Aquila AQUILA AT01 Flugzeug Benutzerhandbuch
Mainos
Mainos
Aviation GmbH
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Das Muster AQUILA AT01 hat eine LBA-Zulassung als Normalflugzeug auf der Basis der JAR-
VLA. Dieses Handbuch ist stets an Bord des Luftfahrzeuges mitzuführen. Umfang und
Änderungsstand sind dem Verzeichnis der gültigen Seiten und der Liste der Änderungen zu entnehmen.
Das Luftfahrzeug darf nur in Übereinstimmung mit den Anweisungen und festgelegten
Betriebsgrenzen dieses Flughandbuches betrieben werden.
Werknummer.: AQUILA AT01-
Kennzeichen:
Ausgabe B.01 wurde am 31.07.2002 durch das Luftfahrt-Bundesamt im Zuge der
Musterzulassung genehmigt. Alle Änderungen in den Abschnitten 2, 3, 4 und 5, die den Umfang von redaktionellen Änderungen und Korrekturen übersteigen, unterliegen der
Genehmigungspflicht der EASA.
Dok. Nummer: FM-AT01-1010-100
Erstausgabe:
Ausgabe des Deckblattes:
05.06.2002
B.25
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 0
VORWORT
Mit der AQUILA AT01 haben Sie ein sehr leistungsfähiges und leicht bedienbares
Schulungs- und Reiseflugzeug erworben.
Eine zuverlässige Bedienung, Handhabung und Wartung gewähren einen störungsfreien
Flugbetrieb und garantieren die Sicherheit auf Dauer.
Um dies zu gewährleisten, empfehlen wir ein aufmerksames Studium dieses
Flughandbuches und das Beachten der darin gegebenen Empfehlungen für den Betrieb und die Pflege und Wartung des Flugzeuges.
Des Weiteren empfehlen wir an einer werksseitigen Einweisung auf das Muster durch autorisiertes Personal teilzunehmen, um so möglichst schnell Sicherheit und „Gefühl“ für den optimalen Betrieb des Flugzeuges zu erhalten.
WICHTIGER HINWEIS
Alle Grenzwerte, Verfahren und Leistungsdaten dieses Handbuches sind EASA- bzw.
LBA-anerkannt und müssen eingehalten und beachtet werden. Ein Nichtbeachten der im
Flughandbuch angegebenen Grenzwerte und Verfahren kann zu einem
Haftungsausschluss durch den Hersteller führen.
Das Handbuch
Das Handbuch ist nach den gültigen Vorgaben und Empfehlungen der JAR-VLA,
Appendix H (Ausgabe 26.4.90) „Specimen Flight Manual for a very Light Aeroplane“ verfasst.
Es wird als Lose-Blatt-Sammlung zum besseren Austausch revidierter Blätter herausgegeben und hat ein handliches DIN A5 Format, geeignet zum Verstauen im
Flugzeug.
Einzelne Kapitel des Handbuches sind durch Trennblätter voneinander getrennt, um ein schnelles Nachschlagen zu ermöglichen. Jedes einzelne Kapitel hat als Deckseite ein eigenes Inhaltsverzeichnis, das einen Schnellüberblick gewährleistet.
Alle Rechte vorbehalten.
Die Vervielfältigung dieses Handbuches oder eines Teiles davon in jedweder medialen
Form bedarf einer ausdrücklichen schriftlichen Genehmigung der AQUILA Aviation
GmbH.
All rights reserved. Reproduction or disclosure to third parties of this document or any part thereof is not permitted, except with the prior and express written permission of AQUILA Aviation GmbH.
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Copyright © by Aviation GmbH
Schönhagen, Germany
Ausgabe: ersetzt Ausgabe: Datum:
B.25 B.24 (04.03.2014) 13.04.2015
Seite:
0 – 1
Aviation
INHALTSVERZEICHNIS
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
ALLGEMEINES
BETRIEBSGRENZEN (anerkanntes Kapitel)
NOTVERFAHREN (anerkanntes Kapitel)
NORMAL-FLUGVERFAHREN (anerkanntes Kapitel)
FLUGLEISTUNGEN (teilweise anerkanntes Kapitel)
MASSE UND SCHWERPUNKT
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
HANDHABUNG UND WARTUNG
ERGÄNZUNGEN
Abschnitt 0
ABSCHNITT
1
2
3
6
7
4
5
8
9
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.24 (04.03.2014)
Datum:
13.04.2015
Seite:
0 – 2
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
VERZEICHNIS DER GÜLTIGEN SEITEN
Ab- schnitt
Ausgabe anerkannt
0 B.25
Seite
Abschnitt 0
Datum
0-1 bis 0-8 13.04.2015
7
8
5
6
3
4
1
2
9
* - teilweise anerkannt
B.25
B.22
B.12
B.25
B.22
B.12
B.22
B.12
B.25
(X)*
X
X
X
1-1 bis 1-12 17.09.2008
2-1 bis 2-20 12.07.2012
3-1 bis 3-16 17.09.2008
4-1 bis 4-20 13.04.2015
5-1 bis 5-23 12.07.2012
6-1 bis 6-14 17.09.2008
7-1 bis 7-32 13.04.2015
8-1 bis 8-8 12.07.2012
9-1 bis 9-3 13.04.2015
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.24 (04.03.2014)
Datum:
13.04.2015
Seite:
0 – 3
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 0
LISTE DER ÄNDERUNGEN
Alle Berichtigungen des vorliegenden Handbuches, ausgenommen aktualisierte
Wägedaten, müssen in der Liste der Änderungen erfasst werden. Alle Änderungen müssen entweder von der EASA oder im Falle von redaktionellen Änderungen in
Übereinstimmung mit Part 21A.263(c)(4) vom Entwicklungsbetrieb der AQUILA Aviation
GmbH genehmigt werden.
Der geänderte Wortlaut wird am Seitenrand durch eine senkrechte schwarze Linie markiert und die neue Ausgabe des Abschnittes erscheint in der Fußzeile jeder zum geänderten Abschnitt zugehörigen Seite.
Das Luftfahrzeug darf nur mit einem aktuell nachgeführten Flughandbuch betrieben werden. Der aktuelle Stand des FHB`s ist jederzeit unter Service der Internetseite
www.aquila-aviation.de abfragbar.
Ausgabe Grund der Änderung Betroffene
Abschnitte
Genehmigung durch AQUILA*/EASA
Datum/Unterschrift
A.01 Erstausgabe Alle 21.09.2001
B.01 Neuausgabe Alle 31.07.2002
B.02 Einbau Garmin Avionik
B.03 Red. Korrekturen
B.04 Ergänzungen Bendix King
B.05 Ext. Starthilfe, Ergänzung Pointer ELT
B.06 Winterblech
B.07 Ergänzung, KANNAD 406 AF, ELT
B.08 Ergänzungen Garmin Avionik
B.09 Erg. Bendix King Transponder KT73
B.10 Ergänzung, ARTEX ME406, ELT
B.11
Einführung eines neuen Notverfahrens und diverser FHB-Ergänzungen.
0,2,9
0,4,5,7
0,9
0,7,9
0,2,9
0,9
0,1,4,9
0,9
0,9
0,3,9
20.02.2003
16.05.2003
09.07.2003
09.10.2003
10.03.2004
23.06.2005
30.06.2005
08.07.2005
07.03.2006
28.08.2008 (EASA)
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.24 (04.03.2014)
Datum:
13.04.2015
Seite:
0 – 4
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 0
Ausgabe Grund der Änderung Betroffene
Abschnitte
Alle
Genehmigung durch AQUILA*/EASA
Datum/Unterschrift
17.09.2008 B.12 Redaktionelle Korrekturen
B.13 Ergänzung, Garrecht VT-02 Mode S 0,9
B.14 Ergänzung Betriebsart Tag/Nacht-VFR
B.15
B.16
B.17
B.18
B.19
B.20
B.21
Ergänzung Aspen EFD 1000
PFD/MFD
Ergänzung Garmin G500 PFD/MFD –
System
Überarbeitung GARMIN G500 –
SYSTEM
Normalverfahren – Änderungen eingeführt durch SB-AT01-020
Redaktionelle Korrekturen,
Ergänzung PowerFLARM
Ergänzung Aspen PFD und Garmin
G500 für Tag/Nacht-VFR
Ergänzung Garmin GTN-650 und
GMA-350, redaktionelle Korrekturen,
B.22 Redaktionelle Korrekturen
B.23
B.24
Ergänzung Trig-TT22,
Garrecht TRX 1500, TRX 2000
Redaktionelle Korrekturen, Revision
Ergänzung Winter Kühlerabdeckung
B.25 Redaktionelle Korrekturen
0,7,9
0,9
0,9
0,9
0,4
0,9
0,9
0, 9
0, 2, 4, 5, 7, 8
0, 9
0, 9
0, 4, 7, 9
19.03.2009
03.09.2009
(25.03.2010 EASA)
07.12.2009
22.07.2010
07.10.2010
(15.11.2010 EASA)
29.11.2010
(14.01.2011 EASA)
14.09.2011
21.03.2012
(20.04.2012 EASA)
21.05.2012
12.07.2012
21.03.2013
04.03.2014
13.04.2015
Revision B.25 of AFM ref. FM-AT01-1010-100 is approved under the authority of DOA ref. EASA.21J.025.
Revision B.25 des FHB ref. FM-AT01-1010-100 ist vom Entwicklungsbetrieb mit DOA ref. EASA.21J.025 zugelassen.
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.24 (04.03.2014)
Datum:
13.04.2015
Seite:
0 – 5
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 0
NACHFÜHRUNGSVERZEICHNIS DER ÄNDERUNGEN
Liegen Änderungen des Flughandbuches vor, so sind die betroffenen Abschnitte auszutauschen und gegen die geänderten Abschnitte zu ersetzen. Es werden generell ausschließlich ganze Abschnitte und nicht einzelne Seiten geändert und ausgetauscht.
Im Nachführungsverzeichnis ist nach Austausch der betroffenen Abschnitte handschriftlich die Nachführung zu dokumentieren
Ausgabe
B.01
Betroffener
Abschnitt
Alle
Ausgabe- datum
05.06.2002
Nachgeführt am:
--
Nachgeführt durch:
--
B.02 0,2,9 20.11.2002
B.11
B.12
B.13
B.14
B.15
B.16
B.17
B.18
B.03
B.04
B.05
B.06
B.07
B.08
B.09
B.10
B.19
B.20
B.21
B.22
B.23
B.24
B.25
0,3,9
Alle
0,9
0,7,9
0,9
0,9
0,9
0,4
0,4,5,7
0,9
0,7,9
0,2,9
0,9
0,1,4
0,9
0,9
0,9
0,9
0,9
0, 2, 4, 5, 7, 8
0, 9
0, 9
0, 4, 7, 9
15.04.2003
19.05.2003
30.09.2003
10.02.2004
30.07.2004
30.06.2005
05.07.2005
05.03.2006
30.11.2007
17.09.2008
19.03.2009
03.09.2009
07.12.2009
22.07.2010
07.10.2010
29.11.2010
14.09.2011
21.03.2012
21.05.2012
12.07.2012
21.03.2013
04.03.2014
13.04.2015
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.24 (04.03.2014)
Datum:
13.04.2015
Seite:
0 – 6
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 0
BEZUGSSERVICE
Ein sicherer Betrieb und eine ordnungsgemäße Wartung des Luftfahrzeuges AQUILA
AT01 können nur auf der Basis ständig aktualisierter Handbücher und sonstiger
Dokumentationen durchgeführt werden.
Nachführungen der Handbücher können im Abonnement bei den im Folgenden genannten Firmen bezogen werden:
(a)
Handbücher und Veröffentlichungen AQUILA AT01
AQUILA Aviation GmbH
OT Schönhagen
Flugplatz
D-14959 Trebbin
Tel: +49 (0)33731-707-0
Fax: +49 (0)33731-707-11
E-Mail:
Internet: [email protected] http://www.aquila-aviation.de http://www.facebook.com/aquilaa210
(b)
Handbücher und Veröffentlichungen Motor ROTAX 912 S
Autorisierter ROTAX-Händler des jeweiligen Vertriebsgebietes, die Adressen befinden sich in Abschnitt 13 des Betriebshandbuches Rotax 912
Baureihe.
(c)
Handbücher und Veröffentlichungen Propeller MTV-21
mt-Propeller Entwicklung GmbH
Flugplatz Straubing- Wallmühle
D-94348 ATTING
Tel: +49 (0)9429-9409-0
Fax: +49 (0)9429-8432
Internet: www.mt-propeller.com
E-mail: [email protected]
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.24 (04.03.2014)
Datum:
13.04.2015
Seite:
0 – 7
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 0
[absichtlich freigelassen]
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.24 (04.03.2014)
Datum:
13.04.2015
Seite:
0 – 8
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
1.1 EINFÜHRUNG
ABSCHNITT 1
ALLGEMEINES
1.2
1.3
ZULASSUNGSBASIS
WARNUNG, WICHTIGER HINWEIS, ANMERKUNG
1.4 ABMESSUNGEN UND BASISDATEN
1.4.1
1.4.2
1.4.3
1.4.4
1.4.5
Abmessungen Gesamt
Tragflügel
Höhenleitwerk
Rumpf und Seitenleitwerk
Fahrwerk
1.5 DREISEITENANSICHT AQUILA AT01
1.6
1.7
MOTOR
PROPELLER
1.8 KRAFTSTOFF
1.9 SCHMIERSTOFF UND KÜHLMITTEL
1.9.1
1.9.2
Schmierstoff
Kühlflüssigkeit
1.10 MASSEN
1.11
1.12
BEZEICHNUNGEN UND ABKÜRZUNGEN
UMRECHNUNGSFAKTOREN
Abschnitt 1
ALLGEMEINES
Seite
1-2
1-6
1-6
1-6
1-7
1-7
1-8
1-8
1-9
1-11
1-2
1-3
1-4
1-4
1-4
1-4
1-4
1-4
1-5
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.12
ersetzt Ausgabe:
B.08 (30.06.2005)
Datum:
17.09.2008
Seite:
1 - 1
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 1
ALLGEMEINES
1.1 EINFÜHRUNG
Dieses Flughandbuch enthält alle Informationen, um dem Piloten und dem Ausbilder alle erforderlichen Angaben für einen sicheren und leistungsoptimalen Betrieb der
AQUILA AT01 zu ermöglichen.
Es enthält alle Daten, die nach der zu Grunde gelegten Bauvorschrift JAR-VLA erforderlich sind und darüber hinaus Daten, die aus Sicht des Flugzeugherstellers für den Piloten von Vorteil sein können.
Der Inhalt des Flughandbuches entspricht hinsichtlich der Beschreibung der Ausrüstung der Basisversion. Die auf Kundenwunsch eingebauten Ausrüstungsanteile der
Standardoptionspakete (COM, NAV, GPS, Sonderzubehör) der AT01 sind in den
Ergänzungen im Abschnitt 9 berücksichtigt.
Angaben zur zulässigen Ausrüstung sind Abschnitt 6, Kap 6.5 bzw. der Übersichtliste der zulässigen Ausrüstung im Wartungshandbuch, Dokumentennummer MM-AT01-
1020-100, zu entnehmen.
1.2 ZULASSUNGSBASIS
Das Flugzeug mit der Bezeichnung AQUILA AT01 wurde in Übereinstimmung mit der
Bauvorschrift Joint Aviation Requirements for Very Light Aeroplanes (JAR-VLA, inkl.
Änderungsstand VLA /92/1) vom Luftfahrt-Bundesamt zugelassen. Die
Musterzulassung unter der Kennblatt-Nummer 1106 wurde am 21.9.2001 ausgestellt.
Lufttüchtigkeitsgruppe:
NORMAL
Lärmzulassungsbasis:
Lärmschutzforderung für Luftfahrzeuge (LSL) Kapitel X
Definition Erhöhter Schallschutz: Landeplatz-Lärmschutz-Verordnung vom 5.1.1999
Betriebsart: VFR, Tag
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.12
ersetzt Ausgabe:
B.08 (30.06.2005)
Datum:
17.09.2008
Seite:
1 - 2
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 1
ALLGEMEINES
1.3 WARNUNG, WICHTIGER HINWEIS, ANMERKUNG
Die folgenden Begriffe WARNUNG, WICHTIGER HINWEIS, und ANMERKUNG finden im Flughandbuch Anwendung und sind wie folgt definiert:
WARNUNG
Bedeutet, dass die Nichtbefolgung einer entsprechend gekennzeichneten
Verfahrensvorschrift zu einer unmittelbaren oder erheblichen Beeinträchtigung der
Flugsicherheit führt.
WICHTIGER HINWEIS
Bedeutet, dass die Nichtbefolgung einer entsprechend gekennzeichneten
Verfahrensvorschrift zu einer geringfügigen oder mehr oder weniger langfristig eintretenden Beeinträchtigung der Flugsicherheit führt.
ANMERKUNG
Soll die Aufmerksamkeit auf Sachverhalte lenken, die nicht unmittelbar mit der
Flugsicherheit zusammenhängen, die dennoch wichtig oder ungewöhnlich sind.
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.12
ersetzt Ausgabe:
B.08 (30.06.2005)
Datum:
17.09.2008
Seite:
1 - 3
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 1
ALLGEMEINES
1.4 ABMESSUNGEN UND BASISDATEN
1.4.1 Abmessungen Gesamt
Spannweite:
Länge:
Höhe:
1.4.2 Tragflügel
Profil:
Flügelfläche:
Flügelstreckung:
Mittlere aerodyn.
Flügeltiefe (MAC):
1.4.3 Höhenleitwerk
Fläche:
Spannweite:
1.4.4 Rumpf und Seitenleitwerk
Max. Breite
Länge
1.4.5 Fahrwerk
Spurweite:
Radstand:
Reifengröße
Bugrad:
Hauptrad:
Reifendruck
Bugrad:
Hauptrad:
10,3
7,35
2,4 m m m
HQ-XX mod.
10,5 m²
10,1
1,07
2,0
3,0
1,20
7,35
1,938
1,685
5.00-5
5.00-5
2,0
2,5 m m² m m m m m
(Cleveland Wheels & Brakes)
(Cleveland Wheels & Brakes) bar bar
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.12
ersetzt Ausgabe:
B.08 (30.06.2005)
Datum:
17.09.2008
Seite:
1 - 4
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
1.5 DREISEITENANSICHT AQUILA AT01
Abschnitt 1
ALLGEMEINES
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.12
ersetzt Ausgabe:
B.08 (30.06.2005)
Datum:
17.09.2008
Seite:
1 - 5
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 1
ALLGEMEINES
1.6 MOTOR
Vierzylinder-Viertakt Boxermotor, Typ ROTAX 912 S3 mit luftgekühlten Zylindern und flüssigkeitsgekühlten Zylinderköpfen.
Integriertes Untersetzungs-Getriebe mit Rutschkupplung und Propellerantrieb und einem Zusatzantrieb für die Propellerverstellung
Untersetzungsverhältnis:
Hubraum:
Start-/Dauerleistung:
Bei Start-/Dauerdrehzahl:
2,43 : 1
1352
69,0
2263 cm³ kW
U/min
1.7 PROPELLER
Zweiblatt-Verstellpropeller, Firma mt-Propeller Entwicklung
Typ:
Constant Speed Verstellung
Durchmesser:
MTV-21-A/175-05
175 cm
1.8 KRAFTSTOFF
Zugelassene Kraftstoffsorten mit minimaler Oktanzahl 95 ROZ:
EN228 Super
EN228 Super plus
AVGAS 100LL
Tankinhalt Gesamt:
Ausfliegbare Menge:
Nicht ausfliegbare Menge:
Tank Links
60
54,8
5,2
Tank Rechts
60 Liter
54,8 Liter
5,2 Liter
AVGAS belastet durch hohen Bleianteil die Ventilsitze höher, bildet erhöhte
Brennraumablagerungen und Bleischlamm im Ölsystem. Es sollte daher nur im Falle von Dampfblasenproblemen oder wenn die anderen Bezinsorten nicht verfügbar sind, verwendet werden.
(siehe auch Betriebshandbuch für ROTAX£ Motor Type 912 Serie letztgültige
Ausgabe)
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.12
ersetzt Ausgabe:
B.08 (30.06.2005)
Datum:
17.09.2008
Seite:
1 - 6
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 1
ALLGEMEINES
1.9 SCHMIERSTOFF UND KÜHLMITTEL
1.9.1 Schmierstoff
Nur Markenöle, die nach dem API-System mit „SG“ oder höher spezifiziert sind, verwenden. Hochleistungs-Viertakt-Motorrad-Schmieröle erfüllen im Regelfall die
Anforderungen. Bei der Auswahl von geeigneten Schmierstoffen sind die Empfehlungen des Betriebshandbuches für ROTAX£ Motor 912 Serie Kap. 10.2.3 und der ROTAX£
Service Instruction SI-912-016 letztgültige Ausgabe unbedingt zu beachten.
Die Viskosität des Schmieröles ist nach den klimatischen Bedingungen nach folgender
Tabelle anzupassen. Es wird empfohlen ausschließlich Mehrbereichsöle zu verwenden.
Abbildung Nr.:1-2
Ölinhalt:
Max. Ölverbrauch:
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.12
WICHTIGER HINWEIS
Kein Flugmotorenöl verwenden !
Bei Betrieb mit AVGAS kein vollsynthetisches Schmieröl verwenden !
Bei Betrieb mit AVGAS sind kürzere Ölwechselintervalle erforderlich !
(siehe hierzu ROTAX Service Instruction SI-912-016, letztgültige Ausgabe)
Differenz zwischen MAX und MIN
ersetzt Ausgabe:
B.08 (30.06.2005)
3,0 Liter
0,45 Liter
0,06 Liter/h
Datum:
17.09.2008
Seite:
1 - 7
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 1
ALLGEMEINES
1.9.2 Kühlflüssigkeit
Es darf ausschließlich das nachstehend genannte Kühlmittelkonzentrat auf Propylen-
Glykolbasis verwendet werden.
Mischungsverhältnis %
Bezeichnung Konzentrat Wasser
EVANS NPG+ 100 0
Bei korrekter Anwendung (100% Kühlmittelkonzentration) liegt innerhalb der
Betriebsgrenzen ausreichender Schutz gegen Dampfblasenbildung, Gefrieren oder
Eindicken der Kühlflüssigkeit vor.
WARNUNG
Das Kühlmittelkonzentrat EVANS NPG+ darf nicht mit konventionellen
Glykol/Wasser Kühlmittel oder mit Zusätzen gemischt werden. Eine
Nichtbeachtung kann zu Störungen im Kühlsystem und zu Motorschäden führen. Die Angaben des Kühlmittelherstellers sind zu beachten (siehe auch ROTAX£ SB-912-043, letztgültige Ausgabe, sowie ROTAX Service
Instruction SI-912-016, letztgültige Ausgabe).
WICHTIGER HINWEIS
Qualitativ minderwertige und verunreinigte Kühlflüssigkeit kann zu
Ablagerungen im Kühlsystem und in Folge zu einer Verschlechterung der
Kühlung führen.
Kühlmittelinhalt: Minimum:
Maximum:
Behälterinhalt: Minimum:
Maximum:
2,4 Liter
2,5 Liter
0,1 Liter
0,2 Liter
1.10 MASSEN
Maximale Startmasse (MTOW):
Maximale Landemasse (MLW):
Leermasse (MZFW):
Maximale Masse im Gepäckraum:
750 kg
750 kg siehe Abschnitt 6
40 kg
(Gepäckmasse muss mit Spannbändern, Netz etc. gesichert werden)
Maximale Flächenbelastung: 71,4 kg/m²
Minimale Flächenbelastung: ca. 52,6 kg/m²
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.12
ersetzt Ausgabe:
B.08 (30.06.2005)
Datum:
17.09.2008
Seite:
1 - 8
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 1
ALLGEMEINES
1.11 BEZEICHNUNGEN UND ABKÜRZUNGEN
1.11.1
IAS:
KIAS:
CAS:
KCAS:
TAS:
GS:
V
A
:
V
S
:
V
S0
:
V
X
:
V
Y
:
V
FE
:
V
NE
:
V
NO
:
Geschwindigkeiten
(Indicated Airspeed), Angezeigte Geschwindigkeit am Fahrtmesser
IAS angezeigt in Knoten
(Calibrated Airspeed), berichtigte Geschwindigkeit, berichtigt um Einbau und Instrumentenfehler, CAS entspricht TAS bei Standard-Atmosphären- bedingungen in Meereshöhe
CAS angezeigt in Knoten
(True Airspeed), wahre Fluggeschwindigkeit gegenüber der
Umgebungsluft. TAS entspricht CAS berichtigt um Höhen- und
Temperaturfehler
(Ground speed), Geschwindigkeit über Grund
Manövergeschwindigkeit (Manoeuvring Speed)
Überziehgeschwindigkeit ohne Leistung in der jeweiligen Konfiguration
Überziehgeschwindigkeit ohne Leistung in der Landekonfiguration
Geschwindigkeit für den besten Steigwinkel
Geschwindigkeit für bestes Steigen
Höchstzulässige Geschwindigkeit mit ausgefahrenen Klappen
Höchstzulässige Geschwindigkeit, sie darf nicht überschritten werden.
Höchstzulässige Reisegeschwindigkeit, sie darf nur in ruhiger Luft und dann nur mit Vorsicht überschritten werden.
1.11.2 Massen und Schwerpunktlage
Bezugsebene (BE):
Bezugslinie (BL):
Angenommene Vertikalebene, von der aus alle Entfernungen für Schwerpunktberechnungen gemessen werden. festgelegte, horizontale Referenzlinie
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B.12
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B.08 (30.06.2005)
Datum:
17.09.2008
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1 - 9
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 1
ALLGEMEINES
Hebelarm:
Moment: horizontale Entfernung des Schwerpunktes eines Bauteiles von der BE.
Produkt aus Masse und Hebelarm eines Bauteiles.
Leermasse:
Masse des Flugzeuges incl. Öl und Kühlwasser und der nichtausfliegbaren Treibstoffmenge
Max. Abflugmasse:
Zuladung:
Schwerpunkt:
Höchstzulässige Masse für die Durchführung des Starts
Differenz zwischen Abflugmasse und Leermasse
Ausfliegbarer Kraftstoff:
Treibstoffmenge, die für den geplanten Flug zur Verfügung steht.
Nichtausfliegbarer Kraftstoff:
Im Tank verbleibende Treibstoffmenge, die für die
Durchführung des geplanten Fluges nicht zur
Verfügung steht.
Der Punkt, an dem sich das Flugzeug im Gleichgewichts- zustand befindet.
Mean aerodynamic chord
MAC:
1.11.3 Meteorologische Definitionen
OAT:
(Outside air temperature) Außenlufttemperatur
VFR, Tag Tag: (SR) Sunrise - 30min bis (SS) Sunset + 30min
1.11.4 Triebwerk und Flugleistungen
Startleistung:
Höchstzulässige Motorleistung für den Start.
Maximale Dauerleistung: Höchste, für den Dauerbetrieb zugelassene Motorleistung.
1.11.5
Werk- Nr.:
Serien- Nr.:
GfK:
Verschiedenes
Werknummer des Flugzeuges
Seriennummer des Bauteiles
Glasfaserverstärkter Kunststoff
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.12
ersetzt Ausgabe:
B.08 (30.06.2005)
Datum:
17.09.2008
Seite:
1 - 10
Aviation
CfK:
ACL:
VFR:
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Kohlefaserverstärkter Kunststoff
Abschnitt 1
ALLGEMEINES
(Anti Collision light) Zusammenstoß-Warnlicht
Sichtflugbedingungen
1.12 UMRECHNUNGSFAKTOREN
Länge 1.12.1
1.12.2
1.12.3
1 ft
1 in
Geschwindigkeit
1 kts
1 mph
Druck
1 hPa
1 in. Hg
1 psi
=
=
=
=
=
=
=
0,304
25,4
1,852
1,609
100
33,865
68,97 m mm km/h km/h
N/m² hPa mbar
= 1 mbar
1.12.4
1.12.5
Masse
1 lbs
1.12.6 Temperatur
(t) °C (Celsius)
(t) °F (Fahrenheit)
Dokument Nr.: Ausgabe:
FM-AT01-1010-100 B.12
=
Flüssigkeitsvolumen
1 US Gallon
1 Imperial Gallon
0,454
=
=
3,78
4,546 kg
Liter
Liter
=
=
5/9 ((t) °F-32)
9/5 (t) °C+32
ersetzt Ausgabe: Datum:
B.08 (30.06.2005) 17.09.2008
Seite:
1 - 11
Aviation
1.12.7 NICHT BELEGT
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
[Absichtlich freigelassen]
Abschnitt 1
ALLGEMEINES
Dokument Nr.:
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Ausgabe:
B.12
ersetzt Ausgabe:
B.08 (30.06.2005)
Datum:
17.09.2008
Seite:
1 - 12
2.1
2.14
2.15
2.16
2.17
2.10
2.11
2.12
2.13
2.6
2.7
2.8
2.9
2.2
2.3
2.4
2.5
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
ABSCHNITT 2
BETRIEBSGRENZEN
EINFÜHRUNG
FLUGGESCHWINDIGKEITGRENZWERTE
MARKIERUNGEN DES FAHRTMESSERS
TRIEBWERKSGRENZWERTE
MARKIERUNGEN DER TRIEBWERKSGRENZWERTE
SONSTIGE MARKIERUNGEN AN INSTRUMENTEN
MASSEN
SCHWERPUNKT
ZUGELASSENE MANÖVER
MANÖVERLASTVIELFACHE
FLUGBESATZUNG
BETRIEBSARTEN / MINDESTAUSRÜSTUNG
KRAFTSTOFF
NACHGEWIESENE SEITENWINDKOMPONENTE
TEMPERATURGRENZEN FÜR DEN BETRIEB
HINWEISSCHILDER
NICHT BELEGT
Abschnitt 2
BETRIEBSGRENZEN
Seite
2-2
2-9
2-9
2-10
2-20
2-7
2-8
2-8
2-9
2-6
2-6
2-6
2-7
2-2
2-3
2-3
2-5
Dokument Nr.:
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Ausgabe:
B.22
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B.13 (21.05.2012)
Datum:
12.07.2012
Seite:
2 - 1
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 2
BETRIEBSGRENZEN
2.1 EINFÜHRUNG
Dieser Abschnitt des Flughandbuches enthält alle Betriebsgrenzen, die Markierungen aller Instrumente und alle Hinweisschilder, die für einen sicheren Betrieb des
Luftfahrzeuges, seines Motors und seiner Standardsysteme und -ausrüstung erforderlich sind.
WARNUNG
Die Betriebsgrenzen sind während des Betriebes unbedingt einzuhalten.
2.2 FLUGGESCHWINDIGKEITSGRENZWERTE
Die im Folgenden angegebenen Fluggeschwindigkeiten sind am Fahrtmesser angezeigte Geschwindigkeiten (IAS):
Geschwindigkeit (IAS) [kts] Bemerkung
V
A
Manövergeschwindigkeit
V
FE
Zul. Höchstgeschwindigkeit mit ausgefahrenen Landeklappen
112
Oberhalb dieser Geschwindigkeit sind keine abrupten Ruderausschläge zulässig.
Dies kann zu Überbelastung des Flugzeuges führen.
90
Diese Geschwindigkeit darf mit ausgefahrenen Landeklappen nicht
überschritten werden.
V
NO
Zul. Höchstgeschwindigkeit im
Reiseflug
130
Diese Geschwindigkeit darf nur im ruhiger
Luft und nur mit äußerster Vorsicht
überschritten werden.
V
NE
Zul. Höchstgeschwindigkeit bei ruhigem Wetter
165
Diese Geschwindigkeit darf in keiner
Betriebsart überschritten werden.
Dokument Nr.:
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B.22
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B.13 (21.05.2012)
Datum:
12.07.2012
Seite:
2 - 2
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 2
BETRIEBSGRENZEN
2.3 MARKIERUNGEN DES FAHRTMESSERS
Die im Folgenden angegebenen Fluggeschwindigkeiten beziehen sich auf angezeigte
Geschwindigkeiten (IAS).
Die angegebenen Minimalgeschwindigkeiten (weißer, grüner Bogen) sind
„sichere“
Werte, die für mäßig verschmutzte bzw. nasse Profile gelten.
Markierung (IAS) [kts] Bemerkung
Weißer Bogen
Grüner Bogen
44-90
52-130
Betriebsbereich für ausgefahrene
Landeklappen.
Normaler Betriebsbereich.
Gelber Bogen
Rote Linie
130-165
165
Vorsichtsbereich; Manöver müssen mit
Vorsicht und nur bei ruhiger Luft ausgeführt werden.
Zulässige Höchstgeschwindigkeit für alle
Betriebsarten.
2.4 TRIEBWERKSGRENZWERTE
2.4.1 Motor
a) Hersteller : BRP-ROTAX GmbH & Co KG, Gunskirchen, Österreich b) Motortyp: 912 S3
ANMERKUNG
Der Motor ist mit einem hydraulischen Propellerregler ausgestattet und treibt den
Propeller über ein Untersetzungsgetriebe mit dem Verhältnis 2,43 : 1 an.
Der Drehzahlmesser zeigt die Propellerdrehzahl an. Aus diesem Grunde sind in diesem Handbuch - im Gegensatz zum Betriebshandbuch des Motors - alle
Drehzahlen als Propellerdrehzahlen angegeben. c) Motorbetriebsgrenzen
Maximale Startleistung:
Maximale zulässige Startdrehzahl:
Maximale Dauerleistung:
Maximale zulässige Dauerdrehzahl:
69,0 kW
2260 U/min
69,0 kW
2260 U/min
Dokument Nr.:
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B.22
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B.13 (21.05.2012)
Datum:
12.07.2012
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2 - 3
Aviation d) Öldruck
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Abschnitt 2
BETRIEBSGRENZEN
Minimum :
Normal: f)
Maximal beim Kaltstart (kurzeitig): e) Kraftstoffdruck
Minimum:
Öltemperatur
Maximum :
Minimum:
0,8
2,0
7,0
– 5,0 bar bar bar
Rote Warnlampe unter 1440 U/min
über 1440 U/min
Günstige Betriebstemperatur: g) Zylinderkopftemperatur
Maximum : h) Außentemperatur beim Anlassen
130
50
90
– 110
135
°C
°C
°C
°C
Minimum: -25 °C
Bei Außentemperaturen unter -25°C ist der Motor vorzuwärmen
2.4.2 Propeller
a) Hersteller : MT-Propeller Entwicklung GmbH, Atting, Deutschland b) Propellerbezeichnung: MTV-21-A/175-05 c) Propellerdurchmesser: 1,75 m d) Propellerdrehzahlgrenzen
Maximale zulässige Startdrehzahl:
Maximale zulässige Dauerdrehzahl:
2260 U/min
2260 U/min
Dokument Nr.:
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Ausgabe:
B.22
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B.13 (21.05.2012)
Datum:
12.07.2012
Seite:
2 - 4
Aviation
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Abschnitt 2
BETRIEBSGRENZEN
2.5 MARKIERUNGEN DER TRIEBWERKSINSTRUMENTE
Die im Folgenden angegebene Tabelle gibt die Markierungen der Triebwerksinstrumente und die Bedeutung der verwendeten Farben an.
Instrument
Drehzahlmesser
[U/min]
Öltemperaturanzeige
[°C]
Zylinderkopftemperaturanzeige [°C]
Öldruckanzeige
[bar]
Rote Linie
(Mindestgrenze)
--- 50 --- 0,8
Grüner Bogen
(Normaler
Betriebsbereich)
535
– 2260
50
– 130
--- 2,0
– 5,0
Gelber Bogen
(Warnbereich)
--- --- ---
0,8
– 2,0
5,0
– 7,0
2260 130 135 7,0
Rote Linie
(Höchstgrenze)
Dokument Nr.:
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Ausgabe:
B.22
ersetzt Ausgabe:
B.13 (21.05.2012)
Datum:
12.07.2012
Seite:
2 - 5
Aviation
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AQUILA AT01
Abschnitt 2
BETRIEBSGRENZEN
2.6 SONSTIGE MARKIERUNGEN AN INSTRUMENTEN
Instrument Roter Bogen
(Mindestgrenze)
Grüner Bogen
(Normaler
Betriebsbereich)
Grün/roter Bogen
(Warnbereich)
Rote Bogen
(Höchstgrenze)
Voltmeter
[V]
8
– 11
12
– 15
11
– 12
15
– 16
Amperemeter
[A]
--- --- --- ---
2.7 MASSEN (Gewicht)
Höchstzulässige Startmasse
Höchstzulässige Landemasse
Höchstzulässige Masse im Gepäckraum
750 kg
750 kg
40 kg
WARNUNG
Ein Überschreiten der Massegrenzen kann zu einer Überlastung des Flugzeuges sowie zu einer deutlichen Verschlechterung der Flugleistungen und Flugeigenschaften führen.
2.8 SCHWERPUNKT
Angaben für die Ermittlung der Leermassen-Schwerpunktlage und ihre Ermittlung finden sich in Abschnitt 6.
Die Bezugsebene (BE) liegt in der Tragflügelvorderkante an der Flügeltrennstelle zum
Rumpf. Bei horizontal ausgerichteter Rumpfröhre bildet die Bezugsebene die Lotebene.
Der Flugmassen-Schwerpunkt muss zwischen folgenden Grenzen liegen
Vorderste Flugmassen-Schwerpunktlage
Hinterste Flugmassen-Schwerpunktlage
31% MAC = 427 mm hinter BE
40% MAC = 523 mm hinter BE
Dokument Nr.: Ausgabe: ersetzt Ausgabe: Datum: Seite:
FM-AT01-1010-100 B.22 B.13 (21.05.2012) 12.07.2012 2 - 6
Aviation
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Abschnitt 2
BETRIEBSGRENZEN
WARNUNG
Ein Überschreiten der Flugmassen-Schwerpunktgrenzen ist nicht zulässig und vermindert die Steuerbarkeit und die Stabilität des Flugzeuges.
Das Verfahren zur Ermittlung der aktuellen Flugmassenschwerpunktlage wird in
Abschnitt 6 angegeben.
2.9 ZUGELASSENE MANÖVER
Das Flugzeug ist nach der Bauvorschrift JAR-VLA zugelassen. Die Zulassung schließt die folgenden Manöver ein: a) Alle normalen, nicht akrobatischen Flugmanöver b) Überziehen: statisches Überziehen c) Steilkurve: d) Chandelle: e) Lazy Eight:
Schräglage < 60°
Eintrittsgeschwindigkeit 120 kts
Eintrittsgeschwindigkeit 110 kts
ANMERKUNG
Kunstflugmanöver sowie Flugmanöver mit einer Schräglage von mehr als 60° sind nicht gestattet.
2.10 MANÖVERLASTVIELFACHE
Bei allen zugelassenen Manövern dürfen die folgenden Manöverlastvielfachen nicht
überschritten werden:
Manöverlastvielfaches [g] bei V
A bei V
NE
Mit Landeklappen ausgefahren
Positiv
4,0 4,0 2,0
Negativ
-2,0 -2,0 0
WARNUNG
Ein Überschreiten der angegebenen Lastvielfachen führt zu einer Überlastung der Flugzeugstruktur.
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.22
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B.13 (21.05.2012)
Datum:
12.07.2012
Seite:
2 - 7
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Abschnitt 2
BETRIEBSGRENZEN
WICHTIGER HINWEIS
Flugmanöver mit beabsichtigter negativer Belastung sind nicht gestattet !
Absichtliches TRUDELN ist nicht gestattet !
2.11 FLUGBESATZUNG
Maximale Anzahl der Besatzung:
Mindestflugbesatzung:
2
1 Pilot
Einsitzig darf das Flugzeug nur vom linken Sitz in Betrieb genommen werden.
2.12 BETRIEBSARTEN / MINDESTAUSRÜSTUNG
Zugelassene Betriebsarten:
Mindestausrüstung: a) b)
Sichtflug bei Tag (DAY-VFR)
Sichtflug bei Nacht (NIGHT-VFR)
Flug- und Navigationsinstrumente
Höhenmesser
Fahrtmesser
Magnetkompass
Mindestausrüstung:
(0-20.000 ft)
(0-200 kts)
Triebwerksinstrumente
Kraftstoffanzeige
Amperemeter
Voltmeter
Mindestausrüstung:
Kraftstoffdruck-Warnleuchte
Zylinderkopftemperaturanzeige
Kabine
2 x Anschnallgurte
Öltemperaturanzeige
Öldruckanzeige
Ansaugdruckanzeige
Drehzahlmesser
Generatorwarnleuchte
ANMERKUNG
Zusätzliche Ausrüstung kann notwendig sein, um speziellen Betriebs- anforderungen zu genügen. Es liegt in der Verantwortung des Betreibers, die Einhaltung der jeweils gültigen Betriebsvorschriften zu beachten.
Dokument Nr.:
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Ausgabe:
B.22
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B.13 (21.05.2012)
Datum:
12.07.2012
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Abschnitt 2
BETRIEBSGRENZEN
2.13 KRAFTSTOFF
Tankinhalt Gesamt:
Ausfliegbare Menge:
Nicht
ausfliegbare Menge:
Zugelassene Kraftstoffarten siehe Kap. 1.8
Tank Links
60
54,8
5,2
Tank Rechts
60 Liter
54,8 Liter
5,2 Liter
2.14 NACHGEWIESENE SEITENWINDKOMPONENTE
Die maximal nachgewiesene Seitenwindkomponente beträgt: 15,0 kts / 27,0 km/h
WARNUNG
Ein Start bei höheren Seitenwindkomponenten kann zu unbeherrschbaren
Manövern führen.
2.15 TEMPERATURGRENZEN FÜR DEN BETRIEB
Die folgende Temperaturgrenze ist für den Betrieb des Flugzeuges zu beachten:
Maximaltemperatur für den Start: 15°C Außentemperatur mit installiertem Winterkit
Bauteile, die der direkten, vertikalen Sonneneinstrahlung unterliegen, müssen WEISS sein .
Dokument Nr.:
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Abschnitt 2
BETRIEBSGRENZEN
2.16 HINWEISSCHILDER
1.) Auf dem Instrumentenbrett, im unteren mittleren Bereich des Panels:
Das Flugzeug ist für den Betrieb unter VFR-Tag ohne Vereisungsbedingungen zugelassen. Alle
Kunstflugmanöver, einschließlich beabsichtigtem
Trudeln, sind verboten. Weitere Betriebsgrenzen stehen im Flughandbuch.
2.) Auf dem Instrumentenbrett, unter dem Fahrtmesser:
MANÖVERGESCHWINDIGKEIT
V
A
= 112 kts
3.) Im linken unteren Bereich des Instrumentenbretts unterhalb der Schaltern:
GEN / BAT
Kraftstoff- pumpe
Hauptschalter
Avionik
Navigations- lichter
ANTI-KOLL.-
Lichter
Lande- scheinwerfer
Instrumenten- beleuchtung
Innen- beleuchtung
4.) Auf dem Instrumentenbrett neben dem Landeklappenschalter (die Farb- streifen befinden sich auf der linken Landeklappe als visuelle Klappen- stellungsmarkierung):
Reise
(ROT
– markiert die Reisestellung (Flaps 0°)
Start (GELB
– markiert die Startstellung (Flaps 17°)
Landung
(GRÜN
– markiert die Landestellung (Flaps 35°)
Dokument Nr.:
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Datum:
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Aviation
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Abschnitt 2
BETRIEBSGRENZEN
5.) Auf dem Instrumentenbrett, rechts neben den entsprechenden
Sicherungsautomaten:
FLARM
COM/NAV
2
! Optional !
Nur wenn zweites
COM/NAV-Gerät eingebaut ist
CDI
COM/NAV
1
Intercom
Wende- zeiger
Überzieh- warnung
OAT/CHT
Kraftstoff- vorrat
! Optional !
Nur wenn erforderlich
Instr.-Brettbeleuch- tung
Kontroll- leuchten
Lade- kontroll- leuchte
Lüfter
Avionik
Höhen- kodierer
Instru- mente 1
Trimm- steuerung
Künstl.
Horizont
Kurskreisel
GPS
Instru- mente 2
12V Steck- dose
Batterie
Klappen- anzeige
Starter- relais
Klappen- motor
Trans- ponder
Generator
Trimm- motor
ANMERKUNG
Abhängig von der Ausrüstung des Luftfahrzeuges ist nicht jede oben dargestellte
Position mit einem Sicherungsautomat belegt. Die entsprechende Position ist dann mit einem Blindstopfen belegt und durch das vorhandene Hinweisschild für diese Funktion reserviert. Abweichend von der obigen Darstellung kann sich bei frühen Werknummern der Sicherungsautomat für das CDI an der hier dargestellten GPS- oder COM/NAV 2-
Position befinden.
6.) Auf dem Instrumentenbrett in der Nähe des Magnetkompasses:
FOR N 30 60 E 120 150
STEER
FOR S 210 240 W 300 330
STEER
DATE: AIRPATH C2300
Dokument Nr.:
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B.22
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Datum:
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2 - 11
Aviation
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AQUILA AT01
Abschnitt 2
BETRIEBSGRENZEN
7.) Auf dem Instrumentenbrett, rechts neben der Trimmanzeige:
TRIMM-
ANZEIGE
Kopflastig
Start
Schwanzlastig
8.) Im linken Bereich des Instrumentenbretts neben dem Geschwindigkeits- messer:
RAUCHEN
VERBOTEN
9.) Auf dem Instrumentenbrett, unterhalb der Kraftstoffanzeige:
KRAFTSTOFF
109,6 Liter ausfliegbar
10.) Auf dem Instrumentenbrett, unterhalb der Öldruckanzeige:
ÖLDRUCK
11.) Auf dem Instrumentenbrett, unterhalb der Öltemperaturanzeige:
ÖLTEMPERATUR
12.) Auf dem Instrumentenbrett, unterhalb der Zylinderkopftemperaturanzeige:
ZYLINDERKOPFTEMP.
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
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B.22
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12.07.2012
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Aviation
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13.) Auf dem Instrumentenbrett, unterhalb des Voltmeters:
Abschnitt 2
BETRIEBSGRENZEN
Voltmeter
14.) Auf dem Instrumentenbrett, unterhalb des Amperemeters:
Amperemeter
15.) Auf der Bedienkonsole unterhalb des Instrumentenbrettes unter dem jew.
Bedienelement für Heizung, Vergaservorwärmung und Choke:
HEIZUNG
ZIEHEN EIN
VERGASERVORW.
ZIEHEN EIN
CHOKE
ZIEHEN EIN
16.) Auf der Mittelkonsole, vor und hinter dem Gas- und Propellerverstellhebel:
VOLLGAS
START
Max..
RPM
LEERLAUF
Min.
RPM
REISE
17.) Auf der Mittelkonsole oberhalb, unterhalb und rechts neben dem
Trimmschalter:
KOPFLASTIG
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.22
SCHWANZLASTIG
TRIMM-
SCHALTER
ersetzt Ausgabe:
B.13 (21.05.2012)
Datum:
12.07.2012
Seite:
2 - 13
Aviation
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AQUILA AT01
18.) Auf der Mittelkonsole unterhalb des Brandhahns:
Abschnitt 2
BETRIEBSGRENZEN
KRAFTSTOFF
AUSFLIEGBAR
109,6 LITER
TANKWECHSEL
ALLE 60 MIN
VORNEHMEN
19.) Auf der Mittelkonsole unterhalb dem Parkbremshebels:
PARKBREMSE
ZIEHEN EIN
20.) Sowohl innen als auch außen auf dem linken Haubenrahmen vor und hinter dem Haubenbedienhebel:
a) Jeweils links vom Bedienhebel (direkt vor dem Bedienhebel stehend):
Haube
Geöffnet
b) Jeweils rechts vom Bedienhebel (direkt vor dem Bedienhebel stehend):
Haube
Verriegelt
21.) Auf dem Mitteltunnel hinter den Sitzen an den Buchsen für die Kopfhörer.
PILOT
KOPFHÖRER
COPILOT
Kopfhörerbuchsen
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B.22
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B.13 (21.05.2012)
Datum:
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Aviation
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AQUILA AT01
22.) Auf der Innenseite der Gepäckklappe
GEPÄCK max. 40 Kg
NUR MIT
VERZURRUNG
Abschnitt 2
BETRIEBSGRENZEN
23.) Auf dem Bremsflüssigkeitsbehälter, auf der Motorseite am Brandspant
HYDRAULIKÖL
FLUID 4
24.) Auf der Innenseite der Serviceklappe in der oberen Motorhaube
! ACHTUNG !
Kein Flugmotorenöl einfüllen.
Siehe Flughandbuch
25.) Auf dem Verschluss des Öleinfüllstutzens
ÖLFÜLLUNG 3,0 Liter
SIEHE FLUGHANDBUCH
26.) Auf dem Kühlmittelüberlaufbehälter
KÜHLMITTEL
27.) Auf dem Ausgleichsgefäß:
KÜHLMITTEL-
AUSGLEICHSGEFÄSS
NICHT ÖFFNEN
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
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B.22
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Datum:
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2 - 15
Aviation
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Abschnitt 2
BETRIEBSGRENZEN
28.) Auf dem Tragflügel links und rechts, in Flugrichtung vor den Tankver- schlüssen.
EN 228 SUPER
EN 228 SUPER plus
AVGAS 100LL
AUSFLIEGBAR 54,8 Liter
29.) Auf der Rumpfaußenseite in der Höhe des ELT (falls eingebaut)
ELT
INSTALLED HERE
30.) Neben den Draineröffnungen auf beiden Tragflügelunterseiten und unter dem Vorderrumpf (insgesamt 3-mal):
KRAFTSTOFF-
ABLASS
31.) Neben den Verzurrpunkten unter beiden Tragflügeln sowie rechts und links am Sporn (insgesamt 4-mal):
VERZURRPUNKT
32.) Auf der linken und rechten Radverkleidung (Hauptfahrwerk):
2,5 bar
33.) Auf der Bugradverkleidung über dem Ventilausschnitt (linke Seite):
2,0 bar
Dokument Nr.:
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2 - 16
Aviation
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AQUILA AT01
Abschnitt 2
BETRIEBSGRENZEN
34.) Auf dem Instrumentenbrett neben der Buchse zur Versorgung nicht bord- eigener Geräte (optional, wenn installiert)
STECKDOSE
12 - 14 V max. 8 A
35.) Auf dem Instrumentenbrett neben der Bedieneinheit des ELT (optional, nur wenn Fernsteuerung für ELT installiert ist)
ELT-REMOTE-CONTROL
Zur Aktivierung den Hauptschalter des ELT auf ARMED stellen!
36.) Direkt auf dem Aufbockpunkt unter dem rechten und linken Flügel-Rumpf-
Übergang:
37.) In der unmittelbaren Umgebung des Aufbockpunktes unter dem rechten und linken Flügel-Rumpf-Übergang:
Aufbockpunkt
38.) Über oder unter den Kontrollleuchten auf dem Instrumentenbrett:
Reserve
Lade- kontrolle
Kraftstoff- druck
39.) An der unteren Cowling auf der linken Seite, gut sichtbar über dem Austritt des Auspuffendrohres:
Erdungspunkt
Auspuffendrohr
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.22
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B.13 (21.05.2012)
Datum:
12.07.2012
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2 - 17
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 2
BETRIEBSGRENZEN
40.) An der unteren Cowling unmittelbar unterhalb des Landescheinwerfers oder im Lufteinlauf des Kühlers:
KÜHLERABDECKUNG OBERHALB 15°C (59°F) ENTFERNEN
KÜHLERABDECKUNG UNTERHALB 5°C (41°F) INSTALLIEREN
41.) Auf der Oberseite der Landeklappen, jeweils im inneren Bereich:
42.) Auf der Oberseite der Landeklappen, jeweils im inneren Bereich an der
Hinterkante entlang:
NICHT BETRETEN
43.) Auf der Oberseite der Höhenruder jeweils im inneren Bereich, auf beiden Seiten des Seitenruders sowie auf der Oberseite des Vortex
Generators an der linken Rumpfseite (insgesamt 5 Stück pro Flugzeug):
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.22
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B.13 (21.05.2012)
Datum:
12.07.2012
Seite:
2 - 18
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 2
BETRIEBSGRENZEN
44.) Dieses Hinweisschild befindet sich an den folgenden Stellen (insgesamt
6 Stück pro Flugzeug): a) Auf der Oberseite beider Winglets (nach innen gerichtete Oberfläche), jeweils an der Hinterkante entlang. b) Auf der Oberseite beider Höhenruder, jeweils im inneren Bereich an der Hinterkante entlang. c) Auf beiden Seiten des Seitenruders an der Hinterkante entlang.
NICHT SCHIEBEN
45.) Auf dem Brandspant neben dem Bremsflüssigkeitsbehälter:
! ACHTUNG !
Keine Automobilbremsflüssigkeit verwenden.
Siehe Flughandbuch
46.) Auf der Öffnungsklappe der Außensteckdose in der unteren Motor- verkleidung (optional, nur wenn Starthilfesteckdose eingebaut ist):
Externe
Stromversorgung
12 V DC
47.) Im mittleren Bereich des Instrumentenbrettes, unterhalb der NAV/COM-
Geräte und des Multifunktionsdisplays:
GPS FOR VFR NAVIGATION ONLY
48.) Auf der rechten Seitenwand der Mittelkonsole über dem Verstellknopf:
Reibverstellung
Leistung / Propeller
Dokument Nr.:
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12.07.2012
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2 - 19
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 2
BETRIEBSGRENZEN
49.) Auf dem Instrumentenbrett im oberen rechten Bereich:
ELT und Feuerlöscher hinter dem Copilotensitz
(wenn installiert)
50.) Im mittleren Bereich des Instrumentenbrettes, direkt links neben den entsprechenden Avionikgeräten (optional, nur wenn zweites COM/NAV-
Avionikgerät eingebaut ist):
COM/NAV 1
COM/NAV 2
51.) Im rechten Bereich des Instrumentenbrettes, direkt unterhalb der FLARM-
Display Unit (optional):
FOR INFO IN VMC ONLY
2.17 NICHT BELEGT
[Absichtlich freigelassen]
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
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12.07.2012
Seite:
2 - 20
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
NOTVERFAHREN
NOTVERFAHREN
ABSCHNITT 3
3.1 EINFÜHRUNG
3.2 FLUGGESCHWINDIGKEITEN FÜR NOTVERFAHREN
3.3 TRIEBWERKSTÖRUNGEN – CHECKLISTEN
3.3.1
3.3.2
3.3.3
3.3.4
Triebwerkstörungen während des Startlaufes auf der Startbahn
Triebwerkstörungen während des Steigfluges
Triebwerkstörungen während des Fluges
Triebwerkstörungen während der Landung
3.4 SICHERHEITSLANDUNG
3.5 RAUCHENTWICKLUNG UND BRAND
3.5.1
3.5.2
3.5.3
3.5.4
3.5.5
Triebwerksbrand am Boden
Triebwerksbrand im Flug
Elektrischer Brand mit Rauchentwicklung am Boden
Elektrischer Brand mit Rauchentwicklung im Flug
Kabinenbrand im Flug
3.6 FLUG UNTER VEREISUNGSBEDINGUNGEN
3.7
3.8
3.9
BEENDEN DES TRUDELNS
GLEITFLUG MIT AUSGEFALLENEM TRIEBWERK
LANDUNG MIT DEFEKTEM REIFEN
3.10 STÖRUNG IM ELEKTRISCHEN SYSTEM
3.10.1
3.10.2
3.10.3
Totaler Stromausfall
Generatorausfall
Anzeige von Unterspannung
Dokument Nr.:
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Ausgabe:
B.12
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Abschnitt 3
Seite
3-3
Seite:
3 - 1
3-9
3-9
3-9
3-9
3-9
3-9
3-9
3-10
3-10
3-11
3-11
3-11
3-11
3-12
3-3
3-4
3-4
3-4
3-4
3-7
3-8
Aviation
3.11
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
STÖRUNG IM ELEKTRISCHEN LANDEKLAPPENSYSTEM
Abschnitt 3
NOTVERFAHREN
Seite
3-13
3.12 STÖRUNG IM ELEKTRISCHEN TRIMMSYSTEM
3.12.1
3.12.2
Trimmung fährt nicht
Trimmung läuft davon
3.13 STÖRUNG IM AVIONIKSYSTEM
3.13.1
3.13.2
3.13.3
Totaler Avionikausfall
Kein Funkempfang bei betriebsbereitem Gerät möglich
Kein Senden bei betriebsbereitem Gerät möglich
3.14 STÖRUNG DES ANLASSERS
3.15 STÖRUNGEN WÄHREND DES FLUGES
3-14
3-14
3-14
3-15
3-15
3-15
3-15
3-15
3-16
3.15.1 Selbsttätiges Entriegeln und Öffnen der Kabinenhaube im Flug 3-16
Dokument Nr.:
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17.09.2008
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3 - 2
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 3
NOTVERFAHREN
3.1 EINFÜHRUNG
Dieser Abschnitt enthält Checklisten und eine Beschreibung empfohlener Notverfahren für eventuell auftretende Notfälle.
Bei Einhaltung aller vorgeschriebenen Verfahren zur Vorflugkontrolle und der
Instandhaltung sind der Ausfall des Motors oder anderer für den Betrieb wichtiger
Funktionen unwahrscheinlich.
Sollte dennoch ein Notfall eintreten, wird die Anwendung der angegebenen
Notverfahren empfohlen, um das Problem zu beherrschen.
Es ist nicht möglich, alle Arten und Kombinationen von Notfällen, die auftreten können, im Flughandbuch zu berücksichtigen, daher sind gute Kenntnisse des Piloten bezüglich der Ausführung und des Verhaltens des Flugzeuges sowie seine generelle Erfahrung für die Lösung von auftretenden Problemen gefordert.
3.2 FLUGGESCHWINDIGKEITEN FÜR NOTVERFAHREN
Geschwindigkeit (IAS) [kts]
Manövergeschwindigkeit V
A
Geschwindigkeit für den besten Gleitwinkel
Landeklappen in Reisestellung
Landeklappen in Startstellung
Anfluggeschwindigkeit für Sicherheitslandung
Landeklappen in Landestellung unter Motorleistung
Anfluggeschwindigkeit für Notlandung mit Triebwerksstillstand
Landeklappen in Startstellung
Landeklappen in Reisestellung
112
78
73
60
65
70
Dokument Nr.:
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B.12
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B.11 (30.11.2007)
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3 - 3
Aviation
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AQUILA AT01
3.3 TRIEBWERKSSTÖRUNGEN - CHECKLISTEN
Abschnitt 3
NOTVERFAHREN
3.3.1 Triebwerksstörungen während des Startlaufes auf der Startbahn
1. Leistungshebel
2. Fußbremse
LEERLAUF nach Verhältnissen
3.3.2 Triebwerksstörungen während des Steigfluges
A) TRIEBWERKSLEISTUNG NICHT AUSREICHEND
1. Leistungshebel VOLLGAS
2. Elektrische Kraftstoffpumpe
3. Fluggeschwindigkeit (IAS)
4. Propellerverstellhebel
EIN
70 kts
STARTSTELLUNG
5. Brandhahn
6. Choke
7. Vergaservorwärmung
8. Zündschalter wenn Tank leer, auf vollen Tank schalten
AUS
EIN
BOTH
WARNUNG
Kann die Motorleistung nicht unmittelbar wiederhergestellt werden, so muss eine
Notlandung entsprechend den örtlichen Verhältnissen eingeleitet werden:
Kurz vor der Landung:
9. Brandhahn
10. Zündschalter
11. Batterieschalter
OFF
OFF
AUS
WARNUNG
Bei ausgeschalteter Batterie: keine Überziehwarnung !
3.3.3 Triebwerksstörungen während des Fluges
A) RAUH LAUFENDES TRIEBWERK
1. Vergaservorwärmung
2. Elektrische Kraftstoffpumpe
3. Zündschalter
EIN
EIN
L-BOTH, R-BOTH durchschalten
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Abschnitt 3
NOTVERFAHREN
4. Leistungshebel Leistungseinstellung beibehalten
Tritt keine merkliche Verbesserung des Triebwerksverhaltens ein:
5. Leistungshebel
6. Sicherheitslandung
B) ABFALL DES ÖLDRUCKES
Leistung auf die minimal erforderliche reduzieren durchführen
1. Öltemperatur Prüfen
Bei Abfall des Öldruckes unterhalb des GRÜNEN Bereiches und bei normaler Öltemperatur:
2. Landung auf nächstem Flugplatz
Bei Abfall des Öldruckes unterhalb des GRÜNEN Bereiches und bei steigender Öltemperatur:
2. Leistungshebel
3. Sicherheitslandung
Leistung auf die minimal erforderliche reduzieren durchführen, Motorausfall kann unmittel- bar eintreten !
C) ABFALL DES KRAFTSTOFFDRUCKES
1. Elektrische Kraftstoffpumpe
2. Tankanzeige und Stellung Brandhahn
3. Elektrische Kraftstoffpumpe
EIN
Wenn Tank leer, auf vollen Tank umschalten
EIN
ANMERKUNG
Nach Umschalten auf den vollen Tank sind ca. 8 sec. erforderlich bis der volle
Kraftstoffdruck wieder anliegt.
4. Wenn die Kraftstoffdruck-Warnleuchte nicht unmittelbar erlischt:
Landung auf dem nächstgelegenen Flugplatz,
Motorausfall kann unmittelbar eintreten !
D) WIEDERANLASSEN DES AUSGEFALLENEN TRIEBWERKES BEI
STEHENDEM PROPELLER
1. Elektrische Verbraucher
2. Batterieschalter
3. Propellerverstellung
AUS
EIN
STARTSTELLUNG
Dokument Nr.: Ausgabe: ersetzt Ausgabe: Datum: Seite:
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Aviation
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4. Brandhahn
5. Elektr. Kraftstoffpumpe
6. Leistungshebel Motor warm
Motor kalt
Motor warm 7. Choke
8: Zündschalter
9. Startschalter
Motor kalt
Abschnitt 3
NOTVERFAHREN
Wenn Tank leer, auf vollen Tank um- schalten
Ein
2 cm nach vorne
LEERLAUF
AUS
EIN
BOTH
START
Nach erfolgreichem Anlassen:
10. Öldruck
11. Choke
12. Elektr. Verbraucher
13. Öltemperatur
Prüfen
AUS nach Bedarf EIN
Prüfen
ANMERKUNG
Durch Andrücken des Flugzeuges auf ca. 120 kts kann der Motor durch
Windmilling ebenfalls wieder angelassen werden.
Es entsteht dabei ein Höhenverlust von ca. 1000 ft / 300 m.
E) WIEDERANLASSEN DES AUSGEFALLENEN TRIEBWERKES MIT
PROPELLER IM WINDMILLINGBETRIEB
Bei abgestelltem Motor dreht sich der Propeller bei Fluggeschwindigkeiten > 60 kts im
Windmilling.
1. Fluggeschwindigkeit (IAS)
2. Batterieschalter
3. Brandhahn
4. Propellerverstellung
5. Elektr. Kraftstoffpumpe
6. Zündschalter
7. Leistungshebel Motor warm
Motor kalt
8. Choke Motor warm
Motor kalt
76 kts
EIN wenn Tank leer, auf vollen Tank um- schalten
STARTSTELLUNG
EIN
BOTH
2 cm nach vorne
LEERLAUF
AUS
EIN
Nach erfolgreichem Anlassen:
9. Öldruck
10. Choke
11. Elektr. Verbraucher
12. Öltemperatur
Prüfen
AUS nach Bedarf EIN
Prüfen
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Datum:
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3 - 6
Aviation
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Abschnitt 3
NOTVERFAHREN
3.3.4 Triebwerksstörungen während der Landung
A) NOTLANDUNG MIT STEHENDEM TRIEBWERK
1. Fluggeschwindigkeit (IAS):
Landeklappen in Landestellung
Landeklappen in Startstellung
60 kts
65 kts
Landeklappen EIN in Reisestellung 70 kts
2. Brandhahn OFF
3. Zündschalter
4. Sicherheitsgurte
5. Funkgerät
6. Batterieschalter
OFF
Fest angezogen
Positions- und
Sicherheitsmeldung
AUS
WARNUNG
Bei ausgeschalteter Batterie: keine Überziehwarnung !
3.4 SICHERHEITSLANDUNG
ANMERKUNG
Wenn die Fortführung des Fluges eine Gefährdung für die Insassen oder das
Flugzeug darstellt, kann es erforderlich sein, vor Erreichen des nächsten Flugplatzes eine Landung vorzunehmen. Gründe dafür können Treibstoffmangel, sich plötzlich verschlechternde Wetterbedingungen, sowie technische Mängel oder personenbedingte Ursachen sein.
1. Landefeld auswählen
2. Sicherheitsgurte
3. Sinkflug einleiten auf Windrichtung, Hindernisse und
Gefälle achten.
Fest angezogen
4. Landefeld in niedriger Höhe > 500 ft überfliegen und Beschaffenheit
(Windrichtung, Hindernisfreiheit, Gefälle)
5. Check an der Position für den Endanflug:
Prüfen
Leistungshebel
Propellerverstellung
Vergaservorwärmung
Nach Bedarf
STARTSTELLUNG
EIN
EIN Elektrische Kraftstoffpumpe
Landeklappen
Geschwindigkeit
(IAS)
6. Aufsetzen mit Mindestgeschwindigkeit
Landestellung
60 kts
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17.09.2008
Seite:
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Aviation
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7.
Nach dem Aufsetzen:
Bremsen
Brandhahn
Zündschalter
Batterieschalter
Abschnitt 3
NOTVERFAHREN
nach örtlicher Beschaffenheit
OFF
OFF
AUS
3.5 RAUCHENTWICKLUNG UND BRAND
3.5.1 Triebwerksbrand am Boden
1. Brandhahn
2. Leistungshebel
3. Batterieschalter
4. Zündschalter
5. Flugzeug unmittelbar verlassen
OFF
VOLLGAS
AUS
OFF
3.5.2 Triebwerksbrand im Flug
1. Brandhahn
4. Leistungshebel
2. Fluggeschwindigkeit (IAS)
3. Landeklappen
5.
6.
Kabinenheizung
Seitenfenster
OFF
90 kts
Startstellung
VOLLGAS
AUS
AUF
7. Notlandung mit stehendem Triebwerk entsprechend Abschnitt
3.3.4 A) durchführen.
3.5.3 Elektrischer Brand mit Rauchentwicklung am Boden
1. Batterieschalter
Wenn Triebwerk läuft:
2. Leistungshebel
3. Brandhahn
4. Zündschalter
5. Kabinenhaube
6. Feuerlöscher (falls vorhanden)
AUS
LEERLAUF
OFF
OFF
ÖFFNEN nach Bedarf einsetzen
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Abschnitt 3
NOTVERFAHREN
3.5.4 Elektrischer Brand mit Rauchentwicklung im Flug
1. Batterieschalter
2. Kabinenbelüftung
3. Seitenfenster
4. Feuerlöscher (falls vorhanden)
AUS
AUF
AUF
Einsetzen, wenn Rauchent- wicklung weiter anhält
3.5.5 Kabinenbrand im Flug
1.
2
Batterieschalter
Kabinenbelüftung
3. Kabinenheizung
4. Feuerlöscher (falls vorhanden)
AUS
AUF
AUS nach Bedarf einsetzen
5. Wenn erforderlich, Sicherheitslandung vorbereiten
3.6 FLUG UNTER VEREISUNGSBEDINGUNGEN
Bei unbeabsichtigtem Einfliegen in eine Vereisungszone ist wie folgt zu verfahren:
1. Vergaservorwärmung EIN
2.
3.
Propellereinstellung
Kabinenheizung
4. Vereisungsgebiet unmittelbar verlassen
Drehzahl erhöhen
EIN
(Änderung der Flughöhe oder Umkehrkurs steuern)
5. Ruder ständig bewegen, um deren Gängigkeit zu erhalten.
WICHTIGER HINWEIS
Bei Eisansatz an der Tragflügel-Vorderkante erhöht sich die Überziehgeschwindigkeit !
WICHTIGER HINWEIS
Bei Eisansatz an der Tragflügel-Vorderkante können fehlerhafte Anzeigen des
Fahrtmessers, des Höhenmessers, des Variometers und der Überziehwarnung auftreten !
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Abschnitt 3
NOTVERFAHREN
3.7 BEENDEN DES TRUDELNS
1. Seitensteuer
2. Leistungshebel
3. Höhensteuer
4. Seitensteuer
5. Quersteuer
7. Seitensteuer
6. Landeklappen
Vollausschlag gegen die
Trudelrichtung
LEERLAUF
Neutral bis leicht gedrückt
8. Höhensteuer
Neutral sobald die Drehung beendet ist. neutral
EIN/Reisestellung, falls ausgefahren neutral, sobald die Drehbewegung beendet ist.
Vorsichtig abfangen (ziehen)
Flugzeug aus dem Bahnneigungsflug in die Normalfluglage bringen.
Dabei die höchstzulässige Geschwindigkeit (V
NE
) nicht
überschreiten.
WARNUNG
Beim Ausleiten des Trudelns ist unbedingt die oben angegebene Reihenfolge der einzelnen Aktionen einzuhalten !
3.8 GLEITFLUG MIT AUSGEFALLENEM TRIEBWERK
Abhängig von der Flughöhe über Grund und dem Windeinfluss können im Gleitflug unterschiedlich lange Strecken zurückgelegt werden, die das Aufsuchen eines geeigneten Landefeldes oder das Erreichen des nahen Flugplatzes möglich machen.
Für das Erzielen der optimalen Gleitstrecke ist wie folgt zu verfahren:
1. Landeklappen
2. Fluggeschwindigkeit (IAS)
3. Sichere Gleitzahl
EIN / Reisestellung
78 kts
14 d.h. 1000 ft Höhendifferenz ergeben eine Gleitstrecke von ca. 4,0 km (bei Windstille)
ANMERKUNG
Rücken- bzw. Gegenwind beeinflusst die Gleitstrecke maßgeblich.
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Datum:
17.09.2008
Seite:
3 - 10
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Abschnitt 3
NOTVERFAHREN
3.9 LANDUNG MIT DEFEKTEM REIFEN
Wird ein defekter Reifen nach dem erfolgten Start vermutet oder festgestellt, ist wie folgt zu verfahren:
1. Landeklappen Landestellung
2. Flugzeug an dem Landebahnrand aufsetzen, der dem defekten Reifen gegen-
überliegt, um Richtungsänderungen, die infolge des defekten Reifens zu erwarten sind, auf der vollen Breite der Landebahn korrigieren zu können.
3. Aufsetzen mit leichtem Hängewinkel zur Seite des unbeschädigten Reifens.
Bugrad so schnell wie möglich an den Boden bringen, um die Steuerbarkeit zu gewährleisten.
4. Rollen mit vollem Querruderausschlag in Richtung des unbeschädigten
Reifens, um Belastung vom schadhaften Reifen zu nehmen.
5. Bei Landung mit defektem Bugradreifen: Mit Mindestfahrt aufsetzen
Bugrad so lange wie möglich entlasten
3.10 STÖRUNG IM ELEKTRISCHEN SYSTEM
3.10.1 Totaler Stromausfall
1. Sicherung der Batterie
2. Batterieschalter
3. Wenn Stromausfall dadurch nicht behebbar
DRÜCKEN wenn herausgesprungen
PRÜFEN ob EIN
Landung auf nächstgelegenem
Flugplatz
3.10.2 Generatorausfall
GENERATOR-Warnleuchte leuchtet:
1. GENERATOR-Schalter
2. Generatorsicherung
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B.11 (30.11.2007)
AUS – EIN durchschalten
DRÜCKEN wenn herausgesprungen
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17.09.2008
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3. Falls die Generator-Warnleuchte weiterhin leuchtet:
GENERATOR-Schalter
Innenbeleuchtung
Landescheinwerfer
ACL
NAV-Lights
Geräte an der 12 Volt Anschlussbuchse
Abschnitt 3
NOTVERFAHREN
AUS
AUS
AUS
AUS
AUS
AUS
4.
5.
Volt- und Amperemeter beobachten
Auf dem nächstgelegenen Flugplatz landen.
ANMERKUNG
Die Batteriekapazität beträgt ca. 90 Minuten bei einer Entladung von 8
Ampere.
3.10.3 Anzeige von Unterspannung
A) Anzeige von Unterspannung am Boden (Nadel im „grün/rot schraffierten Bereich“ oder darunter)
1. Drehzahl
2. Alle nicht benötigten elektr. Verbraucher:
Drehzahl erhöhen, bis die Nadel im GRÜNEN BEREICH ist,
(Soll unter 1350 U/min) abschalten, bis die Nadel im
GRÜNEN BEREICH ist.
3. Bleibt die Nadel im grün/rot schraffierten Bereich oder darunter und das Amperemeter zeigt Entladung
(links der Mitte) Geplanten Flug nicht durchführen, bevor der
Fehler behoben ist
B) Anzeige von Unterspannung im Flug (Nadel im „grün/rot schraffierten Bereich“ oder darunter)
1. Alle nicht benötigten elektr. Verbraucher: abschalten, bis die Nadel im grünen Bereich ist.
2. Bleibt die Nadel im grün/rot schraffierten Bereich oder darunter und das Amperemeter zeigt Entladung
(links der Mitte) Generator defekt.
Gemäß Punkt 3.10.2 verfahren.
Dokument Nr.:
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Datum:
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Abschnitt 3
NOTVERFAHREN
C) Anzeige von Unterspannung während der Landung (Nadel im „grün/rot schraffierten Bereich“ oder darunter)“)
1. Nach der Landung Gemäß Punkt 3.10.3 A) verfahren.
WARNUNG
Befindet sich zu irgendeinem Zeitpunkt die Nadel des Voltmeters im ROTEN
BEREICH, so ist das Flugzeug auf dem nächstgelegenen Flugplatz zu landen und der Fehler zu beheben, bevor der Flug fortgesetzt wird.
3.11 STÖRUNG IM ELEKTRISCHEN LANDEKLAPPENSYSTEM
FEHLER in der POSITIONSANZEIGE oder im ANTRIEB der LANDEKLAPPEN
1. Sicherung Landeklappenantrieb
2. Landeklappenstellung
DRÜCKEN, falls herausgesprungen
Positionskontrolle durch
Sichtprüfung am linken
Tragflügel
3. Fluggeschwindigkeit im WEISSEN Bereich des Fahrtmessers wählen.
4. Landeklappenschalter In allen Stellungen rasten.
Wenn der Landeklappenantrieb nicht fährt bzw. die Positionsanzeige nicht mit der tatsächlichen Landeklappenstellung übereinstimmt, muss mit einer sicheren
Fluggeschwindigkeit entsprechend der verfügbaren Landeklappenstellung der
Landeanflug durchgeführt werden.
WARNUNG
Beim Landen ohne gesetzte Landeklappe erhöht sich die Überziehgeschwindigkeit und die Landestrecke !
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3.12 STÖRUNG IM ELEKTRISCHEN TRIMMSYSTEM
Abschnitt 3
NOTVERFAHREN
3.12.1 Trimmung fährt nicht
1. Sicherung "Trimm-Motor"
2. Trimmschalter
DRÜCKEN, falls herausgesprungen abwechselnd in beide
Richtungen drücken
ANMERKUNG
Fährt die Trimmung nicht, steht dennoch weiterhin der volle Steuerbereich des
Höhensteuers zur Verfügung, es muss jedoch mit erhöhten Knüppelkräften bis zu
10 kg gerechnet werden.
3. Auf dem nächstgelegenen Flugplatz landen.
3.12.2 Trimmung läuft davon
1. Steuerknüppel
2. Sicherung "Trimm-Motor"
3. Trimmschalter
Fest in Position halten
ZIEHEN
Prüfen, ob gedrückt, verklemmt etc.
Falls das Problem offensichtlich ist und gelöst werden kann:
4. Sicherung "Trimmung" DRÜCKEN
ANMERKUNG
Das Fahren der Trimmung von voll "schwanzlastig" zu voll "kopflastig" und umgekehrt dauert ca. 8 Sekunden.
4.
Falls der Fehler nicht behoben werden kann:
Auf dem nächstgelegenen
Flugplatz landen.
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Seite:
3 - 14
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3.13 STÖRUNG IM AVIONIKSYSTEM
Abschnitt 3
NOTVERFAHREN
3.13.1 Totaler Avionikausfall
1. Avionik-Hauptschalter AUS - EIN schalten, der
Hauptschalter ist ein
Sicherungsschalter. Falls er wieder auf AUS springt:
2. Landung auf dem nächsten geeigneten Flugplatz
3.13.2 Kein Funkempfang bei betriebsbereitem Gerät möglich
1. Mikrofon-Sprechtasten
2. Kopfhörer
Prüfen, ob die Tasten (Pilot u.
CO-Pilot) verhakt sind
(siehe auch Display am
Funkgerät),
Stecker prüfen
SQUELCH kurz deaktivieren, falls kein Rauschen hörbar,
Kopfhöreranschluss prüfen.
3.13.3 Kein Senden bei betriebsbereitem Gerät möglich
1.
2.
Transmit-Signal TX
3. Mikrofon
Gewählte Frequenz
Prüfen, ob am Display beim Senden angezeigt
Prüfen, ob richtig
Prüfen, ggf. durch ein anderes Head-Set ersetzen.
Sollte die Störung weiterhin nicht beseitigbar sein, ggf. den Transponder auf CODE
7600 einstellen, wenn die Situation es erfordert.
3.14 STÖRUNG DES ANLASSERS
Beim Starten des Motors am Boden klinkt der Anlasser des Motors nicht aus (anhaltendes heulendes Geräusch hörbar).
1. Leistungshebel
2. Zündschalter
LEERLAUF
OFF
3. Geplanten Flug nicht durchführen, bevor der Fehler behoben ist !
Dokument Nr.:
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Ausgabe:
B.12
ersetzt Ausgabe:
B.11 (30.11.2007)
Datum:
17.09.2008
Seite:
3 - 15
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3.15 STÖRUNGEN WÄHREND DES FLUGES
Abschnitt 3
NOTVERFAHREN
3.15.1 Selbsttätiges Entriegeln und Öffnen der Kabinenhaube im Flug
Im Falle eines selbsttätigen Entriegelns und Öffnens der Kabinenhaube im Flug stellt sich je nach Flugzustand ein stationärer Öffnungswinkel der Kabinenhaube von ca. 20°
± 10° ein, bei dem sich die Luftkräfte auf die Haube im Gleichgewicht befinden. Da sich die Kabinenhaube nach vorne öffnet, kann diese beim selbsttätigen Öffnen während des Fluges durch den Fahrtwind nicht abgerissen werden. Obwohl sich bei geöffneter
Haube im Flug die Strömungsverhältnisse am Flugzeug ändern, bleibt das Luftfahrzeug weiterhin problemlos steuerbar, anfängliche Fluglageänderungen lassen sich leicht korrigieren. Zum Schließen der Cockpithaube im Flug nicht abschnallen. Bei
Alleinflügen vorsichtig versuchen, ob sich die Cockpithaube ohne Vernachlässigung der
Flugaufgabe schließen lässt. Ist dieses nicht möglich, den Flug mit geöffneter Haube fortsetzen und auf dem nächsten Flugplatz landen.
1. Ruhe bewahren, eine unmittelbare Gefährdung liegt nicht vor.
2. Fluglage
Fluggeschwindigkeit (IAS)
Fluglage stabilisieren, in Abhängigkeit der Randbedingungen stationären
Geradeausflug herstellen.
65 – 75 kts
3. Umliegenden Luftraum
4. Cockpithaube
Auf Hindernisse und anderen Flug- verkehr kontrollieren.
Wenn möglich im Flug schließen und verriegeln. Regelmäßig bis zur Landung die Verriegelung der Kabinenhaube und die Stellung des Verriegelungshebels kontrollieren.
Ist dieses nicht möglich, den Flug mit geöffneter Haube fortsetzen und auf dem nächsten Flugplatz landen.
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.12
ersetzt Ausgabe:
B.11 (30.11.2007)
Datum:
17.09.2008
Seite:
3 - 16
Aviation
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4.1
4.2
4.3
4.4
EINFÜHRUNG
ABSCHNITT 4
NORMALFLUGVERFAHREN
FLUGGESCHWINDIGKEITEN u. GRENZWERTE
NORMALFLUGVERFAHREN
NICHT BELEGT
VORFLUGKONTROLLEN und CHECKLISTEN
4.4.1
4.4.2
Tägliche Kontrolle
Vorflugkontrolle
4.5 NORMALFLUGVERFAHREN und CHECKLISTEN
4.5.8
4.5.9
4.5.10
4.5.11
4.5.12
4.5.13
4.5.14
4.5.1
4.5.2
4.5.3
4.5.4
4.5.5
4.5.6
4.5.7
Vor dem Anlassen des Triebwerkes
Anlassen des Triebwerkes
Vor dem Rollen
Rollen
Vor dem Start (am Rollhaltepunkt)
Start
Steigflug
Reiseflug
Sinkflug
Landeanflug
Durchstarten
Nach der Landung
Abstellen des Triebwerkes
Flug im Regen bzw. mit stark verschmutzten Tragflächen
Absichtlich freigelassen
Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
Seite
4-2
4-3
4-5
4-6
4-6
4-11
4-13
4-18
4-18
4-19
4-20
4-17
4-17
4-17
4-18
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4-13
4-14
4-14
4-15
4-16
4-16
Dokument Nr.:
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B.25
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Datum:
13.04.2015
Seite:
4 - 1
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Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
4.1 EINFÜHRUNG
Dieser Abschnitt enthält Checklisten und Beschreibungen und empfohlene
Geschwindigkeiten für den normalen Betrieb des Luftfahrzeuges.
Ergänzende Informationen finden sich zusätzlich im Betriebshandbuch für ROTAX
Motor Type 912 Serie und in der Betriebs- und Einbauanweisung mt-propeller ATA 61-
01-24, jeweils letztgültige Ausgabe.
Ergänzende Informationen in Verbindung mit der Verwendung von Zusatzausrüstung werden in Abschnitt 9 beschrieben.
Dokument Nr.:
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Ausgabe:
B.25
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B.22 (12.07.2012)
Datum:
13.04.2015
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4 - 2
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Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
4.2 FLUGGESCHWINDIGKEITEN u. GRENZWERTE
NORMALFLUGVERFAHREN
Alle angegebenen Geschwindigkeiten beziehen sich auf die Maximale Startmasse M
MAX von 750 kg. Sie können auch bei geringeren Abflugmassen angewandt werden.
START
Geschwindigkeit (IAS) kts
Steigfluggeschwindigkeit für Normalstart bis 15m Hindernis (50 ft)
(Landeklappen in Startstellung)
57
Geschwindigkeit des besten Steigens V
Y
in Meereshöhe
(Landeklappen in Reisestellung)
65
Geschwindigkeit des besten Steigwinkels V
X
in Meereshöhe
(Landeklappen in Startstellung)
LANDUNG
Geschwindigkeit (IAS)
Anfluggeschwindigkeit für Normallandung
(Landeklappen in Landestellung)
Geschwindigkeit zum Steigen beim Durchstarten
(Landeklappen in Landestellung)
52
kts
60
60
Höchste nachgewiesene Seitenwindkomponente bei Start und Landung 15
Dokument Nr.:
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B.25
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Seite:
4 - 3
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REISEFLUG
Geschwindigkeit (IAS)
Höchstzulässige Geschwindigkeit für volle Ruderausschläge
Höchstzulässige Geschwindigkeit bei Turbulenz
Höchstzulässige Geschwindigkeit mit ausgefahrenen Landeklappen
V
V
V
A
NO
FE
Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
kts
112
130
90
Dokument Nr.:
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B.25
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B.22 (12.07.2012)
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4 - 4
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4.3 NICHT BELEGT
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[Absichtlich freigelassen]
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NORMALFLUGVERFAHREN
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Seite:
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NORMALFLUGVERFAHREN
4.4 VORFLUGKONTROLLEN und CHECKLISTEN
4.4.1 Tägliche Kontrolle
A) INNENKONTROLLE
1. Flugzeugpapiere
2. Zündschlüssel
3. Batterieschalter
4. Warnleuchten (Generator, Benzindruck)
5. Triebwerksinstrumente
6. Kraftstoffvorrat
7. Außenbeleuchtung
8. Batterieschalter
9.
10.
11.
Fremdkörperkontrolle
Notsender (ELT)
Gepäck
12. Kabinenhaube prüfen abgezogen
EIN leuchten auf prüfen prüfen prüfen, funktionstüchtig
AUS durchführen betriebsbereit verstaut und verzurrt. sauber und unbeschädigt
Dokument Nr.:
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B) AUSSENKONTROLLE, Sichtprüfung
Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
5
4
6
3
7
1
2
8
WICHTIGER HINWEIS
Unter Sichtprüfung ist folgendes zu verstehen:
Überprüfung auf mechanische Beschädigungen, Verschmutzung, Risse,
Delamination, Spielfreiheit, lockere und unsachgemäße Befestigung, Fremdkörper und allgemeinen Zustand; bei Steuerflächen zusätzlich auf ihre Gängigkeit.
1. Linkes Hauptfahrwerk a) Fahrwerksschwinge b) Radverkleidung
Sichtprüfung
Sichtprüfung
Dokument Nr.:
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Ausgabe:
B.25
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4 - 7
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Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
c) Reifendruck d) Reifen Rutschmarkierung e) Reifen, Rad, Bremse f) Bremsklötze
2. Rumpfröhre a) Rumpfschale b) Spornklotz c) Verzurrpunkt
3. Leitwerke a) Höhenruder b) Höhenflosse c) Seitenruder d) Seitenflosse
4. Rechtes Hauptfahrwerk a) Fahrwerksschwinge b) Radverkleidung c) Reifendruck d) Reifen Rutschmarkierung e) Reifen, Rad, Bremse
f) Bremsklötze
5. Rechte Tragfläche a) Gesamte Flügelfläche b) Tankbelüftung c) Landeklappe d) Querruder und Inspektionsöffnung e) Randbogen, Positions- und
Anticollision-Lights f) Tankfüllstand g) Tankdrain h) Tankverschluss i) Verzurrpunkt
Dokument Nr.: Ausgabe:
prüfen prüfen
Sichtprüfung entfernen
Sichtprüfung
Sichtprüfung
Verzurrung lösen
Sichtprüfung
Sichtprüfung
Sichtprüfung,
Sichtprüfung
Sichtprüfung prüfen prüfen
Sichtprüfung entfernen
Prüfen: Verschraubung,
Sicherung, Steuerseilanschlüsse
Sichtprüfung
ersetzt Ausgabe:
Sichtprüfung prüfen, ob frei
Sichtprüfung
Sichtprüfung
Sichtprüfung
Sichtprüfung mit Messstab kontrollieren und mit der angezeigten Menge im
Cockpit vergleichen entwässern mit Becher;
Sichtprüfung prüfen, ob geschlossen
Verzurrung lösen
Datum: Seite:
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6. Rumpf Vorne, Cowling
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WARNUNG
Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
Vor dem Durchdrehen des Propellers:
Zündung und Hauptschalter: AUS,
Parkbremse setzen.
WARNUNG
VERBRENNUNGSGEFAHR !
Kontrolle der Betriebsmittel Öl und Kühlflüssigkeit nur bei kaltem Motor durchführen.
a) Ölstand Der Motor ist einige Umdrehungen von Hand am Propeller in Motordrehrichtung zu drehen, um das Öl vom Motor in den Tank zu pumpen.
Der Vorgang ist beendet, wenn auch Luft in den
Öltank zurückströmt. Dies ist bei geöffnetem
Öltankverschluss als Rauschen feststellbar.
Nun mittels Ölmessstab überprüfen, ob der
Ölstand zwischen den beiden Markierungen
-max./min.- des Ölmessstabes liegt.
Differenz zwischen min./max. = 0.45 l
WICHTIGER HINWEIS
Ölspezifikation gemäß Kap. 1.9.1 beachten ! b) Kühlmittelstand im Ausgleichsgefäß prüfen, und ggf. auf
Maximalmenge ergänzen.
(der Kühlmittelstand muss min. 2/3 betragen oder im Schauglas des Ausgleichsgefäßes sichtbar sein) im Überlaufgefäß prüfen, und ggf. ergänzen.
(der Kühlmittelstand muss zwischen min. und max. Markierung stehen)
WICHTIGER HINWEIS
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Kühlmittelspezifikation gemäß Kap. 1.9.2 beachten !
Ausgabe: ersetzt Ausgabe: Datum:
B.25 B.22 (12.07.2012) 13.04.2015
Seite:
4 - 9
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Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
c) Lufteinlässe (4 NACA Einläufe) d) Kühlereinlauf e) Cowling f) Propeller c) Batterie d) Überziehwarnung e) Batterie f) Pitot-Statiksonde g) Randbogen, Positions- und
Anticollision-Lights g) Propellerblätter h) Spinner i) Drainer –Elektr. Kraftstoffpumpe
7. Bugfahrwerk a) Fahrwerksschwinge b) Radverkleidung c) Reifendruck d) Reifen Rutschmarkierung e) Reifen, Rad, f) Gummidämpfereinheit g) Bremsklötze und Schleppstange
8. Linke Tragfläche a) Gesamte Flügelfläche b) Tankbelüftung h) Querruder und Inspektionsöffnung i) Tankfüllstand j) Tankdrain k) Tankverschluss l) Landeklappe m) Verzurrpunkt
Dokument Nr.: Ausgabe:
prüfen, ob frei prüfen, ob frei von
Verschmutzung
Sichtprüfung, Camlocks angezogen
Sichtprüfung auf Risse und Beschädigungen
Sichtprüfung entwässern mit Becher; Sichtprüfung
Sichtprüfung
Sichtprüfung prüfen prüfen
Sichtprüfung
Sichtprüfung entfernen
ersetzt Ausgabe:
Sichtprüfung prüfen, ob frei
EIN
Metallblättchen anheben bis
Anschlag
Warnton in normaler Lautstärke hörbar
AUS
Schutz entfernen, prüfen, alle Bohrungen frei
Sichtprüfung
Sichtprüfung
Sichtprüfung mit Messstab kontrollieren und mit der angezeigten Menge im
Cockpit vergleichen entwässern mit Becher;
Sichtprüfung prüfen, ob geschlossen
Sichtprüfung
Verzurrung lösen
Datum: Seite:
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Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
4.4.2 Vorflugkontrolle
ANMERKUNG
Der Peilstab zur Prüfung des Kraftstoffvorrates befindet sich auf der Innenseite der
Gepäckklappe.
1. Ist die Tägliche Kontrolle
2. Schleppstange
3. Kraftstoffvorrat durchgeführt worden? entfernt? mittels Peilstab überprüfen und mit der
Anzeige im Cockpit vergleichen.
Anmerkung
Diese Anmerkung gilt ausschließlich für Luftfahrzeuge, die mit dem kapazitiven
Tankgeber und dem Westach Dual Fuel Gauge 2DA4V (siehe Ausrüstungsliste) ausgerüstet sind:
Wenn AVGAS 100LL, UL91 oder ein Gemisch aus verschiedenen Sorten von Kraftstoff getankt wurde, wird eine geringere Kraftstoffmenge angezeigt als sich tatsächlich in den
Tanks befindet.
Dieser Umstand muss während des Fluges berücksichtigt werden.
WARNUNG
Vor dem Durchdrehen des Propellers:
Zündung und Hauptschalter: AUS,
Parkbremse setzen.
WARNUNG
VERBRENNUNGSGEFAHR !
Kontrolle der Betriebsmittel Öl und Kühlflüssigkeit nur bei kaltem Motor durchführen.
4. Ölstand Der Motor ist einige Umdrehungen von Hand am Propeller in Motordrehrichtung zu drehen, um das Öl vom Motor in den Tank zu pumpen.
Der Vorgang ist beendet, wenn Luft in den
Öltank zurückströmt. Dies ist bei geöffnetem
Öltankverschluss als Rauschen feststellbar.
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.22 (12.07.2012)
Datum:
13.04.2015
Seite:
4 - 11
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Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
Nun mittels Ölmessstabes überprüfen, ob der
Ölstand zwischen den beiden Markierungen
-max./min.- des Ölmessstabes liegt.
Differenz zwischen min./max. = 0.45 l
WICHTIGER HINWEIS
Ölspezifikation gemäß Kap. 1.9.1 beachten !
5. Kühlmittelstand im Überlaufgefäß prüfen, und ggf. ergänzen.
(der Kühlmittelstand muss zwischen min. und max. Markierung stehen)
WICHTIGER HINWEIS
Kühlmittelspezifikation gemäß Kap. 1.9.2 beachten !
6. Verzurrleinen
7. Gepäckklappe
8. Pitotrohrschutz
9. Steuerknüppelarretierung gelöst geschlossen und verriegelt entfernt entfernt
10. Vergaservorwärmung
11. Kabinenheizung
12. Choke prüfen, ob freigängig; danach: AUS prüfen, ob freigängig; danach: AUS prüfen, ob freigängig und
13. Leistungshebel selbstrückstellend prüfen, ob freigängig; danach: LEERLAUF
14. Propellerverstellhebel
15. Trimmung (Anzeige, u. Funktion) prüfen, ob freigängig; danach: STARTSTELLUNG prüfen, voll VOR- und ZURÜCK- fahren
16. Landeklappen (Anzeige, u. Funktion) prüfen, voll EIN- und AUS- fahren
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.22 (12.07.2012)
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4 - 12
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4.5 NORMALFLUGVERFAHREN und CHECKLISTEN
4.5.1 Vor dem Anlassen des Triebwerkes
1. Tägliche Vorflugkontrolle
2. Einweisung des Passagiers
3. Sitze
4. Sicherheitsgurte
5. Kabinenhaube
6. Parkbremse
7. Steuerknüppel
8. Brandhahn
9. Vergaservorwärmung
10. Leistungshebel
11. Propellerverstellhebel
12: Hauptschalter Avionik
13. ALT/BAT-Schalter
14. Generator-Warnleuchte
15. Kraftstoffdruck-Warnleuchte
16. Anticollision-Lights
17. Sicherungsautomaten
4.5.2 Anlassen des Triebwerkes
1. Elektrische Kraftstoffpumpe
2. Kraftstoffdruck-Warnleuchte
3. Leistungshebel - Motor Kalt
4. Choke
- Motor Warm
- Motor Kalt
- Motor Warm
5.
6.
7.
Fußspitzenbremsen
Propellerbereich
Zündschalter
8. Öldruckanzeige durchgeführt ? durchgeführt ? eingestellt
Anlegen und Festziehen
Geschlossen und Verriegelt
Prüfen: Kann sich die
Verriegelung bei Vibration öffnen?
EIN -Ziehen freigängig, und sinngemäße
Ausschläge ?
L oder R
AUS
LEERLAUF
STARTSTELLUNG
AUS
EIN
Leuchtet
Leuchtet
EIN
Prüfen, ob alle gedrückt
EIN
AUS ?
LEERLAUF ca. 2 cm nach vorne
EIN, voll gezogen halten
AUS
Beide Pedale DRÜCKEN
Kontrollieren ob frei
BOTH
Im GRÜNEN Bereich, spätestens nach 10 sec.
WICHTIGER HINWEIS
Bei einem Öldruckwert unter 1,5 bar muss der Motor unmittelbar nach 10
Sekunden abgestellt werden !
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
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B.22 (12.07.2012)
Datum:
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ANMERKUNG
Die Öldruckanzeige kann bis in den GELBEN BEREICH steigen, solange die
Öltemperatur unterhalb der normalen Betriebstemperatur liegt.
ANMERKUNG
Der Starter darf nicht länger als 10 Sekunden kontinuierlich betrieben werden, danach muss eine Abkühlphase von minimal 2 Minuten eingelegt werden.
ANMERKUNG
Im Anlassvorgang benötigt der Motor mindestens 100 U/min am Propeller.
Bei sehr tiefen Außentemperaturen oder bei teilweiser Entladung der Batterie kann dies zu Startproblemen führen.
9. Generatorwarnleuchte
10. Positionslichter
11. Elektrische Kraftstoffpumpe
AUS nach Bedarf
AUS
4.5.3 Vor dem Rollen
1. Hauptschalter Avionik
2. Avionik u. Fluginstrumente
3. Triebwerksüberwachungsinstrumente
4. Voltmeter
EIN
Einstellen
Prüfen
Prüfen, ob Nadel im GRÜNEN
BEREICH
WICHTIGER HINWEIS
Motor zuerst für 2 min. mit 820 U/min und dann bis zu einer Öltemperatur von 50°C mit
1030 U/min warmlaufen lassen (dies ist beim Rollen möglich).
4.5.4 Rollen
1. Parkbremse
2. Bugradsteuerung
3. Bremsen
4. Fluginstrumente und Avionik
5. Kompassanzeige / Kreiselinstr.
Lösen
Prüfen (Funktion und
Freigängigkeit)
Prüfen
Prüfen
Prüfen
Dokument Nr.:
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NORMALFLUGVERFAHREN
WICHTIGER HINWEIS
Beim Rollen hohe Drehzahlen des Propellers vermeiden, um Beschädigungen durch Steinschlag oder Spritzwasser zu verhindern.
4.5.5 Vor dem Start (am Rollhaltepunkt)
1. Fußspitzenbremse
2. Parkbremse
3. Brandhahn
4. Kraftstoffdruck-Warnleuchte
5. Leistungshebel
6. Propellerverstellhebel
7. Leistungshebel
8. Zündschalter
9. Vergaservorwärmung
10. Vergaservorwärmung
11. Leistungshebel
12. Elektrische Kraftstoffpumpe
13. Landeklappen
14. Trimmung
15. Triebwerksüberwachungsinstrumente
16. Sicherungsautomaten
17. Steuerknüppel
18. Sicherheitsgurte
19. Cockpithaube
20. Parkbremse
Treten und Halten
Ziehen
L oder R, auf vollen Tank
AUS, (wenn nicht, muss der Start abgebrochen werden !)
1700 U/min
3 x zwischen START- und REISE-
Stellung (Endanschläge) schalten;
Drehzahlabfall: 200 ± 50 U/min prüfen.
Danach: STARTSTELLUNG
1700 U/min
Magnet-Check:
L-BOTH-R-BOTH durchschalten
(max. Drehzahlabfall: 120 U/min max. Differenz [L/R]: 50 U/min min. Differenz [L/R]: Abfall muss bemerkbar sein).
Danach: Schalter in BOTH-Pos.
EIN (Hebel ZIEHEN)
(Drehzahlabfall im Bereich 20 – 50
U/min)
AUS (Hebel DRÜCKEN)
LEERLAUF
EIN
START
START (Markierung) in GRÜNEN BEREICH
Prüfen, ob alle gedrückt
Freigängig
Angelegt und straff
Geschlossen und Verriegelt
Prüfen: Kann sich die
Verriegelung bei Vibration öffnen?
LÖSEN
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.22 (12.07.2012)
Datum:
13.04.2015
Seite:
4 - 15
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4.5.6 Start
WICHTIGER HINWEIS
Zum Erhöhen der Leistung zuerst die Drehzahl und dann den Ladedruck erhöhen.
Zum Senken der Leistung zuerst den Ladedruck und dann die Drehzahl reduzieren.
1. Leistungshebel
2. Drehzahlmesser
3.
4.
Höhensteuer, Steuerknüppel
Seitensteuer, Pedale
5. Bugrad abheben (V
IAS
)
6. Steigfluggeschwindigkeit (V
IAS
)
VOLLGAS
Prüfen, ob 2200 – 2260 U/min
NEUTRAL, beim Anrollen
Richtung kontrollieren
50 kts
65 kts
WICHTIGER HINWEIS
Für die kürzest mögliche Startstrecke über das 15 m (50 ft) Hindernis:
7. Bugrad abheben (V
IAS
)
8. Steigfluggeschwindigkeit (V
IAS
)
50 kts
57 kts
4.5.7 Steigflug
1. Propellerverstellhebel
2. Leistungshebel
3. Triebwerksüberwachungsinstrumente
4. Landeklappen
5. Steigfluggeschwindigkeit (V
IAS
)
6. Elektrische Kraftstoffpumpe
7. Trimmung
ANMERKUNG
2260 U/min
VOLLGAS im GRÜNEN BEREICH
EIN (REISE)
65 kts
AUS nach Bedarf
Die Geschwindigkeit für das beste Steigen V
Y
ist von der Abflugmasse abhängig und sinkt mit zunehmender Flughöhe. Für weitere Informationen: s. Abschnitt 5.2.6.
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.22 (12.07.2012)
Datum:
13.04.2015
Seite:
4 - 16
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4.5.8 Reiseflug
1. Leistungshebel
2. Propellerverstellhebel
Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
nach Bedarf (siehe Abschnitt 5, Seite 5-10)
1650 – 2260 U/min
WICHTIGER HINWEIS
Dauerbetrieb mit Leistungshebel auf Vollgas bei Propellerdrehzahlen unter 2140 U/min sollte vermieden werden, um Triebwerkschäden besonders in Druckhöhen unter 3000ft und bei hoher CHT zu vermeiden. (siehe SL-912-016)
ANMERKUNG
Günstige Ladedruck / Drehzahlkombinationen : (siehe Abschnitt 5, Seite 5-10)
3. Landeklappen
4. Trimmung
5. Triebwerksüberwachungsinstrumente
EIN / REISE nach Bedarf
Prüfen, ob im GRÜNEN BEREICH
WICHTIGER HINWEIS
Bei Flügen in Druckhöhen größer 6000 ft ist die Kraftstoffdruck-Warnleuchte besonders zu beachten, und bei Aufleuchten der Warnleuchte ist zur Vermeidung eventueller
Gasblasenbildung im Treibstoffsystem die Elektrische Pumpe auf EIN zu schalten.
4.5.9 Sinkflug
1. Leistungshebel
2. Propellerverstellhebel
3. Vergaservorwärmung zuerst nach Bedarf reduzieren danach erhöhen auf > 2000 U/min nach Bedarf
WICHTIGER HINWEIS
Zur Erzielung eines raschen Abstieges, wie folgt vorgehen:
Leistungshebel
Propellerverstellhebel
Vergaservorwärmung
Landeklappen
Geschwindigkeit
Öl- und Zylinderkopftemperatur zuerst LEERLAUF dann 2260 U/min
EIN
EIN (REISE)
130 kts
Im grünen Bereich
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13.04.2015
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4 - 17
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
4.5.10 Landeanflug
1. Sicherheitsgurte
2. Elektrische Kraftstoffpumpe
3. Vergaservorwärmung
4. Leistungshebel
5. Fluggeschwindigkeit
6. Landeklappen
7. Trimmung
8. Landeklappen
11. Landescheinwerfer
9. Anfluggeschwindigkeit (V
IAS
)
10. Propellerverstellhebel
WICHTIGER HINWEIS
Straff gezogen
EIN
EIN nach Bedarf
90 kts
START oder LANDUNG nach Bedarf
LANDUNG
60 kts
STARTSTELLUNG
EIN (nach Bedarf)
Bei starkem Gegenwind, Seitenwind, starken Turbulenzen und Gefahr von
Windscherungen ist die Anfluggeschwindigkeit entsprechend zu erhöhen.
4.5.11 Durchstarten
1. Propellerverstellhebel
2. Leistungshebel
3. Vergaservorwärmung
4.
5.
Landeklappen
Fluggeschwindigkeit zuerst STARTSTELLUNG dann VOLLGAS
AUS (DRÜCKEN)
START
65 kts
WICHTIGER HINWEIS
Jeglicher Betrieb mit Leistungshebel auf Vollgas bei eingeschalteter
Vergaservorwärmung sollte vermieden werden, um Triebwerkschäden vorzubeugen.
4.5.12 Nach der Landung
1. Leistungshebel
2. Landeklappen
3. Vergaservorwärmung
4. Elektr. Kraftstoffpumpe
5. Transponder
6. Landescheinwerfer
Nach Bedarf
EIN (REISE)
AUS (DRÜCKEN)
AUS
AUS
AUS
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4.5.13 Abstellen des Triebwerkes
1.
4.
Leistungshebel
2. Parkbremse
3. Landeklappen
ELT
5. Hauptschalter Avionik
6. Zündschalter
7. Elektr. Verbraucher
8. Instrumentenbrettbeleuchtung
9. Batterieschalter
10. Bremsklötze und Verankerung
Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
LEERLAUF
EIN
Landestellung
Prüfen (Frequenz 121.5 MHz)
AUS
OFF
AUS
AUS
AUS nach Bedarf
4.5.14 Flug im Regen bzw. mit stark verschmutzten Tragflächen
WICHTIGER HINWEIS
Bei Flügen mit nassen und/oder stark verschmutzten Trag- und Steuerflächen können die Flugleistungen beeinträchtigt werden, dies gilt insbesondere für die Startstrecke, die Steigleistung und die max. Horizontalfluggeschwindigkeit.
Eine Erhöhung der Minimalfluggeschwindigkeiten kann eintreten.
Ebenso kann die Überziehgeschwindigkeit um bis zu 3,0 kts ansteigen und es am Fahrtmesser zu Fehlanzeigen führen.
Regen kann zu einer deutlichen Sichtverschlechterung führen.
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AQUILA AT01
Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
[Absichtlich freigelassen]
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4 - 20
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AQUILA AT01
5.1
5.2
ABSCHNITT 5
FLUGLEISTUNGEN
EINFÜHRUNG
FLUGLEISTUNGSANGABEN in TABELLEN und DIAGRAMMEN
5.2.8
5.2.9
5.2.10
5.2.11
5.2.12
5.2.13
5.2.14
5.2.15
5.2.16
5.2.1
5.2.2
5.2.3
5.2.4
5.2.5
5.2.6
5.2.7
Fahrtmesser-Korrektur
Überziehgeschwindigkeiten
Windkomponenten / Seitenwindkomponente Landung
Flugplanung
Startstrecken
Steigleistung / Reiseflughöhe
Steigflug: Kraftstoff, Zeit und Entfernung
Leistungseinstellungen für den Reiseflug
Absichtlich freigelassen
Reisefluggeschwindigkeit (TAS
– True Airspeed)
Maximale Flugdauer
Maximale Reichweite
Steigleistung beim Durchstarten
Landerollstrecke und Landestrecke
Sinkflug: Kraftstoff, Zeit und Entfernung
Flugplanungsbeispiel
Lärmwerte
Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
Seite
5-2
5-3
5-14
5-15
5-16
5-17
5-10
5-11
5-12
5-13
5-18
5-23
5-6
5-7
5-8
5-9
5-3
5-4
5-5
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Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
5.1 EINFÜHRUNG
Die Darstellung der Leistungswerte in den folgenden Tabellen und Diagrammen zeigen, welche Leistungen von dem Flugzeug AQUILA A210 erwartet werden können. Sie dienen als Basis für die vor jedem Flug durchzuführende Flugplanung.
Alle Werte der dargestellten Tabellen und Diagramme wurden im Rahmen der
Flugerprobung mit einem in guten Betriebszustand befindlichen Flugzeug und
Triebwerk ermittelt und auf die Bedingungen der Standard-Atmosphäre (ISA 15°C und
1013,25 hPa in MSL) korrigiert.
Die angegebenen Leistungswerte werden erreicht mit einem Flugzeug in gutem
Wartungszustand und mit durchschnittlicher Pilotenerfahrung bei präziser Einhaltung der angegebenen Verfahren.
Die ermittelten Werte für den Kraftstoffverbrauch im Reiseflug basieren auf der
Einstellung von Propellerdrehzahl und Ladedruck in der jeweiligen Flughöhe.
Kraftstoffverbrauch und die daraus resultierenden Reichweiten mit und ohne Reserve sind jedoch stark abhängig vom Zustand des Triebwerkes, der Verschmutzung der
Oberfläche des Flugzeuges und meteorologischen Einflüssen.
Für eine präzise Flugplanung und die Ermittlung des erforderlichen Treibstoffvorrates für den Flug sind alle Einflüsse zu berücksichtigen und alle verfügbaren Informationen einzuholen.
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Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
5.2 FLUGLEISTUNGSANGABEN in TABELLEN und DIAGRAMMEN
5.2.1 Fahrtmesser-Korrektur
Die Fahrtmesserkorrektur berücksichtigt den Einbaufehler jedoch nicht den
Instrumentenfehler.
Annahme: Instrumentenfehler: Null
Beispiel: V [IAS] = 120 kts entspricht V [CAS] = 118 kts
AQUILA AT01 Fahrtmesser Korrektur
110
100
90
80
70
60
50
40
140
130
120
200
190
180
170
160
150
30
30
Klappen:
Landung
(35°)
40 50 60 70 80
Klappen:
Reise (0°)
90 100 110 120 130 140 150 160 170 180 190 200
KIAS
Abb.: 5.2.1 Fahrtmesser-Korrektur
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Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
5.2.2 Überziehgeschwindigkeiten
Konfiguration in der die Überziehgeschwindigkeiten ermittelt wurden:
- Schwerpunktlage CG = 31% MAC
- Abflugmasse 750 kg
- Leerlauf
Landeklappen
Stellung
V
S
V
S gewählte
Fahrtmessermarkierung
Position
Reise
Start
Landung
[KCAS]
52
48
43
[KIAS]
49
45
39
[KIAS]
52
(unteres Limit grüner Bogen)
44
(unteres Limit: weißer Bogen)
Tab.: 5.2.2 Überziehgeschwindigkeiten im Geradeausflug
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Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
5.2.3 Windkomponenten / Seitenwindkomponente Landung
Maximal nachgewiesene Seitenwindkomponente: 27 km/h, 15 kts
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Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
5.2.4 Flugplanung
Die Flugplanungsunterlagen auf den folgenden Seiten enthalten alle erforderlichen
Informationen für die Planung eines Fluges vom Start am Abflugort bis zur Landung am
Zielflugplatz.
Die Erfahrung zeigt, dass die Werte, die in der Flugplanung ermittelt werden, mit den tatsächlich geflogenen Daten gut übereinstimmen. Voraussetzung ist allerdings eine sorgfältige Planung, ein guter Wartungszustand von Zelle und Triebwerksanlage und ausreichende Erfahrung des Piloten.
Für die Flugplanung sollten immer Werte aus den Tabellen bzw. Diagrammen gewählt werden, die auf der sicheren Seite liegen. Eventuelle Abweichungen der Leistung vom
Musterflugzeug sowie Einflüsse von Turbulenzen usw. können damit berücksichtigt werden. Diese Einflüsse können in Reichweite und Flugdauer Differenzen bis zu 10% bewirken.
ANMERKUNG
Insekten oder andere Verschmutzung auf Propeller und Flügelnase können die
Flugleistungen erheblich verschlechtern.
Der Einfluss von Höhe und Umgebungstemperatur auf die Flugleistungen ist folgendermaßen zu bestimmen.
1. Höhenmesser auf 1013 hPa stellen, um die Druckhöhe zu bestimmen.
2. Mit der Umgebungstemperatur in den Diagrammen wird der Einfluss der
Dichtehöhe auf die Flugleistungen ermittelt.
WICHTIGER HINWEIS
Höhenmesser auf lokales QNH zurückstellen, um die Höhe über
Meeresspiegel zu bestimmen.
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5.2.5 Startstrecken
Seite ersetzt durch FM-AT01-1010-100.K5.Seite7.XLS
Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
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5.2.6 Steigleistung / Reiseflughöhe
Seite ersetzt durch FM-AT01-1010-100.K5.Seite8.XLS
Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
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5.2.7 Steigflug: Kraftstoff, Zeit und Entfernung
Seite ersetzt durch FM-AT01-1010-100.K5.Seite9-17.XLS
Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
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LEERSEITE
Bitte nicht mit abheften
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FLUGLEISTUNGEN
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Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
5.2.8 Leistungseinstellungen für den Reiseflug
Druck- Stand.
höhe Temp.
Triebwerksleistung in % der maximalen Dauerleistung MCP
55% 65% 75% 85% MCP
H
[ft]
0
2000
4000
6000
8000
10.000
T RPM MP F/F RPM MP F/F RPM MP F/F RPM MP F/F RPM MP F/F
[°C] [U/min] [in Hg] [l/h] [U/min] [in Hg] [l/h] [U/min] [in Hg] [l/h] [U/min] [in Hg] [l/h] [U/min] [in Hg] [l/h]
15 1900 24,6 14,0 2000 25,7 15,6 2100 27,0 21,0 2260 27,7 24,0 2260 28,0 26,0
11 1900 24,0 15,0 2000 24,7 16,0 2200 25,7 21,3 2260 26,7 22,0 2260 27,0 26,0
7 1900 23,3 16,0 2100 23,3 16,8 2260 24,3 21,5 2260 25,2 22,0
3 2000 22,0 17,0 2200 22,7 19,3 2260 23,3 22,3
-1 2100 21,0 18,0 2200 21,5 21,5 2260 21,5 23,0
-5 2200 19,7 19,0 2260 20,1 22,0
12.000
-9 2260 18,5 19,0
MPC maximale Dauerleistung (maximum continuous power)
RPM: Umdrehungen pro Minute (revolutions per minute)
MP:
F/F:
Ladedruck
Treibstoffverbrauch
(manifold pressure)
(fuel flow)
Korrektur der Werte bei Abweichung von der Standardtemperatur:
Für jeweils 10°C über ISA: Ladedruck um 3,0% erhöhen, dabei steigt der Kraftstoffverbrauch um 5,0%
Für jeweils 10°C unter ISA: Ladedruck um 3,0% verringern, dabei verringert sich der Kraftstoffverbrauch um 5,0%
Beispiel:
Flughöhe
ISA-Temp.:
In Flughöhe angezeigte Temp:
Leistungseinstellung:
Drehzahl:
Ladedruck für ISA aus Tabelle:
Ladedruck für ISA +10°C
Kraftstoffverbrauch für ISA:
Kraftstoffverbrauch für ISA+10°C:
2000 ft
11°C
21°C (ISA+10°C)
65%
2000 U/min
24,7 in Hg
24,7 + (0,247 x 3,0) =25,44 in Hg
16 l/h
16 + (0,16 x 5,0) = 16,8 l/h
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[Absichtlich freigelassen]
Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
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AQUILA AT01
5.2.9 Reisefluggeschwindigkeit (TAS
– True Airspeed)
Seite Ersetzt durch FM-AT01-1010-100.K5.Seite12.XLS
Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
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Seite:
5 - 12
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AQUILA AT01
5.2.10 Maximale Flugdauer
Ersetzt durch FM-AT01-1010-100.K5.Seite13-14.XLS
Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
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5 - 13
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AQUILA AT01
5.2.11 Maximale Reichweite
Ersetzt durch FM-AT01-1010-100.K5.Seite13-14.XLS
Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
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AQUILA AT01
5.2.12 Steigleistung beim Durchstarten
Seite ersetzt durch FM-AT01-1010-100.K5.Seite15.XLS
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5.2.13 Landerollstrecke und Landestrecke
Seite ersetzt durch: FM-AT01-1010-100.K5.Seite16.XLS
Abschnitt 5
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5 - 16
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AQUILA AT01
5.2.14 Sinkflug: Kraftstoff, Zeit und Entfernung
Seite ersetzt durch: FM-AT01-1010-100.K5.Seite9-17.XLS
Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
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5 - 17
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AQUILA AT01
Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
5.2.15 Flugplanungsbeispiel
Im Folgenden wird ein Flug mit der AQUILA AT01 geplant, um den Umgang mit den
Diagrammen und Informationen aus diesem Abschnitt des Flughandbuches zu erläutern.
Flugzeug
Startmasse ......................................................720 kg
Ausfliegbarer Kraftstoff . 109,6 Liter
Radschuhe montiert
Bedingungen am Startplatz
Druckhöhe........................................................1800 ft
Temperatur.......................................................18°C (7°C über ISA)
Bahnrichtung.....................................................24 (240°)
Gemeldeter Wind..............................................280°/10 kts
Bahnlänge (Hartbelag, trocken, eben) 620 m
Reiseflugbedingungen
Gesamtflugstrecke............................................480 NM (888 km)
Reiseflughöhe.....(Höhenmesser 1013 hPa).....4500 ft
Temperatur in Reiseflughöhe............................10°C (4°C über ISA)
Gemeldeter Streckenwind.................................10 kts Rückenwindkomponente
Bedingungen am Landeplatz
Druckhöhe.........................................................380 ft
Temperatur........................................................20°C (6°C über ISA)
Bahnrichtung......................................................27 (270°)
Gemeldeter Wind...............................................220°/15 kts
Bahnlänge (Gras, trocken, eben).......................780 m
STARTSTRECKE
Für die Ermittlung der Startstrecke ist die Seite 5-7 (5.2.5. Startstrecken) zu verwenden.
Um die Windkomponenten bezogen auf die Bahn zu bestimmen dient das Diagramm auf Seite 5-5.
Der Wind kommt mit 10 kts und einem Winkel von 40° zur Bahn von rechts vorn.
Aus dem Diagramm von Seite 5-5 wird eine Gegenwindkomponente von 8 kts und eine
Seitenwindkomponente von 7 kts ermittelt.
Mit den Angaben aus dem Diagramm Seite 5-7 werden folgende Werte ermittelt:
Startrollstrecke................................................218 m
Abheben bei....................................................50 KIAS
Startstrecke über 50 ft.....................................400 m
Geschwindigkeit in 50 ft...................................57 KIAS
Diese Werte liegen innerhalb der verfügbaren Startbahnlänge von 620 m.
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Seite:
5 - 18
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Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
STEIGFLUG
Zur Ermittlung von Zeit, Strecke und Kraftstoffverbrauch wird das Diagramm von Seite
5-9 verwendet.
Da der Start bereits in 1800 ft erfolgt, sind die Werte für Zeit, Strecke und
Kraftstoffverbrauch bis zu dieser Höhe von den Werten bis zur Reiseflughöhe (4500 ft) abzuziehen.
Da die gemeldeten Temperaturen 7° über ISA liegen, werden die im Diagramm ermittelten Werte um 10% erhöht.
Steigzeit..................................... (7,7
Steigstrecke.................(8,7 NM
– 2,9)
– 3,2 NM )
Kraftstoff.....................(4,1 Liter
– 1,5 Liter )
.
.
.
1,1 = 5,3 min = 5‘20“
1,1 = 6 NM
1,1 = 2,7 Liter
Der für die Reiseflughöhe gemeldete Rückenwind von 10 kts wirkt sich im Steigflug nur auf die zurückgelegte Strecke aus, nicht auf Zeit und Kraftstoffverbrauch.
Da die Windgeschwindigkeit normalerweise mit der Höhe zunimmt, wird für den gesamten Steigflug eine Rückenwindkomponente von 7 kts angenommen.
Da dieser Rückenwind über 5,3 min wirkt, ergibt sich für die zurückgelegte Strecke:
6 NM
7 kts
5,3 min
6,62 NM
60 min/h
Das Ergebnis zeigt, dass der Einfluss des Windes auf die Steigstrecke nur bei sehr starkem Wind und bei Steigflügen auf große Höhen wirklich von Einfluss ist. Im vorliegenden Fall könnte der Einfluss des Windes auf den Steigflug vernachlässigt werden.
SINKFLUG
Sinkzeit, -strecke und Kraftstoffverbrauch sind dem Diagramm auf Seite 5-17 zu entnehmen. Der Sinkflug erfolgt von 4500 ft auf 380 ft. Beim Sinkflug ist der
Höhenmesser rechtzeitig auf das örtliche QNH umzustellen.
Sinkzeit:....................................... 6 min
– 0,5 min = 5,5 min = 6‘0“- 0‘30“ = 5‘ 30“
Sinkstrecke:........................... 12,75 NM
– 1,0 NM = 11,75 NM
Kraftstoff:................................ 0,8 Liter
– .0,1 Liter = 0,7 Liter
Eine Korrektur für Rückenwind und für 7°C über ISA wird nicht durchgeführt. Der
Einfluss kann in diesem Beispiel vernachlässigt werden.
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Datum:
12.07.2012
Seite:
5 - 19
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FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
REISEFLUG
Die Reiseflughöhe ist unter Berücksichtigung der Streckenlänge, der Höhenwinde und der Flugleistung zu wählen. Für das vorliegende Flugplanungsbeispiel wurde eine typische Reiseflughöhe und typische Höhenwind-Informationen verwendet.
Das Reichweiten-Diagramm, Seite 5-14, gibt die Beziehung zwischen Triebwerksleistung und maximal erzielbarer Reichweite an. Niedrige Leistungseinstellungen ergeben beträchtliche Kraftstoffeinsparungen und größere mögliche Reichweiten.
Aus dem Diagramm geht hervor, dass bei einer Leistungseinstellung von 75 % in einer
Druckhöhe von 4500 ft eine maximale Reichweite von 537 NM bei 120 KTAS möglich ist. Die Reisefluggeschwindigkeit von 120 kts als True Airspeed wurde mit Hilfe des
Diagramms auf Seite 5-12 unter Berücksichtigung der atmosphärischen Bedingungen
(Außentemperatur und gewählte Druckhöhe für den Reiseflug) und der gewählten
Leistungseinstellung bestimmt.
Aus dem Flugdauer-Diagramm, Seite 5-13, ergibt sich eine maximal mögliche Flugzeit von 4,55 Stunden (75% Leistungseinstellung). Diese maximale Flugzeit und die oben angegebene, maximale Reichweite beinhalten 30 min Reserve bei 55% Leistungseinstellung sowie die Flugphasen Anlassen/Rollen, Start, Steigflug, Reiseflug, Sinkflug und Landung.
Unter Berücksichtigung eines voraussichtlichen Rückenwindes von 10 kts in 4500 ft ist die maximale Reichweite von 537 NM wie folgt zu berichtigen.
Reichweite bei Windstille
Erhöhung infolge von 10 kts
Rückenwind (4,55 h x 10 kts)
537,0 NM
45,5 NM
582,5 NM
Der geplante Flug über die Entfernung von 480 NM ist mit einer Leistungseinstellung von 75% mit ausreichender Reserve durchführbar.
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Seite:
5 - 20
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
BERECHNUNG DER ERFORDERLICHEN KRAFTSTOFFMENGE
Verbrauch für Anlassen und Rollen
Verbrauch für den Steigflug (Seite 5-9)
2,0 Liter (Pauschalwert, s. Bem.
zu Kraftstoffmenge auf
S. 5-13/5-14)
+ 2,7 Liter
4,7 Liter
Steigflugstrecke (Seite 5-9)
Windkorrektur (Rückenwind)
6,0 NM
+ 0,6 NM
6,6 NM
Beim Abstieg von 4500 ft auf 380 ft werden 11,75 NM zurückgelegt und 0,7 Liter
Kraftstoff verbraucht (S. 5-17). Der Einfluss des Windes wird diesmal nicht berücksichtigt.
Gesamtflugstrecke
Steigflugstrecke
480 NM
-6,6 NM
Sinkflugstrecke
Strecke im Reiseflug
- 11,75 NM
461,7 NM
Bei dem zu erwartenden Rückenwind von 10 kts ergibt sich eine Geschwindigkeit über
Grund von:
120 kts + 10 kts = 130 kts
Folglich beläuft sich die für den Reiseflugteil der Flugstrecke erforderliche Zeit auf:
461 , 7 NM
= 3,55 h = 3h 33‘
130 kts
Die für den Reiseflugteil erforderliche Kraftstoffmenge beträgt dann:
3,55 h x 21,9 l/h = 77,7 Liter
Der Kraftstoffdurchfluss von 21,9 l/h ergibt sich aus der Tabelle Seite 5-10 für die
Leistungseinstellung für 75%. Mit einer Temperatur in 4500 ft von 10°C ergibt sich eine
Dichtehöhe von 5000 ft (siehe Tabellen Seite 5-12 bzw. 5-13).
In der Tabelle Seite 5-10 muss zwischen den Angaben für 4000 ft und 6000 ft für die ermittelte Dichtehöhe von 5000 ft interpoliert werden. In diesem Fall ist die Korrektur für die Außentemperaturabweichung von ISA bereits in der Dichtehöhe enthalten. Eine zusätzliche Korrektur, wie auf Seite 5-10 angegeben, ist dann nicht mehr notwendig, da der Kraftstoffverbrauch mit der Dichtehöhe als Eingangsparameter anstelle der
Druckhöhe, wie in der Tabelle angegeben, durch Interpolation der Werte bestimmt wurde.
Der gesamte errechnete Kraftstoffbedarf ergibt sich wie folgt:
Steigflug mit Anlassen und Rollen
Reiseflug
Sinkflug
Kraftstoffbedarf
4,7 Liter
77,7 Liter
0,7 Liter
83,1 Liter
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.22
ersetzt Ausgabe:
B.12 (17.09.2008)
Datum:
12.07.2012
Seite:
5 - 21
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
Somit bleibt eine Reserve von:
Ausfliegbare Kraftstoffmenge
Kraftstoffbedarf
Kraftstoffreserve
109,6 Liter
- 83,1 Liter
26,5 Liter
Während des Fluges muss die tatsächliche Geschwindigkeit über Grund ständig
überprüft werden, um als Überprüfungsgrundlage für Flugzeit und Kraftstoffbedarf zu dienen. Sollte z. B. der erwartete Rückenwind von 10 kts ausbleiben, so ist auf eine
Leistungseinstellung von 65% zu reduzieren, um die Reichweite entsprechend zu erhöhen.
LANDESTRECKE
Für die Ermittlung der Landestrecke ist das Diagramm auf Seite 5-16 zu verwenden.
Um die Windkomponenten bezogen auf die Bahn zu bestimmen dient die Seite 5-5.
Bezogen auf die Bahn kommt der Wind unter einem Winkel von 50° von links vorne.
Die Gegenwindkomponente beträgt 9 kts, die Seitenwindkomponente 12 kts.
Die Landemasse beträgt:
Startmasse
Verbrauchter Kraftstoff
(83,1 l x 0,73 kg/l = 60,6 kg)
720 kg
- 60,6 kg
659,4 kg
Landestrecke über 50 ft
Zuschlag für Gras (trocken 15%)
Landerollstrecke
375 m
432 m
Zuschlag für Gras (trocken 15%)
160 m
184 m
Die Bahnlänge von 780 m ist also ausreichend.
Die Seitenwindkomponente liegt unter dem Limit von 15 kts.
-----------------------------------------
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.22
ersetzt Ausgabe:
B.12 (17.09.2008)
Datum:
12.07.2012
Seite:
5 - 22
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
5.2.16 Lärmwerte a) Lärmgrenzwert in dB(A) nach LSL, Kapitel X :
Gültiger Lärmpegel
Differenz zum Lärmgrenzwert:
Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
72,3 dB(A)
64,6 dB(A)
7,7 dB(A)
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.22
ersetzt Ausgabe:
B.12 (17.09.2008)
Datum:
12.07.2012
Seite:
5 - 23
Aviation
5.2.5 Startstrecken
Abflugmasse [kg] Geschwindigkeit [KIAS]
Abheben 50 ft
750
600
50
50
57
55
Bedingungen:
Startleistung Vollgas
Drehzahl:
Klappen:
2260 U/min
17° (T/O-Position)
Befestigte, ebene und trockene Startbahn
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Hinweise:
- Für Starts auf trockenen kurzgeschnittenen Graspisten ist mit einer
Verlängerung der Startrollstrecken um 25%, auf weichen Graspisten mit
bis zu 40% zu rechnen.
-Zuschläge für Schnee und Schneematsch sind zu berücksichtigen
- Hohe Luftfeuchtigkeit kann die Startsrecke bis zu 10% verlängern.
- Ein schlechter Wartungszustand des Flugzeugs,
Abweichungen von vorgeschriebenen Verfahren sowie
ungünstige meteorologische und örtliche Bedingungen
(Regen, Seitenwind, Windscherungen usw.)
können die Startsrecke erheblich verlängern.
Rückenwind
Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
1000
900
800
700
600
1000
900
800
700
600
Druckhöhe
8000 ft
ISA
6000 ft
4000 ft
2000 ft
MSL
500
400
300
500
400
300
200 200
Gegenwind
-30 -20 -10 0 10 20
Aussenlufttemperatur [°C]
30 40 750 725 700 675 650 625
Abflugmasse [kg]
600 575 550 0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20
Windkomponente [kts]
Beispiel:
Druckhöhe 1800 ft
Lufttemperatur 18°C
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.22
Masse 720 kg
Ersetzt Ausgabe:
B.12 (17.09.2008)
Gegenwindkomponente: 8 kts
Datum:
12.07.2012
100
100
Zwischenwerte nicht verwenden
0
0
Hindernishöhe [ft]
50
0
Startrollstrecke: 218 m Startstrecke 400 m
Seite:
5 - 7
Aviation
A
5.2.6 Steigleistung / Reiseflughöhe
Abflugmasse [kg] Dienstgipfelhöhe (ISA)
750
600
Bedingungen:
Leistung: Vollgas
Drehzahl: 2260 U/min
Klappen: Reise (0°)
13 000 ft
16 000 ft
Geschwindigkeit für bestes Steigen [KIAS]
MSL
65
62
6 000 ft
63
61
12 000 ft
61
60
Druckhöhe
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
-30 -20
Ausgabe:
B.22
-10 0 10 20
Außenlufttemperatur (OAT) [°C]
30
Beispiel: Druckhöhe 2100 ft
Lufttemperatur +20°C
Ersetzt Ausgabe:
B.12 (17.09.2008)
40
750 700
Masse 700 kg
Datum:
12.07.2012
Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
650 600
Masse [kg]
Seite:
5 - 8
200
100
550
0
1000
900
800
700
600
500
400
300
1500
1400
1300
1200
1100
Steigrate 640 ft/min
Aviation
5.2.7 Steigflug: Kraftstoff, Zeit und Entfernung
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
14000
13000
12000
11000
10000
Bedingungen:
2260 U/min, Vollgas,
Klappen : Reise (0°) m = 750 kg
Windstille
Vy= 65 KIAS, bis 5000 ft
Vy= 63 KIAS, bis 10.000 ft
Vy= 61 KIAS, bis 13.000 ft
Kraftstoff
Zeit
Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
Für jeweils 8°C über ISA,
Zeit, Entfernung und Kraftstoff um 10% erhöhen.
Entfernung
7000
6000
5000
4000
3000
2000
1000
0
0
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
5 10 15
8,7 - 3,2 = 5,5 NM
7,7 - 2,9 = 4,8 min = 4' 48"
4,1 - 1,5 = 2,6 Liter
Ausgabe:
B.22
20 25 30
Kraftstoff, Zeit, Entfernung [Liter, min, NM]
Ersetzt Ausgabe:
B.12 (17.09.2008)
35 40
Beispiel:
Flugplatz Druckhöhe 1800 ft
Reiseflug Druckhöhe 4500 ft
Datum:
12.07.2012
45
Seite:
5 - 9
50
Aviation
5.2.9 Reisefluggeschwindigkeit (TAS - True airspeed)
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Bedingungen:
Leistung: Einstellung nach Tabelle auf S. 5-10
Flugmasse: 750 kg
Klappen: Reise (0
°)
Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
Hinweis: Ohne Radverkleidungen vermindert sich die maximale Fluggeschwindigkeit um ca. 5%.
12000
Druckhöhe
10000
8000
6000
MAX.
RPM 2260
4000
2000
55%
Leistung:
65% 75% 85%
0
-60 -40 -20 0 20 40 95 100 105 110 115 120 125 130
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
-2000
Außentemperatur [°C]
Beispiel: Druckhöhe 4500 ft
Lufttemperatur +10°C
Dichtehöhe: 5000 ft
Ausgabe:
B.22
Ersetzt Ausgabe:
B.12 (17.09.2008)
Wahre Fluggeschwindigkeit gegenüber der Luft [KTAS]
Leistungseinstellung : 75% Geschwindigkeit: 120 kts
Datum:
12.07.2012
Seite:
5 - 12
135
Aviation
A
5.2.10 Maximale Flugdauer
Bedingungen:
Leistung: Einstellung nach Tabelle auf S. 5-10
Flugmasse: 750 kg
Klappen: Reise (0
°)
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
Hinweis:
Ein schlechter Wartungszustand des Flugzeugs und des Triebwerks kann die max. Flugdauer erheblich verkürzen.
Kraftstoffmengen: Ausfliegbarer Kraftstoff: 109,6 l
In der Flugdauerberechnung sind enthalten:
1. Kraftstoff für Anlassen und Rollen: 2 l.
2. Kraftstoff für Start, Steigflug auf Reiseflughöhe
mit höchster Dauerleistung und Sinkflug.
3. Reserve für 30 min Warteflug mit 55% Leistung = 7,5 l.
12000
10000
8000
6000
Druckhöhe
4000
2000
Leistung:
Vollgas
n=2260
85% 75% 65% 55%
0
-60 -50 -40 -30 -20 -10 0 10 20 30 40
Außentemperatur [°C]
Beispiel: Druckhöhe 4500 ft
Lufttemperatur +10°C
3,0 3,5
Dichtehöhe:5000 ft
4,0
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.22
4,5 5,0 5,5
Flugzeit [h]
Leistungseinstellung : 75%
6,0 6,5 7,0
Flugdauer:4,55 h = 4 h 33'
7,5
Ersetzt Ausgabe:
B.12 (17.09.2008)
Datum:
12.07.2012
Seite:
5 - 13
8,0
Aviation
A
5.2.11 Maximale Reichweite
Bedingungen:
Leistung: Einstellung nach Tabelle auf S. 5-10
Flugmasse: 750 kg
Klappen: Reise (0
°)
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
Hinweis:
Ein schlechter Wartungszustand des Flugzeugs und des Triebwerks kann die max. Reichweite erheblich verkürzen.
Kraftstoffmengen: Ausfliegbarer Kraftstoff: 109,6 l
In der Reichweitenrechnung sind enthalten:
1. Kraftstoff für Anlassen und Rollen: 2 l.
2. Kraftstoff für Start, Steigflug auf Reiseflughöhe
mit höchster Dauerleistung und Sinkflug.
3. Reserve für 30 min Warteflug mit 55% Leistung = 7,5 l.
12000
10000
8000
6000
4000
Druckhöhe
2000
Leistung:
Vollgas n=2260
85%
75%
65% 55%
0
-60 -40 -20 0
Außentemperatur [°C]
20
Beispiel: Druckhöhe 4500 ft
Lufttemperatur +10°C
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.22
40 400 425 450 475 500 525 550 575 600 625 650 675 700 725 750
Reichweite [NM]
Dichtehöhe: 5000 ft Leistungseinstellung : 75% Reichweite: 537 NM
Ersetzt Ausgabe:
B.12 (17.09.2008)
Datum:
12.07.2012
Seite:
5 - 14
Aviation
A
5.2.12 Steigleistung beim Durchstarten
Bedingungen:
Leistung: Vollgas
Drehzahl: 2260 U/min
Klappen: Landestellung (35°)
Geschwindigkeit: 55 KIAS
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
Druckhöhe
-30 -20
Ausgabe:
B.22
-10 0 10 20
Außenlufttemperatur (OAT) [°C]
30
Beispiel: Druckhöhe 1800 ft
Lufttemperatur +25°C
Ersetzt Ausgabe:
B.12 (17.09.2008)
40
750 700
Masse 725 kg
650
Masse [kg]
Datum:
12.07.2012
600
Seite:
5 - 15
1000
900
800
700
600
500
400
300
200
100
550
0
Steigrate 375 ft/min
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
5.2.13 Landerollstrecke und Landestrecke
Landemasse [kg] Geschwindigkeit [kts IAS]
750
600 in 50 ft
65
65
Aufsetzen
45
43
Bedingungen:
Leistung: Leerlauf
Propeller: Kleine Steigung (Verstellhebel: Maximale Drehzahl)
Klappen: Landestellung (35°)
Maximales Bremsen
Befestigte, ebene und trockene Startbahn
Hinweise:
- Für die Landung auf trockener Grasbahn sind die Landestrecken um 15% zu verlängern
- Zuschläge für feuchtes Gras, aufgeweichten Boden, Eis, Schnee und Schneematsch sind zu berücksichtigen.
- Ein schlechter Wartungszustand des Flugzeugs, Abweichungen von vorgeschriebenen Verfahren
sowie ungünstige meteorologische Bedingungen und Landebahnzustände können die Landestrecken
erheblich verlängern.
1000
Rückenwind
900
Druckhöhe
8000 ft
800
700
6000 ft
4000 ft
2000 ft
600
500
MSL
400
Gegenwind
300
1000
900
800
700
600
500
400
300
200 200
-30 -20 -10 0 10 20 30
Aussenlufttemperatur [°C]
Beispiel:
Druckhöhe 380 ft
Lufttemperatur 20°C
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
40 750 725 700 675 650 625
Landemasse [kg]
600 575 550
Landemasse: 659 kg
Ausgabe:
B.22
0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20
Windkomponente [kts]
Gegenwindkomponente: 9 kts
100
0
50
100
Zwischenwerte nicht verwenden
0
Hindernishöhe [ft]
0
Landestrecke: 375 m Landerollstrecke: 160 m
Ersetzt Ausgabe:
B.12 (17.09.2008)
Datum:
12.07.2012
Seite:
5 - 16
Aviation
A
5.2.14 Sinkflug: Kraftstoff, Zeit und Entfernung
Verfahren:
Im Sinkflug eine Geschwindigkeit von 120 KIAS einhalten.
Leistung für eine Sinkgeschwindigkeit von 750 ft/min setzen.
Motortemperaturen im grünen Bereich halten.
Falls nötig Vergaservorwärmung aktivieren.
14000
13000
12000
11000
10000
9000
8000
7000
6000
5000
4000
3000
2000
1000
0
0 2
Kraftstoff
4 6 8 10 12
Kraftstoff: 0,8 - 0,1 = 0,7 ltr
Zeit: 6 - 0,5 = 5,5 min = 5'30"
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Zeit
Bedingungen:
Ladedruck: wie erforderlich. ca. 15 in Hg
Drehzahl: 2000 U/min
Klappen: Reise (0°)
14 16 18 20 22 24
Kraftstoff, Zeit, Entfernung [Liter, min, NM]
26
Entfernung:12,75 - 1 = 11,75 NM
Beispiel:
Reiseflug Druckhöhe: 4500 ft
Flugplatz Druckhöhe: 380 ft
28
Abschnitt 5
FLUGLEISTUNGEN
Strecke
Anmerkungen:
- Die angegebenen Werte gelten für Windstille
- Das Diagramm ist für alle zulässigen Massen und
Außenlufttemperaturen gültig.
30 32 34 36 38 40
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.22
Ersetzt Ausgabe:
B.12 (17.09.2008)
Datum:
12.07.2012
Seite:
5 - 17
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 6
MASSE u. SCHWERPUNKT/
AUSRÜSTUNGSVERZEICHNIS
ABSCHNITT 6
MASSE UND SCHWERPUNKT / AUSRÜSTUNGSVERZEICHNIS
6.1 EINFÜHRUNG
Seite
6-2
6.2 FLUGZEUGWÄGUNG 6-3
6.2.1 Wägebericht
6.3 LEERMASSEN- und SCHWERPUNKTSBERICHT
6.3.1 Tabelle Leermassen- und Schwerpunktsbericht
6.4 ERMITTLUNG der FLUGMASSE und des FLUGMASSEN-
SCHWERPUNKTES
6.4.1
6.4.2
6.4.3
Massenmomente der Zuladung
Berechnung der Flugmasse und des Flugmassenmomentes
Zulässiger Schwerpunktsbereich und zulässiges Massenmoment
6.5 AUSRÜSTUNGSVERZEICHNIS
6.5.1 Aktuelles Ausrüstungsverzeichnis des Luftfahrzeuges
6-5
6-6
6-6
6-7
6-8
6-9
6-10
6-11
6-12
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.12
ersetzt Ausgabe:
B.01 (05.06.2002)
Datum:
17.09.2008
Seite:
6 - 1
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 6
MASSE u. SCHWERPUNKT/
AUSRÜSTUNGSVERZEICHNIS
6.1 EINFÜHRUNG
Das Flugzeug muss innerhalb des in diesem Abschnitt definierten, zulässigen
Beladungs- und Flugmassen-Schwerpunktsbereiches betrieben werden, um einen sicheren Betrieb, die angegebenen Flugleistungen und das nachgewiesene
Flugverhalten zu gewährleisten.
Für die Einhaltung der zulässigen Beladungs- und Schwerpunktsgrenzwerte ist der Pilot verantwortlich, wobei grundsätzlich auch die Schwerpunktswanderung durch den
Treibstoffverbrauch während der Durchführung des Fluges zu berücksichtigen ist.
Der Abschnitt beschreibt die Verfahren zur Wägung des Flugzeuges und zur
Bestimmung der Leermassenschwerpunktlage und des Leermassenmomentes bezogen auf die Bezugsebene (BE).
Das Flugzeug wird vor Auslieferung im Rahmen der Stückprüfung gewogen.
Leermasse, Leermassenmoment und Leermassenschwerpunkt werden im
Wägebericht (6.2.1) und im Leermassen-Schwerpunktsbericht (6.3.1) festgehalten.
Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften sind Wägungen in definierten
Zeitintervallen zu wiederholen.
Bei Ausrüstungsänderungen sind die neue Leermasse, die
Leermassenschwerpunktlage und das Leermassenmoment neu zu bestimmen. und im
Massen- und Schwerpunktsbericht festzuhalten.
Der Wägebericht (6.2.1), die Tabelle Leermassen- und Schwerpunktsbericht (6.3.1) und die Tabelle Berechnung der Flugmasse und des Flugmassenmomentes (6.4.2) dienen als Formblätter.
ANMERKUNG
Nach Reparaturen oder Ausrüstungsänderungen ist die Leermasse entsprechend den einschlägigen Luftverkehrsvorschriften neu zu bestimmen.
Leermasse, Leermassenmoment, Leermassenschwerpunktlage und maximale
Zuladung sind von einer autorisierten Person im Massen- und
Schwerpunktsbericht zu bescheinigen.
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.12
ersetzt Ausgabe:
B.01 (05.06.2002)
Datum:
17.09.2008
Seite:
6 - 2
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 6
MASSE u. SCHWERPUNKT/
AUSRÜSTUNGSVERZEICHNIS
6.2 FLUGZEUGWÄGUNG
Der Zustand des Flugzeuges und seine Ausrüstung müssen zum Zeitpunkt der
Ermittlung der Leermasse eindeutig durch seinen Wägungszustand definiert sein.
Wägungszustand: a) Flugzeug mit:
Bremsflüssigkeit
Motorölfüllung (3 Liter)
Kühlflüssigkeit (2,5 Liter)
Nichtausfliegbarer Treibstoff (10,4 Liter) b) Ausrüstung nach aktueller Ausrüstungsverzeichnis (Kap. 6.5 )
Die Bestimmung der Leermasse und des zugehörigen Leermassenschwerpunktes erfolgt über eine Wägung des Flugzeuges in dem oben definierten Zustand indem es mit den Hauptfahrwerksrädern und dem Bugfahrwerksrad auf je eine Waage gestellt wird. Das Flugzeug ist nach der in Kap. 6.2.1 „Wägebericht“ angegebenen Skizze in seiner Längsachse auszurichten. Zusätzlich ist darauf zu achten, dass die Querachse annähernd horizontal liegt.
In der ausgerichteten Position wird jeweils von der Nase des Tragflügels, links und rechts an der Wurzelrippe des Tragflügels auf den Boden das Lot errichtet. Die
Verbindung der beiden Lotpunkte am Boden ergibt die Bezugslinie. Von dieser Linie aus werden zu den Aufpunkten des linken und rechten Hauptfahrwerkes und zum
Bugfahrwerksrad die Abstände D
Wägebericht)
L
, D
R
und D
B
gemessen. (siehe 6.2.1 Skizze
Aus den folgenden Beziehungen werden die Leermasse, das Leermassenmoment und der Leermassenschwerpunkt ermittelt:
Leermasse m
Leer
[kg] :
m
Leer
Leermassenmoment MO
Leer
[kgm]:
=
m
L
+
m
R
+
m
B
MO
Leer
=
m
L
⋅
D
L
+
Lage des Leermassenschwerpunktes D
SL
[m] :
m
R
⋅
D
R
+
m
B
⋅
D
B
D
SL
=
MO
Leer m
Leer
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.12
ersetzt Ausgabe:
B.01 (05.06.2002)
Datum:
17.09.2008
Seite:
6 - 3
Aviation
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Abschnitt 6
MASSE u. SCHWERPUNKT/
AUSRÜSTUNGSVERZEICHNIS
WICHTIGER HINWEIS
Benutzte Vorzeichenkonvention:
Die Hebelarme des Hauptfahrwerksräder D und der des Bugfahrwerkrades D
L
und D
R
haben eine positiven (+)
B
einen negativen (–) Wert.
Dokument Nr.:
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AQUILA AT01
Abschnitt 6
MASSE u. SCHWERPUNKT/
AUSRÜSTUNGSVERZEICHNIS
6.2.1 Wägebericht
Muster: AT01 Werk-Nr.: ___________ Kennzeichen:
-
Daten nach Flughandbuch
Bezugsebene BE:
Horizontale Längsachse:
Wägungszustand:
Grund der Wägung: _____________________
Flügelvorderkante an der Wurzelrippe
Keil auf den Röhrenrücken nach Skizze und mit
Wasserwaage Horizontale der Längsachse erzeugen incl. Bremsflüssigkeit, Motorölfüllung, Kühlmittel und nichtausfliegbarem Treibstoff (10,4 Liter)
Stand Ausrüstungsverzeichnis: ________________________
D
SL
D
B
B
M
Auflageort
Bugrad
Hauptrad Links
Hauptrad rechts
B
B
m
M
,m
R
A L , R
Brutto [kg] Tara [kg] Netto [Kg] Hebelarm [m] m m m
B
=
L
=
R
=
Leermasse m
Leer
= m
B
+ m
L
+ m
R
= (kg)
D
B
D
L
D
R
= -
= +
= +
Leermassenmoment:
MO
Leer
= m
B
⋅ D
B
+ m
L
⋅ D
L
+ m
R
⋅ D
R
= __________ [kgm]
Lage des Leermassenschwerpunktes: = Leermassenmoment / Leermasse =
DSL = MO
Leer
/ m
Leer
= __________ __________ _ [m]
Maximale Zuladung + Max. Abflugmasse [kg]
- Leermasse [kg]
= Maximale Zuladung
+
-
=
Daten für die Eintragung im Flughandbuch Kap. 6.3
Leermasse [kg] Leermassenmoment [kgm]
Ort und Datum Prüfstempel Unterschrift des Prüfers
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Abschnitt 6
MASSE u. SCHWERPUNKT/
AUSRÜSTUNGSVERZEICHNIS
6.3 LEERMASSEN- und SCHWERPUNKTSBERICHT
Die jeweils aktuelle Leermasse und die Lage des zugehörigen Leermassenschwerpunktes werden in einem Massen- und Schwerpunktsbericht chronologisch fortlaufend geführt.
Jede Änderung der Leermasse und/oder der Leermassenschwerpunktlage infolge
Reparatur des Flugzeuges oder Veränderung seiner Ausrüstung muss im Massen- und
Schwerpunktbericht festgehalten werden.
Die jeweils neue Leermasse und ihre Schwerpunktlage können rechnerisch, wenn die veränderten Massen und ihre Hebelarme bekannt sind, (Änderung der Ausrüstung) oder durch eine erneute Wägung, wenn diese nicht explizit bekannt sind (Reparatur), ermittelt werden.
Wenn eine rechnerische Leermassen und Schwerpunktsermittlung durchgeführt wird, ist sicherzustellen, dass vom aktuellen Stand der Informationen ausgegangen wird.
6.3.1 Tabelle Leermassen- und Schwerpunktsbericht
Die Tabelle beschreibt die chronologisch fortlaufende Änderung der Leermasse und ihrer Schwerpunktlage infolge Veränderungen der Ausrüstung und / oder der Struktur.
Der erste Eintrag sind die anlässlich der Stückprüfung bei Auslieferung ermittelten
Daten.
Werk-Nr.: Blatt-Nr.:
Nr.
AQUILA
Datum
AT01
Beschreibung der Änderung oder Wägung
Kennzeichen:
Masse, Hebelarm, Moment der Änderung
Vor- zeichen
"+" oder
"-"
Einzel- masse
[kg]
Hebelarm der
Einzel- masse
[m]
Moment der Einzel- masse
[kgm]
Leermasse, Moment und
Schwerpunktlage des LFZ
Leer- masse
Leermassen- schwerpunkt- lage
Moment
[kg] [m] [kgm]
1 1. Wägung -- -- -- --
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Abschnitt 6
MASSE u. SCHWERPUNKT/
AUSRÜSTUNGSVERZEICHNIS
6.4 ERMITTLUNG der FLUGMASSE und des FLUGMASSEN-
SCHWERPUNKTES
Um das Flugzeug innerhalb der Flugmassen- und Flugmassen-Schwerpunktsgrenzen betreiben zu können, sind die jeweils aktuelle Flugmasse und die Lage des zugehörigen
Schwerpunktes in Abhängigkeit von der für den geplanten Flug vorgesehenen Zuladung zu bestimmen.
Für die Ermittlung der Flugmasse und der Schwerpunktlage dienen die in den folgenden
Abschnitten 6.4.1 bis 6.4.3 dargestellten Tabellen und Diagramme:
Abschnitt 6.4.1
Abschnitt 6.4.2
Massenmomente der Zuladung
Berechnung der Flugmasse und des Flugmassenmomentes
Abschnitt 6.4.3 Zulässiger Flugmassen-Schwerpunktsbereich die wie folgt zu verwenden sind:
1. Die Leermasse m
Leer
und das Leermassenmoment MO
Leer
dem aktuellen
Wägebericht oder der Leermassen- Schwerpunktstabelle entnehmen und in die zugehörigen Spalten der Tabelle 6.4.2 Berechnung der Flugmasse und des
Flugmassenmomentes eintragen.
2. Mit Hilfe des Diagramms 6.4.1 Massenmomente der Zuladung die einzelnen
Massenmomente der jeweiligen Zuladungsart (Pilot, Treibstoff, Gepäck) bestimmen und ebenfalls in die zugehörigen Spalten der Tabelle 6.4.2
Berechnung der Flugmasse und des Flugmassenmomentes eintragen.
3. Massen und Massenmomente der beiden Spalten addieren und in die jeweils zugehörige Spalte sowie in das Diagramm 6.4.3 Zulässiger Flugmassen-
Schwerpunktsbereich eintragen um zu prüfen, ob die Werte der aktuellen
Zuladung innerhalb des zulässigen Flugmassen-Schwerpunktsbereiches liegen.
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140
120
100
80
60
40
20
0
0
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6.4.1 Massenmomente der Zuladung
Beladungsdiagramm
Abschnitt 6
MASSE u. SCHWERPUNKT/
AUSRÜSTUNGSVERZEICHNIS
240
220
Sitzposition Sitzposition
200
180
160
Kraftstoff
Gepäck
10 20 30 40 50 60 70 80 90
Beladungsmoment [kg m]
100 110 120 130 140
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Abschnitt 6
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AUSRÜSTUNGSVERZEICHNIS
6.4.2 Berechnung der Flugmasse und des Flugmassenmomentes
Berechnung der Flugmasse und des
Flugmassenmomentes
AQUILA AT01 -
Beispiel
Masse
[kg]
Moment
[kgm]
Kennzeichen:
___________
Masse
[kg]
Moment
[kgm]
1.) LEERMASSE- und MOMENT
(dem Massen- und Schwerpunktsbericht oder der aktuellen
Wägung entnehmen) inkl.
nichtausfliegbaren Treibstoff,
Schmiermittel und Kühlmittel
490 210
2.) PILOT + PASSAGIER
Hebelarm:
3.) GEPÄCK
Hebelarm:
0,515 m
1,3 m
82
20
42,2
26
4.) FLUGMASSE und MOMENT
OHNE TREIBSTOFF
( = SUMME aus 1-3 )
592 278,2
5.) ZULADUNG TREIBSTOFF
(mitgeführter AUSFLIEGBARER
Treibstoff, Treibstoffdichte:
0,72 kg/l)
Hebelarm:
0,325 m
109,6 l x 0,72
= 78,9 kg
26
6.) FLUGMASSE und MOMENT
MIT TREIBSTOFF
( = SUMME aus 4-5 )
7.) Werte für FLUGMASSE und
FLUGMASSENMOMENT im
Diagramm „Zulässiger
Schwerpunktsbereich und zulässiges Massenmoment“
(Abschnitt 6.4.3) aufsuchen
670,9 304,2
SP-Lage: 453 mm
Liegt im zugelassenen
Bereich.
Siehe Beispiel im
Diagramm
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Abschnitt 6
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6.4.3 Zulässiger Schwerpunktsbereich und zulässiges Massenmoment
760
750
740
730
720
710
700
690
680
Beispiel
xS = 427mm 435 455
475
495
515 xS = 523 mm
670
660
650
640
630
620
610
600
590
580
570
560
550
230 240 250 260 270 280 290 300 310 320 330 340 350 360 370 380 390 400 410 420
Massenmoment [kg m]
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Abschnitt 6
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6.5 AUSRÜSTUNGSVERZEICHNIS
Im Ausrüstungsverzeichnis auf der nächsten Seite sind alle Avionikgeräte, Instrumente und sonstige Ausrüstungsgegenstände aufgeführt, die in das vorliegende Luftfahrzeug eingebaut sind. Eine Liste aller Avionikgeräte, Instrumente und sonstigen Ausrüstungsgegenstände, die für den Einbau in die AQUILA AT01 erhältlich und zugelassen sind, ist im Wartungshandbuch, Dokumentennummer MM-AT01-1020-100, enthalten.
Die Nachrüstung von Ausrüstungsgegenständen bzw. die Änderung der bestehenden
Ausrüstung ist in dem vorhandenen Ausrüstungsverzeichnis durch Eintrag zu dokumentieren und auf dem aktuellen Stand zu halten.
Das vorhandene Ausrüstungsverzeichnis enthält die folgenden Angaben:
1. Bezeichnung, Hersteller, Baumuster/P/N und Werknummer/ S/N des
Avionikgerätes, Instruments und sonstigen Ausrüstungsgegenstandes
2. Angabe des Einbauortes ODER Hebelarm in mm vom Bezugspunkt. Hierbei ist zu beachten, dass Hebelarme mit positivem Vorzeichen Abstände hinter
(entgegengesetzt zur Flugrichtung) und Hebelarme mit negativem Vorzeichen
Abstände vor der Bezugsebene angeben.
ANMERKUNG
Der Einbau von Zusatzausrüstungen bzw. die Änderung vorhandener
Ausrüstung muss in Übereinstimmung mit den Angaben im Wartungshandbuch erfolgen. Die Nachrüstung von Zusatzausrüstung muss in Übereinstimmung mit der entsprechenden technischen Mitteilung (Dokumentenbez. SB-AT01-…) durchgeführt werden, im Zweifelsfall ist der Halter der Musterzulassung bzw. der
Herstellungsbetrieb von AQUILA Aviation zu kontaktieren.
Bei jeder Änderung der Ausrüstung bzw. der Nachrüstung von
Ausrüstungsgegenständen muss die Leermasse, das Leermassenmoment, die
Leermassenschwerpunktlage und die maximal zulässige Zuladung neu bestimmt und sowohl im Wägebericht als auch in der Tabelle „Leermassen- und
Schwerpunktsbericht“ in Kapitel 6.3.1 dokumentiert werden. Dies kann rechnerisch im Wägebericht erfolgen (Kapitel 6.2 und 6.3 sowie „Wägebericht“ in
Kapitel 6.2.1), wenn die Massen und Hebelarme der Ausrüstungsgegenstände bekannt sind, oder mittels Durchführung einer Neuwägung. Der neue
Schwerpunkt muss sich innerhalb des zulässigen Schwerpunktbereiches befinden.
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Abschnitt 6
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6.5.1 Aktuelles Ausrüstungsverzeichnis des Luftfahrzeuges
Muster: AQUILA AT01 Kennzeichen: - Werknummer: AT01-
*) Bezeichnung Hersteller Baumuster/P/N
Motor-Batterie
Zündschloß
Voltmeter
Amperemeter
Drehzahlmesser
Öldruckmesser
Öltemperaturmesser
CHT-Anzeige
Manifold-Pressure-Anz.
Kraftstoffdruck-Anzeige
Kraftstoff-Vorratsanzeige
Fuel Flow Anzeige
Betriebsstundenzähler
Fahrtmesser 1
Stall-Warning
Höhenmesser 1
Variometer 1
Kompaß
Borduhr
Außenluftthermometer
Wendezeiger, Turn&Bank
Kurskreisel
Künstl. Horizont
GPS / Moving Map
Funkgerät 1
VOR-Anlage
VOR/LOC Anzeige
Intercom
Transponder
Höhenkodierer
ELT
Anschnallgurte links
Anschnallgurte rechts
Strobe-Light-box
Feuerlöscher
*) Zutreffendes ankreuzen
**) Einbauort beschreiben oder Hebelarm in mm vom Bezugspunkt eintragen (Vorzeichen beachten)
Werk-Nr./S/N
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Einbauort **)
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Muster: AQUILA AT01
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Abschnitt 6
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AUSRÜSTUNGSVERZEICHNIS
Kennzeichen: - Werknummer: AT01-
*) Bezeichnung Hersteller Baumuster/P/N
*) Zutreffendes ankreuzen
**) Einbauort beschreiben oder Hebelarm in mm vom Bezugspunkt eintragen (Vorzeichen beachten)
Werk-Nr./S/N Einbauort **)
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Muster: AQUILA AT01
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Abschnitt 6
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AUSRÜSTUNGSVERZEICHNIS
Kennzeichen: - Werknummer: AT01-
*) Bezeichnung Hersteller Baumuster/ P/N
*) Zutreffendes ankreuzen
**) Einbauort beschreiben oder Hebelarm in mm vom Bezugspunkt eintragen (Vorzeichen beachten)
Werk-Nr./S/N Einbauort **)
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Abschnitt 7
SYSTEMBESCHREIBUNG
ABSCHNITT 7
7.1
BESCHREIBUNG des FLUGZEUGES und seiner SYSTEME
EINFÜHRUNG
Seite
7-4
7.2 FLUGWERK 7-5
7.2.1
7.2.2
7.2.3
Rumpf
Tragflügel
Leitwerke
7.3 STEUERUNG
7.3.1
7.3.2
7.3.3
7.3.4
7.3.5
Quersteuerung
Höhensteuerung und Trimmung
Seitensteuerung
Landeklappensteuerung und Stellungsanzeige
Steuerknüppelarretierung
7.4 INSTRUMENTENBRETT (Standardausrüstung)
7.4.1
7.4.2
7.4.3
7.4.4
Flugüberwachungsinstrumente
Schalter und zusätzliche Bedienungselemente
Kabinenheizung
Kabinenbelüftung
7.5 FAHRWERK
7.5.1
7.5.2
7.5.3
Bugfahrwerk und Bugfahrwerkslenkung
Hauptfahrwerk und Radbremsen
Parkbremse
7-5
7-5
7-6
7-6
7-6
7-6
7-7
7-8
7-8
7-9
7-10
7-10
7-11
7-11
7-11
7-11
7-12
7-12
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7 - 1
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Abschnitt 7
SYSTEMBESCHREIBUNG
7.6 SITZE und SICHERHEITSGURTE
7.6.1 Sitzverstellung
7.7
7.8
7.9
GEPÄCKRAUM
KABINENHAUBE
TRIEBWERK
7.9.1
7.9.2
7.9.3
7.9.4
Triebwerk
Leistungshebel und Choke
Propeller und Propellerverstellung
Vergaservorwärmung
7.10 TREIBSTOFFSYSTEM
7.10.1
7.10.2
7.10.3
7.10.4
7.10.5
Tankanlage und Entlüftung
Brandhahn
Elektrische Treibstoffpumpe und Treibstofffilter
Treibstoff-Füllstandsanzeige
Tankdrain-Vorrichtung
7.11 ELEKTRISCHE ANLAGE
7.11.1
7.11.2
7.11.3
7.11.4
7.11.5
7.11.6
7.11.7
7.11.8
Stromversorgung und Batteriesystem
Zündung und Starter
Elektrische Verbraucher und Sicherungssystem
Voltmeter und Amperemeter
Ladekontrollleuchte (Generatorwarnlampe)
Kraftstoffdruckwarnlampe
Triebwerküberwachungsinstrumente und Tankanzeige
Externe Starthilfe
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7-12
7-13
7-13
7-14
7-15
7-19
7-21
7-21
7-22
7-22
7-23
7-24
7-24
7-25
7-27
7-27
7-27
7-28
7-28
7-28
7-16
7-17
7-18
7-18
Seite:
7 - 2
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
7.12
7.13
7.14
7.15
STAU- und STATIKDRUCKSYSTEM
ÜBERZIEHWARNUNG
COM- / NAV- AUSSTATTUNG
Nicht belegt
Abschnitt 7
SYSTEMBESCHREIBUNG
7-29
7-30
7-31
7-32
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7 - 3
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AQUILA AT01
Abschnitt 7
SYSTEMBESCHREIBUNG
7.1 EINFÜHRUNG
Der Abschnitt 7 des Flughandbuches enthält eine Beschreibung der technischen
Ausführung des gesamten Flugzeuges und der implementierten Systeme und gibt
Hinweise zu ihrer Bedienung.
Die Beschreibung der Zusatzausrüstung und ihrer Bedienung befindet sich im Abschnitt 9.
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13.04.2015
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7 - 4
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AQUILA AT01
Abschnitt 7
SYSTEMBESCHREIBUNG
7.2 FLUGWERK
Die Flugzeugstruktur der Aquila AT01 ist durchgehend in Composite-Bauweise ausgeführt. Es kommen Glasfaser- (GFK) sowie Kohlefaserwerkstoffe (CFK) zum
Einsatz, die in eine Epoxidharzmatrix gebettet sind. Es werden monolithische CFK- oder
GFK-Schalen und Strukturelemente aber auch Sandwichschalen, die als Kern einen
Hartschaum auf PVC-Basis enthalten, eingesetzt.
7.2.1 Rumpf
Der Rumpf bildet mit dem Seiten- und Höhenleitwerk ein Bauteil. Er wird zusammen mit dem Seitenleitwerk aus zwei Halbschalen hergestellt, wobei der Rumpf als Volllaminat- und das Seitenleitwerk als Sandwichschale ausgeführt ist. Die GFK-Laminatschale des
Rumpfes ist durch vier längs durch den gesamten Rumpf laufende CFK-Stringer verstärkt.
Die zwei Schalenelemente des Rumpfes werden durch vier Beulspante und einen
Gepäckspant in der Rumpfröhre gestützt. Für die Aufnahme von Einzellasten sind ein
Fahrwerkspant, ein Sitzspant und ein Querkraftspant vorgesehen.
An seinem vorderen Ende wird der Rumpf durch den Brandspant geschlossen, der die
Kraftaufnahme für den Triebwerkträger darstellt.
Der Brandspant, ein CFK/GFK Sandwichbauteil, hat auf der Triebwerkseite eine
Brandschutzverkleidung, die aus einem besonders feuerhemmenden Keramikvlies und einem Edelstahlblech besteht.
Der Fahrwerkspant, der zusammen mit dem Sitzspant die Hauptfahrwerkschwingen trägt, wird nach oben durch einen massiven CFK/GFK Überrollbügel ergänzt.
7.2.2 Tragflügel
Der Grundriss des Tragflügels ist als Dreifach-Trapez ausgeführt, dieses wird an seinem Ende durch ein Winglet ergänzt.
Der Tragflügel ist als GFK-Sandwichschale, die lokal durch CFK-Bänder verstärkt wird, gebaut. Der Flügel ist ein kompaktes Bauteil, dessen rechte und linke Hälfte über den durchgehenden Holm fest verbunden sind.
Der Doppel T-Holm besteht aus CFK- Gurten, gefertigt aus undirektionalem CFK-
Rovingmaterial und einen GFK-Sandwichsteg.
Am inneren Ende schließt der Flügel mit je einer vorderen und hinteren Wurzelrippe ab, die jeweils über eine Bolzenverbindung mit dem Rumpf verbunden sind. Die vier
Querkraftbolzen werden vom Cockpit durch die Rumpfbuchsen in die Flügelbuchsen geschoben und jeweils über eine Schraube axial gesichert.
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Seite:
7 - 5
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Abschnitt 7
SYSTEMBESCHREIBUNG
Am äußeren Ende beider Tragflügelhälften wird die Tragflügelkontur zur Reduzierung des induzierten Luftwiderstandes durch ein Winglet abgeschlossen, in das die NAV-
Beleuchtung, das ACL (Anti-Collision Light) und die Tankentlüftung integriert wurde.
Im inneren Drittel der Flügelhälften befindet sich jeweils eine Integraltankkammer mit ca. 60 Liter Inhalt.
An der Hinterkante des äußeren Flügelbereiches befinden sich die Querruder, die in
CFK-verstärkter GFK-Sandwichschalenbauweise hergestellt werden.
Im dem Bereich zwischen den Querrudern und dem Rumpf sind an der
Tragflächenhinterkante die Landeklappen positioniert, die in ihrer Wirkungsweise als
Einfachspaltklappen ausgeführt sind. Die Landeklappen sind aus CFK-Sandwich aufgebaut und auf Lagerhebeln unterhalb der Flügelkontur drehbar gelagert. Durch die
Schwenkbewegung der Landeklappen wird die Wölbung des Tragflügels in diesem
Bereich erhöht und es öffnet sich beim Ausfahren ein zunehmender Spalt zwischen der festen Flügelhinterkante und dem Nasenradius der Klappe. Hierdurch wird der Auftrieb erhöht bei gleichzeitiger Zunahme des Widerstandes.
7.2.3 Leitwerke
Die Flossen und Ruder des Seiten- und Höhenleitwerks werden in CFK-verstärkter
GFK-Sandwichschalenbauweise hergestellt. Seiten- und Höhenleitwerk besitzen je einen Hauptholm und einen Abschlusssteg, in den die Ruderlagerung integriert ist.
Die Höhenflosse ist strukturell direkt mit der Rumpfröhre verbunden und nicht demontierbar.
Im Seitenleitwerk befindet sich die VHF-NAV/COM-Dipolantenne für das Funkgerät.
7.3 STEUERUNG
7.3.1 Quersteuerung
Die Quersteuerung erfolgt über den Querausschlag der Knüppelanlage des
Doppelsteuers im Rumpf. Das Steuersignal wird ausschließlich über Steuerstangen
übertragen. Über den in der Mitte des Hauptholmes montierten Differenzierhebel wird das Ausschlagsverhältnis (Differenzierung) von positivem zu negativem Ausschlag der
Querruder eingestellt. Die Quersteuerung wird durch einstellbare Anschläge an der
Knüppelanlage sicher in ihren Ausschlägen begrenzt.
7.3.2 Höhensteuerung und Trimmung
Die Höhensteuerung erfolgt über „Ziehen“ und „Drücken“ der Knüppelanlage des
Doppelsteuers im Rumpf. Das Steuersignal wird ausschließlich über Steuerstangen
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Seite:
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Abschnitt 7
SYSTEMBESCHREIBUNG
übertragen. Die Höhensteuerung wird durch einstellbare Anschläge an der
Knüppelanlage sicher in ihren Ausschlägen begrenzt.
Die Trimmung ist als elektrische Federkrafttrimmung ausgeführt, die auch bei voller
Vertrimmung (Trim-Runaway) problemlos vom Piloten überdrückt werden kann. Betätigt wird die elektrische Trimmung über einen Wipp-Tastschalter, der sich hinter der
Triebwerksbedienung auf der Mittelkonsole befindet. Die Trimmeinstellung des
Flugzeuges wird durch einen Stellungsgeber ermittelt und auf der Trimmanzeige angezeigt.
Durch Drücken des Schalters nach vorne wird kopflastig und durch Drücken nach hinten schwanzlastig getrimmt. Der Schalter aktiviert einen elektrischen Stellmotor, der unter dem Gepäckraumboden parallel zur Höhensteuerstange montiert ist. Der
Stellmotor bewegt ein vorgespanntes Spiralfederpaar, das auf die Höhensteuerstange je nach Stellung des Stellmotors eine Kraft ausübt.
Der elektrische Kreis der Trimmung ist über einen eigenen Sicherungsschalter, der im
Falle einer Fehlfunktion der Trimmung gezogen werden kann, abgesichert. Die
Leuchtdioden der Trimmungsanzeige werden durch einen separaten
Sicherungsautomaten kontrolliert. Alle Sicherungen sind gut erreichbar auf der rechten
Seite des Instrumententrägers eingebaut.
7.3.3 Seitensteuerung
Die Seitensteuerung erfolgt durch Betätigung der Fußsteuerpedale gemäß der gewünschten Drehrichtung. Durch je eine Drehwelle für Seitenruder-Links- und
Rechtsausschlag, deren Hebelenden die parallel zugeordneten Pedale des linken und des rechten Sitzes tragen, wird die Koppelung der Doppel-Seitensteuereinrichtung gewährleistet. Die Stellkraft für das Seitenruder wird durch reibungsarm geführte
Stahldrahtseile übertragen. Die Begrenzung der Rudervollausschläge erfolgt durch
Anschläge am Seitenruder-Hauptbeschlag.
Präzises Steuern beim Rollen am Boden und gute Wendigkeit werden durch direkte
Koppelung der Bugradlenkung mit dem Seitenruderantrieb gewährleistet (siehe vorliegendes Flughandbuch Kap. 7.5.1). Kleinste Kurvenradien beim Rollen werden durch zusätzlichen Bremseneinsatz ermöglicht.
Die Anpassung des Steuerpedalabstandes zu den Pilotensitzen ist mit der in weiten
Grenzen stufenlosen Sitzverstellung bequem durchführbar (Sitzverstellung siehe Kapitel
7.6, Abs. 3).
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Abschnitt 7
SYSTEMBESCHREIBUNG
WICHTIGER HINWEIS
Eine Überprüfung der Sitzposition muss vor jedem Starten des Triebwerks vorgenommen werden, um die Bedienbarkeit sowohl der Bugradsteuerung und der
Fußspitzenbremsen als auch des Seitenruders sicherzustellen.
7.3.4 Landeklappensteuerung und Stellungsanzeige
Die Landeklappen werden durch einen elektrischen Servoantrieb verstellt und in der
Lage fixiert. Zur Bedienung ist ein Dreistellungs-Schalter am Instrumentenbrett eingebaut. Die Schalterstellungen mit den zugeordneten Kontrollleuchten entsprechen in der vertikalen Anordnung sinngemäß den Positionen der Klappenendkanten in der 35
Grad Landestellung, der 17 Grad Startstellung und in der eingefahrenen Stellung für den Reiseflug (Schalter und Klappe ganz oben). Bei Änderungen der Schalterstellung erfolgt das Aus- bzw. Einfahren der Klappen soweit, bis bei Erreichen der vorgewählten
Position die Stellbewegung automatisch gestoppt und die Stellung fixiert wird. Durch den selbsthemmenden Spindelantrieb werden die Landeklappen auch bei Stromausfall in ihrer Position gehalten.
Farbmarkierungen am Nasenradius der Landeklappe (siehe Seite 2-10) bieten eine zuverlässige Möglichkeit zur Sichtkontrolle der Landeklappenstellung durch
Lagevergleich mit der Endkante der Tragflächenoberschale. Der Stromkreis des
Landeklappenantriebes wird durch einen Sicherungsautomaten (10 A) mit manueller
Eingriffsmöglichkeit abgesichert. Die Leuchtdioden der Landeklappenstellungsanzeige werden durch einen eigenen Sicherungsautomaten kontrolliert. Alle Sicherungen sind gut erreichbar auf der rechten Seite des Instrumententrägers eingebaut.
7.3.5 Steuerknüppelarretierung
Beim Parken muss das Handsteuer zur Vermeidung von Beschädigungen durch
Windeinfluss festgelegt werden. Hierfür ist der Knüppel bis zum Anschlag zu ziehen und mit dem Bauchgurtsystem durch Schließen des Schlosses und Nachstellen der
Gurtlänge zu sichern.
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7.4 INSTRUMENTENBRETT (Standardausrüstung)
HINWEIS:
Die Positionen 13, 14 und 15 können bzgl. ihrer Einbauposition untereinander getauscht angeordnet sein.
41
41
36
41
37
38
Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
ANMERKUNG:
Der Betriebsstundenzähler ist entweder als Rundinstrument an Position 23 oder in rechteckiger Ausführung an Position 19 eingebaut. Die jeweils andere Position ist dann mit einer Blende verschlossen.
23
40
40
39
24
15
25 35
26
27 28
29
30 31 32
33
34
Angaben zur Mindestinstrumentierung des Flugzeuges sind in Kapitel 2.12 des vorliegenden Flughandbuches enthalten.
25
Nr. Bezeichnung Nr. Bezeichnung Nr. Bezeichnung Nr. Bezeichnung Nr. Bezeichnung Nr. Bezeichnung
1
2
Uhr
Geschwindigkeitsmesser
8
9
Höhenmesser
Variometer
15 Multifunktions-Display
16 Kraftstoffvorratsanzeige
17 Voltmeter
3
Wendezeiger 10 Ladedruckanzeige
4
Außentemperaturanzeige 11 Drehzahlmesser (Prop.) 18 Ampèremeter
5
Künstl. Horizont
12 Intercom PM 501 (opt.) 19 Betriebsstundenzähler
6
Kurskreisel
7
Kompass
13 COM/NAV
14 Transponder
20 Zylinderkopftemperatur
21 Öltemperatur
22 Öldruckanzeige
23 Betriebsstundenzähler
24 Course Dev. Ind. (opt.)
25 Lüftungsdüsen
26 Zündschalter
27 GEN/BAT-Schalter
28 El. Kraftstoffpumpe
29 Hauptschalter Avionik
30 NAV-Lichter
31 Anti-Koll.-Lichter
32 Landescheinwerfer
33 Instrumentenbeleucht.
34 Innenbeleuchtung
35 Landeklappenschalter
36 Trimmanzeige
37 Ladekontrollleuchte
38 Kraftst.-Druckwarnung
39 12V-Steckdose
40 Sicherungsautomaten
41 Nicht belegt/Res.
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
7.4.1 Flugüberwachungsinstrumente
Die Flugüberwachungsinstrumente sind im Instrumentenbrett vor dem linken Sitz angeordnet.
7.4.2 Schalter und zusätzliche Bedienungselemente
Die Schalter für die Stromkreise sind am Instrumentenbrett unterhalb der
Flugüberwachungsinstrumente in einer Reihe neben dem Zündschalter angeordnet.
Die Zugknöpfe für die Betätigung der Vergaservorwärmung, des Choke und der
Kabinenheizung befinden sich an der Bedienkonsole zwischen Instrumentenbrett und
Mittelkonsole. Griffgünstig auf der Mittelkonsole sind die beiden Handhebel für die
Drosselklappenbedienung und die Propellerblattverstellung (blauer Sterngriff) angeordnet. Etwas zurückgesetzt auf dem Mitteltunnel zwischen den Sitzen sind der
Trimmschalter, der Brandhahn-/ Tankwahlschalter und der Zugknopf der Parkbremse eingebaut.
Das Ziehen der Knöpfe von Vergaservorwärmung, Choke, Kabinenheizung und
Parkbremse bewirkt die Aktivierung des jeweiligen Systems. Beispielsweise werden bei gezogenem Choke die Startvergaser zur Anreicherung des Ansauggemisches für den
Kaltstart betätigt, jedoch nur, wenn der Leistungshebel auf Leerlauf (hinterer Anschlag) steht. Der Choke wird bei Loslassen des Bedienungsknopfes selbsttätig durch
Federkraft außer Betrieb gesetzt.
Vollgas und kleinste Propellersteigung (Start) werden durch Vorschieben des
Leistungshebels und des Propellerverstellhebels bis zum Anschlag eingestellt.
2
1 Nr. Bezeichnung
Schalterstellung:
5
8
Linker Tank
3
4
6
Rechter Tank
7
Kraftstoffzufuhr gesperrt
9
1 Chokebetätigung
2
Betätigung Vergaservorwärmung
3 Betätigung Heizung
4 Propellerblattverstellhebel
5 Leistungshebel
6 Trimmschalter
7 Brandhahn/Tankwahlschalter
8 Nicht belegt/Reserve
9 Bedienhebel Parkbremse
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
7.4.3 Kabinenheizung
Für die Heizung wird Stauluft in einer ummantelten Kammer am Auspufftopf erwärmt und bei geöffneter Heizungsklappe durch einen Schlauch ins Cockpit geführt. Am vorderen Teil der Instrumentenbrettabdeckung wird die Warmluftzufuhr für die
Raumheizung und die Scheibenenteisung aufgeteilt.
Der Zugknopf für das Öffnen und Schließen der Heizluftklappe befindet sich auf der
Bedienkonsole zwischen Instrumentenbrett und Mittelkonsole.
7.4.4 Kabinenbelüftung
Zur Frischluftzufuhr sind zwei seitlich am Instrumentenbrett eingebaute, schwenkbare
Düsen vorgesehen. Die Luftströme sind durch Verstellklappen in den Düsenöffnungen für beide Sitze unabhängig hinsichtlich der Ausströmmenge und Richtung einstellbar.
Bei Bedarf können die Schiebefenster zusätzlich zur Belüftung der Kabine eingesetzt werden.
7.5 FAHRWERK
Das Fahrwerk ist als gefedertes Bugradfahrwerk mit Seitensteuer-Koppelung des
Bugrades für präzises Steuern beim Rollen am Boden ausgeführt. Die an zwei
Stahlblattfedern aufgehängten Hauptfahrwerksräder sind mit Scheibenbremsen ausgerüstet, die durch Fußspitzenbetätigung von beiden Sitzen aus betätigt werden können.
Das Flugzeug ist aufgrund des robusten Fahrwerks, der 5 Zoll Räder an Haupt- und
Bugfahrwerk, sowie der stabilen Fahrwerksverkleidungen für den Betrieb auf
Grasgeländen gut geeignet.
7.5.1 Bugfahrwerk und Bugfahrwerkslenkung
Das Bugrad wird von einem Stahlrohr großen Querschnitts, das am Triebwerksträger schwenkbar gelagert ist, getragen. Durch zwei Stützstreben wird ein Teil der Radkräfte
über die unteren Motorträgerverschraubungen direkt am Brandspant in die
Rumpfstruktur eingeleitet.
Gute Federungs- und Dämpfungseigenschaften werden durch ein großzügig dimensioniertes Gummifederpaket, das in einem Federbein geführt ist und direkt auf die
Fahrwerksschwinge/Radgabel wirkt, gewährleistet.
Die Steuerung des Bugfahrwerks erfolgt durch Stoßstangen, die an den Pedalwellen der Seitensteuerung angelenkt sind. Die Steuerung ist auch im Flug im Eingriff.
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
Das gelenkte Bugrad ermöglicht zügiges Rollen, präzise Lenkmanöver und enge
Kurvenradien, auch bei Seitenwind ohne Bremseneinsatz.
Wenden auf engstem Raum wird durch zusätzliches Bremsen des kurveninneren
Rades ermöglicht.
7.5.2 Hauptfahrwerk und Radbremsen
Die Führung und Federung des Hauptfahrwerks erfolgt für beide Seiten getrennt durch je ein Stahlfederblatt. Die Haupträder sind mit hydraulischen Scheibenbremsen ausgestattet. Gebremst werden kann von beiden Sitzen aus durch Betätigung der
Fußspitzenpedale der Seitensteuerung. Die Betätigung der linken und der rechten
Radbremse erfolgt getrennt voneinander durch eigene Bremskreise.
Beim Aufsetzen der Füße auf die kombinierten Lenk-/Bremspedale ist darauf zu achten, dass die Betätigung der Bremsen bei Seitenruder-Vollausschlag nicht durch Anstoßen der Fußspitzen am Brandspant oder an anderen Anbauteilen behindert wird.
7.5.3 Parkbremse
Die Parkbremseinrichtung verwendet die Scheibenbremsen der Hauptfahrwerksräder.
Dazu werden die Bremsleitungen des linken und des rechten Rades nach
Druckbeaufschlagung durch ein handbetätigtes Ventil gesperrt. Der Zugknopf für die
Ventilbedienung befindet sich auf der Konsole des Mitteltunnels. Zur Betätigung wird der Zugknopf bei gleichzeitiger Betätigung der Fußspitzenpedale bis zum Anschlag herausgezogen. Nach Entlastung der Fußbremspedale kann der Bremsknopf in der gezogenen Stellung losgelassen werden.
Zum Lösen der Parkbremse wird der Bedienungsknopf bis zum Anschlag nach unten gedrückt.
7.6 SITZE und SICHERHEITSGURTE
In der AQUILA AT01 sind aus Faserverbundmaterial gefertigte Sitze mit integrierter
Sicherheitskopfstütze und strapazierfähiger, herausnehmbarer Polsterung eingebaut.
Den Ergonomieanforderungen eines breiten Pilotenspektrums wird durch stufenlose
Einstellmöglichkeit der Sitzposition auf nach hinten abwärts geneigter Verschiebeebene entsprochen. Eine Öl/-Gasdruckfeder mit Verriegelungsfunktion fixiert die Sitze in der eingestellten Position.
Die Sitze können ebenso wie Verkleidungsteile am Kabinenboden, die dem Schutz der
Steuerung und anderer Einbauten dienen, für Kontroll- und Wartungsarbeiten ausgebaut werden.
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
Beide Sitze sind mit vierteiligen Sicherheitsgurten mit zentralem Drehgurtschloss ausgestattet. Die Schultergurte besitzen eine Aufrollautomatik. Die Bauchgurte werden von Hand durch Anziehen des nahe des Zentralschlosses an einer
Verbindungsschnalle befindlichen Gurtendes gestrafft. Zum Verlängern der Bauchgurte ist ein leichtes Ankippen der in Zentralschlossnähe angebrachten Verbindungsschnalle erforderlich.
Zum Schließen des Gurtzeugs werden die zungenförmigen Endbeschläge der Gurte nacheinander soweit in die zugeordneten Taschen des Gurtschlosses eingeschoben, bis ein Schnappgeräusch die Verriegelung anzeigt.
Das Öffnen des Gurtzeugs erfolgt unmittelbar, wenn der Drehgriff des Gurtschlosses im
Uhrzeigersinn gedreht wird.
7.6.1 Sitzverstellung
Das Einstellen der Sitzposition wird am besten vor dem Anlegen der Sicherheitsgurte vorgenommen. Dabei ist zu überprüfen, ob alle Bedienungselemente gut zu erreichen und in vollem Umfang bedienbar sind.
Zur Sitzverstellung muss die Öl-/Gasfeder durch Drücken eines Knopfgriffes entriegelt werden. Der Knopfgriff ist unter der Sitzvorderkante an der Oberschenkelauflage neben der Steuerknüppelaussparung im Sitz angebracht.
Aufgrund der Wälzlagerung und Gasfederunterstützung des Sitzes genügt ein kleiner
Krafteinsatz zum Verschieben des Sitzes in die gewünschte Richtung. Durch Loslassen des Knopfgriffes wird der Sitz wieder arretiert.
7.7 GEPÄCKRAUM
Die AQUILA AT01 verfügt hinter den Sitzen über einen großzügig dimensionierten
Gepäckraum, der von außen durch eine abschließbare Klappe verschlossen werden kann. Der Gepäckraum ist auch durch die Kabine zugängig. Zum Beladen mit sperrigen
Gegenständen, die nicht durch die Gepäcktür passen, ist häufig ein Längsversatz der
Sitze von Vorteil.
Der mit Ausnahme eines kleinen Mitteltunnels ebene Gepäckraumboden ist mit einem rutschhemmenden Belag ausgestattet. Die Ladefläche darf mit max. 40 Kilogramm belastet werden. Die Massen- und Schwerpunktsgrenzen des Flugzeuges (siehe
Flughandbuch Kap.6) müssen für jeden Beladungsfall auf Einhaltung überprüft werden.
Die Gepäckraumtür muss im Fluge abgeschlossen sein.
Zur Sicherung der Ladung sind Ösen für Spanngurte um den Gepäckboden angeordnet. Geeignete Spanngurte können vom Flugzeughersteller bezogen werden.
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FLUGZEUGBESCHREIBUNG
Kleinere Gepäckstücke sichert man vorzugsweise durch ein Gepäcknetz, das als
Zubehör erhältlich ist.
WICHTIGER HINWEIS
Bei der Vorflugkontrolle ist sicherzustellen, dass die Gepäcktür abgeschlossen ist.
WICHTIGER HINWEIS
Die Beladungs- und Schwerpunktgrenzen des Flugzeuges müssen eingehalten werden.
7.8 KABINENHAUBE
Die große Kabinenhaube der AQUILA AT01 bietet ausgezeichnete Sichtverhältnisse nach allen Seiten. Sie besteht aus einem hinteren, fest verglasten und einem für den unbehinderten Einstieg weit nach vorne oben aufklappbaren Teil. Als zusätzliche
Belüftungsmöglichkeit und als Notsichtfenster dienen seitliche Schiebefenster in der
Kabinenverglasung.
Die Klapphaube ist über ein in der Haubengabel integriertes Drehscharnier mit dem
Rumpf verbunden und wird bei Öffnung um das Drehscharnier nach vorne geklappt.
Das Öffnen und Verriegeln der Haube erfolgt über einen Drehgriff im Haubenrahmen, der ausschließlich vom linken Sitz bedient wird.
Bei Ziehen und Drehen des Griffes nach hinten (zum Piloten) werden Verschlussbolzen im Haubenrahmen bewegt, die die Haube entriegeln und freigeben. Bei Drücken und
Drehen des Drehgriffes nach vorne wird die am Rumpfrahmen aufliegende Haube verriegelt. Die Bedienung von außen erfolgt in gleicher Weise, jedoch mit umgekehrter
Drehrichtung.
Zum Hochklappen und zum Zuziehen der Haube dient ein Handgriff, der in der Mitte der
Kabinenhaube zwischen den Köpfen der Piloten am Haubenrahmen angebracht ist. Die
Haubenbedienung wird durch eine Gasdruckfeder wirkungsvoll unterstützt.
Der Haubenrahmen und die Haubengabel mit der Gasdruckfeder sind stabil ausgeführt, dennoch muss wegen Geometrie und Größe der geöffneten Haube bei stärkerem Wind mit Beanspruchungen gerechnet werden, die ein unkontrolliertes Auf- und Zuklappen und daraus resultierend eine Beschädigung verursachen können. Um dieses Risiko auszuschließen, sollte die Haube bei Wind nicht länger als nötig offen stehen. Bei
Starkwind muss die Kabinenhaube von Hand gesichert werden.
Für einen eventuellen Notausstieg am Boden wird ein Hammer für das Einschlagen der
Verglasung an Bord mitgeführt. Der Hammer ist an der Rückenlehne des
Copilotensitzes angebracht.
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FLUGZEUGBESCHREIBUNG
WICHTIGER HINWEIS
Beim Verriegeln der Haube muss darauf geachtet werden, dass die Haube am
Rumpfrahmen aufliegt und somit sicher verriegelt. Die sichere Haubenverriegelung muss anschließend durch Hochdrücken am inneren Handgriff überprüft werden.
7.9 TRIEBWERK
Der in der AQUILA AT01 eingesetzte Flugmotor, Typ ROTAX 912 S, ist ein Viertakt-
Ottomotor mit vier Zylindern in Boxeranordnung. Der Saugmotor ist serienmäßig mit einer kontaktlosen Magnet-Kondensator-Doppelzündanlage und einem Stirnraduntersetzungsgetriebe mit mechanischer Schwingungsdämpfung und Rutschkupplung ausgerüstet. Zur Vortriebserzeugung wird ein Verstellpropeller der Firma mt-Propeller mit hydraulischer Constant Speed Regelung eingesetzt.
Der Hubraum des 10,5:1 verdichtenden Motors ist mit 1352 cm
3 angegeben. Der Motor kann mit AVGAS 100 LL oder UL 91 und mit bleifreiem EN 228 Super- oder Superplus betrieben werden. Nach Empfehlung des Motorenherstellers soll bevorzugt unverbleiter
Kraftstoff nach EN 228 (MOGAS) eingesetzt werden.
Beim Einbau in die AQUILA AT01 wird zur Minderung der Geräuschemissionen die
Höchstdrehzahl des Motors durch Begrenzung der kleinstmöglichen Propellersteigung auf 5500 1/min Motordrehzahl, was einer Propellerdrehzahl von 2263 1/min entspricht, eingestellt. Dieser Wert entspricht der vom Motorenhersteller zugelassenen maximalen
Dauerdrehzahl. Für den Betrieb der AT01 steht damit eine Höchstleistung von 69 kW zur Verfügung, die als Dauerleistung nutzbar ist.
Durch die Ausrüstung mit dem Zweiblattpropeller MTV-21-A/175-05 in Holz-Composite-
Bauweise von mt-Propeller und speziell entwickelter Abgasanlage ist die AQUILA AT01 ein äußerst geräusch- und vibrationsarmes Flugzeug. Sie unterbietet mit einem nachgewiesenen Lärmpegel von 64,6 dB(A) den Lärmgrenzwert nach den
„Lärmschutzforderungen für Luftfahrzeuge“ (LSL), Kapitel X um 7,7 dB(A) (siehe
Kapitel 5.2.14 „Lärmwerte“ des vorliegenden Flughandbuches).
Die Integration des Motors in die Flugzeugzelle erfolgt über einen Stahlfachwerkträger, der neben der Motoraufhängung auch zur Aufnahme des Bugfahrwerks, der Batterie sowie diverser Triebwerkskomponenten dient. An diesen Fachwerksträger, der an 4
Verbindungspunkten mit dem Brandschott verschraubt ist, wird der Motor mit dessen
Ringträger (Originalbauteil von ROTAX) schwingungsabsorbierend über Shock-Mounts angeflanscht. Über die hier beschriebene Motoraufhängung werden alle am Triebwerk
(Motor, Getriebe, Propeller) wirkenden Kräfte sowie die Kräfte des Bugfahrwerks am
Brandspant in die Rumpfstruktur eingeleitet.
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7.9.1 Triebwerk
Der ROTAX 912 S verfügt über flüssigkeitsgekühlte Zylinderköpfe, Stauluft gekühlte
Zylinder und Trockensumpfschmierung. Die Gemischaufbereitung erfolgt durch je einen
Vergaser für die Zylinder der linken und der rechten Triebwerkseite. Für die
Wärmeabfuhr des Kühlflüssigkeitskreislaufes und des Schmiersystems sind zwei
Lamellenkühler am Rumpfbug in der unteren Motorverkleidung eingebaut. Die motorseitige Führung der Stauluft-Zylinderkühlung ist durch einen Schlauch mit der runden Einlassöffnung am Bug der unteren Triebwerksverkleidung verbunden. Der
Kühlluftaustritt erfolgt durch eine Öffnung an der Rumpfunterseite, durch die auch das
Abgasendrohr in den Umgebungsluftstrom geführt wird. Die Einzelteile der
Abgasanlage sind zur Vermeidung von Eigenspannungen und Schwingungsbrüchen mit
Kugelpfannen-Steckverbindungen zusammengefügt, und durch Schraubenzugfedern gesichert. Die Verbrennungsluft wird durch einen NACA-Einlass auf der linken Seite der unteren Triebwerksverkleidung zugeführt, gefiltert und vom Triebwerk nach
Strömungsberuhigung in der Airbox und der Gemischbildung in den Vergasern angesaugt. Das Zündgeschirr der Magnet-Kondensator-Doppelzündanlage ist durch
Steckverbindungen (Kerzenstecker) an den Zündkerzen der Zylinder angeschlossen.
Jeder Zylinder ist mit 2 Zündkerzen bestückt, wobei die eine Zündkerze jeweils durch den rechten, die andere durch den linken Zündkreis versorgt wird (s. Betriebshandbuch
ROTAX).
Der Kühlmittelkreislauf wird an einem Ausgleichsbehälter mit Kühlerdeckel, der ungefähr mittig auf der Triebwerkoberseite befestigt ist, befüllt. Mit dem
Ausgleichsbehälter durch einen Schlauch verbunden ist ein transparentes
Überlaufgefäß, das unter einer Service-Klappe auf der rechten Seite der oberen
Triebwerksverkleidung, am Triebwerkträger befestigt ist.
Die Service-Klappe in der oberen Motorverkleidung ermöglicht ohne Demontagen das
Überprüfen und Ergänzen des Kühlmittelstandes und des Ölvorrats. Die Durchführung dieser Überprüfungen ist in Kapitel 4.4.1, „Tägliche Vorflugkontrolle“, beschrieben.
Im Propellergetriebe des Motors ist eine Überlastkupplung sowie ein mechanischer
Drehschwingungsdämpfer integriert. Der Propellerregler ist an der Rückseite des
Propellergetriebes angeflanscht.
Der Propellerregler und das Getriebe werden durch den Ölkreislauf des Motors versorgt. Aus diesem Grund muss das Motoröl eine Reihe spezieller Eigenschaften erfüllen. Empfohlen wird die Verwendung von teilsynthetischen und synthetischen 4-
Takt-Motorradölen mit Getriebezusätzen und einem breiten Wärmewertbereich, die nach dem API-System mit „SG“ oder höher spezifiziert sind. Wegen Rutschgefahr der
Überlastkupplung dürfen sogenannte „Friction Modifier“-Zusätze nicht enthalten sein.
Keinesfalls darf Flugmotorenöl eingefüllt werden, ebenso ist Dieselmotorenöl ungeeignet. Bitte beachten sie hierzu und zu den Ölwechselintervallen die Vorschriften und Empfehlungen des ROTAX-Betriebhandbuches und die ROTAX-Service Instruction
SI-912-016.
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WICHTIGER HINWEIS
Die Betriebsstoffspezifikationen der Firma ROTAX für den Motor 912 S müssen eingehalten werden.
WICHTIGER HINWEIS
Vor jedem Start muss eine Funktionskontrolle der beiden Zündkreise durchgeführt werden. Weitere Angaben zum Motor sind dem Motorbetriebshandbuch zu entnehmen.
7.9.2 Leistungshebel und Choke
Der Leistungshebel ist sowohl für den Piloten als auch für den Copiloten ergonomisch günstig auf der Mittelkonsole links neben dem Propellerblattverstellhebel (blauer
Sterngriff) angeordnet. Bei der Bedienung des Leistungshebels werden die
Drosselklappen der beiden Vergaser synchron durch zwei Bowdenzüge angesteuert.
Für volle Motorleistung (max. Ladedruck) werden der Leistungshebel und der
Propellerblattverstellhebel bis zum vorderen Anschlag geschoben. Motor-Leerlauf wird durch Zurückziehen des Leistungshebels an den hinteren Anschlag eingestellt.
Die Choke-Betätigung der beiden Vergaser erfolgt durch Ziehen des runden Choke-
Betätigungsknopfes, der zusammen mit den Bedienknöpfen der Vergaservorwärmung und der Kabinenheizung auf der Bedienkonsole zwischen Instrumentenbrett und
Mittelkonsole vor dem Leistungs- und Propellerblattverstellhebel angeordnet ist. Bei
Chokebetätigung wird durch die Startvergaser eine Treibstoffanreicherung des
Verbrennungsgemisches bewirkt. Die Startvergaser arbeiten nur, wenn der
Leistungshebel auf Leerlauf steht.
Der Choke darf nur kurzzeitig bei Kaltstarts gezogen werden. Nach dem Loslassen wird der Bedienknopf selbsttätig durch Federn in die „AUS“-Position zurückgestellt.
WICHTIGER HINWEIS
Das Erreichen der Anschlagstellungen des Choke und der Drosselklappenbetätigung am Vergaser muss regelmäßig überprüft werden.
Vor jedem Start muss die vollständige Rückstellung des Choke-Betätigungsgriffes
überprüft werden.
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FLUGZEUGBESCHREIBUNG
7.9.3 Propeller und Propellerverstellung
Zur Schuberzeugung wird in der AQUILA AT01 ein Zweiblattverstellpropeller mit hydraulischer Constant Speed-Regelung in Holz-Composite-Bauweise eingesetzt.
Die Propellerblätter sind mit Faserverbundkunststoffmaterial ummantelt und an der
Vorderkante mit einem Steinschlagschutz aus Edelstahl sowie im nabennahen Bereich mit einer Schutzfolienbeschichtung ausgerüstet.
Die Verstellung der Blätter erfolgt über einen hydraulischen Propellerregler, der gegen
Federkraft die Blattsteigung erhöht. Die ölhydraulische Regelung hält eine einmal vorgewählte Drehzahl bei Veränderungen der Fluggeschwindigkeit und/oder der
Leistung konstant (constant-speed-Regelung). Bei Ausfall des Öldruckes werden die
Propellerblätter auf kleinste Steigung gestellt, womit ein Weiterfliegen mit voller
Leistung möglich ist. Der Propeller besitzt keine Segelstellung.
Die Drehzahl wird am Propellerblattverstellhebel, der im Blickfeld des Piloten, für die
Betätigung gut erreichbar, rechts neben dem Leistungshebel auf der Mittelkonsole angeordnet ist, vorgegeben. Kleinste Steigung bzw. größte Drehzahl werden durch nach vorne Schieben des Propellerverstellhebels bis zum vorderen Anschlag eingestellt. Mit dieser Hebelstellung wird bei Vollgas die maximale Motorleistung bei größtmöglicher Propellerdrehzahl, wie in der Regel für Start und Anfangssteigflug erforderlich, eingestellt. Für den Landeanflug wird zur Verbesserung der Schubleistung bei einem eventuellen Durchstartmanöver und zur Erhöhung des Widerstandes der
Luftschraube im Leerlauf ebenfalls auf kleine Steigung eingestellt. Im Steig- und im
Reiseflug werden wie üblich der Ladedruck (Leistungshebelstellung) und die
Propellersteigung aufeinander abgestimmt. Informationen dazu sind in Kapitel 5 des vorliegenden Flughandbuches und dem Betriebshandbuch für ROTAX 912 S zu entnehmen.
WICHTIGER HINWEIS
Der Propellerblattverstellhebel sollte beim Abbremsen vor dem Start mehrmals zügig zwischen den Anschlägen verstellt werden. Dies dient nicht nur zur Ölbefüllung des
Reglers und als Funktionskontrolle, sondern es wird damit ein Spülvorgang zur
Vermeidung von Schlammablagerungen (Blei aus dem Treibstoff) durchgeführt.
7.9.4 Vergaservorwärmung
Durch Einschalten der Vergaservorwärmung wird den Vergasern vom Triebwerk erwärmte Luft zugeführt. Der Betätigungszugknopf befindet sich links auf der
Bedienkonsole zwischen Instrumentenbrett und Mittelkonsole angeordnet. Beim Ziehen der Vergaservorwärmung wird eine Doppelventilklappe am Lufteinlass der Airbox betätigt, die den Außenluftzustrom sperrt und die Warmluftzuführung öffnet.
Durch korrekte Nutzung der Vergaservorwärmung wird die Gefahr eines leistungsmindernden Eisansatzes im Vergaser, der bis zum Motorausfall führen kann,
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FLUGZEUGBESCHREIBUNG
vorbeugend vermieden. Ein bereits vorhandener Eisansatz kann mit der
Vergaservorwärmung in vielen Fällen langsam abgetaut werden, wenn die
Leistungseinstellung des Triebwerks so wenig wie möglich verändert wird.
Die Vergaservorwärmung muss nach den allgemein üblichen Regeln und Verfahren eingesetzt werden.
Die Funktionsüberprüfung der Vergaservorwärmung gehört zu jeder Vorflugkontrolle.
Bei 1700 1/min Propellerdrehzahl muss ein Drehzahlabfall von mindestens
20 – 50 1/min am Drehzahlmesser abzulesen sein.
WICHTIGER HINWEIS
Die eingeschaltete Vergaservorwärmung mindert die Motorleistung.
7.10 TREIBSTOFFSYSTEM
Das Flugzeug ist mit je einer drainbaren Integraltankzelle im rechten und im linken
Tragflügel ausgerüstet. Die Füllmenge beträgt ca. 60 Liter pro Tankzelle. Die nicht ausfliegbare Restmenge beträgt 5,2 Liter bei jedem Tank.
Die Tankzellen sind im inneren Drittel der jeweiligen Tragflügelhälfte vor dem Holm eingebaut. Sie werden aus den im Tankbereich verstärkten Ober- und Unterschalen der
Tragflächen, dem Holm und einer inneren und einer äußeren Tankrippe zur seitlichen
Begrenzung gebildet.
Pro Integraltankzelle ist eine abschließbare Tankdeckeleinheit, die mit dem
Flugzeugmassesystem elektrisch leitend verbunden ist, oberflächenbündig in die
Flügeloberschale eingeklebt.
Die Treibstoffversorgung der beiden Vergaser erfolgt durch die motorseitig integrierte, mechanische Treibstoffpumpe aus dem am kombinierten Brandhahn-/
Tankwahlschalter vorgewählten Tank. Die Ausfallsicherheit der Treibstoffversorgung kann durch Einschalten einer zusätzlichen elektrischen Treibstoffpumpe erhöht werden.
Überschüssiger Treibstoff wird über Rücklaufleitungen und das Ventil des
Tankwahlschalters in denselben Tank zurückgefördert.
Zu geringer Treibstoffdruck in den Zuleitungen der Vergaser (unter 0,15 bar bzw.2,2 psi) wird durch einen Drucksensor erfasst und durch eine rote Warnlampe auf dem
Instrumentenbrett angezeigt. Bei zu geringem Treibstoffdruck muss die elektrische
Treibstoffpumpe zugeschaltet werden.
Eine Prinzipskizze des Treibstoffsystems ist auf der folgenden Seite eingefügt.
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B.25
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
WICHTIGER HINWEIS
1
2
3
12
13
14
15
16
17
4
5
6
7
8
9
10
11
In Bodennähe wie bei Start und Landung, sowie im Falle der Signalisierung zu geringen
Treibstoffdruckes muss die elektrische Treibstoffpumpe zugeschaltet werden.
Abbildung Treibstoffsystem
NN
Drain-Ventil
Grobfilter
Feinfilter
Elektrische Pumpe
Brandhahn/Tankwahlschalter
Mechanische Pumpe
Vergaser
Warnleuchte
Kraftstoffmengenanzeige, Dual
Tankeinfüllöffnung
Brandspant
Motor
Kraftstoffrücklaufleitung
Füllstandsgeber
Kraftstoffverteiler motorseitig
Kraftstoffversorgungsleitung
14
8
13
16
7
4
5
2
6
17
9
10
12
Entlüftung
Entlüftung
15 15
Linker Tank
Rechter Tank
11
2
3
14 3
2
11
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
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13.04.2015
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7 - 20
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
7.10.1 Tankanlage und Entlüftung
Die Innenwände der Composite-Integraltanks sind zum Schutz der
Faserverbundstruktur mit einem speziellen Tankdichtmaterial versiegelt
.
Kraftstoffbewegungen im Bereich der Tankentnahmestutzen und der eingebauten
Füllstandssensoren werden durch eine Schwallrippe mit spezieller Lochung weitgehend gedämpft.
Die Entlüftung der Tanks erfolgt durch Rohrleitungen, die an der höchsten Stelle der
Tanks, im Bereich der äußeren Tankrippen, angeschlossen sind und an den Winglets in den freien Luftstrom geführt werden.
An den inneren Tankrippen ist der mit einem entnehmbaren Filtersieb ausgerüstete
Tankauslass über dem Sumpfniveau eingebaut. Von dort fließt der Kraftstoff des geschalteten Tanks durch das Brandhahn-/Tankwahlventil im Mitteltunnel des Rumpfes, die elektrische Treibstoffpumpe und die mechanische Treibstoffpumpe des Motors zum
Kraftstoffverteiler und von dort zu den Schwimmerkammern der Vergaser. Der Rücklauf des überschüssigen Treibstoffes führt vom Kraftstoffverteiler über das Brandhahn-
/Tankwahlventil zurück in den geschalteten Tank.
Die Einbauten an den inneren Tankrippen sind durch einen Service-Deckel in der
Flügelunterschale für Wartungsarbeiten gut erreichbar.
Zur Entnahme von Kraftstoffproben ist am tiefsten Punkt des Tanksumpfes in der unteren Tankschale je ein manuell bedienbares Drainageventil eingeschraubt. Ein weiteres Drainageventil befindet sich an der tiefsten Stelle des Treibstoffsystems an der
Rumpfunterseite vor dem Brandspant.
7.10.2 Brandhahn
Der Brandhahn hat die Funktion eines Absperr-/Wegeventiles für das Absperren der
Kraftstoffzufuhr und die Tankwahlschaltung. Die Bedienungseinheit ist griffgünstig im
Blickfeld des Piloten auf der Mittelkonsole positioniert (s. Abbildung auf S. 7.10).
Die drei möglichen Schaltstellungen LEFT / RIGHT und OFF werden durch Drehen eines roten, pfeilförmigen Handhebels eingestellt und in den Schaltstellungen selbsttätig durch einen Federbolzen zentriert.
Die Stellung OFF ist nur bei gleichzeitigem ZIEHEN des Rastungsknopfes und
DREHEN des Schalters einstellbar. Dabei werden die Vor- und Rücklaufleitungen beider Tanks gesperrt. Diese Schaltstellung wird durch den schräg nach rechts hinten weisenden Pfeildrehgriff angezeigt (s. Abbildung auf S. 7-10).
In den beiden Betriebsstellungen sind die Vor- und die Rücklaufleitungen des jeweils geschalteten Tanks am Umschaltventil geöffnet, während die Leitungen des nicht
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7 - 21
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
genutzten Tanks gesperrt sind. Der Pfeildrehgriff zeigt dabei schräg nach vorne zur
Seite des geschalteten Tanks.
Es wird empfohlen, die Füllstände der Tanks auf etwa gleichem Niveau zu halten.
Das Umschalten vom einen auf den anderen Tank sollte in max. 60 Minuten Abständen erfolgen.
7.10.3 Elektrische Treibstoffpumpe und Treibstofffilter
Die elektrische Treibstoffpumpe ist ohne Bypassleitung in die Vorlaufleitung eingebaut.
Hierdurch wird auch bei ausgeschalteter elektrischer Treibstoffpumpe der gesamte
Treibstoffstrom durch einen im Pumpengehäuse integrierten, herausnehmbaren
Feinsiebfilter geleitet.
Die Montageposition der elektrischen Treibstoffpumpe befindet sich am Brandspant motorraumseitig, im unteren Bereich. Am Pumpenboden, der tiefsten Stelle des
Treibstoffsystems, ist ein Drainageventil eingebaut, das zur Entnahme von
Treibstoffproben an der Unterseite der Triebwerkverkleidung von außen zugänglich ist.
Ein weiterer, in der mechanischen Treibstoffpumpe eingebauter Feinsiebfilter ist nur durch Pumpentausch erneuerbar.
Die elektrische Treibstoffpumpe ist an das 12 Volt-Bordnetz angeschlossen und wird durch einen Kippschalter an der Schalterleiste des Instrumentenbretts ein- und ausgeschaltet.
Die elektrische Kraftstoffpumpe muss bei Start und Landung zur Erhöhung der
Sicherheit, im Falle zu geringen Treibstoffdruckes und in kritischen Flugphasen eingeschaltet werden.
Eine Funktionsüberprüfung des Pumpenmotors am Boden wird durch das tickende
Laufgeräusch ermöglicht. Siehe dazu Kap. 4.4 , „Vorflugkontrollen“ des vorliegenden
Handbuches.
7.10.4 Treibstoff-Füllstandsanzeige
Zwei Füllstandssensoren, die in der inneren Tankrippe der jeweiligen Tankzelle montiert sind, senden je nach Füllstand ein Signal an eine Dual-Anzeige im Instrumentenpanel.
Die Füllstandsanzeigen der beiden Tanks haben Markierungen für VOLL, ¾, ½, ¼, und
LEER.
Die Lageabhängigkeit der gut ablesbaren Anzeigen im Fluge kann als gering bezeichnet werden. Jedoch arbeiten Meßsysteme nie fehlerfrei und müssen bei fehlender Redundanz aufgrund möglicher Schäden als unsicher angenommen werden.
Deshalb wird mit dem Flugzeug ein Prüfstab mit Markierungen für den Füllstand geliefert. Der Prüfstab ist bei möglichst horizontaler Flugzeugausrichtung am
Tankeinfüllstutzen senkrecht in den Tank einzuführen, so dass das Griffstück des
Peilstabes komplett auf der Tragflügelaußenschale aufliegt. Nach dem Herausziehen des Prüfstabes kann anhand der Benetzung und den Markierungen am Stab der
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
Füllstand ermittelt und eine Überprüfung der elektrischen Anzeigen durch Vergleichen vorgenommen werden. Diese Überprüfung muss mindestens bei den täglichen
Kontrollen durchgeführt werden. Der Prüfstab muss deshalb stets als
Ausrüstungsgegenstand an der Innenseite der Gepäckraumklappe mitgeführt werden.
Tankfüllstand: 1/4
Tankfüllstand: 1/2
Griffstück
Tankfüllstand: 3/4
Einkerbung 1 Einkerbung 2
HINWEIS:
Eine Markierung für den vollen Tank ist auf dem
Peilstab nicht vorhanden, da dieser Füllstand visuell im Tank ohne Hilfsmittel ersichtlich ist.
WICHTIGER HINWEIS
Die Treibstoff-Füllstandsanzeigen müssen täglich mit dem Prüfstab überprüft werden.
Dazu ist das Flugzeug in möglichst horizontaler Lage auszurichten.
Die Markierungen des Prüfstabes zeigen den Füllstand ½ und ¾ Tankfüllung.
WICHTIGER HINWEIS
Beim Betanken des Flugzeuges muss das Erdungskabel am Erdungspunkt angeschlossen werden (am Auslass des Abgasendrohres, s.a. Placard 39, Seite 2-17).
7.10.5 Tankdrain-Vorrichtung
In den Tanks ist jeweils an der tiefsten Stelle in der vom Holm und der inneren
Tankrippe gebildeten Ecke ein manuell zu betätigendes Drainageventil eingebaut. Ein weiteres Drainageventil ist an der tiefsten Stelle des gesamten Treibstoffsystems, am
Boden der elektrischen Treibstoffpumpe, positioniert. Das Ventil ist auf der Unterseite des Rumpfvorderteiles im Bereich des Brandspantes angebracht. Es kann ohne
Demontagen bedient werden.
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
Die Halterung für den Drainagebecher befindet sich auf der Innenseite der
Gepäckraumklappe.
WICHTIGER HINWEIS
Die Überprüfung des Treibstoffsumpfes auf Wasser und sonstige Verunreinigungen gehört zu jeder täglichen Kontrolle. Die Proben sind an allen drei Drainageventilen zu entnehmen, bevor der Treibstoffsumpf durch Bewegen des Flugzeuges vermischt wurde.
7.11 ELEKTRISCHE ANLAGE
Das Bordnetz der AT01 ist ein 12 Volt Gleichstromsystem, das von einem Generator
über eine Batterie gespeist wird. Die Steuerung der elektrischen Verbraucher erfolgt
über Kippschalter an der linken unteren Instrumentenbrettseite, wenn der rote Batterie-/
Generator-Hauptschalter (GEN/BAT-Doppelschalter) eingeschaltet ist. Die einzelnen
Stromkreise der Verbraucher werden durch Sicherungsautomaten, die in einem
Bedienfeld auf der rechten Seite des Instrumentenbretts übersichtlich angeordnet sind, abgesichert.
Völlig unabhängig vom Bordnetz arbeiten die Steuerung und die Versorgung der zwei
Motorzündkreise sowie das elektronische Meßsystem für die Motordrehzahl.
7.11.1 Stromversorgung und Batteriesystem
Eine 12 Volt Bleibatterie ist über eine 50 Ampere Hauptsicherung und den roten
Batterie-/Generator-Hauptschalter an das Bordnetz angeschlossen. Bei Motorbetrieb wird die Batterie von einem externen 40 Ampere Generator mit integriertem Regler über die Generatorsicherung (50 Ampere) geladen. Der Antrieb des luftgekühlten Generators erfolgt über einen untersetzten Keilriementrieb durch die Propellerwelle.
Ein ungenügender Ladevorgang wird durch das Aufleuchten der roten
Ladekontrollleuchte in der Mitte oben auf dem Instrumentenbrett angezeigt. Zusätzlich sind zur Überwachung des Ladestromes und des Ladezustandes der Batterie ein
Amperemeter und eine Spannungsanzeige auf der rechten Seite des
Instrumentenbretts eingebaut.
Im Notfall ist eine intakte und aufgeladene Batterie in der Lage, alle
Gleichstromverbraucher mindestens eine halbe Stunde lang mit Strom zu versorgen.
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
7.11.2 Zündung und Starter
Die am Motor integrierte, elektronisch gesteuerte Magnet-Kondensator-Zündanlage besitzt zwei voneinander unabhängige Zündkreise, deren Funktion vom Bordnetz unabhängig ist. Die Zündung wird mit dem Schlüsselschalter des Zündschlosses eingeschaltet. Bei weniger als 100 Propellerumdrehungen pro Minute wird die Zündung von der internen Steuerelektronik unterbrochen.
Der Zündschalter kann aus der Stellung „OFF“ durch Rechtsdrehung in die Positionen
„R“, „L“ und „BOTH“ geschaltet werden. Durch Weiterdrehen nach rechts gegen eine
Federkraft in die Stellung „START“ wird der elektrische Anlasser für den Motor aktiviert und beim Loslassen des Schlüssels wieder deaktiviert.
Mit den Schaltstellungen „R“ und „L“ wird jeweils einer der beiden Zündkreise zur
Zündkreisüberprüfung abgeschaltet. Bei eingestellten 1700 Propellerumdrehungen pro
Minute und anschließender Abschaltung eines Magnets darf der Drehzahlabfall 120
Umdrehungen pro Minute nicht überschreiten. Der Unterschied zwischen den
Drehzahlabfällen beider Magnete darf bei nicht mehr als 50 Propellerumdrehungen pro
Minute liegen.
Weitere Informationen zur Triebwerkbedienung und zu den Vorflugkontrollen sind dem
Betriebshandbuch für ROTAX Motor Type 912 S zu entnehmen.
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FLUGZEUGBESCHREIBUNG
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Abb.: Blockschaltbild Elektrik
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7 - 26
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FLUGZEUGBESCHREIBUNG
7.11.3 Elektrische Verbraucher und Sicherungssystem
Alle Verbraucher sind jeweils einzeln über Push-Pull-Sicherungsautomaten oder über
Kippschalter mit Sicherungsfunktion ein- und ausschaltbar.
COM-/NAV-Geräte sowie andere Avionikgeräte werden über den Avionik-Hauptschalter sowie separate Sicherungsautomaten abgesichert und mit Bordspannung versorgt.
Geräte, die während des Betriebes öfter bedient werden müssen (elektrische Treibstoff-
Pumpe, Anti-Collision-Lights, etc.), sind jeweils mit einem eigenen Kippschalter mit
Sicherungsfunktion ausgestattet, die sich am unteren linken Rand des
Instrumentenbrettes befinden. Die Sicherungsautomaten für alle übrigen elektrischen
Verbraucher befinden sich auf der rechten Seite des Panels (s. Abbildung in Kapitel 7.4,
S. 7-9).
7.11.4 Voltmeter und Amperemeter
Das Voltmeter zeigt den Spannungszustand im Stromnetz bzw. der Stromquelle an.
Die Anzeige ist in drei verschiedenfarbige Spannungsbereiche unterteilt.
Rot
Rot-Grün schraffiert
Grün
Rote Linie
8-11 Volt
11-12
12-15
15-16
Volt
Volt
Volt
Das Amperemeter zeigt den Stromfluss zwischen der Batterie und dem Stromnetz an.
Wird die Batterie geladen steht der Zeiger im (+) Bereich, wird sie entladen steht die
Anzeige im (-) Bereich. Versorgt die Batterie das elektrische System des Flugzeuges, so steht der Zeiger im negativen Bereich. Eine solche Anzeige bei normalem
Motorbetrieb ist ein Anzeichen für eine Fehlfunktion des Generators.
7.11.5 Ladekontrollleuchte (Generatorwarnlampe)
Die rote Generatorwarnlampe ist AUS bei Normalbetrieb.
Die Warnlampe leuchtet ROT nur bei:
- Generatorausfall (externer Generator liefert keinen Strom)
Als Stromquelle für die Verbraucher verbleibt dann ausschließlich die Batterie.
Die Zündung des Triebwerks ist davon nicht betroffen, da sie ausschließlich von der
Funktion des internen Zündgenerators abhängt.
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7 - 27
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
7.11.6 Kraftstoffdruckwarnlampe
Fällt der Kraftstoffdruck in der Kraftstoffleitung am Verteiler vor den Vergasern auf ein
Niveau unter 0,15 bar wird durch einen Druckschalter die Kraftstoffdruckwarnlampe aktiviert d.h. sie leuchtet ROT. Ursachen hierfür können sein:
- Kraftstoffmangel.
- Dampfblasenbildung im Kraftstoff.
7.11.7 Triebwerküberwachungsinstrumente und Tankanzeige
Zylinderkopf- und Öltemperatur sowie Öldruck werden von analogen Zeigerinstrumenten angezeigt, die ihr Signal von im Motor eingebauten Messgebern in Form eines zur Messgröße proportionalen elektrischen Stromes erhalten.
Die analoge, duale Tankanzeige erhält ihre Messsignale von je einem im Tank positionierten Füllstandssensor.
7.11.8 Externe Starthilfe
Bei Außentemperaturen tiefer als –10°C wird der Einsatz einer externen Starthilfe empfohlen. Eine Außenbordsteckdose ist optional als externe Starthilfe vorgesehen.
Die Außenbordsteckdose ist auf der rechten Seite unterhalb der Batterie angebracht und ist über eine Service-Klappe in der Motorverkleidung zugänglich.
Es wird eine dreipolige verpolungsgeschützte Steckdose nach MIL-Norm eingesetzt.
Die elektrische Versorgung des Startermotors sowie des Bordnetzes wird über ein
Relais, das die Verbindung zur externen Starthilfe herstellt, gewährleistet, wobei die
Bordbatterie, solange die Spannung an der Außenbordsteckdose anliegt, über ein weiteres Relais vom Bordnetz getrennt wird, um ein unkontrolliertes Be- oder Entladen der Bordbatterie zu verhindern.
WARNUNG
Wird das Flugzeug mit einer externen Starthilfe gestartet, so ist darauf zu achten, dass sowohl Personen wie auch Kabelverbindungen sich jederzeit deutlich außerhalb des
Propellerkreises befinden.
Beim Anlassen des Triebwerkes mit externer Starthilfe ist wie folgt vorzugehen:
•
•
Externe Starthilfe an der Außenbordsteckdose einstecken und einschalten.
ALT/BAT-Schalter auf EIN schalten.
•
Triebwerk nach Angaben in Kap. 4.5.2 „Anlassen des Triebwerkes“ starten.
•
Stromversorgungskabel aus der Außenbordsteckdose ziehen.
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
7.12 STAU- und STATIKDRUCKSYSTEM
In der Unterschale des linken Tragflügels befindet sich eine Prandtl-Sonde, die an zwei getrennten Schlauchanschlüssen den statischen und den Gesamtdruck liefert. Über
Schläuche werden die Drücke durch den Flügel zur Flügelmitte geführt. Dort befinden sich Wasserabscheider und Trennstellen für die Demontage des Flügels.
Abbildung: Stau-/Statikdruckanlage Übersicht
Eine weitere Trennstelle befindet sich hinter dem Instrumentenbrett, wo sich auch die
Staubfilter befinden. Von dort aus wird der Gesamtdruck ebenfalls mit einem Schlauch zum Gesamtdruckanschluss des Fahrtmessers geführt. Der statische Druck wird über
Schlauchverbindungsstücke zu Fahrtmesser, Höhenmesser, Variometer und
Höhenkodierer verzweigt.
Ein im Cockpitboden auf der Pilotenseite (Vorderseite des vorderen Querkraftspantes) befestigtes Ausgleichsgefäß wird über einen Schlauch mit dem entsprechenden
Eingang des Variometers verbunden.
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
Der Fehler des Statikdrucksystems kann für die Höhenmessung vernachlässigt werden.
Eine Kalibrierkurve der Fahrtmesseranlage befindet sich in Abschnitt 5 des
Flughandbuches.
Um Verschmutzungen des Stau-/Statikdrucksystems vorzubeugen, sollte das Prandtl-
Rohr bei jedem Abstellen des Flugzeuges mit dem mitgelieferten Staurohrschutz mit anhängender Warnflagge „Remove before Flight“ abgedeckt werden.
Bei Verdacht auf Fehlfunktion in den Geräten, die auf das Stau-/Statikdrucksystems zurückgreifen, ist das Stau-/Statikdrucksystem auf Verschmutzung, Verstopfung
(eingedrungenes Wasser, Fremdkörper, abgeknickte Leitung) und auf Undichtigkeit zu untersuchen. Eher selten ist ein Geräteschaden die Ursache.
WICHTIGER HINWEIS
Bei der täglichen Kontrolle ist der Staurohrschutz zu entfernen und eine
Funktionsprüfung der Fahrtmesseranlage durchzuführen. Dazu wird das Prandtl-Rohr von vorne aus ca. 10 cm Abstand kurzzeitig angeblasen, während eine zweite Person den Ausschlag des Zeigers beobachtet.
Bei den Vorflugkontrollen ist durch Überprüfung sicherzustellen, dass der
Staurohrschutz von der Sonde entfernt wurde.
7.13 ÜBERZIEHWARNUNG
Ein Unterschreiten der 1,1-fachen Überziehgeschwindigkeit in allen
Landeklappenstellungen wird durch einen lauten Signalton angezeigt.
Bei Annäherung an die Überziehgeschwindigkeit wird durch die veränderte Anströmung des Tragflügels ein Schalter an der Vorderkante des linken Tragflügels aktiviert, der einen Stromkreis schließt und so über einen Signalgenerator und einen Lautsprecher solange einen Signalton erzeugt, wie dieser Strömungszustand aufrecht erhalten wird.
WICHTIGER HINWEIS
Der Schalter für die Überziehwarnung ist empfindlich gegenüber mechanischer
Belastung und übermäßigem Spritzwasser. Dies ist beim Reinigen des Flugzeuges besonderes zu beachten!
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B.25
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AQUILA AT01
Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
7.14 COM- / NAV-AUSSTATTUNG
Im Mittelteil des Instrumentenbrettes sind je nach Ausstattung COM-/NAV-Geräte, ein
Transponder oder ein Multifunktionsdisplay untergebracht. Einzelheiten zu den Geräten sind den entsprechenden Flughandbuch-Ergänzungen im Abschnitt 9 zu entnehmen.
Das COM-Gerät wird über die Sendetaste am Steuerknüppel aktiviert.
Im hinteren Bereich des Mitteltunnels sind Anschlussmöglichkeiten für Kopfhörergarnituren vorgesehen.
Die Bedienung der COM- und NAV-Ausstattung wird im Abschnitt 9 beschrieben.
Dokument Nr.:
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Datum:
13.04.2015
Seite:
7 - 31
Aviation
7.15
NICHT BELEGT
FLUGHANDBUCH
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[Absichtlich freigelassen]
Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
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FM-AT01-1010-100
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B.25
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13.04.2015
Seite:
7 - 32
Aviation
8.1
ABSCHNITT 8
HANDHABUNG, INSTANDHALTUNG und WARTUNG
EINFÜHRUNG
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 8
HANDHABUNG, INSTANDHAL-
TUNG UND WARTUNG
Seite
8-2
8.2
8.3
WARTUNGSINTERVALLE FLUGZEUG
ÄNDERUNGEN und REPARATUREN am FLUGZEUG
8.4 HANDHABUNG am BODEN und STRASSENTRANSPORT
8.4.1
8.4.2
8.4.3
8.4.4
8.4.5
Rangieren und Schleppen am Boden
Parken
Verankern am Boden
Aufbocken
Straßentransport
8.5 REINIGUNG und PFLEGE
8.5.1
8.5.2
8.5.3
8.5.4
8.5.5
Lackoberflächen
Kabinenhaube
Propeller
Motor
Innenraum, Sitze und Teppiche /Verkleidung
8-2
8-2
8-6
8-6
8-7
8-7
8-8
8-8
8-3
8-3
8-4
8-4
8-4
8-5
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B.22
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B.12 (17.09.2008)
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8 - 1
Aviation
8.1 EINFÜHRUNG
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 8
HANDHABUNG, INSTANDHAL-
TUNG UND WARTUNG
In Abschnitt 8 werden die Verfahren zur korrekten Handhabung der AQUILA AT01 am
Boden beschrieben und Informationen zur Reinigung und Pflege gegeben. Darüber hinaus werden die Bestimmungen zu den vorgeschriebenen Wartungsintervallen sowie zu Änderungen und Reparaturen am Flugzeug aufgezeigt.
8.2 WARTUNGSINTERVALLE FLUGZEUG
Regelmäßig alle 100 Flugstunden ist eine Inspektionskontrolle durchzuführen.
Die erforderlichen Kontroll- und Wartungsmaßnahmen sind dem Maintenance Manual der AQUILA AT01, dem Betriebshandbuch ROTAX 912 Serie und der Betriebs- und
Einbauanweisung des Propellers zu entnehmen.
Bei Neuflugzeugen ist nach 25 Flugstunden eine einmalige Sonderkontrolle, vom
Umfang vergleichbar mit einer 100 Stunden Kontrolle, fällig. Bei Neu- und
Überholungsmotoren ist ebenfalls nach den ersten 25 Betriebsstunden eine
Motorkontrolle zu absolvieren.
WICHTIGER HINWEIS
Beim Betrieb des Motors mit AVGAS ist das vorgeschriebene Ölwechselintervall auf 50
Stunden reduziert.
8.3 ÄNDERUNGEN und REPARATUREN am FLUGZEUG
Änderungen am Flugzeug dürfen nur mit Genehmigung der zuständigen
Luftfahrtbehörde vorgenommen werden. Durch dieses Verfahren wird sichergestellt, dass eine Beeinflussung der Lufttüchtigkeit des Flugzeuges ausgeschlossen ist.
Für Reparaturen und Lackierungen ist das gültige Maintenance Manual der AQUILA
AT01 zu beachten.
Bei Schäden am Flugzeug, deren Ursache unbekannt oder unklar ist und vor großen
Reparaturen muss der Hersteller informiert werden.
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B.22
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Seite:
8 - 2
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 8
HANDHABUNG, INSTANDHAL-
TUNG UND WARTUNG
8.4 HANDHABUNG am BODEN und STRASSENTRANSPORT
8.4.1 Rangieren und Schleppen am Boden
8.4.1.1 Flugzeug vorwärts von Hand ziehen
Das Flugzeug kann auf festen, ebenen Untergrund einfach und sicher von einer Person mit der Schleppgabel, die am Bugrad eingehängt wird, gezogen und gesteuert werden.
Vor dem Einhängen der Schleppgabel ist die Luftschraube durch Vorwärtsdrehen in möglichst horizontaler Lage auszurichten. Beim Abstellen des Flugzeuges sollte die
Zuggabel grundsätzlich ausgehängt werden.
8.4.1.2 Flugzeug rückwärts schieben
Das Rückwärtsschieben erfolgt ebenfalls vorzugsweise mit eingehängter Schleppgabel, die hierbei als Schub- und Steuerstange eingesetzt wird. Zum Richtungshalten peilt man am besten ein Ziel hinter dem Seitenleitwerk an. Zur Unterstützung kann zusätzlich an der Wurzel des Propellers geschoben werden. Hilfspersonen schieben möglichst rumpfnah an der Flügelnase.
8.4.1.3 Flugzeug auf engem Raum drehen
Zum Drehen des Flugzeuges auf engstem Raum eignet sich die nachfolgende
Methode: Eine Person genügt, um mit Kraftangriff am Übergang des Leitwerkträgers zur
Seitenflosse das Bugrad vollständig zu entlasten und durch Seitwärtsbewegung eine
Drehung des Flugzeuges um eine zentrumsnahe Achse durchzuführen. Kraftangriff an der Höhenflosse sollte vermieden werden, da die Außenschale des Höhenleitwerks nicht für solche Beanspruchungen konzipiert ist.
WICHTIGER HINWEIS
Nie am Spinner ziehen, heben oder drücken
WICHTIGER HINWEIS
Nicht an den Ruder- und Klappenflächen schieben oder anheben.
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Seite:
8 - 3
Aviation
8.4.2 Parken
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Abschnitt 8
HANDHABUNG, INSTANDHAL-
TUNG UND WARTUNG
Bei Kurzzeitparken muss das Flugzeug gegen den Wind ausgerichtet, die
Fowlerklappen eingefahren, die Parkbremse angezogen und die Räder mit
Bremsklötzen gesichert werden.
Bei längerem Parken im Freien und unvorhersehbaren Wetterverhältnissen ist das
Flugzeug zusätzlich zu verankern. Staurohrschutz und die Abdeckung der
Überziehwarnung müssen angebracht, das Cockpit und die Motorraumöffnungen verschlossen werden. Des Weiteren ist der Steuerknüppel zur Vermeidung von
Beschädigungen zu arretieren, in dem der Steuerknüppel bis zum Anschlag gezogen und mit dem Bauchgurtsystem durch Schließen des Schlosses und Nachstellen der
Gurtlänge gesichert wird.
Die Unterbringung des Luftfahrzeuges in einem Hangar wird grundsätzlich immer empfohlen.
WICHTIGER HINWEIS
Temperaturen ab 50°C im Cockpit können zur Beschädigung der Avionikgeräte führen.
Daher wird beim Parken ein heller Haubenbezug gegen die direkte Sonneneinstrahlung empfohlen.
8.4.3 Verankern am Boden
Am Flugzeug sind drei Verankerungspunkte vorgesehen. Je ein Verankerungspunkt befindet sich auf den Tragflächenunterseiten am Hauptholm in der Nähe des inneren
Trapezknickes (Gewindeeinsatz M8 für Augenschrauben). Zum Verankern des
Rumpfhecks ist eine Querbohrung an der Spornfinne vorgesehen.
Die Verankerungspunkte sind für besseres Auffinden durch rote Ringmarkierungen gekennzeichnet.
Es wird empfohlen, die mit dem Flugzeug mitgelieferten Augenschrauben sowie geeignete Spannbänder stets an Bord mitzuführen. Für den Flugbetrieb sollten die
Öffnungen der Verankerungspunkte zum Schutz und aus aerodynamischen Gründen mit Klebeband verschlossen werden.
8.4.4 Aufbocken
Zum Aufbocken der AQUILA AT01 sind zwei kegelförmige Aufbockpunkte unter den rumpfseitigen Wurzelrippen vorgesehen (siehe auch Seite 2-17). Als Rumpfheckstütze kann ein dritter Bock unter die Spornplatte an der Kielflosse gesetzt werden und durch einen Bolzen an der Querbohrung gesichert werden.
Das Anheben des Bugrades für Kontroll- und Montagearbeiten kann durch
Gewichtsbelastung am Rumpfheck erfolgen. Für das Einhängen eines Gewichts ist die
Querbohrung der Spornflosse geeignet.
Dokument Nr.:
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B.22
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8 - 4
Aviation
8.4.5. Straßentransport
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 8
HANDHABUNG, INSTANDHAL-
TUNG UND WARTUNG
Der Straßentransport des Motorflugzeuges kann in einem offenen oder in einem geschlossenen Anhänger erfolgen. Bei größeren Entfernungen ist der Verladung in einem geschlossenen Standard LKW-Sattelauflieger oder einem ISO-Container mit den
Mindestmaßen l=12000 mm, b=2300 mm, h=2350 mm der Vorzug zu geben.
Für den Transport des gesamten Flugzeuges in einer Transporteinheit mit den vorgenannten Mindestabmessungen müssen die Tragfläche und beide Hauptfahrwerksbeine vom Rumpf getrennt werden. Bei der Demontage des Flugzeuges ist die im
Maintenance Manual der A210 beschriebene Vorgehensweise genau zu befolgen.
Für den sicheren Straßentransport werden Vorrichtungen benötigt.
Außerdem müssen zur Sicherung des Rumpfes und der Tragfläche gegen Kippen und
Verrutschen Spanngurte, Verbindungsmittel zur Bodenverankerung und
Polsterungsmaterial vorgehalten werden.
Konstruktions- und Rißzeichnungen der werkseitig verwendeten Transportvorrichtungen und ein Beladeplan können im Bedarfsfall beim Hersteller angefordert werden.
Beim Beladen des Transportraumes wird zuerst die Tragfläche in geeigneten
Vorrichtungen auf der Profilnase stehend parallel zu einer Seitenwand des Laderaumes derart plaziert und gesichert, dass für das Rumpfheck der gesamte Ladequerschnitt verfügbar bleibt. Der Rumpf wird wegen des nicht demontierbaren Höhenleitwerks in einer Seitenlage von ca. 45 Grad im Laderaum verankert.
Die Ruder und Fowlerklappen sollten, soweit nicht in den Vorrichtungen fixiert, mit
Klebeband festgelegt werden.
8.4.5.1 Tragflächenverladung
Bei Lagerung und Transport der Tragfläche ist zu beachten, daß der nach der
Tragflächendemontage ungestützte Mittelholm nur beschränkt Biegekräften in
Profilsehnenrichtung, sowie Torsionskräften ausgesetzt werden darf. Werkseitig erfolgt der Tragflächentransport deshalb mit einer an den Buchsen der Flächenbolzen verschraubten Vorrichtung, die gleichzeitig als Standbock für die vertikale Lagerung geeignet ist. Außerdem werden zwei gepolsterte Flügelscheren mit einer Mindestbreite von 100 mm im Auflagebereich zur Abstützung am Innentrapez nahe der Knickstelle benötigt.
Steht genügend Ladefläche zur Verfügung, dann kann die Tragfläche liegend auf
Polstern und einer palettenförmigen Unterlage zum Ausgleich der V-Form transportiert werden. Beanspruchungen an Rudern und Klappen, sowie der aus der Tragflächenkontur herausragenden Teile sind zu vermeiden. Zum Schutz der Flugzeugoberflächen sollten Spanngurte immer mit weichen Beilagen unterfüttert werden.
Bei Kranverladung kann die Tragfläche an der zentralen Transportvorrichtung oder mit einem weichen Hebegurt am Durchbruch des Mittelholmsteges eingehängt werden.
Beschläge dürfen dabei nicht belastet werden.
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Aviation
8.4.5.2 Rumpfverladung
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 8
HANDHABUNG, INSTANDHAL-
TUNG UND WARTUNG
Die Höhenleitwerksspannweite von 3000 mm beansprucht nahezu die gesamte
Diagonale des Standard-Transportraumquerschnittes. Die Rumpfeinheit mit Motor,
Propeller, Bugfahrwerk und Klapphaube muss deshalb mit ca. 45 Grad Seitenneigung sicher im Laderaum gelagert und fixiert werden. Das Hauptfahrwerk muss aus
Raumgründen demontiert werden.
Der Rumpf ist durch einen Bock an der Rumpfröhre im Bereich der Seitenflossenwurzel und an den Wurzelrippen des Tragflächenansatzes abzustützen. Hier erfolgt die
Abstützung am besten durch Verschraubung einer geeigneten Transportvorrichtung an den Buchsen der Flügelbolzen. Die Schrauben müssen zur Schonung der
Montagepassflächen mit einer Schutzummantelung versehen sein. Die Bodenauflage der Vorrichtung sollte aus Gründen der Kippsicherheit vor der Ebene der vorderen
Tragflächenverbolzung liegen und eine Breite von mindestens 1200 (mm) aufweisen.
Alle losen Gegenstände müssen, soweit möglich aus dem Rumpf entfernt oder zur
Vermeidung von Beschädigungen gesichert werden. Zudem müssen die Batterie ausgebaut und die Belüftungsöffnungen des Kühlflüssigkeits-Ausgleichsbehälters sowie des Bremsflüssigkeitsbehälters verschlossen werden. Der Propeller sollte durch eine
Ummantelung aus Verpackungsmaterial geschützt und in eine für den Transport günstige Lage gedreht werden.
Die Verladung des Rumpfes mit Kran kann durch Hebegurtschlingen vor dem
Leitwerkansatz und an der Vorderrumpfschale über dem Brandspantflansch durchgeführt werden, wenn eine einwandfreie Sicherung gegen Verrutschen der
Seilschlaufen und gegen Drehbewegung in der Schlinge gewährleistet ist.
8.5 Reinigung und Pflege
WICHTIGER HINWEIS
Schmutz auf der Außenhaut verschlechtert die Flugleistungen und die
Flugeigenschaften des Luftfahrzeuges.
8.5.1 Lackoberflächen
Um die guten Flugeigenschaften und Leistungen der AQUILA AT01 zu erhalten, ist eine unbeschädigte und saubere Oberfläche wichtig. Es wird daher dringend empfohlen, das
Flugzeug und im Besonderen die Profilvorderbereiche immer sauber zu halten.
Lackpflege dient zudem dem Werterhalt.
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Aviation
8.5.1.1 Waschen
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 8
HANDHABUNG, INSTANDHAL-
TUNG UND WARTUNG
Die regelmäßige Reinigung sollte mit reichlich Wasser, einem sauberen Schwamm und
Wildledertuch durchgeführt werden. Starke Verschmutzungen wie insbesondere
Insektenanhaftungen entfernt man am besten sofort nach dem Flug, da diese in getrocknetem Zustand nur sehr schwer zu entfernen sind.
Nur bei besonders hartnäckigen Verschmutzungen sollte die Reinigung mit einer leichten Seifenlauge unterstützt werden, da hierdurch dem Abtrag der Wachsschutzschicht Vorschub geleistet wird.
Die Beseitigung von Öl- und Fettanhaftungen kann mit einer Spur Reinigungsbenzin auf sauberem Lappen vorgenommen werden. Bewährt haben sich hierfür auch handels-
übliche Flugzeugreinigungsmittel, die gleichzeitig eine rückfettende Wirkung haben.
8.5.1.2 Konservieren
Die Flugzeugoberfläche ist mit einer widerstandsfähigen Straßenfahrzeuglackierung geschützt. Zum Erhalt der Schutzfunktionen ist es erforderlich, Lackschäden regelmäßig auszubessern und die lackierten Flächen je nach Beanspruchung ein bis dreimal jährlich durch Einpolieren eines silikonfreien Autohartwachses zu versiegeln.
WICHTIGER HINWEIS
Es dürfen nur silikonfreie Reinigungs- und Poliermittel verwendet werden
8.5.2 Kabinenhaube
Die AQUILA AT01 bietet durch die großzügige Kabinenverglasung aus speziellem
Acrylmaterial hervorragende Sicht nach allen Seiten.
Da Acrylglas leicht verkratzt werden kann, gelten für die Reinigung die gleichen
Grundsätze wie bei den lackierten Flächen. Es sollte mit viel Wasser, einem weichen, sauberen Schwamm und weichen, sauberen Leder gewaschen und getrocknet werden.
Für sehr stark anhaftende Verschmutzungen sind im Fachhandel bewährte
Plastikreinigungsmittel erhältlich ( niemals Lösungsmittel einsetzen !)
Zur Beseitigung leichter Kratzer sind spezielle Acrylglaspolituren erhältlich, deren erfolgreiche Anwendung stark von der genauen Befolgung der Verarbeitungshinweise abhängig ist.
Die Innenflächen der Kabinenhaube sind wie die Außenflächen zu behandeln.
8.5.3 Propeller
Siehe Betriebs- und Einbauanweisung E124 der Firma mt-Propeller in der aktuell gültigen Ausgabe.
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Ausgabe:
B.22
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B.12 (17.09.2008)
Datum:
12.07.2012
Seite:
8 - 7
Aviation
8.5.4 Motor
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 8
HANDHABUNG, INSTANDHAL-
TUNG UND WARTUNG
Siehe Betriebshandbuch für den Motor ROTAX 912 Serie in der aktuell gültigen
Ausgabe.
8.5.5 Innenraum, Sitze und Teppiche/Verkleidung
Verschmutzungen des Innenraumes sollten, soweit möglich, mit einem leistungsfähigen
Staubsauger entfernt werden. Lose oder verlorene Gegenstände sind vorher aus dem
Cockpit zu entfernen bzw. in geeigneter Weise zu verstauen.
Die Bodenteppiche sind zur gründlichen Reinigung herausnehmbar und können mit
üblichen Haushaltsmethoden oder bei einem Fachunternehmen gereinigt werden.
Für Kunststoffoberflächen, wie z. B. die Instrumententrägerabdeckung, verwendet man vorzugsweise ein nicht fusselndes, leicht befeuchtetes Tuch.
Die Anzeigeinstrumente können mit einem trockenen, weichen Tuch gesäubert werden.
Die Behandlung und Reinigung der Cockpitverglasung ist in Unterabschnitt 8.5.2 beschrieben.
Dokument Nr.:
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Ausgabe:
B.22
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B.12 (17.09.2008)
Datum:
12.07.2012
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8 - 8
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 9
ERGÄNZUNGEN
9.1 EINFÜHRUNG
ABSCHNITT 9
ERGÄNZUNGEN
Seite
9-1
9.2 INDEX DER ERGÄNZUNGEN 9-2
9.1 EINFÜHRUNG
In diesem Abschnitt wird die Zusatzausrüstung, die optional in Ihr Flugzeug eingebaut ist, in Form von einzelnen Flughandbuch-Ergänzungen beschrieben. Die einzelnen
Ergänzungen beziehen sich auf die eingebauten Komponenten. Es müssen nur diejenigen Flughandbuch-Ergänzungen in diesem Flughandbuch im Anschluss an
Kapitel 9.2 enthalten sein, die Ihre Flugzeugkonfiguration betreffen.
In Kapitel 9.2 „Index der Ergänzungen“ sind alle bestehenden anerkannten
Ergänzungen aufgeführt. Dieser Index kann als Inhaltsverzeichnis des Abschnitts 9, angepasst auf Ihre Flugzeugkonfiguration gehandhabt werden.
Wird das Flugzeug in einem Instandhaltungsbetrieb/Luftfahrttechnischen Betrieb außerhalb von AQUILA Aviation durch den Einbau weiterer Ausrüstungsteile, die eine
Flughandbuchergänzung erforderlich machen, im Verfahren einer EMZ modifiziert, liegt es im Verantwortungsbereich des Halters des Flugzeuges, dass die jeweilige
Ergänzung in das Handbuch eingefügt und in den Index aufgenommen wird.
ANMERKUNG
Für einige im folgendem aufgeführten Geräte ist es möglich ein Software-Update durchzuführen. Diese werden auf unserer Homepage ( www.aquila-aviation.de
) durch ein entsprechendes SI (Service Information) freigegeben.
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.24 (04/03/2014)
Datum:
13/04/2015
Seite:
9 – 1
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
9.2 INDEX der ERGÄNZUNGEN
Kennzeichen: - Werknummer:
Abschnitt 9
ERGÄNZUNGEN
AT01-
Ergänzung
Nr.
Titel Seiten
Ausgabe Eingebaut
AVE1 NAV/COM KX 125 AVE1-1 bis 8 B.01
AVE2 Transponder KT 76A
AVE3
Emergency Locator Transmitter
(ELT) ACK E-01
AVE4 Garmin GMA 340 Audio System
AVE2-1 bis 6
AVE3-1 bis 4
B.01
B.01
AVE4-1 bis 6
AVE5-1 bis 6
A.01
A.01 AVE5 Garmin GNS 430 GPS Navigator
AVE6 Garmin GTX 327 Transponder AVE6-1 bis 8 A.01
AVE7 Transponder KT 76C AVE7-1 bis 6
AVE8-1 bis 6
B.04
B.04
AVE8
AVE9
Bendix / King KMD 150 Multifunction
Display / GPS
Pointer Emergency Locator
Transmitter (ELT)
AVE10 Winterbetrieb
AVE9-1 bis 8
AVE10-1 bis 5
B.05
B.08
AVE11
AVE12
Emergency Locator Transmitter
(ELT) KANNAD 406 AF/AF-Compact
Garmin GTX 330 Mode S
Transponder
AVE13 Garmin GNS 530 GPS Navigator
AVE11-1 bis 10
AVE-12-1 bis 12 B.08
AVE13-1 bis 8
B.11
B.08
AVE14-1 bis 8
AVE15-1 bis 8
B.09
B.10
AVE14 Bendix King Transponder KT 73
AVE15
ARTEX ME406 Emergency Locator
Transmitter (ELT)
AVE16 COM/NAV-Gerät GARMIN SL 30
AVE17
GPS und Multifunktional-Display
FLYMAP L
AVE18 FLARM Kollisionswarngerät
AVE19
AVE20
Flugdatenlogger KAPI Air Control
FDR 07
Mode S Transponder GARMIN
GTX 328
AVE16-1 bis 12
AVE17-1 bis 12
AVE18-1 bis 10
AVE19-1 bis 8
AVE20-1 bis 10
B.11
B.11
B.11
B.11
B.11
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.24 (04/03/2014)
Datum:
13/04/2015
Seite:
9 – 2
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Ergänzung
Nr.
Titel
AVE21 COM-Gerät GARMIN SL 40
Seiten
AVE21-1 bis 10
Abschnitt 9
ERGÄNZUNGEN
Ausgabe Eingebaut
B.11
AVE22
GARRECHT VT-02 Mode-S
Transponder
AVE 23 VFR-Tag und VFR-Nacht Betrieb
AVE22-1 bis 9
AVE23-1 bis 18
A.01
A.02
AVE 24
ASPEN EFD 1000 – PFD
( nur Werk-Nr., die im SB-AT01-021 gelistet sind)
AVE 25 ASPEN EFD 1000 – MFD
AVE 26
GARMIN G500 PFD/MFD
( nur Werk-Nr., die im SB-AT01-021 gelistet sind)
AVE 27 Power FLARM
AVE24-1 bis 8
AVE25-1 bis 8
AVE26-1 bis 10
AVE27-1 bis 10
A.02
A.02
A.03
A.01
AVE 28 ASPEN EFD 1000 - PFD Nacht-VFR AVE28-1 bis 22 A.01
AVE 29 GARMIN G500 Nacht-VFR
AVE 30 GARMIN GTN 650
AVE 31 GARMIN GMA 350
AVE 32 Nicht belegt
AVE29-1 bis 22
AVE30-1 bis 11
AVE31-1 bis 5
A.01
B.01
B.01
AVE 33 Nicht belegt
AVE 34 Trig TT-22 AVE34-1 bis 11 A.01
AVE 35 Garrecht TRX 1500 AVE35-1 bis 8 A.01
AVE 36 Garrecht TRX 2000 AVE36-1 bis 8 A.01
AVE Foto1
Modifikation für den Mess- und
Fotoflugbetrieb
AVE Foto1 bis
24
A.02
Die in der Tabelle als „Eingebaut“ gekennzeichnete Ausrüstung ist eingebaut und die zugehörigen Handbuchergänzungen sind vorhanden.
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Datum
Ausgabe:
B.25
Unterschrift
ersetzt Ausgabe:
B.24 (04/03/2014)
Datum:
13/04/2015
Seite:
9 – 3
Lataa
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