SEPPmail E-Mail-Gateway Appliance Benutzerhandbuch
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SEPPmail
Version 7.3
Benutzerhandbuch mit Ruleset
2
Part I
Part II
Vorwort
Einleitung
Inhaltsverzeichnis
Part III Die SEPPmail-Appliance
9
10
17
Externe Empfänger von verschlüsselten E-Mails auf mobilen
© 2015 SEPPmail AG
Part IV Inbetriebnahme der Secure
E-Mail-Gateway-Appliance
2 Integration der SEPPmail-Appliance in Ihre
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© 2015 SEPPmail AG
3
4
Part V Administrative Aufgaben
Part VI Microsoft Outlook AddIn
Part VII Referenz der Menüpunkte
© 2015 SEPPmail AG
102
103
112
5
Part VIII Referenz der Regelwerk-Anweisungen
248
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6
© 2015 SEPPmail AG
Part IX HowTo
339
© 2015 SEPPmail AG
7
8
3 Migrieren der Daten von einer „on premise Appliance“ auf
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1 Vorwort
Die SEPPmail AG behält sich vor, am Inhalt dieses Dokuments jederzeit und unangekündigt,
Änderungen vorzunehmen. Sofern nicht anders vermerkt sind Namen und Daten von Personen oder
Unternehmen, die in diesem Dokument als Anwendungsbeispiele verwendet werden, frei erfunden.
Das Herstellen einer angemessenen Zahl von Kopien dieses Dokuments ist gestattet, jedoch nur für den internen Gebrauch. Zu anderen Zwecken darf dieses Dokument weder kopiert noch reproduziert werden; weder teilweise noch vollständig, nicht elektronisch, mechanisch oder auf irgendeine andere
Weise, ausser mit ausdrücklicher, schriftlicher Genehmigung der SEPPmail AG.
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Das Benutzen dieses Dokuments beinhaltet die Zustimmung zu dessen Gebrauch ohne
Mangelgewähr und ohne jegliche Garantien. Jeglicher Gebrauch der hier aufgeführten Informationen erfolgt auf eigenes Risiko.
PGP und Pretty Good Privacy sind gesetzlich geschützte Warenzeichen der PGP Corporation, gültig in den USA und anderen Ländern. Java und alle Java-basierten Marken sind Warenzeichen Oracle
Corporation, gültig in den USA und anderen Ländern. UNIX ist ein eingetragenes Warenzeichen unter der Verfügung der X/Open Company, gültig in den USA und anderen Ländern. Microsoft, Internet
Explorer, Windows, Windows NT, Windows 2000, Windows XP, Windows Vista, Windows 7, Windows
8 und Windows 10 sind entweder eingetragene Warenzeichen oder gesetzlich geschützte
Warenzeichen der Microsoft Corporation, gültig in den USA und anderen Ländern. Netscape und
Netscape Navigator sind gesetzlich geschützte Warenzeichen der Netscape Communications
Corporation, gültig in den USA und anderen Ländern. Google Chrome sind gesetzlich geschützte
Warenzeichen der Google Inc., gültig in den USA und anderen Ländern. Alle etwaigen anderen hier aufgeführten Warenzeichen sind Eigentum ihrer jeweiligen Besitzer und werden hier ohne die Absicht der Markenverletzung verwendet.
OpenBSD ist ein Betriebssystem, das unter dem Berkeley Copyright vertrieben wird ( www.openbsd.
org ).
LibreSSL ist eine vom OpenBSD-Team von nicht benötigten Bestandteilen befreite Abspaltung von
OpenSSL und wird unter der OpenBSD Lizenz vertrieben ( www.libressl.org
).
Der Apache Webserver und Apache Tomcat werden unter dem Apache Software Foundation
Copyright entwickelt ( www.apache.org) .
OpenLDAP ist eine Implementierung des LDAP, die als freie Software unter der, BSD-Lizenz
ähnlichen, OpenLDAP Public License veröffentlicht wird ( www.openldap.org
).
GnuPG ist Software, die unter der GNU Public License vertrieben wird ( www.gnupg.org) .
SpamAssassin ist ein Filterprogramm, mit dem unerwünschte E-Mails (Spam) automatisch aussortiert werden können und ist als freie Software unter den Bedingungen der Version 2 der Apache-Lizenz freigegeben ( http://www.spamassasin.org
).
ClamAV ist ein unter der GPL stehendes von der Sourcefire Inc. ( http://www.sourcefire.com/) entwickeltes Virenschutzprogramm ( http://www.clamav.net) .
Hinweise auf kommerzielle Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen, durch Nennung des Produktoder Herstellernamens oder auf beliebige andere Weise, kommen nicht notwendigerweise einer
Billigung, Empfehlung oder Favorisierung durch die SEPPmail AG gleich.
Einfuhr, Ausfuhr und Benutzung dieser und anderer Verschlüsselungsprodukte sind möglicherweise gesetzlich eingeschränkt.
In diesem Dokument vom Verfasser geäusserte Ansichten und Meinungen drücken nicht notwendigerweise jene der SEPPmail AG aus und dürfen nicht zum Zweck der Werbung oder der
Produktempfehlung benutzt werden. Verweise auf Internetadressen sind vor der Drucklegung gründlich geprüft worden. Aufgrund des ständigen Wandels der Internetinhalte kann die SEPPmail AG aber keine Garantie für das Vorhandensein und den Inhalt der angegebenen Quellen übernehmen.
Sollten Sie in dieser Anleitung fehlerhafte Links finden, teilen Sie uns dies bitte unter Angabe des betroffenen Links und der Versionsnummer dieser Anleitung an die Adresse [email protected] mit.
Druck: Mai 2015, CH-5432 Neuenhof
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10
2 Einleitung
Willkommen zur Secure E-Mail Lösung SEPPmail
Das vorliegende Handbuch unterstützt bei der SEPPmail Installation und dient als Referenz der einzelnen Konfigurationsaspekte. Es ist in folgende Teile gegliedert:
Vorwort
Teil I
Teil II
Teil III
Teil IV
Teil V
Teil VI
Teil VII
Teil VIII
Einführung in das Produkt.
Allgemeine Informationen zu kryptographischen Verfahren sowie wichtige
Produktmerkmale der SEPPmail Appliance.
Beschreibung des Produkts
An dieser Stelle wird das komplette Produkt inklusive der Funktionsweise sowie aller Features detailliert beschrieben.
Inbetriebnahme des SEPPmail Secure E-Mail Gateways.
Dies beinhaltet das Integrieren der Appliance in das Netzwerk sowie das
Anpassen der vorhandenen E-Mail- und Netzwerk-Umgebung.
Administrative Aufgaben
Beschreibt die regelmässig anfallenden Aufgaben zur Wartung des
SEPPmail-Systems
Microsoft Outlook AddIn
Beschreibt Einrichtung und Bedienung des zur Steuerung der Appliance kostenfrei zur Verfügung gestellte MS Outlook AddIn
Referenz der Menüpunkte.
Hier werden die Konfigurationsmöglichkeiten innerhalb der Menü-Struktur detailliert beschrieben.
Referenz der Regelwerk Anweisungen.
Hier werden Befehle für individuelle Regelwerk Anweisungen erklärt, wie sie gegebenenfalls zur Integration in komplexe Infrastrukturen benötigt werden.
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2.1
Dokumentationsvereinbarungen
Um die Dokumentation übersichtlicher zu gestalten, werden unterschiedliche Schreibweisen und
Symbole verwendet. Eine Übersicht der verwendeten Symbole und Schreibweisen für zum Beispiel
Programmiercode, Menüpunkte oder Schaltflächen ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
11
Hinweis auf mögliche Fehlerquellen oder Abschnitte in denen besondere Sorgfalt bei der Konfiguration notwendig ist.
Wichtiger Hinweis
Kapitelverweis
Home
Sektion
clusertid.txt
Create ruleset
ldap_compare();
Verweis auf ein Kapitel in dieser Dokumentation
Menüpunkt
Sektion
Spezielle Eingabefelder, Eingabewerte oder Ausgabewerte/Dateien
Schaltfläche
Programmiercode
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2.2
Sichere E-Mail-Kommunikation durch Verschlüsselung
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen symmetrischer und asymmetrischer Verschlüsselung.
Dabei hat jedes Verfahren seine Vor und Nachteile.
Symmetrisch
Bei der symmetrischen Verschlüsselung wird mit einem Schlüssel verschlüsselt. Der
Kommunikationspartner muss für das Entschlüsseln im Besitz des gleichen Schlüssels sein. Das heisst jedoch, für jeden Kommunikationspartner muss ein eigener Schlüssel verwendet werden.
Problematisch dabei ist der sichere Austausch der Schlüssel, sowie das Verwalten der Schlüssel bei vielen Kommunikationspartnern. Diese Art des Verschlüsselns ist wenig rechenintensiv und somit schnell und Ressourcen schonend.
Asymetrisch
Bei der asymmetrischen Verschlüsselung werden zwei Schlüssel verwendet, ein öffentlicher Teil
(public key) und ein privater Teil (private key oder secret key). Dabei gleicht der öffentliche Schlüssel einem Vorhängeschloss, der private Schlüssel dem passenden Schlüssel zu diesem Schloss. Somit muss dem Absender eines zu verschlüsselnden Dokumentes muss nur der „public key“ des
Empfängers bekannt sein. Nur der Empfänger mit dem dazu passenden „privaten Schlüssel“ wird in der Lage sein, das Dokument wieder zu entschlüsseln.
Somit kann der „public key“ ohne weitere Sicherheitsmassnamen an jeden beliebigen
Kommunikationspartner gegeben werden und ist somit mehrfach verwendbar. Dieses Verfahren ist allerdings sehr rechenintensiv und deshalb langsam und Ressourcen raubend.
Hybrid
Mit dem hybriden Verfahren werden die Vorteile aus symmetrischer und asymmetrischer
Verschlüsselung genutzt. So wird das zu verschlüsselnde Dokument Ressourcen schonend und schnell symmetrisch verschlüsselt. Der Austausch des symmetrischen Schlüssels erfolgt mittels asymetrischer Verschlüsselung. Aus diesem Grund hat sich dieses Verfahren für die
Dokumentenverschlüsselung durchgesetzt.
Bei den nachfolgend beschriebenen Standardverfahren S/MIME und openPGP handelt es sich deshalb ebenfalls um hybride Verfahren.
SEPPmail setzt auf verschiedene standardisierte Verschlüsselungsverfahren und bietet dadurch höchste Sicherheit für unterschiedliche Kommunikationspartner. In diesem Abschnitt werden die
Verfahren erläutert, die dabei zum Einsatz kommen.
Die Secure E-Mail-Gateway Appliance SEPPmail entschlüsselt eingehende E-Mails automatisch. Der
Vorgang ist für den E-Mail-Empfänger komplett transparent. Er erhält seine E-Mails unverschlüsselt in seiner Mailbox und liest diese wie bisher, ohne Zusatzaufwand.
Eingehende E-Mails können mit einer digitalen Signatur versehen sein. Bestandteil dieser Signatur ist der öffentliche S/MIME Schlüssel (Zertifikat) des Absenders. Um den Verwaltungsaufwand zu minimieren, speichert die SEPPmail Appliance diese S/MIME Zertifikate nach erfolgreicher Prüfung automatisch, wodurch sie im Anschluss für das Verschlüsseln von E-Mails an die entsprechenden
Kommunikationspartner bereit stehen.
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Für den sicheren E-Mail-Versand wählt die SEPPmail-Appliance aus folgenden 5 Methoden die für den Empfänger bestmögliche aus:
1. S/MIME Benutzerverschlüsselung
Sofern auf der SEPPmail-Appliance entsprechendes Schlüsselmaterial vorhanden ist, läuft die
Verschlüsselung mittels S/MIME vollautomatisch ab. Für das Erlangen öffentlicher Schlüssel der
Kommunikationspartner werden diese automatisch aus den S/MIME Signaturen eingehender E-
Mails eingesammelt. Schlüsselpaare für interne Benutzer können auf der SEPPmail-Appliance selbst erstellt oder durch einen öffentlichen Zertifikatsanbieter ausgestellt werden. In beiden Fällen lassen sich die Zertifikate auch automatisiert erstellen. Die SEPPmail-Appliance unterstützt zu diesem Zweck verschiedene Schnittstellen zu öffentlichen Zertifikatsanbietern (CAs).
2. openPGP Benutzerverschlüsselung
openPGP funktioniert nach dem gleichen Grundprinzip wie S/MIME. Auch die openPGP-Schlüssel werden auf der SEPPmail-Appliance verwaltet und E-Mails entsprechend automatisch ver- und entschlüsselt, sofern das benötigte Schlüsselmaterial vorhanden ist. Im Gegensatz zu S/MIME werden die Schlüssel bei openPGP in der Regel immer selbst erzeugt. Dies liegt in der Tatsache begründet, dass openPGP im Gegensatz zu S/MIME nicht hierarchisch aufgebaut ist. Aus diesem
Grund ist auch ein automatisiertes Einsammeln von öffentlichen Schlüsseln ist im Gegensatz zu
S/MIME nicht möglich.
3. E-Mail Domänen Verschlüsselung
Die SEPPmail-Appliance bietet Ihnen die Möglichkeit, den E-Mail-Verkehr permanent zwischen mehreren E-Mail Domänen zu verschlüsseln. Auch hierfür kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz
a) S/MIME zwischen der SEPPmail Appliance und Secure E-Mail Gateways andererer
Hersteller
Dabei stellen sich die Kommunikationspartner gegenseitig jeweils Ihren öffentlichen S/
MIME Domänen Schlüssel zur Verfügung. Da hierfür lediglich jeweils ein Zertifikat benötigt wird, und eine vorab Kommunikation der beiden Administratoren notwendig ist, kann in der
Regel ein Self-Signed-Certificate verwendet werden.
b) openPGP zwischen der SEPPmail Appliance und Secure E-Mail Gateways andererer
Hersteller
Dabei stellen sich die Kommunikationspartner gegenseitig jeweils Ihren öffentlichen openPGP Domänen Schlüssel zur Verfügung.
c) per Managed Domänen Services - ohne jeglichen Konfigurationsaufwand - zwischen allen SEPPmail Appliances
Die SEPPmail-Appliances tauschen über den Managed Domain Service vollautomatisiert die jeweils eigens hierfür durch die Appliance bereit gestellten öffentlichen S/MIME
Domänen Schlüssel aus.
Somit wird grunsätzlich jeglicher E-Mail Verkehr zwischen SEPPmail-Appliances automatisch ver- und entschlüsselt.
Hinweis:
Bei der Verschlüsselung via Managed Domain Service werden auch die
Header einer E-Mail verschlüsselt.
Die für das Mailrouting benötigten Informationen werden ausschliesslich aus dem Envelope bezogen.
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4. GINA-Technologie
Bei der GINA-Verschlüsselungstechnologie handelt es sich um ein patentiertes Verfahren. Dabei werden E-Mails nicht bis zum Abholen durch den Empfänger zwischengespeichert, wie es bei anderen Webmail Verfahren üblich ist, sondern vollständig verschlüsselt an den Empfänger ausgeliefert. E-Mails sind bei diesem Verfahren vor Phishing-Attacken geschützt, denn neben dem
Kennwort ist für den erfolgreichen Zugriff auch die verschlüsselte E-Mail selbst aus dem Postfach des Empfängers erforderlich.
Eine GINA-Nachricht enthält die komplette, ursprünglich unverschlüsselte Nachricht - inklusive
Anhänge - in verschlüsselter Form als HTML-Dateianlage. Der Empfänger ruft die Nachricht ab, indem er die verschlüsselte Dateianlage im lokalen Webbrowser öffnet. Diese wird dann über eine sichere SSL-Verbindung (HTTPS) an die SEPPmail-Appliance des Absenders übertragen und dort nach Eingabe eines Benutzerkennworts entschlüsselt und angezeigt. Durch die Kennworteingabe wird die Identität des Empfängers bei jedem Abruf geprüft. Im Gegensatz zum herkömmlichen E-
Mail-Versand können E-Mail-Zustellungen aufgrund der korrekten Authentifizierung des
Empfängers nachgewiesen werden. Die nachfolgende Abbildung zeigt ein Beispiel einer GINA-
Nachricht.
Beispiel einer GINA-Nachricht
5. TLS/SSL Transportverschlüsselung
TLS/SSL bietet eine zusätzliche Sicherheit und ergänzt die bisher beschriebenen
Verschlüsselungsmethoden. Die Kommunikation zwischen der SEPPmail-Appliance und anderen
E-Mail Servern wird in der Standardkonfiguration immer über einen TLS/SSL gesicherten Kanal aufgebaut, sofern die Gegenstelle dies unterstützt.
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2.3
Digitale E-Mail-Signaturen
Beim Einsatz digitaler E-Mail-Signaturen wird die verbindliche E-Mail-Kommunikation gewährleistet, indem die Authentizität einer Nachricht verifiziert werden kann. Somit wird sichergestellt, dass eine
Nachricht unverändert beim Empfänger eintrifft und der angezeigte Absender auch dem tatsächlichen
Absender entspricht.
Das Secure E-Mail-Gateway SEPPmail kann E-Mails entweder mit Benutzer- oder mit Firmen-
Zertifikaten signieren. Die beiden Verfahren werden im Folgenden kurz erläutert:
Digitale E-Mail-Signatur mit einem Benutzerzertifikat
Das Signieren von E-Mails mit einem S/MIME-Benutzerzertifikat erlaubt dem Empfänger die
Authentizität der E-Mail mit seinem E-Mail-Client zu prüfen. Damit wird sichergestellt, dass der
Absender authentisch ist und die E-Mail während und nach dem Versand nicht verändert wurde. Bei dieser Methode wird für jeden E-Mail-Absender ein eigenes S/MIME-Zertifikat benötigt.
In der Regel können nur Zertifikate offizieller Zertifikatsanbieter (Trusted CA) automatisiert vom
Empfänger geprüft werden. Aus diesem Grund wird dringend das Verwenden solcher offiziellen
Zertifikate empfohlen. Die SEPPmail-Appliance bietet mit ihren integrierten CA-Connectoren die
Möglichkeit den Bezug von Zertifikaten einiger offizieller Zertifizierungsstellen zu automatisieren.
Alternativ ist das Signieren von E-Mails auch im E-Mail-Client des jeweiligen Absenders möglich. Das
SEPPmail Secure E-Mail-Gateway wird diese E-Mails dann nur noch verschlüsseln. Da sich viele S/
MIME-Zertifikate zum Signieren und Verschlüsseln von E-Mails eignen, kann es sinnvoll sein, solche
Zertifikate zusätzlich auf der SEPPmail-Appliance zu installieren. Dadurch können E-Mails bereits an der SEPPmail-Appliance mit den entsprechenden Zertifikaten automatisch entschlüsselt und somit zum Beispiel zentral archiviert oder auf Viren geprüft werden.
Digitale E-Mail-Signatur mit einem Firmenzertifikat
Das Signieren von E-Mails mit einem S/MIME-Firmenzertifikat erfüllt auf Unternehmensebene denselben Zweck wie das Signieren mit einem S/MIME-Benutzerzertifikat auf Personenebene. Bei dieser Variante wird nur ein einziges Zertifikat für das Unternehmen benötigt. Da S/MIME-Zertifikate grundsätzlich jedoch nur für eine E-Mail-Absenderadresse gültig sind, erhalten alle ausgehenden E-
Mails den gleichen (technischen) Absender. Das heisst alle E-Mails des Unternehmens - egal wer im
Unternehmen der Absender ist - erscheinen beim Empfänger mit derselben E-Mail-Adresse. Daraus resultieren einige Probleme:
Zwar wird beim Empfänger der korrekte Benutzername angezeigt, jedoch wird ein automatisches Erfassen von Kontakten und zugehörigen E-Mail-Adressen nicht mehr wie erwartet funktionieren.
Aufgrund der Häufigkeit, mit welcher diese eine Absenderadresse bei Einsatz dieser
Technologie verwendet wird, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass diese fälschlicherweise als SPAM eingestuft wird.
Das hätte zur Folge, dass bei den meisten Empfängern alle E-Mails des Unternehmens abgewiesen würden.
Non Delivery Reports (NDR) also Informations-Mails welche bei Nicht-Zustellbarkeit erzeugt werden, werden nicht an den ursprünglichen, sondern an den technischen Absender gesendet
...
Fazit:
Diese Art der Signatur ist im produktiven Umfeld absolut nicht zu empfehlen, da über kurz oder lang massive Support Aufwände generiert werden!
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2.4
Zentrale Firmen E-Mail Fussnote
Das SEPPmail Secure E-Mail-Gateway kann Ihre E-Mails mit Firmen E-Mail-Disclaimer ergänzen.
Disclaimer werden sowohl im Text- wie auch HTML-Format unterstützt.
Zentrale Firmendisclaimer, können verwendet werden um einheitlichen Text wie zum Beispiel Adresse und Firmeninhaber an E-Mails anzuhängen.
Beispiel im Textformat:
Firma AG - Musterstrasse 1, 1234 Musterstadt - www.meinefirma.ch
2.5
Kompatibilität zu anderen Secure E-Mail Systemen
Aufgrund des Verwendens genormter Techniken und Protokolle lässt sich SEPPmail transparent in jede E-Mail-Infrastruktur integrieren. Alle anerkannten und sicheren Standard-
Verschlüsselungstechniken sind implementiert. Die Kompatibilität zu den gängigen E-Mail-Systemen ist damit sichergestellt und die Installation zusätzlicher Softwarekomponenten entfällt.
Für Empfänger, die keine S/MIME Zertifikate oder openPGP Schlüssel besitzen, kann die GINA-
Technologie für das sichere Übertragen von E-Mails genutzt werden.
2.6
Remote-Administration mittels Web-Portal
Sämtliche Verwaltungsmöglichkeiten des SEPPmail Secure E-Mail-Gateways stehen über eine
Webbrowser basierte Konfigurationsoberfläche zur Verfügung. Die Verbindung zwischen Webbrowser und dem SEPPmail Secure E-Mail-Gateway ist zusätzlich SSL verschlüsselt (HTTPS).
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3 Die SEPPmail-Appliance
3.1
SEPPmail AG (Hersteller)
Das in der Schweiz ansässige, international tätige und inhabergeführte Unternehmen SEPPmail ist
Hersteller im Bereich „Secure Messaging“. Dessen patentierte, mehrfach prämierte Technologie für den spontanen sicheren E-Mail-Verkehr (GINA) verschlüsselt elektronische Nachrichten und versieht diese auf Wunsch mit einer digitalen Signatur. Die Secure E-Mail-Lösungen sind weltweilt erhältlich und leisten einen nachhaltigen Beitrag zur sicheren Kommunikation mittels elektronischer Post.
Dadurch maximiert SEPPmail die Kommunikationssicherheit von hunderttausenden von Benutzern.
Das Unternehmen wurde 2001 gegründet und verfügt demnach über eine mehr als zehnjährige
Erfahrung im sicheren Versenden digitaler Nachrichten.
Die Produktphilosophie gründet sich auf zwei Hauptmerkmale: ein Höchstmass an Sicherheit, in
Kombination mit hohen Benutzerkomfort. Zu letzterem zählen insbesondere einen hochverfügbaren
Betrieb mit hoher Stabilität und geringen Administrationsaufwände.
SEPPmail AG hat mit seinem CEO, Herrn Stefan Klein, den „Erfinder“ dieser Lösung on board, der seit 2001 die Entwicklung dieses Produktes betreut und begleitet. Dabei stellte er sicher, dass die
Produktphilosophie über all die Jahre beibehalten wurde. So reifte das Produkt mit den
Kundenanforderungen, wobei die individuellen Anforderungen immer dem Gesamtprodukt beigefügt und somit allen Kunden zugängig wird.
SEPPmail AG
Industriestrasse 7
CH-5432 Neuenhof http://www.SEPPmail.ch
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18
3.2
Vorstellung und Verfahren
3.2.1
Gateway-to-Gateway (Domänen-) Verschlüsselung
Eine Grundfunktionalität aller SEPPmail-Appliances ist der „Managed Domain Service“. Dieser
Service stellt sicher, dass jeder SEPPmail-Appliance jeweils die öffentlichen Domänen Schlüssel aller anderen SEPPmail-Appliances zur Verfügung stehen. Somit kann zwischen den teilnehmenden
Kunden das vollautomatische und transparente Verschlüsseln des gesamten E-Mail Verkehrs von
Gateway zu Gateway (Domänen Verschlüsselung) gewährleistet werden.
Durch den manuellen Austausch der öffentlichen Domänen Schlüssel lässt sich die Domänen
Verschlüsselung auch mit Gateways anderer Hersteller realisieren.
Die beiden Verschlüsselungstechnologien TLS und Gateway-to-Gateway sind Bestandteil der
SEPPmail-Appliance Grundlizenz und müssen nicht per User lizensiert werden.
3.2.2
Produktphilosophie
Die Produktphilosophie gründet sich auf zwei Hauptmerkmale: ein Höchstmass an Sicherheit, in
Kombination mit hohem Benutzerkomfort. Zu letzterem zählen insbesondere ein stabiler Betrieb und möglichst geringe Administrationsaufwände.
Das Produkt unterstützt alle am Markt befindlichen Standard-Technologien (siehe
20
,
22
22
) für das Absichern des E-Mail Verkehrs mittels Verschlüsselung und Signatur.
Darüber hinaus hat SEPPmail ein Verfahren entwickelt und patentiert, welches erlaubt, einem gänzlich
„unbekannten“ Empfänger spontan eine verschlüsselte E-Mail zu senden. Der Empfänger benötigt für das Entschlüsseln sowie dem sicheren Antworten ausschliesslich Standardkomponenten, wie einen beliebigen E-Mail Client (dies kann auch ein Webmail Client sein), einen beliebigen Browser und
Zugang zum Internet, unabhängig vom Endgerät. Wir nennen diese Technologie GINA (siehe
24
).
Ein mit der Lösung ausgeliefertes Standard-Ruleset (siehe
41
) ermöglicht das
100%ige Verschlüsseln aller als vertraulich gekennzeichneten, zu versendenden E-Mails. Dabei wird
über das Ruleset die für den jeweiligen Empfänger beste Verschlüsselungstechnologie ausgewählt.
Beginnend mit der Prüfung, ob ein beglaubigter öffentlicher S/MIME Schlüssel des Empfängers für das
Verschlüsseln zur Verfügung steht, kaskadiert das System über openPGP, Domänen Verschlüsselung
runter bis zur „GINA“ Technologie (siehe
23
). Diese kommt nur dann zum Einsatz, falls kein geeignetes Schlüsselmaterial des Empfängers vorliegt oder vom Versender ganz bewusst - für den Erhalt einer verbindlichen Lesebestätigung - gewählt wird.
SEPPmail besteht aus nur einem Hauptprodukt, welches allen Kunden zur Verfügung gestellt wird.
Einzelne Features, welche von Kunden gewünscht werden und in das Gesamtkonzept in punkto
Sicherheit und Benutzerkomfort passen, werden kostenfrei von SEPPmail implementiert und kommen somit allen Kunden zu Gute.
Die Lösung wird als komplette, auf openBSD basierende Firmware geliefert. Damit entfällt das aufwendige Installieren und Warten von Einzelkomponenten, wie zum Beispiel Datenbanken oder
Funktionsmodulen. Das Update erfolgt auf Knopfdruck für das gesamte System.
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3.2.2.1
Fünf generische Prinzipien
1. Angemessenes Absichern der Geschäftsdaten
Das Absichern wird durch den Einsatz bewährter Verschlüsselungstechnologien (S/MIME, openPGP, TLS und GINA) sowie durch eine gehärtete Appliance garantiert.
2. Kosteneffizienter Betrieb
Kosteneffizienz wird durch den Appliance – Ansatz, einen hohen Automatisierungs- und
Standardisierungsgrad und insbesondere einen sehr niedrigen Support Aufwand der GINA-
Technologie im Vergleich zu anderen Methoden (PDF oder Webmailer) erreicht.
3. Hohe Anzahl von Kunden und Geschäftspartnern erreichbar
Den besten Beweis für die „Massentauglichkeit“ der patentiertenGINA-Technologie erbringt der
Dienst „Incamail“ der Schweizerischen Post. Uns ist kein Projekt bekannt bei der mit alternativen
Methoden auch nur annähernd so viele Kunden bedient bzw. so viele E-Mails verschlüsselt werden.
Als stiller Champion stellt sich mehr und mehr die Domänen Verschlüsselung heraus (siehe
Gateway-to-Gateway (Domänen-) Verschlüsselung
18
). Ein nicht zu unterschätzender Anteil der
E-Mail Kommunikation zwischen Unternehmen wird mittlerweile mittels der völlig transparenten
Domänen Verschlüsselung gesichert.
4. Hoher Grad von Akzeptanz
Auch hier möchten wir wieder auf die GINA-Technologie verweisen. Damit ist eine einfache Zwei-
Weg–Kommunikation möglich. Separate Kommunikationskanäle (PDF zum Kunden – Rückweg
über ein Webportal) sind nicht nötig.
5. Erfüllen der geschäftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen
Bei der GINA-Technologie werden E-Mails generell vollständig verschlüsselt ausgeliefert. Damit gelangt die E-Mail in den 100%igen Einflussbereich des Empfängers. Rechtliche Probleme betreffend vollständiger Auslieferung von E-Mails (Wie dies bei einem „normalen“ sicheren Webmail der Fall wäre) bestehen somit nicht.
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20
3.2.3
Verschlüsselungstechnologien
3.2.3.1
S/MIME (X.509)
Da die SEPPmail-Appliance in der Regel im vollen E-Mail Strom steht (siehe auch Architekturen ->
42
), lernt diese automatisch alle (gültigen!) S/MIME Public Keys (Zertifikate), die
über E-Mail-Signaturen eingeliefert werden. Das heisst die Zertifikate müssen von einer der SEPPmail bekannten CA (Certificate Authority) stammen. Ist die CA nicht bekannt, so wird deren Root Zertifikat automatisiert gesammelt und dem Administrator zur Prüfung vorgelegt (halbautomatischer Vorgang).
Nach Herstellen des Vertrauens in diese CA durch den Administrator, werden auch von dieser ausgestellte Zertifikate automatisiert aus den Signaturen eingesammelt. Erfahrungsgemäss nimmt dieser Aufwand nach einer Einschwingphase des Systems merklich ab, da die meisten Root-
Zertifikate der von den Kommunikationspartnern verwendeten CAs geprüft wurden.
Wird eine als vertraulich gekennzeichnete E-Mail an einen externen Empfänger versendet, prüft das
System erstrangig, ob ein freigegebenes Zertifikat des Empfängers existiert. Die E-Mail wird transparent verschlüsselt und versendet.
Wenn ein intelligentes E-Mail Routing – System beim Kunden vorhanden ist welches signierte und / oder verschlüsselte E-Mails erkennen kann, so können auch gezielt nur die nötigen E-Mails über die
Appliance empfangen werden. Die Appliance muss dann nicht in den vollen E-Mail Strom integriert werden.
3.2.3.1.1 Managed PKI
Die SEPPmail Appliance hat ein vollständiges PKI-System eingebaut und verwaltet User Schlüssel bzw. Zertifikate zentral im System. E-Mail Zertifikate können von beliebigen CAs eingespielt werden.
Zu den wichtigsten CAs stellt SEPPmail jedoch Konnektoren zur Verfügung: aktive Konnektoren
Swiss
CA der Schweizerisschen Post
Sign
SCEP Protokoll, durch welches CAs diverser Hersteller – auch Microsoft – angebunden werden können. Eine gute Kurzbeschreibung ist unter http://www.itwissen.info/definition/lexikon/ simple-certificate-enrollment-protocol-SCEP-SCEP-Protokoll.html zu finden. Dabei handelt es sich jedoch (noch) um keinen Standard (RFC).
legacy Konnektoren (diese Unternehmen stellen den Betrieb Ihrer CAs ein)
S-
CA des Deutschen Sparkassen Verlages (DSV)
Trust
SignTr ust
CA der Deutschen Post in Vorbereitung
A-
Trust akkreditierte Zertifizierungsdiensteanbieter für qualifizierte Zertifikate in Österreich und
Liechtenstein
D-
Trust
Bundesdruckerei (Deutschland)
Über diese Konnektoren können E-Mail- und gegebenenfalls Personen- Zertifikate automatisiert von den entsprechenden CAs bezogen werden. Das jeweils zum Tragen kommende Verfahren kann dabei unterschiedlich sein. In der Appliance werden die so bezogenen Zertifikate den Usern automatisiert zugeordnet und zur Signatur herangezogen.
Der Bezug von Zertifikaten für die E-Mail-Konten ist daher flexibel und individuell konfigurierbar.
Bei Anlage eines neuen Benutzers – dies kann wahlweise automatisch zum Beispiel durch Anfordern von Verschlüsselung oder Signatur, oder manuell erfolgen - kann gewählt werden, ob ein E-Mail
Zertifikat automatisch ausgestellt werden soll. Dieses kann dann von der internen (Sub-)CA oder über
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21 die MPKI Schnittstelle bezogen werden. Bei Bedarf sind auch beide Varianten parallel möglich.
Wird das Zertifikat über die MPKI bezogen, so wird das Schlüsselpaar in der Regel auf der SEPPmail-
Appliance generiert und nur der öffentliche Schlüssel zum Signieren an die Trusted CA übermittelt.
Der sensible private Schlüssel verlässt bei diesem Verfahren zu keiner Zeit die Appliance und liegt dort – wie das gesamte Schlüsselmaterial – in einem gesicherten Bereich ab.
Auch das Erneuern der Zertifikate ist vollautomatisiert möglich. Der Zeitraum, wieviele Tage vor Ablauf des alten Zertifikates ein neues generiert werden soll ist dabei frei wählbar.
3.2.3.1.2 Güte eines Zertifikates
Um eine SEPPmail-Appliance mit Zertifikaten zu bestücken, sollte geklärt sein, in welcher Qualität diese gewünscht sind.
SSL-Zertifikat
Zunächst wird für das Absichern der SSL-Strecke, welche durch die GINA-Funktionalität etabliert wird, im Regelfall zwingend benötigt. Damit die gängigen Browser keinen Sicherheitsverstoss melden, sollte dieses Zertifikat von einer offiziellen CA kommen und den FQDN - also den Namen, unter welchem das GINA-Portal zu erreichen ist - beinhalten.
E-Mail Zertifikat
Zertifikate, welche für das Signieren (und Verschlüsseln) von E-Mails geeignet sind, werden in unterschiedlichen Güten von den Ausstellern (CAs) angeboten. Eine einheitliche Klassifizierung gibt es dabei leider nicht. Die Zertifikate unterscheiden sich dabei in Ihrer Aussagekraft.
So wird bei dem einfachsten Zertifikat lediglich die Existenz der E-Mail Adresse bestätigt. Das heisst, mit dieser Art des Zertifikates kann durch die Signatur bestätigt werden, dass die E-Mail während des Transportes nicht verändert wurde von der benannten Absenderadresse stammt
In der nächst höheren Zertifikatsgüte wird zusätzlich der Absender namentlich benannt. Das heisst für das Ausstellen dieses Zertifikates musste sich der Inhaber in irgend einer Form ausweisen. Bei
Einsatz einer MPKI (siehe
20
) bestätigt die beantragende Organisation, dass sie nur
Zertifikate für Ihre Mitarbeiter ausstellt. Somit bestätigt dieses zusätzlich die Person des Absenders und dessen Organisation
Diese Zertifikate können für zusätzliche Zwecke verwendet werden, wie zum Beispiel für das Signieren von PDF-Dateien.
Für die Ausstellung eines qualifizierten Zertifikat (wie z.B. beim Personalausweis in D oder SuisseID in
CH) muss eine face-2-face Kontrolle (z.B. PostIdent in D) durchgeführt werden. Eine automatische
Ausstellung über eine
20
ist somit unmöglich!
Selbst signierte Zertifikate sind für das signieren von E-Mails ungeeignet, da die Zertifikatskette beim
Kommunikationspartner in der Regel nicht bekannt ist und somit kein Vertrauen hergestellt werden kann.
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3.2.3.2
OpenPGP
Zur nachteiligen Natur von openPGP Schlüsseln gehört, dass diese - bevor sie für das Verschlüsseln herangezogen werden können - zuerst validiert werden müssen. Somit ist ein automatisiertes Prüfen nicht möglich (Prinzip: web of trust). Theoretisch müsste daher bei jedem zu importierenden
öffentlichen openPGP Schlüssel über einen separaten Kanal der Fingerabdruck (Hash) des
Schlüssels geprüft werden. SEPPmail hat ein "umgedrehtes" Verfahren realisiert: Wenn der
Empfänger eine GINA-E-Mail (siehe
24
) erhält, so wird ihm darüber auch die
Möglichkeit gegeben, den eigenen öffentlichen Schlüssel - egal ob openPGP oder S/MIME - auf die
Appliance hochzuladen. Durch die vorangegangene Authentifizierung des Empfängers durch E-Mail und Initial-Passwort am GINA-Web-Interface ist kein zusätzliches Validieren durch die Administration oder den Sender notwendig.
3.2.3.3
LDAP Key-Lookup für S/MIME und OpenPGP
Eine LDAP Lookup Funktionalität ist in der Lösung integriert. Beim Erfassen von Key Servern ist allerdings auf die Qualität dieser zu achten. Häufig wird über "öffentliche" Key Server „totes“
Schlüsselmaterial verbreitet. Verwendet der Absender dieses Material, so kann der Empfänger die damit verschlüsselte E-Mail unter Umständen - mangels privatem Schlüssel - nicht lesen.
3.2.3.4
TLS
SEPPmail nutzt im Normalfall „opportunistisches TLS“, sprich TLS (mit der jeweils höchstmöglichen
Verschlüsselung) wird benutzt, wenn dies vom gegenüberliegenden E-Mail Server bzw. MTA (Mail
Transfer Agent) unterstützt und angeboten wird.
Zusätzlich können für einzelne E-Mail Domänen und/oder E-Mail Server spezifisch TLS – Level erfasst werden. (mit den Postfix – typischen Stufen „may“, „verify“, „secure“, „fingerprint“ und bald auch
„dane“).
TLS „gezielt“ als Ersatz für eine Verschlüsselung von E-Mails zu verwenden erscheint schwierig, und zwar primär aus folgenden Gründen:
Bei Verwenden von TLS wird maximal bis zum nächsten MTA verschlüsselt. Da immer mehr
Firmen Cloud–Dienste für das Filtern von Spam E-Mails verwenden, reicht dies normalerweise nicht
Eigentlich darf TLS nur bei Einsatz der Sicherheitsstufe „Fingerprint“ oder „DANE“ als einigermassen sicher betrachtet werden. Alle anderen Sicherheitsstufen sind - zum Beispiel durch DNS Spoofing - aushebelbar
Das Verwalten von TLS Verbindungen erzeugt hohen Administrationsaufwand
Trotz dieser Nachteile erfreut sich TLS in letzter Zeit steigender Beliebtheit – wahrscheinlich weil TLS als „kleinster gemeinsamer Nenner“ auf praktisch jedem MTA verfügbar ist. SEPPmail plant deshalb auch, den TLS – Support zu erweitern.
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3.2.4
Verschlüsselungshierarchie
Das von SEPPmail initial zur Verfügung gestellte Standard-Ruleset gibt für E-Mails die folgende
Vorgehensweise vor:
Wurde eine E-Mail als zu verschlüsselnd markiert, so wird diese „best effort“ behandelt. Dabei wird nach folgender Wertigkeit vorgegangen:
1. Geprüftes S/MIME Zertifikat des Empfängers
2. Geprüfter öffentlicher openPGP Schlüssel des Empfängers
3. Geprüftes S/MIME Domänen Zertifikat des Empfängers
4. Geprüfte öffentlicher openPGP Domänen Schlüssel des Empfängers
Sollte aufgrund fehlenden Schlüsselmaterials des Empfängers keines der vorangegangenen
(Standard-)Verfahren verfügbar sein, so wird
5. GINA mit hinterlegtem Empfängerpasswort
6. GINA mit Initialpasswort
Es gilt zu beachten, dass die Verschlüsselungsverfahren der Punkte 3. und 4. auch bei nicht als zu verschlüsselnd markierten E-Mails zum Einsatz kommt, sofern diese Verfahren verfügbar sind.
Standard Verschlüsselungsmerkmale sind Betreffzeilen-Schlüsselworte, Sensitivity Parameter
(Vertraulichkeitsmarkierung) sowie spezielle x-header.
Optional können auch zum Beispiel LDAP Abfragen als Merkmale herangezogen werden, wie etwa
Microsoft Active Directory (AD) Benutzergruppen.
Sollte eine andere Reihenfolge, oder ein anderer Vorgang gewünscht werden, kann jederzeit das
Ruleset entsprechend angepasst werden. Damit können gewünschte Standardisierungen im Umgang mit E-Mails an vorbestimmte Adressen oder Domänen so voreingestellt werden, dass diese
Regelungen unabhängig von den Nutzeraktionen immer ziehen.
Darüber hinaus kann das Ruleset der Appliance bei Bedarf durch das eigens dafür bereit gestellte
35
) bzw. Betreffzeilen-Schlüsselworte übersteuert werden. Wobei diese Befehlswörter in der Regel vom Kunden vorgegeben und angepasst werden können.
Folgende Befehlswörter sind in der Standardinstallation vorgegeben:
[plain] E-Mail mit diesem Kennzeichen durchlaufen nicht das Ruleset und werden somit cryptographisch unbehandelt versendet
[confiden tial]
Anfordern der Verschlüsselung
[priv] E-Mail mit diesem Kennzeichen werden mittels GINA-Technologie verschlüsselt (Stichwort
Lesebestätigung)
]
[emptypw Die Notwendigkeit der Eingabe eines Initialpasswortes bei GINA-E-Mails wird unterdrückt
(Sicherheitstechnisch bedenklich)
[SMS:
<MFN>]
Mobilfunknummer zur Übertragung des Initialpasswortes einer GINA-E-Mail*
[noenc] Verschlüsseln wird unterdrückt, sofern dies als Standard im Ruleset definiert wurde
[sign] Anfordern der Signierung
[nosign] Signieren wird unterdrückt, sofern dies als Standard im Ruleset definiert wurde
[lfm] Aktiviert das Large File Management, unabhängig der E-Mail Grösse*
[lfm: nocrypt]
Der Empfänger Einer LFM Mail muss sich für das Abholen des "Large Files" nicht authentifizieren*
(*Funktionen, welche Zusatzllizenzen erfordern)
Diese Schlüsselworte stehen natürlich nur dann zur Verfügung, wenn die zugehörigen Funktionen vom
Administrator im Ruleset auch aktiviert wurden.
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3.2.5
GINA Webmail
SEPPmail verfügt über eine patentierte Technologie zur Unterstützung von Benutzern ohne Secure E-
Mail Infrastruktur. Diese Technologie benötigt lediglich einen Web-Browser und die Möglichkeit E-
Mails zu empfangen, also Internetzugang. Weitere Anforderungen an die Infrastruktur des
Benutzers bestehen nicht.
Diese Technologie bietet im Vergleich zu anderen auf dem Markt verfügbaren Lösungen für die sichere E-Mail Kommunikation mit beliebigen Partnern wichtige Vorteile:
a) Schritt 1: Sender - E-Mail verfassen
Der Sender verfasst in seinem Standard E-Mail Client eine E-Mail und klassifiziert diese als vertraulich, indem er diese entweder mit den E-Mail Client Boardmitteln (1) als „vertraulich“ markiert.
Er kann auch im Betreff ein frei definierbares, aber unternehmensweit vereinbartes Befehlswort
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zum Beispiel (2) „[secure]“ einsetzen. Diese Methode greift auch für sogenannte System-User (= maschinelle Ansteuerung).
oder er verwendet das kostenlose Outlook AddIn von SEPPmail (3) [Abb.1].
25
Dabei kann er wählen zwischen: a) „Verschlüsseln“ (Bezeichnung kann angepasst werden): Dabei wird die E-Mail am System mit den für den/die Empfänger zur Verfügung stehenden Technologien im „Best Effort“ Verfahren verschlüsselt und versendet.
b) „Verschlüsseln mit Lesebestätigung“ (Bezeichnung kann angepasst werden): Dabei wird immer zwingend die GINA-Technologie angezogen, denn nur dadurch kann eine Rückmeldung des
Systems zum Zeitpunkt des aktiven Lesens der versendeten E-Mail sichergestellt werden. Diese
Lesebestätigung ist vom externen Empfänger nicht abzuwählen.
Sollte dieses Verfahren der Kundenanforderung nicht entsprechen, kann das AddIn auch entsprechend angepasst werden. Das AddIn ist Standardmässig in den Sprachen Deutsch und
Englisch verfügbar: Bei Bedarf können zusätzliche Sprachen realisiert werden. Danach wird die E-
Mail versendet.
b) Schritt 2: Sender - Verschlüsseln und Initialpasswort
Die als vertraulich markierte E-Mail wandert durch den E-Mail Server und passiert danach die
SEPPmail. Die Appliance erkennt, dass diese E-Mail zu verschlüsseln ist und leitet den unter A
2.2.5. beschrieben Vorgang zur Verschlüsselung ein. Sie sieht also nach, ob der oder die
Empfänger schon bekannt sind. Sollten diese schon einmal eine S/MIME signierte E-Mail an einen beliebigen Mitarbeiter geschickt haben, oder haben sich schon einmal via GINA-Portal registriert bzw. ein eigenes S/MIME Zertifikat oder einen eigenen openPGP Key hochgeladen, dann wird Die
E-Mail damit verschlüsselt.
Wenn für den/die Empfänger keine Schlüssel hinterlegt sind, oder diese gänzlich
„unbekannt“ sind, kommt die patentierte GINA Technologie von SEPPmail zum Einsatz.
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Bei dieser wird zuerst ein AES256 Key erzeugt, die vertrauliche E-Mail damit symmetrisch verschlüsselt und als HTML-Anhang an eine Standard-E-Mail beigefügt. Die E-Mail wird immer
vollständig ausgeliefert. Auf der Appliance wird ausser den Empfängerdaten nichts zwischengespeichert. Beim erwähnten Anhang wird komplett auf aktiven Inhalt (wie zum Beispiel
JavaScript) verzichtet. Es wir nur „plain HTML“ verwendet.
Der Key für den Empfänger bleibt dauerhaft auf der Appliance und wird für die erste, wie für alle anderen GINA-Mails zum Ver- und Entschlüsseln für diese Empfangsadresse verwendet.
Ein Initialpasswort wird erstellt und per E-Mail dem Sender zur Übermittlung an den Empfänger (per
SMS (Abb.2), Telefon oder Fax) zugestellt.
Die für den Anschluss an einen SMS Provider oder System notwendigen Schnittstellen sind in der
Lösung eingebaut und konfigurierbar.
c) Schritt 3: Empfänger – Anmelden und einmaliges Registrieren
Der Empfänger öffnet den HTML-Anhang und wird zur Eingabe seines Initialpasswortes aufgefordert (Abb. 3). Dabei kann er auch seine gewünschte Sprache festlegen.
Anschliessend erfolgt eine einmalige Registrierung am System. Ein eigenes Passwort wird vergeben, sowie eine Sicherheitsfrage + Antwort festgelegt, um ein Zurücksetzen seines Passworts zu ermöglichen (Abb. 4) Optional kann eine Mobilfunknummer für den automatisierten SMS-
Passwort-Versand eingegeben werden.
Beim nächsten Lesen der E-Mail, oder bei einer neuen vertraulichen E-Mail, wird nur noch das eigene Passwort eingeben (Abb. 3).
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d) Schritt 4: Empfänger - Lesen und sicher Antworten
Danach wird die entschlüsselte E-Mail im Webmailer (Abb. 5) angezeigt. Aus diesem kann verschlüsselt geantwortet und die E-Mail, wenn gewollt, als Klartext ins System gespeichert werden.
Der GINA-Webmailer ist bewusst möglichst einfach gehalten, um eine intuitive Anwendung zu ermöglichen.
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e) Funktionen im GINA-Webmailer:
E-Mail lesen: Schaltfläche zur Darstellung der geöffneten Originalmail (Abb. 5)
E-Mail schreiben: Neue E-Mail verfassen die nur an einen Empfänger „hinter“ der SEPPmail-
Appliance versendet werden kann.
Dabei können Anhänge mit beliebigem Format beigefügt werden. Eine Kopie der eigenen
Antwort wird dem externen Beantworter GINA-verschlüsselt zurückgeliefert. (Abb. 5a)
Einstellungen: Darin können Passwort, Mobilfunknummer und Sicherheitsfrage/-antwort verändert werden. (Abb. 5b)
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Untermenü: Schlüssel/Zertifikate:
Der Externe Kommunikationspartner wird über ein Zusatzmenü in die Lage versetzt, eigenes
Schlüsselmaterial dem SEPPmail Betreiber zur Verfügung zu stellen. Dabei kann durch die vorhergegangene 2-Faktor Authentifizierung (GINA-Mail + Initialpasswort per SMS) den
Schlüsseln auch sofort getraut werden. Ein Validieren durch den Administrator ist an dieser
Stelle nicht notwendig ! (Abb. 5c)
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Andererseits bekommt ein externer Kommunikationspartner über die Schaltfläche "Suchen" optional auch das verfügbare Schlüsselmaterial (S/MIME; openPGP; Domänen Schlüssel) zur
Verfügung gestellt (Abb. 5d):
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Nachricht-Beantworten: Über diese Funktionen kann eine sichere E-Mail-Antwort erstellt und versendet werden. Eine Kopie davon wird verschlüsselt an den externen Sender zurückgesendet (Abb. 5e)
Speichern als…: E-Mail kann im Klartext gespeichert und in beliebigen Ordner verschoben werden Entweder als eml- (Standard E-Mail Format) oder im msg-Format (Outlook)
Logout: Schaltfläche zum Verlassen des GINA Web-Mailers. Dabei wird der Cache des
Browsers und der SEPPmail Appliance geräumt. Somit verbleibt einzig die verschlüsselte
Original-GINA-Mail im System des Empfängers. Ausgenommen der Empfänger hat sich eine
Klartext-Kopie dazu abgelegt
f) Zusatzmodul SSPM: Self Service Passwort Management
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Sollte der GINA-Mail Empfänger sein eigenes Passwort vergessen, besteht die Möglichkeit dieses zurückzusetzen (Abb. 6). In der Grundversion bewirkt dieses einen Call beim Administrator oder
Helpdesk, der den Empfänger kontaktiert und nachdem dieser sich authentifiziert hat, wird ihm sein neues Passwort mitgeteilt.
Ist das SSPM Modul aktiv, dann hinterlegt der GINA-Mail Empfänger beim Registrieren eine
Sicherheitsfrage und –antwort (Abb. 6a). Beim Passwort Reset wird Ihm dann, nachdem der GINA-
Mail Empfänger seine selbst vergebene Sicherheitsfrage positiv beantwortet hat, das neue Passwort per SMS auf die hinterlegte Mobilnummer zugesendet. Durch diesen automatisierten Vorgang wird der Administrator oder Helpdesk entlastet und der GINA-Mail Empfänger zeitnah mit einem neuen
Zugangspasswort versorgt. Bei der nun folgenden Anmeldung, wird der Empfänger zur Neuvergabe eines eigenen Passwortes aufgefordert.
g) Der Entschlüsselungsvorgang
Wie Eingangs schon erwähnt, benötigt der GINA-Mail Empfänger, ausser einem Client zum
Empfangen von E-Mails und somit Internetzugang, sowie einen Browser keine weiteren
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Komponenten. Beim Öffnen des HTML-Attachments und während der Eingabe des
Zugangspasswortes, wird im Hintergrund über eine https-Strecke das Passwort geprüft und die E-
Mail an die SEPPmail Appliance temporär zur Entschlüsselung eingeliefert und danach über den
GINA-Webmailer im Klatext dargestellt.
(Abb. 7).
Die verschlüsselte E-Mail bleibt zu jeder Zeit im E-Mail System des Empfängers. Damit obliegt das
Backup bzw. das Archivieren der E-Mail beim Empfänger. Ohne diese E-Mail hat er auch keine
Möglichkeit diese über einen anderen Weg zu öffnen. Ein potentieller Angreifer benötigt daher beide
Komponenten: E-Mail und Passwort. Eine „brute force“ Attacke ist nicht möglich, da die SEPPmail
Appliance standardmässig nach 5 fehlerhaften Passworteingaben den Zugang sperrt.
h) Zusammenfassung und Vorteile der patentierten GINA-Technologie
Keine zusätzlichen Technologie-Layer bzw. Konvertieren in PDF, zip oder exe notwendig, da diese nur zusätzliche Komplexität und Fehlermöglichkeiten verursachen.
Empfänger benötigt nur E-Mail Client, Browser und Internetzugang. Keinen PDF-Reader oder sonstige Verschlüsselungsclients am Empfängersystem.
Wird vom Sender eine Lesebestätigung gewünscht, wird diese von der Appliance in dem
Augenblick versendet, wenn die E-Mail zum Entschlüsseln eingeliefert wird. Diese kann vom
Empfänger nicht unterbunden werden. Die Leseaktion wird immer im Log mit protokolliert.
Das Zugriffspasswort kann jederzeit vom Empfänger geändert werden.
Spontane sichere Kommunikation in beide Richtungen möglich
Die E-Mails werden vollständig an Empfänger ausgeliefert, somit werden auf der SEPPmail nur
Anmeldedaten und Keys gespeichert. (Für den Betreiber des sicheren E-Mail Gateways entfällt die Pflicht des Housekeepings (Archivierung) für E-Mails an Dritte).
Alle Texte in der GINA Oberfläche können angepasst und das Aussehen per CSS-Stylesheet verändert werden. Im Auslieferungszustand sind die Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch,
Italienisch, Spanisch, Niederländisch und Polnisch integriert: Diese können beliebig erweitert
(oder deaktiviert) werden
Empfänger können sich auch am Portal vorgängig anmelden und so Ihre bevorzugte
Verschlüsselungsform (Passwort oder Zertifikats-Key) wählen.
i) Unterschiedliche Registrierungsprozesse für externe Kommunikationspartner
1. Spontaner Kommunikationsbeginn: Der Sender verfasst eine E-Mail, klassifiziert dieses als
„Vertraulich“ und versendet diese. Hat er die Mobilnummer des Empfängers, könnte er diese im
Betreff schon als Tag [zum Beispiel SMS:00491511234567] mitgeben. Die Appliance würde dann mit dem Versenden der GINA-Mail auch gleichzeitig das SMS auslösen.
Ansonsten wird der Sender aufgefordert dem neuen Empfänger sein Initialpasswort auf parallelem Wege (SMS, Telefon, Fax) zu übermitteln.
2. Vorbereitete Kommunikation: a) Der Sender versendet eine Einladungsmail ohne Initialpasswort an den zukünftigen
Kommunikationspartner. Diese sollte OHNE vertraulichen Inhalt sein. Der Empfänger öffnet
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das HTML-Attachment und der unter Schritt 3 / Abb. 4 beschriebene
Registrierungsprozess startet. Danach kann gesichert Kommuniziert werden. Der Externe hat sein eigenes Passwort festgelegt oder schon sein Schlüsselmaterial hochgeladen.
b) Der Externe meldet sich über die Webseite des SEPPmail Betreibers zur sicheren
Kommunikation an. Ein Link bringt den externen Kommunikationspartner auf das
Registrierungsportal der SEPPmail Appliance. Dort hinterlegt er sein Passwort (oder
Schlüsselmaterial). Ein E-Mail Ping bestätigt seine Anmeldung:
33
3.
Die „harte“ Tour: Jede vertrauliche E-Mail wird per GINA und mit einem SMS-Passwort versendet.
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3.2.5.1
Mobile Computing Support
3.2.5.1.1 Interne Nutzer von mobilen Endgeräten
Grundsätzlich gilt, dass SEPPmail dem internen Netzwerk vertraut. Somit sind alle E-Mails im Intranet und am E-Mail Server im Klartext verfügbar. Da die internen mobilen Endgeräte sich die E-Mails vom
E-Mail Server ziehen und dort abliefern, ist von dieser Seite KEIN Problem zu erwarten.
Wie klassifiziert ein interner Nutzer auf seinem mobilen Endgerät (herstellerunabhängig) eine E-Mail als VERTRAULICH? Dies ist generell mit der Befehlsfunktion in der Betreffzeile möglich. Der
Verfasser fügt ein festgelegtes Kommando - zum Beispiel [confidential] oder [sign] beziehungsweise ein vom Kunden individuell festgelegtes Befehlswort wie <c> - in die Betreffzeile ein. Die E-Mail wird am E-Mail Server angenommen, ausgeliefert und die danach folgende SEPPmail Gateway Appliance reagiert auf diesen Befehl und führt das entsprechende Kommando für Verschlüsseln oder Signieren aus.
Blackberry hat mit der Version 10.3.1 (erwartet für Februar/März 2015) eine E-Mail
Klassifizierungsfunktion in seinem E-Mail-Client angekündigt. Genauere Details dazu sind SEPPmail noch nicht bekannt. (Stand Jan 2015).
Für die Standard E-Mail-Clients von iOS, Android und Windows Phone sind keine integralen
Funktionen für das Klassifizieren von E-Mails bekannt. Sollten solche in zukünftigen Versionen implementiert werden, wird SEPPmail auch diese für das Ansteuern der eigenen Lösung nutzen.
Werden Klassifizierungs-Plugins vom Kunden gewünscht, kann SEPPmail Machbarkeitserhebungen dazu anstellen, Nutzen und Aufwand abschätzen und eine Realisierung anstossen.
3.2.5.1.2 Externe Empfänger von verschlüsselten E-Mails auf mobilen Endgeräten
Hersteller /
Betriebssystem
Android
Windows Phone
Zertifikats-
Unterstützung durch Vendor gegeben
Bemerkung
ja
?
Eine Beispiel-Anleitung zum Import bzw. Installation auf iOS
Geräten finden Sie hier: https://blog.globalsignblog.com/de-de/zertifikate-auf-androidger%C3%A4ten-installieren
Keine Dokumentation im Netz vorhanden
Blackberry
10 und höher iOS (Apple)
ja / nein ja
Blackberry hat nach Auskunft des Supports bei signierten und verschlüsselten ein grundsätzliches Problem, welches so schnell auch nicht behoben werden kann. Das Fehlerverhalten von zum Beispiel signierten E-Mails auf BB Endgeräten ist unterschiedlich und nicht vorhersehbar. zum Beispiel bei einem
Reply auf eine signierte E-Mail vom BB Client, verschwindet der
Antworttext beim Empfänger. Das Problem kann nicht gefixt werden.
Eine Beispiel-Anleitung zum Import bzw. Installation auf iOS
Geräten finden Sie hier: http://wiki.fernuni-hagen.de/helpdesk/index.php/
Zertifikat_in_iOS_einbinden
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3.2.5.1.3 Kompatibiolitätsmatrix für Empfänger von GINA Web-Mails
Hersteller /
Betriebssystem
Android
Unterstützung Bemerkung
nativ mit vollwertigem Browser zum Beispiel Firefox oder Chrome
Windows Phone
Blackberry
10 und höher iOS (Apple)
nativ nativ Für frühere Betriebssystem Versionen kann eine App zur
Verfügung gestellt werden kostenlose
SEPPmail App im iTunes
Store verfügbar
Das iOS Sicherheitskonzept (Sandbox) erfordert eine einfach zu handhabende App zum Übergeben der verschlüsselten
Daten aus dem E-Mail an den Browser.
35
3.2.5.2
Administration und Management
Eine komplette Managementoberfläche für die Administration und das Management der GINA-User ist integraler Bestandteil der Lösung. Auf diese Oberfläche ist ein rollenbasierter (Helpdesk) Zugriff möglich.
3.2.5.3
MS-Outlook AddIn
Das Outlook AddIn ist absichtlich möglichst einfach gehalten. Im Standard werden lediglich im E-Mail x-header für das Steuern der Appliance gesetzt. Eine direkte Kommunikation zwischen AddIn und
SEPPmail ist nicht notwendig.
Das von SEPPmail kostenfrei gelieferte Outlook AddIn unterstützt Microsoft Outlook 2007, 2010 und
2013 jeweils in der 32 und 64 Bit Version auf den Plattformen Microsoft Windows7, 8 und 8.1 sowie
Terminal Server jeweils in der 32 und 64 Bit Version.
Das AddIn, kommt als MSI Installationspaket und kann somit mit den üblichen Software Verteil- und
Installationsmechanismen customized problemlos in grossen Umgebungen ausgerollt werden.
Weiterhin ist ein ADM-Template für die Konfiguration des AddIns per Group-Policies (GPOs) vorhanden.
Eine detailierte Beschreibung der Konfigurationsmöglichkeiten ist im Kapitel
103
zu finden.
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36
3.2.6
Elektronische Signaturen
Die SEPPmail Appliance beherrscht neben der Verschlüsselung von E-Mails auch die RFC konforme
Signatur. Eine Authentizität und Integrität der Daten bzw. der versendeten E-Mail ist durch das
Anbringen einer elektronischer Signatur zu erreichen und möglich. Zusätzlich wird mit der Signatur der
öffentliche Schlüssel des Absenders verbreitet, welcher für das Verschlüsseln von an den Absender gerichteten E-Mails benötigt wird.
Das für die Signatur erforderliche Benutzerzertifikat (siehe auch
20
) kann bei Bedarf
über eine MPKI (siehe
20
) automatisch durch die Appliance bezogen oder manuell für den jeweiligen Benutzer importiert werden. Das bedeutet: Die dazu erforderlichen zentralen
Funktionalitäten (eingebaute PKI, Konnektoren zu offiziellen CA’s, automatische Zuweisungsfunktion der Zertifikate zu den Usern) sind in der SEPPmail standardmässig vorhanden und werden mit der
Verschlüsselungslizenz dem Betreiber und Nutzer zur Verfügung gestellt.
Automatische Signatur
Die ausgehenden E-Mails werden am Gateway automatisch im Namen des Senders signiert. Der
Benutzerkreis, für welchen dies gegebenfalls erfolgen soll, kann bei Bedarf über das Ruleset gesteuert.
Manuelle Signatur
Die Signatur am Gateway kann auch über das Outlook AddIn (siehe
35
) oder via
Kommando in der Betreffzeile manuell forciert werden.
Digitale E-Mail-Signatur mit einem Firmenzertifikat
Das Signieren von E-Mails mit einem S/MIME-Firmenzertifikat erfüllt auf Unternehmensebene denselben Zweck wie das Signieren mit einem S/MIME-Benutzerzertifikat auf Personenebene. Bei dieser Variante wird nur ein einziges Zertifikat für das Unternehmen benötigt. Da S/MIME-Zertifikate grundsätzlich jedoch nur für eine E-Mail-Absenderadresse gültig sind, erhalten alle ausgehenden E-
Mails den gleichen (technischen) Absender. Das heisst alle E-Mails des Unternehmens - egal wer im
Unternehmen der Absender ist - erscheinen beim Empfänger mit derselben E-Mail-Adresse.
Daraus resultieren einige Probleme:
Zwar wird beim Empfänger der korrekte (Absender-) Benutzername angezeigt, jedoch wird ein automatisches Erfassen von Kontakten und zugehörigen E-Mail-Adressen nicht mehr wie erwartet funktionieren.
Aufgrund der Häufigkeit des Verwendens dieser einen Absenderadresse besteht eine hohe
Wahrscheinlichkeit, dass diese fälschlicherweise als SPAM eingestuft wird. Das hätte zur Folge, dass bei den meisten Empfängern alle E-Mails des Unternehmens abgewiesen würden.
Non Delivery Reports (NDR) also Informations-Mails welche bei Nicht-Zustellbarkeit erzeugt werden, werden nicht an den ursprünglichen, sondern an den technischen Absender gesendet
Fazit:
Diese Art der Signatur ist im produktiven Umfeld absolut nicht zu empfehlen, da über kurz oder lang massive Support Aufwände generiert werden!
Anzeigen einer Signaturprüfung
Die Information ob eine E-Mail signiert wurde und zu welchem Ergebnis die Prüfung kam, erfolgt bei
SEPPmail durch das Hinzufügen von Tags im Betreff, im Standard:
[signed OK] beziehungsweise [signed INVALID]
Bei Betreffzeilen, die solche Tags schon mitliefern (vielleicht zum Vortäuschen falscher Tatsachen) werden diese Tags bereits vor dem eigentlichen Prüfen gelöscht. Somit ist sichergestellt, dass beim
Empfänger das tatsächliche Ergebnis der Prüfung angezeigt wird.
Der Betreiber der Appliance kann entscheiden, ob Signaturen am Gateway abgehängt und nur der
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Indikator in der Betreffzeile ausgeliefert wird, oder die Signatur an den Empfänger weitergereicht wird.
Das Abhängen von Signaturen ist mitunter durchaus sinnvoll, da manche Endgeräte mit diesen
Signaturen nur bedingt umgehen können. So erzeugen zum Beispiel Blackberry wie auch Android
Geräte Fehler, wenn auf eine signierte Mail geantwortet wird.
Wie kritisch der Umgang mit Signaturnachrichten an den Empfänger betrachtet werden sollte, zeigt folgendes Beispiel. Eine sichere E-Mail Gateway Appliance erzeugt folgenden Mail Footer bei Prüfung der Signatur:
Das sieht vordergründig gut aus und zeigt dem Nutzer die gesamte Information einer Signatur:
E-Mail ist originär
E-Mail ist unverfälscht
Zertifikat ist gültig
Aber
ein Angreifer könnte diesen Footer ebenso an seine unsignierte Mail anfügen und so eine gefälschte Mail von außen einschleusen. Das Gateway, welches dieses Verfahren für das
Markieren signierter E-Mails verwendet, könnte diese Fälschung nicht erkennen. Dem Empfänger dieser E-Mail würde somit eine gültige Signatur vorgegaukelt.
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3.3
Aufbau und Architektur
3.3.1
Appliance
SEPPmail stellt Appliances sowohl in Form von hochstabiler Industrie-Hardware, als auch für virtualisierte Umgebungen zur Verfügung.
3.3.1.1
Hardwaremodelle
Empfohlen bis 100 Postfächer beziehungsweise 50 Verschlüsselungs-User (Encrypt Lizenzen)
SEPPmail 500B Dimensionen (HxBxT) Desktop Gerät (90 x 330 x 203 mm)
Prozessoren
Speicher (RAM)
Festplatte (HDD
Intel Atom D510 1.66 Ghz Dual Core
1 GB SO-DIMM DDR2 PC-667
SATADOM 8GB Flash Modul SLC
Netzwerk Karte (NIC) 2x Intel 82574L Gigabit LAN
Stromversorgung 250W flexATX 80+ low noise PSU
Empfohlen bis 1000 Postfächer beziehungsweise 500 Verschlüsselungs-User (Encrypt Lizenzen)
SEPPmail 1000B
Dimensionen (HxBxT) 19" 1U short rack form factor (43 x 426 x 356 mm)
Prozessoren Intel Core i3-530 2.93 Ghz Dual Core
Speicher (RAM) 2 GB DDR3 ECC PC-1333
Festplatte (HDD 250 GB enterprise class SATA HDD
Netzwerk Karte (NIC) 2x Intel 82574L Gigabit LAN
Stromversorgung 260W PFC PSU
Empfohlen bis 7500 Postfächer beziehungsweise 5000 Verschlüsselungs-User (Encrypt Lizenzen)
SEPPmail 3500B
Dimensionen (HxBxT) 19" 1U short rack form factor (43 x 435 x 699 mm)
Prozessoren Intel Xeon E5-2603 1.80 Ghz Quad Core
Speicher (RAM)
Festplatte (HDD
4 GB DDR3 ECC PC-1333
2x 146 GB SAS HDD 15k (RAID 1)
Netzwerk Karte (NIC) 4 Port Intel 82571EB Gigabit LAN
Stromversorgung 2x 460W hot plug PSU
Empfohlen bis 20000 Postfächer, die maximale Anzahl von Verschlüsselungs-Usern ist im Einzelfall zu prüfen
SEPPmail 5000B Dimensionen (HxBxT) 19" 2U rack form factor (87 x 446 x 699 mm)
Prozessoren 2x Intel Xeon E5-2630 2.30 Ghz Six Core
Speicher (RAM) 12 GB DDR3 ECC PC-1333
Festplatte (HDD 3x 300 SAS HDD 15k (RAID 1 + HSP))
Netzwerk Karte (NIC) 4 Port Intel 82571EB Gigabit LAN
Stromversorgung 2x 460W hot plug PSU
Durch die Kaskadierbarkeit der Systeme über Cluster und eingebautem Load Balancing ist die Anzahl der User frei skalierbar.
Die angegebene Empfehlung basiert auf Durchschnittswerten für E-Mail-Durchsatz und -Grössen im
Verhältnis zur Anzahl der Postfächer und kann daher im Einzelfall stark abweichen.
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39
3.3.1.2
Virtualisierte Versionen
Verfügbar für die Virtualisierungsumgebungen:
ESX (VMware)
Hyper-V (Microsoft)
HyperVisor (RedHat)
Systemanforderungen für Virtualisierung:
SEPPmail VM500 (Empfohlen bis 100 Postfächer beziehungsweise 50 Verschlüsselungs-User
(Encrypt Lizenzen)
Anzahl vCPUs: 1
Arbeitsspeicher: 1 GB
Festplatte: 2 GB
SEPPmail VM1000 (Empfohlen bis 1000 Postfächer beziehungsweise 500 Verschlüsselungs-
User (Encrypt Lizenzen)
Anzahl vCPUs: 2
Arbeitsspeicher: 2 GB
Festplatte: 5 GB
SEPPmail VM3500 (Empfohlen bis 7500 Postfächer beziehungsweise 5000 Verschlüsselungs-
User (Encrypt Lizenzen)
Anzahl vCPUs: 4
Arbeitsspeicher: 4 GB
Festplatte: 10 GB
SEPPmail VM5000 (Empfohlen bis 20000 Postfächer, die maximale Anzahl von
Verschlüsselungs-Usern ist im Einzelfall zu prüfen)
Anzahl vCPUs: 12 empfohlen
Arbeitsspeicher: 4 GB
Festplatte: 20 GB
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40
3.3.2
Sizing
Unverbindliche Erfahrungswerte für das Festlegen von System-Ressourcen (VM) und
Dimensionierung einer Lösung sind der folgenden Tabelle zu entnehmen.
Speicher (RAM) in GB
Anzahl Prozessoren
Festplatte(n) in GB
Anzahl Netzwerkkarten verfügbarer interner LFM Speicher in
GB
Bei Plattengrössen unter 20 GB wird jeweils die Hälfte für das Erweitern der
"/tmp" Partition verwendet. Bei grösseren Platten werden hierfür statisch 10 GB verwendet.
Maximalgrösse LFM bei Einlieferung per SMTP (begrenzt durch Mailqueue)
Bei Einlieferung per GINA begrenzt lediglich der verfügbare interne LFM
Speicher
Maildurchsatz pro Stunde
(bei durchschnittlichen E-Mail-Grösse von bis zu 200 kByte)
Maximalanzahl Verschlüsselungs-User
(Encrypt Lizenzen)
Virtual Appliance
500 1000 3500
1
1
2
1
2
2
5
1
4
4
10
1
5000
4
12
20
1 abhängig von der Grösse der zugewiesenen Partition (mind.
100
2500
200
5GB)
500
10000 30000
500
90000
50 500 5000 im
Einzelfall zu prüfen
Empfohlene Maximalanzahl Postfächer
(basiert auf dem "Maildurchsatz pro
Stunde" und dem Erfahrungswert des durchschnittlichen E-Mail Aufkommens pro User bei entsprechenden
Unternehmensgrößen)
100 1000 7500 20000
Da einige Ressourcen in virtuellen
Umgebungen nicht mit physikalischen vergleichbar sind
(Speicher/Prozessoren), können diese im Bedarfsfall entsprechend angepasst werden
Hardware Appliance
500B 1000B 3500B 5000B
1
1
2
2
4
4
12
2x6
8
2
250 2x146 3x300
2 4 4
-
100
2500
50
100
200
200
10000
500
1000
100
500
30000
5000
7500
250
500
90000 im
Einzelfall zu prüfen
20000
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3.3.3
Software
Die Software basiert auf dem Betriebssystem openBSD, welches sich über die Jahre als extrem zuverlässig und widerstandsfähig gegen Angriffe erwiesen hat. Darüber hinaus wurde das
Betriebssystem durch SEPPmail zusätzlich gehärtet. Die nicht benötigten Libraries wurden entfernt und nur die Module eingebaut, die für die Lösung erforderlich waren. Die Firmware hat in der komprimierten Version (Betriebssystem und Applikation) eine Grösse von ca. 60MB. Als MTA wird
Postfix verwendet.
Das System ist so konzipiert, dass damit auch PCI – konforme Infrastrukturen aufgebaut werden können (Passwortregeln, SIEM, Samhain – Integration, verschlüsseltes Dateisystem etc.)
41
3.3.4
Zentrales Regelwerk (Rule Engine)
SEPPmail hat mit seiner Rule-Engine ein kleines Workflow-System eingebaut. Das Regelwerk kontrolliert den Fluss jeder einzelnen E-Mail durch die Applikation und definiert, welche E-Mail wie behandelt wird (signiert, verschlüsselt, entschlüsselt, zurückgewiesen,…).
Darüber hinaus können hier Prüfungen und Datenbankabfragen (LDAP-Lookups zum Beispiel an ein
Microsoft Active Directory) durchgeführt und die retournierten Ergebnisse oder Parameter zur E-Mail
Steuerung und/oder Verschlüsselungssteuerung herangezogen werden.
Dieses einfache und doch effektive Werkzeug ermöglicht die Definition eines Regelwerks, welches eine genaue Abbildung der gewünschten Security Policy eines Unternehmens darstellt. Die Rule-
Engine ist als einfache if/else Skriptsprache aufgebaut. Eine umfassende Dokumentation des
Aufbaus, der Befehle und der Parameter ist im Handbuch hinterlegt. Die Lösung wird mit einem
Standardregelwerk ausgeliefert, welches in 90% der Fälle unverändert bei den Unternehmen zum
Einsatz kommt und jederzeit den speziellen Bedürfnissen eines Unternehmens angepasst werden kann.
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42
3.3.5
Architekturen
3.3.5.1
Im vollen Mailstrom
In den beiden folgenden Szenarien kann die Entscheidung, ob und wie E-Mails beim Versand verschlüsselt/signiert werden, zentral über das Ruleset der SEPPmail Appliance oder individuell am E-
Mail Client via Schlüsselwörter, Outlook AddIn beziehungsweise IBM Notes Schablone oder
Groupwise Vorlage getroffen werden.
Eingehende E-Mails werden gegebenenfalls entschlüsselt, beziehungsweise die Signatur geprüft und entsprechend für den internen E-Mail Empfänger gekennzeichnet (zum Beispiel [secure], [signed ok],
[signed invalid])
Öffentliche Schlüssel von eingehenden, signierten E-Mails werden gesammelt, so dass diese zur
Verschlüsselung an die absendenden Kommunikationspartner automatisch genutzt werden können.
Eine Liste der zu gewährleistenden Kommunikationswege, über welche die SEPPmail Appliances kommunizieren ist sowohl im Quick-Install Guide als auch im Handbuch (http://dl.seppmail.ch) zu finden.
3.3.5.1.1 Kleine Umgebungen
Für gewöhnlich wird die Appliance in kleineren Umgebungen als zusätzliche Stufe zwischen E-Mail
Server und Internetzugang (Router) in den E-Mail Strom gesetzt. In dieser Konstellation wird für die
Appliance optional ein „Protection Pack“ (Virus, Spam and Phishign Protection VSPP) für Spam
Erkennung und Virenschutz angeboten.
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43
3.3.5.1.2 Grössere beziehungsweise komplexere Umgebungen
In grösseren Umgebungen trifft man häufig auf eine separate AntiSpam-/Antiviren- Lösung, welche im
Normalfall auch E-Mail Routing Funktionen zur Verfügung stellt.
Dabei werden ausgehende E-Mails am Spam-Filter auf Viren geprüft, bevor sie gegebenenfalls an der
Appliance verschlüsselt/signiert werden.
Eingehende verschlüsselte E-Mails werden zunächst zum Entschlüsseln an die SEPPmail Appliance geleitet und anschliessend zur Virenprüfung zurück an den Spam-Filter geliefert. Somit können auch verschlüsselte E-Mails an zentraler Stelle auf Viren geprüft werden.
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44
3.3.5.2
Über spezielles Routing angesteuert
Im folgenden Szenario fällt die Möglichkeit des zentralen Entscheidens, ob und wie E-Mails beim
Versand verschlüsselt/signiert werden, an der SEPPmail Appliance weg. Dieses Steuern wird von der vorgeschalteten AntiSpam- Komponente übernommen.
Hierfür muss diese ebenfalls die individuell am E-Mail Client via Schlüsselwörter, Outlook AddIn, IBM
Notes Schablone oder Groupwise Vorlage getroffene Entscheidung interpretieren können.
3.3.5.3
Schnittstellen
Eine Liste der zu gewährleistenden Kommunikationswege, über welche die SEPPmail Appliances kommunizieren ist sowohl im Quick-Install Guide als auch im Handbuch (http://dl.seppmail.ch) zu finden.
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45
3.3.6
Hochverfügbarkeit, Loadbalancing
Die Cluster- und Loadbalancing-Funktionalität ist im Grundsystem der SEPPmail-Appliance integriert.
Mit wenigen Schritten kann ein Cluster zwischen zwei und mehr Geräten aufgebaut werden, bei Bedarf auch über verschiedene Standorte hinweg. Dabei werden alle betriebsrelevanten Daten
(Systemparameter, Nutzerdaten und Schlüsselmaterial) über alle Systeme synchronisiert. Die
Systeme sind so ausgelegt, dass bei einem Totalausfall eines Standortes, der oder die verbleibenden
Standorte den Betrieb reibungslos aufrechterhalten können. Sobald der Regelbetrieb wieder hergestellt ist, werden wieder alle Systeme automatisch abgeglichen.
3.3.6.1
Multi Master LDAP
Ein SEPPmail Cluster besteht aus zwei oder mehr SEPPmail-Appliances. Jeder Member des Clusters oder jede Instanz ist Teil des Multi-Master LDAP Verbundes. Im LDAP sind alle für den Betrieb einer
Instanz notwendigen Daten abgelegt.
Der Einsatz von Multi-Master LDAP ermöglicht deshalb auf einfache und elegante Art allen Instanzen, mit minimaler Verzögerung, die gleiche Datenbasis zur Verfügung stellen.
Des Weiteren erlaubt das Verwenden von LDAP als Clusterprotokoll, einen Cluster auch über reine IP
Netzwerke zwischen den Rechenzentren zu betreiben. Layer 2 Netzwerke oder Spezialprotokolle zwischen den Netzwerken sind in aller Regel nicht notwendig.
3.3.6.2
Queue-Less-Betrieb
SEPPmail hat eine einzigartige Funktionsweise, bei der E-Mails nie in einer Queue und nie auf der
Appliance zwischengespeichert werden. Eine E-Mail wird erst dann als empfangen quittiert, wenn sie an den nächsten Server weitergereicht wurde.
Dadurch muss auf den Appliances kein Platz für grosse Queues vorgehalten und überwacht werden.
Ein Backup der Queue ist ebenfalls nicht notwendig, da keine Nutz-Mails in Queues gelagert werden.
Dieses Verfahren führt zu einer erheblichen Erleichterung bei der Fehlersuche im E-Mail System.
Hauptsächlich aber kann damit eine Appliance bei Hardware Ausfall garantiert ohne Datenverlust ausgewechselt werden.
3.3.6.3
Cluster: Multimaster LDAP & Queue-Less Betrieb
Durch das Verwenden des Queue-Less Modus und den Einsatz GINA-Technologie, werden keinerlei
E-Mails in den Appliances gelagert und müssen deshalb auch nicht zwischen den Geräten zur
Ausfallsicherheit synchronisiert werden. Die Datenmenge, die zwischen den Instanzen ausgetauscht werden muss, ist deshalb sehr klein: Es müssen nur Konfiguration und Schlüssel Material synchronisiert werden.
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46
3.3.6.4
Fail-Over und Loadbalancing
Mit wenigen Schritten kann ein Cluster zwischen zwei und mehr Geräten aufgebaut werden, dies auch verteilt über verschiedene Standorte. Der Multimastercluster benötigt dabei einzig eine TCP–
Verbindung zwischen den Geräten.
Fail-Over kann in mehreren Stufen realisiert werden:
Durch das Verwenden von MX – Records für das Ansprechen der Systeme
Durch das Definieren von (lokalen oder allgemein verfügbaren) DNS – Einträgen mit MX –
Records für den nächsten Hop
Durch Definition von virtuellen IPs, wobei die IPs eines ausfallenden Systems automatisch von einem der verbleibenden Geräte übernommen wird
Load-Balancing kann in mehreren Stufen realisiert werden:
Durch Aufteilen des E-Mail Stroms auf verschiedene virtuelle IPs (zum Beispiel ein – und ausgehender E-Mail Verkehr getrennt)
Durch Definition von MX–Records mit gleicher Priorität auf virtuelle IP–Adressen oder DNS
Round Robin
Zusätzlich hat jede SEPPmail einen integrierten Loadbalancer: Wenn eine Maschine überlastet ist, werden Aufgaben automatisch an vordefinierte andere Maschinen weitergegeben. Dies funktioniert auch über verteilte Standorte
Für den Zugriff auf das Webportal (GINA) wird das Verwenden von virtuellen IPs und eventuell eine
Web Application Firewall (WAF) empfohlen.
Da praktisch alle Installationen von SEPPmail mit einem Cluster arbeiten (insbesondere bei
Verwenden von Hardware–Appliances) ist die eingesetzte Technik praxiserprobt und extrem zuverlässig.
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47
3.3.7
System Management
3.3.7.1
Administration
Der administrative Zugriff erfolgt in der Regel über eine SSL gesicherte Verbindung auf einen separaten Web Server.
3.3.7.2
Rollenrechte
Die SEPPmail Appliance hat ein integriertes Rollen-Rechtesystem. Dieses ist in der folgenden Tabelle abgebildet:
Rolle Zugriff
admin administrationadmin backup caadmin
Vollzugriff
Systemrelevante Konfigurationseinstellungen (Lizenz, Update, Backup,
Importfunktionen, Boot)
Das Backup der Appliance wird täglich verschlüsselt an die E-Mail-
Adressen aller Backup Benutzer gesendet
Interne Certificate Authority (CA) und Managed Public Key Infrastructure
(MPKI)-Einstellungen
Cluster Einstellungen clusteradmin domainkeysadmin groupsadmin
Domänen Schlüssel Verwaltung
Gruppenverwaltung (diese beinhaltet sowohl die hier beschriebenen
Rollen, wie auf optional selbst erstellte Gruppen zur Verwendung im
RuleSet)
Übersicht des Systemstatus homeadmin logsadmin mailprocessingadmin mailsystemadmin
Logs
Rule Engine
Anbindungseinstellungen und einfache AntiSpam Einstellungen multiplecustomersadmin Mandanteneinstellungen in multitenant Systemen openpgpkeysadmin readonlyadmin openPGP Schlüsselverwaltung lesender Zugriff auf alle Menüs ssladmin statisticsadmin systemadmin usersadmin webmailaccountsadmin webmaillogsadmin
SSL Einstellungen
Statistik Graphiken
Systemeinstellungen (Netzwerkinterfaces)
Interne Benutzerverwaltung
GINA Benutzerverwaltung
GINA Webmail Logs x509certificatesadmin X.509 Zertifikatsverwaltung x509rootcertificatesadmin X.509 Root Zertifikatsverwaltung
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48
3.3.7.3
Backup / Restore
Das System wird täglich automatisch gesichert. Inhalt der Sicherung ist ausschliesslich Konfiguration und Schlüsselmaterial, weshalb die Grösse der Sicherung selbst nach jahrelangem Betrieb der
Appliance minimal bleibt. Die Sicherungsdatei wird automatisch verschlüsselt an den oder die
BackupOperator gesendet. Da auf den Appliances dank der GINA-Technologie nie Nutzdaten gespeichert werden müssen, kann im Disasterfall trotz der geringen Grösse des Backups die volle
Funktionalität des Systems innerhalb kürzester Zeit wiederhergestellt werden.
Der Restore einer einzelnen Maschine erfolgt durch das alleinige Einspielen der Backupdatei nach dem Neustart.
Der Restore einer Clustermaschine erfolgt automatisch per Replikation nach Aufnahme der neuen
Maschine in den bestehenden Cluster.
3.3.7.4
Systemupdate
Das System sucht regelmässig nach anstehenden Versionsupdates und Patches und zeigt anstehende Updates dem Administrator an. Dieser entscheidet, ob er das Update „prefetchen“ oder sofort durchführen möchte. Dabei wird immer das gesamte Core-System (Firmware) ausgetauscht, d.
h. keine Einzelkomponenten. Erhalten bleiben hingegen alle Systemeinstellungen, kundenspezifische
Anpassungen und das Schlüsselmaterial.
Bei einem Clusterbetrieb, können im Wartungsfall die Komponenten einzeln und im laufenden Betrieb einem Systemupdate unterworfen werden Ein Aufbrechen des Clusters ist möglich, aber nicht notwendig. Da die Software als echte Firmware ausgeliefert wird, sind Systemupdates sehr gut planbar, da nicht einzelne Komponenten (zum Beispiel Datenbanken und Module) auf voneinander abhängige Release-Stände gezogen werden müssen. Auch ist die Lösung dadurch im Voraus zu testen.
3.3.7.5
SysLog
Die SEPPmail-Appliance bietet die Möglichkeit ihre gesamten Logs an SysLog Server zur zentralen
Überwachung/Archivierung zu liefern. Die RFC 3164 Konformität ist gegeben.
Neben dem Mail Log können bei Bedarf alle Admininistrationsoberflächen- wie auch GINA- Ereignisse in einem PCI konformen Format eingerichtet werden (CEF – Format zum Beispiel für ArcSight).
3.3.7.6
Report
Ein Statusreport wird einmal täglich von der Appliance per E-Mail sowohl an den Administrator wie auch dem Statistik-Verantwortlichen versendet. Dabei werden Notifications und Warnings angezeigt, wieviele Root Certificate zur Prüfung anstehen und je eine graphische Statistik zu Durchsatz
(Reseived-Sent-Encrypted-Decrypted), Technologie (Webmail-S/MIME-openPGP-Domain), optional
Spam (incoming-Spam-Blacklisted-Greylisted), Prozessor- und Speicherauslastung ausgeworfen.
Darüber hinaus stellt das System auch noch Reports im csv-Format zur Anzahl der versendeten oder empfangenen E-Mails und den verwendeten Technologien pro Benutzer und Domäne zur Verfügung.
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49
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50
3.3.8
Mandantenfähigkeit - Public-/Private Cloud Implementierung
SEPPmail-Appliances sind grundsätzlich mandantenfähig.
Somit wird Unternehmensrechenzentren und Managed Service Providern ermöglicht den Service
„Sichere E-Mail“ auch für eigenständige Unternehmenseinheiten und/oder unterschiedliche kleinere oder grössere Kunden (Mandanten) anzubieten. Dabei unterliegt der Betrieb der Appliance dem
Provider.
Durch eine ebenfalls nach Mandanten getrennte Konfigurationsoberfläche, kann über optional jeweils einzurichtende Mandanten-Admins, der jeweilige Mandant spezifische Aufgaben selbst übernehmen, wie zum Beispiel
Vornehmen von GINA-Einstellungen und Layouts
Prüfen von Log-Dateien
Verwalten von SEPPmail-Benutzern (für die Signierung/Verschlüsselung)
Verwalten von GINA--Benutzern
Verwalten von LFM-Benutzern (optional)
Die Art und Weise der E-Mail Verarbeitung wird jedoch grundsätzlich zentral verwaltet und ist somit für jeden Mandanten identisch.
Das bedeutet der MSP macht seinen Kunden Vorgaben bezüglich der E-Mail Verarbeitung !
Diese ist im Ruleset definiert und enthält zum Beispiel:
Merkmale für das Steuern der Appliance o
Tags (zum Beispiel [confidential], [sign] usw.) o
E-Mail Header (Sensitivity-Parameter welcher zum Beispiel aus dem Outlook
Vertraulichkeitsflag resultiert) o
X-Header (zum Beispiel aus dem kostenfreien SEPPmail Outlook AddIn)
Tags für das Rückmelden durchgeführter Aktionen o
Tags (zum Beispiel [secure], [signed ok] usw.) o
Header (Setzen des Sensitivity-Parameter (Vertraulichkeits-Flag))
Automatisches Erzeugen von SEPPmail-Benutzern
MPKI von welcher CA Zertifikate automatisiert bezogen werden.
Ist jedoch das zur Verfügungstellen von unterschiedlichen Verfahrensweisen der E-Mail Verarbeitung
(Ruleset Einstellungen, unterschiedliche MPKI) pro Mandant unumgänglich, so kann dies durch 2
Arten gelöst werden:
Installieren von mehreren Instanzen mit unterschiedlichen Rulesets.
Das Standard-Ruleset so anzupassen, dass die unterschiedlichen Regelbedürfnisse pro
Mandant in diesem abgebildet werden (siehe auch
Zentrales Regelwerk (Rule Engine)
41
)
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51
3.4
Sicherheit
Sicherheitkonzept des Betriebssystems openBSD
SEPPmail hat das, an sich als gut gesichert bekanntes Betriebssystem, zusätzlich im „Bottom-up“
Verfahren gehärtet. Dabei wurden alle nicht notwendigen Libaries entfernt und nur unbedingt notwendigen Funktionen behalten.
Bei der Lösung handelt es sich um eine “echte” Firmware: Bei einem Update wird das Gesamtsystem aktualisiert. Damit ist dieses auch test- und reproduzierbar.
Sicherheitskonzept Core Application
Bei der Appliance handelt sich um eine gekapselte Applikation. Alle Schnittstellen gegen aussen sind möglichst einfach gehalten und nur die absolut notwendigen wurden implementiert. Die Firmware ist gepackt mit allen zugehörigen Applikationen rund 60 MB gross.
Sicherheitskonzept GINA
Das Webinterface wurde absichtlich sehr einfach gehalten und nur mit den absolut notwendigen, aber ausreichenden Funktionen versehen. Dabei wurden alle Boardmittel zur Absicherung des Web
Servers - etwa zur Abwehr von "Denial of Service" (DoS) Attacken - ausgeschöpft. Weiterhin werden zur Eingabe nur genau vordefinierte Datenfelder akzeptiert. Jedes Datenfeld wird beim Einliefern auf
Gültigkeit geprüft. Somit ist ein Einschleusen schädlichen Codes unmöglich. Der gehärtete, gekapselte
Web Server läuft als unprivilegierter User.
Schutz der Daten
CA-Schlüssel, Private Schlüssel, Session Schlüssel, GINA Benutzer Schlüssel o
Die Hauptmaschinen sind so gekapselt in der DMZ platziert, dass keinerlei direkter Zugriff von aussen möglich ist.
o
Sollte der Wunsch/Forderung bestehen, dass die PKI-Daten ausschliesslich im Intranet abgelegt werden, kann die Lösung aufgetrennt werden. Dabei werden für den Web-Zugriff
(GINA) eigene Maschinen (Satelliten) ohne eigene Datenhaltung in der Internet DMZ verwendet.
o
In der Regel macht das Sicherheitskonzept der Appliance in Kombination mit den vorhandenen
Überwachungsmöglichkeiten (SamHain, Audit Log, SNMP etc.) ein HSM unnötig. Sollte dennoch ein zusätzliches Sicherung von privaten Schlüsseln gewünscht sein, ist das Anbinden einer HSM (zum Beispiel durch Thales oder Safenet) möglich.
Pin/Passwörter o
Passwörter dienen dem Zugriff eines externen Empfängers auf seine GINA-E-Mail bzw.
nachgelagert dem AES256 Schlüssel auf der Appliance zum Entschlüsseln seiner E-Mail.
Letzterer verlässt die gut geschützte SEPPmail-Appliance niemals.
Zertifizierungen
Die Appliance kann auch für den Betrieb in PCI (Payment Card Industry Data Security Standard) – konformen Umgebungen konfiguriert werden. Zum Beispiel hat die Lufthansa Systems ein PCI – konformes Gesamtsystem mit einer SEPPmail-Appliance als Kernsystem aufgebaut. Im Oktober 2014 wurde das System mit positivem Abschluss geprüft.
Aus unserer Sicht ist es derzeit aus unterschiedlichen Gründen fraglich, ob und welche
„standardisierten“ Zertifizierungen sinnvoll sind. Der Markt der „Sicherheitszertifizier“ wächst schnell und ist unübersichtlich. Einige ausländische Unternehmen verlangen zudem Einblicke in den
Sourcecode. Dies können wir aus sicherheitsrelevanten Gründen nicht zulassen.
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52
Die von der Lufthansa Systems durchgeführte Prüfung auf PCI-Compliancy ist unseres Erachtens deutlich strenger und daher höher zu bewerten, da diese neben einem normalen PenTest sehr harte
Vorgaben bezüglich Zugangsrechte und Protokoll der Administrationstätigkeit verlangt und prüft.
Aktuelle Sicherheitslücken oder Exploits
SEPPmail reagiert – falls betroffen - auf bekannt werdende Sicherheitslücken oder Exploits innerhalb kürzester Zeit mit einem Sicherheitsupdate, welcher allen Kunden über den normalen Update-
Mechanismus zur Verfügung gestellt wird.
Die kürzlich bekannt gewordenen Sicherheitslücken wie „Heartbleed“ oder „Poodle“ betrafen die
Lösung nicht.
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53
3.5
Zusätzliche Features
Die SEPPmail-Appliance bietet zusätzlche Features, welche auf Wunsch beziehungsweise bei Bedarf lizensiert und verwendet werden können.
3.5.1
Large File Management (LFM)
Einführung
Das Problem der übergrossen E-Mail Anhänge ist den Meisten bekannt. Sobald eine bestimmte E-Mail
Grösse überschritten wird, wird die E-Mail entweder schon vom eigenen oder aber vom E-Mail Server des Empfängers abgewiesen. Danach beginnt die Suche nach einem geeigneten
Übermittlungsverfahren. Zur Verfügung stehen dann: FTP-Server, diverse Web-Angebote wie zum
Beispiel Dropbox oder der Postweg für die selbst gebrannte DVD.
SEPPmail nutzt die Basisfunktionalität der Appliance und den Einladungsprozess der GINA-
Technologie, um dieses Problem elegant und für den User transparent zu lösen.
Dabei gibt zwei Möglichkeiten übergrosse E-Mails bei der SEPPmail-Appliance einzuliefern:
Standard E-Mail Client
GINA Web-Mail Client
Auf der Appliance selbst sind nur vier Parameter einzustellen:
Grösse der E-Mail (in kiB) ab welcher die LFM Funktionalität aktiv wird.
Maximalgrösse einer LFM Mail
Verweildauer (in Tagen) nach welcher die E-Mail von der SEPPmail-Appliance gelöscht wird.
Versenden von übergrossen Files via Standard E-Mail Client
Wenn vom Betreiber des E-Mail Systems für den Sender keine Limitation der E-Mail Grössen vorgegeben ist, oder es keine sensiblen Daten sind, die PCI-compliant übermittelt werden müssen, steht der Nutzung des Standard E-Mail Clients zum Versenden von übergrossen Daten nichts im Weg.
Der Anwender verfasst in seinem gewohnten E-Mail-Client eine E-Mail und fügt seine zu
übermittelnden Daten und Files als Anhang bei (1). Danach versendet er diese, ohne weitere
Markierung oder Aktion. Sobald die gesamte E-Mail das auf der SEPPmail eingestellte Volumen
übersteigt, wird diese verschlüsselt und auf der Appliance in einem gesonderten Datenbereich abgelegt. Gleichzeitig wird eine Einladung (2) zum Download der übergrossen E-Mail mittels GINA-
Technologie versendet. Siehe Kapitel
24
.
Der Unterschied zu einer verschlüsselten E-Mail liegt darin, dass die Einladungsmail mit einem
Ablaufdatum versehen ist und die Datei als solches nur wenige kByte gross ist.
Sobald der Empfänger den GINA Anmeldeprozess - dieser kann optional und im Einzelfall ausgesetzt werden - durchlaufen hat, steht die E-Mail samt Anhang auf der SEPPmail-Appliance entschlüsselt zur
Verfügung. Der Anhang beziehungsweise die komplette E-Mail steht - gemäss den vom Betreiber eingestellten Optionen - zum Download über die etablierte https-Strecke bereit (3).
Die E-Mail wird nach Erreichen der Verweildauer von der SEPPmail-Appliance gelöscht, auch wenn der Download noch nicht stattgefunden hat.
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54
Versenden von Daten via internem GINA Web-Mail Portal
Da Storage teuer ist, tendieren manche IT-Abteilungen dazu, auch den ausgehenden E-Mail Verkehr von der Grösse her zu limitieren. Aber auch sensible Daten, wie zum Beispiel
Kreditkarteninformationen, müssen über einen PCI konformen Übermittlungsweg übertragen werden.
Fast alle E-Mail Systeme sind dafür nicht ausgelegt. SEPPmail kann in einem System beide Szenarien abbilden.
Der Anwender öffnet dafür den internen <%OEM-WEBMAIL-GINA> Webmail Client über seinen
Browser und verfasst darin seine Nachricht und fügt die zu übermittelnden sensiblen Daten bei (1).
Danach versendet er die Nachricht, wobei diese über den gesicherten https-Kanal auf die SEPPmail eingeliefert wird. Der restliche Vorgang ist mit dem unter Kapitel „Versenden von übergrossen Files via
Standard E-Mail Client“ identisch. Die E-Mail samt Anhang wird verschlüsselt in einem gesonderten
Datenbereich der Appliance abgelegt und es ergeht eine Aufforderung zur Abholung (2) an den oder die Empfänger. Dieser meldet sich mit seinem Initialpasswort oder eigenem Passwort an und lädt die
Dateien auf sein System. (3)
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Optional kann bei Bedarf für LFM die Passwortabfrage individuell abgeschaltet werden
LFM – Antwort
Dem Empfänger steht für eine Rückantwort der gleiche Kanal zur Verfügung. Er kann somit eine gesicherte E-Mail bzw. auch grosse vertrauliche Daten via dem GINA-Webmail Client übermitteln.
Dazu bedient er sich der Antwortfunktion innerhalb des GINA-Clients.
Der Prozess ist exakt invers zu der Versendung.
55
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56
3.5.2
Internal Mail Encryption (IME)
Die SEPPmail-Appliance bietet optional die Möglichkeit der internen E-Mail Verschlüsselung. Um jedem Kundenbedarf gerecht zu werden stehen hierfür zwei Konzepte zur Verfügung.
Das erste Konzept
basiert auf der GINA-Technologie in Verbindung mit dem Outlook AddIn. Die folgende Graphik zeigt den funktionalen Ablauf: a) Am E-Mail Client (1) wird eine neue E-Mail – an einen oder mehrere interne und gegebenenfalls externe Empfänger - erzeugt.
b) Diese wird über das Outlook AddIn (2) als „zu verschlüsselnd“ und „intern zu verschlüsselnd“ markiert und modifiziert.
c) Die modifizierte E-Mail (3) wird an den E-Mail Server (4) geleitet.
d) Durch die vorgenommene Modifikation behandelt der E-Mail Server (4) die E-Mail an die internen
Empfänger wie eine Internet E-Mail (5) und leitet diese somit an die SEPPmail-Appliance (6) weiter.
e) Die SEPPmail-Appliance (6) leitet die E-Mails an die externen Empfänger (7) „best effort“ verschlüsselt in das Internet.
f) Für die internen Empfänger generiert die SEPPmail-Appliance – sofern nicht bereits vorhanden neue, interne GINA-Benutzer und versendet an diese sowie an den Absender die bekannte
GINA-Mail (8) über den internen E-Mail Server (4).
Wurde vom Absender die interne E-Mail Verschlüsselung gewählt, jedoch nur externe
Empfänger adressiert, so erhält an dieser Stelle natürlich nur er seine ausgehende E-Mail als
GINA-Mail.
g) Der interne E-Mail Server stellt die GINA-Mail(s) (9)/(10) für den Absender (1) und den/die
Empfänger (11) bereit.
h) Das AddIn (2) entfernt die noch unverschlüsselte E-Mail aus dem „Gesendet“ Ordner des
Absenders (1). Dieser erhält an deren statt die GINA verschlüsselte E-Mail (9).
i) Der Absender (1) sowie die Empfänger (11) verbinden sich durch Öffnen des in der GINA-Mail befindlichen html-Anhangs mit dem GINA-Portal (12) der SEPPmail-Appliance (6), wo die E-Mail nach Anmelden mit den persönlichen Zugangsdaten gelesen werden kann.
Der Vorteil dieser Lösung liegt zum Einen in der Outlook-Integration, zum Anderen erleichtert Sie das
Realisieren von Vertreterregelungen, da die intern verschlüsselten E-Mails auch verschlüsselt im
Outlook abgelegt bleiben und somit nur vom originären Empfänger mit dessen Passwort entschlüsselt
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und somit gelesen werden können.
Das zweite Konzept
basiert allein auf der GINA-Technologie, wobei sich der Versender bereits für den Versand der E-Mail am GINA-Portal anmeldet.
57 a) Am E-Mail Client (1) wird eine SSL Verbindung (2) zum GINA-Webinterface der SEPPmail-
Appliance (3) aufgebaut.
b) Nach Anmelden am GINA-Webinterface wird im Webmailer direkt eine E-Mail an interne (und gegebenenfalls externe) Benutzer adressiert und versendet.
c) Die SEPPmail leitet die so erzeugten, bekannten GINA-Mails (5) an den internen E-Mail Server
(6) (sowie für eventuell adressierte externe Benutzer (4) in das Internet).
d) Der Interne E-Mail Server (6) leitet die GINA-Mails an den/die Empfänger (8) sowie den
Absender (7).
e) Die Empfänger (9) sowie der Absender (1) können die E-Mail im E-Mail Client öffnen und gelangen durch Öffnen des verschlüsselten HTML-Anhanges über die SSL-verschlüsselte
Strecke [(10) beziehungsweise (2)] zum bekannten GINA-Webmailer (3) mit dessen Hilfe die ursprüngliche E-Mail aus dem HTML-Anhang entschlüsselt und gelesen werden kann.
Vorteil dieser Lösung ist die absolute Unabhängigkeit von den dazwischen eingesetzten Komponenten wie E-Mail Client oder E-Mail Server.
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58
3.5.3
Self Service Password Management (SSPM)
Das Self Service Passwort Management (kurz SSPM) ermöglicht es GINA-Benutzern selbständig Ihr
Passwort zurückzusetzen. Damit werden ressourcen- und somit kostenintensive Hotline Anfragen grösstenteils vermieden.
Dabei stehen zwei Varianten zur Verfügung, um die zwei Faktoren Authentifizierung zu gewährleisten: a) Passwortreset per SMS
Steht ein SMS-Dienst zur Verfügung, so kann sich der GINA-Benutzer nach dem Beantworten seiner persönlichen Sicherheitfrage (siehe
24
) ein Einmalpasswort bequem per
SMS zusenden lassen.
b) Passwortreset per E-Mail Verifikation
Steht kein SMS-Dienst zur Verfügung oder verfügt der Benutzer über keine Gelegenheit SMS zu empfangen, so kann er sich nach dem Beantworten seiner persönlichen Sicherheitfrage und
Vergabe eines neuen Passwortes von der Appliance eine E-Mail mit einem Verifikations-Link an seine hinterlegte E-Mail Adresse zusenden lassen. Nach dem Bestätigen des Links aus der E-
Mail ist das Anmelden am GINA-Portal mit seinem neuen Passwort wieder möglich.
3.5.4
Protection Pack
Ein weiteres optionales Feature der SEPPmail-Appliance ist das Protection Pack, welches Virus,
Spam und Phishing Schutz bietet.
Ist die Appliance aus dem Internet direkt, ohne vorgelagerte Schutzkomponenten per MX-Record zu erreichen, so empfiehlt sich der Einsatz dieser Komponente dringend, um ein Überlasten des
SEPPmail- sowie der nachgelagerten Systeme aufgrund von Spam-Attacken zu vermeiden. Selbst bei vorgelagerten Schutzkomponenten ist das Scannen von verschlüsselten E-Mails auf Viren nicht möglich. Nachdem an der SEPPmail-Appliance E-Mails entschlüsselt werden, können Sie dort auch auf Viren geprüft werden. Weiterhin kann durch Aktivieren des Virenschutzes gegebenenfalls die
Zweistufigkeit des selbigen gewährleistet werden.
Realisiert wird der Schutz mittels Black-, White- und Greylisting sowie der integrierten Komponenten
SpamAssassin und ClamAV.
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59
3.6
Lizenzen
3.6.1
Basissysteme und Lizenz
SEPPmail bietet die Basissysteme entweder als Hardware Appliance (siehe
38
) oder als virtuelle Appliance an (siehe
39
).
Die eingesetzte Firmware ist auf beiden Systemen identisch. Somit sind auch gemischte (Cluster-)
Systeme aus physikalischen und virtuellen Appliances möglich.
Mit dem Basissystem wird auch die Basislizenz erworben, welche bereits die Domänen
Verschlüsselung für das gesamte Unternehmen beinhaltet.
Weiterhin zwingend erforderlich für den Betrieb der SEPPmail-Appliance ist ein jährlicher
Wartungsvertrag für das Basissystem / Lizenz.
3.6.1.1
Protection Pack
Optional kann für jede Instanz (SEPPmail-Appliance) das Protection-Pack (VSPP) gewählt werden.
Der jährliche Betrag beinhaltet das Freischalten der integrierten AntiSpam sowie AntiVirus
Funktionalität.
Diese Funktionalitäten werden durch verschiedene Filtermechanismen sowie dem Einsatz der
Produkte SpamAssassin und ClamAV realisiert, deren Integration in den jeweils aktuellen Versionen gewährleistet wird.
Hinweis:
Für Systeme welche ohne vorgelagerte Schutzkomponenten direkt mit dem
Internet kommunizieren, wird das Protection Pack dringend empfohlen.
Andernfalls gilt es den gegebenenfalls durch Spam E-Mails zusätzlichen
Ressourcenverbrauch beim Dimensionieren des SEPPmail-Systems zu beachten!
Schritt 1 zur passenden Lizenz:
Auswahl der gewünschten Appliance(s) für das Basissystem und die dazugehörige jährliche
Wartung. Optional kann pro Basissystem das jährlich fällig werdende Protection-Pack (VSPP) erworben werden.
3.6.2
Signatur und Verschlüsselung
Soll das kryptographische Behandeln von E-Mails an der SEPPmail-Appliance auf Benutzerebene stattfinden, so ist für jede SENDENDE E-MAIL ADRESSE - unabhängig vom kryptographischen
Verfahren - eine User-Lizenz zu erwerben.
Das impliziert natürlich, dass auch nur diese Nutzer verschlüsselte E-Mails über die SEPPmail-
Appliance entschlüsseln können. Denn nur für diese Benutzer wird auf der Appliance das benötigte, benutzerbezogene Schlüsselmaterial gespeichert.
Diese benutzerbezogenen Lizenzen sind fest an die E-Mail Adresse des Benutzers gebunden und werden nur dann wieder freigestellt, wenn die E-Mail Adresse stillgelegt wird, zum Beispiel wenn der
Mitarbeiter das Unternehmen verlässt. Werden E-Mails von einer auf der Appliance stillgelegten E-
Mail Adresse versendet, so werden diese weder signiert noch verschlüsselt (auch nicht über die
Domänen Verschlüsselung!). Sollte aber diese E-Mail Adresse und damit auch die allgemein gültige
Domänen Verschlüsselung (ohne S/MIME, openPGP und GINA), weiter aktiv bleiben, ist das nur durch das vollständige Löschen des Users auf der SEPPmail-Appliance möglich. Wurde diesem User eigenes Schlüsselmaterial (self-signed oder offizielle Zertifikate) zugewiesen, so werden diese zunächst revoziert und anschliessend gelöscht. Über das Revozieren der Zertifikate wird den externen
Kommunikationspartnern in der Regel automatisiert, das ein Verschlüsseln an die entsprechende E-
Mail Adresse - anders als beim blossen Stillegen - nicht mehr möglich ist.
© 2015 SEPPmail AG
60
Schritt 2 zur passenden Lizenz:
Auswahl der Anzahl benötigter Signatur- und Verschlüsselungslizenzen (pro sendender E-Mail
Adresse), zuzüglich dem zwingend erforderlichen, jährlichen SW Care Pack.
3.6.3
Large File Management (LFM)
LFM Lizenzen können in unterschiedlichen Mengen zu den Signatur- und Verschlüsselungslizenzen bezogen werden. Somit ist auch ein Betrieb der SEPPmail-Appliance als alleinstehende Lösung für den sicheren Austausch von grossen Dateien möglich.
Bei LFM handelt es sich um concurrent Lizenzen. Das heisst mit dem versenden eine übergrossen E-
Mail wird der Absender E-Mail Adresse eine LFM-Lizenz zugeteilt. Versendet dieser Absender innerhalb 30 Tagen keine weitere LFM E-Mail, so wird die Lizenz automatisch wieder freigestellt.
Schritt 3 zur passenden Lizenz:
Auswahl der Anzahl gewünschter LFM-Lizenzen, zuzüglich dem zwingend erforderlichen, jährlichen LFM Care Pack.
3.6.4
Self Service Password Management (SSPM)
Die unter
Self Service Password Management (SSPM)
58
erläuterte Funktion des SSPM, ist als einmalige, optionale Erweiterung der Signatur- und Verschlüsselungslizenz zu erwerben. Dieses
Modul erhöht nicht den jährlichen Wartungsbeitrag der Care Packs.
Schritt 4 zur passenden Lizenz:
Auswahl von SSPM Lizenzen in der selben Anzahl wie Signatur- und Verschlüsselungslizenzen, sofern dieses Modul gewünscht wird.
3.6.5
Internal Mail Encryption (IME)
Internal Mail Encryption (IME)
56
erläuterte Lösungserweiterung zur internen Mail
Verschlüsselung (IME), ist wie dasSSPM Modul ebenfalls ohne jährliche Wartung einmalig pro
Signatur- und
Verschlüsselungslizenz zu erwerben.
Schritt 5 zur passenden Lizenz:
Auswahl von IME Lizenzen in der selben Anzahl wie Signatur- und Verschlüsselungslizenzen, sofern dieses Modul gewünscht wird.
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61
4 Inbetriebnahme der Secure E-Mail-Gateway-Appliance
4.1
Bevor Sie beginnen
Bitte überprüfen Sie den Verpackungsinhalt auf Vollständigkeit. Der Lieferumfang besteht aus:
Anzahl Beschreibung
1
1
1
SEPPmail-Hardware-Appliance bzw. SEPPmail-Virtual-Appliance für VMware ESX oder
Microsoft Hyper-V Server
Quick Install Guide
Kaltgerätekabel (240V)
Sollte der Lieferumfang bei Ihnen unvollständig sein oder sollten bei der Installation der SEPPmail-
Appliance Probleme oder Fragen auftauchen, kontaktieren Sie bitte SEPPmail oder Ihren SEPPmail
Fachhändler.
Eine Liste mit den Kontaktangaben der jeweiligen Fachhändler auf der Webseite der SEPPmail AG http://www.seppmail.ch zu finden.
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62
4.2
Integration der SEPPmail-Appliance in Ihre E-Mail-Umgebung
(Standard Konfiguration)
In diesem Abschnitt wird ein einfaches Szenario beschrieben, in dem die SEPPmail-Appliance externe
E-Mails aus dem Internet direkt entgegennimmt und interne E-Mails nach extern ins Internet versendet. Je nach Aufbau Ihrer E-Mail-Infrastruktur können weitere E-Mail-Server oder Gateways im
E-Mail-Datenfluss vorkommen.
In diesem Szenario wird SEPPmail als SMTP-Gateway zwischen dem Internet und dem internen E-
Mail-Server installiert. Dadurch ändert sich der E-Mail-Datenfluss in den folgenden zwei wesentlichen
Punkten:
1. E-Mails aus dem Internet werden nicht mehr direkt an internen Ihren E-Mail-Server, sondern (neu) an die SEPPmail-Appliance gesendet.
2. Der E-Mail-Server schickt seine E-Mails nicht mehr direkt ins Internet, sondern (neu) an die SEPPmail-Appliance. Die SEPPmail-Appliance übernimmt somit eine Smarthost-
Funktion.
Die E-Mail-Infrastruktur für den beschriebenen Aufbau ist in nachfolgender Abbildung zu sehen.
Typischer Aufbau einer E-Mail-Infrastruktur mit einer SEPPmail Appliance
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63
4.3
Benötigte Informationen zur Inbetriebnahme
Es wird empfohlen, folgende Informationen Ihrer E-Mail-Umgebung vor dem Inbetriebnehmen der
SEPPmail-Appliance bereitzustellen:
Benötigte Information Ihre Angabe
Öffentlicher DNS-Eintrag oder öffentliche IP-Adresse der Appliance*:
Name oder die IP-Adresse, unter welchem Ihre SEPPmail-Appliance aus dem
Internet erreichbar sein wird.
Interne IP-Adresse der Appliance:
Interne IP-Adresse und Subnetzmaske, unter welcher die SEPPmail-Appliance im internen Netzwerk erreichbar sein wird.
Hostname der Appliance:
Frei wählbarer Hostname Ihrer SEPPmail-Appliance, zum Beispiel secureemailgateway. Dieser ist normalerweise im DNS Server aufgeführt.
Diese Einstellung entspricht der internen Sicht. Sie muss also nicht den
Daten, wie sie vom Internet her Gültigkeit haben, entsprechen.
Interne Domäne:
Beispiele sind: ihrefirma.local oder ihredomain.de usw.
Diese Einstellung entspricht der internen Sicht. Sie muss also nicht den
Daten, wie sie vom Internet her Gültigkeit haben, entsprechen.
Standard Gateway IP-Adresse:
Standard-Gateway IP-Adresse Ihrer Firewall oder Ihres Routers, über welche die SEPPmail-Appliance die Verbindung mit dem Internet herstellen kann.
DNS Server:
Die Eingabe von bis zu drei IP-Adressen von DNS-Servern ist möglich. Dabei kann es sich sowohl um externe, als auch interne DNS-Server handeln. Werden interne DNS-Server verwendet, so müssen diese Anfragen für externe
Adressen entsprechend weiterleiten.
Hostname oder IP-Adresse des bestehenden internen E-Mail-Servers:
Hostname oder IP-Adresse, unter der Ihr bestehender interner E-Mail-Server im internen Netzwerk angesprochen werden kann.
E-Mail-Domänen:
Domänen der E-Mail-Adressen Ihrer Organisation an, zum Beispiel firma.ch, firma.com
Postmaster Adresse
An diese Adresse werden Systembenachrichtungen gesendet (zum Beispiel
Watchdog Meldungen)
Admin E-Mail Adresse(n)
Wird für den Empfang von Passwort Rücksetzungsanfragen von GINA-
Benutzern benötigt.
Werden mehrere GINA Interfaces verwendet, so ist unter Umständen das
Einrichten mehrerer Admins sinnvoll.
Benötigte Informationen zum Einrichten der SEPPmail Appliance
* Die SEPPmail-Appliance muss aus Internet als Webserver erreichbar sein und benötigt deshalb eine von extern erreichbare IP-Adresse. Oft ist dies die Adresse der Firewall oder eines Reverse-Proxies /
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64
Web-Application-Firewall. In einfachen Installationen kann dazu die IP-Adresse verwendet werden, unter der Ihr Internet-Router von extern erreichbar ist.
Diese Information sind wie folgt herauszufinden:
1. Öffnen der Eingabeaufforderung auf einem Windows-PC
2. Eingabe des Befehls "nslookup" und mit "Enter" bestätigen
3. Es erscheint ">" Zeichen (Prompt)
4. Eingabe des Befehls "set querytype=mx" und mit "Enter" bestätigen
5. Eingabe der E-Mail-Domäne der eigenen Organisation (zum Beispiel ihredomain.com) und mit
"Enter" bestätigen
6. Alle verfügbaren E-Mail Server werden als "mail exchanger =" angezeigt
Servernamen hinter dem Begriff "mail exchanger" mit der geringsten MX-Preference-Nummer haben die höchste Priorität bei der Namensauflösung.
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4.4
Firewall / Router einrichten
Für eine korrekte Funktion der SEPPmail-Appliance sind folgende Kommunikationswege zu gewährleisten:
Port Quelle Ziel Beschreibung
TCP
22
(SSH)
TCP
25
(SMTP)
TCP/
UDP
53
(DNS)
Appliance
Appliance
E-Mail-
Server update.seppmail.ch
support.seppmail.ch
Wird für Updates und Lizenzänderungen der
Appliance sowie dem Managed Domain Service benötigt. Weiterhin das benutzerinitiierte Öffnen von Support Sitzungen ermöglicht.
Sollte der Zugriff über Port 22 nicht möglich sein, so besteht die Möglichkeit die Verbindung über einen Proxy Server herzustellen (siehe auch
126
Proxy Settings
)
Appliance
Appliance
Wird für die Synchronisation von Appliances im
Clusterverbund benötigt.
Wird für den Versand ausgehender E-Mails vom internen E-Mail-Server an die SEPPmail-
Appliance benötigt
Appliance
Internet
Smarthost
Appliance
E-Mail-Server
Appliance
Internet
Smarthost
Wird für den Versand eingehender E-Mails von der SEPPmail-Appliance an den internen E-Mail-
Server benötigt
Wird für den direkten Empfang von E-Mails aus dem Internet benötigt
Wird für den Empfang von E-Mails über einen
Smarthost benötigt
Wird für den direkten Versand von E-Mails aus dem Internet benötigt
Wird für den Versand von E-Mails über einen
Smarthost benötigt
Nameserver (intern)
Ermöglicht die Namensauflösung über einen/ mehrere interne DNS-Server
Appliance Nameserver (extern)
Ermöglicht die Namensauflösung über einen/ mehrere externe DNS-Server
Internet
Ermöglicht die Namensauflösung für die
Einstellung built-in DNS Resolver
TCP
80/2703
UDP
24441
Appliance Internet
Wird für Updates des Protection Packs (Virus,
SPAM and Phishing Protection )benötigt.
TCP/
UDP
123
(NTP)
Appliance
Internet
Timeserver (intern)
Wird für die Zeitsynchronisation mit Zeitservern im
Internet benötigt
Wird für die Zeitsynchronisation mit internen
Zeitservern benötigt
**
**
**
**
**
**
*
*
TCP/
UDP
389
(LDAP)
Appliance Internet
Ermöglicht LDAP Abfragen an LDAP-Server im
Internet welche zum Beispiel von vielen CAs zur
Bereitstellung von öffentlichen Schlüsseln betrieben werden.
65
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66
Port Quelle Ziel Beschreibung
und/oder
TCP/
UDP
636
(LDAPS)
LDAP-Server
(intern)
Ermöglicht LDAP Abfragen an interne LDAP-
Server zur Abfrage von öffentlichen Schlüsseln interner Benutzer zum Beispiel für Interne Mail
Verschlüsselung (IME).
**
TCP/
UDP
388,387
(LDAP) und/oder
TCP/
UDP
635
(LDAPS) internes
Netz
Appliance
Ermöglicht LDAP Abfragen an den in die
Appliance integrierten Keyserver zur Abfrage von
öffentlichen Schlüsseln interner Benutzer zum
Beispiel für Interne Mail Verschlüsselung (IME)
oder zur Abfrage von auf der Appliance gespeicherten öffentlicher Schlüssel von externen
Kommunikationspartnern zum Beispiel für eine
End-to-End Verschlüsselung.
Ermöglicht LDAP Abfragen an den in die
Appliance integrierten Keyserver zur Abfrage von
öffentlichen Schlüsseln interner Benutzer.
**
*
Internet
Hinweis
TCP
443
(HTTPS)
Internet Appliance
Diese Freischaltung sollte aus
Sicherheitsgründen nicht vorgenommen werden, da sie ein
Address-Harvesting ermöglicht
Wird für das Herstellen der SSL verschlüsselten
Kommunikation über HTTPS zur SEPPmail-
Appliance benötigt, welche für die Nutzung der
GINA-Technologie verwendet wird.
TCP
443
(HTTPS)
TCP
8080
(HTTP) und/oder
TCP
8443
(HTTPS)
Appliance
Admin PC
Internet
Appliance
Wird ein Managed Public Key Infrastructure
(MPKI) Connector verwendet, so wird der Zugang zur Certification Authorothy (CA) über eine HTTPS
Strecke hergestellt.
*
**
Wird für den Zugriff auf die web-basierte
Administrationsoberfläche benötigt.
Es wird empfohlen, nur die SSL-verschlüsselte
Verbindung (HTTPS) über Port TCP/8443 zuzulassen.
TCP
5061
Appliance Internet
Wird von vielen SMS-Gateways für den SMS-
Versand via Internet verwendet. Im Bedarfsfall ist der korrekte Port direkt beim Anbieter zu erfragen.
Regeln zur Gewährleistung der Netzwerkkommunikation der SEPPmail Appliance
*
* optional, je nach Konfiguration der SEPPmail-Appliance
** In einfachen Installationen wird keine Firewall zwischen der SEPPmail-Appliance und dem internen
Netz verwendet. Die mit ** markierten Regeln entfallen dann.
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4.5
SEPPmail-Appliance anschliessen
Falls eine virtuelle SEPPmail-Appliance erworben wurde, so ist das Image in das Host-System zu integrieren und anschliessend zu starten.
Virtuelle Abbilder stehen als OVF-Image für die Hostsysteme ESX, VMware, und RedHat HyperVisor, sowie als VHD-Image für Microsoft Hyper-V zur Verfügung.
Wurde eine Hardware Appliance erworben, so sind folgende Schritte erforderlich:
1. Verbinden der mit LAN1 oder eth0 gekennzeichnete Ethernet-Schnittstelle der SEPPmail-
Appliance mit der Ethernet-Schnittstelle eines Computers. Je nach Hardwareausstattung und
Einstellung der Schnittstellen beider Geräte, muss für diese Art der Verbindung gegebenenfalls ein gekreuztes RJ45 Patchkabel (auch bekannt als Crossover-Kabel) verwendet werden.
Alternativ kann die Verbindung über einen Ethernet-Hub oder Switch mit "normalen" RJ45
Patchkabeln hergestellt werden.
2. Anschliessen der Appliance mittels beiliegendem Stromkabel an das Stromnetz.
67
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68
4.6
Basiskonfiguration in wenigen Schritten
Dieses Kapitel beschreibt, wie in wenigen Schritten die Basis-Konfiguration des SEPPmail-Systems vorgenommen wird.
4.6.1
Netzwerkeinstellungen und Systemregistrierung
Nachfolgend wird das Integrieren der SEPPmail Appliance in die vorhandene Infrastruktur beschrieben.
Benötigte Informationen zur Inbetriebnahme
63
gesammelten Informationen benötigt.
4.6.1.1
Initialer Verbindugsaufbau
In den kommenden Abschnitten wird sowohl der initiale Zugang zu einer
68
wie auch
69
beschrieben. Ziel ist das initiale erreichen der Webbrowser basierten
Administrationsoberfläche, über welche ausnahmslos die weitere Konfiguration erfolgt.
4.6.1.1.1 Hardware Appliance
Zur erstmaligen Konfiguration der Netzwerkparameter der SEPPmail-Hardware-Appliance besteht die
Möglichkeit einen Bildschirm und Tastatur anzuschliessen und die IP-Adresse temporär an der
Console auf den gewünschten Wert zu ändern. Das weitere Vorgehen für dies Methode ist im Punkt
70
beschrieben.
Alternativ kann die SEPPmail-Hardware-Appliance über ein Crossover-Kabel oder über einen Hub direkt mit einem Computer verbunden werden.
Hierfür müssen sich beide Geräte im gleichen IP Subnetz befinden. Gegebenefall muss hierfür die IP-
Adresse des Computers auf eine IP-Adresse zwischen 192.168.1.1/24 - 192.168.1.254/24,
Netwerkmaske 255.255.255.0 geändert werden.
Hinweis:
Die Adresse 192.168.1.60 ist bereits für die SEPPmail-Appliance reserviert. Dies ist die Standard IP-Adresse im Auslieferungszustand.
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Beispiel einer entsprechenden Netzwerkeinstellung anhand der Windows Oberfläche
69
Das weitere Vorgehen ist im Punkt
71
beschrieben.
4.6.1.1.2 Virtuelle Appliance
Bei einer virtuellen Appliance ist das Consolen Fenster des erstmalig gestarteten SEPPmail-Images auf dem Host-System zu öffnen.
70
beschrieben vorzugehen.
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70
4.6.1.1.3 Consolen Login
Ist die SEPPmail-Appliance fertig hochgefahren, so erscheint ein Login Prompt:
Nach der Anmeldung mit
Standard-Benutzername: admin
Standard-Kennwort: admin wird zur Eingabe der IP-Adresse ( in diesem Beispiel 172.16.161.50 ) aufgefordert
Weiterhin ist das Subnetz ( in diesem Beispiel 255.255.255.0 ) und Gateway Adresse ( in diesem
Beispiel 172.16.161.1 ) einzugeben
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71
Abschliessend wird die URL für das Administrator Login angezeigt:
Nun ist das Web-Administrationsportal der SEPPmail-Appliance - bis zum Reboot - über die
angezeigte URL im Browser zu erreichen ( siehe
71
)
4.6.1.2
Login als Administrator
Sämtliche Verwaltungsmöglichkeiten der SEPPmail-Appliance stehen über eine Webbrowser basierte
Konfigurationsoberfläche zur Verfügung.
Im Auslieferungszustand kann die Konfigurationsoberfläche wie folgt erreicht werden:
Hardware Appliance über CrossOver Kabel oder Hub:
LAN1 - https://192.168.1.60:8443
LAN2 - https://192.168.2.60:8443 virtuelle und Hardware Appliances, bei welchen die IP-Adresse über die Console geändert wurde:
LAN1 - https://<Ihre temporär vergebene IP>:8443
(siehe
71
)
Der Standard-Benutzername lautet:
Das Standard-Kennwort lautet: admin admin
Hinweis:
Erst durch die Registrierung der SEPPmail-Appliance wird eine temporäre, 30tägeige Testlizenz bezogen beziehungsweise eine bereits vorhandene Kauflizenz aktiviert. (siehe
73
).
Nach erfolgreichem Registrierungsprozess verschwindet die Meldung No valid
license found - Please obtain a valid license.
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72
Bei Aufruf der Konfigurationsoberfläche im Webbrowser erschenit eine Warnung, dass die Webseite unsicher sei. Der Aufruf der Seite muss trotz dieser Meldung fortgesetzt werden.
Hinweis:
Die Meldung erscheint in der Regel nur bis ein gültiges SSL-Zertifikat installiert wurde
(siehe Menüpunkt
187
).
4.6.1.3
Netzwerkeinstellungen der SEPPmail-Appliance
Um die Netzwerkparameter der SEPPmail Appliance permanent zu konfigurieren, müssen diese in der
Konfigurationsoberfläche unter dem Menüpunkt
System
eingetragen und gesichert werden.
In der Sektion
IP Addresses
ist für das
Interface 1
die IP-Adresse und die zugehörige Subnetzmaske gemäss des vorhanden
Netzwerkes einzugeben
Hnweis:
Die Definition der Netzmaske wird nach der Classless Inter-Domain Routing (CIDR)
Notation festgelegt.
Die Netzmaske 255.255.255.255 entspricht "/32" (einzelne IP-Adresse)
Die Netzmaske 255.255.255.0 entspricht "/24" (Klasse-C Netzwerk)
Die Netzmaske 255.255.0.0 entspricht "/16" (Klasse-B Netzwerk)
Die Netzmaske 255.0.0.0 entspricht "/8" (Klasse-A Netzwerk)
Siehe auch
System
119
.
In der Sektion
Name
sind die Felder
Hostname
und
Domain
zu füllen.
Dabei ist der Hostname ist frei wählbar, zum Beispiel securemailgateway. Der Domain-Name entspricht der DNS-Domain, in welcher sich die Appliance befindet (zum Beispiel ihrefirma.local oder ihredomain.com).
Diese Einstellungen sind die interne Sicht, sie müssen also nicht den Daten, wie sie vom
Internet her Gültigkeit hätten, entsprechen.
Siehe auch
System
121
.
In der Sektion
DNS
kann zwischen der Verwendung der Root-DNS-Server im Internet (Use built-in DNS Resolver) oder eines explizit anzugebenden DNS-Server gewählt werden (Use the following DNS Servers)
Wird die Einstellung Use built-in DNS Resolver verwendet, kann das Auflösen von Namen unter
Umständen etwas länger dauern, wodurch die Performanz des Systems beeinträchtigt werden kann.
Bei Angabe eines DNS-Servers (
Primary
) ist darauf zu achten, dass dieser auch Domänen Namen im
Internet auflösen kann. Falsche Einträge können zu einem sehr langsamen Antwortverhalten der
Konfigurationsoberfläche sowie Problemen bei der Kommunikation mit Drittsystemen führen. Über die
Eingabefelder
Alternate1
und
Alternate 2
können bei Bedarf weitere, alternative DNS Server eingegeben werden. Dadurch würde bei Ausfall des "Primary" Servers würde der "Alternate 1" übernehmen, sollte auch dieser ausfallen der "Alternate 2".
Siehe auch
System
122
.
In der Sektion
Routing
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73 wird das zum Subnetz passende
Default Gateway
eingetragen. Diese Eingabe wird benötigt um Netze ausserhalb des Eigenen zu erreichen.
Siehe auch
System
122
.
4.6.1.4
Netzwerkkonfiguration prüfen
Um sicherzustellen, dass die vorgenommenen Netzwerkeinstellungen der SEPPmail-Appliance korrekt sind, ist in der Konfigurationsoberfläche unter dem Menüpunkt
Administration
in der Sektion
209
auf die Schaltfläche
Check for update
zu klicken.
Falls eine der beiden folgenden Meldungen erscheint,
You already have the latest version installed
There is a new version available: Installed version is alteVersionsnummer, latest version is neueVersionsnummer
war die Netzwerkkonfiguration erfolgreich.
Erscheint die Meldung
ERROR: unable to connect to update server. Make sure that the device can make
connections to the internet on port 22. ist eine Verbindung in das Internet über Port TCP/22 (SSH) nicht möglich. Die Netzwerkeinstellungen der SEPPmail-Appliance sowie die Firewall- bzw. Router-Einstellungen sind erneut zu prüfen (siehe
65
).
4.6.1.5
Das System registrieren
Das Registrieren des SEPPmail-Systems erfolgt im Web-Administrationsportal unter dem Menüpunkt
209 durch wählen der Schaltfläche
Register this device...
.
Mit dem Registrieren der Appliance bezieht das System eine 30-tägige Testlizenz wird bei Eingabe des
Activation code
am Ende der Registrierungsseite eine Kauflizenz aktiviert.
Der Activation Code entspricht der Device ID (xxxx-xxxx-xxxx) auf dem "SEPPmail License
Certificate".
Erscheint die Meldung
Registration successful
, so wurde der Registrierungsvorgang erfolgreich abgeschlossen.
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74
4.6.2
Das System auf den neusten Stand bringen
In der Sektion
209
des Menüpunktes
Administration
sind die verschiedenen Update
Optionen zu finden.
Ist die SEPPmail-Appliance bereits auf dem aktuellen Stand, so ist die Meldung
You already have the latest version installed zu sehen. Andernfalls wird die aktuell auf der SEPPmail-Appliance installierte, sowie die auf dem
Update-Server bereitgestellte Version angezeigt
There is a new version available: Installed version is alteVersionsnummer, latest version is
neueVersionsnummer
In diesem Fall ist die Appliance so oft über die Schaltfläche
Fetch update
zu aktualisieren, bis die
Meldung "You already have the latest version installed" erscheint. Durch erneutes Klicken auf die
Schaltfläche
Fetch update
wird gegebenenfalls der Update-Fortschritt in % angezeigt.
Nach jedem Update erfolgt ein Neustart der SEPPmail-Appliance.
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75
4.6.3
Wichtige Sicherheitsmassnahmen
In den kommenden Abschnitten werden folgende Sicherheitsmassnahmen beschrieben:
Ändern des Administrator-Passworts
75
Festlegen des HTTPS-Protokolls für den sicheren Zugriff auf die Appliance
75
Erstellen eines Backup Users zur regelmässigen Sicherung der Appliance
75
Eingabe der Postmaster Adresse für den Empfang von Systemmeldungen
76
4.6.3.1
Administrator-Kennwort ändern
Aus Sicherheitsgründen sollte das Kennwort des Benutzers admin unbedingt geändert und auf einen entsprechend komplexen Wert gesetzt werden.
Das Ändern des Passwortes kann sowohl über das Menü
Login
in der Sektion
114
als auch den Benutzerdetails des Benutzers "admin" im Menü
Users
224
Password
) erfolgen.
4.6.3.2
Festlegen des HTTPS-Protokolls für den sicheren Zugriff zum System
Im Menüpunkt
System
sind nach dem Klicken der Schaltfläche
Advanced view
weitere
Konfigurationsoptionen sichtbar. In den Sektionen
123
und
werden die Zugriffsoptionen auf die Appliance (HTTP oder HTTPS) eingestellt.
124
Aus Sicherheitsgründen wird empfohlen, die Option
HTTP
zu deaktivieren und sowohl für die
Konfigurationsoberfläche wie auch für das GINA-Interface nur
HTTPS
zuzulassen. Das ungesicherte
HTTP-Protokoll sollte nur dann Verwendung finden, wenn bereits eine vorgelagerte Komponente den
SSL-Tunnel terminiert und die Verbindung zwischen dieser Komponente und der SEPPmail-Appliance
über ein gesichertes Netzwerk stattfindet.
4.6.3.3
Backup Benutzer erstellen
Der Backup Prozess der SEPPmail-Appliance erstellt täglich automatisiert eine Sicherung. Für die
Funktion dieses Prozesses sind zwei Schritte notwendig:
1. Backup Kennwort setzen
Da die Backups der Appliance grundsätzlich verschlüsselt werden, ist die Eingabe eines
Backup Kennwortes zwingend. Das Setzen erfolgt unter dem Menüpunkt
Administration
, in
210
mittels der Schaltfläche
Change password
.
2. Zuordnung eines Users zur Gruppe Backup
Nach dem automatischen Erstellen des Backups wird dieses an alle Mitglieder der Gruppe
Backup gesendet. Das Zuordnen von Benutzern erfolgt über den Menüpunkt
Groups
in der
233
über die Schaltfläche
Edit...
.
Soll für diesen Zweck ein eigener Benutzer angelegt werden, so ist darauf zu achten, dass dieser eine gültige E-Mail-Adresse in der beziehungsweise einer der interne E-Mail Domänen besitzt. Das ziehen einer Verschlüsselungslizenz für diesen Benutzer kann gegebenenfalls durch aktivieren der Optionen "May not encrypt mails" und "May not sign mails" unterbunden werden (sieheBenutzerdetails
224
).
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76
Da aufgrund des Aufbaus der Appliance lediglich die Maschinenkonfiguration sowie das
Schlüsselmaterial gesichert werden muss, fallen die Backups extrem klein aus (< 1 MB). Dies macht den Versand per E-Mail unproblematisch.
4.6.3.4
Eingabe der Postmaster Adresse für den Empfang von Systemmeldungen
Damit Benachrichtigungen des SEPPmail-Systems über eventuelle Probleme (Watchdog Meldungen) versendet werden können, ist die Eingabe einer entsprechenden E-Mail Adresse für den Empfang dieser Meldungen im Menü
Mail System
134
in das Feld
Postmaster address
erforderlich.
4.7
Vorbereiten der GINA-Technologie
Um auch mit Kommunikationspartnern, welche selbst über kein Schlüsselmaterial verfügen sicher kommunizieren zu können, kommt die GINA-Technologie zum Einsatz.
Für das initiale Einrichten dieses Verfahrens ist zunächst die Erreichbarkeit der SEPPmail-Appliance aus dem Internet - in der Regel per SSL Port 443 (siehe
65
) - zu gewährleisten.
Weiterhin sollte auf der Appliance ein gültiges SSL-Zertifikat einer vertrauenswürdigen Certification
Authorothy (CA) eingebunden sein (siehe
187
).
Letztendlich sind die GINA-Einstellung über
169
vorzunehmen.
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77
4.8
Integration in die bestehende E-Mail Infrastruktur
Die Basis-Einrichtung der SEPPmail-Appliance ist mit dem Abarbeiten der vorangegangenen Punkte abgeschlossen.
Für eine Minimalkonfiguration zum Austausch sicherer E-Mails sind die in den folgenden Punkten beschriebenen weiteren Schritte notwendig.
4.8.1
Zu verwaltende E-Mail-Domänen einrichten
Die E-Mail Domänen auf welche das neue SEPPmail-System reagieren soll, sind Menü
System
130
über die Schaltfläche
Add Domain...
einzugeben.
Dabei wird unter
Domain Name
der Name der E-Mail Domäne eingegeben.
Als
Forwarding Server IP or MX name
wird in der Regel der Groupware Server angegeben, an welchen
die E-Mails intern weitergeleitet werden (siehe auch Kapitel "Add/Edit Managed Domain"
139
).
4.8.2
Ausgehenden E-Mail-Verkehr steuern
Das Abgeben der ausgehenden E-mails in das Internet wird im Menü
Mail System
Sektion
132
gesteuert. Soll die SEPPmail-Appliance E-Mails direkt an externe E-Mail-
Empfänger im Internet abgeben, so ist die Option Use built-in mail transport agent zu wählen. Sollte an ein vorgelagertes System weitergeleiten werden, so ist die Option Use the following SMTP
server: zu wählen. Dann ist unter
Server name
der entsprechde Name oder die IP-Adresse dieses
Systems einzutragen. Erfordert dieses System eine Authentifizierung, so ist der erforderlich
Benutzername unter
User ID
und das Kennwort unter
Password
einzugeben.
Hinweis:
Bei Verwenden der Einstellung Use built-in mail transport agent wird dringend empfohlen das optionale Protection Pack (VSPP) zu lizensieren und aktivieren, sofern für den eingehenden E-Mail Verkehr nicht etwa ein externer AntiSpam-Dienst vorgeschaltet ist. Andernfalls ist mit erheblichen Beeinträchtigungen, bis hin zum
Erliegen des Mailflusses durch SPAM-Attacken zu rechnen.
4.8.3
Mail Relaying
Damit das interne Groupware System in der Lage ist, ausgehende E-Mails an das SEPPmail-System abzugeben, ist es notwendig, die IP-Adresse des, beziehungsweise unter Umständen auch das Netz in dem die Groupware Server stehen zu berechtigen.
Dies erfolgt durch den Eintrag der IP(s) beziehungsweise des oder der Netze in die dafür vorgesehenen Felder des Menüs
Mail System
in der Sektion
135
.
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78
4.8.4
SSL-Zertifikat einbinden
Eine detaillierte Beschreibung ist im Kapitel des Menüpunktes
187
zu finden.
Die folgenden Seiten liefern lediglich eine Kurzbeschreibung zur Inbetriebnahme.
4.8.4.1
SSL-Device-Zertifikat selbst erstellen
SEPPmail ermöglicht es, ein eigenes SSL-Device-Certificate über die Konfigurationsoberfläche zu erstellen. Für eine Testinstallation ist es nicht zwingend erforderlich ein kostenpflichtiges SSL-Device-
Certificate zu beschaffen. Das Zertifikat kann auf der SEPPmail-Appliance automatisch generiert und signiert werden.
Hierfür ist in das Menü
187
zu wechseln und die Schaltfläche
Request an new Certificate...
zu klicken.
Im erscheinenden Menü sind die hier aufgeführten Felder zwingend auszufüllen:
Sektion
Issue To
Parameter Beschreibung
Name or IP (CN)
IP-Adresse oder Hostname unter der SEPPmail aus dem
Internet erreichbar ist. Bei einem selbstsignierten Zertifikat muss der hier angegebene Werte dem Namen in der URL entsprechen unter der SEPPmail angesprochen wird.
Beispiel:
Soll SEPPmail unter der URL
https://securewebmail.
example.tld angesprochen werden, so lautet der im
Feld Name or IP (CN) anzugebende Hostname
securewebmail.example.tld.
Country (C)
Eine gültige E-Mail-Adresse innerhalb der Firma, unter der eine zuständige Person erreicht werden kann.
Land, in dem die Organisation ihren Sitz hat.
Sektion
Attributes
Parameter Beschreibung
Key size (bits)
Signature
In der Regel ist die maximale Schlüssellänge zu wählen um den aktuellen Sicherheitsstandards zu entsprechen.
Für das Erstellen eines selbs signierten Zertifikates ist Create
self-signed certificate auszuwählen.
Um die Erstellung des SSL-Zertifikats auszuführen, ist auf die Schaltfläche
Create Request
zu klicken. Durch die Bestätigung mit folgenden Zertifikatsdetails die Seriennummer des Zertifikats (Serial No.)
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79 die Gültigkeitsdauer (Validity) den Fingerprint (SHA1 Fingerprint) ist der Vorgang abgeschlossen.
Hinweis:
Auch das Erstellen eines Wildcard SSL-Zertifikats ist möglich. Wildcard Zertifikate gelten nicht nur für einen dedizierten Host sondern können für mehrere Hosts einer
Domäne verwendet werden.
Beispiel:
Ein SSL-Zertifikat mit dem Namen ginatest.testdomain.net kann nur für diesen einen
Host verwendet werden. Anderenfalls wird eine Zertifikatsfehlermeldung im
Webbrowser angezeigt. Ein Wildcard SSL-Zertifikat können Sie auf beliebigen Hosts einer Domäne verwenden, zum Beispiel ginatest.testdomain.net, webmail.
testdomain.net oder secmail.testdomain.net.
Um ein Wildcard SSL-Zertifikat zu erzeugen, geben Sie den Hostnamen mit einem führenden Stern "*" ein, zum Beispiel *.testdomain.net .
Zur Aktivierung des neuen SSL-Device-Certifikate ist ein Neustart der SEPPmail-Appliance - zum
Beispiel über die Schaltfläche
Reboot
, welche unter
Administration
210
Reboot System zu finden ist - notwendig.
Detaillierte Informationen sind unter
190
zu finden.
4.8.4.2
SSL-Device-Zertifikat von einer öffentlichen Zertifizierungsstelle anfordern
Für den produktiven Betrieb der SEPPmail inklusive GINA-Technologie empfiehlt sich dringend das
Verwenden eines Trusted-SSL-Device-Certificate für den SSL-gesicherten Zugriff auf das GINA-
Webmail-System.
Für das Anfordern und anschliessende Einbinden eines gekauften Trusted-SSL-Device-Certificate ist in das Menü
187
zu wechseln und die Schaltfläche
Request an new Certificate...
zu klicken.
Im erscheinenden Menü sind die hier aufgeführten Felder zwingend auszufüllen:
Sektion
Issue To
Parameter Beschreibung
Name or IP (CN)
IP-Adresse oder Hostname unter der SEPPmail aus dem
Internet erreichbar ist. Bei einem selbstsignierten Zertifikat muss der hier angegebene Werte dem Namen in der URL entsprechen unter der SEPPmail angesprochen wird.
Beispiel:
Soll SEPPmail unter der URL
https://securewebmail.
example.tld angesprochen werden, so lautet der im
Feld Name or IP (CN) anzugebende Hostname
securewebmail.example.tld.
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80
Parameter
Country (C)
Beschreibung
Eine gültige E-Mail-Adresse innerhalb der Firma, unter der eine zuständige Person erreicht werden kann.
Land, in dem die Organisation ihren Sitz hat.
Sektion
Attributes
Parameter Beschreibung
Key size (bits)
Signature
In der Regel ist die maximale Schlüssellänge zu wählen um den aktuellen Sicherheitsstandards zu entsprechen.
Für das Anfordern eines Trusted-SSL-Device-Certificate ist
Create certificate signing request auszuwählen.
Um ein Schlüsselpaar zu erzeugen und den Antrag zur Signierung des öffentlichen Schlüssels
(certificte signing request, kurz CSR) zu erstellen, ist auf die Schaltfläche
Create Request
zu klicken. In der Grünen Statusleiste oben im Menü erscheint danach Certificate request created.
Ganz unten im Menü erscheint die Schaltfläche
Download and Import signed Certificate...
über welche zunächst der CSR zu finden ist. Nach dem Hochladen des CSR zur Trusted CA und dem anschliessenden Erhalt des Zertifikates, kann dieses - gegebenenfalls durch erneutes Klicken auf die
Schaltfläche
Download and Import signed Certificate...
, sofern das Menü zwischenzeitlich gewechselt wurde - unter Import Certificate eingefügt und per Schaltfläche
Import Certificate
importiert werden.
Hinweis:
Falls im oberen Bereich des Menüs die gelb hinterlegte Information Remember to
import the signed certificate angezeigt wird, so wurde zuvor bereits ein
Zertifikatsantrag erstellt.
Das neu erstellte SSL-Device-Zertificate sollte zusammen mit den gegebenenfalls zusätzlich benötigten Intermediate CA-Zertifikate(n) und dem Zertifikat der Root-CA selbst in der Reinhenfolge
1. Public Key des eigenen SSL-Device-Zertifikats
2. Public Key von einer oder mehreren Intermediate CA-Zertifikaten
3. Public Key der Root-CA eingefügt werden
Im Fehlerfall ist das SSL-Device-Zertifikat nicht zu nutzen. Ebenfalls kann dies zu
Problemen beim Zugriff auf die Konfigurationsoberfläche führen. Für diesen Fall sollte sicherheitshalber vor dieser Aktion temporär der HTTP-Port über
System
Advanced View
123
HTTP Port
für den Zugriff auf die
Administrationsoberfläche (http://<Appliance>:8080) freigegeben werden.
Zur Aktivierung des neuen SSL-Device-Certifikate ist ein Neustart der SEPPmail-Appliance - zum
Beispiel über die Schaltfläche
Reboot
, welche unter
Administration
210
Reboot System zu finden ist - notwendig.
Detaillierte Informationen sind unter
190
zu finden.
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4.8.4.3
Bestehendes SSL-Device-Zertifikat verwenden
Für den produktiven Betrieb der SEPPmail inklusive GINA-Technologie empfiehlt sich dringend das
Verwenden eines Trusted-SSL-Device-Certificate für den SSL-gesicherten Zugriff auf das GINA-
Webmail-System.
Für das Einbinden eines gekauften Trusted-SSL-Device-Certificate ist in das Menü
SSL
zu wechseln und die Schaltfläche
Request an new Certificate...
zu klicken.
Im erscheinenden Menü ist in der Sektion
191
das Einbinden auf zwei Arten abhängig vom vorliegenden Zertifikats-Format (pem oder PKCS#12 also p12 oder pfx) - möglich.
Dabei werden die ersten beiden Parameter ausschliesslich für die Integration des pem-Formats, die beiden letzteren Parameter für die Integration des PKCS#12-Formates benötigt.
Parameter
X.509 Key
Note: Remove password before uploading a key
X.509 Certificate
(and optional intermediate certificates)
Key and certificate in
PKCS12 format
Beschreibung
In dieses Feld wird der Private Schlüssel aus der pem-Datei eingefügt.
Hierfür wird die pem-Datei mit einem Editor geöffnet- Falls der private
Schlüssel durch ein Kennwort geschützt ist, muss dieses zuvor entfernt werden. Im Anschluss wird der Private Schlüssel (dieser beginnt mit -----
BEGIN PRIVATE KEY----- und endet mit -----END PRIVATE KEY-----) in das Eingabefeld kopiert.
Die Eingabe muss unbedingt mit einer Leerzeile abgeschlossen werden!
In dieses Feld wird der Öffentliche Schlüssel aus der pem-Datei eingefügt. Dieser ist unterhalb des Privaten Schlüssel in der pem-Datei zu finden und beginnt mit -----BEGIN CERTIFICATE----- und endet mit
-----END CERTIFICATE-----.
Unter Umständen sind in der pem-Datei weitere Zertifikate enthalten.
Dabei handelt es sich um Zwischen- oder auch Intermediate- Zertifikate, welche unterhalb des Öffentlichen Schlüssels in dieses Feld kopiert werden müssen. Zuletzt wird das Zertifikat der Root CA eingefügt.
Die Eingabe muss unbedingt mit einer Leerzeile abgeschlossen werden!
Hinweis:
In dieses Eingabefeld sollten alle notwendigen
Zwischenzertifikate für eine vollständige
Zertifikatskette eingefügt werden. Eine unvollständige Zertifikatskette führt bei der
Zertifikatsprüfung immer dann zu Problemen, wenn der Gegenstelle diese nicht bereits bekannt ist. Internet-Tools - wie zum Beispiel CheckTLS zeigen dann einen falschen TLS-Status an.
Nicht jede pem-Datei enthält die komplette
Zertifikatskette. In diesem Fall müssen die benötigten Zwischenzertifikate gegebenenfalls anderweitig besorgt werden.
Über die Internet-Browser Schaltfläche "Datei auswählen" wird die
PKCS#12-Datei (diese hat die Endung .p12 oder .pfx) ausgewählt.
81
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82
Parameter
PKCS12 password
Beschreibung
Hinweis:
Auch hier muss darauf geachtet werden, dass diese Datei die komplette Zertifikatskette, also auch die Zwischenzertifikate enthält.
Gegebenenfalls kann nach dem Import der
PKCS#12 Datei ein Backup des Zertifikates (siehe
187
) vorgenommen werden. Die dadurch zur
Verfügung stehende pem-Datei kann mit einem
Editor geöffnet und anschliessend wie oben beschrieben wieder inklusive Zwischenzertifikate importiert werden.
Nachdem eine PKCS#12-Datei den Privaten Schlüssel enthält, ist diese
Passwort geschützt. Das Passwort muss vor dem Import der oben ausgewählten PKCS#12-Datei in dieses Eingabefeld eingegeben werden.
Über die Schaltfläche
Upload Key and Certificate
wird das SSL-Zertifikat in die Appliance hochgeladen.
Zur Aktivierung des neuen SSL-Device-Certifikate ist ein Neustart der SEPPmail-Appliance - zum
Beispiel über die Schaltfläche
Reboot
, welche unter
Administration
210
Reboot System zu finden ist - notwendig.
Detaillierte Informationen sind unter
190
zu finden.
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83
4.8.5
E-Mail-Datenfluss umstellen
Um den sicheren E-Mail-Verkehr mit der SEPPmail-Appliance zu ermöglichen, müssen folgende
Änderungen am bestehenden E-Mail-Server vorgenommen werden:
In das Internet:
1. SEPPmail-Appliance als Smarthost definieren
Die SEPPmail Appliance wird nach der Integration in die bestehende E-Mail-Umgebung die
Rolle eines SMTP-Gateways übernehmen. Der E-Mail-Server übermittelt somit E-Mails nicht mehr direkt nach extern, beziehungsweise an das gegebenenfalls bereits vorhandene SMTP-
Gateway (zum Beispiel Spam-Filter), sondern (neu) nun an die SEPPmail-Appliance.
Um diese Änderung vorzunehmen, muss auf dem bestehenden E-Mail-Server der interne
Hostname beziehungsweise IP-Adresse der SEPPmail-Appliance als Smarthost definiert werden.
Auf der Appliance sind die Relaying Einstellungen zu beachten (siehe Abschnitt
77
).
2. Autorisieren der SEPPmail-Appliance für den E-Mail-Versand
a) Ist die SEPPmail-Appliance direkt mit dem Internet verbunden, so sind die korrekten
Firewall- beziehungsweise Router-Einstellungen zu gewährleisten (siehe Abschnitt
65
).
b) Ist der SEPPmail-Appliance zum Internet hin noch ein weiterer Smarthost (zum Beispiel ein
77
Spam-Filter) vorgeschaltet, so ist der interne Hostname beziehungsweise die IP-Adresse der SEPPmail-Appliance auf diesem Smarthost in die Liste der autorisierten E-Mail-Relay
Systeme einzutragen.
Die Appliance ist entsprechend einzustellen (siehe
Ausgehenden E-Mail Verkehr steuern
).
Aus dem Internet:
1. Umstellung des MX-Eintrages
War der E-Mail-Server bislang direkt mit dem Internet verbunden, so muss der vorhandene MX-
Eintrag zukünftig nicht mehr auf den Hostnamen beziehungsweise die IP-Adresse des E-Mail-
Servers, sondern (neu) auf die SEPPmail-Appliance zeigen.
2. Umstellung des Smarthost
Nimmt ein Smarthost die E-Mails aus dem Internet entgegen und leitete diese bislang direkt an den E-Mail-Server weiter, so muss dieser die E-Mails zukünftig an die SEPPmail-Appliance abgeben.
ACHTUNG
Mit dieser Anpassung wird die SEPPmail-Appliance in den E-Mail-Datenfluss integriert. Alle E-Mails werden nach der Umstellung an die SEPPmail-
Appliance gesendet.
Das Umstellen des E-Mail-Datenflusses darf erst dann erfolgen, wenn alle anderen Konfigurationsschritte der SEPPmail-Appliance abgeschlossen sind.
Andernfalls ist eine Beeinträchtigung des E-Mail-Verkehrs nicht ausgeschlossen.
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84
4.8.6
Steuern der Appliance
Die von der Appliance durchzuführenden gewünschten Aktionen - zum Beispiel Signieren und/oder
Verschlüsseln - können als globale Aktion an der Appliance oder über vordefinierte Merkmale individuell am Client (siehe
84
Microsoft Outlook Vertraulichkeit
85
) ausgelöst werden.
85
Automatisierte Steuerungsmöglichkeiten sind zum Beispiel über LDAP-Abfragen oder dem definieren von Gruppen (siehe
233
) möglich. Diese Optionen stehen über sogenannte
164
des Menüs
Mail Processing
der Sektion
Ruleset Generator
zur Verfügung.
Diese Basis Steuerungsmöglichkeiten sind bereits vordefiniert. Eine genaue Beschreibung der
Konfigurationsmöglichkeiten zur Steuerung der Appliance ist unter
Mail Processing
157
zu finden.
Für eine Korrekte Funktion der Appliance muss initial ein Ruleset generiert werden
(siehe
Mail Processing
Sektion
157
Schaltfläche
Save and
Create Ruleset
ganz unten).
4.8.6.1
Betreffzeilen Schlüsselworte / X-Header
Das Verwenden von Betreffzeilen Schlüsselworte (siehe Tabelle 1) - welche bei Bedarf verändert werden können - für das Steuern der Appliance durch den Client gewährleistet die Unabhängigkeit vom eingesetzten E-Mail Client.
Ebenso können (X)-Header für das Ansteuern der kryptographischen Aktionen ausgewertet werden
(ebenfalls Tabelle 1) welche zum Beispiel in
IBM Notes mittels angepasster Mailschablonen oder Novell Groupwise über Vorlagen gesetzt werden können.
Betreffzeilen
Schlüsselwort
[plain]
(x-)header / Wert x-smplain / yes
[confidential] sensitivity / companyconfidential x-smenc / yes
[priv] sensitivity / private x-smwebmail / yes
E-Mail mit diesem Kennzeichen durchlaufen nicht das Ruleset und werden somit kryptographisch unbehandelt versendet
Anfordern der Verschlüsselung (best effort)
[emptypw]
[SMS:<Mobil funknummer>]
[zip]
[noenc]
[sign]
[nosign] x-smplain / yes x-smsign / yes x-smnosign / yes
E-Mail mit diesem Kennzeichen werden mittels
GINA-Technologie verschlüsselt (Stichwort
Lesebestätigung)
Die Notwendigkeit der Eingabe eines
Initialpasswortes bei GINA-E-Mails wird unterdrückt
(Sicherheitstechnisch bedenklich)
Mobilfunknummer zur Übertragung des
Initialpasswortes einer GINA-E-Mail* versendet den verschlüsselten E-Mail-Teil einer
GINA-Nachricht grundsätzlich im ZIP- anstatt im
HTML-Format. Dies wird zum Beispiel benötigt, wenn der Empfänger Outlook Web Access (OWA)
2003 verwendet, da GINA-Nachrichten im HTML-
Format aus OWA 2003 nicht entschlüsselt werden können.
Verschlüsseln wird unterdrückt, sofern dies als
Standard im Ruleset definiert wurde
Anfordern der Signierung
Signieren wird unterdrückt, sofern dies als Standard
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85
Betreffzeilen
Schlüsselwort
(x-)header / Wert
[lfm]
[lfm:nocrypt]
Tabelle 1
(*Funktionen, welche Zusatzllizenzen erfordern)
im Ruleset definiert wurde
Aktiviert das Large File Management, unabhängig der E-Mail Grösse*
Der Empfänger Einer LFM Mail muss sich für das
Abholen des "Large Files" nicht authentifizieren*
4.8.6.2
Microsoft Outlook Vertraulichkeit
Eine weitere Möglichkeit die SEPPmail-Appliance zu steuern ist über die Vertraulichkeitseinstellung bei
Microsoft Outlook.
Dabei wird die eingestellte Vertraulichkeit der E-Mail (siehe Abbildung) ausgewertet. Steht diese auf
"Vertraulich" so wird das Verschlüsseln der E-Mail angefordert. Wird hingegen "Privat" verwendet, so wird die GINA-Technologie erzwungen (siehe
Betreffzeilen Schlüsselworte / X-Header
84
,
Tabelle 1, sensitivity header)
Nachrichtenoption »Vertraulich« in Outlook
4.8.6.3
Microsoft Outlook AddIn
Um den Benutzerkomfort zu steigern steht für Microsoft Outlook ein
103
zum kostenfreien
Download (http://dl.seppmail.ch) zur Verfügung.
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86
4.9
Clustern mehrer Systeme
Dieses Kapitel beschreibt die grundsätzliche Funktionsweise von Clustern und zeigt die Möglichkeiten des Einbindens von SEPPmail-Appliances auf.
Die SEPPmail-Appliance verfügt über alle notwendigen Funktionen für ein eigenständiges Clustering und Loadbalancing. Natürlich ist das Einbinden in Infrastrukturen mit bereits vorhandenen externen
Loadbalancern beziehungsweise Loadbalancing Verfahren ebenso möglich.
4.9.1
Allgemein
Ein Cluster bezeichnet einen Rechnerverbund aus mehreren vernetzten Computersystemen. Diese miteinander vernetzten Computersysteme sind zwar physisch getrennt werden aber logisch als eine
Einheit betrachtet. So ist es möglich, dass ein Cluster als ein einziges logisches System angesprochen werden kann, tatsächlich aber aus mehreren physikalischen Systemen besteht.
Das Einrichten beziehungsweise das Hinzufügen von Maschinen zu einem Cluster erfolgt - wie in
"Abbildung 1" dargestellt - im Menü
Cluster
(siehe auch
215
).
Abbildung 1 - Einrichten eines Clusters
Bei einem bestehenden Cluster synchronisieren alle Cluster Members ihre Konfigurationsdatenbanken ohne merklichen Zeitverlust. Das heisst alle Cluster Members sind gleichberechtigt.
Konfigurationsänderungen werden somit sofort übernommen, egal an welchem Cluster Member sie vorgenommen werden ("siehe Abbildung 1.1")
Abbildung 1.1 - Replikation im Cluster
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Für das Einrichten beziehungsweise den Betrieb eines Clusters gibt es mehrere Beweggründe. Je nach Zielsetzung unterstützt die SEPPmail-Appliance verschiedene Betriebsarten, welche wie folgt unterschieden werden:
1.
88
Diese Art des Clusters dient dem Gewährleisten der Ausfallsicherheit
2.
90
Ein Loadbalancing Cluster dient der Lastverteilung auf mehrere Maschinen. Dabei können unterschiedliche Verfahren zum Einsatz kommen.
3.
96
Repliziert Konfigurationsdatenbanken auf geographisch voneinander getrennten Sytemen.
4.
97
Bei Frontend-Backend Clustern verfügt das Frontend System über keine eigene Datenbank, sondern wird bei Bedarf vom Backend-System mit Daten gespeist. Somit kann die Frontend
Maschine in einer Demilitarisierten Zone (DMZ) betrieben werden, in welcher keine
Datenhaltung erlaubt ist.
5.
98
Trennung der GINA-Technologie vom E-Mail verarbeitenden System (Stichwort DMZ-Struktur).
6.
Unterstützen externer redundanter Systeme
99
Dabei sind auch Kombinationen aus den verschiedenen Betriebsarten möglich.
Die zumeist benötigten virtuellen IP Adressen (IP Alias Adressen) für das Ansprechen eines Clusters als logische Einheit ist im Menü
System
Advanced View
120
vorzunehmen.
Hinweis:
Virtuelle IP Adressen dienen ausschliesslich dem Ansprechen eines Clusters von aussen.
Wird eine E-Mail von einer Cluster-Maschine versandt, so geschieht dies immer mit der physikalischen IP Adresse der jeweiligen Maschine.
Hinweis:
Bei der Dimensionierung der Anzahl und Leistungsfähigkeit der Systeme in einem
Cluster ist immer darauf zu achten, dass bei Ausfall eines Systems das oder die verbleibende(n) System(e) die dadurch entstehende Mehrlast verarbeiten kann/ können.
87
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88
4.9.2
Hochverfügbarkeits Cluster
Die Ausfallsicherheit des SEPPmail Systems kann durch die Bildung eines Clusters erhöht werden.
Das SEPPmail System besitzt eine integrierte Clusterfunktionalität auf Basis des CARP Protokolls
(siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Common_Address_Redundancy_Protocol ).
Um einen Cluster zu bilden sind mindestens zwei SEPPmail-Systeme erforderlich die sich gegenseitig
überwachen. Fällt ein System aus bzw. antwortet dieses nicht mehr auf Überwachungsanfragen, so
übernimmt das zweite System dessen Funktion. Ist das ausgefallene System wieder verfügbar bzw. es antwortet wieder auf Überwachungsanfragen, so übernimmt es wieder seine ursprüngliche Aufgabe.
Diese Funktion kann mit bis zu neun SEPPmail-Systemen abgebildet werden, wodurch eine sehr hohe
Ausfallsicherheit erreicht werden kann.
Das Hochverfügbarkeitscluster kann sowohl mit SEPPmail-Systemen auf Hardware Basis wie auch auf Basis von virtualisierten Appliances abgebildet werden. Ein Mischbetrieb beider Systeme ist ebenso möglich.
Funktion eines Hochverfügbarkeits Clusters
Bei diesem Verfahren werden einem Cluster eine oder mehrere virtuelle IP Adresse(n) mit verschiedenen Prioritäten zugeordnet. Jedes Cluster Member System hat unabhängig von der zugewiesenen virtuellen Cluster IP-Adresse eine jeweils eigene eindeutige IP-Adresse. Über diese eigene eindeutige IP-Adresse kann jedes Cluster Member System explizit angesprochen werden.
Beispiel:
In der folgenden Abbildung ist die virtuelle Cluster IP-Adresse des Clusters 10.10.0.1. Die Cluster
Member Systeme haben in unserem Beispiel die IP Adressen 10.10.0.9 und 10.10.0.10.
Abbildung 2 - Schematische Darstellung eines Hochverfügbarkeitsclusters
Das Cluster selbst wird von anderen Systemen, zum Beispiel einem internen E-Mail Server oder einem vorgelagerten E-Mail Relay Server (Gateway) über die eingerichtete(n) virtuelle(n) IP-Adresse
(n) angesprochen. Im Beispiel oben ist das die IP-Adresse 10.10.0.1.
Wird das Cluster selbst über seine Cluster IP-Adresse angesprochen, so reagiert immer das Cluster
Member System mit der höchsten Priorität auf die angesprochene virtuelle Cluster IP-Adresse. Alle anderen Cluster Member Systeme mit niedrigerer Priorität reagieren nicht auf die virtuelle Cluster IP-
Adresse, solange ein Cluster Member System mit einer höheren Priorität verfügbar ist.
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Fällt das Cluster Member System mit der höchsten Priorität aus, so übernimmt automatisch ein
Cluster Member System mit der nächst niedrigeren Priorität die virtuelle Cluster IP Adresse inclusive der Funktion des ausgefallenen Cluster Member Systems.
Die Prioritäten sind in der folgenden Reihenfolge geordnet:
1. Primary
2. Secondary
3. Backup
Das Einrichten der Priorität des jeweiligen Cluster Member Systems ist im Menü
System
Advanced View
120
Priority
) vorzunehmen.
89
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90
4.9.3
Loadbalancing Cluster
Ein Loadbalancing innerhalb eines Clusters kann durch mehrere Verfahren erreicht werden. Dabei bietet SEPPmail ein in die Appliance integriertes Verfahren an. Ebenso kann eine Lastverteilung auf die einzelnen Cluster Member eines SEPPmail-Clusters durch externe Loadbalancer oder
Loadbalancing Verfahren erfolgen. Die gängigsten werden an dieser Stelle aufgeführt:
Aufteilen des Ein- und Ausgehenden Verkehrs
90 auf je ein Cluster Member System. Das Abgeben von E-Mails an den Cluster Partner tritt dabei erst bei Erreichen eines entsprechenden Lastzustandes in Kraft.
Nutzen des DNS Round Robin Verfahrens
Nutzen eines externen Loadbalancers
94
92
Das Failover-Verhalten des Clusters wird durch diese Konfigurationen nicht verändert.
4.9.3.1
Aufteilen des Ein- und Ausgehenden Verkehrs
Das Aufteilen des ein- und ausgehenden E-Mail Datenflusses erfolgt - wie in "Abbildung 3" dargestellt durch eine statische Konfiguration, in welcher neben den physikalischen IP-Adressen der Appliances mit zwei weiteren, virtuellen IP Adressen (IP Alias Adresses) gearbeitet wird. Dabei existieren zwei
SEPPmail-Systeme die mit entgegengesetzter Priorität auf die zwei virtuellen IP-Adressen reagieren.
Dadurch erhält jeweils das eine System alle eingehenden und das andere alle ausgehenden E-Mails.
Im Detail
Ausfallsicherheit
Jedes SEPPmail System hat eine eigene, physikalische IP-Adresse über welche nur dieses System angesprochen werden kann. Diese Adresse wird in der Regel für die individuelle Konfiguration der
Appliance und für das Synchronisieren der Appliances untereinander ( blaue Pfeile "Abbildung1") verwendet. in "Abbildung 3" sind dies die IP-Adressen 10.10.0.9 und 10.10.0.10.
Zusätzlich werden zwei virtuelle IP-Adressen eingerichtet, um die beiden SEPPmail-Systeme logisch zu jeweils einer Gruppe zusammenzufassen. In "Abbildung 3" sind diese virtuellen IP-Adressen
(Gruppen) farblich getrennt dargestellt.
Dabei wird die
virtuelle IP-Adresse 10.10.0.1 (grün)
vom internen E-Mail Server für das Versenden
ausgehender E-Mails
angesprochen. Da diese
virtuelle IP-Adresse
von der Maschine mit der physikalischen
IP 10.10.0.9
primär
bedient wird, fliesst der gesamte ausgehende E-Mail Verkehr im
Normalbetrieb über dieses System.
Die
virtuelle IP-Adresse 10.10.0.2 (orange)
wird vom externen E-Mail Server oder auch einem vorgelagerten E-Mail Relay (zum Beispiel Firewall) für das Empfangen
eingehender E-Mails
angesprochen. Da diese
virtuelle IP-Adresse
von der Maschine mit der physikalischen
IP 10.10.0.10
primär
bedient wird, fliesst der gesamte eingehende E-Mail Verkehr im Normalbetrieb über dieses
System.
In "Abbildung 3",
grün dargestellt
, ist die
virtuelle IP-Adresse 10.10.0.1
für alle ausgehenden E-
Mails zuständig. Hier ist das Cluster Member System mit der IP-Adresse 10.10.0.9 als
Primary
eingerichtet und reagiert immer als erstes System, wenn die
virtuelle IP-Adresse 10.10.0.1
angesprochen wird. Das Cluster Member System mit der IP-Adresse 10.10.0.10 ist als
Secondary
eingerichtet und reagiert nur dann, wenn der Cluster Member
Primary
- also das System mit der IP
10.10.0.9 - nicht verfügbar ist.
In "Abbildung 3",
orange dargestellt
, ist die
virtuelle IP-Adresse 10.10.0.2
für alle eingehenden E-
Mails zuständig. Hier ist das Cluster Member System mit der IP-Adresse 10.10.0.10 als
Primary
eingerichtet (entgegengesetzt der vorherigen Darstellung) und reagiert somit immer als erstes System,
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91 wenn die virtuelle IP-Adresse 10.10.0.2
angesprochen wird. Das Cluster Member System mit der IP-
Adresse 10.10.0.9 ist als
Secondary
eingerichtet und reagiert nur dann, wenn der Cluster Member
Primary
- also das System mit der IP 10.10.0.10 - nicht verfügbar ist.
Das heisst, fällt in diesem Konstrukt eine Maschine aus, so übernimmt die jeweils andere Maschine deren Aufgabe. Am Beispiel der "Abbildung 3" würde also bei Ausfall des Systems mit der physikalischen IP 10.10.0.9 - welches primär den ausgehenden E-Mail Verkehr über die
virtuelle IP-
Adresse 10.10.0.1
annimmt - ausfallen, so würde das
secundär
für die
virtuelle IP-Adresse
10.10.0.1
konfigurierte System - also das mir der IP 10.10.0.10 - den ausgehenden E-Mail Verkehr zusätzlich übernehmen.
Loadbalancing
Um gegebenenfalls Lastspitzen abfangen zu können, bietet die SEPPmail-Appliance in einer solchen
Umgebung weiterhin die Möglichkeit, bei erreichen eines definierten Lastzustandes am Primary
System Last an das Secondary System abzugeben (siehe auch
System
Advanced View
121
)
Zusammenfassung
Jedes einzelne SEPPmail System kann über zwei verschiedene virtuelle IP-Adressen angesprochen werden und reagiert mit jeweils unterschiedlichen Prioritäten einmal als Primary und einmal als
Secondary. Dadurch ist der Betrieb beim Ausfall eines Cluster Member Systems weiterhin möglich.
Das verbliebene Cluster Member System übernimmt dann zusätzlich die Arbeit des nicht mehr verfügbaren Systems und wird alle ein- und ausgehenden E-Mails verarbeiten.
Für die Nutzung von Enhanced Secure Webmail kann eine virtuelle Cluster IP-Adresse 10.10.0.1
angesprochen werden. In Abhängigkeit der Cluster Member Prioritäten wird im Beispiel in Abbildung 3 das Cluster Member System mit der IP-Adresse 10.10.0.9 antworten, da dies mit der Priorität
"Primary" eingerichtet ist. Ist dieses System nicht verfügbar, so wird das Cluster Member System mit der IP-Adresse 10.10.0.10 antworten, da dies mit der Priorität "Secondary" eingerichtet ist.
Das Einrichten der virtuellen IP-Adressen und das Zuweisen den Prioritäten des jeweiligen Cluster
Member Systems ist im Menü
SystemSystem
Advanced View
vorzunehmen.
120
Abbildung 3 - Schematische Darstellung der statischen Aufteilung für ein- und ausgehenden E-Mails
© 2015 SEPPmail AG
92
4.9.3.2
Nutzen des DNS Round Robin Verfahrens
In der Konfiguration des internen und externen E-Mail Servers wird nicht mehr eine virtuelle Cluster IP-
Adresse für den E-Mail Versand angegeben sondern jeweils ein Hostname, zum Beispiel "SEPPmail.
meinefirma.ch" der bei ein- und ausgehenden E-Mails angesprochen wird. Im DNS ist es möglich zu jedem Hostnamen mehrere IP-Adressen anzugeben. Dadurch kann eine einfache Lastverteilung erreicht werden.
Fragt nun zum Beispiel der interne E-Mail Server den für den E-Mail Versand angegebenen
Hostnamen (SEPPmail.meinefirma.ch) des SEPPmail Clusters beim DNS Server an, so werden immer alle - diesem Hostnamen zugeordneten - IP-Adressen, also
10.10.0.1
und
10.10.0.2
zurückgeliefert, dies aber jedes Mal in unterschiedlicher Reihenfolge. Der interne E-Mail Server wird im Normalfall die erste vom DNS Server gelieferte IP-Adresse für den Versand der E-Mail verwenden.
Durch das verwenden virtueller IP-Adressen in diesem Aufbau, wird die Ausfallsicherheit gewährleistet, da in diesem Fall bei ausfall einer Maschine die verbleibende Maschine beide (virtuelle)
IP-Adressen bedienen wird. "Abbildung 3" zeigt eine logische Darstellung des Szenarios.
Im Detail
Jedes SEPPmail System hat eine eigene, physikalische IP-Adresse über welche nur dieses System angesprochen werden kann. Diese Adresse wird in der Regel für die individuelle Konfiguration der
Appliance und für das Synchronisieren der Appliances untereinander ( blaue Pfeile "Abbildung 4") verwendet. In "Abbildung 4" sind dies die IP-Adressen 10.10.0.9 und 10.10.0.10.
Zusätzlich werden zwei virtuelle IP-Adressen eingerichtet, um die beiden SEPPmail-Systeme logisch zu jeweils einer Gruppe zusammenzufassen. In "Abbildung 4" sind diese virtuellen IP-Adressen
(Gruppen) farblich getrennt dargestellt.
Der interne und der externe E-Mail Server sprechen für den Versand von ein- und ausgehenden E-
Mails an das SEPPmail Cluster System einen Hostnamen (SEPPmail.meinefirma.ch)statt virtueller IP-
Adressen an. Wird eine Anfrage für diesen Hostnamen an den DNS-Server gestellt, so wird der
Hostname in alle eingerichteten IP-Adressen aufgelöst.
Im Beispiel entsprechen die aufgelösten IP-Adressen den virtuellen Cluster IP-Adressen wie in
"Abbildung 4" dargestellt.
Dabei sind die Rollen Primary und Secondary, für das Verarbeiten dieser virtuellen IP-Adressen auf den beiden Systemen entgegengesetzt konfiguriert (Stichwort Ausfallsicherheit).
Die
virtuelle IP-Adresse 10.10.0.1 (grün)
und die
virtuelle IP-Adresse 10.10.0.2 (orange)
dargestellt, werden dem Hostnamen (SEPPmail.meinefirma.ch) zugeordnet.
Wird dieser Hostname am DNS Server abgefragt, so gibt dieser bei jeder ersten Anfrage
SEPPmail.meinefirma.ch 1800 IN A 10.10.0.1
SEPPmail.meinefirma.ch 1800 IN A 10.10.0.2
zurück. Bei jeder zweiten Anfrage wird der DNS Server die zugeordneten IP-Adressen in umgekehrter
Reihenfolge
SEPPmail.meinefirma.ch 1800 IN A 10.10.0.2
SEPPmail.meinefirma.ch 1800 IN A 10.10.0.1
zurückgeben. Da das Anfragende System in der Regel die jeweils zuerst gelieferte IP-Adresse verwendet entsteht so eine zahlenmässige Aufteilung der Anfragen und dadurch eine Lastverteilung.
Zusammenfassung
Beim Versand von ein- und ausgehenden E-Mails über das SEPPmail Cluster wird statt einer virtuellen
Cluster IP-Adresse ein Hostname im jeweiligen E-Mail Server angegeben. Dieser wird dann zur
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Laufzeit in die zugehörigen IP-Adressen aufgelöst. So können der interne und der externe E-Mail
Server ein- und ausgehende E-Mails wahlweise an eine dieser aufgelösten IP-Adressen senden.
Durch den Einsatz virtueller Cluster IP-Adressen reagieren die Cluster Member Systeme je nach
Priorität, wodurch die Ausfallsicherheit gewährleistet wird.
Durch die DNS Round-Robin-Funktion kann für den ein- und ausgehenden E-Mail Datenfluss eine
Lastverteilung erreicht werden.
Quelle: Wikipedia,
http://de.wikipedia.org/wiki/Lastverteilung_per_DNS
Das Einrichten der virtuellen IP-Adressen und das Zuweisen den Prioritäten des jeweiligen Cluster
Member Systems ist im Menü
System
Advanced View
120
vorzunehmen.
93
Abbildung 4 - Schematische Darstellung der Lastverteilung durch das DNS Round-Robin-Verfahren für ein- und ausgehende E-Mails
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94
4.9.3.3
Nutzen eines externen Loadbalancers
Bei Einsatz externer Loadbalancer sind diese für das gleichmässige Verteilen der Last an die
SEPPmail Cluster Member Systeme verantwortlich (siehe "Abbildung 5"). Ebenso müssen diese externen Loadbalancing Systeme den Ausfall eines Cluster Member Systems erkennen und somit für die Ausfallsicherheit des Gesamtsystems sorgen.
Im Detail
Die Cluster-Funktionalität von SEPPmail wird in diesem Szenario lediglich für die Synchronisation der
Konfiguration zwischen den Cluster Member Systemen verwendet. Das Entscheiden, welches
System auf ein- und ausgehende E-Mails reagiert wird durch vorgelagerte Loadbalancer getroffen.
Diese verteilen je nach Konfiguration und Lastsituation die E-Mails wahlweise an ein bestimmtes
Cluster Member System. Hierbei wird jedes Cluster Member System - im Gegensatz zu den anderen
Cluster Varianten - über seine eigene, physikalische IP-Adresse angesprochen. In "Abbildung 5.1" sind dies die IP-Adressen 10.10.0.9 und 10.10.0.10.
Zu beachten ist an dieser Stelle das Realisieren des SSL Zugriffs für Enhanced Secure Webmail (
grün
dargestellt). Kann dieser nicht wie in "Abbildung 5.1 dargestellt von einem externen
Loadbalancer mit verarbeitet werden, so besteht bei Bedarf die Möglichkeit, diesen Zugriff über eine virtuelle Cluster IP-Adresse (siehe "Abbildung 5.2") - im Beispiel
10.10.0.1
- zu realisieren. In
Abhängigkeit der Cluster Member Prioritäten wird im Beispiel der "Abbildung 5.2" das Cluster Member
System mit der IP-Adresse 10.10.0.9 antworten, da dies mit der Priorität "Primary" eingerichtet ist. Ist dieses System nicht verfügbar, so wird das Cluster Member System mit der IP-Adresse 10.10.0.10
und der Priorität "Secondary" die Funktion übernehmen.
Abbildung 5.1 - Schematische Darstellung der dynamischen Aufteilung für ein- und ausgehende E-Mails durch einen externen Loadbalancer
© 2015 SEPPmail AG
Abbildung 5.2 - Schematische Darstellung der dynamischen Aufteilung für ein- und ausgehende E-Mails durch einen externen Loadbalancer unter Verwendung einer virtuellen IP-Adresse für Enhanced Secure Webmail
95
© 2015 SEPPmail AG
96
4.9.4
Geo Cluster
Ein Geo-Cluster (auch "Multisite System" genannt) dient dem Replizieren von
Konfigurationsdatenbanken zwischen geographisch voneinander getrennten SEPPmail-Systemen, zum Beispiel zwischen verschiedenen Standorten eines Unternehmens.
Beispiel
Ein Unternehmen ist weltweit tätig und betreibt aus diesem Grund mehrere Rechenzentren auf verschiedenen Kontinenten. Die Unternehmensstandorte selbst sind alle durch ein VPN verbunden und haben in jedem Rechenzentrum einen Zugang zum Internet. Innerhalb dieses internen
Unternehmensnetzwerks besteht ein E-Mail Transportsystem, zum Beispiel auf Basis von Microsoft
Exchange oder IBM Domino. Die nach extern gesendeten E-Mails können je nach intern abgebildeter
Richtlinie an verschiedenen Internetzugängen des Unternehmens ins Internet versendet werden. So können beispielsweise bei Ausfall eines Internetzugangs an einem Standort die E-Mails dieses
Standortes über den Internet Zugang eines Anderen Standortes versendet werden, sofern die VPN-
Verbindung zwischen den Standorten von diesem Ausfall nicht betroffen ist.
In einem derartigen Konstrukt muss die notwendige kryptographische E-Mail Verarbeitung an allen
Internetzugängen gleichermassen funktionieren. Um dies zu gewährleisten, müssen die
Konfigurationsdatenbanken sowie das Schlüsselmaterial an allen Kryptographie-Gateways -
SEPPmail-Appliances - identisch gehalten werden.
Dies wird durch die Geo-Cluster Funktion des SEPPmail-Systems realisiert, so dass stets die konsistente Konfiguration aller Systeme gewährleistet ist.
Abbildung 6 - Schematische Darstellung einer Geo-Cluster Struktur
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97
4.9.5
Frontend/Backend Cluster
Ist aufgrund einer DMZ (DeMilitarisierte Zone) Struktur die Datenhaltung - insbesondere die
Schlüsselverwaltung - innerhalb des Netzwerk-Standortes des E-Mail verarbeitenden Systems nicht erlaubt, so ermöglicht der Frontend/Backend Cluster das Trennen der Datenbank vom E-Mail verarbeitenden System.
Das heisst bei dieser speziellen Form eines SEPPmail-Clusters existiert auf dem als Frontend konfigurierten System keine Konfigurationsdatenbank. Die zur Laufzeit benötigten Konfigurationsdaten werden ausschliesslich auf dem Backend System - welches die Konfigurationsdatenbank und somit auch das Schlüsselmaterial beherbergt - vorgehalten und auf Anfrage vom Frontend System auf dieses im Push-Verfahren geschoben ( lila Pfeile in "Abbildung 7").
Durch Abschluss der am Frontend System angeforderte Aktion - zum Beispiel Ver- oder Entschlüsseln
- werden die hierfür angeforderten Konfigurationsdaten automatisch verworfen/gelöscht.
Abbildung 7 - Schematische Darstellung einer Frontend/Backend Cluster Struktur
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98
4.9.6
Secure Webmail Satellite
Da E-Mail Systeme üblicherweise nur über SMTP Port 25 kommunizieren, ist unter Umständen aufgrund einer vorhandenen DMZ (DeMilitarisierte Zone) Struktur die für die GINA-Technologie benötigte Kommunikation über SSL Port 443 nicht möglich. Um dennoch die GINA-Technologie
Nutzen zu können, ohne die Sicherheits-Infrastruktur aufweichen zu müssen, ist ein Abspalten dieser
Technologie über das GINA Satelliten System und somit das Platzieren ausserhalb der DMZ möglich.
Die Kommunikation zwischen dem Basis System und dem Satelliten System erfolgt dabei via SMTP
Port 25 ( lila Pfeil in "Abbildung 8"). Zum Internet hin wird das GINA-Web Interface - meist getrennt durch eine Web Application Firewall (WAF) - über SSL Port 443 bereit gestellt.
Das Einrichten dieser speziellen Funktion erfolgt im Menü
Mail Processing
in der Sektion
Ruleset Generator
im Abschnitt
165
.
Abbildung 8 - Schematische Darstellung einer Secure Webmail Satellite Struktur
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4.9.7
Unterstützen externer redundanter Systeme
Einsatz mit redundanten internen und externen MTAs (Mail Transport Agent)
In der SEPPmail Konfiguration kann sowohl als externer MTA (E-Mail Relay) (siehe
Mail System
132
Server name) wie auch pro interner E-Mail Domäne (E-Mail Server) (siehe
Kapitel "Add/Edit Managed Domains"
139
Forwarding Server IP or MX name) jeweils nur ein Host angegeben werden. Sollen mehrere Systeme angesprochen werden können, so muss dies
über DNS MX-Einträge geschehen.
Steht lokal kein DNS-Server zur Verfügung, welcher MX-Einträge für die anzubindenden Server bereit stellt, so können hierfür im Menü
System
unter
Advanced View
122
local zone lokale
(pseudo) Einträge definiert und verwendet werden.
99
Abbildung 9 - Schematische Darstellung für den Einsatz von redundanten internen und externen MTAs
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100
4.10
Einrichten zusätzlicher Features
Die SEPPmail-Appliance bietet neben der Hauptfunktion des kryptographischen Behandelns von E-
Mails zusätzliche Features an, um die Sicherheit zu erhöhen
100
Internal Mail Encryption (IME)
100
den Verwaltungsaufwand zu minimieren
Self Service Password Management (SSPM)
101 den Funktionsumfang zu erweitern
101
Diese optionalen Features müssen separat lizensiert werden.
4.10.1 Protection Pack (VSPP)
Das Protection Pack (VSPP) bietet zusätzlichen Schutz vor Spam E-Mails und Viren.
Die für das Einrichten erforderlichen Einstellungen sind in den Sektionen
136
Manual Blacklisting / Whitelisting
138
des Menüs
Mail System
sowie im Menü
Processing
in der Sektion
Ruleset Generator
im Punkt
Protection Pack (Anti-Spam / Anti-
162
zu finden.
138
4.10.2 Internal Mail Encryption (IME)
Die Internal Mail Encryption dient dem Verschlüsseln von E-Mails innerhalb des eigenen
Unternehmens (E-Mail Domänen).
Diese Funktion wird in zwei verschiedenen Ausprägungen angeboten.
Die erste Variante wird dabei über das
103
realisiert.
Dabei muss gegebenenfalls die Schaltfläche "intern verschlüsseln" über die entsprechenden AddIn
Einstellungen (siehe
109
Tabelle 1) angezeigt werden. Der Absender aktiviert dann im Ribbon von Microsoft Outlook den vom AddIn bereit gestellten Schalter "intern verschlüsseln" vor Versand der der E-Mail. Bei dieser Methode wird die E-Mail zwar unverschlüsselt bis zur SEPPmail-Appliance
übertragen, jedoch GINA verschlüsselt dem Empfänger zugestellt.
Für Variante zwei kommt ausschliesslich die GINA-Technologie zum Einsatz.
Das heisst der Absender einer intern zu verschlüsselnden E-Mail meldet sich bereits für den Versand dieser vertraulichen E-Mail am GINA-Web-Portal an.
Damit sich der interne Benutzer als GINA-Benutzer registrieren kann, ist das Aktivieren der Optionen
Allow account self-registration in GINA portal without initial mail
Allow GINA users to write new mails (not reply)
171
- welches über
Mail Processing
149
Edit
zu erreichen ist - in der Sektion
171
notwendig.
Sollten diese Optionen für den Zugriff von extern nicht gewünscht sein, so muss gegebenenfalls für den Zugriff von intern ein eigenes GINA-Interface (siehe
Mail Processing
GINA Domains
169
) eingerichtet werden.
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4.10.3 Self Service Password Management (SSPM)
Das Self Service Passwort Management erlaubt es GINA-Benutzern selbständig Ihr Passwort zurückzusetzen, wenn dieses verloren ging. Ein Eingreifen des Administrators ist somit nicht notwendig.
Für das Konfigurieren des eigenständigen Zurücksetzens stehen in den Details einer GINA-Domain, welche jeweils über
Mail Processing
GINA Domains
Edit
zu erreichen ist - in der Sektion
177
die Möglichkeiten zur Rücksetzung bereit.
über eine Bestätigungs E-Mail (Reset by Email verification) per SMS (Reset by SMS)
über eine Auswahl durch den Benutzer (Let user choose between hotline and SMS)
Wird die Möglichkeit des Zurücksetzens per SMS angeboten, so ist über das Menü
Processing
151
die Konfiguration des SMS Versandes vorzunehmen.
101
4.10.4 Large File Management (LFM)
Das Large File Management ermöglicht mittels GINA-Technologie die Übertragung grosser Dateien,
über das übliche E-Mail Limit hinaus.
Diese zusätzliche Funktion steht in den Details jeder einzelnen GINA-Domain, welche jeweils über
Mail Processing
GINA Domains
Edit
zu erreichen ist - in der Sektion
174
zur Verfügung.
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102
5 Administrative Aufgaben
Administrative Aufgaben wurden durch das effektive Design der SEPPmail-Appliance auf ein Minimum reduziert. Sollten dennoch Aufgaben anfallen, so werden die Mitglieder der Gruppen admin und
233
) darüber benachrichtigt. Weiterhin werden Benachrichtigungen
über Probleme des Systems per Watchdog Meldung an die Postmaster address (siehe
System
168
) gesendet.
Je nach Konfiguration des Systems lassen sich so die administrativen Aufgaben auf folgende
Tätigkeiten beschränken:
Eingreifen bei Problemen (Watchdog Meldung)
Aktualisieren der Appliance (siehe
Administration
209
)
Erneuern des SSL Zertifikats bei Ablauf (siehe
187
)
Einstufen der Vertrauesnwürdigkeit von
238
Sollte die Anlage von Benutzern (siehe
Mail Processing
Ruleset generator
158
) sowie der Bezug von Zertifikaten (siehe
Mail Processing
Ruleset generator
162
) nicht automatisiert sein, so fallen hierfür natürlich weitere Aufgaben an.
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103
6 Microsoft Outlook AddIn
6.1
Einleitung
Das SEPPmail-AddIn für Microsoft Outlook kann auf PC-Systemen mit Microsoft Outlook installiert werden. Das Installieren kann sowohl interaktiv, als auch im Silent-Mode erfolgen. Je nach gewählter
Installation stehen unterschiedliche Einstellungen (Parameter) zur Verfügung, um die Funktionalität des AddIns zu beeinflussen.
Das AddIn stellt im jedem Outlook Fenster zum Verfassen einer E-Mail (Neu, Weiterleiten, Antworten)
Schaltflächen für das Steuern der kryptographischen Aktionen der SEPPmail-Appliance zur
Verfügung. Abhängig von den bei der Installation gewählten Einstellungen erscheinen unterschiedlich viele Schaltflächen, mit unterschiedlichen Standard-Einstellungen (gedrückt / nicht gedrückt).
Die Zustände der Schaltflächen beim späteren Versenden einer E-Mail werden entweder als Steuer-Informationen in x-header geschrieben.
optional bei Verwendung des "Subject-Mode" als Schlüsselwort in die Betreffzeile der E-Mail integriert.
Da es E-Mail Server gibt, welche x-header abschneiden, bietet der "Subject-Mode hierfür eine
Alternative.
Die durch das AddIn im "Subject-Mode" hinzugefügten Schlüsselworte sind auch im "Gesendet"
Ordner des Absenders zu sehen. Das versetzt diesen in die Lage, auch später nachzuvollziehen, ob er eine E-Mail kryptographisch behandelt oder unbehandelt versendet hat.
Hinweis:
Bei Verwenden des "Subject-Mode" werden eventuell manuell der Betreffzeile hinzugefügte Steuerbefehle (siehe "subject-mod Schlüsselworte" in Tabelle
109
) entfernt, um eventuell entgegengesetzte Anweisungen zu vermeiden.
Das zentrale SEPPmail-System ist bei Eingang der E-Mail in der Lage beide Informationen auszuwerten.
Weiterhin steht eine (optionale) Schaltfläche für den Aufruf einer Hilfe-Seite im Standard-Webbrowser zur Verfügung.
Ebenso kann bei Bedarf eine Warnung beim Versenden von unverschlüsselten und unsignierten E-
Mails ausgegeben werden.
Die Anwendung ist mehrsprachig und passt sich der jeweiligen Sprache der Microsoft Outlook-
Oberfläche an. Ist diese nicht verfügbar, wird Englisch als Standardsprache für das AddIn verwendet.
Derzeit sind die Sprachen
Deutsch
Englisch
Französisch
Italienisch verfügbar.
Im Folgenden werden technische Details zu den System-Anforderungen, zur Installation und zu den
Abläufen in der Registry beschrieben.
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104
6.2
Download
Das SEPPmail-Add-In für Microsoft Outlook können Sie auf der folgenden Webseite in der jeweils aktuellen Version herunterladen: http://dl.seppmail.ch
6.3
Systemanforderungen
Das SEPPmail-Add-In für Microsoft Outlook kann unter verschiedenen Betriebssystemen und
Microsoft Outlook Versionen installiert werden:
Microsoft Windows Betriebssysteme
Windows Vista
Windows 7 (32/64 bit)
Windows 8 (32/64 bit)
Windows Terminal Server
Microsoft Outlook Versionen
Outlook 2003
Outlook 2007
Outlook 2010 (32/64 bit)
Outlook 2013 (32/64 bit)
.NET Framework
Das .NET Framework muss in der Version 4.0 Client Profile oder neuer vorhanden sein. Fehlt dieses, versucht die Installationsroutine diese Komponente automatisch aus dem Internet zu beziehen und zu installieren.
6.4
Installation
Die Installation besteht aus zwei Dateien:
Setup.exe
ist erforderlich um auf Windows Vista, Windows 7 und Windows 8, bei eingeschaltetem UAC (
User Account Control = Benutzerkontensteuerung), per Rechtsklick „Als Administrator“ auswählen zu können.
Prüft vor dem Ausführen der .msi-Datei ob die Voraussetzungen für die Installation (zum
Beispiel NET Framework) vorhanden sind.
SEPPmailOutlookAddInSetup.msi
führt die eigentliche Installation durch und kann auch direkt gestartet werden, wenn entsprechende Rechte vorhanden sind (zum Beispiel inaktives UAC und Admin-Rechte) beziehungsweise am Terminalserver bereits in den Install-Mode gewechselt wurde.
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6.4.1
Interaktive Installation
Beispiel:
1.
Rechtsklick auf setup.exe und „Als Administrator ausführen“ bzw. „Run as administrator“ auswählen.
105
Abb. 1
2.
Die Sicherheitsabfrage von Windows mit „Ja“ beantworten, um die Installation zu starten.
3.
Im folgenden erscheinen die folgenden Bildschirme auf denen der Benutzer
Wahlmöglichkeiten a.
zu den später angezeigten Buttons
Abb. 2
b.
zu den Standard Button-Zuständen bei Öffnen eines E-Mail Fensters
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106
Abb. 3
c.
zum Ein/Ausschalten einer Warnung beim Versand von unverschlüsselten und unsignierten E-Mails
Abb. 4
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6.4.2
Silent Installation
Alternativ kann die Installation über die Kommandozeile mit diversen Parametern gestartet werden.
Hinweis:
Die Kommandozeile muss als Administrator gestartet werden!
107
Beispiel
msiexec /q /i "SEPPmailOutlookAddInSetup.msi" SMWarning=false
SMEncrypt=true SMSign=true SMWebmail=true SMHelp=true
SMEncryptSelected=false MSignSelected=false SMWebmailSelected=false / li .\log.txt
Msiexec-Parameter:
Parameter
/q
/i
/li .\log.txt
Beschreibung
Installation ohne User Interface
Installation eines MSI Paketes log.txt mit Basis Informationen im aktuellen Verzeichnis erzeugen
MSI-Parameter von SEPPmailOutlookAddInSetup.msi
SMEncrypt
SMSign
SMWebmail
SMNoEncryption
SMHelp
SMEncryptSelected
SMSignSelected
SMWebmailSelected
Tooltips
LMonly
Parameter
SMWarning
SMNoEncryptionSelected
Standard Beschreibung
False
Warnung falls die Schaltfläche verschlüsseln nicht ausgewählt wurde ein-/ausschalten
True Schaltfläche „Verschlüsseln“ ein-/ausblenden
True Schaltfläche „Signieren” ein-/ausblenden
Schaltfläche „Verschlüsseln mit Lesebestätigung” ein-/
True ausblenden
False Schaltfläche „Unverschlüsselt” ein-/ausblenden
False Schaltfläche „Hilfe” ein-/ausblenden
False
Schaltfläche „Verschlüsseln” im Standard aktiv/inaktiv setzen
False Schaltfläche „Signieren” im Standard aktiv/inaktiv setzen
False
False
Schaltfläche „Verschlüsseln mit Lesebestätigung” im
Standard aktiv/inaktiv setzen
Schaltfläche „Unverschlüsselt” im Standard aktiv/inaktiv setzen
False Tooltips für Buttons ein-/ausschalten
False Registry-Werte nur in „HKLM“, nicht in „HCU“ speichern
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108
6.4.3
Deinstallation
Die Deinstallation des SEPPmail-Add-In für Microsoft Outlook erfolgt interaktiv über die
Systemsteuerung im Menü Programme und Funktionen.
Interaktiv am Beispiel Windows 7/8
Rechtsklick auf den Eintrag SEPPmail Outlook Add-In -> Deinstallieren.
Deinstallation - Outlook Add-In
Weiterhin ist die Deinstallation auch Silent per MSI über den Befehl
MsiExec.exe /x {A5B1FA06-7E16-4645-AFC1-0A7CDAFA77E3} /qn oder über das AddIn Setup setup /s /v" /x {A5B1FA06-7E16-4645-AFC1-0A7CDAFA77E3} /qn" möglich.
Dabei ist zu beachten, dass diese Befehle mit Administrator-Rechten ausgeführt werden müssen.
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109
6.5
Registry
Das AddIn macht im Standard sowohl maschinenbezogene Eintragungen in den Registry Hive
HKEY_LOCAL_MACHINE (HKLM) wie auch in die benutzerbezogenen Hives
HKEY_CURRENT_USER (HCU).
Um zum Beispiel unternehmensweit Standard Vorgaben der Schaltflächen Einstellungen zu erzwingen, lässt sich das Speichern Benutzer bezogener Einstellungen (HCU) optional abschalten.
Die Schaltflächen Einstellungen werden bei neuen Benutzern aus den Maschineneinstellungen
(HKLM) in die Benutzereinstellungen (HCU) übernommen. Ebenso werden Änderungen der
Maschineneinstellungen bei bestehenden Benutzern übernommen.
Folgend werden die Registry-Werte für das AddIn im Bereich
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\SEPPmail\OutlookAddIn
bei 32 bit Maschinen beziehungsweise
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Wow6432Node\SEPPmail\OutlookAddIn
bei 64 bit Maschinen und Ihre jeweilige Funktion beschrieben:
Schaltfläche verschlüsseln verschlüsseln mit
Lesebestätigung intern verschlüsseln unverschlüsselt signieren
Hilfe
Name
Registry
Typ
REG_
Data
Beschreibung
SMEncrypt
SMEncrypt
Selected s-smenc
SMWebmail DWORD
SMWebmail
Selected s-smwebmail
Internal
Encryption
Internal
Recipient
SMNoEncryption DWORD
SMNoEncryption
Selected s-smnoenc
SMSign
SMSign
Selected s-smsign
SMHelp
DWORD
DWORD
SZ
DWORD
SZ
DWORD
DWORD
DWORD
SZ
DWORD
DWORD
SZ
DWORD subject-mod DWORD
0/1
0/1 blendet die Schaltfläche aus bzw.
ein setzt die Schaltfläche im Standard auf inaktiv/aktiv
[confidential] subject-mod Schlüsselwort
0/1
0/1
[priv]
0/1 ime@imepseudo domain.local
0/1
0/1 blendet die Schaltfläche aus bzw.
ein setzt die Schaltfläche im Standard auf inaktiv/aktiv subject-mod Schlüsselwort blendet die Schaltfläche aus bzw.
ein gibt die Pseudo Empfängeradresse für IME an blendet die Schaltfläche aus bzw.
ein setzt die Schaltfläche im Standard auf inaktiv/aktiv
[noenc]
0/1
0/1
[sign]
0/1
0/1 subject-mod Schlüsselwort blendet die Schaltfläche aus bzw.
ein setzt die Schaltfläche im Standard auf inaktiv/aktiv subject-mod Schlüsselwort blendet die Schaltfläche aus bzw.
ein durch Aktivieren des subject-mod werden Betreffzeilen
Schlüsselworte statt x-header zur
Steuerung der Appliance verwendet.
LMOnly DWORD 0/1 das Aktivieren von LMOnly deaktiviert das be- nutzerbezogene
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110
Tooltips
UsageTimeStamp SZ 2014,4,8,16,51,27
Web Site
DWORD
SZ
0/1 http://www.
seppmail.ch
Speichern von Einstellungen in
HCU de- bzw. aktiviert die Tooltips für die Schaltflächen
Zeitstempel für den Vergleich
HKLM/HCU
Webseite welche bei Anklicken der
Hilfe Schaltfläche aufgerufen werden soll
Tabelle 1
Davon werden folgende Werte gegebenenfalls in den Bereich
HKEY_CURRENT_USER\Software\SEPPmail\OutlookAddIn
übernommen:
Schaltfläche
Name verschlüsseln verschlüsseln mit
Lesebestätigung intern verschlüsseln unverschlüsselt signieren
Hilfe
SMEncrypt
SMEncryptSelected
SMWebmail
SMWebmailSelected
InternalEncryption
InternalRecipient
SMNoEncryption
SMNoEncryptionSelected
SMSign
SMSignSelected
SMHelp
UsageTimeStamp
Tabelle 2
Registry
Typ
REG_
DWORD
DWORD
DWORD
DWORD
DWORD
DWORD
DWORD
DWORD
DWORD
DWORD
DWORD
SZ
Data
0/1
0/1
0/1
0/1
0/1
0/1
0/1
0/1
0/1
2014,4,8,16,51,27
Werden durch Aktivieren des
subject-mod
statt der x-header Betreffzeilen Schlüsselworte verwendet, so ist darauf zu achten, dass die Schlüsselworte der in der Appliance im Punkt
Mail Processing
Ruleset generator
konfigurierten gleichen.
x-header x-smenc x-smsign s-smsign x-smwebmail s-smwebmail x-smplain
Name s-smenc
Registry
Schlüsselwort
(Standard)
[confidential] s-smnoenc
[sign]
[priv]
[noenc]
Tabelle 3
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111
6.6
AddIn Verwaltung
Für das zentrale Verwalten der AddIn Einstellungen in Microsoft Netzwerken, bieten wir zusätzlich ein
ADM-Template an. Somit können die Einstellungen bequem per per Group Policies (GPO) ausgebraucht werden.
Die Vorlage steht ebenfalls zum
104
zur Verfügung.
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112
7 Referenz der Menüpunkte
7.1
Übersicht der Menüpunkte
Die Konfigurationsoberfläche der SEPPmail-Appliance ist in die, in der folgenden Tabelle kurz beschriebenen Menüs aufgeteilt. Die Gliederung dieses Teils des Handbuchs folgt dieser Tabelle.
Menü Beschreibung
Login/Logout
Home
System
Mail System
Anmeldung an der Konfigurationsoberfäche, ändern des persönlichen
Kennworts für die Konfigurationsoberfläche
Anzeige administrativer Daten wie zum Beispiel Systemstatus, System- und
Benutzerlizenz, aktuelle Softwareversion, statistische Daten zur
Systemauslastung
Durchführen grundlegender Netzwerkeinstellungen wie zum Beispiel IP-
Adresse, Host- und Domainname, Routing, System Datum- und Uhrzeit
Einrichtung des SEPPmail E-Mail-Systems, E-Mail Domänen und E-Mail-
Routing, E-Mail-Relay-Server, Access Control, TLS, AntiSPAM, Blacklists/
Whitelists
Mail Processing
Regeln zur Verarbeitung von E-Mails, Verwaltung von GINA-Domänen, SMS-
Kennwortversand, Disclaimer, E-Mail-Templates, Virenscanner und SPAM-
Protection-Regeln und Schwellwerte, Regelwerk für E-Mail-Signierung, Verund Entschlüsselung verwalten/anzeigen/laden
SSL
CA
SSL-Device-Zertifikat für den SEPPmail Secure Webmail Webserver einrichten und sichern
Eigene Zertifizierungsstelle (CA) einrichten, Connector zur SwissSign CA
(MPKI) einrichten, CA-Zertifikat anfordern und sichern, eventuell Sub-CA oder Registrierungsstelle (RA) einrichten.
Administration
SEPPmail registrieren, Software-Updates installieren, Datensicherung erstellen und zurücksichern, SEPPmail neu starten oder herunterfahren,
SEPPmail auf Werkseinstellungen zurücksetzen, bestehende Benutzer oder
Schlüssel importieren, ausgehende Supportverbindung aktivieren
Cluster
Cluster-Verbund mit mehreren SEPPmail-Systemen einrichten
E-Mail-Logdateien einsehen und verwalten
Logs
Statistics
Grafische Anzeige des verarbeiteten E-Mail-Verkehrs und der
Systemauslastung
SEPPmail-Benutzerkonten erstellen und verwalten
Users
Groups
SEPPmail-Gruppen erstellen und verwalten
GINA accounts
Verwalten von automatisch erzeugten GINA--Konten. GINA bezeichnet die frühere Secure-Webmail-Schnittstelle.
openPGP public keys
Öffentliche openPGP-Schlüssel von Kommunikationspartnern importieren und verwalten
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113
X.509
Certificates
Öffentliche S/MIME X.509-Zertifikate von Kommunikationspartnern importieren und verwalten
X.509 Root
Certificates
S/MIME X.509-Root-CA-Zertifikate importieren und verwalten
Domain keys
openPGP und S/MIME Domänen Schlüssel importieren, synchronisieren und verwalten
Customers
Aktivieren und Einrichten einer Multi-Kunden-Konfiguration (Multitenancy).
Hierbei können zum Beispiel E-Mail Domänen, Benutzerkonten oder GINA-
Benutzerkonten dediziert einem zuvor definierten Kunden zugewiesen werden.
Referenz der Menüpunkte in der SEPPmail Konfigurationsoberfläche
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114
7.2
Login/Logout
Der Menüpunkt
Login
ermöglicht das Abmelden von der SEPPmail-Konfigurationsoberfläche beziehungsweise den Kennwortwechsel des angemeldeten Benutzers. In der folgenden Tabelle werden die einzelnen Parameter beschrieben.
Sektion
Login
Parameter
User ID
Password
Beschreibung
Eingabe der User ID zur Anmeldung an der Administrationsoberfläche.
Die Anmeldung an der AdminGUI ist prinzipiell für jeden, auf SEPPmail-
Appliance angelegten Benutzer möglich, welchem ein Passwort zugewiesen
223
).
Ob und welche Menüs für den jeweiligen Benutzer sichtbar sind hängt von dessen Gruppenzugehörigkeit ab (siehe Menü
233
).
Dient der Passwort Eingabe.
Sektion
Change Password
Parameter Beschreibung
The password must:
New Password
Gibt die Passwort Stärke der vorgegebenen Konfiguration (siehe Menü
223
Password Policy
).
Zum Anmelden an der Konfigurationsoberfläche wählen Sie die Schaltfläche
Log in
.
Dient dem Passwort Wechsel des angemeldeten Bunutzers. Das Passwort muss zwei mal angegeben werden um eine fehlerhafte Eingabe zu vermeiden und den Vorgaben von "The password must:" entsprechen.
Log out
.
Abmelden von der Konfigurationsoberfläche.
Change Password
Ändert das Passwort wie unter
Change Password
eingegeben.
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115
7.3
Home
Das Menü Home öffnet nach Anmeldung an der Konfigurationsoberfläche. Es zeigt grundlegende
Informationen zum SEPPmail-System an.
Sektion
System Status
Diese Sektion zeigt den aktuellen Systemstatus der SEPPmail-Appliance an.
Dieser sollte
"All systems are stable and running."
lauten. Sollten Probleme auf dem System existieren, so werden diese hier ebenso in rot angezeigt, wie eventuell wichtige, aber fehlende Konfigurationseinträge.
Sektion
License
In dieser Sektion wird der Lizenzstatus, wie lizensierte Komponenten, deren Anzahll und Laufzeit angezeigt.
Parameter Beschreibung
Wurde das System erfolgreich registriert und ist eine gültige Lizenz vorhanden, so wird hier der Status
"Valid License detected" angezeigt.
Hier werden Informationen zur System- und Benutzerlizenz angezeigt.
License Type
License ID
Lizenznummer für das SEPPmail System.
Eigentümer der SEPPmail Lizenz.
License Holder
Issue date
Ausstellungsdatum der Lizenz.
Zusätzliche Informationen zur Lizenz.
Comment
Encryption/Signature
Licenses
Large File Management
(LFM) Licenses
Anzahl der erworbenen Benutzerlizenzen. In Klammern wird die Anzahl bereits verwendeter Benutzerlizenzen angezeigt.
Anzahl der erworbenen Benutzerlizenzen für die Funktion Large File
Management. In Klammern wird die Anzahl bereits verwendeter
Benutzerlizenzen angezeigt.
Auf den Hardware Appliances ab 1000B steht für LFM interner Speicher zur Verfügung.
Die 500B benötigt eine externe USB-Platte. Bei virtuellen Appliances muss für das Verwenden von
LFM auf dem Hostsystem eine weitere Hard Disk von midestens 5GB zugeordnet, und das System neu gestartet werden. Andernfalls erscheint die Meldung
Note: You have LFM licenses, however your device has no disk to store Files. Please add an USB (or virtual) disk.
(siehe auch
40
)
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116
Parameter
Multitenancy
Software Care Pack
Beschreibung
Anzahl der erworbenen Mandantenlizenzen
Anzeige des Ablaufdatums der Lizenz für Software Updates.
Device Care Pack
Anzeige des Ablaufdatums des Device Care Packs.
Protection Pack
(Anti-spam/Anti-virus)
Anzeige des Ablaufdatums der Lizenz für AntiVirus und AntiSPAM.
Internal Mail Encryption
Lizenz für interne Verschlüsselung (Active / Inactive).
Self-Service password management
Lizenz für Self-Service passwort management (Active / Inactive).
Sektion
System
Zeigt die Systemdaten der Appliance an.
Parameter
Device ID
Appliance Type
Firmware Version
Uptime
Beschreibung
Gerätelizenznummer
Typ der aktuellen Appliance, zum Beispiel SEPPmail 5000 (VMware
Virtual Appliance).
Aktuell auf dem System installierte Softwareversion.
Laufzeit des Systems nach dem letzen Neustart.
Sektion
Anti-Virus
Zeigt den Status des integrierten Virenscanners an
Parameter
Inactive
ClamAV Engine
Beschreibung
Falls das Protection Pack (VSPP) nicht lizensiert wurde ist dies die einzige Anzeige der Sektion.
Anzeige der ClamAV Scan Engine Version
Anzeige der ClamAV Virensignatur Version
Signature Version
Signature Date
Anzeige des ClamAV Virensignatur Datums
Sektion
Mail statistics
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Zeigt eine Kurzübersicht der verarbeiteten E-Mail an.
Parameter Beschreibung
Mails Processed
Mails Processed
(S/MIME)
Anzahl aller insgesamt vom System übertragenen E-Mails (empfangen, gesendet).
Anzahl aller insgesamt via S/MIME verarbeiteten E-Mails (entschlüsselt, verschlüsselt).
Mails Processed
(openPGP)
Anzahl aller insgesamt via openPGP verarbeiteten E-Mails
(entschlüsselt, verschlüsselt).
Mails Processed
(DOMAIN)
Anzahl aller insgesamt via Domänen Verschlüsselung verarbeitenten E-
Mails (entschlüsselt, verschlüsselt).
GINA Mails
Anzahl aller insgesamt versendeten Secure Webmails über das GINA-
Subsystem.
Mails currently in queue
Anzahl aller E-Mails in der Warteschlange.
Sektion
Disk statistics
Zeigt die Auslastung der einzelnen Systempartitionen an.
Parameter Beschreibung
Zeigt die Auslastung des Datenbank Volumes im System
Database
Mail queue
Zeigt die Auslastung des E-Mail Warteschlangen Volumes im System
Zeigt die Auslastung des Volumes für die Log-Dateien im System
Log temp
LFM store
Zeigt die Auslastung des Volumes für temporäre Dateien im System
Zeigt die Auslastung des Volumes für die Large File Management
Volume im System sofern dieses Feature lizensiert wurde
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7.4
System
Das Menü
System
kann in zwei Ansichten betrachtet werden. Die grundlegenden Basiseinstellungen sind in der Ansicht Normal View zu sehen. Diese Ansicht ist die Standardansicht bei Aufruf des
Menüs. Eine vollständige Übersicht aller Einstellungen ist in der Ansicht Advanced View zu sehen.
Advanced View
Durch betätigen der Schaltfläche
Advanced View
werden die erweiterten Parameter angezeigt.
Um die erweiterte Darstellung des Menüpunkts
System
wieder zusammenzufassen ist in der
Erweiteren Darstellung die Schaltfläche
Normal View
zu betätigen.
Normal View
In diesem Menü werden die wichtigsten Parameter der LAN-Anbindung des SEPPmail-Systems eingerichtet. Die hier eingetragenen Daten dienen auch als Grundeinstellung für viele weitere
Einstellungen des SEPPmail-Systems.
Die folgenden Tabellen beschreiben den Advanced View, da dieser alle Einstellungen des Normal
View beinhaltet.
Sektion
Comment
(optional)
Eingabefelder zur Beschreibung beziehungsweise zur Identifikation des SEPPmail-Systems. Diese
Parameter werden zum Beispiel als Betreff in der automatischen Datensicherung sowie von SNMP verwendet. Ansonsten dienen Sie lediglich der Beschreibung. Die Einträge sind frei wählbar und jeweils optional.
Parameter Beschreibung
System Description
System Location
System Object ID
System Contact
System Name
Kurzbeschreibung des Systems. Diese wird auch als Titel im Browser beziehungsweise Browser-Tab der Administrationsoberfläche angezeigt.
Standort des Systems
Eigene ID des Systems
Ansprechperson für das System
Name des Systems
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Sektion
IP Addresses
Parameter Beschreibung
Interface 1
Eingabemaske für IP-Adresse mit Subnetzmaske und den Medientyp der physischen Netzwerk Schnittstelle LAN1 bzw. eth0. In den meisten
Umgebungen sollte der Medientyp auf dem Standardwert autoselect belassen bleiben.
Für jede physisch vorhandene Netzwerk-Schnittstelle wird jeweils eine
Schnittstellen-Konfiguration angezeigt. Die hier angezeigte Schnittstellen-
Nummer entspricht der folgenden Netzwerk-Schnittstelle:
Interface 2 - 4
(optional)
Team / bond interfaces
(optional)
Custom hosts file entries:
(optional)
Interface 1 - LAN1 bzw. eth0 oder auch vic0 bei virtuellen Appliances
Wie bei Interface 1 jedoch jeweils für
Interface 2 - LAN2 bzw. eth1 oder auch vic1
Interface 3 - LAN3 bzw. eth2 oder auch vic2
Interface 4 - LAN4 bzw. eth3 oder auch vic3
Durch Verwendung dieser Einstellung können mehrere Interfaces gebündelt und logisch wie eines verwendet werden. Dabei gibt es unterschiedliche Verfahren: broadcast (Ausfallsicherheit)
Nutzung meherer Switches gleichzeitig möglich.
failover (Ausfallsicherheit)
Nur ein Interface ist aktiv, bei Ausfall wird auf das nächste
übergegangen. Nutzung meherer Switches möglich.
lacp / 802.3ad (Lastverteilung, Ausfallsicherheit)
Bündelung mehrerer Schnittstellen zur Erreichung höherer
Bandbreiten. Anbindung an nur einen Switch mit entsprechender
Protokollunterstützung möglich.
loadbalance (Lastverteilung)
Jeder Gegenstelle im Netzwerk ein zu nutzendes Interface zugewiesen.
roundrobin (Lastverteilung, Ausfallsicherheit)
Verfügbare Interfaces werden in Senderichtung wechselweise genutzt, in Empfangsrichtung kann max. die Geschwindigkeit einer einzelnen Interface genutzt werden.
Zum Durchführen einer lokalen Namensauflösung muss in diesem Feld eine Kombination von IP-Adressen und Hostname/n eintragen werden.
Format:
62.2.145.228 update seppmail.ch support.seppmail.ch
193.239.220.29 pool.ntp.org
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Sektion
IP ALIAS Addresses
(optional)
Werden mehrere SEPPmail-Appliances in einem Clusterverbund betrieben, so können diese gemeinsam über eine oder auch mehrere virtuelle IP-Adressen angesprochen werden. Die Stellung der einzelnen Maschine innerhalb dieses Verbundes wird über die Priorität (Priority:) definiert.
Hinweis:
Um die Funktion des CARP-Protokolls - welches die Basis für das Bereitstellen virtueller IP-Ardressen bildet - zu gewährleisten, müssen bei virtuellen Appliances gegebenenfalls folgende Einstellungen vorgenommen werden:
Microsoft Hyper-V
Option "Spoofing von MAC-Adressen aktivieren" in der Konfiguration der virtuellen Netzwerkkarte aktivieren.
Diese Option ist in den Hyper-V Einstellungen der virtuellen Maschine unter
"Ältere Netzwerkkarte -> Erweiterte Features" zu finden.
ESX
"promiscous mode" in der Konfiguration der virtuellen Netzwerkkarte aktivieren.
Diese Option ist in den ESX Einstellungen wie folgt vorzunehmen:
1. Im "vSphere Web Client" zum entsprechenden "Host" navigieren
2. Anwählen der Registerkarte "Verwalten"
3. Anwählen "Virtuelle Switches" in der Auswahl rechts der Registerkarte
4. Anwählen des umzustellenden "Switches"
5. Anwählen der Option "Einstellungen bearbeiten" durch Klick auf das
Bleistift-Symbol
6. Anwählen "Sicherheit" in der Auswahl rechts des Fensters
7. Option "Promiscuous-Modus" über das Auswahlmenü auf "Aktzeptieren" stellen und mit "OK" bestätigen
Je nach ESX Version kann es sein, dass die Sicherheitseinstellungen gesplittet wurden. Für diesen Fall sollten auf dem vSwitch die Optionen o
Promiscous Mode o
Gefälschte Übertragung o
MAC Adressänderung aktiv sein, damit CARP / VRRP korrekt arbeitet.
Parameter Beschreibung
IP Alias 0 - 3
An dieser Stelle können virtuelle IP-Adressen definiert werden, welche in der Regel bei Clusterconfigurationen zum Einsatz kommen (siehe Menü
215
).
Hierzu ist es erforderlich für jeden Alias
1. eine IP-Adresse
2. die Netzwerkmaske
3. die VHID (Virtual Host Identification)
4. das Interface an welches der Alias gebunden werden soll
5. die Priorität der Schnittstelle im Verbund (Primary, Secondary,
Backup) anzugeben.
IP-Adresse Subnetz VHID
Angabe der virtuellen
IP-Adresse auf welche die zum
Beispiel
/24 für
C-
Klasse
Die VHID
(Virtual Host
Identification) muss bei allen
Interface Priority
Angabe der
Netzwerk
Schnittstelle
(siehe Sektion
IP Addresses
),
Stellung der einzelnen
Maschine innerhalb dieses
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Parameter Beschreibung
Systeme gemeinsam reagieren sollen
Maschinen, welche ebenfalls auf die eingetragene virtuelle IP reagieren sollen gleich sein.
an welche die virtuelle IP gebunden werden soll.
Verbundes.
121
Hinweis:
Virtuelle IP Adressen dienen ausschliesslich dem Ansprechen eines Clusters von aussen.
Wird eine E-Mail von einer Cluster-Maschine versandt, so geschieht dies immer mit der physikalischen IP Adresse der jeweiligen Maschine.
Sektion
SMTP Loadbalancer
(optional)
Dient der Lastverteilung bei Betrieb eines Clusters.
Parameter Beschreibung
Enable Load balancer
Aktiviert die SMTP Loadbalancer Funktion.
Das SMTP Loadbalancing reicht erst nach erreichen eines hohen
Auslastungsgrades - Auslöser ist die Anzahl (10) der gleichzeitigen
Verbindungen - E-Mails an die eingetragenen Clusterpartner weiter.
Hierdurch wird die Fehleranalyse erleichtert, da eine Sichtung der Logs im Regelfall auf der Hauptmaschine ausreiichend ist.
Distribute load to the following cluster members
An dieser Stelle werden die IP-Adressen der Clusterpartner für das
Loadbalancing eingegeben. Die IP-Adressen werden im Eingabefeld durch ein Leerzeichen getrennt.
Sektion
Name
Der Name des Systems setzt sich aus dem Hostnamen und der Domäne zusammen. zum Beispiel securemail.seppmail.ch
Diese Einstellungen sind die interne Sicht, sie müssen also nicht den Daten, wie sie vom
Internet her Gültigkeit hätten, entsprechen.
Parameter Beschreibung
Hostname
Domain
Eingabe des Hostnamens des SEPPmail Systems ein. zum Beispiel securemail
Eingabe der Domäne des SEPPmail Systems ein. zum Beispiel seppmail.
ch
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Sektion
Routing
Parameter
Default Gateway
Static Routes
(optional)
Beschreibung
Angabe der Gateway-Adresse passend zum Netzwerksegment (IP und
Netzmaske wie sie unter
IP Addresses
eingegeben wurden). An dieses
Gateway werden alle Datenpakete weitergeleitet, welche an Zieladressen ausserhalb des lokalen Netzwerksegments gesendet werden sollen.
Sollten Verbindungen zu Netzen hergestellt werden müssen, welche nicht
über das Default Gateway erreichbar sind, so können an dieser Stelle die entsprechenden Netze mit ihrem Subnetz jeweils unter "Destination" und das jeweils dort hin führende "Gateway" angegeben werden. Diese statischen IP-Routen haben Priorität vor der Verwendung des Standard-
Routers (Default Gateway).
Nach dem Speichern einer statischen Route wird jeweils ein weiteres
Eingabefeld eingeblendet.
Sektion
DNS
Parameter Beschreibung
Use built-in DNS
Resolver
Prefer IPv6 addresses in replies
Bei diesem Parameter versucht das System die DNS-Namensauflösung immer mit Hilfe der DNS-Root-Nameserver im Internet. Ist dieser
Parameter ausgewählt, so kann die Auflösung von DNS-Namen ggf. sehr lange dauern und die Reaktion des SEPPmail Systems dadurch verzögert werden.
Use the following DNS
Servers
DNS-Anfragen für Adressen, für welche die SEPPmail nicht selbst zuständig ist, werden an übergeordnete DNS-Name-Server weitergeleitet.
Dazu sollte SEPPmail die DNS-Anfrage zunächst an einen internen DNS-
Server im eigenen Netzwerk oder die DNS-Server Ihres Internet Providers weitergeben, die Sie hier spezifizieren können.
Durch diese Einstellung werden IPv6 Antworten des DNS Servers bevorzugt verwendet.
Primary
Alternate 1
(optional)
Alternate 2
(optional)
Search Domain(s)
add local zone
(optional)
Gehen Sie hier den ersten DNS-Name-Server ein an den SEPPmail DNS-
Anfragen weiterleiten soll.
Ist der primäre DNS-Name-Server nicht verfügbar oder antwortet nicht wird die DNS-Anfrage an den hier eingetragenen, alternativen DNS-
Name-Server weitergeleitet.
Sind weder der primäre noch der erste alternative DNS-Name-Server verfügbar, so wird die DNS-Anfrage an den hier eingetragenen, zweiten alternativen DNS-Name-Server weitergeleitet.
Geben Sie hier eine Suchliste mit Domänen Namen an, welche bei einer
DNS-Anfrage nacheinander abgefragt werden.
Lokale Zonen werden verwendet, wenn jeweils mehrere Forwarding- und/ oder SMTP-Server angesprochen werden sollen, für das Auflösen der hierfür benötigten MX-Records jedoch kein lokaler DNS-Server zur
Verfügung steht.
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Nach dem Speichern werden jeweils ein weitere Eingabefelder eingeblendet.
In den unten dargestellten Beispiel Eintragungen würde für die Domäne
pseudo.local vorrangig in mail1.pseudo.local mit der IP-Adresse
10.0.0.11 aufgelöst da dieser die Präferenz 10 aufweist. Sollte der Server
mail1.pseudo.local nicht erreichbar sein, wird der Eintrag mit der
Präferenz 20, also mail2.pseudo.local mit der IP-Adresse 10.0.0.12 verwendet.
Domain name: host: host:
Pseudo Domänen Name, welcher intern in der SEPPmail-
Appliance als MX-Record aufgelöst werden soll, zum Beispiel
pseudo.local.
Hostname, zum
Beispiel
mail1
mx:
Präferenz, zum
Beispiel
10
ip:
IP-Adresse des ersten E-
Mail-Servers, zum Beispiel
10.0.0.11
Hostname, zum
Beispiel
mail2
mx:
Präferenz, zum
Beispiel
10
ip:
IP-Adresse des zweiten E-
Mail-Servers, zum
Beispiel 10.0.0.12
Sektion
GUI Protocol
Definiert die Einstellungen für den Zugriff auf die Adminoberfläche.
Parameter Beschreibung
HTTP Port
HTTPS Port
Admin GUI Session timeout:
Aktivieren Sie diesen Parameter, um den unverschlüsselten Zugriff via
HTTP Protokoll auf die Konfigurationsoberfläche zu ermöglichen. Geben
Sie dazu einen entsprechenden TCP/Port (im Standard 8080) an.
Um Sicherheitsrisiken zu minimieren ist diese Option im Standard deaktiviert.
Aktiviert den verschlüsselten Zugriff via HTTPS Protokoll auf die
Konfigurationsoberfläche zu ermöglichen. Geben Sie dazu einen entsprechenden TCP/Port (im Standard 8443) an.
Dies ist der Standard Zugriff auf die SEPPmail Konfigurationsoberfläche.
Zeit in Sekunden bis zum automatischen Logout aus der
Konfigurationsoberfläche bei Inaktivität.
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Sektion
GINA-https Protocol
Definiert die Einstellungen für den Zugriff auf das GINA-Webinterface.
Parameter Beschreibung
HTTP Port
Aktivieren Sie diesen Parameter, um den unverschlüsselten Zugriff via
HTTP Protokoll auf die Webmail-Schnittstelle des SEPPmail Systems zu ermöglichen. Geben Sie dazu einen entsprechenden TCP/Port (im
Standard 80) an.
Hinweis:
Verwenden Sie das HTTP-Protokoll nicht für einen
Zugriff auf die Webmail-Schnittstelle aus dem Internet oder aus einem anderen unsicheren Netzwerk.
Hierdurch würde das Protokollieren von
Webbrowserverbindungen zur Webmail-Schnittstelles des SEPPmail durch unbefugte Dritte ermöglicht.
Diese Einstellung wird in der Regel nur dann benötigt, wenn bereits eine vorgeschaltete Komponente den SSL-Tunnel zum GINA-Webinterface terminiert.
HTTPS Port
Enable local https proxy, redirect unknown requests to
(optional)
Aktivieren Sie diesen Parameter, um den verschlüsselten Zugriff via
HTTPS Protokoll auf die Webmail-Schnittstelle des SEPPmail Systems zu ermöglichen. Geben Sie dazu einen entsprechenden TCP/Port (im
Standard 443) an.
Aktivieren Sie diesen Parameter, um den Zugang zum Webmail
Subsystem (GINA Webinterface) nicht mehr direkt sondern über den lokalen SEPPmail Reverse-Proxy zu aktivieren. Alle nicht für das
Webmail bestimmten Anfragen werden dadurch an die eingetragene URL weitergeleiten.
Hierdurch kann zum Beispiel der Zugang zu einem internen OWA-Server
(Outlook Web Access) gewährleistet werden. Ebenfalls können
ActiveSync Verbindungen zum internen MS-Exchange Server durch den
Reverse-Proxy weitergeleitet werden.
Sektion
Console Login
(optional)
Definiert die Einstellungen für den Zugriff auf die Console der Appliance.
Parameter Beschreibung
Disable console root login
Aktivieren Sie diesen Parameter, so wird der Konsolenzugang am
SEPPmail System gesperrt.
Hinweis:
Bitte beachten Sie beim Aktivieren dieses Parameters, dass in diesem
Fall ein gewollter Zugang zum System im Fehlerfall ebenfalls nicht mehr möglich ist.
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Sektion
Syslog Settings
(optional)
Ermöglicht die Weiterleitung von Log-Einträgen an einen Syslog Server.
Parameter Beschreibung
Forward maillog and authlog to this syslog server
Forward GUI audit log to this syslog server
Hostname oder IP-Adresse eines Syslog-Servers im LAN an welchen die
SEPPmail die Mail- und Auzuthentifizierungs- Log-Protokolle zusätzlich senden soll. Als Zielport wird UDP/514 verwendet.
Hostname oder IP-Adresse eines Syslog-Servers im LAN an welchen die
SEPPmail die Log-Protokolle der Aktionen aus der AdminGUI zusätzlich senden soll. Als Zielport wird UDP/514 verwendet.
Sektion
Log Cleanup
(optional)
Parameter Beschreibung
Automatically delete log archives older than
?
days
Löscht automatisch Log-Archive-Dateien, welche älter als die eingestellte
Anzahl von Tagen sind. Minimum sind 30 Tage, Maximum 3640 Tage (10
Jahre)
Durch das automatische löschen der Log-Archive kann ein "Vollaufen" der
Log-Partition vermieden werden.
Hinweis:
In mandantenfahigen Systemen ist zu beachten, dass diese Logs somit auch nicht mehr für den Mandanten
Admin auf der Appliance zur Verfügung stehen.
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Sektion
Proxy Settings
(optional)
Hier müssen nur dann entsprechende Einstellungen vorgenommen werden, wenn ein direkter Zugriff der Appliance per SSH (TCP Port 22) in das Internet nicht möglich ist.
Parameter Beschreibung
Proxy Server
Proxy Port
Hostname oder IP-Adresse des Proxy-Servers, über welchen die SSH
Kommunikation geleitet werden soll.
Ziel-Port des Proxy-Servers, zum Beispiel 8080 oder 8081
Proxy User
(optional)
Benutzername für die Anmeldung am Proxy-Server sofern diese notwendig ist.
Kennwort für die Anmeldung am Proxy-Server
Proxy Password
(optional)
Use direct connection on port 22 outgoing
(preferred)
Diese Option muss aktiviert werden, wenn eine SSH-Verbindung direkt und ohne Umweg über einen Proxy-Server ins Internet möglich ist.
Connect through
SOCKS 4 proxy
Connect through
SOCKS 5 proxy
Connect through
HTTP proxy
Connect through
Telnet proxy
Diese Option muss aktiviert werden, um SSH-Verbindungen durch einen generischen SOCKS-Proxy zu tunneln. Diese Option kann verwendet werden, wenn der direkte Zugang via SSH ins Internet reglementiert ist, für dass SEPPmail System aber die Verbindung über einen SOCKS-Proxy
(Version 4) ins Internet möglich ist.
Diese Option muss aktiviert werden, um SSH-Verbindungen durch einen generischen SOCKS-Proxy zu tunneln. Diese Option kann verwendet werden, wenn der direkte Zugang via SSH ins Internet reglementiert ist, für dass SEPPmail System aber die Verbindung über einen SOCKS-Proxy
(Version 5) ins Internet möglich ist.
Diese Option muss aktiviert werden, um SSH-Verbindungen durch einen
HTTP-Proxy zu tunneln. Diese Option kann verwendet werden, wenn der direkte Zugang via SSH ins Internet reglementiert ist, für dass SEPPmail
System aber die Verbindung über einen HTTP-Proxy ins Internet möglich ist.
Diese Option muss aktiviert werden, um SSH-Verbindungen durch einen
Telnet-Proxy zu tunneln. Diese Option kann verwendet werden, wenn der direkte Zugang via SSH ins Internet reglementiert ist, für dass SEPPmail
System aber die Verbindung über einen Telnet-Proxy ins Internet möglich ist.
Use port 80 instead of
22
Diese Option muss aktiviert werden, wenn eine HTTP-Verbindung direkt ins Internet möglich ist. Die SSH-Verbindung verwendet dann den Port
TCP 80 (HTTP) statt TCP 22 (SSH).
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Sektion
OCSP / CRL check Settings
(optional)
Über diese Sektion kann das Prüfen der Zertifikatsgültigkeit über Sperrlisten ("certificate revocation list" kurz "CRL") und / oder das Online Certificate Status Protocol (OCSP) aktiviert werden. Für den
Abruf dieser Informationen wird jeweils Zugriff zur ausstellenden Certification Authorothy (CA) benötigt. Hat die Appliance keine direkten Zugriff in das Internet, so kann an dieser Stelle zusätzlich die Verbindung über einen Proxy Server Konfiguriert werden.
Parameter Beschreibung
Enable OCSP / CRL checks for S/MIME certificates.
Proxy Server
Diese Option muss aktiviert werden, sofern eine OCSP / CRL Prüfung erwünscht ist.
Proxy Port
Proxy User
(optional)
Proxy Password
(optional)
Use direct connection
Hostname oder IP-Adresse des Proxy-Servers, über welchen die HTTP /
HTTPS Kommunikation zur CA hin hergestellt werden soll.
Ziel-Port des Proxy-Servers, zum Beispiel 8080 oder 8081
Benutzername für die Anmeldung am Proxy-Server sofern diese notwendig ist.
Kennwort für die Anmeldung am Proxy-Server
Connect through
SOCKS 4 proxy
Connect through
SOCKS 5 proxy
Connect through
HTTP proxy
Diese Option muss aktiviert werden, wenn eine HTTP- / HTTPS-
Verbindung direkt und ohne Umweg über einen Proxy-Server ins Internet möglich ist.
Diese Option muss aktiviert werden, um HTTP- / HTTPS-Verbindungen durch einen generischen SOCKS-Proxy zu tunneln. Diese Option kann verwendet werden, wenn der direkte Zugang via HTTP / HTTPS ins
Internet reglementiert ist, für dass SEPPmail System aber die Verbindung
über einen SOCKS-Proxy (Version 4) ins Internet möglich ist.
Diese Option muss aktiviert werden, um HTTP- / HTTPS-Verbindungen durch einen generischen SOCKS-Proxy zu tunneln. Diese Option kann verwendet werden, wenn der direkte Zugang via HTTP / HTTPS ins
Internet reglementiert ist, für dass SEPPmail System aber die Verbindung
über einen SOCKS-Proxy (Version 5) ins Internet möglich ist.
Diese Option muss aktiviert werden, um HTTP- / HTTPS-Verbindungen durch einen HTTP-Proxy zu tunneln. Diese Option kann verwendet werden, wenn der direkte Zugang via HTTP / HTTPS ins Internet reglementiert ist, für dass SEPPmail System aber die Verbindung über einen HTTP-Proxy ins Internet möglich ist.
Sektion
Time zone
Parameter Beschreibung
Auswahl der Zeitzone
Auswahl der für den Standort des SEPPmail Systems gültigen Zeitzone.
Der Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit wird automatisch durchgeführt.
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Sektion
Time and Date
Parameter Beschreibung
No time sync
Automatically synchronize with an
NTP server
Mit dieser Einstellung wird ausschliesslich die interne Systemzeit verwendet. Diese kann über Set date and time manually entsprechend eingestellt werden. Ein automatische Abgleich mit anderen Systemen findet nicht statt!
Bei dieser Option werden Datum und Uhrzeit gegen den unter
"Server"
angegebenen Zeitserver über das Protokoll NTP, Zielport UCP 123, synchronisiert.
Server
Set date and time manually
Date
Time
Hinweis:
Diese Option ist für die Einrichtung eines Clusters auf allen
Cluster Membern zwingend erforderlich.
Die ausgewählte Zeitzone (siehe Sektion "Time Zone") spielt für die Synchronisation im Cluster keine Rolle.
Hostname oder IP-Adresse eines Zeitservers. Dieser kann sich in Ihrem
Firmennetzwerk oder im Internet befinden.
Gegebenenfalls ist die Angabe eines Hostnamens, der in mehrere
Zeitserver aufgelöst wird, bezüglich des Gewährleistens der Verfügbarkeit von Vorteil.
Steht kein NTP-Zugang zur Verfügung, so kann an dieser Stelle das aktuelle Datum und die aktuelle Uhrzeit manuell eingeben werden.
aktuelles Datum im Format: dd.mm.yyyy
aktuelle Uhrzeit im Format: hh:mm:ss
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129
Sektion
SNMP Daemon
(optional)
Die hier vorgenommenen Änderungen werden erst nach einem Neustart der SEPPmail-Appliance aktiv.
Wird weder bei "snmp v1/2 Read-only Community" noch bei "snmp v1/2 Read-write Community"
eine Eingabe gemacht, so wird SNMP v1/2 deaktiviert.
Für die SNMP v3 Verschlüsselung wird AES, für die Authentifikation SHA als Algorithmus verwendet
Parameter Beschreibung
Enable SNMP
Aktivieren und deaktivieren des SNMP Deamon auf dem SEPPmail
System. Nach Aktivierung des SNMP Protokols können Sie mit SNMP-
Tools wie zum Beispiel snmpwalk Informationen Ihres SEPPmail Systems abrufen.
IP-Adresse zu der sich das SNMP-Monitoring verbindet. Dies ist in der
Regel die IP-Adresse der SEPPmail-Appliance.
Passwort für den Nur-Lese Zugriff auf die SNMP-Daten.
Listen Address snmp v1/2 Read-only
Community snmp v1/2 Read-write
Community snmp v3 user snmp v3 password
Download MIBs
Passwort für den Schreib-Lese Zugriff auf die SNMP-Daten.
Benutzername für den SNMP v3 Zugriff
Passwort für den SNMP v3 Zugriff. Dieses muss mindestens acht Zeichen lang sein.
Über diesen Link können Sie Management Information Bases (MIB) des
SEPPmail Systems als ZIP-Datei herunterladen.
Sektion
VMware Tools
(optional)
Parameter Beschreibung
Enable VMware tools
(restart to activate setting)
Im Standard wird ein OS-Kernel mit aktivierten VMware Tools verwendet.
Da diese Tools in einigen wenigen Konstellationen mit ESX, sowie mit einigen Backup Tools, welche "quiescing" verwenden, zu Problemen führen können, besteht die Möglichkeit diese zu deaktivieren.
Eine hier vorgenommene Änderung wird erst nach einem Neustart der
SEPPmail-Appliance aktiv.
Die vorgenommenen Änderungen werden über die Schaltfläche
Save
gespeichert.
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130
7.5
Mail System
Im Menüpunkt
Mail System
werden grundlegende Einstellungen des SEPPmail E-Mail-Systems vorgenommen.
Sektion
Managed Domains
Definiert die E-Mail-Domänen welche verwaltet werden sollen.
Spalte Beschreibung
Domain Name
Liste aller auf dem SEPPmail-System angelegten E-Mail Domänen. Für diese
Domänen werden E-Mails angenommen und entsprechend verarbeitet.
Server IP Address
Zeigt die IP-Adresse, den Hostnamen oder den MX-Eintrag des internen
Groupware Systems an, an welches eingehende E-Mails für den jeweils oben genannten Domain Name weitergeleitet werden.
Server Port
TLS level
GINA Settings
Disclaimer
Settings
(optional)
Customer
(optional)
Add Domain...
Zeigt den Port an, auf welchem die jeweils oben genannten Server IP
Address E-Mails für den zugehörigen Domain Name annimmt.
Zeigt an, welche Art der TLS-Transportverschlüsselung für die jeweilige E-
Mail Domäne verwendet wird.
Zeigt das GINA-Profil an, welches für jeweilige E-Mail Domäne festgelegt wurde (siehe auch
169
).
Zeigt an, welcher Disclaimer an ausgehende E-Mails der jeweiligen E-Mail
Domäne angefügt werden soll (siehe auch
Mail Processing
154
).
Name des Kunden, dem diese E-Mail Domäne zugeordnet wurde (siehe auch
243
).
Wählen Sie diese Schaltfläche, um weitere E-Mail Domänen hinzuzufügen.
Diese E-Mail Domänen müssen passend sein zu den E-Mail- Adressen Ihres
Unternehmens. Weitere Informationen zur Verwaltung von E-MailDomänen erhalten Sie im Kapitel
139
.
Automatically create and publish
S/MIME domain keys for all domains
Dieser Parameter bewirkt, dass für alle über die Schaltfläche
Add
Domain...
neu hinzugefügten E-Mail Domänen automatisch ein selbst signiertes X.509 S/MIME Domänen Zertifikat erzeugt und an einen zentralen
Updateservice übertragen wird. Dieses neu erzeugte S/MIME Domänen
Zertifikat (also ausschliesslich der öffentliche Schlüssel !!!) für Ihre E-Mail
Domänen wird danach automatisch an alle SEPPmail-Systeme verteilt, so dass alle Unternehmen die ein SEPPmail-System betreiben ohne weiteren
Aufwand E-Mails ausschliesslich verschlüsselt untereinander austauschen.
Dieser Service ist bereits in der Basis-Lizenz enthalten und erfordert keine zusätzlichen Encryption-Lizenzen.
Hinweis:
Die Genehmigung der Veröffentlichung des S/MIME-
Domainzertifikats muss bei SEPPmail nach Erstellung der
Managed Domain nochmals explizit erteilt werden.
Soll nicht am Managed Domain Service teilgenommen werden, so ist diese Option zu deaktivieren bevor die erste
E-Mail Domäne angelegt wird. Das S/MIME-Domain-
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131
Spalte
Fetch Mail from remote POP3 server
Verify recipient addresses using
SMTP-Lookups
Beschreibung
Zertifikat wird dann nicht automatisch erzeugt.
Dieser Parameter bewirkt, dass das im Benutzerkonto eingerichtete POP3-
Konto durch SEPPmail jeweils in einem Zeitintervall von drei Minuten abgeholt wird. Die so abgeholten E-Mails werden im Anschluss durch das
SEPPmail System verarbeitet und an den entsprechenden "Forwarding
Server" (Server IP Address) weitergeleitet.
Siehe auch Kapitel Benutzerdetails
227
.
Dieser Parameter bewirkt, dass die E-Mail-Adresse des Empfängers vorab bei dem für die E-Mail Domäne eingerichteten E-Mail-Server an den die E-
Mails weitergeleitet werden überprüft wird. Verläuft die Prüfung der
Empfänger E-Mail-Adresse nicht erfolgreich, wird die Annahme der E-Mail vom SEPPmail System verweigert.
Hinweis:
Damit diese Einstellung problemlos funktioniert, ist darauf zu achten, dass der als "Forwarding Server" (Server IP
Address) angezeigte Server keinen Spam Schutz aktiviert hat und nur E-Mails derjenigen Adressen annimmt, welche tatsächlich existent sind.
Daher ist insbesondere dann mit Problemen bei Aktivieren dieser Einstellung zu rechnen, wenn der nachgelagerte
(Forwarding-)Server nicht der E-Mail Server sondern ein weiteres, zwischengeschaltetes E-Mail Relay ist.
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132
Sektion
Outgoing Server
Definiert die Art der Weiterleitung ausgehender E-Mails.
Parameter Beschreibung
Use built-in mail transport agent
Use the following
SMTP server
Server name
User ID
Server requires authentication
Dieser Parameter bewirkt, dass ausgehende E-Mails in Richtung Internet direkt durch das SEPPmail System an den Ziel E-Mail-Server des E-Mail-
Empfängers zugestellt wird. Die Appliance muss für diese Einstellung direkt aus dem Internet per MX-Record erreichbar sein.
Hinweis:
Bei Verwenden dieser Einstellung wird dringend empfohlen das optionale Protection Pack (VSPP) zu lizensieren und aktivieren, sofern für den eingehenden E-Mail Verkehr nicht etwa ein externer AntiSpam-Dienst vorgeschaltet ist.
Andernfalls ist mit erheblichen Beeinträchtigungen, bis hin zum Erliegen des Mailflusses durch SPAM-Attacken zu rechnen.
Möchten Sie ausgehende E-Mails in Richtung Internet nicht direkt zustellen empfielt sich das Verwenden eines E-Mail-Relay-Servers (Smart Host). Alle ausgehenden E-Mails werden an diesen E-Mail-Relay-Server übertragen, welcher dann Ihre E-Mails in Richtung Empfänger weiterleitet. Der E-Mail-
Relay-Server kann ein Interner Server aber auch ein Server bei Ihrem E-Mail
Provider sein.
Als Eingabe wird folgendes aktzeptiert:
IP-Adresse
Hostname
MX-Name einzelne IP-Adresse (in eckige Klammern [ ] zu setzen).
wird ein Hostname verwendet, so ist dieser in eckige
Klammern [ ] zu setzen. Namen ohne Klammern werden als MX-Eintrag behandelt!
MX-lookup wird ausgeführt
Optional ist bei Angabe einer IP-Adresse oder eines Hostnamens zusätzlich die Angabe eines individuellen Ports möglich. Dieser wird direkt im Anschluss mit einem Doppelpunkt ":" getrennt angegeben, also "[IP-Adresse]:Port" oder
"[Hostname]:Port".
Wird kein Port angegeben, so wird der Standard SMTP-Port TCP25 verwendet.
E-Mail-Relay-Server bei einem Provider benötigen vor dem Übertragen von E-
Mails meist eine Anmeldung. Verwenden Sie hierzu die entsprechenden
Anmeldedaten.
Geben Sie hier bitte den Benutzernamen zur Anmeldung ein.
Password
Geben Sie hier bitte das Kennwort zur Anmeldung ein.
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133
Sektion
TLS settings
(optional)
An dieser Stelle werden TLS-Verbindungen nach aussen aufgelistet beziehungsweise eingerichtet.
Wurde in der Sektion
Outgoing Server
die Option Use the following SMTP server gewählt, so kann hier zu dem oder den unter
Server name
eingetragenen Server(n) TLS-Verschlüsselung eingerichtet werden. Wurde die Option Use built-in mail transport agent gewählt, so kann hier bei
Bedarf zu beliebigen E-Mail Servern im Internet ein TLS-Verbindung konfiguriert werden, sofern diese
TLS unterstützen.
Hinweis:
Wird hier keine Konfiguration vorgenommen, so gilt die Einstellung "may", das heisst die SEPPmail-Appliance wird zu allen Kommunikationspartnern eine TLSverschlüsselte Verbindung aufbauen, sofenr die Gegenstelle dies unterstützt.
Für die TLS Verschlüsselung wird das unter
187
eingebundene Zertifikat
verwendet.
Parameter Beschreibung
Domain Name
Liste aller auf dem SEPPmail-System angelegten E-Mail Domänen, für welche eine TLS-Verbindung konfiguriert wurde auf.
Server IP Address
Zeigt die IP-Adresse, den Hostnamen oder den MX-Eintrag für den jeweils oben genannten Domain Name an.
Server Port
TLS level
Fingerprint
Zeigt den Port an, welcher für die TLS-verschlüsselte Verbindung zur oben genannten Server IP Address verwendet wird. Im Standard ist das 25.
Zeigt an, welche Art der TLS-Transportverschlüsselung von der SEPPmail
Appliance zum angegebenen E-Mail-Server für die jeweilige E-Mail Domäne verwendet wird.
Wurde als TLS level Fingerprint gewählt, so werden hier die eingetragenen
Fingerprints der Zertifikate angezeigt..
Um bestehende TLS-Verbindungen zu verwalten ist auf den jeweiligen "Domain Name" zu klicken.
Neue TLS-Verbindungen werden über die Schaltfläche
Add TLS Domain...
eingerichtet.
Weitere Informationen zur Verwaltung von TLS E-Mail Domänen erhalten Sie im Kapitel
145
.
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134
Sektion
SMTP settings
Definiert spezifische Einstellungen für das SMTP-Protokoll.
Parameter Beschreibung
max. message size
(KiB)
(optional)
In diesem Feld wird die maximale Grösse einer E-Mail in Kibibyte definiert, die durch das SEPPmail-System übertragen werden darf. E-Mails, welche diese
Grösse überschreiten werden abgelehnt. Wird hier eine Beschränkung festgelegt, so ist darauf zu achten, wie diese gegebenenfalls mit dem
Groupware Server beziehungsweise des optional zum Internet hin vorgeschalteten Systems zusammenpasst. Sollte die SEPPmail-Appliance
über den MX-Record im Internet direkt angesprochen werden ist der Eintrag eines Limits zwingend. Dieses darf die angezeigte Grosse (siehe Note:
cannot exceed xxxxx KiB) nicht überschreiten.
Achtung:
Wird ein Anhang via SMTP versendet, so kann dieser bei base64 Kodierung auf 4/3 seiner ursprünglichen Grösse anwachsen!
Weiterhin erfolgt die Angabe in Kibibyte (siehe auch http://de.
wikipedia.org/wiki/Byte )!
Postmaster address
Eingabe der E-Mail Adresse des lokalen Administrators des SEPPmail-
Systems. Alle vom SEPPmail erzeugten Statusmeldungen wie zum Beispiel
Watchdog Meldungen, aber auch die Daily Reports (siehe auch
Groups
233
und
234
) werden an diese E-Mail-Adresse gesendet.
Hinweis:
Die
Postmaster address
muss gesetzt werden um
Systembenachrichtigungen empfangen zu können.
SMTP server banner string
(optional)
SMTP server HELO string
(optional)
SMTP bind address
(use with care!)
(optional)
Festlegen des Namens, mit welchem sich die SEPPmail Appliance beim
Aufbau einer SMTP-Verbindung von aussen meldet.
Bleibt der Eintrag leer, so wird der unter
System
121
eingegebene
Name verwendet.
Festlegen, mit welchen Namen sich die SEPPmail Appliance, beim Versand von E-Mails beim gegenüberliegenden SMTP Server melden Soll (HELO/
EHLO-Befehl).
Die Appliance wird sich im Normalfall mit dem unter
System
121 eingegebenen Namen melden. Handelt es sich hierbei zum Beispiel um einen aus dem internet nicht erreichbaren Namen (zum Beispiel Domäne ".local") so kann es erforderlich sein, hier den aus dem Internet erreichbaren Namen
(FQDN) einzutragen. Somit wird gewährleistet, dass E-Mail Server welche mit der Einstellung "Require fully qualified domain name in HELO command" arbeiten E-Mails von der SEPPmail-Appliance auch annehmen. Das heisst die Einstellung ist meist nur dann relevant, wenn in der Sektion
132
dieses Menüs die Einstellung Use built-in mail transport agent aktiv ist.
Festlegen der IP-Adresse einer Netzwerk-Schnittstelle, über die alle E-Mails empfangen werden (normalerweise nicht notwendig).
Die SEPPmail-Appliance bindet im Normalfall alle vorhandenen Netzwerk
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Parameter
135
Beschreibung
Interfaces. Sind mehrere Interfaces aktiv, jedoch nur eines davon soll für
SMTP Verbindungen zur Verfügung stehen, so kann dessen IP-Adresse hier eingetragen werden.
Hinweis:
Fällt das Interface der hier eingetragenen IP-Adresse aus, so ist die Appliance per SMTP nicht mehr erreichbar. Somit würde auch der E-Mail Verkehr unterbrochen.
Sektion
Relaying
Definition der für den Versand von E-Mails in das Internet berechtigten Systeme.
Parameter Beschreibung
Relaying allowed:
Add Relaying for
Geben Sie hier die IP-Adresse oder das Subnetz an, von welcher/m das
SEPPmail System annehmen soll.
Nach dem Speichern werden jeweils ein weitere Eingabefelder eingeblendet.
Hinweis:
In der Regel sind hier die IP-Adressen der Forwarding Server
(siehe
130
beziehungsweise Kapitel
139
) zu berechtigen.
Um ein sogenanntes "open relay" zu verhindern, sollte hier im Normalfall keinesfalls der
132
mit aufgelistet sein.
Dieses Feld dient der Eingabe weiterer Relay Adressen beziehungsweise
Subnetzen.
Nach dem Speichern werden jeweils weitere Eingabefelder eingeblendet.
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136
Sektion
Antispam
Hinweis:
Die Antispam Optionen sind erst nach Erwerb des optionalen Protection Packs
(VSPP) verfügbar.
Parameter Beschreibung
Recommended Settings
Use Greylisting
Aktiviert das Greylisting auf dem SEPPmail-System.
Durch diese Funktion werden eingehende externe E-Mails - d.h. E-Mails welche von keiner unter
135
eingetragener IP oder Subnetz kommen
- nicht mehr unmittelbar sondern zeitlich verzögert angenommen. Dies bewirkt, dass von SPAM-Versendern verwendete Methoden zur direkten
Übertragung von E-Mails erfolglos bleiben.
Der Empfang von gewünschten E-Mails wird durch diese Funktion nicht verhindert, sondern lediglich zeitlich verzögert. Der E-Mail-Server des
Absenders wird nach einer kurzen Zeit einen erneuten Zustellversuch unternehmen. Die E-Mail wird dann angenommen.
Hinweis:
Diese Funktion ist nur wirksam, wenn das SEPPmail-System eingehende E-Mails direkt dem Internet direkt empfängt
(Einstellung
132
Use built-in mail
transport agent). Bereits von einem anderen E-Mail-Server empfangene und weitergeleitete SPAM E-Mails können durch diese Funktion nicht vermieden werden
Use Antispam
Engine (Note: remember to activate in ruleset)
Hinweis zum Greylisting
Greylisting ist eine Methode zur Bekämpfung von SPAM E-Mails. Bei dieser
Funktion wird davon ausgegangen, dass E-Mail-Server und E-Mail-Clients sich an den RFC-Standard für SMTP halten. SPAM-Versender halten sich meist nicht an den RFC-Standard. Sie werten in der Regel das temporäre
Abweisen nicht aus, wodurch eine weiterer Zustellversuch unterbleibt.
Da sich selbst per E-Mail verbreitende Viren - sogenannte Würmer - nach dem Gleichen Prinzip arbeiten, bietet Greylisting auch hier entsprechenden
Schutz.
Um eventuelle Einschränkungen durch übermässiges, einmaliges Abweisen gewünschter E-Mails zu vermeiden, wird empfohlen die Option Greylist
learning only (no mail rejection) aus den "optional Settings" für zwei bis vier Wochen zu aktivieren. Hierdurch wird die SEPPmail Appliance bezüglich des Greylistings in einem Lernmodus und weist keine E-Mails temporär zurück.
Dieser Parameter aktiviert den SPAM-Filter auf dem SEPPmail-System. Die
Konfiguration des SPAM-Filters wird im Abschnitt
162
der
Sektion
Ruleset Generator
des Menüs
Mail Processing
durchgeführt.
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137
Parameter Beschreibung
Use Antivirus
Engine (Note: remember to activate in ruleset)
Require HELO command
Dieser Parameter aktiviert den Virenscanner auf dem SEPPmail System. Die
Konfiguration des Virenscanners wird im Abschnitt
162
der
Sektion
Ruleset Generator
des Menüs
Mail Processing
durchgeführt.
PTR check
(reverse DNS lookup)
Check if sender domain is valid
Nach Aktivieren dieses Parameters prüft die SEPPmail, ob das HELO
Kommando vom absendenden E-Mail-Server gesendet wurde. Wird das
Kommando nicht gesendet, so wird die Entgegennahme der E-Mails verweigert.
SPAM-Versender benutzen häufig E-Mail-Server ohne gültigen DNS-Eintrag.
Wird diese Option aktiviert, so werden E-Mails von Servern zu deren IP-
Adresse keinen gültiger DNS-Eintrag vorhanden ist abgewiesen.
Mit dieser Option wird das Überprüfen der Absender Domäne (der Teil hinter dem @ der absendenden E-Mail-Adresse) eingehender E-Mails aktiviert.
Kann diese nicht per DNS aufgelöst werden, so wird die E-Mail abgewiesen.
Hinweis:
Diese Einstellung bleibt von einem eventuellen Whitelisting
Manual Blacklisting / Whitelisting
138
) unberührt!
Require valid hostname in
HELO command
Require fully qualified hostname in
HELO command
Limit incoming connections for
SMTP per IP optional Settings
Ist diese Option aktiviert, so werden nur E-Mails von Servern angenommen, welche sich im HELO Kommando mit einem gültigen - das heisst im DNS auflösbaren - Hostnamen melden. Dies könnte auch ein NetBIOS Name sein.
Durch Aktivieren dieser Option werden nur E-Mails von Servern angenommen, welche sich im HELO Kommando mit ihrem vollständigen, im
DNS auflösbaren FQDN (Fully qualified domain name) identifizieren. Der
FQDN erforder midestens eine Punkt ".", also zum Beispiel "SEPPmail.ch".
Mit dieser Einstellung werden die parallelen Verbindungen über den TCP Port
25 auf maximal zehn pro IP-Adresse limitiert. Hierdurch kann das Überlasten der SEPPmail-Appliance durch einzelne Server vermieden werden.
Greylist learning only (no mail rejection)
Dieser Parameter aktiviert den Greylisting-Lernmodus. Dabei wird die
Datenbank mit den für den Greylisting-Betrieb benötigten Informationen aufgebaut. Bei Neuinstallationen wird empfohlen diese Option zwei bis vier
Wochen zu verwenden, um in der Statrphase keine Engpässe durch das
Greylisting zu verursachen.
Strict PTR check
(reserse DNS lookup)
Diese Option aktiviert eine doppelte DNS Prüfung. Zunächst wird geprüft, ob zur IP-Adresse ein gültiger DNS Eintrag vorhanden ist um im Anschluss zu prüfen, ob die DNS-Abfrage die ursprüngliche IP ausgibt.
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138
Sektion
Blacklists
Parameter Beschreibung
Add Blacklist
(RBL)
E-Mail-Server werden aufgrund von SPAM-Aktivitäten in sogenannte
Blacklists aufgenommen. Diese Listen werden durch verschiedene Anbieter im Internet gepflegt. Um E-Mails von Servern welche in diesen Listen aufgeführt sind abzuweisen, müssen die URLs der gewünschten Realtime
Blackhole Lists (RBL) eingetragen werden.
Nach dem Speichern wird jeweils ein weiteres Eingabefeld eingeblendet.
Sektion
Manual Blacklisting / Whitelisting
In diesem Menüpunkt kann der Empfang von externen E-Mails von bestimmten IP-Adressen beziehungsweise -Netzwerken blockiert oder explizit zugelassen werden.
Parameter Beschreibung add acccess entry
Für das Blockieren oder Zulassen wird das IP-Netzwerk, die Aktion und einen
Kommentar in die entsprechende Eingabefelder eingetragen.
network: action:
IP-Adresse oder
Netzwerk in der angegebenen
Form
accept
aktzeptiert die
Annahme
(Whitelist)
reject
verweigert die
Annahme
(Blacklist)
comment:
Aussagekräftiger Kommentar, weshalb die Regel eingetragen wurden und wen diese betrifft.
Beispiel:
Um alle E-Mails die aus dem IP-Netzwerk Bereich 186.56.148.x gesendet werden zu verwerfen, geben Sie den IP-Netzwerk Teil 186.56.148 ein und definieren Sie die Aktion reject.
network:
186.56.148
action: comment:
reject
Diese Testregel weist alle E-Mails ab, welche aus dem IP-Adressbereich 186.56.148.0 /24 kommen.
Hinweis:
Externe Adressen, an welche E-Mails von intern verschickt wurden, werden automatisch whitelisted, also aus dem Greylisting und ggf. anderen Spam-Checks ausgenommen.
Die vorgenommenen Änderungen werden über die Schaltfläche
Save
gespeichert.
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139
7.5.1
Untermenü Add/Edit Managed Domain
Sektion
Settings
Bei der Anlage einer neuen Managed Domain über die Schaltfläche
Add Managed Domain...
ist nur diese Sektion zu sehen.
Parameter Beschreibung
Domain
Name
Forwarding
Server
IP or MX name
Assigned to
Customer
(nur bei
Mandantenfähigen
Systemen)
Name der E-Mail Domäne, für welche durch das SEPPmail-System E-Mails angenommen und verarbeitet werden sollen. Es können mehrere E-Mail-Domänen gleichzeitig eingetragen werden. Diese müssen durch Leerzeichen getrennt werden.
Die Appliance wird dadurch pro E-Mail-Domäne eine "Managed Domain" mit identischen Einstellungen anlegen.
Diese Einstellung ist nur beim Anlegen einer neuen "Managed Domain" - das heisst wenn das Menü über die Schalttfläche
Add Managed Domain...
aufgerufen wurde - editierbar.
Hinweis:
Werden Subdomänen verwendet, so müssen dies separat aufgeführt werden, damit E-Mail für diese angenommen werden.
So werden beispielsweise durch den Eintrag "meinefirma.ch" keine
E-Mails für die Subdomäne "tochter.meinefirma.ch" angenommen.
Angabe des E-Mail Servers, an welchen die für den oben genannten Domain Name eingehenden E-Mails nach Verarbeitung durch das SEPPmail-System weitergeleitet werden sollen.
Als Eingabe wird folgendes aktzeptiert:
IP-Adresse einzelne IP-Adresse (in eckige Klammern [ ] zu setzen).
Hostname wird ein Hostname verwendet, so ist dieser in eckige
Klammern [ ] zu setzen. Namen ohne Klammern werden als MX-Eintrag behandelt!
MX-lookup wird ausgeführt MX-Name
Optional ist bei Angabe einer IP-Adresse oder eines Hostnamens zusätzlich die
Angabe eines individuellen Ports möglich. Dieser wird direkt im Anschluss mit einem
Doppelpunkt ":" getrennt angegeben, also "[IP-Adresse]:Port" oder "[Hostname]:
Port".
Wird kein Port angegeben, so wird der Standard SMTP-Port TCP25 verwendet.
Zuordnung zu einem unter
243
bereits angelegten Kunden in einem mandantenfähigem System.
Die Zuordnung zu einem Kunden ist nur beim Anlegen einer neuen Managed
Domain - das heisst wenn das Menü über die Schalttfläche
Add Managed
Domain...
aufgerufen wurde - möglich.
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140
Hinweis:
Alle folgenden Einstellungen sind nur zu sehen, wenn das Menü durch Klicken auf eine "Managed Domain" aus dem übergeordneten Menü aufgerufen wurde.
Sektion
External Authentication
Wird die GINA-Technologie auch intern eingesetzt, zum Beispiel für das Large File Management
(LFM) oder Internal Mail Encryption (IME), so ermöglicht diese Option die Authentisierung der
Benutzer der "jeweiligen Managed Domain" gegen einen "externen" LDAP-Server (zum Beispiel Active
Directory).
Parameter Beschreibung
Authenticate
GINA users from this domain to external LDAP server (eg. Active
Directory)
Server
Mit Anwahl dieser Option wird die "externe" LDAP Authentisierung" aktiviert.
Port
TLS required
Bind DN
Bind Password
Angabe des LDAP Servers, gegen welchen authentisiert werden soll. Als
Eingabe wird der Hostname oder die IP-Adresse aktzeptiert.
Gibt den Port an, auf welchem der externe LDAP-Server Anfragen entgegen nimmt. Standard LDAP-Port ist 389, beziehungsweise 636 für LDAPS (siehe auch
TLS required
).
Wird diese Option aktiviert, so wird das Verschlüsseln der Verbindung zum
LDAP-Server mittels TLSv1 oder höher erzwungen (LDAPS oder
LDAPS+STARTTLS).
Eingabe des vollständigen Distinguished Name (DN) des read-only Accounts, welcher zur Suche des unter "External User Attributes
Search Base E-Mail
Attribute
" in der LDAP Datenbank berechtigt ist.
Passwort für das authentisieren des unter
Bind DN
einegebenen Accounts.
External User
Attributes
LDAP ObjectClass
Eingabe der LDAP-Klasse der Benutzerobjekte am externen LDAP-Server. Standard ist "*"
Search Base
E-Mail Attribute
(Default: "mail")
Suchpfad: Gibt den Zweig der LDAP Datenbank an, in welchem die zu authentisierenden Benutzer gesucht werden sollen.
Angabe des Attributes der LDAP Datenbank, unter welchem die E-Mail-Adresse des zu authentisierenden Benutzers in der angegebenen
Search Base
gespeichert ist. Standard ist "mail".
Funktionsweise:
Wird aufgrund oben genannter Konfiguration die E-Mail Adresse des sich anmeldenden Benutzers
(GINA-Accounts) und somit dessen DN in der LDAP Datenbank gefunden, so wird mit dieser DN und dem vom Benutzer im GINA-Interface eingegebenen Passwort ein neuerlicher Bind versucht. Ist
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141 dieser Bind erfolgreich, so gilt die Authentifizierung am GINA-Interface ebenfalls als erfolgreich.
Interaktion mit lokalen GINA-Accounts:
Die Accounts müssen weiterhin auf der SEPPmail-Appliance angelegt werden. Ebenso muss ein lokales Passwort gesetzt werden. Dieses Passwort wird jedoch nicht für die Authentisierung verwendet, solange die externe Authentisierung aktiviert ist.
Während der Erstregistrierung des Accounts wird ein entsprechender Hinweis angezeigt.
Wird bei der Anmeldung am GINA-Interface das lokal - statt dem im LDAP - hinterlegte Passwort verwendet, dann - und nur dann! - erhält der Benutzer einen entsprechenden Hinweis (siehe
Processing GINA
Domains
GINA
Edit
Language Settings
Edit Translations
Edit
Translation File
Advanced View
185
msgid "ext_auth_enabled").
Die SEPPmail-Appliance führt einen eigenen Zähler für falsche Passwort-Eingaben. Schlägt eine externe Authentisierung öfter fehl als maximal zugelassen, wird der Account lokal temporär deaktiviert.
Dabei findet keine Interaktion mehr mit dem externen Server statt, die Deaktivierung ist also ausschliesslich lokal. Somit kann ein SEPPmail-Administrator einen deaktivierten GINA-Account in der SEPPmail-Administrationsoberfläche jederzeit wieder aktiveren oder dauerhaft deaktivieren.
Weiterhin besteht die Möglichkeit einzelne GINA-Accounts von der externen Authentisierung auszunehmen. In diesem Fall wird jeweils wieder das lokale Passwort für das Login verwendet. (siehe auch GINA-Benutzer-Details
231
External Authentication)
Hinweis:
Um einen eventuellen, externen Angreifer die Art der Authentisierung nicht Preis zu geben, bleibt der Link "Passwort vergessen?" auch bei aktivierter, externer
Authentisierung in der GINA-Anmeldemaske erhalten.
Sektion openPGP Domain Encryption
In dieser Sektion werden die openPGP Domänen-Schlüssel angezeigt, sofern vorhanden.
Key ID User ID Issued on Expires on
Zeigt die Key ID des/der openPGP-
Domänen-Key(s) an
Zeigt die zur Key ID zugehörige User ID an.
Wurde der Key durch die Appliance generiert, so lautet er in der Regel openPGP Domain Encryption <domainconfidentiality-authority@ihredomain.ch>
Ausstelldatu m des Keys
TT-MM-JJJJ
Ablaufdatum des Keys
TT-MM-JJJJ
Durch Klicken der Key ID wird ein Untermenü mit Details zum Key geöffnet. Dieses bietet die
Möglichkeit den öffentlichen Schlüssel herunterzuladen beziehungsweise das Schlüsselpaar zu löschen.
Über die Schaltfläche
Import openPGP key...
kann ein bereits vorhandenes Schlüsselpaar importiert werden (siehe Untermenü
144
).
Über die Schaltfläche
Generate new openPGP key
wird ein neues Schlüsselpaar auf der
Appliance generiert (siehe Untermenü
144
). Die Laufzeit sowie das automatische
Aktualisieren des so erzeugten Schlüssels entspricht der unter
CA
197
Validity in days
eingegebenen.
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142
Sektion
S/MIME Domain Encryption
In dieser Sektion werden die S/MIME Domänen-Schlüssel angezeigt, sofern vorhanden.
Fingerprint Issued on Expires on
Zeigt den/die Fingerprint/s des/der S/MIME-Domänen-Keys an.
Ist im übergeordneten Menü
Mail System
130 die Option Automatically create and publish S/MIME domain keys
for all domains aktiviert, so ist hier mindestens ein Zertifikat zu sehen.
Ausstelldatu m des Keys
TT-MM-JJJJ
Ablaufdatum des Keys
TT-MM-JJJJ
Durch Klicken des Fingerprints wird ein Untermenü mit Details zum Key geöffnet. Dieses bietet die
Möglichkeit den öffentlichen Schlüssel (Zertifikat) herunterzuladen beziehungsweise das
Schlüsselpaar zu löschen.
Über die Schaltfläche
Import S/MIME key...
kann ein bereits vorhandenes Schlüsselpaar importiert werden.
Der Schlüsselaustausch zwischen SEPPmail-Systemen erfolgt bei aktivierter Option Automatically
create and publish S/MIME domain keys for all domains über den "Managed Domain Service" automatisch. Somit wird sichergestellt, dass alle SEPPmail-System untereinander Domänen verschlüsselt kommunizieren.
Über die Schaltfläche
Generate S/MIME key
wird durch die integrierte CA ein neues Schlüsselpaar auf der Appliance generiert. Die Laufzeit für die so generierten Zertifikate beträgt immer zehn Jahre.
Sektion
GINA and Disclaimer Settings
Über die Auswahl
Use GINA Settings
können die für die angegebenen E-Mail-Domäne zu verwendenden GINA-Einstellungen ausgewählt werden. Diese können über das Menü
Processing
149
erzeugt und editiert werden.
Bei mandantenfähigen Systemen muss hier zwingend die für den Kunden dediziert eingerichtete GINA ausgewählt werden.
Durch die Auswahl
Use Disclaimer
lässt sich eine Fussnote für ausgehende E-Mails wählen. Fussnoten können über das Menü
Mail Processing
154
erzeugt und editiert werden.
Diese Einstellungen kommen nur dann zum Tragen, wenn die Funktionen in den
157 des
Ruleset Generator
des Menüs
Mail Processing
aktiviert wurden.
Sektion
TLS settings
(optional)
Soll zum nachgelagerten Groupware System (siehe Forwarding Server) eine TLS verschlüsselte
Verbindung aufgebaut werden, so kann die TLS Verschlüsselung an dieser Stelle konfiguriert werden.
Das Einrichten von TLS-Verbindungen ist im folgenden Kapitel
146
in der Sektion
TLS Settings
beschrieben.
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143
Sektion
Domain Statistics
In dieser Statistik werden nur diejenigen Kryptographie-Technologieen angezeigt, welche auf der
SEPPmail-Appliance bereits zum Einsatz kamen.
Parameter Beschreibung
Number of accounts in this domain
Anzahl der auf der SEPPmail-Appliance angelegten Benutzer (entspricht
User-Lizenzen)
GINA encrypted mails sent
Anzahl der versendeten E-Mails, welche mittels GINA-Technologie verschlüsselt wurden
openPGP encrypted mails sent
Anzahl der versendeten E-Mails, welche mittels openPGP-Technologie verschlüsselt wurden
openPGP encrypted mails received
Anzahl der empfangenen E-Mails, welche mittels -Technologie verschlüsselt waren
S/MIME encrypted mails sent
S/MIME encrypted mails received
Anzahl der versendeten E-Mails, welche mittels S/MIME-Technologie verschlüsselt wurden
Anzahl der empfangenen E-Mails, welche mittels S/MIME-Technologie verschlüsselt waren
Anzahl der versendeten E-Mails, welche mittels S/MIME-Technologie signiert wurden
S/MIME signed mails sent
S/MIME signed mails received openPGP
Domain encrypted mails sent
Anzahl der empfangenen E-Mails, welche mittels S/MIME-Technologie signiert waren
Anzahl der versendeten E-Mails, welche mittels openPGP-Technologie domänenverschlüsselt wurden
openPGP
Domain encrypted mails received
Anzahl der empfangenen E-Mails, welche mittels openPGP-Technologie domänenverschlüsselt waren
S/MIME Domain encrypted mails sent
Anzahl der versendeten E-Mails, welche mittels S/MIME-Technologie domänenverschlüsselt wurden
S/MIME
Domain encrypted mails received
Anzahl der empfangenen E-Mails, welche mittels S/MIME-Technologie domänenverschlüsselt waren
Alle vorgenommenen Änderungen werden über die Schaltfläche
Save changes
gespeichert.
Das Löschen einer Domain erfolgt über
Delete Domain
.
Hinweis:
Ist einer Domäne gültiges Schlüsselmaterial zugeordnet, so muss dieses vor dem
Löschen der Domäne zurückgewiesen (revoked) werden. Andernfalls erscheinen zunächst entsprechende Warnmeldungen.
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144
7.5.1.1
Untermenü Import openPGP Key
Sektion
Key Data
Parameter Beschreibung
Passphrase
Key File
Eingabe für die Passphrase mit welcher der private openPGP Schlüssel bei Export verschlüsselt wurde.
Über die Schaltfläche "Datei auswählen" wird die openPGP Schlüsseldatei ausgewählt, welche importiert werden soll. Diese muss das komplette
Schlüsselpaar, also privaten und öffentlichen Schlüssel enthalten.
or Key as string
Alternativ zur Auswahl einer Schlüssel Datei kann der Schlüssel als Text in dieses
Feld kopiert werden
Über die Schaltfläche
Import
wird der Vorgang abgeschlossen.
7.5.1.2
Untermenü Import S/MIME Key
Sektion
Certificate Data
Parameter Beschreibung
Passphrase
Eingabe für die Passphrase mit welcher der private S/MIME Schlüssel bei Export in eine PKCS#12 Datei verschlüsselt wurde.
PKCS#12 File Über die Schaltfläche "Datei auswählen" wird die S/MIME Schlüsseldatei ausgewählt, welche importiert werden soll. Diese muss das komplette
Schlüsselpaar, also privaten und öffentlichen Schlüssel enthalten.
PKCS#12 Dateien haben die Dateiendung .p12 oder auch .pfx.
Über die Schaltfläche
Import
wird der Vorgang abgeschlossen.
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145
7.5.2
Untermenü Add TLS Domain
Sektion
Domain Info
Parameter Beschreibung
Domain
Name
Optional
Forwarding
Server
Address
In der Regel wird hier der Name der E-Mail Domäne des Kommunikationspartners eingetragen.
Diese Einstellung ist nur beim Anlegen einer neuen TLS-Verbindung - das heisst wenn das Menü über die Schalttfläche
Add TLS Domain...
aufgerufen wurde editierbar.
Wird an dieser Stelle kein Eintrag vorgenommen, so wird der unter "Domain Name" angegebene Name per MX aufgelöst.
Als Eingabe wird folgendes aktzeptiert:
IP-Adresse
Hostname einzelne IP-Adresse wird ein Hostname verwendet, so ist dieser in eckige
Klammern [ ] zu setzen. Namen ohne Klammern werden als MX-Eintrag behandelt
MX-lookup wird ausgeführt MX-Name
Optional ist bei Angabe einer IP-Adresse oder eines Hostnamens zusätzlich die
Angabe eines individuellen Ports möglich. Dieser wird direkt im Anschluss mit einem
Doppelpunkt ":" getrennt angegeben, also "IP-Adresse:Port" oder "Hostname:Port".
Wird kein Port angegeben, so wird der Standard SMTP-Port TCP25 verwendet.
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146
Sektion
TLS Settings
An dieser Stelle wird der Grad der Prüfungen für eine TLS-Verbindung eingestellt:
TLS-
Einstellung
None
May
Encrypt
Verify
Secure
Fingerprint
Beschreibung
Keine TLS-Verschlüsselung.
E-Mails werden über einen TLS-verschlüsselten Kanal versendet, falls der empfangende E-Mail-Server TLS-Verschlüsselung unterstützt.
E-Mails werden nur versendet, falls der Versand mittels TLS-Verschlüsselung möglich ist.
E-Mails werden nur versendet, falls der Versand via TLS-Verschlüsselung möglich, und das SSL-Zertifikat des empfangenden E-Mail-Servers gültig ist.
E-Mails werden nur versendet, falls der Versand via TLS-Verschlüsselung möglich, das SSL-Zertifikat des empfangenden E-Mail-Servers gültig, der FQDN des E-Mail-
Servers identisch mit dem im Zertifikat eingetragenen Namen (CN) und der Name der E-Mail Domäne identisch mit dem Domänen Namen des E-Mail Servers ist.
Diese Prüfung kann kann nicht bei der Verwendung von Wildcard-
SSL-Zertifikaten eingesetzt werden. Hier sollte alternativ die TLS-
Einstellung Fingerprint verwendet werden.
Wird beim Versenden einer E-Mail via TLS-
Transportverschlüsselung die Logmeldung ...status=deferred
(Server certificate not verified) ausgegeben, so ist das SSL-
Zertifikat des empfangenden E-Mail-Servers auf die Verwendung eines Wildcard-Zertifikats zu überprüfen.
E-Mails werden nur versendet, falls der Versand via TLS-Verschlüsselung möglich ist und das SSL-Zertifikat des empfangenden E-Mail-Servers dem eingetragenen
Fingerprint entspricht.
Stehen für die Ziel-Domäne mehrere E-Mail Server zur Verfügung, so können deren
Fingerprints getrennt durch Pipe "|" eingetragen werden,
Hinweis:
Wird hier keine Konfiguration vorgenommen, so gilt die Einstellung "may", das heisst unterstützt das nachgelagerten Groupware System TLS, so wird die SEPPmail-
Appliance eine TLS-verschlüsselte Verbindung dort hin aufbauen.
Für die TLS Verschlüsselung wird das unter
SSL
eingebundene Zertifikat
verwendet.
Die vorgenommenen Änderungen werden über die Schaltfläche
Save changes
gespeichert.
Erklärende Anmerkungen:
Überprüfen des empfangenden E-Mail-Servers auf die Verwendung eines
Wildcard-SSL-Zertifikats
Ob ein E-Mail-Server ein Wildcard-SSL-Zertifikat verwendet kann sehr einfach mit dem
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147
Kommandozeilentool OpenSSL durchgeführt werden.
Beispiel:
# openssl s_client -starttls smtp -crlf -connect xxx.xxx.xxx.xxx:25
Im Beispiel steht xxx.xxx.xxx.xxx für die tatsächliche IP-Adresse des Zielservers. Alternativ kann der
Hostname des Zielservers verwendet werden.
# openssl s_client -starttls smtp -crlf -connect postini.com.s8a1.psmtp.com:25
Das Ergebnis der Abfrage wird wie unten dargestellt aussehen. Anhand des Zertifikats-Subject im
Parameter CN kann festgestellt werden, ob es sich um ein Wildcard-SSL-Zertifikat handelt. Im
Beispiel wurde in der Antwort der Wert CN=*.psmtp.com zurückgegeben. Somit handelt es sich um ein Wildcard-Zertifikat "*", welches für alle Hosts der Domain psmtp.com verwendet werden kann.
Ebenfalls interessant ist der Parameter X509v3 Subject Alternative Name:. Als Wert wird hier DNS:
*.psmtp.com zurückgegeben. In diesem Feld können noch weitere Domains enthalten sein.
# openssl s_client -starttls smtp -crlf -connect postini.com.s8a1.psmtp.com:25
| openssl x509 -text -noout
depth=1 C = US, O = Google Inc, CN = Google Internet Authority
.
.
Certificate:
.
.
Subject: C=US, ST=California, L=Mountain View, O=Google Inc,
CN=*.
psmtp.com
.
.
.
X509v3 Subject Alternative Name:
DNS:
*.psmtp.com
Die Darstellung der Ausgabe wurde auf die wesentlichen Informationen reduziert.
Auslesen des SHA1-Fingerprint aus dem SSL-Zertifikat des empfangenden E-
Mail-Servers
Einen Schritt zuvor wurde beschrieben, wie das vom empfangenden E-Mail-Server verwendete SSL-
Zertifikat ausgelesen werden kann. Dabei ist es nicht relevant, ob es sich hierbei um ein Wildcard-
Zertifikat handelt oder nicht.
Der Fingerprint eines SSL-Zertifikats kann relativ einfach mir dem Kommandozeilentool OpenSSL ausgelesen werden.
Beispiel:
# openssl s_client -starttls smtp -crlf -connect xxx.xxx.xxx.xxx:25 | openssl x509 -noout -fingerprint
Auch in diesem Beispiel steht xxx.xxx.xxx.xxx für die tatsächliche IP-Adresse des Zielservers, welche alternativ durch den Hostnamen des Zielservers ersetzt werden kann.
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148
# openssl s_client -starttls smtp -crlf -connect postini.com.s8a1.psmtp.com:25
| openssl x509 -noout -fingerprint
Die daraus resultierende Ausgabe sollte wie folgt aussehen:
# openssl s_client -starttls smtp -crlf -connect postini.com.s8a1.psmtp.com:25
| openssl x509 -noout -fingerprint depth=1 C = US, O = Google Inc, CN = Google Internet Authority verify error:num=20:unable to get local issuer certificate verify return:0
250 HELP
SHA1 Fingerprint=DD:9A:EC:66:E2:43:81:B9:20:2B:75:DB:30:C8:67:CC:9B:B0:D1:99
read:errno=0
In der Ausgabe wird der benötigte SHA1 Fingerprint angezeigt. Dieser Wert kann nun in die
Konfiguration übernommen werden.
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149
7.6
Mail Processing
Im Menüpunkt
Mail Processing
wird das Regelwerk des SEPPmail-Systems konfiguriert.
Dieses Regelwerk ist mit einem Workflow System vergleichbar und stellt das zentrale Element der
SEPPmail-Appliance dar.
Sektion
GINA Domains
Indiviuduelle Einstellungen zu den einzelnen GINA-Interfaces.
Parameter Beschreibung
Auswahl der zu bearbeitenden
GINA Domain
Im Standard ist an dieser Stelle eine "[default]" GINA vorhanden. Sollte nur ein
GINA Webinterface benötigt werden, so ist es ausreichend diese "[default]"
Einstellungen individuell anzupassen.
Sollten mehrere "Managed Domains" auf dem System eingerichtet sein, so können über die Schaltfläche
Create new GINA domain
weitere GINA
Webinterfaces eingerichtet werden (siehe Untermenü
169
). Bei einer mandantenfähigen Installation ist es zwingend
erforderlich, für jeden Kunden wenigstens eine GINA Webinterface zu erstellen.
Das Einrichten erfolgt jeweils durch Auswahl der zu konfigurierenden GINA
über das Drop-Down-Menü und klicken der Schaltfläche
Edit
. (siehe
Untermenü
169
).
Die Zuordung des jeweiligen GINA Webinterfaces zur jeweiligen "Managed
Domain" erfolgt in der Sektion
GINA and Disclaimer Settings
des
Untermenüs
142
aus
Mail System
Managed
Domains
.
Soll ein GINA Webinterface über die Schaltfläche
Delete
gelöscht werden, so ist vorher unbedingt zu überprüfen, dass dieses keiner Managed Domain zugeordnet ist.
Hinweis:
Die "[default]" GINA muss in jedem Fall konfiguriert werden, da Sie als Basis für gegebenenfalls weitere
GINA Interfaces dient.
Unterbleibt dies, so ist mit sporadischen Fehlern der
Appliance zu rechnen!
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150
Sektion
GINA Settings
Allgemeine Einstellungen der GINA-Interfaces.
Parameter Beschreibung
Password Length
Die hier angebenene Passwort-Länge bezieht sich auf das Initial-GINA-
Passwort, welches von der Appliance generiert wird. Standard ist acht "8"
Zeichen.
Wird die Passwort-Länge auf null "0" gesetzt, so ist für die initiale GINA-
Anmeldung kein Passwort erforderlich.
Hinweis:
Von der Einstellung null "0" wird aus
Sicherheitsgründen dringend abgeraten.
Auch ist ein Wert kleiner acht"8" Zeichen nicht zu empfehlen.
Use virtual hosting Werden mehrere GINA Webinterfaces verwendet, so wird im Standard nur ein FQDN für den Zugriff verwendet. Für jedes GINA-Webinterface wird ein eigener Ordner unterhalb dieses FQDNs angelegt. Dadurch wird auch bei der
Verwendung von mehereren GINA Interfaces nur ein SSL Zertifikat (siehe
187
) für den Zugriff aus dem Internet auf die jeweiligen GINA
Webinterfaces benötigt.
Wird die Option "Use virtual hosting" verwendet, so muss für jedes GINA
Webinterface ein eigener FQDN verwendet werden. Dies hat zur Folge, dass auch für jedes GINA Webinterface ein eigenes Zertifikat benötigt wird. Das entsprechende Eingabefeld für das individuelle Zertifikat wird in diesem Fall
169
angezeigt.
Secure GINA track access
Disallow insecure ciphers
Mit dieser Option werden über den eingetragenen Link erweiterte
Informationen in einer GINA-Lesebestätigung bereitgestellt. Aktiviert wird diese Funktion durch eintragen der URL für den Zugriff auf die
Administrationsoberfläche der Appliance. Dabei muss sichergestellt werden, dass diese URL von jedem internen E-Mail Client erreichbar ist.
Diese Option ist im Standard deaktiviert, wodurch der Zugriff auf das GINA
Webinterface auch mit älteren Clients / Browsern möglich ist (RC4 aktiv). Um das Sicherheitpotential der Appliance auszuschöpfen, sollte die Aktion aktiviert werden.
Die vorgenommenen Änderungen werden über die Schaltfläche
Save
gespeichert.
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151
Sektion
GINA password via SMS
Einstellungen für den automatisierten Passwort Versand via SMS
Parameter
Disable
Beschreibung
Der GINA-Passwort-Versand via SMS ist deaktiviert
Use cell phone /
GSM modem attached to appliance
Use Mail to SMS service
(configuration below)
Ist eine Hardware Appliance im Einsatz, so kann an einen USB-Anschluss der
Appliance ein Mobiltelefon oder GSM-Modem angeschlossen werden, über welches SMS versendet werden können. Auf ausreichenden Empfang des
Mobiltelefons / GSM-Modems ist zu achten.
An dieser Stelle werden die Zugangsdaten für den SMS Versand über einen
Mail to SMS Dienst eingetragen. Dies kann sowohl ein interner Dienst im
Netz des Kunden als auch ein externer Dienst im Internet sein. Der Zugang zu diesem Dienst ist zu gewährleisten (siehe
65
).
Mail to SMS settings
Mail from:
Mail address prefix:
<PREFIXMobile#>@
Angabe des gewünschten Absenders, der in der SMS erscheinen soll, zum Beispiel "Ihre Firma"
Mobilfunknummer, über welche die SMS versendet werden soll.
Diese Daten stellt der Betreiber des Dienstes zur
Verfügung.
Gateway Domain:
<Mobile#>@
Bei der deutschen Telekom wäre das zum Beispiel
"017187654321"
Gateway-Domäne für den SMS-Versand.
Diese Daten stellt der Betreiber des Dienstes zur
Verfügung.
Use xml service
(configuration below)
Bei der deutschen Telekom wäre das zum Beispiel "td1.sms.de"
An dieser Stelle werden die Zugangsdaten für den SMS Versand über einen
XML Dienst eingetragen. Dies kann sowohl ein interner Dienst im Netz des
Kunden als auch ein externer Dienst im Internet sein. Der Zugang zu diesem
Dienst ist zu gewährleisten (siehe
65
).
Server address: xml template
Server Adresse des Dienstanbieters.
Diese Daten stellt der Betreiber des Dienstes zur
Verfügung.
Diese Daten stellt der Betreiber des Dienstes zur
Verfügung. EinBeispiel hierfür findet dich unten in diesem Abschnitt
Weiterhin werden die zur Verfügung stehenden Variablen angezeigt
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152
Parameter Beschreibung
Use HTTP GET service
(configuration below)
Placeholders:
$sms: Text message
$number: cell number including country code (+xx...)
$countrycode: country code, e.
g. "49"
$localnumber: cell number without country code zu übermittelnder Nachrichtentext.
Mobilfunkrufnummer incl. Landesvorwahl
(+xx...)
Landesvorwahl, zum Beispiel "49" für
Deutschland
Mobilfunkrufnummer OHNE
Landesvorwahl sowie eine Beispielkonfiguration:
XML Example:
Server:
String: https://xml1.aspsms.com
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<aspsms>
<Userkey>xyz</Userkey>
<Password>xyz</Password>
<Originator>Secmail</Originator>
<FlashingSMS>1</FlashingSMS>
<Recipient>
<PhoneNumber>$number</PhoneNumber>
</Recipient>
<MessageData><![CDATA[$sms]]></
MessageData>
<Action>SendTextSMS</Action>
</aspsms>
An dieser Stelle werden die Zugangsdaten für den SMS Versand Dienst per
HTTP Get eingetragen. Dies kann sowohl ein interner Dienst im Netz des
Kunden als auch ein externer Dienst im Internet sein. Der Zugang zu diesem
Dienst ist zu gewährleisten (siehe
65
).
Server address:
HTTP Get String
Den Server für den Zugang zum HTTP Get Service stellt SMS-Provider zur Verfügung.
Den String für den Zugang zum HTTP Get Service stellt SMS-Provider zur Verfügung.
Es stehen die aus der XML-Konfiguration bekannten Variablen zur Verfügung.
Weiterhin wird die Beispielkonfiguration für den schweizer Dienst "chrus" angezeigt.
HTTP GET Example:
Server: https://www.chrus.ch
String: /mysms/http/send.php?
user=xyz&pwd=xyz&from=Secmail&to=$number&msg
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Parameter Beschreibung
Über diese Option wird der Zugriff auf den Passwort-Versand-Link der
Appliance gesteuert.
=$sms
Access to GINA send password form:
Disabled
Available via public GINA GUI
Damit wird der Passwort-Versand-Link deaktiviert. Somit erscheint dieser auch nicht in der Passwort-Mail, welche beim initialen Versand einer GINA-
Mail an den Absender der E-Mail gesendet wird.
Aktiviert das Einfügen des Links für den SMS-Passwortversand in der GINA-
Passwort-Benachrichtigungs-E-Mail an den Absender.
Die vorgenommenen Änderungen werden über die Schaltfläche
Save
gespeichert.
153
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154
Sektion
Edit Disclaimer
Fussnoten Einstellungen.
Parameter Beschreibung
Auswahl der zu bearbeitenden
Fussnote
(Disclaimer)
Die Verwendung eines Disclaimers ist optional. Sollen Disclaimer verwendet werden, so können vorhandene Disclaimer - nach entsprechender Auswahl
über das Drop-Down-Menü - über die Schaltfläche
Edit
(siehe Untermenü
186
) angepasst oder auch weitere Disclaimer über die
Schaltfläche
Create new disclaimer
angelegt werden.
Disclaimer stehen immer sowohl im Text- als auch im HTML-Format zur
Verfügung. Beim E-Mail-Versand wird das passende Format anhand des E-
Mail-Formats automatisch ausgewählt.
Die Zuordung des jeweiligen Disclaimers zur jeweiligen "Managed Domain" erfolgt in der Sektion
GINA and Disclaimer Settings
des Untermenüs
142
aus
Mail System
Managed Domains
.
Soll ein Disclaimer über die Schaltfläche
Delete
gelöscht werden, so ist vorher unbedingt zu überprüfen, dass dieser keiner Managed Domain zugeordnet ist, beziehungsweise gegebenenfalls in
164 der Sektion
Ruleset Generator
dieses Menüs verwendet wird.
Hinweis:
Sollen Disclaimer verwendet werden, so ist unbedingt darauf zu achten, dass diese noch auf dem Groupware
System oder durch die SEPPmail-Appliance gesetzt werden. Werden Disclaimer bei ausgehenden E-Mails durch ein nachgelagertes System angehäntgt, so wird bei durch die Appliance S/MIME signierten E-Mails diese
Signatur zerstört.
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155
Sektion
Edit Mail Templates
E-Mail-Vorlagen Einstellungen.
Parameter Beschreibung
Auswahl der zu bearbeitenden
E-Mail Vorlage
(Templates) für
Bounce-Mails
E-Mail-Templates sind vordefinierte Nachrichten, welche in definierten Fällen automatisiert versendet werden. Diese Templates können innerhalb eines
164
der Sektion
Ruleset Generator
dieses Menüs verwendet werden.
Im Standard ist lediglich das Template "bounce_noenc" vorhanden. Dieses sowie gegebenenfalls selbst erzeugte Templates können - nach entsprechender Auswahl über das Drop-Down-Menü - über die Schaltfläche
Edit
angepasst werden. Das Anlegen neuer Templates erfolgt über die
Schaltfläche
Create new template
.
Abhängig von spezifischen Einstellungen des Rulests (siehe
Ruleset
Generator
) werden weitere Standard Templates verwendet
("bounce_noseckey", "bounce_noauth") verwendet. Diese sind in der Auswahl nicht zu sehen, können jedoch durch Erstellen mittels
Create new template
ebenfalls angepasst werden.
Hinweis:
Bei der Anlage neuer Templates kann über den Template
Namen gesteuert werden, ob die Original-E-Mail als
Anhang angefügt wird oder nicht.
Wird im Template Namen "attachmail" gefunden, so wird die ursprüngliche E-Mail angefügt.
Soll ein Template über die Schaltfläche
Delete
gelöscht werden, so ist vorher unbedingt zu überprüfen, dass dieses in
164
der Sektion
Ruleset Generator
dieses Menüs verwendet wird.
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156
Sektion
Miscellaneous Options
Sonstige Einstellungen.
Parameter Beschreibung automatically send new openPGP public keys to users when a key is created
Ist der Sektion
Ruleset Generator
162 die Option "automatically create openPGP keys for new users" aktiv, so wird durch Aktivieren dieser Option der öffentliche Schlüssel des automatisch generierten Schlüsselpares an den neu erzeugte Benutzer gesendet.
Dadurch wird dieser Benutzer in die Lage versetzt, seinen öffentliche
Schlüssel selbst an Kommunikationspartner weiterzugeben. Diese werden dadurch wiederum in die Lage versetzt, openPGP verschlüsselt mit diesem
Benutzer zu kommunizieren.
Hinweis:
Dieser Parameter wird nicht im Cluster synchronisiert. Das heisst in einem
Cluster Umfeld muss der Parameter auf jedem Cluster Teilnehmer einzeln konfiguriert werden
Die vorgenommenen Änderungen werden über die Schaltfläche
Save
gespeichert.
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157
Sektion
Ruleset Generator
Mit dem
Ruleset Generator
wird quasi ein "Workflow System" für eingehende und ausgehende E-
Mails definiert.
Die in dieser Sektion vorhandenen Eingabefelder für Betreffzeilen-Schlüsselworte (text in subject) sind mit "Regular Expressions" zu befüllen. Das heisst Sonderzeichen müssen mit einem Backslash "\" als solche gekennzeichnet werden. Gruppierungen sind durch Eingrenzen mit runden Klammern "()" vorzunehmen. Eine Aneinanderreihung mehrerer Schlüsselwort ist durch das Trennen mit dem Pipe-
Zeichen "|" möglich.
Beispiel:
Soll als Betreffzeilen-Schlüsselwort <abc> verwendet werden so ist diese wie folgt einzugeben:
\<abc\>
Soll sowohl das Betreffzeilen-Schlüsselwort <abc> als auch [def] verwendet werden so ist diese wie folgt einzugeben: (\<abc\>)|([def])
Gross-/Kleinschreibung wird bei der Eingabe des Schlüsselwortes in der Betreffzeile ignoriert.
Bei Verwenden des SEPPmail-Outlook-AddIns im Betreffzeilen-Modus ist darauf zu achten, dass bei
Änderungen der Schlüsselworte in der Appliance, diese entweder als zusätzliche Werte hinzugefügt werden, oder die Werte im AddIn an die Werte der Appliance angepasst werden müssen.
Beschreibung
General Settings
Do not touch mails with the following text in subject:
Add disclaimer to all outgoing emails
Also add disclaimer to replies (in-reply-to header set)
Reprocess mails sent to reprocess@decrypt.
reprocess
Ist diese Option aktiv und das angegebene Schlüsselwort wird im
Betreff einer ausgehenden E-Mail gefunden, so wird diese kryptographisch unbehandelt weitergeleitet. Das Ruleset wird nicht weiter durchlaufen.
Im Standard lautet das Schlüsselwort \[plain\].
Dies ergibt unter Umständen Sinn, wenn all diese Voraussetzungen gegeben sind:
Einstellung "Always use S/MIME or openPGP if keys are available" an der SEPPmail-Appliance aktiv
Absender weiss, dass der Empfänger temporär nur auf einem
Mobilen Endgerät empfangen kann
Inhalt der E-Mail ist nicht vertraulich
Mit dem Aktivieren dieser Funktion wird jeder ausgehenden, initialen
E-Mail die Fussnote angehängt, welche der jeweiligen Managed
Domain (siehe Menü
Disclaimer Settings
) zugeordnet ist.
142
GINA and
Durch das Aktivieren dieses Punktes wird nicht nur initialen E-Mails, sondern auch Antwort-E-Mails die jeweils zugeordnete Fussnote angehängt.
Diese Funktion ermöglicht es einem Empfänger eine verschlüsselte
E-Mail aus seinem Postfach erneut an die SEPPmail-Appliance zur
Entschlüsselung zu senden. Hierfür ist die Verschlüsselte E-Mail als
Anhang in eine neue E-Mail zu packen und an die Adresse " [email protected]" zu senden. Die ursprünglich verschlüsselte Nachricht wird dadurch entschlüsselt - natürlich vorausgesetzt der entsprechende Schlüssel ist der SEPPmail-
Appliance bekannt - und zurück gesendet.
Anwendungsbeispiele könnten sein:
Direktes Weiterleiten verschlüsselter E-Mails an den internen
E-Mail Server bei Ausfall der Appliance
Migration von lokalem Schlüsselmaterial auf den Clients hin
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158
Beschreibung
Show message subject in logs
User Creation
Manual user creation: Only process outgoing mails from users with an account
Mit dieser Option können Benutzer auf der Appliance nur manuell angelegt werden.
Hinweis:
Wird diese Einstellung gewählt, so ist sicherzustellen, dass kein Absender, welcher in der SEPPmail-Appliance nicht bereits als
Benutzer angelegt ist, Merkmale zur kryptographischen Behandlung (Schlüsselwort,
AddIn, Header) verwendet.
In dieser Konstellation würde die Anforderung ignoriert und somit die E-Mail ohne die gewünschte kryprtographische Aktion versendet.
Dieses Verhalten kann bei Bedarf durch einen
Custom Command dahingehend geändert werden, dass E-Mails in dieser Konstellation abgewiesen
Bounce von E-Mails nicht authentifizierter Benutzern
331
).
automatically create accounts for new users if user tries to sign / encrypt zur SEPPmail-Lösung bei gleichzeitigen zurückbleiben von verschlüsselten E-Mails in den Postfächern der Empfänger
Ebenso ermöglicht dieser Befehl openPGP verschlüsselte Dateien aus dem Datei System durch Senden als E-Mail Anlage an diese
Adresse zu entschlüsseln.
Zeigt die Betreffzeilen von E-Mails im E-Mail-Log der Appliance an.
Dies erleichtert oft die Fehleranalyse. Sollte diese Anzeige jedoch aus revisionstechnischen Gründen untersagt sein, so ist das
Ausblenden durch Deaktivieren dieser Option möglich. automatically create accounts for all users
Durch Aktivieren dieser Option wird ein Absender, der über ein entsprechendes Merkmal eine E-Mail als zu verschlüsselnd oder zu signierend markiert automatisch als Benutzer auf der SEPPmail-
Appliance angelegt werden, sofern er nicht bereits vorhanden ist.
Bei Verwenden dieser Option ist darauf zu achten, dass genügend freie Benutzerlizenen vorhanden sind (siehe
Home
Encryption/Signature Licenses)
115
Kreiert für jeden Absender der über die SEPPmail-Appliance eine E-
Mail sendet einen Benutzer, egal, ob Verschlüsseln/Signieren angefordert wurde oder nicht.
Diese Einstellung ist geeignet, wenn die SEPPmail-Appliance nicht direkt im E-Mail Strom steht, sondern bereits über eine vorgelagerte
Komponente entschieden wird, welche E-Mails kryptographisch zu behandelnd sind und nur diese an die SEPPmail-Appliance übergibt.
Ein weiterer Anwendungsfall wäre, wenn alle E-Mails eines
Unternehmens grundsätzlich signiert oder gegebenenfalls verschlüsselt werden sollen.
Encryption/Decryption
Incoming e-mails
Add this text to message
Ist diese Option aktiv, werden eingehende, durch die SEPPmail-
Appliance entschlüsselte E-Mails im Betreff mit diesem Schlüsselwort
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159
Beschreibung
subject after decryption
gekennzeichnet.
Im Standard lautet das Schlüsselwort \[secure\].
Set confidential flag after decryption:
Durch Aktivieren dieser Option wird bei eingehenden, durch die
SEPPmail-Appliance entschlüsselten E-Mails den Header
"Sensitivity: Confidential" .
Reject mails if S/MIME decryption fails
Bei aktiver Option werden eingehende, verschlüsselte E-Mails abgewiesen (bounced), sofern sie durch die SEPPmail-Appliance nicht entschlüsselt werden konnten.
Da die SEPPmail-Appliance eine E-Mail einem eventuell vorgelagerten System erst dann als angenommen meldet, wenn die
E-Mail ausgeliefert werden kann, ist diese Funktion auch zum
Beispiel nach einem externen SPAM-Filter problemlos verfügbar.
Hinweis:
Durch Aktivieren dieser Aktion wird auch eine eventuell teilweise Ende-zu-Ende
Verschlüsselung (zum Beispiel mittels Smart-
Card) unterbunden.
Outgoing e-mails
Always encrypt mails with the following text in subject:
Always encrypt mails with Outlook
"confidential" flag set
Ist diese Option aktiv und das angegebene Schlüsselwort wird im
Betreff einer ausgehenden E-Mail gefunden, so wird diese verschlüsselt.
Im Standard lautet das Schlüsselwort \[confidential\].
Bei aktiver Option wir der "Sensitivity" Parameter aus dem E-Mail
Header der ausgehenden E-Mail ausgewertet. Hat dieser den Wert
"confidential", so wird die E-Mail verschlüsselt.
Always use GINA technology for mails with the following text in subject:
Ist diese Option aktiv und das angegebene Schlüsselwort wird im
Betreff einer ausgehenden E-Mail gefunden, so wird das
Verschlüsseln mittels GINA-Technologie erzwungen.
Im Standard lautet das Schlüsselwort \[priv\].
Das Erzwingen der GINA-Technologie ist immer dann sinnvoll, wenn eine verlässliche Lesebestätigung benötigt wird.
Always use GINA technology for mails with
Outlook "private" flag set
Bei aktiver Option wir der "Sensitivity" Parameter aus dem E-Mail
Header der ausgehenden E-Mail ausgewertet. Hat dieser den Wert
"private", so wird ebenfalls das Verschlüsseln mittels GINA-
Technologie erzwungen.
Hinweis:
Diese Option kann zu Problemen führen, wenn als privat markierte Kalendereinträge versendet
werden, da diese dann automatisch GINA--
verschlüsselt würden.
Create GINA users with empty password if the following text is in the subject:
Mit Aktivieren dieses Punktes wird bei Auffinden des angegebenen
Schlüsselwortes im Betreff einer ausgehenden, initialen GINA-E-Mail kein Initial-Password benötigt.
Im Standard lautet das Schlüsselwort \[emptypw\].
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160
Beschreibung
Always use S/MIME or openPGP if keys are available
Bei aktiver Option werden ausgehende E-Mails immer verschlüsselt, sofern der SEPPmail-Appliance ein öffentlicher Schlüssel - egal ob S/
MIME oder openPGP - des Kommunikationspartners (Empfängers) vorliegt.
Hinweis:
Es gilt zu beachten, dass der Versender der E-
Mail auf der SEPPmail-Appliance jeweils als
Benutzer angelegt sein oder werden muss, wenn er an einen entsprechenden
Kommunikationspartner sendet.
Always use GINA encryption if account exists and no S/MIME or openPGP key is known
Ist diese Option aktiv, so werden ausgehende E-Mails immer mittels
GINA-Technologie verschlüsselt, sofern der SEPPmail-Appliance kein öffentlicher Schlüssel - weder S/MIME noch openPGP - bekannt ist, jedoch ein SEPPmail-Account für den Kommunikationspartner
(Empfängers) vorliegt.
Do not encrypt outgoing mails with the following text in subject:
Ist diese Option aktiv und das angegebene Schlüsselwort wird im
Betreff einer ausgehenden E-Mail gefunden, so wird ein eventuelles
Verschlüsseln in jedem Fall unterdrückt. Andere kryptographische
Aktionen (Signieren) sind davon nicht betroffen.
Im Standard lautet das Schlüsselwort \[noenc\].
Use AES256 for S/MIME encryption
Durch das Aktivieren dieser Option wird für das S/MIME
Verschlüsseln von E-Mail der AES256 Algorithmus verwendet.
Dieser Algorithmus wird von WindowsXP Maschinen sowie in
Outlook Versionen vor 2007 nicht unterstützt.
Hinweis:
Für openPGP wird automatisch die maximal mögliche Schlüssellänge aus dem öffentlichen
Schlüssel des Kommunikationspartners ermittelt und verwendet.
Signing
Incoming e-mails
Add this text to message subject if S/MIME signature check succeeds:
Ist diese Option aktiv, werden eingehende, signierte E-Mails, deren
Signaturen durch die SEPPmail-Appliance geprüft und als in Ordnung befunden wurden mit dem angegebenen Schlüsselwort im Betreff gekennzeichnet.
Im Standard lautet das Schlüsselwort \[signed\sok\].
Hinweis:
Damit eine S/MIME E-Mail-Signatur als "in
Ordnung" befunden wird, a) darf diese E-Mail auf dem Weg vom
Absender bis zum Empfang und Prüfung durch die SEPPmail-Appliance nicht verändert worden sein.
b) muss das Signatur-Zertifikat des
Absenders von einem vertrauenswürdigen
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161
Beschreibung
Aussteller stammen (siehe
238
)
remove signature if S/
MIME signature check succeeds
Add this text to message subject if S/MIME signature fails:
Entfernt die S/MIME E-Mail-Signatur nach erfolgreicher Prüfung.
Das Entfernen der E-Mail-Signatur kann beim Einsatz Mobiler
Endgeräte als E-Mail-Clients von Vorteil sein, da diese häufig nicht mit diesen Signaturen umgehen können.
Ist diese Option aktiv, werden eingehende, signierte E-Mails, deren
Signaturen durch die SEPPmail-Appliance geprüft und als defekt befunden wurden mit dem angegebenen Schlüsselwort im Betreff gekennzeichnet.
Im Standard lautet das Schlüsselwort \[signed\sINVALID\].
remove signature if S/
MIME signature check fails
Entfernt die S/MIME E-Mail-Signatur nach fehlgeschlagener Prüfung.
Das Entfernen der E-Mail-Signatur kann beim Einsatz Mobiler
Endgeräte als E-Mail-Clients von Vorteil sein, da diese häufig nicht mit diesen Signaturen umgehen können. Allerdings ist dann auch keine weitere Prüfung durch den E-Mail-Client und somit eine
Analyse, weshalb die Signatur als ungültig eingestuft wurde, möglich.
Outgoing e-mails
Hinweis:
Sofern die Zertifikatskette nicht bereits in den Zertifikaten, welche für das
Signieren verwendet werden vorhanden ist, wird diese während des
Signierens durch die Aplliance ergänzt. Dies setzt voraus, dass der
Appliance die eigene Zertifikatskette bekannt - das heisst unter
238
als vertrauenswürdig eingestuft ist.
S/MIME sign outgoing mails with the following text in subject:
Sign all outgoing e-mails if S/MIME certificate available
Do not S/MIME sign outgoing mails with the following text in subject:
Ist diese Option aktiv und das angegebene Schlüsselwort wird im
Betreff einer ausgehenden E-Mail gefunden, so wird diese S/MIME signiert.
Im Standard lautet das Schlüsselwort \[sign\].
Signiert alle ausgehenden E-Mails von SEPPmail-Benutzern mit gültigem S/MIME Zertifikat.
Da mit der S/MIME Signatur das öffentliche Zertifikat mitgesendet wird, wird diese durch das Aktivieren dieser Aktion möglichst vielen
Kommunikationspartnern zur Verfügung gestellt. Dadurch werden diese widerum in de Lage versetzt S/MIME verschlüsselt mit dem
Absender zu kommunizieren.
Weiterhin wird hierdurch die Herkunft der E-Mails bestätigt.
Ist diese Option aktiv und das angegebene Schlüsselwort wird im
Betreff einer ausgehenden E-Mail gefunden, so wird ein eventuelles
Signieren in jedem Fall unterdrückt. Andere kryptographische
Aktionen (Verschlüsseln) sind davon nicht betroffen.
Im Standard lautet das Schlüsselwort \[nosign\].
S/MIME sign outgoing mails with domain key with the following text in subject:
Ist diese Option aktiv und das angegebene Schlüsselwort wird im
Betreff einer ausgehenden E-Mail gefunden, so werden alle ausgehenden E-Mail - egal von welchem Absender - mit dem S/
MIME-Zertifikat und im Namen der angegebenen E-Mail-Adresse
(siehe "Using Certificate") S/MIME signiert.
Im Standard lautet das Schlüsselwort \[domainsign\].
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162
Beschreibung
Using Certificate:
Achtung:
Vom Verwenden dieser Option wird dringendst abgeraten!
Durch die für diese Funktion notwendige
Manipulation des Absenders aller ausgehenden
E-Mails resultieren zahlreiche Probleme.
So werden sogenannte Non-Delivery-Reports immer an diese Adresse und nicht an den ursprünglichen Absender gesendet. Das heisst kommt eine E-Mail nicht wie erwartet bei
Empfänger an, so wird der ursprüngliche
Absender darüber keine Information erhalten.
Trägt der Empfänger den Absender der E-Mail in sein Adressbuch ein, so ist auch hier zu erwarten, dass er zukünftig nicht den eigentlich gewünschten, sondern den manipulierten
Empfänger adressiert.
Angabe der E-Mail-Adresse wie sie im S/MIME Zertifikat für die
Domänensignatur enthalten ist.
Text before new FROM:
Einzufügender Text vor dem manipulierten Absender.
Text after new FROM:
Einzufügender Text nach dem manipulierten Absender.
Key Generation
automatically create openPGP keys for new users automatically create S/
MIME keys for new users
Durch Auswählen dieser Option wird für jeden neu generierten
Benutzer automatisch ein openPGP-Schlüsselpaar erzeugt.
automatically buy <CA> S/
MIME keys for new users
Durch Auswählen dieser Option wird für jeden neu generierten
Benutzer automatisch ein S/MIME-Schlüsselpaar über die interne CA erzeugt.
Durch Auswählen dieser Option wird für jeden neu generierten
Benutzer automatisch ein S/MIME-Zertifikat von der angegebenen
CA bezogen.
Hinweis:
Das Schlüsselpaar wird auf der Appliance generiert. Nur der öffentliche Schlüssel wird zum Signieren bei der CA eingereicht. Der private Schlüssel verlässt die SEPPmail-
Appliance nicht!
Diese Option erscheint nur dann, wenn unter
CA
199
eine entsprechende MPKI
ausgewählt wurde.
Protection Pack (Anti-Spam / Anti-Virus)
(nur mit entsprechender Lizenz "Anti-spam / Anti-virus" (siehe
Home
115
) verfügbar)
Check mails for viruses and send infected mails to (leave
Mit Auswahl dieser Option wird der Virenscanner aktiviert. Infizierte
E-Mails werden an die optional einzugebende E-Mail-Adresse gesendet (Quarantäne). Bleibt das Eingabefeld für die E-Mail-
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163
Beschreibung
empty to reject infected mails):
Check incoming mails for spam and add the following text to the subject to identify spam:
Tag level:
Check incoming mails for spam and redirect spam to
(leave empty to reject spam):
Spam level:
Adresse leer, so werden infizierte E-Mails abgewiesen (bounced).
Send notification to this email address if a virus was found:
Wird an dieser Stelle eine E-Mail-Adresse angegeben, so werden an diese Benachrichtigungen über Virenfunde gesendet.
Mit Auswahl dieser Option werden als SPAM klassifizierte E-Mails dem angegebenen Text in der Betreffzeile versehen und an den
Empfänger weitergeleitet. Basis der Klassifizierung ist der angegebene "Tag level" (siehe nächste Option).
Der Standartext für diese Markierung lautet [SPAM]
(Achtung: reine Texteingabe, keine "Regular Expression")
Auswahl, des Schwellwertes für die SPAM-Erkennung. Je niedriger dieser Wert gesetzt wird, desto strenger sind die Kriterien für die
SPAM-Erkennung.
Im Standard ist der Wert "5" gewählt.
Bei niedrigen Werten erhöht sich das Risiko von Falscherkennungen, so dass legitime E-Mails als SPAM erkannt und markiert werden.
Mit Auswahl dieser Option werden als SPAM klassifizierte E-Mails an die angegebene Adresse umgeleitet, beziehungsweise bei freilassen des Eingabefeldes abgelehnt (bounced). Basis für die SPAM
Erkennung ist der angegebene "Spam level" (siehe nächste Option).
Auswahl, des Schwellwertes für die SPAM-Erkennung. Je niedriger dieser Wert gesetzt wird, desto strenger sind die Kriterien für die
SPAM-Erkennung.
Im Standard ist der Wert "8" gewählt.
Bei niedrigen Werten erhöht sich das Risiko von Falscherkennungen, so dass legitime E-Mails als SPAM erkannt und umgeleitet beziehungsweise abgelehnt (bounced) werden.
Header tagging
Durch das "Header tagging" wird das Setzen eines erweiterten, sogenannten X-Headers und einen zugehörigen Wert für unterschiedliche Situationen (siehe folgende Optionen) durch die SEPPmail-
Appliance ermöglicht. Diese erweiterten Informationen können durch nachgelagerte Komponenten ausgewertet werden.
Ein Beispiel für so eine zusätzliche, nachgelagerte, E-Mail verarbeitende Komponente könnte ein
Data Loss Prevention (DLP) System sein.
Set header to value For all incoming mails
Setzt den angegebenen X-Header mit dem zugeordneten Wert für alle eingehenden E-Mails
Set header to value For all outgoing mails
Setzt den angegebenen X-Header mit dem zugeordneten Wert für alle ausgehenden E-Mails
Set header to value For all mails that have been encrypted
Setzt den angegebenen X-Header mit dem zugeordneten Wert für alle E-Mails, welche durch die SEPPmail-Appliance verschlüsselt wurden.
Set header to value For all mails that have been decrypted
Setzt den angegebenen X-Header mit dem zugeordneten Wert für alle E-Mails, welche durch die SEPPmail-Appliance entschlüsselt wurden.
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164
Beschreibung
Archiving
Send a copy of ALL emails to the following Address:
Durch Aktivieren dieser Option wird eine Kopie aller über die
SEPPmail-Appliance transportierten E-Mails an die angegebene E-
Mail-Adresse gesendet.
Custom Commands
Über Custom Commands können über den in den
248
definierten
Befehlssatz spezifische Anforderungen an entsprechender Stelle im Ruleset eingefügt werden.
Custom commands for incoming e-mails BEFORE decryption:
Fügt bei Aktivierter Option den im Eingabefeld vorhandenen Code an der Stelle im Ruleset für eingehende E-Mails VOR der
Entschlüsselung ein.
Custom commands for incoming e-mails AFTER decryption:
Fügt bei Aktivierter Option den im Eingabefeld vorhandenen Code an der Stelle im Ruleset für eingehende E-Mails NACH der
Entschlüsselung ein.
Custom commands for outgoing e-mails BEFORE encryption:
Fügt bei Aktivierter Option den im Eingabefeld vorhandenen Code an der Stelle im Ruleset für ausgehende E-Mails VOR der
Verschlüsselung ein.
Custom commands for e-mails from GINA:
Custom commands for User
Creation:
Fügt bei Aktivierter Option den im Eingabefeld vorhandenen Code an der Stelle im Ruleset für eingehende GINA E-Mails ein.
Fügt bei Aktivierter Option den im Eingabefeld vorhandenen Code an der Stelle im Ruleset für das Generieren neuer Benutzer ein.
Key Server
Über Key Server wird das zusätzliche Abfragen öffentlicher Schlüssel von Kommunikationspartnern für die Verschlüsselung ermöglicht.
Nach dem Speichern eines Key Server Eintrags wird jeweils ein weiteres Eingabefeld eingeblendet.
Hinweis:
Öffentliche Key Server beherbergen häufig "totes" Schlüsselmaterial. Das heisst für die über den Key Server bereitgestellten öffentlichen Schlüssel besitzen die Empfänger oft nicht mehr den privaten Schlüssel. Somit sind diese nicht in der Lage die verschlüsselten E-Mails zu lesen.
Aus diesem Grund wird dringend von der Abfrage solcher Server abgeraten.
openPGP Key Server An dieser Stelle werden Einträge für openPGP Key Server vorgenommen.
Hinweis:
Wird bei der Abfrage eines öffentlichen openPGP Schlüssels ein Schlüssel gefunden, dessen Key ID idenisch mit einem bereits vorhandenen Eintrag auf der SEPPmail-
Appliance ist, so wird dieser Schlüssel auf der
Appliance durch das Ergebnis der LDAP-Abfrage
überschrieben.
S/MIME Key Server An dieser Stelle werden Einträge für S/MIME Key Server vorgenommen.
Beispiel Key Server Eintrag:
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165
Beschreibung
recipient mask
(regexp):
@firma\.ch
URI:
LDAP://ldap.firma.local/
Bind dn:
CN=MaxMuster,
OU=Users,
OU=Firma
Bind pw:
password
Base DN:
DC=ihredomain,DC=local
Advanced Options
Re-inject mails to sending mailserver
Run in queueless mode
Mit dem Aktivieren dieser Option werden bereits verarbeitete E-Mails an den einliefernden E-Mail-Server zurück gesendet.
Forwarding und Outgoing Server werden bei aktivierter Option ignoriert beziehungsweise als Fallback Einstellung verwendet
Achtung:
Durch das Aktivieren dieser Option kann unter
Umständen eine E-Mail Schleife (Loop) erzeugt werden, wenn das einliefernde E-Mail System diese Funktion nicht unterstützt oder falsch konfiguriert wurde.
Schaltet die Warteschlangen (Queue) Funktion ab. Das heisst E-
Mails werden vom <OEM-PRODUCTNAME%>-System im Normalfall erst dann an das abgebende System als angenommen gemeldet, wenn die E-Mail bereits vom nachfolgenden System als angenommen gemeldet wurde (Rückmelde Code "250 Requested mail action okay, completed").
Wird diese Option verwendet, so kann bei einem Austausch der
Appliance (zum Beispiel bei einem Hardware-Defekt) annähernd sichergestellt werden, dass keine E-Mails verloren gehen.
Achtung:
Aufgrund dieser Einstellung können - vor allem wenn die E-Mail verarbeitenden Maschinen in unterschiedlichen Netzen stehen -Verzögerungen auftreten. Eine Folge davon können vermehrt auftretende Timeouts sein.
Weiterhin kann das vorläufige Zwischenspeichern einer E-Mail in der E-Mail Warteschlange durch diese Einstellung nicht 100%ig verhindert werden:
Werden beispielsweise bei ausgehenden E-
Mails mehrere E-Mail Domänen adressiert, von denen eine nicht den Empfang mit dem
Rückmelde Code 250 quittiert, so würde die E-
Mail an diese eine E-Mail Domäne dennoch in der E-Mail Queue zwischengespeichert werden.
Bei Komplettausfall des nächsten E-Mail HOPs würde die Appliance ebenfalls die E-Mails in der
Warteschlange speichern und somit dem abgebenden System den Empfang quittieren.
Ebenso werden LFM-Benachrichtigungs-E-Mails in der Warteschlange zwischengespeichert, wenn der Empfänger temporär nicht erreichbar ist.
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166
Beschreibung
Completely disable GINA technology
Completely disable userbased S/MIME and openPGP
Deaktiviert die GINA-Technologie.
Als Folge würden als "zu verschlüsselnd" gekennzeichnete E-Mails abgewiesen werden, wenn keine andere Verschlüsselungsmethode
(S/MIME, openPGP, Domain) verfügbar ist.
Hinweis:
Wird die GINA-Technologie über diese Option abgeschaltet, so ist darauf zu achten, dass alle
Optionen aus "Encryption/Decryption", welche diese Technologie ansteuern deaktiviert sind.
Ebenso darf kein Ansteuern dieser Technologie
über "Custom Commands" erfolgen.
Deaktiviert sowohl die Benutzer bezogene S/MIME als auch die openPGP Technologie.
Diese Aktion wird meist in Verbindung mit "Completely disable GINA technology" verwendet, um ausschliesslich Domänen
Verschlüsselung anzuwenden.
Use remote GINA server, reachable under the following email address:
Muss aus revisionstechnischen Gründen der GINA-Teil in einer anderen Demilitarisierten Zone (DMZ) als der SMTP verarbeitende
Teil stehen, so ist die Trennung über diese Option möglich. Selbst eine Trennung auf unterschiedliche Standorte ist möglich.
Alle GINA zu verschlüsselnden E-Mails werden dann über die hier angegebene Pseudo-E-Mail-Adresse (zum Beispiel [email protected]) S/MIME verschlüsselt per SMTP an den GINA-Satelliten geleitet.
This is a remote GINA server
Hinweis:
Wird diese Option gewählt, so ist darauf zu achten, dass alle Optionen aus "Encryption/
Decryption", welche diese Technologie ansteuern deaktiviert sind. Ebenso darf kein
Ansteuern dieser Technologien über "Custom
Commands" erfolgen.
Definiert den Gegenpart zur Option "Use remote GINA server, reachable under the following email address:", also den GINA-
Satelliten.
An der Satelliten-Appliance muss die Pseudo-Mail-Domäne (im
Beispiel oben "ginapseudodomain.local") als zusätzliche Managed
Domain eingetragen werden (siehe
Mail System
130
). Ebenso müssen die Managed Domains des Basis-
Systems erfasst werden. Die GINA-Konfiguration und deren
Zuordnung zu den Managed Domains erfolgt auf dem Satelliten-
System (siehe
Mail Processing
149
).
Relay for domain:
Hier sind die "Managed Domains" des "Basis"-Systems einzutragen
(siehe
Mail System
130
).
Die Trennung der Domains erfolgt durch ein Pipe-Zeichen "|" als
Regulärer Ausdruck, also (domain1.tld)|(domain2.tld)|(domainn.tld) einzugeben.
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167
Beschreibung
Hinweis:
Theoretisch kann somit auch ein GINA-Satellit, für mehrere Appliances, welche unterschiedliche
Managed Domains beherbergen, konfiguriert werden.
Relay email address:
Relay domain key fingerprint:
Enable internal encryption with user keys (also enables ldap server on ports 388, 387 and 635.
User keys must be installed on appliance for proper function)
Enable ldap server on ports 388, 387 and 635 to distribute collected S/
MIME certificates to internal users
Use Incamail instead of local GINA interface
Hier ist die gleiche Pseudo-E-Mail-Adresse einzutragen wie auf dem
"Basis"-System unter "Use remote GINA Server, reachable under the following email address:".
Hier sind die Fingerprints der Domänen Zertifikate der unter "Relay for Domain" angegebenen Managed Domains jeweils durch ein Pipe-
Zeichen "|" getrennt als Regulärer Ausdruck, also (Fingerprint1)|
(Fingerprint2)|(Fingerprintn) anzugeben.
(siehe
142
S/MIME Domain
Encryption
)
Mit dieser Option wird die zertifikatsbasierte interne E-Mail
Verschlüsselung aktiviert.
Im Anschluss müssen die privaten Schlüssel - der vorhandenen unternehmensinternen CA - für die Benutzer, denen das
Verschlüsseln zu externen Kommunikationspartnern gestattet ist, auf der SEPPmail-Appliance importiert werden (siehe
Administration
211
Import S/MIME keys).
Am E-Mail Client müssen in der Regel zwei LDAP Adressbücher erzeugt werden:
1. zur Abfrage der unternehmensinternen CA, welche das
Schlüsselmaterial für die interne E-Mail Verschlüsselung bereit stellt
2. zur Abfrage des über diese Option aktivierten Key Servers der
SEPPmail-Appliance
Hierzu ist es ausreichend die IP-Adresse beziehungsweise den
Hostnamen der SEPPmail-Appliance sowie einen der Ports 387 oder 388, beziehungsweise 635 für eine verschlüsselte
Verbindung anzugeben. Eine Authentifizierung ist nicht notwendig
Weiterhin wichtig ist, dass dem X.509 Root Zertifikat der internen CA
194
Download certificate
) an den Clients vertraut wird.
(diese Option schliesst die folgende Option aus)
Durch Aktivieren dieser Option wird die SEPPmail-Appliance und stellt somit die öffentlichen S/MIME Schlüssel per LDAP zur
Verfügung.
(diese Option schliesst die vorhergehende Option aus)
Diese Option ist nur für Teilnehmer des schweizer Dienstes Incamail relevant.
Die vorgenommenen Änderungen werden über die Schaltfläche
Save and Create ruleset
gespeichert. Das Ruleset wird mit den vorgenommen Einstellungen generiert.
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168
Für eine korrekte Funktion der Appliance muss initial ein Ruleset durch Klicken der
Schaltfläche
Save and Create Ruleset
generiert werden.
Sektion
SMTP Ruleset
Über die Schalfläche
Display Ruleset
wird das Ruleset der SEPPmail-Appliance angezeigt. Wurde
157
erzeugt, so steht in den ersten beiden Zeilen Datum und
Uhrzeit der Erzeugung, sowie die Version, mit welcher das Ruleset erzeugt wurde.
In sehr grossen Unternehmen mit entsprechend umfangreichen individuellen Anforderungen besteht die Möglichkeit ein Ruleset mittels der
Referenz der Regelwerk-Anweisungen
248
zu erstellen.
Dieses kann über die Schaltfläche
Upload
importiert und verwendet werden.
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169
7.6.1
Untermenü Create new GINA Domain
Sektion
Create new GINA Domain
Parameter Beschreibung
Description
Hostname
Hier ist der Name einzugeben, welcher im Auswahlmenü
Mail Processing
149
angezeigt werden soll.
Ist unter
Mail Processing
150
die Option "Use virtual hosting" aktiviert, so ist hier der FQDN anzugeben, unter welchem das
Interface erreichbar sein wird (zum Beispiel securemail.meinkunde.ch).
Andernfalls ist hier der Name des Unterverzeichnisses anzugeben, in welchem das GINA-Interface erzeugt werden soll (zum Beispiel meinkunde).
Das neue GINA-Interface wird dann im Unterverzeichnis des unter dem FQDN des [default]-GINA-Eintrages erreichbar sein (zum Beispiel https://securemail.
meinefirma.ch/meinkunde/web.app)
Über die Schaltfläche
Create
wird der Vorgang abgeschlossen.
7.6.2
Untermenü Edit GINA Settings
In diesem Menü können die Einstellungen für die gewählte GINA-Domain individuell vorgenommen werden.
Zusätzlich zu den technischen Einstellungen kann über die Schaltfläche
Edit GINA Layout
jeweils das Design an die Firmenidentität angepasst werden (siehe
180
).
Sektion
Secure GINA Host
Parameter Beschreibung
Hostname
Ist unter
Mail Processing
150
die Option "Use virtual hosting" aktiviert, so ist hier der FQDN anzugeben, unter welchem das
Interface erreichbar sein wird (zum Beispiel securemail.meinkunde.ch).
Andernfalls ist hier der Name des Unterverzeichnisses anzugeben, in welchem das GINA-Interface erzeugt werden soll (zum Beispiel meinkunde).
Das neue GINA-Interface wird dann im Unterverzeichnis des unter dem FQDN des [default]-GINA-Eintrages erreichbar sein (zum Beispiel https://securemail.
meinefirma.ch/meinkunde/web.app).
Hinweis:
Der hier eingetragene FQDN muss aus dem Internet erreichbar sein. Das heisst entsprechender DNS Eintrag muss veranlasst werden.
Port
Key and certificate
If virtual hosting is enabled, you can specify a special port and a special certificate used for this GINA Domain
Die vorgenommenen Änderungen werden über die Schaltfläche
Save
gespeichert.
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170
Sektion
Master Template
Diese Sektion erscheint nur, falls ein anderes als das [default] GINA-Interface editiert wird.
Parameter Beschreibung
Master Template
Durch Auswahl eines Master Templates können in den folgenden Sektionen wahlweise die Einstellungen eines anderen GINA-Interface übernommen werden.
Wird diese Auswahl in einer Sektion getroffen, so werden nach dem Klicken der Schaltfläche
Save
die Eingabefelder dieser Sektion ausgegraut und die
Einstellungen des ausgewählten Master Templates angezeigt.
Die vorgenommenen Änderungen werden über die Schaltfläche
Save
gespeichert.
Sektion
Admin
Einstellungen für den Versand von GINA-Systemmeldungen.
Parameter Beschreibung
Use settings from master template
Admin E-mail
Diese Option erscheint nur, falls ein anderes als das [default] GINA-Interface editiert wird.
Durch Aktivieren dieser Option werden die Einstellungen aus der unter
Master Template
gewählten Vorlage übernommen.
An die hier eingegebene E-Mail-Adresse werden Passwort-Anfragen von
GINA-Benutzern des entsprechenden GINA-Interfaces weitergeleitet. Ebenso wird diese E-Mail-Adresse als Absender der GINA-Passwort- und Aktivierungs
E-Mails verwendet.
Send password reset e-mails to original sender instead of Admin
E-mail address
Bleibt dieses Feld leer, so wird die Passwort-Anfrage eines GINA-Benutzers an den Internen Absender weitergeleitet, der dem entsprechenden GINA-
Benutzer über diese Technologie eine E-Mail gesendet hat.
Als Absender der Passwort-E-Mails wird ebenfalls der interne Absender der
GINA-Mail verwendet.
In speziellen Konstellationen können bei leerer
Admin E-mail
und den daraus resultierenden Versand von GINA-Paswwort-/Aktivierungs-E-Mails im Namen des internen Absenders Probleme auftreten. In diesen Fällen ist zwingend eine
Admin E-mail
einzutragen. Soll dennoch bei Passwort-Reset-Anfragen der ursprüngliche Absender anstatt des eingetragenen Admins benachrichtigt werden, so ist an sieser Stelle der Haken zu setzen.
Die vorgenommenen Änderungen werden über die Schaltfläche
Save
gespeichert.
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171
Sektion
Extended settings
Grundlegende Einstellungen für die über das GINA-Webinterface zur Verfügung gestellten Funktionen.
Parameter Beschreibung
Use settings from master template
Default Forward
Page
Diese Option erscheint nur, falls ein anderes als das [default] GINA-Interface editiert wird.
Durch Aktivieren dieser Option werden die Einstellungen aus der unter
Master Template
gewählten Vorlage übernommen.
Sollte die URL der GINA-Seite ohne den Zusatz "/web.app" aufgerufen werden, kann an dieser Stelle auf eine andere Seite - zum Beispiel die
Homepage des Unternehmens - weitergeleitet werden.
Soll dennoch auf das GINA-Interface weitergeleitet werden, so ist die URL einzugeben, wie sie oberhalb der Eingabezeile angezeigt wird.
Bleibt man beim Beispiel aus der Sektion
Secure GINA Host
würde dort folgendes stehen:
Note: If you want to show the GINA login page by default, enter "https:// securemail.meinefirma.ch/meinkunde/web.app" (without the quotes)
Bei aktiver Option wird der verschlüsselte HTML Anhang der GINA-Mail in eine
ZIP Datei gepackt. Dies wird für die Kompatibilität zu älteren OWA Versionen benötigt. Für einzelne E-Mails kann die Steuerung dieser Funktion durch das
Betreffzeilen Schlüsselwort [zip] vorgenommen werden.
Always zip HTML attachments when encrypting mail with GINA technology
"Send copy to myself" checked by default when writing GINA mails
Sender always receives notification when recipient reads
GINA mails
Mit dieser Option wird der Haken im %OEM-WEBMAIL-GINA%>-Interface für eine Kopie an den Sender bereits als Standard gesetzt.
Dadurch erhält der GINA-Benutzer beim Versenden einer E-Mail diese ebenfalls als GINA-Mail in Kopie und hat somit einen entsprechenden
Nachweis.
Mit dem Setzen dieses Hakens wird die Anforderung einer Lesebestätigung beim Versand von GINA-Mails als Standard definiert.
Eventuell vom Absender definierte Einstellungen dadurch überschrieben.
Allow account self-registration in
GINA portal without initial mail
Erlaubt Personen, welche sich auf dasGINA-Interface (im Beispiel aus der
Sektion
Secure GINA Host
"https://securemail.meinefirma.ch/meinkunde/ web.app") verbinden eine Registrierung ohne initialer GINA-Mail.
Somit wird einem externen Kommunikationspartner ermöglicht, eine sichere E-
Mail-Kommunikation über das GINA-Interface initial zu starten. Voraussetzung hierfür ist, dass ihm auch eine gültige E-Mail-Adresse innerhalb der E-Mail-
Domäne des SEPPmail-Betreibers bekannt ist.
Dies bedingt auch das Aktivieren der Option Allow GINA users to write new
mails.
Hinweis:
Die Self-Registration ist durch einen Mail-Ping abgesichert.
Das heißt durch die Registrierung am Web-Interface wird kein
Benutzer angelegt! Vielmehr wird eine E-Mail mit einem
Bestätigungs-Link an die bei der Registrierung eingegebene
E-Mail Adresse gesendet. Durch Aufruf des Links wird die
Verbindung zum GINA Interface hergestellt und das Konto nach erfolgreicher Anmeldung mit den zuvor eingegebenen
Credentials angelegt.
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Enable S/MIME certificate / openPGP key search and management in
GINA
Allow download of public domain keys/ domain certificates
Hierdurch wird dem angemeldeten GINA-Benutzer erlaubt, nach öffentlichen
S/MIME beziehungsweise openPGP Schlüsseln von internen SEPPmail-
Benutzern über dasGINA-Portal zu suchen.
Mit dieser Option wird zusätzlich die Suche von öffentlichen Domänen
Schlüsseln der auf der SEPPmail-Appliance verwalteten E-Mail-Domänen zu suchen.
Allow unregistered users to search public keys/ certificates of internal users
Wird dieser Haken gesetzt, so wird die Schlüssel Suche nicht nur angemeldeten GINA-Benutzern, sondern jedem der sich auf das GINA>-Portal verbindet, erlaubt.
Da im GINA-Interface für eine Schlüssel Suche immer die E-Mail-Adresse des
Empfängers eingegeben werden muss, ist ein Adress-Harvesting nicht möglich.
Allow GINA users to write new mails
Diese Option erlaubtGINA-Benutzern initial E-Mails an Empfänger innerhalb der E-Mail-Domäne des SEPPmail-Betreibers zu senden und nicht nur auf erhaltene GINA-Mails zu Antworten.
Do not allowGINA users to edit recipient when replying to emails
Mit diesem Parameter wird festgelegt, ob Empfänger von GINA-Mails beim
Antworten den oder die Empfänger editieren dürfen.
Allow GINA users to reply to external recipients of GINA messages
Erlaubt es einen GINA-Benutzer an alle Empfängern einer GINA-E-Mail - auch externen, also denen, die nicht der E-Mail-Domäne des ursprünglichen
Absenders angehören - zu antworten.
Hinweis:
Wurde diese Option gewählt, so können bei gleichzeitig deaktivierter Option "Do not allowGINA users to edit recipient when replying to e-mails" nur bereits vorhanden Empfänger durch den GINA-Benutzer entfernt, jedoch keine weiteren hinzugefügt werden.
SMTP sender address for sending to external recipients:
Da der Versand der E-Mails an externe Empfänger mit einer existenten E-Mail-
Adresse der lokalen E-Mail-Domäne erfolgen muss (Stichwort SPF Prüfung), ist die Versender-Adresse für die oben genannten Antwort-E-Mails hier einzutragen.
Hinweis:
Die hier angegebene E-Mail-Adresse erhält gegebenenfalls Systembenachrichtigungen wie Bounceoder Non Delivery Report (NDR) E-Mails.
Allow messages to be downloaded as Outlook message (.msg) files
Mit Aktivieren dieser Option wird dem Empfänger einer GINA-Mail im GINA-
Interface eine Schaltfläche zum Download der E-Mail im msg-Format - also
Outlook - angeboten. Somit wird der Empfänger in die Lage versetzt die ursprünglich GINA-verschlüsselte E-Mail in Outlook im Klartext abzuspeichern.
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173
Hinweis:
Wird nach abspeichern der Nachricht im Klartext über die "Antworten" Schaltfläche im Outlook geantwortet, so geschieht dies unverschlüsselt!
Allow messages to be downloaded as MIME (.eml) files
Mit Aktivieren dieser Option wird dem Empfänger einer GINA-Mail im GINA-
Interface eine Schaltfläche zum Download der E-Mail im eml-Format für den
Import in einen E-Mail-Client angeboten. Somit wird der Empfänger in die Lage versetzt die ursprünglichGINA-verschlüsselte E-Mail in seinem E-Mail-Client im
Klartext abzuspeichern.
Hinweis:
Wird nach abspeichern der Nachricht im Klartext über die "Antworten" Funktion des E-Mail-Clients geantwortet, so geschieht dies unverschlüsselt!
When encrypting mail with GINA technology, use text-only emails
Versendet GINA-Mail im Text- statt im HTML-Format.
Dies kann gegebenenfalls notwendig sein, wenn ein Empfänger den Empfang von HTML-Mails nicht zulässt.
Die vorgenommenen Änderungen werden über die Schaltfläche
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gespeichert.
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174
Sektion
Large File Management
Einstellungen für die Übertragung grosser Dateien. Diese Option steht nur zur Verfügung, wenn Large
File Management (LFM) lizensiert und aktiviert wurde.
Parameter Beschreibung
Use settings from master template
Diese Option erscheint nur, falls ein anderes als das [default] GINA-Interface editiert wird.
Durch Aktivieren dieser Option werden die Einstellungen aus der unter
Master Template
gewählten Vorlage übernommen.
Enable Large File
Messages without authentication
Mit dem Betreffzeilen-Schlüsselwort [lfm:nocrypt] kann der Absender bei aktivierter Option steuern, dass der Empfänger zur Abholung des LFM-
Anhangs kein Passwort am GINA-Webinterface eingeben muss.
Enable Large File
Management
How long (in days) to store
Large Files
Mit dem Anhaken dieser Option wird das Large File Management (LFM) aktiviert. LFM ist eine Zusatzoption und muss somit auch separat lizensiert werden.
Hier wird die Verweildauer - in Tagen - von LFM-Mails angegeben. Der
Empfänger bekommt das Verfallsdatum im Betreff der GINA-
Benachrichtigungs-Mail mitgeteilt. Die Einstellung "0" null bedeutet, dass LFM
Mails nie gelöscht werden.
Es ist darauf zu achten, dass genügend Speicher auf dem System zur
Verfügung steht, anndernfalls würden LFM Mails abgewiesen (bounced).
Size (in KiB) above which messages are treated as Large
Files
Gibt die Grenze - in kB - an, ab wann eine E-Mail als LFM Mail behandelt wird.
Dabei gilt zu beachten, dass Anhänge in E-Mails aufgrund der BASE-64
Codierung bis um die Hälfte grösser sein können, als im Dateisystem.
Maximum size
(in KiB) for LFM messages
Gibt eine Maximalgrösse für LFM Dateien an. Wird hier "0" (null) einegegeben, so wird kein Limit vorgegeben.
Hinweis:
Dieser Wert muss grösser als der oben genannte unter
"Size (in KiB)" above which messages are treated as
Large Files" sein!
Achtung:
Alle Grössenangaben erfolgen in Kibibyte (siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/
Byte )!
Die vorgenommenen Änderungen werden über die Schaltfläche
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gespeichert.
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Sektion
Terms of use
Einstellungen bezüglich Allgemeiner Geschäftsbedingungen.
Parameter Beschreibung
Use settings from master template
Require new users to accept terms of use
Terms of use
URL
Diese Option erscheint nur, falls ein anderes als das [default] GINA-Interface editiert wird.
Durch Aktivieren dieser Option werden die Einstellungen aus der unter
Master Template
gewählten Vorlage übernommen.
Nach Empfang der initialen GINA-Mail wird der Empfänger beim
Registrierungsprozess aufgefordert, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu akzeptieren.
Eingabe der URL zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, zum Beispiel https://www.ihrefirma.ch/agb.
Die vorgenommenen Änderungen werden über die Schaltfläche
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gespeichert.
175
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176
Sektion
Language Settings
Spracheinstellungen des GINA-Webinterfaces und dessen Benachrichtigungen.
Parameter Beschreibung
Use settings from master template
Default language:
Available Languages:
Diese Option erscheint nur, falls ein anderes als das [default] GINA-
Interface editiert wird.
Durch Aktivieren dieser Option werden die Einstellungen aus der unter
Master Template
gewählten Vorlage übernommen.
Über das Auswahlmenü wird die Standard-Sprache für das jeweilige
GINA-Interface gewählt. Diese Sprache muss im folgenden
Menüpunkt auch als Verfügbar (Enabled) markiert sein.
Bei der Auswahl der Sprachen gilt zu beachten, dass mit jeder weiteren Sprache die Länge der GINA-Mail sowie bei initialen E-Mails die Länge der Passwort-Mails zunimmt.
Language Enabled
German (d)
Enfglish (e)
French (f)
Italian (i)
Spanish (s)
Dutch (n)
Polish (p)
Aktiviert oder deaktiviert die jeweilige
Sprache
Über die Schalfläche
Edit translations
öffnet das Menü
184
der jeweiligen Sprache, über welches die Texte aller GINA-
Komponenten individuell angepasst werden können.
Über die Schaltfläche
Download
kann die jeweilige Sprachdatei heruntergeladen werden. Wird diese im Anschluss angepasst, so kann Sie über die [default] GINA-
Einstellungen wieder hochgeladen werden.
Wird das [default] GINA-Interface editiert, so können über die Schaltfläche
Add new
weitere
Sprachen hinzugefügt werden. Für das Erstellen einer neuen Sprachdatei ist der einfachste Weg, eine bereits vorhandene über die Schaltfläche
Download
(siehe Tabelle oben) herunter zu laden, zu
übersetzen und über die Schaltfläche
Add new
wieder hochzuladen.
Die vorgenommenen Änderungen werden über die Schaltfläche
Save
gespeichert.
Hinweis:
Je mehr sprachen aktiviert werden, desto länger werden die initialen GINA
Benachrichtigungs- und Passwort- E-Mails.
Deshalb sollte der Grundsatz gelten:
Soviel wie nötig, so wenig wie möglich.
Nur die initiale GINA Benachrichtigungs E-Mail ist mehrsprachig. Jede weitere GINA
Benachrichtigungs E-Mail wird nur noch in der beim Registrierungsprozess gewählten
Sprache versandt.
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177
Sektion
Security
In dieser Sektion werden die Passwort-Kriterien sowie die Möglichkeiten zur Passwort-Rücksetzung angegeben.
Parameter Beschreibung
Use settings from master template
Choose how the user can retrieve lost passwords
Diese Option erscheint nur, falls ein anderes als das [default] GINA-
Interface editiert wird.
Durch Aktivieren dieser Option werden die Einstellungen aus der unter
Master Template
gewählten Vorlage übernommen.
Auswahl der Passwort-Rücksetzungs-Möglichkeiten des GINA-
Benutzers.
Hinweis:
Einige Optionen sind nur mit lizensiertem Self-Service-
Password-Management (SSPM) verfügbar.
default
Reset by Email verification
Reset by hotline
Reset by hotline, no reminder question/ answer
Reset by SMS
Standard Einstellung. Diese entspricht der Opton "Reset by hotline".
Diese Einstellung steht nur in Verbindung mit SSPM zur Verfügung
Der GINA-Benutzer muss seine Sicherheitsfrage beantworten, um mit dem Reset Prozess fortfahren zu können
Daraufhin wird der Benutzer aufgefordert ein neues Passwort einzugeben und dieses zu verifizieren.
Der Benutzer erhält daraufhin eine E-Mail mit einem Link zugesendet. Erst durch Aufruf dieses Links erhält das neu vergebene Passwort seine Gültigkeit
Achtung:
Da diese Variante allein auf dem Medium E-Mail basiert, bedeutet dies einen gewissen Einschnitt in die
Sicherheit. Aus diesem Grund ist diese Variante von
SEPPmail nicht empfohlen.
Der GINA-Benutzer erhält nach dem Beantworten seiner
Sicherheitsfrage die Aufforderung zur Eingabe einer Telefonnummer für den Rückruf durch die Hotline.
Standardeinstellung
Der GINA-Benutzer muss seine Sicherheitsfrage beantworten, um mit dem Reset Prozess fortfahren zu können
Der Benutzer wird aufgefordert eine Telefonnummer für den
HelpDesk Rückruf einzugeben.
Der GINA-Benutzer wird ohne Sicherheitsfrage zur Eingabe einer
Telefonnummer für den Rückruf durch die Hotline aufgefordert.
Dies funktioniert jedoch nur, wenn das GINA-Interface über über eine GINA-Mail aufgerufen wurde, also nicht durch die blosse
Anmeldung.
Diese Einstellung steht nur in Verbindung mit dem Self-Service-
Password-Management (SSPM) zur Verfügung
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178
Let user choose between hotline and
SMS
Der Benutzer muss seine Sicherheitsfrage beantworten, um mit dem Reset Prozess fortfahren zu können
Wurde bei der Registrierung eine Handynummer für den SMS
Reset eingegeben, so wird diese angezeigt. Mit klicken der
Schaltfläche „Senden“ wird der SMS-Passwort-Versand ausgelöst.
Steht keine Handynummer zur Verfügung, so wird der Benutzer aufgefordert eine Telefonnummer für den HelpDesk Rückruf einzugeben.
Diese Einstellung steht nur in Verbindung mit dem Self-Service-
Password-Management (SSPM) zur Verfügung
Der Benutzer muss seine Sicherheitsfrage beantworten, um mit dem Reset Prozess fortfahren zu können
Wurde bei der Registrierung eine Handynummer für den SMS
Reset eingegeben, so erscheint eine Auswahl, in welcher der
Benutzer zwischen seiner Handynummer (für SMS Reset) und einer einzugebenden Telefonnummer (voreingetragen ist die
Handynummer) wählen kann
Steht keine Handynummer zur Verfügung, so wird der Benutzer aufgefordert eine Telefonnummer für den HelpDesk Rückruf einzugeben.
Gibt die minimale Passwort Länge an. Mögliche Werte liegen zwischen
4 und 16
Minimum password length:
Must contain at least one lower case letter
Passwort muss mindestens einen Kleinbuchstaben enthalten.
Must contain at least one upper case letter
Must contain at least one number
Passwort muss mindestens einen Grossbuchstaben enthalten.
Passwort muss mindestens eine Ziffer enthalten.
Must contain at least one special character
Must not contain own name or mail address
Passwort muss mindestens eine Sonderzeichen enthalten.
Passwort darf nicht die eigene E-Mail-Adresse enthalten.
Must be different from previous password
(s)
Must be changed at least every days
Passwort muss sich von den letzten n Passwörtern unterscheiden.
Passwort muss nach n Tagen geändert werden.
Accounts are locked for
minutes after failed login attempts.
Gibt die Dauer in Minuten an, für welche ein GINA-Benutzer gesperrt ist, wenn er die angegebene Anzahl von Anmelde-Fehlversuchen erreicht hat.
Die vorgenommenen Änderungen werden über die Schaltfläche
Save
gespeichert.
© 2015 SEPPmail AG
179
Sektion
Certificate Login
Ermöglicht die Anmeldung an GINA-Portal mittels Zertifikat. Hierfür muss das Rootzertifikat der CA, welche die Login Zertifikate ausstellt in das Eingabefeld eingefügt werden.
Parameter Beschreibung
Use settings from master template
Diese Option erscheint nur, falls ein anderes als das [default] GINA-Interface editiert wird.
Durch Aktivieren dieser Option werden die Einstellungen aus der unter
Master Template
gewählten Vorlage verwendet.
Eventuell vorgenommene Änderungen der weiteren Konfigurationspunkte dieser Sektion bleiben ohne Auswirkung.
Der zugreifende Benutzer muss sein entsprechendes Benutzer-Zertifikat in seinem Browser installiert haben.
Sollte mehr als ein GINA-Interface konfiguriert werden, so ist für diese Art des LogIns die Option "Use virtual hosting" (siehe
Mail Processing
150
) zu verwenden.
Weiterhin ist diese Option nicht mit der Einstellung "
System
124
Enable local
https proxy" kompatibel.
Die vorgenommenen Änderungen werden über die Schaltfläche
Save
gespeichert.
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180
7.6.2.1
Untermenü Edit GINA Layout
Sektion
Company Logo
Parameter Beschreibung
Use settings from master template
Diese Option erscheint nur, falls ein anderes als das [default] GINA-Interface editiert wird.
Durch Aktivieren dieser Option werden die Einstellungen aus der gewählten
Vorlage (siehe Edit GINA Settings
170
) verwendet.
Eventuell vorgenommene Änderungen der weiteren Konfigurationspunkte dieser Sektion bleiben ohne Auswirkung.
Ist bereits ein Logo importiert, so wird dieses hier angezeigt.
Über die Browser-Schaltfläche
Datei auswählen
kann ein Logo im gif-Format zum Upload ausgewählt werden.
Die maximale Grösse des Logos ist vom verwendeten Cascaded Style Sheet
(CSS) abhängig. Im Standard beträgt diese 200x55 Pixel.
Über die Schaltfläche
Delete
wird das Logo-Bild gelöscht. Über die Schaltfläche
Save
wird das ausgewählte Bild gespeichert. Ist bereits ein Bild vorhanden, so wird dieses überschrieben.
Sektion
Header Logo (optional)
Parameter Beschreibung
Use settings from master template
Diese Option erscheint nur, falls ein anderes als das [default] GINA-Interface editiert wird.
Durch Aktivieren dieser Option werden die Einstellungen aus der gewählten
Vorlage (siehe Edit GINA Settings
170
) verwendet.
Eventuell vorgenommene Änderungen der weiteren Konfigurationspunkte dieser Sektion bleiben ohne Auswirkung.
Ist bereits ein Kopfzeilen-Logo importiert, so wird dieses hier angezeigt.
Über die Browser-Schaltfläche
Datei auswählen
kann ein Logo im gif-Format zum Upload ausgewählt werden.
Die maximale Grösse des Logos ist vom verwendeten Cascaded Style Sheet
(CSS) abhängig. Im Standard beträgt diese 120x80 Pixel.
Das Header Logo wird nur angezeigt, wenn die Anzeige in den
Extended
Settings
aktiviert wurde.
Über die Schaltfläche
Delete
wird das Logo-Bild gelöscht. Über die Schaltfläche
Save
wird das ausgewählte Bild gespeichert. Ist bereits ein Bild vorhanden, so wird dieses überschrieben.
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Sektion
Favourites Icon (optional)
Parameter Beschreibung
Use settings from master template
Diese Option erscheint nur, falls ein anderes als das [default] GINA-Interface editiert wird.
Durch Aktivieren dieser Option werden die Einstellungen aus der gewählten
Vorlage (siehe Edit GINA Settings
170
) verwendet.
Eventuell vorgenommene Änderungen der weiteren Konfigurationspunkte dieser Sektion bleiben ohne Auswirkung.
Ist bereits ein Favoriten-Icon importiert, so wird dieses hier angezeigt.
Über die Browser-Schaltfläche
Datei auswählen
kann ein Icon in den Formaten gif, png, jpeg und ico zum Upload ausgewählt werden.
Die maximale Grösse des Icons beträgt 16x16 Pixel.
Über die Schaltfläche
Delete
wird das Logo-Bild gelöscht. Über die Schaltfläche
Save
wird das ausgewählte Bild gespeichert. Ist bereits ein Bild vorhanden, so wird dieses überschrieben.
Sektion
Footer Logo (optional)
Parameter Beschreibung
Use settings from master template
Diese Option erscheint nur, falls ein anderes als das [default] GINA-Interface editiert wird.
Durch Aktivieren dieser Option werden die Einstellungen aus der gewählten
Vorlage (siehe Edit GINA Settings
170
) verwendet.
Eventuell vorgenommene Änderungen der weiteren Konfigurationspunkte dieser Sektion bleiben ohne Auswirkung.
Ist bereits ein Fusszeilen-Logo importiert, so wird dieses hier angezeigt.
Über die Browser-Schaltfläche
Datei auswählen
kann ein Logo im gif-Format zum Upload ausgewählt werden.
Die maximale Grösse des Logos ist vom verwendeten Cascaded Style Sheet
(CSS) abhängig. Im Standard beträgt diese 120x80 Pixel.
Das Fusszeilen-Logo wird nur angezeigt, wenn die Anzeige in den
Extended Settings
aktiviert wurde.
Über die Schaltfläche
Delete
wird das Logo-Bild gelöscht. Über die Schaltfläche
Save
wird das ausgewählte Bild gespeichert. Ist bereits ein Bild vorhanden, so wird dieses überschrieben.
181
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182
Sektion
Background Image (optional)
Parameter Beschreibung
Use settings from master template
Diese Option erscheint nur, falls ein anderes als das [default] GINA-Interface editiert wird.
Durch Aktivieren dieser Option werden die Einstellungen aus der gewählten
Vorlage (siehe Edit GINA Settings
170
) verwendet.
Eventuell vorgenommene Änderungen der weiteren Konfigurationspunkte dieser Sektion bleiben ohne Auswirkung.
Ist bereits ein Hintergrundbild importiert, so wird dieses hier angezeigt.
Über die Browser-Schaltfläche
Datei auswählen
kann ein Bild im gif-Format zum
Upload ausgewählt werden.
Im Standard Cascaded Style Sheet (CSS) wird kein Hintergrundbild verwendet.
Soll dieses Eingebettet werden, so ist das CSS in der Sektion
GINA CSS
entsprechend anzupassen.
Über die Schaltfläche
Delete
wird das Logo-Bild gelöscht. Über die Schaltfläche
Save
wird das ausgewählte Bild gespeichert. Ist bereits ein Bild vorhanden, so wird dieses überschrieben.
Sektion
GINA CSS
Parameter Beschreibung
Use settings from master template
GINA CSS:
Diese Option erscheint nur, falls ein anderes als das [default] GINA-Interface editiert wird.
Durch Aktivieren dieser Option werden die Einstellungen aus der gewählten
Vorlage (siehe Edit GINA Settings
170
) verwendet.
Eventuell vorgenommene Änderungen der weiteren Konfigurationspunkte dieser Sektion bleiben ohne Auswirkung.
Im Eingabefeld kann das Aussehen der GINA-Seiten per Cascaded Style
Sheet (CSS) an das jeweilige Firmen Design angepasst werden.
Dabei ist zu beachten, dass für den GINA-Webmailer die individuell angepassten CSS erst nach den Standard Einstellungen geladen werden. Das heisst bei gleichlautenden Definitionen überschreibt das individuell angepasste
CSS das Standard CSS.
Bei einer GINA-Mail wird bei Verwendung eines individuell angepassten CSS nur dieses geladen. Somit werden hier keine Elemnte aus dem Standard CSS verwendet.
Über die Schaltfläche
Preview GINA
wird ein Beispiel der GINA-Anmeldeseite unter Verwendung der vorgenommen Konfiguration angezeigt .
Die Schaltfläche
Preview Secure email
generiert ein Beispiel für das Aussehen einer GINA-Mail unter Verwendung der vorgenommen Konfiguration.
Sollen die Standard SEPPmail Cascaded Style Sheet (CSS) wieder hergestellt werden, so ist die
Schaltfläche
Restore default CSS
zu klicken.
Mittels
Save
werden die Änderungen am CSS gespeichert.
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183
Sektion
Extended settings
Parameter Beschreibung
Use settings from master template
Diese Option erscheint nur, falls ein anderes als das [default] GINA-Interface editiert wird.
Durch Aktivieren dieser Option werden die Einstellungen aus der gewählten
Vorlage (siehe Edit GINA Settings
170
) verwendet.
Eventuell vorgenommene Änderungen der weiteren Konfigurationspunkte dieser Sektion bleiben ohne Auswirkung.
Disable "Powered by ..." Logo in
GINA viewer
Deaktiviert das Hersteller Logo rechts unten auf der GINA-Seite.
Enable Header logo on Login page
Aktiviert das Kopfzeilen-Logo auf der GINA-Anmeldeseite. Dies setzt voraus, dass in der Sektion
Header Logo
auch ein Logo hochgeladen wurde.
Enable Header logo on all other pages
Aktiviert das Kopfzeilen-Logo auf allen weiteren GINA-Seiten. Dies setzt voraus, dass in der Sektion
Header Logo
auch ein Logo hochgeladen wurde.
Aktiviert das Fusszeilen-Logo auf der GINA-Anmeldeseite. Dies setzt voraus, dass in der Sektion
Footer Logo
auch ein Logo hochgeladen wurde.
Enable Footer logo on Login page
Enable Footer logo on all other pages
Aktiviert das Fusszeilen-Logo auf allen weiteren GINA-Seiten. Dies setzt voraus, dass in der Sektion
Footer Logo
auch ein Logo hochgeladen wurde.
Enable Footer text on Login page
Enable Footer text on all other pages
Aktiviert die Fussnote auf der GINA-Anmeldeseite. Dies setzt voraus, dass in der Sektion
Footer text
185
auch ein
Fussnoten Text hinterlegt wurde.
Aktiviert die Fussnote auf allen weiteren GINA-Seiten. Dies setzt voraus, dass in der Sektion
Footer text
185
auch ein
Fussnoten Text hinterlegt wurde.
Über die Schaltfläche
Save
werden die Einstellungen gespeichert.
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184
7.6.2.2
Untermenü Edit Translations
In den folgenden Sektionen sind in den Eingabefeldern jeweils bereits die Standardtexte der gewählten
Sprache enthalten.
Diese Texte können nach Bedarf angepasst oder ersetzt werden.
Sektion
Customization
Diese Sektion beinhaltet Syntax-Hinweise für das Bearbeiten der Sprachdatei.
Weiterhin sind folgende Variablen zulässig:
@email@ E-Mail Adresse des Empfängers der GINA-Mail
@sender@
@subject@
@domain@
Absender der GINA-Mail ursprünglicher Betreff der zu versendenden E-Mail
Name der GINA Domain
Sektion
Text in GINA
In dieser Sektion wird der Textkörper für der GINA-Mail an den Empfänger definiert.
Beschreibung
Das erste Eingabefeld definiert eine Überschrift für den im zweiten Eingabefeld folgenden Text.
Diese wird im Standard fett dargestellt.
Im zweiten Eingabefeld folgt die Beschreibung, wie der Empfänger vorzugehen hat um die anhängende Originalnachricht entschlüsseln zu können.
Mittels
Save
werden Änderungen gespeichert. Über
Restore default
wird der Standard-Inhalt der
Sektion in der Sprachdatei wieder hergestellt.
Sektion
Open hint in GINA
Das hier zur Verfügung stehende Textfeld definiert die Beschreibung, welche nach dem öffnen des
HTML-Anhangs (secure-email.html) unterhalb der Schaltfläche "OK" angezeigt wird.
Die Beschreibung sollte aufzeigen, welche Aktion(en) durch das Klicken von "OK" ausgelöst werden.
Mittels
Save
werden Änderungen gespeichert. Über
Restore default
wird der Standard-Inhalt der der Sektion in der Sprachdatei wieder hergestellt.
Sektion
Greeting on Login page
Beschreibung
Das erste Eingabefeld definiert eine Überschrift für den im zweiten Eingabefeld folgenden Text.
Diese wird im Standard fett dargestellt.
Im zweiten Eingabefeld folgt die Beschreibung, wie der Empfänger vorzugehen hat um die anhängende Originalnachricht entschlüsseln zu können.
Mittels
Save
werden Änderungen gespeichert. Über
Restore default
wird der Standard-Inhalt der der Sektion in der Sprachdatei wieder hergestellt.
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Sektion
Footer text
Die Eingabe eines Fussnotentextes ist optional. Das Aktivieren der Anzeige des Fussnotentextes muss unter
183
in der Sektion
Extended settings
erfolgen.
Mittels
Save
werden Änderungen gespeichert. Über
Restore default
wird der Standard-Inhalt der der Sektion in der Sprachdatei wieder hergestellt.
Sektion
GINA Password Notification Mail
Beschreibung
Die erste Zeile beinhaltet den Text, welcher in der Betreffzeile der Passwort Benachrichtigungsmail enthalten sein soll.
Am Ende dieses Textes wird beim Versand der Password Benachrichtigungsmal ein Leerzeichen und die E-Mail-Adresse des Empfängers der GINA-Mail automatisch eingefügt.
Die zweite Zeile beinhaltet den E-Mail Text der Passwort Benachrichtigungsmail.
Dieser Text beginnt mit der Wiederholung der Betreffzeile. Im Anschluss wird der Text aus Textfeld eingefügt und am Schluss eine Zeile mit dem Passwort in der Form "Passwort: <Initialpasswort>" angefügt.
Mittels
Save
werden Änderungen gespeichert. Über
Restore default
wird der Standard-Inhalt der der Sektion in der Sprachdatei wieder hergestellt.
Sektion
Edit Translation file
Über die Schaltfläche
Advanced View
öffnet die Sektion
Edit Translation file
, welche den
Umgang mit dem Editor beschriebt und weitere Syntax-Hinweise aufgeführt.
Das Eingabefeld des Editors beinhaltet bereits den Text der Standard-Sprachdatei für die gewählte
Sprache zur Anpassung an die individuellen Bedürfnisse.
Mittels
Save
werden Änderungen gespeichert. Über
Restore default
wird der Standard-Inhalt der kompletten Sprachdatei wieder hergestellt.
Über die Schaltfläche
Normal View
wird zur vorherigen Ansicht zurück gewechselt.
185
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186
7.6.3
Untermenü Edit Disclaimer
Wird der Standardtext angepasst oder ausgetauscht, so hat dies in beiden Sektionen zu erfolgen.
Sektion
Disclaimer as text
Im Eingabefeld ist der Standardtext in deutsch und englisch bereits vorhanden. Dieser kann den individuellen Bedürfnissen angepasst oder vollständig ersetzt werden.
Sektion
Disclaimer as Html
Im Eingabefeld ist der Standardtext im HTML-Code in deutsch und englisch bereits vorhanden. Bei
Bedarf kann Aussehen und Text durch unterschiedliche HTML-Tags zur Formatierung (zum Beispiel
Absätze, Schriftgrösse oder Schriftfarbe) individuell angepasst werden.
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187
7.7
SSL
Im Menüpunkt
SSL
wird das Zertifikat angezeigt, welches für den SSL-Zugang auf das GINAbeziehungsweise auf die Administrations-Oberfläche verwendet wird. Dieses Zertifikat wird auch für die TLS-Verschlüsselung zu anderen Systemen verwendet.
Eine Ausnahme besteht bei Verwendung der Option "Use virtual hosting" aus der Sektion
150
des Menüs
Mail Processing
, da hier für jede GINA-Domain ein eigenes Zertifikat einzubinden ist.
Ist bereits ein Zertifikat eingebunden, so wird dieses wie folgt angezeigt.
Andernfalls kann über die Schaltfläche
Request a new Certificate...
ein Zertifikat importiert, oder gegebenfalls ein Self-Signed-Zertifikat erzeugt werden. Das Verwenden eines Self-Signed-Zertifikat empfiehlt sich jedoch nur auf Test Systemen, da hierdurch die Zertifikatsprüfung des Internetbrowsers eines GINA-Mail-Empfangers beim Verbinden auf die Appliance fehlschlagen würde.
Über die Schaltfläche
Backup Certificate
kann das vorhandene SSL-Zertifikat im pem-Format exportiert werden (privater und öffentlicher Schlüssel sowie gegebenenfalls Zwischenzertifikate).
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188
Sektion
Issued To
Diese Sektion zeigt Informationen über den Inhaber des SSL-Zertifikates.
Abhängig vom Zertifikat müssen nicht alle hier aufgeführten Parameter vorhanden sein.
Parameter
Name (CN)
E-Mail Address
Org. Unit (OU)
Organization (O)
Locality (L)
State (ST)
Country (C)
Serial No.
Beschreibung
In der Regel beinhaltet dieses Feld den Domänennamen, über welchen das
GINA-Interface zu erreichen ist, zum Beispiel "securemail.firma.ch". Wird ein sogenanntes Wildcard-Zertifikat verwendet, so würde der Domänenname "*.
firma.ch" lauten.
Bei Self-Signed-Zertifikaten kann hier zum Beispiel auch "firma.local" oder auch eine IP-Adresse, zum Beispiel "10.0.0.10" stehen.
In der Regel der wird die E-Mail-Adresse des Antragstellers, beziehungsweise des Verwalters des Zertifikates oder dessen Abteilung eingetragen.
Organisationseinheit wie zum Beispiel ein Abteilungsname wie "Buchhaltung"
Gibt die Organisation an, für welche das Zertifikat ausgestellt wurde, zum
Beispiel "Firma"
Standort zum Beispiel eine Stadt wie "Neuenhof" oder auch ein Teilgebäude wie "Werk2"
Bundesland, Kanton, Provinz oder Ähnliches, zum Beispiel "AG" für "Aargau"
Land, zum Beispiel "CH" für "Schweiz"
Seriennummer des Zertifikats
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Sektion
Issued By
Diese Sektion zeigt Informationen über den Aussteller des SSL-Zertifikates (Root-Zertifikat).
Abhängig vom Aussteller müssen nicht alle hier aufgeführten Parameter vorhanden sein.
Parameter
Name (CN)
Beschreibung
Name der ausstellenden Zertifizierungsstelle
In der Regel eine E-Mail-Adresse für Supportanfragen an den Aussteller
E-Mail Address
Org. Unit (OU)
Gibt eine Organisationseinheit des Ausstellers an
Gibt die ausstellende Organisation an
Organization (O)
Locality (L)
Gibt den Standort des Ausstellers an
Gibt ein Bundesland, Kanton, Provinz oder Ähnliches des Ausstellers an
State (ST)
Country (C)
Serial No.
Gibt das Land des Ausstellers an
Seriennummer des Zertifikats
Sektion
Validity
Zeigt die Gültigkeit des Zertifikates.
Parameter
Issued on
Expires on
Beschreibung
Ausstelldatum des SSL-Zertifikates
Ablaufdatum des SSL-Zertifikates
Sektion
Fingerprint
Gibt den Hash des Zertifikates an.
Parameter Beschreibung
Hashalgorhytmus des Zertifikates, zum Beispiel SHA1
Der Fingerprint dient zur Überprüfung eines Zertifikats. Beispiel eines ein
SHA1 Fingerprints:
48:2D:99:B1:64:C1:14:9C:B3:F2:C0:8D:FA:7F:40:9F:22:F5:11:F5
189
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190
7.7.1
Untermenü Request a new Certificate
An dieser Stelle kann ein Self-Signed-Zertifikat ( in der Regel nur für Testzwecke) oder ein sogenannter Certificate Signing Request (CSR) erstellt werden.
Wird ein CSR erstellt, so wird das Schlüsselpaar auf der Appliance generiert, und nur der öffentliche
Schlüssel in eine csr-Datei geschrieben, welche bei einer CA zur Signierung eingereicht und als
Zertifikat zurückgegeben wird.
Ist bereits ein passendes SSL-Zertifikat vorhanden, so kann dieses in der Sektion
Upload existing key
importiert werden.
Hinweis:
Falls im oberen Bereich des Menüs die gelb hinterlegte Information Remember to
import the signed certificate angezeigt wird, so wurde zuvor bereits ein
Zertifikatsantrag erstellt.
Das neu erstellte SSL-Device-Zertificate sollte zusammen mit den gegebenenfalls zusätzlich benötigten Zwischen- oder auch Intermediate- CA-Zertifikate(n) und dem
Zertifikat der Root-CA selbst in der Reinhenfolge
1. Public Key des eigenen SSL-Device-Zertifikats
2. Public Key von einer oder mehreren Intermediate CA-Zertifikaten
3. Public Key der Root-CA eingefügt werden
Im Fehlerfall ist das SSL-Device-Zertifikat nicht zu nutzen. Ebenfalls kann dies zu
Problemen beim Zugriff auf die Konfigurationsoberfläche führen. Für diesen Fall sollte sicherheitshalber vor dieser Aktion temporär der HTTP-Port über
System
Advanced View
123
HTTP Port
für den Zugriff auf die
Administrationsoberfläche (http://<Appliance>:8080) freigegeben werden.
Sektion
Issued To
In dieser Sektion gibt der SSL-Zertifikats-Anforderer seine entsprechenden Informationen an.
Parameter
Name (CN)
E-Mail Address
Org. Unit (OU)
Organization (O)
Locality (L)
State (ST)
Country (C)
Beschreibung
In der Regel beinhaltet dieses Feld den Domänennamen, über welchen das
GINA-Interface zu erreichen ist, zum Beispiel "securemail.firma.ch". Wird ein sogenanntes Wildcard-Zertifikat angefordert werden, so würde der
Domänenname "*.firma.ch" lauten.
Bei Self-Signed-Zertifikaten kann hier zum Beispiel auch "firma.local" oder auch eine IP-Adresse, zum Beispiel "10.0.0.10" stehen.
In der Regel der wird die E-Mail-Adresse des Antragstellers, beziehungsweise des Verwalters des Zertifikates oder dessen Abteilung eingetragen.
Organisationseinheit wie zum Beispiel ein Abteilungsname wie "Buchhaltung"
Gibt die Organisation an, für welche das Zertifikat ausgestellt wurde, zum
Beispiel "Firma"
Standort zum Beispiel eine Stadt wie "Neuenhof" oder auch ein Teilgebäude wie "Werk2"
Bundesland, Kanton, Provinz oder Ähnliches, zum Beispiel "AG" für "Aargau"
Auswahl des Landes über das Drop-Down-Menü
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191
Sektion
Attributes
Parameter
Key size (bits)
Signature
Beschreibung
Über das Drop-Down-Menü lässt sich die gewünschte Schlüssellänge für das
Angeforderte Zertifikat einstellen. In der Regel ist hier die längste
Schlüssellänge zu wählen, um dem jeweils aktuellen Sicherheitsstandard zu entsprechen.
Über das Drop-Down-Menü lässt sich auswählen, ob ein Self-Signed-Zertifikat oder ein CSR generiert werden soll.
Wird ein Self-Signed-Zertifikat erzeugt, so wird dieses umgehend implementiert und nach einem Neustart aktiv.
Wird ein CSR erstellt, so erscheint unten im
SSL
Menü die Schaltfläche
Download and Import signed Certificate...
. Diese führt zum
Download and Import signed Certificate
193
welches den CSR zur Weiterleitung an die CA.
Über die Schaltfläche
Create Request
- ganz unten im Menü - wird die unter Signature gewählte
Aktion gestartet.
Sektion
Upload existing key
Ist bereits ein SSL-Zertifikat vorhanden, so kann dieses auf zwei Arten - abhängig vom vorliegenden
Zertifikats-Format (pem oder PKCS#12 also p12 oder pfx) - hochgeladen werden.
Dabei werden die ersten beiden Parameter ausschliesslich für die Integration des pem-Formats, die beiden letzteren Parameter für die Integration des PKCS#12-Formates benötigt.
Parameter
X.509 Key
Note: Remove password before uploading a key
X.509 Certificate
(and optional intermediate certificates)
Beschreibung
In dieses Feld wird der Private Schlüssel aus der pem-Datei eingefügt. Hierfür wird die pem-Datei mit einem Editor geöffnet. Falls der Private Schlüssel durch ein Kennwort geschützt ist, muss dieses zuvor entfernt werden. Im
Anschluss wird der Private Schlüssel (dieser beginnt mit -----BEGIN PRIVATE
KEY----- und endet mit -----END PRIVATE KEY-----) in das Eingabefeld kopiert.
Die Eingabe muss unbedingt mit einer Leerzeile abgeschlossen werden!
In dieses Feld wird der Öffentliche Schlüssel aus der pem-Datei eingefügt.
Dieser ist unterhalb des Privaten Schlüssel in der pem-Datei zu finden und beginnt mit -----BEGIN CERTIFICATE----- und endet mit -----END
CERTIFICATE-----.
Unter Umständen sind in der pem-Datei weitere Zertifikate enthalten. Dabei handelt es sich um Zwischen- oder auch Intermediate- Zertifikate, welche unterhalb des Öffentlichen Schlüssels in dieses Feld kopiert werden müssen.
Zuletzt wird das Zertifikat der Root CA eingefügt.
Die Eingabe muss unbedingt mit einer Leerzeile abgeschlossen werden!
Hinweis:
In dieses Eingabefeld sollten alle notwendigen
Zwischenzertifikate für eine vollständige Zertifikatskette eingefügt werden. Eine unvollständige Zertifikatskette führt bei der Zertifikatsprüfung immer dann zu
Problemen, wenn der Gegenstelle diese nicht bereits
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192
Parameter Beschreibung bekannt ist. Internet-Tools - wie zum Beispiel CheckTLS
- zeigen dann einen falschen TLS-Status an.
Nicht jede pem-Datei enthält die komplette
Zertifikatskette. In diesem Fall müssen die benötigten
Zwischenzertifikate gegebenenfalls anderweitig besorgt werden.
Key and certificate in PKCS12 format
Über die Internet-Browser Schaltfläche "Datei auswählen" wird die PKCS#12-
Datei (diese hat die Endung .p12 oder .pfx) ausgewählt.
PKCS12 password
Hinweis:
Auch hier muss darauf geachtet werden, dass diese
Datei die komplette Zertifikatskette, also auch die
Zwischenzertifikate enthält. Gegebenenfalls kann nach dem Import der PKCS#12 Datei ein Backup des
Zertifikates (siehe
187
) vorgenommen werden. Die dadurch zur Verfügung stehende pem-Datei kann mit einem Editor geöffnet und anschliessend wie oben beschrieben wieder inklusive Zwischenzertifikate importiert werden.
Nachdem eine PKCS#12-Datei den Privaten Schlüssel enthält, ist diese
Passwort geschützt. Das Passwort muss vor dem Import der oben ausgewählten PKCS#12-Datei in dieses Eingabefeld eingegeben werden.
Über die Schaltfläche
Upload Key and Certificate
wird das SSL-Zertifikat in die Appliance hochgeladen.
Aktiv wird das Zertifikat nach einem Neustart der Appliance.
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193
7.7.1.1
Untermenü Download and Import signed Certificate
Sektion
Request
Das Eingabefeld enthält den CSR wie er an die CA übermittelt werden muss. Die geschieht häufig
über ein Texteingabefeld auf der Webseite der CA.
Sektion
Import Certificate
Wird nach dem Hochladen des CSR zur CA von dieser das Zertifikat zurückgeliefert, so ist der Inhalt dieses Zertifikats in dieses Eingabefeld einzugeben.
Diese Zertifikat beginnt mit -----BEGIN CERTIFICATE----- und endet mit -----END CERTIFICATE-----.
Unter Umständen werden von der CA weitere Zertifikate zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um Zwischenzertifikate, welche unterhalb des Öffentlichen Schlüssels in dieses Feld kopiert werden müssen.
Die Eingabe muss unbedingt mit einer Leerzeile abgeschlossen werden!
Hinweis:
In dieses Eingabefeld sollten alle notwendigen Zwischenzertifikate für eine vollständige Zertifikatskette eingefügt werden. Eine unvollständige
Zertifikatskette führt bei der Zertifikatsprüfung immer dann zu Problemen, wenn der Gegenstelle diese nicht bereits bekannt ist. Internet-Tools - wie zum
Beispiel CheckTLS - zeigen dann einen falschen TLS-Status an.
Nicht jede CA liefert automatisch die komplette Zertifikatskette. In diesem Fall müssen die benötigten Zwischenzertifikate gegebenenfalls anderweitig besorgt werden.
Über die Schaltfläche
Import Certificate
wird der Vorgang abgeschlossen. Im Anschluss muss die
Appliance neu gestartet werden.das SSL-Zertifikat in die Appliance hochgeladen.
Die Schaltfläche
Cancel this Certificate enrollmant process
bricht den Vorgang ab. Nach dem
Abbruch besteht keine Möglichkeit mehr das zum CSR passende Zertifikat einzubinden!
Die Appliance kann durch schlichten Wechsel in ein anderes Menü weiter konfiguriert werden, ohne den Vorgang abzubrechen.
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194
7.8
CA
Die SEPPmail-Appliance beinhaltet eine vollständige CA. Diese kann als Self-Signed-CA aber auch als Sub-CA konfiguriert werden. Alternativ können Trusted-CA Zertifikate automatisiert über die
Managed Public Key Infrastructure (MPKI) Connectoren bezogen werden.
Die Verwendung einer Self-Signed-CA ist an dieser Stelle ausser für Testzwecke nicht zu empfehlen, da die Signatur von mit Self-Signed-Zertifikaten signierten E-Mails in der Regel vom Empfänger nicht automatisiert geprüft werden kann.
Sektion
Issued To
Diese Sektion zeigt Informationen über den Inhaber des CA-Zertifikates.
Abhängig vom Zertifikat müssen nicht alle hier aufgeführten Parameter vorhanden sein.
Parameter
Name (CN)
E-Mail Address
Org. Unit (OU)
Organization (O)
Locality (L)
State (ST)
Country (C)
Serial No.
Beschreibung
Gibt den Namen der eigenen CA an
In der Regel der wird die E-Mail-Adresse des Verwalters der eigenen CA oder dessen Abteilung eingetragen.
Organisationseinheit wie zum Beispiel ein Abteilungsname wie "Sicherheit"
Gibt die Organisation an, für welche das Zertifikat ausgestellt wurde, zum
Beispiel "Firma"
Standort zum Beispiel eine Stadt wie "Neuenhof"
Bundesland, Kanton, Provinz oder Ähnliches, zum Beispiel "AR" für
"Appenzell Ausserrhoden"
Land, zum Beispiel "CH" für "Schweiz"
Seriennummer des Zertifikats
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Sektion
Issued By
Diese Sektion zeigt Informationen über den Aussteller des CA-Zertifikates (Root-Zertifikat).
Abhängig vom Aussteller müssen nicht alle hier aufgeführten Parameter vorhanden sein.
Parameter
Name (CN)
Beschreibung
Name der ausstellenden CA
In der Regel eine E-Mail-Adresse für Supportanfragen an den Aussteller
E-Mail Address
Org. Unit (OU)
Gibt eine Organisationseinheit des Ausstellers an
Gibt die ausstellende Organisation an
Organization (O)
Locality (L)
Gibt den Standort des Ausstellers an
Gibt ein Bundesland, Kanton, Provinz oder Ähnliches des Ausstellers an
State (ST)
Country (C)
Gibt das Land des Ausstellers an
Sektion
Validity
Gibt die Gültigkeit des eigenen CA-Zertifikates an.
Parameter
Issued on
Expires on
Beschreibung
Ausstelldatum des Zertifikates
Ablaufdatum des Zertifikates
Sektion
Fingerprint
Gibt den Hash des eigenen CA-Zertifikates an.
Parameter Beschreibung
Hashalgorhytmus des Zertifikates, zum Beispiel SHA1
Der Fingerprint dient zur Überprüfung eines Zertifikats. Beispiel eines SHA1
Fingerprints:
48:2D:99:B1:64:C1:14:9C:B3:F2:C0:8D:FA:7F:40:9F:22:F5:11:F5
195
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196
Sektion
Certificate Revocation List
Wurde die interne CA konfiguriert, so hält diese eine Revocation List für die von ihr ausgestellten
Zertifikate vor. Sollte ein Privater Schlüssel kompromittiert worden sein, so kann dieser in der
Benutzerkonfiguration (siehe Benutzerdetails
226
) als ungültig erklärt werden und taucht dann in der Revocation List auf. Diese kann über die Schaltfläche
Create and Download CRL
heruntergeladen und somit abgefragt werden.
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197
Sektion
Internal CA Settings
In dieser Sektion werden die Einstellungen für die Self-Signed- beziehungsweise Sub-CA eingegeben.
Die genannten Extension Settings sind die Standard Einstellung bei Einrichtung einer Self-Signed-CA.
Soll eine Sub-CA Eingerichtet werden, gibt in der Regel der Betreiber der Haupt-CA entsprechende
Werte vor.
Parameter Beschreibung
Static Subject
Part
Validity in days
Als "Static Subject Part" tauchen im Standard die bei der CA Erstellung eingegebenen Parameter für Land, Organisationseinheit und Organisation auf, also zum Beispiel
/C=CH/OU=Sicherheit/O=Firma
Gibt die Gültigkeit der ausgestellten Zertifikate in Tagen an.
Hinweis:
Diese Einstellung gilt auch für die von der Appliance generierten openPGP Schlüsselpaare
Automatically renew expiring certificates if validity days left less than
Gibt an, ob und wenn wieviele Tage vor dem Ablaufen ein Zertifikat erneuert werden soll. Je früher vor Ablauf dieses erneuert wird, desto mehr
Verbreitung wird das neue Zertifikat über die E-Mail Signatur bis zum
Ablaufen des Vorgänger-Zertifikates finden. Dadurch steht das neue
Zertifikat zuverlässiger für Kommunikationspartner zur Verschlüsselung bereit.
Hinweis:
Zertifikate werden nur für diejenigen Benutzer neu generiert, welche auch aktiv sind.
Das heisst, sendet ein Benutzer innerhalb des angegebenen Zeitraums
validity days left
keine E-Mail, so wird auch kein neues Zertifikat generiert.
Hinweis:
Diese Einstellung gilt auch für die von der Appliance generierten openPGP Schlüsselpaare
Extension setting
Extension setting
Extension setting
name:
authorityKeyIdentifier
value:
keyid,issuer:always
Fügt den durch diese CA ausgestellten Zertifikaten die
über den Wert (value:) angegebenen Informationen
über die ausstellende CA hinzu
keyid: subjectKeyIdentifier (siehe nächste Option)
issuer: IssuerName, Serialnumber
:always: Gibt eine Fehlermeldung aus, wenn das
Kopieren der angegebenen Optionen fehlschlägt
name:
subjectKeyIdentifier
Gibt die Art des Fingerprints des ausgestellten Zertifikats an
name:
subjectAltName
value:
hash
hash: bildet einen Hash-Wert gemäss RFC 3280
hex: Ein vordefinierter Hex-Wert wird dem
Zertifikat angehängt (nicht empfohlen!)
value:
email:copy
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198
Parameter Beschreibung
Extension setting
Extension setting
Extension setting
Extension setting
(Extension setting)
New
Extension
Ermöglicht das Einbinden weiterer Alternativnamen in das ausgestellte Zertifikat.
email: E-Mail-Adresse
copy: fügt automatisch eine Kopie der E-Mail-
Adresse aus dem "SubjectName" hinzu
URI: uniform resource indicator
DNS: DNS domain name
RID: registered ID: OBJECT IDENTIFIER
IP: IP-Adress im v4 oder v6 Format
dirName: sollte auf einen distinguished name (DN) zeigen. Mehrfach eingabe durch + möglich.
value:
CA:FALSE
name:
basicConstraints
Zeigt auf, ob es sich bei dem
Ausgestellten Zertifikat um ein
CA Zertifikat handelt.
name:
nsComment
Kommentareintrag für das
Zertifikat
CA: mögliche Werte sind TRUE oder FALSE
pathlen: optional bei CA:TRUE: gibt die maximale
Anzahl von CAs an, welche
value:
OpenSSL Generated Certificate
Frei wählbarer Kommentar
name:
nsCertType
Gibt den Zertifikatstyp an
(Netscape)
value:
client, email
client, server, email, objsign, reserved, sslCA, emailCA, objCA
name:
keyUsage
value:
nonRepudiation, digitalSignature, keyEncipherment
Gibt den/die erlaubten
Verwendungszweck(e) für das
Zertifikat an.
digitalSignature: Digitale Signatur
nonRepudiation: Nachweisbarkeit
keyEncipherment: Schlüssel Verschlüsselung
dataEncipherment: Datenverschlüsselung
keyAgreement: Schlüsselvereinbarung
keyCertSign: Zertifikatssignatur
cRLSign: Revocation List Signatur
encipherOnly: nur Verschlüsselung
decipherOnly: nur Entschlüsselung
value:
URI:https://<IhreCA>/certs.crl
name:
crlDistributionPoints
Fügt den Pfad zur Revocation
List der CA an das Zertifikat an.
(diese Einstellung muss bei
Bedarf manuell hinzugefügt werden)
URI: Pfad zur Revocation List. Mehrere URLs werden kommagetrennt eingegeben.
name: value:
An dieser Stelle können bei Bedarf weitere Einstellungen vorgenommen werden.
Nach dem Speichern einer weiteren Extension kommt erscheint jeweils eine weitere
Eingabezeile.
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199
Sektion
External CA
An dieser Stelle wird die Entscheidung getroffen ob, und wenn welche CA für den (teil-)automatischen
Bezug von Trusted-CA-Zertifikaten zur Verfügung gestellt werden soll.
Parameter
Select MPKI
Configure MPKI
Beschreibung
o
A-Trust o
D-Trust o none
(wird in Kürze zur Verfügung gestellt)
(wird in Kürze zur Verfügung gestellt o
SCEP (siehe
203
) o
SwissSign (siehe
205
)
Über die Schaltfläche
Save
wird die Auswahl gesichert.
Dieser Parameter taucht nur auf, wenn eine CA ausgewählt wurde, also nicht
"none" ist.
Über die Schaltfläche
<Ausgewählte CA> connector...
wird dann der
Zugang und die Parameter für die Schnittstelle konfiguriert. Die entsprechenden Konfigurationsdaten stellt der CA Anbieter zur Verfügung.
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200
Sektion
SafeNet Luna Setup
Diese Sektion zeigt Informationen über den Aussteller des CA-Zertifikates (Root-Zertifikat).
Abhängig vom Aussteller müssen nicht alle hier aufgeführten Parameter vorhanden sein.
Paramet er
Beschreibung
HSM IP or hostnam e
Angabe der IP-Adresse beziehungsweise des Hostnamen, unter welchem Die HSM erreichbar ist.
HSM
Port
Save
SafeNet
Luna
Settings
Angabe des Ports, auf welchem die HSM Anfragen entgegen nimmt.
HSM CA certificat e
Eintrag des HSM CA Zertifikates. Hier ist darauf zu achten, dass am Ende des
Eingabefeldes eine Leerzeile vorhanden ist. Das hier einzutragende Zertifikat beginnt mit
-----BEGIN CERTIFICATE----- und endet mit -----END CERTIFICATE-----.
Über die Schaltfläche gesichert.
Save Settings
werden die oberhalb gemachten Einstellungen
Client certificat e
CN of this device
(hostna me or
IP):
HSM
Status
Angabe des Namens (oder alternativ der IP-Adresse) der SEPPmail-
Appliance. Dieser wird für das Generieren des Schlüsselpaares via
Generate new key pair
benötigt. Dieses Schlüsselpaar wird für das Absichern der
Kommunikation zwischen HSM un SEPPmail-Appliance benötigt
Gibt den Verbindungsstatus zur HSM an.
Über die Schaltflächen
Download Certificate
kann das Root CA Zertifikat - also der Öffentliche
Schlüssel - der CA heruntergeladen werden. Dieser kann gegebenenfalls einem
Kommunikationspartner zur Verfügung gestellt werden, damit dieser Signaturen von E-Mails welche mit Zertifikaten Ihrer Self-Signed-CA signiert wurden automatisiert prüfen kann.
Über
Download Key
kann der Private Schlüssel heruntergeladen und somit gesichert werden.
Die Schaltfläche
Request a new Certificate...
führt zum Untermenü
190
- wie es bereits aus dem Menü SSL bekannt ist - über welches die CA als Self-signed- oder Sub-
CA eingerichtet wird.
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201
7.8.1
QUOVADIS
Informationen zur QuoVadis MPKI erhalten Sie unter https://www.quovadisglobal.ch/Dienstleistungen/ZertifikatsServices.aspx
An dieser Stelle wird die Verbindung zur QuoVadis CA, für den automatisierten Bezug von Benutzer-
Zertifikaten konfiguriert.
Hinweis:
Werden in der Zertifikatsanforderung Umlaute benötigt, so sind diese gemäss Tabelle als UTF-8
String einzugeben zu erzeugendes
Zeichen
Ä
Ö
Ü
ü
ß
ä
ö
UTF-8
(in Literal)
\xc3\x84
\xc3\x96
\xc3\x9c
\xc3\xa4
\xc3\xb6
\xc3\xbc
\xc3\x9f
Sektion
Default Parameter
Je nach Vertrag sind hier die erforderlichen Einstellungen vorzunehmen. Diese werden in der Regel mit dem Vertragsschluss zwischen dem E-Mail Domänen Inhaber und QuoVadis von QuoVadis zur
Verfügung gestellt
Parameter Beschreibung
Service URL
Angabe der URL, auf welche über die MPKI zugegriffen werden soll
(wird von QuoVadis mit den Zugangsdaten geliefert)
Static Subject Part
Dieser Teil taucht im Zertifikat des jeweiligen Benutzers als Erweiterung des
Feldes "Antragsteller" auf und kann im Rahmen eines Distinguished Names frei definiert werden
Sektion
Domain specific Parameters (Optional)
Werden auf der SEPPmail-Appliance mehrere E-Mail Domänen (Managed Domains) verwaltet, so können über diese Option jeweils Domänen spezifische Parameter für das Erstellen von
Benutzerzertifikaten mitgegeben werden.
Nach dem Speichern der Domänen spezifischen Option, erscheint jeweils ein weiteres Eingabefeld.
Parameter Beschreibung
Domain:
Angabe der E-Mail Domäne, für welche die beiden folgenden Parameter gültig sein sollen.
URL:
Angabe der für die E-Mail Domäne spezifischen Service URL
(wird von QuoVadis mit den Zugangsdaten geliefert)
Static Subject Part:
Dieser Teil taucht im Zertifikat des jeweiligen Benutzers der jeweiligen E-Mail
Domäne als Erweiterung des Feldes "Antragsteller" auf und kann im Rahmen eines Distinguished Names frei definiert werden.
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202
Sektion
Certificate
Dient der Authentifizierung gegenüber dem CA Anbieter (QuoVadis)
Parameter Beschreibung
Authentication Key
Zertifikat zur Authentisierung bei der CA (QuoVadis) für den Bezug von
Benutzer-Zertifikaten. Dieses Zertifikat wird von QuoVadis als Datei zur
Verfügung gestellt.
Trust Chain
Damit die SEPPmail-Appliance beim Signieren von E-Mails die
Zertifikatskette hin zur Root CA (QuoVadis) ergänzen kann, muss diese bekannt gemacht werden. Hierfür muss die Zertifikatskette über eine entsprechende Zertifikatsdatei hochgeladen werden. Diese Datei wird von
QuoVadis bereit gestellt.
Sektion
Settings
Einstellungen für das automatische erneuern von Zertifikaten.
Parameter Beschreibung
Automatically
Renew Expiring
Certificates if validity days left less than
Wird diese Option aktiviert, so werden ablaufende Benutzer-Zertifikate automatisiert erneuert, sobald die Gültigkeit die angegebene Anzahl an
Tagen unterschreitet
Hinweis:
Wird das automatische Erneuern von Zertifikate in den MPKI Einstellungen aktiviert, so werden nur für diejenigen Benutzer neue Zertifikate generiert, welche auch aktiv sind.
Das heisst, sendet ein Benutzer innerhalb des angegebenen Zeitraums
validity days left
keine E-Mail, so wird auch kein neues Zertifikat generiert.
Hinweis:
Je grösser die Überschneidung der
Zertifikatsgültigkeit ist, desto höher ist die Chance, dass der Kommunikationspartner in den Besitz eines gültigen, öffentlichen Schlüssels gelangt, welchen er für das Senden verschlüsselter E-Mails benötigt.
Die vorgenommenen Änderungen werden über die Schaltfläche
Save
gespeichert.
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203
7.8.2
SCEP
Mit dem Simple Certificate Enrollment Protocol (SCEP) wird die Anbindung an Zertifizierungsstellen
Produkte zahlreicher namhafter Hersteller (unter anderem Microsoft) ermöglicht.
Sektion
Parameter
Dieser Sektion beinhaltet die Verbindungsdaten zur externen CA.
Parameter
Service URL
Beschreibung
URL unter welchem die Verbindung zur CA hergestellt wird. Voreingestellt ist die URL mit dem Network Device Enrollment (NDES) Namen der SEPPmail-
Appliance für Microsoft Enterprise CA: http://localhost:10000/certsrv/mscep/mscep.dll
Sektion
Certificate
In dieser Sektion werden die Parameter zur Authentifizierung an der externen CA angegeben.
Parameter Beschreibung
Kennwort für das Übermitteln einer Anforderung an die externe CA
Challenge
Password
Signature
Certificate
CA Certificate
Über diese Funktion wird das Zertifikat zur Signierung der Anforderungen an die externe CA (RA-Zertifikat) eingebunden. Dieses RA-Zertifikat wird von der externen CA in der Regel explizit für die MPKI Anbindung der SEPPmail-
Appliance ausgestellt.
An dieser Stelle wird das Root Zertifikat der extern anzubindenden CA bekannt gemacht.
Sektion
Settings
Optionale Einstellungen, welche der externen CA zur Verfügung gestellt werden.
Parameter Beschreibung
Automatically renew expiring certificates if validity days left less than
Gibt an, ob und wenn wieviele Tage vor dem Ablaufen ein Zertifikat erneuert werden soll. Je früher vor Ablauf dieses erneuert wird, desto mehr
Verbreitung wird das neue Zertifikat über die E-Mail Signatur bis zum
Ablaufen des Vorgänger-Zertifikates finden. Dadurch steht das neue
Zertifikat zuverlässiger für Kommunikationspartner zur Verschlüsselung bereit.
Hinweis:
Zertifikate werden nur für diejenigen Benutzer neu generiert, welche auch aktiv sind.
Das heisst, sendet ein Benutzer innerhalb des angegebenen Zeitraums
validity days left
keine E-Mail, so wird auch kein neues Zertifikat generiert.
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204
Die vorgenommenen Änderungen werden über die Schaltfläche
Save
gespeichert.
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205
7.8.3
SwissSign
Informationen zur Bestellung und zu den Modalitäten für das Einrichten einer SwissSign MPKI erhalten
Sie unter https://www.swisssign.com/de/component/content/article/6/278-partnerinformationen
An dieser Stelle wird die Verbindung zur SwissSign CA, für den automatisierten Bezug von Benutzer-
Zertifikaten konfiguriert.
Hinweis:
Werden in der Zertifikatsanforderung Umlaute benötigt, so sind diese gemäss Tabelle als UTF-8
String einzugeben zu erzeugendes
Zeichen
Ä
Ö
Ü
ä
ö
ü
ß
UTF-8
(in Literal)
\xc3\x84
\xc3\x96
\xc3\x9c
\xc3\xa4
\xc3\xb6
\xc3\xbc
\xc3\x9f
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206
Sektion
Parameter
Je nach Vertrag sind hier die erforderlichen Einstellungen vorzunehmen. Diese werden in der Regel mit dem Vertragsschluss zwischen dem E-Mail Domänen Inhaber und SwissSign von SwissSign zur
Verfügung gestellt
Parameter
Silver light certificates
Standard certificates, use the following options:
Server
Beschreibung
Zu aktivieren, sofern "Silver light Zertifikate" bezogen werden sollen
Sollen "Silver" oder "Gold" Zertifikate bezogen werden, so muss diese
Option gewählt werden.
CA Name
RA Name
Angabe des Server, auf welchen über die MPKI zugegriffen werden soll
(wird von SwissSign mit den Zugangsdaten geliefert)
Name der ausstellenden CA
(wird von SwissSign mit den Zugangsdaten geliefert)
Name der Zertifikatsanfordernden RA
(wird von SwissSign mit den Zugangsdaten geliefert)
(wird von SwissSign mit den Zugangsdaten geliefert)
Extended Profile
Name
Static Subject Part
CSR Creation
Dieser Teil taucht im Zertifikat des jeweiligen Benutzers als Erweiterung des
Feldes "Antragsteller" auf und kann im Rahmen eines Distinguished Names frei definiert werden
Create Encryption
Key Remotely
Im Normalfall werden die Schlüsselpaare ausschliesslich auf der SEPPmail-Appliance generiert und nur der öffentliche Schlüssel als
CSR (Certificate Signing Request) an die CA zum
Signieren übermittelt. Das heisst der sensible
private Schlüssel verlässt die Appliance niemals.
Werden höherwertige Zertifikate angefordert (zum
Beispiel "Gold"), in welchen nicht ausschliesslich die E-Mail Adresse, sondern auch die jeweils zugehörge Person bestätigt wird. so können diese theoretisch auch zum signieren von Dokumenten
(zum Beispiel PDF-Dateien) verwendet werden. Da ein Download der privaten Schlüssel von der
SEPPmail-Appliance nicht möglich ist, besteht über diese Option die Möglichkeit, die Schlüsselpaare durch die CA (SwissSign) generieren zu lassen.
Somit kann der sensible private Schlüssel bei
Bedarf über einen gesicherten Kanal von der CA heruntergeladen werden.
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207
Sektion
Domain specific Parameters (Optional)
Werden auf der SEPPmail-Appliance mehrere E-Mail Domänen (Managed Domains) verwaltet, so können über diese Option jeweils Domänen spezifische Parameter für das Erstellen von
Benutzerzertifikaten mitgegeben werden.
Nach dem Speichern der Domänen spezifischen Option, erscheint jeweils ein weiteres Eingabefeld.
Parameter Beschreibung
Domain:
Angabe der E-Mail Domäne, für welche die beiden folgenden Parameter gültig sein sollen.
Wird bei Bedarf von SwissSign mit den Zugangsdaten geliefert.
Extended Profile:
Static Subject Part:
Dieser Teil taucht im Zertifikat des jeweiligen Benutzers der jeweiligen E-Mail
Domäne als Erweiterung des Feldes "Antragsteller" auf und kann im Rahmen eines Distinguished Names frei definiert werden.
Sektion
Certificate
Dient der Authentifizierung gegenüber dem CA Anbieter (SwissSign)
Parameter Beschreibung
PKCS12 identity file
Zertifikat zur Authentisierung bei der CA (SwissSign) für den Bezug von
Benutzer-Zertifikaten. Diese Datei wird von SwissSign zur Verfügung gestellt und ist mit einem Passwort versehen (siehe Parameter PKCS12 Password)
Ist der Zugang zur CA erfolgreich, so erscheint an dieser Stelle die Meldung an operator certificate with valid password has been found.
PKCS12 Password
Passwort zur Freischaltung des im PKCS12 identity file enthaltenen "private keys". Auch dieses wird von SwissSign zur Verfügung gestellt.
Trust Chain
Damit die SEPPmail-Appliance beim Signieren von E-Mails die
Zertifikatskette hin zur Root CA (SwissSign) ergänzen kann, muss diese bekannt gemacht werden. Dies kann durch manuelles Kopieren in das
Eingabefeld erfolgen - hier ist darauf zu achten, dass am Ende des
Eingabefeldes eine Leerzeile vorhanden ist - oder durch klicken der
Schaltfläche
Add or update...
in der Sektion
Settings
.
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208
Sektion
Settings
Einstellungen für das automatische erneuern von Zertifikaten.
Parameter
Automatically
Renew Expiring
Certificates if validity days left less than
Chain certificates
(needed to sign emails)
Beschreibung
Wird diese Option aktiviert, so werden ablaufende Benutzer-Zertifikate automatisiert erneuert, sobald die Gültigkeit die angegebene Anzahl an
Tagen unterschreitet
Hinweis:
Wird das automatische Erneuern von Zertifikate in den MPKI Einstellungen aktiviert, so werden nur für diejenigen Benutzer neue Zertifikate generiert, welche auch aktiv sind.
Das heisst, sendet ein Benutzer innerhalb des angegebenen Zeitraums
validity days left
keine E-Mail, so wird auch kein neues Zertifikat generiert.
Hinweis:
Je grösser die Überschneidung der
Zertifikatsgültigkeit ist, desto höher ist die Chance, dass der Kommunikationspartner in den Besitz eines gültigen, öffentlichen Schlüssels gelangt, welchen er für das Senden verschlüsselter E-Mails benötigt.
Durch Klicken der Schaltfläche
Add or update...
wird die Zertifikatskette
(siehe Sektion
Certificate
Parameter Trust Chain) ergänzt beziehungsweise aktualisiert.
Die vorgenommenen Änderungen werden über die Schaltfläche
Save
gespeichert.
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209
7.9
Administration
Dieses Menü beinhaltet Funktionen zur Verwaltung des Systems.
Sektion
License and Registration
Ist eine Gültige Lizenz vorhanden, so wird in diesem Abschnitt die Meldung "Valid License detected" ausgegeben.
Andernfalls muss an dieser Stelle die Registrierung der Appliance vorgenommen werden. im
Normalfall geschieht das über die Schaltfläche
Register this device...
, welche das Untermenü
213
öffnet.
Ist der Zugang zum SEPPmail-Lizenzserver (update.seppmail.ch beziehungsweise support.seppmail.
ch) über TCP Port 22 (siehe
65
sowie Sektion
126
des
Menüpunktes
System
) nicht möglich, da es sich zum Beispiel um ein PCI gehärtetes oder ein DMZ abgeschottetes System handelt, so kann die Registrierung über
Import License File...
vorgenommen werden.
Sektion
Update
Über die Schaltfläche
Check for Update
wird die komplette Versions-Historie sowie Inhalte verfügbarer und geplanter Updates der SEPPmail-Appliance ngezeigt. Sollten bei einem Update
Nacharbeiten - in seltenen Fällen muss zum Beispiel das Ruleset neu generiert werden - notwendig sein, so ist auch dies in roter Schrift zu sehen.
Weiterhin kann durch klicken dieser Schaltfläche ein Abgleich mit dem SEPPmail-Lizenzserver erzwungen werden, wodurch zum Beispiel kurzfristig angeforderte Lizenzänderungen sofort
übernommen werden.
Fetch Update
startet bei verfügbarem Update den Download der Firmware vom SEPPmail-
Updateserver und startet das System im Anschluss mit der neuen Firmware. Durch erneutes Klicken dieser Schaltfläche während des Downloads wird jeweils der Fortschritt in % ausgegeben.
Prefetch (reboot manually)
startet bei verfügbarem Update den Download der Firmware vom
SEPPmail-Updateserver. Diese wird beim nächsten manuellen Reboot übernommen.
Ist der Zugang zum SEPPmail-Lizenzserver (update.seppmail.ch beziehungsweise support.seppmail.
ch) über TCP Port 22 (siehe
65
sowie Sektion
126
des
Menüpunktes
System
) nicht möglich, da es sich zum Beispiel um ein PCI gehärtetes oder ein DMZ abgeschottetes System handelt, so kann eine Update Datei über den Support angefordert werden.
Diese Datei wird über
Upload
hochgeladen. Durch einem Neustart der SEPPmail-Appliance wird die neue Firmware aktiv.
Hinweis:
In der Regel wird immer die aktuellste Firmware eingespielt. In seltenen Fällen ist jedoch das Update in mehreren Schritten notwendig, zum Beispiel wenn
Abhängigkeiten bei den Konfigurationsdateien bestehen. In diesen Fällen muss die
Appliance so oft aktualisiert werden, bis Sie auf dem aktuellen Stand ist (Meldung "
You already have the latest version installed").
Beim Update ist im Cluster ist folgendes zu beachten:
Alle Maschinen sollten zeitnah aktualisiert werden, so dass lange Laufzeiten mit unterschiedlichen Versionsständen vermieden werden.
Ist ein Update in mehreren Stufen notwendig (siehe oben), so ist immer auf allen
Clusterpartnern der gleiche Versionsstand herzustellen, bevor auf die nächst höhere Version aktualisiert wird.
Ein Beispiel für die oben genannte Situation wäre das Update von Version 7.0.4 auf
7.2. Hier wird zunächst nur die Version 7.1 zum Update angeboten. Erst wenn alle
Maschinen diesen Stand haben darf auf die dann angebotene Version 7.2 aktualisiert werden.
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210
Ist nach einem Update ein erneutes generieren des Rulesets notwendig (dies wird mittels klick auf
Check for Update
angezeigt), so sind zunächst alle Maschinen auf einen einheitlichen Stand zu bringen. Danach muss das Ruleset an einer beliebigen Maschine aktualisiert werden (siehe
Mail Processing
157
Save and Create Ruleset
).
97
, so sind zunächst die
Frontend und erst dann die Backend Maschinen zu aktualisieren.
Sektion
Backup
Die Schaltfläche
Download
startet das Herunterladen der Backup-Datei. Diese Datei beinhaltet ausschliesslich Konfiguration und Schlüsselmaterial der SEPPmail-Appliance. Voraussetzung für den
Download des Backups ist die Vergabe eines Backup Passwortes, welches via
Change Password
gesetzt beziehungsweise geändert werden kann.
Soll ein Backup in die Appliance zurückgespielt werden, so erfolgt dies durch klicken von
Import
Backup File...
. Hierfür wird das zum Zeitpunkt der Erstellung des Backups gültige Backup-Passwort benötigt.
Hinweis:
Mitglieder der Gruppe "backup" (siehe
233
) erhalten täglich die
Sicherungsdatei per E-Mail zugesandt. Voraussetzung ist natürlich ein gesetztes
Backup Passwort.
Zu beachten gilt, dass Backups älterer Firmware Stände in neuere Firmware Stände eingespielt werden können. Dabei sollte im Anschluss unbedingt das Ruleset neu generiert werden (siehe
Mail Processing
157
Save and
Create Ruleset
).
Backups neuerer Firmware Stände dürfen keinesfalls auf Maschinen mit älterem
Firmwarestand eingespielt werden.
Sektion
System
Reboot...
startet das System neu. Es erscheint ein Dialog zur Eingabe eines Sicherheitscodes, wodurch ein versehentlicher Neustart verhindert wird.
Shut down...
fährt das System herunter. Es erscheint ein Dialog zur Eingabe eines
Sicherheitscodes, wodurch ein versehentliches Herunterfahren verhindert wird.
Sektion
Database and System Settings
Perform factory reset...
setzt das System auf Werkszustand zurück. Es erscheint ein Dialog zur
Eingabe eines Sicherheitscodes in umgekehrter Schreibweise um ein ungewolltes Zurücksetzen zu verhindern.
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211
Sektion
Import
In dieser Sektion werden zahlreiche (Massen-)Importfunktionen zur Verfügung gestellt.
Parameter Beschreibung
Import
Users (CSV)
Import
GINA Users
(CSV)
Über die Schaltfläche
Import
können Encryption/Signature-Benutzer mittels csv-
Datei mit dem Aufbau "USERID;NAME;EMAIL;PASSWORD" importiert werden.
Dabei ist die Vergabe eines Passwortes optional (siehe
223
). Bei Benutzern, welche durch die SEPPmail-Appliance automatisch generiert wurden entsprechen
USERID;NAME;EMAIL jeweils der E-Mail-Adresse des Benutzers, was die
Einmaligkeit garantiert.
Über die Schaltfläche
Import
können GINA-Benutzer mittels csv-Datei mit dem
Aufbau "EMAIL;PASSWORD;NAME;MOBILE" importiert werden. Die Angabe einer
Mobilfunk-Nummer ist dabei optional.
Denkbar wäre die Eingabe einer Kundenliste deren jeweiliges Initialpasswort die
Postleitzahl ist.
Erfolgt bei mandantenfähigen Systemen der Import durch den Mandanten-Admin, so werden die mittels dieser Funktion importierten GINA-Benutzer automatisch dem entsprechenden Mandanten zugeordnet.
Import openPGP secret keys
Über die Schaltfläche
Import openPGP secret keys
ist das Importieren privater openPGP Schlüssel möglich. Sollte für die im Schlüssel vorhandene E-Mail-Adresse noch kein Benutzer auf der SEPPmail-Appliance vorhanden sein, so wird dieser automatisch durch diese Aktion angelegt.
Der Import ist sowohl über eine Datei, als auch durch Einfügen als Text möglich jeweils unter Angabe der passenden Passphrase möglich.
Durch das Aneinanderreihen von Schlüsseln - egal ob als Datei oder als Text - ist auch ein Massen Import möglich. Ebenso können einzelne Schlüsseldateien aus einer unverschlüsselten ZIP-Datei ohne Ordnerstruktur importiert werden. Bei einem
Massen Import ist darauf zu achten, dass alle Schlüssel die selbe Passphrase haben!.
Import
S/MIME keys
Über die Schaltfläche
Import S/MIME keys
ist das Importieren von PKCS#12
Dateien (diese haben die Endung .p12 oder .pfx), welche den privaten S/MIME-
Schlüssel enthalten, unter Angabe der passenden Passphrase möglich. Sollte für die im Schlüssel vorhandene E-Mail-Adresse noch kein Benutzer auf der
SEPPmail-Appliance vorhanden sein, so wird dieser automatisch durch diese Aktion angelegt. Bei diesen automatisch generierten Benutzern wird als User ID die E-Mail
Adresse verwendet. Je nach Güte des Zertifikats wird als User Name der im
Zertifikat eingetragene Name verwendet. Enthält das Zertifikat keinen entsprechenden Namen, so wird auch hier die E-Mail Adresse eingetragen. Ist dies nicht gewünscht, so müssen die Benutzer vor dem Import der S/MIME Keys angelegt werden. Hierzu bietet sich im Vorfeld das Verwenden der Funktion Import
Users (CSV) an.
Hinweis:
Da es sich um eine Massen Import Funktion handelt, wird für den
Import eine unverschlüsselte ZIP-Datei ohne Ordnerstruktur erwartet, welche die PKCS#12 Dateien enthält. Dies setzt natürlich voraus, dass alle Schlüssel die selbe Passphrase haben.
Import
S/MIME certificates
Über
Import S/MIME user and/or CA certificates
können öffentliche S/MIME
Schlüssel zur Verschlüsselung an Kommunikationspartner, wie auch CA Zertifikate für die automatische S/MIME Signaturprüfung importiert werden. Durch das Packen mehrerer Schlüssel Dateien in eine unverschlüsselte ZIP-Datei ohne Ordnerstruktur
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212
Parameter Beschreibung
ist auch hier ein Massen Import möglich.
Hinweis:
Werden über diese Methode X.509 Root Zertifikate importiert, so muss im Anschluss noch die korrekte Vertrauensstellung dieser
238
beziehungsweise
239
hergestellt werden.
Sektion
Establish Support Connection
Sollten auf der SEPPmail-Appliance unerwartet Probleme auftauchen, so kann mittels
Connect
eine
Support Verbindung zum Hersteller aufgebaut werden. Hierdurch wird eine SSH Verbindung (TCP
Port 22) zum SEPPmail-Supportserver aufgebaut.
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213
7.9.1
Untermenü Register this device
Die Registrierungsdaten sollten sorgfältig ausgefüllt werden, da unter anderen bei CERT-Meldungen, von welchen die SEPPmail-Appliance betroffen ist, die hier genannten Kontakte bei Bedarf informiert werden.
Werden mehrere Appliances für den selben Kunden registriert, so ist darauf zu achten, dass die
Eingaben identisch gemacht werden.
Sektion
Customer Information
Eingabefeld für die Kundendaten.
Parameter Beschreibung
Company
Address 1
Pflichtfeld. Firmenname des Kunden.
Pflichtfeld. Adresse des Kunden.
Address 2
City
Optional. Zusätzliches Adressfeld.
Pflichtfeld. Stadt des Kunden.
Postal Code
Country
Pflichtfeld. Postleitzahl des Kunden.
Pflichtfeld. Land des Kunden.
First Name
Last Name
Mobile Phone
Number
Pflichtfeld. Vorname des Ansprechpartners beziehungsweise der zuständigen
Abteilung beim Kunden.
Pflichtfeld. Nachname des Ansprechpartners beziehungsweise der zuständigen
Abteilung beim Kunden.
Email Address
Pflichtfeld. E-Mail-Adresse des Ansprechpartners beziehungsweise der zuständigen
Abteilung beim Kunden.
Phone Number
Pflichtfeld. Telefonnummer in der Form "+<Ländercode> <Vorwahl ohne null"0">
<Rufnummer inklusive Durchwahl>" des Ansprechpartners beziehungsweise der zuständigen Abteilung beim Kunden.
Optional. Mobilfunknummer in der Form "+<Ländercode> <Vorwahl ohne null"0">
<Rufnummer inklusive Durchwahl>" des Ansprechpartners beziehungsweise der zuständigen Abteilung beim Kunden.
Sektion
Reseller Information
Eingabefeld für die Daten des SEPPmail-Partners
Parameter Beschreibung
Pflichtfeld. Firmenname des Partners.
Company
Address 1
Pflichtfeld. Adresse des Partners.
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214
Parameter Beschreibung
Address 2
Optional. Zusätzliches Adressfeld.
City
Pflichtfeld. Stadt des Partners.
Postal Code
Pflichtfeld. Postleitzahl des Partners.
Country
Pflichtfeld. Land des Partners.
First Name
Last Name
Pflichtfeld. Vorname des Ansprechpartners beziehungsweise der zuständigen
Abteilung beim Partners.
Pflichtfeld. Nachname des Ansprechpartners beziehungsweise der zuständigen
Abteilung beim Partners.
Email Address
Pflichtfeld. E-Mail-Adresse des Ansprechpartners beziehungsweise der zuständigen
Abteilung beim Partners.
Phone Number
Pflichtfeld. Telefonnummer in der Form "+<Ländercode> <Vorwahl ohne null"0">
<Rufnummer inklusive Durchwahl>" des Ansprechpartners beziehungsweise der zuständigen Abteilung Partners.
Mobile Phone
Number
Optional. Mobilfunknummer in der Form "+<Ländercode> <Vorwahl ohne null"0">
<Rufnummer inklusive Durchwahl>" des Ansprechpartners beziehungsweise der zuständigen Abteilung Partners.
Sektion
Activation Code
Parameter Beschreibung
Enter the device ID of this virtual appliance from your license document.
Leave empty to get a test license
Ist bereits das "SEPPmail License Certificate" der Kauflizenz vorhanden, so ist die darauf befindliche "Device-ID" in dieses Feld in der Form XXXX-XXXX-XXXX einzutragen. Somit werden die erworbenen Lizenzen auf die Appliance übertragen.
Wird dieses Feld leer gelassen, so zieht die Appliance automatisch eine 30-tägige
Testlizenz.
Hinweis:
Wurde eine Testlizenz bezogen und soll diese im Anschluss in die
Produktion übernommen werden, so ist bei der Bestellung unbedingt die "Device ID" aus der Sektion
116
des Menüs
Home
mit anzugeben.
Hinweis:
Wurde die "Device-ID" eines "SEPPmail License Certificate" bereits einmal verwendet, so lässt sich dieses - zum Beispiel nach einer Neuinstallation - kein zweites mal Verwenden. In diesem Fall ist der Support zu kontaktieren.
Über das klicken der Schaltfläche
Send
wird der Registrierungsprozess abgeschlossen.
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215
7.10
Cluster
Dieses Menü bietet die Möglichkeit mehrere Appliances zu einem Cluster zusammen zu fügen.
Das Verhalten des Clusters ist dabei stark von den vorgenommenen Systemeinstellungen (siehe unter
Anderem Menü
System
120
und
121
)
Maschinen, welche dem Cluster hinzugefügt werden übernehmen die Einstellungen der Basis-
Maschine. Das heisst alle eventuell bereits vorgenommenen Einstellungen werden überschrieben.
Ausgenommen vom Clustering bleiben die Menüpunkte, welche maschinenbezogene Daten enthalten, wie
System
,
SSL
, teilweise
CA
,
Logs
und
Statistics
.
Sektion
Prepare for Cluster
Über die Schaltfläche
Download Cluster Identifier
wird das Zertifikat für die Herstellung der SSH
Verbindung vom zukünftigen Cluster Partner zur Basis-Maschine heruntergeladen. In der Regel heisst diese Datei "clusterid.txt". Das heisst diese Aktion wird an der Maschine vorgenommen, von welcher die Einstellungen übernommen werden sollen.
Sektion
Add this device to existing cluster
Diese Sektion erscheint nur dann, wenn die SEPPmail-Appliance nicht bereits in einem Cluster
Verbund integriert ist und dient dem Hinzufügen zu einem Cluster.
Achtung:
Alle Einstellungen, welche nicht maschinenbezogen sind (siehe Sektion
215
), werden durch diese Aktion mit den Einstellungen der Basis-Maschine
überschrieben. Sollten Unsicherheiten bezüglich der Aktion bestehen, empfiehlt sich dringend zuvor ein manuelles Backup zu erstellen (siehe
Administration
210
).
Parameter
Cluster Identifier
Cluster Member IP
IP address of this device
Connect
Beschreibung
Über die Browserschaltfläche "Datei auswählen" wird das für die SSH
Verbindung benötigte Zertifikat der Basis-Maschine "clusterid.txt" (siehe
215
) ausgewählt.
An dieser Stelle wird die physikalische IP-Adresse (kein Alias!, also virtuelle
Adresse) der Basis-Maschine über welche die Cluster Kommunikation stattfinden soll sowie der zu verwendende Port (im Standard Port 22 für das
SSH-Protokoll) angegeben.
An dieser Stelle wird die physikalische IP-Adresse (kein Alias!, also virtuelle
Adresse, siehe
System
120
) dieser Maschine über welche die Cluster Kommunikation stattfinden soll sowie der zu verwendende
Port (muss identisch mit dem unter
Cluster Member IP
eingegebenen sein) angegeben.
Über die Schaltfläche
Start
wird die Maschine dem Cluster hinzugefügt.
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216
Sektion cluster members
Diese Sektion erscheint nur dann, wenn die SEPPmail-Appliance bereits Bestandteil eines Cluster ist.
In diesem Fall werden alle Clusterpartner mit den folgenden Daten gelistet:
Beschreibung Spalte
Device ID
IP Address
Port
Status
Comment
Location
Zeigt die "Device ID" des jeweiligen Cluster Partners an.
Das Entfernen eines entfernten Cluster Partners kann durch klicken auf die
"Device ID" erfolgen. Hierdurch öffnet ein weiteres Menü, in welchem dann der Server über die Schaltfläche
Remove device from cluster
entfernt werden kann. Die Datenbank bleibt mit dem zuletzt synchronisierten Stand auf dem entfernten System erhalten.
Das Entfernen der lokalen Maschine aus dem Cluster Verbund erfolgt wie in
Sektion
Remove from cluster
beschrieben.
Zeigt die "IP Adresse" des jeweiligen Cluster Partners an, welche für die
Cluster Kommunikation konfiguriert wurde.
Zeigt den Kommunikations-Port an (im Standard Port 22 für das SSH-
Protokoll)
Arbeitet der Cluster korrekt, so steht hier
" OK (XXXX entries in remote database, XXXX entries in local Database) " wobei die Anzahl "XXXX" identisch sein sollte.
Zeigt den für den Clusterpartner definierten Kommentar an (siehe
System
118
)
Zeigt den für den Clusterpartner definierten Standort an (siehe
System
118
)
Sektion
Remove from cluster
Durch klicken der Schaltfläche
remove this device from cluster
wird die Maschine aus dem
Cluster herausgenommen. Die lokale Datenbank bleibt dabei erhalten und hat den Stand der letzten
Synchronisierung im Cluster.
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217
Sektion
Add this device as frontend server (no local database)
Diese Sektion erscheint nur dann, wenn die SEPPmail-Appliance nicht bereits in einem Cluster
Verbund integriert ist und dient dem Hinzufügen der Maschine als Frontend Server zu einer anderen
Maschine oder einem Cluster. Als Frontend Server wird ein Cluster Partner ohne lokale Datenbank bezeichnet.
Sollte aufgrund von Revisionsvorgaben die SEPPmail-Appliance in einer DMZ platziert werden müssen, in welcher keine Datenhaltung - in diesem Fall in erster Linie Schlüsselmaterial - erlaubt ist, so kann über diese Funktion eine Trennung zwischen dem Datenbanksystem (Backend) und dem E-
Mail verarbeitenden System (Frontend) vollzogen werden.
Der Frontend Server erhält in diesem Fall jeweils nur die diejenigen Daten vom Backend Server, welche aktuell zur Verarbeitung einer E-Mail benötigt werden. Der Backend Server steht ausserhalb der DMZ und hält die Daten in seiner Datenbank.
Frontend Server werden nicht in der Sektion
cluster members
der Backend Systeme angezeigt.
Parameter Beschreibung
Cluster Identifier
Über die Browserschaltfläche "Datei auswählen" wird das für die SSH
Verbindung benötigte Zertifikat der Basis-Maschine "clusterid.txt" (siehe
215
) ausgewählt.
Existing Appliance IP
An dieser Stelle wird IP-Adresse der "Backend Maschine" über welche die
Cluster Kommunikation stattfinden soll sowie der zu verwendende Port (im
Standard Port 22 für das SSH-Protokoll) angegeben.
Existiert ein "Backend Cluster", so kann an dieser Stelle eine virtuelle IP-
Adresse (siehe
System
120
) verwendet werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, der "Frontend Maschine" weitere Backend
Server im Nachhinein hinzu zu fügen (siehe Sektion
218
) falls keine virtuelle IP-Adresse verfügbar ist.
Connect
Über die Schaltfläche
Start
wird die Maschine dem Cluster hinzugefügt.
Sektion
Remote LDAP Server
Diese Sektion erscheint nur dann, wenn die SEPPmail-Appliance als Frontend Server bereits
Bestandteil eines Cluster ist. In diesem Fall werden alle Backend Server mit den folgenden Daten gelistet:
Spalte
IP Address
Port
Status
Beschreibung
Zeigt die "IP Adresse" der jeweiligen LDAP-(Backend-)Maschine an.
Das Entfernen eines LDAP-(Backend-)Servers erfolgt durch klicken auf die IP-
Adresse. Hierdurch öffnet ein weiteres Menü, in welchem dann der Server
über die Schaltfläche
Remove device from cluster
entfernt werden kann.
Das Entfernen der lokalen Maschine als Frontend Server erfolgt wie in
218
beschrieben.
Zeigt den Kommunikations-Port an (im Standard Port 22 für das SSH-
Protokoll)
Arbeitet der Cluster korrekt, so steht hier
" OK (XXXX entries in remote database) "
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218
Sektion
Detach from LDAP Server
Über die Schaltfläche
Detach
wird die SEPPmail-Appliance als Frontend Server entfernt. Dabei wird eine leere Lokale Datenbank auf dem System angelegt.
Sektion
Add additional Backend
Sollen mehrere Backend Server aus einem Backend Cluster für LDAP-Anfragen herangezogen werden, ohne dass eine virtuelle IP-Adresse zur Verfügung steht, so können diese über diese Option eingebunden werden.
Parameter Beschreibung
Existing Appliance IP
An dieser Stelle wird die physikalische IP-Adresse einer weiteren Backend
Maschine sowie der zu verwendende Port (im Standard Port 22 für das SSH-
Protokoll) angegeben.
Hierdurch kann ein Backend Cluster ohne Verwendung von virtuellen IP-
Adressen zur Verfügung stehen.
Connect
Über die Schaltfläche hinzugefügt.
Start
wird die zusätzliche Backend Maschine
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219
7.11
Logs
Dieses Menü stellt Logs für unterschiedliche Komponenten zur Verfügung
Sektion
Other Logs
Sofern die GINA-Technologie nicht deaktiviert wurde (siehe
Mail Processing
Ruleset
Generator
165
"Completely disable GINA technology") wird eine entsprechende
Log-Datei geführt, welche über die Schaltfläche
Show GINA log...
einzusehen ist.
Bei lizensiertem Protection Pack und aktiviertem Black- Greylisting (siehe
Mail System
136
138
und
Manual Blacklisting / Whitelisting
138
) werden diese Vorgänge in einer entsprechenden Log-Datei geführt. Diese Log-Datei kann über die Schaltfläche
Show Blacklist /
Gereylist Log...
eingesehen werden.
Sektion
Queue Control
Sofern die E-Mail Queue nicht deaktiviert wurde (siehe
Mail Processing
Ruleset Generator
165
"Run in queueless mode") werden durch SEPPmail-Appliance verarbeitete E-
Mails bei Bedarf - zum Beispiel wenn das Zielsystem temporär nicht erreichbar ist oder aufgrund eines
Greylisting Filters die E-Mail beim ersten Sendeversuch ablehnt - in einer Warteschlange zwischengespeichert. Das SEPPmail-System wird in regelmässigen Abständen versuchen die E-Mails der Warteschlange auszuliefern. Kann eine E-Mail trotz mehrmaliger Auslieferungsversuche nicht zugestellt werden, so wird der Absender darüber benachrichtigt und die E-Mail verworfen.
Der Inhalt dieser Warteschlange ist über die Schaltfläche
Show queued mails...
einzusehen. Ein erneuter Auslieferungsversuch der zwischengespeicherten E-Mails kann über die Schaltfläche
Retry to deliver queued mails...
forciert werden.
Sektion
Log Archive
In dieser Sektion wird das maillog verwaltet. Die SEPPmail-Appliance lagert dabei jeweils ab erreichen von 30 MB in Archiv-Dateien aus. Über die Schaltfläche
Download complete log
wird die aktuelle
Log-Datei sowie alle vorhandenen Archiv-Dateien in einem Stream in eine Datei (maillog.txt) heruntergeladen.
Über die Schaltfläche
Download log archive
werden lediglich alle Archive heruntergeladen. Somit können Die Archive im Anschluss von der Appliance via
Delete log archive
gelöscht werden.
Die ist zum Beispiel dann erforderlich, wenn der Speicherplatz der Log-Partition knapp wird (siehe
Home
117
Logs).
Ein automatisches Löschen des maillog kann ebenfalls eingestellt werden (siehe
System
125
Automatically delete log archives older than
?
days).
Sektion
Filter
Über das Eingabefeld kann ein regulärer Ausdruck (regular expression) eingegeben werden, nach welchem durch klicken der Schaltfläche
Apply...
im gesamten maillog (aktuelles sowie alle Archive) gesucht wird. Über die beiden Drop-Down Menüs kann die Suche auf einen bestimmten Zeitraum eingeschränkt werden.
Das Suchergebnis wird in der Sektion
220
angezeigt.
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220
Sektion
Mail Log (last 500)
Zeigt die letzten 500 maillog Einträge an.
Spalte
Nr.
Source IP
Beschreibung
Laufende Nummer der Log-Einträge. Durch klicken auf die Nummer werden Details zum Log-Eintrag angezeigt.
Quell-IP-Adresse von welcher die E-Mail eingeliefert wurde.
Date
From
Datum und Uhrzeit des Vorgangs.
Absender E-Mail-Adresse
To
Empfänger E-Mail-Adresse. Diese wird je Nach Status farbig angezeigt: schwarz E-Mail wurde noch nicht verarbeitet oder direkt ausgeliefert. Dieser
Status erscheint zum Beispiel auch bei als SPAM identifizierten E-Mails
(siehe
Mail Processing
Ruleset Generator
grün orange rot
162
Check incoming mails for spam and redirect spam to (leave empty to reject spam):
)
E-Mail wurde erfolgreich ausgeliefert
E-Mail konnte nicht ausgeliefert werden und wurde in der
Warteschlange bis zum nächsten Auslieferungsversuch abgelegt
E-Mail konnte nicht ausgeliefert werden und wurde zurückgewiesen.
Eine Benachrichtigungsmail über diesen Vorgang geht an den
Absender.
Message-ID
Eindeutige Kennummer der E-Mail. Mittels dieser ID kann auch auf anderen
Komponenten - zum Beispiel Groupware Server oder AntiSpam Komponente - die E-
Mail nachverfolgt werden.
Subject
Size
Betreff der E-Mail. Dieser wird nur angezeigt, wenn die Anzeige nicht ausgeblendet wurde (siehe
Mail Processing
Ruleset Generator
"Show message subject in logs").
157
Grösse der E-Mail.
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221
7.12
Statistics
In diesem Menü werden diverse Messgrössen grafisch dargestellt. Dabei wird für jede Sektion jeweils die letzten 24 Stunden (Today) die letzte Woche (Last Week) der letzte Monat (Last Month) das letzte Jahr (Last Year) die letzten drei Jahre (Last 3 Years) dargestellt.
Sektion
Throughput Visualisation
Die Grafiken dieser Sektion stellen den E-Mail Durchsatz dar.
Graph Farbe
Beschreibung grün
Zeigt die Gesamtzahl der empfangenen E-Mails an.
blau
Zeigt die Gesamtzahl der gesendeten E-Mails an.
rot
Zeigt die Gesamtzahl der verschlüsselten E-Mails an.
lila
Zeigt die Gesamtzahl der entschlüsselten E-Mails an.
Sektion
Technology Visualisation
Die Grafiken dieser Sektion stellen die Häufigkeit der verwendeten Verschlüsselungstechnologien dar.
Graph Farbe
Beschreibung blau
Zeigt die Gesamtzahl der mittels GINA Technologie verschlüsselten E-Mails an.
grün rot
Zeigt die Gesamtzahl der mittels S/MIME Technologie verschlüsselten E-Mails an.
S/MIME signierte E.Mails werden nicht dargestellt.
Zeigt die Gesamtzahl der mittels openPGP Technologie verschlüsselten E-Mails an.
lila
Zeigt die Gesamtzahl der mittels Domain Verschlüsselung verschlüsselten E-Mails an.
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222
Sektion
Spam Visualisation
Die Grafiken dieser Sektion stellen die Aktionen der SPAM Abwehrmassnahmen dar, sofern das
Protection Pack (VSPP) lizensiert und aktiviert wurde.
Graph Farbe
Beschreibung rot
Zeigt die Gesamtzahl aller aufgrund des Greylistings abgewiesenen E-Mails an.
blau lila
Zeigt die Gesamtzahl der aufgrund der Realtime Blackhole List (RBL) Funktion abgewiesenen E-Mails an.
Zeigt die Gesamtzahl der aufgrund der SPAM Erkennung abgewiesenen E-Mails an.
grün
Zeigt die Gesamtzahl der empfangenen E-Mails an.
Sektion
CPU Usage Visualisation
Die Grafiken dieser Sektion stellen die Prozessorauslastung der Appliance dar.
Graph Farbe
Beschreibung grün
Zeigt die vom System verursachte Prozessor Auslastung in Prozent an.
rot
Zeigt die benutzerbezogene Prozessor Auslastung in Prozent an.
blau
Zeigt die freien Prozessor Ressourcen in Prozent an.
Sektion
Memory Usage Visualisation
Die Grafiken dieser Sektion stellen die Speicherauslastung der Appliance in Megabyte (MB) dar.
Graph Farbe
Beschreibung grün
Zeigt den aktiv in Benutzung befindlichen Speicher an.
rot
Zeigt den belegten Speicher an.
hellblau schwarz
Zeigt den belegten Auslagerungsspeicher an.
dunkelblau
Zeigt die Grösse des zur Verfügung stehenden Auslagerungsspeichers an.
Zeigt die freien Speicher Ressourcen an.
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223
7.13
Users
In diesem Menü werden die auf der SEPPmail-Appliance vorhandenen Benutzer angezeigt.
Die Anlage von Benutzern kann automatisch oder manuell (siehe
Mail Processing
Ruleset
Generator
158
) erfolgen.
Spalte
User ID
Name
Beschreibung
Zeigt die "User ID" des jeweiligen Benutzers an.
Diese entspricht bei automatisch generierten Benutzern immer der E-Mail Adresse.
Zeigt den Namen des jeweiligen Benutzers an.
Diese entspricht bei automatisch generierten Benutzern dem Anzeigenamen des
Absenders, sofern vorhanden. Andernfalls wird auch hier die E-Mail Adresse angezeigt.
Zeigt die E-Mail Adresse des Benutzers an.
E-Mail openPGP
Zeigt die Anzahl der für den Benutzer vorhandenen openPGP Schlüssel an.
Zeigt die Anzahl der für den Benutzer vorhandenen S/MIME Schlüssel an.
S/MIME
State
Zeigt den Status des Benutzers an. Im Regelfall ist dieses Feld leer.
Bei technischen Benutzern kann der Status auf "inaktiv" gesetzt werden (siehe
Untermenü Benutzerdetails
224
Encryption Settings). Inaktive Benutzer sind nicht in der Lage zu verschlüsseln oder signieren und benötigen somit auch keine Benutzerlizenz.
Durch Klicken auf die User ID wird das Untermenü
224
geöffnet.
Sollen Benutzer manuell eingerichtet werden, so erfolgt dies über die Schaltfläche
Create new user account...
228
).
Über die Schaltfläche
Password Policy
werden die Passwort Regeln für SEPPmail-Benutzer definiert (siehe Untermenü
229
).
Die Eingabefeld mit der Schaltfläche
Filter...
dient der Suche nach Benutzern.
Hinweis:
Bei Einrichten des Systems ist der Benutzer "admin" bereits vorhanden. Dieser
Benutzer benötigt keine Benutzerlizenz (Encryption/Signature License).
Es wird empfohlen, diesen Benutzer auch im weiteren Verlauf der Konfiguration nicht zu löschen, um gegebenenfalls ein "Aussperren" aus dem System zu vermeiden.
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224
7.13.1 Untermenü Benutzerdetails
Sektion
User Data
Parameter Beschreibung
User ID
Full Name
Zeigt die "User ID" des jeweiligen Benutzers an.
Diese entspricht bei automatisch generierten Benutzern immer der E-Mail Adresse.
Zeigt den Namen des jeweiligen Benutzers an.
Diese entspricht bei automatisch generierten Benutzern dem Anzeigenamen des
Absenders, sofern vorhanden. Andernfalls wird auch hier die E-Mail Adresse eingesetzt.
Zeigt die E-Mail Adresse des Benutzers an.
Password
Encryption
Settings
Notification
Settings
Usage
Statistics
Optional kann hier einem Benutzer ein Passwort vergeben werden.
Das Passwort muss den Passwort Regeln entsprechen (siehe Untermenü
229
).
Hinweis:
Die Vergabe eines Passwortes ist für das Nutzen der Appliance nicht notwendig. Durch die Vergabe eines Passwortes wird es einem Benutzer ermöglicht, sich interaktiv an der Appliance - also der Administrationsoberfläche - anzumelden. Hierfür muss der jeweilige Benutzer zusätzlich den entsprechenden Gruppen (siehe
233
) zugeordnet werden.
May not encrypt mails
Untersagt dem Benutzer E-Mails zu verschlüsseln. Fordert der
Benutzer trotzdem Verschlüsselung an, so würde die E-Mail abgewiesen (bounced) werden.
May not sign mails Untersagt dem Benutzer E-Mails zu signieren. Fordert der
Benutzer trotzdem Verschlüsselung an, so würde die E-Mail abgewiesen (bounced) werden.
Sind beide Optionen gewählt, so wird für den Benutzer keine Userlicense in
Anspruch genommen. Dies bietet sich zum Beispiel bei technischen Benutzern an, welche keine E-Mails in das Internet versenden (zum Beispiel Backup-Benutzer).
always receives notification when recipient reads
GINA mail
An dieser Stelle kann für jeden Benutzer individuell eingestellt werden, ob er GINA Lesebestätigungen erhalten soll. Ist diese
Option bereits global in den GINA Domain Settings (siehe
171
Extended Settings
Sender always
receives notification when recipient reads GINA mails) ausgewählt, so ist dieser Punkt ausgegraut.
Zeigt die Nutzungsstatistik des Benutzers an.
Last outgoing mail
Zeitpunkt der letzten ausgehenden E-Mail
S/MIME encrypted mails sent
Anzahl der versendeten E-Mails, welche mittels S/MIME-
Technologie verschlüsselt wurden
S/MIME encrypted mails received
Anzahl der empfangenen E-Mails, welche mittels S/MIME-
Technologie verschlüsselt waren
S/MIME signed
Anzahl der versendeten E-Mails, welche mittels S/MIME-
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225
Parameter Beschreibung mails sent
S/MIME signed mails received
Technologie signiert wurden
Anzahl der empfangenen E-Mails, welche mittels S/MIME-
Technologie signiert waren
openPGP encrypted mails sent openPGP encrypted mails received
Webmail encrypted mails sent
Anzahl der versendeten E-Mails, welche mittels openPGP-
Technologie verschlüsselt wurden
Anzahl der empfangenen E-Mails, welche mittels -Technologie verschlüsselt waren
Anzahl der versendeten E-Mails, welche mittels GINA-
Technologie verschlüsselt wurden
Webmail encrypted mails received
Anzahl der mittels GINA-Technologie empfangenen E-Mails
S/MIME Domain encrypted mails sent
S/MIME Domain encrypted mails received openPGP Domain encrypted mails received
Anzahl der versendeten E-Mails, welche mittels S/MIME-
Technologie domänenverschlüsselt wurden
Anzahl der empfangenen E-Mails, welche mittels S/MIME-
Technologie domänenverschlüsselt waren
openPGP Domain encrypted mails sent
Anzahl der versendeten E-Mails, welche mittels openPGP-
Technologie domänenverschlüsselt wurden
Anzahl der empfangenen E-Mails, welche mittels openPGP-
Technologie domänenverschlüsselt waren
Sektion
Group Membership
In dieser Sektion werden die Gruppenzugehörigkeiten des Benutzers angezeigt (siehe auch
233
)
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226
Sektion
S/MIME
Serial Certificate Authorothy Issued on Expires on
Zeigt die Seriennummern der
Zertifikate an.
Zeigt die ausstellende CA an Ausstelldatu m des Keys
TT-MM-JJJJ
Ablaufdatum des Keys
TT-MM-JJJJ
Durch Klicken des Fingerprints wird ein Untermenü mit Details zum Key geöffnet. Dieses bietet die
Möglichkeit den öffentlichen Schlüssel (Zertifikat) herunterzuladen beziehungsweise das
Schlüsselpaar zu revozieren beziehungsweise zu löschen.
Über die Schaltfläche
Import S/MIME Certificate...
kann ein bereits vorhandenes Zertifikat - zum
Beispiel ein gekauftes einer Trusted CA - importiert werden (siehe
Mail System
Untermenü "Add/
Edit Managed Domain" Untermenü
144
).
Über die Schaltfläche
Generate S/MIME Certificate...
wird durch die integrierte CA ein neues
Schlüsselpaar auf der Appliance generiert.
Ist eine MPKI eingerichtet (siehe
CA
199
), so erscheint entsprechend der verfügbaren CA die Schaltfläche
Generate <MPKI> Certificate...
. Durch klicken dieser Schaltfläche wird ein
Schlüsselpaar generiert. Der öffentliche Schlüssel wird dabei durch die MPKI signiert und steht somit als trusted Zertifikat zur Verfügung.
Sektion openPGP
In dieser Sektion werden die openPGP Domänen-Schlüssel angezeigt, sofern vorhanden.
Key ID User ID Issued on Expires on
Zeigt die Key IDs der vorhandenen openPGP-Keys an
Zeigt die zur Key ID zugehörige
User ID an. Diese entspricht der
E-Mail-Adresse des Benutzers.
Ausstelldatu m des Keys
TT-MM-JJJJ
Ablaufdatum des Keys
TT-MM-JJJJ
Über die Schaltfläche
Import openPGP key...
kann ein bereits vorhandenes Schlüsselpaar importiert werden (siehe
Mail System
Untermenü "Add/Edit Managed Domain" Untermenü
144
).
Über die Schaltfläche
Generate new openPGP key
wird ein neues Schlüsselpaar auf der
Appliance generiert. Die Laufzeit sowie das automatische Aktualisieren der so erzeugten Schlüssels entspricht der unter
CA
197
Validity in days
eingegebenen.
Durch Klicken der Key ID wird ein Untermenü mit Details zum Key geöffnet. Dieses bietet die
Möglichkeit den öffentlichen Schlüssel herunterzuladen beziehungsweise das Schlüsselpaar zu löschen.
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227
Sektion
Remote POP3
Wurde unter
Mail System
130
die Option Fetch Mail from remote POP3
server gewählt, so können die POP3 beziehungsweise IMAP Zugangsdaten für den jeweiligen
Benutzer an dieser Stelle eingegeben werden. Die SEPPmail-Appliance wird alle drei Minuten E-Mails abholen. Dabei wird POP3S beziehungsweise IMAPS präferiert.
Parameter Beschreibung
User ID
Password
Mail server
Eingabe der User ID zur Anmeldung am POP3/IMAP Konto. In der Regel entspricht die User ID der E-Mail Adresse.
Zur User ID gehöriges Passwort.
POP3 beziehungsweise IMAP Server von welchem E-Mails abgeholt werden sollen.
Sektion
Customer
Diese Sektion erscheint nur bei mandantenfähigen Systemen (siehe Menüpunkt
243
).
Sie ermöglicht die Zuordnung des Benutzers zu einem Mandanten.
Hinweis:
Die Zuordnung von Benutzern zu den jeweiligen Mandanten erfolgt normalerweise automatisch anhand der in der E-Mail Adresse enthaltenen E-Mail Domäne der E-
Mail Adresse. Von Änderungen ist deshalb im Normalfall abzusehen.
Eine erneute automatische Zuordnung kann über die Auswahl "Reset" angestossen werden.
Alle vorgenommenen Änderungen werden über die Schaltfläche
Save changes
gespeichert.
Das Löschen eines Users erfolgt über
Delete User
.
Hinweis:
Ist einem Benutzer gültiges Schlüsselmaterial zugeordnet, so muss dieses vor dem
Löschen des Benutzer gelöscht werden. Andernfalls erscheint zunächst eine entsprechende Warnmeldung.
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228
7.13.2 Untermenü Create new user account
Sektion
User Data
Parameter Beschreibung
User ID
Eingabe einer Eindeutigen "User ID" für den neuen Benutzer.
Es empfiehlt sich - wie bei automatisch generierten Benutzern - auch an dieser
Stelle die E-Mail Adresse zu verwenden, da hierdurch die Eindeutigkeit gewährleistet wird.
Hinweis:
Diese Eingabe kann in den
224
nicht mehr geändert werden.
Full Name
Zeigt den Namen des jeweiligen Benutzers an.
Diese entspricht bei automatisch generierten Benutzern immer der E-Mail Adresse.
Zeigt die E-Mail Adresse des Benutzers an.
Hinweis:
Diese Eingabe kann in den
224
nicht mehr geändert werden.
Password
Optional kann hier einem Benutzer ein Passwort vergeben werden.
Das Passwort muss den Passwort Regeln entsprechen (siehe Untermenü
229
).
Hinweis:
Die Vergabe eines Passwortes ist für das Nutzen der Appliance nicht notwendig. Durch die Vergabe eines Passwortes wird es einem Benutzer ermöglicht, sich interaktiv an der Appliance - also der Administrationsoberfläche - anzumelden. Hierfür muss der jeweilige Benutzer zusätzlich den entsprechenden Gruppen (siehe
233
) zugeordnet werden.
Über die Schaltfläche
Create account
wird der Benutzer angelegt und kann im Anschluss weiter bearbeitet werden (siehe Untermenü
224
).
Cancel
bricht den Vorgang ab.
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229
7.13.3 Untermenü Password Policy
Sektion
Password Settings for system (not GINA) accounts
Die Vergabe eines Passwortes ist ausschliesslich für die Anmeldung an der Administrationsoberfläche notwendig. Die Berechtigungen für Benutzer mit Passwort wird über die Gruppenzugehörigkeit
233
).
Das heisst die hier definierten Passwort Regeln sind für die interaktive Anmeldung an der
Administrationsoberfläche gültig.
Parameter Beschreibung
Minimum password length:
?
Must contain at least one lower case letter
Must contain at least one upper case letter
Must contain at least one number
Must contain at least one special character
Must not contain own name, user name or email address
Auswahl der minimalen Passwort Länge (4 bis 16 Zeichen).
Definiert, ob ein Kleinbuchstabe im Passwort enthalten sein muss.
Definiert, ob ein Grossbuchstabe im Passwort enthalten sein muss.
Definiert, ob eine Ziffer im Passwort enthalten sein muss.
Definiert, ob ein Sonderzeichen im Passwort enthalten sein muss.
Definiert, ob das Passwort den eigenen Namen oder E-Mail Adresse enthalten darf.
Must be different from previous
?
password(s)
Definiert, mit wie vielen vorangegangenen Passwörter bei einem
Passwortwechsel keine Übereinstimmung bestehen darf (1 bis 28).
Must be changed at least every
?
days
Definiert, ob und nach wie vielen Tagen das Passwort geändert werden muss.
Accounts are locked for
?
minutes after
?
failed login attempts.
Definiert, nach wie vielen fehlgeschlagenen Fehlversuchen bei der
Anmeldung (falsche Passworteingabe) für wie lange (in Minuten) der
Zugang gesperrt wird.
Über die Schaltfläche
Save
werden die angezeigten Einstellungen gesichert.
Mittels
Back
wird das Menü ohne Sicherung verlassen.
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230
7.14
GINA Accounts
In diesem Menü werden die auf der SEPPmail-Appliance vorhandenen GINA-Benutzer angezeigt.
Handelt es sich um ein mandantenfähiges System, so sind die Benutzer entsprechend der Mandanten aufgeteilt.
Spalte Beschreibung
Account status
Die E-Mail Adresse gewährleistet bei SEPPmail-Benutzern die
Eindeutigkeit.
Zeigt den Status des jeweiligen Benutzers an. Mögliche Status sind:
enabled
Soll-Zustand
enabled (unregistered user)
Benutzer welcher nach Erhalt der initialen GINA-E-Mail den
Registrierungsprozess noch nicht abgeschlossen hat.
locked temporarely
Gesperrter Benutzer. Nahere Details hierzu zeigt der
Last message status
.
locked temporarely (unregistered user)
Benutzer welcher nach Erhalt der initialen GINA-E-Mail noch vor dem erfolgreichen Abschliessen des Registrierungsprozesses gesperrt wurde.
Nahere Details hierzu zeigt der
Last message status
.
Last message status
Zeigt Informationen zur letzten Aktion des Benutzers an. Mögliche Status sind:
Last succesful login MMM TT, JJJJ hh:mm:ss
Gibt Datum und Uhrzeit der letzten erfolgreichen Anmeldung an.
X unsuccessful login attempts
Gibt die Anzahl der fehlgeschlagenen Anmeldeversuche an.
Durch Klicken auf die E-mail-Adresse wird ein Untermenü mit Details zum jeweiligen GINA-Benutzer geöffnet (siehe Untermenü
231
).
Sollen Benutzer manuell eingerichtet werden, so erfolgt dies über die Schaltfläche
Create new user account...
228
).
Die Eingabefeld mit der Schaltfläche
Filter...
dient der Suche nach GINA-Benutzern.
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7.14.1 Untermenü Benutzer-Details
Sektion
User Data
In diesem Untermenü werden Detailinformationen zum GINA-Benutzer angezeigt. Weiterhin dient diese Menü manuellen Passwort Rücksetzungen, zum Beispiel durch den Support (siehe
170
Admin
).
Parameter Beschreibung
Creation Info
Name
Password reminder
Answer
Password
Must Change
Password
Zip Attachement
Zeigt wer gegebenenfalls die initiale GINA-E-Mail gesendet und somit den
Benutzer generiert hat (Anzeige der E-Mail-Adresse bei unregistrierten, beziehungsweise "Created by..." bei bereits registrierten Benutzern) ob es sich um einen selbstregistrierten Benutzer handelt (Account...)
Hat sich der Benutzer registriert, so wird hier der von ihm bei der
Registrierung eingetragene Name angezeigt.
Zeigt die E-Mail Adresse des Benutzers an.
es sind zwei Status möglich:
(Hidden) bei registrierten Benutzern
Not set bei unregistrierten Benutzern (Account Status "...
(unregistered user) ") es sind zwei Status möglich:
(Hidden) bei registrierten Benutzern
Not set bei unregistrierten Benutzern (Account Status "...
(unregistered user) ")
Eingabefelder für das manuelle Rücksetzen des Passwortes durch einen
Administrator
Legt fest, ob der Benutzer nach einem manuellen Rücksetzen des Passwortes dieses beim nächsten Anmelden ändern muss.
Legt individuell für den Benutzer fest, ob dieser den Anhang des GINA-E-Mails statt im HTML- im ZIP-Format erhält.
Account status
External
Authentication
locked
enabled
Zeigt an ob der Benutzer gesperrt ist (zum Beispiel nach mehrfacher falscheingabe des Passwortes) beziehungsweise kann der Administrator den Benutzer durch Aktivieren des
Buttons sperren.
Zeigt an ob der Benutzer aktiv ist beziehungsweise kann der
Administrator den Benutzer durch Aktivieren des Buttons wieder in den Staus "Aktiv".
Exclude this account from external authentication
Ist die externe LDAP Authentisierung aktiviert (siehe auch
140
External Authentication
) so kann diese durch
Anhaken dieser Option für einzelne Accounts ausgehebelt werden.
Diese Option ist nur bei intern - das heisst der Managed Domain welcher auch das entsprechende GINA-Interface zugeordnet ist - zugeordneten
Benutzern zu sehen.
231
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232
Parameter
Password Security
Level
Mobile number
Beschreibung
Benutzer individuelle Einstellung für das Rücksetzverfahren des Passwortes.
Diese Einstellung überschreibt die globale Einstellung unter
177
Security
.
Mobilfunknummer für das Zurücksetzen des Passwortes via SMS.
Sektion
User Logs
Durch klicken der Schaltfläche
Show user logs
wird ein detailliertes Log bezüglich der aktivitäten des jeweiligen GINA-Benutzers angezeigt.
Alle vorgenommenen Änderungen werden über die Schaltfläche
Save changes
gespeichert.
Das Löschen eines GINA-Benutzers erfolgt über
Delete Account
.
Hinweis:
Durch das Löschen eines GINA-Benutzers wird auch dessen Schlüssel unwiderruflich gelöscht. Somit kann er eventuell noch in seinem Postfach befindliche
GINA-E-Mails nicht mehr lesen. Der Inhalt dieser E-Mails ist somit verloren!
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233
7.15
Groups
In diesem Menü sind bereits administrative Benutzergruppen vorgegeben (siehe Tabelle). Diese dienen der Wirkungsmöglichkeiten einzelner Benutzer bei interaktiver Anmeldung an der
Administrationsoberfläche (siehe auch
224
User Data
Password
)
Weiterhin besteht über die Schaltfläche
Create new user group...
weitere Gruppen zur
Verwendung im Ruleset (siehe
Mail Processing
Ruleset Generator
164
) zu erzeugen.
Über die Schaltfläche
Edit...
kann die jeweilige Gruppe editiert (Gruppen Name und Beschreibung) sowie Benutzer zugeordnet werden.
Gruppe Beschreibung admin
(Administrator) administrationadmin
(GUI Access to
Administration Section) backup
(Backup Operator ) caadmin
(GUI Access to CA
Section) clusteradmin
(GUI Access to Cluster
Section) domainkeysadmin
(GUI Access to Domain
Keys Section) groupsadmin
(GUI Access to Groups
Section) homeadmin
(GUI Access to Home
Alle Mitglieder dieser Gruppe sind dem Standardbenutzer admin gleichgestellt und haben uneingeschränkten administrativen Zugang zur Konfigurationsoberfläche mit allen Berechtigungen.
Weiterhin erhalten Mitglieder dieser Gruppe die mit "IMPORTANT" gekennzeichneten "Daily Reports" (siehe auch "statisticsadmin") zugesandt.
Hinweis:
Sollten administrative Aufgaben anfallen, so werden die Mitglieder dieser Gruppe darüber informiert.
Somit sollte der Administrator der SEPPmail-
Appliance unbedingt Mitglied dieser Gruppe sein.
Alle Mitglieder dieser Gruppe haben Zugriff auf das Menü
Administration
in der Konfigurationsoberfläche.
Dieser Gruppe ist eine Sonderbedeutung zugeordnet. Sie unterscheidet sich von den Systemgruppen für den Zugriff auf die
Konfigurationsoberfläche dadurch, dass kein Zugriff auf die
Konfigurationsoberfläche erfolgt. Alle Mitglieder dieser Gruppe erhalten das Systembackup des jeweiligen Systems einmal täglich via
E-Mail. Das Systembackup wird täglich um 0.00 Uhr erzeugt und via
E-Mail an alle Mitglieder dieser Gruppe gesendet.
Alle Mitglieder dieser Gruppe haben Zugriff auf das Menü
CA
in der
Konfigurationsoberfläche.
Alle Mitglieder dieser Gruppe haben Zugriff auf das Menü
Cluster
in der Konfigurationsoberfläche.
Alle Mitglieder dieser Gruppe haben Zugriff auf das Menü
Domain keys
in der Konfigurationsoberfläche.
Alle Mitglieder dieser Gruppe haben Zugriff auf das Menü
Groups
in der Konfigurationsoberfläche.
Alle Mitglieder dieser Gruppe haben Zugriff auf das Menü
Home
in der Konfigurationsoberfläche.
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234
Gruppe Beschreibung
Section) logsadmin
(GUI Access to Logs
Section) mailprocessingadmin
(GUI Access to Mail
Processing Section) mailsystemadmin
(GUI Access to Mail
System Section) multiplecustomersadmin
(Admin access to
Customer settings in multitenant deployments) openpgpkeysadmin
(GUI Access to openPGP
Keys Section) readonlyadmin
(Read-only GUI Access to all sections) ssladmin
(GUI Access to SSL
Section) statisticsadmin
(GUI Access to Statistics
Section)
Alle Mitglieder dieser Gruppe haben Zugriff auf das Menü der Konfigurationsoberfläche.
Alle Mitglieder dieser Gruppe haben Zugriff auf das Menü
Processing
in der Konfigurationsoberfläche.
Alle Mitglieder dieser Gruppe haben Zugriff auf das Menü
System
in der Konfigurationsoberfläche.
Alle Mitglieder dieser Gruppe haben Zugriff auf das Menü Customers in der Konfigurationsoberfläche.
Alle Mitglieder dieser Gruppe haben Zugriff auf das Menü
openPGP public keys
in der Konfigurationsoberfläche.
Alle Mitglieder dieser Gruppe haben ausschliesslich lesenden Zugriff auf alle Menüs der Konfigurationsoberfläche.
Alle Mitglieder dieser Gruppe haben Zugriff auf das Menü
Konfigurationsoberfläche.
Logs
in
SSL
in der
Alle Mitglieder dieser Gruppe haben Zugriff auf das Menü
Statistics
in der Konfigurationsoberfläche. Zusätzlich erhalten alle Mitglieder dieser Gruppe einen täglichen System-Report (Daily Report) des jeweiligen Systems. Der System-Report wird täglich um 0.00 Uhr erzeugt und via E-Mail an alle Mitglieder dieser Gruppe gesendet.
systemadmin
(GUI Access to System
Section) usersadmin
(GUI Access to Users
Section) webmailaccountsadmin
(GUI Access to Webmail
Accounts Section) x509certificatesadmin
(GUI Access to X.509
Certificates Section)
Alle Mitglieder dieser Gruppe haben Zugriff auf das Menü der Konfigurationsoberfläche.
Alle Mitglieder dieser Gruppe haben Zugriff auf das Menü der Konfigurationsoberfläche.
Alle Mitglieder dieser Gruppe haben Zugriff auf das Menü
accounts
in der Konfigurationsoberfläche.
Alle Mitglieder dieser Gruppe haben Zugriff auf das Menü
Certificates
in der Konfigurationsoberfläche.
System
in
Users
in
Webmail
X.509
x509rootcertificatesadmin
(GUI Access to X.509 Root
Certificates Section)
Alle Mitglieder dieser Gruppe haben Zugriff auf das Menü
X.509
Root Certificates
in der Konfigurationsoberfläche.
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235
7.16
LFM accounts
In diesem Menü werden die auf der SEPPmail-Appliance vorhandenen LFM-Benutzer angezeigt.
Handelt es sich um ein mandantenfähiges System, so sind die Benutzer entsprechend der Mandanten aufgeteilt.
Spalte Beschreibung
E-Mail Adresse desLFM-Benutzers.
Account status
Zeigt den Status des jeweiligen Benutzers an. Mögliche Status sind:
inactive
Interne Benutzer welche mehr als vier Wochen keine LFM-Mail versendet haben werden in den Status "inactive" versetzt. Hierdurch wird die bis dahin belegte LFM-Lizenz wieder frei.
active
Interne Benutzer mit aktiver LFM-Lizenz.
Account last used
Zeigt an, wann der LFM Benutzer zuletzt eine grosse Datei versendet hat. Bei aktiven Benutzern lässt sich daraus schliessen, wann dieser auf inaktiv gesetzt wird und somit die Lizenz frei gibt, sofern in der Zwischenzeit nicht eine weitere grosse Datei durch ihn versendet wird.
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236
7.17
OpenPGP public keys
Sektion
Local openPGP Keys
In dieser Sektion werden die der Appliance bekannten öffentlichen openPGP Schlüssel von
Kommunikationspartnern angezeigt.
Key ID E-mail addresses User Name Issued on Expires on
Zeigt die Key IDs der vorhandenen openPGP-Keys an
Zeigt die dem
Schlüssel zueordnete/n E-Mail
Adresse/n
Zeigt die zur Key ID zugehörige User ID an. Diese entspricht der E-Mail-Adresse des Benutzers.
Ausstelldatu m des Keys
TT-MM-JJJJ
Ablaufdatum des Keys
TT-MM-JJJJ
Durch Klicken der Key ID wird ein Untermenü mit Details zum Key geöffnet. Dieses bietet die
Möglichkeit den öffentlichen Schlüssel herunterzuladen beziehungsweise das Schlüsselpaar zu löschen.
Das Eingabefeld mit der Schaltfläche
Filter...
dient der Suche nach nach entsprechenden Schlüsseln anhand einer der in der Tabelle aufgeführten Merkmale.
Über die Schaltfläche
Import openPGP key...
kann ein vorhandener Schlüssel eines
Kommunikationspartners - nach Prüfung (Hash) - importiert werden. Im Anschluss steht dieser
Schlüssel für das Verschlüsseln bereit.
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237
7.18
X.509 Certificates
In diesem Menü werden die für die S/MIME Verschlüsselung zur Verfügung stehenden Zertifikate wie folgt angezeigt.
Spalte
E-mail Address
Beschreibung
Zeigt E-Mail Adresse (RFC822 Name) des Schlüsselinhabers an.
Certificate Subject
Zeigt das X.509 Subject an.
Serial Number
Seriennummer des Zertifikats.
Fingerprint
Zeigt den Fingerprint (Hash) des Zertifikates an.
Validity
Gibt die Gültigkeit des Zertifikates an. Mögliche Status sind
"keiner", was mit "OK" gleichzusetzen ist
REVOKED
EXPIRED .
OCSP/CRL check
Ergebnis der OCSP/CRL Prüfung. Mögliche Status sind
OK
?
uncheckable uncheckable (no supported CRL / OCSP mechanism) revoked
Issued on
Ausstelldatum des Zertifikats in der Form TT-MM-JJJJ
Expires on
Ablaufdatum des Zertifikats in der Form TT-MM-JJJJ
Durch Klicken auf die E-Mail Adresse werden Details zum Zertifikat - wie auch Details zum
Revokations Staus - angezeigt. Dieses bietet die Möglichkeit den öffentlichen Schlüssel (Zertifikat) herunterzuladen beziehungsweise das Schlüsselpaar zu löschen.
Das Eingabefeld mit der Schaltfläche
Filter...
dient der Suche nach nach entsprechenden Zertifikaten anhand einer der in der Tabelle aufgeführten Merkmale.
Über die Schaltfläche
Import S/MIME Certificate...
kann ein vorhandenes Zertifikat eines
Kommunikationspartners importiert werden. Im Anschluss steht dieses Zertifikat für das Verschlüsseln bereit - auch wenn die Zertifikatskette nicht geprüft werden kann (siehe auch
238
). In der Regel werden die Zertifikate von Kommunikationspartnern aus deren E-Mail Signaturen automatisch eingesammelt. Dies funktioniert allerdings nur dann, wenn der Aussteller des Zertifikates
238
eingetragen ist und eine entsprechende Vertrauensstellung
(Trusted) vorhanden ist. Das heisst die Zertifikatskette muss für die SEPPmail-Appliance nachvollziehbar sein.
Die Schaltfläche
Clean up duplicate certificates...
entfernt eventuell doppelt vorhandenen
Zertifikate.
Über die Schaltfläche
Delete expired certificates...
werden alle Zertifikate von dr Appliance entfernt, bei welchen das "Expires on" Datum überschritten ist. Damit wird bei Bedarf auch gewährleistet, dass diese Zertifikate nicht mehr für die Verschlüsselung verwendet werden. Im
Standard verwendet die Appliance auch abgelaufene Zertifikate, natürlich nur wenn kein aktuelles zur
Verfügung steht.
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238
Hinweis:
Stehen für einen Empfänger mehrere, gültige Zertifikate zur Verfügung, so wird der Session Key mit jedem dieser Zertifikate verschlüsselt.
Verwendet der Empfänger zum Beispiel mehrere Hardware Clients, auf welchen jeweils unterschiedliche (private) Schlüssel bereit stehen, so wird hierdurch gewährleistet, dass die E-Mail auf allen Clients gelesen werden kann, sofern natürlich deren zugehörige öffentliche Schlüssel auf der Appliance bekannt sind.
Abgelaufene Zertifikate werden nur dann verwendet, wenn kein aktuelles
Zertifikat für das Verschlüsseln zur Verfügung steht.
7.19
X.509 Root Certificates
In diesem Menü wird die Vertrauensstellung zu den einzelnen Zertifizierungsstellen (CA) verwaltet.
Root Zertifikate welche nicht bekannt sind werden aus signierten E-Mails eingesammelt und mit dem
Status "?" (unbekannt) gespeichert. Eine Einstufung dieser Zertifizierungsstellen muss durch den
Administrator vorgenommen werden. Somit wächst das System dynamisch.
Angezeigt werden die Root Zertifikate wie folgt.
Spalte
Trust State
Issued to
Issued by
Issued on
Expires on
Fingerprint
Beschreibung
Zeigt die Vertrauensstellung an. Mögliche Status sind
"trusted" (vertrauenswürdig), "untrusted" (nicht vertrauenswürdig) und
"?" (unbekannt). Bei unbekanntem Status ist ein Eingreifen des
Adminstrators erforderlich. Dieser muss entscheiden, ob der CA vertraut werden soll oder nicht. Sind Zertifikate mit dem Status "?" vorhanden, so werden diese dem Administrator (siehe Menü
233
) im täglichen
Report gemeldet.
Durch Klicken auf den Vertrauensstatus des Zertifikates können Details eingesehen und die Vertrauensstellung angepasst werden (siehe Untermenü
239
)
Zeigt an, für wen das Zertifikat ausgestellt wurde.
Zeigt an, von wem das Zertifikat ausgestellt wurde.
Ausstelldatum des Zertifikats in der Form TT-MM-JJJJ
Ablaufdatum des Zertifikats in der Form TT-MM-JJJJ
Zeigt den Fingerprint (Hash) des Zertifikates an.
Das Eingabefeld mit der Schaltfläche
Filter...
dient der Suche nach nach entsprechenden Zertifikaten anhand einer der in der Tabelle aufgeführten Merkmale.
Über die Schaltfläche
Import S/MIME Root Certificate...
kann ein vorhandenes Zertifikat einer
Zertifizierungsstelle einzeln importiert werden. Hier können zum Beispiel auch Root Zertifikate einer
Self-Signed-CA eines vertrauenswürdigen Kommunikationspartners eingetragen werden. Somit werden auch dessen Self-Signed Zertifikate als vertrauenswürdig eingestuft.
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239
7.19.1 Untermenü Vertrauensstellung
Sektion
Issued To
Diese Sektion zeigt Informationen über den Inhaber des CA-Zertifikates.
Abhängig vom Zertifikat müssen nicht alle hier aufgeführten Parameter vorhanden sein.
Parameter
Name (CN)
E-Mail Address
Org. Unit (OU)
Organization (O)
Locality (L)
State (ST)
Country (C)
Serial No.
Beschreibung
Gibt den Namen der eigenen CA an
In der Regel der wird die E-Mail-Adresse des Verwalters der eigenen CA oder dessen Abteilung eingetragen.
Organisationseinheit wie zum Beispiel ein Abteilungsname wie "Sicherheit"
Gibt die Organisation an, für welche das Zertifikat ausgestellt wurde, zum
Beispiel "Firma"
Standort zum Beispiel eine Stadt wie "Neuenhof"
Bundesland, Kanton, Provinz oder Ähnliches, zum Beispiel "AR" für
"Appenzell Ausserrhoden"
Land, zum Beispiel "CH" für "Schweiz"
Seriennummer des Zertifikats
Sektion
Issued By
Diese Sektion zeigt Informationen über den Aussteller des CA-Zertifikates (Root-Zertifikat).
Abhängig vom Aussteller müssen nicht alle hier aufgeführten Parameter vorhanden sein.
Parameter
Name (CN)
E-Mail Address
Org. Unit (OU)
Organization (O)
Locality (L)
State (ST)
Country (C)
Beschreibung
Name der ausstellenden CA
In der Regel eine E-Mail-Adresse für Supportanfragen an den Aussteller
Gibt eine Organisationseinheit des Ausstellers an
Gibt die ausstellende Organisation an
Gibt den Standort des Ausstellers an
Gibt ein Bundesland, Kanton, Provinz oder Ähnliches des Ausstellers an
Gibt das Land des Ausstellers an
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240
Sektion
Validity
Gibt die Gültigkeit des eigenen CA-Zertifikates an.
Parameter
Issued on
Expires on
Beschreibung
Ausstelldatum des Zertifikates
Ablaufdatum des Zertifikates
Sektion
Fingerprint
Gibt den Hash des eigenen CA-Zertifikates an.
Parameter Beschreibung
Hashalgorhytmus des Zertifikates, zum Beispiel SHA1
Der Fingerprint dient zur Überprüfung eines Zertifikats. Beispiel eines SHA1
Fingerprints:
48:2D:99:B1:64:C1:14:9C:B3:F2:C0:8D:FA:7F:40:9F:22:F5:11:F5
Sektion
Comment
An dieser Stelle kann ein persönlicher Kommentar zum Zertifikat eingegeben werden, zum Beispiel weshalb die entsprechende Vertrauensstellung gewählt wurde.
Mit
Save Comment
wird dieser Kommentar gespeichert.
Über die Schaltfläche
Download Certificate
besteht die Möglichkeit das Zertifikat im CRT-Format zu speichern.
Je nach Vertrauensstellung wird die Schaltfläche
Trust this certificate
, über welche dem Zertifikat das Vertrauen bestätigt wird oder
Untrust this Certificate
, durch welche das Vertrauen abgelehnt wird, vorhanden.
Über
Delete Certificate
wird das Zertifikat von der SEPPmail-Appliance gelöscht. Wird im
Anschluss eine E-Mail empfangen, welche mit einem Schlüssel dieser Zertifizierungsstelle signiert wurde, so wird das Zertifikat wieder mit dem Truststatus "?" in der Appliance gespeichert.
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241
7.20
Domain Certificates
Domänen Zertifikate werden für die Domänenverschlüsselung, also die E-Mail Verschlüsselung zwischen zwei Appliances benötigt. Da die Zertifikate in der Regel direkt durch die Administratoren ausgetauscht werden, reichen an dieser Stelle im Normalfall Self-Signed Zertifikate aus.
Aufgeführt sind hier die öffentlichen Schlüssel der Kommunikationspartner, zu denen
Domänenverschlüsselt werden soll. Die Schlüssel zu den intern in der SEPPmail-Appliance verwalteten E-Mail Domänen sind unter
141
je nach
Verschlüsselungstechnologie in der Sektion
141
oder
142
zu finden. Die öffentlichen Schlüssel für diese Domänen können je nach GINA-
Konfiguration vom Kommunikationspartner auch über das GINA-Web-Portal auf sicherem Wege heruntergeladen werden (siehe
171
Extended Settings
Enable S/MIME
certificate / openPGP key search and management in GINA).
Sektion
openPGP Domain Keys
Zeigt die Schlüssel aller E-Mail Domänen an, zu denen hin mittels openPGP verschlüsselt wird.
Diesen Domänen sollte im Gegenzug der öffentliche openPGP Key der durch diese SEPPmail-
Appliance verwalteten E-Mail Domäne(n) bekannt sein.
Mail Domain
Gibt die E-Mail Domäne an, für welche der Schlüssel gültig ist.
Durch klicken auf die Domäne werden Details zum Schlüssel angezeigt. Ebenso wird die hierdurch die Möglichkeit geboten, den Key im ASC-
Format zu speichern oder zu löschen.
Key ID Issued on Expires on
Zeigt die Key IDs der vorhandenen openPGP-Keys an
Ausstelldatu m des Keys
TT-MM-JJJJ
Ablaufdatum des Keys
TT-MM-JJJJ
Über die Schaltfläche Import
Import openPGP Key...
besteht die Möglichkeit Schlüssel weiterer
Kommunikationspartner (E-Mail Domänen) aufzunehmen.
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242
Sektion
SMIME Domain Certificates
Zeigt die Zertifikate aller E-Mail Domänen an, zu denen hin mittels S/MIME verschlüsselt wird. Diesen
Domänen sollte im Gegenzug das S/MIME Zertifikatder durch diese SEPPmail-Appliance verwalteten
E-Mail Domäne(n) bekannt sein.
Spalte
Mail Domain
Beschreibung
Zeigt E-Mail Adresse (RFC822 Name) des Schlüsselinhabers an.
(Pseudo-)E-Mail Adresse für die Domänenverschlüsselung
E-mail Address
Serial Number
Seriennummer des Zertifikats.
Ausstelldatum des Zertifikats in der Form TT-MM-JJJJ
Issued on
Expires on
Ablaufdatum des Zertifikats in der Form TT-MM-JJJJ
Über die Schaltfläche Import
Import S/MIME Certificate...
besteht die Möglichkeit, Zertifikate weiterer Kommunikationspartner (E-Mail Domänen) aufzunehmen. Um Fehlerquellen auszuschliessen, sollte darauf geachtet werden, dass die Domainzertifikate dem Standard RFC 3183 ( https://tools.ietf.org/html/rfc3183 ) entsprechen.
Sektion
Managed Domain Certificates
Da SEPPmail-Appliances im Standard (siehe
Mail System
130
"Automatically
create and publish S/MIME domain keys for all domains") am sogenannten "Managed Domain
Service" teilnehmen, findet zwischen SEPPmail-Appliances immer eine Domänenverschlüsselung statt, ohne explizit Schlüsselmaterial austauschen zu müssen. Dies geschieht automatisch über den
SEPPmail-Key Server.
Das automatische Herunterladen der öffentlichen Schlüssel anderer Appliances erfolgt dabei über die
Option "Auto-Update SMIME Domain Certificates". Im Bedarfsfall (zum Beispiel bei Hinzukommen eines neuen, bekannten Kommunikationspartners) kann ein sofortiges Herunterladen neu hinzugekommenr Schlüssel über die Schaltfläche
Update Domain Certificates...
forciert werden.
Die Anzahl der über diesen Dienst verfügenden E-Mail Domänen wird im Text darunter angegeben.
Um festzustellen, ob ein Kommunikationspartner ebenfalls am SEPPmail-Managed-Domain-Service teilnimmt, bietet das Eingabefeld mit der Schaltfläche
Search Domain Certificate...
eine entsprechende Möglichkeit nach dem E-Mail Domänennamen zu suchen.
Die Domänen, zu welchen in den letzten drei Monaten über den Managed Domain Service verschlüsselt kommuniziert wurde werden in der Tabelle dieser Sektion aufgeführt.
Hinweis:
Die Domänenverschlüsselung ist bei der SEPPmail-Appliance bereits in der Basis-
Lizenz enthalten. Das heisst diese wird auch für Absender verwendet, welche über kein Benutzerkonto (siehe
223
) verfügen, ohne Mehrkosten zu produzieren.
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243
7.21
Customers
Ist eine Multitenancy Lizenz vorhanden, so lässt sich in diesem Menü die Mandantenfähigkeit des
Systems aktivieren, beziehungsweise die Mandanten verwalten.
Sektion
Multiple Customers
Über die Schaltfläche
Enable
lässt sich die Mandantenfähigkeit aktivieren. Sollte diese bereits aktiv sein, so bietet sich die Möglichkeit über das DropDown-Menü einen Mandanten auszuwählen und über die Schaltfläche
Delete...
zu löschen oder über
Edit...
zu bearbeiten. Weiter bietet die Schaltfläche
Create new customer...
die Möglichkeit einen neuen Mandanten anzulegen.
Dabei existieren nach Anschalten der Mandantenfähigkeit bereits zwei Standard Customers ("No
Customer" und "Default Customer"), welche für die interne Verwaltung benötigt werden und keinesfalls gelöscht werden dürfen.
Wird bei einer bereits bestehenden Installation mit bereits vorhandenen GINA-Accounts nachträglich die Mandantenfähigkeit aktiviert, so werden diese Accounts zunächst dem "Default Customer" zugeordnet. Um das nachträgliche zuordnen der Accounts zum richtigen Mandanten zu erleichtern, wird angezeigt, aus welcher Managed Domain der Account erzeugt wurde.
Der "No Customer" bietet die Möglichkeit, einzelne Accounts - gegebenenfalls temporär - komplett aus der Mandantenfähigkeit auszuschliessen.
Ist bei einem nachträglichen Anschalten der Mandantenfähigkeit das sofortige zuordnen zu einem
Mandanten aus dem "Default Customer" heraus nicht erwünscht - wenn der Account zum Beispiel einem später noch einzuirichtenden Mandanten zugeordnet werden soll - so kann dieser im "No
Customer" quasi "zwischengeparkt" werden.
Sektion
Notes
Für einen Mandanten muss immer ein eigenes GINA-Interface angelegt werden (siehe gegebenenfalls
169
). Sollte der Mandant mehrere "Managed Domains" inne haben, so kann all diesen das gleiche GINA-Interface zugeordnet (siehe
Mail System
130
GINA Settings) werden.
Achtung:
Keinesfalls darf ein GINA-Interface für mehrere Mandanten verwendet werden!
Das Verwenden eines GINA-Interface für mehrere E-Mail Domänen eines einzigen
Mandaten ist hingegen problemlos möglich.
Externe Empfänger welche mit mehreren Mandanten mittels GINA kommunizieren, erhalten für jeden
Mandanten ein eigenes GINA-Konto, mit den daraus resultierenden Einschränkungen (siehe
171
Extended settings
).
Öffentliche Schlüssel (siehe
236
und
237
) stehen grundsätzlich allen Mandanten für die Verschlüsselung zur Verfügung.
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244
7.21.1 Untermenü Create new / Edit Settings for customer
Dieses Menü dient der Anlage neuer beziehungsweise der Verwaltung bereits vorhandener
Mandanten auf dem SEPPmail-System.
Die Anlage neuer Mandanten kann manuell, oder durch den Import eines bereits bestehenden
Mandanten Backup (zum Beispiel für den Umzug eines Mandanten auf eine andere Maschine) erfolgen.
Sektion
Customer details
Diese Sektion enthält Informationen zum Mandanten und verhält sich je nach Modus - "Create" oder
"Edit" - unterschiedlich.
Parameter Beschreibung
Customer
Eingabe des System-Namens für einen neuen Mandanten. Die Eingabe ist nur bei der Neuanlage möglich. Im Editier-Modus wird der Name lediglich angezeigt.
Anzeige-Name des Mandanten.
Customer Name
Customer Admin E-mail
E-Mail Adresse des Mandanten-Admin, welcher die Mandanten spezifischen
Systemmeldungen erhalten soll. Dieser User erhält täglich automatisiert auch das Customer Backup.
Comment
Optionaler, frei wählbarer Kommentar.
Creation info
Systeminformationen zur Erzeugung des Mandanten. Dieses Feld ist erst nach dem Erzeugen des Mandanten, also im Editier-Modus zu sehen.
Im "Create"-Modus wird der Benutzer mittels Schaltfläche
Create
mit den angegebenen Daten angelegt. Das System wechselt sodann in den Editier-Modus.
Im Editier-Modus werden vorgenommene Änderungen über die Schaltfläche
Change
übernommen.
Sektion
Import Backup
Diese Sektion erscheint nur im "Create"-Modus und dient der Anlage neuer Mandanten durch den
Import eines bereits bestehenden Mandanten Backups (zum Beispiel für den Umzug eines Mandanten auf eine andere Maschine) erfolgen.
Die vorhandene Backup Datei wird über die Schaltfläche
Import Backup File ...
eingespielt.
Alle folgenden Menüs sind nur im Editier-Modus zu sehen.
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245
Sektion
Customer administrators
Dient der Verwaltung von Mandanten-Admins. Mandanten Admins sind in der Lage sich interaktiv am
System anzumelden und sehen die für sie relevanten Menüs
114
149
,
219
, und optional bei aktivierter Option
235
. Dabei beschränkt sich die Anzeige in den
Menüs ausschliesslich auf die Daten des jeweiligen Mandanten.
Bereits zugeordnete Mandanten-Admins sind in der folgenden Tabelle zu sehen und können dort verwaltet werden.
User ID
Zeigt die Benutzer ID des jeweiligen Administrators, wie
223
angezeigt wird.
Zeigt die E-Mail Adresse des jeweiligen Administrators, wie sie unter
223
angezeigt wird.
Remove from this customer
Beinhaltet die Schaltfläche
Remove
zum Entfernen des jeweiligen Mandantenadmins.
Die weitere Tabelle der Sektion dient dem Zuordnen weiterer Mandanten-Admins.
Name Assign to this customer
Beherbergt das DropDown Menü zur Auswahl des Benutzers, der als Mandanten-Admin zugeordnet werden soll.
Über die Schaltfläche
Assign
wird der unter
Name ausgewählte Benutzer als Mandanten-
Admin hinzugefügt.
Hinweis:
Mandanten-Admins müssen über ein Passwort verfügen (siehe Benutzerdetails
224
Password
), damit das Anmelden am System möglich ist!
Sektion
Assigned managed domains
In dieser Sektion werden die dem Mandanten zugeordneten "Managed Domains" angezeigt. Die
Zuordnung von "Managed Domains" zum Mandanten erfolgt in der Regel bereits bei der Anlage über
139
.
Domain name
Zeigt die zugeordnete(n) "Managed Domain(s)"
Remove from this customer and reassign to
Default Customer
Beinhaltet die Schaltfläche
Remove
zum
Entfernen der jeweiligen Managed Domain.
Die folgende Tabelle wird nur dann angezeigt, wenn nicht zugeordnete "Managed Domains" vorhanden sind..
Domain name Assign to this customer
Beherbergt das DropDown Menü zur Auswahl der "Managed Domain", welche dem Mandanten zugeordnet werden soll.
Über die Schaltfläche
Assign
wird der unter
Domain name ausgewählte Benutzer als
Mandanten-Admin hinzugefügt.
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246
Sektion
Assigned GINA accounts
In dieser Sektion wird die Anzahl der dem Mandanten zugeordneten GINA-Benutzer angezeigt.
Über die Schaltfläche
Manage accounts
können die GINA-Benutzer des Mandanten verwaltet
sowie gegebenenfalls nicht zugeordnete Accounts zugeordnet werden (siehe
246
).
Sektion
Backup
Die Schaltfläche
Download
startet das Herunterladen der Mandanten-Backup-Datei. Diese Datei beinhaltet ausschliesslich Konfiguration und Schlüsselmaterial des Mandanten der SEPPmail-
Appliance. Voraussetzung für den Download des Backups ist die Vergabe eines Backup Passwortes, welches via
Change Password
gesetzt beziehungsweise geändert werden kann.
Soll ein Backup in die Appliance zurückgespielt werden, so erfolgt dies durch klicken von
Import
Backup File
. Hierfür wird das zum Zeitpunkt der Erstellung des Backups gültige Backup-Passwort benötigt.
Hinweis:
Die in der Sektion
244
unter Customer Admin E-mail eingetragen Adresse erhält täglich die Mandanten-Sicherung per E-Mail zugesandt. Voraussetzung ist natürlich ein gesetztes Backup Passwort.
7.21.1.1 Manage GINA accounts
Sektion
Assigned GINA accounts
Zeigt die dem Mandanten bereits zugeordneten GINA-Benutzer an und bietet die Möglichkeit einzelne
GINA-Benutzer von diesem Mandanten zu entfernen, um diesen zum Beispiel einem anderen zuzuordnen. Somit bleibt das Schlüsselmaterial des GINA-Benutzers trotz dem Wechsel zu einem anderen Mandanten identisch.
Name E-Mail
Zeigt den Namen des jeweiligen GINA-
Benutzers, den er bei der Registrierung eingetragen hat.
Zeigt die E-Mail
Adresse des jeweiligen GINA-
Benutzers.
Creation info Remove from this customer
Zeigt wer gegebenenfalls die initiale GINA-E-Mail gesendet und somit den
Benutzer generiert hat
(Anzeige der E-Mail-
Adresse bei unregistrierten, beziehungsweise
"Created by..." bei bereits registrierten
Benutzern) ob es sich um einen selbstregistrierten
Benutzer handelt
(Account...)
Beinhaltet die
Schaltfläche
Remove
zum
Entfernen GINA-
Benutzers.
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247
Sektion
Assign other GINA accounts
GINA-Benutzer, welche aktuell keinem Benutzer zugeordnet sind werden hier in zwei Tabellen angezeigt.
Dabei zeigt die erste Tabelle diejenigen GINA-Benutzer, welche dem Mandanten zwar nicht zugeordnet sind, jedoch von einem internen Benutzer der SEPPmail-Appliance erzeugt wurden, dessen E-Mail Domäne (Managed Domain) dem Mandanten zugeordnet ist.
In der Regel sollten solche GINA-Benutzer dem Mandanten mittels Schaltfläche
Assign
zugeordnet werden.
Name
Zeigt den Namen des jeweiligen GINA-
Benutzers, den er bei der Registrierung eingetragen hat.
E-Mail Creation info
Zeigt die E-Mail
Adresse des jeweiligen
GINA-Benutzers.
Zeigt wer die initiale
GINA-E-Mail gesendet und somit den
Benutzer generiert hat.
Dies ist immer ein interner Benutzer einer
Managed Domain des
Mandanten.
Assign to this customer
Beinhaltet die
Schaltfläche
Assign
mit welcher der GINA-
Benutzer dem
Mandanten zugeordnet werden kann.
Die zweite Tabelle der Sektion zeigt diejenigen GINA-Benutzer, welche keinem Mandanten zugeordnet sind und a) von einem internen Benutzer der SEPPmail-Appliance erzeugt wurden, dessen E-Mail Domäne
(Managed Domain) nicht dem Mandanten zugeordnet ist b) mittels Selbstregistrierung (siehe ) generiert wurden.
In der Regel sollten GINA-Benutzer, welche von einem internen Benutzer der SEPPmail-Appliance einer "Managed Domain" eines anderen Mandanten erzeugt wurden, nicht zugeordnet werden.
Name
Zeigt den Namen des jeweiligen GINA-
Benutzers, den er bei der Registrierung eingetragen hat.
E-Mail Creation info
Zeigt die E-Mail
Adresse des jeweiligen
GINA-Benutzers.
Zeigt, ob es sich um einen selbst registrierten GINA-
Benutzer handelt, beziehungsweise wer die initiale GINA-E-Mail gesendet und somit den Benutzer generiert hat. Dies ist kein
Benutzer einer
Managed Domain des
Mandanten.
Assign to this customer
Beinhaltet die
Schaltfläche
Assign
mit welcher der GINA-
Benutzer dem
Mandanten zugeordnet werden kann.
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248
8 Referenz der Regelwerk-Anweisungen
Für den Fall, dass die Anforderungen an die Funktion beziehungsweise den Ablauf der im
157
bereit gestellten Möglichkeiten hinaus gehen, wird die Option von
164
zur Verfügung gestellt. Hiermit wird die Möglichkeit geschaffen, das Regelwerk programmatisch zu erweitern und die jeweils kundenspezifiischen Teile entsprechend zu platzieren. In speziellen Fällen kann auch ein komplettes Regelwerk - ohne die Zuhilfenahme der Möglichkeiten des
157
168
eingespielt werden.
In diesem Kapitel werden die möglichen Befehle aufgelistet und die jeweilige Funktion beschrieben.
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249
8.1
Allgemeine Informationen
Syntax
Abschluss von Befehlen
Befehle müssen grundsätzlich mit einem Semicolon (;) abgeschlossen werden.
Parameter
Parameter werden immer durch einfache Anführungszeichen ' ' begrenzt.
Parameter in eckigen Klammern, wie zum Beispiel [oldrecipient] sind optional und müssen nicht angegeben werden. Fehlt dieser Parameter wird in der Regel ein vordefinierter Standardwert bzw.
Standardverhalten angewendet.
Eingabe Beispiele: command([optional], required);
Eingabe command(‘’, ‘required’); oder command(‘required’); command(required, [optional], [optional]);
Eingabe command(‘required’); oder command(‘required’, ‘’, ‘’); oder command(‘required’, ‘’, ‘optional’);
Reguläre Ausdrücke
Innerhalb von Befehlen werden zum Teil reguläre Ausdrücke (regular expressions) verwendet, welche der Perl Systax entsprechen müssen.
Zahlreiche Erklärungen und Beispiele hierzu sind im Internet zu finden, beispielsweise unter http://de.wikipedia.org/wiki/Regul%C3%A4rer_Ausdruck http://wiki.selfhtml.org/wiki/Perl/Regul%C3%A4re_Ausdr%C3%BCcke
Verwenden von Anführungszeichen in Strings
Werden doppelte Anführungszeichen innerhalb eines Strings verwendet, so sind diese innerhalb der einfachen Anführungszeichen zu schreiben, also ' " " '.
Sind einfache Anführungszeichen innerhalb eines Strings zu schreiben, so sind diese durch doppelte
Anführungszeichen zu begrezen, also " ' ' "
Variablen
Grundsätzlich stehen innerhalb von Vorlagen und gegebenenfalls Befehlen folgende Variablen zur
Verfügung:
Variable Beschreibung
$header_from
$from
$header_to
$to
$header_cc
$mailid
$subject liefert den Wert (Absender-Adresse) des "from headers" zurück.
liefert den Absender aus dem "envelope" zurück.
liefert den Wert (Empfänger-Adresse) des "to headers" zurück.
liefert den Empfänger aus dem "envelope" zurück.
liefert den Wert (Empfänger-Adresse) des "cc headers" zurück.
liefert die eindeutige Message ID der E-Mail aus dem header zurück.
liefert den Betreff der E-Mail aus den "subject header" zurück.
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250
8.2
Kontrollstrukturen - if/else Anweisungen
Die if/else Anweisungen sind Kontrollstrukturen und dienen innerhalb des Rulesets der
Ablaufsteuerung. Sie sind ein elementarer Bestandteil des Regelwerks. Ist eine Bedingung erfüllt, wird eine Aktionen ausgeführt, sonst wird eine alternative Aktion ausgeführt. Die auszuführende Aktion kann immer nur ein Befehl sein. Wenn als Aktion mehrere Befehle ausgeführt werden sollen, so können diese einzelnen Befehle in einem Anweisungsblock zusammengefasst werden. Ein
Anweisungsblock wird innerhalb geschweifter Klammern geschrieben.
Mit if wird festgelegt, welche Voraussetzung zur Ausführung einer Aktion erfüllt sein muss. Mit else wird eine alternative Aktion eingeleitet, sollte die durch if geforderte Bedingung nicht erfüllt sein. Eine if/else
Anweisung muss nicht durch ein Semikolon abgeschlossen werden. if/else Anweisungen können geschachtelt werden.
Jede if Anweisung muss mit einem else abgeschlossen werden.
Aufbau einer if/else Anweisung
if (Bedingung) {
Anweisungsblock 1;
} else {
} oder if (Bedingung) {
Anweisungsblock 1;
} else {
Anweisungsblock 2;
}
Die if-Anweisung bestimmt aufgrund des Rückgabewertes der Bedingung den weiteren Verlauf im Programmablauf. Die Bedingung besteht aus einem einzelnen Befehl, welcher mindestens einen Rückgabewert hat.
Anweisungsblock 1
wird nur dann ausgeführt, wenn der Rückgabewert positiv ist.
Anderenfalls wird - falls vorhanden - ausschliesslich Anweisungsblock 2 ausgeführt.
Beispiel
if (authenticated()) {
} else { createaccount('@CREATEGPGKEYS@'); log(1, 'user account generated');
}
Erklärung
Das Beispiel wertet den Rückgabewert des Befehls authenticated() aus. Konnte der interne interne Absender der E-Mail erfolgreich authentifiziert werden, so ist der Rückgabewert true.
Nachdem für diesen Fall keine weitere Anweisung definiert wurde, wird ohne weitere Aktion im
Programmablauf fortgefahren. Schlug die Authentifizierung fehl, das heisst der Rückgabewert ist
false, so kommt der unter else angeführte Anweisungsblock zu tragen. Im Beispiel würde somit ein Benutzerkonto für den Absender angelegt und ein openPGP Schlüsselpaar erzeugt.
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8.3
Allgemeine Befehle
8.3.1
add_rcpt()
Der Befehl add_rcpt() fügt der E-Mail eine zusätzliche Empfänger E-Mail-Adresse im Envelope hinzu.
Aufbau des Befehls
add_rcpt('e-mMail-address');
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter e-mail-address
Dieser Parameter definiert die E-Mail-Adresse welche dem Envelope als zusätzlicher Empfänger hinzugefügt werden soll.
Beispiel
add_rcpt('[email protected]');
Erklärung
In diesem Beispiel wird der Empfänger "In diesem Beispiel wird der Empfänger "" hinzugefügt.
Beim Empfänger erscheint die E-Mail im Posteingang so, als ob diese via BCC gesendet wurde.
Der ursprüngliche Empfänger wird nicht verändert.
251
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252
8.3.2
authenticated()
Der Befehl authenticated() überprüft den Identifikationsstatus des Absenders.
Der Identifikationsstatus des Absenders beinhaltet die Identität und die Authentifizierung.
Aufbau des Befehls
authenticated(['header']);
Rückgabewert
positiv
sofern der Absender erfolgreich authentifiziert werden konnte
negativ
bei Fehlschlagen der Authentifizierung des Absenders
Hinweis:
Authentifiziert bedeutet entweder, dass sich der Benutzer via SMTP authentifiziert hat, oder dass die E-Mail von einem E-Mail-Server kommt, der eine Relay-Berechtigung hat. Die Relay-Berechtigung ist in
Mail System
135
vorzunehmen.
Als Benutzer werden die lokalen "Named User" auf der Appliance bezeichnet
223
).
Parameter
header (optional)
Wird header als Wert angegeben, so wird der Benutzer erneut mittels der im FROM-Feld des
Headers der E-Mail enthaltenen E-Mail-Adresse authentifiziert. Im Standard wird die Adresse aus dem Envelope verwendet.
Beispiel 1
if (authenticated()) {
} else { createaccount('@CREATEGPGKEYS@'); log(1, 'user account generated');
}
Erklärung
Das Beispiel wertet den Rückgabewert des Befehls authenticated() aus. Konnte der interne interne Absender der E-Mail erfolgreich authentifiziert werden, so ist der Rückgabewert true.
Nachdem für diesen Fall keine weitere Anweisung definiert wurde, wird ohne weitere Aktion im
Programmablauf fortgefahren. Schlug die Authentifizierung fehl, das heisst der Rückgabewert ist
false, so kommt der unter else angeführte Anweisungsblock zu tragen. Im Beispiel würde somit ein Benutzerkonto für den Absender angelegt und ein openPGP Schlüsselpaar erzeugt.
Beispiel 2
if (authenticated('header')) {
} else { createaccount('@CREATEGPGKEYS@'); log(1, 'user account generated');
}
Erklärung
Dieses Beispiel wertet den Rückgabewert des Befehls authenticated() aufgrund des FROM-
Feldes des Headers aus. Konnte der interne interne Absender der E-Mail aufgrund des Eintrags im FROM-Feld erfolgreich authentifiziert werden, so ist der Rückgabewert true. Nachdem für diesen Fall keine weitere Anweisung definiert wurde, wird ohne weitere Aktion im Programmablauf
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253 fortgefahren. Schlug die Authentifizierung fehl, das heisst der Rückgabewert ist false, so kommt der unter else angeführte Anweisungsblock zu tragen. Im Beispiel würde somit ein Benutzerkonto für den Absender angelegt und ein openPGP Schlüsselpaar erzeugt.
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254
8.3.3
compare()
Der Befehl compare() prüft Werte in Headerfeldern auf einen zu definierenden Vergleichswert.
Dieser Befehl vergleicht den Inhalt eines Headers (header-field) mit Hilfe eines
Vergleichsoperators (operator) mit einem angegebenen Wert (value)..
Aufbau des Befehls
compare('header-field', 'operator', 'value');
Rückgabewert
positiv
bei zutreffender Bedingung
negativ
bei nicht zutreffender Bedingung
Parameter header-field
Gibt das Kopfzeilen-Feld an, dessen Inhalt gegen den Inhalt des Parameters value vergleichen werden soll. Als Kopfzeilen-Felder können alle Header in einer E-Mail verwendet werden.
Mögliche Werte return-path date from sender reply-to to cc bcc subject beliebiger x-header
operator
Mögliche Werte equal match substitute vergleicht auf Gleichheit prüft auf das Zutreffen eines regulären Ausdrucks ist gleich wie match, entfernt aber den zutreffenden Teil von value aus header-field
Hinweis:
Codierte Felder werden vor dem Vergleich decodiert. Die Sonderzeichen
Tabulator, Wagenrücklauf, Zeilenvorschub und Seitenende werden vor einem
Vergleich mit dem Operator equal entfernt.
value
Gibt den Wert an, gegen den Vergleichen werden soll. Dieser Wert kann auch ein regulärer
Ausdruck sein.
Beispiel 1
compare('x-smenc', 'equal', 'yes');
Erklärung
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255
Dieses Beispiel prüft, ob das Header-Field x-smenc exakt den Wert yes beinhaltet. Dies bedeutet nicht, dass der Wert yes lediglich vorhanden ist, sondern, dass der Wert ausschliesslich yes
beinhaltet.
Beispiel 2
if (compare('to', 'match', '\@customer\.com')) { tagsubject('[nosign]');
} else {
}
Erklärung
Dieses Beispiel prüft bei einer ausgehenden E-Mail im Header-Field to mit dem Operator match auf das Vorhandensein der Domain @customer.com innerhalb der Empfänger E-Mail-Adresse.
Wenn die E-Mail-Adresse des Empfängers die Zeichenkette @customer.com enthält, dann ist der Rückgabewert von compare() true, im Betreff wird das das Tag [nosign] hinzugefügt. Je nach Basiskonfiguration des Rulesets wird dadurch das Signieren der E-Mail unterdrückt.
Beispiel 3
compare('subject', 'substitute', '(\s)*\[secure\]');
Erklärung
Dieses Beispiel prüft den Betreff (Header-Feld subject) einer E-Mail auf das Vorhandensein der
Zeichenkette [secure] (als regulärer Ausdruck (\s)*\[secure\]). Wird diese Zeichenkette innerhalb des Betreff gefunden, so wird diese entfernt.
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256
8.3.4
compareattr()
Der Befehl compareattr() prüft Attribute/Systemvariablen auf einen zu definierenden
Vergleichswert.
Dieser Befehl vergleicht den Inhalt einer Variablen (attribute) mit Hilfe eines Vergleichsoperators ( operator
) mit einem angegebenen Wert (value)..
Aufbau des Befehls
compareattr('attribute', 'operator', 'value');
Rückgabewert
positiv
bei zutreffender Bedingung
negativ
bei nicht zutreffender Bedingung
Parameter attribute
attribute
kann die Variable connect_from adressieren oder Variablen, die mit ldap_read()
(siehe
307
276
) geschrieben wurden.
operator
Mögliche Werte equal match vergleicht auf Gleichheit.
prüft auf das Zutreffen eines regulären Ausdrucks.
value
Wert gegen den verglichen werden soll.
Beispiel
if (compareattr('connect_from','equal','172.16.161.1')) {
log(1,'Message comes from 172.16.161.1');
} else {
log(1,'Message does NOT come from 172.16.161.1');
}
Erklärung
In diesem Beispiel wird überprüft, ob die zu verarbeitende E-Mail von einem E-Mail-Server bestimmten Server kommt. Es wird die Systemvariable connect_from ausgewertet.
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257
8.3.5
comparebody()
Der Befehl comparebody() prüft den Nachrichtentext der E-Mail auf Vorhandensein einer
Zeichenkette.
Dieser Befehl durchsucht den Nachrichtentext einer E-Mail nach dem angegebenen Wert (value).
Aufbau des Befehls
comparebody('value');
Rückgabewert
positiv
sofern der Wert aus value wenigstens einmal im Nachrichtentext vorkommt
negativ
sofern der Wert aus value nicht im Nachrichtentext vorkommt
Parameter value
Der Parameter value definiert den Suchbegriff, nach dem innerhalb der E-Mail gesucht wird.
value
hat das Format eines regulären Ausdrucks.
Beispiel
if (comparebody('(\d{1,3}\.){3}\d{1,3}')) {
log(1, 'Mail contains an IP address');
} else {
log(1, 'Mail does not contain an IP address');
}
Erklärung
In diesem Beispiel wird innerhalb des Nachrichtentextes einer E-Mail auf das Vorhandensein einer
IP-Adresse geprüft. Wird mindestens eine IP-Adresse gefunden, so wird der Log-Eintrag 'Mail contains an IP address' im System-Logger geschrieben. Wird keine IP-Adresse gefunden, so wird der Log-Eintrag 'Mail does not contain an IP address' im System-Logger geschrieben.
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258
8.3.6
disclaimer()
Der Befehl disclaimer() fügt einen Textanhang einer bestehenden E-Mail hinzu.
Dieser Befehl fügt einen Textanhang aus dem angeführten Vorlage (template) einer bestehenden E-
Mail hinzu. Wird keine Vorlage angegeben, so wird versucht, anhand der Einstellungen der Managed
Domains den richtigen Disclaimer zu wählen. Dazu werden die den jeweiligen E-Mail Domänen zugeordneten Disclaimer ausgewertet.
Aufbau des Befehls
disclaimer(['template'], ['position'], ['force']);
Dieser Befehl fügt einen Textanhang aus dem angeführten template einer bestehenden E-Mail hinzu. Wenn eine leere Zeichenfolge als template angegeben ist, wird versucht, anhand der
Einstellungen der Managed Domains den richtigen Disclaimer zu wählen. Dazu werden die den jeweiligen E-Mail Domänen zugeordneten Disclaimer ausgewertet.
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter
template (optional)
Definiert den Namen der Vorlage (template), welche als Textanhang verwendet werden soll.
Fussnoten- (Disclaimer-)Vorlagen werden über die Administrationsoberfläche (siehe
Processing
154
) konfiguriert und verwaltet.
Wird keine Vorlage angegeben, so wird das [default] Disclaimer Template verwendet.
position (optional)
Mögliche Werte top oberhalb des E-Mail-Body bottom unterhalb des E-Mail-Body default ist bottom
force (optional)
Dieser Paramater erzwingt das Hinzufügen eines Textanhangs an eine ausgehende E-Mail. Das heisst der Textanhang wird auch an Antwort-E-Mail angehängt.
Mögliche Werte: true, yes oder 1 false, no oder 0 default ist 0
Beispiel
disclaimer('', 'bottom', 'yes');
Erklärung
In diesem Beispiel wird der Standard Textanhang anhand der Einstellungen innerhalb der
Managed Domains ausgewählt und am Ende jeder versendeten E-Mail angehängt. Es ist dabei unerheblich, ob es sich um eine Antwort-E-Mail handelt oder nicht.
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259
8.3.7
from_managed_domain()
Der Befehl from_managed_domain() prüft, ob eine E-Mail von einem Absender einer Managed
Domain stammt.
Aufbau des Befehls
from_managed_domain();
Rückgabewert
positiv
sofern die E-Mail von einem Absender einer Managed Domain (siehe
Mail System
130
) stammt
negativ
falls die E-Mail von einer anderen E-Mail Domäne stammt.
Parameter
keine
Beispiel
if (from_managed_domain()) {
log('1', 'E-Mail is from managed domain');
} else {
log('1', "E-Mail isn't from managed domain");
}
Erklärung
In diesem Beispiel wird geprüft, ob eine E-Mail von einer unter Managed Domains eingetragenen
Absender E-Mail-Adresse gesendet wurde.
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260
8.3.8
incoming()
Der Befehl incoming() bestimmt das Auslieferungsziel (intern/extern) einer E-Mail.
Dieser Befehl prüft, ob eine E-Mail lokal ausgeliefert wird. Sind nicht alle Empfänger der E-Mail
ausschliesslich lokal oder ausschliesslich extern, so werden zwei Gruppen gebildet.
Als "lokal" werden Empfänger bezeichnet, welche einer "Managed Domain" (siehe
Mail System
130
) zugehörig sind.
Aufbau des Befehls
incoming();
Rückgabewert
positiv
für die Gruppe der lokalen Empfänger
negativ
für die Gruppe der externen Empfänger
Hinweis:
Als lokale Empfänger werden diejenigen bezeichnet, deren E-Mail-Domänen auf der Appliance als Managed Domains definiert sind.
Alle anderen Empfänger werden als extern bezeichnet.
Parameter
keine
Beispiel
if (incoming()) {
.
Ruleset-Anweisungen für alle E-Mails die lokal zugestellt werden können
.
Anweisungsblock 1 - Rückgabewert: positiv
.
} else {
.
Ruleset-Anweisungen für alle E-Mails die extern zugestellt werden müssen
.
Anweisungsblock 2 - Rückgabewert: negativ
}
Erklärung
In diesem Beispiel wird für eine eingehende E-Mail der Anweisungsblock 1 ausgeführt. Für eine ausgehende E-Mail wird der Anweisungsblock 2 ausgeführt.
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261
8.3.9
log()
Der Befehl log() Erzeugt eiunen Eintrag im System-Log.
Der Eintrag im System-Log zeigt einen frei definierbaren Text (description) sowie eine Gewichtung
(severity) des Eintrags. Weiterhin wird dem Eintrag in Spitzklammern die Message-ID aus dem E-
Mail Header hinzugefügt. Die Aufgezeichneten Log-Meldungen können im Menü
219
eingesehen werden.
Aufbau des Befehls
log('severity', 'description');
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter severity
Dieser Parameter gibt die Gewichtung des Log-Eintrags an.
severity Bedeutung
0
1
2 debug info notice
3
4
5
6
7 warning error critical alert emergency
description
Beschreibung wie Sie im System Log aufgezeichnet werden soll.
Beispiel
log('1', 'Hello World');
Header der E-Mail:
Date: Fri, 05 Aug 2013 11:40:00 +0200
From: [email protected]
Subject: Some Topic
Content-Type: text/plain;
Message-Id: <E0D4DE42-DCB5-11D7>
Aufzeichnung im Log:
Aug 05 11:40:04 test gateway: <E0D4DE42-DCB5-11D7> Hello World
Erklärung
Die Zeichenkette (description) 'Hello World' wird mit der Gewichtung (info) im System Log aufgezeichnet.
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262
8.3.10 logheader()
Der Befehl logheader() schreibt den Inhalt des genannten Headers oder x-header in das System-
Log.
Dieser Befehl dient im Regelfall dem Debuggen der Verarbeitung von E-Mails durch die RuleEngine.
Die Aufgezeichneten Log-Meldungen können im Menü
219
eingesehen werden.
Aufbau des Befehls
logheader('header');
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter header
Angabe des zu protokollierenden Headers oder X-Headers.
Mögliche Werte return-path date from sender reply-to to cc bcc subject beliebiger x-header
Beispiel
logheader('Message-ID');
Header der E-Mail:
Date: Fri, 05 Aug 2013 11:40:00 +0200
From: [email protected]
Subject: Some Topic
Content-Type: text/plain;
Message-Id: <E0D4DE42-DCB5-11D7>
Aufzeichnung im Log:
Aug 05 11:40:04 Message-Id: <E0D4DE42-DCB5-11D7>
Erklärung
Die Zeichenkette aus dem Header "Message-ID:" wird wie aufgezeigt im System Log aufgezeichnet.
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8.3.11 logsubject()
Der Befehl logsubject() protokolliert den Inhalt der Betreffzeile einer E-Mail im System-Log.
Die Aufgezeichneten Log-Meldungen können im Menü
219
eingesehen werden.
Aufbau des Befehls
logsubject();
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter
keine
Beispiel
logsubject();
Header der E-Mail:
Date: Fri, 05 Aug 2013 11:40:00 +0200
From: [email protected]
Subject: Some Topic
Content-Type: text/plain;
Message-Id: <E0D4DE42-DCB5-11D7>
Aufzeichnung im Log:
Aug 05 11:40:04 Message Subject is Some Topic
Erklärung
Die Zeichenkette aus dem Header "Subject:" wird wie aufgezeigt im System Log aufgezeichnet.
263
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264
8.3.12 normalize_header()
Der Befehl normalize_header() ersetzt alle Sonderzeichen in einem (X-)Header durch normale
ASCII-Zeichen.
Dieser Befehl ersetzt alle Sonderzeichen des angegebenen Headers (header) durch normale ASCII-
Zeichen. Sonderzeichen können zum Beispiel deutsche Umlaute wie ä, ö, ü aber auch ? sein.
Aufbau des Befehls
normalize_header('header');
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter header
Angabe des zu bearbeitenden Headers oder X-Headers an.
Mögliche Werte return-path date from sender reply-to to cc bcc subject beliebiger x-header
Beispiel 1
normalize_header('subject');
Erklärung
In diesem Beispiel wird im Header-Feld subject zum Beispiel aus der Zeichenkette "Herr Müller" die normalisierte Form "Herr Mueller".
Beispiel 2
normalize_header('to');
Erklärung
In diesem Beispiel wird im Header-Feld to aus der Zeichenkette
'<Bernd Hänsel> [email protected]' die normalisierte Form
'<Bernd Haensel> [email protected]'.
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265
8.3.13 notify()
Der Befehl notify() sendet eine E-Mail Benachrichtigung an einen zu definierenden Empfänger bei
Verarbeitung einer anderen E-Mail.
Dieser Befehl erzeugt eine E-Mail Benachrichtigung an einen zu definierenden Empfänger ( recipient
) unter Verwendung der Vorlage (template). Optional können header beziehungsweise x-header
in diese Benachrichtigungs-E-Mail geschrieben werden.
Aufbau des Befehls
notify('recipient', 'template', ['header: value[;header: value]']);
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter recipient
Angabe der Empfänger-E-Mail-Adresse der Benachrichtigungs-E-Mail.
Mögliche Werte
E-Mail-Adresse Sendet eine Benachrichtigung an die angegebene SMTP-E-Mail-Adresse sender
Benachrichtigt den ursprünglichen Absender der E-Mail admin
Benachrichtigt den lokalen SEPPmail-Administrator
Dieser wird in
Mail System
134
unter Postmaster
address definiert.
template
Dieser Parameter definiert die zu verwendende Vorlage für diese Benachrichtigungsmail.
Die Vorlage kann in
Mail Processing
155
erstellt und verwaltet werden.
header: value (optional)
Angabe des zu schreibenden headers inklusive des zugehörigen Wertes value.
Mögliche Werte für header return-path: date: from: sender: reply-to: to: cc: bcc: subject: beliebiger x-header
Hinweis:
Das Setzen mehrerer header beziehungsweise x-header ist durch trennen mittels Semicolon möglich.
Beispiel
notify('sender', 'bounce_noenc', 'from: "System Admin"
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266
<[email protected]>;subject: Benachrichtigung; x-MyOwnHeader: Test');
Erklärung
In diesem Beispiel wird eine Benachrichtigungs-E-Mail an den ursprünglichen Absender - welcher
über die Variable sender zur Verfügung gestellt wird - generiert. Als Vorlage für die E-Mail wird das Standard Template bounce_noenc verwendet. Im header der Benachrichtigungs-E-Mail wird als Absender ""System Admin" <[email protected]>" und als Betreff "Benachrichtigung" gesetzt. Weiterhin wird ein x-header mit der Bezeichnung "x-MyOwnHeader" und dem Wert "Test" geschrieben.
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267
8.3.14 replace_rcpt()
Der Befehl replace_rcpt() ersetzt den oder die Empfänger einer E-Mail durch einen anzugebenden anderen.
Die Empfänger der zu verarbeitenden E-Mail können in Abhängigkeit der verwendeten Parameter verändert werden. Jeder Parameter entspricht einem regulären Ausdruck, der als Ergebnis eine E-
Mail-Adresse oder einen Teil einer E-Mail-Adresse liefern muss.
Ebenfalls können Teile der beiden Parameter als regulärer Ausdruck beschrieben werden. So kann zum Beispiel nach dem Domainanteil innerhalb der Parameter gesucht werden und dieser durch einen neuen Wert ersetzt werden.
Mehrere Empfänger können durch Semikolon getrennt eingegeben werden.
Aufbau des Befehls
replace_rcpt(['oldrecipient',] 'newrecipient');
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter
oldrecipient (optional)
Regulärer Ausdruck der die ursprügliche E-Mail-Adresse oder Teile davon beschreibt.
newrecipient
Regulärer Ausdruck der die neue E-Mail-Adresse oder Teile davon beschreibt.
Beispiel 1
replace_rcpt(' [email protected]');
Erklärung
In diesem Beispiel wird der ursprüngliche Empfänger der E-Mail durch den Empfänger " [email protected]" ersetzt.
Wäre beispielsweise der ursprünglich Empfänger der E-Mail "[email protected]", so würde dieser entfernt und durch den neuen Empfänger (newrecipient) "[email protected]" ersetzt. Somit wird die E-Mail an den neuen Empfänger "[email protected]" gesendet.
Beispiel 2
replace_rcpt('@mydomain\.com', '@customer\.ch');
Erklärung
In diesem Beispiel wird im Parameter oldrecipient der Domainanteil der ursprünglichen E-
Mail-Adresse des/der Empfänger/s von '@mydomain.com' in den Wert des Paramaters newrecipient
, '@customer.ch', geändert. Der Bestandteil der E-Mail-Adresse vor dem '@' bleibt dabei unverändert. Falls oldrecipient angegeben wird, wird nur dieser Empfänger bzw.
der Bestandteil des Empfängers angepasst.
Falls mehrere E-Mail-Empfängeradressen vorhanden sind, würden alle Empfängeradressen von
'@mydomain.com' zu '@mydomain.ch' geändert werden.
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268
8.3.15 replace_sender()
Der Befehl replace_sender() verändert den Absender im Envelope einer E-Mail.
Dieser Befehl ersetzt den ursprünglichen Absender einer E-Mail im Envelope durch einen Anderen ( newsender
). Der Wert des Headers from wird dadurch nicht verändert.
Weiterhin können auch Teile der Absenderadresse über reguläre Ausdrücke (Parameter subst) manipuliert werden.
Aufbau des Befehls
replace_sender('newsender', ['subst']);
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter newsender
Dieser Parameter ist der Wert, durch den die ursprüngliche Absender E-Mail-Adresse im
Envelope ersetzt wird. Ist der Parameter subst mit angegeben, so ist newsender die
Zeichenkette, die für den Teil der E-Mail-Adresse eingesetzt wird auf den subst zutrifft.
subst (optional)
Regulärer Ausdruck der auf die ursprüngliche Absender E-Mail-Adresse angewendet wird.
Beispiel 1
replace_sender('[email protected]');
Erklärung
In diesem Beispiel wird die E-Mail-Adresse im Envelope der E-Mail durch ' [email protected]' ersetzt.
Beispiel 2
replace_sender('@customer.com', '\@customer\.org');
Erklärung
In diesem Beispiel wird der Teil die E-Mail-Adresse im Envelope der E-Mail durch auf den regulären Ausdruck '\@customer\.org' zutrifft durch '@customer.com' ersetzt.
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269
8.3.16 rmatch()
Der Befehl rmatch() prüft, ob ein regulärer Ausdruck auf mindestens einen Empfänger im Envelope zutrifft.
Aufbau des Befehls
rmatch('regexp');
Rückgabewert
positiv
wenn der reguläre Ausdruck (regexp) auf mindestens einen Empfänger zutrifft
negativ
wenn der reguläre Ausdruck (regexp) auf keinen Empfänger zutrifft
Parameter regexp
Definiert den regulären Ausdruck der verglichen werden soll.
Beispiel 1
if (rmatch('\@customer\.org')) {
notify ('sender', 'info_send_email');
} else {
}
Erklärung
In diesem Beispiel wird überprüft, ob die E-Mail-Adresse mindestens eines Empfängers einer E-
Mail den Domain-Bestandteil '@customer.org' hat. Ist dies der Fall, dann wird eine E-Mail
Benachrichtigung an den Absender gesendet.
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270
8.3.17 rmatchsplit()
Der Befehl rmatchsplit() prüft, ob ein regulärer Ausdruck auf mindestens einen Empfänger im
Envelope zutrifft und teilt die Mail in zwei Gruppen
Über diesem Befehl wird im Envelope einer E-Mail auf das Vorhandensein eines regulären Ausdrucks
(regexp) geprüft. Eine E-Mail wird bei Bedarf in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine Gruppe, mit
Empfängern, welche dem dem regulären Ausdruck entsprechen und eine weitere Gruppe dessen
Empfänger den regulären Ausdruck nicht enthalten. Somit wird der Befehl rmatchsplit() klassisch innerhalb der if/else Kontrollstruktur verwendet.
Aufbau des Befehls
rmatchsplit('regexp');
Rückgabewert
positiv
für die Gruppe, deren Empfänger den regulären Ausdruck regexp enthalten
negativ
für die Gruppe, deren Empfänger den regulären Ausdruck regexp nicht enthalten
Parameter regexp
Dieser Parameter definiert den regulären Ausdruck auf dessen Vorhandensein innerhalb der E-
Mail geprüft wird.
Beispiel
if (rmatchsplit('sales@customer\.com|invoice')) {
log(1, 'regex test successful');
} else {
log(1, 'regex test not successful');
}
Erklärung
In diesem Beispiel wird die E-Mail auf das Vorhandensein des Ausdrucks [email protected]
oder invoice geprüft. Wird einer dieser Textbestandteile innerhalb des Envelope der E-Mail gefunden, so wird die Anweisung log(1, 'regex test successful') ausgeführt, sonst wird die Anweisung log(1, 'regex test not successful') ausgeführt.
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8.3.18 rmheader()
Der Befehl rmheader() löscht eine Header oder X-Header Zeile innerhalb einer E-Mail.
Aufbau des Befehls
rmheader('header');
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter header
Angabe des zu löschenden Headers oder X-Headers an.
Mögliche Werte return-path date from sender reply-to to cc bcc subject beliebiger x-header
Hinweis:
Falls mehrere Header mit dem unter header angegebenen Namen existieren, werden alle zutreffenden Header gelöscht.
Beispiel
rmheader('X-Greylist');
Erklärung
In diesem Beispiel werden alle X-Greylist Header entfernt.
271
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272
8.3.19 setheader()
Der Befehl setheader() fügt eine Header-Zeile innerhalb einer E-Mail hinzu oder verändert eine vorhandene.
Aufbau des Befehls
setheader('header', 'value');
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter header
Angabe des Headers oder X-Headers der hinzugefügt oder geändert werden soll.
Mögliche Werte return-path date from sender reply-to to cc bcc subject beliebiger x-header
Hinweis:
Falls mehrere Header mit dem unter header angegebenen Namen existieren, wird der jeweils erste gefundene Header angepasst.
value
Angabe des Wertes, den der Header annehmen soll.
Beispiel 1
setheader('x-smenc','yes');
Erklärung
In diesem Beispiel wird einer E-Mail der zusätzliche Header x-smenc mit dem Wert 'yes' hinzugefügt.
Beispiel 2
setheader('from','[email protected]');
Erklärung
In diesem Beispiel wird in einer E-Mail das Header-Feld from auf dem Wert '[email protected]' geändert.
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273
8.3.20 splitrecipients()
Der Befehl splitrecipients() erzeugt für jeden Empfänger einer E-Mail eine separate E-Mail.
Aufbau des Befehls
splitrecipients();
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter
keine
8.3.21 tagsubject()
Der Befehl tagsubject() fügt dem Betreff einer E-Mail den zu definierenden Text hinzu.
Aufbau des Befehls
tagsubject('text');
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter text
Der Parameter gibt den Text (Zeichenkette) an, der am Ende der Betreffzeile angehängt wird.
Beispiel
tagsubject('[priv]');
Erklärung
In diesem Beispiel wird an den Inhalt der Betreffzeile einer E-Mail die Zeichenkette '[priv]' am Ende angehängt.
8.3.22 tag_subject()
Der Befehl tag_subject() wurde durch tagsubject() (siehe
273
) ersetzt und ist nicht länger gültig.
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274
8.4
Befehle für die Benutzerverwaltung
8.4.1
createaccount()
Der Befehl createaccount() erstellt neue Benutzerkonten.
Als Benutzerkonto wird ein lokales SEPPmail Benutzerkonto bezeichnet. Dieses Benutzerkonto kann im Menü
223
eingesehen werden.
Aufbau des Befehls
createaccount(['keys'],['userID'],['name']);
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter
keys (optional)
Dieser Parameter gibt an, welches Schlüsselmaterial beim Erstellen der Benutzerkontos automatisch generiert werden soll. Das Format entspricht einer Bitmaske in Oktalnotation. Wird der Parameter nicht angegeben, so wird kein Schlüsselmaterial erzeugt.
Die folgenden Werte stehe zur Verfügung:
Bit 0 : openPGP-Schlüsselpaar generieren
Bit 1
Bit 2
: S/MIME-Zertifikat mit der eigenen CA generieren
: S/MIME-Zertifikat via CA-Connector generieren
Bit 0: openPGP
Bit 1: S/MIME mit eigener CA
Bit 2: S/MIME via CA-Connector
Wert für keys
Mask x x x x x x x
1 3 5 4 2
userID (optional)
Dieser Parameter gibt die eindeutige ID des Benutzers an.
Wird dieser Parameter nicht angegeben, so wird für das Generieren des Benutzers seine E-Mail
Adresse als userID verwendet.
name (optional)
Dieser Parameter gibt des Namen des Benutzers an.
Wird dieser Parameter nicht angegeben, so wird für das Generieren des Benutzers der
Anzeigename, beziehungsweise wenn dieser nicht vorhanden ist seine E-Mail Adresse als name verwendet.
Hinweis:
Für userID und name können Variablen benutzt werden, die durch den Befehl ldap_read() gesetzt wurden.
Sonderzeichen in userID und name werden automatisch ersetzt.
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8.4.2
member_of()
Der Befehl member_of() prüft die zugehörigkeit eines Absenders zu einer Gruppe.
Als Gruppe wird eine lokale SEPPmail Gruppe bezeichnet. Diese Gruppen werden im Menü
233
verwaltet.
Aufbau des Befehls
member_of('group');
Rückgabewert
positiv
wenn der Absender der angegebenen Gruppe zugeordnet ist
negativ
wenn der Absender nicht der angegebenen Gruppe zugeordnet ist
Parameter group
Definiert den Namen der Gruppe auf dessen Mitgliedschaft die E-Mail-Adresse des Absenders geprüft werden soll.
Beispiel
if (member_of('support')) {
setheader('x-smenc','yes');
} else {}
Erklärung
In diesem Beispiel wird geprüft, ob der Absender Mitglied der Gruppe 'support' ist. Falls ja, dann wird als Rückgabewert true geliefert, und der Befehl setheader() wird ausgeführt. Falls nein wird als Rückgabewert false geliefert.
275
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276
8.4.3
setuserattr()
Der Befehl setuserattr() fügt einem Benutzerkonto Attribute hinzu oder ändert diese.
Das Benutzerkonto kann im Menü
223
eingesehen werden.
Aufbau des Befehls
setuserattr('attr', 'value');
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter
ATTR und VALUE
Folgende Systemattribute (attr) stehen mit den jeweiligen Werten (value) gemäss folgender
Tabelle zur Verfügung:
ATTR VALUE
accountOptions Bit 0: User darf nicht verschlüsseln
Bit 1: nicht belegt
Bit 2: User darf nicht signieren
SN
UID
Bit 0: User darf nicht verschlüsseln
Bit 1: nicht belegt
Bit 2: User darf nicht signieren
Wert für value
Standardwert ist '0' (darf alles)
Name des Benutzers
User ID
Mask x x
x x
1 4 5
Hinweis:
Für value können Variablen benutzt werden, die durch ldap_read
()
gesetzt wurden.
Es können alle Attribute von InetOrgPerson benutzt werden.
Die Attribute können in der Administrationsoberfläche angezeigt werden.
Das Alleinstellungsmerkmal eines SEPPmail Benutzerkontos ist die E-
Mail Adresse, weshalb diese auch nicht geändert werden kann.
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277
8.5
Befehle für die Zertifikatsverwaltung
8.5.1
attachpgpkey()
Der Befehl attachpgpkey() hängt den openPGP-Public-Key des Absenders (User) an eine E-Mail an.
Dieser Befehl hängt den openPGP-Public-Key des Absenders (interner Benutzer in der Appliance aus dem Menü
226
) an eine E-Mail als Dateianhang an, um diesen dem Empfänger bereit zu stellen.
Aufbau des Befehls
attachpgpkey();
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter
keine
8.5.2
smime_create_key()
Der Befehl smime_create_key() erstellt ein S/MIME-Zertifikat für einen internen Benutzer durch die lokale CA.
Aufbau des Befehls
smime_create_key(['subject']);
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter
subject (optional)
Definiert das Subject für das zu erzeugende S/MIME-Zertifikat.
Innerhalb der subject-Zeichenkette steht die Variable $sender zur Verfügung, welch in die E-
Mail Adresse des Absenders aufgelöst wird.
Wird kein Parameter angegeben, so wird als subject der "Static Subject Part" aus der internen
197
Internal CA Settings
Static Subject Part) und die E-Mail Adresse des
Absenders eingetragen.
Beispiel
smime_create_key('/C=CH/OU=Department/O=Company/emailAddress=$sender');
Erklärung
In diesem Beispiel wird ein S/MIME-Zertifikat über die lokale CA generiert, in welchem das optionale subject mitgegeben wird.
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278
8.6
Befehle für das Handhaben von Nachrichten
8.6.1
archive()
Der Befehl archive() kopiert die E-Mail und stellt sie einen zusätzlichen Empfänger zu.
Die E-Mail wird innerhalb der Verarbeitung kopiert und in einem neuen Envelope der zusätzlich
angegebenden E-Mail Adresse (e-mail-address) zugestellt (vergleiche
157
Ruleset Generator
Archiving).
Aufbau des Befehls
archive('e-mail-address');
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter
e-mail-address (optional)
E-Mail Adresse des zusätzlichen Empfängers.
Beispiel
archive('[email protected]');
Erklärung
In diesem Beispiel wird die gerade verarbeitete E-Mail zusätzlich an den Empfänger ' [email protected]' gesendet.
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279
8.6.2
bounce()
Der Befehl bounce() verweigert das Annehmen einer E-Mail.
Dieser Befehl erzeugt eine Bounce-E-Mail und löscht die ursprüngliche E-Mail. Das Aussehen der
Bounce-E-Mail wird durch eine Vorlage definiert. Der Absender dieser Bounce-E-Mail ist der
134
SMTP settings
Postmaster address). Optional wird der Header der ursprünglichen E-Mail der Bounce-E-Mail als Dateianlage angehängt.
Hinweis:
Alle nachfolgenden Befehle werden ignoriert.
Dieser Befehl kann nicht die Bedingung einer if/else Anweisung sein (siehe
Abschnitt
Kontrollstrukturen - if/else Anweisungen
250
).
Aufbau des Befehls
bounce('template', ['attachheader']);
Rückgabewert kein
Parameter template
Definiert die zu verwendende Vorlage.
Vorlagen werden über die Administrationsoberfläche (siehe
Templates
) definiert und verwaltet.
155
Edit Mail attach_header
Dieser Parameter gibt an, ob der Header der ursprünglichen E-Mail der Bounce-E-Mail als
Dateianlage angehängt werden soll (true) oder nicht (false).
Mögliche Werte: true, yes oder1 false, no oder 0 default ist 0
Beispiel
bounce('bounce', 'yes');
Erklärung
Die Auslieferung der E-Mail soll verhindert werden. Zugleich sollen dem Absender über eine Rück-
(Bounce-)E-Mail Informationen zur Verfügung gestellt werden. Der Inhalt dieser Rück-E-Mail ist in der Vorlage bounce definiert. Weiterhin wird der Header der nicht ausgelieferten E-Mail als
Anlage angehängt (Wert yes des Parameters attach_header).
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280
8.6.3
deliver()
Der Befehl deliver() ermöglicht es, eine E-Mail unmittelbar auszuliefern.
Hinweis:
Alle nachfolgenden Befehle werden ignoriert.
Dieser Befehl kann nicht die Bedingung einer if/else Anweisung sein (siehe
Abschnitt
Kontrollstrukturen - if/else Anweisungen
250
).
Aufbau des Befehls
deliver(['mailserver[:port]'|'loop'|'queueless']);
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter
Wird kein Parameter angegeben, so wird die E-Mail dem lokalen Mail-Transport-Agent (MTA)
übergeben.
mailserver (optional)
Gibt den E-Mail Server an, über welchen die E-Mail ausgeliefert werden soll.
Wird kein Parameter angegeben, so wird die E-Mail dem lokalen Mail-Transport-Agent (MTA)
übergeben.
:port (optional)
Gibt den Port an, auf welchem der angegeben E-Mail Server E-Mails empfängt.
Standard ist Port 25 SMTP
loop (optional)
Die E-Mail wird an den E-Mail Server zurückgegeben, von welchem sie angenommen wurde.
queueless (optional)
Diese Einstellung bewirkt, dass E-Mails an einzelne Empfänger während der Verarbeitung nicht zwischengelagert werden. Stattdessen wird die eingehende Verbindung erst quittiert, wenn dieabgehende Verbindung quittiert wurde. Wenn beim Versand an mehrere Empfänger die
Annahme für einige Empfänger nicht quittiert wird, befinden sich diese E-Mails kurzzeitig bis zur
Quittierung durch die empfangenden E-Mail Server auf der Appliance.
Hinweis:
Die Parameter
mailserver[:port],
loop,
queueless schliessen sich gegenseitig aus.
Beispiel 1
deliver('relay.customer.com:587');
Erklärung
In diese Beispiel wird die E-Mail an den angegebenen E-Mail Server mit dem Ziel-Port TCP/587 gesendet.
Beispiel 2
deliver();
Erklärung
In diesem Beispiel wird die E-Mail direkt über den eigenen lokalen E-Mail-Transport-Agent (MTA)
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281 ausgeliefert.
8.6.4
drop()
Der Befehl drop() verwirft eine E-Mail und schreibt den angegebenen SMTP-Code sowie einen frei definierbarem Informationstext in das System-Log.
Hinweis:
Alle nachfolgenden Befehle werden ignoriert.
Dieser Befehl kann nicht die Bedingung einer if/else Anweisung sein (siehe
Abschnitt
Kontrollstrukturen - if/else Anweisungen
250
).
Der Absender wird über das verwerfen der E-Mail nicht informiert
Aufbau des Befehls
drop(['smtp-code'], ['text']);
.
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter
smtp-code (optional)
Der smtp-code gibt den Grund für das Zurückweisen einer E-Mail an.
Wird dieser Parameter nicht angegeben, so wird der Code "555" verwendet.
Die Bedeutung der Codes gliedert sich wie folgt:
1XX
2XX
3XX
4XX
5XX
Mailserver hat die Anforderung akzeptiert, ist aber selbst noch nicht tätig geworden.
Eine Bestätigungsmeldung ist erforderlich.
Mailserver hat die Anforderung erfolgreich ohne Fehler ausgeführt.
Mailserver hat die Anforderung verstanden, benötigt aber zur Verarbeitung weitere
Informationen.
Mailserver hat einen temporären Fehler festgestellt. Wenn die Anforderung ohne jegliche Änderung wiederholt wird, kann die Verarbeitung möglicherweise abgeschlossen werden.
Mailserver hat einen fatalen Fehler festgestellt. Die Anforderung kann nicht verarbeitet werden.
Quelle: Wikipedia
Detaillierte Auflistungen der Fehlercodes sind zum Beispiel unter http://www.supermailer.de/ smtp_reply_codes.htm
zu finden.
text (optional)
Der Informationstext spezifiziert den Grund des Abweisens näher.
Default: Wird dieser Parameter nicht angegeben, so wird der Text "mail NOT accepted" ausgegeben.
Beispiel
drop('451', 'Die Nachricht konnte nicht entschluesselt werden');
Erklärung
In diesem Beispiel wird eine E-Mail verworfen. Im System-Log wird für diese Aktion folgender
Eintrag generiert: "Message Rejected. (451 Die Nachricht konnte nicht entschluesselt werden)".
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282
8.6.5
reprocess()
Der Befehl reprocess() ermöglicht es, eine oder mehrere E-Mail(s) erneut zu verarbeiten.
Alle an eine E-Mail angehängten E-Mails - oder auch openPGP verschlüsselten Dateien - werden erneut verarbeitet und an den Absender zurückgesendet. Dies kann dann erforderlich sein, wenn sich im Posteingang eines Benutzers noch verschlüsselte E-Mails befinden. Diese E-mails können als
Anhang einer neuen E-Mail des betroffenen Benutzers zur erneuten Verarbeitung - also zum entschlüsseln - an die Appliance gesendet werden.
Der Befehl hat keinen Rückgabewert. Dieser Befehl hat keinen Parameter.
Hinweis:
Die ursprüngliche Message-ID wird aus den neu entschlüsselten E-Mails entfernt.
Es wird keine Bounce E-Mail an den Absender erzeugt.
Alle nachfolgenden Befehle werden ignoriert.
Dieser Befehl kann nicht die Bedingung einer if/else Anweisung sein (siehe
Abschnitt
Kontrollstrukturen - if/else Anweisungen
250
).
Aufbau des Befehls
reprocess();
Rückgabewert kein
Parameter
keine
Beispiel
if (compare('to', 'match', '(?i)reprocess\@decrypt\.reprocess')) {
log(1, 'reprocess recipient found - Re-injecting attached messages');
reprocess();
drop('220', 'message reprocessed');
} else {
}
Erklärung
Sendet ein interner Benutzer (eine) verschlüsselte E-Mail(s) als Anhang in einer neuen, nicht verschlüsselten E-Mail an die systemspezifische E-Mail-Adresse reprocess@decrypt.
reprocess
,so werden die E-Mails aus dem Anhang erneut verarbeitet. Somit wird versucht diese anhängenden E-Mails zu entschlüsseln. Für den Vorgang werden entsprechende Log-Einträge erzeugt. Nach dem Ausführen von reprocess() wird die ursprüngliche, neue E-Mail mit drop() gelöscht.
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283
8.7
Befehle für kryptographische Behandlung
8.7.1
openPGP
8.7.1.1
pgp_encrypted()
Der Befehl pgp_encrypted() prüft, ob eine E-Mail openPGP verschlüsselt ist.
Dieser Befehl prüft, ob eine E-Mail openPGP verschlüsselt ist. Dabei spielt die Art der Verschlüsselung
(Domänen oder Benutzer basiert) keine Rolle.
Aufbau des Befehls
pgp_encrypted();
Rückgabewert
positiv
wenn die E-Mail openPGP verschlüsselt ist
negativ
wenn die E-Mail nicht openPGP verschlüsselt ist
Parameter
keine
Beispiel
Zeile Code
01 if (pgp_encrypted()) {
02
03
04 log(1, 'e-mail is pgp encrypted'); if (decrypt_domain_pgp()) { log(1, 'email successfully pgp domain decrypted');
11
12
13
14
15
05
06
07
08
09
10
}
} else {
}
} else { log(1, 'email could not be pgp domain decrypted'); if (decrypt_pgp() {
} else {
} log(1, 'email successfully pgp decrypted'); log(1, 'email could not be pgp decrypted'); log(1, 'e-mail is not pgp encrypted');
Erklärung
In diesem Beispiel wird zunächst geprüft, ob eine E-Mail openPGP verschlüsselt ist (Zeile 1) und ein entsprechender ein Log Eintrag geschrieben (Zeile 2 und 14). Ist die E-Mail openPGP verschlüsselt, so wird zunächst versucht die E-Mail mit dem privaten openPGP Domänen
Schlüssel zu entschlüsseln (Zeile 3) und Erfolg beziehungsweise Misserfolg protokolliert wird
(Zeile 4 und 6).
Konnte nicht mit dem privaten open PGP Domänen Schlüssel entschlüsselt werden, so wird nun versucht mit einem Benutzer basierten, privaten open PGP Schlüssel zu entschlüsseln (Zeile 7).
Das Ergebnis dieser Aktion wird ebenfalls protokolliert (Zeile 8 und 10).
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284
8.7.1.2
Domänen basiert
8.7.1.2.1 decrypt_domain_pgp()
Der Befehl decrypt_domain_pgp() entschlüsselt openPGP Domänen verschlüsselte E-Mails.
Dieser Befehl versucht eingehende openPGP Domänen verschlüsselten Texte und Anlagen einer E-
Mail zu entschlüsseln, die durch den Absender mittels öffentlichen openPGP Domänen Schlüssel
(siehe
Mail System
141
openPGP Domain Encryption
) verschlüsselt wurden.
Aufbau des Befehls
decrypt_domain_pgp();
Rückgabewert
positiv
wenn mindestens ein Text oder eine Anlage entschlüsselt werden wurde
negativ
wenn das Entschlüsseln fehlgeschlagen ist.
Parameter
keine
Beispiel
Zeile Code
01 if (decrypt_domain_pgp() {
02
03 log(1, 'email successfully pgp domain decrypted');
} else {
04
05 } log(1, 'email could not be pgp domain decrypted');
Erklärung
In diesem Beispiel wird eine openPGP Domänen verschlüsselte E-Mail entschlüsselt (Zeile 1).
Erfolg beziehungsweise Misserfolg des Entschlüsselns wird protokolliert (Zeile 2 und 4).
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8.7.1.2.2 domain_pgp_keys_avail()
Der Befehl domain_pgp_keys_avail() prüft die Verfügbarkeit von öffentlichen openPGP
Domänen Schlüsseln.
Dieser Befehl prüft die Verfügbarkeit öffentlicher openPGP Domänen Schlüssel (siehe
Mails.
241
openPGP Domain Keys
) der Empfänger für das Verschlüsseln ausgehender E-
Aufbau des Befehls
domain_pgp_keys_avail();
Rückgabewert
positiv
für die Gruppe mit vorhandenem öffentlichen openPGP Domänen Schlüssel
negativ
für die Gruppe ohne öffentlichen openPGP Domänen Schlüssel
Parameter
keine
Beispiel
Zeile Code
01 if (domain_pgp_keys_avail(){
02
03
04 log(1, 'pgp domain key available for recipient(s) $to'); if (encrypt_domain_pgp() { log(1, 'email successfully pgp domain encrypted');
05
06
07
08
09
10
} else { log(1, 'email could not be pgp domain encrypted');
}
} else { log(1, 'no pgp domain key available for recipient(s) $to');
}
Erklärung
In diesem Beispiel wird zunächst geprüft, ob ein passender öffentlicher openPGP Domänen
Schlüssel für das Verschlüsseln zur Verfügung steht (Zeile 1). Das Ergebnis dieser Abfrage wird protokolliert (Zeile 2 und 9). Steht ein entsprechender Schlüssel zur Verfügung, wird mit dem
Verschlüsseln fortgefahren (Zeile 3), dessen Erfolg beziehungsweise Misserfolg ebenfalls protokolliert wird (Zeile 4 und 6).
285
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286
8.7.1.2.3 encrypt_domain_pgp()
Der Befehl encrypt_domain_pgp() verschlüsselt E-Mails mittels openPGP Domänen
Verschlüsselung.
Dieser Befehl verschlüsselt alle Texte und Anlagen ausgehender E-Mails via openPGP Domänen
Verschlüsselung. Dabei wird das openPGP-Inline Verfahren genutzt.
Stehen nicht für alle Empfänger der E-Mail Domäne öffentliche openPGP Domänen Schlüssel (siehe
Gruppen gebildet.
241
openPGP Domain Keys
) für das Verschlüsseln bereit, so werden zwei
Aufbau des Befehls
encrypt_domain_pgp();
Rückgabewert
positiv
für die Gruppe der Empfänger, für die verschlüsselt werden konnte
negativ
für die Gruppe der Empfänger, bei denen das Verschlüsseln nicht möglich gewesen ist
Parameter
keine
Beispiel
Zeile Code
01 if (encrypt_domain_pgp() {
02
03 log(1, 'email successfully pgp domain encrypted');
} else {
04
05 } log(1, 'email could not be pgp domain encrypted');
Erklärung
In diesem Beispiel wird versucht eine E-Mail mittels öffentlichen openPGP Domänen Schlüssel des Kommunikationspartners zu Verschlüsseln (Zeile 1). Erfolg beziehungsweise Misserfolg der
Aktion wird protokolliert (Zeile 2 und 4).
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287
8.7.1.3
Benutzer basiert
8.7.1.3.1 decrypt_pgp()
Der Befehl decrypt_pgp() entschlüsselt openPGP verschlüsselte E-Mails.
Dieser Befehl versucht alle openPGP verschlüsselten Texte und Anlagen einer eingehenden E-Mail zu entschlüsseln, die durch den Absender mittels des persönlichen öffentlichen openPGP Schlüssels des
Empfängers (siehe
Users
226
openPGP
) verschlüsselt wurden.
Aufbau des Befehls
decrypt_pgp();
Rückgabewert
positiv
wenn mindestens ein Text oder eine Anlage entschlüsselt werden konnte
negativ
wenn das Entschlüsseln fehlgeschlagen ist.
Parameter
keine
Beispiel
Zeile Code
01 if (decrypt_pgp() {
02
03
04
05 log(1, 'email successfully pgp decrypted');
} else {
} log(1, 'email could not be pgp decrypted');
Erklärung
In diesem Beispiel wird eine Benutzer basiert openPGP verschlüsselte E-Mail entschlüsselt (Zeile
1). Erfolg beziehungsweise Misserfolg des Entschlüsselns wird protokolliert (Zeile 2 und 4).
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288
8.7.1.3.2 pgp_keys_avail()
Der Befehl pgp_keys_avail() prüft die Verfügbarkeit von öffentlichen openPGP Schlüsseln.
Dieser Befehl prüft die Verfügbarkeit personenbezogener öffentlicher openPGP Schlüssel der
Empfänger (siehe
236
) für das Verschlüsseln ausgehender E-Mails.
Aufbau des Befehls
pgp_keys_avail();
Rückgabewert
positiv
für die Gruppe mit vorhandenem öffentlichen openPGP Schlüssel
negativ
für die Gruppe ohne öffentlichen openPGP Schlüssel
Parameter
keine
Beispiel
Zeile Code
01 if (pgp_keys_avail(){
02
03
04
05
06
07
08
09 log(1, 'pgp key available for recipient(s) $to'); if (encrypt_pgp() {
} else {
}
} else { log(1, 'email successfully pgp encrypted'); log(1, 'email could not be pgp encrypted'); log(1, 'no pgp key available for recipient(s) $to');
10 }
Erklärung
In diesem Beispiel wird zunächst geprüft, ob ein passender, Benutzer basierter öffentlicher openPGP Schlüssel für das Verschlüsseln zur Verfügung steht (Zeile 1). Das Ergebnis dieser
Abfrage wird protokolliert (Zeile 2 und 9). Steht ein entsprechender Schlüssel zur Verfügung, wird mit dem Verschlüsseln fortgefahren (Zeile 3), dessen Erfolg beziehungsweise Misserfolg ebenfalls protokolliert wird (Zeile 4 und 6).
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289
8.7.1.3.3 encrypt_pgp()
Der Befehl encrypt_pgp() ermöglicht es, E-Mails via openPGP zu verschlüsseln und zu signieren.
Dieser Befehl verschlüsselt alle Texte und Anlagen einer ausgehenden E-Mail mit dem öffentlichen openPGP Schlüssel des Empfängers (siehe
236
). Dabei wird das openPGP-
Inline Verfahren genutzt. Optional kann zusätzlich mit dem privaten openPGP Schlüssel des
Absenders (siehe
Users
226
openPGP
) signiert werden.
Stehen nicht für alle Empfänger öffentliche openPGP Schlüssel bereit, so werden zwei Gruppen gebildet.
Aufbau des Befehls
encrypt_pgp(['sign'], ['address']);
Rückgabewert
positiv
für die Gruppe der Empfänger, für die verschlüsselt werden konnte, unabhängig ob das optionale Signieren erfolgreich war
negativ
für die Gruppe der Empfänger, bei denen das Verschlüsseln nicht möglich gewesen ist
Parameter sign
Dieser Parameter entscheidet, ob die E-Mail mit dem privaten openPGP Schlüssel des Absenders signiert werden soll.
Mögliche Werte: true, yes oder1 false, no oder 0 default ist 0
address
E-Mail-Adresse des Empfängers, dessen öffentlicher openPGP Schlüssel für das Verschlüsseln verwendet werden soll.
Wird kein Parameter angegeben, so wird der öffentliche openPGP Schlüssel des jeweiligen
Empfängers verwendet.
Beispiel
encrypt_pgp('yes', '[email protected]');
Erklärung
In diesem Beispiel wird versucht alle Texte und Anlagen einer E-Mail zu verschlüsseln und zu signieren, da der Parameter sign den Wert 'yes' hat. Für das Verschlüsseln wird der öffentliche openPGP Schlüssel des durch den Parameter address spezifizierten Empfängers verwendet. Im
Beispiel '[email protected]'.
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290
8.7.2
S/MIME
8.7.2.1
smime_encrypted()
Der Befehl smime_encrypted() prüft, ob eine E-Mail S/MIME verschlüsselt ist.
Aufbau des Befehls
smime_encrypted();
Rückgabewert
positiv
wenn die E-Mail S/MIME verschlüsselt ist
negativ
wenn die E-Mail nicht S/MIME verschlüsselt ist
Parameter
keine
Beispiel
Zeile Code
01 if (smime_encrypted()) {
02
03
04
05 log(1, 'e-mail is S/MIME encrypted'); if (decrypt_domain_smime()) { log(1, 'email successfully S/MIME domain decrypted');
} else {
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15 } log(1, 'email could not be S/MIME domain decrypted'); if (decrypt_smime() {
} else {
} log(1, 'email successfully S/MIME decrypted'); log(1, 'email could not be S/MIME decrypted');
}
} else { log(1, 'e-mail is not S/MIME encrypted');
Erklärung
In diesem Beispiel wird zunächst geprüft, ob eine E-Mail S/MIME verschlüsselt ist (Zeile 1) und ein entsprechender ein Log Eintrag geschrieben (Zeile 2 und 14). Ist die E-Mail S/MIME verschlüsselt, so wird zunächst versucht die E-Mail mit dem privaten S/MIME Domänen Schlüssel zu entschlüsseln (Zeile 3) und Erfolg beziehungsweise Misserfolg protokolliert wird (Zeile 4 und 6).
Konnte nicht mit dem privaten S/MIME Domänen Schlüssel entschlüsselt werden, so wird nun versucht mit einem Benutzer basierten, privaten S/MIME Schlüssel zu entschlüsseln (Zeile 7). Das
Ergebnis dieser Aktion wird ebenfalls protokolliert (Zeile 8 und 10).
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291
8.7.2.2
Domänen basiert
8.7.2.2.1 decrypt_domain_smime()
Der Befehl decrypt_domain_smime() entschlüsselt S/MIME Domänen verschlüsselte E-Mails.
Dieser Befehl versucht eingehende S/MIME Domänen verschlüsselte E-Mails zu entschlüsseln, die durch den Absender mittels öffentlichen S/MIME Domänen Schlüssel (siehe
Mail System
142
S/MIME Domain Encryption
) verschlüsselt wurden.
Aufbau des Befehls
decrypt_domain_smime([keydomain]);
Rückgabewert
positiv
wenn die E-Mail entschlüsselt werden konnte
negativ
wenn das Entschlüsseln der E-Mail fehlgeschlagen ist.
Parameter
keydomain (optional)
An dieser Stelle kann die "Managed Domain" angegeben werden, deren Domain Keys für das entschlüsseln von E-Mails verwendet werden sollen.
Beispiel
Zeile Code
01 if (decrypt_domain_smime() {
02
03 log(1, 'email successfully S/MIME domain decrypted');
} else {
04
05 } log(1, 'email could not be S/MIME domain decrypted');
Erklärung
In diesem Beispiel wird eine S/MIME Domänen verschlüsselte E-Mail entschlüsselt (Zeile 1).
Erfolg beziehungsweise Misserfolg des Entschlüsselns wird protokolliert (Zeile 2 und 4).
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292
8.7.2.2.2 domain_smime_keys_avail()
Der Befehl domain_smime_keys_avail() prüft die Verfügbarkeit von öffentlichen S/MIME
Domänen Schlüsseln (Zertifikaten).
Dieser Befehl prüft die Verfügbarkeit von Domänen Zertifikaten (siehe
242
SMIME Domain Certificates
beziehungsweise
Managed Domain Certificates
) der Empfänger für das Verschlüsseln ausgehender E-Mails.
Aufbau des Befehls
domain_smime_keys_avail();
Rückgabewert
positiv
für die Gruppe mit vorhandenem S/MIME Domänen Zertifikat
negativ
für die Gruppe ohne S/MIME Domänen Zertifikat
Parameter
keine
Beispiel
04
05
06
07
08
09
10
Zeile Code if (domain_smime_keys_avail(){
01
02
03 log(1, 'S/MIME domain certificate available for recipient(s)
$to'); if (encrypt_domain_smime() { log(1, 'email successfully S/MIME domain encrypted');
} else { log(1, 'email could not be S/MIME domain encrypted');
}
}
} else { log(1, 'S/MIME domain certificate available for recipient(s)
$to');
Erklärung
In diesem Beispiel wird zunächst geprüft, ob ein passendes S/MIME Domänen Zertifikat das
Verschlüsseln zur Verfügung steht (Zeile 1). Das Ergebnis dieser Abfrage wird protokolliert (Zeile
2 und 9). Steht ein entsprechender Schlüssel zur Verfügung, wird mit dem Verschlüsseln fortgefahren (Zeile 3), dessen Erfolg beziehungsweise Misserfolg ebenfalls protokolliert wird (Zeile
4 und 6).
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293
8.7.2.2.3 encrypt_domain_smime()
Der Befehl encrypt_domain_smime() verschlüsselt E-Mails mittels S/MIME Domänen
Verschlüsselung.
Dieser Befehl verschlüsselt die komplette ausgehende E-Mail via S/MIME Domänen Verschlüsselung.
Davon ausgenommen sind lediglich E-Mail Header, da diese unter anderem für den E-Mail Transport benötigt werden.
Stehen nicht für alle Empfänger der E-Mail Domäne öffentliche S/MIME Domänen Schlüssel (
Zertifikate) für das Verschlüsseln bereit (siehe
242
SMIME Domain
Certificates
beziehungsweise
Managed Domain Certificates
), so werden zwei Gruppen gebildet.
Aufbau des Befehls
encrypt_domain_smime();
Rückgabewert
positiv
für die Gruppe der Empfänger, für die verschlüsselt werden konnte
negativ
für die Gruppe der Empfänger, bei denen das Verschlüsseln nicht möglich gewesen ist
Parameter
keine
Beispiel
Zeile Code
01 if (encrypt_domain_smime() {
02
03
04
05 log(1, 'email successfully S/MIME domain encrypted');
} else {
} log(1, 'email could not be S/MIME domain encrypted');
Erklärung
In diesem Beispiel wird versucht eine E-Mail mittels S/MIME Domänen Zertifikat des
Kommunikationspartners zu Verschlüsseln (Zeile 1). Erfolg beziehungsweise Misserfolg der Aktion wird protokolliert (Zeile 2 und 4).
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294
8.7.2.3
Benutzer basiert
8.7.2.3.1 decrypt_smime()
Der Befehl decrypt_smime() entschlüsselt S/MIME verschlüsselte E-Mails.
Dieser Befehl entschlüsselt eingehende E-Mails, welche durch den Absender mittels des persönlichen
öffentlichen S/MIME Schlüssel (Zertifikat) des Empfängers (siehe
Users
226
S/
MIME
) verschlüsselt wurden.
Aufbau des Befehls
decrypt_smime();
Rückgabewert
positiv
wenn die E-Mail entschlüsselt wurde
negativ
wenn das Entschlüsseln der E-Mail fehlgeschlagen ist.
Parameter
keine
Beispiel
Zeile Code
01
02 if (decrypt_smime() { log(1, 'email successfully S/MIME decrypted');
03
04
05
} else {
} log(1, 'email could not be S/MIME decrypted');
Erklärung
In diesem Beispiel wird eine Benutzer basiert S/MIME verschlüsselte E-Mail entschlüsselt (Zeile
1). Erfolg beziehungsweise Misserfolg des Entschlüsselns wird protokolliert (Zeile 2 und 4).
© 2015 SEPPmail AG
295
8.7.2.3.2 smime_keys_avail()
Der Befehl smime_keys_avail() prüft die Verfügbarkeit von öffentlichen S/MIME Schlüsseln
(Zertifikate).
Dieser Befehl prüft die Verfügbarkeit personenbezogener Zertifikate der Empfänger (siehe
237
) für das Verschlüsseln ausgehender E-Mails.
Aufbau des Befehls
smime_keys_avail();
Rückgabewert
positiv
für die Gruppe mit vorhandenem S/MIME Zertifikat
negativ
für die Gruppe ohne S/MIME Zertifikat
Parameter
keine
Beispiel
Zeile Code if (smime_keys_avail(){
01 log(1, 'S/MIME certificate available for recipient(s) $to');
02
03 if (encrypt_smime() { log(1, 'email successfully S/MIME encrypted');
04
05
} else { log(1, 'email could not be S/MIME encrypted');
06
07
}
} else {
08
09
10 log(1, 'no S/MIME certificate available for recipient(s)
$to');
}
Erklärung
In diesem Beispiel wird zunächst geprüft, ob ein passendes, Benutzer basiertes S/MIME Zertifikat für das Verschlüsseln zur Verfügung steht (Zeile 1). Das Ergebnis dieser Abfrage wird protokolliert
(Zeile 2 und 9). Steht ein entsprechender Schlüssel zur Verfügung, wird mit dem Verschlüsseln fortgefahren (Zeile 3), dessen Erfolg beziehungsweise Misserfolg ebenfalls protokolliert wird (Zeile
4 und 6).
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296
8.7.2.3.3 encrypt_smime()
Der Befehl encrypt_smime() verschlüsselt E-Mails mittels S/MIME Domänen Verschlüsselung.
Dieser Befehl verschlüsselt die komplette ausgehende E-Mail via S/MIME Verschlüsselung. Davon ausgenommen sind lediglich E-Mail Header, da diese unter anderem für den E-Mail Transport benötigt werden.
Stehen nicht für alle Empfänger der E-Mail personenbezogene öffentliche S/MIME Schlüssel (
Zertifikate) für das Verschlüsseln bereit (siehe
237
), so werden zwei Gruppen gebildet.
Aufbau des Befehls
encrypt_smime();
Rückgabewert
positiv
für die Gruppe der Empfänger, für die verschlüsselt werden konnte
negativ
für die Gruppe der Empfänger, bei denen das Verschlüsseln nicht möglich gewesen ist
Parameter
keine
Beispiel
Zeile Code
01 if (encrypt_smime() {
02
03 log(1, 'email successfully S/MIME encrypted');
} else {
04
05 } log(1, 'email could not be S/MIME encrypted');
Erklärung
In diesem Beispiel wird versucht eine E-Mail mittels Benutzer basiertem S/MIME Zertifikat des
Kommunikationspartners zu Verschlüsseln (Zeile 1). Erfolg beziehungsweise Misserfolg der Aktion wird protokolliert (Zeile 2 und 4).
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8.7.2.3.4 smime_signed()
Der Befehl smime_signed() prüft, ob eine E-Mail S/MIME signiert ist.
Aufbau des Befehls
smime_signed();
Rückgabewert
positiv
wenn die E-Mail S/MIME signiert ist
negativ
wenn die E-Mail nicht S/MIME signiert ist
Parameter
keine
Beispiel
Zeile Code
01
02 if (smime_signed()) { log(1, 'e-mail is S/MIME signed');
03
04
05
06
07
08
09
10 } if (validate_smime_sig('1') {
}
} else { log(1, 'signature is valid');
} else { log(1, 'signature is invalid'); log(1, 'e-mail is not S/MIME signed');
Erklärung
In diesem Beispiel wird zunächst geprüft, ob eine E-Mail S/MIME signiert ist (Zeile 1) und ein entsprechender ein Log Eintrag geschrieben (Zeile 2 und 9). Ist die E-Mail S/MIME signiert, so wird Signatur geprüft (Zeile 3) und Erfolg beziehungsweise Misserfolg protokolliert wird (Zeile 4 und 6).
297
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298
8.7.2.3.5 validate_smime_sig()
Der Befehl validate_smime_sig() prüft die S/MIME Signatur einer E-Mail auf ihre Gültigkeit.
Aufbau des Befehls
validate_smime_sig('fetch-certificate');
Rückgabewert
positiv
wenn folgende Bedingungen erfüllt sind: die E-Mail ist unverändert der Signatur-Schlüssel ist gültig, das heisst er o er stammt von einer als vertrauenswürdig eingestuften Certificate Authority (CA) o hat das Ablaufdatum noch nicht überschritten o ist auf keiner der Appliance bekannten Certificate Revocation List (CRL) aufgeführt
negativ
wenn eine der Bedingungen nicht erfüllt ist
Parameter
fetch-certificate (optional)
Dieser Parameter gibt an, ob bei der in der Signatur enthaltene öffentliche Schlüssel (Zertifikat) des Absenders gespeichert werden soll (siehe
237
). Gespeichert werden nur
Zertifikate, deren Zertifikatskette bekannt ist (siehe
238
). Dies unabhängig davon, ob die E-Mail verändert wurde oder nicht
Mögliche Werte: true, yes oder 1 false, no oder 0 default ist 0
Beispiel
Zeile Code
01 if (validate_smime_sig('1') {
02
03
04
05 log(1, 'signature is valid');
} else {
} log(1, 'signature is invalid');
Erklärung
In diesem Beispiel wird die S/MIME Signatur einer E-Mail geprüft (Zeile 1) und Erfolg beziehungsweise Misserfolg protokolliert wird (Zeile 2 und 4).
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8.7.2.3.6 delete_smime_sig()
Der Befehl delete_smime_sig() ermöglicht es, die S/MIME-Signatur einer E-Mail zu löschen.
Dieser Befehl löscht eine Signatur aus der signierten E-Mail.
Hinweis:
Die Gültigkeit der S/MIME-Signatur wird nicht geprüft.
299
Aufbau des Befehls
delete_smime_sig();
Rückgabewert
positiv
wenn die E-Mail S/MIME signiert war
negativ
wenn die E-Mail nicht S/MIME signiert war
Parameter
keine
Beispiel
Zeile Code
01 if (validate_smime_sig('1') {
02
03 log(1, 'signature is valid'); delete_smime_sig();
04
05
06
} else { log(1, 'signature is invalid');
}
Erklärung
In diesem Beispiel wird die S/MIME Signatur einer E-Mail geprüft (Zeile 1) und Erfolg beziehungsweise Misserfolg protokolliert wird (Zeile 2 und 5). Wurde die Signatur als gültig eingestuft, so wird sie gelöscht (Zeile 3).
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300
8.7.2.3.7 has_smime_key()
Der Befehl has_smime_key() prüft, ob der Benutzer einen gültigen privaten S/MIME-Schlüssel besitzt.
Dieser Befehl prüft, ob ein Benutzer (interner Benutzer in der Appliance aus dem Menü
226
) einen gültigen privaten S/MIME-Schlüssel besitzt.
Aufbau des Befehls
has_smime_key();
Rückgabewert
positiv
wenn der Benutzer einen gültigen privaten S/MIME-Schlüssel besitzt
negativ
wenn der Benutzer keine oder nur abgelaufene S/MIME-Schlüssel besitzt.
auf den Status may not encrypt gesetzt ist.
auf den Status may not sign gesetzt ist.
Parameter
keine
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301
8.7.2.3.8 sign_smime()
Der Befehl sign_smime() signiert eine E-Mail.
Dieser Befehl signiert die ausgehende E-Mail mit dem persönlichen privaten S/MIME Schlüssels des
Absenders (siehe
Users
226
S/MIME
).
Aufbau des Befehls
sign_smime();
Rückgabewert
positiv
wenn die Nachricht erfolgreich signiert wurde
negativ
bei Fehlschlagen der Signatur
Parameter
keine
Beispiel
04
05
06
07
08
09
10
Zeile Code
01 if (has_smime_key(){
02
03 log(1, 'S/MIME key available, trying to sign'); if (sign_smime() { log(1, 'signing successful');
} else { log(1, 'signing failed');
}
}
} else { log(1, 'no S/MIME key available, do not sign');
Erklärung
In diesem Beispiel wird zunächst geprüft, ob ein privater S/MIME Schlüssel verfügbar ist (Zeile 1).
Das Ergebnis wird protokolliert (Zeile 2 und 9). Ist ein privater S/MIME Schlüssel vorhanden, so wird versucht die E-Mail zu signieren (Zeile 3) und das Ergebnis dieser Aktion wird ebenfalls in das
Log geschrieben (Zeile 4 beziehungsweise 6).
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302
8.7.3
GINA
8.7.3.1
encrypt_webmail()
Der Befehl encrypt_webmail() verschlüsselt eine E-Mail unter Verwendung der GINA-
Technologie.
Dieser Befehl verschlüsselt eine ausgehende Nachricht via GINA-Technologie an die
Empfängeradresse.
Die Empfängeradresse wird aus der aktuell verarbeiteten Nachricht entnommen.
Nach dem verschlüsseln einer Nachricht mittels GINA-Technologie sollte diese immer direkt mit deliver()
versendet werden.
Aufbau des Befehls
encrypt_webmail(['template']);
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter
template (optional)
Definiert das angelegte GINA-Profil beziehungsweise die GINA-Domain.
Wird kein Parameter angegeben, so wird die Vorlage anhand der E-Mail-Domäne der
Absenderadresse ausgewählt (siehe
130
Managed Domains
GINA Settings)
Beispiel
Zeile Code if (encrypt_webmail() {
01
02 log(1, 'email successfully deliver();
GINA encrypted');
03
04
} else { log(1, 'email could not be
GINA encrypted');
05
06
07 drop('451', 'Die Nachricht konnte nicht verschluesselt werden');
}
Erklärung
In diesem Beispiel wird versucht eine E-Mail mittels <%OEM-WEBMAIL-GINA%-Technologie zu
Verschlüsseln (Zeile 1). Erfolg beziehungsweise Misserfolg der Aktion wird protokolliert (Zeile 2 und 5). Bei erfolgreichem Verschlüsseln wird die E-Mail - wie empfohlen - direkt ausgeliefert (Zeile
3). Andernfalls wird sie mit dem temporären Fehler "451" und dem Hinweistext "Die Nachricht konnte nicht verschluesselt werden" abgewiesen (Zeile 6).
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303
8.7.3.2
pack_mail()
Der Befehl pack_mail() ermöglicht das Senden von GINA-E-Mails über ein abgekoppeltes GINA-
Relay-System.
Dieser Befehl ermöglicht das Senden von GINA-E-Mails über ein abgekoppeltes GINA-Relay-System
157
Ruleset Generator
Advanced Options Use remote GINA server, reachable under the following email address).
Aufbau des Befehls
pack_mail('e-mail-address', ['domainsignature']);
Rückgabewert
positiv
bei erfolgreichem Weiterleiten der GINA-Anforderung an das GINA-Relay-System
negativ
bei fehlgeschlagenem Weiterleiten der GINA-Anforderung an das GINA-Relay-System
Parameter e-mail-address
Definiert die E-Mail-Adresse unter welcher das GINA-Relay-System erreichbar ist.
domainsignature (optional)
Durch diesen Parameter wird die an das GINA-Relay-System weitergeleitete E-Mail zusätzlich mit einer Domänensignatur - ohne Prüfen des Absenders!!! - versehen.
Geprüft wird auf Empfängerseite (siehe
304
) mittels Fingerabdruck des Domänen
Zertifikates.
Mögliche Werte: true, yes oder 1 false, no oder 0 default ist 0
Beispiel
Zeile Code
01
02 if (pack_mail('[email protected]', 'yes') { log(1, 'email successfully sent to remote
GINA server');
} else {
03
04 log(1, 'email could not delivered to remote
GINA server'); drop('451', 'Die Nachricht konnte nicht verschluesselt
05
06 werden');
}
Erklärung
In diesem Beispiel wird die ausgehende E-Mail zur Weiterleitung an ein GINA-Relay-System gepackt, welches unter der (Pseudo) E-Mail Adresse "[email protected]" erreichbar ist und mit dem Domainzertifikat signiert (Zeile 1). Erfolg beziehungsweise Misserfolg der Aktion wird protokolliert (Zeile 2 und 4). Bei fehlschlagen der Aktion wird die E-Mail mit dem temporären
Fehler "451" und dem Hinweistext "Die Nachricht konnte nicht verschluesselt werden" abgewiesen
(Zeile 5).
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304
8.7.3.3
unpack_mail()
Der Befehl unpack_mail() entpackt auf einem GINA-Relay-System die vom Basis-System
übermittelten GINA-Anforderungen.
Mit diesem Befehl werden die vom Basis-System mittels
303
übermittelten GINA-
Anforderungen angenommen (vergleiche
Options This is a remote GINA server).
157
Das weitere Verarbeiten der E-Mail findet im Anschluss statt.
Ruleset Generator
Advanced
Aufbau des Befehls
unpack_mail();
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter
keine
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305
8.7.3.4
webmail_keys_avail()
Der Befehl webmail_keys_avail() prüft, ob ein GINA-Benutzerkonto vorhanden ist.
Aufbau des Befehls
webmail_keys_avail();
Rückgabewert
positiv
für die Gruppe mit vorhandenem GINA-Benutzerkonto
negativ
für die Gruppe ohne GINA-Benutzerkonto
Parameter
keine
Beispiel
Zeile Code
01
02
03
04
05
06 if (webmail_keys_avail(){ log(1, '
GINA account already exists');
} else {
} log(1, 'no
GINA account available, creating new account'); webmail_keys_gen('', '8');
Erklärung
In diesem Beispiel wird zunächst geprüft, ob ein GINA-Benutzerkonto vorhanden ist (Zeile 1). Das
Ergebnis dieser Abfrage wird protokolliert (Zeile 2 und 4). Ist kein GINA-Benutzerkonto vorhanden, so wird ein neues angelegt (Zeile 5).
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306
8.7.3.5
webmail_keys_gen()
Der Befehl webmail_keys_gen() erstellt ein GINA-Benutzerkonto.
Dieser Befehl generiert ein GINA-Benutzerkonto und schickt das Initial Kennwort an den Absender der ursprünglichen E-Mail oder alternativ an eine optional anzugebende E-Mail Adresse.
Aufbau des Befehls
webmail_keys_gen(['recipient'], ['password_length'],
['no_pw_email_if_sms_sent']);
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter
recipient (optional)
Definiert die E-Mail Adresse, an welche die E-Mail mit dem Initial Kennwort gesendet werden soll.
Wird keine E-Mail Adresse angegeben, so wird die Absender E-Mail Adresse verwendet.
password_length (optional)
Definiert die Länge des Initial Kennworts. Dabei steht die "0" (null) für ein leeres Kennwort.
Wird der Parameter nicht angegeben, so wird der Standardwert der Konfigurationsoberfläche
(siehe
150
GINA Settings
Password Length) verwendet.
no_pw_email_if_sms_sent (optional)
Mit dieser Option wird die E-Mail mit dem Initial Passwort an den Absender unterbunden, wenn dieses bereits per SMS übermittelt werden konnte (siehe auch Schlüsselwort [SMS:] in Tabelle 1 des Kapitels
84
).
Mögliche Werte: true, yes oder 1 false, no oder 0 default ist 0
Beispiel
webmail_keys_gen('', '8');
Erklärung:
In diesem Beispiel wird ein GINA-Benutzerkonto erzeugt. Der Absender der ursprünglichen E-Mail erhält eine E-Mail-Benachrichtigung mit dem Initial Kennwort. Dieses Initial Kennwort hat '8'
(acht) Zeichen.
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307
8.8
Befehle für LDAP (Zugriff auf externe Quellen)
8.8.1
ldap_read
Der Befehl ldap_read() liest einen Wert aus einem LDAP-Verzeichnis aus und legt diesen in einer
Variablen ab.
Dieser Befehl baut eine Verbindung zu einem LDAP-Server auf, liest den Wert eines Attributs aus und legt diesen in einer Variable ab.
Wird keiner der angegebenen LDAP Server erreicht, so wird die E-Mail mit einem temporären Fehler abgewiesen (420, could not bind to LDAP server).
Aufbau des Befehls
ldap_read('ldap', 'attr', 'var');
Rückgabewert
positiv
wenn das Attribute 'attr' gefunden und somit der Variablen 'var' ein Wert zugewiesen werden kann
negativ
wenn der Variablen 'var' kein Wert zugewiesen werden kann
Parameter ldap
Der Parameter ist wie folgt aufgebaut:
'URI;BindDN;Password;SearchBase;Filter'
Die Bedeutung der einzelnen Teil Strings ist der der folgenden Tabelle beschrieben:
Parameter Beschreibung
URI
BindDN
Password
SearchBase
Filter
Angabe des LDAP Servers, der abgefragt werden soll. Als Eingabe wird der
Hostname oder die IP-Adresse aktzeptiert. Es können auch zwei mit Komma getrennte Werte angegeben werden: In diesem Fall wird automatisch auf den zweiten Server zugegriffen, wenn der erste nicht erreicht werden kann.
Eingabe des vollständigen Distinguished Name (DN) des (read-only)
Accounts, welcher zur Suche des unter "SearchBase" in der LDAP Datenbank berechtigt ist.
Das Passwort des unter BindDN angegebenen Benutzers
Suchpfad: Gibt den Zweig der LDAP Datenbank an, in welchem das Attribute aus dem Parameter 'attr' zu suchen ist.
Angabe eines Attributes der LDAP Datenbank, unter welchem das gesuchte
Attribute aus dem Parameter 'attr' im Zweig der "SearchBase" zu finden ist.
attr
Attribut nach welchem im LDAP-Verzeichnis gesucht werden soll.
var
Name der Variablen, in welcher der Wert des Attributes 'attr' abgelegt werden soll
Beispiel
Der Wert des Attributs "name" soll aus einem LDAP-Verzeichnis ausgelesen werden. Dieser soll in der Variable "name" abgespeichert werden.
Die Anweisung sieht wie folgt aus:
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308 ldap_read('192.168.10.10;CN=Peter Mueller,OU=SBSUsers,OU=Users,
OU=MyBusiness,DC=Firma,DC=local;mypassword;OU=SBSUsers,OU=Users,
OU=MyBusiness,DC=Firma,DC=local; (mail=$sender)','name','name'););
Erklärung
Der LDAP Server mit der IP-Adresse 192.168.10.10 (und dem Standardport 389) wird abgefragt.
Der DistinguishedName (DN) des Benutzers (Peter Mueller) unter welchem die Abfrage ausgeführt wird (dieser muss die entsprechenden Berechtigungen besitzen) lautet
CN=Peter Mueller,OU=SBSUsers,OU=Users,OU=MyBusiness,DC=Firma,DC=local
Das Passwort dieses Benutzers lautet mypassword
Der LDAP Pfad, in welchem nach dem Attribut "name" gesucht werden soll lautet
OU=SBSUsers,OU=Users,OU=MyBusiness,DC=Firma,DC=local
Der Benutzer, dessen Gruppenzugehörigkeit festgestellt werden soll, wird anhand der Absender
E-Mail Adresse 'ldap/Filter' definiert.
Existiert das angegebene Attribut 'attr' oder der gesuchte Eintrag nicht, so wird der Variable
'var'
ein leerer Wert zugewiesen.
Werden mehrere Einträge (Objekte) im Attribut 'attr' gefunden, so wird nur der erste ausgewertet.
Sollten mehrere Attribute 'attr' vorhanden sein, so werden alle Attribute ausgewertet (multi value).
Wird keiner der angegebenen LDAP Server erreicht, so wird die E-Mail mit einem temporären
Fehler abgewiesen.
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309
8.8.2
ldap_compare()
Der Befehl ldap_compare() vergleicht einen vorgegebenen Wert mit dem Wert eines LDAP-
Attributs.
Dieser Befehl baut eine Verbindung zu einem LDAP-Server auf und prüft den Wert eines Attributs.
Wird keiner der angegebenen LDAP Server erreicht, so wird die E-Mail mit einem temporären Fehler abgewiesen (420, could not bind to LDAP server).
Aufbau des Befehls
ldap_compare('ldap', 'attr', 'value');
Rückgabewert
Der Rückgabewert ist abhängig von der verwendeten Variable im LDAP-Suchstring
Parameter ldap
Der Parameter ist wie folgt aufgebaut:
'URI;BindDN;Password;SearchBase;Filter'
Die Bedeutung der einzelnen Teil Strings ist der der folgenden Tabelle beschrieben:
Parameter Beschreibung
URI
BindDN
Password
SearchBase
Filter
Angabe des LDAP Servers, der abgefragt werden soll. Als Eingabe wird der
Hostname oder die IP-Adresse aktzeptiert. Es können auch zwei mit Komma getrennte Werte angegeben werden. In diesem Fall wird automatisch auf den zweiten Server zugegriffen, wenn der erste nicht erreicht werden kann.
Eingabe des vollständigen Distinguished Name (DN) des (read-only)
Accounts, welcher zur Suche des unter "SearchBase" angegebenen Pfades der LDAP Verzeichnisstruktur berechtigt ist.
Das Passwort des unter BindDN angegebenen Benutzers
Suchpfad: Gibt den Zweig des LDAP Verzeichnisses an, in welchem das
Attribut 'attr' aus dem Parameter mittels Suchfilter (siehe nächste Zeile) zu suchen ist.
Suchfilter: Hier wird auf Übereinstimmung des Wertes des angegebenen
Attributes aus dem LDAP Suchpfad verglichen.
Variablen
$sender
Diese Variable gibt den Absender der E-Mail aus.
Rückgabewert bei Verwendung dieser Variable
pos
wenn der Wert 'value' für das angegebene Attribut 'attr' im
itiv
LDAP Suchstring 'ldap/SearchBase' gefunden wurde.
neg
wenn kein entsprechender Wert gefunden wurde.
ativ
$recipients
Diese Variable gibt die Empfänger einer E-Mail aus. Dabei wird die E-Mail in zwei Gruppen gesplittet. Eine Gruppe mit den Empfängern, welche über den Wert 'value' im angegebenen Attribut 'attr' des LDAP
Suchstrings 'ldap/SearchBase' verfügen, und eine weitere Gruppe für die Empfänger, welche nicht darüber verfügen.
Rückgabewert bei Verwendung dieser Variable
posfür die Gruppe mit dem entsprechenden Wert 'value'
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310
Parameter Beschreibung
itiv neg
für die Gruppe ohne dem entsprechenden Wert 'value'
ativ
$one_recipient
Enthält eine E-Mail mehrere Empfänger, so wird für alle Empfänger der
Wert 'value' für das angegebene Attribut 'attr' im LDAP Suchstring
'ldap/SearchBase'
geprüft.
Rückgabewert bei Verwendung dieser Variable
pos
wenn mindestens bei einem Empfänger der Wert 'value' für das
itiv
angegebene Attribut 'attr' im LDAP Suchstring 'ldap/
SearchBase'
gefunden wurde .
neg
wenn bei keinem Empfänger ein entsprechender Wert 'value'
ativ
gefunden wurde.
$all_recipients
Enthält eine E-Mail mehrere Empfänger, so wird für alle Empfänger der
Wert 'value' für das angegebene Attribut 'attr' im LDAP Suchstring
'ldap/SearchBase'
geprüft. 'ldap/SearchBase' gefunden wurde
Rückgabewert bei Verwendung dieser Variable
pos
wenn bei allen Empfängern der Wert 'value' für das angegebene
itiv
Attribut 'attr' im LDAP Suchstring 'ldap/SearchBase' gefunden wurde.
neg
wenn auch nur bei einem Empfänger der Wert 'value' nicht
ativ
gefunden wurde.
attr
Attribut nach welchem im LDAP-Verzeichnis gesucht werden soll.
Hinweis:
Sollten mehrere Attribute 'attr' vorhanden sein, so werden alle
Attribute ausgewertet (multi value).
value
Wert, welcher im abgefragten Attribut 'attr' vorkommen soll.
Hinweis:
Werden mehrere Einträge 'value' gefunden, so wird nur der erste ausgewertet.
Beispiel 1
Die Zugehörigkeit des internen Absenders einer E-Mail "(mail=$sender)" zur Gruppe "MailCrypt" soll im LDAP geprüft werden, um festzustellen, ob er berechtigt ist, kryptographisch behandelte E-
Mails zu senden.
Die Anweisung sieht wie folgt aus: ldap_compare('192.168.10.10;CN=Peter Mueller,OU=SBSUsers,OU=Users,
OU=MyBusiness,DC=Firma,DC=local;mypassword;OU=SBSUsers,OU=Users,
OU=MyBusiness,DC=Firma,DC=local;(mail=$sender)','memberOF','MailCrypt');
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311
Erklärung
Der LDAP Server mit der IP-Adresse 192.168.10.10 (und dem Standardport 389) wird abgefragt.
Der DistinguishedName (DN) des Benutzers unter welchem die Abfrage ausgeführt wird (dieser muss die entsprechenden Berechtigungen besitzen) lautet
CN=Peter Mueller,OU=SBSUsers,OU=Users,OU=MyBusiness,DC=Firma,DC=local
Das Passwort dieses Benutzers lautet mypassword
Der LDAP Pfad, in welchem der Suchfilter (mail=$sender) angewendet werden soll soll lautet
OU=SBSUsers,OU=Users,OU=MyBusiness,DC=Firma,DC=local
Der Benutzer, dessen Gruppenzugehörigkeit festgestellt werden soll, wird also in diesem Beispiel anhand der Absender E-Mail Adresse (mail=$sender) festgestellt.
Mindestens ein Wert des Attributes "memberOF" muss den Wert "MailCrypt" haben, damit der
Rückgabewert positiv ist.
Beispiel 2
Ausgangspunkt sind zwei unterschiedliche Groupware- (interne E-Mail-) Server (zum Beispiel
Exchange und Domino), welche parallel eingesetzt werden.
Es soll abgefragt werden, ob das Postfach wenigstens eines internen Empfängers einer eingehenden E-Mail - mit gegebenenfalls mehreren Empfängern - ein Exchange Postfach ist.
Die Anweisung sieht wie folgt aus: ldap_compare('192.168.10.10;CN=Peter Mueller,OU=SBSUsers,OU=Users,
OU=MyBusiness,DC=Firma,DC=local;mypassword;OU=SBSUsers,OU=Users,
OU=MyBusiness,DC=Firma,DC=local;
(mail=$recipient)','MailServerGruppe','Exchange'){ log(1, 'Mitglied der AD-Gruppe Exchange');
} else { log(1, 'nicht Mitglied der AD-Gruppe Exchange');
}
Erklärung
Im LDAP Suchpfad (SearchBase) wird der Suchfilter (Filter) "(mail=$recipients)" angewendet.
Für die Empfänger der E-Mail, welche im LDAP--Verzeichnis gefunden wurden, im Besitz des genannten Attributs sind und der Wert dieses Attributs der Vorgabe entspricht "wird der Log-
Eintrag "Mitglied der AD-Gruppe Exchange" generiert. Für alle anderen Empfänger wird der Log-
Eintrag "nicht Mitglied der AD-Gruppe Exchange" generiert.
Beispiel 3
Ausgangspunkt sind wieder zwei unterschiedliche Groupware-Server, welche parallel eingesetzt werden.
Es soll abgefragt werden, ob das Postfach wenigstens eines internen Empfängers einer eingehenden E-Mail - mit gegebenenfalls mehreren Empfängern - ein Exchange Postfach ist.
Die Anweisung sieht wie folgt aus: ldap_compare('192.168.10.10;CN=Peter Mueller,OU=SBSUsers,OU=Users,
OU=MyBusiness,DC=Firma,DC=local;mypassword;OU=SBSUsers,OU=Users,
OU=MyBusiness,DC=Firma,DC=local;
(mail=$one_recipient)','MailServer','Exchange');
Erklärung
Im LDAP Suchpfad (SearchBase) wird der Suchfilter (Filter) "(mail=$one_recipient)" angewendet.
Hat wenigstens ein Empfänger der E-Mail "(mail=$one_recipient)" den Wert "Exchange" im
Attribut "MailServer" so ist der Rückgabewert positiv.
Beispiel 4
Es soll abgefragt werden, ob das Postfach aller internen Empfänger einer eingehenden E-Mail mit gegebenenfalls mehreren Empfängern - Domino Postfächer sind.
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312
Die Anweisung sieht wie folgt aus: ldap_compare('192.168.10.10;CN=Peter Mueller,OU=SBSUsers,OU=Users,
OU=MyBusiness,DC=Firma,DC=local;mypassword;OU=SBSUsers,OU=Users,
OU=MyBusiness,DC=Firma,DC=local;
(mail=$all_recipients)','MailServer','Domino');
Erklärung
Im LDAP Suchpfad (SearchBase) wird der Suchfilter (Filter) "(mail=$all_recipients)" angewendet.
Nur wenn alle internen Empfänger der E-Mail "(mail=$all_recipients)" den Wert "Domino" im
Attribut "MailServer" haben, so ist der Rückgabewert positiv.
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313
8.8.3
ldap_getcerts()
Der Befehl ldap_getcerts() ruft öffentliche S/MIME Schlüssel (Zertifikate) bei einem LDAP-
Verzeichnisdienst ab.
Dieser Befehl ruft für jeden Empfänger einer E-Mail öffentliche S/MIME Schlüssel (Zertifikate) bei einem LDAP-Verzeichnisdienst ab.
Aufbau des Befehls
ldap_getcerts('ldap');
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter ldap
Der Parameter ist wie folgt aufgebaut:
'URI;BindDN;Password;SearchBase'
Die Bedeutung der einzelnen Teil Strings ist der der folgenden Tabelle beschrieben:
Parameter Beschreibung
URI
BindDN
Password
SearchBase
Angabe des LDAP Servers, der abgefragt werden soll. Als Eingabe wird der
Hostname oder die IP-Adresse aktzeptiert. Es können auch zwei mit Komma getrennte Werte angegeben werden: In diesem Fall wird automatisch auf den zweiten Server zugegriffen, wenn der erste nicht erreicht werden kann.
Eingabe des vollständigen Distinguished Name (DN) des (read-only)
Accounts, welcher zur Suche des unter "SearchBase" in der LDAP Datenbank berechtigt ist.
Das Passwort des unter BindDN angegebenen Benutzers
Suchpfad: Gibt den Zweig der LDAP Datenbank an, in welchem das Attribute aus dem Parameter 'attr' zu suchen ist.
Beispiel
ldap_getcerts('ldap-directory.domain.tld;;;ou=pki-participant,dc=pki, dc=domain,dc=tld');
Erklärung
Der LDAP Server, welcher unter dem Fully Qualified Domain Naime (FQDN) "ldap-directory.
domain.tld" (auf dem Standardport 389) erreichbar ist, wird abgefragt.
Ein Benutzer (BindDN) mit Passwort (Password) zur Authorisierung der Abfrage ist nicht notwendig, da es sich im Beispiel um einen öffentlichen LDAP Verzeichnisdienst handelt.
Der LDAP Pfad, in welchem die Zertifikate abliegen lautet ou=pki-participant,dc=pki,dc=domain,dc=tld
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314
8.8.4
ldap_getpgpkeys()
Der Befehl ldap_pgpkeys() ruft öffentliche openPGP Schlüssel bei einem LDAP-Verzeichnisdienst ab.
Dieser Befehl ruft für jeden Empfänger einer E-Mail öffentliche openPGP Schlüssel bei einem LDAP-
Verzeichnisdienst ab.
Aufbau des Befehls
ldap_getpgpkeys('ldap');
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter ldap
Der Parameter ist wie folgt aufgebaut:
'URI;BindDN;Password;SearchBase'
Die Bedeutung der einzelnen Teil Strings ist der der folgenden Tabelle beschrieben:
Parameter Beschreibung
URI
BindDN
Password
SearchBase
Angabe des LDAP Servers, der abgefragt werden soll. Als Eingabe wird der
Hostname oder die IP-Adresse aktzeptiert. Es können auch zwei mit Komma getrennte Werte angegeben werden: In diesem Fall wird automatisch auf den zweiten Server zugegriffen, wenn der erste nicht erreicht werden kann.
Eingabe des vollständigen Distinguished Name (DN) des (read-only)
Accounts, welcher zur Suche des unter "SearchBase" in der LDAP Datenbank berechtigt ist.
Das Passwort des unter BindDN angegebenen Benutzers
Suchpfad: Gibt den Zweig der LDAP Datenbank an, in welchem das Attribute aus dem Parameter 'attr' zu suchen ist.
Beispiel
ldap_getpgpkeys('ldap-directory.domain.tld;;;ou=pki-participant,dc=pki, dc=domain,dc=tld');
Erklärung
Der LDAP Server, welcher unter dem Fully Qualified Domain Naime (FQDN) "ldap-directory.
domain.tld" (auf dem Standardport 389) erreichbar ist, wird abgefragt.
Ein Benutzer (BindDN) mit Passwort (Password) zur Authorisierung der Abfrage ist nicht notwendig, da es sich im Beispiel um einen öffentlichen LDAP Verzeichnisdienst handelt.
Der LDAP Pfad, in welchem die öffentlichen openPGP Schlüssel abliegen lautet ou=pki-participant,dc=pki,dc=domain,dc=tld
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315
8.9
Befehle für Content Management
8.9.1
iscalendar()
Der Befehl iscalendar() prüft, ob es sich bei einer E-Mail um einen Kalendereintrag handelt.
Der Befehl prüft, unter anderem anhand des Mime-Type text/calendar, ob es sich bei einer E-Mail um einen Kalendereintrag - zum Beispiel Einladungen, Termine, Besprechungsanfragen oder die jeweiligen Zu/Absagen - handelt. Diese Abfrage wird typischerweise für das anschliessende
Unterbinden kryptographischer Aktionen bei Kalendereinträgen verwendet, da viele E-Mail Clients damit nicht umgehen können.
Aufbau des Befehls
iscalendar();
Rückgabewert
positiv
wenn es sich bei der E-Mail um einen Kalendereintrag handelt
negativ
wenn es sich bei der E-Mail nicht um einen Kalendereintrag handelt
Parameter
keine
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316
8.9.2
isspam()
Der Befehl isspam() prüft, ob es sich bei einer E-Mail um SPAM handelt.
Dieser Befehl ist nur bei aktiviertem Protection Pack verfügbar. Er prüft den SPAM Level einer E-Mail und führt die entsprechend der eingestellten Schwellwerte definierte Aktion aus (Markieren oder
Abweisen).
(siehe auch
157
Ruleset Generator
Protection Pack (Anti-Spam / Anti-Virus)).
Aufbau des Befehls
isspam('marklevel', 'tag', 'rejectlevel');
Rückgabewert
positiv
immer
Parameter marklevel
Dieser Parameter definiert den Punktwert, ab welchem eine E-Mail als SPAM E-Mail markiert wird.
Wertebereich: 0.5 - 9.5
Schrittweite: 0.5
Markieren heisst dem Betreff einer E-Mail wird ein entsprechendes Merkmal hinzugefügt. Dieses
Merkmal wird mittels dem Parameter tag definiert
tag
Dieser Parameter definiert einen Wortbestandteil (tag) der zur Markierung einer E-Mail als SPAM an den Betreff angehängt wird.
rejectlevel
Dieser Parameter definiert den Punktwert, ab welchem eine E-Mail als SPAM E-Mail abgewiesen wird.
Wertebereich: 0.5 - 9.5
Schrittweite: 0.5
Beispiel
isspam('2.5', '[SPAM]', '4.5');
Erklärung
In diesem Beispiel wird eine E-Mail auf SPAM überprüft. Wird der SPAM Level von "2.5" erreicht, bleibt jedoch unter "4.5", so wird die E-Mail im Betreff mit dem Hinweis "[SPAM]" gekennzeichnet.
Ab Erreichen des Schwellwertes 4.5 wird die E-Mail abgewiesen (rejected).
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317
8.9.3
partoftype()
Der Befehl partoftype() ermittelt den Dateityp von E-Mail Dateianhängen.
Dieser Befehl prüft, ob die Dateianlagen einer E-Mail einem bestimmten Typ entsprechen. Ist dies der
Fall , so wird eine definierte Aktion ausgeführt.nlagen passiert, wenn die Prüfung auf den Typ positiv ist. Die Inhalte von Archivdateien werden durchsucht, wenn check_archive den booleschen Wert true
hat. Statt true kann auch yes oder 1 verwendet werden.
Aufbau des Befehls
partoftype('type', 'action', 'check_archive');
Rückgabewert
positiv
wenn der angegebene MIME Type in der/den Anlage(n) der E-Mail gefunden wurde
negativ
wenn keine Anlage des genannten MIME Types gefunden wurde
Parameter type
Weitere Informationen zum Parameter Typ sind im Abschnitt
319
zu finden.
action
Mögliche Werte info stellt das Resultat für die folgenden Befehle zu Verfügung delete default ist info entfernt zusätzlich die entsprechende Dateianlage aus der E-Mail
check_archive
Durch Anschalten dieses Parameter wird der angegebene MIME Type zusätzlich in Archivdateien
(siehe
318
ARCHIVES) gesucht.
Mögliche Werte: true, yes oder 1 false, no oder 0 default ist 0
Beispiel
partoftype('EXE', 'delete', 'true');
Erklärung
In diesem Beispiel wird eine E-Mail auf das Vorhandensein von Dateianhängen desTyps 'EXE'
überprüft. Wird ein Dateianhang gefunden, so wird dieser aus der E-Mail entfernt. Enthält die E-
Mail als Dateianhang eine Archivdatei, so wird diese ebenfalls durchsucht. Wird innerhalb der
Archivdatei eine Datei vom Typ 'EXE' gefunden, so wird die Datei aus dem Archiv entfernt.
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318
8.9.3.1
Liste von Dateigruppen
Folgende Gruppen von Dateitypen werden unterschieden:
ID
ARCHIVES
EXE
FS
IMAGES
MEDIA
Beschreibung
Archivdateien
Beinhaltete Dateitypen
ZIP ZIP.SFX RAR LHARC LHA SQUISH UC2 ZOO TAR CAB
BZIP GZIP
Ausführbare Dateien EXE.PE EXE COM
Dateisysteme ISO9660 HISIERRA
Bilder
Multimedia
JPEG BMP TIFF PNG GIF TARGA PBMPLUS NIFF FAX PCX
LWF ICO JPG2000 EMF
RIFF.WAV RIFF.AVI RIFF.ANI RIFF.MID RIFF.MMF RIFF.DIB
RIFF RIFX MPEG.VID MPEG.SYS MPEG.L3 MS.ASF
OFFICE Office-Dokumente
Gruppen von Dateitypen
RTF PDF MS.OFF MS.XLS
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319
8.9.3.2
Liste der Dateitypen
Folgende Dateitypen werden unterschieden:
ID
BMP
BZIP
CAB
COM
EMF
EXE
FAX
GIF
GZIP
ICO
ISO9660
JPEG
JPG2000
LHA
LHARC
LWF
MPEG.L3
MPEG.SYS
MPEG.VID
MS.ASF
MS.OFF
MS.XLS
NIFF
PBMPLUS
PCX
PNG
RAR
RIFF.ANI
RIFF.AVI
RIFF.DIB
RIFF.MID
RIFF.MMF
RIFF.WAV
RTF
TAR
TARGA
TIFF
ZIP
ZOO
Liste der Dateitypen
Beschreibung
PC Bitmap
BZIP Compressed
Microsoft CAB file
MSDOS Computable
Enhanced Windows Metafile
MSDOS Executable
G3 Fax
GIF Image
GZIP Compressed
Windows Icon
ISO 9660 CD-ROM
JPEG Image
JPEG 2000 Image
LHa 2.x? Archive
LHarc 1.x Archive
LuraWave Image
MPEG Layer 3
MPEG System Stream
MPEG Video
Microsoft ASF
MS Office document
MS Excel 5.0 Worksheet
NIFF Image
PBMPLUS Bitmap
Z-Soft Image
PDF Document
PNG Image
RAR Archive
MS RIFF Animated Cursor
MS RIFF Audio Video Interleave
MS RIFF DIB Bitmap
MS RIFF MIDI File
MS RIFF Multimedia Movie
MS RIFF Wave Audio
Rich Text Format
TAR Archive
TARGA Bitmap
TIFF Image
PKZIP Archive
Zoo Archive
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320
8.9.4
vscan()
Der Befehl vscan() prüft die gesamte E-Mail auf Viren.
Dieser Befehl ist nur bei aktiviertem Protection Pack verfügbar. Er prüft eine E-Mail auf Viren und sendet eine Benachrichtigung an eine zu definierende E-Mail Adresse.
(siehe auch
157
Ruleset Generator
Protection Pack (Anti-Spam / Anti-Virus)).
Aufbau des Befehls
vscan('notification_e-mail_address');
Der Befehl muss mit einem Semikolon abgeschlossen werden.
Dieser Befehl prüft alle Dateianlagen sowie E-Mail Text und Betreff einer E-Mail auf bekannte Viren.
Wird ein Virus gefunden, dann wird eine E-Mail-Benachrichtigung an E-Mail-Addr-für-
Benachrichtigung
gesendet. Ein nachfolgender Ruleset-Befehl muss diese E-Mail weiter behandeln.
Der Rückgabewert ist immer dann positiv, wenn das Ergebnis mindestens einer Prüfung der
Dateianlagen einer E-Mail positiv (Virenfund) ist, sonst ist er negativ. Der Befehl hat 1 Parameter.
Parameter notification_e-mail_address
Definiert die E-Mail-Adresse an welche bei Virenfund eine Benachrichtigung gesendet wird.
Beispiel
vscan('[email protected]');
Erklärung
In diesem Beispiel wird eine E-Mail-Benachrichtigung an '[email protected]' gesendet, wenn ein Virus gefunden wurde.
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321
8.10
Vordefinierte Funktionen
Vordefinierte Funktionen beinhalten gegebenenfalls eine Abfolge von Befehlen, welche für das
Realisieren einer bestimmten Funktion von Nöten sind. Dabei werden vor allem variable Werte aus dem Ruleset Generator (siehe
157
Ruleset Generator
) übernommen.
Dadurch kann die Ruleset Programmierung dynamisch auf Änderungen variabler Werte reagieren und wird somit vereinfacht, verkürzt und übersichtlicher.
8.10.1 @ADDDISCLAIMER@
Die Funktion @ADDDISCLAIMER@ hängt die Fussnote an, welche gemäss der Managed Domain
130
Managed Domains
" Spalte "Disclaimer Setting" der angezeigten Tabelle) zur E-Mail Domäne des Absenders passt.
8.10.2 @ARCHIVE@
Die Funktion @ARCHIVE@ archiviert E-Mails unter Verwendung der unter "
157
Ruleset Generator
Archiving" eingetragenen E-Mail Adresse.
8.10.3 @CREATEGPGKEYS@
Die Funktion @CREATEPGPKEYS@ erzeugt für den Absender einer E-Mail ein Schlüsselpaar, so wie es in der Administrationsoberfläche (siehe
157
Ruleset Generator
Key Generation) definiert wurde.
Beispiel
createaccount('@CREATEGPGKEYS@');
8.10.4 @CREATEUSER@
Die Funktion @CREATEUSER@ generiert einen neuen Benutzer (siehe
223
), gemäss der
Einstellungen wie sie in der Administrationsoberfläche unter
157
Ruleset
Generator
User Creation definiert wurden, sofern dieser nicht bereits vorhanden ist.
8.10.5 @CREATESEPPMAILACCOUNT@
Die Funktion @CREATESEPPMAILACCOUNT@ generiert einen neuen GINA-Benutzer (siehe
230
), gemäss der Einstellungen wie sie in der Administrationsoberfläche unter
150
GINA Settings
definiert wurden, sofern dieser nicht bereits vorhanden ist.
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322
8.10.6 @KEYSERVER@
Die Funktion @KEYSERVER@ sucht auf den unter "
157
Ruleset Generator
Key
Server" eingetragenen Schlüssel Servern nach öffentlichen Schlüsseln - egal ob openPGP oder S/
MIME - für das Verschlüsseln an externe Kommunikationspartner.
Beispiel
Zeile Code
01 @KEYSERVER@
02
03 if (pgp_keys_avail(){ log(1, 'pgp key available');
04
05
06
07 if (encrypt_pgp() { log(1, 'email successfully pgp encrypted');
} else { log(1, 'email could not be pgp encrypted');
08
09
10
11 }
}
} else { log(1, 'no pgp key available');
Erklärung
In diesem Beispiel wird über @KEYSERVER@ definiert, dass öffentliche Schlüssel - egal ob S/
MIME oder openPGP - nicht nur lokal auf der Appliance, sonder auch auf den in der
Administrationsoberfläche angegebenen Schlüssel Servern (siehe
157
Ruleset
Generator
Key Server) gesucht werden soll (Zeile 1).
Der Befehl pgp_keys_avail() prüft somit sowohl lokal auf der Appliance als auch auf den in der Administrationsoberfläche angegebenen Schlüsselservern, ob ein passender, Benutzer basierter öffentlicher - im Beispiel openPGP - Schlüssel für das Verschlüsseln zur Verfügung steht
(Zeile 2). Das Ergebnis dieser Abfrage wird protokolliert (Zeile 3 und 10). Steht ein entsprechender
Schlüssel zur Verfügung, wird mit dem Verschlüsseln fortgefahren (Zeile 4), dessen Erfolg beziehungsweise Misserfolg ebenfalls protokolliert wird (Zeile 5 und 7).
8.10.7 @NOENCTEXT@
Die Funktion @NOENCTEXT@ gibt das im Ruleset Generator angegebene Betreffzeilen Schlüsselwort für das Unterdrücken des Verschlüsselns (siehe
157
Ruleset Generator
Encryption/Decryption Outgoing e-mails
Do not encrypt mails with the following text in subject:
) aus.
Beispiel
Zeile Code
01 if (iscalendar()) {
02
03
log(1, 'meeting request, do not encrypt');
@REMOVETAGS@
04
05
06
tagsubject('@NOENCTEXT@');
} else {
}
Erklärung
In diesem Beispiel wird über den Befehl
315
(Zeile 1) geprüft, ob es sich bei der E-
Mail um einen Kalendereintrag handelt. Wenn dem so ist, so wird dies im Log eingetragen (Zeile
2) , alle eventuell bereits vorhandenen Tags via
325
entfernt (Zeile 3) und als nicht zu verschlüsselnd (@NOENCTEXT@) (Zeile 4) markiert.
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323
8.10.8 @NOSIGNTEXT@
Die Funktion @NOSIGNTEXT@ gibt das im Ruleset Generator angegebene Betreffzeilen Schlüsselwort
für das Unterdrücken des Signierens (siehe
157
Ruleset Generator
Signing
Outgoing e-mails
Do not S/MIME sign outgoing mails with the following text in subject:
) aus.
Beispiel
Zeile Code
01 if (iscalendar()) {
02
03
log(1, 'meeting request, do not encrypt or sign');
compare('subject','substitute','@SIGNTEXT@');
04
05
06
tagsubject('@NOSIGNTEXT@');
} else {
}
Erklärung
In diesem Beispiel wird über über den Befehl
315
(Zeile 1) geprüft, ob es sich bei der
E-Mail um einen Kalendereintrag handelt. Wenn dem so ist, so wird dies im Log eingetragen (Zeile
2). Ein eventuell vorhandenes Tag zum Signieren (
325
) der E-Mail wird entfernt
(Zeile 3) und - für den Fall, dass die Option für das Signieren aller ausgehenden E-Mails gesetzt ist - als nicht zu signierend (@NOSIGNTEXT@) (Zeile 4) markiert.
8.10.9 @PLAINTEXT@
Die Funktion @PLAINTEXT@ gibt das im Ruleset Generator angegebene Betreffzeilen Schlüsselwort für das Unterdrücken sämtlicher kryptographischer Verfahren (siehe
157
Ruleset
Generator
General Settings
Do not touch mails with the following text in subject:
) aus.
Beispiel
Zeile Code
01 if (iscalendar()) {
02
03
log(1, 'meeting request, do not touch');
@REMOVETAGS@
04
05
06
tagsubject('@PLAINTEXT@');
} else {
}
Erklärung
In diesem Beispiel wird über über den Befehl
315
(Zeile 1) geprüft, ob es sich bei der
E-Mail um einen Kalendereintrag handelt. Wenn dem so ist, so wird dies im Log eingetragen (Zeile
2) , alle eventuell bereits vorhandenen Tags via
325
entfernt (Zeile 3) und als kryptographisch nicht zu behandelnd (@PLAINTEXT@) (Zeile 4) markiert.
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324
8.10.10 @REMOVEFAILSIG@
Die Funktion @REMOVEFAILSIG@ entfernt die E-Mail Signatur aus einer E-Mail, wenn diese beim
Prüfen als ungültig erkannt wurde (vergleiche
157
Ruleset Generator
Signing
Incoming e-mails "remove signature if S/MIME signature check fails").
Beispiel
Zeile Code
01 if (validate_smime_sig('true')) {
02
03
log(1, 'smime signed valid');
} else {
04
05
06
log(1, 'smime signed, but signature invalid');
@REMOVEFAILSIG@
}
Erklärung
In diesem Beispiel wird über über den Befehl
298
(Zeile 1) die Signatur einer E-Mail überprüft. Ist die Signatur valide, so wird das mittels
261
in das Log geschrieben
(Zeile 2).
Ist die Signatur ungültig, So wird dies ebenfalls über den Befehl log() in das Log geschrieben
(Zeile 4). Zusätzlich wird über die Funktion @REMOVEFAILSIG@ die E-Mail Signatur der E-Mail entfernt (Zeile 5)
8.10.11 @REMOVEOKSIG@
Die Funktion @REMOVEOKSIG@ entfernt die E-Mail Signatur aus einer E-Mail, wenn diese beim Prüfen
als valide erkannt wurde (vergleiche
157
Ruleset Generator
Signing Incoming emails "remove signature if S/MIME signature check succeeds").
Beispiel
Zeile Code
01 if (validate_smime_sig('true')) {
02
03
log(1, 'smime signed valid');
@REMOVEOKSIG@
04
05
06
} else {
log(1, 'smime signed, but signature invalid');
}
Erklärung
In diesem Beispiel wird über über den Befehl
298
(Zeile 1) die Signatur einer E-Mail überprüft. Ist die Signatur valide, so wird das mittels
261
in das Log geschrieben
(Zeile 2). Zusätzlich wird über die Funktion @REMOVEOKSIG@ die E-Mail Signatur der E-Mail entfernt (Zeile 3).
Ist die Signatur ungültig, So wird dies ebenfalls über den Befehl log() in das Log geschrieben
(Zeile 5).
8.10.12 @REMOVELFMTAGS@
Die Funktion @REMOVELFMTAGS@ entfernt alle von der Appliance für LFM verwendeten Tags
(Betreffzeilen Schlüsselworte) aus einer E-Mail, also [LFM] und [LFM:nocrypt] (siehe auch Tabelle 1 des Kapitels
84
).
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8.10.13 @REMOVETAGS@
Die Funktion @REMOVETAGS@ entfernt alle von der Appliance verwendeten Tags (Betreffzeilen
Schlüsselworte und Kennzeichen) aus einer E-Mail (siehe auch Tabelle 1 des Kapitels
84
, in welcher die Standard Schlüsselworte gelistet sind). Dabei werden die im Ruleset
Generator (siehe
157
Ruleset Generator
) vorgenommenen Änderungen der
Standard tags berücksichtigt.
8.10.14 @REMOVETAGDECRYPTED@
Die Funktion @REMOVETAGDECRYPTED@ entfernt das in der Appliance über den Ruleset Generator
(siehe
157
Ruleset Generator
Encryption/Decryption Incoming e-mails
Add this text to message subject after decryption
) festgelegte Tag (Betreffzeilen Kennzeichen), welches nach erfolgreichem
Entschlüsseln gesetzt wird - im Standard [secure] - aus dem Betreff einer E-Mail.
325
8.10.15 @REMOVETAGSIGNED@
Die Funktion @REMOVETAGSIGED@ entfernt das in der Appliance über den Ruleset Generator (siehe
S/MIME signature check succeeds:
) festgelegte tag (Betreffzeilen Kennzeichen), welches nach dem erfolgreichen Prüfen einer S/MIME Signatur - im Standard [signed OK] - gesetzt wird, aus dem Betreff einer E-Mail.
157
Ruleset Generator
Signing Incoming e-mails
Add this text to message subject if
8.10.16 @REMOVETAGSIGNEDINVALID@
Die Funktion @REMOVETAGSIGNEDINVALID@ entfernt das in der Appliance über den Ruleset
Generator (siehe
157
Ruleset Generator
Signing Incoming e-mails
Add this text to message subject if S/MIME signature check fails:
) festgelegte tag (Betreffzeilen Kennzeichen), welches nach dem Prüfen einer S/MIME signierten E-Mail mit ungültiger Signatur - im Standard ist das [signed
INVALID] - gesetzt wird, aus dem Betreff einer E-Mail.
8.10.17 @SIGNTEXT@
Die Funktion @SIGNTEXT@ gibt das im Ruleset Generator angegebene Betreffzeilen Schlüsselwort für das Signieren (siehe
157
Ruleset Generator
Signing Outgoing e-mails
S/MIME sign outgoing mails with the following text in subject:
) aus.
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326
8.10.18 @TAGDECRYPTED@
Die Funktion @TAGDECRYPTED@ fügt dem Betreff einer E-Mail das im Ruleset Generator (siehe
157
Ruleset Generator
Encryption/Decryption Incoming e-mails
Add this text to message subject after decryption
) eingetragene Schlüsselwort für entschlüsselte E-Mails an.
Beispiel
Zeile Code
01 if (decrypt_smime()) {
02
03
04
05
06
log(1, 'mail is smime signed encrypted');
@TAGDECRYPTED@
} else {
log(1, 'mail could not be smime decrypted');
}
Erklärung
In diesem Beispiel wird über über den Befehl
294
(Zeile 1) versucht die E-Mail
mit einem passenden S/MIME User-Key zu entschlüsseln. Gelingt dies, so wird das mittels
261
in das Log geschrieben (Zeile 2). Zusätzlich wird über die Funktion @TAGDECRYPTED@ (Zeile
3) dem Betreff der E-Mail das Kennzeichen für die erfolgreiche Entschlüsselung (im Standard
[secure]) hinzugefügt.
Schlägt die Entschlüsselung fehl, so wird dies ebenfalls über den Befehl log() in das Log geschrieben (Zeile 5).
8.10.19 @TAGHEADERDECRYPTED@
Die Funktion @TAGHEADERDECRYPTED@ fügt einer E-Mail den im Ruleset Generator (siehe
157
Ruleset Generator
Header tagging
Set header to value For all mails that have been decrypted
) eingetragenen x-header mit dem entsprechenden Wert an.
Beispiel
Zeile Code
01 if (decrypt_smime()) {
02
03
log(1, 'mail is smime signed encrypted');
@TAGHEADERDECRYPTED@
04
05
06
} else {
log(1, 'mail could not be smime decrypted');
}
Erklärung
In diesem Beispiel wird über über den Befehl
294
(Zeile 1) versucht die E-Mail
mit einem passenden S/MIME User-Key zu entschlüsseln. Gelingt dies, so wird das mittels
261
in das Log geschrieben (Zeile 2). Zusätzlich wird über die Funktion
@TAGHEADERDECRYPTED@
(Zeile 3) der E-Mail der x-header für erfolgreich entschlüsselte E-Mails angefügt.
Schlägt die Entschlüsselung fehl, so wird dies ebenfalls über den Befehl log() in das Log geschrieben (Zeile 5).
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327
8.10.20 @TAGHEADERENCRYPTED@
Die Funktion @TAGHEADERENCRYPTED@ fügt einer E-Mail den im Ruleset Generator (siehe
157
Ruleset Generator
Header tagging
Set header to value For all mails that have been encrypted
) eingetragenen x-header mit dem entsprechenden Wert an.
Beispiel
Zeile Code
01
02 if (encrypt_smime()) {
log(1, 'mail is smime signed encrypted');
03
04
05
06
@TAGHEADERENCRYPTED@
} else {
log(1, 'mail could not be smime decrypted');
}
Erklärung
In diesem Beispiel wird über über den Befehl
296
(Zeile 1) versucht die E-Mail
mit einem passenden S/MIME User-Key zu entschlüsseln. Gelingt dies, so wird das mittels
261
in das Log geschrieben (Zeile 2). Zusätzlich wird über die Funktion
@TAGHEADERENCRYPTED@
(Zeile 3) der E-Mail der x-header für erfolgreich verschlüsselte E-Mails angefügt.
Schlägt die Verschlüsselung fehl, so wird dies ebenfalls über den Befehl log() in das Log geschrieben (Zeile 5).
8.10.21 @TAGSIGNED@
Die Funktion @TAGSIGNED@ fügt dem Betreff der E-Mail die zur Kennzeichnung erfolgreich geprüfter
Signaturen definierte Markierung hinzu (siehe
157
Ruleset Generator
Signing
Incoming e-mails "Add this text to message subject if S/MIME signature check succeeds:").
Beispiel
Zeile Code
01 if (validate_smime_sig('true')) {
02
03
log(1, 'smime signed valid');
@TAGSIGNED@
04
05
06
} else {
log(1, 'smime signed, but signature invalid');
}
Erklärung
In diesem Beispiel wird über über den Befehl
298
(Zeile 1) die Signatur einer E-Mail überprüft. Ist die Signatur valide, so wird das mittels
261
in das Log geschrieben
(Zeile 2). Zusätzlich wird über die Funktion @TAGSIGNED@ (Zeile 3) dem Betreff der E-Mail das
Kennzeichen für erfolgreich geprüfte Signaturen - im Standard [signed OK] angefügt.
Ist die Signatur ungültig, so wird dies ebenfalls über den Befehl log() in das Log geschrieben
(Zeile 5).
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328
8.10.22 @TAGSIGNEDINVALID@
Die Funktion @TAGSIGNEDINVALID@ fügt dem Betreff der E-Mail die zur Kennzeichnung ungültiger
Signaturen definierte Markierung hinzu (siehe
157
Ruleset Generator
Signing
Incoming e-mails "Add this text to message subject if S/MIME signature check fails:").
Beispiel
Zeile Code
01 if (validate_smime_sig('true')) {
02
03
log(1, 'smime signed valid');
} else {
04
05
06
log(1, 'smime signed, but signature invalid');
@TAGSIGNEDINVALID@
}
Erklärung
In diesem Beispiel wird über über den Befehl
298
(Zeile 1) die Signatur einer E-Mail überprüft. Ist die Signatur valide, so wird das mittels
261
in das Log geschrieben
(Zeile 2).
Ist die Signatur ungültig, So wird dies ebenfalls über den Befehl log() in das Log geschrieben
(Zeile 4). Zusätzlich wird über die Funktion @TAGSIGNEDINVALID@ (Zeile 5) dem Betreff der E-
Mail das Kennzeichen für ungültige Signaturen - im Standard [signed INVALID] - angefügt.
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8.10.23 @TRIGGERTEXT@
Die Funktion @TRIGGERTEXT@ gibt das im Ruleset Generator angegebene Betreffzeilen
Schlüsselwort für das Verschlüsseln (siehe
157
Ruleset Generator
Encryption/
Decryption Outgoing e-mails
Always encrypt mails with the following text in subject:
) aus.
329
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330
8.11
Anwendungsbeispiele für das Regelwerk
Die hier dargestellten Codebeispiele sollen als Vorlage zur Abbildung spezifischer Anforderungen dienen.
Achtung !!!
Bei den hier aufgelisteten Code-Beispielen handelt es sich lediglich Vorschläge beziehungsweise Empfehlungen.
Vor dem Aktivieren ist in jedem Fall zu prüfen, ob das jeweilige Beispiel 100%ig auf die Anforderung passt und gegebenenfalls entsprechend anzupassen.
Sollten Kombinationen aus diesen Code-Beispielen benötigt werden, so ist unbedingt auf die korrekte Reihenfolge sowie der entsprechenden Platzierung im Regelwerk zu achten.
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331
8.11.1 Bounce von E-Mails nicht authentifizierter Benutzer
Wurde zum Beispiel unter
Mail Processing
Ruleset Generator
User Creation die Option
"Manual User Creation" gewählt (siehe
157
Ruleset Generator
), so werden im
Standardverhalten der Appliance E-Mails von Benutzern aus Managed Domains kryptographisch
unbehandelt durchgeleitet, wenn diese Absender keinen Benutzer Account (siehe auch
223
) auf der Appliance haben.
Sollen E-Mails dieser Absender entgegen dem Standardverfahren abgewiesen (bounced) werden, so kann dies über einen Custom Command erreicht werden.
Konfigurationsvorschlag
Anlegen des Templates "bounce_no_user" über
Mail Processing
Edit Mail Templates
(siehe
155
Edit Mail Templates
)
Navigieren zu
Mail Processing
Ruleset Generator
Custom Commands
Custom commands for User Creation:
(siehe
157
Ruleset Generator
)
Aktivieren der Option sowie Einfügen des folgenden Codes in das darunter liegende
Eingabefeld:
Zeile Code
01 if (authenticated()) {
02
03
} else { bounce('bounce_no_user', 'true');
04
05 } log(1, 'user account missing');
Umstellen der Option
Mail Processing
Ruleset Generator
User Creation von Manual
user creation: Only process outgoing mails from users with an account auf automatically
create accounts for new users if user tries to sign / encrypt
Beschreibung
Zunächst wird hier geprüft, ob der Absender der E-Mail einen Benutzer Account auf der Appliance besitzt (Zeile 01). Ist dies der Fall, so wird das Standard Ruleset weiter ausgeführt. Andernfalls wird die E-Mail abgewiesen (gelöscht) und eine Bounce-Mail an den Absender unter Verwendung der Vorlage "bounce_no_user" und mit dem Header der ursprünlichen E-Mail an den Absender gesendet (Zeile 03) und der Vorgang in das Log geschrieben (Zeile 04).
Damit im Ruleset die entsprechende Stelle erreicht werden kann, muss die User Creation von
Manual user creation auf automatically create accounts for new users if user tries to sign /
encrypt umgestellt werden.
Variationen
Anstelle des Befehls bounce() kann die E-Mail auch über den Befehl drop() abgewiesen werden.
Verwendete
Befehle
281
279
261
252
Funktionen
keine
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332
8.11.2 Einschränken des LFM berechtigten Personenkreises mittels LDAP Abfrage
Ist auf der Appliance das Zusatz-Feature LFM zwar lizensiert und aktiviert (siehe
Mail Processing
GINA domains
Edit
174
), soll jedoch nur einem eingeschränkten
Personenkreis zur Verfügung gestellt werden, so kann dies zum Beispiel durch die Abfrage eines
LDAP-Verzeichnisdienstes erfolgen.
Konfigurationsvorschlag
Navigieren zu
Mail Processing
Ruleset Generator
Custom Commands
Custom commands for outgoing e-mails BEFORE encryption:
157
Ruleset
Generator
)
Aktivieren der Option sowie Einfügen des folgenden Codes in das darunter liegende
Eingabefeld:
Zeile Code
01 if (compare('X-ESWmail-LFM','match','.')) {
02
03
log(1,'Mail is LFM, check if user is allowed to use');
if (ldap_compare('192.168.10.10;CN=Peter Mueller,OU=SBSUsers,
04
05
06
OU=Users,OU=MyBusiness,DC=Firma,DC=local;mypassword;OU=SBSUsers,
OU=Users,OU=MyBusiness,DC=Firma,DC=local;
(mail=$sender)','memberOF','LFM-Benutzer')) {
log(1,'User is allowed to send large files, proceeding');
} else {
log(1,'User is not allowed to send large files, mail will be
07
08
09
10 rejected');
drop('500','User is not allowed to send large files');
}
} else {
}
Beschreibung
In diesem Beispiel wird zunächst geprüft, ob es sich um eine "LFM"-Mail Handelt (Zeile 01). Ist dies der Fall, so wird dies zunächst in das Log geschrieben (Zeile 02) und anschliessend über eine
LDAP-Anfrage (in diesem Fall AD) die Zugehörigikeit des Absenders zur berechtigten Gruppe geprüft (Zeile 03). Ist der Absender berechtigt, so wird dies im Log eingetragen und im Ruleset fortgefahren (Zeile 04). Andernfalls wird dies ebenfalls in das Log eingetragen (Zeile 06), die Mail jedoch verworfen (Zeile 07).
Variationen
Anstelle des Befehls drop() kann die E-Mail auch über den Befehl bounce() unter Verwendung eines entsprechenden Templates abgewiesen werden.
Verwendete
Befehle
279
254
281
252
309
261
Funktionen
keine
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333
8.11.3 GINA-Verschlüsselung zwischen Mandanten erzwingen
Ist die SEPPmail-Appliance als mandantenfähiges System (siehe
243
) mit der Anforderung eingerichtet, alle E-Mails mit einem Verschlüsselungskennzeichen zwischen den Mandanten mittels
GINA-Technologie zu verschlüsseln, so kann dies zum Beispiel wie folgt realisiert werden.
Konfigurationsvorschlag
Navigieren zu
Mail Processing
Ruleset Generator
Custom Commands
Custom commands for incoming e-mails BEFORE decryption:
(siehe
157
Ruleset
Generator
)
Einfügen des folgenden Codes in das Eingabefeld:
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
Zeile Code
01 log(1, 'Start custom commands for incoming e-mails BEFORE decryption');
02 if (from_managed_domain()) {
if (compare('x-smenc', 'equal', 'yes')) {
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
log(1, 'Encryption requested by AddIn, encrypt with GINA');
@REMOVETAGS@
@CREATEUSER@
@CREATESEPPMAILACCOUNT@
if (encrypt_webmail()) {
} else {
log(1, 'webmail encryption failed');
drop ('550', 'Mail not accepted');
}
} else {
}
15
16
if (compare('subject', 'substitute', '(?i)@TRIGGERTEXT@')) {
log(1, 'Encryption requested by tag @TRIGGERTEXT@, encrypt with GINA');
@REMOVETAGS@
@CREATEUSER@
@CREATESEPPMAILACCOUNT@
if (encrypt_webmail()) {
} else {
log(1, 'webmail encryption failed');
drop ('550', 'Mail not accepted');
}
} else {
}
27
28
if (compare('sensitivity', 'equal', '(?i)companyconfidential'))
{
log(1, 'Encryption requested by sensitivity flag, encrypt with GINA');
@REMOVETAGS@
@CREATEUSER@
@CREATESEPPMAILACCOUNT@
if (encrypt_webmail()) {
} else {
log(1, 'webmail encryption failed');
drop ('550', 'Mail not accepted');
}
} else {
}
© 2015 SEPPmail AG
334
Zeile Code
39 } else {
40 }
Beschreibung
Zunächst wird hier geprüft, ob die E-Mail von einer bekannten Maildomäne (siehe
130
Managed Domains
) stammt (Zeile 2). Im nächsten Schritt wird geprüft, ob vom Absender ein
Verschlüsselungsmerkmal gesetzt wurde (Zeile 3, 15, 27). Die folgenden zwölf Anweisungen auf die zuvor genannten Abfragen aus den Zeilen 3, 15 und 27 sind identisch.
So wird der auslösende Trigger protokolliert (Zeile 4, 16, 28) und eventuell weitere vorhandene
Betreffzeilen Schlüsselworte und Kennzeichen entfernt (Zeile 5, 17, 29).
Der Absender der E-Mail wird als Benutzer auf der Appliance angelegt, sofern er noch nicht vorhanden ist (Zeile 6, 18, 30). Ebenso wird der oder die Empfänger der E-Mail als GINA-Benutzer angelegt, sofern diese nicht bereits vorhanden sind (Zeile 7, 19, 31).
Danach wird die E-Mail GINA verschlüsselt (Zeile 8, 20, 32). Sollte die GINA-Verschlüsselung fehlschlagen (Zeile 9, 21, 33, so würde dies protokolliert (Zeile 10, 22, 34) und die E-Mail verworfen werden (Zeile 11, 23, 35).
Variationen
Zurückweisen von E-Mails bei Fehlschlagen der GINA Verschlüsselung anstatt diese zu verwerfen
Im Anweisungsblock if (encrypt_webmail()) {
} else { log(1, 'webmail encryption failed');
drop('550', 'Mail not accepted');
} ist jeweils der Befehl drop() durch bounce() zu ersetzen, zum Beispiel if (encrypt_webmail()) {
} else { log(1, 'webmail encryption failed');
bounce('bounce_noenc');
}
Kennzeichnen der E-Mails statt diese mittels GINA Technologie zu verschlüsseln
Wird der komplette Anweisungsblock if (encrypt_webmail()) {
} else { log(1, 'webmail encryption failed'); drop('550', 'Mail not accepted');
} jeweils durch die Funktion @TAGHEADERENCRYPTED@ ersetzt,
@TAGHEADERENCRYPTED@ so werden statt dem Erzwingen der GINA-Technologie die entsprechenden E-Mails lediglich als sicher gekennzeichnet (Standardkennzeichen ist [secure]).
Verwendete
Befehle
279
254
© 2015 SEPPmail AG
281
302
261
259
Funktionen
321
325
321
329
326
335
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336
8.11.4 Behandlung von E-Mails zwischen Mandanten
Auf mandantenfähigen Systemen ist das Standardverhalten bei der Kommunikation zwischen den
Mandanten systembedingt anders, als bei der Kommunikation hin zu externen
Kommunikationspartnern.
Wird zum Beispiel eine E-Mail vom Absender an einen anderen Mandanten auf der gleichen
SEPPmail-Appliance als zu verschlüsselnd markiert, so ergäbe es keinen Sinn diese zu verschlüsseln und anschliessend sofort wieder zu entschlüsseln.
Um das Markieren der E-Mails so anzupassen, dass es für den jeweiligen Empfänger-Mandanten so aussieht, als käme die E-Mail aus dem Internet und nicht von einem anderen Mandanten auf der gleichen SEPPmail-Appliance, sind die folgenden "Custom Commands" in das Ruleset einzubinden.
ACHTUNG !!!
Der Grund, weshalb diese Funktion nicht bereits im Standard Bestandteil mandantengetrennter Systeme ist, liegt in einem gewissen Gefahrenpotential, bei unsachgemäß eingerichteter Infrastruktur.
Deshalb ist vor dem Aktivieren dieses „Custom“ Teils unbedingt vom Betreiber sicher zu stellen – in der Regel durch vorgeschaltete Schutzinstanzen – dass weder aus dem Internet, noch von Managed Domains anderer, auf der SEPPmail-Appliance verwalteten Mandanten, E-Mails mit gefälschtem Absender auf die SEPPmail-
Appliance gelangen.
Würde eine, aus dem Internet stammende E-Mail, mit einer gefälschten
Absenderadresse einer Managed Domain auf die Appliance gelangen, so würde diese ebenfalls gemäß diesem Ruleset behandelt und somit fälschlicherweise als
„sicher“ eingestuft!
Konfigurationsvorschlag
Navigieren zu
Mail Processing
Ruleset Generator
Custom Commands
Custom commands for outgoing e-mails BEFORE decryption:
157
Ruleset
Generator
)
Aktivieren der Option sowie Einfügen des folgenden Codes in das darunter liegende
Eingabefeld:
04
05
06
07
08
09
Zeile Code
01 log(1, 'Start custom commands for incoming e-mails BEFORE decryption');
02
03 if (from_managed_domain()) {
log(1, 'Mail is from Managed Domain');
if (compare('x-smsign', 'equal', 'yes')) {
log(1, 'Signing requested by AddIn, tag as signed ok');
rmheader('x-smenc');
@TAGSIGNED@
} else {
}
10
11
12
13
14
if (compare('subject', 'substitute', '@SIGNTEXT@')) {
log(1, 'Signing requested by subject tag, tag as signed ok');
@TAGSIGNED@
} else {
}
15
16
if (compare('sensitivity', 'equal', 'private')) {
log(1, 'GINA encryption requested by sensitivity flag, encrypt with GINA');
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337
Zeile Code
17 @CREATEUSER@
18
19
20
@CREATESEPPMAILACCOUNT@
if (encrypt_webmail()) {
deliver();
21
22
23
24
25
26
} else {
log(1, 'webmail encryption failed');
bounce('bounce_noenc');
}
} else {
}
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
if (compare('subject', 'equal', '[priv]')) {
log(1, 'GINA encryption requested by sensitivity flag, encrypt with GINA');
@CREATEUSER@
@CREATESEPPMAILACCOUNT@
if (encrypt_webmail()) {
deliver();
} else {
log(1, 'webmail encryption failed');
bounce('bounce_noenc');
}
} else {
}
39
40
41
42
43
44
log(1, 'Deleting encryption triggers, tag as secure');
if (compare('x-smenc', 'equal', 'yes')) {
rmheader('x-smenc');
} else {
}
compare('subject', 'substitute', '@TRIGGERTEXT@');
45
46
47
48
49
@TAGDECRYPTED@
deliver();
} else {
log(1, 'Mail is not from Managed Domain, going on in standard ruleset');
}
Beschreibung
Mit Zeile 1 wird der Beginn der "Custom Command" Abfolge in das Log geschrieben
In Zeile 2 wird geprüft, ob eine E-Mail von einer auf der SEPPmail-Appliance verwalteten E-Mail
Domäne (Manged Domain) - also einem anderen Mandanten - kommt. Falls nicht, wird dies im
Log eingetragen (Zeile 47) und im Standard Ruleset fortgefahren.
Die beiden folgenden Anweisungsblöcke sind nur dann relevant, wenn die Optionen
S/MIME sign outgoing mails with the following text in subject:
und
Add this text to message subject if S/MIME signature check succeeds:
des
Ruleset Generator
s im Abschnitt Signing aktiv sind.
Im Block Zeile 4 - 9 wird geprüft, ob die E-Mail mittels Outlook AddIn als zu signierend gekennzeichnet wurde. Ist dies der Fall, so wird der entsprechende x-header (x-smsign) aus der
E-Mail entfernt und dem Betreff der E-Mail das Kennzeichen für eine gültige Signatur - im
Standard [signed OK] - hinzugefügt.
Im Block Zeile 10 - 14 wird geprüft, ob die E-Mail mittels Betreffzeilen Kennzeichen - im Standard
[sign] - als zu signierend gekennzeichnet wurde. Ist dies der Fall, so wird dieses Kennzeichen mit dem Kennzeichen für eine gültige Signatur - im Standard [signed OK] - ersetzt.
Der Anweisungsblock Zeile 15 - 26 ist nur dann relevant, wenn die Option
Always use GINA technology for mails with Outlook "private" flag set
des
Ruleset Generator
s im Abschnitt
Encryption/Decryption aktiv ist.
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338
Es wird geprüft, ob GINA-Verschlüsselung über den sensitivity-header (dieser wird zum Beispiel im Outlook durch das Setzen des Vertraulichkeits-Flags gesetzt) "private" angefordert wurde. Ist dies der Fall, so wird die E-Mail GINA-verschlüsselt.
Der Anweisungsblock Zeile 27 - 38 ist nur dann relevant, wenn die Option
Always use GINA technology for mails with the following text in subject:
des
Ruleset Generator
s im Abschnitt
Encryption/Decryption aktiv ist.
Es wird geprüft, ob GINA-Verschlüsselung über in der Option angegebene Schlüsselwort angefordert wurde. Ist dies der Fall, so wird die E-Mail GINA-verschlüsselt.
Im Block Zeile 39 - 44 werden jegliche Verschlüsselungs-Trigger entfernt.
In Zeile 45 wird die E-Mail als sicher - im Standard [secure] - markiert, da die E-Mail sowohl beim
Übermitteln vom Absender-Mandanten, wie auch hin zum Empfänger-Mandanten über gesicherte
Kanäle stattfindet.
Verwendete
Befehle
279
254
280
302
261
271
259
Funktionen
321
321
326
327
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339
9 HowTo
9.1
IronPort Anbindung der SEPPmail
Achtung:
Wichtig ist, die aktuelle Policy des IronPort Systems zu verstehen, bevor Änderungen durchgeführt werden.
Konfigurationsvorschlag
Alle einkommenden E-Mails werden von IronPort empfangen und auf SPAM und Viren geprüft. Alle soweit geprüften E-Mails werden an die SEPPmail-Appliance weitergeleitet, wo diese gegebenenfalls entschlüsselt und zur IronPort zurück gesendet werden. Dort werden alle E-Mails (jetzt auch die entschlüsselten) nochmals Viren und SPAM geprüft und an das interne Groupware-System, zum
Beispiel MS-Exchange oder Lotus Notes, weitergeleitet.
Alternativ kann das IronPort-System veranlasst werden, verschlüsselte und/oder signierte E-Mails zu erkennen und nur diese an die SEPPmail-Appliance umleiten. Alle anderen E-Mails werden direkt an das interne Groupware-System weitergeleitet.
Ausgehende E-Mails schickt das interne Groupware-System zu IronPort. Dieses leitet ausgehende E-
Mails in jedem Fall zu SEPPmail weiter. Dort wird das Regelwerk gepflegt, welche E-Mails signiert und verschlüsselt werden sollen. Anschliessend werden die ausgehenden E-Mails vom SEPPmail-System zurück zum IronPort-System geleitet, welches als einziges System E-Mails in Richtung Internet versendet.
Das Problem bei dieser Konfiguration ist, dass das SEPPmail-System in der Relayliste des IronPort-
Systems stehen muss, da das SEPPmail-System ausgehende E-Mails in Richtung Internet versenden will. Für alle Hosts in der Relay-Liste von IronPort gilt automatisch immer die Outgoing Mail Policy.
Nach der akutellen Outgoing Policy findet dort keine Virenprüfung statt, so dass die SEPPmail
Anbindung so keinen Zusatznutzen bringt.
Dazu gibt es zwei Lösungen:
1. Die Outgoing Mail Policy auf dem IronPort System wird so umgebaut, dass sie ähnlich aussieht wie die Incoming Policy. Das ist aber eine unschöne Lösung.
2. Sie konfigurieren einen speziellen Listener, über den die SEPPmail-Appliance eingehende E-Mails einliefert. Auf diesem Listener darf das SEPPmail-System nicht in der Relay-Liste eingetragen sein.
Dieser Listener kann zum Beispiel auf der bestehenden IP-Adresse 192.168.1.11 auf einen speziellen Port (zum Beispiel 10025) gebunden sein, oder auf einer weiteren IP-Adresse im IP-
Netzwerk 192.168.1.0/24.
Die Umleitung kann man auf zwei Arten Implementieren:
1. per Content Filter
2. per Message Filter
Der Unterschied zwischen Message Filter und Content Filter ist, dass ein Message Filter immer auf die gesamte E-Mail angewendet wird. Hat eine E-Mail zum Beispiel mehrere Empfänger, so gilt die Aktion für alle Empfänger. Bei einem Content Filter kann man über verschiedene Policy-Einträge die E-Mail aufsplitten. Das sollte in unserem Fall keine Rolle spielen. Ein weiterer Unterschied ist, dass man im
Message Filter erkennen kann, ob eine E-Mail verschlüsselt oder signiert ist und somit nur diese E-
Mail zur SEPPmail-Appliance umleiten kann.
© 2015 SEPPmail AG
340
Um die Lösung einfach und übersichtlich zu gestalten empfehlen wir, alle ausgehenden E-Mails zur
SEPPmail-Appliance weiterzuleiten (nicht nur die zu verschlüsselnden oder signierenden E-Mails) und mit einem Content Filter zu arbeiten.
Konfiguration
IronPort
Bestehender Listener mit SEPPmail in der Relay-Liste
Neuer Listener Incoming SEPPmail mit SEPPmail nicht in der Relay-Liste
Incoming Contentfilter : IncomingSEPPmail
(normalerweise nicht notwendig: Receiving Listener = IncomingMail AND)
Remote IP IS NOT \[IP von SEPPmail 1\]
AND
Remote IP IS NOT \[IP von SEPPmail 2\]
(optional, falls Sie nur eine Ihrer Domänen über SEPPmail betreiben lassen wollen: AND Envelope Recipient ends with @securemailcustomer.ch
)
Action: Send to Alternate Destination Host: \[Cluster IP der beiden SEPPmail\]
SEPPmail
Das SEPPmail System ist so einzurichten, dass eingehende E-Mails an den Incoming SEPPmail
Listener geschickt werden.
Menü
Mail System
: Siehe
" Zu verwaltende E-Mail Domänen einrichten"
77
.
Sektion
Managed Domains
Das Problem hier ist, dass in der SEPPmail Konfiguration nur eine einzige IP-Adresse angegeben werden kann, wohin die eingehenden E-Mails weitergeleitet werden, also nicht beide Incoming IP-
Adressen Ihrer IronPorts. Hierzu ist es notwendig, einen (fiktiven) DNS-Eintrag zu erzeugen, welcher in beide IP-Adressen der IronPorts aufgelöst werden kann. Dieser fiktive DNS-Name wird als "Server
IP Address" der E-Mail-Domäne eingetragen.
Ausgehende E-Mail versendet SEPPmail an den bestehenden Listener:
Siehe
"
Ausgehenden E-Mail-Verkehr steuern"
77
.
© 2015 SEPPmail AG
Sektion
Outgoing Server
Hier ist die IP-Adresse des Listeners anzugeben, bzw. wie oben ein Hostname, welcher auf beide
Listener aufgelöst wird.
Für beide IP-Adressen der IronPort Systeme ist im SEPPmail-System die Relay-Berechtigung einzutragen. Siehe
"
77
.
Sektion
Relaying
Die Konfigurationsbeschreibung für die SEPPmail - IronPort Anbindung wurde uns mit freundlicher
Genehmigung zur Verfügung gestellt von:
AVANTEC AG
Badenerstrasse 281
CH-8003 Zürich http://www.avantec.ch
341
© 2015 SEPPmail AG
342
9.2
Mehrere SMTP-Authentifizierungen verwalten
Bezüglich des Verwaltens mehrerer SMTP Authentifizierungen könnte ich gegebenenfalls einen
Workaround anbieten. Allerdings nur für die Verbindung von Groupware Systemen auf die SEPPmail
Appliance, nicht von der SEPPmail Appliance auf einen Smarthost zum oder im Internet.
Für das Einrichten des Workarounds gehen Sie bitte wie folgt vor:
1. Erstellen einer (Pseudo-)Managed Domain, welche als Forwarding Server die [127.0.0.1] eingetragen bekommt
Administrationsoberfläche Menü „Mail System“, Sektion „Managed Domains“ Schaltfläche „Add
Domain…“, Sektion „Settings“ Eingabefeld „Domain Name“, Eingabe des Pseudo- Domänen
Namen zum Beispiel „pseudo.local“, Eingabefeld „Forwarding Server“, Eingabe „[127.0.0.1]“
2. Anlage je eines Benutzers pro benötigter SMTP-Authentifizierung
Administrationsoberfläche Menü „Users“, Schaltfläche „Create new user account...“, Sektion
„User Data“ z.B.
Zugriff A
Zugriff B usw.
Am Groupware System wird nun die SEPPmail Appliance als SMTP-Server eingetragen und als
Benutzer für „Zugriff A“ „[email protected]“ mit dem vergebenen Passwort, als Benutzer für
„Zugriff B“ „[email protected]“ mit dem vergebenen Passwort usw..
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343
Damit diese (Pseudo-)User keine User-Lizenz auf der Appliance verbrauchen, empfiehlt es sich diesen (Anmelde-)Benutzern das Recht für das kryptographischen Behandeln von E-Mails zu entziehen.
Hierzu sind in der Administrationsoberfläche im Menü „Users“ die entsprechenden Benutzer (im
Beispiel SMTP_Auth_A und SMTP_Auth_B) jeweils anzuklicken. Im Folgenden Menü sind in der
Sektion „User Data“ unter dem Punkt „Encryption Settings“ jeweils die Haken bei den Optionen „May not Encrypt mails“ und May not sign mail“ zu setzen.
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344
9.3
Migrieren der Daten von einer „on premise Appliance“ auf eine
Mandanten Instanz einer MSP-Appliance
Die korrekte Vorgehensweise für das Migrieren der Daten von einer „on premise Appliance“ auf eine
Mandanten Instanz einer MSP-Appliance sieht wie folgt aus:
auf der „on premise Appliance“
a) a) Falls ausschliesslich die [default] GINA eingesetzt wurde, Erzeugen eines neuen GINA
Interfaces in dessen Namen und Hostname sich möglichst der Firmenname wiederspiegelt.
Andernfalls kann mit Punkt f) fortgefahren werden
-> Menü „Mail Processing“, Sektion „GINA domains“ Schaltfläche „Create new GINA Domain“ b) Öffnen der Eigenschaften dieser neuen "GINA domain"
-> Menü „Mail Processing“, Sektion „GINA domains“, Auswahl der zuvor erzeugten neuen GINA,
Schaltfläche „Edit“ c) Auswahl des Master Template [default]
-> Sektion "Master Template", Abschnitt "Master Template", Auswahl des Templates [default],
Schaltfläche "Save" d) Übernehmen aller Einstellungen aus dem "Master Template"
-> In allen folgenden Sektionen den Haken der Option "Use settings from master template" setzen und jeweils die Schaltfläche "Save" klicken. Im Anschluss jeweils den Haken aus "Use settings from master template" wieder entfernen und mit "Save" bestätigen.
e) Übernehmen der neu erzeugten GINA für die verwalteten Domänen
-> Menü "Mail System", Sektion "Managed Domains", anklicken einer verwalteten Domäne, im
Folgemenü in der Sektion "GINA and Disclaimer Settings" im Abschnitt "Use GINA Settings" die neu erstellte GINA auswählen. Der Vorgang muss für jede verwaltete Domäne wiederholt werden.
f) Aktivieren der Mandantenfähigkeit auf der „on premise Appliance“ (dieses Feature schalte ich auf
Anfrage für die entsprechende Appliance frei)
-> Menü „Customers“, Sektion „Multiple Customers“, Schaltfläche „Enable“ g) Einrichten eines Mandanten auf der Maschine, wobei die Namensgebung bereits den Konventionen des MSPs entsprechen sollte. Die hier eingetragene „Customer Admin E-Mail“ wird später täglich automatisiert das Mandanten Backup empfangen.
-> Menü „Customers“, Sektion „Multiple Customers“, Schaltfläche „Create new customer…“ h) Öffnen der Eigenschaften für den neu angelegten Mandanten
-> Menü „Customers“, Sektion „Multiple Customers“, Auswahl des zuvor erzeugten Mandanten,
Schaltfläche „Edit…“ i) Zuordnen des/r Mandanten Administrator(en). Diese können später selbständig die Log-Eintrage ihrer zugeordneten E-Mail Domänen sehen, ihre GINA Einstellungen vornehmen und ihre GINA
Benutzer verwalten.
-> Sektion „Customer Administrators“, Auswahl des/r Administratoren, Schaltfläche „Assign“ j) Zuordnen aller auf der Appliance verwalteten Domänen
-> Sektion „Assigned managed Domains“, Auswahl der Domäne(n), Schaltfläche „Add“ k) Zuordnen aller auf der Appliance vorhandenen GINA Benutzer
-> Sektion „Assigned GINA accounts“, Schaltfläche „Manage accounts“ -> Sektion „Assign oter
GINA accounts“, Auswahl der Schaltfläche „Assign“ für jeden in der Sektion befindlichen GINA
Benutzer
-> nach Abschluss dieser Aktion zurück in das übergeordnete Menü über die Schaltfläche „Back“ l) Vergeben des Mandanten Backup Passwortes
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-> Sektion „Backup/Restore“, Abschnitt „Backup“, Schaltfläche „Change Password“ m) Download des Backups
-> Sektion „Backup/Restore“, Abschnitt „Backup“, Schaltfläche „Download“
auf der „MSP Appliance“
n) Erstellen eines neuen Mandanten
-> Menü „Customers“, Sektion „Multiple Customers“, Schaltfläche „Create new customer…“ o) Im Menü für das Erstellen eines neuen Mandanten das zuvor auf der „on premise Appliance“ erstellte Backup importieren
-> Sektion „Backup/Restore“, Abschnitt „Restore“, Schaltfläche „Import Backup File“
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