Aquila AT01 AQUILA AT01 Flugzeug Benutzerhandbuch
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Aviation GmbH
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Das Muster AQUILA AT01 hat eine LBA-Zulassung als Normalflugzeug auf der Basis der JAR-
VLA. Dieses Handbuch ist stets an Bord des Luftfahrzeuges mitzuführen. Umfang und
Änderungsstand sind dem Verzeichnis der gültigen Seiten und der Liste der Änderungen zu entnehmen.
Das Luftfahrzeug darf nur in Übereinstimmung mit den Anweisungen und festgelegten
Betriebsgrenzen dieses Flughandbuches betrieben werden.
Werknummer.: AQUILA AT01-
Kennzeichen:
Ausgabe B.01 wurde am 31.07.2002 durch das Luftfahrt-Bundesamt im Zuge der
Musterzulassung genehmigt. Alle Änderungen in den Abschnitten 2, 3, 4 und 5, die den Umfang von redaktionellen Änderungen und Korrekturen übersteigen, unterliegen der
Genehmigungspflicht der EASA.
Dok. Nummer: FM-AT01-1010-100
Erstausgabe:
Ausgabe des Deckblattes:
05.06.2002
B.25
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 0
VORWORT
Mit der AQUILA AT01 haben Sie ein sehr leistungsfähiges und leicht bedienbares
Schulungs- und Reiseflugzeug erworben.
Eine zuverlässige Bedienung, Handhabung und Wartung gewähren einen störungsfreien
Flugbetrieb und garantieren die Sicherheit auf Dauer.
Um dies zu gewährleisten, empfehlen wir ein aufmerksames Studium dieses
Flughandbuches und das Beachten der darin gegebenen Empfehlungen für den Betrieb und die Pflege und Wartung des Flugzeuges.
Des Weiteren empfehlen wir an einer werksseitigen Einweisung auf das Muster durch autorisiertes Personal teilzunehmen, um so möglichst schnell Sicherheit und „Gefühl“ für den optimalen Betrieb des Flugzeuges zu erhalten.
WICHTIGER HINWEIS
Alle Grenzwerte, Verfahren und Leistungsdaten dieses Handbuches sind EASA- bzw.
LBA-anerkannt und müssen eingehalten und beachtet werden. Ein Nichtbeachten der im
Flughandbuch angegebenen Grenzwerte und Verfahren kann zu einem
Haftungsausschluss durch den Hersteller führen.
Das Handbuch
Das Handbuch ist nach den gültigen Vorgaben und Empfehlungen der JAR-VLA,
Appendix H (Ausgabe 26.4.90) „Specimen Flight Manual for a very Light Aeroplane“ verfasst.
Es wird als Lose-Blatt-Sammlung zum besseren Austausch revidierter Blätter herausgegeben und hat ein handliches DIN A5 Format, geeignet zum Verstauen im
Flugzeug.
Einzelne Kapitel des Handbuches sind durch Trennblätter voneinander getrennt, um ein schnelles Nachschlagen zu ermöglichen. Jedes einzelne Kapitel hat als Deckseite ein eigenes Inhaltsverzeichnis, das einen Schnellüberblick gewährleistet.
Alle Rechte vorbehalten.
Die Vervielfältigung dieses Handbuches oder eines Teiles davon in jedweder medialen
Form bedarf einer ausdrücklichen schriftlichen Genehmigung der AQUILA Aviation
GmbH.
All rights reserved. Reproduction or disclosure to third parties of this document or any part thereof is not permitted, except with the prior and express written permission of AQUILA Aviation GmbH.
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Copyright © by Aviation GmbH
Schönhagen, Germany
Ausgabe: ersetzt Ausgabe: Datum:
B.25 B.24 (04.03.2014) 13.04.2015
Seite:
0 – 1
Aviation
INHALTSVERZEICHNIS
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
ALLGEMEINES
BETRIEBSGRENZEN (anerkanntes Kapitel)
NOTVERFAHREN (anerkanntes Kapitel)
NORMAL-FLUGVERFAHREN (anerkanntes Kapitel)
FLUGLEISTUNGEN (teilweise anerkanntes Kapitel)
MASSE UND SCHWERPUNKT
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
HANDHABUNG UND WARTUNG
ERGÄNZUNGEN
Abschnitt 0
ABSCHNITT
1
2
3
6
7
4
5
8
9
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.24 (04.03.2014)
Datum:
13.04.2015
Seite:
0 – 2
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
VERZEICHNIS DER GÜLTIGEN SEITEN
Ab- schnitt
Ausgabe anerkannt
0 B.25
Seite
Abschnitt 0
Datum
0-1 bis 0-8 13.04.2015
7
8
5
6
3
4
1
2
9
* - teilweise anerkannt
B.25
B.22
B.12
B.25
B.22
B.12
B.22
B.12
B.25
(X)*
X
X
X
1-1 bis 1-12 17.09.2008
2-1 bis 2-20 12.07.2012
3-1 bis 3-16 17.09.2008
4-1 bis 4-20 13.04.2015
5-1 bis 5-23 12.07.2012
6-1 bis 6-14 17.09.2008
7-1 bis 7-32 13.04.2015
8-1 bis 8-8 12.07.2012
9-1 bis 9-3 13.04.2015
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.24 (04.03.2014)
Datum:
13.04.2015
Seite:
0 – 3
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 0
LISTE DER ÄNDERUNGEN
Alle Berichtigungen des vorliegenden Handbuches, ausgenommen aktualisierte
Wägedaten, müssen in der Liste der Änderungen erfasst werden. Alle Änderungen müssen entweder von der EASA oder im Falle von redaktionellen Änderungen in
Übereinstimmung mit Part 21A.263(c)(4) vom Entwicklungsbetrieb der AQUILA Aviation
GmbH genehmigt werden.
Der geänderte Wortlaut wird am Seitenrand durch eine senkrechte schwarze Linie markiert und die neue Ausgabe des Abschnittes erscheint in der Fußzeile jeder zum geänderten Abschnitt zugehörigen Seite.
Das Luftfahrzeug darf nur mit einem aktuell nachgeführten Flughandbuch betrieben werden. Der aktuelle Stand des FHB`s ist jederzeit unter Service der Internetseite
www.aquila-aviation.de abfragbar.
Ausgabe Grund der Änderung Betroffene
Abschnitte
Genehmigung durch AQUILA*/EASA
Datum/Unterschrift
A.01 Erstausgabe Alle 21.09.2001
B.01 Neuausgabe Alle 31.07.2002
B.02 Einbau Garmin Avionik
B.03 Red. Korrekturen
B.04 Ergänzungen Bendix King
B.05 Ext. Starthilfe, Ergänzung Pointer ELT
B.06 Winterblech
B.07 Ergänzung, KANNAD 406 AF, ELT
B.08 Ergänzungen Garmin Avionik
B.09 Erg. Bendix King Transponder KT73
B.10 Ergänzung, ARTEX ME406, ELT
B.11
Einführung eines neuen Notverfahrens und diverser FHB-Ergänzungen.
0,2,9
0,4,5,7
0,9
0,7,9
0,2,9
0,9
0,1,4,9
0,9
0,9
0,3,9
20.02.2003
16.05.2003
09.07.2003
09.10.2003
10.03.2004
23.06.2005
30.06.2005
08.07.2005
07.03.2006
28.08.2008 (EASA)
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.24 (04.03.2014)
Datum:
13.04.2015
Seite:
0 – 4
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 0
Ausgabe Grund der Änderung Betroffene
Abschnitte
Alle
Genehmigung durch AQUILA*/EASA
Datum/Unterschrift
17.09.2008 B.12 Redaktionelle Korrekturen
B.13 Ergänzung, Garrecht VT-02 Mode S 0,9
B.14 Ergänzung Betriebsart Tag/Nacht-VFR
B.15
B.16
B.17
B.18
B.19
B.20
B.21
Ergänzung Aspen EFD 1000
PFD/MFD
Ergänzung Garmin G500 PFD/MFD –
System
Überarbeitung GARMIN G500 –
SYSTEM
Normalverfahren – Änderungen eingeführt durch SB-AT01-020
Redaktionelle Korrekturen,
Ergänzung PowerFLARM
Ergänzung Aspen PFD und Garmin
G500 für Tag/Nacht-VFR
Ergänzung Garmin GTN-650 und
GMA-350, redaktionelle Korrekturen,
B.22 Redaktionelle Korrekturen
B.23
B.24
Ergänzung Trig-TT22,
Garrecht TRX 1500, TRX 2000
Redaktionelle Korrekturen, Revision
Ergänzung Winter Kühlerabdeckung
B.25 Redaktionelle Korrekturen
0,7,9
0,9
0,9
0,9
0,4
0,9
0,9
0, 9
0, 2, 4, 5, 7, 8
0, 9
0, 9
0, 4, 7, 9
19.03.2009
03.09.2009
(25.03.2010 EASA)
07.12.2009
22.07.2010
07.10.2010
(15.11.2010 EASA)
29.11.2010
(14.01.2011 EASA)
14.09.2011
21.03.2012
(20.04.2012 EASA)
21.05.2012
12.07.2012
21.03.2013
04.03.2014
13.04.2015
Revision B.25 of AFM ref. FM-AT01-1010-100 is approved under the authority of DOA ref. EASA.21J.025.
Revision B.25 des FHB ref. FM-AT01-1010-100 ist vom Entwicklungsbetrieb mit DOA ref. EASA.21J.025 zugelassen.
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.24 (04.03.2014)
Datum:
13.04.2015
Seite:
0 – 5
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 0
NACHFÜHRUNGSVERZEICHNIS DER ÄNDERUNGEN
Liegen Änderungen des Flughandbuches vor, so sind die betroffenen Abschnitte auszutauschen und gegen die geänderten Abschnitte zu ersetzen. Es werden generell ausschließlich ganze Abschnitte und nicht einzelne Seiten geändert und ausgetauscht.
Im Nachführungsverzeichnis ist nach Austausch der betroffenen Abschnitte handschriftlich die Nachführung zu dokumentieren
Ausgabe
B.01
Betroffener
Abschnitt
Alle
Ausgabe- datum
05.06.2002
Nachgeführt am:
--
Nachgeführt durch:
--
B.02 0,2,9 20.11.2002
B.11
B.12
B.13
B.14
B.15
B.16
B.17
B.18
B.03
B.04
B.05
B.06
B.07
B.08
B.09
B.10
B.19
B.20
B.21
B.22
B.23
B.24
B.25
0,3,9
Alle
0,9
0,7,9
0,9
0,9
0,9
0,4
0,4,5,7
0,9
0,7,9
0,2,9
0,9
0,1,4
0,9
0,9
0,9
0,9
0,9
0, 2, 4, 5, 7, 8
0, 9
0, 9
0, 4, 7, 9
15.04.2003
19.05.2003
30.09.2003
10.02.2004
30.07.2004
30.06.2005
05.07.2005
05.03.2006
30.11.2007
17.09.2008
19.03.2009
03.09.2009
07.12.2009
22.07.2010
07.10.2010
29.11.2010
14.09.2011
21.03.2012
21.05.2012
12.07.2012
21.03.2013
04.03.2014
13.04.2015
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.24 (04.03.2014)
Datum:
13.04.2015
Seite:
0 – 6
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 0
BEZUGSSERVICE
Ein sicherer Betrieb und eine ordnungsgemäße Wartung des Luftfahrzeuges AQUILA
AT01 können nur auf der Basis ständig aktualisierter Handbücher und sonstiger
Dokumentationen durchgeführt werden.
Nachführungen der Handbücher können im Abonnement bei den im Folgenden genannten Firmen bezogen werden:
(a)
Handbücher und Veröffentlichungen AQUILA AT01
AQUILA Aviation GmbH
OT Schönhagen
Flugplatz
D-14959 Trebbin
Tel: +49 (0)33731-707-0
Fax: +49 (0)33731-707-11
E-Mail:
Internet: [email protected] http://www.aquila-aviation.de http://www.facebook.com/aquilaa210
(b)
Handbücher und Veröffentlichungen Motor ROTAX 912 S
Autorisierter ROTAX-Händler des jeweiligen Vertriebsgebietes, die Adressen befinden sich in Abschnitt 13 des Betriebshandbuches Rotax 912
Baureihe.
(c)
Handbücher und Veröffentlichungen Propeller MTV-21
mt-Propeller Entwicklung GmbH
Flugplatz Straubing- Wallmühle
D-94348 ATTING
Tel: +49 (0)9429-9409-0
Fax: +49 (0)9429-8432
Internet: www.mt-propeller.com
E-mail: [email protected]
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.24 (04.03.2014)
Datum:
13.04.2015
Seite:
0 – 7
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 0
[absichtlich freigelassen]
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.24 (04.03.2014)
Datum:
13.04.2015
Seite:
0 – 8
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
4.1
4.2
4.3
4.4
EINFÜHRUNG
ABSCHNITT 4
NORMALFLUGVERFAHREN
FLUGGESCHWINDIGKEITEN u. GRENZWERTE
NORMALFLUGVERFAHREN
NICHT BELEGT
VORFLUGKONTROLLEN und CHECKLISTEN
4.4.1
4.4.2
Tägliche Kontrolle
Vorflugkontrolle
4.5 NORMALFLUGVERFAHREN und CHECKLISTEN
4.5.8
4.5.9
4.5.10
4.5.11
4.5.12
4.5.13
4.5.14
4.5.1
4.5.2
4.5.3
4.5.4
4.5.5
4.5.6
4.5.7
Vor dem Anlassen des Triebwerkes
Anlassen des Triebwerkes
Vor dem Rollen
Rollen
Vor dem Start (am Rollhaltepunkt)
Start
Steigflug
Reiseflug
Sinkflug
Landeanflug
Durchstarten
Nach der Landung
Abstellen des Triebwerkes
Flug im Regen bzw. mit stark verschmutzten Tragflächen
Absichtlich freigelassen
Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
Seite
4-2
4-3
4-5
4-6
4-6
4-11
4-13
4-18
4-18
4-19
4-20
4-17
4-17
4-17
4-18
4-13
4-13
4-14
4-14
4-15
4-16
4-16
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.22 (12.07.2012)
Datum:
13.04.2015
Seite:
4 - 1
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
4.1 EINFÜHRUNG
Dieser Abschnitt enthält Checklisten und Beschreibungen und empfohlene
Geschwindigkeiten für den normalen Betrieb des Luftfahrzeuges.
Ergänzende Informationen finden sich zusätzlich im Betriebshandbuch für ROTAX
Motor Type 912 Serie und in der Betriebs- und Einbauanweisung mt-propeller ATA 61-
01-24, jeweils letztgültige Ausgabe.
Ergänzende Informationen in Verbindung mit der Verwendung von Zusatzausrüstung werden in Abschnitt 9 beschrieben.
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.22 (12.07.2012)
Datum:
13.04.2015
Seite:
4 - 2
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
4.2 FLUGGESCHWINDIGKEITEN u. GRENZWERTE
NORMALFLUGVERFAHREN
Alle angegebenen Geschwindigkeiten beziehen sich auf die Maximale Startmasse M
MAX von 750 kg. Sie können auch bei geringeren Abflugmassen angewandt werden.
START
Geschwindigkeit (IAS) kts
Steigfluggeschwindigkeit für Normalstart bis 15m Hindernis (50 ft)
(Landeklappen in Startstellung)
57
Geschwindigkeit des besten Steigens V
Y
in Meereshöhe
(Landeklappen in Reisestellung)
65
Geschwindigkeit des besten Steigwinkels V
X
in Meereshöhe
(Landeklappen in Startstellung)
LANDUNG
Geschwindigkeit (IAS)
Anfluggeschwindigkeit für Normallandung
(Landeklappen in Landestellung)
Geschwindigkeit zum Steigen beim Durchstarten
(Landeklappen in Landestellung)
52
kts
60
60
Höchste nachgewiesene Seitenwindkomponente bei Start und Landung 15
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.22 (12.07.2012)
Datum:
13.04.2015
Seite:
4 - 3
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
REISEFLUG
Geschwindigkeit (IAS)
Höchstzulässige Geschwindigkeit für volle Ruderausschläge
Höchstzulässige Geschwindigkeit bei Turbulenz
Höchstzulässige Geschwindigkeit mit ausgefahrenen Landeklappen
V
V
V
A
NO
FE
Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
kts
112
130
90
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.22 (12.07.2012)
Datum:
13.04.2015
Seite:
4 - 4
Aviation
4.3 NICHT BELEGT
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
[Absichtlich freigelassen]
Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.22 (12.07.2012)
Datum:
13.04.2015
Seite:
4 - 5
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
4.4 VORFLUGKONTROLLEN und CHECKLISTEN
4.4.1 Tägliche Kontrolle
A) INNENKONTROLLE
1. Flugzeugpapiere
2. Zündschlüssel
3. Batterieschalter
4. Warnleuchten (Generator, Benzindruck)
5. Triebwerksinstrumente
6. Kraftstoffvorrat
7. Außenbeleuchtung
8. Batterieschalter
9.
10.
11.
Fremdkörperkontrolle
Notsender (ELT)
Gepäck
12. Kabinenhaube prüfen abgezogen
EIN leuchten auf prüfen prüfen prüfen, funktionstüchtig
AUS durchführen betriebsbereit verstaut und verzurrt. sauber und unbeschädigt
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.22 (12.07.2012)
Datum:
13.04.2015
Seite:
4 - 6
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
B) AUSSENKONTROLLE, Sichtprüfung
Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
5
4
6
3
7
1
2
8
WICHTIGER HINWEIS
Unter Sichtprüfung ist folgendes zu verstehen:
Überprüfung auf mechanische Beschädigungen, Verschmutzung, Risse,
Delamination, Spielfreiheit, lockere und unsachgemäße Befestigung, Fremdkörper und allgemeinen Zustand; bei Steuerflächen zusätzlich auf ihre Gängigkeit.
1. Linkes Hauptfahrwerk a) Fahrwerksschwinge b) Radverkleidung
Sichtprüfung
Sichtprüfung
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.22 (12.07.2012)
Datum:
13.04.2015
Seite:
4 - 7
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
c) Reifendruck d) Reifen Rutschmarkierung e) Reifen, Rad, Bremse f) Bremsklötze
2. Rumpfröhre a) Rumpfschale b) Spornklotz c) Verzurrpunkt
3. Leitwerke a) Höhenruder b) Höhenflosse c) Seitenruder d) Seitenflosse
4. Rechtes Hauptfahrwerk a) Fahrwerksschwinge b) Radverkleidung c) Reifendruck d) Reifen Rutschmarkierung e) Reifen, Rad, Bremse
f) Bremsklötze
5. Rechte Tragfläche a) Gesamte Flügelfläche b) Tankbelüftung c) Landeklappe d) Querruder und Inspektionsöffnung e) Randbogen, Positions- und
Anticollision-Lights f) Tankfüllstand g) Tankdrain h) Tankverschluss i) Verzurrpunkt
Dokument Nr.: Ausgabe:
prüfen prüfen
Sichtprüfung entfernen
Sichtprüfung
Sichtprüfung
Verzurrung lösen
Sichtprüfung
Sichtprüfung
Sichtprüfung,
Sichtprüfung
Sichtprüfung prüfen prüfen
Sichtprüfung entfernen
Prüfen: Verschraubung,
Sicherung, Steuerseilanschlüsse
Sichtprüfung
ersetzt Ausgabe:
Sichtprüfung prüfen, ob frei
Sichtprüfung
Sichtprüfung
Sichtprüfung
Sichtprüfung mit Messstab kontrollieren und mit der angezeigten Menge im
Cockpit vergleichen entwässern mit Becher;
Sichtprüfung prüfen, ob geschlossen
Verzurrung lösen
Datum: Seite:
FM-AT01-1010-100 B.25 B.22 (12.07.2012) 13.04.2015 4 - 8
Aviation
6. Rumpf Vorne, Cowling
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
WARNUNG
Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
Vor dem Durchdrehen des Propellers:
Zündung und Hauptschalter: AUS,
Parkbremse setzen.
WARNUNG
VERBRENNUNGSGEFAHR !
Kontrolle der Betriebsmittel Öl und Kühlflüssigkeit nur bei kaltem Motor durchführen.
a) Ölstand Der Motor ist einige Umdrehungen von Hand am Propeller in Motordrehrichtung zu drehen, um das Öl vom Motor in den Tank zu pumpen.
Der Vorgang ist beendet, wenn auch Luft in den
Öltank zurückströmt. Dies ist bei geöffnetem
Öltankverschluss als Rauschen feststellbar.
Nun mittels Ölmessstab überprüfen, ob der
Ölstand zwischen den beiden Markierungen
-max./min.- des Ölmessstabes liegt.
Differenz zwischen min./max. = 0.45 l
WICHTIGER HINWEIS
Ölspezifikation gemäß Kap. 1.9.1 beachten ! b) Kühlmittelstand im Ausgleichsgefäß prüfen, und ggf. auf
Maximalmenge ergänzen.
(der Kühlmittelstand muss min. 2/3 betragen oder im Schauglas des Ausgleichsgefäßes sichtbar sein) im Überlaufgefäß prüfen, und ggf. ergänzen.
(der Kühlmittelstand muss zwischen min. und max. Markierung stehen)
WICHTIGER HINWEIS
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Kühlmittelspezifikation gemäß Kap. 1.9.2 beachten !
Ausgabe: ersetzt Ausgabe: Datum:
B.25 B.22 (12.07.2012) 13.04.2015
Seite:
4 - 9
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
c) Lufteinlässe (4 NACA Einläufe) d) Kühlereinlauf e) Cowling f) Propeller c) Batterie d) Überziehwarnung e) Batterie f) Pitot-Statiksonde g) Randbogen, Positions- und
Anticollision-Lights g) Propellerblätter h) Spinner i) Drainer –Elektr. Kraftstoffpumpe
7. Bugfahrwerk a) Fahrwerksschwinge b) Radverkleidung c) Reifendruck d) Reifen Rutschmarkierung e) Reifen, Rad, f) Gummidämpfereinheit g) Bremsklötze und Schleppstange
8. Linke Tragfläche a) Gesamte Flügelfläche b) Tankbelüftung h) Querruder und Inspektionsöffnung i) Tankfüllstand j) Tankdrain k) Tankverschluss l) Landeklappe m) Verzurrpunkt
Dokument Nr.: Ausgabe:
prüfen, ob frei prüfen, ob frei von
Verschmutzung
Sichtprüfung, Camlocks angezogen
Sichtprüfung auf Risse und Beschädigungen
Sichtprüfung entwässern mit Becher; Sichtprüfung
Sichtprüfung
Sichtprüfung prüfen prüfen
Sichtprüfung
Sichtprüfung entfernen
ersetzt Ausgabe:
Sichtprüfung prüfen, ob frei
EIN
Metallblättchen anheben bis
Anschlag
Warnton in normaler Lautstärke hörbar
AUS
Schutz entfernen, prüfen, alle Bohrungen frei
Sichtprüfung
Sichtprüfung
Sichtprüfung mit Messstab kontrollieren und mit der angezeigten Menge im
Cockpit vergleichen entwässern mit Becher;
Sichtprüfung prüfen, ob geschlossen
Sichtprüfung
Verzurrung lösen
Datum: Seite:
FM-AT01-1010-100 B.25 B.22 (12.07.2012) 13.04.2015 4 - 10
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
4.4.2 Vorflugkontrolle
ANMERKUNG
Der Peilstab zur Prüfung des Kraftstoffvorrates befindet sich auf der Innenseite der
Gepäckklappe.
1. Ist die Tägliche Kontrolle
2. Schleppstange
3. Kraftstoffvorrat durchgeführt worden? entfernt? mittels Peilstab überprüfen und mit der
Anzeige im Cockpit vergleichen.
Anmerkung
Diese Anmerkung gilt ausschließlich für Luftfahrzeuge, die mit dem kapazitiven
Tankgeber und dem Westach Dual Fuel Gauge 2DA4V (siehe Ausrüstungsliste) ausgerüstet sind:
Wenn AVGAS 100LL, UL91 oder ein Gemisch aus verschiedenen Sorten von Kraftstoff getankt wurde, wird eine geringere Kraftstoffmenge angezeigt als sich tatsächlich in den
Tanks befindet.
Dieser Umstand muss während des Fluges berücksichtigt werden.
WARNUNG
Vor dem Durchdrehen des Propellers:
Zündung und Hauptschalter: AUS,
Parkbremse setzen.
WARNUNG
VERBRENNUNGSGEFAHR !
Kontrolle der Betriebsmittel Öl und Kühlflüssigkeit nur bei kaltem Motor durchführen.
4. Ölstand Der Motor ist einige Umdrehungen von Hand am Propeller in Motordrehrichtung zu drehen, um das Öl vom Motor in den Tank zu pumpen.
Der Vorgang ist beendet, wenn Luft in den
Öltank zurückströmt. Dies ist bei geöffnetem
Öltankverschluss als Rauschen feststellbar.
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Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
Nun mittels Ölmessstabes überprüfen, ob der
Ölstand zwischen den beiden Markierungen
-max./min.- des Ölmessstabes liegt.
Differenz zwischen min./max. = 0.45 l
WICHTIGER HINWEIS
Ölspezifikation gemäß Kap. 1.9.1 beachten !
5. Kühlmittelstand im Überlaufgefäß prüfen, und ggf. ergänzen.
(der Kühlmittelstand muss zwischen min. und max. Markierung stehen)
WICHTIGER HINWEIS
Kühlmittelspezifikation gemäß Kap. 1.9.2 beachten !
6. Verzurrleinen
7. Gepäckklappe
8. Pitotrohrschutz
9. Steuerknüppelarretierung gelöst geschlossen und verriegelt entfernt entfernt
10. Vergaservorwärmung
11. Kabinenheizung
12. Choke prüfen, ob freigängig; danach: AUS prüfen, ob freigängig; danach: AUS prüfen, ob freigängig und
13. Leistungshebel selbstrückstellend prüfen, ob freigängig; danach: LEERLAUF
14. Propellerverstellhebel
15. Trimmung (Anzeige, u. Funktion) prüfen, ob freigängig; danach: STARTSTELLUNG prüfen, voll VOR- und ZURÜCK- fahren
16. Landeklappen (Anzeige, u. Funktion) prüfen, voll EIN- und AUS- fahren
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Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
4.5 NORMALFLUGVERFAHREN und CHECKLISTEN
4.5.1 Vor dem Anlassen des Triebwerkes
1. Tägliche Vorflugkontrolle
2. Einweisung des Passagiers
3. Sitze
4. Sicherheitsgurte
5. Kabinenhaube
6. Parkbremse
7. Steuerknüppel
8. Brandhahn
9. Vergaservorwärmung
10. Leistungshebel
11. Propellerverstellhebel
12: Hauptschalter Avionik
13. ALT/BAT-Schalter
14. Generator-Warnleuchte
15. Kraftstoffdruck-Warnleuchte
16. Anticollision-Lights
17. Sicherungsautomaten
4.5.2 Anlassen des Triebwerkes
1. Elektrische Kraftstoffpumpe
2. Kraftstoffdruck-Warnleuchte
3. Leistungshebel - Motor Kalt
4. Choke
- Motor Warm
- Motor Kalt
- Motor Warm
5.
6.
7.
Fußspitzenbremsen
Propellerbereich
Zündschalter
8. Öldruckanzeige durchgeführt ? durchgeführt ? eingestellt
Anlegen und Festziehen
Geschlossen und Verriegelt
Prüfen: Kann sich die
Verriegelung bei Vibration öffnen?
EIN -Ziehen freigängig, und sinngemäße
Ausschläge ?
L oder R
AUS
LEERLAUF
STARTSTELLUNG
AUS
EIN
Leuchtet
Leuchtet
EIN
Prüfen, ob alle gedrückt
EIN
AUS ?
LEERLAUF ca. 2 cm nach vorne
EIN, voll gezogen halten
AUS
Beide Pedale DRÜCKEN
Kontrollieren ob frei
BOTH
Im GRÜNEN Bereich, spätestens nach 10 sec.
WICHTIGER HINWEIS
Bei einem Öldruckwert unter 1,5 bar muss der Motor unmittelbar nach 10
Sekunden abgestellt werden !
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Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
ANMERKUNG
Die Öldruckanzeige kann bis in den GELBEN BEREICH steigen, solange die
Öltemperatur unterhalb der normalen Betriebstemperatur liegt.
ANMERKUNG
Der Starter darf nicht länger als 10 Sekunden kontinuierlich betrieben werden, danach muss eine Abkühlphase von minimal 2 Minuten eingelegt werden.
ANMERKUNG
Im Anlassvorgang benötigt der Motor mindestens 100 U/min am Propeller.
Bei sehr tiefen Außentemperaturen oder bei teilweiser Entladung der Batterie kann dies zu Startproblemen führen.
9. Generatorwarnleuchte
10. Positionslichter
11. Elektrische Kraftstoffpumpe
AUS nach Bedarf
AUS
4.5.3 Vor dem Rollen
1. Hauptschalter Avionik
2. Avionik u. Fluginstrumente
3. Triebwerksüberwachungsinstrumente
4. Voltmeter
EIN
Einstellen
Prüfen
Prüfen, ob Nadel im GRÜNEN
BEREICH
WICHTIGER HINWEIS
Motor zuerst für 2 min. mit 820 U/min und dann bis zu einer Öltemperatur von 50°C mit
1030 U/min warmlaufen lassen (dies ist beim Rollen möglich).
4.5.4 Rollen
1. Parkbremse
2. Bugradsteuerung
3. Bremsen
4. Fluginstrumente und Avionik
5. Kompassanzeige / Kreiselinstr.
Lösen
Prüfen (Funktion und
Freigängigkeit)
Prüfen
Prüfen
Prüfen
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Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
WICHTIGER HINWEIS
Beim Rollen hohe Drehzahlen des Propellers vermeiden, um Beschädigungen durch Steinschlag oder Spritzwasser zu verhindern.
4.5.5 Vor dem Start (am Rollhaltepunkt)
1. Fußspitzenbremse
2. Parkbremse
3. Brandhahn
4. Kraftstoffdruck-Warnleuchte
5. Leistungshebel
6. Propellerverstellhebel
7. Leistungshebel
8. Zündschalter
9. Vergaservorwärmung
10. Vergaservorwärmung
11. Leistungshebel
12. Elektrische Kraftstoffpumpe
13. Landeklappen
14. Trimmung
15. Triebwerksüberwachungsinstrumente
16. Sicherungsautomaten
17. Steuerknüppel
18. Sicherheitsgurte
19. Cockpithaube
20. Parkbremse
Treten und Halten
Ziehen
L oder R, auf vollen Tank
AUS, (wenn nicht, muss der Start abgebrochen werden !)
1700 U/min
3 x zwischen START- und REISE-
Stellung (Endanschläge) schalten;
Drehzahlabfall: 200 ± 50 U/min prüfen.
Danach: STARTSTELLUNG
1700 U/min
Magnet-Check:
L-BOTH-R-BOTH durchschalten
(max. Drehzahlabfall: 120 U/min max. Differenz [L/R]: 50 U/min min. Differenz [L/R]: Abfall muss bemerkbar sein).
Danach: Schalter in BOTH-Pos.
EIN (Hebel ZIEHEN)
(Drehzahlabfall im Bereich 20 – 50
U/min)
AUS (Hebel DRÜCKEN)
LEERLAUF
EIN
START
START (Markierung) in GRÜNEN BEREICH
Prüfen, ob alle gedrückt
Freigängig
Angelegt und straff
Geschlossen und Verriegelt
Prüfen: Kann sich die
Verriegelung bei Vibration öffnen?
LÖSEN
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Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
4.5.6 Start
WICHTIGER HINWEIS
Zum Erhöhen der Leistung zuerst die Drehzahl und dann den Ladedruck erhöhen.
Zum Senken der Leistung zuerst den Ladedruck und dann die Drehzahl reduzieren.
1. Leistungshebel
2. Drehzahlmesser
3.
4.
Höhensteuer, Steuerknüppel
Seitensteuer, Pedale
5. Bugrad abheben (V
IAS
)
6. Steigfluggeschwindigkeit (V
IAS
)
VOLLGAS
Prüfen, ob 2200 – 2260 U/min
NEUTRAL, beim Anrollen
Richtung kontrollieren
50 kts
65 kts
WICHTIGER HINWEIS
Für die kürzest mögliche Startstrecke über das 15 m (50 ft) Hindernis:
7. Bugrad abheben (V
IAS
)
8. Steigfluggeschwindigkeit (V
IAS
)
50 kts
57 kts
4.5.7 Steigflug
1. Propellerverstellhebel
2. Leistungshebel
3. Triebwerksüberwachungsinstrumente
4. Landeklappen
5. Steigfluggeschwindigkeit (V
IAS
)
6. Elektrische Kraftstoffpumpe
7. Trimmung
ANMERKUNG
2260 U/min
VOLLGAS im GRÜNEN BEREICH
EIN (REISE)
65 kts
AUS nach Bedarf
Die Geschwindigkeit für das beste Steigen V
Y
ist von der Abflugmasse abhängig und sinkt mit zunehmender Flughöhe. Für weitere Informationen: s. Abschnitt 5.2.6.
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4.5.8 Reiseflug
1. Leistungshebel
2. Propellerverstellhebel
Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
nach Bedarf (siehe Abschnitt 5, Seite 5-10)
1650 – 2260 U/min
WICHTIGER HINWEIS
Dauerbetrieb mit Leistungshebel auf Vollgas bei Propellerdrehzahlen unter 2140 U/min sollte vermieden werden, um Triebwerkschäden besonders in Druckhöhen unter 3000ft und bei hoher CHT zu vermeiden. (siehe SL-912-016)
ANMERKUNG
Günstige Ladedruck / Drehzahlkombinationen : (siehe Abschnitt 5, Seite 5-10)
3. Landeklappen
4. Trimmung
5. Triebwerksüberwachungsinstrumente
EIN / REISE nach Bedarf
Prüfen, ob im GRÜNEN BEREICH
WICHTIGER HINWEIS
Bei Flügen in Druckhöhen größer 6000 ft ist die Kraftstoffdruck-Warnleuchte besonders zu beachten, und bei Aufleuchten der Warnleuchte ist zur Vermeidung eventueller
Gasblasenbildung im Treibstoffsystem die Elektrische Pumpe auf EIN zu schalten.
4.5.9 Sinkflug
1. Leistungshebel
2. Propellerverstellhebel
3. Vergaservorwärmung zuerst nach Bedarf reduzieren danach erhöhen auf > 2000 U/min nach Bedarf
WICHTIGER HINWEIS
Zur Erzielung eines raschen Abstieges, wie folgt vorgehen:
Leistungshebel
Propellerverstellhebel
Vergaservorwärmung
Landeklappen
Geschwindigkeit
Öl- und Zylinderkopftemperatur zuerst LEERLAUF dann 2260 U/min
EIN
EIN (REISE)
130 kts
Im grünen Bereich
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Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
4.5.10 Landeanflug
1. Sicherheitsgurte
2. Elektrische Kraftstoffpumpe
3. Vergaservorwärmung
4. Leistungshebel
5. Fluggeschwindigkeit
6. Landeklappen
7. Trimmung
8. Landeklappen
11. Landescheinwerfer
9. Anfluggeschwindigkeit (V
IAS
)
10. Propellerverstellhebel
WICHTIGER HINWEIS
Straff gezogen
EIN
EIN nach Bedarf
90 kts
START oder LANDUNG nach Bedarf
LANDUNG
60 kts
STARTSTELLUNG
EIN (nach Bedarf)
Bei starkem Gegenwind, Seitenwind, starken Turbulenzen und Gefahr von
Windscherungen ist die Anfluggeschwindigkeit entsprechend zu erhöhen.
4.5.11 Durchstarten
1. Propellerverstellhebel
2. Leistungshebel
3. Vergaservorwärmung
4.
5.
Landeklappen
Fluggeschwindigkeit zuerst STARTSTELLUNG dann VOLLGAS
AUS (DRÜCKEN)
START
65 kts
WICHTIGER HINWEIS
Jeglicher Betrieb mit Leistungshebel auf Vollgas bei eingeschalteter
Vergaservorwärmung sollte vermieden werden, um Triebwerkschäden vorzubeugen.
4.5.12 Nach der Landung
1. Leistungshebel
2. Landeklappen
3. Vergaservorwärmung
4. Elektr. Kraftstoffpumpe
5. Transponder
6. Landescheinwerfer
Nach Bedarf
EIN (REISE)
AUS (DRÜCKEN)
AUS
AUS
AUS
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4.5.13 Abstellen des Triebwerkes
1.
4.
Leistungshebel
2. Parkbremse
3. Landeklappen
ELT
5. Hauptschalter Avionik
6. Zündschalter
7. Elektr. Verbraucher
8. Instrumentenbrettbeleuchtung
9. Batterieschalter
10. Bremsklötze und Verankerung
Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
LEERLAUF
EIN
Landestellung
Prüfen (Frequenz 121.5 MHz)
AUS
OFF
AUS
AUS
AUS nach Bedarf
4.5.14 Flug im Regen bzw. mit stark verschmutzten Tragflächen
WICHTIGER HINWEIS
Bei Flügen mit nassen und/oder stark verschmutzten Trag- und Steuerflächen können die Flugleistungen beeinträchtigt werden, dies gilt insbesondere für die Startstrecke, die Steigleistung und die max. Horizontalfluggeschwindigkeit.
Eine Erhöhung der Minimalfluggeschwindigkeiten kann eintreten.
Ebenso kann die Überziehgeschwindigkeit um bis zu 3,0 kts ansteigen und es am Fahrtmesser zu Fehlanzeigen führen.
Regen kann zu einer deutlichen Sichtverschlechterung führen.
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Abschnitt 4
NORMALFLUGVERFAHREN
[Absichtlich freigelassen]
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Abschnitt 7
SYSTEMBESCHREIBUNG
ABSCHNITT 7
7.1
BESCHREIBUNG des FLUGZEUGES und seiner SYSTEME
EINFÜHRUNG
Seite
7-4
7.2 FLUGWERK 7-5
7.2.1
7.2.2
7.2.3
Rumpf
Tragflügel
Leitwerke
7.3 STEUERUNG
7.3.1
7.3.2
7.3.3
7.3.4
7.3.5
Quersteuerung
Höhensteuerung und Trimmung
Seitensteuerung
Landeklappensteuerung und Stellungsanzeige
Steuerknüppelarretierung
7.4 INSTRUMENTENBRETT (Standardausrüstung)
7.4.1
7.4.2
7.4.3
7.4.4
Flugüberwachungsinstrumente
Schalter und zusätzliche Bedienungselemente
Kabinenheizung
Kabinenbelüftung
7.5 FAHRWERK
7.5.1
7.5.2
7.5.3
Bugfahrwerk und Bugfahrwerkslenkung
Hauptfahrwerk und Radbremsen
Parkbremse
7-5
7-5
7-6
7-6
7-6
7-6
7-7
7-8
7-8
7-9
7-10
7-10
7-11
7-11
7-11
7-11
7-12
7-12
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7 - 1
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Abschnitt 7
SYSTEMBESCHREIBUNG
7.6 SITZE und SICHERHEITSGURTE
7.6.1 Sitzverstellung
7.7
7.8
7.9
GEPÄCKRAUM
KABINENHAUBE
TRIEBWERK
7.9.1
7.9.2
7.9.3
7.9.4
Triebwerk
Leistungshebel und Choke
Propeller und Propellerverstellung
Vergaservorwärmung
7.10 TREIBSTOFFSYSTEM
7.10.1
7.10.2
7.10.3
7.10.4
7.10.5
Tankanlage und Entlüftung
Brandhahn
Elektrische Treibstoffpumpe und Treibstofffilter
Treibstoff-Füllstandsanzeige
Tankdrain-Vorrichtung
7.11 ELEKTRISCHE ANLAGE
7.11.1
7.11.2
7.11.3
7.11.4
7.11.5
7.11.6
7.11.7
7.11.8
Stromversorgung und Batteriesystem
Zündung und Starter
Elektrische Verbraucher und Sicherungssystem
Voltmeter und Amperemeter
Ladekontrollleuchte (Generatorwarnlampe)
Kraftstoffdruckwarnlampe
Triebwerküberwachungsinstrumente und Tankanzeige
Externe Starthilfe
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7-12
7-13
7-13
7-14
7-15
7-19
7-21
7-21
7-22
7-22
7-23
7-24
7-24
7-25
7-27
7-27
7-27
7-28
7-28
7-28
7-16
7-17
7-18
7-18
Seite:
7 - 2
Aviation
FLUGHANDBUCH
AQUILA AT01
7.12
7.13
7.14
7.15
STAU- und STATIKDRUCKSYSTEM
ÜBERZIEHWARNUNG
COM- / NAV- AUSSTATTUNG
Nicht belegt
Abschnitt 7
SYSTEMBESCHREIBUNG
7-29
7-30
7-31
7-32
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AQUILA AT01
Abschnitt 7
SYSTEMBESCHREIBUNG
7.1 EINFÜHRUNG
Der Abschnitt 7 des Flughandbuches enthält eine Beschreibung der technischen
Ausführung des gesamten Flugzeuges und der implementierten Systeme und gibt
Hinweise zu ihrer Bedienung.
Die Beschreibung der Zusatzausrüstung und ihrer Bedienung befindet sich im Abschnitt 9.
Dokument Nr.:
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Abschnitt 7
SYSTEMBESCHREIBUNG
7.2 FLUGWERK
Die Flugzeugstruktur der Aquila AT01 ist durchgehend in Composite-Bauweise ausgeführt. Es kommen Glasfaser- (GFK) sowie Kohlefaserwerkstoffe (CFK) zum
Einsatz, die in eine Epoxidharzmatrix gebettet sind. Es werden monolithische CFK- oder
GFK-Schalen und Strukturelemente aber auch Sandwichschalen, die als Kern einen
Hartschaum auf PVC-Basis enthalten, eingesetzt.
7.2.1 Rumpf
Der Rumpf bildet mit dem Seiten- und Höhenleitwerk ein Bauteil. Er wird zusammen mit dem Seitenleitwerk aus zwei Halbschalen hergestellt, wobei der Rumpf als Volllaminat- und das Seitenleitwerk als Sandwichschale ausgeführt ist. Die GFK-Laminatschale des
Rumpfes ist durch vier längs durch den gesamten Rumpf laufende CFK-Stringer verstärkt.
Die zwei Schalenelemente des Rumpfes werden durch vier Beulspante und einen
Gepäckspant in der Rumpfröhre gestützt. Für die Aufnahme von Einzellasten sind ein
Fahrwerkspant, ein Sitzspant und ein Querkraftspant vorgesehen.
An seinem vorderen Ende wird der Rumpf durch den Brandspant geschlossen, der die
Kraftaufnahme für den Triebwerkträger darstellt.
Der Brandspant, ein CFK/GFK Sandwichbauteil, hat auf der Triebwerkseite eine
Brandschutzverkleidung, die aus einem besonders feuerhemmenden Keramikvlies und einem Edelstahlblech besteht.
Der Fahrwerkspant, der zusammen mit dem Sitzspant die Hauptfahrwerkschwingen trägt, wird nach oben durch einen massiven CFK/GFK Überrollbügel ergänzt.
7.2.2 Tragflügel
Der Grundriss des Tragflügels ist als Dreifach-Trapez ausgeführt, dieses wird an seinem Ende durch ein Winglet ergänzt.
Der Tragflügel ist als GFK-Sandwichschale, die lokal durch CFK-Bänder verstärkt wird, gebaut. Der Flügel ist ein kompaktes Bauteil, dessen rechte und linke Hälfte über den durchgehenden Holm fest verbunden sind.
Der Doppel T-Holm besteht aus CFK- Gurten, gefertigt aus undirektionalem CFK-
Rovingmaterial und einen GFK-Sandwichsteg.
Am inneren Ende schließt der Flügel mit je einer vorderen und hinteren Wurzelrippe ab, die jeweils über eine Bolzenverbindung mit dem Rumpf verbunden sind. Die vier
Querkraftbolzen werden vom Cockpit durch die Rumpfbuchsen in die Flügelbuchsen geschoben und jeweils über eine Schraube axial gesichert.
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7 - 5
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Abschnitt 7
SYSTEMBESCHREIBUNG
Am äußeren Ende beider Tragflügelhälften wird die Tragflügelkontur zur Reduzierung des induzierten Luftwiderstandes durch ein Winglet abgeschlossen, in das die NAV-
Beleuchtung, das ACL (Anti-Collision Light) und die Tankentlüftung integriert wurde.
Im inneren Drittel der Flügelhälften befindet sich jeweils eine Integraltankkammer mit ca. 60 Liter Inhalt.
An der Hinterkante des äußeren Flügelbereiches befinden sich die Querruder, die in
CFK-verstärkter GFK-Sandwichschalenbauweise hergestellt werden.
Im dem Bereich zwischen den Querrudern und dem Rumpf sind an der
Tragflächenhinterkante die Landeklappen positioniert, die in ihrer Wirkungsweise als
Einfachspaltklappen ausgeführt sind. Die Landeklappen sind aus CFK-Sandwich aufgebaut und auf Lagerhebeln unterhalb der Flügelkontur drehbar gelagert. Durch die
Schwenkbewegung der Landeklappen wird die Wölbung des Tragflügels in diesem
Bereich erhöht und es öffnet sich beim Ausfahren ein zunehmender Spalt zwischen der festen Flügelhinterkante und dem Nasenradius der Klappe. Hierdurch wird der Auftrieb erhöht bei gleichzeitiger Zunahme des Widerstandes.
7.2.3 Leitwerke
Die Flossen und Ruder des Seiten- und Höhenleitwerks werden in CFK-verstärkter
GFK-Sandwichschalenbauweise hergestellt. Seiten- und Höhenleitwerk besitzen je einen Hauptholm und einen Abschlusssteg, in den die Ruderlagerung integriert ist.
Die Höhenflosse ist strukturell direkt mit der Rumpfröhre verbunden und nicht demontierbar.
Im Seitenleitwerk befindet sich die VHF-NAV/COM-Dipolantenne für das Funkgerät.
7.3 STEUERUNG
7.3.1 Quersteuerung
Die Quersteuerung erfolgt über den Querausschlag der Knüppelanlage des
Doppelsteuers im Rumpf. Das Steuersignal wird ausschließlich über Steuerstangen
übertragen. Über den in der Mitte des Hauptholmes montierten Differenzierhebel wird das Ausschlagsverhältnis (Differenzierung) von positivem zu negativem Ausschlag der
Querruder eingestellt. Die Quersteuerung wird durch einstellbare Anschläge an der
Knüppelanlage sicher in ihren Ausschlägen begrenzt.
7.3.2 Höhensteuerung und Trimmung
Die Höhensteuerung erfolgt über „Ziehen“ und „Drücken“ der Knüppelanlage des
Doppelsteuers im Rumpf. Das Steuersignal wird ausschließlich über Steuerstangen
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7 - 6
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Abschnitt 7
SYSTEMBESCHREIBUNG
übertragen. Die Höhensteuerung wird durch einstellbare Anschläge an der
Knüppelanlage sicher in ihren Ausschlägen begrenzt.
Die Trimmung ist als elektrische Federkrafttrimmung ausgeführt, die auch bei voller
Vertrimmung (Trim-Runaway) problemlos vom Piloten überdrückt werden kann. Betätigt wird die elektrische Trimmung über einen Wipp-Tastschalter, der sich hinter der
Triebwerksbedienung auf der Mittelkonsole befindet. Die Trimmeinstellung des
Flugzeuges wird durch einen Stellungsgeber ermittelt und auf der Trimmanzeige angezeigt.
Durch Drücken des Schalters nach vorne wird kopflastig und durch Drücken nach hinten schwanzlastig getrimmt. Der Schalter aktiviert einen elektrischen Stellmotor, der unter dem Gepäckraumboden parallel zur Höhensteuerstange montiert ist. Der
Stellmotor bewegt ein vorgespanntes Spiralfederpaar, das auf die Höhensteuerstange je nach Stellung des Stellmotors eine Kraft ausübt.
Der elektrische Kreis der Trimmung ist über einen eigenen Sicherungsschalter, der im
Falle einer Fehlfunktion der Trimmung gezogen werden kann, abgesichert. Die
Leuchtdioden der Trimmungsanzeige werden durch einen separaten
Sicherungsautomaten kontrolliert. Alle Sicherungen sind gut erreichbar auf der rechten
Seite des Instrumententrägers eingebaut.
7.3.3 Seitensteuerung
Die Seitensteuerung erfolgt durch Betätigung der Fußsteuerpedale gemäß der gewünschten Drehrichtung. Durch je eine Drehwelle für Seitenruder-Links- und
Rechtsausschlag, deren Hebelenden die parallel zugeordneten Pedale des linken und des rechten Sitzes tragen, wird die Koppelung der Doppel-Seitensteuereinrichtung gewährleistet. Die Stellkraft für das Seitenruder wird durch reibungsarm geführte
Stahldrahtseile übertragen. Die Begrenzung der Rudervollausschläge erfolgt durch
Anschläge am Seitenruder-Hauptbeschlag.
Präzises Steuern beim Rollen am Boden und gute Wendigkeit werden durch direkte
Koppelung der Bugradlenkung mit dem Seitenruderantrieb gewährleistet (siehe vorliegendes Flughandbuch Kap. 7.5.1). Kleinste Kurvenradien beim Rollen werden durch zusätzlichen Bremseneinsatz ermöglicht.
Die Anpassung des Steuerpedalabstandes zu den Pilotensitzen ist mit der in weiten
Grenzen stufenlosen Sitzverstellung bequem durchführbar (Sitzverstellung siehe Kapitel
7.6, Abs. 3).
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Abschnitt 7
SYSTEMBESCHREIBUNG
WICHTIGER HINWEIS
Eine Überprüfung der Sitzposition muss vor jedem Starten des Triebwerks vorgenommen werden, um die Bedienbarkeit sowohl der Bugradsteuerung und der
Fußspitzenbremsen als auch des Seitenruders sicherzustellen.
7.3.4 Landeklappensteuerung und Stellungsanzeige
Die Landeklappen werden durch einen elektrischen Servoantrieb verstellt und in der
Lage fixiert. Zur Bedienung ist ein Dreistellungs-Schalter am Instrumentenbrett eingebaut. Die Schalterstellungen mit den zugeordneten Kontrollleuchten entsprechen in der vertikalen Anordnung sinngemäß den Positionen der Klappenendkanten in der 35
Grad Landestellung, der 17 Grad Startstellung und in der eingefahrenen Stellung für den Reiseflug (Schalter und Klappe ganz oben). Bei Änderungen der Schalterstellung erfolgt das Aus- bzw. Einfahren der Klappen soweit, bis bei Erreichen der vorgewählten
Position die Stellbewegung automatisch gestoppt und die Stellung fixiert wird. Durch den selbsthemmenden Spindelantrieb werden die Landeklappen auch bei Stromausfall in ihrer Position gehalten.
Farbmarkierungen am Nasenradius der Landeklappe (siehe Seite 2-10) bieten eine zuverlässige Möglichkeit zur Sichtkontrolle der Landeklappenstellung durch
Lagevergleich mit der Endkante der Tragflächenoberschale. Der Stromkreis des
Landeklappenantriebes wird durch einen Sicherungsautomaten (10 A) mit manueller
Eingriffsmöglichkeit abgesichert. Die Leuchtdioden der Landeklappenstellungsanzeige werden durch einen eigenen Sicherungsautomaten kontrolliert. Alle Sicherungen sind gut erreichbar auf der rechten Seite des Instrumententrägers eingebaut.
7.3.5 Steuerknüppelarretierung
Beim Parken muss das Handsteuer zur Vermeidung von Beschädigungen durch
Windeinfluss festgelegt werden. Hierfür ist der Knüppel bis zum Anschlag zu ziehen und mit dem Bauchgurtsystem durch Schließen des Schlosses und Nachstellen der
Gurtlänge zu sichern.
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7.4 INSTRUMENTENBRETT (Standardausrüstung)
HINWEIS:
Die Positionen 13, 14 und 15 können bzgl. ihrer Einbauposition untereinander getauscht angeordnet sein.
41
41
36
41
37
38
Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
ANMERKUNG:
Der Betriebsstundenzähler ist entweder als Rundinstrument an Position 23 oder in rechteckiger Ausführung an Position 19 eingebaut. Die jeweils andere Position ist dann mit einer Blende verschlossen.
23
40
40
39
24
15
25 35
26
27 28
29
30 31 32
33
34
Angaben zur Mindestinstrumentierung des Flugzeuges sind in Kapitel 2.12 des vorliegenden Flughandbuches enthalten.
25
Nr. Bezeichnung Nr. Bezeichnung Nr. Bezeichnung Nr. Bezeichnung Nr. Bezeichnung Nr. Bezeichnung
1
2
Uhr
Geschwindigkeitsmesser
8
9
Höhenmesser
Variometer
15 Multifunktions-Display
16 Kraftstoffvorratsanzeige
17 Voltmeter
3
Wendezeiger 10 Ladedruckanzeige
4
Außentemperaturanzeige 11 Drehzahlmesser (Prop.) 18 Ampèremeter
5
Künstl. Horizont
12 Intercom PM 501 (opt.) 19 Betriebsstundenzähler
6
Kurskreisel
7
Kompass
13 COM/NAV
14 Transponder
20 Zylinderkopftemperatur
21 Öltemperatur
22 Öldruckanzeige
23 Betriebsstundenzähler
24 Course Dev. Ind. (opt.)
25 Lüftungsdüsen
26 Zündschalter
27 GEN/BAT-Schalter
28 El. Kraftstoffpumpe
29 Hauptschalter Avionik
30 NAV-Lichter
31 Anti-Koll.-Lichter
32 Landescheinwerfer
33 Instrumentenbeleucht.
34 Innenbeleuchtung
35 Landeklappenschalter
36 Trimmanzeige
37 Ladekontrollleuchte
38 Kraftst.-Druckwarnung
39 12V-Steckdose
40 Sicherungsautomaten
41 Nicht belegt/Res.
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
7.4.1 Flugüberwachungsinstrumente
Die Flugüberwachungsinstrumente sind im Instrumentenbrett vor dem linken Sitz angeordnet.
7.4.2 Schalter und zusätzliche Bedienungselemente
Die Schalter für die Stromkreise sind am Instrumentenbrett unterhalb der
Flugüberwachungsinstrumente in einer Reihe neben dem Zündschalter angeordnet.
Die Zugknöpfe für die Betätigung der Vergaservorwärmung, des Choke und der
Kabinenheizung befinden sich an der Bedienkonsole zwischen Instrumentenbrett und
Mittelkonsole. Griffgünstig auf der Mittelkonsole sind die beiden Handhebel für die
Drosselklappenbedienung und die Propellerblattverstellung (blauer Sterngriff) angeordnet. Etwas zurückgesetzt auf dem Mitteltunnel zwischen den Sitzen sind der
Trimmschalter, der Brandhahn-/ Tankwahlschalter und der Zugknopf der Parkbremse eingebaut.
Das Ziehen der Knöpfe von Vergaservorwärmung, Choke, Kabinenheizung und
Parkbremse bewirkt die Aktivierung des jeweiligen Systems. Beispielsweise werden bei gezogenem Choke die Startvergaser zur Anreicherung des Ansauggemisches für den
Kaltstart betätigt, jedoch nur, wenn der Leistungshebel auf Leerlauf (hinterer Anschlag) steht. Der Choke wird bei Loslassen des Bedienungsknopfes selbsttätig durch
Federkraft außer Betrieb gesetzt.
Vollgas und kleinste Propellersteigung (Start) werden durch Vorschieben des
Leistungshebels und des Propellerverstellhebels bis zum Anschlag eingestellt.
2
1 Nr. Bezeichnung
Schalterstellung:
5
8
Linker Tank
3
4
6
Rechter Tank
7
Kraftstoffzufuhr gesperrt
9
1 Chokebetätigung
2
Betätigung Vergaservorwärmung
3 Betätigung Heizung
4 Propellerblattverstellhebel
5 Leistungshebel
6 Trimmschalter
7 Brandhahn/Tankwahlschalter
8 Nicht belegt/Reserve
9 Bedienhebel Parkbremse
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
7.4.3 Kabinenheizung
Für die Heizung wird Stauluft in einer ummantelten Kammer am Auspufftopf erwärmt und bei geöffneter Heizungsklappe durch einen Schlauch ins Cockpit geführt. Am vorderen Teil der Instrumentenbrettabdeckung wird die Warmluftzufuhr für die
Raumheizung und die Scheibenenteisung aufgeteilt.
Der Zugknopf für das Öffnen und Schließen der Heizluftklappe befindet sich auf der
Bedienkonsole zwischen Instrumentenbrett und Mittelkonsole.
7.4.4 Kabinenbelüftung
Zur Frischluftzufuhr sind zwei seitlich am Instrumentenbrett eingebaute, schwenkbare
Düsen vorgesehen. Die Luftströme sind durch Verstellklappen in den Düsenöffnungen für beide Sitze unabhängig hinsichtlich der Ausströmmenge und Richtung einstellbar.
Bei Bedarf können die Schiebefenster zusätzlich zur Belüftung der Kabine eingesetzt werden.
7.5 FAHRWERK
Das Fahrwerk ist als gefedertes Bugradfahrwerk mit Seitensteuer-Koppelung des
Bugrades für präzises Steuern beim Rollen am Boden ausgeführt. Die an zwei
Stahlblattfedern aufgehängten Hauptfahrwerksräder sind mit Scheibenbremsen ausgerüstet, die durch Fußspitzenbetätigung von beiden Sitzen aus betätigt werden können.
Das Flugzeug ist aufgrund des robusten Fahrwerks, der 5 Zoll Räder an Haupt- und
Bugfahrwerk, sowie der stabilen Fahrwerksverkleidungen für den Betrieb auf
Grasgeländen gut geeignet.
7.5.1 Bugfahrwerk und Bugfahrwerkslenkung
Das Bugrad wird von einem Stahlrohr großen Querschnitts, das am Triebwerksträger schwenkbar gelagert ist, getragen. Durch zwei Stützstreben wird ein Teil der Radkräfte
über die unteren Motorträgerverschraubungen direkt am Brandspant in die
Rumpfstruktur eingeleitet.
Gute Federungs- und Dämpfungseigenschaften werden durch ein großzügig dimensioniertes Gummifederpaket, das in einem Federbein geführt ist und direkt auf die
Fahrwerksschwinge/Radgabel wirkt, gewährleistet.
Die Steuerung des Bugfahrwerks erfolgt durch Stoßstangen, die an den Pedalwellen der Seitensteuerung angelenkt sind. Die Steuerung ist auch im Flug im Eingriff.
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
Das gelenkte Bugrad ermöglicht zügiges Rollen, präzise Lenkmanöver und enge
Kurvenradien, auch bei Seitenwind ohne Bremseneinsatz.
Wenden auf engstem Raum wird durch zusätzliches Bremsen des kurveninneren
Rades ermöglicht.
7.5.2 Hauptfahrwerk und Radbremsen
Die Führung und Federung des Hauptfahrwerks erfolgt für beide Seiten getrennt durch je ein Stahlfederblatt. Die Haupträder sind mit hydraulischen Scheibenbremsen ausgestattet. Gebremst werden kann von beiden Sitzen aus durch Betätigung der
Fußspitzenpedale der Seitensteuerung. Die Betätigung der linken und der rechten
Radbremse erfolgt getrennt voneinander durch eigene Bremskreise.
Beim Aufsetzen der Füße auf die kombinierten Lenk-/Bremspedale ist darauf zu achten, dass die Betätigung der Bremsen bei Seitenruder-Vollausschlag nicht durch Anstoßen der Fußspitzen am Brandspant oder an anderen Anbauteilen behindert wird.
7.5.3 Parkbremse
Die Parkbremseinrichtung verwendet die Scheibenbremsen der Hauptfahrwerksräder.
Dazu werden die Bremsleitungen des linken und des rechten Rades nach
Druckbeaufschlagung durch ein handbetätigtes Ventil gesperrt. Der Zugknopf für die
Ventilbedienung befindet sich auf der Konsole des Mitteltunnels. Zur Betätigung wird der Zugknopf bei gleichzeitiger Betätigung der Fußspitzenpedale bis zum Anschlag herausgezogen. Nach Entlastung der Fußbremspedale kann der Bremsknopf in der gezogenen Stellung losgelassen werden.
Zum Lösen der Parkbremse wird der Bedienungsknopf bis zum Anschlag nach unten gedrückt.
7.6 SITZE und SICHERHEITSGURTE
In der AQUILA AT01 sind aus Faserverbundmaterial gefertigte Sitze mit integrierter
Sicherheitskopfstütze und strapazierfähiger, herausnehmbarer Polsterung eingebaut.
Den Ergonomieanforderungen eines breiten Pilotenspektrums wird durch stufenlose
Einstellmöglichkeit der Sitzposition auf nach hinten abwärts geneigter Verschiebeebene entsprochen. Eine Öl/-Gasdruckfeder mit Verriegelungsfunktion fixiert die Sitze in der eingestellten Position.
Die Sitze können ebenso wie Verkleidungsteile am Kabinenboden, die dem Schutz der
Steuerung und anderer Einbauten dienen, für Kontroll- und Wartungsarbeiten ausgebaut werden.
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
Beide Sitze sind mit vierteiligen Sicherheitsgurten mit zentralem Drehgurtschloss ausgestattet. Die Schultergurte besitzen eine Aufrollautomatik. Die Bauchgurte werden von Hand durch Anziehen des nahe des Zentralschlosses an einer
Verbindungsschnalle befindlichen Gurtendes gestrafft. Zum Verlängern der Bauchgurte ist ein leichtes Ankippen der in Zentralschlossnähe angebrachten Verbindungsschnalle erforderlich.
Zum Schließen des Gurtzeugs werden die zungenförmigen Endbeschläge der Gurte nacheinander soweit in die zugeordneten Taschen des Gurtschlosses eingeschoben, bis ein Schnappgeräusch die Verriegelung anzeigt.
Das Öffnen des Gurtzeugs erfolgt unmittelbar, wenn der Drehgriff des Gurtschlosses im
Uhrzeigersinn gedreht wird.
7.6.1 Sitzverstellung
Das Einstellen der Sitzposition wird am besten vor dem Anlegen der Sicherheitsgurte vorgenommen. Dabei ist zu überprüfen, ob alle Bedienungselemente gut zu erreichen und in vollem Umfang bedienbar sind.
Zur Sitzverstellung muss die Öl-/Gasfeder durch Drücken eines Knopfgriffes entriegelt werden. Der Knopfgriff ist unter der Sitzvorderkante an der Oberschenkelauflage neben der Steuerknüppelaussparung im Sitz angebracht.
Aufgrund der Wälzlagerung und Gasfederunterstützung des Sitzes genügt ein kleiner
Krafteinsatz zum Verschieben des Sitzes in die gewünschte Richtung. Durch Loslassen des Knopfgriffes wird der Sitz wieder arretiert.
7.7 GEPÄCKRAUM
Die AQUILA AT01 verfügt hinter den Sitzen über einen großzügig dimensionierten
Gepäckraum, der von außen durch eine abschließbare Klappe verschlossen werden kann. Der Gepäckraum ist auch durch die Kabine zugängig. Zum Beladen mit sperrigen
Gegenständen, die nicht durch die Gepäcktür passen, ist häufig ein Längsversatz der
Sitze von Vorteil.
Der mit Ausnahme eines kleinen Mitteltunnels ebene Gepäckraumboden ist mit einem rutschhemmenden Belag ausgestattet. Die Ladefläche darf mit max. 40 Kilogramm belastet werden. Die Massen- und Schwerpunktsgrenzen des Flugzeuges (siehe
Flughandbuch Kap.6) müssen für jeden Beladungsfall auf Einhaltung überprüft werden.
Die Gepäckraumtür muss im Fluge abgeschlossen sein.
Zur Sicherung der Ladung sind Ösen für Spanngurte um den Gepäckboden angeordnet. Geeignete Spanngurte können vom Flugzeughersteller bezogen werden.
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FLUGZEUGBESCHREIBUNG
Kleinere Gepäckstücke sichert man vorzugsweise durch ein Gepäcknetz, das als
Zubehör erhältlich ist.
WICHTIGER HINWEIS
Bei der Vorflugkontrolle ist sicherzustellen, dass die Gepäcktür abgeschlossen ist.
WICHTIGER HINWEIS
Die Beladungs- und Schwerpunktgrenzen des Flugzeuges müssen eingehalten werden.
7.8 KABINENHAUBE
Die große Kabinenhaube der AQUILA AT01 bietet ausgezeichnete Sichtverhältnisse nach allen Seiten. Sie besteht aus einem hinteren, fest verglasten und einem für den unbehinderten Einstieg weit nach vorne oben aufklappbaren Teil. Als zusätzliche
Belüftungsmöglichkeit und als Notsichtfenster dienen seitliche Schiebefenster in der
Kabinenverglasung.
Die Klapphaube ist über ein in der Haubengabel integriertes Drehscharnier mit dem
Rumpf verbunden und wird bei Öffnung um das Drehscharnier nach vorne geklappt.
Das Öffnen und Verriegeln der Haube erfolgt über einen Drehgriff im Haubenrahmen, der ausschließlich vom linken Sitz bedient wird.
Bei Ziehen und Drehen des Griffes nach hinten (zum Piloten) werden Verschlussbolzen im Haubenrahmen bewegt, die die Haube entriegeln und freigeben. Bei Drücken und
Drehen des Drehgriffes nach vorne wird die am Rumpfrahmen aufliegende Haube verriegelt. Die Bedienung von außen erfolgt in gleicher Weise, jedoch mit umgekehrter
Drehrichtung.
Zum Hochklappen und zum Zuziehen der Haube dient ein Handgriff, der in der Mitte der
Kabinenhaube zwischen den Köpfen der Piloten am Haubenrahmen angebracht ist. Die
Haubenbedienung wird durch eine Gasdruckfeder wirkungsvoll unterstützt.
Der Haubenrahmen und die Haubengabel mit der Gasdruckfeder sind stabil ausgeführt, dennoch muss wegen Geometrie und Größe der geöffneten Haube bei stärkerem Wind mit Beanspruchungen gerechnet werden, die ein unkontrolliertes Auf- und Zuklappen und daraus resultierend eine Beschädigung verursachen können. Um dieses Risiko auszuschließen, sollte die Haube bei Wind nicht länger als nötig offen stehen. Bei
Starkwind muss die Kabinenhaube von Hand gesichert werden.
Für einen eventuellen Notausstieg am Boden wird ein Hammer für das Einschlagen der
Verglasung an Bord mitgeführt. Der Hammer ist an der Rückenlehne des
Copilotensitzes angebracht.
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FLUGZEUGBESCHREIBUNG
WICHTIGER HINWEIS
Beim Verriegeln der Haube muss darauf geachtet werden, dass die Haube am
Rumpfrahmen aufliegt und somit sicher verriegelt. Die sichere Haubenverriegelung muss anschließend durch Hochdrücken am inneren Handgriff überprüft werden.
7.9 TRIEBWERK
Der in der AQUILA AT01 eingesetzte Flugmotor, Typ ROTAX 912 S, ist ein Viertakt-
Ottomotor mit vier Zylindern in Boxeranordnung. Der Saugmotor ist serienmäßig mit einer kontaktlosen Magnet-Kondensator-Doppelzündanlage und einem Stirnraduntersetzungsgetriebe mit mechanischer Schwingungsdämpfung und Rutschkupplung ausgerüstet. Zur Vortriebserzeugung wird ein Verstellpropeller der Firma mt-Propeller mit hydraulischer Constant Speed Regelung eingesetzt.
Der Hubraum des 10,5:1 verdichtenden Motors ist mit 1352 cm
3 angegeben. Der Motor kann mit AVGAS 100 LL oder UL 91 und mit bleifreiem EN 228 Super- oder Superplus betrieben werden. Nach Empfehlung des Motorenherstellers soll bevorzugt unverbleiter
Kraftstoff nach EN 228 (MOGAS) eingesetzt werden.
Beim Einbau in die AQUILA AT01 wird zur Minderung der Geräuschemissionen die
Höchstdrehzahl des Motors durch Begrenzung der kleinstmöglichen Propellersteigung auf 5500 1/min Motordrehzahl, was einer Propellerdrehzahl von 2263 1/min entspricht, eingestellt. Dieser Wert entspricht der vom Motorenhersteller zugelassenen maximalen
Dauerdrehzahl. Für den Betrieb der AT01 steht damit eine Höchstleistung von 69 kW zur Verfügung, die als Dauerleistung nutzbar ist.
Durch die Ausrüstung mit dem Zweiblattpropeller MTV-21-A/175-05 in Holz-Composite-
Bauweise von mt-Propeller und speziell entwickelter Abgasanlage ist die AQUILA AT01 ein äußerst geräusch- und vibrationsarmes Flugzeug. Sie unterbietet mit einem nachgewiesenen Lärmpegel von 64,6 dB(A) den Lärmgrenzwert nach den
„Lärmschutzforderungen für Luftfahrzeuge“ (LSL), Kapitel X um 7,7 dB(A) (siehe
Kapitel 5.2.14 „Lärmwerte“ des vorliegenden Flughandbuches).
Die Integration des Motors in die Flugzeugzelle erfolgt über einen Stahlfachwerkträger, der neben der Motoraufhängung auch zur Aufnahme des Bugfahrwerks, der Batterie sowie diverser Triebwerkskomponenten dient. An diesen Fachwerksträger, der an 4
Verbindungspunkten mit dem Brandschott verschraubt ist, wird der Motor mit dessen
Ringträger (Originalbauteil von ROTAX) schwingungsabsorbierend über Shock-Mounts angeflanscht. Über die hier beschriebene Motoraufhängung werden alle am Triebwerk
(Motor, Getriebe, Propeller) wirkenden Kräfte sowie die Kräfte des Bugfahrwerks am
Brandspant in die Rumpfstruktur eingeleitet.
Dokument Nr.:
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7.9.1 Triebwerk
Der ROTAX 912 S verfügt über flüssigkeitsgekühlte Zylinderköpfe, Stauluft gekühlte
Zylinder und Trockensumpfschmierung. Die Gemischaufbereitung erfolgt durch je einen
Vergaser für die Zylinder der linken und der rechten Triebwerkseite. Für die
Wärmeabfuhr des Kühlflüssigkeitskreislaufes und des Schmiersystems sind zwei
Lamellenkühler am Rumpfbug in der unteren Motorverkleidung eingebaut. Die motorseitige Führung der Stauluft-Zylinderkühlung ist durch einen Schlauch mit der runden Einlassöffnung am Bug der unteren Triebwerksverkleidung verbunden. Der
Kühlluftaustritt erfolgt durch eine Öffnung an der Rumpfunterseite, durch die auch das
Abgasendrohr in den Umgebungsluftstrom geführt wird. Die Einzelteile der
Abgasanlage sind zur Vermeidung von Eigenspannungen und Schwingungsbrüchen mit
Kugelpfannen-Steckverbindungen zusammengefügt, und durch Schraubenzugfedern gesichert. Die Verbrennungsluft wird durch einen NACA-Einlass auf der linken Seite der unteren Triebwerksverkleidung zugeführt, gefiltert und vom Triebwerk nach
Strömungsberuhigung in der Airbox und der Gemischbildung in den Vergasern angesaugt. Das Zündgeschirr der Magnet-Kondensator-Doppelzündanlage ist durch
Steckverbindungen (Kerzenstecker) an den Zündkerzen der Zylinder angeschlossen.
Jeder Zylinder ist mit 2 Zündkerzen bestückt, wobei die eine Zündkerze jeweils durch den rechten, die andere durch den linken Zündkreis versorgt wird (s. Betriebshandbuch
ROTAX).
Der Kühlmittelkreislauf wird an einem Ausgleichsbehälter mit Kühlerdeckel, der ungefähr mittig auf der Triebwerkoberseite befestigt ist, befüllt. Mit dem
Ausgleichsbehälter durch einen Schlauch verbunden ist ein transparentes
Überlaufgefäß, das unter einer Service-Klappe auf der rechten Seite der oberen
Triebwerksverkleidung, am Triebwerkträger befestigt ist.
Die Service-Klappe in der oberen Motorverkleidung ermöglicht ohne Demontagen das
Überprüfen und Ergänzen des Kühlmittelstandes und des Ölvorrats. Die Durchführung dieser Überprüfungen ist in Kapitel 4.4.1, „Tägliche Vorflugkontrolle“, beschrieben.
Im Propellergetriebe des Motors ist eine Überlastkupplung sowie ein mechanischer
Drehschwingungsdämpfer integriert. Der Propellerregler ist an der Rückseite des
Propellergetriebes angeflanscht.
Der Propellerregler und das Getriebe werden durch den Ölkreislauf des Motors versorgt. Aus diesem Grund muss das Motoröl eine Reihe spezieller Eigenschaften erfüllen. Empfohlen wird die Verwendung von teilsynthetischen und synthetischen 4-
Takt-Motorradölen mit Getriebezusätzen und einem breiten Wärmewertbereich, die nach dem API-System mit „SG“ oder höher spezifiziert sind. Wegen Rutschgefahr der
Überlastkupplung dürfen sogenannte „Friction Modifier“-Zusätze nicht enthalten sein.
Keinesfalls darf Flugmotorenöl eingefüllt werden, ebenso ist Dieselmotorenöl ungeeignet. Bitte beachten sie hierzu und zu den Ölwechselintervallen die Vorschriften und Empfehlungen des ROTAX-Betriebhandbuches und die ROTAX-Service Instruction
SI-912-016.
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WICHTIGER HINWEIS
Die Betriebsstoffspezifikationen der Firma ROTAX für den Motor 912 S müssen eingehalten werden.
WICHTIGER HINWEIS
Vor jedem Start muss eine Funktionskontrolle der beiden Zündkreise durchgeführt werden. Weitere Angaben zum Motor sind dem Motorbetriebshandbuch zu entnehmen.
7.9.2 Leistungshebel und Choke
Der Leistungshebel ist sowohl für den Piloten als auch für den Copiloten ergonomisch günstig auf der Mittelkonsole links neben dem Propellerblattverstellhebel (blauer
Sterngriff) angeordnet. Bei der Bedienung des Leistungshebels werden die
Drosselklappen der beiden Vergaser synchron durch zwei Bowdenzüge angesteuert.
Für volle Motorleistung (max. Ladedruck) werden der Leistungshebel und der
Propellerblattverstellhebel bis zum vorderen Anschlag geschoben. Motor-Leerlauf wird durch Zurückziehen des Leistungshebels an den hinteren Anschlag eingestellt.
Die Choke-Betätigung der beiden Vergaser erfolgt durch Ziehen des runden Choke-
Betätigungsknopfes, der zusammen mit den Bedienknöpfen der Vergaservorwärmung und der Kabinenheizung auf der Bedienkonsole zwischen Instrumentenbrett und
Mittelkonsole vor dem Leistungs- und Propellerblattverstellhebel angeordnet ist. Bei
Chokebetätigung wird durch die Startvergaser eine Treibstoffanreicherung des
Verbrennungsgemisches bewirkt. Die Startvergaser arbeiten nur, wenn der
Leistungshebel auf Leerlauf steht.
Der Choke darf nur kurzzeitig bei Kaltstarts gezogen werden. Nach dem Loslassen wird der Bedienknopf selbsttätig durch Federn in die „AUS“-Position zurückgestellt.
WICHTIGER HINWEIS
Das Erreichen der Anschlagstellungen des Choke und der Drosselklappenbetätigung am Vergaser muss regelmäßig überprüft werden.
Vor jedem Start muss die vollständige Rückstellung des Choke-Betätigungsgriffes
überprüft werden.
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FLUGZEUGBESCHREIBUNG
7.9.3 Propeller und Propellerverstellung
Zur Schuberzeugung wird in der AQUILA AT01 ein Zweiblattverstellpropeller mit hydraulischer Constant Speed-Regelung in Holz-Composite-Bauweise eingesetzt.
Die Propellerblätter sind mit Faserverbundkunststoffmaterial ummantelt und an der
Vorderkante mit einem Steinschlagschutz aus Edelstahl sowie im nabennahen Bereich mit einer Schutzfolienbeschichtung ausgerüstet.
Die Verstellung der Blätter erfolgt über einen hydraulischen Propellerregler, der gegen
Federkraft die Blattsteigung erhöht. Die ölhydraulische Regelung hält eine einmal vorgewählte Drehzahl bei Veränderungen der Fluggeschwindigkeit und/oder der
Leistung konstant (constant-speed-Regelung). Bei Ausfall des Öldruckes werden die
Propellerblätter auf kleinste Steigung gestellt, womit ein Weiterfliegen mit voller
Leistung möglich ist. Der Propeller besitzt keine Segelstellung.
Die Drehzahl wird am Propellerblattverstellhebel, der im Blickfeld des Piloten, für die
Betätigung gut erreichbar, rechts neben dem Leistungshebel auf der Mittelkonsole angeordnet ist, vorgegeben. Kleinste Steigung bzw. größte Drehzahl werden durch nach vorne Schieben des Propellerverstellhebels bis zum vorderen Anschlag eingestellt. Mit dieser Hebelstellung wird bei Vollgas die maximale Motorleistung bei größtmöglicher Propellerdrehzahl, wie in der Regel für Start und Anfangssteigflug erforderlich, eingestellt. Für den Landeanflug wird zur Verbesserung der Schubleistung bei einem eventuellen Durchstartmanöver und zur Erhöhung des Widerstandes der
Luftschraube im Leerlauf ebenfalls auf kleine Steigung eingestellt. Im Steig- und im
Reiseflug werden wie üblich der Ladedruck (Leistungshebelstellung) und die
Propellersteigung aufeinander abgestimmt. Informationen dazu sind in Kapitel 5 des vorliegenden Flughandbuches und dem Betriebshandbuch für ROTAX 912 S zu entnehmen.
WICHTIGER HINWEIS
Der Propellerblattverstellhebel sollte beim Abbremsen vor dem Start mehrmals zügig zwischen den Anschlägen verstellt werden. Dies dient nicht nur zur Ölbefüllung des
Reglers und als Funktionskontrolle, sondern es wird damit ein Spülvorgang zur
Vermeidung von Schlammablagerungen (Blei aus dem Treibstoff) durchgeführt.
7.9.4 Vergaservorwärmung
Durch Einschalten der Vergaservorwärmung wird den Vergasern vom Triebwerk erwärmte Luft zugeführt. Der Betätigungszugknopf befindet sich links auf der
Bedienkonsole zwischen Instrumentenbrett und Mittelkonsole angeordnet. Beim Ziehen der Vergaservorwärmung wird eine Doppelventilklappe am Lufteinlass der Airbox betätigt, die den Außenluftzustrom sperrt und die Warmluftzuführung öffnet.
Durch korrekte Nutzung der Vergaservorwärmung wird die Gefahr eines leistungsmindernden Eisansatzes im Vergaser, der bis zum Motorausfall führen kann,
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
vorbeugend vermieden. Ein bereits vorhandener Eisansatz kann mit der
Vergaservorwärmung in vielen Fällen langsam abgetaut werden, wenn die
Leistungseinstellung des Triebwerks so wenig wie möglich verändert wird.
Die Vergaservorwärmung muss nach den allgemein üblichen Regeln und Verfahren eingesetzt werden.
Die Funktionsüberprüfung der Vergaservorwärmung gehört zu jeder Vorflugkontrolle.
Bei 1700 1/min Propellerdrehzahl muss ein Drehzahlabfall von mindestens
20 – 50 1/min am Drehzahlmesser abzulesen sein.
WICHTIGER HINWEIS
Die eingeschaltete Vergaservorwärmung mindert die Motorleistung.
7.10 TREIBSTOFFSYSTEM
Das Flugzeug ist mit je einer drainbaren Integraltankzelle im rechten und im linken
Tragflügel ausgerüstet. Die Füllmenge beträgt ca. 60 Liter pro Tankzelle. Die nicht ausfliegbare Restmenge beträgt 5,2 Liter bei jedem Tank.
Die Tankzellen sind im inneren Drittel der jeweiligen Tragflügelhälfte vor dem Holm eingebaut. Sie werden aus den im Tankbereich verstärkten Ober- und Unterschalen der
Tragflächen, dem Holm und einer inneren und einer äußeren Tankrippe zur seitlichen
Begrenzung gebildet.
Pro Integraltankzelle ist eine abschließbare Tankdeckeleinheit, die mit dem
Flugzeugmassesystem elektrisch leitend verbunden ist, oberflächenbündig in die
Flügeloberschale eingeklebt.
Die Treibstoffversorgung der beiden Vergaser erfolgt durch die motorseitig integrierte, mechanische Treibstoffpumpe aus dem am kombinierten Brandhahn-/
Tankwahlschalter vorgewählten Tank. Die Ausfallsicherheit der Treibstoffversorgung kann durch Einschalten einer zusätzlichen elektrischen Treibstoffpumpe erhöht werden.
Überschüssiger Treibstoff wird über Rücklaufleitungen und das Ventil des
Tankwahlschalters in denselben Tank zurückgefördert.
Zu geringer Treibstoffdruck in den Zuleitungen der Vergaser (unter 0,15 bar bzw.2,2 psi) wird durch einen Drucksensor erfasst und durch eine rote Warnlampe auf dem
Instrumentenbrett angezeigt. Bei zu geringem Treibstoffdruck muss die elektrische
Treibstoffpumpe zugeschaltet werden.
Eine Prinzipskizze des Treibstoffsystems ist auf der folgenden Seite eingefügt.
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
WICHTIGER HINWEIS
1
2
3
12
13
14
15
16
17
4
5
6
7
8
9
10
11
In Bodennähe wie bei Start und Landung, sowie im Falle der Signalisierung zu geringen
Treibstoffdruckes muss die elektrische Treibstoffpumpe zugeschaltet werden.
Abbildung Treibstoffsystem
NN
Drain-Ventil
Grobfilter
Feinfilter
Elektrische Pumpe
Brandhahn/Tankwahlschalter
Mechanische Pumpe
Vergaser
Warnleuchte
Kraftstoffmengenanzeige, Dual
Tankeinfüllöffnung
Brandspant
Motor
Kraftstoffrücklaufleitung
Füllstandsgeber
Kraftstoffverteiler motorseitig
Kraftstoffversorgungsleitung
14
8
13
16
7
4
5
2
6
17
9
10
12
Entlüftung
Entlüftung
15 15
Linker Tank
Rechter Tank
11
2
3
14 3
2
11
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7 - 20
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
7.10.1 Tankanlage und Entlüftung
Die Innenwände der Composite-Integraltanks sind zum Schutz der
Faserverbundstruktur mit einem speziellen Tankdichtmaterial versiegelt
.
Kraftstoffbewegungen im Bereich der Tankentnahmestutzen und der eingebauten
Füllstandssensoren werden durch eine Schwallrippe mit spezieller Lochung weitgehend gedämpft.
Die Entlüftung der Tanks erfolgt durch Rohrleitungen, die an der höchsten Stelle der
Tanks, im Bereich der äußeren Tankrippen, angeschlossen sind und an den Winglets in den freien Luftstrom geführt werden.
An den inneren Tankrippen ist der mit einem entnehmbaren Filtersieb ausgerüstete
Tankauslass über dem Sumpfniveau eingebaut. Von dort fließt der Kraftstoff des geschalteten Tanks durch das Brandhahn-/Tankwahlventil im Mitteltunnel des Rumpfes, die elektrische Treibstoffpumpe und die mechanische Treibstoffpumpe des Motors zum
Kraftstoffverteiler und von dort zu den Schwimmerkammern der Vergaser. Der Rücklauf des überschüssigen Treibstoffes führt vom Kraftstoffverteiler über das Brandhahn-
/Tankwahlventil zurück in den geschalteten Tank.
Die Einbauten an den inneren Tankrippen sind durch einen Service-Deckel in der
Flügelunterschale für Wartungsarbeiten gut erreichbar.
Zur Entnahme von Kraftstoffproben ist am tiefsten Punkt des Tanksumpfes in der unteren Tankschale je ein manuell bedienbares Drainageventil eingeschraubt. Ein weiteres Drainageventil befindet sich an der tiefsten Stelle des Treibstoffsystems an der
Rumpfunterseite vor dem Brandspant.
7.10.2 Brandhahn
Der Brandhahn hat die Funktion eines Absperr-/Wegeventiles für das Absperren der
Kraftstoffzufuhr und die Tankwahlschaltung. Die Bedienungseinheit ist griffgünstig im
Blickfeld des Piloten auf der Mittelkonsole positioniert (s. Abbildung auf S. 7.10).
Die drei möglichen Schaltstellungen LEFT / RIGHT und OFF werden durch Drehen eines roten, pfeilförmigen Handhebels eingestellt und in den Schaltstellungen selbsttätig durch einen Federbolzen zentriert.
Die Stellung OFF ist nur bei gleichzeitigem ZIEHEN des Rastungsknopfes und
DREHEN des Schalters einstellbar. Dabei werden die Vor- und Rücklaufleitungen beider Tanks gesperrt. Diese Schaltstellung wird durch den schräg nach rechts hinten weisenden Pfeildrehgriff angezeigt (s. Abbildung auf S. 7-10).
In den beiden Betriebsstellungen sind die Vor- und die Rücklaufleitungen des jeweils geschalteten Tanks am Umschaltventil geöffnet, während die Leitungen des nicht
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7 - 21
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
genutzten Tanks gesperrt sind. Der Pfeildrehgriff zeigt dabei schräg nach vorne zur
Seite des geschalteten Tanks.
Es wird empfohlen, die Füllstände der Tanks auf etwa gleichem Niveau zu halten.
Das Umschalten vom einen auf den anderen Tank sollte in max. 60 Minuten Abständen erfolgen.
7.10.3 Elektrische Treibstoffpumpe und Treibstofffilter
Die elektrische Treibstoffpumpe ist ohne Bypassleitung in die Vorlaufleitung eingebaut.
Hierdurch wird auch bei ausgeschalteter elektrischer Treibstoffpumpe der gesamte
Treibstoffstrom durch einen im Pumpengehäuse integrierten, herausnehmbaren
Feinsiebfilter geleitet.
Die Montageposition der elektrischen Treibstoffpumpe befindet sich am Brandspant motorraumseitig, im unteren Bereich. Am Pumpenboden, der tiefsten Stelle des
Treibstoffsystems, ist ein Drainageventil eingebaut, das zur Entnahme von
Treibstoffproben an der Unterseite der Triebwerkverkleidung von außen zugänglich ist.
Ein weiterer, in der mechanischen Treibstoffpumpe eingebauter Feinsiebfilter ist nur durch Pumpentausch erneuerbar.
Die elektrische Treibstoffpumpe ist an das 12 Volt-Bordnetz angeschlossen und wird durch einen Kippschalter an der Schalterleiste des Instrumentenbretts ein- und ausgeschaltet.
Die elektrische Kraftstoffpumpe muss bei Start und Landung zur Erhöhung der
Sicherheit, im Falle zu geringen Treibstoffdruckes und in kritischen Flugphasen eingeschaltet werden.
Eine Funktionsüberprüfung des Pumpenmotors am Boden wird durch das tickende
Laufgeräusch ermöglicht. Siehe dazu Kap. 4.4 , „Vorflugkontrollen“ des vorliegenden
Handbuches.
7.10.4 Treibstoff-Füllstandsanzeige
Zwei Füllstandssensoren, die in der inneren Tankrippe der jeweiligen Tankzelle montiert sind, senden je nach Füllstand ein Signal an eine Dual-Anzeige im Instrumentenpanel.
Die Füllstandsanzeigen der beiden Tanks haben Markierungen für VOLL, ¾, ½, ¼, und
LEER.
Die Lageabhängigkeit der gut ablesbaren Anzeigen im Fluge kann als gering bezeichnet werden. Jedoch arbeiten Meßsysteme nie fehlerfrei und müssen bei fehlender Redundanz aufgrund möglicher Schäden als unsicher angenommen werden.
Deshalb wird mit dem Flugzeug ein Prüfstab mit Markierungen für den Füllstand geliefert. Der Prüfstab ist bei möglichst horizontaler Flugzeugausrichtung am
Tankeinfüllstutzen senkrecht in den Tank einzuführen, so dass das Griffstück des
Peilstabes komplett auf der Tragflügelaußenschale aufliegt. Nach dem Herausziehen des Prüfstabes kann anhand der Benetzung und den Markierungen am Stab der
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
Füllstand ermittelt und eine Überprüfung der elektrischen Anzeigen durch Vergleichen vorgenommen werden. Diese Überprüfung muss mindestens bei den täglichen
Kontrollen durchgeführt werden. Der Prüfstab muss deshalb stets als
Ausrüstungsgegenstand an der Innenseite der Gepäckraumklappe mitgeführt werden.
Tankfüllstand: 1/4
Tankfüllstand: 1/2
Griffstück
Tankfüllstand: 3/4
Einkerbung 1 Einkerbung 2
HINWEIS:
Eine Markierung für den vollen Tank ist auf dem
Peilstab nicht vorhanden, da dieser Füllstand visuell im Tank ohne Hilfsmittel ersichtlich ist.
WICHTIGER HINWEIS
Die Treibstoff-Füllstandsanzeigen müssen täglich mit dem Prüfstab überprüft werden.
Dazu ist das Flugzeug in möglichst horizontaler Lage auszurichten.
Die Markierungen des Prüfstabes zeigen den Füllstand ½ und ¾ Tankfüllung.
WICHTIGER HINWEIS
Beim Betanken des Flugzeuges muss das Erdungskabel am Erdungspunkt angeschlossen werden (am Auslass des Abgasendrohres, s.a. Placard 39, Seite 2-17).
7.10.5 Tankdrain-Vorrichtung
In den Tanks ist jeweils an der tiefsten Stelle in der vom Holm und der inneren
Tankrippe gebildeten Ecke ein manuell zu betätigendes Drainageventil eingebaut. Ein weiteres Drainageventil ist an der tiefsten Stelle des gesamten Treibstoffsystems, am
Boden der elektrischen Treibstoffpumpe, positioniert. Das Ventil ist auf der Unterseite des Rumpfvorderteiles im Bereich des Brandspantes angebracht. Es kann ohne
Demontagen bedient werden.
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
Die Halterung für den Drainagebecher befindet sich auf der Innenseite der
Gepäckraumklappe.
WICHTIGER HINWEIS
Die Überprüfung des Treibstoffsumpfes auf Wasser und sonstige Verunreinigungen gehört zu jeder täglichen Kontrolle. Die Proben sind an allen drei Drainageventilen zu entnehmen, bevor der Treibstoffsumpf durch Bewegen des Flugzeuges vermischt wurde.
7.11 ELEKTRISCHE ANLAGE
Das Bordnetz der AT01 ist ein 12 Volt Gleichstromsystem, das von einem Generator
über eine Batterie gespeist wird. Die Steuerung der elektrischen Verbraucher erfolgt
über Kippschalter an der linken unteren Instrumentenbrettseite, wenn der rote Batterie-/
Generator-Hauptschalter (GEN/BAT-Doppelschalter) eingeschaltet ist. Die einzelnen
Stromkreise der Verbraucher werden durch Sicherungsautomaten, die in einem
Bedienfeld auf der rechten Seite des Instrumentenbretts übersichtlich angeordnet sind, abgesichert.
Völlig unabhängig vom Bordnetz arbeiten die Steuerung und die Versorgung der zwei
Motorzündkreise sowie das elektronische Meßsystem für die Motordrehzahl.
7.11.1 Stromversorgung und Batteriesystem
Eine 12 Volt Bleibatterie ist über eine 50 Ampere Hauptsicherung und den roten
Batterie-/Generator-Hauptschalter an das Bordnetz angeschlossen. Bei Motorbetrieb wird die Batterie von einem externen 40 Ampere Generator mit integriertem Regler über die Generatorsicherung (50 Ampere) geladen. Der Antrieb des luftgekühlten Generators erfolgt über einen untersetzten Keilriementrieb durch die Propellerwelle.
Ein ungenügender Ladevorgang wird durch das Aufleuchten der roten
Ladekontrollleuchte in der Mitte oben auf dem Instrumentenbrett angezeigt. Zusätzlich sind zur Überwachung des Ladestromes und des Ladezustandes der Batterie ein
Amperemeter und eine Spannungsanzeige auf der rechten Seite des
Instrumentenbretts eingebaut.
Im Notfall ist eine intakte und aufgeladene Batterie in der Lage, alle
Gleichstromverbraucher mindestens eine halbe Stunde lang mit Strom zu versorgen.
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
7.11.2 Zündung und Starter
Die am Motor integrierte, elektronisch gesteuerte Magnet-Kondensator-Zündanlage besitzt zwei voneinander unabhängige Zündkreise, deren Funktion vom Bordnetz unabhängig ist. Die Zündung wird mit dem Schlüsselschalter des Zündschlosses eingeschaltet. Bei weniger als 100 Propellerumdrehungen pro Minute wird die Zündung von der internen Steuerelektronik unterbrochen.
Der Zündschalter kann aus der Stellung „OFF“ durch Rechtsdrehung in die Positionen
„R“, „L“ und „BOTH“ geschaltet werden. Durch Weiterdrehen nach rechts gegen eine
Federkraft in die Stellung „START“ wird der elektrische Anlasser für den Motor aktiviert und beim Loslassen des Schlüssels wieder deaktiviert.
Mit den Schaltstellungen „R“ und „L“ wird jeweils einer der beiden Zündkreise zur
Zündkreisüberprüfung abgeschaltet. Bei eingestellten 1700 Propellerumdrehungen pro
Minute und anschließender Abschaltung eines Magnets darf der Drehzahlabfall 120
Umdrehungen pro Minute nicht überschreiten. Der Unterschied zwischen den
Drehzahlabfällen beider Magnete darf bei nicht mehr als 50 Propellerumdrehungen pro
Minute liegen.
Weitere Informationen zur Triebwerkbedienung und zu den Vorflugkontrollen sind dem
Betriebshandbuch für ROTAX Motor Type 912 S zu entnehmen.
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
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Abb.: Blockschaltbild Elektrik
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
7.11.3 Elektrische Verbraucher und Sicherungssystem
Alle Verbraucher sind jeweils einzeln über Push-Pull-Sicherungsautomaten oder über
Kippschalter mit Sicherungsfunktion ein- und ausschaltbar.
COM-/NAV-Geräte sowie andere Avionikgeräte werden über den Avionik-Hauptschalter sowie separate Sicherungsautomaten abgesichert und mit Bordspannung versorgt.
Geräte, die während des Betriebes öfter bedient werden müssen (elektrische Treibstoff-
Pumpe, Anti-Collision-Lights, etc.), sind jeweils mit einem eigenen Kippschalter mit
Sicherungsfunktion ausgestattet, die sich am unteren linken Rand des
Instrumentenbrettes befinden. Die Sicherungsautomaten für alle übrigen elektrischen
Verbraucher befinden sich auf der rechten Seite des Panels (s. Abbildung in Kapitel 7.4,
S. 7-9).
7.11.4 Voltmeter und Amperemeter
Das Voltmeter zeigt den Spannungszustand im Stromnetz bzw. der Stromquelle an.
Die Anzeige ist in drei verschiedenfarbige Spannungsbereiche unterteilt.
Rot
Rot-Grün schraffiert
Grün
Rote Linie
8-11 Volt
11-12
12-15
15-16
Volt
Volt
Volt
Das Amperemeter zeigt den Stromfluss zwischen der Batterie und dem Stromnetz an.
Wird die Batterie geladen steht der Zeiger im (+) Bereich, wird sie entladen steht die
Anzeige im (-) Bereich. Versorgt die Batterie das elektrische System des Flugzeuges, so steht der Zeiger im negativen Bereich. Eine solche Anzeige bei normalem
Motorbetrieb ist ein Anzeichen für eine Fehlfunktion des Generators.
7.11.5 Ladekontrollleuchte (Generatorwarnlampe)
Die rote Generatorwarnlampe ist AUS bei Normalbetrieb.
Die Warnlampe leuchtet ROT nur bei:
- Generatorausfall (externer Generator liefert keinen Strom)
Als Stromquelle für die Verbraucher verbleibt dann ausschließlich die Batterie.
Die Zündung des Triebwerks ist davon nicht betroffen, da sie ausschließlich von der
Funktion des internen Zündgenerators abhängt.
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
7.11.6 Kraftstoffdruckwarnlampe
Fällt der Kraftstoffdruck in der Kraftstoffleitung am Verteiler vor den Vergasern auf ein
Niveau unter 0,15 bar wird durch einen Druckschalter die Kraftstoffdruckwarnlampe aktiviert d.h. sie leuchtet ROT. Ursachen hierfür können sein:
- Kraftstoffmangel.
- Dampfblasenbildung im Kraftstoff.
7.11.7 Triebwerküberwachungsinstrumente und Tankanzeige
Zylinderkopf- und Öltemperatur sowie Öldruck werden von analogen Zeigerinstrumenten angezeigt, die ihr Signal von im Motor eingebauten Messgebern in Form eines zur Messgröße proportionalen elektrischen Stromes erhalten.
Die analoge, duale Tankanzeige erhält ihre Messsignale von je einem im Tank positionierten Füllstandssensor.
7.11.8 Externe Starthilfe
Bei Außentemperaturen tiefer als –10°C wird der Einsatz einer externen Starthilfe empfohlen. Eine Außenbordsteckdose ist optional als externe Starthilfe vorgesehen.
Die Außenbordsteckdose ist auf der rechten Seite unterhalb der Batterie angebracht und ist über eine Service-Klappe in der Motorverkleidung zugänglich.
Es wird eine dreipolige verpolungsgeschützte Steckdose nach MIL-Norm eingesetzt.
Die elektrische Versorgung des Startermotors sowie des Bordnetzes wird über ein
Relais, das die Verbindung zur externen Starthilfe herstellt, gewährleistet, wobei die
Bordbatterie, solange die Spannung an der Außenbordsteckdose anliegt, über ein weiteres Relais vom Bordnetz getrennt wird, um ein unkontrolliertes Be- oder Entladen der Bordbatterie zu verhindern.
WARNUNG
Wird das Flugzeug mit einer externen Starthilfe gestartet, so ist darauf zu achten, dass sowohl Personen wie auch Kabelverbindungen sich jederzeit deutlich außerhalb des
Propellerkreises befinden.
Beim Anlassen des Triebwerkes mit externer Starthilfe ist wie folgt vorzugehen:
•
•
Externe Starthilfe an der Außenbordsteckdose einstecken und einschalten.
ALT/BAT-Schalter auf EIN schalten.
•
Triebwerk nach Angaben in Kap. 4.5.2 „Anlassen des Triebwerkes“ starten.
•
Stromversorgungskabel aus der Außenbordsteckdose ziehen.
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
7.12 STAU- und STATIKDRUCKSYSTEM
In der Unterschale des linken Tragflügels befindet sich eine Prandtl-Sonde, die an zwei getrennten Schlauchanschlüssen den statischen und den Gesamtdruck liefert. Über
Schläuche werden die Drücke durch den Flügel zur Flügelmitte geführt. Dort befinden sich Wasserabscheider und Trennstellen für die Demontage des Flügels.
Abbildung: Stau-/Statikdruckanlage Übersicht
Eine weitere Trennstelle befindet sich hinter dem Instrumentenbrett, wo sich auch die
Staubfilter befinden. Von dort aus wird der Gesamtdruck ebenfalls mit einem Schlauch zum Gesamtdruckanschluss des Fahrtmessers geführt. Der statische Druck wird über
Schlauchverbindungsstücke zu Fahrtmesser, Höhenmesser, Variometer und
Höhenkodierer verzweigt.
Ein im Cockpitboden auf der Pilotenseite (Vorderseite des vorderen Querkraftspantes) befestigtes Ausgleichsgefäß wird über einen Schlauch mit dem entsprechenden
Eingang des Variometers verbunden.
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
Der Fehler des Statikdrucksystems kann für die Höhenmessung vernachlässigt werden.
Eine Kalibrierkurve der Fahrtmesseranlage befindet sich in Abschnitt 5 des
Flughandbuches.
Um Verschmutzungen des Stau-/Statikdrucksystems vorzubeugen, sollte das Prandtl-
Rohr bei jedem Abstellen des Flugzeuges mit dem mitgelieferten Staurohrschutz mit anhängender Warnflagge „Remove before Flight“ abgedeckt werden.
Bei Verdacht auf Fehlfunktion in den Geräten, die auf das Stau-/Statikdrucksystems zurückgreifen, ist das Stau-/Statikdrucksystem auf Verschmutzung, Verstopfung
(eingedrungenes Wasser, Fremdkörper, abgeknickte Leitung) und auf Undichtigkeit zu untersuchen. Eher selten ist ein Geräteschaden die Ursache.
WICHTIGER HINWEIS
Bei der täglichen Kontrolle ist der Staurohrschutz zu entfernen und eine
Funktionsprüfung der Fahrtmesseranlage durchzuführen. Dazu wird das Prandtl-Rohr von vorne aus ca. 10 cm Abstand kurzzeitig angeblasen, während eine zweite Person den Ausschlag des Zeigers beobachtet.
Bei den Vorflugkontrollen ist durch Überprüfung sicherzustellen, dass der
Staurohrschutz von der Sonde entfernt wurde.
7.13 ÜBERZIEHWARNUNG
Ein Unterschreiten der 1,1-fachen Überziehgeschwindigkeit in allen
Landeklappenstellungen wird durch einen lauten Signalton angezeigt.
Bei Annäherung an die Überziehgeschwindigkeit wird durch die veränderte Anströmung des Tragflügels ein Schalter an der Vorderkante des linken Tragflügels aktiviert, der einen Stromkreis schließt und so über einen Signalgenerator und einen Lautsprecher solange einen Signalton erzeugt, wie dieser Strömungszustand aufrecht erhalten wird.
WICHTIGER HINWEIS
Der Schalter für die Überziehwarnung ist empfindlich gegenüber mechanischer
Belastung und übermäßigem Spritzwasser. Dies ist beim Reinigen des Flugzeuges besonderes zu beachten!
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Datum:
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Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
7.14 COM- / NAV-AUSSTATTUNG
Im Mittelteil des Instrumentenbrettes sind je nach Ausstattung COM-/NAV-Geräte, ein
Transponder oder ein Multifunktionsdisplay untergebracht. Einzelheiten zu den Geräten sind den entsprechenden Flughandbuch-Ergänzungen im Abschnitt 9 zu entnehmen.
Das COM-Gerät wird über die Sendetaste am Steuerknüppel aktiviert.
Im hinteren Bereich des Mitteltunnels sind Anschlussmöglichkeiten für Kopfhörergarnituren vorgesehen.
Die Bedienung der COM- und NAV-Ausstattung wird im Abschnitt 9 beschrieben.
Dokument Nr.:
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B.22 (12.07.2012)
Datum:
13.04.2015
Seite:
7 - 31
Aviation
7.15
NICHT BELEGT
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[Absichtlich freigelassen]
Abschnitt 7
FLUGZEUGBESCHREIBUNG
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B.25
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B.22 (12.07.2012)
Datum:
13.04.2015
Seite:
7 - 32
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Abschnitt 9
ERGÄNZUNGEN
9.1 EINFÜHRUNG
ABSCHNITT 9
ERGÄNZUNGEN
Seite
9-1
9.2 INDEX DER ERGÄNZUNGEN 9-2
9.1 EINFÜHRUNG
In diesem Abschnitt wird die Zusatzausrüstung, die optional in Ihr Flugzeug eingebaut ist, in Form von einzelnen Flughandbuch-Ergänzungen beschrieben. Die einzelnen
Ergänzungen beziehen sich auf die eingebauten Komponenten. Es müssen nur diejenigen Flughandbuch-Ergänzungen in diesem Flughandbuch im Anschluss an
Kapitel 9.2 enthalten sein, die Ihre Flugzeugkonfiguration betreffen.
In Kapitel 9.2 „Index der Ergänzungen“ sind alle bestehenden anerkannten
Ergänzungen aufgeführt. Dieser Index kann als Inhaltsverzeichnis des Abschnitts 9, angepasst auf Ihre Flugzeugkonfiguration gehandhabt werden.
Wird das Flugzeug in einem Instandhaltungsbetrieb/Luftfahrttechnischen Betrieb außerhalb von AQUILA Aviation durch den Einbau weiterer Ausrüstungsteile, die eine
Flughandbuchergänzung erforderlich machen, im Verfahren einer EMZ modifiziert, liegt es im Verantwortungsbereich des Halters des Flugzeuges, dass die jeweilige
Ergänzung in das Handbuch eingefügt und in den Index aufgenommen wird.
ANMERKUNG
Für einige im folgendem aufgeführten Geräte ist es möglich ein Software-Update durchzuführen. Diese werden auf unserer Homepage ( www.aquila-aviation.de
) durch ein entsprechendes SI (Service Information) freigegeben.
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9 – 1
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9.2 INDEX der ERGÄNZUNGEN
Kennzeichen: - Werknummer:
Abschnitt 9
ERGÄNZUNGEN
AT01-
Ergänzung
Nr.
Titel Seiten
Ausgabe Eingebaut
AVE1 NAV/COM KX 125 AVE1-1 bis 8 B.01
AVE2 Transponder KT 76A
AVE3
Emergency Locator Transmitter
(ELT) ACK E-01
AVE4 Garmin GMA 340 Audio System
AVE2-1 bis 6
AVE3-1 bis 4
B.01
B.01
AVE4-1 bis 6
AVE5-1 bis 6
A.01
A.01 AVE5 Garmin GNS 430 GPS Navigator
AVE6 Garmin GTX 327 Transponder AVE6-1 bis 8 A.01
AVE7 Transponder KT 76C AVE7-1 bis 6
AVE8-1 bis 6
B.04
B.04
AVE8
AVE9
Bendix / King KMD 150 Multifunction
Display / GPS
Pointer Emergency Locator
Transmitter (ELT)
AVE10 Winterbetrieb
AVE9-1 bis 8
AVE10-1 bis 5
B.05
B.08
AVE11
AVE12
Emergency Locator Transmitter
(ELT) KANNAD 406 AF/AF-Compact
Garmin GTX 330 Mode S
Transponder
AVE13 Garmin GNS 530 GPS Navigator
AVE11-1 bis 10
AVE-12-1 bis 12 B.08
AVE13-1 bis 8
B.11
B.08
AVE14-1 bis 8
AVE15-1 bis 8
B.09
B.10
AVE14 Bendix King Transponder KT 73
AVE15
ARTEX ME406 Emergency Locator
Transmitter (ELT)
AVE16 COM/NAV-Gerät GARMIN SL 30
AVE17
GPS und Multifunktional-Display
FLYMAP L
AVE18 FLARM Kollisionswarngerät
AVE19
AVE20
Flugdatenlogger KAPI Air Control
FDR 07
Mode S Transponder GARMIN
GTX 328
AVE16-1 bis 12
AVE17-1 bis 12
AVE18-1 bis 10
AVE19-1 bis 8
AVE20-1 bis 10
B.11
B.11
B.11
B.11
B.11
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Ausgabe:
B.25
ersetzt Ausgabe:
B.24 (04/03/2014)
Datum:
13/04/2015
Seite:
9 – 2
Aviation
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AQUILA AT01
Ergänzung
Nr.
Titel
AVE21 COM-Gerät GARMIN SL 40
Seiten
AVE21-1 bis 10
Abschnitt 9
ERGÄNZUNGEN
Ausgabe Eingebaut
B.11
AVE22
GARRECHT VT-02 Mode-S
Transponder
AVE 23 VFR-Tag und VFR-Nacht Betrieb
AVE22-1 bis 9
AVE23-1 bis 18
A.01
A.02
AVE 24
ASPEN EFD 1000 – PFD
( nur Werk-Nr., die im SB-AT01-021 gelistet sind)
AVE 25 ASPEN EFD 1000 – MFD
AVE 26
GARMIN G500 PFD/MFD
( nur Werk-Nr., die im SB-AT01-021 gelistet sind)
AVE 27 Power FLARM
AVE24-1 bis 8
AVE25-1 bis 8
AVE26-1 bis 10
AVE27-1 bis 10
A.02
A.02
A.03
A.01
AVE 28 ASPEN EFD 1000 - PFD Nacht-VFR AVE28-1 bis 22 A.01
AVE 29 GARMIN G500 Nacht-VFR
AVE 30 GARMIN GTN 650
AVE 31 GARMIN GMA 350
AVE 32 Nicht belegt
AVE29-1 bis 22
AVE30-1 bis 11
AVE31-1 bis 5
A.01
B.01
B.01
AVE 33 Nicht belegt
AVE 34 Trig TT-22 AVE34-1 bis 11 A.01
AVE 35 Garrecht TRX 1500 AVE35-1 bis 8 A.01
AVE 36 Garrecht TRX 2000 AVE36-1 bis 8 A.01
AVE Foto1
Modifikation für den Mess- und
Fotoflugbetrieb
AVE Foto1 bis
24
A.02
Die in der Tabelle als „Eingebaut“ gekennzeichnete Ausrüstung ist eingebaut und die zugehörigen Handbuchergänzungen sind vorhanden.
Dokument Nr.:
FM-AT01-1010-100
Datum
Ausgabe:
B.25
Unterschrift
ersetzt Ausgabe:
B.24 (04/03/2014)
Datum:
13/04/2015
Seite:
9 – 3
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