OCULUS C, E Keratograph Gebrauchsanweisung
ಜಾಹಿರಾತು
ಜಾಹಿರಾತು
Copyright by
Keratograph
Gebrauchsanweisung
Meß- und Auswertesystem für die Hornhaut-Topographie
G/70500/0803/d
Seite 2
Gebrauchsanweisung Keratograph
0
Wir danken Ihnen für das Vertrauen, welches Sie uns mit dem Kauf dieses OCULUS-Produkts entgegengebracht haben. Mit diesem Gerät haben Sie sich für ein modernes, ausgereiftes
Produkt entschieden, das nach strengen
Qualitätskriterien gefertigt und geprüft wurde.
Fortwährende Forschung und Entwicklung sind sicherlich auch in Ihrem Interesse und können
Veränderungen in Ausführung und Lieferumfang verursachen.
Die in dieser Gebrauchsanweisung gezeigten
Abbildungen können sich deswegen in
Einzelfällen von dem gelieferten Gerät unterscheiden.
Unser Unternehmen kann auf eine
Firmengeschichte von über 100 Jahren zurückblicken. OCULUS ist heute ein mittelständisches Unternehmen, das sich ganz darauf konzentriert, Ärzte und Augenoptiker durch ein optimales Angebot an Geräten für
Augenuntersuchungen und Augenoperationen
Vorwort
bei ihrer verantwortungsvollen Arbeit zu unterstützen.
Der Ihnen vorliegende Keratograph gehört zur neuesten Generation topographischer Meßgeräte. Er verbindet das keratometrische
Meßverfahren mit dem topographischen
Verfahren. Hohe Meßgenauigkeit und einfache
Handhabung sind das Ergebnis unserer sorgfältigen Entwicklung.
Der richtige Gebrauch des Gerätes ist für den sicheren Betrieb unerläßlich. Machen Sie sich deswegen vor der Inbetriebnahme mit dem
Inhalt dieser Gebrauchsanweisung gründlich vertraut.
Wenn Sie Fragen haben oder weitere
Informationen zu Ihrem Gerät wünschen, rufen
Sie uns an oder faxen Sie uns. Unser
Serviceteam steht Ihnen gern zur Verfügung.
OCULUS Optikgeräte GmbH
Geschäftsführung und Mitarbeiter
Seite 3
Gebrauchsanweisung Keratograph
1 Inhaltsverzeichnis
0 Vorwort.................................................................................................................................................... 2
1 Inhaltsverzeichnis.................................................................................................................................... 3
2 Lieferumfang und optionales Zubehör .................................................................................................... 5
3 Sicherheitshinweise ................................................................................................................................ 7
4 Geräte- und Funktionsbeschreibung ...................................................................................................... 9
5 Bestimmungsgemäße Verwendung........................................................................................................ 9
6 Inbetriebnahme ..................................................................................................................................... 10
6.1
Aufstellen und Einrichten ............................................................................................................... 10
6.2
Hinweise zu Transport und Lagerung............................................................................................ 10
7 Bedienung ............................................................................................................................................. 11
7.1
Patientendatenverwaltung ............................................................................................................. 11
7.1.1
Patient auswählen .................................................................................................................. 12
7.1.2
7.1.3
7.1.4
7.1.5
Neuen Patient eintragen......................................................................................................... 12
Untersuchungsprogramm starten........................................................................................... 13
Untersuchungen löschen / verschieben ................................................................................. 13
Patientendaten ....................................................................................................................... 14
7.1.5.1
Patient umbenennen........................................................................................................... 14
7.1.5.2
Patientendaten löschen ...................................................................................................... 14
7.1.5.3
Patientendaten exportieren................................................................................................. 14
7.1.5.4
Patientendaten importieren................................................................................................. 15
7.1.6
Datensicherung (Backup) ....................................................................................................... 16
7.1.6.1
Daten sichern...................................................................................................................... 16
7.1.6.2
Daten rekonstruieren .......................................................................................................... 16
7.1.6.3
Automatisches Backup ....................................................................................................... 17
7.1.7
Einstellungen verändern......................................................................................................... 17
7.2
Das Untersuchungsprogramm....................................................................................................... 19
7.2.1
7.2.2
Durchführung einer Messung ................................................................................................. 20
Auswertung der Untersuchungen mit Hilfe der verschiedenen Darstellungsarten ................. 22
7.2.2.1
Übersichtsdarstellung ......................................................................................................... 22
7.2.2.2
Farbdarstellung groß........................................................................................................... 24
7.2.2.3
3D-Darstellung .................................................................................................................... 25
7.2.2.4
Fourier-Analyse................................................................................................................... 26
7.2.2.4.1 Anwendungsbeispiele der Fourier-Darstellung bei Keratokonus .................................. 29
7.2.2.5
Zernike-Analyse .................................................................................................................. 31
7.2.2.5.1 Allgemeines ................................................................................................................... 31
7.2.2.5.2 Zernike-Analyse beim Keratographen........................................................................... 33
7.2.2.5.3 Zernike-Fit-Parameter ................................................................................................... 34
7.2.2.5.4 Zernike: Normalwerte und Aberrationskoeffizient ......................................................... 35
7.2.2.5.5 Zernike-2D-Darstellung ................................................................................................. 35
7.2.2.6
Indizes................................................................................................................................. 37
7.2.2.6.1 Vertikale Dezentration ................................................................................................... 40
7.2.2.7
Refraktive Darstellung ........................................................................................................ 41
7.2.2.8
Höhendaten ........................................................................................................................ 43
7.2.2.9
Kamerabild.......................................................................................................................... 46
7.2.2.10
Vergleich refraktiv ........................................................................................................... 46
7.2.2.11
Untersuchungen vergleichen .......................................................................................... 48
7.2.3
Kontaktlinsenanpassung ........................................................................................................ 49
7.2.3.1
Auswählen einer Kontaktlinsenrückfläche .......................................................................... 50
7.2.3.2
Fluoreszeinbildsimulation / [Fluo Rechnen] ...................................................................... 51
7.2.3.2.1 Die Fluo-Icon Auswahlschalter ...................................................................................... 52
7.2.3.2.2 Verschieben und Verdrehen der Kontaktlinse............................................................... 52
7.2.3.2.3 Einstellen von Kontaktlinsenparametern / [Details] ..................................................... 53
Seite 4
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.3.2.4 Ändern der Fluobildskala............................................................................................... 54
7.2.3.2.5 Top-Test ........................................................................................................................ 54
7.2.3.2.6 Hecht Anpassungssoftware verwenden / [Hecht KL] .................................................. 55
7.2.3.3
Refraktionsmodul / [Refraktion] ........................................................................................ 56
7.2.3.3.1 Refraktionsberechnung torischer Linsen....................................................................... 57
7.2.3.3.2 Refraktionsberechnung bei Weichlinsen....................................................................... 59
7.2.3.4
Speichern und Laden der angepaßten Kontaktlinse........................................................... 59
7.2.4
Pupillometersoftware .............................................................................................................. 61
7.2.4.1
Freigabe der Pupillometersoftware..................................................................................... 61
7.2.4.2
Pupillometersoftware starten .............................................................................................. 62
7.2.4.3
Automatische Pupillometrieprogramme durchführen ......................................................... 63
7.2.4.4
Manuelle Pupillometrie durchführen ................................................................................... 64
7.2.4.5
Übersichtsdarstellung der Pupillometrie ............................................................................. 65
7.2.4.6
Vergleichsdarstellung der Pupillometrie.............................................................................. 66
7.2.4.7
Kamerabilddarstellung der Pupillometrie ............................................................................ 67
7.2.4.8
Änderung der Kamerahelligkeit für Pupillometrie ............................................................... 68
7.2.5
Einstellungen der Untersuchungssoftware verändern............................................................ 69
7.2.5.1
Systemeinstellungen ändern Schaltfläche [System->]........................................................ 72
7.2.5.2
Die Kontaktlinsendatenbank ............................................................................................... 74
7.2.5.3
Eingabe neuer Kontaktlinsentypen Schaltfläche [Linsengeometrie->]................................ 76
7.2.5.3.1 Erzeugen von Kontaktlinsengeometrien (formstabil) .................................................... 78
7.2.5.3.2 Erzeugen von Weichlinsengeometrien.......................................................................... 81
7.2.6
7.2.5.3.3 Import und Export von Kontaktlinsendaten ................................................................... 82
Messen von Kontaktlinsenrückflächen ................................................................................... 84
7.2.7
Weitere Funktionen des Untersuchungsprogramms.............................................................. 85
7.2.7.1
Laden alter Untersuchungen............................................................................................... 85
7.2.7.2
Drucken .............................................................................................................................. 85
7.3
Das Meßsystem des Keratographen ............................................................................................. 86
7.3.1
7.3.2
Kalibrieren des Meßsystems .................................................................................................. 86
Sonstige Funktionen............................................................................................................... 87
8 Instandhaltung ...................................................................................................................................... 88
8.1
Pflege und Reinigung .................................................................................................................... 88
8.2
Behebung von Fehlern und Störungen .......................................................................................... 89
8.2.1
Austauschen der Sicherungen ............................................................................................... 89
8.2.2
Fehlersuche............................................................................................................................ 89
9 Garantiebestimmungen und Service .................................................................................................... 91
9.1
Garantiebestimmungen ................................................................................................................. 91
9.2
Haftung für Funktion bzw. Schäden............................................................................................... 91
10
9.3
Hersteller- und Serviceadresse ..................................................................................................... 92
Anhang .............................................................................................................................................. 92
10.1
Konformitätserklärung ................................................................................................................... 92
10.2
Technische Daten.......................................................................................................................... 93
11
10.3
PC-Mindestanforderungen............................................................................................................. 93
Literaturangaben ............................................................................................................................... 94
12 Stichwortverzeichnis.......................................................................................................................... 95
Gebrauchsanweisung Keratograph
2 Lieferumfang und optionales Zubehör
Keratograph C (70600):
Keratograph incl. PC
Anschlußkabel
Netzkabel
Justierkugel
Kontaktlinsenhalter
Diskette Keratograph-Software
Prüfprotokoll elektr. Sicherheit
Gebrauchsanweisung
Staubschutzhaube
2 Sicherungen 2AT
Kinnauflagepapier
Motherboard Handbuch
Grafikkartenhandbuch
Diskette für Grafikkartentreiber
Softwarepaket und Bücher
Mouse
Diskette Mouse-Driver
Mousepad
70600
70600-1/10
05200320
70500-5/0
70512
G / 70500
60100-5/1
05100210
65313
027060001062
Optional:
Farbdrucker 70520
Seite 5
Seite 6
Gebrauchsanweisung Keratograph
Keratograph E (70515):
Keratograph
Anschlußkabel
Netzteil
Netzkabel
Kabel seriell
Justierkugel
Kontaktlinsenhalter
Disketten Keratograph-Software
Prüfprotokoll elektr. Sicherheit
Gebrauchsanweisung
Montagehinweis und Bohrschablone
Staubschutzhaube
2 Sicherungen 2AT
XY-Tisch
Schnittstellenkarte TC-200
Installationsanleitung für Schnittstellenkarte
70515
70515-1/4
70500-7/0
05200320
05202005
70500-5/0
70512
G / 70500
60100-5/1
05100210
70517
70522
I / 70500 /
Optional:
Kinnstütze
Kinnauflagepapier
Adapterplatte
PC
Farbdrucker
70518
65313
70519
70520
Änderungen des Lieferumfangs sind im Rahmen der technischen Weiterentwicklung vorbehalten.
Seite 7
Gebrauchsanweisung Keratograph
3 Sicherheitshinweise
Der Gesetzgeber erwartet, daß der Hersteller den Benutzer ausdrücklich über die
Sicherheitsaspekte im Umgang mit diesem Gerät informiert. Das vorliegende Kapitel enthält eine
Zusammenstellung der wichtigsten Informationen dieser sicherheitstechnischen Sachverhalte.
Weitere Sicherheitshinweise sind in den Text dieser Gebrauchsanweisung eingearbeitet und durch dieses Symbol gekennzeichnet. Bitte schenken Sie diesen
Hinweisen besondere Aufmerksamkeit.
Bewahren Sie diese Gebrauchsanweisung sorgfältig und für das Bedienpersonal jederzeit zugänglich auf. Das Gerät darf nur für den in dieser Gebrauchsanweisung unter Punkt 5
„Bestimmungsgemäße Verwendung“ beschriebenen Anwendungszweck verwendet werden, von Personen, die auf Grund ihrer
Ausbildung oder ihrer Kenntnisse und praktischen Erfahrung die Gewähr für eine sachgerechte Handhabung bieten.
Vor der ersten Anwendung dieses Gerätes muß eine Einweisung durch uns oder durch einen autorisierten Händler erfolgen.
Betreiben Sie das Gerät nur mit den von uns gelieferten Originalzubehörteilen und in technisch einwandfreiem Zustand. Schadhaftes Gerät nicht in Betrieb nehmen und Lieferanten benachrichtigen.
Beachten Sie bitte die gesetzlichen Unfallverhütungsbestimmungen.
Das Gerät darf in medizinisch genutzten Räumen nur betrieben werden, wenn diese nach den
VDE-Vorschriften 0107 installiert sind.
Ziehen Sie vor allen Wartungs- und
Reinigungsarbeiten immer den Netzstecker des
Keratographen und sämtliche Netzstecker der angeschlossenen Geräte, z. B. des PCs und des
Druckers.
Elektrische Steckverbindungen nicht unter großem Kraftaufwand verbinden. Ist eine
Verbindung nicht möglich, prüfen Sie, ob der
Stecker zur Buchse paßt. Falls Sie eine
Beschädigung an der Steckverbindung feststellen, lassen Sie den Schaden von unserem Service reparieren.
Beim Trennen von elektrischen Verbindungen nicht am Kabel, sondern an den jeweiligen
Steckern ziehen.
Zusatzausrüstungen, die an die analogen oder digitalen Schnittstellen des Gerätes angeschlossen werden, müssen nachweisbar ihren entsprechenden EN bzw. IEC-
Spezifikationen genügen. Weiterhin müssen alle
Konfigurationen der Systemnorm IEC 601 - 1 genügen.
Die Kopplung des Keratographen mit nicht medizinischen elektrischen Geräten (z. B.
Datenverarbeitungsgeräte) zu einem medizinischen elektrischen System darf nicht zu einem Sicherheitsgrad für den Patienten führen, der unter dem von IEC 601 - 1 liegt. Wenn durch die Koppelung die zulässigen Werte für die
Ableitströme überschritten werden, müssen
Schutzmaßnahmen, die eine Trennvorrichtung enthalten, vorhanden sein.
Die im Lieferumfang enthaltenen Geräte nicht betreiben in explosionsgefährdeten Bereichen, in Gegenwart von brennbaren Narkosemitteln oder flüchtigen Lösungsmitteln wie Alkohol,
Benzin oder ähnlichem.
Seite 8
Gebrauchsanweisung Keratograph
Das Gerät nicht in feuchten Räumen abstellen oder benutzen. Vermeiden Sie Tropf-, Schwallund Spritzwasser in der Nähe des Gerätes und stellen Sie sicher, daß keine Flüssigkeit in das
Gerät eindringen kann. Stellen Sie deshalb keine flüssigkeitsgefüllten Behälter in die Nähe oder auf das Gerät. Achten Sie auch bei einer
Reinigung mit einem feuchten Tuch darauf, daß keine Flüssigkeit in das Gerät eindringt.
Decken Sie die Belüftungsöffnungen nicht ab.
Hinweis
⇒
technisches Produkt. Um die einwandfreie und sichere Funktion zu gewährleisten, empfehlen wir, das Gerät regelmäßig alle zwei Jahre von unserem Service überprüfen zu lassen. Wenn ein Fehler auftritt, den Sie anhand des Punktes
8.2.2 „Fehlersuche“ nicht beheben können, kennzeichnen Sie das Gerät als nicht funktionstüchtig und verständigen Sie unseren
Service.
Seite 9
Gebrauchsanweisung Keratograph
4 Geräte- und Funktionsbeschreibung
Der OCULUS Keratograph gehört zur neuesten
Generation präziser topographischer Meßgeräte.
Er verbindet das keratometrische Meßverfahren mit dem topographischen.
Die Messung der Hornhautoberfläche erfolgt durch ein an der Hornhaut reflektiertes
Ringsystem. Diese Daten werden vom Computer ausgewertet.
Technisches Prinzip:
Ein Beleuchtungssystem mit einem speziellen
Reflektor beleuchtet von hinten eine mit konzentrischen Kreisen versehene, transparente
Kalotte.
Das Bild dieser Kalotte wird vom gegenübergestellten Auge des Probanden reflektiert.
Dieses virtuelle Bild wird durch ein Präzisions-
Objektiv und eine nachgeschaltete CCD-Kamera aufgenommen.
Alle Verzeichnungen, die durch die abweichenden Krümmungsradien des Probandenauges sichtbar werden, stehen damit für den
Meßvorgang zur Verfügung.
Das zunächst analog entstandene Bild wird im
Meßteil zur Auswertung aufbereitet, d. h., es steht digitalisiert und komprimiert für die
Bearbeitung im PC zur Verfügung.
Hat der PC den entsprechenden Datensatz eines
Meßbildes erhalten, entwickelt er daraus ein topographisches Bild der Cornea.
Er zeigt das Meßergebnis auf dem Monitor, sowohl als farbige Darstellung, als Diagramm und als räumliches Bild.
5 Bestimmungsgemäße Verwendung
Der OCULUS Keratograph ist ein Meßgerät für die Augenuntersuchung und nur für die in dieser
Gebrauchsanweisung beschriebene Verwendung bestimmt.
Das Gerät dient zur Messung der Hornhauttopographie und ist für den Einsatz in der
Kontaktlinsenanpassung bestimmt.
Es darf daher ausschließlich von eingewiesenem
Personal verwendet werden, das auf Grund seiner Ausbildung, seiner Kenntnisse und praktischen Erfahrung die Gewähr für sachgerechte Handhabung bietet.
Der OCULUS Keratograph ist für den Einsatz in
Augenarztpraxen, in Kliniken und bei
Augenoptikern bestimmt. Er ist in Verbindung mit dem dafür vorgesehenen Untersuchungsplatz, oder auf einer Untersuchungseinheit zu verwenden.
Betrieben werden darf das Gerät nur mit den von uns gelieferten Orginalzubehörteilen und in technisch einwandfreiem Zustand.
Als Stromversorgung muß das spezielle Netzteil
(siehe Gerätespezifikationen) verwendet werden.
Andere Anschlußarten sind nicht möglich.
Beachten Sie auch die zuvor aufgeführten
Sicherheitshinweise!
Seite 10
Gebrauchsanweisung Keratograph
6 Inbetriebnahme
6.1 Aufstellen und Einrichten
Vor dem ersten Gebrauch muß das Aufstellen und Anschließen des Untersuchungsplatzes
„OCULUS Keratograph“ durch unseren Service oder durch einen von OCULUS authorisierten
Fachmann erfolgt sein.
Als optisches Gerät ist dieses Gerät pfleglich zu behandeln. Setzten Sie es keinen
Erschütterungen, Stößen, Verunreinigungen oder hohen Temperaturen aus.
6.2 Hinweise zu Transport und Lagerung
Sollten Sie das Gerät an einen anderen Standort transportieren, tun Sie dies besonders vorsichtig.
Meiden Sie sowohl beim Betrieb, wie auch bei
Lagerung die Nähe zu Heizkörpern und
Feuchtigkeit.
Das Gerät nach jedem Transport auf
Beschädigungen prüfen. Nehmen Sie auf keinen
Fall ein beschädigtes Gerät in Betrieb, sondern wenden Sie sich bitte an unseren Service.
Wenn Sie das Gerät in einem kalten Raum, oder in der kalten Jahreszeit in einem Fahrzeug aufbewahren, können die optischen Bauteile im
Gerät bei starkem Temperaturwechsel von kalt nach warm beschlagen.
Geben Sie bitte dem Gerät vor der
Inbetriebnahme die Möglichkeit, sich an die neuen Umgebungsbedingungen zu gewöhnen.
Die Transport- und Lagerbedingungen nach IEC
601 - 1 sind:
Umgebungstemperatur -40
°
C bis +70
°
C
Relative Feuchte ein10 % bis 100 % schließlich Kondensation
Luftdruck 500 hPa bis 1060 hPa
Diese Werte gelten in der entsprechenden
Verpackung für eine Dauer von höchstens 15
Wochen.
Seite 11
Gebrauchsanweisung Keratograph
7 Bedienung
Bitte schalten Sie zuerst den PC, dann den Keratograph ein.
Der PC lädt nach dem Einschalten das
Betriebssystem und stellt anschließend das
OCULUS Logo dar.
Durch einen Mausklick oder einen beliebigen
Tastendruck wird nun die Patientendatenverwaltung gestartet.
7.1 Patientendatenverwaltung
Um in das Untersuchungsprogramm zu gelangen, muß entweder ein neuer Patient oben eingetragen, oder ein bereits in der Liste vorhandener Patient angewählt werden.
Seite 12
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.1.1 Patient auswählen
Auf der linken Seite des Bildschirms sind alle bisher untersuchten Patienten alphabetisch aufgelistet.
Sind mehr Patienten vorhanden als auf dem
Bildschirm dargestellt werden können, kann die
Liste mit Hilfe des Windows-Schiebereglers nach oben oder unten geschoben werden.
Um in der Liste schnell den gewünschten
Patienten zu finden, ist es sinnvoll, den Namen des Patienten in das Patientenfeld (oben links) einzugeben. Nach jedem neu eingegebenen
Buchstaben wird die Eingabe in der Liste gesucht und dargestellt.
Zusätzlich kann der Patient auch über seine ID-
Nummer gesucht werden (Hierfür muß das
Namensfeld allerdings leer sein).
Ist der Patientenname in der Liste gefunden, wird dieser durch Anklicken des Listeneintrags in das
Patientenfenster übertragen. Gleichzeitig werden die bereits vorhandenen Untersuchungen des
Patienten im Untersuchungsfenster (rechts unten) aufgelistet.
7.1.2 Neuen Patient eintragen
Zur Aufnahme eines neuen Patienten in die
Patientenverwaltung, sollte zunächst die
Schaltfläche [Leer] betätigt werden, um den vorherigen Patienten aus dem Patientenfenster zu löschen. Anschließend müssen Name,
Vorname und Geburtsdatum vollständig im
Patientenfenster (oben links) eingegeben werden.
Eine ID-Nummer des Patienten kann eingegeben werden, ist jedoch nicht erforderlich.
Wird nun die Schaltfläche [Anlegen] betätigt, erscheint die Meldung:
„Patientendaten sind nicht vorhanden!“
„Soll der Patient neu angelegt werden?“. Mit der Schaltfläche [Neu Anlegen] wird der Patient in die Patientenliste aufgenommen.
Seite 13
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.1.3 Untersuchungsprogramm starten
Nach der Auswahl eines Patienten kann das
Untersuchungsprogramm (siehe 7.2, Seite 19) durch Betätigen des Schalters [Keratograph] gestartet werden. Wenn außerdem eine
Untersuchung im Untersuchungsfenster angeklickt wurde, wird diese im Untersuchungsprogramm automatisch geladen.
Durch Doppelklick auf einen Patientennamen wird das Untersuchungsprogramm ebenfalls gestartet.
Weiterhin ist es möglich durch Doppelklick auf eine „bisherige Untersuchung“ das Untersuchungsprogramm zu starten, dann wird diese
Untersuchung auch im Untersuchungsprogramm automatisch geladen.
7.1.4 Untersuchungen löschen / verschieben
Unterhalb der Untersuchungsliste befinden sich zwei Schaltflächen. Mit diesen können Funktionen aufgerufen werden, welche sich immer auf die zuvor angeklickte Untersuchung beziehen:
[Unt. Löschen]
Diese Funktion ermöglicht das Löschen einzelner
Untersuchungen aus den Patientendaten.
Nach dem Betätigen der Schaltfläche wird noch einmal nachgefragt, ob diese Untersuchung tatsächlich gelöscht werden soll.
[Unt. Verschieben]
Wurde bei einer Untersuchung versehentlich ein falscher Patientenname in der Untersuchungsliste ausgewählt, kann das Untersuchungsergebnis nachträglich dem richtigen Patient zugeordnet werden.
Nach Betätigen der Schaltfläche
[Unt.
Verschieben] in der Patientendatenverwaltung wird die Patientenliste gezeigt.
Aus dieser Liste kann nun der richtige Patient ausgewählt werden (mit Rollbalken und Anklicken der richtigen Zeile).
Ist der richtige Patientenname gefunden und angewählt, erhält er seine Untersuchungsdaten zugeordnet, indem die Schaltfläche [Unter-
suchung verschieben] betätigt wird.
Seite 14
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.1.5 Patientendaten
7.1.5.1 Patient umbenennen
Die Patientendaten können nachträglich noch verändert werden, indem die Schaltfläche
[Pat.Umbenennen] (unter der Patientenliste) betätigt wird.
In dem daraufhin erscheinenden Fenster (oben rechts) „Patientendaten ändern“ können die
Patientendaten korrigiert werden.
Durch Betätigen der Schaltfläche [Aktualisieren] werden die Änderungen übernommen.
7.1.5.2 Patientendaten löschen
Die Patientendaten können mit Hilfe der
Schaltfläche [Pat. Löschen] gelöscht werden.
Vorsicht!
ð
gelöscht werden, muß allerdings noch zweimal bestätigt werden, da hierbei sowohl alle
Untersuchungen des Patienten, als auch die
Patientendaten aus der Patientendatenverwaltung entfernt werden.
7.1.5.3 Patientendaten exportieren
Diese Funktion ermöglicht, Patienten- und
Untersuchungsdaten vom PC auf andere
Datenträger (z.B. Disketten) zu übertragen.
Nach Betätigen der Schaltfläche [Export] erscheint ein Fenster, welches aus zwei
Datenfeldern besteht.
Das obere Feld beschreibt den zu exportierenden Datensatz, das untere dient zum
Festlegen des Zieldatenträgers.
Im Feld „Zieldatenträger“ wird in der Zeile
„Verzeichnis“ das Laufwerk eingetragen, in welches der Datensatz übertragen werden soll.
(z.B.: „A:\“ bei Disketten).
Gleichzeitig kann dort auch ein Unterverzeichnis eingetragen werden.
(Beispiel. „A:\Februar\“)
Seite 15
Gebrauchsanweisung Keratograph
„Datensatz“
In diesem Feld wird ausgewählt, ob alle
Untersuchungen des Patienten exportiert werden sollen, oder nur eine.
Soll nur eine Untersuchung exportiert werden, wählen Sie diese in der Untersuchungsliste aus, bevor Sie die Schaltfläche
[Exportieren]
betätigen.
„Einschließlich Kamerabilder“
Weiterhin können die Kamerabilder aus dem
Datensatz herausgenommen werden, da ohne
Kamerabilder weniger Speicherplatz benötigt wird.
„Speicherplatz“
Die beiden Speicherplatzangaben zeigen den benötigten Speicherplatz und den auf dem
Zieldatenträger verfügbaren an.
Durch Betätigen der Schaltfläche
[Exportieren] wird der Datensatz übertragen, die Schalfläche [Abbrechen] beendet die
Funktion, ohne Daten zu übertragen.
7.1.5.4 Patientendaten importieren
(z. B. von einer Diskette auf die Festplatte bzw.
in ein Verzeichnis des PCs)
Die Schaltfläche [Import] startet diese Funktion.
„Verzeichnis“
Hier werden Laufwerksbuchstabe und, wenn vorhanden, das Unterverzeichnis der Quelle eingetragen, aus der heraus importiert werden soll.
Eine Patientenliste zeigt, welche Patienten auf dem Datenträger vorhanden sind. Ebenso werden nach der Auswahl eines Patienten dessen Untersuchungen aufgelistet.
Soll nur eine einzelne Untersuchung importiert werden, klicken Sie diese in der Untersuchungsliste an.
Das Importieren wird mit der Schaltfläche
[Daten importieren] gestartet.
Seite 16
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.1.6 Datensicherung (Backup)
7.1.6.1 Daten sichern
Die Schaltfläche [Backup] öffnet das Backup-
Fenster. Dieses besteht aus zwei Feldern:
„Speichern“ und „Laden“.
In diesen Feldern kann das Verzeichnis eingestellt werden, in das gesichert bzw. aus dem geladen werden soll. Dies ist z.B. „F:\“ bei einem externen Laufwerk mit wechselbaren
Datenträgern (Wechselplatte).
Die Sicherung kann nach verschiedenen
Kriterien ablaufen:
•
„Alle Dateien sichern“
Alle Untersuchungs- und Patientendaten werden gesichert.
•
„Nur geänderte und neue Dateien“
Es werden nur die Daten gesichert, die seit der letzten Sicherung verändert oder neu erstellt wurden.
•
„Einschließlich Kamerabilder“
Diese Funktion kann ausgeschaltet werden, um den Speicherplatzbedarf zu reduzieren.
Dies ist sinnvoll bei der Datensicherung auf
Disketten.
Hinweis
ð
nach Datenmenge viel Zeit in Anspruch nehmen, daher sollten Sie diese Funktion dann durchführen, wenn der PC (bzw. der
Keratograph) längere Zeit nicht benötigt wird.
Um die Datensicherung zu starten, betätigen Sie die Schaltfläche [Sichern].
7.1.6.2 Daten rekonstruieren
Das Rekonstruieren von gesicherten Daten kann ebenfalls nach verschiedenen Kriterien erfolgen:
•
„Vorhandene Daten vorher löschen“
Diese Funktion löscht vor dem Wiederherstellen der Patientendaten des Datenträgers alle momentan gespeicherten Untersuchungsdaten des Patienten.
Nach dem Wiederherstellen sind daher nur die Untersuchungen vorhanden, welche sich auch auf dem Backupdatenträger befinden.
•
„Untersuchungen hinzufügen“
Diese Funktion fügt die Untersuchungsdaten des Datenträgers zu den bereits bestehenden Untersuchungsdaten der
Patienten hinzu.
[Rekonstruieren] führt das Zurückladen von
Daten des Backupdatenträgers in das System aus.
Seite 17
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.1.6.3 Automatisches Backup
Es besteht zusätzlich die Möglichkeit, die
Datensicherung, das Backup, automatisch durchzuführen. Hierbei werden immer nach dem
Beenden des Untersuchungsprogrammes die neuen Untersuchungsdaten gesichert.
Aktiviert wird diese Funktion im Menü
„Einstellungen“.
Diese Funktion sollte nur benutzt werden, wenn ein zusätzliches Laufwerk mit wechselbaren
Datenträgern vorhanden ist.
7.1.7 Einstellungen verändern
Nachdem die Schaltfläche [Einstellungen] betätigt wurde, erscheint das Menü
„Einstellungen ändern“.
Hier kann die
Patientendatenverwaltung Ihren eigenen
Wünschen angepaßt werden:
•
Sprache
Zur Einstellung der Sprache, die das
Programm zur Ausgabe verwendet, (Deutsch,
Englisch, Französisch, Italienisch etc.).
•
Datumsformat
Zum Einstellen der Datumsanzeige.
Die Reihenfolgen
Tag/Monat/Jahr (TMJ), oder
Monat/Tag/Jahr (MTJ),
Jahr/Monat/Tag (JMT), sowie das Trennzeichen können ausgewählt werden.
•
Automatisches Backup
Hiermit kann die automatische Backup-
Funktion eingeschaltet werden (Das Feld
„Aktiv“ anklicken).
Das Backup-Verzeichnis, in welches die
Daten gesichert werden sollen, muß eingestellt werden. Dieses Verzeichnis wird auch in der normalen Backup-Funktion als
Backup-Verzeichnis verwendet.
Weiterhin kann eingestellt werden, ob die
Kamerabilder bei der automatischen Sicherung mit gespeichert werden sollen oder nicht.
•
Sortieren
Die Patientenliste kann nach Name oder nach
ID-Nummer des Patienten sortiert werden.
Wird zum Finden des Patienten der Name verwendet, ist es sinnvoll, nach Namen zu sortieren.
Wird zum Aufrufen des Patienten die ID-
Seite 18
Gebrauchsanweisung Keratograph
Nummer verwendet, sollte auch die
Sortierung danach erfolgen.
•
Datum
In diesem Feld können die Systemzeit und das Systemdatum verändert werden.
•
Import / Export
Zur Eingabe des Laufwerks, gegebenenfalls auch des Unterverzeichnisses, aus dem heraus importiert bzw. in das exportiert werden soll.
•
Tastatur
Wird „simulieren“ gewählt, dann erscheint neben dem Feld zur Eingabe des
Patientennamen zusätzlich ein Schalter
[Tastatur]. Wird dieser betätigt, erscheint eine virtuelle Tastatur, mit der ein
Patientenname eingegeben werden kann.
•
Tastaturgröße
Die Größe dieser virtuellen Tastatur kann hier gewählt werden.
Mit Hilfe der Schaltfläche [Benutzen] wird die vorgenommene Einstellung für den weiteren
Programmablauf benutzt. Beim erneuten
Programmstart wird jedoch wieder die gespeicherte Einstellung geladen.
Mit der Schaltfläche [Speichern] kann die vorgenommene Einstellung gespeichert werden.
Dann wird diese Einstellung immer nach jedem erneuten Programmstart geladen.
Die Schaltfläche [Abbrechen] verwirft die vorgenommenen Änderungen und beendet die
Funktion.
Seite 19
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2 Das Untersuchungsprogramm
Um das Untersuchungsprogramm zu starten, wählen Sie zunächst einen Patienten aus der
Liste aus und bestätigen dies mit der
Schaltfläche [Keratograph] (siehe 7.1 Seite 11).
Nach dem Laden des Untersuchungsprogramms
„Keratograph“ werden die Patientendaten (oben links) sowie die Menüleiste zur Programmsteuerung dargestellt. In der Menüleiste sind folgende Hauptmenüpunkte vorhanden:
•
Patient
Beendet das Untersuchungsprogramm und führt zurück zur Patientenverwaltung.
•
Untersuchung
Lädt alte Untersuchungen und führt neue
Untersuchungen durch.
•
Kontaktlinsenanpassung
Startet das Programm zur Kontaktlinsenanpassung für die gemessene Hornhaut.
•
Einstellungen
Hier können verschiedene Programmeinstellungen vorgenommen werden.
•
Sonstiges
In diesem Menü sind verschiedene
Programmfunktionen wählbar.
•
Druckt den momentanen Bildschirminhalt auf dem Drucker aus.
•
Darstellung
Wird verwendet, um die verschiedenen
Ergebnisdarbietungen einer Untersuchung auszuwählen.
Seite 20
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.1 Durchführung einer Messung
•
Die Tischhöhe so einstellen, daß der Kopf des Patienten bequem in der Kinn-Stirn-
Stütze fixiert werden kann.
•
Die Kinnstütze so einstellen, daß die Augen des Patienten ungefähr in Höhe des schwarzen Ringes an der Kinn-Stirn-Stütze liegen.
•
Den Patienten darüber informieren, daß er die gelbe Fixations-LED des Keratographen (in der Mitte des Placidosystems) nun ständig fixieren muß.
•
Untersuchungsprogramm starten (siehe 7.2
Seite 19) und die Funktion „Neue Messung
(Auge)“ im Menü „Untersuchung“ auswählen.
•
Die daraufhin erscheinende Frage: „Welches
Auge soll untersucht werden?“ mit
[Rechts] oder [Links] beantworten, um die
Untersuchung zu starten. Auf der linken
Bildschirmseite erscheint nun laufend das aktuelle Kamerabild.
•
Den Keratograph mit Hilfe des
Kreuzschlittens so ausrichten, daß das
Patientenauge in der Mitte des Kamerabildes erscheint (Grobjustage). Dann den Abstand des Keratographen zum Patientenauge so einstellen, daß das Kamerabild möglichst scharf erscheint.
Befindet sich der Keratograph in der Nähe der
Auslöseposition, mißt er selbsttätig den Abstand zum Patientenauge und stellt ihn neben dem
Kamerabild graphisch dar.
Seite 21
Gebrauchsanweisung Keratograph
Diese Darstellung erfolgt als Seitenansicht und als Draufsicht des Meßvorganges. Zusätzlich wird die Richtung angezeigt, in welche das Gerät bewegt werden muß, um in die Auslöseposition zu gelangen (Feinjustage).
Die Messung erfolgt automatisch, wenn sich der
Keratograph in der Auslöseposition befindet.
Dafür ist es jedoch erforderlich, daß die Messung vorher freigegeben wurde.
Bevor die Freigabe der Messung erfolgt, sollte der Patient aufgefordert werden, das Auge weit zu öffnen, um einen möglichst großen Bereich der Hornhautoberfläche zu vermessen.
Die Freigabe erfolgt durch Betätigen der
Leertaste auf der PC-Tastatur.
Hinweis
ð
(dies kann bei sehr starkem Keratokonus vorkommen), kann das Auslösen der Messung durch Betätigen der RETURN-Taste auf der PC-
Tastatur erzwungen werden.
Nach Auslösung der Messung, wird das Bild digital zum PC übertragen und dargestellt.
Daraufhin startet selbsttätig die Bildverarbeitung.
Aus dem Reflexionsbild des Placidosystems werden nun die geometrische Oberfläche der
Hornhaut, sowie die lokalen Krümmungsradien berechnet, automatisch gespeichert und mit Hilfe der Übersichtsdarstellung auf dem Bildschirm präsentiert.
Hinweis
ð
sollte der Meßvorgang zunächst einige Male mit
Hilfe der mitgelieferten Kalibrierkugel durchgeführt werden.
Hinweis
ð
können zu Abschattungen des Ringsystemes führen. Da in diesen Bereichen nicht gemessen werden kann, muß hier interpoliert werden
(schwarze Punkte bzw. weiße Bereiche im farbigen Topographiebild siehe auch 7.2.2.2
Seite 24).
Die Abschattung des Ringsystems kann minimiert werden, wenn der Kopf des Patienten in der Kinn-Stirn-Stütze so plaziert wird, daß sich die Nase möglichst weit vom Keratographen entfernt (Kopf drehen, Messung mehr von außen). Wichtig ist jedoch, daß die gelbe
Fixations-LED vom Patienten fixiert wird.
Seite 22
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.2 Auswertung der Untersuchungen mit Hilfe der verschiedenen
Darstellungsarten
7.2.2.1 Übersichtsdarstellung
Die Übersichtsdarstellung ist eine Zusammenfassung mehrerer Auswertungsdarstellungen, die einen schnellen Überblick über die gemessene
Hornhauttopographie verleiht.
Folgende Datenfelder sind vorhanden:
•
Patientendaten (oben links)
•
Verkleinertes Kamerabild der Messung (mitte links). Die von der Bildverarbeitung ermittelten Ringkanten (rot/blau) sowie die Iris und die Pupille (weiß-schwarz) werden zur Kontrolle der Messung ebenfalls dargestellt. Die Pupillenmitte ist als weißschwarzes Kreuz dargestellt. Der Abstand zwischen Topographiemitte und Pupillenmitte
(Fixierpunktabweichung) wird als Zahlenwert in der Kontaktlinsenanpassung dargestellt
(siehe 7.2.2.11 Seite 48).
•
Farbige Topographiedarstellung
(oben rechts). Den gemessenen lokalen
Krümmungsradien werden verschiedene Farben zugeordnet und ortsabhängig dargestellt.
Diese Darstellungsform bietet den besten
Eindruck des Krümmungsverlaufs der gemessenen Hornhaut.
Auch hier wird der Pupillenrand mit einer weiß-schwarzen Linie gekennzeichnet.
•
Farbbalken
Am rechten Rand der Übersichtsdarstellung ist aufgelistet, welchen Krümmungsradien die
Farben entsprechen. Unter dem Farbbalken sind drei Felder vorhanden, welche die
Krümmungsradien genauer beschreiben:
Im ersten Feld wird die Einheit der
Seite 23
Gebrauchsanweisung Keratograph
Krümmungswerte dargestellt (Millimeter oder
Dioptrie) sowie bei relativem Farbbalken die
Abstufung (z.B. 0.25 dpt).
Das nächste Feld zeigt an, ob es sich um
Sagittal- oder Tangentialradien handelt.
Im letzten Feld wird die Art der Farbskala angezeigt: Absolut oder Relativ (siehe auch
7.2.4 Seite 61).
•
Keratometerdaten (links unten)
Auf dem 3mm-Ring der Hornhaut werden die beiden Hauptschnitte ermittelt. Diese stehen definitionsgemäß immer 90° aufeinander.
Die Lage der Hauptschnitte wird aus dem kleinen Diagramm im rechten Teil des Feldes ersichtlich. Der Krümmungsverlauf auf diesen
Hauptschnitten, vom Zentrum zur Peripherie, ist in der Mitte des Diagramms dargestellt.
Weiterhin sind die üblichen Keratometerwerte auf der linken Diagrammseite aufgeführt:
Rh:
Horizontaler Krümmungsradius im Zentrum
Rv:
Vertikaler Krümmungsradius im Zentrum
Ast.: Astigmatismus der Hornhaut im Zentrum
Ach.: Achslage des flachen Meridians
Exz.: Mittlere Exzentrizität der Hornhaut
ØHH: Hornhaut- bzw Irisdurchmesser
AA:
Analysed Area: Anteil der effektiv vermessenen (nicht interpolierten) Hornhautoberfläche in Prozent
•
Die numerische Extremwertdarstellung
(unten rechts) ermöglicht eine schnelle zahlenmäßige Erfassung der Hornhauttopographie.
Ermittelt werden die maximalen und minimalen Krümmungsradien mehrerer Ringe auf der Hornhaut bei 3mm, 5mm und 7mm
Durchmesser. Diese Extremwerte werden ortsabhängig dargestellt. Die Größe des
Astigmatismus, sowie dessen Winkelposition sind daher leicht erkennbar.
Krümmungsmaxima werden rot, Krümmungsminima werden blau dargestellt.
Hinweis
ð
Extremwerte vorhanden sind, werden die
Hauptschnitte dargestellt.
•
Krümmungswertabfrage
Wird im farbigen Topographiebild eine Stelle mit der linken Maustaste angeklickt, dann erscheint der entsprechende Krümmungswert dieser Stelle über dem Mauszeiger. Hierbei bezieht sich die
Krümmung auf die im Farbbalken dargestellten
Parameter (mm/dpt, Sag/Tan, Rel/Abs).
•
Kommentarfeld
Am oberen Rand des Kamerabildes kann ein
Kommentar ergänzt werden. Hierfür muß mit dem Mauszeiger der obere Rand des
Kamerabildes angeklickt werden. Daraufhin erscheint ein neues Fenster: „Infotext ändern“, in welchem der Kommentar eingegeben, bzw.
geändert werden kann. Wird nun die
Schaltfläche [OK] betätigt, schließt sich das
Fenster wieder, und der Kommentar wird im
Kamerabild angezeigt.
Dieser Kommentar wird auch beim Laden der
Untersuchungen angezeigt (siehe auch 7.2.7.1
Seite 85).
•
Manuelle Meßfunktion
Diese Funktion ermöglicht, die Entfernung zweier beliebiger Punkte im Kamerabild zu messen:
Wird eine Stelle im Kamerabild angeklickt (linke
Maustaste), dann wechselt der Mauszeiger automatisch von Pfeil zu Kreuz. Solange die linke Maustaste gedrückt gehalten wird, kann dieses Kreuz nun im Kamerabild exakt positioniert werden. Nach dem Loslassen der
Maustaste wird diese Stelle markiert und das
Kreuz kann noch einmal positioniert werden.
Nun wird zusätzlich zum Kreuz auch die
Entfernung zum ersten Punkt und die
Verbindungslinie „Gummiband“ dargestellt. Ein erneutes Betätigen der linken Maustaste beendet diese Funktion. Die so erzeugten
Maßpfeile können wieder gelöscht werden, indem „Darstellung“/ „Übersicht“ noch einmal ausgewählt wird.
Seite 24
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.2.2 Farbdarstellung groß
Diese Darstellungsform ermöglicht das interaktive Auswerten der farbigen Topographiedarstellung. Hierfür wird diese vergrößert präsentiert
(rechts). Der Pupillenrand ist mit einer weißschwarzen Linie eingetragen.
War die Messung nicht vollständig, werden die interpolierten Bereiche durch schwarze Punkte bzw. weiße Stellen gekennzeichnet (je nachdem ob Komplettbild oder Originalbild eingestellt ist siehe auch 7.2.4 Seite 70).
Durch Betätigen der rechten bzw. der linken
Maustaste können zwei verschiedene Markierungen in das Topographiebild gesetzt werden: linke Maustaste: Meßpunkt 1 rechte Maustaste: Meßpunkt 2
Die numerischen Daten der markierten Punkte der Hornhaut werden daraufhin in den Darstellungsfeldern (links) angezeigt. Dies sind für jeden
Meßpunkt:
•
Krümmungsradius in mm.
•
Brechwert der Krümmung in Dioptrie.
•
Zonenhöhe: Der Durchmesser des Kreises
(in mm), auf dem der Meßpunkt liegt.
•
Meridian: Meridianposition des Meßpunktes.
•
Farbe: Zugeordnete Farbe der Krümmung
Sind zwei Markierungen gesetzt, erscheint (links unten) automatisch die Differenz beider Punkte:
•
Differenz der Krümmungsradien in mm
(Meßpunkt 1 – Meßpunkt 2).
•
Differenz der Brechwerte in Dioptrie
(Meßpunkt 1 – Meßpunkt 2).
•
Abstand der beiden Punkte in mm
Hinweis
ð
Topographiebild zu erhalten, kann mit Hilfe der
Schaltfläche [GITTER] ein skaliertes Polarkoordinatensystem über die Farbdarstellung gelegt
(und wieder gelöscht) werden.
Weiterhin kann über die Schaltfläche [NUM] eine numerische Darstellung der Krümmungswerte im
Topographiebild ein- und ausgeschaltet werden.
Seite 25
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.2.3 3D-Darstellung
Die 3D-Darstellung der Hornhautoberfläche ermöglicht eine eindrucksvolle Präsentation des
Krümmungsverlaufs der gemessenen Hornhaut.
Sie ist besonders geeignet, um dem Patienten die geometrischen Verhältnisse der Hornhautoberfläche zu veranschaulichen.
Die Darstellung kann mit Hilfe der
Rotationsschaltflächen (rechts unten) in beliebige
Lagen gedreht werden. Die Schaltfläche [0] dreht die Darstellung wieder in die Ausgangslage.
Zur Verbesserung des räumlichen Eindrucks kann das Hornhautbild auch bewegt dargestellt werden.
Werden die Schalter [Kippen] oder [Drehen] betätigt, erfolgt zunächst die Berechnung der
Animation. Anschließend wird das Hornhautbild bewegt dargeboten.
Die Weite des Bewegungsvorganges wird mit dem Schieberegler [Weit Eng] eingestellt, die
Geschwindigkeit der Darbietung mit dem
Schieberegler [Langs. Schnell].
Durch einen Mausklick wird die Animation beendet.
Die Darstellung des Hornhautbildes kann zusätzlich noch verändert werden:
Mit dem Schieberegler
[ Überhöhung ]
kann eine Überhöhung oder Abschwächung der
Krümmungsdarbietung erfolgen.
Die überhöhte Darstellung ermöglicht eine bessere Erkennbarkeit von Hornhautunregelmäßigkeiten (z.B. eines leichten Keratokonus).
Seite 26
Gebrauchsanweisung Keratograph
Mit Hilfe der vier Schaltflächen [Farbig],
[Rot/Grün], [Realistisch], [Krümmung] kann die Art der Darbietung weiter verändert werden:
•
Farbig:
Die Darstellung erfolgt als ausgefülltes
Oberflächenmodell. Die Farbe der Oberfläche kennzeichnet den lokalen Krümmungsradius des jeweiligen Ortes.
•
Rot/Grün
Die Darstellung erfolgt als Drahtmodell. Mit
Hilfe einer Rot/Grün-Brille entsteht ein echter dreidimensionaler Eindruck der Darstellung.
•
Realistisch
In diesem Modus kann die tatsächliche Form der Hornhaut dargestellt werden, wenn der
Schieberegler [Überhöhung] ganz nach links geschoben wird, also die Überhöhung ausgeschaltet ist. Wird der Schieberegler jedoch weiter nach rechts geschoben, dann werden die Abweichungen der Corneaform von einem Referenzkörper (Rotationsellipsoid) verstärkt, somit sind die Effekte (Astigmatismus, Keratokonus) besser zu erkennen.
•
Krümmung
Die lokale Höhe des dargestellten Bildes
(3. Dimension) entspricht dem Wert der
Krümmung. Das daraus resultierende Bild verdeutlicht den Krümmungsverlauf recht gut, da evtl. vorkommende Krümmungsunterschiede der gemessenen Hornhaut (z.B.
bei Astigmatismus oder Keratokonus) stärker in Erscheinung treten, als bei realistischer
Darstellung, vor allem, wenn [Überhöhung] auf Maximum gestellt ist.
Diese Darstellung entspricht jedoch nicht dem tatsächlichen Verlauf der Oberfläche (z.B.
eine Kugel erscheint als ebene Fläche, da die
Krümmung überall gleich ist.)
Hinweis
ð
formen sind parallel anwendbar, d.h. es ist möglich, z.B. ein nach links rotierendes, überhöhtes Krümmungsbild in Rot/Grün – Darstellung bewegt zu präsentieren.
7.2.2.4 Fourier-Analyse
Das nach dem französischen Physiker Jean
Baptiste Joseph Fourier (1768-1830) benannte mathematische Verfahren zerlegt eine periodische Funktion in eine Anzahl trigonometrischer
Sinus- und Cosinusschwingungen (Fourier-
Analyse). Dabei ist die Grundschwingung (1.
Harmonische) eine Sinusschwingung mit der gleichen Periode wie die zu analysierende
Schwingung. Die 2. Harmonische weist die halbe
Schwingungsdauer (entsprechend zwei Sinuswellen) auf, die 3. Harmonische 1/3 Schwingungsdauer (entsprechend drei Sinuswellen) usw.
Die Addition aller dieser einzelnen Schwingungskomponenten (Fourier-Synthese) ergibt wieder die ursprüngliche Funktion.
Zu analysierende Schwingung
Zerlegung in zwei Sinus- und eine Cosinusschwingung
Seite 27
Gebrauchsanweisung Keratograph
Beim Keratographen wird das Topographiebild in analoger Weise mit Hilfe der Fourier-Analyse in einzelne Komponenten zerlegt (Um die Fourier-
Analyse des Keratographen zu starten, muß in der Menüzeile unter „Darstellung“ der Punkt
„Fourier-Analyse“ ausgewählt werden). In einem ersten Schritt wird das Originalbild in einzelne konzentrische Ringe aufgeteilt. Die Fouriertransformation zerlegt anschließend den Krümmungsverlauf auf jedem Ring in die einzelnen Sinusbzw. Cosinusschwingungen. Die Komponenten
0., 1. und 2. Ordnung sowie alle übrigen werden nun für alle Ringe gemeinsam wieder in je einem
Bild dargestellt. Betrachtet man auf diese Art die einzelnen Schwingungskomponenten isoliert, so ergeben sich interessante Eigenschaften:
•
Sphärische Komponente
Diese Darstellung enthält nur die
Schwingungskomponente 0. Ordnung in Form des arithmetischen
Mittelwerts aller
Radien auf jedem einzelnen Ring.
Dieser Wert kann auch als sphärischer Anteil der
Radien pro Ring interpretiert werden. Aus dieser sphärischen
Komponente kann unter Annahme eines
Rotationsellipsoids die Exzentrizität der Cornea mittels einer Approximation bestimmt werden.
Sie liegt bei normalen Augen unter 0,85.
•
Dezentration
Die Schwingung
1. Ordnung entspricht einer gleichmäßigen Sinusschwingung, welche während einer Rotation auf dem jeweiligen
Radiusring ein
Minimum und ein
Maximum durchläuft. Sie stellt ein
Maß dar für die
Verkippung zwischen der optischen Achse des
Videokeratoskops und dem optischen Scheitelpunkt der Cornea.
Zu beachten ist, daß diese Funktion keine
Absolutwerte liefert, sondern nur relative Werte, da ihr arithmetischer Mittelwert Null beträgt.
Die Minimal- und Maximalwerte der Radiusringe sind mit weißen (Minimalwert) und schwarzen
(Maximalwert) Kreisen gekennzeichnet. Somit sind die Achslagen der Dezentration in den unterschiedlichen Zonen erkennbar. Der Maximalwert der Dezentration übersteigt bei normalen Corneae
kaum 0,43 mm für
Sagittalradien (bzw. kaum 1,88 mm für
Tangentialradien).
•
Regulärer Astigmatismus
Die Schwingung
2. Ordnung repräsentiert eine gleichmäßige Sinusschwingung doppelter Frequenz, welche während einer
Rotation auf dem
Radiusring zwei
Minima und zwei
Maxima durchläuft. Auch diese
Funktion liefert nur relative Werte.
Die Achslage der verschiedenen Zonen wird mittels roter und blauer Kreise markiert.
Zusätzlich werden zentraler und peripherer
Astigmatismus durch rote und blaue Striche gekennzeichnet. Roter Strich bedeutet steiler
Meridian, blauer Strich bedeutet flacher Meridian.
Bei Keratokonus findet man nicht selten eine
Verdrehung der Astigmatismusachse von zentral nach peripher, was zu Wirbelfiguren führen kann.
Die Erfahrung zeigt, daß Betrag und Achsenlage des zentralen Astigmatismus nach durchgeführter Fourier-Analyse mit der subjektiven
Refraktion besser übereinstimmen als die gemessenen Zentralradien des integrierten
Keratometers. Die Ursache liegt darin, daß eine
Dezentration oder höhere corneale Aberrationen
(z.B. Drei- oder Vierwelligkeit) die Amplitude und
Achsenlage von Keratometermessungen beeinflussen.
Seite 28
Gebrauchsanweisung Keratograph
•
Unregelmässigkeiten
Alle restlichen
Schwingungskomponenten ergeben addiert die Unregelmäßigkeiten des gemessenen
Hornhautringes, ebenfalls wieder in Form relativer
Werte. Der Mittelwert aller Irregularitäten liegt bei normalen Corneae unter 0,030 mm für Sagittalradien (bzw.
unter 0,141 für Tangentialradien). Zwischen der Irregularität und der bestmöglichen korrigierten Sehschärfe besteht eine inverse Korrelation.
Im Feld „Unregelmäßigkeiten“ sind nur Schwingungskomponenten dargestellt, die nicht mit
Sphäre, Zylinder oder Prisma korrigiert werden können. Sind diese groß, wird der Proband nur mit formstabilen Kontaktlinsen einen guten Visus erreichen.
Kombination von Fourier-Komponenten
Die Komponenten „Dezentration“ sowie „Unregelmäßigkeiten“ können wie oben beschrieben separat dargestellt werden. Es ist jedoch auch möglich, zu diesen Komponenten die sphärische
Komponente zu addieren. Ob die sphärische
Komponente addiert werden soll, kann im Menü
„Einstellungen“ bestimmt werden (siehe 7.2.4
Seite 71).
•
Kombination:
Dezentration + Sphärische Komponente
Die Addition von sphärischer Komponente und Dezentration liefert häufig eine anschauliche Darstellung der Conuslage. Der Apex ist oftmals besser zu erkennen als im Originalbild.
•
Kombination:
Unregelmäßigkeiten + Sphärische Komp.
Die Kombination von Unregelmäßigkeiten und sphärischer Komponente zeigt eventuell auftretende Drei- oder
Vierwelligkeit oft deutlicher als die separate Darstellung der Unregelmäßigkeiten.
Fourier-Indizes
Aus den einzelnen Komponenten lassen sich
Indizes berechnen, die eine rasche zahlenmässige Charakterisierung der Corneaoberfläche gestatten:
•
Sphär. RMin: Minimaler Krümmungradius der sphärischen Komponente
•
Sphä. Exzentrizität: Aus der sphärischen
Komponente berechnete Hornhautexzentrizität. Sie sollte nicht mit der nach dem Sagittalradien-Meßverfahren bestimmten Exzentrizität in 30° verwechselt werden
•
Max.Dezentr.: Maximalwert und Lage der
Dezentration im Teilbild „Dezentration“
•
Astigma. zentral: Krümmungsunterschied und Achslage des regulären, zentralen
Astigmatismus
•
Astigma. peripher: Krümmungsunterschied und Achslage des regulären, peripheren
Astigmatismus
•
Unregelmäßigkeit: Mittelwert aller Abweichungen im Bild „Unregelmässigkeiten“
Hinweis
ð
matisch rot unterlegt.
Seite 29
Gebrauchsanweisung Keratograph
Farbbalken:
In der Darstellung „Fourier-Analyse“ sind zwei
Farbbalken vorhanden. Beide haben die gleiche
Abstufung. Der linke Farbbalken (Org.) entspricht dem der Übersichtsdarstellung, der rechte Farbbalken stellt eine relative Skala (+/-) dar. In jedem Topographiebild der Fourier-
Analyse wird unten rechts gekennzeichnet, auf welchen Farbbalken sich das Bild bezieht.
Nur das „Originalbild" und die „Sphärische Komponente" beziehen sich auf den (linken) Original-
Farbbalken. „Dezentration", „Regulärer Astigmatismus" und „Unregelmäßigkeiten" erfordern den relativen Farbbalken (+/-), da sie additive Komponenten des Originalbildes darstellen.
Wird jedoch zu der Dezentration oder den
Unregelmäßigkeiten die Sphärische Komponente addiert, dann ist für diese kombinierten Darstellungen der linke Farbbalken (Org.) erforderlich
(siehe auch 7.2.4 Seite 71).
In allen Farbdarstellungen kann die Krümmungswertabfrage benutzt werden, d.h.: Wird in einer
Topographiedarstellung eine beliebige Stelle angeklickt (linke Maustaste), erscheint der Krümmungswert dieser Stelle über dem Mauszeiger.
7.2.2.4.1 Anwendungsbeispiele der Fourier-Darstellung bei Keratokonus
Bei Keratokonus findet man - je nach Stadium mehr oder weniger ausgeprägt - folgende Abweichungen vom Bild gesunder Augen:
„Sphärische Komponente“
Der minimale Krümmungsradius (Sphär. RMin) ist steiler und liegt meist unter 6,87 mm bei
Sagittalradien
(bzw. unter 6,93 bei
Tangentialradien). Ebenso kann die Exzentrizität (Sphä. Exzentrizität) den Wert von 0,85
übersteigen. Beide Werte sind allerdings inkonstant und können nicht isoliert als Index verwendet werden.
Seite 30
Gebrauchsanweisung Keratograph
„Dezentration und Sphär.“
Die Richtungsachse der Dezentration liegt meist senkrecht oder schrägsenkrecht (beim gesunden Auge hingegen meist waagrecht oder schräg-waagrecht) entsprechend der
Apexlage des Konus, der in der kombinierten Darstellung sehr schön dargestellt wird.
Das Ausmaß der Dezentration ist in der Regel größer als beim gesunden Auge und übersteigt
0,43 mm bei Sagittalradien (bzw. 1,88 mm bei
Tangentialradien).. Auch dieser Wert ist jedoch inkonstant und kann nicht als Index verwendet werden.
„Regulärer Astigmatismus“
Während bei
Astigmatismus die
Richtung der Achse geradlinig verläuft, dreht sie sich bei Keratokonus nicht selten vom Zentrum zur
Peripherie hin und erhält so ein spiralförmiges Aussehen.
„Unregelmäßigkeiten“ bzw.
„Unregelmäßigkeiten und sphärische
Komponente“
Bei Keratokoni verschiedener Schweregrade erkennt man nicht selten mehr oder weniger deutliche Bilder in Form von drei oder vierblättrigen Figuren. Sie entsprechen cornealen Aberrationen höherer Ordnung, die bei Zernike-
Polynomen unter den Namen Dreiwelligkeit/
Kleeblatt /Trefoil) bzw. Vierwelligkeit bekannt sind. Die Kombination der Unregelmäßigkeiten mit der sphärischen Komponente läßt die
Figuren oft noch deutlicher hervortreten.
Dreiblättrige Figuren (Unregelmäßigkeiten)
Drei- und vierblättrige Figur (Unregelmäßigkeit und sphärische Komponente addiert)
Seite 31
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.2.5 Zernike-Analyse
7.2.2.5.1 Allgemeines
Zernike-Polynome werden üblicherweise verwendet, um Wellenfronten zu beschreiben. Die unten stehenden Abbildung zeigt den Durchgang einer parallelen Wellenfront durch eine brechende Fläche L.
Jeder Lichtstrahl besteht aus einer sinusförmigen
Schwingung. Die Stellen gleicher Phasenlage aller Sinusschwingungen bilden Wellenfronten, die sich auf Ebenen senkrecht zur Ausbreitungsrichtung des Lichts auf die brechende Fläche zu bewegen. Dort werden die parallel laufenden
Wellenfronten deformiert, im Idealfall zu Kugelwellen, die exakt auf den Brennpunkt F zulaufen
(sie sind in der Abbildung durch konzentrische
Kreissegmente um F symbolisiert).
Dieser Idealfall wird aber kaum je erreicht, da die realen Wellenfronten nach Passieren der brechenden Fläche eine Abweichung von den idealen
Kugelwellen aufweisen (Differenzbereich durch kleine Quadrate in Abbildung unten markiert). Je kleiner diese Abweichung oder Aberration nun ist, um so qualitativ hochwertiger ist das brechende System, sei dies nun ein Fernrohr, ein
Mikroskop, die Cornea oder generell die brechenden Medien des menschlichen Auges.
Dem holländischen Physiker Frits Zernike (1888-
1966) gelang es, die Abweichung der realen von der idealen Wellenfront durch eine Summe von
Polynomen mathematisch darzustellen. Jedes
Polynom trägt dabei gleichzeitig den Namen des
Abbildungsfehlers, den es wiedergibt (z.B. Astigmatismus, Koma oder sphärische Aberration).
Zernike-Polynome werden auch Kreispolynome genannt, da sie sich auf einen normierten
Einheitskreis beziehen und mit Hilfe von
Polarkoordinaten dargestellt werden.
Mathematisch sind die einzelnen Zernike-
Polynome einer Kreisfläche charakterisiert durch
Polarkoordinaten mit einer Potenzreihe in radi-
ärer Richtung
ρ
und einer fourierähnlichen Reihe in Richtung des Winkels
θ
. In der allgemeinen
Form Z n,
± m gibt n die Ordnungszahl des Polynoms in radiärer Richtung an, und m entspricht der Frequenz des Winkels
θ
pro Kreisumgang.
Polynome mit geradzahligem n und m=0 sind stets rotationssymmetrisch, alle übrigen winkelabhängig.
Die ersten Zernike-Polynome tragen folgende
Bezeichnungen:
Z 0,0 Höhenkonstante, mittlere Höhe der
Fläche
Z 1,
±
1 Verkippung (+1 in x-Richtung, -1 in y-
Richtung)
Z 2,0 Focus, respektive Oberfläche in Form eines Kegelschnitts
Z 2,
±
2 Astigmatismus
Z 3,
±
1 Koma
Z 3,
±
3 Dreiwelligkeit (Dreiblattfehler, Trefoil)
Z 4,0 Sphärische Aberration
Z 4,
±
2 Astigmatismus höherer (4.) Ordnung
Z 4,
±
4 Vierwelligkeit (Vierblattfehler)
Z 5,
±
1 Koma höherer (5.) Ordnung
Z 5,
±
3 Dreiwelligkeit höherer (5.) Ordnung
Z 5,
±
5 Fünfwelligkeit (Fünfblattfehler)
Z 6,0 Sphärische Aberration höherer (6.) Ord.
Z 6,
±
2 Astigmatismus höherer (6.) Ordnung
Z 6,
±
4 Vierwelligkeit höherer (6.) Ordnung
Z 6,
±
6 Sechswelligkeit (Sechsblattfehler)
Die Formeln der einzelnen Zernike-Polynome sind in C:\TOPO\ZENRNIKE.TXT gespeichert.
Seite 32
Winkelfrequenz m
Gebrauchsanweisung Keratograph
Übersicht der wichtigsten
Zernike-Polynome
Z 4,
±
4 Vierwelligkeit
Z 3,
±
3 Dreiwelligkeit
Z 2,
±
2 Astigmatismus
Z 1,
±
1 Verkippung Z 3,
±
1 Koma
Z 4,
±
2 Astigmatismus 4. Ordnung
Z 2,0 Focus Z 4,0 sphärische Aberration
Ordnungszahl n
Seite 33
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.2.5.2 Zernike-Analyse beim Keratographen
Beim Keratographen wird eine Zernike-Analyse der gemessenen Höhendaten durchgeführt. Für jedes Zernike-Polynom wird ein Koeffizient berechnet, welcher den Anteil dieses Polynoms an den Höhendaten beschreibt.
Zum Starten der Zernike-Analyse, muß in der
Menüzeile unter „Darstellung“ der Punkt „Zernike-Analyse“ gewählt werden.
Nach der Berechnung der einzelnen Zernike-Koeffizienten erscheint dann folgende Darstellung:
Links erscheint eine dreidimensionale Darstellung aller eingeschalteter Zernike-Polynome.
Diese Darstellung wird zunächst automatisch skaliert. Sie kann mit den Schaltern im Feld
„Position“ manuell gedreht werden. Wird der
Schalter „Drehen“ betätigt, dann dreht sich die
3D-Darstellung automatisch so lange, bis eine andere Funktion aufgerufen wird.
Der Farbbalken ganz links stellt dar, welche
Farbe welchem Höhenwert entspricht.
Die Zernike-Koeffizienten werden rechts aufgelistet. Sind mehr als 14 Koeffizienten vorhanden, kann die Liste mit einem Windows-Schieberegler nach oben bzw. nach unten verschoben werden.
Die einzelnen Polynome können an- bzw. ausgeschaltet werden, indem auf die entsprechenden
Quadrate mit Hilfe des Mauszeigers geklickt wird.
Dieses An- bzw. Ausschalten eines Zernike-Polynoms führt sofort zur Aktualisierung der 3D-
Darstellung. Diese wird jedoch nicht automatisch skaliert, um die Größenverhältinisse beizubehalten. Dadurch kann die Auswirkung des Polynoms im Bild besser beurteilt werden. Falls erforderlich, kann das Bild jederzeit durch Betätigung der Schaltfläche „Skalieren“ optimal skaliert werden. Außerdem ist es möglich, den Überhöhungsfaktor der Darstellung manuell mittels des
Schiebereglers „Überhöhung“ zu bestimmen.
Seite 34
Gebrauchsanweisung Keratograph
Oben rechts befindet sich das Feld: „Zernike-
Koeffizienten“. Hier kann gewählt werden, ob die Zernike-Koeffizienten als „Z Einzelwerte“ oder als „|Z| Betragswerte“ dargestellt werden sollen. Normalerweise besteht eine Zernike-
Komponente aus zwei Polynomen (z.B. Astigmatismus: Z 2,2 und Z 2,-2). Beide Terme unterscheiden sich lediglich durch die trigonometrische Komponente (Z 2,2 hat einen Cosinusanteil, Z 2,-2 einen Sinusanteil):
z2,2(r,phi) =Z2,2*SQR(6) * ( 1*r^2 ) * COS(2*phi)
z2,-2(r,phi)=Z2,-2* SQR(6) * ( 1*r^2 ) * SIN(2*phi)
Beim Astigmatismus sind diese Terme 45° phasenverschoben zueinander. Dies ist in der
Einzelwerte-Darstellung erkennbar. Der Winkel des kombinierten Polynoms ergibt sich jedoch erst aus dem Verhältnis der Koeffizienten von
Z 2,2 und Z 2,-2. Es ist daher anschaulicher, diese beiden Polynome zusammenzufassen und statt einer Sinus- und Cosinuskomponente einen
Betrag und einen Winkel zu ermitteln. Der Betrag kennzeichnet den Anteil der Komponente, der
Winkel wird in der 3D-Darstellung erkennbar.
Die Schalter oben rechts „Alle Aus“ und „Alle An“ ermöglichen, alle Zernike-Polynome ein- bzw.
auszuschalten. Soll nur ein einzelnes Polynom angezeigt werden, dann ist es sinnvoll, zunächst
„Alle Aus“ zu betätigen und anschließend dieses Polynom wieder einzuschalten. Sollen nur einzelne Polynome aus der Darstellung herausgenommen werden, dann ist es sinnvoll zunächst
„Alle An“ zu betätigen und dann die gewünschten Polynome auszuschalten.
7.2.2.5.3 Zernike-Fit-Parameter
schen Exzentrizität von 0,75 dar. Daher ist es sinnvoll, einen Referenzkörper mit dieser Form zu wählen. Die rotationssymmetrischen Polynome können dann als Abweichung zur optimalen Form interpretiert werden.
Die aktuell eingestellten Zernike-Parameter (Referenzkörper, Maximalgrad, Maximaldurchmesser) werden im Feld „Zernike-Fit-Parameter“ oben angezeigt. Durch Betätigen des Schalters
„Ändern“, wird ein Menü geöffnet, worin die
Zernike-Fit-Parameter einstellbar sind.
Für die Zernike-Berechnung („Zernike-Fit“) können verschiedene Parameter gewählt werden.
Zum einen kann die maximale Gradzahl (n) bestimmt werden. Daraus resultiert dann die
Anzahl der verwendeten Zernike-Polynome und somit auch die Rechendauer. Weiterhin kann gewählt werden, bis zu welchem Durchmesser die gemessenen Hornhautdaten in die Zernike-
Analyse eingehen sollen (
∅max). Außerdem ist es möglich, die Höhendaten direkt in Zernike-
Koeffizienten umzuwandeln oder die Differenz der Höhendaten zu einem Referenzkörper.
Dieser Referenzkörper kann dann entweder eine Kugel, ein Ellipsoid mit mittlerer Exzentriziät der Messung oder ein Ellipsoid mit einer
Exzentrizität von 0,75 sein. Der Referenzkörper ist immer rotationssymmetrisch, und seine Form beeinflußt auch immer nur die rotationssymmetrischen Polynome (Z 0,0 / Z 2,0 / Z 4,0
...). Als Zentralradius für den Referenzkörper wird stets der mittlere Zentralradius der Messung verwendet. Ohne Referenzkörpers enthält die
Komponente Z 2,0 (Rotationsparaboloid) den größten Anteil der Hornhautform, da die Cornea dieser Komponente am meisten ähnelt.
Die theoretisch optimale optisch brechende Cornea stellt aufgrund des cornealen Brechungsindex ein Rotationsellipsoid mit einer numeri-
Durch Betätigen von „Neu Rechnen“ werden die Zernike-Fit-Parameter übernommen und eine
Neuberechnung durchgeführt.
Die aktuellen Einstellungen (dies sind die
Zernike-Fit-Parameter, sowie die Auswahl, welche Polynome ein- bzw. ausgeschaltet sind) können durch Betätigen der Schaltfläche „Einstell.
speichern“ gespeichert werden. Diese gespeicherten Einstellungen werden dann beim nächsten Aufruf des Menüs „Zernike-Analyse“ automatisch geladen. Manuell geladen werden können diese gespeicherten Einstellungen durch Betätigen der Schaltfläche „Einstell. laden“.
Seite 35
Gebrauchsanweisung Keratograph
Im Feld rechts sind
über den Zernike-Koeffizienten noch zwei weitere „Schalter“ enthalten: „Referenzkörper“ und
„Diff.“. Mit Hilfe des Schalters „Referenzkörper“ können die Höhendaten des eventuell verwendeten Referenzkörpers zu den Polynomdaten hinzugefügt werden. Damit ist dann auch bei
Verwendung eines Referenzkörpers eine realistische Darstellung möglich.
Der Schalter „Diff.“ fügt den Höhendaten die
Abweichung von den Ausgangsdaten hinzu. Bei der mathematischen Berechnung der Zernike-
Koeffizienten werden die zu verwendeten Polynomterme so gut wie möglich an die gemessenen Höhendaten angepaßt. Je mehr Polynome verwendet werden, um so besser können die
Polynome den Höhendaten folgen. Eine Abweichung zu den Ausgangsdaten ist jedoch immer vorhanden. Das Hinzuschalten dieser Abweichungen zu den Zernike-Polynomen macht die
Größe der Abweichungen gegenüber den Polynomen sichtbar.
Die mathematische Standardabweichung der
Original-Höhendaten zu den Zernike-Polynomen wird ebenfalls berechnet und als Zahlenwert in der Zeile „Diff.“ angezeigt.
7.2.2.5.4 Zernike: Normalwerte und Aberrationskoeffizient
Der Keratograph hat für die Betragswerte der
Zernike-Koeffizienten Normalwerte gespeichert.
Abnorme Koeffizienten werden daher in der Betragswerte-Darstellung rot angezeigt. Außerdem berechnet der Keratograph aus den Zernike-Koeffizienten noch einen Aberrationskoeffizient.
Falls kein abnormer Zernike-Koeffizient vorhanden ist, wird der Aberrationskoeffizient = 0.0 sein.
Werte über 1.0 weisen darauf hin, daß sich auf der Hornhautoberfläche Schwingungskomponenten befinden, die untypisch sind und welche möglicherweise die Ursache für eine herabgesetzte optische Qualität sein können.
Die Berechnung des Aberrationskoeffizienten, sowie die rote Kennzeichnung von abnormen
Werten ist nur verfügbar, wenn folgende Zernike-
Fit-Parameter verwendet werden:
•
Refernzkörper: Ellipsoid Exz=0.75
•
Grad: n=8
• ∅ max: Konstant 8mm
Mit diesen Zernike-Fit-Parametern sind die
Normalwerte erfaßt worden.
7.2.2.5.5 Zernike-2D-Darstellung
Seite 36
Gebrauchsanweisung Keratograph
Im Fenster „Ansicht“ (ca. in der Mitte des
Bildschirms) ist es möglich, die Höhendarstellung von 3D auf 2D umzuschalten. Die 3D-Darstellung präsentiert die Höhendaten sehr anschaulich, jedoch können die exakten Höhenwerte an bestimmten Hornhautpositionen nicht so gut ermittelt werden. In der 2D-Darstellung ist es daher möglich, mit Hilfe des Mauszeigers und durch Betätigen der linken Maustaste Höhenwerte an beliebigen Stellen zu ermitteln.
Zusätzlich wird der am höchsten gelegene
Gipfelpunkt (Apex) ermittelt und im Bild durch ein schwarzes Kreuz dargestellt. Die Höhe dieses
Punktes (Max:) wird zusammen mit seiner
Position angezeigt (X-Pos: und Y-Pos:). Die
Höhe stellt ein Maß für die Ausprägung des
Keratokonus dar. Je weiter der Keratokonus fortschreitet, desto größer wird üblicherweise diese
Höhe. Am sinnvollsten ist es, wenn zur Berechnung der Konushöhe der Referenzkörper mit der Exzentrizität 0,75 und alle Zernike-Polynome, mit Ausnahme der niedrigeren Ordnungen (Z 0,0
/ Z 1,1 / Z 2,0 / Z 2,2) standardmäßig eingeschaltet werden. Damit die von der Norm abweichenden einzelnen Zernike-Polynome rechts im
Menüfenster rot markiert erscheinen, muß die
Einstellung „|Z| Betragswerte“ verwendet werden
Ein Keratokonus wird hierdurch häufig bereits bei geringer Ausprägung erkennbar. Außerdem ermöglicht diese Funktion, die Apexlage des
Keratokonus besser zu erkennen. In den unteren drei Bildern ist zu erkennen, daß die normale
Sagittalradiendarstellung über die tatsächliche
Apexlage täuschen kann. In der Zernike-2D-
Darstellung, sowie im simulierten Fluobild ist die
Apexlage besser zu erkennen, da hier Höhenwerte verwendet werden.
Die X/Y-Position eines Keratokonusapex verlagert sich üblicherweise mit zunehmendem Erkrankungsstadium in Richtung temporal / unten.
Normale Sagittalradien-Darstellung Zernike-2D-Darstellung Simuliertes Fluobild
Seite 37
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.2.6 Indizes
In diesem Menü werden mit Hilfe der gemessenen Oberflächendaten verschiedene Indizes berechnet. Hornhautindizes komprimieren die Fülle der Meßdaten des Keratographen auf einige wenige Kenngrößen, die eine Aussage über die
Oberflächenform der Cornea gestatten.
Weiterhin wird eine Klassifizierung der Hornhaut vorgenommen (z.B.: Keratokonus 2.Grades).
Der Keratograph verwendet zur Indexberechnung: Krümmungsdaten, Höhendaten, Daten aus der Fourier-Analyse, sowie Daten aus der
Zernike-Analyse. Diese umfassende Verwendung aller relevanten Hornhautdaten ermöglicht, verschiedenste Abnormitäten bereits bei geringer
Ausprägung zu erkennen.
Im Indizesmenü wird oben die übliche Patienteninformationszeile angezeigt, diese ist hier jedoch ergänzt um Pat-ID und Infotext:
Pat-ID: zeigt die ID-Nummer des Patienten, welche in der Patientendatenverwaltungssoftware eingegeben wurde.
Infotext: zeigt den in der Übersichtsdarstellung im Kommentarfeld eingegebenen
Infotext an. (Kommentarfeld siehe
7.2.2.1, Seite 22)
Die einzelnen Indizes werden im oberen
Bildschirmbereich in der Mitte dargestellt. Sie tragen folgende Bezeichnungen:
Seite 38
Gebrauchsanweisung Keratograph
ISV = Index of Surface Variance. Maß für die
Abweichung der einzelnen Cornearadien vom Mittelwert. Erhöht bei allen Unregelmässigkeiten der Hornhautoberfläche
(Narben, Astigmatismus, Deformationen durch Kontaktlinsen, Keratokonus etc.).
IVA = Index of Vertikal Asymmetry. Maß für die Symmetrie der Cornearadien bezüglich des horizontalen Meridians als
Spiegelungsachse. Erhöht bei schrägen
Astigmatismusachsen, bei Keratokonus oder limbären Extasien.
KI = Keratoconus-Index. Ist speziell bei
Keratokoni erhöht.
CKI = Center Keratoconus-Index. Ist speziell bei zentralen Keratokoni erhöht.
RMin = Entspricht dem kleinsten sagittalen
Krümmungsradius im gesamten Meßfeld. Bei Keratokonus erhöht.
IHA = Index of Height Asymmetry. Maß für die Symmetrie der Höhenwerte bezüglich des horizontalen Meridians als Spiegelungsachse. Analog zu IVA, aber gelegentlich empfindlicher.
IHD = Index of Height Decentration. Wird aus der Fourier-Analyse der Höhenwerte gewonnen und spiegelt deren Dezentration in vertikaler Richtung wieder. Erhöht bei
Keratokonus.
ABR = Aberrationskoeffizient. Wird aus der
Zernike-Analyse berechnet. Falls keine abnormen Hornhautaberrationen vorhanden sind, beträgt der ABR=0,0, anderenfalls wird ABR=1,0 oder größer, je nach Stärke der Aberrationen.
KKS = Keratokonus-Stadium. Beruht auf topometrischen Messungen, wurde aber den klinischen Befunden des klassischen
Amsler-Schemas angepaßt.
AA = Analysed Area. Gibt die Größe der effektiv vermessenen (und nicht interpolierten) Hornhautoberfläche des gesamten Meßareals in Prozent an.
Das Gerät vergleicht die Meßwerte mit den
Mittelwerten und Standardabweichungen einer
Normalpopulation. Wird die 2,5fache Standardabweichung überschritten, werden die Meßwerte als „abnorm“ gelb unterlegt. Pathologische
Werte, welche die 3fache Standardabweichung
überschreiten, werden rot markiert.
Wird mit dem Mauszeiger in das Feld „Indizes“ geklickt, dann erscheint ein Informationsfenster, in welchem die Bedeutung der Indizesbezeichnungen (ISV, IVA,...) am Bildschirm dargestellt wird.
Grenzwerte der einzelnen Indizes:
Index abnorm (gelb) pathologisch (rot)
ISV
IVA
KI
CKI
Rmin
IHA
Õ37
Õ0,28
>1,07
Õ1,03
<6,71
Õ19
Õ0,014
Õ1
Õ41
Õ0,32
>1,07
Õ1,03
<6,71
>21
IHD
ABR
>0,016
Õ1
In der Verlaufsdarstellung „Indizesverlauf“
(unten) werden für beide Augen alle bisher ermittelten Indizes aufgelistet, sofern die einzelnen Untersuchungen früher bereits einmal berechnet wurden. Die Indizes alter und neuer
Untersuchungen beider Augen sind somit auf einen Blick direkt vergleichbar. Sind mehr als fünf Untersuchungen pro Auge vorhanden, so erscheint ein Windows-Schieberegler, mit dem die darzustellenden Untersuchungen angewählt werden können. Die momentan geladene Messung wird mit einem blauen Rahmen markiert.
Hinweis
ð
Untersuchungen können per Mausdoppelklick direkt geladen werden.
Seite 39
Gebrauchsanweisung Keratograph
Im oberen Bereich in der Mitte des Bildschirms befindet sich eine graphische Darstellung der
Hornhautexzentrizität in 30°
jeweils pro Halbmeridian. Die
Achsenlage der Zentralradien ist dabei mit berücksichtigt. Die rote Achse stellt den steileren, die blaue den flacheren Meridian dar. Rot unterlegte Zahlen weisen auch hier auf pathologische Werte hin. Die gemittelten Exzentrizitäten in den beiden Hauptschnitten werden unter der graphischen Exzentrizitätsdarstellung angezeigt.
Das große Teilbild der Krümmungsdarstellung oben rechts enthält die Darstellung der Sagittaloder Tangentialradienradien (Änderung der
Einstellung siehe 7.2.4 Seite 70).
Ganz in der Mitte findet sich das Resultat der
„Topographischen Klassierung“. Aus der Kombination der verschiedenen Indizes wird hier ein
Stadium in der Entwicklung des Keratokonus bestimmt. Neben den Stadien 1-4 findet sich auch die Bezeichnungen “möglich” für fraglich beginnende
Keratokonusfälle. Die Klassierung wurde den klassischen Amsler- bzw. Muckenhirn-
Stadien so gut wie möglich angepaßt.
Hinweis
ð
daß es sich bei der Beurteilung durch die Gerätesoftware um eine Topographie-basierte und nicht um eine klinische Einteilung handelt. In diesem
Feld erscheinen aber auch Kommentare wie
“stark deformierte Cornea”, “Nach Corneachirurgie” oder “Pellucid Marginal Degeneration”, wenn die entsprechenden topographischen Gegebenheiten durch die Software identifiziert wurden.
Beim Anklicken des Felds „Topographische Klassierung“ erscheint eine Tabelle mit der Auflistung der für den Keratographen entwickelten fünf
Keratokonus-Stadien mit den entsprechenden klinischen Merkmalen. Es muß auch hier betont werden, daß die alleinige Diagnose eines Keratokonus (vor allem bei beginnenden Fällen) ohne
Einbezug aller klinischen Fakten zu Fehlschlüssen führt, da auch Unregelmässigkeiten des Tränenfilms, Irregularitäten der Cornea oder Fixationsprobleme ähnliche Bilder liefern können.
Seite 40
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.2.6.1 Vertikale Dezentration
Das große Teilbild oben links zeigt die vertikale
Dezentration nach Fourier-Analyse der Höhendaten. Bei der kombinierten Darstellung von sphärischer Komponente mit dem vertikalen
Anteil der Dezentration (jeweils aus den Höhendaten generiert), lassen sich die Entwicklung und die verschiedenen Schweregrade eines Keratokonus darstellen.
Beipiele:
Bei normalen und astigmatischen Augen sowie bei sehr zentralen Keratokoni finden sich noch vollständig geschlossene Ringe, die sich beim
Übergang zum Keratokonus infolge der Dezentration mehr und mehr öffnen und schließlich zentral die Form eines umgekehrten Omega annehmen.
Normales Auge Astigmatisches Auge
KK möglich KK möglich KK beginnend KK beginnend
KK Grad 1 KK Grad 1-2 KK Grad 2
KK Grad 2-3 KK Grad 3 KK Grad 3-4 KK Grad 4
Seite 41
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.2.7 Refraktive Darstellung
Die Refraktive Darstellung ermöglicht eine Beurteilung der optischen Wirkung der Hornhautoberfläche. Hierfür werden nicht Krümmungswerte dargestellt, sondern Brennweiten. Die
Berechnung dieser Brennweiten erfolgt mittels
Brechungsgesetz (Lichtstrahlverfolgung), die sphärische Aberration ist somit berücksichtigt.
Die Brennweiten werden immer in Dioptrien dargestellt.
Der Unterschied zur normalen Krümmungsdarstellung wird deutlich, wenn man die Topographiedarstellungen einer Kugel vergleicht:
In der Krümmungsdarstellung (“Original” oben rechts) wird nur eine Farbe erscheinen, denn die
Kümmung einer Kugel ist überall gleich.
In der refraktiven Darstellung (unten links) wird der Dioptriewert zur Peripherie hin größer, denn die Brennweite der äußeren Bereiche (f
2
, f
3
) stimmt nicht mit der des zentralen Bereichs (f
1
)
überein (sphärische Aberration).
f
1 f
2 f
3
Durch Klicken in eine der Topographiedarstellungen wird gleichzeitig der Krümmungswert und der refraktive Wert dieser Stelle angezeigt.
Im Datenfeld (ganz unten) sind folgende Werte dargestellt:
•
Rh: Zentraler horizontaler Krümmungsradius
(in mm und Dioptrie) sowie dessen Achslage
•
Rv: Zentraler vertikaler Krümmungsradius (in mm und Dioptrie) sowie dessen Achslage
•
Astig: Astigmatismus im Zentrum (in Dioptrie)
•
Exz: Mittlere Exzentrizität der Hornhaut
•
Pupille: Pupillendurchmesser in mm
•
Iris: Irisdurchmesser in mm
•
Apex: Radius in mm und Dpt
•
Ø, h: Absolute Höhendifferenzmessung
Seite 42
Gebrauchsanweisung Keratograph
Im Feld „Brillenrefraktion“ (rechts unten) können die Refraktionswerte des Patienten eingegeben und somit auch gespeichert werden:
•
Sph: Sphäre
•
Cyl: Zylinder (immer negativ)
•
Achse des Zylinders
•
HSA: Hornhautscheitelabstand
Aus den Werten der Brillenrefraktion wird automatisch die Hornhautscheitelrefraktion (HSA=0) berechnet und ebenfalls numerisch dargestellt.
Wenn Brillenrefraktionswerte einer älteren Untersuchung (d.h. Untersuchungsdatum und aktuelles Datum sind verschieden) geändert werden, erscheint zunächst die Frage: „Sollen die gespeicherten Refraktionswerte geändert werden?“, um die gespeicherten Werte nicht versehentlich zu ändern.
Anwendung der refraktiven Darstellung:
Diese Darstellungsform ist besonders geeignet für die Betrachtung von Messungen vor und nach
Excimer-Laser Behandlungen, denn folgende Informationen sind hier in einem Fenster dargestellt:
•
Normales Topographiebild (Original)
•
Refraktives Topographiebild
•
Zentralradien in Dioptrie
•
Pupillendurchmesser in mm
•
Refraktionswerte des Patienten zum Zeitpunkt der Messung
Absolute Höhendifferenzmessung
Die absolute Höhendifferenzmessung ist die
Höhendifferenz zwischen dem Apexpunkt und eines Höhenwertes der Hornhaut in einem veränderbaren Durchmesser um den Apex.
Berechnet wird die Höhe auf dem horizontalen
Meridian des Astigmatismus mit dem gewichteten Mittelwert: h= (2x Temp. + 1xNasal)/3
Seite 43
Gebrauchsanweisung Keratograph
Die Höhe “h” (in µm) wird in einem veränderbaren Durchmesser (mm) um den Apex ermittelt. Dieser Durchmesser kann durch
Betätigen der Plus-oder Minus-Taste in seinem
Wert verändert werden. Die ermittelten
Höhenwerte können für die Anpassung von
Ortho-K-Linsen verwendet werden.
7.2.2.8 Höhendaten
Diese Darstellungsform verwendet das interne dreidimensionale Höhenmodell der Hornhaut, das während der mathematischen Auswertung generiert und als Grundlage für alle weiteren
Berechnungen verwendet wird.
Die Verwendung von Höhendaten bietet folgende
Vorteile:
•
Höhendaten gestatten eine genauere Aussage über die wahre Oberflächengestalt der
Hornhaut. Sie können direkt zur Simulation von Fluobildern und zur Berechnung passender Kontaktlinseninnenflächen verwendet werden. Ein Vergleich mit dem Fluobild einer
Kontaktlinse zeigt, daß auch die Lage des
Keratokonusapexes in der Höhendarstellung wesentlich besser der Realität entspricht als dies die Sagittal- oder Tangentialradiendarstellung vermuten lassen.
•
Höhendaten bergen eine Fülle von Informationen, die erst durch weitere Berechnungen erschlossen werden.
•
Höhendaten können unabhängig vom
Gerätetyp als austauschbarer Standard definiert werden.
•
Höhenwerte sind weniger empfindlich auf
Fixationsartefakte. Pseudokeratokoni treten deshalb seltener auf.
•
Höhendaten sind der Ausgangspunkt zur
Analyse verschiedener Aberrationen der
Corneaoberfläche mit Hilfe von Zernike-
Polynomen. Sie können zur Quantifizierung eines Keratokonus benutzt werden.
•
Aus den Höhendaten läßt sich erkennen, welcher corneale Abtrag bei laserchirurgischen Eingriffen mathematisch nötig wäre, um aus der Originalmessung die gewünschte
Referenzfläche zu erhalten.
Höhendaten können absolut oder relativ (d.h. als
Höhendifferenz von Messung und Referenzfläche) dargestellt werden: p
A
Absolute Pfeilhöhe
Cornea
Ebene
Die absolute Pfeilhöhe P
A
(eines Meridianschnittes) beschreibt die Höhendifferenz zwischen einem lokalem Hornhautpunkt und einer
Ebene, welche die Hornhaut im Zentrum berührt.
Pfeilhöhendifferenz von Cornea und Referenzkörper
p
D
Referenzkörper
Cornea
Die Pfeilhöhendifferenz P
D
zwischen Cornea und
Referenzkörper ist vorzeichenbehaftet: minus = Messung unter dem Referenzkörper, plus = Messung über dem Referenzkörper.
Im Menü Höhendaten (Abbildung siehe nächste
Seite) zeigt das Teilbild oben rechts die normale
Darstellung der Sagittal- bzw. Tangentialradien der Corneaoberfläche.
Unten rechts wird die Topographie eines
rotationssymetrischen Referenzkörpers dargestellt. Mittels der Felder „r“ und „Exz“ über der Topographiedarstellung des Referenzkörpers kann dieser manuell definiert werden. Nach jeder
Änderung des Referenzkörpers aktualisiert sich die Höhendatendarstellung automatisch.
Wird z.B. „Exz“ auf 0 gestellt, dann entspricht der Referenzkörper einer Sphäre.
Wird „r“ auf 0 gestellt, dann erscheinen absolute
Höhendaten.
Seite 44
Gebrauchsanweisung Keratograph
Mit dem Button „rm“ (der standardmäßig voreingestellt ist) werden der mittlere zentrale Krümmungsradius der Hornhaut und deren um 0.1
erhöhte Exzentrizität zur Referenzkörperberechnung verwendet. Diese Parameter sind zur Darstellung normaler oder astigmatischer Corneae ideal und werden auch häufig in manuellen
Topometrieprogrammen verwendet. Der Button
„rf“ verwendet hingegen den flacheren zentralen
Kümmungsradius der Hornhaut und deren um
0.1 erhöhte Exzentrizität zur Berechnung des
Referenzkörpers. Diese Einstellung ist vor allem für Keratokoni günstig, da deren Apexlage so sofort ersichtlich wird.
Im linken großen Teilbild werden Höhendaten als Pfeilhöhendifferenzen zwischen der Messung
(Hornhaut) und dem Referenzkörper graphisch dargestellt. Unten links findet sich die Angabe der Zentralradien mit Achsenlage und mittlerer
Exzentrizität in 30°. Durch Anklicken des Schalters „Num“ werden die numerischen Höhenwerte in einem polaren Koordinatensystem dargestellt.
Bei Kenntnis der Scheiteltiefen von sphäroasphärischen oder von Quadrantenlinsen kann damit deren Sitzverhalten abgeschätzt werden.
Das Fenster "Höhendaten" wird durch zwei
Farbbalken begrenzt. Der rechte Farbbalken entspricht dem der Übersichtsdarstellung und beschreibt Krümmungswerte (mm oder Dpt). Der linke Farbbalken ist den Höhendaten zugeordnet und enthält in Gruppen à 10
µ m die Abweichungen vom Referenzkörper. Durch Anklicken des
Farbbalkens mit der linken Maustaste kann eine andere Auflösung gewählt werden, was gelegentlich die Lesbarkeit verbessert.
Durch Klicken mit der linken Maustaste in eine beliebige Farbgrafik wird der entsprechende
Krümmungs- bzw. Höhenwert in allen Grafiken am gleichen Ort dargestellt.
Seite 45
Gebrauchsanweisung Keratograph
Anwendungsbeispiel der Höhendarstellung
Die übliche Darstellung von Keratokoni mittels
Sagittal- oder Tangentialradien kann artifiziell verfälscht sein. So wird nicht selten die Lage des
Apex falsch lokalisiert. Klinischer Befund und
Fluobild zeigen, daß die Darstellung der Höhen-
Rechtes Auge Linkes Auge
werte der Realität besser entspricht. Die Konusspitze liegt immer am Ende der schleifenförmigen Ausbuchtung der Höhenlinien. Bedingt durch die Verkippung der Linse auf dem Auge, liegt der
Apex im Fluobild noch etwas weiter in Richtung der Schleife verschoben.
Darstellung mittels Sagittalradien
Die Sanduhrform der Bildmitte ist ein dem Verfahren innewohnender
Artefakt. Der Apex scheint am rechten Auge nasal unten, am linken Auge unten zu liegen.
Darstellung mittels
Tangentialradien
Gleiche Problematik wie bei der
Sagittalradiendarstellung, liefert aber häufig anschaulichere Ergebnisse.
Darstellung der Höhendaten
Apexlage beidseits am temporal unteren Pupillenrand. Beides stimmt mit der klinischen Beurteilung (Ophthalmoskopie im regredienten Licht) und dem Fluobild recht gut überein.
Simuliertes Fluobild
Zeigt rechts Linsenauflage im
Apexbereich temporal unterhalb des
Pupillenrandes sowie nasal oben.
Links Apexauflage im Bereich des temporal/temporal-unteren
Pupillenrandes sowie nasal von 9-10
Uhr.
Seite 46
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.2.9 Kamerabild
Das Kamerabild der Messung wird in
Originalgröße dargestellt. Mit Hilfe der
Schaltfläche [Ringe] können die von der Bildverarbeitung ermittelten Ringkanten eingezeichnet (und wieder gelöscht) werden. Dies ermöglicht eine genaue Kontrolle der Bildverarbeitung, sowie eine eigene Beurteilung der
Reflexion des Placidosystems.
Mit der Schaltfläche [Pupille / Iris] können zusätzlich der Irisrand und die Pupille markiert werden, um die Messung des Hornhautdurchmessers prüfen zu können.
Zur Detailvergrößerung kann die Lupenfunktion verwendet werden. Hierfür muß mit der linken
Maustaste in das Bild geklickt werden. Die
Umgebung des Mauszeigers wird daraufhin vergrößert in der rechten unteren Ecke des
Bildschirmes dargestellt.
Um die Lupendarstellung auszuschalten, die rechte Maustaste betätigen.
7.2.2.10 Vergleich refraktiv
Diese Vergleichsdarstellung ist geeignet, um
Brechwertveränderungen der Cornea, welche z.B. durch das Tragen von Ortho-K-Linsen (oder auch durch refraktive Chirurgie) verursacht werden, sichtbar zu machen.
Im Bild
• rechts oben wird die aktuelle Messung als refraktive Darstellung angezeigt (siehe
7.2.2.7). Im Bild
‚ darunter kann eine zweite refraktive Messung geladen werden. Ist diese
Messung geladen worden, wird automatisch eine refraktive Differenz ermittelt und in dem großen
Schaubild links dargestellt. Dieses Schaubild wird durch die Subtraktion des zweiten
Schaubildes von dem ersten errechnet. So kann nun die refraktive Veränderung dargestellt werden.
Unterhalb der refraktiven Differenz befindet sich ein Diagramm, in dem ein Schnitt durch die refraktive Differenz dargestellt wird.
Gebrauchsanweisung Keratograph
Seite 47
Dieses Diagramm zeigt die jeweilige Gradzahl der Achslage an. X-Achse: Durchmesser um den Apex in mm. Y-Achse: Dioptrienstärke. Es ist möglich, die Achslage des Schnittes zu
ändern.
Beispiel: Bei 173,4° bzw. 354,4° befindet sich im
Bild „Differenz Refraktiv“ eine kleine blaue Linie.
Wenn man mit gedrücktem linken Mauszeiger auf eine dieser Linien klickt, entsteht eine durchgehende blaue Linie. Diese kann beliebig rotiert werden, wobei sich entsprechend die
Gradzahlen der Achslagen in der unteren Grafik
ändern.
•
NUM
Durch Anklicken der NUM-Taste wird die
Grafik der refraktiven Differenz in verschiedene
Zonen aufgeteilt. Die mittlere refraktive Differenz wird aus den gemessenen Punkten innerhalb einer Zone ermittelt und im Zentrum dieser
Zonen angezeigt. Hierbei handelt es sich um den arithmetischen Mittelwert der gesamten Zone und nicht um einen einzelnen Meßpunkt.
•
Farbbalken
Am linken Farbbalken ist die Skalierung der
Dioptriestärke nach Farben aufgelistet. Diese
Skalierung kann man durch Klicken der linken
Maustaste auf dem Farbbalken verändern. Man erhält so die Möglichkeit, die Dioptriesprünge zu vergrößern oder zu verkleinern.
•
Apex
In Bild 1 und Bild 2 ist in der linken unteren Ecke die jeweilige Dioptrienstärke im Apex angegeben.
•
Astigmatismus
In Bild 1 und Bild 2 ist in der rechten unteren
Ecke der jeweilige Astigmatismus in Dioptrien angegeben.
•
Hauptschnitte
Die Lage der Hauptschnitte wird aus dem kleinen
Diagramm in den rechten oberen Ecken ersichtlich. Diese stehen definitionsgemäß immer 90° zueinander.
Seite 48
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.2.11 Untersuchungen vergleichen
Diese Darstellungsart ermöglicht es, die verschiedenen Untersuchungen eines Patienten miteinander zu vergleichen und somit eine Beurteilung des
Trends durchzuführen, in dem sich die Hornhaut entwickelt. Weiterhin dient sie zur Kontrolle von
Behandlungen mit dem Excimer-Laser.
Bis zu vier Untersuchungen eines Patienten können einander gegenübengestellt werden. Die erste
Topographiedarstellung entspricht zunächst der momentan geladenen Untersuchung.
Um weitere Topographiedarstellungen zu laden, muß eines der leeren Überschriftsfelder angeklickt werden. Dadurch öffnet sich die Untersuchungsliste, aus der nun die Darstellung einer anderen Untersuchung geladen werden kann. Die
Auswahl erfolgt nach Datum, Uhrzeit und rechtem / linkem Auge.
Zur Ermittlung des Unterschieds der verschiedenen
Topographien läßt sich eine Differenzdarstellung zweier Bilder berechnen (hier z.B. Bild 1 minus Bild
2). Diese wird im Feld unten links dargestellt. Es müssen dazu mindestens zwei
Topographiedarstellungen geladen sein..
In dem Schalterfeld „Bild“ können Sie auswählen, welche der Untersuchungen voneinander subtrahiert werden sollen.
Das Ergebnis, die Differenz, wird farbig kodiert dargestellt. Die dazugehörigen mm - Werte sind am linken Rand aufgelistet. (Umschalten auf
Dioptrie-Werte siehe 7.2.4 Seite 61).
In allen Topographiebildern kann die Krümmungswertabfrage benutzt werden, d.h. wird in einer Topographiedarstellung eine beliebige
Stelle angeklickt (linke Maustaste), erscheint der
Krümmungswert dieser Stelle über dem
Mauszeiger, im Vergleichsbild erscheint der
Vergleichswert
Seite 49
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.3 Kontaktlinsenanpassung
Die Messung der Hornhautgeometrie ermöglicht eine weitreichende Unterstützung des Benutzers bei der Kontaktlinsenanpassung.
Ohne den Patienten belasten zu müssen, kann das Einsetzen einer Kontaktlinse und die Prüfung des Kontaktlinsensitzes am Computer simuliert werden.
Links: Hornhautdaten
Um die Kontaktlinsenanpassung zu starten, muß nach dem Untersuchen der Menüpunkt
„Kontaktlinsenanpassung“ (siehe 7.2 Seite 19) aufgerufen werden.
Der Bildschirm zeigt daraufhin zwei Datenfelder:
Rechts: Kontaktlinsendaten
Im Datenfeld Hornhautdaten ist eine Tabelle der
Exzentrizitäten, sowie die üblichen Keratometerdaten dargestellt:
Rh:
Rv:
Horizontaler Krümmungsradius im Zentrum
Vertikaler Krümmungsradius im Zentrum
Rm: Mittlerer Krümmungsradius im Zentrum
Astigm.: Astigmatismus der Hornhautim Zentrum
Achse:
Achslage des flachen Meridians
∅HH:
Durchmesser der Iris bzw. Hornhaut
Exz.:
Mittlere Exzentrizität der Hornhaut
Fixabw.: Fixierpunktabweichung: Abstand der
Pupillenmitte von der Mitte des Topographiesystems.
Das Kreisdiagramm rechts im Feld zeigt die
Lage der Hauptschnitte.
Oberhalb der Keratometerdaten ist der Verlauf der Exzentrizität der Hornhaut in den Hauptschnitten von innen nach außen zahlenmäßig aufgelistet.
Für jeden peripheren Winkel wird ein Mittelwert der Exzentrizität berechnet und dargestellt. In der linken Spalte sind die Zentralradien der einzelnen
Meridiane aufgelistet.
Diese Daten geben dem Kontaktlinsenanpasser einen guten Eindruck des Formverlaufs der
Hornhaut vom Zentrum zur Peripherie.
Die Exzentrizitätswerte in 30° werden zur Berechnung der mittleren Exzentrizität verwendet.
Im Datenfeld Kontaktlinsendaten erfolgt die eigentliche Auswahl der anzupassenden
Kontaktlinse (siehe nächste Seite).
Seite 50
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.3.1 Auswählen einer Kontaktlinsenrückfläche
Aus den Geometriedaten der Hornhaut werden nun von allen verfügbaren Kontaktlinsentypen
Anpaßvorschläge ermittelt und in die Vorschlagsliste eingetragen.
In der Liste ganz oben stehen dabei die Kontaktlinsengeometrien, welche der gemessenen
Hornhaut am besten entsprechen. Die
Vorschlagsliste stellt somit eine Rangliste der
Anpaßvorschläge dar. Weichlinsenvorschläge stehen (unabhängig der Anpaßqualität) immer am Ende der Liste. Die Kontaktlinsenparameter des obersten Vorschlags werden zunächst automatisch in die einzelnen Datenfelder übertragen:
•
Hersteller
•
Linsentyp
•
Zentralradius: r0(mm)
•
Exzentrizität: Exz
•
Torizität (2. Zentralradius): Tori. r0
•
Durchmesser: Ø(mm)
Anschließend können die Parameter entweder einzeln verändert oder ein anderer Kontaktlinsenvorschlag durch Anklicken der Vorschlagszeile in die Datenfelder übertragen werden.
Hinweis
ð
parameter ist allerdings nur möglich, wenn der
Linsentyp des gewählten Herstellers auch mit diesen Parametern verfügbar ist. Anderenfalls wird eine möglichst ähnliche Linse ausgewählt.
Durch Drücken der [+] bzw. [-] Schalter wird also immer der nächstmögliche Wert eingestellt (z.B.:
Durchmesser 9.20
→
9.60).
Nach dem Wechseln eines Linsentyps im Feld
„Linse“ bzw. „Hersteller“, erscheint zunächst der beste Anpaßvorschlag dieses Linsentyps.
Um Kontaktlinsen selbst zu definieren, kann das
Feld „Hersteller“ auf „Unabhängig“ (oberster
Eintrag) gestellt werden. Dann sind alle
Parameter einzeln unabhängig der Verfügbarkeit einer solchen Linse einstellbar.
Werden torische Linsen verwendet, dann wird die Ausrichtung des flachen Meridians mit Hilfe des Symbols markiert. Dieses Symbol erscheint immer neben dem Eingabefeld des flacheren Radius.
Folgende Schaltflächen stehen zur Kontaktlinsenanpassung zur Verfügung:
[Fluo Rechnen] startet die Berechnung der
Fluobildsimulation (siehe nächste Seite).
[Hecht KL] startet eine spezielle Kontaktlinsenanpaßsoftware der Firma Hecht (siehe 7.2.3.2.6
Seite 55).
[Details] ermöglicht weitere Kontaktlinsenparameter zu bearbeiten (siehe 7.2.3.2.3 Seite 53).
[Drucken] druckt die aktuelle Darstellung.
[Zurück] beendet die Kontaktlinsenanpassung.
Im Feld „Anzeige“ kann die Anzeige der Hornhautdaten (oben links) gewählt werden: Exzentrizitäten, Sagittalradien, Top Test oder Fluobild.
Das Feld „Position“ zeigt die Position
(Verschiebung und Verdrehung) der Kontaktlinse auf der Cornea an (Positionsänderung siehe
7.2.3.2.2 Seite 53).
Hinweis
ð
Exz: „Soft“. Da für Weichlinsen keine Fluobildsimulation durchgeführt werden kann, wird der
Schalter [Fluo Rechnen] automatisch gesperrt.
Seite 51
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.3.2 Fluoreszeinbildsimulation / [Fluo Rechnen]
Durch Betätigen des Schalters [Fluo Rechnen] wird eine Fluoreszeinbildsimulation durchgeführt.
Hierbei wird folgendes berechnet:
•
Der Abstand der Hauptschnitte zur
Kontaktlinse (unten links).
Diese Darstellung ermöglicht eine gute
Beurteilung der simulierten Anpassung, da aufgrund des Kurvenverlaufs leicht erkennbar ist, ob die Anpassung flach, steil oder parallel erfolgte. Bei flacher Anpassung ist die Kurve nach oben gebogen, bei steiler Anpassung nach unten, bei paralleler Anpassung verläuft die Kurve waagrecht.
•
Die Fluoreszeinbildsimulation der Kontakt-
linse auf dem Auge.
Hierfür werden für die gesamte Kontaktlinse
Abstandswerte zur Hornhaut berechnet und in verschiedenen Helligkeiten grün „fluoreszierend“ dargestellt. Die Bedeutung der einzelnen
Helligkeiten kann am linken grünen Farbbalken abgelesen werden. Über dem Fluobild steht die
Beschreibung der bei der Simulation verwendeten Kontaktlinse.
Nach der ersten Fluobildsimulation erscheint rechts unten das Feld „Refraktion“. Hier können die Refraktionswerte der Kontaktlinse abhängig von der Brillenrefraktion des Patienten und des
Linsentyps berechnet werden. Dieses
„Refraktionsmodul“ wird durch Betätigung des
Schalters [Refraktion] gestartet (Refraktionsmodul siehe 7.2.3.3 Seite 56).
Da das Fluobild die Keratometerdaten überschreibt, sind diese nun unten links dargestellt.
Im Feld „Anzeige“ kann gewählt werden, was im
Fluobildfeld (oben links) angezeigt werden soll:
•
die Tabelle der Exzentrizitäten
(in verschiedenen peripheren Winkeln)
•
eine Tabelle der Sagittalradien
(in verschiedenen peripheren Winkeln)
•
der Top-Test (siehe 7.2.3.2.5 Seite 54)
•
oder die Fluobildsimulation
Die aktuelle Darstellung kann mit Hilfe des
Schalters [Drucken] gedruckt werden.
Seite 52
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.3.2.1 Die Fluo-Icon Auswahlschalter
Jede neue Fluobildsimulation erzeugt einen
Auswahlschalter in Form eines verkleinerten
Fluobildes. Diese Fluo-Icon werden am rechten
Rand des großen Fluobildes aufgelistet.
Durch Anklicken eines solchen Fluo-Icons mit der linken Maustaste werden das entsprechende
Fluobild, sowie die berechneten Diagramme wieder geladen und sämtliche zur Simulationsberechnung verwendeten Kontaktlinsenparameter
(Hersteller, Linse, Zentralradius, Exzentrizität,...) eingestellt. Ebenso werden die bis dahin bearbeiteten Refraktionsdaten wieder geladen.
Durch diese Funktion ist ein schnelles Umschalten zwischen verschiedenen Anpaßsimulationen möglich.
Sind bereits sieben Fluo-Icon vorhanden, wird das obere entfernt und die Schalterreihe nach oben verschoben.
Ein Fluo-Icon kann gelöscht werden, indem es mit der rechten Maustaste angeklickt wird. Nach
Beantworten der daraufhin erscheinenden Frage
„Fluobild löschen ?“ mit [Löschen], wird dieses
Fluo-Icon entfernt, und die Fluo-Icon unterhalb nach oben geschoben.
7.2.3.2.2 Verschieben und Verdrehen der Kontaktlinse
Verschieben
Wird im Fluobild eine beliebige Stelle der
Kontaktlinse angeklickt, kann anschließend die
Kontaktlinse innerhalb des erlaubten Bereichs verschoben werden, solange die linke Maustaste gedrückt bleibt (rote Randmarkierung). Nach
Loslassen der Maustaste erscheint automatisch die Frage: „Kontaktlinse verschieben ?“. Betätigt man nun die Schaltfläche [Verschieben], wird die Fluobildsimulation mit der neuen Kontaktlinsenposition berechnet und dargestellt.
Drehen
Eine torische Kontaktlinse kann mit Hilfe des
Mauszeigers verdreht werden, indem in die Nähe der weißen Markierungen geklickt wird. Daraufhin wird die Rotationsachse der Linse rot markiert. Solange die Maustaste gedrückt bleibt, kann die Achslage der Kontaktlinse verdreht werden. Anschließend erscheint die Frage
„Kontaktlinse drehen ?“. Durch Betätigen von
[Drehen] wird dann die Neuberechnung gestartet.
Seite 53
Gebrauchsanweisung Keratograph
Die Position der Kontaktlinse wird im Feld
„Position“ dargestellt:
R/L: positiv für rechts, negativ für links
O/U: positiv für oben, negativ für unten
Incl.: Inklinationswinkel der Kontaktlinse
Während der Bewegung der Kontaktlinse
(Verschieben/Drehen), wird die resultierende
Position in diesem Feld ständig aktualisiert.
Winkeldefinition der Inklination
Der Inklinationswinkel ist der Winkel zwischen der Horizontalen und den Markierungen der
Kontaktlinse. (z.B.:-5°)
Das Vorzeichen entspricht nicht dem der
Achse (Rf).
-90°
+90°
-
+
0°
Incl.
7.2.3.2.3 Einstellen von Kontaktlinsenparametern / [Details]
Mit Betätigen des Schalters [Details] wird ein
Menü geöffnet, in welchem weitere Kontaktlinsenparameter eingestellt werden können. Das
Menü wird so positioniert, daß Hersteller und
Linsentyp noch erkennbar sind.
Die Kontaktlinsenparameter sind unterteilt in
Basiskurve und Peripherie. Eine Veränderung der Randparameter macht allerdings nur Sinn, wenn vorher das Feld
Hersteller
auf
„Unabhängig“ geschaltet wurde, weil die
Randgeometrien der normalen Linsen fest definiert sind.
Zur Bedeutung der Peripherieparameter siehe auch 7.2.5.3.1 Seite 79.
Die berechnete Verkippung der Linse kann im
Feld „Neigung“ abgelesen werden.
Die Verschiebung der Kontaktlinse sowie deren
Verdrehung (Inklination) wird im Feld „Position“ numerisch dargestellt (siehe diese Seite oben).
Die Ausrichtung des flachen Meridians wird markiert mit Hilfe des Symbols:
[Zurück] schließt die Detailfunktion und führt zurück zur Kontaktlinsenanpassung.
Seite 54
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.3.2.4 Ändern der Fluobildskala
Die Fluobildskala kann verändert werden, indem in den grünen Farbbalken am linken Rand des
Fluobildes geklickt wird.
Daraufhin erscheint ein Fenster, in welchem der
Maximalwert der Skala verändert werden kann.
Der normale Wert ist 100 (µm). Wird eine andere
Skala gewählt, erscheint neben dem
Maximalwert der Skala die Bemerkung
„!!Skala!!“.
Das Verändern der Skala ist z.B. bei starkem
Keratokonus hilfreich, da bei einem größeren
Maximalwert (von z.B. 300 µm) Abstandsverläufe auch dann noch zu erkennen sind, wenn die
Abstände groß sind (d.h. die Kontaktlinse schlecht sitzt).
Nach dem Ändern der Skala wird automatisch eine neues Fluoreszeinbild berechnet.
7.2.3.2.5 Top-Test
Im Fenster Kontaktlinsenanpassung kann die
„Anzeige“ auf „Top-Test“ geschaltet werden:
p
=
k
•
( 1
+
c
1
•
k
) wobei:
k
=
h
2
2
•
r
0
In dieser Darstellung werden die einzelnen
Meridianwinkel (Mer.), der Zentralradius des
Meridians (r0), der Koaxialradius in 30° (rs), die
Abflachung d.h. die Differenz von Zentral und
Koaxialradius (rs-r0), die daraus resultierende p p =Pfeilhöhe h =Zonenhöhe r0 =Zentralradius h r0
Exzentrizität in 30° (Exz) sowie die Abflachungskonstante (c1) aufgelistet.
Die Abflachungskonstante c1 dient zusammen mit dem Zentralradius r0 zur mathematischen
Beschreibung des Hornhautparaboloids.
Seite 55
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.3.2.6 Hecht Anpassungssoftware verwenden / [Hecht KL]
Um Hecht-Kontaktlinsen anpassen zu können, steht ein spezielles Anpaßprogramm der Firma
Hecht zur Verfügung. Dieses ermittelt aus den gemessenen Hornhautgeometrien einen
Kontaktlinsenvorschlag nach den Anpaßregeln der Firma Hecht.
Um diese Software zu nutzen, muß zunächst der
Schalter [Hecht KL] betätigt werden (siehe Bild
Seite 50).
In der Hecht-Software kann nun eine Linse ausgewählt werden.
Anschließend muß der Schalter [Fluobild] betätigt werden, um die Hecht-Software wieder zu verlassen. Die Fluobildsimulation erfolgt dann wieder durch die OCULUS-Software.
Wird nur das Fenster geschlossen, dann erfolgt keine Fluobildberechnung.
Hinweis
ð
Hechtlinse zu verändern, muß immer zuerst der
Schalter [Hecht KL] betätigt werden. Aus diesem Grund werden nach dem Auswählen einer Kontaktlinse in der Hecht-Software die entsprechenden Eingabefelder der OCULUS-
Software gesperrt. Hierdurch wird sichergestellt, daß eine Kontaktlinse aus der Hecht-Software nur mit Hilfe der Hecht-Software variiert werden kann. Sobald ein anderer Kontaktlinsenvorschlag oder Hersteller gewählt wird, wird die Sperrung der Eingabefelder wieder aufgehoben.
Die Firma Hecht bietet außerdem noch eine
Anpassungssoftware „Hecht-Expert“ an. Mit dieser können die einzelnen Kontaktlinsenzonen noch detaillierter definiert werden.
Seite 56
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.3.3 Refraktionsmodul / [Refraktion]
Mit Hilfe des Refraktionsmoduls kann abhängig von Brillenrefraktion und Linsentyp die nötige
Brechkraft der Kontaktlinse berechnet werden.
Weiterhin ist ein Vergleich verschiedener Linsentypen (z.B. rücktorisch oder bitorisch) hinsichtlich ihrer Korrektionswirkung möglich.
Bevor das Refraktionsmodul mit Hilfe des
Schalters [Refraktion] gestartet wird (siehe Bild
Seite 51 rechts unten), sollte jedoch die Wahl der
Kontaktlinsenrückfläche (also die Fluobildsimulation) abgeschlossen sein, da eine Veränderung der Rückflächenkrümmung auch andere
Korrektionswirkungen der Kontaktlinse erfordert.
Je nach gewähltem Kontaktlinsentyp ändert sich das Feld „Testlinse“ im Refraktionsmodul.
Verfügbar sind:
•
Testlinse rotationssymmetrisch
•
Testlinse torisch
•
Testlinse Soft
Im Feld „Brillenrefraktion“ müssen zunächst die
Refraktionswerte des Patienten eingegeben werden. Beachten Sie bitte, daß der Zylinderwert immer negativ eingegeben werden muß. Die
Brillenrefraktion wird mittels Hornhautscheitelabstand (HSA) in die Hornhautscheitelrefraktion umgerechnet und in der Spalte HSA=0 angezeigt.
Falls schon Refraktionswerte eingegeben wurden (siehe 7.2.2.7 „Refraktive Darstellung“
Seite 41), werden diese übernommen.
Wird nun der Schalter [Vorschlag] betätigt, dann erfolgt die Berechnung eines Kontaktlinsenvorschlags, unter Berücksichtigung der
Refraktionswerte, der Hornhautkrümmung und der gewählten Kontaktlinsenrückfläche. Dieser
Vorschlag (z.B.: Sph: 6.25 Dpt) wird ins Feld
„Testlinse“ übertragen und kann anschließend auch manuell verändert werden. Nach jeder
Änderung eines Wertes wird automatisch die
„Erwartete Restrefraktion“ berechnet und dargestellt. Diese „Erwartete Restrefraktion“ entspricht der Überrefraktion die nötig wäre, wenn diese Kontaktlinse auf das Auge gesetzt würde. Die Auswahl der Testlinse sollte daher die erwartete Restrefraktion minimieren.
Hinweis
⇒
kein gemessener sondern ein berechneter Wert, der möglichst viele (aber nicht alle) Augen- und
Kontaktlinsenparameter berücksichtigt. Dieser
Wert sollte daher nach der Kontaktlinsenauswahl mit der gemessenen Überrefraktion verglichen werden.
Seite 57
Gebrauchsanweisung Keratograph
Folgende Felder sind im Refraktionsmodul dargestellt:
•
Brillenrefraktion
Eingabe der Refraktionswerte und automatische Umrechnung zur Hornhautscheitelrefraktion (HSA=0).
•
Testlinse
Auswahl der Kontaktlinsenparameter:
Die Rückflächenkrümmung der Kontaktlinse wurde zuvor mittels Fluobild bestimmt, daher wird diese hier nur angezeigt. Eine Ver-
änderung der Rückflächenkrümmung ist nur in der Kontaktlinsenanpassung (Fluobildsimulation) möglich.
•
Kommentar
In diesem Feld kann der Benutzer einen beliebigen Text eingeben, welcher zusammen mit den Refraktionswerten gespeichert wird und somit auch später noch verfügbar ist.
•
Cornea
Die vom Keratographen ermittelten Keratometerwerte der Cornea werden in diesem
Feld dargestellt: r0 (mm): Zentralradien
HH-Astig.: Hornhautastigmatismus (zentral)
Achse(Rf): Achse des flachen Meridians
•
Restrefraktion (Erwartet)
Die zuvor beschriebene „Erwartete Restrefraktion“ wird in diesem Feld angezeigt.
Betätigen der Taste [Zurück] beendet das
Refraktionsmodul und überträgt die neuen Werte ins Refraktionsfeld der Kontaktlinsenanpassung.
7.2.3.3.1 Refraktionsberechnung torischer Linsen
Im Feld „Testlinse torisch“ können noch weitere
Kontaktlinsenparameter eingestellt werden:
Incl.: Hier kann die Inklination (Verdrehung) der
Kontaktlinse geändert werden (Definition der
Inklination siehe Seite 53). Zunächst ist die
Inklination so gewählt, daß der flache Meridian der Kontaktlinsenrückfläche dem der Hornhaut entspricht. Falls dieser jedoch nicht mit der tatsächlichen Lage übereinstimmt, kann die
Verdrehung hier manuell korrigiert werden.
Eine Inklinationsänderung führt nach Verlassen des Refraktionsmoduls (Schaltfläche [Zurück]) zur automatischen Fluobild-Neuberechnung.
n: Die Brechzahl n des Kontaktlinsenmaterials bestimmt bei rücktorischen Linsen die Stärke des induzierten Astigmatismus, somit also die torische Wirkung der Kontaktlinse. Daher ist die
Eingabe des Kontaktlinsenmaterials bzw. der
Brechzahl erforderlich.
Seite 58
Gebrauchsanweisung Keratograph
Hinweis
⇒
dung rücktorischer Kontaktlinsen) immer manuell eingegeben werden. Sie ist nicht zusammen mit den anderen Kontaktlinsenparametern in der
Kontaktlinsendatenbank gespeichert.
Rechts neben dem Feld n befindet sich ein
Auswahlfeld, in dem der Materialname gewählt werden kann n wird dann entsprechend aktualisiert. (Die Datei „C:\TOPO\N-MAT.TXT“ enthält die Liste der Materialnamen und der entsprechenden Brechzahlen. Diese Datei kann mit einem
Texteditor z.B.: WordPad vom Benutzer erweitert werden.)
Im Feld „Testlinse torisch“ können drei verschiedene torische Linsentypen gewählt werden:
•
Rücktorisch
Die Rückfläche dieser Kontaktlinse ist torisch
(besseres Sitzverhalten), die Vorderfläche ist jedoch sphärisch.
Durch den Brechzahlunterschied des
Kontaktlinsenmaterials und der Tränenflüssigkeit verursacht die torische Rückfläche jedoch einen künstlichen, sog. induzierten
Astigmatismus. Dies kann, je nach
Refraktionswerten des Patienten, aber auch vorteilhaft sein.
Eine zusätzliche Zylinderkorrektur ist aufgrund der sphärischen Vorderfläche mit dieser Linse nicht möglich.
•
Bitorisch kompensiert
Dieser Linsentyp hat eine torische Rückfläche aber auch eine torische Vorderfläche.
Der induzierte Astigmatismus, den die
Rückfläche dieser Kontaktlinse verursachen würde, ist auf der Vorderfläche der
Kontaktlinse als Zylinder enthalten. Da der induzierte Astigmatismus durch die
Vorderfläche neutralisiert wird, korrigiert eine solche Kontaktlinse den Hornhautastigmatismus wie eine sphärische Kontaktlinse, sie bietet jedoch zusätzlich die Möglichkeit mittels torischer Rückfläche ein besseres
Sitzverhalten auf dem Auge zu erreichen.
Die Wirkung dieser Kontaktlinse ist durch die
Neutralisation des induzierten Astigmatismus unabhängig von ihrer Verdrehung (Inklination).
Eine zusätzliche Zylinderkorrektur ist jedoch mit diesem Linsentyp ebenfalls nicht möglich.
Da die Brechzahl n bei bitorisch kompensierten Linsen nicht benötigt wird, ist das
Feld n und das Materialauswahlfeld gesperrt.
•
Bitorisch
Bitorische Linsen haben torische Rückflächen und torische Vorderflächen. Die
Achslage der beiden Flächen sind unabhängig voneinander, somit kann zunächst der Rückflächentorus aus rein anpasstechnischen Gründen bestimmt werden, und anschließend der nötige Vorderflächentorus sowie dessen Achslage aus der Überrefraktion bestimmt werden.
Die Berechnung bitorischer Kontaktlinsen muß durch den Kontaktlinsenhersteller erfolgen, daher ist hierbei zusätzlich das Feld
„Sph(Dpt):“ gesperrt.
Nach der Auswahl des Kontaktlinsentyps, ist es sinnvoll, zunächst die Schaltfläche [Vorschlag] zu betätigen, um die optimale Testlinse dieses
Kontaktlinsentyps zu erhalten.
Hinweis
⇒
[Vorschlag] wird der Kontaktlinsentyp nicht gewechselt, d.h. diese Funktion schlägt keinen
Kontaktlinsentyp vor, sondern ermittelt aus dem manuell gewählten Kontaktlinsentyp die optimale
Testlinse.
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.3.3.2 Refraktionsberechnung bei Weichlinsen
Seite 59
Bei Weichlinsen (Soft) ist die Berechnung der
Refraktion einfacher, da keine Tränenlinse entsteht. Das Refraktionsmodul berechnet zunächst die Hornhautscheitelrefraktion (HSA=0) und überträgt diese gerundet in das Feld
„Testlinse Soft“. Für die Berechnung der zu erwartenden Restrefraktion dieser Kontaktlinse wird die Achslage der Brillenrefraktion angenommen.
7.2.3.4 Speichern und Laden der angepaßten Kontaktlinse
Nachdem die Anpassung der Kontaktlinse abgeschlossen ist, kann die Funktion durch
Betätigen der Schaltfläche [Zurück] beendet werden (siehe Bild Seite 50).
Daraufhin wird der Benutzer gefragt, ob die gewählten Kontaktlinsen- und Refraktionsdaten gespeichert werden sollen oder nicht. Die zu speichernde Kontaktlinse mit ihren Parametern wird hierbei angezeigt. Es wird immer die Kontaktlinse (inkl. Refraktionsdaten) zum Speichern vorgeschlagen, die aktuell eingestellt ist.
Wird nun [Nicht speichern] betätigt, dann wird keine Kontaktlinse gespeichert.
Wird jedoch [Speichern] betätigt, dann werden die Kontaktlinsen- und Refraktionsdaten gespeichert.
Wird [Abbrechen] gewählt, kann die
Kontaktlinsenanpassung fortgesetzt und eine andere Kontaktlinse gewählt werden.
Seite 60
Gebrauchsanweisung Keratograph
Laden angepaßter Kontaktlinsen:
Die gespeicherten Refraktions- und Kontaktlinsendaten werden automatisch zusammen mit den Untersuchungsdaten geladen. (siehe 7.2.7.1
Seite 85)
Nach dem Starten der Funktion „Kontaktlinsenanpassung“, werden die geladenen Kontaktlinsendaten in die Datenfelder (der Kontaktlinsenanpassung) übernommen. Die Datenfelder enthalten somit nun nicht einen Vorschlag, sondern eine bereits angepaßte Kontaktlinse. Es erscheint daher kein blauer Markierungsbalken in der Vorschlagsliste.
Das Fluobild wird nicht mitgespeichert, daher sollte es zunächst durch Drücken der
Schaltfläche [Fluo Rechnen] berechnet werden, um es beurteilen zu können. Die Refraktionsdaten werden ebenfalls erst dargestellt, nachdem das Fluobild berechnet ist.
Werden nun keine Kontaktlinsen- oder Refraktionsparameter verändert, dann erscheint beim
Verlassen der Kontaktlinsenanpassung (Schaltfläche [Zurück]) keine Frage. Wird jedoch ein
Parameter verändert, erscheint z.B. folgende
Frage:
Nun kann gewählt werden, ob die neuen
Kontaktlinsenparameter gespeichert oder ob die alten behalten werden sollen.
Seite 61
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.4 Pupillometersoftware
Mit Hilfe des Keratographen kann ebenfalls
Pupillometrie bzw. Pupillographie durchgeführt werden.
Hierbei wird die Pupillengröße kontinuierlich
(innerhalb eines gewissen Zeitraumes) ermittelt und anschließend zeitabhängig dargestellt. Für die Messung wird die Pupille Infrarot beleuchtet.
Somit kann die Pupillengröße auch im Zustand der Dunkeladaptation bestimmt werden. Der
Keratograph bietet außerdem noch die
Möglichkeit, zwei Blendungen unterschiedlicher
Reizstärke ein- bzw. auszuschalten und somit die Pupillenreaktion auf diese Blendungen zu erfassen. Weiterhin ist es möglich, die Pupillenreaktion z.B. von rechtem und linkem Auge zu vergleichen und Differenzkurven zu berechnen.
Die optionale Pupillometrie ist im Keratographen ab der Softwareversion 1.55 verfügbar. Die
Pupillometrie ist nachrüstbar für alle
Keratographen vom Typ Keratograph 2 (Baujahr ca. ab 1998). Die Keratographsoftware zeigt an, ob sie mit Keratograph 1 oder 2 kommuniziert
(„Einstellungen“/ „System“ / „Gerätetyp“).
Zum Starten der Pupillometersoftware muß in der Menüzeile „Untersuchung/Pupillometer“ gewählt werden. Falls dieser Menüpunkt in der
Software fehlt, muß die Pupillometersoftware zunächst freigegeben werden.
7.2.4.1 Freigabe der Pupillometersoftware
Die Pupillometersoftware ist über einen
Zahlencode gesichert. Jeder Keratograph-
Meßkopf benötigt einen individuellen „Releasing
Code“, um die Software freizugeben. Nach der
Installation der Keratograph-Software auf einem
PC ist die Pupillometersoftware zunächst nicht freigegeben. Die Freigabe der Pupillometersoftware kann erst erfolgen, wenn die
Kommunikation zwischen Keratograph und PC in
Ordnung ist (also z.B. wenn topographische
Messungen durchgeführt werden können), anderenfalls kann der individuelle „Device Code“ des Keratographen nicht ausgelesen werden.
Die Freigabe der Pupillometersoftware ermöglicht, daß mit dem Keratographen neue
Pupillometer-Untersuchungen durchgeführt wirden können. Das Laden von bereits vorhandenen
(z.B. Demo-) Pupillometer-Untersuchungen ist auch ohne Freigabe möglich.
Zur Freigabe muß zunächst die Untersuchungssoftware gestartet werden. Auf dem Bildschirm erscheint nun folgendes Bild:
Nun müssen nacheinander folgende vier Buchstaben eingetippt werden (als Kleinbuchstaben, also ohne die Shift-Taste):
L U S P
Seite 62
Gebrauchsanweisung Keratograph
Daraufhin erscheint das Freigabemenü:
In diesem Menü wird nun der individuelle „Device
Code“ des Keratographen angezeigt. Zur Freigabe der Pupillometersoftware muß dann der entsprechende „Releasing Code“ eingegeben und die Schaltfläche OK betätigt werden.
Bei gültigem Releasing Code kann die
Pupillometersoftware nun gestartet werden
(„Untersuchung/Pupillometer“).
Der nötige „Releasing Code“ kann durch Angabe des „Device Code“ bei OCULUS erfragt werden.
Kunden, welche den Keratographen inklusive
Pupilometersoftware bestellen, erhalten ein Blatt, auf dem Seriennummer des Gerätes, Device
Code und Releasing Code enthalten sind.
7.2.4.2 Pupillometersoftware starten
Zum Starten der Pupillometersoftware muß in der Menüzeile „Untersuchung/Pupillometer“ gewählt werden. Es erscheint nun folgender
Bildschirminhalt:
Seite 63
Gebrauchsanweisung Keratograph
Auf der linken Seite erscheint nun laufend das aktuelle Kamerabild. Der Keratograph muß nun mit Hilfe des Kreuzschlittens so ausgerichtet werden, daß das Patientenauge in der Mitte des
Kamerabildes erscheint. Verschiebungen in der
Höhe bzw. seitliche Verschiebungen sind direkt im Kamerabild erkennbar. Die Justage des
Abstandes erfolgt über die Bildschärfe. Der
Keratograph muß so ausgerichtet werden, daß das Kamerabild möglichst scharf erscheint. Um die Schärfebeurteilung zu vereinfachen, ist rechts neben dem Kamerabild ein blauer Balken dargestellt. Je höher dieser Balken ist, desto größer ist die Bildschärfe. Der Abstand sollte also so eingestellt werden, daß der blaue Balken möglichst hoch ist.
Auf der rechten Bildschirmseite sind nun die verschiedenen Schalter für die entsprechenden
Programme dargestellt. In einem Programm ist die zeitliche Abfolge der Blendzustände gespeichert. Jeder Schalter ist 2-fach vorhanden, einer für das rechte, einer für das linke Auge. Die
Programme sind für beide Augen gleich. Die zwei Schalter dienen lediglich zur Eingabe, welches Auge gemessen werden soll.
Es stehen vier verschiedene Programme zur
Verfügung:
•
Pupillogramm: 0.2s Blendung, dann 9.8s
Pause (5 mal)
•
Anisokorietest: 5s Blendung, dann 15s
Pause (3 mal)
•
Keine Blendung
•
Manuell
Bei „Pupillogramm“, „Anisokorietest“ und „Keine
Blendung“ handelt es sich um automatische
Programme. Das Programm „Manuell“ setzt die
Blendzustände nicht automatisch, sondern ermöglicht, die Blendzustände während der
Pupillometrie durch Betätigen von Schaltflächen zu aktivieren. Durch Betätigen eines dieser
Programmschalter wird der Meßvorgang der
Pupillometrie gestartet.
7.2.4.3 Automatische Pupillometrieprogramme durchführen
Seite 64
Gebrauchsanweisung Keratograph
Nach dem Starten eines Programmes (hier
Pupillogramm) wird sofort mit der Messung begonnen. Links erscheint wie zuvor das laufende Kamerabild. In konstanten Zeitintervallen werden nun Kamerabilder analysiert und zusammen mit der gefundenen Pupillenkante
(rot markiert) rechts dargestellt. Jedes
(erfolgreich) analysierte Kamerabild liefert einen
Pupillen-Durchmesserwert, sowie einen x- bzw.
y-Wert, welcher den Abstand der Pupillenmitte zur Kameramitte anzeigt. Zusammen mit der Zeit
(seit dem Start der Messung) werden diese
Zahlenwerte rechts neben dem blauen
Schärfebalken ständig aktualisiert.
Diese Meßwerte (zunächst ohne x-/y-Wert) werden in das Diagramm am unteren Bildschirmrand eingetragen. In diesem Diagramm sind außerdem die Blendzustände während der verschiedenen Zeitpunkte zu erkennen. Die Zeile
„Blend“ zeigt den Zustand der Ringbeleuchtung
(Placidosystem) an. Rot bedeutet „an“, grau bedeutet „aus“. „Min. Bl.“ zeigt nur den Zustand des inneren Ringes an, welcher als leichte
Blendung verwendet werden kann.
Die Messung wird automatisch beendet, wenn die Messung an der rechten Diagrammseite angelangt ist. Es ist aber auch möglich, die
Messung durch Betätigen der Schaltfläche
„Ende“ vorzeitig zu beenden. Vor dem Beenden der Messung wird automatisch ein Kamerabild aufgenommen und in Verbindung mit den
Meßdaten gespeichert.
Ist die Messung beendet, wechselt die
Bildschirmdarstellung in die Übersichtsdarstellung der Pupillometrie.
7.2.4.4 Manuelle Pupillometrie durchführen
Seite 65
Gebrauchsanweisung Keratograph
Im Unterschied zu den automatischen
Programmen kann hier die Blendung manuell gesetzt werden. Hierfür sind die Schalter „Blend“ und „Min. B.“ vorhanden. „Blend“ schaltet das gesamte Ringsystem ein bzw. aus. „Min. B.“ schaltet lediglich den inneren Ring des Ringsystems ein bzw. aus. Die Reizstärke von „Min. B.“ ist daher deutlich kleiner als die von „Blend“.
Beide Blendungen können in der manuelle
Pupillometrie beliebig geschaltet werden.
Ist die Messung beendet, wechselt die Bildschirmdarstellung ebenfalls in die Übersichtsdarstellung der Pupillometrie.
7.2.4.5 Übersichtsdarstellung der Pupillometrie
Links ist nun ein Datenfeld vorhanden, welches einige Informationen zur Messung auflistet.
Rechts erscheint das zur Messung gespeicherte
Kamerabild. Im Diagramm unten sind nun noch zwei weiße Zeiger vorhanden. Diese Zeiger können nun mit der Maus angeklickt und verschoben werden. Daraufhin werden die
Zahlenwerte im Datenfeld aktualisiert. Mit Hilfe der Zeiger können die Pupillendurchmesser zu beliebigen Zeitpunkten sichtbar gemacht werden.
Im Feld „Pupillendurchmesser“ des Datenfeldes (oben links) sind allgemeine Informationen enthalten:
Der minimal kleinste sowie der maximal größte gemessene Pupillendurchmesser werden hier dargestellt. Ebenso wird der Mittelwert und die
Standardabweichung des Pupillendurchmessers berechnet und angezeigt. Diese Werte sind allerdings eher sinnvoll, wenn ohne Blendung gemessen wurde (Messung der Pupillenunruhe).
Seite 66
Gebrauchsanweisung Keratograph
Im Datenfeld sind weiter die Meßwerte der beiden weißen Zeiger aufgelistet. Ein Pupillenmeßwert besteht aus:
•
Pupillendurchmesser in mm
•
Zeitpunkt (seit Start der Messung) in
Sekunden
• x-Position der Pupillenmitte (zur Kameramitte) in mm
• y-Position der Pupillenmitte (zur Kameramitte) in mm
Ebenso sind im Diagramm die Differenzwerte der beiden Zeiger dargestellt. Hierbei handelt es sich um:
•
Zeitdifferenz in Sekunden
•
Geschwindigkeit in mm pro Sekunde.
Die Geschwindigkeit der Pupillenänderung wird berechnet, indem die Pupillendurchmesserdifferenz durch die Zeitdifferenz geteilt wird. Der
Wert stellt somit die mittlere Geschwindigkeit der
Pupille zwischen beiden Zeigern dar.
Im Feld „Anzeige“ des Datenfeldes sind 5 verschiedene Schalter enthalten.
•
Pupillenkurve:
Hier kann die Pupillenkurve des Diagramms
(unten) sichtbar gemacht werden.
•
X-Pos:
Hier kann die Kurve der X-Position der
Pupillenmitte im Diagramm (unten) sichtbar gemacht werden.
•
Y-Pos:
Hier kann die Kurve der Y-Position der
Pupillenmitte im Diagramm (unten) sichtbar gemacht werden.
•
Pupille (Kamerabild):
Dieser Schalter erlaubt das Ein- bzw. Ausschalten der roten Pupillenrandmarkierung im Kamerabild (rechts).
•
Steigung:
Dieser Schalter ermöglicht, den Geschwindigkeitsvektor im Diagramm (unten) darzustellen. Dieser wird durch die Verbindungslinie beider Meßwerte in der Pupillenkurve repräsentiert. Die Steigung der Verbindungslinie entspricht der Geschwindigkeit der
Pupillenänderung.
Das Einschalten der Kurven X-Position bzw. Y-
Position ermöglicht, eventuelle Blickbewegungen des Patienten zu Erkennen.
Im Kamerabild (rechts) ist die Lupenfunktion wirksam, d.h. durch Klicken ins Kamerabild wird ein Ausschnitt vergrößert dargestellt.
Im Diagramm (unten) kann die Skalierung der Y-
Koordinate verändert werden, indem diese angeklickt wird. Es erscheint dann ein Auswahlfenster, in welchem die Skalierung zwischen 4mm,
6mm, 8mm und 10mm gewählt werden kann.
Im Patientenfeld (oben rechts) ist der Infotext angezeigt. Dieser kann durch Anklicken verändert werden. Der Infotext wird standardmäßig mit dem Programmnamen („Pupillogramm“ oder
„Anisokorietest“ ) vorbesetzt. Für die Programme
„Keine Blendung“ und „Manuell“ wird jedoch
„Pupillometrie“ verwendet.
7.2.4.6 Vergleichsdarstellung der Pupillometrie
In der Pupillometrie erscheint unter „Darstellung“ der Menüpunkt „Untersuchungen vergleichen“.
Wird dieser ausgewählt, dann kann eine weitere
Untersuchung geladen werden. Zum Laden einer
Untersuchung muß das Auswahlfeld hinter der
Bezeichnung „Untersuchung B“ geöffnet und die gewünschte Untersuchung ausgewählt werden.
Beide Untersuchungen sowie deren Differenzkurve der Messungen werden daraufhin dargestellt.
Auch hier erscheinen weiße Zeiger die mit der
Maus angeklickt und verschoben werden können. Diese Verschiebung der Zeiger wirkt immer auf alle drei Diagramme gleichzeitig. Eine neue Positionierung der Zeiger führt automatisch zur Aktualisierung der angezeigten Pupillendurchmesserwerte in den entsprechenden
Diagrammen. Als Zeiger 1 wird (in der Übersichtsdarstellung) immer der linke, als Zeiger 2 immer der rechte Zeiger bezeichnet.
Gebrauchsanweisung Keratograph
Seite 67
Die Vergleichsdarstellung ist besonders geeignet, um eine Anisokorie (Pupillendifferenz beider Augen) zu erkennen. Hierfür sollte zunächst für beide Augen das automatische Programm „Anisokorietest“ durchgeführt werden.
Anschließend können die Untersuchungen von rechtem und linkem Auge in der Vergleichsdarstellung gegenübergestellt und eine
Differenzkurve berechnet und dargestellt werden.
In der Vergleichsdarstellung können ebenfalls die
Skalierungen der Y-Achsen der einzelnen
Diagramme durch Anklicken verändert werden.
7.2.4.7 Kamerabilddarstellung der Pupillometrie
Ein weiterer Menüpunkt von „Darstellung“ in der
Pupillometrie ist das „Kamerabild“. Hier wird das aufgenommene Kamerabild, welches Infrarot beleuchtet wurde, vergrößert dargestellt.
Seite 68
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.4.8 Änderung der Kamerahelligkeit für Pupillometrie
Die Infrarotbeleuchtung der Keratographen ist individuell verschieden. Daher ist es möglich, die
Software an die verschiedenen Helligkeiten anzupassen.
Die Änderung der Helligkeit ist nur möglich in der
Darstellung „Übersicht“ oder wenn eine
Pupillometer- Untersuchung geladen wurde. Zum
Einstellen muß zunächst die Buchstabenfolge:
„
l u s P
“ eingetippt werden. (also „L“ „U“ „S“ als Kleinbuchstaben und „P“ als Großbuchstaben zusammen mit der Shift-Taste).
Nun erscheint ein Fenster, in dem für das Pupillometer drei verschiedenen Helligkeiten gewählt werden können.
•
Normal
•
Hoch
•
Maximal
Nach Möglichkeit sollte „Normal“ verwendet werden. Wird „Hoch“ oder „Maximal“ gewählt, dann muß aus technischen Gründen für
Messungen mit eingeschalteter Ringbeleuchtung
(„Blend“) die Beleuchtung kurz ausgeschaltet werden. Dies führt zum Flackern der
Ringbeleuchtung während der Blendung. Für die leichte Blendung (innerer Ring) gilt dies jedoch nicht.
Änderungen des Helligkeitszustandes werden dauerhaft gespeichert, und müssen daher nur einmal durchgeführt werden. Der gewählte
Helligkeitszustand hat keinen Einfluß auf die
Lebensdauer der Kamera, da lediglich
Belichtungszeiten geändert werden.
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.5 Einstellungen der Untersuchungssoftware verändern
Seite 69
Das Untersuchungsprogramm ermöglicht dem
Benutzer, die Arbeitsweise seinen individuellen
Wünschen anzupassen.
Im Menü „Einstellungen ändern“ sind folgende
Punkte einstellbar:
•
Krümmungseinheit
Die gemessene Krümmung der Hornhaut kann entweder als Krümmungsradius in mm oder als Krümmungsäquivalent in Dioptrie angegeben werden. Die Umrechnung erfolgt nach der Formel:
D
=
(
1 , 3375
−
1
)
•
mm r
•
Farbskalaabstufung
•
dpt
Für die Farbskala sind verschiedene Formate möglich. Die Skala kann absolut oder relativ sein. Bei absoluter Skala wird jedem
Krümmungsradius immer dieselbe Farbe zugeordnet. Eine relative Farbskala wird automatisch skaliert. Die Mitte der Skala entspricht dem mittleren Krümmungswert der
Hornhautoberfläche.
Die relativen Farbskalen können in drei verschiedenen Abstufungen dargestellt werden (siehe Tabelle).
Relativ
Fein
Mittel
Grob
Krümmungseinheit
Dioptrie
0,25 dpt
0,5 dpt
1,0 dpt
Millimeter
0,05 mm
0,10 mm
0,20 mm
Der absolute Farbbalken hat im mittleren
Bereich eine Auflösung von 0,10 mm. Unter
6,6 mm beträgt die Abstufung 0,2 mm, über
10,5 mm wird in 3mm-Schritten abgestuft.
Wird die Krümmungseinheit Dioptrie ausgewählt, werden die Krümmungswerte in
Dioptrie umgerechnet. Die Farben ändern sich bei der absoluten Farbskala nicht.
Seite 70
Gebrauchsanweisung Keratograph
•
Krümmungsradien
Hier ist einstellbar, ob zur Darstellung die sagittale Krümmung oder die tangentiale
Krümmung verwendet werden soll.
Die tangentiale Krümmung entspricht der
Hornhautkrümmung im Meßpunkt.
Tangentiale Krümmung r
T0 r
T1
Die sagittale Krümmung entspricht der
Länge eines zur Tangente im Meßpunkt senkrecht stehenden Lotes, vom Meßpunkt bis zum Schnittpunkt mit der Achse.
Sagittale Krümmung
.
r
S1
.
r
S0
In der tangentialen Darstellung treten
Hornhautunregelmäßigkeiten stärker in
Erscheinung.
In der sagittalen Darstellung ist der
Krümmungswert abhängig von der Steigung im Hornhautpunkt, außerdem ist der Bezug zur optischen Achse wichtig. Die sagittale
Darstellung repräsentiert eher die optische
Wirkung der Hornhaut.
Dieser Schalter
„Krümmungsradien“
bezieht sich auf alle Krümmungsdarstellungen z.B.:
-Farbige Topographiedarstellung,
-3D-Darstellung,
-Diagramme, des Übersichtsbildes,
-Fourieranalyse,
-usw.,...
jedoch nicht auf:
-Keratometerwerte,
-Refraktive Farbdarstellung,
-Höhendaten,
-Kontaktlinsenanpassung.
•
Darstellung
Hier kann gewählt werden, ob die
Farbdarstellung der gemessenen Krümmungsradien als Komplettbild (nicht gemessene Stellen werden interpoliert und mit schwarzen Punkten markiert) oder als
Originalbild (nicht gemessene Stellen werden weiß dargestellt) erfolgen soll.
•
Farbtabelle
Statt der von OCULUS verwendeten
Farbtabelle „intern“, kann auch eine „externe“
Farbtabelle benutzt werden. Diese bietet die
Möglichkeit, die Farben an andere Topographen anzugleichen, um somit Untersuchungen besser vergleichen zu können.
Die externe Farbtabelle befindet sich in der
Datei C:\TOPO\TOPO.COL. Hier können die
64 Farbstufen mit ihren RGB-Werten eingestellt werden.
•
Zentralradien:
Hier kann gewählt werden, ob die
Zentralradien (Rh/Rv) im Übersichtsbild in mm oder in Dioptrie angezeigt werden.
•
Datumsformat:
In diesem Feld wird das Format der Datumsanzeigen bestimmt.
Die Reihenfolgen
Tag / Monat / Jahr (TMJ),
Monat / Tag / Jahr (MTJ), oder Jahr / Monat / Tag (JMT), sowie das Trennzeichen können ausgewählt werden.
Gebrauchsanweisung Keratograph
Seite 71
•
Sprache:
Die Sprache, die das Programm zur Ausgabe verwendet, kann zwischen Deutsch, Englisch,
Französisch, Italienisch, etc. gewählt werden.
•
3D-Darstellung.
Mit dieser Schaltfläche kann die rot-grüne 3D-
Darstellung an die verwendete Brille angepaßt werden.
Rot-Grün: Rotes Glas links, Grün rechts
Grün-Rot: Grünes Glas links, Rot Rechts
•
Auslösung (default):
Dieses Feld bestimmt, ob die automatische
Auslösung der Funktion „Neue Messung starten“ zunächst gesperrt oder freigegeben ist.
•
Drucken Hintergrund
Beim Drucken kann gewählt werden, ob der
Hintergrund Grau oder Weiß gedruckt wird.
Bei Grau entspricht der Ausdruck exakt dem
Bildschirminhalt, Weiß ermöglicht Drucktinte zu sparen und schneller zu drucken.
•
Fourierdarstellung
Hier kann gewählt werden, ob im Menü
„Fourier-Analyse“ zu den Darstellungen der
„Dezentration“ oder der „Unregelmäßigkeiten“ der sphärische Anteil addiert werden soll oder nicht. (siehe 7.2.2.4 Seite 26).
Die Änderung einer Einstellung führt automatisch zur Aktualisierung der derzeitigen Darstellungen.
Über den Schalter [System ->] kann die Schnittstelle zur Kommunikation mit dem Keratographen eingestellt werden (siehe 7.2.5.1 Seite 72).
Die Schaltfläche [Kontaktlinsen ->] führt zum
Konfigurationsmenü der Kontaktlinsendatenbank
(siehe 7.2.5.2 Seite 74).
Mit Hilfe der Schaltfläche [Benutzen] wird die vorgenommene Einstellung für den weiteren Programmablauf benutzt. Beim erneuten Programmstart wird jedoch wieder die vorher gespeicherte
Einstellung geladen.
Über die Schaltfläche [Speichern] kann die vorgenommene Einstellung gespeichert werden, dann wird diese Einstellung immer nach dem erneuten Programmstart geladen.
Die Schaltfläche [Abbrechen] verwirft die vorgenommenen Änderungen und führt zurück.
Die Versionsnummer der Untersuchungssoftware wird rechts unten dargestellt.
Seite 72
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.5.1 Systemeinstellungen ändern Schaltfläche [System->]
Hier können die Kommunikationsgeschwindigkeit und der Kommunikationsport eingestellt werden.
•
Modus
Der Meßkopf reagiert nur, wenn der Modus auf „Kommunikation" gestellt ist. Wird der
Modus jedoch auf „Demomodus" gestellt, kann die Software auch ohne Keratograph verwendet werden.
•
Gerätetyp
Hier muß der Gerätetyp des Keratographen eingestellt werden. Man erkennt „Keratograph
2“ daran, daß bei diesem der innere Ring nach dem Einschalten zweimal blinkt.
•
Datentransfer
Wird eine entsprechende PC-Karte verwendet, kann die Kommunikationsgeschwindigkeit auf 460.800 Baud eingestellt werden. Die normale Einstellung für die
Kommunikationsports COM1 oder COM2 beträgt 115.200 Baud.
•
Bootmodus
„Handshake“: Hier wird beim Booten nach jedem Byte auf eine Bestätigung gewartet und anschließend sofort das nächste Byte gesendet.
„Synchron (NT)“: Hier wird nach jeder Bestätigung eine konstante Zeitspanne gewartet, bevor das nächste Byte gesendet wird. Diese
Einstellung verlangsamt den Bootvorgang (10
Sekunden statt 6 Sekunden), jedoch wird die
Übertragungssicherheit erhöht. Der Bootvorgang erfolgt nach dem Einschalten des
Keratographen nur einmal. Somit wird nur der erste Programmstart verlangsamt (sofern der
Keratograph nicht ausgeschaltet wird). Diese
Einstellung muß bei Windows NT immer vorgenommen werden.
•
Datenblockgröße
Ab der Softwareversion 1.38 wird bei der
Übertragung eine Fehlerkorrektur durchgeführt. Dies ist nötig, da „Pentium 2“ PCs keine stabile Datenübertragung gewährleisten können, besonders wenn Windows
98 verwendet wird.
Zur Fehlerkorrektur werden Daten in Blöcken
übertragen, welche bei auftretenden Fehlern nochmals gesendet werden können. Im
Fehlerfall reduziert sich daher die Übertragungsgeschwindigkeit. Die Blockgröße kann zwischen 30 und 3000 eingestellt werden. Folgendes sollte man jedoch beachten:
- Je größer der Block, um so seltener müssen Daten zum Blocktesten
übertragen werden; die Übertragung wird daher mit großen Blöcken schneller, wenn wenig Fehler auftreten.
- Je kleiner der Block, um so weniger Daten müssen im Fehlerfall neu gesendet werden; die Übertragung wird daher bei großer Fehleranzahl schneller.
Die Funktion „Anders“ ermöglicht eine beliebige Blockgröße als Zahl zwischen 30 und 3000.
Die Schaltflächen [Keratograph starten ->] und
[Kommunikation testen ->] entsprechen den
Funktionen aus dem Hauptmenüpunkt
Sonstiges (siehe 7.3.2 Seite 87).
Mit Hilfe der Schaltfläche [Port suchen ->] kann eine Funktion gestartet werden, die es ermöglicht, die Schnittstelle für „Keratograph 2“ automatisch einzustellen. Hierfür wird allerdings ein
„OCULUS COM-Port Detector“ benötigt. Dieser muß zunächst auf die zu verwendende Schnittstelle des PCs aufgesteckt werden, anschließend muß der Schalter [Port suchen ->] betätigt werden. Falls die Schnittstelle in der
Windows
Systemsteuerung ordnungsgemäß eingerichtet ist, kann sie nun gefunden werden.
Die Baudrate, der COM-Port sowie der
Bootmodus dieser Schnittstelle werden nun automatisch ermittelt und angezeigt.
Es werden jedoch nur Schnittstellen von COM1 bis COM6 getestet. Höhere COM-Portnummern
(COM7, COM8,...) können nicht gefunden werden.
Gebrauchsanweisung Keratograph
Seite 73
Falls die Schnittstelle erkannt wurde, erscheint die Frage „Sollen die ermittelten Port
Einstellungen verwendet werden ?“ (siehe Bild oben). Durch Drücken von [Benutzen] werden die gefundenen Einstellungen übernommen.
Wenn kein gültiger COM-Port gefunden wurde, erscheint folgende Meldung:
Nun kann durch Drücken des Schalters
[Port Adresse suchen] versucht werden, die
Port-Adresse zu ermitteln. Hierfür werden nun die üblichen COM-Port Adressen nach dem
„OCULUS COM-Port Detector“ durchsucht.
Einen gefundenen Port erkennt man an der
Antwort. Eine Zahl (siehe Bild unten z.B.: 128) bedeutet, daß eine funktionierende Port-Adresse gefunden wurde. Der gefundene Port kann dann in der Windows
Systemsteuerung eingestellt werden, um die Schnittstelle ordnungsgemäß zu konfigurieren.
Seite 74
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.5.2 Die Kontaktlinsendatenbank
Der Keratograph besitzt eine Kontaktlinsendatenbank, in der die Kontaktlinsenrückflächengeometrien, die zur Kontaktlinsenanpassung verwendet werden, gespeichert sind.
Hier können Sie selbst auswählen, welche
Kontaktlinsentypen Sie zur Anpassung verwenden wollen.
Dazu wird das Menü:
„Kontaktlinsen
freigeben“ verwendet. Man gelangt in diese
Funktion durch Betätigen des Schalters
[Kontaktlinsen ->] im Menü „Einstellungen
ändern“ (siehe 7.2.4 Seite 71).
Auf der linken Seite im Feld „Hersteller“ sind alle im PC gespeicherten Kontaktlinsenhersteller aufgelistet.
Rechts daneben, im Feld
„Verwendete
Hersteller“, sind die Hersteller aufgelistet, die zur Anpassung verwendet werden sollen.
Durch Aus- bzw. Einschalten eines Herstellers im linken Feld, wird dieser aus dem rechten Feld entfernt bzw. hinzugefügt.
Die Hersteller werden in der Reihenfolge aufgelistet, in der sie freigegeben wurden (Rangliste). Ein neu freigegebener Hersteller wird immer am Listenende angehängt.
Die Reihenfolge der verwendeten Hersteller (im rechten Feld) bestimmt die Rangliste der
Kontaktlinsenvorschläge. Bei ähnlichen
Geometrien werden die Kontaktlinsen der weiter oben aufgelisteten Hersteller bevorzugt.
Hinweis
ð
erzeugen, ist es sinnvoll, zunächst alle Hersteller auszuschalten und diese dann in der gewünschten Reihenfolge wieder einzuschalten.
Seite 75
Gebrauchsanweisung Keratograph
Wird Im Feld „Verwendete Hersteller“ ein
Herstellertyp angeklickt, so werden alle gespeicherten Kontaktlinsen des Hersteller rechts neben dem Feld aufgelistet. Es besteht nun ebenfalls die Möglichkeit, einzelne Linsentypen des Herstellers zu sperren oder freizugeben, bzw. die Rangliste der Linsentypen zu beeinflussen (entsprechend den Herstellern).
Der Schalter „Hecht Anpassungssoftware
verwenden“ ermöglicht, den Schalter
[Hecht KL] in der Kontaktlinsenanpassung einbzw. auszuschalten.
[Speichern] fixiert die soeben eingestellte
Kontaktlinsenfreigabe.
[Benutzen] verwendet die Einstellungen nur für die aktuelle Sitzung.
[Abbrechen] führt zurück, ohne die
Veränderungen zu übernehmen.
Im Feld „Linsendaten bearbeiten“ kann die
Kontaktlinsendatenbank erweitert werden.
Hierfür existieren zwei Schalter:
[Linsengeometrie->] startet ein Modul zur
Eingabe neuer Kontaktlinsengeometrien (siehe nächste Seite).
[Import / Export->] ermöglicht, neue Geometrien von Diskette zu laden oder auf Diskette zu speichern (siehe 7.2.5.3.3 Seite 82).
Seite 76
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.5.3
Eingabe neuer Kontaktlinsentypen Schaltfläche [Linsengeometrie->]
In diesem Fenster können die Kontaktlinsengeometrien der gespeicherten Linsen angezeigt und ergänzt werden.
Nach der Wahl des Herstellers und des
Linsentyps (im Feld „Linsentyp“) werden alle
Kontaktlinsen dieses Typs aufgelistet. Die
Bezeichnungen und Kurzbezeichnungen von
Hersteller und Linsentyp werden ebenfalls angezeigt.
Es besteht die Möglichkeit, mit
[Neuer Linsentyp] einen neuen Linsentyp zu erzeugen, mit
[Linsentyp löschen] einen bestehenden Linsentyp inklusive der Kontaktlinsendaten zu löschen, oder mit [Name ändern] den Namen eines
Linsentyps zu ändern.
Seite 77
Gebrauchsanweisung Keratograph
•
Neuer Linsentyp:
Wird der Schalter
[Neuer Linsentyp]
betätigt, erscheint folgendes Fenster:
•
Name ändern:
Der Name eines Kontaktlinsentyps bzw.
Herstellers (sowie die Kurzbezeichnungen) können durch Betätigen des Schalters [Name
ändern] verändert werden. Hierfür erscheint ein neues Eingabefeld. Wird nach der
Eingabe der neuen Daten der Schalter
[Ändern]
betätigt, dann werden die
Änderungen durchgeführt.
Hier kann der Name des Herstellers sowie des Linsentyps eingegeben werden (Falls es sich um einen bereits gespeicherten
Hersteller handelt, kann der Name des
Herstellers auch aus der Liste ausgewählt werden).
Die entsprechenden Kurzbezeichnungen müssen ebenfalls eingegeben werden. Die
Kurzbezeichnungen werden in der Vorschlagsliste der Kontaktlinsenanpassung verwendet, da hier nur begrenzt Platz zur
Verfügung steht.
Sind alle Bezeichnungen eingegeben, kann der neue Linsentyp durch Betätigen von
[Neu] erzeugt werden. Der neue Linsentyp wird nun im Hauptfenster angezeigt, es sind aber noch keine Kontaktlinsendaten vorhanden.
•
Linsentyp löschen:
Der eingestellte Kontaktlinsentyp inklusive der darin enthaltenen Kontaktlinsendaten kann durch Betätigen des Schalters [Linsentyp
löschen] gelöscht werden. Wenn der
Linsentyp der letzte eines Herstellers war, wird auch der Hersteller gelöscht.
Einzelne Linsen können, nachdem diese in der
Liste ausgewählt wurden, bearbeitet werden. Mit
Hilfe des Schalters [Ändern] können die Daten einer Linse verändert werden. Der Schalter
[Löschen] löscht eine zuvor ausgewählte Linse.
Es gibt zwei Programme, um Serien von
Kontaktlinsendaten zu erzeugen:
Der Schalter [Linsen hinzufügen] dient zum
Erzeugen von formstabilen Kontaktlinsengeometrien (siehe nächste Seite), der Schalter [Weichlinsen hinzuf.] dient zum
Erzeugen von Weichlinsengeometrien (siehe
7.2.5.3.2 Seite 81).
Der Schalter [Speichern + Zurück] speichert die vorgenommenen Änderungen und führt zurück zur Kontaktlinsenfreigabe.
Der Schalter [Abbrechen] übernimmt keine der
Änderungen und führt ebenfalls zurück zur
Kontaktlinsenfreigabe.
Seite 78
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.5.3.1 Erzeugen von Kontaktlinsengeometrien (formstabil)
Durch Betätigen des Schalters
[Linsen
hinzufügen] erhält man folgendes Eingabemenü:
Eine neue Kontaktlinsenserie kann erzeugt werden, indem die Geometriedaten der
Kontaktlinsenserie mit Minimalwert / Maximalwert und Schrittweiten eingegeben werden.
Folgende Daten müssen definiert werden:
Beispiel: r0 dr0
Exz
ø
Min:
7.20
0.00
0.00
9.30
Sphäre
Max:
9.60
0.00
0.00
10.30
Schritt:
0.10
0.00
0.00
0.50
1. Basisparameter
•
r0: Der Krümmungsradius der Kontaktlinse im Zentrum (bei torischen Linsen steiler
Meridian).
•
dr0: Der Krümmungsunterschied der
Hauptschnitte im Zentrum (für torische
Linsen, bei rotationssymmetrischen ist dieser
Wert = 0).
•
Exz: Die Exzentrizität der Kontaktlinse (für asphärische Linsen, bei sphärischen Linsen
• ist dieser Wert = 0).
∅
: Der Gesamtdurchmesser der Kontaktlinse.
Min:
7.20
0.30
0.00
9.30
Torische Linse
Max:
9.60
1.00
0.00
10.30
Schritt:
0.10
0.10
0.00
0.50
Min:
7.20
0.00
0.40
9.30
Asphäre
Max:
9.60
0.00
1.00
10.30
Schritt:
0.10
0.00
0.10
0.50
Seite 79
Gebrauchsanweisung Keratograph
2. Die Peripherie
r0 r1 r2 b2 b1
ø
Nachdem die Basisparameter definiert wurden, muß auch die Peripherie der Kontaktlinsen angegeben werden. Es können zwei periphere
Zonen mit jeweils drei Parametern angegeben werden:
•
b1: Breite der Zone 1
•
r1: Krümmung der Zone 1
•
dr1: Der Krümmungsunterschied in den Hauptschnitten (für torische
Linsen)
•
b2: Breite der Zone 2
•
r2: Krümmung der Zone 2
•
dr2: Der Krümmungsunterschied in den Hauptschnitten (für torische
Linsen)
Mit Hilfe dieser Parameter lassen sich
Mehrkurvenlinsen und Bevel definieren.
Ist die Krümmung einer Zone in der gesamten
Serie konstant, kann diese eingegeben werden, wenn der Schalter „r1=konstant“ bzw.
„r2=konstant“ eingeschaltet wird.
Falls die Krümmung der Zonen nicht konstant ist, sondern abhängig von dem Zentralradius, kann dies über die Formel: r1=r0*A+B definiert werden. Wird diese Formel angeklickt, dann können die Parameter A und B eingegeben werden.
Hier kann z.B. definiert werden, daß die
Krümmung einer Randzone immer 0.8 mm größer als der Zentralradius ist (A=1 / B=0.8), oder immer das 1.5-fache des Zentralradius
(A=1.5 / B=0) beträgt.
Falls torische Linsen definiert werden sollen, sollte der Schalter „dr1=dr0*r1/r0“ und
„dr2=dr0*r2/r0“ eingeschaltet werden. Dies bewirkt, daß das Verhältnis der Zentralradien auf die Peripherie übertragen wird.
Wird die zweite Zone nicht verwendet, muß der
Wert b2 auf Null gesetzt werden. Die restlichen
Parameter müssen jedoch so eingestellt werden, wie die Parameter der 1. Zone. Der Wert b1 darf nicht auf Null gesetzt werden.
Seite 80
Gebrauchsanweisung Keratograph
•
Beispiel: Rotationssymmetrische Linse mit Bevel (0.8 mm größer als Zentralradien) b1=konstant r1=r0*A+B dr1=konstant dr1=0 b2=konstant r2=r0*A+B dr2=konstant dr2=0 b1=0.25
A=1.00
b2=0.00
A=1.00
B=0.80
B=0.80
•
Beispiel: Rotationssymmetrische Linse mit Bevel (1.5-fache des Zentralradius) b1=konstant r1=r0*A+B dr1=konstant dr1=0 b2=konstant r2=r0*A+B dr2=konstant dr2=0 b1=0.25
A=1.50
b2=0.00
A=1.50
B=0.00
B=0.00
•
Beispiel: 3-Kurvenlinse b1=konstant r1=r0*A+B dr1=konstant dr1=0 b2=konstant r2=r0*A+B dr2=konstant dr2=0 b1=0.40
A=1.20
b2=0.40
A=1.50
B=0.00
B=0.00
•
Beispiel: Torische Linse mit Bevel b1=konstant r1=r0*A+B dr1=dr0*r1/r0 b2=konstant r2=r0*A+B dr2=konstant dr2=0 b1=0.25
A=1.50
b2=0.00
A=1.50
B=0.00
B=0.00
Nach Betätigen des Schalters [Neue Linsen
erzeugen] wird die vorher definierte Serie
Kontaktlinsendaten erzeugt und die Funktion beendet.
Es können innerhalb eines Linsentyps mehrere
Serien erzeugt werden.
Die Schaltfläche [Zurück] beendet die Funktion, ohne eine Serie zu erzeugen.
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.5.3.2 Erzeugen von Weichlinsengeometrien
Durch Betätigen des Schalters [Weichlinsen
hinzuf.] (siehe 7.2.5.3 Seite 76) erscheint folgende Bildschirmmaske:
Seite 81
Die Erzeugung von Weichlinsengeometrien entspricht der Erzeugung von formstabilen
Geometriedaten. Es müssen aber weniger
Parameter angegeben werden.
Seite 82
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.2.5.3.3 Import und Export von Kontaktlinsendaten
Nachdem eine Diskette eingelegt wurde und der
Schalter [Import / Export->] im Menü „Kontakt-
linsen freigeben“ (siehe 7.2.5.2 Seite 74) betätigt wird, erscheint folgende Bildschirmmaske:
Hier sind nun zwei Listen dargestellt:
Links die Liste der bereits im PC gespeicherten
Kontaktlinsentypen, rechts die Liste der auf der
Diskette gespeicherten Kontaktlinsentypen.
Für den Export bzw. Import können in diesen
Listen mehrere Kontaktlinsentypen markiert werden.
•
Export
Um Kontaktlinsentypen auf Diskette zu exportieren, müssen zunächst die entsprechenden Typen der im PC gespeicherten
Kontaktlinsendaten (linke Spalte) markiert werden. Anschließend muß der Schalter
[-> Export ->] betätigt werden, um die Kontaktlinsendaten auf die Diskette zu kopieren.
Falls eine oder mehrere Kontaktlinsentypen bereits auf der Diskette gespeichert sind, erscheint z.B. folgende Frage:
Seite 83
Gebrauchsanweisung Keratograph
Folgende Antworten sind möglich:
[Ja]
Dieser Linsentyp wird überschrieben.
[Nein] Dieser Linsentyp wird nicht über schrieben.
[Alle]
Alle angeklickten Linsentypen auf der
Diskette werden ohne Warnmeldung
überschrieben.
[Abbrechen] Die Funktion wird abgebrochen.
Hinweis
ð
den sollen, als auf die Diskette passen, werden zunächst nur so viele Daten exportiert, wie möglich sind. Daraufhin werden Sie aufgefordert, eine weitere Diskette einzulegen.
•
Import
Um Kontaktlinsendaten einzulesen, müssen diese zunächst auf der rechten Seite markiert und anschließend der Schalter [<- Import <-] betätigt werden. Der weitere Ablauf entspricht dann der Exportfunktion.
•
Markieren
Im Feld „Markieren“ rechts neben der
Linsentypliste der Diskette können die
Markierungsfunktionen aufgerufen werden:
[Alle]
[Vergleich] Die beiden Listen werden verglichen, es werden nur die noch fehlenden Kontaktlinsentypen markiert.
[Nichts]
Alle Kontaktlinsentypen der Liste werden markiert.
Kein Kontaktlinsentyp wird markiert.
Das Feld „Markieren“ auf der linken Seite funktioniert in gleicher Weise, es bezieht sich jedoch auf die bereits im PC gespeicherten
Kontaktlinsen.
Mit Hilfe der Schalter [Löschen] können markierte Kontaktlinsentypen der entsprechenden Liste gelöscht werden.
•
„Extern“, „Frei?“
Im Feld „Extern:“ wird der Pfad angezeigt, in dem die Kontaktlinsen gespeichert werden,
(A:\).
Hier können auch bestehende Unterverzeichnisse der Diskette angegeben werden. Weiterhin kann durch Eingabe von
C:\ eine Sicherheitskopie der Kontaktlinsendatenbank erstellt werden.
Der Schalter [Frei?] dient zum erneuten
Einlesen der Diskettendaten (nach Diskettenwechsel), sowie zur Ermittlung des freien
Speicherplatzes auf der Diskette.
Die Änderungen auf der Diskette werden immer unmittelbar durchgeführt.
Die Änderungen in der PC-Datenbank werden jedoch erst nach Betätigen des Schalters
[Speichern + Zurück] wirksam.
Wird im Gegensatz dazu der Schalter
[Abbrechen] betätigt, werden die Ver-
änderungen in der PC-Datenbank nicht
übernommen.
•
Update
Um ein Update der Kontaktlinsendatenbank von Diskette durchzuführen, sollte folgendermaßen verfahren werden:
- Funktion: „Kontaktlinsen freigeben“
starten (siehe 7.2.5.2 Seite 74)
- Diskette einlegen
- [Import / Export ->] betätigen
- [Vergleich] betätigen
- [<- Import <-] betätigen
- [Speichern und Zurück] betätigen
Nun sind die neuen Kontaktlinsendaten eingelesen und bereits freigegeben worden.
Seite 84
Gebrauchsanweisung Keratograph
Kalibrierkugelhalter
7.2.6 Messen von Kontaktlinsenrückflächen
Komplett montierter
Kontaktlinsenhalter
Kontaktlinsenhalter
Das Messen von Kontaktlinsenrückflächen funktioniert ähnlich wie das Messen von Hornhäuten, jedoch muß die Kontaktlinse zum Vermessen im
Kontaktlinsenhalter befestigt werden.
Hierfür muß vor der ersten Messung der Befestigungsclip an den Kalibrierkugelhalter geklebt werden. Der Kontaktlinsenhalter kann dann auf den Befestigungsclip gesteckt werden.
Der Kontaktlinsenhalter muß zunächst mit Wasser gefüllt werden: Kontaktlinsenhalter öffnen
(Überwurfmutter abschrauben), Wasser einfüllen und den Halter mit Hilfe der Überwurfmutter wieder schließen, so daß möglichst wenig Luft mit eingeschlossen wird. Nun den Kontaktlinsenhalter mit der Verstellschraube nach unten halten, die Schraube weiter in den Halter schrauben, bis der obere Teil des Kontaktlinsenhalters komplett mit Wasser benetzt ist. Anschließend die Verstellschraube wieder herausdrehen, bis die Wasseroberfläche eine leicht konkave Wölbung annimmt.
Befestigungsclip
Verstellschraube Überwurfmutter
Die Kontaktlinsenrückfläche wird trocken vermessen. Die zu messende Kontaktlinse muß daher zunächst mit einem weichen Tuch getrocknet und gereinigt werden. Insbesondere auf der konkaven Innenfläche sollten sich keine
Feuchtigkeit, Staubreste bzw. Fingerabdrücke befinden.
Nun die Kontaktlinse zwischen Daumen und
Zeigefinger nehmen und vorsichtig auf die
Wasseroberfläche des Kontaktlinsenhalters legen. Anschließend muß die Verstellschraube des Kontaktlinsenhalters herausgedreht werden, bis die Kontaktlinse fest im Halter sitzt. Hierbei dürfen keine Luftblasen unter der Kontaktlinse entstehen. Außerdem darf kein Wasser auf die zu messende Rückfläche gelangen.
Der Kalibrierkugelhalter muß nun an die Kinnstütze geschraubt werden und der Kontaktlinsenhalter auf den Befestigungsclip gesteckt werden.
Der Befestigungsarm muß so ausgerichtet werden, daß die optischen Achsen der Kontaktlinse und des Keratographen in etwa übereinstimmen.
Um die Software für die Rückflächenvermessung zu nutzen, muß zunächst im Menü
„Einstellungen“ der Untersuchungssoftware der
Schalter „Rückflächenvermess.“ auf „An“ geschaltet werden. Nun erscheint ein neues
Menü in der Menüleiste: KL-Test in diesem
Menü befindet sich der Aufruf „Rückflächen-
vermessung“.
Zur Messung der Kontaktlinse kann nun die
Untersuchungssoftware gestartet werden. Der
Menüpunkt: „KL-Test" / "Rückflächenvermes-
sung“ muß hierfür aufgerufen werden. Es erscheint die Frage: „Vermessung von Kontakt-
linsenrückflächen. Für welches Auge wird die
Kontaktlinse verwendet ?“. Nach der Auswahl
(rechts/links) startet der Meßvorgang.
Die Messung verläuft nun genauso wie das Messen von Augen: Bild scharf stellen, Ausrichtung des Keratographen korrigieren, Messung auslösen.
Seite 85
Gebrauchsanweisung Keratograph
Die Software berechnet nun die Krümmungsverhältnisse der Kontaktlinse und stellt die
Ergebnisse auf dem Bildschirm dar. Es sind alle
Darstellungsarten möglich, die auch bei Hornhautoberflächen möglich sind (3D-Darstellung,
Fourier Analyse,...).
7.2.7 Weitere Funktionen des Untersuchungsprogramms
7.2.7.1 Laden alter Untersuchungen
Die gespeicherten Untersuchungen des ausgewählten Patienten können mit Hilfe der Funktion
„Alte Messung laden“ im Menü „Untersuch-
ung“ (siehe 7.2 Seite 19) wieder geladen werden. Die Auswahl erfolgt über die dargestellte
Liste der Untersuchungen: Gewünschte Untersuchung anklicken, mit [OK] betätigen (Ein
Doppelklick auf eine angezeigte Untersuchung lädt diese ebenfalls).
In der Untersuchungsliste wird neben Datum,
Uhrzeit und Auge auch der Kommentar angezeigt. (Kommentar eingeben siehe 7.2.2.1
Seite 24)
7.2.7.2 Drucken
Die Menüfunktion „Drucken“ ermöglicht den momentanen Bildschirminhalt mit dem Drucker auszudrucken. Somit sind alle wählbaren
Darstellungen auch ausdruckbar.
Während des Druckens kann mit dem
Programm weitergearbeitet werden, da das
Drucken im Hintergrund abläuft.
Wenn der Schalter „Drucken Hintergrund“ auf
„Weiß“ gestellt ist (siehe 7.2.4 Seite 71), wird zunächst der sonst graue Bildschirmhintergrund weiß dargestellt, um den Druckvorgang zu beschleunigen bzw. um Drucktinte zu sparen.
Seite 86
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.3 Das Meßsystem des Keratographen
7.3.1 Kalibrieren des Meßsystems
Um eine hohe Meßgenauigkeit zu erreichen, muß der Keratograph vor der ersten Untersuchung eines Patienten kalibriert werden. Diese
Kalibrierung muß zur Aufrechterhaltung der
Genauigkeit etwa einmal pro Monat (Herstellerempfehlung) durchgeführt werden.
Diese Maßnahme ist einfach und schnell mit
Hilfe der mitgelieferten Kalibrierkugel möglich
(r=8,000mm). Der Keratograph muß jedoch vor der Messung ca. 15 Minuten eingeschaltet gewesen sein.
Befestigen Sie die mitgelieferte Kalibrierkugel so, wie auf der Abbildung gezeigt.
•
Die Kugel vor dem Kalibrieren gut reinigen
(z.B. mit Alkohol).
•
Kugelhalter an der Kinn-Stirn-Stütze befestigen.
•
Mit der Kalibrierkugel eine Messung durchführen (siehe 7.2.1 Seite 20).
•
Nach der Messung die Funktion
„Kalibriertabelle speichern“ im Menü
„Sonstiges“ aufrufen.
•
Die Frage „Kalibriertabelle speichern“ mit
[OK] beantworten.
Kalibrierkugel parallel ausrichten
Das System ist nun neu kalibriert.
Hinweis
ð
„Kalibrierkugel wurde nicht vollständig
gemessen!“, dann muß die Kugel noch einmal sorgfältig gereinigt und eine erneute Messung durchgeführt werden.
Seite 87
Gebrauchsanweisung Keratograph
7.3.2 Sonstige Funktionen
Im Menü „Sonstiges“ sind folgende
Servicefunktionen enthalten:
•• Keratograph starten:
Falls die Kommunikation zwischen Keratograph und PC gestört ist, muß der Keratograph neu gestartet werden. Hierfür muß diese Funktion aufgerufen werden.
Es erscheint die Meldung „Keratograph
einschalten“.
Der Keratograph muß, um neu gestartet zu werden, erst aus- und wieder eingeschaltet werden. Danach muß die Meldung mit [OK] bestätigt werden, um den Datentransfer vom
PC zum Keratographen zu starten.
(Diese Funktion wird auch bei jeder
Inbetriebnahme des Untersuchungsprogramms im Hintergrund durchgeführt.)
•
Kommunikation testen:
Die Kommunikation des PCs mit dem Keratographen wird getestet.
Wird der „Keratograph 2“ verwendet, ermittelt die Funktion den Fehlerstatus des PCs.
Hierbei werden die Anzahl der korrigierten
Datenblöcke, sowie die Anzahl der
übertragenen Daten angezeigt. Aus diesen
Werten wird die Fehlerrate (Fehler pro
Minute) sowie die empfohlene
Datenblockgröße ermittelt und angezeigt. Zur
Kontrolle des Datenstromes erscheint zusätzlich noch das Kamerabild.
In der unteren Zeile wird der Kommunikationsstatus angezeigt:
-
Kommunikation OK
Fehlerkorrektur nur sehr selten nötig,
Datentransfer sicher.
-
-
Kommunikation problematisch
Fehler treten häufig auf, konnten jedoch bisher immer korrigiert werden.
Kommunikation sehr problematisch
Fehler treten sehr häufig auf und sind auch nach mehrfachen Korrekturversuch nicht immer zu beheben. Verwenden Sie unbedingt eine geringere Blockgröße.
Durch Bestätigen der Schaltfläche [Beenden] wird der Kommunikationstest beendet.
•• Shutter setzen:
Hier kann die Belichtungszeit der elektronischen CCD-Kamera des Keratographen eingestellt werden.
•
Ports setzen:
Diese Funktion ermöglicht, die Ringbeleuchtung, die Keratometertestmarken, die Infrarotbeleuchtung, sowie den Blendring ein- bzw.
auszuschalten.
Seite 88
Gebrauchsanweisung Keratograph
8 Instandhaltung
8.1 Pflege und Reinigung
Vor jeder Reinigung Netzstecker ziehen!
Gehäuse
Keine aggressiven, Chlor- oder Lösungsmittelhaltigen, schleifenden oder scharfen
Reinigungsmittel verwenden!
Die Gehäuseflächen am besten mit einem weichen Tuch und einem antistatischen
Reinigungsmittel reinigen.
Ansonsten die Außenflächen feucht abwischen.
Eventuelle Rückstände mit einer Mischung aus gleichen Teilen Spiritus und destilliertem
Wasser, dem ein Spritzer eines handelsüblichen
Spülmittels zugesetzt wurde, abwischen.
Ringkalotte
Die Ringkalotte ist ein Präzisionsteil und druckempfindlich. Ihre Oberfläche ist empfindlich gegen Verkratzen.
Die Oberfläche der Ringkalotte daher besonders vorsichtig säubern.
Verwenden Sie ein fusselfreies, trockenes Tuch.
Dabei jedoch unbedingt darauf achten, daß kein
Staub in die kleinen Bohrungen gelangt.
Falls erforderlich, kann auch mit einem sehr wenig angefeuchteten Tuch vorsichtig gereinigt werden.
Seite 89
Gebrauchsanweisung Keratograph
8.2 Behebung von Fehlern und Störungen
8.2.1 Austauschen der Sicherungen
Vor dem Austauschen der
Sicherungen Netzstecker ziehen!
Die zwei Gerätesicherungen befinden sich in einem kleinen Sicherungseinschub, der in der
Netzeingangsbuchse integriert ist.
Zum Öffnen des Einschubs die Nase auf seiner
Oberseite betätigen und das Einschubteil herausziehen.
Verwenden Sie als Ersatz nur den
Sicherungstyp, der auf dem Typenschild angegeben ist.
Zum Einsetzen den Einschub soweit in seinen
Sitz eindrücken, bis die Nase des Einschubs wieder einrastet.
Stecken Sie keine Kabel ein oder aus, während der PC oder der
Keratograph eingeschaltet sind!
Wenn ein Fehler auftritt, den Sie anhand der folgenden Hinweisen nicht beheben können, kennzeichnen Sie das Gerät als nicht funktionstüchtig und verständigen Sie unseren Service.
FEHLER: Nach dem Starten der Untersuchungs-
Software zeigt der PC: „Keine Kommunikation
mit dem Keratographen“
•
Für Keratograph C (d.h. mit eingebautem PC und Netzteil):
Prüfen Sie bitte ob beide Schalter auf eingeschaltet sind. Falls nicht, schalten Sie beide ein, und starten Sie den PC erneut.
•
Für Geräte mit externem Netzteil:
Prüfen Sie bitte ob die Kontrollampe am
Netzteil leuchtet, falls nicht versehen Sie das
Netzteil mit Spannung und schalten Sie es ein.
8.2.2 Fehlersuche
•
Wenn die Fixations-LED nicht leuchtet, hat der Keratograph vermutlich noch immer keine
Spannung. Schalten Sie nun PC und
Keratograph wieder aus, und prüfen Sie, ob das Kabel zwischen Keratograph und Stromversorgung richtig eingesteckt ist.
Achtung! Dieses Kabel darf nicht in eingeschaltetem Zustand ein oder ausgesteckt werden, dies kann die Kamera des Keratographen zerstören!
•
Falls die Fixations-LED jedoch leuchtet, war vermutlich die Einschalt-Reihenfolge nicht korrekt:
Schalten Sie PC und Keratograph am
-
-
-
Netzschalter aus.
Warten Sie 5 Sekunden.
Schalten Sie den PC ein und dann den
Keratographen.
Starten Sie die Untersuchungs-
Software.
Wenn immer noch „Keine Kommunikation
mit dem Keratographen“ angezeigt wird, war die Einschalt-Reihenfolge nicht das
Problem.
Prüfen Sie nun die Fixations-LED im Zentrum der Ringkalotte (gehen Sie mit den Augen ganz nah an das Gerät, um dieses zu prüfen):
Überprüfen Sie die Einstellungen der seriellen
Schnittstelle:
•
Starten Sie die Untersuchungs-Software und beantworten Sie die Fehlermeldung „Keine
Kommunikation mit dem Keratographen“
durch Drücken des [OK] - Tastenfeldes.
Seite 90
Gebrauchsanweisung Keratograph
•
Wählen Sie Einstellungen / [System] und prüfen Sie die System-Einstellungen (siehe auch 7.2.5.1 Seite 72):
Wenn Sie eine serielle Turbo-Schnittstellenkarte benutzen, muß die Übertragungsrate 460800 Baud sein, der Port ist COM3
(OCULUS-Vorschlag).
Wenn Sie eine Standard-serielle Schnittstellenkarte benutzen, muß die Übertragungsrate 115200 Baud sein, der Port ist
COM1 (Vorschlag).
Sollten Sie die Einstellungen geändert haben, müssen diese gespeichert werden, indem Sie das [Speichern]-Tastenfeld drücken, bevor Sie das Einstellungsmenü verlassen.
Vergewissern Sie sich, daß der Port, den Sie im
Einstellungsmenü gewählt haben, beim PC frei ist und mit der Keratograph-Stromversorgung verbunden ist.
Um zu überprüfen, ob die Kommunikation nun
OK ist, müssen Sie die Untersuchungssoftware und die Patientendaten-Verwaltungssoftware verlassen. Danach schalten Sie den PC und die
Keratograph-Stromversorgung aus und starten beide noch einmal).
FEHLER: Die Meßsoftware startet nicht
Starten Sie die Untersuchungs-Software.
Wählen Sie „Untersuchung“ / „Neue
Untersuchung starten“.
Wenn die Software nur ein Bild der
Untersuchungs-Prozedur zeigt und die
Untersuchungs-Prozedur selbst nicht gestartet wird, ist die Software auf den Demomodus geschaltet.
Um sie auf normalen Ablauf zu schalten, öffnen
Sie das „Einstellungs“-Menü und aktivieren Sie
[System] (siehe 7.2.4 Seite 71), um zum Daten-
übertragungsfeld zu gelangen. Dort muß
„Modus“ auf „Kommunikation“ gestellt sein.
Drücken Sie danach die [Speichern] -Taste, um das Einstellungs-Menü zu verlassen.
Schalten Sie den PC und die Keratograph-
Stromversorgung ab und starten Sie das System noch einmal.
FEHLER: Die Meßergebnisse entsprechen nicht den Erwartungen
Das System muß neu kalibriert werden.
Die Kalibrierung des Keratographen ist im PC gespeichert. Falls Sie den PC tauschen, müssen
Sie das System ebenfalls neu kalibrieren.
(siehe 7.3.1 Seite 86).
Seite 91
Gebrauchsanweisung Keratograph
9 Garantiebestimmungen und Service
9.1 Garantiebestimmungen
Mit diesem Gerät haben Sie ein OCULUS-
Produkt hoher Qualität erworben. Das Gerät wurde mit Sorgfalt und unter Verwendung hochwertiger Materialien und moderner
Produktionstechniken hergestellt. Wichtig ist, daß Sie vor bzw. bei Gebrauch die
Gebrauchsanweisung und die Sicherheitshinweise beachten.
Sie haben auf dieses Gerät entsprechend der gesetzlichen Bestimmung Garantie,
gerechnet ab dem Kaufdatum. Diese Garantie umfaßt alle durch Material und Fabrikation bedingten Störungen und Fehler. Ausgeschlossen sind Störungen und Fehler, die durch unsachgemäße Handhabung und äußere
Einwirkung entstehen. Sollten Sie dennoch innerhalb der Garantiezeit Anlaß zu berechtigten
Beanstandungen haben, werden diese kostenlos behoben.
Mit dem Kaufbeleg, der das Kaufdatum trägt, können diese Garantieleistungen geltend gemacht werden.
Werden Eingriffe in das Gerät von nicht autorisierten Personen vorgenommen, erlöschen sämtliche Garantieansprüche, denn durch unsachgemäße Änderungen und Instandsetzungen können erhebliche Gefahren für den
Benutzer und den Patienten entstehen.
Transportschäden bitten wir bei bzw. nach
Auslieferung sofort bei dem Transportunternehmen zu reklamieren und den Schaden auf dem Frachtbrief bestätigen zu lassen, damit eine ordnungsgemäße Schadensregulierung möglich ist.
Es gelten unsere Geschäfts- und Lieferbedingungen in der Fassung des Kaufdatums.
9.2 Haftung für Funktion bzw. Schäden
OCULUS betrachtet sich nur dann für die
Sicherheit, Zuverlässigkeit und Gebrauchstauglichkeit des Gerätes verantwortlich, wenn das Gerät in Übereinstimmung mit dieser
Gebrauchsanweisung benutzt wird.
Am oder im Gerät befinden sich keine Teile, die durch den Anwender zu warten oder zu reparieren sind.
Werden Montagearbeiten, Erweiterungen,
Justierungen, Instandsetzungen, Änderungen oder Reparaturen von nicht autorisiertem
Personal durchgeführt, wird das Gerät unsachgemäß gewartet, oder wird das Gerät unsachgemäß gehandhabt, ist jegliche Haftung von OCULUS ausgeschlossen.
Werden die oben genannten Arbeiten von
Ermächtigten ausgeführt, so ist von diesen eine
Bescheinigung über Art und Umfang der
Reparatur zu fordern, ggf. mit Angabe über
Änderungen der Nenndaten oder des
Arbeitsbereichs. Die Bescheinigung muß Datum und Ausführung, sowie Firmenangaben mit
Unterschrift enthalten.
Auf Wunsch stellt OCULUS den Ermächtigten zu diesem Zweck Schaltpläne, Ersatzteillisten, zusätzliche Beschreibungen und Einstellanweisungen zur Verfügung.
Für eine Instandsetzung sind nur Originalteile von OCULUS zu verwenden.
Seite 92
Gebrauchsanweisung Keratograph
9.3 Hersteller- und Serviceadresse
Ergänzende Informationen erhalten Sie von unserem Service oder von den von uns autorisierten Vertretungen.
Hersteller- und Serviceadresse:
OCULUS Optikgeräte GmbH
Münchholzhäuser Straße 29
D 35582 Wetzlar
Tel.: 0641/2005-0
Fax: 0641/2005-255
E-Mail: [email protected]
www.oculus.de
10 Anhang
10.1 Konformitätserklärung
Wir erklären in alleiniger Verantwortung, daß dieses Produkt mit den folgenden Normen oder normativen Dokumenten übereinstimmt:
IEC 601 - 1
IEC 601 - 1 - 2 gemäß den Bestimmungen der Richtlinie
93 / 42 / EWG über Medizinprodukte.
Dipl.-Ing. Rainer Kirchhübel
Geschäftsführung der
OCULUS Optikgeräte GmbH
Gebrauchsanweisung Keratograph
10.2 Technische Daten
Meßteil:
Meßbereich
Genauigkeit
Reproduzierbarkeit
Ringzahl
Arbeitsabstand
Anzahl der ausgewerteten Datenpunkte
Maße HxBxT
Gewicht
3 bis 38 mm
9 bis 99 dpt
±
0,1 dpt
±
0,1 dpt
22
80 mm
22000
420 x 260 x 170 mm
2,3 kg
Netzteil:
Netzanschluß
Leistungsaufnahme
Sicherungen
Klassifikation nach IEC 601 - 1
Art des Schutzes gegen elektrischen Schlag:
Grad des Schutzes gegen elektrischen Schlag:
Grad des Schutzes gegen schädliches
Eindringen von Wasser:
Betriebsbedingungen:
Temperatur
Luftfeuchtigkeit
Luftdruck
100 - 240 V AC, 50 - 60 Hz
100 W
2 x T 2 A - 250 V
Schutzklasse 1
Typ B
IP20
+10° C bis +40
°
C
30 % bis 75 %
700 hPa bis 1060 hPa
Transport- und Lagerbedingungen:
(nach IEC 601-1)
Umgebungstemperatur
Relative Feuchte
Luftdruck
-40° C bis +70° C
10 % bis 100 % einschließlich Kondensation
500 hPa bis 1060 hPa
10.3 PC-Mindestanforderungen
CPU:
Betriebssystem:
Arbeitsspeicher:
Grafikkarte:
Pentium 100
Windows 3.1, 95, 98, ME (für Keratograph 2 auch Windows NT, 2000, XP)
16 MB Ram
1 MB Grafikkarte (800*600 Pixel)
Seite 93
Seite 94
Gebrauchsanweisung Keratograph
11 Literaturangaben
1. „Augenärztliche Kontaktlinsenanpassung“,
Enke Verlag 1991, Dr. Ernst Bürki
2. NOJ 10/2001 52-55 (Teil 1), 11/2001 52-54
(Teil 2); 12/2001 52-57 (Teil 3) "Neue
Möglichkeiten der Hornhautdiagnostik mit
Hilfe der Videokeratometrie"; Dr. Ernst Bürki
3. Ophthalmology Volume 6, Number 8, August
1999; "Corneal Topography"; American Academy of Ophthalmology; Seite 1628-1638
4. Optic und Vision 7/8; "Blick nach vorn"; Seite
42-45
5. die Kontaktlinse 6/2000; "Kontaktlinsenanpassung nach penetrierender Keratoplastik"; Fritz Fischl; Seite 20-24
6. Optometrie 1/1997; "Klassische Ophthalmometrie und Videokeratometer"; Dipl.-Ing.
(FH) Augenoptik Stefanie Dittmer und Prof.
Dr. Bernd Lingelbach FH Aalen Fachbereich
Augenoptik; Seite 6-17
7. die Kontaktlinse; Sonderdruck Januar/
Februar 1999; "Zuverlässigkeit von automatischen Keratometern für die Kontaktlinsenanpassung"; Manuel Fraatz
8. die Kontaktlinse 12/99; "Video-Keratometrie ein Werkzeug für den Hobby-Anpasser?";
Gunther Oesker; Seite 4-12
9. Contact Letter 07/99 der Firma Hecht;
"Keratograph und erste Messlinse"
10. Contact Letter 04/98 der Firma Hecht; "Die
Verwendbarkeit des Oculus Keratographen für die praktische Contactlinsenanpassung"
11. NOJ 6/1998; "Die Verwendbarkeit des
Oculus Keratographen für die praktische
Contactlinsenanpassung"; Dipl.-Ing. (FH)
Augenoptik Anja Seiwert und Dipl.-Ing. (FH)
Augenoptik Sigrid Neumann; Seite 52-58
12. Diplomarbeit an der Fachhochschule Aalen
Fachbereich Augenoptik 28.02.1998; "Die
Verwendbarkeit des Oculus Keratographen für die praktische Contactlinsenanpassung";
Dipl.-Ing. (FH) Augenoptik Anja Seiwert
13. Augenärztliche Untersuchungsmethoden;
Enke Verlag 1995; Wolfgang Straub, Peter
Kroll, Hans Joachim Küchle; "Topographie der Hornhaut" von Werner Förster; Seite
248-254
14. Z. prakt. Augenheilkd. 20:61-64 (1999);
"Kontaktlinsenanpassung – Videokeratographie"; Prof. Dr. Bernd Lingelbach
15. Z. prakt. Augenheilkd. 20:157-164 (1999);
"Zernike-Polynome"; Prof. Dr. Bernd
Lingelbach
16. Kontaktlinsen; Verlag Optische Fachver-
öffentlichung GmbH Heidelberg 1991; Heinz
Baron; Seite 565-604
17. die Kontaktlinse 3/95; "Spaltbild-Topographie"; Christian Krüsi; Seite 28-31
18. die Kontaktlinse 3/95; "Automatische Kompensation von Defokussierungsfehlern bei der Video-Topometrie"; T. Oltrup, M.
Matallana, T. Bende, B. Jean; Seite 23-27
19. DOZ 11/94; "Zur Entfernungsabhängigkeit von Keratoskopen"; Karl-Heinz Wilms; Seite
104-111
20. NOJ 8/1973; "Überlegungen zur Topometrie von Cornea und Kontaktlinse"; Karl-Heinz
Wilms; Seite 569-571
21. die Kontaktlinse 5/97; "Automatische Keratometer - Sichere Auswahl der ersten Probelinse?"; Sibylle Rochel und Ulrike
Westendorff; Seite 9-18
22. Invest. Ophthalmol. Vis. Sci. (1994), 35,(6):
2749-2757, Automated Keratoconus Screening with Corneal Topography Analysis,
Maeda N/Klyce SD/Smolek MK/ Thompson
HW
23. Klin. Mbl. Augenheilk. (1999), 214: 372-377,
Topographiegestützte Berechnung der
Keratoconus-Dimensionen, Langenbucher
A/Gusek-Schneider GCh/Kus MM/Seitz B
24. Ophthal. Physiol. Opt. (1995),Fourier Analysis of Videokeratographic Data, 15: 171-
185, Hjortdal JØ/Erdmann L/Bek T
25. DOZ. 1997, 52(4): 92-96 (Teil 1) und 52(5):
104-107 (Teil 2), Cornea: Abbildungseigenschaften und Topometrie, Löffler
G/Lingelbach B/Lingelbach E
26. Optometry Vis. Science (1997), 74(11): 963-
969, Cone Dimensions in Keratoconus using
Zernike polynomials, Schwiegerling J
27. Optom. Vis. Sci. (1997), 74: 906-916, Using
Corneal Height Maps and Polynomial Decomposition to Determine Corneal Aberrations, Schwiegerling J/Greivenkamp JE
28. Optom. Vis. Sci. (1996), 73: 721-728,
Keratoconus Detection Based on Videokeratoscopic Height Data, Schwiegerling
J/Greivenkamp JE
29. J. Opt. Soc. Am. (1995), 12: 2105-2113,
Representation of Videokeratographic Height
Data with Zernike Polynomials,
Schwiegerling J/Greivenkamp JE/Miller JM
Seite 95
Gebrauchsanweisung Keratograph
A
AA....................................................................38
Aberration........................................................31
Abflachungskonstante c1 ................................54
ABR .................................................................38
Absolute Farbskala .........................................69
Absolute Höhendifferenmessung ....................42
Amsler Stadien ................................................39
Animation ........................................................25
Anisokorietest............................................63, 67
Anpassvorschläge ...........................................50
Apex ..........................................................41, 47
Apexlage ...................................................36, 45
Astigma. peripher ............................................28
Astigma. zentral...............................................28
Astigmatismus.................................................31
Astigmatismus, regulärer ................................27
Auge auswählen..............................................20
Auge messen ..................................................20
Auslösen, Messung .........................................21
Auslösung (default) .........................................71
Ausschalten, Kontaktlinsentyp ........................74
Automatisches Backup....................................17
B
Backup ............................................................16
Backup, automatisch.......................................17
Basiskurve.......................................................78
Basisparameter ...............................................78
Bitorisch...........................................................58
Bitorisch kompensiert......................................58
Bootmodus ......................................................72
Brechzahl n .....................................................57
Brennweiten ....................................................41
Brillenrefraktion .........................................42, 56
C
CKI ..................................................................38
COM-Port ........................................................72
COM-Port Detector .........................................72
D
Darstellung, 3D................................................25
Darstellung, Refraktive....................................41
Darstellung, Übersicht .....................................22
Darstellungsarten ............................................22
Daten rekonstruieren.......................................16
12 Stichwortverzeichnis
Datenblockgröße ............................................ 72
Datensicherung .............................................. 16
Datentransfer.................................................. 72
Datenübertragung........................................... 72
Datum, aktuelles............................................. 18
Datumsformat........................................... 17, 70
Demomodus ................................................... 72
Details............................................................. 53
Deutsch .................................................... 17, 71
Device Code ................................................... 61
Dezentration ................................................... 27
Dezentration, vertikal...................................... 40
Dioptrie ........................................................... 69
Drehen der Kontaktlinse ................................. 52
Dreiwelligkeit .................................................. 30
Drucken Schwarzweiß/Farbe ......................... 71
Drucken, Kontaktlinsenanpassung................. 51
Drucken, Untersuchung.................................. 85
E
Einschalten, Kontaktlinsentyp......................... 74
Erwartete Restrefraktion................................. 56
Export, Kontaktlinsendaten............................. 82
Export, Untersuchungsdaten .......................... 14
Externe Farbtabelle ........................................ 70
Extremwertdarstellung.................................... 23
Exzentrizitäten, Tabelle .................................. 51
F
Farbbalken................................................ 22, 69
Farbdarstellung, groß ..................................... 24
Farbskala........................................................ 69
Farbtabelle extern........................................... 70
Fehlerkorrektur beim Datentransfer ............... 72
Fehlersuche.................................................... 89
Fixabw ............................................................ 49
Fixierpunktabweichung............................. 22, 49
Fluobild ........................................................... 51
Fluobildskala................................................... 54
Fluo-Icon......................................................... 52
Fluo-Icon löschen ........................................... 52
Fluoreszeinbildsimulation ............................... 51
Fourier Indizes ................................................ 28
Fourier-Analyse .............................................. 26
Freigabe der Messung.................................... 21
Freigabe der Pupillometersoftware ................ 61
G
Garantie.......................................................... 91
Seite 96
Gebrauchsanweisung Keratograph
Gerätetyp Keratograph1/2...............................72
H
Haftung............................................................91
Handshake ......................................................72
Hecht-Anpassungssoftware ......................55, 75
Hersteller- und Serviceadresse.......................92
Höhendaten.....................................................43
Hornhautdurchmesser.....................................23
Hornhautscheitelabstand ..........................42, 56
Hornhautscheitelrefraktion ........................42, 56
I
ID-Nummer................................................12, 17
IHA ..................................................................38
IHD ..................................................................38
Import, Kontaktlinsendaten .............................82
Import, Untersuchungsdaten...........................15
Indizes .............................................................37
Indizes, Fourier................................................28
Indizesverlauf ..................................................38
Infotext ............................................................37
Inklination ..................................................53, 57
Interne Farbtabelle ..........................................70
Interpolation.........................................21, 24, 70
Iris....................................................................46
Irisdurchmesser.........................................23, 41
ISV...................................................................38
IVA...................................................................38
K
Kalibrieren des Meßsystems...........................86
Kalibrierkugel...................................................86
Kalibrierkugelhalter..........................................84
Kamerabild ......................................................46
Kamerahelligkeit, Pupillometrie.......................68
Keine Kommunikation .....................................89
Keratokonus ..................................29, 36, 37, 40
Keratometerdaten ...........................................23
Keratometerwerte............................................23
Kerotokonus ....................................................45
KI.... .................................................................38
KKS .................................................................38
Koma...............................................................31
Kommentarfeld................................................23
Kommunikation ...............................................72
Komplettbild.....................................................70
Konformitätserklärung .....................................92
Kontaktlinse drehen ........................................52
Kontaktlinse verschieben ................................52
Kontaktlinse, Bitorisch.....................................58
Kontaktlinse, Bitorisch kompensiert ................58
Kontaktlinse, Rotationssymmetrisch ...............56
Kontaktlinse, Rücktorisch ............................... 58
Kontaktlinse, Torisch ...................................... 50
Kontaktlinse, Weich........................................ 50
Kontaktlinsen, Daten erzeugen ...................... 80
Kontaktlinsenanpassung ................................ 49
Kontaktlinsenanpassung laden....................... 60
Kontaktlinsenanpassung speichern................ 59
Kontaktlinsendaten Import/Export .................. 82
Kontaktlinsendatenbank ................................. 74
Kontaktlinsenhalter ......................................... 84
Kontaktlinsenrückfläche messen.................... 84
Kontaktlinsentyp Ein-/Ausschalten ................. 74
Kontaktlinsentyp hinzufügen........................... 77
Kontaktlinsentyp löschen................................ 77
Kontaktlinsentyp, neuer .................................. 76
Kontaktlinsenvorschläge................................. 50
Krümmungseinheit ......................................... 69
Krümmungsradien .......................................... 70
Krümmungswertabfrage ................................. 23
L
Laden, Kontaktlinsenanpassung .................... 60
Laden, Untersuchung ..................................... 85
Literaturangaben ............................................ 94
Löschen, Patient............................................. 14
Löschen, Untersuchung ................................. 13
M
Messung auslösen.......................................... 21
Messung durchführen..................................... 20
Messung erzwingen........................................ 21
Messung mit Mauszeiger................................ 23
Millimeter ........................................................ 69
N
n, Brechzahl.................................................... 57
Name ändern.................................................. 14
Neue Kontaktlinsentypen................................ 76
Neue Messung ............................................... 20
Neuer Patient.................................................. 12
O
Ortho-K ..................................................... 43, 46
P
Pat-ID ............................................................. 37
Patient löschen ............................................... 14
Patient umbenennen ...................................... 14
Patient, neu .................................................... 12
Patientendatenverwaltung .............................. 11
PC-Mindestanforderungen ............................. 93
Seite 97
Gebrauchsanweisung Keratograph
Pellucid Mardinal Degeneration ......................39
Peripherie ..................................................53, 79
Pfeilhöhen .......................................................43
Pfeilhöhen, absolut..........................................43
Pfeilhöhendifferenz..........................................43
Port suchen .....................................................72
Pupille..............................................................46
Pupillendurchmesser.......................................41
Pupillenmitte..............................................22, 49
Pupillogramm ..................................................63
Pupillographie..................................................61
Pupillometer ....................................................61
Pupillometersoftware.......................................61
Pupillometrie....................................................61
R
Referenzkörper .........................................34, 43
Refraktionsberechnung ...................................56
Refraktionsberechnung Torischer Linsen .......57
Refraktionsberechnung Weichlinsen ..............59
Refraktionsmodul ............................................56
Refraktionswerte .......................................42, 56
Refraktive Darstellung.....................................41
Regulärer Astigmatismus ................................27
Relative Farbskala ..........................................69
Releasing Code...............................................61
Restrefraktion, erwartet...................................56
Ringkanten ......................................................46
RMin ..........................................................28, 38
Rückflächenvermessung.................................84
Rücktorische Kontaktlinse...............................58
S
Sagittale Krümmung........................................70
Sagittalradien, Tabelle.....................................51
Schnittstelle .....................................................72
Shutter.............................................................87
Sinusschwingung ............................................26
Skiaskopie.......................................................39
Softwareversion...............................................71
Sortieren der Patientenliste .............................17
Speichern der Kontaktlinsenanpassung..........59
Sphär. Exzentrizität .........................................28
Sphärische Aberration.....................................31
Sphärische Komponente.................................27
Sprache .....................................................17, 71
Standardabweichung.......................................38
Suchen, Port....................................................72
Synchron (NT) ................................................ 72
System............................................................ 72
T
Tangentiale Krümmung .................................. 70
Technische Daten .......................................... 93
Topographische Klassierung .......................... 39
Top-Test ......................................................... 54
Torische Kontaktlinsen ................................... 50
U
Uhrzeit, aktuelle.............................................. 18
Unregelmäßigkeiten ....................................... 28
Untersuchung drucken ................................... 85
Untersuchung laden ....................................... 85
Untersuchung löschen.................................... 13
Untersuchung verschieben............................. 13
Untersuchungen vergleichen.......................... 48
Untersuchungsprogramm............................... 19
Ü
Überhöhung.................................................... 25
Übersichtsdarstellung ..................................... 22
V
Verdrehen der Kontaktlinse ............................ 52
Vergleich, Untersuchungen ............................ 48
Vergleichen refraktiv....................................... 46
Verschieben der Kontaktlinse......................... 52
Versionsnummer ............................................ 71
Vertikale Dezentration .................................... 40
W
Weichlinsen .............................................. 50, 81
Wellenfronten ................................................. 31
Z
Z Betragswerte ............................................... 34
Z Einzelwerte .................................................. 34
Zentralradien .................................................. 70
Zernike-Analyse.............................................. 31
Zernike-Fit-Parameter .................................... 34
Zernike-Polynome .......................................... 31
Medizinproduktebuch
Bezeichnung: (Modell/Typ): Keratograph / 70500
MPB/70500
Produktart: Cornea-Oberflächenmessungs-System
Herstellerfirma: OCULUS Optikgeräte GmbH, Münchholzhäuser Str. 29,
35582 Wetzlar
Telefon: 0641/2005-0, Fax: 0641/2005-255
Lieferfirma: OCULUS Optikgeräte GmbH
Gebrauchsanweisung: G / 70500 / .... / d
G / 70500 / .... / e
Betriebsart: energetisch, 230 V, Schutzklasse 1
Produktklasse nach MPG: I
Prüfungen/Kontrollen (Art/Fristen): keine Vorgabe
Maßnahmen vor der Inbetriebnahme
1. Einweisung des Verantwortlichen am ______ durch ______________________
(Name, Institution, Unterschrift)
1. Funktionsprüfung am ______ durch ______________________
(Name, Institution, Unterschrift)
Verantwortliche(r) ____________________________________
(Name, Institution, Unterschrift)
Einweisung des Personals
Datum
Datum
Funktionsstörungen/wiederholte gleichartige Bedienungsfehler
Art der Störung/des Fehlers Maßnahme Ergebnis Unterschrift
Medizinproduktebuch
Mängelmeldung/Unfallanzeige
MPB/70500
Adresse (Behörde/Hersteller) Absender
(Betreiber/Verantwortlicher)
______________________________ ________________________________
______________________________ ________________________________
______________________________ ________________________________
______________________________ ________________________________
Ort und Datum des Ereignisses
_____________________________________________ ________________
Beschreibung und Bewertung des Ereignisses
___________________________________________________________________
___________________________________________________________________
___________________________________________________________________
___________________________________________________________________
Personenschaden: ja
□ nein □
___________________________________________________________________
___________________________________________________________________
Produkt/Gerät
Anschaffungsjahr: ____________________________________________________
Lfd.-Nr./ID-Nr.: ______________________ Serien-Nr.: _____________________
Bezeichnung (Modell/Typ): _____________________________________________
Firma (Hersteller/Lieferant): ____________________________________________
Produktart/Geräteart: _________________________________________________
Maßnahmen
___________________________________________________________________
___________________________________________________________________
___________________________________________________________________
___________________________________________________________________
_______________________________ _______________________________
Ort/Datum Name/Institution/Unterschrift
Erläuterungen
___________________________________________________________________
___________________________________________________________________
___________________________________________________________________
___________________________________________________________________
Medizinproduktebuch
Instandhaltungsmaßnahmen und Prüfungen/Kontrollen
MPB/70500
Datum Art der Maßnahme Durchführende Person/Firma Ergebnis/Bemerkung
Anmerkungen Notizen Abkürzungen/Legenden
Sicherheitstechnische Kontrolle STK
Meßtechnische Kontrolle MTK
Eichung E
Wartung W
Reparatur R
Kalibrierung K
ಡೌನ್ಲೋಡ್ ಮಾಡಿ
ಜಾಹಿರಾತು