.10.1 M2000

Eine SICOMP-R Konfiguration wird in einem M2000 System, mit dem

Siemens ProfiBus als Schnittstelle zur Prozessperipherie, nachgebildet.

Entsprechend zu der bei SICOMP-R verwendeten PE3600 wird bei der

Emulation die Verbindung zur Prozessperipherie durch S7-Baugruppen realisiert. Als Anschaltung wird eine ProfiBus-Baugruppe CP 5611 im

M2000 Rechner eingesetzt. Diese Baugruppe stellt die Verbindung zwischen Windows/M2000 und der S7-Hardware her.

Eine zweite Variante ermöglicht die Verbindung zwischen

Windows/M2000 und der PE3600 über die Siemens SFT Baugruppe direkt.

Damit ergibt sich die im folgenden Bild gezeigte Konfiguration.

SICOMP R

ZE

Emulation

PE3600

ProfiBus CP

CP 5611

Siemens

SFT

Baugruppe

ProfiBus DP

IM

1

5

3

S7-Baugruppen

6.10.2 Konfiguration rpar.sys

Die Parametrierung des Prozessbetriebes erfolgt zentral über die M2000 Konfigurationsdatei rpar.sys. In dieser Datei müssen die unten beschriebenen

Einträge vorhanden sein.

Ein ‘device’-Eintrag zur Einbindung der PE3600-Aufrufe in die Emulation.

DEVICE = anr,gnr,PE3600

anr

Anschlussstellennummer des Gerätes (Dezimalzahl)

gnr

Gerätenummer

Ein Eintrag zur Zuordung der nachfolgenden Prozesssignalformer zu einer

Hardwarebaugruppe. Dieser Eintrag ist gültig bis zum nächsten PSFDEV-Eintrag.

© IPKS GmbH 2007

Emulation PE F7 M2000

PSFDEV

= devtyp,devno,mode,polltime

devtyp

Baugruppentyp

PROFI = Profibusbaugruppe

SFT = SFT-Baugruppe

devno

Baugruppennummer

PROFI 1.... dezimal

mode

Modus, hexadezimal, z. Zt. nur 0 sinnvoll

polltime

Zykluszeit in Millisekunden, nach der alarmbildende (Eingabe-) Signalformer auf Veränderungen abgefragt werden.

Ein Eintrag für jede Grund- und Erweiterungssteuerung, sowie jeden Prozeßsignalformer mit einer Zuordung zu einer Adresse der vorher im PSFDEV-Eintrag definierten Baugruppe. Die Syntax ist sowohl abhängig von der zugeordneten

Baugruppe, als auch vom Prozeßsignalformertyp. Nachfolgend die Syntax für die z.Zt. implementierten Steuerungen und Signalformer für den Profibus als zugeordnete Baugruppe.

Parametrierung einer Grundsteuerung GS3601-B:

PSF = GS3601-B,sicAdr,AdressEbene,Spas,Reset,Poa

Die Parameter in der Anweisung haben dabei folgende Bedeutung:

sicAdr

Adresse der Steuerung unter SICOMP-R

AdressEbene

Adressebene der Grundsteuerung, mögliche Einträge sind AE1 für Adressebene1 und AE2 für Adressebene2. Entspricht in ihrer

Bedeutung den Schaltern S2 und S3.

Spas

Adressierungsmodus der SP-Anschlussstellen. SPAS16 bedeutet, dass nur die Anschlussstellen 0 bis 15 adressierbar sind;

SPAS22 bedeutet, dass auch die Anschlussstellen 16 bis 21 adressierbar sind. Der Eintrag entspricht in seiner Bedeutung dem Schalter S1.

Reset

Poa

Dieser Eintrag bestimmt, ob die Steuerung per ZK rückgesetzt werden kann. Mögliche Einträge sind ZKRESET und NORESET.

Entspricht in seiner Bedeutung dem Schalter S6.

Dieser Eintrag bestimmt, ob die Steuerung eine POA auslösen kann. Mögliche Einträge sind POA und NOPOA.

Entspricht in seiner Bedeutung dem Schalter S8.

© IPKS GmbH 2007 117

M2000 Details zu den Geräteemulationen

Nachfolgend werden die in der Grundsteuerung gesteckten Prozeßsignalformer parametriert:

PSF = DE3615-C,sicAdr,SlaveNo,OffSet,Alarm

sicAdr

Adresse des Prozeßsignalformers unter SICOMP-R

SlaveNo

Profibus-Slave.

Offset

Alarm

Offset-Adresse innerhalb des Profibus-Slave.

Dieser Eintrag bestimmt, ob die Steuerung alarmbildend ist und somit eine POA auslösen kann. Mögliche Einträge sind ALARM und NOALARM. Entspricht in seiner Bedeutung dem Schalter S8.

Digitalausgabe DA3621-B

PSF = DE3621-B,sicAdr,SlaveNo,OffSet

sicAdr

Offset

Adresse des Prozeßsignalformers unter SICOMP-R

SlaveNo

Profibus-Slave.

Offset-Adresse innerhalb des Profibus-Slave.

118 © IPKS GmbH 2007

Emulation PE F7 M2000

6.10.3 Beispiel

In der Parameterdatei rpar.sys sind die folgenden Anweisungen eingetragen.

PSFDEV = PROFI,1,0,100

PSF = 3601-B,0000,AE1,SPAS16,ZKRESET,POA

2.)

3.)

4.) PSF = 3615-C,6000,3,0,ALARM

1. Dieser Eintrag in der Parameterdatei definiert eine PE3600 als Gerät Nr. 0 an

Anschlußstelle 6 .

2. Dieser Eintrag definiert eine Profibusbaugruppe (Nummer 1) mit Modus 0.

Dies bewirkt, dass die Zugriffe für die nachfolgenden, durch PSF-Einträge definierten Prozeßsignalformer, über diese Baugruppe ausgeführt werden. Alle

100 Millisekunden werden alle alarmbildenden Eingabebaugruppen auf Veränderungen geprüft.

3. Dieser Eintrag definiert eine Grundsteuerung GS3601-B unter R-Adresse 0 in der Adressebene 1. Die SP-Adressierung ist nur von 0 bis 15 möglich. Rücksetzen durch die ZK sowie periphere Organisationsanforderungen sind möglich. Alle nachfolgend definierten Prozeßsignalformer bis zum nächsten Steuerungseintrag werden als in dieser Steuerung gesteckt angenommen.

4. Hier wird eine 32-Bit-Digitaleingabe unter R-Adresse 6000H definiert. Die Zugriffe werden auf den Profibus-Slave 3 und die Offset-Adressen 0 bis 3 abgebildet. Die Baugruppe ist alarmbildend, d. h. es werden bei Veränderungen

POAs ausgelöst.

6.11 PE3600 – Siemens SFT Baugruppe

6.11.1 Beispiel

Hinweis

© IPKS GmbH 2007

PSFDEV = SFT,0,00000000 2.)

PSF = 3601-B,0000,AE1,SPAS16,ZKRESET,POA 3.)

1. Dieser Eintrag in der Parameterdatei definiert eine PE3600 an

Anschlußstelle 6, Gerätenummer 0.

2. Dieser Eintrag definiert eine SFT-Baugruppe (Nummer 0) mit Modus 0.

3. Dieser Eintrag definiert eine Grundsteuerung GS3601-B unter R-Adresse 0 in der Adressebene 1. Die SP-Adressierung ist nur von 0 bis 15 möglich.

Rücksetzen durch die ZK sowie periphere Organisationsanforderungen sind möglich. Es ist nur eine PSF = .... Anweisung erforderlich.

In der Grundsteuerung 3601 muss zwingend die Baugruppe C71458-6008-A... eingesetzt werden, da sonst keine Verbindung zwischen SFT und PE3600 zustande kommt.

119

M2000 Details zu den Geräteemulationen

6.12 Schnittstellenkonzentrator

6.12.1 Allgemeines

In SICOMP Konfigurationen sind Drucker, Bildschirme und andere Peripheriegeräte normalerweise über serielle Leitungen an den Rechner angeschlossen. Bei größeren Anlagenkonfigurationen erfordert dies einen erheblichen Verkabelungsaufwand.

Mit M2000 lässt sich dieser Verkabelungsaufwand reduzieren, wenn mehrere serielle Peripheriegeräte zwar vom SICOMP Rechner entfernt aber dort dann örtlich zusammenstehen (z.B entfernte Betriebsgebäude, entfernte Maschinen, entfernte Arbeitsplätze usw.). Für die M2000 Schnittstellenemulationen DS075

(serieller Sichtgeräteanschluss), DR202 (serieller Druckeranschluss) und EAMX

(PROMEA MX serieller Anschluss) gibt es Stellvertreterprogramme die auf entfernten, über LAN mit dem M2000 Rechner verbundenen, Windows Systemen ablaufen können. Diese seriellen Schnittstellen können damit vom M2000 System auf einen entfernten, über LAN verbundenen Windows PC 'ausgelagert' werden.

Die Peripheriegeräte werden dann an die seriellen Schnittstellen des entfernten

Windows PC angeschlossen.

Auf dem M2000-Rechner ist je ausgelagerter Schnittstelle die zugehörige Parameterzeile in der Datei mpar.sys zu ändern. Auf dem entfernten Rechner ist je

Schnittstelle ein Stellvertreterprozess zu starten.

Alle notwendigen Schnittstellen-Parametrierungen werden dem entfernten Rechner nach erfolgtem Verbindungsaufbau und bei jeder Neuparametrierung - beispielsweise nach einem Neustart des SICOMP-Systems - übermittelt. Damit kann jeder der beteiligten Rechner einzeln gebootet werden, Startreihenfolgen o.ä. sind nicht zu beachten. Bei nicht aufgebauten Verbindungen verhalten sich die lokalen

Geräteprozesse ähnlich wie bei ausgeschalteten Endgeräten.

Für jede ausgelagerte Schnittstelle werden zwei TCP/IP-Verbindungen zwischen dem M2000-Rechner und dem entfernten Rechner aufgebaut, dabei ist der

M2000-Rechner der passive Partner.

6.12.2 mpar.sys Parametrierung

Für die Geräte DR202, DS075 und EAMX kann als Gerätename statt "\\.\COMxx“ auch "REM:y“ angegeben werden. y steht für die Portnummer des ersten TCP/IP-

Sockets, den der jeweilige Prozess auf dem M2000-Rechner einrichtet. Es wird ein zweiter Socket mit der Portnummer y+1 eingerichtet.

Beispiel für Einträge in mpar.sys :

DEVICE = C0C8, DS075, "REM:22000";

DEVICE = C020, DR202, "REM:23000";

DEVICE = C040, EAMX, "REM:24000", 1, 0, 0;

120 © IPKS GmbH 2007

Emulation PE F7 M2000

6.12.3 Stellvertreterprozesse auf dem entfernten Rechner

RC_DS075.EXE und RC_EAMX.EXE gestartet. Die Aufrufe haben alle die gleiche

Form.

RC_DRUA.EXE \\.\COMxx SocketOwn Host:SocketCon

RC_DS075.EXE \\.\COMxx SocketOwn Host:SocketCon

RC_EAMX.EXE \\.\COMxx SocketOwn Host:SocketCon

SocketOWN

ist die Portnummer des ersten eigenen Sockets, der Port SocketOwn+1 wird auch verwendet.

Host

ist der Name des M2000-Rechners laut Datei:

%systemroot%system32\drivers\etc\hosts.

SocketCon

COMxx ist die Portnummer des ersten auf dem M2000-Rechner verwendeten Sockets. ist die serielle Schnittstelle auf dem entfernten Rechner.

Auf dem entfernten Rechner sollten zusätzlich zu den drei Prozessen auch die

Prozesse SIC_MELD.EXE und WAIT4.EXE installiert und in den Suchpfad aufgenommen werden.

Die Prozesse geben ihre Meldungen in ihrem Fenster und im Ereignisprotokoll aus. Die Prozesse beenden sich durch das Schließen des zugehörigen Fensters oder durch Abmelden des Benutzers bei WINDOWS.

Beispiel für einen Startbatch auf dem entfernten Rechner:

REM

REM Warten auf WINDOWS

REM wait4

REM

REM Einstellen der Schnittstelle COM10 für DSSK20

REM mode \\.\COM10 ...

REM

REM Starten des Stellvertreterprozesses für DSSK20

REM start “DSSK20“ /min rc_ds075.exe \\.\COM10 22000 PCSIC1:22000

REM

REM Einstellen der Schnittstelle COM11 für DRUA21

REM mode \\.\COM11 ...

REM

REM Starten des Stellvertreterprozesses für DRUA21

REM start “DRUA21“ /min rc_drua.exe \\.\COM11 23000 PCSIC1:23000

REM

REM Einstellen der Schnittstelle COM12 für DRUA22

REM mode \\.\COM12 ...

REM

REM Starten des Stellvertreterprozesses für DRUA22

REM start “DRUA22“ /min rc_eamx.exe \\.\COM12 24000 PCSIC1:24000

© IPKS GmbH 2007 121

M2000 Details zu den Geräteemulationen

6.13.1 Inbetriebnahmehinweise zum Laufwerk SONY RMO-S580

6.13.1.1 Funktionsschalter an der Rückwand

A: Paritätsprüfung

= 0: SCSI-Paritätsprüfung

= 1: keine SCSI-Paritätsprüfung

B: reserviert

C: Steuerung des Schreib-Cache

= 0: Schreib-Cache aktivieren

= 1: Schreib-Cache deaktivieren

D: Manueller Disk-Auswurf

= 0: Auswurf mit der EJECT-Taste möglich

= 1: kein Auswurf mit der EJECT-Taste möglich

E: SCSI1/SCSI2

= 0: SCSI2

= 1: SCSI1

F: Abschluss

= 0: Interner Abschluss deaktiviert

= 1: Interner Abschluss aktiviert

G: Automatischer Motorstart

= 0: Beim Einlegen einer MO-DISK wird der Spindelmotor gestartet

= 1: Beim Einlegen einer MO-DISK wird der Spindelmotor nicht gestartet

H: Reserviert

6.13.1.2 Inbetriebnahme

− Netzkabel anschließen

− SCSI-Kabel anschließen

− SCSI-ID einstellen (Rückwand)

− Abschluss SCSI Kabel (Falls kein weiteres Gerät, Schalter F=1)

− Laufwerk einschalten

− Windows neu starten

122 © IPKS GmbH 2007

Emulation PE F7 M2000

6.13.2 Wichtige Hinweise

Beim Start von Windows muss das MO-Laufwerk eingeschaltet sein.

Windows vergibt den nächsten freien Laufwerksbuchstaben für die MO. Wurde dieser Laufwerksbuchstabe schon für Netzwerklaufwerke benutzt, so kann keine

Verbindung zu dem Netzwerklaufwerk unter diesem Buchstaben hergestellt werden. Die Verbindung ist aufzuheben und mit einem anderen Buchstaben wieder herzustellen.

Die Device-Nummern sind bei der ORG-Generierung, mit null beginnend, ohne

Lücke anzugeben.

Es wird geprüft, ob das angegebene "PhysicalDrive" vom Typ RemovableMedia ist. Ist dies nicht der Fall, so wird keine Bearbeitung von M2000 durchgeführt.

Das MO-Laufwerk wird von M2000 als "PhysicalDrive" angesprochen werden.

Dies ist nur mit Administrator-Rechten möglich.

Bei Erweiterungen von M2000-Installationen um die OP31 Option sind die Administrator-Rechte ggf. neu zu vergeben.

Wichtig! Bitte beachten Sie, dass das OP31 im M -ORG als P20PSD generiert ist. Nur dann wird mit DRIVE OFF auch der Datenträger ausgeworfen. Wenn das OP31 als Festplatte generiert ist, darf kein Datenträgerwechsel vorgenommen werden.

6.13.3 Datenträger

Es sind nur die Medien mit 600MB bei 512 Byte/Sektor zugelassen. Die Sony-Bezeichnung lautet:

− EDM-600B

− EDM-1DA1s

© IPKS GmbH 2007 123

M2000 Details zu den Geräteemulationen

6.14 UNKLAR Erkennung bei seriellen Schnittstellen

6.14.1 TTY / V.24 Schnittstellen

Beim Betrieb über einen TTY / V.24 Konverter ist eine Brücke V.24-seitig von Pin

3 nach Pin 5 (RD - CTS) erforderlich. Da die Standard-Kabel zwischen Digi-Board und Konverter in der Regel vergossen sind, muss die Brücke im Konverter eingelegt werden. Das Signal CTS darf hierbei nicht zusätzlich vom Konverter beschaltet sein.

Konverter Digi-Board

V.24

2

TD

3

5

RD

CTS

TTY

Achtung!

In der Parameterdatei (mpar.sys/rpar.sys) wird für die Geräte MX, Drucker, DS075 und 3974R die UNKLAR Erkennung über den Parameter flags bzw. upar eingestellt.

Die ob en beschriebenen Massnahmen gewährleisten eine UNKLAR-Erkennung für den Fall, dass die Empfan gsdatenleitung (aus Sicht des Digi-Board) nach log.

0 (+12 Volt) wechselt. Für den Fall einer Linienstrom-Unterbrechung wird diese

Bedingung vom Konverter erfüllt, wird jedoch z. B. das Kabel zwischen Digi-Board und Konverter abgezogen (oder fällt der Konv erter aus), ist eine sichere Erkennung nicht gewährleistet, da dann der RD-Eingangspegel undefiniert ist. Eine wirklich saubere Erkennung könnte nur durch Einbau der Brücke in einem Adapte r dire kt am Digi-Board (oder im Digi-Board) mit einem zusätzlichem Pull-Up-Widerstand (RD gegen +12 Volt) realisiert werden.

6.14.2 V.24-Anschluss

Wenn das Endgerät direkt an die V.24 Schnittstelle angeschlossen wird, muss es das Signal DSR (Pin 6) zur Verfügu ng stellen.

In der Parameterdatei (mpar.sys/rpar.sys) wird für die Geräte MX, Drucker, DS075 und 3974R die DSR Abfrage über den Parameter flags bzw. upar eingestellt.

Achtung! Die oben beschriebenen Massnahmen gewährleisten eine UNKLAR-Erkennung für den Fall, dass das Signal DSR (aus Sicht des Digi-Board) nicht logisch EIN (+12

Volt) ist (eine gezogene Steckleitung wird erkannt). Mit den Standard-Drucker-Kabeln ist diese Lösung jedoch nicht realisierbar (Ausnahme: DR 3918), da lediglich

TD, RD und Ground verbunden sind und somit ein auswertbares Signal vom

Drucker nicht zur Verfügung steht!

124 © IPKS GmbH 2007

VICOM

Testfunktionen

Floppy Disk

Emulation PE F7

Gleitpunktwerte

Zeitverhalten

Zeitgeber

DU06

M2000

6.15 Kompatibilitätseinschränkungen

6.15.1 zum M-Rechner

M2000 bietet einen weitestgehenden Ersatz eines SICOMP M Minicomputers.

Bei der Konzeption und Implementierung wurde Wert darauf gelegt, eine nahezuvollständige Kompatibilität zum Originalsystem zu erreichen. Trotzdem gibt es einige Einschränkungen in der Kompatibilität, die aufgrund von Hardware-

Restriktionen nicht mehr mit wirtschaftlichem Aufwand zu beseitigen sind oder aufgrund anderer Vorteile sogar erwünscht sind.

Nachfolgend werden die bekannten Einschränkungen aufgeführt.

Bei der Übergabe von Gleitpunktwerten aus einem emulierten ORG in das

Windows-System, in der Regel über PSD/PSAPI, werden die Mantissen unterschiedlich verarbeitet.

Original SICOMP K-Format: 56 Bit Mantisse

Microsoft DOUBLE-Format: 53 Bit Mantisse

Der technische Fortschritt hat dazu geführt, dass eine Emulation auf der heutigen

PC-Hardware wesentlich höhere Leistungen bringt, als die veraltete Originalhardware des SICOMP M Systems. Dies führt dazu, dass die SICOMP M Anwendungssysteme schneller ablaufen. Insbesondere können Plattenzugriffe aufgrund von Cachetreffern um den Faktor 50-100 beschleunigt werden.

Diese Inkompatibilität im Zeitverhalten ist ein erwünschter Nebeneffekt in einer

Emulation. Bei einer sauber konzipierten Anwendungssoftware bereitet dies auch keine Probleme.

Durch die verwendete Standard-Hardware und den Einsatz von Windows sind bei zeitmodifizierten Aufrufen Einschränkungen hinsichtlich der Granularität der

Uhrzeit und der kleinsten möglichen zyklischen Weckzeit gegeben. Die kleinste

Zeiteinheit beträgt bei ZIG1, 10ms, bei ZIG2, 1ms (Auflösung).

Die folgenden VICOM-Kommandos sind nicht realisiert:

CHECKPOINT

APZ ACTIVATE PROCESS BY ‘APZ’

OPERANDS

(S)

DELETE

GENERATE

DELETE CHECKPOINT (S)

‘DFP’

GENERATE ECC OF MEMORY

INFORM

INTERRUPT

PASSWORD

PROTECT

STEP

ESTABLISH CHECKPOINT (NO STOP)

ESTABLISH CHECKPOINT (INTERRUPT)

ESTABLISH OR DELETE PASSWORD

PROTECTION BY PASSWORD

CHECKPOINTS

CONTINUE PROGRAM FOR STEP (S)

TESTAS und SPAS werden nicht unterstützt. Das Kommando /STATI liefert keine aussagefähigen Werte, da aus Gründen der Performance nicht alle Statistik

Register einer SICOMP ZE nachgebildet werden.

Die Datenstruktur auf einer, mit der Emulation betriebenen Diskette, entspricht einer vom Originalsystem erzeugten Diskette. Trotzdem ist ein Datenaustausch

über dieses Medium nicht möglich, da sie heutigen Floppy-Controller die besondere Modulation der Spur 0 nicht mehr unterstützen.

Die Geräteemulation der DU06 unterstützt nicht die WIKO-Funktionen.

(Remote-Laden

)

© IPKS GmbH 2007 125

M2000 Details zu den Geräteemulationen

Weitere Abweichungen sind auch bei folgenden Funktionen bekannt:

− Datenträgerwechsel (/DRIVEON und /DRIVEOFF)

− INITM (DELETE und DEL-PTR)

Datenträgerwechsel Unter Windows ist der Datenträgerwechsel nicht erkennbar.

(/DRIVEON und

/DRIVEOFF) Zum Schutz vor Datenverlust wird in M2000 folgendermaßen vorgegangen:

− Das Laufwerk wird bei eingelegter MO-Scheibe verriegelt. Ein Wechsel der

MO-Scheibe ist nicht möglich.

− Diese Verriegelung wird nur nach /DRIVEOFF aufgehoben. Die MO-Scheibe kann gewechselt werden (Wartezeit bis 20 Sekunden).

Zum Wechsel der MO-Scheibe sind also immer die beiden Kommandos

/DRIVEOFF und /DRIVEON durchzuführen.

(/DRIVEON wird von M-Benutzern manchmal weggelassen, ist jedoch nach ORG-

M-Beschreibung der richtige Weg zum Wechseln von Datenträgern.)

:INIT:FORMAT...

Formatieren ist nur mit der Produktkennung 'P20PSD' und mit dem Zusatz FIRST zulässig:

:INITM:FORMAT PLSKxx-P20PSD FIRST

Alle anderen Formatiervarianten führen zum Formatieren der gesamten MO-

Scheibe und damit zum Verlust aller Daten.

:INIT:INIT... Beim Initialisieren sollte immer der Parameter LS angegeben werden, und zwar die gleiche Größe wie beim Strukturieren.

:INITM:INIT PLSKxx-P20PSD LS-xxxxx

Wird der LS-Parameter nicht angegeben, so meldet INITM unter Umständen

'Blockfactor > 1'.

:INITM:DELETE...

Das Löschen von logischen Teilgeräten wird von M2000 nicht durchgeführt. Die

Funktion wird wirkungslos und ohne Anzeigen durchlaufen.

Es wird von M2000 auch kein DEL-PTR (Lösch-Zeiger) geführt.

Die weiteren INITM-Funktionen, wie z.B. Initialisieren des Datenträgers nach dem

Löschen (nicht Parameter NOINIT), werden jedoch von INITM durchgeführt.

126 © IPKS GmbH 2007

Emulation PE F7

Gleitpunktwerte

Zeitverhalten

Zeitgeber

Floppy Disk

DUST3966

M2000

6.15.2 zum R-Rechner

Die SICOMP R Emulation SIC-R bietet einen weitestgehenden Ersatz eines

SICOMP R Minicomputers. Bei der Konzeption und Implementierung wurde Wert darauf gelegt, eine nahezu vollständige Kompatibilität zum Originalsystem zu erreichen. Trotzdem gibt es einige Einschränkungen in der Kompatibilität, die aufgrund von Hardware-Restriktionen nicht mehr mit wirtschaftlichem Aufwand zu beseitigen sind oder aufgrund anderer Vorteile sogar erwünscht sind.

Nachfolgend werden die bekannten Einschränkungen aufgeführt.

Bei der Übergabe von Gleitpunktwerten aus einem emulierten ORG in das

Windows-System, in der Regel über PSD/PSAPI, werden die Mantissen unterschiedlich verarbeitet.

Original SICOMP K-Format: 56 Bit Mantisse

Microsoft DOUBLE-Format: 53 Bit Mantisse

Der technische Fortschritt hat dazu geführt, dass eine Emulation auf der heutigen

PC-Hardware wesentlich höhere Leistungen bringt, als die veraltete Originalhardware des SICOMP R Systems. Dies führt dazu, dass die SICOMP R Anwendungssysteme schneller ablaufen. Insbesondere können Plattenzugriffe aufgrund von

Cachetreffern um den Faktor 50-100 beschleunigt werden.

Diese Inkompatibilität im Zeitverhalten ist ein erwünschter Nebeneffekt in einer

Emulation. Bei einer sauber konzipierten Anwendungssoftware bereitet dies auch keine Probleme.

Durch die verwendete Standard-Hardware und den Einsatz von Windows sind bei zeitmodifizierten Aufrufen Einschränkungen hinsichtlich der Granularität der

Uhrzeit und der kleinsten möglichen zyklischen Weckzeit gegeben. Die kleinste

Zeiteinheit beträgt 10ms (Auflösung).

Die Datenstruktur auf einer, mit der Emulation betriebenen, Diskette entspricht der vom Originalsystem erzeugten Diskette. Trotzdem ist ein Datenaustausch über dieses Medium nicht möglich, da die heutigen Floppy-Controller die besondere

Modulation der Spur 0 nicht mehr unterstützen.

Die Geräteemulation der DUST3966 unterstützt nicht die WIKOP-Funktionen

(Remote-Laden ...).

© IPKS GmbH 2007 127

M2000 Details zu den Geräteemulationen

DEVICE = ioadr,PSCU

DEVICE = anr,gnr,PSCU

ioadr

IO-Adresse des Gerätes gemäß ORG-Generierung

(4stellige Hexazahl).

anr,gnr

Anschlussstellen-/GeräteNr. des Gerätes gemäß ORG-Generierung

(Dezimalzahl)

M2000 richtet einen Kommunikationskanal zum SCU-Service ein und verbindet diesen mit dem im ORG generierten Sichtgeräte-Kanal DSSK. Das

Anwenderprogramm kann über diesen Sichtgeräte-Kanal Telegramme mit dem

SCU-Service austauschen (ORG-Aufrufe $STAUAL/$STEIAL).

Die Telegramme werden nicht explizit quittiert, es muss unter ORG-M/R immer ein

Empfangsaufruf ($STEIAL) anstehen.

Aufbau der Anwendertelegramme:

Auftragskennung

Auftragskennung

Rechnerkennung

Gruppe

.

.

.

.

Byte 0

Byte 1

.

Byte 2

.

.

.

Byte 13

SCU

Æ Anwenderprogramm

0 Schaltvorgang erfolgt; die folgenden Bytes enthalten die aktuellen Informationen die folgenden Bytes enthalten die aktuellen Informationen

Anwenderprogramm

Æ SCU

Byte 1 ist leer, die Bytes 2 bis 13 enthalten den Namen der zu schaltenden Gruppe

11 aktuellen Status anfordern; die Bytes 1 bis 13 sind leer

Rechnerkennung Kennung des prozessführenden Rechners (0...9) gemäß SCU-Parametrierung

Gruppe Name der zuletzt geschalteten Gruppe gemäß SCU-Parametrierung

128 © IPKS GmbH 2007

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